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Timestamp: 2016-10-22 03:42:57
Document Index: 196114453

Matched Legal Cases: ['Art. 59', 'Art. 58', 'Art. 61', 'Art. 65', 'BGE', 'Art. 48', 'Art. 42', 'Art. 26', 'Art. 26', 'Art. 42', 'Art. 41', 'Art. 65', 'Art. 63', 'Art. 64', 'Art. 46', 'Art. 46', 'BGE', 'BGE', 'Art. 42', 'BGE', 'BGE', 'Art. 156', 'Art. 159']

A.________, Kl�gerin und Berufungskl�gerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Max Sidler, Postfach, 6302 Zug,
A.- Die damals neunzehnj�hrige A.________ (Kl�gerin) erlitt als Motorradfahrerin am 3. Juni 1990 einen schweren Verkehrsunfall. Ein bei der Winterthur Schweizerische Versicherungs-Gesellschaft (Beklagte) versicherter Automobilist missachtete ihr Vortrittsrecht, worauf es zu einem heftigen Zusammenstoss kam. Die Kl�gerin war bis zum 21. Dezember 1990 im Universit�tsspital Z�rich hospitalisiert. Die Diagnose lautete auf Sch�del-Hirn-Trauma mit Subduralh�matom rechts parietal und Kontusionsherden, Pyramidenl�ngsfraktur links und Kallottenfraktur. Vom 21. Dezember 1990 bis zum 11. Juli 1991 wurde die Kl�gerin im Kantonsspital Zug behandelt und anschliessend bis zum 6. November 1991 und erneut vom 6. Januar bis zum 15. April 1992 in der Rehabilitationsklink Valens. Seit dem 16. April 1992 wohnt die Kl�gerin bei ihrer Mutter, die sie pflegt und betreut.
B.- Am 4. Oktober 1995 belangte die Kl�gerin die Beklagte vor dem Handelsgericht des Kantons Z�rich. Die bereinigten Rechtsbegehren lauten wie folgt:
"1. Es sei die Beklagte zu verpflichten, der Kl�gerin
folgende Betr�ge zu bezahlen:
a.F�r den vor�bergehenden Haushaltsf�hrungsschaden
bis zum Urteilsdatum Fr. 209'217.--, zuz�glich
b. F�r den Haushaltsf�hrungsinvalidit�tsschaden
c. F�r den vor�bergehenden Pflegeschaden bis zum
zahlbar ab Urteilsdatum vorsch�ssig auf
den 1. eines Monats bis zum Lebensende der Kl�gerin.
1993 des Bundesamtes f�r Statistik,
j�hrlich auf den 1. Juli eines jeden Jahres,
Am 12. Juni 2001 f�llte das Handelsgericht folgendes Urteil:
"1. a) Die Beklagte wird verpflichtet, der Kl�gerin
b) Die Beklagte wird verpflichtet, der Kl�gerin f�r
Die Beklagte wird verpflichtet, der Kl�gerin ab dem
1993 des Bundesamtes f�r Statistik f�r das Jahr
Die Anpassung erfolgt gem�ss folgender Formel:
neuer Index x urspr�ngliche Rente
c) Die Beklagte wird verpflichtet, der Kl�gerin ab
Bundesamtes f�r Statistik auf den 1. Juli jeden
Im �brigen wird die Klage abgewiesen.. "
C.- Gegen das Urteil des Handelsgerichts vom 12. Juni 2001 f�hren beide Parteien Berufung beim Bundesgericht. Die Kl�gerin stellt folgende Antr�ge:
Kl�gerin und Appellantin zu bezahlen:
b. f�r den Monat Juni 2001 eine Pflege- und
neue Rente = neuer Index x urspr�nglicher Index
Kl�gerin vom 1. Juli 2001 bis zum 31. August
des Bundesamtes f�r Statistik auf den 1. Juli
neue Rente = neuer Index x urspr�ngliche Rente"
Die Berufungsantr�ge der Beklagten lauten wie folgt:
"Es sei das Urteil des Handelsgerichts Z�rich vom 12. Juni 2001 aufzuheben und
1.a) Die Beklagte sei zu verpflichten, der Kl�gerin
b) Die Beklagte sei zu verpflichten, der Kl�gerin
f�r den Monat Juni 2001 eine Pflege- und Betreuungsschadenrente
Die Beklagte sei zu verpflichten, der Kl�gerin
Die Rente sei gem�ss den Bestimmungen des/der
UVG/UVV sowie der jeweils g�ltigen bundesr�tlichen
Verordnung �ber die Teuerungszulagen an
neue Rente = neuer Index x urspr�ngliche Rente
c) Die Beklagte sei zu verpflichten, der Kl�gerin
In ihrer Berufungsantwort schliesst die Kl�gerin auf kostenf�llige Abweisung der Berufung. Die Beklagte beantragt, es sei auf die Berufung der Kl�gerin nicht einzutreten.
