Source: https://www.recht.help/informationen/ebay-recht-und-internetrecht/plagiat-faelschung-bei-ebay-amazon-kleinanzeigen/
Timestamp: 2018-01-17 11:13:27
Document Index: 119795644

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 437', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 434', '§ 437', '§ 263', 'BGH', '§ 29', '§ 29', '§ 269', '§ 269', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Gefälschte Artikel bei Ebay - Was der Verkäufer von Plagiaten zu erwarten hat und welche Rechte dem Käufer zustehen
Der Verkauf von gefälschten Artikeln ist nach den eBay-Richtlinien verboten und kann zum Ausschluss bei eBay führen.
Der Verkauf von Plagiaten kann unter Umständen dazu führen, dass die Markeninhaber oder Urheber Unterlassungs- und Schadensersatzansprüche gegen den Verkäufer geltend machen.
Strafrechtliche Konsequenzen drohen.
Wird ein unechter Artikel als echt verkauft, so muss der Verkäufer dem Käufer auch einen echten Artikel liefern.
Tut er dies nicht, darf der Verkäufer vom Kaufvertrag zurücktreten und vom Käufer sodann Schadensersatz einfordern.
Holen Sie von uns eine kostenlose und vollkommen unverbindliche Ersteinschätzung per Email ein! Schreiben Sie kurz den Sachverhalt auf und schicken Sie uns den link zur Auktion. Dies reicht oftmals schon aus, um Ihnen nützliche Anhaltspunkte geben zu können.
Der Verkauf von gefälschten Artikel ist bei eBay untersagt!
Was Verkäufer gefälschter Ware seitens eBay zu befürchten haben und wie eBay und PayPal die Käufer schützen!
Welche Ansprüche habe ich als Käufers eines Plagiats bei eBay? Unter welchen Voraussetzungen darf ich Lieferung eines Originals oder Schadensersatz fordern?
Welche strafrechtlichen Konsequenzen hat der Verkäufer gefäschter Markenware zu befürchten?
Was soll ich als Käufer eines gefälschten Artikels am besten unternehmen, um zu meinem Recht zukommen?
Sie haben bei Ebay unwissentlich ein Plagiat gekauft? - Wir helfen Ihnen!
Verkauf von gefälschten Artikeln ist nach den eBay-AGB verboten:
Nach § 3 Nr.3 der eBay-AGB ist es grundsätzlich untersagt, verbotene Artikel zu verkaufen.
Durch die eBay-Richtlinien wird diese Bestimmung näher ergänzt. Zu den verbotenen Artikeln gehören grundsätzlich auch Plagiate, also Fälschungen von Markenware.
Was Verkäufer von gefälschten Markenartikeln seitens eBay zu befürchten haben und wie eBay Käufer vor Plagiaten schützt:
eBay droht Verkäufern von Plagiaten damit, dass es die Daten an Behörden und Markenrechtsinhabern sowie Urhebern weiterleitet. Natürlich kann eBay den Verkäufer von gefälschter Ware auch sperren; in jedem Fall wird die betreffende Auktion aber gelöscht.
http://pages.ebay.de/safetycenter/counterfeititems.html
Die eigentlichen Opfer, die unwissentlich bei eBay ein Plagiat ersteigert haben, werden hierdurch nicht hinreichend geschützt. Hat der Käufer den Artikel über PayPal bezahlt, so kann er dort höchsten den Käuferschutz geltend machen und so den Kaufpreis wiedererlangen.
Dafür muss bei PayPal ein Antrag auf Käuferschutz gestellt werden. Im Rahmen des Antrages muss glaubhaft gemacht werden, dass Sie als Käufer auf Originalware geboten, jedoch eine Fälschung geliefert bekommen haben. Unter Umständen müssen Sie jedoch den Nachweis führen, dass es sich um ein Plagiat handelt. Die Kosten eines Sachverständigengutachtens sind sehr hoch und können im Einzelfall den Kaufpreis übersteigen. Gehen Sie besser in den Fachhandel und lassen Sie den Artikel dort prüfen.
Welche Ansprüche ich als Käufer gefälschter Artikel habe:
Grundsätzlich können Sie als Käufer eines Plagiates nur Lieferung der Originalware verlangen, wenn der Verkäufer eine "Echtheitsgarantie" in der Artikelbeschreibung abgegeben hat.
"Die Annahme der Vereinbarung einer Beschaffenheit, für deren Fehlen der Verkäufer nach Maßgabe des § 437 BGB haftet, kommt nach der Schuldrechtsmodernisierung nicht mehr im Zweifel, sondern nur noch in einem eindeutigen Fall in Betracht" (siehe BGH, Urteil vom 12.3.2008 - VIII ZR 253/05).
Ein eindeutiger Fall liegt dann vor, wenn der Verkäufer den Artikel ausdrücklich als "original" oder "echt" oder als "Markenware", etc. kennzeichnet. Jedoch ist es auch ausreichend, wenn der Verkäufer in der Transaktion mit dem Markennamen geworben hat, ohne darauf hinzuweisen, dass es sich um ein "Fake" handelt. Hierzu stellte der BGH nämlich fest:
„Bezieht sich das Angebot ausdrücklich auf einen Markennamen, kann und darf der Kunde, soweit sich nicht aus dem Angebot eine Einschränkung ergibt, daher im allgemeinen die berechtigte Erwartung haben, dass das angebotene Produkt diesen Vorgaben entspricht und kein Plagiat ist.“ (so ähnlich: BGH, Urteil vom 28. März 2012 -VIII ZR 244/10).
Ist Originalware geschuldet, kann der Verkäufer nicht argumentieren, dass der Artikel weit unter Wert verkauft worden sei, so dass es dem Käufer klar gewesen sein musste, dass es sich nicht um einen Originalartikel gehandelt habe (so ähnlich: BGH, Urteil vom 28. März 2012 -VIII ZR 244/10).
Wurde also mit Originalware geworben und wurde dann eine Fälschung geliefert, so ist hierin ein Sachmangel zu sehen (siehe § 434 BGB). Grundsätzlich können Sie als Käufer daher die Lieferung eines Originalartikels verlangen. Sollte das Original nicht oder nicht innerhalb der von Ihnen gesetzten Frist von 2 Wochen geliefert werden, dürfen Sie vom Kaufvertrag zurücktreten und dann sogar Schadensersatz fordern (siehe § 437 BGB).
Die Höhe des Schadensersatzes richtet sich nach dem Wert des Originals abzüglich Ihres Gebotes und ist nach folgender Formel zu berechnen:
Schadensersatz = Wert des Originals - Höchstgebot
Strafantrag, bzw. Strafanzeige bei der Polizei:
Der vorsätzliche Verkauf gefälschter Ware unter Vorspiegelung, dass es sich um ein Original handelt, stellt einen Betrug dar (siehe § 263 BGB), den Sie bei der Polizei anzeigen können. Der einfache Betrug ist mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Verkauft der Verkäufer regelmäßig gefälschte Ware, so ist anzunehmen, dass er gewerbsmäßig handelt. Der Strafrahmen beträgt dann Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren.
Leitfaden, wie Sie sich gegen den ungewollten Kauf gefälschter Artikel wehren können:
Haben Sie bei eBay auf einen Originalartikel geboten, jedoch nur eine Kopie erhalten, dann bietet sich folgende Vorgehensweise an:
Sichern Sie die Beweise! Erstellen Sie hierfür zum Beispiel Screenshot von der Auktion und speichern Sie die Emailkorrespondenz zwischen Verkäufer und Ihnen ab.
Melden Sie eBay den Fall! Falls Sie den Kaufpreis über PayPal gezahlt haben, sollten Sie auch zusätzlich einen Antrag auf Käuferschutz stellen. Sollten Sie den Kaufpreis als Überweisung bei der Bank getätigt haben, nehmen Sie Kontakt mit der Bank auf und versuchen Sie, den Überweisungsauftrag wegen arglistiger Täuschung stonieren zu lassen.
Liefert der Käufer nicht, dann treten Sie vom Vertrag zurück und fordern Sie den Käufer auf, innerhalb von 1 Woche den Kaufpreis zu erstatten. Machen Sie ihm klar, dass Sie den Artikel bei Zahlungseingang an diesen zurücksenden. Daneben können Sie noch Schadensersatz einfordern. Die Höhe des Schadensersatz bemisst sich nach dem Wert des Originals (-Ermitteln Sie den Durchschnittskaufpreis des Artikels bei eBay und sichern Sie diese Auktion zu Beweiszwecken-) abzüglich der Höhe Ihres Gebotes. Diesen Schadensersatzbetrag können Sie dem Verkäufer ebenfalls in Rechnung stellen. Drohen Sie in jedem Falle mit einem Anwalt, falls er nicht zahlen sollte!
Zahlt der Verkäufer nicht, dann sollten Sie spätestens dann einen Rechtsanwalt beauftragen. Der Verkäufer befindet sich dann in Verzug, weshalb Sie ihm auch die Rechtsanwaltskosten auferlegen können.
Zudem können Sie bei der Polizei eine Anzeige aufgeben. Die Anzeige kann auch bequem von zuhause aus online über die Internetseite www.online-strafanzeige.de gestellt werden.
Ihnen wurde Markenfälschung geliefert, obwohl Sie Originalware erworben haben? - Wir helfen Ihnen weiter!
Sie haben bei eBay oder eBay-Kleinanzeigen unwissentlich einen gefälschten Artikel als echt gekauft oder gar verkauft? - Wir helfen Ihnen und vertreten sowohl Käufer als auch Verkäufer deutschlandweit. Zögern Sie nicht und machen Sie Ihre Rechte geltend!
Frage (Montag, 27 April 2015 12:36)
ich habe bei eBay ein Armbanduhr gekauft. Als ich die dann endlich in den Händen hatte musste ich feststellen, daß es sich um eine Fälschung handelt. Ich bin dann in den Laden gegangen und die Mitarbeiter haben mich bestätigt. Ich habe den Verkäufer dann angeschrieben und ihm gesagt, daß er die Uhr wieder zurücknehmen muss. Er meldete sich nicht. Daraufhin habe ich bei eBay einen Fall eröffnet und den Verkäufer schlecht bewertet mit den Worten: "Vorsicht ...keine Originalware!!" - Jetzt hat sich der Verkäufer gemeldet. Er will die schlechte Bewertung weg haben und droht mir gar mit einem Anwalt. Was soll ich machen? Ich wäre Ihnen für eine Antwort dankbar.
Antwort zu #1 (Dienstag, 28 April 2015 10:16)
wenn Sie auf einen Originalartikel geboten haben, dann sollten Sie auch Orginalware geliefert bekommen. Gerade bei teuren Armbanduhren der Marke "Rolex" kommt es häufig dazu, dass Fälschungen verkauft werden. In einem solchen Fall haben Sie einen rechtlichen Anspruch auf Lieferung des Originals. Sollte der Verkäufer nicht oder nicht innerhalb einer angemessenen Frist von 2 Wochen liefern, dann können Sie vom Vertrag zurücktreten und Schadensersatz einfordern. Diese Voraussetzungen dürften bei Ihnen schon vorliegen.
