Source: https://www.kalaidos-fh.ch/de-CH/Blogs/Themen/Steuerrecht
Timestamp: 2017-11-25 11:32:24
Document Index: 66812815

Matched Legal Cases: ['BGE', 'Art. 33', 'BGE', 'Art. 108', 'Art. 33', 'Art. 33', 'Art. 124', 'Art. 175', 'Art. 175']

Im nachfolgenden Interview erzählt Reto Achermann, Leiter Support und IT bei der Steuerverwaltung Obwalden, von den Vor- und Nachteilen der digitalen Einreichung im Kanton Obwalden per 1. Januar 2018 und den Hürden bei der Umsetzung eines solch grossen Projektes. Herr Achermann, was ist Ihre Rolle im Projekt der digitalen Einreichung der Steuererklärung im Kanton Obwalden? Meine Rolle besteht darin, das Projekt fachlich zu begleiten und die Interessen der Steuerverwaltung in diesem Projekt wahrzunehmen. Die Projektleitung selber wird von unserem IT-Anbieter wahrgenommen. Die digitale Einreichung der Steuererklärung bietet vor allem für Steuerpflichtige grosse Vorteile. So müssen die Formulare nicht mehr ausgedruckt und unterschrieben werden. Welche Vorteile bietet dies der Steuerverwaltung? Dieses Projekt ist für die Steuerverwaltung genauso wichtig wie für die Steuerpflichtigen. Mit diesem Projekt können wir unsere Prozesse massiv vereinfachen. Es gibt verschiedene Varianten, wie man Steuererklärungen einreichen kann, und jede Variante macht unterschiedliche Abläufe notwendig. Wenn man ganz auf die elektronische Einreichung setzen kann, vereinfacht dies vieles und es bietet auch die Möglichkeit, zahlreiche Folgeverarbeitungen zu automatisieren. Sehen Sie auch Nachteile, gerade weil zusätzliche Abläufe geschaffen werden müssen? Nachteile sehe ich aus Prozesssicht keine. Es ist einfach eine riesige Arbeit, alle bestehenden Prozesse darauf anzupassen. Aber der Vorteil überwiegt. Im Idealfall geht eine elektronisch eingereichte Steuererklärung automatisch durch alle Instanzen hindurch, bis die Veranlagungsverfügung an den Steuerpflichtigen versandt wird. Das gute dabei ist, dass jeder einzelne Prozessschritt automatisiert werden kann. Wenn irgendwo eine Interaktion notwendig wird und ein Mitarbeiter eingreift, dann läuft es anschliessend wieder automatisch weiter. Man kann so die Durchlaufzeit massiv optimieren. Ein Nachteil besteht darin, dass aufgrund dessen Stellen abgebaut werden. Hat die Tatsache, dass der Kanton Obwalden ein kleiner Kanton ist, einen positiven oder negativen Einfluss auf die Umsetzung eines solchen Projektes? Grundsätzlich spielt es keine Rolle, wie gross ein Kanton ist, um ein solches Projekt umzusetzen. In allen Kantonen sind die Anforderungen an ein solches Projekt vergleichbar, allenfalls mit kleinen gesetzlichen Unterschieden. Auch wenn man ein kleiner Kanton ist, muss man die gleichen, hohen Anforderungen erfüllen können. Was es für uns einfacher macht ist sicher, dass bei uns die Entscheidungswege kürzer sind als anderswo. Wir sind viel näher bei den Entscheidungsträgern, also bei der Regierung oder beim Parlament, als dies bei einem grossen Kanton der Fall ist. Aus Sicht des Anbieters, der ein solches Onlineportal aufbaut, sind zudem die Risiken überschaubarer: Wenn etwas nicht funktionieren sollte, sind dann nur 30'000 Steuerpflichtige betroffen, während die Anzahl Betroffenen in einem grossen Kanton wohl ein Vielfaches davon betroffen sein würden. Dies ist sicher mit ein Grund dafür, warum der Kanton Obwalden zu den ersten Kantonen gehört, die so etwas umsetzen. Wird die Steuererklärung digital eingereicht, werden sensible