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Timestamp: 2016-10-24 10:44:59
Document Index: 81927827

Matched Legal Cases: ['Art. 277', 'BGE', 'Art. 277', 'Art. 271', 'Art. 46', 'Art. 45', 'BGE', 'Art. 46', 'BGE', 'BGE', 'Art. 40', 'Art. 40', 'Art. 40', 'Art. 63', 'BGE', 'Art. 6', 'Art. 29', 'Art. 64', 'Art. 64', 'Art. 68', 'Art. 67', 'Art. 68', 'Art. 6', 'Art. 64', 'BGE', 'BGE', 'Art. 41', 'BGE', 'Art. 6', 'BGE', 'Art. 41', 'Art. 41', 'BGE', 'Art. 1', 'Art. 394', 'Art. 278', 'Art. 152', 'BGE', 'BGE']

6S.313/2002 (18.02.2003)
6S.313/2002/sch
Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Peter Kern, Mellingerstrasse 1, Postfach 2078, 5402 Baden,
ELVIA Versicherungen, Postfach, 8048 Z�rich,
Betrug; Strafzumessung; Zivilforderung,
Nichtigkeitsbeschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau, 1. Strafkammer, vom 21. M�rz 2002.
Das Obergericht des Kantons Aargau erkl�rte A.________ mit Urteil vom 21. M�rz 2002 in zweiter Instanz der mehrfachen ungetreuen Gesch�ftsf�hrung, des gewerbsm�ssigen Betruges sowie der mehrfachen Urkundenf�lschung schuldig und verurteilte ihn - teilweise als Zusatzstrafe zum Urteil des Bezirksgerichts Affoltern vom 29. M�rz 1994 - zu einer Freiheitsstrafe von 20 Monaten Zuchthaus und zu einer Busse von Fr. 5'000.--. Die ausgestandene Untersuchungshaft von 319 Tagen rechnete es ihm an. In verschiedenen Anklagepunkten stellte es das Verfahren zufolge Eintritts der Verfolgungsverj�hrung ein, in weiteren Punkten sprach es ihn frei. Ferner entschied das Obergericht �ber die geltend gemachten Schadenersatzforderungen. Es verurteilte A.________ namentlich zur Zahlung von Fr. 105'329.60 an die ELVIA Schweizerische Versicherungs-Gesellschaft.
A.________ f�hrt eidgen�ssische Nichtigkeitsbeschwerde, mit der er beantragt, das angefochtene Urteil sei aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Diese sei anzuweisen, eine unbedingte Freiheitsstrafe von nicht mehr als 16 Monaten oder eine Freiheitsstrafe von nicht mehr als 18 Monaten unter Gew�hrung des bedingten Strafvollzugs auszusprechen. Ferner ersucht er um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege und Verleihung der aufschiebenden Wirkung f�r seine Beschwerde.
Das Obergericht des Kantons Aargau hat auf Gegenbemerkungen verzichtet. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Aargau beantragt unter Verzicht auf Vernehmlassung Abweisung der Beschwerde.
Die eidgen�ssische Nichtigkeitsbeschwerde ist rein kassatorischer Natur; sie f�hrt im Falle der Gutheissung zur Aufhebung des angefochtenen Urteils und R�ckweisung der Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz (Art. 277ter Abs. 1 BStP), nicht aber zu einer neuen Entscheidung des Bundesgerichts in der Sache selbst. Auf die Rechtsbegehren kann deshalb nur in diesem Rahmen eingetreten werden (BGE 118 IV 277 E. 1).
Der Beschwerdef�hrer wendet sich gegen den Schuldspruch des Betruges zum Nachteil der ELVIA Schweizerische Versicherungs-Gesellschaft (nachfolgend: ELVIA), die Gutheissung von deren Schadenersatzforderung sowie die Strafzumessung. In den �brigen Punkten ficht er das vorinstanzliche Urteil nicht an.
3.1 Die kantonalen Instanzen stellen hinsichtlich des in Anklageziffer 5 umschriebenen Betrugs zum Nachteil der ELVIA fest, im August 1992 sei die Jacht des Beschwerdef�hrers auf See vor Korsika vollst�ndig ausgebrannt. Am 21. September 1992 habe der Beschwerdef�hrer bei der ELVIA als Schaden u.a. eine Fotokamera angemeldet, die beim Brand nicht zerst�rt oder besch�digt worden war. Die ELVIA (Boots-Vollkaskoversicherung) und die Winterthur Versicherungen (Hausratsversicherung) h�tten den gesamten Brandschaden an Effekten im Betrag von Fr. 8'319.70 �bernommen und diesen untereinander aufgeteilt.
