Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerwG&Datum=20.03.2008&Aktenzeichen=2%20C%2019.06
Timestamp: 2020-02-22 13:07:01
Document Index: 116532524

Matched Legal Cases: ['§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 17', '§ 6', '§ 12', '§ 12', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 5']

BVerwG, 20.03.2008 - 2 C 19.06 - dejure.org
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BVerwG, 20.03.2008 - 2 C 19.06 (https://dejure.org/2008,925)
BVerwG, Entscheidung vom 20.03.2008 - 2 C 19.06 (https://dejure.org/2008,925)
BVerwG, Entscheidung vom 20. März 2008 - 2 C 19.06 (https://dejure.org/2008,925)
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BhV i. d. F. vom 27. Juni 1997 § 5 Abs. 1 Satz 1, § 5 Abs. 1 Satz 2, § 5 Abs. 1 Satz 4, § 17 Abs. 3 und 4; GOÄ § 6 Abs. 2, § 12 Abs. 1, § 12 Abs. 4
Beihilfe; Angemessenheit und Notwendigkeit der Aufwendungen; fehlerhafte Arztrechnung; Angabe der Diagnose; Hinweise des BMI; Analogabrechnung; Fälligkeit der Arztrechnung; nachträgliche Ergänzung oder Korrektur der Diagnose; Feststellung der Notwendigkeit der ärztlichen ...
BhV i.d.F. vom 27. Juni 1997 § 5 Abs. 1 Satz 1, § 5 Abs. 1 Satz 2,
Beihilfe; Angemessenheit und Notwendigkeit der Aufwendungen; fehlerhafte Arztrechnung; Angabe der Diagnose; Hinweise des BMI; Analogabrechnung; Fälligkeit der Arztrechnung; nachträgliche Ergänzung oder Korrektur der Diagnose; Feststellung der Notwendigkeit der
Beihilfeanspruch für fehlerhafte Arztrechnungen im Falle einer nachträglichen Feststellung der Notwendigkeit und Angemessenheit der erbrachten ärztlichen Leistung - Zulässigkeit einer Korrektur oder einer nachgeholten Angabe einer Diagnose im Gerichtsverfahren - ...
VG Köln, 11.12.2003 - 16 K 9377/98
BVerwG, 09.10.2006 - 2 B 34.06
BVerwG, 23.11.2006 - 2 C 19.06
NVwZ-RR 2008, 713
DVBl 2008, 1461 (Ls.)
Für die Entscheidung, ob nach den Maßstäben des Beihilferechts Aufwendungen für ärztliche Leistungen angemessen sind, ist die Auslegung des ärztlichen Gebührenrechts durch die Zivilgerichte maßgebend (vgl. BVerwG, Urteile vom 28.10.2004 - 2 C 34.03 -, Buchholz 270 § 5 BhV Nr. 15 und vom 20.03.2008 - 2 C 19.06 -, Buchholz 270 § 5 BhV Nr. 18).
Für die Entscheidung, ob nach den Maßstäben des Beihilferechts Aufwendungen für ärztliche Leistungen angemessen sind, ist die Auslegung des ärztlichen Gebührenrechts durch die Zivilgerichte maßgebend (vgl. Urteile vom 28. Oktober 2004 - BVerwG 2 C 34.03 - Buchholz 270 § 5 BhV Nr. 15 und vom 20. März 2008 - BVerwG 2 C 19.06 - Buchholz 270 § 5 BhV Nr. 18).
Ist eine Entscheidung im ordentlichen Rechtsweg nicht ergangen, hat der Dienstherr zu prüfen, ob die vom Arzt geltend gemachten Ansprüche nach materiellem Recht begründet sind (Urteil vom 20. März 2008 a.a.O. Rn. 18).
Selbst die Fehlerhaftigkeit einer Arztrechnung bleibt ohne Folgen, wenn das Verwaltungsgericht - wozu es befugt ist - die Notwendigkeit und Angemessenheit der ärztlichen Leistung feststellt (Urteil vom 20. März 2008 a.a.O. Rn. 9).
vgl. zum gleich gelagerten ärztlichen Gebührenrecht: BVerwG, Urteil vom 20. März 2008 - 2 C 19.06 -, juris, Rn. 19 ff.
Dieser fehlerhaften Auslegung stünden die zitierten Urteile (BVerwG vom 20.03.08 - 2 C 19.06 - und VGH Baden.-Württ., Urteil vom 12.10.2010 - 10 S 2585/08 und 10 S 2104/08 -) entgegen.
Die vom Kläger erwähnte, zu Beihilfevorschriften ergangene Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts vom 20.03.2008 - 2 C 19.06 -, wonach für die Feststellung der Notwendigkeit einer ärztlichen Leistung die allgemeinen Regeln für die Sachverhaltsaufklärung in Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gelten und Diagnosen auch noch im gerichtlichen Verfahren nachgereicht werden können, stehen nicht in Widerspruch zu der schon in den Urteilen vom 24.11.2011 (…a.a.O.) und 09.11.2012 (…a.a.O.) sowie auch im vorliegenden Verfahren vertretenen Rechtsauffassung des Senats.
a) Für die Frage nach der Notwendigkeit medizinischer Behandlungen im Sinne des Beihilferechts ist nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. Urteil vom 20.03.2008 - 2 C 19.06 -, NVwZ-RR 2008, 713) zwar zunächst der Einschätzung des behandelnden Arztes besondere Bedeutung beizumessen.