Daten über das Internet übermittelt. War die Sicherheit im Kanton Obwalden ein grosses Thema, oder vertraut die Bevölkerung inzwischen auf die Sicherheit des Internets? Das ist für uns schon ein sehr grosses Projektrisiko, dass das Vertrauen nicht so da ist, wie wir uns das erhoffen. Das ist deshalb ein ganz wichtiger Punkt und wir setzen viel daran, dass wir das Vertrauen gewinnen. Wir verwenden die modernste Technologie: Sobald man sich mit dem Browser in unserem Portal anmeldet, ist alles verschlüsselt, genau gleich wie auch beim E-Banking. Für uns war auch ganz wichtig, dass der Server, über den das Portal läuft, nicht irgendwo steht, sondern dass es ein von uns betriebener Server ist. Dieser wird vom Kanton Obwalden betrieben. Das müssen wir auch so gegenüber unseren Steuerpflichtigen kommunizieren. Ihre Daten sind nie an einem anderen Ort gespeichert als im Kanton Obwalden. Uns ist wirklich wichtig, dass man die Ängste nehmen kann, so dass das nicht zum Grund wird, warum die Steuerpflichtigen nicht elektronisch einreichen. Besten Dank Herr Achermann für das Interview! In einem zweiten Interview mit Ihnen erfahren wir mehr zur technischen Umsetzung eines solchen Projektes. # # # Lesen Sie hier zum Thema "Digitale Einreichung der Steuererklärung".
Bei der Eigenmietwertbesteuerung kommt sowohl bei Mietern als auch bei Eigenheimbesitzern ein Gefühl der ungerechten Behandlung auf. In diesem Blogbeitrag gehen wir den Ursachen dafür auf den Grund. Die Besteuerung unterschiedlicher Eigenmietwerte löst Interessenskonflikte bei Mietern und Eigenheimbesitzern aus (Symbolbild) Der Eigenmietwert wird meist unter dem Marktpreis für Mieten festgelegt. Gemäss dem Bundesgericht muss dieser mindestens 60 Prozent einer Marktmiete betragen (BGE 124 I 145). Somit liegt der Eigenmietwert im Bereich zwischen 60 Prozent und 100 einer Marktmiete. Und genau wegen dieser grossen Bandbreite wird der Eigenmietwert als ungerecht empfunden. Aufgrund diverser und meist komplexer Berechnungen können Liegenschaften mit unterschiedlichen Eigenmietwerten belastet werden. Dadurch fühlen sich zum einen die Mieter benachteiligt, da der Eigenmietwert nicht ihrer Marktmiete entspricht und zum anderen fühlen sich viele Eigenheimbesitzer ungleich behandelt, da sie andere Eigenheimbesitzer kennen, die einen ähnlichen Eigenmietwert besitzen, obwohl deren Heim eine bessere Wohnlage aufweist und erst noch den neusten Einbaustandart aufweist. Es ist daher nicht verwunderlich, dass der Eigenmietwert so kontrovers diskutiert wird. Zahlenbeispiel Eigenmietwertberechnung Die nachfolgende Berechnung zeigt den Unterschied zwischen einem Mieter (B) und einem Eigenheimbesitzer mit einem Eigenmietwert im Bereich zwischen 60 Prozent (A1) und 100 Prozent (A2) einer Marktmiete auf. (Tabelle: eigene Darstellung) Fazit Ein für alle gerechtes System ist aufgrund der Schwierigkeit der Eigenmietwertberechnung, der Hypothekarzinsschwankungen, der verschiedenen Vermögenserträge, als auch der durchschnittlichen Unterhalskosten nicht möglich. Ein Systemwechsel wäre also nicht per se gerechter, jedoch für alle Parteien transparenter. # # # Lesen Sie hier den ersten Blogbeitrag "Systemwechsel Eigenmietwert (1/3)" und erfahren Sie, warum die Besteuerung eines Eigenmietwertes im Umfang einer Marktmiete als nicht gerechtfertigt erscheint. In einem dritten Teil werden die zur Diskussion stehenden Varianten für einen Systemwechsel beim Eigenmietwert aufgezeigt.
