Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=WM%202017,%20919
Timestamp: 2018-03-21 09:17:16
Document Index: 306580288

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 546', '§ 546', '§ 812', '§ 293', '§ 546', '§ 242', '§ 307', '§ 306', '§ 546', '§ 269', '§ 269', '§ 310', '§ 315', '§ 305', '§ 315', '§ 306', '§ 293', '§ 559', '§ 302', '§ 241', '§ 241', '§ 269', '§ 269', '§ 293', '§ 295', '§ 241', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 7', '§ 305', '§ 310', '§ 6', 'BGH', 'BGH']

BGH, 18.01.2017 - VIII ZR 263/15 - dejure.org
§ 546a BGB, § ... 307 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 Nr. 1 BGB, § 546 Abs. 1 BGB, § 812 Abs. 1 BGB, § 293 BGB, § 546a Abs. 1 BGB, § 242 BGB, § 307 Abs. 1 Satz 1 BGB, § 306 Abs. 2 BGB, § 546 Abs. 1, § 269 Abs. 1 BGB, § 269 Abs. 1, 2 BGB, § 310 Abs. 1 Satz 2 BGB, § 315 Abs. 1 BGB, § 305c Abs. 2 BGB, § 315 BGB, § 306 Abs. 1, §§ 293, 295 Satz 1 BGB, § 559 ZPO, § 302 BGB, § 241 Abs. 2 BGB
§ 241 BGB, § 269 Abs 1 BGB, § 269 Abs 2 BGB, § 293 BGB, § 295 BGB
Leasingvertrag: Leistungsort für die Rückgabe des Leasinggegenstands; Vorbehalt eines einseitigen Leistungsbestimmungsrecht in Allgemeinen Geschäftsbedingungen
Bestimmung des Leistungsortes des Leasinggegenstands bei Vertragsende bei Fehlen einer (wirksamen) vertraglichen Festlegung; Anforderungen an eine in formularmäßigen Leasingbedingungen enthaltene Rückgabeklausel; Vorbehalt eines einseitigen Leistungsbestimmungsrechts in Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) durch deren Verwender
Unwirksame Rückgabeklausel in formularmäßigen Leasingbedingungen
Zum Leistungsort für die Rückgabepflicht des Leasingnehmers bei Vertragsende; Unwirksamkeit einer Allgemeinen Geschäftsbedingung, nach der der Leasingnehmer nach Beendigung des Leasingvertrages das Leasingobjekt entweder an eine vom Leasinggeber zu benennende Anschrift in der Bundesrepublik Deutschland, anderenfalls an den Sitz des Leasinggebers zu liefern oder auf Weisung des ­Leasinggebers kostenpflichtig zu entsorgen hat
Zur Inhaltskontrolle einer Rückgabeklausel in Leasing-AGB
Einseitiges Leistungsbestimmungsrecht des Verwenders in AGB in einem Leasingsvertrag
Rückgabeklausel in formularmäßigen Leasingbedingungen
§§ 241, 269, 293, 295, 302, 305 c, 306, 307, 310, 315, 546 BGB
Einseitiges Leistungsbestimmungsrecht in AGB des Verwenders im Leasingvertrag
Rückgabeklausel in Leasingverträgen
LG Köln, 21.05.2015 - 86 O 18/15
OLG Köln, 03.11.2015 - 15 U 93/15
NJW 2017, 1301
ZIP 2017, 681
MDR 2017, 324
NZM 2017, 412
Von dieser Rechtsprechung geht auch das Berufungsgericht aus, um danach zu dem Ergebnis zu gelangen, dass Umstände, die in besonderer Weise zu einer Lokalisierung des Ortes der Nacherfüllung entweder am Wohnsitz der Klägerin oder am Geschäftssitz der Beklagten Veranlassung gäben, nicht ersichtlich seien, so dass im Streitfall die genannte, auf eine Maßgeblichkeit des Wohn- oder Geschäftssitzes des Schuldners hinauslaufende gesetzliche Auslegungsregel zum Tragen komme (vgl. dazu auch Senatsurteil vom 18. Januar 2017 - VIII ZR 263/15, WM 2017, 919 Rn. 22 [zur Veröffentlichung in BGHZ vorgesehen]).
Eine unangemessene Benachteiligung liegt dann vor, wenn der Verwender durch einseitige Vertragsgestaltung missbräuchlich eigene - hier auf eine möglichst lange Offenhaltung seiner Anspruchsdurchsetzung gehende - Interessen auf Kosten seines Vertragspartners durchzusetzen versucht, ohne von vornherein auch dessen Belange hinreichend zu berücksichtigen und ihm einen angemessenen Ausgleich zuzugestehen (st. Rspr.; vgl. nur BGH, Urteile vom 18. Januar 2017 - VIII ZR 263/15, NJW 2017, 1301 Rn. 24;… vom 20. Januar 2016 - VIII ZR 26/15, NJW 2016, 1230 Rn. 33;… vom 13. November 2013 - I ZR 77/12, NJW 2014, 2180 Rn. 13; vom 8. März 1984 - IX ZR 144/83, BGHZ 90, 280, 284; jeweils mwN).
Diesen Anforderungen wird die angegriffene Klausel in § 7 Abs. 1 Satz 3, Abs. 2, 5 AGB, durch die sich die Beklagte bei den von ihr als Verwender gestellten Allgemeinen Geschäftsbedingungen (§ 305 Abs. 1, § 310 Abs. 3 Nr. 1 BGB) für die Weiterbelastung von neu eingeführten, weggefallenen oder geänderten Steuern, Abgaben und hoheitlichen Belastungen Sonderregelungen gegenüber den in § 6 AGB allgemein zu Preisänderungen getroffenen Bestimmungen ausbedungen hat und die der Senat uneingeschränkt selbst auslegen kann (vgl. zuletzt Senatsurteil vom 18. Januar 2017 - VIII ZR 263/15, WM 2017, 919 Rn. 21 mwN, zur Veröffentlichung in BGHZ vorgesehen), nicht gerecht.
Diese Auffassung hat der Bundesgerichtshof erst jüngst wieder zum Leasingrecht noch einmal bestätigt (BGH NJW 2017, 1301 Rdn. 18).