Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%201984,%20740
Timestamp: 2019-05-26 14:42:04
Document Index: 150639287

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 20', 'Art. 101', 'BGH', '§ 5', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 5', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 36', '§ 46', '§ 281', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 36', 'BGH', '§ 46', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 281', '§ 36', '§ 5', 'BGH', '§ 46', '§ 46', '§ 36', 'BGH', '§ 36']

Rechtsprechung: NJW 1984, 740 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 13.10.1983
https://dejure.org/1983,1323
BGH, 13.10.1983 - I ARZ 408/83 (https://dejure.org/1983,1323)
BGH, Entscheidung vom 13.10.1983 - I ARZ 408/83 (https://dejure.org/1983,1323)
BGH, Entscheidung vom 13. Januar 1983 - I ARZ 408/83 (https://dejure.org/1983,1323)
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Einschlägige Zuständigkeit bei einem Zuständigkeitsstreit zwischen einem Gericht der streitigen Gerichtsbarkeit und einem Gericht der freiwilligen Gerichtsbarkeit - Wirkungen einer Verweisung auf den Rechtsmittelweg
MDR 1984, 291
Aus rechtsstaatlichen Gründen (vgl. Art. 20 Abs. 3 u. Art. 101 Abs. 1 GG) kann ein Verweisungsbeschluß nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (vgl. u.a. Beschl. v. 13.10.1983 - I ARZ 408/83, NJW 1984; Beschl. v. 21.03.1990 - XII ARZ 12/90, NJW-RR 1990, 708) jedoch dann nicht als verbindlich hingenommen werden, wenn er auf Willkür beruht, weil ihm jede rechtliche Grundlage fehlt.
BGH, 08.06.1988 - I ARZ 388/88
Kompetenzkonflikt zweier Gerichte der freiwilligen Gerichtsbarkeit; Erteilung …
§ 5 FGG betrifft jedoch nach einhelliger Auffassung entsprechend seinem Wortlaut nur die Fälle des Streits oder der Ungewißheit über die örtliche Zuständigkeit (BGHZ 78, 108, 110 [BGH 17.09.1980 - IVb ARZ 543/80]; BGH, Beschl. v. 13. Oktober 1983 - 1 ARZ 408/83, NJW 1984, 740;… Keidel/Kuntze/Winkler, FGG Teil A, 12. Aufl., § 5 Rdn. 6).
Ausnahmen von diesem Grundsatz sind in der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes über den Wortlaut der Vorschrift hinaus nur bei einer auf Willkür beruhenden Verweisung zugelassen worden (vgl. BGHZ 71, 69, 72; BGH, Beschl. v. 13.10.1983 - I ARZ 408/83, NJW 1984, 740 u. Beschl. v. 19.1.1993 - X ARZ 845/92, NJW 1993, 1273).
Eine Ausdehnung des Geltungsbereichs dieser Vorschrift auf Fälle des Konflikts eines Gerichts der streitigen Gerichtsbarkeit, für dessen Zuständigkeitsbereich die Vorschrift ohnehin gilt, mit einem für Wohungseigentumssachen zuständigen Gericht der freiwilligen Gerichtsbarkeit bietet wegen der dadurch erreichbaren einfachen, praktikablen und kostensparenden Möglichkeit einer Entscheidung des misslichen Streits darüber, welches Gericht für die Sachentscheidung zuständig ist, eine sinnvolle und von der Rechtsnatur der Wohnungseigentumssachen her nahegelegte Lösung, der aus dem Verfahrensrecht der freiwilligen Gerichtsbarkeit keine gesetzlichen Hindernisse entgegenstehen (vgl. BGH in NJW 1984, 740).
Allein der Umstand, dass das Amtsgericht Köln rechtsirrig die Voraussetzungen seiner Zuständigkeit verneint hat, hindert die bindende Wirkung des Verweisungsbeschlusses nicht (vgl. BGH in NJW 1984, 740).
