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Timestamp: 2016-10-25 22:54:27
Document Index: 291768380

Matched Legal Cases: ['Art. 13', 'BGE', 'BGE', 'Art. 1', 'Art. 8', 'Art. 15', 'EuG', 'BGE', 'BGE', 'Art. 115', 'Art. 2', 'Art. 4', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'in fine', 'Art. 4', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 13', 'Art. 13', 'Art. 13', 'Art. 17', 'BGE', 'Art. 13', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 14', 'BGE', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 1', 'BGE', 'EuG', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 3', 'Art. 1', 'BGE', 'BGE', 'Art. 14', 'Art. 14', 'Art. 14', 'BGE', 'EuG', 'in fine', 'Art. 14', 'EuG', 'EuG', 'BGE', 'Art. 14', 'EuG', 'Art. 14', 'Art. 18', 'BGE', 'Art. 115', 'Art. 1']

138 V 533
138 V 53362. Auszug aus dem Urteil der I. sozialrechtlichen Abteilung i.S. S. gegen AXA Versicherungen AG (Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten)
8C_287/2012 vom 15. November 2012
Art. 13 par. 2 let. a, art. 14 par. 2 let. b point i et art. 14quater let. a du R�glement (CEE) n� 1408/71 du Conseil du 14 juin 1971 relatif � l'application des r�gimes de s�curit� sociale aux travailleurs salari�s et � leur famille qui se d�placent � l'int�rieur de la Communaut� (en vigueur jusqu'au 31 mars 2012); r�gles de conflit du droit communautaire lorsqu'une personne est occup�e simultan�ment dans plusieurs Etats membres. Point de rattachement au droit conventionnel dans le cas d'un ressortissant allemand, domicili� en Allemagne, qui exerce une activit� lucrative aussi bien en Allemagne qu'en Suisse et qui est victime d'un accident non professionnel en Allemagne (consid. 2-5). Faits � partir de page 534
BGE 138 V 533 S. 534
A. Die in der Schweiz domizilierte Firma X. AG verf�gte f�r ihre Angestellten �ber eine obligatorische Unfallversicherung bei der AXA Versicherungen AG (nachfolgend: AXA). Mit Meldung vom 4. Februar 2010 zeigte sie einen Nichtberufsunfall des bei ihr t�tigen, 1967 geborenen S., deutscher Staatsangeh�riger, an, welchen dieser am 22. Januar 2010 anl�sslich eines Spazierganges in Deutschland durch einen Sturz auf die rechte Hand erlitten hatte. Nach Abkl�rungen insbesondere zur Frage des Lebensmittelpunktes von S. lehnte die AXA eine Versicherungsdeckung mangels Wohnsitzes in der Schweiz ab (Verf�gung vom 3. November 2010). Daran wurde auf Einsprache hin mit Entscheid vom 21. M�rz 2011 festgehalten.
B. Die hiegegen erhobene Beschwerde wies das Versicherungsgericht des Kantons Aargau ab (Entscheid vom 15. Februar 2012).
C. S. l�sst Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f�hren und beantragen, in Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids sei die AXA zu verpflichten, ihm die versicherten UVG-Leistungen auszurichten.
W�hrend die AXA auf Abweisung der Beschwerde schliesst, verzichtet das Bundesamt f�r Gesundheit auf eine Vernehmlassung. BGE 138 V 533 S. 535
2. 2.1 Nach Art. 1 Abs. 1 des auf der Grundlage von Art. 8 des Abkommens vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europ�ischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits �ber die Freiz�gigkeit (FZA; SR 0.142.112. 681) ausgearbeiteten und Bestandteil des Abkommens bildenden (Art. 15 FZA) Anhangs II ("Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit") FZA in Verbindung mit Abschnitt A dieses Anhangs wenden die Vertragsparteien untereinander insbesondere die Verordnung (EG) Nr. 883/2004 des Europ�ischen Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit (SR 0.831.109.268.1) und die Verordnung (EG) Nr. 987/2009 des Europ�ischen Parlaments und des Rates vom 16. September 2009 zur Festlegung der Modalit�ten f�r die Durchf�hrung der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 �ber die Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit (SR 0.831.109.268.11) oder gleichwertige Vorschriften an.
