Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ%2026,%20330
Timestamp: 2019-11-17 17:30:28
Document Index: 104178638

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 123', '§ 242', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 06.02.1958 - II ZR 210/56 - dejure.org
BGH, 06.02.1958 - II ZR 210/56
https://dejure.org/1958,44
BGH, 06.02.1958 - II ZR 210/56 (https://dejure.org/1958,44)
BGH, Entscheidung vom 06.02.1958 - II ZR 210/56 (https://dejure.org/1958,44)
BGH, Entscheidung vom 06. Februar 1958 - II ZR 210/56 (https://dejure.org/1958,44)
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Grundsätze der "faktischen Gesellschaft", Ausschluß auch der Täuschungsanfechtung (§ 123 BGB), zu Gegenrechten nach Treu und Glauben (§ 242 BGB) gegen die Pflicht zur Leistung der Einlage (hier verneint, da diese der gerechten Schadensverteilung unter allen Getäuschten dienen ...
Auskunfts- und Kontrollrechte, fehlerhafte Gesellschaft, Geschäftsführungsbefugnis, Geschäftsführungsmaßnahme, Haftung, Kommanditeinlage, Treuepflicht, Vertretungsbefugnis
BGHZ 26, 330
NJW 1958, 668
MDR 1958, 216
DB 1958, 276
DB 1958, 277
Diese Lehre von der fehlerhaften Gesellschaft, der der fehlerhafte Gesellschaftsbeitritt gleichsteht (BGHZ 26, 330, 334 ff.; BGHZ 153, 214, 221;… Sen.Urt. v. 14. Oktober 1991 - II ZR 212/90, WM 1992, 490, 491; v. 2. Juli 2001 - II ZR 304/00, ZIP 2001, 1364, 1366), gehört zum "gesicherten Bestandteil des Gesellschaftsrechts" (BGHZ 55, 5, 8).
c) Hingegen wird ein derart höherrangiger Schutzzweck in ständiger Rechtsprechung selbst dann verneint, wenn der Gesellschafter aufgrund einer arglistigen Täuschung zu dem Gesellschaftsbeitritt veranlasst worden ist (BGHZ 26, 330, 335; 63, 338, 344; 148, 201, 207; 159, 280, 291).
Die Kläger können also nicht ihre Einlagen zurückverlangen, sondern haben nur einen Anspruch auf Auszahlung des Auseinandersetzungsguthabens zum Stichtag des Wirksamwerdens ihrer Widerrufserklärung (BGHZ 26, 330, 334 ff.).
Wohl aber hat der eintretende Gesellschafter Schadensersatzansprüche gegen die Initiatoren der Gesellschaft, gegen die Gründungsgesellschafter und gegen diejenigen, die sonst für die Mängel seines Beitritts verantwortlich sind (BGHZ 26, 330, 333 f.).
Aus diesem Grunde kann nach der Rechtsprechung des Senats sogar dann eine Verpflichtung des einzelnen Gesellschafters zur Zahlung seiner Einlage trotz arglistiger Täuschung bestehen, wenn die Gesellschaft nach Aufdeckung des Betrugs abgewickelt wird, weil die Erfüllung der Einlagepflicht in einem solchen Fall der einheitlichen Verteilung der Vermögensverluste aller getäuschten Gesellschafter dient (BGH, Urteil vom 6. Februar 1958 - II ZR 210/56, BGHZ 26, 330, 336).
Nach den Grundsätzen des fehlerhaften Gesellschaftsbeitritts hat er gegen die Gesellschaft vielmehr nur einen Anspruch auf Zahlung seines Abfindungsguthabens nach dem Stand zum Zeitpunkt der Kündigungserklärung (BGHZ 26, 330, 334 ff.).
Ausnahmen läßt die Rechtsprechung nur dann zu, wenn gewichtige Interessen der Allgemeinheit oder einzelner schutzwürdiger Personen der rechtlichen Anerkennung einer fehlerhaften Gesellschaft entgegenstehen (BGHZ 13, 320, 322 f.; 26, 330, 335; 55, 5, 9 f.).
Auch in diesem Fall sind die Grundsätze über die fehlerhafte Gesellschaft anwendbar (BGHZ 13, 320, 322 f.; 26, 330, 335; 148, 201, 207).
Nach ständiger Rechtsprechung des Senats gelten die zur fehlerhaften Gesellschaft entwickelten Grundsätze auch für den fehlerhaften Beitritt zu einer Gesellschaft (BGHZ 26, 330, 334 ff.;… Sen.Urt. v. 14. Oktober 1991 - II ZR 212/90, WM 1992, 490, 491;… Urt. v. 2. Juli 2001 - II ZR 304/00, ZIP 2001, 1364, 1366, je m.w.N.).
Der hier in Betracht kommende Anspruch wegen Verschuldens bei Vertragsschluß rechtfertigt auch keine ausnahmsweise Einschränkung der Anwendung der Grundsätze über die fehlerhafte Gesellschaft (vgl. dazu BGHZ 3, 285, 288; 26, 330, 335; 55, 5, 9).
BGH, 14.10.1991 - II ZR 212/90
Fehlerhafter Beitritt zu einer Personengesellschaft
Anwendung der Grundsätze über die fehlerhafte Gesellschaft auf typische stille …
BGH, 14.12.1972 - II ZR 82/70
Anfechtung einer Gesellschaftsbeteiligung wegen arglistiger Täuschung - Zahlung …
BGH, 14.02.1974 - II ZB 6/73
BGH, 12.01.1970 - VII ZR 48/68
BGH, 19.12.1974 - II ZR 27/73
Zahlung der Kommanditeinlage
BGH, 06.11.1986 - V ZB 8/86
Vertretung der GmbH durch Prokuristen und gesamtvertretungsberechtigten …
BGH, 16.02.1961 - III ZR 71/60
Kaufmannseigenschaft einer OHG
BGH, 11.07.1960 - II ZR 260/59
Geschäftsführung und Vertretung einer OHG
OLG Dresden, 04.03.2004 - 13 U 1877/03
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Haftung bei rechtlich fehlerhaftem Eintritt in oHG
LG Berlin, 16.03.2006 - 57 S 74/05
VG Gießen, 05.02.2014 - 8 K 2771/13
LG Göttingen, 20.08.2002 - 3 O 5/02