Source: http://www.drehbuchautoren.de/der-vdd/satzung
Timestamp: 2016-09-24 22:36:47
Document Index: 108274443

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 36', '§ 1', '§ 4', '§ 7', '§ 7']

Satzung des Verbands Deutscher Drehbuchautoren e.V. | Verband Deutscher Drehbuchautoren e.V. (VDD)
Satzung des Verbands Deutscher Drehbuchautoren e.V.	I. Name, Sitz, Zweck und Geschäftsjahr des Vereins
1.)	Der Verein führt den Namen „VERBAND DEUTSCHER DREHBUCHAUTOREN E. V.“
2.)	Er hat seinen Sitz in Berlin.
3.)	Zweck des Vereins ist:
b) deren Interessenvertretung gegenüber allen in Betracht kommenden Nachfragern nach Drehbuchrechten und diesbezüglichen Auftraggebern wie insbesondere Rundfunk- und Fernsehunternehmen, Filmproduzenten, Verlagen, sonstigen Marktbeteiligten in der Film- und Fernsehwirtschaft und dem Online-Bereich, den Gewerkschaften sowie Ministerien, gesetzgebenden Körperschaften und allen Institutionen der Filmförderung;
§ 1a Gemeinsame Vergütungsregeln
Der Verein wird als Vereinigung von Urhebern ermächtigt, gemeinsame Vergütungsregeln mit Vereinigungen von Werknutzern oder einzelnen Werknutzern gemäß § 36 Urhebergesetz aufzustellen.
§ 1b Wettbewerbswidrige Zustände
Der Verein verfolgt auch das Ziel, wettbewerbswidrigen Zuständen und unzulässigen Allgemeinen Geschäftsbedingungen entgegenzutreten. Dieses Ziel soll insbesondere durch die Geltendmachung von Ansprüchen auf Unterlassung und auf Widerruf sowie durch das Aussprechen von Mittelstandsempfehlungen erreicht werden.
1.)	Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
2.)	Ein wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb besteht nicht.
1.)	Mitglied des Vereins kann jede(r) in der Bundesrepublik Deutschland tätige Drehbuchautor(in) werden. Eine hauptberufliche und ausschließliche Tätigkeit bei Verwertern schließt die Mitgliedschaft im VDD aus.
2.)	Die Aufnahme ist schriftlich zu beantragen.
3.)	Über die Aufnahme entscheidet der Vorstand, gegen dessen Ablehnung binnen eines Monats durch eingeschriebenen Brief die Entscheidung der Mitgliederversammlung angerufen werden kann.
Die Mitgliedschaft wird erst wirksam, wenn der erste fällige Mitgliedsbeitrag beim Verein eingegangen ist.
1.)	Die Mitglieder sind aufgerufen, den Zweck und die Bestrebungen des Vereins durch Mitarbeit und Informationserteilung an den Vorstand zu fördern.
2.)	Jedes Mitglied hat gleiches Stimmrecht sowie das Recht, Anträge an den Vorstand und die Mitgliederversammlung zu stellen.
3.)	Die Mitglieder haben in der Mitgliederversammlung festgesetzte Beiträge zu entrichten, desgleichen außerordentliche Beiträge, wenn die Mitgliederversammlung solche beschließt. In besonderen Fällen kann der Vorstand die Beiträge stunden, ermäßigen oder erlassen.
1.)	Durch Austritt in schriftlicher Form gegenüber dem Verein. Die Austrittserklärung muss dem Verein in schriftlicher Form zum Ende eines Halbjahres (30.6. / 31.12.) erklärt werden. Die Kündigung muss dem Verband spätestens drei Monate vor dem Kündigungstermin zugegangen sein.
2.)	Durch Tod oder Berufsaufgabe oder bei Wegfall der Voraussetzungen für den Erwerb der Mitgliedschaft (§ 4.1).
3.)	Durch Ausschluss. Der Ausschluss kann erfolgen, wenn ein Mitglied dem Ansehen oder den Zwecken des Vereins gröblich zuwider handelt oder wenn es mit Beiträgen mindestens in Höhe eines Halbjahresbeitrags in Rückstand ist und diesen Rückstand trotz Mahnung nicht innerhalb zweier Monate ab Mahnung bezahlt hat. Vor dem Ausschluss ist dem Mitglied Gelegenheit zur schriftlichen oder persönlichen Anhörung innerhalb einer Frist von zwei Wochen zu geben. Über den Ausschluss entscheidet der Vorstand.
