Source: https://www.rechtslupe.de/zivilrecht/vollstreckung/insolvenzgeld-und-die-bemessung-des-elterngeldes-361424
Timestamp: 2020-01-26 04:47:07
Document Index: 375920408

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 1', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 1', '§ 2', '§ 2', '§ 9', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 19', '§ 2', '§ 24', '§ 3', '§ 19', '§ 19', '§ 183', '§ 183', '§ 185', '§ 2', '§ 19', '§ 24', '§ 2', '§ 24', '§ 2', '§ 2', '§ 24', '§ 2', '§ 19', '§ 24', '§ 208', '§ 38', '§ 24', '§ 24', '§ 24', '§ 187', '§ 183', '§ 24', '§ 2', '§ 2', '§ 13', '§ 24', '§ 24', '§ 3', '§ 2', '§ 3', '§ 185', '§ 187', '§ 208', '§ 3', '§ 187', '§ 208', '§ 187', '§ 141', '§ 208', '§ 3', '§ 187', '§ 3', '§ 32', '§ 2', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 2', '§ 3', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', 'Art 100', '§ 3', 'Art 3', 'Art 6', '§ 3', 'Art 3', '§ 3', '§ 24', '§ 2', '§ 358', '§ 3', '§ 3', '§ 6', '§ 68', 'Art 6', '§ 2', '§ 2', 'Art 6', 'Art 6', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 11', '§ 165', '§ 11', '§ 2', '§ 19', '§ 10', '§ 10', '§ 2', '§ 24', '§ 165', '§ 186', '§ 359', '§ 24', '§ 24', '§ 2', '§ 24', '§ 24', '§ 24', '§ 24', '§ 2', '§ 2', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 167', '§ 141', '§ 611', '§ 141', '§ 611', '§ 169', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', 'Art 3', 'Art 3', '§ 3', '§ 3', '§ 1', '§ 2', '§ 2', '§ 3', '§ 1', '§ 6', '§ 27']

Insol­venz­geld und die Bemes­sung des Eltern­gel­des | Rechtslupe
Insol­venz­geld ist bei der Bemes­sung des Eltern­gel­des nicht zu berück­sich­ti­gen, weil es von der Steu­er befreit ist. Die­se Rechts­fol­ge ist ange­sichts des wei­ten Gestal­tungs­spiel­rau­mes des Gesetz­ge­bers mit dem Grund­ge­setz ver­ein­bar.
Der Anspruch des Klä­gers auf Eltern­geld rich­tet sich nach dem BEEG 1. Soweit die spä­te­ren Ände­run­gen des BEEG 2 über­haupt die den strei­ti­gen Anspruch berüh­ren­den Vor­schrif­ten der §§ 1 und 2 BEEG betref­fen, sind sie im vor­lie­gen­den Ver­fah­ren nicht anwend­bar. Die durch das Gesetz vom 19.08.2007 erfolg­te Ände­rung betraf den hier nicht ein­schlä­gi­gen Abs 7 des § 1 BEEG. Bei der ers­ten Ände­rung des § 2 BEEG durch das Gesetz vom 17.01.2009 3 mit Wir­kung zum 24.01.2009 war der vor­lie­gend streit­be­fan­ge­ne Eltern­geld­zah­lungs­zeit­raum bereits abge­schlos­sen 4, sodass die Neu­fas­sung des Geset­zes den hier zu beur­tei­len­den Anspruch des Klä­gers nicht erfasst.
Für die hier allein strei­ti­ge Höhe des Eltern­geld­an­spruchs des Klä­gers ist § 2 BEEG maß­ge­bend. Nach des­sen Abs 1 S 1 wird Eltern­geld in Höhe von 67 % des in den zwölf Kalen­der­mo­na­ten vor dem Monat der Geburt des Kin­des durch­schnitt­lich erziel­ten monat­li­chen Ein­kom­mens aus Erwerbs­tä­tig­keit bis zu einem Höchst­be­trag von 1800 Euro monat­lich für vol­le Mona­te gezahlt, in denen die berech­tig­te Per­son kein Ein­kom­men aus Erwerbs­tä­tig­keit erzielt. Als Ein­kom­men aus Erwerbs­tä­tig­keit ist nach § 2 Abs 1 S 2 BEEG die Sum­me der posi­ti­ven Ein­künf­te aus Land- und Forst­wirt­schaft, Gewer­be­be­trieb, selbst­stän­di­ger Arbeit und nicht­selbst­stän­di­ger Arbeit iS von § 2 Abs 1 S 1 Nr 1 bis 4 EStG nach Maß­ga­be der Abs 7 bis 9 zu berück­sich­ti­gen. Gemäß § 2 Abs 3 S 1 BEEG wird für Mona­te nach der Geburt des Kin­des, in denen die berech­tig­te Per­son ein Ein­kom­men aus Erwerbs­tä­tig­keit erzielt, das durch­schnitt­lich gerin­ger ist als das nach Abs 1 berück­sich­tig­te durch­schnitt­lich erziel­te Ein­kom­men aus Erwerbs­tä­tig­keit vor der Geburt, Eltern­geld in Höhe des nach Abs 1 (oder 2) maß­geb­li­chen Pro­zent­sat­zes des Unter­schieds­be­tra­ges die­ser durch­schnitt­lich erziel­ten monat­li­chen Ein­kom­men aus Erwerbs­tä­tig­keit gezahlt.
Gemäß § 2 Abs 4 S 1 BEEG wird das nach den Absät­zen 1 bis 3 und 5 zuste­hen­de Eltern­geld um 10 %, min­des­tens um 75 Euro, erhöht, falls die berech­tig­te Per­son mit zwei Kin­dern, die das drit­te Lebens­jahr noch nicht voll­endet haben, in einem Haus­halt lebt. Nach S 2 sind alle Kin­der zu berück­sich­ti­gen, für die die berech­tig­te Per­son die Vor­aus­set­zun­gen des § 1 Abs 1 und 3 BEEG erfüllt und für die sich das Eltern­geld nicht nach Abs 6 erhöht. Der Anspruch auf den Erhö­hungs­be­trag endet nach S 5 mit dem Ablauf des Monats, in dem eine der in S 1 genann­ten Anspruchs­vor­aus­set­zun­gen ent­fal­len ist.
Die für die Ermitt­lung des Ein­kom­mens wei­ter maß­ge­ben­den Bestim­mun­gen ent­hält bei nicht­selbst­stän­di­ger Arbeit im Prin­zip § 2 Abs 7 BEEG, wäh­rend das zu berück­sich­ti­gen­de Ein­kom­men aus Land- und Forst­wirt­schaft, Gewer­be­be­trieb oder selbst­stän­di­ger Arbeit nach Maß­ga­be der Abs 8 oder 9 (uU in Ver­bin­dung mit ein­zel­nen Bestim­mun­gen des Abs 7) zu ermit­teln ist.
Nach § 2 Abs 7 S 1 BEEG ist als Ein­kom­men aus nicht­selbst­stän­di­ger Arbeit der um die auf die­ses Ein­kom­men ent­fal­len­den Steu­ern und die auf­grund die­ser Erwerbs­tä­tig­keit geleis­te­ten Pflicht­bei­trä­ge zur Sozi­al­ver­si­che­rung in Höhe des gesetz­li­chen Anteils der beschäf­tig­ten Per­son ein­schließ­lich der Bei­trä­ge zur Arbeits­för­de­rung ver­min­der­te Über­schuss der Ein­nah­men in Geld oder Gel­des­wert über die mit 1/​12 des Pausch­be­tra­ges nach § 9a Abs 1 S 1 Nr 1 Buchst a EStG 5 anzu­set­zen­den Wer­bungs­kos­ten zu berück­sich­ti­gen.
§ 2 Abs 8 S 1 BEEG stellt den Grund­satz auf, dass als Ein­kom­men aus Land- und Forst­wirt­schaft, Gewer­be­be­trieb und selbst­stän­di­ger Arbeit der (um Steu­ern, Pflicht­bei­trä­ge zur gesetz­li­chen Sozi­al­ver­si­che­rung und Bei­trä­ge zur Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung ver­min­der­te) Gewinn zu berück­sich­ti­gen ist (sog Bemes­sungs­ein­kom­men). Dabei ist grund­sätz­lich, wie für das Ein­kom­men aus nicht­selbst­stän­di­ger Arbeit, gemäß § 2 Abs 1 S 1 BEEG auf die zwölf Kalen­der­mo­na­te vor dem Monat der Geburt des Kin­des abzu­stel­len (Bemes­sungs­zeit­raum). Abwei­chend von § 2 Abs 1 S 1 und Abs 8 BEEG bestimmt § 2 Abs 9 S 1 BEEG als vor der Geburt des Kin­des durch­schnitt­lich erziel­tes monat­li­ches Ein­kom­men aus Erwerbs­tä­tig­keit den durch­schnitt­lich monat­lich erziel­ten Gewinn, wie er sich aus dem für den letz­ten abge­schlos­se­nen steu­er­li­chen Ver­an­la­gungs­zeit­raum ergan­ge­nen Steu­er­be­scheid ergibt, wenn die dem zu berück­sich­ti­gen­den Ein­kom­men zugrun­de lie­gen­de Erwerbs­tä­tig­keit sowohl wäh­rend des gesam­ten für die Ein­kom­mens­er­mitt­lung vor der Geburt des Kin­des maß­geb­li­chen Zeit­raums als auch wäh­rend des gesam­ten letz­ten abge­schlos­se­nen steu­er­li­chen Ver­an­la­gungs­zeit­raums aus­ge­übt wor­den ist. Die­se Fik­ti­on des Bemes­sungs­zeit­raums tritt nach § 2 Abs 9 S 2 BEEG nicht ein, wenn im Ver­an­la­gungs­zeit­raum die Vor­aus­set­zun­gen des § 2 Abs 7 S 5 oder 6 BEEG vor­ge­le­gen haben, also Eltern­geld für ein älte­res Kind oder Mut­ter­schafts­geld bezo­gen wor­den ist und/​oder Ein­kom­men aus Erwerbs­tä­tig­keit wegen einer schwan­ger­schafts­be­ding­ten Erkran­kung ganz oder teil­wei­se weg­ge­fal­len ist.
