Source: http://www.deutschestextarchiv.de/book/view/estor_rechtsgelehrsamkeit01_1757?p=835
Timestamp: 2019-02-23 11:04:31
Document Index: 65517225

Matched Legal Cases: ['§ 118', '§ 20', '§ 87', '§ 40', '§ 118', '§ 20', '§ 87', '§ 40', '§ 2032', '§ 118', '§ 2033', '§ 20', '§ 87', '§ 40', '§ 2034', '§ 2032', '§ 118', '§ 2033', '§ 20', '§ 87', '§ 40', '§ 2034']

gerechtigkeiten und befugnissen etc.
wege und stege etwas aussezen. Es werden auch
wohl die hurenbrüche, imgleichen die erblose gü-
ter etc. darzu gewidmet, Lünig R. Archiv P.
gen. cont. II s. 239, G. L. Böhmers disp. de
mulctis stuprorum, Ostfrisisches landrecht im
Iten buche, cap. 127, IIten buche, cap. 153.
Von den wege- und brücken-geltern ist das ge-von den we-
ge-geltern
ist das gelei-
te unterschi-
leit und der zoll in absicht auf die waaren unter-
schiden, R. abschid vom jare 1576 § 118, wo-
von bei den regalien ein mehreres zu handeln seyn
In den Reichs-gesäzen ist verordnet, daß aufdie verord-
kosten iedes Reichsstandes die strasen zu wasser
und land frei, sicher und rein seyn sollen, und ni-
mand darauf beschädiget werden, widrigenfalls
sollen bei sich eräugendem unheil, oder unglück die
reisende und handelnde personen, wie auch fuhr-
und schif-leute sich ires schadens an der oberkeit zu
erholen befugt seyn, Reichsabschid 1548, § 20,
1555, § 87, Reichsschluß vom jare 1670, s. 75 im
IIIIten teile der ausgabe der Reichsabschide vom
jare 1747 fol., Gaill lib. II obs. 64, wenn ie-
mand auf der strasen angegriffen wird, soll an
die glocken geschlagen werden, und iedes ortes
obrigkeit schuldig seyn, dem thäter nachzueilen,
Reichsabschid 1548, § 40. Ausser dem soll man
die rechte strase fahren und nimand den andern
von der rechten strase zwingen, Iter teil der Reichs-
abschide s. 23, s. 32, s. 40.
Obgleich iedermann sich der freien und öffentli-ob ein ieder
sich der öf-
strasen bedi-
nen kan?
chen landstrasen bedinen kan; so ist iedoch zu-
förderst darauf zu sehen, ob ihm nicht die Reichs-
auch land-gesäze, oder andre umstände, z. e. ein
gerechtigkeiten und befugniſſen ꝛc.
wege und ſtege etwas ausſezen. Es werden auch
wohl die hurenbruͤche, imgleichen die erbloſe guͤ-
ter ꝛc. darzu gewidmet, Luͤnig R. Archiv P.
gen. cont. II ſ. 239, G. L. Boͤhmers diſp. de
mulctis ſtuprorum, Oſtfriſiſches landrecht im
Von den wege- und bruͤcken-geltern iſt das ge-von den we-
iſt das gelei-
te unterſchi-
leit und der zoll in abſicht auf die waaren unter-
ſchiden, R. abſchid vom jare 1576 § 118, wo-
von bei den regalien ein mehreres zu handeln ſeyn
In den Reichs-geſaͤzen iſt verordnet, daß aufdie verord-
ſtraſen.
koſten iedes Reichsſtandes die ſtraſen zu waſſer
und land frei, ſicher und rein ſeyn ſollen, und ni-
mand darauf beſchaͤdiget werden, widrigenfalls
ſollen bei ſich eraͤugendem unheil, oder ungluͤck die
reiſende und handelnde perſonen, wie auch fuhr-
und ſchif-leute ſich ires ſchadens an der oberkeit zu
erholen befugt ſeyn, Reichsabſchid 1548, § 20,
1555, § 87, Reichsſchluß vom jare 1670, ſ. 75 im
IIIIten teile der ausgabe der Reichsabſchide vom
jare 1747 fol., Gaill lib. II obſ. 64, wenn ie-
mand auf der ſtraſen angegriffen wird, ſoll an
die glocken geſchlagen werden, und iedes ortes
obrigkeit ſchuldig ſeyn, dem thaͤter nachzueilen,
Reichsabſchid 1548, § 40. Auſſer dem ſoll man
die rechte ſtraſe fahren und nimand den andern
von der rechten ſtraſe zwingen, Iter teil der Reichs-
abſchide ſ. 23, ſ. 32, ſ. 40.
