Source: https://www.steuba.de/werbungskosten/verpflegungsmehraufwand-pauschale-hoehe-2019-kuerzung/
Timestamp: 2020-04-03 22:22:14
Document Index: 176356299

Matched Legal Cases: ['§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 40', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9']

Verpflegungsmehraufwand: Wie hoch sind die Pauschalen in 2018 - 2019?
11 Feb Verpflegungsmehraufwand: Wie hoch sind die Pauschalen?
VerÃ¶ffentlicht um: 18:46Uhr in Werbungskosten	von	Michael Jonas
Was versteht man unter Verpflegungsmehraufwand? Wann kann ich diesen geltend machen? Wie hoch ist der Verpflegungsmehraufwand?
Was versteht man unter einer AuswÃ¤rtstÃ¤tigkeit? Was ist eine erste TÃ¤tigkeitsstÃ¤tte?
Was ist eine AuswÃ¤rtstÃ¤tigkeit?
Was ist eine TÃ¤tigkeitsstÃ¤tte?
Was sind die gesetzlichen Regelungen zu Verpflegungsmehraufwendungen?
Wie hoch ist der Verpflegungsmehraufwand 2018 und 2019 in Deutschland?
Muss ich meine Verpflegungsmehraufwendungen bei Dienstreisen um FrÃ¼hstÃ¼ck kÃ¼rzen? Wie hoch ist die KÃ¼rzung? (inkl. Beispiel)
Beispiel KÃ¼rzung Verpflegungsmehraufwendungen Inland
Beispiel KÃ¼rzung Verpflegungsmehraufwendungen Ausland
Gibt es Besonderheiten, wenn ich lÃ¤ngere Zeit bei einem Kunden arbeite? (Drei-Monats-Frist)
Wie hoch sind die Verpflegungsmehraufwendungen fÃ¼rs Ausland?
Alle Kosten, die Ihnen im Zusammenhang mit einer AuswÃ¤rtstÃ¤tigkeit entstehen, sind als Reisekosten im Rahmen der Werbungskosten abzugsfÃ¤hig. Zu den Reisekosten zÃ¤hlen auch die Verpflegungskosten.
FÃ¼r Verpflegung wÃ¤hrend einer AuswÃ¤rtstÃ¤tigkeit kÃ¶nnen Sie generell nur PauschbetrÃ¤ge geltend machen (Â§Â 4 Abs.Â 5 SatzÂ 1 Nr.Â 5 EStG, Â§Â 9 Abs.Â 5 EStG). Es ist nicht mÃ¶glich, Verpflegungsausgaben einzeln nachzuweisen und dadurch hÃ¶here BetrÃ¤ge abzusetzen.
MaÃŸgebend fÃ¼r die HÃ¶he der VerpflegungspauschbetrÃ¤ge ist die Dauer der Abwesenheit am einzelnen Kalendertag â€“ und zwar sowohl von der Wohnung als auch von der regelmÃ¤ÃŸigen ArbeitsstÃ¤tte. Wenn Sie also morgens ins BÃ¼ro fahren und von dort aus Ihre AuswÃ¤rtstÃ¤tigkeit antreten, beginnt die Abwesenheitsdauer erst mit der Abfahrt aus dem BÃ¼ro. Beginnen Sie die AuswÃ¤rtstÃ¤tigkeit zu Hause, ist die Abfahrtszeit dort maÃŸgebend.
Die AuswÃ¤rtstÃ¤tigkeit ist im EStG nicht definiert. Lediglich in Â§ 9 Abs. 4a Satz 2 EStG ist in einer Klammerdefinition die Â»auswÃ¤rtige berufliche TÃ¤tigkeitÂ« genannt. Danach ist eine AuswÃ¤rtstÃ¤tigkeit bei einer beruflichen TÃ¤tigkeitÂ auÃŸerhalb der Wohnung und der ersten TÃ¤tigkeitsstÃ¤tteÂ (Â§ 9 Abs. 4 EStG) gegeben.
