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Timestamp: 2016-10-24 10:44:42
Document Index: 149719433

Matched Legal Cases: ['in dubio', 'Art. 125', 'Art. 111', 'Art. 22', 'Art. 43', 'Art. 125', 'Art. 78', 'Art. 113', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'in dubio']

Fahrl�ssige schwere K�rperverletzung; Grundsatz "in dubio pro reo", Willk�r, rechtliches Geh�r,
Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Z�rich, II. Strafkammer, vom 22. Januar 2010.
A.a Am 12. April 2001 richtete die im Jahr 1961 geborene A.________, die als Sportsch�tzin Mitglied eines Schiessclubs war, in Basel eine der beiden Pistolen, die sie bei sich hatte, auf ihren damaligen Lebenspartner B.________. Dieser konnte ihr die Waffe nach Zureden abnehmen. Hierauf nahm A.________ auch noch die zweite Waffe zur Hand, welche B.________ ihr ebenfalls abnehmen konnte. Die beiden Schusswaffen, eine Pistole der Marke "Glock" und eine Sportpistole der Marke "H�mmerli", wurden am 12. April 2001 von der Zuger Polizei sichergestellt. Mit Verf�gung der Zuger Polizei vom 15. Juli 2002 wurden die beiden sichergestellten Schusswaffen beschlagnahmt und als Bedingung f�r deren R�ckgabe eine "Unbedenklichkeitserkl�rung" in Form eines �rztlichen Zeugnisses verlangt, welches A.________ "einen stabilen psychischen Zustand" attestiert.
Im Rahmen der zwischen A.________ und der Zuger Polizei gef�hrten Korrespondenz betreffend die R�ckgabe der Schusswaffen hielt der Kommandant der Zuger Polizei mit Schreiben vom 6. August 2002 an A.________ unter Hinweis auf die Bestimmungen der Eidgen�ssischen Waffengesetzgebung fest, f�r die R�ckgabe der Waffen sei im Sinne einer "Unbedenklichkeitserkl�rung" eine fach�rztliche Best�tigung erforderlich, dass A.________ nicht suizidgef�hrdet sei und von ihr keine Gefahr f�r Dritte ausgehe.
Im Jahre 2003 ersuchte A.________ ihre �rztin, bei der sie seit 1998, mit Unterbr�chen, wegen gesundheitlicher Probleme psychischer Art in Behandlung war, um Ausstellung einer "Unbedenklichkeitserkl�rung", was die �rztin, eine Fach�rztin f�r Psychiatrie und Psychotherapie, aber ablehnte. A.________ suchte eine andere Person, die zur Ausstellung der gew�nschten "Unbedenklichkeitserkl�rung" bereit war, und gelangte an X.________.
A.b X.________ f�hrte in seiner Funktion als allgemein praktizierender Arzt und Psychoanalytiker am 6. November 2003 ein rund einst�ndiges Gespr�ch mit A.________. Am 13. November 2003 stellte er in den R�umlichkeiten seiner Praxis in Z�rich eine "Unbedenklichkeitserkl�rung" aus. Darin hielt er unter anderem fest, dass A.________, die er am 6. November 2003 ausf�hrlich psychiatrisch untersucht habe, in stabilen Verh�ltnissen lebe, seit 15 Jahren an der gleichen Stelle arbeite und auch emotional ausgeglichen sei. Der Vorfall, der zum Einzug der beiden Pistolen gef�hrt habe, m�sse im Zusammenhang mit der damaligen entt�uschenden Beziehung gesehen werden. Es habe sich weder um einen ernsthaften Selbstmordversuch noch gar um eine ernstliche Bedrohung des damaligen Lebenspartners mit Erschiessen gehandelt. Der Vorfall habe vielmehr den Charakter einer hilflosen hysterischen Inszenierung gehabt. Aufgrund seiner Untersuchung sei er davon �berzeugt, dass sich derartiges nicht wiederholen werde.
Gest�tzt auf diese "Unbedenklichkeitserkl�rung" vom 13. November 2003 gab die Zuger Polizei am 1. Dezember 2003 A.________ die beiden beschlagnahmten Pistolen wieder heraus.
A.c Am 11. M�rz 2004 suchte A.________ ihren ehemaligen Freund C.________ in dessen Haus auf, um mit ihm zu reden. Nach dem Gespr�ch wandte sie sich zum Weggehen. Als sie von C.________ auf ihre Tasche angesprochen wurde, zog sie daraus eine durchgeladene Faustfeuerwaffe, die sie mit dem Finger am Abzug aus n�chster N�he gegen die Brust von C.________ richtete. Dieser versuchte sofort, durch einen Schlag auf den Arm die Waffe nach unten zu bewegen, worauf sich aus der von A.________ gehaltenen Pistole ein Schuss l�ste, welcher C.________ im Bauch traf. Der Gesch�digte erlitt einen Bauchdurchschuss mit Durchdringen der Leber und der rechten Niere. Letztere musste zusammen mit einem Teil der Nebenniere operativ entfernt werden.
Bei der Tatwaffe handelte es sich um die Pistole der Marke "Glock", welche - neben der Sportpistole der Marke "H�mmerli" - von der Zuger Polizei beschlagnahmt und am 1. Dezember 2003 auf Grund der von X.________ ausgestellten "Unbedenklichkeitserkl�rung" A.________ wieder zur�ckgegeben worden war.
Bei der Tat vom 11. M�rz 2004 zum Nachteil von C.________ f�hrte A.________ in ihrer Tasche allerdings noch eine weitere Pistole der Marke "Glock" mit sich. Diese Schusswaffe war zu keinem Zeitpunkt beschlagnahmt worden und bildete daher auch nicht Gegenstand der Verf�gung der Zuger Polizei betreffend die Herausgabe von zwei Schusswaffen, die auf Grund der von X.________ ausgestellten "Unbedenklichkeitserkl�rung" erlassen wurde.
B.a Das Obergericht des Kantons Z�rich sprach X.________ am 4. April 2008 in Best�tigung des Urteils des Einzelrichters in Strafsachen am Bezirksgericht Z�rich vom 10. Mai 2007 vom Vorwurf der fahrl�ssigen schweren K�rperverletzung (Art. 125 Abs. 2 StGB) frei.
B.b A.________ wurde wegen der Tat vom 11. M�rz 2004 zum Nachteil von C.________ mit Urteil des Geschworenengerichts des Kantons Z�rich vom 1. Februar 2006 wegen vollendeten Versuchs der vors�tzlichen T�tung (Art. 111 in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB) und wegen Vergehens gegen das Waffengesetz unter Zubilligung einer mittelgradigen Verminderung der Zurechnungsf�higkeit zu f�nf Jahren Zuchthaus verurteilt, wobei der Vollzug dieser Strafe mit R�cksicht auf die bei A.________ diagnostizierte emotional instabile Pers�nlichkeitsst�rung vom Borderline-Typ zu Gunsten einer station�ren Massnahme im Sinne von Art. 43 Ziff. 1 Abs. 1 StGB aufgeschoben wurde.
Die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Z�rich erhob mit Eingabe vom 1. Juli 2008 Beschwerde in Strafsachen mit dem Antrag, das Urteil des Obergerichts des Kantons Z�rich vom 4. April 2008 in Sachen X.________ sei aufzuheben und die Sache zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Das Bundesgericht hiess mit Entscheid vom 3. Februar 2009 die Beschwerde in Strafsachen der Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Z�rich gut, hob das Urteil des Obergerichts des Kantons Z�rich vom 4. April 2008 in Sachen X.________ auf und wies die Sache zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zur�ck.
Das Obergericht des Kantons Z�rich sprach X.________ mit Urteil vom 22. Januar 2010 der fahrl�ssigen schweren K�rperverletzung (Art. 125 Abs. 2 StGB) schuldig und bestrafte ihn mit einer Geldstrafe von 60 Tagess�tzen zu Fr. 200.--, bedingt vollziehbar bei einer Probezeit von zwei Jahren.
