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Timestamp: 2016-10-28 20:05:22
Document Index: 296192925

Matched Legal Cases: ['Art. 37', 'Art. 37', 'Art. 201', 'Art. 31', 'Art. 55', 'Art. 43', 'Art. 63', 'Art. 64', 'Art. 55', 'BGE', 'BGE', 'Art. 63', 'Art. 55', 'Art. 8', 'Art. 18', 'Art. 18', 'BGE', 'Art. 18', 'BGE', 'Art. 197', 'Art. 221', 'Art. 220', 'Art. 197', 'Art. 63', 'BGE', 'BGE', 'Art. 199', 'BGE', 'Art. 184', 'BGE', 'BGE', 'Art. 156', 'Art. 159']

4C.297/2004 (09.12.2004)
4C.297/2004 /bie
H.X.________ und R.X.________,
vertreten durch F�rsprecher Beat Luginb�hl,
Y.________, Beklagte und Berufungsbeklagte,
vertreten durch F�rsprecher Samuel Keller.
Kaufvertrag; M�ngel,
vom 18. M�rz 2004.
Y.________ (Beklagte) war Eigent�merin der Baulandparzelle A.________-Grundbuchblatt Nr. X1X1, die aus einer Teilung der fr�heren Parzelle Nr. X2X2 hervorging. Der entlang dem B.________ liegende Teil der Parzelle befand sich gem�ss der 1996 im Rahmen einer Ortsplanrevision erstellten Gefahrenkarte im roten, der �brige Teil im blauen Gefahrengebiet. "Rot" bedeutet, dass Naturgefahren eine zerst�rerische Wirkung entfalten k�nnen und Personen innerhalb und ausserhalb von Geb�uden gef�hrdet sind. Mit "blau" sind Gebiete bezeichnet, in welchen Personen nur gef�hrdet sind, wenn sie sich ausserhalb der Geb�ude befinden, und in denen bei Einhaltung entsprechender Bauauflagen pl�tzliche Geb�udezerst�rungen nicht zu erwarten sind. Das Amt f�r Gemeinde und Raumordnung (abgek�rzt AGR), Kreis Berneroberland, verf�gte hierauf die Sistierung des Genehmigungsverfahrens des neuen Zonenplanes f�r diese Bauzonenteile bis zum Abschluss der Bachverbauungen. Auf Einsprache der Beklagten erl�uterte es dazu in seiner abschl�gigen Verf�gung, diese in der Ortsplanrevision als Bauzone ausgeschriebene Zone d�rfe nicht ohne Beschr�nkung genehmigt werden. Neue Bauvorhaben d�rften nicht bewilligt werden, bis die Schutzmassnahmen realisiert seien.
In der Folge wurden der Beklagten zu deren Erstaunen dennoch seitens der Gemeinde Kaufinteressenten f�r das Bauland zugewiesen. Auch das Ehepaar H. und R.X.________ (Kl�ger) zeigte Interesse f�r den Erwerb des Landes. Am 2. November 2000 fand eine Besprechung vor Ort zur Kl�rung der Frage statt, ob der Realisierung des Bauvorhabens der Kl�ger wegen der Naturgefahren rechtliche Hindernisse im Wege stehen k�nnten. Bei diesem Gespr�ch anwesend waren sowohl der Architekt der Beklagten als auch jener der Kl�ger sowie die zust�ndigen Funktion�re, n�mlich der stellvertretende Oberingenieur des Kreises I, der Strasseninspektor Oberland West und der Pr�sident der Schwellengemeinde A.________. Den Architekten wurde er�ffnet, dass im blauen Gebiet vier H�user sofort erstellt werden k�nnten, sofern die f�r die Gefahrenzone blau geltenden Vorschriften eingehalten w�rden. Weiter wurde darauf hingewiesen, dass der neue Geschiebesammler im B.________-graben ca. Ende 2001 in Betrieb genommen werde, womit die rote Zone wegfalle. Die Architekten leiteten diese Information an ihre Mandanten weiter. Hernach trafen sich die Parteien in Begleitung ihrer Architekten, um dar�ber zu verhandeln, welche Teilparzellen die K�ufer zu welchem Kaufpreis �bernehmen w�rden, und es wurden Fragen der Erschliessung er�rtert. Der Beklagten war auch bekannt, dass die Kl�ger m�glichst rasch bauen wollten. Der Kaufvertrag kam zustande und wurde am 3. Februar 2001 unter Einschluss der nachstehenden Bestimmung �ffentlich beurkundet.
