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Timestamp: 2016-10-21 13:17:50
Document Index: 71378530

Matched Legal Cases: ['Art. 82', 'BGE', 'BGE', 'Art. 89', 'BGE', 'Art. 6', 'Art. 6', 'BGE', 'BGE', 'Art. 6', 'Art. 57', 'Art. 57', 'Art. 29', 'Art. 29', 'BGE', 'Art. 9', 'Art. 106', 'BGE', 'BGE', 'Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 66', 'Art. 68', 'Art. 68', 'Art. 66']

1C_192/2010 (08.11.2010)
1C_192/2010
Urteil vom 8. November 2010
2. Q.________,
6. U.________,
7. V.________,
8. W.________,
alle vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Peter H�bner,
Beschwerdegegnerin, handelnd durch A.________ AG, und diese vertreten durch Rechtsanwalt Lorenzo Marazzotta,
Baubewilligung zur Erstellung einer Mobilfunk-Basisstation auf dem Geb�ude Zollikerstrasse 247 in Z�rich 8 - Riesbach,
Beschwerde gegen den Entscheid vom 27. Januar 2010 des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich,
Mit Beschluss vom 2. September 2008 erteilte die Bausektion der Stadt Z�rich der Sunrise Communications AG die baurechtliche Bewilligung zur Erstellung einer Mobilfunk-Basisstation auf dem Geb�ude Zollikerstrasse 247 in Z�rich. Die Basisstation soll mit einer Gesamtleistung von maximal 2'050 WERP betrieben werden. Beim vorgesehenen Antennentyp handelt es sich um eine stabf�rmige Rundantenne, welche gleichzeitig sowohl auf der GSM-Frequenz als auch auf der UMTS-Frequenz betrieben werden kann. Zur Basisstation geh�ren eine Richtfunkantenne sowie das f�r den Anlagebetrieb notwendige technische Equipment. Das Baugrundst�ck liegt in der Wohnzone W2.
Den von 33 Personen erhobenen Rekurs gegen diese Bewilligungserteilung wies die Baurekurskommission I des Kantons Z�rich mit Entscheid vom 25. September 2009 ab.
Insgesamt 14 Verfahrensbeteiligte fochten diesen Entscheid beim Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich an, welches die Beschwerde mit Entscheid vom 27. Januar 2010 abwies.
Die im verwaltungsgerichtlichen Verfahren unterlegenen X.________, Q.________, R.________, S.________, T.________, U.________, V.________ und W.________ f�hren Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ans Bundesgericht und beantragen, der Entscheid des Verwaltungsgerichts sei aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Des Weiteren stellen sie Antrag auf Durchf�hrung einer �ffentlichen Verhandlung und eines Augenscheins.
Die Sunrise Communications AG beantragt die Beschwerdeabweisung. Den gleichen Antrag stellt die Stadt Z�rich. Das Verwaltungsgericht beantragt, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Die Beschwerdef�hrer halten an ihrer Rechtsauffassung und ihren Antr�gen fest.
Mit Pr�sidialverf�gung vom 10. Mai 2010 wurde der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zuerkannt.
Beim angefochtenen Urteil handelt es sich um einen kantonal letztinstanzlichen Entscheid �ber eine Mobilfunkantennenanlage, welcher der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten unterliegt (Art. 82 ff. BGG; BGE 133 II 409 E. 1.1 S. 411). Die Beschwerdef�hrer sind Eigent�mer und Mieter von Liegenschaften, welche sich innerhalb des praxisgem�ss (BGE 128 II 168 E. 2 S. 169 ff.) berechneten Einspracheradius befinden. Sie sind als Adressaten des angefochtenen Entscheids vom umstrittenen Vorhaben besonders ber�hrt und haben ein schutzw�rdiges Interesse an der Aufhebung oder �nderung des Entscheids der Vorinstanz (Art. 89 Abs. 1 BGG; BGE 133 II 249 E. 1.3 S. 252 f.). Auch die �brigen Sachurteilsvoraussetzungen sind erf�llt und geben zu keinen weiteren Bemerkungen Anlass. Auf die Beschwerde ist grunds�tzlich einzutreten.
2.1 Die Beschwerdef�hrer r�gen, sie h�tten gest�tzt auf Art. 6 EMRK einen Anspruch auf Durchf�hrung einer �ffentlichen Verhandlung.
