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Timestamp: 2019-08-18 16:27:56
Document Index: 849630

Matched Legal Cases: ['§ 41', '§ 54', '§ 55', '§ 55', '§ 55', '§ 41', '§ 41', '§ 53', '§ 41', '§ 41', '§ 53', '§ 41', 'Art. 55', '§ 41', '§ 41', 'Art. 55', '§ 25', '§ 41', 'Art. 55', '§ 38', '§ 55', '§ 50', '§ 194', '§ 194', '§ 55', '§ 55', '§ 55', '§ 21', '§ 26']

OVG Rheinland-Pfalz, 17.09.2004 - 2 B 11470/04.OVG - dejure.org
OVG Rheinland-Pfalz, 17.09.2004 - 2 B 11470/04.OVG
https://dejure.org/2004,3446
OVG Rheinland-Pfalz, 17.09.2004 - 2 B 11470/04.OVG (https://dejure.org/2004,3446)
OVG Rheinland-Pfalz, Entscheidung vom 17.09.2004 - 2 B 11470/04.OVG (https://dejure.org/2004,3446)
OVG Rheinland-Pfalz, Entscheidung vom 17. September 2004 - 2 B 11470/04.OVG (https://dejure.org/2004,3446)
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§ 41 Abs 2 S 1 BBG, § 54 Abs 1 BG RP, § 55 Abs 1 BG RP, § 55 Abs 2 S 1 BG RP
Beamter; Tätigkeit bis zum 68. Lebensjahr
Altersgrenze, gesetzliche Altersgrenze, flexible Altersgrenze, Flexibilisierung der Altersgrenze, Arbeitszeit, Lebensarbeitszeit, Arbeitszeitsouveränität, Ruhestand, Eintritt in den Ruhestand, Ruhestandsbeginn, Versetzung in den Ruhestand, Hinausschieben des Ruhestands, Hinausschieben der Pensionierung, Verlängerung der Lebensdienstzeit, Rechtsnatur, Gesetzesauslegung, objektiv-rechtliche Norm, Allgemeininteresse, Individualinteresse, subjektiv-rechtliche Norm, subjektiv-rechtlicher Charakter, drittschützend, Drittschutz, Antragsrecht, Antragsabhängigkeit, ermessensfehlerfreie Entscheidung, Ermessensentscheidung, dienstliches Interesse, Personalwirtschaft, Personalpolitik, personalpolitisch, Personalhoheit, Personalgewalt, Organisationshoheit, Organisationsgewalt, Organisationsermessen, Funktionsfähigkeit der Verwaltung, Tatbestandsmerkmal, tatbestandliche Voraussetzung, verwaltungspolitische Entscheidung, Beurteilungsspielraum, Einschätzungsprärogative, Gestaltungsfreiheit, Umstrukturierung, Verwaltunsgsneuorganisation, Aufgabenumverteilung
Sujektiv-öffentliches Recht aus § 55 Abs. 2 S. 1 Landesbeamtengesetz Rheinland-Pfalz (LBG RP); Verschiebung der Versetzung eines Beamten in den Ruhestand; Flexible Altersgrenze für Beamte; Personalgewalt und Organisationsgewalt des Dienstherrn
123recht.net (Kurzinformation, 29.9.2004)
Ruhestand mit 68 Jahren nur ausnahmsweise // Dienstliches Interesse für Verlängerung der Lebensarbeitszeit erforderlich
VG Trier, 03.08.2004 - 1 L 957/04
NVwZ-RR 2005, 52
DVBl 2005, 330
Daher kann dahinstehen, ob die genannte Regelung ohne Berücksichtigung vorrangigen Bundes- oder Gemeinschaftsrechts überhaupt ein subjektives Recht vermittelt (…bejahend VG Wiesbaden B. v. 6.4.2006 - 8 G 255/06 - juris Rn. 17;… Summer in GKÖD § 41 BBG Rn. 10;… im Ergebnis auch VG Gießen B. 22.4.2008 - 5 L 729708.GI - juris Rn. 7;… VG Mainz B. v. 21.9.2006 - 7 L 683/06.MZ - juris Rn. 3 ff.;… Lemhöfer in Plog/Wiedow § 41 BBG Rn. 4d;… wohl auch Battis § 53 BBG Rn. 2; ablehnend BayVGH B. v. 26.1.1993 - 3 CE 93.79 - BayVBl. 1993, 243;8.2.1993 - 3 CE 93.204 - VGHE 46, 39; offen gelassen von OVG RhlPf B. v. 19.9.2004 - 2 B 11470/04 - NVwZ-RR 2005, 52).
