Source: https://www.gomopa.net/Finanzforum/wer-kennt-was-meint-ihr-dazu/swiss-asset-management-ag-sam-finanz-ag-sam-ag-p942863389.html
Timestamp: 2019-10-16 20:04:48
Document Index: 371636265

Matched Legal Cases: ['Art. 34', 'Art. 256', 'Art. 34', '§ 6', '§ 6', '§ 6']

Swiss Asset Management AG - SAM Finanz AG - SAM AG - Wer kennt, was meint Ihr dazu? - Finanznachrichten
Dieses Thema wurde 13041 mal besucht und hat 43 Antworten.
SAM AG überschuldet - Anleger fürchten um ihr Geld
Lange Zeit kursierten Gerüchte und zeichneten sich Entwicklungen ab. Nun ist es gewiss: Die SAM AG ist überschuldet. Anleger und ihre Familien fürchten nun zu Recht um ihr Geld.
Die Liquidatoren haben mit Schreiben vom 07.03.2013 mitgeteilt, dass über das Vermögen der SAM AG (Swiss Asset Management Group AG) am 25.02.2013 das Konkursverfahren eröffnet wurde. Seit März 2012 hatten die Liquidatoren das Geschäftskonzept und die Vermögensverhältnisse der SAM AG überprüft. Alle weiteren Fakten, die seit geraumer Zeit bis heute ans Tageslicht kommen zeigen nun das ganze Ausmaß des Geschäftskonzeptes und die Hoffnung der betroffenen Anleger schmilzt immer mehr dahin. Durch die vollständige Überprüfung der Liquidatoren zeigte sich, dass letztendlich nicht nur die fehlende Bankgenehmigung, sondern auch wirtschaftlich bedenkliche Entscheidungen der Verantwortlichen zu den Schwierigkeiten geführt haben. Die SAM AG musste deshalb bereits vor der vorläufigen Liquidation über 10 % Ihrer mittelbaren Beteiligung an dem Geothermie-Kraftwerk Kirchweidach, Bayern verkaufen.
SAM AG überschuldet
Aus dem Schreiben der Liquidatoren, welche nun auch das Konkursverfahren (entspricht dem deutschen Insolvenzverfahren) begleiten werden, teilen sie den Gläubigern ganz klar mit, dass die SAM AG "ganz erheblich überschuldet" ist. Auf der Habenseite habe man Vermögenswerte in Höhe von ca. 4,76 Mio. Schweizer Franken gefunden. Dem gegenüber stünden jedoch Verbindlichkeiten etc. in Höhe von 83 Mio. Schweizer Franken. Es bestehe daher eine Überschuldung in Höhe von ca. 78,24 Mio. Schweizer Franken.
Doch worauf müssen sich die betroffenen Anleger nun einstellen? Bedeuten diese Zahlen, Geld und Anlage „Ade, auf Nimmerwiedersehen“? Rechtsanwalt Christian M. Schulter: „An der Tatsache ist kaum zu rütteln, wie die Liquidatoren nach der Überprüfung nun weiter mitgeteilt haben, steht fest, dass die Forderungen gegenüber der SAM AG hauptsächlich den ca. 4.500 Anlegern zustehen. Aber aufgrund der nun festgestellten schlechten Vermögensverhältnisse der SAM AG müssten diese Anleger "mit hohen Verlusten rechnen". Es wird wahrscheinlich eine Quote von deutlich unter zehn Prozent an die Anleger ausgezahlt werden.“
Die Rechtsanwälte der Kanzlei Dr. Schulte und Partner hatten bereits seit Längerem auf diese Gefahr hingewiesen. Daher wurden bereits frühzeitig Schadensersatzansprüche gegen verschiedene Verantwortliche geprüft und schon begonnen gerichtlich durchzusetzen. Ansprechpartner Rechtsanwalt Christian M. Schulter hierzu: „Weiterhin arbeiten unabhängig von verschiedenen Klageverfahren die Rechtsanwälte der Geschädigtengemeinschaft SAM AG weiterhin intensiv an einer möglichen Auffanglösung unter dem Namen „Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Projekte“, bei der es Ziel sein soll, den geschädigten Kunden ohne Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen vor weiteren Verlusten zu bewahren.“
Betroffene Anleger und Kunden der SAM AG ist zu raten sich rechtlich durch einen im Bank- und Kapitalmarktrecht erfahrenen Rechtsanwalt beraten zu lassen.
Christian M. Schulter - Rechtsanwalt-Associate
ist bei der SAM AG der nächste grosse Betrug am Gange ?
Aktuell hat die Kanzlei Baur Hürlimann Briefe an Anleger verschickt, mit dem Hinweis es seihen nur 5% des Geldes noch da. Wo sind die Vermögenswerte ? Von welchen Geld wurde Das Geothermie Kraftwerk gebaut ?
Spielen die Schweizer Bilanzierungsrichtlinien einen vermeintlichen Investor in die Karten?
Aktiva 4 Mio CHF, Passiva 82 Mio CHF
Nach den Schweizer Bilanzierungsrichtlinien müssen auf der Passiva alle aktuellen und zukünftigen Verbindlichkeiten mit bilanziert werden, so dass sich in der Passiva nicht nur die Verbindlichkeiten, sondern neben den Verbindlichkeiten auch alle Kundenversprechen (der Verdoppelung in x Jahren.) wieder zufinden ist.
Gleichzeitig sagt aber das Schweizer Recht, dass ... Auszug aus der Literatur...
„1Die Aktiven werden zum Beschaffungs- oder Herstellungswert unter Berücksichtigung
von angemessenen Wertberichtigungen bilanziert.“ Diese Bestimmung lässt meiner Meinung nach einen grossen Handlungsspielraum offen. Es ist Ansichtssache, wann und in welcher Höhe Wertberichtigungen „angemessen“ sind. „Darlehen und Beteiligungen sind in der Regel nach kaufmännischen Grundsätzen zu bewerten.“
Das Wort angemessen gibt alles zwischen 1% und 1000% wieder und das Wort nach kaufmännischen Grundsätzen hat ebenfalls ein Spielraum von 1% bis 500%.
Bewertet hier die Kanzlei Baur Hürlimann bewusst niedrig, so dass am Ende ein Dritter die Firmenwerte für einen Kleinstbetrag erwerben kann ?
19.03.2013, 06:04
Fristen verlängert!
Die Rechtsanwälte der Kanzlei Dr. Schulte und Partner hatten in der Vergangenheit mehrfach kritisiert, dass die Fristen zu kurz seien und nicht alle Opfer rechtzeitig und direkt informiert wurden. Rechtsanwalt Christian M. Schulter aus der Kanzlei Dr. Schulte und Partner hierzu: "Seit Sommer 2012 haben wir immer wieder erklärt, dass die Anleger der SAM AG mit hohen Verlusten zu rechnen haben. Dies hat sich nun durch die Eröffnung des Konkurs bestätigt. Zudem war es empörend, dass von den Verantwortlichen der SAM AG den betroffenen Anlegern gegenüber immer noch behauptet wurde, dass es sich nur um eine vorübergehende Störung handele."
Leider droht nun wirklich ein Vermögensverlust von bis zu 95% der Anlegergelder. Verständlicherweise wollen das viele Betroffene nicht akzeptieren und einfach so hinnehmen. Die betroffenen Anleger und ihre Familien haben die Rechtsanwälte Dr. Schulte und Partner beauftragt, in einer starken Gemeinschaft gemeinsam nicht nur Schadensersatzansprüche durchzusetzen, sondern auch die Erarbeitung einer Auffanglösung vorzunehmen.
Sofern nicht eine Rechtsschutzversicherung die Kosten übernimmt, sind hier für alle anderen generelle Kostenregelungen getroffen worden. Erfolgreich konnte bereits durch die Rechtsanwälte Dr. Schulte und Partner ein Musterverfahren gewonnen werden. Insbesondere werden neben der Auffanglösung auch Verfahren gegen Treuhänder, ehemalige Vorstände, beteiligte Wirtschaftsprüfer und den Schweizer Staat wegen Aufsichtsverschulden angestrebt und vorbereitet. Durch diese Verfahren sollen die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden, um den Vermögensschaden der Opfer und ihrer Familien so gering wie möglich zu halten und nicht auf dem Rücken der betroffenen Anleger auszukämpfen.
Rechtsanwalt Dr. Thomas Schulte hierzu: "Das entstandene Projekt der Auffanglösung für die Geschädigten der SAM AG liegt uns im Interesse der Anleger sehr am Herzen. Wir wollen aber nicht alles mit Krawall kaputt schlagen, sondern konstruktiv, fachlich qualifiziert und zielführend die vorhandenen Investitionen für die Anleger retten. Viele unserer Mandanten sind enttäuscht und haben große Angst um ihre noch vor kurzem sicher geglaubte Altersvorsorge, sie fühlen sich zu Recht betrogen. Alleine sind die Chancen der betroffenen Anleger und ihrer Familien oftmals gering, zusammen in einer starken Gemeinschaft kann dagegen druckvoll und zielführend agiert werden."
Aktuell hat die Kanzlei Baur Hürlimann Briefe an Anleger verschickt, mit dem Hinweis es seihen nur 5% des Geldes noch da.
Wo sind die Vermögenswerte ?
Von welchen Geld wurde Das Geothermie Kraftwerk gebaut ?
„Die Aktiven werden zum Beschaffungs- oder Herstellungswert unter Berücksichtigung von angemessenen Wertberichtigungen bilanziert.“ Diese Bestimmung lässt meiner Meinung nach einen grossen Handlungsspielraum offen. Es ist Ansichtssache, wann und in welcher Höhe Wertberichtigungen „angemessen“ sind. „Darlehen und Beteiligungen sind in der Regel nach kaufmännischen Grundsätzen zu bewerten.“
Auch ohne die SAM AG geht das Erdwärmekraftwerk Kirchweidach 2015 ans Netz
Der Einfluss der Schweizer SAM AG auf das geplante Erdwärmekraftwerk im bayerischen Kirchweidach war wohl doch nicht so groß, wie man dachte.
Die SAM AG war nur zu 47,5 Prozent an der FG GEOTHERMIE GmbH beteiligt, deren 100prozentige Tochter Geothermie Management GmbH wiederum nur 50 Prozent Anteile am Joint Venture Unternehmen GEOenergie Kirchweidach GmbH hält, die das Kraftwerk baut und betreibt.
Die andere Hälfte des Joint Venture Unternehmens gehört einer GEOenergie Bayern GmbH. Und die hat sich gegen einen Ausfall eines Gesellschafters, wie zum Beispiel der SAM AG, vertraglich abgesichert. Bankenkredite haben nun die 48-Millionen-Euro-Kreditlücke der SAM AG ausgefüllt.
Damit gibt es nun doch in Kirchweidach ab übernächstes Jahr bayerische statt holländische Tomaten in Oberbayern. Doch lesen Sie selbst:
SAM AG pleite: Erdwärmekraftwerk Kirchweidach wird dennoch gebaut
Wo genau sind die seit 2009 von 4.500 meist deutschen Anlegern eingezahlten rund 44 Millionen Euro wirklich gelandet? Die Staatsanwaltschaft München I rückte heute zu einer Großrazzia gegen die des Betruges beschuldigten Michael Frank Oberle aus Würzburg, Michael Hollenbach aus Hurlach, Daniel Fritsch aus Erlensee (sitzt wegen S&K seit 25. Februar 2013 in U-Haft), Dieter Kaufmann, Martin Schütz sowie Steuerberater Frank Schöncke aus Ismaning aus, Geschäftsnummer: 324 Js 129882/11.
Außerdem wurde die Kanzlei von Dr. Gero Kollmer in Regensburg durchsucht, der nicht nur für die S&K tätig war, sondern auch für die SAM AG Vorverträge (Lebensversicherungen) kündigte. Auch die Rechtsanwälte Michael Maier aus Stuttgart, Rechtsanwalt Steinmeier in München, Dr. Thilo Zimmermann in München, Markus Saller in Mühldorf am Inn und Rüdiger Ramke in Nürnberg bekamen aus dem gleichen Grunde wie bei Dr. Kollmer einen staatlichen Überraschungsbesuch.
Lesen Sie dazu unseren heutigen Bericht
Eilmeldung: Großrazzia gegen Manager der BESTLIFE SELECT AG und SAM AG
Von etwa 1.000 Neuanlegern des Lebensversicherungs-Aufkäufers SAM AG wurden die als Kredit ausgereichten Rückaufswerte in Höhe von rund 15 Millionen Euro seit 8. März 2012 in eine von SAM AG-Direktor Michael Hollenbach gegründete LEO ONE Investment GmbH aus der Elsenheimerstraße 53 in München umgeleitet, in die im Juni 2012 der Starnberger eingetragene Kaufmann Michael Hermann Thormann zunächst als Aufsichtsratsvorsitzender eintrat. Im September 2012 kaufte Michael Thormann die LEO ONE Investment GmbH und firmierte sie in Thormann Capital GmbH um.
Am 13. Januar 2013 gründete Thormann den Fonds Green Energy Fonds 1 GmbH & Co. KG, der wiederum an eine im Dezember 2012 gegründete Beteiligungsgesellschaft Thormann Green Energy Investment GmbH & Co. KG mit Sitz an selber Stelle einen Kredit in unbekannter Höhe ausreichte.
Beide sind nun pleite: Sowohl die Thormann Capital GmbH, die in die Gautinger Straße 10 nach Starnberg umgezogen ist, meldete am 11. April 2013 beim Amtsgericht München Insolvenz an (Aktenzeichen 1501 IN 1204/13), als auch die persönlich haftende Gesellschafterin des Thormann Fonds, die Thormann Green Energy Verwaltungs GmbH (am 3.4.2012 in der Elsenheimerstraße 53 in München als LEO ONE Verwaltungs- und Vertriebs GmbH gegründet) meldete am 11. April 2013 beim Amtsgericht München Insolvenz an (Aktenzeichen 1501 IN 1205/13).
Insolvenzverwalter ist in beiden Fällen Ivo-Meinert Willrodt aus der Barthstraße 16 in München von der Kanzei Pluta Rechtsanwalts GmbH.
Unter http://www.sam-liquidation.ch/ werden ja immer die Infos der Konkursliquidatoren Baur Hürlimann veröffentlicht.
Nun ist das 4. Gläubigerzirkular mit folgendem Inhalt erschienen:
1. Angebot eines Investors bezüglich Kauf von Gläubigerforderungen gegenüber
1. Die Konkursliquidatoren wurden von dritter Seite her darüber informiert, dass ein den
Konkursliquidatoren nicht namentlich bekannter angeblicher Investor unter gewissen
Umständen bereit sein soll, die den Gläubigern gegenüber der SAM Management
Group AG in Konkursliquidation („SAM“) bestehenden Forderungen gegen Entrichtung
eines Kaufpreises abzukaufen. Mit einem solchen Verkauf würden die zustimmenden
Gläubiger grundsätzlich aus dem Konkursverfahren der SAM ausscheiden.
Weder die Konkursliquidatoren, noch die eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA
(„FINMA“) haben die Identität, Seriosität oder Zahlungsfähigkeit des angeblichen Investors
überprüft. In verfahrensrechtlicher Sicht ist klar, dass es jedem einzelnen
Gläubiger der SAM freigestellt ist, seine gegenüber der SAM bestehenden Rechte auf
eigene Kosten und auf eigenes Risiko einem Dritten abzutreten, wenn er glaubt, dass
er dadurch finanziell besser gestellt wird als bei einer allfälligen späteren Befriedigung
aus der Konkursmasse.
2. Die Konkursliquidatoren und die FINMA haben weder das Recht, noch die Pflicht, die
genauen Hintergründe dieses angbeblichen Investorenangebotes abzuklären. Entsprechend
werden sämtliche Gläubiger der SAM ausdrücklich darauf hingewiesen, dass
jegliche Rechtsgeschäfte mit dem genannten angeblichen Investor oder mit sonstigen
Dritten auf eigene Kosten und auf eigenes Risiko der betroffenen Gläubiger erfolgen.
