Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BVerwGE%20143,%20369
Timestamp: 2019-06-25 10:46:09
Document Index: 75879661

Matched Legal Cases: ['Art. 6', 'Art. 6', 'Art. 13', '§ 6', '§ 28', 'Art. 137', '§ 293', 'Art 6', 'Art 6', 'Art 13', 'Art 13', '§ 6', '§ 28', 'Art. 6', 'Art. 6', 'Art. 13', 'Art. 13', '§ 6', '§ 28', '§ 137', '§ 293', 'BGH', '§ 28', '§ 1', '§ 173', '§ 293', '§ 545', '§ 293', '§ 137']

BVerwG, 19.07.2012 - 10 C 2.12 - dejure.org
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BVerwG, 19.07.2012 - 10 C 2.12 (https://dejure.org/2012,16776)
BVerwG, Entscheidung vom 19.07.2012 - 10 C 2.12 (https://dejure.org/2012,16776)
BVerwG, Entscheidung vom 19. Juli 2012 - 10 C 2.12 (https://dejure.org/2012,16776)
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GG Art. 6 Abs. 1; EGBGB Art. 6, Art. 13 Abs. 1 und 2; AufenthG § 6 Abs. 3, § 28 Abs. 1; VwGO Art. 137 Abs. 2; ZPO § 293
Visum; nationales Visum; Ehe; Internationales Privatrecht; selbstständige Anknüpfung; Kollisionsrecht; indisches Recht; Doppelehe; Schwägerschaft; Ehehindernis; Aufhebbarkeit; Nichtigkeit; schmale Tatsachengrundlage; Aufklärungspflicht; Tatsachenfeststellung; Rechtspraxis; Ermittlungspflicht; Sorgfaltspflicht; Eheschließungsfreiheit; ausländisches Recht
Art 6 Abs 1 GG, Art 6 BGBEG, Art 13 Abs 1 BGBEG, Art 13 Abs 2 BGBEG, § 6 Abs 3 AufenthG 2004
Visum zur Familienzusammenführung; Ehehindernis nach indischem Recht; Pflicht zur Ermittlung ausländischen Rechts; Tatsachenfeststellung
AufenthG § 28, GG Art. 6 Abs. 1, EGBGB Art. 6, EGBGB Art. 13 Abs. 1, EGBGB Art. 13 Abs. 2, AufenthG § 6 Abs. 3, AufenthG § 28 Abs. 1, VwGO § 137 Abs. 2, ZPO § 293
Visum, nationales Visum, Ehegattennachzug, Indien, Ehehindernis, indisches Recht, internationales Privatrecht, Doppelehe, Schwager, Schwägerschaft, Sachaufklärungspflicht, Tatsachenfeststellung, Rechtspraxis, Ermittlungspflicht, Sorgfaltspflicht, Eheschließungsfreiheit, ausländisches Recht
Ausländische Ehehindernisse und der Ehegattennachzug
Familienrecht - Ausländische Ehehindernisse können einem Ehegattennachzug entgegenstehen
Ausländische Ehehindernisse können einem Ehegattennachzug entgegenstehen - Für Anspruch auf Visum muss im Ausland geschlossene Ehe in Deutschland als wirksam angesehen werden
VG Berlin, 23.04.2009 - 16 V 57.08
OVG Berlin-Brandenburg, 13.01.2011 - 2 B 17.09
BVerwG, 01.07.2011 - 1 B 5.11
BVerwG, 05.08.2011 - 1 C 9.11
BVerwG, 09.11.2011 - 1 PKH 15.11
BVerwGE 143, 369
Das Recht ist als Ganzes, d.h. in seinem systematischen Kontext, mit Hilfe der im ausländischen Rechtssystem gebräuchlichen Methoden und unter Einbeziehung der ausländischen Rechtsprechung und Rechtslehre zu erfassen (vgl. BVerwG-Urteil in BVerwGE 143, 369, Rz 14; BGH-Urteile vom 30. März 1976 VI ZR 143/74, unter B.II.a; vom 23. Juni 2003 II ZR 305/01, unter II.2.a, und vom 14. Januar 2014 II ZR 192/13, Rz 15).
