Source: https://studylibde.com/doc/874981/tiergerechte-und-gesetzeskonforme-haltung
Timestamp: 2019-09-16 21:40:42
Document Index: 300026112

Matched Legal Cases: ['§32', '§ 8', '§ 16', '§ 17', '§ 18', '§ 17', '§ 18', '§ 17', '§ 18']

Tiergerechte und gesetzeskonforme Haltung
Tiergerechte und
gesetzeskonforme Haltung
landwirtschaftlicher Nutztiere
im Hobby- und Liebhaberbereich
Wo bekomme ich Informationen über die richtige Tierhaltung?
Welche Gesetze sind zu beachten, welche Behörden sind zuständig?
Herausgeber: Landesumweltanwaltschaft Burgenland und Veterinärabteilung der
Burgenländischen Landesregierung, Europaplatz 1, 7000 Eisenstadt
Projektkoordination: DI Gerhard Schlögl
Layout und Druck: Werbe-, Druck,- und Verlagshaus Alois Mayrhofer
landwirtschaftlicher Nutztiere im
Hobby- und Liebhaberbereich
Fotos: Amt der Bgld. Landesregierung, Bgld. Landwirtschaftskammer, Franz
Vogelmayer, Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und
Wasserwirtschaft, Sarah Braun (Pferdefotos)
Urheberrechtlich geschützt. Jede Form der Vervielfältigung – auch auszugsweise
– zu gewerblichen Zwecken bedarf der Zustimmung des Herausgebers. Die
Broschüre kann für Beratungszwecke verwendet und vervielfältigt werden.
Eisenstadt, Mai 2015
Tiergerechte und gesetzeskonforme Haltung landwirtschaftlicher Nutztiere
Vorwörter................................................................................................. 6
1. Für wen ist dieses Handbuch gedacht?.............................................. 9
2. Grundsätze der Tierhaltung.............................................................. 10
2.1. Optimale Umgebung für die Tiere:
Die Tierhaltungsverordnung....................................................... .11
2.2. Sachkundige Betreuungspersonen............................................ 12
2.3. Die Tierkennzeichnungsverordnung.......................................... 13
2.4. Biologische Tierhaltung.............................................................. 14
3. Vorgaben für Ställe und Weideflächen:
Tierschutz und Gewässerschutz........................................................ 15
3.1. Arten und Grundsätze der Tierhaltung...................................... 15
3.2. Spezielle Vorgaben für einzelne Tierarten................................. 18
Pferde, Rinder, Schweine, Ziegen und Schafe........................... 18
Hühner, Hausgeflügel................................................................ 20
Strauße....................................................................................... 21
Rot-, Sika-, Dam-, Muffel- und Schwarzwild
sowie Davidhirschen................................................................... 22
Lamas......................................................................................... 23
3.3. Ausscheidungen der Tiere und Gewässerschutz....................... 24
3.4. Mindestgrößen von Weiden, Koppeln und Auslaufflächen........ 26
4. Aspekte der Raumordnung, des Baurechts
und des Naturschutzes bei Stallgebäuden....................................... 29
4.1. Raumordnung und Flächenwidmung......................................... 30
4.2. Planung und Standortwahl im Bauverfahren............................. 32
4.3. Welches Bauverfahren ist anzuwenden?................................... 34
4.4. Bauausführung und Fertigstellung............................................ 37
4.5. Emissionen: Geruch, Staub und Lärm....................................... 38
4.6. Ställe, Unterstände und Einzäunungen in
Bezug zu Natur- und Landschaftsschutz................................... .39
5. Checklisten, Kontakte, Informationsquellen..................................... 43
5.1. Checkliste: woran ist bei Tierhaltung zu denken?..................... 43
5.2. Übersicht: Rechtsvorschriften und Informationsquellen.......... 44
5.3. Mitwirkende................................................................................ 46
5.4. Kontaktdaten, Beratungseinrichtungen..................................... 47
Ein Leitfaden für
Liebhaberbereich
Wer selbst als Tierhalter aktiv werden und im
Hobby- oder Liebhaberbereich Tiere halten
und pflegen will, hat einige wichtige Punkte und Voraussetzungen zu beachten. Aus
Liebe zu den Tieren und Verantwortungsbewusstsein ist auf eine artegerechte Haltung
zu achten. Um dies zu gewährleisten sind
Gesetze und Richtlinien einzuhalten, die sich
an den natürlichen Lebensgewohnheiten der
Tiere orientieren. Auch im privaten Bereich
sind die artspezifischen Bedürfnisse der verschiedenen Tiere zu berücksichtigen und die Gegebenheiten an diese anzupassen.
Um privaten Tierhaltern einen Leitfaden bei Rechtsfragen zu bieten,
wurde dieses Handbuch ins Leben gerufen. Es enthält die gesammelten
gesetzlichen Voraussetzungen in verständlicher Form aufbereitet. Als
zuständiger Landesrat kann ich den Wunsch nach der eigenen Tierhaltung vieler Burgenländerinnen und Burgenländer sehr gut nachvollziehen. Die Rückbesinnung auf traditionelle Werte hat in den letzten Jahren stark zugenommen und die Landwirtschaft war und ist ein wichtiger
Bestandteil im ländlich geprägten Burgenland. Wer sich um Tiere in der
privaten Haltung kümmern will, muss neben der Wertschätzung gegenüber den Tieren auch das nötige Wissen zur artgerechten Betreuung
Das vorliegende Handbuch unterstützt dabei und bietet einen ausführlichen und detaillierten Leitfaden für die Tierhaltung im Liebhaber­
Werte Tierfreunde!
Für viele Menschen ist die Haltung von Tieren eine ­große Bereicherung, für einige sogar die
Erfüllung des Lebens. Dabei
geht es nicht nur um Hund und
Katz´, sondern zunehmend um
landwirtschaftliche Nutztiere,
bei deren Haltung aber nicht
immer der landwirtschaftliche
Nutzen im Vordergrund steht.
Viele Gründe gibt es, sich ein
Pony, einige Schafe, ein Pferd,
Hühner usw. anzuschaffen. Oft ist es ein lebenslanger Wunsch, der sich
in der Pen­sion erfüllen lässt, oft sind es die Wünsche der Kinder oder
Enkel­kinder oder andere Gründe.
Entweder man hat selbst ein kleines Grundstück, das sich für die Tierhaltung scheinbar eignet, oder es gibt in der Nähe eines zu kaufen oder
zu pachten. Ehe man sich versieht, ist man stolzer Tierhalter – und dann
können Probleme auftauchen.
Sehr oft findet sich ein „verständnisloser Nachbar“, den die Tiere stören (Lärm, Geruch, Fliegenplage usw.) und der dann die Behörde über
die Tierhaltung informiert – häufig unter dem Deckmantel des Tier­­
schutzes. Und plötzlich findet man sich in einem Gestrüpp von gesetzlichen Bestimmungen wie Sachkunde, Flächenwidmung, Bauordnung,
Naturschutz, Gewässerschutz, Tierschutz wieder. Dann steht man da
mit seinen Tieren und weiß nicht mehr, wie es weitergehen kann/soll.
Das Hobby, auf das man sich gefreut hat, wird zum Albtraum.
Um Ihnen diese Situation zu ersparen, haben wir versucht, die gesetzlichen Bestimmungen zusammenzutragen und in einer Broschüre zur
Verfügung zu stellen. Sie sollen die Möglichkeit haben, vor Beginn der
Tierhaltung die anstehenden Fragen zu klären, eine eventuell notwen­
Für wen ist dieses Handbuch gedacht?
dige Ausbildung zu absolvieren, erforderliche Widmungen in die Wege
zu leiten usw.
Wenn all dies im Vorfeld positiv erledigt wurde, dann steht einer Tierhaltung nichts mehr im Wege und Sie werden ein unbehelligter und glücklicher Tierhalter.
Viel Freude und Erfolg wünschen
Hermann Frühstück
Wir danken allen hier angeführten Organisationen und Fachabteilungen
des Amtes der Bgld. Landesregierung für Ihre wertvolle Mitarbeit:
Landesamtsdirektion Raumordnung
Abt. 4a HR Agrarrecht, HR Veterinärwesen
Abt. 5 HR Baurecht, HR Natur- und Umweltschutz
Abt. 6 HR Land- und Forstwirtschaftsinspektion
Abt. 8 HR Sicherheits- und Umwelttechnik
Abt. 9 HR Gewässeraufsicht
1. Für wen ist dieses Handbuch gedacht?
Tiere zählen zu den beliebtesten und treuesten Weggefährten des Menschen. Viele Menschen wollen einfach Tiere in ihrer Umgebung haben,
weil sie Gefallen an ihrem Wesen, ihrem Verhalten finden. Immer öfter
handelt es sich dabei jedoch nicht um klassische Haustiere wie Hund
oder Katze, sondern um sogenannte Nutztiere – wie z. B. Zwergrinder,
Pferde, Ziegen, Schafe, Hühner, Esel oder auch um Exoten wie Lamas,
Strauße und ähnliche Arten. Die Halter dieser Nutztiere sind die Zielgruppe dieser Broschüre, und zwar dann, wenn sie ihre Tiere nicht
vorrangig zum Zweck der kommerziellen Nutzung, sondern quasi als
­Hobbybauern bzw. aus Tierliebhaberei halten.
Die Broschüre soll einerseits über Notwendigkeiten informieren, die
VOR Beginn der Tierhaltung anfallen, andererseits soll sie auch jenen,
die bereits Tiere halten, ein Wegweiser bei Fragen, Problemen und Unklarheiten sein. Solche können beispielsweise auftreten, wenn der Tierbestand zahlenmäßig wächst, wenn sich die Notwendigkeit der Errichtung von Unterständen oder Ställen ergibt, wenn zu ein paar Hühnern
plötzlich auch Ziegen und Schafe einziehen sollen, wenn z. B. Winzer
als besondere Attraktion Lamas zwecks touristischer Erkundung ihrer
Weingärten anschaffen und dergleichen mehr.