X.________ f�hrt Beschwerde in Strafsachen und subsidi�re Verfassungsbeschwerde. Er beantragt, das Urteil des Obergerichts des Kantons Z�rich vom 22. Januar 2010 sei aufzuheben, und er sei freizusprechen. Eventuell sei die Sache zur Freisprechung, allenfalls zur Erg�nzung des tats�chlichen Sachverhalts an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Der Beschwerdef�hrer macht im Wesentlichen geltend, das ihm zur Last gelegte Verhalten sei f�r den Eintritt des tatbestandsm�ssigen Erfolgs der schweren K�rperverletzung von C.________ nicht relevant gewesen, da auch eine sorgf�ltige Fachperson im November 2003 zum Schluss gekommen w�re, dass von A.________ keine relevante Gefahr f�r Dritte ausgehe. Das Gutachten von Dr. med. E.________, Facharzt FMH f�r Psychiatrie, vom 17. August 2009, wonach eine sorgf�ltige Fachperson im November 2003 von einer R�ckgabe der beiden beschlagnahmten Schusswaffen abgeraten h�tte, da von A.________ auch eine moderat erh�hte Gefahr f�r Dritte ausgehe, sei nicht plausibel und schl�ssig begr�ndet. Die Vorinstanz h�tte daher nicht auf dieses Gutachten abstellen d�rfen.
Diese Einw�nde k�nnen in der Beschwerde in Strafsachen gem�ss Art. 78 ff. BGG vorgetragen werden. F�r eine subsidi�re Verfassungsbeschwerde (Art. 113 ff. BGG) bleibt kein Raum. Auf diese ist daher nicht einzutreten.
2.1 Das dem Beschwerdef�hrer zur Last gelegte Verhalten war bereits Gegenstand des Bundesgerichtsentscheids 6B_549/2008 vom 3. Februar 2009 (amtlich publiziert in BGE 135 IV 56). Eine Besonderheit des vorliegenden Falles besteht darin, dass A.________ anl�sslich des Besuchs bei ihrem ehemaligen Freund am 11. M�rz 2004, als sie diesen durch Abgabe eines Schusses schwer verletzte, zwei gleichartige schussbereite Pistolen in ihrer Tasche mitf�hrte, n�mlich zum einen die Pistole, die wegen des Vorfalls vom 12. April 2001 polizeilich sichergestellt und beschlagnahmt und ihr in der Folge gest�tzt auf die "Unbedenklichkeitserkl�rung" des Beschwerdef�hrers in Anwendung der Bestimmungen der Waffengesetzgebung von der Polizei am 11. Dezember 2003 wieder zur�ckgegeben worden war (nachfolgend als Pistole 1 bezeichnet), und zum andern eine Pistole, welche A.________ unabh�ngig vom Verhalten des Beschwerdef�hrers ohnehin besass (nachfolgend als Pistole 2 bezeichnet). A.________ gab den Schuss, durch welchen sie ihren ehemaligen Freund am 11. M�rz 2004 schwer verletzte, aus der Pistole 1 ab. Die Pistole 2 setzte sie nicht ein.
Die Vorinstanz vertrat in ihrem ersten Urteil vom 4. April 2008 die Auffassung, unter den gegebenen Umst�nden sei die dem Beschwerdef�hrer anzulastende sorgfaltswidrige Ausstellung einer "Unbedenklichkeitserkl�rung" f�r den Eintritt des tatbestandsm�ssigen Erfolgs der schweren K�rperverletzung nicht relevant gewesen, da A.________ den Schuss ebenso gut aus der Pistole 2 h�tte abgeben k�nnen. Es sei somit unerheblich, dass A.________ die Tat mit der Pistole 1 beging. Massgebend sei, dass sie die Tat genauso gut mit der ebenfalls mitgef�hrten Pistole 2 h�tte ver�ben k�nnen. Demgegen�ber vertrat die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Z�rich im Verfahren 6B_549/2008 die Ansicht, entscheidend sei, dass A.________ die Tat mit der Pistole 1 beging. Es sei unerheblich, dass sie die Tat auch mit der ebenfalls mitgef�hrten Pistole 2 h�tte begehen k�nnen.
Das Bundesgericht folgte in seinem ersten Urteil in Sachen des Beschwerdef�hrers der Auffassung der Oberstaatsanwaltschaft. Der T�ter, der durch sein Verhalten eine Bedingung f�r den Eintritt des Erfolgs gesetzt hat, kann sich nicht damit entlasten, dass der Erfolg - wie in den Konstellationen der "Doppelkausalit�t", der "alternativen Kausalit�t" sowie der "hypothetischen Ersatzursachen" - auch ohne die von ihm gesetzte Bedingung, etwa infolge des Verhaltens eines andern, gleichwohl eingetreten w�re. Massgebend f�r die objektive Zurechnung ist, dass der T�ter durch sein Verhalten eine Bedingung f�r den Erfolg in seiner konkreten Gestalt gesetzt hat. Dieser besteht vorliegend darin, dass A.________ das Opfer durch Abgabe eines Schusses aus der Pistole 1 schwer verletzte. Hief�r hat der Beschwerdef�hrer eine Bedingung gesetzt, indem er die "Unbedenklichkeitserkl�rung" ausstellte, auf deren Grundlage die Polizei die Pistole 1 in Anwendung der Bestimmungen der eidgen�ssischen Waffengesetzgebung an A.________ zur�ckgab. Das Bundesgericht erkannte in seinem ersten Urteil in Sachen des Beschwerdef�hrers, dessen Freispruch k�nne daher entgegen der von der Vorinstanz im Urteil vom 4. April 2008 vertretenen Ansicht nicht mit dem Argument begr�ndet werden, dass A.________ das Opfer ebenso gut durch Abgabe eines Schusses aus der von ihr ebenfalls mitgef�hrten Pistole 2 h�tte verletzen k�nnen und deshalb dem Beschwerdef�hrer der eingetretene Erfolg mangels Relevanz seines Verhaltens objektiv nicht zurechenbar sei (BGE 135 IV 56 E. 3.1.2).
2.2 Obschon die Vorinstanz in ihrem ersten Urteil vom 4. April 2008 den Beschwerdef�hrer mangels Erfolgsrelevanz des ihm zur Last gelegten Verhaltens vom Vorwurf der fahrl�ssigen schweren K�rperverletzung freisprach, pr�fte sie eingehend, ob das Verhalten des Beschwerdef�hrers, d.h. die Ausstellung der "Unbedenklichkeitserkl�rung", sorgfaltswidrig war. Sie bejahte dies unter Hinweis auf das ausf�hrlich begr�ndete Urteil der ersten Instanz und auf das Gutachten von Dr. med. D.________ von der Psychiatrischen Universit�tsklinik Z�rich vom 15. Dezember 2005 (kant. Akten act. 5.5). Das Bundesgericht �berpr�fte diese Auffassung in seinem ersten Urteil vom 3. Februar 2009 (BGE 135 IV 56 E. 4.2). Es erwog in �bereinstimmung mit den kantonalen Instanzen, dass der Beschwerdef�hrer erstens bereits durch die Annahme des Auftrags von A.________ und zweitens im Rahmen seiner Untersuchung Sorgfaltspflichten verletzte (BGE 135 IV 56 E. 4.3.2).
