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Timestamp: 2016-10-25 22:43:07
Document Index: 180367880

Matched Legal Cases: ['Art. 44', 'Art. 68', 'Art. 84', 'Art. 86', 'Art. 1', 'Art. 138', 'Art. 38', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 84', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 156', 'Art. 159']

4P.237/2006 (16.01.2007)
vertreten durch F�rsprecher Dr. Bernard Rosat,
vertreten durch F�rsprecher Dr. Michael Weissberg,
X.________ (Beschwerdef�hrer) unterzog sich am 8. April 1998 im Spital Y.________ (Beschwerdegegnerin) einer sogenannten Whipple-Operation (Duodenopankreatektomie; Entfernung von Teilen der Bauchspeicheldr�se, der Gallenblase, des Magens und des Zw�lffingerdarms). Im Nachgang mussten weitere Eingriffe vorgenommen werden. Am 30. Mai 1998 wurde die parenterale Ern�hrung (Ern�hrung unter Umgehung des Magen-Darm-Trakts) erforderlich. Es wurde versucht, mittels Subclavia-Punktion (Anstechen der Vena subclavia) einen zentralen Venenkatheter einzuf�hren. Nachdem es an beiden K�rperseiten zu Fehlpunktionen gekommen war, wurden die Versuche abgebrochen. Es stellte sich heraus, dass der Beschwerdef�hrer einen Hirninfarkt erlitten hatte. Der Venenkatheter wurde hierauf mittels einer Jugularispunktion (Anstechen der Vena jugularis) eingef�hrt. Als Folge dieses Hirninfarkts ist der Beschwerdef�hrer vollst�ndig invalid und bezieht nunmehr Versicherungsleistungen.
Im Februar 1999 machte der Beschwerdef�hrer gegen�ber dem Spital Y.________ Schadenersatz- und Genugtuungsanspr�che geltend. Die Parteien einigten sich darauf, ein aussergerichtliches FMH-Gutachten in Auftrag zu geben, das am 8. M�rz 2000 erstattet und am 13. Juni 2000 erg�nzt wurde. Am 1. M�rz 2001 erhob der Beschwerdef�hrer Klage beim Regierungsstatthalteramt auf Zahlung von Fr. 354'586.10 Schadenersatz und Fr. 50'000.-- Genugtuung wegen Verletzung �rztlicher Aufkl�rungs- und Sorgfaltspflichten. Nach Durchf�hrung eines Beweisverfahrens unter Einholung eines gerichtlichen Gutachtens wurde die Klage am 1. September 2005 abgewiesen.
Der Beschwerdef�hrer appellierte an das Verwaltungsgericht des Kantons Bern. Er berief sich auf ungen�gende Aufkl�rung sowohl hinsichtlich der Whipple-Operation als auch hinsichtlich der Subclavia-Punktion sowie auf eine Sorgfaltspflichtsverletzung. Mit Urteil vom 14. Juli 2006 wies das Verwaltungsgericht die Klage ab. Es kam zum Ergebnis, der Beschwerdef�hrer sei hinreichend �ber die Whipple-Operation aufgekl�rt worden. Ob die Risikoaufkl�rung hinsichtlich der Subclavia-Punktion gen�gt habe, erscheine zweifelhaft. Diesbez�glich sei indessen von einer hypothetischen Einwilligung auszugehen. Bei der Subclavia-Punktion sei die medizinische Sorgfaltsregel, wonach ein Wechsel von der einen K�rperseite zur anderen ohne Unterbrechung der Behandlung nicht angezeigt sei, verletzt worden. Diese Regel diene aber der Vermeidung von Risiken, die sich nicht verwirklicht h�tten, weshalb fraglich sei, ob ein Rechtswidrigkeitszusammenhang zwischen dieser Regel und dem eingetretenen Schaden bestehe. Zur Hauptsache begr�ndete das Verwaltungsgericht die Abweisung der Klage jedoch mit dem Fehlen des Kausalzusammenhangs. Es sei schon h�chst ungewiss, ob zwischen der Sorgfaltspflichtsverletzung (Unterlassen einer Behandlungspause) und dem eingetretenen Schaden ein nat�rlicher Kausalzusammenhang bestehe. Dies konnte das Verwaltungsgericht seiner Ansicht nach jedoch offen lassen, weil nicht voraussehbar gewesen sei, dass wegen des Unterlassens der Behandlungspause ein Hirninfarkt eintreten k�nnte. Demnach w�re ein allenfalls gegebener Kausalzusammenhang zwischen der Sorgfaltspflichtsverletzung und dem eingetretenen Schaden jedenfalls nicht ad�quat.
