Source: http://www.jurablogs.com/2012/05/22/olg-frankfurt-a-m-werbesendungen-willen-empfaengers-plastikfolie-zugestellt-liegt-hierin
Timestamp: 2017-04-24 19:28:06
Document Index: 367272724

Matched Legal Cases: ['§ 7', '§ 8', '§ 12', '§ 242', '§ 7', '§ 540', '§ 7', 'BGH', 'BGH']

BlogsDr. Damm & Partner RechtsanwälteMai 2012OLG Frankfurt a.M.: Werden Werbesendungen gegen den Willen des Empfängers in Plastikfolie zugestellt, liegt hierin kein WettbewerbsverstoßOLG Frankfurt a.M., Urteil vom 09.12.2011, Az. 25 U 106/11 § 7 Abs. 1 und 2 UWG, § 8 Abs. 4 UWG, § 12 Abs. 2 UWG; § 242 BGBDas OLG Frankfurt a.M. hat entschieden, dass der Einwurf von Post-Werbesendungen, die von Plastikfolie umhüllt sind, bei Verbrauchern zulässig ist, auch wenn diese einen Aufkleber mit dem Wortlaut „Keine Werbung in Plastiktüten! Der Umwelt zuliebe!” auf ihrem Briefkasten angebracht haben. Belästigung mit Plastikfolien sei keine wettbewerbsrechtlich relevante Handlung im Sinne von § 7 Abs. 2 UWG. Für diese Vorschrift sei Voraussetzung, dass die Willensmissachtung gerade in der Aufnötigung von Werbematerial liege. Dazu sei jedoch nicht vorgetragen worden. Eine unzumutbare Belästigung liege ebenfalls nicht vor, da die mit einem Handgriff zu erledigende Entsorgung der Umhüllung dem Durchschnittskunden durchaus zuzumuten sei. Darüber hinaus bejahte der Senat auch ein rechtsmissbräuchliches Vorgehen der Antragstellerin, denn diese habe die o.g. Aufkleber selbst auf wettbewerbsrechtlich unzulässige Weise in der Region in Umlauf gebracht, um sodann Verteiler von Werbesendungen in Plastikfolien abmahnen zu können. Zum Volltext der Entscheidung:Oberlandesgericht Frankfurt am MainUrteilDas Urteil des Landgerichts Kassel vom 10.6.2011 - 12 O 4088/11 - wird abgeändert.Der Antrag der Verfügungsklägerin auf Erlass einer einstweiligen Verfügung wird zurückgewiesen.Die Verfügungsklägerin hat die Kosten des Verfahrens zu tragen.TatbestandI.Von der Bezugnahme auf die tatsächlichen Feststellungen im angefochtenen Urteil nebst Darstellung der Änderungen oder Ergänzungen im Berufungsrechtszug wird gem. §§ 540 Abs. 2, 313a, 542 Abs. 2 ZPO abgesehen.EntscheidungsgründeII.Die zulässige, insbesondere statthafte, form- und fristgerecht eingelegte und mit Begründung versehene Berufung der Verfügungsbeklagten hat auch in der Sache Erfolg ...Zum vollständigen Artikel78 LeserInfodocc:Es kostet nichts, nervt aber trotzdem10 verwandte ArtikelPlastikverpackung ist keine BelästigungOLG Frankfurt: Verpackung von Werbematerial in Plastikfolie oder Plastiktüten ist keine unzumutbare Belästigung nach § 7 UWGOLG Saarbrücken: Kostenlast der einstweiligen Verfügung auch ohne vorherige AbmahnungBGH: Gratiszeitungen und Anzeigenblätter dürfen in den Briefkasten eingeworfen werden, wenn lediglich ein Aufkleber "Keine Werbung"
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