Source: https://verdi-bub.de/wissen/wahlen/pr-wahl-saarland/gesamtpersonalrat
Timestamp: 2019-08-22 05:24:40
Document Index: 76861389

Matched Legal Cases: ['§ 55', '§ 6', '§ 73', '§ 56', '§ 55', '§ 44', '§ 44', '§ 23', '§ 15', '§ 56']

Ein Gesamtpersonalrat (§ 55 SPersVG) wird immer dann gewählt, wenn eine Dienststelle mit mehreren selbstständigen Nebenstellen mehrere örtliche Personalräte hat und diese die Errichtung eines GPR beschließen. Die Nebenstellen müssen nach einer Abstimmung der Beschäftigten zu selbstständigen Dienststellen erklärt worden sein (§ 6 Abs. 3 SPersVG). Abstimmungsberechtigt sind alle wahlberechtigten Beschäftigten der Dienststellen (Nebenstellen und Hauptstelle). In der Hauptstelle wird ebenfalls ein örtlicher Personalrat gewählt.
Der GPR tritt dann an die Stelle der örtlichen Personalräte, wenn von einer Maßnahme mehrere Dienststellen betroffen sind.
Der Gesamtpersonalrat ist aber nicht den örtlichen Personalräten übergeordnet; er tritt nur in den genannten Fällen an deren Stelle, er wird neben den örtlichen Personalräten gebildet, wie es im Gesetz heißt. Wenn entweder der örtliche Personalrat oder der GPR in einer Angelegenheit mit dem jeweiligen Partner keine Einigung erzielen, kann in Fällen der Mitbestimmung direkt die Einigungsstelle angerufen werden (§ 73 Abs. 3 SPersVG).
Die Wahl des Gesamtpersonalrats wird von einem Gesamtwahlvorstand durchgeführt. Dieser ist vom amtierenden GPR oder, falls ein solcher noch nicht besteht, vom Leiter der Dienststelle zu bestellen (§ 56 Abs. 1 SPersV). Eine Personalversammlung ist nicht vorgesehen. Der Gesamtwahlvorstand ist immer dann zu bestellen, wenn in einer Dienststelle eine erfolgreiche Abstimmung über eine Verselbstständigung von Nebenstellen oder Teilen einer Dienststelle stattgefunden hat und die Personalräte die Errichtung eines GPR beschließen (§ 55 Abs. 1 und 2 SPersVG). Gleichwohl müssen in den Teilen der Dienststelle, in denen örtliche Personalräte gewählt werden (weil sie sich verselbstständigt haben), örtliche Wahlvorstände bestellt werden. Die örtlichen Wahlvorstände und der Gesamtwahlvorstand teilen sich dann die Arbeit. Wie das genau geht, steht in § 44 WO SPersVG.
Vereinfacht kann man sagen, dass alles, was örtlich gemacht werden kann und muss, die örtlichen Wahlvorstände machen:
Daneben führen sie natürlich die Wahlen des örtlichen Personalrats durch, wenn diese gleichzeitig stattfinden. Der Gesamtwahlvorstand hat die zentralen Aufgaben:
In § 44 WO SPersVG ist bestimmt, dass für die Wahl des GPR die gleichen Bestimmungen gelten wie für die Wahl des Bezirkspersonalrats. Und dafür gelten wiederum die meisten Bestimmungen, die auch für die Wahlen der örtlichen Personalräte gelten (soweit das nicht in den §§ 23–42 WO SPersVG ausdrücklich anders geregelt ist).
Für die Größe des GPR gilt § 15 Abs. 1 und 2 SPersVG (Verweis in § 56 Abs. 3 SPersVG) entsprechend. Die Verteilung der Sitze auf die Gruppen geschieht ebenfalls nach dem d’Hondtschen Verfahren.
für Personalratswahlen im Saarland