Weder die Konkursliquidatoren, noch die FINMA übernehmen irgendwelche Haftung
für allenfalls durch den Abschluss von Forderungsverkaufs- bzw. Abtretungsverträgen
entstehende Schäden. Die Konkursliquidatoren und die FINMA empfehlen den Anlegern
der SAM, sich in diesem Zusammenhang selbständig und auf eigene Kosten
rechtlich beraten zu lassen.
3. Interessierte Gläubiger der SAM können sich für weitere Informationen an die Conversio
Aidlingen GmbH i.G., Forchenweg 28 in 71134 Aidlingen, Telefon +49 7034
94 24 900, wenden. Geschäftsführer soll Herr Gerd Dörrscheidt werden, ein Geschäftspartner
von Herrn Michael Oberle, der bekanntlich früheres Organ der SAM
war. Aus Gründen des Datenschutzes und der Geheimhaltung haben die Konkursliquidatoren
Herrn Dörrscheidt keine Liste mit den Anschriften der Gläubiger herausgegeben.
2. Einreichung einer Beschwerde gegen die Konkurseröffnungsverfügung der
FINMA vom 22. Februar 2013
4. Der eben genannte Herr Michael Oberle hat die Konkurseröffnungsverfügung der
FINMA vom 22. Februar 2013 mit einer Beschwerde an das schweizerische Bundesverwaltungsgericht
angefochten. Eine sogenannte aufschiebende Wirkung der Beschwerde
wurde vom Bundesverwaltungsgericht bis anhin nicht verfügt. Dies hat zur
Folge, dass das Konkursverfahren trotz laufendem Beschwerdeverfahren grundsätzlich
fortzusetzen ist. Die Konkursliquidatoren werden die Anleger bzw. Gläubiger der
SAM umgehend über ein allfälliges Urteil des Bundesverwaltungsgerichts informieren.
3. Vermögenswerte der SAM und deren Verkauf
A. Wesentliche Vermögenswerte
5. Gemäss Konkurseröffnungsbilanz der SAM verfügt die SAM im Wesentlichen über
drei (mögliche) Vermögenswerte: Erstens eine 47.5% Beteiligung an der FG Geothermie
GmbH („FGG“) mit Sitz in 93055 Regensburg (DE), zweitens eine 50% Beteiligung
an der Frogress GmbH („Frogress“) mit Sitz in 93055 Regensburg (DE) und
drittens flüssige Mittel (Bankguthaben) in Höhe von derzeit rund EUR 520‘000.00.
Bei der FGG und der Frogress handelt es sich jeweils um sogenannte Projektgesellschaften,
die ihrerseits an diversen Subgesellschaften beteiligt sind. Dazu gehören insbesondere
auch die FGG-Tochter enolcon GmbH in 74321 Bietigheim-Bissingen
(DE), die FGG-Tochter Future Water Energy GmbH in 93055 Regensburg (DE)
sowie die Geothermie Management GmbH mit Sitz in 93055 Regensburg (DE). Die
enolcon GmbH ist eine Kraftwerksplanerin und verfügt über zwei Patente im Bereich
der Wärmespeicherung. Die Future Water Energy GmbH betätigt sich in der Entwicklung
von Geothermieprojekten. Derzeit hat sie die Rechte, an drei spezifischen Stellen
in Deutschland (Bayern) sog. geothermische Probebohrungen durchzuführen. Die Geothermie
Management GmbH schliesslich beabsichtigt, in 84558 Kirchweidach (DE)
ein Geothermiekraftwerk zu errichten.
6. Die genannten Subgesellschaften und andere Gesellschaften, an welchen die SAM mit
Ausnahme der FGG und der Frogress allerdings nicht direkt oder gar nicht beteiligt
ist, bilden die sogenannte FG Gruppe (früher Fröschl Gruppe). Die FG Gruppe ist im
Bereich von alternativen Energieprojekten tätig. Das wichtigste Projekt der FG Grup-
pe ist das genannte Geothermie-Kraftwerk in 84558 Kirchweidach (DE), welches
sich allerdings erst in Planung bzw. im Status des sogenannten Probebetriebes befindet.
D.h. es werden an einem möglichen Standort des Kraftwerkes zurzeit Probebohrungen
durchgeführt, um abzuklären, ob die behördliche Bewilligung für ein Kraftwerk
erteilt werden und in der Folge das Kraftwerk definitiv gebaut werden kann. Für
einen späteren Bau des Kraftwerks wären Investoren zu suchen, die die hohen Investitionssummen
bereitstellen müssten.
7. Nach heutigem Kenntnisstand der Konkursliquidatoren hat die SAM einen wesentlichen
Teil der von ihr am Markt aufgenommenen Mittel (die von Anlegern eingesammelten
Gelder) in die FGG und in die Frogress investiert, und zwar in Form von Eigenkapital
(Gesellschaftskapital und Einzahlungen in die sogenannte offene Kapitalrücklage)
von Fremdkapital (ungesicherte Darlehen). So wurde die FGG nach heutigem
Kenntnisstand von der SAM mit einem Gesamtbetrag von ca. EUR 16.5 Mio. und
die Frogress mit einem Gesamtbetrag von ca. EUR 11 Mio. finanziert. Am genannten
Geothermie Kraftwerk in 84558 Kirchweidach (Rz. 6) ist die SAM allerdings nicht direkt
beteiligt, sondern nur sehr indirekt, nämlich über die genannte 47.5%-Beteiligung
an der FGG (Rz. 5). Die FGG ist ihrerseits mit 100% an der bereits genannten Geothermie
Management GmbH („GMG“) mit Sitz in 93055 Regensburg (DE) beteiligt,
welche wiederum zu 50% an der Geoenergie Kirchweidach GmbH („GEO“) mit Sitz
in 93055 Regensburg (DE) beteiligt ist. Letzterer Gesellschaft gehört das Kraftwerkprojekt
zu 50%, und es würden dort allfällige spätere Erträge aus einem allfälligen Betrieb
bzw. Verkauf des Kraftwerks anfallen. Die anderen 50% der Beteiligung an der
GEO gehören einer GEOenergie Bayern GmbH; 93055 Regensburg („GEO Bayern“),
welche nicht zur FG-Gruppe gehört.
8. Die Bewertung der Gesellschaftsanteile an der FGG und der Frogress (Rz. 5) ist nicht
leicht vorzunehmen. Nebst technischen Fragen in Bezug auf die von den Gesellschaften
begonnenen Projekte sind zahlreiche rechtliche Fragen im Zusammenhang mit den
zum Teil komplexen Gesellschaftsstrukturen innerhalb der FG Gruppe zu analysieren.
b) Chart zur Gruppenstruktur
9. Der nachfolgende Chart gibt – vereinfacht – einen Überblick über die beschriebene
Struktur der FG-Gruppe, soweit sie relevant ist für die SAM:
c) Bewertung der Beteiligung an der FGG („FGG Anteile“)
10. Über die Bewertung der 47.5% Gesellschaftsanteile der SAM an der FGG („FGG-
Anteile“) wurde von den Konkursliquidatoren zuhanden der FINMA ein separater Bericht
vom 30. April 2013 verfasst („Bericht an die FINMA). In diesem Bericht an die
FINMA legen die Konkursliquidatoren dar, dass die FGG Anteile heute mit ca. EUR 4
Mio. zu bewerten sind. Der Bericht an die FINMA ist relativ detailliert und technisch.
Gleichwohl wird er auch diesem Gläubigerzirkular beigelegt, damit sich allfällige interessierte
Gläubiger über Einzelheiten informieren können. Nachfolgend erfolgt eine
kurze Zusammenfassung zur Berechnungsweise des genannten Betrages von EUR 4
Mio.:
11. Die GEO liess im Sommer 2012 ein neutrales Wertgutachten durch die Unternehmensberatungsgesellschaft
PriceWaterHouseCoopers („PWC-Gutachten“) erstellen,
mit welchem der Unternehmenswert der GEO per Stichtag 1. August 2012 geschätzt
wurde. Das PWC-Gutachten setzte dabei den Unternehmenswert der GEO auf rund
EUR 32 Mio. fest. Dieser Wert setzt sich zusammen aus dem Ertragswert von rund
EUR 23 Mio. gestützt auf den Betrieb des Kraftwerks Kirchweidach bis ins Jahr 2033
sowie rund EUR 9 Mio. aus der anschliessenden Liquidation massgebender weiterer
Aktiven der GEO (Grundstücke, Betriebsanlagen, Maschinen etc.). Vom genannten
Unternehmenswert (Gesamtwert) von EUR 32 Mio. ist das aufgenommene und vorab
zu bezahlende Fremdkapital von rund EUR 20 Mio. abzuziehen, was einen Restwert
von rund EUR 12 Mio. ergibt. An diesem Restwert stehen SAM 23.75% zu, also rund
EUR 2.9 Mio. Zusammen mit dem geschätzten Wert der mittelbaren Beteiligung der
SAM an der enolcon und an den Bergrechten der FGG bzw. der FWE ergibt sich der
genannte Gesamtbetrag von rund EUR 4 Mio.
12. Der geschätzte Betrag von rund EUR 4 Mio. setzt indessen voraus, dass für die von
der SAM gehaltenen Anteile an der FGG effektiv ein potentieller Käufermarkt existiert,
was aber unter gewissen Umständen gerade nicht der Fall ist (Einzelheiten hierzu
und auch zur Bewertung der FGG-Beteiligungen an der enolcon GmbH und der Future
Water Energy GmbH sind dem beigelegten Bericht an die FINMA zu entnehmen).
13. Die früheren Organe der SAM hatten demgegenüber ein eigenes „Gutachten“ der BBC
Treuhand- und Steuerberatungsgesellschaft GmbH, 80331 München, in Auftrag gegeben
(sogenanntes „BBC-Gutachten“), welches einen exorbitant hohen Wert der FGG-
Anteile von EUR 53‘057‘856.00 ermittelte. Die Konkursliquidatoren haben gegenüber
der FINMA schon früher ihre Zweifel an diesem „Gutachten“ angemeldet und dieses
als nicht zuverlässig beurteilt. Das BBC-Gutachten leidet an verschiedensten Mängeln.
Sollte es jedoch wider Erwarten so sein, dass der Wert der FGG-Anteile höher sein
sollte als die geschätzten rund EUR 4 Mio., so würden die Gläubiger der SAM daraus
keinen Nachteil erleiden. Denn jeder Gläubiger erhält die Möglichkeit, gegenüber den
Konkursliquidatoren höhere Kaufangebote einzureichen (vgl. Rz. 20 ff. hiernach), und
auch ein angeblich interessierter Investor wird über diese Möglichkeit informiert. Sollte
kein höheres Angebot eingereicht und von den Konkursliquidatoren schlussendlich
angenommen werden, so partizipiert SAM dennoch nach Massgabe ihrer Beteiligung
(Minderheitsbeteiligung) vollumfänglich an einem allfälligen höheren Verkaufsertrag
bei einem späteren Verkauf des Kraftwerks (vgl. Rz. 18 f.).
d) Bewertung der Beteiligung an der Frogress
14. Eine abschliessende Bewertung der Gesellschaftsanteile an der Frogress (Rz. 5) konnte
bis zum heutigen Zeitpunkt nicht vorgenommen werden. Mangels ausreichender
Unterlagen in den Geschäftsbüchern der SAM sind die Konkursliquidatoren auf Angaben
der FG Gruppe bzw. der Geschäftsführung der Frogress und der ehemaligen
Organe der SAM angewiesen, welche aber dem Informationsbedürfnis der SAM bzw.
der Konkursliquidatoren nur bedingt Rechnung tragen. Immerhin konnten die Konkursliquidatoren
in Erfahrung bringen, dass die Frogress mangels finanzieller Mittel
offenbar ihren Geschäftsbetrieb vorerst vollständig eingestellt und dementsprechend
das gesamte Personal entlassen hat. Laufende Projekte wurden angeblich eingefroren,
und es ist nicht klar, inwiefern diese Projekte im jetzigen Zeitpunkt einen finanziellen
Wert aufweisen, der durch einen Verkauf an Dritte zu Geld gemacht werden könnte.
Die genannte unklare Situation hat vorerst zwei Konsequenzen: Erstens ist ein Verkauf
der Frogress-Anteile mangels Kenntnis des Sachwertes aktuell nicht möglich.
Zweitens mussten die Konkursliquidatoren aufgrund des sogenannten Vorsichtsprinzips
die Gesellschaftsanteile der SAM an der Frogress wegen ungenügenden Informationen
einestweilen mit Null bewerten. Sollten sich diesbezüglich Neuigkeiten ergeben,
werden die Gläubiger der SAM hierüber zeitnah informiert werden.
15. Unter der Annahme eines Wertes der FGG-Anteile von rund EUR 4 Mio. (und unter
dem Vorbehalt, dass nicht ein Gläubiger ein höheres Kaufangebot macht; vgl. Rz. 20
ff. hiernach) und der aktuell bestehenden flüssigen Mittel (Bankguthaben) von derzeit
rund EUR 520‘000.00 (Rz. 5), verfügt die SAM aktuell über geschätzte Vermögenswerte
von insgesamt rund EUR 4.5 Mio., freilich noch ohne Berücksichtigung von
Rückstellungen für Kosten und Aufwendungen des Konkursverfahrens.
B. Erfolgter Verkauf der FGG Anteile an die FG Gruppe
16. Soweit das laufende Projekt des Geothermie-Kraftwerks in 84558 Kirchweidach die
technischen Herausforderungen nicht meistern oder es sogar in diesem frühen Stadium
scheitern sollte, würden die FGG Anteile der SAM (weiter) an Wert verlieren oder sogar
wertlos werden. Auch bestand die Gefahr, dass die FGG Anteile der SAM nach
deutschem Recht von den Mitgesellschaftern der FGG gegen den Willen der Konkursliquidatoren
infolge Zahlungsverzuges der SAM eingezogen werden (sogenannte gesellschaftsrechtliche
Einziehung). Entsprechend bestand seit Eröffnung des Liquidationsverfahrens
über die SAM eine der Prioritäten der Konkursliquidatoren darin, einen
Verkauf der FGG Anteile zu prüfen und gegebenenfalls vorzunehmen. Ein Verkauf
der FGG Anteile wurde bzw. wird durch folgende rechtlichen und/oder tatsächlichen
Gegebenheiten erschwert:
Es handelt sich „lediglich“ um eine Minderheitsbeteiligung, die zusätzlich dadurch
geschwächt wird, dass gegenüber der das Kraftwerk betreibenden Gesellschaft
(GEO) weitere Gesellschaften dazwischen geschaltet sind.
Es fehlen vertragliche Vereinbarungen innerhalb der FG Gruppe darüber, wie die
SAM an allfälligen Erträgnissen der FGG beteiligt werden soll, ebenso (und insbesondere)
dazugehörige Sicherheiten zu Gunsten der SAM.
Die Mitgesellschafter der SAM können gestützt auf den Gesellschaftervertrag der
FGG jeden neuen Gesellschafter ablehnen. Ob und in welcher Höhe für einen solchen
Fall von den Mitgesellschaftern eine Entschädigung an SAM zu leisten wäre,
ist rechtlich nicht klar.
Die FGG und deren Subgesellschaften haben für die Entwicklung und Durchführung
der diversen Projekte nebst der Finanzierung durch die SAM weitere massgebliche
Fremdmittel aufgenommen, die vorab, d.h. vor Ausschüttung von allfälligen
Erträgnissen der FG Gesellschaften an die SAM, bezahlt werden müssen.
Keines der von der FGG bzw. ihren Subgesellschaften entwickelten Projekte ist im
heutigen Zeitpunkt realisiert. Die Projekte erfordern vielmehr zusätzliche finanzielle
Mittel, um – wenn überhaupt – zur Marktreife zu gelangen. Diese Mittel
kann die SAM entgegen früheren schriftlichen vertraglichen Vereinbarungen den
Mitgesellschaftern der FGG nicht zur Verfügung stellen, so dass die genannte gesellschaftsrechtliche
Einziehung (Rz. 16) der FGG Anteile der SAM im Raum
stand. Die Berechnungsmethode einer Entschädigung der Mitgesellschafter der
FGG an die SAM für den Fall einer Einziehung ist rechtlich unklar.
