Source: http://www.juraforum.de/urteile/bsg/bsg-urteil-vom-05-10-2006-az-b-10-eg-604-r
Timestamp: 2016-02-08 02:07:12
Document Index: 377908108

Matched Legal Cases: ['§ 48', '§ 1', '§ 2', '§ 4', '§ 1', '§ 5', '§ 6', '§ 24', '§ 48', '§ 60', '§ 30', '§ 5', '§ 55', '§ 68', 'Art 6', 'Art 7', 'Art 1', 'Art 2', 'Art 3', 'Art 4', 'Art 1', 'Art 1', 'Art 10', 'Art 19', 'Art 10', 'Art 20', 'Art 71', '§ 183']

BSG - 05.10.2006, B 10 EG 6/04 R - JuraForum.de
JuraForum.de > Urteile > Bundessozialgericht > Urteil vom 05.10.2006, Aktenzeichen: B 10 EG 6/04 R BSG – Aktenzeichen: B 10 EG 6/04 RUrteil vom 05.10.2006
Leitsatz:1. Es erfordert nach § 48 Abs 1 S 2 SGB X eine Ermessensausübung wegen eines atypischen Falls, wenn der Ehegatte desjenigen, der zu Unrecht Bundeserziehungsgeld bezogen hat, in dem betreffenden Zeitraum dem Grunde nach anspruchsberechtigt iS des BErzGG war.
2. Die Ehefrau eines türkischen Arbeitnehmers, deren Asylanerkennung vom Bundesbeauftragten für Asylangelegenheiten angefochten worden ist, wohnt iS des europäisch-türkischen Assoziationsrechts während des laufenden Klageverfahrens dann berechtigt in Deutschland, wenn die Asylanerkennung später unanfechtbar und ihr daraufhin eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis erteilt wird.Rechtsgebiete:BErzGG, SGB X, SGB I, AuslG, AsylVfG, EWGAssRBes 1/80, EWGAssRBes 3/80, EWGV 1408/71Vorschriften:§ 1 Abs 1 Nr 4 BErzGG, § 2 Abs 1 Nr 1 BErzGG, § 4 Abs 3 S 1 BErzGG, § 1 Abs 1 S 2 BErzGG, § 5 BErzGG, § 6 BErzGG, § 24 BErzGG, § 48 Abs 1 S 2 Nr 2 SGB X, § 60 Abs 1 S 1 Nr 2 SGB I, § 30 SGB I, § 5 J: 1990 AuslG, § 55 J: 1992 AsylVfG, § 68 J: 1992 AsylVfG, § EWGAssRBes 1/80 Art 6 Abs 1, § EWGAssRBes 1/80 Art 7, § EWGAssRBes 3/80 Art 1 Buchst b, § EWGAssRBes 3/80 Art 2, § EWGAssRBes 3/80 Art 3 Abs 1, § EWGAssRBes 3/80 Art 4 Abs 1 Buchst h, § EWGV 1408/71 Art 1 Buchst h, § EWGV 1408/71 Art 1 Buchst i, § EWGV 1408/71 Art 10, § EWGV 1408/71 Art 19, § EWGV 1408/71 Art 10a, § EWGV 1408/71 Art 20, § EWGV 1408/71 Art 71Stichworte:Bundeserziehungsgeld, türkischer Staatsangehöriger, Erwerbstätigkeit, Familienleistung, Familienangehörige, Asylantrag, Familienasyl, Anerkennung, Aufenthaltstitel, Änderung der Verhältnisse, Ermessen, atypischer Fall, Wohnsitz, Wohnort, gewöhnlicher Aufenthalt, Lebensmittelpunkt, Wohnmitgliedstaat, Diskriminierungsverbot, europäische-türkisches AssoziationsrechtVerfahrensgang:SG Kiel S 6 EG 15/01 vom 21.11.2002 LSG Schleswig L 5 EG 3/03 vom 28.08.2003VolltextUm den Volltext vom BSG – Urteil vom 05.10.2006, Aktenzeichen: B 10 EG 6/04 R anzusehen, müssen Sie die Einzelentscheidung kaufen.Volltext der Entscheidung kaufen
Weitere Entscheidungen vom BSGBSG – Urteil, B 10 LW 5/05 R vom 05.10.20061. Versicherter iS von § 183 SGG ist - unabhängig vom Ausgang des Verfahrens - jeder Beteiligte, über dessen Status als Versicherter gestritten wird.
3. Jedenfalls bei betragsmäßig von vornherein feststehenden und offensichtlich gleich gebliebenem Streitwert darf das Rechtsmittelgericht eine von der Vorinstanz - schon mangels entsprechender Kostengrundentscheidung - unterlassene Streitwertfestsetzung nachholen.BSG – Urteil, B 10 LW 4/05 R vom 05.10.2006Eine Klage auf Feststellung von Erwerbsminderung iS des Gesetzes über die Alterssicherung der Landwirte - vor der Abgabe des landwirtschaftlichen Unternehmens - ist wegen mangelnden Feststellungsinteresses unzulässig, da von der Landwirtschaftlichen Alterskasse (bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen) die Zusicherung begehrt werden kann, im Falle der Abgabe des landwirtschaftlichen Unternehmens Erwerbsminderungsrente zu gewähren.BSG – Urteil, B 10 LW 6/05 R vom 05.10.2006Der Umstand, dass ein Bescheid über die Befreiung von der Versicherungspflicht formal fortbesteht, weil ein Wegfall des Befreiungsgrundes nicht rechtzeitig der Landwirtschaftlichen Alterskasse angezeigt worden ist, macht bei späterem Eintritt eines anderen Befreiungsgrundes einen erneuten Befreiungsantrag nicht entbehrlich.
BSG - 05.10.2006, B 10 EG 6/04 R © JuraForum.de — 2003-2016