Source: https://graenze.de/index.php?option=com_content&view=article&id=4%3Aaus-der-chronik-von-zerna-dem-nachbarort-von-graenze&catid=36%3Ageschichte&showall=1
Timestamp: 2020-03-30 18:55:32
Document Index: 74184445

Matched Legal Cases: ['§ 13', '§ 17', '§ 9', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 7']

Aus der Chronik von Zerna, dem Nachbarort von Gränze
Rund um Gränze
Geschrieben von: Melbar
Zerna, den 24. Juni 1882
Nachdem, daß alte Gemeindebuch vollgeschrieben, so ist ein Neues Gemeindebuch auf Anordnung des Gemeinderates angeschafft worden, was hiermit bemerkt worden vorgelesen, genehmigt und unterschrieben
Peter Bensch Gemeindevorstand, Michael Buck Gemeindeältester, Michael Kilank Ausschußpersonen, Michael Bensch Ausschußpersonen, Nikolaus Bisold Ausschußpersonen
Zerna, am 25. Juni 1882
Bereits die Leichenwäscherin Magdalena Buck zur Anzeige gebracht hat , daß sie krankheitshalber das Leichenwaschen, nicht mehr ohne eine Stellvertreterin verrichten kann. So ist der Gemeinderat zu einem Beschluß berufen worden. Beim vortragen dieser Angelegenheit einer Stellvertreterin, beschließt der Gemeinderat, daß die Ehefrau Maria Wenk, des Häuslers Peter Wenk vorgerufen wurde, und der Wenken bekannt gemacht wurde, daß sie das Amte einer Stellvertreterin der Leichenfrau übernehmen wolle. Maria Wenk erklärt sich bereitwillig und wurde die Wenk von Gemeinderat einstimmig erwählt wurde.
Zerna, Juli 1882
Die Dismenbrationssache des Müllers Lippitsch und Sauer ist mir eingegangen. Es wird daher der Gemeinderat zu einer Sitzung in der Angelegenheit, der Dismenbrations eingeladen. Es fanden sich die unterzeichneten Gemeinderats Mitglieder ein.
Dem Gemeinderat ist, die eingegangene Schrift des Müllers Lippitsch und Sauer zur Einsichtnahme vorgelegt worden, nach längerer Beratung wurde beschlossen, daß die eingegangene Schrift nicht erforderliche Erklärung enthalte, welches das Gesetz und Verordnungsblatt vom Jahre 1843 enthielt, so wie die Ministerialverordnung vom 26. Febr. 1853 enthalten.
Peter Bensch Gemeindevorstand, Michael Buck Gemeindeältester, Nikolaus Bisold Ausschußpersonen, Michael Kilank Ausschußpersonen, Michael Bensch Ausschußpersonen
Zerna im August 1882
Bereits von der Königlichen Amtshauptmannschaft die Ehefrau des Häuslers Peter Wenk, Maria verehelichte Wenk in Zerna, für den Ort Zerna als Leichenfrau von der Königlichen Amtshauptmannschaft in Pflicht genommen worden ist, von der Gemeinde bekanntgemacht worden ist und der Wenken für jede Leiche unter 10 Jahren 1 Mark und bis 20 Jahren 2 Mark und dann 3 Mark für jedes weiteren Alters.
Die Wenken durch Ihre Unterschrift mit drei Kreuzen +++ Maria Wenk
Zerna, den 1. Sept. 1882
Am 1. September d. J. ist das Protokoll wegen alle Gemeindeklassen und Leistungen von den Müllenbesitzer Michael Lippitsch und den Häusler Peter Sauer eingereicht worden, welches dem Gemeinderate vorgelesen worden ist. Der Gemeinderat hat es mit der aufgeführten Bedingung bis auf weiteres angenommen.
Zerna, den 6. Nov. 1882
In der heutigen Sitzung ,des Gemeinderates, ist zur Einschätzungskommission einstimmig erwählt, der Gemeindeälteste Michael Buck und dessen Stellvertreter Peter Bensch Gemeindevorstand.
Zerna, 28. Dezember 1882
In der heutigen Gemeindeversammlung wurde als Vertreter der III. Klasse Nikolaus Bisold mit 8 Stunden und Georg Hermann mit 4 Stunden zu dessen Stellvertreter, sowie als Vertreter der IV. Klasse Nikolaus Bensch mit 11 Stunden und Michael Bensch mit 2 Stunden zu dessen Stellvertreter gewählt.
Zerna, den 9. Febr. 1883
Das von der Königl. Amtshauptmannschaft zugesendeten Formular, rsg. Schema zur Erhebung der Gemeindeanlagen, ist dem Gemeinderat vorgelegt worden. Nach längerem Beratschluß, ist einstimmig beschlossen worden, daß die Anlagen bloß nach dem Steuereinheiten zu erheben sind, die nach Kopfzahl wegzulassen ist.
Peter Bensch Gemeindevorstand, Michael Buck Gemeindeältester, Nicolaus Bensch Ausschußpersonen, Nikolaus Bisold Ausschußpersonen, Michael Kilank Ausschußpersonen, Michael Bensch Ausschußpersonen
Zerna, den 28. Febr. 1883
Den Gemeinderate wurden die Gemeinde- sowie die Armenrechnungen vom Jahre 1882 welche länger als vier Wochen ausgelegen haben, es sind beide Rechnungen vollkommen und richtig befunden worden es entsagen sich die Unterzeichnete Ansprüche auf beide auf- gelöste Rechnungen zu machen.
Zerna, den 19. Mai 1883
Nachdem von der königlichen Amtshauptmannschaft Kamenz, auf Antrag des Gemeindevorstandes Sallovski in Räkelwitz, den beteiligten Grundstücksbesitzern Peter Bensch, George Schömel, Jakob Hesche und Michael Rentschke, welche Grundstücken in Räckelwitzer Flur haben, von der königl. Amtshauptmannschaft ein Bescheid durch die Post zugesendet worden ist . Daß die Beteiligten zu allen Lasten, nach Räckelwitz als kirchl. Schul und Gemeinde Anlagen unverweigerlich nach Räckelwitz zu zahlen haben. Die Beteiligten Grundstückbesitzer sind von Gemeinderat durch einstimmigen Beschluß angewiesen worden Widerspruch zu erheben. In der Gemeinde Zerna, die auf den Grundstücken haftende Einheiten in der Räckelwitzer Flur stets in die Gemeindekasse Zerna zu allen Lasten Kirchl. Schul und Gemeinde Lasten zugezogen worden sind.
Michael Buck Gemeindeältester, Nicolaus Bensch Ausschußpersonen, Nikolaus Bisold Ausschußpersonen, Michael Kilank Ausschußpersonen, Michael Bensch Ausschußpersonen
Zerna, den 29.11.1883
Bei der heutigen vorgehabten Wahl einen Schulvorstand, wurde gewählt Michael Buck Schulvorstand
Es wurde Michael Bensch Einnehmer gewählt, und zwar zur Abführung der Grundsteuer Rente Brandkasse und Einkommensteuer
Geschehen, Zerna am 29. November 1883
Zerna, den 31.Januar 1884
Heute übergibt in den Lokale des Gemeinderats Bensch den Ortssteuereinnehmer Nikolaus Sauer an den neu gewählten Einnehmer Michael Bensch die Heberegister
als Grundsteuer b. Landesrente und die Instruktion so wie die Quittungsbücher a. Rente
Grundsteuer und Einkommensteuer.
Sämtliche Bücher wurden übernommen
Nikolaus Sauer, Michael Bensch Volkseinnehmer, Peter Bensch Gemeindevorstand
Zerna, den 4. Jan.1884
Den Gemeinderat wurden, die Gemeinde so wie die Armen Rechnungen die Jahre 1883, welche vier Wochen ausgelegen haben, vorgelegt. Es sind beide Rechnungen vollkommen und richtig befunden worden. Es entsagen sich die Unterzeichnete alle Ansprüche auf beide aufgelöste Rechnungen zu machen.
Zerna, den 9. Mai 1884
In der heutigen Sitzung des Gemeinderates wurden von dem Gemeinderate einstimmig beschlossen und bewilligt, daß der Gärtner Nikolaus Matka eine Brücke über das Gemeinde Grundstück No.: 8 bauen darf.
Zerna, den 23. Juni 1884
Auf Antrag des Gärtners Nikolaus Matka wurde der Gemeinderat zusammen berufen und es fanden sich ein Peter Bensch Gemeindevorstand, Michael Buck Gemeindeältester sowie die Ausschußpersonen Michael Kilank, Michael Bensch, Nikolaus Bisold, Nikolaus Bensch
Es wurde dem Gemeinderat durch des Gemeindevorstand Bensch folgendes vorgetragen:
Nikolaus Matka beantragt, der von Rosenthal nach Räckelwitz führende Kommunikationsweg am Matkoschen Felde in der Recica, solle durch den Gemeinderat beraint werden . Dieser Antrag wurde dergestalt angenommen, daß der genannte Weg in einer Breite von acht Ellen ohne den Graben, in seinem gegenwärtigen Befund und in Übereinstimmung mit der Flurkarte von Zerna beraint werde. Dieser Beschluß war einstimmig.
Zerna, den 10. Juli 1884
Hierdurch wird zum Eintrag gebracht, daß die Gemeinde Zerna folgende Dokumente besitzt und dem jedesmaligen Gemeindevorstand zur Aufbewahrung übergeben hat:
1. ein Quittungsbuch der Landständ. Bank des Königl. Sächs. Markgrafentums Oberlausitz zu Bautzen über neun Hundert Mark, Legat des weil. Petrich Advocat zu Kamenz
2. ein desgl. über sechs Hundert Mark, Legat von Frau Anna Matka in Zerna und
3. eine Abschrift aus den Akten Rep. III, lit. Za , No 25, Lage 44, Nowotnik in Zerna Testamentseröffnung betreff, über fünf und Siebenzig Mark, der weil. Nowotnik
Die Zinsen ad. 1. sollen vorerst zur Armenkasse, wenn aber hier nicht nötig, zu Wege- und Brückenbauten, wenn aber auch hier nicht nötig, ehrlich zur Gemeindekasse Verwendung finden. Die Zinsen ad. 2. sollen aber Schulgeld für Kinder aus Zerna, zunächst aus der Matkoschen Verwandschaft verbraucht werden. Die Zinsen ad. 3. sollen überhaupt Schulzwecken von Gemeinde Zerna dienen.
+ ein Kind
Der Gemeinderat Peter Bensch Gemeindevorstand, Michael Buck Gemeindeältester, Nicolaus Bensch Ausschußpersonen, Nikolaus Bisold Ausschußpersonen, Michael Kilank Ausschußpersonen, Michael Bensch Ausschußpersonen
Zerna am 16. Dezember 1884
Laut Wahlakten vom heutigen Datum wurde als Vertreter der II Klasse Herr Michael Bensch und zu dessen Stellvertreter Michael Rentschke erwählt. Darauf faßte der Gemeinderat den Beschluß, die Aufkündigungen, Veröffentlichungen, etc. vorläufig in der Gaststube, nach beendigtem äußerem Abputz, aber an der, der Straße zugewendeten Seite, des Gasthofes, in einen Kasten auszuhängen.
Der Gemeinderat Michael Buck Gemeindeältester, Nicolaus Bensch Ausschußpersonen, Nikolaus Bisold Ausschußpersonen, Michael Kilank Ausschußpersonen, Michael Bensch Ausschußpersonen
Zerna, am, 20. Januar 1885
Laut Wahlakten vom heutigen Datum, wurden Herr Ortssteuereinnehmer Michael Bensch zum Gemeindevorstand erwählt.
Der Gemeinderat Michael Buck Gemeindeältester, Michael Kilank Ausschußpersonen, Michael Bensch Ausschußpersonen
Zerna, am 5. Februar 1885
Nachdem Herr Gemeindevorstand Michael Bensch von der königlichen Amtshauptmannschaft in seiner Eigenschaft in Pflicht genommen wurden, übernahm derselbe heute, alle von ihm in Verwahrung zuhaltende Sachen, vom Gemeindeältesten Herr Michael Buck, was durch beiderseitigen Unterschrift bestätigt wird.
Michael Buck Gemeindeältester, Michael Bensch Gemeindevorstand
Zerna am 17. Februar 1885
Heute nachmittag um ½ 3Uhr versammelte sich der Gemeinderat, in der Wohnung des Gemeindeältesten Michael Buck, prüfte die Rechnung pro 1884, fand sowohl die Gemeinde- als auch die Armenkassenrechnung richtig, erteilte derselben einstimmig Justifikation.
Von 3 bis 6 Uhr nachmittags fand die Wahl eines Vertreters der II. Klasse statt. Michael Rentschke wurde zum Vertreter der II. Klasse und Nikolaus Ritscher zu dessen Stellvertreter erwählt.
Der Gemeinderat Michael Buck Gemeindeältester, Michael Kilank Ausschußpersonen, Michael Bensch Ausschußpersonen, Nikolaus Bensch Ausschußpersonen
Zerna, am 19. Februar 1885
In der heutigen Sitzung des Gemeinderates, ist die Verpachtung der Gemeindegrundstücke beantragt worden, der Gemeinderat hat einstimmig beschlossen, daß die gedachten Gemeindegrundstücke, anderweit auf 6 nacheinander laufende Jahre verpachtet werden soll.
Also von Jahr 1885 bis dahin 1890 mit Schluß des Jahres 90 und zwar an Nachbenannte
Besitzer von Zerna:
eine Parzelle an Nikolaus Matka für - Mark 90 Pfennig
desgleichen an Witwe Krahl für - Mark 50 Pfennig
zwei Parzellen Nikolaus Juranz für 1 Mark 50 Pfennig
zwei Parzellen Nikolaus Frenzel für 4 Mark 50 Pfennig
Zwei Parzellen sind von dieser Pachtung ausgeschlossen, die Pachtung geschieht bloß auf 5jährige Pachtzeit, wegen dem stattgefundenen Brandunglücksfalle, daher von Jahre 1886 bis dahin 1890.
eine Parzelle an Georg Jenke für 2 Mark 50 Pfennig
eine Parzelle an Witwe Magd. Bensch für 1 Mark 50 Pfennig
Von diesen Parzellen ist das vorstehende Pachtgeld, wie derselbe bei jeder Parzelle bei gesetzt ist, jedes Jahr am 1. Mai an den jedesmahligen Gemeindevorstand pünktlich und ohne Kosten abzuführen.
Michael Bensch Gemeindevorstand, Michael Buck Gemeindeältester, Michael Kilank Ausschußpersonen, Michael Rentschke Ausschußpersonen, Nikolaus Biesold Ausschußpersonen
Zerna, am 2. Juni 1885
In der für heute angesetzten Gemeinderatssitzung fanden sich auf Vorladung ein
der Vorstand Michael Bensch
der Gemeindeältester Michael Buck
die Ausschußpersonen Nikolaus Bisold
Michael Kilank und
Michael Rentschke
Den Erschienenen wird der Zweck der heutigen Verhandlung eröffnet, der in Stand zu setzende Wegetrakt, in der Ritzizach betreffend. Dieser krüm. Weg soll mit guten Kies bedeckt werden. Es wird daher einstimmig beschlossen den gedachten Kies von den Gärtner Nikolaus Sauer zu erkaufen. Es wird daher Sauer vorgerufen, dieser erklärt sich bereitwillig, daß der Kies von seinem Felde in Leße zu entnehmen sei und zwar pro Fuder 5 znt.
Michael Bensch Gemeindevorstand, Verkäufer Nikolaus Sauer
Zerna am 15ten Juni 1885
In der Gemeinderatssitzung wegen der verwitweten Agnes Schneider aus Eutrich, Tochter des Häuslers Peter Nuk, allhier die gedachte Tochter verwitwete Schneider aus Eutrich, hält sich ohne aller Anmeldung, bei ihren Eltern allhier auf, welches schon von sich selbst strafbar ist.
Daher hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen, Nuke bei 15 Mark Strafe, seine Tochter Agnes verwitwete Schneider fort aus Zerna zu weisen, und in ihren heimatlichen Ort Eutrich zu begeben. Wird Nuk sich dieser Verfügung nicht fügen, so wird sofort an die königliche Amthauptmannschaft Kamenz Anzeige zur weiteren Verfügung erlassen werden, die 15 Mark Strafe ist wegen unterlassener Anmeldung aufgelegt.
Der Bürgermeister zu Wittgenau erklärte, am 18ten des Monats Juli1885 mündlich, es sei Wittgenau als Unterstützung Wohnsitz, der verwitweten Schneider festgestellt worden. Falls die verw. Schneider von hiesiger Gemeinde Unterstützung fordern sollte, werde er auf ergangene Anzeige sofort deren Abholung nach Wittgenau veranlassen.
Eine der gleichen Anzeige ist an die königl. Amtshauftmannschaft ergangen.
anher bemerkt am 20. Juli 1885
Michael Bensch Gemeindevorstand
Zerna, am 15. September 1885
Bei Gelegenheit von heute stattgefundenen Landtagswahl faste der Gemeinderat den Beschluß gegen Maria verehel. Neck von hier durch den Gemeindevorstand Bensch wegen einer am et31. August d. J. getanenen Beleidigung des Gemeinderates Strafantrag zu stellen.
Michael Buck Gemeindeältester, Michael Kilank, Nikolaus Bisold, Michael Rentschke
Zerna am 14ten Januar 1886
Bereits, die Gemeinde Armen- und Straßenbaurechnungen von 11. Jan. bis 14 Febr. 1886 deren beteiligten zu jedermanns Einsichten ausgelegen haben, so sind gedachten Rechnungen am heutigen Tage, von den unterzeichneten Gemeinderat geprüft richtig befunden und justifiziert worden.
Der Gemeinderat beschloß
Michael Bensch Gemeindevorstand, Michael Buck Gemeindeältester,Michael Kilank Ausschußpersonen, Michael Rentschke Ausschußpersonen, Nikolaus Biesold Ausschußpersonen
Zerna, den 25. Juli 1886
diese Verhandlung ist aufgeschoben
In der heutigen Gemeinderatssitzung zu welcher sich nachbenannte Gemeinderatsmitglieder eingefunden haben Michael Buck Gemeindeältester, Michael Bisold und Michael Rentschke sowie Michael Kilank die Ausschußpersonen sowie der Gemeindevorstand sich eingefunden der Gemeinderat, beschließt einstimmig, daß pro Sachstand 9.00 Mark als Entschädigung den betroffenen Grundstücksbesitzern erwilligt werde.
Ob sich Manjak dabei beruhigen wird, ist abzuwarten.
Herrn Gäbler hat, durch Vermessung des königl. Jägers herausgestellt, daß Grundstück Eigentum der Gemeinde ist. So hat sich der Ankauf erledigt.
Zerna, den 14. Dezember 1886
In der heute nachmittag von 4 bis 6 Uhr abgehaltenen Sitzung, wurde Herr Michael Buck zum Gemeindeältesten, Herr Michael Kilank zum Vertreter der I. Klasse, Herr Jacob Rentsch zum Stellvertreter des letzteren erwählt. Infolge einer von Mühlenbesitzer Michael Lippitsch am Schlusse der Wahlhandlung vorgebrachten Bemerkung, durch welche sich der Gemeinderat beleidigt fühlt, ermächtigte der Gemeinderat den Herrn Gemeindevorstand diesen Fall bei der königl. Amtshauptmannschaft vorstellig zu werden.
Michael Bensch Gemeindevorstand, Michael Buck Gemeindeältester, Michael Kilank Ausschußpersonen, Nicolaus Bensch Ausschußpersonen, Nikolaus Biesold Ausschußpersonen
Zerna, den 4. Januar 1887
Der Leinsteuereinnehmer Michael Bensch übergibt, den neuen Einnehmer Michael Kilank ein Heberegister, Grundst., Landrent. u. Quittungsbücher wie Instruktion- und Einkommensteuerbuch, Rentenbuch.
übernommen Michael Kilank
Zerna, den 12. Februar 1887
Auf Anordnung des Gemeindevorstandes pünktlich die Gemeinderatspersonen zur einer Sitzung ein. Der Gemeindeälteste Michael Buck, die Ausschußpersonen Michael Kilank, Nikolaus Bisold und Michael Rentschke so wie der Gemeindevorstand Michael Bensch ein.
Den Eingefundenen wurden die Rechnungen wie folgt vorgelegt, die Gemeinderechnung, Armen-, Schul- und Straßenbaurechnung zur Einsichtnahme vorgelegt, worauf die gedachten Rechnungen durchgesehen, es wurden unterzeichnet, geprüft und richtig befunden und justifiziert worden sind.
Zerna, am 23ten Febr. 1888
Nachdem die Rechnungen, der Gemeinderat wie folgt vorgelegt, durch Gemeinderat die Gemeinde Rechnungen, Armen, Buß, Schul und Straßenbau zur Prüfung und Einsichtnahme vorgelegt worden sind. Die gedachten Rechnungen für deutlich vorgelesen und alles vollkommen richtig befunden, so sind dieselben von unterzeichneten Gemeinderat justifiziert worden, so wie unterschrieben,
Zerna, den 22. Juli 1888
In der auf heute angesetzten Gemeindevorstandsitzung, finden sich auf vorladung ein, der Vorstand Michael Bensch, der Gemeindeältester Michael Buck und die Ausschußpersonen Michael Kilank, Nikolaus Biesold und Michael Rentschke.
Auf Anordnung der königl. Amtshauptmannschaft, wurde dem Gemeinderate untersagt Ersatzmänner im Gemeinderat zu wollen, so hat auch der Gemeinderat einstimmig beschlossen Ersatzmänner in den Gemeinderat nicht mehr zu wollen.
Zerna, den 9. Dezember 1888
In der heute abgehaltenen Gemeinderatssitzung wurde beschlossen, die königl. Amtshauptmannschaft um Genehmigung zu ersuchen, daß die Zinsen von dem der Armenkasse gehörigen ifetrischen Legate zur Gemeindekasse, und die in Zerna eingehende Hundesteuer je zur Hälfte zur Gemeinde und Armenkasse fließen soll.
Zerna, den 27. Dezember 1888
Bei der heute von 12 bis 3 Uhr nachmittags vorgenommenen Gemeinderatswahl, wurde der Hausbesitzer Nikolaus Biesold mit 9 Stimmen zum Vertreter der III. und Nikolaus Bensch mit ebenfalls 9 Stimmen zum Vertreter der IV. Klasse gewählt.
Zerna am 6. Febr. 1889
Bereits die Gemeinde- und Armenrechnungen, vom 5. Januar bis 6. Februar 1889 den Beteiligten zu jedermanns Einsicht ausgelegen haben, so sind gedachte Rechnungen an heutigen Tage von dem unterzeichneten Gemeinderate geprüft, richtig befunden und justifiziert worden. Der Gemeinderat daselbst
Zerna am 24. Februar 1890
Dem Gemeinderat wurde die Gemeinde sowie die Armenrechnung von Jahr 1889 vorgelesen, sowie durchgesehen, auch beide Rechnungen sind vollkommen richtig befunden worden, es entsagen sich die Unterzeichneten allen Ansprüchen auf die abgelegten Rechnungen zu machen. Vorgelesen, genehmigt und unterschrieben
Zerna, den 5. Oktober 1890
Nachdem nach Ablauf einer achttägigen Bedenkzeit, kein Gemeinderatsmitglied gegen den am 26. September gefaßten Beschluß Widerspruch erhoben hat, Nachstehendes als Gemeinderatsbeschluß Geltung erlangt:
Die Gemeinde geht auf das Anerbieten der Hocher. Klosterherrschaft als Gutsherrschaft zu Zerna ein, wonach sich die Herrschaft anheischig macht, als jährlichen Bjeitrag zur Erhaltung der ledigen Magdalena Bräuer vom 1. Mai d. J. an 106 M das sind 50g für je einen der auf die Herrschaft entfallenden 212 Kosttagen zu zahlen.
Zerna, den 3. Dezember 1890
Laut Wahlakten vom heutigen Datum, wurde der bisherige Gemeindevorstand Herr Michael Bensch wieder zum Gemeindevorstand erwählt.
Michael Bensch Gemeindevorstand, Michael Buck Gemeindeältester, Michael Kilank Ausschußpersonen, Michael Rentschke Ausschußpersonen, Nikolaus Biesold Ausschußpersonen, Nikolaus Bensch Ausschßpersonen
Zerna am 27ten Dezember 1890
Bei den heute von 12 bis 3 Uhr nachmittags vorgenommenen Gemeinderatswahl, wurde der Hausbesitzer Michael Rentschke mit 11 Stimmen zum Vertreter der II. Klasse gewählt.
Michael Bensch Gemeindevorstand, Michael Buck Gemeindeältester, Michael Kilank Ausschußpersonen, Michael Rentschke Ausschußpersonen, Nikolaus Biesold Ausschußpersonen, Nikolaus Bensch Ausschußpersonen
Zerna am 10. Januar 1891
Am heutigen Tage versammelten sich der hisige Gemeinderat und zwar der Gemeindevorstand Michael Bensch, Gemeindeältester Michael Buck so die Ausschußpersonen Michael Kilank, Michael Rentschke, Nikolaus Biesold, Nikolaus Bensch
Zur Beschlußfassung in Krankenkassenangelegenheiten auf Antrag des Gemeindevorstandes, wurde einstimmig beschlossen, bei den Vorstande der Krankenversicherung Crostwitz die Entlassung der Ortschaft Zerna, aus diesem Verbunde zu beantragen und deren beittrit zu der für die Parochie Ralbitz zuerrichtenden Ortskrankenkasse umzumelden.
