Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=GRUR%201989,%20445
Timestamp: 2019-09-16 05:00:12
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Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 13', 'BGH', '§ 11', '§ 1', 'BGH', 'BGH', '§ 3', '§ 3', 'BGH', 'BGH', '§ 3', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 16.02.1989 - I ZR 76/87 - dejure.org
https://dejure.org/1989,316
BGH, 16.02.1989 - I ZR 76/87 (https://dejure.org/1989,316)
BGH, Entscheidung vom 16.02.1989 - I ZR 76/87 (https://dejure.org/1989,316)
BGH, Entscheidung vom 16. Februar 1989 - I ZR 76/87 (https://dejure.org/1989,316)
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Unterlassung der Führung des Professorentitels im geschäftlichen Verkehr - Rechtliche Einordnung des Titels "Profesor Extraordinario de Cirurgia Plastica" - Anforderungen des deutschen Hochschulrechts an die Erlangung eines akademischen Titels
"Professorenbezeichnung in der Arztwerbung"; Irreführung der Führung eines ausländischen Professorentitels
NJW 1989, 1545
NJW-RR 1989, 750 (Ls.)
MDR 1989, 714
GRUR 1989, 445
Denn nach der Rechtsprechung des Senats beschränkt sich die durch eine Verletzungshandlung begründete Wiederholungsvermutung nicht allein auf die genau identische Verletzungsform, sondern umfaßt auch alle im Kern gleichartigen Verletzungsformen (vgl. BGH, Urt. v. 16.2.1989 - I ZR 76/87, GRUR 1989, 445, 446 = WRP 1989, 491 - Professorenbezeichnung in der Arztwerbung I;… Urt. v. 25.4.1991 - I ZR 134/90, GRUR 1991, 772, 774 - Anzeigenrubrik I;… Urt. v. 1.4.1993 - I ZR 85/91, GRUR 1993, 579, 581 - Römer GmbH).
Denn nach der Rechtsprechung des Senats beschränkt sich die durch eine Verletzungshandlung begründete Vermutung der Wiederholungsgefahr nicht allein auf die genau identische Verletzungsform, sondern umfaßt auch alle im Kern gleichartigen Verletzungsformen (vgl. BGH, Urt. v. 16.2.1989 - I ZR 76/87, GRUR 1989, 445, 446 = WRP 1989, 491 - Professorenbezeichnung in der Arztwerbung I;… Urt. v. 25.4.1991 - I ZR 134/90, GRUR 1991, 772, 774 - Anzeigenrubrik I;… Urt. v. 1.4.1993 - I ZR 85/91, GRUR 1993, 579, 581 - Römer GmbH).
OLG Naumburg, 09.12.2005 - 10 U 42/05
Vereinbarkeit eines nach 20:00 Uhr erfolgenden VIP-Verkaufes mit dem …
In der Rechtsprechung ist nämlich anerkannt, dass im Interesse eines hinreichenden Rechtsschutzes und zur Vermeidung unnötiger Streitverlagerungen in die Vollstreckungsinstanz auch gewisse Verallgemeinerungen über die enge Form der konkret festgestellten Verletzungshandlung hinaus vorgenommen werden dürfen, sofern auch in der erweiterten Form das Charakteristische der konkreten Verletzungsform aus der begangenen Handlung zum Ausdruck kommt (vgl. BGH WRP 1989, 491, 492 m.w.N.).
Dem liegt die Überlegung zugrunde, dass eine in bestimmter Form begangene bzw. hier bevorstehende Verletzungshandlung nicht nur die Wiederholung der genau identischen Verletzungsform vermuten lässt, sondern auch die Vermutung für die Begehung leicht abgewandelter, aber in ihrem Kern gleicher Handlungen begründet (vgl. BGH WRP 1989, 491, 492; BGH NJW-RR 2001, 329; BGH GRUR 2002, 177/178 m.w.N.; BGH GRUR 2000, 907, 909).
Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes ist es dabei nicht Sache des Klägers oder des Gerichts, im Klageantrag bzw. Urteilsausspruch Einschränkungen zu formulieren, bei denen die beanstandete Handlung ausnahmsweise zulässig sein könnte (vgl. BGH WRP 1989, 491, 492; BGH WRP 1992, 562, 563).