Die Bestimmung dieser einen TÃ¤tigkeitsstÃ¤tte erfolgt vorrangig anhand der arbeits- oder dienstrechtlichen Festlegungen sowie der diese ausfÃ¼llenden arbeits- oder dienstrechtliche Weisungen/VerfÃ¼gungen, hilfsweise mittels quantitativer Kriterien. Im Zweifel ist die rÃ¤umliche NÃ¤he zur Wohnung des Stpfl. maÃŸgebend. Dabei ist kÃ¼nftig nicht mehr die RegelmÃ¤ÃŸigkeit des Aufsuchens, sondern vorrangig die Festlegungen des ArbG maÃŸgebend.
Eine erste TÃ¤tigkeitsstÃ¤tte liegt vor, wenn der ArbN einer solchen TÃ¤tigkeitsstÃ¤tte (Â§ 9 Abs. 4 Satz 1 EStG) dauerhaft zugeordnet ist. Die dauerhafte Zuordnung des ArbN wird durch die dienst- oder arbeitsrechtlichen Festlegungen sowie die diese ausfÃ¼llenden Absprachen oder Weisungen bestimmt (Â§ 9 Abs. 4 Satz 2 EStG). Das gilt unabhÃ¤ngig davon, ob diese schriftlich oder mÃ¼ndlich erteilt worden sind. Diese Zuordnung muss sich auf die TÃ¤tigkeit des ArbN beziehen; dies ergibt sich aus Â§ 9 Abs. 4 Satz 3 EStG, der mit der beispielhaften AufzÃ¤hlung darÃ¼ber hinaus das Kriterium der Dauerhaftigkeit beschreibt (BMF vom 24.10.2014, BStBl I 2014, 1412, Rz. 5).
dauerhaft (s.o.) tÃ¤tig werden soll (BMF vom 24.10.2014, BStBl I 2014, 1412, Rz. 25).
Gesetzeswortlaut des Â§ 9 Abs. 4a EStG:
(4a)Â Â Mehraufwendungen des Arbeitnehmers fÃ¼r die Verpflegung sind nur nach MaÃŸgabe der folgenden SÃ¤tze als Werbungskosten abziehbar.Â 2Wird der Arbeitnehmer auÃŸerhalb seiner Wohnung und ersten TÃ¤tigkeitsstÃ¤tte beruflich tÃ¤tig (auswÃ¤rtige berufliche TÃ¤tigkeit), ist zur Abgeltung der ihm tatsÃ¤chlich entstandenen, beruflich veranlassten Mehraufwendungen eine Verpflegungspauschale anzusetzen.Â 3Diese betrÃ¤gt
1. 24 Euro fÃ¼r jeden Kalendertag, an dem der Arbeitnehmer 24 Stunden von seiner Wohnung und ersten TÃ¤tigkeitsstÃ¤tte abwesend ist,
2. jeweils 12 Euro fÃ¼r den An- und Abreisetag, wenn der Arbeitnehmer an diesem, einem anschlieÃŸenden oder vorhergehenden Tag auÃŸerhalb seiner Wohnung Ã¼bernachtet,
3. 12 Euro fÃ¼r den Kalendertag, an dem der Arbeitnehmer ohne Ãœbernachtung auÃŸerhalb seiner Wohnung mehr als 8 Stunden von seiner Wohnung und der ersten TÃ¤tigkeitsstÃ¤tte abwesend ist; beginnt die auswÃ¤rtige berufliche TÃ¤tigkeit an einem Kalendertag und endet am nachfolgenden Kalendertag ohne Ãœbernachtung, werden 12 Euro fÃ¼r den Kalendertag gewÃ¤hrt, an dem der Arbeitnehmer den Ã¼berwiegenden Teil der insgesamt mehr als 8 Stunden von seiner Wohnung und der ersten TÃ¤tigkeitsstÃ¤tte abwesend ist.
