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Timestamp: 2020-03-31 01:34:26
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Matched Legal Cases: ['§ 7', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 16', '§ 16', '§ 16', '§ 16', '§ 16', '§ 24', '§ 16', '§ 24', '§ 7', '§ 16', '§ 20', '§ 24', '§ 16', '§ 16', '§ 7', '§ 16']

BFH, 12.04.1989 - I R 105/85 - dejure.org
https://dejure.org/1989,440
BFH, 12.04.1989 - I R 105/85 (https://dejure.org/1989,440)
BFH, Entscheidung vom 12.04.1989 - I R 105/85 (https://dejure.org/1989,440)
BFH, Entscheidung vom 12. April 1989 - I R 105/85 (https://dejure.org/1989,440)
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Teilbetrieb - Unentgeltliche Übertragung - Wesentliche Betriebsgrundlagen - Einheitlicher Übertragungsakt - Einzelakte - Einheitlicher Willensentschluß - Zeitlicher Zusammenhang
Einkommensteuer; zeitlich gestreckte Gesamtübertragung eines Teilbetriebes nach § 7 EStDV
BFHE 157, 93
BB 1989, 1543
BB 1989, 2381
DB 1989, 1752
BStBl II 1989, 653
Die notwendige Gleichbehandlung der entgeltlichen und der unentgeltlichen Übertragung (vgl. dazu BFH-Urteil in BFHE 157, 93, BStBl II 1989, 653, unter II.4.a) führt demzufolge bei dem Übergang eines Gewerbebetriebs dazu, dass --wie oben dargestellt-- ein weiteres Tätigwerden aufgrund eines vorbehaltenen Nießbrauchs die Anwendung des § 6 Abs. 3 EStG hindert (im Ergebnis ebenso Schmidt/Kulosa, EStG, 36. Aufl., § 6 Rz 646; Schießl, Deutsche Steuer-Zeitung 2007, 113; Knobbe, EFG 2014, 2133; wohl auch Lederle/Wanner, DStR 2015, 2270; Blümich/Ehmcke, § 6 EStG Rz 1222 f.; Mutscher in Frotscher, EStG, Freiburg 2015, § 6 Rz 479; ebenso für die Veräußerung unter Vorbehaltsnießbrauch Reiß in Kirchhof, EStG, 16. Aufl., § 16 EStG Rz 47; HHR/Geissler, § 16 EStG Rz 136 a.E.).
Unter einem Teilbetrieb, der hier als einziges der möglichen Einbringungsobjekte in Erwägung gezogen werden könnte, ist ein organisch geschlossener, mit einer gewissen Selbständigkeit ausgestatteter Teil eines Gesamtbetriebs zu verstehen, der für sich allein lebensfähig ist (ständige Rechtsprechung zu § 16 Abs. 1 des Einkommensteuergesetzes --EStG--; vgl. u.a. Senatsurteile vom 2. August 1978 I R 78/76, BFHE 126, 24, BStBl II 1979, 15; vom 3. Oktober 1984 I R 119/81, BFHE 142, 433, BStBl II 1985, 245; vom 12. April 1989 I R 105/85, BFHE 157, 93, BStBl II 1989, 653;… BFH-Urteil vom 16. November 2005 X R 17/03, BFH/NV 2006, 532).
Ein Teilbetrieb i. S. von § 16 Abs. 1 Nr. 1 EStG ist ein organisch geschlossener, mit einer gewissen Selbständigkeit ausgestatteter Teil eines Gesamtbetriebs, der - für sich betrachtet - alle Merkmale eines Betriebs im Sinne des EStG aufweist und als solcher lebensfähig ist (ständige Rechtsprechung; vgl. z. B. BFH-Urteile vom 26. April 1979 IV R 119/76, BFHE 128, 54, BStBl II 1979, 557, und vom 12. April 1989 I R 105/85, BFHE 157, 93, BStBl II 1989, 653, m. w. N.).
Zwar ist es richtig, daß nach neuerer Rechtsprechung des BFH eine (Teil-) Betriebsveräußerung oder -aufgabe i. S. des § 16 EStG nur angenommen werden kann, wenn der Veräußerer seine gewerbliche Tätigkeit im Bereich des veräußerten Teilbetriebs aufgibt (BFH-Urteile in BFHE 142, 433, BStBl II 1985, 245; vom 22. November 1988 VIII R 323/84, BFHE 155, 318, BStBl II 1989, 357; in BFHE 157, 93, BStBl II 1989, 653; vom 9. August 1989 X R 62/87, BFHE 158, 48, BStBl II 1989, 973).
