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Timestamp: 2016-10-25 19:21:14
Document Index: 49411791

Matched Legal Cases: ['Art. 28', 'Art. 29', 'Art. 28', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE']

I 503/00 (27.04.2001)
I 503/00 Vr
Gerichtsschreiberin Kopp K�ch
M.________, 1952, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Roland Ilg, R�mistrasse 5, Z�rich,
A.- Der 1952 geborene M.________ war seit 1989 bei der G.________ AG als Hauswart t�tig. Nach einem im Januar 1997 erlittenen Unfall meldete er sich am 29. Dezember 1997 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle des Kantons Z�rich holte verschiedene medizinische Berichte sowie Arbeitgeberausk�nfte der G.________ AG vom 15. Januar 1998 ein, liess die beruflichen M�glichkeiten abkl�ren und zog die Akten der Unfallversicherung bei. Mit Verf�gung vom 5. Januar 1999 sprach die IV-Stelle M.________ ausgehend von einem Invalidit�tsgrad von 56 % r�ckwirkend ab 1. Januar 1998 eine halbe Invalidenrente zu.
B.- Die hiegegen erhobene Beschwerde, mit welcher M.________ die Ausrichtung einer ganzen Rente beantragen liess, wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich mit Entscheid vom 10. Juli 2000 ab.
C.- Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde l�sst M.________ wiederum die Ausrichtung einer ganzen Invalidenrente beantragen.
Das Bundesamt f�r Sozialversicherung hat sich nicht vernehmen lassen.
D.- Nach Abschluss des Schriftenwechsels l�sst M.________ zus�tzlich beantragen, das Verfahren sei zu erg�nzender psychiatrischer Abkl�rung an die IV-Stelle zur�ckzuweisen.
1.- Die IV-Stelle hat in ihrer Verf�gung die massgebenden gesetzlichen Bestimmungen �ber den Umfang (Art. 28 Abs. 1 und 1bis IVG) und Beginn des Rentenanspruchs (Art. 29 IVG) sowie die Invalidit�tsbemessung bei erwerbst�tigen Versicherten nach der Einkommensvergleichsmethode (Art. 28 Abs. 2 IVG) zutreffend dargelegt, worauf die Vorinstanz zu Recht verwiesen hat.
2.- Was die zumutbare Arbeitsf�higkeit im Zeitpunkt des Verf�gungserlasses anbelangt, ist das kantonale Gericht nach sorgf�ltiger W�rdigung der verschiedenen medizinischen Berichte zum Schluss gekommen, dass der Beschwerdef�hrer die T�tigkeit als Hauswart nicht mehr aus�ben k�nne, dass ihm aber eine k�rperlich leichte, wechselbelastende T�tigkeit ohne Heben von Lasten mit einem Gewicht �ber 5 bis 15 kg im Umfang von 75 % zumutbar sei. Die Vorinstanz st�tzte sich dabei vor allem auf die umfassenden und schl�ssigen Beurteilungen des Dr. med. I.________, Leitender Arzt der Wirbels�ulenchirurgie an der Orthop�dischen Klinik X.________ vom 22. Januar 1998 und 24. November 1997 sowie der Dres. med. K.________ und R.________, Klinik f�r Rheumatologie und Rehabilitation, Spitel Y.________, vom 22. Oktober 1998. Wohl haben letztere die zumutbare Arbeitsf�higkeit mit "mindestens 50 %" beziffert, doch bezog sich diese Angabe im Gegensatz zu derjenigen des Dr. med.
I.________ auf eine leichte bis mittelschwere T�tigkeit und bezeichneten diese �rzte den Zustand des Beschwerdef�hrers ausdr�cklich als besserungsf�hig. Davon abweichend hielt lediglich der Hausarzt Dr. med. B.________ in seinen Zeugnissen vom 21. Januar (Beiblatt) und 22. Mai 1998 auch f�r leichte T�tigkeiten ohne Heben oder Tragen von Lasten �ber 5 kg eine Arbeitsf�higkeit von 50 % als zumutbar. Auch er f�hrte jedoch aus, durch eine eventuelle Operation k�nnten die Beschwerden schlagartig gebessert werden. In Anbetracht dieser �rztlichen Beurteilungen und unter Mitber�cksichtigung der Verbesserungsm�glichkeit durch eine Operation ist die vorinstanzliche Festsetzung der zumutbaren Arbeitsf�higkeit f�r eine leichte k�rperliche T�tigkeit auf 75 % nicht zu beanstanden. Daran verm�gen die gr�sstenteils bereits im kantonalen Verfahren vorgebrachten Einw�nde in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nichts zu �ndern. Insbesondere zum Haupteinwand, der Anteil k�rperlicher T�tigkeit stehe bei Hilfsarbeiten im Vordergrund, ist darauf hinzuweisen, dass der m�nnlichen Hilfsarbeitern, die vor Eintritt der Behinderung manuell t�tig waren, offenstehende Arbeitsmarkt nicht auf Handlanger- und andere k�rperliche T�tigkeiten beschr�nkt ist. Vielmehr werden in Industrie und Gewerbe Arbeiten, die physische Kraft erfordern, in zunehmendem Masse durch Maschinen verrichtet, w�hrend den k�rperlich weniger belastenden Bedienungs- und �berwachungsfunktionen eine stetig wachsende Bedeutung zukommt; in diesen Bereichen stehen somit m�nnlichen Hilfsarbeitern Stellen offen (ZAK 1991 S. 320 Erw. 3b, 1989 S. 321 Erw. 4a). Einzur�umen ist dabei, dass die von der Verwaltung erw�hnten T�tigkeiten als Lagerist oder Packer den medizinischen Einschr�nkungen nur bedingt entsprechen, was jedoch bereits die Vorinstanz ber�cksichtigt hat.