Die beiden genannten gemeinschaftsrechtlichen Verordnungen sind f�r die Schweiz durch den Beschluss Nr. 1/2012 des Gemischten Ausschusses vom 31. M�rz 2012 zur Ersetzung des Anhangs II FZA �ber die Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit per 1. April 2012 in Kraft getreten (AS 2012 2345; vgl. auch Urteil 8C_455/2011 vom 4. Mai 2012 E. 2.1).
2.2 Mangels einer einschl�gigen gemeinschafts- bzw. abkommensrechtlichen Regelung bestimmt sich die Frage nach schweizerischem Recht, ob das FZA und insbesondere dessen Anhang II zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit in einem gerichtlichen Beschwerdeverfahren gegen eine vor dessen Inkrafttreten ergangene Verf�gung f�r den Zeitraum ab Inkrafttreten des FZA anzuwenden ist, unter Vorbehalt der Grunds�tze der Gleichwertigkeit und Effektivit�t gem�ss Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europ�ischen Gemeinschaften (EuGH). Nach der Praxis des Bundesgerichts ist die Pr�fung einer streitigen Verwaltungsverf�gung grunds�tzlich auf den Zeitraum bis zu deren Erlass beschr�nkt; nachtr�gliche Sachverhalts- und Rechts�nderungen werden regelm�ssig nicht ber�cksichtigt (BGE 128 V 315). Dieser Grundsatz hat auch bez�glich der hievor dargelegten Neuerungen des Anhangs II zu gelten. Im vorliegenden Verfahren - der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin datiert BGE 138 V 533 S. 536vom 21. M�rz 2011 - finden deshalb die bis Ende M�rz 2012 in Kraft gestandenen Normen, namentlich die Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 zur Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbstst�ndige sowie deren Familienangeh�rige, die innerhalb der Gemeinschaft zu- und abwandern (nachfolgend: Verordnung 1408/71), und die Verordnung (EWG) Nr. 574/72 des Rates vom 21. M�rz 1972 �ber die Durchf�hrung der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 �ber die Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbstst�ndige sowie deren Familienangeh�rige, die innerhalb der Gemeinschaft zu- und abwandern, Anwendung. Art. 115a UVG (SR 832.20) verweist in Abs. 1 lit. a auf das FZA und die erw�hnten Koordinationsbestimmungen.
2.3 Das Abkommen und insbesondere die Verordnung 1408/71 sind in pers�nlicher Hinsicht auf den Beschwerdef�hrer anwendbar, weil er als deutscher Staatsb�rger Angeh�riger eines Mitgliedstaates ist und als Arbeitnehmer den Rechtsvorschriften eines oder mehrerer Mitgliedstaaten untersteht oder unterstand (Art. 2 Abs. 1 der Verordnung 1408/71). Auch der sachliche Anwendungsbereich ist gegeben. Dieser bezieht sich gem�ss Art. 4 Abs. 1 der Verordnung 1408/71 auf alle Rechtsvorschriften der sozialen Sicherheit, welche unter anderem Leistungen bei Krankheit und Mutterschaft (lit. a) und bei Arbeitsunf�llen und Berufskrankheiten (lit. e) betreffen. Dabei sind die in dieser Bestimmung enthaltenen Leistungsumschreibungen nicht nach Massgabe des innerstaatlichen Rechts, sondern nach gemeinschaftsrechtlichen Kriterien zu verstehen (BGE 134 V 284 E. 3.2 S. 288 mit Hinweisen). Sowohl Leistungen aus Berufs- wie auch solche aus Nichtberufsunf�llen gem�ss UVG fallen unter den Geltungsbereich der Verordnung 1408/71 (FR�SARD/MOSER-SZELESS, L'assurance-accidents obligatoire, in: Soziale Sicherheit, SBVR Bd. XIV, 2007, S. 854 Rz. 50 ff.; EDGAR IMHOF, Eine Anleitung zum Gebrauch des Personenfreiz�gigkeitsabkommens und der Vo 1408/71, in: Aktuelles im Sozialversicherungsrecht, 2001, S. 74 f.; PATRICIA USINGER-EGGER, Die Unfallversicherung und ihre Auslandswirkung, SZS 2008 S. 253; vgl. zudem M�TRAL/MOSER-SZELESS, L'accord sur la libre circulation des personnes: coordination des syst�mes de s�curit� sociale et jurisprudence du Tribunal f�d�ral [II], HAVE 2007 S. 164). Da die Schweiz als einziges Land der Vertragsstaaten des FZA Nichtberufsunf�lle grunds�tzlich obligatorisch durch das Unfallversicherungsrecht abdeckt, koordiniert die Verordnung 1408/71 das Risiko der BGE 138 V 533 S. 537Nichtberufsunf�lle nicht (BGE 136 V 182 E. 5.3.2 S. 188 f.; Urteil 8C_468/2009 vom 11. Mai 2010 E. 3.2; FR�SARD/MOSER-SZELESS, a.a.O., S. 854 Rz. 51; USINGER-EGGER, a.a.O., S. 253; abweichend: SILVIA BUCHER, Die sozialrechtliche Rechtsprechung des Bundesgerichts zum FZA und zu Anhang K des EFTA-�bereinkommens, SZS 2012 S. 209 ff., insb. S. 213 in fine f.; zur Unterstellung von Heilbehandlung und Taggeld bei Nichtberufsunf�llen unter die Leistungen bei Krankheit im Sinne von Art. 4 Abs. 1 Bst. a und Titel III Kapitel I der Verordnung 1408/71: BGE 136 V 182 E. 5.3.3 S. 189; BGE 135 V 339 E. 4.4.1 S. 346 und E. 5.2 S. 349 sowie Urteil 8C_468/2009 vom 11. Mai 2010 E. 3.3; bislang offengelassen bez�glich der Zuordnung der Renten der Nichtberufsunfallversicherung: BGE 136 V 182 E. 5.3.3-6.2 S. 189 ff.). 3. 3.1 Titel II der Verordnung 1408/71 (Art. 13-17a) enth�lt allgemeine Kollisionsregeln zur Bestimmung der anzuwendenden Rechtsvorschriften. Dabei legt Art. 13 Abs. 1 den kollisionsrechtlichen Grundsatz der Einheitlichkeit der anwendbaren Rechtsvorschriften nach den Regeln gem�ss Art. 13 Abs. 2 bis Art. 17a in dem Sinne fest, dass f�r jede betroffene Person die Rechtsvorschriften nur eines Mitgliedstaates massgebend sind (BGE 138 V 258 E. 4.2 S. 263 f. mit Hinweis). Ausnahmen vorbehalten, gilt f�r Arbeitnehmende das Besch�ftigungslandprinzip. Dies trifft auch dann zu, wenn sie im Gebiet eines anderen Mitgliedstaates wohnen oder ihr Arbeitgeber oder das Unternehmen, das sie besch�ftigt, den Wohn- oder Betriebssitz im Gebiet eines anderen Mitgliedstaates hat (Grundsatz der lex loci laboris; Art. 13 Abs. 2 Bst. a der Verordnung 1408/71; BGE 136 V 244 E. 3.2.1 S. 247; BGE 135 V 339 E. 4.3.1 S. 343; je mit Hinweisen; Urteil 8C_656/2009 vom 14. April 2010 E. 5.1). 3.2 Diese Bestimmung gelangt vorliegend unstreitig nicht zur Anwendung, da der Beschwerdef�hrer im massgeblichen Zeitpunkt nicht nur in der Schweiz (f�r die Firma X. AG [vgl. Gesamtkontoauszug der Ausgleichskasse des Kantons Aargau vom 29. Juni 2010, definitive Steuerveranlagung 2007 der Steuerkommission Y. vom 25. M�rz 2010]) sondern auch in Deutschland (f�r die R. GmbH [vgl. E-Mail vom 21. Juli 2010, Ausdruck der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung f�r 2009 des Finanzamtes I. vom 15. Dezember 2009, Schreiben des Rechtsvertreters des Beschwerdef�hrers vom 12. September 2011]) erwerbst�tig war. BGE 138 V 533 S. 538
