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Timestamp: 2016-10-26 04:15:55
Document Index: 344730230

Matched Legal Cases: ['Art. 36', 'Art. 29', 'Art. 26', 'Art. 19', 'Art. 86', 'Art. 88', 'BGE', 'Art. 9', 'BGE', 'BGE', 'Art. 29', 'BGE', 'Art. 37', 'Art. 38', 'Art. 37', 'Art. 99', 'BGE', 'BGE', 'Art. 90', 'Art. 75', 'Art. 26', 'Art. 19', 'Art. 19', 'Art. 22', 'BGE', 'Art. 156']

1P.213/2000 (06.09.2000)
1P.213/2000/odi
Ersatzrichterin Geigy-Werthemann und Gerichtsschreiber Steinmann.
Gian Peider Gianom, Mottapitschna, Scuol, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Domenic Gross, Laret 38, Pontresina,
Jachen und Peder Andri E g l e r, Mottapitschna, Scuol, Beschwerdegegner, Gemeinde Scuol, vertreten durch Rechtsanwalt Armon Vital, Chasa Suot Vi, Scuol, Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden, Kammer 4,
Baueinsprache, hat sich ergeben:
A.- Am 7. Juli 1999 stellten Jachen und Peder Andri Egler bei der Baubeh�rde Scuol ein Baugesuch f�r die Errichtung eines Garagenanbaus mit Holzschopf auf Parzelle Nr. 1790 im Gebiet des Quartierplans Mottapitschna in Scuol.
Gegen das Bauvorhaben erhob Gian Peider Gianom, Eigent�mer der Parzelle Nr. 1110, Einsprache mit der Begr�ndung, das zur �berbauung vorgesehene Gel�nde sei weder im Quartierplan vom 29. Juli 1974 noch in den nachfolgenden Vereinbarungen zur Bebauung vorgesehen. Ferner verwies er auf den Bauabstand zur Strasse.
Mit Einsprache- und Baubescheid vom 6. September 1999 entsprach der Gemeinderat Scuol dem Baugesuch und wies die Einsprache von Gian Peider Gianom vollumf�nglich ab. Der Gemeinderat f�hrte u.a. aus, massgeblich seien die Abstandsvorschriften gem�ss dem Quartierplan Mottapitschna von 1974, dem Baulinienplan von 1987 und dem Baugesetz (Art. 36 Abs. 2); demnach habe die projektierte Baute gegen�ber der Strassenparzelle Nr. 1107 einen Abstand von 3 m und gegen�ber der n�rdlich davon gelegenen Parzelle Nr. 1789 (Felix) ebenfalls einen Abstand von 3 m einzuhalten. Die Baubewilligung wurde deshalb an die Bedingung gekn�pft, dass der Grenzabstand gegen�ber der Parzelle Nr. 1789 den gesetzlichen Bestimmungen (3 m) entsprechen m�sse.
B.-Gegen diesen Bau- und Einspracheentscheid erhob Gian Peider Gianom Rekurs an das Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden. Zur Begr�ndung machte er im Wesentlichen geltend, der geplante Garagenanbau bewirke eine Verengung der Erschliessungsstrasse und behindere oder verunm�gliche die Zufahrt zu seiner eigenen Parzelle. Das Bauvorhaben widerspreche im �brigen der �ffentlichrechtlichen Vereinbarung, welche integrierender Bestandteil des Quartierplans Mottapitschna ist.
Mit Entscheid vom 18. Februar 2000 wies die 4. Kammer des Verwaltungsgerichts den Rekurs ab. In der Begr�ndung wurde dargelegt, im Quartierplan Mottapitschna aus dem Jahre 1974 seien keine genauen Baustandorte ausgeschieden worden.
