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Timestamp: 2020-03-28 18:44:50
Document Index: 70257941

Matched Legal Cases: ['§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 6', '§ 7', '§ 11', '§ 7', '§ 82', '§ 7', '§ 52', '§ 52', 'Art 9', 'Art 29', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 1', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 10', '§ 10', '§ 7', '§ 7', '§ 10', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7']

Littmann/Bitz/Pust, Das Einkommensteuerrecht, EStG § 7i Erhöhte Absetzungen bei Baudenkmalen | Steuer Office Gold | Steuern | Haufe
Littmann/Bitz/Pust, Das Einkommensteuerrecht, EStG § 7i Erhöhte Absetzungen bei Baudenkmalen
Franzmeyer-Werbe, Das Abstimmungserfordernis als Voraussetzung der Inanspruchnahme von Steuererleichterungen für Aufwendungen an einem Baudenkmal, DStZ 2001, 507;
Leisner, Der Umfang steuerlicher Bindungswirkung von Denkmalbescheinigungen, NWB F 3, 12109;
Beck, Kumulation von erhöhten Absetzungen nach § 7i Abs 1 S 5 EStG u InvZul bei Erhaltungsmaßnahmen, DStR 2004, 1553;
Büchner/Fritzsch, Steuerliche Förderung von denkmalgeschütztem Eigentum, DStR 2004, 2169;
Ronig, Feststellungsverfahren bei Baudenkmalen, NWB F 3, 13489;
Kleeberg, Das Baudenkmal als Alt- o Neubau – Anmerkungen zum BFH-Urt v 14.01.2004, X R 19/02, FR 2005, 365;
Kaligin, Immobilieninvestitionen unter Inanspruchnahme der erhöhten Absetzungen nach §§ 7h, 7i EStG, DStR 2008, 1763;
Marx/Noack, Verhältnis zwischen anschaffungsnahen Aufwendungen nach § 6 Abs 1 Nr 1a S 1 EStG u Aufwendungen nach § 7i Abs 1 S 1, § 11b S 1 EStG, DStR 2013, 173;
Beck, Erhöhte Absetzungen bei der Umnutzung von Gebäuden in einem Sanierungsgebiet, DStR 2015, 158.
R 7i EStR 2012.
I. Grundsätzliches, Rechtsentwicklung
Der durch das WoBauFG (BGBl I 1989, 2408) eingefügte § 7i EStG ersetzt § 82i EStDV aF. § 7i EStG ist anzuwenden:
- Grundsatz: auf Maßnahmen, die nach dem 31.12.1990 abgeschlossen worden sind (§ 52 Abs 12b S 1 EStG aF).
- Ausnahme: soweit AK begünstigt werden (s Rn 12), auch für Maßnahmen, die vor dem 01.01.1991 abgeschlossen worden sind (§ 52 Abs 12b S 2 EStG aF). Die Vorverlagerung des zeitlichen Anwendungsbereichs um ein Jahr gegenüber der ursprünglichen Regelung des WoBauFG beruhte auf dem G zum Vertrag v 18.05.1990 über die Schaffung einer Währungs-, Wirtschafts- u Sozialunion zwischen der BRD u der DDR (BStBl I 1990, 1998).
Sinn u Zweck der Vorschrift ist es, einen steuerlichen Anreiz für privates Kapital zu bieten, kulturhistorisch wertvolle Gebäude (Baudenkmäler) zu erhalten u zu modernisieren (BT-Drucks 11/5680, 1, 9; BFH BStBl II 2003, 582).
Art 9 Nr 9a, 9b, Art 29 Abs 1 HBeglG 2004 (v 29.12.2003, BGBl I 2003, 3076) verlängerte – wie bei § 7h EStG (s § 7h Rn 1a) – die Abschreibungsdauer von 10 auf 12 Jahre durch Reduktion der Abschreibungssätze von bislang 10 % in den Jahren 01 – 10 auf 9 % in den Jahren 01 – 08 u 7 % in den Jahren 09 – 12; dies gilt erstmals für Baumaßnahmen, die nach dem 31.12.2003 begonnen wurden. Als "Beginn" gilt dabei (wie sonst auch üblich):
- bei genehmigungspflichtigen Vorhaben der Zeitpunkt, in dem der Bauantrag gestellt wird,
- bei genehmigungsfreien Vorhaben, für die Bauunterlagen einzureichen sind, der Zeitpunkt, in dem diese Bauunterlagen eingereicht werden.
