Source: https://kanzlei-klaes.de/arbeitsrecht/begrundung-eines-arbeitsverhaltnisses/
Timestamp: 2019-02-21 08:40:18
Document Index: 36152131

Matched Legal Cases: ['§ 612', '§ 612', '§ 99', '§ 7', '§ 1', '§ 1', '§ 1']

Begründung eines Arbeitsverhältnisses | Rechtsanwalt Thomas Klaes
Ein Arbeitsverhältnis wird regelmäßig durch den Abschluss eines Arbeitsvertrages begründet. Der Arbeitsvertrag bedarf grundsätzlich keiner Schriftform. Viele Arbeitnehmer, die keinen schriftlichen Arbeitsvertrag in den Händen halten, haben also gleichwohl einen Arbeitsvertrag geschlossen. Zum Abschluss eines Arbeitsvertrages ist es ausreichend, wenn sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer darüber einig sind, dass der Arbeitnehmer für den Arbeitgeber arbeiten soll. Ist keine konkrete Vergütung abgesprochen, so ergibt sich aus der Regelung des § 612 Abs. 2 BGB, dass der Arbeitgeber die übliche Vergütung schuldet.
§ 612 Abs. 2 BGB
Bestehen in Betrieben Betriebsräte, so sind diese vor Abschluss des Arbeitsvertrages zu beteiligen. Im Anwendungsbereich des Betriebsverfassungsgesetzes muss vor dem Abschluss des Arbeitsvertrages der Betriebsrat der geplanten Einstellung zum Beispiel ausdrücklich zustimmen, § 99 Abs. 1 BetrVG.
Auch im Arbeitsrecht gilt der Grundsatz der Vertragsfreiheit. Die Grenzen der Vertragsfreiheit sind jedoch im Arbeitsrecht enger als im übrigen Zivilrecht. So hat der Arbeitgeber beispielsweise im Rahmen der Einstellung das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz zu beachten und darf nach § 7 Abs. 1 AGG keinen Bewerber und Arbeitnehmer wegen der im § 1 AGG genannten Diskriminierungsmerkmale benachteiligen, wie zum Beispiel des Geschlechts, der Herkunft, des Alters, der Religion oder der sexuelle Identität.
Beschäftigte dürfen nicht wegen eines in § 1 genannten Grundes benachteiligt werden; dies gilt auch, wenn die Person, die die Benachteiligung begeht, das Vorliegen eines in § 1 genannten Grundes bei der Benachteiligung nur annimmt.
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