Source: https://lawbrary.ch/en/browser/WG/514_54__1/?plang=de
Timestamp: 2020-07-10 02:38:26
Document Index: 139837670

Matched Legal Cases: ['Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 5', 'Art. 31', 'Art. 6', 'Art. 3', 'Art. 2', 'Art. 3', 'Art. 1', 'Art. 2', 'Art. 7', 'Art. 7', 'Art. 2', 'Art. 7', 'Art. 3', 'Art. 1', 'Art. 3', 'Art. 1', 'Art. 3', 'Art. 1', 'Art. 3', 'Art. 1', 'Art. 3', 'Art. 1', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 10', 'Art. 10', 'Art. 31', 'Art 10', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 11', 'Art. 3', 'Art. 1', 'Art. 18', 'Art. 2', 'Art. 18', 'Art. 2', 'Art. 18', 'Art. 2', 'Art. 19', 'Art. 2', 'Art. 20', 'Art. 21', 'Art. 32', 'Art. 22', 'Art. 22', 'Art. 3', 'Art. 22', 'Art. 23', 'Art. 24', 'Art. 24', 'Art. 24', 'Art. 24', 'Art. 25', 'Art. 25', 'Art. 25', 'Art. 27', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 2', 'Art. 30', 'Art. 30', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 31', 'Art. 31', 'Art. 31', 'Art. 2', 'Art. 31', 'Art. 32', 'Art. 32', 'Art. 32', 'Art. 32', 'Art. 32', 'Art. 32', 'Art. 33', 'Art. 17', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 34', 'Art. 5', 'Art. 10', 'Art. 26', 'Art. 26', 'Art. 27', 'Art. 7', 'Art. 22', 'Art. 25', 'Art. 28', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 42']

Lawbrary | WG - Bundesgesetz über Waffen, Waffenzubehör und Munition
Gegenstand, Geltungsbereich und Begriffe (1 - 4)
Allgemeine Verbote und Einschränkungen (5 - 7)
Erwerb von Waffen und wesentlichen Waffenbestandteilen (8 - 11)
Besitz von Waffen und wesentlichen Waffenbestandteilen (12 - 13)
Erwerb und Besitz von Munition und Munitionsbestandteilen (15 - 16)
Waffenhandel (17 - 17)
Waffenherstellung (18 - 20)
Buchführung und Auskunftspflicht (21 - 22)
Auslandsgeschäfte (22 - 25)
Aufbewahren, Tragen und Transportieren von Waffen und Munition, missbräuchliches Tragen gefährlicher Gegenstände (26 - 28)
Ausnahmebewilligungen, Kontrolle, administrative Sanktionen und Gebühren (28 - 32)
Datenbearbeitung (32 - 32)
Datenbearbeitung und Datenschutz im Rahmen der Schengen-Assoziierungsabkommen (32 - 32)
Meldepflichten (32 - 32)
Strafbestimmungen (33 - 37)
Schlussbestimmungen (38 - 43)
1Die­ses Ge­setz hat zum Zweck, die miss­bräuch­li­che Ver­wen­dung von Waf­fen, Waf­fen­be­stand­tei­len, Waf­fen­zu­be­hör, Mu­ni­ti­on und Mu­ni­ti­ons­be­stand­tei­len zu be­kämp­fen.
2Es re­gelt den Er­werb, das Ver­brin­gen in das schwei­ze­ri­sche Staats­ge­biet, die Aus­fuhr, das Auf­be­wah­ren, den Be­sitz, das Tra­gen, den Trans­port, das Ver­mit­teln, die Her­stel­lung von und den Han­del mit:
Waf­fen, we­sent­li­chen oder be­son­ders kon­stru­ier­ten Waf­fen­be­stand­tei­len und Waf­fen­zu­be­hör;
Mu­ni­ti­on und Mu­ni­ti­ons­be­stand­tei­len.
3Es hat zu­dem zum Zweck, das miss­bräuch­li­che Tra­gen von ge­fähr­li­chen Ge­gen­stän­den zu ver­hin­dern.
1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 22. Ju­ni 2007, in Kraft seit 12. Dez. 2008 (AS 2008 5499 5405 Art. 2 Bst. d; BBl 2006 2713).
1Die­ses Ge­setz gilt we­der für die Ar­mee noch für den Nach­rich­ten­dienst des Bun­des noch für die Zoll- und die Po­li­zei­be­hör­den. Es gilt mit Aus­nah­me der Ar­ti­kel 32abis, 32c und 32j auch nicht für die Mi­li­tär­ver­wal­tun­gen.2
2Für an­ti­ke Waf­fen gel­ten nur die Ar­ti­kel 27 und 28 so­wie die ent­spre­chen­den Straf­be­stim­mun­gen die­ses Ge­set­zes. Als an­ti­ke Waf­fen gel­ten vor 1870 her­ge­stell­te Feu­er­waf­fen so­wie vor 1900 her­ge­stell­te Hieb-, Stich- und an­de­re Waf­fen.
3Die Be­stim­mun­gen der eid­ge­nös­si­schen Jagd- und Mi­li­tär­ge­setz­ge­bung blei­ben vor­be­hal­ten.
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 23. Dez. 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2012 4551 6775; BBl 2011 4555).
Das Recht auf Waf­fen­er­werb, Waf­fen­be­sitz und Waf­fen­tra­gen ist im Rah­men die­ses Ge­set­zes ge­währ­leis­tet.
1Als Waf­fen gel­ten:
Ge­rä­te, mit de­nen durch Treib­la­dung Ge­schos­se ab­ge­ge­ben wer­den kön­nen und die ei­ne ein­zi­ge Per­son tra­gen und be­die­nen kann, oder Ge­gen­stän­de, die zu sol­chen Ge­rä­ten um­ge­baut wer­den kön­nen (Feu­er­waf­fen);
Ge­rä­te, die da­zu be­stimmt sind, durch Ver­sprü­hen oder Zer­stäu­ben von Stof­fen die Ge­sund­heit von Men­schen auf Dau­er zu schä­di­gen;
Mes­ser, de­ren Klin­ge mit ei­nem ein­hän­dig be­dien­ba­ren au­to­ma­ti­schen Me­cha­nis­mus aus­ge­fah­ren wer­den kann, Schmet­ter­lings­mes­ser, Wurf­mes­ser und Dol­che mit sym­me­tri­scher Klin­ge;
Ge­rä­te, die da­zu be­stimmt sind, Men­schen zu ver­let­zen, na­ment­lich Schlag­rin­ge, Schlagru­ten, Schlag­stö­cke, Wurfs­ter­ne und Schleu­dern;
Elek­tro­schock­ge­rä­te, die die Wi­der­stands­kraft von Men­schen be­ein­träch­ti­gen oder die Ge­sund­heit auf Dau­er schä­di­gen kön­nen;
Druck­luft- und CO2-Waf­fen, die ei­ne Mün­dungs­ener­gie von min­des­tens 7,5 Joule ent­wi­ckeln oder auf­grund ih­res Aus­se­hens mit ech­ten Feu­er­waf­fen ver­wech­selt wer­den kön­nen;
Imi­ta­ti­ons-, Schreck­schuss- und Soft-Air-Waf­fen, die auf­grund ih­res Aus­se­hens mit ech­ten Feu­er­waf­fen ver­wech­selt wer­den kön­nen.
2Als Waf­fen­zu­be­hör gel­ten:
Schall­dämp­fer und ih­re be­son­ders kon­stru­ier­ten Be­stand­tei­le;
La­ser- und Nacht­sicht­ziel­ge­rä­te so­wie ih­re be­son­ders kon­stru­ier­ten Be­stand­tei­le;
Gra­nat­wer­fer, die als Zu­satz zu ei­ner Feu­er­waf­fe kon­stru­iert wur­den.
2bisAls Schen­gen-Staat gilt ein Staat, der durch ei­nes der Schen­gen-As­so­zi­ie­rungs­ab­kom­men ge­bun­den ist. Die Schen­gen-As­so­zi­ie­rungs­ab­kom­men sind im An­hang auf­ge­führt.2
3Der Bun­des­rat be­stimmt, wel­che Ge­gen­stän­de als we­sent­li­che oder be­son­ders kon­stru­ier­te Be­stand­tei­le von Waf­fen oder Waf­fen­zu­be­hör von die­sem Ge­setz er­fasst wer­den.
4Er um­schreibt die Druck­luft-, CO2-, Imi­ta­ti­ons-, Schreck­schuss- und Soft-Air-Waf­fen, Mes­ser, Dol­che, Elek­tro­schock­ge­rä­te, Ge­rä­te nach Ab­satz 1 Buch­sta­be b und Schleu­dern, die als Waf­fen gel­ten.
5Als Mu­ni­ti­on gilt Schiess­ma­te­ri­al mit ei­ner Treib­la­dung, de­ren Ener­gie durch Zün­dung in ei­ner Feu­er­waf­fe auf ein Ge­schoss über­tra­gen wird.
6Als ge­fähr­li­che Ge­gen­stän­de gel­ten Ge­gen­stän­de wie Werk­zeu­ge, Haus­halt- und Sport­ge­rä­te, die sich zur Be­dro­hung oder Ver­let­zung von Men­schen eig­nen. Ta­schen­mes­ser, wie et­wa das Schwei­zer Ar­mee­ta­schen­mes­ser und ver­gleich­ba­re Pro­duk­te, gel­ten nicht als ge­fähr­li­che Ge­gen­stän­de.
1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 22. Ju­ni 2007, in Kraft seit 12. Dez. 2008 (AS 2008 5499 5405 Art. Art. 2 Bst. d; BBl 2006 2713).
2 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 11. Dez. 2009 (An­pas­sung der Um­set­zung des Schen­gen-Be­sitz­stands), in Kraft seit 28. Ju­li 2010 (AS 2010 2823; BBl 2009 3649).
Art. 5 Verbote im Zusammenhang mit Waffen, Waffenbestandteilen und Waffenzubehör
1Ver­bo­ten sind die Über­tra­gung, der Er­werb, das Ver­mit­teln an Emp­fän­ger und Emp­fän­ge­rin­nen im In­land so­wie das Ver­brin­gen in das schwei­ze­ri­sche Staats­ge­biet von:
Se­rie­feu­er­waf­fen und zu halb­au­to­ma­ti­schen Feu­er­waf­fen um­ge­bau­ten Se­rie­feu­er­waf­fen so­wie ih­ren we­sent­li­chen und be­son­ders kon­stru­ier­ten Be­stand­tei­len;
mi­li­tä­ri­schen Ab­schuss­ge­rä­ten von Mu­ni­ti­on, Ge­schos­sen oder Flug­kör­pern mit Spreng­wir­kung so­wie von ih­ren we­sent­li­chen Be­stand­tei­len;
Mes­sern und Dol­chen nach Ar­ti­kel 4 Ab­satz 1 Buch­sta­be c;
Schlag- und Wurf­ge­rä­ten nach Ar­ti­kel 4 Ab­satz 1 Buch­sta­be d, mit Aus­nah­me der Schlag­stö­cke;
Elek­tro­schock­ge­rä­ten nach Ar­ti­kel 4 Ab­satz 1 Buch­sta­be e;
Waf­fen, die einen Ge­brauchs­ge­gen­stand vor­täu­schen, so­wie ih­ren we­sent­li­chen Be­stand­tei­len;
Waf­fen­zu­be­hör.
2Ver­bo­ten ist der Be­sitz von:
Se­rie­feu­er­waf­fen und Ab­schuss­ge­rä­ten nach Ab­satz 1 Buch­sta­be b so­wie ih­ren we­sent­li­chen und be­son­ders kon­stru­ier­ten Be­stand­tei­len;
Feu­er­waf­fen, die einen Ge­brauchs­ge­gen­stand vor­täu­schen, so­wie ih­ren we­sent­li­chen Be­stand­tei­len;
Gra­nat­wer­fern nach Ar­ti­kel 4 Ab­satz 2 Buch­sta­be c.
3Ver­bo­ten ist das Schies­sen mit:
Se­rie­feu­er­waf­fen;
Ab­schuss­ge­rä­ten nach Ab­satz 1 Buch­sta­be b und Ar­ti­kel 4 Ab­satz 2 Buch­sta­be c;
Feu­er­waf­fen an öf­fent­lich zu­gäng­li­chen Or­ten aus­ser­halb der be­hörd­lich zu­ge­las­se­nen Schiess­an­läs­se oder aus­ser­halb von Schiess­plät­zen; er­laubt sind je­doch das Schies­sen an nicht öf­fent­lich zu­gäng­li­chen und ent­spre­chend ge­si­cher­ten Or­ten und das jagd­li­che Schies­sen.
4Die Kan­to­ne kön­nen Aus­nah­men be­wil­li­gen.
5Die Zen­tral­stel­le (Art. 31c) kann Aus­nah­men vom Ver­bot des Ver­brin­gens in das schwei­ze­ri­sche Staats­ge­biet be­wil­li­gen.
6Zu halb­au­to­ma­ti­schen Feu­er­waf­fen ab­ge­än­der­te schwei­ze­ri­sche Or­don­nanz-Se­rie­feu­er­waf­fen gel­ten nicht als Waf­fe im Sin­ne von Ab­satz 1 Buch­sta­be a.
Art. 6 Verbote und Einschränkungen im Zusammenhang mit Munition
1Der Bun­des­rat kann den Er­werb, den Be­sitz, die Her­stel­lung und das Ver­brin­gen in das schwei­ze­ri­sche Staats­ge­biet von Mu­ni­ti­on und Mu­ni­ti­ons­be­stand­tei­len, die ein nach­weis­lich ho­hes Ver­let­zungs­po­ten­ti­al auf­wei­sen, ver­bie­ten oder von der Er­fül­lung be­son­de­rer Vor­aus­set­zun­gen ab­hän­gig ma­chen.
2Aus­ge­nom­men sind Mu­ni­ti­on und Mu­ni­ti­ons­be­stand­tei­le, die bei üb­li­chen Schiess­an­läs­sen oder für die Jagd ver­wen­det wer­den.
1Per­so­nen, die Waf­fen, we­sent­li­che und be­son­ders kon­stru­ier­te Waf­fen­be­stand­tei­le oder Waf­fen­zu­be­hör, für die ein Ver­bot nach Ar­ti­kel 5 Ab­satz 1 be­steht, durch Erb­gang er­wer­ben, müs­sen in­ner­halb von sechs Mo­na­ten ei­ne Aus­nah­me­be­wil­li­gung be­an­tra­gen.
2An aus­län­di­sche Staats­an­ge­hö­ri­ge, die kei­ne Nie­der­las­sungs­be­wil­li­gung je­doch Wohn­sitz in der Schweiz ha­ben, darf die Aus­nah­me­be­wil­li­gung für den Er­werb ei­ner Waf­fe, ei­nes we­sent­li­chen oder be­son­ders kon­stru­ier­ten Waf­fen­be­stand­teils oder ei­nes Waf­fen­zu­be­hörs nach Ar­ti­kel 5 Ab­satz 1 nur er­teilt wer­den, wenn sie ei­ne amt­li­che Be­stä­ti­gung des Hei­mat­staa­tes vor­le­gen, wo­nach sie zum Er­werb des be­tref­fen­den Ge­gen­stan­des be­rech­tigt sind.
