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Timestamp: 2016-10-23 01:19:04
Document Index: 78463642

Matched Legal Cases: ['Art. 4', 'Art. 4', 'BGE', 'BGE', 'Art. 90', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 204', 'Art. 173', 'Art. 182', 'BGE', 'Art. 156']

Z.________, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanwalt Manfred Stucky, B�t. "La Channe", Rue du March� 1, Postfach 908, 3960 Siders,
A.- Das Kantonsgericht des Kantons Wallis bestellte im Verfahren auf Ab�nderung des Scheidungsurteils zwischen Z.________ und Y.________ mit Entscheid vom 8. Oktober 1999 Professor Dr. X.________ zum Experten und schlug die Kosten des Verfahrens zur Hauptsache.
B.- Z.________ f�hrt mit Eingabe vom 12. November 1999, die sie durch eine weitere Eingabe vom 17. Dezember 1999 erg�nzt haben will, staatsrechtliche Beschwerde wegen Verletzung von Art. 4 aBV mit dem Antrag, den Entscheid des Kantonsgerichts aufzuheben, die Kosten des kantonalen Verfahrens Y.________, allenfalls dem Staat Wallis aufzuerlegen, die Akten bisheriger kantonaler Verfahren beizuziehen und ihr eine angemessene Parteientsch�digung zuzuerkennen.
Das Beschwerdeverfahren ist bis zum Entscheid des Kantonsgerichts �ber das von Z.________ eingereichte Wiedererw�gungsgesuch, der am 19. November 1999 erging, eingestellt worden.
1.- Die zur Erg�nzung der staatsrechtlichen Beschwerde vorgelegte Rechtsschrift vom 17. Dezember 1999 bleibt wie angek�ndigt unbeachtlich, da sie nach Ablauf der Beschwerdefrist und ohne dass hiezu aufgefordert worden w�re, eingereicht worden ist. Der Hinweis der Beschwerdef�hrerin auf Guldener (Schweizerisches Zivilprozessrecht, 3. Aufl. Z�rich 1979, S. 364 Fn. 17 am Ende), geht fehl; das Wiedererw�gungsgesuch ist nach dem allein massgeblichen Dispositiv (Birch-meier, Bundesrechtspflege, S. 390/5. ) des Entscheids des Kantonsgerichts vom 19. November 1999 abgewiesen worden; es liegt somit kein neuer Entscheid infolge Wiedererw�gung vor, wie dies vorausgesetzt wird, damit die Rechtsmittelfrist wieder er�ffnet wird.
2.- Die Beschwerdef�hrerin r�gt eine Verletzung von Art. 4 aBV, weil das Recht willk�rlich angewendet, ihr das rechtliche Geh�r verweigert, die Maxime der Prozess�konomie krass verletzt und das Gebot der Rechtsgleichheit missachtet worden sei.
Willk�r liegt nach der Rechtsprechung nicht schon vor, wenn eine andere L�sung ebenfalls vertretbar erschiene oder gar vorzuziehen w�re. Das Bundesgericht hebt einen kantonalen Entscheid wegen materieller Rechtsverweigerung nur auf, wenn er nicht bloss in der Begr�ndung, sondern auch im Ergebnis offensichtlich unhaltbar (BGE 125 II 129 E. 5b mit Hinweisen), mit keinerlei sachlichem Grund zu rechtfertigen ist (BGE 111 Ia 161 E. 1a S. 163; 113 Ib 307 E. 2a S. 311; 115 III 125 E. 3, je mit Hinweisen). Inwiefern das der Fall sein soll, hat der Beschwerdef�hrer durch pr�zise Argumentation im Einzelnen aufzuzeigen (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG; BGE 109 Ia 217 E. 2b, S. 225 f.; 110 Ia 1 E. 2a; 117 Ia 10 E. 4b; 118 Ia 20 E. 5a; 119 Ia 197 E. d S. 201; 120 Ia 369 E. 3a; 123 I 1 E. 4a, je mit Hinweisen); er kann sich nicht damit begn�gen, den Erw�gungen des angefochtenen Entscheids bloss seine eigene Sicht der Dinge entgegenzuhalten (BGE 120 Ia 369 E. 3a mit Hinweisen), wie er dies in einem Verfahren tun k�nnte, bei dem der Rechtsmittelinstanz freie Pr�fung zusteht (BGE 109 Ia 217 E. 2b S. 226; 117 Ia 10 E. 4b S. 12 und 412 E. 1c S. 414 f., je mit Hinweisen). Das Bundesgericht pr�ft nur klar und detailliert erhobene und, soweit m�glich, belegte R�gen (BGE 125 I 71 E. 1c S. 76 mit Hinweisen). Vorbringen tats�chlicher und rechtlicher Art, welche nicht bereits der Vorinstanz unterbreitet worden sind, zieht es nicht in Betracht; sie gelten als neu und damit unzul�ssig (BGE 118 III 37 E. 2a S. 39 mit Hinweisen).