1987 sei f�r das gesamte Quartierplangebiet ein �berarbeiteter Baulinienplan erlassen worden. Die geplante Garagenbaute halte sowohl zur Strassenparzelle Nr. 1107 im Westen als auch zur angrenzenden Parzelle Nr. 1789 im Norden einen Strassen- bzw. Grenzabstand von mindestens 3 m ein. Es sei zwar richtig, dass die Wegstrecke im Bereich der Parzelle Nr. 1790 in der dritten Dimension kanalisiert werde, indem seitlich entlang des s�dlichen Fahrbahnrandes eine Garagenmauer aufgezogen werde. Die Verkehrsfl�che werde dadurch aber nicht geschm�lert, da die geteerte Fahrbahnfl�che davon unber�hrt bleibe und die Neubaute (inkl. Dachvorsprung) vollumf�nglich ausserhalb des einzuhaltenden Grenzabstandes zur Parzelle Nr. 1789 zu stehen komme. Eine drei Meter breite Zufahrtsschneise gew�hrleiste die Befahrbarkeit der Weganlage zur Parzelle des Rekurrenten. Diese diene ab Strassenparzelle Nr. 1107 einzig der Erschliessung der zwei Parzellen Nr. 1791 und Nr. 1110.
C.- Gegen diesen Entscheid des Verwaltungsgerichts hat Gian Peider Gianom am 3. April 2000 staatsrechtliche Beschwerde beim Bundesgericht eingereicht und dessen Aufhebung beantragt. Der Beschwerdef�hrer macht eine Verletzung von Art. 29 BV geltend, weil das Verwaltungsgericht keinen Augenschein durchgef�hrt habe und zur ger�gten Entfernung der Bauprofile nicht Stellung genommen habe. Weiter r�gt er eine Verletzung der Eigentumsgarantie im Sinne von Art. 26 BV, da mit der Erteilung der Baubewilligung sein Fuss- und Fahrwegrecht beeintr�chtigt werde. Ferner beanstandet er, es sei keine hinreichende Zufahrt im Sinne von Art. 19 RPG gew�hrleistet.
Als willk�rlich erachtet er schliesslich, dass die Baubewilligung erteilt werde, obwohl der Quartierplan Mottapitschna aus dem Jahr 1974 im Bereiche des Bauprojektes keine Baute vorsehe.
Die Baugesuchsteller Jachen Egler und Peder Andri Egler beantragen als Beschwerdegegner sinngem�ss die Abweisung der Beschwerde. Denselben Antrag stellt die Gemeinde Scuol. Das Verwaltungsgericht hat auf eine Vernehmlassung verzichtet und schliesst auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten werden k�nne.
D.- Mit Verf�gung vom 12. Mai 2000 ist der Beschwerde aufschiebende Wirkung zuerkannt worden.
1.- Der angefochtene Entscheid des Verwaltungsgerichts stellt einen letztinstanzlichen kantonalen Entscheid im Sinne von Art. 86 und 87 OG dar und kann mit staatsrechtlicher Beschwerde angefochten werden.
Eigent�mer benachbarter Grundst�cke sind nach Art. 88 OG befugt, Baubewilligungen anzufechten, soweit sie die Verletzung von Bauvorschriften geltend machen, die ausser den Interessen der Allgemeinheit auch oder in erster Linie dem Schutz der Nachbarn dienen. Zus�tzlich m�ssen sie dartun, dass sie sich im Schutzbereich der Vorschriften befinden und durch die behaupteten widerrechtlichen Auswirkungen der Bauten betroffen werden (BGE 118 Ia 232 E. 1a S. 234, mit Hinweisen). An dieser Rechtsprechung ist auch unter Art. 9 BV festgehalten worden (vgl. BGE 126 I 81 sowie nicht ver�ffentlichtes Urteil vom 9. Juni 2000 i.S. M.).
Der Beschwerdef�hrer macht neben der Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Geh�r geltend, durch den geplanten Garagenanbau werde die Zufahrt zu seinem Grundst�ck beeintr�chtigt und in sein grunddienstbarkeitsrechtlich gesichertes Zufahrtsrecht eingegriffen. Erschliessungsvorschriften dienen nicht ausschliesslich den Interessen der Allgemeinheit, sondern auch Privaten und Nachbarn, welche die fraglichen Zufahrten ben�tzen (BGE 115 Ib 347 E. 1c/bb S. 353, 112 Ia 88 E. 1b S. 90). Der Beschwerdef�hrer kann sich zudem auf seine dingliche Berechtigung berufen. Er ist daher zur Beschwerde legitimiert.
