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Timestamp: 2017-06-27 01:59:17
Document Index: 193618016

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 531', '§ 533', '§531', '§533', '§ 520', 'Art. 6', 'Art. 41', '§ 4', '§ 3', '§ 4', 'Art. 34', 'Art. 34', '§ 531', 'Art.20', '§531', 'BGH', '§ 559', '§ 314', '§ 314', '§314', '§320', '§551', '§559', '§ 571', '§ 91', '§ 571', '§91', '§571', '§ 531', '§ 531', '§531', '§533', 'BGH', '§ 263', '§263', '§511', 'BGH', '§ 519', '§519', '§520', '§130', '§ 120', '§ 20', '§127', '§11', '§20']

Rechtsprechung - Suchergebnis - 27.06.2017 03:59h
Rechtsmittelrecht - Berufung Parteivortrag KlageänderungBGH - OLG Frankfurt - LG Gießen
IX ZR 160/09
Zur prozessualen Behandlung einer auf erstinstanzlichen Vortrag gestützten Klageerweiterung in der Berufungsinstanz.
ZPO § 531 Abs. 2 Satz 1, § 533Aktenzeichen: IXZR160/09 Paragraphen: ZPO§531 ZPO§533 Datum: 2010-04-22Link: pdf.php?db=zivilrecht&nr=27336Berufsrecht Wettbewerbsrecht Rechtsmittelrecht - Apotheker Arzneimittelrecht Preisrecht Parteivortrag BegründungOLG Hamburg - LG Hamburg
3 U 126/09
1. Das bloße Abschreiben des Textes der Klagerwiderung und die reine Bezugnahme auf den erstinstanzlichen Vortrag sind nicht ausreichen, um den prozessualen Anforderungen des § 520 ZPO zu genügen.
2. Auf den von der Beklagten beworbenen Internet-Arzneimittelversandhandel von DocMorris ist nach dem kollisionsrechtlichen Marktortprinzip deutsches Wettbewerbsrecht (UWG)
als Recht des Ortes anzuwenden, auf dessen Markt die wettbewerblichen Interessen der Parteien aufeinandertreffen. Bis zum Beginn der Anwendbarkeit des Art. 6 Abs. 1 der Rom II-Verordnung am 11. Januar 2009 ist diese wettbewerbsspezifische Bestimmung des Tatortes
auf die Ausweichklausel des Art. 41 Abs. 1 EGBGB zu stützen. Wegen der Ausrichtung des Arzneimittelversandhandels auf den deutschen Markt (Verkauf an deutsche Kunden, Angebot und Abwicklung in deutscher Sprache, Abrechnung mit deutschen Krankenkassen, Verkauf in Deutschland zugelassener Medikamente) sind folglich die Vorschriften
des UWG, und damit auch § 4 Nr. 11 UWG anwendbar.
3. Die Anwendbarkeit deutschen Rechts ist auch nicht durch das Herkunftslandprinzip des § 3 Abs. 2 S. 1 TMG (vormals: § 4 Abs. 2 S. 1 TDG) ausgeschlossen, denn die Beklagte hat die streitgegenständliche Werbung in der Bundesrepublik Deutschland vorgenommen.
4. Der für die Anwendung der international zwingenden Regelungen der AMPreisV über Art. 34 EGBGB erforderliche Inlandsbezug des Sachverhalts ist aufgrund der eindeutigen Ausrichtung des Online-Angebots von DocMorris auf deutsche Kunden zu bejahen. Die Internetseite ist in deutscher Sprache abgefasst, es werden in Deutschland zugelassene Medikamente in die Bundesrepublik Deutschland vertrieben und die Abrechnung erfolgt mit den deutschen Krankenkassen bzw. Patienten. Damit ist der Wettbewerb im Inland unmittelbar
und spürbar betroffen.
5. Die Anwendung der AMPreisV auf DocMorris ist auch mit vorrangigem europäischen Sekundär- und Primärrecht vereinbar. Es liegt kein Verstoß gegen die Richtlinie 2001/83/EG oder gegen die Warenverkehrsfreiheit der Art. 34 ff AEUV (vormals 28 ff EGV) vor. (Leitsatz der Redaktion)Aktenzeichen: 3U126/09 Paragraphen: Datum: 2010-03-25Link: pdf.php?db=zivilrecht&nr=27213Rechtsmittelrecht - Berufung Begründung ParteivortragLG Arnsberg - LG Soest
3 S 167/06
Über § 531 Abs. 2 Nr. 3 ZPO hinaus kann neues Vorbringen in der Berufung zugelassen werden, wenn es zwar streitg ist, die Richtigkeit aber durch eine öffentliche Urkunde feststeht.
