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Timestamp: 2016-10-24 00:08:52
Document Index: 10845904

Matched Legal Cases: ['Art. 83', 'BGE', 'Art. 95', 'Art. 106', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 97', 'Art. 99', 'BGE', 'Art. 63', 'Art. 63', 'Art. 64', 'Art. 61', 'Art. 62', 'Art. 80', 'Art. 63', 'BGE', 'Art. 62', 'BGE', 'Art. 96', 'Art. 62', 'Art. 8', 'EGMR', 'Art. 63', 'BGE', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 65', 'Art. 66', 'Art. 68']

vertreten durch das Amt f�r �ffentliche Sicherheit (Ausl�nderfragen),
Der t�rkische Staatsangeh�rige X.________ wurde am 25. April 1985 in der Schweiz geboren. Seine Eltern leben seit 1977 (Mutter) bzw. seit 1982 (Vater) hier. Er ist im Besitz der Niederlassungsbewilligung.
Bereits als Dreizehnj�hriger (1998) geriet X.________ mit dem Gesetz in Konflikt; es kam zu Strafanzeigen wegen Diebstahls, N�tigung und K�rperverletzung. Am 3. November 2003 wurde er, der sich bereits seit dem 5. Dezember 2001 in der entsprechenden Massnahme befand, wegen verschiedenster Delikte (T�tlichkeit, Angriff, bandenm�ssiger Diebstahl und Raub, Sachbesch�digung usw.) vom Jugendgericht Bucheggberg-Wasseramt f�r eine Mindestdauer von zwei Jahren in ein Erziehungsheim eingewiesen. Mit Verf�gung vom 14. Januar 2005 wurde er aus dieser Massnahme entlassen und in der Folge - am 31. Januar 2006 - fremdenpolizeilich verwarnt. Es wurde ihm ein Ausweisungsverfahren angedroht, sollte er "erneut zu Klagen Anlass geben".
X.________ wurde auch nach seiner Vollj�hrigkeit weiter straff�llig: Am 3. Juli 2005 beteiligte er sich anl�sslich des "M�retfestes" in Solothurn an einem Angriff auf A.________ (geb. 1988). Dieser erlitt massive (Kopf-)Verletzungen, die ihn in Lebensgefahr brachten. Mit Urteil vom 23. September 2008 sprach das Obergericht des Kantons Solothurn X.________ deswegen in zweiter Instanz schuldig wegen Angriffs (sowie zus�tzlich wegen Verst�ssen gegen das Bet�ubungsmittelgesetz) und verurteilte ihn zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 15 Monaten.
Wenige Monate vorher, n�mlich am 4. November 2007, war X.________ von der Polizei angehalten worden, weil er in angetrunkenem Zustand einen Molankegel auf die Autobahn A 5 geworfen hatte. Dieser Vorfall f�hrte zun�chst zu einer Strafanzeige u.a. wegen Gef�hrdung des Lebens und St�rung des �ffentlichen Verkehrs, gem�ss deren Formulierung X.________ die Tat sofort zugegeben hatte (vgl. Strafanzeige vom 4. November 2007, S.2 ): "Laut Aussagen des Beschuldigten warf er den Molankegel ohne zu �berlegen, dass es gef�hrlich sein k�nnte, auf die Autobahn".
