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Timestamp: 2020-05-31 00:48:40
Document Index: 266359175

Matched Legal Cases: ['§ 36', '§28', '§6', '§ 28', '§4', '§6', '§3', '§6', '§ 5', '§36', '§ 4', '§ 36', 'Art. 11', '§28']

Fzf Kind zum Deutscher Vater? (Gelesen: 7.516 mal)
06.12.2017 um 09:23:59
Ich bin seit August 2016 als Deutscher durch Einbürgerung. Ich lebe seit Mai 2017 getrennt, weil meine Frau keine Kinder willr. Ich bin seit 2011 regelmäßig ein mal im Jahr in Vietnam zum Besuch mein Großeltern. Ich hatte im Jahr 2014 während Urlaub mit eine Frau geschlafen. Jetzt bin ich auch in Vietnam und hat Sie wieder getroffen und Sie hat eine Tochter die mir sehr ähnlich auch sieht. Ich habe Sie gefragt, sie hat gesagt das ist meine Tochter. Ich habe gleich DNA Test in Vietnam gemacht und das ist wirklich meine Tochter. Ich bin erstmal glücklich. Ich mache gerade Vaterschaftsanerkennung bei vietnamesische Behörde, damit meine Tochter eine Vater im Geburtsurkunde hat.
Meine Frage ist: was kann ich bei der deutsche Botschaft in hanoi machen? Hat meine Tochter bzw. ihre Mutter chance nach DE zu kommen?
Antwort #1 - 06.12.2017 um 09:33:50
Da das Kind offenbar vor Deiner Einbürgerung geboren wurde
(oder ich habe den Ablauf oben falsch verstanden)
, ist es nicht deutsch.
Das Kind hat einen Anspruch auf eine Aufenthaltserlaubnis zum Zusammenleben mit Dir, die Kindesmutter nicht.
Sie ist "sonstiger Familienangehöriger" i.S.d. § 36 AufenthG - es sei denn, sie wird durch Eheschließung mit einem Deutschen ...
Antwort #2 - 06.12.2017 um 09:44:14
Ja genau, meine Tochter ist vor mein Einbürgerung geboren. Kann die Mutter nicht als Personensorge mit kommen?
Antwort #3 - 06.12.2017 um 09:49:11
Ich muss mindesten 1 trennungsjahr machen bevor meine Rechtsanwältin Antrag beim Gericht stellen wegen Scheidung. Danach kann ich Sie erst heiraten. Mfg
Antwort #4 - 06.12.2017 um 10:20:30
huyen51002 schrieb am 06.12.2017 um 09:44:14:
a genau, meine Tochter ist vor mein Einbürgerung geboren. Kann die Mutter nicht als Personensorge mit kommen?
Nein, da Sie nicht die Mutter eines Deutschen Kindes ist. Erst heiraten, dann kann Sie auch nach Deutschland
Antwort #5 - 06.12.2017 um 14:41:19
Angenommen ich mache Vaterschaftsanerkennung und Sorgeerklärung bei der Botschaft fertig. Kann ich meine Tochter und Sie zum Besuch in Deutschland einladen? Sie ist 35 jahre alt und arbeitet zurueit als Buchhalterin in ein kleine Firma.
Antwort #6 - 06.12.2017 um 14:49:44
huyen51002 schrieb am 06.12.2017 um 14:41:19:
Kann ich meine Tochter und Sie zum Besuch in Deutschland einladen?
Es bleibt Dir unbenommen wem Du zum Besuch nach Deutschland einlädst. Ob der/die Betreffende dann auch ein Visum erhält steht in den Sternen, denn darüber entscheidet die deutsche Vertretung in Vietnam nach Einschätzung der Rückkehrwilligkeit des Antragstellers.
Antwort #7 - 06.12.2017 um 14:58:05
Saxonicus schrieb am 06.12.2017 um 14:49:44:
Ob der/die Betreffende dann auch ein Visum erhält steht in den Sternen, denn darüber entscheidet die deutsche Vertretung in Vietnam nach Einschätzung der Rückkehrwilligkeit des Antragstellers.
Und das könnte zumindest schwierig werden...Kind + Frau und ein FZF / Hochzeitsvisum geht momentan nicht....da könnte die DAV entsprechend knauserig sein! Also ich schätze die Chancen eher gering ein
Antwort #8 - 06.12.2017 um 15:18:27
Meine Tochter ist es gerade 3 jahre alt geworden. Ich habe Sie noch nicht richtig kennt gelernt. Es seit september.Es dauert noch ein bisschen Zeit. Ich kann nicht einfach fzf zu mir ohne die Mutter machen. Ich brauche es bis spät Sommer die Zeit für die Scheidung. So bleiben die Beide erstmal weiter in Vietnam. Die Mutter muss auch erstmal A1 machen und ich weisst auch nicht wie lange Sie braucht? Mfg
Antwort #9 - 06.12.2017 um 16:24:08
Wenn sie später als Mutter einen deutschen Kindes nach D kommt benötigt sie kein A1. Nur als Deine Ehefrau schon, aber da es ein deutsches Kind gibt nein.
Antwort #10 - 06.12.2017 um 16:28:19
lottchen schrieb am 06.12.2017 um 16:24:08:
Wenn sie später als Mutter einen deutschen Kindes nach D kommt benötigt sie kein A1.
Da sie aber Mutter eines vietnamesischen Kindes ist, braucht sie
1) die Heirat (nach der Scheidung)
2) das A1-Zertifikat.
Angenommen ich mache Vaterschaftsanerkennung und Sorgeerklärung bei der Botschaft fertig.