2.2 In Verfahren �ber zivilrechtliche Streitigkeiten im Sinne von Art. 6 Ziff. 1 EMRK besteht grunds�tzlich ein Anspruch darauf, dass mindestens einmal ein Gericht eine �ffentliche Verhandlung durchf�hrt (BGE 127 I 44 E. 2 S. 45 f.). In BGE 128 I 59 E. 2a/bb S. 61 f. hat das Bundesgericht entschieden, dass die Immissions- und Anlagegrenzwerte der Verordnung vom 23. Dezember 1999 �ber den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV; SR 814.710) nachbarsch�tzend wirken und Art. 6 Ziff. 1 EMRK deshalb Anwendung findet, wenn ein Beschwerdef�hrer vorbringt, diese Grenzwerte seien auf seinem Grundst�ck �berschritten. Wie es sich damit verh�lt, kann jedoch offen bleiben, denn ein allf�lliger Anspruch auf eine �ffentliche Verhandlung h�tten die Beschwerdef�hrer bereits vor dem Verwaltungsgericht als letzter kantonaler Rechtsmittelinstanz geltend machen m�ssen (Urteil 2C_9/2010 vom 12. April 2010 E. 1; Urteil 2C_344/2007 vom 22. Mai 2008 E. 1.3, in: ZBl 110/2009 S. 209). Ein dahingehender Antrag wurde im vorinstanzlichen Verfahren nicht gestellt, und aus den Art. 57 ff. BGG ergibt sich kein Recht einer Partei auf m�ndliche und �ffentliche Beratung ihrer Sache vor Bundesgericht (vgl. STEFAN HEIMGARTNER/HANS WIPR�CHTIGER, in: Basler Kommentar, Bundesgerichtsgesetz, 2008, N. 2 zu Art. 57 BGG).
3.1 Die Beschwerdef�hrer r�gen eine Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV), da die Vorinstanz auf die Durchf�hrung eines Augenscheins verzichtet habe. Es sei nicht m�glich, einzig gest�tzt auf die Akten eine sachgerechte Beurteilung der Einordnung der Antennenanlage in die Umgebung vorzunehmen.
3.2 Die Vorinstanz erw�gt, die tats�chlichen Verh�ltnisse seien aus der bei den Akten liegenden Fotodokumentation und den Baugesuchsunterlagen hinreichend ersichtlich, so dass sich die gebotene Interessenabw�gung zur Beurteilung einer allf�lligen Beeintr�chtigung nachbarlicher Interessen ohne Durchf�hrung eines Augenscheins vornehmen lasse.
3.3 Der verfassungsrechtliche Anspruch auf rechtliches Geh�r nach Art. 29 Abs. 2 BV r�umt den Verfahrensbeteiligten das Recht ein, Beweismassnahmen zu beantragen, und verpflichtet die Beh�rden, rechtzeitig und formgerecht angebotene Beweismittel zu behaupteten rechtserheblichen Tatsachen abzunehmen. Auf ein beantragtes Beweismittel kann nur dann verzichtet werden, wenn es eine nicht erhebliche Tatsache betrifft oder offensichtlich untauglich ist, wenn die Beh�rden den Sachverhalt aufgrund eigener Sachkunde oder nach den Akten hinreichend w�rdigen, oder wenn sie in vorweggenommener Beweisw�rdigung annehmen k�nnen, dass ihre �berzeugung durch weitere Beweiserhebungen nicht ge�ndert w�rde (BGE 124 I 208 E. 4a S. 211). Wird ein Augenschein beantragt, steht der Entscheid, ob ein solcher angeordnet werden soll, im pflichtgem�ssen Ermessen der mit der Sache befassten Beh�rde. Eine dahingehende Pflicht besteht nur, wenn die tats�chlichen Verh�ltnisse auf andere Weise nicht ermittelt werden k�nnen (vgl. Alfred K�lz/J�rg Bosshart/Martin R�hl, Kommentar zum Verwaltungsgerichtsgesetz des Kantons Z�rich, 2. Aufl. 1999, � 7 N. 42).
