Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=10.03.2016&Aktenzeichen=X%20B%20198/15
Timestamp: 2019-07-22 02:36:45
Document Index: 277334022

Matched Legal Cases: ['§ 115', 'Art. 103', '§ 96', '§ 76', '§ 76', '§ 116', 'Art. 19', 'Art. 20', '§ 119', '§ 162', '§ 115', '§ 135', '§ 116', 'Art 19', 'Art 20', 'Art 103', '§ 76', '§ 76', '§ 96', 'Art. 19', 'Art. 20', '§ 119', '§ 96', '§ 119', '§ 96', '§ 66', '§ 66']

BFH, 10.03.2016 - X B 198/15 - dejure.org
https://dejure.org/2016,11236
BFH, 10.03.2016 - X B 198/15 (https://dejure.org/2016,11236)
BFH, Entscheidung vom 10.03.2016 - X B 198/15 (https://dejure.org/2016,11236)
BFH, Entscheidung vom 10. März 2016 - X B 198/15 (https://dejure.org/2016,11236)
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Verböserungsverbot - Überraschungsentscheidung - Sachaufklärung
§ 115 Abs. 2 Nr. 3 der Finanzgerichtsordnung (FGO), Art. ... 19 Abs. 4 des Grundgesetzes (GG), Art. 103 Abs. 1 GG, § 96 FGO, § 76 Abs. 1 Satz 1 FGO, § 76 Abs. 2 FGO, § 116 Abs. 3 Satz 3 FGO, Art. 19 Abs. 4, Art. 20 Abs. 3 GG, § 119 Nr. 3 FGO, § 162 Abs. 2 der Abgabenordnung, § 115 Abs. 2 Nr. 2 Alternative 2 FGO, § 135 Abs. 2 FGO, § 116 Abs. 5 Satz 2 FGO
Art 19 Abs 4 GG, Art 20 Abs 3 GG, Art 103 Abs 1 GG, § 76 Abs 1 S 1 FGO, § 76 Abs 2 FGO
FGO § 96 ; GG Art. 19 Abs. 4 ; GG Art. 20 Abs. 3
Keine Änderung einer Steuerfestsetzung zum Nachteil des Steuerpflichtigen durch das Gericht (Verböserungsverbot); Sachaufklärungspflicht des FG durch die Mitwirkungspflicht begrenzt
Die Überraschungsentscheidung des Finanzgerichts - und die Taktik des Finanzamtes
FG Berlin-Brandenburg, 13.10.2015 - 9 K 9100/09
Auf rechtliche Umstände, die ein Beteiligter selbst hätte sehen können und müssen, muss er nicht hingewiesen werden (vgl. z.B. Senatsbeschluss vom 10. März 2016 X B 198/15, BFH/NV 2016, 1042, unter II.2.;… Gräber/Ratschow, a.a.O., § 119 Rz 16; jeweils m.w.N.).
An der sich hieraus ergebenden höheren Steuerfestsetzung als derjenigen im angegriffenen Einkommensteuerbescheid ist der Senat wegen des Verbots der Verböserung im finanzgerichtlichen Verfahren gehindert (BFH-Beschluss vom 10. März 2016 X B 198/15, BFH/NV 2016, 1042;… Gräber/Ratschow, FGO, 8. Aufl. 2015, § 96 Rz. 51).
Auf rechtliche Umstände, die ein Beteiligter selbst hätte sehen können und müssen, muss er dagegen nicht hingewiesen werden (…vgl. Senatsbeschlüsse vom 19. Januar 2018 X B 60/17, BFH/NV 2018, 530, Rz 16, sowie vom 10. März 2016 X B 198/15, BFH/NV 2016, 1042, Rz 13;… Gräber/Ratschow, Finanzgerichtsordnung, 8. Aufl., § 119 Rz 16, m.w.N.).
Damit ginge eine Verböserung einher, die im finanzgerichtlichen Verfahren unzulässig ist (vgl. zum sog. "Verböserungsverbot" z.B. BFH-Beschluss vom 10. März 2016 X B 198/15, BFH/NV 2016, 1042;… BFH-Beschluss vom 8. Mai 2018 VIII B 124/17, BFH/NV 2018, 822;… Gräber/Ratschow, FGO, 8. Aufl. 2015, § 96 Rn. 51 m.w.N.).
Auf rechtliche Umstände, die ein Beteiligter selbst hätte sehen können und müssen, muss er nicht hingewiesen werden (vgl. Senatsbeschluss vom 10. März 2016 X B 198/15, BFH/NV 2016, 1042, unter II.2.).
Aufgrund des im finanzgerichtlichen Verfahren geltenden sog. Verböserungsverbots (verbot der reformatio in peius) (BFH-Beschluss vom 10. März 2016 X B 198/15, BFH/NV 2016, 1042) bleibt es jedoch bei dem bisher hälftig berücksichtigten Übernahmegewinn von 908.789.53 EUR.
Das im finanzgerichtlichen Verfahren geltende Verböserungsverbots (Verbot der reformatio in peius; vgl. BFH-Beschluss vom 10. März 2016 X B 198/15, BFH/NV 2016, 1042 m.w.N.) schließt nämlich aus, eine von der Finanzbehörde vorgenommene Steuerfestsetzung zum Nachteil des Klägers zu ändern.
FG Sachsen-Anhalt, 28.02.2017 - 3 KO 137/17
Zur aufschiebenden Wirkung im Erinnerungsverfahren gem. §§ 66 GKG - Maßgeblicher …
Dem Gericht ist eine Verböserung des (vorläufigen) Kostenansatz im Erinnerungsverfahren und erst recht im Verfahren nach § 66 Abs. 7 Satz 2 Halbs. 1 GKG wie allgemein verboten (vgl. BFH-Beschluss vom 10. März 2016 XI B 198/15 (Anm. Dok-Stelle: richtiges Az. wohl X B 198/15), BFH/NV 2016, 1042).