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Timestamp: 2016-10-23 20:32:19
Document Index: 188847450

Matched Legal Cases: ['BGE', 'Art. 6', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'in fine', 'Art. 18', 'Art. 28', 'BGE', 'Art. 134', 'Art. 159', 'Art. 135', 'BGE', 'Art. 152', 'Art. 135', 'BGE', 'Art. 152']

U 64/04 (08.10.2004)
U 64/04
Pr�sident Ferrari, Bundesrichter Meyer und nebenamtlicher Richter Meyer; Gerichtsschreiber Lanz
F.________, 1950, Beschwerdegegner, vertreten durch Advokatin Gertrud Baud, R�melinsplatz 14, 4001 Basel
F.________, geboren 1950, war von 1976 bis 1995 als Schaler bei der Firma P.________ AG angestellt und danach arbeitslos. Im Oktober 1994 stellte er wegen R�ckenbeschwerden bei der Invalidenversicherung ein Rentengesuch, welches die IV-Stelle Basel-Stadt mit Verf�gung vom 22. Juni 1995 und Einspracheentscheid vom 20. Oktober 1995 rechtskr�ftig abwies, weil F.________ in einer r�ckenschonenden T�tigkeit ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen erzielen k�nne.
Ab 12. Mai 1998 war F.________ als Schaler bei der Firma I.________ AG t�tig und in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Unf�llen versichert. Am 4. November 1998 trat der Versicherte beim Deckenschalen auf eine lose Schaltafel und st�rzte auf den rund 2,5 m darunter liegenden Betonboden. Dabei erlitt er eine Humerusschaft-Fraktur rechts, welche am 5. November 1998 osteosynthetisch mit Verriegelungsnagel versorgt wurde, und eine Fraktur des unteren Schambeinastes (Berichte des Spitals R.________ vom 5. und 25. November 1998). Die SUVA anerkannte den Unfall vom 4. November 1998 und erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung und Taggeld). Nach zun�chst ruhigem Verlauf mit rezidivierenden R�ckenschmerzen exazerbierten im Januar 1999 Arm- und Schulterbeschwerden. Es folgten weitere medizinische Abkl�rungen (Berichte des Kreisarztes vom 19. Juli 1999 und 7. Oktober 1999) und vom 17. November bis 15. Dezember 1999 ein Aufenthalt zur Standortbestimmung und Rehabilitation in der Klinik B.________ (Bericht vom 24. Dezember 1999). Nach erfolgter Metallentfernung und Schultermobilisation am 7. April 2000 (Berichte des Spitals R.________ vom 7. und 10. April sowie 11. Juni 2000) stellte die SUVA gest�tzt auf den Bericht �ber die kreis�rztliche Abschlussuntersuchung vom 28. August 2000, wonach der Versicherte ganztags leichte wechselbelastete Arbeiten ohne R�ckenmonotonie besorgen k�nne, ihre Leistungen per 15. September 2000 ein (Verf�gung vom 30. August 2000). Daran hielt sie auf Einsprache des Versicherten hin fest (Einspracheentscheid vom 28. September 2000).
Dagegen erhob F.________ Beschwerde mit dem Antrag, der Einspracheentscheid vom 28. September 2000 sei aufzuheben und die SUVA sei zu verpflichten, weitere Taggeldleistungen bis zum Behandlungsabschluss zu erbringen, eventuell sei der Gesundheitszustand durch Spezialisten neu zu beurteilen. Das Zivilgericht Basel-Stadt als Versicherungsgericht (heute: Sozialversicherungsgericht Basel-Stadt) zog die IV-Akten bei und holte bei der Medizinischen Abkl�rungsstelle der (MEDAS), welche den Versicherten nach dessen erneuten Anmeldung f�r eine Rente der Invalidenversicherung vom Januar 2000 im Auftrag der IV-Stelle polydisziplin�r untersucht hatte (Gutachten vom 26. September 2001), Zusatzberichte vom 10. April 2003 zum Kausalzusammenhang ein. Mit Entscheid vom 15. Dezember 2003 hiess das kantonale Gericht die Beschwerde in dem Sinne teilweise gut, dass es den Einspracheentscheid vom 28. September 2000 aufhob und "die Sache zur weiteren Abkl�rung im Sinne der Erw�gungen und zum Erlass eines neuen Entscheides" an die SUVA zur�ckwies.
