Source: https://www.mkib.de/lexikon
Timestamp: 2020-05-26 05:12:10
Document Index: 129436409

Matched Legal Cases: ['§ 925', '§ 1', '§ 15', '§ 7', '§489', '§14', '§8', '§70', '§ 70']

MKIB - Die Online Baufinanzierung - Lexikon
Abkürzung für "Allgemeine Bauspar-Bedingungen".
Seit 2014 lediglich als SEPA-Firmenlastschrift anwendbar, wenn keiner der Beteiligten Verbraucher ist.
Anderer Begriff für "Disagio".
Die Abgeschlossenheitsbescheinigung wird vom Bauaufsichtsamt ausgestellt und bestätigt, dass Wohnungen nach dem WEG abgeschlossen sind. Die Wohnungen sind somit baulich von anderen Wohnungen getrennt und sind von außen mit einem eigenen Zugang erreichbar.
Bei einer Umschuldung wird dieser Betrag von der neuen Bank an die bisherige Bank gezahlt. Die Ablösesumme setzt sich aus der Restschuld, den Bearbeitungsgebühren und der eventuell anfallenden Vorfälligkeitsentschädigung zusammen.
Der Darlehensnehmer verpflichtet sich hier, das Darlehen innerhalb einer vereinbarten Frist durch Auszahlung in Anspruch zu nehmen.
Die Abschlussgebühr ist eine einmalige Gebühr, die bei Abschluss eines Bausparvertrages von den Bausparkassen erhoben wird. Diese Gebühr setzt sich aus Beratungs- und Abschlusskosten zusammen.
Die Abschlussphase ist die erste Phase eines Bausparvertrages. Hier wird der Vertrag abgeschlossen und die Abschlussgebühr berechnet.
Im Grundbuch sind 3 Abteilungen zu finden: Abteilung I gibt Auskunft über die Eigentumsverhältnisse. In Abteilung II sind alle Lasten und Beschränkungen des Grundstücks verzeichnet. Die Hypotheken, Grundschulden und Rentenschulden, mit denen ein Grundstück belastet ist, sind in Abteilung III zu finden.
Die monatlichen Raten (Annuitäten), welche für die Rückzahlung der Finanzierung aufgewendet werden, werden Abtrag genannt.
Bei einer Abtretung werden Rechte und Ansprüche auf einen Dritten übertragen. Es kann z.B. der Anspruch auf die Auszahlung eines Bausparvertrages durch den Darlehensnehmer an den Darlehensgeber abgetreten werden. Eine Abtretung kommt z.B. bei einem Festdarlehen mit einem Tilgungsersatzprodukt zum Einsatz.
Im Gegensatz zum Annuitätendarlehen (gleichbleibende Ratenhöhe) sinkt bei einem Abzahlungsdarlehen die Ratenhöhe. Hierdurch ergibt sich eine längere Laufzeit.
Abkürzung für "Allgemeine Geschäftsbedingungen".
Manche Banken verlangen für die Bereitstellung eines Darlehens einen Aufpreis, das sogenannte Agio (Aufgeld). Hierbei wird der Darlehensbetrag zu 100% ausgezahlt. Allerdings muss der Darlehensnehmer einen höheren Betrag zurückzahlen. Auch ist in einem solchen Fall der Sollzinssatz höher.
Im juristischem Sinne bedeutet Akzessorietät "abhängig" oder "gebunden". Das bedeutet, dass eine Sicherheit (z.B. Hypothek, Bürgschaft) vom Bestehen einer Kredit-Forderung abhängig ist. Wenn die Forderung erlischt, erlischt damit auch die Sicherheit.
Als Alleineigentümer werden Sondereigentümer bezeichnet. Das Sondereigentum wird in der Teilungserklärung ausgewiesen. Das Alleineigentum an einer Wohnung wird als Wohnungseigentum bezeichnet.
In den Allgemeinen Bauspar-Bedingungen werden die rechtlichen Vertragsbestimmungen zwischen Bausparer und Bausparkasse geregelt. Sie sind fester Bestandteil von jedem Bausparvertrag.
In den Allgemeinen Darlehensbedingungen sind die Vertragsbestimmungen, die grundsätzlich für alle Kunden bei der Abwicklung eines Darlehens gelten, zu finden. Das AGB-Gesetz ist die gesetzliche Grundlage auf dem diese Bestimmungen basiert.
Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen sind vorformulierte Bedingungen für eine Vielzahl von Verträgen, welche bei Vertragsabschluss unter Umständen Vertragsinhalt werden können.
Hier wird die leibliche und persönliche Versorgung des Berechtigten im Zusammenhang mit der Übertragung eines Anwesens gesichert. Das Altenteilsrecht bezieht sich auf dinglich gesicherte Nutzungen und Sach- und Dienstleistungen aus oder auf einem Grundstück.
Wenn für eine Anschaffung Geld ausgegeben wurde, bedeutet Amortisation die Rückzahlung einer Schuld. Die anfänglichen Aufwendungen für ein Objekt werden durch die dadurch entstehenden Erträge gedeckt.
Der amtliche Lageplan wird von den Kataster- oder Liegenschaftsämtern geführt. Aus dem Lageplan lassen sich die genaue Lage des Grundstücks, die darauf errichteten Gebäude und andere baurechtliche Details entnehmen. Der Lageplan ist Bestandteil eines Bauantrages und setzt sich aus einem schriftlichen und zeichnerischen Teil zusammen.
Das Anderkonto ist eine spezielle Form eines Treuhandkontos. Das Konto wird hierbei in eigenem Namen, jedoch für fremde Rechnung geführt und für einen Dritten verwaltet.
Von einem anfänglichen effektiven Jahreszins spricht man, wenn bei Vertragsabschluss Änderungen vorbehalten werden, wie z.B. ein variabler Zinssatz.
Die Anlagenaufwandszahl beschreibt das Verhältnis von Aufwand und Nutzen eines gesamten Anlagensystems zur Raumheizung, Be- und Entlüftung, sowie der Warmwasseraufheitung. Je niedriger die Anlagenaufwandszahl ist, umso effizienter ist die Anlage. Die anteilige Nutzung erneuerbarer Energien wird mit eingeschlossen.
Wenn die Bank das Darlehen zusagt, spricht man von einer Annahmeerklärung. Diese wird schriftlich an den Antragsteller versandt.
Die Annuität ist die für ein Darlehen anfallende Rate pro Jahr. Sie setzt sich aus einem Tilgungs- und Zinsanteil zusammen, wobei der Tilgungsanteil im Laufe der Rückzahlung steigt und der Zinsanteil in dieser Zeit sinkt, so dass die Ratenhöhe immer gleich hoch bleibt. Die Basis für die Berechnung der Annuität ist der Sollzinssatz und der Tilgungssatz des Darlehens.
Ein Annuitätendarlehen ist ein Darlehen mit konstanten Raten. Die Annuität setzt sich aus einem Zins- und einem Tilgungsanteil zusammen. Da mit jeder Rate ein Teil der Restschuld getilgt wird, verringert sich der Zinsanteil zugunsten des Tilgungsanteils.
An diesem Termin läuft die im Darlehensvertrag vereinbarte Zinsbindung ab, so dass eine Anpassung der Konditionen nötig werden kann.
Ein Anschaffungsdarlehen ist die frühere Bezeichnung für einen Ratenkredit.
Um einen Vermögensgegenstand zu erwerben und in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen, sind Aufwendungen nötig. Diese bezeichnet man als Anschaffungskosten. Zu den Anschaffungskosten zählen u.a. Erwerbskosten, Renovierungskosten, Grunderwerbssteuer.
Anschaffungsnahe Erhaltungsaufwendungen liegen vor, wenn Aufwendungen für die Instandsetzung und Modernisierung eines Gebäudes anfallen. Diese finanziellen oder sachlichen Aufwendungen fallen im zeitlichen Zusammenhang mit dem Erwerb eines Gebäudes an.
Für den Anschluss eines Grundstücks an das öffentliche Versorgungsnetz (vom Haus bis zur Grundstücksgrenze) fallen Anschlusskosten an.
Wenn Anspruch auf weitere Darlehen bestehen, können diese bei der Baufinanzierung dem Eigenkapital hinzugerechnet werden. Weitere Darlehen können z.B. aus einem bestehenden Bausparvertrag kommen.
Die Anzahlung ist ein Mittel um die monatliche Rate zu verringern, da der Finanzierungsbeitrag reduziert wird. Die Anzahlung kann in Form von Sachwerten und Barleistungen vorkommen.
Das Arbeitgeberdarlehen ist eine unentgeltliche oder verbilligte Überlassung eines Darlehens vom Arbeitgeber an den Arbeitsnehmer.
Die staatlich gewährte Geldzulage zur Förderung der Vermögensbildung der Arbeitnehmer nennt man Arbeitnehmersparzulage. Für vermögenswirksame Leistungen, also Geldleistungen, die der Arbeitgeber für den Arbeitnehmer anlegt, ist dies eine staatliche Subvention.
Wenn man Ansprüche aus einem verloren gegangenen Grundschuld- / Hypothekenbrief geltend machen möchte, kommt es zu einem Aufgebotsverfahren. Es handelt sich hier um eine öffentliche gerichtliche Aufforderung zur Anmeldung von Ansprüchen oder Rechten aus dem verloren gegangenen Grundschuld- / Hypothekenbrief. Mit Ablauf des Aufgebotes durch ein Ausschlussurteil wird dieser Brief für kraftlos erklärt, ebenso wie die vollstreckbare Ausfertigungen der Grundschuld-Bestellungsurkunden. Es kann bei Bedarf dann ein neuer Grundschuldbrief erstellt oder das Grundspandrecht gelöscht werden.
Anderer Begriff für "Agio".
Wenn sich Käufer und Verkäufer über den Übergang eines Eigentums an einem Grundstück (§ 925 BGB) einigen, spricht man von einer Auflassung. Diese wird in der Regel im Rahmen des Kaufvertrages vom Notar beglaubigt. Durch die Auflassung und Eintragung des Eigentumswechsels im Grundbuch wird der Eigentumsübergang bewirkt.
Die Auflassungsvormerkung sichert den Anspruch des Grundstückskäufers auf Eigentumsübertragung bis zu seiner endgültigen Eintragung als neuer Eigentümer. Die Eintragung erfolgt in Abteilung II des Grundbuches. Alle Belastungen und Verfügungen über das Grundstück sind unwirksam, sofern sie zeitlich nach der Auflassungsvormerkung und ohne Zustimmung des Auflassungsberechtigten (=Grundstückskäufer) durchgeführt werden.
Gemeint sind damit alle zur Darstellung des aufzuteilenden Gebäudes notwendigen Zeichnungen. Alle Einzelräume, die zu demselben Wohnungseigentum gehören, müssen hier mit derselben Nummer gekennzeichnet sein. Zum Aufteilungsplan gehört auch die Abgeschlossenheitsbescheinigung.
Beim Bau oder Erwerb von Wohneigentum fallen immer Aufwendungsdarlehen an. Dabei werden diese als zinsgünstige Darlehen bezeichnet, die für den Bau eines Hauses oder den Kauf einer Wohnung anfallen. Der Wohnungsbau wird auch durch steuerliche Vergünstigungen wie Abschreibungen und laufende Zuschüsse, die häufig auch als Aufwendungszuschüsse bezeichnet werden, staatlich gefördert. Die Darlehen stellen zwar keinen direkten Zuschuss dar, aber doch eine Subvention für den Wohnungsbau, da sie deutlich zinsgünstiger als üblich angeboten werden.
Für Eigentümer neu errichteter, eigengenutzter Immobilien sind Aufwendungshilfen öffentliche Zuschüsse oder Darlehen, die zu einer Entlastung nach dem Bezug beitragen sollen. Für die Aufwendungshilfen gelten die Bestimmungen des II. WoBauG.
Beim Ausbauhaus wird das Haus nur bis zu einem bestimmten Stand durch die Baufirma gebaut. Alle weiteren Arbeiten (z.B. Innenausbau) werden durch den Bauherrn in Eigenleistung zu Ende gebracht.
Einen Vetrag zwischen einem Grundpfandgläubiger, der die Zwangsversteigerung einer Immobilie betreibt, und einem an der Ersteigerung Interessierten, dennt man Ausbietungsgarantie. Der Interessent verpflichtet sich hier gegenüber dem betreibenden Gläubiger (Bank) im Versteigerungstermin ein Gebot in einer vereinbarten Mindesthöhe abzugeben. Da sich der Interessent mit dem Vertrag zum Erwerb einer Immobilie verpflichtet, bedarf dieser der notariellen Beurkundung. Der betreibende Gläubiger (Bank) bietet dem Interessenten häufig Gegenleistungen an, wie z.B. Übernahme der Finanzierung zu Sonderkonditionen, Verzicht auf Sicherheitsleistung, nicht den Zuschlag des Interessenten zu verhindern.
Bei der Ausfallbürgschaft kann der Bürge erst in Anspruch genommen werden, wenn der Gläubiger nachgewiesen hat, dass ein Ausfall der Forderung, zumindest teilweise, endgültig eingetreten ist.
Zu den Außenanlagen gehört die Umgebung des Hauses auf dem Grundstück. Hierzu gehöhren die Ver- und Entsorgungsleitungen vom Hausanschluss bis zur Grundstücksgrenze, Gartenanlagen, Pflasterung und Besfestigungen von Wegen.
Eine außerplanmäßige Sonderzahlung ist eine einmalige Teilrückzahlung des Kreditbetrages, wodurch dich der zurück zu zahlende Kreditbetrag um die geleistete Sonderzahlung vermindert. Die Sonderzahlung wirkt sich auch kostenmindernd auf die noch zu zahlenden Zinsen und die sonstigen laufzeitabhängigen Kosten aus.
Die Auszahlung des Darlehens erfolgt erst, wenn alle vertraglichen Bedingungen erfüllt sind. Die Auszahlungshöhe ist ebenfalls vertraglich geregelt. In der Regel wird der Betrag bei Bestandsimmobilien vollständig und bei Neubauten nach Baufortschritten ausgezahlt.
Der Betrag, der dem Darlehensnehmer tatsächlich aus dem Darlehen zur Finanzierung der Immobilie zur Verfügung steht, nennt man Auszahlungsbetrag.
Der Prozentsatz des Darlehensbetrages (Nominatbetrag), welcher dem Darlehensnehmer ausgezahlt wird, wird als Auszahlungskurs bezeichnet. In der Regel beträgt dieser 100%. Sollte jedoch ein Disagio vereinbart worden sein, kann dieser auch unter 100% liegen.
Ein Darlehen wird erst an den Darlehensnehmer ausgezahlt, wenn alle im Darlehensvertrag vereinbarten Bedingungen erfüllt sind und die entsprechenden Unterlagen vorliegen.
Wenn ein Kreditinstitut eine Bürgschaft übernimmt oder eine Garantie stellt, spricht man von einem Aval. Dabei wird kein Geldbetrag, sondern die eigene Kreditwürdigkeit zur Verfügung gestellt. Mit der Übernahme eines Avals verpflichtet sich das Institut für die Verbindlichkeiten des Kreditnehmers einem Dritten gegenüber einzustehen. Im Falle einer Garantie steht es für einen bestimmten in der Zukunft liegenden Erfolg ein.
Die Bank erhält für die Übernahme eines Avals eine Avalgebühr.
Hierbei handelt es sich um Konditionen die "bis auf weiteres" gelten.
Als Back Office bezeichnet man den sich im Hintergrund befindlichen Bereich eines Finanzdienstleisters. Hier erfolgt kaum oder kein Kontakt zu den Kunden.