Das verstößt gegen Bundesrecht (vgl. dazu Urteil vom 19. Juli 2012 - BVerwG 10 C 2.12 - BVerwGE 143, 369 = Buchholz 402.242 § 28 AufenthG Nr. 4, jeweils Rn. 13; Urteil vom 5. Juli 1994 - BVerwG 9 C 158.94 - BVerwGE 96, 200, 210 ff. = Buchholz 402.25 § 1 AsylVfG Nr. 174 S. 21 ).
Diese Würdigung ist revisionsrechtlich gemäß § 173 Satz 1 VwGO i.V.m. § 293 ZPO wie eine Tatsachenfeststellung zu behandeln (…vgl. Urteile vom 7. April 2009 a.a.O. Rn. 17 und vom 19. Juli 2012 - BVerwG 10 C 2.12 - NJW 2012, 3461 Rn. 16); § 545 Abs. 1 ZPO findet keine Anwendung.
Revisionsrechtlich ist die Ermittlung ausländischen Rechts und der ausländischen Rechtspraxis indes nicht dem Bereich der Rechtserkenntnis zuzuordnen, sondern wie eine Tatsachenfeststellung zu behandeln (stRspr;… vgl. u.a. Urteile vom 7. April 2009 - BVerwG 1 C 17.08 - BVerwGE 133, 329 Rn. 17 m.w.N und vom 19. Juli 2012 - BVerwG 10 C 2.12 - juris Rn. 16).
Eine Beweiserhebung zur Bestimmung des ausländischen Rechts und der maßgeblichen Rechtspraxis ist erforderlich, wenn das ausländische Recht dem Gericht unbekannt ist (vgl. § 293 Satz 1 ZPO), etwa weil es aufgrund sprachlicher Barrieren keinen unmittelbaren Zugang dazu hat (BVerwG, Urteil vom 19. Juli 2012 - 10 C 2.12 - BVerwGE 143, 369 Rn. 14).
Dies gilt nicht nur bei der Feststellung offenkundiger Tatsachen, sondern auch dann, wenn zwar nicht eine relevante Tatsache selbst, sondern die Erforderlichkeit einer weiteren Aufklärung zur Verbesserung einer unzureichenden Entscheidungsgrundlage offenkundig ist (BVerwG, Urteil vom 19. Juli 2012 - 10 C 2.12 - BVerwGE 143, 369 Rn. 15).
BVerwG, Urteil vom 19. Juli 2012 - 10 C 2.12 -, BVerwGE 143, 369, juris, Rdn. 14, 16; OVG NRW, Beschluss vom 14. März 2016 - 19 A 524/13 -, juris, Rdn. 7, sowie die Nachweise im Urteil vom 25. September 2008 - 19 A 626/04 -, a. a. O., Rdn. 33.
Die Bindung greift nur dann nicht, wenn in Bezug auf die Feststellungen zulässige und begründete Revisionsgründe dargelegt werden und vorliegen (§ 137 Abs. 2 VwGO) oder die Würdigung des DDR-Rechts materiell schlechterdings nicht nachvollziehbar ist (BVerwG, Urteil vom 19. Juli 2012 - 10 C 2.12 - BVerwGE 143, 369 Rn. 13).
Es gilt der Grundsatz der größtmöglichen Annäherung an das fremde Recht, das in seinem systematischen Kontext, mit Hilfe der im fremden Rechtssystem gebräuchlichen Methoden und unter Einbeziehung der dazu ergangenen Rechtsprechung erfasst werden muss (BVerwG, Urteil vom 19. Juli 2012 - 10 C 2.12 - BVerwGE 143, 369 Rn. 14).
VG Hamburg, 21.04.2015 - 5 K 3307/12
Holländische Befähigungszeugnisse für küstennahes Reisen können nicht in deutsche …