Zerna, den 10. Januar 1891
Zerna, den 1. März 1891
Dem Gemeinderate wurde die Gemeinderechnung ,so wie die Armenrechnung vom Jahre 1890 vorgelesen so wie durchgesehen, auch beide Rechnungen sind vollkommen richtig befunden worden und entsagen sich die Unterzeichneten, alle Ansprüche auf die abgelegten Rechnungen zu machen.
Zerna am 20. März 1891
In der heutigen Sitzung des Gemeinderates, ist die Verpachtung der Gemeindegrundstücke beantragt worden, der Gemeinderat hat einstimmig beschlossen, daß die gedachten Gemeindegrundstücke anderweit auf 6 nacheinander laufende Jahre verpachtet werden sollen, also von Jahre 1891 bis dahin 1896 mit Schluß des Jahres 96 und zwar an nachbenannte Besitzer von Zerna
eine Parzelle an Nikolaus Matka für - Mark 90 dz.
an Witwe Krahl für - Mark 60 dz
an Nikolaus Lubk für - Mark 50 dz
an Peter Sauer für 1 Mark 80 dz
an Georg Jenki für 4 Mark - dz
an Michael Bensch für 1 Mark 70 dz
an Nikolaus Frenzel für 2 Mark 40 dz
Von diesen Parzellen, ist der vorstehende Pachtgel, eine derselbe bei jeder Parzelle, bei Gesetzt ist jedes Jahr am 1. Mai, an den jetztmaligen Gemeindevorstand, pünktlich und ohne Kosten abzuführen.
Zerna, den 25. Februar
Dem Gemeinderate wurde die Gemeinderechnung sowie die Armenrechnung von Jahre 1891 vorgelesen, so wie durchgesehen, auch beide Rechnungen sind vollkommen richtig befunden worden, es entsagen sich die Unterzeichneten alle Ansprüche auf die abgelegten Rechnungen zu machen.
Zerna, den 21. Juli 1892
In der heutigen Gemeinderatssitzung zur welchen sich nachbenante Gemeinderatsmitglieder eingefunden haben Michael Bensch Gemeindevorstand, Michael Buck Gemeindeältester, Michael Kilank, Nikolaus Biesold und Michael Rentschke.
Der Gemeinderat hat heute beschlossen, in Nichtachtung des Gesetzes btr. die Sonntagsruhe, die Geschäftsstunden an Sonn- und Feiertagen in die Zeit von 6 bis 7, 8 bis 9 und 11 bis 12 Uhr vormittags, so wie von 3 bis 4 Uhr nachmittags, auch des Sommerhalbjahres, zu legen.
Zerna, den 21. Dezember 1892
In der heute von 12 bis 3 Uhr nachmittags vorgenommenen Gemeindewahl, wurde Herr Michael Kilank mit acht von 12 Stimmen zum Vertreter der I. Klasse gewählt.
Anschließend hieran erfolgte die Wahl des Gemeindeältesten, aus welcher Herr Michael Buck als wiedergewählt hervorging.
Zerna, den 26. Februar 1893
Dem Gemeinderate wurde die Gemeinderechnung, so wie die Armenrechnung von Jahre 1892 vorgelesen, so wie durchgesehen, auch beide Rechnungen sind vollkommen richtig befunden worden. Es entsagen sich die Unterzeichneten alle Ansprüche auf die abgelegten Rechnungen zu machen.
Zerna, den 27ten Dezember 1893
In der heutigen abgehaltenen Gemeinderatssitzung wurde einstimmig beschlossen, den beiden abgebrannten Caßlaunischen Jakob Wocko in Caßlau und Bernhardt Vorch in Neudörfel jeden 12 Mark - dz., in Summe 24 Mark – dz. aus der Armenkasse zu gewähren.
Michael Bensch Gemeindevorstand, Michael Buck Gemeindeältester, Michael Kilank Ausschußpersonen, Nikolaus Biesold Ausschußpersonen, Nikolaus Bensch Ausschußpersonen
Zerna, den 4. März 1894
Dem Gemeinderate wurde die Gemeinderechnung, so wie die Armenrechnung von Jahre 1893 vorgelesen, so wie durchgesehen, auch beide Rechnungen sind vollkommen richtig befunden worden, es entsagen sich die Unterzeichneten alle Ansprüche auf abgelegte Rechnungen zu machen.
Zerna, den 21. Dezember 1894
Bei der heute von 1 bis 4 Uhr nachmittags vorgenommenen Gemeinderatswahl, wurde der Hausbesitzer Nikolaus Bisold mit 7 Stimmen zum Vertreter der III. Klasse und Nikolaus Bensch mit ebenfalls 7 Stimmen zum Vertreter der IV. Klasse gewählt.
Zerna am 27. Februar 1895
Dem Gemeinderate wurde die Gemeinderechnung, so wie die Armen- und Wegebaurechnung von Jahre 1894 vorgelesen, so wie durchgesehen, auch alle Rechnungen sind vollkommen Richtig befunden worden und es entsagen sich die Unterzeichneten alle Ansprüche auf die abgelegten Rechnungen zu machen.
Zerna, den 6. September 1895
In der heute angesetzten Gemeinderatssitzung finden sich auf Vorladung ein
Michael Buck Gemeindeältester
Michael Kilank Ausschußpersonen
Michael Rentschke Ausschußpersonen
Nikolaus Biesold Ausschußpersonen
Den Erschienenen wurde eröffnet, daß innerhalb des bisherigen die Orte Schönau, Ralbitz, Rosenthal umfassenden Spritzenverbandes sich die Meinung geltend mache, denselben wegen allzu großer Betriebskosten aufzulösen und seiner Stelle kleine Spritzenverbände zu errichten.
Der Gemeinderat macht diese Meinung auch zu der seinigen und beschließt dem zufolge einstimmig, Auflösung der bisherigen Spritzenverbandes zu beantragen und einen neuen, die Orte Zerna, Rosenthal, Laske und Schmerlitz und die dazugehörigen Gutsbezirke umfassenden Spritzenverband zu errichten.
Zerna, den 25 Februar 1896
Dem Gemeinderate wurde die Gemeinderechnung, so wie die Armen und Wegebaurechnung von Jahre 1895 vorgelesen, so wie durchgesehen, auch alle Rechnungen sind vollkommen richtig befunden worden, es entsagen sich die Unterzeichneten alle Ansprüche auf die abgelegten Rechnungen zu machen.
Zerna am 30. Dezember 1896
In der heutigen Gemeindeversammlung wurde als Vertreter II. Klasse Michael Rentschke mit 19 gegen 3 Stimmen wiedergewählt. Laut Wahlakten von heutigen Datum wurde Michael Bensch zum Gemeindevorstand wiedergewählt.
Vorgelesen, genehmigt und unterschrieben am 30. Dezember 1896
Zerna am 27. Februar 1897
Bereits die Gemeinde und Armenrechnungen von 20. Januar bis zum 18. Februar 1897 den beteiligten zu jedermanns Einsichten ausgelegen haben, so sind gedachten Rechnungen, am heutigen Tage von den unterzeichneten Gemeinderat geprüft, richtig befunden und justifiziert worden.
Der Gemeindevorstand daselbst
Zerna, den 15. März 1897
In der heutigen Sitzung des Gemeinderates ist die Verpachtung der Gemeindegrundstücken beantragt worden der Gemeinderat hat einstimmig beschloßen daß die gedachten Gemeindegrundstücken anderweit auf 6 nacheinander laufende Jahre verpachtet werden soll von Jahre 1897 bis dahin 1902 mit Schluß des Jahres 1902 und zwar an Nachbenannte Besitzer von Zerna eine Parzelle an Nikolaus Matka 1 Mark 50
das Gleiche an Witwe Krahl - Mark 60
das Gleiche Peter Sauer - Mark 60
zwei Parzellen an Michael Sende 3 Mark 50
an Jakob Scheede 3 Mark 40
an Michael Bensch 1 Mark 70
zwei Parzellen Witwe Frenzel 2 Mark 50
Weg von Rosenthal nach Räckelwitz an Matke - Mark 30
Weg von Zerna nach Räckelwitz an Nikolaus Juras - Mark 20
Von diesen Parzellen ist der vorstehende Pachtgeld, ein derselbe bei jeder Parzelle, bei Gesetz ist jedes Jahres am 1. Mai, an den jemahligen Gemeindevorstand pünktlich und ohne Kosten abzuführen.
Michael Bensch Gemeindevorstand, Michael Buck Gemeindeältester, Nikolaus Bisold
Zerna, den 25. Februar 1898
Auf Bestellung finden sich ein Michael Bensch Gemeindevorstand, Michael Buck Gemeindeältester, Michael Kilank, Nikolaus Bisold und Michael Rentschke.
Denselben wurden die Gemeinde, so wie die Armenrechnung von Jahre 1897 vorgelegt, welche geprüft und richtig gefunden sind, so entsagen sich die Mitunterschriebenen alle Ansprüche gegen die Rechnung zu machen.
Zerna am 21. Dezember 1898
Bei der heute vorgenommenen Wahl eines Gemeindeältesten, wie eines Vorstandes der I. Klasse und einen Vertreter der Klasse IV. wurde Michael Buck mit 3 Stimmen gegen 2 wiedergewählt, auf die nächsten 6 Jahre bis 1904.
Und als Vertreter der I. Klasse Michael Kilank mit 3 Stimmen gewählt, Nikolaus Matka 1 Stimme Jakob Wowtscherk 1 Stimme und Georg Krahl 1 Stimme. Und als Vertreter der IV. Klasse wurde Nikolaus Matka mit 6 Stimmen gewählt, eine Stimme erhält der Ausziegler Nikolaus Lubk. Vorgelesen und mit unterschrieben Michael Bensch Gemeindevorstnd,
Michael Buck Gemeindeältester, Michael Kilank
Zerna, den 10. November 1899
Auf Anordnung des Gemeindevorstandes finden die Gemeinderatspersonen ein
Gemeindeältester Michael Buck und Ausschußpersonen Michael Kilank, Nikolaus Bisold, Michael Rentschke und Gemeindevorstand Bensch
Auf Anordnung des königl. Amtsgerichts wurde heute zur Wahl einen Gemeindeweiserate vorgeschritten und wurde einstimmig der Herr Baumeister Peter Roche und als Ersatz Nikolaus Ritscher gewählt.
Zerna, den 10. Dezember 1899
Auf Bestellung finden sich ein Michael Bensch Gemeindevorstand, Michael Buck Gemeindeältester und die Ausschußpersonen Michael Kilank, Nikolaus Bisold und Michael Rentschke, auf Anordnung der königl. Amtshauptmannschaft, wegen Haftpflicht Unterzeichnung in Stuttgart, wurde einstimmig abgelehnt.
Vorgelesen Michael Bensch Gemeindevorstand
Michael Buck Gemeindeältester, Michael Kilank Ausschußpersonen, Michael Rentschke Ausschußpersonen, Nikolaus Biesold Ausschußpersonen
Zerna, den 27. Dezember 1899
Auf Anordnung der königl. Amtshauptmannschaft wurde heute eine Gemeinderatssitzung abgehalten, wegen früher Stellvertretende Leichenfrau Magdalena Scheede, der unterzeichnete Gemeinderat hat einstimmig die Magdalena Scheede zur Leichenfrau gewählt, und die Magdalena Scheede nahm die Wahl auch an, laut Instruktion, die Leichenfrau wird von den Vertretern der Gemeinde Zerna und Nauslitz auf viertel jährliche, beiden Teilen verrichte Scheede, Kündigung gewählt und von ihnen beaufsichtigt, pünktlich gewissenhafte Erfüllung der Instruktion .
Bei Gebühren hat sie von den Angehörigen der Leiche zu verlangen
1. bei einem Erwachsenen von 14 Jahren 3 Mark - dz
2. bei einem Schulkinde 2 Mark - dz
3. bei einem Kinde bis zu 6 Jahre 1 Mark 50 dz
Bei für das Einsargen
1. bei einem Erwachsenen über 14 Jahre 1 Mark - dz
2. bei einem Schulkinde 1 Mark - dz
3. bei einem Kinde bis zum 6 Jahre - Mark 50 dz
b. für jede Anfertigung und Ablieferung der Leichenbestattungduplikate - Mark 10 dz
Für etweige Anfertigung des Leichenzubetts, hat sie den Ortsüblichen Tagelohn einer Näherin, und für die gelieferten Stoffe einen Zuschlag von 10,70 des nachweislichen Einkaufspreises in Anrechnung zu bringen.
Wegen Säumichkeit, Unpünktlichkeit, Überverteilung und sonstige Pflichtwidrichkeiten erfolgt sofortige Dienstentlassung.
Abänderungen und Zusätze zu dieser Instruktion bleiben vorbehalten
Zerna, den 6. März 1900
Am heurigen Tage wurde der Gemeinderat versammelt und es haben sich eingefunden,
Dem Gemeindevorstand Bensch, Michael Buck, Nikolaus Bisold, Michael Rentsdhke und Michael Kilank
Den Anwesenden wurde die Gemeinde und Armenrechnung von 1899 vorgelegt in dem die selbe 4 Wochen lang ausgelegen hat, die anwesenden hatten gegen die abgelegte Rechnung nicht das geringste zu erinnern und quittieren den Gemeindevorstand über die abgelegte Rechnung und entsagten sich aller Ansprüche auf gegenwertige abgelegte Rechnung zu machen.
Vorgelesen genehmigt und unterschrieben
Nikolaus Biesold
Zerna, den 21. Dezember 1900
Bei der am heutigen Tage stattgefundenen Wahl, zwei Wahlmänner von er Klasse III und IV wurde der Grundbesitzer Nikolaus Biesold mit 9 Stimmen, und Auszügler Nikolaus Lubk mit 11 Stimmen gewählt .
Nikolaus Bisold Ausschußpersonen
Zerna, den 24. Februar 1901
Auf Bestellung finden sich ein Gemeindevorstand Bensch, Gemeindeältester Mich. Buck, Michael Kilank, Nikolaus Bisold, Michael Rentschke und Nikolaus Lubk.
Den Selben wurden die Gemeinderechung und Armenkassenrechnungen von Jahre 1900 vorgestellt, welche geprüft und richtig befunden sind, so entsagen sich die Mitunterzeichneten alle Ansprüche gegen die Rechnung zu machen.
Vorgelesen und unterschrieben Michael Buck Gemeindeältester
Nikolaus Lubk Ausschußpersonen
Zerna am 31. Dezember 1901
Den Steuereinnehmer Michael Kilank übergibt an den neuen Einnehmer Nikolaus Matka ein Heberegister, Grundsteuern, Landrent. und Einkommensteuer Prüfungsbücher, ein Instruktion und Rentenbuch,
übernimmt Nikolaus Matka
Zerna, den 11 März 1902
Auf Bestellung finden sich ein, Gemeindevorstand Bensch, Gemeindeältester Michael Buck und die Ausschußpersonen Michael Kilank, Nikolaus Bisold, Michael Rentschke und Nikolaus Lubk.
Denselben wurden die Gemeinderechnung und Armenkassenrechungen von Jahre 1901 vorgelgt, welche geprüft und für richtig befunden sind, so entsagen sich die Mitunterzeichneten alle Ansprüche gegen die Rechnung zu machen.
Zerna, den 29. November 1902
In der heutigen Gemeindeversammlung werde als Vertreter der II. Klasse Michael Rentschke mit 11 Stimmen gewählt und laut Wahlakten von heutigen Datum werde von Gemeinderat Michael Bensch mit 5 Stimmen wiedergewählt zum Gemeindevorstand.
Zerna, den 28. Februar 1903
Auf Bestellung finden sich der unterzeichnete Gemeinderat ein.
Denselben wurden die Gemeinderechnung und Armenkassenrechnungen von Jahre 1902 vorgelegt, welche geprüft und für richtig befunden sind, so entsagen sich die Mitunterzeichneten alle Ansprüche gegen die Rechnung zu machen.
Zerna, den 25 Mai 1903
Der Gemeinderat wurde heut wegen Neueinstellung eines Tag und Nachtwächters berufen.
In dem Jakob Richter altershalber sein Amt niedergelegt, wurde an seine Stelle Nikolaus Mark, Häusler in Zerna vorgeschlagen. Selbiger war geneigt die Stelle in dieser Eigenschaft anzutreten. Gleichzeitig wurde ihm bekannt gemacht, daß außer der Nachtwache, sämtliche Gemeindedienste dem Nachtwächter erliegen.
Als Lohn werden ihm ausgezahlt: von dem Gärtnern monatlich 20 Pf. sowie zu den Kirmesen Kuchen.
Von den Häuslern und Halbgärtner monatlich 15 Pf. Das Rittergut jedoch, zahlt einen jährlichen Gehalt von 36 Mark.
Vorgelesen und unterschrieben Michael Bensch Gemeindevorstand Michael Bisold Gemeindeältester
Zerna , den 15. April 1903
Von den Gemeinderate wurde beschlossen, die Gemeindegrundstücke anderweit zu verpachten und zwar auf 6 nacheinander laufende Jahre von Jahre 1903 bis dahin 1908
an nachbenannte Besitzer von Zerna
eine Parzelle an Michael Bensch 1 M 70 dz
Michael Sende 2 M - dz
Peter Sauer - M 50 dz
Georg Krahl - M 50 dz
Nikolaus Matka - M 90 dz
Witwe Frenzel 2 M 60 dz
Von diesen Parzellen ist der vorstehende Pachtgeld, ein derselbe bei jeder Parzelle, bei Gesetz ist jedes Jahres am 1. Mai von den jemahligen Gemeindevorstand pünktlich und ohne Kosten abzuführen.
Michael Bensch Gemeindevorstand Michael Buck Gemeindeältester
Zerna, 25. Februar 1904
Den Selben wurden die Gemeinderechnung und Armenkassenrechnung von Jahre 1903 vorgelegt, welche geprüft und für richtig befunden sind, so entsagen sich die Unterzeichneten, alle Ansprüche gegen die Rechnung zu machen.
Zerna, den 19. März 1904
Von dem unterzeichneten Gemeinderat wurde heute beschlossen, die Besoldung des neugewählten Standesbeamten Michael Bresan in Ralbitz, nach dem bisherigen Modus, also nach der Kopfzahl zu übernehmen. v. u. u.
Zerna am 20. Dezember 1904
Nach Ausscheiden des Gemeindeältesten Michael Buck, wurde der Gemeinderatsmitglied Nikolaus Bisold als Gemeindeältester von dem Gemeinderate gewählt.
Vorgelesen und unterschrieben Michael Bensch Gemeindevorstand Michael Buck Gemeindeältester
Zerna am 27. Dezember 1904
Bei der am heutigen Tage stattgefundener Wahlversammlung wurde in die I. Klasse Georg Krahl auf folgende 6 Jahre.
In die III. Klasse als Ersatz für den Gemeindeältesten Nikolaus Biesold, auf folgende zwei Jahre Michael Janze gewählt.
Zerna, den 24. 2. 1905
Dem Gemeinderat wurde die Gemeinde- sowie Armenkassenrechnung von Jahre 1904 vorgelesen, so wie durchgesehen, und beide Rechnungen vollkommen und für richtig befunden, es entsagen sich die Unterzeichneten, alle Ansprüche an die abgelegten Rechnungen zu machen.
Vorgelesen und genehmigt und unterschrieben
Michael Rentschke Ausschußpersonen Nikolaus Bisold Ausschußpersonen
Nikolaus Lubk
Michael Janze
Zerna, den 22. April 1906
Dem Gemeinderate wurde die Gemeinde- sowie Armenkassenrechnung von Jahre 1905 vorgelesen, so wie durchgesehen und beide Rechnungen vollkommen und für richtig befunden, es entsagen sich die Unterzeichneten, alle Ansprüche an die abgelegten Rechnungen zu machen.
Nikolaus Bisold Gemeindeältester
Zerna, den 2. November 1906
In der heute abgehaltenen Sitzung des Gemeinderates wurde beschlossen, den Dienstboten Peter Sauer, geboren in Zerna z.Z. im Dienste beim Gutsbesitzer Schwertschik in Höflein, durch Herrn Gemeindevorstand Hermann daselbst in der Bezirksanstalt Jesau probeweise unterbringen zu lassen. Die Kosten übernimmt, soweit das Vermögen des gen. Sauer
reicht, dessen Vormund Nikolaus Ritscher, Stellmacher in Zerna, nachher die Gemeinde.
Die Bezirksanstalt Jesau wird von diesem Beschluß in Kenntnis gesetzt.
Nikolaus Bisold
Nikolaus Ritscher als
Vormund des Sauer
Zerna, den 21. Dezember 1906
Bei der am heutigen Tage stattgefunden Wahlversammlung, wurde in die III. Klasse Michael Janze wiedergewählt , in die IV. klasse Michael Buck wiedergewählt auf folgende 6 Jahre.
Zerna, den 9 März 1907
Dem Gemeinderate wurde die Gemeinde- sowie Armenkassenrechnung von Jahre 1906 vorgelesen, so wie durchgesehen und beide Rechnungen vollkommen und für richtig befunden, es entsagen sich die Unterzeichneten, alle Ansprüche an die abgelegten Rechnungen zu machen.
Zerna, den 10. Mai 1908
Dem Gemeinderate wurde die Gemeinde- sowie Armenkassenrechnung von Jahre 1907 vorgelesen, so wie durchgesehen und beide Rechnungen vollkommen und für richtig befunden, es entsagen sich die Unterzeichneten, alle Ansprüche an die abgelegten Rechnungen zu machen.
Zerna, den 20. Juli 1908
In der heutigen Sitzung des Gemeinderates, bei der Gemeindevorstand Bensch, Gemeindeältester Nikolaus Biesold und Ausschußpersonen Georg Krahl, Michael Rentschke, Michael Janze und Michael Buck anwesend waren, wurde auf Anordnung der königl. Amtshauptmannschaft beschlossen , den Gemeindevorstand mit 60 M jährlich zu besolden und zwar vom Jahre 1909 ab.
Michael Buck Michael Rentschke
Zerna, den 30. November 1908
Bei der heutigen Wahl wurde Herr Nikolaus Ritscher, Stellmacher, zum Gemeindevorstand gewählt und Herr Michael Rentschke als Stellvertreter der II. Klasse wiedergewählt.
Zerna, den 2. Januar 1909
Dem Gemeinderate wurde die Gemeinde- sowie Armenkassenrechnung von Jahre 1908 vorgelesen, so wie durchgesehen und beide Rechnungen vollkommen und für richtig befunden, es entsagen sich die Unterzeichneten, alle Ansprüche an die abgelegten Rechnungen zu machen.
Michael Buck Michael Krahl
Der Gemeindevorstand Nikolaus Ritscher übernimmt die lokalen Steuereinnahmen der Gemeinde Zerna von Nikolaus Matka über. Mit einem Heberegister-, Grundsteuer-, Landrente-, und Einkommensteuerquittungsbücher, ein Instruktion und Kontenbuch.
Nikolaus Ritscher Nikolaus Bisold Gemeindeältester
Zerna, den 29. März 1909
Von dem Gemeinderate wurde heute beschlossen, daß die Gemeindegrundstücken weiter verpachtet werden und zwar am 30. März 1909 bis 1. April 1915. Die Pacht soll zum 1. Mai jedes Jahres pünktlich und voll bezahlt werden. Es ertstanden
Michael Sende für 3 M. -
Michael Bensch 1 M 70
Michael Bensch - 50
Georg Krahl - 70
Peter Sauer - 50
Nikolaus Juranz 1M 80
Georg Frenzel 1M 50
Die Gemeindegrundstücke werden mit Bäumen bepflanzt, und der Ertrag von den Bäumen fällt der Gemeindekasse zu.
Nikolaus Rietscher Gemeindevorstand
Zerna, den 9. Mai 1909
Von heute versammelten Gemeinderatsmitglieder wurde folgender Beschluß gefaßt. Da am 3. d. M. die Nahrungsbezitzer auf Wegebauarbeit am 5., 6., 7. M. bestellt wurden, der Nahrungsbesitzer Jakob Wowtscherk war unentschuldigt von der Arbeit ausgeblieben.
Da wurde heute beschlossen, daß jeder, so wie auch Wowtscherk der unentschuldigt von der Gemeindearbeit sich entzieht, pro Stunde 85 dz bezahlt , welches in die Gemeindekasse zufließt, weiter wurde beschlossen, daß Wowtscherk in 8 Tagen bezahlt.
Nikolaus Bisold Gemeindeältester Michael Rentschke
Zerna, den 30. Oktober 1909
Beim heute versammelten Gemeinderate, waren die unterzeichneten Gemeindemitglieder erschienen, es wurde zur Beratung genommen, wegen Beitritt zum Gemeindeverband, für Haftpflichtversicherung in Bezirk der königl. Amtshauptmannschaft Kamenz. Es wurde beschlossen, daß die Gemeinde nicht dem Verbande beitreten wird, Beschluß wurde einstimmig angenommen.