Schließ­lich bestimmt § 2 Abs 9 S 3 Halbs 1 BEEG, dass dann, wenn in dem für die Ein­kom­mens­er­mitt­lung vor der Geburt des Kin­des maß­geb­li­chen Zeit­raum zusätz­lich Ein­kom­men aus nicht­selbst­stän­di­ger Arbeit erzielt wor­den ist, S 1 die­ser Vor­schrift (Zugrun­de­le­gung des letz­ten steu­er­li­chen Ver­an­la­gungs­zeit­raums) nur anzu­wen­den ist, wenn die Vor­aus­set­zun­gen der S 1 und 2 auch für die dem Ein­kom­men aus nicht­selbst­stän­di­ger Arbeit zugrun­de lie­gen­de Erwerbs­tä­tig­keit erfüllt sind. In die­sen Fäl­len gilt als vor der Geburt durch­schnitt­lich erziel­tes monat­li­ches Ein­kom­men nach § 2 Abs 7 BEEG das in dem dem Ver­an­la­gungs­zeit­raum nach Abs 9 S 1 zugrun­de lie­gen­den Gewinn­ermitt­lungs­zeit­raum durch­schnitt­lich erziel­te monat­li­che Ein­kom­men aus nicht­selbst­stän­di­ger Arbeit (§ 2 Abs 9 S 3 Halbs 2 BEEG).
Bezo­ge­nes Insol­venz­geld ist bei der Ermitt­lung des Bemes­sungs­ein­kom­mens nicht zu berück­sich­tig­ten.
Für das Bemes­sungs­ein­kom­men ist nach § 2 Abs 1 S 2 BEEG von der Sum­me der posi­ti­ven Ein­künf­te iS des § 2 Abs 1 S 1 Nr 1 und 4 EStG aus­zu­ge­hen. Dar­über hin­aus sind die in § 2 Abs 7 bis 9 BEEG vor­ge­se­he­nen Maß­ga­ben zu beach­ten. Das strei­ti­ge Insol­venz­geld hat der Klä­ger im Zusam­men­hang mit sei­ner abhän­gi­gen Beschäf­ti­gung bezo­gen. Hin­sicht­lich der Ein­künf­te aus nicht­selbst­stän­di­ger Arbeit hat der Senat bereits ent­schie­den, dass durch § 2 Abs 1 S 2 BEEG iVm § 2 Abs 1 S 1 Nr 4 EStG zwar zunächst grund­sätz­lich alle Ein­nah­men aus dem Arbeits­ver­hält­nis erfasst wer­den; aus­ge­nom­men sind jedoch sol­che Ein­nah­men, die aus­drück­lich steu­er­frei gestellt sind 6. Wel­che Ein­nah­men im Ein­zel­nen dazu gehö­ren, ergibt sich aus den Vor­schrif­ten des EStG. Inso­weit wird der Begriff der Ein­künf­te in § 2 Abs 1 S 2 BEEG durch wei­te­re Rege­lun­gen des Ein­kom­men­steu­er­rechts geprägt.
Nach die­sen gesetz­li­chen Vor­ga­ben ist das Insol­venz­geld kein Ein­kom­men aus Erwerbs­tä­tig­keit iS des § 2 Abs 1 S 1 und 2 BEEG iVm § 2 Abs 1 S 1 Nr 1 bis 4 EStG. Zwar mag es – obwohl es kei­nen Arbeits­lohn iS des § 19 Abs 1 S 1 Nr 1 EStG dar­stellt – unter den Begriff der Ein­künf­te aus nicht­selbst­stän­di­ger Arbeit iS des § 2 Abs 1 S 1 Nr 4 EStG fal­len, weil es als Ersatz für ent­gan­ge­nen Arbeits­lohn iS des § 24 Nr 1 Buchst a EStG ange­se­hen wer­den kann. Es ist jedoch gemäß § 3 Nr 2 EStG von der Steu­er befreit und darf aus die­sem Grun­de der Bemes­sung des Eltern­gel­des nicht zugrun­de gelegt wer­den.
Ein­künf­te aus nicht­selbst­stän­di­ger Arbeit sind nach § 19 Abs 1 S 1 Nr 1 EStG ins­be­son­de­re Gehäl­ter, Löh­ne, Gra­ti­fi­ka­tio­nen, Tan­tie­men und ande­re Bezü­ge und Vor­tei­le für eine Beschäf­ti­gung im öffent­li­chen oder pri­va­ten Dienst. Dabei müs­sen Ein­künf­te aus nicht­selbst­stän­di­ger Arbeit iS des § 19 Abs 1 S 1 Nr 1 EStG nach der stän­di­gen Recht­spre­chung des Bun­des­fi­nanz­hofs abs­trakt durch das indi­vi­du­el­le Dienst­ver­hält­nis ver­an­lasst und im wei­tes­ten Sin­ne die Gegen­leis­tung für das Zur­ver­fü­gung­stel­len der Arbeits­kraft des Arbeit­neh­mers sein 7. Dem­entspre­chend sind auch im Eltern­geld­recht grund­sätz­lich alle Ein­nah­men aus einem Arbeits­ver­hält­nis berück­sich­ti­gungs­fä­hig 8.
Das Insol­venz­geld stellt kei­nen Arbeits­lohn dar, weist aber eine "Nähe" zum Arbeits­ent­gelt­an­spruch auf. Es han­delt sich um eine Leis­tung für Arbeit­neh­mer, die nach Maß­ga­be des § 183 Abs 1 S 1 SGB III 9 für die dem Insol­ven­zer­eig­nis vor­aus­ge­hen­den drei Mona­te des Arbeits­ver­hält­nis­ses noch Anspruch auf Arbeits­ent­gelt haben. Nach § 183 Abs 1 S 3 SGB III aF gehö­ren zu den Ansprü­chen auf Arbeits­ent­gelt alle Ansprü­che auf Bezü­ge aus dem Arbeits­ver­hält­nis. Hier­un­ter fal­len alle Leis­tun­gen des Arbeit­ge­bers, die eine Gegen­leis­tung für die Arbeits­leis­tung des Arbeit­neh­mers dar­stel­len 10. Fer­ner wird das Insol­venz­geld nach § 185 Abs 1 SGB III 11 in Höhe des Net­to­ar­beits­ent­gelts gewährt, das sich ergibt, wenn das auf die monat­li­che Bei­trags­be­mes­sungs­gren­ze begrenz­te Brut­to­ar­beits­ent­gelt um die gesetz­li­chen Abzü­ge ver­min­dert wird. Es besteht damit eine weit­ge­hen­de Akzess­orie­tät des Insol­venz­geld­an­spruchs zum Arbeits­ent­gelt­an­spruch 12. Da das Insol­venz­geld in recht­li­cher und wirt­schaft­li­cher Hin­sicht an die Stel­le des Arbeits­ent­gelt­an­spruchs tritt, hat der 4. Senat des BSG ent­schie­den, es sei im Rah­men des SGB II auch hin­sicht­lich der Ein­kom­mens­an­rech­nung und ‑berei­ni­gung wie der Arbeits­ent­gelt­an­spruch zu behan­deln 13.
Die­se für den Bereich des SGB II getrof­fe­ne Wer­tung hat jedoch für die Ein­kom­mens­er­mitt­lung im Rah­men des § 2 Abs 1 BEEG kei­ne unmit­tel­ba­re Bedeu­tung. Der Senat hat bereits mehr­fach dar­auf hin­ge­wie­sen, dass bei der Vor­be­rei­tung des BEEG zwar zunächst noch vor­ge­se­hen war, die Ein­nah­men aus Erwerbs­tä­tig­keit unter ent­spre­chen­der Anwen­dung der Arbeits­lo­sen-geld II/​Sozi­al­geld-Ver­ord­nung zu bestim­men, schließ­lich jedoch der Wunsch des Bun­des­ra­tes auf­ge­grif­fen wor­den ist, das Ein­kom­men nach den Grund­sät­zen des Ein­kom­men­steu­er­rechts zu ermit­teln, weil dies der Ziel­set­zung des Eltern­gel­des bes­ser ent­spre­che 14. Daher ist im Rah­men des BEEG eine von den Grund­sät­zen des SGB II abwei­chen­de Ein­kom­mens­er­mitt­lung ange­zeigt, die sich am Ein­kom­men­steu­er­recht ori­en­tiert. Danach ist das Insol­venz­geld kein Arbeits­lohn iS des § 19 Abs 1 S 1 Nr 1 EStG; denn es besteht kein aus­rei­chen­der Zusam­men­hang zwi­schen die­ser Zah­lung und dem Arbeits- bzw Dienst­ver­hält­nis. Zuwen­dun­gen wegen ande­rer Rechts­be­zie­hun­gen oder wegen sons­ti­ger, nicht auf dem Dienst­ver­hält­nis beru­hen­der Bezie­hun­gen zwi­schen Arbeit­neh­mer und Arbeit­ge­ber stel­len steu­er­recht­lich kei­nen Arbeits­lohn dar 15. Das Insol­venz­geld wird bei Zah­lungs­un­fä­hig­keit des Arbeit­ge­bers auf der Grund­la­ge eines beson­de­ren gesetz­li­chen Siche­rungs­sys­tems als Ent­gel­ter­satz­leis­tung an Arbeit­neh­mer gezahlt. Es stellt mit­hin kei­ne Gegen­leis­tung für die Erbrin­gung einer Dienst­leis­tung dar 16.