Natürlich dürfen Sie den Verkäufer auch negativ bewerten. Gerade bei Bewertungen in eBay gilt, dass diese sachlich sein sollten, um sich nicht angreifbar zu machen. Sie schrieben: "Vorsicht .. keine Originalware". Damit weisen Sie daraufhin, dass Sie eben ein Fake erhalten haben, obwohl Sie ein Original ersteigert haben. Diese Bewertung kann aber auch so verstanden werden, dass der Verkäufer grundsätzlich gefälschte Artikel bei eBay verkauft und Sie die anderen Käufer davor warnen wollen. Hier muss man aufpassen: Sie können nur beweisen, dass Ihr Artikel eine Fälschung ist. Über die anderen Auktionen wissen Sie nicht bescheid. Im Ergebnis sehe ich Ihre Bewertung aber als (noch) sachlich an, so dass Sie meiner Meinung nach nichts zu befürchten haben. Ich muss aber auch darauf hinweisen, dass man hierbei eben auch zu einer anderen Wertung kommen kann.
Grundsätzlich kann ich Ihnen nur raten, vom Vertrag zurückzutreten und Schadensersatz einzufordern. Die Bewertung bei eBay können Sie zurücknehmen, müssen es aber nicht.
Esma Zeybek (Samstag, 22 August 2015 13:29)
Sehr geehreter Herr Nelke,
hat man auch dann einen Anpsruch auf Schadensersatz in voller Höhe des tatsächlichen Wertes, wenn zwischen dem ersteigerten und dem echten Preis ein großes Missverhältnis vorliegt? zum Beispiel Originalpreis: 4.000 Euro, ersteigerter Preis: 300 Euro
Antwort zu #3 (Mittwoch, 02 September 2015 22:41)
Sehr geehrte Frau Zeybek,
um es auf den Punkt zu bringen: Ja, selbstverständlich!
Ein grobes Missverhältnis zwischen Preis und tatsächlichem Wert der Ware rechtfertigt nicht die Annahme, dass auf ein Plagiat geboten wurde (so ähnlich: BGH, Urteil vom 28. März 2012 -VIII ZR 244/10). Gerade bei eBay ist es ja so, dass täglich Sachen weit unter Wert verkauft werden. Das macht ja eben für Käufer den Reiz aus. Der Verkäufer kann jedenfalls nicht argumentieren, dass es Ihnen anhand des Kaufpreises klar gewesen sein musste, dass es sich um ein Plagiat handelte.
Beträgt der Wert der Originalware 4.000 € und haben Sie 300 € geboten, so besteht Ihr Schadensersatzanspruch in Höhe von 3.700 €.
Kim (Dienstag, 20 Oktober 2015 15:51)
leider bin ich auf e- bay Kleinanzeigen auf Markenfälschung hereingefallen. Meiner mehrmaligen Aufforderung der Rücknahme des Produktes, wurde mir eine Mitschuld- bzw. Erpressung vorgeworfen. Leider ist ein Käuferschutz durch paypal nicht möglich, da ich mich leider auf eine Transaktion über paypal "Familie und Freunde" eingelassen habe.Was kann ich nun tun um das Geld wiederzubekommen ?
Antwort zu #5 (Mittwoch, 21 Oktober 2015 10:46)
Sehr geehrte Kim,
Sie haben bei ebay-Kleinanzeigen einen Markenartikel gekauft und stattdessen lediglich eine Fälschung geliefert bekommen. Nun wollen Sie Ihr Geld wieder. Sie haben den Verkäufer mehrmals angeschrieben; dieser weigert sich jedoch und behauptet, dass Sie ihn erpressen, bzw. eine Mitschuld (?) tragen.
Zunächst einmal darf ich Ihnen mitteilen, dass keine Erpressung oder ein sonstiges Fehlverhalten ihrerseits vorliegt. Der Verkäufer will augenscheinlich nur Druck auf Sie ausüben. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzten! Der Verkäufer ist vertragsbrüchig geworden - nicht Sie!
Um an Ihr Geld zu kommen, sollten Sie folgendes tun:
1) Beweise sichern: Sichern Sie die Auktion und die Korrespondenz. Erstellen Sie hierfür z.B. Screentshots.
2) Gehen Sie zur Polizei und erstatten Sie Anzeige wegen Betrugs.
3) Nehmen Sie nochmal Kontakt mit PayPal auf und versuchen Sie, die Überweisung dort stonieren zu lassen. Sagen Sie, dass Sie den Überweisungsauftrag wegen arglistiger Täuschung anfechten. Eventuell hilft Ihnen jemand dort weiter. Nach meiner Erfahrung werden Sie dort aber nicht wirklich weiterkommen. Ein Versuch kann jedenfalls nicht schaden.
4) Sollte PayPal Ihnen nicht weiterhelfen, dann tun Sie folgendes: Schreiben Sie den Verkäufer an und treten Sie vom Kaufvertrag zurück. Fordern Sie ihn auf, das Geld auf Ihr Konto zurückzuüberweisen. Geben Sie Ihre Bankverbindung und PayPal-Verbindung an. Setzen Sie ihm eine Frist von einer Woche. Machen Sie klar, dass Sie nach Geldeingang den Artikel umgehend zurücksenden. Drohen Sie ruhig schon mit dem Anwalt, wenn er nicht zahlen sollte.
5) Danaben können Sie noch Schadensersatz einfordern. Hierzu verweise ich auf Oben. In dem Anschreiben an den Verkäufer können Sie den Schadensersatz bereits anfordern oder zumindest androhen.
6) Sollte der Verkäufer nicht innerhalb der Frist zahlen, dann suchen Sie einen Anwalt auf. Gerne helfen wir Ihnen dann weiter. Treten Sie einfach mit uns unverbindlich - z.B. via Email- in Kontakt. Das weitere Vorgehen werde ich Ihnen dann erläutern.
Ich hoffe, Ihnen ein wenig geholfen zu haben und bedanke mich für Ihre Anfrage.
Dominik (Samstag, 21 November 2015 20:26)
ich habe bei Ebay einen Artikel ersteigert, der sich als Fälschung entpuppte. Der Artikel wurde nicht als Markenartikel beworben, auch wurde der Markenname in der Artikelbeschreibung nicht genannt. Lediglich auf den Fotos war ein Produkt mit entsprechenden Markensymbolen zu sehen, weswegen ich nicht von einem Plagiat ausgegangen bin. Von einem Sachkundigen habe ich jedoch die Bestätigung, dass es sich um ein Plagiat handelt. Diese ähnelt nur äußerlich dem Original. Ich habe über Ebay die Rückgabe des Artikels gefordert, welche der Verkäufer ablehnte. Da die Bezahlung nicht über Paypal lief, hat Ebay keine weiteren Möglichkeiten mich zu unterstützen. Welche Möglichkeiten habe ich, um den Kaufbetrag wieder zu erhalten?
Antwort zu #7 (Montag, 23 November 2015 09:47)
Sehr geehrter Dominik,
grob gesagt ist die Rechtslage wie folgt: Wenn ein Käufer aufgrund der Gestaltung der Auktion davon ausgehen durfte, dass es sich um ein Originalartikel gehandelt hat, dann wurde auch ein Kaufvertrag geschlossen.
Ich kenne die Auktion nicht, weshalb eine Bewertung schwierig ist. Ich gehe jedoch davon aus, dass der Verkäufer nach wie vor Lieferung eines Originals schuldet.
Folgende Schritte sollten unternommen werden, um den Kaufbetrag zurück zu erhalten:
1) Nehmen Sie Kontakt mit der Bank oder Paypal auf und versuchen Sie bereits dort, eine Rückbuchung des Kaufpreises zu veranlassen.
2) Nehmen Sie Kontakt mit dem Verkäufer auf und fordern Sie ihn auf, einen originalen Artikel binnen 1 Woche zu liefern. Sagen Sie auch, dass Sie bis dahin die Fälschung erstmal nicht zurückschicken. Sollte der Artikel im Original nicht nach einer Woche kommen, dann erklären Sie den Rücktritt vom Kaufvertrag und fordern Sie Rücküberweisung des Kaufvertrages binnen 1 Woche. Teilen Sie auch hier mit, dass die Markenfälschung erst bei Eingang des Geldes zurückversandt wird. Drohen Sie ruhig schon mit dem Anwalt.
3) Sollte dann immernoch nichts passiert sein, sollten Sie spätestens jetzt die Sache einem Anwalt geben. Auch sollten Sie an dieser Stelle bei der Polizei eine Anzeige wegen Betrugs machen.
Wenn Sie Hilfe benötigen, können Sie sich gerne an uns verwenden. Wir vertreten unsere Mandanten deutschlandweit! Ansonsten wünsche ich Ihnen viel Erfolg und verbleibe
Hüseyin (Mittwoch, 23 Dezember 2015 21:12)
ich bin auf ebay kleinanzeigen einen schuh (im titel wurde orginalname erwähnt) aufmerksam geworden worauf der ersteller schnell mit mir kontakt über whatsapp aufgenommen hat und auf einige fragen (ob tatsächlich "neu" und ungebraucth etc.) stimmten wir auf einen preis ein, den ich doch auf das konto seiner freundin (name und nachnahme + kontokarte wurden abfotografiert) überweisen solle.
ich habe zudem seinen personalausweis eingefordert und auch hiervon ein bild erhalten und habe anschließend das geld überwiesen.
wenige tage später kam auch der schuh an - leider war er nur ein fake :/
ich habe die person angeschrieben dass ich ein original wollte und er meinte ich solle sie einfach zurückschicken.
ich wollte zunächst das geld haben aber er meint er kommt erst in einer woche wieder nachhause (auch die freundin) und wenn der schuh quasi bei ihm angekommen ist würde er das geld versenden.
den artikel hat er aus kleinanzeigen gelöscht somit habe ich nur einen whatsapp chat-verlauf, ebay kleinanzeigen chatverlauf, die artikelnummer (kann mir vorstellen dass ebay das irgendwie archiviert, über google kann man den titel nämlich noch finden auf dem der original name angegeben wurde)
foto vom perso der person und bankkarten foto seiner freundin.
Antwort zu #9 (Freitag, 12 Februar 2016 10:50)
Sehr geehrte/r Herr/Frau Hüseyin,
wegen Urlaubs und erhöhtem Aufkommen konnten wir uns Ihrer Anfrage erst jetzt widmen; ich bitte um Verständnis.
Also Sie haben bei ebay-Kleinanzeigen einen Markenschuh gekauft und nur eine Fälschung erhalten.
Zunächst sollten Sie die Auktion -falls möglich- noch irgendwie sichern. Vor Gericht hätte der Verkäufer aber zu beweisen, dass er den Schuh als Plagiat angeboten hat.
