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Timestamp: 2019-05-19 23:06:41
Document Index: 200094022

Matched Legal Cases: ['§ 433', '§ 433', '§ 433', '§ 433', '§ 3', '§275', '§280']

Frage über Ebay Privat Verkauf Vertragsrecht Forum 123recht.de
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Frage über Ebay Privat Verkauf
11.1.2017 Thema abonnieren Zum Thema: BGB Verkäufer Käufer Gewährleistung
Frage vom 11.1.2017 | 14:00
vor einiger Zeit habe ich eine gebrauchte Uhr mit einem Uhrwerk aus dem Jahr 1906 verkauft.
Ich habe die Uhr als Privatperson mit einem 14-tägigen Rückgaberecht zum verkauf eingestellt.
Nun jetzt habe ich ein Problem. Der Käufer hat nach dem kauf behauptet das die Uhr nicht richtig funktioniert. Meine Antwort war, das Mann nie weiß wie die Paketdienste mit dem Päckchen umgegangen sind und bei so einem alten Uhrwerk schnell was kaputt gehen kann. Ich wollte dem Käufer entgegen kommen und habe ihm angeboten des er die Uhr zurück schickt und ich ihm den vollen Betrag zurück zahle. Jetzt kommt die Antwort des Verkäufers:
"ich möchte Ihnen gerne meinen Standpunkt der Sachlage darstellen. Die Wahl, ob ein gekaufter Artikel repariert, getauscht oder rückabgewickelt wird, liegt nach dem BGB beim Käufer und nicht beim Verkäufer. Der Käufer hat das Wahlrecht, wie er sich die Beseitigung des Mangels vorstellt. Ich betone hiermit, dass ich von dem Kauf NICHT zurücktrete. Ich biete Ihnen hiermit an, den Mangel im Rahmen einer Reparatur zu beseitigen. Alternativ kann ich den Mangel durch meinen Uhrmachermeister beseitigen lassen und Ihnen anschließend die Rechnung zur Bezahlung zustellen.
Bitte teilen Sie mir mit, wie Sie sich die Reparatur vorstellen. Während der Reparatur verbleibt die Uhr in meinem Eigentum. Die Uhr wird nach der Reparatur wieder an mich versendet oder, wenn ich die Reparatur durchführen lasse, bin ich für die Überbringung der Uhr an den Uhrmachermeister verantwortlich."
Meine Frage lautet ist es wirklich so wie der Käufer schreibt, das ich die kosten der Reparatur tragen muss, obwohl ich als privat Verkäufer die Rückgabe akzeptiert habe und dem Käufer das Geld zurückzahlen wollte.
Mittlerweile habe ich ein Bescheid über Hausforderung:
Schadenersatz aus REPERATUR über 350€ bekommen.
BGB Verkäufer Käufer Gewährleistung
Antwort vom 11.1.2017 | 14:58
Lehrling (1813 Beiträge, 539x hilfreich)
Zitat (von zazula81):
ch habe die Uhr als Privatperson mit einem 14-tägigen Rückgaberecht zum verkauf eingestellt.
Wurde die Gewährleistung wirksam ausgeschloßen?
Die Wahl, ob ein gekaufter Artikel repariert, getauscht oder rückabgewickelt wird, liegt nach dem BGB beim Käufer und nicht beim Verkäufer. Der Käufer hat das Wahlrecht, wie er sich die Beseitigung des Mangels vorstellt.
Dann sollte er sich nochmal genauer mit dem BGB beschäftigen.
Bitte teilen Sie mir mit, wie Sie sich die Reparatur vorstellen.
Was wurde darauf geantwortet, wie war der genaue zeitliche Ablauf und wurde eine Frist gesetzt?
Antwort vom 11.1.2017 | 18:41
Wurde die Gewährleistung wirksam ausgeschloßen
Am 15.10.2016 hat der Käufer die Uhr bekommen und am 16.10.17 hat er die erste Nachricht gesendet. Ich habe ihn die Rückgabe Angeboten aber er hat dies abgelehnt.
