Source: http://www.uni-tuebingen.de/studium/bewerbung-und-zulassung/spezielle-bewerbungen/haertefallantrag-fuer-grundstaendige-studiengaenge.html
Timestamp: 2013-05-24 11:49:42
Document Index: 32706056

Matched Legal Cases: ['§ 9', '§ 12', '§ 9', '§ 11', '§ 10', '§ 11', '§ 6', '§ 12', '§ 9', '§ 11', '§ 9', '§ 11', '§ 12']

Universität Tübingen - Härtefallantrag für grundständige Studiengänge
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Härtefallantrag - Wartezeitverbesserung(Sonderantrag auf Berücksichtigung bei der Vergabe von Studienplätzen in grundständigen Studiengängen* im Rahmen der Quote für Fälle außergewöhnlicher Härte sowie auf Erhöhung der Wartezeit und auf Nachteilsausgleich in der Abiturnote)
* Man spricht von einem grundständigen Studiengang, wenn als Zugangsvoraussetzung für diesen Studiengang außer der fachgebundenen oder allgemeinen Hochschulreife (Abitur) und etwaigen weiteren Zugangsvoraussetzungen kein vorhergehendes Studium erwartet wird. Ein solches Studium wird dann immer als „Erststudium“ bewertet.
Dieser Antrag kann ausschließlich für zulassungsbeschränkte Studienfächer und das erste Fachsemester gestellt werden.
Der Antrag kann im Rahmen von Quoten
für Fälle außergewöhnlicher Härte (§ 9 Abs. 1 Nr. 1 HVVO, § 12 HVVO) oder
für Wartezeit (§ 9 Abs. 2 Nr.2 HVVO, § 11 HVVO)
oder im regulären Auswahlverfahren
in Form des Nachteilsausgleich (§ 10 HVVO, § 11 Abs. 5 VergabeVO Stiftung)
Bitte fügen Sie geeignete Unterlagen bei, welche Ihren Antrag untermauern / auf welche Sie Ihren Antrag stützen und Dritten (Auswahlkommission) Ihr Anliegen verdeutlichen können.
(Unterlagen z.B. für die Teilnahme am regulären Auswahlverfahren sind in diesem Zusammenhang nicht erforderlich.)
Der Antrag wird seitens des Studentensekretariat bearbeitet und in einer universitätsinternen Kommission unter Leitung des/ der Prorektor/ Prorektorin für Studierende, Studium und Lehre beraten sowie entschieden.
Wintersemester -> 15. Juli des Studienjahres
Sommersemester -> 15. Januar des Studienjahres
(Ausschlussfristen ! § 6 Abs. 2 ZIO). Bewerbungsschluss für das Wintersemester 2013/2014 ist am 15. Juli 2013 ( Ausschlussfrist ! ).
Hier erhalten Sie den Härtefallantrag für grundständige Studiengänge Allgemeine Informationen / Wichtige Hinweise :
Nicht jeder Grund, den Sie als relevant ansehen, kann bei der Studienplatzvergabe als „Härtefall“ anerkannt werden - nicht jede Beeinträchtigung, mag sie auch als hart empfunden werden, rechtfertigt einen Sonderantrag. Darüber hinaus sollten Sie vorab selbstkritisch prüfen, ob ein solcher Sonderantrag Aussicht auf Erfolg hat.
Einen solchen Sonderantrag können Sie nur zusammen mit dem Antrag auf Zulassung in das erste Fachsemester eines zulassungsbeschränkten Studiengangs/Teilstudiengangs stellen. Dieser Antrag kann somit bspw. nicht im Rahmen einer Bewerbung in ein höheres Fachsemester, in zulassungsfreie Studiengänge oder ins Zweitstudium gestellt werden.
