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Timestamp: 2017-10-18 17:11:53
Document Index: 222170845

Matched Legal Cases: ['Art. 183', 'Art. 181', 'Art. 180', 'Art. 186', 'Art. 63', 'Art. 221']

1B_277/2014 01.09.2014
1B_277/2014
Das Bezirksgericht Affoltern verurteilte A.________ am 26. Mai 2014 wegen Freiheitsberaubung (Art. 183 Ziff. 1 Abs. 1 StGB), mehrfacher Nötigung (Art. 181 StGB), mehrfacher Drohung (Art. 180 Abs. 1 und 2 lit. b StGB), Hausfriedensbruchs (Art. 186 StGB) etc. zum Nachteil seiner damaligen Lebensgefährtin B.________ und deren Sohn C.________ zu einer Freiheitsstrafe von 12 Monaten, unter Anrechnung der erstandenen Untersuchungs- und Sicherheitshaft von 333 Tagen, und einer Busse von 300 Franken. Zudem ordnete es eine ambulante Behandlung von A.________ im Sinne von Art. 63 StGB an und verbot ihm für deren Dauer, B.________ zu kontaktieren. Anlass für die sanktionierten Übergriffe bildete der Umstand, dass B.________ A.________ Ende März 2013 verliess, nachdem sie erfahren hatte, dass er sie über ein Jahr lang mit seiner Ex-Freundin D.________ betrogen hatte und diese ein Kind von ihm erwartete, welches Ende August 2013 geboren wurde. Gegen dieses bezirksgerichtliche Urteil ist eine Berufung von A.________ hängig.
Am 11. Juni 2014 versetzte der Haftrichter des Bezirksgerichts Zürich A.________ in Untersuchungshaft, nachdem ihn seine Lebensgefährtin D.________ beschuldigt hatte, sie am 8. Juni 2014 mit dem Tod bedroht zu haben und am 9. Juni 2014 gegen ihren erklärten Willen in ihre Wohnung eingedrungen zu sein.
Mit Beschwerde in Strafsachen beantragt A.________, diesen Beschluss des Obergerichts aufzuheben und ihn unverzüglich aus der Sicherheitshaft zu entlassen, eventuell unter Anordnung einer Ersatzmassnahme. Ausserdem ersucht er um unentgeltliche Prozessführung und Verbeiständung.
Gemäss einer telefonischen Mitteilung des Bezirksgerichts Dielsdorf wurde die Hauptverhandlung auf den 30. September 2014 angesetzt.
Sicherheitshaft kann unter anderem angeordnet werden, wenn ein dringender Tatverdacht in Bezug auf ein Verbrechen oder Vergehen sowie Wiederholungsgefahr besteht (Art. 221 Abs. 1 lit. c StPO). Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer der Anklagevorwürfe (Drohung, versuchte Nötigung, Hausfriedensbruch) dringend verdächtig ist. Bestritten wird das Vorliegen des besonderen Haftgrundes.
Damit ergibt sich zusammenfassend, dass die gesetzlichen Haftgründe - dringender Tatverdacht und Wiederholungsgefahr - gegeben sind und die Fortführung der Haft verhältnismässig ist. Die Beschwerde ist damit als unbegründet abzuweisen.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich, und dem Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.