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Timestamp: 2020-02-29 03:27:15
Document Index: 116095764

Matched Legal Cases: ['§8', '§8', '§8', '§8', '§8', '§8', '§8', '§8']

1881 / 14 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger)
1881 / 14 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff
\s@einungen. — Glü@ckwuns{shreiben dcr deuts&en Kaiserin an das
„Magazin“. LanD- nnd Forstwirthschaft. _ Dex Deuts&e Landwirthschaftsrath nahm in feiner gestrigen: Sißvna noch fol.:ende, von dem Professor Richter (Tharand) beantragte Resolution an: Ler Deutsche Landwirthscaftärath wolle be- {ließen : I. Der Abschluß von Handelsverträgen unter Wah- rung des Prinzips der meistbegünstigten Nation liegt im dringenden Interesse der Landwirthschaft, ünd ist ganz besonders der Abschluß eines derartigen Handelévertrages mit Oesterreih-Unaarn wünschens- werth. II. Die zur Herbeiführung solcher Abschlüsse stattfindenden Verhandlungen sind mit dazu zu benußen, um sowohl den deutschen Ex- port, einf{ließlich desjenigen der landwirthschaftliden Produkte, als auch die Beseitigung aller unsere Ausfuhr schädigenden direkten und indirekten Export prämien, namentlid für Spiritus und Zudcker, sowie die den deutshen Markt sbädigenden Differantialtarife und Refaktien in ollen mit u 8 Har.ddelsverträge abschließenden Ländern in wirksamfter Weise sier zu stellen. IIL, Gleichzeitig ist gescßlih zu bestimmen, daß bei der Beförderung von oauéländischen Produkten auf inländi- {en Bahnen — Zeiten der Noth auszenommen — jede Bevor- e La Ge gegen das gleicartige inlän-
x uénahmetarife (Di ¡ti fä d i
verboten E rife (Differertialfrachtsäße) oder Refakticn n seiner heutigen Situng, welcher der Staats-Minister Dr. Lucius beiwohnte, beschäftigte sich der Deutsche Landw - rath mit der Negelung des Ati E a
Gewerbe und Kandel.
Ter Einlöôsunascours für de in Silber zahlbaren Cou- pons österreichis&«r Werthe ift auf 172 X per 10 Kl. ki We'teres festgeseßt o | | Y E e
E Cs liegt nunmehr auch das zweite Heft der Aueweise über den auén ârtigen Handel _der österreihisch-ungarischen Mon- arie im Jahre 1879 vor. Dasselbe behandelt die Waaren- einfuhr, kearbeitet vom Recbnungs-Rathe Joseph Pizzala, und enthält aufer den allgemeinen Bemerkunvgen und der vergleicenden Tabclle der Ergebnisse des Jahres 1879 mit jenen der früheren Jahre die Menge der Waarereinfuhr na einzelnen Waarengattun- gen, na LTarifklassen, ferner den Handelswerth der Waarenecinfuhr nach den einzelnen Waarengattungen und nach Tarifklafsen und den Zollertrag der Waareneinfuhr nah Tarifkla\sen. Im Vergleiche ¿zum Jahre 1878 hat die Einfuhr im Jahre 1879 der Menge nach erheblich zue, der Handeléwerth dagegen abgenommen, wie folgende Zahlen zeigen: Es betrug im Jahre 1875 die Menge 31,0 Mill. Mctr. der Handelêwerth 949,39 Millionen Fl[., i. J. 1876: die Menge 309 Mill. Metr., der Handelswerth 534,3 Mill. Fl., im Jahre 1877 : die Menge 33,0 %ill, Metr., der Handels8werth 555,3 Mil. Fl,
während in Breslau beide Tage etwa glei warm waren In Berlin übertraf dagegen die Temperatur des 6. Dezembcrs die des 1, Dezembecs um 6 Grad, in Münster um 7 Grad, am Rbein m 4 bis 5 Grad. Gs gab daher zu Anfang des Monats öftlic der Oder starke Schneefälle, zwischen Oder und Elbe wechselten Regen mit Schnee, während weftlih der Glbe die Nieders{läge fast nur in Form von Regen fielen. Nachdem das Barometer an den östlichen Stationen bereits am 4., an allen übrigen am 7. Dezember seinen höchsten Stand erreict hatie, fing es an jenen rasch, an diescn lang- fam zu fallen an. Der West- und Nordwest-Wird erhob fich überall na dieser Zeit mit großer Lebhaftigkeit und steigerte ch zu ver- {iedenen Malen zu Sturm. Es fielen reihliche Nieders{läge meist als Regen, hier und da gemis%t mit Schnee, mit Graupeln und Hagel, vicht selten unter elcktrishen Eat- ladungen. Reich an Gewittern war besonders der 12. De- zember. Gleichzeitig entluden fh sclhe am Nachmittage an mehreren Stationen der öftlihen Provinzen, so in Bromberg, auf Wang, in Görliy, Berlin und Putbue. Jn Berlin folgten in einem® Zwischenraume von einer Stunde zwei Gewitter aufeinander und bei heftigem aus West wehenden Sturme fielen Hagel und zu großen Floden zusammengeballte Schneemassen. Ganz besonders bewegt war in dieser Zeit, sowie überhaupt in der ersten Hälfte des Dezember die Atmosphäre an den