Source: https://urteile-gesetze.de/rechtsprechung/6-azr-237-15
Timestamp: 2019-06-27 06:42:41
Document Index: 60584775

Matched Legal Cases: ['§ 26', '§ 26', '§ 6', '§ 22', '§ 45', '§ 24', '§ 17', '§ 17', '§ 17', '§ 17', '§ 11', '§ 58', '§ 612', '§ 612', '§ 612', '§ 611']

6 AZR 237/15 - Urteil BAG vom 04.08.2016
6 AZR 237/15
BAG 04.08.2016 - 6 AZR 237/15
vorgehend ArbG Erfurt, 14. Dezember 2012, Az: 8 Ca 994/12, Urteilvorgehend Thüringer Landesarbeitsgericht, 19. November 2014, Az: 4 Sa 74/13, Urteil
§ 26 Abs 2 S 8 BG TH vom 20.03.2009
§ 26 Abs 3 BG TH vom 20.03.2009
Anl 1 BesG TH
Anl 8 BesG TH
§ 6 Abs 2 SchulLbV TH
§ 22 Nr 2 Buchst b SchulLbV TH
§ 45 SchulLbV TH
§ 24 Abs 1 TV-L
§ 17 Abs 1 S 1 TVÜ-L
§ 17 Abs 1 S 2 TVÜ-L
§ 17 Abs 7 S 1 TVÜ-L
§ 17 Abs 7 S 2 TVÜ-L
Anl 4 Teil B TVÜ-L
§ 11 Abs 2 LbV TH 1995
§ 58 Abs 1 Nr 4 LbV TH 1995
aa) Nach § 612 Abs. 1 BGB gilt eine Vergütung als stillschweigend vereinbart, wenn die Dienstleistung den Umständen nach nur gegen eine Vergütung zu erwarten ist. Die Vorschrift ist Ausdruck des althergebrachten Satzes, dass „jede Arbeit ihres Lohnes wert ist“ (BAG 10. Februar 2015 - 9 AZR 289/13 - Rn. 14). § 612 Abs. 1 BGB bildet folglich nicht nur in den Fällen, in denen überhaupt keine Vergütungsvereinbarung getroffen wurde, die Rechtsgrundlage für den Anspruch auf Vergütung. Diese Bestimmung ist vielmehr auch anzuwenden, wenn über die vertraglich geschuldete Tätigkeit hinaus Sonderleistungen erbracht werden, die durch die vereinbarte Vergütung nicht abgegolten sind, und weder einzel- noch tarifvertraglich geregelt ist, wie diese Dienste zu vergüten sind. § 612 Abs. 1 BGB umfasst neben der quantitativen auch die qualitative Mehrarbeit, also das Erbringen höherwertiger Leistungen als die vertraglich geschuldeten. Denn nach § 611 Abs. 1 BGB schuldet der Arbeitnehmer für die vereinbarte Vergütung nur die vereinbarte Tätigkeit (BAG 23. September 2015 - 5 AZR 626/13 - Rn. 20; 25. März 2015 - 5 AZR 874/12 - Rn. 20, 24 ).