Das Insol­venz­geld lässt sich als eine Ent­schä­di­gung ein­ord­nen, die als Ersatz für ent­gan­ge­nen Arbeits­lohn iS des § 24 Nr 1 Buchst a EStG gewährt wird und damit zu den Ein­künf­ten aus nicht­selbst­stän­di­ger Arbeit iS des § 2 Abs 1 S 1 Nr 4 EStG zählt.
Nach § 24 Nr 1 Buchst a EStG gehö­ren zu den Ein­künf­ten iS des § 2 Abs 1 EStG auch Ent­schä­di­gun­gen, die als Ersatz für ent­gan­ge­ne oder ent­ge­hen­de Ein­nah­men gewährt wor­den sind. Die Vor­schrift betrifft alle Ein­kunfts­ar­ten iS des § 2 Abs 1 EStG und bil­det – wie sich aus dem Wort "auch" in § 24 EStG ergibt – kei­ne neue Grup­pe von steu­er­pflich­ti­gen Ein­nah­men 17. Ent­schä­di­gun­gen für Arbeit­neh­mer sind dann als Ein­künf­te aus nicht­selbst­stän­di­ger Tätig­keit iS des § 2 Abs 1 S 1 Nr 4 EStG anzu­se­hen, wenn sie geleis­tet wer­den für aus­ge­fal­le­nen Arbeits­lohn iS des § 19 EStG, der – sei­nen Zufluss unter­stellt – eben­falls unter die­se Ein­kunfts­art zu sub­su­mie­ren wäre.
Eine Ent­schä­di­gung nach § 24 Nr 1 Buchst a EStG muss unmit­tel­bar durch den Ver­lust von steu­er­ba­ren Ein­nah­men bedingt sowie dazu bestimmt sein, die­sen Scha­den aus­zu­glei­chen und auf einer neu­en Rechts- oder Bil­lig­keits­grund­la­ge beru­hen 18. Ob die­se Vor­aus­set­zun­gen bei dem Insol­venz­geld erfüllt sind, braucht hier nicht näher geprüft zu wer­den. Dafür spre­chen fol­gen­de Gesichts­punk­te:
Das Insol­venz­geld stellt eine Leis­tung der Sozi­al­ver­si­che­rung dar, die einen kon­kret aus­ge­fal­le­nen Anspruch auf Arbeits­ent­gelt erset­zen soll. Da die Insol­venz­geld­ver­si­che­rung zusätz­lich auch die Pflicht­bei­trä­ge zur Sozi­al­ver­si­che­rung ein­schließ­lich der Bei­trä­ge zur Arbeits­för­de­rung absi­chert (§ 208 Abs 1 SGB III aF 19), erfüllt sie alle Ele­men­te einer Scha­dens­ver­si­che­rung, die den bei Arbeit­neh­mern durch den Aus­fall des Arbeits­ent­gelts ein­tre­ten­den Ver­mö­gens­scha­den aus­glei­chen soll 20. Durch die Zah­lung des Insol­venz­gel­des soll ein Aus­gleich für die objek­ti­ve Ver­let­zung der Lohn­zah­lungs­pflicht durch den Arbeit­ge­ber geschaf­fen wer­den 21. An die­sem Zweck der Insol­venz­geld­ver­si­che­rung als Scha­dens­ver­si­che­rung ändert auch der Umstand nichts, dass der durch die­se Ver­si­che­rung ver­mit­tel­te Schutz (auf drei Mona­te und auch der Höhe nach) begrenzt ist 22.
Wie bei der Zah­lung von Arbeits­lohn (vgl § 38 Abs 1 S 3 EStG) ist bei der Leis­tung einer Ent­schä­di­gung uner­heb­lich, dass eine Ent­schä­di­gung iS des § 24 EStG nicht vom Arbeit­ge­ber, son­dern von einem Drit­ten – regel­mä­ßig dem Scha­dens­ver­ur­sa­cher – gezahlt wird 23. Auch eine Ent­schä­di­gung durch eine Ver­si­che­rung fällt unter den Tat­be­stand des § 24 Nr 1 EStG, wenn die­se recht­lich (oder mora­lisch) ver­pflich­tet ist, den Scha­den aus­zu­glei­chen 24.
Fer­ner ist erfor­der­lich, dass die bis­he­ri­ge recht­li­che Grund­la­ge für die Ein­nah­me weg­fällt und eine ande­re an ihre Stel­le tritt 25. Um den Tat­be­stand des § 24 Nr 1 Buchst a EStG zu erfül­len, muss der Weg­fall von Ein­nah­men auf einem außer­ge­wöhn­li­chen Ereig­nis beru­hen, das über den Rah­men ein­zel­ner Geschäf­te hin­aus­geht, wie sie für die jewei­li­ge Ein­kunfts­art typisch sind 26. Die Zah­lungs­un­fä­hig­keit des Arbeit­ge­bers im Zusam­men­hang mit der Eröff­nung des Insol­venz­ver­fah­rens stellt für den Tat­be­stand der Erzie­lung von Ein­künf­ten aus nicht­selbst­stän­di­ger Arbeit ein außer­ge­wöhn­li­ches Ereig­nis dar. Mit dem Antrag auf Insol­venz­geld gehen zudem die ent­spre­chen­den Arbeits­ent­gelt­an­sprü­che auf die Bun­des­agen­tur für Arbeit über (§ 187 SGB III aF 27). Daher stellt die Zah­lung des Insol­venz­gel­des kei­ne Erfül­lung der Arbeits­ent­gelt­an­sprü­che dar, son­dern ersetzt den bei dem Arbeit­neh­mer ein­ge­tre­te­nen Scha­den. Damit beruht das Insol­venz­geld auf einer neu­en Rechts­grund­la­ge. Es wird nicht auf der Grund­la­ge des Arbeits- oder Dienst­ver­hält­nis­ses geleis­tet, son­dern auf­grund der §§ 183 ff SGB III aF.
Zudem muss die Ent­schä­di­gung iS des § 24 Nr 1 Buchst a EStG für unfrei­wil­li­ge Ein­nah­me­ver­lus­te erlangt wor­den sein 28. Dies ist bei der Zah­lung des Insol­venz­gel­des der Fall, da der Arbeit­neh­mer kei­nen Ein­fluss dar­auf hat, ob sein Arbeit­ge­ber einen Antrag auf Eröff­nung des Insol­venz­ver­fah­rens stellt. Er hat den durch die Zah­lungs­un­fä­hig­keit des Arbeit­ge­bers ver­ur­sach­ten Aus­fall der Ein­nah­men nicht mit­ver­ur­sacht.
Schließ­lich stellt das Insol­venz­geld kei­ne nicht­steu­er­ba­re Ver­si­che­rungs­leis­tung dar, die bereits aus die­sem Grun­de von vorn­her­ein nicht unter die Ein­künf­te iS des § 2 Abs 1 EStG fal­len könn­te. Die Vor­schrift des § 2 Abs 1 EStG bestimmt die Steu­er­bar­keit von Ein­künf­ten iS der §§ 13 bis 24 EStG. Bezü­ge, die außer­halb die­ser gesetz­li­chen Ein­kunfts­ar­ten anfal­len, sind nicht steu­er­bar 29. Die Rege­lung des § 24 Nr 1 Buchst a EStG erwei­tert zwar den Bereich der ein­zel­nen Ein­kunfts­ar­ten, hält jedoch an dem Erfor­der­nis einer Ver­knüp­fung mit der Arbeits­leis­tung fest 30. Daher sind Leis­tun­gen nach dem SGB III, denen eige­ne Bei­trä­ge des Arbeit­neh­mers zugrun­de lie­gen (zB Arbeits­lo­sen­geld), nicht­steu­er­ba­re Ver­si­che­rungs­leis­tun­gen und damit auch kei­ne Ent­schä­di­gun­gen nach § 24 Nr 1 Buchst a EStG. Denn die­se beru­hen in ers­ter Linie nicht auf der Arbeits­leis­tung des Arbeit­neh­mers, son­dern stel­len eine Gegen­leis­tung für die gezahl­ten Ver­si­che­rungs­bei­trä­ge dar. Für sol­che von vorn­her­ein nicht­steu­er­ba­ren Ver­mö­gens­meh­run­gen hat die Aus­sa­ge über die Steu­er­frei­heit (vgl für das Arbeits­lo­sen­geld § 3 Nr 2 EStG) ledig­lich dekla­ra­to­ri­schen Cha­rak­ter 31. Anders ist dies bei dem Insol­venz­geld, das zum einen durch eine Umla­ge der Arbeit­ge­ber finan­ziert wird und dem zum ande­ren eine Arbeits­leis­tung vor­aus­ge­gan­gen ist. Da es nicht durch eige­ne Ver­si­che­rungs­bei­trä­ge der Arbeit­neh­mer finan­ziert wird und noch aus­rei­chend mit einer eige­nen Arbeits­leis­tung ver­knüpft ist, erscheint es gerecht­fer­tigt, das Insol­venz­geld zu den Ein­künf­ten aus nicht­selbst­stän­di­ger Arbeit und damit zu einer Ein­kunfts­art iS des § 2 Abs 1 EStG zu zäh­len 32.
