Source: https://www.aufarbeitungskommission.de/datenschutz-schriftliche-berichte/?s=
Timestamp: 2020-01-26 21:31:17
Document Index: 237330675

Matched Legal Cases: ['Art. 6', '§ 3', 'Art. 9', 'Art. 89', '§ 27', '§ 27', '§ 19']

Wichtige Hinweise zum Datenschutz (schriftlicher Bericht)
Ihr schriftlicher Bericht trägt dazu bei, diese Fragen zu beantworten. Die Verarbeitung Ihrer Daten erfolgt, um unsere Aufgaben wahrzunehmen (Art. 6 (1) 1 lit. e DSGVO i.V.m. § 3 BDSG). Sofern Sie uns Informationen zusenden, die besondere Kategorien personenbezogener Daten darstellen, wie Angaben zu Ihrem Gesundheitszustand, Sexualleben oder ethnischen Herkunft, verarbeiten wir diese Daten im Rahmen unserer wissenschaftlichen und historischen Forschung. Rechtsgrundlage ist hier Art. 9 (2) lit. j, Art. 89 (1) DSGVO, § 27 (1) BDSG. Die Veröffentlichung Ihrer Daten erfolgt ausschließlich mit Ihrer Einwilligung (§ 27 (4) BDSG).
Wir erheben und verarbeiten personenbezogene Daten, die Sie uns in Ihrem schriftlichen Bericht zur Verfügung stellen. Sie sind nicht verpflichtet, Angaben zu machen und berichten nur das, worüber Sie berichten wollen. Sofern Sie Angaben zu Dritten machen, die durch Ihre Angaben identifizierbar sind oder werden, erheben wir diese personenbezogenen Daten ebenfalls, um unserem Auftrag umfassend nachzukommen und Ihre Angaben zu Sachverhalten vollständig abzubilden. Wir führen keine Ermittlungen zu einzelnen Taten oder Tätern durch.
Ihr schriftlicher Bericht wird vom Büro der Kommission digital gespeichert und in einer Akte abgelegt. Darüber hinaus arbeitet das Büro der Kommission mit einer Datenbank. In diese werden bestimmte Angaben zu Ihrer Geschichte eingetragen. Dies erfolgt ohne Nennung Ihres Namens oder weiterer Merkmale wie Orte, Personen oder Institutionen, durch deren Nennung auf Ihre Person geschlossen werden könnte (pseudonymisierte Erfassung). Erfasst wird dort beispielsweise, in welchem Zeitraum die sexuelle Gewalt stattfand, in welcher persönlichen Beziehung Sie zu dem Täter / der Täterin standen und ob Sie eine Strafanzeige erstattet haben.
„Erkenntnisse aus Anhörungen für die Zukunft bewahren“,Projektleitung: Kommissionsvorsitzende Prof. Dr. Sabine Andresen
Darüber hinaus gibt die Kommission Fallstudien in Auftrag, in denen Anhörungen und schriftliche Berichte themenbezogen ausgewertet werden (beispielsweise zu den Themen DDR und Kirchen). Weitere Informationen zu diesen Projekten und Fallstudien finden Sie auf unserer Website unter www.aufarbeitungskommission.de/projekte. Die Website wird laufend auf den neuesten Stand gebracht. Es werden dort alle von den Kommissionsmitgliedern durchgeführten oder von der Kommission beauftragten bzw. geförderten Projekte und Fallstudien vorgestellt, wobei nicht alle Projekte bei der Auswertung der Anhörungen und schriftlichen Berichte mitwirken. Gerne können Sie sich hierzu auch kostenfrei über unser „Infotelefon Aufarbeitung“ (Telefonnummer 0800 40 300 40, Sprechzeiten: Montags, mittwochs und freitags: 9:00 Uhr – 14:00 Uhr; dienstags und donnerstags: 15:00 Uhr – 20:00 Uhr) informieren.
Die dem Büro der Kommission vorliegenden schriftlichen Berichte werden im Büro der Kommission bearbeitet. Insbesondere werden Namen, Orte, Personen oder Institutionen, durch deren Nennung auf Ihre Person geschlossen werden könnte, gelöscht (Pseudonymisierung). Bei dieser Arbeit sowie bei der Erfassung von pseudonymisierten Daten in unserer Datenbank unterstützen uns einzelne Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fachberatungsstelle N.I.N.A. e. V. (Nationale Infoline, Netzwerk und Anlaufstelle zu sexueller Gewalt an Mädchen und Jungen). N.I.N.A. e. V. trägt auch die fachliche Verantwortung für das Infotelefon.
Damit Ihre Angaben wie unter 4. beschrieben ausgewertet werden können, geben wir sie an die dort und die auf unserer Website unter www.aufarbeitungskommission.de/projekte genannten Institute und Wissenschaftler weiter. Übermittelt werden hier ausschließlich pseudonymisierte (s.o.) schriftliche Berichte, die für die Empfänger keinen Personenbezug haben. Unterlagen, aus denen auf Ihre Person geschlossen werden könnte, verbleiben im Büro der Kommission.