Das Handbuch stellt die relevanten Regelungen kurz und verständlich
dar. Einige Interpretationen und Vereinfachungen ergeben sich aus der
täglichen Kontrollpraxis. Dabei werden sowohl Aspekte der Weidehaltung, als auch der Stallhaltung beleuchtet.
Hinweise auf weiterführende Unterlagen und eine Liste mit relevanten
Kontaktadressen unterstützen bei der Beschaffung weitergehender Informationen.
Ohne Ihr Mitwirken wäre diese Broschüre nicht zustande gekommen.
Hühner, Schafe und Pferde: Nutztiere in der Hobby-Tierhaltung
kein Beistrich nach Enkelkinder Grundsätze
4. Absatz: …. Tierschutz wieder. Und Dann steht … der Tierhaltung
VOR vor (klein, fett) 2. Grundsätze
der Tierhaltung
8 EineSeite tiergerechte
und gesetzeskonforme Haltung von Nutztieren basiert
Mehr Voraussetzungen:
Abstand vor „Wir danken …“ auf zwei
Leerzeile or „Wohlbefinden
Amt der Bgld. …der
“ Tiere passende Umgebung: Weide,
für vdas
Stall, usw.
•Sachkundige
Betreuungspersonen, die über die nötigen Kenntnisse
Seite 10 und Fähigkeiten
Grafik neu (der Text in der Grafik soll besser lesbar sein): Grundsätze der Tierhaltung
Die Tierhaltungsverordnung
Wesentliche Bestimmungen zur Tierhaltung sind im Bundes-Tierschutzgesetz sowie in der auf Basis dieses Gesetzes erlassenen 1. Tierhaltungsverordnung (Nutztierhalteverordnung) festgelegt. Für die
verschiedenen Tierarten werden Anforderungen im Bereich Bodenbeschaffenheit, Bewegungsfreiheit, Stallklima, Licht, Lärm, Fütterung und
Tränken sowie Betreuung geregelt.
Nachfolgend sind einige Teilbereiche der gesetzlichen Bestimmungen dargestellt. Der umfassende Gesetzestext ist im Internet unter
www.ris.bka.gv.at abrufbar oder bei der zuständigen Behörde, der Bezirkshauptmannschaft, einsehbar.
Es ist empfehlenswert, einige grundsätzliche Überlegungen anzustellen:
•Was ist der Zweck der Tierhaltung?
•Landwirtschaftlicher Betrieb oder Hobbytierhaltung, Zucht, Mast,
Sport, etc.?
•Welche Tierart und wie viele sollen gehalten werden?
•Welches Grundstück steht zur Verfügung, ist dieses für Tier­haltung
•Art der Tierhaltung: Beweidung mit Unterstand, oder Stall mit Beweidung bzw. Auslauf?
•Können bestehende Gebäude genutzt werden, ist ein Zu- oder Neubau nötig?
•Kann die Betreuungsperson ausreichend Sachkunde nach­weisen,
oder ist der Besuch eines Kurses erforderlich?
•Entspricht die Grundstückswidmung?
Ziel dieses Gesetzes ist der Schutz des Lebens und des Wohlbefindens
Die gesetzlichen Bestimmungen zur Tierhaltung stellen Mindestanforderungen dar. Es sollte angestrebt werden, den Tieren bessere Lebensbedingungen zu bieten!
Wer ein Tier hält, hat dafür zu sorgen, dass folgende Punkte den Bedürfnissen der Tiere entsprechend gegeben sind:
•Platzangebot
•Bewegungsfreiheit
•Bodenbeschaffenheit
•Bauliche Ausstattung der Unterkünfte und Haltungsvorrichtungen
•Stallklima, insbesondere Licht und Temperatur
•Ernährung: Futter und Tränke
•Sozialkontakte zu anderen Tieren
•Betreuung durch Personen, die über die er­for­
derlichen Kennt­nisse und Fähigkeiten verfügen
Was das für die einzelnen Tierarten heißt, ist in diesem Handbuch kurz
beschrieben, die Details sind in der Tierhaltungsverordnung sowie in
den weiteren Rechtsvorschriften nachzulesen.
2.2. Sachkundige Betreuungspersonen
2.3. Die Tierkennzeichnungsverordnung
Zur Haltung von Tieren ist jeder berechtigt, der zur Einhaltung der Bestimmungen des Tierschutzgesetzes in der Lage
ist und auch über die finanziellen Mittel
verfügt, um eine gesetzeskonforme Tierhaltung zu gewährleisten. Weiters muss
der Tierhalter auch über die erforder­
lichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen. Die Betreuungspersonen müssen
eine gewisse Sachkunde nach­weisen
Der Einstieg in die Tierhaltung ist – unabhängig von der Bestandesgröße
– innerhalb von 7 Tagen nach Aufnahme der Tierhaltung bei der zuständigen Behörde zu melden (Ziel ist Seuchenprävention und Seuchenbekämpfung):
Für Halter von Schweinen, Schafen und Ziegen besteht eine
­Anzeigepflicht der Tierhaltung beim Veterinärinformationssystem
www.statistik.at/ovis,
für Pferde und Esel (Equiden), Kamele, Farmwild, Kaninchen und
­Geflügel bei der Bezirkshauptmannschaft.
Bei Rindern erfolgt die Meldung an die AMA (Agrarmarkt Austria)
www.ama.at , es gibt eine Kennzeichnungspflicht für jedes einzelne Rind
(Ohrmarken an beiden Ohren) auf Basis der Rinderkennzeichnungsverordnung.
Es ist sinnvoll, vorab das jeweilige Bezirksreferat der Landwirtschaftskammer aufzusuchen und dort die genauen Bestimmungen und Abläufe
Sachkunde ist Voraussetzung
für Tierhaltung
Diese Sachkunde kann durch schulische Ausbildung oder Praxis-Erfahrung glaubhaft gemacht werden. Wer aber noch keine Nutztiere gehalten hat oder keine Ausbildung nachweisen kann, ist verpflichtet, einen
Sachkundekurs zu absolvieren.
Sachkundekurse für Neueinsteiger oder Umsteiger werden vom
Länd­lichen Fortbildungsinstitut (LFI, Kontaktdaten siehe Kap. 5.4) angeboten. Der eintägige Kurs ist vor Beginn der Tierhaltung zu absolvieren
und umfasst folgende Themenbereiche:
Tierschutz, Tierkrankheiten, Tierarzneimittel, Tiergesundheitsdienst,
Fütterung, Management, Tierkennzeichnung, Struktur und Organisation
der Tierhaltung, Veterinärbestimmungen.
Bei ausreichendem Interesse wird eine Exkursion in mehrere Be­triebe
als Praxis-Teil angeboten.
Kälber mit Ohrmarken
2.4. Biologische Tierhaltung
Die Haltung von gesunden, leistungsfähig und langlebig veranlagten
Nutztieren, die hochwertige Lebensmittel und Dünger liefern, setzt voraus, dass Tiere möglichst natur- und artgemäß gehalten werden. Darauf
legt die biologische Tierhaltung besonders großen Wert.
Tiere in Haltungssystemen, deren Wohlbefinden von der regelmäßigen
Versorgung durch den Menschen abhängig sind, müssen mindestens
einmal am Tag kontrolliert werden. Dies gilt – in biologisch und konventionell arbeitenden Betrieben - auch für mechanische Anlagen und Geräte, von deren Funktionsfähigkeit das Wohlbefinden der Tiere abhängt.
Die Haltungspraktiken, einschließlich Besatzdichte und Unterbringung,
müssen den entwicklungsbedingten, physiologischen und ethnologischen Bedürfnissen der Tiere gerecht werden.
Wenn jemand seine Tiere kontrolliert biologisch halten will, muss er
­einen Kontrollvertrag mit einer der sechs akkreditierten Kontrollstellen
(ABG, LACON, Bios, SLK, SGS, BIKO) abschließen und sich dann an die
Bio-Richtlinien halten.
Für Fragen zur biologischen Tierhaltung, Fütterung, Tierzucht oder den
allgemeinen Richtlinien der biologischen Wirtschaftsweise stehen Ihnen
die Bio-Berater von BIO AUSTRIA Burgenland gerne zur Verfügung.
„Moorochsen“ auf der Weide im Zickental
Vorgaben für Ställe und Weideflächen: Tierschutz und Gewässerschutz
orgaben für Ställe und Weideflächen:
Tierschutz und Gewässerschutz
3.1. Arten und Grundsätze der Tierhaltung
Grundsätzlich wird zwischen Weidehaltung, Stallhaltung und Stallhaltung mit Auslauf (oder jahreszeitlich bedingten Mischformen) unterschieden. Unabhängig von der Haltungsart muss darauf geachtet
werden, dass die Tiere für Pflegemaßnahmen und tierärztliche Behandlungen fixiert werden können.
Für die Weidehaltung müssen ausreichend Futterflächen und
Wasser vorhanden sein, oder der Tierhalter hat für ein ent­
sprechendes Angebot zu sorgen. Zudem ist prinzipiell davon
auszugehen, dass ­Tiere, die im Freien gehalten werden, einen
Unterstand benötigen.
Wenn die Futterflächen zu klein für eine dauernde Haltung im Freien
sind, wird von einer Stallhaltung mit Auslauf gesprochen. Dies hat zur
Folge, dass ein Unterstand nicht mehr ausreicht, sondern ein Stallgebäude sowie die Möglichkeit für Futterlagerung und Mist­lagerung (meist
auch der notwenigen Gerätschaften) erforderlich sind.
