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Timestamp: 2018-01-16 15:45:47
Document Index: 252277755

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 64', '§ 42', '§ 4', '§ 25', '§ 65', '§ 42', '§ 66', '§ 42', '§ 4', '§ 25', '§ 64', '§ 42', '§ 4', '§ 25', '§ 64', '§ 42', '§ 66', '§ 65', '§ 42', '§ 42', '§ 66', '§ 42', '§ 4', '§ 25', '§ 66', '§ 42', '§ 42', '§ 66', '§ 27', '§ 21', '§ 66', '§ 66', '§ 126', '§ 16', '§ 65', '§ 42', '§ 12', '§ 25', '§ 42', '§ 65']

ist geregelt im Berufsbildungsgesetz BBiG - ppt herunterladen
Veröffentlicht von:Ivonne Ehnert Geändert vor über 2 Jahren
Präsentation zum Thema: "ist geregelt im Berufsbildungsgesetz BBiG"— Präsentation transkript:
1 ist geregelt im Berufsbildungsgesetz BBiG
Die Berufsausbildung ist geregelt im Berufsbildungsgesetz BBiG powered by Semmler Media
2 Folgende Sachverhalte sind im BBiG geregelt:
Berufsausbildungs- vertrag Ausbildungsberuf und Ausbildungsordnung Rechte und Pflichten des Auszubildenden Ausbildungszeit und Urlaub Ausbildungsstätte Vergütung und sonstige Leistungen Prüfungen Kündigung powered by Semmler Media
3 Der Berufsausbildungsvertrag
Partner beim Abschluss eines Ausbildungs- vertrages sind der Ausbildende, das ist i.d.R. eine Firma, und der Auszubildende („der „Lehrling“). Vor Beginn der Ausbildung muss zwischen den beiden Partnern ein Berufsausbildungsvertrag geschlossen werden. Wenn der Auszubildende minderjährig ist, ist hierfür die Zustimmung der gesetzlichen Vertreter erforderlich. powered by Semmler Media
4 Ausbildungsberuf und Ausbildungsordnung
Tradition, technischer Wandel und wirtschaftlicher Fortschritt bieten heute vielfältige Möglichkeiten der Berufsausbildung. Als Grundlage für eine geordnete und einheitliche Berufsausbildung gelten die staatlich an­erkannten Ausbildungsberufe. Zu jedem Ausbildungsberuf gehört eine Ausbildungsverordnung, powered by Semmler Media
5 nach diesen Ausbildungsverordnungen wird auch in den IT Berufen ausgebildet.
Nach Vorgabe der Ausbildungsverordnung muss ein Ausbildungsrahmenplan erstellt werden, der Vereinbarungen über die sachliche und zeitliche Gliederung der Ausbildung enthält. Weiterhin ist in jeder Ausbildungsfirma ein individueller Ausbildungsplan anzulegen. powered by Semmler Media
6 Inhalte des Berufsbildungsvertrages
Art, sachliche und zeitliche Gliederung sowie Ziel der Berufsausbildung, insbesondere die Berufstätigkeit, für die ausgebildet werden soll Beginn und Dauer der Berufsausbildung Ausbildungsmaßnahmen außerhalb der Ausbildungsstätte Dauer der regel- mäßigen täglichen Arbeitszeit Dauer der Probezeit Zahlung und Höhe der Vergütung Dauer des Urlaubs Voraussetzungen, unter denen der Berufsbildungsver- trag gekündigt werden kann powered by Semmler Media
7 Rechte des Auszubildenden
Der Ausbildende hat gegenüber dem Auszubildenden Sorge zu tragen, dass das Ausbildungsziel erreicht werden kann; der Auszubildende muss sich die hierfür notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten aneignen. Im BBiG ist festgelegt, dass normalerweise im Ausbildungsbetrieb ein Ausbilder die Ausbildung über­nimmt. Der Ausbilder. muss i.d.R. die so genannte Ausbilder- eignungsprüfung vor der Kammer abgelegt haben. Der Auszubildende muss für den Berufsschulunterricht freigestellt werden, für die Zeit der Freistellung wird die Vergütung weitergezahlt. Dem Auszubildenden dürfen nur Tätigkeiten übertragen werden, die dem Ausbildungszweck dienen, verboten sind beispielsweise Akkord- oder Fließbandarbeiten. Zumutbar sind dagegen Verrichtungen, die mit der Sauberkeit des eigenen Arbeitsplatzes und der Pflege der Arbeitsgeräte zusammenhängen. powered by Semmler Media
8 Pflichten des Auszubildenden
In vielen Ausbildungsverhältnissen sind Berichtshefte zu führen, häufig gelten sie als Zulassungsvoraussetzung für die Abschlussprüfung. Der Auszubildende hat den Weisungen, die im Rahmen seiner Ausbildung gegeben werden und von den Weisungsberechtigten kommen, Folge zu leisten. Der Auszubildende ist verpflichtet, über Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse Stillschweigen zu wahren. Vor Beginn der Ausbildung muss der Auszubildende ärztlich untersucht werden, die Bescheinigung des Arztes ist dem Ausbildenden vorzulegen. powered by Semmler Media
