Source: https://der-privatier.com/kap-10-1-die-abfindung/?replytocom=12580
Timestamp: 2020-06-07 08:05:04
Document Index: 275688397

Matched Legal Cases: ['§76', '§76', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11']

Kap. 10.1: Die Abfindung — 130 Kommentare
Christina sagte am 1.Apr.2020 um 20:14 :
Seit 2 Jahren lese ich regelmäßig alles, was ich vom Privatier hier für mich verwerten kann. Es hat meinen Ausstieg aus dem Arbeitsleben im Dezember 2018 zu 100% geprägt. Bis gestern hat auch alles reibungslos funktioniert. Ausstieg 31.12.18, Dispositionsjahr vom 01.01.19-31.12.19 mit hoher Abfindungszahlung versteuert mit Fünftel Regelung. Seit 01.01.2020 arbeitslos gemeldet und auch Leistungsbezieher soweit so gut….
Nun habe ich vor 6 Wochen über die Lohnsteuerhilfe meine Steuerklärung für 2019 anfertigen lassen, mit dem Ergebnis einer sehr erfreulichen 5-stelligen Erstattung.
Gestern schrieb mir die Lohi, dass aufgrund einer falschen Übermittlung von der Finanzverwaltung die Fünftel Regelung für mich nicht mehr gilt, da in 2019 auch noch eine Firmenprämie im 5stelligen Bereich gezahlt wurde. Nun so!l ich eine Nachzahlung von fast 20.000,00 Euro leisten….
Jetzt weiss ich nicht weiter und bin total geschockt. Kann das wirklich sein? Und an wen kann ich mich wenden?
Für Tips und Hilfestellung wäre ich sehr sehr dankbar.
eSchorsch sagte am 2.Apr.2020 um 14:43 :
Ja, das kann sein!
Zusätzliche Einkünfte zu einer Abfindung (Fünftelregelung) kann diese Auswirkung haben. Das war hier aber schon gefühlt hundertmal Thema.
Grundwissen dazu https://der-privatier.com/kap-3-3-1-1-hinweise-zur-fuenftelregel-grundlegendes/
Extrembeispiel https://der-privatier.com/kap-3-3-1-2-hinweise-zur-fuenftelregel-rechenweg/#comment-26242
Privatier sagte am 2.Apr.2020 um 18:53 :
Aus der Schilderung kann ich nicht erkennen, was der Grund für die Nachzahlung sein könnte. Zusätzliche Einkünfte führen gerade im Zusammenhang mit der Fünftelregel immer zu einer höheren Steuerlast, sie verhindern aber nicht die Fünftelregel.
Weiterhin ist mir nicht klar, ob es sich bei den Berechnungen nur um Prognosen des Lohnsteuerhilfe-Vereins handelt, oder ob es um tatsächlichne Bescheide des FAs geht? Wurde da ein bestehender Bescheid korrigiert?
Insgesamt ist mir der Fall ziemlich unklar…
AKK sagte am 2.Apr.2020 um 07:57 :
dies ist von außen ohne die genauen Zahlen zu kennen, immer schwierig zu beurteilen. Ich kann mir vorstellen, dass bei dir die Zusammenballung der Einkünfte (2019 im Jahr der Abfindung muss höheres zu versteuerndes Einkommen vorliegen wie im Jahr 2018) nicht vorliegt.
Ich würde einen guten Steuerberater um Rat fragen, wenn die Lohi dies nicht erklären kann und auch Einspruch vs. Steuerbescheid einlegen, um eventuell Zeit zu gewinnen.
joerg sagte am 2.Apr.2020 um 13:17 :
Das Geld in einen Steuerberater zu investieren ist bei den Dimensionen m.E. lebenswichtig. Selbst, wenn man alles besser weiß und es die Arbeit kaum geringer macht: Ein Steuerberater rechnet die vor, reicht ein und steht dafuer (begrenzt) ein. Sollten eigene Berechnungen und ein Lohnsteuerhilfeverein falsch liegen (oder der gute Bekannte, ein Buch, dieses Blog 😉 ) dann kostet es schnell mehr Geld, als man sich leisten kann…
Christina sagte am 2.Apr.2020 um 19:45 :
Es freut mich sehr schön einige Antworten auf meine Fragen bekommen zu haben. Allerdings scheinen ich mich nicht verständlich genug ausgedrückt zu haben, daher nochmal im Klartext.