Scheinbar haben Sie vom Verkäufer alle Daten, weshalb Sie folgendes unternehmen sollten:
1) Nehmen Sie Kontakt mit dem Verkäufer auf und fordern Sie ihn auf, einen originalen Artikel binnen 1 Woche zu liefern. Sagen Sie auch, dass Sie bis dahin die Fälschung erstmal nicht zurückschicken. Sollte der Artikel im Original nicht nach einer Woche kommen, dann erklären Sie den Rücktritt vom Kaufvertrag und fordern Sie Rücküberweisung des Kaufvertrages binnen 1 Woche. Teilen Sie auch hier mit, dass die Markenfälschung erst bei Eingang des Geldes zurückversandt wird. Drohen Sie ruhig schon mit dem Anwalt.
2) Sollte dann immernoch nichts passiert sein, sollten Sie spätestens jetzt die Sache einem Anwalt geben. Auch sollten Sie an dieser Stelle bei der Polizei eine Anzeige wegen Betrugs machen.
3) Zudem ist es ratsam bei der Polizei Anzeige wegen Betruges zu stellen.
Emma (Montag, 07 März 2016 18:42)
Ich habe über eBay Kleinanzeigen UGG Boots bestellt, welche sich als Fälschungen offenbarten.
Die verkauferin hatte in ihrer Anzeige groß drin stehen das es sich um Originale handelt. Daher habe ich auch nicht gefragt ob es Originale sind, für mich stand das Fest. Leider musste ich beim erhält der Ware feststellen, das es Fälschungen sind.
Ich habe sie erstmal über eBay Kleinanzeigen gemeldet. Sie persönlich habe ich aber noch nicht angeschrieben, da Ich Angst habe das sie verschwindet.
Ihre Bankdaten, Namen und Stadt sind mir bekannt, jedoch nicht die Straße. Und ich denke sogar das ich sie über Facebook gefunden habe.
Wie kann ich vorgehen um mein Geld zurück zu verlangen?
Ich würde mich über Ihre Hilfe sehr freuen, und danke im Voraus .
Mit freundlichen Grüße Emma
Antwort zu #11 (Montag, 07 März 2016 20:51)
ich kann eigentlich nur auf den Post zu #10 verweisen:
"1) Nehmen Sie Kontakt mit der Verkäuferin auf und fordern Sie ihn auf, einen originalen Artikel binnen 1 Woche zu liefern. Sagen Sie auch, dass Sie bis dahin die Fälschung erstmal nicht zurückschicken. Sollte der Artikel im Original nicht nach einer Woche kommen, dann erklären Sie den Rücktritt vom Kaufvertrag und fordern Sie Rücküberweisung des Kaufpreieses binnen 1 Woche. Teilen Sie auch hier mit, dass die Markenfälschung erst bei Eingang des Geldes zurückversandt wird. Drohen Sie ruhig schon mit dem Anwalt.
Wichtig ist, dass Sie alle Beweise sichern. Sichern Sie den Kleinanzeigentext und sämtlichen Emailverkehr. Behalten Sie auch den Kontoauszug, um Ihre Zahlung zu belegen. Je mehr Beweise Sie sichern, desto besser stehen Sie dar.
Ermira (Sonntag, 03 April 2016 11:17)
ich habe eine Michael Kors Uhr online erworben, jedoch ist diese Uhr nicht original, wie eigentlich beschrieben wurde. Ich habe die Käuferin angeschrieben und ihr erklärt, dass ich die Uhr so nicht will und das ich mein Geld wieder haben will. Die Verkäuferin will nicht einsehen, das es sich um eine Fälschung handelt. Sie fordert erst die Uhr zurück und will erst dann mein Geld zurück schicken.
Ich will jedoch erst mein Geld, dann ihr die Uhr zurück schicken, weil ich ihr nicht mehr vertaue.
Wie kann ich in diesem Fall weiter haneln am besten?
Gibt es rechtliche Grundlagen die mir erlauben, erst mein Geld zu verlangen, auf Grund der Tatsachen.
Antwort zu #13 (Montag, 04 April 2016 11:55)
Sehr geehrte Ermira,
durch Ihren Rücktritt vom Kaufvertrag hat sich das Vertragsverhältnis in ein "Rückgewährschuldverhältnis" gewandelt: Sie schulden Rückübereignung des Artikels und die Verkäuferin schuldet die Rückzahlung des Kaufpreises.
Diese beiderseitigen Pflichten sind Zug um Zug zu erfüllen. Das heisst, dass Ihnen ein Zurückbehaltungsrecht, bis die Verkäuferin das Geld zurückzahlt, zusteht. Andererseits kann die Verkäuferin aber bis zur Rückgabe der Uhr ebenfalls die Kaufpreiszahlung zurückbehalten; ihr steht das gleiche Zurückbehaltungsrecht zu.
Diese Lage ist für Sie aber nicht misslich, insoweit verweise ich auf nachfolgende Fundstelle:
"Der Senat folgt damit der herrschenden Meinung. Danach ist einheitlicher Erfüllungsort für sämtliche Rückgewähransprüche nach Rücktritt vom Kaufvertrag – also auch für den Anspruch des Käufers auf Erstattung des Kaufpreises – der Ort, an dem sich die Kaufsache zur Zeit des Rücktritts vertragsgemäß befindet (Zöller-Vollkommer, ZPO, 29. A. 2012, § 29 Rn. 25, „Kaufvertrag“, „Rückgängigmachung“; Thomas/Putzo, ZPO, 33. A. 2012, § 29 Rn. 6 (11); Palandt-Grüneberg, BGB, 71. A. 2012, § 269 Rn. 16; Kerwer in jurisPK-BGB, 5. Auflage 2010, § 269 Rn. 21; OLG Saarbrücken, Beschluss vom 6.1.2005, NJW 2005, 906; BayObLG, Beschluss vom 9.1.2004, MDR 2004, 646 f.; OLG Köln, Beschluss vom 28.03.2011, DAR 2011, 260 ff.; OLG Bamberg, Urteil vom 18.8.2010, ZGS 2011, 140 ff.). Dies soll jedenfalls dann gelten, wenn – wie im vorliegenden Fall – die beiderseitigen Leistungspflichten vollzogen worden sind. Die herrschende Meinung stützt sich dabei vielfach auf die zum alten Schuldrecht ergangene „Dachziegelentscheidung“ des BGH vom 9.3.1983 (Az. VIII ZR 11/82 = BGHZ 87, 104 = NJW 1983, 1479). Als wesentliches Argument wird angeführt, dass der Käufer im Rahmen des Rückabwicklungsschuldverhältnisses nur zur Rückgewähr verpflichtet sei, also den Verkäufer lediglich in die Lage versetzen müsse, über die Ware zu verfügen. Eine Begünstigung des Käufers bei der Rückabwicklung sei gerechtfertigt, weil der Verkäufer durch die Lieferung einer mangelhaften Sache den Rücktrittsgrund herbeigeführt habe." (OLG Schleswig-Holstein, Urteil vom 04.09.2012 - 3 U 99/11).
1) Treten Sie vom Kaufvertrag zurück - falls noch nicht geschehen.
2) Setzen Sie der Verkäuferin eine Frist von 1 Woche, den Artikel bei Ihnen persönlich abzuholen und das Geld zurückzuzahlen. Bieten Sie ihr an, dass sie Ihnen alternativ den Kaufpreis nebst Versandkosten zurück überweisen kann und Sie den Artikel dann als versichertes Paket gegen Rückschein (wird empfohlen) an Sie zurücksenden. Sie sollten sich bei dem Verschließen und der Aufgabe des Pakets bei der Post eines Zeugens bedienen (wird empfohlen).
3) Sollte keine Einigung zustande kommen, dann sollten Sie anwaltlichen Beistand einschalten.
Bernd (Dienstag, 14 Juni 2016 23:37)
ich habe auf EBay ein Paar Adidas Yeezy Boost 350 ersteigert. Für alle die es nicht wissen sollten, es sind ein Paar Schuhe von Kanye West designed die Im Handel eigentlich nie zu bekommen sind oder mit sehr sehr viel Glück. Schuhe haben mit Versand 402,95€ gekostet. Schuhe habe ich erhalten und es handelt sich eindeutig um eine Fälschung. In der Anzeige wurde mit dem Markennamen geworben und auf Nachfrage auch geantwortet, dass die Schuhe Original sind. Eine Rechnung und der Schuhkarton sind ebenfalls dabei und auch beide gefälscht, was mir von einem Fachgeschäft bestätigt wurde. Meine Frage nun: wie verhält es sich hier mit der Schadensersatzforderung? Schuhe kosten Original 200€. Werden auf EBay oder sonstigen Plattformen allerdings zwischen 600-700€ gehandelt. Verkäufer hatte selbst einen Sofortkauf für 720€ angeboten.
Desweiteren habe ich festgestellt, dass der Verkäufer anscheinend schon mehrere von dieses Plagiaten verkauft hat. Kann man in den Bewertungen nachvollziehen. Diese sind allerdings alle positiv da die Schuhe anscheinend günstig verkauft wurden und die Käufer sich mit den Fälschungen zufrieden gegeben haben.
Danny (Dienstag, 28 Juni 2016 15:58)
ich schildere Ihnen mal kurz den Vorfall.
Es geht um die Rechtssprechung im Deutschen Staat !
Ich habe ein paar Schuhe bei Ebay Kleinanzeigen gekauft.
Um mich zu vergewissern, ob es sich auch um tatsächlich echte CONVERSE CHUCKS handeln würde, wurde schriftlich per Mailkontakt mit "JA" bestätigt.
Als die Kaufabwicklung getätigt wurde und ich die Schuhe erhalten habe, habe ich sofort feststellen können, dass es sich um ein Plagiat handelt.
Nach mehreren Versuchen die Verkäuferin darauf hinzuweisen, dass sie mir gefälschte Markenware verkauft hat aber nicht drauf reagierte; sah ich mich gezwungen eine Anzeige zu erstatten.
Es ging mir nicht um den Kaufpreis, sondern vielmehr dass so etwas unterbunden werden muss und geahndet werden sollte.
Wenn man sich selbst nicht sicher ist, ob es sich um echte Markenware handelt, erkundigt man sich!
Für mich lag ein eindeutiger BETRUG vor, und zugleich rät die Polizei auch solche Fälle anzuzeigen.
Nun ja, nach langer Zeit kam endlich Post von der Staatsanwaltschaft.
"Ermittlungsverfahren eingestellt!"
Begründung: Die Verkäuferin bestreitet, Kenntnis davon gehabt zu haben, dass es sich bei den von ihr veräußerten Schuhen nicht um Original-Converse-Schuhe handelte.
Befreit sowas vor Strafe ?
Unwissenheit schützt vor Strafe nicht !!! (so kenne ich es nur !)
Ich bin zu tiefst enttäuscht über eine Staatsanwaltschaft, die Plagiate als Handelsgut betrachtet, welches einem befreit, wenn man als "Normalverbraucher" es nicht weiß, da es angeblich kaum feststellbar ist !
Ich habe die Dame "extra" gefragt, ob es sich um echte Converse Chucks handelte!!! Da hätte Sie mich fragen können, woran man es erkennt !
Nun würd ich mir am liebsten von der Staatsanwaltschaft O. die Genehmigung einholen, die Schuhe weiter als originale zu veräußern; denn nach diesem Sachverhalt scheint man es ja zu dürfen !!!