Bei ganzjähriger Weidehaltung mit Unterstand ist zu beachten:
•Die Größe der Weidefläche und die Tieranzahl müssen aufeinander abgestimmt sein und sind von Tierart und Rasse
•Tiere in Freilandhaltung sind so weit erforderlich von widrigen Witterungsbedingungen und sonstigen Gefahren für ihr Wohlbefinden
•Unterstand: Die Größe ist abhängig von der Tieranzahl. Alle
­Tiere müs­sen sich gleichzeitig niederlegen und aufstehen können. Der Unterstand muss trocken und zugfrei sein (auf 2 Seiten­
•Die Futter- und Wasserversorgung muss jederzeit gesichert sein,
auch bei längerem Schlechtwetter (Zufahrtmöglichkeit vorhanden?)
•Bei mobilen Fütterungs- und Tränkbereichen regelmäßiger Platzwechsel notwendig, bei stationären
(ständig benutzten) Fütterungs- und
Tränke­bereichen ist ein flüssigkeitsdichter Boden mit Überdachung
oder Ableitung in eine ­Jauchengrube
Passender Unterstand
•Tägliche Tierkontrolle muss möglich
z.B. für Schafe
•Biosicherheitsmaßnahmen (z. B. Ein­zäunung) dienen auch als
Schutz vor Raubtieren und ­sonstigen Gefahren, wie z. B. Infektionsgefahren durch Kontakt mit Wildtieren.
•Kranke und verletzte Tiere sind bei Bedarf abzusondern und geschützt unterzubringen (z. B. Krankenbox, Fixiermöglichkeit bei
Rindern).
Stallhaltung mit Weidegang:
Weidegang siehe vorige Aufzählung,
•Zusätzlich ist ein Stallgebäude notwendig sowie Möglichkeiten zur
Futterlagerung und Mistlagerung.
•Zufütterung muss jederzeit möglich sein, ebenso muss das Wasserangebot für die Tiere jederzeit vorhanden sein.
•Tiere müssen Zugang zum Stallgebäude haben oder es muss bei
Bedarf ein Unterstand zur Verfügung stehen.
Stallhaltung mit Auslauf:
•Der Auslauf ist nur für die Bewegung der Tiere gedacht, Fütterung
und Tränkung erfolgen im Regelfall
im Stall.
•Der Stall kann jederzeit aufgesucht
•Das Stallgebäude muss den Vorschriften entsprechen. Weiters müssen Möglichkeiten für Futterlager,
Mistlager usw. vorhanden sein.
Weidetiere suchen im Schatten
von Bäumen Schutz vor Hitze
Bei jeder Haltungsform sind die Anforderungen der 1. Tierhaltungs­
verordnung zu erfüllen!
a) Das für die bauliche Ausstattung der Unterkünfte verwendete Material, mit dem die Tiere in Berührung kommen können, muss für die
Tiere ungefährlich sein und sich angemessen reinigen lassen.
b) Unterkünfte, Anbindevorrichtungen
und Vorrichtungen, von denen die
Tiere räumlich umschlossen werden,
sind so auszuführen und zu warten,
dass die Tiere keine Verletzungen,
insbesondere durch scharfe Kanten
oder Unebenheiten erleiden können.
c) Tiere dürfen weder in ständiger Dunkelheit, noch in künstlicher Dauerbeleuchtung ohne Unterbrechung durch
angemessene Dunkel­phasen gehalten Nicht entsprechende Tierhaltung:
werden – ausgenommen davon ist die Verletzungsgefahr, unhygienisch
Kükenaufzucht.
d) Die Luftzirkulation, der Staubgehalt der Luft, die Temperatur, die
relative Luftfeuchtigkeit und die Gaskonzentration müssen in
­einem Bereich gehalten werden, der für die Tiere unschädlich ist. Hängt das Wohlbefinden der Tiere von der Lüftungsanlage ab, so ist
eine geeignete Ersatzvorrichtung vorzusehen, die bei Ausfall der Anlage für ausreichenden Luftaustausch sorgt. Es ist ein Alarmsystem
vorzusehen, das den Ausfall der Lüftungsanlage meldet.
e) Für neuartige serienmäßig hergestellte Aufstallungssysteme und
neuartige technische Ausrüstungen ist ein verpflichtendes behörd­
liches Zulassungsverfahren vorgesehen.
f) Tiere, die vorübergehend oder nicht dauernd in Stallungen untergebracht sind (Freilandhaltung), sind so weit erforderlich vor widrigen
Witterungsbedingungen und sonstigen Gefahren für ihr Wohlbefinden
Genauere Auskunft im Einzelfall erteilt der Amtstierarzt in der Bezirkshauptmannschaft bzw. am Magistrat.
3.2. Spezielle Vorgaben für einzelne Tierarten
Die Mindestmaße und Mindestanforderungen laut 1. Tierhalteverordnung sind für alle Tierarten einzuhalten. Weiters ist besonders für
Weide­flächen das Aktionsprogramm Nitrat zu beachten (siehe auch Kap.
3.4), das übermäßigen Stickstoffeintrag in den Boden bzw. ins Grundwasser verhindern will.
Pferde, Rinder, Schweine, Ziegen und Schafe
Bei Pferden, Rindern, Schweinen und Schafen sind für die ganz­jährige
Haltung im Freien folgende Punkte einzuhalten:
•Für jedes Tier muss eine
überdachte, trockene und
eingestreute Liegefläche mit
Windschutz zur Verfügung
•Allen Tieren muss ein
gleichzeitiges und ungestörtes Liegen und Aufstehen
•Kann der Futterbedarf nicht
ausreichend durch die ­Weide Zu kleiner Unterstand für die Rinderherde
gedeckt werden, muss zusätzliches Futter angeboten werden.
•Auch bei tiefen Temperaturen muss sichergestellt sein, dass Menge­
und Energiegehalt des vorhandenen Futters ausreichen, um den
Energiebedarf der Tiere zu decken. Die Wasserversorgung muss jederzeit gesichert sein.
•Bei ständig benützten Fütterungs- und Tränkbereichen muss ein
flüssigkeitsdichter Boden mit Überdachung oder Ableitung in eine
Jauchegrube vorhanden sein.
•Kranke und verletzte Tiere sind gesondert und geschützt unterzubringen.
•Ziegen dürfen NICHT ganzjährig im Freien gehalten werden.
Spezielle Vorschriften für Kälber:
•Bei Einzelhaltung im Freien
muss die Einzelbucht überdacht und auf drei Seiten geschlossen sein (z.B. Kälberhütte, Iglu) damit die Tiere gegen
widrige Witterungseinflüsse
geschützt sind. Zusätzlich
muss die Bucht einen Auslauf
im Ausmaß der für die Einzelbuchten festgelegten MindestCharolais Jungtiere im Einklang!
maße vorweisen.
•Bei Gruppenhaltung im Freien müssen die Buchten wie bei der Einzelhaltung überdacht werden und die Mindestmaße für Gruppenbuchten eingehalten werden (siehe 1. Tierhaltungsverordnung).
Spezielle Vorschriften für Pferde:
•Mehrmals wöchentlich muss eine ausreichende Bewegungsmöglichkeit gegeben sein.
•Der Auslauf muss mindestens die zweifache Boxengröße haben.
•Bei Umzäunung: Spitze Winkel, Stacheldraht und weit­maschige
Knotengitterzäune sind verboten.
Spezielle Anforderungen an Schweineställe:
•Buchten müssen so gebaut sein, dass die Schweine Zugang zu ­einem
größeren und temperaturmäßig angepassten Liegebereich haben,
der mit angemessenem Ableitsystem ausgestattet und ­sauber
ist und so viel Platz bietet, dass alle Schweine gleichzeitig liegen­
•Weiters müssen Buchten so gebaut sein, dass alle Schweine ­normal
aufstehen und abliegen können, sowie bei Einzelhaltung andere
Schweine sehen können.
Spezielle Vorschriften für Miniaturschweine:
•Als Miniaturschweine gelten solche Schweinerassen, die rassebedingt als ausgewachsene Tiere ein Körpergewicht von 120 kg nicht
•Die Haltung von Miniaturschweinen muss mit
Witterungsverhältnisse in Ställen mit einem
ständigen Zugang zu einem Auslauf erfolgen.
•Die Mindeststallfläche
beträgt 2 m² pro Tier,
Mindest­aus­lauf­
fläche 10 m² pro Tier (1.
Ferkel im befestigten Auslauf
THVO).
•Die Haltung in Gruppen
erfolgt mit mindestens
2 Tieren.
•Den Tieren muss ein trockener und eingestreuter Liegebereich zur
•Im Auslauf sind ein befestigter Futterplatz und eine Suhle vorzu­
Hühner, Hausgeflügel
Haltungsvorschriften für Gebäude- und Stalleinrichtungen:
•Die Tiere dürfen aus dem Haltungssystem nicht entweichen ­können.
•Stallungen mit mehreren Etagen müssen mit geeigneten Vorrichtungen oder Vorkehrungen versehen sein, die
eine direkte und ungehinderte Kontrolle aller Etagen ermöglichen
und das Entnehmen der
Tiere erleichtern.
•Böden, Roste oder Gitter
müssen so beschaffen
sein, dass die Tiere mit
beiden Beinen ­sicher
­fußen können.
Verbotene Käfighaltung bei Hühnern
•Sitzstangen dürfen keine scharfen Kanten aufweisen und müssen
es den Tieren ermöglichen, sich ungehindert darauf fortzube­wegen
und zu ruhen.
Anforderungen an den Auslauf:
a) Auslauföffnungen:
•Bei einer Auslaufmöglichkeit ins Freie müssen
mehrere Auslauföffnungen
unmittelbar Zugang nach
außen gewähren.
müssen über die gesamte
Länge des Gebäudes verHühner im Außenscharraum
teilt sein.