Mit Verf�gung vom 26. Juni 2009 - nach Gew�hrung des rechtlichen Geh�rs - widerrief das Departement des Innern des Kantons Solothurn (Ausl�nderfragen) die Niederlassungsbewilligung von X.________ und wies diesen an, die Schweiz "per Ende des Strafvollzugs kontrolliert zu verlassen". Zur Begr�ndung f�hrte das Departement im Wesentlichen aus, X.________ sei immer wieder straff�llig geworden und habe sich dabei �usserst r�cksichtslos verhalten. Es sei ihm bis heute nicht gelungen, Herr �ber sich selber zu werden; bei ihm bestehe offensichtlich eine "stetige Gewaltbereitschaft", weshalb ihm keine gute Prognose gestellt werden k�nne. Obwohl er �ber ein offenbar intaktes Familienumfeld verf�ge, habe er sich hier nicht integrieren k�nnen. Dass er sich heute von seinem ehemaligen Umfeld distanziere, reiche nicht aus, um den Widerruf der Niederlassungsbewilligung als unverh�ltnism�ssig erscheinen zu lassen. Zwar treffe X.________ eine R�ckkehr in die T�rkei mit Sicherheit "sehr hart", doch erschienen die Integrationschancen dort f�r ihn nicht schlechter als hier in der Schweiz.
Mit Urteil vom 22. Dezember 2009 wies das Verwaltungsgericht des Kantons Solothurn eine gegen diese Verf�gung gerichtete Beschwerde ab.
Mit Eingabe vom 5. Februar 2010 f�hrt X.________ beim Bundesgericht Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten mit den Antr�gen, das letztgenannte Urteil aufzuheben und die kantonalen Beh�rden anzuweisen, ihm - dem Beschwerdef�hrer - den Aufenthalt mit Niederlassungsbewilligung im Kanton Solothurn weiterhin zu bewilligen. Eventualiter sei die Sache zu neuer Beurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Das Departement des Innern des Kantons Solothurn (neu: "Migration und Schweizer Ausweise") beantragt, die Beschwerde abzuweisen. Das Verwaltungsgericht des Kantons Solothurn schliesst auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Das Bundesamt f�r Migration beantragt Abweisung der Beschwerde.
Mit Verf�gung vom 9. Februar 2010 hat der Abteilungspr�sident der Beschwerde - antragsgem�ss - aufschiebende Wirkung zuerkannt.
1.1 Nach Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG ist die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten auf dem Gebiet des Ausl�nderrechts unzul�ssig gegen Entscheide betreffend Bewilligungen, auf die weder das Bundesrecht noch das V�lkerrecht einen Anspruch einr�umt. Vorliegend geht es nicht um die erstmalige Erteilung oder die Verl�ngerung, sondern um den Widerruf einer bereits gew�hrten Bewilligung. Die Beschwerde bleibt in diesem Zusammenhang zul�ssig, soweit die Bewilligung - w�re sie nicht widerrufen worden - nach wie vor Rechtswirkungen entfalten w�rde. Dies ist bei der unbefristeten Niederlassungsbewilligung der Fall (vgl. BGE 135 II 1 E. 1.2.1 S. 4).
1.2 Am 1. Januar 2008 hat das Bundesgesetz vom 16. Dezember 2005 �ber die Ausl�nderinnen und Ausl�nder (AuG; SR 142.20) das Bundesgesetz vom 26. M�rz 1931 �ber Aufenthalt und Niederlassung der Ausl�nder (ANAG; BS 1 121) abgel�st. F�r den Widerruf der Niederlassungsbewilligung gilt demnach das neue Ausl�nderrecht, da dieses vor Er�ffnung des Widerrufsverfahrens in Kraft getreten ist.
1.3 Mit der Beschwerde kann eine Rechtsverletzung nach Art. 95 und 96 BGG geltend gemacht werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist daher weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden; es kann eine Beschwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen, und es kann eine Beschwerde mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begr�ndung abweisen. Das Bundesgericht legt sodann seinem Urteil den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt zugrunde (Art. 105 Abs. 1 BGG). Die Feststellung des Sachverhalts kann nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Neue Tatsachen und Beweismittel d�rfen vor Bundesgericht bloss soweit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG). Echte tats�chliche Noven, das heisst solche Tatsachen, die erst nach dem Ergehen des angefochtenen Entscheides aufgetreten sind, k�nnen im bundesgerichtlichen Beschwerdeverfahren nicht ber�cksichtigt werden (vgl. BGE 134 IV 342 E. 2.1 S. 343). Die Strafverf�gung der Staatsanwaltschaft Solothurn vom 23. Dezember 2009, womit der Beschwerdef�hrer u.a. wegen St�rung des �ffentlichen Verkehrs zu einer zus�tzlichen unbedingten Freiheitsstrafe von einem Monat verurteilt wurde, sowie der Bericht der Anstalten Witzwil vom 19. Januar 2010 (worin diese die vorzeitige bedingte Entlassung des Beschwerdef�hrers aus dem Strafvollzug unterst�tzen) fallen im vorliegenden Verfahren daher ausser Betracht.
