Source: https://www.buzer.de/gesetz/12652/index.htm
Timestamp: 2017-09-19 13:30:12
Document Index: 186298884

Matched Legal Cases: ['§ 112', '§ 32', '§ 32', '§ 35', '§ 41', '§ 130', '§ 132', '§ 168', '§ 406', '§ 416', '§ 499', '§ 32', '§ 32', '§ 35', '§ 32', '§ 32', '§ 41', '§ 58', '§ 112', '§ 29', '§ 29', '§ 114', '§ 147', '§ 147', '§ 114', '§ 118', '§ 138', '§ 130', '§ 132', '§ 145', '§ 155', '§ 168', '§ 168', '§ 229', '§ 232', '§ 244', '§ 250', '§ 255', '§ 32', '§ 266', '§ 268', '§ 229', '§ 325', '§ 381', '§ 385', '§ 406', '§ 404', '§ 478', '§ 416', '§ 420', '§ 474', '§ 18', '§ 12', '§ 475', '§ 476', '§ 477', '§ 32', '§ 474', '§ 475', '§ 482', '§ 489', '§ 234', '§ 329', '§ 341', '§ 350', '§ 378', '§ 411', '§ 387', '§ 434', '§ 32', '§ 15', '§ 15', '§ 15', '§ 32', '§ 41', '§ 1', '§ 1', '§ 110', '§ 110', '§ 110', '§ 112', '§ 115', '§ 118', '§ 120', '§ 32', '§ 32', '§ 32', '§ 110', '§ 78', '§ 353', '§ 134', '§ 33', '§ 49', '§ 474', '§ 474', '§ 49', '§ 496', '§ 49', '§ 49', '§ 496', '§ 497', '§ 496', '§ 498', '§ 51', '§ 73', '§ 74', '§ 77', '§ 79', '§ 107', '§ 32', '§ 18', '§ 78', '§ 32', '§ 32', '§ 32', '§ 32', '§ 32', '§ 32', '§ 134', '§ 32', '§ 110', '§ 110', '§ 335', '§ 110', '§ 335', '§ 110', '§ 134', '§ 298', '§ 298', '§ 298', '§ 130', '§ 298', '§ 169', '§ 298', '§ 298', '§ 298', '§ 299', '§ 317', '§ 298', '§ 690', '§ 691', '§ 699', '§ 690', '§ 702', '§ 703', '§ 10', '§ 18', '§ 78', '§ 753', '§ 130', '§ 298', '§ 130', '§ 174', '§ 130', '§ 689', '§ 298', '§ 692', '§ 10', '§ 702', '§ 702', '§ 14', '§ 14', '§ 77', '§ 32', '§ 32', '§ 32', '§ 32', '§ 32', '§ 32', '§ 32', '§ 32', '§ 32', '§ 46', '§ 46', '§ 690', '§ 702', '§ 46', '§ 46', '§ 46', '§ 54', '§ 55', '§ 59', '§ 81', '§ 83', '§ 90', '§ 95', '§ 46', '§ 65', '§ 65', '§ 55', '§ 55', '§ 55', '§ 55', '§ 67', '§ 70', '§ 3', '§ 81', '§ 86', '§ 87', '§ 67', '§ 87', '§ 105', '§ 106', '§ 147', '§ 151', '§ 152', '§ 55', '§ 52', '§ 47', '§ 50', '§ 52', '§ 52', '§ 64', '§ 71', '§ 77', '§ 79', '§ 94', '§ 116', '§ 129', '§ 133', '§ 133', '§ 52', '§ 17', '§ 17', '§ 17', '§ 94', '§ 95', '§ 96', '§ 94', '§ 93', '§ 94', '§ 126', '§ 94', '§ 94', '§ 94', '§ 97', '§ 73', '§ 73', '§ 73', '§ 73', '§ 73', '§ 73', '§ 73', '§ 73', '§ 73', '§ 73', '§ 32', '§ 753']

EAkteJEG Gesetz zur Einführung der elektronischen Akte in der Justiz und zur weiteren Förderung des
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Gesetz zur Einführung der elektronischen Akte in der Justiz und zur weiteren Förderung des elektronischen Rechtsverkehrs (EAkteJEG k.a.Abk.)
47 Änderungen | Drucksachen / Entwurf / Begründung | wird in 11 Vorschriften zitiert
Artikel 2 Weitere Änderung der Strafprozessordnung zum 1. Juli 2025 und zum 1. Januar 2026
Artikel 4 Änderung des Schriftgutaufbewahrungsgesetzes
Artikel 5 Änderung des Strafvollzugsgesetzes
Artikel 6 Weitere Änderung des Strafvollzugsgesetzes zum 1. Juli 2025 und zum 1. Januar 2026
Artikel 7 Änderung des Strafgesetzbuches
Artikel 9 Weitere Änderung des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten zum 1. Juli 2025 und zum 1. Januar 2026
Artikel 12 Weitere Änderung der Zivilprozessordnung zum 1. Januar 2020 und zum 1. Januar 2026
Artikel 14 Weitere Änderung des Gesetzes über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit zum 1. Januar 2026
Artikel 15 Änderung des Gesetzes über die internationale Rechtshilfe in Strafsachen
Artikel 16 Änderung des Arbeitsgerichtsgesetzes
Artikel 17 Weitere Änderung des Arbeitsgerichtsgesetzes zum 1. Januar 2026
Artikel 19 Weitere Änderung des Sozialgerichtsgesetzes zum 1. Januar 2026
Artikel 20 Änderung der Verwaltungsgerichtsordnung
Artikel 21 Weitere Änderung der Verwaltungsgerichtsordnung zum 1. Januar 2026
Artikel 22 Änderung der Finanzgerichtsordnung
Artikel 23 Weitere Änderung der Finanzgerichtsordnung zum 1. Januar 2026
Artikel 24 Änderung des Gerichtskostengesetzes
Artikel 25 Änderung des Gesetzes über Gerichtskosten in Familiensachen
Artikel 26 Änderung des Gerichts- und Notarkostengesetzes
Artikel 27 Änderung des Justizverwaltungskostengesetzes
Artikel 28 Änderung des Gerichtsverfassungsgesetzes
Artikel 29 Änderung der Schiffsregisterordnung
Artikel 30 Änderung der Verordnung zur Durchführung der Schiffsregisterordnung
Artikel 31 Änderung des Gesetzes zur Förderung des elektronischen Rechtsverkehrs mit den Gerichten
Artikel 32 Änderung des Gesetzes zur Durchführung der Verordnung (EU) Nr. 655/2014 sowie zur Änderung sonstiger zivilprozessualer, grundbuchrechtlicher und vermögensrechtlicher Vorschriften und zur Änderung der Justizbeitreibungsordnung
Artikel 1 wird in 2 Vorschriften zitiert und ändert mWv. 13. Juli 2017 StPO § 112a, mWv. 1. Januar 2018 offen, mWv. 1. Januar 2022 offen
Die Strafprozessordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 7. April 1987 (BGBl. I S. 1074, 1319), die zuletzt durch Artikel 2 Absatz 4 des Gesetzes vom 16. Juni 2017 (BGBl. I S. 1634) geändert worden ist, wird wie folgt geändert:
Die Angabe zu § 32 wird durch die folgenden Angaben ersetzt:
„Vierter Abschnitt Aktenführung und Kommunikation im Verfahren
§ 32f Form der Gewährung von Akteneinsicht; Verordnungsermächtigung".
„Abschnitt 4a Gerichtliche Entscheidungen".
Nach der Angabe zu § 35a wird folgende Angabe eingefügt:
„Abschnitt 4b Verfahren bei Zustellungen".
Die Angabe zu § 41a wird gestrichen.
Die Angabe zum Achten Abschnitt des Ersten Buches wird wie folgt gefasst:
„Achter Abschnitt Ermittlungsmaßnahmen".
In der Angabe nach § 130 werden die Wörter „9a. Abschnitt" durch die Wörter „Abschnitt 9a" ersetzt.
In der Angabe nach § 132 werden die Wörter „9b. Abschnitt" durch die Wörter „Abschnitt 9b" ersetzt.
In der Angabe zu § 168b wird das Wort „staatsanwaltschaftliche" durch das Wort „ermittlungsbehördliche" ersetzt.
In der Angabe zu § 406e werden das Semikolon und das Wort „Auskunft" gestrichen.
In der Angabe nach § 416 werden die Wörter „2a. Abschnitt" durch die Wörter „Abschnitt 2a" ersetzt.
Die Angabe zum Achten Buch wird wie folgt gefasst:
„Achtes Buch Schutz und Verwendung von Daten".
In der Angabe zur Überschrift des Dritten Abschnitts des Achten Buches wird das Wort „staatsanwaltliches" durch das Wort „staatsanwaltschaftliches" ersetzt.
„Vierter Abschnitt Schutz personenbezogener Daten in einer elektronischen Akte; Verwendung personenbezogener Daten aus elektronischen Akten
§ 499 Löschung elektronischer Aktenkopien".
