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Timestamp: 2018-05-26 02:18:55
Document Index: 49149028

Matched Legal Cases: ['§ 140', '§ 121', '§ 140', '§ 2', '§ 10', '§ 31']

Eingliederungsvereinbarung unter Zeitdruck - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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13.02.2013, 16:10 #1
simone106->Emailproblem
Eingliederungsvereinbarung unter Zeitdruck
bin neu in diesem Forum und ziemlich rat- und hilflos,nachdem mir erst im nachhinein langsam bewußt wird, was der Berater mir da an EGV untergejubelt hat.
hier nun kurz die Fakten:ich bin seit dem 01.02. arbeitslos, 58 Jahre alt und war zuvor als Quereinsteigerin in zahnmedizin. Verwaltungsbereich tätig.Bekomme Arbeitslosengeld 1, hatte am 08.02. einen ersten Beratungstermin.Dem SB lagen bei diesem Termin keine von mir abgegebenen Unterlagen vor,er hatte noch keinen Überblick,da er von einer anderen ARGE abgezogen worden war.
Angesichts der offiziell fehlenden Ausbildung, wurde von ihm ein eingliederungszuschuss und ein Praktikum bei potientiellen Arbeitgebern festgesetzt.Über die Länge des sog. Praktikums, heißt Probearbeiten,merkte ich an,dass ich 2-3 Tage als vertretbar hielte, da viele Arbeitgeber das nutzen,um einen Personalengstand zu überbrücken- wurde bei uns von meinem
Ex-Chef auch gern so praktiziert. Der SB ging darauf nicht weiter ein,( ist ein ganz junger Typ, der sich freundlich privat, jovial, locker gab und ganz nebenbei alles mögliche Private abfragte).Das alles zog sich über 1,5 Std. hin und mit dem Hinweis, dass er weit über die Zeit sei und andere Kunden draußen schon lange warten würden, druckte er die EGV aus, hielt sie mir unter die Nase und meinte, ich solle jetzt nur noch schnell das unterschreiben, was wir besprochen hätten.
Ich bin total überrumpelt worden, Zeit zum Durchlesen wurde mir nicht mehr gegeben,habe unterschrieben.
Zu Hause angekommen,sah ich dann, das für das Praktikum vier Wochen von ihm angesetzt worden waren, er also meinen Zeitrahmen gänzlich außer acht gelassen hatte.
In der EGV steht: bieten sie potentiellen Arbeitgebern einen Eingliederungszuschuss und ein Praktikum an.
Ich habe am selben Tag beim CallCenter - 0180er Nummer angerufen und wollte einen nahen Termin mit dem "Betreuer" haben, da ich zur EGV noch Fragen hätte, das wurde mir abgelehnt, das sei zeitlich nicht möglich, er könne mich allenfalls zurückrufen.Das wollte ich nicht.Auf meine Frage, ob er mir dann Auskunft darüber geben könne,ob ich bereits in der Bewerbung diese Angebote zu unterbreiten habe und was man unter einem potentiellen Arbeitgeber bzgl des Anbietens zu verstehen habe, teilte mir dieser mit,dass dieses Angebot erst in einem Bewerbungsgespräch unterbreitet werden müsse.
Habe mir eine Gesprächsnotiz gemacht mit dem Namen des Herrn und darum gebeten, dies zu dokumentieren.
[B]Wer hat zu diesem Thema schon Erfahrungen und noch eine ganz große wichtige Frage: kann ich, wenn mir dieser potentielle Arbeitgeber unsympathisch ist, die Chemie nicht stimmt, er aber durch diese Lockangebote
mich unbedingt einstellen möchte, ablehnen? oder riskiere ich dann Sanktionen???
Es pressiert sehr,da ich Freitag ein Vorstellungsgespräch habe.
Wo kann man sich denn über seine Rechte informieren, ohne das Arbeitsamt einzubeziehen.Gibt es da so etwas wie einen unabhängigen Berater?
Jetzt schon mal lieben Dank!
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13.02.2013, 16:29 #2
AW: Eingliederungsvereinbarung unter Zeitdruck
Dumm, dass Du die EGV unterschrieben hast, dagegen kann man jetzt nichts mehr machen. Scann die bitte mal ohne persönliche Daten ein. Abfotografieren, abschreiben geht auch.
