Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=5%20U%20842/01
Timestamp: 2019-12-12 15:41:25
Document Index: 310458964

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 46', 'BGH', '§ 172', 'BGH', '§ 150', 'BGH']

OLG Saarbrücken, 13.04.2005 - 5 U 842/01 - 67 - dejure.org
OLG Saarbrücken, 13.04.2005 - 5 U 842/01 - 67
https://dejure.org/2005,5093
OLG Saarbrücken, 13.04.2005 - 5 U 842/01 - 67 (https://dejure.org/2005,5093)
OLG Saarbrücken, Entscheidung vom 13.04.2005 - 5 U 842/01 - 67 (https://dejure.org/2005,5093)
OLG Saarbrücken, Entscheidung vom 13. April 2005 - 5 U 842/01 - 67 (https://dejure.org/2005,5093)
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Auswirkungen eines Herzinfarktes auf den Grad der Berufsunfähigkeit; Ansprüche aus einer Berufsunfähigkeitszusatzversicherung zu einer Lebensversicherung; Pensionszusage einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH); Anspruch auf Leistungen aus der von einer ...
BUZ-BB § 4 Nr. 3
Abtretung einer Berufsunfähigkeitszusatzversicherung - Eintritt des Versicherungsfalls "Berufsunfähigkeit"
Gestresster Geschäftsführer berufsunfähig? - OLG Saarbrücken: Tagesablauf vernünftig planen und Aufgaben delegieren
LG Saarbrücken, 22.10.2001 - 12 O 26/99
NJW-RR 2006, 250
VersR 2006, 778
Zwar mag es sein, dass von einer fortbestehenden Berufsunfähigkeit auszugehen sein kann, wenn mit hinreichender Sicherheit anzunehmen ist, dass die Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit zu einer Aktualisierung der gesundheitlich bedingten beruflichen Einschränkungen führen wird (Senat, Urt.v. 13.04.2005 - 5 U 842/01 - NJW-RR 2006, 250;… VersRHdb-Rixecker, 2. Aufl., § 46 Rdn. 67).
Da es für dieses Merkmal darauf ankommt, dass eine Besserung nach dem Stand der medizinischen Wissenschaft nicht absehbar ist (…vgl. BGH, Urt. v. 14.6.1989 - Iva ZR 74/88 - VersR 1989, 903; Senat, Urt. v. 13.4.2005 - 5 U 842/01 - VersR 2006, 778;… Rixecker in Römer/Langheid, VVG, 4. Aufl. 2014, § 172 Rdn. 37, 39), kann vielmehr auch eine chronisch-intermittierend verlaufende Erkrankung wie die vorliegende, mit deren häufigem, unkalkulierbaren Auftreten gerechnet werden muss (…vgl. BGH, Urt. v 28.2.2007 - IV ZR 46/06 - VersR 2007, 777), im vorbeschriebenen Sinne dauerhaft sein.
Die Verpfändung der Rückdeckungsversicherung dient mithin gerade dazu, Ansprüche des Versorgungsberechtigten für den Fall der Insolvenz des Versicherungsnehmers zu sichern (…OLG Saarbrücken, Urt. v. 03.05.2006, 5 U 578/00, juris, Tz. 52, VersR 2007, 780 = r+s 2009, 203; Urt. v. 13.04.2005, 5 U 842/01, juris, Tz. 24, VersR 2006, 778 = NJW-RR 2006, 250;… Schneider, in: Prölss/Martin, a.a.O., Vorbemerkung zu den §§ 150-171 VVG Rn. 45).
Er übt daher seinen Beruf grundsätzlich auch dann noch aus, wenn er eine bisher ihm vorbehaltene Tätigkeit gesundheitsbedingt nicht mehr ausführen kann, er statt dessen aber eine andere betriebliche Tätigkeit ohne gesundheitliche Einschränkung auszuüben und - sei es im Wege der Umorganisation der Arbeit - zu übernehmen in der Lage ist (…BGH, Urt. v. 12.06.1996 - IV ZR 118/95 - VersR 1996, 1090; Senat, Urt. v. 13.04.2005 - 5 U 842/01-67 - NJW-RR 2006, 250;… Senat, Urt. v. 19.11.2003 - 5 U 168/00-11 - VersR 2004, 1401).
LG Frankenthal, 08.11.2012 - 3 O 511/10
Berufsunfähigkeitsversicherung: Voraussetzungen der Berufsunfähigkeit bei einem …
Bei einem Selbstständigen kann Berufsunfähigkeit nur dann angenommen werden, wenn es ihm nicht möglich ist, durch Steuerung seines beruflichen Einsatzes bzw. Umorganisation der Arbeit seinen beruflichen Alltag so zu gestalten, dass die gesundheitlichen Störungen sich nicht mehr in erheblichem Maße auswirken (OLG Saarbrücken, 13. April 2005, 5 U 842/01, OLG Brandenburg, 11. März 2010, 12 U 139/09, OLG Köln, 9. Januar1991, 5 U 3/91).(Rn.20).
Demzufolge kann bei einem Selbstständigen Berufsunfähigkeit nur dann angenommen werden, wenn es ihm nicht möglich ist, durch Steuerung seines beruflichen Einsatzes bzw. Umorganisation der Arbeit seinen beruflichen Alltag so zu gestalten, dass die gesundheitlichen Störungen sich nicht mehr in erheblichem Maße auswirken (OLG Saarbrücken, Urteil vom 13.04.2005, Az. 5 U 842/01, abgedruckt NJW-RR 2006, 250; Brandenburgisches Oberlandesgericht, Urteil vom 11.03.2010, Az. 12 U 139/09; OLG Köln, Urteil vom 09.01.1991, Az. 5 U 3/91, abgedruckt RuS 1992, 248).
Die im Rahmen der Darlegung von bedingungsgemäßer Berufsunfähigkeit erforderliche Prognose der Dauerhaftigkeit setzt aber voraus, dass das die berufliche Tätigkeit - quantitativ in bedingungsgemäßem Anteil oder qualitativ ihre prägenden Verrichtungen beeinträchtigende - Leiden selbst ununterbrochen vorhanden ist oder sich jedenfalls bei Ausübung des Berufs notwendigerweise in diesem Maße aktualisiert (OLG Saarbrücken VersR 2006, 778 ff.).