Ein Teilbetrieb setzt danach einen Hauptbetrieb (Gesamtbetrieb) voraus, der ohne den Teilbetrieb als Betrieb weiterexistiert (vgl. Senatsurteil vom 12. April 1989 I R 105/85, BFHE 157, 93, BStBl II 1989, 653).
Unter einem Teilbetrieb i.S. des § 24 UmwStG ist --ebenso wie etwa im Rahmen des § 16 des Einkommensteuergesetzes --EStG-- (…vgl. die Nachweise bei Schlößer in Haritz/Benkert, Umwandlungssteuergesetz, 2. Aufl., § 24 Rz. 15)-- ein mit einer gewissen Selbständigkeit ausgestatteter, organisatorisch geschlossener Teil des Gesamtbetriebs anzusehen, der --für sich betrachtet-- alle Merkmale eines Betriebes aufweist und als solcher lebensfähig ist (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 12. April 1989 I R 105/85, BFHE 157, 93, BStBl II 1989, 653, zu § 7 Abs. 1 der Einkommensteuer-Durchführungsverordnung --EStDV-- a.F.; vom 1. Februar 1989 VIII R 33/85, BFHE 156, 158, BStBl II 1989, 458, betreffend § 16 EStG; vom 5. Oktober 1976 VIII R 62/72, BFHE 120, 257, BStBl II 1977, 42, zur Teilbetriebsverpachtung;… vgl. ferner z.B. Dehmer, Umwandlungsgesetz, Umwandlungssteuergesetz, 2. Aufl., § 20 UmwStG Rz. 64 und § 24 UmwStG Rz. 61, m.w.N.).
Ein Teilbetrieb setzt einen Hauptbetrieb (Gesamtbetrieb) voraus, der ohne den Teilbetrieb als Betrieb weiterexistiert (vgl. BFH-Urteil vom 12. April 1989 I R 105/85, BFHE 157, 93, BStBl II 1989, 653;… Geissler in Hermann/Heuer/Raupach, § 16 EStG Rz. 150;… Schmidt/Wacker, EStG, 34. Aufl., 2015, § 16 Rz. 145).
BFH, 02.09.1992 - XI R 26/91
Voraussetzungen einer unentgeltlichen Betriebsübertragung - Übertragung des …
"Vorschriften über die Gewinnermittlung" sind dabei die Vorschriften über die laufende Gewinnermittlung (Urteile des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 23. April 1971 IV 201/65, BFHE 102, 488, BStBl II 1971, 686; vom 12. April 1989 I R 105/85, BFHE 157, 93, BStBl II 1989, 653).
Die unentgeltliche Übertragung eines Betriebes i.S. des § 7 Abs. 1 EStDV setzt voraus, daß das (wirtschaftliche) Eigentum an den wesentlichen Betriebsgrundlagen in einem einheitlichen Vorgang und unter Aufrechterhaltung des geschäftlichen Organismus auf einen Erwerber übertragen wird (vgl. z.B. BFH-Urteil in BFHE 157, 93, BStBl II 1989, 653; siehe auch Urteil vom 3. Oktober 1984 I R 119/81, BFHE 142, 433, BStBl II 1985, 245; Schmidt,Einkommensteuergesetz, 11.Aufl., § 16 Anm.3c und 8, m.w.N.).
Der erkennende Senat folgt damit im Ergebnis der Rechtsprechung des I.Senats des BFH zur Veräußerung und zur unentgeltlichen Übertragung von Teilbetrieben (vgl. BFH-Urteile in BFHE 142, 433, BStBl II 1985, 245 und in BFHE 157, 93, BStBl II 1989, 653; siehe auch das Urteil vom 9. August 1989 X R 62/87, BFHE 158, 48, BStBl II 1989, 973).
Allerdings hat der BFH (Urteil in BFHE 157, 93, BStBl II 1989, 653) es nicht beanstandet, daß sich ein unentgeltlicher Übertragungsvorgang über einen Zeitraum von 25 Monaten hinzog, vorausgesetzt, die einzelnen Übertragungsvorgänge waren durch einen einheitlichen Willensentschluß und besondere Tatumstände verklammert.
Zwar ist eine zeitlich gestreckte Betriebsübertragung dem Grunde nach möglich (vgl. BFH-Urteil vom 12. April 1989 I R 105/85, BFHE 157, 93, BStBl II 1989, 653), eine zeitliche Streckung des Übertragungsvorgangs ist im Streitfall aber nicht erfolgt.
Auch eine rund zwei Jahre andauernde Gesamtübertragung kann noch als einheitlicher Vorgang beurteilt werden, jedenfalls dann, wenn der erste und letzte Übertragungsakt durch besondere persönliche Umstände sachlich verknüpft sind (Urteil in BFHE 157, 93, 97, BStBl II 1989, 653).
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