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Timestamp: 2016-10-25 19:10:10
Document Index: 171932467

Matched Legal Cases: ['Art. 48', 'Art. 18', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 16', 'Art. 16', 'Art. 16', 'Art. 18', 'Art. 53', 'Art. 71', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 20', 'Art. 8', 'Art. 55', 'BGE', 'BGE', 'Art. 18', 'Art. 18', 'BGE', 'Art. 18', 'BGE', 'Art. 64', 'Art. 38', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 156']

Ende der Neunzigerjahre liess die Messe Basel ihre Halle 1 erneuern. Totalunternehmerin war die Arbeitsgemeinschaft der Firmen Preiswerk & Cie AG und Karl Steiner Generalunternehmung AG (abgek�rzt: APS). Als Subunternehmerinnen bzw. Subplanerinnen befassten sich die Firmen Ernst Basler + Partner AG und Gruner AG mit Ingenieurarbeiten. Das Projekt sah unter anderem den Bau von Treppenh�usern vor. Bei deren Erstellung kam es offenbar infolge von Konstruktionsm�ngeln zu Mehrkosten und anschliessend zu Diskussionen zwischen der APS und den beiden Ingenieurfirmen dar�ber, wer f�r den Bauschaden einzustehen habe.
Im Rahmen eines Mediationsverfahrens schlossen die APS und die beiden Ingenieurfirmen am 12. Januar 2000 einen Vergleich. Die Ingenieurfirmen verpflichteten sich darin, der APS solidarisch 1.934 Mio. Franken zu bezahlen. Neben dem Mediator und den Firmen waren bei den Verhandlungen auch Vertreter der Gerling Allgemeine Versicherungs-AG, der National Versicherung und der Z�rich Versicherung anwesend.
Die Gerling Allgemeine Versicherungs-AG ist die Haftpflichtversicherung der beiden Ingenieurfirmen f�r Bautenschaden bis zum Betrag von 15 Mio. Franken. Sie deckte am 31. Januar 2000 den von den Ingenieurfirmen anerkannten Schaden. Nach Bezahlung des vergleichsweise festgesetzten Betrags liess sie sich allf�llige Anspr�che der Ingenieurfirmen gegen die National Versicherung und die Z�rich Versicherung abtreten. Die National Versicherung ist die Haftpflichtversicherung der Totalunternehmerin APS, und zwar auf Grund einer so genannten Bauplatzpolice, an der die Z�rich Versicherung beteiligt ist.
Gem�ss ihrem Inhaltsverzeichnis vereinigt die Bauplatzpolice eine Vielzahl verschiedener Versicherungsarten. Mit dem Titel "Versicherungstechnische Zusammenfassung" wird das Vereinbarte in einer �bersicht dargestellt (Ziff. 1). Geregelt werden die Bauwesen- / Montageversicherung (Ziff. 3), die Besucherunfallversicherung (Ziff. 4), die Betriebs- / Berufshaftpflichtversicherung (Ziff. 5) und die (sp�ter gestrichene) Baugarantieversicherung (Ziff. 6). Der Regelung �ber die einzelnen Versicherungen ist unter "Besondere Bedingungen" ein "Allgemeiner Teil" vorangestellt (Ziff. 2). Darin findet sich eine Ziff. 2.6 mit folgendem Wortlaut:
"Andere Versicherungsvertr�ge / Ersatzanspr�che gegen�ber Dritten
Bestehen f�r Personen, Sachen oder Gefahren, die durch den vorliegenden Vertrag gedeckt sind, andere Versicherungsvertr�ge, so gehen diese dem vorliegenden Vertrag voran. Lehnt der "andere Versicherer" seine Haftung ganz oder teilweise ab oder kann die Entsch�digungsleistung des "anderen Versicherers" nicht erlangt werden, so leistet die National im Rahmen dieses Vertrages Entsch�digung. Der Versicherungsnehmer tritt ihr die Rechte ab, welche ihm gegen�ber dem "anderen Versicherer" oder sonstigen Dritten zustehen."
F�r die Betriebs- / Berufshaftpflichtversicherung ist in Ziff. 5.1 unter anderem vorgesehen was folgt:
Versichert ist im Rahmen der vertraglichen Bestimmungen die der Arbeitsgemeinschaft "APS" [...] aus der Ausf�hrung der Arbeiten (inkl. Bauleitung) [...] erwachsende Haftpflicht als Erg�nzung zu den von den Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft "APS" separat abgeschlossenen Betriebshaftpflichtversicherungen mit einer Versicherungssumme von je Fr. 5'000'000.--.
Im Rahmen der Vertragsbestimmungen sind zus�tzlich versichert alle von der Arbeitsgemeinschaft "APS" mit der Planung und Ausf�hrung von Arbeiten schriftlich mit Werkvertrag beauftragten Subunternehmer und Subplaner, welche gem�ss den Werkvertr�gen ebenfalls �ber separate Betriebshaftpflichtversicherungen mit einer Versicherungssumme von je Fr. 5'000'000.-- (bzw. Fr. 1'000'000.-- f�r Sch�den und M�ngel an Bauten und Anlagen sowie Verm�genssch�den) verf�gen. [...]"
