Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BFHE%20130,%20131
Timestamp: 2019-06-24 12:54:39
Document Index: 155554481

Matched Legal Cases: ['§ 169', '§ 121', '§ 169', '§ 144', '§ 144', '§ 173', '§ 169']

BFH, 04.03.1980 - VII R 88/77 - dejure.org
BFH, 04.03.1980 - VII R 88/77
https://dejure.org/1980,21571
BFH, 04.03.1980 - VII R 88/77 (https://dejure.org/1980,21571)
BFH, Entscheidung vom 04.03.1980 - VII R 88/77 (https://dejure.org/1980,21571)
BFH, Entscheidung vom 04. März 1980 - VII R 88/77 (https://dejure.org/1980,21571)
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BFHE 130, 131
Die Berichtigung der falschen Bescheide soll dann nicht an der Geltung einer relativ kurzen Verjährungsfrist scheitern (vgl. BFH-Urteile vom 4. März 1980 VII R 88/77, BFHE 130, 131; in BFHE 186, 1, BStBl II 1998, 530; Abgabenordnung [Gesetzesentwurf der Bundesregierung], BTDrucks VI/1982, S. 150; Ruban in Hübschmann/Hepp/Spitaler --HHSp--, § 169 AO Rz 28;… Becker, a.a.O., § 121 Nr. 3).
Eine auf zehn Jahre verlängerte Verjährungsfrist könne der Entscheidung nicht zugrundegelegt werden; diesbezüglich sei der älteren Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) im Hinblick auf die Neuregelung dieser Fälle in § 169 Abs. 2 Satz 3 AO 1977 der Vorzug vor dem Urteil vom 4. März 1980 VII R 88/77 (BFHE 130, 131, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung - HFR - 1980, 320) zu geben.
Das vom FG bezeichnete, zu § 144 der Reichsabgabenordnung (AO) ergangene BFH-Urteil vom 4. März 1980 VII R 88/77 (BFHE 130, 131) ist in diesem Zusammenhang nicht aussagekräftig.
Diese Erwägung spreche gleichzeitig dafür, das Tatbestandsmerkmal "Steuer hinterzogen" rein objektiv zu verstehen (vgl. BFH in BFHE 130, 131).
Dieses Vertrauen muß aber in Fällen der Steuerhinterziehung zurücktreten, da solche Fälle schwer aufzuklären sind und infolgedessen die Finanzbehörden die entsprechenden Steueransprüche oft nicht schon innerhalb der normalen Festsetzungsfrist geltend machen können (vgl. Senatsurteil vom 4. März 1980 VII R 88/77, BFHE 130, 131, 133).
Der Gesetzgeber hätte es, ohne gegen den Grundsatz des Übermaßverbotes zu verstoßen, bei diesem Grundsatz belassen können, wie dies der Rechtslage zur Zeit der Reichsabgabenordnung (AO) entsprach (vgl. § 144 AO; Senatsurteil in BFHE 130, 131).
Sollte lediglich seine mit der "Spendenabwicklung" betraute Sekretärin diese Kenntnis gehabt haben, sei deren Verhaltensweise ihm zuzurechnen (zu § 173 Abs. 1 Nr. 2 Satz 1 AO 1977: Urteil des BFH vom 3. Februar 1983 IV R 153/80, BFHE 137, 547, BStBl II 1983, 324; zu § 169 Abs. 2 Satz 3 AO 1977: Urteil des BFH vom 4. März 1980 VII R 88/77, BFHE 130, 131).
FG Düsseldorf, 15.04.1997 - 3 K 1714/93
Mangel bei der Bekanntgabe eines Umsatzsteuerbescheids; Heilung durch den Erlass …
Es komme nur auf die Eigenschaft der Beträge als hinterzogene an, weil Steueransprüche, die Gegenstand einer Steuerhinterziehung gewesen seien, unabhängig von der Person des Hinterziehers in der Regel schwer aufklärbar seien und infolgedessen nicht im Rahmen des normalen Verwaltungsablaufs geltend gemacht werden könnten (Urteil des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 4. März 1980 VII R 88/77, BFHE 130, 131).
Dabei kommt es nicht darauf an, wer die Steuer hinterzogen oder verkürzt hat, sondern (nur) darauf, daß sie hinterzogen oder verkürzt worden ist (BFH-Urteil vom 4. März 1980 VII R 88/77, BFHE 130, 131 - 133 -).
FG Düsseldorf, 26.06.2000 - 13 V 556/00
Steuerhinterziehung; Festsetzungsverjährung; Gesamtschuldner - …
BFH, 29.01.1985 - VII R 103/81
Nachforderung von Zöllen und Verbrauchsteuern - Nachbelastungen für ein …
BFH, 07.05.1985 - VII R 51/81