GG ARt. 20Aktenzeichen: 3S167/06 Paragraphen: GGArt.20 ZPO§531 Datum: 2007-02-20Link: pdf.php?db=zivilrecht&nr=21026Rechtsmittelrecht - Berufung ParteivortragBGH - OLG München - LG München I
a) Das "aus dem Berufungsurteil ersichtliche Parteivorbringen" (§ 559 Abs. 1 ZPO n.F.) erbringt nach § 314 ZPO Beweis für das mündliche Parteivorbringen in der Berufungsinstanz. Dieser Beweis kann nur durch das Sitzungsprotokoll, nicht jedoch durch den Inhalt der Schriftsätze entkräftet werden.
ZPO §§ 314, 320, 551 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2, 559 n.F.Aktenzeichen: IIZR334/04 Paragraphen: ZPO§314 ZPO§320 ZPO§551 ZPO§559 Datum: 2007-01-08Link: pdf.php?db=zivilrecht&nr=20508Rechtsmittelrecht - Kostenrecht ParteivortragOLG Frankfurt - LG Frankfurt
19 W 38/06
Vorbringen; Darlegungen; Beschwerde; Kostenentscheidung
Abweichend von § 571 Abs. 2 Satz 1 ZPO ist neues Vorbringen in der Beschwerdeinstanz bei einem Beschwerdeverfahren gegen eine Kostenentscheidung gem. § 91a ZPO nicht zu berücksichtigen.
ZPO § 571 IIAktenzeichen: 19W38/06 Paragraphen: ZPO§91 ZPO§571 Datum: 2006-07-24Link: pdf.php?db=zivilrecht&nr=18597Rechtsmittelrecht - Berufung ParteivortragOLG Rostock - LG Schwerin
4 U 128/04
Zulassung neuen unstreitigen Vorbringens im Berufungsverfahren bei Nichterfüllung der Voraussetzungen des § 531 Abs. 2 ZPO. (Leitsatz der Redaktion)
ZPO §§ 531 Abs. 2, 533Aktenzeichen: 4U128/04 Paragraphen: ZPO§531 ZPO§533 Datum: 2006-07-11Link: pdf.php?db=zivilrecht&nr=18843Rechtsmittelrecht - Berufung ParteivortragBGH - LG Kaiserslautern - AG Kaiserslautern
III ZB 36/06
Zur Frage, ob der Berufungskläger die Beseitigung einer in dem angefochtenen Urteil liegenden Beschwer erstrebt, wenn er den geltend gemachten Anspruch erstinstanzlich auf den Gewinn eines Preisausschreibens stützt und in der zweiten Instanz eine vertragliche
Grundlage für seinen Anspruch annimmt.
ZPO §§ 263, 511Aktenzeichen: III ZB 36/06 Paragraphen: ZPO§263 ZPO§511 Datum: 2006-06-29Link: pdf.php?db=zivilrecht&nr=18249Prozeßrecht Rechtsmittelrecht - ParteivortragOLG München - LG München I
9 U 2009/05
Wenn eine Pflicht des Gerichts zur Amtsermittlung besteht, ist neues Vorbringen zur Prozessfähigkeit auch in zweiter Instanz zulässig, etwa die Vorlage des Gesellschaftsvertrages.
Nach der Beendigung eines Insolvenzverfahrens verdrängt dieses nicht mehr die gesellschaftsrechtlichen Vertretungsregeln, die somit wieder wirksam werden.Aktenzeichen: 9U2009/05 Paragraphen: Datum: 2006-05-16Link: pdf.php?db=zivilrecht&nr=17902Rechtsmittelrecht - Berufung Parteivortrag Begründung ProzeßvertretungBGH - LG Hannover - AG Hannover
VIII ZB 105/04
Zu den Anforderungen an die Unterschriftleistung eines Rechtsanwalts unter die Berufungs- und die Berufungsbegründungsschrift.
ZPO §§ 519 Abs. 4, 520 Abs. 5, 130 Nr. 6Aktenzeichen: VIIIZB105/04 Paragraphen: ZPO§519 ZPO§520 ZPO§130 Datum: 2005-09-27Link: pdf.php?db=zivilrecht&nr=15808Rechtsmittelrecht - Beschwerde ParteivortragOLG Naumburg - AG Magdeburg
14 WF 72/05
Zwar ist grundsätzlich neuer Sachvortrag in der Beschwerde zulässig. Der neue Vortrag ist jedoch dann nicht zu berücksichtigen, wenn die Partei erstinstanzlich schuldhaft ihre Mitwirkungspflichten nicht erfüllt hat.
ZPO §§ 120 Abs. 4 Satz 2, 124 Nr. 2, 2. Alt., 127 Abs. 2 Satz 2
RPflG § 20 Nr. 4 lit. cAktenzeichen: 14WF72/05 Paragraphen: ZPO3120 ZPO3124 ZPO§127 RPflG§11 RPflG§20 Datum: 2005-04-14Link: pdf.php?db=zivilrecht&nr=14387