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Timestamp: 2016-10-22 16:18:09
Document Index: 25211640

Matched Legal Cases: ['Art. 6', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 152', 'Art. 135', 'BGE', 'Art. 152']

U 138/00 (23.10.2001)
Pr�sident Sch�n, Bundesrichter Spira und Bundesrichterin Widmer; Gerichtsschreiberin Keel Baumann
M._______, 1969, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Hans Schmidt, Ulrichstrasse 14, 8032 Z�rich,
A.- Der 1969 geborene M._______ war vom 5. Juli 1993 bis 30. September 1996 bei der E._______ AG als Hilfsgipser angestellt und in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) versichert. Am 25. Februar 1995 erlitt er bei einem Verkehrsunfall in Serbien multiple Prellungen an Armen und Beinen, eine Augenverletzung sowie ein stumpfes Abdominaltrauma. Am folgenden Tag wurde im Spital in Z._______/Serbien, wo er bis 6. M�rz 1995 hospitalisiert war, eine Ileoz�kalresektion vorgenommen. Sein Hausarzt attestierte ihm eine volle Arbeitsunf�higkeit. Vom 28. M�rz bis 5. April 1995 hielt er sich im Spital X._______ auf. Nachdem bei M._______ eine innere Hernie und Adh�sionen bei Status nach Ileoz�kalresektion diagnostiziert worden waren, erfolgte am 24. April 1995 im Spital X._______ eine laparoskopische Adh�siolyse mit anschliessender offener ausgedehnter Adh�siolyse des D�nndarms (Hospitalisation bis 4. Mai 1995). Ab 17. Juli 1995 war M._______ wieder zu 50 % und ab 1. August 1995 zu 100 % arbeitsf�hig. Am 23. November 1995 meldete die Arbeitgeberin einen R�ckfall wegen erneuter Bauchschmerzen. Eine weitere laparoskopische Adh�siolyse erfolgte am 27. Dezember 1995 im Spital X._______, ohne dass eine Verminderung der Schmerzen eintrat. Im Februar 1996 nahm der versicherte die Arbeit wieder auf. Weitere R�ckfallmeldungen erfolgten am 29. April und 30. September 1996.
Die SUVA f�hrte am 29. November 1996 eine kreis�rztliche Untersuchung durch, anl�sslich welcher der Versicherte ab 2. Dezember 1996 voll arbeitsf�hig geschrieben wurde. Im Weitern nahm sie die Unterlagen zu verschiedenen spezial�rztlichen Abkl�rungen zu den Akten (Berichte des Dr. med. K._______, Spezialarzt FMH f�r Chirurgie, vom 3. Juni 1996, des Dr. med. G._______, Spezialarzt FMH f�r Innere Medizin, vom 24. Januar 1997, des Prof. Dr. med. O._______, Chefarzt des Spitals Y._______, vom 24. April 1997 und des Dr. med. S._______, Spezialarzt FMH f�r Chirurgie, �rzteteam Unfallmedizin der SUVA, vom 30. Mai 1997). Mit Schreiben vom 27. Januar 1997 teilte die SUVA dem Versicherten mit, dass ab 2. Dezember 1996 kein Anspruch auf weitere Leistungen mehr bestehe. Am 17. Juni 1997 erliess sie eine entsprechende Verf�gung mit der Begr�ndung, dass zwischen den noch geklagten Beschwerden und dem Unfall kein Zusammenhang mehr bestehe. An diesem Standpunkt hielt sie mit Einspracheentscheid vom 9. Dezember 1997 fest.
B.- M._______ liess hiegegen Beschwerde f�hren mit dem Rechtsbegehren, es seien weiterhin die vollen Taggelder auszurichten und die Kosten der Heilbehandlung zu �bernehmen; eventualiter sei die Rentenfrage und ein allf�lliger Anspruch auf eine Integrit�tsentsch�digung zu pr�fen. Mit Entscheid vom 23. Februar 2000 wies das Versicherungsgericht des Kantons Aargau die Beschwerde ab.
C.- Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde l�sst M._______ beantragen, der kantonale und der Einspracheentscheid seien aufzuheben, die Sache sei zu weiteren medizinischen Abkl�rungen an die SUVA zur�ckzuweisen und es sei anschliessend der Anspruch auf Leistungen erneut zu pr�fen. Im Weitern ersucht er um unentgeltliche Verbeist�ndung.
W�hrend die SUVA auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schliesst, l�sst sich das Bundesamt f�r Sozialversicherung nicht vernehmen. Die als mitbeteiligter Krankenversicherer zum Verfahren beigeladene "Caisse Vaudoise" nimmt in ablehnendem Sinne Stellung, verzichtet indessen auf einen formellen Antrag.