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragt die SUVA, der kantonale Entscheid vom 15. Dezember 2003 sei insoweit aufzuheben, als darin die Beschwerde teilweise gutgeheissen wurde.
F.________ l�sst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schliessen und die Gew�hrung der unentgeltlichen Verbeist�ndung beantragen. Das Bundesamt f�r Gesundheit hat sich nicht vernehmen lassen.
1.1 Das am 1. Januar 2003 in Kraft getretene Bundesgesetz �ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist nicht anwendbar, da nach dem massgebenden Zeitpunkt des Erlasses des streitigen Einspracheentscheids (hier: 28. September 2000) eingetretene Rechts- und Sachverhalts�nderungen vom Sozialversicherungsgericht nicht ber�cksichtigt werden (BGE 129 V 4 Erw. 1.2, 169 Erw. 1, 356 Erw. 1, je mit Hinweisen).
Das kantonale Gericht hat die gesetzliche Bestimmung �ber den Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung im Allgemeinen (Art. 6 Abs. 1 UVG) sowie die Grunds�tze zu dem f�r die Leistungspflicht des Unfallversicherers vorausgesetzten nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidit�t, Tod; BGE 129 V 181 Erw. 3.1 mit Hinweisen), zur weiter erforderlichen Ad�quanz des Kausalzusammenhangs im Allgemeinen (BGE 129 V 181 Erw. 3.2 mit Hinweis) und bei psychischen Unfallfolgen im Besonderen (BGE 115 V 133; vgl. auch BGE 129 V 181 f. Erw. 3.3 und 183 f. Erw. 4.1) zutreffend dargelegt. Richtig sind auch die Erw�gungen �ber die Aufgabe des Arztes im Rahmen der Invalidit�tsbemessung (BGE 125 V 261 Erw. 4 mit Hinweisen; SVR 2002 UV Nr. 8 S. 22 Erw. 2a) und den Beweiswert von Arztberichten (BGE 125 V 352 ff. Erw. 3; RKUV 2003 Nr. U 487 S. 345 f. Erw. 5.1; AHI 2001 S. 113 ff. Erw. 3, je mit Hinweisen). Darauf wird verwiesen mit der Erg�nzung, dass das Gericht nach der Praxis bei gerichtlich eingeholten Gutachten nicht ohne zwingende Gr�nde von der Einsch�tzung der medizinischen Fachleute abweicht, deren Aufgabe es ist, ihre Fachkenntnisse der Gerichtsbarkeit zur Verf�gung zu stellen, um einen bestimmten Sachverhalt medizinisch zu erfassen. Ein Grund zum Abweichen kann vorliegen, wenn die Gerichtsexpertise widerspr�chlich ist oder wenn ein vom Gericht eingeholtes Obergutachten in �berzeugender Weise zu anderen Schlussfolgerungen gelangt. Abweichende Beurteilung kann ferner gerechtfertigt sein, wenn gegens�tzliche Meinungs�usserungen anderer Fachleute dem Gericht als triftig genug erscheinen, die Schl�ssigkeit des Gerichtsgutachtens in Frage zu stellen, sei es, dass es die �berpr�fung durch einen Oberexperten f�r angezeigt h�lt, sei es, dass es ohne eine Oberexpertise vom Ergebnis des Gerichtsgutachtens abweichende Schlussfolgerungen zieht (BGE 125 V 352 f. Erw. 3b/aa mit Hinweisen).
Beizuf�gen ist sodann Folgendes: Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder �berhaupt erst manifest, entf�llt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die nat�rliche und ad�quate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsm�ssigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall fr�her oder sp�ter eingestellt h�tte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 f. Erw. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 75 f. Erw. 4b, je mit Hinweisen). Ebenso wie der leistungsbegr�ndende nat�rliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein �blichen Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse M�glichkeit nunmehr g�nzlich fehlender urs�chlicher Auswirkungen des Unfalles gen�gt nicht. Da es sich hiebei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegr�ndender nat�rlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 Erw. 2, 1994 Nr. U 206 S. 329 Erw. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 76 Erw. 4b). Der Beweis des Wegfalls des nat�rlichen Kausalzusammenhangs muss nicht durch den Nachweis unfallfremder Ursachen erbracht werden. Ebenso wenig geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliege oder die versicherte Person nun bei voller Gesundheit sei. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen des Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind (Urteile B. vom 25. Mai 2004 Erw. 2, U 129/03, R. vom 19. Januar 2004 Erw. 3.2, U 20/03, St. vom 29. Oktober 2002 Erw. 3.2, U 22/01, L. vom 25. Oktober 2002 Erw. 3.2, U 143/02).