4. 4.1 Das kantonale Gericht hat alsdann in Nachachtung von Art. 14 Abs. 2 Bst. b Ziff. i der Verordnung 1408/71 die Wohnsitzsituation gepr�ft. Danach untersteht eine Person, die gew�hnlich im Gebiet von zwei oder mehr Mitgliedstaaten abh�ngig besch�ftigt ist, grunds�tzlich den Rechtsvorschriften des Mitgliedstaats, in dessen Gebiet sie wohnt, wenn sie ihre T�tigkeit zum Teil im Gebiet dieses Staates aus�bt oder wenn sie f�r mehrere Unternehmen oder mehrere Arbeitgeber t�tig ist, die ihren Sitz oder Wohnsitz im Gebiet verschiedener Mitgliedstaaten haben (Wohnsitzprinzip; vgl. dazu Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts K 25/05 vom 29. M�rz 2006 E. 3.1, nicht publ. in: BGE 132 V 310, aber in: RKUV 2006 S. 206; EDGAR IMHOF, �ber die Kollisionsnorm der Verordnung Nr. 1408/71 [anwendbares Sozialrecht, zugleich Versicherungsunterstellung], SZS 2008 S. 313 ff., insb. S. 328). Auf Grund der konkreten Verh�ltnisse ist es zum Schluss gelangt, dass sich der Lebensmittelpunkt des Beschwerdef�hrers in Deutschland befinde. Dagegen wird letztinstanzlich opponiert.
4.2 Gem�ss Art. 1 Bst. h der Verordnung 1408/71 definiert sich der Begriff "Wohnort" als Ort des gew�hnlichen Aufenthalts. Davon ist der vor�bergehende Aufenthalt zu unterscheiden (Art. 1 Bst. i der Verordnung 1408/71). Der Wohnort als gew�hnlicher Aufenthalt befindet sich an demjenigen Ort, an welchem eine Person den Mittelpunkt ihrer Lebensf�hrung hat. Seine n�here Bestimmung kann von subjektiven oder objektiven Umst�nden abh�ngen. Bei subjektiver Bestimmung richtet sich der Wohnort nach dem Willen der betreffenden Person; bei objektiver Bestimmung richtet er sich nach den �usserlichen Lebensumst�nden, die notfalls auch gegen den erkl�rten Willen der betreffenden Person ins Feld gef�hrt werden k�nnen (EBERHARD EICHENHOFER, in: Kommentar zum europ�ischen Sozialrecht, Maximilian Fuchs [Hrsg.], 4. Aufl. 2005, N. 30 f. zu Art. 1 Verordnung 1408/71; SILVIA BUCHER, Das FZA und Anhang K des EFTA-�bereinkommens in der sozialrechtlichen Rechtsprechung des Bundesgerichts [1. Teil], in: Schweizerisches Jahrbuch f�r Europarecht 2008/2009, Epiney/Gammenthaler [Hrsg.], S. 398 f.; PATRICIA USINGER-EGGER, Die soziale Sicherheit der Arbeitslosen in der Verordnung [EWG] Nr. 1408/71 und in den bilateralen Abkommen zwischen der Schweiz und ihren Nachbarstaaten, 2000, S. 86 f.). Das Gemeinschaftsrecht l�sst die Frage, wie der Wohnort zu bestimmen ist, weitgehend offen und �berantwortet die n�here Definition dem jeweiligen nationalen Recht (vgl. Urteile des Gerichtshofs der BGE 138 V 533 S. 539Europ�ischen Gemeinschaften [EuGH] vom 13. November 1990 C-216/89 Reibold, Slg. 1990 I-4163; vom 27. Mai 1982 C-227/81 Aubin, Slg. 1982 S. 1991; vom 17. Februar 1977 C-76/76 Di Paolo, Slg. 1977 S. 315). In der Rechtsprechung des Bundesgerichts beurteilt sich der Ort, wo die Person ihren Wohnsitz hat, ausschliesslich nach objektiven Kriterien, w�hrend der innere Wille der betreffenden Person nicht entscheidend ist (Urteil 5A_663/2009 vom 1. M�rz 2010 E. 2.2.2). Dabei ist die famili�re Situation lediglich eines von verschiedenen Indizien. Massgebend