1.- Das kantonale Gericht hat die massgebende gesetzliche Bestimmung �ber den Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung (Art. 6 Abs. 1 UVG) sowie die Rechtsprechung zu dem f�r die Leistungspflicht des Unfallversicherers vorausgesetzten nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (BGE 119 V 337 Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b, je mit Hinweisen) und zum Dahinfallen der kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 329 Erw. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 76 Erw. 4b; vgl. auch RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 Erw. 2) zutreffend dargelegt. Entsprechendes gilt in Bezug auf die W�rdigung �rztlicher Berichte und Gutachten (vgl. auch BGE 125 V 352 Erw. 3a). Darauf kann verwiesen werden.
2.- Das kantonale Gericht ist gest�tzt auf die medizinische Aktenlage, insbesondere die Berichte der Dres. med. S._______ (vom 30. Mai 1997), G._______ (vom 24. Januar 1997) und K._______ (vom 3. Juni 1996) zum Schluss gelangt, dass die vom Versicherten geklagten Bauchbeschwerden nicht mehr in einem Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 25. Februar 1995 st�nden. Dieser Auffassung ist beizupflichten.
Was in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde dagegen vorgebracht wird, vermag zu keinem andern Ergebnis zu f�hren. Die Behauptung des Beschwerdef�hrers, die Ursache seiner Bauchbeschwerden sei mangelhaft abgekl�rt worden, widerspricht den Akten, gem�ss welchen r�ntgenologische, sonographische Untersuchungen, Kontrastmitteluntersuchungen, ein Computertomogramm des Abdomen sowie eine grossfl�chige An�sthetika-Infiltration unter Ultraschallkontrolle durchgef�hrt wurden. Soweit der Beschwerdef�hrer geltend macht, eine Abkl�rung, ob die Bauchbeschwerden durch (unfallbedingte) Sch�digungen der Wirbels�ule und Rippen verursacht sein k�nnten, sei unterlassen worden, ist darauf hinzuweisen, dass nicht nur Dr. med. S._______ diese Ursache mit �berzeugender Begr�ndung verneint hat (Bericht vom 30. Mai 1997), sondern gem�ss den medizinischen Akten, namentlich auch des im letztinstanzlichen Verfahren eingereichten Entlassungsscheines des Spitals in Z._______/Serbien erstellt ist, dass er beim Unfall keine derartigen Verletzungen erlitten hat, womit im �brigen die urspr�nglich gemachten Angaben des Beschwerdef�hrers (welcher ausschliesslich von Quetschungen an den Beinen und am linken Arm sowie von Bauchverletzungen sprach) �bereinstimmen (Befragung des Versicherten vom 4. Mai 1995). Entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers vermochte schliesslich keine psychiatrische oder neuropsychologische Abkl�rung zu rechtfertigen, dass anl�sslich dieses Spitalaufenthaltes eine "Commotio cerebri gr. levis", d.h. eine leichte Gehirnersch�tterung, diagnostiziert wurde, traten doch gem�ss den Akten keine auf eine eigentliche Gehirnverletzung hindeutende Symptome auf. Ebenso wenig bestehen in den Akten - abgesehen vom sehr vage gehaltenen Hinweis des Dr. med. G._______, welcher als einziger erw�hnt, er habe "den Eindruck gewonnen, dass hier mindestens teilweise ein funktionelles Syndrom vorliegen k�nnte" (Bericht vom 24. Januar 1997) - Anhaltspunkte f�r das Vorliegen einer psychischen St�rung. Im �brigen k�me dem in den mittleren Bereich einzustufenden Unfallereignis, wie die SUVA im Einspracheentscheid unter Hinweis auf die zu pr�fenden Kriterien gem�ss BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa zutreffend ausgef�hrt hat, f�r die Entstehung allf�lliger psychischer St�rungen keine massgebende Bedeutung zu, weshalb die Ad�quanz des Kausalzusammenhanges zu verneinen w�re.
3.- Dem Gesuch um unentgeltliche Verbeist�ndung kann entsprochen werden (Art. 152 in Verbindung mit Art. 135 OG), da die Bed�rftigkeit aktenkundig ist, die Beschwerde nicht von vornherein aussichtslos und die Vertretung geboten war (BGE 125 V 202 Erw. 4a und 372 Erw. 5b, je mit Hinweisen). Es wird indessen ausdr�cklich auf Art. 152 Abs. 3 OG aufmerksam gemacht, wonach die beg�nstigte Partei der Gerichtskasse Ersatz zu leisten haben wird, wenn sie sp�ter dazu im Stande ist.
des Kantons Aargau, dem Bundesamt f�r Sozialversicherung