Source: https://blog.burhoff.de/2017/10/gestern-im-bgbl-oder-gestern-im-bundesrat-teures-handy-teure-rettungsgasse-teure-gesichtsverhuellung/
Timestamp: 2019-06-25 11:47:03
Document Index: 345538077

Matched Legal Cases: ['§ 38', '§ 11', '§ 11', '§38', '§ 11', '§ 38']

Gestern im BGBl., oder: Teures Handy, teure Rettungsgasse, teure Gesichtsverhüllung | Burhoff online Blog
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3 Gedanken zu „Gestern im BGBl., oder: Teures Handy, teure Rettungsgasse, teure Gesichtsverhüllung“
Thomas Hochstein 19. Oktober 2017 um 19:04
Nur ergänzend: Die Rettungsgasse ist kein Fall des § 38 StVO, sondern bezeichnet die Verpflichtung, schon vor dem Herannahen von Einsatzfahrzeugen eine Gasse zu schaffen, und ist in § 11 Abs. 2 StVO geregelt. Das kostet auch im Grundtatbestand “nur” 200 € und erst mit Behinderung dann 240 € plus Fahrverbot. Davon unabhängig ist aber auch die Behinderung von Einsatzfahrzeugen mit Blinklicht und Einsatzhorn jetzt nicht mehr mit 20 €, sondern mit den von Ihnen beschriebenen Bußgeldern an 240 € bedroht.
Es handelt sich also um zwei voneinander unabhängige, aber einander ergänzende Verschärfungen.
Detlef Burhoff 19. Oktober 2017 um 19:10
Stimmt :-). Wenn es schnell gehen soll/muss
Elmar der Anwalt 23. Oktober 2017 um 16:23
*klugscheissmodus an* Die Rettungsgasse ist nach § 11 Abs.2 StVO auch nur auf Autobahnen und Ausserortsstraßen mit mindestens 2 Fahrstreifen für eine Richtung definiert. Ansonsten hat man nach §38 StVO einfach irgendwie Platz zu machen. Die Rettungsgasse nach § 11 Abs.2 StVO ist folglich eine weiterführende Konkretisierung des § 38 StVO *klugscheissmodus aus*
Und nun mal ganz normal: wo diese blöde Gasse gebildet wird ist mir als langjähriger Gelegenheitsfahrer von großen roten Autos mit Blaulicht auf’ m Dach ziemlich schnurz – hauptsache ich passe gut durch! Und wichtig ist auch, dass nicht irgendwelche Schlaumeier meinen, sie können hinter dem ersten Rettungsfahrzeug irgendwie aus der Warteschlange ausscheren und hinterherfahren um schneller vorwärtszukommen. Wenn dann nämlich das nächste Feuerwehrfahrzeug mit 150m Abstand hinterherkommt, trifft sich die Besatzung dann im Idealfall kurzfristig hinter der Windschutzscheibe – und wenn es nicht so gut geht, besucht man den vorwitzigen PKW – Fahrer auch auf seinem Fahrersitz – ohne das eigene Fahrzeug zu verlassen.
Also: Aufgemerkt im Straßenverkehr!