Source: https://www.cordon-bleu-du-saint-esprit.eu/de/satzung/23-der-orden
Timestamp: 2020-08-06 09:31:04
Document Index: 281157248

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 3', '§ 2', '§ 4', '§ 9', '§ 10', '§ 26', '§ 11', '§ 12', '§ 13', '§ 15', '§ 16']

Cordon Bleu Du Saint Esprit - Der Orden
Der Orden führt den Namen:
"INTERNATIONALER ORDEN CORDON BLEU DU SAINT ESPRIT e.V." (Kurzform: „CBdSE“)
Die Wortmarke 30626535 und die Bildmarke 30626536 sind markenrechtlich geschützt.
Der CBdSE hat seinen Sitz in Erfurt.
Der CBdSE beruft sich auf die Tradition der christlichen europäischen Orden vom Heiligen Geist, insbesondere die des von König Heinrich III. von Frankreich 1579 gegründeten Ordens und überträgt diese Tradition in die heutige Zeit. Die Gründung erfolgte im Jahre 1969 in Landau in der Pfalz.
Der CBdSE arbeitet international, politisch, rassisch und konfessionell neutral.
Die Amtssprache des CBdSE ist Deutsch.
Das Geschäftsjahr des CBdSE ist das Kalenderjahr.
§ 2 Zwecksetzung
Der CBdSE unterstützt völkerverbindende, kulturelle und humanitäre Bestrebungen im In- und Ausland und fördert die Pflege ritterlicher Traditionen und Tugenden.
Hilfsleistungen für humanitäre Zwecke im In- und Ausland
Unterstützung kirchlicher und sozialer Einrichtungen
Unterstützung von Projekten zur Pflege der Bildung, der Kultur und des Denkmalschutzes
Durchführung von kulturellen und geselligen Veranstaltungen (z.B. Soireé)
Durchführung von Veranstaltungen zur Pflege länderübergreifender Kontakte und Freundschaften
Pflege der Kontakte zu anderen Ordensgemeinschaften
Mittel des CBdSE dürfen nur für satzungsgemäße Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Gewinnanteile und auch keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln des CBdSE. Der CBdSE verwendet seine Mittel weder für die unmittelbare, noch für die mittelbare Förderung oder Unterstützung politischer Parteien. Die Mitglieder erhalten bei ihrem Ausscheiden oder bei der Auflösung oder Aufhebung des CBdSE weder Kapitalanteile noch den gemeinen Wert ihre geleisteten Sacheinlagen zurück.
Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des CBdSE fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.
In der Ordensregierung ehrenamtlich tätige Personen haben nur Anspruch auf Ersatz nachgewiesener Auslagen.
§ 3 Gliederung in Komtureien
Der CBdSE ist in Komtureien untergliedert. Eine Komturei ist der Zusammenschluss aller Ordensangehörigen in einem Territorium. Eine Komturei sollte mindestens sieben Ordensangehörige aufweisen.
Die Komtureien organisieren sich in ihrem Territorium eigenständig. Die Komturei wird von einem Komtur geleitet. Der Komtur und ggf. Vize-Komtur werden von den Komtureiangehörigen nach den Regeln der jeweiligen Komturei gewählt und vom Großmeister im Generalkonvent verpflichtet. Jeder Komtur und Vizekomtur sind Mitglieder des Ordenskapitels.
Haben die Komtureien außerhalb Deutschlands eine eigene Rechtspersönlichkeit, so richtet sich die Mitgliedschaft der Ordensangehörigen nach dem Recht des Gründungsstaates. Die Komturei selbst wird korporatives Mitglied des Ordens. Sie muss, soweit nach ihrem Heimatrecht rechtlich zulässig, folgende Regelungen in ihre Satzung aufnehmen:
Aufnahme von Mitgliedern nur in der Regel durch Ritterschlagung durch den Großmeister im Rahmen des Generalkonventes.
Ernennung von Ehrenmitgliedern nach Beschluss durch die Ordensregierung.
Anerkennung der Satzung und der in der Geschäftsordnung festgelegten Regeln des (Mutter) Ordens.