Sag uns doch vorher:
Wie lange warst Du schon in Deutschland, als das Kind geboren wurde? Was hattest Du am Tag der Geburt für einen Aufenthaltstitel?
Antwort #11 - 06.12.2017 um 16:33:31
Ich bin seit 1999 in Deutschland da war ich 12. nach mein 18. Geburtstag habe ich NE bis 08/2016 dann die Einbürgerung als Deutscher. Mfg
Antwort #12 - 06.12.2017 um 16:39:38
Dann hättest Du die Voraussetzungen erfüllt. Das Kind hätte deutsch sein können.
Leider erfüllt die Mutter die Voraussetzungen nicht. Jetzt kann man daran nichts mehr ändern: Das Kind ist und bleibt erst mal vietnamesisch.
Antwort #13 - 06.12.2017 um 16:46:49
Ich muss erstmal Vaterschaftsanerkennung und Sorgeerklärung bei der Botschaft machen. Mfg
Antwort #14 - 06.12.2017 um 20:00:13
IMHO wird hier eine Sache übersehen, die Gleichberechtigung.
Das Kind hat das Recht, zu seinem deutschen Vater zu ziehen. Wieso sollte die Mutter nicht das Recht haben zu ihren Kind zu ziehen. Hätte das Kind die deutsche STA dürfte sie ohne Auflagen, da das Kind vor der Erlangung der deutschen STA durch den Vater zu Welt kam darf sie nicht.
Das ist gewiss ein Sonderfall für Spezialisten, aber das sollte man bei der Entscheidung berücksichtigen.
Antwort #15 - 06.12.2017 um 20:40:33
Es handelt sich um ein ausländisches (vietnamesisches) Kind.
Es handelt sich um eine ausländische (vietnamesische) Mutter.
Beide sind weit von einem "Recht" entfernt, in Deutschland wohnen zu dürfen.
Die ausländische Mutter ist ja gleichberechtigt: Gegenüber anderen ausländischen Müttern, die in Russland, China oder Bolivien leben.
Antwort #16 - 06.12.2017 um 21:02:29
AufenthG §28 Absatz 1 Nr. 2 sehe ich schon als Recht des Kindes.
Antwort #17 - 06.12.2017 um 21:11:34
ich müsste mich schon sehr täuschen, aber
- mit Erklärung der Vaterschaft des jetzt Deutschen huyen51002 erwirbt das Kind die deutsche Staatsangehörigkeit, s. §6 StAG.
- Das jetzt deutsche Kind hat das Recht, in DEU zu leben,
- die Kindsmutter hat den Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis zur Ausübung der Personensorge aus § 28 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 AufenthG, also ohne Kenntnisse "A1".
Wo irre ich hier?
Antwort #18 - 06.12.2017 um 21:15:46
reinhard schrieb am 06.12.2017 um 20:40:33:
Wieso ist das Kind weit davon entfernt bei seinem Vater zu Leben. Alles andere kommt danach.
Antwort #19 - 06.12.2017 um 21:20:31
T.P.2013 schrieb am 06.12.2017 um 21:11:34:
Es gilt §4 StAG.
Antwort #20 - 06.12.2017 um 21:43:53
garfield2008 schrieb am 06.12.2017 um 21:20:31:
Weshalb sollte dies so sein?
Weshalb sollte §6 StAG (§3 (1) Nr.3 StAG i.V.m. §6 StAG) nicht zutreffen?
However - mit wirksamer Anerkennung der Vaterschaft wird das Kind deutsch.
Antwort #21 - 06.12.2017 um 21:50:04
Das würde mich auch mal interessieren. Wo genau steht dass ein im Ausland geborenes Kind von nichtdeutschen Eltern automatisch deutsch wird, sobald ein Elternteil deutsch wird? Ich habe mal ein wenig im StAG gelesen, bisher ist mir nichts über den Weg gelaufen, was darauf hinweist. Oder ich verstehe das Gesetz nicht richtig.
Antwort #22 - 06.12.2017 um 21:51:12
T.P.2013 schrieb am 06.12.2017 um 21:43:53:
Weil er das Kind nicht adoptiert sondern die Vaterschaft anerkennt. Und da er zum Zeitpunkt der Geburt kein deutscher war ist das Kind leider nicht deutsch.
Und ganz nebenbei wäre nach vietnamesischen Recht so eine Adoption nicht möglich.
Antwort #23 - 06.12.2017 um 21:55:03
Der Kindsvater ist aber zum Zeitpunkt der Anerkennung der Vaterschaft deutsch. Und damit das Kind.
Seit dem 1. Juli 1993 kann auch der nichte­he­liche Vater die deutsche Staat­sange­hörigkeit ver­lei­hen, wenn er Deutsch­er ist, eine nach deutschen Geset­zen wirk­same Fest­stel­lung beziehungsweise Anerken­nung der Vater­schaft vor­liegt und die Anerken­nung der Vater­schaft bzw. das Vater­schafts­fest­stel­lungsver­fahren vorgenom­men oder ein­geleit­et wurde, bevor das Kind das 23. Leben­s­jahr vol­len­det hat.
Soll mir hier ernsthaft erklärt werden, dass die deutsche Staatsangehörigkeit zwar durch Adoption, aber nicht durch Anerkennung der rechtlichen Vaterschaft entstehen soll? Völlig unabhängig davon, wie der Begriff "Anerkennung" auszulegen sein könnte oder welche Rechtsgrundlage genau einschlägig sein könnte?
lottchen schrieb am 06.12.2017 um 21:50:04:
Wo genau steht dass ein im Ausland geborenes Kind von nichtdeutschen Eltern automatisch deutsch wird, sobald ein Elternteil deutsch wird? Ich habe mal ein wenig im StAG gelesen, bisher ist mir nichts über den Weg gelaufen, was darauf hinweist. Oder ich verstehe das Gesetz nicht richtig.
Zum Zeitpunkt der Geburt natürlich nicht deutsch. Er wird auch nicht deutsch dadurch, dass der Vater jetzt Deutscher ist (wurde auch nirgends behauptet). Ab Rechtswirkamkeit der Anerkennung Vaterschaft durch einen Deutschen jedoch schon. Zu Deiner Frage: Möglicherweise.
« Zuletzt geändert: 06.12.2017 um 22:09:50 von T.P.2013 »
Antwort #24 - 07.12.2017 um 04:56:50
T.P.2013 schrieb am 06.12.2017 um 21:55:03:
Soll mir hier ernsthaft erklärt werden, dass die deutsche Staatsangehörigkeit zwar durch Adoption, aber nicht durch Anerkennung der rechtlichen Vaterschaft entstehen soll?
Das ist nicht mein Fachgebiet, aber:
Ein Geburtserwerb findet, so habe ich das immer verstanden, dann statt, wenn die Voraussetzungen zum Zeitpunkt der Geburt vorhanden sind.
Adoption von Minderjährigen und Vaterschaftsanerkennung führen gleichermaßen dazu, dass das Kind rechtlich so behandelt werden, als hätte die jeweilige Elternschaft ab Geburt entstanden - und der Erwerb der deutschen StAng ist dann ein Geburtserwerb unter den dafür geltenden Voraussetzungen.
Dass die Adoption eines 14jährigen ausländischen Kindes durch einen vor zwei Jahren eingebürgerten Deutschen zur deutschen StAng des Kindes führt, wäre mir neu.
Was aber - nicht mein Fachgebiet - nichts zu sagen hat. Nur meine Verwunderung begründet.
Antwort #25 - 07.12.2017 um 06:35:07
Sehe ich auch so. Die Rechtswirkung wird erst durch die Vaterschaftsanerkennung ausgelöst. Zum Zeitpunkt der Vaterschaftsanerkennung ist bzw. war der Vater bereits deutscher Staatsbürger. Das die deutsche Staatsbürgerschaft des Kindes dann rückwirkend ab Geburt gilt ist ein angenehmer Nebeneffekt.
Antwort #26 - 07.12.2017 um 08:13:13
Also ich sehe es wie Petersburger! DAs Kind ist nicht Deutsch, weil der Biologische Vater zum Zeitpunkt der Geburt ebenfalls nicht Deutsch war! Daran ändert auch eine "verspätete" Anerkennung nichts....
Antwort #27 - 07.12.2017 um 08:16:47
Im Übrigen sehe ich keine Gleichheit zwischen einer Annahme an Kindes statt = Adoption, also einer durch vielerlei Vorschriften und Überprüfungen begleitete Änderung der Elternschaft (die bisherigen rechtlichen Elternschaft wird ersetzt durch die neue) und einer quasi voraussetzunglosen Erklärung, "Ich bin der Vater des bisher (rechtlich) vaterlosen Kindes".
Dass hier ein Unterschied besteht entnehme ich auch der AVwV zum StAG, in der steht
Zu Nummer 1 (Anerkennung oder Feststellung der Vaterschaft)
Die Voraussetzung der Nummer 1 kann als erfüllt angesehen werden, wenn der Vater zum Zeitpunkt der Geburt des nichtehelichen Kindes deutscher Staatsangehöriger war. ...
Ich sehe auch, dass es im § 5 StAG um eine Erklärung für schon lange Erwachsene geht. Jedoch ist hier klar formuliert, dass bei Vaterschaftsanerkennung die StAng des Vaters zum Zeitpunkt der Geburt relevant ist.
Antwort #28 - 07.12.2017 um 08:57:39
T.P.2013 stellt auf die Ungleichbehandlung zwischen Adoptivkind und natürlichem Kind über Vaterschaftserklärung bezüglich deutscher Staatsbürgerschaft ab.
Ob die deutsche Staatsbürgerschaft ab Geburt gelten soll ist dem Fragesteller wahrscheinlich herzlich egal.
Antwort #29 - 07.12.2017 um 09:26:04
Hallo Leute, danke für eure Informationen!
Also meine 3 jährige Tochter hat dann keine Deutsche Stag. Somit bleibt sie Vietnamesin. Sie hat das Recht zu mir nach DE und die Mutter hat kein Recht zu ihr! Ist das richtig?
Morgen bekomme ich die Papiere von vietnames. Behörde wegen Vaterschaftsanerkennung. Ich muss dann alles übersetzen und dann an Botschaft schicken wegen Vaterschaftsanerkennung nach deutsche Recht. Ich werde dann weiter berichten.
Antwort #30 - 07.12.2017 um 09:46:48
huyen51002 schrieb am 07.12.2017 um 09:26:04:
Sie hat das Recht zu mir nach DE und die Mutter hat kein Recht zu ihr! Ist das richtig?
Diese Konstellation wurde im Gesetztext "vergessen". IMHO sollte die Mutter nachziehen können, da es sonst eine Diskriminierung wäre.
Antwort #31 - 07.12.2017 um 10:02:15
Ich verstehe es immer noch nicht. Aber offenbar sind sich die Foristen hier auch nicht einig, ob das Kind nun deutsch wird oder nicht. Macht es für die FZF und/oder die Staatsangehörigkeit des Kindes einen Unterschied, ob der Vater die Vaterschaft erst jetzt als Deutscher anerkennt oder schon früher als Vietnamese? Macht das für das Kind einen Unterschied?