Das kantonale Gericht hat im Dispositiv seines R�ckweisungsentscheides ausdr�cklich auf die Erw�gungen verwiesen. Diese bilden daher Bestandteil des Entscheides, nehmen, soweit zum Streitgegenstand geh�rend, an der formellen Rechtskraft teil, und sind f�r den Versicherungstr�ger, an welchen zur�ckgewiesen wird, bei Nichtanfechtung verbindlich. Soweit sich diese Erw�gungen auf den Streitgegenstand beziehen, ist somit auch deren Anfechtbarkeit zu bejahen (BGE 120 V 237 Erw. 1a mit Hinweis).
3.1 In den Entscheidserw�gungen hat die Vorinstanz eine Leistungspflicht der SUVA aus der anhaltenden somatoformen Schmerzst�rung (einschliesslich des chronischen Schmerzsyndroms im Bereich der rechten Schulter und des rechten Armes) und aus der �berdies diagnostizierten mittelgradigen depressiven St�rung des Versicherten mangels eines urs�chlichen Zusammenhangs mit dem Unfall vom 4. November 1998 verneint. Dies ist letztinstanzlich nicht umstritten und gibt aufgrund der Akten zu keinen Bemerkungen Anlass.
3.2 F�r das daneben bestehende chronifizierte panvertebrale Syndrom hingegen ist gem�ss dem vorinstanzlichen Entscheid das versicherte Ereignis zumindest im Sinne einer Teilursache (was f�r die Bejahung der Leistungspflicht des Unfallversicherers gen�gt, vgl. BGE 119 V 338 Erw. 1 in fine mit Hinweis und 341; RKUV 2003 Nr. U 489 S. 358 Erw. 3.2) nat�rlich und auch ad�quat kausal. Weiter ist das kantonale Gericht zum Ergebnis gelangt, dass dem Versicherten nach Lage der medizinischen Akten wegen dieses Leidens nur noch eine leichte r�ckenadaptierte T�tigkeit zu 60 % zugemutet werden kann, und es hat - mit Blick auf Art. 18 Abs. 3 (seit 1. Januar 2003: Abs. 2) UVG in Verbindung mit Art. 28 Abs. 3 UVV - entschieden, dass die Beeintr�chtigung je zur H�lfte auf den Unfall und auf die vorbestandene Gesundheitssch�digung zur�ckf�hren ist. Ausgehend von diesen Vorgaben soll der Unfallversicherer die noch n�tigen Abkl�rungen in Bezug auf seine Leistungspflicht �ber den 15. September 2000 hinaus treffen und dar�ber neu entscheiden.
Die Beschwerde f�hrende SUVA macht geltend, die beiden beim Unfall erlittenen Frakturen seien innert zwei Jahren komplikationslos verheilt. Es sei nicht nachvollziehbar, weshalb noch unfallbedingte R�ckenbeschwerden bestehen sollten.
3.3 Streitig und zu pr�fen ist demnach, ob und bejahendenfalls in welchem Umfang das Unfallereignis vom 4. November 1998 f�r die bestehende, mit einem chronifizierten panvertebralen Syndrom erkl�rte R�ckenproblematik �ber den Zeitpunkt der Leistungseinstellung durch den Unfallversicherer per 15. September 2000 hinaus verantwortlich gemacht werden kann. Dabei steht fest, dass der Versicherte seit etwa 1993 an einem chronischen Lumbovertebralsyndrom leidet und insofern ein krankhafter Vorzustand besteht.