3.4 Bei der Pr�fung, ob die Vorinstanz verpflichtet war, einen Augenschein durchzuf�hren, ist ihre Kognition zu ber�cksichtigen. Bei der Anwendung der streitigen �sthetikvorschriften des Planungs- und Baugesetzes des Kantons Z�rich vom 7. September 1975 (PBG/ZH; LS 700.1) steht der kommunalen Baubeh�rde ein erheblicher Beurteilungsspielraum zu, den schon die Baurekurskommission zu respektieren hatte (vgl. auch E. 5 hiernach). Der Vorinstanz kommt lediglich Rechtskontrolle zu (� 50 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes des Kantons Z�rich vom 24. Mai 1959 [VRG/ZH; LS 175.2]). Sie musste daher insoweit einzig �berpr�fen, ob die Rekursinstanz die �sthetische W�rdigung durch die kommunale Baubeh�rde zu Recht f�r vertretbar halten durfte.
Die Vorinstanz hat eingehend begr�ndet und plausibel dargelegt, weshalb ihr die Verfahrensakten (inklusive Fotodokumention) eine sachgerechte Beurteilung der �rtlichen Verh�ltnisse - auch in Bezug auf die inventarisierten Schutzobjekte - erlaubten. Demzufolge bedeutet der Verzicht auf die Durchf�hrung eines Augenscheins keine Verletzung des Anspruchs der Beschwerdef�hrer auf rechtliches Geh�r. Nach dem Gesagten er�brigt sich auch im bundesgerichtlichen Verfahren die Vornahme eines Augenscheins, weshalb der entsprechende Antrag der Beschwerdef�hrer abzuweisen ist.
4.1 Die Beschwerdef�hrer erachten die Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz als offensichtlich unrichtig und r�gen eine Verletzung des Willk�rverbots (Art. 9 BV).
4.2 Die Verletzung von Grundrechten - einschliesslich der willk�rlichen Anwendung von kantonalem Recht und Willk�r bei der Sachverhaltsfeststellung - pr�ft das Bundesgericht nicht von Amtes wegen, sondern nur insoweit, als eine solche R�ge in der Beschwerde vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG). Die Beschwerdeschrift muss die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung dar�ber enthalten, welche verfassungsm�ssigen Rechte bzw. welche Rechtss�tze inwiefern durch den angefochtenen Erlass oder Entscheid verletzt worden sind. Das Bundesgericht pr�ft nur klar und detailliert erhobene und, soweit m�glich, belegte R�gen. Wird eine Verletzung des Willk�rverbots geltend gemacht, muss anhand der angefochtenen Subsumtion im Einzelnen dargelegt werden, inwiefern der Entscheid an einem qualifizierten und offensichtlichen Mangel leidet (BGE 135 III 127 E. 1.6 S. 130; 134 II 244 E. 2.1 und 2.2 S. 245 f.; je mit Hinweisen).
Nach der bundesgerichtlichen Praxis liegt Willk�r vor, wenn der angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft. Das Bundesgericht hebt einen Entscheid jedoch nur auf, wenn nicht bloss die Begr�ndung, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist; dass eine andere L�sung ebenfalls als vertretbar oder gar zutreffender erscheint, gen�gt nicht (vgl. BGE 134 I 140 E. 5.4 S. 148).
4.3 Was die Beschwerdef�hrer gegen die Beweisw�rdigung und Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz vorbringen, ist nicht geeignet, Willk�r darzutun. Sie stellen den Ausf�hrungen im angefochtenen Urteil lediglich ihre eigene Sichtweise gegen�ber, ohne n�her zu er�rtern, inwiefern der Entscheid (auch) im Ergebnis schlechterdings unhaltbar sein sollte. Dies gilt namentlich f�r ihr Vorbringen, der Abstand zwischen dem Standortgeb�ude und ihren Liegenschaften betrage entgegen den Feststellungen der Vorinstanz nicht mindestens 25 Meter, sondern bloss 19 Meter. Die Beschwerde ist damit auch in diesem Punkt abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
5.1 Die Beschwerdef�hrer machen sinngem�ss eine willk�rliche Anwendung von � 238 PBG/ZH geltend. Die Auffassung der Vorinstanz, den Gemeinden stehe nicht nur bei der Anwendung der �sthetikklausel von � 238 Abs. 1 PBG/ZH, sondern auch bei � 238 Abs. 2 PBG/ZH eine relativ erhebliche Entscheidungsfreiheit zu, sei offensichtlich falsch.
