Source: https://www.aktiv-gegen-stalking.de/
Timestamp: 2020-07-03 16:17:20
Document Index: 167813579

Matched Legal Cases: ['§ 238', '§ 238', '§ 214', '§ 185', '§ 123', '§ 187', '§ 186', '§ 223', '§ 229', '§ 248', '§ 303', '§ 242', '§ 239']

Hilfe bei Stalking » Aktiv gegen Stalking » Ralf Scharrer
info@aktiv-gegen-stalking.de
Wir möchten Stalking-Betroffene aufklären und informieren.
Sie fin­den hier eini­ge hilf­rei­che Infor­ma­tio­nen
zum The­ma Stal­king, sowie Nähe­res über
unse­re Selbst­hil­fe­grup­pe in Köln.
Uner­wünsch­te Lie­bes­ge­schen­ke. Stän­di­ge Nach­rich­ten auf Sozia­len Netz­wer­ken. Tele­fon­ter­ror, Haus­be­su­che und rohe Gewalt: Stal­king hat vie­le Gesich­ter und betrifft min­des­tens ein­mal im Leben einen Groß­teil aller Men­schen.
Seit­dem im März 2007 der Nach­stel­lungs­pa­ra­graph (§ 238 StGB) in Kraft getre­ten ist, sind laut dem Bun­des­kri­mi­nal­amt allein in Deutsch­land im Jah­res­durch­schnitt mehr als 20.000 Tat­be­stän­de poli­zei­lich erfasst wor­den (vgl. Kri­mi­nal­sta­tis­tik 2008–2018).
In 75 Pro­zent aller Fäl­le kann­ten sich Opfer und Pei­ni­ger vor der Tat. Etwa der Hälf­te aller ange­zeig­ten Taten ging eine roman­ti­sche Bezie­hung vor­aus.
Bei einer geschätz­ten Dun­kel­zif­fer von 600.000 bis 800.000 Betrof­fe­nen gehen Exper­ten davon aus, dass nur etwa drei Pro­zent aller Stal­king-Fäl­le zur Anzei­ge fin­den.
Oft schä­men sich die Opfer, geben sich manch­mal selbst die Schuld und füh­len sich ihren Pei­ni­gern aus­ge­lie­fert.
Mit Freund­schafts­be­kun­dun­gen bis hin zu Ver­leum­dun­gen, Lie­bes­wer­ben bis hin zu Gewalt drin­gen Stal­ker in sämt­li­che Lebens­be­rei­che ihrer Opfer ein. Trotz­dem wird die Straf­tat noch immer roman­ti­siert und tabui­siert — eine Situa­ti­on, die sich ver­än­dern muss.
Anzei­gen wer­den jähr­lich wegen
Nach­stel­lung (§ 238 STGB) bei der
Poli­zei ange­zeigt.
aller ange­zeig­ten Fäl­le
ent­wi­ckeln sich aus einer
been­de­ten Bezie­hung her­aus.
der Opfer und Täter
kann­ten sich bevor
das Stal­ken begann.
Anfra­gen gehen jähr­lich
bei den Such­ma­schi­nen
zum The­ma Stal­king ein.
Was kann ich als stalking-Betroffene/R unternehmen?
Hier möch­ten wir dir eine Hil­fe­stel­lung anbie­ten, die dir Hand­lungs­mög­lich­kei­ten im Stal­king-Fall auf­zeigt.
Emp­feh­lens­wert wäre es, fol­gen­de Lis­te nach Sys­tem abzu­ar­bei­ten:
» Sofortiger und kompletter Kontaktabbruch
Mit­ein­an­der reden ist im Stal­king-Fall IMMER falsch. Am bes­ten dem Täter ein­mal schrift­lich und unter Zeu­gen mit­tei­len, dass kein Kon­takt erwünscht ist und danach auf NICHTS mehr reagie­ren.
» Wechsel der Rufnummer
Um Tele­fon­ter­ror jeg­li­cher Art zu ver­mei­den, ist eine neue Tele­fon­num­mer unum­gäng­lich. Bit­te nicht ver­ges­sen, die neue Num­mer zu anony­mi­sie­ren und den AB von einer Per­son des ande­ren Geschlechts bespre­chen zu las­sen. Die alten Bewei­se vor­her am bes­ten sichern.
