Source: http://selbstschutztech.de/42055/42902.html
Timestamp: 2019-01-18 00:54:04
Document Index: 34018537

Matched Legal Cases: ['§40', '§2', '§40', '§40', '§40', '§40', '§40', '§40']

In diesem Abschnitt möchte ich Sie mit nicht ganz Alltäglichen Gegenständen bekanntmachen. Hier werden Sie erkennen das der Übergang vom Erlaubten zum Verbotenen mehr als fließend ist. Für weitere Fragen und zum besseren Verständniss www.bka.de .
Zuerst möchte ich Ihnen einige ausgefallene Messer vorstellen.
Einhandmesser mit Lampe: Immer ein Licht zur Hand wenn man es braucht. Die Idee ist sicherlich gut nur die Verarbeitung lässt zu wünschen übrig. Verrieglung Viroblock. Erwerb, Besitz und Transport sind erlaubt das Führen nicht mehr.
Karabinerhakenmesser: Dieses Messer ist sehr Preisgünstig um nicht zu sagen Billig. Es kann wie ein Karabinerhaken fast überall befestigt werden. Wenn man es nicht sehr beansprucht kann es einem im Alltag gute Dienste leisten. Die Klinge wird durch einen Backlock verriegelt.
Einhandmesser mit Karabinerhaken: Bei diesem "Herbertz" Messer ist der Karabinerhaken nicht so Offensichtlich wie bei dem zuvor besprochenen Messer, er dient aber dem gleichen Zweck. Die Klinge wird durch einen Liner verriegelt der sich aber bei festem Zugreifen lösen kann also Vorsicht. Erwerb, Besitz und Transport sind erlaubt das Führen nicht mehr.
Messer auf Gürtelschließe: Eine originelle und erlaubte Art ein Messer zu führen. Das durch Backlock verriegelte Messer, muss zum öffnen erst von der Gürtelschließe abgezogen werden. Es handelt sich hier um eine Gürtelschließe mit Messer und nicht um ein als Gürtelschließe getarntes Messer.
Gürtelschließe mit Messer: Auch bei diesem Gegenstand gilt das vorher gesagte, auch wenn das Messer als solches auf der Schließe nur schwer zu erkennen ist. Selbstverständlich wird es in zugeklapptem Zustand Tranportiert. Verrieglung Backlock.
Simbatec Card Skinner: Ein Messer im Kreditkartenetui, trotz der Größe gut zu gebrauchen und in der Brieftasche mitzuführen. Gehalten wird das Messer indem man Zeige und Mittelfinger durch die Löcher steckt.
Simbatec Besteckkarte: Ein Besteck für alle Gelegenheiten, gut zu transportieren und zu gebrauchen.
Herbertz-Campingwerkzeug: Ich würde dieses Gerät eher als Nothilfe den als Werkzeug bezeichnen. Die Verarbeitung ist gut die Funktionen zahlreich und aufgrund der Größe mehr oder weniger gut nutzbar. Funktionen: Messer, Schraubenschlüssel (6,7,8,10mm), Dosenöffner, Säge, Schraubendreher, Nagelfeile, Flaschenöffner, cm-Maß, Kompass und Spiegel.
Schlieper-Survival-Tool: Auch im Alltag kann einem dieses Werkzeug gute Dienste leisten, mir persönlich fehlt da nur ein Korkenzieher. Funktionen: Messer, Flaschenöffner, Dosenöffner, Schraubendreher, Schere, Lupe, Nagelfeile, Spiegel, Schärfstein, M3-Schraubenschlüssel sowie ein cm und ein inch-Maß.
Swiss-Card: Die wohl bekannteste Werkzeugkarte der Welt. Hergestellt von Victorinox, die Firma die neben der Firma Wenger auch das Schweizer Messer produziert. Die Karte enthält: Brieföffner, Stecknadel (auf dem Bild nicht zu sehen), Nagelfeile, Zahnstocher, Pinzette, Kugelschreiber und Schere der Rand der Karte ist zudem noch mit einem Millimetermaß versehen.
Swiss-Card-Variante: Bei dieser als Werbegeschenk durch eine Firma überreichten Ausführung, wurde die Schere gegen einen 4fach Schraubendreher ausgetauscht alles Andere ist gleich. Auf diesem Bild ist die Stecknadel zu erkennen.
Picknickmesser: Ein nützlicher Gegenstand für einen Snack zwischendurch.
Flaschenöffner mit Messer: Damit lassen sich nicht nur Flaschen öffnen sondern auch Brötchen aufschneiden, von Wurst und Käse ganz zu schweigen.
