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Timestamp: 2019-05-27 02:14:15
Document Index: 113207067

Matched Legal Cases: ['§34', '§34', '§34', '§34', '§ 34', '§ 34']

Türsteher mit §34a? - Oder doch nur Schlägertypen? - Club - WACHSCHUTZFORUM - Forum für Security und Wachschutz
Das Fernsehen veröffentlichte folgenden Beitrag:
Schlecht geschulter Sicherheitsdienst - YouTube
Hat hier Münchhausen seine Hand im Spiel?
Sind dies Ausnahmen oder habt Ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?
11. Mai 2014, 04:33
11. Mai 2014, 09:47
Also ich habe in Berlin nicht diese Erfahrung bei der Einstellung, wie in dem Video beschrieben, sammeln können, weil alle Firmen bei den ich mich beworben habe, den Abschluss des §34a nach GEWO forderten. Teilweise wollten sie sogar nur den IHK Abschluss zur Wach- und Sicherheitsfachkraft und ich hatte keine Chance bei einigen Firmen mit IHK geprüftem §34a.
Allerdings verlangen Diskotheken nicht unbedingt den Abschluss mit Sachkundeprüfung als Bewerbungsvorraussetzung, da reicht auch nur die Unterrichtung.
Im Wach- und Sicherheitsdienst von öffentlichen Objekten ist es jedoch zwingend erforderlich!
Die Sachkundeprüfung war bei mir auch nicht so locker, wie in dem Video dargestellt. Meine Prüfer in der Mündlichen versuchten mich aufs Glatteis zu führen und stellten mir teilweise hinterlistige Fragen und Fragen kreuz und quer zu fast allen Sachgebieten. Letztendlich zusammen mit der schriftlichen Prüfung erreichte ich in der Bewertung 85% und landete auf dem 3. Platz in der Gesamtwertung.
Die Durchfallquote empfand ich als hoch, sie lag bei 57% und die Fragen waren alles Andere als einfach.
Anfang 1999 habe ich Typen bei der hiesigen IHK kennengelernt, die die Unterrichtung machen wollten u. nach eigener Aussage später auch als Türsteher tätig sein.
Gekommen sind die als erstes schon mal ohne Schreibutensilien, nicht mal 'nen Kuli dabei (!)...
Alle so um die 18 bis 20 Jahre, schwarze gegelte Haare, Muscle-Shirt u. goldene Kette.
Wenn der Kursleiter zu Beginn seine Schäfchen fragte, was sie sich denn so in der Branche vorstellen, was da in ihrem zukünftigen Einsatzbereich los sein wird, dann kamen von der "Türsteherfraktion" tatsächlich dröge Kommentare wie: "Zoff, Wegklatschen, Umnieten... harharhar!".
Ginge es einigermaßen normal zu, hätten diese Rummelboxer zu dem Zeitpunkt schon entfernt werden müssen. Die dürften nie eine Chance bekommen, im privaten Sicherheitsdienst zu arbeiten.
Aber nun ist ja mal für sie bezahlt worden........
Gegen Bezahlung u. aufgrund ihrer geplanten Position Leute zusammenschlagen, das geht in diesen kranken Hirnen herum!
Jeder weiß es, keiner macht was.
Einen IHK Abschluss zur Wach- und Sicherheitsfachkraft gibt es nicht.... wenn eventuell die IHK geprüfte Schutz und Sicherheitskraft....
Sachkundeprüfung kann man nicht grundsätzlich als leicht bezeichnen, die Durchfallquote von über 60% bei uns spricht Bände. Ohne Vorbereitung ist da fast nix zu machen.
​Mal ehrlich, was haben sich die Initiatoren der 34a gedacht?! Wir führen einen lustigen Multiple Choice Test ein, verlangen ein bisschen Geld dafür und die schwarzen Schafe sind raus aus dem Gewerbe? Pustekuchen!
