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Timestamp: 2019-08-19 05:30:16
Document Index: 362958078

Matched Legal Cases: ['§ 22', '§ 1', '§ 21', '§ 22', '§ 30', '§ 22', '§ 23', '§ 24', '§ 25', '§ 26', '§ 27', '§ 28', '§ 29', '§ 30', '§ 22', '§ 23', '§ 22', '§ 794', '§ 22', '§ 22', '§ 22', '§ 22', '§ 22', '§ 22', '§ 22', '§ 22', '§ 22', '§ 23', '§ 24', '§ 30', '§ 31', '§ 36', '§ 37', '§ 44', '§ 44', '§ 47', '§ 46', '§ 49', '§ 882']

Landesrecht BW § 22a AGGVG | Landesnorm Baden-Württemberg | - Persönliche Voraussetzungen | Gesetz zur Ausführung des Gerichtsverfassungsgesetzes und von Verfahrensgesetzen der ordentlichen Gerichtsbarkeit (AGGVG) vom 16. Dezember 1975 | gültig ab: 31.10.2018
Gesetz zur Ausführung des Gerichtsverfassungsgesetzes und...
§ 1 - § 21 ERSTER TEIL - Ausführung des Gerichtsverfassungsgesetzes...
§ 22 - § 30 ZWEITER TEIL - Ausführung der Zivilprozessordnung...
§ 22 - Voraussetzungen für die Anerkennung als Gütestelle...
§ 23 - Rücknahme der Anerkennung, Verzeichnis der Gütestellen...
§ 24 - Aufgebot von dinglichen Rechten (Weggefallen)
§ 25 - Aufgebot von Grundpfandbriefen (Weggefallen)
§ 26 - Aufgebot von Legitimationsurkunden (Weggefallen)
§ 27 - Aufgebot öffentlicher Schuldverschreibungen (Weggefallen)
§ 28 - Aufgebot im Zwangsversteigerungsverfahren (Weggefallen)
§ 29 - Aufgebote nach Landesrecht (Weggefallen)
§ 30 - Veröffentlichung des Aufgebots, Aufgebotsfrist (Weggefallen)
§ 22 - § 23 Erster Abschnitt - Gütestellen
§ 22 - Anerkennung von Gütestellen nach § 794 Absatz 1 Nummer...
§ 22a - Persönliche Voraussetzungen
§ 22b - Verfahrensordnung
§ 22c - Haftpflichtversicherung
§ 22d - Anerkennungsverfahren, Verzeichnis der Gütestellen
§ 22e - Pflichten der Gütestelle
§ 22f - Verschwiegenheit
§ 22g - Erlöschen, Rücknahme und Widerruf der Anerkennung
§ 22h - Zuständigkeit, Aufsichtsmaßnahmen
§ 22i - Anfechtung von Entscheidungen
§ 23 - Bestehende Gütestellen
§ 24 - § 30 Zweiter Abschnitt - Aufgebote
§ 31 - § 36 DRITTER TEIL - Ausführung des Gesetzes über die...
§ 37 - § 44 VIERTER TEIL - Ausführung der Strafprozeßordnung...
§ 44 - § 47
§ 46 - § 49 SECHSTER TEIL - Übergangs- und Schlußbestimmungen
Fassung vom: 16.10.2018
Gültig ab: 31.10.2018
Gliederungs-Nr: 3000, 310-5, 3120-6
und von Verfahrensgesetzen der ordentlichen Gerichtsbarkeit
(1) Die Anerkennung einer natürlichen Person als Gütestelle setzt voraus, dass sie die erforderlichen Fähigkeiten besitzt, nach ihrer Persönlichkeit für die Tätigkeit geeignet ist und ihre berufliche Niederlassung in Baden-Württemberg hat.
(2) Die erforderlichen Fähigkeiten besitzt, wer die Befähigung zum Richteramt besitzt oder nach dem Gesetz über die Tätigkeit europäischer Rechtsanwälte in Deutschland zur Rechtsanwaltschaft zugelassen ist. Außerdem sollen theoretische Kenntnisse und praktische Erfahrungen im Bereich konsensualer Streitbeilegung nachgewiesen werden. Das Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz Baden-Württemberg findet keine Anwendung.
(3) Die persönliche Eignung besitzt insbesondere nicht, wer
sich eines Verhaltens schuldig gemacht hat, das ihn unwürdig erscheinen lässt, die Tätigkeit als Gütestelle auszuüben,
aus gesundheitlichen Gründen nicht nur vorübergehend unfähig ist, die Tätigkeit ordnungsgemäß auszuüben, insbesondere weil er unter Betreuung steht, oder
sich im Vermögensverfall befindet. Ein Vermögensverfall wird vermutet, wenn ein Insolvenzverfahren über das Vermögen des Antragstellers eröffnet oder er in das vom zentralen Vollstreckungsgericht zu führende Schuldnerverzeichnis nach § 882b der Zivilprozessordnung eingetragen ist.
(4) Juristische Personen und Personengesellschaften können als Gütestelle anerkannt werden, wenn sie ihren Sitz in Baden-Württemberg haben und gewährleisten, dass das Güteverfahren unter der Leitung einer zu diesem Zweck von ihnen bestellten natürlichen Person durchgeführt wird (Güteperson). Die Güteperson muss die erforderlichen Fähigkeiten besitzen und nach ihrer Persönlichkeit für die Tätigkeit geeignet sein; die Absätze 2 und 3 gelten entsprechend. Weitere natürliche Personen können für die Gütestelle am Güteverfahren mitwirken; für sie gilt Absatz 3 entsprechend.
(5) Juristische Personen und Personengesellschaften müssen gewährleisten, dass die Güteperson die Tätigkeit unabhängig ausübt und an Weisungen nicht gebunden ist. Die Bestellung der Güteperson muss für mindestens drei Jahre erfolgen. Eine vorzeitige Aufhebung der Bestellung ist nur zulässig, wenn
die Bestellungsvoraussetzungen nachträglich entfallen sind,
Tatsachen vorliegen, die die unabhängige Ausübung der Tätigkeit als Gütestelle nicht mehr erwarten lassen, oder
Die Sätze 1 bis 3 gelten für die für die Gütestelle am Güteverfahren mitwirkenden weiteren natürlichen Personen entsprechend.
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