Wenn Sie einen Sonderantrag stellen möchten, müssen Sie geeignete Nachweise beifügen. Beachten Sie dabei insbesondere, dass Ihr Anliegen durch die beigefügten Belege so deutlich dargestellt werden muss, dass die prüfende Kommission Ihre Argumente anhand der eingereichten Unterlagen nachvollziehen kann. Sie erleichtern die Bearbeitung Ihres Antrags, wenn Sie neben den erforderlichen Nachweisen eine eigene kurze schriftliche Begründung beifügen. Ihre Angaben werden selbstverständlich im Rahmen des Datenschutzes vertraulich behandelt. Auswahl nach Härtegesichtspunkten (§ 12 HVVO)
Die Studienplätze der Härtequote (§ 9 Abs. 1 Nr. 1 HVVO) werden auf Antrag an Bewerberinnen und Bewerber vergeben, für die es eine außergewöhnliche Härte bedeuten würde, wenn sie für den im Hauptantrag genannten Studiengang keine Zulassung erhielten.
Eine außergewöhnliche Härte liegt vor, wenn in der eigenen Person liegende besondere soziale oder familiäre Gründe die sofortige Aufnahme des Studiums zwingend erfordern. Die Rangfolge wird durch den Grad der außergewöhnlichen Härte bestimmt.
Es muss dargelegt werden, dass in Ihrer Person so schwerwiegende gesundheitliche, soziale oder familiäre Gründe vorliegen, welche ein weiteres Zuwarten auf einen Studienplatz an der Universität Tübingen, auch bei Anlegung besonders strenger Maßstäbe, eine Unzumutbarkeit darstellen, zu (weiteren) erheblichen Nachteilen führen. (Beispiele siehe unten)
Auswahl nach Wartezeit (§ 11 HVVO)
Im Rahmen der Auswahl nach Wartezeit (§ 9 Abs. 2 Nr.2 HVVO) kommt es auf die Anzahl der Halbjahre an, die seit dem Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung (z. B. Abitur) verstrichen sind.
Es können jedoch Umstände vorliegen, die den Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung verzögert haben (z.B. längere Krankheit, vorherige Berufsausbildung). In diesem Fall wird bei der Auswahl nach Wartezeit ein früherer Zeitpunkt des Erwerbs zugrunde gelegt. Die Bewerberin bzw. der Bewerber nimmt also an der Auswahl mit einer (erhöhten) Wartezeit teil, die voraussichtlich ohne die Verzögerung(en) erreicht worden wäre.
Nachteilsausgleich in der Abiturdurchschnittsnote (§ 11 Abs. 5 VergabeVO Stiftung)
Bei der Vergabe der Studienplätze ist die Durchschnittsnote ein wesentliches Auswahlkriterium.
Leistungsbeeinträchtigungen, die Sie nach objektiven Maßstäben nicht selbst zu vertreten und nachvollziehbar daran gehindert haben eine bessere Durchschnittsnote zu erreichen, wirken sich daher bei der Studienplatzvergabe negativ aus. Werden derartige Umstände und ihre Auswirkungen nachgewiesen, wird Ihr Zulassungsantrag mit einer verbesserten Durchschnittsnote am Vergabeverfahren beteiligt.
Bitte beachten Sie, dass Sie für einen Antrag auf Nachteilsausgleich in der Abiturdurchschnittsnote ein entsprechendes Gutachten Ihrer Schule (unterzeichnet durch ein Mitglied des dortigen Rektorats) vorlegen müssen. Dieses Gutachten muss ausführlich dazu Stellung beziehen, warum aus Sicht der Schule ein ausgleichsfähiger Nachteil besteht und einen Vorschlag für einen verbesserten Abiturdurchschnitt enthalten. Ferner sollte eine Berechnungsgrundlage für die Annahme dieser Notenverbesserung beigefügt sein, damit das beschließende Gremium sich dazu ein umfassendes Bild machen kann. Beispiele zu § 12 HVVO Auswahl nach Härtegesichtspunkten (zitiert nach hochschulstart.de-info)
Sofern nicht weitere außergewöhnliche Umstände in der Person der Bewerberin oder des Bewerbers hinzutreten, hat ein Härtefallantrag gestützt auf diese gesundheitlichen Gründe grundsätzlich keinen Erfolg:
· Ortsbindung wegen der Notwendigkeit häuslicher Pflege und Betreuung bei bestehender Erkrankung. · Notwendigkeit der Aufgabe des bisherigen Studiums oder Berufs aus gesundheitlichen Gründen; eine Überbrückung der Wartezeit ist jedoch möglich. · Beschränkung in der Berufswahl infolge Krankheit; eine Überbrückung der Wartezeit ist jedoch möglich.