Sie stellt zudem folgende Eventualantr�ge:
"Die Berufung der Kl�gerin sei vollumf�nglich abzuwei- sen und in Gutheissung der Berufung der Beklagten vom 28. August 2001 sei das Urteil des Handelsgerichts
Z�rich vom 12. Juni 2001 aufzuheben und es sei
a) Die Beklagte zu verpflichten, der Kl�gerin CHF
Als weiteres Eventualbegehren erneuert die Beklagte ihre vor Bundesgericht gestellten Berufungsantr�ge.
D.- Die Beklagte hat das Urteil des Handelsgerichts auch mit Nichtigkeitsbeschwerde beim Kassationsgericht des Kantons Z�rich angefochten. Da sich das kantonale Rechtsmittel einzig gegen die Kosten- und Entsch�digungsfolgen richtet, wird die Berufung vorg�ngig behandelt.
1.- Die Beklagte stellt in der Berufungsantwort einen Eventualantrag, der �ber ihr eigenes Berufungsbegehren hinausreicht.
Insoweit erhebt sie Anschlussberufung. Dazu ist aber nur jene Partei berechtigt, die sich dem von der Gegenpartei angefochtenen Urteil grunds�tzlich zu unterziehen bereit ist. Es w�rde auf eine unzul�ssige Erstreckung der Berufungsfrist hinauslaufen, wollte man der Partei, die selbst Berufung eingelegt hat, gestatten, ihre Begehren mit einer zus�tzlichen Anschlussberufung zu erweitern (Poudret, Commentaire de la loi f�d�rale d'organisation judiciaire, N.
2.2.1 zu Art. 59 und 61 OG, S. 476). Auf das Rechtsbegehren in der Berufungsantwort der Beklagten, mit dem sie beantragt, es sei der Kl�gerin insgesamt weniger zuzusprechen als dem Rechtsbegehren in ihrer Berufung entspricht, ist daher nicht einzutreten. Von einem nach Ablauf der Berufungsfrist korrigierbaren Versehen kann entgegen der Auffassung der Beklagten nicht gesprochen werden, zumal sich an der angef�hrten Stelle der Berufungsschrift kein klar bezifferter Antrag findet.
2.- Unter den Parteien ist unumstritten, dass die Beklagte der Kl�gerin f�r den Unfall vom 3. Juni 1990 voll haftet (Art. 58 Abs. 1, Art. 61 Abs. 1 und Art. 65 SVG) und dass die Kl�gerin seit dem Unfall voraussichtlich bis an ihr Lebensende stetiger Betreuung und Pflege bedarf. Streitig ist jedoch die Schadensberechnung. Die Kl�gerin hat von der Beklagten Ersatz f�r vergangene und zuk�nftige Pflege- und Betreuungskosten sowie f�r vergangenen und zuk�nftigen Haushaltschaden gefordert. Die Vorinstanz legte der Berechnung des Pflegeschadens die Betreuungssituation der Kl�gerin zugrunde.
Die Vorinstanz gab mit R�cksicht auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung (BGE 125 III 312 E. 6c) dem Begehren der Kl�gerin statt und sprach ihr f�r den zuk�nftigen Pflege- und Betreuungsschaden eine Rente zu, welche sie an den Totalnominallohnindex des Bundesamtes f�r Statistik band. Beide Parteien kritisieren die entsprechenden Berechnungen der Vorinstanz in verschiedenen Punkten als bundesrechtswidrig.
I. Berufung der Kl�gerin
3.- Die Berufung der Kl�gerin richtet sich zun�chst gegen die Anrechnung der Hilflosenentsch�digung der Invalidenversicherung von Fr. 503.-- monatlich an die Pflege- und Betreuungsrente.
Die Kl�gerin macht geltend, ab Urteilsdatum werde ihr keine Hilflosenentsch�digung der Invalidenversicherung aufgrund des Bundesgesetzes �ber die Invalidenversicherung vom 19. Juni 1959 (IVG; SR 831. 20) mehr ausgerichtet, denn ihr Rechtsanspruch darauf erl�sche mit der Zusprechung einer Rente der obligatorischen Unfallversicherung.