Ent­schei­dend für die Nicht­be­rück­sich­ti­gung des Insol­venz­gel­des bei der Bestim­mung des Bemes­sungs­ein­kom­mens für das Eltern­geld ist es, dass die­ses zu den "übri­gen Leis­tun­gen nach dem Drit­ten Buch Sozi­al­ge­setz­buch (…), soweit sie Arbeit­neh­mern (…) gewährt wer­den", gehört, die gemäß § 3 Nr 2 EStG mit kon­sti­tu­ti­ver Wir­kung von der Steu­er befreit sind 33. Das Insol­venz­geld ist eine Net­to­leis­tung, dh die indi­vi­du­ell ermit­tel­ten steu­er­li­chen Abzü­ge ver­rin­gern im Rah­men der Berech­nung der Höhe des Insol­venz­gel­des (§ 185 Abs 1 SGB III aF) ledig­lich als Rech­nungs­pos­ten den Brut­to­be­trag der Arbeits­ent­gelt­be­zü­ge. Die steu­er­li­chen Abzü­ge wer­den jedoch nicht tat­säch­lich durch die Bun­des­agen­tur für Arbeit an das Finanz­amt abge­führt 34.
Steu­er­frei sind eben­so das Arbeits­ent­gelt sowie die Bei­trä­ge zur Sozi­al­ver­si­che­rung, falls der Arbeit­ge­ber oder der Insol­venz­ver­wal­ter das Arbeits­ent­gelt auf­grund des Anspruchs­über­gangs (§ 187 SGB III aF) an die Bun­des­agen­tur für Arbeit erstat­tet sowie den Gesamt­so­zi­al­ver­si­che­rungs­bei­trag auf­grund des § 208 Abs 2 S 1 SGB III aF an die Ein­zugs­stel­le zahlt (vgl § 3 Nr 2 EStG 35: "Leis­tun­gen auf Grund der in (…) § 187 und § 208 Absatz 2 des Drit­ten Buches Sozi­al­ge­setz­buch genann­ten Ansprü­che"). Ent­ge­gen der Ansicht des Klä­gers besteht damit bei Zah­lung des Insol­venz­gel­des kei­ne "Steu­er­schuld" bzw Steu­er­pflicht mehr. Wegen des umfas­send gel­ten­den Steu­er­be­frei­ungs­tat­be­stan­des sind auf das gesam­te durch die Zah­lungs­un­fä­hig­keit des Arbeit­ge­bers aus­ge­fal­le­ne Arbeits­ent­gelt, das das Insol­venz­geld absi­chert und ersetzt, kei­ne Steu­ern zu ent­rich­ten. Weder hat die Bun­des­agen­tur für Arbeit Steu­ern auf das Insol­venz­geld abzu­füh­ren noch der Arbeit­ge­ber oder Insol­venz­ver­wal­ter auf das (Netto-)Arbeitsentgelt bei einer Zah­lung an die Bun­des­agen­tur für Arbeit und auf die Sozi­al­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge bei einer Zah­lung an die Ein­zugs­stel­le.
Nichts ande­res ergibt sich aus der vom Klä­ger ange­führ­ten Ent­schei­dung des BSG vom 20.06.2001 36. In die­ser Ent­schei­dung hat das BSG ledig­lich fest­ge­stellt, dass der Arbeit­neh­mer nach Gewäh­rung von Kon­kurs­aus­fall­geld (jetzt Insol­venz­geld) kei­nen Anspruch gegen die Bun­des­an­stalt (jetzt Bun­des­agen­tur) für Arbeit auf Anmel­dung der steu­er­li­chen Brut­to­rest­lohn­for­de­rung (also des auf den Brut­to­lohn ent­fal­len­den Steu­er­an­teils) zur Kon­kurs­ta­bel­le bzw auf deren Rück­über­tra­gung habe. Kor­re­spon­die­rend hier­zu hat­te das BAG zuvor ent­schie­den, dass der Arbeit­neh­mer nach der Inan­spruch­nah­me von Kon­kurs­aus­fall­geld kei­nen Anspruch gegen den Arbeit­ge­ber bzw Kon­kurs­ver­wal­ter auf Aus­zah­lung des Tei­les des Brut­to­lohn­an­spru­ches habe, der als Lohn­steu­er abzu­füh­ren gewe­sen wäre 37.
Hin­ter­grund die­ser Ent­schei­dun­gen war, dass zuvor hin­sicht­lich des Umfangs des Anspruchs­über­gangs nach § 187 SGB III aF bzw nach des­sen Vor­gän­ger­vor­schrift in § 141m AFG umstrit­ten war, ob die­ser nur in Höhe des tat­säch­lich gezahl­ten Kon­kurs­aus­fall- bzw Insol­venz­gel­des – und damit nur in Höhe des Net­to­ar­beits­ent­gel­tes – erfolgt oder in Höhe des Brut­to­ar­beits­loh­nes (mit Aus­nah­me des Anspruchs auf Zah­lung des Gesamt­so­zi­al­ver­si­che­rungs­bei­trags, der nach § 208 Abs 2 S 1 SGB III aF bei der Ein­zugs­stel­le ver­bleibt). Wäh­rend das BAG die­se Fra­ge in dem Urteil vom 17.04.1985 noch offen gelas­sen hat­te, stell­ten BAG und BSG in den genann­ten spä­te­ren Urtei­len fest, dass nicht nur der Net­to­lohn­an­spruch über­geht, son­dern auch der als Lohn­steu­er abzu­füh­ren­de Teil des Brut­to­lohn­an­spru­ches 38. Hin­sicht­lich die­ses Steu­er­an­teils fehlt eine aus­drück­li­che gesetz­li­che Rege­lung, die den Anspruchs­über­gang inso­weit aus­schließt 39. Damit steht auch der auf den Brut­to­lohn ent­fal­len­de Steu­er­an­teil grund­sätz­lich mit Stel­lung des Antrags auf Insol­venz­geld der Bun­des­agen­tur für Arbeit zu. Es han­delt sich hier­bei aber ledig­lich um einen fik­ti­ven Betrag, der weder durch die Bun­des­agen­tur für Arbeit noch durch den Arbeit­ge­ber oder Insol­venz­ver­wal­ter an das Finanz­amt ent­rich­tet wird. Dies wird erreicht über die Rege­lung in § 3 Nr 2 EStG aF, wonach auch "Leis­tun­gen auf Grund der in (…) § 187 (…) des Drit­ten Buches Sozi­al­ge­setz­buch genann­ten Ansprü­che" steu­er­frei gestellt sind. Dabei ging der Gesetz­ge­ber davon aus, dass die Zah­lun­gen der Arbeit­ge­ber bzw Kon­kurs­ver­wal­ter regel­mä­ßig erst län­ge­re Zeit nach dem Insol­ven­zer­eig­nis und in sehr klei­nen Beträ­gen erfolg­ten, sodass in fast allen Fäl­len eine Zuord­nung der Zah­lun­gen zum Arbeits­ent­gelt­an­spruch bestimm­ter Arbeit­neh­mer ent­we­der nicht oder nur mit unver­hält­nis­mä­ßig hohem Auf­wand mög­lich sei 40.
Eine ande­re Sicht­wei­se ergibt sichauch nicht aus dem Umstand, dass der Brut­to­lohn­an­spruch, wenn der Antrag auf Insol­venz­geld zurück­ge­nom­men oder durch die Bun­des­agen­tur für Arbeit abge­lehnt wird, wie­der dem Arbeit­neh­mer zusteht und er von die­sem – mit­samt dem Steu­er­an­teil – gegen den Arbeit­ge­ber oder Insol­venz­ver­wal­ter gel­tend gemacht wer­den kann. Die­se Fall­ge­stal­tung ist mit der vor­lie­gend zu beur­tei­len­den nicht ver­gleich­bar, da in die­ser Situa­ti­on gera­de kein Insol­venz­geld gewährt wird; statt­des­sen kann und muss der Arbeit­neh­mer in die­sem Fall sei­nen Arbeits­ent­gelt­an­spruch gegen den Arbeit­ge­ber selbst durch­set­zen. Erfüllt der Arbeit­ge­ber die­sen Anspruch, ist er ua ver­pflich­tet, Lohn­steu­er zu ent­rich­ten. Die Steu­er­be­frei­ung des Insol­venz­gel­des nach § 3 Nr 2 EStG wirkt sich in die­sem Fall nicht aus, weil es nicht gezahlt wor­den ist.
Fer­ner recht­fer­tigt der Umstand, dass das Insol­venz­geld nach § 32b Abs 1 S 1 Nr 1 Buchst a EStG dem Pro­gres­si­ons­vor­be­halt unter­liegt, sodass die Zah­lung von Insol­venz­geld Aus­wir­kun­gen auf die Steu­er­satz­be­rech­nung erlangt, kei­ne abwei­chen­de Beur­tei­lung. Dem Pro­gres­si­ons­vor­be­halt unter­fal­len auch ande­re steu­er­be­frei­te Zah­lun­gen wie Arbeits­lo­sen­geld, Kran­ken­geld oder Ver­letz­ten­geld, zu denen der Senat bereits ent­schie­den hat, dass die­se nicht im Rah­men der Bemes­sung des Eltern­gel­des zu berück­sich­ti­gen sind 41. Inso­fern wird das Insol­venz­geld nicht anders behan­delt als die­se eben­falls steu­er­be­frei­ten Leis­tun­gen.