Die Beschwerde gen�gt weitgehendst jenen Begr�ndungsanforderungen nicht. So wird unter anderem nicht auseinandergesetzt, weshalb der Beschwerdef�hrerin bei der Expertenbestellung das rechtliche Geh�r verweigert und welche Norm dadurch inwiefern verletzt worden ist; keine Ausf�hrungen finden sich ferner dar�ber, inwiefern welche Bestimmung dadurch missachtet worden sein soll, dass das Kantonsgericht aufgrund der Beschwerdef�hrung des Beschwerdegegners gegen Dr. W.________ und Dr. V.________ Professor Dr. X.________ zum Experten ernannte, oder weshalb die Bestellung eines neuen Experten der Prozess�konomie krass widerspreche und eine solche allein deswegen oder gest�tzt auf ihre pers�nlichen Verh�ltnisse h�tte unterbleiben m�ssen; sodann wird auch nicht behandelt, aus welchen Gr�nden statt Art. 204 aZPO (Entscheid des Kantonsgerichts vom 19. November 1999) Art. 173 ZPO oder betreffend Expertenhonorar Art. 182 ZPO h�tte anwendbar sein sollen. Der Beschwerde sind sodann keinerlei Anhaltspunkte daf�r zu entnehmen, dass das, was zur Begr�ndung ausgef�hrt und angerufen wird, bereits im kantonalen Verfahren betreffend Expertenbestellung vorgebracht worden w�re; es ist daher als neu (BGE 107 II 224 E. 3) zu betrachten. Das trifft insbesondere auf den Einwand zu, auf die gegen Dr. W.________ und Dr. V.________ gef�hrte Beschwerde sei nicht eingetreten worden, was Beilage 7 belege, aber auch auf die Schilderung der Prozessgeschichte und der gegenw�rtigen Verh�ltnisse bei der Beschwerdef�hrerin, ferner auf das Verh�ltnis von Dr. U._________ zu Professor Dr. X.________ sowie auf das jenem vorgeworfene Verhalten im Prozess.
Inwiefern darin ein widerspr�chliches Verhalten des Kantonsgerichts liegen k�nnte, dass ohne zwingenden Grund der Experte ausgewechselt worden sein soll, bleibt unerfindlich. Indem die Beschwerdef�hrerin behauptet, es gehe einzig darum, dass der bisherige Experte eine seiner Aussagen kommentiere und pr�zisiere, weshalb sich auch deswegen die Ernennung eines neuen Experten als sachfremd, sinnentleert und damit willk�rlich erweise, verkennt sie die effektive Situation: Die Frage, ob das Kindeswohl auch blosse Erinnerungskontakte verbiete, ist vom bisherigen Experten gerade nicht beantwortet worden (Urteil der II. Zivilabteilung vom 29. Juli 1999, S. 11). Welche Rechtsfolge den Eingaben der Beschwerdef�hrerin in anderen Verfahren gegeben worden ist, vermag keine taugliche Grundlage f�r den Vorwurf abzugeben, sie sei im Verfahren der Expertenbestellung im Vergleich zum Beschwerdegegner rechtsungleich behandelt worden. Nicht zur Diskussion steht, ob die Ernennung eines neuen Experten Sinn mache, wenn einzig zu pr�fen ist, ob die vom Kantonsgericht vorgenommene Expertenbestellung vor dem Willk�rverbot Stand halte. Was die Beschwerdef�hrerin im Weiteren vorbringt, ersch�pft sich entweder in unzul�ssiger appellatorischer Kritik am angefochtenen Entscheid oder kann von vornherein nicht entscheiderheblich sein. Von Willk�r in der Expertenbestellung h�tte aufgrund dessen, was die Beschwerdef�hrerin vortr�gt, ohnehin keine Rede sein k�nnen. Der begehrte Aktenbeizug er�brigt sich.
3.- Die Beschwerdef�hrerin wird zufolge ihres Unterliegens kostenpflichtig (Art. 156 Abs. 1 OG). Eine Entsch�digung an die Gegenpartei hat sie indessen nicht zu entrichten, zumal keine Vernehmlassung eingeholt worden ist.
2.-Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 2'000. -- wird der Beschwerdef�hrerin auferlegt.