Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VersR%202011,%20202
Timestamp: 2020-02-24 12:50:51
Document Index: 149585927

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 7', '§ 7', '§ 305', '§ 7', '§ 7', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 15.12.2010 - IV ZR 24/10 - dejure.org
https://dejure.org/2010,4060
BGH, 15.12.2010 - IV ZR 24/10 (https://dejure.org/2010,4060)
BGH, Entscheidung vom 15.12.2010 - IV ZR 24/10 (https://dejure.org/2010,4060)
BGH, Entscheidung vom 15. Dezember 2010 - IV ZR 24/10 (https://dejure.org/2010,4060)
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§ 7 Abs 1 Nr 2 AUB 1988, § 7 Abs 1 Nr 3 AUB 1988
Private Unfallversicherung: Ermittlung des Invaliditätsgrads bei Vereinbarung einer progressiven Invaliditätsstaffel
BGB § 305c Abs. 2; AUB § 7 Abs. 1 88
Vereinbarung einer progressiven Invaliditätsstaffel
Bei Vereinbarung einer progressiven Invaliditätsstaffel mit Bezugnahme auf § 7 I (2) und (3) AUB 88 entsprechende Bedingungen ist Grundlage der Progression der um die Vorinvalidität geminderte Invaliditätsgrad
Prozentrechnen in der Unfallversicherung ("Da haben Sie dann zehnfache Progression!”)
LG Frankfurt/Oder, 23.04.2009 - 14 O 238/08
OLG Brandenburg, 16.12.2009 - 3 U 70/09
Die Allgemeinen Versicherungsbedingungen sind aus sich heraus zu interpretieren (Senatsurteil vom 15. Dezember 2010 - IV ZR 24/10, VersR 2011, 202 Rn. 10 m.w.N.;… Brömmelmeyer in HK-VVG, 2. Aufl. Einleitung Rn. 68).
Die Allgemeinen Versicherungsbedingungen sind aus sich heraus zu interpretieren (Senatsurteil vom 15. Dezember 2010 - IV ZR 24/10, VersR 2011, 202 Rn. 10 m.w.N.;… HK-VVG/Brömmelmeyer, 2. Aufl. Einleitung Rn. 68).
Allgemeine Geschäftsbedingungen sind aus sich heraus zu interpretieren (…vgl. BGHZ 194, 208, bei juris Rz. 21, m.w.N.; vgl. auch BGH, Urteil vom 15. Dezember 2010 - IV ZR 24/10, VersR 2011, 202, Rn. 10, m.w.N.).
Die Entstehungsgeschichte der Bedingungen hat ebenso wie ihre spätere Entwicklung außer Betracht zu bleiben (Senatsurteil vom 15. Dezember 2010 - IV ZR 24/10, VersR 2011, 202 Rn. 10).
Die Gliedertaxe stellt damit für den Verlust und für die Funktionsunfähigkeit der in ihr genannten Gliedmaßen oder deren Teilbereiche durchgängig allein auf den Sitz der unfallbedingten Schädigung ab (vgl. zu diesem Verständnis der Gliedertaxe Senatsurteile vom 15. Dezember 2010 aaO Rn. 11; vom 24. Mai 2006 - IV ZR 203/03, VersR 2006, 1117 unter II 1 a; vom 17. Januar 2001 - IV ZR 32/00, VersR 2001, 360 unter 2 a; vom 23. Januar 1991 - IV ZR 60/90, VersR 1991, 413).
Im Übrigen sind Versicherungsbedingungen aus sich heraus zu interpretieren ohne vergleichende Betrachtungen mit anderen Versicherungsbedingungen, die dem Versicherungsnehmer regelmäßig nicht bekannt sind und auch nicht bekannt sein müssen, so dass ihm eine bedingungsübergreifende Würdigung deshalb von vornherein verschlossen bleibt (BGH VersR 2011, 202 Tz. 10; BGH VersR 2009, 1622 Tz. 19).
Die AVB sind aus sich heraus zu interpretieren (…BGHZ 194 208, bei juris Rz. 21, m.w.N.; vgl. auch BGH, Urteil vom 15. Dezember 2010 - IV ZR 24/10, VersR 2011, 202, Rn. 10, m.w.N.).
Es geht allein darum, wie ein durchschnittlicher Versicherungsnehmer die einschlägige Klausel bei verständiger Würdigung, aufmerksamer Durchsicht und Berücksichtigung des erkennbaren Sinnzusammenhangs verstehen muss (BGH 15.12.2010 - IV ZR 24/10, r+s 2011, 79).
Die Tatsache der unterschiedlich formulierten Nachprüfungsklauseln in mehreren Versicherungsverträgen beim selben Versicherer ist geeignet den Auslegungsmaßstab zu modifizieren: Der Ansatz, Versicherungsbedingungen nur aus sich heraus zu interpretieren ohne vergleichende Betrachtungen mit anderen Versicherungsbedingungen hat seine Rechtfertigung darin, dass die anderen Versicherungsbedingungen dem Versicherungsnehmer regelmäßig nicht bekannt sind (vgl. BGH 15.12.2010 - IV ZR 24/10, r+s 2011, 79).
Die Allgemeinen Versicherungsbedingungen sind aus sich heraus zu interpretieren, wobei in erster Linie vom Wortlaut der jeweiligen Klausel auszugehen ist (BGH, VersR 2011, 202, Juris-Rn. 10).
Der mit ihr verfolgte Zweck und der erkennbare Sinnzusammenhang sind zusätzlich zu berücksichtigen, soweit sie für den Versicherungsnehmer erkennbar sind (BGH, VersR 2011, 202, Juris-Rn. 10;… VersR 2012, 1149, Juris-Rn. 21).