Source: https://fms.landkreis-schwandorf.de/forms/findform?shortname=Wasserrecht_180&formtecid=2&areashortname=lks_sad_Internetform
Timestamp: 2019-08-22 07:47:47
Document Index: 369628710

Matched Legal Cases: ['§ 78', '§ 46', '§ 5', '§ 78', '§ 78', 'Art. 6']

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Wasserrecht_180_6
Antragsteller/in bzw. Bauherr/in
mittlere natürliche Geländehöhe
Höhe des grundstücksbezogenen Wasserstands bei HQ100
Fließgeschwindigkeit bei HQ 100
m. ü. NN
m/s (falls bekannt)
Auskunftsbogen zur hochwasserangepassten Ausführung bei der Errichtung oder Erweiterung von baulichen Anlagen in Überschwemmungsgebieten im Einzelfall nach § 78 Abs. 5 WHG
Die Auftriebssicherheit und die erhöhten Wasserdrücke auf die Gründungssohle und auf die Außenwände bezüglich des beim HQ100 (= Hochwasserspiegelhöhe die statistisch einmal in 100 Jahren erreicht wird) auftretenden Wasserstandes sind im Bau- und im Endzustand berücksichtigt
eine entsprechende Dimensionierung der Gebäudeteile
Die Beanspruchung durch die Gewässerströmung und die daraus resultierenden Strömungskräfte können zu Erosionen an Böschungen, zu Ausspülungen und zum Unterspülen von Fundamenten führen. Dies wird berücksichtigt
Elektroinstallation, Heizung
liegen über dem HQ 100. Die Stromkreise unterhalb des HQ 100 können getrennt abgeschaltet werden.
Bei oberirdischen Heizöltanks mit mehr als 1.000 Litern oder unterirdischen Heizöltanks (jede Größe) wird die gem. § 46 Abs. 3 AwSV i. V. m. Anlage 6 erforderliche Sachverständigenprüfung rechtzeitig veranlasst.
Hinweis: In der Überschwemmungsgebietsverordnung kann die Neuerrichtung von Ölheizungen inkl. Heizöltanks im Überschwemmungsgebiet gänzlich untersagt sein. Es sind dann andere Brennstoffe wie Gas oder Pellets zu wählen. Die größten Gebäudeschäden entstehen durch auslaufendes Heizöl.
1. Bauwerk liegt über dem HQ 100 Wasserstand (Primäre Strategie: Ausweichen)
2. Teile des Gebäudes liegen unter dem HQ 100 Wasserstand (Sekundäre Strategie: Widerstehen)
in oder am Gebäude oder um das Gebäude herum geschützt (z. B. mobile Elemente, Dammbalken, Sperrputz, Schotts, Schutzwände; Sandsäcke sind keine planmäßigen Objektschutzmaßnahmen ebenso wie mobile Elemente im Falle von geringen Vorwarnzeiten).
(z. B. durch eine weiße oder schwarze Wanne mit drucksicheren Außenwanddurchführungen, angepasste Lichtschächte).
z. B. Rückschlagklappe, Absperrschieber).
über der HQ 100-Wasserspiegellinie.
durch die eigene Gebäudelast, zusätzliche Gründungsmaßnahmen und/oder
durch eine planmäßige Flutung von Gebäudeteilen
durch die Lage in Bereichen mit nur geringer Strömung
durch bauliche Vorkehrungen und Sicherungsmaßnahmen wie z. B. eine tiefliegende Gründungssohle
Bei der Elektroinstallation wurde das HQ 100 berücksichtigt. Die Stromverteilerkästen und Hausanschlüsse
Die Heizungsanlagen sind hochwassersicher ausgeführt.
Dies wird durch Errichtung des Gebäudes in erhöhter Lage oder durch ein Aufständern des Gebäudes realisiert.
Auf einen Keller wird verzichtet.
Das Gebäude wird vor eindringendem Oberflächenwasser durch planmäßige Objektschutzmaßnahmen
Das Gebäude/Keller wird vor eindringenden Grundwasser geschützt
Die Gefahr eines Rückstaus aus der Kanalisation ist berücksichtigt und baulich behoben
Wohn- und Schlafräume befinden sich, insbesondere im Hinblick auf die Schutzgüter Leib und Leben zwingend
3. Teile des Gebäudes werden planmäßig geflutet (Strategie: Nachgeben),
zwingend über der HQ 100-Wasserspiegellinie.
da die Maßnahmen unter Punkt 1 oder 2 nicht oder nur mit unverhältnismäßigem Aufwand realisiert werden können. Schäden sind hierbei unvermeidlich und müssen minimiert werden.
entsprechende Materialwahl (z. B. Fliesen) realisiert.
Sonstige Vorsorgemaßnahmen und Hinweise
Unterschrift Entwurfsverfasser/in
- Die Belange des Hochwasserschutzes müssen in der Planung, in der Bauausführung und in der
späteren Nutzung beachtet werden.
- Im konkreten Einzelfall können über die genannten Auskunftspunkte hinaus auch noch weitere
Aspekte für eine hochwasserangepasste Ausführung relevant sein. Diese auf Anforderung der
Kreisverwaltungsbehörde nachzuweisen und umzusetzen liegt in der Verantwortung der Unter-
zeichnenden.
- Die Einhaltung der oben genannten Anpassungen an die Hochwassersituation kann Schäden im
Hochwasserfall nie gänzlich ausschließen, insbesondere gibt das 100-jährliche Hochwasser keinen
Wasserhöchststand an. Es kann bei extremen Ereignissen auch zu höheren Wasserspiegeln
- Auch das richtige Verhalten im Hochwasserfall trägt zur Vermeidung und Minimierung von Schäden
- Jedermann ist gesetzlich nach § 5 Abs. 2 WHG verpflichtet, geeignete Vorsorgemaßnahmen zum
Schutz vor nachteiligen Hochwasserfolgen und zur Schadensminimierung zu treffen.
- Eine Elementarschadenversicherung ist abgeschlossen, die für Hochwasserschäden aufkommt.
Wenn nein: Das Risiko einer Hochwassergefahr und daraus resultierende Schäden sind nicht
- Ergänzende Ausführungen zu hochwasserangepassten Bauweisen und Handlungsempfehlungen
sind in der Hochwasserschutzfibel (1) zu finden. Aufgrund der sehr unterschiedlichen Anforderun-
gen an Gebäude, Bauweisen, Konstruktionen, Baumaterialien etc., aber auch aufgrund unterschied-
licher Rahmenbedingungen des Hochwassers (wie z. B. Dauer von Hochwasserereignissen, mög-
liche Vorwarnzeiten, Fließgeschwindigkeit) wird es keine Standardlösung geben, sondern immer
unabhängig von der Bauweise und den Baumaterialien des Gebäudes auf die individuelle
Situation angepasste Konzepte.
- Weitere Hinweise finden sich auch unter der Rubrik Hochwasser unter
www.naturgefahren.bayern.de.
- Über die aktuelle Hochwassersituation und über überschwemmungsgefährdete Gebiete können
Sie sich auf den Internetseiten des Hochwassernachrichtendienstes (www.hnd.bayern.de) und
des Informationsdienstes Überschwemmungsgefährdete Gebiete (www.iug.bayern.de) informieren.
"Hochwasserschutzfibel - Objektschutz und Bauliche Vorsorge" herausgegeben vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
http://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/B/hochwasserschutzfibel.html
Verantwortlich für die Verarbeitung dieser Daten ist das Landratsamt Schwandorf, Wackersdorfer Str. 80, 92421 Schwandorf, poststelle@landkreis-schwandorf.de. Die Daten werden erhoben, um den Antrag gemäß § 78 Abs. 5 Wasserhaushaltsgesetz (WHG) zu bearbeiten. Rechtsgrundlage der Verarbeitung ist § 78 Abs. 5 WHG und Art. 6 Abs. 1 Buchstaben c und e DSGVO. Weitere Informationen über die Verarbeitung Ihrer Daten und Ihre Rechte bei der Verarbeitung Ihrer Daten erhalten Sie von Ihrem zuständigen Sachbearbeiter oder von unserem behördlichen Datenschutzbeauftragten, den Sie unter datenschutz@landkreis-schwandorf.de erreichen können. Um den Antrag fachlich beurteilen zu können, werden Ihre personenbezogenen Daten weitergegeben an das Wasserwirtschaftsamt Weiden.
Wohn- und Schlafräume befinden sich, insbesondere im Hinblick auf die Schutzgüter Leib und Leben
Die angepasste Nutzung ermöglicht eine zügige Räumung im Hochwasserfall.
Das Gebäude ist auch beim HQ 100 durch die zuständigen Not- und Rettungsdienste erreichbar.
Schadensminimierung und erleichterte Reinigungsmöglichkeiten nach einem Hochwasser wurden durch eine