Das mit den Eingliederungszuschüssen, steht in den meisten EGV drin. Weiß nicht, ob jemand von den Leuten hier schon mal bei einem Vorstellungsgespräch erwähnt haben. Abzockerfirmen wissen das sowieso.
13.02.2013, 16:51 #3
ja, bin weder darauf aufmerksam gemacht worden, dass ich die egv auch mit nach hause nehmen könne, vielmehr wurde ich dazu aufgrund des zeitdrucks genötigt schnell zu unterschreiben. Kannte mich mit der Materie auch nicht aus, da novum. der typ hat das ganz perfide eingefädelt.Richtig ist, dass ich jetzt Arbeitslosengeld 1 beziehe, das jobcenter für mich nicht zuständig ist.welche möglichkeiten bestehen jetzt noch für mich und wie gesagt, kann ich einen arbeitgeber ablehnen, der mich einstellen will, er mir aber total unsympathisch ist. Brisant ist ja bei meiner egv der eingliederungszuschuss, habe ich denn überhaupt die möglichkeit,mir meinen arbeitgeber auszusuchen?
kann doch alles nicht so sein, das man völlig entrechtet ist.
13.02.2013, 17:00 #4
so wie ich das sehe bist du ziemlich gelinkt worden. Das Ganze bei ALG I.
So wie du schreibst hast du die Teilnahme an einer 4 wöchigen Lachveranstaltung unterschrieben. Dein Pech, wirst du leider antreten müssen. Gehe hin und unterschreibe nichts. Verweigere den Sklaventreibern deine Unterschriften. Alles zur Prüfung mit nach Hause nehmen. Bei Platzverweis nicht entfernen. Warte lieber auf die Polizei und lass die den Platzverweis aufnehmen. Du hast Zuweisung vom Afa. Du kommst deinen Pflichten nach. Gleichzeitig beantragst du die Löschung deiner Sozialdaten (Tel., E-Mail und auch keine Weitergabe deiner Daten aus Verbis) bei der Afa .
Dann lies dir auch mal § 140 SGB III durch . Zumutbarkeit von Stellenangeboten.
leider fällt mir nicht mehr ein da meine ALG I Zeit schon mehrere Jahre zurückliegt.
Geändert weil sich der § 121 geändert hat nach § 140 SGBIII.
13.02.2013, 17:04 #5
Zitat von simone106
Der Einzige, der Dich entrechtet hat, bist Du selbst.
Sieh es mal positiv: Du lernst jetzt an einem vergleichsweise einfachen und für Dich nicht so gefährlichen Beispiel, daß man Verträge erst liest, bevor man unterschreibt.
Allein dieses Wissen ist schon Tausende von EURO wert, sei Deinem SB also dankbar.
Das gilt alles aber nur, wenn Du jetzt auch die richtigen Konsequenzen daraus ziehst.
Du könntest z.B. nach Ablauf der Probearbeit von dem Chef normalen Tariflohn verlangen. Probearbeit muß bezahlt werden!
Würde ich persönlich aber nur bei einem unsympathischen Chef machen, da Dir das Geld, das Dir evtl. zugesprochen wird, vom JC sofort wieder gegengerechnet wird.
Du könntest Dich als arbeitswillig, aber ein bißchen doof präsentieren.
Z.B. Anweisungen falsch verstehen oder wortwörtlich ausführen. Das ergibt oft wunderbare Situationen.
Wie auch immer: pacta sunt servanta, da kommst Du die nächsten sechs Monate nicht mehr raus.