Hier genaues Ablauf der Korrespondenz:
die Uhr ist angekommen.
Die Uhr geht teilweise innerhalb von 3 Std. mehr als 10 Min. vor, dann bleibt sie fast stehen und geht nach. Von einer verlässlichen Uhrzeit kann man sicherlich nicht sprechen. Wie kommen Sie darauf, dass die Uhr einwandfrei läuft?
Ich werde nun einen Uhrmacher fragen, woran das Problem liegen könnte. Derzeit bin ich nicht sonderlich glücklich.
MFG „
das verstehe ich nicht, ich habe die Uhr selber von einem Uhrmacher gekauft und die Uhr hat richtig funktioniert. Ich versuche immer die Uhren so sicher wie möglich zu verpacken. Leider weiß man nicht wie die Paketdienste mit dem Päckchen umgehen. Sie können gerne die Uhr zurück geben. Es tut mir leid das es zu so einer Situation gekommen ist.
ich komme gerade vom Uhrmachermeister. Nun ist klar, warum die Uhr nicht richtig läuft. Die Unruhwelle ist gebrochen oder zumindest defekt. Der Schwinger steht teilweise, in Abhängigkeit der Lage. Oder der Schwinger überdreht, so dass die Uhr innerhalb weniger Stunden um 30 Minuten vor geht.
Können Sie dies reparieren?
„Bitte starten Sie das Rückgabeprozess über Ebay. Ich werde Ihnen das Geld zurück Zahlen. Ich werde die Uhr zum Uhrmacher bringen. „
„Guten Tag Herr ,
wir können es doch so machen: Ich schicke Ihnen die Uhr zurück, Sie lassen diese beim Uhrmacher reparieren und senden mir anschließend die Uhr zurück. Ich möchte die Uhr, wenn sie einwandfrei läuft, gerne behalten.
„So kann ich das leider nicht machen. Ich weiß nicht was die Reparatur kosten wird und wie lange es dauern wird. Wenn die Reparatur teuer wird werde ich die Uhr für mich behalten, wenn alles gut klappt werde ich die Uhr wieder zum verkauf anbieten, dann können Sie die wieder kaufen.
„die Reparatur soll, in Abhängigkeit der Verfügbarkeit der Ersatzteile, ca. 300 bis 400 Euro kosten.
Ich sende die Uhr zurück und Sie können dann mit Ihrem Uhrmacher klären, wie teuer die Reparatur wird. Dann können wir entscheiden, wie wir weiter vorgehen. Entweder wir wickeln den Kauf zurück oder Sie senden die Uhr nach erfolgter Reparatur an mich zurück.
an welche Adresse soll ich die Uhr zurückschicken? Welche Versandart schlagen Sie vor? „
„Bei so Höhen Reparaturkosten werde ich die Uhr für mich behalten. Das Werk ist von 1906 und bei solchen Uhren weiß Mann nicht wann etwas kaputt gehen wird. Es tut mir leid das es zu so einer Situation gekommen ist. Ich werde bestimmt in der Zukunft noch solche Uhren haben. Bitte starten Sie das Rückgabeprozess über Ebay.
„ich möchte Ihnen gerne meinen Standpunkt der Sachlage darstellen. Die Wahl, ob ein gekaufter Artikel repariert, getauscht oder rückabgewickelt wird, liegt nach dem BGB beim Käufer und nicht beim Verkäufer. Der Käufer hat das Wahlrecht, wie er sich die Beseitigung des Mangels vorstellt. Ich betone hiermit, dass ich von dem Kauf NICHT zurücktrete. Ich biete Ihnen hiermit an, den Mangel im Rahmen einer Reparatur zu beseitigen. Alternativ kann ich den Mangel durch meinen Uhrmachermeister beseitigen lassen und Ihnen anschließend die Rechnung zur Bezahlung zustellen.