3.2 Der Beschwerdef�hrer r�umt ein, dass die als Schaden geltend gemachte Fotokamera beim Brand seines Bootes nicht zerst�rt worden ist. Er bringt indes vor, es seien mit dem Schiff deutlich mehr und auch teure Effekten untergegangen, als er den Versicherungen als Schaden gemeldet habe. Er habe sich durch die Anmeldung der Fotokamera nicht einen unrechtm�ssigen Vorteil verschaffen wollen, sondern lediglich erreichen wollen, dass ihm m�glichst viel von seinem tats�chlich erlittenen, aber nicht belegbaren Schaden ersetzt w�rde. Damit wendet er sich gegen die tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz, an welche der Kassationshof gebunden ist (Art. 277bis Abs. 1 BStP). Insofern kann auf die Beschwerde nicht eingetreten werden.
3.3 Soweit der Beschwerdef�hrer geltend macht, das betr�gerische Verhalten liege nicht darin, dass er die Versicherung nicht auf die Auszahlung einer zu hohen Versicherungsleistung hingewiesen hat, geht seine Beschwerde an der Sache vorbei, zumal gegen ihn insofern kein Vorwurf erhoben wird. Die kantonalen Instanzen begr�nden den Schuldspruch des Betruges lediglich damit,
dass er den Verlust der Fotokamera als Schaden angemeldet hat, obwohl diese in Wirklichkeit nicht zerst�rt worden war, er mithin einen Versicherungsfall vorget�uscht hat.
Der Beschwerdef�hrer wendet in dieser Hinsicht vergeblich ein, es fehle am Kausalzusammenhang zwischen der Auszahlung der ELVIA und seiner Schadensmeldung, weil der Gesamtbetrag der als Schaden gemeldeten Effekten mit rund Fr. 8'300.-- h�her gewesen sei als die Entsch�digung, die die Bootsversicherung nach Vertrag habe ausrichten m�ssen. Die ELVIA habe denn auch lediglich Fr. 5'669.80 abz�glich der Ausgleichzahlung der Winterthur Versicherung von ca. Fr. 840.-- bezahlt.
Aus den Akten ergibt sich, dass der Beschwerdef�hrer sowohl der ELVIA, mit der er eine Wasserfahrzeugversicherung abgeschlossen hatte, wie auch den Winterthur-Versicherungen, mit welcher eine Haushaltversicherung bestand, eine Liste der zerst�rten Effekten mit einem Schadensbetrag von Fr. 8'319.70 bzw. Fr. 6'224.70 eingereicht hat. Der maximal versicherte Betrag f�r Effekten belief sich bei der ELVIA gem�ss der Entsch�digungsvereinbarung vom 3.11.1992 auf Fr. 5'000.--. Die Differenz von Fr. 3'319.70 zum angemeldeten Schadensbetrag von Fr. 8'319.70 �bernahmen in der Folge die Winterthur-Versicherungen, die ihrerseits noch eine Abkommenszahlung an die ELVIA von Fr. 840.20 entrichteten, so dass beide Versicherungen den Schaden f�r die Effekten je zur H�lfte �bernahmen.
Aus dem Gesagten ergibt sich, dass dem Beschwerdef�hrer der geltend gemachte Schaden vollumf�nglich, also auch f�r den vorget�uschten Verlust der Fotokamera, ersetzt wurde. Somit war die vom Beschwerdef�hrer eingereichte Schadensaufstellung f�r beide Versicherungen zumindest mitbestimmend f�r die Entsch�digungs-Vereinbarung. Der Kausalzusammenhang zwischen T�uschung und Irrtum bzw. zwischen Irrtum und Verm�gensverf�gung ist daher ohne weiteres zu bejahen (vgl. Stratenwerth, Schweizerisches Strafrecht, Bes. Teil I, 5. Aufl., Bern 1995, � 15 N 29; Sch�nke/Schr�der/Cramer, Strafgesetzbuch, Kommentar, 26. Aufl. 2001, � 263 N 77).
