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Timestamp: 2016-10-24 12:27:08
Document Index: 384797590

Matched Legal Cases: ['BGE', 'in fine', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE']

U 125/05 (03.05.2006)
U 125/05
Pr�sident Ursprung, Bundesrichterin Widmer und Bundesrichter Fr�sard; Gerichtsschreiber Scartazzini
Helsana Versicherungen AG, Schadenrecht, Z�richstrasse 130, 8600 D�bendorf, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanwalt Jean-Michel Duc, Didier Elsig & Marie-Chantal May, Rechtsanw�lte, Avenue de la Gare 1, 1001 Lausanne,
1. SWICA Krankenversicherung AG, Rechtsdienst, R�merstrasse 38, 8401 Winterthur, Beschwerdegegnerin
2. V.________, 1952, Beschwerdegegner,vertreten durch Rechtsanwalt Martin Habl�tzel, Lutherstrasse 4, 8004 Z�rich
Der 1952 geborene V.________ war seit Mai 1992 als Aussendienstmitarbeiter f�r die Firma X.________ t�tig und bei der La Suisse Versicherung (nachfolgend: La Suisse) gegen die Folgen von Unf�llen versichert. Am 28. April 1998 wurde er in einen Verkehrsunfall verwickelt, indem ein Auto von hinten auf den von ihm gelenkten, vor einer Ampel wartenden Personenwagen auffuhr. Wegen Nacken- und Halsschmerzen begab sich der Versicherte am 3. Juli 1998 in Behandlung zu Dr. med. M.________, allgemeine Medizin FMH, der ein cervicospondylogenes Syndrom bei HWS-Distorsion links diagnostizierte und ihm ab 28. April 1998 eine 50%ige Arbeitsunf�higkeit attestierte. Die La Suisse erbrachte die gesetzlichen Leistungen in Form von Heilbehandlung und Taggeld. Es folgten neurologische und neuropsychologische Untersuchungen und es wurden im Februar sowie im April 1999 MRI von Sch�del und HWS durchgef�hrt. Mit Verf�gung vom 15. Dezember 1999 teilte die La Suisse mit, mangels Kausalzusammenhangs werde ihre Leistungspflicht �ber den 11. Februar 1999 hinaus abgelehnt. Die dagegen von der SWICA Krankenversicherung AG (nachfolgend: SWICA), Krankenversicherer des V.________, sowie vom Versicherten selbst erhobenen Einsprachen wies die La Suisse mit Entscheid vom 24. September 2003 ab.
Dagegen erhob die SWICA Beschwerde mit dem Rechtsbegehren, der Einspracheentscheid sei aufzuheben und die La Suisse sei zu verpflichten, die gesetzlichen Leistungen f�r die Behandlung des Versicherten zu �bernehmen. Auch V.________ liess Beschwerde f�hren und die folgenden Antr�ge stellen:
"1. Die erw�hnten Entscheide der Beschwerdegegnerin seien aufzuheben und diese sei zu verpflichten, die Leistungen im Rahmen der obligatorischen Unfallversicherung zu erbringen.
2. Namentlich sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, die Leistungen, vorab die Taggelder, zuz�glich der Verzugszinsen, sowie die Deckung der Heilungskosten, �ber den 11. Februar 1999 hinaus zu erbringen.
3. Die Beschwerdegegnerin sei �berdies zu verpflichten, im Rahmen der Erw�gungen der angerufenen Instanz die Rentenfrage sowie die Frage des Vorliegens eines Integrit�tsschadens zu pr�fen.
Dies alles und (recte: unter) Kosten- und Entsch�digungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin."
Nach Vereinigung der beiden Prozessverfahren stellte die SWICA zus�tzlich zum urspr�nglichen Antrag das Rechtsbegehren, die La Suisse sei zu verpflichten, ihre Leistungen auch ab Februar 1999 zu erbringen und der Krankenversicherung seien die seither erbrachten Leistungen zur�ckzuerstatten, zuz�glich eines Zinses von 5 % seit 17. Januar 2000. Mit Entscheid vom 8. Februar 2005 hiess das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich die Beschwerde, soweit darauf einzutreten war, in dem Sinne teilweise gut, als in Aufhebung des Einspracheentscheides die Sache an die La Suisse zur�ckgewiesen wurde, damit sie �ber den Leistungsanspruch neu verf�ge.
