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Timestamp: 2019-11-14 05:48:11
Document Index: 204904661

Matched Legal Cases: ['§ 195', 'BGH', '§ 195', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

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30.12.2005, 08:01
Göttinger Gruppe: Ansprüche Tausender Anleger doch nicht verjährt!
Veröffentlicht auf openPR
Securenta Göttinger Immobilienanlagen und Vermögensmanagement AG von Oberlandesgericht Braunschweig zu Schadenersatz verurteilt!
Die BSZ® Anlegerschutzanwälte KTAG Rechtsanwälte erwirken Grundsatzurteil zur neuen Verjährungsregelung - Drohendes Verjährungsfiasko für sämtliche zivilrechtlichen Altfälle abgewendet.
Mit einem aktuellen Urteil (Urteil vom 30.11.2005 - AZ 3 U21/03) verurteilt das Oberlandesgericht (OLG) Braunschweig die Securenta Göttinger Immobilienanlagen und Vermögensmanagement AG zur Zahlung von Schadenersatz in Höhe von 42.182 Euro an einen Anleger. "Über den konkreten Fall hinaus, ist das Urteil vor allem in der Verjährungsfrage bei zivilrechtlichen Auseinandersetzungen von grundsätzlicher Bedeutung, so dass nun, entgegen der neuen Verjährungsregelung nach Paragraf 195 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB), die Ansprüche Tausender Anleger der 'Göttinger Gruppe' doch nicht verjährt sind", erklärt BSZ® Anlegerschutzanwalt André Tittel von KTAG Rechtsanwälte, Berlin.
Zahlreiche Banken und sonstige Finanzdienstleister hatten argumentiert, dass zum 31.12.2004 so genannte Altansprüche - die Entstehung des Anspruchs liegt dabei vor dem 01.01.2002 - gemäß § 195 BGB unabhängig von der Kenntnis des Anspruchs verjährt seien. Grund hierfür war eine missverständliche Formulierung des Gesetzgebers. Diese sorgte nicht nur im Kapitalanlagerecht zum Jahresende 2004 für eine beispiellose Klageflut.
Die auf Kapitalanlagerecht spezialisierte Kanzlei KTAG Rechtsanwälte, die den Anleger vor dem OLG Braunschweig vertrat, argumentierte hingegen, dass auch Altfälle kenntnisabhängig verjähren. Bei den Fällen gegen die "Göttinger Gruppe" liegt die Kenntnis erst mit den einschlägigen Entscheidungen des Bundesgerichtshofes (BGH) vom 21.03.2005 und 25.07.2005 vor. Diese Argumentation bestätigte das OLG Braunschweig.
Rechtsanwalt Tittel erläutert zur Bedeutung des Urteils: "Nach diesem Urteil sind nicht nur Ansprüche Tausender Anleger der Göttinger Gruppe bisher noch nicht verjährt. Die kurze dreijährige Verjährungsfrist gemäß § 195 BGB stellt bei Kapitalanlagen - insbesondere im Rahmen der privaten Altersvorsorge - eine ausgesprochene Katastrophe dar. Umso positiver ist, dass das OLG Braunschweig mit seinem Urteil die Folgen der gesetzgeberischen Fehlleistung abgemildert hat.
Wegen der grundsätzlichen Bedeutung hat das OLG Braunschweig die Revision zugelassen, denn auch für Streitigkeiten aus dem allgemeinen Zivilrecht, die bis zu 30 Jahre zurückliegen, ist dieses Urteil von weit reichender Bedeutung. Es bleibt zu hoffen, dass der Bundesgerichtshof diese Rechtsprechung bestätigen wird."
Betroffene Anleger können sich ab sofort der BSZ® e.V. Interessengemeinschaft “Göttinger Gruppe/Securenta“ anschließen. Die Aufnahme in die Interessengemeinschaft kostet einmalig 75,00 Euro. Dieser Betrag deckt die Verwaltungsgebühren des BSZ® e.V. ab. Die weitere Mitgliedschaft in der Interessengemeinschaft ist beitragsfrei. Diese 75.- Euro werden bei einer späteren Beauftragung der Rechtsanwälte in voller Höhe mit den Anwaltskosten verrechnet! Die Anspruchsprüfung des Falles durch die Rechtsanwälte löst jedoch keine gesonderten Kosten aus.
http://openpr.de/news/73012
Göttinger Gruppe in Bedrängnis?