Sind Spenden steuerlich abziehbar? (2/2)
In diesem Blogbeitrag erfahren Sie, ob ihre Spende an politische Parteien und Kirchen steuerlich abziehbar ist. Die Abzugsfähigkeit einer Spende soll das Spendenverhallten fördern (Symbolbild) Spenden an politische Parteien, Parteibeiträge, Zuwendungen an Berufsverbände, Gewerkschaftsbeiträge Die Regelung des Bundes findet sich in Art. 33 Abs. 1 lit. i DGB. Abzugsfähig sind "die Mitgliederbeiträge und Zuwendungen bis zum Gesamtbetrag von 10’100 Franken an politische Parteien, die: im Parteienregister nach Artikel 76a des Bundesgesetzes vom 17. Dezember 1976 über die politischen Rechte eingetragen sind, in einem kantonalen Parlament vertreten sind, oder in einem Kanton bei den letzten Wahlen des kantonalen Parlaments mindestens 3 Prozent der Stimmen erreicht haben." Auf Kantonsebene werden solche Spenden oder Beiträge nur bei einem Teil der Kantone akzeptiert. Es ist daher ratsam, sich vor einer solchen Zuwendung beim zuständigen Kanton zu erkundigen. Landeskirchen, Freikirchen Spenden an anerkannte Landeskirchen sind steuerlich abzugsfähig, sofern damit explizit gemeinnützige Werke der betreffenden Institution unterstützt werden. Die Kirchensteuern sind nicht abzugsfähig. Allgemeine Beiträge an die Kultusgemeinde bei Freikirchen gelten nicht als gemeinnützig, auch wenn die Gemeinschaft als solche steuerbefreit sein sollte. Fazit Abzüge führen zu tieferen Steuereinnahmen bei der öffentlichen Hand. Der Staat will mit diesem Zugeständnis das Spenden fördern. Diese Strategie hat Erfolg, gehören die Schweizer doch zu den spendenfreudigsten Nationen. Die Spenden der Gesamtbevölkerung in der Schweiz nehmen seit Jahren kontinuierlich zu. Vielzahl von Spendenempfängern Bei einer Vielzahl von Spendenempfängern kann es aufwändig sein, für jeden einzelnen Posten die steuerliche Abzugsfähigkeit abzuklären und man kommt in Versuchung, solche Spenden auch ohne Abklärung geltend zu machen. Da es sich bei den Steuern natürlicher Personen um eine sogenannte "gemischte Veranlagung" handelt, prüft die Steuerverwaltung die Deklaration und nimmt allenfalls Aufrechnungen vor. Der Steuerpflichtige muss bei diesem Vorgehen „nur“ noch die Steuerveranlagung prüfen. Bei Aufrechnungen kann der Sachverhalt innerhalb der Einsprachefrist nachträglich abgeklärt werden. # # # Lesen Sie hier den ersten Teil des Blogbeitrages „Sind Spenden steuerlich abziehbar? (1/2)“ und erfahren Sie mehr zu gemeinnützigen Institutionen, Spendennachweisen, Begrenzungen und Limiten beim Spendenbetrag.
