Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=FamRZ%201984,%20470
Timestamp: 2020-01-26 21:13:12
Document Index: 64096847

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 208', '§ 814', '§ 812', '§ 767', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 767', 'BGH', 'BGH', '§ 362', '§ 814', '§ 812', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 362', '§ 362', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 814', 'BGH', 'BGH', '§ 1613', 'BGH', '§ 323', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1612', 'Art. 2', '§ 2', '§ 97', '§ 97', '§ 97', '§ 95', '§ 1587', 'BGH', 'BGH', '§ 1587', 'BGH', 'BGH', 'Art. 2', '§ 2', 'BGH', 'BGH', '§ 55', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 10', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 97', 'BGH', 'BGH', '§ 1587', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1587', 'BGH', 'BGH', '§ 1587', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: FamRZ 1984, 470 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 01.02.1984
https://dejure.org/1984,133
BGH, 08.02.1984 - IVb ZR 52/82 (https://dejure.org/1984,133)
BGH, Entscheidung vom 08.02.1984 - IVb ZR 52/82 (https://dejure.org/1984,133)
BGH, Entscheidung vom 08. Februar 1984 - IVb ZR 52/82 (https://dejure.org/1984,133)
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Bemessung der Barunterhaltspflicht für Kinder nach einer Ehescheidung - Entfallen der Barunterhaltspflicht bei längerer urlaubsbedingter Verweildauer beim Unterhaltspflichtigen - Gesichtspunkt des Wegfalls der Geschäftsgrundlage
NJW 1984, 2826
FamRZ 1984, 470
Rpfleger 1984, 233
Vor einer überflüssigen Vollstreckungsabwehrklage kann sich der Gläubiger durch ein sofortiges Anerkenntnis schützen (vgl. BGH, Urteil vom 8. Februar 1984 - IVb ZR 52/82, NJW 1984, 2826, 2827).
Angenommen hat der Bundesgerichtshof dies unter eng begrenzten Voraussetzungen bei Titeln, die auf wiederkehrende Leistungen - insbesondere Unterhaltsleistungen - gerichtet sind (vgl. BGH, Urteil vom 8. Februar 1984 - IVb ZR 52/82, NJW 1984, 2826, 2827).
Dass er den Titel in der Hand behält, begründet daher - anders als bei auf einmalige Leistungen gerichteten Titeln - nicht schon für sich allein die Besorgnis, er werde daraus trotz bereits eingetretener Erfüllung noch einmal gegen den Schuldner vollstrecken (näher zum Ganzen BGH, Urteil vom 8. Februar 1984 - IVb ZR 52/82, NJW 1984, 2826, 2827).
Letztlich richtet sich die Frage, ob ein Bedarf außergewöhnlich hoch ist, danach, ob und inwieweit dem Berechtigten, wenn der Verpflichtete an sich leistungsfähig ist, bei einer Gesamtbetrachtung zugemutet werden kann, den Bedarf selbst zu bestreiten (…Senatsurteile vom 11. April 2001 aaO, 1605 a.E.; vom 8. Februar 1984 - IVb ZR 52/82 - FamRZ 1984, 470, 472 unter II 2 b, bb; vom 6. Oktober 1982 - IVb ZR 307/81 - FamRZ 1983, 29, 30 und vom 11. November 1981 - IVb ZR 608/80 - FamRZ 1982, 145, 146 f.).
Leistet ein Schuldner unter Vorbehalt, kann ein solcher Vorbehalt nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGHZ 86, 267, 269 ff.; BGH, Urteil vom 8. Februar 1984 - IVb ZR 52/82, NJW 1984, 2826; BGH, Urteil vom 8. Juni 1988 - IVb ZR 51/87, NJW 1989, 161, 162) unterschiedliche Bedeutung haben: Im allgemeinen will der Schuldner lediglich dem Verständnis seiner Leistung als Anerkenntnis (§ 208 BGB) entgegentreten und die Wirkung des § 814 BGB ausschließen, sich also die Möglichkeit offenhalten, das Geleistete gem. § 812 BGB zurückzufordern; ein Vorbehalt dieser Art stellt die Ordnungsmäßigkeit der Erfüllung nicht in Frage.
Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs vermag grundsätzlich selbst ein Verzicht des Gläubigers auf die Zwangsvollstreckung das Rechtsschutzinteresse für eine Klage aus § 767 ZPO nicht zu beseitigen, solange der Gläubiger den Titel noch in Händen hat (BGH, Urteile vom 23. November 1973 - V ZR 23/72 = WM 1974, 59, 60/61; vom 10. Oktober 1975 - V ZR 5/74 = WM 1975, 1213; vom 8. Februar 1984 - IVb ZR 52/82 = NJW 1984, 2826, 2827 zu I. 2. c) aa).
Ausnahmen werden allerdings - insbesondere bei Titeln auf wiederkehrende Unterhaltsleistungen (vgl. BGH, Urteil vom 8. Februar 1984 aaO) - zugelassen, soweit eine Zwangsvollstreckung nach den Umständen des Falles unzweifelhaft nicht mehr droht (BGH…, Urteil vom 19. September 1988 - II ZR 362/87 = WM 1988, 1592, 1593 = BGHR ZPO § 767 - Rechtsschutzinteresse 1).
b) Der BGH hat jedoch geringere Anforderungen an das "unzweifelhafte Nicht-mehr-Drohen" gestellt, wenn der Gläubiger den Titel noch für künftig fällig werdende (Unterhalts-)Leistungen benötigt (BGH, Urt. v. 08. Februar 1984, Az.: IVb ZR 52/82 - juris Rn. 19 ff.; für diese Konstellation wurde die Ausnahme des "unzweifelhaften Nicht-mehr-Drohens" auch erstmals entwickelt).
Mit einem derartigen Vorbehalt will ein Schuldner im allgemeinen die Erfüllungswirkung des § 362 BGB nicht in Frage stellen, sondern lediglich dem Verständnis seiner Leistung als Anerkenntnis entgegentreten und die Wirkung des § 814 BGB ausschließen, sich also die Möglichkeit offen halten, das Geleistete gemäß § 812 BGB zurückzufordern (vgl. BGH, Urteil vom 8. Februar 1984 - IVb ZR 52/82 - NJW 1984, 2826, 2827); ein so zu verstehender Vorbehalt ändert an der allgemeinen Beweislastverteilung nichts.
Ein Vorbehalt dieser Art stellt die Ordnungsmäßigkeit der Erfüllung nicht in Frage (BGH, Urteil vom 17. Februar 1982 - IVb ZR 657/80, BGHZ 83, 278; vom 6. Mai 1982 - VII ZR 208/81, NJW 1982, 2302; vom 8. Februar 1984 - IVb ZR 52/82, NJW 1984, 2826; vom 24. November 2006 - LwZR 6/05, NJW 2007, 1269;… Palandt/Grüneberg, BGB, 78. Aufl., § 362 Rn. 14; jeweils m.w.N.).
Ein Vorbehalt dieser Art lässt die Schuldtilgung in der Schwebe und ist keine Erfüllung im Sinne von § 362 BGB (BGH, Urteil vom 19. Januar 1983 - VIII ZR 315/81, BGHZ 86, 267; vom 8. Februar 1984, a.a.O. Rn. 15).
Rechtslage nur dann, wenn der Schuldner durch den Vorbehalt dem Gläubiger überdies die volle Beweislast für das Bestehen der Forderung weiterhin aufbürden will mit der Folge, dass der Vorbehalt einer Erfüllungswirkung entgegensteht (vgl. BGH, Urteil vom 19. Januar 1983 - VIII ZR 315/81, BGHZ 86, 267; vom 8. Februar 1984, a.a.O. Rn. 15).
Der Maßstab für die Annahme und Wirkung eines lediglich mit Blick auf § 814 BGB erklärten Vorbehalts ist geklärt (vgl. BGH, Urteil vom 17. Februar 1982 - IVb ZR 657/80, BGHZ 83, 278; vom 6. Mai 1982 - VII ZR 208/81, NJW 1982; 2302; vom 8. Februar 1984 - IVb ZR 52/82, NJW 1984, 2826; vom 24. November 2006 - LwZR 6/05, NJW 2007, 1269; jeweils m.w.N.).