Ohne Bedeutung ist, dass die Schadensabwicklung �ber zwei Versicherungen lief, zumal der Beschwerdef�hrer beiden Versicherungen gegen�ber die t�uschende Angabe gemacht hat. Unerheblich ist sodann, ob tats�chlich die ELVIA den angeblichen Schaden f�r den Verlust der Fotokamera ersetzt hat. Der Beschwerdef�hrer hat den vorget�uschten Versicherungsfall beiden Gesellschaften gemeldet und beide Versicherungen haben Schadenersatz in einem gr�sseren Umfang erbracht, als sie nach Vertrag h�tten leisten m�ssen. Das betr�gerische Verhalten des Beschwerdef�hrers hat sich mithin gegen beide Gesellschaften gerichtet.
4.1 F�r den Fall der Abweisung der Nichtigkeitsbeschwerde im Strafpunkt wendet sich der Beschwerdef�hrer gegen die Gutheissung der R�ckforderung der ELVIA. Er macht geltend, die Anspruchsvoraussetzungen f�r die R�ckforderung der durch die ELVIA bezahlten Versicherungsleistungen seien mindestens bez�glich der Wasserfahrzeugversicherung nicht erf�llt. Im �brigen habe die H�he der Auszahlung mit seiner falschen Schadensanzeige nichts zu tun gehabt, sondern habe im Wesentlichen auf einer Absprache zwischen der ELVIA und den Winterthur-Versicherung beruht.
4.2 Ist der Zivilanspruch zusammen mit der Strafklage beurteilt worden, kann der Verurteilte die Nichtigkeitsbeschwerde auch wegen dieses Anspruchs ergreifen (Art. 271 Abs. 1 BStP). Weist der Kassationshof die Beschwerde im Strafpunkt ab, tritt er auf die Nichtigkeitsbeschwerde im Zivilpunkt nur ein, wenn der Streitwert der Zivilforderung die Berufungssumme von Fr. 8'000.-- erreicht (Art. 46 OG) oder es sich um einen Anspruch handelt, der im zivilprozessualen Verfahren ohne R�cksicht auf den Streitwert der Berufung unterl�ge (vgl. Art. 45 OG; BGE 127 IV 203 E. 8b S. 208).
Der Streitwert bestimmt sich nach Massgabe der vor der letzten kantonalen Instanz noch streitigen Anspr�che (Art. 46 OG). Er muss in der Nichtigkeitsbeschwerde im Zivilpunkt wie in der Berufung grunds�tzlich angegeben werden. Die Unterlassung dieser Angabe hat zur Folge, dass auf die Beschwerde nicht eingetreten werden kann, es sei denn der Streitwert liesse sich ohne weiteres mit Sicherheit der Beschwerdeschrift, dem angefochtenen Urteil oder den Akten entnehmen (BGE 128 IV 53 E. 6a; 127 IV 141 E. 1c). Dasselbe gilt hinsichtlich des Rechtsbegehrens, d.h. der Geldsumme, zu deren Zahlung die Gegenpartei verpflichtet werden soll (BGE 125 IV 412 E. 1b und c/aa mit Hinweisen; 128 IV 53 E. 6a S. 70).
Der Beschwerdef�hrer macht in seiner Beschwerde weder Ausf�hrungen zum Streitwert noch stellt er ausdr�cklich ein Rechtsbegehren. Die Begr�ndungsanforderungen sind in dieser Hinsicht somit nicht erf�llt. Auf die Beschwerde kann daher im Zivilpunkt nicht eingetreten werden.
Im �brigen w�re sie unbegr�ndet, da gem�ss Art. 40 VVG die Leistungsbefreiung den ganzen Anspruch umfasst, selbst wenn sich die T�uschung nur auf einen Teil bzw. einzelne Schadensposten bezieht und schon der erfolglose betr�gerische Versuch die Sanktionen nach Art. 40 VVG ausl�st (Nef, Basler Kommentar zum Bundesgesetz �ber den Versicherungsvertrag, 2001, Art. 40 N 47 und 17).
Der Beschwerdef�hrer wendet sich schliesslich gegen die Strafzumessung.
