Source: http://zumfl.de/Leistungen/Ambulante-Leistungen
Timestamp: 2018-10-19 13:02:15
Document Index: 181334173

Matched Legal Cases: ['§27', '§30', '§31', '§35', '§41', '§78']

ZUMFL - Leistungen - Ambulant
Unsere Leistungsbeschreibungen basieren auf §§27 Abs.2, §30, §31, §35a, §41, dem Jugendhilferahmenvertrag für Schleswig-Holstein nach §78 f SGB VIII vom 16.02.09, den Standards zur Kalkulation und Mindestqualität ambulanter Leistungen in der Jugendhilfe für den Kreis Pinneberg (Stand 01.01.2013) sowie unseren sozialpädagogischen Ansätzen.
Direkte und indirekte ambulante Leistungen, Leitung und Verwaltung
Das Verhältnis beträgt mindestens 2/3 direkte und bis zu 1/3 indirekte Leistungen. Eine Fachleistungsstunde hat 60 Minuten.
Persönlicher Kontakt (face-to-face) mit z.B. folgenden Beteiligten: Leistungsempfänger (Kinder/Jugendliche), Eltern/Vormund, Schule, Ärzte/Therapeuten
Telefonische Kontakte, die über Terminabsprachen hinausgehen, wenn hierdurch ein persönlicher Kontakt ersetzt wird, z.B. auch bei Krisen denkbar
Teilnahme an der Hilfeplanung des öffentlichen Jugendhilfeträgers mit einer Person des freien Trägers
Teilnahme eines Mitarbeiters des Trägers an der Erziehungskonferenz, falls sie das Erstgespräch ersetzt
Gemeinsames Erst- und Abschlussgespräch (es sei denn der Träger war bei der Erziehungskonferenz anwesend)
Berichterstellung für den Jugendhilfeträger
Fallbezogene Reflexion, z.B. durch Supervision
Fortbildung (zusätzlich zu den gesetzlich vorgeschriebenen Fortbildungen mindestens eine Maßnahme pro Mitarbeiter jährlich
Nachweis für die Rechnungsstellung
Pädagogische Gesamtverantwortung (konzeptionelle Arbeit, Netzwerkarbeit, Vertretung nach außen....)
Betriebswirtschaftliche Verantwortung (Budgetverantwortung, Finanz- und Steuerwesen....)
Personalverantwortung (Dienstplanerstellung, Personal einstellen, Mitarbeiterführung...)
Terminplanung/Koordination
Lohnbuchhaltung / Personalsachbearbeitung
Ambulante Hilfen zur Erziehung und Eingliederungshilfe soll Familien und junge Menschen durch intensive Betreuung und Begleitung bei der Bewältigung von Alltagsproblemen, der Lösung von Konflikten und Krisen, in Kontakt zu Ämtern und Institutionen unterstützen und Hilfe zur Selbsthilfe geben. Sie soll weiter junge Menschen eine intensive Unterstützung zur sozialen Integration und zu einer eigenverantwortlichen Lebensführung geben. Die jungen Menschen sollen bei der Bewältigung von Entwicklungsproblemen möglichst unter Einbeziehung des sozialen Umfeldes unterstützt und ihre Verstelbstständigung gefördert werden.
Ziele der Leistungen
Das Ziel jeder Erziehungshilfe ist die Deckung des in der Hilfeplanung festgestellten individuellen Bedarfs.
Die Ziele der leistungsberechtigten jungen Menschen und ihrer Eltern / Personensorgeberechtigten sind im Hinblick auf Realisierbarkeit im Rahmen der Hilfeplanung mit den Fachkräften der Leistungserbringer und der zuständigen Fachkraft des Jugendamtes konkret zu formulieren.