4.1 Zur Abkl�rung insbesondere der Kausalit�t holte das kantonale Gericht erg�nzende Stellungnahmen der MEDAS-Gutachter ein. In Bezug auf das Panvertebralsyndrom hat Dr. med. G.________, Facharzt f�r Innere Medizin und Rheumatologie, am 10. April 2003 Bericht erstattet. Der Experte f�hrt zur Frage, ob sich das panvertebrale Syndrom seit der Verf�gung der Invalidenversicherung vom 22. Juni 1995 verst�rkt habe, aus, laut Angaben des Versicherten h�tten die R�ckenschmerzen seit dem Unfall vom 4. November 1998 zugenommen, was gem�ss Akten nicht zwingend nachvollziehbar sei. Insbesondere sei es kaum m�glich, die Angaben des Versicherten zu quantifizieren. Zur Frage, ob der Unfall vom 4. November 1998 ganz oder teilweise Ursache f�r eine richtunggebende Verschlimmerung des panvertebralen Syndroms gewesen sei, h�lt der Facharzt fest, infolge der erlittenen, operativ versorgten Humerusschaft-Fraktur sei eine vermutlich durch Schon- und Fehlhaltungen ausgel�ste Verschlimmerung des vorbestehenden lumbovertebral lokalisierten Schmerzsyndroms mit Ausdehnung �ber die ganze Wirbels�ule eingetreten. Bei vormals lokalisierten Beschwerden erscheine die Ausl�sung durch den erw�hnten Unfall somit �berwiegend wahrscheinlich. Zur Frage, ob die heute vorliegende Verschlimmerung des panvertebralen Syndroms auch ohne den Unfall vom 4. November 1998 eingetreten w�re, gab der Experte an, aufgrund der vorbestehenden Beschwerden habe der Versicherte bereits 1995 eine Dispensation aus dem Arbeitsprozess angestrebt, ohne dass die beklagten Symptome den damals beurteilenden �rzten zwingend nachvollziehbar erschienen seien. Mit einer Zunahme von Klagen �ber R�ckenbeschwerden sei somit zu rechnen gewesen, doch sei eine Quantifizierung der zu erwartenden Verschlimmerung spekulativ. Auf entsprechende Frage hin sch�tzte Dr. med. G.________ den unfallbedingten Anteil des panvertebralen Syndroms mit ausgepr�gten muskul�ren Dysbalancen auf 50 %. Zu den Zusatzfragen des Versicherten hielt der Facharzt fest, dass die durch die Klinik B.________ am 6. Dezember 1999 gestellte Diagnose einer Segmentsbewegungsst�rung des lumbosakralen �bergangs auch im MEDAS-Gutachten vom 26. September 2001, teilweise �berlappend mit anderer Wortwahl, zu finden sei. Weiter hielt der Experte fest, Weichteile des Versicherten seien beim Unfall vom 4. November 1998 nicht so verletzt worden, dass sie die beklagten Beschwerden hervorrufen w�rden. Die bestehenden Myotendoperiostosen erkl�rten sich hinreichend durch die chronischen Fehlhaltungen und das gebotene Schonverhalten, die beide das Ungleichgewicht der wirbels�ulenstabilisierenden Muskelgruppen mit den entsprechenden Verspannungen unterhielten.
4.2 Das kantonale Gericht hat gest�tzt auf die Stellungnahme des Dr. med. G.________ vom 10. April 2003 geschlossen, der Unfall vom 4. November 1998 habe zu einer Ausl�sung resp. Verschlimmerung des panvertebralen Syndroms gef�hrt, und der unfallbedingte Anteil daran betrage sch�tzungsweise 50 %. F�r die weiter bestehende, im R�ckenleiden begr�ndete Arbeitsunf�higkeit von 40 % sei somit zu 20 % das Unfallereignis verantwortlich.