§ 32 und die Überschrift des Vierten Abschnitts werden durch folgenden Vierten Abschnitt ersetzt:
(6) Die Bundesregierung bestimmt durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates die für die Einsicht in elektronische Akten geltenden Standards. Sie kann die Ermächtigung durch Rechtsverordnung ohne Zustimmung des Bundesrates auf die zuständigen Bundesministerien übertragen."
Nach § 32f wird folgende Überschrift zu Abschnitt 4a eingefügt:
Nach § 35a wird folgende Überschrift zu Abschnitt 4b eingefügt:
In Satz 1 werden nach dem Wort „erfolgen" die Wörter „durch elektronische Übermittlung (§ 32b Absatz 3) oder" eingefügt.
In Satz 2 werden nach dem Wort „beginnt" die Wörter „und die Zustellung durch Vorlegung der Urschrift erfolgt" eingefügt.
„Bei elektronischer Übermittlung muss der Zeitpunkt des Eingangs (§ 32a Absatz 5 Satz 1) aktenkundig sein."
§ 41a wird aufgehoben.
In § 58a Absatz 1 Satz 1 werden die Wörter „auf Bild-Ton-Träger" durch die Wörter „in Bild und Ton" ersetzt.
Die Überschrift des Achten Abschnitts des Ersten Buches wird wie folgt gefasst:
In § 112a Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 wird die Angabe „§ 29 Abs. 1 Nr. 1, 4, 10" durch die Angabe „§ 29 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1, 10" ersetzt.
In § 114b Absatz 2 Satz 1 Nummer 7 werden die Wörter „des § 147 Absatz 7 beantragen kann, Auskünfte und Abschriften aus den Akten zu erhalten" durch die Wörter „des § 147 Absatz 4 beantragen kann, die Akten einzusehen und unter Aufsicht amtlich verwahrte Beweisstücke zu besichtigen" ersetzt.
In § 114d Absatz 2 Satz 2 wird das Wort „Ausfertigung" durch das Wort „Abschrift" ersetzt.
In § 118a Absatz 3 Satz 3 und § 138d Absatz 4 Satz 4 werden jeweils die Wörter „eine Niederschrift" durch die Wörter „ein Protokoll" ersetzt.
In der Überschrift nach § 130 werden die Wörter „9a. Abschnitt" durch die Wörter „Abschnitt 9a" ersetzt.
In der Überschrift nach § 132 werden die Wörter „9b. Abschnitt" durch die Wörter „Abschnitt 9b" ersetzt.
In § 145a Absatz 3 Satz 2 wird vor dem Wort „Vollmacht" das Wort „schriftliche" gestrichen.
In Absatz 3 wird das Wort „Niederschriften" durch das Wort „Protokolle" ersetzt.
„(4) Der Beschuldigte, der keinen Verteidiger hat, ist in entsprechender Anwendung der Absätze 1 bis 3 befugt, die Akten einzusehen und unter Aufsicht amtlich verwahrte Beweisstücke zu besichtigen, soweit der Untersuchungszweck auch in einem anderen Strafverfahren nicht gefährdet werden kann und überwiegende schutzwürdige Interessen Dritter nicht entgegenstehen. Werden die Akten nicht elektronisch geführt, können ihm an Stelle der Einsichtnahme in die Akten Kopien aus den Akten bereitgestellt werden."
In Absatz 6 Satz 2 werden nach dem Wort „Verteidiger" die Wörter „oder dem Beschuldigten, der keinen Verteidiger hat," eingefügt.
§ 155b Absatz 1 Satz 2 wird wie folgt gefasst:
„Der beauftragten Stelle kann Akteneinsicht gewährt werden, soweit die Erteilung von Auskünften einen unverhältnismäßigen Aufwand erfordern würde."
§ 168a Absatz 3 wird wie folgt geändert:
In Satz 1 wird das Wort „oder" durch ein Komma ersetzt und werden nach dem Wort „vorzulegen" die Wörter „oder auf einem Bildschirm anzuzeigen" eingefügt.
In Satz 3 werden nach dem Wort „Beteiligten" die Wörter „zu signieren oder" eingefügt und werden die Wörter „die Unterschrift" durch das Wort „dies" ersetzt.
In Satz 6 werden die Wörter „Das Vorlesen" durch die Wörter „Die Anzeige auf einem Bildschirm, das Vorlesen" ersetzt.
In der Überschrift des § 168b wird das Wort „staatsanwaltschaftliche" durch das Wort „ermittlungsbehördliche" ersetzt.
Dem § 229 wird folgender Absatz 5 angefügt:
„(5) Ist dem Gericht wegen einer vorübergehenden technischen Störung die Fortsetzung der Hauptverhandlung am Tag nach Ablauf der in den vorstehenden Absätzen bezeichneten Frist oder im Fall des Absatzes 4 Satz 2 am nächsten Werktag unmöglich, ist es abweichend von Absatz 4 Satz 1 zulässig, die Hauptverhandlung unverzüglich nach der Beseitigung der technischen Störung, spätestens aber innerhalb von zehn Tagen nach Fristablauf fortzusetzen. Das Vorliegen einer technischen Störung im Sinne des Satzes 1 stellt das Gericht durch unanfechtbaren Beschluss fest."
In § 232 Absatz 3 werden die Wörter „Die Niederschrift" durch die Wörter „Das Protokoll" ersetzt.
Dem § 244 Absatz 5 wird folgender Satz angefügt:
„Ein Beweisantrag auf Verlesung eines Ausgangsdokuments kann abgelehnt werden, wenn nach pflichtgemäßem Ermessen des Gerichts kein Anlass besteht, an der inhaltlichen Übereinstimmung mit dem übertragenen Dokument zu zweifeln."
„(1) Urkunden sind zum Zweck der Beweiserhebung über ihren Inhalt in der Hauptverhandlung zu verlesen. Elektronische Dokumente sind Urkunden, soweit sie verlesbar sind."
In Absatz 2 Satz 1 werden die Wörter „oder des Schriftstücks" gestrichen.
In § 250 Satz 2 wird das Wort „schriftlichen" gestrichen.
In dem Satzteil vor Nummer 1 werden die Wörter „einer Niederschrift" durch die Wörter „eines Protokolls" ersetzt und werden die Wörter „stammende schriftliche" durch das Wort „erstellte" ersetzt.
In Nummer 3 werden die Wörter „die Niederschrift oder Urkunde" durch die Wörter „das Protokoll oder die Urkunde" ersetzt.
In Absatz 2 werden in dem Satzteil vor Nummer 1 die Wörter „der Niederschrift" durch die Wörter „des Protokolls" ersetzt.
In Absatz 3 werden die Wörter „Vernehmungsniederschriften, Urkunden und andere als Beweismittel dienende Schriftstücke" durch die Wörter „Protokolle und Urkunden" ersetzt.
In Absatz 4 Satz 3 werden die Wörter „die Niederschrift" durch die Wörter „das Protokoll" ersetzt.
In § 255a Absatz 1 werden die Wörter „einer Niederschrift" durch die Wörter „eines Protokolls" ersetzt.
Übertragungsnachweise und Vermerke nach § 32e Absatz 3."
In § 266 Absatz 2 Satz 3 werden die Wörter „die Sitzungsniederschrift" durch die Wörter „das Sitzungsprotokoll" ersetzt.
§ 268 Absatz 3 Satz 3 wird wie folgt gefasst:
„§ 229 Absatz 3, 4 Satz 2 und Absatz 5 gilt entsprechend."
In Absatz 1 Satz 1 wird das Wort „Schriftstücke" durch das Wort „Urkunden" ersetzt.
In Satz 2 werden die Wörter „auf Tonträger aufgezeichnet" durch die Wörter „als Tonaufzeichnung zur Akte genommen" ersetzt.
In Absatz 3 Satz 1 wird das Wort „Niederschreibung" durch das Wort „Protokollierung" ersetzt.
„Der Zeitpunkt, zu dem das Urteil zu den Akten gebracht ist, und der Zeitpunkt einer Änderung der Gründe müssen aktenkundig sein."
In Satz 2 werden die Wörter „eines Tonbandmitschnitts einer" durch die Wörter „einer als Tonaufzeichnung zur Akte genommenen" ersetzt und wird das Wort „schriftliches" gestrichen.
In Satz 3 werden die Wörter „die eigene Unterschrift mit dem Zusatz" durch die Wörter „diese mit dem Vermerk" ersetzt.
In Satz 4 wird das Wort „schriftlichen" gestrichen.
In Satz 6 wird das Wort „schriftliche" gestrichen.
In § 325 wird das Wort „Schriftstücke" durch das Wort „Urkunden" ersetzt.
Dem § 381 wird folgender Satz angefügt:
„Der Einreichung von Abschriften bedarf es nicht, wenn die Anklageschrift elektronisch übermittelt wird."
