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Timestamp: 2016-09-29 01:37:20
Document Index: 268687672

Matched Legal Cases: ['Art. 9', 'Art. 14', 'Art. 9', 'Art. 9', 'Art. 14', 'Art. 9', 'Art. 9', 'Art. 9', 'BGE', 'BGE', 'Art. 9', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 9']

8C_507/2015 � � Urteil vom 6. Januar 2016
A._________ ist seit... als Polizist bei der Stadtpolizei Z�rich t�tig und damit bei der Unfallversicherung Stadt Z�rich gegen Unfall und Berufskrankheiten versichert. Ab ca. 2002 reduzierte er sein Arbeitspensum infolge Erkrankung an Cluster-Kopfschmerz auf 50 %. In diesem Pensum war er ab 2004 als Sachbearbeiter der Fachgruppe Kinderschutz t�tig. Am 22. Juni 2011 reichte die Arbeitgeberin der Unfallversicherung Stadt Z�rich eine Unfallmeldung UVG Berufskrankheit ein und meldete, bei A._________ sei es als Folge fortw�hrender Visionierungen und Auswertungen von Kinderpornographie und Gewaltdarstellungen zu einem komplexen posttraumatischen Belastungssyndrom gekommen. Die Unfallversicherung Stadt Z�rich ersuchte die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) mit der Abkl�rung der Frage, ob beim Versicherten eine Berufskrankheit vorliege (Gutachten vom 20. Juni 2012). Mit Verf�gung vom 13. September 2012 hielt sie fest, die gemeldete Gesundheitssch�digung k�nne nicht als Berufskrankheit anerkannt werden und es liege auch kein Unfallereignis vor. Die hiegegen erhobene Einsprache wies die Unfallversicherung Stadt Z�rich nach Einholung eines weiteren Gutachtens der SUVA vom 3. Juli 2014 mit Entscheid vom 10. November 2014 ab.
Beschwerdeweise liess A._________ unter Berufung auf ein von ihm eingeholtes Gutachten des PD Dr. med. B.________, Leitender Arzt, Stv Chefarzt der Kliniken f�r Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik der Psychiatrischen Dienste, vom 4. Dezember 2014 die Zusprechung der gesetzlichen Leistungen gem�ss UVG beantragen. Das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz hiess die Beschwerde mit Entscheid vom 11. Juni 2015 gut, hob den Einspracheentscheid vom 10. November 2014 auf und wies die Sache zur Pr�fung allf�lliger Leistungsanspr�che an die Unfallversicherung zur�ck.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beantragt die Unfallversicherung Stadt Z�rich, es sei in Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids ihr Einspracheentscheid vom 10. November 2014 zu best�tigen, eventualiter sei die Sache zur Einholung eines Obergutachtens an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz und A._________ schliessen auf Abweisung der Beschwerde. Das Bundesamt f�r Gesundheit verzichtet auf eine Vernehmlassung.
Streitig und zu pr�fen ist, ob es sich bei den vom Versicherten geltend gemachten psychischen Beschwerden um eine Berufskrankheit handelt, welche zu einer Leistungspflicht der obligatorischen Unfallversicherung f�hrt.
2.1.�Die Rechtsgrundlagen zur Beurteilung der Streitsache, namentlich die gesetzlichen Bestimmungen und Grunds�tze zur Berufskrankheit (Art. 9 UVG in Verbindung mit Art. 14 UVV und Anhang I zur UVV), sind im angefochtenen Entscheid zutreffend dargelegt worden. Darauf kann verwiesen werden. Wie die Vorinstanz mit Recht erkannt hat, scheidet eine Leistungspflicht gest�tzt auf Art. 9 Abs. 1 UVG von vornherein aus, weil der Beschwerdegegner kein Leiden aufweist, das durch sch�digende Stoffe oder bestimmte Arbeiten verursacht worden w�re, welche in Ziff. 1 der vom Bundesrat erstellten Liste im Anhang I zur UVV aufgef�hrt sind; auch liegt keine der in Ziff. 2 dieser Liste genannten arbeitsbedingten Erkrankungen vor (vgl. Art. 9 Abs. 1 Satz 2 UVG und Art. 14 UVV). Zu pr�fen ist daher das Vorliegen einer Berufskrankheit im Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVG.