Gegenwärtig wird im Parlament wieder einmal über einen Systemwechsel bei der Eigenmietwertbesteuerung diskutiert. Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Nationalrats (WAK-N) hat eine parlamentarische Initiative lanciert und wird mit der einstimmigen Gutheissung durch die Schwesterkommission des Ständerates (WAK-S) eine Vorlage zu diesem Thema ausarbeiten. Wird es bald zu einem Systemwechsel bei der Eigenmietwertbesteuerung kommen? (Symbolbild) Die Besteuerung von Wohneigentum ist seit jeher umstritten. Doch warum ist gerade der Eigenmietwert so umstritten und welche steuerliche Behandlung von Wohneigentum führt zu einem systematisch korrekten Ergebnis? In diesem ersten Teil wird auf die aktuelle Situation eingegangen und anhand eines Zahlenbeispiels die steuerliche Belastung von Mietern und Eigenheimbesitzern aufgezeigt. Zahlenbeispiel Aus steuersystematischer Sicht ist der Eigenmietwert konform aufgebaut. So muss zwar ein fiktives Einkommen auf Wohneigentum besteuert werden, es lassen sich jedoch auch die dem Einkommen gegenüberstehenden Gewinnungskosten abziehen, wodurch das Netto(natural)einkommen der selbstgenutzten Liegenschaft versteuert wird. Ob jedoch mit dieser Besteuerung eine horizontale Steuergerechtigkeit zwischen Mietern und Wohneigentümer erreicht wird, kann – entgegen den Aussagen des Bundesgerichtes (BGE 99 Ia 349) - nicht mit richtig oder falsch beantwortet werden. Man kann sogar soweit gehen und sagen, dass es sich dabei um eine verteilpolitische Frage handelt, was folgendes Zahlenbeispiel aufzeigt: A erzielt ein Einkommen von CHF 100’000 und besitzt ein in eine Liegenschaft investiertes Vermögen von einer Million. A investiert durchschnittlich zwei Prozent pro Jahr in den Unterhalt der Immobilie. B hat ein gleich hohes Erwerbseinkommen, ist Mieter, bezahlt pro Monat CHF 3'000 Miete und hat Wertschriften im Wert von einer Million. Daraus erzielt er eine Rendite von zwei Prozent. A und B sind schuldenfrei. Ohne Besteuerung eines fiktiven Mietzinseinkommens verfügt A (V1) nach Abzug der Wohnkosten und Einkommenssteuern ein verfügbares Einkommen von CHF 50'000. Mit einer Besteuerung eines fiktiven Mietzinseinkommen von CHF 36'000 kann A (V2) noch über gut CHF 45'000 verfügen. Er fährt dadurch schlechter als B, welcher nach Miete und Steuern CHF 48'000 zur Verfügung hat. Die gleiche Reihenfolge der steuerlichen Belastung ergibt sich, wenn A und B nur über CHF 500'000 Vermögen verfügen und A zur Finanzierung des Eigenheims eine Hypothek über CHF 500'000 mit einem Zinssatz von zwei Prozent aufnimmt. Fazit In diesem Berechnungsbeispiel fördert ein fiktives Mieteinkommen im gleichen Umfang wie eine Marktmiete eine Ungleichbehandlung zu Ungunsten von A gegenüber B. Eine Besteuerung eines Eigenmietwertes im Umfang einer Marktmiete ist somit nicht gerechtfertigt. Wird der Eigenmietwert inkl. die Abzugsfähigkeit der Unterhaltskosten komplett abgeschafft, so profitiert A gegenüber B, da er nun nach Steuern mehr verfügbares Einkommen besitzt als B. Wer wie vom jeweiligen System profitiert hängt jedoch stark von der Ertragslage der Vermögenswerte, der Höhe des Eigenmietwertes oder der Höhe des Liegenschaftsunterhaltes ab. Eine Besteuerung eines fiktiven Mietertrages bringt somit nicht grundsätzlich zu einer Gleichbehandlung von Mietern mit Wohneigentümern und führt nicht zu einer Förderung von Wohneigentum nach Art. 108 Abs. 1 BV. In einer Fortsetzung wird anhand von Beispielen aufgezeigt, welche Faktoren zur Besteuerung von Wohneigentum ein Gefühl der ungerechten Behandlung bei Mietern und Eigenheimbesitzern auslösen.
