Source: https://rechtsanwaltskammer-hamm.de/aktuell/rechtsprechung-gebuehrenrecht/28-landesarbeitsgericht.html?start=15
Timestamp: 2020-07-03 19:00:19
Document Index: 396777456

Matched Legal Cases: ['§ 114', '§ 120', '§ 42', '§ 3', '§ 33', '§ 42', '§ 42', '§ 9', '§ 113', '§ 42', '§ 113']

ZPO §§ 114, 117 Abs. 4, 120a Abs. 1
PKH-Belege sind sortiert mit entsprechenden Belegnummern einzureichen
LAG Schleswig-Holstein, Beschluss vom 19.02.2015 - 5 Ta 25/15
Fundstelle: RVGreport 2016, S. 34 f.
Es kann von einer um Prozesskostenhilfe nachsuchenden Partei jedenfalls dann, wenn es sich um eine Vielzahl von Belegen handelt (Anlagenkonvolut), erwartet werden, dass sie dem Gericht zum Nachweis ihrer wirtschaftlichen Verhältnisse die Belege sortiert und unter Verwendung von im Antragsformular eingetragenen Belegnummern vorlegt. Es ist nicht Aufgabe des Gerichts, sich durch eine unsortierte Vielzahl von Belegen durchzuarbeiten und zu versuchen, die dort belegten Beträge den Eintragungen in dem PKH-Formular zuzuordnen und auf ihre Relevanz für das PKH-Bewilligungsverfahren in Abgrenzung zu den Voraussetzungen eines etwaigen Abänderungsverfahrens gem. § 120 a Abs. 1 ZPO hin zu überprüfen.
GKG §§ 42 Abs. 2, 48 Abs. 1; ZPO § 3
Streitwert bei mehreren Abmahnungen
LAG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 29.12.2014 - 17 Ta (Kost) 6128/14
Fundstelle: RVGreport 2015, S. 231 f.
Der Streit über eine Abmahnung ist regelmäßig mit einer Bruttomonatsvergütung zu berechnen. Ob gleiche oder ähnliche Pflichtenverstöße abgemahnt wurden, ist dabei ohne Belang.
Mehrere in einem Verfahren angegriffene Abmahnungen werden höchstens mit dem Vierteljahresverdienst bewertet.
RVG VV Nr. l000; RVG § 33; GKG § 42 Abs. 2
Vergleich über Aufhebung des Arbeitsverhältnisses nach Abmahnungsstreit
LAG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 25.11.2014 - 17 Ta (Kost) 6105/14
Fundstelle: RVGreport 2015, S. 272 f.
Einigen sich die Parteien in einem Abmahnungsrechtsstreit auf die Beendigung des Arbeitsverhältnisses, kann diese Regelung mit einem Vierteljahresverdienst bewertet werden.
GKG § 42 Abs. 3 S. 1; KSchG §§ 9, 10; BetrVG § 113 Abs. 3
Berücksichtigung einer Abfindung im Kündigungsschutzprozess
LAG Hamburg, Beschl. v. 22.01.2013 – 5 Ta 33/12 Fundstelle: RVGreport 2013, S. 157 f.
Das Hinzurechnungsverbot für Abfindungen gem. § 42 Abs. 3 S. 1 GKG gilt nicht ausnahmslos. Abfindungen aus Rationalisierungsabkommen, Sozialplänen oder nach § 113 Abs. 3 BetrVG werden für die Streitwertfestsetzung berücksichtigt.
VV RVG Vorbem. 3 Abs. 3; Nr. 3202
Terminsgebühr für Besprechung über Verzicht auf Kostenerstattung
LAG Berlin-Brandenburg, Beschl. v. 26.11.2012 – 17 Ta (Kost) 6112/12 Fundstelle: RVGreport 2013, S. 152 f.
Eine Terminsgebühr entsteht nach der Vorbemerkung 3 Abs. 3 VV RVG nicht, wenn in einem Telefongespräch der Prozessbevollmächtigten die Entscheidung zur Rücknahme des Rechtsstreits mitgeteilt und erläutert und sowie nachgefragt wird, ob auf eine Erstattung der Rechtsanwaltskosten verzichtet werde. Es handelt sich nicht um eine Besprechung zur Erledigung des Verfahrens.