Source: https://www.elo-forum.org/eingliederungsvereinbarung-egv-va-/joboffensive-nrw-egv-dazu-135733/index3.html
Timestamp: 2018-08-20 01:55:15
Document Index: 9057481

Matched Legal Cases: ['§ 16', '§ 44', '§ 16', '§ 44', '§ 16', '§ 44', '§ 16', '§ 44', '§ 16', '§ 44', '§ 16', '§ 44', '§ 60', '§ 16', '§ 45', '§ 44', '§ 44', '§ 15', '§ 44']

JobOffensive in NRW: Eine EGV dazu - Seite 3 - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
30.07.2014, 09:45 #51
...will nicht nerven, aber ich würde mir die gesammelten Argumente für nen WS gegen einen evtl. VA aufsparen und nicht schon vorher mein Pulver verschiessen. Sonst passen sie das Ding noch an? Dann wirds immer schwieriger mit nem WS...
Ich würde die jetzt in der "Verhandlungsphase" ganz gezielt mit fundierten Fragen nach deren ERMESSEN mit Zeiger auf deren Beratungs- und Auskunftsplicht ausquetschen und haarklein wissen wollen, WARUM die WAS WIE mit mir vorhaben. Um dann auch besser argumentieren zu können. Evtl kannst du daraus dann ganz andere Optionen basteln? Z.B. ne SINNVOLLE Weiterbildung begründen, die dir WIRKLICH was bringt? - Damit würde ich aber erst ankommen, NACHDEM die mir die SINNHAFTIGKEIT dieser DSCHOPPOffensife erklärt hätten...
Kommt dann auch vorm SG besser, da ja bei "Aufklärung" des Sachverhaltes nachweislich mitgewirkt...
Nur meine Meinung. Bin ja jetzt schon still...
Ozy - halte die Stellung - lass dich nicht abtreiben! Schick dir nen virtuellen Regenschirm und ne Sturmhaube!
30.07.2014, 11:44 #52
Okidoki, unten ist jetzt der Text (auch als DOC-Anhang), den ich aller Voraussicht nach heute Nachmittag auf den Weg bringen werde, wenn nicht noch energische Einsprüche erhoben werden.
Ich hoffe, ich habe diese seltsame Gratwanderung einigermaßen hinbekommen. Einerseits müssen alle Änderungen eingefordert werden, die eine Unterschrift möglich machen würden.
Andererseits kann ich nicht alles bemängeln, was bemängelbar ist, da ich sonst die Arbeit des JC machen würde und mein eigener SB wäre.
Dementsprechend keine Nachfragen nach der ominösen Joboffensive, auch wenn das Teil offensichtlich elementar unbestimmt ist und diese seltsame Schweigsamkeit das Vertrauen des Bürgers in die Verwaltung keinesfalls befördert.
Vereinbarung der Eingliederung (Unser Gespräch vom xx.xx.2014)
„Das Jobcenter ermöglicht Ihnen die Teilnahme an der Joboffensive.“ - Streichen, da unbestimmt,
„Ihnen wurden die Sachverhalte in der anliegenden Rechtsfolgebelehrung mitgeteilt.“ - Streichen, da diese Sachverhalte eben nicht in dieser Form enthalten sind,
Diesen Block ergänzen mit: „Er unterstützt ihre Bewerbungsaktivitäten durch Übernahme von Kosten i.H.v. 5,- € für schriftliche Bewerbungen und 1,50 € (bis 2,50 €) für Online-Bewerbungen nach Maßgabe des § 16 Abs. 1 SGB II i.V.m. § 44 SGB III in einem Gesamtjahresbudget von 260,- €.
Er unterstützt Ihre Bewerbungsaktivitäten nach Maßgabe des § 16 Abs. 1 SGB II i.V.m. § 44 SGB III durch Übernahme von angemessenen Fahrtkosten zu Vor­stellungs­gesprächen, bis zu einer Höhe von 130,- € für jede Fahrt.“
„Als Nachweis über Ihre unternommenen Bemühungen füllen Sie die dem Ver­mittlungs­vor­schlag beigefügte Antwort-Möglichkeit aus und legen diese sowie bei schriftlichen Be­wer­bungen eine Kopie Ihres Bewerbungsanschreibens vor.“ Streichen, da zusätzliche Kosten, die ich nicht verursacht habe, durch mich zu tragen wären und ein Nachweis überdies durch eine einfache Liste erfolgen kann.