Sind Spenden steuerlich abziehbar? (1/2)
Spendet man an inländische Institutionen mit gemeinnützigen oder öffentlichen Zwecken, so kann dies in der Regel vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden. Schweizerinnen und Schweizer spenden gerne (Symbolbild) Gemeinnützig im steuerrechtlichen Sinn ist die statutengemässe und tatsächliche Betätigung zur Förderung der öffentlichen Wohlfahrt. Diese liegt dann vor, wenn: Die Leistungen ausschliesslich in altruistischer Art und Weise Dritten zu Gute kommen, ohne dass dabei Eigeninteressen, persönliche wirtschaftliche Interessen der juristischen Person oder ihrer Mitglieder verfolgt werden. Bei welchen Spenden im Einzelnen der steuerliche Abzug akzeptiert wird, wird kantonal festgelegt. Im Grundsatz werden bei der direkten Bundessteuer in der Regel dieselben Institutionen anerkannt, wie im zuständigen Kanton. Die meisten Kantone publizieren eine «Zuwendungsliste» oder «Spendenliste», welche Hilfswerke und Umweltorganisationen anerkannt sind. Die Spenden an die grossen und bekannten Hilfswerke und Umweltorganisationen wie z.B. Berghilfe, Ärzte ohne Grenzen, Glückskette, WWF, Caritas, Greenpeace, Amnesty International, Schweizerisches Rotes Kreuz etc. werden in allen Kantonen sowie beim Bund anerkannt. Spendennachweise Steuermindernde Sachverhalte müssen vom Steuerpflichtigen nachgewiesen werden. Es gibt Kantone, welche bis zu einer Summe von einigen Hundert Franken nur eine Aufstellung der getätigten Spenden verlangen. Andere Kantone anerkennen Kopien von abgestempelten Einzahlungsscheinen oder Bankbelastungen. Weitere Kantone lassen Spenden nur dann zum Abzug zu, wenn eine Spendenbescheinigung von der berücksichtigten Organisation vorliegt. Begrenzungen und Limiten beim Spendenbetrag Beim Bund sind gemäss Art. 33a DBG freiwillige Leistungen an «juristische Personen mit Sitz in der Schweiz, die im Hinblick auf ihre öffentlichen oder gemeinnützigen Zwecke von der Steuerpflicht befreit sind [….], wenn diese Leistungen im Steuerjahr 100 Franken erreichen und insgesamt 20 Prozent der um die Aufwendungen [….] verminderten Einkünfte nicht übersteigen» abzugsfähig. Die meisten Kantone kennen eine vergleichbare Regelung, wonach Spenden auf 20 Prozent des Nettoeinkommens beschränkt sind und mindestens CHF 100 betragen müssen. Der Kanton Neuenburg begrenzt bei 5 Prozent des Nettoeinkommens, der Kanton Tessin bei 50 Prozent. Der Kanton Baselland kennt als einziger Kanton keine Obergrenze für Spenden. In einer Fortsetzung erfahren Sie mehr zu folgenden Themen: Spenden an politische Parteien, Parteibeiträge, Zuwendungen an Berufsverbände, Gewerkschaftsbeiträge Spenden an Landeskirchen, Freikirchen und Vorgehen bei einer Vielzahl von Spendenempfängern # # # Weiterführende Literatur: Unter dem Online-Portal der Schweizer Behörden finden Sie weitere Informationen unter dem Stichwort: «Spenden», «Abzug von Spenden» oder direkt bei der zuständigen kantonalen Steuerverwaltung.
