Source: https://www.zlb.uni-freiburg.de/info_wpo/pruefungen
Timestamp: 2017-09-26 09:04:43
Document Index: 234013837

Matched Legal Cases: ['§ 26', '§ 26', '§ 24', '§ 25', '§ 5', '§ 8', '§ 9', '§ 11', '§ 21', '§ 21', '§ 22']

Prüfungen — Stabsstelle Lehrer*innenbildung: Beratung und Praxisvernetzung
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Die wichtigsten Regelungen für das Studium der einzelnen Lehramtsfächer enthalten die Studiengang-Informationen, die von der Zentralen Studienberatung der Universität Freiburg herausgegeben wurden und hier abgerufen werden können.
Das Studium und die Abschlussprüfungen werden in der "Verordnung des Kultusministeriums über die Wissenschaftliche Staatsprüfung für das Lehramt an Gymnasien" ('WPO) geregelt.
Lehramtsstudierende, die das Studium für das Lehramt an Gymnasien vor dem Sommersemester 2001 aufgenommen haben, studieren nach der alten WPO (von 1977 mit Änderungen bis Februar 1998). Lehramtsstudierende, die ihr Studium ab Sommersemester 2001 aufgenommen haben, studieren nach der WPO 2001 (von 2001 mit Änderungen bis Juli 2005).
Die Verordnung des Kultusministeriums über die Wissenschaftliche Staatsprüfung für das Lehramt an Gymnasien vom 13. März 2001 findet bei der Prüfung der Bewerber Anwendung, die ihr Studium für das Lehramt an Gymnasien nach dem 31. März 2001 (also ab Sommersemester 2001) aufgenommen haben (§ 26 WPO). Die WPO gilt auch für alle Studiengangswechsler, d.h. für die Studierenden, die ihr Lehramtsstudium nach dem 31.März 2001 begonnen haben (z.B. Wechsel aus einem Magisterstudiengang). Die Regelung über das Schulpraxissemester gilt aber auch für die Bewerber, die das Studium für das Lehramt an Gymnasien nach dem 30.September 2000 (also ab Wintersemester 2000/01) aufgenommen haben.
Die Wahlmöglichkeit der Lehramtsstudenten in höheren Semestern
Für Bewerber, die das Studium für das Lehramt an Gymnasien vor dem 1. April 2001 begonnen haben, gilt noch sechs Jahre nach Inkrafttreten der WPO die alte Fassung von 1977. Diese Studierenden können auf Antrag (bei der Zulassung zur Staatsexamensprüfung) nach den Bestimmungen der WPO geprüft werden (§ 26 Abs.3 WPO), müssen aber die neuen Anforderungen wie Praxissemester, fachdidaktische Lehrveranstaltungen sowie die Pädagogischen Studien und das Ethisch-Philosophische Grundlagenstudium nachweisen (evtl. Fächerkombinationen beachten!).
Wissenschaftliche Prüfung für das Lehramt an Gymnasien (1. Staatsexamen)
Mit dem erfolgreichen Abschluss der Wissenschaftlichen Prüfung für das Lehramt an Gymnasien wird die wissenschaftliche Befähigung in den jeweiligen Fächern für die jeweiligen Stufen des Gymnasiums nachgewiesen (§ 24 WPO).
Die Zulassungs- und Prüfungsanforderungen für die einzelnen Fächer sind in der Anlage A (Prüfungsfächer) der WPO dargestellt. Es muss zusätzlich zu den anderen Studienleistungen in jedem Fach (Ausnahme Sport: dort generell höhere fachdidaktische Anteile) auch eine fachdidaktische Lehrveranstaltung (2 SWS) als Zulassungsvoraussetzung zum Staatsexamen nachgewiesen werden.
Mit dem Bestehen der Prüfung bzw. Erweiterungsprüfung in einem Hauptfach wird die wissenschaftliche Befähigung für den Unterricht in diesem Fach auf allen Stufen des Gymnasiums erworben. Mit dem Bestehen der Erweiterungsprüfung in einem Beifach hat der Bewerber die Befähigung für den Unterricht in diesem Fach auf der Unter- und Mittelstufe der Gymnasien erworben (§ 25 Abs. 8 WPO). Die Durchführung der Prüfung obliegt dem Landeslehrerprüfungsamt und nicht der Universität, daher der Begriff "Staatsexamen". Die Prüfung umfasst die Wissenschaftliche Arbeit, die mündliche Prüfung und gegebenenfalls die schriftliche Prüfung gemäß Anlage A sowie im Fach Sport die praktischmethodische Prüfung gemäß Anlage D (§ 5 WPO). Als Prüfungsleistungen gelten auch die studienbegleitenden Leistungsnachweise in den Pädagogischen Studien gemäß Anlage B und im Ethisch-Philosophischen Grundlagenstudium gemäß Anlage C.