Die Vorinstanz habe das Verhalten der Beklagten, die gleichzeitig Unfallversicherer sei, dahin interpretiert, dass sie keine Hilflosenentsch�digung nach dem Bundesgesetz �ber die Unfallversicherung vom 20. M�rz 1981 (UVG; SR 832. 20) schulde, die an den Haftpflichtanspruch anzurechnen w�re. Demgegen�ber h�lt die Kl�gerin daf�r, die Beklagte h�tte l�ngst eine UVG-Hilflosenentsch�digung ausrichten m�ssen, weshalb die Anrechnung der Leistung der Invalidenversicherung mangels zeitlicher Kongruenz gegen Art. 48ter des Bundesgesetzes �ber die Alters- und Hinterlassenenversicherung vom 20. Dezember 1946 (AHVG; SR 831. 10) verstosse.
Ob der Kl�gerin eine Hilflosenentsch�digung nach Art. 42 IVG oder nach Art. 26 UVG zusteht, ist nicht im Verfahren des ordentlichen Zivilprozesses zu entscheiden. Die Kl�gerin bringt nicht vor, dass sie im daf�r vorgesehenen Verfahren einen entsprechenden Entscheid erwirkt und der Vorinstanz vorgelegt h�tte. Wenn die Vorinstanz bei der Ermittlung des Pflege- und Betreuungsschadens die von der Kl�gerin bezogene Hilflosenentsch�digung zur Vermeidung einer �berentsch�digung in Rechnung stellte, verletzte sie daher kein Bundesrecht. Zu Recht behauptet die Kl�gerin nicht, dass ihr eine UVG-Hilflosenentsch�digung kumulativ zu ihrem haftpflichtrechtlichen Ersatzanspruch f�r Pflege- und Betreuungskosten zust�nde, gelten doch f�r den Anspruch nach Art. 26 UVG und nach Art. 42 IVG dieselben Bedingungen (Urteil des Versicherungsgerichts vom 19. August 1991, U 19/91, CNA, 1991 5 9) und tritt der Unfallversicherer im Zeitpunkt des Ereignisses bis auf die H�he der gesetzlichen Leistungen in die Anspr�che des Versicherten ein (Art. 41 UVG). Zufolge dieser umfassenden Subrogation der Sozialversicherung verliert der Gesch�digte unmittelbar im Zeitpunkt des Schadenereignisses die an den Unfallversicherer �bergegangenen Anspr�che (Kocher, Zum Wesen der Koordination in der schweizerischen Sozialversicherung, Recht 1994, S. 85 ff., S. 96).
Der Gesch�digte hat deshalb nach herrschender Auffassung nicht die Wahl, ob er den Sch�diger oder die Sozialversicherung belangen will; der Anspruch auf Sozialversicherungsleistungen ist vielmehr grunds�tzlich unverzichtbar. Die Subrogation k�nnte - wenn �berhaupt - einzig dadurch ausgeschaltet werden, dass alle Beteiligten, d.h. der Gesch�digte, der Haftpflichtige und die Sozialversicherung ihr Einverst�ndnis geben (Art. 65 der Verordnung �ber die Unfallversicherung vom 20. Dezember 1982 [UVV]; SR 832. 202; 4C.59/1994 vom 13. Dezember 1994, abgedruckt in Pra, 1995 Nr. 172 S. 548 ff., E. 8 mit Hinweisen). Die Kl�gerin w�re daher durch die von der Vorinstanz getroffene Regelung nur beschwert, wenn in Zukunft die IVG-Hilflosenentsch�digung durch eine Entsch�digung nach UVG abgel�st w�rde, und diese weniger betragen sollte als die ihr angerechneten Fr. 503.-- pro Monat. Eine entsprechende Behauptung bringt die Kl�gerin indessen nicht vor. In H�he der UVG-Hilflosenentsch�digung aber ist die Kl�gerin zufolge der Subrogation des Versicherers nicht anspruchsberechtigt (Rumo-Jungo, Haftpflicht und Sozialversicherung, Rz. 1114). Ihre Berufung erweist sich insoweit als unbegr�ndet. Im �brigen hat die Kl�gerin bereits vor dem Handelsgericht anerkannt, dass die Hilflosenentsch�digungen der IV an den bis zum Urteilstag erbrachten Pflege- und Betreuungsaufwand anzurechnen sind.
4.- a) Im kantonalen Verfahren liess die Kl�gerin vortragen, ihre Mutter k�nne die Pflege noch etwa 20 bis 30 Jahre �bernehmen. Hernach m�sse eine andere L�sung gefunden werden. Beispielsweise k�nnte ihre Schwester diese Aufgabe erf�llen; weniger ideal, aber vielleicht die einzige M�glichkeit, w�re die Verbringung in ein Pflegeheim.
