Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OVG%20Mecklenburg-Vorpommern&Datum=12.10.2011&Aktenzeichen=4%20K%2031/06
Timestamp: 2019-11-23 02:03:32
Document Index: 39310479

Matched Legal Cases: ['§ 22', '§ 67', '§ 6', '§ 6', '§ 7', '§ 12', '§ 22', '§ 100', '§ 100', 'Art 34', 'Art 267', 'Art 101', '§ 29', '§ 170', '§ 2', '§ 8', '§ 9', '§ 9', '§ 29', '§ 42', '§ 195', '§ 97', '§ 127', 'Art 233', '§ 4', '§ 139', '§ 1030', '§ 34', '§ 7', '§ 34', '§ 86', '§ 35', '§ 34', '§ 8', '§ 9', '§ 8']

OVG Mecklenburg-Vorpommern, 12.10.2011 - 4 K 31/06 - dejure.org
https://dejure.org/2011,27828
OVG Mecklenburg-Vorpommern, 12.10.2011 - 4 K 31/06 (https://dejure.org/2011,27828)
OVG Mecklenburg-Vorpommern, Entscheidung vom 12.10.2011 - 4 K 31/06 (https://dejure.org/2011,27828)
OVG Mecklenburg-Vorpommern, Entscheidung vom 12. Januar 2011 - 4 K 31/06 (https://dejure.org/2011,27828)
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Unterschiedliche Nutzungsfaktoren in einer Schmutzwasserbeitragssatzung; Untersuchung unsubstantiierter Rügen und Verdachtsäußerungen; Verstoß gegen Vergaberecht lässt nicht ohne weiteres auf Kalkulationsfehler schließen; Vereinbarung einer Verwaltungsgemeinschaft ...
§ 22 Abs 3 Nr 11 KV MV, § 67 Abs 1 KV MV, § 6 Abs 2a KAG MV, § 6 Abs 2b KAG MV, § 7 Abs 2 KAG MV, § 12 Abs 4 KAG MV, § 22 Abs 1 GOLT, § ... 47 Abs 2 S 1 VwGO, § 100 Abs 1 VwGO, § 100 Abs 1 GWB, Art 34 MRK, Art 267 S 1 AEUV, Art 101 Abs 1 S 2 GG, § 29 Abs 1 VGHG MV, § 170a KV MV, § 2 Abs 1 S 2 KAG MV, § 8 Abs 7 KAG MV, § 9 Abs 2 S 1 KAG MV, § 9 Abs 3 KAG MV, § 29 Abs 1 GemHV MV, § 42 Abs 2 VwGO, § 195 Abs 7 VwGO, § 97 Abs 1 GWB, § 127 GWB, Art 233 § 4 BGBEG, § 139 BGB, § 1030 BGB, § 34 Abs 4 BauGB
Aufgabenbeschreibung eines Abwasserzweckverbands; gebührenrechtliche Folgen von Vergaberechtsverstößen; keine Ausschreibungspflicht von Verwaltungsgemeinschaften; Nutzungsfaktoren in Schmutzwasserbeitragssatzung
OVG Mecklenburg-Vorpommern, 27.02.2008 - 4 K 31/06
Da den Verbandsvertretern des Beklagten die gesamten Kalkulationsunterlagen zur Verfügung standen (vgl. OVG Greifswald, Urteil vom 12. Oktober 2011 - 4 K 31/06 - juris Rn. 45), hätte sich auch die Klägerin die maßgeblichen Informationen verschaffen können.
Mit rechtskräftigem Urteil vom 12. Oktober 2011 - 4 K 31/06 - erklärte das Oberverwaltungsgericht Mecklenburg-Vorpommern die Satzung über die Erhebung von Beiträgen und Gebühren für die Abwasserentsorgung vom 3. Dezember 2004 (BGS 04) in der Fassung der 1. Änderungssatzung vom 23. November 2005, der 2. Änderungssatzung vom 12. Dezember 2007 und der 3. Änderungssatzung vom 1. Dezember 2009 (nur) hinsichtlich der Regelung des § 7 Satz 1 für unwirksam.
Zur Rechtmäßigkeit des beitragsrechtlichen Teils der Satzung werde insoweit zunächst auf die Ausführungen in dem rechtskräftigen Normenkontrollurteil des Oberverwaltungsgerichts Mecklenburg-Vorpommern vom 12. Oktober 2011 - 4 K 31/06 - hingewiesen.
Auch wenn die Kläger insoweit Laien sein mögen, konnten sie jedenfalls mit Hilfe ihrer Prozessbevollmächtigten die entsprechenden Unterlagen des Zweckverbandes sichten und hätten dann ggf. substantielle Rügen erheben können (vgl. auch OVG Greifswald, Urt. v. 12.10.2011 - 4 K 31/06 -, juris).
Der Bebauungszusammenhang nach § 34 Abs. 1 BauGB muss nicht unbedingt mit der Außenwand der letzten Baulichkeit enden, sondern kann je nach den örtlichen Gegebenheiten etwa noch einen Hausgarten einschließen (bauakzessorische Nutzung); auch topographische Verhältnisse können dabei eine prägende Rolle spielen (…vgl. zum Ganzen OVG Greifswald, Urt. v. 14.09.2010 - 4 K 12/07 -, juris; Urt. v. 12.10.2011 - 4 K 31/06 -, juris; jeweils m. w. N.).
Entsprechende Regelungen waren ohne Beanstandung insoweit bereits Gegenstand von Entscheidungen des Oberverwaltungsgerichts (vgl. etwa Beschl. v. 03.05.2005 - 1 L 268/03 - und Urt. v. 13.11.2001 - 4 K 16/00 - sowie v. 12.10.2011 - 4 K 31/06 -).
Bei der Frage der Ortsüblichkeit geht es nicht um die Ermittlung einer exakt berechenbaren Größe (vgl. OVG Greifswald, Urt. v. 12.10.2011 - 4 K 31/06 -, juris Rn. 60).
Dass der Kläger in Wahrheit rügt, das Gericht hätte weitere Unterlagen beiziehen müssen, berührt nicht sein Akteneinsichtsrecht, sondern allenfalls sein Recht aus § 86 Abs. 1 VwGO, wonach das Gericht von Amts wegen verpflichtet ist, den Sachverhalt vollständig aufzuklären, sofern dies zu seiner Überzeugungsbildung erforderlich ist (vgl. OVG Greifswald, Urt. v. 12.10.2011, 4 K 31/06, juris).
Bei der Frage der Ortsüblichkeit geht es allerdings nicht um die Ermittlung einer exakt berechenbaren Größe (OVG Greifswald, Urt. v. 12.10.2011 - 4 K 31/06 -, juris Rn. 60).
Zwar wird es von der hiesigen obergerichtlichen ständigen Rechtsprechung, der sich die Kammer angeschlossen hat, grundsätzlich für zulässig erachtet, nicht nur eine qualifizierte (für Grundstücke mit Übergang vom Innen- zum Außenbereich nach § 35 BauGB), sondern auch - wie hier - eine schlichte Tiefenbegrenzungslinie in der Anschlussbeitragssatzung zu etablieren, also vollständig im unbeplanten Innenbereich nach § 34 Abs. 1 BauGB liegende Grundstücke flächen- und damit beitragsseitig "bis auf weiteres" (nämlich eine zulässige tiefere spätere Überbauung) zu begrenzen (vgl. OVG Greifswald, Urt. v. 12. Oktober 2011 - 4 K 31/06 -, S. 24 des amtlichen Umdrucks;… Sauthoff, in: Driehaus [Hrsg.], Kommunalabgabenrecht, Stand: September 2011, § 8 Rn. 1653 und Aussprung, a. a. O., § 9 Anm. 10 und 10.1, jeweils m. w. N. aus der obergerichtlichen Rechtsprechung;… aus der Kammerrechtsprechung etwa Urt. v. 25. Januar 2007 - 4 A 217/06 - S. 15 f. des amtlichen Umdrucks;… vgl. auch für das Landesrecht in Nordrhein-Westfalen Dietzel, in: Driehaus, a. a. O., § 8 Rn. 614b).
In seinem wohl jüngsten einschlägigen Urteil vom 12. Oktober 2011 in der Sache 4 K 31/06 (S. 24 f. des amtlichen Umdrucks) hat das Oberverwaltungsgericht Mecklenburg-Vorpommern zur Ermittlung der Tiefenbegrenzung gemeint:.
VG Greifswald, 16.11.2017 - 3 A 1282/14
Wirksamkeit von 1992 im Beitrittsgebiet geschlossenen Verträgen über die Kosten …
VG Greifswald, 12.02.2016 - 3 A 126/14
Rechtsgrundlage für die Bestimmung des Schuldners der Straßenreinigungsgebühr
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Heranziehung zu einer Vorausleistung auf den Straßenbaubeitrag; vorteilsrelevante …