Eine Ballonfinanzierung wird auch als Schlussratenfinanzierung bezeichnet. Hierbei sieht der Tilgungsplan eine sehr hohe Schlussrate (den Ballon) vor. Diese übersteigt die laufenden Raten um ein Vielfaches. Typischerweise macht diese Schlussrate mehr als die Hälfte der Darlehenshöhe aus. Üblich ist diese Finanzierungsform besonders bei Autokrediten.
Eine Bank ist ein Kreditinstitut das Bankgeschäfte gemäß § 1 des KWG (Kreditwesengesetz) betreibt. Als Bank dürfen sich nur Unternehmen bezeichnen, die eine Banklizenz besitzen. Zu den Bankgeschäften gehören z.B. die Entgegennahme von Einlagen oder die Ausgabe von Darlehen.
Je nach Zweck sind Banken in unterschiedliche Gruppen zusammengefasst.
An Bankfeiertagen werden in den Banken keine Bankgeschäfte abgewickelt. Diese können unter Umständen von den gesetzlichen Feiertagen abweichen.
Das Bankvorausdarlehen dient der Vorfinanzierung eines Bausparvertragses. Das bedeutet, dass der Bausparvertrag bereits vor Zuteilung vor- bzw. zwischenfinanzierung. Die Bausparsumme enspricht dabei dem Darlehensbetrag. Mit Zuteilung des Bausparvertrages wird das Bankvorausdarlehen abgelöst. Solange das Bankvorausdarlehen läuft sind nur Zinsen und keine Tilgung zu zahlen (Tilgunsaussetzung), statt dessen wird der Bausparvertrag bespart.
Im Finanzwesen wird ein Prozenpunkt als Basispunkt bezeichnet. Ein Basispunkt ist der hundertste Teil eines Prozentpunktes (0,01%).
Um eine Baugenehmigung für ein Bauvorhaben zu erhalten, muss der Bauherr bei der Baubehörde einen schriftlichen Bauantrag einreichen. Dem Bauantrag müssen alle für die Bearbeitung und Beurteilung des Bauvorhabens erforderlichen Unterlagen (Bauvorlagen) beigelegt sein. Folgende Unterlagen gehören zum Bauantrag: - Bauantragsvordruck, dieser muss vom Bauherrn und vom vorlageberechtigten Entwurfsverfasser (Architekt, Ingenieur) unterschrieben sein - Bauzeichnungen im Maßstab 1:100 - Katasteramtlicher Lageplan im Maßstab 1:1000 bzw. 1:500 - Baubeschreibung - Flächenberechnungen und Berechnung des umbauten Raumes (Kubaturberechnung) - Technische Nachweise zur Statik etc. - Entwässerungspläne
Mit der schriftlichen Bauanzeige gibt der Bauherr ein nicht baugenehmigungspflichtiges Bauvorhaben bei der zuständigen Baubehörde bekannt. Sofern 4 Wochen nach Bekanntgabe keine Einwände von der Baubehörde kommen, kann mit dem Bau begonnen werden.
Die Baubeschreibung ist eine detaillierte Beschreibung des zu errichtenden Gebäudes. Aufgelistet werden hier, neben der Art der Bauausführung, die zum Einbau gelangenden Materialien beschrieben und aufgelistet.
Ein Baudarlehen kann ausschließlich zur Finanzierung im Zusammenhange mit Baumaßnahmen oder Immobilienkauf verwendet werden. Hierbei ist es wichtig, dass eine Immobilie (Grundstück, Haus oder Eigentumswohnung) vorhanden ist, die beliehen werden kann und damit als Sicherheit dient.
Wenn ein Grundstück als Bauerwartungsland gekennzeichnet ist, bestehen hierfür Planungsabsichten für eine bauliche Nutzung.
Wenn man eine Immobilie kaufen oder bauen möchte, benötigt man meist eine Baufinanzierung. Dabei wird ein Darlehen bei einer Bank aufgenommen und über einen Zeitraum von mehreren Jahren wieder zurück gezahlt.
Zuschüsse und steuerliche Vergünstigungen werden an Vermieter gegeben, um den Wohnungsbau anzukurbeln.
Wenn Familien mit geringem Einkommen oder vielen Kindern Wohneigentum erwerben möchten, unterstützt der Staat diese. Es gelten jedoch in jedem Bundesland unterschiedlichste Bestimmungen.
Bei Neubauten und umfangreichen Modernisierungen werden Darlehen in der Regel nach Baufortschritt ausgezahlt. Der erreichte Bautenstand muss durch den Bauherrn oder Architekt bestätigt werden, damit die Bank den jeweiligen Darlehensteil auszahlt. Oft erfolgt die Auszahlung nach MaBV. Individuelle Absprachen zwischen Bauherr und Bauträger sind auch möglich.
Die Baugenehmigung ist die offizielle Erlaubnis der Bauaufsichtsbehörde, um eine Immobilie zu errichten, zu ändern oder zu beseitigen.
Die Baugrenze ist eine im Bebauungsplan festgesetzte Grenze. Diese darf von Gebäuden oder deren Teilen nicht überbaut werden.
Wenn bei einem privaten Bauvorhaben Eigenleistungen durch Freunde oder Verwandte erbracht werden, ist es notwendig eine Bauhelferversicherung abzuschließen, um Risiken abzudecken die zu Schäden führen können.
Wenn man ein Bauvorhaben in eigenem Namen und Interesse durchführt bzw. durchführen lässt, ist man ein Bauherr. Dieser trägt die Risiken der Vorbereitung und der Durchführung inklusive des Bauherrenhaftungsrisikos. Der Bauherr entscheidet über die achitektonische und technische Gestaltung, sowie über die Finanzierung.
Schäden, die Dritte auf einem Baugrundstück oder durch eine Baumaßnahme erleiden könnten und für die der Bauherr haftbar gemacht werden kann, werden von dieser Versicherung abgedeckt.
Das Jahr, in dem ein Gebäude errichtet wurde, wird als Baujahr bezeichnet.
Die Baukosten setzen sich aus den reinen Kosten für das Bauwerk und die Außenanlagen zusammen. Erschließungs- und Baunebenkosten fallen nicht darunter.
Baulasten sind öffentlich-rechtliche Beschränkungen der Bebaubarkeit bzw. Nutzbarkeit an einem Grundstück. Die Baulasten werden im Baulastenverzeichnis registriert. Vor einem Grundstückskauf empfiehlt sich die Einsichtnahme in dieses Verzeichnis. Das Baulastenverzeichnis wird bei den Bauordnungsämtern geführt.
Wenn während der Bauphase an der Immobilie, den Bauteilen oder den Baustoffen Schäden entstehen, springt die Bauleistungsversicherung ein. Die Schäden können durch Naturkatastrophen, Diebstahl oder Vandalismus verursacht werden.
Wenn eine bauliche Leistung von dem vertraglich vereinbarten Sollzustand abweicht, spricht man von einem Baumangel. Der Gesetzgeber definiert genau wann ein Mangel vorliegt. Erkennbare Schäden sollte der Bauherr schon bei der Bauabnahme schriftlich anzeigen, um vom Verursacher eventuell Nachbesserungs- oder Gewährleistungsansprüche geltend machen zu können.
Die Kosten, welche neben den eigentlichen Baukosten und Kosten für das Grundstück auftreten, sind die Baunebenkosten. Zu den Baunebenkosten zählen z.B. Planungskosten für Architekt, Statiker, Ingenieure und Sachverständige; Gebühren für Baugenehmigungen (Behördliche Gebühren); Versicherungsgebühren; anfallende Finanzierungskosten
Jedes Bundesland legt seine eingene Bauordnung fest. Die Bauordnung regelt das Verfahren der Baugenehmigung, sowie die materiellrechtlichen Voraussetzungen für die Errichtung, Änderung und den Abbruch baulicher Anlagen.
Bauschein ist ein anderer Begriff für "Baugenehmigung".
Alle Zahlungen, die während der Sparphase in einen Bausparvertrag fließen, werden Bausparbeiträge genannt.
Im Rahmen eines Bausparvertrages kann eine Bausparkasse ein nachrangiges Baufinanzierungsdarlehen, welches für wohnwirtschaftliche Zwecke genutzt werden muss, gewähren.
Der Bausparer verpflichtet sich mit Abschluss eines Bausparvertrages, eine voher festgelegte Mindestsumme anzusparen. Sobald diese erreicht wurde, kann der Bausparer ein Darlehen von der Bausparkasse erhalten.
Das Bausparguthaben ist die Summe aus den schon angesparten Bausparbeiträgen inkl. Zinsen. Dieses muss einen vertraglich festgelegten Prozentsatz (in der Regel 40% oder 50%) der Bausparsumme erreicht haben.
Bausparkassen sind sogenannte Zweck-Sparkassen, die dem Sparen zum Erwerb von Wohneigentum dienen. Sie erhalten die Einlagen ihrer Sparer und geben Darlehen für wohnwirtschaftliche Zwecke aus.
Durch den Abschluss eines Bausparvertrages wird man Teil eines Bausparkollektivs. Die Bausparkasse übernimmt dabei die Funktion des Verwalters. Die Bausparkasse nimmt die Spargelder an und gibt dafür Bauspardarlehen aus.
Ein Bausparvertrag wird über einen bestimmten Betrag abgeschlossen. Dieser Betrag setzt sich aus Bausparguthaben und Bauspardarlehen zusammen. Die Höhe der Abschlussgebühr und des monatlichen Tilgungsbeitrags hängt von der Bausparsumme ab.
Die meisten Bausparkassen bieten mehrere bzw. unterschiedliche Tarife an. Der Bauspartarif regelt die Höhe der monatlichen Spar- und Tilgungsbeträge und die Höhe der Zinsen für das Bausparguthaben und das Bauspardarlehen.
Beim Bausparvertrag handelt es sich um einen Vertrag zwischen Bausparer und Bausparkasse. Durch Ansparen der Bausparsumme kann der Bausparer ein Bauspardarlehen erhalten.
Der Bautenstandsbericht dient u.a. bei Neubauten / Umbauten zur Teil- / Restauszahlung eines bewilligten Darlehens. Er ist ein regelmäiger Bericht des Bauherren bzw. Architekten über den Stand der Arbeiten an einem Bauprojekt.
Unternehmen, die Grundstücke kaufen und im eigenen Namen und auf eigene Rechnung mit Wohn- und Gewerbebauten bebauen, um diese anschließend zu verkaufen, nennt man Bauträger.
Beim Bauträgermodell befindet sich die zu kaufende Immobilie noch in der Planungs- bzw. Bauphase. Durch dieses Konzept können steuerliche Förderungen ausgenutzt werden.
Eine von mehreren Grundlagen zur Festsetzung des Beleihungswertes nennt man Bauwert. Dieser setzt sich aus den angemessenen Herstellungskosten für Gebäude und Außenanlagen zusammen.
Bei unerwarteten Beschädigungen, die während der Bauzeit an einer Immobilie eintreten, leistet die Bauwesenversicherung Ersatz.
Hierbei handelt es sich um eine technische Zeichnung der Bauplanung, die geometrische und/oder statische Informationen für die Bauausführung zeigt. Weiterhin zeigt sie alle räumlichen Ausmaße und Materialien.
Die Bauzwischenfinanzierung (auch Zwischenfinanzierung) überbrückt eine kurze Zeitspanne von bis zu max. 2 Jahren, bis zur Auszahlung eines Geldbetrages.
Diese einmalige Gebühr wird von Banken / Bausparkassen für die Bearbeitung eines Darlehensantrages erhoben. In der Regel wird der Betrag bei der Auszahlung des Darlehens abgezogen. Bearbeitungsgebühren im Bereich der privaten Baufinanzierung werden kaum noch angewendet.
Hier wird die Art und Weise einer möglichen Bebauung von Grundstücken und die Nutzung der frei zu haltenden Flächen geregelt.
Die Beglaubigung ist eine Bescheinigung, dass Zweitschriften mit dem Original übereinstimmen und speziell im Rechtsverkehr ein gesetzliches Formerfordernis, wonach Unterschriften in bestimmten Verträgen oder Urkunden durch öffentliche Beglaubigung vor einem Notar geleistet werden müssen.
Wenn der Auszahlungsanspruch aus einem Bausparvertrag an einen Dritten weitergegeben wird (z.B. durch Erbschaft), spricht man von einer Begünstigung. Die Begünstigten erhalten dann nach der Zuteilung oder Kündigung die Bausparmittel ausgezahlt.
Die Summe aller Zahlungsverpflichtungen bzw. regelmäßigen Ausgaben eines Haushaltes ergibt die monatliche Belastung. Hierzu gehören u.a. die gesamten Lebenshaltungskosten, Versicherungsbeiträge, Telefon- und Fahrtkosten und die Darlehensraten.
Belastungs- und Veräußerungserklärung
Mit der Belastungs- und Veräußerungserklärung erteilen die Grundstückseigentümer die Zustimmung, damit beim Erbbaurecht eine als Sicherheit dienende Grundschuld im Grundbuch eingetragen werden kann. Diese Zustimmung ist nach § 15 der Erbbaurechtsverordnung (ErbBauVO) notwendig.
Mit der Beleihung sichern sich Kreditinstitute gegen eine mögliche Zahlungsunfeähigkeit des Kreditnehmers ab. Hierfür wird in den meisten Fällen die zu finanzierende Immobilie als Sicherheit für die Baufinanzierung herangezogen. Die Höhe der Beleihung ist abhängig von dem Beleihungswert und der Beleihungsgrenze der Immobilie.
Der Beleihungsauslauf bezieht sich auf den Beleihungswert einer Immobilie, nicht auf dem Kaufpreis und gibt den Anteil des Objektwertes in Prozent an, der beliehen wird an. Beträgt ein Darl. z.B. 150 T€ und ist der Beleihungswert des Objektes 300 T€, so ist der Beleihungsauslauf 50%. Man spricht dann von einer 50-%igen Beleihung.
Die Beleihungsgrenze limitiert im Regelfall die Darlehenshöhe. Die Kreditinstitute dürfen nur bis zu einer bestimmten Grenze Immobilien bleiehen. Es kann also nur ein Teil einer Immobilie zur Absicherung eines Darlehens dienen.
Eine Immobilie, die als Sicherheit für eine Baufinanzierung durch Eintrag eines Grundpfandrechts (meist Grundschuld) in das Grundbuch dient, nennt man Beleihungsobjekt. Dieses muss nicht zwingend mit dem Investitionsobjekt übereistimmen.
Die Bindung zu einer Forderung zwischen Gläubiger und Schuldner wird mit dem Beleihungsvertrag hergestellt.
Der Beleihungswert gibt den nachhaltig erzielbaren Wert einer Kreditsicherheit (Beleihungsobjekt) an. Hierbei werden alle maßgebenden Umstände berücksichtigt. Grundlage für die Ermittlung des Beleihungswertes ist die Beleihungswertverordnung (BelWertV). Dieser ist oft Grundlage für die Kerditentscheidung und liegt meist unter dem Verkehrswert der Besicherten Immobilie, da Sicherheitsabschläge durchgeführt werden.
Die Käufer eines Fertighauses oder einer Bauträgerimmobilie entscheiden sich im Rahmen einer Bemusterung, wie ihre spätere Immobilie ausgestattet sein soll. Details wie Fliesen, Eingangstür, Dachziegel oder Türgriffe werden dabei festgelegt.