hogelegenen Stationen. Auf der Scbnee- koppe, wo bis zum 14. Dezember der Wind fast ununterbrochen aus N-rdwest wehte, während in Wang und Eichberg oft West- und Südwestwind auftrat, wurde 15mal in dieser Zeit die Windstärke durch 4, 14mal durch 5 und 5mal dur 6, den höcbsten Stärke- grad, bezeichnet. Zu Anfang der zweiten Monatéthälfte trat in den Witterungsverbältnissen der einzelnen Laudestheile ein wesentlicer Unterschied ein. Im äußersten Westen behielt auch in der Zeit vom 15, bis 21. Dezember das Wetter seinen mil- den Charakter. Selbst in deo Nächten fiel das Thermometer oft nit kis 3 Srad und hob si am Tage öfters bis 10 Grad. Die Tage hatten eine mittlere Wärme von 4 bis 6 Grad. Dabei war dec Himmel immer bedeckt und Niedersbläge fielen nur als Regen wiede: holt und oft in großer Menge. Wie die unten folgende Ta- belle auêweist, waren namentli der 29. und 21, Dezember die Tage mit dem Maximum der Niederschläge. In den Provinzen Westfalen und Hannover gestaltete sich das Wetter etwas rauher. Das Ther- mometer sank zuwcilen bis zum NulUpunkte und die Tage hatten nur cinen geringen Wärmeüberschuß ; au fiel etwas Schnee. Aehnlich war die Witterung, „wenn auch im Allgemeinen etwas rauhec und häufiger wechselnd, in den mittleren Gegenden Norddeutschlands. Anders aber gestaltete sie sich in dén Provinzen Ost- und Westpreußen , „Posen und in dem nordöstlihen Theile von Pommern. Mit dem 16. Dezember trat hier, wenn auch nur vor-
e | 4 übergchend, der Polarstrom auf und mit i ges 2 im Jahre 1878; die Menge 34,2 Mill. Mctr., der Handelsroerth | Kältegrade von —10 Grab ie 13 S
992,1 Mill. Fl. urd im Jaßre 1879; die Mengz 40,1 Metr., der | oft beobachtet. Es h A im JZagre 1809: ngz 40,1 Metr., veobaiet. Ae d 1terfchi ärme- D R Mes E S N N N von Osten aw Westen bin R E D 0 ¡ i ctr. gi¿stiegen, während der Handeléwerth einen er in Königsverg eine mittlere T t i 88 i Rückgang von 0,7 Mill. ausweist. Die Ursache dieser Erscheinun B 360 ; emperatur von —8,8 Grad, ia O : veist. | F g | Bromkerg —3,6 Erad, in B 7 i “di darauf zurückgeführt, daß die meisten Importartikel einen erhebiihen | in Hannover 3,6 Grad, L Vier 48 Geis en 7s Gran L A L N aa habe uwe! U darauf hatte si dieser Unterschied in der Weineveribei: 0 r.its re 18/0 Plaß gegriffen. Das Jahr 1876 war für | lurg {on wesentlih gemindert, denn der 20 | ir den österreihisch-ungarishen Auf .enhande! minver günstig un i eat C O ter a handel minder g g und hat die | genannten 7 Orten folgende Temperatur : : e Ie a O OY A chren, 4,9, N M auffillenbe e a i adet Zim 5 f ‘infuhr der Menge nah von 30,9 auf | in diesen Tagen häufige zum Theil reiclihe Ni Îge si 33 Mill. Mctr. und dem Wertbe nah ron 534,3 auf 555,3 Mill Die Me der I ar, R R Ie Rae, Sl. gestieacn. Seitdem hat die Menge der Einfuhr ‘noh w it : | weit Von ein tis Tee, Sur lolate Umd vedinas, au nid ( i Me! j i tsernten Orten oft sehr verschied S um 7,1 Mill. Mctr. zugenommen, während ih der Werth um 39 in den Ta, vet 20 bi R E s Mill. Fl. vermindert hat, Die Handelsbilanz hat jich in den leßte n Dr u fe 404 N e S Nee 9 Jahren folgendermaßen gestaltet: Es betrug im Jahre 1875 Wie 3% Tan Ede da d N O O M ur Einfubr 549,5, die Ausfubr 650,9 Mill bi, die Mebransfute R auf der nahe, aber höher gelegeuen Station „Kirhe Wang“ infi j, N l 0 D S, zecen 112,4 mm, auf der darüber liegenden K i mithin 1,6 Mili, Fl, im Jahre 1876 die Einfuhr 534,3 die In dem leßten M itthei E S e E ao, Avetubr O06) U Sr T mee e MEE ie M em ev en Monatédrittheile blieb östlih der Oder die Witte- 2 « Gl, N ( î leichmäßig, die Wärme hielt i hier 60,9 Mill. Fl. Im Jahre 1877- betru i Cie Pet d N j L E E O 00,9 L g die Einfuhr | 2 Grad, und Nebel, Regen und & t it ci 566.3, die Ausfubr 666,6 Dl #1 die M ebe udfubr S | San E , Neg S nee wechselten mit einander ab. M in Sib 1678 v U c N t 07 A S der und Elbe stellte sid, otwohl im Ganzen die Witte- i ; L c Einfuhr 552,1, 54d, ar, do cin scharfer Wechsel ci ¡ Mill. Fl, die Mebrautfuhr 102,6 Mill. Fl. und im Zabre 1879 | der etra 7 Grad Wa T O 26, Dees bezifferte sfch die Einfuhr auf 555,4, die Ruéfubr auf 775,1 Mill embe di T nberatits un aao atte, JauE Vis anm 27, Des Hl, die Mehrausfuhr bitrug demnach hier 119,7 Mill ‘Fl Wie Wirdie 4 bie fein Bie, Bie 0 1e E e San aus dieser Zusammenstellung hervorgeht, bat der Export nicht bl 8 Schnecfäll selten v S ie L IOE en Aue O: der Menge, jondern auch dem Werthe na ciren namhafte: Au) das The not ter k A Gi U Le QIIC, GiTe, pur bay Vier \ckchwung gencmmín, da die Zunahme der Ausfuhr bei vielen Artik N Miitleret M r E B Ene LeLaSgel, wie bei Zucker, bei Häuten uyd Fellen und bei vielen Jabuistrie: bvv Eeleents O n T i, M „bei Zucker, ( t id ° xtremen, ausgedrückt in Millimetern. Artikeln, mit ciner Steigerung der Preise verbunden war. Sechöhe, Mitil., Barc- Maximum Miniziuln Fi l ; ; ; : b arina. in Metern. tneterttand. Tag Stand. Tag Stand ofern sclche irgendwie mit hcraldishen Figuren flylgerecht ver-
