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Timestamp: 2016-10-21 23:51:54
Document Index: 41161016

Matched Legal Cases: ['Art. 4', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 4', 'BGE', 'BGE']

I 432/99 (09.08.2000)
B.________, 1941, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch den Rechtsdienst X.________,
A.- Mit Verf�gung vom 6. November 1997 sprach die IV- Stelle des Kantons Z�rich B.________ (geb. 1941) r�ckwirkend ab 1. April 1996 eine halbe Rente der Invalidenversicherung zu.
B.- Die von B.________ hiegegen erhobene Beschwerde mit dem Antrag auf Zusprechung einer ganzen Invalidenrente, eventualiter Anordnung einer erneuten medizinischen Begutachtung, wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich mit Entscheid vom 21. Mai 1999 ab.
C.- Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde l�sst B.________ beantragen, in teilweiser Aufhebung des kantonalen Entscheides und der Verwaltungsverf�gung sei ihr eine ganze Rente der Invalidenversicherung zuzusprechen. Eventualiter seien erg�nzende medizinische Abkl�rungen zum Vorliegen einer Fibromyalgie und zum Einfluss der somatischen sowie der psychischen Beschwerden auf die Arbeitsf�higkeit aus ganzheitlicher Sicht vorzunehmen.
1.- Im angefochtenen Entscheid werden die massgebenden Bestimmungen �ber den Begriff der Invalidit�t (Art. 4 Abs. 1 IVG), die Voraussetzungen und den Umfang des Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 1 und 1bis IVG) sowie die Bemessung des Invalidit�tsgrades bei erwerbst�tigen Versicherten nach der Einkommensvergleichsmethode (Art. 28 Abs. 2 IVG) zutreffend dargelegt. Darauf kann verwiesen werden.
2.- Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet der Anspruch auf eine Invalidenrente. Streitig und zu pr�fen ist, in welchem Umfang die Arbeitsf�higkeit der Beschwerdef�hrerin eingeschr�nkt ist.
a) Vorinstanz und Verwaltung stellten diesbez�glich auf das polydisziplin�re Gutachten der Medizinischen Abkl�rungsstelle (MEDAS) vom 16. Januar 1997 (Dr. med. A.________, Innere Medizin FMH, und Dr. med. T.________, Allgemeine Medizin FMH) ab. Danach leidet die Beschwerdef�hrerin an einer hysterischen Neurose mit ausgepr�gter Somatisierung (psychiatrisches Konsilium des Dr. med. M.________, vom 13. November 1996), einem chronischen, generalisierten funktionellen Schmerzsyndrom sowie einem chronischen Panvertebralsyndrom bei einem leichten Hohlrundr�cken mit muskul�rer Dysbalance und leichten degenerativen Ver�nderungen (rheumatologisches Konsilium des Dr. med. Y.________, vom 13. November 1996). Vor allem wegen der psychopathologischen und weniger wegen der rheumatologischen Befunde gelangten die Gutachter zum Ergebnis, dass die Beschwerdef�hrerin sowohl in der zuletzt ausge�bten T�tigkeit als Service-K�chenangestellte in einem Altersheim als auch in einer anderen, k�rperlich leichten bis mittelschweren T�tigkeit zu 50 % arbeitsf�hig ist.
b) In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird die Schl�ssigkeit dieser Expertise in Zweifel gezogen mit der Begr�ndung, diese setze sich mit der insbesondere durch Dr. med. D.________, Physikalische Medizin und Rehabilitation, speziell Rheumaerkrankungen FMH, (Bericht vom 29. M�rz 1996 und Schreiben vom 14. M�rz 1997), diagnostizierten Fibromyalgie nicht auseinander und erf�lle damit das Erfordernis einer umfassenden Abkl�rung als Grundlage f�r die Einsch�tzung der Arbeitsf�higkeit nicht. Im Weitern beanstandet die Versicherte, dass die Gutachter von rein psychogenen Beschwerden ausgingen, obwohl in der Fachwelt anerkannt sei, dass bei Fibromyalgie auch k�rperliche Faktoren von urs�chlicher Bedeutung seien, und dass demnach deren einschr�nkende Auswirkung auf die Arbeitsf�higkeit unber�cksichtigt geblieben sei. Nach der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vertretenen Auffassung ist auf die Einsch�tzung des Dr. med. D.________ abzustellen, welcher der Versicherten wegen eines Fibromyalgiesyndroms und einer depressiven Entwicklung eine 50% �bersteigende Arbeitsunf�higkeit attestiert (Bericht vom 29. M�rz 1996, Schreiben vom 14. M�rz 1997).
