Source: https://de.scribd.com/book/371522102/Selbstverteidigung-mit-freien-Schlag-und-Schnittwaffen-Stock-Schirm-Messer-Beil-Machete-Dan-Bong
Timestamp: 2019-09-19 03:04:32
Document Index: 133699550

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 12', '§ 12', '§ 12', '§ 12', '§ 223', '§ 223']

Selbstverteidigung mit freien Schlag- und Schnittwaffen von Norbert Stolberg - Online lesen
Der Fokus der Verteidigung liegt auf dem Abwehren eines Angriffs mit Konter und Flucht, sowie neutralisieren des Waffenarms.
Herausgeber: Books on DemandFreigabe: Feb 14, 2018ISBN: 9783746073330Formatierung: book
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Selbstverteidigung mit freien Schlag- und Schnittwaffen - Norbert Stolberg
Wir leben in Deutschland in einem Rechtsstaat. Will man sich mit einer freien oder legalen Waffe im Notfall verteidigen, dann sollte man wissen wie die rechtlichen Rahmenbedingungen sind. Ansonsten sind Sie ganz schnell Opfer und Täter zugleich. Deshalb werden im 1.Teil des Buches die rechtlichen Aspekte zum Besitz, Führen und Einsatz von Waffen dargestellt. Mit praktischen Beispielen, was zulässig ist, wo Grenzen liegen und was verboten ist. Bei jedem Einsatz von Waffen wird erst vor Gericht entschieden, ob die Notwehr mit einer Waffe gerechtfertigt und angemessen war.
Neben den juristischen Rahmenbedingungen erfahren Sie, welches die besonderen Gefahren bei einem bewaffneten Angriff sind. Ohne zu wissen wie eine Waffe eingesetzt werden kann, ist es schwierig, sich erfolgreich gegen sie zu verteidigen. Und natürlich lernen Sie, wie unterschiedliche Waffen, effektiv gegen bewaffnete Angriffe verwendet werden können.
Der Schwerpunkt liegt auf dem "Verstehen" der unterschiedlichen Waffen und der Verteidigung gegen Angriffe. Dieses Buch ist keine Anleitung zum Messerkampf oder Stockkampf. Sie erhalten aber alle Informationen, um sich mit unterschiedlichen Waffen, gegen bewaffnete Angriffe verteidigen zu können. Das kann die Waffe Ihrer Wahl sein oder auch eine zufällig verfügbare Waffe.
Man mag es kaum glauben, aber die Polizei erfasst bei ihren offiziellen Statistiken nicht wieviele Straftaten mit Messer, Schlagwaffen etc. begangen wurden. Nur Straftaten mit Schusswaffen werden gesondert aufgeführt. Der Rest kommt alles in einen Topf. Sofern er überhaupt erfasst wird. Praktisch bedeutet dies, dass unsere Behörden nicht wissen wo, wieviele Straftaten, mit welchen Waffen begangen wurden.
Grundwissen zu Themen der Selbstverteidigung wie: die Darstellung und Beschreibung von Kampfpsychologie, Angriffs-, Abwehr- und Verteidigungstechniken (Blocken, Schläge, Tritte, Würfe, Hebel usw.) werden in diesem Buch nicht behandelt.
In einigen Kapiteln dieses Buches finden Sie auch YouTube Links. Wenn Sie diese am Computer, Smartphone oder Tablet eingeben, gelangen Sie zu einer entsprechenden YouTube Seite. Dort sehen Sie dann ein Video, mit Bezug zu den vorher dargestellten SV-Techniken oder dem gesamten Kapitel.