„Wenn eine Erwerbstätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt in absehbarer Zeit nicht möglich ist, kann Ihnen zumutbare Arbeitsgelegenheit angeboten werden.“
- Streichen, da Aufnahme einer Erwerbstätigkeit jederzeit möglich
Letzter Zeilenblock: „Unklare Punkte und die möglichen Rechtsfolgen wurden er­läutert.“ Streichen, da in seiner Unbestimmtheit kaum menschenmöglich
Vorletzter Zeilenblock der Seite: „Sollte aufgrund von wesentlichen Änderungen in Ihren per­sön­lichen Ver­hältnissen eine Anpassung der vereinbarten Maßnahmen und Pflichten er­for­der­lich sein, sind sich beide Vertragsparteien darüber einig, dass eine Abänderung dieser Ein­glie­derungs­ver­ein­barung erfolgen wird. Das gleiche gilt, wenn sich herausstellt, dass das Ziel der Inte­gra­tion in den Arbeitsmarkt nur aufgrund von Anpassungen und Änderungen der Ver­einbarung erreicht, bzw. beschleunigt werden kann.“ - Streichen, da deutlich zu un­be­stimmt, um mit genügender Sicherheit konsensuale Vertragsänderungen von einseitigen Ver­trags­brüchen unter­scheiden zu können und zum Weiteren die Vorgaben bezüglich Änderungen oder Anpassungen von Eingliederungsvereinbarungen bereits vollumfänglich abschließend durch gesetzliche Bestimmungen und Durchführungsanordnungen geregelt sind.
Ausdrücklich noch einmal :danke: !
ANONYM Jobcenter EGV Gegenvorschlag 30072014.doc (134,5 KB, 45x aufgerufen)
30.07.2014, 11:50 #53
AGH gehören auch zu diesen Maßnahmen. Wenn Du Dich also in diesem Punkt damit einverstanden erklärst (es auch noch selber anbietest), wäre die nachfolgende Streichung bzgl. der AGH dann nicht ein Widerspruch?
30.07.2014, 11:51 #54
Brauchste auch nicht, da je gestrichen werden soll. Wozu was an Infos abfragen, wenn mans eh streicht!
Ich finds OK und drück Dir gaaaanz fest die Daumen!
30.07.2014, 12:10 #55
Einerseits müssen alle Änderungen eingefordert werden, die eine Unterschrift möglich machen würden.
Veto! Warum denn? Wo steht das? Bist du Jurist? Wieso solltest du dazu in der Lage sein, einen rechtlich fundierten Vertrag whatsoever aufzusetzen? Deine "Pflicht" besteht höchstens darin, deren Sermen erstmal VERSTEHEN und NACHVOLLZIEHEN zu können, um überhaupt erstmal die Tragweite deiner Unterschrift einschätzen zu können. Um erst DANACH abwägen zu können, ob du das verantworten kannst oder nicht. Dat Ding ist doch völlig unklar. Das müssen DIE ausbaden, das ist DEREN Job. DU darfst "Fehler" machen, DIE nicht (offiziell)!
Ich würde jetzt auf DIESER Stufe ("Verhandlungsphase") überhaupt noch garnichts bemängeln. Da soll doch erstmal "Verhandelt" werden. Aber man muss doch erstmal VERSTEHEN können dürfen, über was da überhaupt "verhandelt" werden soll... also immer schön jemäächlich dat janze. Deshalb erstmal denen den FRAGEBALL zuspielen, der landet bei denen dann schonmal im Tor... das wäre dann schon 1:0 für dich.
Ich hätt´s genau ANDERSRUM gemacht. Dieses ominöse Teil ist doch das, was ganz OFFENSICHTLICH ins Auge sticht. DAS NICHT hinterfragt zu haben, wäre doch vorm SG evtl ein wenig unglaubwürdig? Die sind doch alle nicht doof!
Sorry, wollte schweigen aber konnts nicht lassen ... mehr kann ich dann aber auch nicht tun....
30.07.2014, 12:24 #56
vielen Dank, dass Sie Ihr Initiativrecht wahrgenommen und mir einen ersten Entwurf einer Ein*gliederungsvereinbarung überreicht haben. Würd ich definitiv rauslassen, das ist die erste rhetorische Verbalohrfeige, sowas würde ich mir verkneifen! (ich weiss am Allerbesten wie schwer das fällt )
Im Folgenden habe ich die aus meiner Sicht sinnvollen Änderungsvorschläge aufgeführt. "Sinnvoll" -> überflüssig. Oder würdest du ansonsten "sinnlose" Vorschläge dort machen
Diesen Block ergänzen mit: „Er unterstützt ihre Bewerbungsaktivitäten durch Übernahme von Kosten i.H.v. 5,- € für schriftliche Bewerbungen und 1,50 € (bis 2,50 €) für Online-Bewerbungen nach Maßgabe des § 16 Abs. 1 SGB II i.V.m. § 44 SGB III in einem Gesamtjahresbudget von 260,- €. Warum schränkst du das ein?