Verzicht auf den Namen „Cordon Bleu de Saint Esprit“ und auf die Insignien bei Auflösung oder Austritt aus dem (Mutter) Orden.
Durch Verlust der korporativen Mitgliedschaft im (Mutter)Orden verliert die Komturei das Recht, den Namen und die Insignien zu führen. Die Mitglieder werden dann von der Ordensregierung betreut.
Jede Komturei sollte jährlich Aktivitäten im Sinne des § 2 der Satzung durchführen und gegenüber der Ordensregierung berichten.
§ 4 Ordentliche Mitgliedschaft (Ritterschlag)
Ordentliches Mitglied kann jede volljährige Person werden, die die Ziele des Ordens anerkennt, sich seiner Disziplin unterwirft und bereit ist, für den Orden tätig zu werden. Voraussetzung für die Aufnahme in den Orden ist eine erfolgreiche berufliche und ehrenamtliche Tätigkeit, das Bekenntnis zur christlichen Tradition, zum demokratisch verfassten Rechtstaat sowie zu den von der UN beschlossenen Grundsätzen des Zusammenlebens der Weltgemeinschaft. Außerdem muss ein besonderes Interesse an der Pflege ritterlichen Brauchtums vorhanden sein.
Die Mitgliedschaft ist bei der Ordensregierung schriftlich unter Benennung von zwei ordensangehörigen Paten durch den jeweils zuständigen Komtur zu beantragen.
Über die Aufnahme entscheidet der Großmeister.
Die Aufnahme in den Orden kann ohne Angaben von Gründen versagt werden.
Jeder Bewerber wird zunächst für ein Jahr als Postulant geführt. Die Paten sollten ihn mit den Ordensobliegenheiten vertraut machen. Eine Verkürzung der Postulantenzeit ist möglich.
Die vom Kapitelrat festgelegte Aufnahmegebühr ist spätestens 4 Wochen vor der Ritterschlagung zu entrichten.
Die Ritterschlagung erfolgt durch den Großmeister oder vertretungsweise ein Mitglied der Ordensregierung im Rahmen der Investiturfeier beim Generalkonvent. Abweichungen hiervon bedürfen eines Beschlusses der Ordensregierung.
Die Mitglieder des Ordens führen folgende Bezeichnungen:
Ordensritter / Ordensdame
Kommandeur / Kommandeurin
Großkreuzritter/ -dame
Prominente Persönlichkeiten, die sich dem Orden verbunden fühlen und seine Arbeit unterstützen, können durch Beschluss der Ordensregierung zum Ehrenmitglied ernannt werden.
Die Ernennung erfolgt auf Antrag, bzw. in Abstimmung mit dem jeweilig zuständigen Komtur.
Ordensmitglieder haben eine einmalige Aufnahmegebühr und einen jährlichen Beitrag (Mitgliedsbeitrag) zu entrichten. Ehrenmitglieder sind vom Mitgliedsbeitrag befreit.
Die Höhe der Aufnahmegebühr und des an den Orden zu entrichtenden Mitgliedsbeitrages sind in der Finanz- und Beitragsordnung (FBO) geregelt.
Die Komtureien können für ihre Mitglieder eigene Regelungen zur Beitragshöhe treffen, müssen jedoch die Zahlung an den Orden entsprechend der FBO sicherstellen.
Der Austritt ist nur zum Ende eines Kalenderjahres mit einer Frist von drei Monaten zulässig. Der Austritt ist nur wirksam, wenn er schriftlich gegenüber einem Mitglied der Ordensregierung erklärt wird.
Ein Mitglied kann durch Beschluss der Ordensregierung von der Mitgliederliste gestrichen werden bei Nichtzahlung der Beiträge trotz zweifacher Mahnung, jedoch frühestens drei Monate nach der zweiten Mahnung.
Der Ausschluss ist nur aus wichtigem Grund zulässig, wenn der Ordensangehörige in gröblichem Maß gegen die Ordensinteressen verstoßen hat. Der Ausschluss erfolgt durch Beschluss des Ordenskapitels.