Nicole Neubauer, Rechtsanwältin bei der Münchner Kanzlei Marzillier & Dr. Meier, hat nach eigenen Angaben zwei rechtskräftige Urteile gegen Unternehmen der Göttinger Gruppe erwirkt. Im ersten Fall ging es um knapp 40.000 Euro, im zweiten um 51.000 Euro plus Zinsen. In beiden Fällen (Az: II ZR 148/04 und II ZR 328/03) habe die Göttinger Gruppe vorgeschlagen, das Geld in Raten abzustottern, was die Anwältin ablehnte.
Weil die Beträge bisher nicht bezahlt seien, habe sie nun die Zwangsvollstreckung eingeleitet. "Diese Woche rechne ich mit einem Besuch des Gerichtsvollziehers beim Göttinger Finanzkonzern", so Neubauer gegenüber cash-online. Die Göttinger Gruppe wollte sich zu dem Vorgang nicht äußern.
Quelle; Cash-online
auch in bin auf die "schönen Sprüche" eines Anlageberaters reingefallen und hab Geld bei der Göttinger Gruppe verloren.
Nun hat mich genau dieser Anlageberater der mich damals beraten hat darauf hingewiesen, dass man angeblich Geld wiederbekommt - und zwar würde das über die Kanzlei Müller Boon Dersch in Jena laufen.
Das ganze soll angeblich Kostenfrei sein und ich bekäme min. 25% meiner Anlagesumme wieder. Angeblich hätte man das schon bei mehreren Anlegern mit Erfolg durchgezogen und läuft mit Hilfe eines Vergleiches mit der GG die dann das Geld in Raten auszahlen würde.
Das klingt von der Sache her super .. aber irgendwie trau ich dem Braten nicht !!! Denn wenn die jetzt schon Probleme mit Zahlungen haben dann ist das doch nur noch eine Frage der Zeit.
Und auch über die Kanzlei Müller Boon Dersch hab nicht so dolle Sachen hier im Forum gelesen.
Was meint Ihr .. ???
freakbase
Hat das vielleicht noch jemand
28.04.2006, 07:05
Göttinger Gruppe: Securenta erkennt Rückzahlungsanspruch von Anlegern vor dem BGH an Pressemitteilung von: Witt Nittel, Rechtsanwälte Die zur Göttinger Gruppe gehörende Securenta muss an zwei Anleger Schadenersatz in Höhe von 40.000 € zahlen. Vor dem Bundesgerichtshof hat sie deren Forderungen anerkannt (Az. II ZR 229/04). Zuvor hatten das Land- und das Oberlandesgericht die Klagen auf Rückzahlung der Beteiligungen abgewiesen und die Revision nicht zugelassen. Dagegen legten die Anleger erfolgreich Beschwerde beim BGH ein. Durch die Anerkennung der Ansprüche könnte die Securenta eine Urteilsbegründung vermeiden, auf die sich auch andere geschädigte Anleger hätten berufen können.
Witt Nittel, Rechtsanwälte vertreten zahlreiche Anleger gegen die Göttinger Gruppe, die Securenta und im Vertrieb tätige Anlageberater. In den Augen von Rechtsanwältin Beate Kirchner, die zahlreiche Prozesse für Anleger führt, zeigt diese Entwicklung, dass gute Chancen bestehen, den Ihnen durch die Beteiligung an der Securenta, aber auch an der Göttinger Gruppe entstandenen Schaden gerichtlich durchzusetzen. Verantwortlich: Rechtsanwalt Mathias Nittel, Adenauerplatz 8, 69115 Heidelberg Tel.: 06221-43401-14, Fax: 06221-43401-24 mail: (Sie können diese E-Mail Adresse erst sehen, wenn Sie mindestens Premium-User sind.)