Es bestanden und bestehen teilweise technische Hindernisse, die möglicherweise
zwar überwunden werden können, die Durchführbarkeit und die Rentabilität der
Projekte indessen massgeblich beeinflussen, insbesondere betreffend das Geothermiekraftwerk-
Projekt in 84558 Kirchweidach.
b) Abschluss eines Anteilsübertragungsvertrags
17. Am 10. März 2013 haben die Konkursliquidatoren im Namen der Konkursmasse der
SAM einen Anteilsübertragungsvertrag mit der Schikora GmbH mit Sitz in 71642
Ludwigsburg, einer Gesellschaft der FG Gruppe, abgeschlossen. Dieser Vertrag ist seit
dem 26. April 2013 wirksam. Am 26. April 2013 wurde auch ein Zusatzvertrag über
die Bestellung von Sicherheiten zu Gunsten von SAM abgeschlossen. Diese beiden
Verträge („das Vertragswerk“) sehen im Wesentlichen Folgendes vor:
Die SAM überträgt ihre 47.5%-Beteiligung an der FGG der Schikora GmbH.
Im Gegenzug erhält die SAM eine sofortige Mindestzahlung von EUR 350‘000.00.
Nach Abschluss des Geothermiekraftwerk-Projekts in 84558 Kirchweidach wird
dieses bzw. das Geothermiekraftwerk so rasch als möglich an den Meistbietenden
Die durch einen potenziellen Verkauf des Geothermiekraftwerks der FGG bzw.
der GMG (Rz. 7) zufliessenden Erträgnisse werden nach einem von den Verkaufsparteien
festgesetzten Verteilschlüssel zunächst auf Fremdgeldgeber zwecks
Schuldentilgung verteilt. Sollte hiernach ein Überschuss verbleiben, wird dieser zu
47.5% an die SAM ausgezahlt, d.h. exakt in der Höhe, wie die SAM an der FGG
beteiligt ist. Dies ungeachtet dessen, dass SAM ihren vertraglichen Verpflichtungen
gegenüber der FGG zur Bereitstellung weiterer Mittel für die Weiterführung
des Geothermiekraftwerk-Projekts nicht nachgekommen ist.
Der Kaufpreisanspruch von SAM wird mittels einer Verpfändung der Gesellschaftsanteile
der FGG an der GMG einerseits, und durch eine Verpfändung von
Forderungen der GMG gegenüber Dritten (d. h. insbesondere Kaufpreisforderungen
gegenüber allfälligen Käufern des Geothermiekraftwerk-Projekts) andererseits
Gesellschaften der FGG-Gruppe verzichten gegenüber der SAM auf alle bisher
entstandenen Forderungen gegenüber der SAM, insbesondere auf die bei den Konkursliquidatoren
als Folge von behaupteten Vertragsverletzungen der SAM angemeldeten
Forderungen im Betrag von mehr als EUR 52‘000‘000.00.
Die Gültigkeit des genannten Vertragswerks steht unter der Bedingung, dass kein
Gläubiger bzw. Dritter der SAM innert Frist der SAM ein besseres Angebot für
den Kauf der FGG Anteile unterbreitet und den Kaufpreis sicherstellt, und dass die
Konkursliquidatoren schlussendlich dieses andere Angebot annehmen (vgl. dazu
Rz. 20 ff.).
18. Angesichts der komplizierten Minderheitsbeteiligung der SAM am eigentlichen Vermögenswert
(„Geothermiekraftwerk Kirchweihdach“) und der ungewissen Zukunft
dieses Geothermiekraftwerk-Projekts, bringt das Vertragswerk für die Gläubiger den
Vorteil, dass die SAM unter Würdigung ihrer bisherigen Finanzierungstätigkeit die
Chance erhält, an einem potenziellen Verkaufsertrag beteiligt zu werden, obwohl sie
aus der FG Gruppe ausscheidet. Sollte somit der Verkauf des Geothermiekraftwerk
Projekts mittelbar zu einem Gewinn der FGG führen, ist eine Beteiligung der SAM an
diesem Gewinn vertraglich garantiert. Dies im Gegensatz zur früheren rechtlichen
Konstellation, wonach die SAM lediglich als Eigenkapitalgeberin der FGG fungierte
und wegen ihrer Minderheitsbeteiligung keinen Einfluss darauf hätte ausüben können,
wie Gewinne der FGG verwendet werden (vgl. Rz. 10 ff., Rz. 16). Mit anderen Worten
war die SAM trotz ihrer Rolle als massgebliche Finanziererin dem Willen ihrer
Mitgesellschafter und weiteren involvierten Gesellschaften ausgeliefert, was von den
Konkursliquidatoren durch das Vertragswerk korrigiert wurde.
19. Der Umstand, dass ein allfälliger Gewinnanteil erst nach Abschluss des Projekts bzw.
Verkauf des Geothermiekraftwerks ausbezahlt wird (d. h. wohl frühestens in ca. 1-3
Jahren), wird dadurch ausgeglichen, dass der auf die SAM entfallende potenzielle
Gewinn mittels eines Sicherungsvertrags (Verpfändung von Geschäftsanteilen und
Forderungsrechten) abgesichert wurde. Auf diese Weise konnte sichergesellt werden,
dass sich die Rechtsposition der SAM trotz Verlust der gesellschaftsrechtlichen Einflussmöglichkeiten
nachträglich nicht verschlechtern kann.
4. Recht der Gläubiger zur Unterbreitung höherer Kaufangebote
20. Die mit der Schikora GmbH am 10. März 2013 und 26. April 2013 abgeschlossenen
Verträge („das Vertragswerk“; vgl. Rz. 17 ff.) sehen vor, dass diese Verträge nur unter
der Bedingung wirksam werden, dass die Konkursliquidatoren innert einer bestimmten
Frist keinem Drittinteressenten den Zuschlag erteilen. Mit anderen Worten haben die
Konkursliquidatoren das Recht, während eines engen Zeitfensters die 47.5% Beteiligung
der SAM an der FGG den Gläubigern zum Kauf anzubieten. Erhalten die Konkursliquidatoren
daraufhin verbindliche Kaufangebote, welche für die SAM und somit
für die Gläubigergemeinschaft gesamthaft günstiger sind, haben die Konkursliquidatoren
das einseitige Recht, das Vertragswerk zu widerrufen.
21. Den Gläubigern wird hiermit gestützt auf Art. 34 Abs. 1 BankG i.V.m. Art. 256
Abs. 3 SchKG Gelegenheit geboten, den Konkursliquidatoren höhere Kaufangebote
für die genannte 47.5%-Beteiligung der SAM an der FGG zu unterbreiten.
Als Mindestangebot ist den Konkursliquidatoren dabei ein Angebot von EUR
4‘050‘000.00 zu unterbreiten. Konkrete Kaufangebote können nur berücksichtigt werden,
wenn sie bis spätestens am 6. Juni 2013 (Datum Poststempel) schriftlich der
Kanzlei der Konkursliquidatoren (Baur Hürlimann AG, z.Hd. Dr. Daniel Hunkeler)
eingereicht werden, und wenn innert der gleichen Frist, d.h. bis spätestens am 6. Juni
2013, der angebotene Betrag auf dem nachfolgend genannten Fremdgeldkonto der
Kanzlei der Konkursliquidatoren in voller Höhe sichergestellt ist. Bedingte oder unbestimmte
Angebote können nicht berücksichtigt werden:
Konto-Nr. 1100-1247.907
IBAN: CH50 0070 0110 0012 4790 7
lautend auf: Baur Hürlimann AG, Postfach 1867, 8001 Zürich
Zahlungsvermerk: 74484
22. Falls bis zum genannten Termin vom 6. Juni 2013 mindestens ein Kaufangebot unterbreitet
und sichergestellt wird, erfolgt ein internes Bieterverfahren zwischen dem (den)
höherbietenden Gläubiger(n) und der Schikora GmbH gemäss von den Konkursliquidatoren
noch bekannt zu gebenden Regeln.
23. Gläubiger, welche ein Angebot unterbreiten möchten und dazu bestimmte Konkursakten
einsehen möchten, können die Konkursakten ab sofort nach entsprechender
schriftlicher Voranmeldung (bitte Voranmeldung per E-Mail an:
(Sie können diese E-Mail Adresse erst sehen, wenn Sie mindestens Premium-User sind.)) in der Kanzlei der Konkursliquidatoren am Bahnhofplatz 9 in
8001 Zürich einsehen.
24. Gläubiger können bei der FINMA eine anfechtbare Verfügung über die Verwertungshandlung
verlangen (vgl. Art. 34 Abs. 4 BIV-FINMA). Ein entsprechendes
Begehren auf Erlass einer anfechtbaren Verfügung ist bis spätestens am 17. Mai
2013 (Datum Poststempel) schriftlich bei der Schweizerischen Finanzmarktaufsicht
FINMA, Geschäftsbereich Enforcement, Einsteinstrasse 2, CH-3003 Bern,
Dr. Daniel Hunkeler Salvatore Petralia
(Konkursliquidator) (Konkursliquidator)
Bericht der Konkursliquidatoren an die FINMA
An Schweizerische Finanzmarktaufsicht F1NMA
Von Dr. Daniel Hunkeler und Salvatore Petralia, Konkursliquidatoren,
beide BAUR HÜRL1MANN AG, Zürich/Schweiz
Betreffend Bewertung der Anteile der SAM an der FG Geothermie GmbH
Datum 30. April 2013
Vorliegende Aktennotiz soll aufzeigen, wie die Anteile von SAM an der FG Geothermie GmbH („FGG“) für Liquidationszwecke bewertet werden (1.) und wie sich der Kaufpreis des mit der FG Gruppe unterzeichneten Kaufvertrags vom 11. März 2013 bemisst (11.).
A Bewertung FGG Anteile gemäss Konkurseröffnungsverfügung FINMA vom 22.
1. Die FGG ist eine Holdinggesellschaft, die laut aktuellem Wissensstand über drei massgebliche Beteiligungen verfügt: Eine 100%-ige Beteiligung an der Geothermie Management GmbH („GMG"), eine Mehrheitsbeteiligung an der Future Water Energy GmbH („FWE") sowie eine 25.2%-ige Beteiligung an der enolcon GmbH ("enol-con").
A. GMG
2. Dic GMG verfügt über eine 50%-ige Beteiligung an der GEOenergie Kirchweidach GmbH („GEO"). Die weiteren 50% Anteile an GEO gehören der GEOenergie Bayern GmbH ("GEO Bayern"), die ihrerseits vom (englischen) Vermögensverwalter Blucrest Capital Management Ltd. finanziert wird. Die GEO entwickelt und (gegebenenfalls) baut ein Geothermiekraftwerk („Kraftwerk") in Kirchweidach. Nach Fertigstellung des Kraftwerks soll dieses entweder durch die GEO betrieben oder aber an einen Dritten („Investor") verkauft werden.
3. Das Bauprojekt befindet sich aktuell in der sog. Pumptestphase. Damit die GEO die für den dauerhaften Betrieb des Kraftwerks erforderlichen staatlichen Wasserrechte erhält (es wird thermisches Wasser aus dem Untergrund an die Oberfläche gepumpt, die Wärme entzogen und kaltes Wasser wieder in den Untergrund zurückgepumpt), müssen im Rahmen eines sog. Pumptests die sog. Schüttung, d.h. die geförderte Wassermenge pro Minute, und die Wassertemperatur des geförderten Wassers während eines bestimmten Zeitraumes gemessen werden. Die festgestellten Messergebnisse bzw. Parameter entscheiden, ob die Wasserrechte für 25 Jahre erteilt werden, und ob das Kraftwerk wirtschaftlich betrieben werden kann. Zusätzlich beeinflussen die Messer¬gebnisse auch die Fremdfinanzierung des effektiven Kraftwerksbaus. Denn je nach Wirtschaftlichkeit des Kraftwerks hat dieses für eine finanzierende Bank einen ande¬ren Gegen- bzw. Besicherungswert, was sich auf die Finanzierungskosten auswirkt. Je schlechter die Wirtschaftlichkeit, desto höher die erforderliche Eigenkapitalquote und desto höher die Zinslast auf das aufgenommene Fremdkapital für den Darlehensneh¬mer (also GEO).
4. Per Datum vorliegender Aktennotiz sind die Pumptests noch nicht abgeschlossen. Technische Gründe (insb. mangelhafte Pumpen und Pumpwerke) haben die im Früh¬ling 2012 begonnen Pumptests wiederholt unterbrochen.
5. Um die notwendigen Wasserrechte zu erhalten und mit dem Bau des eigentlichen Kraftwerks beginnen zu können, ist ein während mehrerer Wochen ununterbrochener, erfolgreicher Pumptest erforderlich, der eine gewisse Durchschnittsschüttung und eine gewisse Durchschnittstemperatur erreicht. Ob ein solcher Testlauf gelingt, ist im heu¬tigen Zeitpunkt noch offen und kann nicht sicher vorausgesagt werden.
6. Die GEO liess im Sommer 2012 ein neutrales Wertgutachten durch die Unterneh¬mensberatungsgesellschaft PriceWaterhouseCoopers („PWC-Gutachten") erstellen. Das PWC-Gutachten stützt sich bei der Bewertung des Unternehmenswertes der GEO auf Planannahmen der Geschäftsführung und auf die entsprechende Planungsdoku¬mentation, die von PWC unter Heranziehung externer Branchen- und Marktdaten, so¬fern möglich, plausibilisiert wurden. Das PWC-Gutachten geht bei der Bewertung von folgenden Prämissen aus (Zitat):
- „Der derzeit durchgeführte Langzeitpumptest verläuft planmässig und erfolg¬reich, so dass die Produktivität der geothermischen Lagerstätte (Schüttung und Temperatur) als gesichert gilt.
- Die derzeit in der Genehmigungsphase befindliche Tektur der bereits erteilten Baugenehmigung wird akzeptiert.
- Die erforderliche Bewilligung von Gewinnung von Erdwärme in der Region Kirchweidach wird aufgrund der belegten Fündigkeit erteilt.
Die weitere Verlegung der Kabeltrasse durch E.ON verläuft ohne Probleme, so dass ein Netzanschluss bis zur Inbetriebnahme des Kraftwerks gesichert ist.
- Es ergeben sich keine weiteren unvorhersehbaren technischen Probleme und sonstige Verzögerungen im Hinblick auf den Bau des Kraftwerks. Die Inbetriebnahme des Kraftwerks und die Stromerzeugung erfolgen zu Beginn des Jahres 2014.
- Die Einspeisung von Fernwärme in den regionalen Fernwärmeverbund der Ge¬meinde Kirchweidach erfolgt anfangs des Jahres 2015.
- Für den sicheren Betrieb reicht die Vorhaltung einer Ersatzunterwasserpumpe aus. Die Wartungskosten decken in ausreichendem Masse mögliche Reparatur¬bedarfe. Die Anschaffung einer dritten und vierten Pumpe zur Absicherung im Schadensfalle ist nicht notwendig."