Mit staatsrechtlicher Beschwerde vom 14. September 2006 beantragt der Beschwerdef�hrer dem Bundesgericht die Aufhebung des Urteils des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Juli 2006 wegen Willk�r bei der Beweisw�rdigung und bei der Auslegung und Anwendung des massgebenden kantonalen �ffentlichen Haftungsrechts.
2.1 Der Entscheid des Verwaltungsgerichts konnte weder mit einem kantonalen Rechtsmittel noch mit eidgen�ssischer Berufung, zivilrechtlicher Nichtigkeitsbeschwerde oder mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht angefochten werden (vgl. Art. 44 ff., Art. 68 und 97 ff. OG). Die staatsrechtliche Beschwerde ist daher zul�ssig (Art. 84 Abs. 2 und Art. 86 Abs. 1 OG).
2.2 Das Verwaltungsgericht hat die Verantwortlichkeit der Beschwerdegegnerin wie zuvor der Regierungsstatthalter auf der Grundlage des im Zeitpunkt des haftungsbegr�ndenden Ereignisses in Kraft stehenden Gemeindegesetzes vom 20. M�rz 1973 (aGG; GS 1973 S. 149) gepr�ft, da es sich beim urspr�nglich eingeklagten Spitalverband um einen Gemeindeverband im Sinne von Art. 1 Bst. f und Art. 138 ff. aGG handelte. Nach Art. 38 Abs. 1 aGG haftet die Gemeinde f�r den Schaden, den ein Gemeindebeamter bei der Aus�bung seines Amtes einem Dritten widerrechtlich zuf�gt. Unstreitig untersteht die Beschwerdegegnerin einer Kausalhaftung, die gegeben ist, sofern der Nachweis eines widerrechtlichen, f�r den Schaden nat�rlich und ad�quat kausalen Verhaltens seitens des verantwortlichen Arztes erbracht ist. Keine Haftungsvoraussetzung bildet dagegen das Verschulden.
2.3 Die Anwendung dieser kantonalrechtlichen Grunds�tze durch die kantonale Beh�rde �berpr�ft das Bundesgericht im staatsrechtlichen Beschwerdeverfahren lediglich auf Willk�r (Art. 9 BV). Das gilt gem�ss st�ndiger Praxis auch f�r Arzthaftungsprozesse nach kantonalem �ffentlichem Recht, in denen Schadenersatz- oder Genugtuungsforderungen wegen chirurgischer Eingriffe am Menschen streitig sind (Urteil 4P.92/2004 vom 19. Oktober 2004, nicht publ. E. 1.3.2 von BGE 130 I 337 mit Hinweisen).
3.1 Weil die staatsrechtliche Beschwerde nicht das vorangegangene kantonale Verfahren weiterf�hrt, sondern als ausserordentliches Rechtsmittel ein selbst�ndiges staatsgerichtliches Verfahren er�ffnet, welches - in der Erscheinungsform der Verfassungsbeschwerde (Art. 84 Abs. 1 lit. a OG) - der Kontrolle kantonaler Hoheitsakte unter dem spezifischen Aspekt ihrer Verfassungsm�ssigkeit dient, pr�ft das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene R�gen (BGE 117 Ia 393 E. 1c). Die beschwerdef�hrende Partei hat die als verletzt behaupteten Verfassungsbestimmungen zu nennen und �berdies darzutun, inwiefern dies der Fall sein soll (BGE 129 I 185 E. 1.6 mit Hinweisen). Auf ungen�gend begr�ndete R�gen und rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt das Bundesgericht nicht ein. Sodann gilt im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde das grunds�tzliche Verbot, neue Tatsachenbehauptungen sowie rechtliche Argumente vorzubringen und neue Beweisantr�ge zu stellen (BGE 129 I 74 E. 6.6 S. 84 128 I 354 E. 6c S. 357 je mit Hinweisen).