"Gew�hrleistung:
Jede Gew�hrleistungspflicht der Verk�uferin f�r rechtliche und k�rperliche M�ngel der Vertragssache wird, soweit gesetzlich zul�ssig, wegbedungen. Der K�uferschaft ist insbesondere die geltende Zoneneinteilung der Vertragssache bekannt, ebenso dass die Vertragssache in der Gefahrenzone B.________ liegt - die Gefahrenkarte der Gemeinde A.________ ist den K�ufern bekannt."
Im M�rz 2001 reichte der Architekt der Kl�ger das Bau- und Gew�sserschutzgesuch bei der Gemeinde ein. Die Bauverwaltung liess es publizieren und f�gte von sich aus den Passus ein:
"Beanspruchte Ausnahme:
Vorbehalten bleibt die Genehmigung des sistierten Gebietes B.________ des neuen Zonenplanes Nr. 3 (vorzeitige Baubewilligung gest�tzt auf Art. 37 BauG)."
Das AGR wies jedoch das vom Regierungsstatthalteramt Obersimmental gestellte Gesuch um Zustimmung zur vorzeitigen Baubewilligung gem�ss Art. 37 BauG entgegen der Erwartung der Beteiligten am 16. Juli 2001 ab. Zur Begr�ndung f�hrte es aus, das Bauvorhaben liege zwar in einer Wohnzone W2. Das Genehmigungsverfahren sei jedoch gem�ss Beschluss vom 12. April 1999 �ber die Ortsplanrevision A.________ sistiert worden, da die Zone in einem Gefahrengebiet liege. �ber die Abgrenzung der Bauzone k�nne erst definitv entschieden werden, wenn der geplante Geschiebesammler erstellt und die Gefahrenkarte �berarbeitet worden sei.
Die Kl�ger haben gegen�ber der Beklagten mit Schreiben vom 4. September 2001 als Sachmangel im Sinne von Art. 201 Abs. 1 OR ger�gt, dass der Baubeginn noch nicht stattfinden konnte, und sie haben nachher den Vertrag mit Schreiben vom 14. Juni 2002 wegen Grundlagenirrtums angefochten.
Mit Klage vom 31. M�rz 2003 beantragten die Kl�ger dem Gerichtspr�sidenten des Gerichtskreises XIII Obersimmental-Saanen, die Beklagte zu verurteilen, das ihnen am 3. Februar 2001 verkaufte Grundst�ck A.________-Grundbuchblatt Nr. X1X1 gegen Erstattung des Kaufpreises von Fr. 197'050.-- und der Erschliessungskosten von Fr. 28'150.--, je nebst Zins, wieder als Eigent�merin zu �bernehmen. Ferner verlangten sie Schadenersatz im Betrage von Fr. 14'316.--.
Der Gerichtspr�sident 2 des angerufenen Gerichts sch�tzte die Klage am 10. Oktober 2003 mit Ausnahme der Schadenersatzforderung und wies das Kreisgrundbuchamt VIII Obersimmental-Saanen an, nach Rechtskraft des Urteils und Bezahlung der zugesprochenen Betr�ge die Beklagte als Eigent�merin der Liegenschaft einzutragen. Das Gericht erwog, den Verk�ufern sei die Vorstellung der Kl�ger, sie k�nnten auf der Vertragsparzelle sogleich ein Ferienhaus erstellen, bekannt gewesen. Die definitive Ausschreibung der Bauzone stehe jedoch auch zwei Jahre nach Abschluss des Kaufvertrages noch aus. Die Kl�ger seien deshalb zur rechtzeitig (Art. 31 OR) erfolgten Vertragsanfechtung wegen Grundlagenirrtums berechtigt. Alsdann pr�fte das Gericht, ob die Freizeichnungsklausel die ger�gten M�ngel des Grundst�cks erfasst habe. Es kam zum Ergebnis, dass die K�ufer unter den gegebenen Umst�nden mit zus�tzlichen Auflagen betreffend Konstruktion und Umgebungsgestaltung und mit einem Bauverbot im roten Teil der Parzelle rechnen mussten, nicht aber damit, dass sie auch im blauen Teil die �berbauung nicht sofort w�rden in Angriff nehmen k�nnen. Nach Auffassung des erstinstanzlichen Gerichts �nderte daher weder die Freizeichnungsklausel noch der Hinweis auf die Gefahrenkarte etwas an der Zul�ssigkeit der Berufung auf Grundlagenirrtum.