Bitte teilen Sie mir mit, wie Sie sich die Reparatur vorstellen. Während der Reparatur verbleibt die Uhr in meinem Eigentum. Die Uhr wird nach der Reparatur wieder an mich versendet oder, wenn ich die Reparatur durchführen lasse, bin ich für die Überbringung der Uhr an den Uhrmachermeister verantwortlich.
Ich hoffe sehr, dass wir eine gütliche Lösung für die Reparatur finden. Wie gesagt, trete ich von dem Kauf nicht zurück. Es obliegt nun Ihnen, mir eine Lösung vorzuschlagen. Sie können Ihren Uhrmacher gerne Fragen, ob er eine Unruhwelle für diese Uhr vorliegen hat oder besorgen kann. Sollte dies so sein, können Sie mir diese zusenden. Dies würde die Reparaturkosten merklich reduzieren. Ihr Uhrmacher kann sich auch gerne mit meinem Uhrmacher in Verbindung setzen."
„Sie haben 14 Tage Recht um die Uhr zurückzugeben. Ich übernehme keine Verantwortung für den Paketdienstleister. Ich versuche Ihnen entgegenzukommen und will Ihnen das Geld zurück geben. Ich werde keine Reparaturkosten übernehmen. Wie schon gesagt, wenn sie die Uhr nicht behalten wollen dann starten Sie einen Rückgabeprcess bei Ebay. Wenn ich die Uhr günstig repariert habe können Sie die wieder zum gleichem Preis kaufen. Die Entscheidung liegt bei Ihnen
Am 29.11.2016 habe ein schriben von dem Käufer bekommen:
„Sehr geeherter Herr …..,
ich habe am 10.Oktober 2016 über Ebay eine IWC Uhr"Black Dial" von Ihnen erworben. Gemäß ihrer Artiekelbeschribung handelte es sich um „ eine klasiche Uhr in hochwertieger Ausführung und hervorragender Qualität" in einem „Top Zustand", die nach Ihrer Aussage „ einwandfrei funktioniert"
Nach dem ich die Uhr erhaten habe, hat sich herausgestellt, dass die Uhr defekt war und nicht ordnungsgemäß funktioniert hat. Die Uhr hatpro Tag die Uhzeit um viele Stunden falsch angezeigt. Ich habe Ihnen die Mengel mitgeteilt (sehe beigefügten Ebay Schriftverkehr). Trotz des eindeutigen Mangels haben Sie die Reperatur abgelehnt. In einer weiteren Nachricht haben Sie mir angeboten, dass ich Ihnen die Uhr zurück verkaufe und Sie mir die Uhr ggf. nach einer Reperatur, wieder verkaufen. Ich habe Ihnen darauf hin mitgeteilt, dass ich einer Reperatur nur zustimme wenn die Uhr wieterhin in meinem Eigentum verblieb. Sie haben daraufhin die Reperatur sowie die anfallenden Reperaturkosten abgelehnt.
Ihr Vorgehen und die Ablehnung der Reperatur stellen Versoß gegen die §§ 433 ff.BGB dar. Sie wollen mich mit Ihrer Vorgehenweise um meine gesetzlich verankerten Rechte berauben. Gemäß §§ 433 ff BGB hat der Käufer das Recht, die Vorgehensweise zur Bereinigung des Mangels zu bestimmen. Sie können sich gerne darüber informieren. Da es sich bei der Uhr um ein Einzelstück handelt, bin ich nicht vom Kauf zurücgeträten sondern habe Sie aufgefordert, die Uhr zu reparieren. Dies haben Sie eindeutig und nachvollziehbar abgeleht.
In Ihren Nachrichten haben Sie die sog.Nacherfüllung abgelehnt.