Wenn ein genehmigtes Darlehen von der Bank zum Abruf bereit gestellt wird, der Darlehensnehmer dieses jedoch nicht bzw. nur zum Teil abruft, berechnet das Kreditistitut nach einer längeren Zeit Zinsen. Denn solange die Darlehensmittel auf Abruf bereit liegen, kann das Geld nicht durch Zwischenanlagen kapitalbringend eingesetzt werden. Die daraus entstandenen Ausfälle gleicht der Darlehensnehmer durch Bereitstellungszinsen wieder aus.
Der Bergschadenverzicht bewirkt eine Minderung oder Wegfall des Ersatzanspruches bei einem Bergschaden. Man versteht darunter den vertraglich vereinbarten Ausschluss der Haftung für Bergschäden. Wenn der Bergschadenverzicht im Grundbuch eingetragen ist, wirkt dieser auch gegenüber jedem Rechtsnachfolgers des Grundstückseigentümers. Zu finden ist der Bergschadenverzicht oft in Grundbüchern ehemaliger Bergbaugebiete, z.B. im Ruhrgebiet.
Besitzer im rechtlichen Sinne ist derjenige, der die tatsächliche Verfügungsgewalt über eine Sache hat. Sowohl bei Leasing als auch bei einer Finanzierung ist der jeweilige Fahrzeugnutzer der Besitzer
Die Einzahlungen (Besparung) in einen Bausparvertrag sind in Höhe und Regelmäßigkeint nicht festgelegt. Durch z.B. Sonderzahlungen oder Sofortauffüllung kann der Bausparer die Entwicklung seines Bausparvertrages selber beeinflussen.
Das Bestandsverzeichnis ist der erste Teil des Grundbuchs. Hier sind werden die Grundstücke oder grundstücksgleichen Rechte mit den vom amtlichen Kataster vorgegebenen Katasterangaben eingetragen.
Die Betriebskosten sind die Kosten für den laufenden Betrieb und den Unterhalt einer Immobilie. Darunter fallen z.B. Heizkosten, Grundsteuer, Feuerversicherungs- und Haftpflichtbeiträge, Reparaturen.
Bei der Beurkundung wird nicht nur die Richtigkeit der geleisteten Unterschriften (wie bei der Beglaubigung) durch den Notar bestätigt, sondern der Inhalt des Rechtsgeschäft. Die Beurkundung ist die strengste gesetzliche Formvorschrift. Kaufverträge über Immobilien bedürfen imer der Beurkundung.
Verträge, bei denen es um den Eigentumsübergang an Grundstücken oder Immobilien geht, müssen generell notariell beurkundet werden. Hier besteht eine Beurkundungspflicht.
Das Ziel eines jeden Bausparers ist die Zuteilung seines Bausparvertrages. Bei der Zuteilung wird die gesamte Bausparsumme von der Bausparkasse zur Verfügung gestellt. Durch die Bewertungszahl wird eine korrekte Zuteilung gewährleistet. Dabei wird die Leistung (Zeit x Geld) des einzelnen Bausparers für die Bauspargemeinschaft berechnet.
Der Bewertungszahlfaktor wird beim Abschluss eines Bausparvertrages, mit einer dazu gewählten Tarifvariante, bestimmt. Der Bewertungszahlfaktor fließt auch in die Berechnung der Bewertungszahl mit ein und beeinflusst die Laufzeit eines Bausparvertrages.
Die Bewirtschaftungskosten sind die Kosten für den laufende Bewirtschaftung einer Immobilie. Bei vermieteten Immobilien können Bewirtschaftungskosten zum Teil auf den Mieter umgelegt werden.
Der bauliche Zustand eines Gebäudes, in dem nach genereller Auffassung den Bewohnern der Bezug der Wohnräume zugemutet werden kann, wird Bezugsfertigkeit genannt. Bezugsfertigkeit betrifft sowohl Neubauten als auch grundrenovierte Gebäude.
Eine Bilanz ist wesentliches Instrument und Bestandteil des Jahresabschlusses und dient der Gegenüberstellung und Aufschlüsselung der Herkunft und Verwendung des im Unternehmen gebundenen Kapitals.
Nach Zuteilung ausgezahlte Bausparmittel können innerhalb einer 7-jährigen Bindungsfrist nur für wohnwirtschaftliche Maßnahmen genutzt werden. Wenn eine Bausparvertrag innerhalb dieser Bindungsfrist gekündigt wird, wirkt sich das grundsätzlich prämienschädlich aus und die staatliche Förderung durch Arbeitnehmersparzulage und/oder Wohnungsbauprämie besteht nicht mehr. Sobald die Bindungsfrist abgelaufen ist, kann der Bausparer über das gesamte Guthaben frei verfügen.
Wenn ein Darlehen ausschließlich aufgrund der Bonität eines Darlehensnehmers gewährt wird, ohne dass Sicherheiten hinterlegt werden, spricht man von einem Blanko-Darlehen. In den meisten Fällen sind Dispokredite Blanko-Darlehen.
Der Wert eines unbebauten oder fiktiv freigelegten Grundstücks oder grundstücksgleichen Rechts wird Bodenwert genannt. Die Lage, Größe, Zuschnitt, Beschaffenheit und Grad der Erschließung des Grundstücks beeinflussen den Bodenwert.
Bonität ist ein anderer Ausdruck für die Zahlungsfähigkeit des Kunden. Sie wird über die Bonitätsprüfung festgestellt und ist maßgeblich für die Annahme eines Darlehens- oder Leasingantrages.
Bei der Bonitätsanalyse wird die sachliche und persönliche Bonität einer Person beurteilt. Die Person des Darlehensnehmers wird bei der persönlichen Bonität beurteilt. Bei der sachlichen Bonität werden seine finanziellen Voraussetzungen sowie die Vermögensverhältnsse beurteilt. Hierbei ist die Ermittlung des frei verfügbaren Einkommens zentraler Punkt. Nach Abzug aller Lebenshaltungskosten (von den regelm. Einkünften) sollte dem Darlehensnehmer noch ein genügend hoher Geldbetrag für die Zahlung der monatlichen Darlehensraten übrig bleiben.
Eine Brandversicherung versichert ein Gebäude gegen Feuerschäden und deckt im Schadensfall die Gesamtkosten der Wiederherstellung des Gebäudes. Bei manchen Kreditinstituten muss eine ausreichende Brandversicherung nachgewiesen werden.
Wenn bei einer Grundschuld neben der Eintragung ins Grundbuch zusätzlich noch ein Grundschuldbrief ausgestellt wird, handelt es sich um eine Briefgrundschuld. Heute erfolgt die Bestellung einer Grundschuld in der Regel ohne Brief.
Miteigentum ist das Eigentum an einer Sache, das mehreren Eigentümern gemeinschaftlich nach Bruchteilen zusteht. Jedem Miteigentümer steht dabei ein ideeller Anteil zu und er kann über seinen Teil frei verfügen.
In der Bruttokaltmiete werden in der Miete enthaltene Zahlungen für Wasser, Zentralheizung, Möblierung usw. nicht berücksichtigt. Man spricht hier auch von der "kalten Leerraummiete".
Abkürzung für "Bausparvertrag".
Die Buchgrundschuld wird lediglich im Grundbuch registriert. Die Ausstellung eines Grunsschuldbriefes wurde hier ausgeschlossen. Diese Form der Grundschuld ist heute die übliche Form der Grundschuldbestellung.
Einnahmen und Ausgaben des Darlehensnehmers werden hier gegenübergestellt und damit die tragbare monatliche Belastung errechnet.
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, kurz BaFin, ist die zentrale Allfinanzaufsichtsbehörde über Kreditinstitute, Versicherungsunternehmen und Finanzdienstleistungsinstitute. Die BaFin beaufsichtigt und kontrolliert als Finanzmarktaufsichtsbehörde im Rahmen der Finanzaufsicht alle Bereiche des Finanzwesens in Deutschland.
Die Bürgschaft ist ein einseitig verpflichtender Vertrag zwischen dem Bürgen und dem Gläubiger eines Dritten. Der Bürge verpflichtet sich hierbei gegenüber dem Gläubiger des Dritten, für die Erfüllung der Verbindlichkeiten des Dritten einzustehen. Meistens handelt es sich bei dem Dritten um einen Darlehensnehmer und bei dem Gläubiger um ein Kreditinstitut, welches das Darlehen gewährt.
Der Bauunternehmer stellt die Bürgschaft nach § 7 MaBV in de Fall, wenn er vom Käufer der Immobilie Geldleistungen erhält, die dem aktuellen Wert der zu errichtenden Immobilie noch nicht entsprechen (Vorauszahlungen). Mit dieser selbstschuldnerischen Bürgschaft stellt der Bauunternehmer eine Sicherheit für alle etwaigen Ansprüche auf Rückgewähr oder Auszahlung der Vermögenswerte des Käufers. Sobald die Immobilie fertig gestellt ist, ist die Bürgschaft vom Käufer zurück zu geben.
Der Bürge erhebt für die Übernahme des Risikos und den Prüfungs-, und Verwaltungsaufwand eine einmalige oder kontinuierliche Bürgschaftsgebühr, die dem Darlehensnehmer in Rechnung gestellt wird.
Hierbei handelt es sich um einen selten verwendeten Begriff für Disagio. Das Damnum ist die Differenz zwischen Nominalbetrag und tatsächlicher Auszahlung eines Darlehens und stellt eine Zinsvorauszahlung dar, die dazu führt, dass die Bank den zu zahlenden Solllzins senkt.
Der Darlehensgeber überlässt dem Darlehensnehmer gegen ein Entgelt einen bestimmten Geldbetrag oder andere vertretbare Sachen (Sachdarlehen) zur vorübergehenden Nutzung.
Von einer Darlehensablösung spricht man, wenn man ein neues Darlehen aufnimmt, um ein anderes Darlehen bei einem anderen Kreditinstitut abzulösen bzw. umzuschulden. In der Regel sind bei diesem Vorgang zwei unterschiedliche Banken beteiligt.
Mit Abschließen eines Bausparvertrages und dessen regelmäßiger Besparung kann ein Bausparer, vorbehaltlich einer Beleihungs- und Bonitätsprüfung, einen Rechtsanspruch auf ein zinsgünstiges Bauspardarlehen, mit festem Darlehenszins während der kompletten Laufzeit erhalten.
Wenn man ein Darlehen wünscht, muss ein Antrag mit der Darehenssumme und den geforderten Unterlagen bei der Bank abgegeben werden. Daraufhin überprüft die Bank die Kreditwürdigkeit.
In einem Darlehensvertrag werden allgemeine Kriterien schriftlich festgehalten. Aber auch spezifische Bedingungen können zwischen Darlehensgeber und -nehmer geregelt werden.
Der Darlehensbetrag ist der im Darlehensvertrag vereinbarte Betrag des Darlehens.
Die Darlehensbewilligung ist die rechtlich verbindliche Zusage des Darlehensgebers über die gewährung des Darlehens.
Wenn ein Darlehen bereit gestellt wird, wird die Darlehensgebühr fällig. Diese wird im Vorfeld zwischen Darlehensgeber und Darlehensnehmer in einer bestimmten Höhe vereinbart. In den meisten Fällen errechnet sie sich aus dem Darlehensbetrag und wird in prozentualer Höhe angegeben. Die Darlehensgebühr wird direkt dem Darlehenskonto belastet und mit der Zahlung der monatlichen Rate beglichen.
Der Darlehensgesamtbetrag ist der Betrag, den der Darlehensnehmer der Bank schuldet. Es ist die Summe aus dem Kaufpreis des Fahrzeuges, inkl. optionaler Restschuldversicherung, den Bearbeitungsgebühren und den Zinsen.
Die Darlehenshöhe wird auch als Nennbetrag oder Nominalbetrag eines Darlehens bezeichnet. Zu beachten gilt hierbei, dass sich Darlehenshöhe und Auszahlungsbetrag in vielen Fällen voneinander unterscheiden, wenn ein Ausgabeaufschlag von dem Darlehensbetrag abgezogen wird. In der Regel entspricht die Darlehenshöhe dem Finanzierungsbedarf. Die Kosten, die für ein Darlehens anfallen, richten sich nach der Darlehenshöhe.
Während der Darlehenslaufzeit leistet der Darlehensnehmer feste Zins- und Tilgungsraten für sein Darlehen. Durch Sondertilgungen kann die Darlehenslaufzeit verkürzt werden.
Der Darlehensnennbetrag wurde im Darlehensvertrag vereinbart. Dieser Betrag, zuzüglich Gebühren, muss vom Darlehensnehmer zurück gezahlt werden.
Die Darlehensphase ist die letzte Phase eines Bausparvertrages. In dieser Phase wird der in Anspruch genommene Darlehensbetrag in festen Tilgungs- und Zinsraten zurück gezahlt.
Darlehenssumme (Nettodarlehensbetrag)
Der Begriff Darlehenssumme entspricht dem vom Gesetzgeber verwendeten Begriff Nettodarlehensbetrag.
Anderer Begriff für "Darlehensvertrag".
Der Darlehenszins ist der Zins, der bei einem Darlehen tatsächlich zu zahlen ist. Während der Zinsbindungsfrist ändert sich der Zinssatz nicht.
Wenn die Bank den Kreditantrag annimmt, spricht man von einer Darlehenszusage. Hier werden nochmals alle Konditionen die das Darlehen betreffen aufgeführt.
Anderer Begriff für "Darlehensgeber".
Die Deckungshypothek dient als Sicherheit für die, von einer Hypothekenbank ausgegebenen Pfandbriefe. Das gewährte Darlehen darf dabei nicht 60% des Beleihungswertes der Immobilie übersteigen. Die Refinanzierung von Hypothekenbanken erfolgt hauptsächlich durch Ausgabe von Pfandbriefen.
Beim Deckungsprinzip müssen verkaufte Pfandbriefe durch Hypotheken in mindestens gleicher Werthöhe gedeckt sein.
Darlehenssicherheiten, die sich auf materielle Güter (z.B. Grundstücke oder Immobilien) beziehen, nennt man dingliche Sicherheiten. Üblicherweise werden in der Baufinanzierung Grundpfandrechte (Grundschulden oder Hypotheken) als dingliche Sicherheiten verwendet.
Dingliche Zinsen werden zusammen mit dem Grundschuldeintrag in Abteilung III des Grundbuches eingetragen, da sie häufig Bestandteil des Eintrags einer Grundschuld sind. Diese Zinsen und der Grundschuldbetrag stellen dabei den maximalen Sicherungsrahmen dar, den die Bank im Falle einer Zwangsversteigerung geltend machen kann.
Eine Direktversicherung kann der Arbeitgeber im Rahmen einer betrieblichen Altersvorsorge für den Arbeitnehmer abschließen. Als Direktversicherung dient hierzu eine Kapital- oder fondsgebundene Lebensversicherung. Der Arbeitnehmer oder seine Hinterbliebenen sind dabei Bezugsberechtigt und haben einen direkten Anspruch gegenüber dem Versicherungsunternehmen.
Bei einer vorzeitigen Rückzahlung eines Darlehens mit Disagio, muss das noch nicht verbrauchte Disagio bei der Berechnung der Vorfälligkeitsentschädigung berücksichtigt werden.
Durchleitende Bank
Über eine durchleitende Bank kann ein Darlehen der KfW beantragt werden. Die Bank zahlt dabei das Darlehen an den Darlehensnehmer aus und leitet dessen Rückzahlung an die KfW weiter. Der Darlehensnehmer haftet bei KfW-Darlehen gegenüber der finanzierenden Bank und diese wiederum haftet gegenüber der KfW.