20.07.2006, 05:03
LG Göttingen verurteilt "Göttinger Gruppe" erneut zu Schadensersatz
Das Landesgericht Göttingen hat in einer aktuellen Entscheidung erneut einem Anleger der „Göttinger Gruppe“ Schadensersatz zugesprochen.
Der Kläger beteiligte sich in den Jahren 1994 und 1997 als atypisch stiller Gesellschafter an der Göttinger Vermögensanlagen AG mit mehreren Raten- und Einmalbeteiligungen.
Der Kläger begehrte die Rückzahlung seiner geleisteten Einlagen, da er bei der Vermittlung der Beteiligungen fehlerhaft aufgeklärt worden sei. Die Geldanlage wurde ihm als sicher und zur Altersvorsorge tauglich vermittelt. Ein Hinweis über ein eventuelles Nachschussrisiko erfolgte ebensowenig wie eine Aufklärung darüber, dass ein Schneeballsystem vorliegt und nur ein geringer Teil der Einlage ihm zu Gute kommen würde.
Nach der Entscheidung des LG Göttingen haftet die beklagte Securenta AG als Nachfolgerin der Göttinger Vermögensanlagen AG dem Kläger auf Schadensersatz wegen Verschuldens des Vermittlers bei der Vertragsanbahnung.
Das Verhalten des Vermittlers muss sich die Beklagte zurechnen lassen.
Als Schadensersatz bekam der Kläger seine Gesamteinlage abzüglich der ausgezahlten Entnahmen zugesprochen.
Das Gericht hielt dabei in den Entscheidungsgründen insbesondere explizit fest, dass die Bezeichnung der Beteiligung als „sicher“ irreführend und angesichts der mitunternehmerischen Risiken falsch ist.
Daneben hätte eine Aufklärung über die Nachschusspflicht und das Verlustrisiko erfolgen müssen.
Des Weiteren trifft den Anleger kein Mitverschulden, soweit die schriftlichen Hinweise und Erläuterungen in den Emissionsunterlagen von Seiten des Vermittlers im Beratungsgespräch relativiert werden.
Dieses Urteil ist insbesondere für diejenigen Anleger bedeutend, die Beteiligungen bei der „Göttinger Gruppe“ vor dem 01.01.1998 abgeschlossen haben.
Bei Verträgen, die nach dem 1. Januar 1998 abgeschlossen worden sind, wird ein Aufklärungsmangel bereits darin gesehen, dass den Anlegern die Rentenzahlung am Ende der Vertragslaufzeit als sicher dargestellt worden ist. Das Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen vertritt dagegen den Standpunkt, die Rentenzahlungen seien aufgrund einer Änderung des Kreditwesengesetzes mit Wirkung zum 1. Januar 1998 unzulässig geworden.
Für Verträge vor dem 01.01.98 präzisiert das LG Göttingen nunmehr die bereits vom BGH aufgestellten Grundsätze eines Schadensersatzanspruchs wegen Aufklärungsverschuldens.
Anleger derartiger „Altbeteiligungen“, sollten den Fall hinsichtlich eines Aufklärungsmangels des Vermittlers prüfen lassen.
Hallo, eine Frage: kennen bzw. haben Sie auch Informationen über den MFA Deutscher Vermögensfonds bezügl. Einlagen zu rück zu erhalten? Irgendwo habe ich gelesen, daß wohl auch einem Anleger die Rückzahlung zu gesprochen worden ist. Ich weiß aber nicht ob das Urteil jemals rechtskräftig wurde und die Rückzahlung erfolgte. Wir sind drei Anleger und haben Interesse an einer Rückzahlung. Also wenn Sie weitere Infos haben und uns in dieser Angelegenheit evt. vertreten könnten, wäre dies schön. Sie können mich auch direkt anmailen unter (Sie können diese E-Mail Adresse erst sehen, wenn Sie mindestens Premium-User sind.). Danke
Nun wird es endlich mal Zeit der Göttinger Gruppe den Garaus zu machen.
Nach so viel verbrannter Erde in der Region werden noch etliche geprellte dem Beispiel folgen und somit dürfte das Ende für die GG da sein.
wuschel_by
Re: Zeit wird es
Zitat von »"Gerhard Gösebrecht"«
Dann könnte die Justiz auch mal in Markdorf (Baden) etwas tun, wo die Südwestrenta-Gruppe mit vergleichbaren Praktiken tätig ist.
