Source: https://www.wko.at/service/kollektivvertrag/KV-ArbeiterInnen-Tischler-Holzgestalter-2016.html
Timestamp: 2020-01-24 12:34:57
Document Index: 192964189

Matched Legal Cases: ['§ 21', '§ 4', '§ 96', '§ 19', '§ 82', '§ 15', '§ 82', '§ 15', '§ 82', '§ 82', '§ 15', '§ 82', '§ 15', '§ 82', '§ 15', '§ 7', '§ 5', '§ 8', '§ 21']

Kollektivvertrag für ArbeiterInnen der Tischler und Holzgestalter gültig seit 1.5.2016 - WKO.at
Kollektivvertrag für ArbeiterInnen der Tischler und Holzgestalter gültig seit 1.5.2016
Rechenbeispiele für die Taggeldberechnung gültig ab 1.5.2016
GEWERBE ÖSTERREICHS
§ 21 Lohnordnungen
Anhang I Lohnordnungen für die Berufszweige der Tischler und Holzgestalter (Lohngruppen, Lohnschema)
Anhang II Erläuterungen und Umstufungsbestimmungen zu den neuen Lohnordnungen für die Berufszweige der Tischler und Holzgestalter
Anhang III Zuschläge gemäß BUAG
2. Fachlich: für alle Mitgliedsbetriebe der Bundesinnung der Tischler und Holzgestalter
1. Dieser Kollektivvertrag tritt in der vorliegenden Fassung am 1. Mai 2016 in Kraft und gilt auf unbestimmte Zeit. Er ist eine Wiederverlautbarung des Kollektivvertrages vom 20. März 1948, wirksam ab 1. Mai 1948, hinterlegt beim Einigungsamt Wien am 11. Juni 1948 unter der Nr. KE 13/48 und seiner Ergänzungen.
1. Fällt in Verbindung mit Feiertagen die Arbeitszeit an Werktagen aus, um den Arbeit-nehmern/innen eine längere zusammenhängende Freizeit zu ermöglichen, so kann gemäß § 4 Abs. 3 AZG durch Betriebsvereinbarung bzw. wenn kein Betriebsrat besteht, durch schriftliche Einzelvereinbarung die Verteilung der ausfallenden Normalarbeitszeit auf die Werktage von höchstens 52 Wochen die Ausfalltage einschließenden Wochen geregelt werden.
1. Die Normalarbeitszeit kann innerhalb eines Durchrechnungszeitraumes bis zu 52 Wochen unregelmäßig so verteilt werden, dass sie im Durchschnitt des Durchrechnungszeitraumes 40 Stunden pro Woche nicht überschreitet.
Diese Regelung ist durch Betriebsvereinbarung, in Betrieben, in denen kein Betriebsrat errichtet ist, schriftlich mit jedem/jeder Arbeitnehmer/in zu vereinbaren.
2. Die Normalarbeitszeit pro Woche darf 45 Stunden nicht überschreiten und 35 Stunden nicht unterschreiten.
Ein Unterschreiten der 35 Stunden in der Woche ist möglich, wenn der Zeitausgleich in Form von ganzen Tagen erfolgt.
4. Ist bei Ende des Durchrechnungszeitraumes der Zeitausgleich nicht vollständig erfolgt, ist er binnen einer Nachfrist von drei Monaten durchzuführen.
Ist der/die Arbeitnehmer/in zum Verbrauchszeitpunkt krank oder sonst aus in seiner/ ihrer Person gelegenen Gründen am Verbrauch des Zeitguthabens verhindert, verlängert sich die Frist um diese Zeit.
Erfolgt der Ausgleich nicht, sind die Zeitguthaben als Überstunden mit einem Zuschlag von 50 Prozent abzugelten.
5. Besteht bei Ende des Arbeitsverhältnisses ein Zeitguthaben, erfolgt die Abgeltung im Falle der Entlassung aus Verschulden des/der Arbeitnehmers/in, der Selbstkündigung des/der Arbeitnehmers/in und bei Austritt ohne wichtigen Grund mit dem Stundenlohn, in den anderen Fällen als Überstunden mit einem Zuschlag von 50 Prozent abzugelten.
7. Die Vereinbarung gemäß Ziffer 1 hat nähere Bestimmungen darüber zu enthalten, wie die jeweilige Normalarbeitszeit festgelegt wird und wie der Zeitausgleich in Anspruch genommen wird.
Die Arbeitszeiteinteilung, die Lage und das Ausmaß der Normalarbeitszeit muss jedem/ jeder davon betroffenen Arbeitnehmer/in spätestens 1 Woche vor Beginn des Durchrechnungszeitraumes bekanntgegeben werden.
Im Einvernehmen ist eine Änderung dieser Einteilung durch Betriebsvereinbarung
bzw. in Betrieben ohne Betriebsrat durch schriftliche Einzelvereinbarungen zulässig und den Arbeitnehmern/innen eine Woche vor dem Beginn der entsprechenden Kalenderwoche bekanntzugeben.
3. Bei Arbeitnehmern/innen, mit denen eine Überstundenpauschale vereinbart wird, findet eine gesonderte Vergütung der Überstunden erst dann statt, wenn die durch die Überstundenpauschale abgegoltene Arbeitszeit überschritten wird. Die Überstundenpauschale muss die Grundstundenlöhne sowie die Zuschläge abgelten. Sind die geleisteten Überstunden nicht durch die Pauschale abgedeckt, so hat der Arbeitnehmer Anspruch auf Vergütung der Mehrleistung, sofern der Arbeitgeber von den überschießenden Überstunden wusste oder diese zumindest duldete. Maßgeblich ist dabei die Anzahl der Überstunden im Kalenderjahresschnitt.
7. Für die an den gesetzlichen Feiertagen (1. Jänner, 6. Jänner, Ostermontag, 1. Mai, Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, Fronleichnam, 15. August, 26. Oktober, 1. November, 8., 25. und 26. Dezember) ausfallende Arbeitszeit ist das regelmäßige Entgelt zu leisten. Der Karfreitag gilt im Sinne des Arbeitsruhegesetzes ARG BGBl.Nr. 144/1983, in seiner geltenden Fassung als Feiertag für die Angehörigen der evangelischen Kirche AB und HB, der Altkatholischen Kirche und der Evangelisch-methodistischen Kirche. Als regelmäßiges Entgelt gilt das Entgelt, das dem/der Arbeitnehmer/in für die Arbeit gebührt, die er/sie nach der für den Betrieb geltenden Arbeitszeiteinteilung an dem Tag, auf den der Feiertag fällt, zu leisten hätte, wenn dieser Tag ein Werktag wäre. Bei Akkordarbeitern/innen ist das regelmäßige Entgelt nach dem Durchschnitt der letzten 13 Wochen unter Ausscheidung nur ausnahmsweise geleisteter Arbeit zu bemessen.
9. Bei regelmäßiger Schichtarbeit erhalten alle in der dritten Schicht eingeteilten Arbeitnehmer/innen einen Zuschlag von 25 Prozent je Arbeitsstunde. Bei zweischichtiger Arbeitsweise gebührt ein solcher Zuschlag nur für die in der Zeit von 20 bis 6 Uhr geleistete Arbeit.
11. Grundlage für die Berechnung der hier genannten Zuschläge bildet der Stundenlohn einschließlich eines etwaigen Leistungszuschlages. Bei Akkordarbeitern/innen ist der Durchschnittsverdienst der letztabgerechneten 13 Wochen zugrunde zu legen.