Daher kann dahinstehen, ob die genannte Regelung ohne Berücksichtigung vorrangigen Bundes- oder Gemeinschaftsrechts überhaupt ein subjektives Recht vermittelt (…bejahend VG Wiesbaden B. v. 6.4.2006 - 8 G 255/06 - juris Rn. 17;… Summer in GKÖD § 41 BBG Rn. 10;… im Ergebnis auch VG Gießen B. 22.4.2008 - 5 L 729708.GI - juris Rn. 7;… VG Mainz B. v. 21.9.2006 - 7 L 683/06.MZ - juris Rn. 3 ff.;… Lemhöfer in Plog/Wiedow § 41 BBG Rn. 4d;… wohl auch Battis § 53 BBG Rn. 2; ablehnend BayVGH B. v. 26.1.1993 - 3 CE 93.79 - BayVBl. 1993, 243; 8.2.1993 - 3 CE 93.204 - VGHE 46, 39; offen gelassen von OVG RhlPf B. v. 19.9.2004 - 2 B 11470/04 - NVwZ-RR 2005, 52).
Daher könnte der Antragsteller allenfalls das Recht auf eine ermessenfehlerfreie Entscheidung beanspruchen (vgl. auch: BayVGH, Beschluss vom 26. Januar 1993 - Az.: 3 CE 93.79 -, NVwZ-RR 1994, 33; Beschluss vom 8. Februar 1993 - Az.: 3 CE 93.204 -, zitiert nach juris; OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 17. September 2004 - Az.: 2 B 11470/04 -, NVwZ-RR 2005, 52).
Der Beamte kann daher letztlich im Wesentlichen nur verlangen, dass er nicht aus unsachlichen Gründen (gezielt) benachteiligt und nicht von einer sonst eingehaltenen Verwaltungspraxis grundlos zu seinem Nachteil abgewichen wird (vgl. zum Vorstehenden: OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 17. September 2004 - Az.: 2 B 11470/04 -, NVwZ-RR 2005, 52; BayVGH, Beschluss vom 30. September 2004 - Az.: 3 CE 04.2583 -, zitiert nach juris;… Plog/Wiedow/Lemhöfer/Bayer, a. a. O., § 41 Rn. 4c f.;… Weiss/Niedermayer/Summer/Zängl, a. a. O., Art. 55 Anm. 14., lit. d;… Fürst, a. a. O., K § 41 Rn. 11 Anm. 2., b).
Ein personalwirtschaftliches Konzept, welches insbesondere Aufrückungsmöglichkeiten und damit die entsprechende Motivierung jüngerer Beamter verfolgt, ist gleichfalls ein von dem weiten organisatorischen Ermessen des Dienstherrn gedeckter sachlicher Grund (vgl. zum Vorstehenden: BayVGH, Beschluss vom 26. Januar 1993 - Az.: 3 CE 93.79 -, NVwZ-RR 1994, 33; Beschluss vom 8. Februar 1993 - Az.: 3 CE 93.204 -, zitiert nach juris; Beschluss vom 30. September 2004 - Az.: 3 CE 04.2583 -, zitiert nach juris; Rheinland-Pfalz, Urteil vom 17. September 2004 - Az.: 2 B 11470/04 -, NVwZ-RR 2005, 52;… Plog/Wiedow/ Lemhöfer/Bayer, a. a. O., § 41 Rn. 4c f.;… Weiss/Niedermayer/Summer/Zängl, a. a. O., Art. 55 Anm. 14., lit. d).
Soweit er geltend macht, in Bezug auf seine Person liege darin eine individuelle Diskriminierung, weil die Vermutung im konkreten Falle nicht zutreffe, hat der Landesgesetzgeber dem mit der durch § 25 BRRG nicht zwingend vorgegebenen Regelung des § 41 Abs. 2 BG LSA Rechnung getragen, indem er eine von einem entsprechenden Antrag des Beamten abhängige Weiterbeschäftigung ermöglicht (vgl. auch: OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 17. September 2004 - Az.: 2 B 11470/04 -, NVwZ-RR 2005, 52;… Weiss/Niedermayer/Summer/Zängl, a. a. O., Art. 55 Anm. 14., lit. a).
Die Regelung des § 38 LBG dürfte trotz ihres öffentlichen Interessen dienenden Ursprungs seit der Einführung eines dem Beamten eingeräumten Antragsrechts auch den Individualinteressen des Beamten zu dienen bestimmt sein und ihm damit ein subjektiv öffentliches Recht auf eine ermessensfehlerfreie Entscheidung über seinen Antrag einräumen (vgl. OVG RP, Beschluss vom 17. September 2004 - 2 B 11470/04.OVG - AS 31, 432 [434 f.], zur insoweit gleichlautenden Vorgängerregelung des § 55 Abs. 2 LBG a.F.).
