Source: http://www.steuerlinks.de/steuli-213.html
Timestamp: 2018-07-23 15:32:42
Document Index: 73453911

Matched Legal Cases: ['§ 24', '§ 19', '§ 19', '§ 24', '§ 49', '§ 49', '§ 19', '§ 49', '§ 1', '§ 844', '§ 14', '§ 14', '§ 18', '§ 8', '§ 1']

SteuLi-Ausgabe 213 - 05.02.2009
Start > Steuerlinks-Newsletter > Archiv 2009 > 213 - 05.02.2009
Online-Ausgabe Nr. 213 vom 05.02.2009
Die E-Mail-Ausgabe ging an 26.512 Empfänger
Entlastungsbetrag für Wochenendväter?
Bundesweite Sonderzuständigkeit für Rentenempfänger im Ausland
Steuerpflicht für Tagesmütter - Anerkennung hoher Aufwandspauschalen senkt Steuern
Erbschaftsteuerrecht einschließlich Schenkungsteuerrecht und Bewertung
Bis zum 28.02.2009 gibt es mit diesem Softwareload Gutschein einen Preisnachlass von 5 Euro. Mit dabei sind:
- WISO Sparbuch 2009
- Steuer-Spar-Erklärung 2009
- t@x 2009 Standard
- QuickSteuer SE 2009
- TAXMAN SE 2009
- KONZ Steuersoftware 2009
Je früher Sie Ihre Steuererklärung abgeben, desto früher kommt Ihr Steuerbescheid.
Profitieren Sie jetzt von dieser exklusiven Gutschein-Aktion und holen sich hier Ihren Gutschein ab.
Alleinerziehende können einen Entlastungsbetrag von 1 308 EUR geltend machen, wenn zu ihrem Haushalt mindestens ein Kind gehört, für das Sie Kindergeld oder den steuerlichen Kinderfreibetrag erhalten, und ansonsten im Haushalt keine andere erwachsene Person lebt (§ 24b EStG). Die Zugehörigkeit des Kindes zu Ihrem Haushalt ist anzunehmen, wenn das Kind in Ihrer Wohnung gemeldet ist. Was aber gilt, wenn das Kind bei beiden Elternteilen gemeldet ist und sich beim Vater nur an den Wochenenden und in den Ferien aufhält?
Grundsätzlich gilt folgende Regelung: Falls das Kind sowohl in der Wohnung der alleinerziehenden Mutter als auch in der Wohnung des getrennt lebenden Vaters gemeldet ist, wird der Entlastungsbetrag nur einmal gewährt - und zwar demjenigen, der das Kindergeld erhält.
Aktuell hat jetzt das Finanzgericht Berlin-Brandenburg den Entlastungsbetrag einem alleinstehenden Vater zugesprochen, der sein Kind nur an den Wochenenden und in den Ferien betreut. Das Kind lebt bei seiner Mutter und ist beim Vater mit Nebenwohnsitz gemeldet. Er bekommt den Entlastungsbetrag, obwohl das Kindergeld der Mutter zusteht. Entscheidend ist hier, dass die Mutter den Entlastungsbetrag nicht erhalten kann, weil sie mit einem Partner zusammenlebt und deshalb nicht mehr "echt" alleinerziehend ist (FG Berlin-Brandenburg vom 13.8.2008, 7 K 7038/06 B).
Die Bedingung, dass derjenige den Entlastungsbetrag erhalten soll, der Anspruch auf das Kindergeld hat, bezweckt allein, dass der Freibetrag bei Doppelwohnsitz des Kindes nur einmal gewährt wird. Diese Klausel kommt jedoch nicht zur Anwendung, wenn ein Elternteil aus anderen Gründen, z. B. wegen Zusammenleben mit einem Partner, keinen Anspruch auf den Entlastungsbetrag hat.