Roland (Donnerstag, 07 Juli 2016 15:59)
ich habe auf Ebay als privater Verkäufer ein paar Artikel aus dem Nachlass meines Stiefvaters verkauft.
Darunter auch ein paar Uhren.
Die Auktion lief unter den Namen: "diverse Uhren und Uhrenbänder".
Auch in der Artikelbeschreibung war nie die Rede von Markennamen oder Original.
Nach dem kauf bat mich der Verkäufer mehr Bilder zu senden und fragte, ob es sich um Originale handelt.
Ich bin im ersten Moment ein wenig erschrocken da ich mich weder mit Uhren noch mit Marken auskenne und dachte, dass ich eben ein paar Uhren verkaufe.
Dies teilte ich dem Käufer mit, und er teilte mir mit, dass er vorher nicht bezahlen würde.
Nachdem ich nach ca. einen Monat keine Zahlung und Regung vom Käufer erhalten habe, öffnete ich einen Fall für einen nicht bezahlten Artikel, und das Geld war binnen einen Tag da.
Nach dem Erhalt des Artikels melde sich der Verkäufer und beschwerte sich, dass es sich un Fälschungen handeln würde.
Er drohte mir sofort den Fall ebay zu melden, einen Anwalt einzuschalten und mich bei den entsprechenden Marken zu melden.
Daraufhin führten wir eine kurze Konversation in der ich immer wieder als Betrüger dargestellt wurde.
Ich entschuldigte mich mehrmals, versuchte ihm klar zu machen, dass ich nicht darüber nachgedacht hatte dass so eine Problematik entstehenden könnte, und eben dass ich mich weder mit Uhren und Marken auskenne.
Ich bot ihm an die Uhren zurückzunehmen und ihm sein Geld zurückzuerstatten.
Daraufhin wurde er nur weiter pampig und machte den Gegenvorschlag dass er sein Geld sofort will, und zwar den Gesamtbetrag den er bezahlt hat (einschließlich Paypal - und Ebaygebühren und Versand) und er behält die Ware.
Darauf bin ich nicht eingestiegen und daraufhin drohte er mir wieder mit rechtlichen Konsequenzen.
Daraufhin habe ich den Fall bei Ebay gemeldet.
Screenshots der Konversation sowie das Angebot habe ich gesichert.
Es handelte sich um sieben Uhren fie er für einen Betrag von ca. 8€ ersteigert hat.
Meine Frage ist nun was habe ich zu erwarten und ist die rechtliche Grundlage einer Anklage gegeben?
Deniz (Donnerstag, 14 Juli 2016 09:33)
sehr sehr informative Seite! VIelen Dank zunächst dafür Ebay!
ich habe vor kurzem eine gefälschte Jogginghose der Marke Gymshark erhalten. Ich habe diesen Artikel über Ebay-Kleinanzeigen erworben. Der Verkäufer schreibt in seiner Beschreibung: "NEU Gymshark Jogginghose". Nachdem ich den Artikel erhalten habe, habe ich festgestellt, dass es sich um eine Fälschung handelt. Nach einer Diskussion mit dem Verkäufer, der behauptet, dass er niemals genannt hat, dass es sich um ein original handelt und der Preis ja weit unter dem Originalpreis liegt, habe ich ihn auf die oben genannten Paragraphen und BGH Beschlüsse aufmerksam gemacht und ihm eine Frist von 2 Wochen zur Lieferung originaler Ware gesetzt. Habe ich soweit alles richtig gemacht und ist mein Handeln rechtens?
Erdal (Sonntag, 28 August 2016 13:39)
wie sieht die Sachlage aus, wenn ich den Artikel (eBay Kleinanzeigen) selbst abgeholt habe und Bar gezahlt habe, mir aber im Nachhinein auffällt, dass der Artikel gefälscht ist? Wäre es auch möglich direkt Schadensersatz zu verlangen, wenn mir nach Übergabe des Bargeldes die Fälschung des Artikels aufgefallen wäre?
Vitali (Mittwoch, 31 August 2016 21:12)
Sehr geehrte Herr Nelke,
ich habe folgender Fall.
Wir (meine Frau) haben anfangs letztes Jahres eine Markentasche bei eBay (oder eBay Kleinanzeige, nicht mehr sicher) gekauft. Sie hat die dann paar Monaten gebraucht/getragen und dann zum Jahresende weiterverkauft, auch bei eBay. Die Abwicklung ist soweit problemlos gelaufen, es gab auch positive Bewertung etc. Mittlerweile haben wir auch keine weitere Unterlagen (Aktionsbeschreibung, Fotos, eMail etc.) zu der Auktion und auch zur unserem Kauf der Tasche auch nicht, für uns war es alles halt „erledigt". Jetzt nach ca. 9 Monaten meldete sich der Käufer und behauptet die Tasche wäre eine Fälschung und möchte sein Geld zurück haben. Der hat selbst aber auch nichts mehr (Fotos, Beschreibung etc.). Wir können die Tasche in Details auch nicht mehr identifizieren und könne halt nicht mehr sicher sein, dass es wirklich die Tasche ist. Wir habe auch bei eBay nachgefragt ob die uns die Daten zur Verfügung stellen können, laut deren Aussage, sind die gelöscht nach 90 Tagen. Der Käfer droht uns mit eine Anzeige etc. Was sollten wir tun? Sollte es tatsächlich die Tasche sein, so haben wir auf keinem Fall absichtlich gehandelt.
Antwort zu #15 (Donnerstag, 01 September 2016 14:58)
für den Schadensersatz ist der Wert der Schuhe maßgeblich. Der Wert kann durchaus über dem Verkaufspreis bei Händlern liegen; will sagen: Legen Sie den bei ebay ermittelten Wert zugrunde.
Antwort zu #16 (Donnerstag, 01 September 2016 15:02)
es liegt tatbestandsmäßig ein Betrug vor, aber wenn der Verkäufer sagt, er sei kein Fachmann und kenne sich damit nicht aus und es auch keine Indizien gibt, dass er vielleicht die Unwahrheit sagt, dann liegt in der Tat keine Strafbarkeit vor. Immerhin haben Sie nun die Möglichkeit über die Akteneinsicht bei der StA an die Adresse des Verkäufers zu kommen und ihn auf zivilrechtlichen Wege zu belangen.
Antwort zu #17 (Donnerstag, 01 September 2016 15:07)
strafrechtlich haben Sie wohl nichts zu befürchten. Insoweit verweise ich auf die Antwort zu #16.
Aber auch zivilrechtlich dürften keine Ansprüche an Sie zu stellen sein, da Sie weder mit dem Markennamen geworben, noch eine Garantie für die Beschaffenheit bzw. Echtheit der Uhren abgegeben haben. Es ließe sich zwar argumentieren, dass Sie durch die Fotos den Eindruck vermittelt haben, es seien originale Uhren und so den Ihnen vorzuwerfenden Rechtsschein gesetzt haben, die Uhren seien echt. Meiner Rechtsansicht nach bewegt sich der Käufer mit dieser Argumentation aber auf dünnem Eis, gleichwohl ließe sich auch die Gegenansicht vertreten.
Antwort zu #18 (Donnerstag, 01 September 2016 15:09)
wenn er mit dem Markennamen geworben oder die Hose gar als "echt" oder "original" angepriesen hat und Sie sich an den obigen Leitfaden gehalten haben, haben Sie insoweit alles richtig gemacht und es ist an der Zeit, weitergehende Maßnahmen (Anwalt oder Gericht) zu ergreifen.
Antwort zu #19 (Donnerstag, 01 September 2016 15:13)
die Rechtslage änders sich nicht, wenn Ihnen erst nach Abholung bekannt wurde, dass es eine Fälschung ist. Allerdings ist die Beweislage dann ungünstiger. Sie müssen nämlich beweisen, dass es eben genau diese Sache ist, die Sie abgeholt haben und von der Sie dachten, dass Sie original sei. Ferner müssen Sie beweisen, dass es eine Fälschung ist.
Direkt Schadensersatz können Sie nicht einfordern. Sie müssen ersteinmal Nachbesserung (also Lieferung eines Originals) verlangen.
Antwort zu #20 (Donnerstag, 01 September 2016 15:17)
ohne Screenshots o.ä. wird es der Gegenseite schwer fallen zu beweisen, dass Sie die Tasche als "echt" oder "orginal" verkauft oder aber mit dem Markennamen geworben haben. Wenn Sie dies bestreiten, dann könnte ich mir gut vorstellen, dass der Käufer den Beweis fällig bleiben wird.
Wenn Sie allerdings genau wissen, dass Sie den Markennamen verwendet oder die Tasche gar als "echt" oder "orginal" verkauft haben, dann müssen Sie dies auch in einem etwaigen Prozess so vortragen. Sie trifft eine Wahrheitspflicht.
Wenn Sie es aber nicht mehr wissen, dann können Sie dies aber mit Nichtwissen bestreiten.
Selina (Mittwoch, 05 Oktober 2016 19:24)
ich hätte folgendes Problem: vor c.a. einer Woche habe ich bei EBay einen Artikel erworben, der sich als Fälschung entpuppte. Ich hatte mich mit der betreffenden Person persönlich an einem öffentlichen Platt getroffen, das Geld übergeben (100 Euro) und den Artikel mit nach Hause genommen. Es ist nicht sofort ersichtlich, dass es sich um eine Fälschung handelt, sondern erst nach eingehender Begutachtung. Der Artikel war aber explizit als Original ausgeschrieben. Was kann ich tun, um das Geld zurückzubekommen? Ich habe den Verkäufer bereits angeschrieben mit Bitte um Rückerstattung.
Antwort zu #27 (Donnerstag, 06 Oktober 2016)
was Sie tun sollten, um die Sache zu klären, habe ich oben im Text unter "Leitfaden" beschrieben. In Ihrem Falle sollten folgende Schritte unternommen werden:
1) Beweise sichern: Sichern Sie die Auktion und die Korrespondenz. Erstellen Sie hierfür z.B. Screentshots oder Ausdrucke.
2) Schreiben Sie den Verkäufer an und fordern Sie ihn binnen einer Frist von einer Woche auf, Ihnen ein Original zu übergeben. Schreiben Sie auch, dass er dazu gesetzlich verpflichtet ist und dass die Übergabe des Plagiats seine kaufrechtliche Pflicht nicht erfüllt. Schließlich haben Sie ja ein Original und keine Fälschung gekauft. Teilen Sie ihm auch mit, dass er die Fälschung erst wiederkriegt, wenn Sie das Original erhalten haben.
3) Sollte er dies Verweigern oder -wie in Ihrem Fall- nicht reagieren, dann schreiben Sie ihm, dass Sie vom Kaufvertrag zurücktreten und den Kaufpreis erstattet haben möchten. Teilen Sie ihm mit, dass er die Fälschung bei der Rückerstattung wiederkriegt. Falls Sie Schadensersatz geltend machen wollen, sollten Sie ihn hierzu zusätzlich zur Zahlung auffordern. Der Schadensersatz berechnet sich wie folgt: Schadensersatz = Wert des Originals - Höchstgebot. Wichtig ist, dass Sie auch hier eine angemessene Frist setzen. Ein bis zwei Wochen sollten angemessen sein.