Ent­ge­gen der Auf­fas­sung des Klä­gers führt auch eine Aus­le­gung unter Berück­sich­ti­gung der Beson­der­hei­ten des BEEG zu dem Schluss, dass das steu­er­frei gewähr­te Insol­venz­geld nicht zum Ein­kom­men iS des § 2 Abs 1 BEEG zu rech­nen ist 42.
Die Nicht­be­rück­sich­ti­gung steu­er­frei­er Ein­nah­men oder Ein­künf­te ent­spricht mit Blick auf die Ent­ste­hungs­ge­schich­te des BEEG dem Wil­len des Gesetz­ge­bers. Aus­zu­ge­hen ist von der Grund­satz­ent­schei­dung des Gesetz­ge­bers, das Ein­kom­men nach den Grund­sät­zen des Ein­kom­men­steu­er­rechts zu ermit­teln 43. Dabei war den zustän­di­gen Gre­mi­en bewusst, dass die Anknüp­fung an die Sum­me der posi­ti­ven Ein­künf­te zugleich bewirkt, dass steu­er­freie Ein­nah­men nach § 3 EStG bei der Ein­kom­mens­er­mitt­lung für das Eltern­geld nicht zu berück­sich­ti­gen sind 44. Die wei­te­re Geset­zes­ent­wick­lung bestä­tigt die­se Rege­lungs­ab­sicht 45. Die Nicht­be­rück­sich­ti­gung steu­er­frei­er Ein­nah­men bei der Bemes­sung des Eltern­gel­des ist daher ent­ge­gen der Ansicht des Klä­gers nicht beschränkt auf die Bei­spie­le, die der Aus­schuss für Fami­lie, Senio­ren, Frau­en und Jugend für steu­er­freie Ein­nah­men nach § 3 EStG genannt hat ("etwa Kran­ken­geld, Mut­ter­schafts­geld oder Arbeits­lo­sen­geld", vgl BT-Drucks 16/​2785 S 37); der Gebrauch des Wor­tes "etwa" zeigt, dass es sich hier­bei ersicht­lich um eine nicht abschlie­ßen­de Auf­zäh­lung der aus­ge­schlos­se­nen steu­er­frei­en Zah­lun­gen han­deln soll­te, was auch ange­sichts der Viel­zahl der Steu­er­be­frei­ungs­tat­be­stän­de in § 3 EStG ver­ständ­lich ist.
Auch der Sinn und Zweck des Eltern­gel­des gebie­ten hier kei­ne den Wort­laut des § 2 Abs 1 S 2 BEEG ein­schrän­ken­de Aus­le­gung. Der Senat hat bereits mehr­fach dar­auf hin­ge­wie­sen, dass das Eltern­geld nur eine begrenz­te Ein­kom­mens­er­satz­leis­tung dar­stellt 46. Die­se Funk­ti­on des Eltern­gel­des ist noch gewähr­leis­tet, wenn das nach § 3 Nr 2 EStG steu­er­freie Insol­venz­geld bei der Ermitt­lung des für das Eltern­geld maß­geb­li­chen Ein­kom­mens aus Erwerbs­tä­tig­keit unbe­rück­sich­tigt bleibt, auch wenn es für den Arbeit­neh­mer – rein tat­säch­lich – als Arbeits­ent­gel­ter­satz für drei Beschäf­ti­gungs­mo­na­te dient. Es darf dabei nicht unbe­rück­sich­tigt blei­ben, dass der Arbeits­ent­gelt­an­spruch auf­grund der Zah­lungs­un­fä­hig­keit des Arbeit­ge­bers nicht rea­li­siert wer­den kann, dass der Arbeit­neh­mer aus die­sem Grun­de eine steu­er­freie Ent­gel­ter­satz­leis­tung in Anspruch nimmt und sein Arbeits­ent­gelt­an­spruch auf die Bun­des­agen­tur für Arbeit über­geht, die die­sen eben­falls nur ohne Berück­sich­ti­gung der Steu­ern gel­tend machen kann. Für die Fra­ge, ob eine steu­er­be­frei­te Zah­lung im Rah­men der Bemes­sung des Eltern­gel­des zu berück­sich­ti­gen sein könn­te, ist es ent­ge­gen der Auf­fas­sung des Klä­gers nicht maß­ge­bend, ob es sich ledig­lich um gering­fü­gi­ge Beträ­ge han­delt. Auf die­sen Gesichts­punkt hat der Senat in sei­ner Ent­schei­dung zu der Nicht­be­rück­sich­ti­gung von Zuschlä­gen für Sonntags‑, Fei­er­tags- oder Nacht­ar­beit – im Gegen­satz zu dem die­ser Ent­schei­dung vor­an­ge­gan­ge­nen Urteil des Hes­si­schen Lan­des­so­zi­al­ge­richts – bewusst nicht abge­stellt 47. Die Höhe der geflos­se­nen Zah­lun­gen ist irrele­vant für die Fra­ge, ob es sich hier­bei um Ein­kom­men aus Erwerbs­tä­tig­keit iS des § 2 Abs 1 S 1 und 2 BEEG han­delt. Die­se Fra­ge soll nach dem Geset­zes­zweck des BEEG allein anhand der Bestim­mun­gen des Steu­er­rechts geklärt wer­den. Hin­zu tre­ten wei­te­re Beschrän­kun­gen durch das BEEG.
Der Gesetz­ge­ber för­dert die fami­li­en­be­ding­te Aus­zeit in finan­zi­el­ler Hin­sicht durch das Eltern­geld nur in bestimm­ten Gren­zen. Neben einem Min­dest­be­trag in Höhe von 300 Euro 48 ist ein Höchst­be­trag von 1800 Euro (vgl § 2 Abs 1 S 1 BEEG) fest­ge­legt wor­den. Auch in der Anknüp­fung an das Ein­kom­men­steu­er­recht mit den im BEEG vor­ge­se­he­nen Modi­fi­ka­tio­nen liegt in ers­ter Linie eine Beschrän­kung der Ersatz­funk­ti­on des Eltern­gel­des. Abge­se­hen von steu­er­frei­en Arbeits­ent­gelt­be­stand­tei­len fin­den zB auch sog Ein­mal­zah­lun­gen kei­ne Berück­sich­ti­gung (vgl § 2 Abs 7 S 2 BEEG). Dar­über hin­aus wirkt sich der Abzug pau­scha­lier­ter Wer­bungs­kos­ten (vgl § 2 Abs 7 S 1 BEEG) für Berech­tig­te, die wäh­rend des Bemes­sungs­zeit­raums einer Beschäf­ti­gung mit nied­ri­ge­ren tat­säch­li­chen Wer­bungs­kos­ten nach­ge­gan­gen sind, ungüns­tig aus.
Die Aus­wir­kun­gen der "steu­er­recht­li­chen" Aus­ge­stal­tung der eltern­geld­li­chen Bemes­sungs­grund­la­ge mögen im Ein­zel­fall kri­tisch zu sehen sein, ange­sichts des Geset­zes­wort­lauts, der ins Steu­er­recht ver­wei­sen­den Sys­te­ma­tik und des sich in der Geset­zes­ent­wick­lung bereits aus­drück­lich bestä­tig­ten Wil­lens des Gesetz­ge­bers sieht der Senat jedoch kei­nen gang­ba­ren Aus­le­gungs­weg, die­sen Beden­ken Rech­nung zu tra­gen, zumal auch der Sinn und Zweck des Eltern­gel­des kei­ne Ein­be­zie­hung der steu­er­frei gestell­ten Ein­nah­men gebie­tet.
Das Bun­des­so­zi­al­ge­richt ist nicht davon über­zeugt (vgl Art 100 Abs 1 GG), dass die Nicht­be­rück­sich­ti­gung der nach § 3 Nr 2 EStG steu­er­frei­en Insol­venz­geld­zah­lun­gen bei der Ermitt­lung des für das Eltern­geld maß­geb­li­chen Ein­kom­mens aus Erwerbs­tä­tig­keit gegen den all­ge­mei­nen Gleich­heits­satz des Art 3 Abs 1 GG (iVm Art 6 Abs 1 GG) ver­stößt. Weder der Steu­er­be­frei­ungs­tat­be­stand des § 3 Nr 2 EStG selbst noch des­sen Aus­wir­kung im Eltern­geld­recht ist von Ver­fas­sungs wegen zu bean­stan­den.
Der all­ge­mei­ne Gleich­heits­satz des Art 3 Abs 1 GG gebie­tet dem Norm­ge­ber, wesent­lich Glei­ches gleich und wesent­lich Unglei­ches ungleich zu behan­deln; dies gilt sowohl für unglei­che Belas­tun­gen als auch für unglei­che Begüns­ti­gun­gen. Der all­ge­mei­ne Gleich­heits­satz unter­sagt dem Gesetz­ge­ber jedoch nicht jede Dif­fe­ren­zie­rung. Viel­mehr bedür­fen Dif­fe­ren­zie­run­gen stets einer Recht­fer­ti­gung durch Sach­grün­de, die dem Dif­fe­ren­zie­rungs­ziel und dem Aus­maß der Ungleich­be­hand­lung ange­mes­sen sind. Eine Ver­let­zung des Gleich­heits­sat­zes liegt immer dann vor, wenn eine Grup­pe von Normadres­sa­ten oder Norm­be­trof­fe­nen im Ver­gleich zu einer ande­ren anders behan­delt wird, obwohl zwi­schen bei­den Grup­pen kei­ne Unter­schie­de von sol­cher Art und sol­chem Gewicht bestehen, dass sie die unter­schied­li­che Behand­lung recht­fer­ti­gen kön­nen 49.