1 Ein­ge­fügt durch Art. 3 Ziff. 6 des BB vom 17. Dez. 2004 über die Ge­neh­mi­gung und die Um­set­zung der bi­la­te­ra­len Ab­kom­men zwi­schen der Schweiz und der EU über die As­so­zi­ie­rung an Schen­gen und Du­blin (AS 2008 447; BBl 2004 5965). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 22. Ju­ni 2007, in Kraft seit 12. Dez. 2008 (AS 2008 5499 5405 Art. 2 Bst. d; BBl 2006 2713).
1An Per­so­nen mit Wohn­sitz im Aus­land darf die Aus­nah­me­be­wil­li­gung für den Er­werb ei­ner Waf­fe, ei­nes we­sent­li­chen oder be­son­ders kon­stru­ier­ten Waf­fen­be­stand­teils oder ei­nes Waf­fen­zu­be­hörs nach Ar­ti­kel 5 Ab­satz 1 nur er­teilt wer­den, wenn sie ei­ne amt­li­che Be­stä­ti­gung des Wohn­sitz­staa­tes vor­le­gen, wo­nach sie zum Er­werb des be­tref­fen­den Ge­gen­stan­des be­rech­tigt sind.2
2Be­ste­hen Zwei­fel an der Echt­heit der Be­stä­ti­gung oder kann ei­ne sol­che nicht bei­ge­bracht wer­den, so lei­tet der Kan­ton die Un­ter­la­gen an die Zen­tral­stel­le wei­ter. Die­se über­prüft die Be­stä­ti­gung oder kann ge­ge­be­nen­falls ei­ne sol­che er­tei­len.
1 Ein­ge­fügt durch Art. 3 Ziff. 6 des BB vom 17. Dez. 2004 über die Ge­neh­mi­gung und die Um­set­zung der bi­la­te­ra­len Ab­kom­men zwi­schen der Schweiz und der EU über die As­so­zi­ie­rung an Schen­gen und Du­blin, in Kraft seit 12. Dez. 2008 (AS 2008 447 5405 Art. 1 Bst. e; BBl 2004 5965).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 22. Ju­ni 2007, in Kraft seit 12. Dez. 2008 (AS 2008 5499 5405 Art. 2 Bst. d; BBl 2006 2713).
Art. 7 Verbot für Angehörige bestimmter Staaten
1Der Bun­des­rat kann den Er­werb, den Be­sitz, das An­bie­ten, das Ver­mit­teln und die Über­tra­gung von Waf­fen, we­sent­li­chen oder be­son­ders kon­stru­ier­ten Waf­fen­be­stand­tei­len, Waf­fen­zu­be­hör, Mu­ni­ti­on und Mu­ni­ti­ons­be­stand­tei­len so­wie das Tra­gen von und das Schies­sen mit Waf­fen durch An­ge­hö­ri­ge be­stimm­ter Staa­ten ver­bie­ten:
wenn ei­ne er­heb­li­che Ge­fahr der miss­bräuch­li­chen Ver­wen­dung be­steht;
um Be­schlüs­sen der in­ter­na­tio­na­len Ge­mein­schaft oder den Grund­sät­zen der schwei­ze­ri­schen Aus­sen­po­li­tik Rech­nung zu tra­gen.
2Die Kan­to­ne kön­nen Per­so­nen nach Ab­satz 1, die an Jagd- oder Sport­ver­an­stal­tun­gen teil­neh­men oder Per­so­nen- und Ob­jekt­schutz­auf­ga­ben wahr­neh­men, aus­nahms­wei­se den Er­werb, den Be­sitz, das Tra­gen oder das Schies­sen be­wil­li­gen.
Art. 7a Durchführung
1Von ei­nem Ver­bot nach Ar­ti­kel 7 Ab­satz 1 be­trof­fe­ne Per­so­nen müs­sen Waf­fen, we­sent­li­che oder be­son­ders kon­stru­ier­te Waf­fen­be­stand­tei­le, Waf­fen­zu­be­hör, Mu­ni­ti­on oder Mu­ni­ti­ons­be­stand­tei­le in­ner­halb von zwei Mo­na­ten nach In­kraft­tre­ten des Ver­bots bei der zu­stän­di­gen Be­hör­de ih­res Wohn­sitz­kan­tons mel­den.
2Sie kön­nen in­ner­halb von sechs Mo­na­ten nach In­kraft­tre­ten des Ver­bots ein Ge­such um die Er­tei­lung ei­ner Aus­nah­me­be­wil­li­gung ein­rei­chen. An­dern­falls sind die Ge­gen­stän­de in­ner­halb die­ser Frist ei­ner be­rech­tig­ten Per­son zu über­tra­gen.
3Wird das Ge­such ab­ge­wie­sen, so sind die Ge­gen­stän­de in­ner­halb von vier Mo­na­ten nach der Ab­wei­sung ei­ner be­rech­tig­ten Per­son zu über­tra­gen; an­dern­falls wer­den sie be­schlag­nahmt.
1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 22. Ju­ni 2007, in Kraft seit 12. Dez. 2008 (AS 2008 5499 5405 Art. 2 Bst. d; BBl 2006 2713).
Art. 7b Verbotene Formen des Anbietens
1Waf­fen, we­sent­li­che oder be­son­ders kon­stru­ier­te Waf­fen­be­stand­tei­le, Waf­fen­zu­be­hör, Mu­ni­ti­on oder Mu­ni­ti­ons­be­stand­tei­le dür­fen nicht an­ge­bo­ten wer­den, wenn die Iden­ti­fi­ka­ti­on des An­bie­ters oder der An­bie­te­rin für die zu­stän­di­gen Be­hör­den nicht mög­lich ist.
2Das An­bie­ten von Waf­fen, we­sent­li­chen oder be­son­ders kon­stru­ier­ten Waf­fen­be­stand­tei­len, Waf­fen­zu­be­hör, Mu­ni­ti­on oder Mu­ni­ti­ons­be­stand­tei­len an öf­fent­lich zu­gäng­li­chen Aus­stel­lun­gen und Märk­ten ist ver­bo­ten. Aus­ge­nom­men sind an­ge­mel­de­te An­bie­ter und An­bie­te­rin­nen an öf­fent­li­chen Waf­fen­bör­sen, die von den zu­stän­di­gen Be­hör­den be­wil­ligt wur­den.
2. Kapitel: Erwerb und Besitz von Waffen und wesentlichen Waffenbestandteilen
1. Abschnitt: Erwerb von Waffen und wesentlichen Waffenbestandteilen
1Wer ei­ne Waf­fe oder einen we­sent­li­chen Waf­fen­be­stand­teil er­wer­ben will, be­nö­tigt einen Waf­fen­er­werbs­schein.2
1bisDie Per­son, die den Waf­fen­er­werbs­schein für ei­ne Feu­er­waf­fe nicht zu Sport-, Jagd- oder Sam­mel­zwe­cken be­an­tragt, muss den Er­werbs­grund an­ge­ben.3
2Kei­nen Waf­fen­er­werbs­schein er­hal­ten Per­so­nen, die:
das 18. Al­ters­jahr noch nicht vollen­det ha­ben;
un­ter um­fas­sen­der Bei­stand­schaft ste­hen oder durch ei­ne vor­sor­ge­be­auf­trag­te Per­son ver­tre­ten wer­den;
zur An­nah­me An­lass ge­ben, dass sie sich selbst oder Drit­te mit der Waf­fe ge­fähr­den;
we­gen ei­ner Hand­lung, die ei­ne ge­walt­tä­ti­ge oder ge­mein­ge­fähr­li­che Ge­sin­nung be­kun­det, oder we­gen wie­der­holt be­gan­ge­ner Ver­bre­chen oder Ver­ge­hen im Straf­re­gis­ter ein­ge­tra­gen sind, so­lan­ge der Ein­trag nicht ge­löscht ist.
2bisPer­so­nen, die Feu­er­waf­fen oder we­sent­li­che Waf­fen­be­stand­tei­le durch Erb­gang er­wer­ben, müs­sen in­ner­halb von sechs Mo­na­ten einen Waf­fen­er­werbs­schein be­an­tra­gen, so­fern die Ge­gen­stän­de nicht in­ner­halb die­ser Frist ei­ner be­rech­tig­ten Per­son über­tra­gen wer­den.5
3-5…6
1 Fas­sung ge­mä­ss Art. 3 Ziff. 6 des BB vom 17. Dez. 2004 über die Ge­neh­mi­gung und die Um­set­zung der bi­la­te­ra­len Ab­kom­men zwi­schen der Schweiz und der EU über die As­so­zi­ie­rung an Schen­gen und Du­blin, in Kraft seit 12. Dez. 2008 (AS 2008 447 5405 Art. 1 Bst. e; BBl 2004 5965).
2 Fas­sung ge­mä­ss Art. 3 Ziff. 6 des BB vom 17. Dez. 2004 über die Ge­neh­mi­gung und die Um­set­zung der bi­la­te­ra­len Ab­kom­men zwi­schen der Schweiz und der EU über die As­so­zi­ie­rung an Schen­gen und Du­blin, in Kraft seit 12. Dez. 2008 (AS 2008 447 5405 Art. 1 Bst. e; BBl 2004 5965).
3 Ein­ge­fügt durch Art. 3 Ziff. 6 des BB vom 17. Dez. 2004 über die Ge­neh­mi­gung und die Um­set­zung der bi­la­te­ra­len Ab­kom­men zwi­schen der Schweiz und der EU über die As­so­zi­ie­rung an Schen­gen und Du­blin, in Kraft seit 12. Dez. 2008 (AS 2008 447 5405 Art. 1 Bst. e; BBl 2004 5965).
4 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 17 des BG vom 19. Dez. 2008 (Er­wach­se­nen­schutz, Per­so­nen­recht und Kin­des­recht), in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2011 725; BBl 2006 7001).
5 Ein­ge­fügt durch Art. 3 Ziff. 6 des BB vom 17. Dez. 2004 über die Ge­neh­mi­gung und die Um­set­zung der bi­la­te­ra­len Ab­kom­men zwi­schen der Schweiz und der EU über die As­so­zi­ie­rung an Schen­gen und Du­blin, in Kraft seit 12. Dez. 2008 (AS 2008 447 5405 Art. 1 Bst. e; BBl 2004 5965).
6 Auf­ge­ho­ben durch Art. 3 Ziff. 6 des BB vom 17. Dez. 2004 über die Ge­neh­mi­gung und die Um­set­zung der bi­la­te­ra­len Ab­kom­men zwi­schen der Schweiz und der EU über die As­so­zi­ie­rung an Schen­gen und Du­blin, mit Wir­kung seit 12. Dez. 2008 (AS 2008 447 5405 Art. 1 Bst. e; BBl 2004 5965).
1Der Waf­fen­er­werbs­schein wird von der zu­stän­di­gen Be­hör­de des Wohn­sitz­kan­tons oder für Per­so­nen mit Wohn­sitz im Aus­land von der zu­stän­di­gen Be­hör­de des Kan­tons, in dem die Waf­fe er­wor­ben wird, er­teilt.
2Die Be­hör­de holt vor­gän­gig ei­ne Stel­lung­nah­me der kan­to­na­len Be­hör­de nach Ar­ti­kel 6 des Bun­des­ge­set­zes vom 21. März 19972 über die Mass­nah­men zur Wah­rung der in­ne­ren Si­cher­heit ein.
1Per­so­nen mit Wohn­sitz im Aus­land müs­sen der zu­stän­di­gen kan­to­na­len Be­hör­de ei­ne amt­li­che Be­stä­ti­gung ih­res Wohn­sitz­staa­tes vor­le­gen, wo­nach sie zum Er­werb der Waf­fe oder des we­sent­li­chen Waf­fen­be­stand­teils be­rech­tigt sind.
1bisAus­län­di­sche Staats­an­ge­hö­ri­ge, die kei­ne Nie­der­las­sungs­be­wil­li­gung je­doch Wohn­sitz in der Schweiz ha­ben, müs­sen der zu­stän­di­gen kan­to­na­len Be­hör­de ei­ne amt­li­che Be­stä­ti­gung ih­res Hei­mat­staa­tes vor­le­gen, wo­nach sie dort zum Er­werb der Waf­fe oder des we­sent­li­chen Waf­fen­be­stand­teils be­rech­tigt sind.2
2 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 22. Ju­ni 2007, in Kraft seit 12. Dez. 2008 (AS 2008 5499 5405 Art. 2 Bst. d; BBl 2006 2713).
1Der Waf­fen­er­werbs­schein gilt für die gan­ze Schweiz und er­mäch­tigt zum Er­werb ei­ner ein­zi­gen Waf­fe oder ei­nes ein­zi­gen we­sent­li­chen Waf­fen­be­stand­teils.
2Der Bun­des­rat sieht für die Er­set­zung von we­sent­li­chen Waf­fen­be­stand­tei­len ei­ner recht­lich zu­ge­las­se­nen Waf­fe so­wie für den Er­werb von meh­re­ren Waf­fen oder we­sent­li­chen Waf­fen­be­stand­tei­len bei der glei­chen Per­son oder für den Er­werb durch Erb­gang Aus­nah­men vor.
3Der Waf­fen­er­werbs­schein ist sechs Mo­na­te gül­tig. Die zu­stän­di­ge Be­hör­de kann die Gül­tig­keit um höchs­tens drei Mo­na­te ver­län­gern.
Wer ei­ne Waf­fe oder einen we­sent­li­chen Waf­fen­be­stand­teil über­trägt, muss der für die Er­tei­lung von Waf­fen­er­werbs­schei­nen nach Ar­ti­kel 9 zu­stän­di­gen Be­hör­de in­ner­halb von 30 Ta­gen nach Ver­trags­ab­schluss ei­ne Ko­pie des Waf­fen­er­werbs­scheins des Er­wer­bers oder der Er­wer­be­rin zu­stel­len.
1Fol­gen­de Waf­fen so­wie ih­re we­sent­li­chen Be­stand­tei­le dür­fen oh­ne Waf­fen­er­werbs­schein er­wor­ben wer­den:
ein­schüs­si­ge und mehr­läu­fi­ge Jagd­ge­weh­re so­wie Nach­bil­dun­gen von ein­schüs­si­gen Vor­der­la­dern;
vom Bun­des­rat be­zeich­ne­te Handre­pe­tier­ge­weh­re, die im aus­ser­dienst­li­chen und sport­li­chen Schiess­we­sen der nach dem Mi­li­tär­ge­setz vom 3. Fe­bru­ar 19952 an­er­kann­ten Schiess­ver­ei­ne so­wie für Jagd­zwe­cke im In­land üb­li­cher­wei­se ver­wen­det wer­den;
ein­schüs­si­ge Ka­nin­chen­tö­ter;
Imi­ta­ti­ons-, Schreck­schuss- und Soft-Air-Waf­fen, die auf­grund ih­res Aus­se­hens mit ech­ten Feu­er­waf­fen ver­wech­selt wer­den kön­nen.3
2Der Bun­des­rat kann wei­te­re Aus­nah­men fest­le­gen oder den Gel­tungs­be­reich von Ab­satz 1 für aus­län­di­sche Staats­an­ge­hö­ri­ge oh­ne Nie­der­las­sungs­be­wil­li­gung in der Schweiz ein­schrän­ken.
3 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 22. Ju­ni 2007, in Kraft seit 12. Dez. 2008 (AS 2008 5499 5405 Art. 2 Bst. d; BBl 2006 2713).
