Source: http://www.verwaltung.uni-halle.de/KANZLER/ZGST/ABL/2008/08'3'08.htm
Timestamp: 2017-09-21 12:17:56
Document Index: 195236002

Matched Legal Cases: ['§ 13', '§ 2', '§ 3', '§ 7', '§ 8', '§ 15', '§ 3', '§ 7', '§ 14', '§ 14', '§ 15', '§ 17', '§ 7']

18. Jahrgang, Nr. 3 vom 26. Februar 2008, S. 28
Studien- und Prüfungsordnung für den Masterstudiengang Politikwissenschaft:
Parlamentsfragen und Zivilgesellschaft (120 Leistungspunkte)
Gemäß §§ 13 Abs. 1 in Verbindung mit 67 Abs. 3 Nr. 8 und 77 Abs. 2 Nr. 1 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt (HSG LSA) vom 05.05.2004 (GVBl. LSA S. 256), zuletzt geändert durch Artikel 6 des Gesetzes vom 21.03.2006 (GVBl. LSA S. 102), in Verbindung mit den Allgemeinen Bestimmungen zu Studien- und Prüfungsordnungen für das Bachelor- und Masterstudium an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (ABStPOBM) vom 08.06.2005 hat die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg folgende Studien- und Prüfungsordnung für den Masterstudiengang Politikwissenschaft: Parlamentsfragen und Zivilgesellschaft (120 Leistungspunkte) beschlossen.
§ 2 Art des Masterstudiengangs 2
§ 3 Ziele des Studiengangs 2
§ 7 Aufbau des Studiengangs 4
§ 8 Praktikum 4
§ 15 Bewertung von Modulen und Berechnung der Gesamtnote des Studiengangs 8
Anlage: Studiengangsübersicht 9
(1) Diese Studien- und Prüfungsordnung regelt in Verbindung mit den Allgemeinen Bestimmungen zu Studien- und Prüfungsordnungen für das Bachelor- und Master-Studium an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Ziele, Inhalte und Aufbau des Masterstudiengangs Politikwissenschaft: Parlamentsfragen und Zivilgesellschaft (120 Leistungspunkte).
(2) Diese Studien- und Prüfungsordnung gilt für Studierende, die ab Wintersemester 2007/2008 das Studium der Politikwissenschaft: Parlamentsfragen und Zivilgesellschaft (120 Leistungspunkte) im Masterstudiengang der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg aufnehmen.
Art des Masterstudiengangs
Bei dem Masterstudiengang Politikwissenschaft: Parlamentsfragen und Zivilgesellschaft (120 Leistungspunkte) handelt es sich um einen konsekutiven Masterstudiengang. Der Studiengang ist eher anwendungsorientiert.
(1) Ziel des Studiengangs ist es, den Studierenden vor dem Hintergrund der veränderten Rahmenbedingungen und Anforderungsprofile der relevanten Berufsfelder (vergleiche § 3 Abs. 2) die notwendigen fachlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Methoden zu vermitteln, um sie in die Lage zu versetzen, zunehmend komplexere Aufgaben in immer kürzer werdenden Zeitintervallen zu bewältigen. Insbesondere der schnelle Prozess der Wissensveralterung und das enorme Entwicklungs- und Rationalisierungspotenzial der Informationstechnik schaffen zusätzliche Anforderungen, die in den eng an der beruflichen Praxis orientierten Studiengang einbezogen werden. Die Ziele des Studiengangs können in der Formel Fachkompetenz – Methodenkompetenz – Sozialkompetenz typisiert gefasst werden. Die über einen ersten Universitätsabschluss verfügenden Studierenden werden zu selbständigem wissenschaftlichen Arbeiten und der kritischen Einordnung wissenschaftlicher Forschungsergebnisse sowie der kritischen systematischen Analyse von politischen Prozessen, Institutionen und Organisationen befähigt. Darüber hinaus werden sie an die der zunehmenden Dienstleitungsorientierung der Wissenschaft gerecht werdenden Aufbereitung wissenschaftlicher Erkenntnisse für die vielfältigen Anwendungskontexte der beruflichen Praxis herangeführt. Damit reagiert der Studiengang auf langfristig angelegte strukturelle Erneuerungsprozesse innerhalb der Organisationsstrukturen politischer Institutionen, der Verwaltungsstrukturen öffentlicher Behörden und zivilgesellschaftlicher Institutionen im nationalen und transnationalen Rahmen und die dadurch erforderlich gewordene systematische Weiterqualifizierung. Zentraler Bestandteil des Studiengangs ist neben einer fundierten wissenschaftlichen Ausbildung daher deren berufspraktische Ausrichtung sowie die Förderung von Kreativität und Eigeninitiative der Studierenden.