9 Probezeit Die Probezeit ist für beide Vertragspartner von wichtiger Bedeutung. Sie muss mindestens ein Monat und darf höchstens drei Monate betragen. Der Ausbildende kann während dieser Zeit die Eignung des Auszubildenden prüfen. Der Auszubildende kann prüfen, ob er die richtige Berufswahl getroffen hat. Das Ausbildungsverhältnis kann während dieser Zeit von beiden Vertragspartnern ohne Angabe von Gründen schriftlich gekündigt werden. powered by Semmler Media
10 Ausbildungsdauer Die in der jeweiligen Ausbildungsordnung vorgeschriebene Ausbildungsdauer muss in der Niederschrift des Ausbildungsvertrages enthalten sein. In bestimmten Fällen kann die Ausbildungszeit verkürzt bzw. verlängert werden. Vor der Entscheidung müssen der Auszubildende und der Ausbilder gehört werden. Das Ausbildungsverhältnis endet regelmäßig mit Ablauf der vorgeschriebenen Ausbildungszeit. Wird die Abschlussprüfung vorgezogen, ist die Ausbildungszeit mit dem Bestehen der Prüfung zu Ende. Besteht der Auszubildende die Prüfung nicht, kann die Ausbildungszeit bis zur Wiederholungsprüfung verlängert werden. powered by Semmler Media
11 Arbeitszeit Grundsätzlich beträgt die Arbeitszeit für Jugendliche 8 Stunden täglich. Das gilt auch für Betriebe mit gleitender Arbeitszeit. Die Arbeitszeit muss durch Ruhepausen unterbrochen werden. powered by Semmler Media
12 Vergütung und sonstige Leistungen
Der Auszubildende erhält vom Ausbildenden während der Ausbildung eine angemessene Vergütung. Sie richtet sich nach dem Alter des Auszubildenden und der Dauer der Berufsausbildung. Die Vergütung ist so zu bemessen, dass sie mindestens jährlich ansteigt. Die Vergütung muss spätestens am letzten Arbeitstag des Monats gezahlt werden. Im Krankheitsfall wird die Vergütung bis zu sechs Wochen weitergezahlt. Weiter gehende Regelungen zur Vergütung werden häufig in den Tarifverträgen ausgehandelt. powered by Semmler Media
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14 Jahresurlaub Für Jugendliche beträgt der Jahresurlaub nach Lebensjahren gestaffelt mindestens 25 bis 30 Werktage (laut Jugendarbeitsschutzgesetz), in Tarifverträgen können Vorschriften enthalten sein, die weiter gehende Regelungen vorsehen. powered by Semmler Media
15 Prüfungen In den anerkannten Ausbildungsberufen werden Abschlussprüfungen durchgeführt. In den Abschlussprüfungen wird festgestellt, ob der Auszubildende die erforderlichen Fertigkeiten und Kenntnisse besitzt. Weitere Einzelheiten über Prüfungsgegenstand und -verfahren können den Ausbildungs- und Prüfungs-ordnungen entnommen werden. Die Zulassung zur Abschlussprüfung ist auch davon abhängig, dass die erforderlichen Zwischenprüfungen abgelegt und die vorgeschriebenen Berichtshefte geführt worden sind. Nach bestandener Prüfung erhält der Auszubildende ein Abschlusszeugnis. Vom Ausbildenden wird ebenfalls ein Zeugnis ausgestellt. powered by Semmler Media
16 Kündigung Die Voraussetzungen für eine Kündigung sind gesetzlich festgelegt. Während der Probezeit kann ohne Angabe von Gründen gekündigt werden. Nach der Probezeit kann auf Grund von schwer wiegenden Vorfällen fristlos gekündigt werden. Schwer wiegende Gründe, die schon länger als zwei Wochen bekannt sind, können kein Anlass zur Kündigung sein. Der Auszubildende kann außerdem kündigen, wenn er die Berufsausbildung aufgeben oder eine andere Berufsausbildung ergreifen möchte. Jede Kündigung muss schriftlich und bei einer Kündigung nach der Probe­zeit unter Angabe von Gründen erfolgen. powered by Semmler Media
17 Rahmenbedingungen zur Ausbildung behinderter Menschen
18 Alle inklusiv! Die Umsetzung der UN-Konvention
Im März 2009 ist in Deutschland die UN-Behindertenrechts-konvention in Kraft getreten. Diese ist rechtsverbindlich und stellt einen Meilenstein in der Behindertenpolitik dar. Behinderung wird hier als normaler Bestandteil menschlichen Lebens und als Bereicherung der Vielfalt der Gesellschaft verstanden. Die Vertragsstaaten anerkennen in der Konvention das gleiche Recht von Menschen mit Behinderung auf Arbeit. Die UN-Behindertenrechtskonvention fordert eine Arbeitswelt, in der Menschen mit oder ohne Behinderung die gleichen Chancen auf gute, sichere und gesunde Arbeitsbedingungen haben. powered by Semmler Media
19 Eine Arbeitswelt für alle
„Inklusion“ spielt hierbei eine wichtige Rolle. Inklusion bedeutet Einschluss und geht damit noch über den Begriff der Integration hinaus! powered by Semmler Media