Obgleich iedermann ſich der freien und oͤffentli-ob ein ieder
ſich der oͤf-
ſtraſen bedi-
chen landſtraſen bedinen kan; ſo iſt iedoch zu-
foͤrderſt darauf zu ſehen, ob ihm nicht die Reichs-
auch land-geſaͤze, oder andre umſtaͤnde, z. e. ein
<p><pb facs="#f0835" n="823"/><fw place="top" type="header"><hi rendition="#b">gerechtigkeiten und befugni&#x017F;&#x017F;en &#xA75B;c.</hi></fw><lb/>
wege und &#x017F;tege etwas aus&#x017F;ezen. Es werden auch<lb/>
wohl die hurenbru&#x0364;che, imgleichen die erblo&#x017F;e gu&#x0364;-<lb/>
ter &#xA75B;c. darzu gewidmet, <hi rendition="#fr">Lu&#x0364;nig</hi> R. Archiv <hi rendition="#aq">P.<lb/>
gen. cont. II</hi> &#x017F;. 239, G. L. <hi rendition="#fr">Bo&#x0364;hmers</hi> di&#x017F;p. <hi rendition="#aq">de<lb/>
mulctis &#x017F;tuprorum,</hi> O&#x017F;tfri&#x017F;i&#x017F;ches landrecht im<lb/><hi rendition="#aq">I</hi>ten buche, cap. 127, <hi rendition="#aq">II</hi>ten buche, cap. 153.</p>
<head>§ 2032</head><lb/>
<p>Von den wege- und bru&#x0364;cken-geltern i&#x017F;t das ge-<note place="right">von den we-<lb/>
ge-geltern<lb/>
i&#x017F;t das gelei-<lb/>
te unter&#x017F;chi-<lb/>
leit und der zoll in ab&#x017F;icht auf die waaren unter-<lb/>
&#x017F;chiden, R. ab&#x017F;chid vom jare 1576 § 118, wo-<lb/>
von bei den regalien ein mehreres zu handeln &#x017F;eyn<lb/>
<head>§ 2033</head><lb/>
<p>In den Reichs-ge&#x017F;a&#x0364;zen i&#x017F;t verordnet, daß auf<note place="right">die verord-<lb/>
&#x017F;tra&#x017F;en.</note><lb/>
ko&#x017F;ten iedes Reichs&#x017F;tandes die &#x017F;tra&#x017F;en zu wa&#x017F;&#x017F;er<lb/>
und land frei, &#x017F;icher und rein &#x017F;eyn &#x017F;ollen, und ni-<lb/>
mand darauf be&#x017F;cha&#x0364;diget werden, widrigenfalls<lb/>
&#x017F;ollen bei &#x017F;ich era&#x0364;ugendem unheil, oder unglu&#x0364;ck die<lb/>
rei&#x017F;ende und handelnde per&#x017F;onen, wie auch fuhr-<lb/>
und &#x017F;chif-leute &#x017F;ich ires &#x017F;chadens an der oberkeit zu<lb/>
erholen befugt &#x017F;eyn, Reichsab&#x017F;chid 1548, § 20,<lb/>
1555, § 87, Reichs&#x017F;chluß vom jare 1670, &#x017F;. 75 im<lb/><hi rendition="#aq">IIII</hi>ten teile der ausgabe der Reichsab&#x017F;chide vom<lb/>
jare 1747 fol., <hi rendition="#fr">Gaill</hi> <hi rendition="#aq">lib. II ob&#x017F;.</hi> 64, wenn ie-<lb/>
mand auf der &#x017F;tra&#x017F;en angegriffen wird, &#x017F;oll an<lb/>
die glocken ge&#x017F;chlagen werden, und iedes ortes<lb/>
obrigkeit &#x017F;chuldig &#x017F;eyn, dem tha&#x0364;ter nachzueilen,<lb/>
Reichsab&#x017F;chid 1548, § 40. Au&#x017F;&#x017F;er dem &#x017F;oll man<lb/>
die rechte &#x017F;tra&#x017F;e fahren und nimand den andern<lb/>
von der rechten &#x017F;tra&#x017F;e zwingen, <hi rendition="#aq">I</hi>ter teil der Reichs-<lb/>
