Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=WM%201967,%2072
Timestamp: 2020-04-07 03:46:59
Document Index: 159792898

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 675', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 28.11.1966 - VII ZR 132/64 - dejure.org
BGH, 28.11.1966 - VII ZR 132/64
https://dejure.org/1966,1274
BGH, 28.11.1966 - VII ZR 132/64 (https://dejure.org/1966,1274)
BGH, Entscheidung vom 28.11.1966 - VII ZR 132/64 (https://dejure.org/1966,1274)
BGH, Entscheidung vom 28. November 1966 - VII ZR 132/64 (https://dejure.org/1966,1274)
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Voraussetzungen für das Vorliegen einer Unternehmenseinheit - Anforderungen an die Befreiung von der Umsatzsteuer
WM 1967, 72
DB 1967, 244
Nur in den hierdurch gezogenen Grenzen hat er den Auftraggeber auch ungefragt über die bei der Bearbeitung auftauchenden steuerrechtlichen Fragen zu belehren (vgl. BGH, Urt. v. 28. April 1966 - VII ZR 132/64, WM 1967, 72, 73; v. 6. Dezember 1979 - VII ZR 19/79, WM 1980, 308, 309).
Das würde selbst dann gelten, wenn der Kl. seinerseits dieses Problem nicht zur Sprache gebracht hätte (vgl. BGH, WM 1967, 72 (73)).
Denn der Steuerberater ist aufgrund seiner besonderen Sachkunde verpflichtet, den Mandanten auch ungefragt über die bei Erledigung des Auftrags auftauchenden steuerrechtlichen Fragen, insbesondere auch über die Möglichkeiten einer Steuerersparnis zu belehren (BGHZ 128, 358, 361; BGH, Urt. v. 28. November 1966 - VII ZR 132/64, DB 1967, 244).
Er muß davon ausgehen, daß sein Auftraggeber in der Regel in steuerlichen Dingen unkundig und vielfach deshalb auch gar nicht in der Lage ist, von sich aus die entsprechenden Fragen zu stellen (Senatsurteil vom 28. November 1966 - VII ZR 132/64 = WM 1967, 72, 73; vgl. a. Senatsurteil vom 1. Juli 1971 - VII ZR 295/69 = WM 1971, 1206).
a) Dieser hat im Rahmen des ihm erteilten Auftrags (§§ 675, 611 BGB) den Mandanten auch ungefragt über die bei der Bearbeitung auftauchenden steuerrechtlichen Fragen zu belehren (BGH, Urt. v. 28. November 1966 - VII ZR 132/64, WM 1967, 72, 73; v. 6. Dezember 1979 - VII ZR 19/79, WM 1980, 308, 309; v. 7. Mai 1992 - IX ZR 151/91, NJW-RR 1992, 1110, 1111; v. 9. November 1995 - IX ZR 161/94, z.V.b.).
Hatte der Steuerberater bereits im Dezember 1971 Kenntnis von dem Vertragsabschluß, was das Berufungsgericht für möglich hält, so war er verpflichtet, die Klägerin als seine Mandantin auch ohne besonderen Auftrag über die Möglichkeiten von Steuerersparnissen aufzuklären (BGH, Urt. v. 28. November 1966 - VII ZR 132/64 = BB 1967, 105; Gräfe/Suhr, Haftung des Steuerberaters, S. 32).
(Vgl. die Urteile des Senats VII ZR 132/64 vom 28. November 1966 = WM 1967, 72, dazu: Hörstmann und Schandelik "Steuerberater" 1967, 77; VII ZR 17/65 vom 5. Oktober 1967, dazu Lohmeyer "Steuerberater" 1969, 145; VII ZR 50/66 vom 24. Juni 1968 = BB 1968, 1263, 1264; ferner: VII ZR 28/63 vom 7. Januar 1965 = WM 1965, 287 (falscher "Status"); aus dem Schrifttum: Thier, Die Haftung des Steuerberaters S. 30 ff; Bühring, Steuerber.
Es trifft zwar zu, dass die Beklagte mangels eines Auftrags zur Konzeptumsetzung nicht die Hauptvertragspflicht hatte, Herrn D über die bei der Erledigung des Auftrags auftauchenden steuerlichen Fragen auch ungefragt zu belehren (vgl. dazu BGH, Urt. v. 28.11.1966 - VII ZR 132/64 = WM 1967, 72).