Source: https://vpn-anbieter-vergleich-test.de/filme-serien-streaming-legal-erklaerung/
Timestamp: 2019-04-20 06:19:13
Document Index: 170310425

Matched Legal Cases: ['EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'Art. 5', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG']

Neues Urteil des EuGH: Ist Filme & Serien "Streaming" im Internet legal? Wir klären auf.
6. März 2019 30. April 2017 von Markus Hanf
Was ändert “das neue Urteil des EuGH”?
Oder bleibt alles doch beim Alten?
Viele Seiten wie bs.to, Kinox.to, serienstream.to usw versprechen die neuesten Serien und Filme kostenfrei zum Streamen. Dabei werden diese Filme auf so genannten One-Click Hostingseiten gespeichert, dies bedeutet, dass beim Start sich auch ein Pop-Up öffnet bei dem Werbung eingeblendet wird.
Berichte wie der folgende Artikel (ARD-Tagesschau) tragen nun nicht unbedingt zur Verbesserung der Informationslage bei. Es werden wie üblich gerne Anbieter, Filesharing/Tauschbörsen und reine Webseitennutzer zusammen gewürfelt. Nach der Logik des Artikel, kann kein Netflix Nutzer sicher gehen ob der Film den er ansieht auch legal erworben wurde. Daher müssten auch diese Angst haben?
Fakt ist: Nutzer können nicht zur Verantwortung gezogen werden wenn es um reines STREAMING geht!
Beachten solltest Du aber dabei, dass die Filme- und Rechte-Industrie jährlich Millionen in die Beeinflussung von Redaktionen und Journalisten steckt, damit diese Artikel verfassen die “Streamen” generell in ein schiefes Licht rücken sollen!
Worum ging es bei dem EuGH Urteil nun eigentlich??
Die Lobby-Stiftung „Stichting Brein“ (niederländische GEMA), welche seit Jahren in Kritik steht oder zumindest auch viele unbegründete Klagen bisher veranlasst hat, hat das Online-Portal „Filmspeler.nl“ vor dem niederländischen Bezirksgericht in Midden-Nederland auf Unterlassung verklagt. Dieses Portal bot Player-Geräte unter der Bezeichnung „Filmspeler“ an und installierte darauf frei verfügbare Addons (Erweiterungen) mit Linksammlungen z.B. für YouTube.
„Filmspeler“ hat damit beworben, man könnte mit diesen (multimedialen) Gerät Bild- und Tonmaterial aus jeglichen Quellen mit einem Klick „kostenlos und einfach auf einem Fernsehbildschirm“ abspielen. Da bei dem Produkt, welches laut Bewertungsportalen im Internet als instabil beschrieben wird, explizit damit beworben wurde, dass man in der Theorie mithilfe der Addons/Erweiterungen Inhalte „aus allen Quellen“ ansehen kann, wurde von „Stichting Brein“ eine Klage eingereicht. Die Klage wurde damit begründet das ja nicht nur hauptsächlich mit – in wenigen Fällen aber auch ohne Erlaubnis der Urheberrechtsinhaber Inhalte zugänglich gemacht werden könnten. Da die niederländische Staatsanwaltschaft bei der Bearbeitung aber der Meinung war, für diese Entscheidung lieber ein Statement des Europäischen Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg anzufragen, wurde eine Anfrage gestellt.
Als überraschendes Ergebnis hat das EuGH in einem fast 15.000 Wörter langen Statement nebenbei in 4–5 (!) Sätzen erwähnt, das „Der Verkauf eines multimedialen Medienabspielers, mit dem kostenlos und einfach auf einem Fernsehbildschirm Filme angesehen werden können, die rechtswidrig im Internet zugänglich sind, kann eine Urheberrechtsverletzung darstellen“.
Außerdem wurde entschieden das „die Handlungen der vorübergehenden Vervielfältigung eines urheberrechtlich geschützten Werks auf diesem multimedialen Medienabspieler durch Streaming von der Website eines Dritten, auf der dieses Werk ohne Erlaubnis des Urheberrechtsinhabers angeboten wird, nicht vom Vervielfältigungsrecht ausgenommen sind.“ d. h. der Richter geht im Kern davon aus, dass sich der entsprechende Nutzer immer dann unrechtmäßig verhält, wenn er Kenntnis über eine mögliche Rechtswidrigkeit des gesehenen Streams hat oder dieser im Rahmen dieses Ablauf-Geschehens haben hätte müssen.