2.-Der Beschwerdef�hrer wirft dem Verwaltungsgericht vorerst eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Geh�r vor, weil es keinen Augenschein vorgenommen habe und auf gewisse von ihm erhobene Einw�nde nicht eingegangen sei.
a) Der Umfang des Geh�rsanspruchs wird zun�chst durch die kantonalen Verfahrensvorschriften bestimmt. Deren Anwendung pr�ft das Bundesgericht unter dem Gesichtswinkel der Willk�r. Hingegen pr�ft es mit freier Kognition, ob der aus Art. 29 BV fliessende Anspruch auf rechtliches Geh�r verletzt sei (BGE 126 I 15 E. 2a, mit Hinweisen).
b) Der Beschwerdef�hrer macht geltend, das Verwaltungsgericht habe dadurch, dass es keinen Augenschein vorgenommen hat, den Sachverhalt nicht richtig abgekl�rt und nicht richtig abkl�ren k�nnen. Er beruft sich hierf�r auf Art. 37 des Gesetzes �ber die Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton Graub�nden (Verwaltungsgerichtsgesetz, VGG). Danach hat das Verwaltungsgericht den Sachverhalt von Amtes wegen zu ermitteln. Art. 38 VGG sieht den Augenschein als ordentliches Beweismittel vor.
Der Beschwerdef�hrer hat im kantonalen Verfahren keinen Augenschein beantragt. Die in Art. 37 VGG vorgeschriebene Ermittlung des Sachverhalts von Amtes wegen setzt zwar keinen solchen Antrag voraus, falls die Durchf�hrung eines Augenscheins f�r die Ermittlung des Sachverhalts erforderlich ist. Das Verwaltungsgericht hatte sich jedoch mit der vorliegend zur Diskussion stehenden Erschliessungsstrasse bereits in einem fr�heren Verfahren (Verfahren VGE 551/ 93) zu befassen und hatte damals einen Augenschein vorgenommen.
Im angefochtenen Entscheid hat es auf dieses Verfahren Bezug genommen. Der Beschwerdef�hrer hat diesen Entscheid im vorliegenden Verfahren vor Verwaltungsgericht selbst als Beweismittel eingereicht.
Das Verwaltungsgericht durfte im jetzigen Verfahren ohne Willk�r davon ausgehen, durch den fr�heren Augenschein und die vorliegenden Photos und Pl�ne sei der Sachverhalt gen�gend abgekl�rt, und demnach von der Durchf�hrung eines nochmaligen Augenscheins absehen. W�re der Beschwerdef�hrer der Ansicht gewesen, durch die Profile h�tten sich f�r das vorliegende Verfahren konkrete neue Erkenntnisse gewinnen lassen, h�tte es an ihm gelegen, dem Verwaltungsgericht einen konkreten Antrag auf Wiedererrichtung der Profile zu stellen. Der Beschwerdef�hrer hat im kantonalen Verfahren nur erkl�rt, trotz der in Art. 99 Abs. 3 Baugesetz Gemeinde Scuol vorgesehenen Verpflichtung f�r die Bauinteressenz, die Profile bis zum Vorliegen einer rechtskr�ftigen Baubewilligung stehen zu lassen, seien diese vor geraumer Zeit entfernt worden. Damit hat der Beschwerdef�hrer weder die Entfernung der Profile konkret ger�gt noch hat er einen Antrag auf Wiedererrichtung der Profile gestellt. Der Beschwerdef�hrer legt dar�ber hinaus nicht dar, welche Umst�nde genau in Anbetracht der bereits entfernten Bauprofile h�tten bewiesen werden sollen. Bei dieser Sachlage kann dem Verwaltungsgericht nicht vorgeworfen werden, in willk�rlicher Anwendung der Bestimmungen des Verwaltungsgerichtsgesetz von einem Augenschein abgesehen zu haben.
c) Der Anspruch auf rechtliches Geh�r umfasst u.a.
das Recht, mit erheblichen Beweisantr�gen geh�rt zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu �ussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 126 I 15 E. 2a/aa S. 16, mit Hinweisen). Daraus folgt f�r die entscheidende Beh�rde die Pflicht, rechtzeitig und formrichtig angebotene Beweismittel abzunehmen, soweit diese f�r die Entscheidung erheblich und tauglich sind. Vorliegend hat der Beschwerdef�hrer im kantonalen Verfahren keinen Augenschein beantragt. Die Nichtdurchf�hrung eines Augenscheins durch das Verwaltungsgericht stellt daher keine Verletzung des Geh�rsanspruchs des Beschwerdef�hrers dar.
d) Aus dem Anspruch auf rechtliches Geh�r folgt ferner die grunds�tzliche Pflicht der Beh�rden, ihren Entscheid zu begr�nden. Die Begr�ndung eines Entscheids muss so abgefasst sein, dass der Betroffene ihn gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann (BGE 123 I 31 E. 2c S. 34, mit Hinweisen).
Da der Beschwerdef�hrer im kantonalen Verfahren auf die Entfernung der Profile nur hingewiesen und diese nicht konkret ger�gt hatte, hat das Verwaltungsgericht seine Begr�ndungspflicht nicht verletzt, indem es sich mit der Entfernung der Profile nicht auseinander setzte. Der Beschwerdef�hrer war auch ohne diesbez�gliche Ausf�hrungen in der Lage, den Entscheid des Verwaltungsgerichts sachgerecht anzufechten.
Die in der Begr�ndung der Beschwerde erhobene Behauptung, dass die Profile nicht mit den Baueingabeunterlagen �bereinstimmten, ist neu und daher im staatsrechtlichen Beschwerdeverfahren unzul�ssig.
e) Der Beschwerdef�hrer beantragt im bundesgerichtlichen Verfahren die Durchf�hrung eines Augenscheins. Die Akten enthalten indessen alle notwendigen Sachverhaltselemente, weshalb ein Augenschein nicht erforderlich ist.
3.- Der Beschwerdef�hrer beruft sich in seiner Beschwerde in verschiedener Hinsicht auf den Quartierplan Mottapitschna.
a) Der Beschwerdef�hrer wirft dem Verwaltungsgericht vor, es habe sich mit der �ffentlichrechtlichen Vereinbarung aus dem Jahre 1992 nicht auseinander gesetzt.
Diese Vereinbarung stelle einen integrierenden (�ffentlichrechtlichen) Bestandteil des Quartierplans dar und h�tte daher auch im vorliegenden Verfahren Anwendung finden m�ssen.
Der Beschwerdef�hrer unterl�sst es indessen, in einer den Anforderungen von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG gen�genden Weise darzulegen, in welcher Hinsicht die Vereinbarung konkret h�tte ber�cksichtigt werden m�ssen und inwiefern deren Nichtber�cksichtigung ihn in seiner Rechtsposition verletzt habe. Bei dieser Sachlage kann auf diese R�ge nicht n�her eingegangen werden.
b) Das Verwaltungsgericht hat den Quartierplan Mottapitschna aus dem Jahre 1974 als sehr rudiment�r und in verschiedener Hinsicht l�ckenhaft bezeichnet. Es f�hrte insbesondere aus, dass keine genauen Baustandorte ausgeschieden worden seien, welche das Bauen nur innerhalb der daf�r vorgesehenen Geb�udegrundrisse erlaubt h�tten. Einschr�nkungen erg�ben sich lediglich durch "Baulinien" am Rande der vorgesehenen Strassenk�rper, welche die der Erschliessung der Baugrundst�cke dienenden Landstreifen festlegen. Es spreche daher nichts f�r die Auffassung des Beschwerdef�hrers, dass die Baustandorte abschliessend festgelegt seien und auf den �brigen Fl�chen ein Bauverbot herrsche.
Demgegen�ber wirft der Beschwerdef�hrer dem Verwaltungsgericht konkret vor, es habe willk�rlich die Existenz von so genannten Baufenstern verneint. Hierf�r macht er geltend, das im Jahre 1974 in Kraft stehende Baurecht der Gemeinde Scuol habe das Institut des Quartierplanes respektive des Gestaltungsplanes vorgesehen. Gem�ss dem heute in Kraft stehenden Baugesetz der Gemeinde habe sich an den Quartierplanungsgrunds�tzen im Vergleich zu 1974 nichts ge�ndert.
Gem�ss Art. 75 Abs. 2 der Bauordnung Scuol vom 23. Januar 1983, revidiert am 29. November 1998, bestehe der Quartierplan zwingend mindestens aus den Quartierplanvorschriften, dem Gestaltungsplan und dem Erschliessungsplan.
Aus diesen gesetzlichen Anforderungen an einen Quartierplan ergibt sich entgegen der Ansicht des Beschwerdef�hrers indessen nicht, dass der Quartierplan Mottapitschna diese Anforderungen auch tats�chlich erf�llt. Gem�ss der vom Beschwerdef�hrer zitierten Fassung von Art. 26 der damals in Kraft stehenden Bauordnung der Gemeinde Scuol wurde klar unterschieden zwischen dem Quartierplan einerseits, der die zweckm�ssige Erschliessung eines Quartiers festlegt, und dem Gestaltungsplan andererseits, der die Gestaltung des Quartiers regelt. Die Gemeinde hat in ihrer Vernehmlassung dargelegt, dass seinerzeit auf den Erlass eines detaillierten Gestaltungsplanes mit genau definierten Standorten bewusst verzichtet wurde und eine seitherige Revision insbesondere bez�glich Gestaltung nicht erfolgt ist.
Auch sonst ergeben sich aus dem Plan und den gesetzlichen Bestimmungen keine Hinweise darauf, dass im Quartierplangebiet genau definierte Baustandorte festgelegt worden seien und daher nur in ganz bestimmten Bereichen gebaut werden d�rfte. Das Verwaltungsgericht hat denn auch darauf hingewiesen, dass der Beschwerdef�hrer selber auf seiner Parzelle Nr. 1110 eine grossz�gige und freistehende Doppelgarage erstellt hatte, ohne sich um Baustandorte im Quartierplan zu k�mmern. Daran vermag der Umstand nichts zu �ndern, dass der Beschwerdef�hrer hierf�r eine f�rmliche Baubewilligung erhalten hatte. Schliesslich ergibt sich auch aus dem vom Beschwerdef�hrer zitierten Entscheid des Bundesgerichts (ZBl 99/1998 S. 444) nichts anderes, da hier genau definierte Baufenster festgelegt waren, die ihrerseits den Waldabstand gem�ss dem eidgen�ssischen Waldgesetz einzuhalten hatten.
Die Annahme des Verwaltungsgerichts, im Quartierplan Mottapitschna seien keine genauen Baustandorte ausgeschieden, kann daher nicht als willk�rlich bezeichnet werden. Insoweit erweist sich die Beschwerde als unbegr�ndet.
4.- a) Das Verwaltungsgericht hat im angefochtenen Urteil ausgef�hrt, eine 3 m breite Zufahrtsschneise biete objektiv genug Gew�hr, dass die Befahrbarkeit jener Weganlage �ber Parzelle Nr. 1790 selbst f�r Kleinbusse und Lieferwagen m�glich bleibt. Es hat daran anschliessend auf seine im fr�heren Verfahren (VGE 551/93) ge�usserte Auffassung hingewiesen, dass die im Bereich der Parzelle Nr. 1791 gemessene Fahrwegbreite von 2,67 m ausreiche, um sogar Lastwagen ohne grosse Probleme bis zur Liegenschaft Gianom einfahren zu k�nnen. Dieser Einsch�tzung gebe es aus verkehrspolizeilicher Sicht vorliegend nichts beizuf�gen, zumal jene Lagebeurteilung auf einem Augenschein vor Ort beruhte und damals unangefochten blieb.