Die nun folgenden Gegenstände darf man besitzen und gemäß der Gesetzlichen Reglung, Teilweise, auch führen. Ich Persönlich würde allein schon um Missverständnisse zu vermeiden, diese Gerätschaften unter Verschluss zuhause lassen.
Feuerzeug mit Springmesser: Aufgrund seiner geringen größe (Format Schlüsselanhänger) ist dieser Gegenstand noch geduldet (erlaubt). Ab welcher größe sich das ändert ist mir nicht bekannt, jedoch spätestens dann wenn die Klingenlänge 8,5 cm überschreitet. Erwerb, Besitz und Transport sind erlaubt das Führen nicht mehr.
Aufbruchring: Ein nützliches Werkzeug für Waidmänner und Frauen. Wenn man Messer sammelt vielleicht Interessant.
Aufbruchmesser: Ein vielseitiges Werkzeug zum versorgen von Wild.
Daumendolch: Dies ist ein ziviler Daumendolch der mit Sicherheit auch nicht Professionell gefertigt wurde. Das Griffteil ist zwecks besserer Handhabung Gummiert. Daumendolche wurden während des Zweiten Weltkrieges meist bei Britischen Flugzeugbesatzungen in die Kleidung eingenäht und sollten als Fluchthilfe im Falle der Gefangenahme dienen.
Kunsstoffdolch: Dieser ist ausgearbeitet wie ein Messer. Zwar ist er nicht besonders scharf aber spitz und unglaublich stabil.
Kunststofftanto: Dieses Messer mit einer Tantoklinge ist stabil, spitz und scharf. Hersteller, Cold Steel.
Kunststoffdolch flach: Dieser ist auf der anderen Seite ganz flach. Mit ihm kann man sogar, in begrenztem Umfang, schneiden. Auch er ist spitz und stabil. Hersteller, Lansky.
Kunststoffdreikant: Dieser Gegenstand ist sehr spitz und stabil. Hersteller, Cold Steel.
Ninja-Darts: Die stählerne Variante des oben beschriebenen Dreikants. Der Schaft weist vorn und hinten eine Nut auf die für mich darauf hindeutet, dass die Dinger dafür vorgesehen sind mittels Federdruck verschossen zu werden. Für Hinweise bin ich dankbar.
Messer aus Papier: Dieses Messer besteht aus Papier (eine Art Micarta) es ist sehr stabil und die Schneide lässt sich schärfen. Von der Zweckbestimmung her soll es als Brieföffner dienen.
Achtung die folgenden Gegenstände gehören zu den "Verbotenen Waffen" nach §40 Waffengesetz (WaffG). Schon der Besitz eines solchen Gegenstandes ist eine Straftat.
Eine Auflistung der Verbotenen Waffen finden Sie im Abschnitt 1 der Anlage 2 zum §2 Abs. 2 bis 4 Waffengesetz.
Ich zitiere folgend einige Absätze des §40WaffG.
§40Abs.1WaffG :
Das Verbot des Umgangs umfasst auch das Verbot zur Herstellung der in Anlage 2 Abschnitt 1 bezeichneten Gegenstände anzuleiten oder aufzufordern.
Da es kein Gesetz ohne eine Ausnahme gibt und um Missverständnisse zu vermeiden zitiere ich nun den Absatz 4 des §40WaffG.
§40Abs.4WaffG:
Das Bundeskriminalamt kann auf Antrag von den Verboten der Anlage 2 Abschnitt 1 allgemein oder für den Einzelfall Ausnahmen zulassen, wenn die Interessen des Antragstellers auf Grund besonderer Umstände das öffentliche Interesse an der Durchsetzung des Verbots überwiegen. Dies kann insbesondere angenommen werden, wenn die in in der Anlage 2 Abschnitt 1 bezeichneten Waffen oder Munition zum Verbringen aus dem Geltungsbereich dieses Gesetzes, für wissenschaftliche oder Forschungszwecke oder zur Erweiterung einer kulturhistorisch bedeutsamen Sammlung bestimmt sind und eine erhebliche Gefahr für die Öffentliche Sicherheit nicht zu befürchten ist.
Wie Sie sich zu Verhalten haben, sollten Sie in Besitz eines solchen Gegenstandes kommen, ist im Absatz 5 des §40WaffG geregelt.
§40Abs.5WaffG
Sollten Sie im Zweifel sein ob Ihr Gegenstand erlaubt oder verboten ist, können Sie unter www.bka.de (Fragen,Waffenrecht,Feststellungsbescheid) nachsehen.
Die nun folgenden Bilder habe ich von Berechtigten zur Veröffentlichung Erhalten, dafür möchte ich mich an dieser Stelle nochmals bedanken.