"Versicherungssumme [Nummerierung beigef�gt]
1. Die Versicherungssumme betr�gt
pro Ereignis f�r alle Personen-, Sach- und Verm�genssch�den sowie Schadenverh�tungskosten zusammen als Erg�nzung zu den von den Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft "APS" sowie zu den von ihnen mit der Ausf�hrung von Arbeiten beauftragten Subunternehmern und Subplanern separat abgeschlossenen Betriebshaftpflichtversicherungen. Bei Personen-, Sach- und Verm�genssch�den sowie Schadenverh�tungskosten haben diese, bzw. deren Versicherer pro Ereignis den Schaden bis zu einer H�he von Fr. 5'000'000.-- zu �bernehmen. Versichert ist im Rahmen der Vertragsbestimmungen somit der den Schadenbetrag von Fr. 5'000'000.-- �bersteigende Teil.
2. Im Rahmen der Versicherungssumme f�r Personen- Sach- und Verm�genssch�den sowie Schadenverh�tungskosten zusammen betragen die Leistungen der Gesellschaft f�r Sch�den gem�ss Ziff. 5.2.3.2 hievor (Sch�den und M�ngel an Bauten und Anlagen) sowie f�r Verm�genssch�den gem�ss Art. 48 Ziff. 1 lit. B AVB pro Ereignis
als Erg�nzung zu den von der Arbeitsgemeinschaft "APS" mit der Ausf�hrung von Arbeiten beauftragten Subunternehmern und Subplanern separat abgeschlossenen Betriebshaftpflichtversicherungen. Bei Sch�den und M�ngeln an Bauten und Anlagen sowie bei Verm�genssch�den haben diese, bzw. deren Versicherer pro Ereignis den Schaden bis zu einer H�he von Fr. 1'000'000.-- zu �bernehmen. Versichert ist im Rahmen der Vertragsbestimmungen somit der den Schadenbetrag von Fr. 1'000'000.-- �bersteigende Teil.
3. Falls die Versicherungssumme der jeweiligen separat abgeschlossenen Betriebshaftpflichtversicherungen ausgesch�pft ist, �bernimmt der vorliegende Vertrag im Rahmen seiner Bedingungen, jedoch unter Ber�cksichtigung eines Selbstbehaltes pro Ereignis gem�ss Ziff. 5.4.2 hienach, die Funktion der separat abgeschlossenen Betriebshaftpflichtversicherung.
4. Geht der Deckungsumfang der vorliegenden Versicherung weiter als derjenige der separat abgeschlossenen Betriebshaftpflichtversicherungen, so besteht f�r einen durch letztere nicht gedeckten Schaden Deckung im Rahmen der vorliegenden Versicherung.
6. Werden die separat abgeschlossenen Betriebshaftpflichtversicherungen aufgehoben, so gilt die in diesen Vertr�gen vereinbarte Versicherungssumme als Selbstbehalt zur vorliegenden Versicherung."
Am 15./16. Juni 2001 stellte die Gerling Allgemeine Versicherungs-AG (fortan: Kl�gerin) beim Zivilgericht Basel-Stadt das Begehren, die National Versicherung (hiernach: Beklagte) zur Zahlung von Fr. 652'588.-- zuz�glich Zins zu verurteilen. Die Beklagte schloss auf Abweisung. Strittig war vorab die Auslegung der Bauplatzpolice und dabei die Frage, ob eine Doppelversicherung vorliege, so dass der 1 Mio. Franken �bersteigende Bauschaden von Kl�gerin und Beklagter anteilsm�ssig zu decken w�re, oder eine Subsidi�rversicherung mit der Folge, dass die Kl�gerin den gesamten Schaden allein zu tragen h�tte. Das Zivilgericht hiess das Begehren im Betrag von Fr. 629'012.50 nebst Zins gut, w�hrend das Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt die Klage abwies (Urteile vom 7. November 2003 und vom 24. August 2005).
Mit eidgen�ssischer Berufung beantragt die Kl�gerin dem Bundesgericht zur Hauptsache, die Beklagte zur Zahlung von Fr. 629'012.50 nebst Zins zu 5 % seit 31. M�rz 2000 zu verurteilen. Das Appellationsgericht hat auf Gegenbemerkungen verzichtet. Eine Berufungsantwort ist nicht eingeholt worden.
Mit Urteil vom heutigen Tag hat die II. Zivilabteilung des Bundesgerichts die gegen das n�mliche Urteil gleichzeitig erhobene staatsrechtliche Beschwerde der Kl�gerin abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden konnte (5P.33/2006).
Streitig ist die Auslegung der vorstehend wiedergegebenen Klauseln der Bauplatzpolice. Gem�ss Art. 18 Abs. 1 OR bestimmt sich der Inhalt des Vertrags nach dem �bereinstimmenden wirklichen Willen der Parteien. Nur wenn eine tats�chliche Willens�bereinstimmung unbewiesen bleibt, sind zur Ermittlung des mutmasslichen Willens der Parteien deren Erkl�rungen auf Grund des Vertrauensprinzips so auszulegen, wie sie nach ihrem Wortlaut und Zusammenhang sowie nach den gesamten Umst�nden verstanden werden durften und mussten (BGE 132 III 268 E. 2.3.2 S. 274 f.). Die Grunds�tze gelten auch f�r die Auslegung von Versicherungsvertr�gen (BGE 119 II 368 E. 4b S. 372; 122 III 118 E. 2a S. 121). Einen �bereinstimmenden wirklichen Willen der Vertragsparteien - der APS einerseits und der Beklagten andererseits - hat das Appellationsgericht nicht festgestellt (vgl. E. 4.1 hiernach und E. 3 des Beschwerdeurteils). Seine Auslegung nach dem Vertrauensgrundsatz kann im Berufungsverfahren als Rechtsfrage frei �berpr�ft werden (BGE 132 III 268 E. 2.3.2 S. 275).