20 Rechtliche Grundlagen (BBiG)
Jede Berufsausbildung hat die für die Ausübung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit in einer sich wandelnden Arbeitswelt notwendigen beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten (berufliche Handlungsfähigkeit) in einem geordneten Ausbildungsgang zu vermitteln. (siehe auch § 1 Abs. 3 BBiG) Grundsätzlich ist auch für behinderte Menschen nach § 64 BBiG/§ 42k HwO eine Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf i.V.m. gem. § 4 BBiG/§ 25 HwO eine Ausbildung, im Bedarfsfall unter Zuhilfenahme des § 65 BBiG/§ 42l HwO (Nachteilsausgleich), anzustreben. powered by Semmler Media
21 Rechtliche Grundlagen (BBiG)
§ 66 BBiG/§ 42m HwO Für behinderte Menschen, für die wegen Art und Schwere ihrer Behinderung eine Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf nicht in Betracht kommt, treffen die zuständigen Stellen auf Antrag der behinderten Menschen oder ihrer gesetzlichen Vertreter oder Vertreterinnen Ausbildungsregelungen entsprechend den Empfehlungen des Hauptausschusses des Bundesinstituts für Berufsbildung. Ein Übergang von einer bestehenden Ausbildung nach dieser Ausbildungs-regelung in eine Ausbildung in einem nach § 4 BBiG/§ 25 HwO anerkannten Ausbildungsberuf in einem nach § 64 BBiG/§ 42k HwO i.V.m. § 4 BBiG/§ 25 HwO anerkannten Ausbildungsberuf ist entsprechend § 64 BBiG/§ 42k HwO kontinuierlich zu prüfen. powered by Semmler Media
22 Rechtliche Grundlagen (BBiG)
Die Feststellung, dass Art und Schwere/Art oder Schwere der Behinderung eine Ausbildung nach einer Ausbildungsregelung für behinderte Menschen erfordert, soll auf der Grundlage einer differenzierten Eignungsuntersuchung erfolgen. Sie wird derzeit durch die Bundesagentur für Arbeit - unter Berücksichtigung der Gutachten ihrer Fachdienste und von Stellungnahmen der abgebenden Schule, gegebenenfalls unter Beteiligung von dafür geeigneten Fachleuten (u.a. Ärzte/Ärztinnen, Psychologen/Psychologinnen, Pädagogen/Pädagoginnen, Behindertenberater /Behindertenberaterinnen) aus der Rehabilitation bzw. unter Vorschaltung einer Maßnahme der Berufsfindung und Arbeitserprobung - durchgeführt. powered by Semmler Media
23 Rechtliche Grundlagen (BBiG)
Die Ausbildenden sollen einen personenbezogenen Förderplan im Sinne einer behindertenspezifischen Unterstützungsstruktur erstellen und diesen kontinuierlich fortschreiben. Der personenbezogene Förderplan dient der Entwicklung der/des Betroffenen. Die zuständige Stelle trägt Ausbildungsverträge für behinderte Menschen gem. § 66 Abs. 2 i.V.m. § 65 Abs. 2 Satz 1 bzw. § 42 m Abs. 2 i.V.m. § 42 l Abs. 2 Satz 1 HwO in das Verzeichnis der Berufsausbildungsverhält-nisse bzw. die Lehrlingsrolle ein, wenn festgestellt worden ist, dass die Ausbildung in einem solchen Ausbildungsgang nach Art und Schwere/Art oder Schwere der Behinderung erforderlich ist und eine auf die besonderen Verhältnisse der Menschen mit Behinderung abgestimmte Ausbildung sichergestellt ist. powered by Semmler Media
24 Aktuelle Situation Es gibt in Deutschland derzeit etwa verschiedene Ausbildungsregelungen (§ 66 BBiG bzw. § 42 HwO) Diese sollen nach dem Willen des BIBB-Hauptausschusses überprüft und vereinheitlicht werden. Es ist auffallend, dass ein Großteil der Behinderten in Haus- und Landwirtschaftlichen sowie Maler-Berufsgruppen ausgebildet werden. Es ist notwendig, dass eine Verbleibsstudie der Absolventen durchgeführt wird, in dem über 3 – 5 Jahre untersucht wird, wo und in welchen Wirtschaftszweigen die Absolventen verbleiben! powered by Semmler Media
25 Anforderungen zur besseren beruflichen Teilhabe von Menschen mit Behinderung
Grundsätzlich ist auch für Menschen mit Behinderung eine Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf anzustreben. Hierbei sollten die Ausbilderinnen und Ausbilder einem individuellen Förderplan folgen, der auch den behindertenspezifischen Unterstützungsbedarf berücksichtigt. Ein Übergang von einer bestehenden Ausbildung nach dieser Ausbildungsregelung in eine Ausbildung in einem nach § 4 BBiG/§ 25 HwO anerkannten Ausbildungsberuf ist kontinuierlich zu prüfen. Nur in begründeten Ausnahmefällen, in denen Art oder Schwere der Behinderung dies nicht erlauben, sollte eine Ausbildung speziell für Menschen mit Behinderung aufgenommen werden. powered by Semmler Media