sind auch Dauer und Kontinuit�t des Wohnens bis zur Aufnahme der Besch�ftigung, die Dauer und die Modalit�t der Abwesenheit, die Art der im anderen Mitgliedstaat ausge�bten Besch�ftigung sowie die Absicht des Arbeitnehmers, wie sie sich aus den gesamten Umst�nden ergibt, an den Ort vor Aufnahme der Besch�ftigung zur�ckzukehren (BGE 138 V 186 E. 3.3.1 S. 191 f. mit Hinweisen; vgl. ferner Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts K 25/05 vom 29. M�rz 2006 E. 4.1, nicht publ. in: BGE 132 V 310, aber in: RKUV 2006 S. 206). 4.3 Die Vorinstanz hat auf Grund der vorhandenen Indizien einen in der Schweiz begr�ndeten Wohnsitz des Beschwerdef�hrers verneint. Als ausschlaggebend wertete sie namentlich den Umstand, dass, obgleich der Beschwerdef�hrer �ber eine Niederlassungsbewilligung C verf�ge und sich zun�chst, nachdem er am 22. Januar 2002 in die Schweiz eingereist sei, in der Gemeinde B. bzw. hernach - r�ckwirkend per 1. Januar 2010 - in M. angemeldet habe, verl�ssliche Anhaltspunkte f�r eine tats�chliche Wohnsitznahme an den jeweiligen Adressen fehlten. So seien weder er noch eine der Firmen, mit denen der Beschwerdef�hrer gesch�ftlich zu tun habe, der Verwalterin der von ihm in B. angeblich bewohnten Liegenschaft bekannt gewesen und habe er sich seine Post jeweils an ein Postfach schicken lassen. In M., wo er seit 2003 eine eigene Wohnung besitze, habe er sich nach Auskunft der �brigen Bewohner der Liegenschaft seit mindestens Herbst 2008 nicht mehr aufgehalten; im April 2009 sei denn auch der Immobilienfirma T. ein entsprechender Vermietungsauftrag erteilt worden. Sodann habe sich der Unfall vom 22. Januar 2010 auf einem Wanderweg in der - von M. knapp 400 km entfernt gelegenen - deutschen Gemeinde A. ereignet und h�tten die nachfolgenden �rztlichen Behandlungen (vom 25. und 26. Januar, 6. und 24. Februar sowie 16. M�rz 2010) unstreitig ebenfalls dort stattgefunden. In O., welche Ortschaft rund 15 km ausserhalb von A. liegt, lebten die Eltern des Beschwerdef�hrers und verf�ge auch er �ber BGE 138 V 533 S. 540eine Wohnadresse. Ferner verb�nden ihn diverse gesch�ftliche Beziehungen mit Deutschland, indem sowohl die Firma R. GmbH als auch die Gesellschaften E. GmbH sowie W. GmbH, an welchen der Beschwerdef�hrer als Gesch�ftsf�hrer und/oder Gesellschafter beteiligt sei, in A. domiziliert seien. Schliesslich habe der Beschwerdef�hrer 2009 in Deutschland Steuern bezahlt und sei dort krankenversichert. Zusammenfassend kam das kantonale Gericht zum Schluss, dass es vor diesem Hintergrund nicht zu beanstanden sei, wenn der Unfallversicherer den Lebensmittelpunkt des Beschwerdef�hrers in Deutschland angenommen und einen schweizerischen Wohnsitz verneint habe. Die Tatsache allein, dass er hierzulande formell angemeldet sei, stelle das einzige Indiz f�r einen Aufenthalt in der Schweiz dar. S�mtliche �brigen Tatsachen spr�chen f�r einen gew�hnlichen Aufenthalt in Deutschland oder zumindest gegen einen solchen in der Schweiz. Die Schweiz erscheine trotz formeller Anmeldung und Niederlassungsbewilligung als blosses Briefkasten-Domizil, w�hrend das Zentrum seines Lebens sich �berwiegend wahrscheinlich in A. befinde.