Die La Suisse l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren und beantragen, in Aufhebung des kantonalen Entscheides seien Verwaltungsverf�gung und Einspracheentscheid zu best�tigen.
V.________ schliesst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, w�hrend die SWICA und das Bundesamt f�r Gesundheit auf eine Vernehmlassung verzichten.
Mit Eingabe vom 5. Oktober 2005 teilte die Helsana Versicherungen AG (nachfolgend: Helsana) dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht mit, im Rahmen einer Restrukturierung bei der Beschwerdef�hrerin werde die La Suisse durch die Helsana als Partei substituiert.
Der Versicherte l�sst mit Eingabe vom 29. November 2005 das Gericht um "Pr�fung der Aktivlegitimation der La Suisse" ersuchen. Gem�ss �bertragungserkl�rung der Helsana vom 5. Oktober 2005 wurde die Beschwerdef�hrerin durch die Helsana ab 1. Januar 2005 als Partei substituiert. Damit ist die Beschwerdelegitimation im Sinne der Rechtsprechung (BGE 131 V 365 Erw. 2.1 und 130 V 390 Erw. 2.2, 563 Erw. 3.2 in fine) von der La Suisse auf die Helsana als am Recht stehende Unfallversicherung �bergegangen.
Die Vorinstanz hat die Rechtsprechung zu dem f�r die Leistungspflicht des Unfallversicherers vorausgesetzten nat�rlichen Kausalzusammenhang (BGE 129 V 181 Erw. 3.1, 406 Erw. 4.3.1, 119 V 337 Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b, 117 V 376 Erw. 3a mit Hinweisen) zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidit�t, Tod), insbesondere auch bei Vorliegen eines Schleudertraumas der HWS und eines f�r diese Verletzung typischen Beschwerdebildes (BGE 117 V 360 Erw. 4b), zutreffend dargestellt. Richtig sind auch die Ausf�hrungen des kantonalen Gerichts �ber die Ad�quanzbeurteilung bei Unf�llen und der in der Folge eingetretenen psychischen Fehlentwicklung mit Einschr�nkung der Arbeits- und Erwerbsf�higkeit (BGE 115 V 133; vgl. BGE 129 V 181 Erw. 3.2, 405 Erw. 2.2, 125 V 461 Ew. 5a mit Hinweisen) sowie die bei Schleudertraumen der HWS und Sch�del-Hirntraumen massgebende Rechtsprechung (BGE 117 V 359 und 369). Im Weiteren hat das kantonale Gericht den Untersuchungsgrundsatz (BGE 125 V 195 Erw. 2), den Beweiswert von Arztberichten (BGE 125 V 352 Erw. 3a mit Hinweis) und den im Sozialversicherungsrecht notwendigen Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 360 Erw. 5b mit Hinweisen) korrekt dargelegt. Schliesslich ist die Vorinstanz zutreffend davon ausgegangen, dass das ATSG im vorliegenden Fall anwendbar ist (BGE 130 V 446 f.). Darauf wird verwiesen.
Streitig und zu pr�fen ist, ob die unfallbedingten Ursachen des Gesundheitsschadens des Beschwerdegegners ab 11. Februar 1999 ihre kausale Bedeutung verloren haben (vgl. statt vieler Urteil B. vom 30. November 2004, U 222/04 Erw. 1.3). Dabei bilden Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens lediglich Leistungen von Taggeldern und Heilbehandlung aufgrund des Unfalls vom 28. April 1998.