Im nachfolgenden Interview erzählt Reto Achermann, Leiter Support und IT bei der Steuerverwaltung Obwalden, von den Vor- und Nachteilen der digitalen Einreichung im Kanton Obwalden per 1. Januar 2018 und den Hürden bei der Umsetzung eines solch grossen Projektes. Herr Achermann, was ist Ihre Rolle im Projekt der digitalen Einreichung der Steuererklärung im Kanton Obwalden? Meine Rolle besteht darin, das Projekt fachlich zu begleiten und die Interessen der Steuerverwaltung in di
In diesem Blogbeitrag erfahren Sie, ob ihre Spende an politische Parteien und Kirchen steuerlich abziehbar ist. Die Abzugsfähigkeit einer Spende soll das Spendenverhallten fördern (Symbolbild) Spenden an politische Parteien, Parteibeiträge, Zuwendungen an Berufsverbände, Gewerkschaftsbeiträge Die Regelung des Bundes findet sich in Art. 33 Abs. 1 lit. i DGB. Abzugsfähig sind "die Mitgliederbeiträge und Zuwendungen bis zum Gesamtbetrag von
Gegenwärtig wird im Parlament wieder einmal über einen Systemwechsel bei der Eigenmietwertbesteuerung diskutiert. Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Nationalrats (WAK-N) hat eine parlamentarische Initiative lanciert und wird mit der einstimmigen Gutheissung durch die Schwesterkommission des Ständerates (WAK-S) eine Vorlage zu diesem Thema ausarbeiten. Wird es bald zu einem Systemwechsel bei der Eigenmietwertbesteuerung kommen? (Symbolbild) Die Besteuerung vo
Spendet man an inländische Institutionen mit gemeinnützigen oder öffentlichen Zwecken, so kann dies in der Regel vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden. Schweizerinnen und Schweizer spenden gerne (Symbolbild) Gemeinnützig im steuerrechtlichen Sinn ist die statutengemässe und tatsächliche Betätigung zur Förderung der öffentlichen Wohlfahrt. Diese liegt dann vor, wenn: Die Leistungen ausschliesslich in altruistischer Art und Weise Dritten zu
Das elektronische Ausfüllen der Steuererklärung mittels Software hat sich in der Schweiz bereits etabliert. Das Einreichen derselben geschieht jedoch bislang weiterhin in Papierform, nicht zuletzt auch deshalb, weil die Steuererklärungsformulare nach Art. 124 Abs. 2 DBG vom Steuerpflichtigen persönlich unterzeichnet werden müssen. Doch was bedeutet „persönlich unterzeichnen“ konkret? Umfasst dies auch eine zertifizierte, elektronische Signatur? In immer
Der Einfluss des Automatischen Informationsaustauschs (AIA) auf die straflose Selbstanzeige ist auf die folgenden zwei (objektiven) Kriterien hin zu untersuchen: Bekanntsein der Hinterziehung bei den Steuerbehörden (vgl. Blogbeitrag "Straflose Selbstanzeige unter dem AIA (2/3)") und der eigene Antrieb. Sowohl die vorbehaltlose Unterstützung des/der Steuerpflichtigen bei der Festlegung der Nachsteuer als auch die Bemühung um deren Bezahlung gem. Art. 175
Straflose Selbstanzeige unter dem AIA (2/3)
Aus dem Zusammentreffen der Selbstanzeige und dem Automatischen Informationsaustausch (AIA) ergibt sich die zentrale Forschungsfrage: Welchen Einfluss hat das Inkrafttreten des automatischen Informationsaustauschs auf die Selbstanzeige? Wird die straflose Selbstanzeige unter dem AIA künftig von den Kantonen restriktiver behandelt? (Symbolbild) In einem ersten Blogbeitrag haben wir die Voraussetzungen der straflosen Selbstanzeige nach dem Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer&nbs
Straflose Selbstanzeige unter dem AIA (1/3)
In der Schweiz hat jede steuerpflichtige Person einmal die Möglichkeit, sich wegen Steuerhinterziehung selbst straffrei anzuzeigen. Gesetzliche Grundlagen Die kumulativ zu erfüllenden Voraussetzungen nach dem Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer sind in Art. 175 Abs. 3 DBG geregelt und lauten wie folgt: Hinterziehung ist keiner Steuerbehörde bekannt, vorbehaltlose Unterstützung durch den/die Steuerpflichtige/n bei der Festsetzung der Nachsteuer und
Start-ups: Steuerliche Chancen und Risiken (3/3)
Der Exit eines Start-ups kann auf verschiedene Weise erfolgen (z.B. durch ein Initial Public Offering "IPO", Verkauf oder Liquidation). Die steuerlichen Themen sind auch in dieser Phase eines Start-ups vielfältig und sollten sorgfältig angeschaut werden. Relevant für erfolgreiche Start-ups: Steuerliche Themen von der Gründungsphase bis in die Exitphase (Symbolbild) Exit: Einschränkungen des steuerfreien Kapitalgewinns Beim Exit steht die Mö
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