Source: https://www.juraforum.de/lexikon/gmbh-co-kg
Timestamp: 2018-03-23 20:50:00
Document Index: 111896471

Matched Legal Cases: ['§ 164', '§ 15', 'BGH', 'BGH', '§ 19', '§ 273', '§ 325']

ᐅ GmbH & Co. KG: Definition, Begriff und Erklärung im JuraForum.de
Erklärung zum Begriff GmbH & Co. KG
Eine GmbH & Co. KG ist eine Personengesellschaft und stellt eine Sonderform einer Kommanditgesellschaft dar. Entgegen der ursprünglichen Kommanditgesellschaft ist der Komplementär, als persönlich haftende Person, keine natürliche Person im Rechtssinne sondern eine GmbH. Damit ist die Haftung einer GmbH & Co. KG auf das Vermögen der Gesellschaft mit beschränkter Haftung begrenzt.
Geschäftsführung der Personengesellschaft
Da die GmbH & Co. KG eine Personengesellschaft ist wird sie von dem Gesellschafter bzw. dem Komplementär nach § 164 HGB grundsätzlich alleine im Rechtsverkehr vertreten. Der Kommanditist ist von der Geschäftsführung ausgeschlossen. Eine Ausnahme wird jedoch in den Fällen gemacht, in denen ein außergewöhnliches Geschäft vorliegt. In dieses Fällen besitzt er ein sogenanntes Widerspruchsrecht. Ein außergewöhnliches Geschäft liegt insbesondere dann vor, wenn die Handlungen des Komplementärs über den gewöhnlichen Betrieb des Handelsgewerbes der Gesellschaft hinausgehen.
Vorteile einer GmbH & Co. KG
In erster Linie hat eine GmbH & Co. KG den großen Vorteil, dass das Haftungsrisiko für die Beteiligten Gesellschafter begrenzt ist und es deshalb keine persönliche Haftung entsteht. Weiterhin ist es möglich weitere Kommanditisten in die Gesellschaft zu bringen und damit das Kapital weiter zu erhöhen. Die Kapitalbeschaffung gestaltet sich somit flexibler. Ferner ermöglicht die Sonderform der Personengesellschaft eine den Personengesellschaften fremde Drittorganschaft.
Gründung einer GmbH & Co.KG
Die Gründung der Personengesellschaft setzt zunächst einen Gesellschaftsvertrag zwischen einer bestehenden GmbH als Komplementär und mindestens einem Kommanditisten voraus. Nach Abschluss des Gesellschaftsvertrages müssen alle Gesellschafter in das Handelsregister unter notarieller Beglaubigung eingetragen werden. Aufgrund der Mischform der Gesellschaft als Personen- und Kapitalgesellschaft muss der Gesellschaftszusatz GmbH & Co. KG in das Handelsregister eingetragen werden. Dadurch wird im Rechtsverkehr öffentlich, dass die Gesellschaft eine Sonderform der Personengesellschaft ist und keine persönliche Haftung der Gesellschafter vorliegt.
GmbH & Co.KG/ Immobilie/ Handelsregister Denksport66 schrieb am 24.10.2015, 23:43 Uhr:
Hallo liebe Forengemeinde, ich hoffe, das Thema ist an richtiger Stelle, um entsprechenden Meinungsaustausch zu erhalten, dem im Voraus schon großer Dank gilt. Fallbeschreibung:Wenn eine Immobilie an eine xyz GmbH & Co. KG verkauft, der Eigentümerwechsel den Mietern auf dem Kopfbogen des neuen Eigentümers xyz GmbH und Co. KG unter... » weiter lesen
Gesellschafterausschluss aus einer GmbH & Co KG Kwaxs schrieb am 19.08.2015, 18:49 Uhr:
Hallo liebe Forum-Gemeinde,die Frage richtet sich in erster Linie an die Mitglieder, die evtl. schon selbst durch diese Prozedur gegangen sind und eine entsprechende Erfahrung haben.Ein (nicht geschäftsführender) Gesellschafter G beteiligt sich gerade mit 1/3 an einer GmbH & Co KG, die außer ihm von 2 weiteren geschäftsführenden... » weiter lesen
GmbH & Co. KG - Wer haftet für Steuernachforderung durch FA Miledy schrieb am 21.04.2015, 17:09 Uhr:
Hallo zusammen,mal angenommen, eine GmbH & Co. KG erhält in 2015 einen Bescheid für 2011 aus einer Betriebsprüfung über die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen und des verrechenbaren Verlustes nach § 15a Absatz 4 EStG.Im Ergebnis soll der einzige Kommanditist einen nicht unerheblichen Betrag als... » weiter lesen
Haftung einer GmbH und Co. KG Rihaza schrieb am 06.02.2014, 18:44 Uhr:
Ich grüße euch und danke schon einmal im Voraus für euren Rat. Stellen wir uns einmal vor, es existiert eine GmbH & Co. KG. Diese ist ins Handelsregister eingetragen und es gibt zwei Kommanditisten A und B. C und D sind Gesellschafter und Geschäftsführer. Nach mehreren Jahrzehnten scheiden A und B aus und übertragen ihre Anteile und... » weiter lesen
GmbH&Co. KG jurawilli82 schrieb am 13.12.2013, 17:37 Uhr:
Hallo zusammen, Kann mir jemand beantworten welche Vorraussetzungen es gibt bei der Veräußerung eines Anteils der GmbH und Co. KG? » weiter lesen
GF-Gehalt GmbH & Co. KG joschi06 schrieb am 03.01.2012, 15:05 Uhr:
Hallo, nehmen wir folgenden Fall an: A und B gründen eine einstöckige GmbH & Co. KG. A wird als Geschäftsführer der GmbH ernannt. Der Gewinn aus der Geschäftstätigkeit soll folgendermaßen verteilt werden: A soll pro Monat 1.500€ vom Gewinn erhalten, der Rest wird zu gleichen Anteilen zwischen den zweien aufgeteilt. Nun meine Frage:... » weiter lesen
Umfirmierung von Einzelfirma e.K. in GmbH & Co. KG BrittBritt schrieb am 23.01.2009, 17:36 Uhr:
Sachverhalt: zum 1.1.09 Umfirmierung einer Einzelfirma "e.K." in eine Gmbh & Co. KG. Geschäftsführer haben sich geändert. Bei der Gemeinde wird die Firma weiterhin mit der gleichen Betriebsnummer geführt, trotz Abmeldung der "alten" Firma in der Handwerksrolle und Neueintrag der neuen Firma etc. Da es sich um eine Spedition handelt,... » weiter lesen
Beitritt einer GmbH & Co. KG ohne Vertrag gesehen zu haben impetor schrieb am 10.06.2007, 13:41 Uhr:
Ich habe eine Frage bezüglich des Beitritts einer GmbH & Co. KG als Kommanditist. Was ist, wenn der Kommanditist nie den Gesellschaftsvertrag bekommen hat, obwohl der Komplementär darum gebeten wurde? Der Kommanditist hat eine Vollmacht unterschrieben, dass der Komplementär in sämtlichen Bereichen Vollmachten bekommt und der... » weiter lesen
Eigentlich hätte bei den Anlegern der Gebr. Sanders-Anleihe am 22. Oktober die Zinszahlung eingehen sollen. Daraus wurde nichts. Denn der Bettenhersteller ist insolvent. Ende September beantragte er ein Schutzschirmverfahren. Das Amtsgericht Bersenbrück gab dem Antrag statt. Inzwischen hat die Gebr. Sanders GmbH & Co. KG Zahlungsunfähigkeit angezeigt. Nach Unternehmensangaben sei die Zahlungsunfähigkeit eingetreten,... » weiter lesen
REIMER hat erste Klagen gegen Gründungsgesellschafter und Treuhandkommanditistin eingeleitet Vor einem Jahr bereits wies unsere Kanzlei auf die Befürchtung hin, dass dem maroden Offshore Fonds 4 aus dem Hause NORDCAPITAL die Insolvenz droht. Dies wäre die endgültige Bestätigung für den Totalverlust der investierten Anlegergelder, der faktisch ohnehin schon eingetreten ist. Zudem droht den Anlegern im Falle der Insolvenz, dass sie einen Teil... » weiter lesen
Beschränkte Tabakwerbung auf Unternehmens-Webseiten
06.10.2017 | Recht & Gesetz
Karlsruhe (jur). Das gesetzliche Tabakwerbeverbot gilt grundsätzlich auch für Unternehmens-Webseiten. Wenn ein Tabakhersteller auf der Startseite seiner eigenen Homepage werbend seine Produkte darstellt, ist dies rechtswidrig, urteilte am Donnerstag, 5. Oktober 2017, der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe (Az.: I ZR 117/16). Denn jedenfalls mit der Startseite, spreche er die „breite Öffentlichkeit“ an.Im entschiedenen Rechtsstreit hatte der... » weiter lesen
Um das Regionalfensterprogramm kann sich der Fernsehsender Sat.1 nicht drücken
02.08.2017 | Recht & Gesetz
