Source: https://blogs.pwc.de/regulatory/tag/eigenkapital/
Timestamp: 2020-07-07 17:54:32
Document Index: 163137037

Matched Legal Cases: ['Art. 379', 'Art 108', 'Art 90', 'Art 35', 'Art. 25', 'Art 25', 'Art. 3', 'Art 27', 'Art 25', 'Art 27', 'Art 25']

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EBA update 2013: Draft RTS & ITS – Teil II
Die Zeit drängt für die EBA: Bis zum 01.01.2014 müssen die Technical Standards zu den jeweiligen Artikeln der CRR/CRD IV finalisiert sein. In unserem neuen Update fassen wir die zuletzt veröffentlichten Standards zusammen.
Draft RTS to define the conditions and methodologies used to determine the overall exposure to a client or group of connected clients resulting from a transaction with underlying assets and the risks inherent in the structure of the transaction itself (EBA/CP/2013/07)
Konsultationsfrist:
Zu Art. 379 CRR-E: Berechnung des Forderungswerts gegenüber Einzelkunden und Gruppen verbundener Kunden (connected clients)
Anwendung einer Durchschaumethode für underlying assets
Berechnungsmethoden zur Bestimmung des Forderungswerts bei Transaktionen mit underlying assets: Anteilig nach dem jeweiligen Gläubiger-Ranking
Definition zusätzlicher transaktionsbedingter Risiken (z.B. Struktur der Transaktion)
Draft RTS on the assessment of recovery plans under the draft directive establishing a framework for the recovery and resolution of credit institutions and investment firms (EBA/CP/2013/08)
Zu Recovery and Resolution Directive (RRD) vom 6. Juni 2012
Grundlagen für die Bewertung von Sanierungsplänen durch die nationalen Aufsichtsbehörden
Kriterien zur Prüfung von Vollständigkeit, Qualität und Glaubwürdigkeit der Pläne
Besonderheiten für Gruppenpläne
Draft RTS specifying the range of scenarios to be used in recovery plans under the draft directive establishing a framework for the recovery and resolution of credit institutions and investment firms (EBA/CP/2013/09)
Bestimmung der Krisenszenarien, auf die Sanierungspläne getestet werden müssen
Systemweite und idiosynkratische Risiken sind einzubeziehen
Draft ITS on institution-specific prudential requirements with a view to facilitating the reaching of effective joint decisions between the consolidating supervisor and the competent authorities responsible for the supervision of subsidiaries in a Member State (EBA/CP/2013/10)
Zu Art 108 CRR-E: Gemeinsame Entscheidung der zuständigen Aufsichtsbehörden bei der Überwachung von Tochterunternehmen/Gruppen innerhalb der EU
Entscheidungen betreffen Eigenkapital (capital joint decision) und Liquidität (joint liquidity decision)
Richtlinien für die Planung, Diskussion, Überwachung und Reporting der gemeinsamen Entscheidung
Vorgehensweise bei fehlender gemeinsamer Entscheidung
Draft RTS on criteria to identify categories of staff whose professional activities have a material impact on an institution’s risk profile (EBA/CP/2013/11)
Zu Art 90 (2) CRD IV: Kriterien für die Identifizierung von Mitarbeitern, die einen erheblichen Einfluss auf das Risikoprofil des Instituts haben
interne, vom Institut festzulegende, und am internen Risikobewertungsprozess ausgerichtete Kriterien
qualitative Kriterien: Mitglied der Geschäftsführung. Möglichkeit zu riskanten Entscheidungen
quantitative Kriterien: Vergütungsstufe im Institut
Draft RTS & ITS on passport notifications (EBA/CP/2013/12 und EBA/CP/2013/13)
Zu Art 35, 36, 39 CRD IV:
Festlegung der Informationen, die zur home/host Überwachung erforderlich sind
Templates für die Informationen an die überwachenden home/host Aufsichtsbehörden
Für alle Institute gilt es, diese Standards im Blick zu halten, denn technischen Regulierungs- und Durchführungsstandards werden unmittelbar geltendes Aufsichtsrecht – eine weitere Umsetzung ist nationales Recht ist nicht erforderlich. Einen Überblick über die Standards der EBA und weitere Konsultationen finden Sie auch in unserem Regulatorischen Kalender.
Übrigens: Alle Veröffentlichungen der EBA und aktuelle Informationen rund um regulatorische Themen finden Sie strukturiert und aufbereitet auch in unserem Extranet Client Information System (CIS).
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Follow-up zur Eigenkapitalausstattung – Draft Regulatory Technical Standard on own funds (Part Two)
Die European Banking Authority (EBA) hat am 09. November 2012 den Draft Regulatory Technical Standards (RTS) on own funds under the draft Capital Requirements Regulation – Part Two: Consultation on technical standards on cooperatives, mutuals, savings institutions and similar institutions veröffentlicht. Der Entwurf steht noch bis zum 21. Dezember 2012 zur Konsultation.
Mitte dieses Jahres hatte die EBA bereits über den ersten Teil des RTS on Own Funds konsultiert. Schwerpunkte des ersten Teils waren unter anderem die einzelne Positionen des harten Kernkapitals, Abzüge von den Posten des harten Kernkapitals, Instrumente des weichen bzw. zusätzlichen Kernkapitals, allgemeine Anforderungen im Zusammenhang mit dem Halten von Indexpapieren, aufsichtliche Zustimmung zur Reduzierung der Eigenmittel bzw. der Erlass von Abzüge vom Eigenkapital in Krisensituation sowie Übergangsbestimmungen für Kernkapitalposten und –instrumente und Bestandsschutz (dazu Blog-Beitrag: “Neue Details zur Eigenkapitalausstattung – Draft Regulatory Technical Standard on own funds (Part One)“ vom 28. Juni 2012).