Rn. 1c
Bei baurechtlich genehmigungsfreien, aber denkmalrechtlich genehmigungspflichtigen Vorhaben steht das Einreichen der Antragsunterlagen für die denkmalrechtliche Genehmigung dem Einreichen der Bauunterlagen iSv s Rn 1b gleich (OFD Koblenz v 03.06.2004, DB 2004, 1534, mE zutr).
II. Die Begünstigungsvoraussetzungen
A. Die begünstigten Objekte
Erhöhte Absetzungen nach § 7i EStG kommen in Betracht für Bauaufwendungen an inl (s § 1 Rn 51 ff, europarechtlich mE bedenklich, wie hier Kratzsch in Frotscher/Geurts, § 7i EStG Rz 17a; Kulosa in Schmidt, § 7i EStG Rz 2)
- Gebäuden (§ 7i Abs 1 S 1 EStG; s § 7 Rn 317 ff (Handzik)), also nicht an Betriebsvorrichtungen o Außenanlagen (Kratzsch in Frotscher/Geurts, § 7i EStG Rz 21; auch s Rn 8)
- Gebäudeteilen, die selbstständige unbewegliche WG sind (§ 7i Abs 3 EStG iVm § 7h Abs 3 EStG; s § 7 Rn 468 ff (Handzik))
- ETW (§ 7i Abs 3 EStG iVm § 7h Abs 3 EStG; s § 7h Rn 11 (2) aE (Handzik) gilt entsprechend; auch s § 7 Rn 474 ff (Handzik))
- im Teileigentum stehenden Räumen (§ 7i Abs 3 iVm § 7h Abs 3 EStG; s § 7 Rn 477 (Handzik)) u
- Gebäudeteilen, die keine selbstständigen unbeweglichen WG sind (§ 7i Abs 1 S 3 u 4 EStG; s § 7 Rn 468 ff (Handzik)).
Gleichgültig ist, ob das Objekt zum PV o BV gehört, jedoch muss Einkunftserzielungsabsicht vorliegen (vgl BFH BFH/NV 1988, 636; Kulosa in Schmidt, § 7i EStG Rz 1; Kratzsch in Frotscher/Geurts, § 7i EStG Rz 4, 18). Selbstgenutzte (= zu eigenen Wohnzwecken genutzte) Baudenkmäler fördert § 10f EStG durch SA-Abzug. § 10f Abs 1 S 3 EStG regelt die Konkurrenz beider Vorschriften: Für Zeiträume, in denen § 7i EStG (ebenso: § 7h EStG) beansprucht wird, ist nicht zugleich der SA-Abzug nach § 10f EStG möglich (Kumulationsverbot).
Die vorgenannten Gebäude/Gebäudeteile müssen nach den jeweiligen landesrechtlichen Vorschriften sein:
- Baudenkmal (§ 7i Abs 1 S 1 EStG) o (nicht: u, Kulosa in Schmidt, § 7i EStG Rz 3)
- Teil einer Gebäudegruppe o Gesamtanlage, die nach den jeweiligen landesrechtlichen Vorschriften als Einheit geschützt ist (sog Ensembleschutz, § 7i Abs 1 S 4 EStG). Ferner s Rn 10.
Rn. 4a
Im Umkehrschluss ergibt sich: § 7i EStG begünstigt nur das Ba...
Erhöhte Absetzungen nach §§ 7h und 7i EStG
Zusammenfassung Überblick Mit den §§ 7h, 7i EStG sollte die Fortführung und Verstärkung der steuerlichen Förderung von Baudenkmälern und Gebäuden in Sanierungsgebieten und städtebaulichen Entwicklungsbereichen verfolgt werden. Begünstigt sind Herstellungs- ...