Die Beendigung der Mitgliedschaft ist schriftlich zu dokumentieren. Bei Beendigung der Mitgliedschaft bereits gezahlte Jahresbeiträge werden nicht, auch nicht anteilig, zurückerstattet.
Generalkonvent (Mitgliederversammlung)
Ordensregierung (Vorstand)
Funktionsträger des Ordens dürfen keine führenden Funktionen in anderen Orden bekleiden.
§ 9 Generalkonvent
Der Generalkonvent wird einmal jährlich durch den Großmeister schriftlich einberufen.
Die Einladung muss mindestens 30 Kalendertage (Poststempel, Datum Faxversand oder e-mail Versanddatum) vor dem Generalkonvent unter Angabe einer Tagesordnung den Mitgliedern zugesendet werden. Ergänzende Anträge zur Tagesordnung müssen 14 Kalendertage vor dem Generalkonvent bei der Ordensregierung eingehen.
Der Generalkonvent fasst seine Beschlüsse mit einfacher Mehrheit der anwesenden Mitglieder in offener Abstimmung. Sofern ein Mitglied namentliche oder geheime Abstimmung beantragt, ist entsprechend dem Antrag abzustimmen. Die namentliche Abstimmung hat den Vorrang. Stimmberechtigt sind nur Mitglieder, die ihren Mitgliedsbeitrag entrichtet haben.
Dem Generalkonvent obliegt die Entscheidung über folgende Ordensangelegenheiten:
Entgegennahme des Berichtes der Ordensregierung
Entlastung der Ordensregierung
Wahl der Ordensregierung
Über jeden Generalkonvent ist ein schriftliches Protokoll anzufertigen, welches vom Versammlungsleiter und dem Protokollführer unterzeichnet wird.
§ 10 Ordensregierung
Die Ordensregierung setzt sich wie folgt zusammen:
ein Vertreter der Komture
Kanzler und Schatzmeister sind zugleich Stellvertreter des Großmeisters.
Die Ordensregierung wird alle 5 Jahre vom Generalkonvent gewählt. Die Mitglieder der Ordensregierung bleiben bis zu einer Neuwahl im Amt. Wiederwahl ist zulässig. Wer das siebzigste Lebensjahr vollendet hat, sollte nicht wieder kandidieren. Scheidet ein Mitglied der Ordensregierung vorzeitig aus, so kooptieren die verbliebenen Mitglieder der Ordensregierung für die Zeit bis zum nächsten Generalkonvent ein Ersatzmitglied.
Vorstand im Sinne des § 26 BGB sind der Großmeister, der Kanzler und der Schatzmeister.
Je zwei der im Absatz 1 genannten Mitglieder der Ordensregierung sind gemeinsam gerichtlich und außergerichtlich vertretungsberechtigt.
Die Ordensregierung ist insbesondere verantwortlich für:
Erfüllung der Ordensziele
Kontrolle der Einhaltung der Ordensregularien
Nachwuchsgewinnung für Leitungsaufgaben
Ritterschlagung
Zusammenarbeit mit anderen Orden
Die Ordensregierung fasst ihre Beschlüsse mit einfacher Mehrheit. Bei Stimmgleichheit gibt die Stimme des Großmeisters den Ausschlag. Die Beschlussfähigkeit ist gegeben, wenn mindestens zwei Mitglieder der Ordensregierung, anwesend sind.
Über die Beschlüsse der Ordensregierung ist ein Protokoll anzufertigen, das vom Protokollanten und einem weiteren Mitglied der Ordensregierung zu unterzeichnen ist.
§ 11 Ordensgeistlicher
Der Ordensgeistliche wird durch den Großmeister berufen.
Der Ordensgeistliche ist Mitglied des Ordenskapitels.
§ 12 Ordenskapitel
Dem Ordenskapitel gehören neben den Mitgliedern der Ordensregierung, die Komture, die Vize-Komture, der Ordensgeistliche und die Kapitelräte an.
Das Ordenskapitel wird mindestens einmal im Jahr durch den Großmeister einberufen.