Nachdem Sie die Durchführung der Reperatur abgelehnt haben, hatte ich Ihnen mitgeteilt, dass ich die Uhr zu einem Uhrmacher bringen werde, um die reperatur durchführen zu lassen. Dies ist zwischenzeitlich erfolgt. Es war sehr aufwendig und schwierig, die erforderlichen Ersatzteile für die Uhr zu besorgen. Trotzdem ist es zwischenzeitlich möglich geworden. Im Rahmen der Reperatur habe ich darauf geachtet, dass die Kosten so gering wie möglich bleiben.
Ich fordere Sie Hiermit auf, die Reperaturkosten in Höhe von 350€ bis zum 10. Dezember 2016 an mich
zurückzuerstatten. Mein Kontonr, lautet:
DE …................................................
Sollten Sie dieser außergerichtlichen Löung nicht zustimmen, werde ich nach Ablauf dieser Frist das gerichtliche Mahnverfahren gegen Sie einleiten.
Ich betone hiermit, dass ich im Ramen des gerichtlichen Mahnverfahrens sämtliche weitere Kosten
(Gerichts-- und Anwaltskosten, Mehrere Fahrkosten zum Uhrmacher, Telefonkosten, eigener Zeitaufwand usw.) geltend machen werde. Diese Kosten stehen mir gemäß §§ 433 ff BGB ebenfalls
Antwort vom 11.1.2017 | 20:11
Jetzt fehlt nur noch die Antwort auf die Frage
Antwort vom 11.1.2017 | 20:46
Vielleicht hilft das weiter.Ich denke da ich den Artikel als Privat Verkäufer verkauft habe gibt es keine Gewehrleistung. Ich habe nur die Option ( 14 Tage Rückgaberecht ) bei Ebay angegeben. Der Käufer wollte das aber nicht, was ich eigentlich nicht verstehe. Ich wollte Inn doch das Geld zurück geben
Antwort vom 11.1.2017 | 21:45
Ich denke da ich den Artikel als Privat Verkäufer verkauft habe gibt es keine Gewehrleistung.
Da denktst Du falsch.
Du gibst bei Verkauf stets 2 Jahre Gewährleistung (nennt man heute übrigens "Sachmängelhaftung").
Als Privatverkäufer hat man allerdings das Privileg, diese ausschließen zu dürfen. Nur muss mandas dann auch machen.
Stimmt so nitcht
Der Käufer hat ein gewisses Wahlrecht ob repariert, getauscht oder rückabgewickelt wird.
Ihr Vorgehen und die Ablehnung der Reperatur stellen Versoß gegen die §§ 433 ff.BGB dar.
Da ist der Gute Mann auf den Holzweg.
Denn er muss erst mal nachweisen - und nicht nur wie hier behaupten - das DU als Verkäufer den Mangel zu verantworten hast, der Mangel also zumindest schon latent bei Gefahrenübergang vorgelegen hat.
Da er aber immer nur Behauptungen aufgestellt hat und nie Beweise geliefert hat, sehe ich das so das du erst mal zu gar nichts Verpflichet warst - außer die angebotene Rückabwicklung zu leisten.
Die Ablehnung also zu recht erfolgte.
Ich übernehme keine Verantwortung für den Paketdienstleister.
Stimmt, so stehts in Gesetz
Allerdings ist man für die ordnunggemäße Verpackung verantwortlich.
Wenn die Uhr also nicht gemäß der Verpackungsbedingungen des Paketdienstleisters verpackt war, ist man durchaus wieder in der Haftung.
Ich wollte mich Bedanken das Sie sich die Zeit genommen haben um mir die Antworten zu geben. Jetzt habe ich was für die Zukunft gelernt.
Mittlerweile habe vom Gericht ein Bescheid über ein eingegangenes Antrag.
Schadenersatz aus REPERATUR-Vertrag gem. Schreiben Reklamation
Streitwert 350€
Da ich die Gewehrleistung nicht ausgeschlossen habe, werde ich den Betrag wahrscheinlich Zahlen müssen, oder soll ich abwarten bis es zu einem Verfahren kommt? Habe ich da überhaupt eine Chance da raus zu kommen?