Dies betrifft aber nun den gewerblichen Verkauf eines Gerätes mit dem sich urheberrechtlich geschützte Materialien konsumieren lassen zu. Das Öffnen einer öffentlich zugänglichen Webseite ist keine Handlung über die man sich im Vorfeld erkundigen kann oder in jedem Falle auch Misstrauisch sein muss.
>> Das sagen nun Juristen dazu…natürlich sehr vorsichtig ausgedrückt: EuGH Urteil verbietet Online-Streaming.
Am 26.4.2017 sprach der Europäische Gerichtshof ein Urteil (C 527/15) zum Thema Streaming, das vor allem auch für Nutzer entsprechender Portale, wie etwa KinoX.to, relevant ist.
Die bisherige Rechtslage hinsichtlich der Nutzung von sogenannten „Piratenportalen“ war bis dato nicht klar geregelt und rechtlich gesehen eine Grauzone. Da der Nutzer beim Streamen keine Daten auf sein Endgerät herunterlädt oder Dritten zur Verfügung stellt, konnte er bislang nur schwer wegen einer Verletzung nach dem Urheberrecht belangt werden.
Die betreffenden Portale operierten meist anonym und speichern in der Regel keine IP-Adressen, über die man ihre Besucher nachverfolgen könnte. Zu Ermittlungen und Anzeigen gegen Nutzer kann es aber dann kommen, wenn es den Behörden gelingt, sich Zugriff auf den Server solcher Seiten zu verschaffen. Vor allem Premiumnutzer sind hier klar im Nachteil, da diese für die Angebote ein Entgelt entrichten müssen und hierzu weitere Daten angeben, wodurch sie leichter auszuforschen sind.
In dem nunmehr vorliegenden Urteil des EuGH wird ausgeführt, dass die „Streamingbenutzung urheberrechtlich geschützter Werke, die aus einer rechtswidrigen Quelle stammten, keine „rechtmäßige Nutzung“ im Sinne von Art. 5 der Richtlinie 2001/29 sei“.
Zusammengefasst wird es für die Nutzer brenzlig, wenn sie von der Rechtswidrigkeit des Streams Kenntnis hatten oder haben mussten. Davon ist dann auszugehen, wenn Leistungen gratis zur Verfügung gestellt werden, die normalerweise kostenpflichtig sind. Aktuelle Filme und Serien, die bislang nur gegen einen Ticketpreis im Kino oder Bezahl-Portalen zu sehen sind, nun aber gratis gestreamt werden können, fallen wohl darunter.
Mit welchen Rechtsfolgen ist zu rechnen?
Wer Streams ansieht, die ohne Zustimmung der Urheber im Internet zu finden sind, kann gegen das Gesetz verstoßen.
Grundsätzlich verstößt jedoch nur jemand gegen das Verbot des Streamens von Filmen und Videos im Sinne des Urteils des EuGH, wenn die Streams offensichtlich rechtswidrig sind.
Dies erkennt der Nutzer, wie oben bereits dargelegt, unter anderem daran, wenn grundsätzlich entgeltliche Leistungen kostenfrei angeboten werden, oder die Website sich einer ausländischen und vor allem exotischen Domain wie „.to“ (für Tonga) bedient. Bereits hier sollte man hellhörig und aufmerksam werden.
Ist YouTube nun verboten?
Nein, selbstverständlich nicht. Das Streamen von Videos auf YouTube unterliegt nicht der oben genannten Regelung des EuGH-Urteils. —
Soweit der Auszug einer Aussendung des ARAG Rechtsversicherungsservices, vom 3. Mai 2017
Ergebnis: Alles bleibt – keine Abmahnungen, keine Strafen. Solange man nicht wissentlich Rechte bricht.
Filme und Serien. Ist Streaming legal?
Dabei stellt sich die Frage ob “Filme streamen” nun legal ist?
Wir versuchen Euch dies so einfach wie möglich zu beantworten.
“Games of Thrones” oder “Walking dead” sind Serien die normalerweise in den aktuellen Versionen nur auf Bezahlseiten angeboten werden. Dabei sind die Zeitverzögerungen bis diese auch in Deinem Land zur Verfügung stehen oft sehr lange. Viele Gründe warum man daher diese Serien bereits im Internet “streamen” möchte. Aber hat das betrachten durch die Nutzer auch rechtliche Konsequenzen? Das erklären wir Dir im Folgenden.