Er unterstützt Ihre Bewerbungsaktivitäten nach Maßgabe des § 16 Abs. 1 SGB II i.V.m. § 44 SGB III durch Übernahme von angemessenen Fahrtkosten zu Vor*stellungs*gesprächen, bis zu einer Höhe von 130,- € für jede Fahrt.“ Warum schränkst du das ein?
„Als Nachweis über Ihre unternommenen Bemühungen füllen Sie die dem Ver*mittlungs*vor*schlag beigefügte Antwort-Möglichkeit aus und legen diese sowie bei schriftlichen Be*wer*bungen eine Kopie Ihres Bewerbungsanschreibens vor.“ Streichen, da zusätzliche Kosten, die ich nicht verursacht habe, durch mich zu tragen wären und ein Nachweis überdies durch eine einfache Liste erfolgen kann.
„Sie nutzen intensiv den Vermittlungsgutschein innerhalb dessen Gültig*keits*zeit*raum.“ - Streichen, da kein Vermittlungsgutschein übergeben wurde
„[...] und an allen Maßnahmen zur Eingliederung mitzuwirken.“ - Beides streichen, da zu unbestimmt oder ergänzen zu „allen für Sie geeigneten Maßnahmen“damit legst du dir selbst ein Ei. Dann packen sie dich halt in "geeignete Maßnahmen"
Letzter Zeilenblock: „Unklare Punkte und die möglichen Rechtsfolgen wurden er*läutert.“ Streichen, da in seiner Unbestimmtheit kaum menschenmöglich
Vorletzter Zeilenblock der Seite: „Sollte aufgrund von wesentlichen Änderungen in Ihren per*sön*lichen Ver*hältnissen eine Anpassung der vereinbarten Maßnahmen und Pflichten er*for*der*lich sein, sind sich beide Vertragsparteien darüber einig, dass eine Abänderung dieser Ein*glie*derungs*ver*ein*barung erfolgen wird. Das gleiche gilt, wenn sich herausstellt, dass das Ziel der Inte*gra*tion in den Arbeitsmarkt nur aufgrund von Anpassungen und Änderungen der Ver*einbarung erreicht, bzw. beschleunigt werden kann.“ - Streichen, da deutlich zu un*be*stimmt, um mit genügender Sicherheit konsensuale Vertragsänderungen von einseitigen Ver*trags*brüchen unter*scheiden zu können und zum Weiteren die Vorgaben bezüglich Änderungen oder Anpassungen von Eingliederungsvereinbarungen bereits vollumfänglich abschließend durch gesetzliche Bestimmungen und Durchführungsanordnungen geregelt sind.
„Den vereinbarten Eingliederungsbemühungen müssen Sie auch während eines Sanktions*zeit*raumes nachkommen, auch wenn Ihr Arbeitslosengeld II wegen eines Pflichtverstoßes voll*ständig weggefallen ist.“ - Streichen, da in der dann eintretenden finanziellen Notsituation nicht jeder Verpflichtung nachgekommen werden kann
Ihr Einverständnis zu den Änderungen vorausgesetzt, bitte ich höflich um Zusendung der unter*schriebenen, ge*änderten Eingliederungsvereinbarung, die ich dann natürlich zeitnah und von mir unter*schrieben zurücksenden werde."Einverständnis vorausgesetzt" - was soll das denn heissen? Du setzt denen eine Option, mit etwas einverstanden sein zu dürfen? Wech damit. "höflich" passt nicht zum Resttonus deines Schreibens. Wirkt ironisch. Genauso Wörter wie "natürlich" und "Zeitnah". Floskeln, weglassen. Entweder Frist setzen oder wechlassen...
...und wie gesagt, das ist viel zu viel Pulver für ´ne "Verhandlungsphase", m.E. Perlen vor die Säue. Dann hast du ja für die Begründung einer aW nicht mehr allzuviel übrig. Ich würde das obige eben für WS und aW aufsparen. Und dann aber noch nen Zentner draufpacken...
Nur meine Meinung, man möge mir verzeihen... hab schon wieder Puls...
30.07.2014, 12:58 #57
Ich hab deine Vorlage nochmal kommentiert (rote Schrift)
Zu Joboffensive und Vermittlungsgutschein.
„Das Jobcenter ermöglicht Ihnen die Teilnahme an der Joboffensive.“ - Streichen, da
Das mit der Joboffensive ist eigentlich nur ein Wechsel des Sachbearbeiters(PAP). Ich glaube es ist nicht Sinnvoll dagegen vorzugehen. Joboffenive ist das JC – da braucht es glaub ich keine besondere Zuweisung. Von einem SB der wenig Zeit für dich hat zu einem SB der viel
Zeit für dich hat – das ist doch TOLL!!