•Die Auslauföffnungen müssen mindestens 35 cm hoch und 40 cm
•Öffnungen vom Stall in einen Außenscharrraum müssen den Anforderungen von Auslauföffnungen genügen.
b) Auslauffläche:
•Die Auslauffläche beträgt mindestens 8 m² pro Tier. •Eine gleichmäßige Koppelung der Auslauffläche zur Schonung des
Bewuchses und zur Verminderung von Kontaminationen ist zu­lässig.
•Die Auslauffläche muss über Unterschlupfmöglichkeiten zum
Schutz vor widrigen Witterungsbedingungen und vor Raubtieren,
sowie bei Bedarf über geeignete Tränken verfügen.
•Die Tiere sind in Gruppen zu halten.
•Den Tieren ist täglich Auslauf bzw. Zugang zum Gehege zu gewähren.
•Die Gehege müssen für Tiere über 14 Monate eine Mindestbreite von
12 m und eine längliche Form aufweisen.
•Die Besatzdichte ist abhängig vom Alter der Tiere (nähere Angaben
siehe 1. THVO).
•Der Gehegezaun muss eine
Mindesthöhe von 160 cm für
bis zu 14 Monate alte Tiere
und von 200 cm für über 14
Monate alte Tiere aufweisen.
•Der Zaun ist so auszuführen, dass er für die Tiere gut
erkennbar ist und sich die
­Tiere nicht verletzen oder
verfangen können.
Strauße auf der Weide
•Der Zaun muss elastisch
sein und dementsprechende
Stärke aufweisen.
•Stacheldraht oder elektrische Zäune dürfen nur als zweiter Zaun
außerhalb des Geheges verwendet werden.
•Eine überdachte Sandfläche muss vorhanden sein.
•Stallgebäude für Tiere über 14 Monate müssen eine lichte Raumhöhe von mindestens 300 cm aufweisen.
•Tore müssen so groß sein, dass mehrere Tiere gleichzeitig passieren
•Gegenstände, an denen sich die Tiere verletzen können, dürfen im
Stallraum nicht angebracht sein.
•Der Boden muss flüssigkeitsdicht, rutschfest und trocken sein..
•Die Stallräume müssen geeignete Futter- und Tränkeeinrichtungen
•Ein ständiger Zugang zum Stallgebäude muss möglich sein.
sowie Davidshirschen
Die Haltung ist bei der Bezirkshauptmannschaft anzuzeigen.
•Die Tiere sind in Gehegen in Gruppen zu halten, wobei zumindest
eine Zuchtgruppe (3 Weibchen, 1 Männchen) gehalten werden muss.
•Für Sika-, Muffel- und Damwild
muss das Gehege mindestens
1 ha groß sein, für Rot- und
Schwarzwild sowie Davidhirsche
mindestens 2 ha.
•Die Umzäunung muss so gestaltet sein, dass sich die Tiere nicht
verletzen können. Stacheldraht
Gatterwildhaltung
•Die Zaunführung darf keine spitzen Ecken oder Trichter bilden.
•Ist die Gehegefläche nicht zumindest 5% mit Sträuchern oder Bäumen bewachsen oder beschirmt, muss ein zusätzlicher Witterungsschutz zur Verfügung stehen.
•Dieser Witterungsschutz muss aus mindestens zwei Seiten­wänden
und einer Überdachung bestehen und allen Tieren gleichzeitig Unterstand bieten.
Einrichtungen zur Vorratsfütterung (z.B. Heuraufen) müssen überdacht
•Lamas sind in Gruppen zu halten.
•Die Auslauffläche muss mind.
250m² pro Gruppe betragen, pro
erwachsenem Tier müssen mind.
40m² zur Verfügung stehen.
•Der Zaun ist so auszuführen,
Lamas werden u.a. auch als
dass sich die Tiere nicht verlet„Wanderbegleiter“ eingesetzt
•Einzäunung mit Stacheldraht ist nicht erlaubt.
•Den Tieren muss ein Stall oder ein Unterstand als Witterungsschutz
•Die Tiere müssen alle gleichzeitig im Unterstand Platz finden.
•Werden Tiere auf Weiden gehalten, kann ein natürlicher Witterungsschutz ausreichen.
•Ein Unterstand muss aus mindestens zwei Seitenwänden und einer
Überdachung bestehen.
•Unterstände oder Ställe müssen eine lichte Raumhöhe von mindestens 200 cm aufweisen.
•Der Boden muss geschlossen, rutschfest und trocken sein.
3.3. Ausscheidungen der Tiere und Gewässerschutz
Durch die natürlichen Ausscheidungen der Tiere kommt es auf den von
den Tieren genutzten Flächen zu einer Zufuhr von Nährstoffen. Daher
muss mit der Möglichkeit nachteiliger Auswirkungen auf Oberflächenwässer und Grundwässer gerechnet werden. Entsprechend den Bestimmungen des Wasserrechtsgesetzes §32 Abs. 1 sind nur geringfügige
Einwirkungen auf Gewässer bewilligungsfrei. Im Aktionsprogramm Nitrat 2012 sind Maßnahmen dargestellt, bei deren Einhaltung eine Gewässergefährdung nicht zu erwarten ist.
Ganzjährige Weidehaltung:
Die Fläche muss so groß gewählt sein, dass die im Aktionsprogramm Nitrat angegebene Stickstofffracht nicht überschritten wird (siehe Tabelle
Kap. 3.4).
Der Aufstellungsort der Futterstellen und Tränken muss je nach Bedarf
auf der Weide örtlich verändert werden, damit keine punktförmige Belastung mit Stickstoff im Boden / Grundwasser entsteht. Dabei ist auf
der Weide eine intakte Grasnarbe mit einer Vegetationsbedeckung von
mind. 85% anzustreben (ausgenommen Schweine-Freilandhaltung), damit der bei der Tierhaltung anfallende Stickstoff gebunden werden kann.
Unterstände sind vor allem als Wetterschutz (veterinärrechtliche Bestimmungen) zu betrachten. Die Unterstände sind derart zu bewirtschaften, dass es hier zu keiner punktuellen Mehrbelastung durch den
bei der Tierhaltung anfallenden Stickstoff kommt.
Eine Belastung von Gewässern durch Abschwemmen von Ausscheidungen ist zu verhindern. Daher gilt:
• Keine punktförmigen Wasserableitung von befestigten Ausläufen,
Koppeln oder Weiden in Gewässer, Entwässerungsgräben, Kanäle oder
• Mindestabstände von befestigten Ausläufen, Koppeln oder Weiden zu
Zu stehenden Gewässern (ausgenommen Beregnungsteiche)
Zu fließenden Gewässern, wenn der zur Böschungsoberkan- 10 m
te des Gewässers angrenzende Bereich von 20 m eine durchschnittliche Neigung von größer 10 % aufweist
Zu sonstigen fließenden Gewässern
Ein gezieltes, kurzzeitiges Abweiden der Abstandsstreifen ist mit Zustimmung des Grundstückeigentümers jedoch zulässig.
Stallhaltung mit Weidegang oder Auslauf:
Zusätzlich zur Weide sind ein Stallgebäude mit
der Stallinfrastruktur und eine Düngerlagerstätte notwendig.
Lagerung von Wirtschaftsdünger / Stallmist
Bei den Lagerstätten von Stallmist ist die Ge- Wirtschaftsdünger (Stallmist) muss sachgerecht
fahr, dass Schadstoffe ins Grundwasser oder in
gelagert werden!
Gewässer gelangen, besonders hoch. Deshalb
gibt es dafür Richtlinien und Merkblätter, die zu beachten sind (z. B. Ak­
tionsprogramm Nitrat 2012, ÖKL Merkblattes 24, OIB-Richtlinie 3).
•Es muss eine Lagerkapazität für Wirtschaftsdünger (Stallmist) von
mindestens 6 Monaten vorhanden sein. Die Lagerkapazität kann
durch Kooperationsvereinbarungen mit Landwirten auf 2 Monate
Ausführung von Mistlagerstätten:
•Flüssigkeitsdichter und säurebeständiger Boden, wannenartig ausgebildet und überdacht, oder
•Flüssigkeitsdichter und säurebeständiger Boden, der in eine Sammelgrube entwässert wird, oder
Mindestflächengröße bei
Weidehaltung mit Unterstand 1)
[m²/Stk.]
Die Flächenwerte der nachfolgenden Tabelle wurden unter Anwendung
des Aktionsprogramms ­Nitrat 2012, § 8 Abs. 2 berechnet (170 kg N/
ha.a) und zur besseren Übersichtlichkeit gerundet. Ergänzend wurden
die Großvieheinheiten und die zu erwartenden Mistmengen für 6 Monate
(erforderliche Lagerkapazität der Düngerlagerstätte) a
­ ngegeben.
Zu beachten ist, dass maximale Besatzdichte bzw. der Mindestflächenbedarf laut Tierhaltungsverordnung einzuhalten ist!
Die Flächenangaben in der Tabelle sind als Richtwerte zu be­trachten,
bei denen keine nähere Standort- bzw. Bewirtschaftungsbetrachtung
erforderlich ist. Durch spezielle Maßnahmen, wie z. B. stickstoffentziehende Fruchtfolge, Koppelhaltung etc. können die Flächenerfordernisse
verändert / verringert werden.
In Grundwasserschutz- und -schongebieten kann der Flächenbedarf
auch höher sein. Die Berechnungen sind in diesen Fällen betriebsindividuell durchzuführen.
Wirtschaftsdüngeranfallmenge
für 6 Monate je Stallplatz in m³
[m³/Stk.]