e 22,6 7522 7742 14 736,5 | dert sind. e f 0E e O Mideteg A bte M 0 1 D „ A i zea Ueberlantpost beute T6 O 91,9 ‘ ( i i
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: _„Od D ( i: „C in L 1 C, ¿ 2, 3, E : ( E E, ‘ , *HEl r Bla And dice cincttane pfscchiffs-Compagnie (C. Messinzsche Sneekoppe 1599 620,9 6362 14 605,7 g s 9 ‘Forteletles Referat in 1 Denis bra U getroffen. 3) Aenderungen in den Schemas zu den ärztlichen Und Verrbaltanag: beribten; Dreck und Versendung derselben. 4) Theilnahme der {lesiscen Bäder an der balneologishen Autst: Uung zu Frankfurt a./M. im Jahre 1881. 5) Kensultation der Bade-Aerzte auf den Promenaden, 6) Beschränkung des Hausirgewerbebctriebes in Bäder 1, 7) Mittbeilungea über Moor und Moorbäder. 8) Erweiterungen der miteorologiscen Beobachtung, 9) Repartitionsart der Kosten des Bâädertagcs. 10) Rcchnungélegung. j
Höhe der Niederschläge in M:[lli im Dezember 6E E G-B:
Höhe der Größte Hö : ; g Nieders bläge rößte Höhe Tage mit Tge. m. Trübe
Ta Ö s 83 (30,6) 198 De Nieders]. Swbnee Tage.
864 (413) 7 24 15 77,7 27 22 1E 0
h 27 G Conit. . 1012 (24D) 11 S 15 E
Bromberg . (02 (351 21 Breslau . 557 (30 2) 3 23 10 i Giwbera. . 29 (2) 12 23 15 + Wang . . . 2080 (07,0) 20 25 18 Ó Scneekoppe 126,7 20 24 20 2 Görlitz 89,9 (43,3) 13 29 16 Voraau 720 (381) 7 21 5 L Breitenbach 288,8 (122,7) 21 25 14 í Berlin „06 (479) 90 26 7 N Putbus 004 (424) 23 18 19 is Hamburg . 149,0 (C09) 923 30 2 1 Hannover . 154,1 (43,9) 21 25 6 20 Clausthal . 335,0 (108,6) 21 29 17 30 Emden. « „L220 (G) 23 25 19 Inter. 1347 G0) 21 24 20 Gin, 161 0 20 27 19 Aachen. . 2044 (71,1) 20 25 23 Deter. 1900 C4) 20 22 24 Wiesbaden. 114,0 14 i 25 16 M E (40/0) 23 Bl 18 4 19
ilere Lage gab es nur in Lau-nburg 4, in Görli oe M 2, h ea, Breslau, Eichberz, Werib, E Stasonen gar U rier, Wiesbaden einen, an allen andern m Folgenden werden noch, um über die Jahresr n E e, e S Ae een am En ted ete j zungcn, Î i Einiges anzusck&ließen, von 2 E E E ) die mittlere Jahreswärme, 2) die Temperatur-Erxtreme, anen anae A Mil imetern.
! ujammengesteUt, der Jahreswärme und Niederschlags- höhe das langjährige Mittel in Klammern, de ä 1 die Tage, auf welche sie fielen, hinzugefügt. R ad
Jahres- Maximum Minimum Nieders{lag?- Si wärme Tag Stand Tag Stand höhe
önigsberg 6,8 (6, 17. VII. 30,0 20.1. —18,4 8124 (600,2)
Br omberg 28. V. 302 28 I.—161 637,3 (496,2)
reslau 87 10, VIL 83,0 27.1. —123 6290/2 (519,6) Berlin 9,8 17, VUL 32,0" 191-144 8875 (8083/7) Hannover 9,5 27.V. 302 19.1. —11,0 609/0 (589,4) Münster 92 (9,3) 27. V. 30,6 19.L —16,5 8570 (6875)
Köln HO G O O R — Dur die rémisébe ‘gahl ist U ini t 7 A Betriebe auf Bergwerken und Aufbereitungsanstalten bestimmten nuar, V, = Mat, VIL, = Juli, i g S G a / Dampfkessel. Im Falle fernerer Ergänzung des Verzeichnisses der i; j fonzessionépflihtigen Anlagen gemäß §. 16, leßter Ablaß der Reichs- Gewerbeordzung bleibt die Bestimmung darüber, für welche der in das Verzeichniß nachträglich aufgenommenen Anlagen der Kreisautshuß (Stadtausshuß, Magistrat) zuständig ist, Königlicher Verordnung vorbehalten. wurde ohne Debatte unverändert angenommen.
8, 100 lautet nach der Regierungsvorlage :
Der Bezirk8ra1h, in dem Stadtkreise Berlin die erste Abthei- lung des Polizei-Präfidiums, beschließt über Anträge auf Genehmi- gung zur Errichtung oder Veränderung gewerblicher Anlagen, soweit die Beschlußnabme darüber niht nach §8. 99 dem Kreis- (Stadt-) Ausschusse (Magistrat) überwiesen ift.
Der Bezirkscath beschließt ferner im Einvernehmen mit dem zuständigen Ober-Bergamte über bie Zulässigkeit von Wassertrieb- werken, welche zum Betriele von Bergwerken oder Aufbereitungs- anstalten dienen (§. 59 Abs. 3 des Allgemeinen Berggeseßes vom 24. Suni 1885, Geseß-Samml. S. 705).
