Source: https://gesetze-in-app.de/GmbHG/47
Timestamp: 2019-03-19 17:32:34
Document Index: 158682222

Matched Legal Cases: ['§ 47', 'BGH', '§ 47', 'BGH', 'BGH', '§ 47', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 47', '§ 246', '§ 241', 'BGH', 'BGH', '§ 47', 'BGH', 'BGH', '§ 47', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 47', 'BGH', '§ 47', 'BGH', 'BGH', '§ 47', 'BGH', 'BGH', '§ 47', 'BGH', 'BGH', '§ 47', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 47', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 47', 'BGH', '§ 47', 'BGH', 'BGH', '§ 47', 'BGH', '§47', 'BGH', '§ 47', 'BGH', '§47', 'BGH', '§ 47', 'BGH', '§ 38', '§ 47', '§ 47', 'BGH', '§ 47', 'BGH', 'BGH', '§ 47', '§ 47', 'BGH', '§ 47', 'BGH', 'BGH', '§ 47', '§ 47', 'BGH', '§ 47', 'BGH']

§ 47 GmbHG: Abstimmung
BGH, URTEIL vom 4.2.1973, Az. II ZR 139/70 Denn der Gedanke des § 47 Abs.4 GmbHG, von einem selbst Beteiligten sei nicht zu erwarten, daß er bei Abgabe seiner Stimme die eigenen Belange denen der GmbH nachstellen werde (BGHZ 51, 209, 215), trifft auch auf Geschäfte zu, an denen ein Gesellschafter der GmbH deshalb mittelbar beteiligt ist, weil das Unternehmen, mit dem die GmbH das Geschäft abschließt, wirtschaftlich ihm allein gehört.
BGH, URTEIL vom 1.3.2003, Az. II ZR 193/02 Der dem § 47 Abs.4 GmbHG zugrundeliegende Gedanke, daß ein Gesellschafter nicht Richter in eigener Sache sein darf, erfaßt lediglich diejenigen Gesellschafter, welche eine Pflichtverletzung gemeinsam mit einem anderen begangen haben (vgl. BGHZ 97, 28, 34), weil und soweit das gemeinschaftliche Fehlverhalten in solchem Fall nur einheitlich beurteilt werden kann (BGHZ 108, 21, 25).
BGH, URTEIL vom 1.3.2003, Az. II ZR 193/02 Davon abgesehen könnte eine gegen § 47 Abs.4 GmbHG verstoßende Stimmrechtsausübung bei festgestelltem oder - wie hier - eindeutigem Beschlußergebnis ohnehin nur durch einen Gesellschafter im Wege fristgerechter Anfechtungsklage entsprechend § 246 Abs. 1 AktG geltend gemacht werden, nicht aber zur Nichtigkeit des Beschlusses entsprechend § 241 AktG führen (vgl. z.B. BGHZ 97, 28, 37).
BGH, BESCHLUSS vom 4.1.2008, Az. IX ZR 228/07 Angesichts der von der Nichtzulassungsbeschwerde nicht in Frage gestellten Einigkeit aller Beteiligten und der trotz § 47 Abs.4 GmbHG zulässigen Mitwirkung des Klägers (vgl. BGHZ 18, 205, 210) bedurfte es keiner 'Umsetzung' der Beschlüsse durch einen zusätzlichen Vertrag.
BGH, URTEIL vom 2.4.2014, Az. II ZR 250/12 Er unterliegt, wie andere Vertreter von Gesellschaftern auch, dem für die GmbH in § 47 Abs.4 GmbHG normierten Verbot, Richter in eigener Sache zu sein, auch wenn er selbst nicht Gesellschafter ist (BGH, Urteil vom 12. Juni 1989 - II ZR 246/88, BGHZ 108, 21, 25 mwN).
BGH, URTEIL vom 5.5.1979, Az. Durch diese Bestimmung, zu der die Klägerin noch im Revisions-rechtszug in der Lage war (Senatsurteil aaO S. 195;BGH Urteil vom 13. März 1975 - II ZR 114/73 » LM § 47 GmbHG Nr. 23), sind die Bedenken gegen die Zulässigkeit der Klage behoben worden.
BGH, URTEIL vom 1.3.2009, Az. II ZR 167/07 Ein Stimmverbot nach § 47 Abs.4 GmbHG ist sinngemäß auch in den Fällen anzunehmen, in denen das Ausmaß des Interessenkonflikts für mehrere Gesellschafter identisch ist (Senat, BGHZ 97, 28, 33).
BGH, URTEIL vom 1.10.1987, Az. II ZR 100/87 Aus demselben Grunde hat der Senat es im Recht der GmbH für unzulässig gehalten, daß die Bestellung eines Geschäftsführers, auch wenn er zugleich Gesellschafter ist, nur mit einer höheren als der in § 47 Abs. 1 GmbHG bestimmten einfachen Mehrheit aus wichtigem Grunde widerrufen werden kann (vgl. BGHZ 86, 177, 179).
BGH, URTEIL vom 1.10.2002, Az. II ZR 69/01 und die U. waren ebensowenig wie die Klägerin gemäß § 47 Abs.4 Satz 2 GmbHG von der Abstimmung ausgeschlossen, weil es sich bei dem Anteilserwerb nicht um ein Rechtsgeschäft zwischen ihnen und den Beklagten handelte (vgl. BGHZ 48, 163, 166 f.).
BGH, Urteil vom 2.1.2012, Az. II ZR 230/09 Maßgebend hierfür ist das in der anderweitigen Beteiligung des Gesellschafters verkörperte Interesse, das bei Entscheidungen über Rechtsgeschäfte mit diesem Unternehmen eine unbefangene Stimmabgabe - wie in den unmittelbar in § 47 Abs.4 Satz 2 GmbHG geregelten Fällen - in der Regel ausschließt und deshalb für die GmbH eine erhebliche Gefahr bedeutet (BGH, Urteil vom 10. Februar 1977 - II ZR 81/76, BGHZ68, 107, 110).
BGH, URTEIL vom 1.11.2006, Az. II ZR 166/05 bei dieser Beschlussfassung keinem Stimmverbot nach § 47 Abs.4 Satz 2 GmbHG (vgl. BGHZ 18, 205, 210).
BGH, URTEIL vom 1.8.1981, Az. II ZR 223/80 Die Gleichsetzung von Gesellschafter und dessen min der jährigem Kind ist kein Wertungswiderspruch zu der Beurteilung von Fällen, in denen es allgemein abgelehnt wird, aus der Familienzugehörigkeit mehrerer Gesellschaf ter Nachteile für einen von ihnen herzuleiten (vgl. u.a. BGHZ 77, 94, 106, bei der Insolvenzsicherung; Schilling in Hachenburg, 7. Aufl., An. 56 zu § 47 GmbHG bei Stimm rechts verboten).
BGH, BESCHLUSS vom 1.4.2009, Az. II ZR 166/07 Der dem § 47 Abs.4 GmbHG zugrunde liegende Gedanke, dass ein Gesellschafter nicht Richter in eigener Sache sein darf, erfasst diejenigen Gesellschafter, welche eine Pflichtverletzung gemeinsam mit einem anderen begangen haben (BGHZ 97, 28, 34), auch soweit die Abberufung eines Geschäftsführers beschlossen werden soll (Sen.Urt. v. 27. April 2009 - II ZR 167/07, z.V.b.).
BGH, Urteil vom 2.6.2011, Az. II ZR 209/09 Ebenso wie im unmittelbaren Anwendungsbereich des § 47 Abs. 1 GmbHG (vgl. BGH, Urteil vom 22. März 2004 - II ZR 50/02, ZIP 2004, 804, 805; Zöllner in Baumbach/Hueck, GmbHG, 19. Aufl., §47 Rn. 24) kann auch der Gesellschaftsvertrag einer Personengesellschaft über diese Vorschrift hinausgehende gesteigerte Mehrheitserfordernisse aufstellen.
BGH, Urteil vom 2.6.2011, Az. II ZR 153/09 Ebenso wie im unmittelbaren Anwendungsbereich des § 47 Abs. 1 GmbHG (vgl. BGH, Urteil vom 22. März 2004 - II ZR 50/02, ZIP 2004, 804, 805; Zöllner in Baumbach/Hueck, GmbHG, 19. Aufl., §47 Rn. 24) kann auch der Gesellschaftsvertrag einer Personengesellschaft über diese Vorschrift hinausgehende gesteigerte Mehrheitserfordernisse aufstellen.
BGH, URTEIL vom 4.0.1974, Az. II ZR 65/72 Dabei kommt es auf den Grad des Eigeninteresses grundsätzlich nicht an, es sei denn, es liege der besondere - hier nicht in Betracht kommende Fall eines so ausgeprägten Interessenwiderstreits vor, wie er etwa bei der Entlastung eines Gesellschafters (§ 47 Abs.4 Satz 1 GmbHG), seiner Ausschließung (BGHZ 9, 157, 178) oder seiner auf wichtige Gründe gestützten Entlassung als Geschäftsführer (Urt. d. Sen. v. 21. 4. 69 - II ZR 200/67, LM GmbHG § 38 Nr. 5) gegeben ist.
LG Düsseldorf, Urteil vom 2.3.2008, Az. 40 O 02/08 Anders als in der vom Verfügungskläger zitierten Entscheidung des OLG Schleswig (NZG 2003, 823) sieht der Gesellschaftsvertrag hier auch keinen über § 47 GmbHG hinausgehenden Stimmrechtsausschluss vor.
OLG Düsseldorf, Urteil vom 4.1.2000, Az. 6 U 77/99 80Die Beschlüsse sind jedoch insoweit fehlerhaft, als die Gesellschafter E 2 und E 3 über die Befreiung des jeweils anderen mit abgestimmt haben: 81Der Gesellschafter, der von einem Wettbewerbsverbot befreit werden soll, hat bei der Abstimmung hierüber gemäß § 47 Abs.4 GmbHG kein Stimmrecht (BGH WM 1981, 357, 358; Baumbach/ Hueck/Zöllner, 16. Aufl., § 47 GmbHG Rdnr. 58).
OLG Düsseldorf, Urteil vom 4.1.2000, Az. 6 U 77/99 Erfolgen die genannten Entscheidungen aus wichtigem Grund, ist der Gesellschafter nach dem Grundsatz, daß niemand Maßnahmen durch seine Stimme behindern darf, die sich aus einem wichtigen Grund gegen ihn richten, jedoch vom Stimmrecht ausgeschlossen (vgl. BGHZ 86, 177, 178 f.; BGH NJW 1987, 1889; OLG Düsseldorf ZIP 1989, 1554, 1555; Lutter/Hommelhoff, § 47 GmbHG Rdnr. 19; Baumbach/Hueck/Zöllner, § 47 GmbHG Rdnr. 53).
OLG Düsseldorf, Urteil vom 4.2.2001, Az. 6 U 64/00 Es genügt vielmehr, dass die Abtretung in der tatsächlich gesicherten beiderseitigen Erwartung erfolgt ist, der Erwerber werde zugunsten des selbst nicht stimmberechtigten Veräußerers abstimmen, und dass dies der Zweck des Geschäftes war (vgl. BGH NJW 1976, 713, 714; OLG Hamm DB 1989, 168; Baumbach/Hueck/Zöllner, § 47 GmbHG Rdnr. 69).
OLG Düsseldorf, Urteil vom 4.2.2001, Az. 6 U 64/00 Ihre Stimmen für die Entlastung der Geschäftsführer H. B. und U. B. für die Geschäftsjahre 1997 und 1998 sind deshalb wegen Rechtsmissbrauchs nichtig und bei der Feststellung der Beschlussergebnisse insgesamt nicht mitzuzählen (vgl. BGHZ 102, 172, 176; BGH ZIP 1991, 23, 24; Baumbach/Hueck/Zöllner, § 47 GmbHG Rdnr. 74 a).
OLG München, Beschluss vom 4.5.2012, Az. 31 Wx 192/12 Der hier vom Versammlungsleiter festgestellte Treubindungsverstoß eines Gesellschafters führt nicht nur zur Anfechtbarkeit des treuwidrigen Beschlusses, sondern auch zur Nichtigkeit seiner Stimmabgabe (vgl. dazu Baumbach/Hueck-Zoellner, a. a. O., Rn. 8 zu § 47 GmbHG oder Scholz, a. a. O., Rdn. 62 unter Verweis auf BGH, ZIP 1988, 22 <24>).
OLG München, Beschluss vom 3.0.2011, Az. 7 U 3764/10 Zwar ist allgemein anerkannt, dass bei Anteilsveräußerungen, die zu dem Zwecke der Umgehung eines Stimmverbots vorgenommen werden, auch der Erwerber nach § 47 Abs.4 GmbHG vom Stimmrecht ausgeschlossen ist (etwa BGH NJW 1976, 713, 714; DB 2008, 2128, 2129; OLG Düsseldorf NZG 2001, 991, 992 ff.; OLG Hamm GmbHR 1989, 79/80).