Göttinger Gruppe in Bedrängnis
Die berüchtigte Anlagefirma hat bei Sparern mehr als eine Milliarde Euro eingesammelt. Davon dürfte nicht mehr viel übrig sein: Der Finanzkonzern ist am Rand der Zahlungsunfähigkeit.
Aus dem Schreiben der Volksbank Göttingen geht hervor, dass das Konto der Anlagefirma nach einer Auszahlung von etwa 158.000 Euro an zwei Anwälte Anfang Juni kein Guthaben mehr aufwies. Allein aus dem Zeitraum vom 16. Juni bis 14. Juli seien aber 437 weitere Pfändungen mit einem Volumen von mehr als 4,6 Millionen Euro aufgelaufen. "Dies zeigt, dass die Göttinger Gruppe inzwischen dicht an der Zahlungsunfähigkeit ist", sagte der Göttinger Rechtsanwalt Jürgen Machunsky.
Im Kern geht es dabei um das frühere Hauptprodukt der Gruppe, die "Securente". Dabei werden die Anleger durch Raten- oder Einmalzahlungen zu Gesellschaftern von Unternehmen, an deren Gewinn oder Verlust sie beteiligt sind. Die Vermittler der Göttinger Gruppe hatten über die hohen Risiken dieses Anlagemodells aber nicht aufgeklärt. Das Unternehmen hatte allein einen dreistelligen Millionenbetrag für eine Beteiligung an dem Fußballclub Tennis Borussia Berlin und den Kauf der von der Finanzaufsicht geschlossenen Bank Partin verpulvert.
Nach Angaben von Machunsky war die Bankverbindung bei der Volksbank das zentrale Geschäftskonto des Unternehmens. Andere Göttinger Banken wollen mit der Firma offenbar auch nichts mehr zu tun haben. Nach Informationen der SZ hat die Göttinger Gruppe nun ein Treuhandkonto bei der Kreissparkasse Eichsfeld in Thüringen eingerichtet - wohl auch, um Pfändungen zu erschweren. Treuhänder ist ein Göttinger Rechtsanwalt, der früher für die Securenta AG tätig war. Über dieses Konto werden nun per Lastschrift die monatlichen Ratenzahlungen der Anleger eingezogen.
Machunsky vermutet, dass noch mehrere 10.000 Anleger dem Unternehmen Geld anvertrauen, "obwohl das Kapital offensichtlich nicht investiert wird, sondern für laufende Kosten und juristische Auseinandersetzungen draufgeht". Ähnlich äußerte sich der Berliner Rechtsanwalt Christian Röhlke: "Das Geld fließt weiter in das große Loch."
Die Göttinger Firma ging auf die Vorwürfe in einer Erklärung nicht näher ein. Man unterhalte zu "verschiedenen Bankinstituten" Geschäftsbeziehungen, hieß es. Zum Thema Verkauf des letzten "Tafelsilbers" erklärte eine Unternehmenssprecherin: Die Securenta AG optimiere schon seit einigen Jahren ihr Immobilien-Portfolio.
Securenta-Vorstand, Jürgen Rinnewitz, der als Drahtzieher in der Gruppe gilt, wollte mit der SZ nicht reden. Der Staatsanwaltschaft Braunschweig liegt seit 2004 eine Strafanzeige vor, in der dem Unternehmen Insolvenzverschleppung vorgeworfen wird. Die Behörde hat bislang nicht eingegriffen. "Dafür", meint Volker Pietsch, Chef des Deutschen Instituts für Anlegerschutz, "wäre es aber höchste Zeit".
25.08.2006, 09:13
wir wußten doch alle im Vertrieb das dies ein riesiger Schwindel war.
Aber die Vertreter und die Kunden waren halt so verblendet und verblödet
Schon die Arroganz über die sie selbst gestolpert sind, sagt ja alles.....
Schadensersatz auch für alte Securenta-Anlagen
Das Landgericht Göttingen hat die Securenta AG jetzt zum Schadensersatz wegen mangelnder Anlegeraufklärung verurteilt. Von der Entscheidung profitieren nun auch Anleger, die vor 1998 gekauft haben.