2.1 Nach Art. 63 Abs. 2 AuG kann die Niederlassungsbewilligung eines Ausl�nders, der sich seit mehr als 15 Jahren ununterbrochen und ordnungsgem�ss in der Schweiz aufh�lt, nur widerrufen werden, wenn er in schwerwiegender Weise gegen die �ffentliche Sicherheit und Ordnung in der Schweiz oder im Ausland verstossen hat oder diese gef�hrdet oder die innere oder �ussere Sicherheit gef�hrdet (Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG) oder wenn er zu einer l�ngerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt wurde oder gegen ihn eine strafrechtliche Massnahme im Sinne von Art. 64 oder Art. 61 StGB angeordnet wurde (Art. 62 lit. b AuG). Nach Art. 80 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 �ber Zulassung, Aufenthalt und Erwerbst�tigkeit (VZAE; SR 142.201) liegt ein Verstoss gegen die �ffentliche Sicherheit und Ordnung unter anderem insbesondere vor bei einer Missachtung von gesetzlichen Vorschriften und beh�rdlichen Verf�gungen (Abs. 1 lit. a) sowie bei mutwilliger Nichterf�llung der �ffentlich-rechtlichen oder privatrechtlichen Verpflichtungen (Abs. 1 lit. b). Auch eine Summierung von Verst�ssen, die f�r sich genommen f�r einen Widerruf nicht ausreichten, kann einen Bewilligungsentzug rechtfertigen, wenn die betroffene Person mit ihrem (negativen) Verhalten objektiv zeigt, dass sie auch k�nftig weder willens noch f�hig ist, sich in die geltende Rechtsordnung einzuf�gen (vgl. Andreas Z�nd/Ladina Arquint Hill, Beendigung der Anwesenheit, Entfernung und Fernhaltung, in: Ausl�nderrecht, Bern 2009, 2. Auflage, S. 326 f. N. 8.29).
2.2 Der Beschwerdef�hrer wurde 1985 in der Schweiz geboren und lebt seither hier, wobei er �ber eine Niederlassungsbewilligung verf�gt. Er h�lt sich somit seit mehr als 15 Jahren ordnungsgem�ss in der Schweiz auf, weshalb nur die in Art. 63 Abs. 2 AuG aufgef�hrten Widerrufsgr�nde in Frage kommen. Da der Beschwerdef�hrer am 3. November 2003 wegen verschiedener Delikte f�r eine Mindestdauer von zwei Jahren in ein Erziehungsheim eingewiesen und am 23. September 2008 wegen anderer Delikte zu einer "l�ngerfristigen", d.h. die Dauer von einem Jahr �berschreitenden Freiheitsstrafe (vgl. BGE 135 II 377 E. 4.2 und E. 4.5 S. 379 ff.) verurteilt wurde, erf�llt er - wie das Verwaltungsgericht zutreffend festgestellt hat - jedenfalls den Widerrufsgrund von Art. 62 lit. b AuG.
