Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=1%20StR%20638/99
Timestamp: 2020-01-29 20:32:54
Document Index: 191884446

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 222', '§ 30', '§ 222', '§ 30', '§ 222', '§ 30', '§ 222', '§ 30', '§ 30', '§ 222', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 21', 'BGH', 'BGH', '§ 222', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 11.04.2000 - 1 StR 638/99 - dejure.org
https://dejure.org/2000,1664
BGH, 11.04.2000 - 1 StR 638/99 (https://dejure.org/2000,1664)
BGH, Entscheidung vom 11.04.2000 - 1 StR 638/99 (https://dejure.org/2000,1664)
BGH, Entscheidung vom 11. April 2000 - 1 StR 638/99 (https://dejure.org/2000,1664)
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Weißes Heroin aus Kirgistan
§ 222 StGB, § 30 Abs. 1 Nr. 3 BtMG, eigenverantwortliche Selbstgefährdung schließt Tatbestandsmäßigkeit nicht aus
§ 222 StGB; § 30 Abs. 1 Nr. 3 BtMG 1981
Leichtfertige Todesverursachung durch Abgabe von Betäubungsmitteln; Eigenverantwortliche Selbstgefährdung; Objektive Zurechnung
StGB § 222, BtMG 1981 § 30 Abs. 1 Nr. 3
§ 222 StGB; § 30 Abs. 1 Nr. 3 BtMG
Zur strafrechtlichen Verantwortlichkeit bei Abgabe von Heroin und Tod des Rauschgiftkonsumenten
Fahrlässige Tötung - Rauschgift - Heroin - Betäubungsmittel - Drogenabhängigkeit
BtMG (1981) § 30 Abs. 1 Nr. 3; StGB § 222
Strafrecht BT, Tötungsdelikte, Tatbestandsausschluss bei bewusster Selbstgefährdung
NJW 2000, 2286
NStZ 2001, 205
StV 2000, 617
JR 2001, 246
Denn anders als das Oberlandesgericht München (Beschluss vom 31. Juli 1987 - 1 Ws 23/87, NJW 1987, 2940, 2943) vermag der Senat vorstehender Entscheidung nicht zu entnehmen, dass die hier maßgebliche Rechtsfrage betreffend die Selbsttötung offengelassen wurde (vgl. aber zur Selbstschädigung BGH, Urteil vom 14. Februar 1984 - 1 StR 808/83, BGHSt 32, 262, 264; Urteil vom 11. April 2000 - 1 StR 638/99, NJW 2000, 2286, 2287).
Solches ist bei der hiesigen besonderen Fallgestaltung, in der die Empfängerin des Betäubungsmittels in jeder Hinsicht selbstverantwortlich handelte, nicht gegeben (vgl. BGH NJW 2000, 2286).
Die Beurteilung der Überlegenheit des Sachwissens setzt jedoch Feststellungen zum Wissensstand sowohl des die Selbstgefährdung Fördernden als auch des sich selbst Gefährdenden zwingend voraus (zum Prüfungsmaßstab vgl. BGH, Urteil vom 11. April 2000 - 1 StR 638/99, NStZ 2001, 205 mwN).
Ihre - für sich genommen rechtsfehlerfrei getroffene - Feststellung der Opiatabhängigkeit des Geschädigten führt nicht automatisch zum Ausschluss der Eigenverantwortlichkeit (vgl. auch BGH, Beschluss vom 9. November 2011 - 2 StR 427/11, NStZ-RR 2012, 71; Urteile vom 17. Juni 2010 - 4 StR 47/10, 27 28 29 30 31 und vom 14. Februar 1984 - 1 StR 808/83, NStZ 1984, 410, 411 m. Anm. Roxin; sehr weitgehend demgegenüber noch BGH, Urteil vom 18. Juli 1978 - 1 StR 209/78, JR 1979, 429;… Fischer, StGB, 61. Aufl., § 21 Rn. 13 mwN; ebenso für "Erfahrungen im Umgang mit Drogen" BGH, Beschluss vom 11. Januar 2011 - 5 StR 491/10; Urteil vom 11. April 2000 - 1 StR 638/99, BGHR StGB § 222 Zurechenbarkeit 2).
Fahrlässige Tötung in Tateinheit mit vorsätzlichem Überlassen von …
Wer das zumindest selbst gefährdende, eigenverantwortliche Verhalten eines anderen fahrlässig veranlasst, ermöglicht oder fördert, kann zur Vermeidung eines Wertungswiderspruchs nicht strafbar sein, wenn er sich im Falle vorsätzlichen Handelns nicht strafbar machen würde (grundlegend BGHSt 32, 262, 263 ff.; s. auch BGH NStZ 2001, 205).
AG Saalfeld, 15.09.2005 - 684 Js 26258/04
Alkoholabgabe an Minderjährige als Körperverletzung
Zwar unterfallen eigenverantwortlich gewollte und verwirklichte Selbstgefährdungen nicht dem Tatbestand eines Körperverletzungsdelikts, wenn das mit der Gefährdung bewusst eingegangene Risiko sich realisiert, und deshalb derjenige, der lediglich eine eigenverantwortlich bewirkte Selbstgefährdung und Selbstverletzung veranlasst, ermöglicht oder fördert, an einem Geschehen teilnimmt, das als Körperverletzung nicht tatbestandsmäßig ist (BGHSt 32, 262, 265; BGH NStZ 1986, 266, 267; BGH, JR 2001, 246, 247;… Wessels/Hettinger, Strafrecht, Besonderer Teil/1, 29. Aufl., Rn. 191).
Weil er dann kraft überlegenen Sachwissens das Risiko besser erfasst als der sich selbst Gefährdende, trifft ihn die strafrechtliche Haftung für die sich ergebenden Folgen (vgl. BGHSt 32, 262, 265; BGH, NStZ 1986, 266, 267; BGH, JR 2001, 246, 247;… Wessels/Hettinger, Strafrecht, Besonderer Teil/1, 29. Aufl., Rn. 191).
OLG München, 11.12.2001 - 5St RR 298/01 45
Verurteilung wegen fahrlässiger Tötung zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu …
BayObLG, 11.12.2001 - 5St RR 298/01