„Sie nutzen intensiv den Vermittlungsgutschein innerhalb dessen Gültigkeitszeitraum.“
- Streichen, da kein Vermittlungsgutschein übergeben wurde
Nicht streichen, keine schlafenden Hunde wecken. Wenn du ihn darauf aufmerksam machst,
daß er dir keinen Verm.-Schein gegeben hat, holt er ihn evtl schnell aus dem Drucker.
Solange Du keinen Vermittlungsschein hast, kannst du nicht bestraft werden wenn du ihn nicht
30.07.2014, 13:14 #58
Wie bitte? "Glaub ich, glaub ich, vielleicht,..." und das soll dann auch noch TOLL sein?
ach und sonst wird man BESTRAFT wenn man nen Gutschein nicht nutzt?
wird immer verquerer hier... bin hier raus. Hab alles gesagt. Macht was ihr wollt
30.07.2014, 13:26 #59
Für den Wechsel eines Sachbearbeiters ist keine EGV notwendig.
Das regelt das JC intern schon selber, wer wenn wie oft betreut.
In der "JobOffensive", da steckt schon noch mehr dahinter.
Ich habe ja vorgeschlagen, schriftlich anzufragen, was genau da dahintersteckt und ob Datenschutzrechte davon betroffen sind.
Soll SB doch die Karten auf den Tisch legen.
Und wenn ein VA kommt, dann wird jeder Richter zustimmen, das die Fragen nicht beantwortet wurden.
30.07.2014, 13:29 #60
Also, das mit dem "TOLL" versteht Ozy schon als Ironie.
Das "glaub" hab ich bewußt gesetzt, weil meiner Meinung nach noch keine substantiierte Aussage dazu in diesem Trööt gelaufen ist und es dann vielleicht uch mal wichtig ist zu spekulieren - aber mit dem Hinweis das es nicht sicher ist deshalb glaub. u. s. w.
30.07.2014, 13:30 #61
so ein stress alles doppelt
30.07.2014, 13:42 #62
Der Vermittlungsgutschein rausnehmen finde ich OK, damit das Teil später nicht flugs aus dem Drucker rutschen kann - eben weils noch in der EGV steht.
In der ewigen Wiederholung:
über die hier offerierte JobOffensive wissen wir nichts! Das Zeuchs wird in unterschiedlichen Varianten umgesetzt. Was ich z.B. aus GE angeführt habe, muss nicht für den Xxxx-Sieg Kreis gelten. 0zy selber nennt das halt unbestimmt, vielleicht gilt es, hier ein anderes Wort zu finden?
Das Wort JobOffensive hat halt vielen Schwachköpfen gefallen, wobei jedes JC sein eigenes Süppchen kocht.
Das ist vergleichbar mit 50plus, das auch an jedem Ort anders ausgeführt wird.
30.07.2014, 15:45 #63
Tut der, keine Bange
über die hier offerierte JobOffensive wissen wir nichts! Das Zeuchs wird in unterschiedlichen Varianten umgesetzt. [...]
Und ich frage deswegen nicht auffallend und präzise und genau und umfänglich und so weiter nach der Joboffensive nach, da ich diese Unbestimmtheit, so weit möglich, in den wahrscheinlichen VA retten möchte.
Und ich freue mich auch über Überlegungen, die ich nicht übernehmen kann.
30.07.2014, 15:57 #64
Könntest Du bitte mal nen Zwischenstand anlegen, in dem man sieht, zu was Du Dich bis jetzt entschieden hast (haben könntest), das eingestellte Teil mal soweit modifizieren?
30.07.2014, 17:19 #65
Und ich denke halt genau anders rum.
Liegen die Karten auf dem Tisch, dann kannst du klipp und klar sagen, das Du mit diesem und jenem nicht einverstanden bist, auch weil es gegen z.B. Datenschutzbestimmungen oder andere Rechte verstösst und damit nur freiwillig geschehen kann.
Sollte dann ein VA kommen, so hast Du bessere Karten vor dem SG, da Du dem JC ja im Vorfeld bereits mitgeteilt hast, das Du damit nicht einverstanden bist.
Jeder Richter würde das dann als Willkür der SB sehen, die bewusst die Gesetze missachtet.
Viele Wege gehen nach Rom und jeder wählt einen anderen.
Entscheidend ist, das man ankommt.
30.07.2014, 17:34 #66
So, das Ding ist jetzt gedruckt, eingetütet für Normalversand und verfaxt.
