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Timestamp: 2016-10-23 23:56:36
Document Index: 224538459

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 36']

U 156/00 (23.10.2000)
U 156/00 Ge
Bundesrichter Borella, R�edi und Bundesrichterin Leuzinger; Gerichtsschreiberin Bucher
B.________, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Patrick Stach, Dufourstrasse 121, St. Gallen,
A.- Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gew�hrte dem 1974 geborenen B.________ nach einem Verkehrsunfall vom 14. Dezember 1994 die gesetzlichen Leistungen. Am 14. Mai 1997 wurde der Versicherte wiederum Opfer eines Verkehrsunfalls. Danach richtete die SUVA erneut die gesetzlichen Leistungen aus. Mit Verf�gung vom 1. September 1998 stellte sie diese mit Wirkung ab 30. September 1998 ein mit der Begr�ndung, die noch geklagten Beschwerden st�nden in keinem urs�chlichen Zusammenhang mit den Unf�llen. Daran hielt sie mit Einspracheentscheid vom 30. Oktober 1998 fest.
B.- Die hiegegen erhobene Beschwerde wies das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen mit Entscheid vom 26. Januar 2000 ab.
C.- Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde l�sst B.________ beantragen, der kantonale Entscheid sei aufzuheben; es sei ihm das Taggeld ab Oktober 1998 auszuzahlen; eventuell sei die Angelegenheit zwecks Einholung eines psychiatrischen Gutachtens ans Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen bzw. an die SUVA zur�ckzuweisen.
Die SUVA schliesst auf Abweisung, die als Mitinteressierte beigeladene Krankenkasse SUPRA auf Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Das Bundesamt f�r Sozialversicherung hat sich nicht vernehmen lassen.
1.- Das kantonale Gericht hat die von der Rechtsprechung entwickelten Grunds�tze bez�glich des Erfordernisses des nat�rlichen Kausalzusammenhangs (siehe auch BGE 119 V 337 Erw. 1) - insbesondere bei Vorliegen einer Schleuderverletzung der Halswirbels�ule (HWS) ohne organisch nachweisbare Befunde (BGE 119 V 338 Erw. 1 und 340 Erw. 2b, 117 V 360 Erw. 4b; siehe auch RKUV 1997 Nr. U 272 S. 170 Erw. 1b; SVR 1997 UV Nr. 85 S. 309 Erw. 1, Nr. 95 S. 346 Erw. 2a, 1995 UV Nr. 23 S. 67 Erw. 2) - und des ad�quaten Kausalzusammenhangs bei nach einem Unfall auftretenden psychischen Gesundheitssch�den (BGE 115 V 138 Erw. 6, best�tigt u.a. in SVR 1999 UV Nr. 10 S. 31 Erw. 2) und bei Schleuderverletzungen der HWS (BGE 117 V 366 Erw. 6; siehe auch RKUV 1997 Nr. U 272 S. 173 Erw. 4; SVR 1997 UV Nr. 95 S. 346 Erw. 2a, 1995 UV Nr. 23 S. 67 Erw. 2) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen. Zu erg�nzen ist, dass in F�llen, in welchen die zum typischen Beschwerdebild eines Schleudertraumas der HWS geh�renden Beeintr�chtigungen zwar teilweise gegeben sind, im Vergleich zu einer ausgepr�gten psychischen Problematik aber ganz in den Hintergrund treten, die Beurteilung praxisgem�ss unter dem Gesichtspunkt einer psychischen Fehlentwicklung nach Unfall vorzunehmen ist (BGE 123 V 99 Erw. 2a; RKUV 1999 Nr. U 341 S. 409). Hinzuzuf�gen ist ausserdem, dass die Rechtsprechung zum ad�quaten Kausalzusammenhang bei Schleudertraumen sinngem�ss auch bei Sch�del-Hirntraumen mit vergleichbaren Folgen anzuwenden ist (BGE 117 V 382 Erw. 4b).
2.- Verwaltung und Vorinstanz gehen davon aus, dass die vom Versicherten weiterhin geklagten Beschwerden psychischer Natur und weder auf eine Schleuderverletzung der HWS noch auf ein Sch�del-Hirntrauma zur�ckzuf�hren seien. Demgegen�ber scheint der Beschwerdef�hrer unter Berufung auf ein Gutachten der Klinik Y.________ vom 25. August 1999 die Auffassung zu vertreten, es handle sich um Folgen einer Schleuderverletzung der HWS und/oder eines Sch�delHirntraumas.