Die rechtlichen Fakten über “Streamingportale”:
Die Betreiber solcher Portale wie Burning Series stellen geschützte Inhalte zur Verfügung, ohne die dafür notwendige Erlaubnis des Urhebers zu besitzen und machen sich damit strafbar. (Zumindest in Deutschland)
Beim Benutzer entsteht durch den technischen Vorgang des Streamens jedoch eine “rechtliche Grauzone” Während des Streamens wird beispielsweise ein Film als komprimiertes Datenpaket für eine bestimmte Zeit auf eurem PC zwischengespeichert.
Rechteinhaber und Abmahn-Anwälte argumentieren, dass es sich dabei bereits um eine unrechtmäßige Kopie handelt. Aber in sämtlichen Gerichtsurteilen wurde dies bislang jedoch als flüchtige und begleitende Vervielfältigung angesehen, was rechtlich abgesichert ist.
Verleihfirmen und deren Anwälte argumentieren nun damit, dass dies nicht garantiert sei, dass sich diese Rechtsprechung nicht ändern kann und damit den Nutzern doch noch Strafen drohen. Aber das ist rückwirkend gesehen äusserst unwahrscheinlich.
Dies ist die Kurzfassung der wichtigsten Punkte zur Gesetzeslage. Natürlich werden solche Themen immer auch von zahlreichen Juristen, die wiederum Ihr eigenes Geschäftsmodell (Abmahnungen) erkennen heiß diskutiert. Derzeit ist es aber für Benutzer dieser Streamingportale gesetzlich nicht problematisch diese Portale zu verwenden.
Videoportale mit Filmen oder Serienstreams zu nutzen ist für die BENUTZER auch wenn kleine Datenmengen technisch bedingt lokal abgelegt werden, NICHT ILLEGAL!
Wie kann man sich nun davor schützen, das man eventuell auch aus Unwissenheit belangt werden kann?
Also wer nur Bezahlservices wie “Netflix, Amazon Video, Sky usw nutzt. Der hat vermutlich gute Gründe vorzubringen, weshalb er nicht annehmen konnte, dass er urheberrechtlich geschützte Werke auch rechtmässig sehen darf.
Wer aber Inhalte sich “ladet” oder “ansieht” welche vermuten lassen, dass dabei ein Rechtsbruch entstehen kann, der ist dann in einer “Grauzone”. Denn wie kann man beweisen, dass man etwas nicht wusste? Und noch komplizierter wird es wenn dies der Familiennachwuchs getan hat?
Man kann sich aber zumindest dahingehend schützen, dass man nicht mit seiner eigenen IP-Adresse oder Identität das Internet nutzt. Denn nur durch die IP-Adresse des eigenen Internetanschlusses würde sich eine Nutzung entsprechend nachweisen lassen. Diese kann man mittels eines VPN-Services “anonymisieren” und damit zumindest der Verfolgung entgehen.
Dabei sind einige Dinge zu beachten, im Folgenden erklärt.
Auch bei bezahlten Videoportalen werden Daten kurze Zeit gespeichert.
Selbst wenn Du Videoportale wie Amazon Video, Netflix, SkyGo oder Maxdome verwendest werden Daten der Filme in kleinen Mengen bei Dir am Gerät zwischengespeichert. Da die meisten Lizenzen welche die Portale für die Ausstrahlung kaufen jedoch keine Privatkopien zulassen, wird sich auch dabei auf das Recht der Benutzer berufen, aufgrund technischer Gründe diese Daten eben kurze zeit lokal zu speichern. Auch in diesen Fällen ist diese Zwischenspeicherung keine “private Kopie” eins urheberrechtlich geschützten Werkes. Dies untermauert und ist auch basis für die zahlreichen bisherigen Gerichturteile, welchen eben auch die Nutzung von Videoportalen wie oben angeführt nicht kriminalisieren.
Welche Risiken muss man als Nutzer dennoch beachten?
Also die Streamingportale agieren zumindest nach deutschen Gesetzen illegal. Jedoch werden die Seiten eben in Ländern veröffentlicht in denen die Gesetzgebung in diesen Fällen nicht eindeutig oder wenig detailliert ist. Das ist auch der Grund warum diese Seiten nicht einfach verboten werden können.