Der aktuelle Entwurf greift jetzt die im ersten Teil noch offen gelassene Frage nach den Voraussetzungen und Bedingungen für die Anerkennung von Eigenkapitalbestandteilen von Genossenschaften, Sparkassen und ähnlichen Einrichtungen (Art. 25 CRR) als hartes Kernkapital auf.
Grundsätzlich können auch Kapitalinstrumente, die von Genossenschaften, Sparkassen und ähnlichen Einrichtungen begeben werden, als Kernkapitalbestandteile anerkannt werden. Allerdings lassen nationale Gesetzesregelungen für diese Unternehmen häufig Rückzahlungen der Kapitalanteile zu. Dies steht im Widerspruch zu dem nach der CRR für die Anerkennung als Kernkapitalbestandteil erforderlichen Rückzahlungsverbot für die Kapitalinstrumente. Daher müssen die nationalen Gesetze Rückzahlungsbeschränkungen vorsehen, mittels derer die Institute die Rücknahme aufschieben oder der Höhe nach beschränken können (vgl. dazu auch Blog-Beitrag: “Neue Details zur Eigenkapitalausstattung – Draft Regulatory Technical Standard on own funds (Part One)“ vom 28. Juni 2012). Darüber hinaus kann die zuständige nationale Aufsichtsbehörde auch über diese Festlegung hinaus bei Bedarf weitere Beschränkungen der Rückzahlung anordnen.
Entsprechend legt die EBA nun mit dem aktuellen RTS-Entwurf die Rahmenbedingungen für die Anerkennung als Genossenschaftsbank, Sparkasse und ähnliche Institute. unter den jeweils anwendbaren nationalen Regelungen fest.
Anerkennung von Genossenschaften (cooperative society) im Sinne von Art 25 CRR
Voraussetzung für die Anerkennung als Genossenschaftsbank (Art. 3 RTS on own funds Part Two) ist im wesentlichen:
in formaler Hinsicht die Registrierung als ‘eingetragene Genossenschaft (eG)’ gemäß ‘Gesetz betreffend die Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften (Genossenschaftsgesetz –GenG)’
das Institut kann Kapitalinstrumente des Kernkapitals nur unter den in Art 27 CRR festgelegten Bedingungen begeben, d.h. die Rückzahlung der Instrumente verweigern oder wenigstens einschränken, eine Obergrenze oder eine Beschränkung des Höchstbetrags der Ausschüttungen bei den Kapitalinstrumenten nur aufgrund einzelstaatlichem Recht oder Institutssatzung.
Soweit Inhaber der Kapitalinstrumente das Recht haben, die Instrumente zu kündigen und an das Institut zurückzugeben, kann dies nur unter den Beschränkungen der nationalen und CRR-Bestimmungen erfolgen.
Sparkassen (savings institutions) im Sinne von Art 25 CRR
Unter folgenden Voraussetzungen können Unternehmen als solche anerkannt werden:
In formaler Hinsicht die Eintragung als Sparkasse unter dem jeweiligen (Landes-)SpkG.
Kapitalinstrumente müssen die Voraussetzungen des Art 27 CRR erfüllen (vgl. oben)
Ausschüttungen des Kapitals, der Rücklagen sowie Zwischen- und Jahresendgewinne an die Inhaber von CET1-Kapitalinstrumenten sind verboten; gleichwohl ist diese Voraussetzung bereits dann erfüllt, wenn CET1-Kapitalinstrumente begeben werden, die den Inhabern auf einer „going-concern“-Basis Rechte an den Gewinnen einräumen, die ihrem Anteil am Kapital und den Rücklagen entsprechen.
Gegenseitigkeitsgesellschaften (Mutuals) im Sinne von Art 25 CRR
Unternehmen können als Gegenseitigkeitsgesellschfaften unter den folgenden Voraussetzungen anerkannt werden:
Formal unterfällt die Gesellschaft einer bestimmten Rechtsform (zum Beispiel als Building society in UK oder Irland)
Das gesamte Kapital/Kapitalanteile und Rücklagen werden von den Mitgliedern gehalten. Die Mitglieder dürfen im normalen Geschäftsverlauf nicht von den Rücklagen profitieren, insbesondere nicht durch entsprechende Dividenden bzw. Ausschüttungen. Es schadet der Anerkennung aber nicht, wenn das Unternehmen Kapitalinstrumente begibt, die ein Recht am Kapital und an den Rücklagen verkörpern.
Vergleichbare Unternehmen (similar institutions), die nicht unmittelbar unter eine der formalen Kategorien fallen, können anerkannt werden, soweit die jeweils kennzeichnenden Merkmale im Hinblick auf Kapitalinstrumente und die damit zusammenhängenden Beschränkungen erfüllt sind. In formaler Hinsicht werden explizit als vergleichbare Institute die Pfandbriefstelle der österreichischen Landes-Hypothekenbanken, sowie besondere Institutsformen in Finnland genannt.
Beide RTS on Own funds sind als Gesamtpaket zu sehen. Mit dem zweiten Teil wird jetzt versucht, die Harmonisierung innerhalb der sehr differenzierten Bankenlandschaft Europas voranzutreiben, indem man sich auf einheitliche Anerkennungskriterien für Eigenkapitalbestandteile bei Genossenschaften/Sparkassen und ähnlichen Instituten einigt. Gleichwohl bleibt die vor allem in Deutschland geführte Diskussion um mögliche Benachteiligungen regionaler und kleiner Kreditinstitute durch Basel III immer noch aktuell.
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