Das Appellationsgericht hat die massgebenden Ziff. 5.1 und 5.3 der Bauplatzpolice dahin gehend ausgelegt, es liege eine Versicherung f�r fremde Rechnung im Sinne der Art. 16 f. des Bundesgesetzes �ber den Versicherungsvertrag (VVG, SR 221.229.1) vor. Die APS als Versicherungsnehmerin habe bei der Beklagten die Haftpflicht auch der beiden Ingenieurfirmen versichert, und zwar f�r Schaden, der - je nach Kategorie - den Betrag von 5 bzw. 1 Mio. Franken �bersteige (E. 3.2 S. 6 ff.). Das Appellationsgericht ist weiter davon ausgegangen, in Ziff. 5.3 der Bauplatzpolice sei der hier eingetretene Fall nicht geregelt, dass f�r einen Schaden von mehr als 5 bzw. 1 Mio. Franken, den die Ingenieurfirmen zu verantworten h�tten, die Beklagte als Fremdversicherung der Ingenieurfirmen und die Kl�gerin als deren Eigenversicherung zugleich voll hafteten (E. 5.2 und 5.3 S. 11 ff. des angefochtenen Urteils).
2.1 Aus dem Wortlaut der Bauplatzpolice folgt, dass die APS als Totalunternehmerin neben ihrer eigenen auch die Haftpflicht ihrer Subunternehmer und Subplaner und damit der beiden Ingenieurfirmen versichert hat. Aus Ziff. 5.1 und 5.3 der Bauplatzpolice ergibt sich, dass die Betriebs- und Berufshaftpflichtversicherung bei der Beklagten "als Erg�nzung" zu den Betriebshaftpflichtversicherungen hinzutreten soll, die die Subunternehmer und Subplaner separat abschliessen m�ssen. Die "Versicherungstechnische Zusammenfassung" best�tigt, dass es sich um eine "Betriebs- und Berufshaftpflichtversicherung der APS inkl. Subunternehmer und s�mtl. projektbezogenen Planer" handelt (Ziff. 1.4 und 1.6.6 der Bauplatzpolice). Es liegt eine Versicherung f�r fremde Rechnung im Sinne der Art. 16 f. VVG vor (vgl. zum Begriff: Hasenb�hler, in: Kommentar zum Bundesgesetz �ber den Versicherungsvertrag, Basel 2001, N. 2 ff. zu Art. 16 VVG). Die Versicherung der Haftpflicht von Subunternehmern durch den Totalunternehmer soll in Bausachen offenbar nicht die Regel sein (vgl. Tr�mpy/H�rlimann, Die Betriebshaftpflichtversicherung f�r das Baugewerbe, BR 1999 S. 83 ff., S. 85). Sie ist rechtlich aber nicht ausgeschlossen. Der Versicherungsvertrag h�ngt dabei nicht von der Zustimmung des versicherten Dritten ab. Sein Abschluss erfolgt ausschliesslich zwischen dem Versicherungsnehmer und dem Versicherer. Die Zustimmung des Dritten ist lediglich vorausgesetzt, damit der Dritte die Rechte und Pflichten aus dem Vertrag erwirbt und im Versicherungsfall Anspruchsberechtigter wird. Er kann die Zustimmung vor oder nach dem Versicherungsfall erteilen, und zwar auch stillschweigend, indem er den Versicherungsanspruch gegen�ber dem Versicherer geltend macht (vgl. Maurer, Schweizerisches Privatversicherungsrecht, 3.A. Bern 1995, S. 324 ff.). Eine Beteiligung des versicherten Dritten an den Pr�mienzahlungen ist - abweichende Vereinbarung vorbehalten - nicht vorausgesetzt (Hasenb�hler, a.a.O., N. 24 zu Art. 18 VVG). Dass die Ingenieurfirmen die von der APS abgeschlossene Versicherung genehmigt haben, ist in tats�chlicher Hinsicht erstellt. Sie haben die Anspr�che daraus vorprozessual geltend gemacht und alsdann an die Kl�gerin abgetreten, die sie schliesslich gegen�ber der Beklagten eingeklagt hat.