5.1 Gem�ss Art. 63 StGB misst der Richter die Strafe nach dem Verschulden des T�ters zu; er ber�cksichtigt dabei die Beweggr�nde, das Vorleben und die pers�nlichen Verh�ltnisse des Schuldigen. Das Gericht hat in seinem Urteil die �berlegungen, die es bei der Bemessung der Strafe angestellt hat, in den Grundz�gen darzustellen. Dabei muss es in der Regel die wesentlichen schuldrelevanten Tat- und T�terkomponenten so er�rtern, dass festgestellt werden kann, ob alle rechtlich massgeblichen Gesichtspunkte Ber�cksichtigung fanden und wie sie gewichtet wurden. Dabei m�ssen die einzelnen Strafzumessungsfaktoren nicht in allen Einzelheiten ausgebreitet werden und �ber Umst�nde ohne oder von ausgesprochen untergeordneter Bedeutung darf auch mit Stillschweigen hinweggegangen werden. Insgesamt m�ssen seine Erw�gungen die ausgef�llte Strafe rechtfertigen, d.h. das Strafmass muss als plausibel erscheinen. Bei der Gewichtung der zu beachtenden Komponenten steht dem urteilenden Gericht indes ein erheblicher Spielraum des Ermessens zu. Das Bundesgericht greift in dieses auf Nichtigkeitsbeschwerde hin nur ein, wenn das kantonale Gericht den gesetzlichen Strafrahmen �ber- oder unterschritten hat, wenn es von rechtlich nicht massgebenden Gesichtspunkten ausgegangen ist oder wenn es wesentliche Komponenten ausser Acht gelassen bzw. falsch gewichtet hat oder wenn die Strafe in einem Masse unverh�ltnism�ssig streng bzw. mild erscheint, dass von einer �berschreitung oder einem Missbrauch des Ermessens gesprochen werden muss (BGE 127 IV 101 E. 2; 124 IV 286 E. 4a; 123 IV 49 E. 2a; 122 IV 241 E. 1a je mit Hinweisen).
5.2 Die Vorinstanz kommt bei der Strafzumessung zun�chst zum Schluss, der Anspruch auf eine angemessene Verfahrensdauer gem�ss Art. 6 Ziff. 1 EMRK und Art. 29 Abs. 1 BV sei verletzt. Zus�tzlich w�rdigt sie den Zeitablauf seit der Tat auch unter dem Gesichtspunkt von Art. 64 Abs. 5 StGB, da die Verj�hrungsfrist bis zum Urteilszeitpunkt zu vier F�nfteln abgelaufen sei. Sie tr�gt der Verletzung des Beschleunigungsgebots und der Anwendung des Strafmilderungsgrundes nach Art. 64 Abs. 5 StGB durch eine doppelte Erweiterung des Strafrahmens nach unten auf Haft oder Busse und einer erheblichen Strafminderung Rechnung.
Das Ausmass des verschuldeten Erfolgs wertet die Vorinstanz als relativ schwer. Der Beschwerdef�hrer habe bei seiner Vorgehensweise eine recht grosse kriminelle Energie bewiesen und krass egoistisch gehandelt. Ausserdem m�sse straferh�hend ber�cksichtigt werden, dass er nicht einmal ein halbes Jahr nach der Entlassung aus der Untersuchungshaft die zahlreichen Delikte im Gesch�ftsbereich der von ihm und zum Teil zusammen mit einem Mitt�ter gef�hrten X.________ AG (gewerbsm�ssiger Betrug in 30 F�llen im Rahmen betr�gerischer Gesch�ftst�tigkeit mit Warentermingesch�ften zum Nachteil einer Vielzahl von Kunden mit einem Schaden in betr�chtlicher H�he) begangen habe. Strafmindernd w�rdigt die Vorinstanz die erh�hte Strafempfindlichkeit des Beschwerdef�hrers, welche sich durch die Geburt seines Kindes gegen�ber dem erstinstanzlichen Urteil noch erh�ht habe.
Die Vorinstanz setzt - nach Ber�cksichtigung der Freispr�che und Verfahrenseinstellungen - f�r den am schwersten wiegenden gewerbsm�ssigen Betrug im Zusammenhang mit der X.________ AG eine Einsatzstrafe von 18 Monaten fest, die es f�r die weiteren Delikte nach Art. 68 Ziff. 1 StGB sowie unter Ber�cksichtigung des R�ckfalls gem�ss Art. 67 Ziff. 1 StGB auf eine Freiheitsstrafe von 2 � Jahren sch�rft. Nach Milderung der Strafe wegen der �berlangen Verfahrensdauer und des Wohlverhaltens, der teilweisen Anwendung von Art. 68 Ziff. 2 StGB sowie nach Ber�cksichtigung der weiteren Strafzumessungsfaktoren setzt sie die Freiheitsstrafe um 13 Monate herab und spricht eine Strafe von 20 Monaten Gef�ngnis aus. Da der bedingte Strafvollzug schon aus objektiven Gr�nden nicht in Betracht fiel, ber�cksichtigt die Vorinstanz die Rechtsprechung, wonach bei Strafen im Bereich von 18 Monaten der Grenze zum bedingten Strafvollzug Rechnung zu tragen sei, nicht.