Im Bezug auf die Sachkunde? Funktioniert es grundsätzlich.... Spreu und Weizen werden voneinander getrennt.... nur hat der Weizen sehr unterschiedliche Qualität. Bitte nicht vergessen was es vorher gab.... und wie viel Wissensüberprüfung dort stattgefunden hat....
Naklar, wenn DIE durch die SKP gefallen sind, machen sie einfach die Unterrichtung und stehen dann gestriegelt an der Tür von Diskotheken und privaten Clubs.
Wenn Du dann dort an der Tür klopfst, bekommst Du Sprüche wie ... "WasguckstDu? - "Duuukommsthiernichrein!" oder "Hauab!" und wenn Du Dich dann verbal wehrst ... "IchmachDichKrankenhaus!"
Nagut ... dann eben "Schlaf in Sicherheit" Schutzkraft - Danke für die Verbesserung - Du weißt aber was ich meine.
Weil hier immer auf den Türstehern rumgeritten wird....
Zum einen gibt es auch dort sehr kompetentes Sicherheitspersonal, das ihren Job wirklich super beherrscht (ist auch logisch, dass manche etwas "rauer" sind, denkt man an bestimmte Diskobesuchergruppen...), zum anderen benötigt der "klassische Türsteher" der von einer Diskothek direkt angestellt ist (und somit nicht über eine externe Sicherheitsfirma) GAR NICHTS, also KEINE SACHKUNDE und KEINE UNTERRICHTUNG!
Dass es wirklich einige dieser Hobbyschläger gibt, steht außer Frage. Allerdings sollte man auch sehen, dass da teilweise wirklich Publikum in Diskotheken reinmöchte, bei denen sich vermutlich 80% der sonstigen Sicherheitsdienstmitarbeiter aus anderen Bereichen in die Hosen scheißen würden - also nur weil einer bisschen größer und breiter ist oder sich seiner Kampfsportfähigkeiten bewusst ist und zugleich "ein richtiger Mann" ist und ein (liegt im Sinne des Betrachters) gutes Gesamtbild abgibt, heißt das noch lange nicht, dass hier der Hobbyrambo ohne jeglichen Rechts- oder Psychologiekenntnisse an der Türe steht
Wollte ich nur nochmal erwähnt haben....
nun mal nicht zu Helden stilisieren..... alles Schlaffis außer Papis....
Ja es gibt sie... die Hirnamputierten Schläger vor der Disco... aber verglichen zu früher sind es weit weit weniger....
13. Mai 2014, 07:15
Dieses Video spiegelt in meinen Augen nur die halbe Wahrheit wieder.
Zum einen ist es auf nur auf eine Diskothek in einer Stadt beschränkt und zum anderen wird im Beitrag nichts darüber ausgesagt was denn der eigentliche Grund für das Einschreiten der Türsteher war.
Und der Musikpark ist jetzt nicht die Diskothek die vom gemeinen Bildungsbürgertum besucht wird.
Bevor auf mich eingeprügelt wird: Das ist natürlich noch lange kein Grund die Leute so zu zurichten. Ich distanziere mich davon.
Genau so gut kann man einen Bericht über die BEPO schreiben. Da gibt es genauso Beamte welche die Uniform als Grund zur Gewaltbereitschaft in der Masse nehmen und wahllos auf Leute einprügeln.
Das sind in meinen Augen aber Ausnahmen. Ausnahmen, die es zwar immer wieder geben wird, aber es sind weitaus weniger wie früher. Da gebe ich Fump absolut recht.
Und das liegt wiederum an der SKP. Soooo einfach ist die nicht mehr.
Letztendlich ist der Job eines Türstehers nicht einfach.
Jeder hackt auf einem rum, jeder lädt seine Sorgen bei ihm ab, andere versuchen sich "sportlich" mit ihm zu messen, andere nerven einfach nur mit ihrer Anwesenheit ...