13.02.2013, 17:23 #6
noch etwas zu der erwähnung des eingliederungszuschusses:wenn ich ein Vorstellungsgespräch führe,muss ich dies ja auch im Nachweis der Eigenbemühungen/ Nachweis der Bewerbungen dokumentieren, d.h. Name des Arztes, Anschrift etc. Damit kann das Arbeitsamt doch überprüfen, vielleicht durch Anruf oder andere Kontrolle, ob ich eingliederungszuschuss/praktikum im Gespräch angeboten habe.
die egv lautet:
Bemühungen von frau xxxx
bieten sie potentiellen arbeitgebern einen eingliederungszuschuss zur verbesserung ihrer wettbewerbsfähigkeit an. bei interesse soll sich der arbeitgeber vor abschluss des arbeitsvertrages mit dem arbeitgeberservice in verbindung setzen....
bieten sie potentiellen arbeitgebern ein praktikum zum erwerb von fehlenden kenntnissen (maßnahme bei einem arbeitgeber) von max. 4 wochen an.teilen sie ihrem arbeitsvermittler bitte umgehend die teilnahme an einem solchen praktikum mit,damit ihnen die eforderlichen unterlagen zugesandt werden können.
bitte bewerben sie sich bis zum nächsten termin monatlich bei mindestens 5 arbeitgebern schriftlich, telefonisch,persönlich (inititativ) gemäß unserer zielsetzung und dokumentieren diese bewerbungen in der ausgehändigten liste (bewerbertagebuch)
bringen sie diese liste bitte zu jedem beratungsgespräch bei ihrem arbeitsvermittler mit.
zusätzlich legen sie bitte die originale der antwortschreiben,wenn vorhanden,beim nächsten gesprächstermin bei ihrem arbeitsvermittler vor.
ich bin darüber informiert worden,dass ich verpflichteet bin,die für die vermittlung erforderlichen auskünfte zu erteilen,unterlagen vorzulegen und den abschluss eines arbeitvsverhältnisses unter benennung des arbeitgebers...
so, das ist die geniale iengliederungsvereinbarung- wie gesagt bewerbertagebuch da erscheint für den fall eines vorstellungsgespräch eben
der name des arztes und wenn das kontrolliert wird,ob ich d. eingliederungszuschuss angeboten habe oder nicht,kann das bestimmt zu sanktionen führen
13.02.2013, 17:32 #7
Der SB ging darauf nicht weiter ein,( ist ein ganz junger Typ, der sich freundlich privat, jovial, locker gab und ganz nebenbei alles mögliche Private abfragte).Das alles zog sich über 1,5 Std. hin und mit dem Hinweis, dass er weit über die Zeit sei und andere Kunden draußen schon lange warten würden, druckte er die EGV aus,
Die Masche mit dem Zeitdruck gehört zum üblichen Repoirtoire eines jeden SB.
Erst werden unsereins freundlich und jovial fürs den SB nützliche Informationen aus den Rippen geleiert,
um uns danach schnell über den Tisch zu ziehen.
Funktioniert allerdings nur bei uninformierten Betroffenen,
die ohne versierten Beistand völlig blind und naiv in die Fallen der SB stolpern.
hielt sie mir unter die Nase und meinte, ich solle jetzt nur noch schnell das unterschreiben, was wir besprochen hätten.
War dir sofort klar, dass dir eine EGV (ein Vertrag!)vorliegt, oder hast du das Dokument für eine Gesprächsdokumentation gehalten?
Zusammen mit solchen Geldgeschenken und Anpreisung unserer kostenlosen Arbeitskraft werden wir vom Ladenhüter zum Topseller für potentielle Ausbeuter-Firmen.
Ich habe am selben Tag beim CallCenter - 0180er Nummer angerufen und wollte einen nahen Termin mit dem "Betreuer" haben, da ich zur EGV noch Fragen hätte,
Du hast unterschrieben, damit ist der Drops gelutscht.
Ob du noch Fragen hast, etwas nicht verstanden oder einen Punkt geändert haben möchtest, interessiert zu diesem Zeitpunkt niemanden mehr.
Wer hat zu diesem Thema schon Erfahrungen und noch eine ganz große wichtige Frage: kann ich, wenn mir dieser potentielle Arbeitgeber unsympathisch ist, die Chemie nicht stimmt, er aber durch diese Lockangebotemich unbedingt einstellen möchte, ablehnen? oder riskiere ich dann Sanktionen???
Wenn du offen ablehnst, riskierst du eine Sperre, daher ist es wichtig alles sehr subtil anzugehen.
Vorrangig stets Interesse heucheln, aber im Hinterkopf nie sein eigentliches Ziel - diesen Job nicht zu wollen - aus den Augen verlieren.
In diesem Thread findest du wertvolle Informationen im Umgang mit Ausbeutern.
