Source: https://www.schillergymnasium-muenster.de/unterricht/oberstufe/
Timestamp: 2018-03-23 18:34:17
Document Index: 301357843

Matched Legal Cases: ['§ 48', '§13', '§ 43', '§ 47', '§ 48', '§ 13', '§ 53', '§ 47', '§ 43', '§ 13']

Oberstufe | Schillergymnasium Münster
Die Laufbahn jedes Oberstufen-Schülers folgt der APO-GOST (Ausbildungs- und Prüfungs-Ordnung für die Gymnasiale Oberstufe NRW) in der letztgültigen Fassung. Ziel ist der Erwerb der Allgemeinen Hochschulreife oder der Fachhochschulreife.
Zur Oberstufe gehören die einjährige Einführungsphase (EF) und die beiden Jahren der Qualifikationsphase (Q1 und Q2).
In der Jahrgangsstufe 9 werden alle Schüler/innen durch Jahrgangsleiter/in und Oberstufenkoordinatorin in das Oberstufen-System eingeführt und individuell beraten. Sie erhalten dabei auch eine Übersicht über die Curricula der einzelnen Fächer, und im Rahmen einer Vormittagsveranstaltung stehen ihnen Fachlehrer/innen aller Fächer zum Gespräch zur Verfügung.
Am Ende dieser Jahrgangsstufe wählen die Schüler/innen ihre Fächer, benennen ihre Schwerpunkte und beginnen ihren “Oberstufen-Weg”. Zwar werden die vorgesehenen Leistungskurse erst mit Beginn der Qualifikationsphase 1 und die Abiturfächer A3/A4 erst am Anfang der Qualifikationsphase 2 endgültig fixiert, aber schon in der Einführungsphase werden “Weichen gestellt”. Es ist ein Anliegen der Schule, dass diese “Weichen”, den Interessen/Neigungen und dem Leistungsvermögen der Schüler folgend, richtig “gestellt” und spätere Korrekturen nur noch in geringem Maße erforderlich werden.
Das Schillergymnasium bietet in der Einführungsphase mit Fortführung in der Qualifikatiosphase, alle Fächer an, die pflichtgemäß zu einer Schullaufbahn gehören, also Deutsch, Mathematik, Religion/Philosophie, Kunst/Musik und Sport. Im Fremdsprachenbereich werden aus der Sekundarstufe I fortgeführt: Englisch, Französisch und Latein (zumindest bis zum Latinum). Als neue Fremdsprachen werden in der Einführungsphase angeboten: Italienisch, Niederländisch und Griechisch (in der Kooperation mit dem Gymnasium Paulinum).
Als Fach-Alternativen im künstlerisch-musischen Bereich werden (nur in der Qualifikationsphase 1) Literatur bzw. ein vokalpraktischer Kurs angeboten. Letzterer ist eng verbunden mit dem Schulchor und präsentiert die Kursergebnisse auch gewöhnlich im Rahmen schulischer Veranstaltungen.
Die Fächer des gesellschaftswissenschaftlichen Bereiches sind: Geschichte, Erdkunde, Sozialwissenschaften und Philosophie. Die Fächer des technisch-naturwissenschaftlichen Bereiches sind: Physik, Chemie, Biologie und Informatik. Mit Beginn der Qualifikationsphase 1 werden als Leistungskurse (z.T. in Kooperation mit anderen Schulen) angeboten: Deutsch, Englisch, Französisch, Geschichte, Sozialwissenschaften, Erdkunde, Mathematik, Physik, Chemie, Biologie und Kunst. Alle weiteren genannten Fächer werden in Grundkursen weitergeführt.
Um den Schülerinnen und Schülern ein möglichst breites Kursangebot in der Oberstufe zu ermöglichen, kooperiert das Schillergymnasium mit benachbarten Gymnasien: Pascal-Gymnasium, Ratsgymnasium und Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium und Geschwister-Scholl-Gymnasium im Bereich der Leistungskurse und teilweise der neu einsetzenden Fremdsprachen.
Im Lernzentrum (Verwaltungsflur) sind zu allen Fächern grundlegende Schulbücher, Lexika u.ä. und stehen 6 PC-Arbeitsplätze zur Verfügung. Schülerinnen und Schüler der Oberstufe können dort an Projekten arbeiten bzw. Internet-Recherchen durchführen. Schülerinnen/Schüler der Sekundarstufe I können im Auftrag einer Lehrkraft ebenfalls an Projekten arbeiten oder spezielle Aufträge zum laufenden Unterricht bearbeiten. Damit kann die Eigenständigkeit des Lernprozesses gefördert werden, besonders Begabte können an selbst gewählten Projekten arbeiten – und manchmal findet auch eine zwanglose fachliche Kommunikation zwischen dort ebenfalls arbeitenden Lehrern und Schülern statt.