5.3 Die Vorinstanz setzt sich in ihren Erw�gungen zur Strafzumessung mit den wesentlichen schuldrelevanten Komponenten ausf�hrlich auseinander und w�rdigt s�mtliche Zumessungsgr�nde zutreffend. Dass sie sich dabei von rechtlich nicht massgeblichen Gesichtspunkten h�tte leiten lassen oder wesentliche Gesichtspunkte nicht ber�cksichtigt h�tte, ist nicht ersichtlich.
So erscheint entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers die Strafsch�rfung der Einsatzstrafe um 15 Monate auf 2 � Jahre nicht als unverh�ltnism�ssig hoch. Dass der Beschwerdef�hrer in zweiter Instanz in allen F�llen im Zusammenhang mit der X.________ AG von der Anklage der Urkundenf�lschung freigesprochen wurde, trifft zu. Doch sind diese Freispr�che ebenso wie die in diesem Komplex erfolgten Verfahrenseinstellungen zufolge Eintritts der Verj�hrung allein f�r die Bemessung der Einsatzstrafe von Bedeutung, die der Beschwerdef�hrer nicht beanstandet. F�r die Strafsch�rfung von Bedeutung sind daher ausschliesslich die Schuldspr�che f�r die weiteren Delikte. Hier wurde der Beschwerdef�hrer im Vergleich zum erstinstanzlichen Urteil lediglich in einem Teilpunkt von der Anklage der Urkundenf�lschung freigesprochen. In weiteren vier (Teil-)Punkten stellte die Vorinstanz das Verfahren zufolge Verj�hrung ein. Dass die Vorinstanz die Einsatzstrafe trotz dieser Freispr�che und Verfahrenseinstellungen in Nebenpunkten um 15 Monate, mithin lediglich um einen Monat weniger als das Bezirksgericht Baden, sch�rft, liegt noch im Rahmen des ihr zustehenden Ermessens.
Angemessen zu Gunsten des Beschwerdef�hrers w�rdigt die Vorinstanz sodann dessen Wohlverhalten nach der Tat. Dabei trifft nicht zu, dass sie den tadellosen Lebenswandel lediglich im Zusammenhang mit der Verletzung des Beschleunigungsgebots gem�ss Art. 6 Ziff. 1 EMRK ber�cksichtigt. Das ergibt sich ohne weiteres aus der Anwendung von Art. 64 Abs. 5 StGB, nach welcher Bestimmung die Strafmilderung neben dem Verstreichen einer verh�ltnism�ssig langen Zeitspanne seit der Tat auch ein Wohlverhalten des T�ters w�hrend dieser Zeit voraussetzt. F�r eine zus�tzliche Gewichtung des positiven Lebenswandels des Beschwerdef�hrers besteht kein Anlass.
Der Beschwerdef�hrer wendet sich auch zu Unrecht dagegen, dass ihm die Vorinstanz mangelnde Einsicht und Reue attestiert. Dass er bei den Delikten im Zusammenhang mit der X.________ AG die Schuld auf seinen Mitt�ter schieben wollte und andere Vorw�rfe bestreitet, r�umt er selbst ein. Die Vorinstanz wertet dieses Verhalten jedoch nicht straferh�hend, sondern sieht in dieser Hinsicht lediglich von einer Strafminderung ab. Dies ist nicht zu beanstanden.