Des Weiteren sei die Vorinstanz in Willk�r verfallen, indem sie im Rahmen der nach � 357 Abs. 1 PBG/ZH durchzuf�hrenden Interessenabw�gung die rein kommerziellen Interessen der Beschwerdegegnerin a priori h�her gewichtet habe als die entgegenstehenden �ffentlichen und nachbarlichen Interessen.
5.2 Gem�ss � 238 Abs. 1 PBG/ZH sind Bauten, Anlagen und Umschwung f�r sich und in ihrem Zusammenhang mit der baulichen und landschaftlichen Umgebung im ganzen und in ihren einzelnen Teilen so zu gestalten, dass eine befriedigende Gesamtwirkung erreicht wird; diese Anforderung gilt auch f�r Materialien und Farben. Nach � 238 Abs. 2 PBG/ZH ist auf Objekte des Natur- und Heimatschutzes speziell R�cksicht zu nehmen.
Gem�ss � 357 Abs. 1 PBG d�rfen bestehende Bauten und Anlagen, die Bauvorschriften widersprechen, umgebaut, erweitert und, sofern sie sich f�r eine zonengem�sse Nutzung nicht eignen, anderen Nutzungen zugef�hrt werden, falls keine �berwiegenden �ffentlichen oder nachbarlichen Interessen entgegenstehen.
5.3 Die Vorinstanz f�hrt im Wesentlichen aus, es sei unbestritten, dass das Standortgeb�ude als baurechtswidrig zu qualifizieren sei. Allerdings f�hre die geplante Anlage zu keinen weitergehenden Abweichungen von den Bauvorschriften. Zur Anwendung gelange daher � 357 Abs. 1 PBG/ZH. Da die Ger�tek�sten innerhalb des erlaubten Dachprofils l�gen, lasse sich aus der Baurechtswidrigkeit des Standortgeb�udes auch keine Verpflichtung zur Unterbringung des technischen Equipments im Dachgeschoss oder im Keller ableiten.
Im Rahmen der nach � 357 Abs. 1 PBG/ZH vorzunehmenden Interessenabw�gung sei � 238 PBG/ZH zu ber�cksichtigen. Einige der Liegenschaften der Beschwerdef�hrer seien im Inventar der kommunalen Denkmalschutzobjekte enthalten, so dass gest�tzt auf � 238 Abs. 2 PBG/ZH auf diese Objekte besondere R�cksicht zu nehmen sei. Den kommunalen Baubeh�rden stehe bei der Anwendung dieser Bestimmung ein qualifizierter Beurteilungsspielraum bzw. eine relativ erhebliche Entscheidungsfreiheit zu. Sie k�nnten sich allerdings nur dann auf ihren gesch�tzten Beurteilungsspielraum berufen, wenn sie sp�testens in der Rekursvernehmlassung die geforderte nachvollziehbare Begr�ndung vorbr�chten. Nach der in der Vernehmlassung dargelegten Auffassung der Baurekurskommission w�rden diese inventarisierten Geb�ude in ihrem Erscheinungsbild und in ihrem Schutzwert durch die geplante durchschnittlich dimensionierte Antennenanlage nicht in relevantem Ausmass beeintr�chtigt.
Diese Einsch�tzung der Baurekurskommission - so folgert die Vorinstanz - sei vertretbar. Erg�nzend f�hrt die Vorinstanz aus, die Aussicht und die Belichtungs- und Besonnungsverh�ltnisse w�rden durch den schmalen Antennenmast nicht massgeblich beeintr�chtigt. Gleiches gelte f�r die zu errichtenden Technikk�sten. Diese seien klein dimensioniert und w�rden an den bestehenden Liftaufbau angelehnt, weshalb auch von ihnen nur eine marginale Beschr�nkung der Aussicht ausgehe. Zusammenfassend ergebe sich, dass weder �berwiegende �ffentliche noch nachbarliche Interessen der Errichtung der geplanten Mobilfunkanlage entgegenst�nden.
