Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=8%20C%2039.95
Timestamp: 2019-10-17 09:12:58
Document Index: 380211377

Matched Legal Cases: ['§ 290', '§ 80', '§ 80', '§ 80', '§ 80', '§ 80', '§ 80', '§ 80', '§ 80', '§ 290', '§ 80', '§ 80', '§ 80', '§ 19', '§ 19', '§ 80', '§ 80']

BVerwG, 22.01.1997 - 8 C 39.95 - dejure.org
https://dejure.org/1997,1175
BVerwG, 22.01.1997 - 8 C 39.95 (https://dejure.org/1997,1175)
BVerwG, Entscheidung vom 22.01.1997 - 8 C 39.95 (https://dejure.org/1997,1175)
BVerwG, Entscheidung vom 22. Januar 1997 - 8 C 39.95 (https://dejure.org/1997,1175)
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Fehlerhafte Annahme der Versäumung der Klagefrist - Klageerhebung durch Fax - Vermeintliche Unvollständigkeit der Klageschrift - Fehlen der Unterschrift - Sachentscheidung bei klagabweisendem Prozeßurteil - Musterungsverfahren - Vorläufiger Musterungsbescheid - ...
VG Braunschweig, 28.06.1995 - 9 A 9023/95
NVwZ-RR 1997, 718 (Ls.)
Die in der Vorinstanz aus prozessualen Gründen ausgesprochene Abweisung der geänderten Klage ist aus sachlichen Gründen zu bestätigen, weil die Klage unter keinem rechtlichen Gesichtspunkt Erfolg haben kann (stRspr; vgl. Urteile vom 17. Juli 1969 - BVerwG 2 C 8.66 - und vom 22. Januar 1997 - BVerwG 8 C 39.95 - m.w.N.; Beschluß vom 22. August 1996 - BVerwG 8 B 83.96 ).
Dazu ist es bei der verfahrensfehlerhaften Prozessentscheidung der Vorinstanz in der Lage, weil die in der angefochtenen Entscheidung getroffenen tatsächlichen Feststellungen eine hinreichende Grundlage für eine Sachentscheidung bieten und auch bei einer Zurückverweisung der Sache kein anderes Ergebnis möglich erscheint (vgl. u.a. Urteile vom 16. Mai 1991 - BVerwG 3 C 34.89 - Buchholz 427.3 § 290 LAG Nr. 15 S. 3 m.w.N. und vom 22. Januar 1997 - BVerwG 8 C 39.95 - Buchholz 316 § 80 VwVfG Nr. 39 S. 15 f. m.w.N.).
Die Beurteilung ist nach der Sachlage vorzunehmen, wie sie sich im Zeitpunkt der Zuziehung eines Verfahrensbevollmächtigten dargestellt hat (Urteile vom 22. Januar 1997 - BVerwG 8 C 39.95 - Buchholz 316 § 80 VwVfG Nr. 39 S. 16 f. und vom 26. Januar 1996 - BVerwG 8 C 15.95 - Buchholz 316 § 80 VwVfG Nr. 36 S. 4).
Abzustellen ist auf den Zeitpunkt der Heranziehung des Rechtsanwalts, d.h. seiner förmlichen Bevollmächtigung oder, bei schon früher erfolgter allgemeiner Bevollmächtigung, des Auftrages zur Einlegung des Widerspruchs (Urteil vom 26. Februar 1993 BVerwG 8 C 68.91 - Buchholz 316 § 80 VwVfG Nr. 34 S. 43;… Urteil vom 26. Januar 1996 BVerwG 8 C 15.95 - a.a.O. Nr. 36 S. 3; Urteil vom 22. Januar 1997 BVerwG 8 C 39.95 - a.a.O. Nr. 39 S. 16 f.).
Die Beurteilung ist nach der Sachlage vorzunehmen, wie sie sich im Zeitpunkt der Zuziehung eines Verfahrensbevollmächtigten dargestellt hat (BVerwG, Urteile vom 22.01.1997 - 8 C 39.95 -, Buchholz 316 § 80 VwVfG Nr. 39 S. 16 f. und vom 26.01.1996 - 8 C 15.95 -, Buchholz 316 § 80 VwVfG Nr. 36 S. 4).