Das Urteil vom 14. September (Az.: 2 O 132/05) verurteilt die Securenta AG zum Schadensersatz wegen Beratungsverschuldens. Der Kläger war mit einer Anlage aus dem Jahre 1992 an der Securenta AG beteiligt gewesen.
„Dieses neue Urteil ist ein Durchbruch des Verbraucherschutzes“, freut sich Torsten Geißler vom Deutschen Verbraucherschutzring (DVS e.V.). Denn bislang hatte der Bundesgerichtshof lediglich einen Schadensersatzanspruch für Anlagen ab dem 01.01.1998 gesehen. Bei diesen neueren Anlagen hatte es meist verbraucherfreundliche Urteile und Vergleiche gegeben, da Securenta bei den atypischen Stillen Beteiligungen die fehlende Möglichkeit einer Auszahlung auf Raten verschwiegen hatte. Für Beteiligungen vor diesem Zeitpunkt, also vor dem 01.01.1998, waren die Klagen bisher regelmäßig abgewiesen worden.
Im jetzt entschiedenen Fall hatten die Richter fehlende Hinweise angemahnt
- auf eine eventuelle Nachschusspflicht,
- auf die Verringerung des investiven Kapitals infolge der gewinnunabhängigen Entnahme von 10 Prozent,
- darauf, dass die Entnahme auch im Falle der Wiederanlage keinen Kapitalzuwachs bewirke,
- auf die dadurch bedingte nochmalige Verschärfung der Nachschusspflicht,
- auf den Liquiditätsvorbehalt im Falle der gewinnunabhängigen Ausschüttung, was es der Emittentin erlaube, die Ausschüttungen einseitig einzustellen.
Das Gericht vertrat die Auffassung, der Kläger habe den Prospekt nicht so rechtzeitig erhalten, dass er sich vor der Anlageentscheidung ein Bild von der Anlage hätte machen können. Anlegeranwalt Geißler: „Gerade im Falle Securenta hatten die Anleger den Prospekt oftmals erst nach Abschluss ihrer Beteiligung erhalten.“
Erwin Zacharias Mitbegründer des Finanzkonzerns Göttinger-Gruppe auf der Flucht
Erwin Zacharias Mitgründer des Finanzkonzerns „Göttinger – Gruppe“ ist erneut untergetaucht. Er war wegen Steuerhinterziehung von fast einer Million DM zu 16 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt worden. Die Haftstrafe wurde gegen eine Auflage von 400.000 € zur Bewährung ausgesetzt.
Die Göttinger – Gruppe wurde dadurch bekannt, dass sie bei rund 100.000 Anlegern gut eine Milliarde Euro einsammelte. Verkauft wurden die Finanzprodukte von unseriösen Anlageberatern und Strukturvertrieblern als so genannte Secu-Renten oder Pensionssparpläne mit Steuerspareffekten. Zwischenzeitlich wurden Konten der Göttinger-Gruppe gesperrt nachdem über 400 Kontopfändungen von erfolgreichen Anlegern und sonstigen Gläubigern beantragt wurden.
Tatsächlich haben diejenigen, welche den Pensionssparplänen des Konzerns vertrauten, hochriskante unternehmerische Beteiligungen erworben ohne Möglichkeiten der Einflussnahme. Es existiert kein Einlagensicherungsfonds für die Pensionssparpläne und im Falle der Insolvenz der Göttinger-Gruppe existieren Nachhaftungsverpflichtungen für alle Ratensparer in Höhe der im Zeitpunkt der Insolvenzeröffnung noch nicht gezahlten Raten.
Eine inhaltliche Kontrolle der Pensionssparplänen durch das BaFin ist nicht vorgesehen, da es sich nicht um Banken- oder Versicherungsprodukte handelt.
Damit gehören die Pensionssparplänen zum „grauen Kapitalmarkt“. In den letzten 5 Jahren haben Deutsche Sparer auf diesem Markt 250 Milliarden Euro verloren.
