Source: https://www.rechtslupe.de/stichworte/jugendamt
Timestamp: 2020-07-03 13:21:53
Document Index: 100253941

Matched Legal Cases: ['§ 1887', '§ 162', '§ 37', '§ 839', 'Art. 34', '§ 1716', '§ 1833', '§ 50', '§ 74', '§ 65', '§ 42', '§ 42']

Jugendamt | Rechtslupe
Das zum Vor­mund bestell­te Jugend­amt ist zu ent­las­sen und ein Ein­zel­vor­mund zu bestel­len, wenn dies dem Wohl des Mün­dels dient und eine ande­re, zum Vor­mund geeig­ne­te Per­son, hier die Pfle­ge­mut­ter, vor­han­den ist. Gemäß § 1887 Abs. 1 BGB ist das zum Vor­mund bestell­te Jugend­amt zu ent­las­sen, wenn dies dem Wohl des
Kin­des­wohl­ge­fähr­dung – und die frei­wil­li­ge Fremd­un­ter­brin­gung
Sind die Eltern wil­lens, die Gefahr für ihr Kind im Wege der Fremd­un­ter­brin­gung abzu­wen­den, ist fami­li­en­ge­richt­li­ches Ein­schrei­ten grund­sätz­lich nicht erfor­der­lich und damit unver­hält­nis­mä­ßig. Abs. 2 Satz 1 GG garan­tiert den Eltern das Recht auf Pfle­ge und Erzie­hung ihrer Kin­der. Der Schutz des Eltern­rechts erstreckt sich auf die wesent­li­chen Ele­men­te des Sor­ge­rechts, ohne
Ber­lin – und die Suche nach dem zustän­di­gen Jugend­amt
Mit der Fra­ge der Bestim­mung des zur Mit­wir­kung in einem die Per­so­nen­sor­ge betref­fen­den Ver­fah­ren sach­lich zustän­di­gen Jugend­amts in Ber­lin hat­te sich erneut der Bun­des­ge­richts­hof zu befas­sen: Dabei sieht der Bun­des­ge­richts­hof die Bun­des­ge­richts­hofs­ver­wal­tung für Bil­dung, Jugend und Wis­sen­schaft des Lan­des Ber­lin nicht als zustän­di­ges Jugend­amt im Sinn von § 162 Abs.
Unter­brin­gung in einer Pfle­ge­fa­mi­lie – und die Unter­rich­tungs­pflicht des Jugend­am­tes
Die sich aus § 37 Abs. 1 SGB VIII erge­ben­de Ver­pflich­tung des Jugend­amts, die leib­li­chen Eltern über die Unter­brin­gung des Kin­des in einer Pfle­ge­fa­mi­lie zu unter­rich­ten, hat nicht den Zweck, den Kin­des­va­ter vor der Zah­lung nicht mehr geschul­de­ten Kin­­des- und Betreu­ungs­un­ter­halts an sei­ne geschie­de­ne Ehe­frau zu schüt­zen. Die beson­de­re, sich aus
Das nicht bekann­te Alko­hol­pro­blem der Kin­des­mut­ter bei der Adop­ti­on
Kann nicht bewie­sen wer­den, dass Jugend­amts­mit­ar­bei­tern in einem Adop­ti­ons­ver­fah­ren das Alko­hol­pro­blem der Kin­des­mut­ter gekannt und den Adop­tiv­el­tern nicht offen­bart haben, liegt kei­ne Ver­let­zung der Amts­pflich­ten des Jugend­am­tes vor. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ober­lan­des­ge­richt Frank­furt a.M. in dem hier vor­lie­gen­den Fall eine Kla­ge von Adop­tiv­el­tern abge­wie­sen, wel­che Scha­dens­er­satz wegen unzu­rei­chen­der
Haf­tung des Jugend­am­tes im Rah­men der unter­halts­recht­li­chen Bei­stand­schaft.