Sie können jederzeit die in Artikel 15, 16, 17, 18, 20 und 21 Absatz 6 der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) genannten Rechte ausüben. Dies sind das Recht auf Auskunft, Berichtigung, Einschränkung der Verarbeitung, Löschung und Datenübertragbarkeit. Diese Rechte können für bestimmte personenbezogene Daten eingeschränkt sein, etwa, wenn an der Verarbeitung ein zwingendes öffentliches Interesse besteht oder Rechte anderer Personen entgegenstehen. Wir informieren Sie in einem solchen Fall bei Ausübung Ihres Rechts hierüber. Darüber hinaus haben Sie gemäß Artikel 77 DSGVO in Verbindung mit § 19 Bundesdatenschutzgesetz ein Beschwerderecht bei einer Datenschutzaufsichtsbehörde. Die zuständige Aufsichtsbehörde für den UBSKM ist die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI, Internetseite: www.bfdi.bund.de). Auch der Rechtsweg steht Ihnen offen.
Wir möchten weiter mit Ihnen in Kontakt bleiben, beispielsweise um Sie über unsere Veröffentlichungen zu informieren oder Sie zu fragen, ob wir Ihre Angaben in einer Veröffentlichung wörtlich wiedergeben dürfen. Deshalb speichert die Kommission Ihre Daten während der gesamten Dauer ihrer Laufzeit, das heißt solange die Kommission eingesetzt ist. Nach Abschluss ihrer Arbeiten wird die Kommission Ihre Daten an das BMFSFJ / den UBSKM übergeben. Diese legen eine Aufbewahrungsfrist fest. Innerhalb dieser Frist können im Nachhinein aufkommende Fragen zu den Unterlagen beantwortet werden. Der Arbeitsstab des UBSKM wird Ihre persönlichen Daten mit denselben hohen Standards behandeln wie die Kommission. Nach Ablauf der Frist werden alle Unterlagen, die personenbezogene Daten enthalten (insbesondere nicht-pseudonymisierte schriftliche Berichte und E-Mails), vernichtet bzw. gelöscht. Schriftliche Unterlagen, aus denen Ihr Name und weitere Umstände, durch die auf Ihre Person geschlossen werden könnte, gelöscht wurden, werden dem Bundesarchiv übergeben. Dieses wird sodann die Übernahme prüfen. Auch das Büro der Kommission wird zu diesem Zeitpunkt nicht mehr sagen können, welche Geschichte zu welcher Person gehört (vollständige Anonymisierung).
Die Kommissionsmitglieder und das Büro der Kommission behandeln Ihre Daten und Angaben absolut vertraulich. Sie beabsichtigen keine weitere Verwendung oder Nutzung Ihrer Daten. Allerdings ist die Kommission dem Kinderschutz verpflichtet. Sollten sich in einer der Anhörungen oder schriftlichen Berichte konkrete Anhaltspunkte für eine noch andauernde massive Kindeswohlgefährdung ergeben, wird sie über geeignete Maßnahmen beraten, um diese zu beenden. Dies betrifft vor allem den Fall, dass ein aktuell andauernder sexueller Missbrauchs eines Kindes zu befürchten ist. Geeignete Maßnahmen können in bestimmten Fällen auch die Information des Jugendamtes oder in Ausnahmefällen die Information der Polizei sein. In der Regel erfolgt dies aber erst nach einem Gespräch mit der Person, von der die Kommission Informationen über die Kindeswohlgefährdung erhalten hat. Auch wird diese über das Einschalten der Behörden informiert.
In Einzelfällen kann das Büro der Kommission verpflichtet sein, schriftliche Unterlagen an andere Behörden (namentlich Staatsanwaltschaften und Gerichte) herauszugeben.
Wir haben technische und organisatorische Maßnahmen ergriffen, um Ihre Daten zu schützen. Elektronische Dateien liegen auf einem besonders gesicherten Server der Bundesregierung. Auf sie können nur diejenigen Mitarbeiterinnen zugreifen, die dies für ihre Arbeit benötigen. Auf Pseudonymisierungslisten und Passwörter können nur bestimmte Mitarbeiterinnen zugreifen. Wenn wir Ihre Daten an Dritte weitergeben (siehe oben 5.) achten wir auf sichere Übertragungswege und den Schutz Ihrer Person durch eine weitgehende Pseudonymisierung und Verschlüsselungen. Einen absoluten Datenschutz kann aber niemand gewährleisten. Wenn es für Sie wichtig ist, eine Weitergabe Ihrer Daten in jedem denkbaren Fall auszuschließen, haben Sie die Möglichkeit, Ihre Angaben vollständig anonym zu machen.
Datenschutzhinweis Schriftliche Berichte