Die Verfügungsklägerin hat in ihrer Berufungserwiderung überdies zutreffend darauf hingewiesen, dass es Sache der Verfügungsbeklagten ist, gegenüber dem zulässigen generellen Verbot einer Werbeaktion unter Überschreitung der Ladenöffnungszeiten im Vollstreckungsverfahren die Voraussetzungen eines gesetzlichen Ausnahmetatbestandes einzuwenden (vgl. BGH WRP 1989, 491, 493 - Professorenbezeichnung -, BGH WRP 1992, 562, 563).
Das gewählte Medium ist für den charakteristischen Kern der von der Klägerin angegriffenen Werbung ohne Bedeutung (vgl. BGH, Urteil vom 16. Februar 1989 - I ZR 76/87, GRUR 1989, 445, 447 = WRP 1989, 491 - Professorenbezeichnung in der Arztwerbung;… Urteil vom 29. April 2010 - I ZR 202/07, GRUR 2010, 749 Rn. 42 = WRP 2010, 1030 - Erinnerungswerbung im Internet;… Teplitzky, Wettbewerbsrechtliche Ansprüche und Verfahren, 9. Aufl., 6. Kap., Rn. 9).
a) Die von einer konkreten Verletzungshandlung ausgehende Wiederholungsgefahr besteht auch hinsichtlich sonstiger künftiger, leicht abgewandelter Verletzungshandlungen, die im "Kern" oder "Wesen" der konkreten Verletzungshandlung entsprechen (BGH, GRUR 1989, 445, 446 - Professorenbezeichnung in der Arztwerbung I; WRP 1996, 734, 736 - Setpreis;… Köhler/Piper. a.a.O., vor § 13 Rdnr. 288 m.w.N.).
Indem der Kläger das auszusprechende Verbot abstrakt formuliert und sodann - eingeleitet durch die Wörter "wie nachstehend wiedergegeben" - konkretisiert hat, hat er sein Begehren im wesentlichen auf das konkret beanstandete Verhalten der Beklagten beschränkt und lediglich zum Ausdruck gebracht, daß von diesem Verbot auch ein Verhalten erfaßt sein soll, in dem sich - auch wenn nicht alle Einzelmerkmale übereinstimmmen - das Charakteristische der konkreten Verletzungsform wiederfindet (vgl. BGH, Urt. v. 16.2.1989 - I ZR 76/87, GRUR 1989, 445, 446 = WRP 1989, 491 - Professorenbezeichnung in der Arztwerbung I).
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Dem Verletzer einen Weg zu weisen, wie er bei seiner Werbung einen Verstoß gegen das Verbot des § 11 Nr. 6 HWG i.V. mit § 1 UWG vermeiden kann, ist grundsätzlich nicht Sache des Gerichts; es muß dem Verletzer überlassen bleiben, auf welche Weise er aus dem Verletzungstatbestand herauskommen will (…vgl. BGH, Urt. v. 05.05.1983 - I ZR 49/81, GRUR 1983, 512, 514 = WRP 1983, 489 - Heilpraktikerkolleg; BGH, Urt. v. 16.02.1989 - I ZR 76/87, GRUR 1989, 445, 446 = WRP 1989, 491 - Professorenbezeichnung in der Arztwerbung m.w.N.; st. Rspr.).
Im vergleichbaren Fall des Unterlassungsanspruchs aus § 3 UWG ist nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs grundsätzlich ein einschränkungsloses Verbot der beanstandeten Handlung auszusprechen; auch wenn es dem Beklagten möglich ist, durch zusätzliche Aufklärung der Kunden eine Irreführung zu vermeiden und damit aus dem Verbotsbereich einer auf § 3 UWG gestützten Verurteilung herauszugelangen, ist es nicht Sache des Gerichts, ihm hierfür einen Weg zu weisen und im Urteilsausspruch die dafür notwendige Maßnahme zu formulieren (BGH, Urteile vom 29. September 1988- I ZR 57/87 = NJW-RR 1989, 357, 360 und vom 16. Februar 1989 - I ZR 76/87 = NJW 1989, 1545, 1546, jeweils m.w. Nachw).