1. Arbeitsbeendigung am 31.12.2018 mit 58 Jahren
2. Dispositionsjahr vom 01.01.2019-31.12.2019 / Erhalt der Abfindung im Jahr 2019 versteuert nach der
Fuenftelregelung
Ebenfalls erhalten in 2019 die jährliche Bonuszahlung/Prämie des Konzerns.
3. Arbeitslos gemeldet ab 01.01.2020 mit Leistungsbezug ohne jegliche Probleme.
Nun meine Frage, kann es sein dass die Zahlung der Prämie die Fuenftelregelung außer Kraft setzt?
Lars sagte am 2.Apr.2020 um 21:32 :
eigentlich mit dem Dispojahr alles richtig gemacht, nur die Prämienzahlung macht damit evt. alles kaputt. Ich hatte kurz noch die Idee zusätzliche Einzahlung in die Rentenversicherung, aber der Termin für 2019 ist auch verstrichen.
Vielleicht die Prämie in 2018 zurückdatieren lassen wenn Dein alter AG da zustimmt, ich weiß aber nicht ob das überhaupt geht in Bezug auf Betriebsprüfung, eher nicht.
Zurückweisung/Zurückzahlung der Prämie an den AG, aber hier wurden bestimmt auch schon Sozialabgaben abgeführt, eventuell einmal mit dem alten AG sprechen.
Joerg hat richtig gehandelt und Seine Prämie in die Abfindung rechnen lassen. Um ganz sicher zu gehen, den Rat von AKK befolgen, ich bin da aber eher bei dem Kommentar von eSchorsch. Ein zweite Expertise ist hier ratsam.
eSchorsch sagte am 2.Apr.2020 um 21:46 :
Nein, die Prämie setzt die Fünftelregelung nicht außer Kraft!
Allerdings können weitere Einkommen wie die Bonuszahlung dafür sorgen, dass das Nettoeinkommen mit Bonuszahlung geringer ausfällt wie ohne Bonuszahlung. Hört sich widersinnig an, kann (!) bei der Fünftelregelung aber vorkommen. Beispiellink siehe mein Kommentar von 14:43
Joerg sagte am 2.Apr.2020 um 20:17 :
Ich hoffe es verstanden zu haben und Fuenftelregelung ist richtig und in Kraft und ueberhaupt 😉 Nur wird eben dein Einkommen in 2019 PLUS einem Fuenftel der Abfindung eine deutlich hoehere Steuer ergeben. Beispiel: 250k Abfindung plus 30k Praemie gleich 5x Steuer auf 80k (statt auf 50k).
Nun war der AG so nett, dir die Abfindung schon unter Beruecksichtigung der Fuenftelregel zu ueberweisen. Lasse ich auch so machen. Im System lag aber der Erhalt einer Praemie noch nicht vor, wurde also nicht beruecksichtigt (ich habe meine Praemie in die Abfindung rechnen lassen). Ob das nun 20k Rueckzahlung kostet, muessten deine Zahlen zeigen.
Unterstuetzung… vielleicht gibt es bei einer Praemie fuer Leistungen in 2018 eine Moeglichkeit, die Zahlung in 2019 anders zu bewerten? Keine Ahnung, sorry…
kieloben sagte am 2.Apr.2020 um 20:18 :
Ich bin hier nur absoluter Hilfsexperte… da gibt es bessere im Forum
Ich würde mal tippen, dass die Abfindung mit der Fünftelregelung und keinen weiteren Einkünften versteuert wurde. Wenn jetzt noch die Bonuszahlung in dem Jahr dazu kommt, schlägt das bei der Fünftelregelung natürlich voll durch und kann je nach Höhe des Bonus zu einer Nachzahlung von 20 TEUR Steuer führen. Dann kann dir auch kein Steuerberater helfen.
Vielleicht meine Gedanken ja hier einer der Experten bestätigen (oder auch nicht).
kieloben sagte am 2.Apr.2020 um 20:19 :
Joerg hat die gleiche Idee nur mit anderen Worten beschrieben…dann wird es wohl so sein
Joerg sagte am 2.Apr.2020 um 20:37 :
Jo… Und woran es gerade in Firmen mangelt, ist Beratung. Da werden unnoetig zigtausende der AN in den Sand gesetzt. Man haette ja z.B. durch Nutzung der Renteneinzahlung, KV-Vorauszahlung… aber ‚eigentlich‘ steht es alles im Blog, eSchorsch kann das mit den Links besser. Und 2019 ist vorbei. Mist.