§ 7a Juniormitgliedschaft
1.)	Es gibt eine Juniormitgliedschaft. Juniormitglied kann werden, wer z.B. auf einer Filmhochschule war oder eine vergleichbare Drehbuchautoren-Ausbildung absolviert hat. Das Nähere sowie die Rechte und Pflichten des Juniormitglieds regelt der Vorstand in einer Richtlinie. Über Zustimmung oder Ablehnung eines Antrags auf Juniormitgliedschaft entscheidet der Vorstand.
Juniormitglieder haben auf der Mitgliederversammlung ein Stimmrecht. Sie haben Anrecht auf eine Rechtsberatung pro Jahr. Sie zahlen einen ermäßigten Beitrag, der in der Richtlinie festgelegt wird.
2.)	Die Juniormitgliedschaft endet automatisch nach Ablauf von 6 Jahren ab Beginn der Juniormitgliedschaft.
3.)	Jeweils nach Ablauf von 2 Jahren ab Beantragen einer Juniormitgliedschaft ist das Juniormitglied gehalten, einen Erneuerungsantrag zu stellen und bei dieser Gelegenheit das Fortbestehen der Voraussetzungen für eine Juniormitgliedschaft dem Vorstand darzulegen. Wird eine solche Antragserneuerung versäumt, kann der Vorstand die Juniormitgliedschaft durch einfache Ausschlusserklärung beenden.
§ 7b Studierendenmitgliedschaft
1.)	Es gibt eine Studierendenmitgliedschaft. Studierendenmitglied kann werden, wer z.B. auf einer Filmhochschule ist oder eine vergleichbare Drehbuchautoren-Ausbildung absolviert. Das Nähere sowie die Rechte und Pflichten des Studierendenmitglieds regelt der Vorstand in einer Richtlinie. Über Zustimmung oder Ablehnung eines Antrags auf Studierendenmitgliedschaft entscheidet der Vorstand.
Juniormitglieder sind auf der Mitgliederversammlung ohne Stimmrecht. Sie haben kein Anrecht auf eine Rechtsberatung. Sie zahlen einen ermäßigten Beitrag, der in der Richtlinie festgelegt wird.
2.)	Die Studierendenmitgliedschaft endet nach Abschluss oder Abbruch des Studiums.
1.)	Der Vorstand.
2.)	Die Mitgliederversammlung.
1.)	Der Vorstand besteht aus mindestens fünf und höchstens sieben von der Mitgliederversammlung gewählten Mitgliedern. Jeweils zwei der Mitglieder des Vorstands vertreten den Verein gerichtlich und außergerichtlich.
2.)	Die Vorstandsmitglieder werden regelmäßig für zwei Jahre gewählt, sie bleiben aber immer solange im Amt, bis die Mitgliederversammlung neue Mitglieder in den Vorstand gewählt hat. Wiederwahl ist zulässig. Scheidet ein Vorstandsmitglied vor Ende der Amtszeit aus, können die verbleibenden Vorstandsmitglieder ein Mitglied für die Dauer ihrer Amtszeit für den Vorstand kooptieren. Das kooptierte Vorstandsmitglied bedarf der Zustimmung und Nachwahl durch die nächste ordentliche Mitgliederversammlung.
1.)	Der Vorstand ist für alle Entscheidungen und Maßnahmen zuständig, die nicht der Mitgliederversammlung zugewiesen sind.
2.)	Der Vorstand ist bei Anwesenheit der einfachen Mehrheit seiner Mitglieder beschlussfähig. Schriftliche Abstimmungen sind zulässig. Die Mehrheit der abgegebenen Stimmen entscheidet; bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des für die jeweilige Sitzung gewählten Vorsitzenden.
3.)	In dringenden Fällen sind jeweils zwei Vorstandsmitglieder berechtigt, allein zu entscheiden. Sie sind jedoch verpflichtet, die Angelegenheit der nächsten Vorstandssitzung zur Beschlussfassung vorzulegen.