Sofern nicht weitere außergewöhnliche Umstände in der Person der Bewerberin oder des Bewerbers hinzutreten, hat ein Härtefallantrag aus sozialen oder familiären Gründen in diesen Fällen grundsätzlich keinen Erfolg:
· Das Studium kann nicht aus privaten Mitteln finanziert werden. · Künftiger Wegfall einer Möglichkeit der privaten Finanzierung des Studiums bei weiterer Verzögerung des Studienbeginns. · Bezug von Waisengeld, das während einer Ausbildung nur bis zu einem bestimmten Alter gewährt wird, wenn das Waisengeld bei weiterer Verzögerung des Studienbeginns nicht mehr in Anspruch genommen werden kann. · Unterhalt durch berufstätigen Ehegatten. · Auch der Ehegatte befindet sich noch in der Ausbildung; die finanzielle Lage erfordert daher nach eigener Auffassung einen sofortigen Studienbeginn. · Bewerberin oder Bewerber ist verwitwet oder geschieden und will eigenen unterhaltsberechtigten Kindern durch das Studium den späteren Lebensunterhalt sichern. · Finanzielle Schwierigkeiten der Eltern. · Bewerberin oder Bewerber will möglichst bald die unter finanziellen Schwierigkeiten leidenden Eltern unterstützen oder versorgen oder für Geschwister sorgen. · Bewerberin oder Bewerber ist Waise oder Halbwaise. · Bewerberin oder Bewerber ist verheiratet. · Bewerberin oder Bewerber hat ein Kind oder mehrere Kinder. · Vater oder Mutter oder beide Eltern sind krank oder schwerbehindert. · Vater oder Mutter oder beide Eltern sind Spätaussiedler, Heimatvertriebene, politisch oder rassisch Verfolgte oder Flüchtlinge aus der ehemaligen DDR. · Körperbehinderung, Pflegebedürftigkeit oder Erwerbsunfähigkeit von Geschwistern. · Herkunft aus einer kinderreichen Familie; alle oder fast alle Geschwister befinden sich noch in der Ausbildung. · Notwendigkeit der baldigen finanziellen Unterstützung von Eltern, Geschwistern oder sonstigen Unterhaltsberechtigten. · Aufgabe des bisherigen Studiums oder des bisher ausgeübten Berufs wegen Arbeitslosigkeit oder schlechter Berufsaussichten. · Aufgabe des bisherigen Studiums oder Berufs aufgrund fehlender Motivation oder Eignung. · Aufgabe des bisherigen Studiums oder des bisher ausgeübten Berufs aus Gewissensgründen. · Behauptung besonderer Eignung für den an erster Stelle genannten Studiengang und den entsprechenden Beruf. · Erfolgreiche Ableistung der vorgeschriebenen oder nach früherem Recht zu einer Verbesserung der Zulassungschancen führenden praktischen Tätigkeiten (z. B. Krankenpflegedienst, pharmazeutische Vorprüfung). · Vorhandensein anrechenbarer Studienleistungen und/oder -zeiten. · Langjährige theoretische Arbeit auf dem Gebiet des angestrebten Studiums. · Bewerberin oder Bewerber steht schon im vorgerückten Alter. · Wiederholte Ablehnung für den gewünschten Studiengang. · Überschreiten einer wichtigen Altersgrenze bei einer weiteren Verzögerung des Studienbeginns (z. B. für die Aufnahme in den Vorbereitungsdienst oder für die Aufnahme in das Beamtenverhältnis). · Ohne sofortige Zulassung Verlust von gesetzlich vorgesehenen Studien- oder Prüfungserleichterungen. · Ableistung eines Dienstes. · Drohender Einberufungsbescheid zur Bundeswehr im Fall der Nichtzulassung. · Regionale Beschränkung der Hochschulzugangsberechtigung. · Ein im Ausland begonnenes Studium kann dort nicht beendet und soll deshalb hier fortgesetzt werden. · Notwendigkeit hoher Aufwendungen für den Erwerb des Reifezeugnisses auf dem zweiten Bildungsweg. KontaktStudentensekretariat Wilhelmstraße 11 - Erdgeschoss
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