Die Kommission hatte folgende Fassung beschlossen :
Der Bezicksrath, in dem Stadtkreise Berlin der Stadkaus- \{chuß, beschließt über Anträge auf Genehmigung zur Errichtung oder Veränderung gewerblicher Anlagen, soweit die T Bu nahme tarüber nit nah §. 99 dem Kreis- (Stadt-) Ausschu (Magistrat) überwiesen ift. ; :
Der Bazirksrath beschließt ferner im Einvernehmen mit dem zuständigen Ober-Bergamte über die Zulässigkeit vou Wassertrieb- werken, welche zum Betriebe von Fe oder Aufbereitungs- anstalten dienen (8. 59 Abs. 3 des Algemeinen Berggeseyßes vom 24, Juni 1865, Gesez-Samml. S. 705).
Hierzu beantragte der Abg. Dr. von Bitter zu Alinea 1 folgenden Zusaß: „Gegen die Beschlüsse des Stadtaus\hus}ses zu Berlin steht auch dem Polizei-Präsidenten die Beschwerde zu“; und der Abg. von Heppe: die Regierungsvorlage wieder herzustellen. A .
Der Abg. Zelle erklärte, es handele si hier wiederum um die Schmerzen der Stadt Berlin, welhe beim Organisations- gesch hätten zurückgeseßzt werden müssen, da es nicht möglich gewesen sei, den Bezirks- und Provinzialrath für sie einzu- führen. Er bitte auch hier wieder, die Befugnisse des Poli- zei-Präsidiums möglichst auf das polizeilihe Gebiet zu be- \hränken. Er sei überzeugt, daß der Stadtaus\{huß mindestens eben so gut in der Lage sei, als die Beamten des Polizei- Präsidiums, alle Umstände bei der Konzessionirung von ¿Fa- briken zu beurtheilen, ja derselbe werde dur seine genauere Kenntniß der lokalen Verhältnisse alle Gründe genauer zu er- wägen in der Lage sein. Er bitte, das Amendement von Heppe abzulehnen.
Der Abg. Dr. von Bitter betonte, er habe zu §. 100 sein Amendement gestellt, weil ohne dasselbe eine Ausnahmestellung für Berlin geschaffen sei, überall stehe nämlih an der Spiße des Kreisausschusses ein ernannter Beamter, an der des
Ag 14. Berlin, Dienstag, den 18. Januar ÉES&GH,
diesen Ausdru als niht parlamentarish.) Wenn solche Fälle vorkämen, wie sie der Abg. von Heppe erzählt habe, so müßten dieselben dort angebracht werden, wo Remedur geschafft wer- den könnte, nämlich, wo die Personenfrage entschieden werde. Der Abg. von Heppe habe nicht gegen das Jnstitut des Stadt- ausschusses, sondern gegen die Personen gesprochen, die darin säßen. Auf den Fall Schulze und Schmidt gehe er nicht ein, so sehr er die Ansichten des Vorredners achte, so erinnere er denselben doch daran : audiatur et altera pars. Er fönne sich nicht denken, daß wenn der Stadtausshuß in dieser Sache gehört werde, es sich so herausstellen würde, wie es hier vor- getragen sei. Der Abg. Dirichlet bemerkte, jeder, der jemals in einer Behörde gesessen habe, die Recht spreche, wisse, daß Diejenigen, welche vor dieser Behörde „verloren“ hätten, sehr {lecht auf sie zu sprehen seien und alle möglihen unverständlichen Gründe für die zu ihren Ungunsten ausgefallenen Entschei- dungen anführten. Könne der Abg. von Heppe wirklich be: haupten, daß dieselben Menschen in den Fällen Schulze und Schmidt und in derselben Stunde so entschieden hätten? Es werde doch zwischen der mündlichen Publikation des Tenors und dessen Gründe und dem wirklichen Absezen der Entschei- dungsgründe unterschieden werden müssen. Er wundere si, daß ein Beamter, wie der Abg. von Heppe, sih so in Un- kenntniß befinde. Charakteristish sei aber seine Art der Be- weisführung für den Geist, mit welhem die Regierung Ent- scheidungen der Beschlußbehörden achte. Der konservativen Par- tei und den sachlichen Verhandlungen des Hauscs habe der- selbe hierdurch keinen guten Dienst erwiesen. Der Abg. Dr. Langerhans protestirte gegen die Berdächti- gungen des Stadtausschusses. Der Abg. von Heppe, welcher erst kurze Zeit im Dienste der Polizei sei, kenne die Berliner Verhältnisse ficher weniger, als die Männer, die seit langen Jahren in den Gemeindebehörden säßen. Der Abg. von Heppe erklärte, er müsse einen sehr wunden Punkt getroffen haben, da man ihn persönlih angreife, wäh- rend er nur zur Sache gesprohen habe. Den Vorwurf der Unkenntniß, den ihm der Abg. Dirichlet mache, weise er zurüd und protestire dagegen, daß man seine sachlihen Erwägungen auf das perfsönlihe Gebiet hinüberspiele. Er habe be- sonders betont, daß nicht die Personen, sondern die Ver- hältnisse an den Mißständen des Stadtausschusses {huld seien. Durch alle Verhandlungen der städtishen Behörden ziehe sih derselbe rothe Faden, die übertriebene Nücksihinahme auf die Interessen der Hausbesizer! Er erinnere nur an die Polizeiverordnung, betreffend die Ofenklappen, an den Erlaß einer allgemeinen VBauordnung, an das Schlafgängerwe}en, um zu zeigen, daß selbst die Durhführung von Maßregeln, die von Einfluß auf Leben und Gesundheit von Bürgern seien, an dem Widerstand der Stadtverordnetenversammlung gescheitert sei, sobald man geglaubt habe, daß die Hausbesißer an