Über das Vorliegen des dienstlichen Interesses befindet der Dienstherr ohne Beurteilungsspielraum, so dass seine diesbezügliche Entscheidung grundsätzlich der vollen gerichtlichen Überprüfung unterliegt (vgl. OVG Koblenz, U. v. 17.09.2004 - 2 B 11470/04 -, zit. nach Juris; v. Roetteken, in: HBR, § 50 HBG RdNr. 45 ff.; § 194 HBG RdNr. 18 f. jeweils m. w. N.).
Der Dienstherr hat die individuellen Belange des Beamten zwar zu berücksichtigen, braucht ihnen jedoch keine ausschlaggebende Bedeutung zukommen zu lassen (v. Roetteken, in: HBR, § 194 HBG RdNr. 18 f. m. w. N.; OVG Koblenz, U. v. 17.09.2004 - 2 B 11470/04 -, zit. nach Juris).
Dieser Betrag ist wegen des vorläufigen Charakters des Eilverfahrens zu halbieren (vgl. OVG Koblenz, Urteil vom 17.09.2004 - 2 B 11470/04 -, DVBl. 2005, 330).
Nach § 55 Abs. 2 Landesbeamtengesetz - LBG - kann die oberste Dienstbehörde auf Antrag des Beamten den Eintritt in den Ruhestand, wenn es im dienstlichen Interesse liegt, über das vollendete 65. Lebensjahr hinaus um eine bestimmte Frist, die jeweils ein Jahr nicht überschreiten darf, hinausschieben, jedoch nicht über die Vollendung des 68. Lebensjahres hinaus (vgl. zur Frage, ob § 55 Abs. 2 LBG auch dem Schutz der subjektiven Rechte des Beamten zu dienen bestimmt ist: OVG Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 17. September 2004 - 2 B 11470/04.OVG - DVBl. 2005, Seite 330).
Angesichts der dem Dienstherrn insoweit zukommenden Einschätzungsprärogative und Gestaltungsfreiheit ist die gerichtliche Kontrolle dieser Entscheidungen auf die Prüfung beschränkt, ob die gesetzlichen Grenzen des Organisationsermessens überschritten sind oder von diesem in unsachlicher Weise Gebrauch gemacht worden ist (so OVG Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 17. September 2004, a.a.O.).
Das dienstliche Interesse wird maßgebend durch verwaltungspolitische Entscheidungen des Dienstherrn vorgeprägt, die - weil wiederum durch Einschätzungsprärogative und Gestaltungsfreiheit geprägt - gerichtlich nur eingeschränkt dahin überprüfbar sind, ob die gesetzlichen Grenzen des Organisationsermessens überschritten sind oder von diesem in unsachlicher Weise Gebrauch gemacht worden ist (OVG Sachsen-Anhalt, Beschl. v. 14.3.2008 - 1 M 17/08 -, juris; OVG Rheinl.-Pf., Beschl. v. 17.9.2004, a.a.O.;… VG Magdeburg, Beschl. v. 7.2.2008, a.a.O.;… VG Wiesbaden, Beschl. v. 6.4.2006, a.a.O.).
Die Regelung des § 55 Abs. 1 LBG dürfte zwar auch dem Individualinteresse des Beamten zu dienen bestimmt sein und ihm mithin ein subjektiv-öffentliches Recht vermitteln (vgl. OVG RP, Beschluss vom 17. September 2004 - 2 B 11470/04.OVG -).
Allerdings wird es vom Organisationsermessen im Hinblick auf eine sinnvolle Personalplanung geprägt, das seinerseits nur eingeschränkt, nämlich darauf überprüft werden kann, ob die Grenzen dieser Einschätzungsprärogative überschritten sind oder davon in einer sachwidrigen Weise Gebrauch gemacht wurde (vgl. OVG RP, Beschluss vom 17. September 2004, a.a.O.).
Diese landesrechtliche Vorschrift, die auch nach Inkrafttreten des Beamtenstatusgesetzes (siehe dazu §§ 21 Nr. 4, 25 BeamtStG) vom 17. Juni 2008 (BGBl. I S. 1010) weiterhin anzuwenden ist (vgl. Entwurf der Bundesregierung eines Gesetzes zur Regelung des Statusrechts der Beamtinnen und Beamten in den Ländern, BT-Drs. 16/4027, Begründung zu § 26) dürfte zwar auch dem Individualinteresse der Beamten zu dienen bestimmt sein (vgl. OVG Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 17. September 2004 - 2 B 11470/04.OVG -).
VG Mainz, 07.08.2015 - 4 L 565/15
Hinausschieben des Ruhestands eines Klinikleiters; unüberbrückbare Differenzen
VG Köln, 14.01.2011 - 19 K 5073/10
Anspruch eines städtischen Vermessungsrats auf Aufschiebung des Eintritts in den …