Source: http://www.buzer.de/Digitalisierungsmanagement-Kaufleute-Ausbildungsverordnung.htm
Timestamp: 2020-08-13 20:21:10
Document Index: 302433207

Matched Legal Cases: ['§ 11', '§ 12', '§ 3', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4']

DigiManKflAusbV Digitalisierungsmanagement-Kaufleute-Ausbildungsverordnung
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Verordnung über die Berufsausbildung zum Kaufmann für Digitalisierungsmanagement und zur Kauffrau für Digitalisierungsmanagement (Digitalisierungsmanagement-Kaufleute-Ausbildungsverordnung - DigiManKflAusbV)
V. v. 28.02.2020 BGBl. I S. 290 (Nr. 9)
Geltung ab 01.08.2020; FNA: 806-22-1-128 Berufliche Bildung
§ 11 Prüfungsbereich Digitale Entwicklung von Prozessen
§ 12 Prüfungsbereich Entwicklung eines digitalen Geschäftsmodells
Anlage (zu § 3 Absatz 1) Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Kaufmann für Digitalisierungsmanagement und zur Kauffrau für Digitalisierungsmanagement
Der Ausbildungsberuf des Kaufmanns für Digitalisierungsmanagement und der Kauffrau für Digitalisierungsmanagement wird nach § 4 Absatz 1 des Berufsbildungsgesetzes staatlich anerkannt.
2Die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sind in Berufsbildpositionen als Teil des Ausbildungsberufsbildes gebündelt.
Analysieren von Arbeits-, Geschäfts- und Wertschöpfungsprozessen,
Ermitteln des Bedarfs an Informationen und Bereitstellen von Daten,
digitale Weiterentwicklung von Geschäftsmodellen,
Anbahnen und Gestalten von Verträgen,
Planen und Durchführen von Beschaffungen,
Anwenden von Instrumenten der kaufmännischen Steuerung und Kontrolle,
Umsetzen der Schutzziele der Datensicherheit und
Einhalten der Bestimmungen zum Datenschutz und zu weiteren Schutzrechten.
Digitale Entwicklung von Prozessen,
Entwicklung eines digitalen Geschäftsmodells,
(1) Im Prüfungsbereich Digitale Entwicklung von Prozessen besteht die Prüfung aus zwei Teilen.
Arbeits-, Geschäfts- und Wertschöpfungsprozesse zu analysieren,
Digitalisierungsvorhaben unter wirtschaftlicher Betrachtung zu planen,
Daten zu erheben, zu kategorisieren und bereitzustellen,
Prozessdaten auszuwählen und Entscheidungsoptionen abzuleiten,
die Durchführung eines Kundenauftrags zu begleiten,
Datenschutz und -sicherheit sicherzustellen und
Projektergebnisse kundengerecht darzustellen.
seine Vorgehensweisen bei der Durchführung der betrieblichen Projektarbeit zu begründen.
(1) Im Prüfungsbereich Entwicklung eines digitalen Geschäftsmodells hat der Prüfling nachzuweisen, dass er in der Lage ist,
Arbeits- und Geschäftsprozesse im Hinblick auf Digitalisierungsgrad, Optimierungsmöglichkeiten, Kosten und Wertschöpfung zu analysieren,
den Kundennutzen zu kalkulieren,
digitale Geschäftsmodelle zu unterscheiden,
Beschaffungen von IT-Produkten und Dienstleistungen zu planen und durchzuführen sowie
die Leistungserbringung zu kontrollieren und zu dokumentieren.
Digitale Entwicklung von Prozessen mit 50 Prozent,
Entwicklung eines digitalen Geschäftsmodells mit 10 Prozent,
Berufsausbildungsverhältnisse zum Informatikkaufmann/zur Informatikkauffrau sowie zum Informations- und Telekommunikationssystem-Kaufmann/zur Informations- und Telekommunikationssystem-Kauffrau, die bei Inkrafttreten dieser Verordnung bereits bestehen, können nach den Vorschriften dieser Verordnung unter Anrechnung der bisher absolvierten Ausbildungszeit fortgesetzt werden, wenn die Vertragsparteien dies vereinbaren und der oder die Auszubildende noch nicht die Zwischenprüfung absolviert hat.
