Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=VerfG%20Brandenburg&Datum=19.05.2017&Aktenzeichen=VfGBbg%202/16
Timestamp: 2020-06-06 03:17:33
Document Index: 195291596

Matched Legal Cases: ['Art 52', 'Art 52', 'Art 52', '§ 20', '§ 21', 'Art. 52', 'Art. 52', 'Art. 52', '§ 20', '§ 21', '§ 46', '§ 543', '§ 49', 'Art. 52', 'Art. 52', 'Art. 52', '§ 20', '§ 21', '§ 46', '§ 543', '§ 49', 'Art. 7', 'Art. 8', 'Art. 52', '§ 3', '§ 198', '§ 198', 'Art. 52']

VerfG Brandenburg, 19.05.2017 - VfGBbg 2/16 - dejure.org
https://dejure.org/2017,18221
VerfG Brandenburg, 19.05.2017 - VfGBbg 2/16 (https://dejure.org/2017,18221)
VerfG Brandenburg, Entscheidung vom 19.05.2017 - VfGBbg 2/16 (https://dejure.org/2017,18221)
VerfG Brandenburg, Entscheidung vom 19. Mai 2017 - VfGBbg 2/16 (https://dejure.org/2017,18221)
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Art 52 Abs 1 S 1 Verf BB, Art 52 Abs 3 Verf BB, Art 52 Abs 4 S 1 Verf BB, § 20 Abs 1 S 1 VerfGG BB, § 21 S 1 VerfGG BB
LV Art. 52 Abs. 1 Satz 1; LV Art. 52 Abs. 3; LV Art. 52 Abs. 4 Satz 1; VerfGGBbg § 20 Abs. 1 Satz 1; VerfGGBbg § 21 Satz 1; VerfGGBbg § 46; ZPO § 543 Abs. 2 Satz 1; WEG § 49 Abs. 2
Verfassungsbeschwerde unzulässig; Begründung; Vorlage der angegriffenen Entscheidungen; nicht lesbares Fax; Berufung; Anfechtungsklage nach WEG; Rechtsschutzbedürfnis; (Nicht-)Zulassung der Revision; grundsätzliche Bedeutung; Willkür; rechtliches Gehör; faires Verfahren; ...
LV, Art. 52 Abs. 1 Satz 1; LV, Art. 52 Abs. 3; LV, Art. 52 Abs. 4 Satz 1; VerfGGBbg, § 20 Abs. 1 Satz 1; VerfGGBbg, § 21 Satz 1; VerfGGBbg, § 46; ZPO, § 543 Abs. 2 Satz 1; WEG, § 49 Abs. 2
LG Frankfurt/Oder, 28.09.2015 - 16 S 182/14
LG Frankfurt/Oder, 04.11.2015 - 16 S 182/14
LSG Berlin-Brandenburg, 19.11.2015 - L 14 AL 166/15
LG Frankfurt/Oder, 16.12.2015 - 19 T 108/15
VerfG Brandenburg, 19.02.2016 - VfGBbg 2/16
VerfG Brandenburg, 15.04.2016 - VfGBbg 10/16
OLG Brandenburg, 25.08.2016 - 3 UF 38/16
VerfG Brandenburg, 14.10.2016 - VfGBbg 4/16
VerfG Brandenburg, 16.12.2016 - VfGBbg 10/16
VerfG Brandenburg, 16.12.2016 - VfGBbg 51/16
- VfGBbg 35/10 - vom 21. Oktober 2011 - VfGBbg 35/11 - vom 16. Dezember 2016 - VfGBbg 33/16 - vom 19. Mai 2017 - VfGBbg 2/16 -, www.verfassungsge-richt.brandenburg.de).
Bezüglich der Verletzung des Menschenwürde (Art. 7 Abs. 1 LV) und des Rechts auf Leben und Unversehrtheit (Art. 8 Abs. 1 LV) lässt die Beschwerdebegründung einen Verfassungsverstoß schon deshalb nicht erkennen, weil sie im Wesentlichen nur rechtliche Wertungen auflistet, jedoch keinen konkreten Tatsachenvortrag insbesondere zur Lebenssituation in Bulgarien enthält; es ist aber nicht Aufgabe des Verfassungsgerichts, einen zu überprüfenden verfassungsrechtlich relevanten Sachverhalt durch eigene Nachforschungen erst zu ermitteln (st. Rspr., vgl. Beschlüsse vom 15. Juni 2012 - VfGBbg 27/12 - und vom 19. Mai 2017 - VfGBbg 2/16 -, www.verfassungsgericht.brandenburg.de).
Das Grundrecht auf rechtliches Gehör schützt die Verfahrensbeteiligten jedoch nicht davor, dass das Gericht ihre Rechtsauffassungen und rechtlichen Beurteilungen nicht teilt und zu einer abweichenden (womöglich auch unzutreffenden) Rechtsauffassung gelangt (st. Rspr., vgl. Beschluss vom 19. Mai 2017 - VfGBbg 2/16 -, www.verfassungsgericht.brandenburg.de, m. w. Nachw.).
