Source: https://lsth.bundesfinanzministerium.de/lsth/2018/A-Einkommensteuergesetz/VI-Steuererhebung/2-Steuerabzug-vom-Arbeitslohn-Lohnsteuer/Paragraf-39b/inhalt.html
Timestamp: 2020-05-31 22:22:36
Document Index: 128347324

Matched Legal Cases: ['§ 39', '§ 10', '§ 32', '§ 39', '§ 39', '§ 42', '§ 38', '§ 19', '§ 50', '§ 50']

LStH 2018 - § 39b – Einbehaltung der Lohnsteuer
den Sonderausgaben-Pauschbetrag (§ 10c Absatz 1) in den Steuerklassen I bis V,
7In den Steuerklassen V und VI ist die Jahreslohnsteuer zu berechnen, die sich aus dem Zweifachen des Unterschiedsbetrags zwischen dem Steuerbetrag für das Eineinviertelfache und dem Steuerbetrag für das Dreiviertelfache des zu versteuernden Jahresbetrags nach § 32a Absatz 1 ergibt; die Jahreslohnsteuer beträgt jedoch mindestens 14 Prozent des zu versteuernden Jahresbetrags, für den 10.440 Euro übersteigenden Teil des zu versteuernden Jahresbetrags höchstens 42 Prozent, für den 27.475 Euro übersteigenden Teil des zu versteuernden Jahresbetrags 42 Prozent und für den 208.426 Euro übersteigenden Teil des zu versteuernden Jahresbetrags 45 Prozent. 8Für die Lohnsteuerberechnung ist die als Lohnsteuerabzugsmerkmal mitgeteilte oder die nach § 39c Absatz 1 oder Absatz 2 oder nach § 39e Absatz 5a oder Absatz 6 Satz 8 anzuwendende Steuerklasse maßgebend. 99Die monatliche Lohnsteuer ist 1/12, die wöchentliche Lohnsteuer sind 7/360 und die tägliche Lohnsteuer ist 1/360 der Jahreslohnsteuer. 10Bruchteile eines Cents, die sich bei der Berechnung nach den Sätzen 2 und 9 ergeben, bleiben jeweils außer Ansatz. 11Die auf den Lohnzahlungszeitraum entfallende Lohnsteuer ist vom Arbeitslohn einzubehalten. 12Das Betriebsstättenfinanzamt kann allgemein oder auf Antrag zulassen, dass die Lohnsteuer unter den Voraussetzungen des § 42b Absatz 1 nach dem voraussichtlichen Jahresarbeitslohn ermittelt wird, wenn gewährleistet ist, dass die zutreffende Jahreslohnsteuer (§ 38a Absatz 2) nicht unterschritten wird.
Ein Arbeitgeber zahlt im April einem 65jährigen Arbeitnehmer einen sonstigen Bezug (Umsatzprovision für das vorangegangene Kalenderjahr) in Höhe von 5.000 €. Der Arbeitnehmer ist am 28.2.2018 in den Ruhestand getreten. Der Arbeitslohn betrug bis dahin monatlich 2.300 €. Seit dem 1.3.2018 erhält der Arbeitnehmer neben dem Altersruhegeld aus der gesetzlichen Rentenversicherung Versorgungsbezüge i. S. d. § 19 Abs. 2 EStG von monatlich 900 €. Außerdem hat das Finanzamt einen Jahresfreibetrag von 750 € festgesetzt.
a) der zeitanteilige Versorgungsfreibetrag und der Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag, unabhängig von der Höhe der bisher berücksichtigten Freibeträge für Versorgungsbezüge) (19,2 % von 10.800 € i ) = 2.073,60 € höchstens 1.440 € zuzüglich 432 € = 1.872 €, davon 10/12) 1.560,00 €
b) der Altersentlastungsbetrag unabhängig von der Höhe des bisher berücksichtigten Betrags (19,2 % von 4.600 € = 883,20 € höchstens 912 €) 883,20 €
Gesamtabzugsbetrag somit 3.193,20 €
Der maßgebende Jahresarbeitslohn beträgt somit (13.600 € ./. 3.193,20 €) 10.406,80 €
ist der Altersentlastungsbetrag in Höhe von 19,2 %, höchstens jedoch der Betrag, um den der Jahreshöchstbetrag von 912 € den bei Ermittlung des maßgebenden Jahresarbeitslohns abgezogenen Betrag überschreitet, abzuziehen (19,2 % von 5.000 € = 960 €, höchstens 912 € abzüglich 883,20 €) 28,80 €
Der zu versteuernde Teil des sonstigen Bezugs beträgt somit 4.971,20 €
Der maßgebende Jahresarbeitslohn einschließlich des sonstigen Bezugs beträgt somit (10.406,80 € + 4.971,20 €) 15.378,00 €
BMF vom 14.3.2017 ( BStBl I S. 473) zur Ermittlung des steuerfreien und steuerpflichtigen Arbeitslohns nach den DBA-- Data Base Access und dem Auslandstätigkeitserlass
Stand 1.1.2017 BMF vom 18.1.2017 (BStBl I S. 140)
Stand 1.1.2018 BMF vom (BStBl I S.)
Die Rückfallklausel nach § 50d Abs. 8 EStG ist für das Lohnsteuerabzugsverfahren und die Fälle des Auslandstätigkeitserlasses nicht anzuwenden (BMF vom 21.7.2005 – BStBl I S. 821). Das gilt auch für die Anwendung des § 50d Abs. 9 EStG ( BMF vom 14.3.2017 – BStBl I S. 473, Rdnr. 27 ).
Absatz 2 Satz 7 wurde durch Artikel 9 des Gesetzes zur Umsetzung der Änderungen der EU -Amtshilferichtlinie und von weiteren Maßnahmen gegen Gewinnkürzungen und -verlagerungen ab VZ 2018 geändert.