Michael Rentschke Michael Janze
Zerna, den 28. November 1909
Beim heute versammelten Gemeinderate, beim welchen sich 4 Ratsmitglieder eingefunden haben. Es wurde einstimmig beschlossen, der Haftversicherung im Bezirke der Amtshauptmannschaft Kamenz beizutreten. Weiter wurde beschlossen, den Gemeindevortstandgehalt um 20 Mark zu erhöhen. Jährlich auf 80 M. statt bis jetzt 60 M., auf die nachfolgenden 5 Jahre, wurde einstimmig angenommen.
Zerna, den 21. Dezember 1909
Bei der heute stattgefundenen Nachwahl eines Vertreters der Klasse IV., wurde der Maschinist Jakob Buck auf 2 Jahre bis 31. 12. 1912 gewählt.
Michael Renteschke
Zerna, den 20. Februar 1910
Zum heute zusammengerufenen Gemeinderat, beim welchen die Unterzeichneten erschienen, wurden die Gemeinde-, Armenkassen- und Wegebaurechnungen vom Jahre 1909 vorgelesen, geprüft und für richtig befunden worden. Die Unterzeichneten entsagen sich allen Ansprüche gegen die Rechnung.
Weiter wurde beschlossen, daß wen einen Ursprungszeugniß werden 30 dz Gebühren gehoben, und von einen Wandergewerbeschein 1 M 50 dz
Diejenigen Besitzer die Gänse halten und die Gänse ohne Beaufsichtigung auf Gemeindegrundstücken umher laufen lassen, werden mit 1 M. Strafe belegt.
Zerna, den 30. November 1910
Bei der heute stattgefundenen Wahl des Gemeindeältesten und eines Vertreters der Klasse I,
sowie des Schulvorstandes, wurde Georg Krahl als Gemeindeältester, Nikolaus Matka als Vertreter der Klasse I und Nikolaus Koplanski zum Schulvorstand gewählt. Und die Lokalsteuereinnahmen übernimmt zum 1. Januar 1911 Nikolaus Matka.
Jakob Buck
Zerna, den 3. Januar 1911
Der Nahrungsbesitzer Nikolaus Matka übernimmt am heutigen Tage, die Lokalsteuereinnahmnen von dem Gemeindevorstand Ritscher über. Mit einem Heberegister, Grundsteuer-, Landrenten-, und Einkommensteuerquittungsbuch, wie Instruktion- und Rentenbuch.
Ritscher Gemeindevorstand
Nikolaus Matka
Zerna, den 19. Februar 1911
Beim heute versammelten Gemeinderat, waren die unterzeichneten Gemeinderatsmitglieder erschienen. Es wurden die Gemeinde-, Armenkassen- und Wegebaurechnungen vom Jahre 1910 vorgelesen, geprüft und für richtig befunden, die Unterzeichneten entsagen sich allen Ansprüchen gegen die Rechnungen. Weiter wurde der Beschluß gefaßt , daß die 10 M. Ortssteuereinnehmergebühren in Wegfall kommen.
Zerna den 13. Mai 1911
Bei heute versammelten Gemeinderat waren die unterzeichneten Gemeinderatsmitglieder erschienen, es lagen folgende Punkte zur Verhandlung.
Wurde einstimmig beschlossen, daß der Rest der Pfarrbauanlage 20 M 66 dz aus der Gemeindekasse genommen wird.
2. Wurde über die Verfügung des Ministerium des Inneren von 30. Januar 1911 betreffend Krüppelkinderunterstützung, wurde einstimmig abgelehnt.
Georg Krahl Gemeindeältester
Zerna, den 5. Mai 1912
Bei heute einberufenen Gemeinderate, waren folgende Mitglieder erschienen Nikolaus Matka, Michael Janze, Michael Rentschke und Jakob Buck. Es wurden die Gemeinde- und Armenkassenrechnungen geprüft und für richtig befunden. Die unterzeichneten entsagen sich allen Ansprüchen gegen die Rechnungen
Weiter wurde beschlossen, daß von jedem gewöhnlichen Tanze 1 Mark und von öffentlichen Lustbarkeiten z. B. öffenticher Umzug im Dorfe, Preiskegeln, Schaukel u. s. w. mit 3 Mark, Singspiele und theaterische Vorstellungen mit 5 Mark zu erheben sind.
Zerna, den 30. Juni 1912
Bei der heutigen Gemeinderatssitzung wurde von folgenden Gemeinderatsmitglieder Ritscher, Krahl, Matka, Janze, Rentschke und Buck auf Antrag des Nahrungsbesitzers Nikolaus Ritscher beschlossen, ihm ein Darlehn von 800 M der Armenkasse der Gemeinde Zerna mit Rittergut auf zweite Hypothek seiner Besitzung in Gemeinde Zerna wo die nächste Hypothek mit 600 M behaftet, bewilligt, mit 4% Zinsen, gefällig den 1. Januar nachträglich jährlich.
Die Gemeinde Räckelwitz sollte für den Schleusenbau in Reciza 20, 40 M an die Gemeinde Zerna.
Retschke
Zerna, den 30. November 1912
Bei dem heute stattgefundenen Gemeinderatswahl für die Klasse III und IV wurden gewählt, für Klasse III Jakob Kokel mit 5 von 9 abgegebenen Stimmen, für Klasse IV Jakob Buck Maschinist mit 8 von 9 Stimmen wiedergewählt.
Krahl Michael Janze
Zerna, den 19. Dezember 1912
Am heutigen Tage wurden die unter 30. Juni 1912 als Darlehn gewährten 800M von G. N. Ritscher wieder in bar zurückgezahlt.
G. Krahl
N. Matka
Zerna, den 31. Juli 1913
Der Gemeinderat wurde heute wegen Neuanstellung eines Tag und Nachtwächters berufen. In dem Nikolaus Mark gestorben ist, wurde an seiner Stelle Michael Schlisch, Häusler in Zerna vorgeschlagen. Selbiger war geneigt die Stelle anzutreten. Gleichzeitig wurde ihm bekannt gemacht, daß außer der Nachtwache sämtliche Gemeindedienste dem Nachtwächter obliegen. Als Lohn werden ihm ausgezahlt, von den Gärtner monatlich 20 Pf. von dem Halbgärtner und Häusler monatlich 15 Pf. das Rittergut zahlt einen jährlichen Gehalt von 36 Mark .Außerdem erhält er von jeden Gärtner zur Kirmes einen Kuchen.
Michael Schliesch Nikolaus Matka
Krahl Rentschke
Zerna, den 21. Sptember
Beim heute versammelten Gemeinderate waren erschienen, die Gemeinderatsmitglieder Matka, Renschke und Kokel, es wurde die Gemeinde- und Armenkassenrechnung noch des Jahr 1912 vorgelesen und geprüft und genehmigt, alle Unterzeichneten entsagen sich allen Ansprüche gegen die Rechnung.
Zerna, den 24. Dezember 1913
Bei heute versammelten Gemeinderat waren folgende Gemeinderatsmitglieder erschienen.
Geimeindeältester Krahl, Nik. Matka, Mich. Rentschke, Jakob Kokel und Jakob Buck. Es wurde dem Gemeinderate die Wahl eines Schulvorstandes vorgelegt, auf die Zeit von 1 Januar 1914 bis 31. Dezember 1916. Danach wurde der Wirtschaftsbesitzer Nikolaus Koplanski einstimmig wieder gewählt, der Selbe nahm die Wahl auf.
Koplanski
Zerna, den 19. Februar 1914
Bei der heute stattgefundenen Ergenzungswahl waren folgende Gemeinderatsmitglieder erschienen Gemeindeältester Krahl die Ausschußpersonen Nikolaus Matka und Jakob Kockel. Betr. Wirtschaftsverkauf des bisherigen Gemeinderatsmitgliedes Michael Rentschke, wurde Herr Nikolaus Koplanski bis 31. Dezember 1914 gewählt. Er nahm die Wahl an.
Zerna, den 3 Juli 1914
Bei der heutigen Gemeinderatssitzung waren folgende Gemeinderatsmitglieder erschienen der Gemeindeältester Krahl, die Ausschußpersonen Nikolaus Matka, Nikolaus Koplanski und Jakob Buck. Es wurde die Gemeinde- und Armenkassenrechnung geprüft und für gültig erklärt. Weiter wurden die Gemeinde-, Schul- und Kirchensteuergesetze beschlossen und zwar Besitzwechsel wird 4/10 % gehoben, davon fließen der Armenkasse 1/10 zu , der fehlende Betrag Gemeindeanlagen werden 50% von Grundsteuer, 50% von Einkommensteuer erhoben. Schulsteuer wird 66 2/3% von Grundsteuer und 33 1/3% von Einkommen- u. Kirchensteuer wird 50% Grundsteuer 50% Einkommensteuer erhoben.
Weiter wurde beschlossen dem Nahrungsbesitzer Jakob Wowtscherk ein Darlehn von 2100 zu gewähren , von den Matkoschen, Zschoranackschen Legat und Petrichs Legat zu leihen und zwar zu 4 % mit selb. jährlichen Zinsen, die Zinsen sollten zum 1. Mai und 1. Oktober bezahlt werden. Gesuch wurde mit 4 gegen 1 Stimme genehmigt.
Der Wegebau und Nachtwächter Lohn wurden wie bisher weitergeführt.
Krahl Gemeindeältester Matka
Zerna, den 25. November 1914
Bei der heute versammelten Gemeinderat waren folgende Gemeindratmitglieder erschienen der Gemeindeälteste Krahl und die Ausschußpersonen Nikolaus Matka, Nikolaus Koplanski, Jakob Kokel und Jakob Buck.
Es wurde beraten, daß der Gemeindevorstand noch 1 Jahr in seinem Amte bleibt, und der Gemeindevorstandgehalt wurde von 80 auf 100 M bewilligt.( wegen des Feldzuschuß)
Zerna, den 8. Dezember 1914
Bei heute versammelten Gemeinderat waren folgende Gemeinderatsmitglieder erschienen, der Gemeindeältester Krahl und die Gemeinderatsmitglieder Matka, Koplanski, Kokel und Buck.
Da das Protokoll von 25. November 1914 von der königl. Amtshauptmannschaft verworfen wurde, wurde heute der Nahrungsbesitzer Georg Krahl zum Gemeindevorstand gewählt, da Krahl jetzt Gemeindeältester war, wurde an seine Stelle Nikolaus Ritscher zum Gemeindeältesten gewählt.
Vorgelesen, genehmigt und unterschrieben Nikolaus Rietscher Gemeindevorstand
Zerna am 7. März 1915
Bei der heutigen Gemeinderatssitzung wurde beschlossen, daß die Gemeindegrundstücke weiter verpachtet werden und zwar auf die Zeit von 1. April 1915 bis 31. März 1921 mit der Bedingung, daß aus diesen Grundstücken innerhalb der oben angegebenen Zeit, Obstbäume angepflanzt werden dürfen.
Die Pacht soll zum 2. Mai jeden Jahres voll und pünktlich an die Ortsbehörde abgeführt werden.
Er erstanden Georg Krahl für - M 70 dz
Peter Sauer - 50 dz
Michael Sende - 40 dz
derselbe 2 - dz
Michael Bensch 1 70 dz
derselbe - 50 dz
Nikolaus Walde - 30 dz
Nikolaus Juranz 1 50 dz
Agnes Frenzel 1 80 dz
Krahl Gemeindevorstand
Zerna, am 12. Oktober 1915
Bei der am heutigen Tage einberufenen Gemeinderatssitzung erschienen die Mitglieder Jakob Buck, Nikolaus Matka, Nikolaus Koplanski, Georg Krahl als Vorstand, es wurde einstimmig beschlossen, daß die Gemeinde den Verein Heimatdank mit einem jährlichen Beitrag von 10 M beitrete. Der Beitrag wird aus der Armenkasse genommen.
Zerna, am 25. Februar 1916
Bei der heutigen Gemeinderatsversammlung waren anwesend Jakob Buck, Matka, Krahl und Kokel. Es wurde beschlossen für die Portoverlege, die Gemeinde jährlich dem Gemeinderat 12 M zu zahlen.
J. Kokel
Zerna, den 13. August 1918
Im Hause des Gemeindeältesten Ritscher, hatten sich zur Vorwahl um einen Gemeindevorstandswahl eingefunden, Gemeindeälteste Ritscher und die Gemeinderatsmitglieder Buck, Kokel und Matka, von diesen wurde einstimmig der Nahrungsbesitzer Nikolaus Bensch in Zerna zum Gemeindevorstand gewählt. Er nahm die Wahl an, auf die Zeit vom 1. September 1918 bis 31. Dezember 1924.
Ritscher Gemeindeältester
(nachträglich wird eingetragen , abgeschrieben)
In der Gemeinderatsversammlung von 3. März 1918 wurde folgendes beschlossen
die Anzeige des Brumst. Rittergutspächters P. Rocho, betreffend Ausbesserung des Weges, von Mitte des Dorfes nach dem Rittergutes wurde abgelehnt, weil dieser Weg nach Aussagen des Ortsrichters Michael Bensch, immer von dem Pächter des Rittergutes ausgebessert wurde, von je her und er hat in auch auszubessern wie er Rittergutspächter war, v. sein Vater
der Antrag der Gemeinde Laske, betreffend der 33 Steuereinheiten des Mühlengrundstückes (Feld) welches in Laske flurlinks, die Lasten und Abgaben in Laske abzuführen wurde abgelehnt, weil selbiges ein Pertemenz=Grundstück ist und die Abgaben und Lasten, soweit aus den Gemeindeakten ersichtlich ist, stets in der Gemeinde Zerna abgeführt worden sind, resp. zu tragen. Dasselbe betrifft auch die Gundstücke , Krahlsche in Gränzer Flur, Rentsche (Gasthof) Feld in Räckelwitzer Flur, diese sind alle Pertemenz=Grundstücke, deren Abgaben und Lasten in Gemeinde Zerna abgeführt sind entsp. zu tragen.
der Antrag der Klosterstiftsherrschaft als Besitzer des Rittergues Zerna, betreffend der angekauften Grundstücken von den Besitzern der Gemeinde, diese zu umbezirken und nicht mehr als bäuerliche (rustigaln), sondern als Einheiten des Gutsbezirkes (sominaln) anzusehen oder betrachten, wurde abgelehnt. Dieselben sind als Forenser zu betrachten, weil der Besitzer nicht im Orte wohnt und somit das Geld zu veranlagen, diese können nicht umbezirkt werden und bleiben bäuerliche. Die vorgenannten 3 Punkte sind von der königl. Amtshauptmannschaft resp. Königshauptmannschaft als erledigt angesehen worden.
der Antrag des Besitzers des Rittergutes Klosterstiftsherrschaft St. Marienstern, betreffend des Vermächtnisses worauf der jeweilige Besitzer des Rittergutes, den dritten Teil sämtlicher Ausgaben der Gemeinde zutragen hat, (laut Kaufabschrift vom 28. April 1852 Punkt 5, welche sich Gemeinde Akten befindet) wird von der Gemeinde gefordert, da selbiger bis zum heutigen Tage bezahlt wurde.
Zerna, den 3. März 1918
J. Buck, Ritscher G. Ä., G. Krahl G. Vorst.
Zerna, den 9. Februar 1919
Am heutigen Tage wurde die Wahl des Gemeinderates bekannt gegeben, es war nur ein Wahlvorschlag eingegangen, folgen dessen hat keine Wahl stattgefunden, in den Gemeinderat sind gewählt Jakob Buck, Nikolaus Koplansky, Nikolaus Matka, Jakob Kockel und Nikolaus Zschornack als Ersatzmann und zugleich als Mitglied des Schulvorstandes.
Zerna, den 14. Februar 1919
Heute wurden die Gemeinde- und Armenkassenrechnungen geprüft und als richtig befunden. Wurde auch einstimmig beschlossen, die Hausbesitzerin Agnes Krahl No. 28 aufzufordern, den Zaun den sie im vorigem Jahre gebaut und auf Gemeindegrundstück hinaus gerückt hat, sofort zu entfernen, maßgebend sind die Grenzsteine zwischen 28 und 29 No. und in der Gasse zwischen No. 26 u. 28 in der Mitte.
Bei beiden Versammlungen waren zugegen sämtliche Mitglieder des Gemeinderates der Gem. Vorstand und Gemeindeälteste.
Bensch Gemeindevorstand
Zerna, am 8. November 1919
Im Hause des Gemeindevorstandes hatten sich folgende Gemeinderatsmitglieder eingefunden, Nik. Matka, J. Kockel, Nik. Zschornak und Buck, es wurde die Wahl des Gemeindeältesten vorgenommen, von diesen, wurde der Maschinist Jak. Buck einstimmig gewählt, der gewählte nahm die Wahl an.
N. Zschornack
N. Matka,
Zerna, den 16. März 1920
Der Gemeinderat hat beschlossen, für die Bürgerl 4%, Kirch 4% und Schulgemeinde 15% des Einkommensteuersolls für die ersten drei Monate des Jahres 1920 als Nachtrag zu erheben, und dasselbe am 30. März wieder bestätigt.
Zerna, am 9.März 1920
Bei der heutigen Gemeinderatssitzung wurde einstimmig beschlossen, den Gemeindevorstandsgehalt vom 1. April an jährlich auf 200 Mark erhöhen.
Jakob Kokel
Nik. Zschornack
Zerna, am 24. August 1920
Zur der heute einberufenen Gemeinderatssitzung erschienen folgende Mitglieder, Nik. Zschornack, Jakob Kokel und Gemeindeältester Jakob Buck, es wurden die Gemeindeund Armenkassenrechnungen vorgelegt und geprüft und für richtig befunden, die Unterzeichneten entsagen sich allen Ansprüche gegen die Rechnungen.
Am 11. Dezember wurde der Maschinist Jakob Buck als Gerichtsschöffe für die Gemeinde Zerna in Pflicht genommen.
Der Antrag der Amtshauptmannschaft den Gehalt des Gemeindevorstandes, 4 Mark von jedem Einwohner wurde abgewiesen, wurde nur vom Einwohner 4 Mark bewilligt.
Bensch Gemeindevorstand Jakob Kokel
Zerna, am 29. September 1920
Bei der heutigen Gemeindemitgliederversammlung wurde der Hausbesitzer Michael Schliesch als Nachtwächter angestellt und zwar vom 1. Oktober an. Gleichzeitig wurde ihm bekannt gegeben, sämtlicher Gemeindedienste, die dem Nachtwächter obliegen zu besorgen. Als Lohn wird ihm gewährt von den Nahrungsbesitzer 1 Mark (1. Juli 1923 1,50 M) und von dem Haus und Grundstücksbesitzern 0,50 Mark (1,00M) vierteljährlich das Rittergut zahlt 12 Mark (10,00M) vierteljährlich.
Michael Schliesch
Zerna, am 29. Dezember 1920
Auf Anordnung der Amtshauptmannschaft betrf. Neuwählung des Waisenrates, wurde heute eine Gemeinderatssitzung abgehalten. Der Nahrungsbesitzer Jakob Noak wurde zum Waisenrat und Wirtschaftsbesitzer Nikolaus Koplanski zu dessen Stellvertreter einstimmig wiedergewählt, auf die Zeit von 1. Januar 1921 bis 31. Dezember 1923.
Jakub Kokel
Zerna, am 25. Januar 1921
Zur heutigen Gemeinderatssitzung erschienen folgende Gemeinderatsmitglieder Nik. Matka, Jak. Kokel, Nik, Zschornack, Nik. Koooplanski und Gemeindeältester Jak. Buck. Auf Anordnung der Amtshauptmannschaft, wurde vom Gemeinderat die Neuregelung des Gemeindevorstansgehalt vorgenommen. Es wurde folgender Beschluß gefaßt, den Gehalt auf 500 Mark jährlich rückwirkend vom 1. April 1920 zu bewilligen.
Zerna, am 10. März 1921
Bei der heutigen Gemeinderatssitzung wurde beschlossen, die Stempelgebühren für Ursprungszeugnisse und Bescheinigungen auf 1 Mark erhöhen.
Die Grundstücke der Gemeinde sollen auf die Zeit vom 1. April 1921 bis 31. März 1927 verpachtet werden, mit der Bedingung, daß vom jeden Obstbaumstamm ab, 1 m Rasenfläche zu lassen ist, die Pacht soll zum 1. Mai jedes Jahres voll und je pünktlich an die Ortsbehörde abgeführt werden.
Die Grundstücke wurden verpachtet an:
Pachtgeld in Mark
für Michael Krahl
für Schramm
für Kokel
für Zschornak
für Michael Sende
für derselbe
für Michael Bensch
für Michael Juranz
Wenk erst 1923 erstangepachtet
Bensch Gemeindevorstand Buck Zschornack
Matka Koplanski Kokel
Zerna, am 17. Oktober 1921
Zu der heute einberufenen Gemeinderatsversammlung erschienen folgende Gemeinderatsmitglieder, Gemeindeältester Jak. Buck, Jak. Kockel, Nik. Matka, Nik. Zschornack und Nik. Koplanski. Es wurden die Gemeinde- und Armenkassenrechnungen vorgelegt, geprüft und für richtig befunden. Die Unterzeichneten entsagen sich allen Ansprüchen gegen die Rechnungen.
Zerna, den 3 November 1921
Bei der heute einberufenen Gemeinderatssitzung erschienen folgende Gemeinderatsmitglieder Gemeindeältester Jak. Buck, Jak. Kockel, Nick. Matke, Nik. Zschornack und Nik. Koplanski. Es wurde beschlossen der Nachtrag zur Gemeindesteuerverordnung für die bürgerliche Gemeinde gemäß § 13 des Landessteuergesetzes vom 30. März 1920. (R. G: Bl. S 402).Die in Abschnitt VI "Lustbarkeitssteuer" enthaltenden Bestimmungen behalten fernerhin Gültigkeit.
Der verstehende Nachtrag wurde am 19. Nov. 1921 vom Gemeinderat bestätigt.
Zerna, am 7. Januar 1922
In der heutigen Gemeinderatssitzung wurde der Gemeindeälteste Jakob Buck, von den erschienenen Gemeindevertretern wieder zum Gemeindeältesten einstimmig gewählt. Der Gewählte nahm die Wahl an.
In derselben Sitzung wurde einstimmig beschlossen, nach § 17. des Gewerbesteuergesetzes vom 6. Oktober 1921 , einen Zuschlag in Höhe von 5 von Hundert, der Gewerbesteuer zu erheben für die Gemeinde, und tritt am 1. April 1922 in Kraft, sowie auch für den Gutsbezirk.
J. Buck Gemeindevertreter
Matka Gemeindevertreter
Jakob Kokel Gemeindevertreter
Zerna, den 23. Januar 1922
Die eben unter 2 beschlossenen Zuschlag zur Gewerbesteuer, wurde in der heutigen Sitzung des Gemeinderates wieder einstimmig anerkannt.
Zerna, den 20. März 1922
Am heutigen Tage einberufener Gemeinderatssitzung waren anwesend Gemeindeältester Buck und die Gemeindevertreter Matke, Zschornack und Koplanski, es wurde auf Antrag der Amtshauptmannschaft , der Gehalt des Gemeindevorstand zu regeln, und zwar nach den vom Ministerium auf den Kopf 18 M, für 101 bis 500 Einwohnern 11 M. Die Gemeinde zählt nach der letzten Volkszählung 138 Einwohner, danach stellt sich der Gehalt des Gemeindevorstandes auf 2218 Mark jährlich. Die Verordnung gilt mit Wirkung vom 1. Oktober 1921 an.
(Am 1. April 1922 an wird der Gemeindevorstandsgehalt auf 3500 M erhöht)
Beschluß des Gemeinderates vom 4. Oktober 1922
Zerna, am 15. Mai 1922
Den unterzeichneten Gemeindevertretern wurden heute, die Gemeinde- und Armenkassenrechnungen vorgelegt, geprüft und für richtig befunden, die Unterzeichneten entsagen sich allen Ansprüchen gegen die Rechnungen.
Nik. Koplanski
Nik. Zschornack, Koplanski
Der Wirtschaftsbesitzer Jakob Wowtscherk hat das Nowotnische Legat in Höhe von 75 Mark am heutigen Tage an die Gemeinde zurückgezahlt, welches hypothekarisch eingetragen sind, aber noch nicht gelöscht, am 30. Dezember 1922 wurde der Betrag an die Sparkasse der Stadt Kamenz, Sparkassenbuch No = 64747 eingezahlt.
Zerna, am 26. November 1922
Buck Gemeindeältester
Zerna, am 4. Dezember 1922
1.In der heutigen Gemeinderatsversammlung waren zugegen Gemeindeältester Jak. Buck,
die Gemeinderatsmitglieder Nik. Zschornack, Nik. Koplanski, Nik. Matka und Jak. Kokel
zum Bezirkschulvorstand wurde Herr Nik. Zschornack wiedergewählt, zum Schulausschuß
wurde der Gem. Ältester Jakob Buck gewählt, beide nahmen die Wahl an.
