Source: http://www.stbk-berlin.de/ihre-steuerberater/gebuehren/
Timestamp: 2016-07-01 04:16:29
Document Index: 229448818

Matched Legal Cases: ['§ 33', '§ 64', '§ 57', '§ 21', '§ 21', '§ 23', '§ 24', '§ 32', '§ 35', '§ 40', '§ 11', '§ 44', '§ 40']

Gebühren | Steuerberaterkammer Berlin - K.d.ö.R. | Ihre Steuerberater in Berlin
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Für Tätigkeiten im Sinne des § 33 StBerG, also insbesondere das Führen der Buchhaltung, das Erstellen von Bilanzen und Jahresabschlüssen, die Ermittlung der Einkünfte und das Erstellen von Steuererklärungen, sind Steuerberater gemäß § 64 Abs. 1 S. 1 StBerG auch an die Steuerberatergebührenverordnung gebunden. Dies gilt nicht für den Bereich der so genannten vereinbaren Tätigkeiten im Sinne des § 57 Abs. 3 StBerG. Daher richtet sich die Vergütung des Steuerberaters nach den allgemeinen zivilrechtlichen Grundsätzen, wenn der Steuerberater zum Beispiel betriebswirtschaftliche Beratungen erbringt oder als Treuhänder, Liquidator oder Insolvenzverwalter tätig wird.
Die Gebühren für einzelnen Tätigkeiten ergeben sich aus den §§ 21 bis 46 StBVV. Hier gliedert sich die Steuerberatergebührenverordnung wie folgt:
Beratung (§§ 21, 22 StBVV)Anträge (§ 23 StBVV)Steuererklärungen (§§ 24 bis 31 StBVV)Buchführung (§§ 32 bis 34 StBVV)Abschlussarbeiten (§§ 35 bis 39 StBVV)Rechtsbehelfe und -mittel (§§ 40 bis 46 StBVV)
§ 11 StBVV regelt, dass ein Steuerberater, wenn die Steuerberatergebührenverordnung einen Rahmen für die Gebühr vorsieht, diese im Einzelfall unter Berücksichtigung aller Umstände, vor allem des Umfangs und der Schwierigkeit der beruflichen Tätigkeit, der Bedeutung der Angelegenheit sowie der Einkommens-und Vermögensverhältnisse des Auftraggebers, nach billigem Ermessen bestimmt. Auch ein besonderes Haftungsrisiko kann der Steuerberater bei der Bestimmung des Gebührensatzes heranziehen. Daraus folgt, dass der Gebührensatz bei einer Angelegenheit mit einem durchschnittlichen Umfang und Schwierigkeitsgrad in der Mitte des jeweils vorgesehenen Gebührenrahmens anzusiedeln ist. Ein geringerer oder höherer Aufwand bzw. Schwierigkeitsgrad ist dann vom Steuerberater vermindernd bzw. erhöhend bei der Bestimmung des Gebührensatzes zu berücksichtigen.
Für die Vertretung in einem vollstreckungsrechtlichen, gerichtlichen und anderenVerfahren verweisen die §§ 44, 45 StBVV auf das Gesetz über die Vergütungder Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte (RVG). Für ein eventuell durchgeführtesVorverfahren richten sich die Gebühren jedoch nach § 40 StBVV.