F�r die Einholung weiterer medizinischer Beurteilungen besteht sodann in Anbetracht der in den wesentlichen Punkten �bereinstimmenden Berichte kein Anlass, insbesondere nicht f�r eine psychiatrische Abkl�rung, da solche Beschwerden entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers im massgebenden Zeitpunkt des Verf�gungserlasses gar kein Thema waren. Soweit der Versicherte damit eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes f�r den Zeitraum nach Verf�gungserlass geltend macht, kann dies im vorliegenden Verfahren nicht ber�cksichtigt werden, jedoch allenfalls einen Grund f�r ein Revisionsverfahren darstellen.
3.- Streitig und zu pr�fen bleiben die erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitsschadens.
a) Die IV-Stelle ist f�r das Jahr 1996 von einem Valideneinkommen von Fr. 70'759.-, von einer Arbeitsf�higkeit von 75 % und einem daraus resultierenden Invalideneinkommen von Fr. 31'374.- ausgegangen, was einen Invalidit�tsgrad von 56 % ergab. Zur Bestimmung des Invalideneinkommens st�tzte sie sich auf drei DAP-Profile. Die Vorinstanz best�tigte das Valideneinkommen, zog f�r die Festsetzung des Invalideneinkommens jedoch die Tabellenl�hne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebungen (LSE) bei, machte einen Abzug von 19 % und ermittelte so ein Invalideneinkommen von Fr. 31'912.-, was einen Invalidit�tsgrad von 55 % ergab.
b) Das Valideneinkommen von Fr. 70'759.- f�r das Jahr 1996 ist entgegen den Einwendungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht zu beanstanden. In den Akten fehlen Anhaltspunkte f�r die Annahme, dass der Beschwerdef�hrer ohne seine gesundheitlichen Beeintr�chtigungen mit einer Bef�rderung oder mit ausserordentlichen Lohnerh�hungen h�tte rechnen d�rfen. Zutreffend ist, dass das Validen-, aber dann auch das Invalideneinkommen, entsprechend der Nominallohnentwicklung auf das Jahr 1998 h�tten hochgerechnet werden sollen, was unter Ber�cksichtigung der Erh�hung von 0,5 % auf das Jahr 1997 und von 0,7 % auf das Jahr 1998 (Die Volkswirtschaft, 1/2001, S. 28 Tabelle B 10.2) ein j�hrliches Valideneinkommen von Fr. 71'611.- ergibt.
c) aa) Bei der Bestimmung des noch zumutbaren Einkommens in einer leidensangepassten T�tigkeit hat die Vorinstanz zu Recht auf die vom Bundesamt f�r Statistik herausgegebene Lohnstrukturerhebung abgestellt, da die von der Verwaltung beigezogenen Profile "Packer" und "Lagerist" den medizinischen Einschr�nkungen - wie bereits in Erw. 2 erw�hnt - nicht gerecht werden. Unter Hinweis auf den f�r m�nnliche Arbeitnehmer bei einfachen und repetitiven T�tigkeiten (Anforderungsniveau 4) erzielten standardisierten monatlichen Bruttolohn (Zentralwert) f�r produktionsnahe T�tigkeiten hat sie in Anrechnung der durchschnittlichen Arbeitszeit von 41,9 Stunden (LSE 1994 S. 42) ein Gehalt von monatlich Fr. 4377. 50 oder j�hrlich Fr. 52'530.- ermittelt, was unter Ber�cksichtigung der nur 75 %igen Arbeitsf�higkeit ein j�hrliches Invalideneinkommen von Fr. 39'397. 50 ergab. Aufgrund der aus der Teilzeitarbeit resultierenden �berproportionalen Verdiensteinbusse ist sie alsdann von einem um 9 % sowie infolge der gesundheitlich bedingten beruflichen Einschr�nkungen um 10 % reduzierten massgeblichen Invalideneinkommen von Fr. 31'912.- ausgegangen, woraus sich im Vergleich zum Valideneinkommen ein Invalidit�tsgrad von 55 % ergab.
bb) Mit dem Abstellen auf die Tabellenl�hne der LSE 1996 ist das kantonale Gericht grunds�tzlich richtig vorgegangen.
