Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F19-07-2006-U_501-2005
Timestamp: 2016-10-25 19:15:24
Document Index: 132817026

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 36', 'BGE', 'BGE', 'Art. 108']

U 501/05 (19.07.2006)
U 501/05
Z.________, 1970, Beschwerdef�hrerin, vertreten
durch die Gewerkschaft Unia,
Mit Verf�gung vom 10. November 2004, best�tigt durch Einspracheentscheid vom 17. M�rz 2005, stellte die Visana Versicherungen AG, bei welcher die 1970 geborene Z.________ obligatorisch gegen Unf�lle und Berufskrankheiten versichert war, s�mtliche in der Folge des Unfalles vom 10. Januar 2003 erbrachten gesetzlichen Versicherungsleistungen zum 1. September 2004 ein mit der Begr�ndung, die dar�ber hinaus geklagten Beschwerden st�nden nicht in einem ad�quaten Kausalzusammenhang mit dem genannten Unfall.
Die hiegegen erhobene Beschwerde der Z.________, womit diese um �bernahme der Behandlung der Fibromyalgie als Unfallfolge sowie um weitere Ausrichtung der gesetzlichen Versicherungsleistungen durch die Visana Versicherungen AG ersuchte, wies das Kantonale Versicherungsgericht des Wallis mit Entscheid vom 15. November 2005 ab.
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde erneuert Z.________ sinngem�ss ihr vorinstanzliches Rechtsbegehren.
W�hrend die Visana Versicherungen AG auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schliesst, verzichtet das Bundesamt f�r Gesundheit auf eine Vernehmlassung.
Nach den medizinischen Akten, insbesondere gem�ss polydisziplin�rer Expertise des Zentrums f�r Medizinische Begutachtung in (ZMB-Gutachten vom 2. September 2004), ist davon auszugehen, dass die Versicherte nach dem Unfall ein multifaktorielles Fibromyalgiesyndrom mit Spannungskopfschmerzen entwickelte. Ob diese �ber den 31. August 2004 hinaus geklagten gesundheitlichen Beschwerden in einem f�r die Leistungspflicht des Unfallversicherers zun�chst vorausgesetzten nat�rlichen Kausalzusammenhang (BGE 119 V 337 Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b je mit Hinweisen) mit dem Unfall stehen, kann hier offen bleiben. Streitig ist einzig die Ad�quanz des Kausalzusammenhanges zwischen dem Unfallereignis einerseits sowie den ab 1. September 2004 persistierenden Gesundheitsst�rungen und der darauf zur�ckzuf�hrenden Behandlungsbed�rftigkeit sowie Arbeits- und Erwerbsunf�higkeit andererseits. Die zur Beurteilung dieser Frage rechtsprechungsgem�ss erforderlichen Grunds�tze hat das kantonale Gericht in allen Teilen zutreffend dargelegt. Es betrifft dies die Ad�quanzpr�fungen bei psychogenen Unfallfolgen (BGE 115 V 133) sowie bei Folgen von Distorsionsverletzungen der Halswirbels�ule (HWS; BGE 117 V 359), insbesondere bei Beschwerdebildern, in denen die psychische Seite klar im Vordergrund steht (BGE 123 V 99 Erw. 2a). Darauf wird verwiesen.
Mit ausf�hrlicher Begr�ndung, worauf verwiesen wird (Art. 36a Abs. 3 OG), erkannte die Vorinstanz zutreffend, dass im Zusammenhang mit der von dem am 13. Januar 2003 erstbehandelnden Hausarzt Dr. med. A.________ unter anderem diagnostizierten HWS-Distorsion die zum typischen Beschwerdebild eines Schleudertraumas der HWS geh�renden Beeintr�chtigungen zwar initial teilweise gegeben waren (Schwindel, Schlafst�rungen, Kopf- und Nackenschmerzen sowie Bewegungseinschr�nkung der HWS). In seinem Bericht vom 30. M�rz 2003, also weniger als drei Monate nach dem Unfall, stellte jedoch Dr. med. A.________ bereits die Begleitdiagnosen einer Depression sowie einer Entwicklung eines fibromyalgieformen Bildes. Der Rheumatologe Dr. med. M.________ wies auf die in den letzten Jahren schon vor dem Unfall geklagten "leichten passageren lumbalen R�ckenschmerzen" hin und ging in seinem Bericht vom 28. M�rz 2003 von einem "dominierenden Fibromyalgiesyndrom" aus. Spielten die schleudertraumaspezifischen Beschwerden im Verlauf der Entwicklung vom Unfall bis zum Beurteilungszeitpunkt gesamthaft nur eine untergeordnete Rolle (BGE 123 V 99 Erw. 2a und Urteil J. vom 31. Mai 2006, U 238/05, Erw. 4.1, je mit Hinweisen), wie das kantonale Gericht im angefochtenen Entscheid korrekt dargelegt hat, so ist die in der Folge nach der Rechtsprechung zu psychischen Fehlentwicklungen nach Unf�llen (BGE 115 V 133 ff.) durchgef�hrte Pr�fung der Ad�quanz des Kausalzusammenhanges nicht zu beanstanden.
Soweit sich die Beschwerdef�hrerin �berhaupt sachbez�glich mit der Begr�ndung des angefochtenen Entscheids auseinander setzt (vgl. Art. 108 Abs. 2 OG), bringt sie nichts vor, was an der in allen Teilen �berzeugenden Ad�quanzpr�fung etwas zu �ndern verm�chte. Die �ber den 31. August 2004 hinaus anhaltend geklagten Gesundheitsst�rungen stehen demnach nicht in einem ad�quaten Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 10. Januar 2003. Die vorinstanzlich best�tigte, von der Visana Versicherungen AG ab 1. September 2004 verf�gte Terminierung s�mtlicher Versicherungsleistungen ist daher rechtens.