§ 385 Absatz 3 wird wie folgt gefasst:
„(3) Für den Privatkläger kann ein Rechtsanwalt die Akten, die dem Gericht vorliegen oder von der Staatsanwaltschaft im Falle der Erhebung einer Anklage vorzulegen wären, einsehen sowie amtlich verwahrte Beweisstücke besichtigen, soweit der Untersuchungszweck in einem anderen Strafverfahren nicht gefährdet werden kann und überwiegende schutzwürdige Interessen des Beschuldigten oder Dritter nicht entgegenstehen. Der Privatkläger, der nicht durch einen Rechtsanwalt vertreten wird, ist in entsprechender Anwendung des Satzes 1 befugt, die Akten einzusehen und amtlich verwahrte Beweisstücke unter Aufsicht zu besichtigen. Werden die Akten nicht elektronisch geführt, können dem Privatkläger, der nicht durch einen Rechtsanwalt vertreten wird, an Stelle der Einsichtnahme in die Akten Kopien aus den Akten übermittelt werden. § 406e Absatz 4 gilt entsprechend."
In § 404 Absatz 1 Satz 1 werden die Wörter „zur Niederschrift" durch die Wörter „zu Protokoll" ersetzt.
In der Überschrift werden das Semikolon und das Wort „Auskunft" gestrichen.
„(3) Der Verletzte, der nicht durch einen Rechtsanwalt vertreten wird, ist in entsprechender Anwendung der Absätze 1 und 2 befugt, die Akten einzusehen und amtlich verwahrte Beweisstücke unter Aufsicht zu besichtigen. Werden die Akten nicht elektronisch geführt, können ihm an Stelle der Einsichtnahme in die Akten Kopien aus den Akten übermittelt werden. § 478 Absatz 1 Satz 3 und 4 gilt entsprechend."
In der Überschrift nach § 416 werden die Wörter „2a. Abschnitt" durch die Wörter „Abschnitt 2a" ersetzt.
In § 420 Absatz 1 wird das Wort „Niederschriften" durch das Wort „Protokollen" und werden die Wörter „stammende schriftliche" durch das Wort „erstellte" ersetzt.
Die Überschrift des Achten Buches wird wie folgt gefasst:
§ 474 wird wie folgt geändert:
In Absatz 2 Satz 2 werden nach den Wörtern „§ 18 des Bundesverfassungsschutzgesetzes," die Wörter „§ 12 des Sicherheitsüberprüfungsgesetzes," eingefügt.
In Absatz 5 wird nach dem Wort „Akten" ein Komma und werden die Wörter „die noch in Papierform vorliegen," eingefügt.
§ 475 Absatz 3 Satz 2 und 3 wird aufgehoben.
In § 476 Absatz 2 Satz 3 wird nach dem Wort „Akten" ein Komma und werden die Wörter „die in Papierform vorliegen," eingefügt.
§ 477 Absatz 5 wird wie folgt gefasst:
„(5) § 32f Absatz 5 Satz 2 und 3 gilt entsprechend mit der Maßgabe, dass eine Verwendung der nach den §§ 474 und 475 erlangten personenbezogenen Daten für andere Zwecke zulässig ist, wenn dafür Auskunft oder Akteneinsicht gewährt werden dürfte und im Falle des § 475 die Stelle, die Auskunft oder Akteneinsicht gewährt hat, zustimmt."
In § 482 Absatz 2 Satz 2 werden die Wörter „eines Abdrucks" gestrichen.
In § 489 Absatz 7 Satz 1 Nummer 1 werden nach dem Wort „dass" die Wörter „durch eine Löschung" eingefügt.
In der Überschrift des Dritten Abschnitts des Achten Buches wird das Wort „staatsanwaltliches" durch das Wort „staatsanwaltschaftliches" ersetzt.
Dem Achten Buch wird folgender Vierter Abschnitt angefügt:
Elektronische Aktenkopien sind unverzüglich zu löschen, wenn sie nicht mehr erforderlich sind."
In den §§ 234, 314 Absatz 2, § 329 Absatz 1 Satz 1 und 2 Nummer 2 und 3, Absatz 2 Satz 1, Absatz 5 Satz 1, § 341 Absatz 2, § 350 Absatz 2 Satz 1, § 378 Satz 1, § 411 Absatz 2 Satz 1 wird jeweils das Wort „schriftlicher" durch das Wort „nachgewiesener" ersetzt.
In § 387 Absatz 1 und § 434 Absatz 1 Satz 1 wird jeweils das Wort „schriftlichen" durch das Wort „nachgewiesenen" ersetzt.
Artikel 2 wird in 2 Vorschriften zitiert und ändert mWv. 1. Juli 2025 StPO offen, mWv. 1. Januar 2026 offen
Die Strafprozessordnung, die zuletzt durch Artikel 1 dieses Gesetzes geändert worden ist, wird wie folgt geändert:
„Die Akten werden elektronisch geführt."
abweichendes Inkrafttreten am 01.07.2025
„Die Bundesregierung und die Landesregierungen können jeweils für ihren Bereich durch Rechtsverordnung bestimmen, dass Akten, die in Papierform angelegt wurden, in Papierform weitergeführt werden."
In § 32b Absatz 3 Satz 1 werden die Wörter „Werden die Akten elektronisch geführt, sollen" gestrichen und wird nach dem Wort „Gerichte" das Wort „sollen" eingefügt.
Artikel 3 wird in 2 Vorschriften zitiert und ändert mWv. 13. Juli 2017 EGStPO § 15 (neu)
Dem Einführungsgesetz zur Strafprozessordnung in der im Bundesgesetzblatt Teil III, Gliederungsnummer 312-1, veröffentlichten bereinigten Fassung, das zuletzt durch Artikel 11 des Gesetzes vom 12. Mai 2017 (BGBl. I S. 1121) geändert worden ist, wird folgender § 15 angefügt:
„§ 15 Übergangsregelung zum Gesetz zur Einführung der elektronischen Akte in der Justiz und zur weiteren Förderung des elektronischen Rechtsverkehrs; Verordnungsermächtigungen
Die Bundesregierung und die Landesregierungen können jeweils für ihren Bereich durch Rechtsverordnung bestimmen, dass die Einreichung elektronischer Dokumente abweichend von § 32a der Strafprozessordnung erst zum 1. Januar des Jahres 2019 oder 2020 möglich ist und § 41a der Strafprozessordnung in der am 31. Dezember 2017 geltenden Fassung bis jeweils zum 31. Dezember des Jahres 2018 oder 2019 weiter Anwendung findet. Sie können die Ermächtigung nach Satz 1 durch Rechtsverordnung auf die zuständigen Bundes- oder Landesministerien übertragen."
Artikel 4 ändert mWv. 1. Januar 2018 SchrAG offen
Das Schriftgutaufbewahrungsgesetz vom 22. März 2005 (BGBl. I S. 837, 852), das durch Artikel 85 der Verordnung vom 31. Oktober 2006 (BGBl. I S. 2407) geändert worden ist, wird wie folgt geändert:
In der Überschrift werden die Wörter „von Schriftgut der Gerichte des Bundes und des Generalbundesanwalts nach Beendigung des Verfahrens (Schriftgutaufbewahrungsgesetz - SchrAG)" durch die Wörter „und Speicherung von Akten der Gerichte und Staatsanwaltschaften nach Beendigung des Verfahrens (Justizaktenaufbewahrungsgesetz - JAktAG)" ersetzt.
„§ 1 Aufbewahrung und Speicherung von Akten
Akten der Gerichte und der Staatsanwaltschaften, die für das Verfahren nicht mehr erforderlich sind, dürfen nach Beendigung des Verfahrens nur so lange aufbewahrt oder gespeichert werden, wie schutzwürdige Interessen der Verfahrensbeteiligten oder sonstiger Personen oder öffentliche Interessen dies erfordern. Dasselbe gilt für Aktenregister, Namensverzeichnisse und Karteien, auch wenn diese elektronisch geführt werden. Aufbewahrungs- und Speicherungsregelungen in anderen Rechtsvorschriften sowie die Anbietungs- und Übergabepflichten nach den Vorschriften der Archivgesetze des Bundes und der Länder bleiben unberührt."
„(1) Die Bundesregierung bestimmt durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates das Nähere über die Aufbewahrung und Speicherung nach § 1 Satz 1 und 2 und die hierbei zu beachtenden allgemeinen Aufbewahrungs- und Speicherungsfristen. Die Bundesregierung kann die Ermächtigung durch Rechtsverordnung ohne Zustimmung des Bundesrates übertragen auf das Bundesministerium für Arbeit und Soziales für die Arbeits- und die Sozialgerichtsbarkeit und auf das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz für die übrigen Gerichtsbarkeiten sowie für die Staatsanwaltschaften."
In Satz 1 werden die Wörter „des Schriftguts" durch die Wörter „und Speicherung" und wird das Wort „Aufbewahrungsfristen" durch die Wörter „Aufbewahrungs- und Speicherungsfristen" ersetzt.