2.3 Ein Widerruf der Niederlassungsbewilligung setzt voraus, dass diese Massnahme auch als verh�ltnism�ssig erscheint (BGE 135 II 377 E. 4.3 f. S. 381 ff.; vgl. auch Art. 96 Abs. 1 AuG). Es ist eine sorgf�ltige Pr�fung des Einzelfalles vorzunehmen (BBl 2002 3810 zu Art. 62). Nach der Rechtsprechung des Europ�ischen Gerichtshofes f�r Menschenrechte bedarf es - mit Blick auf Art. 8 EMRK - in F�llen, wo sich eine aufenthaltsbeendende Massnahme gegen einen Ausl�nder richtet, der seine Kindheit und Jugend praktisch vollst�ndig hierzulande verbracht hat und der sich als Minderj�hriger strafbar gemacht hat, besonders gewichtiger Gr�nde, um eine aufenthaltsbeendende Massnahme zu rechtfertigen (vgl. Urteile des EGMR vom 22. Mai 2008 i.S. Emre gegen die Schweiz, Nr. 42034/04, sowie vom 23. Juni 2008 i. S. Maslov gegen �sterreich, Nr. 1638/03). Im Rahmen der Interessenabw�gung zu ber�cksichtigen sind Art und Schwere der begangenen Delikte, die Dauer der Anwesenheit im Land, der seit der Tat vergangene Zeitraum und das Verhalten des Ausl�nders w�hrend dieser Periode, die sozialen, kulturellen und famili�ren Bindungen der betroffenen Personen zum Gaststaat einerseits und zum Herkunftsland andererseits (zit. Urteile i.S. Maslov, � 71, sowie i.S. Emre, � 68). Geht es um Straftaten, welche der betreffende Ausl�nder als Minderj�hriger begangen hat, l�sst nach der Rechtsprechung des Europ�ischen Gerichtshofes f�r Menschenrechte die allgemeine Erfahrung darauf schliessen, dass Jugendliche sich in Entwicklung befinden, ihre Delinquenz als episodisch erscheint und mit dem �bertritt ins Erwachsenenalter vielfach aufh�rt (vgl. zit. Urteil i.S. Emre, � 74). Insofern kommt dem Kriterium des Zeitablaufs seit Tatbegehung und einem seitherigen Wohlverhalten in derartigen Konstellationen im Hinblick auf die Beurteilung des R�ckfallrisikos eine erh�hte Tragweite zu (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_98/2009 vom 10. Juni 2009, E. 2.5-2.7). Von entscheidender Bedeutung f�r die Interessenabw�gung ist aber auch, ob es sich bei den begangenen (Jugend-)Straftaten um Gewaltdelikte handelt (zit. Urteil i.S. Maslov, �� 81 und 84 f.).
3.1 Das Verwaltungsgericht f�hrte aus, der Beschwerdef�hrer sei bereits am 3. November 2003 wegen verschiedener Delikte (darunter bandenm�ssiger Diebstahl und Raub) f�r eine Mindestdauer von zwei Jahren in ein Erziehungsheim eingewiesen worden und zu einer Anti-Gewalt-Therapie verpflichtet worden. Unter Hinweis auf die Ausf�hrungen im obergerichtlichen Urteil vom 23. September 2008 stellte das Verwaltungsgericht weiter fest, bereits im gesch�tzten Rahmen dieser Massnahme habe der Beschwerdef�hrer immer wieder ein auff�lliges Verhalten an den Tag gelegt. Nur knapp ein Jahr nach der bedingten Entlassung aus der Massnahme sei es zum Delikt am "M�retfest" in Solothurn gekommen, wodurch der Beschwerdef�hrer das h�chste Gut eines Menschen in Gefahr gebracht habe (S. 13/14 des angefochtenen Entscheides). Daraus schloss das Verwaltungsgericht, aufgrund des Verhaltens des Beschwerdef�hrers w�hrend der Massnahme