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Timestamp: 2019-04-19 05:05:02
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Matched Legal Cases: ['§ 28', '§ 28', '§ 21', '§ 28', '§ 28', '§ 28']

Antrag auf Kostenübernahme für Schulmaterial - www.forum-sozialhilfe.de
Antrag auf Kostenübernahme für Schulmaterial
Registriert: 19.08.2018, 22:23
Ungelesener Beitragvon Nachtfalter » 19.08.2018, 23:28
Hallo, ich bin 19 Jahre alt und bekomme ergänzende Hilfe zum Lebensunterhalt zu Elternunterhalt und Kindergeld, da ich aus gesundheitlichen Gründen in eine eigene Wohnung ziehen musste. Ich gehe in die 13. Klasse und wüsste gern, ob und wie ich einen Antrag auf Schulmaterial, Kopiergeld (20 Euro/Halbjahr) und einen Zuschuss für die Kursfahrt die nächstes Jahr stattfinden soll stellen darf. Ich habe gelesen, dass bei Familien mit Kindern automatisch immer zum Schulhalbjahr 30 bzw 70 Euro ausgezahlt werden, aber ich gelte ja als eigener Haushaltsvorstand. Kann mir da jemand weiterhelfen? Vielen Dank.
Re: Antrag auf Kostenübernahme für Schulmaterial
Ungelesener Beitragvon CuttySark » 20.08.2018, 02:32
Moin Nachtfalter,
keine Ahnung, da ich diesen Fall noch nie auf dem Tisch hatte. Rufe bitte Deinen Sachbearbeiter an und frage explizit danach.
Ungelesener Beitragvon Heinrich » 20.08.2018, 07:09
beziehst Du "Hilfe zum Lebensunterhalt" = Sozialhilfe vom Sozialamt oder beziehst Du Leistungen vom Jobcenter? (ist nicht das Gleiche)
Ungelesener Beitragvon Ghostwriter » 20.08.2018, 08:15
bei Familien mit Kindern automatisch immer zum Schulhalbjahr 30 bzw 70 Euro ausgezahlt werden
also, automatisch erhält niemand Geld aus öffentlichen Kassen! Du musst, wie die Familien auch, einen Antrag auf "Bildung und Teilhabe" stellen, dann erhältst du auch die 70,- / 30,- € "Schulgeld".
Bezgl. der Abschlussfahrt würde ich einen separaten Antrag auf einmalige Beihilfe stellen und deinen Vertrauenslehrer, bzw. die Schulleitung mit einschalten.
Ungelesener Beitragvon Uwe Kruppa » 20.08.2018, 12:23
Hallo „Nachtfalter“…
Der entsprechende Paragraph (§ 28 SGB II) unterscheidet grundsätzlich nicht zwischen Haushaltsvorstand oder Haushaltsmitglied. Hier ist nur eine Altersbeschränkung (25. Lebensjahr) als Bewilligungsgrenze vorgesehen. Dies bedeutet das Dir die 70,- / 30,- € jährlich zustehen.
Bei der Gewährung des Zuschusses für eine Kursfahrt greift der § 28 SGB II bei Haushaltsvorständen (in deinen besonderen Fall) allerdings nicht. Hier kann aber hilfsweise auf den § 21 Abs. 6 SGB II zurückgegriffen werden.
Genauso kann es beantragt werden.
Ungelesener Beitragvon Uwe Kruppa » 20.08.2018, 12:24
Da es sich hier um einen doch selten Fall handelt, werden die allermeisten Sachbearbeiter einfachheitshalber erst einmal die Anträge ablehnen und die Entscheidung der Widerspruchsabteilung oder dem Gericht überlassen. Aus diesem Grund halte ich deinen Vorschlag nicht für zielführend und als Folge für den Ratsuchenden sehr Zeitintensiv. Wenn jemand über eine gestellte Frage keine weiterführende Antwort geben kann, ist es kein Problem einmal nicht zu antworten.
Deine Frage ergibt überhaupt keinen Sinn. Leistungsberechtigt sind nach § 28 SGB II alle Sozialleistungsempfänger, einschl. Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) oder Wohngeld.
Ungelesener Beitragvon Heinrich » 21.08.2018, 07:12
Uwe Kruppa hat geschrieben: @ Heinrich
meine Frage ergab für mich sehr wohl Sinn, da ich die ganzen Paragrafen des SGB nicht kenne und in dem Zusammenhang nur weiß, daß es für ALG 2 - Bezieher finanziellen Hilfen für die Schule gibt. Die entsprechenden Regelungen in der Sozialhilfe kenne ich nicht.
Deswegen wollte ich mich vergewissern, daß hier tatsächlich Sozialhilfe bezogen wird.
Registriert: 08.08.2018, 08:18
Ungelesener Beitragvon Kommentargeber » 22.08.2018, 13:33
Uwe Kruppa hat geschrieben: Hallo „Nachtfalter“…
Bin ja durchaus immer daran interessiert neue Dinge zu lernen. Kannst du mir bitte erklären, warum man als Haushaltsvorstand keinen Anspruch auf Kostenübernahme für Schulfahrten haben soll, wenn er u25 und Schüler ist?
Uwe Kruppa hat geschrieben: Deine Frage ergibt überhaupt keinen Sinn. Leistungsberechtigt sind nach § 28 SGB II alle Sozialleistungsempfänger, einschl. Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) oder Wohngeld.
Also Leistungsberechtigte nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhalten BuT nach dem SGB XII und nicht dem SGB II. Dass die Leistungskomplexe inhaltlich übereinstimmen ist unstrittig.
Ungelesener Beitragvon w12 » 24.08.2018, 14:56
Ich bin auch der Meinung, dass ein Antrag nach § 28 SGB II möglich ist.
Es gab ja diverse Änderungen, hier ab 2011.
Ich kenne aber auch nur Antragsformulare, die vom Haushaltsvorstand für das Kind ausgestellt werden müssen.
Es wird auch immer von Leistungen für Familien gesprochen.
Ich muss mir auch immer neue Kommentare kaufen, da die "Kommentargeber" ihre Meinungen ändern mussten oder sich die Rechtslage geändert hat.
Zuletzt geändert von w12 am 24.08.2018, 14:59, insgesamt 1-mal geändert.