Source: https://www.haufe.de/steuern/steuer-office-gold/kanzleimarketing_idesk_PI16039_HI2650251.html
Timestamp: 2020-01-29 20:56:49
Document Index: 220283537

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 57', '§ 9', '§ 43', '§ 43', '§ 57', 'Art. 12']

Kanzleimarketing | Steuer Office Gold | Steuern | Haufe
Kanzleimarketing trägt dazu bei, die Dienstleistungen des Steuerberaters mandantenorientiert zu gestalten, sie möglichst erfolgreicher als die Konkurrenz anzubieten oder zu entwickeln und Chancen am Markt früher als andere zu erkennen. Die Zielsetzung des Marketings ist eine erfolgreiche Kanzlei zu haben.
Kanzleimarketing berührt alle Bereiche der Steuerkanzlei, da sowohl das eigene Personal als auch das interne Rechnungswesen wichtige Informationen für Marktüberlegungen des Beraters liefern. Marketing ist ein kontinuierlicher und strategischer Prozess. Die wirkungsvollste Form des Marketings ist die Weiterempfehlung.
Das Berufsrecht kann dem Steuerberater Marketingmaßnahmen (z. B. Sponsoring) nicht verbieten, da diese niemals auf die Erteilung eines Einzelmandats gerichtet, sondern eine strategische Angelegenheit sind. Die Werbung als solches ist für den Steuerberater auch nicht verboten, aber die Art der Werbung wird durch die Berufsgesetze und die Standesregeln eingeschränkt. Der Steuerberater darf nicht berufswidrig oder unlauter werben.
Die gesetzliche Grundlage für die zulässige Werbung eines Steuerberaters findet sich neben den generellen Vorschriften der §§ 1, 3 UWG in den §§ 57 und 57a StBerG. Konkretisiert wird dies in der Berufsordnung der Steuerberater, speziell in § 9 BOStB. Im Geschäftsverkehr des Steuerberaters ist z. B. der Hinweis auf die zusätzlich erworbene Qualifikation "Fachberater für Sanierung und Insolvenzverwaltung" unzulässig, wenn er als Zusatz zur Berufsbezeichnung des Steuerberaters verwendet werden soll. Dies entschied der BFH am 23.2.2010 (VII R 24/09).
Unzulässige Werbung: Kein "Rechtsschutz gegen Finanzämter"
Steuerberater dürfen öffentlich nicht mit dem Zusatz "Rechtsschutz gegen Finanzämter" werben.
Leitsatz Die Bezeichnung "Fachberater für Sanierung und Insolvenzverwaltung (DStV)" ist als Zusatz zur Berufsbezeichnung unzulässig. Normenkette § 43 Abs. 2, § 43 Abs. 3, § 57a StBerG, Art. 12 Abs. 1 GG Sachverhalt Ein Steuerberater möchte die ihm vom ...