Aufgrund dieser Vorbringen ging das Handelsgericht davon aus, dass die im August 1947 geborene Mutter die Betreuung bis zu ihrem 70. Altersjahr, d.h. bis August 2017, fortf�hren werde. Es vermochte dagegen keine Anhaltspunkte daf�r auszumachen, dass sich anschliessend die Schwester der Kl�gerin dieser Aufgabe widmen werde. Das Handelsgericht nahm daher als wahrscheinlich an, dass die Kl�gerin auf den
b) Die Kl�gerin wirft der Vorinstanz als Verletzung von Bundesrecht vor, nicht gepr�ft zu haben, ob sie nach dannzumal 26 Jahren Hauspflege �berhaupt gewillt sei, in ein Heim �berzutreten, und ob ihr das Verlassen der famili�ren Kleingemeinschaft in eine stark reglementierte Grossgemeinschaft zumutbar sei.
c) Die R�ge ist mutwillig. Indem die anwaltlich vertretene Kl�gerin im kantonalen Verfahren die Heimeinweisung als einzige realistische M�glichkeit f�r den Zeitpunkt ins Auge fasste, in dem ihre Mutter nicht mehr als Pflegerin zur Verf�gung stehen w�rde, stimmte sie dieser Form der zuk�nftigen Betreuung sinngem�ss zu. F�r weitere Abkl�rungen durch die Vorinstanz bestand kein Anlass. Wenn die Kl�gerin mit der Berufung ihren implizit ge�usserten Willen in Zweifel zieht, verh�lt sie sich widerspr�chlich. Ihr Hinweis auf die Erw�gung der Vorinstanz, wonach sie selbst dar�ber zu entscheiden habe, wo und in welcher Form sie Pflege und Betreuung beanspruchen wolle, hilft ihr unter diesen Umst�nden nicht weiter.
5.- a) Die Vorinstanz nahm an, dass ein Heim, in welchem die Kl�gerin nach dem 31. August 2017 Aufnahme f�nde, auch die gesamte Hausarbeit f�r die Kl�gerin �bernehmen werde, so dass von dann an kein zus�tzlicher unfallbedingter Ausfall der F�higkeit der Kl�gerin zur Hausarbeit zu ersetzen sei.
b) Die Kl�gerin beanstandet, dass die Vorinstanz nicht den Haushaltf�hrungsschaden bis zum Ende der Aktivit�t berechnet und davon die tats�chlich vom Heim erbrachten Haushaltleistungen abgezogen hat. �berdies decke der zugesprochene Betrag f�r die Pflege im Heim die Kosten f�r Wohnen, Essen und die Erbringung der �brigen Haushaltleistungen nicht; vielmehr w�rden diese aus dem weit h�heren Pflegebeitrag des Bundesamtes f�r Sozialversicherung bezahlt.
c) Inwiefern die Berechnungsweise der Vorinstanz gegen Bundesrecht verstossen soll, zeigt die Kl�gerin jedoch nicht auf und ist auch nicht ersichtlich. Die von der Kl�gerin vorgeschlagene Methode erscheint schon im Hinblick darauf, dass sie f�r den Haushaltschaden ein Kapital, f�r den Pflege- und Betreuungsschaden eine Rente w�nscht, kaum geeignet.
Auch auf die R�ge der Kl�gerin, die Vorinstanz habe �bersehen, dass ein Sozialversicherungsbeitrag teilweise die effektiven Heimkosten decke, ist nicht n�her einzugehen, bringt sie doch damit nicht vor, dass ihr ein ungedeckter Haushaltschaden verbleibt. Auf die in diesem Zusammenhang beantragten Sachverhaltsr�gen gem�ss Art. 63 Abs. 2 und Art. 64 OG ist daher nicht einzutreten.
6.- a) Die Beklagte l�sst in ihrer Berufung die von der Vorinstanz f�r den Familienbetreuungs-Hausservice angefallenen Kosten von Fr. 62'635. 80 bis zum Urteilstag sowie von monatlich Fr. 736.-- bis zur vermuteten Heimeinweisung per
Die Beklagte r�gt, dass die Vorinstanz als Pflege- und Betreuungsschaden der Kl�gerin den vollen Lohn einer hief�r angestellten Person einsetzte, obwohl die Mutter der Kl�gerin die betreffenden Leistungen unentgeltlich erbringe und der Kl�gerin nach der Differenztheorie kein Schaden entstehe.
Da die Beklagte aber einr�umt, dass als stossend empfunden wird, wenn durch die unentgeltiche T�tigkeit Angeh�riger der haftpflichtige Dritte entlastet wird, bef�rwortet sie einen pauschalen Abzug von 30% in der Meinung, damit den berechtigten Interessen aller Beteiligten Rechnung zu tragen.