7. Auf Seite 40 des PWC-Gutachtens wird während eines Planungszeitraums von 22 Jah¬ren, d.h. von 2014 bis 2033, das EBIT der einzelnen Geschäftsjahre abgebildet. Die entsprechenden Planzahlen berücksichtigen die Teuerung insbesondere in Bezug auf Stromkosten, Kraftwerksunterhalt usw. Hinsichtlich der Stromverkaufserlöse ist er¬wähnenswert, dass das Gutachten auf einer geplanten durchschnittlichen elektrischen Leistung des Kraftwerks von 6.51 MW, einer Produktionszeit von 8'355 Stunden pro Jahr und einem Stromverkaufspreis von EUR 0.25/kWh EEG basiert. Die Jahresproduktionszeit beruht dabei auf der Annahme von 24 Tagesproduktionsstunden bei 365 Tagen im Jahr sowie einer erwarteten Ausfallquote von 4.6% gemäss den Angaben des Kraftwerkherstellers. Hinsichtlich des Wärmeumsatzes geht das Gutachten von ei¬nem zu erwarteten Verkaufspreis von EUR 20.00 pro MWh für das Planjahr 2014 so¬wie von einer über den Detailplanungszeitraum ansteigenden Wärme-Absatzmenge aus. Die jährliche Wärme-Absatzmenge wurde von der GEO geschätzt unter der Be¬rücksichtigung von Wärmenetzauslastungsgrad und Geschwindigkeit des noch vorzu¬nehmenden regionalen Wärmenetzaufbaus. Ab dem Planjahr 2022 rechnet die GEO dabei mit einer vollen Auslastung des Wärmenetzes bei einer Absatzmenge von 13 MWh.
8. Die so errechneten EBIT-Zahlen werden daraufhin in den sogenannten zu diskontierenden „free cash flow" übergeleitet. Auf Seite 44 des PWC-Gutachtens sind sämtli¬che free cash flows pro Geschäftsjahr bis in das Jahr 2033 abgebildet. Die ermittelten free cash flows der zukünftigen Geschäftsjahre sind mit einem zu ermittelnden Kapitalisierungszinssatz zu diskontieren. Dieser Zinssatz berücksichtigt Eigenkapital- sowie Fremdkapitalkosten über die nächsten 22 Jahre.
9. Auf Seite 51 des PWC-Gutachtens wird schliesslich der ermittelte Kapitalisierungs-zinssatz auf die einzelnen free cash flows der zukünftigen Geschäftsjahre angewendet. Per Stichtag 1. August 2012 ergibt dies einen sogenannten Gesamtwert des Unterneh¬mens von derzeit EUR 23'221'000.00. Von diesem Gesamtwert ist der Wert des Fremdkapitals in Höhe von EUR 20'629'000.00 abzuziehen, so dass der Marktwert des aufgezinsten Eigenkapttals per 1. August 2012 EUR 2'642'000.00 beträgt.
10. Das PWC-Gutachten geht davon aus, dass die GEO im Jahre 2033 liquidiert wird, weil ab diesem Zeitpunkt infolge Wegfalls der staatlich zugesicherten Einspeisevergütung ein wirtschaftlicher Betrieb des Kraftwerks nicht mehr möglich ist (Strompreis auf dem freien Markt zu niedrig). Deshalb ist zum Marktwert des Eigenkapitals aus opera¬tiver Geschäftstätigkeit auch der Marktwert des Eigenkapitals aus dem Liquidationser¬lös hinzuzurechnen, d.h. EUR 9'565'000.00 (für Grundstücke, Betriebsanlagen, Ma¬schinen usw.), so dass der Marktwert des Eigenkapitals per 1. August 2012 EUR 12'207'000.00 beträgt. Die SAM ist zu 23.75% mittelbar an der GEO beteiligt. Somit beträgt der Wert der mittelbaren Beteiligung der SAM am Eigenkapital der GEO ge¬mäss PWC-Gutachten per Stichtag 1. August 2012 rund EUR 2'900'000.00.
11. In diesem Zusammenhang ist indessen festzuhalten, dass sich das gemäss PWC-Gutachten berücksichtigte Fremdkapital in Höhe von EUR 20'629'000.- aus Gesell¬schafterdarlehen der GMG und GEO Bayern an die GEO zusammensetzt (sofern nicht bereits durch Gesellschafterbeschluss der GEO diese Darlehen in die sog. freie Kapi¬talrücklage übergeführt wurden). Demgemäss kann der Gesamtuntemehmenswert als Eigenkapitalwert betrachtet werden, an welchem die SAM mittelbar zu 23.75% betei¬ligt ist, d.h. in Höhe von ca. EUR 53 Mio.
12. Obwohl die GMG via die FGG bis zu Beginn des Untersuchungsverfahrens haupt¬sächlich mit von der SAM zur Verfügung gestelltem Eigenkapital finanziert wurde, haben sich die FGG und auch die GMG zusätzlich bei Dritten Fremdkapital beschafft, dessen Gesamtbetrag die von der GMG an die GEO ausgerichteten Darlehen bei wei¬tem übersteigen (vgl. hiervor Rz. 10 sowie zu den Fremdverbindlichkeiten der FG Gruppe Rz. 23 ff.). Deshalb wurde zu Bewertungszwecken ausschliesslich die mittel¬bare Beteiligung am Eigenkapitalwert (inkl. Liquidationswert) gemäss PWC-Gutachten berücksichtigt (Rz. 10), zumal es sich hierbei um die effektiv geschaffenen Mehrwerte von GEO handelt. D.h. die Konkursliquidatoren bzw. die damaligen Liqui¬datoren gingen bei der Analyse der finanziellen Lage der SAM von einer mittelbaren Beteiligung am Eigenkapital der GEO mit einem geschätzten Wert per Stichtag 1. Au¬gust 2012 von ca. EUR 2.9 Mio. aus.
13. Mittlerweile steht fest, dass die im PWC-Gutachten vorausgesetzten Prämissen min¬destens zum Teil nicht garantiert werden können. Dennoch muss mangels anderer ver¬lässlicher Bewertungen das PWC-Gutachten derzeit als neutraler Massstab genommen werden. Sodann ist darauf hinzuweisen, dass seit Erstellung des PWC-Gutachtens die GMG und die GEO Bayern zusätzliche Mittel in die Projektentwicklung investiert ha¬ben. Per Datum dieses Berichts zusätzliche ca. 10 Mio. EUR, sodass sich die bisheri¬gen Gesamtinvestitionskosten der GEO auf über EUR 30 Mio. belaufen. Dies ändert indessen nichts an der Bewertung des Eigenkapitals der GEO, da dieses nur dann den begutachteten Wert per Stichtag 1. August 2012 aufweist, wenn die GMG und die GEO die für den Abschluss der Pumptests erforderlichen Mittel aufbringen können (vgl. Rz. 6).
B. FWE
14. Die FGG ist Mehrheitsgesellschafterin der FWE (Rz. 1). Diese ist Inhaberin von drei sogenannten Bergrechten, welche die FWE berechtigten, bis zum Juli 2014 an be¬stimmten Stellen in Bayern nach geothermischem Wasser zu suchen. Bis zum Ablauf der jeweiligen Bergrechte muss die FWE die sogenannte 3D-Seismik und Probeboh¬rungen durchgeführt haben. Über das Ergebnis dieser sogenannten Bewirtschaftung der Bergrechte hat die FWE sodann dem zuständigen Ministerium Bericht zu erstatten und im Falle eines geplanten Geothermiekraftwerks eine Bewilligung zwecks Errich¬tung einer (Test-) Bohranlage einzureichen. Erst wenn diese Probeanlagen im Rahmen eines Langzeitpumptests die Wirtschaftlichkeit des geplanten Geothermiekraftwerks belegen, wird (gleich wie beim Projekt in Kirchweidach) eine dauerhafte Wasserför-derbewilligung erteilt werden.
15. Die soeben (Rz. 14) erwähnte sog. Bewirtschaftung von Bergrechten ist äusserst kos¬tenintensiv. Beispielhaft sind die bisherigen Bewirtschaftungskosten des Projekts in Kirchweidach zu erwähnen, die bereits mehr als EUR 30 Mio. verschlungen haben (vgl. Rz. 13). Dies nota bene ohne eine Garantie, dass das geplante Kraftwerk letzt¬endlich wirklich erstellt werden darf bzw. kann. Obwohl also die Berechtigung, an gewissen geografischen Punkten Probebohrungen durchführen zu dürfen, eine Chance für die Zukunft bedeutet, kann einem solchen Bergecht zum heutigen Zeitpunkt kaum ein wirtschaftlicher Wert zugeordnet werden. Ausserdem ist es rechtlich nicht mög¬lich, diese Bergrechte an Dritte zu veräussern bzw. zu übertragen. Vielmehr muss das zuständige Ministerium in jedem Einzelfall prüfen, wem es diese Bergrechte unter welchen Auflagen erteilt. Immerhin ist es für einen allfälligen Rechtsnachfolger mög¬lich, auf bereits erstelltes Messmaterial des Vorberechtigten zurückzugreifen. Die da¬durch eingesparten Investitionskosten können quantifiziert und gegebenenfalls einem neuen Bergrechtsinhaber „verkauft" werden.
16. Laut Angaben der GMG bzw. der FG-Gruppe hat die FWE mit Mitteln der GMG bei einem oder mehreren der drei Bergrechte eine sogenannte 3D-Seismik durchgeführt. Die bislang so investierten Mittel belaufen sich auf ca. EUR 3'000'000.00. Inwiefern die betreffenden Messergebnisse für einen allfällig neuen Bergrechtsinhaber nützlich sind und demzufolge diesem von der GMG oder der FWE „verkauft" werden können, kann im jetzigen Zeitpunkt nicht beurteilt werden. Abgesehen davon, dass für solche Messergebnisse kein funktionierender Markt existiert, fehlt es derzeit an effektiven In¬teressenten bzw. Investoren, die die vorhandenen Bergrechte weiter bewirtschaften würden.
C. enolcon
17. Die enolcon (Rz. 1) ist eine 25.2%-ige Tochtergesellschaft der FGG. Bei der enolcon handelt es sich um eine Gesellschaft, die die Planung von Geothermie- und Solarzel-lenkraftwerken zum Zweck hat. Ausserdem betätigt sich die enolcon in der Forschung für die Entwicklung von Langzeitwärmespeichern. Die enolcon hat u.a. das Kraftwerk in Kirchweidach geplant und betreut dessen Erstellung. Ausserdem ist den Geschäfts¬unterlagen der SAM zu entnehmen, dass die enolcon auch für Dritte Beratungsdienst¬leistungen erbringt. Diese Dienstleistungstätigkeit wirft bis heute indessen keine massgeblichen Gewinne ab.
18. Von grösserem Interesse sind zwei von der enolcon im deutschen Patentamtregister eingetragene Patente betreffend „langfristige Wärmespeicher". Es handelt sich hierbei um die Patente mit den Nummern Aktenzeichen-10 2010 033 571.1 sowie Aktenzei¬chen-10 2010 055 997.0. Ob diese Patente rechtsgültig bestehen und insbesondere ei¬nen materiellen Wert darstellen, ist anhand der vorhandenen Unterlagen nicht festzu¬stellen. Jedenfalls konnte mangels ausreichend liquider Mittel der SAM kein Wertgut¬achten durch die SAM oder die FG-Gruppe in Auftrag gegeben werden. Angebliche Projekte, bei welchen die patentierten Wärmespeicher zum Einsatz hätten kommen sollen (z.B. FROGRESS-CSP-Projekte in Südafrika), wurden mangels Finanzierung eingestellt.
19. Bei dem Erwerb der Geschäftsanteile der enolcon am 17. März 2011 hat sich die FGG dazu verpflichtet, den damaligen Gesellschaftern der enolcon EUR 1'950'000.00 für die erworbenen Anteile von 25.2% zu bezahlen, was auch geschehen ist. Legt man den damaligen Kaufpreis auch einer aktuellen Bewertung der enolcon-Anteile zu Grunde, so beträgt der Wert der mittelbaren Beteiligung der SAM an der enolcon 47.5% des ehemals gezahlten Kaufpreises, d.h. rund EUR 900'000.00.
D. Gesamtbewertung der FGG-Anteile
20. Die Konkursliquidatoren schätzen den aktuellen Wert der 47.5%-Beteiligung der SAM
an der FGG auf maximal rund EUR 4'000'000.00. Dieser Betrag ergibt sich aus dem unter Rz. 10 genannten EUR 2'900'000.00 für die mittelbare Beteiligung an der GEO und den EUR 900'000.00 gemäss Rz. 19 für die mittelbare Beteiligung an der enol-con. Der daraus resultierende Betrag von EUR 3'800'000.00 wurde sodann im Hin¬blick auf den mutmasslichen wirtschaftlichen Wert der sogenannten Bergrechte auf EUR 4'000'000.00 aufgerundet. Dieser Gesamtwert der FGG-Beteiligung setzt aber voraus, dass die FG-Gruppe die weitere Finanzierung des Kraftwerkbaus in Kirchwei-dach sicherstellen kann. Andernfalls müssten sämtliche als Aktiven bilanzierte Pro¬jektkosten abgeschrieben bzw. auf die zulässigen Liquidationswerte reduziert werden, womit die Fremdverbindlichkeiten der FGG (s. hierzu sogleich, Rz. 23 f.) nicht mehr gedeckt wären. Eine Überschuldung der FGG wäre unvermeidlich, und die SAM müsste ihre 47.5%-Beteiligung vollständig auf EUR 0.- abschreiben.
Bemessung des Kaufpreises für die FGG-Beteiligung gemäss Kaufvertrag vom 11. März 2013
21. Ein von der ehemaligen Geschäftsführung der SAM in Auftrag gegebenes „Gutach¬ten- (sogenanntes „BBC-Gutachten" vom 1. März 2012) bewertet die Anteile der SAM an der FGG demgegenüber mit über EUR 50 Mio. Die Konkursliquidatoren ha¬ben gegenüber der F1NMA schon früher ihre Zweifel an diesem Gutachten angemeldet und dieses nicht als zuverlässig beurteilt. Das Gutachten leidet an verschiedenen Män¬geln. Gleichwohl und angesichts der Hinweise von Anlegern der SAM, wonach der Betrieb des Geothermiekraftwerks in Kirchweidach grosse Erträge erwirtschaften könne, war es das Bestreben der Liquidatoren, wenn möglich eine variable Preiskom¬ponente in einen abzuschliessenden Kaufvertrag einzubauen. Auf diese Weise sollte sichergestellt werden, dass die FG-Gruppe die Situation der SAM nicht ausnutzt, und dass die SAM an den zukünftigen Erlösen des Geothermiekraftwerks in Kirchweidach zu Gunsten der Anleger partizipiert.
22. Nachdem sich im zweiten Halbjahr 2012 abzeichnete, dass die Ertragskraft des Geo-thermiekraftwerks unter Umständen massiv unter dem bisher angenommenen Planzah¬len zu liegen kommt, entschieden die Gesellschafter der GEO, d. h. die GEO Bayern und die GMG, das Kraftwerk mit Hilfe einer Fremdfinanzierung zu erstellen und nach Anschluss an das öffentliche Stromnetz umgehend an einen Drittinvestor zu verkau¬fen. Eine Schätzung, zu welchem Preis das fertiggestellte Kraftwerk veräussert werden könnte, war im damaligen Zeitpunkt, und ist auch heute noch, nicht möglich. Basie¬rend auf den damaligen Messergebnissen der begonnenen Langzeitpumptests wurde ein Endverkaufspreis in der Höhe von zwischen EUR 60 Mio. und EUR 90 Mio. in Aussicht gestellt. Die untere Preisspanne ergibt sich dabei aus dem Gesamtunterneh-menswert gemäss PwC-Gutachten von ca. EUR 23.5 Mio. zuzüglich der geplanten Fremdfinanzierung des effektiven Kraftwerkbaus in Höhe von derzeit geschätzten EUR 40 Mio.
23. Die FGG bzw. deren Projektgesellschaft GMG hatten sich im Rahmen ihrer Ge¬schäftstätigkeit zusätzlich zu den von der SAM entgegengenommenen Vermögenswer¬ten andersweitig verschuldet. Diese zusätzliche Aufnahme von Finanzmitteln erfolgte einerseits im Einvernehmen mit der SAM, die daran interessiert war, nebst dem Kraftwerk in Kirchweihdach auch noch andere Kraftwerke gleichzeitig zu entwickeln (sogenannte Multi-Asset-Strategie). Andererseits waren die FGG bzw. deren Projekt¬gesellschaft GMG gezwungen, zusätzliches Fremdkapital zu beschaffen, weil die SAM spätestens seit Eröffnung des Untersuchungsverfahrens vollumfänglich als In¬vestorin ausgefallen war. Von einem allfälligen Verkaufserlös der GMG müssen deshalb die von der GMG und von der FGG eingegangenen Fremdverbindlichkeiten ab¬gezogen werden, um schliesslich den effektiven Erlös der FGG feststellen zu können.
24. Dies wurde im Rahmen der Vertragsverhandlungen bzw. im effektiv am 11. März 2013 unterzeichneten Kaufvertrag anhand einer Aufstellung vorgenommen, die nach dem sogenannten Wasserfallprinzip am Schluss das für die Berechnung des variablen Preisanteils massgebende Eigenkapital errechnet. Die Parteien unterstellten dabei eine rechnerische Liquidation der GMG und der FGG nach erfolgtem Verkauf.
25. ln den Geschäftsunterlagen der SAM waren nur wenige Unterlagen betreffend die Zahlungsströme innerhalb der FGG und der GEO auffindbar. Die heutigen Konkursli¬quidatoren (bzw. damaligen Liquidatoren) waren deshalb darauf angewiesen, dass die FG-Gruppe bzw. die Geschäftsführer der einzelnen Gesellschaften Auskunft über die jeweils erfolgten Zahlungen erteilen. Auch nach Auskunftserteilung war es schwierig, die genaue finanzielle Situation der einzelnen Gesellschaften zu beurteilen. Zahlreiche sogenannte „intercompany loans" d. h. Zahlungsflüsse zwischen den einzelnen Pro¬jektgesellschaften (Schwestergesellschaften), erschwerten die Feststellung des poten¬tiellen Erlöses, der auf das von der FGG gehaltene Eigenkapital entfällt. Beispielswei¬se hat die FWE der GMG ein Darlehen in Höhe von rund EUR 8'000'000.00 ausge¬richtet. Demgegenüber hat die GMG eigene Mittel aufgewendet, um die Bergrechte der FWE zu bewirtschaften (vgl. Rz. 16). Entsprechend wurde vereinbart, dass das Darlehen der FWE nur in Höhe von 50% rechnerisch von den potentiellen Erträgen abgezogen wird.
26. Unter Berücksichtigung aller bestehenden und zukünftigen Verbindlichkeiten der FGG, der GMG und der GEO (insbesondere zusätzliche Fremdmittel zwecks Erstel¬lung des effektiven Kraftwerks), muss die GEO bzw. das Kraftwerk Kirchweidach nach heutigem Kenntnisstand mindestens zu einem Preis von ca. EUR 102 Mio. ver¬kauft werden, damit der 47.5%-Anteil der SAM die geschätzten EUR 4'000'000.00 übersteigt. Angesichts der Differenz der genannten EUR 102 Mio. zum aktuell ge¬schätzten potentiellen Verkaufspreis von max. EUR 90 Mio. (vgl. Rz. 22) war die FG-Gruppe bzw. dic Schikora GmbH nicht bereit, einen höheren Festpreis als die letztlich vereinbarten EUR 350'000.- für die Geschäftsanteile der SAM an der FGG zu bezah¬len. Vielmehr bestand die FG-Gruppe darauf, dass die SAM sowohl am Risiko, als auch an den Ertragschancen von Kirchweidach beteiligt werden solle, was schliesslich mit Vertrag vom 11. März 2013 vereinbart wurde (vgl. zum Wasserfallprinzip Rz. 24).
27. Nach dem Gesagten steht jedenfalls fest, dass die SAM erst dann berechtigt ist, einen Gewinnanteil aus dem Verkauf des Kraftwerks zu verlangen, wenn es der GMG und der GEO gelingt, das Kraftwerk für mindestens ca. EUR 81 Mio. zu verkaufen (wobei in diesem Falle der Anteil von SAM noch gegen EUR 0.- tendiert). Ob dies gelingen wird, muss zumindest im heutigen Zeitpunkt offen gelassen werden.
Der letzte mir bekannte Vertragsentwurf zum Verkauf der Gläubigerforderung war nicht ernst zu nehmen, ich bin auf den neuen Entwurf gespannt - oder ob Herr Oberle sich nur freischiessen möchte...
Thormann Capital / LEO ONE - Gibt es Hoffnung für die Gläubiger?
Die Thormann Capital GmbH sollte nach dem Desaster rund um die SAM AG (Swiss Asset Management Group AG) aus der Schweiz für eine solide, seriöse Zukunft im Bereich der grünen Kapitalanlagen (Green Investments) stehen. Entsprechend wurde es den potentiellen Anlegern angepriesen. Das Geld vermehren und gleichzeitig mit einem nachhaltigen Investment etwas für die Umwelt tun. Dem folgten viele Anleger und gaben der Thormann Capital GmbH vertrauensvoll ihr Geld.
Das böse Erwachen kam für die Anleger im Frühjahr 2013. Seit März 2013 erhielten die Anleger der Thormann Capital keinerlei Auszahlungen mehr. Zunächst hieß es noch, dass mit der nächsten Auszahlung der doppelte Betrag fließen werde. Doch auch diese Versprechungen blieben leere Worte. In der Folgezeit war bei der Thormann Capital GmbH niemand mehr zu erreichen. Emails blieben unbeantwortet, telefonisch erreichte man nur noch einen Anrufbeantworter und selbst aus den Büroräumenin der Elsenheimerstraße 53 in München zog die Thormann Capital geradezu überstürzt aus, ohne dies mitzuteilen. Bis zum Abschalten der Internetseite stand jedoch immer noch die alte Anschrift in der Elsenheimerstraße 53 in München. Diese Umstände ließen schon Vorahnungen aufkommen, welche dann am 11.04.2013 tatsächlich bestätigt wurden: Die Thormann Capital GmbH meldete Insolvenz an.
Unabhängig davon haben sich bereits mehrere Anleger der Thormann Capital GmbH bzw. der LEO ONE Investement GmbH hilfesuchend an die Kanzlei Dr. Schulte und Partner gewandt, gerade auch wegen der Vergangenheit sehr engen Verflechtung mit der SAM AG (Swiss Asset Management Group AG) bzw. deren Tochtergesellschaft BestLife Select AG. Im Verfahren gegen die SAM AG und weitere Gegner vertritt die Kanzlei Dr. Schulte und Partner mehrere hundert Anleger und hat hierzu die "Geschädigtengemeinschaft SAM AG" gegründet, durch welche alle Mandanten regelmäßig von neuen Erkenntnissen profitieren und über alles informiert werden. Es hat sich dabei gezeigt, dass es im Interesse der Anleger vorteilhaft ist, die vielen einzelnen Interessen und Ansprüche zu bündeln. Von der Informationsgewinnung bis hin zur Durchsetzung stellt es sich vorteilhaft dar, für eine Gemeinschaft von Anlegern zu agieren.
Dr. Thomas Schulte hierzu: „Aufgrund dieser positiven Erfahrungen und der vielen Anfragen von Anlegern der Thormann Capital nach einer ähnlichen Lösung, hat die Kanzlei Dr. Schulte und Partner die "Anlegergemeinschaft Thormann / LEO ONE" gegründet und wird auch hier die Interessen der Anleger, die sich dieser Gemeinschaft anschließen wollen, gebündelt wahrnehmen. Die Idee Thormann Capital / LEO ONE entstand ursprünglich aus dem Gedanken heraus, dass das Geschäft der in der Schweiz ansässigen SAM AG aufgrund von erheblichen Problemen dort auf eine deutsche Gesellschaft zu überführen. Die Befürchtung, dass die SAM AG durch die Schweizer Behörden zwangsabgewickelt werden müsse, lag drohend in der Luft, was später auch geschah. Da die Überführung des Geschäfts und der Kunden auf die LEO ONE aus verschiedenen Gründen scheiterte, wurde die LEO ONE separat weitergeführt und später an Herrn Thormann verkauft. Von daher zeigt sich in der Praxis, dass viele der gewonnenen Erkenntnisse aus dem Verfahren SAM AG, auf das Verfahren Thormann übertragbar sind und die gewonnenen Erfahrungen auch hier für die betroffenen Anleger genutzt werden können.“
Die Anleger der Schweizer SAM AG, die Ihre Altersvorsorge in Form von Lebensversicherungen im Glauben an die SAM AG verkauft hatten, hierfür eine ebenso sichere, jedoch renditestärkere Kapitalanlage zu erwerben, hatten in den Monaten viele Sorgen und Leid zu ertragen. Die Gesellschaft wurde aufgrund einer benötigten, jedoch fehlenden Bankgenehmigung liquidiert (abgewickelt). Damals hieß es noch von Seiten der SAM AG, die Anleger müssten sich keine Sorgen machen. Es handele sich lediglich um eine Formalie. Auch jetzt wird oftmals noch das Märchen erzählt, dass es sich lediglich um einen verzeihbaren Formfehler gehandelt habe. Dass das Betreiben eines Einlagengeschäfts, ohne eine hierfür notwendige Bankgenehmigung zu haben eine Straftat darstellt, wird dabei gerne verschwiegen.
Zuletzt teilten die Liquidatoren der SAM AG mit, dass die Aussichten auf umfangreiche Rückzahlungen im Rahmen des mittlerweile eröffneten Insolvenzverfahrens getrübt seien. Da erscheint es vielen Anlegern als ein Geschenk des Himmels, wenn ihnen nun angeboten wird, ihre Forderungen zu verkaufen und als Preis hierfür 100% des bei der SAM AG investierten Geldes zu erhalten. Doch manchmal sind Angebote auch zu schön, um wahr zu sein. Deshalb ist es notwendig, das vermeintlich gute Angebot einmal genau zu prüfen.
Konkret handelt es sich um einen sogenannten Forderungskaufvertrag der Conversio Aidlingen GmbH i.G. Das Kürzel "i.G." heißt dabei "in Gründung" und bedeutet, dass die vermeintliche Rettungsgesellschaft noch nicht einmal vollständig existiert. Nach diesen Verträgen will die Conversio Aidlingen GmbH i. G. den Anlegern ihre Forderungen im Insolvenzverfahren abkaufen und hierfür 100% des damals bei der SAM AG angelegten Geldes bezahlen. Geschäftsführer der Conversio Aidlingen GmbH i. G. ist Herr Gerd Dörrscheidt. Dieser hat seinerzeit über dessen Vertriebsgesellschaft Mundo Invest eine Großzahl an Anleger an die SAM AG vermittelt. Darüber hinaus ist Herr Dörrscheidt ein Geschäftspartner und Vertrauter von Herrn Michael Oberle, welcher nach den bisherigen Erkenntnissen der wesentliche Entscheidungsträger und Strippenzieher der SAM AG gewesen ist. Unbestritten ist Herr Oberle auch bei dem nun als Rettungsaktion betitelten Forderungsankauf mit involviert. Es stellt sich nun die Frage:
Wer kauft eine geringwertige Forderung für 100% des ursprünglichen Wertes auf?
Diese Frage konnte bisher niemand nachvollziehbar beantworten. Solange dies jedoch nicht geklärt ist, erscheint die Seriosität des Angebots zweifelhaft.
Auch die Konkursliquidatoren der SAM AG aus der Schweiz hatten zuletzt indirekt vor dem Abschluss eines solchen Vertrages gewarnt, da die wesentlichen Fragen bislang nicht geklärt seien. Auch von Seiten der Ermittlungsbehörden wurden Zweifel angemeldet, ob aus objektiver Sicht die Umsetzbarkeit des Vertrags möglich sei. Zudem sei fraglich, ob die für diese "Rettung" benötigten Gelder aus seriösen Quellen stammen. Hierbei sei erwähnt, dass die Staatsanwaltschaft München I bereits seit 2011 strafrechtliche Ermittlungen wegen Betruges und anderer Delikte gegen Herrn Oberle und weitere Verantwortliche der SAM AG sowie der BestLife Select AG führt. Es ist in diesem Zusammenhang bislang auch ungeklärt, woher das für die Umsetzung der Verträge benötigte Geld kommen soll. Je nach Anzahl der Abschlüsse, kann sich das Volumen schnell in Millionenhöhe schrauben. Die Conversio Aidlingen GmbH befindet sich momentan noch in Gründung, weshalb Eigenmittel der Gesellschaft wohl auszuschließen sind. Der Investor, der angeblich hinter diesem Verkaufsangebot stecken soll, wäre lediglich als Geldgeber involviert. Doch warum sollte ein Investor mehrere Millionen Euro zur Verfügung stellen, um möglicherweise wertlose Forderungen zu erwerben? Schließlich erwirbt die Conversio Aidlingen GmbH mit dem Kauf Ihrer Forderungen keine Stimmrechte oder Gesellschafteranteile.
Wieso möchte die Conversio Aidlingen GmbH somit die Forderungen aufkaufen? Welche Interessen stecken dahinter?
Wenn man sich den Kaufvertrag genauer anschaut, stellt man schnell fest, dass ein wesentliches Interesse darin besteht, bereits laufende zivilrechtliche Gerichtsverfahren sowie Strafermittlungen zu beenden. So wird im Vertrag unter § 6 Abs. 2 und 3 klargestellt, dass die Conversio Aidlingen GmbH, nachdem sie die Forderungen und Ansprüche erworben hat, berechtigt ist, bereits laufende Verfahren vor Gericht ruhend zu stellen, anhängig gemachte Klagen zurückzunehmen, auf die weitere Geltendmachung von Ansprüchen zu verzichten usw. Zudem besteht nach § 6 Abs. 3 die Verpflichtung, bereits gestellte Strafanzeigen gegen verantwortliche Personen der SAM AG zurückzunehmen.
Wenn man sich nun nochmals in Erinnerung ruft, dass hinter dieser vermeintlichen Rettungsaktion Herr Michael Oberle steckt, so kann man klar erkennen, welche Absicht hiermit verfolgt wird. Dieser sieht sich bereits jetzt einer Vielzahl von Verfahren ausgesetzt.
Darüber hinaus wird in dem Vertrag eine einmalige Bearbeitungsgebühr veranschlagt. Je nach Version des Vertrages, beläuft sich diese auf 75,00 € bzw. 150,00 €, welche vom Verkäufer, als vom Anleger, zu zahlen ist. Es erscheint schon befremdlich, dass der geschädigter Anleger der SAM AG nun für eine vermeintliche Rettung auch noch eine Bearbeitungsgebühr zahlen soll, um einen Vertrag zu schließen, mit dem insbesondere Herr Oberle vor weiteren zivilrechtlichen oder strafrechtlichen Verfolgungen bewahrt wird.
Weiter lässt sich aus dem Vertrag erkennen, dass ein weiteres großes Interesse darin besteht, Kundendaten zu erfassen und sich ebenfalls vom Anleger selbst genehmigen zu lassen, diese Daten an Dritte weiterzugeben. Sofern der Conversio Aidlingen GmbH lediglich daran gelegen wäre, den Anlegern den entstandenen Schaden zu ersetzen, wäre eine Weitergabe der Daten an Dritte höchstwahrscheinlich nicht notwendig. Es steht jedoch zu befürchten, dass Kundendaten, entgeltlich oder unentgeltlich, zu Werbezwecken weitergegeben werden. Dies wäre im Rahmen der Angelegenheit SAM AG nicht der erste Versuch, um für die Vermittlung neuer Kapitalanlagen an die zahlreichen Kundendaten zu gelangen. Bereits Anfang des Jahres 2013 wurde lauthals eine "Rettungsaktion" angekündigt und hierzu mehrere Infoveranstaltungen in München durchgeführt. Eingeladen waren damals hauptsächlich die Vertriebsunternehmen, die ihre Kunden an die SAM AG vermittelt hatten. Aus der angekündigten Rettungsaktion für die Anleger wurde jedoch nichts, da sich sehr schnell herausstellte, dass das verfolgte Interesse tatsächlich darin bestand, an das gut organisierte Vertriebsnetz der SAM AG und deren Kundendaten zu gelangen, um so den Anlegern neue Investitionsmöglichkeiten anbieten zu können. Dies als "Rettung" zu deklarieren, grenzt angesichts der Verluste der Anleger an Hohn.