der rüEsihtslosen Ausbeutung ihrer Häuser gehindert würden. Der Abg. Frhr, von Huene erklärte, er könne in diesem Falle niht für den Antrag Zelle stimmen, da nah der Reichs- Gewerbeordnung eine höhere Behörde über diese Konzefsion entscheiden solle. Er konstatire aber diesen Grund ausdrücklic, damit es nicht scheine, als ob seine Abstimmung auf den Aus- führungen des Abg. von Heppe basire. : Der Abg. Dirichlet bemerkte, der Abg. von Heppe scheine nicht zu wissen, daß die Gründe für die Entscheidungen des Stadtausschusses publizirt würden. Sei der Abg. von Heppe denn bei dieser Publikation zugegen gewesen ? Derselbe bezeichne cs als einen sehr zweifelhaften Vorzug, die Entschei- dungen des Stadtausschusses lesen zu müssen; er (Nedner) glaube aber, daß der Abg. von Heppe aus denselden unter allen Umständen etwas lernen könne, daß es also kein zweifel- hafter Vorzug, sondern eine Ehre für ihn fei. C Hierauf wurde die Diskussion geschlossen, und na einer persönlihen Bemerkung des Abg. von Heppe, welcher den Ausdruck „zweifelhafter Vorzug“ harmlos gemeint haben wollte, wurde das Amendement Hobrecht- Zelle abgelehnt und 8, 101 in der Fassung der Kommission angenommen. Die 88. 101—111 wurden ohne Debatte unverändert angenommen. . y Nach §8. 112 soll über die Genehmigung von «Fnnungs- statuten der Bezirksrath beschließen. Da jür die Stadt Berlin eine besondere Bestimmung nicht getroffen ist, so tritt hier an die Stelle des Bezirksraths der Ober-Präsident. — Der Abg. von Heppe bedauerte sehr, daß man das Polizeîi- Präsidium nicht mit dieser Angelegenheit betraut habe. Der Ober-Präsident werde, da derselbe selbst den Dingen zu fern stehe, iw Gemeinschaft mit den städtischen Organen die be- treffenden Bestimmungen treffen. Es sei dies um }o bedenk- licher, als notorish die Berliner städtishen Behörden den Bestrebungen auf Wiederbelebung der Jnnungen durchaus
Siaulen. , Königsberg Hela
Lauenburg . 112'8 48
MSME : A7
Preußen. Berlin, 18. Januar. Jm weiteren Verlaufe der gestrigen (38.) Sißung seßte das Haus der Abgeordneten die zweite Berathung des Ent- wurfs eines Geseßes über die D ta Der Bev- waltung3behörden und der Verwa tungsgerichte mit §. 93 fort. Tit. XIIT. (§8. 93—98) handeln von der Jagd- polizei. Nach denselben soll der Kreisausshuß, in Stadtkreisen der Bezirksrath, über die Bildung geweinschaftliher Jagd- bezirke beschließen. §. 94 wurde mit einer redaktionellen Aenderung des Abg. Frhr. von Zedliß und Neukirch angenom- men, die übrigen §§. 93—98 nah der Fassung der Kommission genehmigt.
Tit. X1V. Gewerbepolizei umfaßt die §8. 99—120. §. 99, dex in der Regierungsvorlage lautet: 5
Der Kreis- (Stadt-) Auss{huß, in den einem Landkreise an- gehörigen Städten mit mehr als 10000 Einwohnern der Ma- gistrat (kollegialishe Gemeindevorstand), beschließt über Anträge auf Genehmigung zur Errichtung oder Veränderung gewerblicher Anlagen (88. 16 bis 25 der Reich8-Gewerbeordnung vom 21. Juni 1869, Reich8geseß vom 2. März 1874, Neichsgeseßbl. S. 19), so- weit konzessionspflichtige Anlagen der nachbezeichneten Ärt in Frage stehen: Gasbereitungs- und Gasbewahrungsanstalten, Anstalten zur Destillation von Erdöl, Anlagen zur Bereitung von Braun- kfohlentheer, Steinkohlentheer und Koks, Asphaltkochereien und Pechstedercien, Glas- und MNRußhütten, Kalk-, Ziegel- und Gipsd'en, Metallgießercien, Hammerwerke, SchneUbleichen, Firnißsiedereien, Stärkefabriken, Stärkesyrupfabriken, Wachs- tu-, Darmsaiten-, Dachpappen- und Dachfilzfabriken, Darm- zubereitung8anstalten, Leim-, Thran- und Seifensiedereien, Knochen- brennereien, Knochendarren, Knochenkochereien und Knocbenbleichen, Hopfen, Schwefeldarren, Zubereitungeanstalten für Thierhaare, Talgshmelzen, Schlächtereien, Gerbereien, Abdeckereien , Stroh- papterstoffsabriken, Stauanlagen für Wassertriebwerke, Fabriken, in welchen Dampfkessel oder andere Vl:chgefäße dur Verntieten hergestellt werden, endlich Dampfkessel mit Auënahme der für den Gebrauch auf Eisenbahnen bestimmten Lokomotiven und der zum
T a E a E A: A E: Na
U bo O m T0 e Uo n Do H D
zurü, der Antrag von Heppe wurde abgelehnt und §8. 100 in der Kommissionsvorlage angenommen.
8, 101 lautet nah der Regierungsvorlage, der sich die Kommission angeschlossen haite :
Der Bezirksrath, in dem Stadtkreise Berlin die erste Abthei- lung des Polizei-Präsidiums, beschließt auf Antrag der Orts- polizeibehörde darüber, ob die Ausübung eines Gewerbes in An- lagen, deren Betiieb mit ungewöhnlihem Geräusch verbunden ist, an der gewählten Betriebsstätte zu untersagen oder nur unter Bedingungen zu gestatten ift (§. 27 der Reichêgewerbe- ordnung).
Hierzu hatten die Abgg. Zelle und Hobreht folgenden Abänderungsantrag eingebracht : „anstatt der Worte: „die erste eug des Polizei-Präsidiums“ zu seßen: „der Stadt- auss{chuß“.