3.4. Mindestgrößen von Weiden, Koppeln und
Kleinpferde incl.
Ponys, Esel, Maultiere, …
Widerristhöhe bis 1,48 m,
Endgewicht ‹ 300 kg
Kleinpferde über 300 kg –
Haflinger, Reitponys, …
Endgewicht › 300 kg
Pferde Widerristhöhe › 1,48 m,
Endgewicht › 500 kg
Berechnete / abgeleitete Werte
Jährlicher Stickstoffanfall
nach Abzug der Stall- und Lagerverluste [kg N/Stk. a]
Zwischenlager auf Feldmieten:
•Wird Stallmist auf Feldmieten zwischengelagert, muss er vorher
mindestens 3 Monate auf einer technisch dichten Düngerlagerstätte
gelagert worden sein.
•Für Hühnermist ist keine Lagerung auf Feldmieten erlaubt!
•Feldmieten ohne befestigte Bodenplatte sind nur unter bestimmten
•Kein staunasser Boden
•Mindestens 25 m vom nächsten Oberflächengewässer (Bach, Teich) entfernt
•Kein Abfließen von Sickersäften in Oberflächengewässer
•Abstand zum Grundwasser (MHGW) von mindestens 1 m
•Räumung nach 8 Monaten, Pferdemist nach 12 Monaten
Mindestflächengröße für Ausläufe,
Koppeln oder Weiden mit Stallgebäude 2) [m²/Stk.]
•dichter Container mit fixer Abdeckung oder
•Offener Container oder Anhänger, der auf einer flüssigkeitsdichten,
überdachten Fläche steht.
Großvieheinheit GVE
(Richtwert: 1 GVE entspricht
500 kg Lebendgewicht)
Jungvieh 1 bis 2 Jahre
Ochsen, Stiere
Milch-, Mutter- und Ammenkühe
Ferkel 8 bis 32 kg Lebendgewicht
Mastschweine ab 32 kg Lebendgewicht 0,15
Zuchtschweine, Eber
Legehennen, Hähne
Zwerghühner, Wachteln
Truthühner (Puten)
Schafe, Alpakas, Lamas
Damwild, Sikawild
Freilaufkoppel: 460
externe Koppel
[6 h/d]: 340
[12 h/d]: 880
Freilaufkoppel: 760
[6 h/d]: 560
[12 h/d]: 1470
Freilaufkoppel: 920
[6 h/d]: 670
[12 h/d]: 1770
Anmerkungen zu den Fußnoten in der Tabelle:
ine Weidehaltung mit Unterstand ist nur bei Einhaltung nachstehender Kriterien zulässig:
•Die Tierrasse muss für eine Freilandhaltung geeignet sein.
•Keine stationären Futter- und Tränkstellen im Unterstand bei unbefestigtem Boden; Einrichtung von mobilen Futter- und Tränkstellen.
•Umstellung der mobilen Futter- und Tränkeinrichtungen nach Bedarf in Abhängigkeit vom Vegetationsdeckenzustand.
önnen die Kriterien nicht erfüllt werden, ist ein Stallgebäude lt. den
gesetzlichen Vorgaben nötig.
in Stallgebäude verfügt über einen flüssigkeitsdichten, säurebeständigen Boden der
•überdacht, abflusslos und wannenartig ausgebildet ist,
•in eine flüssigkeitsdichte, medienbeständige Sammelgrube entwässert wird. Die Ausführung und Bemessung der Sammelgrube hat
in Anlehnung an das ÖKL-Merkblatt Nr. 24 „Düngersammelanlagen
für wirtschaftseigenen Dünger“, 7. Auflage, 2015 zu erfolgen.
Bei der Berechnung der erforderlichen Mindestflächen wurde auf
Grund des Stallgebäudes davon ausgegangen, dass ca. 50% des Düngers im Stall erfasst werden, ausgenommen bei den Pferden. Hier
wurden die Flächen an Hand der Richtlinie „Pferdehaltung Burgenland
aus Sicht des Gewässerschutzes“ ermittelt.
Aspekte der Raumordnung, des Baurechts und des
Naturschutzes bei Stallgebäuden
spekte der Raumordnung, des Baurechts
und des Naturschutzes bei Stallgebäuden
Was ist ein „Bau“ im Sinne des Bgld. Baugesetzes?
Bauwerke oder Bauten sind Anlagen, die
•mit dem Boden in Verbindung stehen, Eine Verbindung mit dem Boden wird hergestellt durch Funda­
mente, durch Pfähle (auch in Gewässern), aber auch durch ­bloßes
Hinstellen oder Auflegen von Bauteilen, die untereinander­ verbunden sind und eine tragende Konstruktion darstellen.­ Dazu
gehören auch Zeltkonstruktionen und Folientunnel.
Nicht mit dem Boden in Verbindung stehen z.B. Fahrzeuge und
Schwimmkörper (auch wenn diese verankert sind)
•zu deren fachgerechter Herstellung bautechnische Kenntnisse
Bautechnische Kenntnisse sind jedenfalls erforderlich zum Betonieren und Mauern, zum Zimmern und Herstellen von Holzbauten. Hier ist das Baugesetz anzuwenden (Mitteilung, Anzeigeverfahren oder Bewilligungsverfahren – siehe weiter unten). Diese sind nicht erforderlich z.B. zum Herstellen einfachster Holzkonstruktionen, wie Holzzäune ohne Fundamente.
Eine Beweidung, bei der lediglich ein einfacher Holzzaun errichtet wird
und kein Unterstand oder Stallgebäude, ist daher baurechtlich nicht
­relevant.
4.1. Raumordnung und Flächenwidmung
Besteht die Absicht, eine Baulichkeit für die Tierhaltung zu errichten, ist
als einer der ersten Schritte die Flächenwidmung auf dem betreffenden
Grundstück zu klären. Der Flächenwidmungsplan liegt im Gemeindeamt bzw. Magistrat auf. Dort erhält der Interessent auch Informationen,
was in den einzelnen Widmungskategorien möglich ist. Zusätzlich besteht die Möglichkeit sich auch unter http://geodaten.bgld.gv.at über
die ak­tuelle Flächenwidmung des jeweiligen konkreten Grundstückes
zu informieren. Sollte die Änderung einer Widmungskategorie notwendig sein, kann bei der Gemeinde um eine entsprechende Änderung des
­Flächenwidmungsplanes angesucht werden (eine entsprechende Verpflichtung der Gemeinde zur Änderung des Flächenwidmungsplanes
besteht jedoch nicht).
Eine vorhandene Widmungskategorie schafft lediglich die gesetz­
liche Grundlage für eine Bebauung. Das konkrete Vorhaben kann
erst in einem eigenen Verfahren beurteilt werden. Das heißt: auch
wenn die Widmung für ein Vorhaben geeignet erscheint, ist dies
noch keine Garantie, dass auch eine Bewilligung in den nachfolgenden Verfahren (z. B. Bauverfahren, Naturschutzverfahren usw.)
Baulandwidmungen:
Grundsätzlich ist die Errichtung von Baulichkeiten in der Widmungskategorie „Bauland“ vorgesehen. Baulichkeiten für die Tierhaltung können bei Einhaltung der im Gesetz jeweils vorgesehenen Voraussetzungen, insbesondere auf Flächen mit der Widmung „Bauland-Dorfgebiet“,
„Bauland-Industriegebiet“ oder „Bauland – gemischtes Baugebiet“
errichtet werden. Dabei sind Bebauungsbestimmungen (Teil-)Bebauungspläne oder Bebauungsrichtlinien) und/oder bei Industriegebieten
allfällige Entwicklungs- und Erschließungskonzepte zu beachten.
ihrer Errichtung nachgewiesen werden kann. Dieser besondere Grünlandschutz ist im Bgld. Raumplanungsgesetz verankert:
•Die Baumaßnahme muss in einem direkten Zusammenhang mit der
Tierhaltung als widmungsgemäße Nutzung stehen.
•Es ist zu prüfen, ob nicht ein anderer Standort besser geeignet ist.
•Die Baumaßnahme muss auf die für die widmungsgemäße Nutzung
erforderliche Größe, Gestaltung und Ausstattung eingeschränkt
bleiben (hier werden die Tierhaltungsrichtlinien zur Beurteilung herangezogen).
•Der geplanten Baumaßnahme dürfen keine raumordnungsrelevanten Gründe (z.B. Landschaftsbild, Zersiedelung) entgegenstehen.
Die Errichtung von Gebäuden für die Tierhaltung im Grünland ist insbesondere in folgenden Widmungskategorien zulässig:
•Grünfläche – Sport – Reitplatz, Reitanlage
•Grünfläche – Tierhaltung (nur für Landwirte)
•Grünfläche – Aussiedlerhof (nur für Landwirte)
•Grünfläche – Nicht-landwirtschaftliche Bauten zur Grünlandnutzung
Die Widmungskonformität in Grünflächen-Sonderwidmungen ist im jeweiligen Einzelfall zu entscheiden. In welcher Art, welchem Umfang und
welchem Ausmaß geplante Baulichkeiten tatsächlich errichtet werden
können, ist von der jeweiligen Behörde im nachfolgenden Verfahren im
Einzelfall unter Berücksichtigung der jeweiligen konkreten Umstände
Grünflächen-Sonderwidmungen:
Grünland soll grundsätzlich von Bebauung freigehalten werden, jedoch sind in Ausnahmefällen Baulichkeiten auch im Grünland unter bestimmten Voraussetzungen zulässig, nämlich wenn die Notwendigkeit
4.2. Planung und Standortwahl im Bauverfahren
Ist das Grundstück ,,geeignet“?
a)Welche Flächenwidmung hat das zu bebauende Grundstück?
­Handelt es sich um Grünland oder um Bauland (z.B. Bauland –
Dorfgebiet)?
