Source: https://www.bghw.de/presse/newsletter/newsletter-1-2017/schnelle-hilfe-fuer-traumatisierte-beschaeftigte
Timestamp: 2019-08-25 16:46:45
Document Index: 116581144

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Schnelle Hilfe für traumatisierte Beschäftigte — BGHW-Website
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Schnelle Hilfe für traumatisierte Beschäftigte
Die BGHW bietet psychologische Hilfe und Beratung für Opfer von Raubüberfällen.
Nach einem Raubüberfall wird immer die Polizei informiert. Wenn niemand verletzt ist muss ich dann auch die Berufsgenossenschaft informieren? Die Antwort ist ja! Denn die Psyche steckt ein solches Schockerlebnis in vielen Fällen nicht so einfach weg. Häufig verdrängen die Opfer eines Raubüberfalls erst einmal das Erlebte. Sie sind sich sicher, dass sie damit selbst fertig werden und gehen zum Beispiel direkt am nächsten Tag wieder arbeiten. Der Zusammenbruch kann unter Umständen später kommen, wenn sich plötzlich traumatische Symptome, Angst- und Panikattacken zeigen.
Um das zu vermeiden, bietet die BGHW nach Raubüberfällen eine psychologische Hilfe durch speziell ausgebildete Psychologen an.
Wichtig ist allerdings, dass diese Hilfe schnell erfolgt und nicht erst Wochen später.
Im Gegensatz zu Körperschäden verstärken sich diese Beschwerden häufig mit zunehmendem Zeitablauf. In ungünstig verlaufenden Fällen manifestieren sich die Beschwerden und sind nur noch sehr schwer einer Therapie zugänglich. Das führt zu einer lang andauernden Arbeitsunfähigkeit mit hohen Kosten für die betroffenen Unternehmen und die Berufsgenossenschaft. Hinzu kommt das private Leid der Überfallopfer und ihrer Angehörigen.
Melden Sie uns bitte jeden Raubüberfall so schnell wie möglich - auch wenn es zu keinen äußerlich sichtbaren Verletzungen gekommen ist. So können die Betroffenen schnell betreut und möglichen gesundheitlichen Folgen vorgebeugt werden.
Im Gespräch helfen die Profis den Opfern, sich seelisch zu stabilisieren und das Erlebte zu verarbeiten.
Weitere Infos zur Meldung von Raubüberfällen
Weitere Infos zur psychologischen Soforthilfe
Nicht nur die BGHW kann helfen, auch der Betrieb kann einiges tun. Denn eine besondere Bedeutung hat auch die innerbetriebliche Erstbetreuung vor Ort.
Wie können Sie als verantwortlicher Unternehmer, als Führungskraft oder Arbeitsschützer oder als Kollege helfen?
Wichtig ist, dass die innerbetriebliche Meldekette, die zeitnahe Benachrichtigung des Vorgesetzten/Inhabers oder eines benannten innerbetrieblichen Erstbetreuers, geregelt ist. Melden Sie den Überfall bitte unverzüglich der BGHW.
Über diese Maßnahmen hinaus kann es erforderlich werden, vertrauensfördernde Maßnahmen (zum Beispiel zeitweiser Arbeitsplatzwechsel oder Einsatz nicht in den dunklen Abendstunden oder allein) durchzuführen, wenn die Mitarbeiter an ihren Arbeitsplatz zurückkehren.
Nach einem Raubüberfall bietet die BGHW eine psychologische Soforthilfe an. Wir nehmen umgehend telefonisch Kontakt mit den betroffenen Mitarbeitern auf und bieten diesen ein Beratungsgespräch durch speziell hierfür ausgebildete Psychologen an.
Die psychologische Soforthilfe umfasst
Persönliche Beratung der Betroffenen durch speziell auf dem Gebiet der Traumaverarbeitung ausgebildete Psychologen
Information und Aufklärung über die natürlichen Reaktionen des Menschen nach einem Gewaltereignis
Hilfen zum Stressabbau, um Ruhe und Abstand zu gewinnen
Bei Bedarf organisieren wir über die psychologische Soforthilfe hinaus notwendige therapeutische Gespräche. Die Kosten dieser Maßnahmen trägt die BGHW.
Übrigens: Diese Kosten wirken sich nicht auf das Beitragsausgleichsverfahren aus, soweit eine eventuelle Arbeitsunfähigkeit drei Tage nicht überschreitet.
Meldung eines Raubüberfalls
Faltblatt F5: Die BGHW hilft nach einem Überfall - Erstbetreuung und psychologische Soforthilfe (pdf, 506 kB)
Film: Raubüberfall an der Kasse: "Bares? Aber sicher!" (enthalten in DVD 5 "Fit und Klasse an der Kasse")
Mehr Infos im Kompendium Arbeitssschutz
Webcode: 17632256