Die Festlegung der Akkordsätze und der sonstigen Akkordbestimmungen erfolgt im Sinne der Bestimmungen der §§ 96 Abs. 1 Z.4 und 100 des ArbVG.
Die vom/von der Arbeitnehmer/in aufgewendete Zeit für den Besuch von Ausbildungseinheiten gemäß § 19b Güterbeförderungsgesetz, BGBl. I Nr.153/2006, ist vom/von der Arbeitgeber/in nicht zu bezahlen. Diese Zeit stellt keine Arbeitszeit im arbeitsrechtlichen
Sinne, sondern Freizeit des/der Arbeitsnehmers/in dar.
Eine Außerhausarbeit liegt vor, wenn der/die Arbeitnehmer/in zur Ausführung eines ihm/ihr erteilten Auftrages an eine Arbeitsstelle (ausgenommen hiervon sind Arbeiten in zum Betrieb gehörigen Arbeitsstätten) entsendet wird, um Montagetätigkeiten sowie alle damit verbundenen Nebentätigkeiten durchzuführen.
wenn sie vom ständigen Arbeitsplatz der/des Arbeitnehmerin/s aus angetreten wird, mit dem Verlassen des ständigen Arbeitsplatzes, bzw.
wenn sie vom Wohnort (Wohnung) der/des Arbeitnehmerin/s aus angetreten wird, mit dem reisenotwendigen Verlassen des Wohnortes (Wohnung).
Ob die Außerhausarbeit vom Wohnort (Wohnung, gewöhnlicher Aufenthalt) oder vom ständigen Arbeitsplatz aus anzutreten ist, bzw. ob sie mit der Rückkehr zum ständigen Arbeitsplatz oder mit der reisenotwendigen Rückkehr in den Wohnort (Wohnung, gewöhnlicher Aufenthalt) zu beenden ist, legt im Einzelfall der/die Arbeitgeber/in fest.
Taggelder im Sinne nachstehender Bestimmungen gelten jeweils – mit Ausnahme der
Z 3 2. und 3. Satz – für 24 Stunden in der Zeit von 0 bis 24 Uhr.
2a. Bei Außerhausarbeiten bis zu 10 km vom ständigen Arbeitsplatz (innerhalb eines Umkreises von 10 km Luftlinie um den ständigen Arbeitsplatz; in Wien, Graz, Linz innerhalb der Stadtgrenze) gebührt bei einer ununterbrochenen Abwesenheit von mehr als 5 Stunden – ausschließlich unbezahlter Pausen - ein Taggeld in der Höhe von
€ 1,40 je angefangener Stunde.
2b. Bei Außerhausarbeiten von mehr als 10 km vom ständigen Arbeitsplatz (in Wien, Graz und Linz außerhalb der Stadtgrenze) gebührt bei einer ununterbrochenen Abwesenheit von mehr als 5 Stunden – ausschließlich unbezahlter Pausen - ein Taggeld in der Höhe von € 2,10 je angefangener Stunde.
2c. Werden Außerhausarbeiten bei einer ununterbrochenen Abwesenheit von mehr als 5 Stunden vom ständigen Arbeitsplatz auf Arbeitsstellen sowohl gemäß Z 2a als auch Z 2b unmittelbar aufeinanderfolgend an einem Tag (ohne zwischenzeitliche Rückkehr zum ständigen Arbeitsplatz) ausgeübt, gebührt das Taggeld für die jeweilige Arbeitsstelle – ausschließlich unbezahlter Pausen – in der Höhe der Sätze gemäß Z 2a oder 2b (Mischberechnung).
3. Wenn die Beschäftigung außerhalb des ständigen Arbeitsplatzes eine Nächtigung außerhalb des Wohnortes (Wohnung) des/der Arbeitnehmers/in erfordert oder eine solche angeordnet wird, gebührt täglich ein Taggeld in der Höhe von € 38,00.
Ein Taggeld ist erstmalig für den Tag der Hinreise zu bezahlen, und zwar in der Höhe von € 38,00 wenn die Abreise vom ständigen Arbeitsplatz fahrplanmäßig vor 12 Uhr, ein Taggeld von € 22,00 wenn die Abreise ab 12 Uhr erfolgt.
Für den Tag der Rückreise wird ein Taggeld von € 22,00 bezahlt, wenn der/die Arbeit-nehmer/in am ständigen Arbeitsplatz fahrplanmäßig vor 17 Uhr ankommt, ein Taggeld von € 38,00 wenn die Ankunft ab 17 Uhr erfolgt.
Werden die Kosten für Mittagessen und/oder Abendessen durch den/die Arbeitgeber/in übernommen, wird das Taggeld pro bezahlten Essen um € 13,20 gekürzt. Eine Kürzung unter Null ist nicht vorzunehmen.
1. Für den Urlaub der Arbeitnehmer/innen gelten die Bestimmungen des Urlaubsgesetzes 1977 (BGBl. Nr. 390/1976) in der geltenden Fassung.
2. Für die Parkettbodenlegerbetriebe gelten die jeweiligen Bestimmungen des Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungsgesetzes (BUAG). Für die Mitgliedsbetriebe der Landesinnung Wien der Tischler und Holzgestalter kommen die Bestimmungen des Anhanges III zur Anwendung.
2. Alle Arbeitnehmer/innen erhalten einmal in jedem Kalenderjahr zu ihrem gemäß Urlaubsgesetz gebührenden Urlaubsentgelt einen Urlaubszuschuss.
bei einer Betriebszugehörigkeit bis zu 1 Jahr 3,5 Wochenlöhne (bzw. wöchentliche Lehrlingsentschädigungen);
7. Zwischen Arbeitgeber/in und dem Betriebsrat (falls kein solcher besteht, mit dem/ der Arbeitnehmer/in) kann vereinbart werden, dass die Auszahlung des Urlaubszuschusses zu einem anderen Zeitpunkt erfolgt, wenn aus innerbetrieblichen Gründen bei Urlaubsantritt die Auszahlung nicht möglich ist. In diesem Falle ist der Urlaubszuschuss spätestens am Ende des Kalenderjahres auszuzahlen.
8. Arbeitnehmer/innen die während des Kalenderjahres eintreten, erhalten den aliquoten Teil des Urlaubszuschusses entsprechend der auf dieses Kalenderjahr entfallenden Dienstzeit. Dieser aliquote Teil ist entweder bei Antritt eines Urlaubes oder, wenn kein Urlaub konsumiert wird, am Ende des Kalenderjahres fällig.
9. Arbeitnehmer/innen deren Dienstverhältnis während des Kalenderjahres vor Erhalt des Urlaubszuschusses (durch Kündigung durch den/die Arbeitgeber/in, durch Selbstkündigung durch den/die Arbeitnehmer/in unter Einhaltung der Kündigungsfrist oder durch einvernehmliche Lösung) endet, haben Anspruch auf den aliquoten Teil des Urlaubszuschusses entsprechend ihrer im Kalenderjahr zurückgelegten Dienstzeit.
Dieser Anspruch entfällt, wenn der/die Arbeitnehmer/in gemäß § 82 GewO (ausgenommen lit. h) entlassen wird bzw. der/die Lehrberechtigte gemäß § 15 Abs. 3 BAG das Lehrverhältnis berechtigt vorzeitig auflöst oder wenn der/die Arbeitnehmer/in ohne wichtigen Grund gemäß § 82 a GewO bzw. der Lehrling ohne Vorliegen eines Grundes gemäß § 15 Abs. 4 BAG vorzeitig austritt.
