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Timestamp: 2017-11-25 07:29:39
Document Index: 268256951

Matched Legal Cases: ['§4', '§4', '§3', '§3', '§3', '§4', '§ 13', '§ 4', '§4', '§3', '§4', '§ 13', '§ 3', '§ 4']

Thema: Frachten
16.01.2017, 14:25 #1
Der Kunde erhält Ware frei Haus.
Die Kunden sitzen in Deutschland, EU und Drittland.
Versandt wird die Ware per Spediteur. D.h. die Ware wird in Deutschland aufgeladen und dann in das jeweilige Land verbracht.
Wir erstellen dann dem Spediteur eine Gutschrift und zahlen anhand dieser anstatt anhand einer RG vom Spediteur.
Transport innerhalb Deutschland 19% klar
Transport ins Drittland Steuerfrei gem. §4 Nr. 3 UStG
Transport in die EU????
Gilt da nun §4 Nr. 3 UStg ebenfalls oder ist es §3a UStG?
§3B UStG dürfte nicht gelten, so wie ich ihn verstehe, gilt er wenn ein Unternehmer an eine Privatperson leistet.
Muss ein Transport in die EU auch steuerfrei behandelt werden? Wenn ja nach welcher Vorschrift?
Ist der Spediteur in DE ansässig?
Die sonstige Leistung (Güterbeförderung von DE nach z.B. FR, IT, etc) die der Spedituer an einen euch (ebenfalls in DE ansässiges UN) hat als Ort der sonstigen Leistung den Sitz des Leistungsempfängers. (§3a(2)UStG).
Eine Befreiung nach §4 UStG erfolgt nicht.
Warum wird im Gutschriftsverfahren mit dem Spediteur abgerechnet? Die sind doch umsatzsteuerlich in den Fragen "zu Hause".
16.01.2017, 16:57 #3
auch "wenn nein, dann..."
Für die Ortsbestimmung ist die Ansässigkeit des leistenden Unternehmers irrelevant.
Einzig für Zwecke des § 13b UStG erlangt der Sitz des leistenden Unternehmers Bedeutung.
Mit welcher Begründung wird § 4 (welche Nr. eigentlich?) negiert?
17.01.2017, 08:55 #4
Der Spediteur sitzt in Deutschland.
Die Empfänger haben Ihren Sitz nicht alle in Deutschland.
Manche Kunden, die durch den von uns beauftragten Spediteur beliefert werden, sitzen in Deutschland. Da fällt dann ganz normal 19% MWSt an. Das ist klar.
Ins Drittland gilt §4 UStg, also steuerfrei.
Und in die EU, wenn der Spediteur in die EU liefert?
dann §3a(2) UStG? Dieser Absatz sagt, dass der Ort da ist, wo der Empfämger sitzt.
D.h. der Kunde sitzt in Polen also ist der Ort der Lieferung Polen.
Damit wäre es doch auch steuerfrei.
Warum gilt nicht §4 Nr. 3 UStG? Da ist doch auch die Rede von grenzüberschreitenden Lieferungen.
Aber grundsätzlich müßte der Transport in die EU mit 0 % abgerechnet werden? Ist da mein Verständnis korrekt?
17.01.2017, 10:10 #5
um die ust-liche Behandlung etwas einsichtiger zu gestalten, würde ich so vorgehen, dass als erstes der Ort der Leistung des Spediteurs bestimmt wird und falls das Ergebnis ist, dass der Ort im Inland liegt, im Nachgang mögliche Steuerbefreiungen geprüft werden.
Vorwegschicken möchte ich, dass in allen Fällen, also der Spediteuer beliefert Kunden in Inland, im übrigen Gemeinschaftsgebiet und im Drittland, deine Firma, Georgia, der Leistungsempfänger ist. Und das in allen Fällen.
Aus Eurer Sicht (Eure Ausgangsleistung) ist die Übernahme der Transportleistung eine Nebenleistung zu Eurer Hauptleistung (der Warenlieferung) und teilt das Schicksal der Hauptleistung.
Daher ist die Speditionsleistung eine Eingangsleistung für Euch und im Bezug auf den möglichen VoSt-Abzug und hinsichtlich Pflichten nach § 13b UStG zu prüfen.
Also: immer § 3a II UStG prüfen und es ist immer das gleiche Ergebnis, egal wo der Spediteur ansässig ist und egal wohin dieser Spediteur liefert.
Der Ort seiner Leistungen ist stets Eurer Firmensitz, mithin im Inland, damit steuerbar.
Ob die Umsätze steuerpflichtig oder steuerfrei sind, hängt davon ab, ob eine Steuerbefreiung nach § 4 UStG einschlägig ist.
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