2.Weiter wurde das Gemeindegrundstück vor den Wohnungen bei Janze, Kokel und Wenk,
das Grundstück an die betreffenden verpachtet, auf 30 Jahre für den Preis wie die anderen
Gemeinde Grundstücken.
3.Der Gemeindevorstandgehalt wurde nach den vorgeschlagenen Richtlinien vom Ministeri
um, auf die ersten 100 Einwohnern je 242 M, für 101 bis 500 Einwohnern je 158 M, die
Gemeinde zählt nach der letzten Volkszählung 138 Personen, darauf stellt sich der Gehalt
auf 30204 M jährlich, vom 1. Oktober 1922 an.
J. Buck Gemeindeältester
Zerna, am 21. März 1923
Von dem Gemeinderat wurde in der heutigen Sitzung einstimmig beschlossen, die nach § 9 des Grundsteuergesetzes vom 7. 10. 1921 g. v. Bl. S 327 einen Zuschlag bis zu 25 v. G. von der Grundsteuer zu erheben. Dieser Nachtrag tritt am 1. April 1923 in Kraft.
Jakob Kokel Bensch Gemeindevorstand
Nikolaus Koplanskie Buck Gemeindeältester
Nikolaus Zschornack
Zerna, am 5. April 1923
In der heutigen Sitzung des Gemeinderates wurde der vorstehende beschlossene Nachtrag wieder anerkannt. Gleichzeitig wurde beschlossen von der Grundsteuer einen Zuschlag von 5 v. h. für 1923 zu erheben.
Nikolaus Zschornack Nikolaus Matka
Zerna, den 1. Juli 1923
Zur heutigen einberufenen Gemeinderatsversammlung erschienen folgende Gemeinderatsmitglieder, Gemeindeältester Jak. Buck, Nik. Zschornack und Nick. Matka. Es wurden die Gemeinde- und Armenkassenrechnungen vorgelegt , geprüft und für richtig erklärt. Die Unterzeichneten entsagen sich allen Ansprüchen gegen die Rechnungen.
Gleichzeitig wurden die Stempelgebühren für Ursprungszeugnisse und Bescheinigungen auf 1000 Mark erhöht.
Zerna, den 15. Dezember 1923
Zu heute einberufener Gemeinderatssitzung waren erschienen, Gem. Ältester Buck, die Gemeindevertreter Nik. Matka, Nik. Zschornack, Nik. Koplanski und Jakob Kokel. Auf Grund des Gewerbesteuergesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 19. Juli 1923 Sächs. Gesetzb. S. 273 sind die Gemeinden verpflichtet vom 1. April 1923 ein Zuschlagsteuer zu erheben, in Höhe von mindestens 100% und höchstens 300% der Staatlichen Gewerbesteuer, der Nachtrag tritt am 1. April 1923 in Kraft.
Zerna, den 31. Dezember 1923
In der heutigen Sitzung des Gemeinderates waren alle vertreten. Der vorstehende Nachtrag wurde wieder anerkannt. Gleichzeitig wurde beschlossen von der Gewerbesteuer, eine Zuschlagsteuer von 100 % für 1923 zu erheben.
In derselben Sitzung wurde Sachverständige und Stellvertreter zur Festsetzung der Entschädigung bei Notschlachtungen: gewählt sind
als Sachverständige als Stellvertreter
Nik. Bensch Gem. Vorstd. Jakob Kokel Wirtschaftsb.
Nik. Matke Wirtschaftsb. Nik. Zschornack Wirtschaftsb.
Zerna, den 15. Januar 1924
Am heutigen Tage wurde die Wahl der Gemeindeverordneten bekannt gegeben, es war nur ein Wahlvorschlag eingegangen, deshalb hat keine Wahl stattgefunden, als Gemeindeverordneten sind gewählt: Jakob Buck, Nik. Koplanski, Jakob Kockel, Nik. Matke, Michael Krahl, Nik. Zachornack und Georg Rietscher.
Ersatzmänner sind: Michael Wenk, Jakob Koreng, Michael Sende, Jakob Noak, Michael Jurenz, Jakob Wowtscherk und Georg Mögel.
Zerna, am 31. Januar 1924
Heute Abend versammelten sich die Gemeindeverordneten in der Wohnung des Gemeindevorstandes, anwesend waren: Jakob Buck, Nik. Koplanski, Jakob Kockel, Nik. Matke, Michael Krahl, Nik. Zachornack und Georg Rietscher.
Der Gemeindevorstandgehalt wurde auf 120 Goldmark jährlich festgesetzt; für Rechnungsjahr 1923/24.
J. Buck G.Ä.
Zerna, den 26. März 1924
Heute wurde ein Gemeindeverordneten Sitzung anberaumt, erschienen waren:
Jakob Buck, Nik. Koplanski, Jakob Kockel, Nik. Matke, Michael Krahl, Nik. Zschornack und Georg Rietscher.
Der Gemeindeverordnete Jak. Buck wurde einstimmig zum Gemeindeältsten gewählt. An seine Stelle als Gemeindeverordneter tritt der Ersatzmann Michael Wenk.
Michael Krahl Bensch Gemeindevorstand
Nikolaus Koplanskie Buck
Kokel Ritscher
In derselben Sitzung wurde der Nachtrag zur Hundesteuer beraten, und in der Sitzung am 10. April die Hundesteuer jährlich auf 9 Mark beschlossen, für den 1. und auch für den 2. Hund.
Michael Krahl M. Wenk
Nikolaus Koplanskie Nikolaus Matka
Zerna, den 13. April 1924
Den unterzeichneten Gemeindeverordneten wurde heute der Nachtrag zur Grunderwerbssteuer zur Beschliessung vorgelegt, wonach der Steuerzuschlag von 2 auf 4 v. h. erhöht werden kann.
In der Sitzung am 28.4. wurde beschlossen die Grunderwerbssteuerzuschläge nicht zu erhöhen und bis auf weiteres 2 v. h. zu erheben.
Michael Krahl Bensch Bürgermeister Nikolaus Koplanskie M. Wenk
Zerna, den 2. Juli 1924
Nachtrag zur Gemeindeordnung
Von den Gemeindeverordneten wurde heute beschlossen, daß nachfolgende Tage als Gemeindefeiertage zu gelten haben. Es sind dies die Tage: 2. Februar, 25. März, 2. Juli, 8. September und 25. November. Begründung: Diese Tage werden schon seit uralter Zeit, unserer Gemeinde als Feiertage gehalten. Niemand arbeitet an diesen Tagen.
Diese Beschluß ist dem Schulausschuß bekannt zu geben und dieser ist zu veranlassen, für diese Tage bei der Schulbehörde, Schulfreiheit zu erwirken. Er soll hierin bis zur höchsten Instanz gehen. Der Beschluß ist dem Schulausschuß zu Rosenthal überreicht worden.
Die Gemeindeverordnetern Der Gemeinderat
Nik. Matka Bensch Bürgermeister Nikolaus Koplanskie
Mich. Krahl
Zerna, den 21. September 1924
In der heutigen Gemeindeverordneten Sitzung wurden anwesend: Nik. Koplanski, Nik. Matke, Michael Krahl, Nik. Zschornack, Georg Rietscherund Gem. Ältester jak. Buck. Es wurden die Gemeinde- und Armenkassenrechnungen 1923/24 geprüft und für richtig erklärt. Die Unterzeichneten entsagen sich allen Ansprüchen gegen die Rechnungen.
Gleichzeitig wurde die Neufestsetzung des Gemeindevorstandsgehalt, nach den Richtlinien des Ministerium des Innern vom 23. 7.1924 geregelt und zwar für die 1. 100 Einwohnern 2,80 M, für 101 bis 300 Einwohner 2,00 M, von 157 Einwohnern jährlich 364 Mk vom 1. Juni 1924 an.
Zerna, den 14. Dezember 1924
Zur Wahl des Bürgermeisters waren folgende Gemeindeverordnete anwesend: Nik. Zschornack, Nik. Matke, Jak. Kockel, Nik. Koplanski, Mich. Krahl und Michael Wenk.
Von den Stimmberechtigten wurde der bisherige Bürgermeister auf sechs Jahre wiedergewählt. Vom 1. Januar 1925 bis 31. Dezember 1930.
Jakob Kockel
Zerna, den 25. Februar 1925
Heute Abend wurde eine Sitzung der Gemeindeverordneten einberufen, erschienen waren Jak. Kockel, Nik. Matka, Mich. Krahl, Georg Rietscher, Michael Wenk, Nik. Zschornack und Gem. Ältester Jak. Buck. Er wurde wegen der Einverleibung der klösterlichen Waldungen (Lugawald) verhandelt und beraten. Es wurde einstimmig beschlossen, auf die Einverleibung des Lugawaldes zu verzichten, weil voraussichtlich die Kosten für Wegebau höher sein würden, als die Anteile von den Steueranteilen.
Nik. Matka
Nikolaus Zschornack Bensch Bürgermeister
Zerna, den 19. März 1925
Von den unterzeichneten Gemeindeverordneten wurde beschlossen, nach der Vergnügungssteuerordnung des Bezirksverbandes der Amtshauptmannschaft vom 18.12.1924 ein Gemeindezuschlag von 100% zu erheben.
Nik. Matka, M. Wenk, Bensch Bürgermeister Nikolaus Koplanskie
Mich. Krahl, J. Kockel
Zerna, den 27. Mai 1925
In der heutigen Gemeindeverordneten Sitzung, wurden von den unterzeichneten Gemeindeverordneten der Wirtschaftsbesitzer Nik. Matke als Vertrauensmann für die Land- u. Forstwirtschaftliche Berufsgenossenschaft und für dessen Stellvertreter der Stellmacher G. Rietscher einstimmig auf 3 Jahre gewählt.
Jak. Buck
Zerna, den 19. Juli 1925
In der heutigen Gemeindeverordnetensitzung waren anwesend, Gem. Ältester Buk und die Gemeindeverordneten Zschornack, Ritscher, Matke, Kockel und Wenk.
Es wurden die Gemeinde- und Armenkassenrechnungen durchgesehen und geprüft, für das Rechnungsjahr 1924. Die Unterzeichneten entsagen sich allen Ansprüchen gegen die Rechnungen.
Die Gemeindeverordnetern Bensch Bürgermeister
Nik. Matka, M. Wenk,
Georg Rietscher, BuckGemeindeältester
J. Kockel, Nikolaus Zschornack,
Nikolaus Koplanskie
Zerna, den 9. Oktober 1925
Heute abend wurde eine Gemeindeverordnetensitzung einberufen, anwesend waren Nik. Matke, Georg Rietscher, Michael Krahl, Michael Wenk, Nik. Zschornack u. Gemeindeält.
Buck. Es wurde der Beschluß gefaßt, zu der neuen Automobilspritze der freiw. Feuerwehr Skt. Marienstern ein Beitrag von 200 Mk zu bewilligen.
Nik. Matka, M. Wenk, Bensch Bürgermeister
M. Krahl Buck Gemeindeältester
Zerna, am 13. November 1925
Heute abend wurde eine Gemeindeverordnetensitzung anberaumt. Erschienen waren folgende Gemeindeverordneten Jakob Kokel, Michael Wenk, Nikolaus Matke, Mich. Krahl, Nikolaus Zschornack und Gemeindeältester Jakob Buck. Es wurde beschlossen für die abgebrannten, Renger in Lehndorf und für Frau Wulenk in Cannewitz, für jeden 25 Mark aus der Gemeindekasse zu bewilligen.
Die Gemeindeverordneten stellen Antrag an die Amtsh., die Zusammenstellung der Armenkasse in die Gemeindekasse zu bewilligen.
Auch wurde die Gemeindekasse geprüft und ein Barbestand von 447 Mk richtig vorgefunden.
Zerna, den 28. 10. 1926
Bei der heutigen Gemeindeverordnetensitzung wurde von den Gemeindeverordneten die Gemeindekassenrechnung für das Rechnungsjahr 1925 durchgesehen, geprüft und für richtig erklärt, die Unterzeichneten Entsagen sich allen Ansprüchen gegen die Rechnung.
Nik. Matka Georg Rietscher
Jak. Kockel Nik. Koplanski
Mich. Krahl Michael Wenk
Zerna, den 15. November 1926
Am heutigen Tage wurde die Wahl der Gemeindeverordneten bekanntgegeben, es wurde nur ein Wahlvorschlag eingereicht deshalb hat keine Wahl stattgefunden:
Als Gemeindeverordnete sind gewählt Wenk.
Ersatzmänner: Jakob Noack, Michael Sende, Michael Jurenz, Jakob Koreng, Johann Frenzel, Jakob Wowtscherk und Geoerg Mögel.
Bensch Bürgermeister
Zerna, am 10. Dezember 1926
Heute abend wurde eine Gemeindeverodnetensitzung einberufen. Die Sitzung war voll besucht, von den Unterzeichneten wurde beschlossen, zu der staatlichen Grund- und Gewerbesteuer eine Zuschlagsteuer von 100% zu erheben. Dem Volksbunde deutscher Kriegsgräberfürsorge wird die Gemeinde nicht beitreten.
Nik. Matka Georg Rietscher Bensch Bürgermeister
Nikolaus Zschornack Buck
Zerna, den 12. Februar 1927
In heutiger Gemeindeverordneten Sitzung waren anwesend folgende Mitglieder: Nik. Zschornack, Nik. Matke, Georg Rietscher, Michael Krahl, Jakob Kockel, Nik. Koplanski und Michael Wenk und Gem. Ältest. Buck. Als Sachverständige zur Festsetzung der Entschädigung bei Notschlachtungen, wurde einstimmig gewählt Wirtschaftsbesitzer Nik. Bensch und Wirtschaftsbesitzer Nik. Matke, als Stellvertreter Nikolaus Zschornack und Jak. Kockel.
Auch wurde beschlossen, daß der Bürgermeister bei der Angestelltenversicherung versichert bleibt.
Zum Gemeindeverordneten Vorsteher wurde der Bürgermeister gewählt.
Für jede Gemeindeverordnetensitzung soll künftig jedem Teilnehmer 1 Mark als Vergütung gezahlt werden.
Zerna, den 26. Februar 1927
Zur Wahl des Gemeindeältesten wurde heute eine Gemeindeverordnetensitzung abgehalten. Es waren folgende Mitflieder anwesend: : Nik. Zschornack, Nik. Matke, Georg Rietscher, Michael Krahl, Jakob Kockel, Nik. Koplanski und Michael Wenk. Der Maschinist Jakob Buck wurde einstimmig zum Gem. Ältesten auf die Zeit vom 1. Januar 1927 bis 31. Dezember 1929 gewählt.
Die Gemeindeverordnetern Nik. Matka, M. Wenk, Bensch Bürgermeister M. Krahl, Jak. Kockel
Zerna, den 22. März 1927
Heute abend wurde eine Gemeindeverordnetensitzung zur Wahl eines Vertreters in den Schulvorstand und einer in den Schulausschuß einberufen. Erschienen waren folgende Mitglieder: Nik. Zschornack, Nik. Matke, Michael Krahl, Jakob Kockel, Nik. Koplanski und Gem. Ältest. Jakob Buck.
Der Wirtschaftsbesitzer Nikolaus Zschornack wurde in den Schulvorstand und der Gem. Ältester Jakob Buck in den Schulausschuß wiedergewählt.
Die Gemeindegrundstücke sollen wieder auf die Zeit von 1. April 1927 bis 31. März 1933 verpachtet werden. Die Pacht soll am 1. Mai jedes Jahres an die Gemeindebehörde entrichtet werden.
Die Gemeindeverordnetern Nik. Matka, Bensch Bürgermeister M. Krahl, Jak. Kockel Buck Gem. Ältest.
Die Gemeindegrundstücke wurden verpachtet, vom 1. April 1927 bis 30. März 1933.
Als Pächter sind folgende:
Georg Koreng
Georg Koreng derse.
Michael Juranz
Johenn Frenzel
Andr. Lehmann
Michael Zschornack
Zerna, den 7. Oktober 1927
Am heutigen Tage wurde eine Gemeindeverordnetensitzung einberufen. Erschienen waren
Nik. Zschornack, Nik. Matke, Michael Krahl, Jakob Kockel, Nik. Koplanski, Michael Wenk
und Gem. Ältest. J. Buck.
Es wurde die Gemeindekassenrechnung vom Rechnungsjahre 1926/27 durchgesehen, geprüft und für richtig erklärt.
Nach dem Revisionsbeschluß der Amtsh. vom 19. August 1927, wurde von dem Gem. Verord. beschlossen, zu der Vergnügungssteuer ein Zuschlag von 100% rückwirkend von 1.7. 1925 zu erheben.
Auch wurde beschlossen, dem Bürgermeister neben seinem festen Gehalt die Einnehmergebühren von sämtlichen Steuern zu gewähren.
Zu der Gemeindeverfassung vom 1. April 1924, wurde 1 Nachtrag erfaßt, daß jeder Gem. Verordn. für die Teilnahme einer Sitzung 1 R. Mark erhält.
Die Gemeindeverordneten
Nik. Matka , N. Zschornack, Bensch Bürgermeister
Jak. Kockel Nik. Koplanski Buck Gem. Ältest.
Zerna, den 5. Dezember 1927
Heute abend wurde eine Gemeindeverordnetensitzung einberufen, anwesend waren:
Nik. Zschornack, Nik. Matke, Georg Rietscher, Jakob Kockel, Nik. Koplanski, Michael Wenk und Gem. Ältest. J. Buck.
Auf Anregung der Amtsh. Kamenz betrf. Nachtfeuerschutz. Der Hausbesitzer Michael Schliesch wurde als Nachtwächter angestellt, mit einem jährlichen Gehalt von 120 Mark.
Für die Abgebrannten in Schmerlitz wurde 60 Mark aus der Gemeindekasse bewilligt.
Nik. Matka G. Ritscher Bensch Bürgermeister
Der Gemeinde Zerna gehörigen in der Verwahrung des Bürgermeisters befindlichen Sachen.
Aufgestellt am 1.4.1928
Ein neuer braungestrichener Aktenschrank.
Ein alter rotgestrichener Schrank.
1 Blochstempelkasten mit Gemeindestempel.
Eine neue Flurkarte der Flur Zerna.
Ein Flurbuch mit Nachtrag.
1 Gemeindeprotokollbuch A und 1 Gemeindeprotokollbuch B
1 1 Gemeindeeinnahmenbuch und 1 Gemeindeausgabebuch
1 Ablösungs Recesbuch vom Jahre 1843
1 altes Grundsteuer = Heberegister
Ein Auszug aus dem Räckelwitzer Grundsteuer Kataster.
1 Kopie der Flur Zerna, und 1 Karte der Oberlausitz
Gemeindeverordnung für Freistaat Sachsen vom 1. August 1923. I. und II.
Gemeindeverordnung in der Fassung der Bekanntmach. V. 15. Juni 1925
1 Lesebuch für die Sächs. Land = Gendarmie.
45 Stück Akten betr. Geschäftsführung der Gemeinde (laut Archivplan)
Sächs. Gesetz u Verordnungsblatt
Gemeinsammes Ministerialblatt
Ministerialblatt der inneren Verwaltung
1 Eingemeindungsvertrag d. Rittergut Zerna in d. Gemeinde v. 1. April 1925
1 Vertrag über die Errichtung einer Elektrischen Licht und Kraftanlage mit der Stadt Bautzen, und eine Zeichnung d. Niederspanungsleitung nach Zerna
1 Abschrift des Testamentsnachtrages von Curt Petrich
1 Schenkungsurkunde v. Matka in Zerna
1 Schenkungsurkunde v. Maria verehel. Zschornack
1 Abschrift des Testamentseröffnung d. Kathr. Nowotnik
Kaufbedingungen d. Rittergut Zerna und Urteil v. Landgericht Bautzen v. Jahre 1920, 1 Klage in Sachen der Gemeinde Zerna mit Klosterstift.
1 Quittungsbuch der Landständ. Bank Bautzen No. 38836 ( 171,92 Papiermark)
1 Quittungsbuch der Sparkasse Kamenz Nr. 5246 (629,- Papiermark)
1Sparkassenbuch d. Sparkasse Kamenz No. 64747 ( 75,- Papiermark)
2 Auslosungsscheine der Kamenzer Bank betr. Kriegsanleihe, eins zu 25 R. Mk. Und eins zu 12,50 R. Mk. (Depot Nr. 96054 und 96055 )
Ein Sparkassenbuch der Sparkasse Kamenz No. 4443. Stammvermögen: 231 R. Mk.
Ein Rechnungsbuch der Girokasse Kamenz.
Zerna, den 28. Mai 1928
Der Fahrradhändler Franz Rietscher in Zerna, hat am 27, 4. 1928 das baufällige Gemeindehaus zur Abtragung für 130 R. Mark gekauft, und an die Gemeindeverordneten den Antrag gestellt, von der Gemeindegrundstücksparzelle No. 38 eine Baustelle zu kaufen. Deshalb wurde heute eine Gemeindeverordnetensitzung einberufen: Es erschienen: Nik. Zschornack, Nik. Matke, Georg Rietscher, Jakob Kockel, Michael Wenk und Gem. Ältest. J. Buck.
Von den anwesenden wurde einstimmig beschlossen, dem Rietscher von den genannten Grundstück eine Baustelle zum Aufbau des Gemeindehauses von ca. 100m 2 je m2 60 Pfg. zu verkaufen, und die Gemeinde behält sich das Vorkaufsrecht vor außer den Familienangehörigen, wenn die Amtshauptmannschaft zu dem Verkauf die Genehmigung erteilt. Die beiden eingereichten Proteste gegen den Verkauf, wurden da sie unbegründet erachtet, wurden zurückgewiesen und an die eingereichten zurückgegeben.
Bemerkung: Die Summe von 130 Mark hat Rietscher bezahlt, dieselben sind im Sparkassenbuch No=4443 der Sparkasse d. Stadt Kamenz am 12.7.1928 als Stammkapital angelegt.
Jak. Kockel Nikolaus Zschornack Buck Gem. Ältester
.Michael Wenk
Parzelle No. 38a für Baustelle 168,56 m2 101,15 M hat Ritscher am 6. Aug. 1928 bezahlt,
im Sparkassenbuch 4443 Sparkasse der Stadt Kamenz
Zerna, den 19. Juni 1928
Heute abend wurde eine Gemeindeverordnetensitzung einberufen, zur Aufstellung eines Ortsgesetzes über den Gehalt des Bürgermeisters.
Erschienen waren Zschornack, Matke, Rietscher, Krahl, Kockel, Koplanski und Gem. Ältester Buck. Die Gemeindeverordneten haben folgendes Ortsgesetz beschlossen.
Die Stelle des Bürgermeisters wird nicht berufsmäßig verwaltet
Der Bürgermeister erhält für seine Tätigkeit eine Vergütung. Sie berechnet sich nach 11 v. H. des Grundgehaltes eines Beamten, im Endgehalt der Staatl. Besoldungsgruppen 13 zuzüglich eines zugehörigen Wohnungsgeldzuschusses (IV) nach Ortsklasse d. (515 Mk jährlich)
§ 3, § 4, § 5 wurden gestrichen. § 6, § 7, § 8 behalten Gültigkeit.
Die Erhebung der Durchgangssteuer hat Nik. Zschornack übernommen, für 50 R. Mark jährlich, Vergütung aus der Gemeindekasse, die Einnehmergebühren fließen in die Gemeindekasse, vom 1. Juli 1928.
Nik. Koplanski M. Krahl
Zum umseitigen Protokoll ist nach zuzufügen, daß noch zwei Abgeordneten Sitzungen noch zu zahlen sind, eine im Bürgermeisteramt und eine bei den Gemeindeältesten Buck, beide wegen der Neuregelung des Bürgermeistergehaltes. Beide sind Erfolglos verlaufen, deshalb nicht eingetragen.
Zerna, den 19. Juni Buck Gemeindeältester
Nik. Matka Georg Ritscher
Nikolaus Zschornack Nik Koplanski
Jak. Kockel. M. Krahl
Zerna, den 21. Oktober 1928
Bei der heutigen Gemeindeverordnetensitzung waren anwesend: Nik, Zschornack, Nik. Matke, Nik. Koplanski, Jakob Kockel und Gem.Ältester Buck.
Die Gemeindekassenrechnung vom Rechnungsjahre 1927 wurde durchgesehen, geprüft und für richtig erklärt, von der Gemeindevertretung.
Als Vertrauensmann für die Land- und Forstwirtschaftliche Berufsgenossenschaft wurde der Wirtschaftsbesitzer Nikolaus Matke und dessen Stellvertreter Georg Rietscher auf 5 Jahre wiedergewählt vom 1. Jan 1928 – 31.12.1932
Für die Abgebrannten in Schmerlitz für Schneider, Scholze und Misale wurde aus der Gemeindekasse 60 R. Mark bewilligt.
Die Gemeindeverordneten der Gemeinderat
Nik. Matka Bensch Bürgermeister
Jak. Kockel Buck Gem. Ältest.