4) Reagiert der Verkäufer immernoch nicht, so sollten Sie sich an einen Rechtsanwalt wenden.
Beachten Sie: Es ist wichtig, den Verkäufer selbst unter Fristsetzung aufzufordern und ihn so in Verzug zu setzen. Befindet er sich nämlich in Verzug, so können Sie die Rechtsanwaltskosten von ihm auch erstattet verlangen. Sollten Ihnen die Anwaltskosten aber egal sein, weil z.B. eine Rechtsschutzversicherung einspringt, dann können Sie natürlich auch vorher bereits einen Rechtsanwalt aufsuchen.
O D Ternow (Samstag, 08 Oktober 2016 17:19)
Sehr geehrter Herr RA Nelke,
auf meiner suche nach hochpreisigeren uhren finde ich besonders bei ebay weiterhin
viele faelschungen die als original angeboten werden. uhren bei denen die papiere "verlegt oder verloren" wurden aber die echtheit "jeder juwelier bestaetigen kann".
ebay tut einen dreck die vorgaben des bundesgerichtshofes bez. der verbreitung von faelschungen umzusetzen (AZ: I ZR 73/05).
man hat sich in Kleinmachnow sogar noch weiter verbarrikadiert.
es gibt nur ein online-formular zum melden von betrug,
aber keinen direkten ansprechpartner.
eine rueckmeldung, nicht einmal eine kopie der eigenen meldung an die
eigene email-adresse erhalten sie.
ich habe aktuell einen anbieter in meiner umgebung, der seit August
hochpreisig eine gefaelschte uhr anbietet, von der ich initial direkt abstand nahm,
nachdem er auf eine konkrete nachfrage erst persoenlich wurde und kurz darauf
die seite neu erstellte. das wiederholt er seitdem fast taeglich, wohl weil auch andere ihm unangenehme fragen nach der echtheit stellen.
ich habe ebay 5x diese "seitenspruenge" gemeldet und auch auf photodetails hingewiesen, aus denen schon die faelschung ersichtlich wird - nicht
eine rueckmeldung erhalten.
der user ist weiterhin aktiv, diesselbe uhr wird weiterhin in fast taeglich neu erstellter
anzeige angeboten. profis wie ich lassen die finger davon, er wartet wohl wie eine spinne auf einen zukuenftigen klienten Ihrerseits, vorausgesetzt das diesem ueberhaupt der betrug auffaellt.
solange ebay als nutzniesser der gebuehren solchen bauernfaengern in hehlermanier beihilfe leistet, werden Sie auf ewig zu tun haben. hat dann neben ebay auch ein dritter was davon. eine daseinsberechtigung fuer online-betrueger?
O D Ternow/Berlin
Antwort zu #29 (Montag, 10 Oktober 2016)
Sehr geehrter Herr Ternow,
Ihren Ärger kann ich nachvollziehen. Im Prinzip stehen Sie ebay machtlos gegenüber.
Sie könnten bei der Polizei den Sachverhalt zur Anzeige bringen. Der wissentliche Verkauf von gefälschten Uhren ist nämlich ein Betrug, wenn nicht klargestellt wird, dass es sich um ein Plagiat handelt. Sollte die Polizei diesem Hinweis nachgehen, so wird sie sicherlich bei ebay vorstellig. In einem solchen Fall nimmt ebay die Hinweise dann ernster und neigt eher dazu, dass Mitglied zu sperren.
Auch können Sie die Vorfälle dem Hersteller melden. Dieser hat sodann die Möglichkeit, eine Unterlassung zu erwirken.
Nach meiner Erfahrung werden Sperrungen erst vorgenommen, wenn eine erhöhte Anzahl an Betroffenen das Mitglied meldet. Auf einzelne Eingaben reagiert ebay meiner Ansicht nach nicht oder nicht konsequent.
Einen Anspruch auf Sperrung haben Sie aber nicht. Wie gesagt stehen Sie ebay hier machtlos gegenüber.
Sabina (Mittwoch, 26 Oktober 2016 21:15)
Ich habe bei über eBay Kleinanzeigen eine Moncler Jacke gekauft . Der Verkäufer hat mir versichert , dass er diese vor 2 Jahren bei Breuninger in Düsseldorf für 1100 Euro gekauft hat. Daraufhin habe ich die Jacke beim Verkäufer zu Hause abgeholt. Die Wohnung war eine Luxuswohnung in bester Lage . Ich habe keinen Grund gesehen misstrauisch zu werden , ausserdem war ein Code in der Jacke eingenäht . 320 Euro habe ich bar bezahlt . Zu Hause habe ich den Code eingegeben . Nicht gültig . Support Moncler angeschrieben und auf Antwort gewartet. In der Zeit Verkäufer angeschrieben , behauptet original . Ich habe alles untersucht an der Jacke, viel Plastik . Verkäufer wieder kontaktiert . Der würde frech und meinte er geht auf meine Spielchen nicht ein . Jacke wäre original und würde nicht mehr antworten . Dann Antwort v Moncler :Fake ! Verkäufer wieder angeschrieben soll Geld sofort per Paypal überweisen , ich sende Jacke zurück , sonst rechtliche Schritte . Keine Antwort . Habe alles dokumentiert per Screenshot . Zeuge war dabei , als ich Jacke gekauft habe . Was soll ich tun ?
Anika (Sonntag, 13 November 2016 22:04)
Hallo, wann man denkt das man echtr ware hat und in ebay einstehlt aber danach loscht weil jemand geachrieben das wie fake aussieht .ware wurde gleich geloscht und nicht verkauft .ist trotzdem gafer das man strafe bekommt? Das war brend chanel.
Antwort zu #32 (Montag, 14 November 2016 11:07)
ich verstehe Ihre Anfrage so: Sie haben bei eBay etwas eingestellt und dann wieder gelöscht, obwohl Gebote bereits gesetzt waren. Jetzt fürchten Sie Schadensersatzansprüchen, etc. ausgesetzt zu sein.
Ihr Fall kann so oder so bewertet werden: Einerseits ließe sich argumentieren, dass Sie einem Irrtum unterlagen und daher abbrechen durften. Andererseits könnte man es aber auch so werten, dass Sie sich vorher hätten schlau machen müssen, ob es ein Original oder eine Fälschung ist. Bei dieser Annahme wäre der Abbruch wohl als unberechtigt anzusehen.
Ohne Ihren Fall genau zu kennen, möchte ich mich da nicht festlegen. Auch bin ich mir nicht sicher, ob ich Ihre Anfrage richtig verstanden habe.
Antwort zu #31 (Montag, 14 November 2016 11:10)
befolgen Sie den obigen Leitfaden. Wenn Sie an einer Stelle nicht weiterkommen, sollten Sie einen Anwalt aufsuchen.
Eugenie (Mittwoch, 16 November 2016 11:06)
ich habe eine RADO Damenuhr von meinem Ex Freund vor Ca. einem Jahr geschenkt bekommen.
Habe sie nie getragen, weil sie mir zu groß war. Vor einigen Wochen habe ich eine PRIVATE Anzeige bei Ebay KLEINANZEIGEN für 300,00-€ erstellt. In der Beschreibung stand, dass es sich um ein Geschenk handelt und ich keine Originalverpackung und keine Papiere dazu besitze.
Eine Dame hat mit mir Kontakt aufgenommen und meinte, dass sie eine kleine gebrauchte Rado Uhr für 280,-€ eingestellt hat und würde mit mir gerne tauschen. Bloß die Batterie ist leer und der Umtausch wäre nur bei RADO möglich, es kostet 55,-€ + versicherter Versand 6,99-€.
Also für mich hieß es, dass ich meine Uhr für 300,-€ gegen ihre für 218,-€ aber mit Zertifikat tauschen werde. Ich war einverstanden, weil meine eher nur in der Uhrenbox liegt.
Die Dame hat gefragt, wie sie sicher sein könnte, dass es sich um ein Original handelt?
Meine Antwort war: „Ich habe die Uhr von einem reichen Mann bekommen und gehe davon aus, dass sie Original ist, aber ich kenne mich nicht gut aus und auch reiche Männer schenken manchmal Plagiate ))) Ich habe keine OVP und kein Zertifikat dazu“.
Auch hat sie gefragt warum diese Uhr nur 12 Steine um die Datumsanzeige hat und alle anderen, die sie im Internet gefunden hat, 14 Steine haben. Also auf dem Foto war auch alles gut zu erkennen.
Auf jeden Fall hat sie die Info gehabt und war mit dem Tausch einverstanden.
Wir haben auf eigene Kosten die Uhren verschickt und somit getauscht.
In Ca. einer Woche schreibt sie mir, dass sie bei Christ war. Der Uhrmacher ein Duplikat bestätigt hat.
Sie möchte den Tausch rückgängig machen, sonst stellt sie eine Anzeige bei der Polizei wegen Betrug/ Plagiatsmissbrauch.
Falls ich dem rückgängigen Tausch einverstanden bin, wer übernimmt die ganze Versandkosten?
Die Uhr die ich von ihr bekommen habe, habe ich bereits in die Ukraine geschickt, da dort billiger ist der Batterietausch. Wer übernimmt auch diese Kosten?
Was erwartet auf mich in dem Fall, wo ich den Rücktausch ablehnen werde?
Vielen herzlichen Dank im Voraus für Ihre Einschätzung
Antwort zu #35 (Mittwoch, 16 November 2016 12:14)
ich denke nicht, dass Sie etwas zu befürchten haben. Sie haben gesagt, dass es sich um ein Geschenk von einem reichen Mann handelte, aber kein Zertifikat vorhanden ist. Sie sagten, dass Sie sich nicht auskennen mit Uhren und dass Sie im Endeffekt nur vermuten können, dass die Uhr original sei.
Aus diesem Grunde war der Gegenseite das Risiko also bestens bekannt, dennoch wurde getauscht. Wenn sich das Risiko nun realisierte und die Uhr also gefälscht ist, dann kann die Gegenseite darüber im Nachhinein nicht mehr verwundert sein oder sich sogar getäuscht fühlen.
Will sagen: Ich sehe weder einen Grund zur Rückabwicklung des Kaufvertrages, noch einen Sachverhalt, der die Annahme eines Betruges rechtfertigt. Meiner Meinung nach haben Sie nicht zu befürchten.
Sie sollten vorsorglich das Angebot und den Nachrichtenverkehr ausdrucken und sichern, um ggf. den Beweis antreten zu können.
Tobi (Samstag, 26 November 2016 06:36)
Ich habe mir offensichtlich eine ziemliche Dummheit geleiste und weiß nicht was ich machen soll.