Dieser Umfang des Verbotsausspruchs braucht im Antrag nicht ausdrücklich beschrieben zu werden, sondern kann anhand der Gründe der gerichtlichen Entscheidung ermittelt werden (vgl. BGH NJW 1989, 1545 zu II.1 mit weiteren Nachweisen).
Zwar rechtfertigt eine relevante Täuschungshandlung im Sinne des § 3 UWG grundsätzlich deren einschränkungsloses Verbot; nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist es nicht Sache des Klägers und des Gerichts, im Klageantrag oder in dem Urteilsausspruch Einschränkungen zu formulieren, durch die der Verletzer die grundsätzlich täuschende Wirkung einer Handlung ausschließen kann (vgl. BGH, Urt. v. 16.2.1989 - I ZR 76/87, GRUR 1989, 445, 446 = WRP 1989, 491 - Professorenbezeichnung in der Arztwerbung).
BGH, 07.10.1993 - I ZR 293/91
Folgeverträge - Täuschung
Wohnungseigentum: Anspruch der Miteigentümer auf Unterlassung des Betretens der …
BGH, 01.04.1993 - I ZR 85/91
BGH, 25.06.1992 - I ZR 136/90
Clementinen - Irreführung/Vorratsmenge
OLG Naumburg, 27.10.2010 - 5 U 91/10
Wettbewerbsverstoß: Irreführende Benutzung eines slowakischen Doktortitels durch …
OLG Köln, 07.06.2002 - 6 U 15/02
UWG -Recht: Führung eines - angeblich - an der medizinischen Akademie …
BGH, 13.12.2001 - I ZR 92/01
LG Berlin, 03.05.2018 - 15 O 250/17
Umfang eines Unterlassungstitels hinsichtlich denselben Kern enthaltende …
KG, 26.02.2013 - 5 W 16/13
Kein Verstoß gegen die gerichtliche Untersagung einer Namensverwendung bei nur …
LG Düsseldorf, 04.12.2008 - 37 O 119/08
Unsere Büros & Repräsentanzen - Die Werbung mit der Angabe "unsere Büros" …
OLG München, 12.11.2003 - 7 U 3739/03
Wettbewerbliche Unterlassungsverfügung
OLG Hamburg, 20.02.2002 - 5 U 100/01
Zur Zulässigkei der Verwendung bestimmter Titel in der Werbung im Bereich der …
KG, 22.03.2002 - 5 U 8811/00
Irreführende ärztliche Werbung - Eintrag "Arzt für plastische Chirurgie" in …
OLG Karlsruhe, 31.10.2002 - 4 U 151/01
Wettbewerbsverstoß: Pflichten des Werbenden bei vergleichender Preiswerbung
KG, 29.01.2019 - 5 W 167/18
Wettbewerbswidrigkeit einer hinweislosen gewerblichen Immobilienanzeige
BPatG, 14.10.2013 - 27 W (pat) 38/13
Markenbeschwerdeverfahren - "Bolschoi Staatsballett (Wort-Bild-Marke)" - die …
BPatG, 22.05.2012 - 27 W (pat) 51/11
Markenbeschwerdeverfahren - "St. Petersburger Staatsballett" - im Rahmen der …
OLG Hamburg, 25.03.1999 - 3 U 110/98
Trennung von Werbung und redaktionellem Teil in Printmedien
OLG Hamburg, 11.01.1996 - 3 U 20/95
Klagebefugnis eines Verbandes zur Förderung gewerblicher Interessen
BPatG, 10.09.2013 - 27 W (pat) 42/13
Markenbeschwerdeverfahren - "St. Petersburger Nationalballett" - die Berühmung …
OLG Hamburg, 12.10.1995 - 3 U 130/95
Umfang des Unterlassungsanspruchs bei Bewerbung nicht lieferbarer Computer
OLG Naumburg, 24.08.1995 - 2 U 40/95
Klage auf Unterlassung eines unzulässigen Räumungsverkaufs; Vorliegen eines …
LG Berlin, 07.01.1993 - 16 O 1370/92
Voraussetzungen für das Verbot krankheitsbezogener Werbung; Krankheitsbezogenes …