Hat der Arbeitnehmer keine erste TÃ¤tigkeitsstÃ¤tte, gelten die SÃ¤tze 2 und 3 entsprechend; Wohnung im Sinne der SÃ¤tze 2 und 3 ist der Hausstand, der den Mittelpunkt der Lebensinteressen des Arbeitnehmers bildet sowie eine Unterkunft am Ort der ersten TÃ¤tigkeitsstÃ¤tte im Rahmen der doppelten HaushaltsfÃ¼hrung.Â
Bei einer TÃ¤tigkeit im Ausland treten an die Stelle der PauschbetrÃ¤ge nach Satz 3 lÃ¤nderweise unterschiedliche PauschbetrÃ¤ge, die fÃ¼r die FÃ¤lle der Nummer 1 mit 120 sowie der Nummern 2 und 3 mit 80 Prozent der Auslandstagegelder nach dem Bundesreisekostengesetz vom Bundesministerium der Finanzen im Einvernehmen mit den obersten FinanzbehÃ¶rden der LÃ¤nder aufgerundet auf volle Euro festgesetzt werden; dabei bestimmt sich der Pauschbetrag nach dem Ort, den der Arbeitnehmer vor 24 Uhr Ortszeit zuletzt erreicht, oder, wenn dieser Ort im Inland liegt, nach dem letzten TÃ¤tigkeitsort im Ausland.Â
Der Abzug der Verpflegungspauschalen ist auf die ersten drei Monate einer lÃ¤ngerfristigen beruflichen TÃ¤tigkeit an derselben TÃ¤tigkeitsstÃ¤tte beschrÃ¤nkt.Â Eine Unterbrechung der beruflichen TÃ¤tigkeit an derselben TÃ¤tigkeitsstÃ¤tte fÃ¼hrt zu einem Neubeginn, wenn sie mindestens vier Wochen dauert.Â
Wird dem Arbeitnehmer anlÃ¤sslich oder wÃ¤hrend einer TÃ¤tigkeit auÃŸerhalb seiner ersten TÃ¤tigkeitsstÃ¤tte vom Arbeitgeber oder auf dessen Veranlassung von einem Dritten eine Mahlzeit zur VerfÃ¼gung gestellt, sind die nach den SÃ¤tzen 3 und 5 ermittelten Verpflegungspauschalen zu kÃ¼rzen:
fÃ¼r FrÃ¼hstÃ¼ck um 20 Prozent,
fÃ¼r Mittag- und Abendessen um jeweils 40 Prozent,
der nach Satz 3 Nummer 1 gegebenenfalls in Verbindung mit Satz 5 maÃŸgebenden Verpflegungspauschale fÃ¼r einen vollen Kalendertag; die KÃ¼rzung darf die ermittelte Verpflegungspauschale nicht Ã¼bersteigen.Â 9Satz 8 gilt auch, wenn ReisekostenvergÃ¼tungen wegen der zur VerfÃ¼gung gestellten Mahlzeiten einbehalten oder gekÃ¼rzt werden oder die Mahlzeiten nach Â§ 40 Absatz 2 Satz 1 Nummer 1a pauschal besteuert werden.Â 10Hat der Arbeitnehmer fÃ¼r die Mahlzeit ein Entgelt gezahlt, mindert dieser Betrag den KÃ¼rzungsbetrag nach Satz 8.Â
ErhÃ¤lt der Arbeitnehmer steuerfreie Erstattungen fÃ¼r Verpflegung, ist ein Werbungskostenabzug insoweit ausgeschlossen.Â 12Die Verpflegungspauschalen nach den SÃ¤tzen 3 und 5, die Dreimonatsfrist nach den SÃ¤tzen 6 und 7 sowie die KÃ¼rzungsregelungen nach den SÃ¤tzen 8 bis 10 gelten entsprechend auch fÃ¼r den Abzug von Mehraufwendungen fÃ¼r Verpflegung, die bei einer beruflich veranlassten doppelten HaushaltsfÃ¼hrung entstehen, soweit der Arbeitnehmer vom eigenen Hausstand im Sinne des Â§ 9 Absatz 1 Satz 3 Nummer 5 abwesend ist; dabei ist fÃ¼r jeden Kalendertag innerhalb der Dreimonatsfrist, an dem gleichzeitig eine TÃ¤tigkeit im Sinne des Satzes 2 oder des Satzes 4 ausgeÃ¼bt wird, nur der jeweils hÃ¶chste in Betracht kommende Pauschbetrag abziehbar.Â 13Die Dauer einer TÃ¤tigkeit im Sinne des Satzes 2 an dem TÃ¤tigkeitsort, an dem die doppelte HaushaltsfÃ¼hrung begrÃ¼ndet wurde, ist auf die Dreimonatsfrist anzurechnen, wenn sie ihr unmittelbar vorausgegangen ist.