Gemäß § 1613 Abs. 2 Nr. 1 BGB stellt Sonderbedarf einen unregelmäßigen außergewöhnlich hohen Bedarf dar, der zudem nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH FamRZ 1984, 470) so überraschend sein muss, dass die Möglichkeit der vorherigen Rücklagenbildung für den Unterhaltsberechtigten nicht in Betracht kam.
OLG Hamm, 05.04.2004 - 11 WF 62/04
OLG Karlsruhe, 17.01.2020 - 12 U 27/19
Vollstreckungsgegenklage gegen einen Zwangsgeldbeschluss
OLG Celle, 20.02.2013 - 4 U 122/12
Verzicht des Grundschuldgläubigers auf Vollstreckung titulierter Zinsen wegen …
OLG Brandenburg, 21.12.2018 - 13 UF 157/16
Volljährigenunterhalt: Taschengeldanspruch eines mithaftenden Elternteils; …
OLG Köln, 19.09.1995 - 9 U 6/95
Rechtsschutzversicherung Vorrat Deckungsprozeß Kfz-Diebstahl Beweis Vorbehalt …
OLG Düsseldorf, 16.03.1988 - 19 U 38/87
Rückforderung; Beweislast; Darlegungslast; Vorbehalt; Spezifizierte Rechnung
OLG Karlsruhe, 20.09.2005 - 16 WF 115/05
Klageveranlassung für eine Unterhaltsabänderungsklage bei Nichtherausgabe des …
OLG Koblenz, 06.02.2007 - 11 WF 1211/06
Zulässigkeit von Zwangsvollstreckungsmaßnahmen aus einem Kindesunterhaltstitel …
Rechtsschutzbedürfnis für eine Vollstreckungsgegenklage wegen verjährter …
OLG Koblenz, 15.03.2004 - 13 UF 671/03
Zulässigkeit einer negativen Feststellungsklage gegen eine einstweilige Anordnung …
KG, 15.10.2002 - 19 WF 259/02
OLG Stuttgart, 09.02.2016 - 9 W 72/15
Prozesskostenhilfe: Mutwilligkeit der Vollstreckungsgegenklage auf Herausgabe …
Zur Gewährung von Prozesskostenhilfe für Abänderungsklage nach § 323 ZPO bei …
Rechtsschutzbedürfnis für Vollstreckungsgegenklage bei verjährten Zinsen
VG Düsseldorf, 08.08.2007 - 16 L 1320/07
Einstweilige Anordnung im Streit zwischen Verkehrsverbund Rhein-Ruhr AöR und DB …
OLG Schleswig, 20.08.2004 - 10 UF 64/04
OLG Frankfurt, 02.06.1999 - 3 UF 40/99
OLG Frankfurt, 25.11.1986 - 3 UF 346/85
Zur einkommensmindernden Berücksichtigung der einem Elternteil entstehenden …
OLG Hamburg, 14.01.2004 - 12 UF 23/03
Beteiligung am Kindergeld im Verhältnis der erbrachten Unterhaltsleistungen; …
OLG Saarbrücken, 15.03.1996 - 6 WF 28/96
PKH für Klage auf Geltendmachung der fehlenden Voraussetzungen einer …
KG, 16.09.1989 - 4 W 2337/89
Beschwerde wegen der Versagung von Prozesskostenhilfe für eine …
OLG Frankfurt, 15.10.1997 - 1 W 38/97
Kostentragung bei Veranlassung der Erhebung der Vollstreckungsgegenklage durch …
AG Kiel, 07.11.2003 - 118 C 136/03
https://dejure.org/1984,212
BGH, 01.02.1984 - IVb ZB 49/83 (https://dejure.org/1984,212)
BGH, Entscheidung vom 01.02.1984 - IVb ZB 49/83 (https://dejure.org/1984,212)
BGH, Entscheidung vom 01. Februar 1984 - IVb ZB 49/83 (https://dejure.org/1984,212)
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Höhe eines Versorgungsausgleichs nach Änderung des Beamtenversorgungsgesetzes zwischen Ehezeitende und gerichtlicher Entscheidung - Fiktive Hochrechnung auf den Zeitpunkt des Eintritts in den Altersruhestand - Ruhegehaltskürzungen aufgrund vorehelich erworbener ...