3.1 Im angefochtenen Entscheid stellt die Vorinstanz fest, angesichts der medizinischen Aktenlage sei der nat�rliche Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den anhaltenden Beschwerden, welche die typische Symptomatik nach einem Schleudertrauma wiederspiegeln, ausgewiesen. Aufgrund der in einem unfalldynamischen Gutachten dargelegten Kollisionsbedingungen sei von einem mittelschweren, im Grenzbereich zu den leichten Unf�llen liegenden Ereignis auszugehen. Da es an einer eindeutigen Dominanz der psychischen Beschwerden fehle, sei die Ad�quanz nach den f�r ein Schleudertrauma der HWS ohne nachweisbare Funktionsausf�lle geltenden Regeln zu beurteilen. Weil die massgebenden Kriterien einerseits in geh�ufter Weise vorl�gen und andererseits das Merkmal des Grades und der Dauer der Arbeitsunf�higkeit in besonders ausgepr�gter Weise erf�llt sei, sei die Ad�quanz des Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall und den zum Zeitpunkt des Einspracheentscheides vorhandenen Beschwerden mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsf�higkeit zu bejahen.
3.2 In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird demgegen�ber im Wesentlichen angef�hrt, die Schlussfolgerungen des Gutachtens der MEDAS vom 9. Dezember 2002 seien nicht schl�ssig und verschiedene �rzte h�tten die Unfallkausalit�t in Frage gestellt. Es treffe nicht zu, dass die Beschwerden beim Versicherten innert 24 bis 72 Stunden nach dem Unfall aufgetreten seien und eine Arbeitsunf�higkeit bewirkt h�tten. Es sei das Vorliegen eines Schleudertraumas der HWS wegen zu langer Latenzzeit zu verneinen und sei nicht mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit erwiesen, dass die geltend gemachten Beschwerden in einem Kausalzusammenhang zum Unfall st�nden. Vielmehr seien die Beschwerden als krankhafte Entwicklung eines Vorzustandes zu betrachten, der nicht h�tte abgekl�rt werden k�nnen, weil der Versicherte die Akteneinsicht verweigert habe. Schliesslich sei die Ad�quanz zu verneinen, weil es sich beim fraglichen Unfall um ein leichtes Auffahrereignis ohne wesentliche unmittelbare Folgen gehandelt habe.
3.3 Diese Einwendungen sind nicht stichhaltig. Insbesondere hat die Vorinstanz den nat�rlichen Kausalzusammenhang angesichts der medizinischen Aktenlage und gest�tzt auf die gesamte Anamnese sowie das Gutachten der MEDAS zu Recht als ausgewiesen erachtet, wobei sie davon ausging, alle Beschwerden seien organischer Genese und mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Unfallereignis vom 28. April 1998 zur�ckzuf�hren. Aus der medizinischen Anamnese und dem Unfallbericht sowie den Inspektions- und Arztberichten geht zudem hervor, dass die Schulter- und Nackenschmerzen sowie Schlafst�rungen wenige Stunden bzw. sp�testens ein bis zwei Tage nach dem Unfallereignis auftraten und der Beschwerdegegner kurze Zeit sp�ter auch �ber Konzentrationsst�rungen, Schwindel und Kopfschmerzen klagte. Ein diffuser zerebraler Abbau-Vorgang im Sinne eines Vorzustandes, wie ihn die Beschwerdef�hrerin geltend macht, kann aufgrund der medizinischen Akten und haupts�chlich eines am 16. April 1999 veranlassten MRI ausgeschlossen werden, nachdem diese Untersuchung keine Auff�lligkeiten im Gehirn ergeben hatte. Wie der Versicherte in seiner Vernehmlassung zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde zutreffend ausf�hrt, hat das kantonale Gericht schliesslich auch korrekt festgestellt, dass die geforderten Kausalit�tskriterien in ausgepr�gtem Masse erf�llt sind, weshalb die Ad�quanz des Kausazusammenhanges zu bejahen ist.
Unter diesen Umst�nden waren in Best�tigung des angefochtenen Entscheides die Voraussetzungen f�r die Einstellung der Versicherungsleistungen der Beschwerdef�hrerin ab 11. Februar 1999 nicht erf�llt.
Die Gerichtskosten von Fr. 6'000.- werden der Beschwerdef�hrerin auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.
Die Beschwerdef�hrerin hat dem Beschwerdegegner eine Parteientsch�digung von Fr. 2'500.- (einschliesslich Mehrwertsteuer) zu bezahlen.