Der Abg. Zelle sprach für die Annahme dieses Antrages, der eine mit den vorhergehenden Paragraphen ganz verwandte Angelegenheit behandele.
Der Regierungskommissar Geheime Ober-Regierungs-Rath Rommel erklärte sih gegen den Antrag Hobrecht-Zelle.
Die Abgg. Dr. Langerhans und Hobrecht vertheidigten den Antrag von dem Gesichtspunkte aus, daß die meisten ähnlichen Konzessionirungen bereits im §8. 99 vem Stadtausschusse über- tragen seien.
Der Abg. von Heppe erklärte, bei der unerwarteten Schnelligkeit der heutigen Berathung sei er zu spät gekommen, um sein zum vorhergehenden Paragraphen gestelltes Amende- ment zu vertheidigen. Er behalte sih das für die 3. Lesung vor. Er müsse aber hierbei erklären, daß der hiesige Stadt- ausschGuß absolut niht geeignet sei, demselben noch andere N zu Übertragen, als derselbe schon habe. Die Schuld des Mißerfolges dieser Einrichtung liege niht in den betheiligten Personen, sondern in den Berliner Verhält- nissen. Er habe den sehr zweifelhasten Vorzug, die Entscheidungen des Stadtausschusses lesen zu müssen, und er müsse sagen, es mangele denselben das noth- wendigste Erforderniß jeder Rechtsprehung, die Gleihmäßig- keit, namentlich bei der Ertheilung von Schankkonzessionen. Mit souveräner Nichtachtung der geseßlihen Vorschristen setze der Stadtausshuß sich über die Prüfung der Bedürfnißfrage hinweg. Das sei demselben natürlih im Wege der Berufung elegt worden. Ein Beispiel für viele. Fn dem Hause Fürbringerstraße Nr. 18 wohne ein gewisser Schmidt, welcher eine Schankkonzession nachgesucht habe, die ihm unter der Angabe, daß ein Bedürfniß nicht vorliege, verweigert sei. Nah vier Wochen habe derselbe das Gesuh wieder- holt, und “da derselbe inzwishen die nöthigen Wege gegangen sei, um sich die Gewährung des Gesuches zu sichern, habe diesmal der Stadtausshuß für ihn entschieden. Welche Einflüsse geltend gemaht worden seien, gehe allerdings aus den Akten nicht hervor. Unter Anderem sei auch der außergewöhnliche Durst der Garde-Dragoner ange- führt, die in der Nähe dort ihre Kaserne hätten. Ein merk- würdiges Spiel des Zufalls werfe ein helles Schlaglicht auf das Verfahren des Stadtausschusses. Fn demselben Hause Fürbringerstraße Nr. 18 wohne auch ein gewisser Schulz, zwar nicht im Keller, aber im Parterre, der sih auch um eine Schankkonzession beworben habe. Beide Konzessionsgesuche t | seien an demselben Tage und zu derselben Stunde zur Ent- scheidung gekommen und innerhalb ?/, Stunden habe derselbe Stadtaus\huß im Falle Schmidt für die Konzession in Erwägung, daß der Verkehr auf der Fürbringer- straße ein lebhafter sei, gestimmt und Schulz sei ab- gewiesen in Erwägung, daß bei der Verkehrslosigkeit der Für- bringerstraße das Bedürfniß niht nachgewiesen sei. Was dem Einen recht sei, ci dem Andern billig. Ganz ähn- lih wie bei der Prüfung der Bedürfnißfrage, werde auch be- züglich der Anforderungen, die an die Lokale gemacht würden, verfahren. Es sei durchaus niht möglich gewesen, zu irgend einem festen Grundsatze in dieser Richtung zu kommen. Die Entscheidungen des Stadtausschusses seien völlig unberehenbar und die Polizeibehörde sei hierdurch in die unangenchme Noth- wendigkeit verseßt worden, auf Grund des §. 30 der Gewerbe- ordnung dur eine Polizeiverordnung die Anforderungen fest- zusetzen, welche aus polizeilicher Nücksicht an die Schanklokale zu machen sein würden. Damit habe natürlich das Polizei- präsidium einen Sturm der Entrüstung hervorgerufen. Die Verwaltungsgerihte hätten an einem angeblih formellen Mangel der Polizeiverordnung anseßen zu können ge- glaubt, und hätten sie für rechtsungültig erklärt. Obwohl nun das Ober-Verwaltungsgeriht diese Ansicht als un- utreffend nachgewiesen habe, finde sich noch heutigen Lags as Bezirks-Verwaltungsgeriht niht in der Lage, das Er- kenntniß des Ober-Verwaltungsgerichtes zu respektiren und es entscheide noch immer in einer Reihe von Fällen direkt gegen das, was das Ober-Verwaltungsgeriht festgestellt habe. Der
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Das 60, Stiftung fest des Vereins zur Befs des Gewerbfleißes findet n, wie in e Pee g
Ae am Donnerstag, sondern am Montag, den 24. Januar,
Der Plan, im Jakre 1882 in Berlin eine internatio heraldische Ausstellung zu verarstalten, rückt seiner Berwiek: lihung näher. Jn der legten, unter Borsiß des Chrcn-Präsidenten Grafen Stillfried abgehaltenen Kommissionsfizung wurde nit nuc die Bittheilung gemacht, daß das Ausftellungsgebäude am Cantian- plaß vom Kultus-Ministerium zur Benußung für besagten Zweck be- willigt ist, sondern auch konstatirt, daß vo-läufige Anfragen bei in Betracht kommenden Ausstellern von günstigem Erfolge gewesen sind. In einer im Januar ftatlfindenden Sigung foll das Pro- aramm festgestellt und sodann mit L'ersendung desselben vorgegangen weiden. Es handelt si nicht allein um Vorführurg mustergültiger alter Sacben, sond:rn besonders auch um Auéstelung moderner kunstgewerblicker_ Arbeiten (Möbel, Glaëmalereien , Stickereien Schnitereien in Holz, Elfenbein 2c., Tapeten, Lederwaaren u. #. w.),
