Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=14.10.1991&Aktenzeichen=II%20ZR%20212/90
Timestamp: 2019-05-20 17:48:17
Document Index: 350512496

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 6', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 14.10.1991 - II ZR 212/90 - dejure.org
https://dejure.org/1991,126
BGH, 14.10.1991 - II ZR 212/90 (https://dejure.org/1991,126)
BGH, Entscheidung vom 14.10.1991 - II ZR 212/90 (https://dejure.org/1991,126)
BGH, Entscheidung vom 14. Januar 1991 - II ZR 212/90 (https://dejure.org/1991,126)
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Baustellen-Verwertungsgesellschaft
Fehlerhafter Gesellschaftsbeitritt;
versteckter Einigungsmangel;
Haftung des beitretenden Gesellschafters
Anwendung der Grundsätze der "fehlerhaften Gesellschaft" auf den fehlerhaften Beitritt
Fehlerhafte Gesellschaft - Anwendbarkeit - Fehlerhafter Beitritt zu einer Gesellschaft - Grundsätze zur fehlerhaften Gesellschaft
Anwendung der Grundsätze über die fehlerhafte Gesellschaft auch bei verstecktem Dissens der einer GbR beitretenden Pool-Gläubiger
NJW 1992, 1501
ZIP 1992, 247
MDR 1992, 656
DNotZ 1992, 578
WM 1992, 490
BB 1992, 385
DB 1992, 567
Dementsprechend wird der widerrufende Gesellschafter bis zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Kündigung wie ein Gesellschafter mit allen damit verbundenen Rechten und Pflichten behandelt, er ist zur Leistung seiner Einlage, soweit sie noch nicht vollständig erbracht ist, verpflichtet und nimmt bis zum Zeitpunkt seines Ausscheidens an den Gewinnen und Verlusten der Gesellschaft teil (BGHZ 153, 214, 221; 156, 46, 52 f.; 54; Sen.Urt. v. 14. Oktober 1991 - II ZR 212/90, WM 1992, 490, 491).
Diese Lehre von der fehlerhaften Gesellschaft, der der fehlerhafte Gesellschaftsbeitritt gleichsteht (BGHZ 26, 330, 334 ff.; BGHZ 153, 214, 221; Sen.Urt. v. 14. Oktober 1991 - II ZR 212/90, WM 1992, 490, 491; v. 2. Juli 2001 - II ZR 304/00, ZIP 2001, 1364, 1366), gehört zum "gesicherten Bestandteil des Gesellschaftsrechts" (BGHZ 55, 5, 8).
Nach ständiger Rechtsprechung des Senats gelten die zur fehlerhaften Gesellschaft entwickelten Grundsätze auch für den fehlerhaften Beitritt zu einer Gesellschaft (BGHZ 26, 330, 334 ff.; Sen.Urt. v. 14. Oktober 1991 - II ZR 212/90, WM 1992, 490, 491;… Urt. v. 2. Juli 2001 - II ZR 304/00, ZIP 2001, 1364, 1366, je m.w.N.).
Die Rechte und Pflichten der Gesellschafter richten sich nach dem Gesellschaftsvertrag (Sen.Urt. v. 14. Oktober 1991 - II ZR 212/90 aaO).
Die Grundsätze über die fehlerhafte Gesellschaft kommen auch zum Zuge, wenn der Beitretende und die für den Beitritt stimmenden Gesellschafter in Unkenntnis des Mangels den Beitritt für wirksam gehalten und vollzogen haben oder wenn die Frage, ob der verklagte Gesellschafter rechtswirksam Gesellschafter geworden ist, erst später aufgetreten ist (Sen.Urt. v. 14. Oktober 1991 - II ZR 212/90, WM 1992, 490, 492 m.w.N.).
Grundlegende Voraussetzung für die Annahme einer fehlerhaften Gesellschaft ist mithin das Vorliegen von - wenn auch fehlerhaften - auf den Abschluss eines Gesellschaftsvertrages gerichteten Willenserklärungen zwischen den Beteiligten (vgl. BGH, Urteil vom 14. Oktober 1991 - II ZR 212/90, WM 1992, 490, 491 f. m.w.N.).
