Source: https://www.npridik.de/sketchnote-unfallflucht/
Timestamp: 2019-05-26 22:14:00
Document Index: 154023483

Matched Legal Cases: ['§ 142', '§ 142', '§ 286', '§ 142', '§ 142', '§ 142']

Rechtsvorschriften als Sketchnote: „Unfallflucht“, § 142 StGB — Nicola Pridik
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Der Beitrag wurde im April 2019 überarbeitet.
Warum ausgerechnet Sketchnotes?
Rechtsvorschriften sind häufig nur dann zu verstehen, wenn man um ihre Struktur weiß bzw. um den Kontext, in den sie eingebunden sind. Sketchnotes können diese Strukturen sichtbar machen. Das haben sie mit juristischen Schaubildern gemeinsam. Darüber hinaus bieten sie als handgezeichnete und -geschriebene Notizen einen schönen Kontrast zur formalen und abstrakten Gesetzessprache. Sie bringen also optimale Voraussetzungen mit, um Menschen für das Recht zu interessieren und das Lesen des Gesetzestextes zu erleichtern.
Weitere Informationen zu Sketchnotes inklusive Linktipps finden Sie im Artikel Rechtsvorschriften als Sketchnote: Schuldnerverzug, § 286 BGB.
Von der Idee zur Sketchnote
§ 142 StGB ist ein gutes Beispiel für eine Norm, die aufgrund ihrer speziellen Systematik nur schwer zu verstehen ist. Zudem erschließt sich dem Leser ihre Bedeutung nur über den Schutzzweck: Warum genau soll man den Unfallort eigentlich nicht verlassen und auf wen soll man ggf. warten? Wer oder was soll hier geschützt werden? Diese beiden Punkte, nämlich Systematik und Schutzzweck, mussten also unbedingt hinein in die Sketchnote. Das war ein wichtiges Ergebnis der inhaltlichen Vorüberlegungen.
Die nächste Hürde bestand darin, die Vielzahl möglicher Fallkonstellationen auf eine in sich stimmige Geschichte zu reduzieren, die geeignet ist, den wesentlichen Inhalt der Vorschrift zu transportieren: Welche Unfallsituation eignet sich? Welche Personen sind erforderlich und was sollten die Personen im Bild tun? Um hier eine Entscheidung treffen zu können, musste ich mich intensiv mit § 142 StGB auseinandersetzen und ihn im Kern verstehen. Bei der Auffrischung des kaum noch vorhandenen Wissens aus Studienzeiten halfen mir Lehrbücher zum Strafrecht und die Recherche im Internet.
Anschließend dann die visuelle Umsetzung auf Papier, die einige Versuche brauchte, bis sämtliche Inhalte ihren Platz gefunden hatten und die Systematik gut zu erkennen war. Ich zeichne alles mit Bleistift vor (ein Glück, dass der Radiergummi erfunden wurde!) und ziehe die Linien anschließend mit einem schwarzen Fineliner nach. Auch das klappt nicht immer auf Anhieb … Die Schwarzweiß-Fassung der Sketchnote scanne ich dann hochaufgelöst ein und koloriere sie anschließend über ein Grafiktablett in Photoshop. Das ist sehr praktisch, weil man hier mit verschiedenen Ebenen arbeiten und mit Farben experimentieren kann, ohne bei Nichtgefallen nochmal ganz von vorn anfangen zu müssen.
Inzwischen gibt es einen Artikel dazu: So entstehen meine Sketchnotes zu rechtlichen Themen.
Die Sketchnote zur Unfallflucht
Nun aber zum Ergebnis. Zunächst der Gesetzestext, den die Sketchnote visualisiert, anschließend dann die Sketchnote selbst.
Sketchnote zur Unfallflucht, § 142 StGB