Der eige­ne Frie­den und Schutz ist wich­ti­ger als ein Online-Account. Wer den­noch auf Accounts ange­wie­sen ist, schützt am bes­ten sämt­li­che Daten und macht sie Frem­den unzu­gäng­lich. Bei Freund­schafts­an­zei­gen außer­dem genau­es­tens hin­se­hen. Ver­meint­li­che Fake-Pro­fi­le wer­den am bes­ten blo­ckiert und Neu­ig­kei­ten nur spar­sam gepos­tet, um dem Täter die Kon­takt­auf­nah­me zu erschwe­ren.
» Stalking-Tagebuch
Bewei­se für eine gericht­li­che Aus­ein­an­der­set­zung sam­meln. Was ist wann wo und wie genau pas­siert? Wer ist Zeu­ge davon?
Per Stal­king-App (nostalk.de) lässt sich seit Neu­es­tem sogar vor Gericht ver­wend­ba­res, vir­tu­el­les Mate­ri­al erzeu­gen — auch das Tage­buch kann damit ein­fach online geführt wer­den. Dazu am bes­ten alles sam­meln, das der/die Stalker/in schickt (Nach­rich­ten, E‑Mails, Geschen­ke, AB- Bot­schaf­ten u.a.).
» Sichere Entsorgung privater Unterlagen
Bit­te kei­ne Unter­la­gen (Quit­tun­gen etc) mit ver­trau­li­chen und per­sön­li­chen Daten unge­schred­dert in den Müll wer­fen.
» Keine letzte Aussprache
Die letz­te wird NIE die letz­te sein. Sie ist IMMER nur ein Vor­wand um sich zu tref­fen!
» Informationen ans komplette umfeld
Täter suchen über jeden ver­füg­ba­ren Kanal Zugang. Des­halb ist die Auf­klä­rung der Fami­lie, Freun­de, Bekann­ten, Nach­barn, des Arbeits­plat­zes, rele­van­ter Ver­ei­ne, betreu­en­der Ärz­te, bei Kin­dern auch der Schu­le und des Kin­der­gar­tens ele­men­tar wich­tig. Das ist sicher­lich die her­aus­for­dernds­te Auf­ga­be, aber sie schützt vor mög­li­chen Ver­leum­dun­gen, Unter­stel­lun­gen und unlieb­sa­men Annä­he­rungs­ver­su­chen. Gleich­zei­tig kann die Inkennt­nis­set­zung auch zur Beweis­samm­lung bei­tra­gen.
» Auskunftssperre beim Einwohnermeldeamt
Bei Umzug und wenn der Täter die Adres­se noch nicht kennt, unbe­dingt eine voll­stän­di­ge Aus­kunfts­sper­re bean­tra­gen.
» Fachliche Hilfe und Unterstützung
Es ist immer bes­ser, früh­zei­tig Hil­fe bei Bera­tungs­stel­len und/oder Selbst­hil­fe­grup­pen zu suchen, die in fast jeder Stadt zu fin­den sind. Auch wo für Stal­king-Opfer kei­ne direk­ten Ansprech­part­ner vor­han­den sind, gibt es in einer Viel­zahl städ­ti­scher Ein­rich­tun­gen Hilfs­mög­lich­kei­ten und Bera­tung. Durch­fra­gen hilft.
Juristische Schritte & Hilfe
Der Gang zur Poli­zei ist fast immer zwangs­läu­fig. Natür­lich mah­len „die Müh­len der Jus­tiz lang­sam“, aber fol­gen­de drei Mög­lich­kei­ten am bes­ten trotz­dem aus­schöp­fen:
10.1. Einst­wei­li­ge Anord­nung § 214 Abs. 1 FamFG
10.2. Straf­an­zei­ge wegen Nach­stel­lung
10.3. Straf­an­zei­ge bei Neben­de­lik­ten
Alle Straf­ta­ten, zu denen es im Ver­lauf
des Stal­kings kommt, sind anzu­zei­gen.
10.3.1 Straf­an­trag bei Antrags­de­lik­ten
(nach Antrag­stel­lung)
Belei­di­gung (§ 185 StGB)
Haus­frie­dens­bruch (§ 123 StGB)
Ver­leum­dung (§ 187 StGB)
Üble Nach­re­de (§ 186 StGB)
10.3.2 Antrags­de­lik­te (wer­den von der
Staats­an­walt­schaft direkt ver­folgt)
Kör­per­ver­let­zung (§ 223 StGB)
fahr­läs­si­ge Kör­per­ver­let­zung (§ 229 StGB)
Dieb­stahl und Unter­schla­gung
gering­wer­ti­ger Sachen (§ 248 StGB)
Sach­be­schä­di­gung ( § 303 StGB)
10.3.3 Straf­ta­ten ohne Straf­an­trag
Bedro­hung (§ 242 StGB)
ver­schie­de­ne Sexu­al­de­lik­te
Frei­heits­be­rau­bung (§ 239 StGB)
Wegen dem kaum über­schau­ba­ren Feld mög­li­cher Tat­be­stän­de ist die­se Lis­ten nicht annä­hernd voll­stän­dig.