Privatier sagte am 2.Apr.2020 um 21:47 :
@Christina: Ich kann eigenlich nur wiederholen, was ich oben schon geschrieben bzw. die Vermutung bestätigen, die auch die anderen Kommentatoren hier geäussert haben:
Der Grund für die Nachzahlung kann eigentlich nur in der zusätzlichen Prämienzahlung liegen. Aber nur, weil diese anscheinend vorher nicht berücksichtigt wurde (wessen Fehler das sein soll, ist aber weiterhin unklar).
Die Aussage, dass deshalb(!) die Fünftelregel nicht greifen würde, ergibt aber keinen Sinn. Es wäre aus meiner Sicht daher erst einmal zu prüfen, ob die Fünftelregel angewandt wurde oder nicht. Gibt es einen Steuerbescheid? Oder handelt es sich bisher um eine Prognose?
Wenn der LoHi-Verein das nicht plausibel erklären kann, sollte ggfs. ein Steuerberater befragt werden. Notfalls auch Einspruch einlegen und Begründung nachliefern (Fristen beachten!).
Christina sagte am 2.Apr.2020 um 22:13 :
Danke, für Eure Einschätzung. Wie Joerg schon sagt, müsste das die Sachbearbeiterin eines Weltkonzerns eigentlich wissen, dann hätte ich die Prämie auch in die Abfindung Einfliessen lassen. Schöner Schäden…..werde trotzdem noch einen Steuerberater bemühen, vielleicht gibt es ein Schlupfloch.
Gute Nacht und danke wie immer für tolle Beiträge auch zu anderen Themen.
Lars sagte am 18.Apr.2020 um 11:25 :
vielleicht noch eine Idee hierzu, ich weiß aber nicht ob das bei Dir aufgeht/zutrifft. Gestern hatten wir die Nachricht „Fristverlängerung für freiwillige Zahlungen 2019 in die RV“ in das Kap.6.8 „Rente erhöhen durch freiwillige Beiträge“ eingestellt (Fristverländerung nun bis 31.10.2020). Da max. pro Monat ca.1283€ eingezahlt werden können, würde für Dich im Dispojahr 2019 eine Summe von ca.15400€ zutreffen. Eventuell kannst Du doch noch eine Nachzahlung in die RV für 2019 tätigen und solltest das mit Deinem Steuerberater durchsprechen. Dein Steuerbescheid für 2019 muss aber noch vorläufig, also noch nicht rechtskräftig sein.
Was meint unser Privatier und die anderen Forumsteilnehmer dazu?
Bleib gesund und
ratatosk sagte am 18.Apr.2020 um 13:49 :
Glueck Auf!
Bedauerlich, aber wohl nicht zu aendern…
-Zusaetzliche, vorhersehbare Einkünfte im Jahr der Abfindungszahlung bei hoher Progression und keine Kompensation durch Vorsorgeaufwand, Sonderausgaben oder Basisabsicherung im GLEICHEN Veranlagungszeitraum.
Da ist der Kaes‘ leider gegessen, selbst wenn da für 2019 noch irgendwas nachgezahlt werden kann/wird, zaehlt das ja nur für 2020 (Abflussprinzip), leider.
Lieber zweimal selber gegenchecken als einmal irgendwas glauben oder auf den Sachverstand von anderen Leuten vertrauen, die Konsequenzen traegt man sowieso allein.
Trotzdem nicht aergern, einfach glücklich und gesund SEIN Leben weiterleben.
Lars sagte am 18.Apr.2020 um 14:57 :
Moin Ratatosk,
Du hast natürlich Recht, … es gilt das Abflussprinzip. Schade.
Lars sagte am 21.Apr.2020 um 21:12 :
eine kleine „Rückdatierung“ von frw. Beitragszahlungen (Ausgleichszahlungen) in die RV gibt es. In dem Bestätigungsschreiben bei den Ausgleichszahlungen DRV-Bund steht auf der 1. Seite (unten) …
„Beiträge wurden gezahlt zum Ausgleich der Rentenminderung aus persönlichen Endgeldpunkten in der Rentenversicherung am XX.YY.ZZZZ (Tag der Wertstellung – 8 Tage) in Höhe …“
Ich habe aus 2018 und 2019 die Einzahlungsbelege mit den Bestätigungsschreiben verglichen und ja, es wurde zurückdatiert bei mir 2018 um 5 Tage und 2019 um 6 Tage, warum nicht 8 Tage, keine Ahnung …
Ist auch egal, ich zahle zwischen September und November ein (1x), besser wenn die aktuellen Rechenwerte dann vorliegen.