10. Arbeitnehmer/innen die den Urlaubszuschuss für das laufende Kalenderjahr bereits erhalten haben, aber noch vor Ablauf des Kalenderjahres ausscheiden, haben den erhaltenen Urlaubszuschuss anteilmäßig - entsprechend dem Rest des Kalenderjahres - zurückzubezahlen.
14. Arbeitnehmern/innen, die bei demselben/derselben Arbeitgeber/in ihr Dienstverhältnis wieder beginnen und nicht mehr als 100 Tage unterbrochen haben, sind die vorher bei demselben/derselben Arbeitgeber/in erworbenen Beschäftigungszeiten auf die für das Ausmaß der Sonderzahlung maßgebenden Dienstzeiten anzurechnen, sofern das Dienstverhältnis nicht gemäß § 82 GewO (ausgenommen lit. h) oder durch vorzeitigen Austritt ohne wichtigen Grund gelöst wurde.
1. Mit der Novemberlohnauszahlung ist allen in den Betrieben beschäftigten Arbeitnehmern/innen eine Weihnachtsremuneration für das Kalenderjahr auszubezahlen.
4. Arbeitnehmer/innen die während des Jahres in den Betrieb eintreten oder aus dem Betrieb ausscheiden, erhalten den aliquoten Teil.
5. Ein Anspruch auf diesen aliquoten Teil besteht jedoch nicht, wenn die Beschäftigung weniger als 4 Wochen gedauert hat.
Desgleichen entfällt der Anspruch auf den aliquoten Teil der Weihnachtsremuneration, wenn der/die Arbeitnehmer/in gemäß § 82 GewO (ausgenommen lit. h) nachgewiesenermaßen aus seinem/ihren Verschulden entlassen wird bzw. der/die Lehrberechtigte gemäß § 15 Abs. 3 BAG das Lehrverhältnis berechtigt vorzeitig auflöst oder wenn der/die Arbeitnehmer/in ohne wichtigen Grund gemäß § 82 a GewO bzw. der Lehrling ohne Vorliegen eines Grundes gemäß § 15 Abs. 4 BAG vorzeitig austritt.
6. Im Einvernehmen mit dem Betriebsrat - dort wo keiner besteht mit dem/der einzelnen Arbeitnehmer/in kann auch eine andere Auszahlungsmodalität vereinbart werden. Die Weihnachtsremuneration ist aber bis spätestens 31. März des folgenden Jahres, bei einer früheren Lösung des Dienstverhältnisses spätestens mit Ende desselben fällig.
9. Arbeitnehmern/innen, die bei demselben/derselben Arbeitgeber/in ihr Dienstverhältnis wieder beginnen und nicht mehr als 100 Tage unterbrochen haben, sind die vorher bei demselben/derselben Arbeitgeber/in erworbenen Beschäftigungszeiten auf die für das Ausmaß der Sonderzahlung maßgebenden Dienstzeiten anzurechnen, sofern das Dienstverhältnis nicht gemäß § 82 GewO (ausgenommen lit. h) oder durch vorzeitigen Austritt ohne wichtigen Grund gelöst wurde.
7. Der Kündigungsschutz des § 15 Mutterschutzgesetz bzw. § 7 Väter-Karenzgesetz wird auf die Dauer des bundesgesetzlich geregelten Anspruches auf Kinderbetreuungsgeld erstreckt, längstens jedoch bis zum 30 Monat.
I. Bestimmungen für Betriebe und Arbeitnehmer/innen (Parkettleger/innen), die dem Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungsgesetz - BUAG - unterliegen:
kollektivvertraglicher Stundenlohn x 1,20 x 3,41 x 52,18 / 12 = anteiliges Weihnachtsgeld
II. Bestimmungen für Betriebe und Arbeitnehmer/innen, die dem Arbeiterabfer-tigungsgesetz unterliegen:
Der Anspruch auf Abfertigung richtet sich nach den Bestimmungen des Arbeiter-Abfertigungsgesetzes (BGBl. Nr. 107/1979) idgF.
Für die Bemessung der Dauer der ununterbrochenen Arbeitsverhältnisses und der Bemessung des Ausmaßes des Abfertigungsanspruches sind Zeiten eines Arbeitsverhältnisses bei demselben/derselben Arbeitgeber/in, die keine längere Unterbrechung als jeweils 120 Tage aufweisen, zusammenzurechnen.
Die Zusammenrechnung von Zeiten eines Arbeitsverhältnisses bei demselben/derselben Arbeitgeber/in erfolgt nur für Unterbrechungen, die ab dem 1. Mai 2016 oder später begonnen haben.
1. Der/die Arbeitnehmer/in hat Anspruch auf drei freie Tage unter Fortzahlung des Lohnes bei Todesfällen der Eltern (Stief- oder Pflegeeltern), des Ehegatten (Lebensgefährten) bzw. des/der eingetragenen Partners/in im Sinne des EPG und der Kinder (Stief- oder Pflegekinder).
c) bei Entbindung der Ehefrau bzw. Lebensgefährtin bzw. der eingetragenen Partnerin,
5. Bei Arbeitsausfall infolge Verkehrsstörungen hat der/die Arbeitnehmer/in Anspruch auf Fortzahlung seines Lohnes, wenn die Gesamtdauer des Arbeitsausfalles im Einzelfall eine Stunde nicht überschreitet.
1. Ist der/die Arbeitnehmer/in zur Leistung der Dienste bereit, so behält er/sie bei Arbeitsausfällen infolge Betriebsstörungen (Maschinenschaden und ähnlichem), auch wenn er/sie nicht zu anderen Arbeiten im Betriebe herangezogen werden kann, den Anspruch auf den vollen Lohn für den Tag, an dem die Betriebsstörung eingetreten ist und für die beiden darauffolgenden Arbeitstage.
2. Dauert der durch die Betriebsstörung verursachte Arbeitsausfall länger, so gebührt bei Verzicht auf die Betriebsanwesenheit für die restliche Zeit nur der halbe Lohn. Ordnet der/die Arbeitgeber/in die Anwesenheit im Betriebe an, dann gebührt der volle Lohn.
2. Alle Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis mit Ausnahme des reinen Lohnanspruches im Sinne des § 5 Ziffer 11 müssen bei sonstigem Verfall innerhalb von 6 Monaten nach Fälligkeit geltend gemacht werden. Als Fälligkeitstag gilt der Auszahlungstag jener Lohnperiode, in der die den Anspruch begründenden Arbeiten geleistet wurden.
Die Lohnordnungen für die Berufszweige der Tischler und Holzgestalter sind ein integrierter Bestandteil dieses Kollektivvertrages und sind im Anhang I zu diesem Vertrag enthalten.
Die Erläuterungen und Umstufungsbestimmungen zu den neuen Lohnordnungen für die Berufszweige der Tischler und Holzgestalter sind ebenfalls ein integrierter Bestandteil
dieses Kollektivvertrages und sind im Anhang II zu diesem Vertrag enthalten.
Mit der Beilegung von Gesamtstreitigkeiten, die sich aus der Auslegung dieses Kollektivvertrages ergeben, hat sich vor Anrufung des Bundeseinigungsamtes ein paritätisch aus Vertretern der Arbeitgeber/innen und Arbeitnehmer/innen zusammengesetzter Schlichtungsausschuss zu befassen. Die Tätigkeit dieses Ausschusses erstreckt sich auf das gesamte Bundesgebiet, seine Zusammensetzung wird fallweise unter Bedachtnahme auf die Art des Streitfalles vorgenommen.
