Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NStZ%201988,%20175
Timestamp: 2020-01-24 20:15:23
Document Index: 286145617

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 250', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 46', 'BGH', '§ 250', 'BGH', '§ 250', 'BGH']

Rechtsprechung: NStZ 1988, 175 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 04.12.1987
BGH, 04.12.1987 - 2 StR 578/87
https://dejure.org/1987,1859
BGH, 04.12.1987 - 2 StR 578/87 (https://dejure.org/1987,1859)
BGH, Entscheidung vom 04.12.1987 - 2 StR 578/87 (https://dejure.org/1987,1859)
BGH, Entscheidung vom 04. Dezember 1987 - 2 StR 578/87 (https://dejure.org/1987,1859)
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Strafzumessung - Strafschärfungsgrund - Straftat - Privater Lebensbereich - Berufliche Pflichten
StV 1988, 249
Insoweit dürfen zwar besondere berufliche Pflichten eine Rolle spielen, soweit sie eine unmittelbare Beziehung zur Straftat haben, insbesondere wenn die berufliche Stellung gerade für das verletzte Rechtsgut erhöhte Pflichten begründet (vgl. BGH, NStZ 1988, 175; OLG Dresden, Beschluss vom 12. Februar 1997, 1 Ss 586/96, zitiert nach juris).
Die berufliche Stellung eines Täters darf jedoch nur dann zu seinen Lasten berücksichtigt werden, wenn zwischen dem Beruf und der Straftat eine innere Beziehung besteht (BGH bei Holtz MDR 1978, 985; 1982, 280; BGH NStZ 1987, 405; 1988, 175).
BGH, 08.03.1989 - 3 StR 1/89
Voraussetzungen für das Vorliegen eines minder schweren Falls - Würdigung aller …
Zur Beurteilung ist eine Gesamtbetrachtung erforderlich, bei der alle Umstände heranzuziehen und zu würdigen sind, die für die Wertung der Tat und des Täters in Betracht kommen, gleichgültig, ob sie der Tat selbst innewohnen, sie begleiten, ihr vorausgehen oder nachfolgen (BGHSt 26, 97, 98; BGHR StGB § 250 II Gesamtbetrachtung 1).
Die berufliche Stellung eines Täters darf jedoch nur dann zu seinen Lasten berücksichtigt werden, wenn zwischen dem Beruf und der Straftat eine innere Beziehung besteht (BGH bei Holtz MDR 1978, 985; 1982, 280; BGH NStZ 1987, 405; 1988, 175; BGH Urteil vom 15. Mai 1990 - 5 StR 594/89 -).
BGH, 17.01.1990 - 3 StR 307/89
Strafschärfende Bewertung der hohen Intelligenz des Angeklagten sowie Kenntnise …
Intelligenz und die Kenntnisse steuerrechtlicher und buchhalterischer Zusammenhänge dürfen als persönliche Umstände nur dann für das Maß der Schuld strafschärfend berücksichtigt werden, wenn sich eine innere Beziehung zur Straftat erkennen läßt (vgl. BGHR StGB § 46 I Schuldausgleich 11).
BGH, 21.05.1990 - 3 StR 128/90
Ablehnung eines minder schweren Falles - Nichtberücksichtigung von …
Bei der Prüfung, ob ein minder schwerer Fall im Sinne des § 250 Abs. 2 StGB vorliegt, hat die Strafkammer die dabei erforderliche Gesamtbetrachtung aller für die Wertung der Tat und des Täters in Betracht kommenden Umstände (vgl. hierzu BGHR StGB § 250 II Gesamtbetrachtung 1, 2 sowie 5 = bei Holtz MDR 1990, 97) nicht erkennbar in dem von der Rechtsprechung geforderten umfassenden Sinne vorgenommen.
OLG Dresden, 12.02.1997 - 1 Ss 586/96
Die Mindeststrafe von drei Monaten hätte angesichts dieser beruflichen besonderen Pflichtigkeit des Angeklagten nicht ausgereicht." Nach der Rechtsprechung dürfen bei der Strafzumessung besondere berufliche Pflichten indes nur eine Rolle spielen, soweit sie eine unmittelbare Beziehung zur Straftat haben, insbesondere wenn die berufliche Stellung gerade für das verletzte Rechtsgut erhöhte Pflichten begründet (vgl. BGH, Beschluß vom 04.12.1987 in NStZ 1988, 175 ).