Ich habe hin und wieder alte Gegenstände bei EBay verkauft für die ich keine Verwendung mehr hatte. Darunter auch 2 ( 1 Longchamp und eine Guess) Taschen meiner jetzigen Freundin. Bisher ist alles gut gelaufen und ich hatte auch keine Probleme.( Habe insgesamt seit 2001 vielleicht 30 Gegenstände Verkauft). Vor Ca. sieben Tagen habe ich noch eine Longchamp Tasche im beim Aufräumen im Keller gefunden und habe diese ebenfalls bei EBay reingestellt schön mit Foto und Artikelbeschreibung. (D.h Ich hab das aufgeschrieben was auf der Tasche stand "Lobgchamp........" noch guter Zustand bla bla). Gestern habe ich eine Nachicht von EBay bekommen das die Auktion gelöscht ist, weil sich der Markeninhaber wohl eine Fälschung/ Plagiat aus den Fotos erkannt hat. Ich bin aus allen Wolken gefallen und habe sofort meine Freundin angerufen die mir bestätigte das die Tasche ein Mitbringsel von einem Bekannten aus der Türkei ist und auch nicht Echt/ deswegen hatte sie diese mir damals auch nicht zum EBay Verkauf gegeben. Für mich persönlich sah die Tasche aber wirklich genau so aus wie die, die ich damals schon für sie verkauft hatte. Ich wäre nie darauf gekommen das die Tasche nicht echt ist- meine Freundin besitzt normal keine Plagiate und ich auch nicht. Ich bin absolut dagegen. Jetzt stehe ich aber da wie so ein Verbrecher - ich habe es wirklich nicht extra gemacht. Noch nie hab ich ein Plagiat besessen, geschweige denn verkauft. Wäre die Auktion wenigstens ausgelaufen- ich hätte dem Käufer jegliche Kosten erstattet und das scheiss Plagiat ( was für mich absolut echt aussieht) hätte er auch behalten können. Ich habe noch nie eine Straftat begangen ( außer 1 Punkt in Flensburg). Ich bin fast fertiger Student und lese im Internet was von 1500- 4000 Euro zuzüglich Anwalt. Das kann ich mir im Traum nicht leisten. Was soll ich nur tun - es war doch wirklich nicht mit Absicht-> ich wusste es nicht, sonst hätte ich wohl nicht die Tasche so genau von allen Seiten abfotografiert! Ich schäme mich für diese Dummheit und es ist einfach nur peinlich. Was mache ich denn jetzt? Im Internetforen steht ich bekomm jetzt ne teure Abmahnung Usw. :-(
Antwort zu #37 (Sonntag, 27 November 2016 14:52)
Ihr Situation tut mir leid, aber es in der Tat so, dass Unwissenheit nicht vor Strafe schützt. Sie haben -wenn auch unwissentlich- ein Plagiat verkauft oder zum Verkauf angeboten und so gegen das Markenrecht des Markeninhabers verstoßen. Grundsätzlich besteht daher ein gegen Sie gerichteter Anspruch auf Unterlassung. Die damit einhergehenden Rechtsanwaltskosten müssen Sie auch tragen, wobei die Höhe sich an dem Streitwert orientiert. Bei Markenrechtsverstößen fängt der Streitwert üblicherweise ab 20.000 € an. Es gibt aber auch Gerichte, die den Streitwert höher oder niedriger ansetzen. In Ihrem Fall würde ich wegen der "Einmaligkeit" einen geringen Streitwert ansetzen. Bei einem Streitwert von 20.000 € beträgt das Anwaltshonorar rund 1.171,67 €.
Der Unterlassungsanspruch setzt die Wiederholungsgefahr voraus. Um diese aus der Welt zu schaffen, müssen Sie im Rahmen einer strafbewehrten Unterlassungserklärung dem Markeninhaber gegenüber versprechen, dass Sie so etwas nicht mehr tun werden. An Ihrer Stelle würde ich schnell und unaufgefordert diese strafbewehrte Unterlassungserklärung abgeben. Grundsätzlich fallen die Anwaltsgebühren nämlich erst an, wenn der Anwalt sich Ihnen gegenüber bestellt und Sie entsprechend auffordert. Sind Sie nun schneller als der Anwalt und räumen die Wiederholungsgefahr durch eine strafbewehrte Unterlassungserklärung aus, dann besteht aber kein Anspruch und es gibt dann keinen Grund mehr, Sie anwaltlich aufzufordern.
Wenn Sie nicht wissen, wie eine Versicherung an Eides statt aufzusetzen ist, sollten Sie sich anwaltlichen Rat einholen.
Ulla (Montag, 28 November 2016 12:18)
ich habe bei Ebay-Kleinanzeigen von privat eine Wellensteyn-Jacke im Wert von 60 Euro gekauft. Zzgl. Versand 5 Euro. Nachdem der Gesamtbetrag von mir überwiesen wurde, bekam ich die Jacke auch zugestellt. Ich war entsetzt. Sie war a) nicht blau wie in der Anzeige geschrieben wurde und b) keine echte Wellensteyn-Jacke. Im Innenschilde stand made in Turkey. Des Weiteren war am unteren Saum ein Öse völlig rausgerissen und an einem Markenenblem aus Metall die rote Farbe völlig ab. Ich machte mich sodann mal im Internet schlau. Und musste feststellen, dass die Original Amethyst-Jacke von Wellensteyn auch ganz anderes aussieht, was ich beim Kauf aber gar nicht wusste. Ich schrieb der Verkäuferin das alles, worauf sie nicht antwortete. Sodann schrieb ich Ihr, dass Sie mir bitte das Geld sofort binnen 1 Woche zurücküberweisen solle, und warum. Angeblich hätte Sie meine erste Nachricht nicht bekommen. Nach der zweiten hat sie sich dann gemeldet und verlangt nun, dass ich die Ware erst zurücksenden soll und ich dann mein Geld bekäme. Ich vertraue Ihr aber nicht. Was kann ich machen. Ich habe ihr gesagt, dass ich ja auch erst das Geld überwiesen hätte und erst dann meine Ware bekommen hätte. Sie schrieb, dass sie sich auf was anderes nicht einlassen würde. Ich würde Sie am liebsten bei der Polizei anzeigen, wegen Betrugs. Geht das?? Oder was kann ich jetzt tun???
Habe auch schon überlegt, ob ich das Geld von meiner Bank einfach zurückbuchen lasse. Weiß aber nicht, ob das so einfach gehen würde.
Vadim (Dienstag, 06 Dezember 2016 10:37)
ich habe bei Ebay eine Paul & Shark Jacke ersteigert, die sich als Fälschung entpuppte. Verkäufer und Ebay selbst bitten mich um die Rücksendung der Ware. Ist es richtig, dass ich die Jacke nicht zurückschicken kann, da ich auf Schadenersatz klagen möchte.
Jürgen Spieles (Montag, 12 Dezember 2016 22:50)
Ichbhabe bei EBay Kleinanzeigen einen Beats Kopfhörer verkauft, der sich nun als Fälschung herausgestellt hat. Ich habe Diese aus einer Kofferversteigerung erhalten, ausgepackt und auf Funktion getestet und danach angeboten. Es gab weder Belege noch Unterlagen über die Kopfhörer. Auf die Frage des Verkäufers ob Diese Originale seien konnte ich nicht antworten, da ich nicht über die nötigen Kenntnisse verfüge. Trotzdem wollte er die Kopfhörer haben. Nun will er aber sein Geld zurück und droht mit Anzeige. Muss ich sie zurücknehmen, obwohl ich niemals zugesichert habe, dass die Originale sind?
Sabrina (Mittwoch, 11 Januar 2017 13:57)
Hallo. Ich habe eine Tasche über ebay verkauft. Da ich die Tasche selber bei ebay gekauft habe meine mein Mann ich soll es erst prüfen lassen bevor ich die verkaufe. Nur ist tasche verkauft und ich habe durch die id Nummer heraus gefunden das die Tasche eine repl. Ist. Tasche wurde nicht versendet und nicht bezahlt. Habe den Käufer noch keine Konto Daten zu geschickt.
Für Hilfe wurde ich ihnen sehr dankbar sein.
Antwort zu #39 (Freitag, 13 Januar 2017 11:17)
Sie hätten besser vor der Auktion überprüft, ob die Tasche echt ist. Nun könnten Sie sich verpflichtet haben, eine originale Tasche und keine Fälschung zu übereignen. Da Ihnen dies wohl nicht möglich ist, könnten Sie sich schadensersatzpflichtig gemacht haben. Ich schreibe "könnte", da ich eine abschließende Prüfung nicht vornehmen kann. Hierfür wäre die Einsicht der Artikelbeschreibung erforderlich.
Bitte beachten Sie, dass mir nicht alle Informationen vorliegen. Ich würde Ihnen ggf. raten, den Käufer um Auflösung des Vertrages zu bitten und ihm den Sachverhalt zu erläutern.
Rita (Freitag, 24 Februar 2017 18:40)
Hallo habe bei Ebay Kleinanzeige ein Schmetterlingskissen von Tempur gekauft .Da es aber sehr hart war hab ich bei Tempur nachgefragt und da sagen die es gibt das Climate nicht bei Tempur ...nur das Ombracio. auch nicht als Vorgänger .Es hätte schon immer Ombracio gehiessen .Was kann ich tun?? Der Verkäufer behauptet strikt es wäre Original u weigert sich es zurück zu nehmen .:MFG
Nicolai Gutmaier (Sonntag, 26 Februar 2017 10:08)
Ich habe letzte Woche über die Plattform Ebay Kleinanzeigen eine "Diesel" Armbanduhr gekauft.
Auf die Frage hin, ob die Uhr fuktioniert und ob sie ein Original ist antwortete sie, das sie sich qualitativ hochwertig anfühle, sie auch in einer "Diesel" Geschenkbox gewesen sei, das sie nicht denke, dass man solche Uhren überhaupt so fälschen könne und sie einwandfrei funktioniere.
Ich habe sie daher für 60 Euro gekauft. Der Preis ist zwar günstig aber nicht unrealistisch.
Sie kam einen Tag später bei mir an (gestern, 25.03.) und ich stelle fest, daß sie klappert, viel zu leicht ist, das eine der beiden Ziffernblätter nicht funktioniert.
Fälschubgsindizien liegen viele vor und auf einen Kontakt antwortet die Verkäuferin nicht mehr.
Diese hatte im Nahrichtenverlauf erwähnt, dass sie für nichts hafte und keine Gewährleistung gäbe.
Bezahlt habe ich per Überweisung, weil die Verkäuferin kein PayPal habe.
Würde mich über eine rechtliche Einschätzung von Ihnen sehr freuen.
Mfg, Gutmaier
Mareike (Sonntag, 05 März 2017 19:48)
Guten Tag Herr Nelke,
ich habe bei eBay Kleinanzeigen zwei gebrauchte ältere Taschen von Dior und Chanel gekauft, die ausdrücklich als Originale angeboten wurden und auf den Bildern auch sehr echt aussahen.
Ich habe also keine weiteren Beweise angefordert sondern die Taschen gekauft.
Nach Erhalt ließ ich die Taschen sowohl bei Dior als auch Chanel überprüfen und mir wurde mündlich bestätigt dass es sich um Plagiate handelt. Dies wurde mir aber nur mündlich bestätigt, schriftlich darf nur die Echtheit bestätigt werden.