1. Mit Wirksamkeitsbeginn dieses Kollektivvertrages treten sämtliche für den Bereich der vertragschließenden Arbeitgeberorganisationen geltenden Kollektivverträge außer Kraft,
a) Das Zusatzübereinkommen zum Kollektivvertrag für das holzverarbeitende Gewerbe Österreichs, für die Mitgliedsbetriebe der Landesinnung Wien der Tischler (Parkettleger), betreffend Fußbodenlegearbeiten, vom 16. Juni 1982 in seiner geltenden Fassung.
b) Der Kollektivvertrag vom 25. November 2002 betreffend die Modelltischler.
Komm.Rat Gerhard Spitzbart Mag. (FH) Dieter Jank
Facharbeiter/in mit besonderen Fachkenntnissen, nach mindestens zwei Jahren
Tätigkeit als Facharbeiter/in in der LG III oder IV und der/die nach kurzer Anweisung selbstständig unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Gesichtspunkte verantwortungsbewusst Tätigkeiten des Tischlergewerbes ausführt,
IV Facharbeiter/in mit LAP Tischlerei oder Professionist/in mit LAP
Bei Vorlage eines Nachweises für ein bereits absolviertes Pflichtpraktikum gebührt bei jeder weiteren Beschäftigung im Ausmaß von 40 Wochenstunden als Pflichtpraktikant/in eine Vergütung in Höhe der Lehrlingsentschädigung für das
2. Lehrjahr pro Monat.
III. ..........................................
IV. ..........................................
V. ..........................................
VI. ..........................................
VII. ..........................................
im 1. Lehrjahr .......................................... 590,00
im 2. Lehrjahr .......................................... 740,00
im 3. Lehrjahr .......................................... 870,00
im 4. Lehrjahr .......................................... 980,00
im 3. Lehrjahr .......................................... 1.120,00
im 4. Lehrjahr .......................................... 1.410,00
C. Lohnerhöhung mit 1.5.2016
Die tatsächlichen Stundenlöhne werden unabhängig von der Erhöhung der kollektiv-vertraglichen Mindestlöhne mit 1.5.2016 um 0,15 EUR erhöht.
Erreichen die so erhöhten Stundenlöhne nicht die neuen kollektivvertraglichen Mindestlöhne, so sind sie entsprechend anzuheben.
Die Akkorde, Prämien und Stücklöhne werden per 1. Mai 2016 für eine Laufzeit von 12 Monaten um 1,5% erhöht.
Erhöhungen der tatsächlichen Stundenlöhne, die bereits vor dem Inkrafttreten dieses Kollektivvertrages ab 1.1.2016 durchgeführt wurden, können auf die Erhöhung mit 1. Mai 2016 angerechnet werden.
D. Lohnerhöhung mit 1.5.2017
1. Die bis 30.4.2017 geltenden kollektivvertraglichen Stundenlöhne und Lehrlingsentschädigungen werden per 1. Mai 2017 für eine Laufzeit von 12 Monaten um 0,5% zuzüglich der prozentuellen Veränderung des VPI 2015 im Vergleich zum Vorjahr erhöht, wobei der Berechnung die Veränderung der von der Statistik Austria ausgewiesenen Werte für die Monate März 2016 bis einschließlich Februar 2017 im Durchschnitt zugrunde gelegt werden.
2. Die Akkorde, Prämien und Stücklöhne werden per 1. Mai 2017 für eine Laufzeit von 12 Monaten um den sich aus Ziffer 1 ergebenden Prozentsatz erhöht.
Artikel III - Lohnordnung für die Berufszweige der Holzgestalter
Arbeitnehmer/in, der/die überwiegend, angelernte berufseinschlägige Tätigkeiten des Holzgestaltenden Gewerbes verrichten
Personen, mit denen ein Ausbildungsvertrag über eine Teilqualifikation gemäß
§ 8b BAG geschlossen wurde, erhalten im ersten, zweiten und dritten Ausbildungsjahr die entsprechende Entlohnung wie Lehrlinge im ersten, zweiten bzw. im dritten Lehrjahr (gemäß dem Lohnschema). Zeiten einer vorangegangenen Ausbildung sind für die Höhe der Entlohnung anzurechnen. Z 1 gilt sinngemäß.
im 1. Lehrjahr .......................................... 560,00
im 2. Lehrjahr .......................................... 710,00
im 3. Lehrjahr .......................................... 830,00
im 4. Lehrjahr .......................................... 900,00
Dieser Kollektivvertrag tritt am 1. Mai 2016 bzw. am 1. Mai 2017 in Kraft und gilt hinsichtlich des lohnrechtlichen Teiles bis 30. April 2017 bzw. 30. April 2018.
Nach dem 31. Jänner 2018 sind Verhandlungen wegen der Erneuerung des Vertrages aufzunehmen, sofern die Paritätische Kommission dem zustimmt.
Erläuterungen und Umstufungsbestimmungen
zu den neuen Lohnordnungen
für die Berufszweige der Tischler und Holzgestalter
Erläuterungen zu den neuen Lohngruppen für die Berufszweige der Tischler
Die neue Lohnordnung ab 1.5.2016 enthält sieben Lohngruppen mit entsprechenden Lohngruppenmerkmalen.
Entscheidende Zäsur innerhalb der Lohngruppen ist die Lehrabschlussprüfung bzw. der damit verbundene Status als Facharbeiter/in. Insofern knüpft der Kollektivvertrag für die Abgrenzung der Lohnstufen VII bis V und IV bis I an eine klare formelle Abgrenzung, nämlich der beruflichen Qualifikation als Facharbeiter/in.
Facharbeiter/innen mit LAP in der Tischlerei bzw. Tischlereitechnik sind daher zumindest in die Lohngruppen IV bzw. III einzustufen. Gleiches gilt für Professionisten/ innen mit LAP in einem Lehrberuf eines anderen Gewerbes, wenn diese in ihren erlernten Berufen verwendet werden.
Grundvoraussetzung für die Einstufung in eine der Facharbeiter/innen/kategorien
(I-IV) ist also eine erfolgreich abgeschlossene LAP in der Tischlerei bzw. Tischlereitechnik (oder eine erfolgreich abgeschlossene LAP eines anderen Gewerbes mit der Verwendung im erlernten Beruf). In diesem Zusammenhang ist auch die Gleichhaltung von schulischen Ausbildungsabschlüssen mit facheinschlägigen Lehrabschlüssen zu beachten.
Innerhalb der Facharbeiter/innen/kategorien richtet sich die Einstufung in eine höhere Lohngruppe wiederum nach der konkret vereinbarten und tatsächlichen Ausübung der entsprechenden Tätigkeiten. Persönliche oder fachliche Qualifikation allein genügt hier aber nicht.
Wird ein/e Arbeitnehmer/in beispielsweise mit der Qualifikation „besonderer Fachkenntnisse“ aufgenommen, aber nur als Facharbeiter/in tatsächlich beschäftigt, besteht kein Anspruch auf Entlohnung der Lohngruppe II „Qualifizierte/r Facharbeiter/in“.
Die Lohngruppen VII bis V erfassen Hilfsarbeiter/in, Reinigungskräfte, Portiere/innen und Wächter/innen (Lohngruppe VII), angelernte Arbeiternehmer/innen (Lohngruppe VI) sowie Arbeitnehmer/innen, die Facharbeiten des Tischlergewerbes verrichten, auch die Lehrzeit gemäß dem Lehrvertrag zur Gänze absolviert haben, aber die Lehrabschlussprüfung (LAP) nicht oder noch nicht erfolgreich bestanden haben.
