Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=06.07.2011&Aktenzeichen=II%20R%2044/10
Timestamp: 2019-06-25 01:00:48
Document Index: 144425399

Matched Legal Cases: ['§ 154', '§ 154', '§ 154', 'Art 19', '§ 151', '§ 154', '§ 155', '§ 122', '§ 179', '§ 155', '§ 44', '§ 154', '§ 44', '§ 78', '§ 360', '§ 40', '§ 154', '§ 155', '§ 39', '§ 155', '§ 69', '§ 361', '§ 352']

BFH, 06.07.2011 - II R 44/10 - dejure.org
https://dejure.org/2011,3583
BFH, 06.07.2011 - II R 44/10 (https://dejure.org/2011,3583)
BFH, Entscheidung vom 06.07.2011 - II R 44/10 (https://dejure.org/2011,3583)
BFH, Entscheidung vom 06. Juli 2011 - II R 44/10 (https://dejure.org/2011,3583)
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Anfechtung eines gegen den Bedachten ergangenen Bedarfswertbescheids durch Schenker - Zurechnung des Gegenstands der Feststellung i. S. des § 154 Abs. 1 Nr. 1 BewG - Einspruchsentscheidung als isolierter Gegenstand einer Anfechtungsklage - Bestimmung der Beteiligten an einem Verwaltungsverfahren - Anfechtbarkeit ohne zeitliche Begrenzung
Anfechtung eines gegen den Bedachten ergangenen Bedarfswertbescheids durch Schenker; Zurechnung des Gegenstands der Feststellung i.S. des § 154 Abs. 1 Nr. 1 BewG; Einspruchsentscheidung als isolierter Gegenstand einer Anfechtungsklage; Bestimmung der Beteiligten an einem Verwaltungsverfahren; Anfec
Anfechtung eines gegen den Bedachten ergangenen Bedarfswertbescheids durch Schenker - Zurechnung des Gegenstands der Feststellung i.S. des § 154 Abs. 1 Nr. 1 BewG - Einspruchsentscheidung als isolierter Gegenstand einer Anfechtungsklage - Bestimmung der Beteiligten an einem Verwaltungsverfahren - Anfechtbarkeit ohne zeitliche Begrenzung
Art 19 Abs 4 GG, § 151 BewG 1991 vom 13.12.2006, § 154 BewG 1991 vom 13.12.2006, § 155 BewG 1991 vom 13.12.2006, § 122 AO
Anfechtung eines gegen den Bedachten ergangenen Bedarfswertbescheids durch Schenker
Anfechtung eines Bedarfswertbescheids durch den Schenker
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BFH vom 06.07.2011, Az.: II R 44/10 (Anfechtung eines gegen den Bedachten ergangenen Bedarfswertbescheids durch den Schenker)" von Annette Höne, original erschienen in: ZEV 2011, 610 - 614.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BFH vom 06.07.2011, Az.: II R 44/10 (Anfechtung eines gegen den Bedachten ergangenen Bedarfswertbescheids durch Schenker)" von RA/FAStR/StB Christoph Felten, LL.M.oec., original erschienen in: BB 2011, 2851 - 2855.
BFHE 234, 107
NJW-RR 2012, 80
BB 2011, 2851
DB 2011, 2129
BStBl II 2012, 5
Dann handelt es sich um eine einheitliche Feststellung entsprechend § 179 Abs. 2 Sätze 1 und 2 AO (vgl. BFH-Urteile vom 06.07.2011 II R 44/10, BFHE 234, 107,BStBl II 2012, 5, juris Rz. 27;… II R 43/10, BFH/NV 2011, 2122).
Für den nach § 155 BewG klagebefugten Schenker genügt das vom rechtsbehelfs- und klagebefugten Beschenkten durchgeführte Einspruchsverfahren gem. § 44 FGO (…vgl. Urteile FG Hamburg vom 20.01.2015 3 K 180/14, juris Rz. 67 ff.; BFH vom 06.07.2011 II R 44 /10, BFHE 234, 107, BStBl II 2012, 5).
Für frühere Bewertungsstichtage folgt dies aus der Rechtsprechung des BFH, wonach den in Betracht kommenden Steuerschuldnern der Gegenstand der Wertfeststellung i.S. des § 154 Abs. 1 Nr. 1 BewG zuzurechnen ist und diese Steuerpflichtigen am Feststellungsverfahren beteiligt sind (BFH-Urteil vom 6. Juli 2011 II R 44/10, BFHE 234, 107, BStBl II 2012, 5, Rz 24 und 30).
Es kommt neben dem Einspruch der Klägerin nach § 44 FGO nicht auf einen ausdrücklichen Einspruch des Klägers an, nachdem er noch als Adressat der Einspruchsentscheidung am Einspruchsverfahren beteiligt wurde (oben A III 2) und beschwert ist (§ 78 Nr. 2, § 360 Abs. 3 AO, § 40 Abs. 2 FGO; vgl. zur Beschwer BFH-Urteile vom 06.07.2011 II R 44/10, BFHE 234, 107, BStBl II 2012, 5;… II R 43/10, BFH/NV 2011, 2122;… Hartmann in Gürsching/Stenger, BewG, § 154 Rz. 20, § 155 Rz. 5 ff., 18 f.).
Zudem sei der Erbe bei einem Erwerb durch Vermächtnis nicht Steuerschuldner, so dass die Entscheidung des BFH vom 06.07.2011 II R 44/10 nicht auf den Streitfall übertragbar sei.
Für die Zurechnung des Gegenstands der Feststellung im Sinne dieser Vorschrift soll es nicht auf die in § 39 AO getroffene allgemeine Regelung über die Zurechnung ankommen (BFH-Urteil vom 06.07.2011 II R 44/10, BStBl. II 2012, 5).
Zudem führt eine unterlassene Bekanntgabe gegenüber einem Feststellungsbeteiligten nicht zur Rechtswidrigkeit oder Nichtigkeit des Bescheides, sondern lediglich dazu, dass der Bescheid gegenüber dem betroffenen Beteiligten nicht wirksam wird (BFH-Urteil vom 06.07.2011 II R 44/10, BStBl. II 2012, 5).
Vielmehr kann der Drittbetroffene die gegen die aufnehmende Kapitalgesellschaft ergangene Steuerfestsetzung ohne zeitliche Begrenzung anfechten bis zur äußersten Grenze der Verwirkung (Steinhauff, juris PraxisReport Steuerrecht 1/2012 Anm. 5 zu D. mit Hinweis auf das BFH-Urteil vom 6. Juli 2011 II R 44/10, BFHE 234, 107, BStBl II 2012, 5).
FG Hessen, 15.10.2015 - 4 V 2138/14
§ 155 BewG, § 69 FGO, § 361 AO
Diese Feststellung kann mangels einer dem §§ 352 der Abgabenordnung und 48 FGO entsprechenden Vorschrift von sämtlichen Feststellungsbeteiligen angefochten werden kann (bei einer Schenkung sogar von dem zuvor tatsächlich nicht beteiligt gewesenen Schenker, vgl. BFH-Urteil vom 06.07.2011 II R 44/10. BFHE 234, 107, BStBl. II 2012, 5).
Die zur Begründung ihrer Auffassung zur Anfechtungsmöglichkeit ohne zeitliche Begrenzung von der Antragstellerin herangezogene Rechtsprechung des BFH (Urteil vom 6. Juli 2011 II R 44/10, BStBl II 2012, 5 Rdnr. 33) betrifft Feststellungsbeteiligte, denen ein Feststellungsbescheid nicht bekannt gegeben worden ist.