Source: http://www.famrb.de/52886.htm
Timestamp: 2018-10-22 20:47:28
Document Index: 364412856

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 16', 'BGH', '§ 1578', '§ 1578', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 31', '§ 51', '§ 51', '§ 31', '§ 31', 'BGH', 'BGH', '§ 41', 'BGH', '§ 242', 'BGH', 'BGH', '§ 1381']

BGH, Urt. v. 11.7.2018 â€“ XII ZR 108/17
AusgleichsansprÃ¼che nach Beendigung einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft
Nutzt ein Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft mit Duldung des anderen das im hÃ¤lftigen Miteigentum beider stehende Haus nach der Trennung weiterhin und trÃ¤gt wie bisher die Lasten, ohne zu erkennen zu geben, einen hÃ¤lftigen Ausgleich geltend machen zu wollen, und ohne dass der andere Partner ihm ein Nutzungsentgelt abverlangt, so ist sein Ausgleichsanspruch in HÃ¶he des hÃ¤lftigen Nutzungswerts des Anwesens beschrÃ¤nkt (FortfÃ¼hrung von BGH v. 13.1.1993 â€“ XII ZR 212/90, FamRZ 1993, 676 und BGH v. 20.5.2015 â€“ XII ZB 314/14, FamRZ 2015, 1272 = FamRB 2015, 328).
BGH, Beschl. v. 4.7.2018 â€“ XII ZB 448/17
Rentenleistungen nach dem HIVHG kein unterhaltsrechtlich relevantes Einkommen
a) Leistungen nach Â§ 16 Abs. 1 HIVHG bleiben bei der Unterhaltsbemessung stets unberÃ¼cksichtigt (im Anschluss an BGH v. 16.7.2014 â€“ XII ZB 164/14, FamRZ 2014, 1619 = FamRB 2014, 368 zur Conterganrente).
b) Auch wenn eine abschlieÃŸende Entscheidung Ã¼ber die Folgen des Â§ 1578b BGB noch nicht mÃ¶glich ist, darf eine Entscheidung darÃ¼ber nicht vollstÃ¤ndig zurÃ¼ckgestellt werden. Vielmehr muss das Gericht insoweit entscheiden, als eine Entscheidung aufgrund der gegebenen Sachlage und der zuverlÃ¤ssig voraussehbaren UmstÃ¤nde mÃ¶glich ist. Das gilt insbesondere fÃ¼r eine bereits mÃ¶gliche Entscheidung Ã¼ber die Herabsetzung nach Â§ 1578b Abs. 1 BGB (im Anschluss an BGH v. 12.1.2011 â€“ XII ZR 83/08, BGHZ 188, 50 = FamRZ 2011, 454 = FamRB 2011, 102).
BGH, Beschl. v. 4.7.2018 â€“ XII ZB 82/18
Beschwer des zur Auskunft verpflichteten Antragsgegners im Zugewinnausgleichsverfahren
a) Die Beschwer eines zur Auskunft verpflichteten Antragsgegners bemisst sich nach seinem Interesse, die Auskunft nicht erteilen zu mÃ¼ssen; es kommt auf den Aufwand an Zeit und Kosten an, den die Erteilung der Auskunft erfordert. Dabei ist grundsÃ¤tzlich der Stundensatz zugrunde zu legen, den ein Zeuge im Zivilprozess erhalten wÃ¼rde (im Anschluss an BGH v. 26.10.2016 â€“ XII ZB 134/15, FamRZ 2017, 368 = FamRB 2017, 99 und BGH v. 8.3.2017 â€“ XII ZB 471/16, FamRZ 2017, 982).
b) FÃ¼r die Bewertung des Beschwerdegegenstands ist nur auf den unmittelbaren Gegenstand der Entscheidung abzustellen. Das daneben auch bestehende Ziel des zur Auskunft Verpflichteten, den Hauptanspruch zu verhidern, geht dagegen Ã¼ber das Ziel des Rechtsmittels hinaus und ist daher bei der Wertfestsetzung nicht zu berÃ¼cksichtigen (im Anschluss an BGH v. 26.10.2016 â€“ XII ZB 134/15, FamRZ 2017, 368) = FamRB 2017, 99.
BGH, Beschl. v. 20.6.2018 â€“ XII ZB 624/15
Anwendbarkeit des Â§ 31 Abs. 1 Satz 2 VersAusglG bei AbÃ¤nderung nach Â§ 51 VersAusglG
Im AbÃ¤nderungsverfahren nach Â§ 51 VersAusglG ist die Vorschrift Ã¼ber den Tod eines Ehegatten (Â§ 31 VersAusglG) uneingeschrÃ¤nkt anzuwenden; die Anwendung des Â§ 31 Abs. 1 Satz 2 VersAusglG fÃ¼hrt deshalb im Falle eines Vorversterbens des insgesamt Ausgleichsberechtigten dazu, dass der Ã¼berlebende, insgesamt ausgleichspflichtige Ehegatte sein wÃ¤hrend der Ehezeit erworbenes Anrecht ab dem Zeitpunkt der Antragstellung ungeteilt zurÃ¼ck erhÃ¤lt (im Anschluss an BGH v. 16.5.2018 â€“ XII ZB 466/16).
BGH, Beschl. v. 20.6.2018 â€“ XII ZB 102/17
BerÃ¼cksichtigung der DienstzeitverlÃ¤ngerung eines Beamten im Versorgungsausgleich
Eine nach Ende der Ehezeit auf Antrag des ausgleichspflichtigen Ehegatten verlÃ¤ngerte Dienstzeit als Beamter ist bei der Ermittlung der Gesamtzeit nach Â§Â§ 41 Abs. 2 Satz 2, 40 Abs. 2 Satz 1 VersAusglG zu berÃ¼cksichtigen.
BGH, Beschl. v. 20.6.2018 â€“ XII ZB 84/17
Ausgleich ehebedingter Versorgungsnachteile im Wege richterlicher AusÃ¼bungskontrolle eines Ehevertrags
a) Mit der Anpassung von EhevertrÃ¤gen unter dem Gesichtspunkt der Rechtsmissbrauchskontrolle (Â§ 242 BGB) sollen ehebedingte Nachteile ausgeglichen werden; sind solche Nachteile nicht vorhanden oder bereits vollstÃ¤ndig kompensiert, dient die richterliche AusÃ¼bungskontrolle nicht dazu, dem durch den Ehevertrag belasteten Ehegatten zusÃ¤tzlich entgangene ehebedingte Vorteile zu gewÃ¤hren und ihn dadurch besser zu stellen, als hÃ¤tte es die Ehe und die mit der ehelichen Rollenverteilung einhergehenden Dispositionen Ã¼ber Art und Umfang seiner ErwerbstÃ¤tigkeit nicht gegeben (FortfÃ¼hrung von BGH v. 8.10.2014 â€“ XII ZB 318/11, FamRZ 2014, 1978 und BGH v. 27.2.2013 â€“ XII ZB 90/11, FamRZ 2013, 770).
b) Zur Anwendung von Â§ 1381 Abs. 1 BGB bei UnterhaltsÃ¼berzahlungen.
Verlag Dr. Otto Schmidt vom 07.08.2018 14:34