Es ist immer eine Gratwanderung zwischen den Anforderungen des Auftraggebers, den Wünschen des Publikums und der Sicherheit.
Und solange der Preis vom Auftraggeber immer weiter gedrückt wird oder weniger Personal bestellt wird um Kosten zu sparen wird einiges auf der Strecke bleiben.
Es ist wie mit allem, auch gestern von Hr. Wallraff dargestellt.
Die Branche hat, ich behaupte, zu 70 % gutes bis sehr gutes Personal.
Ob das nun an der Tür ist, was mittlerweile ein Hoch-Risiko Arbeitsplatz ist,
oder ob es im Objekt- bzw. Werkschutz ist, es gibt sehr gute und natürlich auch sehr schlechte.
Ein Bekannter von mir hat mal gesagt, "Man bekommt das, was man bezahlt!", möchte ich dem zustimmten?
Ich denke, da ist etwas dran.
Wenn man die Branche anschaut, schaut, was für Preise aktuell für Sicherheits-Dienstleistungen angeboten werden
und was für Sicherheitspersonal daraus hervorgeht, ist es nahezu logisch, dass man Sicherheitsmitarbeiter hat,
die unmotiviert, unter ständigem Arbeitsdruck, mit viel Frustration und Angespanntheit an ihren Arbeitstag gehen
und sich mit eben solchen Gästen, die eben auch das gleiche Problem haben, aufeinander treffen.
Habt Ihr solche Voraussetzungen oder könnt ihr mit Glück sagen, in einer besseren Anstellung zu arbeiten?
14. Mai 2014, 00:01
Tja, ... da sind wir wieder bei der vollen Ausbeutung der Arbeitskraft.
Wenn man einen Job ausüben soll, der normaler Weise deutlich höher dotiert wird und den man zum Dumpingpreis ausführen soll.
Ein Bürgeramt erteilt ein Auftrag an ein Wachschutzunternehmen, indem zwei Sicherheitsleute mit §34a Gewo den
Eingangsbereich und das Erdgeschoß des Amtes sichern sollen. Die Arbeitszeit beträgt 9 Stunden täglich.
Es sollen gewalttätige Personen abgewehrt und der Zutritt für Personen mit erteiltem Hausverbot verwehrt werden.
Nun hat das Amt neben den Sprechzeiten auch Zeiten, wo kein Publikumsverkehr stattfindet. Also kamen die kleinen Wachleute
auf die Idee sich auf die leeren Stühle außerhalb der Sprechzeiten zu setzen.
Der Amtsleiter kam vorbei und sah seine angeforderten Sicherheitsleute sitzen statt stehen. Er erregte sich darüber enorm,
da er selbst ja die Wachleute bestellt hat und beschwerte sich beim Geschäftsführer des Wachschutzunternehmens.
Nach dieser Beschwerde kam noch hinzu, dass er einen von diesen beiden Wachleuten direkt vor seinem Büro stehen sehen möchte.
Sein Büro liegt allerdings in der 3. Etage des Amtes.
Daraus folgt, nun steht nur einer von beiden Wachleuten im Eingangsbereich.
Info: Ein Türsteher verdient deutlich mehr Geld, wie ein einfacher Sicherheitsmitarbeiter und ein persönlicher Leibwächter?
Den Frust, den diese beiden Sicherheitsmitarbeiter nun haben, könnt Ihr Euch vorstellen?
Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Draggi“ ( 17. Mai 2014, 18:00 )
18. Juni 2014, 16:52
Subjektiv und aus eigener Erfahrung heraus würde ich sagen, dass der Großteil der Türen von hauseigenen Türstehern gemacht wird. Alleine schon aus dem Grund, das eben keine BewachV für diese Personen gilt. Somit muss keine teure Haftpflicht abgeschlossen werden, die Mitarbeiter müssen keine Dienstkleidung tragen und besitzen auch entsprechende formale Qualifikationen (z.B. 34a Sachkundenachweis) nur selten. Dementsprechend sind diese Mitarbeiter auch billiger als ein gewerbliches Sicherheitsunternehmen.