Vertrag ist nicht gleich Vertrag
Weiter ist in dem Forderungskaufvertrag der Conversio Aidlingen GmbH erwähnenswert, dass der Vertrag, dessen Überschrift ''Forderungskaufvertrag'' lautet, im Grunde aus juristischer Sicht nicht ein solcher ist. Wenn der Anleger diesen Vertrag unterschrieben zurück an die Conversio Aidlingen GmbH sendet, gibt er ausschließlich ein Angebot seinerseits auf Abschluss eines solchen Vertrages ab. Die Conversio Aidlingen GmbH ist nicht daran gebunden und kann frei entscheiden, ob sie das Angebot annimmt. Die Conversio Aidlingen GmbH hat ein Recht (Option) auf Annahme des Angebots bis zum 31.01.2014 im Vertrag mit eingearbeitet. Dies bedeutet, dass der Anleger bis zum 31.01.2014 quasi handlungsunfähig sind. Wird er trotzdem zwischenzeitlich tätig und macht Ansprüche gegen Herrn Oberle oder andere Verantwortliche geltend, kann die Conversio Aidlingen GmbH jederzeit die Option ziehen und das Angebot des Anlegers auf Abschluss des Vertrages annehmen. Möglicherweise entstandene Kosten würden dann vom Anlegern zu tragen sein, da die Conversio Aidlingen GmbH unter § 6 Abs. 4 geregelt hat, dass Kosten der Rechtsverfolgung beim Anleger verbleiben. Eingereichte Klagen können nach Angebotsannahme durch die Conversio Aidlingen sofort zurückgenommen werden. Die Anwalts- und Gerichtskosten hierfür werden dem Anleger auferlegt.
Darüber hinaus besteht jedoch die noch größere Gefahr, dass die Anleger aufgrund des im Schwebezustand sich befindlichen Angebots auf Abschluss eines solchen Vertrages untätig bleiben. Die Conversio Aidlingen kann die Anleger mit der Annahme des Vertrages bis mindestens 31.01.2014 hinhalten. Parallel hierzu laufen jedoch Verjährungsfristen weiter. Dies kann zur Folge haben, dass die Anleger bei einer später beabsichtigten Geltendmachung von Ansprüchen gegen die in dem Vertrag genannten Personen mit der Durchsetzung ausgeschlossen sind, da die Ansprüche mittlerweile verjährt wären.
Insofern bestehen hier erhebliche Zweifel an der Seriosität des Vertrages und darüber hinaus versteckte Gefahren, welche erst später zum Tragen kommen würden. Bislang sind diese Fragen und Probleme von niemandem aus der vermeintlichen "Retter-Ecke" beantwortet worden.
Durchaus verständlich stellt sich dieses Angebot für viele Anleger als vielversprechend dar und weckt Hoffnungen. Solange jedoch nicht sichergestellt ist, dass die Anleger mit Abschluss dieses Vertrags nicht neue Probleme eingehen, ist von einem übereilten Abschluss des Vertrags abzuraten.
Es ist zudem zu vernehmen, dass von Seiten der betroffenen Vertriebsunternehmen die Umsetzung dieses Vertrags teilweise sehr forciert und dem Anleger dazu geraten wird. Es ist bislang nicht nachgewiesen, ob den Vertriebsunternehmen und freiberuflichen Vertrieblern im Zusammenhang mit diesem Vertrag vorgegeben wird, dass sie für ein neues Kapitalanlage-Produkt wieder Anlegergelder einzusammeln haben. Es wird sich erst in Zukunft zeigen, ob dies der Fall ist oder nicht. Den betroffenen Vertriebsunternehmen und Vertrieblern sollte jedoch auch bewusst sein, dass die Conversio Aidlingen GmbH nach Erwerb der Forderung und der daraus resultierenden Rechte auch berechtigt ist, mögliche Schadensersatzansprüche gegen sie durchzusetzen.
Insgesamt sieht der Forderungskaufvertrag auf den ersten Blick hervorragend aus. Bei näherem Hinsehen tun sich jedoch große Probleme und unbeantwortet Fragen auf, die vor Abschluss eines solchen Vertrags bzw. vor Abgabe eine Angebots hierzu zunächst zu klären sind.
Es scheint die blanke Angst vor Regressforderungen der 4.500 SAM AG-Anleger zu sein, die den Ex-SAM AG-Chef Michael Oberle (49) und den Ex-BESTLIFE SELECT AG-Vermittler Gerd Dörrscheidt (44) dazu bewogen, den Anlegern ein Abtretungsangebot zu unterbreiten, bei dem die Anleger wie schon damals die Lebensversicherungspolicen nun die Forderungen an die SAM AG an die alten SAM AG-Verantwortlichen abtreten sollen. Eine Auszahlung soll auf Raten erfolgen.
Mit der Abtretung verpflichten sich die Anleger, auf alle Regressanforderungen gegen die alten SAM AG-Verantwortlichen sowie auf Strafanzeigen zu verzichten.
Ob die SAM AG-Verantworltichen die abgetretenen Forderungen überhaupt bezahlen können, ist mehr als fraglich. Es gibt keinen Nachweis über einen angeblichen Investor. Es gibt keinen Liquiditätsnachweis, dass für das Unterfangen (Forderungskauf) Kapital zur Verfügung steht.
Die Vermittler sollen neues Kapital heranschaffen. Die Dummen wären dann die neuen Anleger, die in wertlose Forderungen investieren. Die Vermittler wären nicht wirklich aus dem Schneider. Sie wären erpressbar, denn die Forderungen werden bei Oberle und Dörrscheidt gebündelt und wären jederzeit aktivierbar.
Von den 44 Millionen Euro, die die SAM AG-Anleger eingezahlt haben, sind nun im Konkursverfahren nur noch rund eine halbe Million Euro in bar und rund 4 Millionen Euro Vermögenswert an einem zu verkaufenden Anteil eines noch nicht gebauten Geothermiekraftwerks im bayerischen Kirchweidach da.
Die Rechnung geht einfach nicht auf. Es scheint nur ein Spiel auf Zeit zu sein und ein Versuch, sich ohne Geld von Schadensersatzprozessen frei zu kaufen. Lesen Sie unseren Bericht:
Nun ist es gewiss. Das zuständige Amtsgericht München hat am26.06.2013 bekanntgegeben, dass das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Thormann Capital GmbH und der Thormann Green Energy Verwaltungs GmbH zum 19.06.2013 eröffnet worden ist. Die Anleger werden in der nächsten Zeit hierüber informiert werden.
Die Thormann Capital GmbH mit dem Geschäftsführer Michael Thormann stand für eine solide und seriöse Zukunft im Bereich der grünen Kapitalanlagen (Green Investments). So jedenfalls, wenn man den Werbebroschüren und Anpreisungen auf der Internetseite der Thormann Capital Glauben geschenkt hat. Das Vertrauen der Anleger sollte mit Seriosität wieder aufgebaut werden. Denn nach dem Desaster rund um die Swiss Asset Management Group AG (kurz SAM AG) hofften viele Anleger auf den „Retter“ Thormann Capital GmbH und gaben dieser vertrauensvoll ihr Geld.
Probleme rufen Durchhalteparolen und Hinhaltetaktik auf den Plan
Nach Angaben des Insolvenzverwalters verwaltete die Thormann Capital zuletzt über ein Anlagevermögen in Höhe von ca. 6,3 Mio. €. Die Thormann Capital entstand, als der Alleingesellschafter und Geschäftsführer, Herr Michael Thormann, die LEO ONE Investment GmbH im September 2012 übernahm. Damals wurde von Seiten der Thormann Capital noch mit großer Kompetenz für eine sichere und renditestarke Kapitalanlage geworben. Doch anscheinend schon zur Jahreswende 2012/2013 gab es gravierende Probleme bei der Thormann Capital, sodass diese offenbar gezwungen gewesen ist, mehrere Mitarbeiter zu entlassen und auch an anderen Stellen einzusparen. Spätestens seit März 2013 war ersichtlich, dass die Probleme bei der Thormann Capital gravierend sind und die Durchhalteparolen der Gesellschaft nur Hinhaltetaktik sind. Damals wurde den Anlegern noch gesagt, dass die im Februar ausgebliebenen Ausschüttungen mit der nächsten Auszahlung im März nachgeholt werden würden, was natürlich nicht der Fall war.
Wer kauft die berühmte Katze im Sack?
Doch die Probleme und Verfehlungen lagen offenbar bereits in der Vergangenheit. So hat der neue Eigentümer der Thormann Capital es bei der Übernahme der LEO ONE im Herbst 2012 anscheinend unterlassen, sich eine Stichtagsbilanz vorlegen zu lassen oder einen Kassensturz zu machen. Erst Monate später hat man offenbar feststellen müssen, dass die Thormann Capital ihre Verpflichtungen gegenüber den Anlegern mit den vorhandenen Assets (Investitionen in Sachwerte) nicht bedienen kann. Man hat anscheinend schlichtweg "die Katze im Sack gekauft". Am Ende sind jedoch wieder die Anleger die Leidtragenden.
Sorglos mit fremden Geld umgehen
Der Vorgang wiegt nämlich deshalb umso schlimmer, da es sich hier um Anlegergelder dreht, die viele Kleinanleger im Vertrauen auf die Aussagen von Herrn Thormann und den vorherigen Verantwortlichen bei der Thormann Capital oder zuvor der LEO ONE angelegt hatten. Nun zu erfahren, mit welcher Sorglosigkeit mit deren Geldern umgegangen wurde, macht viele Anleger sprachlos und wütend.
Es bleibt nun abzuwarten, welche Vermögenswerte noch vorhanden sind, die im Insolvenzverfahren an die Anleger verteilt werden können. Wichtig für die betroffenen Anleger und ihre Familien ist jedoch, dass schon frühzeitig mögliche Schadensersatzansprüche gegen weitere Beteiligte durchgesetzt werden. Nach Ansicht der Rechtsanwälte der Kanzlei Dr. Schulte und Partner ist hier insbesondere auch dem Geschäftsführer und Alleingesellschafter der Thormann Capital, Herrn Michael Thormann, ein direkter Vorwurf zu machen, der eine Durchgriffshaftung begründet. Die Kanzlei Dr. Schulte und Partner hat für Mandanten bereits begonnen, Schadensersatzansprüche gegen mögliche Gegner durchzusetzen. Um die Interessen der vielen Anleger zu bündelt und zusammen durchzusetzen, wurde die „Anlegergemeinschaft Thormann/LEO ONE“ gegründet. Es hat sich dabei in der Vergangenheit gezeigt, dass durch die Bündelung der Interessen und Ansprüche das Recht der Anleger besser und effektiver durchgesetzt werden kann.
Anlegern, die erst jetzt von der Insolvenz der Thormann Capital erfahren, ist zu raten, sich schnellstmöglich von einem im Bank- und Kapitalmarktrecht erfahrenen Rechtsanwalt beraten zu lassen.
Oh je, statt in Gold, Silber, Immobilien, Juwelen und Kunst würden die 4.500 SAM AG-Geschädigten, die dem Rettungsschirm-Angebot des einstigen SAM AG-Vermittlers Uwe Dörrscheidt aus Aidlingen in Baden-Württemberg (Conversio Aidlingen GmbH in Gründung) folgen würden, in Wahrheit lediglich in die PR-Maschinerie des einstigen SAM AG-Bosses Michael Frank Oberle aus Würzburg investieren.
Nichts anderes stellt die als neues Investitionsobjekt angepriesene Magna Aurelia Investment GmbH aus München dar, die eigens nach dem Schweizer Disaster zur Bejubelung von Oberles Neuanfang in Deutschland im vorigen Jahr die NAWITO Verlag GmbH gegründet hat, der Oberle als einzigem Medium ein Interview gab.
Inhaberin der Magna Aurelia Investment GmbH und der NAWITO Verlag GmbH ist die Münchener Steuerberaterin Beata Baroth, die voriges Jahr im März Oberle ein als Gefälligkeitsgutachten eingestuftes Gutachten über einen angeblichen Wert der SAM AG-Beteiligung am Geothermiewerk Kirchweidach in Bayern in Höhe von rund 53 Millionen Euro fertigte. Die Unternehmensberatung PriceWaterhouseCoopers kam in ihrem PWC-Gutachten im Sommer 2012 nur auf maximal 4 Millionen Euro.
Der nun angebotene Rettungsschirm gliche einem mathematischen Wunder, denn, um die Versprechen zu erfüllen, müsste die Magna Aurelia Investment GmbH, die bis vor einem Jahr noch eine Trockenbau-Bude war, im Jahr knapp 50 Prozent Rendite erwirtschaften, wie der Berliner Anlegerschutzanwalt Dr. Thomas Schulte errechnete, der hunderte Geschädigte vertritt.
Wo sind die Anlegergelder hin?
Seit längerem gibt es viele Spekulationen über die Situation der Thormann Capital GmbH (ehemals Leo One Investment GmbH). Diese war mit vielen Vorschusslorbeeren im Herbst 2012 gestartet, als Herr Michael Thormann die Leo One für, wie sich jetzt herausstellte, für genau 1 Euro kaufte, um daraus ein erfolgreiches Investmentunternehmen aufzubauen, welches hauptsächlich im Bereich der erneuerbaren Energien investieren wollte. Der Insolvenzverwalter der zwischenzeitlich sich in Insolvenz befindlichen Thormann Capital hat nun nach einer mehrmonatigen Prüfungsphase festgestellt, dass ein Großteil der vereinnahmten Gelder verschwunden ist.
Die Kanzlei Dr. Schulte und Partner steht seit längerem mit dem Insolvenzverwalter in Kontakt. Insbesondere auch deshalb, weil die Querverbindung zur SAM AG und deren Tochtergesellschaften sehr eng ist. So stellt der Insolvenzverwalter in seinem Gutachten selbst auf die enge Verflechtung ab. Den Rechtsanwälten der Kanzlei Dr. Schulte und Partner vermuteten bereits seit einiger Zeit, dass die Leo One Investment GmbH, welche später zur Thormann Capital wurde, ausschließlich dafür gegründet wurde, um die drohende Liquidation der SAM AG in der Schweiz zu umgehen. Bereits damals versuchte man, das gesamte Geschäft und alle Anleger der SAM AG auf die deutsche Leo One zu übertragen. Einzig die Schweizer Finanzmarktaufsicht Finma und die deutsche BaFin machten einen Strich durch die Rechnung.
Die Kanzlei Dr. Schulte und Partner vertritt in der Angelegenheit SAM AG mehrere hundert Anleger und hat hierzu eine Geschädigtengemeinschaft ( bit.ly/1cIO5PP ) gegründet. Die Parallelen zur Thormann Capital sind dabei gravierend. In diesem Zusammenhang fanden bereits frühzeitig Gespräche zu einer möglichen Auffanglösung der SAM AG statt, an denen auch der Geschäftsführer und Alleingesellschafter der Thormann Capital, Herr Michael Thormann teilnahm. Damals wurde Herr Thormann als ein kompetenter Fachmann im Bereich der erneuerbaren Energien vorgestellt, der die LEO ONE unter neuem Namen zum Erfolg führen sollte. Nun kommen jedoch Details ans Tageslicht, die nicht nur von kaufmännischer Blauäugigkeit zeugen, sondern möglicherweise auch von einem vorsätzlichen Schneeballsystem. Der Insolvenzverwalter Rechtsanwalt Willrodt von der Pluta Rechtsanwalts GmbH aus München spricht in seinem Prüfbericht offen den Verdacht eines Schneeballsystems aus. Es sei hier von Anfang an höchst fraglich gewesen, ob die Thormann Capital die den Anlegern versprochenen Ausschüttungen hätte zahlen können.