Ein rechtsgeschäftliches Handeln der Gesellschafter fehlt, wenn ein Mitgesellschafter die ihm erteilte Vollmacht überschreitet (vgl. BGH, Urteile vom 18. Oktober 1962 - II ZR 12/61, WM 1962, 1353, 1354, vom 12. Oktober 1987 - II ZR 251/86, WM 1988, 414, 416 f. und vom 14. Oktober 1991 - II ZR 212/90, WM 1992, 490, 492).
Etwas anderes gilt nur, wenn die übrigen Gesellschafter die Erklärung für wirksam gehalten haben, weil sie etwa davon ausgegangen sind, der Mitgesellschafter sei wirksam vertreten worden und seine Zustimmung liege vor (vgl. BGH, Urteile vom 12. Oktober 1987 - II ZR 251/86, WM 1988, 414, 416 f. und vom 14. Oktober 1991 - II ZR 212/90, WM 1992, 490, 492), oder wenn der Vertreter zwar ohne Vollmacht gehandelt hat, der Abschluss des Gesellschaftsvertrages aber vom Auftrag des Gesellschafters umfasst war und damit auf seinen Willen zurückzuführen ist (vgl. BGHZ 153, 214, 221 f.; BGH, Urteil vom 21. März 2005 - II ZR 310/03, NJW 2005, 1784, 1786).
Grundlegende Voraussetzung für die Annahme einer fehlerhaften Gesellschaft ist mithin das Vorliegen von - wenn auch fehlerhaften - auf den Abschluss eines Gesellschaftsvertrags gerichteten Willenserklärungen zwischen den Beteiligten (vgl. BGH, Urteile vom 14. Oktober 1991 - II ZR 212/90, NJW 1992, 1501, 1502 mwN;… vom 1. Juni 2010 - XI ZR 389/09, aaO, Rn. 20).
Ein rechtsgeschäftliches Handeln der Gesellschafter fehlt, wenn ein Mitgesellschafter die ihm erteilte Vollmacht überschreitet (vgl. BGH, Urteile vom 18. Oktober 1962 - II ZR 12/61, WM 1962, 1353, 1354; vom 12. Oktober 1987 - II ZR 251/86, WM 1988, 414, 416 f.; vom 14. Oktober 1991 - II ZR 212/90, aaO;… vom 1. Juni 2010 - XI ZR 389/09, aaO).
Etwas anderes gilt nur, wenn die übrigen Gesellschafter die Erklärung für wirksam gehalten haben, weil sie etwa davon ausgingen, der Mitgesellschafter sei wirksam vertreten worden und seine Zustimmung liege vor (…vgl. BGH, Urteile vom 12. Oktober 1987 - II ZR 251/86, aaO, 417; vom 14. Oktober 1991 - II ZR 212/90, aaO;… vom 1. Juni 2010 - XI ZR 389/09, aaO), oder wenn der Vertreter zwar ohne Vollmacht gehandelt hat, der Abschluss des Gesellschaftsvertrags aber vom Auftrag des Gesellschafters umfasst war und damit auf seinen Willen zurückzuführen ist (vgl. BGH, Urteile vom 16. Dezember 2002 - II ZR 109/01, BGHZ 153, 214, 221 f.; vom 21. März 2005 - II ZR 310/03, NJW 2005, 1784, 1786;… vom 1. Juni 2010 - XI ZR 389/09, aaO).
Danach ist eine fehlerhaft gegründete Gesellschaft oder ein fehlerhaft vollzogener Beitritt zu einer Gesellschaft regelmäßig nicht von Anfang an unwirksam, sondern wegen des Nichtigkeits- oder Anfechtungsgrundes nur mit Wirkung für die Zukunft vernichtbar (BGHZ 55, 5, 8 f.; Urteil vom 14. Oktober 1991 - II ZR 212/90, WM 1992, 490, 491 m.w.Nachw.).
Dies ist der Fall, wenn der Beitretende Beiträge geleistet oder gesellschaftsvertragliche Rechte ausgeübt hat (BGH, Urteil vom 14. Oktober 1991 aaO S. 492).
Diese finden nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs auch bei einem fehlerhaften Beitritt zu einer Personengesellschaft Anwendung (vgl. BGHZ 153, 214 = NJW 2003, 1252, 1254 mwN und BGH Urteil vom 14. Oktober 1991 - II ZR 212/90 - NJW 1992, 1501, 1502 mwN).