Ein solcher Abzug entspreche der in Deutschland vorherrschenden Praxis, wo er den Ausgleich daf�r schaffen soll, dass auf unentgeltlicher Hilfestellung von Angeh�rigen keine Steuern und Sozialversicherungsabgaben anfallen.
b) aa) Art. 46 OR gew�hrt der verletzten Person Anspruch auf die Kosten, die sie aufwenden muss, um die Folgen der K�rperverletzung zu beheben oder wenigstens einzuschr�nken.
Darunter fallen die Kosten dauernder Betreuung und Pflege (Oftinger/Stark, Schweizerisches Haftpflichtrecht, Erster Band: Allgemeiner Teil, 5. Aufl. , Z�rich 1995, � 6 Rz. 110). Auch die Pflege zu Hause geht, soweit sie unfallbedingt ist, zu Lasten des Haftpflichtigen. Wird sie von Familienangeh�rigen besorgt, muss sie gleichwohl entsch�digt werden (Brehm, Berner Kommentar, 2. Auflage 1998, N. 14 und 23 zu Art. 46 OR; Rey, Ausservertragliches Haftpflichtrecht,
2. Auflage, Z�rich 1998, Rz. 229).
Unter dem Gesichtspunkt der Vorteilsausgleichung sollen sich derartige freiwillige Leistungen gem�ss einhelliger Lehrmeinung nicht zu Gunsten des Sch�digers auswirken, wenn der Leistende nicht diesen, sondern den Gesch�digten beg�nstigen will (Oftinger/Stark, a.a.O., � 6 Rz. 75 ff.; Rey, a.a.O., Rz. 215; Deutsch, Allgemeines Haftungsrecht,
23. Auflage, M�nchen 2001, S. 251, Rz. 34).
Damit stimmt die Rechtsprechung des Bundesgerichts �berein.
So wurde in BGE 97 II 259 E. III/3 S. 266 eine Berufung abgewiesen, die sich gegen die Zusprechung einer Entsch�digung von Fr. 420.-- f�r die durch die Mutter der Gesch�digten w�hrend 42 Tagen geleistete Heimpflege richtete. In diesem Entscheid wird festgehalten, dass die Leistung dazu bestimmt gewesen sei, der Gesch�digten und nicht dem Haftpflichtigen zugute zu kommen; die zu Hause gebotene Pflege sei unerl�sslich gewesen und habe ein Element des vom Haftpflichtigen zu ersetzenden Schadens gebildet. Bereits in BGE 33 II 599 verpflichtete das Bundesgericht den Haftpflichtigen zum Ersatz der zufolge der Pflege erlittenen Verdiensteinbusse der Mutter des Gesch�digten, die betragsm�ssig etwa den Kosten einer angestellten Pflegekraft entsprach.
Gibt ein Familienangeh�riger seine Erwerbst�tigkeit auf, um die gesch�digte Person zu pflegen, entspricht der zu ersetzende Schaden in der Regel dem entgangenen Erwerbseinkommen.
�bersteigt der Verdienstausfall jedoch wesentlich die Kosten der Betreuung durch eine Drittperson, kann der Gesch�digte nach den Grunds�tzen der Schadenminderungspflicht nur diese tieferen Kosten als Schaden geltend machen (Oftinger/Stark, a.a.O., � 6 Rz. 110, Fn. 149; Alfred Keller, Haftpflicht im Privatrecht, Bd. II, 2. Aufl. , Bern 1998, S. 56). Der notwendige Pflegeaufwand ist als Schaden der verletzten Person selbst im Sinne eines damnum emergens anzusehen (Geisseler, Der Schaden und seine Berechnung, in:
Koller (Hrsg.), Haftpflicht- und Versicherungstagung 1999, S. 123). Die Ersatzpflicht f�r derartigen unter normativen Gesichtspunkten bestimmten Betreuungsschaden wird in der neueren Lehre nicht in Frage gestellt. Zur Berechnung wird vorgeschlagen, die zum Hausfrauenschaden entwickelten Grunds�tze analog heranzuziehen. Danach ist zuerst der erforderliche Stundenaufwand f�r die Pflege und alsdann der orts�bliche Lohn einer Pflegekraft zu ermitteln. Massgebend ist der Bruttolohn zuz�glich Arbeitgeberbeitr�ge an die Sozialversicherung (Schaetzle, in: M�nch/Geiser (Hrsg.), Schaden - Haftung - Versicherung, Rz. 9.65; Geisseler, a.a.O., S. 122).