Der wich­tigs­te Schritt ist für Opfer das Wen­den an die Öffent­lich­keit, die Inkennt­nis­set­zung des Umfelds und die Inan­spruch­nah­me pro­fes­sio­nel­ler Hil­fe sowie Unter­stüt­zung:
opferhilfe-hamburg.de/straftaten/stalking/
neustart.at/at/de/unsere_angebote/fuer_opfer
stalking-justiz.de
hilfetelefon.de/gewalt-gegen-frauen/stalking.html
polizei-beratung.de/opferinformationen/stalking/
sefraev.de/stalking/
weisser-ring.de/praevention/tipps/stalking
DIE selbsthilfegruppe in köln
Wie dir die Mit­ar­beit in einer Selbst­hil­fe­grup­pe hel­fen kann:
Du wirst ver­stan­den
…ohne vie­le Wor­te, ohne Rat­schlä­ge und Beschwich­ti­gun­gen, denn durch die eige­ne Betrof­fen­heit ver­steht jede/r sehr gut, wovon du sprichst.
Du wirst sehen, es gibt auch noch ande­re Men­schen mit ähn­li­chen Pro­ble­men. Der Kon­takt und die Gemein­schaft mit Gleich­be­trof­fe­nen ist eine wirk­sa­me Hil­fe gegen Ein­sam­keit und Aus­gren­zung.
Du erhältst prak­ti­sche Lebens­hil­fe
…denn Betrof­fe­ne haben das Wis­sen und die prak­ti­sche Erfah­rung im all­täg­li­chen Umgang mit der Krank­heit, Behin­de­rung oder einer schwie­ri­gen Lebens­si­tua­ti­on. Sie sind „Exper­tin­nen und Exper­ten in die­ser Sache“. Der Aus­tausch von Erfah­run­gen, Infor­ma­tio­nen, Tipps und Tricks kann hel­fen, den All­tag trotz sozia­ler, see­li­scher oder kör­per­li­cher Pro­ble­me bes­ser zu bewäl­ti­gen und die Lebens­qua­li­tät nach­hal­tig zu ver­bes­sern.
Dein Selbst­wert­ge­fühl wird gestärkt
…durch die Erfah­rung, dass du selbst etwas tun kannst und dei­nem Pro­blem nicht mehr hilf­los aus­ge­lie­fert bist.
Du kannst dich ein­mi­schen
…durch Auf­klä­rung und Infor­ma­ti­on aus Sicht der Betrof­fe­nen geben Selbst­hil­fe­grup­pen wich­ti­ge Impul­se, die zum Umden­ken und zu Ver­än­de­run­gen im Gesund­heits- und Sozi­al­be­reich bei­tra­gen.
Und weil die­ses The­ma so bewegt, möch­te auch Ralf Schar­rer etwas bewe­gen: Er grün­det des­halb in Zusam­men­ar­beit mit der Stadt Köln eine Selbst­hil­fe­grup­pe für Stal­king­op­fer. Eine Aus­wei­tung auf ande­re deut­sche Städ­te ist bereits in Pla­nung.
Ziel der Tref­fen ist es, betrof­fe­nen Frau­en und Män­nern die Mög­lich­keit zum Erfah­rungs­aus­tausch in einem geschütz­ten Raum zu geben.
Inter­es­sier­te kön­nen sich bei der Selbst­hil­fe-Kon­takt­stel­le Köln mel­den:
Tele­fon: 0221 95 15 42 16
(Mo+Do 9–12.30 Uhr, Mi 14–17.30 Uhr)
oder selbsthilfekoeln.de
Seit Janu­ar 2019 trifft sich die Grup­pe regel­mä­ßig am 1. und 3. Diens­tag im Monat um 20 Uhr in der Innen­stadt. Den genau­en Treff­punkt erfah­ren Sie über die Selbst­hil­fe-Kon­takt­stel­le Köln.