Wenn man bei einer Bank ein Darlehen zur Baufinanzierung beantragr, kann es sein, dass dies nicht sofort benötigt wird. Der Zeitpunkt, zu dem das Geld bzw. Darlehen tatsächlich in Anspruch bzw. benötigt wird, wird Fälligkeit genannt. Wenn das Darlehen längere Zeit nicht in Anspruch genommen wurde, ist zu beachten, dass nicht nur die üblichen Zinsen zu zahlen sind, sondern auch Bereitstellungszinsen fällig werden.
Im Gegensatz zum Annuitätendarlehen wird beim Fälligkeitsdarlehen die Darlehenssumme am Ende der Laufzeit zurückgezahlt. Während der Laufzeit sind nur die Zinsen zu zahlen. Für die fehlende Tilgung muss ein Tilgungsersatz in Form einer Lebensversicherung oder eines Bausparvertrags abgeschlossen und an den Darlehensgeber abgetreten werden.
Sobald alle im Kaufvertrag genannten Voraussetzungen erfüllt wurden und der Kaufpreiszahlung nichts mehr im Wege steht, sendet der Notar eine Bestätigung in Form der Fälligkeitsmitteilung.
Kreditrahmen oder Kreditlinien, insbesondere von Banken, werden als Fazilität bezeichnet.
Ein Gebäude, welches aus vorgefertigten Teilen errichtet wurde, nennt man Fertighaus. Diese werden meist Schlüsselfertig übergeben. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit der Auslieferung als Ausbauhaus. In diesem Fall wird ein Teil des Innenausbaus vom Bauherrn in Eigenleistung durchgeführt. Wenn Fertighäuser fest mit dem Grund und Boden verbunden sind, werden sie, von Ausnahmen abgesehen, wie konventionell errichtete Häuser beliehen.
Die Festbetragshypothek wird in der Baufinanzierung genutzt. Hier müssen nur die anfallenden Zinsen gezahlt werden und es erfolgt keine Tilgung während der Laufzeit. Am Ende ist die Summe dann komplett zu tilgen.
Der für einen bestimmten Zeitraum festgeschriebene Zinssatz bei einem Darlehen, ist der Festzins. In diesem Zeitraum ist eine Kündigung des Darlehens nicht möglich. Nur wenn der Sollzins für mehr als 10 Jahre festgeschrieben ist, kann das Darlehen mit einer 6-monatigen Frist gekündigt werden.
Wenn bei einem Darlehen die Konditionen für einen vorher bestimmten Zeitraum von der Bank garantiert werden, unabhängig von der Zinsentwicklung, spricht man von einem Festzinsdarlehen. Das Gegenteil hiervon ist das Gleitzinsdarlehen.
Bei einer Festzinshypothek wird der Zinssatz für eine bestimmte Laufzeit eines Darlehens garantiert. Für den Darlehensnehmer ist dies von Vorteil, da er durch die gleichmäßge Belastung finanziell langfristig vorausplanen kann.
Schäden an Gebäuden, die durch Brand, Blitzschlag oder Explosioni entehen werden von der Feuerversicherung gedeckt. Sie sollte im Schadensfall die Gesamtkosten der Wiederherstellung des Gebäudes (Neuwertversicherung) übernehmen. Für die Finanzierung einer Immobilie ist der Nachweis einer bestehenden Brandversicherung eine Grundvoraussetzung.
In der Finanzwirtschaft ist eine Finanzierung die Versorgung eines Wirtschaftssubjekts (Darlehensnehmer) mit Kapital, damit es seine Ziele (Immoblienfinanzierung) verfolgen kann.
Ein unverbindliches Anfrageformular, in welches die Eckdaten der gewünschten Finanzierung und auch die Einkommens- und Vermögenssituation eingetragen werden. Anhand dieser eingetragenen Angaben kann ein persönliches Angebot erstellt werden.
Wenn ein Neubau egkauft wird, wird seitens der Baufirma üblicherweise die Vorlage einer Finanzierungsbestätigung verlangt. Eine Finanzierungsbestätigung kann eine Bürgschaft (Aval) oder eine allgemeine Bestätigung über eine bestehende Finanzierung sein. In der Regel haben die Baufirmaen eigene Vordrucke, woraus ersichtlich ist, ob eine Bürgschaft oder eine Finanzierungsbestätugng gewünscht ist.
Alle Kosten, die im Rahmen einer Finanzierung anfallen, sind Finanzierungskosten. Zu diesen Kosten zählen neben den zu zahlenden Zinsen auch anfallende Gebühren oder Bereitstellungszinsen.
Der Finanzplan wird bei Vorhaben aufgestellt, bei denen eine umfangreiche Finanzierung erforderlich ist. Hierbei werden die Finanzierungsmittel und die Herstellungs- und Erwerbskosten gegenübergestellt. Aus der Differenz der Eigenmittel und der Gesamtkosten ergibt sich dann der Finanzierungsbedarf.
Die Flurkarten definiert Flurstücksnummern, Flurstücksgrenzen und Grenzeinrichtungen, Gebäude, Verkehrswege und Gewässer, politische Grenzen, Straßennamen und andere topographische Informationen.Die Flurkarte ist zudem die amtliche Grundlage für den Grundstücksverkehr und für die Beleihung von Grundstücken sowie die Kreditgewährung bei Bauvorhaben. Die Flurkarte gewährleistet auch, dass im Anschluss an die Planung alle rechtsbegründeten Maßnahmen, wie Baulandumlegungen, Enteignungen usw, durchgeführt werden können.
Einige Bundesländer bieten jungen und kinderreichen Familien Fördermitte an, um diesen zu einem Eigenheim zu verhelfen. Neben der staatlichen Förderung, bieten auch einige Kreditinstitute und Banken zinsgünstige Darlehen speziell für Familien an. Für solche Darlehen müssen bestimmte Vorgaben und Richtlinien eingehalten werden.
Die staatlichen Förderungen wurden zur Erleichterung von Baufinanzierungen eingerichtet, um die Wohneigentumsquote zu erhöhen. Zum einen wurde dies durch die Bereitstellung öffentlicher Mittel, Bürgschaften oder Zulagen ermöglicht. Zum anderen gibt es auch die Möglichkeit, bestimmte, beim Bau anfallende, Kosten steuerlich geltend zu mach
Wenn der Darlehensnehmer eine offene bzw. bestehende Forderung auf einen neuen Gläubiger abtritt, spricht man von einer Forderungsabtretung. Eine Abtretung kann nicht nur Geld-Forderungen betreffen, sondern auch Rechte an einer Sache.
Wenn sich sachliche Veränderungen bei einem Flurstück ergeben, werden diese vom Katasteramt dem Grundbuchamt durch einen Fortführungsnachweis übermittelt. Änderungen können z.B. Änderung der Größe, der Lagebezeichnung oder der Beschreibung oder Teilung oder Verschmelzung von Flurstücken sein.
Fortsetzung des Vertrages
Wenn ein Bausparvertrag zuteilungsreif ist, das Darlehen zum Zeitpunkt der Zuteilungsreife jedoch noch nicht in Anspruch genommen werden soll, kann auch auf die Zuteilung verzichtet werden. Dadurch kann man z.B. die Berechnung von Bereitstellungszinsen verhindern. Durch die Nicht-Zuteilung wird der Bausparvertrag regulär weitergeführt und der Bausparer hat weiterhin sein Recht auf Zuteilung.
Die Zeitspanne zwischen dem Vertragsabschluss und dem gewählten Laufzeitbeginn wird als Forward-Periode bezeichnet. Während der Forward-Periode fallen für das Darlehen keine Kredit- oder Bereitstellungszinsen an. Allerdings wird ein geringer Aufschlag auf den Sollzins berechnet.
Wenn ein Hausbesitzer die Energie der Sonne zur Stromerzeugung mittels Solarzellen nutzt, spricht man von Fotovoltaik bzw. Photovoltaik. Diese Art der Stromerzeugung findet unter anderem Anwendung auf Dachflächen, bei Parkscheinautomaten, in Taschenrechnern, an Schallschutzwänden, Freiflächen und auf dem Wasser.
Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen und selbstständig ausgeübte Tätigkeiten betreffen, werden als Freie Berufe oder Freiberuf bezeichnet. In der Regel erhalten Freiberufler ihre Leistungen in Form von Honoraren (z.B. bei Ärzten) oder Gagen (z.B. bei Künstlern). Freiberufler sind nicht bilanzierungspflichtig und erstellen zum Jahresende entweder eine Einnahmenüberschussrechnung (EÜR) oder betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA).
Freistellung im Innenverhältnis
Darlehensnehmer können sich untereinander durch eine Freistellung im Innenverhältnis von der Haftung befreien. Dabei bleiben beide Kunden Darlehensnehmer, so dass der Darlehensgeber eventuelle Forderungen bei beiden Darlehensnehmer geltend machen kann. Diese Forderungen kann der durch die Freistellung im Innenverhältnis freigestellte Darlehensnehmer vom anderen Darlehensnehmer zurückfordern.
Beim Bau von Eigentumswohnungen durch Bauträger haben Kreditinstitute gewöhnlich eine sogenannte Globalgrundschuld als Absicherung. Somit wird das Bauobjekt rechtlich als Einheit betrachtet und verkauft. Die Käufer einzelner Eigenzumswohnungen werden durch die MaBV in Form der Freistellungserklärung geschützt. Durch die Zahlung des Käufers an den Bauträger, wird die nun bezahlte Wohnung vom Kreditinstitut von der Globalgrundschuld freigestellt und der Käufer erhält die Rechte an der erworbenen Eigentumswohnung.
Wenn ein Bauträger Eigentumswohnungen baut, werden diese normalerweise durch eine Globalgrundschuld abgesichert. Wenn nun während der Bauphase einzelne Eigentumswohnungen verkauft werden, muss der Käufer oft schon vor Fertigstellung Teilzahlungen auf den Verkaufspreis leisten. Zum Schutz des Käufers wird der Bauträger durch die MaBV verpflichtet, diese Teilzahlungen nur entgegenzunehmen, wenn durch eine Freistellungserklärung (der Bank des Bauträgers) sichergestellt ist, dass die gekaufte Whg. nach Zahlung des vollen Kaufpreises von der Globalbelastung durch die Bank des Bauträgers freigestellt wird.
Wenn der Darlehensnehmer einen Lastenzuschuss beantragen möchte, ist eine von der finanzierenden Bank ausgefüllte Fremdmittelbescheinigung notwendig. Folgende Punkte sind in der Bescheinigung enthalten: Verwendungszweck, Anfangsdarlehen, Darlehenszinssatz, Tag der Gewährung, jährliche Zinszahlung, jährliche Tilgungszahlung, Darlehensrestschuld zum 31.12. des laufenden Jahres, Jahresleistung, Restlaufzeit, laufende Kosten aus Bürgschaften für Fremdmittel.
Fremdwährungskredit ist ein Kredit, der in einer anderen Währung als der Inlandswährung des Kreditnehmers aufgenommen und auch in dieser zurückgezahlt wird. Allerdings wird hier meist ein variabler Zins vereinbart, und dieser kann steigen. Ein weiteres Risiko sind die Wechselkursschwankungen, welche dazu führen können, dass der Schuldenbetrag wächst und nicht schrumpft.
Der Bereich eines Finanzdienstleisters, der im direkten Kontakt mit den Kunden steht bzw. in dem Geschäfte abgeschlossen werden, wird als Front Office bezeichnet.
Der Wert des Gebäudes ohne Grundstück ist der Gebäudewert. Dieser spielt für die Ermittlung des Verkehrswertes eine wichtige Rolle und wird gemeinsam mit dem Bodenwert bei der Ermittlung des Beleihungswertes benötigt.
Geldbeschaffungskosten sind die Kosten, die im Zusammenhang mit der Beschaffung von Finanzierungsmitteln entstehen. Hierzu gehöhren unter anderem Bearbeitungskosten, Vermittlerprovisionen, Gutachterkosten, Notargebühren, Grundbuchgebühren für die Eintragung der Grundschuld oder von der Bank erhobene Kosten, diese werden oft direkt vom Auszahlungsbetrag abgezogen.
Eine zusammenhängende, aus einer größeren Zahl von Flurstücken bzw. Grundstücken bestehende Fläche das Katasters nennt man Gemarkung. In der Regel haben diese einen Eigennamen. Eine Gemarkung kann mehrere Flure beinhalten und wird nach ihrer Lage benannt (meistens dem Namen der auf ihr befindlichen bzw. der nächstgelegenen Ortschaft).
Teile des Grundstücks sowie des Gebäudes, die nicht Sondereigentum sind, gehören zum Gemeinschaftseigentum. Gemeinschaftseigentum tritt oft im Zusammenhang mit Eigentumswohnungen auf. Fassade, Dach, Treppenhaus, Fahrstuhl, Strom- und Wasserleitungen sowie Außenanlagen sind z.B. Gemeinschaftseigentum und wird von allen Miteigentümersn gemeinsam verwaltet und in Stand gehalten. Was genau zum Gemeinschaftseigentum gehört lässt sich aus der Teilungserklärung entnehmen.
Eine nachträgliche notarielle Genehmigung des Kaufvertrags durch den bei Vertragsunterzeichnung abwesenden Verkäufer nennt man Genehmigungserklärung.
Wenn eine Grundschuld auf mehreren Grundstücken lastet, spricht man von einer Gesamtgrundschuld. Dabei haftet jedes der Grundstücke für die gesamte Darlehensforderung.
Der Begriff Gesamtkosten fasst alle Kosten, die beim Kauf oder Bau einer Immobilie anfallen zusammen. Dazu zählen unter anderem die eigentlichen Kosten für die Immobilie bzw. für das Grundstück, aber auch die Nebenkosten und ein aufgenommenes Darlehen bzw. Baufinanzierung.
Die Dauer ab der ersten Auszahlung des Darlehens an den Darlehensnehmer bis zur kompletten Rückzahlung an den Darlehensgeber ist die Gesamtlaufzeit (seit 2010 Vertragslaufzeit). In Abhängigkeit vom Zinssatz ist die Vertragslaufzeit meist 30 bis 40 Jahre, wobei die Vertragslaufzeit bei einem hohen Zinssatz kürzer und bei einem niedrigen Zinssatz länger ist.
Die ausgezahlte Darlehenssumme wird in der Regel vom Darlehensnehmer in monatlichen Raten als Tilgung an den Darlehensgeber zurückgezahlt. Die Ratenhöhe setzt sich aus der Tilgung, den Zinsen und den eventuell anfallenden Bearbeitungsgebühren zusammen. Es kann unter Umständen auch eine Vorfälligkeitsgebühr als Nebenkosten in die Rate einfließen. Die Gesamtrate ist dann die tatsächliche Rate unter Einbeziehung aller Nebenkosten.
Wenn mehrere Darlehensnehmer für ein Darlehen haften, sind diese Gesamtschuldner. Dabei ist jeder unabhängig vom anderen zur vollen Zahlung verpflichtet. Der Schuldner, der die Zahlung gegenüber dem Kreditinstitut geleistet hat, kann jedoch von den anderen Schuldnern einen Ausgleich verlangen. Von welchem der Gesamtschuldner das Kreditinstitut verlangt, kann es selbst wählen. Es darf die Leistung allerdings nur ein mal verlangen.
Jeder Tag, an dem die an der Ausführung eines Zahlungsvorgangs beteiligten Zahlungsdienstleister den für die Ausführung von Zahlungsvorgängen erforderlichen Geschäftsbetrieb unterhalten, ist ein Geschäftstag.
Wenn ein Dritter einen Bausparvertrag auf den Namen des Beschenkten abschließt, ist dies ein Geschenkbausparvertrag. Welche der anfallenden Zahlungen der Schenkende dabei übernimmt, kann dieser frei wählen.