Lohngruppe I: Spitzenfacharbeiter/in
Das sind einerseits Facharbeiter/innen
die selbstständig unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Gesichtspunkte
sehr schwierige und besonders verantwortungsvolle Tätigkeiten des Tischlergewerbes,
die besondere Fachkenntnisse und praktische Erfahrung erfordern,
mit hohem Entscheidungsspielraum und Ergebnisverantwortung ausführen und
dauernd mit der selbständigen Abwicklung von Aufträgen und Projekten betraut sind.
Hier müssen inhaltlich alle angeordneten Arbeiten des Tischlergewerbes selbständig unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Gesichtspunkte also ohne vorherige Anweisung durch den/die Arbeitgeber/in, ausgeführt, werden.
Unter dem Begriff „wirtschaftliche Gesichtspunkte“ in den Merkmalen der Lohngruppe I ist auch die Ausführung der Arbeit in angemessener Frist zu verstehen.
Reichlich praktische Erfahrung, als auch besondere theoretische Fachkenntnisse, die über das bei der Berufsausbildung vermittelte Fachwissen hinausgehen (z. Bsp. Meisterprüfung), sind unbedingt notwendig. Das Erwerben von Fachwissen ausschließlich während der praktischen Tätigkeit genügt nicht.
Zusätzlich muss der/die Arbeitnehmer/in bei der Erledigung der ihm/ihr übertragenen schwierigen und besonders verantwortungsvollen Tätigkeiten einen hohen Entscheidungsspielraum haben und Ergebnisverantwortung tragen, d.h. es müssen Tätigkeiten sein, die der/die Arbeiter/in anstelle des/der Chefs/in bzw. Meisters/in ausführt.
Die dauernde, selbständige und eigenverantwortliche Betrauung mit der Abwicklung von Aufträgen und Projekten muss Inhalt des Dienstvertrages sein. Eine bloß fallweise oder kurzfriste Beauftragung reicht nicht aus.
Andererseits sind das Facharbeiter/innen
die regelmäßig und überwiegend mit der selbständigen Führung, Unterweisung und Beaufsichtigung von größeren Teams (zumindest 10 Arbeitnehmer/innen, worunter sich mindestens 5 Arbeitnehmer/ innen der LG II, III oder LG IV befinden müssen), beauftragt sind.
Hier handelt es sich um ernannte „Teamleiter/innen“ von größeren Teams. Von den zu beaufsichtigenden Arbeitnehmer/innen müssen mindestens 5 den LG II bis IV angehören. Lehrlinge sind daher bei der Anzahl der notwendigen Anzahl von Arbeitnehmern/innen nicht mitumfasst.
Lohngruppe II: Qualifizierte/r Facharbeiter/in
mit besonderen Fachkenntnissen,
mit mindestens 2 Jahren nachgewiesener Tätigkeit als Facharbeiter/in in der LG III oder IV und
die nach kurzer Anweisung selbstständig unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Gesichtspunkte verantwortungsbewusst Tätigkeiten des Tischlergewerbes ausführen.
Praktische, als auch theoretische Fachkenntnisse, die über das bei der Berufsausbildung vermittelte Fachwissen hinausgehen (erworben z.Bsp. in Seminaren, Kursen, durch Zertifikate, etc.) müssen vorliegen und nachgewiesen werden.
Es muss eine kurze Anweisung genügen und ausreichend sein, um dann in Folge alle berufseinschlägigen Arbeiten selbständig unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Gesichtspunkte verantwortungsbewusst zu verrichten.
die regelmäßig und dauernd mit der selbständigen Führung, Unterweisung und Beaufsichtigung von größeren Arbeitsgruppen (mindestens 3 Arbeitnehmer/innen der LG II bis VII bei ständiger Montagearbeit, mindestens 5 Arbeitnehmer/innen der LG II bis VII bei Produktions- bzw. Fertigungsarbeiten) beauftragt sind.
Eine bloß fallweise oder kurzfriste Beauftragung reicht nicht aus. Hinsichtlich der Größe der jeweils beaufsichtigten Arbeitsgruppe wird zwischen Montagetätigkeiten auf Baustellen oder bei Kunden und Produktions- bzw. Fertigungsarbeiten, die zumeist im Betrieb bzw. der Werkstatt durchgeführt werden, unterschieden. Die beaufsichtigen Arbeitnehmer/innen müssen den LG II bis VII angehören, Lehrlinge sind daher bei der Anzahl der notwendigen Anzahl von Arbeitnehmern/innen nicht mitumfasst.
Lohngruppe III: Facharbeiter/in mit LAP Tischlereitechnik
Abgeschlossene Berufsausbildung (Lehrabschlussprüfung) im Lehrberuf Tischlereitechnik und damit die Befähigung,
alle berufseinschlägigen Arbeiten der Tischlereitechnik nach Anweisung verantwortungsbewusst zu verrichten.
Lohngruppe IV: Facharbeiter/in mit LAP Tischlerei
Abgeschlossene Berufsausbildung (Lehrabschlussprüfung) im Lehrberuf der Tischlerei und damit die Befähigung,
alle berufseinschlägigen Arbeiten der Tischlerei nach Anweisung verantwortungsbewusst zu verrichten.
Professionist/in: Abgeschlossene Berufsausbildung (Lehrabschlussprüfung) in einem Lehrberuf eines anderen Gewerbes und
die tatsächliche Verwendung in seinem/ihrem erlernten Beruf.
LAP Elektrotechnik – Verwendung als Betriebselektriker/in – Einstufung LG IV
LAP – Koch/Köchin - Verwendung als angelernter Arbeitnehmer/in – Einstufung LG VI
Die tatsächliche Verwendung liegt nicht in seinem/ihrem erlernten Beruf. Eine Einstufung in die LG IV wäre nur dann vorzunehmen, wenn eine Verwendung als Koch/Köchin in der Werksküche vereinbart wird.
Lohngruppe V: Facharbeiten ohne LAP
Abgeschlossene Lehrzeit in den Lehrberufen der Tischlerei oder Tischlereitechnik,
die LAP wurde noch nicht positiv oder gar nicht abgelegt,
Facharbeiten des Tischlergewerbes müssen verrichtet werden.
Die im Lehrvertrag vereinbarte Lehrzeit in den Lehrberufen Tischlerei bzw. Tischlerei-technik muss zur Gänze abgeschlossen worden sein und nachgewiesen werden.
Lohngruppe VI: Angelernte Tätigkeiten oder Kraftfahrer/in
In dieser Lohngruppe sind drei verschiedene Arbeitnehmer/innen – Gruppen einzustufen:
Arbeitnehmer/in mit nachgewiesener Teilqualifikation (Abschlussprüfung) in der Tischlerei oder in der Tischlereitechnik:
Der Erwerb von Fähigkeiten und Kenntnissen im Tischlereigewerbe - muss durch eine im Sinne des BAG geregelte Teilqualifikation und Ablegung der entsprechenden Abschlussprüfung nachgewiesen werden.
Arbeitnehmer/in der/die überwiegend, angelernte berufseinschlägige Tätigkeiten des Tischlergewerbes verrichten:
Dabei ist es unerheblich, ob es sich nur um eine oder mehrere angelernte berufs-einschlägige Tätigkeiten handelt. Die berufseinschlägigen Tätigkeiten können auch bei einem anderen Betrieb angelernt worden sein. Entsprechende Dienstzeugnisse können als Nachweis verlangt werden.