1Die Per­son, die ei­ne Waf­fe oder einen we­sent­li­chen Waf­fen­be­stand­teil oh­ne Waf­fen­er­werbs­schein (Art. 10) über­trägt, muss Iden­ti­tät und Al­ter des Er­wer­bers oder der Er­wer­be­rin an­hand ei­nes amt­li­chen Aus­wei­ses über­prü­fen.
2Die Waf­fe oder der we­sent­li­che Waf­fen­be­stand­teil darf nur über­tra­gen wer­den, wenn die über­tra­gen­de Per­son nach den Um­stän­den an­neh­men darf, dass dem Er­werb kein Hin­de­rungs­grund nach Ar­ti­kel 8 Ab­satz 2 ent­ge­gen­steht.
3Ar­ti­kel 9a gilt sinn­ge­mä­ss.
4Die über­tra­gen­de Per­son kann sich bei der zu­stän­di­gen Be­hör­de des Wohn­sitz­kan­tons der er­wer­ben­den Per­son da­nach er­kun­di­gen, ob dem Er­werb ein Hin­de­rungs­grund ent­ge­gen­steht. Vor­aus­set­zung ist das schrift­li­che Ein­ver­ständ­nis der er­wer­ben­den Per­son.2
1Für je­de Über­tra­gung ei­ner Waf­fe oder ei­nes we­sent­li­chen Waf­fen­be­stand­teils oh­ne Waf­fen­er­werbs­schein (Art. 10) ist ein schrift­li­cher Ver­trag ab­zu­sch­lies­sen. Je­de Ver­trags­par­tei hat den Ver­trag min­des­tens zehn Jah­re lang auf­zu­be­wah­ren.
2Der Ver­trag muss fol­gen­de An­ga­ben ent­hal­ten:
Na­me, Vor­na­me, Ge­burts­da­tum, Wohn­adres­se und Un­ter­schrift der Per­son, wel­che die Waf­fe oder den we­sent­li­chen Waf­fen­be­stand­teil über­trägt;
Na­me, Vor­na­me, Ge­burts­da­tum, Wohn­adres­se und Un­ter­schrift der Per­son, wel­che die Waf­fe oder den we­sent­li­chen Waf­fen­be­stand­teil er­wirbt;
Waf­fen­art, Her­stel­ler oder Her­stel­le­rin, Be­zeich­nung, Ka­li­ber, Waf­fen­num­mer so­wie Da­tum und Ort der Über­tra­gung;
Art und Num­mer des amt­li­chen Aus­wei­ses der Per­son, wel­che die Waf­fe oder den we­sent­li­chen Waf­fen­be­stand­teil er­wirbt;
einen Hin­weis auf die Be­ar­bei­tung von Per­so­nen­da­ten im Zu­sam­men­hang mit dem Ver­trag ge­mä­ss den Da­ten­schutz­be­stim­mun­gen des Bun­des oder der Kan­to­ne, so­fern Feu­er­waf­fen über­tra­gen wer­den.
3Wer ei­ne Feu­er­waf­fe nach Ar­ti­kel 10 Ab­sät­ze 1 und 35 über­trägt, muss der Mel­de­stel­le (Art. 31b) in­ner­halb von 30 Ta­gen nach Ver­trags­ab­schluss ei­ne Ko­pie des Ver­trags zu­stel­len. Die Kan­to­ne kön­nen wei­te­re ge­eig­ne­te For­men der Mel­dung vor­se­hen.6
4Wer ei­ne Feu­er­waf­fe oder einen we­sent­li­chen Waf­fen­be­stand­teil nach Ar­ti­kel 10 durch Erb­gang er­wirbt, muss die An­ga­ben nach Ab­satz 2 Buch­sta­ben a-d in­ner­halb von sechs Mo­na­ten der Mel­de­stel­le über­mit­teln, wenn er oder sie den Ge­gen­stand nicht in­ner­halb die­ser Frist ei­ner be­rech­tig­ten Per­son über­trägt.7
5Zu­stän­dig ist die Mel­de­stel­le des Wohn­sitz­kan­tons des Er­wer­bers oder der Er­wer­be­rin oder für Per­so­nen mit Wohn­sitz im Aus­land die Mel­de­stel­le des Kan­tons, in dem die Feu­er­waf­fe er­wor­ben wur­de.
4 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 22. Ju­ni 2007 (AS 2008 5499; BBl 2006 2713). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. 6 des BG vom 19. März 2010 über die Um­set­zung des Rah­men­be­schlus­ses 2008/977/JI über den Schutz von Per­so­nen­da­ten im Rah­men der po­li­zei­li­chen und jus­ti­zi­el­len Zu­sam­men­ar­beit in Strafsa­chen, in Kraft seit 1. Dez. 2010 (AS 2010 3387 3417; BBl 2009 6749).
5 Heu­te: Art 10 Abs. 1 und 2
6 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 22. Ju­ni 2007, in Kraft seit 12. Dez. 2008 (AS 2008 5499 5405 Art. 2 Bst. d; BBl 2006 2713).
7 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 22. Ju­ni 2007, in Kraft seit 12. Dez. 2008 (AS 2008 5499 5405 Art. 2 Bst. d; BBl 2006 2713).
Art. 11a Leihweise Abgabe von Sportwaffen an unmündige Personen
1Ei­ne un­mün­di­ge Per­son darf bei ih­rem Schüt­zen­ver­ein oder bei ih­rer ge­setz­li­chen Ver­tre­tung ei­ne Sport­waf­fe aus­lei­hen, wenn sie nach­wei­sen kann, dass sie mit die­ser Waf­fe re­gel­mäs­sig Schiess­s­port be­treibt, und kein Hin­de­rungs­grund nach Ar­ti­kel 8 Ab­satz 2 Buch­sta­be b oder c vor­liegt.
2Die ge­setz­li­che Ver­tre­tung muss die leih­wei­se Ab­ga­be ei­ner Sport­waf­fe in­ner­halb von 30 Ta­gen der Mel­de­stel­le des Wohn­sitz­kan­tons der un­mün­di­gen Per­son mel­den. Die Mel­dung kann mit Wis­sen der ge­setz­li­chen Ver­tre­tung auch durch den Ver­ein er­fol­gen, der die Waf­fe zur Ver­fü­gung stellt.
Zum Be­sitz ei­ner Waf­fe, ei­nes we­sent­li­chen oder ei­nes be­son­ders kon­stru­ier­ten Waf­fen­be­stand­teils oder ei­nes Waf­fen­zu­be­hörs ist be­rech­tigt, wer den Ge­gen­stand recht­mäs­sig er­wor­ben hat.
1 Auf­ge­ho­ben durch Art. 3 Ziff. 6 des BB vom 17. Dez. 2004 über die Ge­neh­mi­gung und die Um­set­zung der bi­la­te­ra­len Ab­kom­men zwi­schen der Schweiz und der EU über die As­so­zi­ie­rung an Schen­gen und Du­blin, mit Wir­kung seit 12. Dez. 2008 (AS 2008 447 5405 Art. 1 Bst. e; BBl 2004 5965).
3. Kapitel: Erwerb und Besitz von Munition und Munitionsbestandteilen
1Mu­ni­ti­on und Mu­ni­ti­ons­be­stand­tei­le dür­fen nur von Per­so­nen er­wor­ben wer­den, die zum Er­werb der ent­spre­chen­den Waf­fe be­rech­tigt sind.
2Die über­tra­gen­de Per­son prüft, ob die Vor­aus­set­zun­gen für den Er­werb er­füllt sind. Für die Prü­fung gilt Ar­ti­kel 10a sinn­ge­mä­ss.
1Wer an Schiess­ver­an­stal­tun­gen von Schiess­ver­ei­nen teil­nimmt, kann die da­für er­for­der­li­che Mu­ni­ti­on frei er­wer­ben. Der ver­an­stal­ten­de Ver­ein sorgt für ei­ne an­ge­mes­se­ne Kon­trol­le der Mu­ni­ti­ons­ab­ga­be.1
2Wer das 18. Al­ters­jahr noch nicht vollen­det hat, kann die Mu­ni­ti­on frei er­wer­ben, wenn sie un­ver­züg­lich und un­ter Auf­sicht ver­schos­sen wird.
3Vor­be­hal­ten blei­ben die Be­stim­mun­gen über das aus­ser­dienst­li­che Schiess­we­sen.
Zum Be­sitz von Mu­ni­ti­on oder Mu­ni­ti­ons­be­stand­tei­len ist be­rech­tigt, wer die Ge­gen­stän­de recht­mäs­sig er­wor­ben hat.
1Wer ge­werbs­mäs­sig Waf­fen, we­sent­li­che oder be­son­ders kon­stru­ier­te Waf­fen­be­stand­tei­le, Waf­fen­zu­be­hör, Mu­ni­ti­on oder Mu­ni­ti­ons­be­stand­tei­le er­wirbt, an­bie­tet, wei­ter­gibt oder ver­mit­telt, be­nö­tigt ei­ne Waf­fen­han­dels­be­wil­li­gung.
2Ei­ne Waf­fen­han­dels­be­wil­li­gung er­hält ei­ne Per­son:
für die kein Hin­de­rungs­grund nach Ar­ti­kel 8 Ab­satz 2 be­steht;
die im Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen ist;
die sich in ei­ner Prü­fung über aus­rei­chen­de Kennt­nis­se der Waf­fen- und der Mu­ni­ti­ons­ar­ten so­wie der ge­setz­li­chen Be­stim­mun­gen aus­ge­wie­sen hat;
die über be­son­de­re Ge­schäfts­räu­me ver­fügt, in de­nen Waf­fen, we­sent­li­che und be­son­ders kon­stru­ier­te Waf­fen­be­stand­tei­le, Waf­fen­zu­be­hör, Mu­ni­ti­on und Mu­ni­ti­ons­be­stand­tei­le si­cher auf­be­wahrt wer­den kön­nen;
die Ge­währ für ei­ne ord­nungs­ge­mäs­se Füh­rung der Ge­schäf­te bie­tet.
3Ju­ris­ti­sche Per­so­nen ha­ben ein Mit­glied der Ge­schäfts­lei­tung zu be­zeich­nen, das in ih­rem Un­ter­neh­men für al­le Be­lan­ge nach die­sem Ge­setz ver­ant­wort­lich ist.
4Das Eid­ge­nös­si­sche Jus­tiz- und Po­li­zei­de­par­te­ment er­lässt das Prü­fungs­re­gle­ment und legt die Min­dest­an­for­de­run­gen für Ge­schäfts­räu­me fest.
5Die Waf­fen­han­dels­be­wil­li­gung wird von der zu­stän­di­gen Be­hör­de des Kan­tons er­teilt, in dem sich die ge­schäft­li­che Nie­der­las­sung des Ge­such­stel­lers oder der Ge­such­stel­le­rin be­fin­det. Aus­ser­kan­to­na­le Fi­lia­len be­nö­ti­gen ei­ne ei­ge­ne Waf­fen­han­dels­be­wil­li­gung.
6Der Bun­des­rat re­gelt die Vor­aus­set­zun­gen für die Teil­nah­me von In­ha­bern und In­ha­be­rin­nen aus­län­di­scher Waf­fen­han­dels­be­wil­li­gun­gen an öf­fent­li­chen Waf­fen­bör­sen.
7Fin­det ei­ne Über­tra­gung zwi­schen Per­so­nen statt, die ei­ne Waf­fen­han­dels­be­wil­li­gung ha­ben, so muss die über­tra­gen­de Per­son der zu­stän­di­gen Be­hör­de ih­res Wohn­sitz­kan­tons die Über­tra­gung in­ner­halb von 30 Ta­gen nach Ver­trags­ab­schluss mel­den, ins­be­son­de­re die Art und die Zahl der über­tra­ge­nen Ge­gen­stän­de.
Art. 18 Gewerbsmässiges Herstellen, Reparieren und Umbauen
Ei­ne Waf­fen­han­dels­be­wil­li­gung be­nö­tigt, wer ge­werbs­mäs­sig:
Waf­fen, we­sent­li­che oder be­son­ders kon­stru­ier­te Waf­fen­be­stand­tei­le, Waf­fen­zu­be­hör, Mu­ni­ti­on oder Mu­ni­ti­ons­be­stand­tei­le her­stellt;
Waf­fen an Tei­len ab­än­dert, die für de­ren Funk­ti­on oder Wir­kung we­sent­lich sind; oder
Feu­er­waf­fen, de­ren we­sent­li­che oder be­son­ders kon­stru­ier­te Waf­fen­be­stand­tei­le, Waf­fen­zu­be­hör, Mu­ni­ti­on oder Mu­ni­ti­ons­be­stand­tei­le re­pa­riert oder um­baut.
1 Fas­sung ge­mä­ss Art. 2 des BB vom 11. Dez. 2009 über die Ge­neh­mi­gung und die Um­set­zung des No­ten­aus­tauschs zwi­schen der Schweiz und der EG be­tref­fend die Über­nah­me der Richt­li­nie 2008/51/EG zur Än­de­rung der Waf­fen­richt­li­nie, in Kraft seit 28. Ju­li 2010 (AS 2010 2899; BBl 2009 3649).
Art. 18a Markierung von Feuerwaffen
1Die Her­stel­ler und Her­stel­le­rin­nen von Feu­er­waf­fen so­wie von de­ren we­sent­li­chen Be­stand­tei­len oder von de­ren Zu­be­hör müs­sen die­se Ge­gen­stän­de zum Zweck der Iden­ti­fi­zie­rung und der Rück­ver­folg­bar­keit ein­zeln und un­ter­schied­lich mar­kie­ren. Bei zu­sam­men­ge­bau­ten Feu­er­waf­fen ge­nügt die Mar­kie­rung ei­nes we­sent­li­chen Be­stand­teils.2
2Feu­er­waf­fen und de­ren we­sent­li­che Be­stand­tei­le und de­ren Zu­be­hör, die in das schwei­ze­ri­sche Staats­ge­biet ver­bracht wer­den, müs­sen ein­zeln und un­ter­schied­lich mar­kiert sein.
3Die Mar­kie­rung muss so an­ge­bracht wer­den, dass sie oh­ne me­cha­ni­schen Auf­wand we­der ent­fernt noch ab­ge­än­dert wer­den kann.
4Der Bun­des­rat kann be­stim­men, dass un­mar­kier­te Feu­er­waf­fen für höchs­tens ein Jahr in das schwei­ze­ri­sche Staats­ge­biet ver­bracht wer­den dür­fen.
2 Fas­sung ge­mä­ss Art. 2 des BB vom 11. Dez. 2009 über die Ge­neh­mi­gung und die Um­set­zung des No­ten­aus­tauschs zwi­schen der Schweiz und der EG be­tref­fend die Über­nah­me der Richt­li­nie 2008/51/EG zur Än­de­rung der Waf­fen­richt­li­nie, in Kraft seit 28. Ju­li 2010 (AS 2010 2899; BBl 2009 3649).
Art. 18b Markierung von Munition
1Die Her­stel­ler und Her­stel­le­rin­nen von Mu­ni­ti­on müs­sen die kleins­te Ver­pa­ckungs­ein­heit von Mu­ni­ti­on zum Zweck der Iden­ti­fi­zie­rung und der Rück­ver­folg­bar­keit ein­zeln mar­kie­ren.
2Die kleins­ten Ver­pa­ckungs­ein­hei­ten von Mu­ni­ti­on, die in das schwei­ze­ri­sche Staats­ge­biet ver­bracht wird, müs­sen ein­zeln mar­kiert sein.