Gemeinden haben in bestimmten Fällen ein gesetztliches Vorkaufsrecht zwecks Sicherung ihrer Bauleitplanung. Mit dem gesetzlichen Vorkaufsrecht haben Gemeinden das notwendige Recht, in einen geschlossenen Kaufvertrag über ein Grundstück einzutreten, welcher vom Grundstückseigentümer mit einer anderen Person abgeschlossen wurde. Die zuvor ausgehandelten Vertragsbedingungen bleiben dabei bestehen.
Die Gewässerschadenhaftpflichtversicherung schützt den Besitzer eines Heizöltanks vor den finanziellen Folgen in einem Schadensfall.
Immobilien, die nur zum gewerblichen Zweck genutzt werden, sind Gewerbe-Einheiten. Dies sind z.B. Büro- oder Geschäftshäuser, Hotels, Restaurants und Lagergebäude, aber auch Werkstätten und Fabrikgebäude.
Die Fläche bzw. die Anzahl der m², die innerhalb einer Immobilie gewerblich genutzt wird, ist die Gewerbefläche.
Derjenige, dem die Schuld (z.B. Darlehen) vom Schuldner (z.B. Darlehensnehmer) zusteht, ist der Gläubiger (z.B. Darlehnesgeber) einer Schuld.
Wenn der Darlehensgeber die Zinsen jederzeit einseitig ändern kann, handelt es sich um ein Gleitzinsdarlehen. Dieses Zinsänderungsrisiko geht einher mit einem, zunächst niedrigerem Einstiegszins.
Anderer Begriff für "Gesamtgrundschuld".
Wie nahe ein Gebäude an die Grundstücksgrenze heran gebaut werden darf, wird mit dem Begriff Grenzabstand definiert.
Im Grenzattest bestätigt das Katasteramt, dass ein Gebäude innerhalb der rechtmäßigen Grenzen eines Grundsrücks errichtet wurde.
Wenn ein Gebäude auf dem geplanten Grundstück liegt und die erforderlichen Grenzabstände einhält, wird dies in der Grenzeinhaltungsbestätigung bestätigt. Diese Bestätigung wird normalerweise von öffentlich bestellten Vermessungsingenieuren oder den Katasterämtern ausgestellt.
Die Bemessungsgrundlage zur Berechnung der Grunderwerbssteuer ist der Grundbesitzwert. Dieser richtet sich in der Regel nach dem Ertragswert einer Immobilie, in Ausnahmefällen aber auch am Sachwert.
Die Abteilung des Amtsgerichts, die für die Rechtsvorgänge mit Grundstücken bzw. grundstücksgleichen Rechten zuständig ist, wird Grundbuchamt genannt.
Der Grundbuchauszug ist die komplette Abschrift aller zu einem Grundstück bestehenden Grundbucheintragungen. Jeder mit berechtigtem Interesse kann einen Grundbuchauszug fordern.
Für jedes einzelne Grundstück wird ein eigenständiges Grundbuchblatt geführt, das mit einer laufenden Nummer versehen ist.
Unter Grundbucheinsicht wird die Erlaubnis verstanden, in ein bestimmtes Grundbuch und die Grundakten einsehen zu dürfen. Wenn man ein berechtigtes Interesse nachweisen kann, darf man Einsicht in das jeweilige Grundbuch nehmen. Jeder Käufer eines Grundstücks darf z.B. das Grundbuch einsehen und eine Abschrift fordern.
Die Grundbuchkosten gehören zu den Nebenkosten eines Grundstücks-/Immobilienerwerbs. Für die Ermittlung der Grundbuchkosten gibt es feste Gebührensätze. Die Grundbuchkosten machen zusammen mit den Notarkosten ca. 1,5% vom Kaufpreis der Immobilie aus.
Eine Grunddienstbarkeit ist die Belastung eines Grundstücks oder grundstücksgleichen Rechts (des dienenden Grundstücks) zugunsten des Eigentümers eines anderen Grundstücks (des herrschenden Grundstücks). Zu den typischen Grunddienstbarkeiten zählen Wegerechte, Leitungsrechte und Geh- und Farhtrechte. Im Grundbuch werden Grunddienstbarkeiten in der Abteilung II eingetragen.
Der Grunderwerbsteuer unterliegen Erwerbsvorgänge an inländischen Grundstücken. Nachstehden aufgelistet sind die aktuellen Zinssätze, die je nach Bundesland fällig sind:
5,00% - Baden Württemberg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt
6,00% - Berlin, Hessen
Die Grundflächenzahl wird im Bebauungsplan festgesetzt. Diese Zahl gibt den Flächenanteil eines Baugrundstückes an, der überbaut werden darf. Bei einer Grundflächenzahl von 0,3 dürften z.B. 30% des Grundstücks bebaut werden, wobei Grundflächen von Garagen und Stellplätzen sowie deren Zufahrten mitzurechnen sind.
Der Begünstigte eines Grundpfandrechts ist der Grundpfandrechtsgläubiger. Im Rahmen einer Baufinanzierung ist es der Darlehensgeber, da durch das Grundpfandrecht seine Ansprüche aus dem Darlehen gesichert werden.
Die Grundschuldbestellungsurkunde ist eine notarielle Urkunde. In dieser erklärt der Grundstückseigentümer seine Zustimmung zur Belastung seines Grundstücks mit einer Grundschuld als Grundpfandrecht, verbunden mit dem Antrag, diese in das Grundbuch einzutragen.
Hierbei handelt es sich um eine wenig gebräuchliche Bezeichnung von Darlehen, bei denen eine Grundschuld als Sicherheit für den Darlehensgeber zur Eintragung kommt.
Der Grundschuldzins wird im Grundbuch zusammen mit der Grundschuld eingetragen. Die Höhe der Grundschuld entspricht meist dem Darlehensbetrag. Der Grundschuldzins hingegen weicht erheblich vom Darlehenszins ab, da der Darlehensgeber im Falle einer Zwangsversteigerung damit weitere Forderungen (z.B. ausstehende Zinszahlungen, Kosten für Zwangsversteigerung) abdecken möchte. Der Grundschuldzins kommt erst im Zuge einer Zwangsversteigerung zum tragen.
Die Grundschuldzweckerklärung stellt die Verbindung zwischen der einzutragenden Grundschuld und dem dazugehörigen Darlehen her. Die Erklärung wird vom Notar aufgesetzt, der für die Grundschuldeintragung ohnehin heranzuziehen ist.
Die Grundsteuer ist eine Gemeindesteuer auf Grundbesitz. Die Erhebung erfolgt nach einheitlichen Grundstätzen. Im Wesentlichen hängt die Höhe vom Einheitswert und dem Hebesatz der Gemeinden ab.
Der Grundstückskaufvertrag ist ein notariell beurkundeter Vertrag über den Erwerb von Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten oder Erbbaurechten.
Das Gutachten ist ein Dokument, in dem eine exakte Beurteilung der Immobilie stattfindet. Auf Basis des Gutachtens legt der Darlehensgeber den Beleihungswert der Immobilie fest, da das Gutachten mit einer Aussage über den Wert der Immobilie schließt.
Der Gutachter verfügt auf einem gewissen Fachgebiet über eine spezielle Sachkunde. Durch dieses überdurchnittliche Fachwissen können Gutachter jeweilige Stellungnahmen (Gutachten) aus einem Fachgebiet abgeben.
Die Gutachterkosten fallen für die Beauftragung und Erstellung eines Gutachtens über die Immobilie an.
Die vermögensrechtliche Beziehung zwischen Ehepartner wird als Güterstand bezeichnet. In der Regel gilt die Zugewinngemeinschaft, bei der jeder Ehepartner die Werte behält, die er bereits vor Eheschließung besaß und alles was im Laufe der Ehe an Sach- oder Vermögenswerten hinzukommt wird genau aufgeteilt. Weitere Möglichkeiten sind Gütertrennung und Gütergemeinschaft. Diese müssen aber speziell durch einen Ehevertrag vereinbart werden.
Bausparguthaben werden bei allen Tarifvarianten jährlich verzinst. Dabei wird zum Teil eine Mischung aus Guhabenzins und Bonuszins ausgezahlt. Der Bonus wird z.B. bei Verzicht auf das Darlehen gezahlt.
Eine Immobilie kann auch vermietet oder verpachtet werden, statt selbstgenutzt werden. In diesem Fall ist der Erwerb eine Kapitalanlage, die einen möglichst hohen Gewinn abwerfen soll. Dieser wird z.B. durch Mieteinnahmen und steuerliche Vorteile erzielt.
Von einer Kapitalbeschaffung spricht man, wenn die beantragten Darlehensmittel nicht zweckgebunden verwendet werden sollen und auf einer lastenfreien Bestandsimmobilie des Antragstellers besichert werden.
Die kapitalbildende Lebensversicherung bietet eine Vorsorge für den Todesfall. Für den Erlebensfall wird mit ihr zusätzlich Vorsorgekapital angesammelt, z.B. für die Altersvorsorge oder für die Darlehenstilgung.
Wenn der Darlehensnehmer die Belastungen durch ein Darlehen aus seinen laufenden Einkünften bedienen kann, verfügt er über Kapitaldienstfähigkeit. Vor jeder Darlehensvergabe wird diese geprüft.
Die Zinsen, die ein Darlehensnehmer für die in Anspruch genommenen Finanzierungsmittel zahlen muss, bezeichnet man als Kapitalkosten.
Mit Kapitalmarkt wird der Markt bezeichnet, auf dem mittel- und langfristige Darlehen aufgenommen und Kapitalanlagen getätigt werden. Auf diesem Markt erhält man auch das meist langfristig laufende Baudarlehen zur Finanzierung einer Immobilie.
Das Katasteramt wird auch als Liegenschaftsamt bezeichnet. Hier werden die Liegenschaftsbücher, sogenannte Verzeichnisse über die "technischen" Daten der Grunstücke einer Gemeinde geführt. Die Katasterämter fertigen Auszüge aus dem Liegenschaftsbuch und amtliche Lagepläne (Flurkarten) an, die kostenpflichtig eingesehen oder bestellt werden können.
Die bei den Katasterämtern (Liegenschaftsämtern) geführten Verzeichnisse mit den "technischen" Daten der Grundstücke einer Gemeinde, werden als Katasterpapiere bezeichnet.
Die Kaufnebenkosten fallen beim Erwerb des Grundstückes inklusive seiner immobilen Bestandteile an, unabhängig davon an ob man nach dem Erwerb baut oder nicht. Die Kaufnebenkosten bestehen aus der Grunderwerbssteuer, Notargebühren, Gebühren für die Grundbucheintragung und Maklerprovisionen und betragen insgesamt etwa 5 bis 13 % der Erwerbskosten. Unter bestimmten Umständen (Erbschaft, Schenkung, kein Makler …) können die Kaufnebenkosten auch geringer ausfallen.
Wenn ein Grundstück (inkl. eventuell darauf errichteter Bauwerke) erworben wird, bezeichnet man den Gegenwert den Käufer und Verkäufer im notariellen Kaufvertrag vereinbaren, als Kaufpreis. Der Kaufpreis zum Zeitpunkt des Verkaufs stellt meist den aktuellen Verkehrs- bzw. Marktwert dar. und wird zur Objektbewertung herangezogen. Daher dürfen eventuell mitverkauftes Inventar oder Nebenkosten nicht im eigentlichen Kaufpreis enthalten sein.
Damit der Kauf einer Immobilie rechtsgültig ist, muss er durch einen notariell beurkundeten Vertrag erfolgen. Darin werden auch die Bedingungen für die Eigentumsübertragung geklärt. Der Verkäufer verpflichtet sich zur Übertragung des Eigentums, der Käufer zur Zahlung des vereinbarten Kaufpreises.
In der Regel ist man beim Kauf von Immobilien fast immer auf ein Darlehen angewiesen. Für eine Darlehenszusage durch die Bank, muss man den Kaufvertrag vorlegen. Wenn dieser noch nicht abgeschlossen wurde, wird zumindest der Kauvertragsentwurf benötigt, der vor allen Dingen die genauen Grundbuchbezeichnungen und Zahlungsmodalitäten enthalten muss. Der Kaufvertragsentwurf muss dem Käufer mindestens 14 Tage vor dem Notartermin vorliegen, damit er ihn nochmal prüfen kann.
Das Bauvorhaben wird im Kenntnisgabeverfahren der Baurechtsbehörde nur zur Kenntnis gegeben. Die Prüfpflichten und die Verantwortung für die Druchführung des Bauvorhabens gehen auf den Bauherrn, den Architekten / Bauingenieur und den Sachverständigen über.
Die KfW (kurz für "Kreditanstalt für Wiederaufbau") ist ein bundeseigenes Institut und vergibt zinsgünstige Darlehen. Mit diesen sollen der private Wohnungsbau und ökologisches Bauen gefördert sowie die Wirtschaft gestützt werden. Da die KfW ihre Mittel nicht selbst vergibt, müssen sie über ein durchleitendes Institut beantragt werden.
Das KfW-Wohneigentumsprogramm unterstützt durch zinsgünstige Darlehen den Erwerb oder den Bau von selbst genutzten Eigentumswohnungen und Eigenheimen in Deutschland (Wohneigentum).
Kick-Back-Modell
Beim Kick-Back-Modell erhält der Käufer vom Verkäufer einen Teil des Geldes aus der Kaufpreis-Zahlung zurück. In den meisten Fällen wird diese Zahlung den finanzierenden Banken gegenüber verschwiegen, weshalb diese Verfahren äußerst zweifelhaft und unseriös sind. Sollten die verschwiegenden Zahlungen ans Licht kommen, muss man sich den Vorwurf des Kreditbetrugs gefallen lassen, mit dem man sich sogar strafbar gemacht hat. Wie die Strafverfolgung dann aussieht, hängt immer vom Einzelfall ab.
Kurzform für "Kommunaldarlehen". Diese Darlehen können nur Gemeinden oder Bund und Ländern gewährt werden.
In der Regel besteht ein Kombi-Darlehen aus einem klassischen Annuitätendarlehen und einem speziellen Sondertilgungsdarlehen. Solch ein Darlehen bietet dem Darlehensnehmer mehr Flexibilität, da monatliche Sondertilgung möglich sind.
Kommunaldarlehen sind Darlehen, die an Körperschaften oder Anstalten des öffentlichen Rechts (z.B. Bund, Gemeinden und Länder) gewährt werden.
Eine Kommunalobligation ist ein öffentlicher Pfandbrief, der durch eine Forderung gegen inländische Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts besichert ist. Sie werden von Pfandbriefbanken ausgegeben und dienen der Refinanzierung von Kommunaldarlehen.
Die Konditionen sind die Bedingungen bzw. Kosten, zu denen ein Darlehensgeber bereit ist, ein Darlehen zur Verfügung zu stellen. Sollzinssatz, Dauer der Sollzinsfestschreibung, Auszahlungskurs, Tilgungssatz sowie der Beginn der Tilgung, Bearbeitungskosten und Bereitstellungszinsen zählen hierzu. Durch die Einbeziehung aller Eckpunkte und durch sorgfältigen Vergleich der Gesamtkondition lässt sich die günstigste Finanzierung ermitteln.
Wenn die Sollzinsfestschreibung abläuft, müssen für den folgenden Zeitraum neue Konditionen festgelegt werden. Änderungswünsche hinsichtlich Höhe des Darlehensbetrages oder Höhe des Tilgungssatzes des Darlehensnehmers können hierbei berücksichtigt werden.