Viele Diskotheken (nicht pauschal!) erhalten den Ruf aber dadurch auch selbst aufrecht. Sie wollen halt große, breite, vollgepumpte Türsteher haben, die bedrohlich aussehen um "abzuschrecken" und Schaden abzuwenden. Diese gibt es bei seriösen Sicherheitsunternehmen nicht in der Zahl. Da holt man sich halt noch paar Kumpels ausm Fitnessstudio vom langjährigen Türsteher und gut ist.
Dass diese Leute dann aber natürlich keine Schulung und Erfahrung im seriösen Umgang mit Menschen auf Veranstaltungen haben ist auch klar.
19. Juni 2014, 08:34
Ich würde an dieser Stelle gern nochmal einhaken:
Dementsprechend sind diese Mitarbeiter auch billiger als ein gewerbliches Sicherheitsunternehmen
Das verstehe ich jetzt nicht ganz. Engagiert man sich nicht eigentlich einen privaten Sicherheitsdienst, einen Dienstleister, unter anderem aus dem Grund der Kostenersparnis?
Den Dienstleister muss ich nicht sozialversichern. Fällt der Mitarbeiter aus (Krankheit/Urlaub), schickt der Dienstleister mir Ersatz.
Der ganze Aufwand "Personal und Planung" mit all seinen Kosten wird somit auf den Dienstleister übertragen.
Letztendlich brauchen Hausangestellte auch keine Sachkundeprüfung. Sie haben ja schon das Hausrecht und das reicht im Allgemeinen aus.
Inwieweit man als Betreiber dann seine eigenen Jungs schult muss man mit sich selbst und seinem Gewissen vereinbaren. Im Interesse von Kundenzufriedenheit und konstanten Einnahmen sollten man da allerdings nicht unbedingt sparen.
Also für Veranstaltungsschutz bekommt man in NRW derzeit 9,18 €. Dazu kommen - inklusive aller Abgaben, Versicherungen, und anderer Ausgaben die im Preis enthalten sind - nochmal ca. 9 € (siehe Kalkulationstabelle BDSW). Damit sind wir bei ca. 18 € pro Stunde die der Diskothenebetreiber pro Stunde pro Sicherheitsmitarbeiter zahlen müsste.
3 Mitarbeiter a 7 Stunden (23-6 Uhr) a 18 € = 378 € pro Abend
Bei einer Anstellung der Türsteher als hauseigene Mitarbeiter gibt es aber eben gewisse Ausgaben, die ein Sicherheitsunternehmen kalkulieren muss nicht. Wie z.B. Zuschläge oder Weiterbildungskosten. Daher kann man hier (bei Teilzeit oder Vollzeit) von ca. 150 % zum Preis ausgehen.
Das wären dann ca. 13,77 € pro Stunde an Kosten für den Betreiber. Allerdings bekommen nicht alle hauseigenen Türsteher auch die 9,18 €. Es gibt sowohl einige die weniger bekommen, ich hörte aber auch von welchen, die mehr bekommen. Daher kann ich dort keine Tendenz aufzeigen. Orientieren wir uns aber mal an 9,18 € Lohn die Stunde.
3 Mitarbeiter a 7 Stunden (23-6 Uhr) a 13,77 € = 289 € pro Abend
Und jetzt kommen noch die, die ihren Türsteher das Geld, nach Feierabend, bar auf die Hand zahlen.
3 Mitarbeiter a 7 Stunden (23-6 Uhr) a 9,18 € (Beispiel) = 192,78 € pro Abend
Ich denke die Differenzen in den Kosten sind hier klar. Und solange es diese gibt, wird es schwer für gewerbliche Sicherheitsunternehmen.
