Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=DStR%201999,%20769
Timestamp: 2020-02-24 06:19:06
Document Index: 70490915

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 242', '§ 38', '§ 242', '§ 38', '§ 46', '§ 47', '§ 38', '§ 246', '§ 256', '§ 242', '§ 256', '§ 256', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 256', 'BGH', '§ 246', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 256', 'BGH']

BGH, 01.03.1999 - II ZR 205/98 - dejure.org
https://dejure.org/1999,661
BGH, 01.03.1999 - II ZR 205/98 (https://dejure.org/1999,661)
BGH, Entscheidung vom 01.03.1999 - II ZR 205/98 (https://dejure.org/1999,661)
BGH, Entscheidung vom 01. März 1999 - II ZR 205/98 (https://dejure.org/1999,661)
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BGB § 242; GmbHG §§ 38 Abs. 1, 46 Nr. 5
Feststellungsklage - Anfechtungsklage - Zeitliche Beschränkung - Verwirkung eines Rechts - Abberunfung eines Geschäftsführers
Keine zeitliche Beschränkung für Klage auf Feststellung der Abberufung eines GmbH-Geschäftsführers
BGB § 242; GmbHG § 38 Abs. 1, § 46 Nr. 5
Anfechtungsfrist, Anfechtungsklage, Feststellungsklage, förmliche Beschlussfeststellung, Gesellschaftsrecht, Klagefrist, Verwirkung
GmbHG § 47 Abs. 1, § 38 Abs. 1; AktG § 246; ZPO § 256; BGB § 242
Feststellungsklage nach § 256 Abs. 1 ZPO unterliegt auch im Gesellschaftsrecht keiner Präklusionswirkung; die Geltendmachung des Rechts unterliegt lediglich der Verwirkung
NJW 1999, 2268
ZIP 1999, 656
WM 1999, 796
BB 1999, 867
DB 1999, 956
DStR 1999, 769
NZG 1999, 498
Fehlt es an einer förmlichen Beschlussfeststellung, ist es dem Betroffenen unbenommen, die Wirksamkeit oder Unwirksamkeit des Beschlusses durch eine Beschlussfeststellungsklage nach § 256 ZPO feststellen zu lassen (BGH…, Urteil vom 13. November 1995, aaO; vom 23. September 1996 - II ZR 126/95, NJW 1997, 318, 319; vom 1. März 1999, aaO;… vom 11. Februar 2008, aaO).
Der Erfolg der Klage hängt allein von der materiellen Rechtslage ab (BGH, Urteil vom 1. März 1999, aaO).
Eine Anfechtung des Gesellschafterbeschlusses vom 25. März 1994 über die Bestellung des Beklagten zu 1 zum Geschäftsführer der Klägerin zu 2 kommt nicht in Betracht, weil die Parteien übereinstimmend von der Wirksamkeit dieses Beschlusses ausgehen und ihr Streit allein dessen inhaltliche Tragweite betrifft (vgl. Sen.Urt. v. 1. März 1999 - II ZR 205/98, ZIP 1999, 656 = WM 1999, 796).
Fehlt es an einem festgestellten Gesellschafterbeschluss, bleibt den Betroffenen allein die Erhebung der nicht fristgebundenen, nur der Verwirkung unterliegenden Feststellungsklage (BGHZ 76, 154, 156 f.; Sen.Urt. v. 1. März 1999 - II ZR 205/98, DStR 1999, 769).
Der Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 1. März 1999 (II ZR 205/98, NJW 1999, 2268) lassen sich dafür keine Anhaltspunkte entnehmen.
Der Bundesgerichtshof hat entschieden, die Erhebung einer solchen Feststellungsklage unterliege - im Gegensatz zur gesellschaftsrechtlichen Anfechtungsklage - auch im Gesellschaftsrecht keiner zeitlichen Beschränkung (BGH, NJW 1999, 2268).
Zu dem Zeitablauf müssen besondere auf dem Verhalten des Berechtigten beruhende Umstände hinzutreten, die das Vertrauen des Verpflichteten rechtfertigen, der Berechtigte werde seinen Anspruch nicht mehr geltend machen (…BGH NJW 2009, S. 847, 849;… BGH NJW 2010, S. 1047, 1076; BGH NJW 1999, S. 2268).
Allerdings könnte die Stimmabgabe durch die Beklagte zu 2) treuwidrig sein, wenn sie über einen langen Zeitraum nach Ausscheiden des letzten Gesellschafters als Geschäftsführer die Einrichtung eines Beirats nicht betrieben hat, und die Mitgesellschafter aufgrund besonderer Umstände darauf vertraut haben und vertrauen durften, dass ein Beirat nicht mehr installiert würde (vgl. BGH NJW 1999, S. 2268, wonach die Feststellungsklage einer Gesellschaft wegen Verwirkung abzuweisen sein kann, wenn ein Gesellschafter auf die fehlende Umsetzung eines Beschlusses vertrauen durfte; sowie BGH, Beschluss vom 30.11.2010, VI ZB 30/10, zitiert nach Juris Tz.9, wonach auch ein fristgebundenes Rechtsmittel verwirkt werden kann).
Die allgemeine Feststellungsklage hat nur Wirkung inter partes (…BGH NJW 2001, S. 2176, 2177; NJW 1999, S. 2268).
Ihre Klage ist vielmehr als gewöhnliche Feststellungsklage mit Wirkung inter partes (§ 256 ZPO) aufzufassen (vgl. BGH, Urteil vom 1. März 1999 - II ZR 205/98 - ZIP 1999, 656).
Der Senat wendet in ständiger Rechtsprechung auf fehlerhafte Beschlüsse der Gesellschafterversammlung einer GmbH die aktienrechtlichen Vorschriften mit der Folge entsprechend an, daß von dem Versammlungsleiter festgestellte Beschlüsse, soweit sie zwar fehlerhaft, aber nicht nichtig sind, vorläufig verbindlich sind und binnen einer am Leitbild des § 246 AktG orientierten kurzen Frist angefochten werden müssen, wenn sie nicht endgültig wirksam werden sollen (vgl. BGHZ 51, 209 ff.; BGHZ 104, 66 ff.;… Sen.Urt. v. 13. November 1995 - II ZR 288/94, ZIP 1995, 1982; zuletzt Sen.Urt. v. 1. März 1999 - II ZR 205/98 z.V.b.).
Ein förmliches Beschlussergebnis wurde daher nicht festgestellt, was grundsätzlich einer Anfechtungsklage entgegensteht (vgl. BGH, Urteil vom 01.03.1999, II ZR 205/98, NJW 1999, 2268, Tz. 6).
Ist - wie hier - das Beschlußergebnis von dem Versammlungsleiter festgestellt worden, kommt eine allgemeine Feststellungsklage gemäß § 256 ZPO anstelle oder neben der Anfechtungsklage nicht in Betracht (vgl. BGHZ 104, 66, 69; Sen.Urt. v. 1. März 1999 - II ZR 205/98, ZIP 1999, 656).
OLG Düsseldorf, 11.06.2001 - 9 U 183/00
Haftung des Grundstückskäufers bei Weiterverkauf des Grundstücks ohne Bestellung …
OLG Düsseldorf, 11.06.2001 - 9 U 183/99
Schadensersatz wg. Nichtbestellung Vorkaufsrecht