bb) Nach dem Gesagten besteht der Pflegeschaden in den Kosten f�r fremde Hilfe, welche sich die verletzte Person zu beschaffen hat. Die Kosten sind vom Haftpflichtigen grunds�tzlich auch dann zu ersetzen, wenn die notwendige Betreuung auf famili�rer oder freundschaftlicher Basis unentgeltlich erfolgt. Eine Entlastung des Sch�digers im Umfang unentgeltlicher Hilfeleistung zu Gunsten des Gesch�digten k�me allenfalls in Frage, wenn und soweit den Gesch�digten eine entsprechende Rechtspflicht zur Schadensminderung tr�fe.
cc) Da der eigene Schaden des Gesch�digten abzugelten ist, welchem dieser Pflegemodus im Vergleich zu bezahlter Pflege keine Steuererleichterung bietet, f�llt entgegen der Auffassung der Beklagten ein Abzug wegen eingesparter Steuern ausser Betracht. Beil�ufig sei erw�hnt, dass auch in Deutschland nur jene Steuerersparnisse der Vorteilsausgleichung unterliegen, die nach dem Zweck der steuerlichen Regelung nicht dem Gesch�digten verbleiben sollen (vgl.
Rixecker, a.a.O., Rz. 35 f. mit Hinweisen). Soll die geldwerte Pflegeleistung nach dem Willen des Erbringers der gesch�digten Person zu Gute kommen, verbietet sich zudem auch ein Abzug f�r eingesparte Sozialversicherungsabgaben. Die gesch�digte Person muss hinsichtlich der Pflegekosten so gestellt werden, dass sie frei w�hlen kann, wie sie die notwendige Pflege organisieren will. In diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass die Rente grunds�tzlich nicht revidierbar ist, wie in der Lehre hervorgehoben wird (Ileri, Schadenersatz in Rentenform, in: Verein Haftung und Versicherung (Hrsg.), Personen-Schaden-Forum 2002, S. 46; Karlen, Entsch�digung in Rentenform, ibid. , S. 50). Die Notwendigkeit, von der konkreten, auf einer Liberalit�t beruhenden Pflegesituation im Urteilszeitpunkt zu abstrahieren, l�sst sich anhand des vorliegenden Falles veranschaulichen: Betreuung und Pflege sollen durch den vom Sch�diger geschuldeten Ersatz �ber mehr als ein Jahrzehnt sichergestellt werden. Niemand kann voraussehen, ob die Absicht der Pflegenden, die unentgeltliche Betreuungsarbeit die n�chsten 15 Jahre fortzusetzen, tats�chlich Bestand haben wird und auch umgesetzt werden kann. Die freiwillige Leistung w�rde zu einer Pflicht verkommen, h�tten die Angeh�rigen nicht die Gewissheit, dass sie in einer ver�nderten Lebenssituation auf ihren Entschluss, sich der Pflege zu widmen, zur�ckkommen und einen bezahlten Ersatz einstellen k�nnen.
dd) Die hier bef�rwortete Schadensberechnung nach den Kosten, welche die Pflege bei marktgerechter Entl�hnung verursachen w�rde, tr�gt auch den Interessen des Haftpflichtigen Rechnung, indem sich ein Absehen von der konkreten Betreuungssituation auch zu seinen Gunsten auswirken kann.
Denn richtet sich der Umfang der Ersatzpflicht gewissermassen am "Marktwert" der Pflege aus, kann der Sch�diger nicht verpflichtet werden, einen die so ermittelten Pflegekosten �bersteigenden Verdienstausfall abzugelten, den ein Angeh�riger wegen der Betreuung der gesch�digten Person auf sich nimmt. Honsell, der davor warnt, die konkrete Verm�gensverminderung beim Haushaltschaden ausser Acht zu lassen, befasst sich nicht mit der hier aktuellen Frage, wie freiwillige Leistungen Dritter zur Schadensdeckung bei der Schadensberechung zu ber�cksichtigen sind (Schweizerisches Haftpflichtrecht,
3. Aufl. , Z�rich 2000, � 8 Rz. 79). Der betreffende Hinweis der Beklagten st�sst deshalb ins Leere.
Nicht weiter hilft schliesslich die Berufung des Beklagten auf ein Urteil des Bundesgerichts vom 23. Juni 1999 (4C. 412/1998; auszugsweise abgedruckt in Pra 88/1999, Nr. 171, S. 890 ff.). Dort ging es nicht darum, �ber eine Rechtsfrage zu entscheiden, sondern das Bundesgericht war vielmehr an die vom kantonalen Gericht nach Art. 42 Abs. 2 OR vorgenommene Sch�tzung des Werts der Betreuungsleistung gebunden (E. 3 am Ende, S. 894).
c) Die Berechnung des Pflege- und Betreuungsschadens durch die Vorinstanz h�lt daher in allen Teilen vor Bundesrecht stand, namentlich auch mit Bezug auf die von der Beklagten beanstandete Ber�cksichtigung von Sozialabgaben (Brutto-brutto-Prinzip), von Ferien und eines dreizehnten Monatslohns, zumal die Beklagte zu Recht nicht einwendet, die Kl�gerin h�tte die entsprechenden Kosten bei entgeltlicher Anstellung einer Pflegeperson nicht aufzubringen.