Dem Wahn­sinn ent­kom­men — Ein Stal­king Roman
«Trop­fen­des Regen­was­ser. Rascheln­de Blät­ter. Ein jagen­der Mar­der, der auf der ande­ren Stra­ßen­sei­te das Licht der Bewe­gungs­mel­der akti­viert. Ich erstar­re. Mit rasen­dem Puls, sto­cken­dem Atem, denn sie alle könn­ten er sein. Unten im Gar­ten könn­te er im Schat­ten der Tan­ne war­ten. Hin­ter der Haus­ecke kau­ern und in mein Fens­ter star­ren. Über­all. Jeder­zeit. Viel­leicht ist er längst hier: sieht mir heim­lich zu, wenn ich schla­fe, dusche, die Klei­der wechs­le. Weil er mich liebt, sagt er, weil er mich lie­ben will — was sieht er bloß in mir?»
Es sind bloß drei Buch­sta­ben, die Sarah Well­ners Leben für immer ver­än­dern. Zwei Kon­so­nan­ten und ein Vokal, die sie in den Wahn­sinn trei­ben — ihr Leben schlei­chend bedro­hen. Max. Ein erfolg­rei­cher Geschäfts­mann: char­mant, groß­zü­gig und ver­rückt nach ihr. Von ihr beses­sen und dazu bereit, sich mit jedem nur erdenk­li­chen Mit­tel in ihr Leben zu drän­gen.
Blu­men­sträu­ße, die sich in tote Tie­re ver­wan­deln. Lie­bes­nach­rich­ten, die zu Dro­hun­gen wer­den. Urlaubs­ein­la­dun­gen, die sich zu Befeh­len ent­wi­ckeln.
Womit soll es enden? Je öfter Sarah ihren Ver­eh­rer in die Schran­ken weist, des­to schlim­mer wird es.
Wie weit wür­de er gehen, um sie für sich zu bean­spru­chen und wie weit ist sie zu gehen bereit, um das eige­ne Leben zu schüt­zen?
Ein Roman über die Abwärts­spi­ra­le des Stal­kings und den müh­sa­men Weg zurück ins Leben.
Über den Autor und Grün­der Ralf Schar­rer
Als Mar­kus aus »Unter Uns« ken­nen ihn die meis­ten, aber in Schau­spie­ler Ralf Schar­rer steckt noch viel mehr. Ein Autor, Desi­gner und vor allem ein Mensch, der sich ger­ne für ande­re stark macht. Als er 1976 in der roman­ti­schen Blatt­gold­schlä­ger­stadt Schwa­bach bei Nürn­berg das Licht der Welt erblick­te, begann eine Geschich­te von Pio­niers­geist, gro­ßen Träu­men, Tief­schlä­gen und dem Mut, sie zu über­win­den. Wäh­rend sei­ner behü­te­ten Kind­heit erkann­te er, dass Erfolg und Selbst­ver­wirk­li­chung Eigen­in­itia­ti­ve erfor­dern. Genau die­se Initia­ti­ve bewies er, als er nach sei­nem Real­schul­ab­schluss in der Fach­rich­tung Reform­wa­ren eine Aus­bil­dung zum Ein­zel­han­dels­kauf­mann absol­vier­te.
Mit 19 Jah­ren grün­de­te er das Nürn­ber­ger Unter­neh­men Natur-Fein­kost Schar­rer, das durch höchs­te Qua­li­täts­an­sprü­che zum füh­ren­den Fach­ein­zel­han­del für Bio-Pro­duk­te im Nürn­ber­ger Raum wur­de. Sie­ben erfolg­rei­che Jah­re spä­ter zog es Ralf zu neu­en Ufern: nach Köln, wo er an der Schau­spiel­schu­le sei­nen Kind­heits­traum ver­folg­te. Bis er nach ers­ten Film- und TV-Enga­ge­ments uner­war­tet an der schwers­ten Form Gelb­sucht erkrank­te. Fast zwei Jah­re spä­ter besieg­te er die heim­tü­cki­sche Krank­heit und stand in beruf­li­cher sowie pri­va­ter Hin­sicht vor einem Neu­an­fang.
Dem nicht genug ver­lor er im Jahr 2013 unver­schul­det sein gesam­tes Hab und Gut. Aber nicht ein­mal Näch­te im Wald und plötz­li­che Obdach­lo­sig­keit konn­ten ihm den unbän­di­gen Lebens­wil­len neh­men. Aus dem Abgrund kämpf­te er sich mit der Hil­fe der Emcur Gesund­heits­mit­tel aus Bad Ems GmbH zurück nach oben — und zwar mit einem gro­ßen Ziel. Ande­ren Men­schen in schein­bar aus­weg­lo­sen Situa­tio­nen Mut zu machen, ist seit­dem sein Her­zens­wunsch.
Wei­te­re Infor­ma­tio­nen über den Autor Ralf Schar­rer fin­den Sie unter:
ralf-scharrer.com
© Ralf Schar­rer