4.3.1 Die vorinstanzliche W�rdigung der objektiven Lebensumst�nde des Beschwerdef�hrers weist keine augenf�lligen M�ngel auf, welche eine offensichtliche Unrichtigkeit oder eine Unvollst�ndigkeit der diesbez�glichen Feststellungen zu begr�nden verm�chten (zur eingeschr�nkten Kognition des Bundesgerichts: nicht publ. E. 1.2.1 und 1.2.2). Vielmehr sprechen die �usseren Gegebenheiten mit dem kantonalen Gericht und der Beschwerdegegnerin jedenfalls f�r den Zeitraum ab Herbst 2008 �berwiegend wahrscheinlich f�r einen Wohnsitz in Deutschland. Zus�tzlich untermauert wird diese Betrachtungsweise durch die Tatsache, dass der Beschwerdef�hrer trotz bei Wohnsitz in der Schweiz bestehendem Krankenpflegeversicherungsobligatorium (im Sinne von Art. 3 Abs. 1 KVG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 KVV [SR 832.102]) lediglich in Deutschland �ber eine Krankenversicherung verf�gt; er macht auch nicht geltend, er habe sich in Wahrnehmung des sog. Optionsrechts unter Hinweis auf eine in Deutschland existierende gleichwertige Absicherung f�r den Krankheitsfall vom schweizerischen Krankenversicherungsobligatorium befreien k�nnen (zum Ganzen: BGE 135 V 339 E. 4.3.2 und 4.3.3 S. 343 f. samt dortigen Hinweisen; ferner SILVIA BUCHER, Die sozialrechtliche Rechtsprechung des Bundesgerichts zum FZA und zu Anhang K des EFTA-�bereinkommens, SZS 2012 S. 209 ff., insb. S. 230). In der Gemeinde M. hat er sich alsdann erst am 30. August 2010 - unter dem Eindruck der sich im UVG-Verfahren BGE 138 V 533 S. 541 abzeichnen den Wohnortproblematik - r�ckwirkend auf 1. Januar 2010 angemeldet. Der Beschwerdef�hrer ist im Weiteren nicht nur als Eigent�mer der Wohnung in M., sondern auch einer Liegenschaft in A. verzeichnet (so gem�ss "Details zur Steuerveranlagung 2008" der Abteilung Steuern der Stadt B. vom 16. Dezember 2011). Dass diese fremdvermietet sein soll, wie in der Beschwerde postuliert, �ndert insoweit nichts am vorstehenden Ergebnis, als f�r die Eigentumswohnung in der Schweiz ebenfalls Mietzinseinnahmen verbucht wurden. Schliesslich st�sst auch das Argument ins Leere, die Beschwerdegegnerin habe sich durch die jahrelange Annahme von Pr�mien treuwidrig verhalten. Dem Unfallversicherer kann in Anbetracht der komplexen Lebenssituation des Angestellten ihrer Vertragspartnerin, der X. AG, nicht vorgeworfen werden, sie habe bei Eingehen bzw. Fortf�hrung des Versicherungsverh�ltnisses nicht die den Umst�nden geb�hrende Sorgfalt walten lassen. 4.3.2 Es hat damit grunds�tzlich mit der Feststellung im angefochtenen Entscheid sein Bewenden, dass Anhaltspunkte f�r einen gewollten und gelebten dauernden Aufenthalt in der Schweiz fehlen und daher von einem Wohnsitz in Deutschland auszugehen ist.