26 Es muss 1 Bezugsberuf (BBiG-Beruf) geben!
Anforderungen zur besseren beruflichen Teilhabe von Menschen mit Behinderung entsprechend den Empfehlungen des Hauptausschusses des Bundesinstituts für Berufsbildung § 66 BBiG/§ 42mHwO . Es muss 1 Bezugsberuf (BBiG-Beruf) geben! Dabei muss sich jedoch die Bezeichnung des Berufsabschlusses an dem staatlich anerkannten Ausbildungsberuf orientieren. Berufsbezeichnungen wie „Werker“ oder „Helfer“ werten diese Abschlüsse ab und sollten deshalb abgeschafft werden. powered by Semmler Media
27 RAHMENREGELUNG für Ausbildung für behinderte Menschen (BIBB-AFBM-Beschluss) Berufsbezeichnung:
Die Bezeichnung des Berufsabschlusses orientiert sich an dem staatlich anerkannten Ausbildungsberuf, der der entsprechende Bezugsberuf ist und weist durch den Klammerzusatz die Art der Ausbildung aus. Beispiel: Bäckerin/Bäcker (§ 42m HwO) Bäckerin/Bäcker (§ 66 BBiG) Diese Bezeichnung wurde von den Arbeitgeber im BIBB- Hauptausschuss vehement abgelehnt! powered by Semmler Media
28 BIBB Hauptausschuss- Beschluss:
„Die Abschlussbezeichnung für Ausbildungsregelungen für behinderte Menschen gemäß Paragraph 66 BBiG bzw. 42m HwO soll die Bezeichnung "Fachpraktiker/-in für" bzw. "Fachpraktiker/-in im" enthalten. Im unmittelbaren Anschluss soll ein Bezug zu anerkannten Ausbildungsberufen in sprachlich angemessener Form hergestellt werden. Wie im Ständigen Unterausschuss erklären auch im Hauptausschuss alle Bänke darüber hinaus übereinstimmend zu Protokoll, dass zu jeder Ausbildungsregelung für behinderte Menschen ein Bezugsberuf gefunden werden muss. Sollte dieser aus der Bezeichnung der Ausbildungsregelung nicht klar hervorgehen, müsse er im Verordnungstext genannt werden. powered by Semmler Media
29 Rahmenregelung für Ausbildung für behinderte Menschen (BIBB-AFBM)
Eignung der Ausbildungsstätte: (1) Behinderte Menschen dürfen nach dieser Ausbildungsregelung nur in dafür geeigneten anerkannten Betrieben und Ausbildungseinrichtungen ausgebildet werden. (2) Neben den in § 27 BBiG/§ 21 HwO festgelegten Anforderungen muss die Ausbildungsstätte hinsichtlich der Räume, Ausstattung und Einrichtung den besonderen Erfordernissen der Ausbildung von behinderten Menschen gerecht werden. (3) Es müssen ausreichend AusbilderInnen zur Verfügung stehen. Die Anzahl der AusbilderInnen muss in einem angemessenen Verhältnis zur Anzahl der Auszubildenden stehen Dabei ist ein Ausbilderschlüssel von in der Regel höchstens eins zu acht anzuwenden. powered by Semmler Media
30 Rahmenregelung für Ausbildung für behinderte Menschen (BIBB-AFBM)
Eignung der AusbilderInnen: AusbilderInnen die im Rahmen einer Ausbildung nach § 66 BBiG erstmals tätig werden, müssen neben der persönlichen, berufsspezifisch fachlichen und berufs- und arbeitspädagogischen Eignung (AEVO u.a.) eine mehrjährige Erfahrung in der Ausbildung sowie zusätzliche behindertenspezifische Qualifikationen nachweisen. Reflexion der betrieblichen Ausbildungspraxis – Psychologie – Pädagogik, Didaktik – Rehabilitationskunde Interdisziplinäre Projektarbeit - Arbeitskunde/Arbeitspädagogik – Recht- Medizin Um die besonderen Anforderungen des § 66 BBiG zu erfüllen, soll ein Qualifizierungsumfang von 320 Stunden sichergestellt werden. powered by Semmler Media
31 Rahmenregelung für Ausbildung für behinderte Menschen (BIBB-AFBM)
Eignung der AusbilderInnen: Von dem Erfordernis der Zusatzqualifikation kann bei Betrieben abgesehen werden, wenn die Qualität der Ausbildung auf andere Weise, insbesondere durch die Unterstützung geeigneter Ausbildungseinrichtungen, sichergestellt ist. Die Anforderungen an AusbilderInnen gemäß Absatz 2 gelten als erfüllt, wenn die behindertenspezifischen Zusatzqualifikationen auf andere Weise glaubhaft gemacht werden können. powered by Semmler Media
32 Musterregelungen BIBB- Hauptausschuss Fachpraktiker/in
