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Timestamp: 2016-09-26 13:50:41
Document Index: 51318807

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Clerical Medical (CMI) BGH Anerkenntnis-Urteil - Kanzlei Wehrt-Sierwald
Gescheiterte Altersvorsorge auf KreditClerical Medical (CMI) BGH Anerkenntnis-Urteil22.02.2012Angela Wehrt-Sierwald, Rechtsanwältin und staatlich anerkannte Gütestelle
Clerical Medical Anleger können nach BGH-Urteil auf Schadensersatz hoffen. Der Anlageberater versprach eine Rente zur sicheren
Altersversorgung. Das Rentenmodell besteht aus einem Darlehensvertrag über
250.000,00 EUR zu 6,5 % Zinsen und einer fondsgebundenen
Kapitallebensversicherung. Die Lebensversicherung wird nicht monatlich
angespart, sondern über das Darlehen aus einer Einmalzahlung von 247.000,00 EUR gespeist.
Der Anlageberater versicherte, dass laut Musterberechnung ein garantierter Wertzuwachs von 8,5 % gesichert sei. Dadurch könnten nicht nur die Zinsen von 6,5 % jährlich für die gesamte Laufzeit des Darlehens über 10 Jahre sicher erwirtschaftet werden, sondern darüber hinaus regelmäßige jährliche Auszahlungen in Höhe von 16.500,00 EUR und nach zehn Jahren zum Termin des 01.03.2012 ein Betrag von 254.000,00 EUR. Tatsächlich stand die Anlegerin nach einigen Jahren vor einem Schuldenberg, da die von dem Berater berechneten Renditen bei weitem nicht erwirtschaftet wurden, die
Lebensversicherung erheblich an Wert verlor und die Rückzahlung des Kredits
gefährdet war. Darauf, dass bereits zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses die
Jahresrenditen mit 3 % deutlich hinter den in der Musterberechnung berechneten
Wertzuwachs von 8,5 % zurückblieben, wies der Vermittler nicht hin, denn sonst
hätte die Anlegerin das mit einem Bankkredit von 6,5 % verbundene Anlagemodell
nicht geschlossen. Zudem waren die bei Abschluss der Verträge zu zahlenden
satten Provisionen und Bearbeitungskosten erhebliche zusätzliche Kosten. Schon
diese Erwägungen offenbaren, dass das Geschäft nicht gut gehen konnte. Die mit
Darlehen verbundenen Anlagemodelle bergen hohe Risiken für den Anleger. Statt
der versprochenen Rente zur Altersvorsorge droht der finanzielle Ruin. Die
Anlegerin konnte letztlich weder aus dem Vertrag die laufenden Zinsen zahlen
noch die vollständige Rückzahlung des Darlehens leisten. Sie klagte gegen den
Versicherer und erstritt ein positives Urteil beim Oberlandesgericht Dresden. Mit Spannung erwarteten viele geschädigte Anleger am
08.02.2012 den Prozessausgang beim Bundesgerichtshof. Der britische
Lebensversicherer Clerical Medical (CMI) zog jedoch die Revision zurück.
Clerical Medical zahlt den im Versicherungsschein versprochenen Betrag von
254.000,00 EUR an die Klägerin. Bislang hatte die Versicherung eingewendet,
dass die im Versicherungsschein dargestellten Auszahlungen nur solange
erfolgen, so lange der Kapitalstock der Versicherung vorhanden sei. Dies
bedeutet neue Hoffnung für die geschädigten Anleger. Da Ansprüche gegen die
Lebensversicherung, die Bank und den Anlageberater in Betracht kommen, sollten
Anleger sich anwaltlich beraten lassen. Angela Wehrt-Sierwald ist Rechtsanwältin mit den Schwerpunkten Bankrecht, Immobilierecht sowie Familienrecht und Erbrecht in der Kanzlei Wehrt-Sierwald (www.wehrt-hahn.de) sowie zugelassen als staatlich anerkannte Gütestelle in 21614 Buxtehude (nahe Hamburg-Neugraben), Birkenhain 1a, Tel.: 04161-996812 und Stade (Zweigstelle). Weitere BeiträgeTeilzahlungszuschlag in Versicherungsverträgen - Nach BGH-Urteil Geld zurück?Teilzahlungszuschlag ohne Effektivzinsangabe in Versicherungsverträgen - BGH-Urteil29.09.2010Versicherungsnehmer, die statt einer Jahresprämie unterjährige Raten (monatlich, vierteljährlich oder halbjährlich) zahlen, können u. U. viel Geld von ihren Versicherern zurückfordern. Da Versicherungsnehmer hohe einmalige jährliche Leistung häufig nicht zahlen wollen, werden monatliche, vierteljährliche oder halbjährliche Raten vereinbart. Hierfür verlangt der Versicherer Telzahlungszuschläge. Der Versicherer gewährt dem Kunden damit Kredit und muss den daraus resultierenden effektiven Jahreszins angeben.Lehman-Geschädigten droht in Kürze Verjährung ihrer