Dem h�lt der Beschwerdef�hrer nun entgegen, vorliegend w�rde das Dach des geplanten Garageanbaus in den Strassenbereich hineinragen. Er beruft sich dabei auf den Baueingabeplan, Teilpl�ne Ostfassade und Westfassade, sowie auf die Beschwerde des privaten Beschwerdegegners Jachen Egler an den Bezirksgerichtspr�sidenten vom 13. Januar 2000 im Verfahren der privatrechtlichen Baueinsprache des vorliegenden Beschwerdef�hrers. In dieser Eingabe hat Jachen Egler ausgef�hrt, aus den Pl�nen sei beim Grundriss klar ersichtlich, "dass der Abstand von 3 m f�r das Wegrecht eingehalten wird. Einzig ein kleiner Fehler beim Dachvorsprung k�nnte allenfalls Anlass zu Unsicherheiten geben ...".
b) Auf den Pl�nen der Ostfassade und der Westfassade l�sst sich am Dach des geplanten Garagenanbaus jeweils ein kleiner Vorsprung feststellen, der in die Strasse hineinzuragen scheint. Ob daraus zwingend hervorgeht, dass damit ein Mindestabstand von 3 m von der n�rdlich gelegenen Parzelle Nr. 1789 nicht mehr eingehalten w�re, was die Gemeindebeh�rden gem�ss ihrer Vernehmlassung bezweifeln, kann offen bleiben. Entscheidend ist vielmehr, dass die Baubewilligung unter der ausdr�cklichen Bedingung erteilt wurde, der Grenzabstand gegen�ber der Parzelle Nr. 1789 habe den gesetzlichen Bestimmungen von 3 m zu entsprechen. Der Beschwerdef�hrer hat sich mit dieser an die Erteilung der Baubewilligung gekn�pften Bedingung nicht auseinander gesetzt und insbesondere nicht geltend gemacht, diese Bedingung entspreche nicht den gesetzlichen Bestimmungen oder sie sei unklar. Der Formulierung dieser Bedingung ist zwar nicht ausdr�cklich zu entnehmen, dass damit der gesamte Bau inklusive Vord�chlein gemeint ist. Dass der Grenzabstand auch von einem Vord�chlein einzuhalten ist, legt das Verwaltungsgericht seinem Urteil zugrunde und wird auch in der Vernehmlassung der Gemeinde Scuol pr�zisiert und klar festgehalten.
Davon gehen auch die Beschwerdegegner in ihrer Vernehmlassung sowie in der erw�hnten Eingabe vom 13. Januar 2000 aus.
Es ist daher klarerweise davon auszugehen, dass der Grenzabstand von 3 m durch den geplanten Garagenneubau gesamthaft respektiert wird. Bei dieser Sachlage ist nicht entscheidend, ob die Baubeh�rden das Baugesuch willk�rlich verstanden und ausgelegt haben, wie der Beschwerdef�hrer meint.
Es kann demnach nicht als willk�rlich betrachtet werden, wenn das Verwaltungsgericht im Sinne der ausdr�cklichen Bedingung zur Baubewilligung von der Einhaltung eines Grenzabstandes von 3 m ausgegangen ist. Der Beschwerdef�hrer legt im �brigen nicht dar, dass dieser tats�chlich einzuhaltende Abstand im Widerspruch zu gesetzlichen Bestimmungen stehen und ihn in der Zufahrt zu seiner eigenen Parzelle beeintr�chtigen soll.