In dem Satzteil vor Nummer 1 wird das Wort „Aufbewahrungsfristen" durch die Wörter „Aufbewahrungs- und Speicherungsfristen" ersetzt.
In Nummer 1 werden nach dem Wort „erforderlich" die Wörter „aufbewahrt oder" eingefügt.
In Absatz 3 wird das Wort „Aufbewahrungsfristen" durch die Wörter „Aufbewahrungs- und Speicherungsfristen" ersetzt.
Artikel 5 wird in 1 Vorschrift zitiert und ändert mWv. 1. Januar 2018 StVollzG offen
Das Strafvollzugsgesetz vom 16. März 1976 (BGBl. I S. 581, 2088; 1977 I S. 436), das zuletzt durch Artikel 152 der Verordnung vom 31. August 2015 (BGBl. I S. 1474) geändert worden ist, wird wie folgt geändert:
In der Inhaltsübersicht wird nach der Angabe zu § 110 folgende Angabe eingefügt:
„§ 110a Elektronische Aktenführung; Verordnungsermächtigungen".
„§ 110a Elektronische Aktenführung; Verordnungsermächtigungen
(3) Die Bundesregierung bestimmt durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates die für die Übermittlung elektronischer Akten zwischen Behörden und Gerichten sowie die für die Einsicht in elektronische Akten geltenden Standards. Sie kann die Ermächtigung durch Rechtsverordnung ohne Zustimmung des Bundesrates auf die zuständigen Bundesministerien übertragen."
In § 112 Absatz 1 werden die Wörter „zur Niederschrift" durch die Wörter „zu Protokoll" ersetzt.
In § 115 Absatz 1 Satz 3 werden die Wörter „soll auf bei den Gerichtsakten befindliche Schriftstücke" durch die Wörter „kann auf in der Gerichtsakte befindliche Dokumente" ersetzt.
In § 118 Absatz 3 werden die Wörter „zur Niederschrift" durch die Wörter „zu Protokoll" ersetzt.
In § 120 Absatz 1 Satz 2 werden nach dem Wort „Strafprozessordnung" die Wörter „und die auf der Grundlage des § 32a Absatz 2 Satz 2 und Absatz 4 Nummer 4, des § 32b Absatz 5 und des § 32f Absatz 6 der Strafprozessordnung erlassenen Rechtsverordnungen" eingefügt.
Artikel 6 wird in 2 Vorschriften zitiert und ändert mWv. 1. Juli 2025 StVollzG offen, mWv. 1. Januar 2026 offen
§ 110a Absatz 1 des Strafvollzugsgesetzes, das zuletzt durch Artikel 5 dieses Gesetzes geändert worden ist, wird wie folgt geändert:
„Die Gerichtsakten werden elektronisch geführt."
„Die Landesregierungen können durch Rechtsverordnung bestimmen, dass Akten, die in Papierform angelegt wurden, in Papierform weitergeführt werden."
Artikel 7 wird in 1 Vorschrift zitiert und ändert mWv. 1. Januar 2018 StGB offen
Das Strafgesetzbuch in der Fassung der Bekanntmachung vom 13. November 1998 (BGBl. I S. 3322), das zuletzt durch Artikel 24 Absatz 22 des Gesetzes vom 23. Juni 2017 (BGBl. I S. 1693) geändert worden ist, wird wie folgt geändert:
In § 78c Absatz 2 Satz 2 wird das Wort „Schriftstück" durch das Wort „Dokument" ersetzt.
§ 353d wird wie folgt geändert:
In Nummer 1 wird das Wort „Schriftstücks" durch das Wort „Dokuments" ersetzt.
In Nummer 2 wird das Wort „Schriftstück" durch das Wort „Dokument" ersetzt.
In Nummer 3 wird das Wort „Schriftstücke" durch das Wort „Dokumente" ersetzt.
Artikel 8 wird in 2 Vorschriften zitiert und ändert mWv. 13. Juli 2017 OWiG § 134, mWv. 1. Januar 2018 offen
Das Gesetz über Ordnungswidrigkeiten in der Fassung der Bekanntmachung vom 19. Februar 1987 (BGBl. I S. 602), das zuletzt durch Artikel 5 des Gesetzes vom 13. April 2017 (BGBl. I S. 872) geändert worden ist, wird wie folgt geändert:
In § 33 Absatz 2 Satz 2 wird das Wort „Schriftstück" durch das Wort „Dokument" ersetzt.
„(1) Die Verwaltungsbehörde gewährt dem Betroffenen auf Antrag Einsicht in die Akten, soweit der Untersuchungszweck, auch in einem anderen Straf- oder Bußgeldverfahren, nicht gefährdet werden kann und nicht überwiegende schutzwürdige Interessen Dritter entgegenstehen. Werden die Akten nicht elektronisch geführt, können an Stelle der Einsichtnahme in die Akten Kopien aus den Akten übermittelt werden."
In Absatz 2 Satz 2 werden die Wörter „Die Akten" durch die Wörter „Akten, die in Papierform geführt werden," ersetzt.
In § 49b werden in dem Satzteil vor Nummer 1 die Wörter „§§ 474 bis 478, 480 und 481" durch die Wörter „§§ 474 bis 478, 480, 481 und 498 Absatz 2" ersetzt.
In § 49c Absatz 1 werden nach dem Wort „vorbehaltlich" die Wörter „des § 496 Absatz 3 der Strafprozessordnung und" eingefügt.
§ 49d wird wie folgt gefasst:
„§ 49d Schutz personenbezogener Daten in einer elektronischen Akte
§ 496 Absatz 1 und 2 sowie die §§ 497 und 498 Absatz 1 der Strafprozessordnung gelten entsprechend, wobei in § 496 Absatz 1 und § 498 Absatz 1 der Strafprozessordnung an die Stelle des jeweiligen Strafverfahrens das jeweilige Bußgeldverfahren tritt."
In § 51 Absatz 1 Satz 2 wird jeweils das Wort „Schriftstück" durch das Wort „Dokument" ersetzt.
In § 73 Absatz 3 werden die Wörter „schriftlich bevollmächtigten" durch die Wörter „mit nachgewiesener Vollmacht versehenen" ersetzt.
In § 74 Absatz 1 Satz 2 werden die Wörter „schriftlichen oder protokollierten" durch die Wörter „protokollierten und sonstigen" ersetzt.
In § 77a Absatz 1 wird das Wort „Niederschriften" durch das Wort „Protokollen" ersetzt und wird das Wort „schriftliche" gestrichen.
In Satz 1 werden die Wörter „eines Schriftstücks" durch die Wörter „einer Urkunde" und die Wörter „des Schriftstücks" durch die Wörter „der Urkunde" ersetzt.
In Satz 2 werden die Wörter „des Schriftstücks" durch die Wörter „der Urkunde" ersetzt.
In Satz 3 wird das Wort „Schriftstücken" durch das Wort „Urkunden" ersetzt.
In § 79 Absatz 4 werden die Wörter „schriftlich bevollmächtigten" durch die Wörter „mit nachgewiesener Vollmacht versehenen" ersetzt.
In § 107 Absatz 5 Satz 2 werden die Wörter „beträgt die Pauschale 5 Euro" durch die Wörter „wird eine Pauschale nicht erhoben" ersetzt.
Der Zwölfte Abschnitt des Zweiten Teils wird wie folgt gefasst:
„Zwölfter Abschnitt Aktenführung und Kommunikation im Verfahren
Die Bundesregierung kann durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates elektronische Formulare einführen. Die Rechtsverordnung kann bestimmen, dass die in den Formularen enthaltenen Angaben ganz oder teilweise in strukturierter maschinenlesbarer Form zu übermitteln sind. Die Formulare sind auf einer in der Rechtsverordnung zu bestimmenden Kommunikationsplattform im Internet zur Nutzung bereitzustellen. Die Rechtsverordnung kann bestimmen, dass eine Identifikation des Formularverwenders abweichend von § 32a Absatz 3 der Strafprozessordnung durch Nutzung des elektronischen Identitätsnachweises nach § 18 des Personalausweisgesetzes oder § 78 Absatz 5 des Aufenthaltsgesetzes erfolgen kann. Die Bundesregierung kann die Ermächtigung durch Rechtsverordnung ohne Zustimmung des Bundesrates auf die zuständigen Bundesministerien übertragen.
Im Übrigen gelten die §§ 32a, 32b und 32d bis 32f der Strafprozessordnung sowie die auf der Grundlage des § 32a Absatz 2 Satz 2 und Absatz 4 Nummer 4, des § 32b Absatz 5 und des § 32f Absatz 6 der Strafprozessordnung erlassenen Rechtsverordnungen entsprechend. Abweichend von § 32b Absatz 1 Satz 2 der Strafprozessordnung ist bei der automatisierten Herstellung eines zu signierenden elektronischen Dokuments statt seiner die begleitende Verfügung zu signieren. Abweichend von § 32e Absatz 4 Satz 1 der Strafprozessordnung müssen Ausgangsdokumente nicht gespeichert oder aufbewahrt werden, wenn die übertragenen Dokumente zusätzlich einen mit einer qualifizierten elektronischen Signatur versehenen Vermerk darüber enthalten, dass das Ausgangsdokument mit dem zur Akte zu nehmenden Dokument inhaltlich und bildlich übereinstimmt."