Â§ 9 Abs. 4a Satz 3 regelt die Verpflegungsmehraufwendungen folgendermaÃŸen:
Â§ 9 Abs. 4a Satz 3 Nr.
1 fÃ¼r jeden Kalendertag, an dem der ArbN 24 Stunden von seiner Wohnung abwesend ist 24 â‚¬
2 fÃ¼r den An- und Abreisetag, wenn der ArbN an diesem, einem anschlieÃŸenden oder vorhergehenden Tag auÃŸerhalb seiner Wohnung Ã¼bernachtet jeweils 12 â‚¬
3 fÃ¼r den Kalendertag, an dem der ArbN ohne Ãœbernachtung auÃŸerhalb seiner Wohnung mehr als 8 Stunden von seiner Wohnung und der ersten TÃ¤tigkeitsstÃ¤tte abwesend ist; beginnt die auswÃ¤rtige berufliche TÃ¤tigkeit an einem Kalendertag und endet am nachfolgenden Kalendertag ohne Ãœbernachtung, werden 12 â‚¬ fÃ¼r den Kalendertag gewÃ¤hrt, an dem der ArbN den Ã¼berwiegenden Teil der insgesamt mehr als 8 Stunden von seiner Wohnung und der ersten TÃ¤tigkeitsstÃ¤tte abwesend ist. 12 â‚¬ fÃ¼r den Kalendertag
Der Gesetzgeber sieht eineÂ tageweise KÃ¼rzungÂ des Werbungskostenabzugs fÃ¼r Verpflegungsmehraufwand vor, wenn dem Arbeitnehmer anlÃ¤sslich oder wÃ¤hrend einer AuswÃ¤rtstÃ¤tigkeit vom Arbeitgeber oder auf dessen Veranlassung von einem Dritten eine Mahlzeit zur VerfÃ¼gung gestellt wird. Die KÃ¼rzung erfolgt i. H. v.
20 % der Tagespauschale fÃ¼r ein FrÃ¼hstÃ¼ck bzw.
40 % der Tagespauschale fÃ¼r ein Mittag- oder Abendessen.
FÃ¼r die KÃ¼rzung ist auf die volle Verpflegungspauschale abzustellen, die fÃ¼r den jeweiligen Ort bei einer 24-stÃ¼ndigen Abwesenheit gilt. Bei einer Arbeitgeberbewirtung im Inland betrÃ¤gt demnach der KÃ¼rzungsbetragÂ 4,80 EUR bzw. 9,60 EUR, je nach nachdem ob es sich um ein FrÃ¼hstÃ¼ck oder ein Mittag- bzw. Abendessen handelt. Die KÃ¼rzung ist zwingend, vermeidet aber im Wege derÂ gesetzlichen SaldierungÂ die Besteuerung eines geldwerten Vorteils. Sie ist immer von der jeweiligen Verpflegungspauschale des Tages vorzunehmen, an dem die Gestellung der Mahlzeit durch den Arbeitgeber erfolgt.
Bei der Gestellung von Mahlzeiten durch den Arbeitgeber oder auf dessen Veranlassung durch einen Dritten ist die KÃ¼rzung der Verpflegungspauschale i. S. d. Â§ 9 Absatz 4a Satz 8 ff.
EStG tagesbezogen vorzunehmen, d. h. von der fÃ¼r den jeweiligen Reisetag maÃŸgebenden Verpflegungspauschale (s. o.) fÃ¼r eine 24-stÃ¼ndige Abwesenheit (Â§ 9 Absatz 4a Satz 5 EStG),
unabhÃ¤ngig davon, in welchem Land die jeweilige Mahlzeit zur VerfÃ¼gung gestellt wurde.
Ein Arbeitnehmer erhÃ¤lt bei einer 3-tÃ¤gigen AuswÃ¤rtstÃ¤tigkeit im Zusammenhang mit einer HotelÃ¼bernachtung auf Kosten des Arbeitgebers FrÃ¼hstÃ¼ck und Abendessen in HÃ¶he von jeweils 20 (FrÃ¼hstÃ¼ck) bzw. 30 EUR (Abendessen).