2.2.�Gem�ss Art. 9 Abs. 2 UVG gelten als Berufskrankheiten auch andere Krankheiten, von denen nachgewiesen wird, dass sie ausschliesslich oder stark �berwiegend durch berufliche T�tigkeit verursacht worden sind. Die Voraussetzung des ausschliesslichen oder stark �berwiegenden Zusammenhangs gem�ss Art. 9 Abs. 2 UVG ist - wie das kantonale Gericht dargelegt hat - nach st�ndiger Rechtsprechung erf�llt, wenn die Berufskrankheit mindestens zu 75 % durch die berufliche T�tigkeit verursacht worden ist. Die Anerkennung von Beschwerden im Rahmen dieser von der Gerichtspraxis als "Generalklausel" bezeichneten Anspruchsgrundlage ist - entsprechend der in BGE 114 V 109 (E. 3c S. 111 f.) aufgrund der Materialien eingehend dargelegten legislatorischen Absicht, die Grenze zwischen krankenversicherungsrechtlicher Krankheit und unfallversicherungsrechtlicher Berufskrankheit nicht zu verw�ssern - an relativ strenge Beweisanforderungen gebunden. Verlangt wird, dass die versicherte Person f�r eine gewisse Dauer einem typischen Berufsrisiko ausgesetzt ist (zum Ganzen: BGE 126 V 183 E. 2b S. 186). Im Rahmen von Art. 9 Abs. 2 UVG ist grunds�tzlich in jedem Einzelfall dar�ber Beweis zu f�hren, ob die geforderte stark �berwiegende (mehr als 75%ige) bis ausschliessliche berufliche Verursachung vorliegt (BGE 126 V 183 E. 4b S. 189). Angesichts des empirischen Charakters der medizinischen Wissenschaft (BGE 126 V 183 E. 4c S. 189) spielt es indessen f�r den Beweis im Einzelfall eine entscheidende Rolle, ob und inwieweit die Medizin, je nach ihrem Wissensstand in der fraglichen Disziplin, �ber die Genese einer Krankheit im Allgemeinen Auskunft zu geben oder (noch) nicht zu geben vermag. Wenn aufgrund medizinischer Forschungsergebnisse ein Erfahrungswert daf�r besteht, dass eine berufsbedingte Entstehung eines bestimmten Leidens von seiner Natur her nicht nachgewiesen werden kann, dann schliesst dies den (positiven) Beweis auf qualifizierte Urs�chlichkeit im Einzelfall aus. Oder mit andern Worten: Sofern der Nachweis eines qualifizierten (zumindest stark �berwiegenden [Anteil von mindestens 75 %]) Kausalzusammenhanges nach der medizinischen Empirie allgemein nicht geleistet werden kann (z.B. wegen der weiten Verbreitung einer Krankheit in der Gesamtbev�lkerung, welche es ausschliesst, dass eine eine bestimmte versicherte Berufst�tigkeit aus�bende Person zumindest vier Mal h�ufiger von einem Leiden betroffen ist als die Bev�lkerung im Durchschnitt), scheidet die Anerkennung im Einzelfall aus. Sind anderseits die allgemeinen medizinischen Erkenntnisse mit dem gesetzlichen Erfordernis einer stark �berwiegenden (bis ausschliesslichen) Verursachung des Leidens durch eine (bestimmte) berufliche T�tigkeit vereinbar, besteht Raum f�r n�here Abkl�rungen zwecks Nachweises des qualifizierten Kausalzusammenhanges im Einzelfall (BGE 126 V 183 E. 4c S. 189 f.; Urteil 8C_746/2012 vom 29. Oktober 2012 E. 5).
3.1.�Gest�tzt auf die Gutachten der SUVA vom 20. Juni 2012 und 3. Juli 2014 hat die Unfallversicherung Stadt Z�rich das Vorliegen einer Berufskrankheit verneint (Verf�gung vom 13. September 2012 und Einspracheentscheid vom 10. November 2014). Die vom Versicherten berichteten Symptome - so die Unfallversicherung - liessen sich nach Meinung der SUVA-Gutachterinnen durchaus als posttraumatische Belastungsst�rung (PTBS) einordnen, obschon er nicht selbst Opfer einer (sexuellen) Gewalt, sondern Zeuge davon gewesen sei. Der Beschwerdegegner habe die Stelle als Fahnder im Bereich der Kinderpornographie mit einer deutlichen gesundheitlichen Einschr�nkung und einer Reihe von vorbestehenden, belastenden Erfahrungen angetreten. Die PTBS sei gem�ss Gutachten der SUVA eindeutig der Arbeitst�tigkeit zuzuordnen, weshalb das Bestehen einer nat�rlichen Kausalit�t insofern best�tigt werden k�nne. Es sei jedoch eine Reihe von weiteren Faktoren vorhanden gewesen, welche die St�rung ebenfalls mitbedingt und unterhalten h�tten, was bedeute, dass die psychische St�rung nicht stark �berwiegend, also nicht zu mindestens 75 % durch die berufliche T�tigkeit als Fahnder im Bereich der Kinderpornographie der Fachgruppe Kinderschutz verursacht worden sei.