Auf Appellation der Beklagten wies der Appellationshof des Obergerichts des Kantons Bern die Klage am 18. M�rz 2004 ab. Er mass dem zweiten Satz der Freizeichnungsklausel besondere Bedeutung zu. Aufgrund einer Auslegung nach dem Vertrauensprinzip kam der Appellationshof, anders als das erstinstanzliche Gericht, zum Schluss, der Mangel der sofortigen Bebaubarkeit habe unter den speziellen Umst�nden nicht g�nzlich ausserhalb dessen gelegen, womit ein K�ufer vern�nftigerweise zu rechnen habe.
Die Kl�ger haben das Urteil des Appellationshofs sowohl mit staatsrechtlicher Beschwerde als auch mit Berufung beim Bundesgericht angefochten. Die staatsrechtliche Beschwerde wurde mit Urteil vom heutigen Tage abgewiesen, soweit darauf einzutreten war.
Mit der vorliegenden Berufung beantragen die Kl�ger, das Urteil des Appellationshofs vom 18. M�rz 2004 aufzuheben und die Klage gem�ss dem erstinstanzlichen Entscheid gutzuheissen, eventuell das angefochtene Urteil aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung im Sinne der Erw�gungen an den Appellationshof zur�ckzuweisen. Die Beklagte schliesst auf Abweisung der Berufung, soweit darauf einzutreten sei.
1.1 Nach Art. 55 Abs. 1 lit. c OG ist in der Berufungsschrift anzugeben, welche Bundesrechtss�tze der angefochtene Entscheid verletzt und inwiefern er gegen sie verst�sst. Fehl am Platz sind dagegen R�gen der Verletzung von Verfassungsrecht (Art. 43 Abs. 1 Satz 2 OG) und Ausf�hrungen, die sich in unzul�ssiger Weise gegen die tats�chlichen Feststellungen und gegen die Beweisw�rdigung der Vorinstanz richten, es sei denn, es werden zugleich substanziierte R�gen im Sinne von Art. 63 Abs. 2 OG (offensichtliches Versehen) oder Art. 64 OG (unvollst�ndige Ermittlung des Sachverhalts) erhoben (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG; BGE 127 III 390 E. 1f S. 393; 126 III 59 E. 2a S. 65, je mit Hinweisen). Werden solche Ausnahmen geltend gemacht, so hat die Partei, welche den Sachverhalt berichtigt oder erg�nzt wissen will, dar�ber genaue Angaben mit Aktenhinweisen zu machen. Unbeachtlich sind dagegen blosse Verweise auf die Akten; inwiefern das angefochtene Urteil Bundesrecht verletzt, ist in der Berufungsschrift selber darzulegen (BGE 126 III 198 E. 1d).
1.2 Aus dem Entscheid �ber die mit der vorliegenden Berufung konnexe staatsrechtliche Beschwerde geht hervor, dass die im Appellationsverfahren vertretenen Parteistandpunkte, wie sie im angefochtenen Urteil wiedergegeben sind, nicht in offensichtlichem Widerspruch zu den Angaben der Beklagten im Parteiverh�r stehen, und es wurde zwischen den von der Vorinstanz dargestellten Parteivorbringen und den Tatsachenfeststellungen des Gerichts unterschieden. In der Berufung erheben die Kl�ger im gleichen Zusammenhang unter dem Titel "Vorbemerkung" R�gen der Aktenwidrigkeit (Art. 63 Abs. 2 OG). Indem sie in ihrer Rechtsschrift die beanstandeten Passagen nicht einzeln auff�hren, sondern lediglich auf mehrere Seiten des angefochtenen Urteils hinweisen, gen�gen sie den Begr�ndungsanforderungen von Art. 55 Abs. 1 lit. c OG nicht. Auf die betreffenden Ausf�hrungen ist deshalb nicht einzutreten. Entsprechend verh�lt es sich mit der in diesem Zusammenhang ebenfalls erhobenen R�ge der Verletzung von Art. 8 ZGB, denn die Kl�ger geben nicht an, mit welchen prozesskonform angebotenen Beweisen zu welchen Tatsachen sie abgewiesen worden sind. Soweit sie geltend machen wollen, die Vorinstanz habe trotz Bestreitung ohne geh�rigen Beweis auf Behauptungen der Gegenpartei abgestellt, kritisieren sie in Wirklichkeit die Sachverhaltsermittlung der Vorinstanz, womit sie im Berufungsverfahren nicht zu h�ren sind.
