Source: https://www.rechtslupe.de/stichworte/umsatzsteuerausweis
Timestamp: 2020-07-09 05:55:27
Document Index: 391301952

Matched Legal Cases: ['§ 15', '§ 31', '§ 31', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 13', '§ 14', '§ 233', '§ 14', '§ 14']

Umsatzsteuerausweis | Rechtslupe
Schlagwort: Umsatzsteuerausweis
Die Rück­wir­kung einer Rech­nungs­be­rich­ti­gung beim Vor­steu­er­ab­zug gilt unab­hän­gig davon, ob die Berich­ti­gung zum Vor­teil oder zum Nach­teil des Leis­tungs­emp­fän­gers wirkt. Auch der Stor­nie­rung einer Rech­nung nebst Neu­aus­stel­lung einer sie erset­zen­den Rech­nung kann eine sol­che Rück­wir­kung zukom­men. Der Unter­neh­mer kann nach § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 UStG Umsatz­steu­er als Vor­steu­er abzie­hen,
Eine Rech­nung ist auch dann "unzu­tref­fend" i.S. des § 31 Abs. 5 Satz 1 Buchst. b UStDV, wenn sie im Ein­ver­neh­men aller Betei­lig­ten voll­stän­dig rück­ab­ge­wi­ckelt und die gezahl­te Umsatz­steu­er zurück­ge­zahlt wur­de. Der Bun­des­fi­nanz­hof konn­te es daher im hier ent­schie­de­nen Streit­fall offen­las­sen, ob die ursprüng­li­chen Rech­nun­gen i.S. des § 31 Abs. 5 UStDV objek­tiv unzu­tref­fend
Bil­lig­keits­er­lass bei offen aus­ge­wie­se­ner Umsatz­steu­er
Für Nach­zah­lungs­zin­sen ist kein Bil­lig­keits­er­lass mög­lich, wenn in einer Rech­nung offen aus­ge­wie­se­ne USt nicht abge­führt wur­de. Nach § 14 Abs. 2 Satz UStG besteht die Ver­pflich­tung, die in der Rech­nung offen aus­ge­wie­se­ne Umsatz­steu­er an das Finanz­amt abzu­füh­ren. Der Liqui­di­täts­vor­teil aus der gleich­wohl nicht an das Finanz­amt ent­rich­te­ten Umsatz­steu­er hat daher dem
Eine Rech­nungs­be­rich­ti­gung lässt die Steu­er­schuld nach § 14c UStG nicht mit Rück­wir­kung auf den Zeit­punkt der Rech­nungs­er­tei­lung ent­fal­len. Hat der Rech­nungs­aus­stel­ler unzu­tref­fen­der­wei­se eine Rech­nung mit Steu­er­aus­weis erteilt, schul­det er die in die­ser Rech­nung aus­ge­wie­se­ne Steu­er nach § 14c UStG. Eine Rech­nungs­be­rich­ti­gung ist nur zu berück­sich­ti­gen, wenn sie noch im glei­chen
Ent­ste­hung der Umsatz­steu­er­schuld auf­grund Steu­er­aus­wei­ses
Die Steu­er­schuld auf­grund eines Steu­er­aus­wei­ses in der Rech­nung ent­steht nach § 13 Abs. 1 Nr. 3 UStG i.d.F. des StÄndG 2003 erst mit der Aus­ga­be der Rech­nung. Hat der Unter­neh­mer in einer Rech­nung für eine Lie­fe­rung oder sons­ti­ge Leis­tung einen höhe­ren Steu­er­be­trag aus­ge­wie­sen als er nach die­sem Gesetz für den Umsatz schul­det
Unbe­rech­tig­ter Umsatz­steu­er­aus­weis in unvoll­stän­di­ger Rech­nung
Der unbe­rech­tig­te Aus­weis von Umsatz­steu­er in einer Rech­nung kann – ent­ge­gen der bis­he­ri­gen Recht­spre­chung des Bun­des­fi­nanz­hofs – auch dann zur Umsatz­steu­er­schuld des Rech­nungs­aus­stel­lers füh­ren, wenn die Rech­nung nicht alle gesetz­lich vor­ge­ge­be­nen Anga­ben ent­hält. In dem vom Bun­des­fi­nanz­hof ent­schie­de­nen Fall hat­te die Klä­ge­rin in Rech­nun­gen, die zwar kei­nen Lie­fer­zeit­punkt und kei­ne
Ein Vor­steu­er­ab­zug wegen Erhö­hung der Bemes­sungs­grund­la­ge erfor­dert, wie der Bun­des­fi­nanz­hof in einem aktu­el­len Urteil ferst­stellt, die nach­träg­li­che Ver­ein­ba­rung eines Ent­gelts und die tat­säch­li­che Zah­lung des ver­ein­bar­ten Ent­gelts. Die Erhö­hung der Bemes­sungs­grund­la­ge erfor­dert eine nach­träg­li­che Ver­ein­ba­rung zwi­schen Leis­ten­dem und Leis­tungs­emp­fän­ger . Ist eine Leis­tung bereits unent­gelt­lich erbracht, muss sich aus der
Weist der Rech­nungs­aus­stel­ler in einer Rech­nung den "nor­ma­len" Umsatz­steu­er­satz von 19% aus, obwohl die gelie­fer­te Ware tat­säch­lich nur dem ermä­ßig­ten Steu­er­satz von 7% unter­liegt, war bis­her umstrit­ten, ob die­ser Feh­ler zur gänz­li­chen Ver­sa­gung des Vor­steu­er­ab­zugs führt. In einer aktu­el­len Ent­schei­dung hat nun der Bun­des­fi­nanz­hof die­se Fra­ge zuguns­ten des umsatz­steu­er­pflich­ti­gen Rech­nungs­emp­fän­gers
Eine auf­grund unzu­tref­fen­den Steu­er­aus­wei­ses in einer Rech­nung gemäß § 14 Abs. 2 UStG ent­stan­de­ne nicht ent­rich­te­te Steu­er ist gemäß § 233a AO zu ver­zin­sen. Die auf­grund des Steu­er­aus­wei­ses ent­stan­de­ne Umsatz­steu­er­schuld besteht bis zur –ohne Rück­wir­kung ein­tre­ten­den– Berich­ti­gung des Steu­er­be­trags. Eine rück­wir­ken­de Berich­ti­gung unzu­tref­fend aus­ge­wie­se­ner Steu­er wider­spricht dem Rege­lungs­zweck des § 14
Der Bun­des­fi­nanz­hof hat sei­ne bis­he­ri­ge Recht­spre­chung geän­dert: Die nach § 14 Abs. 2 UStG wegen feh­ler­haf­ten USt-Aus­­­wei­­ses geschul­de­te Umsatz­steu­er ist, so der BFH in einem aktu­el­len Urteil, nicht (mehr) als Vor­steu­er abzieh­bar. Die Berich­ti­gung der Rech­nung durch den Leis­ten­den recht­fer­tigt des­halb kei­ne Berich­ti­gung der Umsatz­steu­er des Leis­tungs­emp­fän­gers im Zeit­punkt der Rech­nungs­be­rich­ti­gung;