5.- Schliesslich wirft der Beschwerdef�hrer dem Verwaltungsgericht vor, im angefochtenen Urteil Art. 19 des Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979 �ber die Raumplanung (RPG; SR 700) verletzt zu haben. Mit der geplanten Baute k�nne keine hinreichende Erschliessung mehr garantiert werden.
a) Art. 19 RPG enth�lt eine allgemeine Bestimmung �ber die Erschliessung von Bauland. Gem�ss Art. 22 Abs. 2 lit. b RPG, auf den sich der Beschwerdef�hrer allerdings nicht ausdr�cklich beruft, ist Voraussetzung einer Baubewilligung, dass das Land erschlossen ist. Im vorliegenden Fall ist das Land, auf dem der geplante Garagenanbau erstellt werden soll, unbestrittenermassen erschlossen. Der Beschwerdef�hrer macht jedoch sinngem�ss geltend, durch diesen Garagenanbau werde die Erschliessung seines eigenen Landes beeintr�chtigt, indem die dazu f�hrende Strasse zwischen dem Anbau und der gegen�berliegenden B�schung (Parzelle Nr. 1789) kanalisiert werde.
b) Die Anforderungen an die Erschliessung richten sich nach der beanspruchten Nutzung des Grundst�cks und nach den massgeblichen Umst�nden im Einzelfall (vgl. BGE 116 Ib 159 E. 6b S. 166; Walter Haller/Peter Karlen, Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht, 3. Aufl. 1999, Rz. 575). In diesem Sinne hat das Verwaltungsgericht im angefochtenen Entscheid festgestellt, das zur Diskussion stehende Strassenst�ck beschr�nke sich ausschliesslich auf die Erschliessung zweier Privath�user, ohne dem breiten Publikumsverkehr offen zu stehen. Der Beschwerdef�hrer h�lt dem entgegen, ausser den Familien der Grundeigent�mer Gianom und Kienz werde die Strasse auch "von deren Mietern, Ferieng�sten, Touristen, Lieferanten usw. ben�tzt"; die Ben�tzung der Erschliessungsstrasse sei nie auf einen gewissen Personen- bzw. Ben�tzerkreis beschr�nkt worden. Dies mag zutreffen, vermag aber nichts daran zu �ndern, dass das Str�sschen - auch ohne entsprechende Signalisation - nur einem beschr�nkten Personenkreis als Zufahrt zu den Liegenschaften Kienz und Gianom dient und die entsprechende Feststellung des Verwaltungsgerichts jedenfalls nicht willk�rlich ist.
c) Das in Frage stehende Erschliessungsstr�sschen hat gem�ss dem fr�heren Entscheid des Verwaltungsgerichts (VGE 551/93) im Bereich der Parzelle Nr. 1791 nur eine Fahrwegbreite von 2,67 m, worauf das Verwaltungsgericht im angefochtenen Entscheid hingewiesen hat. Diese Breite steht im vorliegenden Verfahren nicht mehr zur Diskussion. Der Beschwerdef�hrer legt im �brigen auch nicht dar, es h�tten sich aus dieser Breite von nur 2,67 m je Schwierigkeiten hinsichtlich der Zufahrt zu seiner Parzelle ergeben. Nachdem davon auszugehen ist, dass der geplante Garagenanbau durchwegs eine Fahrwegbreite von 3 Metern frei l�sst, erscheint die Annahme des Verwaltungsgerichts, die Erschliessung der Parzelle des Beschwerdef�hrers werde durch diesen Anbau nicht beeintr�chtigt, nicht als willk�rlich.
6.-Schliesslich beanstandet der Beschwerdef�hrer die Feststellungen des Verwaltungsgerichts hinsichtlich der Errichtung der Garagenmauer auf der bestehenden St�tzmauer und hinsichtlich der Errichtung einer Sickerleitung f�r Meteor- und Schmelzwasser als unzutreffend und willk�rlich. Der Beschwerdef�hrer legt jedoch nicht dar, inwiefern er beziehungsweise die Ben�tzer seiner Liegenschaft dadurch betroffen sein sollen. Auf diese R�gen ist daher nicht einzutreten.
7.- Zusammenfassend erweist sich die staatsrechtliche Beschwerde als unbegr�ndet. Sie ist daher abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
Bei diesem Ausgang des bundesgerichtlichen Verfahrens hat der Beschwerdef�hrer dessen Kosten zu tragen (Art. 156 Abs. 1 OG). Es sind keine Parteientsch�digungen zuzusprechen.
3.- Dieses Urteil wird den Parteien, der Gemeinde Scuol und dem Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden, Kammer 4, schriftlich mitgeteilt.