In einem anderen Fall kam wieder die Grundsatzregel zum Zuge: Beide Elternteile lebten ohne Partner und betreuten ihr Kind zu gleichen Teilen. Das Kind lebte von Montag bis Mittwoch beim Vater und von Mittwoch bis Freitag bei der Mutter. An den Wochenenden war das Kind alle 14 Tage beim Vater. Das Finanzgericht Köln verweigerte dem Vater den Entlastungsbetrag - eben aus dem Grund, weil die Mutter das Kindergeld erhielt und diese ohne Partner lebte (FG Köln vom 14.8.2008, 15 K 1468/07).
Quelle: Steuerrat24, mehr im Beitrag Der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende
Für die Einkommensbesteuerung von Beziehern von inländischen Renten und Versorgungsbezügen, die keinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland haben, ist seit 1. Januar 2009 das Finanzamt Neubrandenburg in Mecklenburg-Vorpommern zentral örtlich zuständig. Rechtsgrundlage für diese Regelung ist § 19 Abs. 6 der Abgabenordnung (AO) i. V. m. der Einkommensteuer-Zuständigkeitsverordnung (EstZustV; vgl. BGBl I 2009 S. 3).
Allerdings gilt die Zentralzuständigkeit nur für „reine“ Alterseinkünftebezieher, deren inländische Einkünfte ausschließlich aus Alterseinkünften bestehen, und erst für Veranlagungszeiträume ab 2005. Für Auslandsrentner, die weitere inländische Einkünfte beziehen (z.B. aus der Vermietung eines inländischen Grundstücks), und für Veranlagungszeiträume bis einschließlich 2004 bestimmt sich die örtliche Zuständigkeit nach § 19 Abs. 2 AO bzw. § 24 AO.
Die zentrale örtliche Zuständigkeit des Finanzamtes Neubrandenburg gilt auch, wenn neben Einkünften des § 49 Abs. 1 Nr. 7 und 10 EStG weitere inländische Einkünfte im Sinne des § 49 Abs. 1 EStG vorliegen, diese weiteren inländischen Einkünfte aber wegen der Abgeltungswirkung des Steuerabzugs bei der Veranlagung nicht berücksichtigt werden, z.B. Einkünfte aus Kapitalvermögen, die der Abgeltungssteuer unterliegen. Die zentrale Zuständigkeit des Finanzamtes Neubrandenburg ist aber nicht gegeben, wenn diese weiteren inländischen Einkünfte in die Veranlagung zur beschränkten Einkommensteuerpflicht einbezogen werden.
Eine zentrale Zuständigkeit ist nach § 19 Abs. 6 Satz 2 AO in der Fassung des Steuerbürokratieabbaugesetzes weiterhin auch gegeben, wenn eine Person, die nur mit inländischen Einkünften im Sinne des § 49 Abs. 1 Nr. 7 und 10 EStG veranlagt wird, aufgrund eines Antrages nach § 1 Abs. 3 EStG als unbeschränkt einkommensteuerpflichtig behandelt wird.
Weitere Informationen und Kontaktdaten finden Sie auf der Internetseite des Finanzamts Neubrandenburg
Quelle: Bayerisches Landesamt für Steuern 2.2.2009
Internetseite des Finanzamts Neubrandenburg
Ab 2009 müssen auch die vom Jugendamt vermittelten Tagesmütter bzw. -väter ihre Einkünfte versteuern - unabhängig davon, wie viele Kinder betreut werden.
Da dies bislang schon für alle privat beauftragten Tagesmütter galt, hat der Gesetzgeber mit dieser Neuregelung eine steuerliche Ungleichbehandlung beseitigen wollen.
Grundsätzlich handelt es sich um Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit.
Versteuert wird allerdings nur der Gewinn. Um diesen zu ermitteln, werden die entstandenen Betriebsausgaben entweder über eine Pauschale oder über eine Einzelauflistung der tatsächlich entstandenen Ausgaben von den Einnahmen abgezogen.
Diese Pauschale wurde ab 1.1.2009 erhöht und zwar auf 300 Euro pro Monat je Vollzeit betreutem Kind (d.h. mind. 8 Stunden an 5 Tagen der Woche) - bislang waren dies monatlich nur 246 Euro. Diese Pauschale gilt allerdings nur, wenn die Kinder im Haushalt der Tagesmutter betreut werden.