Wo kann man sich denn über seine Rechte informieren, ohne das Arbeitsamt einzubeziehen
In diesem Forum gibt es einen reichhaltigen Fundus unabhängigen Wissens.
Er beschränkt sich nicht nur auf aktuelle Situationen, "wenn es brennt", sondern auf den grundsätzlichen Umgang mit der BA/dem JC.
Nur wenn du grundsätzliches Wissen verinnerlichst, wird dir künftig kein derartiger Lapsus mehr unterlaufen,
dass du eine EGV unterschreibst und so an einen Seelenverkäufer gerätst.
13.02.2013, 17:39 #8
erst mal danke, noch habe ich kein Praktikum zugewiesen bekommen, vielmehr soll ich kostenloses probearbeiten beim potentiellen arbeitgeber - im Vorstellungsgespräch- anbieten, ebenso wie den eingliederungszuschuss. die egv ist gültig bis 7.8.13 soweit zwischenzeitlich nichts anderes vereinbart wird.
13.02.2013, 17:40 #9
So wurden die schon seit Jahren formuliert. Bewerbungsliste würde ich führen, allein schon wegen der Kostenerstattung. Aber mal langsam mit den jungen Pferden. Es wird nicht so heiß gegessen wie gekocht wird. Schlaf ersteinmal eine Nacht darüber.
Dann gehe das Ganze planvoll an:
Mach dir eine Bewerbungsmappe mit Lebenslauf und Anschreiben und was sonst noch dazugehört fertig.
Nach bedarf ausdrucken und verschicken. Bei iniativbewerbungen nur kurzes Anschreiben mit eingescannten Bild und dem Hinweis das bei Intresse auch vollständige Unterlagen zur Verfügung gestellt werden. Original an Adressat. Duplikat für Bewerbungsliste.
13.02.2013, 17:56 #10
Beachte bitte, daß Probearbeit und Praktikum rechtlich zwei völlig verschiedene Dinge sind.
Mit der Probearbeit sollst Du Deine Arbeitskraft/-kenntnisse demonstrieren. Diese Arbeit muß bezahlt werden.
Ein Praktikum vermittelt Dir Wissen, es muß nicht bezahlt werden.
Falls Du irgendwo reingesteckt wirst, erkundige Dich seeeehr eingehend über den Versicherungsschutz, Arbeitsschutz- und Hygienevorschriften usw.
Falls etwas im Argen liegt, dokumentiere es für Dich. Also kurzes Protokoll und Bilder.
Wirksam kannst Du Dich nur wehren, wenn Du alles belegen kannst.
Falls Du einmal so etwas durchziehst, werden die Herrschaften für die Zukunft sehr vorsichtig.
Du solltest aber nur aktiv werden, wenn Du hier vorher alles abgeklärt hast und signalisiert wird, daß für Dich kein Risiko besteht.
13.02.2013, 17:57 #11
ja subtil ist richtig, aber wie gesagt, wenn ich den eingliederungszuschuss + probearbeiten anbieten muss und der potentielle arbeitgeber darauf anspringt bzw. sofort
die chance wahrnimmt und mich sozusagen anfordert,muss ich doch auch die möglichkeit
haben eventuell abzulehnen. ein arbeitsvertrag kommt durch übereinstimmende willenserklärungen zustande und zwar der Verrtagspartner. mir geht das nicht in den kopf, das das arbeitsamt mich zwingen kann,mit jemanden einen vertrag zu schließen,der mir völlig gegen den strich geht.Sorry, vielleicht bin ich da noch von einem anderen stern.
13.02.2013, 18:10 #12
Ein unentgeltliches Praktikum ist nicht verpflichtend, und solltest du eines absolvieren (wollen), dann könntest du es auch sanktionsfrei abbrechen.
http://www.elo-forum.org/beruf/24887...1-07-08-a.html
Hier nochmal die Kernaussagen des Urteils:
2. "Arbeit" ist im Sinne des § 2 Abs.2 Satz s SGB II jede (lohn)abhängige Erwerbstätigkeit,die sozialversicherungsrechtlich ein (sozialversicherungspflichtiges) Beschäftigungsverhältnis konstituiert.Ein unentgeltliches Praktikum erfüllt diese Kriterien nicht.
