Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=31.08.2006&Aktenzeichen=3%20StR%20237/06
Timestamp: 2019-06-16 18:09:21
Document Index: 269249930

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 240', '§ 241', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 31.08.2006 - 3 StR 237/06 - dejure.org
https://dejure.org/2006,5893
BGH, 31.08.2006 - 3 StR 237/06 (https://dejure.org/2006,5893)
BGH, Entscheidung vom 31.08.2006 - 3 StR 237/06 (https://dejure.org/2006,5893)
BGH, Entscheidung vom 31. August 2006 - 3 StR 237/06 (https://dejure.org/2006,5893)
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Ziel des Strafprozesses (Wahrheitsfindung in einem prozessordnungsgemäßen Verfahren); anwaltliches Berufsrecht ("Standesrecht"); Wahrnehmung von Verfahrensrechten; Fürsorgepflicht des Gerichts für Opferzeugen (Befragung durch die Verteidigung)
Beanstandung der Vernehmung eines Hauptbelastungszeugen; Fürsorgepflicht des Gerichts; Zulässige Dauer der Befragung eines Zeugen; Unzulässigr Eingriff in den eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb eines Verteidigers durch die Antragsschrift des Generalbundesanwalts
StPO § 240 § 241
Berücksichtigung von Opferinteressen im Rahmen der Beweisaufnahme
NStZ-RR 2007, 21
Sie legte in diesem Zusammenhang ein Schreiben ihrer Psychotherapeutin vor, die näher darlegt, dass dies auf der "aggressiven" Befragung der Zeugin in der ersten Hauptverhandlung beruhe, in der sie "ungeschützt" die "blaming-the-victim-solution" erlebt habe (zur Pflicht des Gerichts, bei einer Zeugenvernehmung auch Zeugenschutzaspekte zu beachten vgl. demgegenüber BGHSt 48, 372; BGH NJW 2005, 1519, 1520 f.; wistra 2007, 33 m.w.N.).
Das Tatgericht ist verpflichtet, bei seiner Entscheidung über den Umfang der Beweisaufnahme Opferschutzinteressen in seine Erwägungen einzubeziehen (vgl. BGH, NStZ-RR 2007, S. 21).