Im Falle eines negativen Kompetenzkonflikts zwischen einem Gericht der streitigen Gerichtsbarkeit und einem für Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit - hier: Wohnungseigentumssachen - zuständigen Gericht findet diese Vorschrift aus Gründen der Prozessökonomie anerkanntermaßen analog Anwendung (BGH NJW 1984, 740; BayObLG NJW-RR 2002, 1024;… Stein/Jonas/Roth, ZPO, 22. Aufl. 2003, § 36 Rdz. 38).
a) Nach ständiger Rechtsprechung entfällt die Bindungswirkung eines Verweisungsbeschlusses nach § 46 Abs. 1 S. 3 WEG - abgesehen von der hier nicht gegebenen Verletzung des rechtlichen Gehörs - nur dann, wenn die Verweisung objektiv willkürlich ist, weil sie jeder gesetzlichen Grundlage entbehrt (BayObLG, Beschluss v. 23.10.2003, Az. 2Z AR 3/03; BayObLG, ZMR 2003, 853; siehe auch - für Fälle des § 281 ZPO - BGH NJW 1984, S. 740;… BGH NJW-RR 1993, S. 1091;… BGH NJW 1993, S. 1273).
Nach ständiger höchstrichterlicher Rechtsprechung entfällt die Bindungswirkung eines Verweisungsbeschlusses - abgesehen von dem hier nicht relevanten Fall der Verletzung des rechtlichen Gehörs - erst dann, wenn die Verweisung jeder rechtlichen Grundlage entbehrt, willkürlich erscheint und deshalb aus rechtsstaatlichen Gründen nicht mehr hingenommen werden kann (siehe etwa BGH NJW 1984, S. 740;… BGH NJW-RR 1993, S. 1091;… BGH NJW 1993, S. 1273).
Bei einem negativen Kompetenzkonflikt zwischen einem Wohnungseigentumsgericht und einem Streitgericht ist § 36 Nr. 6 ZPO entsprechend anzuwenden (BGH NJW 1984, 740 ; BayObLGZ 1990, 233; 1994, 60).
Ein bindender Verweisungsbeschluß des Wohnungseigentumsgerichts entsprechend § 46 Abs. 1 WEG kann nach Verweigerung der Übernahme durch das Prozeßgericht von dem Wohnungseigentumsgericht nur bei willkürlicher oder rechtsmißbräuchlicher Verweisung (vgl. BGH NJW 1984, 740 ; BGHZ 102, 338/341; BayObLG MDR 1986, 326 ) oder bei Häufung grober Rechtsirrtümer (BGH NJW-RR 1992, 383 ;… Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann ZPO 52. Aufl. § 281 Rn. 30 und 37 ff. mit weit. Nachw.) abgeändert werden.
Für diesen Fall des negativen Kompetenzkonflikts ist anerkannt, daß § 36 Nr. 6 ZPO - und nicht § 5 FGG - entsprechend anwendbar ist (BGH NJW 84, 740; BayObLGZ 91, 150 = NJW-RR 91, 977; BayObLG NJW-RR 94, 856 = MDR 94, 915;… Weitnauer/Hauger, WEG, 8. Aufl. 1995, Rn. 1 zu § 46;… Bärmann/Merle, WEG, 7. Aufl. 1997, Rn. 11 zu § 46).
1. Das Bayerische Oberste Landesgericht ist als das im Rechtszug zunächst höhere Gericht zur Entscheidung des Zuständigkeitsstreits zwischen dem Landgericht als Streitgericht und dem Amtsgericht als Wohnungseigentumsgericht in entsprechender Anwendung von § 36 Nr. 6 ZPO berufen (BGH NJW 1984, 740 ; BayObLGZ 1990, 233).
BayObLG, 27.10.1993 - 2Z AR 35/93
Nicht bekannt gemachte Verfügung als Unzuständigkeitserklärung i.S. des § 36 Nr. …