Durchführen von Arbeitsauf-
gaben in Abstimmung mit den
kundenspezifischen Ge-
schäfts- und Leistungspro-
c) Kunden und Kundinnen unter Beachtung von Kommu-
nikationsregeln informieren und Sachverhalte präsen-
tieren und dabei deutsche und englische Fachbegriffe
g) Kundenbeziehungen unter Beachtung rechtlicher Re-
gelungen und betrieblicher Grundsätze gestalten
3 Beurteilen marktgängiger IT-
Systeme und kundenspezifi-
scher Lösungen
4 Entwickeln, Erstellen und Be-
treuen von IT-Lösungen
(§ 4 Absatz 2 Nummer 4) a) IT-Systeme zur Bearbeitung betrieblicher Fachaufga-
ben analysieren sowie unter Beachtung insbesondere
von Lizenzmodellen, Urheberrechten und Barriere-
freiheit konzeptionieren, konfigurieren, testen und
c) systematisch Fehler erkennen, analysieren und behe-
Prüfen von Maßnahmen zur
IT-Sicherheit und zum Daten-
d) Kunden und Kundinnen im Hinblick auf die Anforde-
rungen an die IT-Sicherheit und den Datenschutz be-
7 Erbringen der Leistungen und
b) Leistungserbringung unter Berücksichtigung der or-
ganisatorischen und terminlichen Vorgaben mit Kun-
den und Kundinnen abstimmen und kontrollieren
8 Analysieren von Arbeits-, Ge-
schäfts- und Wertschöp-
fungsprozessen
(§ 4 Absatz 2 Nummer 8) a) betriebliche Organisationsformen unterscheiden, Da-
tenmodelle verstehen sowie Datenbestände und
Schnittstellen zwischen verschiedenen Funktionsbe-
reichen analysieren
b) Zusammenhang zwischen Datenmodellen und den
betriebs- und produktionswirtschaftlichen Prozessen
herstellen und analysieren
c) visualisierte Prozessdarstellungen lesen und erstellen
d) Werkzeuge der Prozessanalyse anwenden
e) Arbeits- und Geschäftsprozesse im Hinblick auf Digi-
talisierungsgrad, Optimierungsmöglichkeiten, Kosten
und Wertschöpfung untersuchen
f) Lösungsoptionen vorschlagen und bewerten sowie
an Optimierungsvorschlägen mitwirken
g) Zielerreichung mittels Vorgaben prüfen 16
9 Ermitteln des Bedarfs an In-
formationen und Bereitstellen
(§ 4 Absatz 2 Nummer 9) a) Anforderungen von Kunden und Kundinnen durch ak-
tive Gesprächsführung ermitteln und Vorgehensvor-
schläge unterbreiten
b) Daten und Datenquellen identifizieren und vorhan-
dene Datenstrukturen erfassen
c) technische und rechtliche Voraussetzungen zur
Übernahme von Daten klären
d) Qualität von Daten aufgrund von Vorgaben prüfen
und Maßnahmen zur Nutzung ableiten
e) Werkzeuge zur Datenanalyse unterscheiden und be-
f) Daten über Schnittstellen zusammenführen und Auf-
traggebern zur Verfügung stellen
g) Auftragserfüllung fortlaufend prüfen und mit dem
Kunden oder der Kundin das weitere Vorgehen ab-
10 Digitale Weiterentwicklung
(§ 4 Absatz 2 Nummer 10) a) Kundennutzen, Kundenerwartung und Marktpotential
erkennen und einschätzen
b) Methoden zur Informationsbeschaffung und Markt-
analyse anwenden
c) Kundendaten systematisch auswerten und für die
Durchführung von vertrieblichen Maßnahmen nutzen
d) Geschäftsmodelle unterscheiden und beurteilen und
dabei die Kundenperspektive einnehmen
e) IT-Werkzeuge zur Umsetzung digitaler Geschäftsmo-