Für die Entscheidung, ob nach den Maßstäben des Beihilferechts Aufwendungen für ärztliche Leistungen angemessen sind, ist dementsprechend die Auslegung des ärztlichen Gebührenrechts durch die damit befassten Zivilgerichte maßgebend (vgl. BVerwG, Urteil vom 20. März 2008 - 2 C 19.06 -, NVwZ-RR 2008, 713; Urteil vom 16. Dezember 2009 - 2 C 79.08 -, NVwZ-RR 2010, 365;… Beschluss vom 5. Januar 2011 - 2 B 55.10 -, juris Rn. 4, stRspr.).
Die Beurteilung der Rechtslage durch die Zivilgerichte präjudiziert insoweit die Angemessenheit der Aufwendungen für ärztliche Leistungen im beihilferechtlichen Sinne (vgl. BVerwG, Urteil vom 20. März 2008 - 2 C 19.06 -, a.a.O.): Ist der Beihilfeberechtigte durch das Zivilgericht rechtskräftig zur Begleichung der Honorarforderung eines Arztes verurteilt worden, ist die Vergütung regelmäßig auch angemessen im Sinne des Beihilferechts (vgl. BVerwG, Urteil vom 25. November 2004 - 2 C 30.03 -, NVwZ 2005, 712; Urteil vom 16. Dezember 2009 - 2 C 79.08 -, NVwZ-RR 2010, 365).
Dies entbindet den Senat zwar nicht von der eigenständigen Bewertung der Rechtslage, kann aber als maßgeblicher Orientierungspunkt für die rechtliche Würdigung dienen, da für die Entscheidung, ob nach den Maßstäben des Beihilferechts Aufwendungen für ärztliche Leistungen angemessen sind, die Auslegung des ärztlichen Gebührenrechts durch die Zivilgerichte maßgebend ist (vgl. BVerwG, Urteil vom 20. März 2008 - 2 C 19.06 -, a.a.O.;… Urteil vom 16. Dezember 2009 - 2 C 79.08 -, a.a.O.;… Beschluss vom 5. Januar 2011 - 2 B 55.10 -, juris Rn. 4).
VG Düsseldorf, 13.12.2016 - 26 K 4790/15
Beihilfe; Schwellenwertüberschreitung; Fälligkeit; Begründung
vgl. BVerwG, Urteil vom 20. März 2008 - 2 C 19/06 -, ZBR 2009, 39 ff. = juris, Rn. 20.
Die behördliche Entscheidung darüber unterliegt uneingeschränkter verwaltungsgerichtlicher Kontrolle (vgl. BVerwG, Urteil vom 20.3.2008 - 2 C 19.06 -, RiA 2008, 286 m. w. N., hier zitiert nach juris Rn 9).
Die Auffassung des Senats steht auch mit der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts zu ursprünglich fehlerhaften und später korrigierten Arztrechnungen in Einklang (vgl. BVerwG, Urteil vom 20.3.2008 - 2 C 19.06 -, RiA 2008, 286 = IÖD 2009, 147, hier zitiert nach juris).
Dies kann auch noch im verwaltungsgerichtlichen Verfahren geschehen (vgl. BVerwG, Urteil vom 20.3.2008, a. a. O., juris Rn 9).
Um den Beamten in dieser Lage nach Möglichkeit vor einem (Zivil-)Prozess mit unsicherem Ausgang zu bewahren, geht die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts dahin, dass gerade dann, wenn - wie hier - die Überschreitung des Schwellenwertes in Rede steht, die geltend gemachten Aufwendungen beihilferechtlich schon dann als angemessen anzusehen sind, wenn sie einer vertretbaren Auslegung der Gebührenordnung entsprechen (BVerwG, NVwZ 2005, 712; NVwZ-RR 2008, 713, 714 mwN).
Die Voraussetzungen der Notwendigkeit und Angemessenheit stellen dabei unbestimmte Rechtsbegriffe dar, deren Anwendung im Einzelfall der vollen gerichtlichen Überprüfung unterliegt (vgl. BVerwG, Urteil vom 20.03.2008 - 2 C 19.06 - NVwZ-RR 2008, 713; Urteil des Senats vom 09.07.2009 - 10 S 465/09 - juris).
Nach der vom Senat geteilten ständigen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts ist bei der Beurteilung der Geeignetheit einer medizinischen Behandlung zunächst der Einschätzung des behandelnden Arztes besondere Bedeutung beizumessen; ihr wird regelmäßig zu folgen sein, weil der behandelnde Arzt über die erforderliche Sachkunde verfügt (vgl. BVerwG, Urteile vom 20.03.2008 - 2 C 19.06 - a.a.O.; und vom 29.06.1995 - 2 C 15.94 - NJW 1996, 801).