2.2 Versicherungsdeckung der Beklagten besteht nur f�r Schaden ab 5 bzw. 1 Mio. Franken. Auch diesbez�glich l�sst der Wortlaut der Bauplatzpolice keine Fragen offen. Versichert ist im Rahmen der Vertragsbestimmungen der den Schadenbetrag von 5 bzw. 1 Mio. Franken �bersteigende Teil (Ziff. 5.3 Abs. 1 und 2). Bis zu diesen Betr�gen bestehen separate Betriebshaftpflichtversicherungen, zu deren Abschluss sich die mitversicherten Subunternehmer und Subplaner werkvertraglich verpflichtet haben. Vergleichbare Beschr�nkungen der Versicherungsdeckung finden sich auch bei den anderen Versicherungsarten (z.B. die Subsidi�rdeckung in der Sachversicherung f�r Bauinventar gem�ss Ziff. 3.2.7.5.1 der Bauplatzpolice). Die Beklagte wird somit erst ab einem Schadenbetrag von 5 bzw. 1 Mio. Franken leistungspflichtig. Insoweit ist ihre Versicherungsleistung subsidi�r gegen�ber den Leistungen der separat abgeschlossenen Betriebshaftpflichtversicherungen der Subunternehmer und Subplaner.
2.3 Im Unterschied zur soeben erl�uterten Beschr�nkung der Versicherungsdeckung wird in Ziff. 5 der Bauplatzpolice die Frage nicht geregelt, in welchem Verh�ltnis die Leistungspflichten der Haftpflichtversicherer stehen, wenn f�r Schaden von mehr als 5 bzw. 1 Mio. Franken sowohl bei der Beklagten als auch bei einer separat abgeschlossenen Betriebshaftpflichtversicherung wie der Kl�gerin Deckung besteht. Konkret geht es um einen Schaden an Bauten und Anlagen von rund 1.9 Mio. Franken. Davon hat die Kl�gerin, die die Haftpflicht der Ingenieurfirmen f�r Sch�den bis zum Betrag von 15 Mio. Franken versichert, vorweg 1 Mio. Franken zu decken (vgl. E. 2.2 soeben). F�r den Restschaden von rund Fr. 900'000.-- besteht die Versicherungsdeckung bei der Kl�gerin und der Beklagten.
Der Abs. 2 von Ziff. 5.3 der Bauplatzpolice, der den Leistungsrahmen der Beklagten umschreibt ("der den Schadenbetrag von Fr. 1'000'000.-- �bersteigende Teil"), k�nnte von seinem Wortlaut her als Doppelversicherung ausgelegt werden (vgl. Art. 53 VVG) mit der Folge, dass Kl�gerin und Beklagte den Restschaden verh�ltnism�ssig zu tragen h�tten (vgl. Art. 71 Abs. 1 VVG). Zweifel daran wecken indessen die folgenden Abs. 3 und 4 von Ziff. 5.3 der Bauplatzpolice. Dabei steht nicht so sehr der Abs. 3 im Vordergrund, wo die Versicherungsdeckung durch die Beklagte f�r den Sonderfall geregelt wird, dass die separaten Betriebshaftpflichtversicherungen der Subunternehmer und Subplaner - zu erg�nzen: bereits wegen anderer Schadenf�lle - "ausgesch�pft" sind. Allgemeiner ist in Abs. 4 vorgesehen, dass f�r einen durch die separat abgeschlossenen Betriebshaftpflichtversicherungen nicht gedeckten Schaden Deckung der Beklagten besteht, wenn der Deckungsumfang der Beklagten weiter geht als derjenige der Betriebshaftpflichtversicherungen. Daraus k�nnte das Vorliegen einer bloss subsidi�ren Leistungspflicht der Beklagten abgeleitet werden. Der Schluss erscheint allerdings als nicht ganz eindeutig, zumal Anhaltspunkte daf�r bestehen, dass die Abs. 3 und 4 versicherungstechnisch zusammenh�ngen k�nnten, werden sie doch beide in der Bestimmung �ber das sog. "drop down" erw�hnt (vgl. E. 5.2.2 S. 12 des angefochtenen Urteils).
Der Auslegung des Appellationsgerichts ist insgesamt zu folgen, dass Ziff. 5 der Bauplatzpolice die Streitfrage nach der Koordination der Versicherungsleistungen in dem 1 Mio. Franken �bersteigenden Schadenbetrag nicht beantwortet, d.h. weder eine Doppelversicherung noch eine subsidi�re Versicherung begr�ndet oder ausschliesst (vgl. dazu auch S. 15 ff. der Berufungsschrift).
Das Appellationsgericht hat die Antwort auf die durch Ziff. 5 nicht geregelte Frage in Ziff. 2.6 der Bauplatzpolice gefunden und darin eine eigentliche Subsidiarit�tsklausel gesehen (E. 5.4 und 5.5 S. 14 ff. des angefochtenen Urteils). Ziff. 2.6 regelt den Fall, dass f�r Personen, Sachen oder Gefahren, die durch die Bauplatzpolice gedeckt sind, andere Versicherungsvertr�ge bestehen. Nach Satz 1 gehen diese anderen Versicherungsvertr�ge der Bauplatzpolice voran. In Satz 2 ist bestimmt, dass die Beklagte im Rahmen dieses Vertrags Entsch�digung leistet, wenn der andere Versicherer seine Haftung ganz oder teilweise ablehnt oder die Entsch�digungsleistung des anderen Versicherers nicht erbracht werden kann. Satz 3 verpflichtet den Versicherungsnehmer, der Beklagten die Rechte abzutreten, die ihm gegen�ber dem anderen Versicherer oder sonstigen Dritten zustehen.