BGHZ 90, 52
NJW 1984, 1544
FamRZ 1984, 565
Diese Folge kann auch dann eintreten, wenn es der barunterhaltspflichtige Elternteil selbst ist, der den Unterhalt des minderjährigen Kindes zu einem Teil in anderer Weise als durch die Zahlung einer Geldrente nach § 1612 Abs. 1 Satz 1 BGB befriedigt (vgl. Senatsbeschluss vom 1. Februar 1984 - IVb ZB 49/83 - FamRZ 1984, 470, 472).
b) Der Senat schließt sich in Fortführung seiner ständigen Rechtsprechung der Auffassung an, daß dieser degressive Versorgungsteil nicht dem öffentlich-rechtlichen Versorgungsausgleich unterfällt (vgl. Senatsbeschlüsse vom 1. Februar 1984 - IVb ZB 49/83 - FamRZ 1984, 565, 568 f. - zum Ausgleich nach Art. 2 § 2 I des 2. HStruktG ; vom 21. September 1988 - IVb ZB 54/86 - FamRZ 1988, 1251, 1252 f. und vom 26. Oktober 1989 - IVb ZB 46/88 - FamRZ 1990, 276, 278 f. jeweils zum Ausgleichsbetrag nach § 97 c VBLS a.F.; vom 19. Dezember 1989 - IVb ZB 183/88 - FamRZ 1990, 380, 381 - zur Anpassung einer wegen des Ausgleichsbetrages nach § 97 d Abs. 2/§ 97 c Abs. 2 VBLS a.F. geschuldeten Ausgleichsrente; vom 17. Oktober 1990 - XII ZB 116/89 - FamRZ 1991, 177, 178 - zum Ausgleichsbetrag nach § 95 Abs. 1 der Satzung der Versorgungsanstalt der Deutschen Bundespost; vgl. auch Schreiben des Bundesministeriums der Justiz vom 2. April 2002, FamRZ 2002, 804, 805; Deisenhofer, FamRZ 2002, 288;… Bergner aaO 1233, 1234).
Die Vorschrift gilt für die regulären Versorgungen oder Versorgungsanwartschaften im öffentlichen Dienst, nicht aber für solche Teile der Versorgungen, die im Laufe der Zeit aufgezehrt werden (vgl. Senatsbeschluß vom 1. Februar 1984 aaO 568).
Damit fehlt jede tragfähige Grundlage für eine Bewertung des Abflachungsbetrages (vgl. Senatsbeschlüsse vom 1. Februar 1984 aaO 568 f. …und vom 12. September 1988 aaO 1252 f.).
c) Ob der Abflachungsbetrag ggf. später im schuldrechtlichen Versorgungsausgleich auszugleichen sein wird (vgl. dazu die Senatsbeschlüsse vom 1. Februar 1984 aaO 569;… vom 26. Oktober 1989 aaO 279;… vom 19. Dezember 1989 aaO 381 f.;… Johannsen/Henrich/Hahne, Eherecht 4. Aufl., § 1587 a Rdn. 41;… Schreiben des Bundesministeriums der Justiz vom 2. April 2002 aaO 805;… Bergner aaO 1234;… Deisenhofer aaO 288), braucht vorliegend nicht entschieden werden, nachdem die Voraussetzungen für einen schuldrechtlichen Versorgungsausgleich jedenfalls zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht gegeben sind.
Das entspricht der Rechtsprechung des Senats.(BGHZ 81, 100, 123; 90, 52, 57).
Wie der Senat in BGHZ 90, 52 (59 f.) dargelegt hat, ist der Grund dafür, daß das Gesetz im Sinne einer "Momentaufnahme" auf die am Ende des der Rechtshängigkeit des Scheidungsantrags vorausgehenden Monats (§ 1587 Abs. 2 BGB) bestehenden Verhältnisse abstellt, ein rein praktischer: An sich wäre als "Ehezeit" die Zeit bis zur Rechtskraft des Scheidungsurteils zu rechnen gewesen.