2.3 Die kantonalen Instanzen liessen im ersten Verfahren offen, wie eine sorgf�ltige Fachperson im November 2003 das Risiko eines selbst- und/oder fremdgef�hrdenden Verhaltens von A.________ eingesch�tzt h�tte. Die kantonalen Instanzen mussten dies nicht beurteilen, da sie die Relevanz des sorgfaltswidrigen Verhaltens des Beschwerdef�hrers schon deshalb verneinten, weil A.________ im Zeitpunkt der Tat zum Nachteil von C.________ eine zweite Schusswaffe mit sich f�hrte, die sie unabh�ngig vom Verhalten des Beschwerdef�hrers besass (siehe BGE 135 IV 56 E. 5.3.1). Nachdem die Zurechenbarkeit des tatbestandsm�ssigen Erfolgs indessen nicht mit dieser Begr�ndung verneint werden kann, stellte sich dem Bundesgericht die im ersten kantonalen Verfahren offengelassene Frage, wie eine sorgf�ltige Fachperson im November 2003 das von A.________ ausgehende Risiko einer Selbst- und/oder Fremdgef�hrdung eingesch�tzt h�tte. Das Bundesgericht konnte dies in seinem ersten Urteil vom 3. Februar 2009 nicht selber an Stelle der Vorinstanz entscheiden, da es sich dabei nicht um eine Rechtsfrage, sondern um eine Tatfrage handelt (BGE 135 IV 56 E. 5.3.2 und E. 5.3.3). Es wies daher die Sache in Gutheissung der Beschwerde der Oberstaatsanwaltschaft an die Vorinstanz zur�ck. Gem�ss den Weisungen des Bundesgerichts hatte die Vorinstanz, soweit dies �berhaupt noch m�glich war, abzukl�ren, zu welcher Einsch�tzung eine sorgf�ltige Fachperson im November 2003 in Bezug auf die Fragen der Suizidgefahr und der Gefahr f�r Dritte gelangt w�re, und zu pr�fen, ob in Anbetracht dieser fachm�nnischen Einsch�tzung und in Anwendung der Bestimmungen der Waffengesetzgebung die R�ckgabe der Schusswaffen angeordnet oder aber wegen einer relevanten Suizidgefahr und/oder wegen einer relevanten Gefahr f�r Dritte verweigert worden w�re. Das Bundesgericht stellte dabei klar, unter welchen Voraussetzungen der Beschwerdef�hrer den Tatbestand der fahrl�ssigen schweren K�rperverletzung erf�llt hat. Sollte eine sorgf�ltige Fachperson im November 2003 zu einer Einsch�tzung gelangt sein, bei welcher die zust�ndige Beh�rde in Anwendung der Bestimmungen der Waffengesetzgebung (auch) eine relevante Gefahr f�r Dritte bejaht h�tte, so ist der eingetretene Erfolg dem Beschwerdef�hrer zurechenbar. In diesem Fall h�tte der Beschwerdef�hrer den Tatbestand der fahrl�ssigen schweren K�rperverletzung erf�llt, da auch die �brigen Voraussetzungen hief�r gegeben sind. Der Beschwerdef�hrer schuf durch seine sorgfaltswidrige Untersuchung und die gest�tzt darauf ausgestellte "Unbedenklichkeitserkl�rung", auf deren Grundlage das Polizeikommando die beiden Pistolen A.________ zur�ckgab, ein unerlaubtes Risiko, das sich im tatbestandsm�ssigen Erfolg in seiner konkreten Gestalt verwirklichte, was er bei pflichtgem�sser Sorgfalt voraussehen konnte, da seine Methode, wie er wusste, erheblich von den etablierten, gr�ndlicheren Untersuchungsmethoden abwich (BGE 135 IV 56 E. 5.4.4).
"Frage 1: Ist es m�glich, im heutigen Zeitpunkt abzukl�ren, zu welcher Einsch�tzung von A.________ eine sorgf�ltige Fachperson im November 2003 in Bezug auf die Fragen der Suizidgefahr und der Gefahr f�r Dritte gelangt w�re?
Frage 2: Zu welcher Einsch�tzung von A.________ w�re eine sorgf�ltige Fachperson im November 2003 in Bezug auf die Fragen der Suizidgefahr und der Gefahr f�r Dritte gelangt?"
In seinem Gutachten vom 17. August 2009 (kant. Akten act. 66) bejahte der Experte Dr. med. E.________, Facharzt FMH f�r Psychiatrie und Psychotherapie, die Frage 1.
In Beantwortung der Frage 2 kam der Gutachter zum Ergebnis, dass eine sorgf�ltige Fachperson mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht nur von der R�ckgabe der beiden Pistolen abgeraten, sondern angeregt h�tte, auch andere Schusswaffen, die sich im Besitz von A.________ befanden, zu beschlagnahmen. Der Gutachter stellte ausserdem klar, dass aus fachlicher Sicht die R�ckgabe der Waffen einer regelm�ssigen psychotherapeutischen Behandlung und allenfalls einer medikament�sen Therapie zur Stimmungsstabilisierung und zur Vermeidung von weiteren depressiven Phasen bedurft h�tte.
Der Beschwerdef�hrer erhob in zwei ausf�hrlichen Stellungnahmen vom 17. Dezember 2009 und vom 14. Januar 2010 (kant. Akten act. 68 und 69) im Berufungsverfahren zahlreiche Einw�nde gegen das Gutachten.
3.1.2 Die Vorinstanz kam in ihrem neuen Urteil nach eingehender Auseinandersetzung mit dem Gutachten und den vom Beschwerdef�hrer dagegen erhobenen Einw�nden zum Schluss, dass die Erkenntnisse und Schlussfolgerungen im Gutachten nachvollziehbar und plausibel erscheinen. Es sei deshalb davon auszugehen, dass eine sorgf�ltige Fachperson im November 2003 mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer Einsch�tzung gelangt w�re, bei welcher die zust�ndige Beh�rde in Anwendung der Bestimmungen der Waffengesetzgebung auch eine relevante Gefahr f�r Dritte bejaht und damit bei einer "Unbedenklichkeitserkl�rung" mindestens einen entsprechenden Vorbehalt angebracht h�tte. Damit sei der eingetretene Erfolg dem Beschwerdef�hrer zurechenbar (angefochtenes Urteil S. 35).
3.2.1 Zur Frage der Sorgfaltspflichtverletzung �bernimmt die Vorinstanz in ihrem neuen, vorliegend angefochtenen Entscheid weitgehend w�rtlich die Erw�gungen aus ihrem ersten Urteil vom 4. April 2008. Sie bejaht mithin erstens eine Sorgfaltspflichtverletzung im Sinne eines �bernahmeverschuldens (angefochtenes Urteil E. III.3a-c) und zweitens verschiedene Sorgfaltspflichtverletzungen im Rahmen der Untersuchung (angefochtenes Urteil E. III.3d-e). Die Vorinstanz hatte allerdings die Frage der Sorgfaltspflichtverletzung im vorliegend angefochtenen Entscheid grunds�tzlich nicht noch einmal zu pr�fen, nachdem das Bundesgericht in seinem Urteil 6B_549/2008 vom 3. Februar 2009 erkannt hatte, dass Sorgfaltspflichtverletzungen zu Recht bejaht worden waren (BGE 135 IV 56 E. 4.3.2).
3.2.2 Allerdings reichte der Beschwerdef�hrer im neuen Berufungsverfahren seinen Dignit�tsausweis vom 13. Oktober 2009 ein, der belege, dass er �ber die Besitzstandwahrung im Gebiet der Psychiatrie und Psychotherapie verf�ge (kant. Akten act. 70 und 71). Die Vorinstanz erw�gt im angefochtenen Entscheid, dieser Dignit�tsausweis �ndere nichts daran, dass den Beschwerdef�hrer ein �bernahmeverschulden treffe (angefochtenes Urteil S. 17). Selbst wenn man aber aufgrund des eingereichten Dignit�tsausweises die fachliche Qualifikation des Beschwerdef�hrers zur Vornahme der im vorliegenden Fall n�tigen ausf�hrlichen psychiatrischen Untersuchung bejahen w�rde, verm�chte dies den Beschwerdef�hrer nicht zu entlasten, da er im Rahmen seiner Untersuchung verschiedene Sorgfaltspflichten verletzt habe (angefochtenes Urteil S. 18 ff.).
Da somit die Vorinstanz in ihrer Eventualbegr�ndung unter Ber�cksichtigung des vom Beschwerdef�hrer erst im zweiten Berufungsverfahren eingereichten Dignit�tsausweises implizit ein �bernahmeverschulden verneint, gehen die Ausf�hrungen in der Beschwerde (S. 23 ff.) zum Dignit�tsausweis und zur Bef�higung des Beschwerdef�hrers zu psychiatrischen T�tigkeiten respektive zu dessen psychiatrischer Kompetenz an der Sache vorbei. Dass der Beschwerdef�hrer allenfalls f�hig ist, eine psychiatrische Untersuchung vorzunehmen, �ndert nichts daran, dass er bei der von ihm durchgef�hrten konkreten Untersuchung von A.________ in verschiedener Hinsicht Sorgfaltspflichten verletzte. Zur Begr�ndung ist auf die diesbez�glichen �bereinstimmenden Erw�gungen im angefochtenen Entscheid und im ersten Urteil der Vorinstanz vom 4. April 2008 sowie auf das Bundesgerichtsurteil 6B_549/2008 vom 3. Februar 2009 zu verweisen. Darauf ist hier nicht mehr zur�ckzukommen. Nicht einzutreten ist daher auch auf die R�ge, die Vorinstanz habe das Anklageprinzip verletzt, indem sie dem Beschwerdef�hrer verschiedene Sorgfaltspflichtverletzungen vorwerfe, die in der Anklageschrift nicht umschrieben worden seien.
