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Timestamp: 2016-12-09 07:40:32
Document Index: 326935852

Matched Legal Cases: ['§ 8', '§ 8', '§ 12', '§ 7', '§ 39', '§ 8']

Die Bestattung kann als Erd- oder Feuerbestattung durchgeführt werden.
Die Bestattung kann als Erdbestattung oder als Feuerbestattung vorgenommen werden. Art und Ort der Bestattung richten sich, soweit möglich, nach dem Willen der Verstorbenen, wenn sie das 14. Lebensjahr vollendet hatten und nicht geschäftsunfähig waren. Will man hier selbst Vorsorge treffen, sollte man die Willenserklärung so aufbewahren, daß die Hinterbliebenen diese leicht und schnell finden können. Ist keine derartige Willensbekundung bekannt oder vorhanden, entscheiden die Hinterbliebenen in der Rangfolge des § 8 Abs. 1 des Gesetzes über das Friedhofs- und Bestattungswesen (Bestattungsgesetz - BestG NRW) vom 17.06.2003 .
In § 8 Abs. 1 BestG NRW ist die Rangfolge wie folgt festgelegt:
- Lebenspartner (nach dem Lebenspartnerschaftsgesetz),
- volljährige Kinder,
- Eltern, - volljährige Geschwister,
- Großeltern - und volljährige Enkelkinder Wenn die Gemeinde die Bestattung veranlasst, entscheidet sie; sie soll eine Willensbekundung des Verstorbenen berücksichtigen. Sowohl für die Erdbestattung als auch die Feuerbestattung (Einäscherung, Urnenbeisetzung) wird eine schriftliche Willenserklärung der verstorbenen Person oder des nächsten Angehörigen benötigt. Unter einer Erdbestattung versteht man die Beisetzung des Leichnams in einem Grab in der Erde. (Im Prinzip sind auch Urnenbeisetzungen Erdbestattungen, da auch hier die Asche in der Erde beigesetzt wird, sie werden aber mit diesem Begriff in der Regel nicht gemeint.)
§ 12 der Satzung für die Friedhöfe der Stadt Dortmund vom 19.12.2005 sieht für die Bestattung von Toten in der Erde die Verwendung eines Sarges vor. Von der Pflicht, Tote in Särgen zu bestatten, kann die Friedhofsverwaltung bei Toten einer Glaubensgemeinschaft, die sarglose Bestattung gebietet, unter Beachtung des § 7 BestG NRW für Erdbestattungen Ausnahmen zulassen.
Weiter gibt es vorgeschriebene Mindestruhezeiten, die eine ausreichende Verwesung des Leichnams gewährleisten, bevor eine Grabstelle wiederbelegt wird. Die Ruhezeit für erdbestattete Tote ab dem vollendeten 2. Lebensjahr und Aschen (Urnen) beträgt auf Friedhöfen der Stadt Dortmund 20 Jahre, bei erdbestatteten Toten bis zum vollendeten 2. Lebensjahr 10 Jahre. Die Bestattung der Leichen und Totgeburten ist erst zulässig, wenn die Todesbescheinigung ausgestellt ist und das Standesamt die Eintragung des Sterbefalles bescheinigt hat oder eine Genehmigung nach § 39 des Personenstandsgesetzes vorliegt oder wenn sie auf Anordnung der örtlichen Ordnungsbehörde des Sterbe- oder Auffindungsortes erfolgt. Erdbestattungen dürfen frühestens achtundvierzig Stunden nach Eintritt des Todes vorgenommen werden. Die örtliche Ordnungsbehörde kann eine frühere Bestattung aus gesundheitlichen Gründen anordnen oder auf Antrag von Hinterbliebenen genehmigen.
Erdbestattungen müssen innerhalb von acht Tagen durchgeführt werden. Leichen müssen auf einem Friedhof bestattet werden. Die örtliche Ordnungsbehörde kann eine Erdbestattung außerhalb eines Friedhofs mit Zustimmung der unteren Gesundheitsbehörde in besonderen Fällen genehmigen. Unter Feuerbestattung versteht man in unserem Sprachgebrauch die Einäscherung einer Leiche in einem Krematorium und die anschließende Beisetzung der Asche in einer Urne. Wird die Asche nicht beigesetzt, sondern ins Meer gesenkt, spricht man von einer Seebestattung.
Die Durchführung einer Feuerbestattung bedarf besonderer Erfordernisse. Insbesondere dürfen keine Zweifel an der Todesursache bestehen, da eine nachträgliche Untersuchung der Leiche (Exhumierung) nach der Einäscherung nicht mehr möglich ist.
Die Feuerbestattung (Kremation) einer Leiche oder einer Totgeburt darf erst vorgenommen werden, wenn eine von der für den Sterbe- oder Auffindungsort zuständigen unteren Gesundheitsbehörde veranlasste weitere ärztliche Leichenschau vorgenommen oder aber eine staatsanwaltliche Freigabe vorliegt.
Der Leichnam wird mit dem Sarg in einem Krematorium eingeäschert. Ein Schamottestein mit einer Nummer, der zum Leichnam gelegt wird, gewährleistet die eindeutige Zuordnung der Asche.
Das dauerhaft versiegelte Behältnis mit der Totenasche ist auf einem Friedhof beizusetzen; für die Beförderung zu diesem Zweck darf es den Hinterbliebenen oder ihren Beauftragten ausgehändigt werden.
Eine Einäscherung ist nicht weniger pietätvoll als ein Sargbegräbnis. Auch die christlichen Kirchen erkennen beide Beisetzungsarten als gleichwertig an. Bei der Einäscherung wird häufig im Rahmen der Trauerfeier am Sarg Abschied genommen. Die Urne wird dann später still oder im Kreise der engsten Angehörigen beigesetzt. Zunehmend wird jedoch auf die Trauerfeier am Sarg verzichtet und stattdessen die Urne im Rahmen einer Trauerfeier zu Grabe getragen. Eine sogenannte Schmuck- oder Überurne zur Beisetzung ist nicht unbedingt erforderlich. Die vom Dortmunder Krematorium gestellte Aschekapsel ist so gestaltet, dass auf ein zusätzliches Schmuckgefäß verzichtet werden kann.
Gebühren für die Abgabe einer Willensbekundung fallen nicht an.
Die Notwendigkeit oder der Wunsch zur Abgabe einer Willensbekungung zu einer der beiden Bestattungsarten.
- Bestattungsentscheidung gem. § 8 Abs. 1 BestG NRW.
Erdbestattungen müssen innerhalb von acht Tagen durchgeführt werden.
Gesetz über das Friedhofs- und Bestattungswesen (Bestattungsgesetz - BestG NRW) vom 17.06.2003 Satzung für die Friedhöfe der Stadt Dortmund
Tue Nov 23 00:00:00 CET 2010