Erwerbsfähige Hilfebedürftige haben ihre Arbeitskraft zur Beschaffung Ihres Lebensunterhalts einzusetzen.Da unentgeltliche Tätigkeiten diesem Zweck (unmittelbar) nicht zu erreichen mögen,sind sie insofern auch nicht als Arbeit i.S.d. §§ 10 und 31 SGB II zu qualifizieren.
3.Ein Praktikum ist keine Ausbildung,denn der Begriff der Ausbildung betrifft die Berufsausbildung
4.Praktika stellen auch keine Arbeitsgelegenheiten dar.
5. Eine Weigerung eine Arbeit ,Ausbildung und Arbeitsgelegenheit anzunehmen,bedeutet die vorsätzliche Nichtaufnahme einer angebotenen Arbeit.Der Ablehnungswille muss sich eindeutig und zweifelsfrei aus dem Gesamtverhalten des EHB ergehen.Der Leistungsträger trägt dafür die materielle Darlegungslast.
Abbruch eines unentgeltlichen Praktikums - keine Sanktion [Archiv] - Arbeitslosen Forum Deutschland
13.02.2013, 18:21 #13
@Hamburgeryn1
sowie ich das Lese ist sie ALG I und somit dem SGB III unterstellt.
Ob da § 31 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. c) SGB II noch wirkt weiss ich nicht.
13.02.2013, 18:22 #14
Du hast Dich einlullen lassen und das war falsch:
1. Private Fragen beantwortet man dem SB nicht. Wenn er Dinge über Dein Privatleben wissen will - redest Du vom Wetter. Das machst Du konsequent so lange bis er private Fragen bleiben lässt.
2. Wenn er auf einmal keine Zeit hat, gut dann nimmst Du die EGV mit. Verträge muss man lesen. Das dauert.
3. Du sollst laut EGV dem Arbeitgeber den Lohnzuschuss der Arbeitsagentur anbieten. Es steht nicht in der EGV das Du das gleich beim Bewerbungsschreiben tun musst. Lass es auf das Vorstellungsgespräch ankommen, erst wenn es für Dich erträglich ist zückst Du diese Trumpfkarte. Machst Du das gleich, kreisen alle Abeitgeber - Aasgeier schon über Dir. Die die am meisten auf "Lohnzuschuss" abheben sind am unangenehmsten.
4. Probearbeiten - Im Gespräch zwar anbieten aber gegen Arbeitsvertrag sprich Probezeit. O.k. ist ein niedrigeres Gehalt während der Probezeit.
5. Direkte Ablehnung eines AG ist in diesem System nicht vorgesehen. Aber es gibt oft andere Gründe. Mach das aber nicht beim Bewerbungsschreiben sondern im Gespräch. Betone bei der Bewerbung nicht Deine Stärken, wenn der Arbeitgeber Dir nicht liegt - halte Deine Stärken flach.
13.02.2013, 18:23 #15
ja, habe auch schon bewerbungen per mail verschickt, läuft im zahnmedizinischen bereich der stellenangebote fast nur noch,kaum telefonnr. oder chiffre.die krux ist das ein
arbeitgeber mir eine sms geschickt hat und mir ein vorstellungsgespräch angeboten hat.der typ ist im kreis meiner kolleginnen sehr verschrien,ich gehe davon aus, das der hinter einem angebot steckt,auf das ich mich per mail beworben habe- leider auch mit handynr.aus der mail anschrift konnte man nicht auf ihn zurückschließen.nun aber bitte noch mal meine frage-habe meine egv eingestellt-wie siehts mit dem erwähnen des angebotes eines eingliederungszuschusses/Probearbeiten im konkreten fall des vorstellungsgespächs nun aus??meinem SB ist ja alles zuzutrauen, da er mich ja so schon abgelinkt hat, kann ich mir vorstelen, dass der auch stichprobenartig bei den arbeitgebern anruft und nachfragt, ob der eingliederungszuschuss angeboten worden ist.
