Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=FG%20Baden-W%C3%BCrttemberg&Datum=24.11.2004&Aktenzeichen=13%20K%2075/04
Timestamp: 2019-07-22 13:39:15
Document Index: 328216853

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 12', '§ 609', '§ 4', '§ 12', '§ 609']

FG Baden-Württemberg, 24.11.2004 - 13 K 75/04 - dejure.org
https://dejure.org/2004,9459
FG Baden-Württemberg, 24.11.2004 - 13 K 75/04 (https://dejure.org/2004,9459)
FG Baden-Württemberg, Entscheidung vom 24.11.2004 - 13 K 75/04 (https://dejure.org/2004,9459)
FG Baden-Württemberg, Entscheidung vom 24. November 2004 - 13 K 75/04 (https://dejure.org/2004,9459)
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EStG § 4 Abs. 4 § 12 Nr. 1; BGB § 609 Abs. 2
EStG § 4 Abs. 4 § 12 Nr. 1 ; BGB § 609 Abs. 2
Fremdvergleich bei Darlehen der Ehefrau als Arbeitnehmerin an den Ehemann als Arbeitgeber - Einkommensteuer 1995-1997 - Gewerbesteuer 1995-1997
Veranlassung durch die Einkunftserzielung bei Aufwendungen auf Grund eines Vertrags zwischen nahen Angehörigen ; Überprüfung eines Vertrags zwischen nahen Angehörigen durch einen Fremdvergleich; Fremdüblichkeit bei einem verzinslichen Darlehen; Ernstliches Wollen einer den gesetzlichen Regelungen entsprechenden vertraglichen Regelung; Fremdüblichkeit eines Darlehens bei fehlender Sicherung
Ein Darlehen, das --wie hier-- mit einer Frist von sechs Monaten gekündigt werden kann, ist aber nicht als langfristig anzusehen (ebenso FG Baden-Württemberg, Urteil vom 24. November 2004 13 K 75/04, Deutsches Steuerrecht/Entscheidungsdienst 2005, 248, rkr.).
Die Kläger verwiesen außerdem auf das Urteil des Niedersächsischen Finanzgerichts vom 23. August 2000 3 K 64/96 (EFG 2002, 188) und auf das Urteil des Finanzgerichts Baden-Württemberg vom 24. November 2004 13 K 75/04 (DStRE 2005 S. 248).
Die Höhe der Darlehen ist auch nicht derartig gering, dass von einer Besicherung abgesehen werden könnte (vgl. hierzu BFH-Urteil vom 4. Juni 1991 IX R 150/85, BStBl II 1991, 838; Urteil des FG Baden-Württemberg vom 24. November 2004 13 K 75/04, DStRE 2005, 248).
Soweit sich die Kläger auf das Urteil des Finanzgerichts Baden-Württemberg vom 24. November 2004 (13 K 75/04, DStRE 2005, 248) berufen, hat zwar das dortige Finanzgericht der Klage im Wege einer Einzelfallwürdigung stattgegeben.
Auch wenn man die Auffassung vertritt, dass nicht jede Stundung von Zinsen zwangsläufig zur steuerlichen Nichtanerkennung des Darlehens führt (vgl. z.B. FG Baden-Württemberg, Urteil vom 24. November 2004 13 K 75/04, Deutsches Steuerrecht/Entscheidungsdienst 2005, 248; a.A. Pump/Kurella, Die steuerliche Betriebsprüfung 2001, 239; zweifelnd FG München, Urteil vom 28. September 2005 10 K 4994/02, Entscheidungen der Finanzgerichte 2006, 102), so weist der Streitfall doch Besonderheiten auf, die einzelfallbezogen sind und hinsichtlich derer ein Interesse der Allgemeinheit an ihrer steuerlichen Beurteilung nicht dargelegt ist.
Das Darlehen war jederzeit kündbar (…vgl. BFH-Urteil vom 25. April 1989, VIII R 207/84, BFH/NV 1989, 495 und Finanzgericht Baden-Württemberg, Urteil vom 24. November 2004, 13 K 75/04, DStRE 2005, 248).
Der Senat kann dahingestellt sein lassen, ob er sich der im vom Klägervertreter zitierten Urteil des Finanzgerichts Baden-Württemberg (vom 24. November 2004 13 K 75/04, DStRE 2005, 248 ) dargestellten Rechtsauffassung anschließen würde.