Antwort vom 12.1.2017 | 00:34
Was für eine Art von Bescheid?
Hat er die angeblichen Reparaturkosten schon irgendwie nachgewiesen?
Antwort vom 14.1.2017 | 07:53
Was für eine Art von Bescheid?.
in dem Bescheib steht.
1. Hauptforderung.
Schadenersatz aus REPERATUR-Vertrag gem. Schreiben Reklamation vom. 27.11.2016 vom 27.11.2016 bis 03.01.17 Streitwert 350 EUR
2. Verfahrenskosten (Streitwert: 350 EUR)
Gerichtskosten: 32 EUR
Gesamtsumme : 382 EUR
- Gebühr (§§ 3.34, Nr. 1100 KV GKG)
Der Antragsteller hat erklärt, dass der Anspruch von einer Gegenleistung nicht abhänge
Für den Fall eines Widerspruchs hat der Antragsteller die Durchführung des streitigen Verfahrens beantragt.
Das sind Wahrscheinlich noch mehr Seiten beid dem Bescheid dabei. Ich bin momentan nicht vor Ort und dieses schreiben wurde an mich weiter mit post geleitet Es musste Nächte Woche da sein.
Ich habe bis Heute keine Rechnung für die Reparaturkosten gesehen,
Antwort vom 14.1.2017 | 10:46
Ich persönlich würde dem Mahnbescheid widersprechen.
Antwort vom 14.1.2017 | 18:06
Ich bin momentan nicht vor Ort und dieses schreiben wurde an mich weiter mit post geleitet Es musste Nächte Woche da sein.
Ein Widerspruch muss 14 Tage nach der Zustellung beim Gericht eingehen.
Falls das nicht passiert, wird der Mahnbescheid gütltig.
Antwort vom 16.1.2017 | 10:43
Die Wahl [...] liegt nach dem BGB beim Käufer und nicht beim Verkäufer
Mal von der schon diskutierten, recht freien Interpretation des Käufers abgesehen - Die Durchführung liegt beim Verkäufer.
-- Editiert von Snuggles am 16.01.2017 10:50
Antwort vom 16.1.2017 | 15:47
Zitat (von Snuggles):
Aber nicht mehr wenn dieser die Nacherfüllung ablehnt.
Antwort vom 16.1.2017 | 22:42
2. Seit wann "darf" der Käufer einfach eine Reparatur auf eigene Faust starten und die Kosten beim Verkäufer einfordern?
Eigentlich schon immer - problematisch wird es regelmäßig erst dann, wenn der Käufer versucht die Forderung gerichtlich durchszusetzen und der Verkäufer sich wehrt.
Antwort vom 17.1.2017 | 10:50
problematisch wird es regelmäßig erst dann, wenn der Käufer versucht die Forderung gerichtlich durchszusetzen und der Verkäufer sich wehrt.
Relativ unproblematisch ist das wenn die Forderung zu Recht besteht und der Verkäufer die Erfüllung endgültig verweigert hat. So verstehe ich zumindest dessen Aussagen.
Ich würde als Verkäufer hier die Füße stillhalten und das Ganze als Lehrgeld verbuchen. Die Gewährleistung wurde anscheinend nicht ausgeschlossen. !Grosser Fehler!
Gebrochene Unruhe: Das passiert nicht einfach mal so und schon gar nicht aufgrund Stößen beim Transport. Die Masse ist so klein, dass das keinerlei Rolle spielt. Stöße beim Tragen der Uhr sind stärker als in einem schlecht verpackten Paket das man auf den Boden wirft. Man kann hier also durchaus von einem Mangel bereits bei Übergabe ausgehen. Ich vermute, dass es dem Käufer leicht fallen wird ein entsprechendes Gutachten in Auftrag zu geben. Solch ein Mangel ist eine Alterserscheinung. Ohne ausgeschlossene Gewährleistung sieht es also schlecht für den Verkäufer aus. Ich persönlich würde die Uhr nehmen und sie beim Uhrmacher meines Vertrauens in Reparatur geben. Alles andere führt hier zu unnötigem Kopfweh und weiteren Kosten. Die Chance für den VK einen Rechtsstreit zu gewinnen halte ich für gering.