Was der Beschwerdef�hrer im Weiteren zur 18-Monatsgrenze f�r den bedingten Strafvollzug ausf�hrt, geht an der Sache vorbei. Wohl ist die Grenze von 18 Monaten f�r die Gew�hrung des bedingten Strafvollzugs bei der Strafzumessung zu ber�cksichtigen, wenn eine Freiheitsstrafe von nicht erheblich l�ngerer Dauer in Betracht f�llt (BGE 118 IV 337 E. 2c). Dies wird von der Rechtsprechung f�r Freiheitsstrafen bejaht, die eine Dauer von 21 Monaten nicht �bersteigen (BGE 127 IV 97 E. 3). Diese strafmindernde Gewichtung g�nstiger beruflicher oder famili�rer Verh�ltnisse und einer vorteilhaften pers�nlichen Entwicklung kann aber nur dort zum Zug kommen, wo die Voraussetzungen des bedingten Vollzugs im �brigen erf�llt sind. Das ist hier nicht der Fall, scheitert doch die Gew�hrung des bedingten Strafvollzugs schon aus objektiven Gr�nden.
Dem Beschwerdef�hrer kann auch nicht gefolgt werden, soweit er geltend macht, die Verletzung des Beschleunigungsgebots erlaube als Sanktion die Gew�hrung des bedingten Strafvollzugs trotz der objektiven Hinderungsgr�nde gem�ss Art. 41 Ziff. 1 Abs. 2 StGB. Nach der Rechtsprechung kommen als Sanktionen f�r die Verletzung des Beschleunigungsgebots die Ber�cksichtigung der Verfahrensverz�gerung im Rahmen der Strafzumessung, die Schuldigsprechung des T�ters unter gleichzeitigem Verzicht auf Strafe und in extremen F�llen als ultima ratio die Einstellung des Verfahrens in Betracht (BGE 124 I 139 E. 2a; 117 IV 124 E. 4d). Zwar wird in der Literatur als Sanktionsm�glichkeit u.a. auch die allf�llige Ber�cksichtigung "bei der Entscheidung �ber die Strafaussetzung zur Bew�hrung" genannt (Miehsler/Vogler, Internationaler Kommentar zur Europ�ischen Menschenrechtskonvention, 1986 Art. 6 N 329; vgl. BGE 117 IV 124 E. 4c). Dieser Hinweis bezieht sich indes auf � 56 Abs. 3 dStGB, wonach die Vollstreckung bei Strafen von mindestens sechs Monaten nicht ausgesetzt werden, wenn die Verteidigung der Rechtsordnung sie gebietet (vgl. auch � 56 Abs. 2 dStGB). Die �berlange Verfahrensdauer kann in diesem Kontext das Bed�rfnis nach Verteidigung der Rechtsordnung relativieren oder ganz hinf�llig machen (Lackner/K�hl, Strafgesetzbuch, 24. Aufl. 2001, � 56 N 17). Die Voraussetzungen f�r die Strafaussetzung gem�ss � 56 Abs. 1 und 2 dStGB (Sozialprognose und Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr bzw. bis zu zwei Jahren) m�ssen allerdings auch bei dieser Konstellation erf�llt sein. Insofern verh�lt es sich auch beim bedingten Strafvollzug im Sinne von Art. 41 Ziff. 1 StGB gleich. Die Verfahrensverz�gerung vermag weder objektive Hindernisse noch eine mangelnde g�nstige Prognose zu beseitigen. Das ergibt sich auch daraus, dass der bedingte Aufschub der Strafe lediglich eine Modalit�t der Strafvollstreckung ist (Trechsel, Schweizerisches Strafgesetzbuch, Kurzkommentar, 2. Aufl., Z�rich 1997, Art. 41 N 1). Die Sanktionen wegen der �berlangen Verfahrensdauer setzen aber direkt bei der Ausf�llung der Strafe bzw. bei der Festsetzung ihrer Dauer an, nicht bei der Art und Weise ihres Vollzugs. Die Gew�hrung des bedingten Strafvollzugs kann daher nicht als Ausgleich f�r den durch die �berlange Verfahrensdauer erlittenen Nachteil dienen, wenn die materiell-rechtlichen Voraussetzungen nicht erf�llt sind. BGE 117 IV 124 E. 4d nennt denn auch bei der zusammenfassenden Aufz�hlung der m�glichen Sanktionen die Ber�cksichtigung bei der Gew�hrung des bedingten Strafvollzugs nicht.