5. Zu ber�cksichtigen gilt es indes ferner, dass der Beschwerdef�hrer zwar unbestrittenermassen in der Schweiz unselbstst�ndig (bzw. "abh�ngig") erwerbst�tig ist. Mit dem Argument, er sei auf Grund seiner Besch�ftigung f�r die ihm infolge der tats�chlichen Besitzverh�ltnisse (faktisch) geh�rende R. GmbH bez�glich seines sozialversicherungsrechtlichen Status in Deutschland als Selbstst�ndigerwerbender qualifiziert, votiert der Beschwerdef�hrer jedoch f�r die Beurteilung des Leistungsanspruchs auf der Basis schweizerischer Rechtsvorschriften.
5.1 Eine Person, die im Gebiet verschiedener Mitgliedstaaten gleichzeitig eine abh�ngige Besch�ftigung und eine selbstst�ndige T�tigkeit aus�bt, unterliegt den Rechtsvorschriften des Mitgliedstaates, in dessen Gebiet sie eine abh�ngige Besch�ftigung aus�bt (Art. 14c Bst. a der Verordnung 1408/71; die in Abschnitt A Ziff. 1 Bst. p Anhang II FZA in Verbindung mit Art. 14c Bst. b und Anhang VII der Verordnung 1408/71 vorgesehene Sonderregelung steht vorliegend ausser Frage [Erfordernis der selbstst�ndigen Erwerbst�tigkeit in der Schweiz]).
5.2 F�r die Anwendung der Art. 14a ("Sonderregelung f�r andere Personen als Seeleute, die eine selbstst�ndige T�tigkeit aus�ben") und BGE 138 V 533 S. 54214c der Verordnung 1408/71 sind unter "T�tigkeit im Lohn- oder Gehaltsverh�ltnis" bzw. "selbstst�ndiger T�tigkeit" diejenigen T�tigkeiten zu verstehen, die im Rahmen der Rechtsvorschriften �ber die soziale Sicherheit des Mitgliedstaates, in dessen Gebiet die T�tigkeit ausge�bt wird, als solche angesehen werden (Urteile des EuGH vom 30. Januar 1997 C-340/94 de Jaeck, Slg. 1997 I-461 Randnrn. 9, 28 sowie 34; vom 30. Januar 1997 C-221/95 Hervein und Hervillier SA, Slg. 1997 I-609 Randnrn. 17 und 22; ferner HEINZ-DIETRICH STEINMEYER, in: Kommentar zum europ�ischen Sozialrecht, Maximilian Fuchs [Hrsg.],4. Aufl. 2005, N. 1 in fine zu Art. 14c Verordnung 1408/71). Es bestehen mithin keine vertragsautonomen Definitionen - im Sinne einer eigenst�ndigen gemeinschaftsrechtlichen Bedeutung (vgl. aufgef�hrtes Urteil des EuGH C-340/94, Randnr. 28) -, sondern es sind die Begriffsbestimmungen im jeweiligen Landesrecht massgeblich. Im genannten Urteil des EuGH C-221/95 etwa �bte die am Recht stehende Person in Frankreich und in Belgien die gleichen T�tigkeiten aus (Vorsitzende, Mitglied oder gesch�ftsf�hrendes Mitglied des Verwaltungsrates verschiedener Firmen); w�hrend sie in Frankreich in dieser Funktion als unselbstst�ndig erwerbst�tig eingestuft wurde, erfassten sie die Belgier als Selbstst�ndigerwerbende. Es ist somit denkbar, dass Deutschland eine T�tigkeit, die aus schweizerischer Optik als unselbstst�ndig einzuordnen w�re, als selbstst�ndig deklariert. Ebenfalls nicht ausgeschlossen ist, dass das deutsche Recht f�r die steuer- und die sozialversicherungsrechtliche Qualifikation je unterschiedliche Ankn�pfungskriterien vorsieht.
