Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=WM%201999,%20968
Timestamp: 2019-07-22 02:23:27
Document Index: 188432883

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 5', '§ 5', '§ 5', 'BGH', 'BGH', '§ 5', 'BGH', '§ 10', '§ 10', '§ 43', '§ 10', 'BGH', '§ 10', '§ 24', 'BGH', '§ 552', 'BGH']

Rechtsprechung: WM 1999, 968 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 12.03.1999
BGH, 12.03.1999 - V ZR 143/98
https://dejure.org/1999,1461
BGH, 12.03.1999 - V ZR 143/98 (https://dejure.org/1999,1461)
BGH, Entscheidung vom 12.03.1999 - V ZR 143/98 (https://dejure.org/1999,1461)
BGH, Entscheidung vom 12. März 1999 - V ZR 143/98 (https://dejure.org/1999,1461)
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SachenRBerG § 5 Abs. 1 Nr. 3, Abs. 2 Satz 2
SachRBerG § 5 Abs. 1 Nr. 3, Abs. 2 S. 2
Errichtung von Baulichkeiten - Fehlendes Nutzungsrecht - Ansprüche nach dem Sachenrechtsbereinigungsgesetz
Nachbargrundstücksbebauung ohne Nutzungsrecht
SachenRBerG § 5 Abs. 1 Nr. 3, Abs. 2 S. 2
Sachenrechtsbereinigung auch für Nachbargrundstück ohne Nutzungsrecht bei engem funktionalen Zusammenhang dort errichteter Baulichkeiten zu Grundstück mit Nutzungsrecht
MDR 1999, 668
ZMR 1999, 381
NJ 1999, 542
Rpfleger 1999, 322
(a) Der Senat hat allerdings, das ist den Klägern einzuräumen, einen unentdeckten Fall der Sachenrechtsbereinigung in einem Fall angenommen, in dem einem Nutzer durch die LPG ein Nutzungsrecht an einer in die LPG eingebrachten, noch unvermessenen Fläche zugewiesen wurde und sich bei der späteren Einmessung herausstellte, dass eine Klärgrube, eine Gartenmauer und eine Treppe außerhalb der Grenze des Nutzungsrechts auf fremdem Boden angelegt worden waren (Urteil vom 12. März 1999 - V ZR 143/98, WM 1999, 968, 969).
Dies kommt nur in Betracht, wenn die Rechtsposition des Nutzers den Fallgruppen ähnelt (…vgl. BGH, a. a. O.) bzw. bei wertender Betrachtung einen der Regelbeispiele gleichzustellen oder aus sonstigen Gründen nach der Zielsetzung des Sachenrechtsbereinigungsgesetzes seinem Schutzbereich unterfällt (vgl. BGH, Urt. v. 12.03.1998, V ZR 143/98, MDR 1999, 668).
Vielmehr hat der Gesetzgeber in § 5 Abs. 3 Satz 1 SachenRBerG einen Auffangtatbestand geschaffen, der auch bislang unentdeckte Fälle einer Bereinigung zugänglich macht, soweit diese bei wertender Betrachtung einem der genannten Regelbeispiele gleichzustellen sind oder aus sonstigen Gründen nach der gesetzlichen Zielsetzung dem Schutzbereich des Sachenrechtsbereinigungsgesetzes unterfallen (vgl. SachenRÄndG-RegE, BT-Drucks. 12/5992, S. 102;… Senat, Urt. v. 16. Oktober 1998, V ZR 390/97, WM 1999, 94, 97;… BGH, Urt. v. 25. November 1998, VIII ZR 380/96, WM 1999, 596, 601; Senat, Urt. v. 12. März 1999, V ZR 143/98, WM 1999, 968, 969).
Die Frist beginnt vielmehr mit der Fertigstellung des Gebäudes (vgl. Senat , Urt. v. 12. März 1999, V ZR 143/98, WM 1999, 968, 969;… Urt. v. 3. Mai 2002, V ZR 246/01, WM 2002, 1943, 1944;… Czub in Czub/Schmidt-Räntsch/Frenz, SachenRBerG, Stand November 2003, § 10 Rdn. 139 ff.;… Rothe, in Eickmann, SachenRBerG, Stand Juni 2008, § 10 Rdn. 23;… a.A. Gemmeke in Kiethe, SchuldRAnpG, § 43 Rdn. 29;… Rövekamp, Schuldrechtsanpassung, 2. Aufl., Rdn. 212; Schnabel, DtZ 1995, 258, 260).
Ist somit von einer 1974 erteilten Bauzustimmung auszugehen, so begründet dies gemäß § 10 Abs. 2 Satz 1 SachenRBerG zugleich die gesetzliche Vermutung, daß die bodenrechtliche Inanspruchnahme des in fremdem Eigentum befindlichen Grundstücks zu Wohnzwecken mit Billigung staatlicher Stellen erfolgte (Senat, Urt. v. 12. März 1999, V ZR 143/98, WM 1999, 968, 969;… BGH, Urt. v. 25. November 1998, VIII ZR 380/96, WM 1999, 596, 601;… MünchKomm-BGB/Wendtland, § 10 SachenRBerG Rdn. 7;… Schnabel, SchuldRÄndG, § 24 Rdn. 5).
BGH, 27.09.2007 - V ZR 113/07
Versagung der Prozesskostenhilfe für das Revisionsverfahren trotz Zulassung der …
Es kommt aber ihre Zurückweisung durch Beschluss gemäß § 552a ZPO in Betracht, bei der Klägerin schon im Hinblick darauf, dass in ihrer Person keine gewerbliche Nutzung stattfindet (…vgl. Senat, Urt. v. 13. Mai 2005, V ZR 191/04, NJW-RR 2005, 1256), bei dem Kläger im Hinblick darauf, dass sich die Frage bei Nebengebäuden nicht stellt, weil sie das Schicksal des Hauptgebäudes teilen (Senat, Urt. v. 12. März 1999, V ZR 143/99, VIZ 1999, 351, 352).
Solche Investitionen erhöhen ausschließlich den Gebäudewert, sodass eine getrennte Bewertung unangemessen wäre (ähnlich BGH, Urt. v. 12.3.1999 - V ZR 143/98 - VIZ 1999, 351 für die Einbeziehung von Baulichkeiten auf einem benachbarten Grundstück).