4.)	Über alle Sitzungen des Vorstands ist eine Niederschrift anzufertigen und von zwei Vorstandsmitgliedern zu unterzeichnen.
5.)	Der Vorstand kann zur Führung der laufenden Geschäfte und Wahrung der Interessen des Vereins einen Geschäftsführer bestellen.
6.)	Der Vorstand ist ermächtigt, namens der einzelnen Mitglieder Wahrnehmungsverträge für diese abzuschließen.
7.)	Der Vorstand kann Mitglieder des Verbandes in einen Beirat berufen. Der Beirat berät den Vorstand in allen Fragen seiner Arbeit.
1.)	In jedem Jahr findet mindestens eine ordentliche Mitgliederversammlung statt, zu der der Vorstand mindestens vier Wochen im Voraus unter Bekanntgabe von Ort, Zeit und Tagesordnung schriftlich einlädt.
2.)	Darüber hinaus sind Mitgliederversammlungen dann einzuberufen, wenn das Interesse des Vereins dieses erfordert oder wenn ein Viertel der Mitglieder es durch schriftlichen Antrag an den Vorstand verlangen.
3.)	Die Tagesordnung kann im Verlauf der Sitzung durch Mehrheitsbeschluss ergänzt werden, über deren Gegenstände werden Beschlüsse gefasst.
1.)	Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, wenn mindestens 10 Prozent der Mitglieder – darunter zwei Vorstandsmitglieder – persönlich anwesend oder ordnungsgemäß vertreten sind, wobei jedes anwesende Mitglied bis zu fünf nicht erschienene Mitglieder aufgrund schriftlicher Vollmacht vertreten kann. Für Satzungsänderungen beträgt das Anwesenheits-Quorum 15 %.
2.)	Die Vertretung nicht anwesender Mitglieder durch Teilnehmer ist nur aufgrund schriftlicher Vollmacht möglich.
1.)	Ein Mitglied des Vorstands leitet als Vorsitzender die Mitgliederversammlung.
2.)	Die Mitgliederversammlung beschließt mit einfacher Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen; Stimmenthaltungen gelten nicht als abgegebene Stimmen. Bei Stimmengleichheit entscheidet der Vorsitzende.
3.)	Änderungen der Satzung bedürfen der Mehrheit von drei Vierteln der gültigen Stimmen. Satzungsänderungen sind nur zulässig, wenn sie mit der Einladung auf der Tagesordnung bekannt gegeben wurden.
4.)	Beschlüsse können auch ohne Versammlung der Mitglieder schriftlich mit Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst werden.
Das schriftliche Beschlussverfahren kommt auf die Initiative des Vorstands zustande und ist stets zulässig, sofern nicht eine Satzungsänderung Beschlussgegenstand ist.
Der Gegenstand der Beschlussfassung wird den Mitgliedern mit der Aufforderung zugeleitet, innerhalb einer 3-wöchigen Frist ihre Entscheidung an die Adresse eines namentlich genannten Vorstandsmitgliedes zu senden. Stimmabgaben, die nach Ablauf der gesetzten Frist eingehen, gelten als nicht abgegeben.
Die Auszählung der Stimmen ist von mindestens zwei Vorstandsmitgliedern vorzunehmen; das Ergebnis in einem Rundschreiben den Mitgliedern bekannt zu geben.
1.)	Die Auflösung des Vereins erfolgt durch Beschluss der Mitgliederversammlung mit mindestens drei Vierteln der abgegebenen Stimmen bei persönlichem Erscheinen von mehr als der Hälfte der Mitglieder.
2.)	Bei Auflösung ist gleichzeitig über die Verwendung des Vereinsvermögens zu beschließen, welches einem den Zweck des Vereins dienenden Vorhaben zuzuführen ist.
Berlin, den 16.12.1986
Letzter Beschluss: 06.02.2015
AnhangGröße 20150520_VDD-Satzung.pdf34.96 KB 20150713_Richtlinie_Studierendenmitgliedschaft.pdf92.7 KB 20150716_Richtlinie Juniormitgliedschaft.pdf100.1 KB Druckversion