1 Ein­ge­fügt durch Art. 2 des BB vom 11. Dez. 2009 über die Ge­neh­mi­gung und die Um­set­zung des No­ten­aus­tauschs zwi­schen der Schweiz und der EG be­tref­fend die Über­nah­me der Richt­li­nie 2008/51/EG zur Än­de­rung der Waf­fen­richt­li­nie, in Kraft seit 28. Ju­li 2010 (AS 2010 2899; BBl 2009 3649).
Art. 19 Nichtgewerbsmässiges Herstellen und Umbauen
1Die nicht­ge­werbs­mäs­si­ge Her­stel­lung von Waf­fen, we­sent­li­chen oder be­son­ders kon­stru­ier­ten Waf­fen­be­stand­tei­len, Waf­fen­zu­be­hör, Mu­ni­ti­on und Mu­ni­ti­ons­be­stand­tei­len so­wie der nicht­ge­werbs­mäs­si­ge Um­bau von Waf­fen zu sol­chen nach Ar­ti­kel 5 Ab­satz 1 sind ver­bo­ten.3
2Die Kan­to­ne kön­nen Aus­nah­men be­wil­li­gen. Der Bun­des­rat um­schreibt die Vor­aus­set­zun­gen nä­her.
3Das Wie­der­la­den von Mu­ni­ti­on für den Ei­gen­be­darf ist ge­stat­tet.
3 Fas­sung ge­mä­ss Art. 2 des BB vom 11. Dez. 2009 über die Ge­neh­mi­gung und die Um­set­zung des No­ten­aus­tauschs zwi­schen der Schweiz und der EG be­tref­fend die Über­nah­me der Richt­li­nie 2008/51/EG zur Än­de­rung der Waf­fen­richt­li­nie, in Kraft seit 28. Ju­li 2010 (AS 2010 2899; BBl 2009 3649).
Art. 20 Verbotene Abänderungen
1Der Um­bau von halb­au­to­ma­ti­schen Feu­er­waf­fen zu Se­rie­feu­er­waf­fen, das Ab­än­dern oder Ent­fer­nen von Waf­fen­num­mern so­wie das Ver­kür­zen von Hand­feu­er­waf­fen sind ver­bo­ten.
Art. 21 Buchführung
1Die In­ha­ber und In­ha­be­rin­nen von Waf­fen­han­dels­be­wil­li­gun­gen sind ver­pflich­tet, über Her­stel­lung, Um­bau, Be­schaf­fung, Ver­kauf oder sons­ti­gen Ver­trieb von Waf­fen, we­sent­li­chen oder be­son­ders kon­stru­ier­ten Waf­fen­be­stand­tei­len, Waf­fen­zu­be­hör, Mu­ni­ti­on und Schiess­pul­ver so­wie über Re­pa­ra­tu­ren zur Wie­der­her­stel­lung der Schies­staug­lich­keit von Feu­er­waf­fen Buch zu füh­ren.
2Die Bü­cher so­wie die Ko­pi­en der Waf­fen­er­werbs­schei­ne und der Aus­nah­me­be­wil­li­gun­gen (Un­ter­la­gen) sind wäh­rend zehn Jah­ren auf­zu­be­wah­ren.
3Die Un­ter­la­gen sind der für die Füh­rung des In­for­ma­ti­ons­sys­tems (Art. 32a Abs. 2) zu­stän­di­gen kan­to­na­len Be­hör­de zu über­ge­ben:
nach Ab­lauf der Auf­be­wah­rungs­frist;
nach Auf­ga­be des Ge­wer­bes; oder
nach Wi­der­ruf oder Ent­zug der Waf­fen­han­dels­be­wil­li­gung.
4Die zu­stän­di­ge Be­hör­de be­wahrt die Un­ter­la­gen wäh­rend 20 Jah­ren auf und ge­währt den Straf­ver­fol­gungs- und Jus­tiz­be­hör­den der Kan­to­ne und des Bun­des zur Er­fül­lung der ge­setz­li­chen Auf­ga­ben auf An­trag Ein­sicht.
Die In­ha­ber oder In­ha­be­rin­nen von Waf­fen­han­dels­be­wil­li­gun­gen und de­ren Per­so­nal sind ver­pflich­tet, den Kon­troll­be­hör­den al­le Aus­künf­te zu er­tei­len, die für ei­ne sach­ge­mäs­se Kon­trol­le er­for­der­lich sind.
5. Kapitel: Auslandsgeschäfte
Art. 22a Aus- und Durchfuhr, Vermittlung und Handel
1Die Aus- und die Durch­fuhr, die Ver­mitt­lung an Emp­fän­ger und Emp­fän­ge­rin­nen im Aus­land und der Han­del im Aus­land von schwei­ze­ri­schem Ter­ri­to­ri­um aus mit Waf­fen, Waf­fen­be­stand­tei­len, Waf­fen­zu­be­hör, Mu­ni­ti­on oder Mu­ni­ti­ons­be­stand­tei­len rich­ten sich:
nach der Kriegs­ma­te­ri­al­ge­setz­ge­bung, wenn das Gut auch von die­ser er­fasst ist;
nach der Gü­ter­kon­troll­ge­setz­ge­bung, wenn das Gut nicht auch von der Kriegs­ma­te­ri­al­ge­setz­ge­bung er­fasst ist.
2Die Ar­ti­kel 22b, 23, 25a und 25b blei­ben vor­be­hal­ten.2
1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I 1 des BG vom 22. Ju­ni 2001 über die Straf­fung der Bun­des­ge­setz­ge­bung über Waf­fen, Kriegs­ma­te­ri­al, Spreng­stoff so­wie zi­vil und mi­li­tä­risch ver­wend­ba­re Gü­ter, in Kraft seit 1. März 2002 (AS 2002 248; BBl 2000 3369).
Art. 22b Begleitschein
1Wer Feu­er­waf­fen, de­ren we­sent­li­che Be­stand­tei­le oder Mu­ni­ti­on in einen Schen­gen-Staat aus­füh­ren will, be­nö­tigt einen Be­gleit­schein der Zen­tral­stel­le.
2Kei­nen Be­gleit­schein be­nö­tigt, wer ge­werbs­mäs­sig Feu­er­waf­fen, de­ren we­sent­li­che Be­stand­tei­le oder Mu­ni­ti­on, die auch von der Kriegs­ma­te­ri­al­ge­setz­ge­bung er­fasst sind, in einen Schen­gen-Staat aus­füh­ren will.
3Ist der En­d­emp­fän­ger nach dem Recht des Be­stim­mungs­lan­des nicht zum Be­sitz der Feu­er­waf­fen, der we­sent­li­chen Be­stand­tei­le oder der Mu­ni­ti­on be­rech­tigt, so wird kein Be­gleit­schein aus­ge­stellt.
4Der Be­gleit­schein ent­hält al­le not­wen­di­gen An­ga­ben über die Be­för­de­rung der Feu­er­waf­fen, der we­sent­li­chen Be­stand­tei­le oder der Mu­ni­ti­on, die aus­ge­führt wer­den sol­len, so­wie die zur Iden­ti­fi­ka­ti­on der be­tei­lig­ten Per­so­nen er­for­der­li­chen Da­ten. Er muss die­se Ge­gen­stän­de bis zum Be­stim­mungs­ort be­glei­ten.
5Die Zen­tral­stel­le über­mit­telt den zu­stän­di­gen Be­hör­den der von der Aus­fuhr der Feu­er­waf­fen, der we­sent­li­chen Be­stand­tei­le oder der Mu­ni­ti­on be­trof­fe­nen Staa­ten die ihr vor­lie­gen­den In­for­ma­tio­nen.
1 Ein­ge­fügt durch Art. 3 Ziff. 6 des BB vom 17. Dez. 2004 über die Ge­neh­mi­gung und die Um­set­zung der bi­la­te­ra­len Ab­kom­men zwi­schen der Schweiz und der EU über die As­so­zi­ie­rung an Schen­gen und Du­blin (AS 2008 447; BBl 2004 5965). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 11. Dez. 2009 (An­pas­sung der Um­set­zung des Schen­gen-Be­sitz­stands), in Kraft seit 28. Ju­li 2010 (AS 2010 2823; BBl 2009 3649).
Art. 22c Kontrolle durch die Eidgenössische Zollverwaltung
Die Eid­ge­nös­si­sche Zoll­ver­wal­tung über­prüft stich­pro­ben­wei­se, ob die An­ga­ben im Be­gleit­schein mit den aus­zu­füh­ren­den Feu­er­waf­fen, de­ren we­sent­li­chen Be­stand­tei­len oder der Mu­ni­ti­on über­ein­stim­men.
Art. 23 Anmeldepflicht
1Waf­fen, we­sent­li­che und be­son­ders kon­stru­ier­te Waf­fen­be­stand­tei­le, Waf­fen­zu­be­hör, Mu­ni­ti­on und Mu­ni­ti­ons­be­stand­tei­le sind beim Ver­brin­gen in das schwei­ze­ri- sche Staats­ge­biet nach den Be­stim­mun­gen des Zoll­ge­set­zes vom 18. März 20052 an­zu­mel­den.3
2Der Bun­des­rat be­stimmt die Aus­nah­men.
1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 6 des Zoll­ge­set­zes vom 18. März 2005, in Kraft seit 1. Mai 2007 (AS 2007 1411; BBl 2004 567).
Art. 24 Gewerbsmässiges Verbringen in das schweizerische Staatsgebiet
1Wer ge­werbs­mäs­sig Waf­fen, we­sent­li­che Waf­fen­be­stand­tei­le, Mu­ni­ti­on oder Mu­ni­ti­ons­be­stand­tei­le in das schwei­ze­ri­sche Staats­ge­biet ver­brin­gen will, be­nö­tigt zu­sätz­lich zur Waf­fen­han­dels­be­wil­li­gung ei­ne Be­wil­li­gung nach Ar­ti­kel 24a, 24b oder 24c.
2Der Bun­des­rat kann für das ge­werbs­mäs­si­ge Ver­brin­gen von Mes­sern in das schwei­ze­ri­sche Staats­ge­biet Aus­nah­men von der Be­wil­li­gungs­pflicht vor­se­hen.
3Die Zen­tral­stel­le er­teilt die Be­wil­li­gung und be­fris­tet sie.
4Die Zen­tral­stel­le in­for­miert die zu­stän­di­ge kan­to­na­le Be­hör­de am Ge­schäfts­sitz des Be­wil­li­gungs­in­ha­bers über ge­werbs­mäs­sig in das schwei­ze­ri­sche Staats­ge­biet ver­brach­te Waf­fen, we­sent­li­che und be­son­ders kon­stru­ier­te Waf­fen­be­stand­tei­le, Mu­ni­ti­on und Mu­ni­ti­ons­be­stand­tei­le.
Art. 24a Einzelbewilligung
1Wer ge­werbs­mäs­sig ei­ne ein­zel­ne Lie­fe­rung ge­nau be­zeich­ne­ter Waf­fen, we­sent­li­cher Waf­fen­be­stand­tei­le oder von Mu­ni­ti­on oder Mu­ni­ti­ons­be­stand­tei­len in das schwei­ze­ri­sche Staats­ge­biet ver­brin­gen will, be­nö­tigt ei­ne Ein­zel­be­wil­li­gung.
2Wer ei­ne Ein­zel­be­wil­li­gung be­sitzt und wäh­rend ei­nes Jah­res im Zu­sam­men­hang mit dem Ver­brin­gen in das schwei­ze­ri­sche Staats­ge­biet zu kei­ner­lei Be­an­stan­dun­gen An­lass ge­ge­ben hat, kann de­ren Um­wand­lung in ei­ne Ge­ne­ral­be­wil­li­gung nach Ar­ti­kel 24b oder 24c be­an­tra­gen.
Art. 24b Generalbewilligung für Nichtfeuerwaffen
Wer ge­werbs­mäs­sig und re­gel­mäs­sig Nicht­feu­er­waf­fen oder Mu­ni­ti­on und Mu­ni­ti­ons­be­stand­tei­le in das schwei­ze­ri­sche Staats­ge­biet ver­brin­gen will, be­nö­tigt ei­ne Ge­ne­ral­be­wil­li­gung für Nicht­feu­er­waf­fen.
Art. 24c Generalbewilligung für Waffen, Waffenbestandteile und Munition
Wer ge­werbs­mäs­sig und re­gel­mäs­sig Waf­fen, we­sent­li­che Waf­fen­be­stand­tei­le, Mu­ni­ti­on oder Mu­ni­ti­ons­be­stand­tei­le in das schwei­ze­ri­sche Staats­ge­biet ver­brin­gen will, be­nö­tigt ei­ne Ge­ne­ral­be­wil­li­gung für Waf­fen, Waf­fen­be­stand­tei­le und Mu­ni­ti­on.
Art. 25 Nichtgewerbsmässiges Verbringen in das schweizerische Staatsgebiet
1Wer Waf­fen, we­sent­li­che Waf­fen­be­stand­tei­le, Mu­ni­ti­on oder Mu­ni­ti­ons­be­stand­tei­le nicht­ge­werbs­mäs­sig in das schwei­ze­ri­sche Staats­ge­biet ver­brin­gen will, be­nö­tigt ei­ne Be­wil­li­gung. Die­se wird er­teilt, wenn die an­trag­stel­len­de Per­son zum Er­werb des be­tref­fen­den Ge­gen­stan­des be­rech­tigt ist.
2Die Zen­tral­stel­le er­teilt die be­fris­te­te Be­wil­li­gung. Die Be­wil­li­gung be­rech­tigt zum gleich­zei­ti­gen Ver­brin­gen von höchs­tens drei Waf­fen oder we­sent­li­chen Waf­fen­be­stand­tei­len in das schwei­ze­ri­sche Staats­ge­biet.2
2bisDer Bun­des­rat legt fest, in wel­cher Form und mit wel­chen Bei­la­gen das Be­wil­li­gungs­ge­such ein­zu­rei­chen ist; er be­stimmt die Gül­tig­keits­dau­er der Be­wil­li­gung.3
3Er kann für die vor­über­ge­hen­de Ver­brin­gung von Nicht­feu­er­waf­fen in das schwei­ze­ri­sche Staats­ge­biet Aus­nah­men von der Be­wil­li­gungs­pflicht vor­se­hen.4
4Die Zen­tral­stel­le in­for­miert die zu­stän­di­ge kan­to­na­le Be­hör­de am Wohn­sitz des Be­wil­li­gungs­in­ha­bers über nicht­ge­werbs­mäs­sig in das schwei­ze­ri­sche Staats­ge­biet ver­brach­te Waf­fen, we­sent­li­che und be­son­ders kon­stru­ier­te Waf­fen­be­stand­tei­le, Mu­ni­ti­on und Mu­ni­ti­ons­be­stand­tei­le.
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 11. Dez. 2009 (An­pas­sung der Um­set­zung des Schen­gen-Be­sitz­stands), in Kraft seit 28. Ju­li 2010 (AS 2010 2823; BBl 2009 3649).
3 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 11. Dez. 2009 (An­pas­sung der Um­set­zung des Schen­gen-Be­sitz­stands), in Kraft seit 28. Ju­li 2010 (AS 2010 2823; BBl 2009 3649).
4 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 11. Dez. 2009 (An­pas­sung der Um­set­zung des Schen­gen-Be­sitz­stands), in Kraft seit 28. Ju­li 2010 (AS 2010 2823; BBl 2009 3649).