Die auf dieser Notwendigkeit beruhende Stichtagsregelung konnte auf die Berücksichtigung der tatsächlichen, individuellen Umstände beschränkt werden, weil davon auszugehen ist, daß dem Gericht Änderungen der Rechtslage, auch solche aus jüngerer Zeit vor seiner Entscheidung, rechtzeitig bekannt werden (BGHZ 90, 52, 60).
Daß weitere künftige Eingriffe des Gesetzgebers in das Versorgungsrecht, die in der Tat nicht fernliegen, für den Versorgungsausgleich nicht ohne Auswirkung bleiben werden, hat den Senat schon früher nicht daran gehindert, eine jedenfalls für den Zeitpunkt der Entscheidung dem Grundsatz der Halbteilung der während der Ehe erworbenen Versorgungsanrechte möglichst nahe kommende Lösung zu suchen (BGHZ 90, 52, 61 f.).
Der Ausgleichsbetrag nach Art. 2 § 2 Abs. 1 des 2. HStruktG ist nicht in den öffentlich-rechtlichen Versorgungsausgleich einzubeziehen (Senatsbeschluß vom 1. Februar 1984 - BGHZ 90, 52).
Zur Beamtenversorgung hat der Senat bereits in dem schon genannten Beschluß BGHZ 90, 52 entschieden, daß Gesetzesänderungen nach dem Ende der Ehezeit (dort: Neufassung des § 55 BeamtVG) bei der Regelung des Versorgungsausgleichs zu beachten sind, der Richter also das zur Zeit seiner Entscheidung geltende Versorgungsrecht anzuwenden hat (ebenso Senatsbeschluß vom 12. Juli 1984 - IVb ZB 67/83 - FamRZ 1984, 992, 993 zum Wegfall des örtlichen Sonderzuschlags für Beamte in Berlin).
In der Entscheidung BGHZ 90, 52 hat der Senat im einzelnen dargelegt, daß dem rein praktischen gesetzgeberischen Zweck, zu dem auf die Verhältnisse am Ende des der Rechtshängigkeit des Scheidungsantrages vorausgehenden Monats abzustellen ist, genügt wird, wenn die Bewertung der auszugleichenden Versorgungsanrechte an den tatsächlichen Verhältnissen ausgerichtet wird, die am Ende der Ehezeit vorgelegen haben.
So können Änderungen in den tatsächlichen Verhältnissen der Ehegatten zwischen dem Ehezeitende und der Entscheidung zu Wertverschiebungen führen, die das Gesetz aus praktischen Gründen (vgl. BGHZ 90, 52, 58 bis 60) unberücksichtigt läßt.
Der Senat hat wiederholt ausgesprochen, daß das zur Zeit der Entscheidung geltende Recht anzuwenden ist, soweit es nach seinem zeitlichen Geltungswillen den fraglichen Sachverhalt erfaßt, auch wenn die Rechtsänderung erst nach dem Ehezeitende eingetreten ist (BGHZ 90, 52 ff.; Senatsbeschlüsse vom 12. Juli 1984 - IVb ZB 67/83 FamRZ 1984, 992; vom 13. März 1985 - IVb ZB 169/82 FamRZ 1985, 688; vom 5. Februar 1986 - IVb ZB 728/81 FamRZ 1986, 447).
Bereits vor Einführung der Abänderungsmöglichkeit nach § 10 a VAHRG hat der Senat entschieden, daß auch nach Ehezeitende eingetretene gesetzliche Veränderungen zu berücksichtigen sind, wenn sie rückwirkend den Ehezeitanteil oder dessen Wert ändern (BGHZ 90, 52, 58 ff. und st.Rspr.).
Für die Höhe der danach zu berücksichtigenden Versorgung ist grundsätzlich deren am Ehezeitende erreichter Wert maßgebend (Senatsbeschluß BGHZ 90, 52, 57 [BGH 01.02.1984 - IVb ZB 49/83]; ständige Rechtsprechung).
