Source: http://www.strafrechtsblogger.de/wann-verjahrt-eigentlich-die-fahrerflucht-im-tatort/2011/10/
Timestamp: 2016-06-01 03:35:09
Document Index: 298438140

Matched Legal Cases: ['§ 142', '§ 142', '§ 78', '§ 13', '§ 221', '§ 241']

12. Oktober 2011	Oktober 13th, 2014	Betrachten Sie alle 6 Kommentare	Fahrerflucht § 142 StGB Referendare Verkehrsstrafrecht
§ 142 StGB Fahrerflucht Mord Nötigung Sachbeschädigung unerlaubtes Entfernen vom Unfallort Unfallflucht Verdeckungsabsicht Verjährung	Am Sonntag waren im Tatort wieder einmal die Stuttgarter Kommissare in der ARD im Einsatz und es gab gleich zwei juristisch interessante Fragen.
Auch in der JVA geht mal was verloren 6 Gedanken zu “Wann verjährt eigentlich die „Fahrerflucht“ im Tatort?”	Pingback: Welche Strafe droht bei Fahrerflucht | strafrechtsblogger Steffen Dietrich (109 comments) sagt:	13. Oktober 2011 um 18:31	vor dem Hintergrund vollkommen korrekt 🙂
Dante (2 comments) sagt:	13. Oktober 2011 um 16:53	Ich sag‘ ja auch nur, dass es für die Frage, ob Verjährung eingetreten ist, nebensächlich ist, ob Mordmerkmale vorliegen. Für das Strafmaß dürfte es (mit)entscheidend sein.
Steffen Dietrich (109 comments) sagt:	13. Oktober 2011 um 14:11	@ Dante
Es stimmt, dass auch die aufgeführten Straftatbestände nach § 78 Abs. 3 Nr. 2 StGB noch nicht verjährt wären. Fünf Jahre später hätte es dann aber anders ausgesehen. In der Praxis wäre das Mordmerkmal eher kein Randproblem, da bei Mord grds. lebenslange Freiheitsstrafe droht. Beim Unterlassen besteht zwar die Möglichkeit einer Minderung gem. § 13 Abs. 2 StGB iV.m. 49 StGB, doch ebend nur die Möglichkeit. Im Vergleich hierzu ist ein Totschlag nicht unter fünf Jahren bis maximal 15 Jahren und eine Aussetzung mit Todesfolge nicht unter drei bis 15 Jahren bedroht.
Auch finde ich es eigentlich diskussionswürdig, ob eine Verdeckungsabsicht vorliegt, wenn es jemanden nicht darum geht, dass das Unfallopfer verstirbt. Für die Verteidigung und die Klausur wäre es tatsächlich von Relevanz, ob der Rechtsanwalt davon ausging, dass das Mädchen noch gerettet werden hätten können. Wenn eine Rettung nicht möglich gewesen wäre, der Anwalt aber gedacht hat, dass eine Rettung möglich gewesen wäre, ist letztlich an den Versuch zu denken.
Dante (2 comments) sagt:	13. Oktober 2011 um 09:33	Naja, die Mordmerkmale sind da doch eher ein Randproblem. Auch bei Totschlag durch Unterlassen oder Aussetzung mit Todesfolge (§ 221 Abs. 1 Nr. 2, Abs. 3 StGB, wäre die Tat noch nicht verjährt gewesen, weil diese Taten erst nach 20 Jahren verjähren. Entscheidend für die Strafbarkeit ist also die Frage, ob der Fahrer wusste, dass das Opfer nach dem Unfall noch lebte. Es müsste sogar reichen, wenn er das nur in billigend in Kauf genommen hat. Problematisch wäre dann nur noch, ob das Unterlassen oder im Stich lassen kausal für den Tod war. Mit anderen Worten: War das Opfer noch zu retten. Da sie aber wohl noch vier Stunden lebte, sollte auch das gegeben sein.
MEAN (1 comments) sagt:	12. Oktober 2011 um 21:09	netter Artikel 🙂 gut aufgearbeitet 😉
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