Schliesslich macht der Beschwerdef�hrer auch vergeblich geltend, die Vorinstanz habe seine Strafempfindlichkeit zu wenig gewichtet. Es mag zutreffen, dass der Beschwerdef�hrer durch die drohende Verb�ssung der Reststrafe von jedenfalls 81 Tagen, die gem�ss Art. 1 Abs. 3 VStGB 3 nicht in der Form der Halbgefangenschaft vollzogen werden kann und f�r welche, wie der Beschwerdef�hrer ausf�hrt, nach der Strafvollzugspraxis des Kantons Aargau auch kein Vollzug in Halbfreiheit in Frage kommen soll, in beruflicher Hinsicht Nachteile erleiden d�rfte und von seiner Familie getrennt werden wird. Diese Gesichtspunkte hat die Vorinstanz indes hinreichend ber�cksichtigt. Die beruflichen Schwierigkeiten und die Trennung von der Familie sind als zwangsl�ufige Folge mit dem Vollzug einer Freiheitsstrafe verbunden und k�nnen f�r sich allein nicht dazu f�hren, dass die Schwere des Verschuldens in den Hintergrund tritt und die Strafe unter Einbeziehung spezialpr�ventiver Gesichtspunkte auf ein Mass herabgesetzt wird, das eben diese Folgen ausschliesst. Die ausgesprochene Strafe verletzt auch in diesem Punkt kein Bundesrecht. Die vom Beschwerdef�hrer geltend gemachte H�rte, die ein Vollzug der Reststrafe f�r seine berufliche Entwicklung und namentlich f�r seine Familie bedeuten w�rde, und die von ihm vollzogene Kehrtwendung k�nnten aber in einem allf�lligen Begnadigungsverfahren Bedeutung erlangen. Wie es sich damit verh�lt, ist hier nicht zu pr�fen, sondern f�llt auf ein allf�lliges Gesuch hin in die Entscheidkompetenz der zust�ndigen kantonalen Beh�rde (Art. 394 lit. b StGB; �� 1 und 2 des Gesetzes �ber die Begnadigung des Kantons Aargau).
Insgesamt erscheinen die Erw�gungen der Vorinstanz als nachvollziehbar und sind die daraus gezogenen Schl�sse einleuchtend. Daran �ndert nichts, dass die Vorinstanz die erheblichen zivilrechtlichen Folgen seines Versicherungsbetrugs nicht ausdr�cklich gew�rdigt hat. Denn der Kassationshof kann das angefochtene Urteil, wo sich die Strafe unter Beachtung aller relevanten Faktoren wie hier offensichtlich im Rahmen des dem Sachrichter zustehenden Ermessens h�lt, auch best�tigen, wenn dieses in Bezug auf die Erw�gungen zum Strafmass einzelne Unklarheiten und Unvollkommenheiten enth�lt. Die Vorinstanz hat jedenfalls ihr Ermessen in der Strafzumessung nicht �berschritten.
Soweit der Beschwerdef�hrer sich gegen die Verteilung der Verfahrenskosten im vorinstanzlichen Verfahren wendet, ist auf die Beschwerde nicht einzutreten, da die Verlegung der kantonalen Prozesskosten vom kantonalen Recht geregelt wird, dessen Anwendung im Verfahren der eidgen�ssischen Nichtigkeitsbeschwerde nicht �berpr�ft werden kann.
Aus diesen Gr�nden ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Bei diesem Ausgang des Verfahrens tr�gt der Beschwerdef�hrer die Kosten (Art. 278 Abs. 1 BStP). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gem�ss Art. 152 OG kann bewilligt werden, da von der Bed�rftigkeit des Beschwerdef�hrers auszugehen und diese ausreichend belegt ist (vgl. BGE 125 IV 161 E. 4). Er hat den angefochtenen Entscheid �berdies mit vertretbaren Argumenten in Frage gestellt (vgl. BGE 124 I 304 E. 2 mit Hinweisen). Dem Beschwerdef�hrer werden deshalb keine Kosten auferlegt. Seinem Vertreter wird aus der Bundesgerichtskasse eine angemessene Entsch�digung ausgerichtet. Mit dem Entscheid in der Sache wird das Gesuch um aufschiebende Wirkung gegenstandslos.
Die eidgen�ssische Nichtigkeitsbeschwerde wird im Strafpunkt abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
Auf die Nichtigkeitsbeschwerde im Zivilpunkt wird nicht eingetreten.
Dem Rechtsvertreter des Beschwerdef�hrers, Herrn lic. iur. Peter Kern, Rechtsanwalt, wird f�r das bundesgerichtliche Verfahren eine Entsch�digung von Fr. 3'000.-- aus der Bundesgerichtskasse ausgerichtet.