Source: http://www.hensche.de/Rechtsanwalt_Arbeitsrecht_Handbuch_Gleichbehandlungsgesetz_Anwendungsbereich.html
Timestamp: 2017-07-20 16:32:44
Document Index: 222947055

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 611', '§ 33']

Das AGG fin­det in vie­len Fäl­len An­wen­dung
Das All­ge­mei­ne Gleich­be­hand­lungs­ge­setz (AGG) ent­hält mehr oder we­ni­ger ge­naue Re­ge­lun­gen über sei­nen sach­li­chen, per­sön­li­chen und zeit­li­chen An­wen­dungs­be­reich. Im fol­gen­den fin­den Sie ei­nen kur­zen Über­bklick über die­se ge­setz­li­chen Re­ge­lun­gen. Ge­naue­re In­for­ma­tio­nen zu die­sem The­ma kön­nen Sie in un­se­rem On­line Hand­buch Ar­beits­recht nach­le­sen, und zwar un­ter dem Stich­wort "Dis­kri­mi­nie­rung - An­wen­dungs­be­reich des ge­setz­li­chen Schut­zes".
Aus­drück­lich aus­ge­nom­men von dem sach­li­chen An­wen­dungs­be­reich des AGG im Ar­beits­le­ben sind die be­trieb­li­che Al­ters­vor­sor­ge (§ 2 Abs.2 Satz 2 AGG) und
Ar­beit­neh­me­rin­nen und Ar­beit­neh­mer (§ 6 Abs.1 Satz 1 Nr.1 AGG) Aus­zu­bil­den­de und an­de­re zu ih­rer Be­rufs­bil­dung be­schäf­tig­te Per­so­nen (§ 6 Abs.1 Satz 1 Nr.2 AGG) Ar­beit­neh­mer­ähn­li­che Per­so­nen, Heim­ar­bei­ter und die den Heim­ar­bei­tern Gleich­ge­stell­ten (§ 6 Abs.1 Satz 1 Nr.3 AGG) Be­wer­be­rin­nen und Be­wer­ber für ein Be­schäf­ti­gungs­ver­hält­nis (§ 6 Abs.1 Satz 2 AGG) Per­so­nen, de­ren Be­schäf­ti­gungs­ver­hält­nis be­en­det ist (§ 6 Abs.1 Satz 2 AGG) Selbst­stän­di­ge und Or­gan­mit­glie­der, ins­be­son­de­re Ge­schäfts­füh­rer oder Ge­schäfts­füh­re­rin­nen und Vor­stän­de, wenn es die Be­din­gun­gen für den Zu­gang zur Er­werbs­tä­tig­keit und den be­ruf­li­chen Auf­stieg be­trifft (§ 6 Abs.3 AGG)
In zeit­li­cher Hin­sicht gilt das AGG oh­ne Über­gangs­re­ge­lun­gen seit sei­nem In­kraft­tre­ten am 18.08.2006. Zu die­sem Zeit­punkt sind die bis da­hin gel­ten­den ge­setz­li­chen Vor­schrif­ten zum Schutz ge­gen ge­schlechts­be­zo­ge­ne Dis­kri­mi­nie­run­gen au­ßer Kraft ge­setzt wor­den, da das AGG auch sol­che Dis­kri­mi­nie­run­gen er­fasst. Die au­ßer Kraft ge­tre­te­nen Vor­schrif­ten sind die §§ 611a, 611b und 612 Abs.3 Bür­ger­li­ches Ge­setz­buch (BGB) so­wie das Be­schäf­tig­ten­schutz­ge­setz, das sich ge­gen se­xu­el­le Be­läs­ti­gun­gen rich­te­te. Die­se Vor­schrif­ten gel­ten nur noch für Alt­fäl­le, d.h. für Fäl­le, die sich vor dem 18.08.2006 er­eig­net ha­ben (§ 33 Abs.1 AGG).
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