Arbeitnehmer/in, der/die ausschließlich als Kraftfahrer/in eingesetzt wird (ausgenommen Professionist/in der LG IV):
Kraftfahrer/innen, sofern sie ausschließlich als solche verwendet werden und keine abgeschlossene Lehrabschlussprüfung als Berufskraftfahrer nachweisen können.
Lohngruppe VII: Hilfsarbeiten
Arbeitnehmer/in ohne fachspezifische Ausbildung im Tischlergewerbe,
der/die Hilfsarbeiten, egal welcher Art oder
Reinigungsarbeiten im Betrieb verrichtet,
sowie Portier/in oder
Wächter/in.
Erläuterungen zu den neuen Lohngruppen für die Berufszweige der
Die neue Lohnordnung ab 1.5.2016 enthält sechs Lohngruppen mit entsprechenden Lohngruppenmerkmalen.
Entscheidende Zäsur innerhalb der Lohngruppen ist die Lehrabschlussprüfung bzw. der damit verbundene Status als Facharbeiter/in. Insofern knüpft der Kollektivvertrag für die Abgrenzung der Lohnstufen VI bis IV und III bis I an eine klare formelle Abgrenzung, nämlich der beruflichen Qualifikation als Facharbeiter/in.
Facharbeiter/innen mit LAP in den Lehrberufen Drechsler/in, Fassbinder/in oder Bildhauerei sind daher zumindest in die Lohngruppe III einzustufen. Gleiches gilt für Professionisten/innen mit LAP in einem Lehrberuf eines anderen Gewerbes, wenn diese in ihren erlernten Berufen verwendet werden.
(I-III) ist also eine erfolgreich abgeschlossene LAP der Lehrberufe Drechsler/in, Fassbinder/in oder Bildhauerei (oder eine erfolgreich abgeschlossene LAP eines anderen Gewerbes mit der Verwendung im erlernten Beruf). In diesem Zusammenhang ist auch die Gleichhaltung von schulischen Ausbildungsabschlüssen mit facheinschlägigen Lehrabschlüssen zu beachten. Die einzige Ausnahme bildet der 2. Tatbestand (regelmäßig und dauernd mit der selbständigen Führung, Unterweisung und Beaufsichtigung von größeren Arbeitsgruppen betraut) in der Lohngruppe II, hierfür ist keine LAP Voraussetzung.
Die Lohngruppen VI bis IV erfassen Hilfsarbeiter/in, Reinigungskräfte (Lohngruppe VI), angelernte Arbeitnehmer/innen (Lohngruppe V) sowie Arbeitnehmer/innen, die Facharbeiten des Holzgestaltenden Gewerbes verrichten, auch die Lehrzeit gemäß dem Lehrvertrag zur Gänze absolviert haben, aber die Lehrabschlussprüfung (LAP) nicht oder noch nicht erfolgreich bestanden haben (Lohngruppe IV).
Das sind Facharbeiter/innen
sehr schwierige und besonders verantwortungsvolle Tätigkeiten des Holzgestaltenden Gewerbes,
Hier müssen inhaltlich alle angeordneten Arbeiten des Holzgestaltenden Gewerbes selbständig unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Gesichtspunkte also ohne vorherige Anweisung durch den/die Arbeitgeber/in, ausgeführt, werden.
Die entsprechende Verantwortung wird sowohl in Bezug auf allenfalls untergeordnete Arbeitskollegen als auch in Bezug auf den konkreten Produktionsgang verlangt.
mit mindestens 2 Jahren nachgewiesener Tätigkeit als Facharbeiter/in in der LG III und
die nach kurzer Anweisung selbstständig unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Gesichtspunkte verantwortungsbewusst Tätigkeiten des Holzgestaltenden Gewerbes ausführen.
Das selbständige Ausführen der Tätigkeit impliziert auch die Fähigkeit zum Einsatz beigestellter Arbeitskräfte.
Andererseits sind das Arbeitnehmer/innen (hierfür ist keine LAP notwendig)
die regelmäßig und dauernd mit der selbständigen Führung, Unterweisung und Beaufsichtigung von größeren Arbeitsgruppen (mindestens 3 Arbeitnehmer/innen der LG II bis VI) beauftragt sind.
Eine bloß fallweise oder kurzfriste Beauftragung reicht nicht aus. Die beaufsichtigen Arbeitnehmer/innen müssen den LG II bis VI angehören, Lehrlinge sind daher bei der Anzahl der notwendigen Anzahl von Arbeitnehmern/innen nicht mitumfasst.
Lohngruppe III: Facharbeiter/in mit LAP
Abgeschlossene Berufsausbildung (Lehrabschlussprüfung) im Lehrberuf Drechsler/in, Fassbinder/in oder Bildhauerei und damit die Befähigung,
alle berufseinschlägigen Arbeiten des jeweiligen Lehrberufes nach Anweisung verantwortungsbewusst zu verrichten.
LAP Elektrotechnik – Verwendung als Betriebselektriker/in – Einstufung LG III
LAP – Koch/Köchin - Verwendung als angelernter Arbeitnehmer/in – Einstufung LG V
Die tatsächliche Verwendung liegt nicht in seinem/ihrem erlernten Beruf. Eine Einstufung in die LG III wäre nur dann vorzunehmen, wenn eine Verwendung als Koch/Köchin in der Werksküche vereinbart wird.
Lohngruppe IV: Facharbeiten ohne LAP
Abgeschlossene Lehrzeit in den Lehrberufen Drechsler/in, Fassbinder/in oder Bildhauerei,
Facharbeiten des jeweiligen Lehrberufes müssen verrichtet werden.
Die im Lehrvertrag vereinbarte Lehrzeit in den Lehrberufen Drechsler/in, Fassbinder/in oder Bildhauerei muss zur Gänze abgeschlossen worden sein und nachgewiesen werden.
Lohngruppe V: Angelernte Tätigkeiten
Arbeitnehmer/in mit nachgewiesener Teilqualifikation (Abschlussprüfung):
Der Erwerb von Fähigkeiten und Kenntnissen im jeweiligen Lehrberuf - muss durch eine im Sinne des BAG geregelte Teilqualifikation und Ablegung der entsprechenden Abschlussprüfung nachgewiesen werden.
Arbeitnehmer/in der/die überwiegend, angelernte berufseinschlägige Tätigkeiten des Holzgestaltenden Gewerbes verrichten:
Lohngruppe VI: Hilfsarbeiten
Arbeitnehmer/in ohne fachspezifische Ausbildung im Holzgestaltenden Gewerbe,
die Hilfsarbeiten, egal welcher Art oder
Reinigungsarbeiten im Betrieb verrichtet.
Umstufungsbestimmungen in die neuen Lohngruppen gemäß Artikel II der Lohnordnung für die Berufszweige der Tischler mit 1.5.2016
Die bis zum 30.4.2016 gültige Lohnordnung für das Tischlergewerbe (Lohngruppen, Lohnschema) tritt mit 1.5.2016 außer Kraft.
Auf Grund der mit 1. Mai 2016 in Kraft tretenden neuen Lohnordnung für die Berufszweige der Tischler sind Umstufungen von der alten Lohnordnung in die neue Lohnordnung vorzunehmen.
Arbeitnehmer/innen, deren Arbeitsverhältnis bereits vor dem 1.5.2016 begründet wurde und ab 1.5.2016 weiterhin aufrecht ist, sind zwingend in die neue Lohnordnung ab 1. 5.2016 umzustufen.
Arbeitnehmer/innen, deren Arbeitsverhältnis am 1.5.2016 oder später begründet wird, sind in die Lohngruppen I bis VII der neuen Lohnordnung für die Berufszweige der Tischler einzustufen.
