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Timestamp: 2017-08-18 19:57:48
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Matched Legal Cases: ['§ 21', '§ 21', '§ 21', '§ 42', '§ 40', '§ 44']

Fahrt ohne Führerschein - Lohnt sich ein Anwalt? - frag-einen-anwalt.de
www.frag-einen-anwalt.de Verkehrsrecht Themen: Führerschein Fahrt
Fahrt ohne Führerschein - Lohnt sich ein Anwalt?
| 23.12.2011 19:05 |
Nach einem Kneipenbesuch sollte mein Auto umgeparkt werden, weil der Parkplatz tagsüber kostenpflichtig ist. Da ich schon etwas getrunken hatte, bot meine Freundin an dies zu tun. Problem: sie ist 17 und hat noch keinen Führerschein. Wir bogen um die Kurve und wurden von der Polizei angehalten, weil das Licht nicht eingeschaltet war. Ich bin nicht mehr in der Probezeit.
Laut Aussage des Polizisten erwartet mich ein Monat Fahrverbot und eine Geldstrafe. Die höhe der Geldstrafe richtet sich nach dem Einkommen, oder? Ist es bei diesem eindeutigen Sachverhalt überhaupt sinnvoll für mich, mir einen Anwalt zu nehmen?
Mein Einkommen ist gering und demnach wäre die Geldstrafe es vermutlich auch, zumindest geringer als das Honorar für eine Anwalt, denke ich.
Führerschein Fahrt
23.12.2011 | 19:56
Nach Ihren Angaben hat sich Ihre Freundin wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis (§ 21 Abs. 1 Nr. 1 StVG) strafbar gemacht.
Nach § 21 Abs. 1 Nr. 2 StVG macht sich der Halter eines Kfz strafbar, wenn er anordnet oder zuläßt, dass jemand das Fahrzeug führt, der die dazu erfordeliche Fahrerlaubnis nicht hat.
Sie dürften das Fahren ohne Fahrerlaubnis zumindest zugelassen haben.
Der Strafrahmen des § 21 Abs. 1 StVG beträgt Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe.
Ohne Vorstrafe ist nur mit einer Gelstrafe zu rechnen.
Eine Geldstrafe wird in Tagessätzen verhängt (§ 42 Abs. 1 StGB). Die Höhe der Geldstrafe bestimmt sich nach den persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen des Täters. Maßgebend ist das Nettoeinkommen, das der Täter durchschnittlich an einem Tag hat oder haben könnte (§ 40 Abs. 2 StGB).
Aus der Sicht eines Rechtsanwalts ist die Beauftragung eines Rechtsanwalts als Verteidiger immer sinnvoll.
Nach Ihren Angaben erscheint der Sachverhalt aber tatsächlich eindeutig. Wahrscheinlich wird ein Strafbefehl gegen Sie ergehen. Wenn Sie wegen geringen Einkommens die Kosten eines Verteidigers nicht aufbringen wollen oder können, sollten Sie den Strafbfehl abwarten.
Nachfrage vom Fragesteller	23.12.2011 | 20:05
Die Fahrerlaubnis wird aber nicht länger als einen Monat entzogen, oder?
Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.12.2011 | 20:32
Die Fahrerlaubnis wird vermutlich nicht entzogen.
Bei einer Entziehung der Fahrerlaubnis muss anschließend die Neuerteilung der Fahrerlaubnis beantragt werden.
Nach § 44 Abs. 1 StGB kann das Gericht ein Fahrverbot für die Dauer von einem Monat bis zu drei Monaten verhängen. Die Entscheidung liegt im Ermessen des Gerichts. Man muss dann nur den Führerschein abgeben und erhält ihn nach Ablauf des Fahrverbots wieder zurückgegeben. Die Fahrerlaubnis bleibt bestehen.
Nach den vorliegenden Umständen rechne ich hier mit nicht mehr als enem Monat Fahrverbot.
Bewertung des Fragestellers 23.12.2011 | 21:46
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 23.12.2011
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