Nikolaus Koplanski
Zerna, den 25. April 1929
Zur Neubesetzung des zukünftigen Fleischbeschauers für den 6. Fleischbeschauerbezirk, wurde heute abend eine Gemeindeverordnetensitzung einberufen. Anwesend waren: Nik. Zschornack, Nik. Matke, Georg Rietscher, Jakob Kockel, Michael Wenk und Gem. Ältester Buck. Es wurde folgender Beschluß gefaßt, wenn der Fleischbeschauer seinen Wohnsitz in Räckelwitz hat, so stimmte Hälfte für Uhlig und Hälfte für Opitz Räckelwitz, falls der Fleischbeschauer nicht in Räckelwitz bleibt, so schließt sich die Gemeinde zu Ralbitz an.
Es wurde beschlossen, daß der Weg von Zerna nach Laske rechts Naußlitz für den öffentlichen Verkehr durch Anbringung 2 Warnungstafeln gesperrt wird, derselbe Weg war bis 1910 durch Warnungstafeln gesperrt.
Georg Rietscher, M. Wenk
Zerna, den 4. August 1929
Am heutigen Tage wurde eine Gemeindeverordnetensitzung abgehalten. Anwesend waren
Nik. Zschornack, Nik. Matke, Nik. Koplanski, Jakob Kockel, Michael Krahl und Gem. Ältester Buck.
Es wurde beschlossen nach der Verordnung der Ministerien des Innern über Ortstafeln vom 22.2.29 (S. g. Bl. S. 21), vor jedem Ortsteil eine Ortstafel aufzustellen.
Zu dem Einquartierungsgeld wurde ein Zuschuß von 1,50 M für den Mann, aus der Gemeindekasse bewilligt.
Nik. Matka Koplanski Bensch Bürgermeister
Jak. Kockel Krahl Buck Gem. Ältest.
Zerna, den 18. Oktober 1929
Heute abend versammelten sich folgende Gemeindeverordnete in der Wohnung des Bürgermeisters, um eine Kassenprüfung vorzunehmen. Nik. Zschornack, G. Ritscher, Nik. Matke, Nik. Koplanski, Jakob Kockel, Michael Wenk und Gem. Ältester Buck.
Wurde die Gemeinderechnung vom Rechnungsjahr 1928/29 vom Nik. Zschornack und G. Rietscher nachgerechnet, geprüft und für richtig erklärt und dem Kassenführer Entlastung erteilt.
Die Einnahmen betragen 7215,22 M
und die Ausgaben betragen - 5621,85 M
somit ein Überschuß von 1593,37 M
Daraufhin erfolgte von denselben die Kassenprüfung und ein Barbestand von 30,78 Mk, sowie ein Giroguthaben 1513,92 Mk ordnungsmäßig vorgefunden. Der Überschuß ist in der Stadtgirokasse Kamenz angelegt.
Jak. Kockel Michael Wenk Buck Gem. Ältest.
Zerna, den 10. Januar 1930
Die neu gewählten Gemeindeverordneten wurden heute abend zu einer Gemeindeverordnetensitzung im Gemeindeamt eingeladen. Sämtliche Vertreter waren anwesend: Nik. Zschornack, Wenk, Jak. Koreng, Sende, Jurenz, Rentschke, Schneider u. Gem. Ältester Buck.
Als Tagesordnung war aufgestellt, Wahl des Gemeindeverordneten Vorsteher und Schriftführer, Wahl des Gemeindeältesten und Besprechung über die vorstehende Bezirkstagswahl.
Zum Gemeindeverordneten Vorsteher und Schriftführer wurde der Bürgermeister einstimmig wiedergewählt und zum Gemeindeältesten Jakob Buck mit fünf gegen zwei Stimmen wiedergewählt. Beide nahmen die Wahl an.
Michael Sende, Nikolaus Rentschke Bensch Bürgermeister
Nikolaus Schneider, Michael Wenk Buck Gem. Ältest.
Nikolaus Zschornack, Jurenz
Koreng,
Zerna, den 16. April 1930
Am heutigen Tage wurde eine Gemeindeverordnetensitzung einberufen. Anwesend waren Zschornack, Wenk, Koreng, Rentschke, Schneider und Gem. Ältester Buck.
Auf der Tagesordnung war aufgestellt, Wahl der Sachverständigen zur Abschätzung bei Notschlachtungen und Bewilligung einer Unterstützung an den ehemaligen Fleischb. u. Trichinenbeschauer Winzer in Räckelwitz.
Als Sachverständige zur Abschätzung bei Notschlachtungen wurden Wirtschaftsbes. und Bürgermeister Nikolaus Bensch und Wirtschaftsbes. Nik. Zschornack, und Stellvertreter Mühlenbesitzer Jakob Koreng und Wirtschaftsbesitzer Nik. Matke vom 1. Januar 1930 bis 31. Dez. 1932 gewählt.
2. Für den ausgeschiedenen Fleischbeschauer Winzer Räckelwitz, wurde das angegebene Ruhegeld vom Landesverband Sachf. Fleisch und Trichinenbeschauer von monatlich 30 R Mk , dies die Gemeinde Zerna jährlich 25, 34 R Mk zu tragen hat, bewilligt.
Koreng Nikolaus Rentschke Bensch Bürgermeister
Nikolaus Zschornack, M. Sende
Die Besitzer der Ortsb. No. 20 und 25. werden vom Gemeinderat aufgefordert das Straßenwasser auf Ihre Grundstücke im Orte aufzunehmen, wie bis jetzt gewesen ist.
Zerna, den 18. Oktober 1930
Zur heutigen einberufenen Gemeindeverordnetensitzung waren erschienen,
Zschornack, Wenk, Koreng, Rentschke, Schneider, Sende und Jurenz. und Gemeindeältester Buck.
Von den Gemeindeverordneten Zschornack und Wenk wurde die Gemeindekassenrechnung vom Rechnungsjahr 1929/30 nachgerechnet, geprüft und für richtig erklärt, und dem Kassenführer Entlastung erteilt.
Von der Erhebung einer Gemeindegetränkesteuer und Bürgersteuer wird vorläufig abgesehen, auch die Einführung einer Hausiersteuer wird abgelehnt.
Für die Mütterberatungsstelle zu Zerna wurde als Arzt Dr. Med. Kubasch in Panschwitz in Vorschlag gebracht.
Daraufhin erfolgte eine unvermutete Kassenprüfung es wurde ein Barbestand von 35, 42 R. Mk. und ein Girokassenguthaben 1897, 93 R M ordnungsmäßig vorgefunden.
Nikolaus Schneider, Michael Wenk Buck Gem. Ältester
M. Jurenz
Zerna, den 29. November 1930
In der heutigen Gemeindeverordnetensitzung waren folgende Gemeindeverordnteen anwesend: Zschornack, Wenk, Koreng, Rentschke, Schneider, Sende und Jurenz. und Gemeindeältester Buck.
Die Tagesordnung war, Wahl des Bürgermeisters. Von den Wahlberechtigten wurde der bisherige Bürgermeister Bensch einstimmig auf sechs Jahre wiedergewählt, vom 1. Januar 1931 bis 31. Dezember 1936. Der gewählte nahm die Wahl an.
Nikolaus Schneider, Michael Wenk
Zerna, den 17. Mai 1931
Zur Einführung der Bürgersteuer und Festsätzung der Zuschläge für das Fechnungsjahr 1931, wurde eine Gemeindeverordnetensitzung einberufen, anwesend waren :
Zschornack, Wenk, Koreng, Jurenz, Mich. Sende und Gem. Ältester Buck.
Die Bürgersteuer und verdoppelung der Biersteuer wird von dem Gemeinderat und Gemeindeverordneten einstimmig abgelehnt. Begründung die Gemeindekasse wird des Rechnungsjahr 1930 mit einem Überschuß von 2200 Mk. abschließen und das Rechnungsjahr 1931 ohen Ei8nführung der Bürgersteuer und Biersteuer ohne Defizit auszukommen gedenkt.
Koreng Bensch Bürgermeister Michael Wenk , Jurenz Buck Gem. Ältest.
Zerna, den 22. Juni 1931
Die unterzeichneten Gemeindeverordneten haben auf Anordnung der Beschlußbehörde, den Nachtrag zur Gemeindesteuerordnung für die Gemeinde Zerna, über die Erhebung einer Biersteuer beschlossen:
Die Gemeinde erhebt auf Grund von Kmz. I § 7 des ersten Teiles der Änderung der Verordnung des Reichspräsidenten vom 26. 7. 1930 (Verordnung des Reichspräsidenten zur Sicherung von Wirtschaft und Finanzen vom 1. Dezember 1930 R. G. Bl. I S 517 flg.-) die Biersteuer in doppelter Höhe, des nach der Verordnung über die Gemeindebiersteuer vom 24. 9. 1930 Sächs. Ges. Bl. 122/30 festgesetzten Landessatzes.
Dieser Nachtrag tritt mit Wirkung vom 1. Juli 1931 in Kraft.
Koreng, Rentschke Bensch Bürgermeiste Michael Wenk , Jurenz Buck Gem. Ältest.
Zerna, den 29. August 1931
Zschornack, Wenk, Koreng, Jurenz, Mich. Sende, Schneider, Rentschke und Gem. Ältester Buck.
Von den Gemeindeverordneten Zschornack und Wenk wurde die Gemeindekassenrechnung vom Rechnungsjahr 1930/31 nachgerechnet, geprüft und für richtig erklärt und dem Rechnungsführer Entlastung erteilt.
Es wurde beschlossen, daß der Nachtwächter jeden Sonntag und Feiertag während
des Gottesdienstes im Dorfe patrouilliert, sowie in der Zeit des nachts zwischen 11 bis 1 Uhr. Auch wurde der Antrag gestellt, dem Arbeiter Nik. Wowtscherk die Unterstützung einzustellen, weil in 2 Fällen Arbeit nicht angenommen hat.
Zerna, den 11. Januar 1932
Die Gemeindeverordneten waren heute abend zu einer Sitzung eingeladen, erschienen waren: Zschornack, Wenk, Koreng, Jurenz, Mich. Sende, Schneider, Rentschke und Gem. Ältester Buck.
Zum Gemeindeverordneten Vorsteher wurde der Bürgermeister bis auf weiteres gewählt.
Die Gemeinde Räckelwitz hat den Antrag gestellt, dem Kommunikationsweg von Räckelwitz nach Rosenthal für den Last- und Autoverkehr zu sperren, die Gemeinde Zerna hat keine Bedenken dagegen.
Die Wohlfahrtserwerbslosen wurden von der Gemeinde zur Krankenkasse auf Ihre eigene Kosten angemeldet, für den Monteur August Printner wird als Wohlfahrtsunterstützung monatlich 25 M. vorgeschlagen, und eine Erhöhung der Unterstützung des Arbeiters Hörenz auf 30 M monatlich.
Als Aufwandentschädigung für die Gem. Verordn. Sitzungen wird eine jährliche Pauschalsumme für jeden Gemeindeverordneten 3 R. M gewährt, und ein Nachtrag zum Ortszusatz an die Amtsh. zur Genehmigung eingereicht.
Koreng, Rentschke Bensch Bürgermeister Michael Wenk , Jurenz Buck Gem. Ältest.
Zerna, den 26. Juni 1932
Die Gemeindeordneten waren heute zu einer Sitzung eingeladen anwesend waren sämtliche Mitglieder.
1. Der Haushaltsplan für 1932/33 wurde aufgestellt und von den Gemeindeverordneten genehmigt.
Alfred Roche wurde eine monatliche Fürsorgeunterstützung von 15,- R. M bewilligt.
Zerna, den 18. September 1932
Zur Erhöhung der gemeindlichen Zuschlagsteuer zur Grund und Gewerbesteuer auf 135 v. J. der staatlichen Steuer, wurde heute eine Gem. Verordnetensitzung einberufen.
Anwesend waren: Zschornack, Wenk, Koreng, Jurenz, Mich. Sende, Schneider, Rentschke und Gem. Ältester Buck.
Vom Gemeinderat und Gem.verordneten wurde einstimmig die Erhöhung der Zuschlagsteuer mit folgender Begründung abgelehnt, die Gemeinde glaubt im Rechnungsjahr 1932/33 in keine schwierige Finanzlage zu kommen, weil vom vergangenen Rechnungsjahr noch ein Überfluß bleibt. Die Grundsteuer für das Rechnungsjahr 1931/32 der Frau Kath. Kurjat wurde wegen unglücklichen Verhältnissen vom Gemeinderat erlassen.
Zerna, am 21. September 1932
In der heutigen Gemeindeverordneten Sitzung die vollzählig besucht war, zur Erhöhung des Zuschlages zur Bürgersteuer für Jahr 1932 wurde einstimmig beschlossen, nur den Landessatz wie im Rechnungsjahr 1931 zu erheben.
Zerna, den 12. Oktober 1932
von der Amtshauptmannschaft wurde dem Gemeinderat am 8. des Monats eine Verordnung zur Durchführung und Erhöhung der Bürgersteuer für 1933 zugeschickt, deshalb wurde heute eine Gemeindeverordnetensitzung zur Beschließung eines Nachtrages abgehalten,
Anwesend waren: Zschornack, Koreng, Jurenz, Mich. Sende, Schneider, Rentschke und Gem. Ältester Buck.
Es wurde einstimmig beschlossen die Bürgersteuer für 1933 nur den Landessatz erheben und den erhöhten Zuschlag abzulehnen, weil die Gemeinde den erhöhten Zuschlag nicht aufbringen kann, da schon Überlastung mit anderen Steuern vorhanden ist und folge dessen muß verzichtet auf die Anteile aus der Reichswohlfahrtshilfe werden, der Kassenbestand der Gemeinde beträgt z. Zt. ca 1500 R M.
Koreng, Rentschke Bensch Bürgermeister Jurenz Buck Gem. Ältest.
Zerna, den 29. Oktober 1932
Heute abend wurde eine Gemeindeverordnetensitzung einberufen, erschienen waren: Zschornack, Jurenz, Mich. Sende, Schneider, Rentschke und Gem. Ältester Buck.
Auf die vom Bierverleger Kofatz in Crostwitz nicht abgelieferte Biersteuer verzichtet die Gemeinde( S, Amtsh. Verfüg. v. 18.10.1932) .
Rentschke Bensch Bürgermeister Jurenz Buck Gem. Ältest.
Zerna, den 4. Dezember 1932
Bei der heutigen Gemeindeverordnetensitzung waren anwesend: : Zschornack, Wenk, Koreng, Jurenz, Mich. Sende, Schneider, Rentschke und Gem. Ältester Buck.
Von den Gemeindeverordneten Schneider und Rentschke wurde die Gemeindekassenrechnung vom Rechnungsjahr 1931/32 nachgerechnet, geprüft und für richtig erklärt, und dem Rechnungsführer Entlastung erteilt.
Vom Wohlfahrtserwerbslosen Max Hörenz, wurde eine monatliche Unterstützung von 35,- RM ab 1. Dez. 1932 vorgeschlagen.
Rentschke , M. Wenk Bensch Bürgermeister Jurenz , J. Koreng Buck Gem. Ältest.
Zerna, den 7. Januar
Im Gemeinderate wurde heute abend eine Gemeindeverordneten Sitzung abgehalten. Anwesend waren: Zschornack, Schneider, Sende, Koreng, Jurenz, Rentschke und Gemeindeälteste Buck.
Als Tagesordnung war aufgestellt: Wahl des Gemeindeverordnetenvorstehers und Gemeindeältesten und Besprechung für die bevorstehende Bezirkstagswahl.
1. Zum Gemeindeverordnetenvorsteher wurde der Bürgermeister gewählt, und zum Gemeindeältesten Jakob Buck, auf 3 Jahre einstimmig wiedergewählt, vom 1.1.1933 bis 31.12.1935, beide nahmen die Wahl an.
Rentschke , Schneider Bensch Bürgermeister Jurenz , J. Koreng Buck Gem. Ältest.
Zerna, 10. Februar 1933
Die Gemeindeverordneten waren zu der heute statt findenden Bezirkstagswahl im Gemeindeamt eingeladen, sämtliche Verordnete waren erschienen und vom Wahlrecht gebrauch gemacht.
Als Sachverständige zur Abschätzung bei Notschlachtungen wurde Bürgermeister Bensch und Wirtschaftsbesitzer, Ortsbauernführer Paul Mögel und Stellvertreter Mühlenbesitzer Jakob Koreng und Wirtschaftsbesitzer Michael Krahl auf 3 Jahr vom 1.1. 1933 bis 31.12 1935 gewählt.
In den Schulbezirksvorstand ist Herr Nik. Zschornack und in den Schulausschluß für die Gemeinden Zerna und Gränze Herr Jakob Buck auf 3 Jahre wiedergewählt, als Elternvertreter ist Herr Georg Wenk aus Gränze für die beiden Gemeinden gewählt.
Rentschke , M. Wenk Bensch Bürgermeister Jurenz , J. Koreng
Am 26 März 1933 wurden die Gemeindegrundstücke auf 6 Jahre verpachtet, (vom 1.April 1933 bis 31. März 1939) dies Pachtgeld soll am 1. Mai jedes Jahres an die Gemeindebehörde entrichtet werden
Nikolaus Kockel
Georg Wenk
Zerna, den 14. Mai 1933
Am heutigen Tage wurden die auf Grund des Gleichschaltungsgesetzes vom 31.3.1933 R. G. Bl. S 153 gewählten Gemeindeverordneten zu einer Sitzung eingeladen, anwesend waren:
Zschornack, Schneider, Sende, Koreng, Frenzel, Rentschke und Gemeindeälteste Buck.
Die Tagesordnung war Verpflichtung der neugewählten Gem. Verord, Wahl des Gem. vorerd. Vorsteher und Schriftführer.
Zum Gemeindeverordnetenvorsteher und Schriftführer wurde der Bürgermeister gewählt.
Für die Familie Max Hörenz wurde eine Armenunterstützung von monatlich 10 R. M. festgesetzt vom 1. Mai 1933 ab.
Rentschke , Schneider Bensch Bürgermeister Frenzel , J. Koreng Buck Gem. Ältest.
Zerna, den 21. Mai 1933
In der heutigen Gemeindverordneten Sitzung bei der Bürgermeister Bensch Gem. Ältester Buck und die Gemeindeverordneten Rietscher, Zschornack, Schneider, Sende, Frenzel, Rentschke anwesend waren: auf Grund des Gleichschaltungsgesetzes von 31. 3. 1933 R. G. Bl. S. 153 und durch Änderung der Gemeindeordnung von 3. 5. 1933 S. G. Bl. S. 59 wurde die Neuwahl des Bürgermeisters und Gemeindeältesten vorgenommen.
Zum Bürgermeister wurde der bisherige Bürgermeister Bensch einstimmig wiedergewählt, für die Zeit vom 26. Oktober 1933 bis 25. Oktober 1939.
Zum Gemeindeältesten wurde der bisherige Gem. Älteste Buck mit 5 Stimmen gegen 1 Unbeschriebene wiedergewählt.
Als Vertrauensmann für die Land und Forstwirtschaftliche Berufsgenossenschaft wurde der Wirtschaftsbesitzer Georg Rietscher und Landwirt Michael Sende als Stellvertreter für die Gemeinde Zerna gewählt.
Rentschke , Schneider Bensch Bürgermeister Frenzel , Georg Rietscher Buck Gem. Ältest.
Zerna, den 2. Juli 1933
Heute mittag wurde eine Gemeindeverordnetensitzung einberufen, zugegen waren:
Sende, Koreng, Frenzel, Rentschke, vom Gemeinderat Bürgermeister Bensch und Gemeindeälteste Buck.
Für den freiwilligen Arbeitsdienstlager Zerna wurde ein einmaliger Betrag von 20,- R M zur Anschaffung von Turmgeräten bewilligt.
Rentschke , J. Koreng Bensch Bürgermeister Frenzel , Buck Gem. Ältest.
M. Sende
Zerna, den 30. Juli 1933
Die Gemeindeverordneten waren heute zu einer Sitzung eingeladen , anwesend waren:
Rietscher, Schneider, Sende, Frenzel, Rentschke, vom Gemeinderat Bürgermeister Bensch und Gemeindeälteste Buck.
Der Haushaltsplan für 1933/34 wurde aufgestellt und von den Gem. Verord. genehmigt.
Auf Antrag des Hausbesitzer Michael Sende wurde von den Gem. Verord. beschlossen, ihm eine Darlehn a. 1.8.1933 von 200 RM aus der Gemeindekasse auf Schuldschein bewilligen mit 4% Verzins und mit jährlicher Kündigung, zur Anschaffung einer Kuh.
Von dem 200,- RM Schuldschein = Darlehn Michael Sende hat
an die Gemeindekasse Zerna
der Nachfolger Bernhard Mögel am 6.19.1940 50,- RM zurückgezahlt
am 9.10.1941 50,- RM zurückgezahlt
am 1. 6.1942 100,- RM zurückgezahlt
Zerna, den 11. Dezember 1933
Dem Gemeinderat ist am 8. d. Monats von der Amtshauptmannschaft eine Verordnung zur Beschließung der Bürgersteuer für das Jahr 1934 zugegangen. Aus diesem Grunde wurde heute abend eine Gemeindeverordnetensitzung abgehalten.
Anwesend waren folgende Gem. Verordn. Rietscher, Schneider, Zschornack. Jak. Koreng, Frenzel, Rentschke, vom Gemeinderat Bürgermeister Bensch und Gemeindeälteste Buck.
Von den Gem. Verord. wurde einstimmig beschlossen die Bürgersteuer für das Jahr 1934 in Höhe von 200 v. H. des Reichssatzes zu erheben.
Die Gemeindekassenrechnung von Rechnungsjahr 1932/33 wurde von den Gem. Verord. Rietscher und Rentschke nachgerechnet, geprüft und für richtig erklärt und den Rechnungsführer Entlastung erteilt.
Die Einnahme beträgt 6210,62 RMk die Ausgabe beträgt 4213,10 RM, somit ein Überschuß von 1997,52 RMk.
Zerna, den 9. Januar 1934
In der heutigen Gemeindeverordnetensitzung waren folgende Mitglieder anwesend:
Rietscher, Schneider, Zschornack. Jak. Koreng, Sende, Frenzel, Rentschke, vom Gemeinderat Bürgermeister Bensch und Gemeindeälteste Buck.
Von den Arbeitern Mich. Schliesch, Georg Kurjat und Georg Scholze wurden an die Gemeindebehörde, Antrag auf Wohlfahrtsunterstützung gestellt.
Für Schliesch und Kurjat wurde eine monatliche Unterstützung von 25,- RM, für G. Scholze monatl. 15,- M vorgeschlagen und bewilligt, bis denselben vom Arbeitsamt Arbeitbeschäftigung zugewiesen wird.
der Gemeinderat Die Gemeindeverordneten
Bensch Bürgermeister Rentschke , Schneider, Frenzel , Buck Gem. Ältest Georg Rietscher, Nikolaus Zschornack
Jakob Koreng, M. Sende
. N. Schneider
Zerna, den 8. März 1934
Schneider, Zschornack. Jak. Koreng, Sende, Frenzel, Rentschke, vom Gemeinderat Bürgermeister Bensch und Gemeindeälteste Buck.
Die Tagesordnung: Gründung eines Kassenrevisorverbandes . Von den Gemeindeverordneten wurde einstimmig die Gründung eines Kassenrevisorsverbandes abgelehnt, zwecks neuer Belastung der Gemeinde.
Rentschke , Schneider Bensch Bürgermeister Frenzel , Jakob Koreng Buck Gem. Ältest.
Zerna, den 15. 7. 1934
Vom dem Gemeinderat wurde zum heutigen Tage eine Gemeindeverordnetensitzung einberufen.
Anwesend waren folgende Gem. Verord. Rietscher, Schneider, Zschornack. Jak. Koreng, Sende, Frenzel, vom Gemeinderat Bürgermeister Bensch, Gemeindeälteste Buck und von der SA G. Wenk die Tagesordnung neue Haushaltsplan 1934/34.
Von dem Gemeinderat aufgestellte Haushaltsplan wurde von den Gemeindeverordneten genehmigt.
Von dem Gem. Verord. wurde der Antrag gestellt, die Amtsh. zu ersuchen die Hundesteuer auf 5,- R. M. ermäßigen und die Zahlung der Bürgersteuer 1934 für die Landwirtschaft zu erlassen. Infolge der schwierigen Wirtschaftsverhältnisse, mit der wir im unserem Orte schwer betroffen sind.
Rietscher , Schneider Bensch Bürgermeister Frenzel , Jakob Koreng Buck Gem. Ältest.
Zerna, den 7. August 1934
Der Stellmachergehilfe Georg Scholze in Zerna, hat an die Gemeinde Antrag auf Wohlfahrtsunterstützung gestellt, von den unterzeichneten Gemeindeverordneten wurde die Wohlfahrtsunterstützung für Scholze einstimmig abgelehnt, auf Grund , daß Scholze wenn nicht selbstständig, so durch gut in landwirtschaftlicher Arbeit bewandert ist, außerdem kann Scholze in Bau oder Tiefbauarbeiten eingestellt werden.
Der sogenannte Feuerlöschgraben soll eine Ufermaüerung und gereinigt werden.