„§ 134 Übergangsregelung zum Gesetz zur Einführung der elektronischen Akte in Strafsachen und zur weiteren Förderung des elektronischen Rechtsverkehrs; Verordnungsermächtigungen
Die Bundesregierung und die Landesregierungen können jeweils für ihren Bereich durch Rechtsverordnung bestimmen, dass die Einreichung elektronischer Dokumente abweichend von § 32a der Strafprozessordnung erst zum 1. Januar des Jahres 2019 oder 2020 möglich ist und § 110a in der am 31. Dezember 2017 geltenden Fassung bis jeweils zum 31. Dezember des Jahres 2018 oder 2019 weiter Anwendung findet. Sie können die Ermächtigung nach Satz 1 durch Rechtsverordnung auf die zuständigen Bundes- oder Landesministerien übertragen."
Artikel 9 wird in 2 Vorschriften zitiert und ändert mWv. 1. Juli 2025 OWiG offen, mWv. 1. Januar 2026 offen
§ 110a Absatz 1 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten, das zuletzt durch Artikel 8 dieses Gesetzes geändert worden ist, wird wie folgt geändert:
Artikel 10 wird in 2 Vorschriften zitiert und ändert mWv. 13. Juli 2017 HGB § 335, mWv. 1. Januar 2018 offen
Das Handelsgesetzbuch in der im Bundesgesetzblatt Teil III, Gliederungsnummer 4100-1, veröffentlichten bereinigten Fassung, das zuletzt durch Artikel 24 Absatz 6 des Gesetzes vom 23. Juni 2017 (BGBl. I S. 1693) geändert worden ist, wird wie folgt geändert:
Der Überschrift wird ein Semikolon und das Wort „Verordnungsermächtigungen" angefügt.
„(2a) Die Akten einschließlich der Verfahrensakten in der Zwangsvollstreckung werden elektronisch geführt. Auf die elektronische Aktenführung und die elektronische Kommunikation ist § 110c des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten entsprechend anzuwenden, jedoch dessen Satz 1
Satz 2 gilt entsprechend auch für Verfügungen im Sinne der Absätze 3 und 4, die automatisiert erlassen werden können."
„(7) Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz kann zur näheren Ausgestaltung der elektronischen Aktenführung und elektronischen Kommunikation nach Absatz 2a in der ab dem 1. Januar 2018 geltenden Fassung durch Rechtsverordnung, die nicht der Zustimmung des Bundesrates bedarf,
Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz kann die Ermächtigungen des Satzes 1 durch Rechtsverordnung ohne Zustimmung des Bundesrates auf das Bundesamt für Justiz übertragen."
§ 335a Absatz 4 wird wie folgt gefasst:
„(4) Auf die elektronische Aktenführung des Gerichts und die Kommunikation mit dem Gericht nach den Absätzen 1 bis 3 sind die folgenden Vorschriften entsprechend anzuwenden:
§ 110a Absatz 1 Satz 2 und 3, Absatz 2 Satz 1 und § 134 Satz 1 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten mit der Maßgabe, dass die Landesregierung des Landes, in dem das Bundesamt seinen Sitz hat, die Rechtsverordnung erlässt und die Ermächtigungen durch Rechtsverordnung auf die Landesjustizverwaltung übertragen kann."
Artikel 11 wird in 2 Vorschriften zitiert und ändert mWv. 13. Juli 2017 ZPO § 298a, mWv. 1. Januar 2018 offen, mWv. 1. Januar 2022 offen
Die Zivilprozessordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 5. Dezember 2005 (BGBl. I S. 3202; 2006 I S. 431; 2007 I S. 1781), die zuletzt durch Artikel 1 des Gesetzes vom 11. Juni 2017 (BGBl. I S. 1607) geändert worden ist, wird wie folgt geändert:
In der Inhaltsübersicht wird die Angabe zu § 298a wie folgt gefasst:
„§ 298a Elektronische Akte; Verordnungsermächtigung".
Dem § 130b wird folgender Satz angefügt:
„Der in Satz 1 genannten Form genügt auch ein elektronisches Dokument, in welches das handschriftlich unterzeichnete Schriftstück gemäß § 298a Absatz 2 übertragen worden ist."
§ 169 Absatz 4 und 5 wird wie folgt gefasst:
„(4) Ein Schriftstück kann in beglaubigter elektronischer Abschrift zugestellt werden. Die Beglaubigung erfolgt mit einer qualifizierten elektronischen Signatur des Urkundsbeamten der Geschäftsstelle.
nach Maßgabe des § 298a errichtet wurde und mit einem Übertragungsnachweis nach § 298a Absatz 2 Satz 3 oder 4 versehen ist."
§ 298a wird wie folgt geändert:
In Absatz 1 Satz 4 wird der Punkt am Ende durch ein Semikolon und die Wörter „wird von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht, kann in der Rechtsverordnung bestimmt werden, dass durch Verwaltungsvorschrift, die öffentlich bekanntzumachen ist, geregelt wird, in welchen Verfahren die Akten elektronisch zu führen sind." ersetzt.
„(1a) Die Prozessakten werden ab dem 1. Januar 2026 elektronisch geführt. Die Bundesregierung und die Landesregierungen bestimmen jeweils für ihren Bereich durch Rechtsverordnung die organisatorischen und dem Stand der Technik entsprechenden technischen Rahmenbedingungen für die Bildung, Führung und Aufbewahrung der elektronischen Akten einschließlich der einzuhaltenden Anforderungen der Barrierefreiheit. Die Bundesregierung und die Landesregierungen können jeweils für ihren Bereich durch Rechtsverordnung bestimmen, dass Akten, die in Papierform angelegt wurden, in Papierform weitergeführt werden. Die Landesregierungen können die Ermächtigungen nach den Sätzen 2 und 3 durch Rechtsverordnung auf die für die Zivilgerichtsbarkeit zuständigen obersten Landesbehörden übertragen. Die Rechtsverordnungen der Bundesregierung bedürfen nicht der Zustimmung des Bundesrates."
„(2) Werden die Prozessakten elektronisch geführt, sind in Papierform vorliegende Schriftstücke und sonstige Unterlagen nach dem Stand der Technik zur Ersetzung der Urschrift in ein elektronisches Dokument zu übertragen. Es ist sicherzustellen, dass das elektronische Dokument mit den vorliegenden Schriftstücken und sonstigen Unterlagen bildlich und inhaltlich übereinstimmt. Das elektronische Dokument ist mit einem Übertragungsnachweis zu versehen, der das bei der Übertragung angewandte Verfahren und die bildliche und inhaltliche Übereinstimmung dokumentiert. Wird ein von den verantwortenden Personen handschriftlich unterzeichnetes gerichtliches Schriftstück übertragen, ist der Übertragungsnachweis mit einer qualifizierten elektronischen Signatur des Urkundsbeamten der Geschäftsstelle zu versehen. Die in Papierform vorliegenden Schriftstücke und sonstigen Unterlagen können sechs Monate nach der Übertragung vernichtet werden, sofern sie nicht rückgabepflichtig sind."
§ 299 Absatz 3 wird wie folgt gefasst:
„(3) Werden die Prozessakten elektronisch geführt, gewährt die Geschäftsstelle Akteneinsicht durch Bereitstellung des Inhalts der Akten zum Abruf. Auf besonderen Antrag wird Akteneinsicht durch Einsichtnahme in die Akten in Diensträumen gewährt. Ein Aktenausdruck oder ein Datenträger mit dem Inhalt der Akte wird auf besonders zu begründenden Antrag nur übermittelt, wenn der Antragsteller hieran ein berechtigtes Interesse darlegt. Stehen der Akteneinsicht in der nach Satz 1 vorgesehenen Form wichtige Gründe entgegen, kann die Akteneinsicht in der nach den Sätzen 2 und 3 vorgesehenen Form auch ohne Antrag gewährt werden. Eine Entscheidung über einen Antrag nach Satz 3 ist nicht anfechtbar."
In § 317 Absatz 3 werden nach dem Wort „Urteilsausdruck" die Wörter „mit einem Vermerk" und wird nach der Angabe „§ 298" die Angabe „Absatz 3" eingefügt.
§ 690 Absatz 3 wird aufgehoben.
In § 691 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 wird nach der Angabe „690," die Angabe „702 Absatz 2, §" eingefügt.