Herausgenommen habe ich die Sache mit dem Vermittlungsgutschein und die Budgetierungsbegrenzung für schriftliche Bewerbungen.
Die Begrenzung für Fahrtkosten habe ich drin gelassen, da ich nach Möglichkeit nicht in einem unendlichen Radius Vorstellungsgespräche führen möchte.
Endstand ist der Text unten.
[...]Sollte dann ein VA kommen, so hast Du bessere Karten vor dem SG, da Du dem JC ja im Vorfeld bereits mitgeteilt hast, das Du damit nicht einverstanden bist.
Japp, genauso denke ich auch (Getrennt marschieren, gemeinsam siegen? ).
Meiner Hoffnung nach müsste der Hinweis "unbestimmt" für das SG reichen und hat gewisse Chancen, für den VA übersehen zu werden.
Erwähnen musste ich es, da es einer der Gründe für eine Nicht-Unterschrift ist.
Großes :danke: an alle!
Kleines OT: Fax per Fritz!Fax ist möglicherweise etwas zänkisch. Mal geht es, mal geht es nicht. Jedenfalls kann man den sogenannten qualifizierten Sendebericht per Rechtsklick im Journalfenster im Kontextmenü unter Nachweis drucken aufrufen.
Der Ausdruck läuft dann über den Windows-Standarddrucker und es kann sinnvoll sein, vorher das entsprechende PDF-Programm als Standarddrucker einzutragen (z.B. PDF-Creator).
Diesen Block ergänzen mit: „Er unterstützt ihre Bewerbungsaktivitäten durch Übernahme von Kosten i.H.v. 5,- € für schriftliche Bewerbungen und 1,50 € (bis 2,50 €) für Online-Bewerbungen nach Maßgabe des § 16 Abs. 1 SGB II i.V.m. § 44 SGB III. Er unterstützt Ihre Bewerbungs­aktivi­täten nach Maßgabe des § 16 Abs. 1 SGB II i.V.m. § 44 SGB III durch Übernahme von angemessenen Fahrtkosten zu Vor­stellungs­gesprächen, bis zu einer Höhe von 130,- € für jede Fahrt.“
2. Fortsetzung der Bemühungen von Herrn Fletcher Christian
Letzter Zeilenblock: „Unklare Punkte und die möglichen Rechtsfolgen wurden er­läutert.“ - Streichen, da in seiner Unbestimmtheit kaum menschenmöglich
16.09.2014, 17:55 #67
Kurzfassung: VA, Joboffensive ist zumindest nicht im VA enthalten
Es gab ein langes Gespräch mit sehr, sehr viel Hin und Her, in deren Verlauf eine neue EGV gebaut wurde, die aber trotzdem noch Dinge enthielt, die ich nicht Okay fand. Diese sollten drinbleiben, weil der Gesetzgeber die so will
(Meiner Meinung nach fordert der Gesetzgeber einiges, die Ausarbeitung müsste aber auf die BA zurückzuführen sein).
Wie auch immer. Hingegangen, ins Büro geführt worden und dort saß eine junge Frau, ansehens vielleicht Mitte 20.
Begrüßung, Vorstellen, und da sie "heute hospitieren" solle und wegen ihres Alters frug ich sie, ob sie die Praktikantin sei.
Nein, sie sei die Teamleiterin (TL) und würde Frau Sachbearbeiterin (SB) heute beobachten.
(Hospitieren, Definition Duden: sich als Gast an einer wissenschaftlichen, pädagogischen, kulturellen, politischen o. ä. Einrichtung aufhalten, um die innere Struktur derselben, ihre Arbeitsabläufe und fachlichen Probleme kennenzulernen und berufspraktische Erfahrung zu gewinnen)
Nach viel Text (dazu unten mehr) gab es eine neue EGV, die ich unterschreiben sollte.
Auf die Frage, bis wann ich diese geprüft haben müsse, hieß es seitens der TL 15 - 20 Minuten.
Ich las ein wenig, ca. 30 Sekunden, und stellte die Frage erneut.
Antwort war 5 Minuten.
Ich: "Oh, das schaffe ich aber nicht."
TL: "Dann machen wir einen VA."
Es gab also einen VA (PDF, siehe unten), mit Beiblättern für Bewerbungs- und Reisekosten (Von der aktuellen Gerichtsbarkeit überholt, aber hübsch mit Textmarkerstrichen versehen) und einem Online-Zeitungsartikel über die Joboffensive (Schon gesehen, aber wenig informativ und keinerlei Aussage über das, was Herr und Frau Elo dort nun genau machen müssen).
Der VA erscheint mir harmlos, die Joboffensive ist wie geschrieben nicht enthalten. 10 Bewerbungen im 8-Wochentakt mache ich sowieso, alleine schon aus Sicherheitsgründen.