Dabei wird von der bestehenden Einstufung der Arbeitnehmer/innen in der „alten“ Lohnordnung am 30.4.2016 ausgegangen und eine Zuordnung in die „neue“ Lohnordnung mit 1.5.2016 vorgenommen.
Folgende Grundsätze und Parameter sind dabei zu beachten:
Durch die Umstufung (neue Zuordnung bzw. Einstufung) in eine neue Lohngruppe darf es zu keiner Reduktion des bisherigen tatsächlichen IST- Lohnes kommen.
Dies gilt insbesondere für den Fall, wo der bisher gebührende und tatsächlich bezahlte Kollektivvertragslohn bis 30.4.2016 höher war als der neu mit 1.5.2016 festgelegte Kollektivvertragslohn der neuen Lohngruppe.
Dieser bis zum 30.4.2016 gebührende und tatsächlich bezahlte höhere Kollektivvertragslohn wird durch eine Umstufung in eine Lohngruppe mit einem niedrigeren Kollektivvertragslohn ab 1.5.2016 automatisch zum IST-Lohn.
Um die Umstufung in die neue Lohnordnung einkommensneutral umsetzen zu können, ist eine Erhöhung der tatsächlich bezahlten IST-Löhne zum 30.4.2016 ab 1.5.2016 unbedingt erforderlich (Erhöhung siehe Artikel II Abschnitt C).
Nach erfolgter Umstufung und Durchführung der Lohnerhöhung mit 1.5.2016 muss jeder/jede Arbeitnehmer/in ab 1.5.2016 zumindest den Kollektivvertragslohn seiner/ihrer neuen Lohngruppe erhalten.
Die Umstufung erfolgt ab 1.5.2016 in die neuen Lohngruppen (LG) wie folgt:
In die Lohngruppe VII: Hilfsarbeiten - neu
Hilfsarbeiter/innen, Portiere/innen, Nachtwächter/innen sowie Reinigungskräfte im Betrieb, die in der LG V alt bis 30.4.2016 eingestuft waren, werden ab 1.5.2016 in die LG neu „VII. Hilfsarbeiten“ umgestuft.
In die Lohngruppe VI: Angelernte Tätigkeiten oder Kraftfahrer/in
Kraftfahrer/in ohne LAP im Lehrberuf Berufskraftfahrer/Berufskraftfahrerin, die vor dem 1.5.2016 ausschließlich als Kraftfahrer/in eingesetzt wurden und bis 30.4.2016 in der LG V alt eingestuft waren, werden ab 1.5.2016 in die LG neu „VI. Angelernte Tätigkeiten oder Kraftfahrer/in“ umgestuft, sofern sie ab 1.5.2016 weiterhin als solche ausschließlich verwendet werden.
Arbeitnehmer/in mit nachgewiesener Teilqualifikation (Abschlussprüfung) im Tischlergewerbe, die in der LG V alt bis 30.4.2016 eingestuft waren, werden ab 1.5.2016 in die LG neu „VI. Angelernte Tätigkeiten oder Kraftfahrer/in“ umgestuft, sofern sie nicht überwiegend als Hilfsarbeiter/innen verwendet wurden und ab 1.5.2016 weiterhin als solche überwiegend verwendet werden.
Arbeitnehmer/innen die überwiegend, angelernte berufseinschlägige Tätigkeiten des Tischlergewerbes bereits vor dem 1.5.2016 verrichtet haben und in der LG V alt eingestuft waren und diese Tätigkeiten überwiegend auch ab 1.5.2016 verrichten, werden ab 1.5.2016 in die LG neu „VI. Angelernte Tätigkeiten oder Kraftfahrer/in“ umgestuft.
In die Lohngruppe V: Facharbeiten ohne LAP
Arbeitnehmer/innen mit abgeschlossener Lehrzeit in den Lehrberufen der Tischlerei oder Tischlereitechnik, aber ohne LAP, die Facharbeiten des Tischlergewerbes vor dem 1.5.2016 verrichtet haben und in den LG I bis IV alt eingestuft waren, werden ab 1.5.2016 in die LG neu V umgestuft.
Der tatsächlich gebührende IST-Lohn am 30.4.2016 bleibt durch diese Umstufung in die LG neu V aufrecht und wird am 1.5.2016 um 0,15 EURO je Stunde erhöht. Der so erhöhte IST-Lohn darf nicht unter dem neuen KV-Lohn der LG neu V liegen.
In die Lohngruppe IV: Facharbeiter/in mit LAP Tischlerei oder Professionist/in mit LAP
Facharbeiter/innen mit LAP im Lehrberuf Tischlerei die vor dem 1.5.2016 eingestellt wurden und bis 30.4.2016 in den LG II bis IV alt eingestuft waren, werden ab 1.5.2016 in die LG neu „IV. Facharbeiter/in mit LAP Tischlerei oder Professionist/in mit LAP“ umgestuft.
Der tatsächlich gebührende IST-Lohn am 30.4.2016 bleibt durch diese Umstufung in die LG neu IV aufrecht und wird am 1.5.2016 um 0,15 EURO je Stunde erhöht. Der so erhöhte Ist-Lohn darf nicht unter dem neuen KV-Lohn der LG neu IV liegen.
Kraftfahrer/in mit LAP im Lehrberuf Berufskraftfahrer/Berufskraftfahrerin, die vor dem 1.5.2016 ausschließlich als Kraftfahrer/in eingesetzt wurden und bis 30.4.2016 in der LG V alt oder in einer höheren LG alt eingestuft waren, werden ab 1.5.2016 in die LG neu „IV. Facharbeiter/in mit LAP Tischlerei oder Professionist/in mit LAP“ umgestuft.
Andere Professionisten/innen mit LAP in einem Lehrberuf eines anderen Gewerbes, die in ihren erlernten Berufen vor dem 1.5.2016 verwendet wurden und bis 30.4.2016 in der LG V alt oder in einer höheren LG alt eingestuft waren, werden ab 1.5.2016 in die LG neu „IV. Facharbeiter/in mit LAP Tischlerei oder Professionist/in mit LAP“ umgestuft.
In die Lohngruppe III: Facharbeiter/in mit LAP Tischlereitechnik
Facharbeiter/innen mit LAP im Lehrberuf Tischlereitechnik die vor dem 1.5.2016 eingestellt wurden und bis 30.4.2016 in den LG Ia bis IIIa alt eingestuft waren, werden ab 1.5.2016 in die LG neu „III. Facharbeiter/in mit LAP Tischlereitechnik“ umgestuft.
Der tatsächlich gebührende IST-Lohn am 30.4.2016 bleibt durch diese Umstufung in die LG neu III aufrecht und wird am 1.5.2016 um 0,15 EURO je Stunde erhöht. Der so erhöhte Ist-Lohn darf nicht unter dem neuen KV-Lohn der LG neu III liegen.
In die Lohngruppe II: Qualifizierte Facharbeiter/in
Facharbeiter/innen mit LAP oder mit abgeschlossener Berufsausbildung, die vor dem 1.5.2016 in der LG I alt (Spezialfacharbeiter nach dem 3. Jahr der Auslehre …) eingestuft waren, sind ab 1.5.2016 in die LG neu II umzustufen.
Der tatsächlich gebührende IST-Lohn am 30.4.2016 bleibt durch diese Umstufung in die LG neu II aufrecht und wird am 1.5.2016 um 0,15 EURO je Stunde erhöht. Der so erhöhte Ist-Lohn darf nicht unter dem neuen KV-Lohn der LG neu II liegen.