(den maßgebenden Umrechnungsfaktor für 2020 hatte ich letzte Woche eingestellt)
Wie interpretiert Ihr Punkt Nr.3 §76a SGB VI siehe Link unten?
https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_6/__76a.html
Bleibt gesund und
Det sagte am 22.Apr.2020 um 00:35 :
Sorry , wegen noch NIE in der Situation des Eheausgleichs
Normalerweise eigentlich m.M.n. nur im Scheidungsfall relevant .
M.M.n. gehört somit 76 “ a “ zu 76 und wäre m.M.n. auch in
dem Kontex zu sehen .
Betr. Frage Punkt 3) ……. wenn DU da X Punkte rausnimmst ,
dann fehlen da aber X Punkte . M.M.n. LOGISCH !!!
Aber VORSICHT , jede/r Versicherte/r , hat dann natürlich auch
wieder EIGENE VERSICHERUNGSBEDINGUNGEN DER VERSICHERTEN PERSON .
Z.B. Frau 30 Jahre jünger = 30 Jahre später Regelaltersgrenze mit 67 .
( Aber die Punkte hätte Sie dann schon mal . Ob die dann in 30 Jahren
aber auch noch soviel WERT sind ??? Insbesondere in Zeiten nach dem
Shut Down ??? )
Privatier sagte am 22.Apr.2020 um 17:50 :
@Lars, zur Frage:
„Wie interpretiert Ihr Punkt Nr.3 §76a SGB VI siehe Link unten?
https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_6/__76a.html „
Für mich ist das eigentlich recht einfach. Der fragliche Satz lautet:
„(3) Ein Zuschlag aus der Zahlung solcher Beiträge erfolgt nur, wenn sie bis zu einem Zeitpunkt gezahlt worden sind, bis zu dem Entgeltpunkte für freiwillig gezahlte Beiträge zu ermitteln sind.“
In meinen Augen bedeutet das nichts weiter, als dass die gezahlten Beiträge nur bis zu einem bestimmten Zeitpunkt dazu führen, dass die Entgeltpunkte entsprechend erhöht werden. Der Zeitpunkt ist derselbe, bis zu dem auch freiwillige Beiträge gezahlt werden können.
Und bis wann genau ist das? Früher war dies immer der Zeitpunkt, an dem eine Altersvollrente (auch eine vorzeitige!) bezogen wurde. Seit ein paar Jahren (Flexirente) ist das Erreichen der regulären Altersgrenze als Kriterium noch hinzugekommen.
Soweit ist das jedenfalls meine Interpretation.
Privatier sagte am 18.Apr.2020 um 15:07 :
Okay – dann muss ich das ja nicht mehr kommentieren. Trotzdem noch kurz:
Die Verlängerung der Frist für die nachträglichen Rentenbeiträge bezieht sich natürlich immer ausschliesslich auf die Rente, niemals aber auf die Steuern!
Also: Rentenbeiträge in 2020 gezahlt, können für 2019 für die Rente angerechnet werden. Sie werden aber hinsichtlich der Steuer immer für 2020 wirksam.
Lars sagte am 18.Apr.2020 um 15:57 :
Eine kleine Ergänzung hierzu noch: betrifft aber „regelmäßig wiederkehrende … und 10 Tagesfrist)
Regelmäßig wiederkehrende Ausgaben (z. B. Versicherungsbeiträge) sind im Rahmen des Sonderausgabenabzugs grundsätzlich in dem Kalenderjahr anzusetzen, in dem sie geleistet wurden (allgemeines Abflussprinzip des § 11 Absatz 2 Satz 1 EStG). Eine Ausnahme von diesem Grundsatz wird durch § 11 Absatz 2 Satz 2 EStG normiert. Danach sind regelmäßig wiederkehrende Ausgaben, die kurze Zeit (in der Regel in einem Zeitraum von 10 Tagen) vor oder nach Beendigung des Kalenderjahres geleistet werden, abweichend vom Jahr des tatsächlichen Abflusses dem Jahr der wirtschaftlichen Zugehörigkeit zuzuordnen, wenn die Ausgaben kurze Zeit vor oder nach dem Jahreswechsel fällig werden (vgl. H 11 EStH „Kurze Zeit“).
Joerg sagte am 18.Apr.2020 um 18:16 :
Ja krass, Lars! Fetten Dank!