Selbst wenn es sich teilweise um Schleudertrauma- bzw. Sch�del-Hirntrauma-Beschwerden handelte, w�re mit Verwaltung und Vorinstanz f�r die Beurteilung des ad�quaten Kausalzusammenhangs die f�r die psychischen Unfallfolgen entwickelte Rechtsprechung anzuwenden. Die psychische Problematik stand n�mlich im f�r die Beurteilung massgebenden Zeitpunkt des Einspracheentscheides (BGE 121 V 366 Erw. 1b, 116 V 248 Erw. 1a), als aus somatischer Sicht unbestrittenermassen keine Behandlungsbed�rftigkeit oder Arbeitsunf�higkeit mehr bestand, jedenfalls eindeutig im Vordergrund. Die schon sehr bald nach dem ersten Unfall und nach dem zweiten Unfall erneut aufgetretene massive psychogene �berlagerung ist aus einer Vielzahl �rztlicher Berichte und Gutachten - unter Einschluss neuropsychologischer Beurteilungen - ersichtlich (Berichte des Dr. med. A.________ vom 30. Januar und 4. Februar 1995; Bericht des Kreisarztes Dr. med. S.________ vom 15. Februar 1995; Bericht des Dr. med. K.________ vom 3. M�rz 1995; Bericht des Dr. med. S.________ vom 6. M�rz 1995; Bericht der Klinik f�r Neurochirurgie des Spitals X.________ vom 23. M�rz 1995; Bericht des Dr. med. Z.________ vom 19. April 1995; Bericht des Neurologen Dr. med. E.________ vom 19. Juni 1995; Bericht des Dr. med. Z.________ vom 2. Juli 1995; Bericht des Dr. med. S.________ vom 1. September 1997; Bericht des Dr. med. Z.________ vom 5. Oktober 1997; Bericht des Dr. med. W.________ vom 3. Dezember 1997; Bericht der Klinik f�r Neurologie des Spitals X.________ vom 25. M�rz 1998; Gutachten des Neuropsychologen Dr. phil. G.________ vom 20. April 1998; Bericht des Dr. med. E.________ vom 14. August 1998; Bericht des Dr. med. S.________ vom 26. August 1998; Gutachten der Klinik Y.________ vom 25. August 1999).
Aus dem vom Beschwerdef�hrer angerufenen Gutachten des Neurologen Dr. med. F.________ vom 6. Februar 1998 l�sst sich nichts Gegenteiliges ableiten. Dieser Arzt diagnostizierte nicht eine contusionelle Sch�digung des Gehirns, sondern lediglich einen Status nach zwei Verkehrsunf�llen mit ausgepr�gten neuropsychologischen Defiziten, "hoch verd�chtig auf contusionelle Genese". Er r�umte ein, es sei ihm nicht m�glich gewesen, das Ausmass der allenfalls zus�tzlich bestehenden psychogenen �berlagerung sicher abzusch�tzen. Zur Erh�rtung oder Entkr�ftung seines Verdachts meldete er den Versicherten f�r eine MRI-Untersuchung des Sch�dels an. In der Folge zeigten sich bei der MRI-Untersuchung keine Hinweise auf eine contusionelle Sch�digung des Gehirns (Bericht der Klinik f�r Neurologie des Spitals X.________ vom 25. M�rz 1998). Vielmehr ergab sich ein altersentsprechend normales cranio-cerebrales Kernspintomogramm ohne Hinweis auf �ltere Contusionsnarben (Bericht des R�ntgeninstituts Dr. med. C.________ vom 6. Februar 1998). Dadurch wurde der dringende Verdacht des Dr. med. F.________ entkr�ftet, sodass dessen Gutachten nicht gegen das Vorliegen einer massiven psychogenen �berlagerung spricht.
3.- Verwaltung und Vorinstanz haben die f�r die Beurteilung des ad�quaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall und psychischen Beschwerden massgebende Rechtsprechung (BGE 115 V 133) richtig angewandt und gest�tzt darauf das Vorliegen eines ad�quaten Kausalzusammenhangs zutreffend verneint, indem sie bei der Pr�fung der Kriterien der Dauer der �rztlichen Behandlung, der Dauerschmerzen, der Schwierigkeit des Heilungsverlaufs und der Dauer der Arbeitsunf�higkeit in �bereinstimmung mit der Rechtsprechung (BGE 117 V 367 Erw. 6a, best�tigt u.a. in RKUV 1997 Nr. U 272 S. 174 Erw. 4a) nur die physischen Komponenten ber�cksichtigten. Auf die diesbez�glichen vorinstanzlichen Erw�gungen und insbesondere auf den Einspracheentscheid kann verwiesen werden.
4.- Eine psychiatrische Begutachtung er�brigt sich, nachdem ein ad�quater Kausalzusammenhang zwischen den beiden Unf�llen und der psychischen Symptomatik ohnehin zu verneinen ist.
5.- Da zum einen aus somatischer Sicht keine Behandlungsbed�rftigkeit oder Arbeitsunf�higkeit mehr bestand und es zum andern an einem ad�quaten Kausalzusammenhang zwischen den beiden Unf�llen und den psychischen Beschwerden fehlt, hat die SUVA ihre Leistungen zu Recht eingestellt.
6.- Da die Verwaltungsgerichtsbeschwerde offensichtlich unbegr�ndet ist, wird sie im Verfahren nach Art. 36a OG erledigt.
Sozialversicherung und der SUPRA Krankenkasse zuge-