Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BSGE%201,%20243
Timestamp: 2019-07-19 00:45:14
Document Index: 371129710

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', '§ 518', '§ 518', '§ 518', '§ 126', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 164']

BSG, 13.10.1955 - 1 RA 65/55 - dejure.org
BSG, 13.10.1955 - 1 RA 65/55
https://dejure.org/1955,7863
BSG, 13.10.1955 - 1 RA 65/55 (https://dejure.org/1955,7863)
BSG, Entscheidung vom 13.10.1955 - 1 RA 65/55 (https://dejure.org/1955,7863)
BSG, Entscheidung vom 13. Januar 1955 - 1 RA 65/55 (https://dejure.org/1955,7863)
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BSGE 1, 243
Diese Übung ist nach der Rechtsprechung zum Gewohnheitsrecht erstarkt (RGZ 139, 45, 48; BSGE 1, 243, 245; BAG NJW 1971, 2190, 2191; BGHZ 79, 314, 316 [BGH 05.02.1981 - X ZB 13/80]; BayVGH BB 1977, 568).
Der gleiche Grundsatz wird auch von anderen obersten Gerichtshöfen des Bundes vertreten, soweit nicht die Besonderheiten der jeweiligen Verfahrensordnung entgegenstehen (vgl. für die Arbeitsgerichtsbarkeit: BAGE 3, 55 - NJW 1956, 1413; BAG AP Nr. 11 zu § 518 ZPO; BAG NJW 1976, 1285; BAG AP Nr. 38 zu § 518 ZPO; BAG AP Nr. 42 zu § 518 ZPO = NJW 1979, 183 (L); für die Sozialgerichtsbarkeit: BSGE 1, 243; 6, 256; BSG NJW 1965, 1043; für die Verwaltungsgerichtsbarkeit: BVerwGE 2, 190 = NJW 1955, 1454; BVerwGE 13, 141 = NJW 1962, 555; BVerwG NJW 1966, 1043, 1044 [BVerwG 14.02.1966 - IV B 140/65] ; BVerwG JR 1971, 258; BVerwG NJW 1971, 1054; BVerwG NJW 1974, 1262; für die Finanzgerichtsbarkeit: BFHE 96, 381 = NJW 1970, 1151; BFH NJW 1970, 1439; BFH NJW 1970, 2232; BFH BStBl. 1974 II 242).
Die Entbehrlichkeit einer ausdrücklichen Regelung folgt allerdings nicht schon aus § 126 Abs. 1 BGB , weil diese Bestimmung nur auf rechtsgeschäftliche Willenserklärungen, nicht jedoch auf prozessuale Handlungen Anwendung findet (BVerfGE 15, 288, 292 [BVerfG 19.02.1963 - 1 BvR 610/62] =) NJW 1963, 755 [BVerfG 19.02.1963 - 1 BvR 610/62] ; BGH NJW 1965, 1862; BGH NJW 1967, 2114, 2115 [BGH 27.04.1967 - Ia ZB 19/66] ; BFH BStBl. 1974 II 242, 245; a.A. BSGE 1, 243; BVerwGE 13, 141 = NJW 1962, 555; BSG NJW 1965, 1043, 1044 [BSG 26.01.1965 - 9 RV 938/62].
Eine Nachholung der Unterschrift nach Fristablauf macht die Fristversäumung nicht ungeschehen ( BSGE 1, 243; 6, 256).
So kann beispielsweise eine Berufung oder Revision wirksam auch telegraphisch oder per Telefax eingelegt werden (vgl dazu BSGE 1, 243, 244 f; BFHE 136, 38, 40 f sowie 138, 403, 404 f mwN;… Bley in Peters/Sautter/Wolff, Komm zur Sozialgerichtsbarkeit, 4. Aufl, § 164 RdNrn 35 ff mN; Kummer, Das sozialgerichtliche Verfahren, 1996, RdNrn 286 und 287 mN).
(Vgl. für die arbeits-, verwaltungs- und sozialgerichtlichen Verfahren BAG NJW 1956, 1413; BVerwG NJW 1962, 555; BSGE 1, 243).
BSG, 08.03.1966 - 10 RV 438/65
haus rufen lassen, die einige Tage später gekommen sei, die Berufungsschrift am 5, 0ktober geschrieben und auch unterschrieben habe, wie es mit ihr besprochen werden sei° Das LSG hat sodann mit Urteil vom 5° April 1965 die Berufung der Klägerin als unzulässig verworfen, Es hat die Schriftform nicht als gewahrt angesehen, weil die Bevollmächtigte die Berufungsschrift nicht mit ihrem Namen, sondern mit dem Namen der Klägerin unterzeichnet habe° Die Wahrung der Schriftform erfordere die eigenhändige Unterschrift der Klägerin oder ihres Prozeßbevollmächtigten" Die Unterschrift könne nach Ablauf der Berufungsfrist nicht mehr nachgeholt werden" Formgerecht und zulässig sei aber nur die mit eigener Unterschrift Veingelegte Berufung (vgl° BSG 1, 243)° Eine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gemäß 5 67 des Sozialgerichtsgesetzes (SGG) komme nicht in Betracht, da dies nur beim Versäumen einer gesetzlichen Verfahrensfrist, aber nicht bei einer Verletzung der für die Einlegung eines Rechtsmittels geltenden Formvorschriften möglich sei° Eine analoge Anwendung des © 67 SGGsei allenfalls denkbar, wenn die Klägerin wegen ihrer Krankheit die Berufungsschrift nicht selbst hätte unterzeichnen können° Dies sei aber nicht deerall, da sie nach ihren Angaben trotz ihrer Krankheit imstande war, die Sache mit ihrer Freundin zu besprechen, und offenbar nur in einem nicht geschützten Réchtsirrtum mit ihr Vereinbart habe, die Berufungsschrift mit dem Namen der Klägerin zu unterzeichnen° Die sonach nicht formgerecht eingelegte Berufung müsse daher "als unzulässig verworfen werden° Das LSG hat die Revision nicht zugelassen°.
(durch Maschinenschrift oder Stempel) hergestellt sein darf° Nur diese Anforderung ist in den von dem Beklagten angezogenen Entscheidungen des BSG (BSG 1, 243; 5, 110; 6, 256; 8, 142) an den Begriff der "Schriftlichkeit" gestellt und erörtert worden° Im vorliegenden Fall aber ist, wie vom LSG ausdrücklich festgestellt und von den Beteiligten auch nicht bestritten werden ist, die UntersChrift nicht mechanisch, sondern handschriftlich vollzogen worden° Im Streit steht nur,.
BSG, 23.04.1964 - 9 RV 10/62
BVerwG, 23.04.1958 - V CB 189.56
BSG, 31.01.1961 - 3 RK 7/57
LSG Niedersachsen, 09.08.1962 - L 9 V 128/58
LSG Niedersachsen, 26.07.1962 - L 9 V 729/58