Die Kl�ger werfen dem Appellationshof vor, bei der Auslegung der Freizeichnungsklausel Art. 18 OR verletzt zu haben.
2.1 Der Inhalt eines Vertrags bestimmt sich in erster Linie durch subjektive Auslegung, das heisst nach dem �bereinstimmenden wirklichen Parteiwillen (Art. 18 Abs. 1 OR). Nur wenn eine tats�chliche Willens�bereinstimmung unbewiesen bleibt, sind zur Ermittlung des mutmasslichen Parteiwillens die Erkl�rungen der Parteien aufgrund des Vertrauensprinzips so auszulegen, wie sie nach ihrem Wortlaut und Zusammenhang sowie den gesamten Umst�nden verstanden werden durften und mussten (BGE 130 III 417 E. 3.2 mit Hinweisen). W�hrend das Bundesgericht die objektivierte Vertragsauslegung als Rechtsfrage pr�fen kann, beruht die subjektive Vertragsauslegung auf Beweisw�rdigung, welche der bundesgerichtlichen �berpr�fung im Berufungsverfahren entzogen ist. Der Vorrang der empirischen oder subjektiven vor der normativen oder objektivierten Vertragsauslegung ergibt sich aus Art. 18 OR als Auslegungsregel. Die Verletzung dieses Grundsatzes kann deshalb mit der Berufung ger�gt werden (BGE 121 III 118 E. 4b/aa).
2.2 Die Kl�ger r�gen sinngem�ss, die Vorinstanz habe den mit Bezug auf die Freizeichnungsklausel bestehenden �bereinstimmenden tats�chlichen Willen der Parteien missachtet, stehe doch zweifelsfrei fest, dass diese von der sofortigen �berbaubarkeit der in der blauen Zone liegenden Teile der Parzelle ausgegangen seien. Der Vorbehalt in der Freizeichnungsklausel k�nne sich daher nach den �bereinstimmenden Aussagen der Parteien nur auf die rote Parzelle bezogen haben. F�r eine Auslegung nach dem Vertrauensprinzip bleibe kein Raum.
Mit diesen Ausf�hrungen setzen die Kl�ger f�lschlicherweise Feststellungen �ber das (vermeintliche) Wissen der Parteien solchen �ber deren Wollen gleich. Dass die Parteien bei Vertragsschluss von �bereinstimmenden Annahmen �ber die �berbaubarkeit ausgingen, bedeutet keineswegs, dass sie auch in ihrem Verst�ndnis der Freizeichnungsklausel �bereinstimmten. Dass die Beklagte das Risiko einer Verz�gerung bei der Baubewilligung h�tte �bernehmen wollen, geht denn auch aus dem angefochtenen Urteil nicht hervor. Die R�ge der Verletzung des Vorrangs der subjektiven vor der objektiven Vertragsauslegung ist daher unbegr�ndet.
Nach Art. 197 in Verbindung mit Art. 221 OR haftet der Verk�ufer eines Grundst�cks dem K�ufer sowohl f�r die zugesicherten Eigenschaften als auch daf�r, dass die Sache nicht k�rperliche oder rechtliche M�ngel habe, die ihren Wert oder ihre Tauglichkeit zu dem vorausgesetzten Gebrauche aufheben oder erheblich mindern. Er haftet auch dann, wenn er die M�ngel nicht gekannt hat. Diese gesetzliche Gew�hrleistungsregelung ist dispositiver Natur. Die Gew�hrleistung kann von den Parteien eingeschr�nkt oder ausgeschlossen werden. Dass diese Regeln im vorliegenden Fall zur Anwendung gelangen, ist nicht umstritten. Streitig ist indes, welche Bedeutung der vertraglichen Klausel �ber den Haftungsausschluss nach Treu und Glauben beizumessen ist. Hiezu ist zun�chst zu ermitteln, ob und in welchem Ausmass der geltend gemachte Mangel im massgeblichen Zeitpunkt (vgl. dazu Art. 220 OR; Giger, Berner Kommentar, N. 42 zu Art. 197 OR; Schumacher/R�egg, in: Alfred Koller [Hrsg.], Der Grundst�ckkauf, 2. Aufl., Bern 2001, Rz. 162 S. 230 f.) tats�chlich vorhanden war. In dieser Hinsicht steht f�r das Bundesgericht verbindlich fest (Art. 63 Abs. 2 OG), dass die �berbaubarkeit bei Erlass des angefochtenen Urteils noch nicht gegeben war, dass aber auf dem Grundst�ck demn�chst gebaut werden kann. Entgegen der Meinung der Kl�ger liegt der Mangel somit nicht in der fehlenden, sondern in der verz�gerten �berbaubarkeit.