Als Anspruchs­grund­la­ge für eine Haf­tung des Jugend­am­tes bei Aus­übung einer unter­halts­recht­li­chen Bei­stand­schaft kommt zum einen § 839 Satz 1 BGB i.V.m. Art. 34 Satz 1 GG und zum ande­ren § 1716 Satz 2 BGB i.V.m. §§ 1833 Abs. 1 Satz 1, 1915 Abs. 1 Satz 1 BGB in Betracht . Eine Pflicht­ver­let­zung liegt danach in jedem
Kei­ne Lust auf Schu­le
Sind Eltern nicht Wil­lens und in der Lage, die Schul­pflicht ihres elf­jäh­ri­gen Soh­nes durch­zu­set­zen, darf das Jugend­amt ein­grei­fen und den Eltern kann das Recht zur Rege­lung sei­ner schu­li­schen Ange­le­gen­hei­ten ent­zo­gen wer­den. So das Ober­lan­des­ge­richt Hamm in dem hier vor­lie­gen­den Fall eines elf­jäh­ri­gen Jun­gen, der nicht zur Schu­le geht und des­sen
Das Jugend­amt und die Akten­ein­sicht
Die in § 50 SGB VIII gere­gel­ten Ver­pflich­tun­gen oblie­gen den Jugend­äm­tern gegen­über den Fami­li­en­ge­rich­ten, nicht aber gegen­über den am Streit betei­lig­ten Per­so­nen, die aus die­sen Rege­lun­gen fol­ge­rich­tig auch kei­ne eige­nen sub­­­je­k­­tiv-öffen­t­­li­chen Ansprü­che gegen­über dem Jugend­amt her­lei­ten kön­nen. Damit die Jugend­äm­ter ihrer Auf­ga­be, even­tu­el­le fami­liä­re Pro­ble­me recht­zei­tig zu ent­de­cken und zu
Beglei­te­ter Umgang mit sei­nen Kin­dern und die Auf­la­ge, Deutsch zu spre­chen
Wird einem die deut­sche Spra­che beherr­schen­den Kin­des­va­ter auf­ge­ge­ben, bei durch das Jugend­amt beglei­te­ten Umgangs­kon­tak­ten mit sei­nen Kin­dern nicht Pol­nisch, son­dern nur Deutsch zu spre­chen, liegt hier­in nicht in jedem Fall eine Per­sön­lich­keits­rechts­ver­let­zung, die eine Geld­ent­schä­di­gung recht­fer­tigt. Das Han­sea­ti­sche Ober­lan­des­ge­richt Ham­burg hat­te aktu­ell über Amts­haf­tungs­an­sprü­che zu befin­den, die der Klä­ger gegen
Über­nimmt der Jugend­hil­fe­trä­ger die Kos­ten des not­wen­di­gen Unter­halts für das –gegen den Wil­len des Kin­der­geld­be­rech­tig­ten– in einer betreu­ten Wohn­form leben­de voll­jäh­ri­ge Kind, sind die Vor­aus­set­zun­gen des § 74 Abs. 1 Sät­ze 1 und 4 EStG für eine Abzwei­gung des Kin­der­gel­des an den Jugend­hil­fe­trä­ger dem Grun­de nach erfüllt, wenn der Kin­der­geld­be­rech­tig­te es ablehnt,
Das Jugend­amt hat bei ihm ein­ge­hen­de Anzei­gen ver­trau­lich zu behan­deln, ent­schied jetzt das Ver­wal­tungs­ge­richt Olden­burg in einem Recht­streit über ein abge­lehn­tes Akten­ein­sichts­ge­such: An das Jugend­amt gerich­te­te Hin­wei­se eines Infor­man­ten auf eine mög­li­che Kin­des­wohl­ge­fähr­dung stel­len ein­schließ­lich der Infor­ma­tio­nen über sei­ne Per­son anver­trau­te Daten i.S.d. § 65 Abs. 1 Satz 1 SGB VIII dar.
Vor­aus­set­zung für eine Inob­hut­nah­me nach § 42 Abs. 2 SGB VIII ist zunächst die blo­ße – zumin­dest ernst gemein­te – Bit­te des Kin­des oder Jugend­li­chen um Obhut. Wider­spricht der Per­­so­­nen­­sor­­ge- oder Erzie­hungs­be­rech­tig­te der Inob­hut­nah­me, for­dert § 42 Abs. 2 Satz 3 SGB VIII eine eige­ne Ent­schei­dung des Jugend­am­tes über die Been­di­gung der Inob­hut­nah­me