Als Anrecht auf eine Leistung der betrieblichen Altersversorgung wäre der Ausgleichsbetrag nach § 97 c VBLS gemäß der für die Berücksichtigung und die versorgungsrechtliche Bewertung derartiger Ansprüche maßgeblichen Vorschrift (vgl. BGHZ 90, 52, 66 f) [BGH 01.02.1984 - IVb ZB 49/83] des § 1587 a Abs. 2 Nr. 3 Satz 3 BGB nur dann in den öffentlich-rechtlichen Versorgungsausgleich einzubeziehen, wenn er im Zeitpunkt der Entscheidung unverfallbar wäre, d.h. dem Ehemann unabhängig von der späteren Entwicklung nach Grund und Höhe unverändert verbleiben würde (Senatsbeschluß BGHZ 84, 158, 167 [BGH 26.05.1982 - IVb ZB 718/81];… vgl. auch Beschluß vom 9. März 1988 - IVb ZB 11/85 = BGHR BGB § 1587 a Abs. 2 Nr. 3 Satz 3, Unverfallbarkeit 3).
Wie der Senat in BGHZ 90, 52, 67 [BGH 01.02.1984 - IVb ZB 49/83] entschieden hat, sind die in den Versorgungsausgleich einzubeziehenden Versorgungsarten in § 1587 a Abs. 2 BGB allerdings nicht abschließend umschrieben.
Dieser Grundsatz betrifft die tatsächlichen Verhältnisse, also die individuellen Umstände, die die Versorgungslage der Ehegatten bestimmen (Senatsbeschluß BGHZ 90, 52, 57).
Das Gesetz vernachlässigt aus praktischen Gründen (vgl. BGHZ 90, 52, 59 f.) individuelle Änderungen der Versorgungslage, auch wenn diese bereits kurze Zeit nach dem Ende der Ehezeit eintreten.
Der Senat hat bereits entschieden, daß Gesetzesänderungen, die erst zu diesem Zeitpunkt in Kraft getreten sind, berücksichtigt werden müssen (BGHZ 90, 52, 57).
Das setzt indes voraus, daß das neue Gesetz nach seinem zeitlichen Geltungswillen das streitige Rechtsverhältnis mit erfassen will (BGHZ 9, 101, 103 [BGH 26.02.1953 - III ZR 214/50]; 36, 348, 350; 37, 233, 236 [BGH 20.06.1962 - V ZR 219/60]; 90, 52, 57).
Die tatsächlichen Verhältnisse und individuellen Umstände eines in der Ehezeit erworbenen Versorgungsanrechts bestimmen sich mithin grundsätzlich nach den Verhältnissen am letzten Tag der Ehezeit als dem maßgeblichen Bewertungsstichtag (vgl. Senatsbeschluß vom 1. Februar 1984 - IVb ZB 49/83 - FamRZ 1984, 565, 566).
OLG Celle, 29.11.1985 - 17 UF 146/81
Rechtmäßigkeit der Durchführung eines Versorgungsausgleiches; Rechtmäßige Höhe …
OLG Karlsruhe, 29.07.1999 - 16 UF 154/97
Berechnung des Ehezeitanteils eines Anrechts auf betriebliche Altersversorgung
OLG Braunschweig, 17.12.1998 - 1 UF 35/98
OLG Celle, 18.09.1986 - 12 UF 277/85
Versorgungsanwartschaften in der gesetzlichen Rentenversicherung und …
BGH, 09.11.1988 - IVb ZB 57/88
Erlangung von Rentenanwartschaften in der gesetzlichen Rentenversicherung - …
BGH, 07.10.1992 - XII ZB 69/91
Versorgungsausgleich auf der Grundlage einer Versorgungsanwartschaft unter …
BGH, 07.10.1992 - XII ZB 94/91
Berechnung einer Versorgungsanwartschaft nach der Scheidung einer Ehe - …
BGH, 07.10.1992 - XII ZB 91/91
Übertragung von Rentenanwartschaften nach der Scheidung einer Ehe - …
BGH, 07.10.1992 - XII ZB 70/91
Berechnung einer Versorgungsanwartschaft nach der Scheidung der Ehe eines Beamten …