Source: https://www.ra-klose.com/html/beschuldigtenrechte.html
Timestamp: 2018-09-22 03:53:44
Document Index: 268451318

Matched Legal Cases: ['§ 24', '§ 74', '§ 24', '§ 114', '§ 136', '§ 137', 'Art. 6', '§ 148', '§ 149', '§ 238', '§ 245', '§ 258', '§ 296', 'Art. 6']

Rechtsanwalt Klose, Regensburg:Beschuldigtenrechte
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Die Rechte des Beschuldigten im Strafverfahren
Der Beschuldigte in einem Strafverfahren sieht sich (zunächst) den Ermittlungen ausgesetzt, ohne dass er dies verhindern könnte. Die Strafverfolgungsbehörden ermitteln gegen den Beschuldigten: Zum Beispiel wird Strafanzeigen nachgegangen, Zeugen werden vernommen, Sachverständigengutachten eingeholt, Lichtbilder verglichen, Fingerabdrücke und genetische Spuren ausgewertet, Providerdaten angefordert, Wohnung, Büros und Autos werden durchsucht, Gegenstände beschlagnahmt oder sichergestellt, Vermögen wird beschlagnahmt, ein Haftbefehl erlassen und schließlich wird Anklage erhoben oder das Verfahren eingestellt.
Aber auch wenn ein Strafprozess von den Strafverfolgungsbehörden beherrscht wird, ist der Beschuldigte nicht lediglich “Objekt” des Strafverfahrens. Vielmehr besitzt auch der Beschuldigte eine Reihe wichtiger und effektiver prozessualer Rechte, die er zu seinen Gunsten nutzen kann, beispielsweise:
Recht, einen Richter wegen der Besorgnis der Befangenheit abzulehnen (§ 24 StPO - Ablehnungsrecht),
Recht, einen Sachverständigen wegen der Besorgnis der Befangenheit abzulehnen (§ 74 StPO i.V.m. § 24 StPO - Ablehnungsrecht),
Recht, sich nicht zur Sache einzulassen (vgl. §§ 114b II Nr. 2, 136 I 2 StPO - Schweigerecht),
Recht, Beweisanträge zu stellen (§§ 136 I 3, 219, 244 StPO - Beweisantragsrecht),
Recht auf jederzeitige Hinzuziehung eines Verteidigers (§ 137 I 1 StPO, Art. 6 III c EMRK - Verteidigerkonsultation),
Recht auf unüberwachten mündlichen schriftlichen Verkehr mit dem Verteidiger (§ 148 I StPO - Verteidigerpost),
Recht, den Ehegatten oder Lebenspartner als Beistand in der Hauptverhandlung zuzuziehen (§ 149 StPO),
Recht, Sachleitungsanordnungen des Vorsitzenden zu beanstanden (§ 238 II StPO - Beanstandungsrecht),
Recht, selbst Zeugen und Sachverständige zur Hauptverhandlung zu laden und sonstige Beweismittel herbei zu schaffen (§ 245 II StPO - Selbstladungsrecht),
Recht auf Schlussplädoyer und Recht auf das letzte Wort (§ 258 StPO),
Recht, gegen Entscheidungen des Gerichts Rechtsmittel einzulegen, insbesondere das Recht, gegen Urteile Berufung oder Revision einzulegen (§ 296 I StPO - Rechtsmittelbefugnis),
Recht auf ein faires Verfahren (“fair-trial”-Grundsatz, Art. 6 EMRK).
Für Ihre Fragen stehe ich Ihnen als Fachanwalt für Strafrecht gerne zur Verfügung