Diese Frage stellte sich offenbar selbst Herr Thormann, als er Anfang März 2013 ein Schreiben an die Anleger verfasste, worin er davon sprach, dass die vorhandenen Investitionen strukturell nicht zu den Zahlungsverpflichtungen gegenüber den Anlegern passten. Mit anderen Worten: Wir verdienen nicht genug, um die Anleger auszuzahlen. Dieses der Kanzlei Dr. Schulte und Partner ( www.dr-schulte.de/ ) vorliegende Schreiben wurde jedoch im Entwurf gestoppt und erreichte niemals die Anleger. Offensichtlich wollte man die Anleger gezielt im Dunkeln lassen. Nun stellt der Insolvenzverwalter in ungewöhnlicher Direktheit fest, dass bei der Thormann Capital anscheinend an vielen Stellen Chaos geherrscht habe. Der Insolvenzverwalter erklärte in seinem Gutachten sogar, dass es aus seiner Sicht nicht nachvollzogen werden könne, wieso Herr Thormann die Leo One und die Verantwortung übernommen habe.
Wo ist das fehlende Geld hin?
Es stellt sich nun die Frage, wie die Thormann Capital in so kurzer Zeit so viel Geld hat verschwinden lassen können. Teilweise liest sich das Gutachten des Insolvenzverwalters wie ein Krimi. Das Urteil ist jedoch vernichtend. Von den ca. 6,49 Mio. Euro, sind etwa 3 Mio. Euro nicht aufzufinden. Der Insolvenzverwalter hat zwar offenbar Feststellungen getroffen, wonach ca. 906.000 Euro an Vertriebsprovisionen geflossen sein sollen. Zudem sollen die Rechtsanwälte, welche seinerzeit als Treuhänder die Vorverträge der Anleger gekündigt haben, ca. 200.000 Euro erhalten haben. Und dabei handelte es sich ausschließlich um Beratungskosten. Darüber hinaus haben die Treuhänder offenbar für jeden durch sie gekündigten Vorvertrag zusätzlich eine Provision von 2 Prozent erhalten. Bei den genannten Rechtsanwälten handelt es sich um die bereits bekannten Rechtsanwälte, allen voran die Rechtsanwälte Michael Maier und Markus Saller, die auch schon bei einer Vielzahl der 4.500 SAM-Kunden deren Vorverträge gekündigt und das Geld an die SAM AG weitergeleitet haben. Die Kanzlei Dr. Schulte und Partner hat die genannten Anwälte, wie auch weitere Rechtsanwälte, bereits in Anspruch genommen und bereit umfangreiche Klageverfahren vor.
Vertuschung gescheitert
Der ursprüngliche Sinn und Zweck der Leo One, nämlich von der drohenden Katastrophe SAM AG abzulenken oder diese womöglich nicht verhindern zu können, ist offenkundig gescheitert. Dass dies wiederum auf dem Rücken neuer Anleger, die wiederum ihr Geld zu verlieren drohen, ausgetragen wurde, scheint den verantwortlichen Personen egal zu sein. Anders kann dies nicht gesehen werden. Der Insolvenzverwalter stellt in seinem Gutachten fest, dass Gründungsgesellschafter der Leo One unter anderem Herr Oberle gewesen ist, der schon bei der SAM AG als Alleingesellschafter und Hauptverantwortlicher agierte. Aufgrund des öffentlichen Drucks und der permanenten Berichtserstattung, unter anderem durch die Kanzlei Dr. Schulte und Partner, entschied man sich offensichtlich, Herrn Oberle aus dem Amt zu entfernen, um weiteren Schaden für die Gesellschaft durch seinen beschädigten Namen zu verhindern. Daran zeigt sich, dass man bewusst versuchte, neuen Anlegern die unrühmliche Vergangenheit vorzuenthalten.
Neben den vielen Hiobsbotschaften, enthält das Gutachten jedoch auch etwas Hoffnung für die Anleger. So sei ein Betrag in Höhe von ca. 2,5 Mio. Euro, welche die Thormann Capital als Darlehen an die SC Vermögensverwaltungs GmbH gegeben hatte, nach Ansicht des Insolvenzverwalters bislang nicht abzuschreiben. Bei der SC Vermögensverwaltungs GmbH handelt es sich um eine Gesellschaft, zu zur Strasser-Gruppe gehört und hauptsächlich in eine Biogasanlage investiert. Nach Angaben des Geschäftsführers der SC soll das Darlehen ordnungsgemäß bedient und nach Ablauf der Laufzeit zurückgezahlt werden. Dies ist ein Lichtblick für die gebeutelten Anleger. Der Haken dabei ist jedoch, dass dieses Darlehen, wie schon von der SAM AG bekannt, wiederum als nachrangiges Darlehen ausgegeben wurde. Dies bedeutet, dass die Thormann Capital im Falle der Insolvenz der SC Vermögensverwaltungs GmbH erst dann etwas erhält, wenn alle anderen Gläubiger ihr Geld erhalten haben. Dies ist in einer Insolvenz die absolute Ausnahme.
Es wird daher abzuwarten sein, ob die Forderungen der Thormann gegenüber Dritten realisiert werden können. Schon jetzt steht bereits fest, dass die vermeintliche SAM-Rettung nur zu einem größeren Verlust für die Anleger geführt hat. Es zeigt sich schlicht, dass vernichtete Gelder durch Rettungsgesellschaften und neue Anlageprodukte nicht einfach so wieder hergezaubert werden können. Auch wenn sich für die geschädigten Anleger die Chance auf Rückerhalt ihrer Gelder bietet, sollten diese einen kühlen Kopf behalten, um einen zusätzlichen Verlust zu vermeiden.
SAM AG Geschädigtengemeinschaft - Thormann Capital GmbH als Retter ist insolvent
Aktuelles Insolvenzgutachten spricht von möglichen Straftaten durch ein Schneeballsystem –
Die Thormann Capital GmbH, Gautinger Straße 10, 82319 Starnberg ist insolvent (Antrag vom 11.04.2013 durch Michael Thormann). Auf Anordnung des Amtsgerichts München wurde das Geschäftsgebaren durchleuchtet. Die Ergebnisse sind niederschmetternd für Anleger.
In der Vergangenheit kündigten tausende Geldanleger ihre sichere Lebensversicherung und brachten die Rückkaufswerte als Darlehen in die Schweizer SAM AG - geführt durch Herrn Michael Oberle - ein. Das große Investment scheiterte kläglich, die SAM AG wurde mangels Bankgenehmigung durch die Schweizer Finanzaufsicht amtlich geschlossen und befindet sich derzeit in Insolvenz. Rechtsanwälte Dr. Schulte und Partner vertreten in einer „Geschädigtengemeinschaft“ ( bit.ly/13qdA4x ) hunderte Opfer und haben erfolgreich gegen die SAM AG und den Hintermann Oberle geklagt.
Die Gesellschaft, die erst Leo One Investment GmbH hieß, bestand erst seit März 2012; später wurde der Name in Thormann Capital GmbH geändert. In der Liste der Gesellschafter taucht der Name Michael Oberle auf, dessen Schweizer Firma SAM AG bereits verboten worden ist. Neben Auffälligkeiten wie Treuhandverträgen und chaotischen Buchführungen besteht ein klarer zeitlicher Zusammenhang zu den Schweizer Ermittlungen.
Die Thormann Capital GmbH sollte als Investmentgesellschaft Anlageprodukte im Bereich "Grüner Energie" anbieten und Gelder einsammeln. Festgestellt wurde, dass nach Bekanntwerden der Schweizer Ermittlungen durch die Finanzaufsicht Finma in Deutschland die Thormann Capital GmbH gegründet wurde. Dr. Thomas Schulte, Rechtsanwalt: "Nachdem die Staatsaufsicht in der Schweiz drängende Fragen stellten, sollte das Geschäft eben in Deutschland weitergehen!"
Christian Schulter, Rechtsanwalt: "Wir haben es schwarz auf weiß: Die Thormann Gesellschaften dienten dazu, die amtliche Schließung der SAM AG durch die Schweizer Behörden zu unterlaufen, indem Verträge, die in der Abwicklung mit der SAM AG waren, durch die Leo One übernommen wurden."
Als nächste Schritte werden die Rechtsanwälte Dr. Schulte und Partner weitere Klagen einreichen ( bit.ly/17RPpIg ) und eine weitere Informationsveranstaltung in Berlin für betroffene Anleger, Mandanten und Vertriebler durchführen. Hierzu wird gesondert eingeladen.
Dr. Thomas Schulte: "Staatliche streng überwachte Lebensversicherungen sind bekanntlich in Verruf geraten (zu wenig Rendite), wir haben aber in den letzten Jahren gelernt, dass es fatal ist, diese Geldanlage vorschnell zu kündigen, um dann das Geld irgendwo anders unterzubringen. Hier sollte man sich vorher umfassend beraten lassen und Informationen einholen. Wir warnen auch, sich jetzt erneut auf unklare Rettungsversuche und Versprechungen rund um die SAM AG einzulassen."
Erst vor einigen Jahren wurde im Rahmen von umfangreichen Reformen die Finanzmarktaufsichtsbehörde Finma in der Schweiz aus verschiedenen Vorgängerbehörden gegründet.
Dort sollten nun die Aufgaben und Kompetenzen gebündelt werden. Nun steht die Behörde kopflos dar, nachdem der Chef der Finma, Direktor Raaflaub überraschend hingeschmissen hat. Nach Angaben des scheidenden Direktors wäre es Zeit für eine Neuausrichtung, so die Meinung vieler Experten.
Als wäre dies nicht genug, könnte nach dem Rücktritt des Direktors bald der zweite wichtige Posten bei der Finma vakant werden. Die Verwaltungsratspräsidentin Anne Héritier Lachat hatte nach verschiedenen Medienberichten angekündigt, vorzeitig aus dem Amt scheiden und nicht das bis 2016 laufende Mandat erfüllen zu wollen. Private Gründe seien ausschlaggebend für das vorzeitige Ausscheiden gewesen, wie die Präsidentin der Finma selbst mitteilte.
Kompetenz- und Aufgabenbündelung der Finanzmarktaufsichtsbehörde
Das Bild, das dabei von der Finma gezeichnet wird, wirkt nicht vertrauenswürdig. Gerade zwischen den beiden obersten Chefs der Finma soll es in der Vergangenheit öfter zu Unstimmigkeiten gekommen sein. So habe sich der öffentlich stark kritisierte Direktor Raaflaub intern mehr Unterstützung von der Präsidentin und dem Verwaltungsrat gewünscht, wurde jedoch alleine stehen gelassen.
Inwieweit die nun an die Öffentlichkeit geratenen Vorwürfe mit den Rücktritten zu tun haben, kann nur spekuliert werden. Dabei ist zuletzt bekannt geworden, dass die Finma über Jahre hinweg Aufträge an Beratungsunternehmen und andere Verträge unter der Hand vergeben habe. Über 60 Mio. Franken seien so in den letzten Jahren für Aufträge ausgegeben worden, ohne dass diese Aufträge ausgeschrieben worden seien. Die Schweizer "Aargauer Zeitung" titelte deshalb schon im Dezember 2013 "Niemand beaufsichtigt die Aufseher" und schrieb weiter: "Gut möglich, dass der Finma bei der Vergabe von Millionenaufträgen bald besser auf die Finger geschaut wird. Bisher genoss sie offensichtlich Narrenfreiheit."
Abwicklung SAM Management Group AG – Finma beauftragt Liquidatoren
Ähnliche Vorwürfe gäbe es bereits bei früheren Vorgängen. So zum Beispiel bei der Abwicklung der SAM Management Group AG aus Hergiswil in der Schweiz. Hierbei handelte es sich um eine Schweizer Gesellschaft, die von Deutschen Kunden Lebensversicherungen aufkaufte. Hieraus sollten Renditen erzielt und das eingezahlte Geld verdoppelt oder teilweise sogar verdreifacht werden. Nach mehr als drei Jahren, die die SAM AG in der Schweiz unbehelligt tätig sein konnte und Gelder in zweistelliger Millionenhöhe einsammelte, warf die Finma der SAM AG vor, ein genehmigungspflichtiges Einlagengeschäft zu betreiben. Für ein solches Geschäft sei eine Bankgenehmigung notwendig, die bei der SAM AG jedoch nicht vorlag, was zur Folge hatte, dass die SAM AG geschlossen und abgewickelt wurde.
Von der Finma beauftragte und fürstlich bezahlte Liquidatoren übernahmen diese Aufgabe und die Geschäfte der SAM AG. Dabei gab es immer wieder von Seiten der Anleger Vorwürfe, die Liquidatoren würden nicht ausreichend informieren. Zudem wurde der Verdacht geäußert, die vorhandenen Sachwerte wurden zu wesentlich zu niedrigen Preisen verkauft, was vor allem zu Lasten der deutschen Anleger der Gesellschaft gehe. Zudem seien die gegenüber der Finma in Abrechnung gebrachten Kosten in keiner Relation zu den vorhandenen wirtschaftlichen Verhältnissen der SAM AG. Allein die Kosten für das von den Liquidatoren erstellte Gutachten und die weitere Tätigkeit bis zur Abwicklungsverfügung betrugen über 280.000 Schweizer Franken.
Die Hoffnung ruht nun auf dem designierten neuen Direktor der Finma, dem Ex-Banker und britischen Staatsbürger Mark Branson. Dieser ist offenbar schon längere Zeit bei der Finma Wunschkandidat auf den Posten des Direktors. Nach dem überraschenden Ausscheiden des bisherigen Direktors Raaflaub hatte Branson die Geschäfte bereits vorübergehend geleitet. Nach Medienberichten der Zeitung "Südostschweiz" sei Branson bereits vom Verwaltungsrat der Finma zum neuen Direktor gewählt worden, allerdings bislang nur unter Vorbehalt. Der Schweizer Bundesrat, der die Wahl noch genehmigen müsse, blockiere die endgültige Wahl jedoch, da, wie schon bei den vergebenen Millionenaufträgen, auch hier kein Auswahlverfahren durchgeführt worden sei.
Es scheint ganz so, als hätte die 2009 vorgenommene Gründung der Finma und die Bündelung der Kompetenzen nicht nur Positives gebracht. Überall dort, wo die Macht wächst, wächst naturgemäß auch die Gefahr, dass diese missbraucht wird.
Anleger der SAM AG stellen sich weiterhin die Frage, ob eine Klage gegen die Finma und damit gegen den Schweizer Staat zielführend ist, um verlorene Gelder wiederzuerlangen. Hierzu lässt die Kanzlei Dr. Schulte und Partner unter Mitwirkung von Experten aus der Schweiz ein Rechtsgutachten über die Tragfähigkeit einer Staatshaftungsklage erstellen. Zudem muss überprüft werden, ob deutsche Rechtsschutzversicherer oder auch ein Prozessfinanzierer bereit sind, Prozesse in der Schweiz gegen den Schweizer Staat zu finanzieren.
Es bleibt also doppelt spannend in Sachen Finma für die SAM Anleger.
Christian M. Schulter - Rechtsanwalt
"Wir sind sicher, dass wir die zugesagten Kaufpreise, welche einer Verzinsung von circa 4 bis 7,2 Prozent entsprechen, mit Investitionen in Fotovoltaikanlagen und Immobilienhandel erwirtschaften können", sagte SAM-Invest-Geschäftsführer Jürgen Thurm aus Bruchsal in Baden-Württemberg noch im März 2010 der Financial Times Deutschland.
...Am 4. April 2014 beantragte die SAM-Invest Management GmbH die Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Am 12. Juni 2014 wurde das Verfahren eröffnet, am 18. Juni 2014 wurde die
SAM-Invest Management GmbH wegen der Insolvenz aufgelöst, Insolvenzverwalter wurde der Wiesbadener Anwalt Stephan Fluck (Amtsgericht Wiesbaden, Aktenzeichen 10 IN 547/13).
Mit dem Versprechen gegenüber der Financial Times Deutschland hatte sich Thurm weit aus dem Fenster gelehnt...
Die Abkürzung SAM steht im Militärbereich für Surface-to-Air-Missiles, also Boden-Luft-Raketen, die schnell aufsteigen und dann in einigen Kilometern Höhe explodieren.
Wie passend....