AnsprücheRechtsposition von Lehman-Anlegern durch Urteile der Landgerichte Mönchengladbach und Hamburg gestärkt18.12.2009Viele Lehman-Anleger haben Zertifikate im Februar 2007 auf Anraten ihrer Bankberater gekauft und durch die Lehman-Pleite im September 2008 drastische wirtschaftliche Verluste erlitten. Es liegen weitere positive Urteile vor: Die Commerzbank AG wurde als Rechtsnachfolgerin der Dresdner Bank AG von den Landgerichten Hamburg und Mönchengladbach verurteilt, Lehman-Anlegern den Schaden zzgl. Zinsen vollständig zu ersetzen und die Rechtsanwalts- und Gerichtskosten zu tragen (Landgericht Mönchengladbach, Urteil vom 17.11.2009, Az: 3 O 112/09, Landgericht Hamburg, Urteil vom 15.12.2008, 318 O 4/08, rechtskräftig).Erstes BGH-Urteil zum seit 01.01.2008 geltenden BetreuungsunterhaltBGH-Urteil: Nachehelicher Ehegattenunterhalt wegen Kindesbetreuung stark eingeschränkt23.04.2009Betreut der geschiedene Ehegatte eines oder mehrere gemeinsame Kinder, gab es nach der alten, bis zum 31.12.2007 geltenden Rechtslage für diesen relativ lange gesicherte Unterhaltsansprüche gegen den anderen Ehegatten. Vielfach wurde der Festlegung der Unterhaltsansprüche ein sogenanntes Altersphasenmodell zugrunde gelegt: War eines der Kinder jünger als acht Jahre, wurde der betreuende Elternteil nicht für verpflichtet gehalten, überhaupt eine Berufstätigkeit aufzunehmen. Erst danach wurde er nach und nach zur Aufnahme einer Teilzeittätigkeit verpflichtet. Erst wenn das jüngste der betreuten Kinder 15 Jahre alt war, wurde dem kinderbetreuenden ehemaligen Ehegatten die Aufnahme einer Vollzeittätigkeit zugemutet. Aufgrund der umfassenden Gesetzesänderungen des gesamten Unterhaltsrecht ab dem 01.01.2008 wurden auch die für die Beurteilung diese Betreuungsunterhalts geltenden gesetzlichen Regelungen entscheidend umgestellt.Aktuelles Urteil des Bundesgerichtshofs zu Steuersparimmobilien/SchrottimmobilienZum Schadensersatzanspruch gegen die finanzierende Bank wegen fehlender Widerrufsbelehrung nach dem Haustürwiderrufsgesetz08.04.2008Der XI. Zivilsenat des BGH hatte mit Urteil vom 26.02.2008 (Az:XI ZR 74/06) erneut über Schadensersatzansprüche von Erwerbern sog. Steuersparimmobilien zu entscheiden.Weiterhin positive Tendenz in der RechtsprechungVorfälligkeitsentschädigungsberechnungen sind nicht selten unberechtigt oder überhöht24.09.2007Auch nach mehreren Grundsatzurteilen u. a. vom 1. Juli 1997 und 30.11.2004 des Bundesgerichtshofs zur Vorfälligkeitsentschädigung, besteht oftmals weiterhin Klärungsbedarf bei den Darlehensnehmern, die Hypothekenkredite vor Ablauf der Festschreibungszeit vorzeitig gegen Vorfälligkeitsentschädigung zurückführen oder bereits abgelöst haben. Die auch bei den normalen Baufinanzierungen oftmals mehrere Tausend Euro betragenden Vorfälligkeitsentschädigungen sind nicht selten entweder der Höhe nach zu beanstanden oder in einigen Fällen gänzlich unberechtigt. BankrechtAnlegerschutzSteuersparimmobilieImmobilienrechtFamilienrechtErbrecht Stellenanzeigen Wissenswertes Formulare Kontakt Impressum Datenschutz Anfahrt RSS-FeedKanzlei BuxtehudeBirkenhain 1a21614 BuxtehudeTelefon:04161 996812Telefax:04161 996815Zweigstelle StadeAm Hang 1721682 StadeTelefon:04141 796565Telefax:04141 544546