Königsberg Lauenburg Conißt Bromberg
Görliß 217 Torgau 102 Breitenbach 630,5 Berlin 49 Berlin, 18. Januar 1881. E. D Witterungsverhältnisse im nördlihen und mitt- Hannover 61,5 leren Deutschland während des Dezember 1880 | Emden 8,5
Der Dezember des Jahres 1880 batte na en Beob 1 N Ee 0 der Stationen des preußischen piettoroioailiben Sett S NONR A C an i nabmêweise und vur immer ein paar Tage hintereinander die S A ene Sentermonates, „Die Winde des warmcn unp Wiesbaden 52,2 69 ‘ 36 fendbten Aequatorialftromes waren fiberall die vorherrschenden, und | Hechingen 06 169 7 922 25 7968 a t pu ea sie QUf langere Zeit von ter polaren Strömung zurü- In der folgendcn, die Tcmye n Tabelle ist auf Em ilitean E M Ed g hohe Temperatur, die bedeutende der Anzabl N Se E L aid (l anver D Boas A E E E: Wie Gefrierpunkt sinkt) auch di: Anzahl der CEistage (Tage, bei A Osten und 1 bis 2 Grade, weiter na Be L S et im | dos Maximum unter dem Gefrierpunkt bleibt) angegeben.” : einigen Rheinischen Stationen um 5 Grade. Der Déteiber, Sr E E S S 1680. E E Jahres 1879 war 6 bis 10 Grade kälter als ter des Jahres 1880. Unter E Bremen E Ce A 10 Grad fiel das Thermometer, wie die unten folgende Uebersicht Mittlere N naa
739,1 49,5 04,1 52,7 50,3 55,2 53,0 57,3 93,8 55,8 42,2
7569 925 68,4 24 U 9 I 9A 68,6 2 08 L 739 24 77,9 24 704 84 3 607 24 654 24
724,9 34,3 689 7 737,2 32,8 37,9 36,1 38,8 36,1 38,6 25,3
_ Na einer Bekanntmachung des Vereins der Berliner Gast- wirthe vom 14. Januar ist das „Berliner Sr ebenbi ai U offiziellen Organ des Léreins gewählt worden und wird nun cine korrékte und vollstär. dige Fremdenl iste (so weit dics eben möglich ift denn uur ein Theil der hier ankommenden Fremden läßt si mden, aüe in Priva‘quartieren absteigenden, nit) bringen. Eine der wich- tigsten Besprecungen des Vereins wird die Haftpflicht der Hotel- besiper für Gegenstände bilden, die Reisenden im Hotel abhanden gekommen sind.
Ad] i 1] J] 00] f Èck f i
zeigt, nur im Nordosten des Beobachtungsgebi-tes : ‘eite weftlih sank es sell unter den kocgelegenen B etiien G fd nur auf der Scncekoppe, in der Ebene aber rur ein Paar (Grade unter den Gefrierpunkt, zum Tbeil selbs nicht bis zu demselben Dic Anzahl der Tage mit Niederschlägen und die Menge der leßtern
Claußen 5 Königéberg
war überall groß; an den meisten Stationen übersti ie Negenhöhe den durchschnittliwen Werth um das Sie L T Tteil an den im Westen und den hoch gelegenen Stationen, Auch fehlte es bei der oft sehr intensiven Wärmeentwickelung nicht an | Gewittern, an Gravpelwetter und Hagel. Der Monat begann in den mittlern Provinzea mit einem beitern, in den öftlisten und einigen Gegenden der westlichen Provinzen mit «inem trüben Lage. Die Temperatur dieses Tages war im Allgemeinen hier höher, dort tiefer, als ter mittlere Durchschnitt beträgt. Mit dem 2. Dezember stellte sih im Osten rauhe winteclihe Witterung ein. Das Baro meter stieg iy ein Paar Tazen um 20 wm. Es erhob sich ein hef- tiger Westwind, der sid überall am Abend des 2, Dezember zu einem Orfan steigerte. Len Tag darauf ging derselbe ia Nordwest und Nord über, und der Himmel heiterte \ich am 4 Dezember auf. Je
weiter nach Westen, desto geringer waren die barometrischen Schwan- kungen, desto sckwäcer war auch die unauêgeseßt aus West wehende
Windesftrêmung. jo daß im äußersten Westen Luftdruck und \{wace
atmo'phârisde Schwankung unverändert blie, zum Theil selbst völ-
Tige Windstille eintraf, Dem entspredend gestalteten sich au die
Wüärmeverhbältnisse im Osten und Westen sehr verscbieden In | Königöberg rahm vom 1. bis 6, Dezember die Taget- | Zlemperatur um 11 Grad, in Browberg um 5 Grad ‘ab, j
Bromberg . Breslau Cichberg... Wang H Scbneekoppe Worin oran
Derlin Urs Hamburg... Hannover... Clausthal . Ren, R EL Cöln
Wietbaden . Hechingen
Tem- pÞeratur:
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Die erste Subscriptions-Redoute in der Char- lottenburger F! ora hatte am Sonnabkend troy —10 Giro Reaumur in den glänzend erleucteten Räumen tes Prachibaues ein ¡ahlreihes Publikum (wohl gegen 700 Paare) vecsammelt. Im Gegensate zu früheren Bällen war die Zahl der Charakter- und Fan- tasiemasken cine sehr bedeutende. Viele Kostüme zeichneten ih sogar dur Pracht aus. Jm Palmenhause wogte die beitere, lachende plaudernde Menge auf und ab, während der Zwischenpausen si in den Nischen und auf dem Plateau verthéilend, um tort das Souper einzunehmen. Hatte s{on die musterhaste Ordnung in der Garderobe angenehm berührt, so gab die vortreffliche Küche des Hrn. E. Lindener aufs Neue Anlaß zu Vergleichen, welche für das Flora-Etablissement äußerst vortheilhaft ausfallen mußten. Zwei Militär-Musikcorp2 des 4, Garderegiments und der Gardeshützcn, sübhr!en in treff- licher Weise abwechselnd di: Ballmusik aus. Zwei tüchtige Tänzer leiteten die Tanzauffübrungen. Erst zu feüher Stunde ver liefen die en Gâste die außerordentlich heiter und fesllih ver- laufene Redoute.