3.1 Das Appellationsgericht ist nicht von einer Vertragsl�cke ausgegangen, die vorab nach dispositivem Gesetzesrecht zu f�llen w�re (vgl. BGE 129 V 145 E. 3.1 S. 147 f.; BGE B 61/05 vom 28. April 2006, E. 4.3). Es hat den Versicherungsvertrag ganzheitlich ausgelegt und damit das systematische Element ber�cksichtigt, dem bei der Auslegung breit angelegter allgemeiner Versicherungsbestimmungen erhebliches Gewicht zukommt (BGE 122 III 118 E. 2c S. 122).
Die Bauplatzpolice ist offenbar eine neuere Erscheinung im Bauversicherungswesen. Sie umfasst - wie im vorliegenden Beispiel - eine Vielzahl von Versicherungen, die auch je f�r sich abgeschlossen werden k�nnen, und bezweckt damit, die versicherungsrechtlichen Verh�ltnisse zwischen den Baubeteiligten zu vereinfachen (vgl. Huber/ Schwendener, Der Generalunternehmervertrag, 2.A. Z�rich 2005, N. 409 S. 110 f.). Aus der Zusammenfassung mehrerer Versicherungsarten in einem einzigen Vertrag ergibt sich nicht bloss das Bed�rfnis, dem Vertrag eine �bersicht voranzustellen (in Ziff. 1: "Versicherungstechnische Zusammenfassung"), sondern auch die eigentliche Notwendigkeit, allf�llige Koordinationsprobleme in einem allgemeinen, grunds�tzlich f�r alle Versicherungsarten geltenden Teil (Ziff. 2 der Bauplatzpolice) gleichsam aufzufangen.
Die gegenteilige Behauptung der Kl�gerin, Ziff. 2.6 beziehe sich nur auf Schadenversicherungen (S. 20 f. der Berufungsschrift), �berzeugt nicht. Es geht nicht bloss um Sch�den, sondern schlechthin um "Gefahren, die durch den vorliegenden Vertrag gedeckt sind" (Satz 1), und auch nicht bloss um verweigerte Entsch�digungsleistungen, sondern auch darum, dass der andere Versicherer seine "Haftung" (Satz 2) ablehnt. Ein nur eingeschr�nkter Geltungsbereich, wie ihn die Kl�gerin behauptet, findet im Wortlaut der Vertragsbestimmung somit keine St�tze. Die Ziff. 2.6 der Bauplatzpolice mit dem Titel "Andere Versicherungsvertr�ge / Ersatzanspr�che gegen�ber Dritten" gilt auf Grund ihres Wortlauts und ihrer Stellung im Gesamtvertrag vielmehr f�r alle erfassten Versicherungsarten.
3.2 Von ihrem Wortlaut her begr�ndet Ziff. 2.6 die Subsidiari�t der Leistungen aus der Bauplatzpolice, wenn Versicherungsrisiken gleichzeitig anderweitig gedeckt sind. Satz 1 stellt diesen Grundsatz auf ("andere Versicherungsvertr�ge ... gehen ... dem vorliegenden Vertrag voran"). Dem widerspricht Satz 2 nicht. Danach sollen Deckungsl�cken vermieden werden. Die Beklagte erbringt ihre Versicherungsleistungen selbst dann, wenn ein anderer Versicherer an sich leisten m�sste, dessen Leistungen aber aus irgendwelchen Gr�nden ausbleiben. Darauf bezogen fordert Satz 3, dass der Versicherungsnehmer der Beklagten seine Rechte abtritt, die ihm gegen�ber dem anderen Versicherer oder sonstigen Dritten zustehen. Mit Blick auf diese Abtretungsverpflichtung, die nach ihrem Wortlaut nur den "Versicherungsnehmer" (Satz 3) trifft, stellt sich die Frage, ob mit "andere Versicherungsvertr�ge" (Satz 1) bzw. "andere Versicherer" (Satz 2) auch nur diejenigen des Versicherungsnehmers selbst gemeint sind (so die Kl�gerin auf S. 21 ff. der Berufungsschrift) oder auch diejenigen der mitversicherten Dritten, die durch Genehmigung des Vertrags daraus berechtigt und verpflichtet worden sind (so das Appellationsgericht in E. 5.5.4 S. 17 f. des angefochtenen Urteils). Da die Frage auf Grund des Wortlauts allein nicht beantwortet werden kann, ist erg�nzend die Interessenlage der Parteien im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zu ber�cksichtigen (BGE 128 III 265 E. 3a S. 267). Im Rahmen objektivierter Auslegung darf zudem nicht angenommen werden, die Vertragsparteien h�tten eine unangemessene L�sung gewollt (BGE 126 III 119 E. 2c S. 121).