Die Gemeindeleiter darf nur mit Genehmigung des Bürgermeisters benutzt werden, und abends wieder an Ort und Stelle gebracht werden, und wer die Leiter beschädigt soll für den Schaden aufkommen.
Rietscher , Schneider Bensch Bürgermeister Frenzel , Nik. Rentschke Buck Gem. Ältest.
Zerna, den 18. November 1934
Heute mittag waren die Gemeindeverordneten zu einer Sitzung im Gemeindeamt eingeladen, zur Nachprüfung der Gemeindekassenrechnung vom Rechnungsjahr 1933.
Anwesend waren: G. Rietscher, Zschornack, Schneider und Sende, vom Gemeinderat Bürgermeister Bensch und Gem. Ältester Buck, von der SA Georg Wenk.
Von dem Gem. Verord. Georg Rietscher und Zschornack wurde die Gemeindekassenrechnung 1933/34 nachgerechnet, geprüft und richtig erklärt, dem Rechnungsführer Entlastung erteilt.
Auf Antrag des Gem. Verord. Rietscher soll bei Ortsgruppenleitung Beschwerde eingereicht werden, gegen Herrn Albert Roche in Gränze, wegen Beleidigung der Gem. Verord. am 16. 11. 1934 in der Gaststube im Gasthof in Zerna. Rocho hat die Äußerung gemacht, in dem Gem. Verord.sitz.rat der Gemeindeälteste Buck das Wort und die Gemeindeverordneten sind an die Wand gemalt.
Rietscher , Schneider Bensch Bürgermeister Frenzel, M. Sende Buck Gem. Ältest.
Zerna, den 26. Januar 1935
Heute abend waren die Gemeindeverordneten im Gemeindeamt, zu einer Besprechung zur Stellungsname des Antrags Bernhard Mögel, zwecks Führsorgeunterstützung eingeladen: Erschienen waren Schneider, Zschornack, Sende, Frenzel und Rentschke sowie Gem. Ältester Buck.
Der Antrag wurde einstimmig abgelehnt, weil Mögel bei früheren Arbeitgeber Bauer Robel in Ostro jederzeit in Arbeit treten kann
Rentschke , Schneider Bensch Bürgermeister M. Sende Buck Gem. Ältest.
Zerna, den 16. Juni 1935
Zum heutigen Tage wurden die bisherigen Gemeindeverordneten vom Bürgermeister zur Beratung und Stellungsname, zu der beabsichtigten Eingemeindung mit den Gemeinden Rosenthal, Schmerlitz, Laske, Gränze, für das Rechnungsjahr 1935 eingeladen.
Der afgestellte Haushaltsplan wurde von den Anwesenden genehmigt.
Die beabsichtigte Eingemeindung wurde vom Bürgermeister und Gemeindeverordneten mit der Begründung , daß es zum Nachteil der Gemeinde ist abgelehnt, soll zur weiteren Begründung ein Gesuch an die Amtshauptmannschaft eingereicht werden.
Bensch Bürgermeister Rentschke , Frenzel , Buck Gem. Ältest Nikolaus Zschornack
Zerna, den 17. August 1935
Die bisherigen Gemeindeverordneten waren heute abend zu einer Sitzung vom Bürgermeister im Gemeindeamt eingeladen, zur Beratung und Aufstellung der Hauptsatzung und Satzung der Gemeinde über öffentliche Bekanntmachungen.
Anwesend waren Rietschr, Zschornack, Rentschke, Frenzel, Schneider, Sende und Gem. Ältester Buck.
Nach erfolgter Beratung wurde die Hauptsatzung der Gemeinde und die Satzung über öffentlicher Bekanntmachungen aufgestellt, und wird dem Beauftgragten der NSDAP und der Aufsichtsbehörde zur Genehmigung eingereicht.
Bensch Bürgermeister Rentschke , Frenzel , Buck Gem. Ältest Nikolaus Zschornack, Rietscher,
Schneider, M. Sende
Zerna, den 10. März 10. März 1936
Öffentliche Beratung des Bürgermeisters mit dem Beigeordneten und Gemeinderäten, am Dienstag, dem 10. März 1936 abends 1/2 8 Uhr im Gemeindeamt.
Anwesend: der Bürgermeister, 2 Beigeordnete, 3 Gemeinderäte.
Aufstellung der Tagesordnung , Haushaltsplan und Haushaltsatzung für Rechnungsjahr 1936. Berufung des Ortsschätzungsausschußes bei Notschlachtungen.
Der Haushaltsplan wurde vom Bürgermeister den Gemeinderäten vorgetragen und erläutert, Äußerungen für eine Änderung des Haushaltsplanes erfolgten nicht.
die Einnahmen betragen: 4332 RM
die Ausgaben betragen: 3305 RM
Weiter wurden in der Haushaltssatzung, vom Bürgermeister, von Beigeordneten und Gemeinderäten die bisherigen Steuersätze für das Rechnungsjahr 1936 festgesetzt, auch wurde das Gemeindegrundstück abgeschätzt und das Vermögensverzeichnis bekanntgegeben.
Als Sachverständige des Ortschätzungsausschußes bei Notschlachtungen wurde der Bürgermeister Bensch und Orsbauernführer Mögel als Stellvertreter Landwirt Mich., Krahl und Landwirt Nik. Zschornack auf 3 Jahre vom 1.1.1936 bis 31.12.1938 berufen.
Bürgermeister die Beigeordneten die Gemeinderäte
Bensch Georg Rietscher Nik. Rentschke ,
Nik. Zschornack Georg Wenk
Nik. Schneider
Zerna, 5. April 1937
Öffentliche Beratung des Bürgermeisters mit den Beigeordneten und Gemeinderäten , Montag, den 5. April 1937 abends ½ 8 Uhr im Gemeindeamt.
Anwesend: der Bürgermeister, 3 Gemeinderäte und 2 Beigeordnete
Tagesordnung: Haushaltsplan und Haushaltsatzung 1937, betr. der Haushaltsplan wurde vom Bürgermeister den Gemeinderäten vorgetragen und erläutert. Äußerungen über Änderung des Haushaltsplan erfolgten nicht.
die Einnahmen betragen 3807,- RM
die Ausgaben betragen 2877,- RM
Überfluß 930,- RM
In der Haushaltsatzung wurden vom Bürgermeister, Gemeinderäten und Beigeordneten die bisherigen Steuersätze für das Rechnungsjahr 1937 festgesetzt, auch wurde das Gemeindegrundstück abgeschätzt und das Vermögensverzeichnis bekanntgegeben.
Zerna, den 19. August 1937
Öffentliche Beratung des Bürgermeisters mit den Gemeinderäten und Beigeordneten am Donnerstag, dem 19. 8. 1937 abends 8 Uhr im Gemeindeamt.
Anwesend: der Bürgermeister , 3 Gemeinderäte und 2 Beigeordnete
Tagesordnung: betr. Zusammenschluß der Gemeinden Zerna und Gränze, von der Amtshauptm. Kamenz angeordnet.
Nach erfolgter Beratung mit den Gemeinderäten und Beigeordneten wird vom Bürgermeister der Zusammenschluß der beiden genannten Gemeinden abgelehnt, weil es zum Nachteil der Gemeinde Zerna ist, und die Gemeindevertretung das nicht verantworten kann, die Verschuldete Gemeinde Gränze aufzunehmen, da unsere Gemeinde nur aus kleinen Landwirten und Arbeitern besteht und keine Industrie im Orte vorhanden ist, daß eine besondere Einnahmequelle für die neuen Lasten bringt.
Bensch Georg Rietscher Nik. Rentschke
Zerna, den 20. März 1938
Zu einer Beratung im Gemeindeamt heute nachmittag um 4 Uhr wurden die Gemeinderäte und Beigeordnete vom Bürgermeister eingeladen.
Anwesend waren der Bürgermeister, 2 Gemeinderäte und 1 Beigeordneter .
Nach Gehör der Gemeinderäte wird der Hebesatz für die Grundsteuer 1938 für Land und Forstwirtschaftliche Betriebe auf 65 v. H., für sonstige Grundstücke auf 78 v. H. festgesetzt.
G. Wenk
Zerna, am 12. Juli 1938
Öffentliche Beratung des Bürgermeister mit dem Gemeinderäten und Beigeordneten, am Dienstag den 12. 7. 1938 im Gemeindeamt.
Anwesend: der Bürgermeister, 2 Gemeinderäte und 2 Beigeordnete.
Tagesordnung: Beratung über den Haushaltsplan und Haushaltssatzung 1938.
Der Aufgestellte Haushaltsplan der einen kleinen Überschuß aufweist, wurde vom Bürgermeister den Gemeinderäten und Beigeordneten vorgelegt, durchberaten und genehmigt,
Äußerungen über Änderung erfolgten nicht.
die Einnahmen betragen 3466,- RM
die Ausgaben betragen 3165,- RM
In die Haushaltsatzung wurden die Steuersätze für das Rechnungsjahr 1938 festgesetzt.
der Hebesatz für die Grundsteuer
a. für land- und forstwirtschaftliche Betriebe: 65 v. H.
b. für die Grundstücke 78 v. H.
c. der Hebesatz für die Gewerbesteuer 100 v. H.
d. der Hebesatz für die Bürgersteuer 200 v. H.
Nik. Zschornack Nik. Schneider
Zerna, am 13. Januar 1939
Zu einer öffentlicher Gemeindeberatung am 13.1.1939 wurden die Gemeinderäte und Beigeordnete vom Bürgermeister im Gemeindeamt eingeladen.
Anwesend: der Bürgermeister, 2 Gemeinderäte, 2 Beigeordnete.
Nach Gehör der Gemeinderäte wurden vom Bürgermeister die Sachverständigen des Ortsschätzungsaußschusses bei Notschlachtungen berufen, auf die Zeit vom 1.1.1939 bis 31.12.1941.
Der Landwirt und Bürgermeister Nik. Bensch, Ortsbauernführer Paul Mögel
Als Stellvertreter Landwirt Michael Krahl und Nikolaus Zschornack,
Gleichzeitig wurde die Quartierfähigkeit der Gemeinde besprochen und festgesetzt.
Bensch Georg Rietscher Georg Wenk
Zerna, den 11. April 1939
Heute wurden die Gemeindegrundstücke öffentlich meistbietend verpachtet, auf 6 Jahre vom 1. April 1939 bis 31. März 1945, das Pachtgeld soll am 1. Juli jedes Jahres an die Gemeindekasse entrichtet werden.
Als Pächter sind folgende: (Pachtgeld in RM)
Bernhard Mögel
Zerna, am 26.10.1940
Öffentlicher Beratung des Bürgermeister mit den Gemeinderäten und Beigeordneten am Sonnabend dem 26.10.1940 abends 19.30 Uhr im Gemeindeamt.
Anwesend: der Bürgermeister, 3 Gemeinderäte und 1 Beigeordneter
Tagesordnung: Beratung über den Haushaltsplan und Haushaltssatzung 1940.
Der Haushaltsplan wurde vom Bürgermeister dem Gemeinderäten und Beigeordneten vorgelegt, durchberaten und genehmigt.
Äußerungen für Änderungen erfolgten nicht.
Die Ausgaben betragen 4789,- RM.
In die Haushaltsatzung 1940 wurden folgende Sätze eingesetzt:
Der Hebesatz für Grundsteuer
a. für land- und forstwirtschaftliche Betriebe 65 v. H.
c. der Hebesatz für Gewerbesteuer 100 v. H.
d. der Hebesatz für Bürgersteuer 200 v. H.
Bensch Nik. Zschornack Georg Wenk
P. Mögel
Zerna, am 10.10.1941
Öffentliche Beratung des Bürgermeister mit den Gemeinderäten und Beigeordneten am Freitag den 10.10.1941 abend ½ 8 Uhr im Gemeindeamt.
Anwesend: der Bürgermeister, 2 Gemeinderäte, 1 Beigeordneter
Tagesordnung: Beratung über den Haushaltsplan und Haushaltsatzung 1941
1. Der Haushaltsplan wurde vom Bürgermeister dem Gemeinderäten und Beigeordneten vorgelegt, durchberaten und genehmigt.
Änderungen erfolgten nicht.
Die Ausgaben betragen 7004,- RM.
2. In die Haushaltsatzung 1941 wurden folgende Sätze eingesetzt:
Bensch Nik. Zschornack P. Mögel
Zerna, am 17.3.1942
Heute am 17.3.1942 abends um 8 Uhr öffentliche Beratung des Bürgermeisters mit den Gemeinderäten und Beigeordneten im Gemeindeamt.
Anwesend. der Bürgermeister, 2 Gemeinderäte und 2 Beigeordnete
Tagesordnung: Festsetzung der Aufwandsentschädigung für den einstigen Nachfolger des Bürgermeisters und für den Kassenverwalter.
Nach Gehör der Gemeinderäte und Beigeordneten wurden für den einstigen Nachfolger zu gewährende Entschädigung beschlossen.
Der neue Bürgermeister erhält eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 1,25 RM jährlich für jeden Einwohner (jährlich zus. 250,- RM), der Berechnung der Aufwandsentschädigung ist die auf volle hundert aufgerundete, durch die letzte amtliche Volkszählung festgestellte ständige Einwohnerzahl zu Grunde zu legen.
Für Bereitstellung, Behausung, Heizung eines Dienstzimmers für Gemeindezwecke erhält der Bürgermeister eine Vergütung von jährlich 100,- RM.
Der Kassenverwalter erhält eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 0,60 RM jährlich für jeden Einwohner(zus. jährlich 120,- RM), gleichzeitig wurde von den Gemeinderäten der Antrag gestellt, daß der Gemeindediener an Sonn- und Feiertagen während des Gottesdienstes zum Schutze der Gemeinde im Orte sich aufzuhalten hat.
Zerna, am 6.4.1942
Zur Änderung der Hauptsatzung der Gemeinde Zerna, das vom Landrat Kamenz vorgeschlagene, wurde für die Entschädigung des einstigen Nachfolgers des Bürgermeisters und für den Kassenverwalter, wurden die Gemeinderäte und Beigeordnete vom Bürgermeister nochmals zur einer Beratung am 6.4.1942 um 12 Uhr im Gemeindeamt eingeladen.
Anwesend: der Bürgermeister, 2 Beigeordnete, 2 Gemeinderäte
Die vorgeschlagene, erhöhte Aufwandsentschädigung des Bürgermeisters 1,50 M je Einwohner und 100 RM Vergütung jährlich für das Dienstzimmer, wurde von den Gemeinderäten und Beigeordneten abgelehnt.
Für den jetzigen Kassenverwalter wird die Entschädigung von 0,75 RM je Einwohner und 50 RM jährlich Vergütung für das Dienstzimmer wird ebenfalls abgelehnt.
Der Beschluß am 17.3.1942 wird von den Gemeinderäten und Beigeordneten aufrechterhalten.
Georg Rietscher Nik. Schneider
Zerna, am 21. 10.1942
Öffentlicher Beratung des Bürgermeisters mit den Gemeinderäten und Beigeordneten, am Mittwoch den 21.10.1941 abends 8 Uhr im Gemeindeamt.
Anwesend: der Bürgermeister, 2 Gemeinderäte und 2 Beigeordnete
Tagesordnung: Beratung über den Haushaltsplan und Haushaltsatzung 1942
Der Haushaltsplan wurde vom Bürgermeister aufgestellt und den Gemeinderäten und Beigeordneten vorgelegt, durchberaten und genehmigt, Änderungen erfolgten nicht.
Die Ausgaben betragen 8335 RM
In die Haushaltsatzung für 1942 wurden die bisherigen Steuersätze eingesetzt.
Der Hebesatz für Grundsteuer beträgt
a. für land- und forstwirtschaftliche Grundstücke 65 V. H.
Zerna, am 14. März 1944
Zur Beratung über Haushaltsplan und Haushaltssatzung für das Rechnungsjahr 1943 wurden die Gemeinderäte durch den Bürgermeister am 14.3. abends ½ 8 Uhr im Gemeindeamt eingeladen.
Anwesen der Bürgermeister, 2 Gemeinderäte, der 1. Beigeordnete ist im Krankenhaus und der 2. Beigeordnete ist verstorben.
Der Haushaltsplan wurde vom Bürgermeister aufgestellt und den Gemeinderäten zur Prüfung vorgelegt, durchberaten und genehmigt.
Die Ausgaben betragen 8278 RM
In die Haushaltssatzung für 1943 wurden die bisherigen Steuerhebesätze eingesetzt.
Grundsteuer: a. für landw. u. forstwirtschaftliche Grundstücke 65 v. H.
c. für Gewerbesteuer 100 v. H.
Bürgermeister die Gemeinderäte
Bensch P. Mögel
Inventar = Verzeichnis, der Gemeinde Zerna
Gehörigen in der Verwahrung des Bürgermeisters befindlichen Sachen,
aufgestellt, am 1.6. 1944 vom Bürgermeister.
Ein braungestrichener Aktenschrank.
Ein altes Flurbuch mit Nachtrag.
Ein altes Grundsteuer = Heberegister.
Ein Gemeindeprotokollbuch A, und 1 altes B.
Ein Eingemeindungsvertrag d. Rittergut Zerna, in die Gemeinde v. 1. 4. 1925.
1 Vertrag über die Errichtung einer elektrischen Licht und Kraftanlage mit der Stadt Bautzen (in Flurbuch).
Kaufbedingungen v. Rittergut Zerna und Urteil von Landgericht Bautzen, eine Klageschrift in Sachen der Gemeinde Zerna mit Klosterstift v. Jahre 1925.
Ein Sparkassenbuch der Sparkasse Kamenz Nr. 4443 , Stammvermögen 624,87 R M.
Ein Sparkassenbuch der Sparkasse Kamenz Nr. 13385 , Betriebsrücklagen 2343,79 R M.
Ein Rechnungsbuch der Girokasse Kamenz
Eine neue Stahlkassette.
Ein Sparkassenbuch der Sparkasse Kamenz Nr. 28513 Wegebaurücklagen ( 503,84 RM).
Ein Sparkassenbuch der Sparkasse Kamenz Nr. 28514 Tierzuchtrücklage (503,84).
Sämtliche Gemeindeakten und Gesetz u. Verordnungsblätter die noch vorhanden waren.
Zerna, am 22. 7. 1944
Heute abends um 8 Uhr wurden die Gemeinderäte zu einer Sitzung ins Gemeindeamt eingeladen.
Anwesend: der Bürgermeister und 2 Gemeinderäte, ihnen wurde vom Bürgermeister die Gemeindekassenrechnung vom Rechnungsjahr 1934 zur Kenntnis vorgelegt und richtig erklärt.
die Einnahmen beträgt: 18021,50 RM
die Ausgabe beträgt 11804,28 RM
somit Überschuß 6217,28 RM
Bensch P. Mögel, Nik. Schneider
Zerna, am 28.11.1944
Zur einer Beratung wurden die Gemeinderäte heute abend um 19 Uhr in den Gemeindeamt eingeladen.
Anwesend der Bürgermeister, 2 Gemeinderäte.
Der Bullenhalter Koreng von der Rinderzuchtgenossenschaft Zerna, hat an die Gemeinde den Antrag gestellt, zum Ankauf eines neuen Bullen, eine einmalige Beihilfe aus der Gemeindekasse zu gewähren.
Von den Unterzeichneten wurde der Antrag anerkannt und eine einmalige Beihilfe von 150,- RM aus der Gem. Kasse bewilligt.
Zerna, am 10. 6. 1945
Am heutigen Tage übernimmt der neu eingesetzte Bürgermeister Johann Koreng, von dem ausscheidenden Bürgermeister Bensch, die ihm Inventarverzeichnis, ausgestellt am 1.6.1944, angegebenen Akten und Sparkassenbücher, sowie Aktenschrank, Stempel und Stahlkassette.
Bensch Bürgermeister Koreng Bürgermeister
Zerna, am 14.9.1945
Heute abend um 8 Uhr wurden die Gemeinderäte, zur einer Sitzung ins Gemeindeamt eingeladen.
Als Stellvertreter für den Gemeindevorstand wurde Franz Rietscher Zerna Nr. 8 einstimmig gewählt. Als Kassenverwalter wurde Nik. Rentschke einstimmig gewählt.
Gemeindevorstand die Gemeinderäte
J. Koreng Rentschke, Matke,
Rietscher, Schneider
Zerna, am 13.3.46
Heute abend um 8 Uhr wurden der Gemeinderat zur einer Sitzung ins Gemeindeamt eingeladen. Anwesen der Gem.-vorstand und der Gemeinderat vollzählig. Ihnen wurden von Kassenverwalter Nik. Rentschke, die Gemeindekassenrechnungen von Rechnungsjahr 45 vorgelegt. Als Rechnungsprüfer wurde Matke Paul und Rietscher Franz bestimmt, die Rechnungen wurden geprüft und für richtig befunden.
Weiter wurde beschlossen, daß Auszügler bei der Neuverpachtung, kein Anrecht auf Garten mehr haben. Es geht nicht an, daß eine alleinstehende Person einen Garten bekommt, dazu lebt dieselbe mit Frau Maria Mögel in einen Haushalt zusammen, die schon bereits einen Garten hat. Von Gastwirt sein Garten kommen zwei Meter neu, damit die Anderen etwas größer werden.
Zerna, am 16.1.47
Am heutigem Tage wurde der Gemeinderat zur einer Sitzung im Gemeindeamt eingeladen.
Anwesend: der Bürgermeister und der Gemeinderat vollzählig.
Ihnen wurden vom Kassenverwalter Nik. Renschke die Gemeindekassenrechnungen vom Rechnungsjahr 45 vorgelegt. Als Rechnungsprüfer wurden Matke Paul und Rietscher Franz bestimmt. Die Rechnungen wurden geprüft und für richtig befunden und damit der Kassenverwalter vom Jahr 46 entlastet.
Weiter wurde beschlossen den Abgebrannten, die durch Fronteinwirkung alles verloren haben, im Jahre 47 etwas Geld aus der Gemeindekasse zu schenken.
Es wurde weiter beschlossen, daß die Scheune von Herrn Jurenz nur so weit in Graben gebaut werden kann, daß das Wasser ungehindert sein Lauf nehmen kann.
Zerna, am 4. Mai 1948
Am heutigen Tage wurde der Gemeinderat zu einer Sitzung im Gemeindeamt eingeladen.
Anwesend waren der Bürgermeister und der vollzählige Gemeinderat.
Vom dem Kassenverwalter Nikl. Rentschke wurden die Gemeindekassenrechnungen vorgelegt und von dem Rechnungsprüfern Paul Matke und Franz Rietscher für richtig befunden. Damit wurde der Kassenverwalter für das Jahr 1947 entlastet.
Weiter wurde ein Ortsausschuß für Einheit und gerechten Frieden gebildet. Diesem gehören J. Koeng, N. Rentschke, P. Matke und F. Rietescher an.
Als letztes wurde beschlossen, daß eine Stempelgebühr von 0,50 R Mk pro Stempel erhoben wird.
Zerna, am 23. Juli 1948
Der Gemeinderat wurde heute abend zu einer Sitzung in das Gemeindeamt eingeladen.
Der Bürgermeister und der Gemeinderat waren vollzählig vertreten. Er wurde beschlossen:
Der einzige, der Gemeinde gehörende Apfelbaum wird für 1948 Herrn Walter Golde zum Preise von 10,00 RMk verpachtet.
Der Herr . . . ist nach Ansicht des Gemeinderates zu Zahlung von Mündelgeld, für das uneheliche Kind . . . aus Rosenthal Zahlungsfähig.
Die Gemeinde schließt sich nicht dem Zweckverband an, von welchen die Bezirkskrankenschwester angestellt werden soll, weil das Geld zur Zahlung des Gehaltes, von der Gemeinde nicht gezahlt werden kann.
Das Mecklenburg – Soll ist im Herbst von der V.d.g.B. regelrecht verteilt worden und somit wurde als letztes beschlossen, daß die Unstimmigkeiten zwischen Herrn Paul Mögel und Frau Anna Nuck von beiden Parteien selbst zu regeln sind.
Zerna, den 13. August 1949
In der heute im Gemeindeamt stattgefundenen Gemeinderatssitzung wurden folgende Punkte eingehend erörtert.
1. Neufestsetzung der Stempelgebühren
2.Ernteeinsatz
3.Herbstbestellung
zu 1. Nach der Geldumwertung soll die Kinderstempelgebühr auf 0, 30 DM herabgesetzt werden.
zu 2. Für die rechtzeitige Einbringung der Ernte, sind alle Vorbereitungen getroffen worden. Zum Ausdrusch soll die MAS herangezogen werden, damit eine restlose vorfristige Sollerfüllung durchgeführt werden kann.
zu 3. Den immer noch alleinstehenden Landwirtinen, soll bei der Herbstbestellung geholfen werden, damit auch diese wichtigen Arbeiten so bald als möglich restlos beendet werden und so die nächstjährige Ernte sichergestellt wird. Entsprechende Verteilung der Arbeiten wurde festgelegt.
zu 4. Es soll versucht werden einen Erlaß, der aus den früheren Jahren noch bestehenden Sollraten zu erreichen, da eine Abdeckung nicht möglich ist. Andererseits soll in Zusammenarbeit mit der VdgB darauf hingewirkt werden, daß jeder Bauer so weit als nur möglich sein Soll vorfristig erfüllt.