In § 699 Absatz 1 Satz 2 wird nach den Wörtern „geleistet worden sind" das Semikolon und werden die Wörter „§ 690 Abs. 3 Satz 1 und 3 gilt entsprechend" gestrichen.
§ 702 wird wie folgt geändert:
„(2) Anträge und Erklärungen können in einer nur maschinell lesbaren Form übermittelt werden, wenn diese dem Gericht für seine maschinelle Bearbeitung geeignet erscheint. Werden Anträge und Erklärungen, für die maschinell bearbeitbare Formulare nach § 703c Absatz 1 Satz 2 Nummer 1 eingeführt sind, von einem Rechtsanwalt oder einer registrierten Person nach § 10 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 des Rechtsdienstleistungsgesetzes übermittelt, ist nur diese Form der Übermittlung zulässig; hiervon ausgenommen ist der Widerspruch. Anträge und Erklärungen können unter Nutzung des elektronischen Identitätsnachweises nach § 18 des Personalausweisgesetzes oder § 78 Absatz 5 des Aufenthaltsgesetzes gestellt werden. Der handschriftlichen Unterzeichnung bedarf es nicht, wenn in anderer Weise gewährleistet ist, dass die Anträge oder Erklärungen nicht ohne den Willen des Antragstellers oder Erklärenden übermittelt werden."
§ 753 Absatz 4 wird durch die folgenden Absätze 4 und 5 ersetzt:
„(4) Schriftlich einzureichende Anträge und Erklärungen der Parteien sowie schriftlich einzureichende Auskünfte, Aussagen, Gutachten, Übersetzungen und Erklärungen Dritter können als elektronisches Dokument beim Gerichtsvollzieher eingereicht werden. Für das elektronische Dokument gelten § 130a, auf dieser Grundlage erlassene Rechtsverordnungen sowie § 298 entsprechend. Die Bundesregierung kann in der Rechtsverordnung nach § 130a Absatz 2 Satz 2 besondere technische Rahmenbedingungen für die Übermittlung und Bearbeitung elektronischer Dokumente in Zwangsvollstreckungsverfahren durch Gerichtsvollzieher bestimmen. Im Übrigen gilt § 174 Absatz 3 und 4 entsprechend.
(5) § 130d gilt entsprechend."
Artikel 12 wird in 2 Vorschriften zitiert und ändert mWv. 1. Januar 2020 ZPO offen, mWv. 1. Januar 2026 offen
Die Zivilprozessordnung, die zuletzt durch Artikel 11 dieses Gesetzes geändert worden ist, wird wie folgt geändert:
Absatz 1a wird Absatz 1 und in Satz 1 werden die Wörter „ab dem 1. Januar 2026" gestrichen.
§ 689 Absatz 1 Satz 4 wird wie folgt gefasst:
„Die Akten werden elektronisch geführt (§ 298a)."
In § 692 Absatz 1 Nummer 5 wird nach dem Wort „kann" ein Komma und werden die Wörter „und dass für Rechtsanwälte und registrierte Personen nach § 10 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 des Rechtsdienstleistungsgesetzes § 702 Absatz 2 Satz 2 gilt" eingefügt.
In § 702 Absatz 2 Satz 2 wird das Semikolon und werden die Wörter „hiervon ausgenommen ist der Widerspruch" gestrichen.
Artikel 13 wird in 2 Vorschriften zitiert und ändert mWv. 13. Juli 2017 FamFG § 14, mWv. 1. Januar 2018 offen
Artikel 14 wird in 2 Vorschriften zitiert und ändert mWv. 1. Januar 2026 FamFG offen
§ 14 des Gesetzes über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit, das zuletzt durch Artikel 13 dieses Gesetzes geändert worden ist, wird wie folgt geändert:
Absatz 4a wird Absatz 4 und wie folgt geändert:
In dem neuen Satz 3 werden die Wörter „nach den Sätzen 2 und 3" durch die Wörter „nach den Sätzen 1 und 2" ersetzt.
Artikel 15 wird in 1 Vorschrift zitiert und ändert mWv. 1. Januar 2018 IRG offen
§ 77a Absatz 7 des Gesetzes über die internationale Rechtshilfe in Strafsachen in der Fassung der Bekanntmachung vom 27. Juni 1994 (BGBl. I S. 1537), das zuletzt durch Artikel 1 des Gesetzes vom 1. Juni 2017 (BGBl. I S. 1414) geändert worden ist, wird wie folgt gefasst:
„(7) Im Übrigen gelten für die elektronische Kommunikation und die elektronische Aktenführung § 32 Absatz 1 Satz 3 zweiter Halbsatz und Absatz 2, § 32a Absatz 4 Nummer 1 bis 3, Absatz 5 Satz 2 und Absatz 6 Satz 2, § 32b Absatz 1 bis 4, § 32c Satz 1 bis 4, § 32d Satz 1, § 32e Absatz 2 bis 4, die §§ 32f sowie 497 der Strafprozessordnung sinngemäß. Abweichend von § 32b Absatz 1 Satz 2 der Strafprozessordnung ist bei der automatisierten Herstellung eines zu signierenden elektronischen Dokuments statt seiner die begleitende Verfügung zu signieren. § 32c Satz 1 gilt mit der Maßgabe, dass die Zustimmung des Bundesrates nicht erforderlich ist."
Artikel 16 wird in 2 Vorschriften zitiert und ändert mWv. 13. Juli 2017 ArbGG § 46e, mWv. 1. Januar 2018 offen
Das Arbeitsgerichtsgesetz in der Fassung der Bekanntmachung vom 2. Juli 1979 (BGBl. I S. 853, 1036), das zuletzt durch Artikel 19 Absatz 6 des Gesetzes vom 23. Dezember 2016 (BGBl. I S. 3234) geändert worden ist, wird wie folgt geändert:
In § 46a Absatz 1 Satz 2 wird die Angabe „§ 690 Abs. 3 Satz 2" durch die Wörter „§ 702 Absatz 2 Satz 2" ersetzt.
Dem § 46d wird folgender Satz angefügt:
„Der in Satz 1 genannten Form genügt auch ein elektronisches Dokument, in welches das handschriftlich unterzeichnete Schriftstück gemäß § 46e Absatz 2 übertragen worden ist."
„§ 46e Elektronische Akte; Verordnungsermächtigung".
„(1a) Die Prozessakten werden ab dem 1. Januar 2026 elektronisch geführt. Die Bundesregierung und die Landesregierungen bestimmen jeweils für ihren Bereich durch Rechtsverordnung die organisatorischen und dem Stand der Technik entsprechenden technischen Rahmenbedingungen für die Bildung, Führung und Aufbewahrung der elektronischen Akten einschließlich der einzuhaltenden Anforderungen der Barrierefreiheit. Die Bundesregierung und die Landesregierungen können jeweils für ihren Bereich durch Rechtsverordnung bestimmen, dass Akten, die in Papierform angelegt wurden, in Papierform weitergeführt werden. Die Landesregierungen können die Ermächtigungen nach den Sätzen 2 und 3 durch Rechtsverordnung auf die für die Arbeitsgerichtsbarkeit zuständigen obersten Landesbehörden übertragen. Die Rechtsverordnungen der Bundesregierung bedürfen nicht der Zustimmung des Bundesrates."
In § 54 Absatz 3 und § 55 Absatz 3 werden jeweils die Wörter „die Niederschrift" durch die Wörter „das Protokoll" ersetzt.
In § 59 Satz 2, § 81 Absatz 1, § 83a Absatz 1, § 90 Absatz 1 Satz 2 und § 95 Satz 2 werden jeweils die Wörter „zur Niederschrift" durch die Wörter „zu Protokoll" ersetzt.
Artikel 17 wird in 2 Vorschriften zitiert und ändert mWv. 1. Januar 2026 ArbGG offen
§ 46e des Arbeitsgerichtsgesetzes, das zuletzt durch Artikel 16 dieses Gesetzes geändert worden ist, wird wie folgt geändert:
Artikel 18 wird in 2 Vorschriften zitiert und ändert mWv. 13. Juli 2017 SGG § 65b, mWv. 1. Januar 2018 offen
Artikel 19 wird in 2 Vorschriften zitiert und ändert mWv. 1. Januar 2026 SGG offen
§ 65b des Sozialgerichtsgesetzes, das zuletzt durch Artikel 18 dieses Gesetzes geändert worden ist, wird wie folgt geändert:
Artikel 20 wird in 2 Vorschriften zitiert und ändert mWv. 13. Juli 2017 VwGO § 55b, mWv. 1. Januar 2018 offen
Die Verwaltungsgerichtsordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 19. März 1991 (BGBl. I S. 686), die zuletzt durch Artikel 4 des Gesetzes vom 30. Juni 2017 (BGBl. I S. 2193) geändert worden ist, wird wie folgt geändert:
Dem § 55a Absatz 7 wird folgender Satz angefügt:
„Der in Satz 1 genannten Form genügt auch ein elektronisches Dokument, in welches das handschriftlich unterzeichnete Schriftstück gemäß § 55b Absatz 6 Satz 4 übertragen worden ist."