4.1 Zu pr�fen bleibt, ob die Vorinstanz zu Recht geschlossen hat, Verz�gerungen bei der Baubewilligung w�rden nach Treu und Glauben von der Gew�hrleistungsausschlussklausel erfasst (vgl. den zur Ver�ffentlichung bestimmten Bundesgerichtsentscheid 4C.242/2004 vom 6. Oktober 2004 E. 4.3; BGE 126 III 59 E. 5a; 109 II 24 E. 4).
4.2 Dass die Vorinstanz die von der Rechtsprechung entwickelten Grundlagen objektivierter Auslegung von Klauseln �ber den Gew�hrleistungsausschluss verkannt h�tte, machen die Kl�ger zu Recht nicht geltend. Danach f�llt ein Mangel dann nicht unter den Gew�hrleistungsausschluss, wenn er g�nzlich ausserhalb dessen liegt, womit ein K�ufer vern�nftigerweise rechnen muss. Ob dies der Fall ist, h�ngt von den konkreten Umst�nden des Einzelfalls ab (BGE 126 III 59 E. 4a; 107 II 161 E. 6c/d S. 164 mit Hinweisen; vgl. dazu auch Giger, a.a.O., N. 10 zu Art. 199 OR). Es kommt f�r die Auslegung wesentlich darauf an, zu welchem erkennbaren Zweck jemand einen Gegenstand gekauft hat. Insofern sind M�ngel, die eine Sache weitgehend f�r den vorgesehenen Gebrauch untauglich machen, anders zu werten als solche, die diesen zwar erschweren, aber dennoch zulassen. F�r die Beurteilung der Frage, ob ein bestimmter Mangel unter den Gew�hrleistungsausschluss f�llt oder nicht, ist deshalb auf den wirtschaftlichen Zweck des Kaufvertrages abzustellen (BGE 72 II 267 E. 3 S. 269; vgl. auch das Urteil 4C.273/1995 vom 1. November 1995, E. 4a, abgedruckt in ZBGR 77/1996 S. 330 ff.). Damit ein Mangel von einer allgemein formulierten Freizeichnungsklausel nicht erfasst wird, gen�gt es nicht, dass er unerwartet ist; er muss auch den wirtschaftlichen Zweck des Gesch�fts erheblich beeintr�chtigen (zit. Bundesgerichtsurteil vom 1. November 1995, a.a.O., E. 4a). Dabei ist im Rahmen einer gesamthaften Beurteilung festzustellen, ob der K�ufer mit den M�ngeln einer bestimmten Art im vorhandenen Ausmass rechnen musste (zur Ver�ffentlichung bestimmter Entscheid 4C.242/2004 E. 4.3.1 mit ausf�hrlicher Darstellung der Rechtsprechung).
4.3 Nach Auffassung der Vorinstanz ist mit Blick auf einen Haftungsausschluss der Verk�ufer die Erkl�rung der K�uferschaft von besonderer Bedeutung, dass ihr die geltende Zoneneinteilung der Vertragssache bekannt sei, ebenso wie die Gefahrenkarte der Gemeinde A.________ und der Umstand, dass die Vertragssache in der Gefahrenzone B.________ liege. Dieser Satz enthalte einen individualisierten, auf die planerische Situation im Umfeld des Vertragsverh�ltnisses konkret zugeschnittenen Haftungsausschluss. Selbst wenn nach Auskunft der Gemeindebeh�rden in der blauen Zone sofort gebaut werden konnte, habe allein die Tatsache, dass sich das Grundst�ck in der blauen und in der roten Gefahrenzone befunden habe, aufgrund des Wortes "Gefahr" gewisse Bedenken wecken m�ssen. Vor diesem Hintergrund habe das Fehlen der sofortigen �berbaubarkeit nicht g�nzlich ausserhalb dessen gelegen, womit ein K�ufer vern�nftigerweise zu rechnen habe. Indem die Kl�ger, ohne den Zonenplan je eingesehen zu haben, erkl�rt h�tten, die Zoneneinteilung sei ihnen bekannt, h�tten sie das Risiko der fehlenden Genehmigung und des Zeitpunkts der Bebaubarkeit auf sich genommen. Mit Bezug auf den wirtschaftlichen Zweck des Kaufvertrages erwog die Vorinstanz, die Kl�ger h�tten beabsichtigt, auf dem gekauften Land ein (zweites) Ferienhaus zu erstellen. Diesen privaten Zweck habe der geltend gemachte Mangel nicht vereitelt, sondern nur verz�gert, weil die Genehmigung als Bauland absehbar sei und mit gr�sster Wahrscheinlichkeit in naher Zukunft auf der Parzelle gebaut werden k�nne. Zwar habe die sofortige Bebaubarkeit einen f�r die K�ufer subjektiv wesentlichen Vertragspunkt gebildet. Sie sei aber weder von der Verk�uferschaft zugesichert noch verurkundet worden, weshalb sie nach dem Vertrauensprinzip von der Klausel �ber den Ausschluss der Gew�hrleistung erfasst worden sei.