im Verkauf Hauswirtschaft für Metallbau Bürokommunikation für Holzverarbeitung für die Küche (Beikoch) für Zerspanung Mit DGB abgestimmte Regelungen: Fleischer für Land- und Baumaschinentechnik KFZ-Mechatronik powered by Semmler Media
33 Nachteilsausgleiche Besonderer Kündigungsschutz,
Begleitende Hilfe im Arbeitsleben, Zusatzurlaub, Vorzeitige Altersrente, Steuerpauschbetrag ab GdB von 20, etc. powered by Semmler Media
34 1. Personenkreis I Cerebrale Bewegungsstörungen Muskelkrankheiten
Fehlbildungen, Erkrankungen und Verletzungen der Wirbelsäule, des Rückenmarks, des Knochenbaus Fehlbildungen bzw. Verlust von Gliedmaßen Chronische Krankheiten (z.B. Epilepsie)
35 1. Personenkreis II Verletzungen, Funktionsstörungen innerer Organe, der Haut, des Stoffwechsel oder des Blutsystems Fehlende oder stark eingeschränkte Lautsprache Erbkrankheiten und Chromosomenanomalien Bleibende Schäden an Muskeln, Bändern
36 2. Bauliche und organisatorische Voraussetzungen
Rollstuhlgerechter Zugang und entsprechende Erreichbarkeit aller Räume Sanitäre Anlagen Krankenzimmer Klassenzimmer Arbeitsplatz Schülertransport Technische Hilfen
37 3. Nachteilsausgleich I Zeitzuschlag (bis 50%)
Adaption, Substitution oder Reduzierung der Aufgabenstellungen Arbeitsaufgaben und Aufgabenstellungen in schriftlicher und/oder mündlicher Form Einsatz von orthopädischen, elektronischen oder individuellen Hilfsmitteln Zuordnung einer Schreibkraft bzw. Assistenz
38 3. Nachteilsausgleich II
Gewährung von Pausen Separater Raum für Proben und Schulaufgaben Arbeitsblätter und Vorlagen vergrößern und gut strukturieren Differenzierte Hausaufgabenstellung in Art und Umfang Kopie der Tafeltexte anstelle von Mitschrift
39 3. Nachteilsausgleich III
Fachspezifische unterstützende Maßnahmen: Deutsch (z.B. Geringere Gewichtung der Schrift, von Rechtschreib- fehlern, Strukturierungshilfen), Mathematik (z.B. größere Toleranz bei der Exaktheit, geeignetes Anschauungsmaterial), Sport, Kunst, WTG, etc.
40 4. Schwierigkeiten und Grenzen
Verhältnismäßigkeit der Kosten Assistenz als „Sklave“, „Freund“ oder „Handlanger der Eltern“ Extrem verlangsamtes Arbeitstempo Stark eingeschränkte Artikulationsmöglichkeit
41 Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen – § 126 Nachteilsausgleich
(1) Die Vorschriften über Hilfen für behinderte Menschen zum Ausgleich behinderungsbedingter Nachteile oder Mehraufwendungen (Nachteilsausgleich) werden so gestaltet, dass sie unabhängig von der Ursache der Behinderung der Art oder Schwere der Behinderung Rechnung tragen. (2) Nachteilsausgleiche, die auf Grund bisher geltender Rechtsvorschriften erfolgen, bleiben unberührt. powered by Semmler Media
42 Nachteilsausgleiche - Beispiele aus der Praxis
Unabhängig vom Berufsfeld und der Art der Behinderung ist die am häufigsten beantragte und genehmigte Modifikation die Zeitverlängerung. Ebenfalls sehr oft werden Abwandlungen, wie häufigere Pausen, die Durchführung der Prüfung am eigenen Arbeitsplatz oder auch das Mitbringen einer Begleitperson zur psychischen Unterstützung in Anspruch genommen. Für körperbehinderte Prüfungsteilnehmer/innen sind in der Regel technische Hilfsmittel, wie z.B. in Büroberufen die behindertengerechte Umgestaltung des Arbeitsplatzes (höhenverstellbare Büromöbel, Computer mit spezieller Tastatur) unabdingbar. Ein zulässiger Nachteilsausgleich stellt hier z.B. die Durchführung der Prüfung am eigenen, behindertengerechten Arbeitsplatz im Ausbildungsbetrieb dar. powered by Semmler Media
43 Nachteilsausgleiche beziehen sich stets auf die individuellen Besonderheiten und Möglichkeiten von Prüflingen und sollen deren Chancengleichheit gegenüber nichtbehinderten Prüflingen wahren. Somit können auch keine allgemeinverbindlichen Angaben über Prüfungsmodifikationen getroffen werden. Generell sollte jedoch der Anspruch gelten, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, die spezifischen Bedürfnisse der Prüflinge mit Behinderungen zu berücksichtigen. powered by Semmler Media
