Source: http://www.raddetal.de/wissenswertes/jagd-und-hege/
Timestamp: 2019-10-15 08:14:27
Document Index: 182403182

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 1', '§ 3', '§ 1', '§ 1', '§ 32']

Jagd und Hege – Anika Börries
Posted on 7. Oktober 2015 10. Januar 2019 by Anika Börries
Bundesnaturschutzgesetz § 1:
die Vielfalt, Eigenart und Schönheit sowie der Erholungswert von Natur und Landschaftauf Dauer gesichert sind; der Schutz umfasst auch die Pflege, die Entwicklung und, soweit erforderlich, die Wiederherstellung von Natur und Landschaft (allgemeiner Grundsatz).
lebensfähige Populationen wild lebender Tiere und Pflanzen einschließlich ihrer Lebensstätten zu erhalten
und der Austausch zwischen den Populationen sowie Wanderungen und Wiederbesiedelungen zu ermöglichen, …
Die Ähnlichkeiten im Wortlaut mit den Bundes- und Landesjagdgesetzen sind wohl kaum zufällig:
Bundesjagdgesetz § 1:
(1) … Mit dem Jagdrecht ist die Pflicht zur Hege verbunden.
(2) Die Hege hat zum Ziel die Erhaltung eines den landschaftlichen und landeskulturellen Verhältnissen angepaßten artenreichen und gesunden Wildbestandes sowie die Pflege und Sicherung seiner Lebensgrundlagen; …
Niedersächsisches Jagdgesetz § 3:
Wiesenpieper in einem Feldgehölz
(1) Jagd (§ 1 Abs. 4 Bundesjagdgesetz) Hege (§ 1 Abs. 2 Bundesjagdgesetz) sind so durchzuführen, dass
auch außerhalb des Waldes Deckungs- und Ruhezonen sowie Äsungsflächen für das Wild geschaffen werden, soweit dadurch die Lebensräume anderer besonders geschützter wild lebender Tierarten und besonders geschützter Pflanzenarten nicht beeinträchtigt werden und die Nutzungsinteressen der – bei Jagdpacht zur Duldung im Rahmen von Verträgen verpflichteten – Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer nicht entgegenstehen,
Niedersächsisches Jagdgesetz § 32:
Zusammengefasst bedeutet das, dass eine Fütterung in Notzeiten (Bekanntgabe durch den/die Kreisjägermeister/in) oder zur Ablenkung und zur Vermeidung von Wildschäden mit artgerechtem Futter im Einzelfall stattfinden darf. Wenn gefüttert wird, darf das Schalenwild in dem entsprechenden Jagdbezirk nicht bejagd werden.
Als Notzeiten werden gemeinhin Zeiträume gesehen, in denen das Wild auf Grund von hoher Schneelage (z.B. Winter 1978 /79) oder längerer starker Vereisung nicht mehr an artgerechtes Futter gelangt. Der extrem schneereiche Winter 1978/79 hat sogar zu einem nachhaltigen Einbruch der Rebhuhnbestände geführt, die sich seit dem nicht mehr erholt haben!
Interessant dazu ein Merkblatt der „Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz e.V.“: Fütterung von Schalenwild aus Sicht des Tierschutzes (77) (Stand: April 2012)
Im Unterschied dazu stehen Kirrungen! Sie dienen NICHT der Fütterung!
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Posted in WissenswertesTagged Biodiversität, Hege, Jagd, Naturschutz, Recht, Rote Liste, Wild