4.4 Inwiefern diese Auslegung Bundesrecht verletzen soll, ist nicht ersichtlich, zumal die Vorinstanz auch zutreffend erkannt hat, dass es sich nicht um eine bloss allgemein formulierte Freizeichnungsklausel handelt. Was die Kl�ger in der Berufung f�r ihren gegenteiligen Standpunkt vorbringen, ersch�pft sich weitgehend in unzul�ssiger allgemein gehaltener Kritik am angefochtenen Urteil, als ob dem Bundesgericht im Berufungsverfahren freie Tatsachen- und Rechtspr�fung zuk�me. So geht entgegen der Behauptung der Kl�ger aus dem angefochtenen Urteil nicht hervor, dass es nicht zum Vertragsschluss gekommen w�re, wenn Zweifel an der sofortigen Bebaubarkeit bestanden h�tten. Dass die Vorinstanz mit Bezug auf die Tragweite, welche die Parteien der Freizeichnungsklausel beimassen, keinen �bereinstimmenden Willen festgestellt hat, wurde bereits er�rtert, und aus dem Urteil �ber die konnexe staatsrechtliche Beschwerde ergibt sich, dass die Vorinstanz betreffend die bevorstehende �berbaubarkeit des Grundst�cks eine f�r das Bundesgericht verbindliche Tatsachenfeststellung getroffen hat. Unklar ist schliesslich, inwiefern die Kl�ger aus dem Umstand, dass beide Parteien von der sofortigen Bebaubarkeit der blauen Zone ausgingen, eine Verletzung der Art. 184 und 216 OR ableiten wollen. Weder kann daraus auf eine entsprechende Zusicherung der K�ufer geschlossen werden noch ist damit etwas dar�ber ausgesagt, wer daf�r einstehen muss, wenn sich die Erwartung der Parteien als tr�gerisch erweist. Die Auslegung der Freizeichnungsklausel durch die Vorinstanz h�lt daher vor Bundesrecht stand.
Die Vorinstanz hat zutreffend und insoweit unangefochten erkannt, dass die Berufung auf Grundlagenirrtum versagt, wenn der Irrtum mit fehlenden Eigenschaften der Kaufsache begr�ndet wird, f�r welche der Verk�ufer die Gew�hrleistung wegbedungen hat (BGE 126 III 59 E. 3; zit. Bundesgerichtsurteil 4C.456/1999 vom 16. M�rz 2000 E. 3c; BGE 91 II 275 E. 2b S. 279). Unter diesen Umst�nden braucht auf die Einw�nde der Kl�ger gegen die Art und Weise der Verwendung des Begriffs "Bauland" durch die Vorinstanz nicht eingegangen zu werden.
Aus diesen Gr�nden ist die Berufung abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
Dem Verfahrensausgang entsprechend ist die Gerichtsgeb�hr den Kl�gern unter solidarischer Haftung aufzuerlegen (Art. 156 Abs. 1 und 7 OG). Diese haben die Beklagte - ebenfalls unter solidarischer Haftung - f�r das bundesgerichtliche Verfahren zu entsch�digen (Art. 159 Abs. 1, 2 und 5 OG).
Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 5'000.-- wird den Kl�gern unter solidarischer Haftbarkeit auferlegt.
Die Kl�ger haben die Beklagte f�r das bundesgerichtliche Verfahren unter solidarischer Haftbarkeit mit Fr. 6'000.-- zu entsch�digen.