Ich zahle unsere PKV’s immer per anno, Skonto 3 und 4% und kann mit dem Passus diese nun doch Ende Dezember zahlen und steuerlich auf 2021 packen. Plus drei Jahre Vorauszahlung natuerlich, immerhin gesamt dann 58k (Basisleistung).
Ohne EStG § 11 Absatz 2 Satz 2 haette ich ein Jahr auf Skonto verzichtet, denn 2021 ist (wieder) Abfindungsjahr 😉
Immer wieder was zu lernen hier!
Det sagte am 18.Apr.2020 um 19:34 :
Vorsicht Jörg
Die “ Denke “ , würde ich dringend vorher mit einem STB besprechen .
Insbesondere folgender Passus “ ….REGELMÄSSIG…… “ könnte
da bei einer VZ , vom FA völlig anders ausgelegt werden , wie
Deine Sicht auf “ Regelmässige Vorauszahlungen u.a. für 3 Jahre !!! “
Die Zuordnung zu den eigentlichen Wirtschaftsjahr , soll ja schon
die “ REGELMÄSSIGE ZUORDNUNG “ erfassen . Und nicht auch noch den
“ Sonderfall “ Vorauszahlung ( UNREGELMÄSSIGEN ) KV Beitrag .
Und mit Satz 2 , wird GENAU die Ausnahme von der “ REGELMÄSSIGKEIT “
angesprochen . I.d.R. ist eine monatliche Zahlung die “ Regelmässigkeit “ .
Bei 58k würde ich mir DAHER eine “ FALLFRAGE “ beim STB , gönnen .
Oder halt FA fragen . Aber ist natürlich auch nur meine Sicht der Dinge .
Verantwortlich für sein Geld ist natürlich JEDER selber .
Schönes Wochenende . Gesund bleiben .
Lars sagte am 18.Apr.2020 um 21:14 :
Moin Joerg, Det, Peter und Andere …
stimmt, mit Steuerberater abstimmen ist richtig + wichtig, noch ein kleiner Hinweis:
Könnt Ihr bitte einmal unter „Einkommenssteuerliche Behandlungen von Vorsorgeaufwendungen und Altersbezüge“ BMF-Schreiben nachlesen, ab Punkt 137 bis 141, da sind diverse Beispiele aufgeführt … siehe Link unten
https://datenbank.nwb.de/Dokument/Anzeigen/474445/
Ich glaube aber, das ist hier nicht der richtige Blog …
Joerg sagte am 18.Apr.2020 um 21:52 :
Jo, danke Det und Lars. Bin ich ganz bei euch, fuer unser Privatiersdasein ist die Steuer zu wichtig, als dass ich auf die Unterschrift des Beraters verzichten kann 😉
Bei den Zahlungen fuer das Jahr 2021 sollten unsere KV’s erst Anfang 21 abrechnen, aber die bestehen auf Ende des jeweiligen Vorjahres. Wirtschaftlich sind es aber Beitraege, die in das Jahr 2021 gehoeren. In der Abrechnung fuer’s FA stehen sowieso nur Summen, aber sicher geht das alles ueber Steuerberater. Klar und immer schon planerisch im Vorjahr zu besprechen, da ist auch die Steuerfachfrau immer dankbar fuer meine Aufgaben (soll EStG § 11 Absatz 2 Satz 2 checken). FALLS das iwi wackelig waere, verzichte ich aber lieber auf Skonto von 400 und lasse 2021 monatlich abbuchen.
Die Vorauszahlung fuer drei Jahre ist ja eh der steuerlich interessantere Teil, der 2021er Teil ist ’nur‘ 2,7k Steuererstattung wert. Und natuerlich waeren noch ein paar Rentenpunkte kaufbar, aber das kann auch spaeter noch, sind ja noch jung.
P.s.: @Lars: BMI-Beispiele machen es gut klar auch wenn da noch 2,5fach steht. Ende 2020 zahle ich fuer 2021 damit die Kosten aus 2020 mit Verweis auf StG § 11 Absatz 2 Satz 2 raus sind. In 2021 zahle ich max. 3fach im Voraus fuer 2022-24… sollte passen, aber vielleicht diskutiere ich da auch nochmal mit den PKV’S.
Privatier sagte am 20.Apr.2020 um 16:49 :
@Joerg: Ich möchte auch noch einmal vor einer zu großen Begeisterung über die 10-Tages-Regel warnen! Einerseits teile ich die Bedenken von Det, was die Frage der Regelmäßigkeit angeht. Zumindest, soweit es um eine Vorauszahlung für Beiträge der nächsten 3 Jahre geht. Da wird kaum irgendjemand eine Regelmässigkeit erkennen können. Selbst, wenn Du das schon einmal so gemacht haben solltest.