Die Betriebsausgabenpauschale ist gestaffelt nach der Betreuungszeit. Ist diese geringer, so wird sie anteilig gekürzt.
Wie hoch die Steuern im Einzelfall sind, hängt davon ab, ob die Tagesmutter neben ihren Einkünften aus der Kinderbetreuung noch weitere Einkünfte hat oder ihre Einkünfte mit denen des Ehepartners gemeinsam versteuert werden. Generell müssen nur dann Steuern gezahlt werden, wenn das zu versteuernde Gesamteinkommen die Grundfreibetragsgrenze von zurzeit 7.664 Euro (bei Ehepaaren das Doppelte) überschreitet.
Eine Tagesmutter betreut drei Kinder Volltags und erhält dafür 500 Euro pro Kind und Monat. Sie ist nicht verheiratet und hat keine weiteren Einkünfte.
- Monatliche Einnahmen = 3 x 500 Euro = 1.500 Euro
- steuermindernd vom Finanzamt als Betriebsausgaben pauschale berücksichtigt = 3 x 300 Euro = minus 900 Euro
- Monatliche Einkünfte (Gewinn) = 600 Euro
- Einkünfte im Jahr - gesamt = 7.200 Euro
- Steuern = 0 Euro
Da das Einkommen mit 7.200 Euro unter dem sog. Grundfreibetrag liegt, bleiben in diesem Fall die gesamten Einnahmen steuerfrei. Ebenfalls steuerfrei sind Zuschüsse des Jugendsamts zur Unfall-, Kranken- und Pflegeversicherung sowie zur Altersvorsorge.
Möglichkeit: steuer- und abgabenfreier Minijob
Da viele Tagesmütter oder -väter vor einer möglichen Steuerlast zurückschrecken oder den Aufwand für die Erfassung der Betriebsausgaben scheuen, bietet sich auch die Möglichkeit, die Kinderbetreuung im Wege eines sog. Minijobs zu regeln (geringfügige Beschäftigung oder geringfügige selbstständige Tätigkeit). Hierbei darf die Tagesmutter insgesamt monatlich bis zu 400 Euro verdienen, ohne dass bei ihr Abgaben oder Steuern anfallen. Bei mehreren Beschäftigungsverhältnissen werden die Einnahmen dabei zusammengerechnet. Sämtliche anfallenden Abgaben trägt der Arbeitgeber, in dem Fall die Eltern bzw. Sorgeberechtigten des Kindes. Auch spielt es für den Minijobber keine Rolle, welcher Steuerklasse er angehört, also ob er ledig oder verheiratet ist und sein Ehepartner ebenfalls Einkünfte hat. Er verdient die bis zu 400 Euro monatlich „brutto für netto", kann im Gegenzug allerdings keine Ausgaben steuermindernd geltend machen.
Zum Thema „Minijob" bietet die Minjobzentrale in Essen ausführliche Informationen, die unter www.minijobzentrale.de oder unter der Rufnummer: 01801 200 504 abgerufen werden können.
Nähere Informationen erteilt im Übrigen die Info-Hotline der rheinland-pfälzischen Finanzämter unter 0180 - 3 757 400 (9 Cent je Minute) oder die Internetseite des Bundesministerium der Finanzen unter: www.bundesfinanzministerium.de unter „Bürgerinnen und Bürger / Familie und Kinder".
Quelle: OFD Koblenz 02.02.2009
Bundesfinanzministerium Bereich "Bürgerinnen und Bürger / Familie und Kinder
Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) will drohender Altersarmut mit einer Rentenreform begegnen. „Wir wollen, dass auch Geringverdiener künftig eine ausreichende Rente aus eigener Kraft verdienen können“, sagte DIW-Präsident Klaus F. Zimmermann. Vor allem in Ostdeutschland und bei Geringverdienern droht künftig verstärkt Altersarmut. Mit seinem Reformvorstoß schlägt das DIW Berlin eine Alternative zu der vom NRW-Ministerpräsidenten Rüttgers geforderten steuerfinanzierten Aufstockung von Minirenten vor: „Weniger Altersarmut: Nach unserem Modell geht das auch ohne zusätzliche Steuerfinanzierung.“
Hier setzt der Reformvorschlag des DIW Berlin an: Wird nämlich die Lebenserwartung in der Rentenformel berücksichtigt, führt dies nicht nur zu einer höheren Verteilungsneutralität, sondern auch zu deutlich weniger Altersarmut unter langjährigen Beitragszahlern. Konkret würde dies bedeuten: Wer sehr wenig verdient, erhält bei seiner Monatsrente etwas mehr als den „eingezahlten Euro“. Bei Spitzenverdienern hingegen führt jeder zusätzlich verdiente Euro zu einem etwas flacheren Anstieg der künftigen Rente.