Irgendwie erscheint es logisch, dass wenn ein Deutscher die Vaterschaft für ein vorhandenes Kind anerkennt, dieses auch die deutsche Staatsbürgerschaft bekommt. Ansonsten müsste ja jeder Deutsche unbedingt schon vor der Geburt die Vaterschaft eines ausländischen Kindes anerkennen (ohne vielleicht zu wissen, ob er auch der biologische Vater ist), damit das Kind auch deutsch werden kann. Und das ist doch nicht notwendig.
Antwort #32 - 07.12.2017 um 10:16:42
mgb schrieb am 07.12.2017 um 08:57:39:
T.P.2013 stellt auf die Ungleichbehandlung zwischen Adoptivkind und natürlichem Kind über Vaterschaftserklärungbezüglich deutscher Staatsbürgerschaft ab.
Sofern die im Gesetz so vorgesehen ist, ist das eine philosophische Fragestellung, über die hier zu diskutieren ebenso(wenig) sinnvoll ist wie über das A1-Erfordernis oder die Inländerdiskriminierung.
Antwort #33 - 07.12.2017 um 10:32:57
lottchen schrieb am 07.12.2017 um 10:02:15:
Ansonsten müsste ja jeder Deutsche unbedingt schon vor der Geburt die Vaterschaft eines ausländischen Kindes anerkennen (ohne vielleicht zu wissen, ob er auch der biologische Vater ist), damit das Kind auch deutsch werden kann. Und das ist doch nicht notwendig.
Warum. Hier geht es um das Abstammungsprinzip. Ist der Vater zum Zeitpunkt der Geburt Deutscher, wird das Kind deutsch, ansonsten bekommt es halt die andere STA. Ob die Vaterschaftsanerkennung vor oder nach der Geburt gemacht wird spielt da keine Rolle.
Antwort #34 - 07.12.2017 um 10:42:58
Ansonsten müsste ja jeder Deutsche unbedingt schon vor der Geburt die Vaterschaft eines ausländischen Kindes anerkennen (ohne vielleicht zu wissen, ob er auch der biologische Vater ist), damit das Kind auch deutsch werden kann.
Nein, denn wenn der Deutsche schon zum Zeitpunkt der Geburt Deutscher ist, spielt es keine Rolle.
Dagegen spielt es durchaus eine Rolle, ob ein heutiger Ausländer durch den Zeitpunkt der Vaterschaftsanerkennung auf den Erwerb der deutschen StAng seines heute geborenen Kindes Einfluss nehmen kann.
Erkennt er diese heute an -> Kind nicht deutsch.
Wartet er auf die absehbare Einbürgerung und erkennt dann an -> Kind deutsch
Antwort #35 - 07.12.2017 um 11:15:03
Somit bleibt sie Vietnamesin. Sie hat das Recht zu mir nach DE und die Mutter hat kein Recht zu ihr! Ist das richtig?
Antwort #36 - 07.12.2017 um 12:24:13
Hallo, ich habe es nicht gewusst, dass ich eine Tochter habe.Sonst hätte ich auch damals schon Vaterschaftsanerkennung gemacht. Meine Fehler ist nur das ich zu spät einbürge. Ich habe die Einbürgerungszusicherung schon seit 2010. aber damals habe ich mein studium abgebrochen, geheiratet und umgezogen. War zuviel Stress auf einmal. Erst 2015 haben die Behörde mir ein Brief geschrieben ob ich mich weiter einbürge oder nicht! Hätte ich schon seit 2010 gemacht, dann hätte es kein Problem gegeben.
Aber ich bedanke mich an Alle! Ich werde es mal Vaterschaftsanerkennung machen, dann werde ich weiter sehen.Bis Scheidung dauert es noch einige Zeit. Aber vielleicht wenn ich in DE bin, werde ich die beide einladen zum Besuch. Meine Tochter soll ja auch ihre Grosseltern und ihre Onkel und Tante und Cousins sowie ich besuchen dürfen oder? Denn meine ganze Familien wohnen hier in Deutschland.
Antwort #37 - 07.12.2017 um 12:52:49
Die zeit- und kostenintensive Möglichkeit wäre die deutsche Staatsbürgerschaft des Kindes über Artikel 3 GG über das Bundesverfassungsgericht anzugehen. Eine Erfolgsgarantie kann da im voraus keiner abgeben.
Die kleine Lösung wäre die Mutter über §36 AufenthG ins Land zu bringen, wenn das Kind gleichzeitig mitzieht.
Antwort #38 - 07.12.2017 um 15:41:54
1) Wenn ich bezüglich Anerkennung der Vaterschaft in Verbindung mit dann geltender Staatsangehörigkeit eines Kindes Quellen heranziehe, ob nun diverse Merkblätter dazu, die verlinkte Kinderrechtskonvention oder Fachbeiträge von Rechtspflegern, lese ich bei einer Vaterschaftsanerkennung immer drei Voraussetzungen:
- wenn er Deutsch­er ist (d.h., zum Zeitpunkt der Erklärung)
- wirk­same Fest­stel­lung beziehungsweise Anerken­nung der Vater­schaft
- bevor das Kind das 23. Leben­s­jahr vol­len­det hat.
Es müsste sonst konsequenterweise ja bei jeder nachträglichen Anerkennung durch einen Deutschen die Staatsangehörigkeit des Vaters auch zum Zeitpunkt der Geburt des Kindes nachgewiesen werden. Habe ich noch nie gehört, dass dies so sei.