§ 55b wird wie folgt geändert:
„(1a) Die Prozessakten werden ab dem 1. Januar 2026 elektronisch geführt. Die Bundesregierung und die Landesregierungen bestimmen jeweils für ihren Bereich durch Rechtsverordnung die organisatorischen und dem Stand der Technik entsprechenden technischen Rahmenbedingungen für die Bildung, Führung und Verwahrung der elektronischen Akten einschließlich der einzuhaltenden Anforderungen der Barrierefreiheit. Die Bundesregierung und die Landesregierungen können jeweils für ihren Bereich durch Rechtsverordnung bestimmen, dass Akten, die in Papierform angelegt wurden, in Papierform weitergeführt werden. Die Landesregierungen können die Ermächtigungen nach den Sätzen 2 und 3 auf die für die Verwaltungsgerichtsbarkeit zuständigen obersten Landesbehörden übertragen. Die Rechtsverordnungen der Bundesregierung bedürfen nicht der Zustimmung des Bundesrates."
In § 67a Absatz 2 Satz 1 werden die Wörter „zur Niederschrift" durch die Wörter „zu Protokoll" ersetzt.
In § 70 Absatz 1 Satz 1 werden nach dem Wort „schriftlich" ein Komma und die Wörter „in elektronischer Form nach § 3a Absatz 2 des Verwaltungsverfahrensgesetzes" eingefügt.
In § 81 Absatz 1 Satz 2 werden die Wörter „zur Niederschrift" durch die Wörter „zu Protokoll" ersetzt.
In § 86 Absatz 5 Satz 2 werden die Wörter „oder elektronischen Dokumente" gestrichen.
„Beteiligte können sich auf ihre Kosten durch die Geschäftsstelle Ausfertigungen, Auszüge, Ausdrucke und Abschriften erteilen lassen."
„(2) Werden die Prozessakten elektronisch geführt, wird Akteneinsicht durch Bereitstellung des Inhalts der Akten zum Abruf gewährt. Auf besonderen Antrag wird Akteneinsicht durch Einsichtnahme in die Akten in Diensträumen gewährt. Ein Aktenausdruck oder ein Datenträger mit dem Inhalt der Akten wird auf besonders zu begründenden Antrag nur übermittelt, wenn der Antragsteller hieran ein berechtigtes Interesse darlegt. Stehen der Akteneinsicht in der nach Satz 1 vorgesehenen Form wichtige Gründe entgegen, kann die Akteneinsicht in der nach den Sätzen 2 und 3 vorgesehenen Form auch ohne Antrag gewährt werden. Über einen Antrag nach Satz 3 entscheidet der Vorsitzende; die Entscheidung ist unanfechtbar. § 87a Absatz 3 gilt entsprechend.
(3) Werden die Prozessakten in Papierform geführt, wird Akteneinsicht durch Einsichtnahme in die Akten in Diensträumen gewährt. Die Akteneinsicht kann, soweit nicht wichtige Gründe entgegenstehen, auch durch Bereitstellung des Inhalts der Akten zum Abruf gewährt werden. Nach dem Ermessen des Vorsitzenden kann der nach § 67 Absatz 2 Satz 1 und 2 Nummer 3 bis 6 bevollmächtigten Person die Mitnahme der Akten in die Wohnung oder Geschäftsräume gestattet werden. § 87a Absatz 3 gilt entsprechend."
Der bisherige Absatz 3 wird Absatz 4 und die Wörter „Absatz 1 und 2" werden durch die Wörter „den Absätzen 1 bis 3" ersetzt.
In § 105 werden die Wörter „die Niederschrift" durch die Wörter „das Protokoll" ersetzt.
In § 106 Satz 1 werden die Wörter „zur Niederschrift" durch die Wörter „zu Protokoll" ersetzt.
In § 147 Absatz 1 Satz 1 werden die Wörter „zur Niederschrift" durch die Wörter „zu Protokoll" ersetzt.
In § 151 Satz 2 werden die Wörter „zur Niederschrift" durch die Wörter „zu Protokoll" ersetzt.
In § 152a Absatz 2 Satz 4 werden die Wörter „zur Niederschrift" durch die Wörter „zu Protokoll" ersetzt.
Artikel 21 wird in 2 Vorschriften zitiert und ändert mWv. 1. Januar 2026 VwGO offen
§ 55b der Verwaltungsgerichtsordnung, die zuletzt durch Artikel 20 dieses Gesetzes geändert worden ist, wird wie folgt geändert:
Artikel 22 wird in 2 Vorschriften zitiert und ändert mWv. 13. Juli 2017 FGO § 52b, mWv. 1. Januar 2018 offen
Die Finanzgerichtsordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 28. März 2001 (BGBl. I S. 442, 2262; 2002 I S. 679), die zuletzt durch Artikel 8 des Gesetzes vom 11. Oktober 2016 (BGBl. I S. 2222) geändert worden ist, wird wie folgt geändert:
In § 47 Absatz 2 Satz 1 werden die Wörter „zur Niederschrift" durch die Wörter „zu Protokoll" ersetzt.
In § 50 Absatz 2 Satz 1 werden die Wörter „zur Niederschrift" durch die Wörter „zu Protokoll" ersetzt.
Dem § 52a Absatz 7 wird folgender Satz angefügt:
„Der in Satz 1 genannten Form genügt auch ein elektronisches Dokument, in welches das handschriftlich unterzeichnete Schriftstück gemäß § 52b Absatz 6 Satz 4 übertragen worden ist."
„(1a) Die Prozessakten werden ab dem 1. Januar 2026 elektronisch geführt. Die Bundesregierung und die Landesregierungen bestimmen jeweils für ihren Bereich durch Rechtsverordnung die organisatorischen und dem Stand der Technik entsprechenden technischen Rahmenbedingungen für die Bildung, Führung und Verwahrung der elektronischen Akten einschließlich der einzuhaltenden Anforderungen der Barrierefreiheit. Die Bundesregierung und die Landesregierungen können jeweils für ihren Bereich durch Rechtsverordnung bestimmen, dass Akten, die in Papierform angelegt wurden, in Papierform weitergeführt werden. Die Landesregierungen können die Ermächtigungen nach den Sätzen 2 und 3 auf die für die Finanzgerichtsbarkeit zuständigen obersten Landesbehörden übertragen. Die Rechtsverordnungen der Bundesregierung bedürfen nicht der Zustimmung des Bundesrates."
In § 64 Absatz 1 werden die Wörter „zur Niederschrift" durch die Wörter „zu Protokoll" ersetzt.
In § 71 Absatz 1 Satz 2 werden die Wörter „zur Niederschrift" durch die Wörter „zu Protokoll" ersetzt.
In § 77 Absatz 2 Satz 1 werden nach dem Wort „Urkunden" die Wörter „oder elektronischen Dokumente" eingefügt.
„(2) Werden die Prozessakten elektronisch geführt, wird Akteneinsicht durch Bereitstellung des Inhalts der Akten zum Abruf gewährt. Auf besonderen Antrag wird Akteneinsicht durch Einsichtnahme in die Akten in Diensträumen gewährt. Ein Aktenausdruck oder ein Datenträger mit dem Inhalt der Akten wird auf besonders zu begründenden Antrag nur übermittelt, wenn der Antragsteller hieran ein berechtigtes Interesse darlegt. Stehen der Akteneinsicht in der nach Satz 1 vorgesehenen Form wichtige Gründe entgegen, kann die Akteneinsicht in der nach den Sätzen 2 und 3 vorgesehenen Form auch ohne Antrag gewährt werden. Über einen Antrag nach Satz 3 entscheidet der Vorsitzende; die Entscheidung ist unanfechtbar. § 79a Absatz 4 gilt entsprechend.
(3) Werden die Prozessakten in Papierform geführt, wird Akteneinsicht durch Einsichtnahme in die Akten in Diensträumen gewährt. Die Akteneinsicht kann, soweit nicht wichtige Gründe entgegenstehen, auch durch Bereitstellung des Inhalts der Akten zum Abruf gewährt werden."
In § 94 werden die Wörter „die Niederschrift" durch die Wörter „das Protokoll" ersetzt.
Dem § 116 Absatz 2 wird folgender Satz angefügt:
„Satz 3 gilt nicht im Falle der elektronischen Beschwerdeeinlegung."
In § 129 Absatz 1 werden die Wörter „zur Niederschrift" durch die Wörter „zu Protokoll" ersetzt.
In § 133 Absatz 1 Satz 2 werden die Wörter „zur Niederschrift" durch die Wörter „zu Protokoll" ersetzt.
In § 133a Absatz 2 Satz 4 werden die Wörter „zur Niederschrift" durch die Wörter „zu Protokoll" ersetzt.
Artikel 23 wird in 2 Vorschriften zitiert und ändert mWv. 1. Januar 2026 FGO offen
§ 52b der Finanzgerichtsordnung, die zuletzt durch Artikel 22 dieses Gesetzes geändert worden ist, wird wie folgt geändert:
Artikel 24 wird in 1 Vorschrift zitiert und ändert mWv. 1. Januar 2018 GKG offen
Der Anmerkung zu Nummer 9000 der Anlage 1 (Kostenverzeichnis) zum Gerichtskostengesetz in der Fassung der Bekanntmachung vom 27. Februar 2014 (BGBl. I S. 154), das zuletzt durch Artikel 24 Absatz 4 des Gesetzes vom 23. Juni 2017 (BGBl. I S. 1693) geändert worden ist, wird folgender Absatz 4 angefügt:
„(4) Bei der Gewährung der Einsicht in Akten wird eine Dokumentenpauschale nur erhoben, wenn auf besonderen Antrag ein Ausdruck einer elektronischen Akte oder ein Datenträger mit dem Inhalt einer elektronischen Akte übermittelt wird."
Artikel 25 wird in 1 Vorschrift zitiert und ändert mWv. 1. Januar 2018 FamGKG offen
Der Anmerkung zu Nummer 2000 der Anlage 1 (Kostenverzeichnis) zum Gesetz über Gerichtskosten in Familiensachen vom 17. Dezember 2008 (BGBl. I S. 2586, 2666), das zuletzt durch Artikel 10 des Gesetzes vom 21. November 2016 (BGBl. I S. 2591) geändert worden ist, wird folgender Absatz 4 angefügt:
Artikel 26 ändert mWv. 1. Januar 2018 GNotKG offen
Der Anmerkung zu Nummer 31000 der Anlage 1 (Kostenverzeichnis) zum Gerichts- und Notarkostengesetz vom 23. Juli 2013 (BGBl. I S. 2586), das zuletzt durch Artikel 6 Absatz 3 des Gesetzes vom 1. Juni 2017 (BGBl. I S. 1396) geändert worden ist, wird folgender Absatz 5 angefügt:
„(5) Bei der Gewährung der Einsicht in Akten wird eine Dokumentenpauschale nur erhoben, wenn auf besonderen Antrag ein Ausdruck einer elektronischen Akte oder ein Datenträger mit dem Inhalt einer elektronischen Akte übermittelt wird."
Artikel 27 wird in 1 Vorschrift zitiert und ändert mWv. 1. Januar 2018 JVKostG offen
Der Anmerkung zu Nummer 2000 der Anlage (Kostenverzeichnis) zum Justizverwaltungskostengesetz vom 23. Juli 2013 (BGBl. I S. 2586, 2655), das zuletzt durch Artikel 10 des Gesetzes vom 1. Juni 2017 (BGBl. I S. 1396) geändert worden ist, wird folgender Absatz 4 angefügt:
Artikel 28 wird in 2 Vorschriften zitiert und ändert mWv. 13. Juli 2017 GVG § 17c (neu)
Nach § 17b des Gerichtsverfassungsgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 9. Mai 1975 (BGBl. I S. 1077), das zuletzt durch Artikel 6 des Gesetzes vom 1. Juni 2017 (BGBl. I S. 1416) geändert worden ist, wird folgender § 17c eingefügt:
(2) Ist im Zeitpunkt der Zuweisung die Hauptverhandlung in einer Straf- oder Bußgeldsache begonnen, aber noch nicht beendet, so kann sie vor dem nach dem Inkrafttreten der Zuständigkeitsänderung zuständigen Gericht nur fortgesetzt werden, wenn die zur Urteilsfindung berufenen Personen personenidentisch mit denen zu Beginn der Hauptverhandlung sind. Soweit keine Personenidentität gegeben ist, bleibt das Gericht zuständig, das die Hauptverhandlung begonnen hat."
Artikel 29 wird in 1 Vorschrift zitiert und ändert mWv. 13. Juli 2017 SchRegO § 94 (neu), § 95 (neu), § 96 (neu), § 94
Die Schiffsregisterordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 26. Mai 1994 (BGBl. I S. 1133), die zuletzt durch Artikel 9 des Gesetzes vom 28. April 2017 (BGBl. I S. 969) geändert worden ist, wird wie folgt geändert:
Nach § 93 werden die folgenden §§ 94 bis 96 eingefügt:
Die Rechtsverordnung soll nur erlassen werden, wenn die Voraussetzungen des § 126 der Grundbuchordnung, auch in Verbindung mit § 94 Absatz 4 Satz 1, nicht nur vorübergehend entfallen sind und in absehbarer Zeit nicht wiederhergestellt werden können. Satz 2 gilt nicht, wenn durch Rechtsverordnung nach § 94 Absatz 1 und 2 bestimmt wurde, dass der elektronische Rechtsverkehr und die elektronische Führung der Registerakten lediglich befristet zu Erprobungszwecken zugelassen oder angeordnet wurden. Die Wiederanordnung der maschinellen Registerführung sowie die Wiedereinführung des elektronischen Rechtsverkehrs und die Wiederanordnung der elektronischen Führung der Register bleiben unberührt."
Der bisherige § 94 wird § 97.
Artikel 30 wird in 1 Vorschrift zitiert und ändert mWv. 13. Juli 2017 SchRegDV § 73a (neu), § 73b (neu), § 73c (neu), § 73d (neu), § 73e (neu), § 73f (neu), § 73g (neu), § 73h (neu), § 73i (neu)
Die Verordnung zur Durchführung der Schiffsregisterordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 30. November 1994 (BGBl. I S. 3631; 1995 I S. 249), die zuletzt durch Artikel 157 der Verordnung vom 31. August 2015 (BGBl. I S. 1474) geändert worden ist, wird wie folgt geändert:
Nach § 73 wird folgender Neunter Abschnitt eingefügt:
„Neunter Abschnitt Elektronischer Rechtsverkehr und elektronische Registerakte
Die Landesregierungen werden ermächtigt, weitere in der Schiffsregisterordnung oder in dieser Verordnung nicht geregelte Einzelheiten der Verfahren nach diesem Abschnitt durch Rechtsverordnung zu regeln. Sie können diese Ermächtigung durch Rechtsverordnung auf die Landesjustizverwaltungen übertragen."
Artikel 31 wird in 1 Vorschrift zitiert und ändert mWv. 13. Juli 2017 FördElRV Artikel 1
Artikel 1 Nummer 22 und 24 des Gesetzes zur Förderung des elektronischen Rechtsverkehrs mit den Gerichten vom 10. Oktober 2013 (BGBl. I S. 3786) wird aufgehoben.
Artikel 32 wird in 1 Vorschrift zitiert und ändert mWv. 13. Juli 2017 EuKoPfVODG Artikel 2, Artikel 3, Artikel 21
Das Gesetz zur Durchführung der Verordnung (EU) Nr. 655/2014 sowie zur Änderung sonstiger zivilprozessualer, grundbuchrechtlicher und vermögensrechtlicher Vorschriften und zur Änderung der Justizbeitreibungsordnung vom 21. November 2016 (BGBl. I S. 2591) wird wie folgt geändert:
Artikel 2 Nummer 1 und Artikel 3 werden aufgehoben.
„(7) Artikel 2 Nummer 2 und Artikel 14 Nummer 4 treten am 1. Januar 2018 in Kraft."
„(9) Artikel 14 Nummer 5 tritt am 1. Januar 2022 in Kraft."
(1) Dieses Gesetz tritt vorbehaltlich der Absätze 2 bis 6 am 1. Januar 2018 in Kraft.
Artikel 1 Nummer 1 Buchstabe l sowie Nummer 9 und 47,
Artikel 8 Nummer 14,
Artikel 10 Nummer 1 Buchstabe c,
Artikel 11 Nummer 1 und 4 Buchstabe a und b,
Artikel 13 Nummer 1 und 3 Buchstabe a und c,
Artikel 16 Nummer 3 Buchstabe a und b,
Artikel 18 Nummer 2 Buchstabe a,
Artikel 20 Nummer 2 Buchstabe a,
Artikel 22 Nummer 4 Buchstabe a sowie
die Artikel 28 bis 32.
(3) Artikel 12 Nummer 3 und 4 tritt am 1. Januar 2020 in Kraft.
(4) Am 1. Januar 2022 treten in Kraft:
in Artikel 1 Nummer 2 § 32d der Strafprozessordnung und
in Artikel 11 Nummer 11 § 753 Absatz 5 der Zivilprozessordnung.
(5) Am 1. Juli 2025 treten in Kraft:
Artikel 2 Nummer 1 Buchstabe b,
Artikel 6 Nummer 2 sowie
Artikel 9 Nummer 2.
(6) Am 1. Januar 2026 treten in Kraft:
Artikel 2 Nummer 1 Buchstabe a und Nummer 2,
Artikel 6 Nummer 1,
Artikel 9 Nummer 1,
Artikel 12 Nummer 1 und 2,
die Artikel 14, 17, 19, 21 und 23.
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