13.02.2013, 18:58 #16
tja, habe da noch eine frage an roten bock bzgl. des probearbeitens gegen arbeitsvertrag: der sb sagte mir, dass ich ein probearbeiten dem arbeitsamt unverzüglich mitteilen muss und dies erst von ihm genehmigt werden muss.
wenn ich nun wirklich ein probearbeitsverhältnis zustandekommt,das aber innerhalb der probezeit vom arbeitgeber gelöst wird, wie sieht es denn dann mit meiner dauer der erworbenen anwartschaft für arbeitslosengeld aus? nach meinen berechnungen stünden mir 24 monate zu.sind diese 24 monate dann damit gänzlich verwirkt oder wird z.b. nur ein monat arbeitslosigkeit davon abgezogen. hast du da eine info für mich?
13.02.2013, 18:58 #17
Da Du selbst den Eingliederungszuschuß/dieProbearbeit ansprechen sollst, hast Du doch eine erstklassige Gelegenheit dabei nach dem Tariflohn zu fragen.
Da kann Dir niemand einen Strick daraus drehen.
13.02.2013, 22:41 #18
Probearbeiten musst Du mitteilen, dem Arbeitgeber solltest Du wenn er drauf besteht mitteilen, das Du dafür die Gestattung der Arbeitsagentur brauchst. Ich würde in dem Fall mal nicht telefonieren sondern einen Brief schreiben oder an das Amt faxen. Telefonate sind nicht rechtssicher. Arbeitgeberchen muss halten warten bis die Agentur zugestimmt hat.
Ja wenn ihr halt nicht zusammenpasst und die Entscheidung das Probearbeitsverhältnis zu lösen vom Arbeitgeber ausgeht kannst Du nichts dafür. Merke: Der Arbeitgeber in diesem Land darf alles - wenn Du aber schlagartig nicht zum Probearbeiten antritts - obwohl die zugestimmt haben kann es Dir möglicherweise als "Vereitelung der Arbeitsaufnahme" ausgelegt werden. Ehrlich gesagt habe ich aber ein Leben lang "Probearbeiten" abgebogen.
14.02.2013, 12:51 #19
Hi,in meinem Bereich gibt es keinen Tarifvertrag,deshalb werden auch durchwegs
niedrige Gehälter bezahlt.Das Probearbeiten soll übrigens vor Abschluss eines
Arbeitsvertrages erfolgen, so läuft das immer in diesem Bereich.Während dieser Zeit erhalte ich weiter ALG1, deshalb auch die eforderliche Anzeige und Genehmigung durch das AA. im übrigen ist ein Arbeitsvertrag mit einer Probezeit ein vollwertiger Vertrag, bis auf den kleinen Umstand, dass die Kündigungsfrist in z. B. einem Zeitraum von 4-6 Monaten meistens nur eine Woche für den AG beträgt,manche halten es durchaus für angemessen auch eine tägliche kündigung aussprechen zu können, dies insbesondere bei AZUBIs.
14.02.2013, 13:26 #20
Hi, erst mal lb. Dank.Der Hinweis,der schriftlichen Mitteilung an das AA ist hilreich.Der SB hat mir für den Fall des Probearbeitens ein Formular mitgegeben,das ausgefüllt vom AG? ihm zur Genehmigung vorgelegt werden muss.Habe auch schon speedport dahingehend geantwortet,das in der Regel ein Arb.vertrag auf Probe geschlossen wird, allerdings mit der Maßgabe, dass in einem Zeitraum von 4-6 Monaten eine verkürzte Kündigungsfrist vereinbart wird, meistens von einer Woche, manche AG nehmen auch eine tägl Kündigungsfrist.Mit Abschluss eines Arb.vertrages bist du dann sowieso vom AA weg.Meine Frage war, wie sich ein Arbeitsverhältnis, dass z.B. nach 4 Wochen dann möglicherweise doch vom AG gekündigt wird, sich auf meine erworbene" Anwartschaft" von 24 Monaten auswirkt. Tritt damit eine Verwirkung der 24 Monate ein und fange ich dann wieder quasi bei null an,meint,erst wieder mind. 12 Monate nicht unterbrochener Beschäftigung, bevor man ALG1" würdig" ist? Gibt es denn da überhaupt keinen vom AA unabhängigen Berater, der einem mal dieses Fragenpaket beantworten kann??
egv, eingliederungsvereinbarung, zeitdruck
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