3.2.�Das kantonale Gericht geht ebenfalls vom Vorliegen einer PTBS aus und ordnet die entsprechende Symptomatik inhaltlich klar der Berufst�tigkeit bzw. dem im Rahmen der Berufst�tigkeit Erlebten zu. Ein inhaltlicher Zusammenhang zwischen der bereits lange vorbestehenden Kopfschmerzproblematik oder den vor Jahrzehnten in der Kindheit erlebten Problemen mit den der PTBS zugerechneten Symptomen - so die Vorinstanz - sei nicht evident. Massgeblich sei, dass die jahrelang ausge�bte, besonders belastende berufliche T�tigkeit nach dem gew�hnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung unabh�ngig vom Vorhandensein von die Vulnerabilit�tsschwelle allenfalls herabsetzenden Faktoren geeignet sei, die psychische St�rung zu verursachen, und dass andere in gen�gendem zeitlichen Zusammenhang stehende Ursachen nicht vorhanden seien. Die berufliche T�tigkeit stelle die einzige anzuerkennende Ursache f�r die Erkrankung dar, weshalb der Nachweis eines zumindest stark �berwiegenden Kausalzusammenhangs zwischen der beruflichen T�tigkeit und der Erkrankung des Versicherten erbracht sei und daher die diagnostizierte PTBS eine Berufskrankheit darstelle. Das kantonale Gericht st�tzt sich im angefochtenen Entscheid namentlich auf das vom Beschwerdegegner eingeholte Gutachten des PD Dr. med. B.________ vom 4. Dezember 2014.
4.1.�Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsanspr�che bedarf es verl�sslicher medizinischer Entscheidungsgrundlagen. Wie die einzelnen Beweismittel zu w�rdigen sind, ist in BGE 125 V 351 E. 3 S. 352 ff. festgelegt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser f�r die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden ber�cksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenh�nge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begr�ndet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232 mit Hinweis).
Dennoch hat es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweisw�rdigung als vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien f�r die Beweisw�rdigung aufzustellen. So weicht das Gericht bei Gerichtsgutachten nach der Praxis nicht ohne zwingende Gr�nde von der Einsch�tzung der medizinischen Fachperson ab (BGE 125 V 351 E. 3b/aa S. 352 mit Hinweisen). Hinsichtlich von Versicherungstr�gern eingeholter, den Anforderungen der Rechtsprechung entsprechender, Gutachten externer Spezial�rzte wurde festgehalten, das Gericht d�rfe diesen Gutachten vollen Beweiswert zuerkennen, solange "nicht konkrete Indizien gegen die Zuverl�ssigkeit" der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 E. 2.2.2 S. 232; 135 V 465 E. 4.4 S. 470). Ein Parteigutachten besitzt nicht den gleichen Rang wie ein vom Gericht oder vom Versicherungstr�ger nach dem vorgegebenen Verfahrensrecht eingeholtes Gutachten. Es verpflichtet indessen das Gericht, den von der Rechtsprechung aufgestellten Richtlinien f�r die Beweisw�rdigung folgend, zu pr�fen, ob es in rechtserheblichen Fragen die Auffassung und Schlussfolgerungen des vom Gericht oder vom Versicherungstr�ger f�rmlich bestellten Gutachters derart zu ersch�ttern vermag, dass davon abzuweichen ist (vgl. BGE 125 V 351).
4.2.�Es stehen sich vorliegend unterschiedliche �rztliche Einsch�tzungen zur Frage gegen�ber, ob die psychischen Beschwerden des Versicherten, welche als PTBS diagnostiziert wurden, mindestens stark �berwiegend durch die berufliche T�tigkeit verursacht worden sind.