Je nach Rege­lungs­ge­gen­stand und Dif­fe­ren­zie­rungs­merk­mal erge­ben sich aus dem all­ge­mei­nen Gleich­heits­satz unter­schied­li­che Gren­zen, die vom blo­ßen Will­kür­ver­bot bis zu einer stren­gen Bin­dung an Ver­hält­nis­mä­ßig­keits­er­for­der­nis­se rei­chen. Dem Gesetz­ge­ber wer­den dabei umso enge­re Gren­zen gesetzt, je stär­ker sich die Ungleich­be­hand­lung auf ver­fas­sungs­recht­lich gewähr­leis­te­te Frei­hei­ten aus­wirkt und je weni­ger der Ein­zel­ne nach­tei­li­ge Fol­gen durch eige­nes Ver­hal­ten ver­mei­den kann 50.
Im Bereich des Steu­er­rechts hat der Gesetz­ge­ber bei der Aus­wahl des Steu­er­ge­gen­stan­des und bei der Bestim­mung des Steu­er­sat­zes einen weit­rei­chen­den Ent­schei­dungs­spiel­raum 51. Die grund­sätz­li­che Frei­heit des Gesetz­ge­bers, die­je­ni­gen Sach­ver­hal­te zu bestim­men, an die das Gesetz die­sel­ben Rechts­fol­gen knüpft, wird im Bereich des Ein­kom­men­steu­er­rechts vor allem durch zwei mit­ein­an­der ver­bun­de­ne Leit­li­ni­en begrenzt: durch das Gebot der Aus­rich­tung der Steu­er­last am Prin­zip der finan­zi­el­len Leis­tungs­fä­hig­keit und durch das Gebot der Fol­ge­rich­tig­keit 52. Bei der Aus­ge­stal­tung des steu­er­recht­li­chen Aus­gangs­tat­be­stands muss die ein­mal getrof­fe­ne Belas­tungs­ent­schei­dung fol­ge­rich­tig im Sin­ne der Belas­tungs­gleich­heit umge­setzt wer­den. Aus­nah­men von einer sol­chen fol­ge­rich­ti­gen Umset­zung bedür­fen eines beson­de­ren sach­li­chen Grun­des 53. Dies gilt ins­be­son­de­re für Steu­er­be­frei­un­gen als die Belas­tungs­gleich­heit durch­bre­chen­de Aus­nah­me­tat­be­stän­de. Ein sol­cher Grund ist für die Steu­er­be­frei­ung nach § 3 Nr 2 EStG gege­ben, soweit sie das Insol­venz­geld betrifft.
Geht man davon aus, dass das Insol­venz­geld eine Ent­schä­di­gung dar­stellt, die als Ersatz für ent­gan­ge­nen Arbeits­lohn gezahlt wird, und damit nach § 24 Nr 1 Buchst a EStG unter die Ein­künf­te aus nicht­selbst­stän­di­ger Arbeit nach § 2 Abs 1 S 1 Nr 4 EStG zu fas­sen ist, so erfüllt es – anders als zB das Arbeits­lo­sen­geld – einen Ein­kunfts­tat­be­stand. Sei­ne Steu­er­be­frei­ung beruht offen­bar auf der Über­le­gung, die Leis­tungs­ge­wäh­rung zu unter­stüt­zen. Auf­grund der Steu­er­be­frei­ung müs­sen ledig­lich die Net­to­leis­tun­gen durch die Insol­venz­geld­ver­si­che­rung finan­ziert wer­den 54. Die Steu­er­be­frei­ung des Insol­venz­gel­des führt somit zu einer finan­zi­el­len Ent­las­tung der Arbeit­ge­ber, die die­se Ver­si­che­rung über eine Umla­ge nach § 358 SGB III finan­zie­ren.
Neben dem Insol­venz­geld sind auch die spä­te­ren Zah­lun­gen des Arbeit­ge­bers oder des Insol­venz­ver­wal­ters an die Bun­des­agen­tur für Arbeit auf die über­ge­gan­ge­nen Arbeits­ent­gelt-ansprü­che sowie an die Ein­zugs­stel­le auf den Gesamt­so­zi­al­ver­si­che­rungs­bei­trag nach § 3 Nr 2 EStG steu­er­frei. Die­se Steu­er­be­frei­ung erfolg­te aus Ver­ein­fa­chungs­grün­den, da die im Ein­zel­fall schwie­ri­ge und zum größ­ten Teil sehr auf­wän­di­ge oder gar unmög­li­che Zuord­nung der Zah-lun­gen zu dem jewei­li­gen Arbeits­ent­gelt- bzw Bei­trags­an­spruch des ein­zel­nen Arbeit­neh­mers erüb­rigt wer­den soll­te 55.
Die Nicht­be­rück­sich­ti­gung der nach § 3 Nr 2 EStG steu­er­frei­en Insol­venz­geld­zah­lun­gen bei der Ermitt­lung des für das Eltern­geld maß­geb­li­chen Ein­kom­mens beruht eben­falls auf hin­rei­chen­den sach­li­chen Grün­den.
Hier­bei ist zu berück­sich­ti­gen, dass der Gesetz­ge­ber im Bereich des Sozi­al­rechts, wozu die Bestim­mun­gen über das Eltern­geld im ers­ten Abschnitt des BEEG gehö­ren (§§ 6, 25 Abs 2 S 2, § 68 Nr 15a SGB I), einen wei­ten Gestal­tungs­spiel­raum hat 56. Hin­zu kommt, dass die Rege­lun­gen zur Höhe des Eltern­geld­an­spruchs nicht an Per­sön­lich­keits­merk­ma­len anknüp­fen, die dem Ein­zel­nen nicht ver­füg­bar sind 57. Im Bereich staat­li­cher Maß­nah­men, wel­che die Fami­lie betref­fen, muss der Staat aller­dings zusätz­lich den Schutz beach­ten, den er die­ser nach Art 6 Abs 1 GG schul­det 58.
Zwar wer­den im Rah­men des BEEG Berech­tig­te wie der Klä­ger gegen­über ande­ren Arbeit­neh­mern, die in dem maß­geb­li­chen Bemes­sungs­zeit­raum kein Insol­venz­geld bezie­hen muss­ten, son­dern statt­des­sen von ihrem Arbeit­ge­ber Arbeits­ent­gelt erhal­ten haben, dadurch benach­tei­ligt, dass die Insol­venz­geld­zah­lun­gen nicht bei der Bemes­sung des Eltern­gel­des berück­sich­tigt wer­den, obwohl das Insol­venz­geld der Höhe nach dem Net­to­ar­beits­lohn ent­spricht. Für die­se Ungleich­be­hand­lung las­sen sich jedoch aus­rei­chen­de Sach­grün­de fin­den. Dies gilt eben­so für die Gleich­be­hand­lung mit Per­so­nen, die im Bemes­sungs­zeit­raum ande­re steu­er­freie Lohn­er­satz­leis­tun­gen bezo­gen haben, denen kei­ne Arbeits­leis­tung gegen­über­steht (zB Arbeits­lo­sen­geld, Kran­ken­geld, Ver­letz­ten­geld).
Die Nicht­be­rück­sich­ti­gung steu­er­frei­er Leis­tun­gen bei der Berech­nung des Eltern­gel­des beruht dar­auf, dass das BEEG bei der Ein­kom­mens­er­mitt­lung an den steu­er­recht­li­chen Ein­künf­te-begriff anknüpft. Wie der Senat bereits mehr­fach ent­schie­den hat, ist ins­be­son­de­re die in § 2 Abs 1 S 2 BEEG ent­hal­te­ne Bezug­nah­me auf § 2 Abs 1 S 1 Nr 1 bis 4 EStG sach­ge­recht 59. Der Ziel­set­zung des Eltern­gel­des ent­spre­chend ermög­licht die­se Rege­lung eine Ein­kom­mens­er­satz­leis­tung, die sich an den Ein­künf­ten aus der Erwerbs­tä­tig­keit des Berech­tig­ten vor der Geburt des Kin­des ori­en­tiert. Eine Kon­se­quenz der Aus­rich­tung am Ein­kom­men­steu­er­recht ist es auch, dass steu­er­freie Insol­venz­geld­zah­lun­gen nicht zum Ein­kom­men aus Erwerbs­tä­tig­keit im Sin­ne des BEEG zäh­len. Das Insol­venz­geld stellt eine Leis­tung der Sozi­al­ver­si­che­rung dar, die gezahlt wird, falls ein Arbeit­neh­mer im Fal­le einer Zah­lungs­un­fä­hig­keit sei­nes Arbeit­ge­bers, die im Zusam­men­hang mit einem Insol­ven­zer­eig­nis auf­tritt, kein Arbeits­ent­gelt erhält. Die Insol­venz­geld­zah­lung erfüllt nicht den Arbeits­ent­gelt-anspruch, viel­mehr geht die­ser auf die Bun­des­agen­tur für Arbeit über, die ihn gegen­über dem Insol­venz­ver­wal­ter gel­tend macht.