Es gibt jedoch einige Fälle in denen man dennoch aufpassen sollte als Nutzer. Solange die Streamingdienste Daten nur zur Verfügung stellen, und diese nicht durch die Nutzer selbst dann weiterverteilt werden ist es nach heutiger Rechtsprechung in Ordnung. Sobald Du aber einen Dienst verwendest, bei dem auch Du Daten anderen Nutzern zum streaming zur verfügung stellst, ist es eine andere Thematik. Typischerweise sind dies zb alle Torrentanwendungen (uTorrent, Bittorrent usw) aber auch einige Streamingseiten erfordern ein Plugin zu installieren, bei dem ebenso dann Daten bei Dir am Rechner zwischengespeichert und von anderen Nutzern abgerufen werden können.
Das Erkennungsmerkmal zur Ausforschung ist Deine IP-Adresse.
Sollte aus welchen Grund auch immer nun jemand herauszufinden versuchen wer einen Film gestreamt hat, der wird Deine verwendete IP-Adresse erkennen. Keine anderen Merkmale wären eindeutig genug und würden eine Abmahnung ermöglichen. Daher kannst Du Dich auch davor schützen, indem Du einen VPN-Service zum streamen verwendet. Dadurch werden deine Daten über einen VPN-Server gesendet und empfangen, welcher die IP-Adresse nach Außen repräsentiert. Dadurch ist eine Ausforschung von Dir selbst unmöglich.
Zur “Anleitung Schritt für Schritt“!
Natürlich kann man VPN-Dienste zur “Anonymisierung” der eigenen IP-Adresse auch direkt oder auf den Geräten nutzen.
Die meisten VPN-Anbieter, welche sich auf die “Anonymisierung” der Nutzer spezialisiert haben, bieten geeignete Software für Geräte wie Windows, Mac OSX, Android oder auch Apple iOS an. Die Nutzung ist im Regelfall sehr einfach. Man bestellt einen VPN-Service. Ladest sich die angebotene Software auf sein Gerät und verbindet sich damit zu einem der verfügbaren VPN-Standorte. Dadurch nutzt man im Anschluß die IP-Adresse des Standortes für alle Tätigkeiten im Internet und die eigene IP-Adresse des Internetanbieters bleibt verborgen.
Geräte die jedoch nicht die Möglichkeit haben eine VPN-Software zusätzlich zu installieren, können wie beschrieben auch über die Lösung mit einem “ASUS Router” bequem damit verbunden werden. Am Ende ist die Wahl der richtigen Lösung auch vom tagtäglichen Komfort den man sich dabei wünscht abhängig.
Weitere Empfehlungen für Streaming mit VPN haben wir auch auf anderen Artikeln veröffentlich.
Die folgenden VPN-Anbieter eignen sich für Streaming von Filmen und Serien oder auch zur Nutzung von Torrents im Internet.
HideMy.name VPN hatte einige Jahre "InCloak VPN) geheißen. Die Anbieter haben Namenswechsel durchgeführt um den Markennamen eindeutiger zu gestalten. "HideMy.name VPN" ist ein VPN Produkt eines russischen VPN Betreibers mit Firmensitz ...
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2 Gedanken zu “Neues Urteil des EuGH: Ist Filme & Serien “Streaming” im Internet legal? Wir klären auf.”
7. Mai 2017 um 18:19 | Antworten
wie verhält es sich, wenn man auf Fire TV von Amazon über den Router eingebunden bspw. Kodi als Verwaltungsprogramm installiert hat. Kann da bei Nutzung Asus + VPN die IP Adresse von Fire TV von Amazon herausbekommen werden?? Oder wird nur die IP Adresse des VPN Servers öffentlich ???
* p-s-: Antwort muss nicht gleich sein. Euer Service ist so schnell und toll, dass ich mir sonst Sorgen um den Erholungswert des freien Sonntag mache. Vielen Dank, ihr macht tolle Arbeit
8. Mai 2017 um 6:37 | Antworten
Der Vorteil wenn Du einen VPN Service direkt über den Router nutzt ist auch, dass eben überhaupt keine anfälligen Leaks mehr auftreten können. Also weder DNS noch WebRTC Leak usw hat da dann noch eine Chance die reale IP zu enttarnen. Da die meisten Leaks ja Probleme der Endgeräte sind (Also des Browsers oder des Betriebsystemes), es wird dann dabei immer die IP-Adresse des Routers den Du verwendest “zugänglich”. Da dies über den ASUS Router aber nun nicht mehr Deine reale IP sondern die des VPN Services ist gibt es da auch nie Probleme.
Um es aber kurz zu sagen: Dein FireTV Stick wird ebenfalls, wenn er am ASUS Router verbunden ist NUR die IP-Adresse des VPN-Services nutzen.
PR: Danke für das Lob und auch Deine Unterstützung.