Ich hätte die Tasche in die jeweilige Zentrale schicken können, dann wären die Taschen aber vernichtet worden.
Dies habe ich dem Verkäufer mitgeteilt, der natürlich alles dementierte und auch sofort die Anzeigen löschte.
Im Emailverkehr beharrte er auf die Echtheit der Taschen, meinte aber auch ich könne mich bei den Preisen nicht beschweren. Ich sagte ihm dass ich keine Plagiate möchte und ihm anbiete, den Kauf rückgängig zu machen, so bekommt er immerhin seine Taschen wieder.
Er besteht auf einem Zertifikat der Firmen, dass die Taschen gefälscht sind und begreift nicht, dass das nicht möglich ist.
Die gesetzten Fristen sind verstrichen, der Hinweis auf Anzeige bei der Polizei hat zu nichts geführt und als ich - einfach um die Sache zu einem Ende zu bringen, die Taschen via Nachnahme zurück gesendet habe, wurde die Annahme verweigert und ich wüst per email beschimpft.
Ich möchte einfach mein Geld zurück, aber mittlerweile auch Schadensersatz bzw. alle mir entstandenen Kosten erstattet haben.
Wie wäre da das sinnvollste Vorgehen?
Elisa (Sonntag, 19 März 2017 16:39)
ich habe eine Jeans-Hose über Ebay-Kleinanzeiger gekauft. Es handelt sich um eine bekannte Marke. Nun stelle ich fest, dass die Hose in Türkei produziert wurde und vielleicht eine Fälschung ist. Da ich nicht mehr weiß, wer der Verkäufer war und ich davon ausginge, dass es um eine original Hose handelt, darf ich die Hose über Ebay-Kleinanziger weiterverkaufen? Oder verletze ich hiermit den Urheberrecht?
Antwort zu #39 (Montag, 20 März 2017 10:27)
lesen Sie sich bitte den vorbezeichneten Leitfaden durch. Ihre Fragen werden dort beantwortet. Wenn der Verkäufer wusste, dass die Jacke gefälscht ist und sie dennoch als original anbot, dann liegt ein strafbarer Betrug vor.
Antwort zu #40 (Montag, 20 März 2017 10:30)
Sehr geehrter Herr Vadim,
ja, das ist richtig! Sie sollten den Verkäufer auffordern, eine originale Jacke zu versenden. Setzten Sie ihm eine Frist und machen Sie klar, dass Sie das Plagiat erst bei Erhalt einer originalen Jacke zurücksenden. Sollte er die nicht tun, dann können Sie vom Kaufvertrag zurücktreten und Schadensersatz einfordern. Bitte lesen Sie sich nochmals obige Informationen durch!
Antwort zu #41 (Montag, 20 März 2017 10:32)
Sehr geehrter Herr Spieles,
das kommt drauf an. Wenn Sie in der Auktion den Markennamen verwendet haben, dann liegt ein Sachmangel vor. Haben Sie aber erwähnt, dass der Artikel aus einer Kofferversteigerung stammte, dann könnte die Rechtslage schon wieder anders aussehen, weil der Käufer dann damit zu rechnen hatte, dass die Kopfhörer wohlmöglich nicht original sind.
Antwort zu #42 (Montag, 20 März 2017 10:35)
an Ihrer Stelle würde ich mich an den Verkäufer wenden und versuchen, mit ihm ins Gespräch zu kommen. Bitte beachten Sie auch, dass der Verkäufer ggf. keine Rechte hat, wenn Sie geschrieben haben, dass die Tasche selbst über ebay bezogen wurde. Dies setzt aber voraus, dass Sie die Tasche nicht expliziet als Original angeboten haben.
Antwort zu #44 (Montag, 20 März 2017 10:37)
ich kann Ihre Frage nicht beantworten, da ich den Unterschied zwischen den Kissen oder Kissenmarken nicht verstehe.
Antwort zu #45 (Montag, 20 März 2017 10:39)
Sehr geehrte Frau Gutmaier,
bitte lesen Sie sich die obigen Informationen durch und Ihre Frage wird beantwortet werden. Wenn die Uhr nicht original ist, dann stehen Ihnen die im Fließtext beschriebenen Ansprüche wohlmöglich zu.
Antwort zu #46 (Montag, 20 März 2017 10:40)
am sinnvollsten ist es, wenn Sie einen Rechtsanwalt mit der Durchsetzung Ihrer Ansprüche beauftragen. Dieser ist Fachmann und wird Ihnen weiterhelfen können.
Antwort zu #47 (Montag, 20 März 2017 10:42)
der Verkauf von gefälschter Ware verletzt das Markenrecht der jeweiligen Firma und kann nciht empfohlen werden. Grundsätzlich spricht gegen die Originalität aber nicht, dass die Hose in der Türkei genäht wurde. Viele originale Kleidung wird dort genäht. Sie sollten sich ersteinmal über die Echtheit der Hose informieren.
Dennis (Mittwoch, 29 März 2017 15:55)
wie verhält es sich in dem Fall, wenn mir durch einen Privattausch bei Ebay Kleinanzeigen ein Iphone, was sich im nachhinein als Plagiat entpuppt, angedreht wird, welche Rechte hätte ich in dem Fall, oder ist der Tausch an sich rechtlich nicht gesichert ?
Sabine D. (Donnerstag, 06 April 2017 16:31)
Hallo, ich habe auf ebay eine Dietrich Uhr für ca- EUR 760,-- ersteigert und per paypal bezahlt. Nach Erhalt hatte ich Zweifel an der Echtheit und habe den schweizer Hersteller direkt kontaktiert. Ich habe eine Bestätigung per mail mit Firmen Absender erhalten, dass es sich um eine Fälschung handelt. Ebay Käuferschutz hat mir erst EUR 100,-- angeboten . Das lehne ich natürlich ab. Jetzt will man die Herstellerbestätigung nicht anerkennen, da diese per mail ist. Die Schweizer Hersteller wollen mir jetzt keinen unterschriebenen Brief schicken, sie sagen per mail muss reichen.
Anna Müller (Dienstag, 25 April 2017 15:11)
ich habe bei ebay eine Tasche von Louis Vuitton ersteigert, der Verkäufer hat einPlagiat geliefert.
Anhand der Bilder war nicht ersichtlich das es sich um ein Plagiat handelt, da das typische Monogrammuster samt LV Zeichen auf der Tasche gut zu sehen waren.
Der Verkäufer beruft sich nun darauf, dass ich hätte wissen müssen, dass es sich um ein Plagiat handelt, da die Tasche nur als Tasche verkauft habe den Markennamen nicht genannt und die Tasche nicht in der Kategorie Louis Vuitton eingestellt war.
Das sehe ich allerdings anders, da er mit den ebay AGB zugestimmt hat keine Fälschungen zu handeln. Außerdem sind meiner Meinung nach die Bilder doch Teil der Artikelbeschreibung und somit des Angebotes, oder nicht?
Danke, dass Sie sich die Zeit für eine Antwort nehmen.
Antwort zu #56 (Mittwoch, 26 April 2017 11:50)
auf den Tauschvertrag sind die Regeln des Kaufrechts anwendbar, sodass sich an der Rechtslage nichts ändert.
Antwort zu #57 (Mittwoch, 26 April 2017 11:55)
notfalls sollten Sie klagen und bei Gericht den Beweis führen, dass die Uhr gefälscht ist und damit die Voraussetzung für die Erstattung vorliegen.
Alternativ können Sie auch einen örtlichen Uhrmacher bitten, eine Bescheinigung zu erstellen.
Antwort zu #58 (Mittwoch, 26 April 2017 11:56)
ich habe bereits mehrere Fälle mit gefälschten Louis Vuitton Taschen betreut. In Ihrem Fall besteht die Besonderheit, dass eben nicht mit dem Markennamen geworben wurde. Etwaige Urteile zu dieser Konstellation sind mir nicht bekannt, so dass Rechtsunsicherheit besteht.
Gleichwohl würde ich den Fall aber auch wie Sie einschätzen: Zumindest aufgrund der Fotos, die das Louis Vuitton Produktzeichen abbilden, durften Sie berechtigter Weise davon ausgehen, dass es sich um ein Original handelt.
Anna Müller (Mittwoch, 26 April 2017 18:18)
Anna Müller (Sonntag, 30 April 2017 20:12)
Hallo Her Nelke,
Der Verkäufer stellt sich quer und die Frist zur Nachlieferung läuft bald aus. Nun handelt es sich ja wie bereits beschrieben um eine Modell das so gar nicht hergestellt wird. Ich kann leider trotz aller Recherche nichts dazu finden wie hier ein Schadensersatz zu ermitteln ist. Gehe ich vom Modell der Form nach aus oder vom Muster? Oder treffe nehme ich den Mittelwert zwischen dem Modell dem es der Form nach entspricht und dem ähnlich großen Modell dessen Muster es hat?
Da die Verkäuferin äußerst dreist ist habe ich vor das volle Programm durchzuziehen, ohne realistische Schadensersatzhöhe ist das fordern allerdings schwer.
Antwort zu #63 (Dienstag, 02 Mai 2017 15:03)
die Bezifferung des Schadensersatzes obliegt Ihnen. Es ist grundsätzlich nicht möglich von anderen Modellen auf Ihres zu schließen. Gleichwohl gibt es aber das Modell scheinbar nicht. Sie sollten das Modell wählen, dass Ihrer Tasche am nächsten kommt. Ich selber würde die günstigste Louis Vuitton Tasche nehmen und sagen, dass diese im Original mindestens den ermittelten Preis kostet. Das ist meiner Meinung nach am ehesten praktikabel. Aber auch diese Berechnung könnte ggf. Probleme machen.
Busch (Mittwoch, 17 Mai 2017 21:40)
ich habe über EbayKleinanzeigen ein Radtrikot und eine Hose erworben und über PayPal bezahlt. Als ich es heute erhalten habe musste ich leider feststellen, dass es gefälscht ist. In der Artikelbeschreibung war zwar von "Peplica" die Rede, jedoch bin ich die ganze Zeit davon ausgegangen, dass es sich um das Replica Produkt handelt welches vom Originalhersteller vertrieben und lizensiert wird. Als ich den Verkäufer darauf hingewiesen habe, meinte dieser nur, dass es meine Schuld wäre, wenn ich mich da getäuscht habe. Ich habe ihm jedoch auch während des Verkaufsgesprächs mitgeteilt, dass ich vor dem Kauf noch ein Trikot des Originalherstellers anprobieren wollte, um zu sehen ob die Größe passt. Als ich ihm das geschrieben habe, kam vom Verkäufer kein Hinweis, dass das keinen Sinn machen würde, da es eh nicht vom Originalhersteller wäre. Außerdem wurde in der Anzeige mit keinem Wort erwähnt, dass es kein Rückgaberecht gibt oder man keine Gewährleistungsansprüche stellen dürfte. Das ganze habe ich so auch schon PayPal geschildert, jedoch mache ich mir wenig Hoffnung da weiterzukommen, nachdem ich gelesen habe, was Sie dazu erklärt haben. Was sollte ich jetzt als nächstes tun?
