Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=III%20ZR%2095/82
Timestamp: 2019-07-21 22:10:20
Document Index: 316553097

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 319', 'BGH', '§ 319', 'BGH', '§ 319', '§ 319', '§ 319', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 616', '§ 319', '§ 319', 'BGH', '§ 319', '§ 319', 'BGH', '§ 616', '§ 133', 'BGH', '§ 72', '§ 72', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 12.01.1984 - III ZR 95/82 - dejure.org
https://dejure.org/1984,425
BGH, 12.01.1984 - III ZR 95/82 (https://dejure.org/1984,425)
BGH, Entscheidung vom 12.01.1984 - III ZR 95/82 (https://dejure.org/1984,425)
BGH, Entscheidung vom 12. Januar 1984 - III ZR 95/82 (https://dejure.org/1984,425)
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Streit um die Zahlung von Anwaltsgebühren aufgrund eines später berichtigten Teilurteils - Umfang und Wirkung der Rechtskraft eines berichtigten Urteils - Unanfechtbarkeit von Teilurteilen in der Revisionsinstanz - Berichtigung eines Urteils bei Schreibfehlern, Rechenfehlern und ähnlichen offenbaren Unrichtigkeiten und weite Auslegung der Vorschrift - Versehentliche offenbare Unrichtigkeit bei Verwechselung einzelner Forderungen
NJW 1985, 742
WM 1984, 1351
Denn der Berichtigungsbeschluss des Landgerichts, durch welchen das Rubrum des erstinstanzlichen Urteils geändert und die Beklagte persönlich als Partei bezeichnet worden ist, ist der materiellen Rechtskraft fähig (vgl. BGH, Urteil vom 12. Januar 1984 - III ZR 95/82, WM 1984, 1351, 1352).
Unbedenklich ist, daß die Entscheidung durch die Nachfolgerin des ursprünglich erkennenden Richters geschehen ist (BGH NJW 1985, 742).
Nach verbreiteter Auffassung soll nur eine versehentliche Abweichung des vom Gericht Erklärten von dem von ihm Gewollten rechtfertigt eine Berichtigung nach dieser Vorschrift; eine falsche Willensbildung des Gerichts soll nicht mit Hilfe dieser Bestimmung korrigiert werden können (…Vollkommer in Zöller, ZPO, 25 Aufl., § 319 Rn. 4; BGH NJW 1985, 742; BAG NJW 2002, 1142).
Die Vorschrift des § 319 ZPO ist jedenfalls schon aus prozeßwirtschaftlichen Gründen weit auszulegen und läßt sich insbesondere nicht auf bloße Formulierungsfehler beschränken (BGH NJW 1985, 742;… Thomas/Putzo ZPO, Kommentar, 27. Aufl. 2005, § 319 Rn. 2;… Baumbach/Lauterbach, ZPO, Kommentar, 61. Aufl. § 319 Rn. 12).
Die Unrichtigkeit muß, da Berichtigungen nach § 319 ZPO auch von Richtern beschlossen werden können, die an der fraglichen Entscheidung nicht mitgewirkt haben, für Dritte ohne weiteres deutlich sein (BGHZ 78, 22 (23) = NJW 1980, 2813; NJW 1985, 742).
Die Urteilsfindung ist kein einheitlicher Vorgang, sondern vollzieht sich in mehreren Schritten (BGH NJW 1985, 742).
Für die Auffassung des BGH sprechen ferner prozeßökonomische Erwägungen und der Umstand, daß die bessere Entscheidung sich durchsetzen kann (BGH NJW 1985, 742; s.a. BAG AP BGB § 616 Nr. 45).
Ist er - wie hier - im Hinblick auf § 319 Abs. 3, 2. Halbs. ZPO formell rechtskräftig geworden, so ist er regelmäßig nicht in anderem Zusammenhang darauf zu überprüfen, ob er die Grenzen des § 319 ZPO einhält (RG JW 1930, 1001; BGH, Urt. v. 12. Januar 1984 - III ZR 95/82, LM § 319 ZPO Nr. 12 Bl. 2).
(1) Berichtigungsbeschlüsse nach § 319 ZPO, die den zu berichtigenden Teil des Urteils bestimmen, sind der materiellen Rechtskraft fähig und binden auch das Revisionsgericht (BGH 12. Januar 1984 - III ZR 95/82 - JurBüro 1984, 859).
Die Unrichtigkeit ist offenbar, wenn sie sich aus dem Zusammenhang des Urteils selbst oder aus den Vorgängen bei seiner Verkündung ergibt (BAG 13. November 1974 - 5 AZR 54/74 - AP BGB § 616 Nr. 45 = EzA GewO § 133 c Nr. 9; BGH 12. Januar 1984 - III ZR 95/82 - NJW 1985, 742).
Irrtümer und Versehen, die nur die beteiligten Richter kennen, können nicht nachträglich berichtigt werden (BAG 31. Oktober 1995 - 1 AZR 372/95 - AP ArbGG 1979 § 72 Nr. 29 = EzA ArbGG 1979 § 72 Nr. 20; BGH 12. Januar 1984, aaO mwN).
Stets muß der Irrtum "offenbar" sein, d.h. er muß sich aus dem Zusammenhang des Urteils selbst oder mindestens aus den Vorgängen bei seinem Erlaß oder seiner Verkündung nach außen deutlich ergeben und damit auch für Dritte ohne weiteres erkennbar sein (BGHZ 78, 22, 23 [BGH 08.07.1980 - VI ZR 176/78]; BGH Urt. v. 12. Januar 1984, III ZR 95/82, NJW 1985, 742).
Die Abweichung muss zudem "offenbar" sein, d.h. sie muss sich aus dem Zusammenhang des Urteils oder Beschlusses selbst oder zumindest aus den Vorgängen bei seinem Erlass oder seiner Verkündung nach außen deutlich ergeben und damit auch für Dritte ohne weiteres erkennbar sein (BGH, Urteil vom 12. Januar 1984 - III ZR 95/82, NJW 1985, 742; Beschluss vom 9. Februar 1989 - V ZB 25/88, BGHZ 106, 370, 373).
Diese Abweichung muss zudem "offenbar" sein, d.h. sie muss sich aus dem Zusammenhang des Urteils oder Beschlusses selbst oder zumindest aus den Vorgängen bei seinem Erlass oder seiner Verkündung nach außen deutlich ergeben und damit auch für Dritte ohne weiteres erkennbar sein (BGH, Urteil vom 12. Januar 1984 - III ZR 95/82, NJW 1985, 742; Beschluss vom 9. Februar 1989 - V ZB 25/88, BGHZ 106, 370, 373).
LAG Baden-Württemberg, 17.06.2008 - 18 Ta 6/08
Statthaftigkeit einer sofortigen Beschwerde - Beschwerde gegen …
BGH, 18.11.1998 - VIII ZR 212/97
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OLG Hamm, 04.12.2001 - 7 UF 437/01
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OVG Niedersachsen, 16.02.1998 - 4 O 6675/96
Urteilsberichtigung; offenbare Unrichtigkeit; Berechnungspositionen; …