Die APS als Versicherungsnehmerin hat in ihrer Bauplatzpolice nicht bloss die Betriebs- und Berufshaftpflicht der Subunternehmer und Subplaner mitversichert (E. 2 hiervor). Mitversichert sind vielmehr auch in der "Bauwesen- / Montageversicherung" alle am Bau beteiligten Personen, einschliesslich Subunternehmer (Ziff. 3.1.3), und in der "Besucherunfallversicherung" die "Kunden / Besucher", d.h. die Teilnehmer an gef�hrten Rundg�ngen (Ziff. 4.2 der Bauplatzpolice). Die Pr�mienlast f�r die versicherten Dritten tr�gt die APS hingegen allein. Diesbez�glich ist zu beachten, dass bei der Betriebs- und Berufshaftpflichtversicherung der Umfang der Pr�mienlast auf Grund der sog. �berschussbeteiligung von der Schadenh�ufigkeit abh�ngt. Die Beklagte verg�tet danach der APS 40 % des �berschusses, wobei als �berschuss 80 % der eingenommenen Pr�mie abz�glich Verwaltungskosten und Aufwendungen in Schadenf�llen gelten (Ziff. 5.6 der Bauplatzpolice i.V.m. Art. 20 der Allgemeinen Bedingungen f�r die Betriebs-Haftpflichtversicherung). Es ist zwar anzunehmen, dass die APS eigene Interessen daran gehabt hat, den Versicherungsschutz auf beigezogene Subunternehmer und Subplaner auszudehnen (z.B. f�r die Bauwesenversicherung: Huber/Schwendener, a.a.O., N. 388 S. 106). Ihren Interessen kann aber bei objektiver Betrachtungsweise nicht entsprochen haben, mit ihren Pr�mien die bereits durch andere Versicherungen abgedeckten Risiken Dritter versichern zu lassen. Es erscheint vielmehr als sachgerecht, Dritte nur insoweit in den Versicherungsschutz miteinzubeziehen, als diese nicht Leistungen aus ihren eigenen Versicherungen erhalten.
Das Ergebnis der appellationsgerichtlichen Auslegung nach dem Vertrauensgrundsatz, Ziff. 2.6 der Bauplatzpolice sei als eigentliche Subsidiarit�tsklausel zu qualifizieren, kann insgesamt nicht beanstandet werden. Die Subsidiarit�t bezieht sich nicht bloss auf andere Versicherungsvertr�ge der APS als Versicherungsnehmerin, sondern auch auf Versicherungsvertr�ge mitversicherter Dritter, die gegen�ber der Beklagten Anspr�che geltend machen. Ob die mitversicherten Dritten auch dem Begriff "Versicherungsnehmer" zu unterstellen sind, kann bei diesem Ergebnis dahingestellt bleiben. Als Anspruchsberechtigte (E. 2.1 hiervor) m�ssen sie sich zumindest die Subsidiari�t der Leistungen der Beklagten gegen�ber den Leistungen aus ihren eigenen Versicherungen entgegenhalten lassen. Mehr oder anderes ist im vorliegenden Prozess nicht zu entscheiden.
3.3 Die weiteren Einw�nde der Kl�gerin im Zusammenhang mit der Auslegung von Ziff. 2.6 der Bauplatzpolice erweisen sich als unbegr�ndet.
Entgegen der Darstellung der Kl�gerin (S. 18 ff. der Berufungsschrift) hat das Appellationsgericht die Interessenlage der APS im Sinne des soeben Dargelegten richtig beurteilt. Dass die APS ein eigenes Interesse gehabt hat, die Haftpflicht ihrer Subunternehmer und Subplaner bei der Beklagten zu versichern, ist unbestritten, schliesst aber ihr Interesse auch daran nicht aus, dass die Subunternehmer und Subplaner zuerst die Leistungen ihrer eigenen Versicherungen einfordern und nur subsidi�r die Leistungen der Beklagten beanspruchen k�nnen. Dieses Interesse ergibt sich ohne weiteres aus der vertraglichen Regelung �ber die Pr�mienzahlung. Ein Widerspruch zur Beweislastverteilung nach Art. 8 ZGB ist deshalb weder ersichtlich noch dargetan. Belanglos f�r die Auslegung ist sodann, ob die Vertragsparteien nach Treu und Glauben davon ausgehen durften und mussten, dass mitversicherte Subunternehmer und Subplaner �ber eigene Haftpflichtversicherungen verf�gten. Entscheidend ist vielmehr, dass die Vertragsparteien mit Ziff. 2.6 der Bauplatzpolice geeignete Vorkehren f�r alle Eventualit�ten getroffen haben.
Schliesslich sind keine Anhaltspunkte daf�r ersichtlich, dass Ziff. 2.6 der Bauplatzpolice nicht vom Konsens der Vertragsparteien getragen gewesen sein k�nnte, wie die Kl�gerin das heute pl�tzlich behauptet (S. 27 f. der Berufungsschrift). Es d�rfte sich dabei ohnehin um ein neues Vorbringen handeln, das unzul�ssig ist, selbst wenn es sich um ein echtes Novum handeln sollte (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG; BGE 126 III 353 E. 2b/aa S. 359; 132 III 71 E. 1.3.2 S. 77). Die ferner angerufene Unklarheitsregel (S. 30 f. der Berufungsschrift) darf erst bei Versagen aller anderen Auslegungsmittel herangezogen werden (BGE 122 III 118 E. 2a S. 121 und E. 2d S. 124), was hier nicht der Fall ist. Auf Grund des Wortlauts der Ziff. 2.6 der Bauplatzpolice und deren Stellung im Vertragsgef�ge sowie erg�nzend mit Blick auf die Interessenlage beim Vertragsabschluss und die Angemessenheit der L�sung durfte das Appellationsgericht die strittige Vertragsbestimmung vielmehr dahin gehend auslegen, dass die Leistungen der Beklagten f�r Subunternehmer und Subplaner gegen�ber den Leistungen aus Versicherungsvertr�gen, die diese mitversicherten Dritten selber abgeschlossen haben, nachgehen und insoweit subsidi�r sind.