Falls es sich um Bauland handelt: gibt es Bebauungspläne oder
Bebauungsrichtlinien der Gemeinde?
Besteht in dieser Widmung die Möglichkeit einer zukünftigen Ausdehnung des Betriebes?
b) Ist die Erschließung gewährleistet?
•Zufahrt
•Abwasserentsorgung / Kanal
c)In welcher Entfernung zum Bauvorhaben habe ich ,,Nachbarn“
bzw. gibt es in der Nähe Wohnungsbauten?
Sind diese von eventuellen Emissionen / Immissionen betroffen,
•Geruch (besonders bei Stallungen!)
•Staub
Eine rechtzeitige Information der Nachbarn ist vorteilhaft.
Bei der Planungsphase ist auf folgendes zu achten:
•Einen befugten Planverfasser beiziehen!
•Welche Bewilligungen (Rechtsmaterien) sind überhaupt erforderlich?
•Behördenzuständigkeiten abklären (Gemeinde, Bezirkshauptmannschaft usw.)
•Wer hat Parteistellung in einem Bauverfahren?
•Entspricht die Planung dem Tierschutzgesetz und der 1. Tierhaltungsverordnung?
•Es wird empfohlen, schon in der Planungsphase Kontakt mit den
zuständigen Behörden aufzunehmen und Informationen einzuholen
– „Projektsprechtag“
Spezialbereiche in der Planungsphase:
Bei Alternativenergieanlagen z. B. bei Photovoltaikanlagen oder Biomasseanlagen müssen zusätzliche Gesetzesmaterien berücksichtigt
werden: das Elektrizitätswesengesetz 2006 und das Ökostromgesetz
Bei land- und forstwirtschaftlichen Wohn- und Wirtschaftsgebäuden
sind die Sonderbestimmungen in der OIB-Richtlinie 2 (Brandschutz) zu
•Wohn- und Wirtschaftstrakt sind durch eine entsprechend ausgeführte Feuermauer zu trennen
•Tierställe sind gegen darüberliegende Gebäudeteile durch Decken
in R 30 zu trennen
•Eigener Brandabschnitt für Werkstätten und Einstellräume für
•Abstand von Wirtschaftsgebäuden ohne Feuermauer zur Grundgrenze: mind. 6/10 der Höhe der zur Grundgrenze zugekehrten
­Außenwand, mindestens 3 m (ansonsten ist eine Feuermauer notwendig!)
Auf der Homepage www.wasser.bgld.gv.at sowie www.geodaten.bgld.gv.at
(Fachkartendienst, Ansicht Wasserbuch) kann eingesehen werden, ob
sich ein Grundstück in einem Hochwasserabflussbereich befindet. Ist
dies der Fall, kann eine wasserrechtliche Bewilligung für ein Bauwerk
erforderlich sein. Dabei wird geprüft, ob die geplante Anlage / Maßnahme eine Verschlechterung der Hochwassersituation bewirken würde.
•Liegt das Grundstück im Bereich eines 30-jährigen Hochwassers,
ist eine wasserrechtliche Bewilligung erforderlich. Mobile Anlagen,
die kein Abflusshindernis darstellen (z. B. ein Elektrozaun), brauchen keine Bewilligung.
•Liegt das Grundstück im Bereich zwischen einem 30-jährigen und
einem 100-jährigen Hochwasser, ist keine wasserrechtliche Bewilligung erforderlich, jedoch muss das Bauwerk hochwassersicher
Zuständige Behörde ist die jeweilige Bezirkshauptmannschaft bzw. der
Häufige Planungsfehler:
•Falsche Flächenwidmung
•Widerspruch zu den Bebauungsrichtlinien oder zum Teilbebauungsplan
•Fehlende Abstände zu den Grundgrenzen bzw. zu Wohngebäuden in
•Fehlende Brandabschnittsbildung
4.3. Welches Bauverfahren ist anzuwenden?
Je nach Ausgestaltung, Größe und Standort des Bauvorhabens ist eines
der folgenden Verfahren anzuwenden:
a)Geringfügiges Bauvorhaben (§ 16 Bgld. BauG 1997):
Maßnahmen zur Erhaltung, Instandsetzung oder Verbesserung von
Bauten und Bauteilen sowie sonstige Bauvorhaben, an denen keine
baupolizeilichen Interessen bestehen, bedürfen keines Bauverfahrens.
Sie sind aber der Baubehörde vom Bauwerber spätestens 14 Tage vor
Baubeginn schriftlich mitzuteilen.
Die Baubehörde hat in Zweifelsfällen schriftlich festzustellen, ob ein
geringfügiges Bauvorhaben vorliegt oder ein Bauverfahren durchzuführen ist.
b)Anzeigeverfahren (§ 17 Bgld. BauG 1997)
Der Unterschied zum Bewilligungsverfahren liegt darin, dass im Anzeigeverfahren keine Verhandlung erforderlich ist. Stattdessen müssen die Unterschriften der Eigentümer jener Grundstücke, die von den
Fronten des Baues weniger als 15 m entfernt sind, vom ­Bauwerber
c) Bewilligungsverfahren (§ 18 Bgld. BauG 1997)
Ab einer Größe des Stallgebäudes über 200 m² Nutzfläche ist dieses
Verfahren zwingend.
Bei Stallungen ist in jedem Fall ein Anzeigeverfahren oder ein Bewilligungsverfahren erforderlich.
Unterstände können auch als geringfügiges Bauvorhaben gelten. Dabei
ist spätestens 14 Tage vor Baubeginn eine schriftliche Mitteilung über
das Bauvorhaben an die Baubehörde zu richten. Diese Mitteilung hat zumindest folgendes zu enthalten:
•wer ist Bauwerber?
•was wird errichtet?
•welche Baustoffe werden verwendet?
•welche Ausmaße und Zweckbestimmung hat das Objekt?
•wie ist die Lage innerhalb des Grundstückes?
Sobald ein Verfahren nach § 17 „Anzeigeverfahren“ oder § 18 „Bewilligungsverfahren“ Bgld. BauG erforderlich wird, sind folgende Punkte zu
Bgld. Baugesetz 1997, LGBl. Nr. 10/1998 idgF
Bgld. Bauverordnung 2008, LGBl.Nr. 63/2008 idgF
beide online verfügbar auf www.ris.bka.gv.at
OIB-Richtlinien: www.oib.or.at
b) Einreichunterlagen:
•Lageplan 1:200 oder 1:500
•Grundrisse 1:100 oder 1:50
•Ansichten und Querschnitte 1:100 oder 1:50
•Baubeschreibung
1-fach:
•Letztgültiger Grundbuchsauszug (max. 6 Monate)
•Verzeichnis der „Nachbarn“ (alle Grundstückseigentümer innerhalb 15 m von den Fronten des Baues)
•Energieausweis (bei Wohngebäuden oder beheizten/gekühlten
Gebäuden)
•Zustimmung etwaiger Miteigentümer des Baugrundstückes
c) Zuständige Behörde:
Bezirkshauptmannschaft (bei Betriebsanlagen
oder Grünlandbauten, wenn die Gemeinde die Zuständigkeit über­
tragen hat)
4.4. Bauausführung und Fertigstellung
d)Ablauf:
( § 17 Bgld. BauG)
(§ 18 Bgld. BauG):
•Antrag (siehe Einreichunterlagen ev. Vorprüfung
betreffend Flächenwidmung,
BebauungsRL u.a.)
•Unterschriften jener Grund
stückseigentümer die von
den Fronten des Baues
weniger als 15 m entfernt sind
•Baufreigabe durch
•Antrag (siehe Einreichunterlagen ev. Vorprüfung betreffend Flächenwidmung,
• Verhandlungsausschreibung
•Bescheid I. Instanz
(Baubeginn bei Rechtskraft
frühestens nach 14 Tagen)
•Berufung
•Bescheid II. Instanz
•Beschwerde an das
• VwGH- oder
VfGH-Beschwerde
e) Parteistellung im Bauverfahren:
•Der Bauwerber
•Der Grundeigentümer bzw. die Miteigentümer, wenn der Bauwerber nicht Alleineigentümer ist
•Benachbarte Grundeigentümer innerhalb von 15 m von den Gebäudefronten
•Umweltanwalt bei Bauten
– im Bauland bei Nutzfläche über 300 m²
– im Grünland unabhängig von der Nutzfläche
•Bei der Durchführung von Neu-, Zu- oder Umbauten von Wohngebäuden mit mehr als 200 m² Wohnnutzfläche bzw. bei Neu, Zu- oder
Umbauten von sonstigen Gebäuden mit mehr als 200 m² ist ein Bauführer zwingend heranzuziehen.
•Errichtung durch befugte Unternehmer (Eigenleistungen zu­lässig)
•Verwendung von zugelassenen Bauprodukten!
•Keine Abweichungen vom bewilligten bzw. baufreigegebenen Projekt! (ansonsten neuerliche Bewilligung – es gibt keine „Austauschpläne“!)
•Baubeginn: binnen 2 Jahren nach Rechtskraft
•Bauvollendung: binnen 5 Jahren ab Baubeginn
•Fristverlängerung in begründeten Fällen möglich – aber nur vor Ablauf der Frist!
Die Fertigstellung ist der Baubehörde vor der Benützung anzuzeigen!
•Fertigstellungsanzeige
•Schlussüberprüfungsprotokoll (Aussteller darf an der Ausführung
nicht beteiligt gewesen sein!) Die Schlussüberprüfung kann von einem Baumeister, Ziviltechniker
oder Sachverständigen durchgeführt werden. Ohne Schlussüberprüfungsprotokoll wird die Schlussüberprüfung von der Baubehörde „in Auftrag gegeben“.