Carsten (Donnerstag, 03 August 2017 15:00)
Guten Tag ich habe bei eBay einen Artikel ersteigert der original angeboten worden ist.
Das Problem an der Sache der Artikel den ich bekommen habe habe ich mit anderen Sachen gewaschen und der Schreck als ich die Maschine öffnete stellte ich fest dass die Jacke sich von der Farbe getrennt hat. Eine klebrige Substanz umhüllte meine anderen Wäschestücke . Die Waschmaschine war mit den ganzen Zeug verklebt. Als ich den Verkäufer an schrieb wo der mir an das Geld zurückzuüberweisen und dass es ihm leid täte er wüsste nicht dass es sich um eine Fälschung handelt. Es hätte die Jacke ja immer in die Reinigung gebracht. Ich habe die Jacke wie angegeben 40°nur bei 30 Grad gewaschen und das Dingen löst sich auf. Nun habe ich eine verärgerte Frau eine Waschmaschine die ich reinigen lassen muss und drei Wäschestücke die nicht mehr zu gebrauchen sind. Kann ich dagegen was tun
Franz (Montag, 21 August 2017 20:36)
Habe diverse Uhren bei ebay gekauft.
Teils auch wieder verkauft.
Nun hat ein Testkäufer bei mir eine Uhr erworben
und ich wurde von einer Kanzlei abgemahnt mit Forderung eines grösseren Geldbetrages.
Diese Uhr sei ein Plagiat - es handle sich um eine gefälschte Rado Uhr.
Mir war beim Kauf absolut nicht bekannt wie eine teure Rado Uhr aussieht.
Gekauft habe ich eine TIME FORCE Uhr.
Antwort zu #65 (Dienstag, 22 August 2017 10:30)
ich kenne mich mit Replica-Produkten nicht so gut aus. Als Replica werden in der Regel Produkte bezeichnet, die der Hersteller im Rahmen einer Neuauflage nachproduziert, was insbesondere bei alten Trikots der Fall ist. Vor diesem Hintergrund teile ich Ihre Einschätzung und gehe auch davon aus, dass Sie unwissentlich ein Plagiat gekauft haben. Ihnen dürften die vorbezeichneten Rechte zustehen.
Antwort zu #66 (Dienstag, 22 August 2017 10:33)
ich habe Ihnen die Rechtslage via Email bereits erläutert. Ob es sich um eine Plagiat handelt oder nicht, wissen Sie nicht. Allerdings handelt es sich um einen Mangel, weswegen der Verkäufer zur Gewährleistung verpflichtet ist. Im Rahmen dessen hat er die Schuhe zu ersetzen und -falls er dies nicht tut- Ihnen nach Rücktritt den Kaufpreis zu erstatten. Natürlich können Sie daneben noch Schadensersatz einfordern.
Im Übrigen steht Ihnen als Verbraucher ein Widerrufsrecht zu, wenn es sich bei dem Verkäufer um einen Unternehmer handelt.
ANtwort zu #67 (Dienstag, 22 August 2017 10:46)
Sie sind nicht der einzige, der aktuell seitens Rado abgemahnt wird. Mir lag auch das Schreiben eines weiteren Rechtsratsuchenden vor. Es handelt sich wohl um eine Abmahnwelle.
In der Tat ist es so, dass die Abmahnung grundsätzlich richtig ist, wenn es sich tatsächlich um ein Plagiat handelte. Insoweit schützt Sie Ihre Unwissenheit nicht. Sie sollten eine modifizierte Unterlassungserklärung abgeben, um somit die Widerholungsgefahr und damit die Einleitung rechtlicher Schritte auszuräumen.
Sie werden auch aufgefordert, Anwaltskosten zu zahlen. Hierbei wird ein sehr hoher Streitwert angesetzt, der meiner Meinung nach überzogen ist. Nach diesem Streitwert (100.000€) werden die Kosten ( 2.375,88 €) berechnet. Hier können Sie jedoch ansetzen und in Verhandlungen mit der Gegenseite treten,um die Kosten zu "drücken".
Bitte beachten Sie, dass ich die Einschätzung nur auf Ihre Anfage erstellte. Ggf. werden bei anwaltlicher Nachfragen weitere Umstände ersichtlich, die Sie eventuell ganz aus einer Verpflichtung tragen. Oft sind Details entscheidend.
Wenn Sie anwaltliche Hilfe benötigen, können Sie es mich gerne wissen lassen.
Thomas (Mittwoch, 23 August 2017 16:57)
ich habe eine Sonnenbrille bei Ebay Kleinanzeigen erworben. Im Nachhinein stellte sich die Brille als Fälschung heraus. Ich habe es herausgefunden da in die Gläser der Sonnenbrille das Markenlogo eingraviert sein müsste. Nun war das Logo nur aufgedruckt und ich habe es versehentlich abgekratzt/verkratzt. Dadurch ist mir der Betrug erst aufgefallen.
Ich habe über Paypal gezahlt. Sollte ich nun mein Geld wiederbekommen und die Brille an den Verkäufer zurückschicken bin ich für die Beschädigung am Artikel haftbar? Kann ich im Nachhinein auch noch Ärger bekommen dadurch dass ich die Ware beschädigt zurückgeschickt habe obwohl mir der volle Kaufpreis zurück erstattet wurde?
Helin (Freitag, 08 September 2017 20:30)
was ist wenn man ein fake gekauft hat wo original angegeben wwar aber nicht aus eBay sondern von einer anderen Seite ist ich habe mir mal die Kommentare der vorherigen Schreiber durchgelesen bei denen hat es sich nur auf die Seite eBay bezogen gelten die Sachen nur diesbezüglich oder auch wenn man von anderen seiten versehentlich fake Schuhe kauft? Also ist es nicht strafbar für den Käufer selbst wenn die ware nicht aus EBay stammen sollte?
Marion (Montag, 25 September 2017 22:03)
ich habe online 4 Kosmetikpaletten und einen Laserpointer gekauft. Im Vorhinein bestätigte der Verkäufer auf meine Anfrage, dass es sich um Originale handelt.
Nun ist die Ware da und alles ist gefälscht.
Da ich per Überweisung bezahlt habe, kann Ebay mir nicht weiterhelfen und nach meiner Nachricht an den Verkäufer, hat dieser sein Konto gelöscht.
Die Anzeige bei der Polizei habe ich schon online geschaltet.
Kann ich nun noch etwas tun oder muss ich mich erst gedulden. bzw lohnt sich jetzt schon rechtlicher Beistand?
Antwort zu #71 (Montag, 02 Oktober 2017 11:25)
vor dem Zeitpunkt des Rücktritts können Sie den Kaufartikel benutzen, wie Sie es überlicher Weise auch tun würden, wenn Sie nicht vom Vertrag zurücktreten wollen. Will sagen: Sie sind für etwaige Beschädigungen nicht haftbar, wenn Sie mit der Brille etwas angestellt haben, was Sie überlicher Weise mit Ihren Brillen auch anstellen. Erst nachdem Sie den Rücktritt erklärt haben oder von Ihrem Rücktrittsrecht wussten, gelten strengere Haftungsmaßstäbe und Sie müssen besonders gut auf den Artikel aufpassen.
Gesetzt der Fall, dass Sie bei Benutzung der Brille nicht Ihre eigene Sorgfaltspflicht überstrapaziert haben, sollten Sie also nicht haftbar zu machen sein. Halten Sie sich an den vorbezeichneten Leitfaden.
Antwort zu #73 (Montag, 02 Oktober 2017 11:27)
egal ob bei eBay oder sonstwo - es gilt: Wenn Sie ein Original gekauft haben, so sind Sie auch berechtigt, ein Original zu erhalten. Die Rechtslage sollte 1-zu-1 übertragbar sein.
Antwort zu #73 (Montag, 02 Oktober 2017 11:29)
ob sich die Rechtsverfolgung lohnt, dass müssen Sie selbst wissen. Grundsätzlich können Sie Ihre Rechte geltend machen und hierfür auch einen Anwalt beauftragen. Sollte der Verkäufer aber nicht greifbar sein, so wird Ihnen im Regelfall auch kein Anwalt helfen können.
Martin (Freitag, 06 Oktober 2017 22:12)
Hallo, habe bei eBay auch gefälschte Schuhe ersteigert. Hab mich mit dem Verkäufer und eBay in Verbindung gesetzt beide meinten ich sollte den Artikel zurück schicken und dann bekäme ich mein Geld wieder. Habe aber Angst das ich am Ende mein Geld dann doch nicht wieder kriege und komplett ohne irgendwas da stehe. Was soll ich tun? Mfg
Antwort zu #77 (Montag, 09 Oktober 2017 13:01)
der Erfüllungsort für sämtliche Rückgewähransprüche nach Rücktritt vom Kaufvertrag – also auch für den Anspruch des Käufers auf Erstattung des Kaufpreises – ist der Ort, an dem sich die Kaufsache zur Zeit des Rücktritts vertragsgemäß befindet. Dies sollte also Ihr Wohnsitz sein. Schreiben Sie den Verkäufer an, er möge die Sache abholen und sodann den Kaufpreis in bar zurückerstatten. Weigert sich der Verkäufer, dann sollten Sie einen Anwalt einschalten und ggf. Klage erheben.
Hanna (Sonntag, 29 Oktober 2017 17:45)
Ich habe unbewusst gefälschte Markenware gekauft, welche als Original betitelt wurde, jedoch hat sich das erst einen Monat nach Erhalt der Ware sicher bestätigen lassen (durch ein Fachgeschäft). Die Kleidung wurde nicht getragen oder benutzt, jedoch frage ich mich, ob der Zeitpunkt bereits zu spät ist, um von dem Kaufvertrag zurück zu treten. Gibt es eine Frist, bis wann so etwas 'reklamiert' werden muss? Besteht jetzt noch die Möglichkeit vom Vertrag zurück zu treten und weitere oben beschriebene Schritte einzuleiten?
Des weiteren würde mich interessieren, wie man nachweisen kann, dass es sich um kein Original handelt, bis jetzt habe ich nur eine mündliche Bestätigung eines Fachkundigen bekommen.
Antwort zu #79 (Montag, 06 November 2017 14:10)
grundsätzlich haben Sie noch Zeit, Ihre Rechte zu beanspruchen. Verjährung findet erst in 3 Jahren statt. Jedoch sollten Sie wegen der Beweissituation keine Zeit mehr verlieren. Ob es sich um ein Original handelt oder nicht, werden Ihnen einige Hersteller schriftlich bestätigen. Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit, einen Sachverständigen zu beauftragen. Spätestens in einem möglichen Prozess sollten Sie dies auch tun. Vor einer Begutachtung vor einem Gerichtsverfahren würde ich grundsätzlich abraten, da es sein kann, dass Sie sodann auf den Gutachterkosten sitzen bleiben. Bei Gericht zählen Gutachterkosten zu den Gerichtskosten und sind sodann von der unterlegenen Partei zu zahlen.