Erarbeitet hat den Reformvorstoß DIW-Forschungsprofessor Friedrich Breyer von der Universität Konstanz. „Es geht darum, mit dem Prinzip der Verteilungsneutralität im deutschen Rentensystem ernst zu machen“, begründet Breyer die Reform. „Bezieht man die Lebenserwartung der verschiedenen Einkommensgruppen in die Berechnung der Rentenansprüche ein, so lässt sich auch der drohenden Altersarmut unter langjährigen Beitragszahlern wirksam begegnen.“ Die Umverteilung zu Gunsten der Besserverdienenden auf Grund ihrer längeren Rentenbezugszeiten hätte damit ein Ende.
Drohende Altersarmut – welche Trends dafür sprechen
Als kritische Schwelle für Altersarmut gilt der Wert, unterhalb dessen das Alterseinkommen (meist eben die Rente) unterhalb dem Niveau der Grundsicherung liegt – sprich auf Sozialhilfeniveau.
Mehrere Faktoren sprechen derzeit für einen künftigen Anstieg von Altersarmut. So wird die jüngste Rentenreform bis 2030 zu einem Absinken der durchschnittlichen Rentenhöhe um 15 Prozent führen. Wer schon heute wenig verdient, hat künftig also eher ein Einkommen unterhalb der Grundsicherung.
Dieser Entwicklung wollte die Bundesregierung bei der Rentenreform durch eine Stärkung der privaten Altersvorsorge vorbeugen. Doch bei Geringverdienern klappt dieser private Vermögensaufbau aus mehreren Gründen nicht – und zwar nicht allein aufgrund der niedrigen Einkommen.
So fehlen vor allem die Anreize zur privaten Altersvorsorge, denn Einkünfte aus der privaten Altersvorsorge werden derzeit auf die Grundsicherung angerechnet.
Außerdem sind für die private Altersvorsorge nur geringe Freibeträge vorgesehen, die im Fall längerer Arbeitslosigkeit nicht aufgebraucht werden müssen. Gerade Geringverdiener sind aber besonders häufig von Arbeitslosigkeit betroffen.
Vor allem in Ostdeutschland gibt die Situation künftiger Rentnergenerationen Anlass zu Besorgnis. Erst in der vergangenen Woche hatte eine DIW-Studie festgestellt: Für die mittleren Altersgruppen von 36 bis 65 Jahren in Ostdeutschland war zwischen 2002 und 2007 ein deutlicher Vermögensrückgang zu konstatieren. Dieser beläuft sich je nach Altersgruppe auf 7 000 bis 14 000 Euro, was einem Rückgang von 10 bis 17 Prozent entspricht.
Jeder eingezahlte Euro ist gleich viel wert – eine Fiktion
Nach dem Prinzip der so genannten Teilhabeäquivalenz soll jeder eingezahlte Euro zu gleich hohen Rentenansprüchen führen. Auf den ersten Blick funktioniert dieses System tatsächlich: Bezog ein Beitragszahler immer das doppelte Einkommen des anderen (und zahlte daher die doppelten Beiträge), so ist seine monatliche Rente doppelt so hoch wie die des anderen.