Diese Beweisw�rdigung r�gt die Beschwerdef�hrerin zu Recht, denn die unbestimmten und teilweise nicht widerspruchsfreien Aussagen des Gutachters lassen diese Schl�sse nicht zu. Wie sich aus seiner Antwort auf die Frage nach einer Verst�rkung des panvertebralen Syndroms seit der Verf�gung der Invalidenversicherung vom 22. Juni 1995 ergibt, hat der Versicherte zwar eine solche Entwicklung angegeben. Jedoch ist diese subjektive Angabe nach Auffassung des Experten, der in diesem Zusammenhang auf das bereits seit 1993 bestehende chronische Lumbovertebralsyndrom mit Ausstrahlungen in den rechten Oberschenkel und auf die durch den Unfall im thorakolumbalen Bereich nicht verletzte Wirbels�ule verweist, auf Grund der Akten nicht zwingend nachvollziehbar. Dies l�sst darauf schliessen, dass der Facharzt eine Verschlimmerung seit 1995 - und damit auch seit dem Unfall vom 4. November 1998, wonach nicht ausdr�cklich gefragt wurde - auf Grund der (fehlenden) objektiven Befunde nicht best�tigen konnte. Der Experte erw�hnt zwar weiter das vom Kreisarzt und der Klinik B.________ beschriebene Ausweitungssyndrom, geht aber darauf nicht ein und setzt sich mit der M�glichkeit einer psychischen Beschwerdeproblematik resp. der Abgrenzung zu der von ihm beschriebenen somatischen Leidenskomponente nicht auseinander. Unbestimmt bleiben seine weiteren Ausf�hrungen, wenn er eine Quantifizierung der Angaben des Versicherten kaum f�r m�glich h�lt und das Ausmass einer Verschlimmerung ebenfalls als nicht bezifferbar resp. Aussagen hiezu als spekulativ bezeichnet. Damit bleibt, auch mangels entsprechender Fragestellung, offen, ob es nach Auffassung des Experten mit dem erforderlichen Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit seit 1995 oder dem Unfall vom 4. November 1998 �berhaupt zu einer gesundheitlichen Verschlechterung im R�ckenbereich gekommen ist. Ist aber unklar, ob eine solche Entwicklung eingetreten ist, lassen sich die Anschlussfragen zur Unfallkausalit�t nicht beurteilen. Diesbez�glich bleibt der Experte �berdies widerspr�chlich, wenn er nun einerseits vermutet, die zuvor als nicht zwingend nachvollziehbar bezeichnete Verschlimmerung sei durch Schon- und Fehlhaltungen infolge der Humerusschaft-Fraktur ausgel�st worden, und andererseits offenbar die unmittelbare Ausl�sung durch den Unfall gleichwohl als �berwiegend wahrscheinlich erachtet. Die Vermutung �ber die Faktoren, welche die gesundheitliche Verschlechterung ausgel�st haben sollen, steht zudem in kl�rungsbed�rftigem Widerspruch zur Beurteilung gem�ss dem Physikalisch-Medizinischen Konsilium der Klinik B.________ vom 6. Dezember 1999, wonach die untere Schambeinast-Fraktur eine vorbestandene Segmentbewegungsst�rung samt der dazugeh�rigen relativen Hypermobilit�t kranial davon zur Dekompensation gebracht habe. Mit dieser fach�rztlichen Beurteilung setzt sich Dr. med. G.________ nicht auseinander, und es kann ihm nicht gefolgt werden, wenn er �bereinstimmende Beurteilungen resp. Diagnosen, teilweise �berlappend mit anderer Wortwahl, annimmt. Auch auf die Frage, ob die Verschlimmerung ohne Unfall ebenfalls eingetreten w�re, bleibt der Experte unbestimmt. Mit seiner Aussage, dass der Versicherte bereits 1995 ohne zwingend nachvollziehbare Symptome eine Dispensation aus dem Arbeitsprozess anstrebte und deshalb mit einer Zunahme der Klagen �ber R�ckenbeschwerden zu rechnen war, l�sst er die Frage nach dem status quo sine im Ergebnis unbeantwortet. Damit ist auch die Sch�tzung des unfallbedingten Anteils des panvertebralen Syndroms auf 50 % nicht nachvollzieh- und verwertbar.
4.3 Nach dem Gesagten bietet die Stellungnahme des Dr. med. G.________ vom 10. April 2003 keine zuverl�ssige Grundlage f�r die Beantwortung der sich in Bezug auf das Panvertebralsyndrom stellenden Fragen zum nat�rlichen Kausalzusammenhang. Die weiteren �rztlichen Berichte vermitteln die n�tige Kl�rung ebenfalls nicht.