•Einmessplan (oder Kostenübernahmeerklärung für die Einmessung
durch einen von der Gemeinde Beauftragten)
4.5. Emissionen: Geruch, Staub und Lärm
Im Bedarfsfall sind im Zuge des Bauverfahrens auch folgende Themen
Jede Tierhaltung bedingt die Emission von Schadstoffen. Hierzu zählen vor allem Geruchs­stoffe und Staub. Im Zuge von Umwidmungen für
die Tierhaltung, aber auch bei Genehmigungsverfahren bei passender
Widmung wird routinemäßig auf
der Anrainer durch Geruch und
Staub geprüft.
Grundlage für die Ermittlung der
Emissionen bzw. die Beurteilung
der Immissionen sind z.B. die österreichische „Vorläufige Richt­
linie zur Beurteilung von ImmisTierkot ist eine mögliche Geruchsquelle
sionen aus der Nutztierhaltung
in Stallungen“ oder die deutsche „Geruchsimmissionsrichtlinie GIRL“.
Ob eine Richtlinie auf ein konkretes Vorhaben angewendet wird, muss
von einem Sachverständigen geprüft werden.
Lärm, Schalltechnik
Lärm wird zunehmend als Umweltproblem wahrgenommen, und damit
auch landwirtschaftliche Betriebe als möglicher Verursacher von Lärm.
Dies betrifft den Bereich der Tierhaltung, aber auch technische Anlagen
und den landwirtschaftlichen
Verkehr. Immer wieder werden
im Zuge von Bauverfahren auch
lärmtechnische Gutachten eingeholt. Nähere Informationen
dazu bietet der „Praxisleitfaden
Schalltechnik in der Landwirtschaft“, herausgegeben vom
Umweltbundesamt – Forum
Ein krähender Hahn kann
eine Lärmquelle darstellen
Schall (2013)
Bezug zu Natur- und Landschaftsschutz
Bei der Errichtung von Bauten in der Flächenwidmungskategorie Grünland gilt:
Die Errichtung und Erweiterung von Gebäuden und anderen hoch­
bau­lichen Anlagen bedarf einer naturschutzbehördlichen Bewilligung. Darunter fallen Stallgebäude, Unterstände und sonstige
Zuständig ist die Bezirkshauptmannschaft bzw. in Europaschutzgebieten das Amt der Landesregierung.
Das Bgld. Naturschutz- und Landschaftspflegegesetz – NG 1990, LGBl.
Nr. 27/1991, dient zum Schutz und der Pflege der Natur und Landschaft
in allen Erscheinungsformen.
Bauten im Grünland sind grundsätzlich so zu gestalten, dass eine nachteilige Beeinträchtigung von Landschaftsbild und Landschaftscharakter
sowie eine nachteilige Beeinträchtigung von Lebensräumen und Arten
vermieden wird. In besonders geschützten Gebieten, wie zum Beispiel
Natura-2000-Gebieten oder Landschaftsschutzgebieten, gelten dabei
strengere Regeln.
Bei der Errichtung von Stallgebäuden und Unterständen wird in der Praxis dem Landschaftsschutz entsprochen, wenn folgende Kriterien eingehalten werden:
Errichtung von Stallobjekten im Grünland:
•Rechteckige Bauweise
•Nach Möglichkeit symmetrisches
Satteldach, First­richtung entlang
der Längsseite des Gebäudes
•Dachneigung möglichst
35 bis 40 Grad
•Dachdeckungsmaterial an
Umgebung angepasst,
üb­licherweise Ton­dach­ziegeln
Ein gut in die Landschaft
eingepasster Rinderstall
•Bauweise aus Holz oder
­Massivbauweise
•Fassadengestaltung dem
Naturraum anpassen
•Bei Holzfassaden: senkrechte
Bretterverschalung,
z.B. Lärche­oder Fichte natur
Rinderstall mit „versetztem“ Sattel•Einwandfreie handwerkliche
dach – eine mögliche Alternativlösung – und Baumpflanzungen
•Sichtschutzpflanzungen und
Gestaltungsmaßnahmen mit heimischen, standortgerechten
Bäumen und Sträuchern (Abstände zur Grundgrenze beachten!)
Andere Formen von Stallobjekten sind im Einzelfall mit der
zuständigen Behörde abzustimmen.
Errichtung von Unterständen im Grünland:
•Zwei- oder dreiseitig geschlossen, die
andere(n) Seite(n) offen
•Pultdach, geringe Dachneigung (­ 5 Grad)
Umgebung angepasst
•Firsthöhe: nicht höher als unbedingt
Unterstand für Pferde
erforderlich, abhängig von der Tierart
•Einwandfreie handwerkliche
Ausführung, möglichst aus Holz
•Fassadengestaltung in Holz, z. B. Lärche natur, keine Farbe
•Senkrechte Bretterverschalung
•Sichtschutzpflanzungen und Gestaltungsmaßnahmen mit
•heimischen, standortgerechten Bäumen und Sträuchern
•(Abstände zur Grundgrenze beachten!)
Errichtung von Einfriedungen und Abgrenzungen aller Art:
Einfriedungen und Abgrenzungen aller Art in der Widmungskategorie
Grünland bedürfen einer naturschutzbehördlichen Bewilligung.
•Die Errichtung von Schaugehegen und Jagdgehegen (gemäß Bgld.
Jagdgesetz).
•Die Errichtung von Einfriedungen für Obstgärten, Gemüsegärten
und sonstige Einfriedungen (sofern sie nicht landwirtschaftlichen
Zwecken dienen, siehe Ausnahmen).
Allgemeine Ausnahmen von der Bewilligungspflicht:
•Die Errichtung von mobilen Weidezäunen (Elektrozäunen) bedürfen
keiner naturschutzrechtlichen Bewilligung
•Die Errichtung von Einfriedungen und Abgrenzungen aller Art, die
der Nutztierhaltung oder dem Schutz von land- und forstwirtschaftlichen Kulturen im Rahmen eines land- und forstwirtschaftlichen
Betriebes (nicht bei Hobby-Tierhaltung!) dienen, bedürfen keiner
naturschutzrechtlichen Bewilligung, soferne diese dem Charakter
des betroffenen Landschaftsraumes angepasst sind.
•Fleischproduktionsgatter im Sinne des Burgenländischen Jagdgesetzes werden als Nutztierhaltung angesehen.
Gestaltung von Einfriedungen:
Die Gestaltung aller Einfriedungen im Grünland entspricht üblicherweise dem Charakter des Landschaftsraumes, wenn diese mit Holzstehern
mit entsprechender Dimensionierung und einem Wildzaun errichtet
werden (Ausnahmen von diesen Materialien sind nur in Sonderlagen
Bei der Errichtung von Einfriedungen ist auch zu beachten, dass diese
im Grünland nur in einer Entfernung von mindestens 50 cm vom Nachbargrundstück errichtet werden dürfen, wenn das Nachbargrundstück
der landwirtschaftlichen Nutzung gewidmet ist.
Andere Formen von Unterständen sind im Einzelfall mit der
zustän­digen Behörde abzustimmen.
Natur- und Artenschutz in besonders geschützten Gebieten:
In allen Gebieten mit relevanten Schutzkategorien insbesondere in Natura-2000-Gebieten und/oder Europaschutzgebieten kann eine Naturverträglichkeitsprüfung (NVP) hinsichtlich der ausgewiesenen Schutzziele (Tier- und Pflanzenarten) erforderlich sein. Ob ein Vorhaben einer
Naturverträglichkeitsprüfung unterliegt, hängt im Wesentlichen von der
Größe und dem Standort ab. Zu beachten ist, dass auf Naturflächen zur
Erhaltung der ausgewiesenen Schutzgüter grundsätzlich nur extensive
Beweidungsmaßnahen möglich sind.
Checklisten, Kontakte, Informationsquellen
Seite 41 Abstand vor der Überschrift „Natur-­‐ und Artenschutz in besonders geschützten Gebieten“ Seite 43 Grafik: ich habe die einzelnen Elemente näher zusammengerückt, dadurch sollte die Lesbarkeit verbessert werden 5. C
hecklisten, Kontakte,
5.1. Checkliste: woran ist bei Tierhaltung zu
Seite 46 im Hobby- und Liebhaberbereich
Zeilenabstand nach dem 1. Satz „…. Personen mitgewirkt:“ 43
5.2. Übersicht: Rechtsvorschriften und
Tierschutzgesetz, TierhaltungsverordnungBezirkshauptmannschaft,
› › bei jeder Tierhaltung anzuwenden
Web-Tipp: unter www.ris.bka.gv.at kann der
aktuelle Gesetzestext abgerufen werden
Biologische TierhaltungBio Austria, Landwirtschaftskammer
Flächenwidmung, Raumordnung
› › bei Baumaßnahmen überprüfen
Gemeinde bzw. Magistrate
Web-Tipp: auf http://geodaten.bgld.gv.at können
die Flächenwidmungen abgerufen werden
› › Anwendung beim Bau von Unterständen, Stallgebäuden, etc.