Art. 25a Vorübergehendes Verbringen von Feuerwaffen im Reiseverkehr
1Wer im Rei­se­ver­kehr Feu­er­waf­fen und die da­zu­ge­hö­ri­ge Mu­ni­ti­on vor­über­ge­hend in das schwei­ze­ri­sche Staats­ge­biet ver­brin­gen will, be­nö­tigt ei­ne Be­wil­li­gung nach Ar­ti­kel 25. Die­se kann für höchs­tens ein Jahr so­wie für ei­ne oder meh­re­re Rei­sen er­teilt wer­den. Sie kann je­weils um höchs­tens ein Jahr ver­län­gert wer­den.3
2Für Waf­fen, die aus ei­nem Schen­gen-Staat mit­ge­führt wer­den, wird die Be­wil­li­gung nur er­teilt, wenn sie im Eu­ro­päi­schen Feu­er­waf­fen­pass auf­ge­führt sind.4 Die Be­wil­li­gung ist im Eu­ro­päi­schen Feu­er­waf­fen­pass ein­zu­tra­gen.
3Der Bun­des­rat kann Aus­nah­men von der Be­wil­li­gungs­pflicht vor­se­hen für:
Jä­ger und Sport­schüt­zen;
Aus­län­di­sche Mit­glie­der des Per­so­nals der di­plo­ma­ti­schen Missio­nen, der stän­di­gen Missio­nen bei den in­ter­na­tio­na­len Or­ga­ni­sa­tio­nen, der Kon­su­la­ri­schen Pos­ten und der Son­der­mis­sio­nen;
Mit­glie­der aus­län­di­scher Streit­kräf­te im Rah­men in­ter­na­tio­na­ler Ein­sät­ze oder Aus­bil­dun­gen;
Staat­lich be­auf­trag­te Si­cher­heits­be­glei­ter im Rah­men of­fi­zi­el­ler, an­ge­mel­de­ter Be­su­che;
Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter aus­län­di­scher Grenz­schutz­be­hör­den, die zu­sam­men mit Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern schwei­ze­ri­scher Grenz­schutz­be­hör­den bei ope­ra­ti­ven Ein­sät­zen an den Aus­sen­gren­zen des Schen­gen-Raums in der Schweiz mit­wir­ken;
Mit­glie­der aus­län­di­scher Po­li­zei­be­hör­den im Rah­men in­ter­na­tio­na­ler Ein­sät­ze oder Aus­bil­dun­gen.7
4Der Eu­ro­päi­sche Feu­er­waf­fen­pass ist wäh­rend des Auf­ent­halts in der Schweiz je­der­zeit mit­zu­füh­ren und den Be­hör­den auf Ver­lan­gen vor­zu­wei­sen.
5 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 23. Dez. 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2012 4551 6775; BBl 2011 4555).
6 Ein­ge­fügt durch Ziff. I 5 des BG vom 25. Sept. 2015 über Ver­bes­se­run­gen beim In­for­ma­ti­ons­aus­tausch zwi­schen Be­hör­den im Um­gang mit Waf­fen, in Kraft seit 1. Ju­li 2016 (AS 2016 1831; BBl 2014 303).
Art. 25b Vorübergehende Ausfuhr von Feuerwaffen im Reiseverkehr
1Wer im Rei­se­ver­kehr Feu­er­waf­fen und die da­zu­ge­hö­ri­ge Mu­ni­ti­on vor­über­ge­hend in einen Schen­gen-Staat aus­füh­ren will, muss bei der zu­stän­di­gen Be­hör­de des Wohn­sitz­kan­tons einen Eu­ro­päi­schen Feu­er­waf­fen­pass be­an­tra­gen.2
2Der Eu­ro­päi­sche Feu­er­waf­fen­pass wird für Waf­fen aus­ge­stellt, an de­nen der An­trag­stel­ler oder die An­trag­stel­le­rin sei­ne oder ih­re Be­rech­ti­gung glaub­haft ma­chen kann. Er ist höchs­tens fünf Jah­re gül­tig und kann je­weils um zwei Jah­re ver­län­gert wer­den.
1Waf­fen, we­sent­li­che Waf­fen­be­stand­tei­le, Waf­fen­zu­be­hör, Mu­ni­ti­on und Mu­ni­ti­ons­be­stand­tei­le sind sorg­fäl­tig auf­zu­be­wah­ren und vor dem Zu­griff un­be­rech­tig­ter Drit­ter zu schüt­zen.
2Je­der Ver­lust ei­ner Waf­fe ist so­fort der Po­li­zei zu mel­den.
1Wer ei­ne Waf­fe an öf­fent­lich zu­gäng­li­chen Or­ten tra­gen oder sie trans­por­tie­ren will, be­nö­tigt ei­ne Waf­fen­trag­be­wil­li­gung. Die­se ist mit­zu­füh­ren und auf Ver­lan­gen den Po­li­zei- oder den Zoll­or­ga­nen vor­zu­wei­sen. Vor­be­hal­ten ist Ar­ti­kel 28 Ab­satz 1.
2Ei­ne Waf­fen­trag­be­wil­li­gung er­hält ei­ne Per­son, wenn:
für sie kein Hin­de­rungs­grund nach Ar­ti­kel 8 Ab­satz 2 be­steht;
sie glaub­haft macht, dass sie ei­ne Waf­fe be­nö­tigt, um sich selbst oder an­de­re Per­so­nen oder Sa­chen vor ei­ner tat­säch­li­chen Ge­fähr­dung zu schüt­zen;
sie ei­ne Prü­fung über die Hand­ha­bung von Waf­fen und über die Kennt­nis der recht­li­chen Vor­aus­set­zun­gen des Waf­fen­ge­brauchs be­stan­den hat; das Eid­ge­nös­si­sche Jus­tiz- und Po­li­zei­de­par­te­ment er­lässt ein Prü­fungs­re­gle­ment.
3Die Be­wil­li­gung wird von der zu­stän­di­gen Be­hör­de des Wohn­sitz­kan­tons für ei­ne be­stimm­te Waf­fen­art und für längs­tens fünf Jah­re er­teilt. Sie gilt für die ge­sam­te Schweiz und kann mit Auf­la­gen ver­bun­den wer­den. Per­so­nen mit Wohn­sitz im Aus­land er­hal­ten sie von der zu­stän­di­gen Be­hör­de des Ein­rei­se­kan­tons.
4Kei­ne Be­wil­li­gung brau­chen:
In­ha­ber und In­ha­be­rin­nen ei­ner Jagd­be­wil­li­gung, Jagd­auf­se­her und Jagd­auf­se­he­rin­nen, Wild­hü­ter und Wild­hü­te­rin­nen für das Tra­gen von Waf­fen in Aus­übung ih­rer Tä­tig­keit;
Teil­neh­mer und Teil­neh­me­rin­nen an Ver­an­stal­tun­gen, bei de­nen in Be­zug auf his­to­ri­sche Er­eig­nis­se Waf­fen ge­tra­gen wer­den;
Teil­neh­mer und Teil­neh­me­rin­nen an Schiess­ver­an­stal­tun­gen mit Soft-Air- Waf­fen auf ei­nem ab­ge­si­cher­ten Ge­län­de für das Tra­gen sol­cher Waf­fen;
aus­län­di­sche Si­cher­heits­be­auf­trag­te Luft­ver­kehr auf dem Ge­biet der schwei­ze­ri­schen Flug­hä­fen, so­fern die für die Si­cher­heit im Flug­ver­kehr zu­stän­di­ge aus­län­di­sche Be­hör­de über ei­ne Rah­men­be­wil­li­gung nach Ar­ti­kel 27a ver­fügt;
Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter aus­län­di­scher Grenz­schutz­be­hör­den, die zu­sam­men mit Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern schwei­ze­ri­scher Grenz­schutz­be­hör­den bei ope­ra­ti­ven Ein­sät­zen an den Aus­sen­gren­zen des Schen­gen-Raums in der Schweiz mit­wir­ken.
5Der Bun­des­rat re­gelt die Er­tei­lung von Trag­be­wil­li­gun­gen im Ein­zel­nen, ins­be­son­de­re die Er­tei­lung an aus­län­di­sche Mit­glie­der des Per­so­nals der di­plo­ma­ti­schen Missio­nen, der stän­di­gen Missio­nen bei den in­ter­na­tio­na­len Or­ga­ni­sa­tio­nen, der kon­su­la­ri­schen Pos­ten und der Son­der­mis­sio­nen.
2 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 23. Dez. 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2012 4551 6775; BBl 2011 4555).
Art. 27a Rahmenbewilligung auf dem Gebiet der schweizerischen Flughäfen
1Zur Aus­übung von Si­cher­heits­funk­tio­nen auf dem Ge­biet der schwei­ze­ri­schen Flug­hä­fen kann ei­ne Rah­men­be­wil­li­gung an aus­län­di­sche Flug­ge­sell­schaf­ten er­teilt wer­den.
2Zur Ab­wehr von straf­ba­ren Hand­lun­gen und zum Schutz der Flug­gäs­te an Bord von Luft­fahr­zeu­gen kann ei­ne Rah­men­be­wil­li­gung an die für die Si­cher­heit im Flug­ver­kehr zu­stän­di­ge aus­län­di­sche Be­hör­de er­teilt wer­den.
3Ei­ne Rah­men­be­wil­li­gung kann nur er­teilt wer­den, wenn die zu­stän­di­ge aus­län­di­sche Be­hör­de oder die aus­län­di­sche Flug­ge­sell­schaft für je­de Per­son, die ei­ne Funk­ti­on nach den Ab­sät­zen 1 und 2 aus­übt, ga­ran­tiert, dass die Per­son:
nach dem Recht des be­trof­fe­nen aus­län­di­schen Staa­tes be­rech­tigt ist, ei­ne Waf­fe zu tra­gen und;
an­ge­mes­sen aus­ge­bil­det ist.
4Die Rah­men­be­wil­li­gung re­gelt die Ein­satzor­te, die Art der Waf­fen, die Zu­sam­men­ar­beit mit den lo­ka­len Be­hör­den und den Um­fang der Si­cher­heits­funk­tio­nen.
Art. 28 Transport von Waffen
1Kei­ne Waf­fen­trag­be­wil­li­gung ist er­for­der­lich für den Trans­port von Waf­fen, ins­be­son­de­re:
von und zu Kur­sen, Übun­gen und Ver­an­stal­tun­gen von Schiess-, Jagd- oder Soft-Air-Waf­fen-Ver­ei­nen so­wie von mi­li­tä­ri­schen Ver­ei­ni­gun­gen oder Ver­bän­den;
von und zu ei­nem Zeug­haus;
von und zu ei­nem In­ha­ber oder ei­ner In­ha­be­rin ei­ner Waf­fen­han­dels­be­wil­li­gung;
bei ei­nem Wohn­sitz­wech­sel.
2Beim Trans­port von Feu­er­waf­fen müs­sen Waf­fe und Mu­ni­ti­on ge­trennt sein.
Art. 28a Missbräuchliches Tragen gefährlicher Gegenstände
Das Tra­gen ge­fähr­li­cher Ge­gen­stän­de an öf­fent­lich zu­gäng­li­chen Or­ten und das Mit­füh­ren sol­cher Ge­gen­stän­de in Fahr­zeu­gen ist ver­bo­ten, wenn:
nicht glaub­haft ge­macht wer­den kann, dass dies durch die be­stim­mungs­ge­mäs­se Ver­wen­dung oder War­tung der Ge­gen­stän­de ge­recht­fer­tigt ist; und
der Ein­druck er­weckt wird, dass die Ge­gen­stän­de miss­bräuch­lich ein­ge­setzt wer­den sol­len, ins­be­son­de­re um da­mit Per­so­nen ein­zu­schüch­tern, zu be­dro­hen oder zu ver­let­zen.
7. Kapitel: Ausnahmebewilligungen, Kontrolle, administrative Sanktionen und Gebühren
Die Aus­nah­me­be­wil­li­gun­gen nach die­sem Ge­setz kön­nen nur er­teilt wer­den, wenn:
ach­tens­wer­te Grün­de vor­lie­gen, ins­be­son­de­re:
be­ruf­li­che Er­for­der­nis­se,
die Ver­wen­dung zu in­dus­tri­el­len Zwe­cken,
die Kom­pen­sa­ti­on kör­per­li­cher Be­hin­de­run­gen,
Samm­ler­tä­tig­keit;
kei­ne Hin­de­rungs­grün­de nach Ar­ti­kel 8 Ab­satz 2 vor­lie­gen; und
die vom Ge­setz vor­ge­se­he­nen be­son­de­ren Vor­aus­set­zun­gen er­füllt sind.
1Die kan­to­na­len Voll­zugs­or­ga­ne sind be­fugt, in An­we­sen­heit der Per­son, die über ei­ne Be­wil­li­gung nach die­sem Ge­setz ver­fügt, oder ih­rer Stell­ver­tre­tung:
die Ein­hal­tung von Be­din­gun­gen und Auf­la­gen zu kon­trol­lie­ren, die mit der Be­wil­li­gung ver­knüpft sind;
wäh­rend der üb­li­chen Ar­beits­zeit die Ge­schäfts­räu­me des In­ha­bers oder der In­ha­be­rin ei­ner Waf­fen­han­dels­be­wil­li­gung oh­ne Vor­an­mel­dung zu be­sich­ti­gen und die ein­schlä­gi­gen Ak­ten ein­zu­se­hen.
2Sie stel­len be­las­ten­des Ma­te­ri­al si­cher.
3Die Kon­trol­le und Ein­sicht­nah­me nach Ab­satz 1 ist bei In­ha­bern und In­ha­be­rin­nen ei­ner Waf­fen­han­dels­be­wil­li­gung re­gel­mäs­sig zu wie­der­ho­len.
1Die zu­stän­di­ge Be­hör­de ent­zieht ei­ne Be­wil­li­gung, wenn:
die Vor­aus­set­zun­gen für de­ren Er­tei­lung nicht mehr er­füllt sind;
die mit der Be­wil­li­gung ver­knüpf­ten Auf­la­gen nicht mehr ein­ge­hal­ten wer­den.
1 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 22. Ju­ni 2007, mit Wir­kung seit 12. Dez. 2008 (AS 2008 5499 5405 Art. 2 Bst. d; BBl 2006 2713).
Art. 30a Meldung verweigerter und entzogener Bewilligungen
1Die Be­hör­de, die ei­ne Be­wil­li­gung ver­wei­gert, mel­det die Ver­wei­ge­rung un­ter An­ga­be der Grün­de der Zen­tral­stel­le.
2Die Be­hör­de, die ei­ne Be­wil­li­gung ent­zieht, mel­det den Ent­zug der Be­hör­de, wel­che die Be­wil­li­gung er­teilt hat, und der Zen­tral­stel­le.
Art. 30b Melderecht
Die zur Wah­rung ei­nes Amts- oder Be­rufs­ge­heim­nis­ses ver­pflich­te­ten Per­so­nen sind be­rech­tigt, den zu­stän­di­gen kan­to­na­len und eid­ge­nös­si­schen Po­li­zei- und Jus­tiz­be­hör­den Per­so­nen zu mel­den, die:
durch die Ver­wen­dung von Waf­fen sich sel­ber oder Drit­te ge­fähr­den;
mit der Ver­wen­dung von Waf­fen ge­gen sich sel­ber oder Drit­te dro­hen.