Der Kläger macht geltend, das Urteil des Verwaltungsgerichts weiche von der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts zur Notwendigkeit der Hinzuziehung eines Bevollmächtigten im Vorverfahren nach § 80 Abs. 2 VwVfG ab, indem es bei der Beurteilung der Zumutbarkeit, das Vorverfahren selbst zu führen, nicht auf die "persönlichen Verhältnisse" abstelle, sondern diesen Maßstab durch die Betrachtung eines "Durchschnittswehrpflichtigen" ersetze, und verweist hierzu auf das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 22. Januar 1997 - BVerwG 8 C 39.95 - Buchholz 316 § 80 VwVfG Nr. 39.
Dazu ist es bei einer verfahrensfehlerhaften Prozeßentscheidung der Vorinstanz nur dann ausnahmsweise in der Lage, wenn die in der angefochtenen Entscheidung getroffenen tatsächlichen Feststellungen eine hinreichende Grundlage für eine Sachentscheidung bieten und auch bei einer Zurückverweisung der Sache kein anderes Ergebnis möglich erscheint (vgl. u. a. BVerwG, Urteile vom 16. Mai 1991 - BVerwG 3 C 34.89 - Buchholz 427.3 § 290 LAG Nr. 15 S. 1 m.w.N. und vom 22. Januar 1997 - BVerwG 8 C 39.95 - Buchholz 316 § 80 VwVfG Nr. 39 S. 14 m.w.N.).
Die Beurteilung ist dabei nach der Sachlage vorzunehmen, wie sie sich im Zeitpunkt der Zuziehung eines Verfahrensbevollmächtigten dargestellt hat (vgl. BVerwG, Urteile vom 24. Mai 2000, a.a.O., vom 22. Januar 1997 - 8 C 39.95 -, Buchholz 316 § 80 VwVfG Nr. 39 S. 16 f. und vom 26. Januar 1996 - 8 C 15.95 -, Buchholz 316 § 80 VwVfG Nr. 36 S. 4).
Diese war hier gemäß § 19 Abs. 2 AGVwGO anzuerkennen, da sie vom Standpunkt einer verständigen, nicht rechtskundigen Partei für erforderlich gehalten werden durfte (…vgl. auch Oster/Nies, a.a.O. § 19 AGVwGO Anm. 6;… Kopp/Ramsauer, Kommentar zum VwVfG, 8. Aufl. 2005, § 80 VwVfG Rn. 41 ff., sowie zur Rechtsprechung des BVerwG, Urteile vom 14. August 1987 - 8 C 129/84 -, NVwZ 1988, 249, und vom 22. Januar 1997 - 8 C 39/95 -, DokBer A 1997, 143), also - wie hier aus der Sicht des Klägers - nicht willkürlich und überflüssig, sondern zweckdienlich erscheint.
Diese Beurteilung ist nach der Sachlage vorzunehmen, wie sie sich im Zeitpunkt der Zuziehung eines Verfahrensbevollmächtigten dargestellt hat (BVerwG, Urteile vom 22.01.1997 - 8 C 39.95 -, BayVBl. 1998, 91, und vom 26.01.1996 - 8 C 15.95 -, BayVBl. 1996, 571).
BVerwG, Urteil vom 26. Februar 1993 - 8 C 68.91 -, Buchholz, Gliederungsnummer 316 § 80 VwVfG Nr. 34, und Urteil vom 22. Januar 1997 - 8 C 39.95 -.
vgl. BVerwG, Urteil vom 18. April 1988 - 6 C 41.85 -, Buchholz, aaO., Nr. 26; Urteil vom 26. Januar 1996 - 8 C 15.95 -, Buchholz, aaO., Nr. 36 und Urteil vom 22. Januar 1997 - 8 C 39.95 -.
OVG Nordrhein-Westfalen, 30.05.2005 - 6 E 248/05
Zeitpunkt der Hinzuziehung eines Bevollmächtigten
BVerwG, 09.03.2000 - 6 B 10.00
Notwendigkeit der Zuziehung eines anwaltlichen Bevollmächtigten im Vorverfahren
BVerwG, 21.12.1999 - 6 B 86.99
Beurteilung der Notwendigkeit der Zuziehung eines anwaltlichen Bevollmächtigten …
OVG Nordrhein-Westfalen, 09.03.1999 - 20 E 22/99
Ausgestaltung des Vorliegens der Notwendigkeit zur Zuziehung eines …
Zuziehung eines Bevollmächtigten im Vorverfahren
VG Gera, 07.04.2005 - 4 K 2501/02
Ausbaubeiträge; Verweigerung; Aktenvorlage
VG Trier, 23.06.1998 - 2 K 306/98
Erstattungsfähigkeit von Anwaltskoten im Vorverfahren als notwendige Kosten einer …