delle auswählen und anwenden
f) Systemlösungen für Digitalisierungsvorhaben recher-
g) Machbarkeit prüfen und Kosten-Nutzen-Analyse
durchführen sowie den Kundennutzen kalkulieren
h) bei der operativen Ausgestaltung und Umsetzung di-
gitaler Geschäftsmodelle mitwirken
i) Supportleistungen anbieten 18
11 Anbahnen und Gestalten von
(§ 4 Absatz 2 Nummer 11) a) Vertragsarten und deren rechtliche und kaufmänni-
sche Bedeutung erläutern
b) rechtliche Regelungen, insbesondere zum Daten-
schutz, zur digitalen Vertragsgestaltung und zu allge-
meinen Geschäftsbedingungen, einhalten 2
c) Leistungen mit Kunden und Kundinnen abstimmen
d) Finanzierungsarten unterscheiden sowie Kunden und
e) Möglichkeiten der Digitalisierung bei der Vertragsge-
staltung nutzen
f) Verträge unterschriftsreif vorbereiten 6
12 Planen und Durchführen von
(§ 4 Absatz 2 Nummer 12) a) Bedarf an IT-Produkten und Dienstleistungen ermit-
c) Anschlussfähigkeit und Integrierbarkeit von digitalen
d) Bezugsquellen ermitteln und Angebote einholen, ver-
gleichen und bewerten
e) Vertragsarten, insbesondere Lizenzmodelle, unter-
f) Vertragsverhandlungen unter Berücksichtigung von
g) Bestellvorgänge planen und durchführen
h) Leistungen insbesondere unter Berücksichtigung der
Digitalisierungsanforderungen kontrollieren
i) Maßnahmen bei Vertragsstörungen unter Einhaltung
rechtlicher Regelungen und betrieblicher Vorgaben
ergreifen 6
d) Kosten für Eigen- und Fremdleistungen ermitteln 6
14 Umsetzen der Schutzziele der
(§ 4 Absatz 2 Nummer 14) a) Benutzer-, Zugriffs-, Datenhaltungs- sowie Datensi-
cherungskonzepte erstellen, regelmäßig überprüfen
und dabei sowohl die verschiedenen Datenklassifi-
zierungen berücksichtigen als auch Normen und Zer-
tifizierungen beachten
b) bei der Erstellung der Konzepte betriebliche Vorga-
ben und Rechtsvorschriften einhalten, insbesondere
zu Aufbewahrungsfristen, Änderungsprotokollen und
c) Werkzeuge zur Datenverschlüsselung auswählen und
15 Einhalten der Bestimmungen
zum Datenschutz und zu
weiteren Schutzrechten
(§ 4 Absatz 2 Nummer 15) a) Daten gemäß der Schutzwürdigkeit nach rechtlichen
und betrieblichen Klassifizierungen zuordnen
b) rechtliche Regelungen und betriebliche Vorgaben
einhalten sowie Normen und Zertifizierungen berück-
c) Datenhoheit feststellen, insbesondere unter Einhal-
tung der Schutzrechte
d) mit für Datenschutz zuständigen Personen und Ein-
richtungen kooperieren
e) beim Umgang mit Daten und bei der Erstellung von
Konzepten Datensparsamkeit und Datensorgfalt be-
lichkeiten darstellen
triebsverfassungsrechtlichen Organe des Ausbil-
dungsbetriebes beschreiben während
5 Vernetztes Zusammenarbei-
ten unter Nutzung digitaler
b) Strategien zum verantwortungsvollen Umgang mit di-
gitalen Medien anwenden und im virtuellen Raum un-
ter Wahrung der Persönlichkeitsrechte Dritter zusam-
menarbeiten
Weitergabe digitaler Inhalte die Auswirkungen des ei-
genen Kommunikations- und Informationsverhaltens
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