44 Die Handelskammer entscheidet
Die Handelskammer muss den Antrag auf Nachteilsausgleich prüfen: Haben alle Prüfungsteilnehmer gleich gute Prüfungs- Bedingungen ("Grundsatz der Chancengleichheit")? Die PrüfungsBedingungen für einen Menschen mit Behinderung dürfen nicht schlechter und nicht besser sein, als die Prüfungs-Bedingungen der anderen Prüfungs- teilnehmer. powered by Semmler Media
45 Die Handelskammer prüft:
Hat die Prüfung mit Nachteilsausgleich die gleichen Prüfungs- Inhalte wie die Prüfung ohne Nachteilsausgleich? Man darf nur die Prüfungs-Form verändern. Die Prüfungs- Inhalte darf man nicht verändern. Wird die Prüfungs-Leistung bei allen Prüfungsteilnehmern gleich streng bewertet? Wenn die Prüfungs-Leistung gleich ist, dann müssen auch die Noten gleich sein. Hat der behinderte Mensch mit den beantragten Nachteilsausgleichs-Maßnahmen weniger / keine Nachteile mehr in der Prüfung? powered by Semmler Media
46 Antrag auf Nachteilsausgleich stellen
Regeln für die Anträge auf Nachteilsausgleich: Jeder Antrag auf Nachteilsausgleich wird einzeln geprüft (Einzelfall-Entscheidung). Man kann Nachteilsausgleich nur für einzelne Personen beantragen, nicht für eine Personen-Gruppe. Bei kürzeren Krankheiten (z.B. Arm gebrochen) bekommt man keinen Nachteilsausgleich. powered by Semmler Media
47 Wann müssen Sie den Antrag stellen?
Spätestens wenn Sie sich zur Prüfung anmelden, dann müssen Sie den Antrag auf Nachteilsausgleich stellen. Noch besser ist es, wenn Sie den Antrag früher stellen. Wenn Sie den Antrag zu spät stellen, dann kann der Nachteilsausgleich vielleicht nicht mehr organisiert werden. Was müssen Sie beachten? Sie müssen beweisen, dass Sie einen Anspruch auf Nachteilsausgleich haben. Dazu brauchen Sie ein Attest (ärztliche Bescheinigung) vom Arzt oder ihren aktuellen Schwerbehinderten-Ausweis. Außerdem brauchen Sie eine Stellungnahme von Ihrem Arzt. powered by Semmler Media
48 Welche Unterlagen brauchen Sie? das ausgefüllte Antrags-Formular
die erforderlichen Nachweise (z.B. Atteste, Schwerbehinderten-Ausweis) Welche Nachweise müssen Sie schicken? Nachweis über die Behinderung = eine Kopie des Schwerbehinderten-Ausweises oder ein Attest über die Behinderung powered by Semmler Media
49 Beschreibung der notwendigen Nachteilsausgleiche = der behandelnde Facharzt / Psychologe / ärztliche Psychotherapeut soll für jeden beantragten Nachteilsausgleich genau beschreiben. Der Arzt soll die Beeinträchtigungen genau beschreiben (möglichst "quantifiziert"), z.B. Verminderung der Wahrnehmung um …%, Beeinträchtigung der Motorik, Verminderung der Lese- und Schreibgeschwindigkeit um …%, eingeschränkte Beweglichkeit der Gliedmaßen, Einschränkungen des Stütz- und Bewegungsapparates Der Arzt soll genau und für jedes Prüfungsfach einzeln beschreiben, wie der Nachteilsausgleich erfolgen soll, z.B. Verlängerung der Prüfungszeit oder Einsatz technischer Hilfsmittel. powered by Semmler Media
50 Wichtig! 3. Stellungnahmen
folgender Stellen (es sind auch mehrere Stellungnahmen möglich) des Ausbildungsbetriebs oder des Bildungsträgers der Berufsschule des Beratungs- und Unterstützungszentrums Berufliche Schulen (BZBS) – Ansprechpartner für Auszubildende mit körperlichen / psychischen Beschwerden oder Sinnesbehinderungen sonstige Stellen Die Stellungnahme/n soll/en die Nachteilsausgleiche begründen. Außerdem ist gut: die Erfahrungen aus der Ausbildung beschreiben. die Nachteilsausgleiche beschreiben, die im Betrieb und in der Schule gewährt wurden. Wichtig! Im Antrag bzw. den Nachweisen muss genau stehen, welche Maßnahmen für welchen Prüfungsteil beantragt werden! powered by Semmler Media
