Source: http://www.pflegendeangehoerige.info/post463022.html
Timestamp: 2017-08-20 22:55:09
Document Index: 258506981

Matched Legal Cases: ['§ 45', '§ 45', '§ 45', '§ 45', '§45', '§87', '§87', '§45', '§ 45', '§ 45', '§36', '§87']

Änderung der Leistung § 45 SGB IX ab 01.01.2017 : niedrigschwellige BETREUUNGSANGEBOTE
Aktuelle Zeit: 21. Aug 2017, 00:55
Änderung der Leistung § 45 SGB IX ab 01.01.2017
Vorschau: Änderung der Leistung § 45 SGB IX ab 01.01.2017
Betreff des Beitrags: Änderung der Leistung § 45 SGB IX ab 01.01.2017
#1 Verfasst: 7. Feb 2017, 00:47
mein Weg führte mich heute wegen obigen Text zur Pflegekasse.
Meine zu pflegende Oma, leidet an erheblicher Einschränkung der Alltagskompetenz.
Deshalb bekam sie in der Vergangenheit auch den erhöhten Satz von 208 € für demenzielle
Im Herbst letzten Jahres gab es dann auch Post von der Pflegekasse, in welcher stand,
dass sich die Leistungen dann ab 01.01.17 auf generell 125€ mtl. verändern. Es stand auch darin, das die Menschen, welche nun den erhöhten Satz bekommen, keine Nachteile haben würden. Wie dies geregelt werden würde, stand da leider nicht.
Ich möchte Euch nun nach Eurern Erfahrungen fragen, der Mitarbeiter war superfreundlich hat sich auch bemüht, aber so im Gespräch hatte ich den Eindruck, das er da einiges durcheinander brachte. So war er z.B. der Meinung, dass der zu Pflegende die Betreuungsleistungen so auf sein Konto zur freien Verfgung überwiesen bekommen würde.
Diese Leistungen sind ja zweckgebunden und können nur durch z.B. eine Demenzbetreuung abgerechnet werden.
Die Unterschiede zwischen den §45 (Betreuungsleistung im häuslichen Bereich) und dem §87 (Betreuungleistungen im vollstationären Bereich) schien er nicht zu kennen, da er beides in einen Topf warf, obwohl es unterschiedliche Dinge sind.
Somit bin ich nun natürlich verunsichert, ob seine Aussage so richtig ist.
Sie lautet: Seit 01.01.17 gibt es generell nur noch 125€ für Betreuungsleistungen. Der Gesetzgeber habe den Nachteil, welchen es ja bei erhöhten Aufwand nicht geben sollte, nicht geregelt! Auf die Ausgleichszahlung in Höhe von 83€ angesprochen, sagte er, diese würde nur im vollstationären Bereich greifen. Demnach also nur für §87b. Dann sind ja die Menschen nach dem §45 im häuslichen Bereich und deren pflegenden Angehörige deutlich benachteiligt, wie ich finde. Da sich deren Entlastung durch die Betreuung um ca. 8 Stunden, also in unserem meinem Falle, die Hälfte reduziert.
Ich laufe hier trotz unterstützung des Pflegedienstes auf Hochtouren, der Pflegedienst kommt M-M-A, aber in der Zeit dazwischen hängt alles an mir, ich mache die Betreuung in der Nacht, mit allem was dazu gehört. Ich muß mich organsiatorisch um alles kümmern. Demnach hätte ich nur noch 2 Stunden die Woche, wo ich mich eben ausklinken könnte. Manche Mütter haben "schreibbabies", ich habe eine "schreioma". Beides ist schlimm und nervenaufreibend genug.
Was sich in diesem Jahr und nur für dieses Jahr geändert habe soll, ist, die nicht verbrauchten Gelder für die Betreuungsleistungen aus dem Vorjahr, welche ja bisher immer am 30.06. des Folgejahres verfallen sind, verfallen erst am Ende des Jahres.
Somit freue ich mich über jede Antwort von Euch und was Euch die Pflegekasse dazu erzählt hat.
Betreff des Beitrags: Re: Änderung der Leistung § 45 SGB IX ab 01.01.2017
#2 Verfasst: 7. Feb 2017, 01:09
Christine schau mal bitte:
[url=Zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen § 45b SGB XI ab 2017[/url]
Und frag bitte, wenn Dir noch etwas unklar ist. Liebe Grüße Christoph
#3 Verfasst: 7. Feb 2017, 01:11
mekki hat geschrieben:
Pflegebedürftige die bis 31.12.2016 Anspruch auf den erhöhten Betrag von 208,00 EUR monatlich hatten, haben ab 01.01.2017 einen Anspruch auf einen Zuschlag in Höhe von 83,00 EUR zum Entlastungsbetrag, wenn die Höchstleistungsansprüche für die Pflegesachleistung, das Pflegegeld und die Tages-/Nachpflege ab dem 01.01.2017 nicht jeweils mindestens 83 Euro höher sind als im Vergleich zu den Leistungssätzen in 2016.
Dies betrifft nur die Pflegebedürftigen, die bis zum 31.12.2016 Pflegesachleistungen im Rahmen der Härtefallregelung erhalten (1.995,00 EUR monatlich) und gleichzeitig eine erhöhte Einschränkung in der Alltagskompetenz vorliegt. Diese Versicherten erhalten von ihrer Pflegekasse dazu eine besondere Mitteilung im Überleitungsbescheid zum Ende des Jahres 2016.
mekki2017
#4 Verfasst: 19. Feb 2017, 02:56
da ich vor wenigen Tagen von der Organisation, welche bei uns die Betreuungsleistungen durchführt ein Infoblatt bekam, war ich noch einmal bei der PK, um darüber zusprechen.
Demach sollte ich einen Antrag auf Umwidmung der Sachleistungen nach §36 SGB XI stellen, damit die von der Organisation angebotenen Betreuungsleistungen, mit anderen Pflegekassenleistungen kombiniert werden können.
Habe ich aber auch beim Fokus online gelesen, dass es eine Ausgleichzahlung geben würde und dieses würde ganz automatisch passieren, auch in der häuslichen Pflege.
Aussage der PK, eine Ausgleichszahlung von 83€ gibt es nicht. Da der Patient durch Höherstufung in den nächsten bzw. übernächsten Pflegegrad besser gestellt sei und von daher mehr Geld erhalten würde. Gemeint ist das neue Geld von 1612 € für den PG 4. Bitte nicht mit den Zahlungen für vollstationäre Patienten im Heim verwechseln, bei denen gelten andere Sätze und andere Bedingungen, §87b SGB.
Die Betreuungsleistungen über 125 € hinaus, könnten theoretisch von der Organisation darüber abgerechnet werden. Aber NUR, wenn der Pflegedienst nicht die kompletten 1612€ ausschöpfen würde. Unser Pflegedienst, hat aber auch seit 01.01 seine Leistungssätze neu angepaßt, so dass auch von diesem Geld nichts übrig bleibt und auch hier noch ein Eigenanteil fällig ist.
Da es in unserem Fall keine andere Möglichkeit gibt, mußte ich die Betreuungsleistungen nun auf 125€ anpassen.
Wer veräppelt mich, das Internet mit seinen Wahrheiten oder die PK?