Zur Hauptsache wendet die Kl�gerin ein, die Beklagte und sie h�tten die Schadensliquidation vorprozessual er�rtert und seien von einer Doppelversicherung ausgegangen. In ihrer Korrespondenz sei die authentische Interpretation der Bauplatzpolice durch die Beklagte oder eine den Versicherungsvertrag erg�nzende klarstellende Vereinbarung zu erblicken. Daran sei die Beklagte gebunden, so dass sie im Prozess nicht mehr die Subsidiarit�t ihrer Versicherungsleistungen geltend machen k�nne (S. 24 ff. der Berufungsschrift).
4.1 Das Verhalten der Vertragsparteien nach Vertragsschluss kann R�ckschl�sse auf deren Willenslage im Zeitpunkt des Vertragsschlusses gestatten (vgl. Wiegand, Basler Kommentar, 2003, N. 29 zu Art. 18 OR). Stimmt das nachvertragliche Verhalten der Parteien �berein, kann darin die - von der Kl�gerin angesprochene - authentische Interpretation durch die Vertragspartner selbst gesehen werden (Kramer, Berner Kommentar, 1986, N. 28 zu Art. 18 OR). Parteien des Versicherungsvertrags sind nun aber die APS und die Beklagte gewesen und nicht die Beklagte und die Kl�gerin. Da die W�rdigung des nachtr�glichen Verhaltens den wirklichen Parteiwillen im Zeitpunkt des Vertragsschlusses ergibt (vgl. BGE 107 II 417 E. 6 S. 418), ist es schon rein begrifflich ausgeschlossen, dass die Korrespondenz mit der Kl�gerin, die am Vertragsschluss nicht beteiligt gewesen ist und erst sp�ter den Vertrag genehmigt hat, als authentische Interpretation gelten k�nnte. Die zwischen der Kl�gerin und der Beklagten ausgetauschte Korrespondenz gibt somit lediglich die Sicht der einen Vertragspartei wieder, der Beklagten n�mlich.
Selbst wenn die andere Vertragspartei, die APS, von dieser Korrespondenz Kenntnis erhalten und der einseitigen Interpretation der Beklagten nicht widersprochen haben sollte, wie das die Kl�gerin behauptet, k�nnte daraus nicht geschlossen werden, die APS teile die Auffassung der Beklagten, die Bauplatzpolice sei eine Doppelversicherung. Blosse Passivit�t hat nicht die Bedeutung einer Zustimmung (Winiger, Commentaire romand, 2003, N. 35 zu Art. 18 OR; allgemein: BGE 123 III 53 E. 5a S. 59; 129 III 476 E. 1.4 S. 478). Gegenteiliges oder gar eine Genehmigung der Interpretation kann die Kl�gerin auch nicht aus dem Vergleich zwischen der Beklagten und der APS vom 1. Februar 2000 ableiten. Zur Bereinigung des Schadenfalls sollen die Vertragsparteien darin eine Entsch�digung vereinbart haben, die die Beklagte angeblich auf Grund ihrer Interpretation der Bauplatzpolice als Doppelversicherung berechnet hat. Abgesehen davon, dass entsprechende Tatsachenfeststellungen im angefochtenen Urteil fehlen, behauptet die Kl�gerin selber nicht, im besagten Vergleich sei von einer Doppelversicherung die Rede oder werde die in der Korrespondenz ge�usserte Auffassung der Beklagten wiedergegeben. Es kann erg�nzt werden (Art. 64 Abs. 2 OG), dass der Vergleich in dieser Richtung keine klaren Aufschl�sse erteilt (act. 6/12). Die Unterzeichnung des Vergleichs durch die APS darf deshalb rechtlich nicht als Genehmigung qualifiziert werden. Deren Wirksamkeit setzte n�mlich die Kenntnis dessen voraus, was genehmigt werden soll (z.B. f�r Art. 38 Abs. 1 OR: BGE 35 II 608 E. 5 S. 615; 124 III 355 E. 5 S. 360 ff.).
Der Einwand der Kl�gerin, in der Korrespondenz sei die authentische Interpretation der Bauplatzpolice zu erblicken, ist somit unbegr�ndet. Was die Beklagte dazu vorprozessual geschrieben und erkl�rt hat, ist lediglich eine pers�nliche Meinungs�usserung.
4.2 Nach Auffassung der Kl�gerin kann sich die Beklagte nicht auf die in Ziff. 2.6 der Bauplatzpolice enthaltene Subsidiarit�tsklausel berufen, weil die vorprozessuale Korrespondenz eine den Versicherungsvertrag erg�nzende klarstellende Vereinbarung bedeute. An diese Vereinbarung sei die Beklagte gebunden.