3.2 Das Verwaltungsgericht hat gepr�ft, ob von hinreichender Risikoaufkl�rung ausgegangen werden k�nne, obwohl keine vom Beschwerdef�hrer unterzeichnete Aufkl�rungsdokumentation mit Einwilligungserkl�rung vorliege. Gegen eine derartige Aufkl�rung spricht nach Auffassung des Verwaltungsgerichts die Erkl�rung von Prof. A.________ anl�sslich seiner Einvernahme vom 30. August 2001, wonach er den Beschwerdef�hrer am Vortag der Operation anhand von Skizzen �ber den Eingriff informiert habe, nicht aber �ber das Karzinom, da dessen Diagnose zu jenem Zeitpunkt noch nicht festgestanden habe. Das Verwaltungsgericht wertete die Angabe fehlender Aufkl�rung �ber das Karzinom indessen als Versehen von Prof. A.________. Dabei w�rdigte es als Indizien das Schreiben von Prof. A.________ vom 22. Oktober 2001 an den Anwalt der Beschwerdegegnerin, das wie folgt lautet:
"[...] Beim Durchlesen des Einvernahmeprotokolls sehe ich tats�chlich, dass ich den Satz "es trifft zu, dass Herr X.________ vor der Operation �ber das Karzinom nicht informiert worden ist, weil wir die diesbez�gliche Diagnose zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht kannten" unterschrieben habe. Wie Sie den beiden Kopien meiner Briefe an Dr. B.________ [...] entnehmen k�nnen, trifft dies nat�rlich nicht zu. Aufgrund der Abkl�rungen (s. Beilagen) zwischen der ersten Konsultation vom 25.11.1997 und der zweiten Konsultation vom 31.01.1998 war uns sehr wohl bekannt, dass Herr X.________ ein b�sartiges Leiden hat. Ich erw�hne ja auch in meinem Brief an Dr. B.________ vom 31.03.1998 "Wie Sie ja wissen, haben wir anl�sslich der letzten Hospitalisation von Herrn X.________ ein Adeno-Ca der Papilla vateri (evtl. neuroindoktriner Tumor) gefunden, die f�r seine schon seit Jahren bekannte und symptomlose Gallengangsstauung verantwortlich ist. In dieser Situation ist die partielle Duodenopankreatektomie sicherlich angezeigt". Die "partielle Duodenopankreatektomie" ist eine andere medizinische Umschreibung der Operation nach Whipple. Ich habe Herrn X.________ anl�sslich der Konsultation vom 31.03.1998 in meiner Sprechstunde mit Sicherheit �ber die b�sartige Diagnose aufgekl�rt, da ich ihn ja auch informiert habe, dass wir f�r diese Operation Prof. C.________ beiziehen werden.
Falls ich die Aussage, wie sie im Protokoll steht, gemacht habe, entspricht dies nicht den Tatsachen. Sicher ist, dass ich gegen�ber Herrn X.________ erkl�rt habe, dass wir erst w�hrend der Operation �ber die definitiv zur Anwendung kommende Operationstechnik (pyloruserhaltend oder nicht pyloruserhaltend) entscheiden werden. Ebenso sicher ist auch, da ich das bei grossen Operationen immer tue, dass ich Herrn X.________ am Abend vor der Operation nochmals besucht und mit ihm die Operation und eventuelle Fragen dazu besprochen habe. Dass ich dieses Vorgehen immer pflege, kann das gesamte Pflegepersonal der chirurgischen Klinik best�tigen [...]"
sowie das Schreiben vom 31. M�rz 1998 an den Hausarzt des Beschwerdef�hrers, das wie folgt lautet:
Wie Sie ja wissen, haben wir anl�sslich der letzten Hospitalisation von Herrn X.________ ein Adeno-Ca der Papilla vateri (evtl. neuroindoktriner Tumor) gefunden, die f�r seine schon seit Jahren bekannte und symptomlose Gallengangsstauung verantwortlich ist. In dieser Situation ist die partielle Duodenopankreatektomie sicherlich angezeigt. Wir haben die Unterlagen bereits Prof. C.________ zugestellt und werden mit ihm zusammen einen Termin f�r den operativen Eingriff vereinbaren.