Das Eltern­geld stellt eine ein­kom­mens­ori­en­tier­te Zuwen­dung dar, mit der die­je­ni­gen Ein­bu­ßen an Erwerbs­ein­kom­men ganz oder teil­wei­se kom­pen­siert wer­den sol­len, die in einem sach­li­chen Zusam­men­hang mit dem aus­gleichs­be­rech­ti­gen­den Ereig­nis – der Geburt des Kin­des – ste­hen. Rea­li­siert sich in der Zeit vor der Geburt des Kin­des bereits ein ande­res Erwerbs­ri­si­ko (Wirt­schafts- oder Arbeits­markt­la­ge, Streik, Krank­heit, etc), so sind die damit ein­her­ge­hen­den Ein­kom­mens­aus­fäl­le grund­sätz­lich nicht vom Sinn und Zweck der Zuwen­dung erfasst 60. Auf­grund der Aus­ge­stal­tung des Eltern­gel­des als Ein­kom­mens­er­satz­leis­tung ist es ver­fas­sungs­recht­lich nicht zu bean­stan­den, dass ein Aus­gleich für weg­fal­len­de staat­li­che Trans­fer­leis­tun­gen nicht gewährt wird 61. Da in der vor­lie­gen­den Situa­ti­on der Arbeits­ent­gelt­an­spruch auf­grund der Zah­lungs­un­fä­hig­keit des Arbeit­ge­bers nicht bzw erst län­ge­re Zeit spä­ter und sodann zumeist nur zu einem Teil rea­li­siert wer­den kann und das Insol­venz­geld inso­fern ledig­lich eine Ent­gel­ter­satz­leis­tung dar­stellt, war der Gesetz­ge­ber von Ver­fas­sungs wegen nicht ver­pflich­tet, bei der Bemes­sung des Eltern­gel­des den Bezug von Insol­venz­geld der Erzie­lung von Arbeits­ent­gelt gleich­zu­stel­len. Eben­so wenig ist es inso­fern ver­fas­sungs­recht­lich bedenk­lich, dass das Insol­venz­geld in die­ser Hin­sicht – trotz ansons­ten bestehen­der Unter­schie­de – mit ande­ren Ent­gel­ter­satz­leis­tun­gen gleich­be­han­delt wird.
An die­ser Beur­tei­lung ändert auch Art 6 Abs 1 GG nichts. Danach hat der Staat ua die Pflicht, die Fami­lie durch geeig­ne­te Maß­nah­men zu för­dern 62. Die­ser Pflicht hat der Gesetz­ge­ber mit dem BEEG Rech­nung getra­gen. Aus Art 6 Abs 1 GG ergibt sich jedoch weder eine Ver­pflich­tung, jeg­li­che die Fami­lie tref­fen­de finan­zi­el­le Belas­tun­gen aus­zu­glei­chen, noch erwach­sen hier­aus kon­kre­te Ansprü­che auf staat­li­che Leis­tun­gen. Mit einer sich für alle Fami­li­en in glei­cher Wei­se aus­wir­ken­den Rege­lung zur Nicht­be­rück­sich­ti­gung bestimm­ter steu­er­frei­er Zah­lun­gen bzw Leis­tun­gen hat der Gesetz­ge­ber des­halb die Gren­zen des ihm inso­weit zuste­hen­den wei­ten Gestal­tungs­spiel­raums nicht über­schrit­ten.
Bun­des­so­zi­al­ge­richt, Urteil vom 21. Febru­ar 2013 – B 10 EG 12/​12 R
idF vom 05.12.2006, BGBl I 2748[↩]
erst­mals durch das Gesetz vom 19.08.2007, BGBl I 1970[↩]
BGBl I 61[↩]
vgl BSG Urteil vom 18.08.2011 – B 10 EG 5/​11 R, SozR 4 – 7837 § 2 Nr 11 RdNr 27 mwN; Urteil vom 05.04.2012 – B 10 EG 10/​11 R, SozR 4 – 7837 § 2 Nr 14 RdNr 24[↩]
idF des Unter­neh­men­steu­er­re­form­ge­set­zes 2008 vom 14.08.2007, BGBl I 1912[↩]
vgl dazu ins­be­son­de­re BSG Urteil vom 25.06.2009 – B 10 EG 9/​08 R, SozR 4 – 7837 § 2 Nr 3 RdNr 19 ff, 22 f; Urteil vom 05.04.2012 – B 10 EG 3/​11 R, SozR 4 – 7837 § 2 Nr 16 RdNr 16, 18[↩]
vgl zB BFH Urteil vom 20.05.2010 – VI R 41/​09 – BFHE 229, 346, 348 f mwN[↩]
vgl dazu BSG, Urtei­le vom 17.02.2011 – B 10 EG 17/​09 R, SozR 4 – 7837 § 2 Nr 7 RdNr 26, Streik­geld, – B 10 EG 20/​09 R, SozR 4 – 7837 § 2 Nr 8 RdNr 25, Kran­ken­geld und – B 10 EG 21/​09 R, RdNr 24, Arbeits­lo­sen­geld; BSG, Urteil vom 18.08.2011 – B 10 EG 8/​10 R – ZFSH/​SGB 2012, 24, 26, Ver­letz­ten­geld; BSG, Urteil vom 05.04.2012 – B 10 EG 3/​11 R, SozR 4 – 7837 § 2 Nr 16 RdNr 16, Zuschlä­ge für Sonntags‑, Fei­er­tags- oder Nacht­ar­beit[↩]
idF vom 02.12.2006, BGBl I 2742; im Fol­gen­den aF[↩]
vgl BSG Urteil vom 13.05.2009 – B 4 AS 29/​08 R, SozR 4 – 4200 § 11 Nr 22 RdNr 17 mwN[↩]
idF vom 23.12.2003, BGBl I 2848; im Fol­gen­den aF[↩]
Voelz­ke in Hauck/​Noftz, SGB III, Stand Mai 2012, § 165 RdNr 12[↩]
vgl BSG Urteil vom 13.05.2009 – B 4 AS 29/​08 R, SozR 4 – 4200 § 11 Nr 22 RdNr 19[↩]
vgl zB nur BSG Urteil vom 25.06.2009 – B 10 EG 9/​08 R, SozR 4 – 7837 § 2 Nr 3 RdNr 27 mwN[↩]
BFH Urteil vom 30.06.2011 – VI R 80/​10 – BFHE 234, 195, 197 mwN; Krü­ger in Schmidt, EStG, 31. Aufl 2012, § 19 RdNr 29 mwN[↩]
vgl dazu BFH Urteil vom 23.11.2000 – VI R 93/​98 – BFHE 193, 555, 557 f, Kon­kurs­aus­fall­geld; Urteil vom 01.03.2012 – VI R 4/​11 – BFHE 237, 59 = Juris RdNr 17, Insol­venz­geld[↩]
vgl etwa BFH Urteil vom 16.10.2002 – XI R 71/​00 – BFHE 200, 544, 546; BSG Urteil vom 25.01.2006 – B 12 KR 2/​05 R, SozR 4 – 2500 § 10 Nr 6 RdNr 13; BSG Urteil vom 09.10.2007 – B 5b/​8 KN 1/​06 KR R, SozR 4 – 2500 § 10 Nr 8 RdNr 17; BSG Urteil vom 17.02.2011 – B 10 EG 17/​09 R, SozR 4 – 7837 § 2 Nr 7 RdNr 29; Wacker in Schmidt, EStG, 31. Aufl 2012, § 24 RdNr 2 mwN[↩]
vgl BFH Urteil vom 25.08.2009 – IX R 3/​09, BFHE 226, 261, 263 mwN[↩]
idF vom 23.12.2003, BGBl I 2848[↩]
vgl Voelz­ke in Hauck/​Noftz, SGB III, Stand Mai 2012, § 165 RdNr 26 mwN[↩]
BSG Urteil vom 21.10.1999 – B 11/​10 AL 8/​98 R – BSGE 85, 83, 86 = SozR 3 – 4100 § 186b Nr 1 S 4; BSG Urteil vom 29.05.2008 – B 11a AL 61/​06 R – BSGE 100, 286 = SozR 4 – 4300 § 359 Nr 1, RdNr 24[↩]
vgl Wacker in Schmidt, EStG, 31. Aufl 2012, § 24 RdNr 6; Gese­rich in Kirchhof/​Söhn/​Mellinghoff, EStG, Stand Novem­ber 2012, § 24 RdNr B 9[↩]
vgl BFH Urteil vom 30.03.1982 – III R 150/​80 – BFHE 135, 488, 492; BSG Urteil vom 17.02.2011 – B 10 EG 17/​09 R, SozR 4 – 7837 § 2 Nr 7 RdNr 30[↩]
Gese­rich in Kirchhof/​Söhn/​Mellinghoff, EStG, Stand Novem­ber 2012, § 24 RdNr B 12[↩]
Gese­rich in Kirchhof/​Söhn/​Mellinghoff, EStG, Stand Novem­ber 2012, § 24 RdNr B 25; Wacker in Schmidt, EStG, 31. Aufl 2012, § 24 RdNr 7 mwN[↩]
Gese­rich in Kirchhof/​Söhn/​Mellinghoff, EStG, Stand Novem­ber 2012, § 24 RdNr B 20 mwN, B 50 ff[↩]
idF vom 02.12.2006, BGBl I 2742[↩]
vgl hier­zu aus­führ­lich BSG Urteil vom 17.02.2011 – B 10 EG 17/​09 R, SozR 4 – 7837 § 2 Nr 7 RdNr 31 ff mwN[↩]
Weber-Grel­let in Schmidt, EStG, 31. Aufl 2012, § 2 RdNr 1 und 14[↩]
v Beckerath in Kirchhof/​Söhn/​Mellinghoff, EStG, Stand Novem­ber 2012, § 3 RdNr B 2/​22 mwN[↩]
vgl Hei­ni­cke in Schmidt, EStG, 31. Aufl 2012, § 3 Vorbemerkung/​Anwendungsbereich; v Beckerath in Kirchhof/​Söhn/​Mellinghoff, EStG, Stand Novem­ber 2012, § 3 RdNr B 2/​35[↩]
vgl v Beckerath in Kirchhof/​Söhn/​Mellinghoff, EStG, Stand Novem­ber 2012, § 3 RdNr B 2/​22 f mwN; offen gelas­sen in BFH Urteil vom 23.11.2000 – VI R 93/​98 – BFHE 193, 555, 557[↩]
vgl BFH Urteil vom 23.11.2000 – VI R 93/​98 – BFHE 193, 555, 557, Kon­kurs­aus­fall­geld; v Beckerath in Kirchhof/​Söhn/​Mellinghoff, EStG, Stand Novem­ber 2012, § 3 RdNr B 2/​64[↩]
Voelz­ke in Hauck/​Noftz, SGB III, Stand Mai 2012, § 167 RdNr 23[↩]
idF vom 10.10.2007, BGBl I 2332[↩]
BSG 20.06.2001 – B 11 AL 97/​00 R, SozR 3 – 4100 § 141m Nr 3[↩]
BVerwG, Urtei­le vom 17.04.1985 – 5 AZR 74/​84, BAGE 48, 229 sowie vom 11.02.1998 – 5 AZR 159/​97, AP Nr 19 zu § 611 BGB Lohn­an­spruch[↩]
vgl hier­zu aus­führ­lich BSG vom 20.06.2001 – B 11 AL 97/​00 R, SozR 3 – 4100 § 141m Nr 3 S 6 f; BAG Urteil vom 11.02.1998 – 5 AZR 159/​97 – AP Nr 19 zu § 611 BGB Lohn­an­spruch[↩]
so auch Voelz­ke in Hauck/​Noftz, SGB III, Stand Mai 2012, § 169 RdNr 20[↩]
BT-Drucks 12/​1108 S 51[↩]
vgl dazu BSG, Urtei­le vom 17.02.2011 – B 10 EG 20/​09 R, SozR 4 – 7837 § 2 Nr 8, Kran­ken­geld; und – B 10 EG 21/​09 R, Arbeits­lo­sen­geld; BSG, Urteil vom 18.08.2011 – B 10 EG 8/​10 R – ZFSH/​SGB 2012, 24, Ver­letz­ten­geld[↩]
vgl zu den steu­er­frei­en Ein­nah­men im Rah­men der Ein­kom­mens­er­mitt­lung nach dem BEEG: Fuchsloch/​Scheiwe, Leit­fa­den Eltern­geld, 2007, RdNr 150 – 153; Pau­li in Ham­bü­chen, BEEG/​EStG/​BKGG, Stand 12/​2009, § 2 BEEG RdNr 7; kon­kret zur Nicht­be­rück­sich­ti­gung des Insol­venz­gel­des Jaritz in Roos/​Bieresborn, MuSchG, Stand 7/​2012, § 2 BEEG RdNr 84 ff, 88; LSG Nord­rhein-West­fa­len Urtei­le vom 19.03.2010 – L 13 EG 44/​09, mit Anm von Dau in juris­PR-SozR 10/​2010 Anm 4; sowie vom 27.06.2011 – L 13 EG 7/​11; LSG Nie­der­sach­sen-Bre­men Urteil vom 08.06.2011 – L 2 EG 12/​10[↩]
vgl BT-Drucks 16/​2454 S 8; BT-Drucks 16/​2785 S 37[↩]
vgl BT-Drucks 16/​2785 S 37[↩]
vgl hier­zu BSG Urteil vom 05.04.2012 – B 10 EG 3/​11 R, SozR 4 – 7837 § 2 Nr 16 RdNr 26 mwN[↩]
vgl hier­zu BSG Urtei­le vom 25.06.2009 – B 10 EG 9/​08 R, SozR 4 – 7837 § 2 Nr 3 RdNr 28; sowie vom 05.04.2012 – B 10 EG 3/​11 R, SozR 4 – 7837 § 2 Nr 16 RdNr 27[↩]
vgl Senats­ur­teil vom 05.04.2012 – B 10 EG 3/​11 R, SozR 4 – 7837 § 2 Nr 16 RdNr 22 ff[↩]
vgl § 2 Abs 5 BEEG[↩]
BVerfG Beschlüs­se vom 21.07.2010 – 1 BvR 611/​07, 1 BvR 2464/​07, BVerfGE 126, 400, 416 mwN; vom 06.06.2011 – 1 BvR 2712/​09 – NJW 2011, 2869, 2870; vom 09.11.2011 – 1 BvR 1853/​11 – NJW 2012, 214, 215 mwN; und vom 07.02.2012 – 1 BvL 14/​07, BVerfGE 130, 240, 252 f mwN[↩]
zB BVerfG Beschluss vom 21.07.2010 – 1 BvR 611/​07, 1 BvR 2464/​07 – aaO, 418 mwN[↩]
vgl BVerfG Beschlüs­se vom 22.06.1995 – 2 BvL 37/​91, BVerfGE 93, 121, 136; vom 04.12.2002 – 2 BvR 400/​98 ua, BVerfGE 107, 27, 47; vom 07.11.2006 – 1 BvL 10/​02, BVerfGE 117, 1, 30 und Urteil vom 09.12.2008 – 2 BvL 1/​07 ua, BVerfGE 122, 210, 230[↩]
vgl BVerfG Urteil vom 06.03.2002 – 2 BvL 17/​99, BVerfGE 105, 73, 125 = SozR 3 – 1100 Art 3 Nr 176 S 184; BVerfG Beschlüs­se vom 04.12.2002 – 2 BvR 400/​98 ua, BVerfGE 107, 27, 46; vom 21.06.2006 – 2 BvL 2/​99, BVerfGE 116, 164, 180; vom 07.11.2006 – 1 BvL 10/​02, BVerfGE 117, 1, 30 und Urteil vom 09.12.2008 – 2 BvL 1/​07 ua, BVerfGE 122, 210, 230 f[↩]
vgl BVerfG Beschlüs­se vom 30.09.1998 – 2 BvR 1818/​91, BVerfGE 99, 88, 95; vom 11.11.1998 – 2 BvL 10/​95, BVerfGE 99, 280, 290; Urteil vom 06.03.2002 – 2 BvL 17/​99, BVerfGE 105, 73, 126 = SozR 3 – 1100 Art 3 Nr 176 S 185; Beschlüs­se vom 04.12.2002 – 2 BvR 400/​98 ua, BVerfGE 107, 27, 47; vom 21.06.2006 – 2 BvL 2/​99, BVerfGE 116, 164, 180 f; vom 07.11.2006 – 1 BvL 10/​02, BVerfGE 117, 1, 31 und Urteil vom 09.12.2008 – 2 BvL 1/​07 ua, BVerfGE 122, 210, 231[↩]
vgl zum Über­brü­ckungs­geld v Beckerath in Kirchhof/​Söhn/​Mellinghoff, EStG, Stand Novem­ber 2012, § 3 RdNr B 2/​36[↩]
vgl BT-Drucks 12/​1108 S 51; v Beckerath in Kirchhof/​Söhn/​Mellinghoff, EStG, Stand Novem­ber 2012, § 3 RdNr B 2/​37[↩]
vgl BVerfG Beschluss vom 06.06.2011 – 1 BvR 2712/​09 – NJW 2011, 2869, 2870; BSG Urteil vom 18.08.2011 – B 10 EG 8/​10 R – ZFSH/​SGB 2012, 24, 26[↩]
vgl BVerfG Beschluss vom 09.11.2011 – 1 BvR 1853/​11 – NJW 2012, 214, 215[↩]
vgl BVerfG Beschluss vom 09.11.2004 – 1 BvR 684/​98, BVerfGE 112, 50, 67 = SozR 4 – 3800 § 1 Nr 7 RdNr 55[↩]
vgl BSG Urteil vom 25.06.2009 – B 10 EG 9/​08 R, SozR 4 – 7837 § 2 Nr 3 RdNr 37 ff; Urteil vom 18.08.2011 – B 10 EG 8/​10 R – ZFSH/​SGB 2012, 24, 29; Urteil vom 05.04.2012 – B 10 EG 3/​11 R, SozR 4 – 7837 § 2 Nr 16 RdNr 36[↩]
BSG Urteil vom 17.02.2011 – B 10 EG 21/​09 R – Juris RdNr 63 mwN[↩]
BVerfG Beschluss vom 24.11.2011 – 1 BvR 1457/​11 – Fam­RZ 2012, 188 = Juris RdNr 5[↩]
vgl BVerfG Beschlüs­se vom 29.10.2002 – 1 BvL 16/​95 ua, BVerfGE 106, 166, 177 f = SozR 3 – 5870 § 3 Nr 4 S 15; vom 08.06.2004 – 2 BvL 5/​00, BVerfGE 110, 412, 436; vom 06.07.2004 – 1 BvL 4/​97, BVerfGE 111, 160, 172 = SozR 4 – 5870 § 1 Nr 1 RdNr 53; BSG Urteil vom 13.10.2005 – B 10 EG 4/​05 R, SozR 4 – 7833 § 6 Nr 3 RdNr 20; Urteil vom 23.01.2008 – B 10 EG 5/​07 R – BSGE 99, 293 = SozR 4 – 7837 § 27 Nr 1, RdNr 28[↩]
985 912 bgbbeeg 40beeg nbeeg2ElterngeldInsolvenzgeld