Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=11%20C%208.97
Timestamp: 2019-10-18 07:49:59
Document Index: 253610563

Matched Legal Cases: ['§ 65', '§ 65', '§ 50', '§ 121', '§ 121', '§ 121', '§ 121', '§ 121', '§ 121', '§ 65', '§ 65', '§ 65', '§ 6', '§ 121', '§ 65', '§ 121', '§ 65']

Rechtsprechung: 11 C 8.97 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BVerwG, 16.06.1999
https://dejure.org/1999,1967
BVerwG, 09.01.1999 - 11 C 8.97 (https://dejure.org/1999,1967)
BVerwG, Entscheidung vom 09.01.1999 - 11 C 8.97 (https://dejure.org/1999,1967)
BVerwG, Entscheidung vom 09. Januar 1999 - 11 C 8.97 (https://dejure.org/1999,1967)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1999,1967) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
notwendige Beiladung; atomrechtliche Anlagenaufsicht; Auftragsverwaltung der Länder; Weisungsbefugnis des Bundes; Prozeßstandschaft; "mehrstufige" Verwaltungsakte.
Voraussetzungen einer notwendigen Beiladung - Frage der Beteiligung der Bundesrepublik Deutschland als beteiligter Dritter bei einem Verfahren zwischen Anrainern eines Kernkraftwerkes und der diesbezüglich aufsichtsführenden Behörde
NJW 1999, 2981 (Ls.)
NVwZ 1999, 296
Dies setzt voraus, dass die begehrte Sachentscheidung nicht wirksam getroffen werden kann, ohne dass dadurch gleichzeitig und unmittelbar in Rechte des Dritten eingegriffen wird, d.h. seine Rechte gestaltet, bestätigt oder festgestellt, verändert oder aufgehoben werden (Beschlüsse vom 7. Februar 1995 - BVerwG 1 B 14.95 - Buchholz 310 § 65 VwGO Nr. 117 S. 5, vom 9. Januar 1999 - BVerwG 11 C 8.97 - Buchholz 310 § 65 VwGO Nr. 131 S. 1 …und vom 21. März 2006 - BVerwG 9 B 18.05 - juris Rn. 13 ; s. auch BVerfG…, Beschluss vom 9. November 2006 - 1 BvR 675/06 - juris Rn. 18 f.).
Insoweit wird vielmehr im Anschluss an das Senatsurteil vom 12. Juli 1962 (III ZR 16/61 - DÖV 1962, 791, 792 = DVBl. 1962, 753, 754), in dem nach den damals maßgeblichen Bestimmungen des Prozessrechts (§ 50 MilRegVO) die Anfechtungsklage gegen den Rechtsträger der Widerspruchsbehörde zu richten war, in der verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung und im Schrifttum weitgehend einhellig angenommen, der in Anspruch genommene Rechtsträger verteidige im Prozess vor dem Verwaltungsgericht nicht nur die eigene Entscheidung, sondern zugleich in Art einer Prozessstandschaft auch diejenige der Widerspruchsbehörde; hieraus wird eine Erstreckung der Rechtskraft auch auf den nicht beteiligten Träger der Widerspruchsbehörde gefolgert (…vgl. VGH Mannheim aaO; VGH Kassel NVwZ-RR 2005, 580, 581;… Clausing, in: Schoch/Schmidt-Aßmann/Pietzner, aaO § 121 Rn. 96;… Kopp/Schenke, aaO § 121 Rn. 24;… Wolff, in: Wolff/Decker, VwGO/VwVfG, 2. Aufl. 2007, § 121 VwGO Rn. 33;… Kuntze, in Bader, aaO § 121 Rn. 9;… Nicolai, in: Redeker/v. Oertzen, aaO § 121 Rn. 6a;… Eyermann/Rennert, aaO § 121 Rn. 38; zur Erstreckung der Rechtskraft eines den Gesetzesvollzug eines Landes betreffenden verwaltungsgerichtlichen Urteils auf die Bundesrepublik Deutschland im Rahmen der Auftragsverwaltung vgl. BVerwG NVwZ 1999, 296 unter weiterer Bezugnahme auf BVerwG NVwZ 1993, 781, 782).
Dies ist nur dann anzunehmen, wenn die begehrte Sachentscheidung des Gerichts nicht wirksam getroffen werden kann, ohne dass dadurch gleichzeitig und unmittelbar in Rechte der Dritten eingegriffen wird, d.h. ihre Rechte gestaltet, bestätigt oder festgestellt, verändert oder aufgehoben werden (vgl. z.B. Beschluss vom 9. Januar 1999 - BVerwG 11 C 8.97 - Buchholz 310 § 65 VwGO Nr. 131).