Der Dienstherr ist nicht verpflichtet, die Beihilfevorschriften so auszugestalten, dass diese Wahl für den Beamten immer wirtschaftlich neutral ausfällt (vgl. zur Vorsorgefreiheit: BVerfG, Beschluss vom 13. Februar 2008 - 2 BvR 613/06 - ZBR 2008, 318 ), selbst wenn die Fürsorgepflicht es gebietet, dass der Beamte bei einer vertretbaren Auslegung gebührenrechtlicher Bestimmungen nicht das Risiko eingehen muss, entweder eine rechtliche Auseinandersetzung über eine zweifelhafte Rechtsposition zu führen oder den an sich auf die Beihilfe entfallenden Anteil des zweifelhaften Rechnungsbetrags selbst zu tragen (Urteil vom 20. März 2008 - BVerwG 2 C 19.06 - Buchholz 270 § 5 BhV Nr. 18).
VG Münster, 10.12.2018 - 5 K 3889/17
VG Köln, 23.02.2017 - 1 K 3485/16
Beihilferechtliche Anerkennung eines Zuschlags für eine computergesteuerte …
VG Arnsberg, 28.06.2011 - 13 K 620/11
Rechtmäßigkeit eines eines Gebisssanierung betreffenden Beihilfebescheids
VG Arnsberg, 13.05.2011 - 13 K 3483/10
Anspruch eines Beamten auf Beihilfe für die Anwendung des Verfahrens "PSI- der …
VG Arnsberg, 27.03.2017 - 13 K 932/16
VG Arnsberg, 01.12.2010 - 13 K 3886/09
Anforderungen an eine beihilfefähige gutachterliche Äußerung i.S.v. Nr. 85 GV/GOÄ
VGH Baden-Württemberg, 09.11.2012 - 2 S 701/12
Postbeamtenkrankenkasse; Anspruch auf medizinische Kassenleistungen; …
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Beschwerde gegen die Ablehnung einer Beiladung im Falle eines Verfahrens …
BVerwG, 05.01.2011 - 2 B 55.10
Beihilfefähigkeit; Aufwendungen für die zahnärztliche Versorgung mit …
Beihilferechtliche Angemessenheit von Aufwendungen im Sinne der …
VG Münster, 09.01.2020 - 5 K 1316/18
VG Düsseldorf, 13.12.2016 - 26 K 7220/15
Mindestanforderung für die Rechtmäßigkeit der Abrechnung zahnärztlicher …
VGH Baden-Württemberg, 04.02.2013 - 2 S 1903/12
Angemessenheit des Arzthonorars bei Einsatz eines künstlichen Hüftgelenks
BVerwG, 19.01.2011 - 2 B 70.10
Gleichwertigkeit einer Leistung nach der Dentin-Adhäsiv-Technik mit einer …
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Angemessenheit i.S.v. § 5 Abs. 1 Allgemeine Verwaltungsvorschrift für Beihilfen …
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Vergütung des am Rettungsdienst mitwirkenden Arztes als Bestandteil des …
VG Düsseldorf, 12.12.2019 - 26 K 10699/16
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Erstattung von Aufwendungen für eine zahnärztliche Behandlung unter Anwendung der …
VGH Bayern, 30.11.2017 - 14 B 15.2489
Beihilfefähigkeit von physiotherapeutischer Behandlung
BVerwG, 19.01.2011 - 2 B 63.10
Beihilfefähigkeit von Aufwendungen für eine zahnärztliche Versorgung mit …
VGH Baden-Württemberg, 14.06.2013 - 2 S 246/11
Krankenkassenleistung für Brustverkleinerung (Mamareduktionsplastik)
VGH Baden-Württemberg, 17.02.2011 - 2 S 2242/10
Erstattungsanspruch gegen Postbeamtenkrankenkasse; Operation des Magenbandes bei …
OVG Sachsen, 15.01.2019 - 2 A 361/17
Beihilfefähigkeit empfängnisverhütender Mittel bei Verordnung im Krankheitsfall
VG Düsseldorf, 09.05.2014 - 26 K 4729/13
Beihilfeanspruch eines Beamten bei noch nicht fällig gewordenen Arztforderungen
VGH Baden-Württemberg, 17.02.2011 - 2 S 595/10
GOÄ 1982 Ziffer 2119 ist Bestandteil von GOÄ 1982 Ziffer 2144
VG Kassel, 19.02.2019 - 1 K 1035/17
Behilfegewährung für subgingivales Biofilm-Management nach der sog. …
VG Düsseldorf, 14.12.2018 - 26 K 3164/17
Zur Abrechnung der lasergestützten Augenuntersuchung (OCT) gegenüber der …
VG Ansbach, 01.04.2014 - AN 1 K 13.01949
Beihilfefähige Anschaffung eines Elektromobils "Mini-Scooter listo", welches auch …
VG Augsburg, 08.06.2011 - Au 2 K 10.1908
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