Die Prüfung wird zweimal jährlich abgenommen. Zur Prüfung kann zugelassen werden, wer die akademische Zwischenprüfungen in den Hauptfächern bestanden hat, das Schulpraxissemester absolviert hat, die in der Anlage A der WPO genannten Scheine sowie die in der Anlage B und C genannten Nachweise über die Pädagogischen Studien und das Ethisch-Philosophischen Grundlagenstudium nachweisen kann ( § 8 WPO). Besitzt der Bewerber z.B. wegen des laufenden Semesters noch nicht alle Scheine, können diese teilweise bis zu bestimmten Terminen nachgereicht werden.
Die Meldung zur Prüfung ist an das Landeslehrerprüfungsamt - Außenstelle beim Regierungspräsidium Freiburg, Eisenbahnstr. 68, 79098 Freiburg, zu richten. Hier erhalten Sie auch Informationen zu allen die Wissenschaftliche Prüfung betreffenden Fragen.
Die Meldung zur Prüfung ist für die zwei Hauptfächer und gegebenenfalls das Erweiterungsfach gemeinsam vorzunehmen. (§ 9 WPO) Die Prüfung der zwei ersten Hauptfächer kann an einem Termin (verschiedene Tage) oder an zwei Terminen (z.B. Frühjahr/Herbst) abgelegt werden.
Splitting: Aufteilung der Prüfung auf zwei Termine
Bis zum Ende des 10. Semesters kann die Wissenschaftliche Prüfung nach Fächern sowie schriftlichen und mündlichen Prüfungsleistungen in aufeinander folgende Termine aufgeteilt werde (§ 11 Abs.1 WPO). Nach dem Ende des 10. Studiensemesters wird die Wissenschaftliche Prüfung in allen Prüfungsteilen in einem Termin (also z.B. alle Prüfungen zum Termin Herbst 2008) abgelegt. Um ausreichend Zeit für die Prüfungsvorbereitung in beiden Fächern zu haben, wird dringend angeraten, das Studium so zu organisieren, dass die Prüfung auf zwei Termine (also z.B. Fach 1 im Frühjahr 2008 und Fach 2 im Herbst 2008) aufgeteilt werden kann (=Splitting).
Wer die Prüfung an zwei Terminen ablegen will, muss sich spätestens im 10. Semester zur Prüfung anmelden. Die Prüfung im ersten Hauptfach findet dann spätestens im/nach dem 10. Semester (schriftlich/mündlich) und im zweiten Hauptfach spätestens im/nach dem 11. Semester (schriftlich/mündlich) statt.
Dabei bleiben bei der Berechnung der Semesterzahl unberücksichtigt:
Urlaubssemester wegen längerer schwerer Krankheit oder einem anderem wichtigem Grund
Nachholen von Latinum bzw. Graecum, jeweils 2 Semester
Studienaufenthalte im fremdsprachigen Ausland bis zu zwei Semestern, bei modernen Fremdsprachen zwei Semester je Fremdsprache
Fremdsprachenassistent/Schulassistent im Ausland bis zu zwei Semester
Gewähltes Mitglied in Hochschulgremien bis zu zwei Semester
Insgesamt können, bescheinigt durch die Universität, nicht mehr als 4 Semester unberücksichtigt bleiben. (Zusatzbedingungen und weitere Details finden Sie unter § 21 Staatsexamensordnung). Die Regelung für die unberücksichtigten Semester gilt auch für den Freiversuch.
Einmalig kann in einem Fach der Freiversuch in Anspruch genommen werden. Wird die Prüfung nach ununterbrochenem Studium in einem der Hauptfächer nicht bestanden, so gilt die Prüfung in diesem Hauptfach als nicht unternommen (Freiversuch) , wenn die schriftliche Prüfung im ersten Hauptfach spätestens im 9.Semester absolviert wird und die Prüfung im zweiten Hauptfach spätestens im 10. Semester begonnen wurde (§ 21 WPO). Wer die Prüfung in Baden-Württemberg unter den Bedingungen des Freiversuchs bei erstmaliger Teilnahme bestanden hat, kann die Prüfung in einem seiner Fächer zur Verbesserung der Note einmal wiederholen (§ 22 WPO).
Orientierungs- und Zwischenprüfungsordnungen für die Geisteswissenschaften (GEKO)
Prüfungsordnungen/ Termine
uni'leben: Regeln für Prüfungsrücktritt und Beurlaubigung [PDF-Datei, Okt. 2010]