Seit dem 1.01.1998 abgeschlossene Pensionssparplänen durften aufgrund der Änderung des Kreditwesengesetzes nicht mehr eine rentierliche Auszahlung nach Ablauf der Ansparphase versprechen.
Die Pensionssparpläne sind daher für die Altersvorsorge ungeeignet. Anlageberater, welche das verschwiegen oder über die Nachhaftungsrisiken nicht aufklärten, haben sich schadensersatzpflichtig gemacht. Anleger können sämtliche „angesparte“ Beträge und Freistellung von den Ratenzahlungsverpflichtungen verlangen. Gleichzeitig können sie ihre Beteiligung dem jeweiligen Anlageberater zurückgeben.
Göttinger Gruppe veräußert Tochtergesellschaft Gutingia Lebensversicherung AG
Es bestehen mehr als 430 weitere Kontopfändungen, die die Göttinger Gruppe voraussichtlich mehr als 4,6 Millionen Euro kosten werden. ....
Nun soll die Gutingia Lebensversicherung, eine 100-prozentige Tochter der Göttinger Gruppe Holding und der Securenta AG an einen ausländischen Investor veräußert werden um die Zahlungsverbindlichkeiten zu erfüllen.
Ein ehemaliger Anleger der Göttinger Gruppe Vermögens- und Finanzholding GmbH & Co. KG (Göttinger Finanzholding) muss seine gerichtlich festgestellten Ansprüche mit Hilfe eines Haftbefehls des Amtsgerichts Göttingen durchsetzen. Das Unternehmen wollte weder zahlen noch über seine Vermögenslage Auskunft geben.
Der Anleger hatte sich mit einer Reihe von Verträgen an Unternehmen der Göttinger Gruppe beteiligt. Er kann sich nach einem Beschluss des Oberlandesgerichts Frankfurt/M. vom 17. November 2006 freuen, dass seine eingezahlten Gelder wenigstens teilweise zurückfließen sollen. So verpflichtete sich das Göttinger Finanzunternehmen insgesamt € 6.280,00 in sechs monatlichen Raten zu zahlen. Möglicherweise hatte sie keine finanzielle Puste mehr, denn schon die erste Rate wurde nicht gezahlt und selbst der im Januar 2007 beauftragte Gerichtsvollzieher konnte kein Geld für den Kapitalgeber einsammeln.
Der Gerichtsvollzieher forderte den Vertreter der Göttinger Finanzholding, Martin Vaupel, zur Abgabe der eidesstattlichen Versicherung auf. Das Unternehmen sollte am 05. April 2007 erklären, ob überhaupt noch Vermögenswerte vorhanden seien. Da die Gesellschaft ihre gesetzliche Pflicht missachtete, ist durch das Amtsgericht Göttingen Haftbefehl erlassen worden. Nach Ansicht von Rechtsanwalt Hartmut Göddecke, Siegburg, der den Anleger vertritt, muss befürchtet werden, dass ernste Liquiditätsprobleme auf der Tagesordnung des Finanzkonzerns stehen. Für den Anleger ist es nicht nur wegen Rückzahlung seines Geldes wichtig gewesen, den Prozess zu führen, sondern damit bei einer Pleite des Unternehmens der Insolvenzverwalter nicht noch Forderungen an ihn stellen kann. Nach Ansicht von Göddecke kann dieses Risiko Anlegern blühen, wenn sie nicht rechtzeitig gegensteuern, weil Ratenverträge teilweise noch über viele Jahre laufen und Ausschüttungen gezahlt worden sind, obwohl überwiegend keine ausreichenden Gewinne erwirtschaftet wurden.
Haftbefehle gegen 170 Manager
Die Justiz geht laut einem Zeitungsbericht mit Haftbefehlen en masse gegen Manager der zur Göttinger Gruppe gehörenden Securenta vor. Viele Anleger hatten mit deren Altersvorsorgeplänen Verluste erlitten. In den Haftbefehlen vom Fließband wirft das Gericht in Göttingen den Managern Strafvereitelung vor.
Das Vollstreckungsgericht im Amtsgericht Göttingen habe bis zum 21. Mai 137 Haftbefehle gegen führende Manager als gesetzliche Vertreter des Finanzkonzerns erlassen, nachdem sie Vollstreckungsmaßnahmen vereitelt beziehungsweise verschleppt haben sollen.
