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Timestamp: 2020-03-29 20:22:42
Document Index: 389587370

Matched Legal Cases: ['§ 170', '§ 170', '§ 170', '§ 170', '§ 1610', '§ 21']

OLG Saarbrücken, 03.12.2009 - Ss 104/2009 (113/09), Ss 104/09 (113/09) - dejure.org
OLG Saarbrücken, 03.12.2009 - Ss 104/2009 (113/09), Ss 104/09 (113/09)
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OLG Saarbrücken, 03.12.2009 - Ss 104/2009 (113/09), Ss 104/09 (113/09) (https://dejure.org/2009,12630)
OLG Saarbrücken, Entscheidung vom 03.12.2009 - Ss 104/2009 (113/09), Ss 104/09 (113/09) (https://dejure.org/2009,12630)
OLG Saarbrücken, Entscheidung vom 03. Dezember 2009 - Ss 104/2009 (113/09), Ss 104/09 (113/09) (https://dejure.org/2009,12630)
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StGB § 170 Abs. 1
Anforderungen an die Feststellung der gesetzlichen Unterhaltspflicht im Rahmen des § 170 StGB
Anforderungen an die Feststellung der gesetzlichen Unterhaltspflicht im Rahmen des § 170 Strafgesetzbuch (StGB)
Kurznachricht zu "Keine Restschuldbefreiung für "deliktische" Unterhaltsrückstände i.S.v. § 170 Abs. 1 StGB" von FAinFamR und FAInsR Gabriele Janlewing, original erschienen in: FamRB 2012, 155 - 162.
LG Saarbrücken, 28.07.2009 - 11 Ns 81/09
FamRZ 2010, 1018
Diese regelmäßig aus dem inländischen bürgerlichen Recht resultierende gesetzliche Unterhaltspflicht beinhaltet als Teilelemente die Bedürftigkeit des Unterhaltsberechtigten (Bedarf - § 1610 Abs. 1 BGB; vgl. OLG Koblenz v. 03.11.2010 - 2 Ss 184/10 juris Abs. 5: Saarl. OLG FamRZ 2010, 1018 f.) einerseits und die Leistungsfähigkeit des Unterhaltsschuldners andererseits.
An eventuell vorhandene zivilgerichtliche Urteile über Bestehen und Höhe von Unterhalt oder an zwischen den Gläubiger und Schuldner geschlossene Vergleiche über Unterhaltsansprüche sind die Strafgerichte nicht gebunden (BayObLGSt 2002, 71; OLG München NStZ 2009, 212 f.; Saarl. OLG FamRZ 2010, 1018 f.).
Der Tatrichter hat vielmehr selbst unter Berücksichtigung der Bedürftigkeit des Unterhaltsberechtigten einerseits sowie der Leistungsfähigkeit des Unterhaltsschuldners andererseits im Einzelnen zu ermitteln, ob und in welcher Höhe eine Unterhaltspflichtverletzung des Täters im Tatzeitraum bestand (Saarländisches OLG, Beschluss vom 03.12.2009 - Ss 104/2009, juris Rn. 16 m.w.N.).
Der Tatrichter ist aber im Hinblick auf eine mögliche Einschränkung der Steuerungsfähigkeit gemäß § 21 StGB, deren Erörterung ab einem Blutalkoholwert von regelmäßig 2 %o angezeigt ist (SenE v. 27.11.2001 - Ss 465/01 - SenE v. 02.05.2001 - Ss 157/01 - SenE v. 08.01.2010 - 83 Ss 104/09 - SenE v. 02.04.2013 - III-1 RVs 60/13 - SenE v. 26.01.2018 - III-1 RVs 10/18) grundsätzlich verpflichtet, die maximale Blutalkoholkonzentration auch dann zu berechnen, wenn die Einlassung des Angeklagten oder ggf. die Aussagen von Zeugen eine sichere Berechnungsgrundlage nicht ergeben.
OLG Köln, 25.08.2017 - 1 RVs 171/17
Er hat daher bei der Bemessung der Gesamtstrafe regelmäßig auch die Strafzumessungserwägungen zu den einbezogenen Einzelstrafen im Urteil wiederzugeben (st. Senatsrechtsprechung, s. - SenE v. 17.03.2009 - 83 Ss 9/09 - SenE v. 12.05.2009 - 82 Ss 30/09 - SenE v. 08.01.2010 - 83 Ss 104/09 - SenE v. 08.03.2011 - III-1 RVs 42/11 - SenE v. 24.07.2012 - III-1 RVs 125/12 - SenE v. 19.04.2013 - III-1 RVs 75/13 - SenE v. 02.07.2013 - III-1 RVs 110/13 - SenE v. 31.03.2015 - III-1 RVs 29/15 -).