Die folgenden Ziele sind handlungsleitend für die pädagogische Arbeit, um die Lebensbedingungen der Kinder, Jugendlichen und ihrer Familien zu verbessern:
Sicherung des Rechtes auf Förderung der Entwicklung und Erziehung junger Menschen zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit durch:
die Förderung ihrer individuellen und sozialen Entwicklung, insbesondere in den Bereichen Alltagsbewältigung, Problemlösefähigkeit, Umgang mit Eltern und Angehörigen
einen Beitrag, Benachteiligungen zu vermeiden oder abzubauen, insbesondere in den Bereichen Bildung (Kita, Schule, berufliche Qualifikation), Gesundheit, soziale Integration
die Beteiligung am Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Gefahren für ihr Wohl (z. B. im Hinblick auf ein straf- und suchtfreies Leben)
Beratung und Unterstützung der Eltern und anderer Erziehungsberechtigter bei der Erziehung, insbesondere durch die Verbesserung der Beziehung zum Kind und durch die Stärkung der Selbsthilfekräfte, Erziehungskompetenz und Verantwortung (z.B. durch wertschätzende Kommunikation und respektvollen Umgang)
einen Beitrag positive Lebensbedingungen für Kinder, Jugendliche und ihre Familien sowie eine kinder- und familienfreundliche Umwelt zu erhalten oder zu schaffen, insbesondere durch die Erschließung sozialräumlicher Ressourcen, z.B. durch Nutzung weiterer Hilfsangebote.
Die Leistungsinhalte sind ausgerichtet auf eine soweit wie möglich individuelle und eigenständige Lebensbewältigung. Die pädagogische Beratung umfasst alle lebenspraktischen und persönlichkeitsbildenden Hilfen und versucht zu erreichen, dass die Menschen selbst die Verantwortung für sich und ihr Handeln übernehmen. Dies geschieht in einem partnerschaftlichen Dialog. Richtlinien sind dabei die im Hilfeplan festgelegten Ziele.
Die ambulanten Hilfen umfassen:
Hilfen bei der Gestaltung des Lebensalltages
Steigerung von Handlungskompetenz und eigenverantwortliches Handeln
Entwicklung und Steigerung der sozialen und emotionalen Kompetenz
Einbindung in die soziale Struktur des Wohnumfeldes
Entwicklung einer aktiven Freizeitgestaltung
Planung und Realisierung schulischer und/oder beruflicher bzw. berufsfördernder Ausbildung, Hilfen zur Berufsorientierung
Förderung realistischer Selbst- und Fremdeinschätzung
(Präventive) Schuldnerberatung
Hilfen im Umgang mit Behörden:
Vermittlung von Struktur und Regeln
Konfliktmanagement und Problemlösetraining, Stressmanagement
Unterstützung im Umgang mit Traumata
Kennenlernen und Erlernen der Werte und Normen der neuen Lebenswelt unter Beibehaltung der eigenen und Berücksichtigung religiöser Besonderheiten
Aufbau sozialer Netzwerke sowie Kooperation und Netzwerkarbeit mit flüchtlingsrelevanten Einrichtungen
Begleitung im Asylverfahren und anderer aufenthaltsbezogener Verfahren
Konfrontation mit der Realität der Situation von Flüchtlingen in Deutschland
Unterstützung bei einer realistischen Einschätzung der aktuellen Lebenssituation sowie Auseinandersetzung mit einer möglichen Rückkehr ins Herkunftsland
Erarbeitung von potentiellen, schulischen und beruflichen Möglichkeiten im Heimatland
Entwicklung neuer, realistischer Lebens- und Zukunftsperspektiven unter Einbezug des jeweiligen Aufenthaltstatusses
Konfrontation mit den kulturellen Unterschieden und Lebensgewohnheiten von Deutschland und dem jeweiligen Heimatland
Unterstützung bei Anpassungsleistungen
Identitätsfindung und -bildung im jeweiligen kulturellen
Förderung eines Klimas des toleranten Miteinanders
Von besonderer Bedeutung sind hier die Absprachen mit den an der Hilfeplanung beteiligten Personen und Institutionen. Die inhaltlichen Schwerpunkte der Betreuung und Begleitung werden gemeinsam mit den zu betreuenden Menschen festgelegt.