Ich habe mit Herrn X.________ die Operation und ihre Komplikationsm�glichkeiten ausf�hrlich besprochen und ihn auch �berzeugen k�nnen, dass der Eingriff jetzt durchgef�hrt werden sollte. Er ist damit einverstanden, dass die Operation nach Ostern geplant wird. Sobald wir mit Prof. C.________ den Termin vereinbart haben, werden wir Herrn X.________ telefonisch aufbieten. �ber die Operation und den Verlauf werden wir Sie selbstverst�ndlich wieder informieren [...]"
Das Verwaltungsgericht h�lt f�r h�chst unwahrscheinlich, dass Prof. A.________ dem Hausarzt des Beschwerdef�hrers ein Gespr�ch schildere, das in Wirklichkeit nie stattgefunden habe. Auch der Umstand, dass der Beschwerdef�hrer bereits eine Woche nach dem brieflich dokumentierten Gespr�ch ins Spital Y.________ eintrat, um tags darauf, am 8. April 1998, die Whipple-Operation vornehmen zu lassen, deute darauf hin, dass vorg�ngig ein Gespr�ch �ber den bevorstehenden Eingriff stattgefunden haben musste. Ferner sei erstellt, dass der f�r den Beschwerdef�hrer ung�nstige Befund eines Gastroenterologen und eines pathologischen Instituts vom 17. bzw. 24. M�rz 1998 Prof. A.________ zum Zeitpunkt des Gespr�chs vom 31. M�rz 1998 vorgelegen h�tten. Bereits am 19. M�rz 1998 hatte Prof. A.________ dem zur Operation beigezogenen Prof. C.________ als Diagnose ein "Adeno-Ca der Papilla Vateri", eines b�sartigen Tumors also, bezeichnet und darauf hingewiesen, dass die Histologien noch ausst�nden. Vor diesem Hintergrund hielt es das Verwaltungsgericht f�r unwahrscheinlich, dass Prof. A.________ seinem Patienten, den er offenbar von der Notwendigkeit der Operation �berzeugen musste, den sp�testens Ende M�rz 1998 definitiv feststehenden Befund vor dem Eingriff vorenthalten habe. Es sei auch nicht einzusehen, weshalb Prof. A.________ von seiner glaubw�rdig dargelegten Gepflogenheit, am Vorabend gr�sserer Operationen seine Patientinnen oder Patienten aufzusuchen, um mit ihnen nochmals �ber den bevorstehenden Eingriff zu sprechen, im Falle des Beschwerdef�hrers abgewichen sein sollte. Gest�tzt auf die vorliegenden schriftlichen Indizien, die Glaubw�rdigkeit von Prof. A.________ und die allgemeine Lebenserfahrung hielt das Verwaltungsgericht im Einklang mit dem erstinstanzlichen Gericht f�r bewiesen, dass der operierende Arzt den Beschwerdef�hrer �ber die bevorstehende Operation und deren Risiken hinreichend aufgekl�rt und dass der Beschwerdef�hrer dem Eingriff zugestimmt hat.
3.3 Der Beschwerdef�hrer wirft dem Verwaltungsgericht vor, willk�rlich angenommen zu haben, der operierende Arzt, Prof. A.________, habe ihn vorg�ngig hinreichend aufgekl�rt. Zur Begr�ndung der Willk�r bei der Beweisw�rdigung tr�gt der Beschwerdef�hrer vor, die Glaubw�rdigkeit von A.________ sei erheblich ersch�ttert, sei doch dem die Aussage anl�sslich der Einvernahme widerrufenden Schreiben vom 22. Oktober 2001 unschwer zu entnehmen, dass Prof. A.________ die Konsequenzen seiner Aussage erst aufgrund der Eingabe des beschwerdef�hrenden Anwalts klar geworden seien. Daher habe er nachtr�glich versucht, die urspr�ngliche, mit jener des Beschwerdef�hrers �bereinstimmende Angabe, wonach keine Aufkl�rung �ber die Krebsdiagnose stattgefunden habe, r�ckg�ngig zu machen.