Entgegen der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vertretenen Auffassung gestatten die vorhandenen medizinischen Akten aber auch nicht den Schluss, dass dem versicherten Ereignis in Bezug auf die persistierende panvertebrale Symptomatik keine urs�chliche Bedeutung zukommt. Entsprechendes ergibt sich auch nicht aus den Stellungnahmen des Kreisarztes. Dieser stellte zwar bei der Abschlussuntersuchung vom 28. August 2000 auskurierte Frakturen und keinen anatomisch begr�ndbaren Schonungsbedarf fest, und er f�hrte die Beschwerden des Versicherten auf ein typisches Ausweitungssyndrom, eventuell auch auf eine somatoforme St�rung, zur�ck. Der Kreisarzt ging indessen nicht n�her auf die Genese der R�ckenbeschwerden ein und setzte sich namentlich - wie Dr. med. G.________ (Erw. 4.2 hievor) - nicht mit der Aussage der Klinik B.________ vom 6. Dezember 1999 zur Segmentbewegungsst�rung auseinander. Auch wenn die Klinik B.________ sich nicht ausdr�cklich zur Kausalit�t �usserte, weist diese fach�rztliche Beurteilung darauf hin, dass der Unfall mindestens eine vor�bergehende Verschlimmerung der R�ckenbeschwerden, m�glicherweise auch eine richtunggebende Ver�nderung des degenerativen Vorzustands ausgel�st hat. Da die weiteren medizinischen Akten diesbez�glich nicht weiter helfen, ist das Dahinfallen der Kausalit�t des Unfalles f�r die persistierende Symptomatik entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrerin nicht mit dem Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit belegt.
4.4 Bei der insgesamt unklaren Aktenlage l�sst sich der nat�rliche Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und der panvertebralen Symptomatik und damit die Leistungspflicht des Unfallversicherers nicht zuverl�ssig beurteilen. Dies gilt namentlich in Bezug auf die Fragen nach dem Erreichen des status quo sine und der richtunggebenden Verschlimmerung sowie bei Bejahung der Unfallkausalit�t der panvertebralen Symptomatik nach deren unfallbedingtem Anteil. Es sind daher weitere Abkl�rungen notwendig. Die SUVA hat diese mittels eines versicherungsexternen Gutachtens zu treffen und gest�tzt auf das Ergebnis �ber den Leistungsanspruch neu zu entscheiden. Zu einer R�ckweisung an die Vorinstanz f�r die Aktenvervollst�ndigung besteht kein Anlass, weil es nicht notwendigerweise eines Gerichtsgutachtens bedarf (vgl. BGE 122 V 163 Erw. 1d). Der Unfallversicherer wird bei seinem weiteren Vorgehen nicht an die Vorgaben der Vorinstanz �ber das Bestehen eines nat�rlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall vom 4. November 1998 und den nach dem 15. September 2000 noch bestandenen R�ckenbeschwerden gebunden sein.
Das Verfahren ist kostenlos (Art. 134 OG). Der Beschwerdef�hrerin steht ungeachtet ihres Obsiegens keine Parteientsch�digung zu (Art. 159 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 135 OG; BGE 128 V 133 Erw. 5b, 123 V 309 Erw. 10, je mit Hinweisen).
Dem Beschwerdegegner kann die unentgeltliche Verbeist�ndung gew�hrt werden (Art. 152 in Verbindung mit Art. 135 OG), da die Bed�rftigkeit aktenkundig ist und die Vertretung geboten war (BGE 125 V 202 Erw. 4a und 372 Erw. 5b, je mit Hinweisen). Es wird indessen ausdr�cklich auf Art. 152 Abs. 3 OG aufmerksam gemacht, wonach die beg�nstigte Partei der Gerichtskasse Ersatz zu leisten haben wird, wenn sie sp�ter dazu im Stande ist.
Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird dahingehend gutgeheissen, dass der Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Basel-Stadt vom 15. Dezember 2003 aufgehoben und die Sache an die SUVA zur�ckgewiesen wird, damit sie, nach Abkl�rungen im Sinne der Erw�gungen, �ber die Leistungspflicht neu verf�ge.
Zufolge Gew�hrung der unentgeltlichen Verbeist�ndung wird Frau Advokatin Gertrud Baud, Basel, f�r das Verfahren vor dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht aus der Gerichtskasse eine Entsch�digung von Fr. 1'500.- (einschliesslich Mehrwertsteuer) ausgerichtet.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht Basel-Stadt und dem Bundesamt f�r Gesundheit (BAG), Abteilung Kranken- und Unfallversicherung, zugestellt.