Der VA ist aus einer Reihe von Gründen angreifbar, darunter falscher Paragraf für Fahrtkosten, Bewerbungskostenübernahme muss vor der Bewerbung beantragt werden und sind nicht definiert.
Zusätzlich fehlt die Rechtsbehelfsbelehrung, wodurch die Widerspruchsfrist auf ein Jahr erhöht wird.
Sollte also aus dem VA sanktioniert werden wollen, gäbe es da einige Argumente gegen.
Gedächtnisprotokoll, fragmentarisch:
Der FH-Helfa-Shuffle
Ich weiß nicht, ob ich das gut genug erklären kann.
Eigentlich wollte ich aus meinem anonym veröffentlichten Profil das "FH" weghaben. Es stimmt einfach nicht, deswegen bat ich darum. Ich hätte es besser wissen müssen, aber dieser Dialog entspann sich:
Ich: Ich bin nicht FH.
SB: Ja, Sie sind Helfa.
Ich: Nein, ich bin nicht FH.
SB: Doch, Sie sind Helfa.
Ich: NEIN. Ich bin NICHT FH. Ich. Bin. Nicht. EEEEF Haaaaa.
Ich weiß nicht, wie andere das sehen, aber ich fand das durchaus bezeichnend und sturzlustig und musste kurz aus dem Fenster grinsen.
Keine Viertelsekunde später sagte die TL, ich bräuchte gar nicht sarkastisch aus dem Fenster zu gucken.
Ich sagte, dass ich immer beim Nachdenken aus dem Fenster schaue und sarkastisch erst später werden würde.
TL: Wann ich denn das letzte VG gehabt hätte. Ob ich denn da auch so aggressiv herüberkommen würde.
Nö, sagte ich, das wäre auch eine vollkommen andere Situation.
Sie behauptete das Gegenteil, aber wir konnten uns da nicht einig werden.
(Ich erwähne dieses Stück erstens, weil ich meiner Meinung nach nicht aggressiv war und zweitens, weil ich einige Stunden nach dem Gespräch herausgefunden habe, was mir da so düsterdunkel bekannt vorkam. Bei einer Infoveranstaltung zur Zeitarbeit wetterte ein Elo vehement gegen ZA und bekam dieselben Fragen gestellt.
Es kann also Ausbildungsbestandteil der Gesprächsführung mit unbotmäßigen Elos sein, oder Zufall.
Und ich wäre nicht verblüfft, hätte jemand diese Sprüche schon einmal selber gehört.)
"Ich kann nicht einfach das Wort "Joboffensive" unterschreiben."
Diesen Satz wiederholte ich ungefähr so oft wie Oliver North sein "I don't have a clear memory of that, Sir" vor dem Iran-Contra-Ausschuss.
SB: Sie hätte mir doch schon alles erklärt.
Ich: Ja, aber Sie wollen ja nicht, dass ich Ihre Erklärung unterschreibe, sondern die EGV und da muss dann alles rein.
TL: Sie seien verpflichtet, mit den Elos EGVs abzuschließen und es sei (sinngemäß) Teil deren Mitwirkungspflichten, diese zu unterschreiben. (Aha, da hatte die SB dieses Bit wohl her.)
Das wäre nur teilweise richtig, sagte ich, denn in den §§ 60 - 64 SGB I sei eben die Pflicht zur Unterschrift keinesfalls enthalten.
SB: Wir wollen sie ja nur in Arbeit bringen.
Ich: Gerne. Wenn die Offensive so toll sei, können sie es ja einfach machen und mir dann ebenso einfach einen VV zuschicken.
(Einzige Info zur Joboffensive war, dass da so Spezialistenexperten sitzen, die einem einen Job suchen. Punktum. Mehr nicht.)
TL: Vertrauen müsste Herr 0zymandias haben, Vertrauen.
Ich: Erwähnt, dass es bei einer Bewerbungsmaßnahme hieß, ich könnte sie jederzeit abbrechen, was dann nicht so war.
TL: Ich müsste Vertrauen haben, denn die JC-Angestellten seien nicht mehr da und die damaligen MTs würden nicht mehr geordert.
Ich: Ob die Kausalketten personell oder institutionell geknüpft seien, würde ich bestimmt nicht auf die harte empirische Tour abfragen.
Vertrauen weiterhin, TL: Ich hätte ja alles furchtbar haaaarklein aufgedröselt, und das müsste ich ja nicht machen.
Ich: Doch, denn die Maßnahmen wären genau so gewesen, dass ich sie nicht mehr einfach so akzeptiere.