4.1.1 Im Gutachtensauftrag vom 15. Juni 2009 (kant. Akten act. 63) gab die Vorinstanz dem Experten zu verstehen, er sei befugt, f�r die Beschaffung von Grundlagen, des Tatsachenstoffes und die Ausarbeitung des Gutachtens Hilfspersonen beizuziehen, doch d�rfe er die Informationsbeschaffung nicht g�nzlich an Dritte delegieren. Sollten Explorationsgespr�che mit A.________ notwendig sein, habe der Experte dies vorg�ngig dem Gericht mitzuteilen. Im Beschluss vom 15. Juni 2009 betreffend die Einholung eines Gutachtens (kant. Akten act. 62), welcher unter anderem dem Beschwerdef�hrer und dem Experten schriftlich mitgeteilt wurde, wies die Vorinstanz den Beschwerdef�hrer darauf hin, dass bei allf�lligen Fragen oder Kontaktaufnahmen durch den Gutachter sein Aussageverweigerungsrecht auch gegen�ber diesem sowie dessen Hilfspersonen bestehe.
4.1.2 Im Gutachten vom 17. August 2009 hielt der Experte einleitend fest, er sei von der Vorinstanz mit Schreiben und mit Beschluss vom 15. Juni 2009 beauftragt worden, im Strafverfahren in Sachen des Beschwerdef�hrers "ein Aktengutachten zu erstellen". Er wies zudem darauf hin, dass sich das Gutachten "auf das Studium der eingereichten Akten" st�tze (kant. Akten act. 66 S. 1).
4.1.3 Der Beschwerdef�hrer macht geltend, damit habe der Gutachter seinen Auftrag offensichtlich verkannt. Vom Experten sei nicht lediglich ein "Aktengutachten" erwartet worden, was sich schon daraus ergebe, dass im Gutachtensauftrag und im Beschluss der Vorinstanz vom 15. Juni 2009 von allf�lligen Explorationsgespr�chen mit A.________ und Kontaktaufnahmen mit dem Beschwerdef�hrer die Rede sei.
Die R�ge ist unbegr�ndet. Aus den genannten Hinweisen im Gutachtensauftrag und im Beschluss der Vorinstanz ergibt sich nicht, dass vom Experten Explorationsgespr�che mit A.________ und Kontaktaufnahmen mit dem Beschwerdef�hrer erwartet wurden und daher ein Aktengutachten auf der Grundlage der dem Experten zur Verf�gung gestellten Akten dem Auftrag nicht entsprach. Immerhin verf�gte der Experte gem�ss den Feststellungen im angefochtenen Urteil (S. 31) �ber den ganzen Aktenbestand des aktuellen Verfahrens mit s�mtlichen relevanten Befragungsprotokollen und Angaben zu den im relevanten Zeitpunkt im Jahre 2003 bekannten Vorg�ngen im Zusammenhang mit A.________.
4.2 Der Beschwerdef�hrer beanstandet, dass der Experte die gem�ss Beschluss und Gutachtensauftrag an ihn gerichtete Frage 1, ob es m�glich sei, im heutigen Zeitpunkt abzukl�ren, zu welcher Einsch�tzung von A.________ eine sorgf�ltige Fachperson im November 2003 in Bezug auf die Fragen der Suizidgefahr und der Gefahr f�r Dritte gelangt w�re, bejaht habe, ohne dies im Gutachten zu begr�nden.
In der Tat wird im Gutachten nicht explizit begr�ndet, weshalb die Frage 1 bejaht wird. Das ist indessen unerheblich. Indem der Experte sich mit der im Gutachtensauftrag an ihn gerichteten Frage 2 ausf�hrlich auseinandersetzte und diese Frage beantwortete, brachte er implizit auch zum Ausdruck, aus welchen Gr�nden es seines Erachtens noch m�glich ist, abzukl�ren, zu welcher Einsch�tzung eine sorgf�ltige Fachperson im November 2003 gelangt w�re.
4.3.1 Der Experte hielt in seinem Gutachten vom 17. August 2009 (kant. Akten act. 66) unter anderem Folgendes fest: Die Erstellung eines �rztlichen Zeugnisses, Berichts, Gutachtens oder einer sogenannten "Unbedenklichkeitserkl�rung" beinhalte, wie vom Beschwerdef�hrer richtig festgehalten, zuerst eine empathische Begegnung zwischen Arzt und Patientin. Daran schliesse sich eine Befragung an, welche die Vorgeschichte sowohl bez�glich Daten und Fakten als auch bez�glich des inneren Erlebens zum Inhalt habe. Im Wissen �ber die psychiatrische Hospitalisation von A.________ und die langj�hrige ambulante Therapie w�re das In-Erfahrung-Bringen einer Diagnose oder zumindest die Erstellung einer diesbez�glichen Hypothese sicher nicht verkehrt gewesen. Gerade im Zusammenhang mit dem Vorfall vom 12. April 2001 h�tte eine sorgf�ltige Analyse ihrer pers�nlichen Beziehungen, namentlich der Liebesbeziehungen, einen nicht unerheblichen Platz im Rahmen der Erhebung der Vorgeschichte einnehmen m�ssen. Gerne h�tte man mehr �ber die damalige, vom Beschwerdef�hrer so bezeichnete "hysterische Inszenierung" erfahren, etwa ob bei ihr eine hystrionische Pers�nlichkeitsst�rung vorliege oder eine dissoziative oder Konversionsst�rung vorgelegen habe. Gerade die Hysterie, wenn auch ein veralteter Begriff, als "neurotische" Scheinl�sung eines innerseelischen Konflikts sei durchaus eine Dom�ne der Psychoanalyse. Um sich nicht restlos auf die Angaben von A.________ verlassen zu m�ssen, h�tte nach den weiteren Ausf�hrungen im Gutachten ein Anruf des Beschwerdef�hrers bei der ehemals behandelnden Psychiaterin nach deren Entbindung von der �rztlichen Schweigepflicht sicher ebenfalls nicht geschadet. H�tte A.________ diese Entbindung nicht unterzeichnet, h�tte dies stutzig machen und zur Ablehnung des Auftrags f�hren m�ssen. Schliesslich h�tten auch die aktuellen psychischen respektive psychopathologischen Befunde etwas ausf�hrlicher gestaltet werden d�rfen. Ob irgendwelche Testverfahren h�tten angewendet werden m�ssen, sei weitgehend Geschmackssache. Sie h�tten allenfalls das Bild, das man in der pers�nlichen Untersuchung von A.________ gewonnen h�tte, noch abrunden k�nnen. Gem�ss den weiteren Ausf�hrungen im Gutachten h�tte auf jeden Fall aber eine Legalprognose zur Beurteilung des R�ckfallrisikos erstellt werden m�ssen, zumal ein entsprechendes Arbeitsinstrument der Fachkommissionen des Strafvollzugskonkordats der Nordwest- und Innerschweiz bereits im Dezember 1999 vorgelegen habe und auch schon in fr�heren Jahren Legalprognosen immer wichtiger und in vielen Lehrb�chern beschrieben worden seien. Im April 2003 h�tten sowohl die Schweizerische Gesellschaft f�r Versicherungspsychiatrie als auch die Fachkommission f�r psychiatrische Begutachtung im Kanton Z�rich je eigene Leitf�den zur Gutachtenserstellung erlassen, in welchen nat�rlich auch die Prognose, sei es betreffend Arbeitsf�higkeit, sei es hinsichtlich weiterer Straftaten, einen breiten Raum einnehme. Im vorliegenden Fall h�tte man nach den weiteren Ausf�hrungen des Experten als prognostisch ung�nstige Kriterien die Ereignisse vom 12. April 2001 herangezogen, die in diesem Fall vor dem Hintergrund der Vorgeschichte prognostisch ebenfalls belastende spezifische T�ter-Opfer-Beziehung, die langanhaltende respektive immer wieder auftretende Symptomatik bei sich anbahnenden Trennungen, die Tendenz zur Bagatellisierung, das Fehlen von stabilen Partnerschaften und insbesondere die in der Vorgeschichte erkennbare, eher geringe Frustrationstoleranz und eher hohe Impulsivit�t im Rahmen von Liebesbeziehungen, sei es in Form von Suizidalit�t oder in Form der Gef�hrdung Dritter. Dabei h�tte eine Analyse der Anlasstat mindestens im Ansatz beschrieben und diskutiert werden m�ssen. Gerade aus psychoanalytischer Sicht h�tte interessiert, welcher innerseelische Konflikt zur neurotischen Scheinl�sung einer hysterischen Inszenierung gef�hrt habe. So gewinne man den Eindruck, dass A.________ dazu nicht befragt worden sei und der Beschwerdef�hrer einfach seine Interpretation der Geschehnisse abgegeben habe. Gem�ss den weiteren Ausf�hrungen im Gutachten spielt es f�r den Facharzt f�r Psychiatrie und Psychotherapie beziehungsweise den forensisch t�tigen Psychiater keine Rolle, in welcher Form die zust�ndige Beh�rde eine sogenannte "Unbedenklichkeitserkl�rung" verlange. Die Aufgabe sei stets dieselbe, n�mlich einer Beh�rde oder einem Auftraggeber eine nachvollziehbare, fachlich begr�ndete Erkl�rung zu liefern, mit welcher Wahrscheinlichkeit eine bestimmte Tat oder Straftat bei welchen �usseren Umst�nden und inneren Gegebenheiten bef�rchtet werden m�sse. Dabei sei aber mit Nachdruck festgehalten, dass der Facharzt f�r Psychiatrie nat�rlich kein Hellseher sei und mit seiner Prognose auch falsch liegen k�nne.