Sport-Nunchaku: Gepolstert und mit Sollbruchstellen versehen, war dieser Gegenstand einige Zeit als Sportgerät frei zu erwerben. Derzeit ist er aufgrund eines Feststellungsbescheides durch das Bundeskriminalamt (BKA) www.bka.de verboten.
Elektroschocker: Normalerweise sind Elekrtoschocker in Deutschland erlaubt, aber sie müssen auch als solche erkennbar sein. Dieser hier ist als ein Gegenstand des täglichen Gebrauches getarnt und deshalb verboten.
Butterflymesser, Balisong: Diese vor allem bei Jugendlichen beliebten Messer sind seit 2003 verboten. Davor waren sie ab dem 14. Lebensjahr frei zu erwerben. Es sind mit Sicherheit noch Tausende qualitativ meist minderwertige Messer dieser Art im Umlauf.
Springmesser, mit über 8,5cm Klingenlänge: Das Messer oben hat eine Stilettklinge, das mittlere und das untere eine mittelspitze Klinge. Auf Knopfdruck springen die Klingen seitlich aus dem Griff. Da die Klingenlängen über 8,5cm liegen sind diese Messer seit 1972 verboten.
Fallmesser: Wer in einer Luftlandeeinheit gedient hat, wird diese Messer kennen. Die Klinge, wird durch eine Schleuderbewegung aus dem Griff gezogen und "meistens" arretiert. Auch diese Messer sind seit 2003 verboten.
Automatikmesser: Das ist eine Art federbetriebenes Fallmesser. Die Klinge wird durch nach vorn drücken des Schiebers, durch Federkraft, nach vorn aus dem Heft (Griff) herrausgedrückt und bei zurückziehen des Schiebers wieder in das Heft hineingezogen. Seit 2003 verboten.
Stoßdolch: Wird nach neuer Lesart auch als Faustmesser bezeichnet wobei diese meist einschneidig sind. Ein vielseitiges Werkzeug, wenn man damit umzugehen weiß. Seit 2003 verboten.
Wurfstern: Mythen und Märchen umranken diesen Gegenstand. Der Umgang damit verlangt ständiges Training, bei dieser Größe verursachen selbst die schärfsten Klingen "nur" Fleischwunden was selbstverständlich nicht zu unterschätzen ist. In Asien wurden die Klingenspitzen oft vergiftet um die Wirksamkeit zu erhöhen. Seit 2003 verboten.
Schlagring: Bekannt aus Zeitung und Fernsehen, beliebt in Dunklen Kreisen. Seit 1972 verboten.
Stinger: Klein, Handlich und Praktisch dieser hat sogar eine eingebaute LED-Leuchte. Einsatz: In die Faust nehmen dabei den Schlagkopf zwischen Zeige und Mittel b.z.w. Mittel und Ringfinger herrausschauen lassen und hauen. Seit 2007 verboten wird dem Schlagring gleichgesetzt. Ein Schlüssel auf die gleiche Weise eingesetzt ist ähnlich wirksam.
Kubotan mit Schlagring: Dieses Gerät ist ein Zwitterwesen, in dem hier gezeigten Zustand ist es eine verbotene Waffe da es die Eigenschaften eines Schlagringes erfüllt. Wenn man allerdings den Ring von dem Kubotan trennt (er ist abschraubbar), dann ist beides für sich allein ein erlaubter Gegenstand da der Ring beim schlagen nicht mehr abgestützt wird.
Totschläger: Nicht nur in Verbrecherkreisen beliebt, in den 1960er Jahren rüstete die Deutsche Bundespost ihre Geldbriefträger damit aus. Seit 1972 verboten.
Teleskopstahlrute: Der Unterschied zum Teleskopschlagstock ist, letzterer ist starr und nicht flexibel. Durch die Federn wird eine große Schlagkrafterhöhung hervorgerufen die im wahrsten Sinn des Wortes umwerfend ist. Seit 1972 verboten.
Signalstift mit austauschbarer Abschußvorichtung: Wäre der Abschußbecher für die Signalraketen fest mit dem Stift verbunden, wäre das Gerät erlaubt. Durch die Austauschbarkeit, noch dazu gegen eine Abschußvorichtung für Gaspatronen fällt dieser Gegenstand unter das Waffengesetz und ist nach diesem verboten.
Gummistrangschleuder mit Armstütze: Das ist schon etwas mehr als eine Zwille, mit Murmeln oder Stahlkugeln als Geschosse kann ein Kopftreffer tödlich sein. Ohne Armstütze erlaubt, mit Armstütze verboten.