Dementsprechend erstreckt sich die Bindung der materiellen Rechtskraft auf das Land (…vgl. Urteile vom 26. August 1993, a.a.O. S. 97 bzw. S. 4 f. und vom 9. Januar 1999 - BVerwG 11 C 8.97 - Buchholz 310 § 65 VwGO Nr. 131 S. 2).
Diese Voraussetzung liegt nur vor, falls die begehrte Sachentscheidung des Gerichts nicht wirksam getroffen werden kann, ohne dass dadurch gleichzeitig und unmittelbar in Rechte der Dritten eingegriffen wird (vgl. BVerwG, Beschluss vom 9. Januar 1999 BVerwG 11 C 8.97 Buchholz 310 § 65 VwGO Nr. 131 S. 1).
Im Verwaltungsstreitverfahren obliegt es dem im Außenverhältnis zuständigen beklagten Land, als gesetzlicher Prozessstandschafter der Bundesrepublik Deutschland auch für diese aufzutreten (vgl. BVerwG, Beschluss vom 9. Januar 1999 a.a.O. S. 2; zur Prozessstandschaft des Landes auch BVerwG, Urteil vom 28. August 2003 BVerwG 4 C 9.02 Buchholz 407.4 § 6 FStrG Nr. 2 S. 3).
Rechte des Bundes, die im Wege der notwendigen Beiladung prozessual zur Geltung gebracht werden müssten, bestehen daher nicht (vgl. BVerwG, Beschluss vom 9. Januar 1999 a.a.O. S. 2).
Notwendige Beiladung im Revisionsverfahren; Verteilung eines Landeszuschusses für …
a) Die Beiladung ist notwendig, wenn die vom Kläger begehrte Sachentscheidung nicht getroffen werden kann, ohne dass dadurch gleichzeitig unmittelbar Rechte des Beizuladenden gestaltet, bestätigt oder festgestellt, verändert oder aufgehoben werden (Urteil vom 19. Januar 1984 - BVerwG 3 C 88.82 - Buchholz 310 § 121 VwGO Nr. 49; Beschluss vom 9. Januar 1999 - BVerwG 11 C 8.97 - NVwZ 1999, 296), oder anders gewendet, wenn die Entscheidung unmittelbar Rechte oder Rechtsbeziehungen Dritter gestalten soll, sie aber ohne deren Beteiligung am Verfahren nicht wirksam gestalten kann (Beschluss vom 12. August 1981 - BVerwG 7 B 195.80 - Buchholz 310 § 65 VwGO Nr. 60).
Die Beiladung ist notwendig, wenn die vom Kläger begehrte Sachentscheidung nicht getroffen werden kann, ohne dass dadurch gleichzeitig unmittelbar Rechte des Beizuladenden gestaltet, bestätigt oder festgestellt, verändert oder aufgehoben werden (Urteil vom 19. Januar 1984 - BVerwG 3 C 88.82 - Buchholz 310 § 121 VwGO Nr. 49 S. 12; Beschluss vom 9. Januar 1999 - BVerwG 11 C 8.97 - NVwZ 1999, 296), oder anders gewendet, wenn die Entscheidung unmittelbar Rechte oder Rechtsbeziehungen Dritter gestalten soll, sie aber ohne deren Beteiligung am Verfahren nicht wirksam gestalten kann (Beschluss vom 12. August 1981 - BVerwG 7 B 195.80 - Buchholz 310 § 65 VwGO Nr. 60).
Diese Voraussetzung liegt nur vor, wenn die begehrte Sachentscheidung des Gerichts nicht wirksam getroffen werden kann, ohne dass dadurch gleichzeitig und unmittelbar in Rechte der Dritten eingegriffen wird, d.h. ihre Rechte gestaltet, bestätigt oder festgestellt, verändert oder aufgehoben werden (vgl. BVerwG, Beschluss vom 9. Januar 1999 - 11 C 8.97 -, NVwZ 1999, 296 und juris, Rn. 2).
VGH Baden-Württemberg, 19.09.2000 - 5 S 1843/00
Notwendige Beiladung des Nachbarn bei Klage des Bauherrn gegen Aufhebung der …
BVerwG, 08.07.2010 - 6 C 1.09
BVerwG, 31.05.2006 - 8 B 100.05
VG München, 23.07.2018 - M 1 K 17.5874
Beiladungsantrag eines Nachbarn
VG Düsseldorf, 03.06.2003 - 19 L 1094/03
Anspruch auf Zuschüsse für Jugendwohnheime i.R. der Jugendhilfe ; Förderung …
https://dejure.org/1999,20338
BVerwG, 16.06.1999 - 11 C 8.97 (https://dejure.org/1999,20338)
BVerwG, Entscheidung vom 16.06.1999 - 11 C 8.97 (https://dejure.org/1999,20338)
BVerwG, Entscheidung vom 16. Juni 1999 - 11 C 8.97 (https://dejure.org/1999,20338)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1999,20338) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.