Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=EuGH&Datum=11.09.2014&Aktenzeichen=C-291/13
Timestamp: 2020-07-11 17:48:15
Document Index: 26215946

Matched Legal Cases: ['EuG', 'EuG', 'EuG', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 1']

https://dejure.org/2014,24668
EuGH, 11.09.2014 - C-291/13 (https://dejure.org/2014,24668)
EuGH, Entscheidung vom 11.09.2014 - C-291/13 (https://dejure.org/2014,24668)
EuGH, Entscheidung vom 11. September 2014 - C-291/13 (https://dejure.org/2014,24668)
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Vorlage zur Vorabentscheidung - Richtlinie 2000/31/EG - Anwendungsbereich - Verleumdungsklage
Papasavvas / O Fileleftheros Dimosia Etaireia
Art. 2 Ziff. a, 12- 14 Richtlinie 2000/31/EG
Vorabentscheidungsersuchen - Eparchiako Dikastirio Lefkosias (Zypern) - Auslegung der Art. 2, 12, 13 und 14 der Richtlinie 2000/31/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 8. Juni 2000 über bestimmte rechtliche Aspekte der Dienste der Informationsgesellschaft, ...
Denn die Vergütung für einen Dienst, den ein Anbieter im Rahmen seiner wirtschaftlichen Tätigkeit erbringt, wird nicht notwendig von denjenigen bezahlt, denen der Dienst zugutekommt (vgl. in diesem Sinne Urteil vom 11. September 2014, Papasavvas, C-291/13, EU:C:2014:2209, Rn. 28 und 29).
13 - Vgl. in diesem Sinne in Bezug auf den Fall der Bereitstellung von unentgeltlichen Online-Informationen, die jedoch mit den Einkünften aus der auf einer Website verbreiteten Werbung finanziert werden, Urteil Papasavvas (C-291/13, EU:C:2014:2209, Rn. 29 und 30 und die dort angeführte Rechtsprechung).
Wie sich jedoch aus dem Urteil Papasavvas(15) ergibt, wird die von einem Anbieter im Rahmen seiner wirtschaftlichen Tätigkeit erbrachte Dienstleistung nicht notwendigerweise von demjenigen bezahlt, dem sie zugutekommt.
15 Urteil vom 11. September 2014 (C-291/13, EU:C:2014:2209, Rn. 28 und 29).
56 Vgl. im Umkehrschluss Urteil vom 11. September 2014, Papasavvas (C-291/13, EU:C:2014:2209, Rn. 35).
19 Aus den Rn. 26 bis 30 des Urteils vom 11. September 2014, Papasavvas (C-291/13, EU:C:2014:2209), ergibt sich eindeutig, dass der Begriff "Dienste der Informationsgesellschaft" im Sinne von Art. 1 Nr. 2 der Richtlinie 98/34 die Erbringung von Online-Informationsdiensten umfasst, für die der Anbieter nicht von deren Nutzer, sondern durch die Einnahmen z. B. aus der auf einer Website angezeigten Werbung vergütet wird.
24 Urteile vom 23. März 2010, Google France und Google (…C-236/08 bis C-238/08, EU:C:2010:159, Rn. 110), vom 12. Juli 2011, L"Oréal u. a. (…C-324/09, EU:C:2011:474, Rn. 109), sowie vom 11. September 2014, Papasavvas (C-291/13, EU:C:2014:2209, Rn. 28 und 29).
Im vorliegenden Fall kann diese Bestimmung meines Erachtens keine Anwendung finden, weil der im Ausgangsverfahren in Rede stehende Dienst nicht aus einem anderen Mitgliedstaat als dem Königreich Belgien stammt, sondern von einem in diesem Staat niedergelassenen Anbieter erbracht wird (vgl. entsprechend Urteil vom 11. September 2014, Papasavvas, C-291/13, EU:C:2014:2209, Rn. 35).