Source: http://lexexakt.de/glossar/teilungsversteigerung.php
Timestamp: 2017-04-24 09:27:52
Document Index: 276333080

Matched Legal Cases: ['§ 753', '§ 180', '§ 181', '§ 8', '§ 182', '§ 182', '§ 753']

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(recht.zivil.materiell.sachen)	Von einer Teilungsversteigerung spricht man, wenn ein im Miteigentum (nach Bruchteilen) stehendes Grundstück zur Aufhebung der Miteigentümergemeinschaft gemäß § 753 BGB versteigert wird. Das Verfahren ist in § 180 ZVG geregelt. Für Teilungsversteigerung ist ein vollstreckbarer Titel nicht erforderlich (§ 181 ZVG).
Wenn die Ehegatten nicht beide einverstanden sind, muss die Ehe vor dem Teilungsantrag geschieden worden sein oder es muss das Scheitern der Ehe feststehen (Garbe/Ullrich Prozess in Familiensachen § 8 Rn. 145). Soweit es sich um das wesentliche Vermögen des antragstellenden Ehegatten handelt (es ist weniger als ca. 10 bis 20 % weiteres Vermögen vorhanden), muss der andere Ehegatte der Teilungsversteigerung analog 1365 Abs. 1 BGB der Versteigerung zustimmen. Antrag/Beitritt
In Abweichung von der sonstigen Zwangsversteigerung sind in das geringste Gebot bei Teilungsversteigerungen alle den Anteil des Antragstellers belastenden oder mitbelastenden Rechte Rechte aufzunehmen (§ 182 ZVG). Die Belastungen werden vom Ersteher übernommen. Zu welchen Konditionen eine Ablösung möglich ist, muss mit der Bank besprochen werden. Sind die Miteigentumsanteile unterschiedlich belastet, so ist das geringste Gebote unter Berücksichtigung der Belastung des Betreibenden zu errechnen. Für den niedriger belasteten Anteil ist in das Bargebot ein Ausgleich aufzunehmen (§ 182 ZVG).
Beispiel: Der Eigentumsansteil des A ist im Grundbuch mit 40.000,- belastet, der des B nur mit 10.000,-. Daher ist in einem von A betriebenen Teilungsversteigerungsverfahren, in das Bargebot ein Ausgleichsanteil von 30.000,- aufzunehmen. Die Verfahrenskosten betragen 4.000,- D.h. das geringste Gebot beläuft sich hier auf 74.000,- (40.000,- bestehenbleibende Rechte und 34.000,- Bargebot. Betreibt B das Verfahren ist ein Ausgleich nicht notwendig. Das geringste Gebot beträgt daher 14.000,- (10.000,- bestehenbleibende Recht und 4.000,- Bargebot.
Auf diesen Artikel verweisen: § 753 BGB Teilung durch Verkauf
* geringstes Gebot/Barteil Stand 02.06.14