Im Anschluss an diese Ausf�hrungen hielt der Gutachter fest, wie eine entsprechende Beurteilung von A.________ etwa h�tte lauten k�nnen:
"Die Gesuchstellerin leidet an einer rezidivierenden depressiven St�rung, vermutlich auf dem Boden einer Pers�nlichkeitsst�rung, mit emotional instabilen und abh�ngigen Z�gen, welch letztere sich in einer starken Unterwerfung unter die Bed�rfnisse des jeweiligen Partners manifestieren. Insbesondere in Beziehungskonflikten und speziell bei oder nach Trennungen von Intimpartnern neigt sie zu St�rungen der Impulskontrolle und zu Gewaltt�tigkeiten gegen sich und andere. Es ist daher mit einer mindestens moderat erh�hten Gefahr weiterer einschl�giger Straftaten und/oder mit suizidalen Handlungen auch in Zukunft in einer �hnlichen Situation, wie sie sich am 12. April 2001 konstelliert hat, zu rechnen."
"Aufgrund der damals bekannten Vorgeschichte inkl. der psychiatrischen Hospitalisation, der Suizidversuche und der langj�hrigen psychiatrischen Behandlung und in Kenntnis des fluktuierenden Verlaufs der Befindlichkeit von A.________, insbesondere im Rahmen von Liebesbeziehungen und bei den sich anbahnenden Trennungen und der Vorkommnisse am 12. April 2001, h�tte eine sorgf�ltige Fachperson mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht nur von der R�ckgabe der beiden Faustfeuerwaffen abgeraten, sondern angeregt, auch andere im Besitz von A.________ sich befindlichen Feuerwaffen zu beschlagnahmen. Aus fachlicher Sicht h�tte die R�ckgabe der Waffen einer regelm�ssigen psychotherapeutischen Behandlung und allenfalls einer medikament�sen Therapie zur Stimmungsstabilisierung und zur Vermeidung von weiteren depressiven Phasen bedurft."
4.3.2 Der Beschwerdef�hrer macht geltend, es sei die Aufgabe des Experten gewesen, der Vorinstanz nachvollziehbar und plausibel zu erkl�ren, was eine sorgf�ltige Fachperson im November 2003 im Rahmen einer sorgf�ltigen Untersuchung erfahren und daraus geschlossen h�tte. Das Gutachten gebe dazu jedoch keine Antworten. Der Beschwerdef�hrer r�gt, die Vorinstanz habe seine Einw�nde gegen das Gutachten gr�sstenteils stillschweigend �bergangen, zu Unrecht weder ein Erg�nzungsgutachten noch eine Oberexpertise eingeholt, stattdessen ungeachtet der geltend gemachten M�ngel auf das Gutachten abgestellt und dadurch seinen Anspruch auf rechtliches Geh�r verletzt und die Chance verpasst, ihn gerecht, d.h. ohne Willk�r, zu behandeln. Im Einzelnen macht der Beschwerdef�hrer geltend, der Experte h�tte darstellen m�ssen, was eine sorgf�ltige Fachperson im November 2003 untersucht, was sie dabei herausgefunden h�tte und zu welchen Schl�ssen sie dementsprechend gelangt w�re. Zu diesem Zweck h�tte der Experte zun�chst den m�glichen Wissensstand der sorgf�ltigen Fachperson im November 2003 definieren m�ssen. Der Experte h�tte darstellen m�ssen, welches Bild eine sorgf�ltige Fachperson im November 2003 von der Explorandin gewonnen h�tte, als noch praktisch keine Akten bestanden h�tten. Zu diesem Zweck h�tte der Experte mit ihm (dem Beschwerdef�hrer) ein Gespr�ch f�hren m�ssen, um unter anderem herauszufinden, ob er (der Beschwerdef�hrer) allenfalls wesentliche Fragen nicht gestellt beziehungsweise aus den Antworten der Explorandin falsche Schl�sse gezogen habe. Auch h�tte der Experte in die von ihm (vom Beschwerdef�hrer) erstellte Krankengeschichte betreffend die Explorandin Einsicht nehmen m�ssen, die er unter dem Vorbehalt der Entbindung vom Arztgeheimnis wiederholt angeboten habe. In einem Gespr�ch h�tte der Experte auch N�heres �ber die ihm offenbar nicht bekannte Methode des "psychoanalytischen Erstinterviews" erfahren, welche er (der Beschwerdef�hrer) angewendet habe (Beschwerde S. 5 ff.). Der Beschwerdef�hrer �ussert ein gewisses Verst�ndnis daf�r, dass der Experte kein Explorationsgespr�ch mit A.________ gef�hrt habe. Denn diese sei im Jahre 2009, als der Experte sein Gutachten erstellt habe, nicht mehr der gleiche Mensch gewesen wie im November 2003, als er (der Beschwerdef�hrer) die "Unbedenklichkeitserkl�rung" ausgestellt habe (Beschwerde S. 10, 13). Insofern sei daher dem Experten ein R�ckgriff auf die Akten des Strafverfahrens gegen A.________ erlaubt gewesen. Die Akten seien allerdings, mit Ausnahme des Berichts der Psychiatrischen Klinik K�nigsfelden vom 12. M�rz 1998, im massgebenden Zeitpunkt, d.h. im November 2003, noch gar nicht vorhanden gewesen. Daher habe sich der Experte von diesen Akten nicht allzu stark beeinflussen lassen d�rfen (Beschwerde S. 10/ 11, 13). Der Experte habe indessen gar nicht ernsthaft versucht, �ber die Akten ein Bild von der komplexen psychischen Verfassung von A.________ im November 2003 einerseits und von der allenfalls erkennbaren Verbindung zum Vorfall vom 11. M�rz 2004 andererseits zu erlangen (Beschwerde S. 13). Das Geschworenengericht des Kantons Z�rich sei in seinem Urteil vom 1. Februar 2006 in Sachen A.________ (kant. Akten act. 4.9) in Bezug auf den Vorfall vom 11. M�rz 2004 zum Schluss gekommen, dass weder in Richtung einer bewussten Schussabgabe noch in Richtung eines Unfalls eine �berzeugung habe gewonnen werden k�nnen, daher zugunsten von A.________ zu entscheiden und "eine bewusste Schussabgabe zu verneinen" sei (Beschwerde S. 12 unter Hinweis auf das Urteil des Geschworenengerichts S. 51). Es habe festgestellt, dass Gef�hle von Wut, innerer Leere und Frustration fehlten und dass "kein Motiv f�r eine bewusste Schussabgabe" vorliege (Beschwerde S. 15 mit Hinweis auf das Urteil des Geschworenengerichts S. 63). Das Geschworenengericht sei zusammenfassend zum Schluss gekommen, dass A.________ den Gesch�digten C.