3.4.1 Mit diesen Ausf�hrungen vermag der Beschwerdef�hrer die Feststellung, Prof. A.________ habe ihm die Krebsdiagnose er�ffnet, nicht als willk�rlich auszuweisen, zumal sich der Beschwerdef�hrer mit dem Argument, ohne Mitteilung des Befundes h�tte ihn der Arzt kaum von der Notwendigkeit der Operation �berzeugen k�nnen, nicht auseinandersetzt. Ebenso wenig vermag er mit seiner eigenen, von jener des Verwaltungsgerichts abweichenden W�rdigung der Glaubw�rdigkeit von Prof. A.________ die aus den zitierten Schreiben gezogenen Schl�sse des Verwaltungsgerichts als geradezu willk�rlich auszuweisen.
3.4.2 Beizupflichten ist dem Beschwerdef�hrer immerhin, soweit er r�gt, dem Schreiben vom 31. M�rz 1998 an den Hausarzt sei nicht zu entnehmen, welche Komplikationen dabei im einzelnen besprochen und wie sie dem Patienten dargestellt worden seien. Zu ber�cksichtigen ist indes, dass sich Prof. A.________ in diesem Schreiben nicht an einen Laien, sondern an einen Kollegen wandte und voraussetzen durfte, dass dieser �ber die m�glichen Komplikationen der in Aussicht genommenen Operation im Bilde war. Der Beschwerdef�hrer stellt auch nicht in Abrede, dass er sich urspr�nglich gegen die Operation gestemmt hat und von deren Notwendigkeit �berzeugt werden musste. Wenn das Verwaltungsgericht diesem Umstand besondere Bedeutung beimass und mit Blick auf die Glaubw�rdigkeit des Arztes annahm, es treffe zu, dass die Komplikationsm�glichkeiten der Operation sowie "das geplante Vorgehen", wie im Schreiben vom 31. M�rz 1998 geschildert, ausf�hrlich besprochen worden sind, erscheint dies nicht als unhaltbar, ist doch nicht einzusehen und der Beschwerdef�hrer legt nicht dar, dass die notwendige �berzeugungsarbeit ohne ein derartiges eingehendes Gespr�ch h�tte geleistet werden k�nnen. Aus diesem Grunde ist auch dem Einwand des Beschwerdef�hrers, wonach die Erw�hnung geh�riger Aufkl�rung gegen�ber einem Kollegen erst recht nicht gen�gen k�nne, wenn schon ein rudiment�rer Vermerk in der Krankengeschichte f�r den entsprechenden Beweis nicht gen�ge, nicht zu folgen. Ausschlaggebend ist vielmehr, welcher Inhalt einem derartigen Schreiben willk�rfrei entnommen werden kann, was sich aufgrund s�mtlicher Begleitumst�nde beurteilt. Wenn das Verwaltungsgericht dabei einem speziellen - unstreitig erfolgten - Gespr�ch, welches die �berzeugung des Patienten von der Notwendigkeit der Operation bezweckte, besondere Beachtung schenkt und auch die Glaubw�rdigkeit des Schreibenden in die W�rdigung miteinbezieht, erscheint es nicht als geradezu stossend, daraus zu folgern, das Gespr�ch habe sich wie vom operierenden Arzt behauptet abgespielt und eine regelkonforme Risikoaufkl�rung enthalten. Die Auffassung des Beschwerdef�hrers, der fragliche Brief bedeute im Verh�ltnis zu einer Krankengeschichte ein Minus, ist daher verfehlt.