Antwort vom 17.1.2017 | 13:55
Ich würde als Verkäufer hier die Füße stillhalten und das Ganze als Lehrgeld verbuchen.
@ micbu,
du hast schon gelesen, dass der Käufer bis heute seine Forderung weder nachgewiesen oder belegt hat!
Er fordert jetzt einfach mal 350€ Reparaturkosten per Mahnbescheid. (Was für eine schöne runde Zahl bei einer Reparatur)
Und das würdest du jetzt bezahlen?
Das könnte für den Käufer noch teuer werden.
Die Gewährleistung wurde anscheinend nicht ausgeschlossen. !Grosser Fehler!
Das würde ich jetzt gar nicht mal sagen. Der TS hat nur einen Fehler gemacht;
er hat in der Beschreibung angegeben:
Gemäß ihrer Artiekelbeschribung handelte es sich um „ eine klasiche Uhr in hochwertieger Ausführung und hervorragender Qualität" in einem „Top Zustand", die nach Ihrer Aussage „ einwandfrei funktioniert"
Ich vermute, dass es dem Käufer leicht fallen wird ein entsprechendes Gutachten in Auftrag zu geben. Solch ein Mangel ist eine Alterserscheinung.
Ich weiss nicht, ob es so einfach festzustellen ist ob das Teil schon vor dem Versand gebrochen ist.
Da ein Defekt an einer 110 Jahre alten Uhr mit Sicherheit kein gewährleistungrechtlicher Mangel sondern normaler
Verschleiß ist mit dem man rechnen muß, dürfte der Käufer schlechte Karten haben.
Hätte der Verkäufer nicht einen Top Zustand und eine einwandfreie Funktion zugesagt, dann ............
Trotzdem würde ich hier nicht einfach auf Zuruf 382,-€ bezahlen.
Antwort vom 17.1.2017 | 15:13
Hätte der Verkäufer nicht einen Top Zustand und eine einwandfreie Funktion zugesagt,
Exact! Und zudem keine Gewährleistung ausgeschlossen.
Ja, aber hast du gelesen, dass ich geschrieben habe, dass ich die Uhr bei einem Uhrmacher meines Vertrauens zur Reparatur abgeben würde? Ich würde natürlich nicht einfach das Geld bezahlen, das habe ich nirgendwo geschrieben!
Da ein Defekt an einer 110 Jahre alten Uhr mit Sicherheit kein gewährleistungrechtlicher Mangel sondern normaler Verschleiß ist mit dem man rechnen muß, dürfte der Käufer schlechte Karten haben.
Da gebe ich dir völlig recht. Aber bei einer Uhr in einem "Top Zustand" brauche ich das einfach nicht zu erwarten. Da erwarte ich, dass sich jemand intensiv alle Teile angesehen hat um nach 110 Jahren solch eine Aussage zu treffen und dass tatsächlich alles einwandfrei ist.
Antwort vom 17.1.2017 | 15:55
Ja, aber hast du gelesen, dass ich geschrieben habe, dass ich die Uhr bei einem Uhrmacher meines Vertrauens zur Reparatur abgeben würde?
Das Problem ist ja gerade, dass die Uhr vom Käufer angeblich schon repariert wurde und dieser nun die Kosten ohne
Nachweis per Mahnbescheid einfordert.
Antwort vom 17.1.2017 | 16:41
Das Problem ist ja gerade, dass die Uhr vom Käufer angeblich schon repariert wurde und dieser nun die Kosten ohne Nachweis per Mahnbescheid einfordert.
Oh, o.k., das hatte ich tatsächlich übersehen.