________ am 11. M�rz 2004 aufgesucht habe, um sich vor ihrem geplanten Suizid von ihm zu verabschieden, und dass sie im Verlauf des Gespr�chs den Gesch�digten schliesslich im Rahmen eines parasuizidalen Appells die Pistole habe zeigen wollen, worauf es zur unbeabsichtigten Schussabgabe gekommen sei (Beschwerde S. 15 mit Hinweis auf das Urteil des Geschworenengerichts S. 86). Der Experte setze sich mit seiner Schlussfolgerung, wonach mit einer mindestens moderat erh�hten Gefahr weiterer einschl�giger Straftaten und/oder mit suizidalen Handlungen auch in Zukunft in einer �hnlichen Situation, wie sie sich am 12. April 2001 konstelliert habe, zu rechnen sei, jedenfalls insoweit, als er eine erh�hte Gefahr weiterer einschl�giger Straftaten bejahe, in Widerspruch zu den Feststellungen des Geschworenengerichts, ohne seine eigenen Schlussfolgerungen zu begr�nden, ganz abgesehen davon, dass er �berhaupt nicht zwischen der Suizidgefahr einerseits und der Fremdgef�hrdung andererseits differenziere (Beschwerde S. 15, 17 f.). Der Beschwerdef�hrer meint, ihm k�nne h�chstens vorgeworfen werden, er habe einen Schiessunfall nicht vorausgesehen, der sich ausgerechnet in einer anscheinend suizidalen Phase von A.________ ereignet habe und welcher stark an den Vorfall vom 12. April 2001 erinnere. Der Beschwerdef�hrer beanstandet, dass sich der Experte �berhaupt nicht mit der Frage befasst habe, was eine sorgf�ltige Fachperson im November 2003 getan h�tte und zu welchen Erkenntnissen dies gef�hrt h�tte (Beschwerde S. 19). Aus dem Gutachten gehe beispielsweise nicht hervor, welche Erkenntnisse eine sorgf�ltige Fachperson im November 2003 einerseits aus dem Bericht der Psychiatrischen Klinik K�nigsfelden vom 12. M�rz 1998 (kant. Akten act. 4.6.1) und andererseits aus allf�lligen Ausk�nften der Psychiaterin Dr. med. F.________, welche A.________ - mit Unterbr�chen - in der Zeit vom 18. M�rz 1998 bis zum 8. Oktober 2001 behandelt hatte, nach der Einsch�tzung des Experten gewonnen h�tte, falls die sorgf�ltige Fachperson �berhaupt Einsicht in den genannten Bericht genommen beziehungsweise die Psychiaterin kontaktiert h�tte. Weder der Bericht der Psychiatrischen Klinik K�nigsfelden vom 12. M�rz 1998 noch der von der Psychiaterin Dr. med. F.________ nachtr�glich erstellte Bericht vom 2. Juni 2004 (kant. Akten 4.6.3) enthielten Hinweise darauf, dass von A.________, zumindest in bestimmten Situationen, eine Gefahr f�r Dritte ausgehe (Beschwerde S. 31 f.). Der Experte gehe kurzschl�ssig davon aus, dass eine sorgf�ltige Fachperson im November 2003 das gleiche Wissen gehabt h�tte wie der Experte fast sechs Jahre sp�ter im August 2009 mit voller Einsicht in die Akten des Verfahrens in Sachen A.________ und des Verfahrens in Sachen des Beschwerdef�hrers (Beschwerde S. 20).
4.4.1 Der Experte st�tzte sein Gutachten gem�ss einem darin enthaltenen einleitenden Hinweis "auf das Studium der eingereichten Akten" (kant. Akten act. 66 S. 1). Um welche Akten es sich dabei handelt, geht aus dem Gutachten allerdings nicht hervor. Dem Experten wurden gem�ss dem Gutachtensauftrag (kant. Akten act. 63) als Beilage die "vollst�ndigen Prozessakten" zugestellt. Dabei handelt es sich um die vollst�ndigen Akten im Strafverfahren gegen den Beschwerdef�hrer. Diese enthalten auch Akten betreffend das Strafverfahren gegen A.________, unter anderem das Protokoll der Einvernahme von A.________, die �rztlichen Akten sowie die Anklageschrift und das begr�ndete Urteil des Geschworenengerichts gegen A.________ (kant. Akten act. 4/1-9). Die �rztlichen Akten in Sachen A.________ enthalten unter anderem einen Bericht der Psychiatrischen Klinik K�nigsfelden vom 12. M�rz 1998 betreffend die 1. Hospitalisation von A.________ in der Zeit vom 25. Februar bis zum 5. M�rz 1998 (kant. Akten act. 4.6.1), einen �rztlichen Bericht von Dr. med. F.________, Fach�rztin FMH f�r Psychiatrie und Psychotherapie, Z�rich, vom 2. Juni 2004, bei welcher A.________ in der Zeit vom 18. M�rz 1998 bis zum 8. Oktober 2001, mit Unterbr�chen, in psychiatrisch-psychotherapeutischer Behandlung gewesen war (kant. Akten act. 4.6.3), sowie das umfangreiche (118 Seiten umfassende) Gutachten von Dr. med. G.________, vom 4. M�rz 2005 (kant. Akten act. 4.6.4), welches im Rahmen des Strafverfahrens gegen A.________ erstattet wurde.
4.4.2 Dem Experten standen mithin Akten zur Verf�gung, die im November 2003, als der Beschwerdef�hrer die "Unbedenklichkeitserkl�rung" ausstellte, �berwiegend noch gar nicht vorlagen.
Der Beschwerdef�hrer macht mit Recht nicht geltend, dass die �berlassung dieser Akten an den Experten prinzipiell unzul�ssig sei, weil eine sorgf�ltige Fachperson im November 2003 die Akten gar nicht zur Verf�gung gehabt h�tte. Der Experte durfte und musste sich auf diese Akten st�tzen, um in Erfahrung zu bringen, welche Ereignisse und Umst�nde schon vor November 2003 eingetreten waren beziehungsweise in jenem Zeitpunkt noch bestanden. Allerdings k�nnen im Rahmen eines Strafverfahrens mit dem dabei zur Verf�gung stehenden Instrumentarium relevante Umst�nde zu Tage gef�rdert werden, welche eine sorgf�ltige Fachperson wahrscheinlich nicht in Erfahrung gebracht h�tte. Solche Umst�nde m�ssen im vorliegenden Zusammenhang unber�cksichtigt bleiben.
4.5 Das Gutachten enth�lt kritische Ausf�hrungen zur Methode und zum Vorgehen des Beschwerdef�hrers. Diese Ausf�hrungen sind vorliegend nicht relevant, da es, wie im angefochtenen Urteil (S. 32) zutreffend festgehalten wird, nicht zum Gutachtensauftrag geh�rte, die Methode des Beschwerdef�hrers zu �berpr�fen. Daher gehen die Einw�nde des Beschwerdef�hrers gegen die kritischen Ausf�hrungen des Experten zur Methode an der Sache vorbei.
4.6 Dass der Experte kein Gespr�ch mit dem Beschwerdef�hrer f�hrte, ist nicht zu beanstanden. Der Experte hatte nicht die vom Beschwerdef�hrer erstellte "Unbedenklichkeitserkl�rung" und die dieser Erkl�rung zugrunde liegende Begr�ndung und Methode zu beurteilen, welche bereits im ersten Verfahren gegen den Beschwerdef�hrer im Gutachten von Dr. D.________ von der Psychiatrischen Universit�tsklinik Z�rich vom 15. Dezember 2005 (kant. Akten act. 5.5) als in verschiedener Hinsicht mangelhaft qualifiziert worden war. Der Experte musste entgegen den Einw�nden in der Beschwerde nicht ergr�nden, welche Fragen der Beschwerdef�hrer gestellt beziehungsweise nicht gestellt und welche Erkenntnisse er mit seiner Technik �ber die psychischen Eigenschaften von A.________ gewonnen hatte, und es war daher nicht notwendig, dass der Experte den Beschwerdef�hrer hiezu befragte. Der Experte hatte vielmehr zu ergr�nden, welche Erkenntnisse eine sorgf�ltige Fachperson im Rahmen einer sorgf�ltigen Untersuchung im November 2003 gewonnen h�tte. Hief�r war eine Befragung des Beschwerdef�hrers durch den Experten nicht erforderlich.
4.8 Dem Beschwerdef�hrer ist darin zuzustimmen, dass die Formulierung im Gutachten, wonach eine "Gefahr weiterer einschl�giger Straftaten" bestehe (kant. Akten act. 66 S. 8), unstatthaft ist, da der Vorfall vom 12. April 2001 nicht strafrechtlich verfolgt worden war und A.________ somit im Zeitpunkt der Ausstellung der "Unbedenklichkeitserkl�rung" im November 2003 noch gar keine einschl�gige Straftat begangen hatte. Dies ist indessen nicht entscheidend. Massgebend ist, wie eine sorgf�ltige Fachperson im November 2003 die von A.________ ausgehende Gefahr f�r Dritte eingesch�tzt h�tte. Dies hatte die Vorinstanz gem�ss den Vorgaben im R�ckweisungsentscheid 6B_549/2008 vom 3. Februar 2009 zu kl�ren (BGE 135 IV 56 E. 5.4) und sollte der von der Vorinstanz bestellte Gutachter gem�ss dem Fragenkatalog einsch�tzen. Beim Vorfall vom 12. April 2001 hatte A.________ eine schussbereite Pistole auf B.________ gerichtet und erkl�rt, dass sie sich umbringen und ihn mitnehmen wolle (siehe angefochtenes Urteil S. 30). Allerdings hing das Ausmass der dadurch f�r den Dritten geschaffenen Gefahr auch von dessen Reaktion ab, wie in der Beschwerdeschrift (S. 16) insoweit zutreffend bemerkt wird. Beim Vorfall vom 12. April 2001 war es dem damaligen Lebenspartner B.________ gelungen, A.________ die beiden mitgef�hrten Pistolen, welche sie nacheinander zur Hand nahm, durch gutes Zureden abzunehmen. Demgegen�ber verlief der Vorfall vom 11. M�rz 2004 folgenschwer, indem sich ein Schuss aus der von A.________ aus n�chster N�he gegen die Brust von C.________ gerichteten Pistole l�ste, als dieser versuchte, durch einen Schlag auf den Arm von A.________ die Waffe nach unten zu bewegen. Im einen wie im andern Fall bestand indessen eine Gefahr f�r Dritte, die haupts�chlich schon dadurch geschaffen wurde, dass A.________ in einer angespannten Verfassung in Anwesenheit eines Dritten eine schussbereite Pistole zur Hand nahm.
Der Beschwerdef�hrer macht geltend, A.________ sei nicht im Alter von 18 Jahren von ihrem damaligen Lehrmeister, sondern im Alter von 16 Jahren von einem Wirt, bei dem sie in den Ferien aushilfsweise gearbeitet habe, vergewaltigt worden. Das Kind sei nicht bei dieser Vergewaltigung gezeugt worden, sondern mehrere Jahre sp�ter im Rahmen einer Beziehung, als A.________ 23 Jahre alt gewesen sei. Dies ergebe sich unter anderem aus dem Bericht der Psychiatrischen Klinik K�nigsfelden vom 12. M�rz 1998. Die unzutreffenden Angaben im Gutachten machten deutlich, dass der Experte die Akten nicht studiert habe.
Tats�chlich scheinen die genannten Angaben im Gutachten unzutreffend zu sein, wie auch die Vorinstanz festh�lt (angefochtenes Urteil S. 32-34). Die im massgebenden Zeitpunkt im November 2003 mehr als zwanzig Jahre zur�ckliegenden Ereignisse sind indessen jedenfalls in den Einzelheiten f�r die Beurteilung der Frage, zu welcher Einsch�tzung eine sorgf�ltige Fachperson im November 2003 hinsichtlich der Suizidgefahr und der Gef�hrdung f�r Dritte gelangt w�re, nach der willk�rfreien Auffassung der Vorinstanz kaum relevant.
4.10 Der Einwand des Beschwerdef�hrers, dass sich der Experte nicht mit dem Urteil des Geschworenengerichts des Kantons Z�rich vom 1. Februar 2006 in Sachen A.________ auseinandergesetzt habe und dass die Schlussfolgerungen des Experten betreffend Fremdgef�hrdung zu diesem Urteil in Widerspruch st�nden, geht an der Sache vorbei. Das Urteil des Geschworenengerichts h�tte einer sorgf�ltigen Fachperson im November 2003 nicht vorgelegen. Das Geschworenengericht musste ein Ereignis, n�mlich den Vorfall vom 11. M�rz 2004, beurteilen, welches tats�chlich stattgefunden hatte. Demgegen�ber musste der Experte kl�ren, welche Prognose eine sorgf�ltige Fachperson im November 2003 sehr wahrscheinlich gestellt h�tte. Die Schlussfolgerung des Experten, dass eine sorgf�ltige Fachperson im November 2003 wahrscheinlich auch eine Gefahr weiterer einschl�giger Straftaten bejaht h�tte, steht im �brigen nicht im Widerspruch zur Feststellung des Geschworenengerichts, dass A.________ am 11. M�rz 2004 den Schuss, welcher ihren ehemaligen Freund verletzte, nicht bewusst abgegeben hatte. Ausserdem ging es gem�ss dem Gutachtensauftrag ohnehin nicht um eine Gefahr von Straftaten, sondern um eine Gefahr f�r Dritte. Eine solche Gefahr f�r Dritte konnte indessen auch schon dadurch geschaffen werden, dass A.________ in einer angespannten psychischen Verfassung in einer Trennungssituation in Anwesenheit des Partners eine schussbereite Pistole zur Hand nahm (siehe E. 4.8 hievor).
4.11 An der Sache vorbei geht auch der Einwand des Beschwerdef�hrers, die Zuger Polizei habe von A.________ als Voraussetzung f�r die R�ckgabe der beschlagnahmten Schusswaffen nicht ein psychiatrisches Gutachten, sondern lediglich eine �rztliche Bescheinigung verlangt, wie sich aus der Korrespondenz zwischen der Zuger Polizei und A.________ (kant. Akten act. 3.1) ergebe (Beschwerde S. 26 ff.). Auf die Bezeichnung des von der Polizei geforderten Dokuments kommt es nicht an. Die Zuger Polizei verlangte eine fach�rztliche Einsch�tzung zur Frage, ob A.________ suizidgef�hrdet und/oder f�r Dritte gef�hrlich sei. Diese Einsch�tzung musste selbstredend auf einer sorgf�ltigen fach�rztlichen Untersuchung beruhen.
4.12 Der Experte hatte darzulegen, zu welchen Erkenntnissen eine sorgf�ltige Fachperson im November 2003 betreffend die Suizidgefahr und die Gefahr f�r Dritte gelangt w�re. Er musste nicht auch er�rtern, ob die zust�ndigen Beh�rden in Anbetracht der Einsch�tzung der sorgf�ltigen Fachperson die beiden beschlagnahmten Schusswaffen an A.________ zur�ckgegeben h�tten. Dies ist nicht eine medizinische Frage, sondern eine Rechtsfrage betreffend die Anwendung der Waffengesetzgebung. Es ist daher entgegen der Meinung des Beschwerdef�hrers nicht zu beanstanden, dass sich der Experte mit dieser Frage nicht auseinandersetzte.
4.13.1 Das Gutachten reicht indessen aus nachstehenden Gr�nden als Grundlage f�r eine Verurteilung des Beschwerdef�hrers nicht aus.
