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Timestamp: 2018-10-23 15:57:40
Document Index: 335019507

Matched Legal Cases: ['§ 41', '§ 164', '§ 167', '§ 42', '§ 173', '§ 100', '§ 167', '§ 202', 'Art. 15']

Freistellungsbescheinigung – und die erledigte Verpflichtungsklage | Rechtslupe ")}}return a.proceed()});scriptParent=document.getElementsByTagName("script")[0].parentNode;if(scriptParent.tagName.toLowerCase!=="head"){head=document.getElementsByTagName("head")[0];aop_around(head,"insertBefore");aop_around(head,"appendChild")}aop_around(scriptParent,"insertBefore");aop_around(scriptParent,"appendChild");var a2a_config=a2a_config||{};a2a_config.no_3p=1;var addthis_config={data_use_cookies:false};var _gaq=_gaq||[];_gaq.push(["_gat._anonymizeIp"])}
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10. Oktober 2018 | Lohnsteuer
Zum einen ist der Lohnsteuerabzug für das Jahr 2012, in dem der streitige Teil der Einmalzahlung lohnsteuerfrei an den Arbeitnehmer ausgezahlt wurde, nach Ausschreiben der Lohnsteuerbescheinigung nicht mehr änderbar (§ 41c Abs. 3 Satz 1 EStG). Daran kann eine in Zukunft noch zu erteilende Freistellungsbescheinigung nichts mehr ändern. Des Weiteren kann nach Aufhebung des Vorbehalts der Nachprüfung auch die Lohnsteueranmeldung für Juni 2012 nicht mehr gemäß § 164 Abs. 2 AO zum Nachteil des Arbeitgebers geändert werden. Schließlich hat nach ständiger Rechtsprechung des VI. Bundesfinanzhofs des Bundesfinanzhofs, der sich der hier entscheidende I. Bundesfinanzhof des Bundesfinanzhofs anschließt, die im Streitfall durchgeführte Lohnsteuer-Außenprüfung mit Aufhebung des Vorbehalts der Nachprüfung in den Lohnsteueranmeldungen auch weitreichende Auswirkungen auf die Nachforderung von Lohnsteuer durch Steuerbescheid gemäß § 167 AO oder die Lohnsteuerhaftung gemäß § 42d EStG. Bei beiden -dem Finanzamt wahlweise zur Verfügung stehenden3– Möglichkeiten ist nämlich die Änderungssperre des § 173 Abs. 2 AO zu beachten, d.h. es darf nach der (ergebnislosen) Lohnsteuer-Außenprüfung4 grundsätzlich kein Lohnsteuernachforderungs- oder Haftungsbescheid mehr ergehen, “falls nicht eine Steuerhinterziehung oder leichtfertige Steuerverkürzung vorliegt”5. Da im Streitfall nichts für eine Steuerhinterziehung oder Steuerverkürzung spricht, ist objektiv kein Bedürfnis mehr gegeben, die Lohnsteuerbescheinigung zu erstreiten.
vgl. z.B. BFH, Urteil vom 19.06.1991 – I R 37/90, BFHE 165, 59, BStBl II 1991, 914; Gräber/Stapperfend, Finanzgerichtsordnung, 8. Aufl., § 100 Rz 80, m.w.N.↩
zur Klageart vgl. z.B. BFH, Beschluss vom 04.11.2014 – I R 19/13, BFH/NV 2015, 333↩
Klein/Rüsken, AO, 13. Aufl., § 167 Rz 6a, m.w.N.↩
Mitteilung gemäß § 202 Abs. 1 Satz 3 AO↩
BFH, Urteile vom 17.02.1995 – VI R 52/94, BFHE 177, 253, BStBl II 1995, 555; vom 07.02.2008 – VI R 83/04, BFHE 220, 220, BStBl II 2009, 703, m.w.N.↩
vgl. z.B. BFH, Urteil vom 19.10.2001 – VI R 131/00, BFHE 197, 98, BStBl II 2002, 300↩
vgl. den Überblick bei Bourseaux/Levedag in Schönfeld/Ditz, DBA, Art. 15 Rz 147 ff.↩
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