Source: http://www.landkreis-dillingen.de/index.php?id=2,31&aid=427
Timestamp: 2017-11-23 18:25:09
Document Index: 234732828

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 68', '§ 2', '§ 4', '§ 71', '§ 102', '§ 6', '§ 2', '§ 68', '§ 69', '§ 4', '§ 71', '§ 102', '§ 28']

Menschen mit Behinderung und von Behinderung bedrohte Menschen erhalten Leistungen zur Förderung ihrer Selbstbestimmung und gleichberechtigten Teilhabe am Leben in der Gesellschaft (Rehabilitation) nach den Vorschriften des Sozialgesetzbuches IX und den für die einzelnen Rehabilitationsträger geltenden Rechtsvorschriften. Menschen sind behindert, wenn ihre körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als 6 Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweicht und daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist. Sie sind von Behinderung bedroht, wenn die Beeinträchtigung zu erwarten ist (§ 2 Absatz 1 Sozialgesetzbuch IX).Menschen sind schwerbehindert im Sinne des Schwerbehindertenrechts, wenn bei ihnen ein Grad der Behinderung von 50 oder höher vorliegt und sie ihren Wohnsitz, ihren gewöhnlichen Aufenthalt oder ihre Beschäftigung auf einem Arbeitsplatz rechtmäßig im Bundesgebiet haben (§ 2 Absatz 2 Sozialgesetzbuch IX).
Menschen mit einem Grad der Behinderung von weniger als 50, aber wenigstens 30, sollen auf Antrag schwerbehinderten Menschen gleichgestellt werden, wenn sie infolge ihrer Behinderung ohne die Gleichstellung einen geeigneten Arbeitsplatz nicht erlangen oder nicht behalten können (§ 2 Absatz 3 Sozialgesetzbuch IX).
Schwerbehinderten Menschen gleichgestellt sind auch behinderte Jugendliche und junge Erwachsene während der Zeit einer Berufsausbildung in Betrieben und Dienststellen, auch wenn der Grad der Behinderung weniger als 30 beträgt oder ein Grad der Behinderung nicht festgestellt ist. Der Nachweis der Behinderung wird für diesen Personenkreis durch eine Stellungnahme der Agentur für Arbeit oder durch einen Bescheid über Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben erbracht (§ 68 Absatz 4 Sozialgesetzbuch IX).
Den Grad der Behinderung stellen auf Antrag des Menschen mit Behinderung die Regionalstellen des Zentrums Bayern Familie und Soziales fest, soweit er nicht bereits, z.B. durch Rentenbescheid oder Verwaltungs- oder Gerichtsentscheidung festgestellt worden ist. Über die Gleichstellung entscheiden die Agenturen für Arbeit. Darüber hinaus stellen die Regionalstellen des Zentrums Bayern Familie und Soziales über die Eigenschaft als schwerbehinderter Mensch, den Grad der Behinderung und weitere gesundheitliche Merkmale, die Voraussetzung für die Inanspruchnahme von Rechten und Nachteilsausgleichen sind, einen Ausweis aus (§§ 2, 68 und 69 Sozialgesetzbuch IX). Zur Eingliederung von Menschen mit Behinderung wird eine Reihe von Leistungen zur Teilhabe gewährt, um die Behinderung abzuwenden, zu beseitigen, zu mindern, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder ihre Folgen zu mildern, Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit oder Pflegebedürftigkeit zu vermeiden, zu überwinden, zu mindern oder eine Verschlimmerung zu verhüten, die persönliche Entwicklung ganzheitlich zu fördern und einen den Neigungen und Fähigkeiten entsprechenden Platz in der Gemeinschaft, insbesondere im Arbeitsleben, zu sichern (§ 4 Sozialgesetzbuch IX).
Hilfen zur Erhaltung oder Erlangung eines Arbeitsplatzes (z.B. Pflicht der Arbeitgeber zur Beschäftigung schwerbehinderter Menschen, §§ 71-76 Sozialgesetzbuch IX, siehe Arbeitsförderung); Ausbildung, Fortbildung und Umschulung (Berufsförderung Menschen mit Behinderung); sonstige Hilfen zur Förderung einer Erwerbs- oder Berufstätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt (z.B. begleitende Hilfen der einzelnen Rehabilitationsträger sowie für schwerbehinderte Menschen nach § 102Absatz 1 Nr. 3 Sozialgesetzbuch IX der Integrationsämter) oder in Werkstätten für behinderte Menschen
§ 6 Sozialgesetzbuch IX
www.stmas.bayern.de/teilhabe/einglieder/index.php
http://www.zukunftsministerium.bayern.de/beratung/servicestellen_rehab/index.php
§ 2 Sozialgesetzbuch IX
§ 68 Sozialgesetzbuch IX
§ 69 Sozialgesetzbuch IX
§ 4 Sozialgesetzbuch IX
§§ 71-76 Sozialgesetzbuch IX
§ 102 Sozialgesetzbuch IX (SGB IX)
§ 28 Sozialgesetzbuch III
Reinhold Sager 09071 51-189 308