Der Mangel dieses Konzept besteht allerdings darin, dass allein die monatlichen Rentenansprüche in einer festen Relation zu den insgesamt gezahlten Beiträgen stehen. Eine Aussage über die Verteilungsneutralität kann aber erst dann getroffen werden, wenn die gesamte (erwartete) Rentenleistung zu den insgesamt gezahlten Beiträgen ins Verhältnis gesetzt wird. Die gesamte Rentenleistung hängt allerdings neben der monatlichen Rente auch von der erwarteten Bezugsdauer der Rente ab, die wiederum von der Lebenserwartung der entsprechenden Einkommensgruppe bestimmt wird. In zahlreichen Studien wird zudem nachgewiesen, dass die Lebenserwartung systematisch mit steigendem Einkommen zunimmt.
Der Rüttgers-Vorstoß
Auch der Vorschlag von NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) zielt darauf ab, Geringverdienern eine Rente deutlich oberhalb der Grundsicherung zu ermöglichen. Rüttgers hatte gefordert, langjährigen Beitragszahlern eine Rente deutlich oberhalb der Grundsicherung („Sockelrente“) zu garantieren. Dieser Vorschlag wurde von der Großen Koalition in Berlin aufgenommen und die Einführung eines steuerfinanzierten Rentenzuschlags in Aussicht gestellt.
Diese Zusatzbelastung künftiger Steuerzahler will das DIW Berlin mit seinem Reformvorstoß vermeiden. „Sonst bürden wir künftigen Steuerzahlern die Zusatzlast auf, neben den normalen Rentenversicherungsbeiträgen auch noch die Steuermittel für die Garantierente aufbringen zu müssen,“ sagte DIW-Präsident Klaus F. Zimmermann.
Wie die Fachzeitung berichtet, haben 13 der 16 befragten Länderfinanzministerien erklärt, den aktuell geltenden Grunderwerbsteuersatz in Höhe von 3,5% nicht verändern zu wollen. "Wir sind froh über jeden Investor und Grundstückskäufer und werden diese nicht durch einen höheren Steuersatz behindern", erklärt stellvertretend Stephan Bliemel vom Finanzministerium Mecklenburg-Vorpommern.
Lediglich in Bremen sind entsprechende Überlegungen noch nicht ganz vom Tisch. Zwar sei eine Anhebung des Grunderwerbsteuersatzes 2007 aus Gründen des Wettbewerbs mit dem Umland noch verworfen worden, im Rahmen der anstehenden Haushaltsberatungen könne sie jedoch wieder zum Thema werden, so ein Sprecher des Finanzsenats.
Seit der Föderalismusreform 2006 können die Bundesländer selbst über den Grunderwerbsteuersatz bestimmen, zuvor lag dieses Recht beim Bund. Berlin setzte bereits Anfang 2007 den seit 1997 geltenden Satz von 3,5% auf 4,5% hoch. Im Januar dieses Jahres folgte Hamburg dem Beispiel.
Quelle: Immobilien Zeitung, 20. Januar 2009
Der Bundesfinanzhof (BFH) hat mit Urteil vom 8. Oktober 2008 XI R 58/07 entschieden, dass eine Grundstücksgemeinschaft, die ein Gebäude zum Teil steuerfrei an eine Arztpraxis vermietet und es im Übrigen den Gemeinschaftern für private Wohnzwecke überlässt, keinen Anspruch auf Vorausteuerabzug aus den Herstellungskosten des Gebäudes hat.
Quelle: Bundesfinanzhof, 04.02.2009
Urteil vom 8. Oktober 2008 XI R 58/07
Mit Urteil vom 26. November 2008 X R 31/07 hat der X. Senat des Bundesfinanzhofs (BFH) entschieden, dass eine Schadensersatzrente nach § 844 Abs. 2 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB), die den durch den Tod des Ehegatten eingetretenen materiellen Unterhaltsschaden ausgleicht, nicht der Einkommensteuer unterliegt.
Die elf Senate des Bundesfinanzhofs haben im Jahr 2008 trotz steigender Eingänge die Zahl der unerledigten Verfahren zum Jahresende gegenüber dem Vorjahr nochmals um 100 reduzieren können. Der Bestand an unerledigten Verfahren zum Jahresende hat sich mit 2.384 nun schon deutlich unter der Marke von 2.500 stabilisiert.
Die durchschnittliche Dauer der Erledigung sämtlicher Verfahren ist gegenüber 2007 nochmals um einen Monat auf jetzt 8 Monate gesunken. Revisionen mit Sachentscheidung sind mit 20 Monaten durchschnittlich um ein Monat schneller, Revisionen ohne Sachentscheidung sogar um vier Monate schneller erledigt worden als in 2007.
Bundesfinanzhof: Jahresbericht 2008 (PDF - 48 Seiten - 204 KB)
Aktualisierung des BMF-Schreibens vom 5. Februar 2008, BStBl I S. 420
BMF-Schreiben vom 20.01.2009 (PDF - 110 Seiten - 1,6 MB)
Hierzu: BMF-Schreiben vom 20. Januar 2009 - IV C 4 - S 0185/08/10001 - (2009/0012162) -
BMF-Schreiben vom 20.01.2009 (PDF - 1 Seite - 44 KB)
Das BMF-Schreiben vom 20. Januar 2009 - IV C 2 - S 3104/09/10001 - stellt die Vervielfältiger zusammen, mit denen der Kapitalwert lebenalänglicher Nutzungen und Leistungen nach § 14 Abs. 1 BewG für Stichtage ab 1. Januar 2009 berechnet wird. Die hierzu bisher verwendete Anlage 9 zu § 14 BewG wurde durch das Erbschaftsteuerreformgesetz vom 24. Dezember 2008 (BGBl. I S. 3018) aufgehoben.
BMF-Schreiben vom 20.01.2009 (PDF - 3 Seiten - 83 KB)
Hierzu: BMF-Schreiben vom 2. Februar 2009 - IV B 9 - S 7532/08/10005 - (2009/0065245) -
BMF-Schreiben vom 02.02.2009 (PDF - 12 Seiten - 399 KB)
Hierzu: BMF-Schreiben vom 4. Februar 2009 - IV A 3 - S 0625/08/10007 - (2009/0057664) -
BMF-Schreiben vom 04.02.2009 (PDF - 1 Seiten - 32 KB)
Zum Urteil im Volltext (BFH vom 18. Dezember 2008 VI R 49/06 )
Zum Urteil im Volltext (BFH vom 27. November 2008 IV R 38/06 )
Zum Urteil im Volltext (BFH vom 30. Oktober 2008 III R 92/07 )
Zum Urteil im Volltext (BFH vom 30. Oktober 2008 VI R 10/05 )
Zum Urteil im Volltext (BFH vom 16. Oktober 2008 IV R 98/06 )
Zum Urteil im Volltext (BFH vom 08. Oktober 2008 I R 95/04 )
Keine wissenschaftliche Tätigkeit eines Promotionsberaters - "wissenschaftliche" Tätigkeit im Sinne des § 18 Abs. 1 Nr. 1 Satz 2 EStG - Beratungstätigkeit - Feststellungslast des Steuerpflichtigen für das Vorliegen eines freien Berufs - kein Wechsel der Gewinnermittlungsart wegen Umqualifizierung freiberuflicher in gewerbliche Einkünfte zur Bildung einer Gewerbesteuerrückstellung - Ausübung des Wahlrechts zur Einnahmen-Überschussrechnung und Bindung des Steuerpflichtigen - selbständige Revisionseinlegung durch beide Beteiligte
Zum Urteil im Volltext (BFH vom 08. Oktober 2008 VIII R 74/05 )
Prüfung der gewerblichen Prägung einer Personengesellschaft - Einkünfteerzielungsabsicht - Originäre gewerbliche Tätigkeit einer GbR - Zulässigkeit einer Klage bei auf 0 Euro festgesetzten Steuermessbeträgen
Zum Urteil im Volltext (BFH vom 25. September 2008 IV R 80/05 )
Zum Urteil im Volltext (BFH vom 24. September 2008 X R 58/06 )
Zum Urteil im Volltext (BFH vom 17. September 2008 XI R 64/07 )
Verlust der wirtschaftlichen Identität i.S. des § 8 Abs. 4 Satz 2 KStG 1996 i.d.F. des Gesetzes zur Fortsetzung der Unternehmenssteuerreform vom 29. Oktober 1997: Kapitalerhöhung und Wechsel von unmittelbarer zu mittelbarer Beteiligung als Anteilsübertragung - Verfassungsmäßigkeit der erstmaligen Anwendung - Rückwirkung belastender Steuergesetze - Gestaltungsfreiräume des Gesetzgebers und Vertrauensschutz
