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Timestamp: 2016-10-24 03:39:19
Document Index: 340774352

Matched Legal Cases: ['Art. 95', 'Art. 106', 'Art. 42', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 105', 'Art. 97', 'Art. 43', 'Art. 61', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 7', 'Art. 8', 'Art. 28', 'Art. 29', 'Art. 16', 'BGE', 'Art. 88', 'Art. 17', 'BGE', 'BGE', 'Art. 95', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 59']

8C_768/2011 (07.02.2012)
8C_768/2011
F�rsprecherin Sandra K�nzi,
Die 1952 geborene U.________ ist gelernte Pflegefachfrau. Im Jahre 2001 reiste sie in die Schweiz ein und wurde hier als Fl�chtling anerkannt. Hier arbeitete sie vom 1. Dezember 2004 bis 26. Juni 2005 als N�herin im Lernwerk H.________ und vom 27. Juni bis 30. November 2005 sowie vom 9. Januar bis 7. Juli 2006 als Helferin im Alters- und Pflegeheim S.________. Vom 1. M�rz 2007 bis 29. Februar 2008 war sie zu 80 % als Pflegefachfrau im Wohn- und Pflegeheim G.________ angestellt. Vom 15. September bis 10. November 2008 absolvierte sie ein 50%iges Praktikum als Helferin im Wohnheim D.________. Am 29. September 2008 meldete sie sich bei der Invalidenversicherung an. Die IV-Stelle zog diverse Arztberichte und ein Gutachten des Psychiaters Dr. med. K.________ vom 24. Januar 2011 bei. F�r die Versicherte reichten der Psychiater Dr. med. E.________ und Frau lic. phil. Y.________, Psychologin FSP, am 10. M�rz 2011 eine Stellungnahme ein. Mit Verf�gung vom 14. M�rz 2011 verneinte die IV-Stelle einen Leistungsanspruch mangels IV-relevanten Gesundheitsschadens.
Die Versicherte reichte beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern Beschwerde ein. Die IV-Stelle legte Stellungnahmen des Dr. med. K.________ vom 4. Mai 2011 und der Psychiaterin Frau Dr. med. F.________, Regionaler �rztlicher Dienst (RAD) der IV-Stelle, vom 12. Mai 2011 auf. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde hob die Vorinstanz die Verf�gung insoweit auf, als sie der Versicherten von September 2008 bis Dezember 2010 eine halbe Invalidenrente zusprach. Im �brigen wies sie die Beschwerde ab (Entscheid vom 13. September 2011).
Mit Beschwerde beantragt die Versicherte die Zusprechung einer unbefristeten Invalidenrente von mindestens 50 % ab September 2008; eventuell sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Ferner verlangt sie die Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege. Ein Schriftenwechsel wurde nicht durchgef�hrt.
Die Beschwerde kann wegen Rechtsverletzung nach Art. 95 f. BGG erhoben werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Immerhin pr�ft es grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen, sofern die rechtlichen M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG; BGE 133 II 249 E. 1.4.1 S. 254). Es legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann die Sachverhaltsfeststellung von Amtes wegen berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG) und wenn die Behebung des Mangels f�r den Verfahrensausgang entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Rechtsfragen sind die unvollst�ndige Feststellung rechtserheblicher Tatsachen sowie die Missachtung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG) und der Anforderungen an den Beweiswert von Arztberichten (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232). Die aufgrund medizinischer Untersuchungen gerichtlich festgestellte Arbeitsf�higkeit und die konkrete Beweisw�rdigung sind Tatfragen (BGE 132 V 393 E. 3.2 S. 397; nicht publ. E. 4.1 des Urteils BGE 135 V 254, in SVR 2009 IV Nr. 53 S. 164 [9C_204/2009]; Urteil 8C_639/2011 vom 5. Januar 2012 E. 1).
Die Vorinstanz hat die Grundlagen �ber die Erwerbsunf�higkeit (Art. 7 Abs. 1 ATSG), die Invalidit�t (Art. 8 Abs. 1 ATSG), den Rentenanspruch (Art. 28, Art. 29 Abs. 1 IVG), die Invalidit�tsbemessung bei Erwerbst�tigen nach dem Einkommensvergleich (Art. 16 ATSG; BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 4.1 S. 325) und die Rentenrevision (Art. 88a Abs. 1 IVV; vgl. auch Art. 17 Abs. 1 ATSG; BGE 134 V 131 E. 3 S. 132) richtig dargelegt. Gleiches gilt betreffend den invalidisierenden Charakter psychischer Gesundheitssch�den (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50) und den Beweiswert von Arztberichten (E. 1 hievor). Darauf wird verwiesen.