Bis zum Zugang der Kündigungserklärung ist der vollzogene Beitritt grundsätzlich voll wirksam, so dass sich die Rechte und Pflichten der Gesellschafter nach dem Gesellschaftsvertrag richten (vgl. BGH Urteil vom 14. Oktober 1991 - II ZR 212/90 - NJW 1992, 1501, 1502).
Ein solcher Verband ist als wirksam entstanden anzusehen und kann nur durch Auflösung nach den hierfür geltenden Liquidationsgrundsätzen wieder rückgängig gemacht werden (…st. Rspr., BGH, Urteile vom 12. Juli 2010 - II ZR 269/07, WM 2010, 1589 Rn. 6; vom 14. Oktober 1991 - II ZR 212/90, NJW 1992, 1501 unter II 2 a; vom 29. Juni 1970 - II ZR 158/69, BGHZ 55, 5, 8;… K. Schmidt, Gesellschaftsrecht 4. Aufl. § 6 I 1 a, III 2;… Stelkens aaO; jeweils m.w.N.).
Zustehen eines vertraglichen Rechts eines Anlegers auf Widerruf seiner …
Das ist der Fall, wenn der Beitretende Beiträge geleistet oder gesellschaftsvertragliche Rechte ausgeübt hat (BGH, Urteile vom 14. Oktober 1991 - II ZR 212/90, NJW 1992, 1501, 1502; vom 27. Juni 2000 - XI ZR 174/99, WM 2000, 1685, 1686 …und vom 11. Mai 2016 - XII ZR 147/14, MDR 2016, 759 Rn. 22) Einen Beitrag hat der Kläger erst mit seiner Teilzahlung von 33.600 EUR (Agio und 50 % der vereinbarten Einlageleistung) am 13. November 2002 auf das Treuhandkonto der Fondsgesellschaft erbracht.
BGH, 09.02.2009 - II ZR 231/07
Verpflichtung der Gesellschafter zu Nachschusszahlungen
Entgegen der Ansicht der Revision hat es nicht an einer auf den Abschluss eines Gesellschaftsvertrages gerichteten Willenserklärung der Beklagten gefehlt (siehe zu diesem Erfordernis Sen. Urt. v. 14. Oktober 1991 - II ZR 212/90, ZIP 1992, 247, 248).
BGH, 16.10.2006 - II ZB 32/05
Insolvenzfähigkeit einer in Vollzug gesetzten fehlerhaften Gesellschaft; …
BGH, 24.02.1999 - VIII ZR 158/98
Umwandlung eines ehemals kreisgeleiteten VEB in eine Kapitalgesellschaft im …
OLG Düsseldorf, 10.07.2003 - 6 U 81/02
OLG Düsseldorf, 14.12.2006 - 10 U 68/06
Arglistige Täuschung im Zusammenhang mit Veräußerung und Übertragung eines …
OLG Düsseldorf, 01.10.2014 - U (Kart) 6/14
BGH, 16.10.2012 - XI ZR 218/11
OLG Saarbrücken, 06.03.2008 - 8 U 447/06
Voraussetzungen der fehlerhaften Gesellschaft - Haftung nach allgemeinen …
OLG Hamm, 07.02.2002 - 27 U 127/01
Kündigung; Beteiligung; Geschlossener Immobilienfonds; Publikums-GbR; Anleger; …
OLG München, 28.07.2000 - 23 U 4359/99
Kündigung statt Rückabwicklung einer in Vollzug gesetzten Gesellschaft
OLG Frankfurt, 28.04.2003 - 12 U 40/03
Einstweilige Verfügung gegen Geschäftsführungsmaßnahmen in einer GbR: Unzulässige …
OLG Frankfurt, 16.06.1995 - 24 U 388/93
Betrieb einer Eisdiele; Auszahlung einer hinterlegten Geldsumme; Entstehen einer …
FG Niedersachsen, 13.11.1997 - XIV 484/93
Stellung als zivilrechtlicher Gesellschafter einer Personengesellschaft als …
AG München, 01.07.1993 - 423 C 5221/93
Anspruch auf Rückerstattung zuviel gezahlten Mietzinses; Erkennbarkeit des …