3.- a) Wie die Beschwerdef�hrerin zutreffend geltend macht, werden die Ursachen der von ihr geklagten Schmerzen durch die �rzte unterschiedlich beurteilt. W�hrend Dr. med. D.________ ein "Fibromyalgiesyndrom, das nach heutiger Meinung nicht einfach rein psychogener Natur" sei, diagnostizierte (Schreiben des Dr. med. D.________ vom 14. M�rz 1997), ging Dr. med. Y.________, dem dieser Befund - wie sich aus der das Gutachten einleitenden Rekapitulation der gesamten medizinischen Vorakten ergibt - bekannt war, von einem chronischen, generalisierten funktionellen Schmerzsyndrom aus und �usserte den Verdacht rein psychogener Beschwerden (Gutachten der MEDAS vom 16. Januar 1997).
Weil Art. 4 Abs. 1 IVG nicht nach Art und Genese des Gesundheitsschadens fragt, welcher die Arbeitsf�higkeit beeintr�chtigt, ist f�r die Beurteilung der vorliegend streitigen Frage nicht entscheidend, ob die Beschwerden, unter welchen die Versicherte leidet, als ein sowohl auf organischen als auch auf psychischen Ursachen beruhendes Fibromyalgiesyndrom (Schreiben des Dr. med. D.________ vom 14. M�rz 1997) oder als ein Krankheitsbild rein psychischer Genese, ein chronisches, generalisiertes funktionelles Schmerzsyndrom (Gutachten der MEDAS vom 16. Januar 1997), zu bezeichnen sind. Massgebend ist einzig, dass, wie im angefochtenen Entscheid zutreffend festgehalten, die Gutachter der MEDAS den geklagten Beschwerden vollumf�nglich Rechnung tragen und sich ihre Sch�tzung einer 50%-igen Arbeitsunf�higkeit in dem Bereich bewegt, der auch nach Auffassung des Dr. med. D.________ bei der Diagnose einer Fibromyalgie gew�hnlich angenommen wird (Bericht vom 29. M�rz 1996).
b) Unter Ber�cksichtigung s�mtlicher Faktoren sind Dr. med. D.________ und die Gutachter der MEDAS zu unterschiedlichen Arbeitsunf�higkeitsgraden gelangt. Der Einsch�tzung des Dr. med. D.________, welcher wegen einer hinzukommenden depressiven Entwicklung eine Beeintr�chtigung von insgesamt 70 % angenommen hat, kann indessen nicht gefolgt werden, weil dieses psychische Krankheitsbild durch Facharzt Dr. med. M.________, welcher die Beschwerdef�hrerin am 13. November 1996 konsiliarisch untersucht hat, nicht festgestellt werden konnte (Gutachten der MEDAS vom 16. Januar 1997). Dass Vorinstanz und IV-Stelle f�r die gesamthafte Beurteilung der Arbeitsunf�higkeit auf die Schlussfolgerung aus dem polydisziplin�ren Gutachten der MEDAS abgestellt haben, wonach die Beschwerdef�hrerin vor allem wegen der psychopathologischen und weniger wegen der rheumatologischen Befunde in einer k�rperlich leichten bis mittelschweren T�tigkeit zu 50 % arbeitsf�hig ist, gibt zu keiner Beanstandung Anlass. Denn wie dargelegt, ist das Gutachten f�r die streitigen Belange umfassend, leuchtet in der Beurteilung der medizinischen Zusammenh�nge und der medizinischen Situation ein und ist in seiner Schlussfolgerung begr�ndet, weshalb es eine zuverl�ssige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestattet (BGE 122 V 160 Erw. 1c; vgl. auch BGE 125 V 352 Erw. 3). Aus diesem Grunde er�brigen sich denn auch die von der Beschwerdef�hrerin eventualiter beantragten zus�tzlichen medizinischen Abkl�rungen zum Vorliegen einer Fibromyalgie und zum Einfluss der somatischen sowie der psychischen Beschwerden auf die Arbeitsf�higkeit.
4.- Ausgehend von einer Arbeitsunf�higkeit von 50 % in einer k�rperlich leichten bis mittelschweren T�tigkeit ergibt sich, wie der von der Vorinstanz durchgef�hrte und in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu Recht nicht beanstandete Einkommensvergleich (Valideneinkommen: Fr. 55'050. -; Invalideneinkommen von Fr.21'823. -) zeigt, ein Invalidit�tsgrad von 64%. Damit erweist sich die der Beschwerdef�hrerin eine halbe Invalidenrente zu sprechende Verf�gung als rechtens.