Das Konditionsangebot wird häufig auch als Darlehensangebot bezeichnet. Dabei handelt es sich um ein meist schriftliches Angebot einer Bank an einen Darlehensnehmer. In dem Angebot werden dem Darlehensnehmer die Konditionen für die Finanzierung angeboten, die für die Bank verbindlich sind.
Aus dem Verhältnis des Darlehensbetrags zum tatsächlichen Verkehrswert des Objektes ergibt sich der Konditionsauslauf.
Beim Konstantdarlehen werden Darlehensbetrag, Bausparsumme und die monatlichen Zahlungen so aufeinander abgestimmt, dass durch den Darlehensnehmer über die gesamte Laufzeit eine gleich bleibende Darlehensrate gezahlt wird. Bei Vertragsabschluss wird der Finanzierungsbedarf zu 100% ausgezahlt und gleichzeitig erfolgt eine Soforteinzahlung in einen Bausparvertrag in Höhe von 50% des Finanzierungsbedarfs. Dieser Betrag wird ebenfalls finanziert.
Konsumentenkredite dienen der Finanzierung von Konsumgütern oder Dienstleistungen (Kfz, Reisen, Möbel, usw.) bei Verbrauchern. Die Rückzahlung erfolgt normalerweise in festen monatlichen Raten über die gesamte Laufzeit (bis zu 10 Jahre). Es ist behinhaltet auch stets ein flexibles Sondertilgungsrecht.
Die Beschaffung von Geldmitteln zur Deckung eines privaten Bedarfs (Konsum) wie z.B. einer Urlaubsreise, der Erwerb einer Küche oder ähnlichem wird als Konsumfinanzierung bezeichnet. Dazu kann man Eigemittel einsetzen (z.B. als Anzahlung) oder einen Kredit (Konsumentenkredit) aufnehmen.
Die Kreditinstitute können für die Führung von Konten Kontoführungsgebühren berechnen. In der Regel sind diese Entgelte quartalsweise oder monatlich zu zahlen und finden vereinzelt auch bei Baudarlehen Anwendung. Kontoführungsgebühren sind nicht Gegenstand des Effektivzinssatzes nach Preisangabeverordnung und sollten daher beim Angebotsvergleich hinterfragt werden.
Veralteter Begriff für "Darlehen".
Anderer Begriff für "Umschuldung".
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ist ein bundeseigenes Institut und vergibt zinsgünstige Darlehen. Mit diesen sollen der private Wohnungsbau und ökologisches Bauen gefördert sowie die Wirtschaft gestützt werden. Da die KfW ihre Mittel nicht selbst vergibt, müssen sie über ein durchleitendes Institut beantragt werden.
Der Kreditbedarf ergibt sich nach Abzug der zur Verfügung stehenden Eigenmittel von den Gesamtkosten.
Veralteter Begriff für "Darlehensbetrag".
Wenn man die Fähigkeit besitzt, rechtswirksam Kredite abschliessen zu können, spricht man von Kreditfähigkeit. Voraussetzung hierbei ist die Vollendung des 18. Lebensjahres.
Die Summe der Zinszahlungen wird als Kreditgebühr bezeichnet.
Kreditinstitut ist der Oberbegriff für Sparkassen und Banken.
Die Zusammenfassung von mehreren bestehenden Kreditverpflichtungen in ein neues Darlehen, nennt man Kreditkonsolidierung. Die bestehenden Kreditschulden werden durch das neue Darlehen abgelöst. Wenn die Zinsaufwendungen alles in allem geringer werden als die Summe der Zinszahlungen der einzelnen Kredite, ist eine Konsolidierung enpfehlenswert.
Vor der Vergabe von Darlehen verlangt der Darlehensgeber Sicherheiten, die ihn vor finanziellen Ausfällen schützen sollen, falls der Darlehensnehmer zahlungsunfähig wird. Die Absicherung eines Darlehens kann durch Sachen, Rechte oder durch die Bonität von anderen Unternehmen oder Personen erfolgen.
Wenn ein Kredit bzw. Darlehen aufgenommen wurde, muss dieses während einer bestimmten Laufzeit zurückgezahlt werden. Die Kredittilgung sind dabei die aufgewendeten Zahlungen des Darlehensnehmers an den Darlehensgeber. Der Tilgungssatz wird bei Abschluss des Darlehensverrtages vereinbart und in Prozent angegeben.
Wenn ein Vermittler (Makler) für einen Kunden einen Kredit vermittelt, können Kreditvermittlungskosten entstehen. Wenn diese vom Kunden gezahlt werden müssen, muss dieser über die entstehenden Kosten informiert werden.
Anderer Begriff für "Bonität".
Bei der Aufnahme eines Kredites fallen während der Laufzeit Kreditzinsen an und müssen zusammen mit der Tilgung bezahlt werden.
Kubatur ist eine andere Bezeichnung für "umbauter Raum" und gibt das Volumen eines Bauwerks an. Die Kubatur spielt bei der Wertermittlung für Gebäude eine Rolle. Die Kubatur wird in Kubikmeter (m³, cbm) angegeben.
Ein würfelförmiges Gebäude wird als Kubus bezeichnet.
Die Kündigung ist die einseitige Erklärung des Darlehensnehmers oder -gebers zur Beendigung des Darlehensvertrages. Wenn ein Darlehens vertragsgemäß abgewickelt wird, ist es seitens des Darlehensgebers nicht kündbar. Der Darlehensnehmer kann das Darlehen jedoch zu bestimmten vertraglich vereinbarten Terminen schriftlich kündigen, normalerweise bei Ablauf der Zinsfestschreibung. Wenn das Darlehen vorzeitig gekündigt wird, kann der Darlehensgeber eine Vorfälligkeitsentschädigung verlangen. Bei einer Zinsfestschreibung von über 10 Jahren kann der Darlehensnehmer nach §489 BGB unter Einhaltung einer Kündigungsfrist kündigen, sobald die Vollauszahlung des Darlehens 10 Jahre zurück liegt. In diesem Fall darf keine Vorfälligkeitsentschädigung erhoben werden.
Der Kreditnehmer kann jederzeit seine Verbindlichkeiten aus dem Kreditvertrag erfüllen. Der Kreditgeber kann allerdings Zinsen und sonstige laufzeitabhängige Kosten für die ersten 9 Monate der ursprünglich geplanten Laufzeit verlangen, wenn der Kreditnehmer seine Verbindlichkeiten vorher erfüllt (§14 VerbKrG).
Wenn die Regelarbeitszeit über einen gewissen Zeitraum reduziert oder ausgesetzt wurde, spricht man von Kurzarbeit. Der entstehende Verdienstausfall wird durch den Staat in gewisser Höhe durch das Kurzarbeitergeld (Kug) ausgeglichen.
Ein Landesverbürgtes Darlehen stellt ein Kommunaldarlehen dar, das der Gemeinde, dem Bund oder einem Bundesland garantiert wird.
Wenn die Mindestlaufzeit eines Kredites 4 oder mehr Jahre beträgt, spricht man von einem langfristigen Kredit.
Die Unterstützung des Staates für Bürger, die aufgrund ihres geringen Einkommens einen Zuschuss zu den Kosten von selbst genutzten Wohneigentum erhalten, nennt man Lastenzuschuss.
Die Zeitspanne zwischen Begründung der Kreditschuld (Auszahlung) bis zur Fälligkeit (vollständige Rückzahlung) ist die Laufzeit. Die Laufzeit hängt von der Höhe der Tilgung und von der Höhe des Sollzinssatzes ab.
Laufzeiteffekt
Der Laufzeiteffekt beschreibt das Phänomen, wenn durch niedrige Zinsen die Raten niedriger sind, dadurch aber die Tilgung des Darlehens länger dauert. Daher sollte bei niedrigen Zinsen der Tilgungssatz über dem üblichen 1% liegen, da es sonst 35, 40 oder mehr Jahre dauern kann, bis das Darlehen zurück gezahlt ist.
Lebensversicherungen sind Versicherungen, die Risiken wie Tod oder Invalidität absichern sowie der privaten Altersvorsorge dienen.
Durch Vorlage eines gültigen Personalausweises oder Reispasses muss sich jeder Darlehensnehmer ausweisen. Aufgrund der räumlichen Entfernung zwischen Darlehensgeber und -nehmer kann die Vorlage der Papiere oft nicht persönlich erfolgen. In diesem Fall übernimmt die Deutsche Post mit dem PostIdent-Verfahren vielfach die Legitimationsprüfung.
Die Feststellung der Identität von Personen ist die Legitimationsprüfung. Aufgrund des Geldwäschegesetzes sind alle Banken verpflichtet, die Identität des Kunden bei Kontoeröffnung oder Kreditgewährung zu überprüfen und festzuhalten.
Wenn ein Objekt aufgrund der Lage (z.B. mitten im Wald), der Ausstattung (z.B. die oft genannten goldenen Wasserhähne) oder der Gestaltung (z.B. postmoderne Architektur) nur einer verminderten Anzahl von Interessenten zur Verfügung steht und somit die Wiederverkäuflichkeit nur begrenzt gegeben ist, spricht man von einem Liebhaberobjekt.
Das Liegenschaftsbuch ist ein Register, das beim zuständigen Katasteramt geführt wird. In diesem sind alle Grundstücke eines Bezirks erfasst. Die dort angegebenen Größen sind verbindlich und entsprechen den aktuellen Vermessungsergebnissen.
Die Fähigkeit, Geldmittel zur Verfügung stellen zu können, nennt man Liquidität.
Neben der Löschungsbewilligung ist auch ein Löschungsantrag des Grundstückseigentümers erforderlich, um ein Grundpfandrecht im Grundbuch löschen zu lassen. Der Löschungsantrag muss durch einen Notar beglaubigt werden. Der Löschungsantrag kann aber auch in einer beglaubigten Urkunde enthalten sein. Z.B. kann in einem beurkundeten Kaufvertrag der Löschungsantrag zu einer eingetragenen Grundschuld, die im Zuge des Kaufs gelöscht werden muss, enthalten sein.
Wenn das Darlehen zurückgezahlt wurde, erklärt der Gläubiger (Darlehensgeber) mit seiner Löschungsbewilligung, dass er die Löschung des Grundpfandrechts im Grundbuch bewilligt.
Mit der löschungsfähigen Quittung bestätigt der Gläubiger (Darlehensgeber) dem Grundstückseigentümer die Aufgabe des Grundpfandrechts. Die löschungsfähige Quittung ermöglicht eine Umschreibung der Grundschuld auf einen anderen Schuldner. Die zu löschende Grundschuld kann dann z.B. in eine Eigentümergrundschuld umgewandelt werden.
Abkürzung für "Lastschrift".
Abkürzung für "Lebensversicherung".
Das Eigentum an einer Immobilie zu bestimmten Teilen wird als Miteigentumsanteil bezeichnet. Wenn ein Haus in Eigentumswohnungen umgewandelt wird, wird in der Teilungserklärung für jede Wohnung (Sondereigentum) festgelegt, wie viele Miteigentumsanteile dadurch repräsentiert werden
Der Erblasser kann testamentarisch verfügen, dass sein Erber zunächst an einen Vorerben geht und bei Eintreten eines bestimmten Ereignisses (z.B. Wiederverheiratung oder Tod des Vorerben) an einen Nacherben. Der Nacherbe erbt dabei vom Erblasser und nicht vom Vorerben, wodurch dieser in seiner Verfügungsgewalt über das Erbe eingeschränkt ist. Wenn sich im Nachlass nun ein Grundstück befindet wird der Schutz des Nacherben durch ein Nacherbenvermerk in Abteilung II des Grundbuchs gewährleistet. Damit darf die Immobilie vom Vorerben nicht verkauft, belastet oder verschenkt werden, ausser der Nacherbe stimmt zu.
Wenn sich im Laufe des Bauvorhabens herausstellt, dass die Kosten (und damit der Finanzierungsbedarf) höher sind als geschätzt und daher zusätzlich zum bereits vereinbarten Baudarlehen ein weiterer Kredit nötig wird, spricht man von einer Nachfinanzierung.
Bei einem Hauskauf oder -bau ist fast immer eine Baufinanzierung notwendig. Diese wird in der Regel durch eine Grundschuld abgesichert, die ins Grundbuch eingetragen wird. Die erstrangige Grundschuld wird bei der ersten Finanzierung eingetragen. Alle weiteren Finanzierungen werden dann im Nachrang eingetragen. Bei erstrangigen Grundschulden verlangen die Banken geringere Zinsen für ein Darlehen und werden im Falle einer Zwangsversteigerung aus den Erlösen zuerst bedient.
Bei einem Nachrangdarlehen erfolgt die Besicherung nachrangig zu einer Fremdgrundschuld, die im ersten Rang steht.
Alle Kosten die neben dem eigentlichen Kaufpreis der Immobilie anfallen sind die Nebenkosten. Bei der Kalkulation der Gesamtinvestition dürfen diese nicht vernachlässigt werden. Wenn die Immobilie erworben wurde, fallen laufende Nebenkosten in Form von Betriebs- bzw. Bewirtschaftungskosten an. Diese sind bei der Ermittlung der monatlichen Belastung zu beachten.
Die Zahlungsverpflichtungen des Darlehensnehmers, die neben den Zins- und Tilgungsleistungen vereinbart werden, werden als Nebenleistungen bezeichnet. Dazu gehören z.B. Bereitstellungszinsen, Teilvalutierungszuschläge, Schätzungsgebühren, Bürgschaftsgebühren.
Wenn eine Gemeinde auf ihr Vorkaufsrecht für ein Grundstück verzichtet, bestätigt sie dies im Negativattest. Erst wenn diese Bescheinigung vorliegt, darf das Grundbuchamt eine Eigenumsumschreibung aufgrund eines Grundstücksvertrags vornehmen.
Vor der Bestellung einer Grundschuld muss in den Neuen Bundesländern in der Regel ein Negativbescheid erbracht werden. Hierin wird bestätigt, dass keine vermögensrechtlichen Ansprüche auf ein Grundstück geltend gemacht werden. Ausgestellt wird der Bescheid vom Amt zur Regelung offener Vermögensfragen
Der Nennbetrag ist der gesamte Darlehensbetrag, der sich aus dem Nettodarlehensbetrag und den anfallenden Einmalkosten zusammensetzt. Dieser Nennbetrag muss mit den monatlichen Raten vom Darlehensnehmer an den Darlehensgeber zurück gezahlt werden.
Der Nennwert ist gleichbedeutend mit dem Nominalbetrag. Er stellt die Darlehenssumme, die im Darlehensvertrag zwischen Darlehensnehmer und -geber vereinbart wurde, dar. Wenn z.B. ein Darlehen über 200.000 € vereinbart wurde, ist dies der Nennwert.
Die Nettokaltmiete ergibt sich aus der Bruttokaltmiete abzüglich der umlagefähigen Betriebskosten. Bei der Ertragswertermittlung wird oft die Nettokaltmiete als ansetzbare Miete herangezogen.
Der Nettokreditbetrag (seit 2010 Nettodarlehensbetrag) ist der auszuzahlende Darlehensbetrag abzüglich Bearbeitungskosten, Schätzkosten und eines möglichen Disagios.
Das bisher angesparte Bausparguthaben kann man beliebig auf mehrere Teilverträge aufteilen. Für jeden Teilvertrag wird die Bewertungszahl neu berechnet. Damit beschleunigt sich die Zuteilung eines Teilvertrages.
Wenn der Heizenergieverbrauch eines Hauses wesentlich unter dem zulässigen Mass liegt, spricht man von einem Niedrigenergiehaus. So ein Haus kommt im Idealfall ohne eine Heizung aus. Dies wird durch einen erhöhten Aufwand für Wärmedämmung, kontrollierte Lüfung, Wärmerückgewinnung und Verwendung spez. Bauteile erreicht.