51 Wie wird der Antrag bearbeitet?
Wenn die kammer alle Unterlagen hat, dann gibt sie dies dem zuständigen Prüfungsausschuss. Der Prüfungsausschuss prüft die Unterlagen und nimmt Stellung zum Antrag. Dieser schickt einen Brief mit der Entscheidung (Antrag genehmigt, verändert oder abgelehnt). Wenn der Antrag auf Nachteilsausgleich genehmigt ist, dann organisieren die kammern die Prüfung. Das bedeutet, sie buchen z.B. einen besonderen Raum oder organisieren die Prüfungsaufsicht für die längere Prüfungszeit. Sie informieren die Prüfer und Prüfungsaufsichten über den Nachteilsausgleich. Achtung! Einen Gebärdensprach-Dolmetscher oder eine Vertrauensperson müssen Sie selber bestellen. powered by Semmler Media
52 Auszug aus der Muster-Gesellen- und Umschulungsprüfungsordnung: § 16
Besondere Verhältnisse behinderter Menschen Bei der Durchführung der Prüfung sollen die besonderen Verhältnisse behinderter Menschen berücksichtigt werden. Dies gilt insbesondere für die Dauer der Prüfung, die Zulassung von Hilfsmitteln und die Inanspruchnahme von Hilfeleistungen Dritter wie Gebärdendolmetscher für hörbehinderte Menschen (§ 65 Abs.1 BBiG / § 42l Abs.1 HWO). Die Art der Behinderung ist mit dem Antrag auf Zulassung zur Prüfung (§ 12) nachzuweisen. Erläuterung: Behinderte Menschen sollen im Grunde in anerkannten (Voll)Ausbildungen auf der Grundlage der §§ 25 HwO bzw. 4 BBiG ausgebildet werden. Nur soweit dies aufgrund der Schwere der Behinderung und nach entsprechender Einschätzung durch den psychologischen Dienst der Arbeitsagentur nicht möglich ist, kommen alternativ Ausbildungen zum Fachpraktiker gem. § 42m HwO bzw. § 65 BBiG in Betracht. powered by Semmler Media
53 Folgende grundlegende Ausgleichsmöglichkeiten gibt es
, die individuell – bezogen auf die Person, deren Beeinträch- tigungsbild sowie die konkreten berufsbezogenen Anforder- ungen in der Prüfung - anzupassen sind: Unterstützung durch Dritte Räumliche Besonderheiten bei Prüfungen Textoptimierte Prüfungsaufgaben Leicht Sprache Technische Hilfen Zeitstruktur Sprachliche und andere Hilfen in der mündlichen Prüfung / im Fachgespräch powered by Semmler Media
54 Prüfungsmodifikationen im Einzelnen:
Um die Belange der Behinderter bei der Durchführung der Prüfung zu berücksichtigen, kommen u.a. in Betracht 1. Eine besondere Organisation der Prüfung 1.1 Körperbehinderte Menschen Prüfungen in der eigenen Ausbildungsstätte oder am eigenen für die Prüfungsteilnehmer eingerichteten Arbeitsplatz bis zu 50 % Zeitzugabe vor allem bei motorisch bedingter Verlangsamung längere Pausen 1.2 Blinde, sehbehinderte Menschen behinderungsgerechte Umgestaltung der Antwortbogen und der Arbeitstechniken Auflagen von Musterstücken powered by Semmler Media
55 1.3 Gehörlose, schwerhörige und sprachbehinderte Prüfungsteilnehmer:
Prüfungen in der eigenen Ausbildungsstätte Hinzuziehen eines berufsspezifisch geeigneten Dolmetschers (Kosten werden oft von Integrationsämtern übernommen) Abwandlung der Prüfungsfragen durch erläuternde Zeichnungen Ersetzen der mündlichen durch eine schriftliche Prüfung bei Bedarf Einzelprüfung 1.4 Lernbehinderte Prüfungsteilnehmer Prüfung in gewohnter Umgebung Mitarbeiter der Ausbildungsstätte oder Schule nehmen als Betreuungspersonal an der Prüfung teil Vorlesen der schriftlichen Aufgaben und Niederschreiben der mündlich gegebenen Antworten Vorsehen einer mündlichen Ersatzprüfung 1.5 Psychisch behinderte Prüfungsteilnehmer: Beratung und Begleitung durch Fachdienste, z.B. sozialpsychiatrische Dienste powered by Semmler Media
56 2. Prüfungsgestaltung und technische Hilfen:
Hilfreich können in allen Fällen der Behinderung sein. Vorschläge zur Prüfungsgestaltung durch die Ausbildungsstätte / Schule aufnehmen Eltern hinzuziehen z.B. bei anfallkranken Teilnehmern Zeitverlängerung bei einzelnen Prüfungsaufgaben zusätzliche Pausen Entzerrung der Prüfung auf mehrere Tage ersatzweise kürzere mündliche Prüfungen 2.1 Körperbehinderte Prüfungsteilnehmer: behinderungsgerechter, angepasster Arbeitsplatz, bekannte (Ausbildungs)Stätte Computer oder Diktiergerät, wenn das manuelle Schreiben erschwert ist powered by Semmler Media