Was aber noch viel wichtiger ist: Auch bei einem einfachen Jahresbetrag wird das nicht funktionieren! Dabei scheitert es dann nicht an der fehlenden Regelmässigkeit, sondern vielmehr an dem Grundprinzip der 10-Tages-Regel.
Diese betrifft nämlich ausschließlich solche Fälle, bei denen die Fälligkeit der Zahlung und das Fließen der Zahlung in unterschiedlichen Jahren stattfinden. Zum Bsp.: Zahlung fällig im Dez., aber gezahlt in den ersten Jan.-Tagen ergibt eine Steuerzuordnung zum Dezember. Und genau so andersherum.
Wenn bei Dir die PKV aber auf einer Zahlung deines Jahresbeitrages für das Jahr 2021 bis spätestens Ende Dez.2020 besteht, so bedeutet das ja nichts anderes, als dass die Zahlung Ende Dezember 2020 fällig ist. Und wenn Du die dann im Dezember zahlst, ist das ein ganz normaler Vorgang, der absolut nichts mit der 10-Tages-Regel zu tun hat: Fälligkeit in 2020, Zahlung in 2020, steuerl. Zuordnung zu 2020. Ganz normal.
Eine Zuordnung zu 2021 würde sich nur dann ergeben, wenn die Fälligkeit der Zahlung in 2021 wäre (z.B. 1.Jan.2021). Diese Zahlung könntest Du dann in den letzten Dez.-Tagen begleichen und sie würde steuerl. für 2021 wirken. Das wiederum könntest Du dann aber wieder viel einfacher haben, indem Du ganz einfach am 1.Jan.21 die Rechnung bezahlst.
Joerg sagte am 20.Apr.2020 um 17:04 :
Abermals Dank für die viele Aufmerksamkeit! STB darf prüfen, aber ich werde wohl einfach für 2021 monatlich zahlen 😊 Die 3 Jahre Vorauszahlung werden an sich schon geprüft, da will ich für ein paar Euro mehr nix riskieren. Ich erstatte dann mit ESt 21 Bericht, also Mitte 22.
Christina sagte am 18.Apr.2020 um 19:07 :
Meine Unterlagen sind inzwischen beim Steuerberater und ich habe tatsächlich im Jahr 2019 im November noch einen Antrag auf Rentennachzahlung gestellt. Habe aber noch keine Rückmeldung. Werde nächste Woche ein erstes Gespräch mit dem Steuerberater führen, vielleicht gibt es doch noch ein winziges Schlupfloch. Halte euch auf jeden Fall auf dem laufenden. Danke für alle Infos. Schönen Abend noch
GZ Christina! Ist doch klasse, wenn nach intensiver Suche so ein Antrag auftaucht! Ich druecke weiterhin Daumen, tuen jetzt schon ganz weh 😉
Christina sagte am 18.Apr.2020 um 22:51 :
So intensiv war die Suche
nicht, ich wusste ja, dass ich ihn gestellt habe.nur die Relevanz in der Angelegenheit war mir nicht bewusst.
Nicht nachlassen mit Daumen drücken bitte….
Kap. 9.3.2.6: Hinweise zum Dispositionsjahr: Umgang mit der Agentur
Mark 7.Jun.2020 um 09:27 zu Kap. 9.14: Arbeitslosengeld nach einer Zwischenbeschäftigung (1)Vielen Dank für die schnelle Antwort! Herzlichen Gruß.
Jürgen 6.Jun.2020 um 17:19 zu Der Corona-CrashErgänzung: Ich gebe noch ein paar Beispiele, warum ich denke, dass die Dunkelziffer...
Det 6.Jun.2020 um 16:59 zu Plauder-Ecke (Teil 16)PS suchenwi Heute ist auch die Schneckenpost , betr. Freenet Bar Div. eingetroffen...
Lars 6.Jun.2020 um 16:53 zu Plauder-Ecke (Teil 16)Na klar, stimmt, gilt für die Eltern 🙂 Gruß Lars
Jürgen 6.Jun.2020 um 16:52 zu Der Corona-CrashPeter, nein, bei der Mortalität liege ich nicht daneben. Es gab da vor...
eSchorsch 6.Jun.2020 um 16:50 zu Der Corona-CrashWas ich Trump zugute halte: er hat im Gegensatz zu seinem friedensnobelbepreistem Vorgänger...
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