Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%201988,%201837
Timestamp: 2019-08-25 06:24:10
Document Index: 261513636

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 249', '§ 251', '§ 249', '§ 287', 'BGH', 'BGH', '§ 249', 'BGH', '§ 249', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 26.02.1988 - V ZR 234/86 - dejure.org
https://dejure.org/1988,1211
BGH, 26.02.1988 - V ZR 234/86 (https://dejure.org/1988,1211)
BGH, Entscheidung vom 26.02.1988 - V ZR 234/86 (https://dejure.org/1988,1211)
BGH, Entscheidung vom 26. Februar 1988 - V ZR 234/86 (https://dejure.org/1988,1211)
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Auseinandersetzungsversteigerung eines Anwesens - Eigenmächtige Vornahme eines Gebäudeabrisses - Ermittlung der entstandenen Vermögensdifferenz - Abstellen auf die einzelnen Gebäude im Rahmen der Gesamtbewertung - Berücksichtigung der "Belastung" des Grundstücks mit durchzuführenden Räumungsarbeiten
BGB § 249, § 251, § 249; ZPO § 287
NJW 1988, 1837
WM 1988, 828
BauR 1988, 498
Hierbei ist grundsätzlich die gesamte Schadensentwicklung bis zum prozessual spätest möglichen Zeitpunkt, nämlich dem der letzten mündlichen Verhandlung in den Tatsacheninstanzen, in die Schadensberechnung einzubeziehen (BGHZ 133, 246, 252 f; 137, 142, 152; BGH, Urt. v. 26. Februar 1988 - V ZR 234/86, WM 1988, 828, 830; v. 12. Juli 1996 - V ZR 117/95, NJW 1996, 2652, 2654;… MünchKomm-BGB/Oetker, 4. Aufl. § 249 Rn. 305;… Zugehör/Fischer, Handbuch der Anwaltshaftung Rn. 1088).
Im Hinblick auf die Feststellung des Schadens muss der Geschädigte nicht nur seinen derzeitigen Vermögensstand, sondern auch den hypothetischen Vermögensstand, der ohne das schädigende Ereignis gegeben wäre, darlegen (BGH, Urteil vom 26.02.1988 - V ZR 234/86 -, Rn. 27, juris;… MüKoBGB/ Oetker BGB § 249 Rn. 484).
Diese Grundschulden sind bei der Schadensfeststellung deshalb zu berücksichtigen, weil sie ebenso wie - hier allerdings unterbliebene - Leistungen des Darlehensnehmers auf die gesicherte Darlehensschuld den durch die Vorenthaltung der Valuta seit Ende Juni 1985 verursachten Nachteil gemindert oder ausgeglichen haben können: Die Schadensentwicklung ist bis zum prozessual spätestens möglichen Zeitpunkt in die Schadensberechnung einzubeziehen (BGH, Urt. v. 26. Februar 1988 - V ZR 234/86, NJW 1988, 1837, 1838; Senatsurt. v. 21. März 1989.
aa) Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist grundsätzlich für die Berechnung des Schadensersatzes materiell-rechtlich der Zeitpunkt der Erfüllung, verfahrensrechtlich der der letzten mündlichen Verhandlung maßgeblich (…Senatsurteil vom 6. November 1986 aaO S. 86 m.N. und Urteil vom 26. Februar 1988 - V ZR 234/86 = NJW 1988, 1837, 1838).
In der Regel und so auch hier ist die Schadensentwicklung bis zum prozessual spätestmöglichen Zeitpunkt in die Schadensberechnung einzubeziehen (BGH, Urt. v. 26. Februar 1988 - V ZR 234/86, NJW 1988, 1837, 1838).
Bei der Beurteilung der Frage, ob ein Schaden eingetreten ist, ist grundsätzlich die gesamte Schadensentwicklung bis zum prozessual spätestmöglichen Zeitpunkt, nämlich dem der letzten mündlichen Verhandlung in den Tatsacheninstanzen, in die Schadensberechnung einzubeziehen (vgl. Bundesgerichtshof - Urteil vom 26.02.1988 - V ZR 234/86 = NJW 1988/1837 und MDR 1988/660).
Für den haftungsausfüllenden Ursachenzusammenhang zwischen der Pflichtverletzung des Widerbeklagten zu 3 und dem geltend gemachten Schaden haben die Vorinstanzen zu Recht darauf abgestellt, ob die Aufwendungen des Beklagten für die Umschuldung 1992 höher waren als diejenigen der Umschuldung 1993; denn beide Umschuldungen waren unstreitig erforderlich, um eine Zahlungsunfähigkeit des Beklagten abzuwenden (…vgl. BGH, Urt. v. 11. Februar 1983 - V ZR 191/81, WM 1983, 418; v. 26. Februar 1988 - V ZR 234/86, NJW 1988, 1837, 1838 f).
Dafür genügt es nicht, einzelne Rechnungsposten - in Gestalt der genannten Vergütungen - herauszugreifen; vielmehr ist ein Gesamtvermögensvergleich dahin vorzunehmen, daß alle Vermögensänderungen, die sich einerseits infolge des haftungsbegründenden Ereignisses tatsächlich ergeben haben, und die sich andererseits im Falle der ordnungsmäßigen Vertragserfüllung eingestellt hätten, darzulegen und zu saldieren sind (…BGH, Urt. v. 11. Februar 1983 - V ZR 191/81, WM 1983, 418; v. 26. Februar 1988 - V ZR 234/86, NJW 1988, 1837, 1838 f).