1Die zu­stän­di­ge Be­hör­de be­schlag­nahmt:
Waf­fen, die von Per­so­nen oh­ne Be­rech­ti­gung ge­tra­gen wer­den;
Waf­fen, we­sent­li­che und be­son­ders kon­stru­ier­te Waf­fen­be­stand­tei­le, Waf­fen­zu­be­hör, Mu­ni­ti­on und Mu­ni­ti­ons­be­stand­tei­le aus dem Be­sitz von Per­so­nen, für die ein Hin­de­rungs­grund nach Ar­ti­kel 8 Ab­satz 2 be­steht oder die zum Er­werb oder Be­sitz nicht be­rech­tigt sind;
ge­fähr­li­che Ge­gen­stän­de, die miss­bräuch­lich ge­tra­gen wer­den;
Feu­er­waf­fen, de­ren we­sent­li­che Be­stand­tei­le oder de­ren Zu­be­hör, die nicht nach Ar­ti­kel 18a mar­kiert sind;
kleins­te Ver­pa­ckungs­ein­hei­ten von Mu­ni­ti­on, die nicht nach Ar­ti­kel 18b mar­kiert sind.
2Be­schlag­nahmt sie Waf­fen, we­sent­li­che oder be­son­ders kon­stru­ier­te Waf­fen­be­stand­tei­le, Waf­fen­zu­be­hör, Mu­ni­ti­on oder Mu­ni­ti­ons­be­stand­tei­le oder ge­fähr­li­che Ge­gen­stän­de aus dem Be­sitz ei­ner Per­son, die nicht ei­gen­tums­be­rech­tigt ist, so gibt sie die­se Ge­gen­stän­de der ei­gen­tums­be­rech­tig­ten Per­son zu­rück, wenn kein Hin­de­rungs­grund nach Ar­ti­kel 8 Ab­satz 2 be­steht.
3Sie zieht die be­schlag­nahm­ten Ge­gen­stän­de de­fi­ni­tiv ein, wenn:
die Ge­fahr miss­bräuch­li­cher Ver­wen­dung be­steht, ins­be­son­de­re weil mit sol­chen Ge­gen­stän­den Per­so­nen be­droht oder ver­letzt wur­den; oder
es sich um Ge­gen­stän­de nach Ab­satz 1 Buch­sta­be d oder e han­delt, die nach dem 28. Ju­li 2010 her­ge­stellt oder ins schwei­ze­ri­sche Staats­ge­biet ver­bracht wor­den sind.4
4Sie mel­det die de­fi­ni­ti­ve Ein­zie­hung von Waf­fen der Zen­tral­stel­le un­ter ge­nau­er Be­zeich­nung der Waf­fe.
5Der Bun­des­rat re­gelt das Ver­fah­ren für den Fall, dass die Rück­ga­be nicht mög­lich ist.
2 Ein­ge­fügt durch Art. 2 des BB vom 11. Dez. 2009 über die Ge­neh­mi­gung und die Um­set­zung des No­ten­aus­tauschs zwi­schen der Schweiz und der EG be­tref­fend die Über­nah­me der Richt­li­nie 2008/51/EG zur Än­de­rung der Waf­fen­richt­li­nie, in Kraft seit 28. Ju­li 2010 (AS 2010 2899; BBl 2009 3649).
3 Ein­ge­fügt durch Art. 2 des BB vom 11. Dez. 2009 über die Ge­neh­mi­gung und die Um­set­zung des No­ten­aus­tauschs zwi­schen der Schweiz und der EG be­tref­fend die Über­nah­me der Richt­li­nie 2008/51/EG zur Än­de­rung der Waf­fen­richt­li­nie, in Kraft seit 28. Ju­li 2010 (AS 2010 2899; BBl 2009 3649).
4 Fas­sung ge­mä­ss Art. 2 des BB vom 11. Dez. 2009 über die Ge­neh­mi­gung und die Um­set­zung des No­ten­aus­tauschs zwi­schen der Schweiz und der EG be­tref­fend die Über­nah­me der Richt­li­nie 2008/51/EG zur Än­de­rung der Waf­fen­richt­li­nie, in Kraft seit 28. Ju­li 2010 (AS 2010 2899; BBl 2009 3649).
Art. 31a Entgegennahme von Waffen durch die Kantone
Die Kan­to­ne sind ver­pflich­tet, Waf­fen, we­sent­li­che und be­son­ders kon­stru­ier­te Waf­fen­be­stand­tei­le, Waf­fen­zu­be­hör, Mu­ni­ti­on und Mu­ni­ti­ons­be­stand­tei­le ge­büh­ren­frei ent­ge­gen­zu­neh­men. Sie dür­fen In­ha­bern und In­ha­be­rin­nen ei­ner Waf­fen­han­dels­be­wil­li­gung für die Ent­ge­gen­nah­me ei­ne Ge­bühr auf­er­le­gen.
Art. 31b Meldestelle
1Die Kan­to­ne be­zeich­nen ei­ne Mel­de­stel­le. Sie kön­nen de­ren Auf­ga­ben an im Waf­fen­be­reich tä­ti­ge Or­ga­ni­sa­tio­nen von na­tio­na­ler Be­deu­tung über­tra­gen.
2Die Mel­de­stel­le nimmt die ihr nach den Ar­ti­keln 11 Ab­sät­ze 3 und 4, 32k und 42a über­tra­ge­nen Auf­ga­ben wahr. Sie er­teilt den Straf­ver­fol­gungs­be­hör­den der Kan­to­ne und des Bun­des auf An­fra­ge die er­for­der­li­chen Aus­künf­te.
Art. 31c Zentralstelle
1Der Bun­des­rat be­zeich­net ei­ne Zen­tral­stel­le zur Un­ter­stüt­zung der Voll­zugs­be­hör­den.
2Die Zen­tral­stel­le nimmt ne­ben ih­rem Auf­trag nach den Ar­ti­keln 9a Ab­satz 2, 22b, 24 Ab­sät­ze 3 und 4, 25 Ab­sät­ze 3 und 5, 31d, 32a, 32c und 32j Ab­satz 1 ins­be­son­de­re die fol­gen­den Auf­ga­ben wahr:
Sie berät die Voll­zugs­be­hör­den.
Sie ko­or­di­niert de­ren Tä­tig­kei­ten.
bbis.2 Sie be­ar­bei­tet Er­su­chen schwei­ze­ri­scher oder aus­län­di­scher Be­hör­den um Rück­ver­fol­gung von Feu­er­waf­fen, de­ren we­sent­li­chen Be­stand­tei­le oder de­ren Zu­be­hör so­wie von Mu­ni­ti­on und Mu­ni­ti­ons­be­stand­tei­len und über­mit­telt aus­län­di­schen Be­hör­den die ent­spre­chen­den Er­su­chen schwei­ze­ri­scher Be­hör­den; sie ist die Kon­takt­stel­le für tech­ni­sche und ope­ra­ti­ve Fra­gen im Be­reich der Rück­ver­fol­gung.
Sie dient als zen­tra­le Emp­fangs- und Mel­de­stel­le für den In­for­ma­ti­ons­aus­tausch mit den üb­ri­gen Schen­gen-Staa­ten.
Sie gibt die Mel­dun­gen über Per­so­nen mit Wohn­sitz in der Schweiz, die in ei­nem Schen­gen-Staat ei­ne Feu­er­waf­fe er­wor­ben ha­ben, an die Wohn­sitz­kan­to­ne wei­ter.
Sie ar­bei­tet die Emp­feh­lun­gen zur ein­heit­li­chen An­wen­dung der Waf­fen­ge­setz­ge­bung und zur Ge­wäh­rung von Aus­nah­me­be­wil­li­gun­gen aus.
Sie kann aus­län­di­schen Flug­ge­sell­schaf­ten ei­ne Rah­men­be­wil­li­gung zur Aus­übung von Si­cher­heits­funk­tio­nen nach Ar­ti­kel 27a er­tei­len.
3Der Bun­des­rat re­gelt die Tä­tig­keit der Zen­tral­stel­le im Ein­zel­nen.
2 Ein­ge­fügt durch Art. 2 des BB vom 23. Dez. 2011 über die Ge­neh­mi­gung und die Um­set­zung des UNO-Feu­er­waf­fen­pro­to­kolls, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2012 6777; BBl 2011 4555).
Art. 31d Nationale Koordinationsstelle zur Auswertung von Schusswaffenspuren
1Der Bund und die Kan­to­ne kön­nen ei­ne na­tio­na­le Ko­or­di­na­ti­ons­stel­le zur zen­tra­len Aus­wer­tung von Spu­ren von Schuss­waf­fen nach Ar­ti­kel 4 Ab­satz 1 Buch­sta­ben a und f be­trei­ben.
2Sie wird durch die Zen­tral­stel­le ge­führt.
Art. 32 Gebühren
Der Bun­des­rat legt die Ge­büh­ren fest für:
die Be­ar­bei­tung von Be­wil­li­gun­gen, Prü­fun­gen und Be­stä­ti­gun­gen nach die­sem Ge­setz;
die Auf­be­wah­rung be­schlag­nahm­ter Waf­fen und miss­bräuch­lich ge­tra­ge­ner ge­fähr­li­cher Ge­gen­stän­de;
Vor­keh­run­gen im Zu­sam­men­hang mit der Be­schlag­nah­me, der de­fi­ni­ti­ven Ein­zie­hung und der Ver­wer­tung von Ge­gen­stän­den nach Ar­ti­kel 4.
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I 5 des BG vom 25. Sept. 2015 über Ver­bes­se­run­gen beim In­for­ma­ti­ons­aus­tausch zwi­schen Be­hör­den im Um­gang mit Waf­fen, in Kraft seit 1. Ju­li 2016 (AS 2016 1831; BBl 2014 303).
3 Ein­ge­fügt durch Ziff. I 5 des BG vom 25. Sept. 2015 über Ver­bes­se­run­gen beim In­for­ma­ti­ons­aus­tausch zwi­schen Be­hör­den im Um­gang mit Waf­fen, in Kraft seit 1. Ju­li 2016 (AS 2016 1831; BBl 2014 303).
7a. Kapitel: Datenbearbeitung und Datenschutz
Art. 32a Informationssysteme
1Die Zen­tral­stel­le führt fol­gen­de Da­ten­ban­ken:
Da­ten­bank über den Er­werb von Waf­fen durch aus­län­di­sche Staats­an­ge­hö­ri­ge oh­ne Nie­der­las­sungs­be­wil­li­gung (DE­WA);
Da­ten­bank über den Er­werb von Waf­fen durch Per­so­nen mit Wohn­sitz in ei­nem an­dern Schen­gen-Staat (DEWS);
Da­ten­bank über den Ent­zug und die Ver­wei­ge­rung von Be­wil­li­gun­gen und die Be­schlag­nah­me von Waf­fen (DEBB­WA);
Da­ten­bank über die Über­las­sung von Waf­fen der Ar­mee zu Ei­gen­tum und über Stel­lungs­pflich­ti­ge und An­ge­hö­ri­ge der Ar­mee, bei de­nen nach Ar­ti­kel 113 des Mi­li­tär­ge­set­zes vom 3. Fe­bru­ar 19952 ein Hin­de­rungs­grund für den Be­sitz ei­ner per­sön­li­chen Waf­fe be­steht (DA­WA);
Da­ten­bank über Mar­kie­run­gen zur Rück­ver­folg­bar­keit von Feu­er­waf­fen und de­ren Mu­ni­ti­on (DAR­UE).
2Je­der Kan­ton führt ein elek­tro­ni­sches In­for­ma­ti­ons­sys­tem über den Er­werb und den Be­sitz von Feu­er­waf­fen.
3Sie kön­nen zu­sätz­lich zum In­for­ma­ti­ons­sys­tem nach Ab­satz 2 ein ge­mein­sa­mes har­mo­ni­sier­tes In­for­ma­ti­ons­sys­tem über den Er­werb und den Be­sitz von Feu­er­waf­fen füh­ren. Sie be­zeich­nen ein Or­gan, das für die Zu­sam­men­füh­rung und Ad­mi­nis­tra­ti­on der Da­ten ver­ant­wort­lich ist.
4Die In­for­ma­ti­ons­sys­te­me nach den Ab­sät­zen 1 und 3 kön­nen von den Be­nut­zern und Be­nut­ze­rin­nen im Rah­men ih­rer Zu­griffs­rech­te mit ei­ner ein­zi­gen Ab­fra­ge kon­sul­tiert wer­den.
5Der Bund kann Mass­nah­men zur Har­mo­ni­sie­rung der In­for­ma­ti­ons­sys­te­me nach den Ab­sät­zen 1-3 un­ter­stüt­zen.
6Der Bun­des­rat be­stimmt die Vor­aus­set­zun­gen, die er­füllt sein müs­sen, da­mit der Bund Fi­nanz­hil­fen nach Ab­satz 5 aus­rich­tet.
1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I 5 des BG vom 25. Sept. 2015 über Ver­bes­se­run­gen beim In­for­ma­ti­ons­aus­tausch zwi­schen Be­hör­den im Um­gang mit Waf­fen, in Kraft seit 1. Ju­li 2016 (AS 2016 1831; BBl 2014 303).
Art. 32abis Verwendung der AHV-Versichertennummer
1Die Be­hör­den, die on­li­ne Da­ten in den In­for­ma­ti­ons­sys­te­men nach Ar­ti­kel 32a Ab­sät­ze 1-3 be­ar­bei­ten, sind be­rech­tigt, die Ver­si­cher­ten­num­mer nach Ar­ti­kel 50c des Bun­des­ge­set­zes vom 20. De­zem­ber 19462 über die Al­ters- und Hin­ter­las­se­nen­ver­si­che­rung sys­te­ma­tisch zu ver­wen­den.
2Die Ver­si­cher­ten­num­mer wird zum elek­tro­ni­schen Da­ten­aus­tausch mit an­de­ren Da­ten­ban­ken ver­wen­det, in de­nen die Ver­si­cher­ten­num­mer eben­falls sys­te­ma­tisch ver­wen­det wird, so­fern für einen sol­chen Da­ten­aus­tausch mit­tels Ver­si­cher­ten­num­mer ei­ne for­mell-ge­setz­li­che Grund­la­ge be­steht, so­wie zur Füh­rung der Da­ten­ban­ken nach Ar­ti­kel 32a Ab­satz 1 Buch­sta­ben c und d und Ab­sät­ze 2 und 3.
3Die zu­stän­di­gen Be­hör­den mel­den der Zen­tral­stel­le die Ver­si­cher­ten­num­mern zur Ver­wen­dung in der DEBB­WA und in der DA­WA.
1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 23. Dez. 2011 (AS 2012 4551; BBl 2011 4555). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I 5 des BG vom 25. Sept. 2015 über Ver­bes­se­run­gen beim In­for­ma­ti­ons­aus­tausch zwi­schen Be­hör­den im Um­gang mit Waf­fen, in Kraft seit 1. Ju­li 2016 (AS 2016 1831; BBl 2014 303).
1Die DE­WA und die DEWS ent­hal­ten fol­gen­de Da­ten:
Per­so­na­li­en und Re­gis­ter­num­mer des Er­wer­bers oder der Er­wer­be­rin;
Waf­fen­art, Her­stel­ler oder Her­stel­le­rin, Be­zeich­nung, Ka­li­ber, Waf­fen­num­mer so­wie Da­tum der Über­tra­gung;
Da­tum der Er­fas­sung in der Da­ten­bank.