und aufgrund seiner deliktischen Vergangenheit m�sse von einer hohen R�ckfallgefahr ausgegangen werden. Der Beschwerdef�hrer stelle eine erhebliche, konkrete Gefahr f�r die Rechtsg�ter seiner Mitmenschen und damit f�r die �ffentliche Sicherheit und Ordnung dar; es bestehe ein gewichtiges �ffentliches Interesse an seiner Wegweisung. Ferner stellte das Verwaltungsgericht fest, der Beschwerdef�hrer sei zwar hier geboren und habe nach eigenen Angaben keine Verwandten in der T�rkei mehr. Er sei aber erwachsen und stehe nicht in einem Abh�ngigkeitsverh�ltnis zu seiner Familie, die ihm im �brigen keinen festen Halt habe vermitteln und ihn auch nicht von der Begehung weiterer Delikte habe abhalten k�nnen. Seine Eltern seien in die Schweiz eingewandert, weswegen davon ausgegangen werden k�nne, dass sie ihre t�rkische Kultur, Sitten und Gebr�uche nicht vollumf�nglich abgelegt h�tten und der Beschwerdef�hrer damit und auch mit der t�rkischen Sprache vertraut sei. Aufgrund der gesamten Umst�nde - aber auch aufgrund der fehlenden Berufsausbildung - seien die Integrationsperspektiven in der Schweiz nicht wesentlich besser als in der T�rkei. Deshalb �berwiege das sicherheitspolizeiliche Interesse an der Entfernung und Fernhaltung des Beschwerdef�hrers sein privates Interesse, in der Schweiz bleiben zu k�nnen.
3.2 Der Beschwerdef�hrer erachtet die Sachverhaltsfeststellungen des Verwaltungsgerichts f�r willk�rlich und die von ihm daraus gezogenen rechtlichen Schlussfolgerungen f�r bundesrechts- und konventionswidrig. Art. 63 AuG sei schon deshalb verletzt, weil in unzul�ssiger Weise ein und dieselbe Tat - n�mlich der Vorfall am "M�retfest" - Anlass f�r zwei verschiedene fremdenpolizeiliche Massnahmen (Verwarnung und Widerruf der Niederlassungsbewilligung) gegeben habe. Er macht sodann geltend, insbesondere die privaten Verh�ltnisse und der Integrationsgrad seien nur unvollst�ndig abgekl�rt worden. Seine Integrationsperspektiven seien nicht gering: Er habe f�r die Zeit nach der Entlassung aus dem Strafvollzug bereits eine Arbeitsstelle gefunden und werde damit k�nftig �ber ein regelm�ssiges Einkommen verf�gen. Von ihm gehe entgegen den Feststellungen der Vorinstanz keine erhebliche und konkrete Gefahr f�r die Rechtsg�ter der Menschen mehr aus. Seine Ausf�hrungen zur erfolgreichen Resozialisierung (berufliche Perspektiven, erfolgreich absolvierte Therapien, positive Verhaltens�nderungen, Leistung von Schadenersatz- und Genugtuungszahlungen) habe das Verwaltungsgericht nicht oder nur unzureichend gew�rdigt und es unterlassen, abzukl�ren, ob aufgrund der aktuellen Situation Aussicht auf ein deliktfreies Leben bestehe. Schliesslich m�sse auch ber�cksichtigt werden, dass er die Delikte als Minderj�hriger bzw. kurz nach Erreichen seiner Vollj�hrigkeit ver�bt habe, also in einem Alter, in dem ihm die volle Tragweite seines Handelns noch nicht bewusst gewesen sei. Der Widerruf der Niederlassungsbewilligung erweise sich daher, zumal er keinen Bezug zur T�rkei habe und auch die t�rkische Sprache nicht beherrsche, als unverh�ltnism�ssig.