5.2.1 Den vorhandenen Akten lassen sich gewisse Anhaltspunkte daf�r entnehmen, dass der Beschwerdef�hrer auch in Deutschland als abh�ngig Erwerbst�tiger klassifiziert wird: So fungieren als Gesellschafter der R. GmbH K. und D., wohingegen der Beschwerdef�hrer lediglich als Gesch�ftsf�hrer registriert ist. Sodann wird im "Ausdruck der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung f�r 2009" des Finanzamtes I. vom 15. Dezember 2009 unter der Rubrik "Anschrift des Arbeitgebers" die R. GmbH und gleichenorts der Beschwerdef�hrer als Gesch�ftsf�hrer der Gesellschaft aufgef�hrt. Ebenso wurden die entsprechenden Eink�nfte gem�ss der definitiven Steuerveranlagung 2007 der Steuerkommission B. vom 25. M�rz 2010 als aus unselbstst�ndiger Erwerbst�tigkeit stammend taxiert. Aus der Lohnsteuerbescheinigung wird jedoch auch ersichtlich, dass in Deutschland keine Sozialversicherungsbeitr�ge abgezogen worden sind, sondern einzig die Lohnsteuer. Dieser Umstand deutet eher auf BGE 138 V 533 S. 543eine jedenfalls in sozialversicherungsrechtlicher Hinsicht selbstst�ndige Stellung des Beschwerdef�hrers hin.
5.2.2 Da sich nach dem Gesagten auf Grund der existierenden Unterlagen nicht abschliessend feststellen l�sst, ob der Beschwerdef�hrer vom deutschen Sozialversicherungssystem als Selbst- oder Unselbstst�ndigerwerbst�tiger erfasst wurde, ist die Sache an die Beschwerdegegnerin zur�ckzuweisen, damit sie die entsprechenden Abkl�rungen an die Hand nehme. Kommt sie zum Schluss, dass er als Selbstst�ndigerwerbender zu klassifizieren ist, erfolgt die Ankn�pfung gem�ss Art. 14c Bst. a der Verordnung 1408/71 auf Grund der Rechtsvorschriften des Mitgliedstaates, in welchem der Beschwerdef�hrer seine abh�ngige Besch�ftigung aus�bt, d.h. derjenigen der Schweiz. Resultiert aus den zus�tzlichen Erhebungen das Ergebnis, dass sowohl f�r die Schweiz als auch f�r Deutschland von abh�ngigen Besch�ftigungen auszugehen ist, entscheidet sich die Frage der Unfallversicherungsdeckung grunds�tzlich nach Massgabe der Rechtsnormen des Wohnsitzstaates des Beschwerdef�hrers (E. 4.1 hievor). Zu ber�cksichtigen w�re hierbei indes auch das Urteil des EuGH vom 24. Juni 1975 8/75 Caisse primaire d'assurances maladie de S�lestat gegen Association du football club d'Andlau, Slg. 1975 S. 739, insb. 747 f. Randnrn. 3-11, wonach die Ankn�pfung an die Vorschriften des Wohnsitzstaates voraussetzt, dass die betroffene Person f�r ihre T�tigkeit dem dortigen System der sozialen Sicherheit angeschlossen ist, andernfalls die Rechtsnormen des anderen Besch�ftigungsstaates gelten (vgl. auch STEINMEYER, a.a.O., N. 28 zu Art. 14 Verordnung 1408/71). Sollte ein derartiger Anschluss des Beschwerdef�hrers in Deutschland nicht gegeben sein, m�sste vor dem Hintergrund, dass die die Risiken Krankheit und Mutterschaft betreffenden Art. 18-36 der Verordnung 1408/71 (Kapitel I) auch die Pflegeleistungen (und Taggelder) bei Nichtberufsunf�llen erfassen (vgl. E. 2.3 hievor), ferner gepr�ft werden, ob der Umstand, dass der Beschwerdef�hrer bei der DKV Deutsche Krankenversicherung AG �ber eine private Krankenversicherung verf�gt, nicht dennoch die Kostentragung durch den deutschen Krankenversicherer gew�hrleistete (dazu auch BGE 135 V 339 E. 4.4.1 S. 346 mit Hinweisen). contenu
135 V 339,
136 V 182,
132 V 310,
134 V 284,
136 V 244,
138 V 186
Art. 115a UVG,
Art. 1 Abs. 1 KVV