Schliesslich ist festzuhalten, dass die Vorinstanz nach deren f�r das Bundesgericht verbindlichen Feststellung den Stundenlohn aufgrund eines gesch�tzten Monats- und nicht eines Jahreseinkommens einer entsprechenden Hilfskraft ermittelt hat. Die gegenteilige Behauptung der Beklagten ist nicht zu h�ren.
7.- a) Die Vorinstanz legte der Kapitalisierung des bisherigen und k�nftigen, bis Ende August 2017 angenommenen Haushaltschadens einen Stundenansatz von Fr. 27.-- und eine Jahresarbeitszeit von 52 Wochen zu Grunde. Sie trug dabei den Lohnnebenkosten und der Reallohnentwicklung Rechnung.
Die Beklagte h�lt f�r bundesrechtswidrig, dass die Vorinstanz Sozialversicherungsbeitr�ge, eine Reallohnentwicklung und eine fiktive Jahresarbeitszeit von 52 Wochen ber�cksichtigt hat.
b) Der Schaden aus eingeschr�nkter oder entfallener Arbeitsf�higkeit zur F�hrung des Haushalts wird nach der Rechtsprechung nicht bloss ersetzt, wenn konkret Kosten f�r Haushalthilfen erwachsen, die wegen des Ausfalls der Haushalt f�hrenden Person beigezogen werden; auszugleichen ist vielmehr der wirtschaftliche Wertverlust, der durch die Beeintr�chtigung der Arbeitsf�higkeit im Haushalt entstanden ist, und zwar unabh�ngig davon, ob dieser Wertverlust zur Anstellung einer Ersatzkraft, zu vermehrtem Aufwand der Teilinvaliden, zu zus�tzlicher Beanspruchung der Angeh�rigen oder zur Hinnahme von Qualit�tsverlusten f�hrt. Der "normativ", gleichsam von Gesetzes wegen ohne Nachweis der daraus konkret entstandenen Verm�genseinbusse zu ersetzende Schaden ist am Aufwand zu messen, den eine entgeltlich eingesetzte Ersatzkraft verursachen w�rde (BGE 127 III 403 E. 4b mit Hinweisen).
Demgem�ss ist wiederum vom Grundsatz auszugehen, dass die Kl�gerin, die zur Erledigung der Hausarbeit vollst�ndig auf fremde Hilfe angewiesen ist, durch den Schadenersatz in die Lage versetzt werden soll, eine Ersatzkraft anzustellen, ohne dass sie sich die Liberalit�t ihrer Mutter als Vorteil anrechnen lassen m�sste (vgl. E. 6 hievor). So werden ihr, sollte ihre Mutter einmal zur Haushaltf�hrung nicht zur Verf�gung stehen, sowohl Kosten f�r Ferien der zur Hausbesorgung angestellten Person wie auch f�r die Ersatzbeschaffung w�hrend deren Ferienabwesenheit entstehen. Somit kann mit Bezug auf Sozialversicherungsbeitr�ge und Ferien auf das bereits Gesagte verwiesen werden. Entgegen der Behauptung der Beklagten ist zudem keineswegs notorisch, dass die f�r Hausarbeit bezahlten L�hne keine Reallohnsteigerung erfahren. Angesichts des ver�nderten Rollenverst�ndnisses der Frauen in der Schweiz, die sich vermehrt einer Berufst�tigkeit ausserhalb des Hauses zuwenden, wird sich der Bedarf an bezahlter Haushalthilfe in den n�chsten Jahren eher erh�hen, was nach dem Gesetz von Angebot und Nachfrage zu einer Reallohnsteigerung f�hren d�rfte. Wenn die Vorinstanz bei der Kapitalisierung von einem gegen�ber dem f�r 1997 statistisch ermittelten leicht erh�hten Stundenlohn ausging, traf sie mit Bezug auf die k�nftige Lohnentwicklung in den n�chsten 17 Jahren jedenfalls keine aus bundesrechtlicher Sicht zu kritisierende Annahme, zumal nach der auch nach Ansicht der Beklagten massgeblichen Schweizerischen Arbeitskr�fteerhebung des Bundesamtes f�r Statistik (SAKE) im Jahr 2000 der Stundenlohn f�r die T�tigkeit in privaten Haushalten nach T2.6.2 (nach Geschlecht und Altersklassen) im Median bereits Fr. 26.80 erreichte.