Ein Geschädigter der SAM AG (Schweiz) und Bestlife (München) sandte GoMoPa.net folgende Information: "Mit Erschrecken musste ich über einen Bekannten erfahren, der bei Strasser Capital in München tätig ist, dass der ehemalige Vorstand der SAM AG, Michael Hollenbach, bei der Strasser Capital arbeitet. Er würde dort 4.000 Euro im Monat verdienen. Ich weiß es aus erster Quelle. Ich verstehe nicht, wie ein angeblicher Saubermann wie Herr Konstantin Strasser, der immer behauptet hat, er hätte mit den SAM AG Leuten nichts zu tun, jetzt zusammenarbeitet. Es ist ein Schlag ins Gesicht für alle Geschädigten, dass Michael Hollenbach dort 4.000 Euro verdient und einen Firmenwagen über Strasser Capital fährt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt auch sehr schleppend, und er lacht sich ins Fäustchen."
Die SAM Management AG Gläubiger hatten der SAM Management AG Darlehen gegeben. Aufgrund der amtlichen Schliessung der Gesellschaft in der Schweiz sind große Teile des Vermögens der Gesellschaft SAM Management AG verloren. Die rechtlichen Auseinandersetzungen um die Schließung dauern in der Schweiz an, weil die SAM Management AG Rechtsmittel erhoben haben. Gleichwohl befindet sich die Gesellschaft in der Abwicklung durch Schweizer Insolvenzverwalter.
Rechtsanwälte Dr. Schulte und Partner vertreten hier seit Jahren viele Geschädigte.
Klagen und rechtliche Auseinandersetzungen
Dr. Sven Tintemann, Gründungspartner der Rechtsanwälte Dr. Schulte und Partner: "Wir unterstützen im Interesse unserer Mandanten die Anfechtung der Schliessung der Gesellschaft in der Schweiz, auf der anderen Seite benötigen unsere Mandanten jetzt Lösungen für die Vermögensverluste!"
Die Verlautbarungen der Schweizer Insolvenzverwalter lassen befürchten, dass nur sehr geringe Mittel zur Verfügung stehen und dass damit die Gläubiger der SAM AG nur kleinere Rückzahlungen erhalten.
Die rechtlichen Auseindersetzungen mit dem Verwaltungsrat der SAM Management und ihn unterstützende Rechtsanwälte (Treuhänder) laufen weiter. Hier liegen noch keine endgültigen rechtlichen Entscheidungen vor. Teilweise ist es gelunden, mit dem Vorstand Vergleiche zu erwirken.
Lösungsmöglichkeiten ausserhalb von Klagen und rechtlichen Auseindersetzungen
Dr. Sven Tintemann: "Wir hatten es von Anfang an versucht, niemanden zu verteufeln, sondern konstruktive Lösungen zu erwirken. Insbesondere mögen Vertriebsmitarbeiter und Vertriebsorganisationen formal möglicherweise auch in der Haftung sein. Es ist allerdings nicht sinnvoll, diese in die Insolvenz zu treiben." Natürlich müssen wir für unsere Mandanten Verwaltungsrat, Verantwortliche der BestLife AG sowie einige Vermittler in die Haftung nehmen.
Vergleichsmöglichkeiten durch die FG Gruppe Regensburg
Die Rechtsanwälte haben mit verschiedenen Vertrieben über Vergleichsmöglichkeiten verhandelt und unterschiedliche Ergebnisse bzw. Willenserklärungen erzielt. Auch hier sind die Aktivitäten noch nicht am Ende. Die FG Gruppe in Regensburg hat sich nach langwierigen und mehrjährigen Verhandlungen bereit erklärt ihren Beitrag zur Kompensation des Schadens zu leisten. Dieses unabhängig von der Frage, ob die Unternehmensgruppe überhaupt rechtlich verpflichtet ist. Die SAM Management AG hatte in die Tiefen-Geothermieprojekte der FG Gruppe in Deutschland (insbesondere Projekt Kirchweidach) investiert.
Nunmehr bietet die FG Gruppe durch das Geothermieprojekt Gars eine Möglichkeit, Sonderzahlungen in Höhe von ca. 6 Mio Euro in den nächsten Jahren zu realisieren, die diese zur Verfügung stellt. Die Zahlungen erfolgen über das Fremdgeldkonto der Dr. Schulte und Partner. Diese Zahlung steht neben sonstigen Zahlungen durch den Schweizer Insolvenzverwalter und andere Leistungen (Schadenersatz und Vergleiche). Damit wäre es möglich den Schaden weiter herabzusetzen.
Leistungen des Vertriebes
Vertriebsmitarbeiter, die zur Zeit keine gewerberechtliche Zulassung mehr haben, bietet die FG FINANZ-SERVICE AG, Bahnhofstraße 20, 74072 Heilbronn die Möglichkeit eines Haftungsdach. Der Vertrieb erhält von der der Regensburger Gruppe für einen Unterstützung im Vertrieb aktueller Produkte eine Sonderprovision, die der Kompensation zur Verfügung steht.
Kurzdarstellung des Projekt Gars für den Vertrieb
Wir stellen in wenigen Tagen ein Erläuterungsvideo online, in dem Herr Dr. Tintemann die Lösung näher erklärt.
Vergleichsmöglichkeit des Vertriebes mit dem SAM Management AG
Freibleibend und nur in der Entwurfsfassung stellen wir hier eine Vergleichsmöglichkeit online:
Vergleichsmöglichkeit Vertrieb mit dem SAM Management AG Kunden
Es steht auch Vertriebsmitarbeitern oder Vertriebsorganisationen frei, dieser Kompensationslösung beizutreten. Wir bitten freundilch das Erläuterungsvideo abzuwarten, bei dem wir die Fragen der technischen Abwicklung klären. Diese Vergleichslösung steht denjenigen Gläubigern offen, die durch Dr. Schulte und Partner Rechtsanwälte vertreten werden. Ein weiterer Beitritt zur Geschädigtengemeinschaft wäre möglich.
Rechtsanwalt Dr. Sven Tintemann, Gründungspartner der Rechtsanwaltskanzlei, Malteserstraße 170-172, 12277 Berlin schildert am 13.11.2015 die Rechtslage in Bezug auf SAM Management AG.
Die Fragen stellte Kim Oliver Klevenhagen, Rechtsanwalt
In Sachen SAM AG? Wie ist der aktuelle Stand?
Antwort: Wir vertreten weiterhin hunderte Geschädigte. Die Abwicklung der amtlich geschlossenen Gesellschaft ist noch nicht beendet. Auch laufen noch Prozesse in Bezug auf die Schließung gegen den Schweizer Staat.
Frage: Wie laufen die Prozesse in Deutschland? Wer ist überhaupt verklagt?
Antwort: Wir haben Verwaltungsräte und helfende Rechtsanwälte verklagt. Teilweise haben wir Vergleiche erzielt bzw. die Gerichtsverfahren laufen noch.
Welche Möglichkeit bietet sich aktuell?
Antwort: Die Geothermie-Gruppe aus Regensburg hat nach längeren Verhandlungen sowohl dem Vertrieb als auch dem Kunden einen Vergleich angeboten. Es geht darum, dass die Kunden eine weitere Vergleichsmöglichkeit und Gelder erhalten.
Frage: Warum dauert das alles so lange?
Jeder Fall ist einzeln zu betrachten und wird von den Gerichten einzeln verhandelt. Wir informieren unsere Mandanten regelmäßig. Außerdem gab es Dutzende von Verhandlungsrunden, um die Angelegenheiten vom Sachverhalt und den rechtlichen Gegebenheiten aufzuklären. Hier haben wir mit verschiedenen Stellen viel gearbeitet, um Lösungen zu finden. Natürlich gab es auch manchen Weg der aus tatsächlichen oder rechtlichen Gründen nicht funktionierte.
Frage: Jetzt zu dem Vergleich mit der Regensburger FG Gruppe?
Antwort: Die Regensburger FG Gruppe entwickelt Tiefengeothermie Projekte an einzelnen Standorten.
Frage: Warum wird ein Vergleich angeboten?
Antwort: Ursprünglich hatten die SAM Management Anleger, die von uns vertreten werden, in diese Technik investiert über die SAM ManagementAG. Diese hatte wiederum einen Investitionsvertrag mit der FG Gruppe u.a. für das Projekt Kirchweidach. Diese Gelder sind aufgrund der Insolvenz und rechtlichen Gründen verloren. Trotzdem geht es nicht nur um Geld, sondern auch um Respekt vor den Geschädigten.
Frage: Was bedeutet die Lösung?
Antwort: Für den Standort Gars bietet die Geothermiefirma FG aus Regensburg eine Lösung über das Projekt Gars. Dieses liegt in dem Landkreis Mühldorf am Inn in Bayern. Hier wird eine Geothermieanlage gebaut. Die FG Gruppe bietet sozusagen die Hälfte des Gewinns aus dieser Anlage für mehrere Jahre.
Frage: Wie erhalten die Anleger das Geld?
Antwort: Es ist geplant, dass die FG Gruppe treuhänderisch an uns als Rechtsanwälte zahlt und dieses Geld dann weitergeleitet wird an die Mandanten.
Frage: Ist die Lösung offen für sämtliche Betroffene der SAM Management AG?
Antwort: Ja, auch bisherige Nicht-Mandanten können sich anschließen.
Frage: Welche Voraussetzungen sind zu erfüllen?
Antwort: Wir Rechtsanwälte benötigen das ausgefüllte Beitrittsformular und eine Vollmacht sowie die Anlagen, die sich aus dem Beitrittsformular ergeben.
http://www.dr-schulte.de/105-sam-ag/2987…chszahlungen-an
Unten finden Sie die Formulare!
Frage:Was ist der Vorteil für den Anleger der SAM Management AG?
Antwort: Er kann von den prognostizierten Zahlungen von insgesamt 6 Mio Euro in der Zukunft profitieren. Dieser Betrag steht zusätzlich neben den Geldern aus der Insolvenz und anderen Zahlungen zur Verfügung.
Frage: Nachteil für den Anleger?
Der Nachteil für den Anleger ist, dass es nur Prognosen sind und die Zahlungen gestreckt werden.
Frage: Wie kommt der Vertrieb in den Genuss der Zahlungen an den Anleger?
Antwort: Der Vertrieb wird gebeten die neuen Projekte der FG Gruppe zu unterstützen. Hierfür wird ein Vertriebsvertrag mit einer normalen Provision geschlossen. Der Vertrieb dieser Produkte läuft ja schon.
Frage: Wie wird das Geld denn aufgebracht?
Antwort: Der Vertrieb erhält eine Zusatzprovision, die sehr üppig ausfällt. So entsteht steuerlich ein Aufwand für die Gesellschaft der FG Gruppe, für den Vertrieb ist das steuerlich vom Ergebnis neutral, weil das Geld ja den Kunden zufließt. Eine steuerliche Beratung nehmen wir allerdings nicht vor. Hier müsste sich jeder noch mal selbst informieren bei seinem Steuerberater.
Die Provision, die zusätzlich fließt, landet auf dem Konto der Rechtsanwälte, die es weiterleiten an den Kunden.
Frage: Wie kann der Vertrieb teilnehmen?
Antwort: Die Koordination übernimmt Matthias Uhr, der die Formulare und Unterlagen für den Vertrieb vorhält.
Der Vertrieb schließt zwei Verträge; eine Vereinbarung mit Geothermiefirma aus Regensburg für ein neues Produkt und verpflichtet sich zu einer Mindesttätigkeit in der nächsten Zeit. Zugleich schließt der Vertrieb mit dem ursprünglichen SAM Management Gläubiger einen Vergleich.
Die Geothermie Firma zahlt eine Superprovision an den Vertriebsmitarbeiter und diese dient dann der Vergleichserfüllung. Die Zahlungen erfolgen über die Rechtsanwälte.
Frage: Wie viele Verträge gibt es?
Antwort: Es gibt einen Vertrag für den SAM Management AG Darlehensgeber mit dem Vertrieb. Hier wird der SAM Management AG Darlehensgeber von uns vertreten.
Der Vertrieb schließt einen Vertriebsvertrag und eine Zusatzvereinbarung mit dem Geothermieunernehmen über den Vertrieb des neuen Produkts und die Zahlungen an den Kunden.
Frage: Wie sollen diejenigen vorgehen, die keine entsprechende Zulassung nach dem Gewerberecht als Vertriebler haben?
Antwort: Hier bietet die FG Finanz AG aus Heilbronn ein Haftungsdach. Damit können diese Herausforderungen rechtlich korrekt bewältigt werden.
Frage: Was ist der Vorteil für betroffene Vertriebsmitarbeiter oder Vertriebe?
Antwort: Durch diese Lösung können die Vertriebsmitarbeiter einer Haftung gegenüber den Kunden und einer Klage entgehen. Wenn der Kunde einverstanden ist, kann ein Vergleich geschlossen werden mit dem Vertrieb und dem Kunden und weiterer Streit erledigt sich.
Frage: Warum ist diese Lösung eilig?
Antwort: Die Ansprüche gegen den Vertrieb - egal ob diese rechtlich bestehen oder durchsetzbar sind - sind damit erledigt. Es besteht ja eine Verjährungsgrenze zum 31.12.2015. D.h.: jetzt müssen sich alle Anleger überlegen, ob sie den Vertrieb verklagen wollen oder nicht.
Frage: Wo findet der Vertrieb denn nähere Informationen?
Bei der Regensburger Geothermie Firma, die FG Finanz Gruppe und auch Herr Matthias Uhr.
https://www.fg-finanz-service.de/kontakt.html
http://www.fg.de/fg-forevergreen/startseite.html
Frage: Wie schätzen sie die Lösung ein?
Antwort: Es könnte Rechtsfrieden eintreten. Viele Mandanten sind dem Vertrieb ja menschlich nicht böse, sondern nur enttäuscht, dass die Investition über die SAM Management AG durch die Schließungsverfügung der FINMA in der Schweiz gescheitert ist. So besteht für den Kunden die Möglichkeit über diese Vergleichsmöglichkeit doch noch von der Geothermie zu profitieren. Der Vertrieb erhält die Möglichkeit, ohne Verlust von Geld oder gar Insolvenz zu helfen durch den Vertrieb des neuen Produkts.
Frage: Wie sind die Risiken?
Antwort: Es bestehen Risiken im neuen Projekt, niemand kann in die Zukunft schauen. Die meisten Vertriebe haben den Wunsch seriöse Produkte zu vertreiben. Das Produkt soll dem Markt angeboten werden und nicht dem ursprünglichen SAM Management Anleger. Es handelt sich um ein Produkt mit einem Prospekt, der von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht gebilligt wurde. Dieser Prospekt muss dem neuen Kunden selbstverständlich vorgelegt werden. Hier müssen der Vertrieb und der neue Kunde verantwortlich vorgehen. Diese Überlegungen können wir als Vertreter der Geschädigten nicht übernehmen.
Frage: Was ist positiv?
Antwort: Von Seiten der Geothermie Firma ist uns bestätigt worden, dass ernsthaft auch das Projekt Kirchweidach beendet werden soll und den Kunden dann weitere Mittel zur Verfügung stehen. Ansonsten ist man dort optimistisch, dass die prognostizierten Zahlungen erreicht werden können. Man führt dort den technischen Produkt-Fortschritt sowie die staatlich garantierte Einspeise-Vergütung ist Feld als Argumente.
Frage: Laufen die restlichen Maßnahmen weiter?
Antworte: Ja, die sonstigen rechtlichen Maßnahmen werden unabhängig von diesem Vergleich zwischen Vertrieb und SAM Management AG Darlehensgeber weitergeführt.
Ich finde jeder sollte in Ruhe prüfen, wir haben ja bis zum 31.12.2015 noch einige Wochen Zeit. Die Verhandlungen und das Zusammenführen der unterschiedlichen Interessen und Auffassungen waren sehr komplex.
Classicus AG - classicus.li - Helmut Trutschnig »
Krempin Asset Management - Finanzierungen ab € 100 Millionen »
Swiss Assets »