Gemeindevorstand J. Koreng die Gemeinderäte
Zerna, den 21.Dezember 1949
Der heute beim Kassenwalter Rentschke stattfindenden Gemeinderatssitzung liegt folgende Tagesordnung vor.
Kassenprüfung und Entlastung des Kassierers für 1948 und 1949
Bericht über die vom 21. – 25. und 27. 6. 1949 durchgeführte Kassenprüfung seitens des Kreisprüfungsamtes Kamenz
Zuzugsgenehmigung des Herrn Schmidt Großsärchen
70. Geburtstag des Generallissimus Stalin
zu 1. Die Kasse wurde geprüft und da Beanstandungen nicht vorlagen dem Kassierer und Bürgermeister Entlastung erteilt.
zu 2. Von dem Prüfungsbericht wurde Kenntnis genommen, ebenso von der Meldung, daß alle angeordneten Maßnahmen durchgeführt sind bzw. in Zukunft beachtet werden.
zu 3. Da es sich um einen freiwilligen Zusammenschluß handelt und Erfahrungen außer aus dem Kreis Bautzen nicht vorliegen, soll vorläufig eine Beteiligung noch nicht erfolgen. Es wird angenommen, daß keine finanziellen Erleichterungen eintreten, wohl aber eine Mehrbelastung des Bürgermeisters eintreten kann. Auch ist die Kontrollfrage nicht geklärt.
zu 4. Die Zuzugsgenehmigung für Herrn Schmidt, welcher das Sägewerk pachten will, wird nicht erteilt, da er außer dem 3 Wohnungen für sich, seine Schwiegereltern, den Kutscher und Kraftwagenfahrer und Land usw. haben will, was die Pachtgenossenschaft aber verweigert hat. Auch ist die ganze Pachtangelegenheit zurückgestellt worden, nach dem BGL und FDGB dazu Stellung genommen haben.
zu 5. Der Bürgermeister würdigte die Verdienste Stalins und gab einen Überblick über dessen Lebenswerk und Kampf für die Werktätigen.
zu 6. Eingänge lagen nicht vor. Trotz der schlechten Kartoffelernte sind fast alle Ablieferungsverpflichtungen erfüllt worden.
Mit der gegenseitigen Verpflichtung, sich auch im neuen Jahre für die Erfüllung des Zweijahresplanes einzusetzen wurde die Sitzung geschlossen.
Gemeindevorstand J. Koreng Gemeinderat
Zerna, den 17. Mai 1950
Der Bürgermeister eröffnet um 20. 15 Uhr die für 20 Uhr einberufene Gemeinderatssitzung. Anwesend sind sämtliche Gemeinderatsmitglieder
Antrag Bensch, Georg
Anbau- Erweiterung über o,75 ha
Dorfzusatzplan
zu 1. Der Gemeinderat beschließt, dem Zimmerpolier Georg Bensch DM 56.06 von der für 1949 noch nachzuzahlender Grundsteuer zu erlassen, da sein neu gebautes Haus als Einfamilienhaus veranlagt wurde, während er von Anfang an 1. Familie als Mieter im Hause hat. Das Steueramt Kamenz wird für 1950 die Neufestsetzung vornehmen. Da sich Bensch stets hilfsbereit gezeigt hat, wurde der Erlaß einstimmig beschlossen.
zu 2. Der Kreisrat hat im Rahmen des Zusatzplanes zum Volkswirtschaftsplan über die Erweiterung der Anbaufläche vom 20.1.50 für die Gemeinde eine Anbauflächenerweiterung über 0, 75 ha vorgesehen.
Beschluß: Da Ödland nicht mehr vorhanden ist, nur noch die Kiesgrube, die Waldungen alle dem Klösterlichen gehören und in der Gemeinde auch kein Kahlschlag da ist, ist eine Neulandgewinnung unmöglich, denn alle Ränder, Wege u.s.w. wurden bereits 1949 bei der Neuvermessung bzw. Felder gleich erfasst. Der Kreisrat ist deshalb entsprechend zu benachrichtigen und zu ersuchen, die vorgesehene Anbauflächenerweiterung für die Gemeinde zu streichen.
zu 3. Dorfzusatzplan: Der Bürgermeister gibt die vorgesehenen Sätze für die geldliche Abfindung, der jedem Einwohner zwischen 16 bis 55 bzw. 60 Jahre allgemein auferlegten 24 Stunden freiwilligen Dienst am Zusatzplan bekannt. Der Kassierer berichtet über seine Verhandlungen mit dem Robel wegen pachtfreier Hergabe des für die vorgesehene Anpflanzung von ca 75 Obstbäumen erforderlichen Landes. Es soll deshalb schnellstens die Genehmigung des Amtes für Landwirtschaft wegen Sollbefreiung beschafft und dann das Abkommen mit dem Kloster schriftlich festgelegt und abgeschlossen werden.
zu 4. Einheitsklasse: Da bereits ca 20 Gemeinden der Einheitskasse beigetreten sind, empfehlen der Bürgermeister und Kassenführer, den Anschluß. Nach eingehender Debatte soll der Beschluß angesetzt und von der nächsten öffentl. Gemeindeversammlung gefaßt werden.
zu 5. Der Antrag des Sägewerksarbeiters Golde, ihm auch in diesem Jahre den einzigen Obstbaum der Gemeinde wieder zu verpachten wird zurück gestellt, bis über das evtl. zu erwartende Obstsoll der Gemeinde, Klarheit besteht.
der Gemeinderat der Bürgermeister
Schriftführer Münzberg
Zerna, den 24.11.1950
Gemeinsame öffentliche Versammlung der Nationalen Front, VdgB, Orts-Vereinigung und Gemeindevertretung.
Der Bürgermeister eröffnet die Sitzung 20.oo Uhr und schreitet sofort zur Wahl des Gemeindevertreter -Vorsitzenden. Von den vorgeschlagenen Kandidaten erhält Nikolaus Rentschke von 9 abgegebenen Stimmen 8 und ist damit als Vorsitzender gewählt.
Als Vorsitzender und gleichzeitig Vorsitzender der Nationalen Front leitet er die gemeinsame Sitzung weiter.
In diesem allgemeinen Ausspracheabend, der leider nur von insgesamt 18 Personen besucht ist, gab es lebhafte Diskussion über die Aufgaben der nationalen Front und die Sollerfüllung. Dabei zeigt es sich, daß im allgemeinen gut abgeliefert wurde.
Schluß der Versammlung 24.00 Uhr
Münzberg Schriftführer Bürgermeister
Zerna, den 20.12.50
Vor Eintritt in die Tagesordnung der heutigen Gemeindevertreter Sitzung gedenkt der Vorsitzende Rentsche, welcher zugleich Vorsitzender der Nationalen Front ist, anläßlich des morgigen Geburtstages des Generallissimus Stalin, dessen gesamten Kampfes und Lebenswerkes. Am St. Geburtstages werden alle fortschrittlichen Menschen erneut ihren Willen zur Erhaltung des Friedens und zur Vertiefung der deutsch-sowjetischen Freundschaft, in feierlichen Veranstaltungen zum Ausdruck bringen. In unserer kleinen Gemeinde tun wir es schon heute in dem wir uns verpflichten, gewissenhaft und opferbereit für das Wohl unseres Dorfes zu arbeiten.
Zerna, den 20.12.1950
Gemeindevertreter Sitzung abends 20 Uhr im Gasthof Zerna.
Tagesordnung: 1. Bürgermeisterwahl
Anwesend sind sämtliche Gemeindevertreter
Der Vorsitzende eröffnet um 20.15 Uhr die Sitzung und gibt das Schreiben des Kreisrates vom 14.12.1950 die Wahl von Gemeinderäten und Bildung von Ausschüssen bekannt. Sodann wird zur Wahl des Bürgermeisters geschritten. Der bisherige Bürgermeister Johann Koreng wird Einstimmig wiedergewählt. Der Gewählte nimmt die Wahl an und dankt für das ausgesprochene Vertrauen und verspricht weiter, sich nach wie vor mit aller Kraft für das Wohl der Gemeinde einzusetzen. Dabei bittet er um engste Mitarbeit aller Gemeindevertreter und des Gemeinderates.
Nun wird zur Wahl des Gemeinderates geschritten.
Als Gemeinderatsmitglied FDGB Fraktion wird einstimmig der Kollege Georg Wenk gewählt.
Als Vertreter der VdgB Fraktion wird der Landwirt Paul Mögel ebenfalls einstimmig gewählt.
In den Haupt- Ausschuß werden gewählt: Paul Mögel, Georg Wenk und E. Münzberg
In den Wohnungs- Ausschuß Georg Schmidt, Nikolaus Kockel und Paul Scheede
In den Einspruchs- Ausschuß und in die Sozialkommission wurden gewählt: Walter Golde, Paul Matka, Jakob Zschornack
Die Mitglieder des Wohnungs- Ausschusses wollen zugleich den Bau- Ausschuß bilden.
Schluß der Sitzung 21.30 Uhr
Gemeindevertretervorsitzender Bürgermeister
Zerna, den 3.1.1951
Zu der vom Vorsitzenden der Gemeindevertretung und zugleich Vorsitzenden der Natio. Front Rentschke einberufenen gemeinsamen Festsitzung, waren 2/3 Einwohner erschienen. Gemeindevertreter und Mitglieder der Natio. Front vollzählig.
Der Vorsitzende eröffnet die Sitzung 20.15 Uhr und schildert das Leben des Präsidenten Wilhelm Pieck, dessen 75. Geburtstag heute in der ganzen DDR festlich begangen wird.
Nachdem er alle Anwesenden aufgefordert hat im Sinne der Nationalen Front mit für Frieden, Einheit und Abschluß eines Friedensvertrages noch im diesem Jahre mitzuarbeiten, schließt er die Festsitzung um 21.30 Uhr.
Bürgermeister Schriftführer Münzberg Vorsitzender der Gem. Vertretung
und Nationalenfront
Zerna, den 18.2.1951
In der für heute 19.00 Uhr einberufenen und von fast allen Bauern und Bäuerinnen besuchte öffentl. Gemeindevertreter Sitzung gibt der Bürgermeister Bericht, über die Arbeit der Diff.
Kommission und gibt anschließend zu dem öffentlich ausgelegten Diff. Plan die gewünschten Auskünfte.
Anschließend gibt er die Zahlen der Fehlmengen und Überlieferungen aus dem Jahre 1950 bekannt.
Schluß 23.45 Uhr
Bürgermeister Schriftführer Münzberg Gemeindevertreter Vorsitzender
Zerna, den 19.3.1951
Gemeindevertreter Sitzung im Gemeindeamt 20.00. Uhr.
Der Bürgermeister gem. Ratsmitglied Wenk und Schriftführer Münzberg berichten über die vom Landrats einberufene 2tägige Konferenz im Hotel "Stern" in Kamenz. Diese Anregungen und Erfahrungen sollen auch für die Arbeit in der Gemeinde Richtlinie sein. Nach kurzer Aussprache schließt der Vorsitzende die Sitzung um 21.45 Uhr.
Bürgermeister Schriftführer Münzberg Vorsitzender
Zerna, den 25.5.1951
Zur gemeinsamen Sitzung der Nationalen Front und Gemeindevertreter, hatte der Vorsitzende Nikolaus Rentschke alle Einwohner eingeladen.
Der Vorsitzende eröffnete die gut besuchte Versammlung kurz nach 20.00 Uhr und berichtete über die Tätigkeit zu wichtigsten Aufgaben, die alle zu erfüllen hätten, wenn sie an der Erreichung der Ziele "für Einheit und gerechten Frieden" und Abschluß eines Friedensvertrages noch in diesem Jahre mitarbeiten wollen. Jeder müsse stets dazu daran denken und auch so handeln.
Nach lebhafter Aussprache, was ja auch der Zweck der Versammlung war, schloß der Vorsitzende die Versammlung um 10.30 Uhr.
Bürgermeister Schriftführer Münzberg Vors. der Gem. Vertr.
Zerna, den 18.9.1951
In der heute 19.00 Uhr stattfindenden Gemeindevertreter Sitzung, berichtete der Bürgermeister über den Stand der Ablieferung im pflanzliche und tierischen Produkten und gab einen Überblick über die Verwaltungstätigkeit im letzten Quartal. Anschließend fand im Gasthof eine Einwohner Versammlung statt, wo ebenfalls über den Stand der Ablieferung berichtet und z. T. lebhaft diskutiert wurde. Es wurden immer wieder die vorfristigen Ablieferungen in den Vordergrund gestellt und gefordert.
Zerna, den 18.12.1951
Öffentliche Gemeindevertreter Sitzung 20.00 Uhr im Gasthof Zerna.
Tagesordnung: 1. Sollerfüllung
2. Dorfwirtschaftsplan 1951 und 1952
3. Fünfjahresplan
Anwesend 37 Einwohner und als Instrukteur der Kreisgeschäftsführer der CDU Espenhain.
Zu 1. Der Bürgermeister Koreng berichtet über den Erfüllungsstand in der Sollabgabe pflanzlicher und tierischer Produkte. Das Gemeindesoll ist nicht nur erfüllt, sondern übererfüllt. Außerdem gab er einen Überblick über die Lieferungen auf freie Spitzen, jetzt freier Ankauf genannt.
Zu 2. Hier gibt der Bürgermeister einen Bericht über die Realisierung des Dorfwirtschaftsplanes 1951. Es wird allgemein bedauert, daß durch die Nichtfreigabe des erforderlichen Landes vom Abgabesoll, die Anpflanzung der vorgesehenen 100 Obstbäume nicht erfolgen konnte.
Zu 3. Um die Anwesenden von der Wichtigkeit des Dorfwirtschaftsplanes zu überzeugen, gab der Referent Espenhain einen Überblick über die wichtigsten Grundlage des 5 Jahresplanes.
Da nach wurde bei allgemeiner Mitarbeit der Dorfwirtschaftsplan für 1952 erstellt.
Zu 4. Kollege Rentschke hat sein Amt als Vorsitzender der Nationalen Front niedergelegt und wurde Neuwahl vorgeschlagen und nach lebhafter Debatte durchgeführt.
Gewählt wurden: Paul Keschke als Vorsitzender
Paul Rietscher als Stellv.- Vorsitzender
Hermann Müller als Beisitzer
Die Gemeindevertreter wollen als Selbstverpflichtung bei der Neuaufstellung des Kreuzes einen Dorfplatz schaffen, der zur Verschönerung des Dorfes beitragen soll.
Schluß 22.15 Uhr
Bürgermeister Schriftführer Vorsitzender d. Gem. Vertr.
Zerna, den 31.1.1952
Öffentliche Gemeinde- Vertreter Sitzung im Gasthof Zerna, abend 20.00 Uhr
Tagesordnung: 1. Bericht über die Prüfung der Z. B.
Wasserverband II des Klosterwassers
3. Erweiterung des Dorfwirtschaftsplanes 1952
4. Wahl des stellv. Bürgermeisters
5. Neuwahl des Vorsitzenden der Gemeindevertreter
Anwesend sind die Kollegen: Rentschke, Golde, Kockel, Koreng, Mögel, Matke und Schneider.
entschuldigt fehlen: Kollege Schmidt und Wenk
Der Vorsitzende eröffnet die Sitzung um 20.30 Uhr
Zu Pkt. 1. Der Bürgermeister verliest den Prüfungsbericht der Zentralbuchhaltung. Nach kurzer Aussprache wird beschlossen, neben der Lausitzer Rundschau auch das sorbische Nachrichtenblatt bzw. Tageszeitung "Nowa Doba" zu halten.
Zu Pkt. 2. Gibt der Bgmstr. das Schreiben des Rates des Landkreises Kamenz Abt. Wasserwirtschaft v. 12. Januar 1952 bekannt. Nach kurzer Aussprache wird die im dem Schreiben wiedergegebene Anregung der Mitglieder des Wasserverbandes, die Beiträge auf alle Einwohner umzulegen, abgelehnt und folgender Beschluß gefasst: "Nur die Anlieger zahlen wie bisher die Umlage"
Zu Pkt. 3. Der Bürgermeister zeigt anhand des vom Kreisrat herausgegebenen Dorfwirtschaftsplanes 1952 auf, daß unser Plan erweitert werden muß. Da leider nur 3 Einwohner an der öffentl. Sitzung teilnahmen und sich an der Aussprache fast garnicht beteiligten, muß die Gemeindevertretung die Erweiterung des am 18.12.51 in den Grundlinien festgelegten Dorfwirtschaftsplanes 1952 selbst durchführen.
Zu Pkt. 4. Da nach den Kreisblockrichtlinien der stellv. Bürgermeister bei uns von der SED zu stellen ist, obwohl die Gemeindevertreter nur vom FDGB und VdgB vorgeschlagen wurden, wird das Gemeindevertretermitglied Georg Wenk einstimmig gewählt.
Zu Pkt. 5. Der bisherige Gemeindevertreter Vorsitzende, Nikolaus Rentschke wird einstimmig wiedergewählt.
Zu Pkt. 6. Nach Kenntnisnahme verschiedener Bekanntmachungen, wird eingehend über die Anlegung der Dorfbeleuchtung diskutiert. Da deren Dringlichkeit auch im Prüfungsbereich der Z: B. hervorgehoben wird, soll die Fertigstellung so bald als möglich durchgeführt und Angebote eingeholt werden, wobei 3 – 4 Brennstellen zu Grunde zu legen sind.
Die Motorspritze stand bisher bei dem Wehrleiter und Mechanikermeister Franz Rietscher in der Garage. Jetzt benötigt er den Platz zur Unterstellung seines Kra. dringend selbst, und soll deshalb sofort mit dem Kreisbrandschutzamt wegen der künftigen Unterbringung verhandelt werden. Herr Rietscher schlage als einfachste Lösung den Anbau eines Schuppens an seine Garage vor.
Der Z. B. sollen sofort die Namen und Pachtbeträge der Pächter des Gemeindelandes aufgegeben werden, da die Pachtbeiträge für 1951 noch nicht abgeführt wurden.
Schluß der Sitzung 23.00 Uhr
Bürgermeister Schriftführer Vorsitzender u. Gemeindevert.
Koreng Münzberg Rentschke, Mögel, Kockel
Golde, Matke, Schneider
Zerna, den 5.6.1952
Öffentliche Gemeindevertretersitzung am 5.6.1952 20.00 Uhr
Tagesordnung: Generalkriegsvertrag
Sollerfüllung
Der Vorsitzende eröffnet die von 9 Gemeindevertr. besuchte Versammlung um 20.15 Uhr
Da der vom Kreisblock- Ausschuß, zugesagte Referent nicht erschienen ist wird der Generlkriegsvertrag diskutiert.
Zu Punkt 2 der Tagesordnung gibt der Bürgermeister die aufgegebenen Mengen des freien Aufkaufs bekannt und den Stand der Erfüllung.
Nach der Bekanntgabe des Erfüllungsstandes der Sollmengen, wird beschlossen, daß sich alle Gemeindevertreter dafür einsetzen, daß alle rückständigen Betriebe zur besseren Ablieferung angewiesen werden. Im allgemeinen ist das Gemeindesoll in tierischen Produkten übererfüllt.
Punkt 3 Verschiedenes
Der Bürgermeister empfiehlt nochmals dringend die restlichen Düngermittel und die zugeteilten Zusatzmnengen sofort abzuholen.
Wegen Anlegung der Dorfbeleuchtung werden die Schwierigkeiten der Materialbeschaffung aufgezeigt und soll an das Eltwerk Bautzen heran getreten werden.
Die Übersetzung des Protokolles übernimmt der Stellv. Bürgermeister Georg Wenk.
Nach allgemeiner Aussprache wird die Sitzung um 23 Uhr geschlossen.
Münzberg, Schneider J. Koreng Rentschke, Matke, Mögel
Golde, Wenk
Zerna, den 15.8.52
Öffentliche Sitzung der Gemeindevertreter und Gemeinderates im Gasthof Zerna abends 20.00 Uhr
Tagesordnung: Verbesserung der Organisation der Verwaltung der Gemeinden Zerna und Gränze
Anwesend: Sämtliche 9 Gemeindevertreter.
Der Vorsitzende eröffnet 20.15 Uhr die Sitzung und übergibt die Leitung dem Stellvertreter Kollegen Schneider.
Von der Gemeinde Gränze sind anwesend, der Bürgermeister Kmetsch, Gemeindeverordneter Noack und der Landwirt Woko. Kmetsch, Georg ist wegen Erkrankung entschuldigt.
Da der Referent des Kreis Dezernates Inneres, welcher die Sitzung durchführen soll, nicht erschienen ist, wird die Sitzung um 21. 30 geschlossen.
Münzberg J. Koreng G. Wenk
Schriftführer Kmetsch
Zerna, den 10. September 1952
Öffentliche Gemeindevertretersitzung am 10.9.1952 abends 20.30 Uhr im Gasthof zu Zerna
Anwesend: Koreng, Joh., Schmidt, Georg
Matke, Paul, Mögel, Paul
Wenk, Georg, Kockel, Nikolaus
Golde, Walter
Erfüllung der Erfassungs- u. Aufkaufpläne
Erfüllung des Viehhalteplanes
Der Bürgermeister eröffnet für den abwesende Vorsitzenden um 20.45 Uhr die Versammlung und fordert zur intensiven Mitarbeit beim Aufbau des Sozialismus auf, wobei er noch besonders auf die verschiedenen Selbstverpflichtungen zum XIX Parteitag der KPdSU (B) hinweist.
Zu Pkt. 1. wurden die säumigen Landwirte in der Erfüllung der tierischen Produkte bekanntgegeben. Es wurde beschossen, neben der persönlichen Ansprechung auch schriftliche Aufforderung zur Erfüllung der Rückstände bis zum 30.9.52 ergehen zu lassen. Es handelt sich nur um 3 Betriebe.
Zu Pkt. 2. gibt das Gemeinderatsmitglied P. Mögel, welcher an der Kreistagstagung ebenfalls teilgenommen hatte, eingehenden Bericht u. fordert dringend zur Erfüllung der Tierhaltepläne auf.
J. Koreng Münzberg Schriftführer
Zerna, den 2. Okt. 1952
Öffentliche Gemeindevertreter- Sitzung am 2. Okt. 1952 abends 20.00 Uhr im Gasthof
Tagesordnung; 1. Aufgaben der Gemeindevertretung nach dem Besuch der Volkskammer Delegation in Bonn.
2. Stand der Sollerfüllung
Prämierung für gute Schädlinbgsbekämpfung
Verwendung der Prämie
Anwesend sind alle 9 Gemeindevertreter
Der Vorsitzende eröffnet die Versammlung 20.10 Uhr
Zu Pkt. 1. berichtet der Bürgermeister über den Besuch der Delegation in Bonn. Nach eingehender Diskussion wird empfohlen, das jedes Gemeindevertretermitglied bei allen Gesprächen auf die Wichtigkeit und Bedeutung dieses 1. Gesprächs über die Herbeiführung der Einheit Deutschlands hinweist und aufklärt. Auch das Ortsfriedenskomitee soll in den Aufklärungsabenden dieses Thema besonders herausstellen.
Zu Pkt. 2. gibt der Bürgermeister den Stand der Sollerfüllung bekannt. Es gibt keine wesentlichen Rückstände . Milchsoll 100% erfüllt.
Zu Pkt. 3. diejenigen Personen und Kinder die sich am eifrigsten an der Schädlingsbekkämpfung beteiligt haben, sollen Prämien erhalten. Es werden dem nach prämiert:
Bäuerin Maria Koreng 40,- DM
Kartoffelkäfer Beauftragter Paul Scheede 20,- DM
Die beiden über 70 Jahre alten Einwohner Schliesch und Lubk je 5,- DM
30,- DM werden an die Kinder verteilt, die in der Hauptsuchzeit auch außer an den Suchtagen eifrig und besonders gut gesucht haben.
Zu Pkt. 4. gibt der Bürgermeister die Richtlinien der Verwaltung der Vermögenswerte der im Westen und den Westsektor von Berlin wohnenden Personen bekannt.
Zu Pkt. 5. wird beschlossen, zur Verschönerung des Dorfes das Kreuz in der Dorfmitte zu erneuern, Maschinen für die allgemeine Benutzung zu beschaffen (Drillmaschine usw.) und die 3 Landwirte mit je 200 DM zu prämieren, die sich für die vorfristige Getreideerfüllung am tatkräftigsten eingesetzt haben und auch selbst stets fortschrittlich mitarbeiteten. Es werden prämiert Bgmstr. Joh. Koreng. VdgB Vorsitzender Paul Mögel und der Gemeindevertreter Vorsitzende Nikolaus Rentschke. Der Rest soll zu kulturellen Veranstaltungen benutzt werden.
Zu Pkt. 6. wird beschlossen, für den im Frühjahr geplanten Straßenbau Pflastersteine für die im Haushaltsplan noch verfügbaren 1500 DM sofort zu beschaffen.
Zu Pkt. 7. werden verschiedene Fragen über Preise von landw. Erzeugnissen, Bezugsscheine usw. beantwortet.