8.- Schliesslich beantragt die Beklagte, die Anpassung der Pflege- und Betreuungsschadenrente habe nicht nach dem Nominallohnindex, sondern nach dem Landesindex der Konsumentenpreise zu erfolgen entsprechend den Bestimmungen des UVG/UVV sowie der jeweils g�ltigen bundesr�tlichen Verordnung �ber die Teuerungszulagen an Rentner der obligatorischen Unfallversicherung. Sie legt dabei dar, welche Vorteile eine solche Indexierung f�r die Haftpflichtversicherer hat. Sie l�sst indessen ausser Acht, dass es bei der Pflege- und Betreuungsrente darum geht, sicherzustellen, dass sich die gesch�digte Person auch in Zukunft eine ganz bestimmte, gegen Lohnzahlung erh�ltliche Arbeitsleistung, auf die sie wegen ihrer Sch�digung angewiesen ist, zu beschaffen in der Lage ist. Demgegen�ber dient eine UVG-Rente dem Zweck, den allgemeinen Unterhalt abzusichern. Schon daraus erhellt, dass es wenig Sinn macht, eine Rente, die spezifische, dem Gesch�digten regelm�ssig anfallende Lohnkosten ersetzen soll, an einen allgemeinen Kostenindex zu binden, wenn ein spezieller Lohnindex zur Verf�gung steht. Dass dies schlecht praktikabel sein soll, wie die Beklagte vorbringt (ebenso Karlen, a.a.O., S. 49), ist umso weniger nachvollziehbar, als die entsprechenden Daten ebenso wie jene �ber den Hausarbeitslohn, welche die Beklagte als Berechnungsbasis nicht ablehnt, vom Bundesamt f�r Statistik erhoben werden und allgemein zug�nglich sind. Die Bindung des Pflegeschadens an den Nominallohnindex, wie sie in der Lehre gefordert wird (Geisseler, a.a.O., S. 130 mit Hinweisen; Ileri, Schadenersatz in Rentenform, HAVE 1/2002, S. 47; Pribnow/Widmer/Sousa-Poza/Geiser, Die Bestimmung des Haushaltsschadens auf der Basis der SAKE, HAVE 1/2002, S. 36), erf�llt zudem das Erfordernis m�glichst konkreter Schadensermittlung und kann sich durchaus auch zu Gunsten des Sch�digers auswirken; dann n�mlich, wenn die allgemeine Lohnsteigerung nicht mit der Preissteigerung Schritt h�lt. Aus diesem Blickwinkel erheischt die Solvenzerhaltung der Versicherer, auf die sich die Beklagte f�r ihren Standpunkt beruft, nicht unbedingt eine Anpassung der Rente nach dem Konsumentenpreisindex.
Ohne Einverst�ndis des Gesch�digten kommt ein Solvenzschutz des Sch�digers analog jenem der nach UVG haftenden Versicherungstr�ger (vgl. Karlen, a.a.O., S. 49) mangels gesetzlicher Grundlage nicht in Frage, denn die gesch�digte Person soll mit einer indexierten Rente den Ausfall so ersetzt erhalten, wie sie ihn erleidet, und so lange, wie er dauert.
Das R�ckstellungsproblem zu l�sen obliegt den Haftpflichtigen bzw. deren Versicherern, denen man die Tragung der Unw�gbarkeiten der wirtschaftlichen Entwicklung eher zumuten darf als den Gesch�digten (BGE 125 III 312 E. 6c).
9.- Aus diesen Gr�nden sind die Berufungen beider Parteien abzuweisen und das angefochtene Urteil ist zu best�tigen.
Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend ist die Gerichtsgeb�hr zu 2/5 der Kl�gerin und zu 3/5 der Beklagten aufzuerlegen (Art. 156 Abs. 3 OG). Die Beklagte hat der Kl�gerin eine entsprechend reduzierte Parteientsch�digung zu zahlen (Art. 159 Abs. 3 OG).
1.-Die Berufungen werden abgewiesen und das Urteil des Handelsgerichts des Kantons Z�rich vom 12. Juni 2001 wird best�tigt.
2.-Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 15'000.-- wird zu 2/5 der Kl�gerin und zu 3/5 der Beklagten auferlegt.
3.-Die Beklagte hat die Kl�gerin f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 4'000.-- zu entsch�digen.
4.-Dieses Urteil wird den Parteien und dem Handelsgericht sowie dem Kassationsgericht des Kantons Z�rich schriftlich mitgeteilt.