In die Lohngruppe I: Spitzenfacharbeiter/in
Facharbeiter/innen mit LAP oder mit abgeschlossener Berufsausbildung, die vor dem 1.5.2016 in der LG I alt (Spezialfacharbeiter nach dem 3. Jahr der Auslehre …) eingestuft waren, sind ab 1.5.2016 in die LG neu I nur dann umzustufen, wenn sie bereits vor dem 1.5.2016 mit Tätigkeiten im Sinne der Neudefinition dieser Lohngruppe neu I betraut gewesen sind und ab 1.5.2016 diese Tätigkeiten nach wie vor ausüben.
Der tatsächlich gebührende IST-Lohn am 30.4.2016 bleibt durch diese Umstufung in die LG neu I aufrecht und wird am 1.5.2016 um 0,15 EURO je Stunde erhöht. Der so erhöhte Ist-Lohn darf nicht unter dem neuen KV-Lohn der LG neu I liegen.
Selbständige Maschinenarbeiter:
Selbständige Maschinenarbeiter/innen wurden je nach Qualifikation in die Lohngruppen alt I bis III eingestuft. Für Maschinenarbeiter fand die Zeitfestsetzung der Lohngruppen alt II und III keine Anwendung.
Selbständige Maschinenarbeiter/innen ohne LAP, die vor dem 30.4.2016 in den LG alt I, II oder III eingestuft waren, werden ab 1.5.2016 in die LG neu „VI. Angelernte Tätigkeiten oder Kraftfahrer/in“ umgestuft, sofern sie diese Tätigkeiten nach wie vor ausüben.
Der tatsächlich gebührende IST-Lohn am 30.4.2016 bleibt durch diese Umstufung in die LG neu VI aufrecht und wird am 1.5.2016 um 0,15 EURO je Stunde erhöht. Der so erhöhte Ist-Lohn darf nicht unter dem neuen KV-Lohn der LG neu VI liegen.
Selbständige Maschinenarbeiter/innen mit LAP Tischlerei oder LAP Tischlereitechnik, die vor dem 30.4.2016 in den LG alt I, II oder III eingestuft waren, werden ab 1.5.2016 in die LG neu „IV. Facharbeiter/in mit LAP Tischlerei oder Professionist/in mit LAP“ oder in
die LG neu „III. Facharbeiter/in mit LAP Tischlereitechnik“ umgestuft, sofern sie diese Tätigkeiten nach wie vor ausüben.
Der tatsächlich gebührende IST-Lohn am 30.4.2016 bleibt durch diese Umstufung in die LG neu IV bzw. LG neu III aufrecht und wird am 1.5.2016 um 0,15 EURO je Stunde erhöht. Der so erhöhte Ist-Lohn darf nicht unter dem neuen KV-Lohn der LG neu IV bzw. LG neu III liegen.
Selbständige Maschinenarbeiter/innen mit LAP Tischlerei oder LAP Tischlereitechnik, die vor dem 30.4.2016 in der LG alt I eingestuft waren, sind in die LG neu II nur dann umzustufen, wenn sie Tätigkeiten im Sinne der LG neu II als „Qualifizierte Facharbeiter/innen“ bereits bis zum 30.4.2016 verrichtet haben und ab 1.5.2016 diese Tätigkeiten nach wie vor ausführen.
Umstufungsbestimmungen in die neuen Lohngruppen gemäß Artikel III der Lohnordnung für die Berufszweige der Holzgestalter mit 1.5.2016
Die bis zum 30.4.2016 gültige Lohnordnung für das Holzgestaltende Gewerbe (Lohngruppen, Lohnschema) tritt mit 1.5.2016 außer Kraft.
Auf Grund der mit 1. Mai 2016 in Kraft tretenden neuen Lohnordnung für die Berufszweige der Holzgestalter sind Umstufungen von der alten Lohnordnung in die neue Lohnordnung vorzunehmen.
Arbeitnehmer/innen, deren Arbeitsverhältnis bereits vor dem 1.5.2016 begründet wurde und ab 1.5.2016 weiterhin aufrecht ist, sind zwingend in die neue Lohnordnung ab 1.5.2016 umzustufen.
Arbeitnehmer/innen, deren Arbeitsverhältnis am 1.5.2016 oder später begründet wird, sind in die Lohngruppen I bis VI der neuen Lohnordnung für die Berufszweige der Holzgestalter einzustufen.
Um die Umstufung in die neue Lohnordnung einkommensneutral umsetzen zu können, ist eine Erhöhung der tatsächlich bezahlten IST-Löhne zum 30.4.2016 ab 1.5.2016 unbedingt erforderlich (Erhöhung siehe Artikel III Abschnitt C).
In die Lohngruppe VI: Hilfsarbeiten - neu
Hilfsarbeiter/innen sowie Reinigungskräfte im Betrieb, die in der LG V alt bis 30.4.2016 eingestuft waren, werden ab 1.5.2016 in die LG neu „VI. Hilfsarbeiten“ umgestuft.
In die Lohngruppe V: Angelernte Tätigkeiten
Arbeitnehmer/in mit nachgewiesener Teilqualifikation (Abschlussprüfung) im Holzgestaltenden Gewerbe, die in der LG V alt bis 30.4.2016 eingestuft waren, werden ab 1.5.2016 in die LG neu „V. Angelernte Tätigkeiten“ umgestuft, sofern sie nicht überwiegend als Hilfsarbeiter/innen verwendet wurden und ab 1.5.2016 weiterhin als solche überwiegend verwendet werden.
Arbeitnehmer/innen die überwiegend, angelernte berufseinschlägige Tätigkeiten des Holzgestaltenden Gewerbes bereits vor dem 1.5.2016 verrichtet haben und in der LG V alt eingestuft waren und diese Tätigkeiten überwiegend auch ab 1.5.2016 verrichten, werden ab 1.5.2016 in die LG neu „V. Angelernte Tätigkeiten“ umgestuft.
In die Lohngruppe IV: Facharbeiten ohne LAP
Arbeitnehmer/innen mit abgeschlossener Lehrzeit in den Lehrberufen Drechsler/in, Fassbinder/in oder Bildhauerei, aber ohne LAP, die Facharbeiten des Holzgestaltenden Gewerbes vor dem 1.5.2016 verrichtet haben und in den LG II bis IV alt eingestuft waren, werden ab 1.5.2016 in die LG neu IV umgestuft.
In die Lohngruppe III: Facharbeiter/in mit LAP oder Professionist/in mit LAP
Facharbeiter/innen mit LAP im Lehrberuf Drechsler/in, Fassbinder/in oder Bildhauerei die vor dem 1.5.2016 eingestellt wurden und bis 30.4.2016 in den LG II bis IV alt eingestuft waren, werden ab 1.5.2016 in die LG neu „III. Facharbeiter/in mit LAP oder Professionist/in mit LAP“ umgestuft.
Professionisten/innen mit LAP in einem Lehrberuf eines anderen Gewerbes, die in ihren erlernten Berufen vor dem 1.5.2016 verwendet wurden und bis 30.4.2016 in der LG V alt oder in einer höheren LG alt eingestuft waren, werden ab 1.5.2016 in die LG neu „III. Facharbeiter/in mit LAP oder Professionist/in mit LAP“ umgestuft.
Für Betriebe die dem BUAG unterliegen
Der Zuschlag gemäß § 21a des Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungsgesetz - BUAG , wird um 2,93 kollektivvertragliche Stundenlöhne der Position II der Lohnordnung für die Berufszweige der Tischler erhöht.
Wien, am 20.4.2016