3.3 Der Beschwerdef�hrer kam seit 1998 immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt und beging zunehmend schwerere Straftaten. Trotz Verurteilung zu einer zweij�hrigen Massnahme im Erziehungsheim und ungeachtet einer ausdr�cklichen fremdenpolizeilichen Verwarnung brachte er im Juli 2005 "aus nichtigem Anlass", "�usserst r�cksichtslos" und "mit direktem Vorsatz" ein Menschenleben in Gefahr, indem er "nicht davor zur�ckschreckte, gemeinsam mit Y.________ mit den F�ssen auf ein wehrlos am Boden liegendes Opfer einzutreten". Diesem wurden massive (Kopf-)Verletzungen zugef�gt, welche "vier Wochen station�r im Spital behandelt werden" mussten (Urteil des Obergerichts des Kantons Solothurn vom 23. September 2008, S. 201). Insbesondere die aktenkundigen Gewaltdelikte lassen auf ein schweres Verschulden und auf eine erhebliche kriminelle Energie des Beschwerdef�hrers schliessen. Durch sein Verhalten demonstrierte er eine ausgepr�gte soziale Gef�hrlichkeit und eine bedenkliche Geringsch�tzung gegen�ber der schweizerischen Rechtsordnung im Allgemeinen und der Gesundheit anderer Menschen im Besonderen. Damit liegen - auch unter konventionsrechtlichen Gesichtspunkten - besonders gewichtige Gr�nde f�r die Rechtfertigung einer aufenthaltsbeendenden Massnahme vor (vorne E. 2.3), woran der Einwand, der Beschwerdef�hrer habe die Delikte als Minderj�hriger bzw. als junger Erwachsener begangen, nichts zu �ndern vermag. Das schwerste ihm zur Last gelegte Delikt, den Angriff am "M�retfest" in Solothurn, ver�bte er 2005 �brigens zu einem Zeitpunkt, in dem er l�ngst vollj�hrig war. Dieses Delikt war im �brigen bloss Mitausl�ser der fremdenpolizeilichen Verwarnung vom 31. Januar 2006: In der entsprechenden Verf�gung bilden insbesondere die fr�her begangenen, rechtskr�ftig beurteilten Straftaten - die Anlass zur zweij�hrigen Massnahme im Erziehungsheim gegeben hatten - Grundlage der Verwarnung; das zu diesem Zeitpunkt noch laufende Strafverfahren des Jahres 2005 wird bloss beil�ufig erw�hnt.
In jedem Fall durften die Vorinstanzen vorliegend von einem eminenten �ffentlichen Interesse an einem Widerruf der Niederlassungsbewilligung des Beschwerdef�hrers ausgehen.
3.4 Die behauptete Verbesserung der R�ckfallprognose vermag nicht zu �berzeugen: Einerseits kommt der R�ckfallgefahr bzw. der Wahrscheinlichkeit eines k�nftigen Wohlverhaltens ausserhalb des Anwendungsbereichs des Abkommens vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europ�ischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits �ber die Freiz�gigkeit (Freiz�gigkeitsabkommen, FZA; SR 0.142.112.681) keine zentrale Bedeutung zu (Urteil 2C_218/2010 vom 27. Juli 2010 E. 3.3.1; vgl. BGE 130 II 176 E. 4.2 S. 185; 125 II 105 E. 2c S. 110; jeweils mit Hinweisen). Andererseits hat der Beschwerdef�hrer seine fortw�hrende Gewaltbereitschaft (durch "Kontrollverluste" ) auch als offenbar bereits therapierter Erwachsener erneut unter Beweis gestellt, als er am 4. November 2007 einen Molankegel auf die Autobahn warf; es steht nichts entgegen, diese Verfehlung - obwohl im Zeitpunkt des angefochtenen Urteils noch nicht gerichtlich beurteilt - unter dem Gesichtspunkt einer aufenthaltsbeendenden Massnahme zu ber�cksichtigen, soweit sie unbestritten ist oder - wie hier - aufgrund der Akten sonst wie keine Zweifel bestehen, dass sie dem Betreffenden zur Last zu legen ist (vgl. Urteil 2A. 41/2003 vom 2. Juni 2003, E. 3.2). Von einer g�nstigen Prognose kann beim Beschwerdef�hrer keine Rede sein. Seine in diesem Zusammenhang vorgetragenen Hinweise auf das Wohlverhalten im Strafvollzug sind - soweit sie als unzul�ssige Noven nicht ohnehin ausser Betracht bleiben m�ssen - bedeutungslos, wird doch eine gute F�hrung im Strafvollzug vom Strafgefangenen generell erwartet und l�sst eine solche - angesichts der dort vorhandenen, verh�ltnism�ssig engmaschigen Betreuung keine verl�sslichen R�ckschl�sse auf das Verhalten in Freiheit zu (vgl. Urteil 2C_331/2010 vom 16. September 2010, E. 3.3).
