Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=10.02.2005&Aktenzeichen=III%20ZR%20258/04
Timestamp: 2020-04-03 21:05:11
Document Index: 242626057

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 278', '§ 254', '§ 278', '§ 254', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 254', 'BGH', '§ 278', 'BGH', 'BGH', '§ 278', 'BGH']

BGH, 10.02.2005 - III ZR 258/04 - dejure.org
https://dejure.org/2005,938
BGH, 10.02.2005 - III ZR 258/04 (https://dejure.org/2005,938)
BGH, Entscheidung vom 10.02.2005 - III ZR 258/04 (https://dejure.org/2005,938)
BGH, Entscheidung vom 10. Februar 2005 - III ZR 258/04 (https://dejure.org/2005,938)
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BGB §§ 278, 254
Anspruch auf Schadensersatz wegen Veruntreuung von Geldern durch Generalagent; Veruntreuung von Anlageinteressenten entgegengenommenem Geld durch den Generalagenten eines Versicherungsunternehmens; Vermittlung von Vermögensanlagen durch ein Versicherungsunternehmen; ...
Haftung des Anlagevermittlers für die Veruntreuung von Anlegergeldern durch seinen Generalagenten
Zur Haftung eines Anlagevermittlungsunternehmens für von seinem Generalagenten begangene Veruntreuungen
Begriff des Erfüllungsgehilfen: Abgrenzung vom Handeln "in Erfüllung" einer Verpflichtung und "bei Gelegenheit"; kein Zurücktreten des Mitverschuldens (§ 254 BGB) bei Arglist des Erfüllungsgehilfen
BGB § 278 § 254
Betrügerischer Versicherungsagent - Versicherungsunternehmen haftet für Verlust, wenn die Anlagevermittlung zum Aufgabenkreis des Agenten gehört
Zurechnung des Verschuldens des HV, Erfüllungsgehilfe, Mitverschulden
Zur Haftung eines Versicherers für Veruntreuungen eines für ihn tätigen Agenten
Rückerstattung veruntreuter Anlagegelder
Haftung von Finanzdienstleistungs- und Versicherungsunternehmen
Zusammenfassung von "Haftung von Finanzdienstleistungs- und Versicherungsunternehmen - zugleich Anmerkung zu BGH, Urteil vom 10.02.2005 - III ZR 258/04" von RA Oliver Renner, original erschienen in: VuR 2005, 324 - 327.
NJW-RR 2005, 756
ZIP 2005, 815
MDR 2005, 917
VersR 2005, 552
WM 2005, 701
Sie kann aber darauf hin überprüft werden, ob der Abwägung rechtlich unzulässige Erwägungen zugrunde liegen oder ob der Tatrichter alle Umstände vollständig und richtig berücksichtigt hat (vgl. BGH, Urt. v. 10.2.2005 - III ZR 258/04, NJW-RR 2005, 756 Tz 20, m.w.N.).
Selbst wenn der Klägerin fahrlässige Unkenntnis vorgeworfen werden könnte, was mangels diesbezüglicher Anhaltspunkte nicht festgestellt werden kann, wäre das etwaige Mitverschulden aus Rechtsgründen nicht zu berücksichtigen, da bei Vorsatz des Schädigers ein fahrlässiges Mitverschulden des Geschädigten in der Regel zurücktritt (…BGH, Urt. v. 19.1.1977, VIII ZR 211/75 = WM 1977, 334; BGH Urt. v. 10.2.2005, III ZR 258/04 = juris Rz. 23).
Ein Mitverschulden des Klägers gem. § 254 Abs. 1 BGB können die Beklagten dem Kläger schon deshalb nicht mit Erfolg entgegenhalten, weil sie wegen vorsätzlicher Schadenszufügung haften (vgl. BGH ZIP 2005, 815 = WM 2005, 701).
Das Berufungsgericht hat die Haftung der Beklagten zu 2 für den aus der Scheckunterschlagung entstandenen Schaden auf eine Zurechnung des pflichtwidrigen Verhaltens des Erstbeklagten gemäß § 278 Satz 1 BGB gestützt und auf die Grundsätze des Senatsurteils vom 10. Februar 2005 (III ZR 258/04 - NJW-RR 2005, 756 ff) verwiesen.
Danach steht es der Verantwortlichkeit des Unternehmers für eine durch seinen Erfüllungsgehilfen begangene Veruntreuung nicht entgegen, dass der Erfüllungsgehilfe keine Inkassovollmacht hatte (Senatsurteil vom 10. Februar 2005 aaO unter II. 1.).
BGH, 18.03.2010 - IX ZR 81/08
Anforderungen an die tatrichterliche Abwägung zu den Verschuldensbeiträgen beider …
Das Revisionsgericht ist auf die Nachprüfung beschränkt, ob der Abwägung rechtlich unzulässige Erwägungen zugrunde liegen und ob der Tatrichter alle Umstände vollständig und richtig berücksichtigt hat (BGH, Urt. v. 10. Februar 2005 - III ZR 258/04, ZIP 2005, 815, 816).
Dieser Grundsatz ist allerdings nicht anzuwenden, wenn die vorsätzliche Schädigung von einem Erfüllungsgehilfen im Sinne des § 278 BGB begangen worden ist (BGH, Urt. v. 10. Februar 2005 aaO S. 817 m. w. N.).
OLG München, 08.05.2013 - 20 U 4366/12