Ja da hast du recht. Meiner Erfahrung nach - und auch hier möchte ich nicht pauschalisieren - haben viele hauseigene Türsteher noch nichtmal die Sachkundeprüfung, geschweige denn andere sinnvolle Fortbildungsmaßnahmen besucht. Was grundsätzlich rechtlich ja überhaupt kein Problem darstellt - aber in der Umsetzung dann halt immer wieder schief läuft. Ich hoffe auch, dass so etwas vielleicht irgendwann mal rechtlich reglementiert wird.
21. Juni 2014, 09:35
Könnte es möglicherweise so sein, dass sich der – nennen wir ihn mal im Folgenden – „Türsteher“ auf eine körperliche Auseinandersetzung, bei seinem Einsatz einstellt?
Wenn ja, dann müsste man hinterfragen, ob der Türsteher in der Lage ist, die Gewalt, die er als Störung in seinem Aufgabenfeld empfindet auch kanalisieren kann? In der Sachkundeprüfung oder auch beim Unterrichtungsverfahren werden die Voraussetzungen sehr Abstrakt dargestellt und man geht davon aus, dass die erforderliche Zuverlässigkeit unter bestimmen Regeln nicht vorliegen kann.
Der Gesetzgeber hat mit dem § 34a GewO nahezu alle Faktoren berücksichtigt, um die Durchführung von Tätigkeiten erlauben zu können. Auch alle anderen Gesetze, Lerninhalte, Verordnungen usw. versuchen auszuschließen, dass die Ausübung von Gewalt nicht so erfolgen wird, wie es im Film gezeigt wurde. Da muss man eigentlich nur die „Notwehr“ und ihre „Definition“ kennen und leben; damit ist alles gesagt! Denn wer das geringste, geeignetste Mittel anwendet, um etwas von sich oder einem anderen abwehren zu können, wird immer gut dastehen.
Etwas? Ja, es muss nicht immer die „Verteidigung sein, die erforderlich ist, um einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff von sich oder einem anderen abzuwenden“. Wichtig ist immer das geringste und geeignetste Mittel zu nutzen!
Erkennbar werden in Schulungen oder Prüfungen solche Inhalte berücksichtigt und aus meiner Sicht bedarf es dort auch keiner direkten Anpassung. Im Hinblick auf das Bewachungsgewerbe müsste sicherlich hinterfragt werden, ob für „Bewachungen im Einlassbereich von gastgewerblichen Diskotheken“ die Konfliktanfälligkeit (oder das Gefährdungspotenzial) so hoch ist, dass nur eine weitere spezifische und praxisorientierte Ausbildung, die vielfältigen Aufgaben berücksichtigen kann?
Mit dieser Fragestellung müssen dann aber folglich auch, die Tätigkeitsvoraussetzungen hinterfragt werden. Es kann nicht sein, dass Personal das nicht zum Bewachungsgewerbe zählt, die Ausbildung unterlaufen kann, weil diese Personen beim gastgewerblichen Diskothekenbetreiber angestellt sind und somit nicht, den Regelungen für das Bewachungsgewerbe unterliegen.
Insgesamt muss in aller Deutlichkeit gesagt werden: „Nicht alle Türsteher sind so, wie im Eingangsthread dargestellt und auch nicht alle Mitglieder von Großverbänden der Länderpolizei (Bereitschaftspolizei =Bepo) oder Soldaten im Einsatzland lassen erkennen, dass eine erhöhte Bevorratung von Gewaltbereitschaft immer bestehen würde! Allerdings ist nur logisch das Menschen grundsätzlich ein anderes Verhalten erkennen lassen, wenn diese Menschen, einer Gefährdung ausgesetzt sind.
Einige fordern die Gefährdung (oder Gewaltbereitschaft) mit krankhaften und abnormen Vorgängen im Körper geradezu ein, andere Menschen sind betroffen, weil eine ökonomische Unterprivilegierung, Arbeitslosigkeit, Wissens- und Erziehungsdefizite als Ursache abgeleitet werden können und wiederum andere Menschen, sind von Emotionen wie Angst und Verwirrtheit gesteuert.