2) Logik + Gesetzessystematik:
Wenn ich als eingebürgerter Deutscher ein völlig fremdes Kind als meines annehme (Adoption), wird es dadurch automatisch deutsch.
Erkenne ich als eingebürgerter Deutscher mein eigenes Kind als soches an, soll es Ausländer sein und bleiben?
Und daher behaupte ich, nach allem, was ich gestern und heute an Informationen gelesen habe, dass ein ausländisches Kind, dass von einem zum Zeitpunkt der wirksamen Anerkennungserklärung deutschen StAng anerkannt wird, deutsch wird.
Da auch ich aber Staatsangehörigkeitsrecht nicht als mein Fachgebiet bezeichnen kann, lasse ich mich gerne mit harten Fakten (-> z.B. rechtskräftigen Gerichtsurteilen) auch vom Gegenteil überzeugen.
PS: Ich selbst habe für diesen Spezialfall (Vater zum Geburtszeitpunkt nichtdeutsch, zum Anerkennungszeitpunkt aber deutsch) zumindest bisher keine Rechtsprechung gefunden, aus der explizit die Beantwortung dieser im Raum stehenden Frage hervorgeht.
Antwort #39 - 07.12.2017 um 15:52:22
1) Durch die Geburt erwirbt ein Kind die deutsche Staatsangehörigkeit, wenn ein Elternteil die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt. Ist bei der Geburt des Kindes nur der Vater deutscher Staatsangehöriger und ist zur Begründung der Abstammung nach den deutschen Gesetzen die Anerkennung oder Feststellung der Vaterschaft erforderlich, so bedarf es zur Geltendmachung des Erwerbs einer nach den deutschen Gesetzen wirksamen Anerkennung oder Feststellung der Vaterschaft; die Anerkennungserklärung muß abgegeben oder das Feststellungsverfahren muß eingeleitet sein, bevor das Kind das 23. Lebensjahr vollendet hat.
Er war bei der Geburt kein deutscher Staatsangehöriger - ergo ist das Kind nicht deutsch. Bei der Vorschrift geht es um den Geburtserwerb, also ist die Sachlage zum Zeitpunkt der Geburt die einzig entscheidende.
Gedankenexperiment: Die Mutter lässt sich zwei Jahre nach der Geburt einbürgern - Hat das Kind durch Geburt die deutsche Staatsangehörigkeit rückwirkend erworben?
Antwort #40 - 07.12.2017 um 16:01:26
So weit waren wir schon vor 2 Seiten. Ich weiß, was im Gesetz steht, lesen kann ich also auch und diesen Rückschluss könnte man ziehen, wobei ich die Herkunft zitierter Quellen übrigens nenne.
Recht allerdings wird gebildet durch Gesetz/Vorschrift + ständige Rechtsprechung.
Abgesehen davon ist nicht der Geburtserwerb der dt. StAng der springende Punkt, sondern die Anerkennung der Vaterschaft und die damit einhergehenden Folgen.
Antwort #41 - 07.12.2017 um 16:20:19
Der TS hat zunächst mit der Vaterschaftsanerkennung zu tun.
Jetzt ist er gar nicht in D.
Er hat also in Vietnam Zeit, das Kind und die Mutter kennenzulernen. Kann ausloten, ob ein Nachzug nach D überhaupt von allen so dringend gewünscht wird.
Inzwischen läuft sein Trennungsjahr in D weiter.
Um an diesem lückenhaften hier gewälzten Gesetz vorbeizukommen:
Wenn alles zwischen den Personen passt: Er könnte später diese Frau heiraten, und FZF machen.
Das Kind kommt dann mit, ob leiblich oder nicht, ob deutsch oder vietnamesisch.
Oder steht da etwa auch ein Gesetz dazwischen ??
Antwort #42 - 07.12.2017 um 16:32:40
T.P.2013 schrieb am 07.12.2017 um 16:01:26:
https://openjur.de/u/874462.html
Herr E. hat der Klägerin die deutsche Staatsangehörigkeit nicht durch Abstammung vermittelt. Zwar hat er die Vaterschaft für die Klägerin anerkannt, war aber im maßgeblichen Zeitpunkt der Geburt der Klägerin noch nicht deutscher Staatsangehöriger. Er ist unstreitig erst am 10. Dezember 2009 eingebürgert worden. Zwar wirkt die nachträgliche Vaterschaftsanerkennung auf den Zeitpunkt der Geburt der Klägerin zurück, stellt die Klägerin aber nur so, wie sie stünde, wenn Herr E. bereits bei ihrer Geburt als ihr Vater festgestanden hätte. Auch in diesem Fall wäre ein Abstammungserwerb der deutschen Staatsangehörigkeit nicht möglich gewesen, weil damals weder die Mutter noch Herr E. die deutsche Staatsangehörigkeit besaßen; die Einbürgerung des letzteren ist mit der Aushändigung der Einbürgerungsurkunde wirksam geworden und wirkt nicht auf den Zeitpunkt der Geburt der Klägerin zurück. Dass ein Mann, dessen Vaterschaft für ein Kind erst anerkannt oder festgestellt werden muss, diesem Kind die deutsche Staatsangehörigkeit durch Abstammung nur dann vermitteln kann, wenn er bei der Geburt des Kindes selbst deutscher Staatsangehöriger ist, ist nicht nur denklogisch, sondern auch nach dem Gesetzeswortlaut des § 4 Abs. 1 Satz 2 StAG notwendig („…bei der Geburt…“).
Ein Visum für den Familiennachzug nach § 36 Absatz 2 AufenthG halte ich für nicht realisierbar, da die außergewöhnliche Härte ja selbst herbeigeführt wird. Demnach bleibt dem TS nur Scheidung und dann Visumantrag für ein Visum zur Eheschließung oder Heirat + Visum zum Ehegattennachzug...
Antwort #43 - 07.12.2017 um 16:54:28
PerikleZ schrieb am 07.12.2017 um 16:32:40:
Ja, das ist doch mal ein Wort und kein müsste, sollte, würde. Danke.
Antwort #44 - 07.12.2017 um 17:57:51
Ist die Trennung vom leiblichen Vater keine aussergewöhnliche Härte?
Nach deiner Auslegung wird eine aussergewöhnliche Härte durch eine andere ersetzt.
Antwort #45 - 07.12.2017 um 18:11:51
Wer hat das Kind vom leiblichen Vater getrennt?
Antwort #46 - 07.12.2017 um 23:16:26
mgb schrieb am 07.12.2017 um 17:57:51:
Ein ganz kurzer Blick ins Leben zeigt: Nein!
Es ist eine absolut gewöhnliche, auf Schritt und Tritt anzutreffende Härte.
Mithin nicht besonders, und keinesfalls außergewöhnlich.
Antwort #47 - 08.12.2017 um 08:51:29
Das Kind des deutschen Vaters hat einen Anspruch auf eine AE und zwischen Vater oder Mutter wählen zu müssen ist die aussergewöhnliche Härte.
Antwort #48 - 08.12.2017 um 11:46:08
Eine Grundsatzdiskussion führt den TS nicht weiter.
Die Aussichten auf Erfolg eines solchen Antrags sind sehr gering - meines Erachtens sogar bei null. Beantragen kann man ja alles, aber diese 75 EUR würde ich mir sparen. Das Kind hat ja auch bisher bei seiner Mutter gelebt und es sollte zumutbar sein, dass die beiden bis zur Scheidung im Ausland verbleiben und dann beide zusammen zum TS nachziehen.
Antwort #49 - 08.12.2017 um 14:28:33
Antwort #50 - 08.12.2017 um 15:15:22
Antwort #51 - 08.12.2017 um 15:22:44
" Nach Art und Schwere müssen so
erhebliche Schwierigkeiten für den Erhalt der
familiären Lebensgemeinschaft drohen, dass die
Versagung der Aufenthaltserlaubnis ausnahmsweise
als unvertretbar anzusehen ist"
Wo ist denn momentan eine familiäre Lebensgemeinschaft bedroht?
Der TE hat gerade durch Zufall erfahren, dass er vermutlich biologischer Vater eines Kindes ist von dem er bis "gestern" nichts wusste und das auch bisher sehr gut mit der Mutter in Vietnam lebt! Ich sehe da keine besondere Härte, wenn bis zur Scheidung und Hochzeit gewartet werden muss.
Ich hatte im Jahr 2014 während Urlaub mit eine Frau geschlafen. Jetzt bin ich auch in Vietnam und hat Sie wieder getroffen und Sie hat eine Tochter die mir sehr ähnlich auch sieht. Ich habe Sie gefragt, sie hat gesagt das ist meine Tochter.
Antwort #52 - 08.12.2017 um 16:07:28
Antwort #53 - 08.12.2017 um 16:11:03
Holzer schrieb am 08.12.2017 um 15:22:44:
Ist jetzt Mutter und Kind keine Familiengemeinschaft?
Das Anrecht auf eine AE für das Kind eines deutschen Staatsbürgers ist nicht bestreitbar.
Dem Vater kann man nicht zumuten Deutschland zu verlassen. Da hat Art. 11 GG was dagegen.
Antwort #54 - 08.12.2017 um 16:14:34
mgb schrieb am 08.12.2017 um 16:11:03:
Ist das Kind denn Deutsch??? Wohl nicht, oder?
Antwort #55 - 08.12.2017 um 17:01:09
Muss nicht deutsch sein.
§28 Abs. 1 Nr. 2 AufenthG.
Antwort #56 - 08.12.2017 um 17:02:41
Holzer schrieb am 08.12.2017 um 16:14:34:
Warum ein deutsches Kind eine AE benötigen sollte, musst du mal genauer erläutern.
Antwort #57 - 08.12.2017 um 17:32:31
mgb schrieb am 08.12.2017 um 17:02:41:
Die Frage, die Du inzwischen völlig aus dem Auge verloren hast, betraf ein vietnamesisches Kind, das ein vietnamesischer Vater mit einer vietnamesischen Mutter erzeugt hat.
Aber vermutlich interessiert Dich die Frage hier nicht, sondern nur Dein eigenes Gelaber. Das hilft dem Themenstarter genau gar nichts, ich hoffe, Du merkst noch etwas.
Antwort #58 - 08.12.2017 um 17:46:44
reinhard schrieb am 08.12.2017 um 17:32:31:
Vielleicht solltest du mal den Zusammenhang erfassen.
User Holzer wird das Anrecht auf eine AE mit deutschem Kind begegnen.
Austria Geschlecht:
Antwort #59 - 08.12.2017 um 17:47:36
Eine AE für das Kind ist sicher kein Problem, für die Mutter dagegen sehe ich eigentlich keine realistische Chance.
Antwort #75 - 09.12.2017 um 14:12:23
Zur Sache-abgesehen davon, dass das Kind sehr wohl einen Anspruch auf Nachzug zum deutschen Vater besitzt und das auch so im Gesetzestext formuliert ist ("ist zu erteilen"), sehe ich auch den Punkt Deiner ganzen Ausführungen zur "außergewöhnlichen Härte" nicht. Aber möglicherweise bin ich der einzige mit Verständnisproblemen.
Ansonsten-eine subjektive Wertung eines Forenschreibers in einem Forum in der thematisierten Form ist für den tatsächliche Rechtslage bzw. deren Bewertung durch die zuständige Behörde oder ggf. ein Gericht nunmal irrelevant. Kann bestenfalls zum Gesamtüberblick und zur Meinungsbildung eines Fragenden beitragen.
Du musst Dich doch nicht daran stören, dass durch mich dieser Begriff gegenüber einem, lt. Profil, MA einer Botschaft, und damit möglicherweise eines Kollegen von Dir gebraucht wurde...
Edit: Zu Deinem Fazit übrigens: Hier wird und wurde ernsthaft auf die Fragestellung eines TE eingegangen, auch wenn es mal abschweift oder (oh weiha) konträr zu Deiner Meinung ist. Derartige Beiträge dann, falls man sich Dir zu beugen nicht gewillt ist und den dahinterstehenden Denkprozess zumindest auch darstellt, als Beiträge im Sinne "Selbstdarsteller" oder "Möchtegern" zu bezeichnen, zeugt von einer ausgeprägten Hybris, werter Kollege.
« Zuletzt geändert: 09.12.2017 um 14:28:48 von T.P.2013 »
Antwort #76 - 09.12.2017 um 14:25:48
Das Kind ja, ohne jeden Zweifel.
Aber die Mutter eines ausländischen Kindes hat ebenso wie der Vater eines ausländischen Kindes eben nicht nur keinen Anspruch auf einen Aufenthaltstitel, sondern auch im Ermessen kann ein solcher nicht erteilt werden.
Ausländische Kinder werden da unabhängig von ihrem eigenen Zuzugsgrund gleich behandelt. Es ist die vom Gesetzgeber so vorgesehene Situation für den Regelfall, für das Vorliegen einer "normalen" Härte und einer besonderen Härte.
Erst beim Vorliegen oder Entstehen (durch die zukünftige Trennung) einer außergewöhnlichen Härtesituation ändert sich das.
Ein chronisch schwerkrankes oder behindertes Kind, das durch die Trennung von seiner Bezugsperson erheblich stärker beeinträchtigt würde als ein gesundes Kind (=außergewöhnliche Situation) wird daher das Mitkommen seiner Bezugsperson beanspruchen können und es sollte dort auch ermöglicht werden.
Wobei ich bewusst nicht "Mutter" schrieb - das trifft auch z.B. auf die Oma zu.
Im Normalfall würde ein anderes Vorgehen dazu führen, dass zu jeder Mutter, die ihre Kinder zum in Deutschland lebenden neuen Ehemann mitnimmt, der oder die Väter der Kinder Ansprüche begründen könnten.
Das ist nicht akzeptabel, ein Zurücklassen der Kinder auch nicht - also wird die Grenze - nochmal: für den Normalfall - "hinter dem Kind gezogen".
Das ist durchaus im Sinne einer geregelten Zuwanderung plausibel.
Alles, was darüber hinausgeht ist - in der Anwendung dieses Forums - Diskussion über Sinn und Gerechtigkeit der einen oder anderen gesetzlichen Bestimmung. Siehe hierzu die NUB ...
T.P.2013 schrieb am 09.12.2017 um 14:12:23:
Muss nicht, tut es aber. Ebenso wie Du Dich an Dingen störst, die Deine Kollegen betreffen.
Gehört sich einfach nicht unter Kollegen auch im weiteren Sinne, die wir Behördenmitarbeiter nun mal sind.
Antwort #77 - 09.12.2017 um 14:37:01
Ich störe mich dann daran, wenn pauschal Urteile über einen Berufsstand gefällt werden. Und dann unabhängig davon, ob es meinen eigenen oder den eines anderen betrifft.
Ich verteidige aber sicherlich einen Angehörigen meines eigenen Berufsstandes nicht, wenn er aus meiner Sicht falsch liegt. Also aus reinem Selbstzweck, nach dem Prinzip "Eine Krähe..." und erwarte dies auch nicht von anderen mir gegenüber.
Und mit diesem OT-Beitrag, sorry dafür, ist die Erörterung in diesem Topic für mich zumindest auch beendet.
Antwort #78 - 09.12.2017 um 14:42:22
T.P.2013 schrieb am 09.12.2017 um 14:37:01:
wenn er aus meiner Sicht falsch liegt. Also aus reinem Selbstzweck, nach dem Prinzip "Eine Krähe..." und erwarte dies auch nicht von anderen mir gegenüber.
Er liegt aber aus meiner Sicht nicht falsch...sorry wenn ich mich in Eure Unterhaltung einmische! Auch ich kann hier keine außergewohnliche Härte feststellen!
Antwort #79 - 09.12.2017 um 15:04:24
Ja, man kann ja gerne in der Sache unterschiedlicher Meinung sein. Idealerweise mit Begründung des eigenen Standpunkts. Daraus ergibt sich im Idealfall auch der Mehrwert eines Fachforums.
Nur eben eine Selbstverpflichtung zur Schonung von Berufsgruppen leite ich daraus nicht ab.
Antwort #80 - 09.12.2017 um 15:34:52
T.P.2013 schrieb am 09.12.2017 um 15:04:24:
Idealerweise mit Begründung des eigenen Standpunkts.
OK....m. M. nach ist eine zeitlich begrenzte Trennung von der Familie (welche ja im Falle des TE noch gar keine richtige Familie ist) absolut keine "außergewöhnliche" Härte....es ist normales und täglich gelebtes Leben!
Mein Kumpel vom Zoll wurde gerade, trotz 2 Kindern, von Guben nach München / Flgh. abgeordnet für 12 Monate, weil es dort personelle Engpässe gibt! Familie kann natürlich nicht mit, Bundesbeamter hat kaum eine Chance dem zu entgehen! Außergewöhnliche Härte?? Ein anderer Kumpel fährt zu See, sieht seine Familie 9 Monate lang pro Jahr nur per Skype...außergewöhnliche Härte? Eher normales Leben heutzutage, oder?
Zum Fall des TE sehe ich deshalb ebenso keine außergewöhnliche Härte, wenn er will kann er es trotzdem probieren. Dann bekommt er eine Entscheidung....reicht ihm diese nicht, bleibt der Klageweg!
Antwort #81 - 10.12.2017 um 09:10:16
Die Betonung liegt auf zeitlich begrenzte Trennung.
Ob Vater und Mutter aus dem vorliegenden Fall jemals heiraten werden, kann nur ein Hellseher absehen.
Ein Verpflichtung dazu kann ich jedenfalls nirgends erkennen.
Antwort #82 - 10.12.2017 um 09:21:01
mgb schrieb am 10.12.2017 um 09:10:16:
Danach kann ich Sie erst heiraten
Damit ist der Prozess zeitlich begrenzt
Antwort #83 - 10.12.2017 um 09:22:37
In deerhunters Antwort ja.
Im AufenthG nicht. Aber ich mag nicht wiederholen, was ich vor einigen Stunden erst schrieb.
Antwort #84 - 10.12.2017 um 10:05:47
Holzer schrieb am 10.12.2017 um 09:21:01:
Zu einer Eheschliessung gehören zwei. Einseitig geht da gar nichts, ausser bei einer Zwangsehe.
Antwort #85 - 10.12.2017 um 12:24:01
deerhunter schrieb am 09.12.2017 um 15:34:52:
OK....m. M. nach ist eine zeitlich begrenzte Trennung von der Familie (welche ja im Falle des TE noch gar keine richtige Familie ist) absolut keine "außergewöhnliche" Härte
Aber nur, wenn der TE das der AV/ABH mitteilt. Und was, wenn nicht?
Aber nur, wenn die Ehe auch geschlossen wird. Und was, wenn nicht gewollt oder aus was für Gründen auch immer nicht möglich?
Dann stellt sich die grundsätzliche Frage nämlich.
....es ist normales und täglich gelebtes Leben!
Ich sehe einen Unterschied darin, die Familie mittes Inlandsflug jedes Wochenende innerhalb von 2 Stunden physisch erreichen zu können und darin, dies nur mittels eines 12-Stunden-Flugs unter Einsatz ganz anderer zeitlicher und finanzieller Mittel verwirklichen zu können.
Ich sehe auch einen Unterschied darin, eine zeitliche Perspektive von 12 Monaten erdulden und planen zu können oder dies eben nicht zu können (wenn nämlich Heirat nicht möglich).
Wir haben hier ein 3-jähriges Kind, dessen Nachzugsanspruch zum Vater umgesetzt werden könnte (und wo dann das Argument: "Ja, aber dieser Umstand ist ja von den Eltern zu vertreten. Hätten sie ja nicht machen müssen" m.E. irrwitzig ist) und eine ausländische Mutter, die die Wahrnehmung der Personensorge, vor allem im Interesse des Kindes, dann nur in DEU auch wahrnehmen könnte.
Und dies alles unter Betrachtung der (einer) Ausführung in der AVwV unter der Überschrift "Außergewöhnliche Härte", die da lautet (Unterstreichung durch mich):
Bei Minderjährigen sind das Wohl des Kindes und dessen Lebensalter vorrangig zu berücksichtigen
Ich sehe daher in Deinen / Euren vorgebrachten Argumenten keine Notwendigkeit, ein derartiges Anliegen kategorisch als chancenlos aufgrund fehlender "außergewöhnl. Härte" abzuqualifizieren.
Antwort #86 - 10.12.2017 um 12:55:47
Alles zu viel Theorie und persönliche Befindlichkeiten...ich bin hier raus
Antwort #87 - 10.12.2017 um 12:59:35
Ja, steinstarkes Argument. Tschüss dann.
Antwort #88 - 10.12.2017 um 13:10:40
T.P.2013 schrieb am 10.12.2017 um 12:24:01:
und eine ausländische Mutter, die die Wahrnehmung der Personensorge, vor allem im Interesse des Kindes, dann nur in DEU auch wahrnehmen könnte.
(hier: der Wunsch/die Forderung)
zurückbleibender Eltern, einen Aufenthaltstitel zum ausländischen Kind zu erhalten.
Und dagegen das Interesse des Gesetzgebers an geregelter Zuwanderung.
Damit verabschiede auch ich mich aus diesem Thema.
Auch wenn die Vertreter anderer Meinungen sich hier noch und noch wiederholen werden - ich habe das nicht vor.
Wahrer wird eine Aussage durch Wiederholung jedenfalls nicht.
Antwort #89 - 10.12.2017 um 13:17:27
Genau, das ist der Knackpunkt, über den hier diskutiert wird.
Und bei dieser Güterabwägung (Interesse Kind+Mutter vs. Interesse Staat/Gesetzgeber) hat mich zumindest keines Eurer Argumente pro Interesse Staat überzeugt. Mag ja anderen und dem TE anders ergehen.
Wahrer und auch unwahrer werden Aussagen weder durch Wiederholung, noch durch Verweigerung derselben, ist also so oder so kein Kriterium für den Wahrheitsgehalt einer Aussage, sondern nur eine Phrase.