Schluß der Sitzung 23.40 Uhr
J. Koreng Wenk, Mögel, Golde, Münzberg Schriftführer
Rentschke, Schneider, Kockel Matke, Schmidt
Rat der Gemeinde Zerna
über die Einwohnerversammlung mit dem Thema "Was lehrte uns die diesjährige Ernte und die Ablieferung der land. Erzeugnisse"
am Donnerstag den 13. Nov. 1952 abends 20 Uhr im Gasthof Zerna
Anwesend: Kollege Sekretär Thomas Org.- Instrukteur Kamenz
Kollegin Kaiser Org.- Instrukteur Kamenz
Kollege Warmulla Sprengelleiter
Kollege Noack BHG- Crostwitz
Kollege Noack Staatl. Kontor für Nutz- und Zuchtvieh- Kamenz
die Kollegen Bürgermeister von Crostwitz – Nucknitz – Deutschbaselitz, Piskowitz – Zschornau – Schmerlitz – Ralbitz - Rosenthal
Der Vorsitzende Kollege Rentschke eröffnete die Versammlung um 20 Uhr 25 und hieß alle Erschienenen willkommen und begrüßte besonders die Gäste.
Nachdem er das Thema bekanntgegeben hatte erteilte er dem Kollegen Bürgermeister Koreng, Zerna das Wort zu seinem Bericht. Der Bericht wird verlesen und dann darüber diskutiert. An der Aussprache beteiligten sich fast alle Anwesenden, nach dem Kollege Thomas aufgefordert hatte, alles zu sagen , was die werktätigen Bauern zu bemängeln oder als gut anzuerkennen haben.
Verschiedene Bauern nahmen zu den nachteiligen Folgen der schlechten bzw. unterlassenen Grabenräumung bei Laske Stellung und wurde beschlossen, die Klosterverwaltung aufzufordern, ihren Verpflichtungen bis zu einem noch festzulegendem Termin nachzukommen, andernfalls die Räumung auf Ihre Kosten erfolgen wird. Dieses wird besonders vom Koll. Warmulla unterstützt. Koll. Thomas schlägt noch vor, evtl. Schadenrechnung aufzustellen. Nach lebhafter Aussprache wird allgemein zugestimmt, in diesem Sinne vorzugehen.
Eine lebhafte Debatte gab es auch zu dem Punkt Schafhaltung die hier von den Bauern wegen Platzmangel z. T. noch abgelehnt wird. Hier beteiligte sich besonders Koll. Noack von der Nutz.- und Zuchtvieh Gen. Kamenz, welcher auch noch zu der Ferkellenkung Stellung nahm.
Wegen der Futtermittelzuteilung der Regierung wurde ebenfalls lebhaft diskutiert und als Ergebnis dieser Aussprache kann herausgestellt werden, daß der Futtermittelmangel infolge der Trockenheit des vergangenen Jahres noch größer geworden ist und es wurde empfohlen, in allen Gemeindeversammlungen dieser Art in den Berichten besonders darauf hinzuweisen, damit evtl. vom Kreisrat aus an den Bezirk bzw. Regierung berichtet und Düngemittel allgemein angefordert werden. Auf die Folgen der Frostschäden ist in diesem Zusammenhang besonders hinzuweisen.
Sodann wurde bemängelt, daß der Bericht den allgemein interessierenden Gemeindespiegel nicht in dem erwarteten Masse enthalte. Hier wird selbstkritisch zugegeben, daß wir dies versäumt haben und werden nun die allgemein interessierenden Zahlen bekanntgegeben, was auch gleich eine lebhafte Aussprache über die erhaltene Prämie von der Regierung bezw. Bezirk für die vorfristige Getreide- Sollerfüllung auslöst.
Nach weiteren Stellungnahmen zu der guten und auch schlechten Arbeit der MAS in vergangenen Sommer und mehreren Punkten des Berichtes, schließt der Versammlungsleiter die Versammlung 23 Uhr 20.
Schriftführer Münzberg Bürgermeister Koreng
Gemeindevertretersitzung am 12. Dezember 1952
20.00 Uhr im Gasthaus Zerna.
2. Kinderfest
3. Antrag der Sportgemeinschaft Zerna
4. Kreuz Angelegenheit
Der Vorsitzende eröffnet die Sitzung um 20.10 Uhr
Zu Pkt. 1. die Bauern Scheede Paul und Mögel Bernhard haben trotz schriftlicher und mündlicher Mahnung Ihre rückständigen Sollmengen nicht gebracht und sind auch der heutigen Einladung hier zu erscheinen nicht nachgekommen. Es wird beschlossen, sie nochmals schriftlich zur Soll Erfüllung aufzufordern.
Zu Pkt. 2. für die Weihnachtsfeier der Kinder werden 250,- DM aus der Prämie bewilligt. Die 100,- DM für Veranstaltungen sollen ebenfalls dazu verwendet werden. Die Durchführung wird dem früher gewählten Ausschuß übertragen.
Zu Pkt. 3. Dem Antrag der S. G. Zerna auf Zuweisung von Geldmitteln für die Anschaffung von Sportgeräten wird entsprochen und 150,- DM aus den Mitteln der Prämie bewilligt.
Zu Pkt. 4.. Es soll nochmals eine Besichtigung des Kreuzes in Wittichenau erfolgen und dann Kostenanschlag eingeholt werden.
Zu Pkt. 5. Wegen Errichtung einer Kindertagesstätte soll in der nächsten Sitzung nochmals diskutiert werden.
Die regelmäßigen Sitzungen der Gemeindevertretung sollen am 1. Mittwoch eines jeden Monats stattfinden.
Schluß der Sitzung 22.45 Uhr
Öffentl. Gemeindevertreter Sitzung am 13.Januar 1953 im Gasthaus 19.30 Uhr
Anwesend waren alle Gemeindevertreter
Tagesordnung: 1. Stand der Sollerfüllung
2.Sollerfüllung 1. Vierteljahr 1953
3.Aufteilung der einzelnen Referate
4.Dorfplan im nationalen Aufbau
5.Bericht über die Kreuzangelegenheit
6. Referat des Kollegen Micklich
Punkt 1. Der Bürgermeister gibt den Endstand der Sollerfüllung bekannt. Auch die beiden Betriebe welche im Rückstand waren, sind ihren Verpflichtungen durch verstärkte Anlieferung und Austauschprodukte nachgekommen.
Punkt 2. Die vorläufigen Abgabe Bescheide sind ausgegeben. Der Bürgermeister weist noch besonders auf die vorgeschriebene Dekaden Ablieferung hin.
Punkt 3. Als Referenten für die Abt. Handel und Versorgung werden Matke Paul und Golde Walter gewählt.
In die Anbauplan- Kommission wurden gewählt: Mögel, Paul und Schneider, Nikolaus
Als Staßenvertrauensleute werden gewählt: Wenk Georg, Schmidt Georg und Skoda Benno
Als Referent für das Kulturwesen wird Rentschke Nikolaus gewählt.
In den Kultur Ausschuß werden gewählt Kockel Helene und Kurjat Paul.
Punkt 4. Den 3 Bauern welche Ihre durch Krieg zerstörten Gebäude noch aufbauen müssen, soll durch freiwilligen Einsatz geholfen werden.
Punkt 5. Nach eingehender Aussprache wird einstimmig beschlossen, daß vorgesehene Kreuz bei der Fa. W. Reimann & Co. Wiesa zu bestellen.
Pkt. 6. Der Referent konnte nicht kommen, da er kein Fahrzeug zur Verfügung gestellt bekam.
Pkt. 7. Der Giftraum mußte verlegt werden und sind für die vorschriftsmäßige Herstellung des neuen Raumes Materialien notwendig. Die erforderlichen Mittel werden bewilligt und Kollege Golde übernimmt die Beschaffung und erklärt sich bereit, die Arbeiten kostenlos auszuführen.
Der Vorsitzende der Nationalen Front Keschke, gibt bekannt, daß er einen großen Posten Literatur übernommen habe und jetzt vom Kreisverband ca. 35,- DM von ihm verlangt werden. Aus dem Verkauf der Weißbücher kann er nur um 10,- DM hereinholen und soll die Gemeinde die restlichen Mittel zur Verfügung Stellen. Das muß z. Zt. noch abgelehnt werden, da die Haushaltspläne noch nicht genehmigt sind und z. Z. auch abgeändert werden. Der Kreisverband der N. F: soll ersucht werden, den Rest zu erlassen, da er die Förderung so lange offen stehen ließ.
Zum Gemeindekassierer wird der Schriftführer Curt Münzberg und als Stellvertreter Nikolaus Rentschke gewählt.
Kollege Wenk berichtet über seine Unterredung mit dem Sachbearbeiter bei der HO wegen Abschluß des Freundschaftsvertrages. Die vorgeschlagenen Richtlinien werden angenommen und soll die HO den Vertragsentwurf fertigstellen.
Nach Beantwortung einiger Fragen über Viehhalteplan, Aufstellung usw. durch den Bürgermeister und Empfehlung den Antrag des Eberhalters Paul Matke, wegen freiwilligen Abgabe von Futtermitteln für die 1952, noch nicht zur Verfügung gestellten Futterfläche in der nächsten Bauernversammlung zu erledigen, schließt der Vorsitzende die Sitzung um 23.35 Uhr. v. g. u.
Münzberg Koreng Wenk, Kockel, Schmidt, Mögel,
Schneider, Matke
Öffentliche Gemeindevertretersitzung der Gemeinde Zerna und Gränze am 4. März 1953 abends 19.30 im Gasthof Zerna
Stand der Sollerfüllung – Ref. Bürgermeister
2. Frühjahrsbestellung und Saatgutbeschaffung - Ref. Mögel VdgB - BHG
3. K. P. Werbung – Wahl der Kommission - Ref. Bürgermeister
4. Beratung über die Regierungsbeschlüsse
Der Vorsitzende eröffnet die Sitzung um 19.45 Uhr
Anwesend von Zerna: Rentschke, Keschke, Koreng, Kockel, Mögel, Wenk, Matke, Golde,
Anwesend von Gränze: Schramm, Zschorlich, Wetzlich, Noack, Wenk, Schön
Zu 1. Der Bürgermeister gibt den Erfüllungstand der Betriebe beider Gemeinden bekannt und fordert zur restlosen Quartalslieferung auf. Die 2 Betriebe von Gränze wurden nochmals schriftlich zur Ablieferung der Reste aufgefordert und auf die Strafbestimmungen hingewiesen. Eine Hilfe seitens der anderen Betriebe wird für unmöglich erklärt.
Zu 2. Kalkammon, der hier als Hauptdünger in Frage kommt, fehlt noch zum großen Teil. Ebenso die Frühkartoffeln für Zerna. Die sich daraus ergebenden Schwierigkeiten sind von hier aus nicht zu beheben.
Zu 3. In die Kommission wurden gewählt: Keschke, Wenk, Gränze – Krahl Jakob
Zu 4. Der Bürgermeister berichtet über das 3tägige Seminar in Panschwitz und wird lebhaft über die LPG diskutiert.
Zu 5. Die Gemeinde Horka hat das Wettbewerbsangebot abgelehnt.
Zu 6. Der Bulle wurde zur Schlachtung abgeholt und nun muß sich Mögel Paul als Mitglied der Kommission für Vatertierhaltung der BHG für schnellste Ersatzbeschaffung einsetzen.
Münzberg, Koreng Wenk, Mögel
Über die öffentliche Festsitzung der Gemeindevertretung am Donnerstag den 8. Oktober, abends 20 Uhr
Der Vorsitzende der Gemeindevertretung eröffnet um 20 Uhr 5 die Festsitzung, heißt alle erschienen Einwohner und Gemeindevertreter herzlichst willkommen und weist auf die Bedeutung des 7. Oktober als Gründungstages der DDR und in diesem Jahre, außerdem als Tag der Wiederwahl unseres Präsidenten hin und erteilt dem Bürgermeister das Wort zur Festrede.
Der Bürgermeister gibt einen Überblick auf die Erfolge in den 4 Jahren des Bestehens unserer DDR sowie über das Leben und Wirken des 1., nun einstimmig wiedergewählten Präsidenten Wilhelm Pieck und weist dabei auf die besondere Verbundenheit des Präsidenten zum sorbischen Wolke hin, wobei er auch an die Kundgebung und den Besuch des Präsidenten in Bautzen erinnert. Er fordert alle Anwesenden auf, auch auf die Nichterschienenen in den täglichen Gesprächen dahingehend einzuwirken, daß Alle mitarbeiten und so dazu beitragen, daß sich der Kurs recht bald sichtbar und segensreich für alle Menschen der DDR auswirken möge.
Mit einem Hoch auf den wiedergewählten Präsidenten und unsere DDR schließt der Vorsitzende die Festversammlung 20 Uhr 50.
Bürgermeister Vors. d. Gemeindevertretung
Über die öffentliche Gemeinderats- und Vertretersitzung am Sonnabend den 10. Oktober 1953 im Gasthaus Zerna.
Tagesordnung: 1. Bericht über die Sollerfüllung
2. Stellungnahme zu den Entschädigungen für Hagelschäden
Der Vorsitzende eröffnet die Sitzung um 20 Uhr 20 Min. und gibt dem Bürgermeister das Wort zur Berichterstattung über die Sollerfüllung.
Der Aufforderung zur restlosen Sollerfüllung des Getreides bis zum 7. Oktober sind bis auf 2 Landwirte alle Ablieferungspflichtigen nachgekommen, so daß rund 99 % erfüllt wurden. Der Rest soll in den nächsten Tagen abgeliefert werden. Alle anderen Produkte sind quartalsmässig erfüllt, Milch fast 100%ig, wobei zu erwähnen ist, daß einige Bauern in pflanzlichen und tierischen Produkten schon 100%ig erfüllt haben. Einige Bauern haben einzelne Produkte 100 %ig erfüllt und hoffen in diesem spätestens im Laufe des nächsten Monates alles abgeliefert zu haben.
Zum Punkt 2 wird allgemein festgestellt, daß die Abschätzung des Hagelschadens bei Tabak ganz schlecht erfolgte, da nur Schadensvergütungen für Sandblatt gewährt wurde. Dies geht auch aus den Bescheiden hervor. Es ist aber ganz selbstverständlich, daß in einem solchen Falle mindestens auch Hauptgut und z. T. auch Obergut beschädigt sein muß. Deshalb wird einstimmig beschlossen, daß der Bürgermeister sofort für alle Anbauer Beschwerde einlegt.
Unter Verschiedenem wird über die Erfahrungen beim Kartoffelroden, was fast restlos durchgeführt ist, gesprochen und werden auch die Leiter der Arbeiten beim Reinigen und Ausbessern des Löschwasserbeckens und der Dorfstraßen festgelegt.
Sodann wird beschlossen, die eifrigsten Teilnehmer beim Suchen von Kartoffelkäfern zu prämieren und den Betrag des Prämienfonds am 13.10. an den Gemeindeboten und die Schreibhilfe auszuschütten, da sie sich zu jeder Tageszeit und oft auch Sonntags für die Allgemeinheit eingesetzt haben.
Nach Beantwortung einer Anzahl Fragen örtlichen Charakters schließt der Vorsitzende die Sitzung um 22 Uhr 45 .
Bürgermeister Vors. der Gemeindevertretung
Öffentliche Gemeindevertretersitzung am Montag den 9.11.1953, abends 19 Uhr 30 im Gasthof Zerna.
Realisierung des Sorbengesetzes
Stand der Sollerfüllung u. Aufkauf
Anwesend die Gemeindevertreter und alle abgabepflichtigen Landwirte.
Zu Punkt 1 gab der Vorsitzende Kollege Rentschke die wesentlichen Bestimmungen des Sorbengesetzes nochmals bekannt, erläuterte dieselben und wies nach, wie wesentlich sich seit 1945 das Kulturleben usw. der sorbischen Bevölkerung geändert hat und das wir gerade im Monat der Deutsch-sowjetischen Freundschaft dankbar dieser Tatsachen gedenken. Innerhalb der Gemeinde ist das Gesetzt gut realisiert worden, während bei den Kreisdienstfriedenstellenden Realisierung sprechen kann. Es müßte z. B. in jeder Abteilung mindestens ein Angestellter da sein, welcher die sorbische Sprache in Schrift und Wort beherrscht.
Zu Punkt 2 gab der Bürgermeister anhand der Kartei den Stand der Sollerfüllung bekannt und wurde dabei festgestellt, daß der Ablieferungsstand allgemein sehr gut ist. Der einzige Betrieb, welcher noch hängt wurde von allen Seiten kritisch besprochen und verlangt, daß er alle Anstrengungen macht, um schnellsten nachzukommen. Der Bürgermeister forderte alle Gemeindevertreter auf schon jetzt bei allen Gelegenheiten darauf hinzuwirken, daß der Schweinebestand so aufgefüllt wird, daß im 1. Quartal 1953 mindestens das Quartalssoll 100%ig erfüllt wird.
Zu Punkt 3 sprach der Vorsitzende der Nationalen Front Kollege Keschke. Er erläuterte den Sinn und Zweck des Monates der Deutsch-sowjetischen Freundschaft und forderte auf, sich dieser guten Sache noch mehr anzuschließen und so mitzuarbeiten an der Einheit und dem Frieden.
Zu Punkt Verschiedenes wurde in erster Linie wieder über die schlechte Beschaffenheit der Verkehrsstraßen diskutiert, was sich gerade hier, wo nur mit Kuhgespannen gearbeitet wird, besonders nachteilig auswirkt. Auch die Dorfstraßen sollen nun, nachdem die Haupt- Herbstarbeiten durchgeführt sind, in Ordnung gebracht werden und zur allgemeinen Beteiligung aufgefordert.
Von den Hauptgeschädigten durch den stark überhandgenommen Hühnerhabicht wurde ganz dringend gefordert, alle Schritte beim Kreis und allen zuständigen Stellen zu untenehmen damit der Abschuß bez. Vernichtung des Hühnerhabichts erfolgt, weil sonst Gefahr besteht, daß zum Frühjahr keine Hühner mehr vorhanden sind und Eier nicht abgegeben werden können.
Gemeindevertretung Rentschke Bürgermeister Koreng
Z a p i s
konstiwnoweho posedźenje gmejnskeho parlamenta z dnja 5.7.1957
Započatk: 20.40 hodż
Přitomni: Ze Sernjan Korjenk (10), Wjenka, Matka, Rynčka, Hejduška, Dietrich, Rotha, Koklic, Krawuc, Korjenk (24)
Ze Hrańcy Šramm, Šĕn 15 mjenšin zapozdźeny, Čornak hakle w 21.15 hodż. přišoł
Ze kandidatow naslĕdnikow bĕchu přitomni Münzberg, Bulank a Golda, přitomni njebĕštaj Bjenš a Čórlich
Dnjowy porjad:
zahajenje a powitanje
wuzwolenje nawjedowarja zhromadżizny
wuzwolenje mandatneje komisije
rozprawa mandatneje komisije
wólby gmejnskeje rady a jeho předsydy
wólby stajnych komisijow
a) wobzanknjenje dżĕłoweho plana za 2. połlĕta 1957
b) přidżĕlenje statokow jednotliwym zapósłancam
c) wuzwolenje nawjedowarja přchodneho posedżenja
kónčne słowo
k 1. Zapósłanc Korjenk (10) posedżenje zahaji, a witaše wosebje nowych w rjadach wjesneho zustupjerstwa.
k 2. W dalšim namjetowaše nawjedowarja dźensnišeho posedżenja a zapisowarja. Za prĕnjeho wuzwolichu zap. Wjenku, za tamneho zap. Rothu.
k 3. Do mandatneje komisije buchu namjetowani a wuzwoleni:
zap. Rynča (předsyda), Koklic a Dietrich. Tuta komisija zahaji hnydom swoju skutkownosć, pruwowaše wuslĕdki wólbow z dnja 23.6.1957 a poda sćĕhowacu rozprawu:
k 4. Přihot a wólby same wotbĕžachu we wsy bjez kóždeho njewšĕdneho podawka.
Wunošk wólbow bĕ sćĕhowacy
wólbokmanych wobydlerjow 166
wosobow, kotrež tuchwilu njewola -
wosobow z wólbnym liscćikom A -
potajkim wólbokmanych 166 = 100%
swój hłós wotedachu 155 = 93,37 %
z toho bĕ njepłaćiwych hłosow 13 = 8,38 %
płaciwych hłosow 142 = 91,62 %
napřećiwnych hłosow 0
Za kandidatow Nationalneje fronty wotedatych hłosow je 142, to su potajkim 100%.
Přitomni tule rozprawu mandatneje komisije bjez znapřećiwjenjow přiwzachu.
k 5. Do gmejnskeje rady namjetowani zap. Korjenk (10) jako předsyda, zap. Šram za jeho namĕstnika a dalšej zap. Wjenka a Matka buchu jednohłósnje wuzwoleni.
k 6. Parlament je sej wuzwolił tři stajne komisije:
sprĕnja za ratarstwo a twarjenje na kraju:
jej přiswušeja: Rynčka,Mikławš (předsyda)
Šĕn, Jurij
Hejduška, Pawoł
Nowak, Mikławš
Krawcec, Marta
zdruha za budżet a sozialne prašenja:
jej přiswušeja: Rotha, Pawoł
Čornak Beno ,
Koklic, Lejna
třeća za kulturu a młodżinske prašenja:
jej přiswušeja: Korjenk, Jurij (předsyda)
Dietrich, Beno
Čornak, Jurij
Šołta, Jurij
Korjenkec. Angela
k 7. a) Parlament je za druhe połlĕto 1957 sćĕhowace obligatoriske schadźowanja
schwalił:
17. awgusta 1957 Spjelnjenje dyrbiznow mjasa a rostlinskich produktow.
Naprawy zu nachwatanje zestatkow.
12. oktobra 1957 Staw wubĕdżowanja.
Nazymske dżĕła na roli a plahowanje mjezypłodow.
Naprawy za stoprocentowe spjelnjenje dyrbiznow.
Spjelnjenje budźeha w III. kwartalu a naprawy za spjelnjenje
w IV. kwartalu.
7. dcembra 1957 Kak spjelnichmy wjesny hospodarski plan lĕta 1957.
Staw spjelnjenja dyrbiznow.
Nimo tutych schadźowanjow parlamenta přewjedźamy wurjadne posedźenje, štož budże bjez dwĕla tež hdys a hdys trjeba.
Wjesnjanosta namjetowaše, přewjesć posedźenje tež hdys a hdys we wjesnym dżĕlu Hrańcy. Zap. Šĕn tom znapřečiwi, zo je tole wjetšina Sernjanskich zas. staršich, mjez tym zo młódšim z Hrańcy čežow nječini, přinć do Serjan. Takle to tež wšitcy schwalichu.
b) Za lĕpši zwisk mjez parlamentom a wšitkimi wjesnjanimi dóstachu zap. sćehowace
statoki přidżelene:
w Sernjanach: Koklis, Lejna statok čo. 2, 2, 3, 6b
Wjenka,, Jurij statok čo. 4, 5, 5a, 6
Rotha, Pawoł statok čo. 7, 8, 9, 13
Rynčka, Mikłławš statok čo. 14,15,16,17
Korjenk, Jan statok čo. 10,11,12
Dietrich, Beno statok čo. 18,13,20,29
Korjenk, Jurij statok čo. 21,22,24
Matka, Pawoł statok čo. 23
Hejduška, Pawoł statok čo. 25,26,27
Krawuc, Marta statok čo. 28,30,31,32
w Hrańcy: Šĕn, Jurij statok čo. 5,7,10,11
Šram, Pawoł statok čo. 6,8,9
Čornak, Beno statok čo. 1,2,3,4
c) Za nawjedowanje přichodneje zhromadźizny bu zap. Korjenk (24) wuzwoleny.
k 8.: W kónčnym słowje dżakowaše so wjesnjanosta za znowa spožčenu dowĕru. Wón namołwješe wšĕch zapósłansow k swĕdomitemu dżĕłu w kóždym nastupanju.
W diskusiji skoržachu zap. z Hrańcy nahladarjow dróhow, zo njerjedźa přĕrow při puću do Hórkow. Nalĕto bĕchu hižo jónu z dźĕłom započeli, přestachu pak potom mokroty dla. Mjez tym je hižo zaso dlĕši čas sucho, a nichtó so njezjewi k dźĕłu. Hrańčenjo nochcedźa zaso do zymy čakač a so potom z wurĕčemi mokroty spokójeć dać.
Ratarjo we wobĕmaj dźĕlomaj gmejny nimaja zajim, sej swoje statoki a žnĕ we wulkej horcoće abo při njewjedrach spalić dać. Žadaja w prĕnim rjedże sylnu sykawu do wsy. Na přichodnu wobydlersku zhromadżiznu přeprosy wjesnjanosta zastupnika Ludoweje policije, wotrj. Wohnjoweje wobory, z wokrjesa a z wobwoda, zo bychu wjesnjenjo z nimaj wo škiće před wóhnjami wuradżować móhli.
Kónc zhromadźizny bĕše w 22.40 hodż.
Quelle: www.ralbitz-rosenthal.de