Source: https://www.lecturio.de/jura/wahrnehmung-berechtigte-interessen.vortrag
Timestamp: 2019-12-14 11:17:49
Document Index: 17678649

Matched Legal Cases: ['§ 193', '§ 193', '§ 193', '§ 193', '§ 193', '§ 193', '§ 193', '§ 193', '§ 193', 'Art. 5', 'BGH', '§ 193', '§ 193', '§ 193', '§ 193', '§ 193', '§ 193', '§ 193']

Wahrnehmung berechtigter Interessen § 193 StGB – Online Video
Rechtswidrigkeit: Wahrnehmung berechtigter Interessen (§ 193 StGB)
Rechtswidrigkeit: Wahrnehmung berechtigter Interessen (§ 193 StGB) von RA Stefan Koslowski
Der Vortrag „Rechtswidrigkeit: Wahrnehmung berechtigter Interessen (§ 193 StGB)“ von RA Stefan Koslowski ist Bestandteil des Kurses „Das vollendete Begehungsdelikt“. Der Vortrag ist dabei in folgende Kapitel unterteilt:
Ursprung des § 193 StGB
Anwendbarkeit des § 193 StGB
Wahrnehmung rechtlich anerkannter Interessen
Objektive Erforderlichkeit der Äußerung
Angemessenheit der Äußerung
Fallbeispiel: Nachforschungspflicht
Fallbeispiel: Der Spitzel
Falllösung: Der Spitzel
Welche Meinungen werden zum Ursprung des § 193 StGB von wem vertreten?
§ 193 StGB stellt einen Unterfall des erlaubten Risikos dar. (Minderansicht)
§ 193 StGB stellt eine Ausprägung der freien Meinungsäußerung nach Art. 5 GG dar. (BGH)
§ 193 StGB folgt dem Prinzip der Interessenabwägung, dass durch das Grundrecht der freien Meinungsäußerung mitgeprägt wird, wenn es sich um Problematiken der öffentlichen Meinungsbildung handelt. (h. M.)
§ 193 StGB stellt einen Unterfall des erlaubten Risikos dar. (h. M.)
§ 193 StGB normiert verschiedene Fälle, in denen Ehrverletzungen gerechtfertigt sein können.
Der spezielle Rechtfertigungsgrund des § 193 StGB ist ein Einfallstor für grundrechtliche Erwägungen in der Klausur.
Eine Verleumdung ist grundsätzlich mit der Verfolgung eines berechtigten Zwecks unvereinbar.
Rechtlich anerkannte Interessen können im Rahmen des § 193 StGB ausschließlich das Recht auf freie Meinungsäußerung und das Recht zur Strafanzeige sein.
Wie begründet die h. M., dass die allgemeinen Rechtfertigungsgründe vor dem Rechtfertigungsgrund der Wahrnehmung berechtigter Interessen geprüft werden?
Die allgemeinen Rechtfertigungsgründe werden zuerst geprüft, da sie weitreichender sind.
Die allgemeinen Rechtfertigungsgründe werden grundsätzlich immer zuerst geprüft.
Die allgemeinen Rechtfertigungsgründe werden zuerst geprüft, da eine Wahrnehmung berechtigter Interessen nur selten anzunehmen ist.
Die Wahrnehmung berechtigter Interessen stellt nur einen sog. „Auffangrechtfertigungsgrund“ dar.
Welche der folgenden Beispiele sind rechtlich anerkannte Interessen, die nach § 193 StGB wahrgenommen werden dürfen?
täterfremde Interessen, soweit die Wahrnehmung als zuständiger Vertreter erfolgt
eine Formalbeleidigung
Welche Überlegungen müssen in die Bewertung der Angemessenheit der Äußerung miteinbezogen werden, wenn es sich um eine Äußerung im öffentlichen Meinungskampf handelt?
Für die Funktionsfähigkeit der Demokratie hat die Meinungsfreiheit eine überragende Bedeutung.
Je größer der Belang der diskutierten Frage für die Öffentlichkeit, desto weiter wird die Meinungsfreiheit ausgelegt.
Je kleiner der Adressatenkreis, desto höher die Anforderungen an die Angemessenheit der Äußerung.
Je größer der Adressatenkreis, desto höher die Anforderungen an die Angemessenheit der Äußerung.
Wie werden Formalbeleidigung, Schmähkritik und Verleumdung abgegrenzt?
Eine Verleumdung ist die Behauptung einer Tatsache wider besseren Wissens.
Eine Schmähkritik ist eine Meinungsäußerung mit dem Ziel der Herabwürdigung der Person.
Eine Formalbeleidigung ist eine Beleidigung, die sich aus der Form der Äußerung oder aus den Umständen ergibt.
Eine Schmähkritik ist die Behauptung einer Tatsache wider besseren Wissens.
Dozent des Vortrages Rechtswidrigkeit: Wahrnehmung berechtigter Interessen (§ 193 StGB)