Denn ausgehend von dem Grundsatz, dass nicht maßgeblich ist, welches Grundrecht der Beschwerdeführer ausdrücklich benennt, sondern welche grundrechtliche Gewährleistung mit der Beschwerdeschrift der Sache nach ersichtlich als verletzt gerügt wird (vgl. Beschlüsse vom 24. Januar 2014 - VfGBbg 21/13 -, vom 29. August 2014 - VfGBbg 1/14 - und vom 9. Oktober 2015 - VfGBbg 41/15 -, www.verfassungsgericht.brandenburg.de), prüft das Verfassungsgericht die Sache nach Maßgabe der spezielleren und damit vorrangigen Norm des Art. 52 Abs. 3 Alt. 1 LV (vgl. zuletzt Beschlüsse vom 19. Mai 2017 - VfGBbg 2/16 - und vom 15. Juni 2017 - VfGBbg 50/16 -, www.verfassungsgericht.brandenburg.de).
In Bezug auf die Auslegung von § 3 Nr. 2 BbgSchlG schützt das Grundrecht auf rechtliches Gehör insbesondere nicht davor, dass das Gericht ihre Rechtsauffassungen und rechtlichen Beurteilungen nicht teilt und zu einer abweichenden (womöglich auch unzutreffenden) Rechtsauffassung gelangt (st. Rspr., vgl. Beschluss vom 19. Mai 2017 - VfGBbg 2/16 - und vom 15. Dezember 2017 - VfGBbg 7/17 -, https.//verfassungsgericht.brandenburg.de, m. w. Nachw.).
Verfassungsbeschwerde unzulässig; Beschwerdebegründung; Schiedsverfahren; …
Das Grundrecht auf rechtliches Gehör schützt die Verfahrensbeteiligten jedoch nicht davor, dass das Gericht ihre Rechtsauffassungen und rechtlichen Beurteilungen nicht teilt und zu einer abweichenden (womöglich auch unzutreffenden) Rechtsauffassung gelangt (st. Rspr., vgl. Beschluss vom 19. Mai 2017 - VfGBbg 2/16 - und vom 15. Dezember 2017 - VfGBbg 7/17 -, www.verfassungsgericht.brandenburg.de, m. w. Nachw.).
Da ein Beschwerdeführer, der eine Verletzung des Grundrechts auf ein zügiges Verfahren rügt, unter Subsidiaritätsgesichtspunkten grundsätzlich vor Anrufung des Verfassungsgerichts um Rechtsschutz nach §§ 198 ff Gerichtsverfassungsgesetz (GVG) nachgesucht haben muss (st. Rspr., vgl. zuletzt Beschluss vom 9. September 2016 - VfGBbg 25/16 -, www.verfassungsgericht.brandenburg.de, m. w. Nachw.), bedarf es substantiierten Vorbringens des Beschwerdeführers, wann und in welcher Form er von der Rechtsschutzmöglichkeit nach § 198 Abs. 1 Satz 1, Abs. 4 GVG Gebrauch gemacht hat (vgl. Beschluss vom 19. Mai 2017 - VfGBbg 2/16 -, www.verfassungsgericht.brandenburg.de).
Jedenfalls hinsichtlich des ersten Arguments des Verwaltungsgerichts ist ein Verstoß gegen Art. 52 Abs. 3 Alt. 1 LV, anhand dessen als speziellerer Norm das Verfassungsgericht die Willkürrüge bezogen auf gerichtliche Verfahren prüft (vgl. Beschlüsse vom 19. Mai 2017 - VfGBbg 2/16 - und vom 15. Juni 2017 - VfGBbg 50/16 -, www. verfassungsgericht.brandenburg.de), nicht festzustellen.
VerfG Brandenburg, 16.02.2018 - VfGBbg 118/17
Unzulässigkeit einer Verfassungsbeschwerde bzgl einem nachbarrechtlichen …
Das Grundrecht auf rechtliches Gehör schützt den Betroffenen jedoch nicht davor, dass die Gerichte eine andere, für den Beschwerdeführer nachteilige (womöglich auch unzutreffende) Rechtsauffassung vertreten (st. Rspr., Beschlüsse vom 19. Mai 2017 - VfGBbg 2/16 -, vom 19. Oktober 2012 - VfGBbg 72/11 -, vom 15. Mai 2013 - VfGBbg 49/13 - und vom 14. Oktober 2016 - VfGBbg 4/16 -, www.verfassungs-gericht.brandenburg.de).
Eine gerichtliche Entscheidung verstößt jedoch nicht bereits bei jeder fehlerhaften Anwendung einfachen Rechts gegen das Willkürverbot, sondern erst, wenn sie unter keinem denkbaren Gesichtspunkt rechtlich vertretbar und damit schlechthin unhaltbar ist (vgl. Beschlüsse vom 19. Mai 2017 - VfGBbg 2/16 - und vom 20. Oktober 2017 - VfGBbg 20/16 -, www.verfassungsgericht.brandenburg.de, m. w. Nachw.).