4.1 Was die Aufkl�rung betreffend der Risiken der Subclavia- im Vergleich zur Jugularis-Punktion anbelangt, erwog das Verwaltungsgericht, gest�tzt auf das gerichtliche Gutachten, das auf einer umfangreichen Literaturstudie beruhe, erg�ben sich f�r das Risiko einer Venentrombose keine Unterschiede zwischen den beiden Punktionsarten. Fehlpunktionen der Arterien k�nnten bei beiden Punktionsarten vorkommen. Das entsprechende Risiko sei aber bei der Jugularis-Punktion deutlich h�her als bei der Subclavia-Punktion. Weiter ber�cksichtigte das Verwaltungsgericht, dass der Arzt, der sub clavia habe punktieren wollen, die fragliche Methode bereits mehr als 100 mal angewandt habe, sodass es sich dabei um einen ausgesprochenen Routineeingriff gehandelt habe. Dass der Beschwerdef�hrer in Kenntnis dieser Fakten eine Subclavia-Punktion abgelehnt und stattdessen auf der Durchf�hrung einer Jugularis-Punktion bestanden h�tte, erschien dem Verwaltungsgericht vor diesem Hintergrund als h�chst unwahrscheinlich. Es ging daher von der hypothetischen Einwilligung des Beschwerdef�hrers bei umfassender Risikoaufkl�rung aus, wobei es offen liess, ob tats�chlich eine hinreichende Risikoaufkl�rung stattgefunden hat.
4.2.1 Die in der staatsrechtlichen Beschwerde vorgebrachte R�ge, die Annahme der Richtigkeit der Aussagen des punktierenden Arztes durch das Verwaltungsgericht sei nicht vertretbar, f�llt ins Leere, hat doch das Verwaltungsgericht gerade nichts derartiges festgestellt.
4.2.2 Der Beschwerdef�hrer h�lt sodann die Annahme hypothetischer Einwilligung bei geh�riger Risikoaufkl�rung f�r willk�rlich. Er f�hrt aus, das Verwaltungsgericht habe verkannt, dass die beiden Subclavia-Punktionsversuche rechts und links zwei r�umlich und zeitlich getrennte Eingriffe mit unterschiedlichem Risikopotential darstellten. Daher h�tte vor dem zweiten Punktionsversuch eine neue Risikoaufkl�rung stattfinden oder bei der ersten Aufkl�rung �ber die Verf�nfeinhalbfachung des Risikos bei einem allf�lligen zweiten Subclavia-Punktionsversuch orientiert werden m�ssen. Zum zweiten Punktionsversuch h�tte der Beschwerdef�hrer jedenfalls bei geh�riger Aufkl�rung seine Einwilligung nicht erteilt.
Nach dem angefochtenen Urteil ist der Beschwerdegegnerin mit Bezug auf die Durchf�hrung des zweiten Punkionsversuchs ein Verstoss gegen die Regeln der �rztlichen Sorgfaltspflicht vorzuwerfen (E. 5 hiernach). Insoweit hat es somit keine die Widerrechtlichkeit ausschliessende Einwilligung angenommen. Im �brigen geht aus dem angefochtenen Urteil nicht hervor und der Beschwerdef�hrer zeigt nicht auf, dass er sich vor Verwaltungsgericht darauf berufen h�tte, zu einer pflichtgem�ssen Aufkl�rung habe es geh�rt, die Risiken eines zweiten Punktionsversuchs speziell hervorzuheben. Soweit der Beschwerdef�hrer mit diesem Einwand dem Verwaltungsgericht Willk�r bei der Beurteilung des Nachweises hypothetischer Einwilligung vorwerfen will, ist er damit nicht zu h�ren.
