Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=XI%20ZR%2022/96
Timestamp: 2019-07-20 12:44:58
Document Index: 26034751

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 280', '§ 254', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 28.01.1997 - XI ZR 22/96 - dejure.org
https://dejure.org/1997,393
BGH, 28.01.1997 - XI ZR 22/96 (https://dejure.org/1997,393)
BGH, Entscheidung vom 28.01.1997 - XI ZR 22/96 (https://dejure.org/1997,393)
BGH, Entscheidung vom 28. Januar 1997 - XI ZR 22/96 (https://dejure.org/1997,393)
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Verleitung zur Spekulation
PVV (vgl. nunmehr § 280 Abs. 1 BGB <Fassung seit 1.1.02>), 'Wissensvorsprung' der Bank, § 254 BGB
Bank - Verleitung unerfahrener Kunden - Aktien auf Kredit - Schaden - Ersatzpflicht der Bank
Haftung der Bank bei Verleitung zu Aktienspekulationen auf Kredit
amatus.de
Schadensersatzpflicht der Bank wegen Verleitens zur Aktienspekulation auf Kredit
Spekulative Geldanlage auf Kredit
Vorsicht bei Kredit-finanzierten Investments
Mithaftung der Bank bei Spekulationsverlusten
Schadensersatzanspruch gegen die Bank wegen Verleitens zu Wertpapier-spekulationen auf Kredit
Börsebius zur Bankenhaftung: Die Gier und das Geld
NJW 1997, 1361
ZIP 1997, 580
MDR 1997, 467
VersR 1997, 702
WM 1997, 662
BB 1997, 855
DB 1997, 974
a) Zutreffend ist allerdings der rechtliche Ausgangspunkt des Berufungsgerichts: Eine finanzierende Bank ist nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs grundsätzlich nicht verpflichtet, einen Darlehensnehmer über die Gefahren und Risiken der Verwendung eines Darlehens aufzuklären und vor dem Vertragsschluß zu warnen (BGH, Urteile vom 28. November 1995 - XI ZR 37/95, WM 1996, 196, 197; vom 28. Januar 1997 - XI ZR 22/96, WM 1997, 662 und vom 11. Februar 1999 - IX ZR 352/97, WM 1999, 678, 679).
Banken sind grundsätzlich nicht verpflichtet, sich um den Verwendungszweck eines Darlehens zu kümmern und Kreditnehmer vor diesbezüglichen Risiken zu warnen (vgl. Senat, Urteil vom 28. Januar 1997 - XI ZR 22/96, WM 1997, 662).
Ein Beratungsvertrag kommt nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs konkludent zustande, wenn - gleichgültig ob auf Initiative des Kunden oder aber der Bank - im Zusammenhang mit einer Geldanlage tatsächlich Beratung stattfindet (BGHZ 74, 103, 106; 100, 117, 118; 123, 126, 128; Senatsurteil vom 28. Januar 1997 - XI ZR 22/96, WM 1997, 662, 663).
Eine Verpflichtung zur Leistung von Schadensersatz ist weiterhin dann anerkannt worden, wenn eine Bank einen unerfahrenen Kunden dazu verleitet, in Aktien auf Kredit zu spekulieren und ihm in diesem Zusammenhang einen seine wirtschaftlichen Verhältnisse weit übersteigenden Kredit gewährt (BGH WM 1997, 662 f).
Der Unterschied zur Entscheidung des 11. Zivilsenats vom 28.1.1997 (XI ZR 22/96 WM 97, 662 f) ist deutlich:.
Dies ist bereits dann anzunehmen, wenn ein Anlageinteressent - hier der Kläger - an ein Kreditinstitut herantritt, um über die Anlage eines Geldbetrages beraten zu werden (BGH WM 1997, 662).
a) Ein Beratungsvertrag zwischen der Bank und dem Kunden kommt dadurch zustande, dass ein Anlageinteressent an das Kreditinstitut oder umgekehrt das Kreditinstitut an den Kunden herantritt, um über die Anlage eines Geldbetrages beraten zu werden bzw. zu beraten (BGHZ 123, 126 ff.. BGH WM 1997, 662).