Weiterhin in Bezug auf die Maßnahme erzählt, dass eine gescheiterte Bauzeichnerin erwachsene Mütter durch die Gegend gescheucht hätte und mir eine Bewerbung schrieb, in der ich ihre Rechtschreibfehler entfernen durfte.
Und betreutes Googeln hätte ich kaum nötig und würde mich überhaupt nicht weiterbringen.
Oder die Maßnahme bei der FAW Xxxxxx, bei der es monatelang um die Frage ging, in welcher Strichstärke dieses oder jenes im Lebenslauf zu schreiben sei und bei der man bei jedem Termin mindestens 20 Minuten warten musste.
Die Träger würden nicht mehr vom JC beauftragt und auch die SBs gäbe es so ja nicht mehr.
Ich: Abänderungsklausel ist ja immer noch drin.
TL: Warum wollen Sie die denn raus haben?
Ich: Das hatte ich Ihnen geschrieben.
TL: Das können wir nicht. Wissen Sie denn wieviele EGVs Sie damit unterschrieben haben?
Ich: Nein, aber das können wir gerne nachschauen.
Also Blick auf Monitor, Zahlen werden vorgelesen.
Ich: Moment, sage ich. WELCHE davon sind denn mit der Abänderungsklausel?
TL: Das können wir jetzt so nicht sagen.
VA mit Bewerbungskostenerstattung nach § 16 SGB II i.V.m. § 45 SGB III:
Ich: Letzterer müsste doch mittlerweile § 44 SGB III sein.
Schweigen. Nö.
Ich: Doch, denn 4/2012 sei das SGB III umgebaut worden.
Später Ausdruck des Vermittlungskostenerstattungsantragsformularblatts (kurz: VB): § 44 SGB III, auf den ich dann freudig, vielleicht sogar minimal sarkastisch hinwies.
TL: Wenn ich denn so gut in meinem Job wäre wie in den Paragrafen, müsste ich doch schon längst Arbeit haben.
Ich: Daraufhin fragte ich, ob ich denn ihrer Meinung nach meine 1,0 in meiner Diplom-Arbeit für umsonst bekommen hätte.
Diesmal blickte sie aus dem Fenster, wie es meiner Meinung nach beim Überlegen ganz normal und nicht unbedingt grundsarkastisch ist.
Nach dem Fensterblick kam sie mit der Erkenntnis zurück, dass ich längere Zeit arbeitslos sei und deswegen ...
... kamen wir ca. 45 Minuten lang von Hölzchen auf Stöckchen und zurück.
Randbemerkung 1: Falls sich jemand Sorgen um die hospitierte SB macht, sei er versichert, dass ich ihr meinerseits die volle Punktzahl zusprach und meiner Hoffnung auf ihre baldige Entfristung Ausdruck verlieh.
Randbemerkung 2: Wer da wen hospitiert lasse ich einfach mal offen, insbesondere, da die TL weite Strecken des Gesprächs geführt hat und mich zumindest in der Anfangsphase nicht aus den Augen ließ.
Großes :danke: noch einmal bei allen, die sich mit Gedanken gemacht haben!
VA Anonym.pdf (2,31 MB, 50x aufgerufen)
16.09.2014, 18:16 #68
Dein weiterer Plan ?
Widerspruch oder hinnehmen ?
16.09.2014, 18:27 #69
Vertauen Sie mir doch, sie können mir vertrauen - ja, das hrte ich in ähnlichem Zusammenhang im letzten Gespräch öfters.
Meine Antwort: Nööööö.
Weil, mir ist da was eingefallen, beim Wort Vertrauen.
Guck mal ab Min. 1:13 gehts um Vertrauen:
Kaa hypno german - YouTube
Irgends haben die bei den JC jetzt neue Techniken gelernt, aus dem Film abgeguckt?
16.09.2014, 18:40 #70
#67 Dass Du soo ruhig geblieben bist, bei diesem Kinderkram, davor Hut ab!
Ich wäre geplatzt! (sarkastisch aus dem Fenster gucken!)
btw. meine Empfehlung: kompetenten Beistand mitnehmen, dann reissen die sich etwas zusammen. so meine Erfahrung!
die Teamleiterin könnte Juristin sein, dass wird allerorts bevorzugt eingestellt.
Mit dem Merkblatt kann man sich den Podex wischen. Das steht so nirgends im Gesetz. Ich würde den Teufel tun und die Abrechnungen bis auf 100-150 Euronen sammeln, schließlich brauchst du die Kohle und zudem ist es fast die Hälfte, des dir zur Verfügung stehenden Budgets!