Die "Süddeutschen Zeitung" (Samstag) beruft sich auf ein Schreiben des Gerichts, das dem Blatt vorliege. Inzwischen soll die Zahl der Haftbefehle sich auf 170 erhöht haben. Mehrere hundert weitere sollen folgen, hieß es. Das Gericht war am Samstag nicht erreichbar. Die Göttinger Gruppe war in den neunziger Jahren der größte Anbieter von so genannten atypischen stillen Beteiligungen in Deutschland. Nach früheren Angaben hat der Finanzkonzern bei mehr als 100.000 Sparern gut eine Milliarde Euro eingesammelt.
Die Haftbefehle richten sich nach Informationen der "SZ" gegen Jürgen Rinnewitz und Marina Götz als gesetzliche Vertreter und Vorstandsmitglieder der Securenta AG, dem Herzstück der Göttinger Gruppe. Das Unternehmen hatte als Altersvorsorge Unternehmensbeteiligungen angeboten, die den Anlegern aber häufig nur Verluste brachten. Auch wurden die Kunden über die hohen Risiken dieses Anlagemodells nicht ausreichend aufgeklärt.
Quelle: [url=http://www.manager-magazin.de/geld/artikel/0,2828,486292,00.html]manager-magazin.de mit Material von dpa[/url]
Die Göttinger Gruppe scheint komplett vor dem Kollaps zu stehen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Betruges. Manager sind offenbar untergetaucht. Bitter für die rund 100.000 Anleger: Das Geld, das für die Altersvorsorge bestimmt war, ist wohl verloren.
[url=http://www.zdf.de/ZDFmediathek/inhalt/13/0,4070,5547117-5,00.html]Zum Sendemitschnitt der WISO Sendung - mit dem RA Göddecke[/url]
Information als PDF - der Kanzlei Göddecke
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Anleger sollten Zahlungen einstellen
Die Göttinger Gruppe ist offensichtlich zahlungsunfähig. Anleger sollten ab sofort nicht mehr Geld an den Finanzkonzern überweisen.
Größter politisch mitverantwortlicher Finanzskandal
Auszug: Focus
Übrigens: Diskutiert wird im Forum bereits seit dem Jahr 2003 über die Göttinger Gruppe
Göttinger Gruppe zahlt nicht
Der Finanzkonzern Göttinger Gruppe ist zahlungsunfähig. Die Hauptgesellschaft Securenta AG und andere Gesellschaften des Konzerns stellten bereits am Donnerstag Insolvenzantrag beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg, teilte die Berliner Kanzlei Leonhardt, Westhelle und Partner mit. Der Anwalt Rolf Rattunde sei zum vorläufigen Insolvenzverwalter eingesetzt worden. Mit dem Antrag habe sich ein Insolvenzverfahren des Amtsgerichts Göttingen erledigt. Die Gruppe habe den Hauptsitz ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit nach Berlin verlegt. Seit Jahren häufen sich Klagen von Anlegern, die sich falsch und unzureichend beraten fühlen. Sie fordern ihr Geld zurück.
Der Sprecher des Göttinger Gerichts, Dietmar Brosche, hatte zuvor mitgeteilt, es habe den Hamburger Notar Peter Knöpfel als vorläufigen Insolvenzverwalter eingesetzt. Anlass des Insolvenzverfahrens sei der Antrag eines Anlegers auf Feststellung der Zahlungsunfähigkeit. Der Betroffene habe 2006 in einem Vergleich 17.000 Euro erstritten, das Geld bisher aber nicht erhalten.
Quelle: Auszug - N-TV
Das Amtsgericht Göttingen (Az.: 74 IN 222/07) hat am 07.06.2007 das vorläufige Insolvenzverfahren über das Vermögen der Securenta AG eröffnet und den Steuerberater Peter Knöpfel (Hamburg) zum Insolvenzverwalter bestellt.
Mittlerweile läuft das vorläufige Insolvenzverfahren über das Vermögen der Securenta AG beim Amtsgericht Berlin Charlottenburg. Eigenantrag der Securenta AG.