Der Werbungskostenansatz fÃ¼r Verpflegungsmehraufwand ermittelt sich nach der Neuregelung wie folgt (siehe Haufe):
An- und Abreisetag jeweils 12,00 EUR
KÃ¼rzung (2 x 4,80 EUR+ 2 x 9,60 EUR)
verbleibende Werbungskosten
Ein geldwerter Vorteil fÃ¼r die Mahlzeiten wird nicht versteuert, da es sich jeweils um Ã¼bliche Mahlzeiten und keine Belohnungsessen handelt.
Der Ingenieur I kehrt am Dienstag von einer mehrtÃ¤gigen AuswÃ¤rtstÃ¤tigkeit in StraÃŸburg (Frankreich) zu seiner Wohnung zurÃ¼ck. Nachdem er Unterlagen und neue Kleidung eingepackt hat, reist er zu einer weiteren mehrtÃ¤gigen AuswÃ¤rtstÃ¤tigkeit nach Kopenhagen (DÃ¤nemark) weiter. I erreicht Kopenhagen um 23 Uhr. Die Ãœbernachtungen – jeweils mit FrÃ¼hstÃ¼ck – wurden vom Arbeitgeber im Voraus gebucht und bezahlt.
FÃ¼r Dienstag ist nur die hÃ¶here Verpflegungspauschale von 39 Euro (RÃ¼ckreisetag von StraÃŸburg: 34 Euro, Anreisetag nach Kopenhagen 39 Euro) anzusetzen. Aufgrund der Gestellung des FrÃ¼hstÃ¼cks im Rahmen der Ãœbernachtung in StraÃŸburg ist die Verpflegungspauschale um 11,60 Euro (20 Prozent der Verpflegungspauschale Kopenhagen fÃ¼r einen vollen Kalendertag: 58 Euro) auf 27,40 Euro zu kÃ¼rzen.
Ist ein Mitarbeiter lÃ¤nger als drei Monate an derselben auswÃ¤rtigen TÃ¤tigkeitsstÃ¤tte beschÃ¤ftigt, greift die Dreimonatsfrist, auch â€œDreimonatsregelâ€� genannt (Â§ 9 Abs. 4a Satz 6 EStG).
Die Dreimonatsregel besagt, dass ein Mitarbeiter nur fÃ¼r die ersten drei Monate seinerÂ AuswÃ¤rtstÃ¤tigkeitÂ steuerfreie Verpflegungspauschalen von seinem Arbeitgeber erhalten, bzw. diese Ã¼ber seine EinkommensteuererklÃ¤rung geltend machen darf. Die Dreimonatsfrist beginnt mit dem ersten Tag der ersten Reise an eine auswÃ¤rtige TÃ¤tigkeitsstÃ¤tte, die mindestesten drei Tage andauert.
Der 3-Monatszeitraum wird vom Beginn der auswÃ¤rtigen TÃ¤tigkeit an gerechnet. Das gilt auch dann, wenn er sich Ã¼ber das Jahresende hinweg erstreckt. Ein neuer 3-Monatszeitraum beginnt also nicht jeweils am 1.1.
Nimmt der Arbeitnehmer wÃ¤hrend der fortlaufenden auswÃ¤rtigen BeschÃ¤ftigung Urlaub, hat das keinen Einfluss auf den Ablauf der 3-Monatsfrist. Der Zeitraum wird auch nicht um die Dauer des Urlaubs verlÃ¤ngert. Entsprechendes gilt, wenn der Arbeitnehmer wÃ¤hrend der AuswÃ¤rtstÃ¤tigkeit erkrankt bzw. wenn die AuswÃ¤rtstÃ¤tigkeit durch Elternzeit oder Mutterschaftsurlaub unterbrochen wird. Auch andere Unterbrechungen, z.Â B. die vorÃ¼bergehende RÃ¼ckkehr des Arbeitnehmers in den Betrieb, fÃ¼hren zu keiner VerlÃ¤ngerung der 3-monatigen Frist.