4.2.1.�Frau Dr. med. C.________, Fach�rztin f�r Psychiatrie und Psychotherapie sowie Leiterin des Versicherungspsychiatrischen Dienstes der SUVA, und Frau Dipl. Psych. D.________, Klinische Psychologin, haben diese Frage in ihren ausf�hrlichen Gutachten vom 20. Juni 2012 und 3. Juli 2014 verneint. Sie legen dar, dass der Versicherte eine Reihe von Vorbelastungen mitbringe. Hierzu z�hlten das Aufwachsen in aversiven Verh�ltnissen (Alkoholabh�ngigkeit der Eltern und sp�ter auch der Br�der, k�rperlicher Missbrauch durch die Eltern, vermutlich auch emotionale Vernachl�ssigung), der eigene fr�here Alkoholmissbrauch, der immerhin einmalig mit einer Suizidabsicht einhergegangen sei, der Suizid des Bruders sowie insbesondere die Problematik des Cluster-Kopfschmerzes, aufgrund welcher der Versicherte seit 2004 eine 50%ige Invalidenrente beziehe und die aufgrund von Einbussen der Leistungsf�higkeit das berufliche Fortkommen erheblich behindert habe. Hinzu komme ein Pers�nlichkeitsstil, der sich vor allem durch ein �berh�htes Selbstkonzept von undurchdringbarer Widerstandsf�higkeit auszeichne, was dem Beschwerdegegner einerseits Schutz und Sicherheit biete bzw. geboten habe, gleichzeitig aber mit der starken Tendenz einhergehe, Belastungen abzuwehren, �ber deren Grenze hinauszugehen und sich somit letztlich zu �berfordern. In den Gutachten der SUVA wird sodann einl�sslich dargelegt, dass es sich vorliegend nicht um ein "klassisches" Psychotrauma handle, sondern um eine sogenannte Sekund�rtraumatisierung, da der Versicherte nicht selber Opfer sexueller Gewalt gewesen sei, sondern quasi ein Zeuge davon. Hinsichtlich diesbez�glicher Sekund�rtraumatisierungen - so die SUVA-Gutachterinnen - gebe es im Rahmen der neuartigen beruflichen T�tigkeiten im Zusammenhang mit dem Internet keine wissenschaftlichen Untersuchungen. Sie h�tten sich daher auch nicht auf medizinische Erfahrungswerte st�tzen k�nnen, sondern die vorliegenden Umst�nde gew�rdigt. Zusammenfassend falle der Arbeitst�tigkeit des Versicherten eine klar prominente Rolle bei der Entstehung der psychischen St�rung zu. Es seien jedoch eine Reihe von weiteren Faktoren vorhanden, welche die St�rung ebenfalls mitbedingt und unterhalten h�tten, die daneben nicht g�nzlich verblassten, auch wenn sie ihrerseits alleine nicht zur St�rung gef�hrt h�tten. Das bedeute - so die Gutachterinnen - dass die vorliegende psychische St�rung nicht stark �berwiegend, also nicht zu mindestens 75 %, durch die berufliche T�tigkeit als Fahnder im Bereich der Kinderpornographie der Fachgruppe Kinderschutz verursacht worden sei.
4.2.2.�Im vom Versicherten eingeholten Privatgutachten vom 4. Dezember 2014, auf welches sich die Vorinstanz im Wesentlichen st�tzt, kommt PD Dr. med. B.________ zum Schluss, es liege eine PTBS vor, welche unbestrittenermassen in einem nat�rlichen Kausalzusammenhang mit der beruflichen T�tigkeit stehe. Beim Exploranden bestehe einerseits eine psychische Vulnerabilit�t, wobei die Arbeit im Kinderschutzprogramm, die Alkoholabh�ngigkeit der Eltern und m�glicherweise auch der Br�der, der eigene sch�dliche Alkoholkonsum, der Suizid des Bruders, die Kopfschmerzproblematik (Cluster-Kopfschmerz) sowie eine diagnostisch unklare Hyperaktivit�t im Kindesalter zusammengewirkt h�tten. Zudem habe der Beschwerdegegner w�hrend seiner T�tigkeit als Detektiv und als verdeckter Ermittler viele Straftaten erlebt. Andererseits sei der Explorand psychisch stabil gewesen und es habe zu keinem Zeitpunkt eine psychische St�rung von Krankheitswert vorgelegen. Wissenschaftlich betrachtet habe eine nahezu un�bersehbare Anzahl von Einflussfaktoren einen signifikanten Zusammenhang mit der PTBS, die Effekte auf das klinische Bild seien jedoch oft sehr klein. Der gesamte Aufkl�rungsgrad der Beteiligung verschiedener Vulnerabilit�tsfaktoren an der Entwicklung einer PTBS sei sehr gering und individuell unterschiedlich. Die Gr�nde f�r die Entwicklung einer PTBS seien wenig bekannt und eine Vorhersage oder nachtr�gliche Aufdeckung der Bedeutung der verschiedensten Einflussfaktoren sei kaum m�glich, auf individueller Ebene im Grunde unm�glich. Eine gutachterliche Bewertung des numerischen Anteils der individuellen Vulnerabilit�ts- und Risikofaktoren an der Entstehung der PTBS beim Exploranden sei daher intuitiv, nicht objektiv und nicht reliabel. Aus �rztlich-psychiatrischer Sicht sei die beim Versicherten diagnostizierte PTBS mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit durch seine berufliche T�tigkeit und die damit verbundenen traumatischen Erlebnisse verursacht.
