Source: http://cpm-steuerberater.de/2018/02/21/besteuerung-eines-wertzuwachses-bei-wegzug/
Timestamp: 2018-03-21 22:37:14
Document Index: 58917207

Matched Legal Cases: ['§ 6', 'Art. 1', 'Art. 9', '§ 6', '§ 1', '§ 17', '§ 17', '§ 129']

Besteuerung eines Wertzuwachses bei Wegzug - Steuerberater Müller HamburgSteuerberater Müller Hamburg
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Wegzug – Das Finanzgericht Baden-Württemberg hat sich mit einer Entscheidung vom 14.06.2017 (2 K 2413/15) zur sofortigen Besteuerung eines Wertzuwachses im Zeitpunkt des Wegzugs nach § 6 AStG geäußert.
Gemäß des Vertrags über die Europäische Union und des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union wird dem Gerichtshof der Europäischen Union folgende Frage zur Vorabentscheidung vorgelegt:
Sind die Vorschriften des Abkommens zwischen der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten einerseits und der Schweizerischen Eidgenossenschaft andererseits über die Freizügigkeit vom 21. Juni 1999, in Kraft getreten am 1. Juni 2002, insbesondere dessen Präambel sowie Art. 1, 2, 4, 6, 7, 16 und 21 und Anhang I Art. 9 dahin auszulegen, dass sie der Regelung eines Mitgliedstaats entgegenstehen, nach der, damit kein Besteuerungssubstrat entgeht, latente, noch nicht realisierte Wertsteigerungen von Gesellschaftsrechten (ohne Aufschub) besteuert werden, wenn ein in diesem Staat zunächst unbeschränkt steuerpflichtiger Staatsangehöriger dieses Mitgliedstaats seinen Wohnsitz von diesem Staat in die Schweiz und nicht in einen Mitgliedstaat der Europäischen Union oder in einen Staat verlegt, auf den das Abkommen über den Europäischen Wirtschaftsraum Anwendung findet?
Nach § 6 Abs. 1 Satz 1 AStG ist bei einer natürlichen Person, die insgesamt mindestens zehn Jahre nach § 1 Abs. 1 EStG unbeschränkt steuerpflichtig war und deren unbeschränkte Steuerpflicht durch Aufgabe des Wohnsitzes oder gewöhnlichen Aufenthalts endet, […] auf Anteile im Sinne des § 17 Abs. 1 Satz 1 EStG im Zeitpunkt der Beendigung der unbeschränkten Steuerpflicht § 17 des Einkommensteuergesetzes auch ohne Veräußerung anzuwenden, wenn im Übrigen für die Anteile zu diesem Zeitpunkt die Voraussetzungen dieser Vorschrift erfüllt sind.
Dadurch würden mögliche (noch nicht realisierte) Gewinne aus der Veräußerung von Anteilen an einer Kapitalgesellschaft der Besteuerung unterworden werden, obwohl keine Veräußerung stattgefunden hat.
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