2Die DEBB­WA ent­hält fol­gen­de Da­ten:
Per­so­na­li­en und Ver­si­cher­ten­num­mer von Per­so­nen, de­nen Be­wil­li­gun­gen ent­zo­gen oder ver­wei­gert oder bei de­nen Waf­fen be­schlag­nahmt wur­den;
Um­stän­de, die zum Ent­zug der Be­wil­li­gung ge­führt ha­ben;
Waf­fen­art, -typ und -num­mer so­wie Da­tum der Über­tra­gung;
Um­stän­de, die zur Be­schlag­nah­me An­lass ge­ge­ben ha­ben;
Ver­fü­gun­gen über be­schlag­nahm­te Waf­fen;
3Die DA­WA ent­hält fol­gen­de Da­ten:
Per­so­na­li­en und Ver­si­cher­ten­num­mer der Per­so­nen, de­nen beim Aus­tritt aus der Ar­mee ei­ne Waf­fe zum Ei­gen­tum über­las­sen wur­de;
Per­so­na­li­en und Ver­si­cher­ten­num­mer der Per­so­nen, de­nen auf­grund der Mi­li­tär­ge­setz­ge­bung die per­sön­li­che Waf­fe oder die Leih­waf­fe ab­ge­nom­men oder ent­zo­gen wur­de;
Per­so­na­li­en und Ver­si­cher­ten­num­mer der Per­so­nen, de­nen auf­grund von Hin­de­rungs­grün­den be­tref­fend die Ab­ga­be der per­sön­li­chen Waf­fe nach Ar­ti­kel 113 des Mi­li­tär­ge­set­zes vom 3. Fe­bru­ar 19952 kei­ne Waf­fe ab­ge­ge­ben wur­de;
Waf­fen­art, -typ und -num­mer so­wie Da­tum der Über­tra­gung oder des Ent­zugs;
Um­stän­de, die zur Nich­t­ab­ga­be , zur Ab­nah­me und zum Ent­zug der Waf­fe An­lass ge­ge­ben ha­ben;
4Die DAR­UE ent­hält fol­gen­de Da­ten:
die Mar­kie­rungs­an­ga­ben nach den Ar­ti­keln 18a und 18b;
wei­te­re Kenn­zei­chen und Re­fe­ren­zen des Her­stel­lers oder der Her­stel­le­rin so­wie des Im­por­teurs oder der Im­por­teu­rin;
Kon­takt­da­ten des Her­stel­lers oder der Her­stel­le­rin, des Lie­fe­ran­ten oder der Lie­fe­ran­tin so­wie des Im­por­teurs oder der Im­por­teu­rin;
die An­ga­ben der Be­wil­li­gung zum Ver­brin­gen von Waf­fen in das schwei­ze­ri­sche Staats­ge­biet.
5Das In­for­ma­ti­ons­sys­tem nach Ar­ti­kel 32a Ab­satz 2 ent­hält die fol­gen­den Da­ten:
Per­so­na­li­en und Re­gis­ter­num­mer des Er­wer­bers oder der Er­wer­be­rin und der über­tra­gen­den Per­son;
Waf­fen­art, Her­stel­ler oder Her­stel­le­rin, Be­zeich­nung, Ka­li­ber, Waf­fen-num­mer so­wie Da­tum der Über­tra­gung;
Per­so­na­li­en der In­ha­ber und In­ha­be­rin­nen ei­nes Eu­ro­päi­schen Feu­er­waf­fen­pas­ses nach Ar­ti­kel 25b und An­ga­ben dar­aus;
Per­so­na­li­en der In­ha­ber und In­ha­be­rin­nen ei­ner Waf­fen­trag­be­wil­li­gung nach Ar­ti­kel 27 und An­ga­ben dar­aus.
6Das ge­mein­sa­me har­mo­ni­sier­te In­for­ma­ti­ons­sys­tem nach Ar­ti­kel 32a Ab­satz 3 ent­hält fol­gen­de Da­ten:
Per­so­na­li­en des Er­wer­bers oder der Er­wer­be­rin;
Waf­fen­art, Her­stel­ler oder Her­stel­le­rin, Be­zeich­nung, Ka­li­ber, Waf­fen­num­mer und Da­tum der Über­tra­gung;
Per­so­na­li­en der In­ha­ber und In­ha­be­rin­nen ei­nes Eu­ro­päi­schen Feu­er­waf­fen­pass nach Ar­ti­kel 25b und An­ga­ben dar­aus;
7Die In­for­ma­ti­ons­sys­te­me nach Ar­ti­kel 32a Ab­sät­ze 2 und 3 dür­fen auch die Ver­si­cher­ten­num­mer ent­hal­ten.
Art. 32c Bekanntgabe von Daten
1Sämt­li­che Da­ten der DE­WA, der DEBB­WA und der DAR­UE kön­nen fol­gen­den Be­hör­den zur Er­fül­lung ih­rer ge­setz­li­chen Auf­ga­ben be­kannt ge­ge­ben wer­den:
den zu­stän­di­gen Be­hör­den des Wohn­sitz- oder Hei­mat­staa­tes;
wei­te­ren Jus­tiz- und Po­li­zei­be­hör­den des Bun­des und der Kan­to­ne so­wie den für den Voll­zug die­ses Ge­set­zes zu­stän­di­gen Be­hör­den;
den aus­län­di­schen Po­li­zei-, Straf­ver­fol­gungs- und Si­cher­heits­be­hör­den so­wie den EU­RO­POL- und IN­TER­POL-Stel­len.
2Sämt­li­che Da­ten der DE­WA, der DEBB­WA, der DA­WA und der DAR­UE kön­nen den Straf­ver­fol­gungs­be­hör­den des Bun­des und der Kan­to­ne, den Po­li­zei­be­hör­den der Kan­to­ne so­wie den Zoll­be­hör­den mit­tels ei­nes Ab­ruf­ver­fah­rens zu­gäng­lich ge­macht wer­den.
3Sämt­li­che Da­ten der DEBB­WA kön­nen den zu­stän­di­gen Stel­len der Mi­li­tär­ver­wal­tung mit­tels ei­nes Ab­ruf­ver­fah­rens zu­gäng­lich ge­macht wer­den.
4Die Zen­tral­stel­le mel­det den zu­stän­di­gen Stel­len der Mi­li­tär­ver­wal­tung un­ver­züg­lich neu in der DEBB­WA ein­ge­tra­ge­ne An­ge­hö­ri­ge der Ar­mee und Stel­lungs­pflich­ti­ge, de­nen ei­ne Be­wil­li­gung ent­zo­gen oder ver­wei­gert oder bei de­nen ei­ne Waf­fe be­schlag­nahmt wur­de. Die Mel­dung an das In­for­ma­ti­ons­sys­tem in­te­grier­te Res­sour­cen­be­wirt­schaf­tung (PSN) er­folgt im au­to­ma­ti­sier­ten Ver­fah­ren.
5Die Zen­tral­stel­le mel­det der zu­stän­di­gen Be­hör­de des Wohn­sitz­kan­tons un­ver­züg­lich neu in der DA­WA ein­ge­tra­ge­ne An­ge­hö­ri­ge der Ar­mee oder Stel­lungs­pflich­ti­ge, de­nen die per­sön­li­che Waf­fe oder die Leih­waf­fe ab­ge­nom­men, ent­zo­gen oder nicht ab­ge­ge­ben wur­de. Die Mel­dung an die In­for­ma­ti­ons­sys­te­me des zu­stän­di­gen Wohn­sitz­kan­tons nach Ar­ti­kel 32a Ab­sät­ze 2 und 3 er­folgt im au­to­ma­ti­sier­ten Ver­fah­ren.
6Die Da­ten der DEWS müs­sen an die zu­stän­di­gen Be­hör­den des Wohn­sitz­staa­tes der be­tref­fen­den Per­son wei­ter­ge­ge­ben wer­den.
7Die Da­ten des In­for­ma­ti­ons­sys­tems nach Ar­ti­kel 32a Ab­satz 3 kön­nen den Straf­ver­fol­gungs- und den Jus­tiz­be­hör­den des Bun­des und der Kan­to­ne, den Po­li­zei­be­hör­den der Kan­to­ne, dem Bun­des­amt für Po­li­zei (fed­pol) so­wie den Zoll­be­hör­den und den zu­stän­di­gen Stel­len der Mi­li­tär­ver­wal­tung zur Er­fül­lung ih­rer ge­setz­li­chen Auf­ga­ben mit­tels ei­nes Ab­ruf­ver­fah­rens zu­gäng­lich ge­macht wer­den.
8Der Bun­des­rat re­gelt den Um­fang der Be­kannt­ga­be von Da­ten an die Be­hör­den des Bun­des und der Kan­to­ne so­wie die Kon­trol­le, Auf­be­wah­rung, Be­rich­ti­gung und Lö­schung der Da­ten.
2. Abschnitt: Datenbearbeitung und Datenschutz im Rahmen der Schengen-Assoziierungsabkommen
Art. 32d Bekanntgabe von Personendaten an einen Schengen-Staat
Die Be­kannt­ga­be von Per­so­nen­da­ten an die zu­stän­di­gen Be­hör­den von Schen­gen-Staa­ten wird der Be­kannt­ga­be von Per­so­nen­da­ten zwi­schen Bun­des­or­ga­nen gleich­ge­stellt.
1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 11. Dez. 2009 (An­pas­sung der Um­set­zung des Schen­gen-Be­sitz­stands), in Kraft seit 28. Ju­li 2010 (AS 2010 2823; BBl 2009 3649).
1 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. 6 des BG vom 19. März 2010 über die Um­set­zung des Rah­men­be­schlus­ses 2008/977/JI über den Schutz von Per­so­nen­da­ten im Rah­men der po­li­zei­li­chen und jus­ti­zi­el­len Zu­sam­men­ar­beit in Strafsa­chen, mit Wir­kung seit 1. Dez. 2010 (AS 2010 3387 3418; BBl 2009 6749).
Das Aus­kunfts­recht rich­tet sich nach den Da­ten­schutz­be­stim­mun­gen des Bun­des oder der Kan­to­ne.1 Der In­ha­ber oder die In­ha­be­rin der Da­ten­samm­lung er­teilt auch Aus­kunft über die ver­füg­ba­ren An­ga­ben zur Her­kunft der Da­ten.
1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. 6 des BG vom 19. März 2010 über die Um­set­zung des Rah­men­be­schlus­ses 2008/977/JI über den Schutz von Per­so­nen­da­ten im Rah­men der po­li­zei­li­chen und jus­ti­zi­el­len Zu­sam­men­ar­beit in Strafsa­chen, in Kraft seit 1. Dez. 2010 (AS 2010 3387 3418; BBl 2009 6749).
Art. 32h und 32i
2Die zu­stän­di­gen Stel­len der Mi­li­tär­ver­wal­tung mel­den der Zen­tral­stel­le:
die Iden­ti­tät und die Ver­si­cher­ten­num­mer von Per­so­nen, de­nen beim Aus­tritt aus der Ar­mee ei­ne Waf­fe zum Ei­gen­tum über­las­sen wur­de, so­wie die Waf­fen­art und die Waf­fen­num­mer;
die Iden­ti­tät und die Ver­si­cher­ten­num­mer von Per­so­nen, de­nen auf­grund der Mi­li­tär­ge­setz­ge­bung die per­sön­li­che Waf­fe oder die Leih­waf­fe ab­ge­nom­men, ent­zo­gen oder nicht ab­ge­ge­ben wur­de.2
1 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 23. Dez. 2011, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2013 (AS 2012 4551 6775; BBl 2011 4555).
Die zu­stän­di­gen kan­to­na­len Be­hör­den so­wie die Mel­de­stel­len über­mit­teln der Zen­tral­stel­le die ih­nen vor­lie­gen­den In­for­ma­tio­nen über:
die Iden­ti­tät von Per­so­nen oh­ne Nie­der­las­sungs­be­wil­li­gung in der Schweiz, die im In­land ei­ne Waf­fe oder einen we­sent­li­chen oder be­son­ders kon­stru­ier­ten Waf­fen­be­stand­teil er­wor­ben ha­ben;
die Iden­ti­tät von Per­so­nen mit Wohn­sitz in ei­nem an­de­ren Schen­gen-Staat, die im In­land ei­ne Feu­er­waf­fe oder einen we­sent­li­chen oder be­son­ders kon­stru­ier­ten Waf­fen­be­stand­teil er­wor­ben ha­ben;
die er­wor­be­nen Waf­fen oder we­sent­li­chen oder be­son­ders kon­stru­ier­ten Waf­fen­be­stand­tei­le.
Art. 33 Vergehen und Verbrechen
oh­ne Be­rech­ti­gung Waf­fen, we­sent­li­che oder be­son­ders kon­stru­ier­te Waf­fen­be­stand­tei­le, Waf­fen­zu­be­hör, Mu­ni­ti­on oder Mu­ni­ti­ons­be­stand­tei­le an­bie­tet, über­trägt, ver­mit­telt, er­wirbt, be­sitzt, her­stellt, ab­än­dert, um­baut, trägt, in einen Schen­gen-Staat aus­führt oder in das schwei­ze­ri­sche Staats­ge­biet ver­bringt;
abis.4 oh­ne Be­rech­ti­gung die nach Ar­ti­kel 18a vor­ge­schrie­be­ne Mar­kie­rung von Feu­er­waf­fen, de­ren we­sent­li­che Be­stand­tei­le oder de­ren Zu­be­hör ent­fernt, un­kennt­lich macht, ab­än­dert oder er­gänzt;
als In­ha­ber oder In­ha­be­rin ei­ner Waf­fen­han­dels­be­wil­li­gung Waf­fen, we­sent­li­che oder be­son­ders kon­stru­ier­te Waf­fen­be­stand­tei­le, Waf­fen­zu­be­hör, Mu­ni­ti­on oder Mu­ni­ti­ons­be­stand­tei­le in das schwei­ze­ri­sche Staats­ge­biet ver­bringt, oh­ne die­se Ge­gen­stän­de an­zu­mel­den oder rich­tig zu de­kla­rie­ren;
ei­ne Waf­fen­han­dels­be­wil­li­gung mit falschen oder un­voll­stän­di­gen An­ga­ben er­schleicht;
die Ver­pflich­tun­gen nach Ar­ti­kel 21 ver­letzt;
als In­ha­ber oder In­ha­be­rin ei­ner Waf­fen­han­dels­be­wil­li­gung Waf­fen, we­sent­li­che oder be­son­ders kon­stru­ier­te Waf­fen­be­stand­tei­le, Waf­fen­zu­be­hör, Mu­ni­ti­on oder Mu­ni­ti­ons­be­stand­tei­le nicht si­cher auf­be­wahrt (Art. 17 Abs. 2 Bst. d);
als In­ha­ber oder In­ha­be­rin ei­ner Waf­fen­han­dels­be­wil­li­gung:
Feu­er­waf­fen, de­ren we­sent­li­che Be­stand­tei­le, Waf­fen­zu­be­hör oder Mu­ni­ti­on her­stellt oder in das schwei­ze­ri­sche Staats­ge­biet ver­bringt, oh­ne die­se Ge­gen­stän­de mit ei­ner Mar­kie­rung nach Ar­ti­kel 18a oder 18b zu ver­se­hen,
Feu­er­waf­fen, de­ren we­sent­li­che Be­stand­tei­le, Waf­fen­zu­be­hör oder Mu­ni­ti­on an­bie­tet, er­wirbt, über­trägt oder ver­mit­telt, die nicht nach Ar­ti­kel 18a oder 18b mar­kiert wor­den sind,
Feu­er­waf­fen, de­ren we­sent­li­che oder be­son­ders kon­stru­ier­te Be­stand­tei­le, Waf­fen­zu­be­hör oder Mu­ni­ti­on an­bie­tet, er­wirbt, über­trägt oder ver­mit­telt, die un­recht­mäs­sig ins schwei­ze­ri­sche Staats­ge­biet ver­bracht wor­den sind;
Per­so­nen nach Ar­ti­kel 7 Ab­satz 1, die kei­ne Aus­nah­me­be­wil­li­gung nach Ar­ti­kel 7 Ab­satz 2 vor­wei­sen kön­nen, Waf­fen, we­sent­li­che oder be­son­ders kon­stru­ier­te Waf­fen­be­stand­tei­le, Waf­fen­zu­be­hör, Mu­ni­ti­on oder Mu­ni­ti­ons­be­stand­tei­le an­bie­tet, über­trägt oder ver­mit­telt.