Der Nominalbetrag ist der im Darlehensvertrag vereinbarte Betrag des Darlehens.
Die Nominalschuld ist die Darlehenssumme, die wichtig für die Berechnung der Zinsen, Tilgung, Disagio und Bearbeitungsgebühr ist.
Der Begriff Nominalzinssatz wurde 2010 durch den Begriff Sollzinssatz ersetzt. Dieser kann entweder gebunden oder veränderlich vereinbart werden.
Wenn der Notar gegenüber dem Kreditinstitut schriftlich bestätigt, dass der rangrichtigen Eintragung der Grundschuld keine sonstigen Anträge beim zuständigen Grundbuchamt entgegenstehen, ist dies die Notarbestätigung.
Eine notarielle Beurkundung ist notwendig, wenn ein Grundstück gekauft oder mit einem Grundpfandrecht belastet werden soll. Die Beurkundung ist die strengste gesetzliche Formvorschrift.
Der Kaufpreis der im notariellen Kaufvertrag festgeschrieben ist, ist der notarielle Kaufpreis. Dieser ist z.B. für die steuerliche Abschreibung, die Grunderwerbsteuer und für die Ermittlung des Beleihungswertes maßgeblic
Die Notarkosten gehören zu den Nebenkosten bei einem Immobilienkauf. Für alle Vorgänge (z.B. Beurkundung) in denen ein Notar tätig werden muss, fallen Notarkosten an.
Wenn bei einem gewährten Darlehen die Zinsen oder Tilgungsraten nicht mehr bezahlt werden, spricht man von einem notleidenden Kredit. Es ist dabei ungewiss, ob der Darlehensnehmer das Darlehen zurückzahlen kann.
Die Nutzfläche eines Gebäudes ist der Anteil der Grundfläche, der entsprechend der Zweckbestmmung genutzt wird, wie z.B. Keller, Waschküche.
Die Schätzung des Wertes einer Immobilie wird auch als Taxe bezeichnet. Die Schätzung erfolgt dabei in Form eines Wertgutachtens, das durch einen Bausachverständigen erstellt wird.
Taxkosten werden auch als Schätzgebühren oder Wertermittlungsgebühren bezeichnet. Sie entstehen, wenn der Sachverständige ein Wertgutachten erstellen soll.
Bei Bauvorhaben oder Renovierungen kann häufig nicht der gesamte Darlehensbetrag auf einmal abgerufen werden. Meist erfolgt die Auszahlung dann nach Bautenstand in mehreren Tranchen.
Wenn das Darlehen auf Wunsch des Darlehensnehmers in mehreren Teilen (z. B. nach Baufortschritt) ausgezahlt wird, lässt sich das Kreditinstitut den zustätzlichen Aufwand ausgleichen.
Im §8 Wohnungseigentumsgesetz (WEG) wird die Teilungserklärung geregelt. Es handelt sich um eine Erklärung des Grundstückseigentümers gegenüber dem Grundbuchamt, dass das Eigentum an dem Grundstück in Miteigentumsanteile aufgeteilt wird, die mit Sondereigentum an einzelnen Wohnungen und/oder nicht zu Wohnzwecken dienenden Räumen verbunden sind. Die Teilungserklärung kann bestimmen, welche Gebäudeteile in Sondereigentum stehen und welche Gemeinschaftseigentum sind. Ferner sind in der Regel besondere Sondernutzungsrechte (z.B. an Stellplätzen) festgehalten. Die Teilungserklärung ist Voraussetzung für die Anlage der Wohnungsgrundbücher und muss notariell beglaubigt sein.
Bei der Teilungsversteigerung handelt es sich im ein besonderes Zwangsversteigerungsverfahren zur Auflösung einer Gemeinschaft an einem Grundstück (z.B. bei Eheleuten oder Erbengemeinschaften). Wenn keine andere Vereinbarung zwischen den Beteiligten erzielt werden kann, hat jeder der Beteiligten die Möglichkeit eine Teilungsversteigerung zu beantragen. Das gerichtliche Versteigerungsverfahren entspricht im Grundsatz dem Grundstücksversteigerungsverfahren.
Anderer Begriff für "Teilauszahlungszuschlag".
Die regelmäßige Zahlung zur Rückführung eines Darlehens wird als Tilgung bezeichnet. Die Tilgungshöhe entscheidet über die Höhe der Rate und über die Gesamtlaufzeit des Darlehens.
Tilgungsanrechnung
Die Tilgungsanrechnung erfolgt üblicherweise monatlich oder vierteljährlich. Hierbei geht es darum, wann der Darlehensgeber die eingehenden Tilgungsraten von der zu verzinsenden Schuld abzieht.
Festdarlehen werden bei der privaten Wohnungsbaufinanzierung meistens im Zusammenhang mit dem Abschluss einer Lebensversicherung Vereinbart. Für den Darlehensnehmer entfällt eine direkte Tilgung des Darlehens. Er zahlt während der Laufzeit der Lebensversicherung bzw. des Darlehens Versicherungsprämien und Zinsen für das Darlehen. Bei Fälligkeit des Darlehens erfolgt die Tilgung aus der Auszahlung der Versicherungssumme.
Gegen Abtretung der Ansprüche aus Bausparverträgen, einer Kapitallebensversicherung und fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherungen erklärt sich der Darlehensgeber bereit, die vereinbarte Tilgung auszusetzen. In diesem Zeitraum erhält der Darlehensgeber nur die vereinbarten Zinsen.
Anderer Begriff für "Tilgung".
Anderer Begriff für "Annuitätendarlehen".
Anderer Begriff für "Tilgungsaussetzung".
Tilgungsersatzdarlehen
Bei einem Tilgungsersatzdarlehen zahlt der Darlehensnehmer bis zum Vertragsende nur den Sollzins und tilgt das Darlehen nicht oder nur geringfügig. Stattdessen spart er den für die Tilgung des Darlehens erforderlichen Betrag in einem sogenannten Tilgungsersatzvertrag (z.B. Bausparvertrag) an. Die so angesparte Summe wird bei Fälligkeit mit dem Darlehen verrechnet.
Beitrag, der zur Ansparung von Kapital in eine Lebens- oder Rentenversicherung, einen Bausparvertrag, einen Investmentsparvertrag oder eine fondsgebundene Lebens- oder Rentenversicherung eingezahlt wird, wenn das angesammelte Guthaben zur Tilgung des Darlehens eingesetzt werden soll und die jeweiligen Ansprüche an den Darlehensgeber verpfändet/abgetreten werden.
Tilgungsfreijahre (Tilgungsfreie Jahre)
Tilgungsfreijahre können zwischen Darlehensnehmer und -geber vereinbart werden, so dass die Tilgung erst nach Ablauf eines festgelegten Zeitraumes nach Vollauszahlung des Darlehens beginnt.
Unter einem Tilgungsplan versteht man im Bankwesen eine Liste in tabellarischer Form über die künftigen Tilgungsbeträge und Darlehenszinsen nebst zugehörigen Fälligkeiten bei Annuitätendarlehen. Der Tilgungsplan zeigt den Verlauf und Stand der Tilgungen über die Laufzeit des Darlehens auf.
Der Tilgungssatz bezeichnet die Höhe der anfänglichen Tilgung beim Annuitätendarlehen. Im Falle eines endfälligen Darlehens ist der Tilgungssatz die Höhe der Sparrate.
Bei der Tilgungsstreckung handelt es sich nicht um die Aussetzung einer Tilgung. Vielmehr gibt es die Möglichkeit einer Tilgungsstreckung bei Darlehen, die ursprünglich unter Einbehalt eines Disagios ausgezahlt wurden. Die Tilgungsstreckung ermöglicht die Auszahlung des Disagios, sodass der gesamte Darlehensbetrag dem Darlehensnehmer zur Verfügung gestellt werden kann. Banktechnisch werden dem Darlehensnehmer dabei zwei Darlehen eingeräumt, nämlich das Hauptdarlehen und das Tilgungsstreckungsdarlehen in Höhe des Disagios. Spätere Tilgungsleistungen werden zunächst auf das Streckungsdarlehen angerechnet, bevor die planmäßige Tilgung des Hauptdarlehens einsetzt. In der Regel hat die Tilgung des zusätzlich gewährten Streckungsdarlehens eine Verlängerung der Laufzeit des Hauptdarlehens zur Folge – dessen Laufzeit wird „gestreckt“.
Wird auch als Tilgungsstreckungsdarlehen bezeichnet. Darlehensnehmern, die ein Damnum (= Disagio) in Kauf nehmen, aber den vollen Darlehensbetrag benötigen, gewährt die Bank ein zusätzliches Darlehen (das Tilgungsstreckungsdarlehen) in Höhe des Damnums, das vor Tilgungsbeginn des Hauptdarlehens zurückzuzahlen ist.
Anderer Begriff für "Tilgungsersatz".
Die Restschuld wird durch Tilgungsleistungen reduziert. Der Zeitpunkt der Verrechnung der Zahlungen wird in der Tilgungsverrechnung angegeben. Die Verrechnung kann taggenau, zu bestimmten Terminen (jährlich, vierteljährlich, monatlich) oder mit Zahlungstermin erfolgen.
Die Todesfallleistung wird im Versicherungsvertrag vereinbart und gibt die Leistung im Todesfall der versicherten Person an.
Der Transmissionswärmeverlust ist eine der Verlustleistungen, welche bei einem beheizten Gebäude durch Energieabgabe an die Umgebung entsteht. Bei einer Berechnung nach EnEV werden durch den Gesetzgeber für Wohngebäude Maximalwerte für den umfassungsflächenbezogenen spezifischen Transmissionswärmeverlust festgelegt.
Treuhandaufträge können an Banken (bei Umschuldungen) oder Notare (z.B. Kauf einer Immobilie) bei Darlehensauszahlungen erteilt werden. Der Treuhänder darf nur gegen bestimmte Auflagen über das gezahlte Geld verfügen.
Zahlungen an vertrauenswürdige Dritte mit der Auflage, über das Geld nur zu verfügen, wenn bestimmte Auflagen gegeben sind, werden als Treuhandzahlungen bezeichnet. Die bedeutendsten Treuhandzahlungen sind Zahlungen auf ein Notaranderkonto und Zahlungen an Banken.
Treuhändervermerk §70 VAG
Versicherungsgesellschaften nutzen Grundschulden oft als Sicherungsvermögen zur Refinanzierung. Laut Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) darf über solche Grundschulden nicht frei verfügt werden, weshalb bei solchen Grundschulden im Grundbuch ein Treuhändervermerk gemäß § 70 VAG eingetragen wird.
Ein Treuhandkonto oder auch Anderkonto dient zur Verwaltung von Treuhandvermögen. Ein Treuhandkonto ist grundsätzlich ein in eigenem Namen, aber für fremde Rechnung unterhaltenes Konto.
Durch eine Treuhandzahlung kann ein Darlehens bereits ausgezahlt werden, bevor alle Auflagen (z.B. Eintragung der Grundschuld, Eigentumsumschreibung) erfüllt sind. Die Zahlung erfolgt an den Treuhänder mit der Bedingung, dass das Geld an den endgültigen Empfänger weitergeleitet wird, wenn alle Auflagen erfüllt sind.
Der umbaute Raum ist ein veraltetes Maß für die Kubatur (Volumen) von Gebäuden. Die Berechnung des umbauten Raumes gehört zu den Objektunterlagen, die ein Darlehensgeber zur Ermittlung des Beleihungswertes des zu finanzierenden Objektes benötigt.
Die Unbedenklichkeitsbescheinigung ist eine Bescheinigung des Finanzamts, dass der Käufer einer Immobilie die Grunderwerbsteuer bezahlt hat. Diese wird für die Eintragung des Eigentümerwechsels ins Grundbuch verlangt.
Die Auskunft über die Höhe eines Kontosaldos zu einem bestimmten Termin findet man in der Valutenbescheinigung. Bei einer Umschuldung sind hier zusätzliche Daten für die Ablösung enthalten. Die Valutenbescheinigung wird von der abzulösenden Bank ausgestellt.
Wenn ein Darlehen an den Darlehensnehmer ausgezahlt wird, spricht man auch von Valutierung. Das kann aber nur dann erfolgen, wenn sämtliche Auszahlungsvoraussetzungen erfüllt sind oder wenn die Auszahlung auf ein Notaranderkonto erfolgt.
Ein variabler Zins ist ein sich an die aktuelle Marktlage anpassender Zins. Unzulässig sind bei Verträgen mit variablen Zinsen willkürliche Zinsgestaltungen. Es ist vielmehr vertraglich ein Referenzzinssatz festzulegen, der die individuelle Vertragsgestaltung berücksichtigt und in öffentlichen Medien zugänglich ist.
Sämtliche Verbindlichkeiten, die der Antragsteller für ein Darlehne bei der Beantragung aufweist sind die Verbindlichkeiten bei Antragstellung. Wenn der Darlehensnehmer ein Darlehen beantragt, wird er nach seinen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten gefragt. In Frage kommen hier aber nur die Vermögen und Verbindlichkeiten die bei der Antragstellung bestehen.
Die Verbraucherkreditrichtlinie gilt für Kreditgeber und Kreditnehmer. Betroffen sind fast alle Arten von Verbraucherkrediten zwischen 200 und 75.000 €, also die klassischen Ratenkredite (Konsumentenkredite), aber auch Dispositionskredite. Voraussetzung ist, dass die Kredite befristet sind, also eine vertraglich vereinbarte Laufzeit haben. Ausdrücklich nicht von den Regelungen betroffen sind Baufinanzierungen (Darlehen, die durch ein Grundpfandrecht wie Grundschuld oder Hypothek abgedeckt sind). Für diese gelten zwar die Vorschriften für die Zinsnennung, nicht aber für die neuen Kündigungsfristen. Zinsfreie Darlehen und Förderkredite sind ganz ausgenommen.
Wenn sämtliche Darlehen (Förderdarlehen, Annuitätendarlehen, usw.) von einem Darlehensgeber gewährt werden, spricht man von einer Verbundfinanzierung.
Alle finanziellen Mittel, die einem Darlehensnehmer neben dem Darlehen zur Finanzierung zur Verfügung stehen, werden als verfügbare Eigenmittel bezeichnet. Eine andere Bezeichnung für verfügbare Eigenmittel ist Eigenkapital.
Der Vergleichswert dient zur Wertermittlung von Immobilien. Dabei wird der Marktwert eines Grundstücks aus tatsächlich realisierten Kaufpreisen von anderen Grundstücken abgeleitet, die in Lage, Nutzung, Bodenbeschaffenheit, Zuschnitt und sonstiger Beschaffenheit hinreichend mit dem zu vergleichenden Grundstück übereinstimmen.
Die Verkehrshypothek ist die übliche Form einer Hypothek. Sie steht im Gegensatz zur Sicherungshypothek.
Vermessungskosten sind Baunebenkosten, die anfallen, wenn in der Katastervermessung rechtmäßige Grenzen ermittelt oder nachgewiesen und die Bebauung der Grundstücke festgestellt werden. Die Vermessungskosten werden je nach Bundesland unterschiedlich berechnet. Auskunft hierüber gibt das Katasteramt.
Bei der Beantragung eines Darlehens wird das Vermögen abgefragt. Dabei sind alle Vermögenswerte, die bei Antragstellung bestehen, das Vermögen bei Antragstellung.
Mit diesem Gesetz sollen Arbeitgeber dazu angehalten werden, ihren Mitarbeitern vermögenswirksame Leistungen zu zahlen. Dur Gewährung der Arbeitnehmersparzulage werden diese je nach Anlageart öffentlich gefördert.