Redacteur: Ri G Berlin: i: n A
Verlag der Expedition (Kessel). Druck: W, Elsnex
Stadtaus\chuïses dagegen niht. Schon in der Kommission hätte man das Amendement wohl angenommen, wenn nicht zufällig die Debatte vor seiner Einbringung geschlossen wor- den wäre; jedenfalls sei sein Amendement der bequemste unter mehreren vorhandenen Wegen, und er bitte um Annahme desselben.
Der Regierungskommissar Geheime Ober-Reg.-Nath Rom- mel erwiderte, dem Wunsche der Stadt Berlin ständen Gründe der Zweckmäüäßigkeit und die Reihs-Gewerbeordnung entgegen. Es empfehle sich, diese wihtigen Anlagen dem Polizei-Präsidium zur Konzessionirung zu überweisen, welches die Gewerbe- und Baukonzession {hon zu ertheilen habe und in dem Fabrik- inspektor den besten Sachverständigen besige. Auf das Amen- dement. Bitter lege die Regierung keinen Werth, der Zweck desselben könne auch im Verwaltungswege erreiht werden. Er bitte prinzipaliter, den Antrag von Heppe anzunehmen.
Der Abg. Freiherr von Huene erklärte, bei vielen Ge- legenheiten habe er Anträgen, die im Jnteresse der Selbst- verwaltung der Stadt Berlin gestellt seien, nicht beistimmen können. Jm vorliegenden Falle aber müsse er sih für den Kommissionsantrag erklären. Es handele sich bei der Kon- zessi onirung lediglich um die Frage der Zweckmäßigkeit, und der Stadtausshuß sei besser in der Lage, über alle diese Ver-
Stadtausshuß habe sich dagegen gefügt und man habe jeßt das erbaulihe Schauspiel, daß der Stadtausshuß auf Grund der fraglihen Polizeiverordnung Konzessionen versage. Be- {were sih der Betheiligte hiergegen, so gebe das Bezirks- Verwaltungsgericht die Konzession und das Ober-Verwaltungs- geriht würde sie nahher wieder versagen: Er glaube die Wirksamkeit des hiesigen Stadtausschusses, wie er sie bezüglich seiner Hauptthätigkeit, die mindestens %/1g seiner ganzen Ge- \häfte umfassen dürfte, geschildert habe, könne doch keine Ver- anlassung sein, demselben nur irgend etwas noch zuzuweisen. Deswegen bitte er, das gestellte Amendement abzulehnen.
Der Abg. Zelle bemerkte, er habe das vorige Mal, als das Haus über die Verhältnisse des Berliner Polizeiprästdiums und Stadtausschusses verhandelt habe, allen Personen, die bei beiden Behörden beschäftigt worden, die höchste Achtung ent- gegengebraht, Dieselbe Achtung lasse er allen Organen an- gedeihen, die mit dem Polizeipräsidium in Verbindung ständen. Wenn man über solche Behörden diskutire, müsse man sich seiner Meinung nah solcher Aeußerungen enthalten, wie sie der Abg. von Heppe heute gethan habe, Wenn man von einer Behörde sage: „Sie seße sich mit souveräner
unfreundlih gegenüberständen. S S
Der Abg. Zelle erkannte an, daß in der städüschen Ver- waltung wenig Sympathie dafür vorhanden sei, dem Verliner Handwerker den glücklih beseitigten Zopf des Zunftzwanges wieder anzuhängen. Troßdem könne es keinem Zweifel unter- liegen, daß das Polizei-Präsidium für die vorliegenden Fragen, die — wie auh das Landreht anerkenne — vornehmlich fommunaler Natur seien, durchaus nicht als die geeignete Fn- stanz gelten: könne. §. 112 wurde hierauf unverändert ange- nommen, ebenso die §8. 113—118. -
8, 119 bestimmt, daß in Berlin über die Einrichtung oder Veränderung der Kehrbezirke für Schornsteinfeger das Polizei- Präsidium entscheiden solle. Die Abgg. Hobrecht und Zelle beantragten, die Entscheidung von der Zustimmung des GBe- meindevorstandes abhängig zu machen.
Der Regierungskommissar Geh. Ober.-Reg.-Nath Rommel machte darauf aufmerksam, daß das Amendement mit den Bestim- mungen der Gewerbeordnung im Widerspruch stehe. Dasselbe wurde hierauf abgelehnt und §. 119 nah der Kommissions- fassung angenommen , ebenso ohne Debatte die 88. 120 bis 125.
Nichtachtung über geseblihe Vorschriften hinweg“, | ihre Entscheidungen seien nicht unparteiis{h“,
hältnisse zu entscheiden, als das Polizei-Präsidium. Darauf zog der Abg. Dr. von Bitter seinen Antrag
Handwerk werde iyr aber gelegt“, so sprehe man in einem Jargon, den ex für unzulässig halte. (Der Präsident rügte
„das |
Zu §8. 126, welcher die Bildung von Sprißtzenverbänden regelt, beantragten die Abgg. von Rauchhaupt und Þr. von | Heytebrand und der Lasa eine veränderte Fassung, wonach der | Kreisaus\shuß über die Bildung, Veränderung oder Aufhebung