ab&#x017F;chide &#x017F;. 23, &#x017F;. 32, &#x017F;. 40.</p>
<head>§ 2034</head><lb/>
<p>Obgleich iedermann &#x017F;ich der freien und o&#x0364;ffentli-<note place="right">ob ein ieder<lb/>
&#x017F;ich der o&#x0364;f-<lb/>
fentlichen<lb/>
&#x017F;tra&#x017F;en bedi-<lb/>
nen kan?</note><lb/>
chen land&#x017F;tra&#x017F;en bedinen kan; &#x017F;o i&#x017F;t iedoch zu-<lb/>
fo&#x0364;rder&#x017F;t darauf zu &#x017F;ehen, ob ihm nicht die Reichs-<lb/>
auch land-ge&#x017F;a&#x0364;ze, oder andre um&#x017F;ta&#x0364;nde, z. e. ein<lb/>
<fw place="bottom" type="sig">F f f 4</fw><fw place="bottom" type="catch">zu</fw><lb/></p>
[823/0835] gerechtigkeiten und befugniſſen ꝛc. wege und ſtege etwas ausſezen. Es werden auch wohl die hurenbruͤche, imgleichen die erbloſe guͤ- ter ꝛc. darzu gewidmet, Luͤnig R. Archiv P. gen. cont. II ſ. 239, G. L. Boͤhmers diſp. de mulctis ſtuprorum, Oſtfriſiſches landrecht im Iten buche, cap. 127, IIten buche, cap. 153. § 2032 Von den wege- und bruͤcken-geltern iſt das ge- leit und der zoll in abſicht auf die waaren unter- ſchiden, R. abſchid vom jare 1576 § 118, wo- von bei den regalien ein mehreres zu handeln ſeyn wird. von den we- ge-geltern iſt das gelei- te unterſchi- den. § 2033 In den Reichs-geſaͤzen iſt verordnet, daß auf koſten iedes Reichsſtandes die ſtraſen zu waſſer und land frei, ſicher und rein ſeyn ſollen, und ni- mand darauf beſchaͤdiget werden, widrigenfalls ſollen bei ſich eraͤugendem unheil, oder ungluͤck die reiſende und handelnde perſonen, wie auch fuhr- und ſchif-leute ſich ires ſchadens an der oberkeit zu erholen befugt ſeyn, Reichsabſchid 1548, § 20, 1555, § 87, Reichsſchluß vom jare 1670, ſ. 75 im IIIIten teile der ausgabe der Reichsabſchide vom jare 1747 fol., Gaill lib. II obſ. 64, wenn ie- mand auf der ſtraſen angegriffen wird, ſoll an die glocken geſchlagen werden, und iedes ortes obrigkeit ſchuldig ſeyn, dem thaͤter nachzueilen, Reichsabſchid 1548, § 40. Auſſer dem ſoll man die rechte ſtraſe fahren und nimand den andern von der rechten ſtraſe zwingen, Iter teil der Reichs- abſchide ſ. 23, ſ. 32, ſ. 40. die verord- nungen der Reichsgeſaͤ- ze von den ſtraſen. § 2034 Obgleich iedermann ſich der freien und oͤffentli- chen landſtraſen bedinen kan; ſo iſt iedoch zu- foͤrderſt darauf zu ſehen, ob ihm nicht die Reichs- auch land-geſaͤze, oder andre umſtaͤnde, z. e. ein zu ob ein ieder ſich der oͤf- fentlichen ſtraſen bedi- nen kan? F f f 4
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/estor_rechtsgelehrsamkeit01_1757/835
Zitationshilfe: Estor, Johann Georg: Bürgerliche rechtsgelehrsamkeit der Teutschen. Bd. 1. Marburg, 1757, S. 823. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/estor_rechtsgelehrsamkeit01_1757/835>, abgerufen am 23.02.2019.