Da eine tats�chliche Willenseinigung der Parteien nicht festgestellt ist, muss ermittelt werden, wie die Parteien die in ihrer Korrespondenz gemachten Willens�usserungen nach Treu und Glauben verstehen durften und mussten (BGE 116 II 695 E. 2a S. 696). Das Zustandekommen der behaupteten vertragserg�nzenden Vereinbarung setzt die Einigung �ber s�mtliche (objektiv und subjektiv) wesentlichen Vertragspunkte voraus (BGE 127 III 248 E. 3d S. 254; 110 II 287 E. 2b S. 291). Was die Parteien als wesentlich betrachtet haben, l�sst sich entweder auf Grund tats�chlicher Feststellungen �ber die Auffassung der Parteien oder, falls es an solchen Feststellungen fehlt, nach der Verkehrsauffassung oder der Lage der Dinge entscheiden (BGE 71 II 267 E. 3c S. 270; 97 II 53 E. 3 S. 55).
Tatsachenfeststellungen �ber den Inhalt der ausgetauschten Korrespondenz fehlen im angefochtenen Urteil. Selbst auf der Grundlage der Angaben der Kl�gerin k�nnte ihre Darstellung von einer vertragserg�nzenden Vereinbarung nicht gutgeheissen werden. Wie sie in ihrer Berufungsschrift belegt, hat die Beklagte eine Doppelversicherung behauptet und eine Aufteilung des Schadens im Verh�ltnis der Versicherungssummen geltend gemacht. Nach anf�nglichem Bestreiten und anschliessender Kenntnisnahme dieses Standpunkts hat die Kl�gerin erstmals im Schreiben vom 31. M�rz 2000 einen Fall der Doppelversicherung ausdr�cklich anerkannt, eine Aufteilung des Schadens im Verh�ltnis der Versicherungssummen aber abgelehnt und eine Aufteilung anhand des konkret von den Versicherungen insgesamt zu deckenden Betrags gefordert. Strittig ist in der Folge der Teilungsmodus geblieben. Auf Grund des Briefwechsels durfte und musste die Kl�gerin davon ausgehen, dass f�r die Beklagte von Beginn an nicht bloss das Vorliegen einer Doppelversicherung wesentlich gewesen ist, sondern auch die Art der Aufteilung des Schadens im Verh�ltnis der Versicherungssummen. �ber letzteren (wesentlichen) Punkt haben sich die Parteien indessen bis am Schluss nicht einigen k�nnen, so dass von einer den Versicherungsvertrag erg�nzenden Vereinbarung, wie sie die Kl�gerin behauptet, nicht ausgegangen werden kann. Was die Parteien einander vorprozessual geschrieben und erkl�rt haben, sind lediglich pers�nliche Meinungs�usserungen.
4.3 Weder die behauptete authentische Interpretation (E. 4.1) noch die angeblich den Versicherungsvertrag erg�nzende klarstellende Vereinbarung (E. 4.2 soeben) konnten die Beklagte daran hindern, sich im Prozess auf Ziff. 2.6 der Bauplatzpolice zu berufen. Weshalb sie vorprozessual diese Klausel nicht angerufen und eine andere Meinung vertreten hat, ist rechtlich belanglos, solange die Ver�nderung ihres Standpunkts nicht als rechtsmissbr�uchlich betrachtet werden muss. Einen allgemeing�ltigen Grundsatz der Gebundenheit an fr�heres eigenes Handeln gibt es indessen nicht. Vielmehr ist es im Prinzip jedermann gestattet, sein Verhalten und seine Meinung aufgrund besserer Belehrung im Laufe der Zeit zu �ndern. Ein von der Rechtsordnung verp�ntes venire contra factum proprium liegt erst dann vor, wenn durch das fr�here Verhalten bei einem Partner ein schutzw�rdiges Vertrauen begr�ndet worden ist, das diesen zu Handlungen veranlasst hat, die ihm nunmehr, angesichts der neuen Situation, zum Schaden gereichen (BGE 106 II 320 E. 3a S. 323 f.; 125 III 257 E. 2a S. 259). Dass die Kl�gerin auf Grund der fr�heren Meinungs�usserung der Beklagten derartige Dispositionen getroffen h�tte, ist weder festgestellt noch dargetan. Sie hat den Schaden gedeckt und decken m�ssen, weil die Ingenieurfirmen als ihre Versicherungsnehmerinnen Verantwortlichkeit und Schaden anerkannt haben. Der Einwand der Kl�gerin, die Beklagte sei an ihre vorprozessual ge�usserte Meinung gebunden, erweist sich damit als unbegr�ndet. Ob sich die Beklagte vorprozessual in einem rechtserheblichen Irrtum befunden hat (vgl. BGE 127 V 301 E. 3c S. 307 f.), wie das Appellationsgericht das angenommen hat (E. 5.5.2 S. 17 des angefochtenen Urteils), kann deshalb dahingestellt bleiben (vgl. E. 2 des Beschwerdeurteils). Blosse Erw�gungen bedeuten keine Beschwer (BGE 130 III 321 E. 6 S. 328; 129 III 320 E. 5.1 S. 323).
Aus den dargelegten Gr�nden muss die Berufung abgewiesen werden, soweit darauf einzutreten ist. Auf die Frage, wie der Schaden zu verteilen w�re, wenn eine Doppelversicherung vorl�ge (S. 32 ff. der Berufungsschrift), ist beim vorliegenden Ergebnis nicht mehr einzugehen. Die Kl�gerin wird kostenpflichtig (Art. 156 Abs. 1 OG).
Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 9'000.-- wird der Kl�gerin auferlegt.