Gemeinde, Bezirkshauptmannschaft
Web-Tipp: unter www.ris.bka.gv.at kann
der aktuelle Gesetzestext abgerufen werden
Wasserrecht, Grundwasserschutz,Bezirkshauptmannschaft,
Aktionsprogramm NitratAmt der Bgld. Landesregierung, Abt. 9
Web-Tipp: unter www.wasser.bgld.gv.at können
› › bei Weidehaltung relevant
die Hochwasser-Abflussbereiche
Natur- und LandschaftsschutzAmt der Bgld. Landesregierung, Abt. 5
› › Bewilligung erforderlich bei Bauten in der (innerhalb von Europaschutzgebieten)
Flächenwidmung „Grünland“
(außerhalb von Europaschutzgebieten)
die Grenzen der geschützten Gebiete
› › für Bauvorhaben, aber auch für die Tierhaltung allgemein
OIB – Österreichisches Institut für Bautechnik
ÖKL – Österreichisches Institut für
Die aktuelle Fassung der Bundes- und Landesgesetze ist im Rechts­
informationssystem des Bundeskanzleramtes und www.ris.bka.gv.at
•Bundesgesetz über den Schutz der Tiere (Tierschutzgesetz - TSchG)
BGBl. I Nr. 118/2004 in der gültigen Fassung
•Tierhaltungsverordnung: Verordnung der Bundesministerin für
Gesundheit und Frauen über die Mindestanforderungen für die
Haltung von Pferden und Pferdeartigen, Schweinen, Rindern,
Schafen, Ziegen, Schalenwild, Lamas, Kaninchen, Hausgeflügel,­
Straußen und Nutzfischen (1. Tierhaltungsverordnung)
BGBl. II Nr. 485/2004
•Wasserrechtsgesetz
•Aktionsprogramm Nitrat 2012
•Tierkennzeichnungsverordnung (unterschiedliche Verordnungen für
Pferde, Rinder, Schweine usw., siehe www.ris.bka.gv.at)
Landesgesetze, Landesverordnungen
•Bgld. Raumplanungsgesetz, LGBl. Nr. 18/1969, idgF
•Bgld. Planzeichenverordnung für Digitale Flächenwidmungspläne
2008 , LGBl. Nr. 33/2009 idgF.
•Bgld. Baugesetz 1997, LGBl. Nr. 10/1998 idgF
•Bgld. Bauverordnung 2008, LGBl.Nr. 63/2008 idgF
•Bgld. Naturschutz- und Landschaftspflegegesetz – NG 1990, LGBl.
Nr. 27/1991, idgF
•ÖKL – Merkblatt Nr. 24 „Düngersammelanlagen für wirtschafts­
eigenen Dünger“, 7. Auflage, 2015
•OIB – Richtlinie 2, Brandschutz
•Praxisleitfaden Schalltechnik in der Landwirtschaft, herausgegeben
vom Umweltbundesamt – Forum Schall (2013)
5.3. Mitwirkende
5.4. Kontaktdaten, Beratungseinrichtungen
An der Erarbeitung dieses Handbuchs haben folgende Personen
Erste Grundinformationen erhalten Sie im Gemeindeamt
Herbert Grath
Karl Heinz Heschl
Erich Kummer
Albert Mehsam
Christian Schügerl
Arnold Schweifer
Alfred Stockinger
Herbert Szinovatz
Johann Trettler
Ernst Trettler
Eleonore Wayan
Paul Weikovics
Peter Zinggl
Walter Zwiletitsch
Herzlichen Dank für die engagierte Mitarbeit!
Landesamtsdirektion, Stabstelle Raumordnung
Telefon: 057-600/2670
E-Mail: post.ro@bgld.gv.at
Abt. 4a, Hauptreferat Agrarrecht und
Telefon: 057-600/2360
E-Mail: post.abteilung4a@bgld.gv.at
Abt. 4a, Hauptreferat Veterinärwesen
Telefon: 057-600/2685
E-Mail: post.veterinaer@bgld.gv.at
Abt. 5, Hauptreferat Baurecht
Telefon: 057-600/2300
E-Mail: post.abteilung5@bgld.gv.at
Abt. 5, Hauptreferat Natur- und Umweltschutz
Telefon: 057-600/2818
Abt. 8, Hauptreferat Sicherheits- und Umwelttechnik
7000 Eisenstadt, Ruster Straße 135
Telefon: 057-600/6256
E-Mail: post.maschinenbau@bgld.gv.at
Abt.9, Hauptreferat Gewässeraufsicht und Gewässerentwicklung
7041 Wulkaprodersdorf, Wulkawiesen 11
Telefon: 02687-62122
E-Mail: office@gwa-bgld.gv.at
Telefon: 057-600/2192
E-Mail: umweltanwalt.burgenland@bgld.gv.at
Bezirksverwaltungsbehörden (Bezirkshauptmannschaften) –
7100 Neusiedl am See, Eisenstädter Straße 1a
Telefon: +43 (0) 57-600/4299 Telefax: +43 (0) 2167-8086
Bezirkshauptmannschaft Eisenstadt Umgebung
7000 Eisenstadt, Ing. Julius Raab Strasse 1
Telefon: 057-600/4111 Telefax: 057-600/4177
7210 Mattersburg, Marktgasse 2
Telefon: 057-600/4300 Telefax: 057-600/4377
E-Mail: bh.mattersburg@bgld.gv.at
7350 Oberpullendorf, Hauptstraße 56
Telefon: 057-600/4499 Telefax: 057-600/4477
E-Mail: bh.oberpullendorf@bgld.gv.at
7400 Oberwart, Hauptplatz 1
Telefon: 057-600/4591 Telefax: 057-600/4577
7000 Eisenstadt, Hauptstraße 35
Telefon: 02682 705-0 Telefax: 02682 705-145
7071 Rust, Conradplatz 1
Telefon: 02685 202-0 Telefax: 02685 202-12
E-Mail: post@rust.bgld.gv.at
Bgld. Landwirtschaftskammer
Tel.: 02682/702 Fax: 02682/702-190
Homepage: www.lk-bgld.at
Abt. Tierzucht
Tel.: 02682/702-500 Fax: 02682/702-590
E-Mail: tierzucht@lk-bgld.at
Die Fachabteilung Tierzucht der Bgld. Landwirtschaftskammer
bietet Beratung für den gesamten Produktionsbereich von der
Zucht, Fütterung und Haltung der einzelnen Nutztiersparten Rinder, Pferde, Kleinwiederkäuer, Schweine, Geflügel und tierischen
Alternativen an. Neueinsteiger in die Nutztierhaltung können erste
Informationen einholen, z.B. Einstieg in die Pferdehaltung, Einstieg
in die Schaf- und Ziegenhaltung, etc. Beratungsprodukte siehe
Homepage der Landwirtschaftskammer www.lk-bgld.at
7540 Güssing, Hauptstraße 1
Telefon: 057-600/4691 Telefax: 057-600/4670
E-Mail: bh.guessing@bgld.gv.at
Landwirtschaftliche Bezirksreferate
Als Außenstellen der Bgld. Landwirtschaftskammer sind die Bezirksreferate auch Anlaufstellen für Betriebe, die in die Tierhaltung einsteigen wollen, z.B. Grundsatzinformationen und Formalitäten zur Betriebsgründung, Einkommenschancen, langfristige
8380 Jennersdorf, Hauptplatz 15
Telefon: 057-600/4711 Telefax: 057-600/4777
Landw. Bezirksreferat Neusiedl am See
7100 Neusiedl am See, Untere Hauptstraße 47
Tel.: 02167/2551 Fax: 02167/2551-28
E-Mail: office@neusiedkl.lk-bgld.at
Landw. Bezirksreferat Eisenstadt/Mattersburg
Tel.: 02682/702-700 Fax: 02682/702-790
E-Mail: office@eisenstadt.lk-bgld.at
Landw. Bezirksreferat Oberpullendorf
7350 Oberpullendorf, Schlossplatz 3
Tel.: 02612/42338 Fax: 02612/42338-18
E-Mail: office@oberpullendorf.lk-bgld.at
Landw. Bezirksreferat Oberwart
7400 Oberwart, Prinz-Eugen-Straße 7
Tel.: 03352/32308 Fax: 03352/32308-44
E-Mail: office@oberwart.lk-bgld.at
Landw. Bezirksreferat Güssing/Jennersdorf
Tel.: 03322/42610 Fax: 03322/42610-22
E-Mail: office@guessing.lk-bgld.at
Tel.: 02682/702-420 Fax: 02682/702-490
E-Mail: lfi@lk-bgld.at
Homepage: www.lfi.at
Tel.: 02682/702-422 Fax: 02682/702-490
E-Mail: lfa@lk-bgld.at
Homepage: www.lehrlingsstelle.at
Das Bildungsprogramm des Ländlichen Fortbildungsinstitutes, die
LFI - Bildungsbroschüre erscheint jährlich im Herbst und bietet
ein umfassendes Bildungsprogramm auch für Nutztierhalter an.
Auch der Sachkundekurs für Neueinsteiger ist mit im Programm.
7350 Oberpullendorf, Hauptstraße 7
T: 02612-43642-11
F: 02612-43642 - 40
E-Mail: burgenland@bio-austria.at
Tel.: 02682/600-2475 Fax: 02682/72221
Homepage: www.tgd-b.at
Der Tiergesundheitsdienst Burgenland bietet Nutztierhaltern ein
umfassendes Betreuungspaket zur Qualitätssicherung im Tierbestand (Rinder, Schweine, Schafe/Ziegen, Farmwild, Bienen und
­Fische) an.
1010 Wien, Schenkerstraße 4
T: 01 / 533 65 50
E-Mail: mail@oib.or.at
Internet: www.oib.or.at
KL – Österreichisches Kuratorium für
1040 Wien, Gußhausstraße 6
T: 01 / 505 18 91
F: 01 / 505 18 91-16
Internet: www.oekl.at
Für eine weiterführende Ausbildung zum Facharbeiter oder gar
zum Landwirtschaftsmeister, in der alle wesentlichen Nutztiersparten umfassend dargestellt werden, bietet die Lehrlingsund Fachausbildungsstelle der Bgld. Landwirtschaftskammer an.
Modul für den inhaltsorientierten Fremdsprachenunterricht
FÖRDERRICHTLINIEN – SCHWERPUNKT JUGENDZENTREN
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Bei Interesse lesen Sie bitte auch die - Heinrich-Stockmeyer
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