Zum Urteil im Volltext (BFH vom 27. August 2008 I R 78/01 )
Zum Urteil im Volltext (BFH vom 26. November 2008 X R 31/07 )
Zum Urteil im Volltext (BFH vom 25. November 2008 II R 11/07 )
Zum Urteil im Volltext (BFH vom 20. Oktober 2008 VI R 25/05 )
Datensätze --Geopunkte-- als immaterielle Wirtschaftsgüter - Kriterien zur Einordnung von Wirtschaftsgütern mit materiellen und immateriellen Komponenten
Zum Urteil im Volltext (BFH vom 30. Oktober 2008 III R 82/06 )
Zum Urteil im Volltext (BFH vom 08. Oktober 2008 V R 27/06 )
Zum Urteil im Volltext (BFH vom 08. Oktober 2008 I R 61/07 )
Zum Urteil im Volltext (BFH vom 23. September 2008 I R 47/07 )
Lohnsteuernachforderung bei irrtümlicher Annahme der Voraussetzungen der unbeschränkten Einkommensteuerpflicht nach § 1 Abs. 3 EStG 1997
Zum Urteil im Volltext (BFH vom 23. September 2008 I R 65/07 )
Zum Urteil im Volltext (BFH vom 04. September 2008 IV R 1/07 )
Zum Urteil im Volltext (BFH vom 30. Juli 2008 V R 7/03 )
Zum Urteil im Volltext (BFH vom 18. Dezember 2008 VI R 34/07 )
Zum Urteil im Volltext (BFH vom 20. November 2008 VI R 4/06 )
Zum Urteil im Volltext (BFH vom 11. November 2008 IX R 44/07 )
Zum Urteil im Volltext (BFH vom 08. Oktober 2008 XI R 58/07 )
Zum Urteil im Volltext (BFH vom 30. Juli 2008 V R 66/06 )
Das Erbschaft- und Schenkungsteuerrecht ist ein Rechtsgebiet mit vielfältigen Querbezügen, allen voran zum Erbrecht, Familienrecht und Handelsrecht. Es ist eng mit dem erbschaftsteuerlichen Bewertungsrecht für Immobilien, gewerbliches Vermögen und Kapitalvermögen verzahnt.
Deshalb ist es keine geringe Kunst, die Regeln des Erbschaft- und Schenkungsteuerrechts so darzustellen, dass neben dem Verständnis für seine Besonderheiten ausreichende Kenntnisse vermittelt werden, um seine Regeln durch richtige Gestaltung bei der Erbnachfolge oder bei lebzeitigen Schenkungen gewinnbringend anwenden zu können.
Dieses Lehrbuch beschreitet einen neuen Weg: Es führt den rechtskundigen Leser ohne spezielle fachliche Vorkenntnisse problemorientiert und fallbezogen, verständlich und unterhaltsam in das erbschaftsteuerliche Denken ein und zeigt auf, wie die komplexe Mechanik der Wertermittlung und Steuerberechnung sowie Steuerfestsetzung bei der Erbschaftsteuer funktioniert und worauf es in der Praxis der Erbschaftsbesteuerung wirklich ankommt.
Das wegen seines lebhaften Stils und seiner kritischen Distanz geschätzte Werk wird in seiner 2. Auflage umfassend überarbeitet und erweitert.
Kompakt und verständlich werden zunächst die neuen Bestimmungen des Erbschaftsteuerrechts und der erbschaftsteuerlichen Bewertung mit ihren Verschonungs- und Bewertungsregelungen erläutert. Die Auswirkungen der Reform in der Praxis werden in zahlreichen Beispielsfällen mit Gestaltungsempfehlungen und systematischen Hinweisen dargestellt.
2., völlig überarbeitete Auflage 2009. 230 Seiten, C. H. Beck, EUR 28,00 - ISBN 978-3-406-57515-0