16.09.2014, 19:07 #71
Update Kurzfassung: VA, Joboffensive ist zumindest nicht im VA enthalten
Mal angemerkt: Es gibt einige User hier, bei denen die Job-Offensive nicht im VA oder in der EGV steht und die dann trotzdem reingezwängt wurden. Bei wieder anderen steht es drin, ist also wohl von JC zu JC unterschiedlich. Also weiterhin wachsam bleiben.
Sollte dich die Job-Offensive erwischen, ist offenbar Starrsinn und Sturheit der einzige Schlüssel zum Erfolg bzw. zum Entkommen aus diesem Shice-Projekt, so wie es in diesem Posting aus dem Fred "Job-Offensive Berlin" nachzulesen ist. http://www.elo-forum.org/alg-ii/jobo...ml#post1336201
Edit: Auch mir war die JO vor einiger Zeit angedroht worden. Da in meinem Fall aber zurzeit ein Rentenverfahren läuft, ist der Kelch an mir vorbeigegangen. Und von all diesen freudigen Ankündigungen über die großen großen Chancen, die uns die großartige Joboffensive bringen wird, ist nichts aber auch gar nichts geblieben.
16.09.2014, 19:17 #72
Wieso nicht? Die Zahl der Arbeitslosen wurde temporär um die Zahl der neu eingestellten Vermittler vermindert.
Das Ausrufen der JobOffensive hat nur dann eine höhere Vorschlagsdichte mit gleichbleibender Qualität zur Folge, wenn sie (wie offenbar vor der letzten BT-Wahl) Aufwandsersatz an die Wirtschaft für das Einstellen von Scheinangeboten und Absagen von Eingangsbewerbungen beinhaltet. Ansonsten fehlt ihr das wesentlichste Element.
16.09.2014, 19:56 #73
Hinnehmen und fröhlich sein
Ich sehe da halt nichts Belastendes, zumindest nicht im Moment.
Einziges Problemchen könnte der Bewerbungsnachweis sein. Ich möchte meine Anschreiben nicht n-mal ausdrucken und vorlegen. Einerseits aus finanziellen Gründen, obwohl es da den Work-Around von Pixelschieberin gibt mit dem Ausdrucken mehrerer Bewerbungen auf eine DIN-A4-Seite, und andererseits, weil ich auch den reinen Anschein eines Schüler-Lehrer-Verhältnisses vermeiden möchten (UND ES SIND MEINE BRIEFE ).
Wo ich das jetzt so sehe, fällt mir auf, dass sie es etwas flötend gesagt hat. "Vertrauen, Herr 0zymandias, Sie müssen Vertrauen haben."
Ich glaube, die werden immer raffinierter.
[...]Ich wäre geplatzt! (sarkastisch aus dem Fenster gucken!)
Ich habe an dieser Stelle überlegt, abzubrechen, mich dann aber offensichtlich anders entschieden. Einerseits Neugierde, was noch kommt, andererseits war mir das auch noch nicht begründet genug.
Dem Anschein nach ist die TL etwa grob ca. ungefähr halb so alt wie ich, was meiner Meinung nach einer Lehrerin-Schüler-Ansprache und dem wohlwollenden Vertrauen-Geflöte eine recht eigene Würze verpasst.
Ich glaube nicht, dass sie Juristin ist, weiß es aber nicht. Da waren zu viele Schnitzer im Rechtlichen (Pflicht eine EGV zu erstellen [Nein, nach § 15 SGB II soll, nicht muss, das JC eine erstellen],Unterschriftspflicht, § 44/45 SGB III, etc.).
Beistand: Nun, den hatten sie ja. Wenn es der Wahrheitsfindung dient ...
Damit meine ich: Sie hatten eine Teamleiterin und eine SB eingesetzt und für den Aufwand haben sie keine Unterschrift bekommen.
Sollten sie nochmal den Einsatz erhöhen, kann ich dann immer noch mitgehen.
[...] Also weiterhin wachsam bleiben.
Guter Hinweis, bin ich wie Jerry Fletcher (Fletcher Visionen).
Geändert hat sich die Besuchsfrequenz, von bisher alle sechs Monate auf alle 2 Monate.
Gab auch zwei Briefe mit insgesamt einem Vermittlungsangebot und drei Stelleninformationen (keine VV).
Denke mal, das ist alles noch kein Symptom für maligne Joboffensive. (Und wenn ich was weiß, melde ich mich.)
16.09.2014, 20:00 #74
Anhand der Besuchsfrequenz merkst Du, das die großes mit Dir vorhaben.
16.09.2014, 20:04 #75
Ja, Zahlen wie diese machen den Unterschied. Ach, hätten sie es nur vorher schon getan, wenn es doch sooo hilft.
Ich hätte dann noch gerne ein EKG, das letzte hat mir sooo gut geholfen.