Jetzt wird es schwierig. Der VK hat die Erfüllung endgültig verweigert, so würde ich das auch sehen. Einen Nachweis über die entstandenen Kosten muss der K aber natürlich erbringen, gar keine Frage. Der K hat, meiner Meinung nach, dem VK jegliche Freiheiten angeboten die Uhr reparieren zu lassen. Der VK hat das Angebot nicht angenommen. Jetzt müsste man klären, ob die Ablehnung des VK wegen Unverhältnismäßigkeit gerechtfertigt gewesen wäre oder nicht, dann hätte der K keinen Anspruch auf Reparatur.
Generell wird es hier Probleme geben, aber einfach etwas fordern ohne entsprechende Nachweise geht gar nicht. Dem Mahnbescheid kann man also getrost widersprechen solange es keine fundierte Forderung gibt.
Antwort vom 18.1.2017 | 18:19
Ich würde auch prüfen, ob das eingeräumte Rücktrittsrecht für beide Parteien gilt.
Außerdem ließe sich fragen, ob die Nacherfüllung zu Recht hätte verweigert werden können wegen Unverhältnismäßigkeit.
Wahrscheinlich hätte der Käufer die Reparatur sowieso durchgeführt und will nun einmal schauen, ob sich die Kosten nicht eintreiben lassen.
Antwort vom 18.1.2017 | 20:43
Seit wann kann man sich als Verkäufer wirksam ein bedingungsloses Rücktrittsrecht einräumen?
Antwort vom 18.1.2017 | 21:27
Ich schätze spätestens seit dem 01.01.1900. Wenn das klar kommuniziert wird und für beide Seiten gleich, dann ist es doch fair? Nicht viel anders als das ansonsten bekannte Widerrufsrecht.
Man muss natürlich schauen, was genau vereinbart ist und ob es sich um AGB handelt.
Vom konkreten Fall hier abgesehen würde ich persönlich übrigens sogar so weit gehen, dass angelehnt an die Wertung des Widerrufsrechts auch ein bedingungsloses Rücktrittsrecht von 14 Tagen unter Verbrauchern sachlich gerechtfertigt ist.
Antwort vom 18.1.2017 | 21:35
Privater Verkauf. Da ist nichts mit AGB.
Und das Widerrufsrecht ist auch nur einseitig.
Vor Vertragsabschluss kann man vieles wirksam vereinbaren, aber nicht bei einem Verkauf über Ebay, denn dafür fehlt schlicht die Möglichkeit. Die Rückgabemöglichkeit innerhalb von 14 Tagen ist ein freiwilliges Angebot des Verkäufers, welches nur einseitig wirkt(e).
Antwort vom 18.1.2017 | 21:45
Klar hab ich den gelesen und es steht da nichts darüber, wie genau die 14 Tage vereinbart wurden.
Ich sagte, ich würde es prüfen: ich weiß nämlich nicht, was dann da steht, wenn man bei diesen 14 Tagen ein Kreuzchen setzt. "Prüfen" heißt nicht, dass ich es bereits bejaht habe. Nicht zuletzt ist es auch möglich, dies schlicht im Angebotstext zu vereinbaren.
Zweitens wäre zu prüfen, ob es sich um AGB handelt. Wenn nicht, ist es gut. Wenn doch, kann man darüber streiten, ob sich das Klauselverbot überwinden lässt.
Antwort vom 18.1.2017 | 22:28
Vor Vertragsabschluss kann man vieles wirksam vereinbaren, aber nicht bei einem Verkauf über Ebay, denn dafür fehlt schlicht die Möglichkeit
Wieso? Käufer und Verkäufer können doch schon vor Kauf kommunizieren und da enstprechendes aushandeln und vereinbaren?
Antwort vom 18.1.2017 | 22:54
Schon immer - der Käufer muss das dann nur akzeptieren ...
Privat /gewerblicher Verkauf Rückgaberecht
ebay privater Verkauf...
Rücktritt von ebay Verkauf
BGB§275+§280 Schlupfloch für Verkäufer?
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