Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=FG%20M%C3%BCnster&Datum=01.08.2011&Aktenzeichen=9%20V%20357/11
Timestamp: 2019-10-20 15:43:22
Document Index: 319065321

Matched Legal Cases: ['§ 8', 'Art. 107', '§ 8', 'Art. 3', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8']

FG Münster, 01.08.2011 - 9 V 357/11 K, G - dejure.org
FG Münster, 01.08.2011 - 9 V 357/11 K, G
https://dejure.org/2011,783
FG Münster, 01.08.2011 - 9 V 357/11 K, G (https://dejure.org/2011,783)
FG Münster, Entscheidung vom 01.08.2011 - 9 V 357/11 K, G (https://dejure.org/2011,783)
FG Münster, Entscheidung vom 01. August 2011 - 9 V 357/11 K, G (https://dejure.org/2011,783)
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Verstoß der Sanierungsklausel des § 8c Abs. 1a KStG gegen das Beihilfeverbot des Art. 107 Abs. 1 AEUV; Vereinbarkeit des § 8c Abs. 1 KStG mit Art. 3 Abs. 1 GG
Rechtmäßigkeit der Sanierungsklausel des § 8c Abs. 1a KStG
Weitergeltung der Sanierungsklausel nach § 8c Abs. 1a KStG und Verfassungswidrigkeit des § 8c Abs. 1 KStG
Verstößt die Sanierungsklausel gegen Gemeinschaftsrecht?
Verstößt Sanierungsklausel tatsächlich gegen Gemeinschaftsrecht?
FG: Verstößt Sanierungsklausel des § 8c Abs. 1a KStG tatsächlich gegen Gemeinschaftsrecht?
FG Münster äußert erhebliche Zweifel an Verstoß gegen Gemeinschaftsrecht durch so genannte Sanierungsklausel - Verlustabzugsverbot des § 8 c Abs. 1 Satz 2 KStG verstößt möglicherweise gegen Gleichheitsgrundsatz
Körperschaften: - Weitergeltung der Sanierungsklausel nach § 8c Abs. 1a KStG und Verfassungswidrigkeit des § 8c Abs. 1 KStG
BFH - I B 150/11 (anhängig)
ZIP 2011, 1771
NZI 2011, 723
BB 2011, 2589
EFG 2012, 165
Der Berichterstatter wies die Antragstellerin unter Bezugnahme auf den BFH-Beschluss vom 01.04.2010 ( II B 168/09, BFHE 228, 149 , BStBl II 2010, 558) am 20.12.2011 schriftlich und unter Bezugnahme auf den Beschluss des FG Münster vom 01.08.2011 ( 9 V 357/11 K,G, DStR 2011, 1507) am 11.01.2012 telefonisch darauf hin, dass bisher kein besonderes berechtigtes Interesse dargelegt worden sei.
Auch das FG Münster hat in seinem Aussetzungsbeschluss vom 01.08.2011 ( 9 V 357/11 K,G) darauf abgestellt, dass im dortigen Streitfall irreparable Nachteile drohten, so dass die Aussetzung - aber nur zeitlich befristet - gewährt wurde.
Da bei einem Beteiligungserwerb von mehr als 50 % des Kapitals ebenfalls nicht ohne weiteres unterstellt werden kann, dass ein missbräuchlicher Handel mit Verlustvorträgen vorliegt, kommt eine Verletzung des objektiven Nettoprinzips durch § 8c Abs. 1 Satz 2 KStG nach Auffassung des beschließenden Senats aus denselben Gründen in Betracht wie bei Satz 1 der Vorschrift (ebenso FG Münster, Beschluss vom 01.08.2011 9 V 357/11 K, G, EFG 2012, 165; Lang, GmbHR 2012, 57).