4.3.�Aus den medizinischen Akten geht - wie die Vorinstanz dargelegt hat - hervor, dass die berufliche T�tigkeit eine grosse Rolle bei der Entwicklung und Unterhaltung der PTBS dargestellt hat, dass daneben aber auch noch andere gewichtige Verursachungen mitbeteiligt waren. Wie in E. 2.2 hievor ausgef�hrt, ist die f�r das Vorliegen einer Berufskrankheit erforderliche Voraussetzung des ausschliesslichen oder stark �berwiegenden Zusammenhangs zwischen der beruflichen T�tigkeit und der Krankheit an strenge Beweisanforderungen gebunden; dies zu Recht, da die Grenze zwischen unfallversicherungsrechtlicher Berufskrankheit und krankenversicherungsrechtlicher Krankheit nicht verw�ssert werden soll. Eine Krankheit kann nur dann als Berufskrankheit im Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVG gelten, wenn nachgewiesen ist, dass sie zu mindestens 75 % durch die berufliche T�tigkeit verursacht worden ist. Dieser Nachweis ist insbesondere bei psychischen Beschwerdebildern, welche in der Regel multifaktoriell bedingt sind, �usserst schwierig zu erbringen. Entsprechend wurde in den SUVA-Gutachten vom 20. Juni 2012 und 3. Juli 2014 nach eigener psychiatrisch-psychologischer Untersuchung und unter Auseinandersetzung mit den Vorakten schl�ssig und einl�sslich dargelegt, dass beim Versicherten in Anbetracht der Vorbelastungen nicht davon ausgegangen werden k�nne, dass die PTBS zu mindestens 75 % durch die berufliche T�tigkeit verursacht worden sei. Im vom Beschwerdegegner eingeholten Gutachten weist PD Dr. med. B.________ zwar ebenfalls darauf hin, dass eine nahezu un�bersehbare Anzahl von Einflussfaktoren einen signifikanten Zusammenhang mit der PTBS habe und der gesamte Aufkl�rungsgrad der Beteiligung verschiedener Vulnerabilit�tsfaktoren an der Entwicklung einer PTBS sehr gering und individuell unterschiedlich sei, weshalb eine Vorhersage oder nachtr�gliche Aufdeckung der Bedeutung der verschiedensten Einflussfaktoren kaum m�glich, auf individueller Ebene im Grunde unm�glich sei. Trotzdem h�lt der Gutachter - ohne n�here Begr�ndung - die beim Versicherten diagnostizierte PTBS mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit als durch seine berufliche T�tigkeit und die damit verbundenen traumatischen Erlebnisse verursacht. Das Argument des PD Dr. med. B.________, es habe beim Exploranden vor der beruflichen T�tigkeit im Bereich der Kinderpornographie keine psychische St�rung von Krankheitswert vorgelegen, beruht sodann im Wesentlichen auf der unzul�ssigen Beweisregel "post hoc ergo propter hoc" (vgl. SVR 2012 UV Nr. 8 S. 27, 8C_380/2011 E. 6.2.1, und Nr. 5 S. 17, 8C_310/2011 E. 4.5.1, je mit Hinweisen). Das Privatgutachten, welches - wie aufgezeigt - in sich nicht v�llig schl�ssig und widerspruchsfrei ist, enth�lt keine konkreten Indizien, welche gegen die Zuverl�ssigkeit der SUVA-Gutachten sprechen und vermag keinesfalls den Nachweis zu erbringen, dass die psychische St�rung des Versicherten zu mindestens 75 % durch die berufliche T�tigkeit verursacht worden sei. Indem das kantonale Gericht durch Abstellen auf dieses Gutachten das Vorliegen einer Berufskrankheit bejaht hat, hat es die Beweisw�rdigungsregeln und damit Bundesrecht verletzt. Der vorinstanzliche Entscheid ist daher aufzuheben. Von weiteren Beweismassnahmen ist abzusehen, da sie in Anbetracht der von s�mtlichen Gutachtern erw�hnten Problematik der Gewichtung der verschiedenen Einflussfaktoren auf die psychische Erkrankung des Versicherten keine verl�sslichen neuen Erkenntnisse erwarten lassen.
Die Beschwerde wird gutgeheissen. Der Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Schwyz vom 11. Juni 2015 wird aufgehoben und der Einspracheentscheid der Unfallversicherung Stadt Z�rich vom 10. November 2014 best�tigt.