Zwischen den Ausf�hrungen im Gutachten und den darin enthaltenen Schlussfolgerungen besteht kein plausibler, nachvollziehbarer Zusammenhang. Der Experte stellt im Wesentlichen dar, was er erforscht h�tte. Seine diesbez�glichen Ausf�hrungen sind allerdings generell-abstrakt und ziemlich unverbindlich. Dies gilt beispielsweise f�r seine Hinweise, dass das In-Erfahrung-Bringen einer Diagnose oder zumindest die Erstellung einer diesbez�glichen Hypothese sicher nicht verkehrt gewesen w�re, dass eine sorgf�ltige Analyse der pers�nlichen Beziehungen und namentlich der Liebesbeziehungen der Explorandin einen nicht unerheblichen Platz im Rahmen der Erhebung der Vorgeschichte h�tte einnehmen m�ssen und dass eine Analyse der Anlasstat mindestens im Ansatz h�tte beschrieben und diskutiert werden m�ssen. Der Experte legt in seinem Gutachten sodann nicht dar, welche Tatsachen die seines Erachtens gebotenen Abkl�rungen im November 2003 aller Wahrscheinlichkeit nach zu Tage gef�rdert h�tten, welches Bild mithin eine sorgf�ltige Fachperson im November 2003 von der Explorandin gewonnen h�tte. Der Experte h�tte darstellen m�ssen, was eine sorgf�ltige Fachperson im November 2003 untersucht, was sie dabei herausgefunden h�tte und zu welchen Schl�ssen sie gest�tzt hierauf gelangt w�re. Zu diesem Zweck h�tte der Experte festhalten m�ssen, welchen Wissensstand eine sorgf�ltige Fachperson im November 2003 erlangt h�tte. Dies ergibt sich aus dem Gutachten nicht. Es ist unklar, ob der Experte sich wirklich in die Lage einer sorgf�ltigen Fachperson im November 2003 zur�ckversetzte oder ob er sich nicht - allenfalls unbewusst - zu sehr von den ihm zur Verf�gung stehenden Akten beeinflussen liess, welche fast allesamt nach November 2003 produziert wurden und zu einem erheblichen Teil Tatsachen und Ereignisse betreffen, die erst nach November 2003 stattfanden. In diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass die Tendenz besteht, die Vorhersehbarkeit eines Ereignisses im Nachhinein zu �bersch�tzen, was in der Psychologie als R�ckschaufehler (hindsight bias) bezeichnet wird. Dem R�ckschaufehler erliegen auch Fachleute wie beispielsweise �rzte in ihrem angestammten Wissensgebiet. Werden �rzte beispielsweise gefragt, welche von vier Diagnosen sie nach Lekt�re einer Krankengeschichte als am Wahrscheinlichsten erachten, wird ihre Wahl erheblich durch die (angeblich) bereits bekannte Diagnose beeinflusst. �rzte der Kontrollgruppe, welche die richtige Diagnose nicht kennen, �bersch�tzen die Wahrscheinlichkeit, mit der sie die richtige Diagnose getroffen h�tten (siehe MARK SCHWEIZER, R�ckschaufehler oder ich wusste, dass das schiefgehen musste, in: Justice-Justiz-Giustizia, 2008/1; DERSELBE, Kognitive T�uschungen vor Gericht, eine empirische Studie, Diss. Z�rich 2005, S. 209 ff., 214 f.). In Anbetracht dieser Gefahr eines R�ckschaufehlers und zu dessen Vermeidung war es umso mehr geboten, im Gutachten darzulegen, durch welche Abkl�rungen eine sorgf�ltige Fachperson im November 2003 voraussichtlich welche konkreten Tatsachen in Erfahrung gebracht h�tte und inwiefern diese f�r die Beurteilung einer Fremdgef�hrdung relevant sind.
4.13.2 Im Gutachten wird nicht erl�utert, durch welche konkreten Vorkehrungen eine Fachperson im Rahmen einer sorgf�ltigen Untersuchung im November 2003 sehr wahrscheinlich welche Tatsachen in Erfahrung gebracht h�tte. Klar ist aufgrund der Ausf�hrungen im Gutachten, dass eine sorgf�ltige Fachperson mit der Explorandin ein Gespr�ch gef�hrt h�tte. Dies hat indessen auch der Beschwerdef�hrer getan. Aus dem Gutachten wird nicht ersichtlich, welche konkreten Abkl�rungen nach Ansicht des Experten eine sorgf�ltige Fachperson etwa im Hinblick auf die vom Experten geforderte "sorgf�ltige Analyse ihrer pers�nlichen Beziehungen, namentlich der Liebesbeziehungen", beziehungsweise im Hinblick auf das "In-Erfahrung-Bringen einer Diagnose oder zumindest die Erstellung einer diesbez�glichen Hypothese" getroffen h�tte und inwiefern gest�tzt darauf zuverl�ssige Schl�sse auf Umst�nde welcher Art h�tten gezogen werden k�nnen, die f�r die Prognose namentlich betreffend die hier strafrechtlich allein massgebende Fremdgef�hrdung relevant sind. Aus dem Gutachten wird auch nicht ersichtlich, welche relevanten Erkenntnisse aus welchen weiteren Abkl�rungen sehr wahrscheinlich zu erwarten gewesen w�ren. Der Gutachter weist einerseits darauf hin, dass "ein Anruf ... bei der ehemals behandelnden Psychiaterin ... sicher ebenfalls nicht geschadet" h�tte. Er h�lt andererseits fest, dass eine sorgf�ltige Fachperson den Auftrag h�tte ablehnen m�ssen, wenn A.________ sich geweigert h�tte, die Psychiaterin, bei der sie bis zum 8. Oktober 2001 in Behandlung gewesen war, vom Arztgeheimnis zu entbinden. Welche f�r die Prognose relevanten Umst�nde ein solcher Anruf zutage gef�rdert h�tte, ergibt sich aus dem Gutachten jedoch nicht. Von einer allf�lligen Kontaktaufnahme mit der Psychiatrischen Klinik Rheinau, in welcher A.________ in der Zeit vom 25. Februar bis zum 5. M�rz 1998 nach einem Suizidversuch im Februar 1998 hospitalisiert war, ist im Gutachten nicht die Rede, und der Suizidversuch vom Februar 1998 wird im Gutachten nicht n�her thematisiert.
4.14 Die Antwort des Experten auf die ihm von der Vorinstanz gestellte Frage 2 wird somit im Gutachten nicht schl�ssig und nachvollziehbar begr�ndet, da sich aus dem Gutachten nicht ergibt, durch welche konkreten Vorkehrungen eine Fachperson im Rahmen einer sorgf�ltigen Untersuchung im November 2003 sehr wahrscheinlich welche Umst�nde in Erfahrung gebracht h�tte und welche Schlussfolgerungen sie daraus in Bezug auf die psychische Verfassung von A.________ und die Frage der Fremdgef�hrdung gezogen h�tte. Die Vorinstanz h�tte daher eine Fremdgef�hrdung und damit die Relevanz des dem Beschwerdef�hrer vorgeworfenen pflichtwidrigen Verhaltens f�r den eingetretenen Erfolg nicht gest�tzt auf das Gutachten bejahen d�rfen.
Die Beschwerde ist somit gutzuheissen, das Urteil des Obergerichts des Kantons Z�rich vom 22. Januar 2010 aufzuheben und die Sache zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Diese wird dar�ber befinden, ob ein Erg�nzungsgutachten oder ein Obergutachten einzuholen oder ob darauf in der Erw�gung zu verzichten sei, dass sich die entscheidende Frage im heutigen Zeitpunkt nicht mehr zuverl�ssig beantworten lasse. Im letzteren Fall wird die Vorinstanz den Beschwerdef�hrer in Anwendung der Maxime "in dubio pro reo" als Beweislastregel freisprechen, weil die Relevanz des sorgfaltswidrigen Verhaltens im heutigen Zeitpunkt nicht mehr festgestellt werden kann.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Kosten zu erheben und hat der Kanton Z�rich dem Beschwerdef�hrer eine Entsch�digung von Fr. 3'000.-- zu zahlen.
Die Beschwerde wird gutgeheissen, das Urteil des Obergerichts des Kantons Z�rich vom 22. Januar 2010 aufgehoben und die Sache zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckgewiesen.