Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VII%20C%20157.64
Timestamp: 2019-03-20 14:45:25
Document Index: 43205755

Matched Legal Cases: ['Art. 92', '§ 22', '§ 56', '§ 56', '§ 56', '§ 22', '§ 22', 'BGH', '§ 42', '§ 22']

BVerwG, 25.03.1966 - VII C 157.64 - dejure.org
Gebührenpflichtige Verwarnung als einheitlicher, mehrere Einzelakte umfassender Verwaltungsakt mit Schwerpunkt in der präventiv-polizeilichen Bedeutung - Nachprüfung der gebührenpflichtigen Verwarnung hinsichtlich ihrer Zulässigkeit - Einordnung einer Gebühr mit einem gemischtrechtlichen Charakter und einem bußgeldähnlichen Einschlag
GG Art. 92; StVO § 22
VGH Bayern, 24.07.1964 - 215 VIII 62
BVerwGE 24, 8
NJW 1966, 1426
NJW 1966, 1529 (Ls.)
MDR 1966, 616
DVBl 1966, 794
DÖV 1966, 468
DÖV 1966, 486
DÖV 1967, 779
12 Vgl. BVerwG, Urteil vom 25. März 1966 - VII C 157.64 -, BVerwGE 24, 8 (12), juris Rn. 14; Wache, a.a.O., § 56 Rn. 32; Rebmann/Roth/Hermann, a.a.O., § 56 Rn. 12a m.w.N. 13 Nach diesen Grundsätzen hat das Verwaltungsgericht zu Recht ein Einverständnis des Klägers i. S. d. § 56 Abs. 2 Satz 1 OWiG angenommen.
Siehe BVerwG VII C 157.64.
Wie der Senat in seinem Urteil vom gleichen Tage - BVerwG VII C 157.64 - ausgeführt hat, steht § 22 des Straßenverkehrsgesetzes - StVG - mit dem Grundgesetz in Einklang und der Betroffene kann eine gebührenpflichtige Verwarnung nur in beschränktem Umfange anfechten.
Im Urteil vom gleichen Tage - BVerwG VII C 157.64 - hat der Senat folgendes ausgeführt:.
Zwar wurde zu den "gebührenpflichtigen Verwarnungen", die auf der Grundlage des früheren § 22 StVG ergingen, allgemein die Auffassung vertreten, gegen die Erteilung einer solchen Verwarnung sei der Verwaltungsrechtsweg gegeben (vgl. BVerwGE 24, 8).
Denn auch diese Fälle setzen voraus, dass ein entgeltlicher Dienstvertrag bestanden hat, bei dem lediglich Art und Höhe der Vergütung weggefallen sind (vgl. BAG NJW 1966, 1426; DB 1965, 1562; NJW 1964, 122; DB 1964, 845; NJW 1963, 2188; SAE 1961, 71; SAE 1961, 69; BGH WM 1970, 90; NJW 1965, 1224).
Er hat bereits in BVerwGE 24, 8 ausgeführt, daß die gebührenpflichtige Verwarnung ein Verwaltungsakt ist und deshalb gemäß § 42 Abs. 1 VwGO mit der Anfechtungsklage angegriffen werden kann.
"Zwar wurde zu den "gebührenpflichtigen Verwarnungen", die auf der Grundlage des früheren § 22 StVG ergingen, allgemein die Auffassung vertreten, gegen die Erteilung einer solchen Verwarnung sei der Verwaltungsrechtsweg gegeben (vgl. BVerwGE 24, 8).