5.4 Die Ausf�hrungen im angefochtenen Urteil zu � 238 PBG/ZH verletzen kein Bundesrecht. Nach der kantonalen Praxis steht der kommunalen Baubeh�rde bei der Anwendung von � 238 Abs. 2 PBG/ZH, wonach auf Objekte des Natur- und Heimatschutzes speziell R�cksicht zu nehmen ist, ein besonderer Ermessensspielraum zu, der auch im Rechtsmittelverfahren zu beachten ist (vgl. Christoph Fritzsche/Peter B�sch, Z�rcher Planungs- und Baurecht, 4. Aufl. 2006, Ziff. 10.1.1.4). Diese Praxis wurde vom Bundesgericht ausdr�cklich gesch�tzt (Urteil 1A.9/2007 vom 4. Dezember 2007 E. 3.4). An dieser Rechtsprechung ist festzuhalten. Es ist nicht ersichtlich und wird von den Beschwerdef�hrern auch nicht aufgezeigt, weshalb es unhaltbar sein sollte, den Gemeinden auch bei der Anwendung von � 238 Abs. 2 PBG/ZH einen Beurteilungsspielraum zuzugestehen. Ebenso wenig hat die Vorinstanz Art. 29 Abs. 2 BV verletzt, indem sie insoweit in antizipierter Beweisw�rdigung von der Einholung eines Berichts der Denkmalpflegekommission der Stadt Z�rich absah.
Des Weiteren legen die Beschwerdef�hrer nicht substanziiert dar, weshalb die Praxis der Vorinstanz, wonach die kommunale Beh�rde sp�testens in der Rekursvernehmlassung die geforderte nachvollziehbare Begr�ndung vorzubringen habe, willk�rlich sein und gegen das Rechtsgleichheitsgebot verstossen sollte. Dies ist auch nicht ersichtlich. Im �brigen w�re es den Beschwerdef�hrern im kantonalen Verfahren offen gestanden, zu den Ausf�hrungen der Baubeh�rde Stellung zu beziehen. Dass die Baurekurskommission nicht von Amtes wegen einen zweiten Schriftenwechsel durchf�hrte, ist entgegen den Vorbringen in der Beschwerde nicht zu beanstanden (vgl. insoweit auch BGE 132 I 42 E. 3.3.4 S. 47).
Schliesslich hat die Vorinstanz im Rahmen von � 357 Abs. 1 PBG/ZH die Umst�nde des konkreten Falls eingehend gew�rdigt und die divergierenden Interessen gegeneinander abgewogen. Inwiefern sie dabei in Willk�r verfallen sein sollte, ist nicht erkennbar und wird von den Beschwerdef�hrern auch nicht rechtsgen�glich dargelegt.
6.1 Die Beschwerdef�hrer bringen vor, innerhalb der Bauzonen k�nnten Mobilfunkanlagen nur als zonenkonform betrachtet werden, wenn sie hinsichtlich Standort und Ausgestaltung in einer funktionellen Beziehung zum Ort st�nden, an dem sie errichtet werden sollen. Dies sei bei der zu beurteilenden Anlage nicht der Fall, da diese aufgrund ihrer hohen Sendeleistung wohl kaum einem tats�chlichen Bed�rfnis zur lokalen Versorgung diene. Vielmehr w�rde mit der Antenne (insbesondere auch) die Bev�lkerung auf der gegen�berliegenden Seeseite mit Mobilfunkdiensten versorgt.
6.2 Die Vorinstanz h�lt fest, eine gew�hnlich dimensionierte Mobilfunk-Basisstation stelle nach der kantonalen Praxis keinen Betrieb im baurechtlichen Sinn dar und sei als blosse technische Infrastrukturbaute auch in einer Wohnzone zonenkonform. Dies beruhe unter anderem auf der �berlegung, dass es sich bei Mobilfunkanlagen um gesellschaftlich akzeptierte Begleiterscheinungen der heutigen Zivilisation handle. Entscheidend sei, dass die Anlage einem tats�chlichen Bed�rfnis zur lokalen Versorgung mit Mobilfunkdiensten entspreche. Die projektierte Anlage erweise sich damit als zonenkonform.