Die Vorinstanz kam aufgrund der medizinischen Akten in somatischer Hinsicht zum Schluss, bei der Versicherten sei h�chstens von einem eingeschr�nkten Rendement (keine schweren Arbeiten) auszugehen; f�r leichte Arbeiten bestehe keine Verminderung der Arbeitsf�higkeit. Dies ist unbestritten, weshalb es damit sein Bewenden hat.
4.1 Die Psychiaterin Frau Dr. med. A.________, Ambulatorium f�r Folter- und Kriegsopfer, diagnostizierte im Bericht vom 4. Dezember 2008 eine posttraumatische Belastungsst�rung (ICD-10 F43.1), eine rezidivierende depressive St�rung (ICD-10 F33.11) und somatoforme Schmerzst�rungen (ICD-10 F45.4). Die bisherige T�tigkeit als Pflegefachfrau sei der Versicherten nur noch mit l�ngerer Zeit, l�ngeren Pausen, transparenten Instruktionen sowie Unterst�tzung von Vorgesetzten und Mitarbeitern zumutbar. Andere leidensangepasste T�tigkeiten seien ihr zumutbar, wenn keine schweren Gewichte gehoben/getragen werden m�ssten. Vom 28. September 2007 bis 31. M�rz 2008 sei von der damaligen Arbeitgeberin eine 100%ige und seit 1. April 2008 bis heute von dieser, vom RAV sowie von der Krankentaggeldversicherung eine 50%ige Arbeitsf�higkeit bescheinigt worden.
4.2 Dr. med. K.________ diagnostizierte im psychiatrischen Gutachten vom 24. Januar 2011 gest�tzt auf eine Untersuchung der Versicherten mit Beizug eines Dolmetschers vom 25. August 2010 Angst und depressive St�rung, gemischt (ICD-10 F41.2) bei Restsymptomen einer posttraumatischen Belastungsst�rung (ICD-10 F43.1) und depressiver Episode, gegenw�rtig remittiert (ICD-10 F32.4). Die bisherige T�tigkeit sei ihr ganztags ohne Minderung der Arbeitsf�higkeit zumutbar. Die gem�ss Bericht der Frau Dr. med. A.________ vom 4. Dezember 2008 attestierte Arbeitsunf�higkeit ab September 2007 begr�nde sich durch eine depressive Episode mit abnehmendem Schweregrad. Diese Episode sei zum Zeitpunkt der aktuellen Untersuchung remittiert. F�r die Zeit von Januar 2009 bis Juli 2010 l�gen keine Dokumente vor. Es k�nne jedoch mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit aufgrund des �blichen Verlaufs depressiver Episoden (zumal wenn sie angemessen behandelt w�rden) davon ausgegangen werden, dass sich die dokumentierte beginnende Remission der depressiven Episode im Jahr 2009 fortgesetzt habe. Somit k�nne ab Januar 2010 keine relevante Einschr�nkung der Funktionen und Belastbarkeit begr�ndet werden. Mit Stellungnahme vom 4. Mai 20011 hielt Dr. med. K.________ am Gutachten fest.
4.3 Dr. med. E.________ und die Psychologin Frau Y.________ diagnostizierten am 10. M�rz 2011 eine posttraumatische Belastungsst�rung mit vorwiegend depressiven Symptomen (ICD-10 F43.1) und eine andauernde Pers�nlichkeits�nderung nach Extrembelastung (ICD-10 F62.0). Die Versicherte sei seit Langem und aktuell zu 100 % arbeitsunf�hig. Auf ihren ausdr�cklichen Wunsch hin werde jedoch eine 50%ige Arbeitsf�higkeit attestiert. Sie sei im freien Arbeitsmarkt nicht integrierbar. Vorstellbar sei, dass sie in einem gesch�tzten Arbeitsplatz zu 50 % arbeite.
5.1 Die Vorinstanz hat in W�rdigung der medizinischen Akten mit einl�sslicher Begr�ndung, auf die verwiesen wird, richtig erkannt, dass bei der Versicherten in psychischer Hinsicht ab September 2007 bis Ende M�rz 2008 von einer vollst�ndigen und ab April 2008 bis August 2010 (Untersuchung durch Dr. med. K.________) von einer 50%igen Arbeitsunf�higkeit auszugehen sei; danach sei die Wiederherstellung der vollst�ndigen Arbeitsf�higkeit erwiesen.