Die vermögenswirksame Leistung (VL) ist eine, über die Gewährung einer Sparzulage, staatlich geförderte Sparform. Oftmals gewährt der Arbeitgeber auf Grundlage eines Tarifvertrags, einer Betriebsvereinbarung oder des Arbeitsvertrages eine vereinbarte Geldleistung.
Im Regelfall bezieht sich die Verpflichtungserklärung darauf, dass sich eine Bank als Gläubiger einer Grundschuld verpflichtet, eine grundbuchmäßige Erklärung z.B. ein Pfandfreigabeversprechen abzugeben. Diese Erklärung ist nur eine Absichtserklärung, die eigentliche Urkundenerstellung erfolgt später.
Bei einem Bausparvertrag gibt es nach Zuteilung, vor der ersten Auszahlung, die Möglichkeit, den Vertrag noch zu ändern und den geänderten Wünschen und Zielen des Bausparers angleichen zu lassen.
Die Vertragslaufzeit ist die gesamte Dauer von der ersten Auszahlung aus dem Darlehen an den Darlehensnehmer bis zur vollständigen Rückzahlung des Darlehens an den Darlehensgeber.
Verwaltungskosten sind nicht umlagefähige Bewirtschaftungskosten, die von der Bruttokaltmiete abgezogen werden. Sie reduzieren so den ansetzbaren Mietertrag bei der Ertragswertermittlung einer Immobilie.
Die Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB) ist ein dreiteiliges Klauselwerk für die Vergabe und Vertragsbedingungen bei Bauaufträgen. Sie ist für Bauaufträge der öffentlichen Hand in Deutschland verpflichtend, wird aber auch bei privaten Bauverträgen vielfach angewandt. Sie enthält in Teil A Allgemeine Bestimmungen für die Vergabe von Bauleistungen (durch öffentliche Auftraggeber) (abgekürzt VOB/A), in Teil B Allgemeine Vertragsbedingungen für die Ausführung von Bauleistungen (VOB/B) sowie in Teil C Allgemeine Technische Vertragsbedingungen für Bauleistungen (VOB/C) mit gewerkespezifischen technischen Vorschriften über die Ausführung und Abrechnung der jeweiligen Bauleistungen. Die VOB ist ein paritätisch von Auftraggebern und Auftragnehmern im Bauwesen erarbeitetes Regelwerk, aber kein Gesetz und keine Rechtsverordnung.
Wenn die vollständige Auszahlung des Darlehens an den Darlehensnehmer erfolgte, spricht man von Vollauszahlung.
Bei der Grundschuldbestellung wird beurkundet, dass sich der Darlehensnehmer in Bezug auf die Grundschuldbestellung dem Darlehensgeber unterwirft. Die Kreditinstitute haben damit das Recht, ein Grundstück durch eine Zwangsversteigerung zu verkaufen, wenn ein Darlehen nicht läner zurück gezahlt wurde.
Ein Vorausdarlehen ist eine Kombination eines Darlehens mit dem gleichzeitigen Abschluss eines Bausparvertrags als Tilgungsersatzleistung. Es handelt sich um ein tilgungsfreies Darlehen, das am Ende der Laufzeit durch das Bauspardarlehen abgezahlt wird. Während der Laufzeit werden nur Zinsen gezahlt.
Für den Fall eines berufsbedingten Umzugs oder Härtefalls kann man mit dem Vorfälligkeitsschutz eine vorzeitige Kündigung seines Darlehens sicherstellen. Durch die Zahlung eines geringen Zinsaufschlags kann man, bei verkauf der Immobilie, bei Eintritt dieser Fälle das Darlehen zurückzahlen ohne Vorfälligkeitsentschädigung zahlen zu müssen.
Wenn aus Zeitgründen oder aus formellen Gründen eine endgültige Finanzierung noch nicht möglich war, wird eine Vorfinanzierung benötigt. Die Laufzeit von Vorfinanzierungskrediten beträgt üblicherweise 1 bis 2 Jahre und wird daher mit kurzfristigen Zinssätzen verzinst. Bei niegdrigen Zinsen kann das kurzfristige Darlehen in ein langfristiges gewandelt werden, so dass der Darlehensnehmer die niedrigen Zinssätze voll nutzen kann.
Wenn man schon vor Zuteilung der Bausparsumme finanzielle Mittel für die Finanzierung seiner Immobilie benötigt, kann man einen Vorfinanzierungskredit aufnehmen. Wenn der Bausparvertrag zugeteilt wird, wird dieser Vorfinanzierungskredit automatisch durch die Bausparsumme abgelöst.
Das Vorkaufsrecht ist das Recht, in einen Kaufvertrag zwischen Verkäufer und einer dritten Person durch einseitige empfangsbedürftige Erklärung gegenüber dem Verkäufer als Käufer eintreten zu dürfen. Es wird in Abteilung II des Grundbuches eingetragen.
Wenn bestehende Grundpfandrechte der neu einzutragenden Grundschuld im Rang vorgehen, spricht man von Vorlasten.
Vormundschaft bezeichnet die gesetzlich geregelte rechtliche Fürsorge für eine unmündige Person, der die eigene Geschäftsfähigkeit fehlt, sowie für das Vermögen dieser Person. Mit der Volljährigkeit des Mündels endet die Vormundschaft.
Vorrangseinräumungserklärung
Wenn ein im Grundbuch eingetragener Gläubiger / Berechtigter einem im Rang danach eingetragenem Recht den Vorrang einräumt, spricht man von einer Vorrangseinräumungserklärung. In der selben Abteilung des Grundbuchs wird die Rangordnung durch die Reihenfolge der Eintragungen festgelegt. Bei Abteilungsübergreifenden Eintragungen wird die Rangordnung durch das Datum der Eintragung festgelegt. Die Erklärung wird auf einer notariell beglaubigten Urkunde abgegeben. Die Rangänderung wird im Grundbuch eingetragen.
Ein kurz- bis mittelfristiges Darlehen mit Umschuldungsanspruch ist ein Vorschaltdarlehen. Während der Laufzeit des Vorschaltdarlehens kann der Darlehensnehmer normalerweise durchweg die Umwandlung in eine langfristige Finanzierung durchführen. Es gelten die dann gültigen Marktkonditionen.
Vorsorgungsaufwendungen sind Gelder, die der privaten Vorsorge fürs Alter dienen. Sie fallen z.B. für die Zahlung in Renten- oder Lebensversicherungen an.
Darlehensgeber und Darlehensvermittler haben dem Darlehensnehmer rechtzeitig vor Vertagsabschluss die vorvertraglichen Informationen auszuhändigen. Dies passiert als Europäisches Standardisiertes Merkblatt. Es dient als Überblick und Vergleichsgrundlage.
Eine vorzeitige Rückzahlung ist nur bei Bauspardarlehen ohne weitere Kosten möglich. Bei Bankdarlehen wird eine Vorfälligkeitsentschädigung fällig, um die dadurch entgangenen Zinsen auszugleichen.
Das Recht, einen Weg zum Durchgang oder Durchfahrt über ein fremdes Grundstück zu nutzen, um zum öffentlichen Straßennetz zu gelangen, ist ein Wegerecht. Ein Wegerecht wird im Grundbuch eingetragen und kann sich unter Umständen wertmindernd auf ein Objekt auswirken.
Werbungskosten sind Auswendungen bzw. Ausgaben, die der Erwerbung, Erhaltung und Sicherung von Einnahmen dienen. Bei Einkünften aus Vermietung und Verpachtung sind einige Aufwendungen steuerlich absetzbare Webungskosten. Hierzu zählen z.B. Disagio, Darlehenszinsen, Bewirtschaftungskosten.
Die Wertermittlung dient der Bewertung einer Immobilie nach festgelegten Kriterien. Hierbei werden verschiedene Werte, wie z.B. Verkehrswert und Beleihungswert, unterschieden. Der aktuelle Gebäudezustand, Lage und Beschaffenheit des Grundstücks und / oder die nachhaltig erzielbaren Erträge (Ertragswert) sowie die Drittverwendbarkeit sind z.B. Grundlagen der Bewertung.
Das Ergebnis der Wertermittlung einer Immobilie wird im Wertgutachten ausgegeben.
Wenn eine Immobilie überstürzt verkauft werden muss, steigt das Risiko, dass sie zu einem günstigeren Preis hergegeben werden muss als beim damaligen Kauf gezahlt wurde. In solch einem Fall kann ein Wertschutzbrief den entstandenen Schaden mindern. Er springt auch im Falle einer Erwerbsunfähigkeit- oder Pflegebedürftigkeit ein.
Grundsätzlich kann der Darlehensnehmer seine Willenserklärung zum Abschluss eines Darlehensvertrages widerrufen. Dieser Widerruf muss keine Begründung enthalten und ist innerhalb der Widerrufsfrist dem Darlehensgeber gegenüber zu erklären.
Eine moderne Form der Energiegewinnung stellen Windkraftanlagen dar. Hierbei handelt es sich um regenerative Endergien, die staatlich gefördert werden.
Wirksamkeitsvermerk
Wenn ein Kaufvertrag unterschrieben wurde, wird üblicherweise zuerst eine Auflassungsvormerkung für den Käufer im Grundbuch eingetragen. Dadurch sind alle späteren Eintragungen, die das Grundstück betreffen, dem Käufer gegenüber relativ unwirksam sind. Der Käufer, der den Kaufpreis finanziert und dafür der Bank eine Grundschuld bestellt, will im Verhältnis zu seiner Vormerkung und seiner Grundschuld diese Unwirksamkeit in Wirklichkeit nicht. Damit gegenüber Dritten im Grundbuch klar wird, dass diese Grundschuld nicht vormerkungswidrig, also dem Vormerkungsberechtigten gegenüber nicht unwirksam ist, wird dann bei der Vormerkung und der Grundschuld ein Wirksamkeitsvermerk eingetragen.
Gebäude in einem Anwesen, die nicht zum Bewohnen, sondern für Zwecke des Wirtschaftens gedacht sind, sind Wirtschaftsgebäude. Gewerbe-Bauten zählen nicht dazu.
Die Wohnfläche bezeichnet die Summe der anrechenbaren Grundflächen der Räume, die ausschließlich zu einer Wohnung gehören. Zur Wohnfläche gehört nicht die Grundfläche von sogenannten Zubehörräumen wie Kellern oder Dachräumen, von Räumen, die den Anforderungen des Bauordnungsrechts nicht genügen sowie von Geschäfts- und Wirtschaftsräumen. Die Gesamtwohnfläche bildet eine wichtige Grundlage für die Finanzierungsplanung und die Darlehensbewilligung. Daraus ergibt sich eine aussagekräftige Grundlage für die Beurteilung der Wirtschaftlichkeit eines Bauvorhabens.
Die Wohnflächenberechnung ist, wie der Name vermuten lässt, die Berechnung der Wohnfläche. Wichtig hierbei ist, dass z.B. Balkone oder nicht beheizbare Wintergärten grundsätzlich nur mit max. 50% der Wohnfläche zugerechnet werden können. Bei Räumen zwischen 1 und 2 Metern Höhe kann die Wohnfläche ebenfalls nur mit 50% angesetzt werden. Wenn Räume unter 1 Meter hoch sind, kann die Fläche nicht mehr mit eingerechnet werden.
Die Wohngebäudeversicherung zählt zu den wichtigsten Versicherungen für Hauseigentümer. Schäden durch Feuer, Leitungswasser und Sturm oder Hagel werden von ihr ersetzt.
Wohngeld ist die Unterstützung des Staates für Bürger, die aufgrund ihres geringen Einkommens einen Zuschuss zur Miete oder zu den Kosten selbst genutzten Wohneigentums erhalten. Die Höhe hängt von verschiedenen Faktoren ab.
Eine synonyme Bezeichnung für Konsumentenkredite sind Wohnkredite. Diese Kredite zwischen 5.000 € und 50.000 € werden zu einem festen Zinssatz für einer Laufzeit von max. 10 Jahren vereinbart. Es wird hier zwar keine Grundschuld auf eine Immobilie benötigt, aber diese Kredite werden speziell an Immobilienbesitzer vergeben.
"Wohnraum Modernisieren" ist ein Programm der KfW. Damit sollen Sanierungen oder Modernisierungen von Eigenheimen durch günstige Darlehenskonditionen gefördert werden. Weiterhin können Darlehensnehmer einen besseren Zinssatz erhalten, wenn durch die Maßnahmen der Energieverbrauch gesenkt wird.
Als Wohnrecht, auch Wohnungsrecht, bezeichnet man die Befugnis, ein Gebäude oder Teile eines Gebäudes unter Ausschluss des Eigentümers als Wohnung zu benutzen. Kosten des Unterhalts der Immobilie wie Steuern, öffentl. Lasten, Reparaturen usw. trägt der Eigentümer.
Die staatliche Wohnungsbauförderung erfolgt z.B. durch Zuschüsse, zinsgünstige Darlehen, Bürgschaften von Landesbanken oder der KfW. Das Ziel ist die Förderung bedarfsgerechten, leistbaren und qualitätsvollen Wohnraumes. Zur Wohnungsbauförderung zählen die Wohnungsbauprämie und Arbeitnehmersparzulage.
Die Wohnungsbauprämie ist eine staatliche Förderung zum Wohnungsbau. Sie ist gemeinsam mit der Arbeitnehmersparzulage ein wesentliches Element der Förderung des Bausparens und der Vermögensbildung.
Wohnungseigentum ist eine Form des Eigentums an einer einzelnen Wohnung. Es wird durch Eintragung in das Grundbuch begründet, d. h. jede Wohnung erhält bei der Begründung ein eigenes Grundbuchblatt und kann damit wie jede andere Immobilie verkauft, verschenkt oder belastet werden. Der übergeordnete Begriff des Wohneigentums erfasst über Eigentumswohnungen hinaus auch das Eigentum an einem von dem Eigentümer selbst genutzten Grundstück („Eigenheim“).
Das Wohnungseigentumsgesetz (WEG) regelt im Falle einer entsprechenden formellen Teilung eines Grundstücks durch Teilungserklärung das Eigentum an den einzelnen Wohnungen oder Gebäuden (Wohnungseigentum), an nicht zu Wohnzwecken genutzten Räumen oder Flächen (Teileigentum) und das Gemeinschaftseigentum am gemeinsamen Gebäude oder Grundstück.
Das Wohnungsgrundbuch ist eine spezielle Form des Grundbuchs, in welchem nicht Grundstücke, sondern Eigentumswohnungen verzeichnet sind. Das Wohnungsgrundbuch ist ein eigenes Grundbuch. Es ist nicht Bestandteil des Grundstücksgrundbuchs. Bei der Aufteilung eines Grundstücks (Stammgrundstück) in Wohnungseigentum wird das Grundbuchblatt des Grundstücks von Amts wegen geschlossen. Im Falle von Teileigentum werden die entsprechenden Grundbuchblätter mit „Teileigentumsgrundbuch“ bezeichnet.
Zu den wohnwirtschaftlichen Zwecken zählen der Bau, Kauf oder die Modernisierung von Immobilien, Erwerb von Bauland oder Erbbaurechten, Sicherung von Rechten zur dauerhaften Nutzung von Wohnraum (z.B. in einem Seniorenstift). Bauspardarlehen dürfen nur vergeben werden, wenn die Gelder für einen wohnwirtschaftlichen Zweck verwendet werden. Die Umschuldung einer bereits bestehenden Baufinanzierung ist mit den Mitteln ebenfalls möglich.