Kurswahlen zur Oberstufe mit LuPO
Mit dem Programm LuPO können Schülerinnen und Schüler der Jg. 9 ihre Kurswahlen zur Oberstufe probeweise eingeben und sehen, ob und wie sie ihre Laufbahn nach ihren Wünschen gestalten können.
Das Programm ist eigentlich selbsterklärend, daher genügen einige Hinweise zu seiner Nutzung:
Um mit dem Programm arbeiten zu können, muss neben dem Programm selbst auch die Schülerdatei „Schiller_Muster__EF.1.lpo“ heruntergeladen werden.
Das Programm LuPO und die Schülerdatei sollten zusammen in einem eigenen Verzeichnis gespeichert werden.
Dann LuPO starten und die Schülerdatei öffnen.
Man sieht dann ein zweigeteiltes Bild. In der linken Hälfte findet sich eine Tabelle, in die man durch Klicken in die entsprechenden Felder die Kurswahlen eingeben kann. In der rechten Bildhälfte wird man auf Bedingungen hingewiesen, die mit den Eingaben erfüllt werden müssen. Es wurden dann vollständig „richtige“ Eingaben gemacht, wenn rechts unter „Belegungsverpflichtungen“ und „Klausurverpflichtungen“ kein Text mehr zu finden ist.
Man kann mit dem Programm zunächst einmal einfach „spielen“. Es ist z.B. möglich zunächst einmal alle Verpflichtungen auf der rechten Seite abzuarbeiten. Wenn man eine „richtige“ Eingabe in den Eingabefeldern links gemacht hat, wird der entsprechende Hinweis rechts verschwinden.
Man sollte seine Kurswahlen nicht nur für die Einführungsphase durchführen, sondern auch für die gesamte Oberstufe, damit die Auswirkungen der eigenen Wahlen von der Einführungsphase bis hin zum Abitur deutlich werden.
Die Schülerinnen und Schüler werden mit LuPO nicht allein gelassen! Diese Version auf der Homepage dient nur zum Ausprobieren, Überlegen mit Eltern und Freunden und zum Entscheiden.
Die eigenen Kurswahlen werden dann in der Schule in eine personalisierte Datei eingegeben, die dort zur Verfügung gestellt wird und die unter Anleitung ausfüllt wird.
Diese Kurswahlen werden anschließend ausgedruckt und zur Prüfung mit nach Hause gegeben. Auf dem Ausdruck können noch letzte Änderungswünsche vermerkt werden. Mit dem von den Eltern unterschriebenen und dann verbindlichen Kurswahlbogen soll der Beratungslehrer aufgesucht werden, der den Bogen noch einmal durchgehen wird und prüft, ob auch keine Fehler gemacht wurden.
Gegebenenfalls können nicht alle Kurswahlwünsche erfüllt werden. Dann muss es vielleicht noch einmal zu Umwahlen in Einzelfällen kommen. Die Beratungslehrer werden sich mit den betroffenen Schülerinnen und Schülern und ihren Eltern in Verbindung setzen und mit ihnen gemeinsam diese Umwahlen vornehmen.
Musterdatei: Schiller_Muster__EF.1.lpo
Programm zur Bearbeitung, Schülerversion: LuPO_NRW_SV.exe
Schulversäumnisse in den Jahrgangsstufen EF-Q2
Die Schülerinnen und Schüler sind verpflichtet, regelmäßig und pünktlich am Unterricht und an den sonstigen verbindlichen Unterrichtsveranstaltungen teilzunehmen.
„Die Schülerinnen und Schüler sind verpflichtet, die geforderten Leistungsnachweise zu erbringen. Verweigert eine Schülerin oder ein Schüler einzelne Leistungen oder sind Leistungen in einem Fach aus von ihr oder von ihm zu vertretenden Gründen nicht beurteilbar, wird die einzelne Leistung oder die Gesamtleistung wie eine ungenügende Leistung bewertet (§ 48 Abs. 5 SchulG). (§13 Abs. 4 APO-GOSt)“
Für den Sportunterricht gilt: Ist generell der Schulbesuch möglich, gilt auch für den Sportunterricht Anwesenheitspflicht. Auch eine Sportbefreiung entbindet von dieser Anwesenheitspflicht nicht!
Die folgenden Regelungen basieren auf den genannten Grundsätzen und den weiteren Ausführungen zum Thema in § 43, § 47, § 48 SchulG sowie § 13 APO-GOSt.
Entschuldigungsverfahren am Schillergymnasium
Alle Schülerinnen und Schüler werden zu Beginn des Schuljahres in den Jahrgangsstufen-versammlungen über die rechtlichen Grundlagen und das folgende Entschuldigungsverfahren informiert.
Ausstellen von schriftlichen Entschuldigungen: Alle Schulversäumnisse auf Grund von Krankheit, Unfall oder sonstigen nicht von der Schülerin oder dem Schüler zu vertretenden Gründen müssen schriftlich entschuldigt werden. Bei nicht volljährigen Schülerinnen und Schülern schreiben die Eltern die Entschuldigung unter Angabe des Grunds für das Schulversäumnis. Wichtig ist, dass die Erziehungsberechtigten den Grund des Fehlens handschriftlich auf der Entschuldigungskarte vermerken. Volljährige Schülerinnen und Schüler stellen ihre Entschuldigungen selbst aus.
Form der schriftlichen Entschuldigung: Für die schriftlichen Entschuldigungen wird eine Entschuldigungskarte genutzt, die jeder Schülerin/jedem Schüler zu Beginn des Schuljahres ausgehändigt wird. Sie soll besonders sorgfältig aufbewahrt werden, denn sie stellt den Nachweis der erfolgten Entschuldigung dar. Sie bietet außerdem für die Erziehungsberechtigten einen Überblick über die Fehlzeiten und enthält eine Spalte, in der Vermerke über nicht regulär entschuldigten Fehlstunden eingetragen werden können; daher sollten auch Eltern der volljährigen Schülerinnen und Schüler gelegentlich Einblick in die Entschuldigungskarte nehmen.
Eine Karte umfasst maximal 10 Einträge. Sind alle 10 Spalten genutzt worden, wird die Karte bei der Stufenleitung abgegeben, die sie dann bis zum Ende des Schuljahres aufbewahrt, und die Schülerin/der Schüler erhält eine neue Karte.
Auf der linken Seite werden alle Fächer eingetragen, die die Schülerin/der Schüler belegt. Für jedes Schulversäumnis soll dann eine Spalte der Karte genutzt werden, um den gesamten Zeitraum anzugeben sowie die Zahl der Stunden, die im jedem Fach versäumt wurden.
Abgabe der schriftlichen Entschuldigung: Alle Entschuldigungen sind unverzüglich nach Ende des Schulversäumnisses (d.h. bei der jeweils ersten Unterrichtsstunde bei jeder Lehrkraft, die die Karte abzeichnen muss) einzureichen. Das geschieht, indem die Karte zu Beginn des Unterrichts der Lehrkraft vorgelegt wird, die in die entsprechende Spalte ihre Paraphe setzt. Dies gilt auch für Unterrichtsversäumnisse in den
Telefonische Krankmeldung: Bei Klausurversäumnissen muss die Schülerin oder der Schüler am Tag der Leistungsprüfung vor Beginn der ersten Stunde telefonisch im Sekretariat krank gemeldet werden. Auch bei sonstigen Unterrichtsversäumnissen, die länger als zwei Tage dauern, muss das Sekretariat der Schule telefonisch benachrichtigt werden.
Schülerinnen und Schüler können nur aus wichtigen Gründen auf Antrag vom Schulbesuch beurlaubt werden. Die Beurlaubung soll rechtzeitig – in der Regel eine Woche vorher – schriftlich und unter Angabe von Gründen beantragt werden. Nachweise (z.B. Einladungen zu Bewerbungsgesprächen) können in den Briefkasten der Stufenleitung eingeworfen werden. Über die Beurlaubung entscheidet (und dort ist der Antrag auch vorzulegen):
für eine einzelne Stunde die jeweilige Fachlehrkraft
für bis zu zwei Tagen innerhalb eines Vierteljahres die Jahrgangsstufenleitung
darüber hinaus die Schulleitung
im Zusammenhang mit der Verlängerung von Ferienzeiten immer die Schulleitung.
Arztbesuche sollten nach Möglichkeit nicht während der Unterrichtszeit stattfinden. Sollte dies aber unumgänglich sein, kann auch dafür beurlaubt werden.
Eine Beurlaubung vom Vormittagsunterricht wegen einer theoretischen Führerscheinprüfung ist nicht möglich, sofern auch Nachmittagstermine für Theorieprüfungen zur Verfügung stehen. Beurlaubungen wegen praktischer Führerscheinprüfungen sind mindestens eine Woche vor dem Prüfungstermin unter Angabe des genauen Prüfungszeitraumes des betreffenden Prüflings, nachgewiesen durch einen Beleg der Fahrschule, schriftlich bei der Stufenleitung zu beantragen. Dabei ist jeweils zu begründen, warum eine Prüfung am Nachmittag bzw. in gegebenenfalls unterrichtsfreien Stunden des Vormittags ausgeschlossen ist.
Folgen von Fehlstunden:
Versäumnis von Klausuren:
Wird eine Klausur unentschuldigt versäumt, ist sie als ungenügend zu bewerten. Als unentschuldigt gilt ein Fehlen auch dann, wenn die oben genannten Regelungen, z.B. die Wahrung der Fristen, nicht eingehalten werden.
Beurteilbarkeit im Bereich der sonstigen Mitarbeit:
Wird ein erheblicher Teil des Unterrichts in einem Kurs versäumt, kann dies dazu führen, dass die Leistungsbeurteilung nicht möglich ist. Wenn die Fehlstunden entschuldigt sind, findet in diesem Fall eine Feststellungsprüfung statt. Sind die Fehlstunden unentschuldigt, wird die sonstige Mitarbeit im Bereich der Fehlzeit als ungenügend bewertet.
Längeres unentschuldigtes Fehlen:
Nach § 53 Schulgesetz kann die Entlassung nicht schulpflichtiger Schülerinnen und Schüler „ohne vorherigen Androhung erfolgen, wenn die Schülerin oder der Schüler innerhalb eines Zeitraumes von 30 Tagen insgesamt 20 Unterrichtsstunden unentschuldigt versäumt hat“. Bei schulpflichtigen Schülerinnen und Schülern bedarf der Beschluss über die Entlassung der Bestätigung durch die Schulaufsichtsbehörde, die die Schülerin oder den Schüler einer entsprechenden anderen Schule zuweisen kann.
Das Schulverhältnis endet nach § 47 Schulgesetz, wenn trotz schriftlicher Ermahnung ununterbrochen 20 Unterrichtstage unentschuldigt gefehlt wurde und der betreffende Schüler oder die Schülerin nicht mehr schulpflichtig ist.
Für Jugendliche ohne Berufsausbildungsverhältnis dauert die Schulpflicht bis zum Ablauf des Schuljahres, in dem sie das 18. Lebensjahr vollenden.
Attestpflicht:
Bei begründetem Zweifel, ob Unterricht aus gesundheitlichen Gründen versäumt wird, kann die Schule ein ärztliches Attest über die Erkrankung der Schülerin oder des Schülers fordern. Die Kosten des ärztlichen Attestes sind von den Erziehungsberechtigten bzw. den volljährigen Schülerinnen oder Schülern zu tragen. In besonderen Fällen kann die Schule ein schulärztliches oder amtsärztliches Gutachten einholen (§ 43 SchulG, Abs. 2). – Bei Attestpflicht muss das Attest während oder unmittelbar nach der Erkrankung ausgestellt worden sein. Das Attest muss Angaben über den Zeitraum der Erkrankung enthalten.
Schülerinnen und Schüler, die der Attestpflicht unterliegen, legen ihr Attest zusammen mit der Entschuldigungskarte der jeweiligen Lehrkraft vor.
Die Facharbeit am Schiller
1. Aufgaben und Anforderungen einer Facharbeit
Bei der Facharbeit handelt es sich um eine umfangreiche schriftliche Hausarbeit, die eine Klausur im Verlauf der Qualifikationsphase ersetzt. Die Facharbeit ist selbstständig zu verfassen. Ziel der Facharbeit ist es, beispielhaft zu lernen, was eine wissenschaftliche Arbeit ist und wie man sie schreibt. Zur Facharbeit gehören die Themen- und Materialsuche, die Arbeitsplanung, das Ordnen der Materialien, die Erstellung des Textes und die Präsentation der Arbeitsergebnisse. Die Facharbeit soll einen Umfang von acht bis zwölf DIN A 4-Seiten haben.
2. Verbindliche organisatorische Regelungen am Schillergymnasium
a) Die Facharbeit ersetzt in einem schriftlichen Fach die erste Klausur in der Jg. Q1.2. Im Fach Biologie kann die Facharbeit nach Entscheidung des Fachlehrers gegebenenfalls auch die zweite Klausur ersetzen, wenn der Untersuchungsgegenstand dies zwingend erforderlich macht.
Die Verpflichtung zur Anfertigung einer Facharbeit entfällt bei Belegung eines Projektkurses.
b) Die Facharbeit kann in einem Grund- oder Leistungskurs geschrieben werden, in Absprache auch in einem Kurs unserer Kooperationsschulen. Dabei sind die Vorgaben der jeweiligen Kooperationsschule und mögliche organisatorische Schwierigkeiten zu beachten.
c) Die Facharbeit soll innerhalb von 8 Wochen nach Bekanntgabe des Themas angefertigt werden. Die genauen Daten sind im Terminplan festgelegt und unbedingt einzuhalten.
d) Die Bearbeitungszeit kann nur in äußerst gravierenden Einzelfällen verlängert werden, wenn es zu mehrtägigen Ausfallzeiten gekommen ist. Entsprechende Anträge sind plausibel zu begründen (z.B. ärztliches Attest über eine mehrtägige Erkrankung, mehrtägige Beurlaubung) und unverzüglich schriftlich bei der Oberstufenkoordinatorin einzureichen, die darüber ggf. nach Rücksprache mit der betreuenden Lehrkraft und der Jahrgangsstufenleitung entscheidet.
e) Wahl des Faches: Die Facharbeit kann nur in Kursen geschrieben werden, die auch als schriftliches Fach belegt sind. Alle Schülerinnen und Schüler der Stufe Q1 erhalten einen Wahlbogen, auf dem sie einen Erstwunsch und zwei Alternativen für den Kurs angeben, in dem sie ihre Facharbeit schreiben wollen. Die Erstwünsche sollen nach Möglichkeit berücksichtigt werden.
f) Festlegung des Themas: Das Thema bzw. der Vorschlag des Schülers wird mit der betreuenden Lehrkraft besprochen, die dann bis zum festgelegten Termin (s. Terminplan) das Thema verbindlich formuliert und auf dem dafür vorgesehenen Formblatt dokumentiert. Bei den später folgenden Beratungsgesprächen kann es sich manchmal als notwendig erweisen, das Thema weiter einzugrenzen oder andere Akzente zu setzen. Auch diese Veränderungen der ursprünglichen Themenstellung sind nur nach Rücksprache mit der betreuenden Lehrkraft zulässig und von dieser auf dem Formblatt zu protokollieren.
g) Beratungsgespräche: Für die Beratung der Schülerinnen und Schüler sind mindestens drei Gespräche vorgesehen. Das erste sollte der Absprache und Eingrenzung des Facharbeitsthemas dienen. Je ein weiteres Gespräch sollte während der Untersuchungs- oder Recherchephase und der Schreibphase stattfinden. Die Schülerinnen und Schüler sollen sich um die Terminabsprachen kümmern. Weitere Gespräche können notwendig werden, sollten aber nicht die Eigenständigkeit der Leistung einschränken. Die Beratungsgespräche sind kurz auf dem Formblatt zu protokollieren. Das Formblatt ist zusammen mit der Facharbeit bei der Oberstufenkoordinatorin bzw. der Stufenleitung abzugeben.
3. Hinweise und Tipps zur inhaltlichen Gestaltung einer Facharbeit
a) Themenfindung:
Das Thema einer Facharbeit ist nicht ein umfassender Gegenstand eines Faches, sondern ein durch eine präzise Problemstellung stark eingegrenzter Bereich, also im Fach Deutsch z.B. nicht „Der Autor Clemens Brentano“, sondern: „Clemens Brentano und die Stadt Dülmen: literarische Spuren“.
Das Thema einer Facharbeit soll von den betreuenden Lehrkräften nicht einfach vorgegeben werden, vielmehr ist der Prozess der Themenfindung ein wesentliches Element der Facharbeit. Begleitung und Beratung durch die Lehrkraft sind dabei unabdingbar, insbesondere ist auf eine den Anforderungen an eine Facharbeit entsprechende Eingrenzung des Themas zu achten.
Bei der Suche nach einem geeigneten Thema sollten sich die Schülerinnen und Schüler vor Augen halten, dass zu Beginn einer wissenschaftlichen Arbeit immer eine Fragstellung entwickelt wird. Jedes gute Thema für eine Facharbeit lässt sich daher auch als Frage formulieren. Diese sollte möglichst konkret und klar eingegrenzt sein, damit sie mit den für eine Facharbeit zur Verfügung stehenden Mitteln und in der vorgegebenen Zeit beantwortet oder zumindest einer Antwort näher gebracht werden kann.
Bei der Annäherung an ein Thema können auch folgende Fragen helfen:
Welche Themen haben Sie im Unterricht besonders interessiert?
Worüber würden Sie gern mehr wissen?
Welche Ereignisse, Probleme, Erfahrungen haben Sie in letzter Zeit beschäftigt?
Zu welchem Fach gehört das Thema, das Sie in Betracht ziehen?
Wie könnte man das Thema eingrenzen, als Frage formulieren, strukturieren?
Über welche Fähigkeiten und Kenntnisse zur Bearbeitung des Themas verfügen Sie schon? Welche müssten Sie noch ausbauen oder sich neu aneignen? Wäre das für Sie leistbar?
Wo und wie könnten Informationen zu dem Thema beschafft werden?
b) Facharbeitstypen:
Folgende Facharbeitstypen sind u.a. denkbar:
Analyse / Interpretation von Texten (Primär-, Sekundärliteratur)
Analyse / Interpretation von Bildern, Filmen, Gegenständen etc.
Empirische Untersuchungen (z.B. Umfragen, Interviews, Datensammlungen und deren Auswertung)
Beobachtung und Erkundung von Lebenswelten
Untersuchung historischer Bezüge, Entwicklungen
Auseinandersetzung mit mathematischen und logischen Problemen, Strukturen
Themen mit handlungs- und/oder produktionsorientiertem Anteil
4. Vorgaben zur formalen Gestaltung einer Facharbeit
a) Umfang und Form:
Der Textteil der Facharbeit muss folgende Anforderungen erfüllen:
Es muss sich um eine computergeschriebene Reinschrift, 1,5-zeilig, mit üblichem Seitenrand (links 30mm, rechts 20mm), Schriftgröße 12, einheitliche Schriftart handeln.
Der Textteil darf einen Umfang von 8 DIN-A4-Seiten nicht unterschreiten, von 12 Seiten nicht überschreiten. Einleitung, Hauptteil und Schlusswort müssen darin enthalten sein!
Deckblatt, Literaturverzeichnis und Anhang sind in dem geforderten Seitenumfang nicht enthalten.
Die Arbeit ist auszudrucken und in einfacher Ausführung in einem Schnellhefter abzugeben.
Eine digitale Version (Stick oder CD) ist ebenfalls abzugeben.
b) Bestandteile:
Die Facharbeit besteht aus:
1. Deckblatt mit folgenden Angaben:
Angabe der Schule (bei Kooperationsschulen Name der Kooperationsschule!)
Fach und Kursart
2. Inhaltsverzeichnis mit Seitenangaben
3. Textteil mit
Einleitung (Entwicklung / Begründung / Erläuterung der Fragestellung bzw. Zielsetzung und eventuell des methodischen Vorgehens)
Hauptteil mit untergliedernden Zwischenüberschriften
Schluss (Zusammenfassung und Reflexion der Ergebnisse)
4. Anmerkungsverzeichnis, wenn die Anmerkungen nicht im laufenden Text als Fußnoten angegeben werden
ggf. Anhang mit fachspezifischen Dokumentationen, Tabellen, Karten, Bild- und Tonmaterial, aber auch Speicherung von Quellen aus dem Internet auf Datenträgern (Die Bestandteile des Anhangs müssen sich eindeutig den entsprechenden Textteilen zuordnen lassen. Sie können daher meist nach der Reihenfolge ihrer Verwendung im Text sortiert werden. Auf jedem Fall muss an der entsprechenden Textstelle auf den Anhang verwiesen werden.)
6. Schlusserklärung über die selbstständige Anfertigung der Arbeit
c) Schlusserklärung:
Auf der letzten Seite der Facharbeit muss eine Erklärung mit folgendem Wortlaut stehen und von der Verfasserin/dem Verfasser der Facharbeit mit Ort und Datum unterschrieben werden:
„Hiermit erkläre ich, dass ich die vorliegende Facharbeit selbstständig und ohne fremde Hilfe verfasst und nur die im Literaturverzeichnis angeführten Hilfsmittel und Quellen benutzt habe. Darüber hinaus versichere ich, dass ich alle wörtlichen und sinngemäßen Übernahmen aus anderen Werken, auch aus dem Internet, als solche kenntlich gemacht habe.
Ort Datum Unterschrift“
Diese Erklärung soll sicherstellen, dass es sich auch wirklich um eine eigenständige Leistung des Schülers handelt. In diesem Zusammenhang ist besonders auf das richtige und vollständige Zitieren zu achten.
d) Zitieren:
Unter Zitat versteht man jede wörtliche oder sinngemäße Wiedergabe eines fremden Textes. Zitate sollen einen Gedanken verdeutlichen, und zwar in der besonders gelungenen Form des Urhebers. Zitate sollten daher möglichst gezielt und sparsam verwendet werden. Jedes Zitat muss durch eine eigene Quellenangabe für den Leser nachprüfbar sein. Bei Zitaten aus dem Internet ist die genaue Internetadresse anzugeben. Jedes Zitat muss in einer Fußnote am Seitenende oder Anmerkung am Textende eindeutig nachgewiesen werden. Die verbindlichen fachspezifischen Regelungen zu Quellennachweisen gibt die jeweilige Fachlehrkraft vor. Fachspezifische Verweise und Angaben von Quellen sind rechtzeitig im Unterricht zu üben.
Ein wörtliches Zitat muss in jedem Fall durch Anführungszeichen gekennzeichnet sein. Die Textvorlage wird dabei originalgetreu übernommen, d.h. auch mit fehlerhafter Schreibweise und allen Hervorhebungen. Fehler werden durch ein Ausrufungszeichen [!] oder [sic!] in eckigen Klammern kenntlich gemacht. Jede Veränderung des Originals durch den Verfasser (Ergänzungen, Hinweise, Auslassungen) werden in (runde) Klammern gesetzt. Eigene Hervorhebungen (Kursivschrift, Fettdruck, etc.) müssen durch den Zusatz (Hervorhebung d. d. Vf.) gekennzeichnet werden.
Bei Auslassungen ist darauf zu achten, dass der Originaltext nicht sinnverzerrt wiedergegeben und ein vollständiger Gedanke erhalten bleibt. Auslassungen von Wörtern oder Sätzen innerhalb eines Zitates werden durch drei Punkte in Klammern (…) markiert.
Bei sinngemäßen Zitaten gibt der Verfasser fremde Gedanken in eigenen Worten wieder. Sie werden daher nicht mit Anführungszeichen versehen, am Ende des bloß Wiedergegebenen muss aber wiederum in einer Fußnote oder einer Anmerkung auf den Urheber des Gedankenganges hingewiesen werden.
e) Literaturverzeichnis:
Das Literaturverzeichnis beinhaltet die Auflistung aller verwendeten Bücher, Zeitschriften, Internetseiten und sonstiger Quellen, die bei der Erstellung der Facharbeit verwendet wurden. Andererseits dürfen hier keine Werke aufgeführt werden, die in der Facharbeit nicht auch wörtlich oder sinngemäß zitiert wurden.
Alle Literaturangaben müssen in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt werden. Zu jeder Literaturangabe gehören: Name des Autors, Titel, Erscheinungsort, Erscheinungsjahr.
Da Quellen aus dem Internet häufig nur für eine begrenzte Zeit zugänglich sind, müssen sie zusätzlich mit Angabe der genauen Internetadresse ausgedruckt oder auf einem Datenträger (CD-ROM, USB-Stick) gespeichert werden. Sie sind mit Angabe des Datums und der Uhrzeit ihres Ausdrucks oder ihrer Speicherung im Anhang der Facharbeit zu dokumentieren. Zur genauen Form der Literaturangabe sind die fachspezifischen Vorgaben zu beachten und im Unterricht rechtzeitig einzuüben.
5. Bewertungskriterien einer Facharbeit
Die Facharbeit ersetzt eine Klausur. Die inhaltliche Bewertung der Facharbeit erstreckt sich wie bei Klausuren auf die drei Anforderungsbereiche
Anforderungsbereich I: Wiedergabe von Kenntnissen (Reproduktion)
Anforderungsbereich II: Anwendung, Verarbeitung von Kenntnissen (Reorganisation)
Anforderungsbereich III: Kritische Reflexion, Problemlösung, Beurteilung
Dabei soll – wie bei den Aufgabenstellungen im Abitur – der Schwerpunkt im zweiten Anforderungsbereich liegen.
Obwohl es zwischen den einzelnen Fächern und Fächergruppen Unterschiede in der Gewichtung und Bewertung einzelner Aspekte geben kann, sind u.a. folgende allgemeinen Kriterien relevant:
a) Inhaltliche Aspekte
Eingrenzung des Themas und Entwicklung einer zentralen Fragestellung
Selbstständigkeit im Umgang mit dem Thema
Umfang und Gründlichkeit der Recherchen, Untersuchungen, Experimente
Beherrschung fachspezifischer Methoden
themengerechte und logische Gliederung
Differenziertheit und Strukturiertheit der inhaltlichen Auseinandersetzung
kritische Distanz zu eigenen Ergebnissen und Urteilen
b) sprachliche Aspekte
Präzision und Differenziertheit des sprachlichen Ausdrucks
sinnvolle Einbindung von Zitaten und Materialien in den Text
c) formale Aspekte
Vollständigkeit der Arbeit, Übersichtlichkeit, Sorgfalt
Nutzung von Tabellen, Graphiken, Bildmaterial und anderen Medien als Darstellungsmöglichkeiten
6. Bewertungsverfahren:
a) Die Facharbeit wird von der betreuenden Lehrkraft unter Beachtung der jeweiligen Fachlehrpläne (ggf. auch Beschlüsse der Fachschaft) korrigiert, beurteilt, und benotet. Sie enthält auch ein knappes Gutachten, das die verschiedenen Aspekte der Arbeit würdigt. Im Zusammenhang mit der Rückgabe der Facharbeit sollte auch ein individuelles Gespräch über ihre Bewertung geführt werden. Den Schülern sollte dabei noch einmal deutlich werden, in welchem Maße sie zukünftig immer wieder vor vergleichbaren Herausforderungen stehen können und wie wichtig methodische Fähigkeiten für sie sind.
b) Die Note der Facharbeit selbst geht in den Bereich „Klausuren“ ein. Die mögliche Präsentation der Facharbeit im Unterricht wird im Bereich „Sonstige Mitarbeit“ bewertet.
c) Wird die Facharbeit gar nicht oder ohne genehmigten Verlängerungsantrag verspätet abgegeben, dann ist sie mit null Punkten zu bewerten. Gleiches gilt für nachgewiesene Plagiate.
d) Eine zwar formal korrekte und im Layout aufwändig gestaltete, inhaltlich aber mangelhafte Arbeit ist nicht bereits als ausreichend anzusehen.
e) Bei der Bewertung der sprachlichen Darstellungsleistung führen gehäufte Verstöße gegen die sprachliche Richtigkeit in der deutschen Sprache zur Absenkung bis zu einer Notenstufe (APO-GOSt, § 13, Abs. 6). In Facharbeiten ist die Fähigkeit zur abschließenden Korrektur eigener Texte ein wesentlicher Teil der geforderten Leistung, die zudem bei der Nutzung von Textverarbeitungsprogrammen durch entsprechende Korrekturhilfen unterstützt wird. Deshalb ist hier in allen Fächern ein strengerer Maßstab als in Klausuren anzulegen. Andererseits sind Treffsicherheit, Verständlichkeit und Differenziertheit des sprachlichen Ausdrucks als positive Leistungen in allen Fächern zu würdigen und nicht bloße Selbstverständlichkeit.
7. Literaturhinweis:
Die vorliegenden Aussagen zur Gestaltung und Bewertung der Facharbeit orientieren sich an folgender Publikation des Landesinstituts für Schule und Weiterbildung (LSW):
Landesinstitut für Schule und Weiterbildung (Hrsg.), Empfehlungen und Hinweise zur Facharbeit in der gymnasialen Oberstufe, Bönen 1999.
Weitere Hinweise und Regelungen zur Facharbeit finden sich in den Richtlinien und Lehrplänen der jeweiligen Fächer.
Die Facharbeit am Schiller – Termine
Facharbeit 2017-18
Methodentag zur Facharbeit, Ausgabe eines Wahlbogens zur Angabe des Kurses, in dem die Facharbeit geschrieben werden soll (Erst-, Zweit- und Drittwunsch).
Thematisierung der Facharbeit in allen Fächern und Kursen (Inhalte, Beispielthemen, Fachspezifische Anforderung und Bewertungskriterien, in den Deutschkursen auch Thematisierung der formalen Aspekte), Abgabe des ausgefüllten Wahlbogens bei der Jahrgangsstufenleitung.
Bekanntgabe der Kurszuordnung (Aushang).
Bekanntgabe der genauen Themenstellung, Beginn der Bearbeitungszeit.
Zweite Hälfte Januar 2018
Recherche-Workshop „Fit für die Facharbeit“ in der Stadtbücherei (s. Aushang)
Bis Mittwoch, 21.03.2018, 9.40 Uhr
Abgabe der Facharbeiten bei der Oberstufenkoordinatorin / der Stufenleitung (Raum G 105)
Möglichst bis 27.04.2018
Rückgabe der bewerteten Facharbeiten