6.3 Die Ausf�hrungen der Vorinstanz sind zutreffend. Wie im angefochtenen Urteil dargelegt, ist aufgrund der durchschnittlichen Dimension und Leistungsf�higkeit der Anlage davon auszugehen, dass diese nicht �ber das hinausgeht, was zur �blichen Ausstattung einer reinen Wohnzone mit Infrastrukturanlagen geh�rt. Entgegen der nicht hinreichend substanziierten Auffassung der Beschwerdef�hrer kann damit nicht gesagt werden, dass vor allem die Bev�lkerung auf der anderen Seeseite mit Mobilfunkdiensten versorgt w�rde. Dient die Anlage mithin der lokalen Versorgung, ist auch die nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung erforderliche unmittelbare funktionelle Beziehung zum Ort gewahrt, an welchem die Anlage errichtet werden soll (vgl. BGE 133 II 321 E. 4.3.2).
7.1 Die Beschwerdef�hrer weisen ferner auf eine h�ngige Beh�rdeninitiative des Gemeinderats von Z�rich hin, mit welcher namentlich bezweckt werde, die Strahlenbelastung im Siedlungsgebiet m�glichst weitgehend zu senken und den Aufbau von Parallelinfrastrukturen zu vermeiden. W�rde diese Initiative angenommen, so k�nnten die Z�rcher Gemeinden k�nftig vorschreiben, dass die Erstellung von Mobilfunkanlagen eine Standortevaluation voraussetze. Die Beh�rdeninitiative sei daher als Planungsinstrumentarium im Sinne von � 234 PBG/ZH zu ber�cksichtigen.
7.2 Nach � 234 PBG/ZH ist eine Baubewilligung ganz oder teilweise zu verweigern, wenn sich die Verwirklichung des Bauvorhabens auf eine noch ausstehende oder beantragte planungsrechtliche Festlegung nachteilig auswirkt. Eine solche befristete Bausperre soll verhindern, dass die k�nftige planerische Festlegung durch ihr widersprechende Ver�nderungen an Grundst�cken ganz oder teilweise vereitelt wird (Fritzsche/B�sch, a.a.O., Ziff. 9.2.1.1). Die fehlende planungsrechtliche Baureife ist im Sinne einer Vorwirkung nur zu ber�cksichtigen, wenn die k�nftige Planungsmassnahme ernsthafte Realisierungschancen aufweist (Fritzsche/B�sch, a.a.O., Ziff. 9.2.2.3).
7.3 Der Regierungsrat des Kantons Z�rich beantragt mit Beschluss vom 18. August 2010 (RRB Nr. 1188) dem Kantonsrat, die Beh�rdeninitiative des Gemeinderats der Stadt Z�rich betreffend emissionsarme Mobilfunkzonen abzulehnen. Die Realisierung der Initiative erscheint somit fraglich, weshalb die Nichtanwendung von � 234 PBG/ZH durch die Vorinstanz bereits aus diesem Grund jedenfalls nicht willk�rlich ist. Zudem d�rfte die Initiative auch nicht den erforderlichen Konkretisierungsgrad aufweisen, da ein allf�lliger Verzicht der Mobilfunkbetreiber auf Baugesuche auf freiwilligen Vereinbarungen mit dem Kanton beruhen w�rde; konkrete planungsrechtliche Normen w�rden mit Annahme der Initiative mithin nicht geschaffen. Bei diesem Ergebnis kann offen gelassen werden, ob sich die Initiative �berhaupt bundesrechtskonform auslegen l�sst (vgl. hierzu BGE 133 II 321 E. 4.3.4 S. 327; 133 II 64 E. 5.2 S. 66).
7.4 Schliesslich ist entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrer f�r die Beurteilung der konkreten Baubewilligung nicht von Relevanz, dass Fusionsbestrebungen der Beschwerdegegnerin mit einer anderen Mobilfunkbetreiberin bestehen respektive bestanden.
Die Beschwerde ist damit abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Infolge ihres Unterliegens sind die bundesgerichtlichen Kosten den Beschwerdef�hrern aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 und 5 BGG). Diese haben der Beschwerdegegnerin eine angemessene Parteientsch�digung auszurichten (Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG), wof�r sie solidarisch haften (Art. 68 Abs. 4 BGG i.V.m. Art. 66 Abs. 5 BGG).
Die Beschwerdef�hrer haben die Beschwerdegegnerin f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 2'000.-- unter solidarischer Haftung zu entsch�digen.
Dieses Urteil wird den Parteien, der Bausektion des Stadtrates Z�rich sowie dem Regierungsrat und dem Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich, 1. Abteilung, 1. Kammer, schriftlich mitgeteilt.