Nach dem angefochtenen Urteil bedeutete es eine Verletzung der �rztlichen Sorgfaltspflicht, dass der zweite Punktionsversuch ohne Einschaltung einer Beobachtungspause nach dem ersten erfolgte. Indes bezweifelte das Verwaltungsgericht, ob zwischen der verletzten Sorgfaltspflicht und "der Art des eingetretenen Schadens" ein hinreichender Rechtswidrigkeitszusammenhang besteht. Es entschied die Frage aber nicht abschliessend, ebenso wenig wie jene nach dem nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen der pflichtwidrigen Unterlassung, d.h. dem Verzicht auf das Einlegen einer Behandlungspause nach dem ersten Punktionsversuch, und dem eingetretenen Schaden, wobei das Verwaltungsgericht auch das Vorliegen dieser Haftungsvoraussetzung f�r fraglich hielt. Das �bersieht der Beschwerdef�hrer, wenn er davon ausgeht, das Verwaltungsgericht anerkenne, dass der zweite Subclavia-Punktionsversuch im nat�rlichen Sinne f�r die erlittenen Hirninfarkte kausal gewesen sei. Den nat�rlichen Kausalzusammenhang erachtete das Verwaltungsgericht einzig zwischen "den Punktionsversuchen", d.h. zwischen dem gesamten Eingriff von Dr. D.________ und dem Schadenseintritt, f�r erstellt, worauf es aber nach dem angefochtenen Urteil mit Blick auf die Haftung der Beschwerdegegnerin nicht ankommt, da ein Arzt keinen bestimmten Erfolg, sondern lediglich vorschriftsgem�sses Vorgehen schuldet. Soweit der Beschwerdef�hrer sodann ausf�hrt, das Verwaltungsgericht habe die Haftung wegen Fehlens des Rechtswidrigkeitszusammenhangs verneint, sind seine Vorbringen nach dem Gesagten ebenfalls gegenstandslos.
Ausschlaggebender Umstand f�r die Abweisung der Klage bildet nach dem angefochtenen Urteil die Unvorhersehbarkeit des Schadenseintritts. Das Verwaltungsgericht entnahm den unbestrittenen Feststellungen im Gutachten, dass das dem vorgenommenen Eingriff immanente Risiko, wie es sich im vorliegenden Falle verwirklicht hat - Embolie und Hirninfarkt infolge irrt�mlicher Punktion der Arterie - praktisch unbekannt, jedenfalls aber ausserordentlich selten ist. Selbst bei vollst�ndiger Kenntnis der zur Zeit des Zwischenfalls zug�nglichen einschl�gigen Fachliteratur w�re das sch�digende Ereignis als Folge der Nichteinschaltung der bei Punktionen vor dem Seitenwechsel vorgeschriebenen Pause nicht voraussehbar gewesen. Aus diesen Gr�nden sprach das Verwaltungsgericht dem nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen der Sorgfaltswidrigkeit des Arztes und dem eingetretenen Schaden, sollte ein solcher Kausalzusammenhang denn bestehen, die Ad�quanz ab.
Inwiefern das Verwaltungsgericht bei der Beurteilung der Ad�quanz von einem willk�rlich ermittelten Sachverhalt ausgegangen w�re oder den Rechtsbegriff der Ad�quanz willk�rlich angewandt h�tte, zeigt der Beschwerdef�hrer nicht auf. Soweit er sich darauf beruft, auch seltene Kausalverl�ufe k�nnten ad�quat sein, verkennt er, dass das Verwaltungsgericht die Ad�quanz zur Hauptsache mit der mangelnden Voraussehbarkeit des eingetretenen Schadens als Folge der Pflichtverletzung verneint hat. Da nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts die objektive Voraussehbarkeit ein entscheidendes Kriterium darstellt (BGE 112 II 439 E. 1d S. 442 mit Hinweisen; Urteil 6S.55/2005 vom 18. Mai 2005, E. 5.1), kann von einer Missachtung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung keine Rede sein. Soweit der Beschwerdef�hrer vorbringt, der Arzt h�tte mit der Verfrachtung eines Embolus ins Gehirn mit der Folge eines Hirninfarkts rechnen m�ssen, setzt er seinen eigenen Standpunkt schlicht demjenigen des Verwaltungsgericht gegen�ber, ohne auch nur ansatzweise aufzuzeigen, inwiefern der behandelnde Arzt mit Zuwarten vor der zweiten Punktion das Risiko eines Hirninfarkts verringert h�tte.
Insgesamt erweist sich die staatsrechtliche Beschwerde als unbegr�ndet und ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Ausgangsgem�ss wird der Beschwerdef�hrer kosten- und entsch�digungspflichtig (Art. 156 Abs. 1 und Art. 159 Abs. 2 OG).
Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 7'000.-- wird dem Beschwerdef�hrer auferlegt.
Der Beschwerdef�hrer hat die Beschwerdegegnerin f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 8'000.-- zu entsch�digen.