5.2 Die Vorbringen der Versicherten verm�gen hieran nichts zu �ndern. Sie erhebt keine R�gen, welche die vorinstanzlichen Feststellungen zu ihrer Arbeitsf�higkeit als offensichtlich unrichtig oder als Ergebnis willk�rlicher Beweisw�rdigung oder als rechtsfehlerhaft nach Art. 95 BGG erscheinen lassen. Eine ungen�gende Sachverhaltsabkl�rung liegt nicht vor, weil die daf�r u.a. notwendigen Voraussetzungen - unaufl�sbare Widerspr�che tats�chlicher Art oder Beantwortung einer entscheidwesentlichen Tatfrage, wie namentlich bez�glich Gesundheitszustand und Arbeitsf�higkeit, auf unvollst�ndiger Beweisgrundlage - nicht vorliegen. Im Rahmen der freien, pflichtgem�ssen W�rdigung der Beweise durch die Vorinstanz ergab sich ein nachvollziehbares und schl�ssiges Bild des Gesundheitszustandes, das nach dem Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit hinreichende Klarheit �ber den rechtserheblichen Sachverhalt vermittelt, weshalb ihre Sachverhaltsfeststellung bundesrechtskonform ist. Von weiteren medizinischen Abkl�rungen ist abzusehen, da hievon keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind (antizipierte Beweisw�rdigung; BGE 137 V 64 E. 5.2 S. 69, 136 I 229 E. 5.3 S. 236; Urteil 8C_639/2011 vom 5. Januar 2012 E. 4.2).
5.3 Festzuhalten ist insbesondere Folgendes:
5.3.1 Die Versicherte macht geltend, im Gutachten des Dr. med. K.________ vom 24. Januar 2011 suche man vergeblich nach einer nachvollziehbaren Herleitung und Begr�ndung der von ihm gestellten Diagnose. Hierzu ist festzuhalten, dass dieses Gutachten eine Einleitung, eine Aktenzusammenfassung, die Anamnese, eine Darstellung der Krankheitsentwicklung, die subjektiven Angaben der Versicherten, die objektiven Befunde und psychologischen Testergebnisse, die Beurteilung und die Beantwortung der Fragen enth�lt. Damit erf�llt es die in den Leitlinien der Schweizerischen Gesellschaft f�r Versicherungspsychiatrie f�r die Begutachtung psychischer St�rungen (vgl. Schweizerische �rztezeitung 2004, S. 1048 ff., insbesondere S. 1051 Ziff. IV/8) und von der Rechtsprechung aufgestellten Anforderungen an ein Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232; Urteil 8C_945/2009 vom 23. September 2010 E. 5 und 6.2). In diagnostischer Hinsicht ist es nachvollziehbar und schl�ssig.
5.3.2 Die Versicherte bem�ngelt die Untersuchungsdauer bei Dr. med. K.________. Ihre lange, schwere Geschichte - politischer Fl�chtling mit 20-j�hriger Verfolgung und entsprechend langem, andauernden Trauma - lasse eine derart knappe, auf einem einst�ndigen Gespr�ch und prim�r auf Skalentests beruhende Untersuchung als Hohn erscheinen. Praxisgem�ss kommt es f�r den Aussagegehalt eines medizinischen Gutachtens grunds�tzlich nicht auf die Dauer der Untersuchung an; massgebend ist in erster Linie, ob die Expertise inhaltlich vollst�ndig und im Ergebnis schl�ssig ist. Immerhin muss der f�r eine psychiatrische Untersuchung zu betreibende zeitliche Aufwand der Fragestellung und der zu beurteilenden Psychopathologie angemessen sein (Urteil 8C_639/2011 E. 4.3.1). Dr. med. K.________ gab am 4. Mai 2011 an, die Untersuchung der Versicherten habe insgesamt knapp drei Stunden inklusive �ber eine Stunde Exploration gedauert. Entgegen der Versicherten erscheint dieser zeitliche Untersuchungsaufwand auf jeden Fall als hinreichend.
5.3.3 Die Versicherte wendet ein, der Gutachter Dr. med. K.________ h�tte aktuelle Dokumente f�r den Zeitraum von Januar 2009 bis Juli 2010, n�mlich zumindest einen Bericht der sie seit Januar 2010 einmal w�chentlich behandelnden Psychologin Frau Y.________ einholen m�ssen. Dass die Vorinstanz keine R�ckfragen an Letztere gerichtet habe, komme einer Verweigerung des rechtlichen Geh�rs gleich.