(2) Der Studiengang qualifiziert für ein breites Spektrum an Berufsfeldern, in denen die studiengangspezifischen Qualifikationen und Kompetenzen mit unterschiedlicher Gewichtung nachgefragt werden:
· Öffentliche Verwaltung,
· Parteien und Verbände,
· Politische Institutionen und Organisationen,
· Institutionen der Europäischen Union,
· Internationale Organisationen,
· Politische Bildungs- und Weiterbildungseinrichtungen,
· Personalwesen und Privatwirtschaft (Personalentwicklung, Beratertätigkeit),
· Wissenschaftliche Forschung und Lehre an Hochschulen,
· Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen.
(4) In Prüfungsangelegenheiten findet eine Beratung der Studierenden insbesondere durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Prüfungsamtes statt.
(1) Der Studiengang wendet sich an Absolventinnen und Absolventen der Bachelor-Studiengänge bzw. Studienprogramme Politikwissenschaft, Soziologie und Kommunikationswissenschaft bzw. vergleichbarer Studiengänge und Studienprogramme.
(2) Voraussetzung für die Zulassung zum Masterstudiengang ist der Nachweis eines mit mindestens dem Prädikat „gut“ bewerteten Abschlusses in den Bachelorstudiengängen/-programmen Politikwissenschaft, Soziologie und Kommunikationswissenschaft ab 90 Leistungspunkten bzw. vergleichbarer Studiengänge und Studienprogramme. Über die Vergleichbarkeit entscheidet der Studien- und Prüfungsausschuss.
(3) Für den Studiengang müssen Vorkenntnisse in der englischen Sprache (vergleichbar mit dem Sprachzertifikat UNIcert Stufe 2) bei Studienbeginn nachgewiesen werden.
(4) Das Erfüllen der Zulassungsvoraussetzung begründet keinen Anspruch auf den Erhalt eines Studienplatzes für diesen Studiengang.
(5) Nach Abzug der Quoten gemäß § 7 Abs. 1 Nr. 2 bis 5 der Hochschulvergabeverordnung des Landes Sachsen-Anhalt (HVVO) vom 24. Mai 2005 in der jeweils gültigen Fassung stehen bis zu 5 Prozent der Studienplätze, mindestens ein Studienplatz, als Vorabquote für die Zulassung von ausländischen Staatsangehörigen und staatenlosen Bewerberinnen und Bewerbern, die nicht Deutschen gleichgestellt sind, zur Verfügung.
Der Aufbau des Studiengangs, Titel, Leistungspunkteumfang und Abfolge der Module, Modulvorleistungen, Formen der Modulleistungen bzw. Modulteilleistungen, Teilnahmevoraussetzungen für die Module sowie der Anteil der einzelnen Modulnoten an der Gesamtnote ergeben sich aus der Anlage „Studiengangsübersicht“ zu dieser Ordnung.
(1) Praktika sind berufsfeldbezogene Lerneinheiten. Sie sollen in einem Parlament (z. B. bei Wissenschaftlichen Diensten, Fraktionen, Abgeordneten) absolviert werden. In der Regel finden sie im 3. Semester statt.
(2) Das Praktikum wird als eigenständiges Modul mit dem Volumen von 10 Leistungspunkten in den Studiengang integriert.