Die Einladung muss mindestens 30 Kalendertage (Poststempel, Datum Faxversand oder e-mail Versanddatum) vor der Sitzung unter Angabe einer Tagesordnung den Mitgliedern des Ordenskapitels zugesendet werden. Ergänzende Anträge zur Tagesordnung müssen 14 Kalendertage vor der Sitzung bei der Ordensregierung eingehen. Später eingehende Anträge werden nur unter dem Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ behandelt, sofern das Ordenskapitel nichts anderes beschließt.
Das Ordenskapitel fasst seine Beschlüsse mit einfacher Mehrheit der anwesenden Mitglieder in offener Abstimmung. Sofern ein Mitglied namentliche oder geheime Abstimmung beantragt, ist entsprechend dem Antrag abzustimmen. Die namentliche Abstimmung hat den Vorrang.
Das Ordenskapitel hat folgende Aufgaben:
Aufstellung der Grundsätze für die Arbeit des Ordens (Ordensregel)
Beschluss der Finanz- und Beitragsordnung
Entgegennahme der Berichte der Komture
Vorbereitung des Generalkonventes
Organisation der Arbeit im Orden
§ 13 Kapitelrat
(1) Die Kapitelräte werden vom Großmeister berufen und abberufen. Sie haben besondere Aufgaben wahrzunehmen oder unterstützen die Ordensregierung durch besondere Kompetenzen.
Der Generalkonvent wählt für die Dauer von 5 Jahren aus den Mitgliedern, die nicht der Ordensregierung angehören zwei Kassenprüfer.
Ihre Aufgabe besteht in der Überprüfung der Kassenführung auf Einhaltung der rechtlichen Bestimmungen und Festlegungen dieser Satzung.
Sie unterbreiten dem Generalkonvent den Vorschlag über die Entlastung der Ordensregierung.
§ 15 Ordensinsignien
Ordensinsignien dienen der Außendarstellung des Ordens.
Die Ordensinsignien und ihre Trageweise sind in der Anlage zur Geschäftsordnung dokumentiert und für alle Mitglieder verbindlich.
Ordensinsignien sind:
§ 16 Auflösung des Ordens
Über die Auflösung des Ordens entscheidet ein nur zu diesem Zwecke einberufener Generalkonvent mit einer Mehrheit von 3/4 der anwesenden Ordensmitglieder.
Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Ordens an eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder eine andere steuerbegünstigte Körperschaft zwecks Verwendung für deren gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke.
Der Beschluss über die Verwendung des Vermögens darf erst nach Einwilligung des zuständigen Finanzamtes ausgeführt werden.
Gerichtsstand ist der Sitz des Ordens.
Vorstehende Satzung wurde im Generalkonvent vom 15. Juni 2019 beschlossen. Sie tritt mit Eintragung in Kraft.
Karl-Heinz Kindervater Peter Moos
Unsere Satzung kann auch im .pdf-Format heruntergeladen und ausgedruckt werden.
Die Satzung wurde am 14.08.2019 eingetragen.
Erstellt am 17. Juni 2018 .
Geändert am 24. September 2019 .
Veröffentlicht in Der Orden.
Der Orden ist eine internationale Gemeinschaft von Männern und Frauen, denen die Belebung der Traditionen der europäischen Ritterorden vom Heiligen Geist und die Fortsetzung ihrer humanitären Arbeit besonders am Herzen liegt.
Er beruft sich auf die Traditionen der verschiedenen europäischen Orden vom Heiligen Geist, insbesondere den von Heinrich III. erneuerten Orden Cordon Bleu du Saint Esprit.
Der Orden versteht sich als christliche Gemeinschaft, ohne einer der Konfessionen den Vorzug zu geben.
Er ist bestrebt ritterliches Handeln in die heutige Zeit zu übertragen.
Der Orden vereint in seinen Reihen Persönlichkeiten, die sich durch hohes Engagement in Beruf und gesellschaftlichem Ehrenamt auszeichnen.
Die Ordensgemeinschaft wurde 1969 gegründet.
Humanitäre Hilfe im In- und Ausland zu leisten, Völker verbindend zu wirken und kulturelle Projekte zu fördern, sind die wichtigsten Aufgaben des Ordens.
Der Orden wird vom Großmeister geleitet, dem die Ordensleitung und das Ordenskapitel zur Seite stehen.
Der Orden ist regional in Komtureien gegliedert, die von einem vom Großmeister ernannten Komtur geführt werden.
Alle grundsätzlichen Entscheidungen werden vom Kapitelrat getroffen.
Die Aufnahme in den Orden setzt die Empfehlung und Unterstützung von mindestens zwei Ordensangehörigen voraus. Nach einer angemessenen Vorbereitungszeit folgt die Aufnahme in den Orden (Investitur), in der Regel im Rahmen eines festlichen Gottesdienstes durch Ritterschlag und Übergabe des Ordensmantels. Dabei ist der Ordenseid zu leisten.
Der Orden ist in verschiedenen Regionen Deutschlands und nahezu in allen angrenzenden Ländern verbreitet.
Das Miteinander der Ordensangehörigen wird durch folgende Prinzipien bestimmt :
Freundschaftliche Beziehungen untereinander
Solidarität unterainander und gegenüber der Ordensregierung
Veröffentlicht in Historie.
Geschichtliches zum Orden
Die Brüder des Orden des Heiligen Geistes waren ursprünglich über ganz Europa verbreitete Laienvereinigungen
Noch vor der Gründung des Johanniter-Ordens bestätigt König Balduin I. von Jerusalem den Hospitalitern auf dem Tempelberg ihren Besitz.
Papst Paschalis I. erkennt den aus diesem Hospital hervorgegangenen Johanniterorden (Orden vom Spital des heiligen St. Johannes zu Jerusalem, lateinischer Name: Ordo Hospitalis sancti Johannis lerosolimitani), offiziell an.
Das Konzil von Troyes (Champagne) bestätigt das von Bernhard von Clairveaux ausgearbeitete Ordensstatut des Tempelordens.
Das Konzil von Tours beschließt, dass die geweihte Hand, welche die Hostie hält, keine blutige Handlung vornehmen darf, auch nicht als ärztliche Heiltätigkeit.
Papst Innozenz III. überlässt den "Brüdern vom Orden vom Heiligen Geist" das an der Vatikan- Basilika gelegene Krankenhaus "San Spirito in Sasso" zur Betreuung.
Der Papst erkennt den "Deutschen Orden", hervorgegangenen aus einer bei den Kämpfen um Akkon um 1190 gegründeten Bruderschaft für Krankenpflege an.
Papst Innozenz III. bestätigt die Ordensregel der "Brüder des Ordens vom Heiligen Geist", welche fünfzig Jahre später refomiert werden sollte.
Graf Gebhard VI. stiftet in Eichstätt das "Spital zum Heiligen Geist", Bischof Heinrich IV erlässt dafür die Regel der ,,Brüder des Ordens vom Heiligen Geist".
In einem Berliner Gildebrief wird erstmals das "Heilig-Geist-Spital" erwähnt, seine erhaltene Kapelle dient heute der Humboldt-Universität als Festsaal.
Ludwig von Anjou, auch als Ludwig von Neapel bekannt, gründet den Orden "Cordon Bleu Du Saint Esprit - Orden vom Heiligen Geist am Blauen Band".
Chorherr Andreas Bondimero, 1460-1464 Patriarch von Venedig, gründet die "Kongregation vom Heiligen Geist zu Venedig".
König Heinrich III. von Frankreich und Polen, reorganisiert den Orden "Cordon Bleu Du Saint Esprit" - "Orden vom Heiligen Geist am blauen Band" als königlichen Hoforden.
In Sain-Laurent-sur-Severe gründet der Weltpriester, Marie Grignon de Montfort, den Orden der "Priester vom Heiligen Geist" (Monfortani)
Gründung der "Töchter vom Heiligen Geist" ("Soeurs Blanches") in Plerin (Bretagne). Diese sogenannten "Weißen Schwestern" widmen sich der Kranken- und Waisenfürsorge.
Im Zuge der französischen Revolution wird der königliche Orden aufgehoben. Napoleon I. stellte ihn nicht wieder her.
Erst Ludwig XVIII. gab dem königlichen Orden seinen früheren Glanz wieder.
Papst Pius hebt den nach der Regel des Heiligen Augustinus lebenden, "Orden vom Heiligen Geist" nach fast 600 Jahren auf.
Gründung der "Missionare vom Heiligen Geist" welche die ersten apostolischen Vikariate in Afrika gründen.
Die Brüder des Orden des Heiligen Geistes waren ursprünglich über ganz Europa verbreitete Laienvereinigungen .
Der hieraus entstandene "Orden vom Heiligen Geist" wurde im französischen Montpellier unter der Führung des frommen Laien Guy (Guido) in den Jahren nach 1180 gegründet.
Seine Gründung fällt damit auch in die Zeit der Hochblüte der Gründung von Ritter- und Laienorden.
Auch in der Folgezeit haben sich immer wieder Orden und Gemeinschaften zum Heiligen Geist bekannt und sich deshalb seinen Namen gegeben. Einige der wichtigsten, europäischen Ordensgründungen, welche sich nahezu alle mit der Hilfe für Arme und Bedürftige, Kranke und Waisen, beschäftigten, seien hier nachfolgend aufgeführt. Neben dem sozialen Engagement, trat später vor allem auch die Verkündung des christlichen Glaubens in der Missionstätigkeit.
Im Gegensatz zu den Hof-Orden, deren Ziel die monarchische Prachtentfaltung und individuelle Machtfestigung war, waren diese Laienbruderschaften und geistlichen Orden dem Dienst an ihren Mitmenschen verpflichtet.
Sie wollten helfen, zum Segen ihrer Mitmenschen und zum höheren Ruhme Gottes beizutragen.
Veröffentlicht in Dresdner Erklärung.
Dresden steht wie kaum eine andere deutsche Stadt für eine glanzvolle Geschichte.
Die Zerstörung wertvoller Kulturgüter und die Vernichtung von tausenden Menschen infolge eines unsinnigen Krieges einerseits und der Wille zum Wiederaufbau eines verloren geglaubten Stadtbildes andererseits, machen Dresden einzigartig.
Die Ordensdamen und Ordensritter haben deshalb Dresden als Ort für ihren jährlichen Generalkonvent gewählt, um ihre Verbundenheit mit allen Dresdnerinnen und Dresdnern zu bekunden, die für ein friedliches auf demokratischen Regeln beruhenden Miteinander aller Menschen eintreten.
Die Bewahrung aller materiellen aber auch ideellen Werte ist das Ziel unserer internationalen humanitär ausgerichteten Ritterschaft.
Wir pflegen nicht nur ritterliche Traditionen, unsere auf dem christlichen Glauben beruhenden Wertvorstellungen zum friedlichen Miteinander aller Menschen, unabhängig von Herkunft, Religion, Geschlecht, Bildungs- oder Besitzstand, stehen ausdrücklich im Mittelpunkt unseres Wirkens.
Im Miteinander in unserer weltweiten Gemeinschaft lernen wir einander kennen und besser zu verstehen. Unsere christlich geprägten Wertvorstellungen helfen uns einander unabhängig von konfessioneller Herkunft und persönlicher Glaubenspraxis anzunehmen und gemeinsam zu arbeiten.
Wir sind der Auffassung, dass Werte wie Aufrichtigkeit, Solidarität und Bescheidenheit für die Zukunft der Menschheit und die Bewahrung der Schöpfung überlebenswichtig sind.
Mit humanitären Aktionen persönlich und gemeinsam setzen wir Zeichen für ein solidarisches Miteinander.
Auch in Zukunft wollen die Ordensdamen und Ordensritter des Cordon Bleu du Saint Esprit ihren Beitrag für eine friedliche Welt und den Schutz der Erde leisten.
Dresden, den 10. Juni 2017