In der Praxis sind sicherlich noch die verschiedensten Disziplinen der Gewalt mit ihren Erscheinungsformen, mit Zugangsweisen, Fragestellungen und Untersuchungsansätzen zu berücksichtigen.
Für mich persönlich ist es wieder die Gesellschaft selber, die sich anpassen muss; hier entsteht die einzelne Logik der Gewalt und ich kann bis heute nicht erkennen, welche Strategie man anwenden will, um den verschiedenen Logiken der Gewalt entgegenzuwirken!
22. Juni 2014, 03:23
Wer Sicherheitsdienstleister ist und in öffentlichen Bereichen eingesetzt ist, muss immer und überall gewaltbereit sein.
Das klingt beim ersten Lesen viel drastischer als es ist. Denn neben der Gewaltbereitschaft braucht der Sicherheitsdienstleister auch Kompromissbereitschaft und vor allem Gesprächsbereitschaft.
Gewaltbereit bedeutet doch im Wortsinne nur, dass man bereit ist, Gewalt anzuwenden. Und das müssen wir sein, denn sonst kommen wir nicht heil nach Hause. Gerade an Türen wird das immer wieder deutlich. Wenn es hier physisch zur Sache geht, hilft Reden nichts, da muss man bereit sein, körperlich aktiv zu werden. Wer dazu nicht bereit ist, hat an der Tür nix verloren. Er gefährdet damit sich selbst, den Auftraggeber, die Kollegen und die Gäste.
Insofern bitte ich hier um eine Differenzierung. Die einen sind gewaltbereit und die anderen Gewalt suchend. Letztere haben an den Türen allerdings nichts zu suchen.
Warum Diskothekenbetreiber die breitesten Schränke suchen ist doch auch klar: Wenn ich da SMA Siggi hin stelle, 1,60m klein, 50cm breit mit piepsiger Stimme, dann wird die Jugend versuchen, an dem vorbei zu kommen. Da kann Siggi der dunkelschwärzesten Gürtel in allen Kampfsportarten haben, das ist absolut egal. Die Versuche werden erfolgen. Das wiederum birgt enorme Gefahren für alle Beteiligten.
Steht da an der Tür aber Hulk Hogan, 2m hoch, 2m breit, dann überlegt sich das entsprechende Klientel zwei mal, ob sie den nun angreifen oder lieber die Finger still halten. Der erste Eindruck erfolgt nunmal über die Augen und da ist Abschreckung schon ganz gut.
Leute mir drängt sich eine Frage auf, kannte in der Vergangenheit auch einige Türsteher da ich nachts in einern anderen Position in Clubs arbeitete aber auch deswegen weil ich kürzlich ein Jobangebot als Doorman bekam:
Müssen Türstehen (Doormans aber auch Empfangsmitarbeiter in anderne Objekten) die Sachkundeprüfung machen und auch bestehen ? Reicht die Unterrichtung ? Oder muss man gar nichts von dem besitzen ?
Derjenige der mir das Angebot gemacht hat, verlangt nichts.
Sogar die Yeanshalle in Stuttgart (ok, ist ein Kaufhaus kein Club) sucht Doormans die nicht den 34a Schein bzw. die Unterrichtung haben müssen
Wenn es sich nicht in letzter Zeit geändert hat, brauchst du weder die Unterrichtung noch die Sachkundeprüfung.
Arbeitest du für eine externe Sicherheitsfirma (und bewachst "fremdes Eigentum oder Personen), benötigst du eine Sachkundeprüfung gem. § 34a GewO.
Bist du allerdings von der Diskothek bzw. dessen Betreiber intern, also direkt angestellt, brauchst du gar nichts (du bewachst damit nichts "fremdes").