Das Kontaktstudium im Masterstudiengang Politikwissenschaft: Parlamentsfragen und Zivilgesellschaft (120 Leistungspunkte) wird durch verschiedene Lehrveranstaltungsarten bestimmt. Wesentliche Unterrichtsformen sind:
a. In Vorlesungen werden Fakten und Zusammenhänge sowie methodische Kenntnisse zum Verständnis, zur Einordnung und zur Bewertung des jeweiligen Gegenstandes zusammenhängend dargestellt. Es kann sich dabei um Überblicks- und Spezialvorlesungen handeln;
b. Seminare sind auf aktive Mitarbeit (z. B. Vorträge, Referate) der Studierenden hin angelegte Veranstaltungen zu Themen der Module, denen sie zugeordnet sind. Es werden Arbeitstechniken, Arbeit mit Fachliteratur und die kritische Diskussion eingeübt. Studierende werden in Seminaren zur selbständigen Arbeit angeleitet;
c. Forschungsseminare sind auf aktive Mitarbeit der Studierenden hin angelegte Veranstaltungen, in denen die Studierenden unter Anleitung eigene Forschungsprojekte bearbeiten. Sie dienen der Einübung sozialwissenschaftlicher Methoden durch praktische Anwendung auf entsprechende Problemstellungen. Sie beinhalten in der Regel den Umgang mit sozialwissenschaftlichem Datenmaterial;
d. Tutorien werden von den fortgeschrittenen Studierenden geleitet und bieten die Gelegenheit, Probleme des Studiums sowie Fragestellungen, die sich aus Lehrveranstaltungen ergeben, gemeinsam zu diskutieren. Sie dienen dem Monitoring der zugehörigen Veranstaltung, der Betreuung der Studierenden, dem Einüben von Lehrkompetenzen und der Förderung der Kommunikation der Studierenden untereinander;
e. Kolloquien dienen der freien Diskussion zwischen Lehrenden und Studierenden über ausgewählte fachliche Themen;
f. Exkursionen sind thematisch ausgerichtete, unter wissenschaftlicher Leitung durchgeführte Studienfahrten, die das Lehrangebot bei spezifischen Fragestellungen ergänzen können und der Vertiefung und Veranschaulichung des in den Seminaren und Vorlesungen behandelten Stoffes dienen. Sie fördern den Praxisbezug des Studiums.
Nach erfolgreichem Abschluss des Studiums wird von der Philosophischen Fakultät I: Sozialwissenschaften und historische Kulturwissenschaften der akademische Grad Master of Arts (M.A.) verliehen.
e. Die Sitzungsmoderation beinhaltet die Strukturierung der Sitzung und die Lenkung des Diskussionsprozesses. Im Unterschied zur Diskussionsleitung werden die Inhalte von der Gruppe eingebracht. Bewertet wird der Führungsstil der Moderation bzw. des Moderators;
f. Klausuren sind schriftliche Arbeiten zu einem oder mehreren Themen, die selbständig, in der Regel ohne Hilfsmittel und in einer begrenzten Zeitspanne unter Aufsicht zu bearbeiten sind;
g. Hausarbeiten sind schriftliche Ausarbeitungen zu einem Thema, in denen die bzw. der Studierende nachweist, dass sie bzw. er innerhalb einer begrenzten Zeit Literaturquellen erschließen, die reflektierten Texte in eigenen Worten logisch konsistent zusammenfassen und in einem eigenständigen Argumentationszusammenhang bzw. unter einer leitenden Fragestellung darlegen kann;
l. Regelmäßige Bearbeitung von Übungsaufgaben: Dabei handelt es sich um schriftliche Ausarbeitungen zu konkreten Fragen, worin sowohl Wissensaneignung als auch die beispielhafte Anwendung des erworbenen Wissens dokumentiert wird;
n. Master-Arbeit: Näheres dazu unter § 14.
(2) Gemäß § 14 Abs. 8 ABStPOBM wird in allen Modulen die Möglichkeit eingeräumt, vor der zweiten Wiederholung der Modulleistung bzw. Teilleistung die entsprechende(n) Modulveranstaltung(en) nochmals zu besuchen. Das Modul „Master-Arbeit“ kann gemäß 20 Abs. 13 ABStPOBM bei Nicht-Bestehen nur einmal wiederholt werden.
(3) Die erste Wiederholung einer nicht bestandenen Modulleistung findet spätestens im folgenden Semester, die zweite Wiederholung spätestens im übernächsten Semester statt.
(4) Für Module, die aus anderen Studiengängen übernommen werden, gelten die Bestimmungen der Studien- und Prüfungsordnungen der jeweiligen Studiengänge und Modulbeschreibungen.
(1) Die Teilnahmevoraussetzungen für die Module ergeben sich aus der Studiengangsübersicht in Verbindung mit den Modulbeschreibungen des Studiengangs.
(2) Die genauen Termine und Wiederholungstermine für die Modulleistungen bzw. Modulteilleistungen werden spätestens fünf Wochen vor Beginn durch Aushang beim zuständigen Prüfungsamt und über das elektronische Prüfungs- und Studienverwaltungssystem bekannt gegeben.
(4) Mit der Anmeldung zum Modul ist gleichzeitig die Anmeldung zu den jeweils erforderlichen Modulprüfungen erfolgt. Widerruft die bzw. der Studierende die Anmeldung spätestens vier Wochen vor der zu erbringenden Modulprüfung schriftlich gegenüber dem Prüfungsamt, gilt diese als nicht angemeldet (§ 15 Abs. 3 ABStPOBM).