57 2.2 Blinde und sehbehinderte Prüfungsteilnehmer:
Prüfungsaufgaben in Punktschrift, auf Tonträger, in Großschrift Lesegeräte, Laptops mit einer Software zur Vergrößerung modellhafte Darstellung der Prüfungsaufgaben Vorlesen der Aufgaben 2.3 Gehörlose, schwerhörige und sprachbehinderte Prüfungsteilnehmer: Aufgaben durch einen Ausbilder auf Verständlichkeit durchsehen Einsatz schallverstärkender Maßnahmen schriftlicher Überblick über den Prüfungsverlauf powered by Semmler Media
58 2.4 Lernbehinderte Prüfungsteilnehmer:
Übersichtliche und anschauliche Gestaltung der Prüfungsaufgaben Zerlegen komplexer theoretischer Aufgaben in Teilaufgaben inhaltliche Erläuterung bei programmierten Aufgaben mehrmaliges langsames Vorlesen der Aufgaben individuelle zeitliche Gliederung und Strukturierung der Prüfung 2.5 Psychisch behinderte Menschen incl. Autismus: In der Prüfung ist darauf zu achten, dass diese Prüflinge insbesondere folgende Schwächen aufweisen: im Ertragen von Stress: innerer Rückzug oder Unruhe in der Kommunikationsfähigkeit: kein Nachfragen bei Verständnisschwierigkeiten in ihrer Flexibilität im Umgang mit sich plötzlich ändernden Situationen in ihrem Planungsvermögen: was tue ich in welcher Reihenfolge? in ihrer sozialen und emotionalen Verhaltensanpassung: wenig Gespür für Regeln powered by Semmler Media
59 Einzelne Fallbeispiele zu Lernbehinderungen:
Friseur/in mit erheblicher Einschränkung der Informationsaufnahme und – verarbeitung Zeitverlängerung Anwesenheit einer vertrauten Person Anpassen des Sprachniveaus, Aufgaben erklären, einzelne Aufgaben Maler/in mit Einschränkungen von Konzentrationsvermögen und Ausdauer (kann auch zu auffälligem Verhalten führen) Gewohnte Umgebung powered by Semmler Media
60 Anwesenheit einer vertrauten Person Anpassen des Sprachniveaus
Raumausstatter/in mit Verlangsamung im Denken und im praktischen Handeln, psychische Blockaden, verminderte intellektuelle Leistungs- fähigkeit beim Erfassen von Textinhalten 30 % Zeitverlängerung Anwesenheit einer vertrauten Person Anpassen des Sprachniveaus Gewohnte Umgebung powered by Semmler Media
61 Einzelne Fallbeispiele zu Lese-/Rechtschreibstörung (Legasthenie)
Stuckateur/in mit ausgeprägter Lese-/Rechtschreibstörung in Verbindung mit mangelhaftem sinnverstehendem Lesen Zeitverlängerung um 25 % Vorlesen der Prüfungsaufgaben durch ein Prüfungsausschussmitglied mit mehrfachem Wiederholen der Fragestellungen Einzelner Raum ohne Störeinflüsse Hochbaufacharbeiter/in mit Unvermögen, sich schriftlich zu äußern und Texte sinnverstehend zu lesen Zeitverlängerung um 30 % Vorlesekraft - Vorlesen textgebundener Prüfungsaufgaben und Protokollieren der schriftlichen Antworten powered by Semmler Media
62 Tischler/in mit erheblichen Problemen beim Lesen und Schreiben. Prüfling ist nicht in der Lage. Ohne Hilfe schwierige, komplexe Formulierungen in einem angemessenen zeitraum zu lesen und sich schriftlich adäquat auszudrücken Zeitverlängerung bis zu 50 % Vertraute Person als Vorlesekraft und Unterstützung beim Schreiben (Einzelförderlehrer) Vorlesen textgebundener Prüfungsaufgaben und Protokollieren der schriftlichen Antworten Separater Raum powered by Semmler Media
63 Fallbeispiel für Rechenstörung (Dyskalkulie)
Raumausstatter/in mit Beeinträchtigung im räumlichen Vorstellungsvermögen und z.T. In den grundlegenden Rechenfertigkeiten, Prüfungsangst Nutzen von Taschenrechnern, eigenen Hilfstabellen sowie Modellen zur Veranschaulichung Zeitverlängerung um 20 % Erläuterung der Aufgabenstellung, Anwesenheit einer vertrauten Person Einfache Sprache bei mathematischen Fragestellungen zum besseren Verständnis der Aufgabenstellung powered by Semmler Media
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