Dem ist entgegenzuhalten, dass bei psychischen St�rungen eine Fremdanamnese ebenso wie (schriftliche oder m�ndliche) Ausk�nfte des behandelnden Arztes bzw. Therapeuten h�ufig w�nschenswert, aber nicht zwingend erforderlich sind (Urteile 8C_639/2011 E. 4.3.2 und 9C_482/2010 vom 21. September 2010 E. 4.1). Das Vorbringen der Versicherten ist auch deshalb nicht stichhaltig, weil der Bericht des Dr. med. E.________ und der Psychologin Frau Y.________ vom 10. M�rz 2011 - dem nach Auffassung der Versicherten ein h�herer Beweiswert als dem Gutachten des Dr. med. K.________ zukommt - keine Fremdanamnese enth�lt. Dr. med. E.________ und die Psychologin Frau Y.________ erachteten somit die pers�nliche Befragung sowie die bei der Untersuchung und Behandlung gemachten Beobachtungen als gen�gende Beurteilungsgrundlage. Im Weiteren legt die Beschwerdef�hrerin nicht dar, inwiefern sie gegen�ber der Psychologin Frau Y.________ offener war und umfassender �ber ihre angeblich schwierigen Lebensumst�nde Auskunft gab als gegen�ber Dr. med. K.________ (vgl. Urteil 9C_482/2010 E. 4.1.1). Vielmehr f�hrten Dr. med. E.________ und die Psychologin Frau Y.________ am 10. M�rz 2011 aus, sie habe bisher �ber ihre Foltererlebnisse nicht sprechen k�nnen. Im Rahmen der Begutachtung durch Dr. med. K.________ gab sie an, ab ca. 1980 verfolgt, mehrfach inhaftiert und auch gefoltert worden zu sein.
Weiter ist insbesondere festzuhalten, dass Dr. med. E.________ und die Psychologin Frau Y.________ den Bericht der Frau Dr. med. A.________ vom 4. Dezember 2008, mit dem sich Dr. med. K.________ auseinandergesetzt hat, nicht erw�hnten. Nicht �berzeugend ist zudem die Angabe des Dr. med. E.________ und der Psychologin Frau Y.________, die Versicherte sei seit Langem und aktuell zu 100 % arbeitsunf�hig, wenn sie gleichzeitig anf�hrten, sie werde auf ihren Wunsch hin zu 50 % als arbeitsunf�hig erkl�rt; dies stellt keine schl�ssige und verl�ssliche Aussage zur Frage der Arbeitsf�higkeit dar. Hievon abgesehen ist nicht ausser Acht zu lassen, dass behandelnde Arztpersonen bzw. Therapeuten mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5 S. 470).
Im �brigen legt die Versicherte nicht konkret dar und ist nicht ersichtlich, bei wem weitere wesentliche psychiatrische Dokumente f�r die Zeit von Januar 2009 bis Juli 2010 beizuziehen gewesen w�ren; insbesondere macht sie nicht geltend, im Jahre 2009 in psychiatrischer Behandlung gewesen zu sein. Es erscheint somit nicht als offensichtlich unrichtig, wenn die Vorinstanz im Lichte des Berichts der Frau Dr. med. A.________ vom 4. Dezember 2008 auch f�r das Jahr 2009 sowie bis August 2010 von 50%iger Arbeitsunf�higkeit ausging.
5.3.4 Schliesslich ist zu beachten, dass die RAD-Psychiaterin Frau Dr. med. F.________ in der Stellungnahme vom 12. Mai 2011 die Einsch�tzung des Gutachters Dr. med. K.________ nicht in Frage stellte (zur Aufgabe des RAD, die Leistungsf�higkeit der versicherten Personen zu beurteilen vgl. Art. 59 Abs. 2bis IVG; Urteil 9C_589/2010 vom 8. September 2010 E. 2 mit Hinweisen). Nach dem Gesagten ist der angefochtene Entscheid nicht zu beanstanden.
Der vorinstanzliche Einkommensvergleich ist unbestritten, womit es sein Bewenden hat (Urteil 8C_546/2011 vom 14. November 2011 E. 6).
F�rsprecherin Sandra K�nzi wird als unentgeltliche Anw�ltin der Beschwerdef�hrerin bestellt, und es wird ihr f�r das bundesgerichtliche Verfahren aus der Gerichtskasse eine Entsch�digung von Fr. 2'800.- ausgerichtet.