Band 0: Selbstverteidigung präventiv, effektiv, realistisch
Band 6: Selbstverteidigung für Frauen und Mädchen
Band 7: Selbstverteidigung mit Schlag- und Schnittwaffen
Wenn Sie sich mit frei verfügbaren Waffen verteidigen möchten ist es sinnvoll, Grundwissen zum Waffenrecht zu haben. Da Waffen im Spiel sind sollten Sie wissen, welche rechtlichen Auswirkungen eine mögliche Körperverletzung hat. Ansonsten kann es ganz schnell passieren, dass Sie vom Opfer zum Täter werden. Hinzu kommt noch, ob die von Ihnen angegebene Notwehr gerechtfertigt und angemessen war. Diese Feststellung ist das Fundament auf dem alles aufbaut. Wird die Notwehr nicht anerkannt, dann kann es wirklich sehr unangenehm werden.
Die bewußte Wahl der Waffe mit der Sie sich verteidigen wollen setzt hier schon die Grundlage, für eine eher leichte oder schwere mögliche Ahndung (Geldstrafe, Bewährung, Haft).
Nachfolgend einige Begriffe und "Definitionen rund um die Themen Notwehr, Waffenrecht und Körperverletzung . Ich habe versucht die Texte allgemeinverständlich zu verfassen. Sie sollen Ihnen den Rahmen und mögliche Grenzen aufzeigen. Rechtsverbindliche Texte oder Ausführungen können Sie bei Interesse, unter den von mir aufgeführten Links, im Internet nachlesen.
Mit einer Waffe oder Munition hat, wer diese erwirbt, besitzt, überlässt, führt, mitnimmt, benutzt, herstellt, bearbeitet, instand setzt. Freie Waffen:
Wenn Sie eine Gas-/Schreckschusswaffe ausserhalb Ihres umfriedeten Grundstücks/Wohnung zugriffsbereit und/oder geladen bei sich haben, benötigen Sie den kleinen Waffenschein.
Ein Verstoß dagegen kann eine Straftat darstellen.
Später finden Sie Beispiele, wo das Führen von Waffen verboten ist. Meist betrifft es öffentliche Veranstaltungen. Hier gibt es einen Grenzbereich, der schwer zu fassen ist. Es gibt Fälle, wo Bereiche mit öffentlichen Veranstaltungen gleichgestellt wurden. Dies betrifft enge Räumlichkeiten wie z.B. Fahrstühle. Sie müssten also vor Betreten des Fahrstuhls die Waffe, welche Sie vorher noch am Körper führen durften entfernen (Gasspray, Messer, Gaspistole). Da kann sich der Aktenkoffer oder die Handtasche anbieten. Auf jeden Fall so, dass sie sich nicht mehr im Zugriff befindet.
2.1 OWI, Vergehen, Verbrechen, Körperverl.
Ordnungswidrigkeit (OWI):
Eine Gesetzesübertretung, rechtswidrige Handlung, für die das Gesetz als Strafe eine Geldbuße vorsieht (§ 1Abs. 1 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten (OWiG)).
Sind alle Verstöße/Straftaten, die nach der Festlegung im Strafrecht mindestens mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe geahndet werden. (§ 12 Absatz 2 StGB). Strafmildernde oder -verschärfende Abschnitte in den Paragraphen bleiben unbeachtet (§ 12 Absatz StGB).
Sind nach § 12 StGB all jene rechtswidrigen Handlungen, welche mindestens mit einer Freiheitsstrafe von einem Jahr geahndet werden (§ 12 Absatz 1 StGB).
Während Vergehen als eher gering zu bewertende Straftaten verstanden werden, handelt es sich bei Verbrechen schon um schwerwiegendere Rechtsverstöße.
Stellt sich nach § 223 StGB wie folgt dar: „Wer einen anderen körperlich mißhandelt oder in seiner Gesundheit schädigt, wird mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder mit einer Geldstrafe belegt." (§ 223 Absatz 1 StGB).
erfolgt. "Diese wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren, in minder schweren Fällen mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft."
Eine Geldstrafe kommt bei gefährlicher Körperverletzung nicht mehr in Betracht. Auch handelt es sich hier nicht mehr um ein Antragsdelikt,