Source: http://www.frag-einen-anwalt.de/Schwerer-Raub-mit-schwerer-Koerperverletzung-Fuehrungszeugnis--f5041.html
Timestamp: 2016-10-25 22:56:30
Document Index: 283660809

Matched Legal Cases: ['§ 46', '§ 34', '§ 32', '§ 32', '§ 174', '§ 180', '§ 182', '§ 174', '§ 180', '§ 182', '§ 41']

Anwalt? Hier lang www.frag-einen-anwalt.de Strafrecht Themen: Körperverletzung schwerer Raub
13.06.2005 15:44 | Preis: ***,00 € |
Guten Tag,vor einigen,genauer gesagt am 7.5.98 wurde ich zu 2 1/2 Jahren ohne Bewährung wegen bewaffneten schweren Raub mit schwerer körperverletzung.Ich blieb 2 Jahre in der JVA,der Reststrafe wurde auf vier jahre Bewährung aufgeteilt.Neue Straftaten kamen nicht dazu.Heute bin ich Vater von 5 Kindern und schon sehr lange Arbeitslos.Durch das neue Hartz IV gesetz habe ich ein 2 Wöchiges Praktikum in der Altenpflege gemacht.Nun wurde mir angeboten in diesem Altenheim eine Ausbildung zu machen.Ich bin wirklich glücklich darüber leider gab es den Hacken mit dem Führungszeugniss welches ich bei der Schule vorlegen muß.Meine Frage ist,was steht nun in dem Führungszeugniss und habe ich die Chance den Eintrag schon löschen zu lassen???Wenn ja,wo beantrage ich die Löschung und was schreibe ich am besten??? Ich bin 3 Jahre Arbeitslos das ist meine große Chance.Ich hoffe,sie können mir helfen
Mfg Tommymad Trifft nicht Ihr Problem? Wir haben 126 weitere Antworten zum Thema:
Sie müssen bei Ihrem Problem zwei Fragen unterscheiden, nämlich erstens die Tilgungsfrist der Eintragung.
Hier bestimmt § 46 BZRG (Länge der Tilgungsfrist):
Getilgt ist die Eintragung also noch nicht.
Etwas völlig anderes ist die Frage, ob eine Verurteilung in ein vorzulegendes Führungszeugnis aufzunehmen ist. Hier gilt 34 BZRG:
„ § 34 Länge der Frist (1) Die Frist, nach deren Ablauf eine Verurteilung nicht mehr in das Führungszeugnis aufgenommen wird, beträgt 1. drei Jahre bei Verurteilungen zu a) Geldstrafe und Freiheitsstrafe oder Strafarrest von nicht mehr als drei Monaten, wenn die Voraussetzungen des § 32 Abs. 2 nicht vorliegen, b) Freiheitsstrafe oder Strafarrest von mehr als drei Monaten, aber nicht mehr als einem Jahr, wenn die Vollstreckung der Strafe oder eines Strafrestes gerichtlich oder im Gnadenwege zur Bewährung ausgesetzt, diese Entscheidung nicht widerrufen worden und im Register nicht außerdem Freiheitsstrafe, Strafarrest oder Jugendstrafe eingetragen ist, c) Jugendstrafe von nicht mehr als einem Jahr, wenn die Voraussetzungen des § 32 Abs. 2 nicht vorliegen, d) Jugendstrafe von mehr als zwei Jahren, wenn ein Strafrest nach Ablauf der Bewährungszeit gerichtlich oder im Gnadenwege erlassen worden ist, e) Jugendstrafe von nicht mehr als einem Jahr wegen einer Straftat nach den § 174 bis § 180 oder § 182 des Strafgesetzbuches; 2. zehn Jahre bei Verurteilungen wegen einer Straftat nach den § 174 bis § 180 oder § 182 des Strafgesetzbuches zu einer Freiheitsstrafe oder Jugendstrafe von mehr als einem Jahr, 3. fünf Jahre in den übrigen Fällen.“ Demnach ist der für Sie entscheidende „Stichtag“ der 7.5.2003 gewesen, also das Datum fünf Jahre nach der Verurteilung wegen bewaffeten schweren Raubes!
Es gibt zwar für bestimmte Behörden die sog. unbeschränkte Auskunft (§ 41 BZRG), aber Sie wollen ja bei einem privatem Arbeitgeber eingestellt werden, so daß Sie diese Regelung nicht betrifft.
Insoweit können Sie ruhigen Gewissens ein Führungszeugnis beantragen.
Um aber letztverbindlich hier Gewißheit zu erlangen, können Sie eine schriftliche Anfrage an das Bundeszentralregister richten. Die Anfrage muß unbedingt Ihre Personalien (Geburtsname, Familienname, sämtliche Vornamen, Geburtsdatum und Geburtsort) sowie Ihre Wohnanschrift enthalten und mit Ihrer Unterschrift versehen sein. Per E-Mail übermittelte Anfragen werden aus Gründen des Datenschutzes nicht beantwortet.
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