3.5 Der Einwand, die Vorinstanzen h�tten die privaten Verh�ltnisse des Beschwerdef�hrers - und insbesondere den Integrationsgrad - unzureichend gew�rdigt bzw. in diesem Zusammenhang weitere Abkl�rungen vornehmen m�ssen, dringt nicht durch: Der Beschwerdef�hrer ist zwar hier geboren und aufgewachsen. �ber eine Berufsausbildung verf�gt er aber nicht, und er war auch nur sporadisch erwerbst�tig (in Stellen, die er teilweise kurz nach dem Antritt wieder verlor, vgl. Urteil des Obergerichts S. 36). Seine beruflichen Integrationschancen sind trotz inzwischen abgeschlossenem Arbeitsvertrag zweifelhaft. Jedenfalls verf�gt er klarerweise nicht �ber besonders intensive private Bindungen gesellschaftlicher oder beruflicher Natur bzw. �ber entsprechend vertiefte soziale Beziehungen zum ausserfamili�ren Bereich, welche ihm allenfalls ein Anwesenheitsrecht gest�tzt auf die Achtung des Privatlebens (Art. 8 EMRK) verschaffen k�nnte (vgl. BGE 130 II 281 E. 3.2.1).
3.6 Der Widerruf der Niederlassungsbewilligung erweist sich vorliegend auch nicht als unverh�ltnism�ssig: Die Vorinstanz legt dar, dass der Beschwerdef�hrer die T�rkei von mehrfachen Ferienaufenthalten her kennt. Es kann sodann davon ausgegangen werden, dass ihm die lokale Kultur und die dortigen Gepflogenheiten durch seine Eltern - der Vater kam drei Jahre vor der Geburt des Beschwerdef�hrers in die Schweiz - vermittelt wurden und ihm auch die t�rkische Sprache nicht g�nzlich unvertraut ist. Die Einsch�tzung des Verwaltungsgerichts, als junger Mann habe der Beschwerdef�hrer die M�glichkeit, auch ohne bestehendes Beziehungsnetz in der T�rkei Fuss zu fassen, ist daher nicht zu beanstanden. Im �brigen ist nicht ersichtlich, weshalb es dem Beschwerdef�hrer - trotz Defiziten bei der Sprachentwicklung (vgl. S. 5 der Beschwerdeschrift) - nicht m�glich sein sollte, seine Kenntnisse der t�rkischen Sprache bis zum Vollzug der Ausreise zu verbessern (vgl. Urteil 2C_318/2010 vom 16. September 2010, E. 3.2.2).
Nach dem Gesagten erweist sich der Widerruf der Niederlassungsbewilligung als bundesrechts- und konventionskonform. Dies f�hrt zur Abweisung der Beschwerde.
Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Kosten dem Beschwerdef�hrer aufzuerlegen (Art. 65, Art. 66 Abs. 1 BGG). Eine Parteientsch�digung ist nicht geschuldet (Art. 68 Abs. 3 BGG).
Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer, dem Departement des Innern des Kantons Solothurn ("Migration und Schweizer Ausweise") und dem Verwaltungsgericht des Kantons Solothurn sowie dem Bundesamt f�r Migration schriftlich mitgeteilt.