Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VI%20ZR%2056/76
Timestamp: 2020-01-23 01:19:59
Document Index: 120872209

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 212', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 561', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 516', '§ 212', 'BGH']

BGH, 14.12.1976 - VI ZR 56/76 - dejure.org
BGH, 14.12.1976 - VI ZR 56/76
https://dejure.org/1976,1960
BGH, 14.12.1976 - VI ZR 56/76 (https://dejure.org/1976,1960)
BGH, Entscheidung vom 14.12.1976 - VI ZR 56/76 (https://dejure.org/1976,1960)
BGH, Entscheidung vom 14. Dezember 1976 - VI ZR 56/76 (https://dejure.org/1976,1960)
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Urteilszustellung - Empfangsbekenntnis - Beweislast
VersR 1977, 424
Für eine Zustellung durch Empfangsbekenntnis gemäß § 212 a ZPO bedarf es einer Bekundung, des Willens, das Schriftstück als zugestellt gelten zu lassen, durch die Unterschrift des Anwalts (BGH Urt. v. 14. Dezember 1977, VI ZR 56/76, VersR 1977, 424, 425; Senatsbeschl. v. 22. Dezember 1982, V ZB 2/82, VersR 1983, 273, 274; BGH Urteile v. 6. Dezember 1984, VI ZR 2/83, VersR 1985, 142, 143 und v. 25. Mai 1987, II ZR 297/86, NJW-RR 1987, 1151).
Hinzukommen muß stets, daß dieser Wille durch Unterzeichnung des Empfangsbekenntnisses beurkundet wird (…BGH, Urt. v. 6. November 1984 - VI ZR 2/83 a.a.O.;Urt. v. 14. Dezember 1986 - VI ZR 56/76, VersR 1977, 424, 425;Beschl. v. 22. Dezember 1982 - V ZB 2/82, VersR 1983, 273, 274).
Außerdem muß er dies durch Unterzeichnung des Empfangsbekenntnisses beurkunden (s. Senatsurteil vom 14. Dezember 1976 - VI ZR 56/76 - VersR 1977, 424, 425 m.w.N.; BGH Beschluß vom 22. Dezember 1982 - V ZB 2/82 - VersR 1983, 273, 274).
Dabei hat es den Sachverhalt selbständig zu werten und ist trotz § 561 Satz 2 ZPO an die Beweiswürdigung des Berufungsgerichts nicht gebunden (BGHZ 6, 369, 370; 7, 280, 284; Senatsurt. v. 14. Dezember 1976 - VI ZR 56/76 = VersR 1977, 424, 425).
Dieses Empfangsbekenntnis dient nicht nur dem Nachweis der Zustellung, sondern ist, wie der Bundesgerichtshof in ständiger Rechtsprechung betont hat, eine unverzichtbare Wirksamkeitsvoraussetzung für die Zustellung (BGHZ 30, 299, 303 ff; 35, 236, 237; 57, 160, 162 ff [BGH 26.10.1971 - X ZB 15/71]; BGH NJW 1987, 2679, 2680; Urteile vom 14. Dezember 1976 - VI ZR 56/76 = VersR 1977, 424 und vom 25. Mai 1987 - II ZR 297/86 = LM ZPO § 516 Nr. 24 = WM 1987, 1234; Beschluß vom 12. Juni 1986 - IX ZB 39/86 = LM ZPO § 212 a Nr. 17 = VersR 1986, 1102, 1103, jeweils m.w.N.).
Darauf und ob die Existenz eines solches früheren Empfangsbekenntnisses bewiesen werden könnte (vgl. BGH Urteil vom 14. Dezember 1976 - VI ZR 56/76 = VersR 1977, 424), kommt es deshalb nicht an.