In Anbetracht der medizinischen Einschr�nkungen nicht zu beanstanden ist, dass es dabei von den produktionsnahen T�tigkeiten im privaten und �ffentlichen Sektor zusammen (Tabelle TA 7, S. 25) ausgegangen ist. Es hat seiner Berechnung jedoch irrt�mlicherweise den monatlichen Bruttolohn f�r produktionsnahe T�tigkeiten, Anforderungsniveau 4, "Total" anstatt f�r "M�nner" zugrunde gelegt. In Ber�cksichtigung des letztgenannten Ansatzes und insbesondere der inzwischen ver�ffentlichten, der Lohnentwicklung bereits angepassten LSE 1998 ist daher von einem Ansatz von Fr. 4386.- (Tabelle TA 7, S. 33) auszugehen. Umgerechnet auf die durchschnittliche w�chentliche Arbeitszeit von 41,9 Stunden ergibt sich so ein Invalideneinkommen von Fr. 4594.- pro Monat oder von Fr. 55'128.- pro Jahr, bei 75 %iger Arbeitsf�higkeit somit ein j�hrliches Invalideneinkommen von Fr. 41'346.-.
cc)Was den von der Vorinstanz vorgenommenen Abzug vom Tabellenlohn in der H�he von 19 % anbelangt, ist anzumerken, dass es sich nicht rechtfertigt, f�r jedes Merkmal, das ein unter den Durchschnittswerten liegendes Einkommen erwarten l�sst, separat quantifizierte Abz�ge vom in der LSE ausgewiesenen Durchschnittsverdienst vorzunehmen und diese zusammenzuz�hlen, da damit Wechselwirkungen ausgeblendet werden (BGE 126 V 80 Erw. 5b/bb). Vielmehr ist ganz allgemein der Einfluss aller Merkmale auf das Invalideneinkommen (leidensbedingte Einschr�nkung, Alter, Dienstjahre, Nationalit�t/Aufenthaltskategorie und Besch�ftigungsgrad) unter W�rdigung der Umst�nde im Einzelfall nach pflichtgem�ssem Ermessen gesamthaft zu sch�tzen (BGE 126 V 80 Erw. 5b/bb mit Hinweisen). Dabei hat das Eidgen�ssische Versicherungsgericht erkannt, dass der Abzug vom statistischen Lohn unter Ber�cksichtigung aller jeweils in Betracht fallenden Merkmale auf insgesamt h�chstens 25 % begrenzt ist (BGE 126 V 80 Erw. 5b/cc).
In W�rdigung der gesamten pers�nlichen und beruflichen Umst�nde rechtfertigt sich vorliegend aufgrund der Teilzeitarbeit sowie der Tatsache, dass gesundheitlich beeintr�chtigte Versicherte, die selbst im Rahmen leichter Hilfsarbeitert�tigkeiten nicht mehr voll leistungsf�hig sind, lohnm�ssig gegen�ber ihren gesunden Kollegen benachteiligt sind (BGE 124 V 323 Erw. 3b/bb), ein Abzug von h�chstens 19 %, was ein j�hrliches Invalideneinkommen von Fr. 33'490.- und im Vergleich zum Valideneinkommen von Fr. 71'611.- ein Invalidit�tsgrad von 53,2 % ergibt. Erg�nzend kann erw�hnt werden, dass sich, selbst wenn - wie vom Beschwerdef�hrer beantragt - von einem h�chstzul�ssigen Abzug von 25 % ausgegangen w�rde, mit einem Invalideneinkommen von Fr. 31'009.- ein Betrag erg�be, der in Gegen�berstellung mit dem Valideneinkommen zu einer Erwerbseinbusse von 56,7 % und somit unter 66 2/3 % f�hren w�rde.
d) Zusammenfassend ist f�r den Beschwerdef�hrer kein Anspruch auf eine ganze Rente ausgewiesen, weshalb sich die Verf�gung der IV-Stelle vom 5. Januar 1999 im Ergebnis als rechtens erweist.
Der Pr�sident Die Gerichts- der IV. Kammer: schreiberin: