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Timestamp: 2018-02-21 21:22:01
Document Index: 20182433

Matched Legal Cases: ['§ 20', '§11', '§6', '§26', '§ 25', '§ 11']

Anwaltshomorar für Beratungsgespräch - frag-einen-anwalt.de
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Anwaltshomorar für Beratungsgespräch
20.10.2004 01:15 |
Vor ca. einem Jahr hatte ich mit dem Gedanken gespielt, mit der Buchhalterin zusammen die Firma in der wir zu dem Zeitpunkt tätig waren, zu übernehmen. Da wir uns nicht ganz sicher waren ob das alles so klappen kann wie gedacht, suchten wir gemeinsam einen Rechtsanwalt auf. Dort schilderten wir unser Vorhaben und legten ein paar Zahlenmaterialien auf den Tisch. Diese hatte der Anwalt kurz überflogen und hat uns ein paar Dinge genannt, wo wir drauf achten müssten und woher evtl. Gelder zur Übernahme fliessen könnten. Dieses machte er in den knappen 45 Min. des Gespräches alles mündlich, machte sich selber nur ein paar Notizen und verabschiedete uns mit den Worten " wenn Sie in juristischen Dingen Hilfe brauchen, bin ich gerne für Sie da."
Nun nach knapp einem Jahr, sollen wir beide jeweils 650,- € Honorar an den Anwalt zahlen. Aus der Übernahme wurde leider nichts, der Anwalt wurde in der Sache nicht weiter für uns tätig. Ausser dem Gespräch hatten wir keinen Kontakt zu dem Anwalt!er hat keinerlei Schreiben, Prüfungen oder Verträge für uns überarbeiten müssen. Müssen wir die Honorarrechnung, welche er an dem Wert der zu übernehmenden Firma (damals ca. 250.000,- €) festgemacht hat, nun zahlen? Wir sind eigendlich von einem ersten Beratungsgespräch ausgegangen welches sicherlich keine 1300,- € insgesamt ausmacht!
zu dem Zeitpunkt, als Ihr Gespräch mit dem RA stattfand, hatte die BRAGO (Bundesgebührenordnung der Rechtsanwälte) noch Geltung.
Nach Ihren Schilderungen dürfte es sich bei dem Gespräch um eine sog. Erstberatung gehandelt haben - der RA ist insbesondere nicht hach außen für Sie tätig geworden.
Die einschlägige Vorschrift aus der BRAGO ist § 20. Danach "erhält der Rechtsanwalt eine Gebühr in Höhe von einem Zehntel bis zehn Zehntel der vollen Gebühr für einen mündlichen oder schriftlichen Rat oder eine Auskunft, die nicht mit einer anderen gebührenpflichtigen Tätigkeit zusammenhängen". Im Falle einer ersten Beratung "kann der Rechtsnwalt keine höhere Gebühr als 180,00 € fordern" (gemeint ist: netto, ohne Auslagen).
Nach Ihren Schilderungen dürfte die gestellte Rechnung deutlich zu hoch sein. Ohne weitere Kenntnis der Einzelheiten lässt sich dies jedoch nicht abschließend bewerten.
Sie sollten den RA bitten, Ihnen die Rechnung zu erklären.
Nachfrage vom Fragesteller	20.10.2004 | 14:21
haben Sie vorab herzlichen Dank für Ihre schnelle hilfreiche Antwort. Damit ich meine Aussichten auf Erfolg gegen die Rechnung verstärken kann, habe ich hier nur noch kurz die Punkte der Rg. aufgeführt, in der Hoffnung weiteren Zuspruch bei Ihnen zu finden die Rg. anzuzweifeln:
1.) 5/10 Geschäftsgebühr gem §§11, 118 Abs.1 Nr. 1 BRAGO Gegenstandswert 140.000 €
2.) Erhöhungsgebühr gem. §6 Abs. 1 BRAGO Gegenstandswert 140.000 €
3.)Auslagenpauschale gem. §26 BRAGO
Alles Netto aufgeführt zzgl. 16 % MwSt. § 25 II Brago
Ich würde mich sehr freuen wenn Sie mir nochmals eine aussagekräftige Information geben können
Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.10.2004 | 15:32
die Geschäfstgebühr nach §§ 11, 118 I Ziff. 1 BRAGO erhält der Rechtsanwalt "für das Betreiben des Geschäfts, einschließlich der Information, des Einreichens, Fertigens oder Unterzeichnens von Schriftsätzen oder Schreiben und des Entwerfens von Urkunden".
Die hier angesetzte Gebühr von 5/10 (Mittelgebühr) und das Ansetzen einer Auslagenpauschale verlangt eine zumindest irgendwie geartete Tätigkeit nach außen; dies ist in Ihrem Fall nicht erfolgt.
Entscheidend ist bei alledem der Umfang des dem RA erteilten Auftrages. Wenn Sie nur eine Beratung gewünscht und erhalten haben, so gelten meine vorherigen Ausführungen.
Kosten für ein Beratungsgespräch
Mandat statt Beratungsgespräch
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