Koblenz (jur). Der Fernsehsender Sat.1 muss Sendezeiten für die Übertragung von Regionalfensterprogrammen bereitstellen und diese weiter finanzieren. Weder stellt die Finanzierungsverpflichtung des Hauptprogrammveranstalters eine verfassungswidrige Sonderabgabe noch eine nach EU-Recht unzulässige Beihilfe dar, entschied das Oberverwaltungsgericht (OVG) Rheinland-Pfalz in einem am Dienstag 1. August 2017 bekanntgegeben Beschluss (Az.: 2 A... » weiter lesen
Kein „Betriebsübergang“ beim Verkauf der Betriebsanteile
Erfurt (jur). Der Verkauf auch sämtlicher Betriebsanteile an neue Gesellschafter führt arbeitsrechtlich nicht zu einem sogenannten Betriebsübergang. In einem am Donnerstag, 23. März 2017, verkündeten Urteil hält das Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt daran auch mit Blick auf EU-Recht fest (Az.: 8 AZR 89/15). Als Konsequenz bleiben in solchen Fällen die bisherigen Arbeitsbedingungen bestehen.Im konkreten Fall gelten danach auch nach der... » weiter lesen
GmbH & Co. KG Urteile und Entscheidungen
1. Die Rechtsprechung des BGH zur Frage der Erfüllung der Bareinlagepflicht will verhindern, dass die sich aus § 19 GmbHG ergebenden Pflichten durch formale Gestaltungen umgangen werden, bei denen rein rechtlich gesehen zwar eine Zahlung der Gesellschafter an die GmbH feststellbar ist, welche bei wirtschaftlicher Betrachtung sich...
» OLG-THUERINGEN, 17.05.2006, 6 U 717/05
Die Nachtragsliquidation einer kapitalistisch strukturierten GmbH & Co. KG erfolgt nicht durch den bisherigen, sondern durch einen analog § 273 Abs. 4 AktG gerichtlich neu zu bestellenden Abwickler; ersterer kann eine in die Nachtragsliquidation fallende Abwicklungsmaßnahme auch nicht im Wege der actio pro socio oder einer sonstigen...
» OLG-MUENCHEN, 23.01.2002, 7 U 4255/01
Leitsätze: 1. Die Regeln über die konzernrechtliche Durchgriffshaftung gelten auch im Falle einer Unternehmensaufspaltung in einem GmbH & Co. KG-Konzern, wenn die Betriebsgesellschaft von der Besitzgesellschaft umfassend gesteuert wird, die Betriebsgesellschaft nicht für ihre Liquidität vorsorgen kann und die Besitzgesellschaft nicht...
» BAG, 08.09.1998, 3 AZR 185/97
Sicherheitsfrage 41 + N eu n =
GmbH & Co. KG – Weitere Begriffe im Umkreis
Das Justizministerialblatt für das Land Nordrhein-Westfalen (JMBl. NRW) ist das Amtsblatt des Justizministeriums des Landes Nordrhein-Westfalen. Es erscheint in Düsseldorf in der Regel am 1. und 15. eines jeden Monats im Verlag Joh. Brendow &...
Dienstleistungsunternehmen, die eine ausgeprägte Sicherheitspolitik verfolgen stellen häufig Meister für Schutz und Sicherheit ein. Zumeist werden Meister/in für Schutz und Sicherheit in der mittleren Führungsebene eingesetzt, in kleineren...
Der Unternehmenskauf ist im deutschen Kaufrecht geregelt und stellt eine spezielle Form des Kaufvertrages dar. Inhaltlich verpflichte sich der Verkäufer in einem Unternehmenskaufvertrag, an den Käufer ein bestimmtes Unternehmen zu verkaufen. Je...
Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) oder auch BGB-Gesellschaft ist in Deutschland eine Vereinigung von (natürlichen oder juristischen) Personen, die sich durch einen Gesellschaftsvertrag gegenseitig verpflichten, die Erreichung eines...
Die Rechtsform „Kommanditgesellschaft auf Aktien“ für Unternehmen, KGaA abgekürzt, kennt man auch als GmbH & Co KGaA, als AG&Co KGaA. Sie verbindet Grundzüge der Kommanditgesellschaft mit solchen der Aktiengesellschaft. Im Grunde kann...
Zentralruf der Autoversicherer / Notruf
Der Zentralruf der Autoversicherer, auch Die Notrufzentrale genannt, ist der 1999 eingerichtete Notruf der Autoversicherer mit Sitz in Hamburg. Seit der Privatisierung der einst staatlich betriebenen Notrufsäulen an Autobahnen, betreut seit 1999...
Die Publizitätspflicht ist die in § 325 HGB geregelte Pflicht, den Jahresabschluss – ggf. nebst Bestätigungsvermerk – im Elektronischen Bundesanzeiger zu veröffentlichen. Diese Pflicht obliegt allen Kapitalgesellschaften und allen...