Jede Unterbrechung der beruflichen TÃ¤tigkeit an derselben TÃ¤tigkeitsstÃ¤tte fÃ¼hrt zu einer neuen 3-Monatsfrist, wenn sie mindestens 4 Wochen dauert. Der Grund der Unterbrechung ist unerheblich. Es zÃ¤hlt nur die Unterbrechungsdauer. Demzufolge ist auch die krankheits- oder urlaubsbedingte Unterbrechung von mindestens 4 Wochen geeignet, um die 3-Monatsfrist erneut in Gang zu setzen.
Bei eintÃ¤gigen Reisen in das Ausland ist der entsprechende Pauschbetrag des letzten TÃ¤tigkeitsortes im Ausland maÃŸgebend. Bei mehrtÃ¤gigen Reisen in verschiedenen Staaten gilt fÃ¼r
die Ermittlung der Verpflegungspauschalen am An- und Abreisetag sowie an den Zwischentagen (Tage mit 24 Stunden Abwesenheit) im Hinblick aufÂ§ 9 Absatz 4a Satz 5 2. Halbsatz EStG insbesondere Folgendes:
– Bei der Anreise vom Inland in das Ausland oder vom Ausland in das Inland jeweils ohne TÃ¤tigwerden ist der entsprechende Pauschbetrag des Ortes maÃŸgebend, der vor 24 Uhr Ortszeit erreicht wird.
– Bei der Abreise vom Ausland in das Inland oder vom Inland in das Ausland ist der entsprechende Pauschbetrag des letzten TÃ¤tigkeitsortes maÃŸgebend.
– FÃ¼r die Zwischentage ist in der Regel der entsprechende Pauschbetrag des Ortes maÃŸgebend, den der Arbeitnehmer vor 24 Uhr Ortszeit erreicht.
SchlieÃŸt sich an den Tag der RÃ¼ckreise von einer mehrtÃ¤gigen AuswÃ¤rtstÃ¤tigkeit zur Wohnung oder ersten TÃ¤tigkeitsstÃ¤tte eine weitere ein- oder mehrtÃ¤gige AuswÃ¤rtstÃ¤tigkeit an, ist fÃ¼r diesen Tag nur die hÃ¶here Verpflegungspauschale zu berÃ¼cksichtigen. Im Ãœbrigen, insbesondere bei Flug- und Schiffsreisen, ist R 9.6 Absatz 3 LStR zu beachten.
Land Mind. 24 Stunden, Betrag in Euro Ab 8 bis 24 Stunden, Betrag in Euro Pauschale fÃ¼r eine Ãœbernachtung in Euro
Ã„gypten 41 28 125
Ã„thiopien 27 18 86
Ã„quatorialguinea 36 24 166
Land Mind. 24 Stunden, Betrag in Euro Abwesenheit 8-24 Stunden, Betrag in Euro Pauschale fÃ¼r eine Ãœbernachtung in Euro
CÃ´te dâ€™Ivoire 51 34 146
DÃ¤nemark 58 39 143
Frankreich (StraÃŸburg) 51 34 96
GroÃŸbritannien (London) 62 41 224
GroÃŸbritannien + Nordirland (Rest) 45 30 115
Ã–sterreich 36 24 104
RumÃ¤nien (Bukarest) 32 21 100
RumÃ¤nien (Rest) 26 17 62
Russische FÃ¶deration (Jekatarinburg) 28 19 84
Russische FÃ¶deration (Moskau) 30 20 110
Russische FÃ¶deration (St. Petersburg) 26 17 114
Russische FÃ¶deration (Rest) 24 16 58
SÃ£o TomÃ© (PrÃ­ncipe) 47 32 80
SÃ¼dafrika (Kapstadt) 27 18 112
SÃ¼dafrika (Johannisburg) 29 20 124
SÃ¼dafrika (Rest) 22 15 94
SÃ¼dsudan 34 23 150
TÃ¼rkei (Istanbul) 35 24 104
TÃ¼rkei (Izmir) 42 28 80
TÃ¼rkei (Rest) 40 27 78
WeiÃŸrussland 20 13 98
AuswÃ¤rtstÃ¤tigkeit Betriebsausgaben erste TÃ¤tigkeitsstÃ¤tte HÃ¶he Verpflegungsmehraufwand Verpflegungsmehraufwand Verpflegungsmehraufwendungen Ausland Verpflegungsmehraufwendungen Inland Werbungskosten