Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHSt%206,%20198
Timestamp: 2019-08-26 04:31:36
Document Index: 30993525

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 263', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 263', 'BGH', '§ 263', 'BGH', 'BGH', '§ 263', '§ 263', 'BGH', 'BGH', '§ 263', '§ 242', 'BGH', '§ 242', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 263', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 15.06.1954 - 1 StR 526/53 - dejure.org
https://dejure.org/1954,85
BGH, 15.06.1954 - 1 StR 526/53 (https://dejure.org/1954,85)
BGH, Entscheidung vom 15.06.1954 - 1 StR 526/53 (https://dejure.org/1954,85)
BGH, Entscheidung vom 15. Juni 1954 - 1 StR 526/53 (https://dejure.org/1954,85)
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§§ 263, 13 StGB, Verschweigen einer nach Vertragsschluß entstandenen Zahlungsunfähigkeit und Entgegennahme der Leistung
BGHSt 6, 198
NJW 1954, 1414
MDR 1954, 656
MDR 1954, 692
Eine strafrechtlich relevante Hinweis- und Aufklärungspflicht im Rahmen vertraglicher Beziehungen setzt deshalb voraus, dass besondere Umstände - wie etwa ein besonderes Vertrauensverhältnis, eine ständige Geschäftsverbindung, überlegenes Fachwissen oder generell Situationen, in denen der eine darauf angewiesen ist, dass ihm der andere die für seine Entschließung maßgebenden Umstände offenbart - vorliegen (vgl. BGH…, Urt. vom 25. Juli 2000 - 1 StR 162/00 - (BGHR StGB § 263 Abs. 1 Täuschung 16); Beschl. vom 22. März 1988 - 1 StR 106/88; Urt. vom 15. Juni 1954 - 1 StR 526/53 - (BGHSt 6, 198, 199);… Cramer/Perron in Schönke/Schröder, StGB 27. Aufl. § 263 Rdn. 22 f.).
Eine solche - allerdings nur in Ausnahmefällen zu bejahende - Offenbarungspflicht kann sich hier, soweit sie nicht ohnehin ausdrücklicher Bestandteil des in der Regel auf längere Dauer angelegten Kreditkartenvertrages ist, jedenfalls nach Treu und Glauben aus der Funktion der Kreditkarte als Zahlungs- und Kreditmittel ergeben (vgl. BGHSt 6, 198, 199 [BGH 15.06.1954 - 1 StR 526/53];… Lackner in LK 10. Aufl. § 263 StGB Rdn. 64 m. w. Nachw.;… Dreher/Tröndle 42. Aufl. § 263 Rdn. 13, 14).
Täuschung über den guten Willen zur Rückzahlung - Sicherungsübereignung zur …
Es kann unerörtert bleiben, ob der Angeklagte bei Stellung seines Kreditantrags der Volksbank seine monatlichen Einkommens- und Vermögensverhältnisse und seine Zweifel an der pünktlichen Rückzahlung hätte darlegen müssen (vgl. dazu die Anmerkung zu BGHSt 6, 198 [BGH 15.06.1954 - 1 StR 526/53] in LM Nr. 33 a zu § 263 StGB).
Im Rahmen bestehender Rechtsverhältnisse stützen Rechtsprechung und Lehre eine Garantenpflicht jedoch in bestimmten Fällen auch unmittelbar und ohne Ableitung aus einem besonderen Vertragsinhalt auf den in § 242 BGB verankerten Grundsatz von Treu und Glauben (vgl. RGSt 70, 151, 155, 156; BGHSt 6, 198, 199;… LK aaO. Rdn. 65;… Schönke/Schröder aaO. Rdn. 23;… SK aaO. Rdn. 47 ), der - über das bürgerliche Recht hinaus - das gesamte Rechtsleben beherrscht (…vgl. Palandt BGB 46. Aufl., § 242 Anm. 1 und 3 b).
bb) Die Frage des Bestehens einer Garantenpflicht kann aus strafrechtlicher Sicht vorliegend nicht anders beurteilt werden als nach bürgerlichem Recht (vgl. BGHSt 6, 198, 199;… LK aaO.;… Schönke/Schröder aaO. Rdnn. 21 und 23;… SK aaO. Rdn. 47).
Die schlüssige, aber wider besseres Wissen abgegebene Erklärung, bei Fälligkeit einer Forderung zahlen zu können und zu wollen, stellt zwar eine konkludente Täuschungshandlung dar; denn in der Regel erklärt derjenige, der einen Vertrag schließt, damit auch seine Erfüllungsfähigkeit und willigkeit (vgl. BGH, Urteil vom 15. Juni 1954 1 StR 526/53 ).
Denn die Eingehung jeder vertraglichen Verpflichtung enthält - wenn sich aus den Umständen nichts anderes ergibt - die stillschweigende Erklärung des Schuldners, daß er zur Vertragserfüllung willens und nach seinem Urteil bei Fälligkeit auch in der Lage sei (BGH, NJW 1954, 1414;… Dreher/Tröndle, StGB , 41. Aufl., § 263 Rdn. 7) .
Die Entscheidung des Bundesgerichtshofs aus dem Jahre 1954 (BGHSt 6, 198), auf die das Landgericht demgegenüber verweist, betrifft einen Einzelfall, in dem nur ein, zudem den privaten Bereich des Kunden betreffender, Auftrag erteilt worden war und in dem der Auftraggeber noch vor der Durchführung der Arbeiten den Offenbarungseid hatte leisten müssen.
In der Begründung derartiger Aufklärungspflichten ist die Rechtsprechung zunächst verhältnismäßig weit gegangen (vgl. BGHSt 6, 198), wobei die Rechtsprechung in Zivilsachen die Aufklärungspflichten noch weiter ausdehnte (vgl. BGH NJW 1987, 185).
BGH, 15.02.1977 - 5 StR 577/76
Anstiftung zur Vollstreckungsvereitelung - Wirksamkeit eines Strafantrags - …
BGH, 12.11.1957 - 5 StR 336/57
BGH, 07.06.1956 - 4 StR 77/56
BGH, 18.05.1983 - 2 StR 794/82
Täuschungshandlung eines Vermieters bei Abschluss eines Mietvertrages, wenn …
BGH, 03.06.1975 - 1 StR 233/75
Vorliegen der Voraussetzungen des Betrugs
BGH, 03.06.1958 - 5 StR 158/58
Betrug durch Aufklärung der Vermögensverhältnisse gegenüber dem Vertragspartner
BGH, 21.12.1956 - 1 StR 247/56
BGH, 21.06.1955 - 1 StR 193/55
BGH, 09.11.1962 - 4 StR 335/62
BGH, 24.01.1962 - 2 StR 112/61
BGH, 12.03.1957 - 1 StR 474/56
BGH, 06.10.1955 - 4 StR 337/55
BGH, 05.01.1955 - 4 StR 541/54
BGH, 10.08.1954 - 2 StR 26/54
BGH, 07.06.1957 - 5 StR 88/57
Vorliegen der Voraussetzungen für eine Strafbarkeit wegen Betrugs - Zahlung von …