Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VIII%20ZR%20145/88
Timestamp: 2019-06-26 21:17:29
Document Index: 195014471

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1', '§ 1', 'BGH', 'BGH', '§ 1', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 20.12.1989 - VIII ZR 145/88 - dejure.org
https://dejure.org/1989,838
BGH, 20.12.1989 - VIII ZR 145/88 (https://dejure.org/1989,838)
BGH, Entscheidung vom 20.12.1989 - VIII ZR 145/88 (https://dejure.org/1989,838)
BGH, Entscheidung vom 20. Dezember 1989 - VIII ZR 145/88 (https://dejure.org/1989,838)
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Schriftformanforderungen an die Widerrufsbelehrung - Zahlung des Kaufpreises in Teilzahlungen - Widerruf des Abzahlungsgeschäftes - Folgen mangelhafter Widerrufsbelehrung
AbzG § 1 b, § 1 d
NJW-RR 1990, 368
WM 1990, 315
DB 1990, 680
Denn sie ist eingerahmt (vgl. zu dieser und weiteren Möglichkeiten der Hervorhebung BGH, Urteil vom 20.12.1989 - VIII ZR 145/88, juris Rn. 21 m. w. N.) und mit einer in Fettdruck gestalteten, zentrierten Überschrift "Widerrufsinformation" sowie mit den ebenfalls in Fettdruck gestalteten Überschriften "Widerrufsrecht" und "Widerrufsfolgen" versehen.
Daran ändert sich auch nichts dadurch, daß im vorliegenden Fall die Bierbezugsverpflichtung des Beklagten als Gegenleistung für ein von der Klägerin gewährtes Darlehen in einen Darlehensvertrag eingebettet ist, der als solcher dem Abzahlungsgesetz nicht unterfällt (vgl. BGH, Urteil vom 20. Dezember 1989 - VIII ZR 145/88 = WM 1990, 315, 319 unter II 1 c aa).
Dies gesetzgeberische Ziel soll zum einen durch das Erfordernis der gesonderten Unterschrift der Widerrufsbelehrung (§ 1 b Abs. 2 Satz 3 AbzG) und zusätzlich noch dadurch erreicht werden, daß sich die Belehrung aus dem übrigen Vertragstext deutlich heraushebt (BGH, Urteile vom 7. Mai 1986 - I ZR 95/84 = WM 1986, 1062, 1064 unter I 2 a und vom 20. Dezember 1989 aaO unter II 1 a cc).
(vgl. hierzu das BGH-Urteil vom 20. Dezember 1989 aaO) fehlt.
Dies setzt voraus, daß sich die Belehrung aus dem Text des Vertrages deutlich heraushebt und so die Rechtslage unübersehbar zur Kenntnis bringt und daß sich weiter die gesonderte Unterschrift gerade auf die Belehrung bezieht (vgl. dazu BGH, Urt. v. 20.12.1989 - VIII ZR 145/88, NJW-RR 1990, 368, 370 1. Sp. m.w.N.).
Die gesonderte Unterschrift des Verbrauchers unter der Widerrufsbelehrung soll - ebenso wie ihre vom Gesetz vorgeschriebene drucktechnisch deutliche Gestaltung (vgl. dazu BGHZ 126, 56, 60; Senatsurteil vom 20. Dezember 1989 - VIII ZR 145/88 = WM 1990, 315 unter I 1 a cc) - die erhöhte Aufmerksamkeit des Verbrauchers hervorrufen und auf diese Weise verhindern, daß er die Widerrufsbelehrung übersieht (BGHZ 119, 283, 296; BGH, Urteil vom 7. Mai 1986 - I ZR 95/84 = WM 1986, 1062 unter I 2 a).
Dass in derselben Hervorhebung innerhalb des Kastens sich auch weitere Hinweise (Ziffern 12 und 13) befinden, nimmt entgegen der Auffassung der Kläger der Gestaltung insgesamt nicht ihre optische Augenfälligkeit, da die Hinweise dadurch wieder abgeschwächt würden (vgl. zur möglichen Unwirksamkeit in diesem Fall BGH NJW 1996, 1964, 1965; NJW-RR 1990, 368, 370).
OLG Oldenburg, 31.01.2001 - 2 U 265/00
Anforderungen an die Belehrung des Versicherungsnehmers
AG Eschweiler, 14.07.2005 - 26 C 93/05
Unwirksamkeit eines Fitnessvertrages
OLG Dresden, 29.03.1995 - 12 U 1600/94
Befugnis zur Verbandsklage im Wettbewerbsrecht
OLG Karlsruhe, 24.03.1993 - 4 W 117/92
Notwendigkeit der Zustimmung der Eigentümergemeinschaft zu der Nutzungsänderung …