2Han­delt der Tä­ter oder die Tä­te­rin fahr­läs­sig, so ist die Stra­fe Bus­se. In leich­ten Fäl­len kann von ei­ner Be­stra­fung ab­ge­se­hen wer­den.
3Mit Frei­heits­s­tra­fe bis zu fünf Jah­ren oder Geld­stra­fe wird be­straft, wer vor­sätz­lich und ge­werbs­mäs­sig oh­ne Be­rech­ti­gung:
Waf­fen, we­sent­li­che oder be­son­ders kon­stru­ier­te Waf­fen­be­stand­tei­le, Waf­fen­zu­be­hör, Mu­ni­ti­on oder Mu­ni­ti­ons­be­stand­tei­le an­bie­tet, über­trägt, ver­mit­telt, her­stellt, re­pa­riert, ab­än­dert, um­baut, in einen Schen­gen-Staat aus­führt oder in das schwei­ze­ri­sche Staats­ge­biet ver­bringt;
nicht ge­mä­ss Ar­ti­kel 18a oder 18b mar­kier­te oder un­recht­mäs­sig ins schwei­ze­ri­sche Staats­ge­biet ver­brach­te Feu­er­waf­fen, de­ren we­sent­li­che oder be­son­ders kon­stru­ier­te Waf­fen­be­stand­tei­le, Waf­fen­zu­be­hör oder Mu­ni­ti­on an­bie­tet, er­wirbt, über­trägt oder ver­mit­telt.
4 Ein­ge­fügt durch Art. 2 des BB vom 23. Dez. 2011 über die Ge­neh­mi­gung und die Um­set­zung des UNO-Feu­er­waf­fen­pro­to­kolls, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2012 6777; BBl 2011 4555).
5 Fas­sung ge­mä­ss Art. 2 des BB vom 11. Dez. 2009 über die Ge­neh­mi­gung und die Um­set­zung des No­ten­aus­tauschs zwi­schen der Schweiz und der EG be­tref­fend die Über­nah­me der Richt­li­nie 2008/51/EG zur Än­de­rung der Waf­fen­richt­li­nie, in Kraft seit 28. Ju­li 2010 (AS 2010 2899; BBl 2009 3649).
6 Fas­sung ge­mä­ss Art. 2 des BB vom 11. Dez. 2009 über die Ge­neh­mi­gung und die Um­set­zung des No­ten­aus­tauschs zwi­schen der Schweiz und der EG be­tref­fend die Über­nah­me der Richt­li­nie 2008/51/EG zur Än­de­rung der Waf­fen­richt­li­nie, in Kraft seit 28. Ju­li 2010 (AS 2010 2899; BBl 2009 3649).
7 Auf­ge­ho­ben durch Art. 2 des BB vom 11. Dez. 2009 über die Ge­neh­mi­gung und die Um­set­zung des No­ten­aus­tauschs zwi­schen der Schweiz und der EG be­tref­fend die Über­nah­me der Richt­li­nie 2008/51/EG zur Än­de­rung der Waf­fen­richt­li­nie, mit Wir­kung seit 28. Ju­li 2010 (AS 2010 2899; BBl 2009 3649).
8 Ein­ge­fügt durch Art. 2 des BB vom 11. Dez. 2009 über die Ge­neh­mi­gung und die Um­set­zung des No­ten­aus­tauschs zwi­schen der Schweiz und der EG be­tref­fend die Über­nah­me der Richt­li­nie 2008/51/EG zur Än­de­rung der Waf­fen­richt­li­nie, in Kraft seit 28. Ju­li 2010 (AS 2010 2899; BBl 2009 3649).
Art. 34 Übertretungen
1Mit Bus­se wird be­straft, wer:
einen Waf­fen­er­werbs­schein oder ei­ne Waf­fen­trag­be­wil­li­gung mit falschen oder un­voll­stän­di­gen An­ga­ben er­schleicht oder zu er­schlei­chen ver­sucht oder da­zu Ge­hil­fen­schaft leis­tet, oh­ne dass ein Tat­be­stand nach Ar­ti­kel 33 Ab­satz 1 Buch­sta­be a er­füllt ist;
oh­ne Be­rech­ti­gung mit ei­ner Feu­er­waf­fe schiesst (Art. 5 Abs. 3 und 4);
sei­ne Sorg­falts­pflich­ten bei der Über­tra­gung von Waf­fen, we­sent­li­chen oder be­son­ders kon­stru­ier­ten Waf­fen­be­stand­tei­len, Mu­ni­ti­on oder Mu­ni­ti­ons­be­stand­tei­len miss­ach­tet (Art. 10a und 15 Abs. 2);
sei­nen Pflich­ten nach Ar­ti­kel 11 Ab­sät­ze 1 und 2 nicht nach­kommt oder auf dem Ver­trag falsche oder un­voll­stän­di­ge An­ga­ben macht;
als Pri­vat­per­son Waf­fen, we­sent­li­che oder be­son­ders kon­stru­ier­te Waf­fen­be­stand­tei­le, Waf­fen­zu­be­hör, Mu­ni­ti­on oder Mu­ni­ti­ons­be­stand­tei­le nicht sorg­fäl­tig auf­be­wahrt (Art. 26 Abs. 1);
als Pri­vat­per­son Waf­fen, we­sent­li­che oder be­son­ders kon­stru­ier­te Waf­fen­be­stand­tei­le, Waf­fen­zu­be­hör, Mu­ni­ti­on oder Mu­ni­ti­ons­be­stand­tei­le in das schwei­ze­ri­sche Staats­ge­biet ver­bringt, oh­ne die­se Ge­gen­stän­de an­zu­mel­den oder rich­tig zu de­kla­rie­ren, oder bei der Durch­fuhr im Rei­se­ver­kehr nicht an­mel­det;
den Ver­lust von Waf­fen nicht so­fort der Po­li­zei mel­det (Art. 26 Abs. 2);
die Waf­fen­trag­be­wil­li­gung nicht mit sich führt (Art. 27 Abs. 1);
sei­nen Mel­de­pflich­ten nach Ar­ti­kel 7a Ab­satz 1, 9c, 11 Ab­sät­ze 3 und 4, 11a Ab­satz 2, 17 Ab­satz 7 oder 42 Ab­satz 5 nicht nach­kommt;
als Er­be sei­nen Pflich­ten nach Ar­ti­kel 6a, 8 Ab­satz 2bis oder 11 Ab­satz 4 nicht nach­kommt;
ver­bo­te­ne For­men des An­bie­tens an­wen­det (Art. 7b);
den Be­gleit­schein mit falschen oder un­voll­stän­di­gen An­ga­ben er­schleicht;
Feu­er­waf­fen, de­ren we­sent­li­che Be­stand­tei­le oder Mu­ni­ti­on (Art. 22b Abs. 1) in einen Schen­gen-Staat aus­führt, oh­ne dass der Be­gleit­schein der Sen­dung bei­liegt;
bei der Ein­rei­se aus ei­nem Schen­gen-Staat, Feu­er­waf­fen, we­sent­li­che oder be­son­ders kon­stru­ier­te Waf­fen­be­stand­tei­le oder Mu­ni­ti­on oh­ne Eu­ro­päi­schen Feu­er­waf­fen­pass mit sich führt (Art. 25a Abs. 4);
ei­ne Feu­er­waf­fe trans­por­tiert, oh­ne Waf­fe und Mu­ni­ti­on zu tren­nen (Art. 28 Abs. 2);
auf an­de­re Wei­se ei­ner Be­stim­mung die­ses Ge­set­zes vor­sätz­lich zu­wi­der han­delt, de­ren Über­tre­tung der Bun­des­rat in den Aus­füh­rungs­be­stim­mun­gen für straf­bar er­klärt.
2In leich­ten Fäl­len kann von ei­ner Be­stra­fung ab­ge­se­hen wer­den.
Für Wi­der­hand­lun­gen in Ge­schäfts­be­trie­ben gel­ten die Ar­ti­kel 6 und 7 des Ver­wal­tungs­straf­rechts­ge­set­zes vom 22. März 19741.
1Die Kan­to­ne ver­fol­gen und be­ur­tei­len Wi­der­hand­lun­gen. Der Bund un­ter­stützt die Ko­or­di­na­ti­on der Straf­ver­fol­gung zwi­schen den Kan­to­nen.
2Die Zoll­ver­wal­tung un­ter­sucht und be­ur­teilt Über­tre­tun­gen die­ses Ge­set­zes bei der Durch­fuhr im Rei­se­ver­kehr und beim Ver­brin­gen von Waf­fen in das schwei­ze­ri­sche Staats­ge­biet.1
3Stellt ei­ne Über­tre­tung nach Ab­satz 2 gleich­zei­tig ei­ne Wi­der­hand­lung ge­gen die Zoll­ge­setz­ge­bung oder die Mehr­wert­steu­er­ge­setz­ge­bung dar, so wird die für die schwe­re­re Wi­der­hand­lung vor­ge­se­he­ne Stra­fe an­ge­wen­det; die­se kann an­ge­mes­sen er­höht wer­den.
1Die Kan­to­ne voll­zie­hen die­ses Ge­setz, so­weit es nicht den Bund als zu­stän­dig er­klärt.
2Sie er­las­sen die Be­stim­mun­gen für den kan­to­na­len Voll­zug und tei­len sie den Bun­des­be­hör­den mit.
1Der Bun­des­rat er­lässt die Voll­zugs­be­stim­mun­gen zu die­sem Ge­setz.
2Er re­gelt dar­in ins­be­son­de­re Form und In­halt der Be­wil­li­gun­gen.
3Er be­stimmt die Be­hör­den, wel­che Da­ten di­rekt in die Da­ten­ban­ken des Bun­des ein­ge­ben.1
4Er kann Voll­zugs­auf­ga­ben der Zoll­ver­wal­tung über­tra­gen.
1Wer nach bis­he­ri­gem kan­to­na­lem Recht ei­ne Waf­fe tra­gen oder mit Waf­fen han­deln darf und die­ses Recht be­hal­ten will, muss in­ner­halb ei­nes Jah­res nach In­kraft­tre­ten die­ses Ge­set­zes ein Ge­such um die ent­spre­chen­de Be­wil­li­gung stel­len.
2Das Recht bleibt be­ste­hen, bis über das Ge­such ent­schie­den ist.
3Ein-, Aus- und Durch­fuhr­be­wil­li­gun­gen nach dem Kriegs­ma­te­ri­al­ge­setz vom 30. Ju­ni 19721 und vom 13. De­zem­ber 19962 be­hal­ten ih­re Gül­tig­keit.
4Wer nach bis­he­ri­gem Recht ei­ne Be­wil­li­gung für die ge­werbs­mäs­si­ge Ein-, Aus- und Durch­fuhr von Waf­fen, we­sent­li­chen Waf­fen­be­stand­tei­len, Mu­ni­ti­on und Mu­ni­ti­ons­be­stand­tei­len hat, darf die­se Ge­gen­stän­de wei­ter­hin auf­grund die­ser Be­wil­li­gung in das schwei­ze­ri­sche Staats­ge­biet ver­brin­gen und aus­füh­ren.3
5Wer be­reits im Be­sitz von Waf­fen, we­sent­li­chen oder be­son­ders kon­stru­ier­ten Waf­fen­be­stand­tei­len nach Ar­ti­kel 5 Ab­satz 2 oder Waf­fen­zu­be­hör nach Ar­ti­kel 5 Ab­satz 1 Buch­sta­be g ist, muss die­se in­ner­halb von drei Mo­na­ten nach In­kraft­tre­ten die­ser Be­stim­mung den für die Er­tei­lung von Aus­nah­me­be­wil­li­gun­gen zu­stän­di­gen kan­to­na­len Be­hör­den mel­den.4
6In­ner­halb von sechs Mo­na­ten nach In­kraft­tre­ten des Ver­bots nach Ar­ti­kel 5 Ab­satz 2 kann ein Ge­such um ei­ne Aus­nah­me­be­wil­li­gung ein­ge­reicht wer­den. Aus­ge­nom­men von die­ser Be­stim­mung ist, wer be­reits ei­ne gül­ti­ge Aus­nah­me­be­wil­li­gung zum Er­werb der Waf­fe hat. Wer kein Ge­such ein­rei­chen will, muss die Ge­gen­stän­de in­ner­halb von sechs Mo­na­ten nach In­kraft­tre­ten des Ver­bots ei­ner be­rech­tig­ten Per­son über­tra­gen.5
7Wird das Ge­such um ei­ne Aus­nah­me­be­wil­li­gung ab­ge­wie­sen, so sind die Ge­gen­stän­de in­ner­halb von vier Mo­na­ten nach der Ab­wei­sung ei­ner be­rech­tig­ten Per­son zu über­tra­gen.6
3 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 22. Ju­ni 2007, in Kraft seit 12. Dez. 2008 (AS 2008 5499 5405 Art. 2 Bst. d; BBl 2006 2713).
4 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 22. Ju­ni 2007, in Kraft seit 12. Dez. 2008 (AS 2008 5499 5405 Art. 2 Bst. d; BBl 2006 2713).
5 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 22. Ju­ni 2007, in Kraft seit 12. Dez. 2008 (AS 2008 5499 5405 Art. 2 Bst. d; BBl 2006 2713).
6 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 22. Ju­ni 2007, in Kraft seit 12. Dez. 2008 (AS 2008 5499 5405 Art. 2 Bst. d; BBl 2006 2713).
Art. 42a Übergangsbestimmung zur Änderung vom
1Wer be­reits im Be­sitz ei­ner Feu­er­waf­fe oder ei­nes we­sent­li­chen Waf­fen­be­stand­teils nach Ar­ti­kel 10 ist, muss den Ge­gen­stand in­ner­halb ei­nes Jah­res nach In­kraft­tre­ten der Än­de­rung vom 17. De­zem­ber 2004 die­ses Ge­set­zes der Mel­de­stel­le des Wohn­sitz­kan­tons an­mel­den.
2Nach Ab­satz 1 nicht an­zu­mel­den sind:
Feu­er­waf­fen oder we­sent­li­che Waf­fen­be­stand­tei­le, die von ei­nem In­ha­ber oder ei­ner In­ha­be­rin ei­ner Waf­fen­han­dels­be­wil­li­gung sei­ner­zeit er­wor­ben wur­den;
Or­don­nanz­feu­er­waf­fen, die von der Mi­li­tär­ver­wal­tung sei­ner­zeit zu Ei­gen­tum ab­ge­ge­ben wur­den.