(5) Für Module, die aus anderen Studiengängen übernommen werden, gelten die Bestimmungen der Studien- und Prüfungsordnungen der jeweiligen Studiengänge und Modulbeschreibungen.
(1) Für den Studiengang wird von den Fachvertreterinnen und Fachvertretern des Instituts für Politikwissenschaft und Japanologie ein Studien- und Prüfungsausschuss gebildet (§ 17 Abs. 1 ABStPOBM), der vom Fakultätsrat zu bestätigen ist.
(1) Eine Master-Arbeit ist im Masterstudiengang obligatorisch; sie bildet zusammen mit einer mündlichen Leistung ein Modul im Umfang von 30 Leistungspunkten.
(2) Der Umfang der Master-Arbeit soll nicht mehr als 160.000 Textzeichen bzw. 80 Seiten aufweisen.
(3) Zur Master-Arbeit zugelassen wird nur, wer mindestens 50 Leistungspunkte im Studiengang erfolgreich absolviert hat.
(4) Das Thema der Master-Arbeit wird über den Studien- und Prüfungssausschuss ausgegeben und von einer durch den Studien- und Prüfungsausschuss bestellten Prüferin bzw. einem Prüfer betreut.
(5) Die mündliche Verteidigung findet nach Begutachtung der Master-Arbeit statt und dauert in der Regel 45 Minuten.
(6) In der mündlichen Verteidigung soll die bzw. der Studierende zeigen, dass sie bzw. er die Arbeitsergebnisse aus der Master-Arbeit darzustellen weiß sowie diese im Gespräch problem- und anwendungsbezogen diskutieren und vertiefen kann.
(7) Master-Arbeit und mündliche Prüfung werden im Verhältnis 4 zu 1 gewertet.
(8) Die Studentin bzw. der Student fügt der Arbeit eine schriftliche Versicherung hinzu, dass sie bzw. er die Arbeit selbständig verfasst hat, sie in gleicher oder ähnlicher Fassung noch nicht in einem anderen Studiengang als Prüfungsleistung vorgelegt und keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt sowie Zitate kenntlich gemacht hat.
(9) In Abstimmung mit dem Studien- und Prüfungsausschuss können bei Schwangerschaft und Elternzeit im Modul „Master-Arbeit“ entsprechende Teilzeitregelungen vereinbart werden. Diese Flexibilisierung soll in Anlehnung an das 7. EU-Forschungsrahmenprogramm insbesondere auch der Gleichstellung und Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen dienen. Gleiches gilt für Nachwuchswissenschaftler in Elternzeit.
Die Studiengangsübersicht im Anhang dieser Ordnung (§ 7) regelt, welche Module benotet werden und welche in die Gesamtnote eingehen.
Diese Ordnung wurde vom Fakultätsrat der Philosophischen Fakultät I am 04.07.2007 beschlossen; der Akademische Senat hat hierzu am 12.12.2007 Stellung genommen; der Rektor hat die Ordnung am 17.12.2007 genehmigt.
(Dauer in SWS)
Binnenorganisation von Parlamenten
Modul I: Öffentliches Recht – Staatsrecht I mit Arbeitsgemeinschaft
2 (+ 2)*
Klausur*
Modul I: Ökonomie**
je nach Wahl des Moduls**
Governance und Gewaltenteilung
Konzepte des parlamentarischen und des außerparlamentarischen Raums
Parlamentspraktikum
Modul II: Ökonomie**
Modul II: Öffentliches Recht – Staatsrecht II mit Arbeitsgemeinschaft
Repräsentanten und Repräsentierte
Masterarbeit mit Disputation
Es muss nur eine Arbeitsgemeinschaft mit abschließender Klausur besucht werden (entweder begleitend zu Staatsrecht I oder II).
Für die Module Ökonomie I und II kann aus folgenden Modulen der Volkswirtschaftslehre gewählt werden: "Ethik der sozialen Marktwirtschaft", "Wirtschaftsethik und Politikberatung", "Wirtschaftsethik globaler Herausforderungen", "Institutionenökonomik", "Nachhaltigkeitsmanagement", "Nachhaltigkeit, New Governance and Corporate Citizenship", "Umweltökonomik", "Mikroökonomik I", "Angewandte Ökonomik".