Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_13/vo/2/82350000042.htm
Timestamp: 2018-11-17 09:36:41
Document Index: 283405960

Matched Legal Cases: ['§ 22', '§ 64', '§ 2', 'Art;\n12', '§ 5', '§ 5']

2.35.042 Rötenbach
Verordnung des Landratsamtes Calw über das Landschaftsschutzgebiet "Rötenbach" vom 5. Februar 1984 (Schwarzwälder Bote vom 20.02.1984).
Aufgrund von §§ 22, 58 Abs. 3 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz-NatSchG-) vom 21. Oktober 1975 (GBl. S. 654), geändert durch das Gesetz zur Bereinigung des baden-württembergischen Ordnungswidrigkeitenrechts vom 6. Juni 1983 (GBl. S. 199), wird mit Zustimmung des Regierungspräsidiums Karlsruhe verordnet:
Die in § 2 näher bezeichnete Fläche auf dem Gebiet der Stadt Nagold, Gemarkung Nagold, wird zum Landschaftsschutzgebiet erklärt. Das Landschaftsschutzgebiet führt die Bezeichnung "Rötenbach".
1) Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von rund 47 ha.
(2) Das Schutzgebiet umfaßt nach dem Stand vom 27. März 1979 auf dem Gebiet der Stadt Nagold, Gemarkung Nagold, die Gewanne Unter dem Horn, Am Nagolder Weg, Ob dem Rötenbach, Beim Bad, Häsel, Bad Rötenbach.
(3) Die Grenzen des Schutzgebietes sind in einer Übersichtskarte im Maßstab 1:25 000 und in einer Flurkarte im Maßstab 1:2 500 grün eingetragen. Die Karten sind Bestandteil der Verordnung.
Die Verordnung mit Karten wird beim Landratsamt Calw in Calw zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Dienststunden niedergelegt.
1. die Erhaltung der für den Übergang zwischen Nagold-Heckengäu (Untereinheit des Obereren Gäus) und Nagoldtal typischen Muschelkalklandschaft, als naturnahe Kulturlandschaft;
2. die Erhaltung der Wiesen mit ihren Streuobstbeständen;
3. die Erhaltung der durch Heckenzüge und Raine gegliederten Flurteile. Die Heckenzüge, Einzelbäume, Feldgehölze und Obstbaumbestände sowie der Bewuchs der Raine sind als biologische Zellen und als Refugien der für die Stabilität des Naturhaushaltes bedeutsamen Fauna und Flora von großer Bedeutung. Ebenso stellen sie einen wirksamen Schutz gegen die Erosion dar.
1. Errichtung oder Änderung von baulichen Anlagen im Sinne der Landesbauordnung in der jeweils gültigen Fassung oder der Errichtung gleichgestellte Maßnahmen;
2. Errichtung von lebenden und toten Einfriedigungen;
4. Abbau, Entnahme oder Einbringen von Steinen, Kies, Sand, Lehm oder anderen Bodenbestandteilen oder die Veränderung der Bodengestalt auf andere Weise sowie die Ablagerung von Bauschutt und Abfällen aller Art;
12. Aufstellen oder Anbringen von Plakaten, Bild- und Schrifttafeln;
13. Neuaufforstungen, Umwandlungen von Wald, Neuanlage von Baumschulflächen, Anlage von Kleingärten oder die wesentliche Änderung der Bodennutzung auf andere Weise;
14. Beseitigung oder Änderung von wesentlichen Landschaftsbestandteilen wie Streuobst- und sonstigen Baumbeständen, Feldgehölzen, Hecken und Heckenrainen, Stufenrainen.
1. für die Nutzung im Rahmen einer ordnungsgemäßen Bewirtschaftung land- und forstwirtschaftlicher Grundstücke, § 5 Abs. 2 Nr. 13 und 14 bleiben unberührt;
3. für die ordnungsgemäße Unterhaltung der Straßen, Wege, Bahnanlagen, Plätze und Gewässer, ausgenommen Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Nr. 14;
Calw, den 5. Februar 1984
Dr. Zerr, Landrat