Source: http://community.beck.de/2019/07/30/anonymitaet-klarnamenpflicht-und-meinungsvielfalt-im-internet-alles-eine-frage-der-vertragsfreiheit?page=4
Timestamp: 2019-10-18 01:27:17
Document Index: 366753058

Matched Legal Cases: ['§ 13', 'Art. 5', 'BGH', 'BGH', '§14', '§14', '§14', 'BGH', '§ 14']

Rechtsgebiete: MedienrechtInternetstrafrechtEuropäisches WirtschaftsrechtRechtspolitikIT-RechtTelekommunikationsrecht200|10856 Aufrufe
Gast kommentiert am Di, 2019-08-20 15:20 Permanenter Link
Dass das nicht hilft, wenn ein Nutzer einfach nur die Diskussion massiv stört, sieht man ja bekanntlich an Ihrer unter Klarnamen auftretenden Person.
I. S. kommentiert am Do, 2019-08-22 10:34 Permanenter Link
Wenn ein Nutzer die Diskussion massiv stört, ist die Moderation gefordert, korrigierend einzugreifen.
Das kann zunächst durch Ermahnungen oder Löschungen, notfalls (wenn die Diskussion bereits völlig aus dem Ruder gelaufen ist) durch Sperren des Themas geschehen. Angemeldete Nutzer lassen sich zudem temporär oder dauerhaft sperren.
Das bedeutet also, dass dass erste "mildere Mittel" eine aufmerksamere und strengere Moderation wäre. Das kann auch sehr wirksam sein, denn wenn die Schreiber einer Plattform merken, dass bestimmtes Verhalten (z.B. Angriffe gegen die Person (auch unterhalb einer Strafbarkeitsschwelle), Themenfremde Diskussionen, häufige Wiederholungen, konkrete Rechtsberatung etc.) nicht gewünscht ist und umgehend gelöscht wird, wird sich das Verhalten relativ bald reduzieren.
Sollte das nicht ausreichen, wäre eine Anmeldepflicht (ohne Klarnamenspflicht) ein weiterer Schritt. Damit lässt sich verhindern, dass Gäste "im Vorbeigehen" Beiträge erstellen können. Es ist immer erst das Login als kleine Hürde erforderlich, die möglicherweise dazu führt, noch einmal nachzudenken "muss ich das jetzt wirklich schreiben".
Außerdem lassen sich dann weitere Sanktionen wie Sperren durchsetzen, es bleibt nur noch die "Lücke", dass jemand sich nach einer Sperre neu registrieren könnte. Eine Erfassung von Klarnamen kann eine Neuanmeldung nach einer Sperre verhindern, aber auch hierfür ist absolut nicht erforderlich, dass die Klarnamen dann öffentlich sichtbar sind.
(aus irgendwelchen Gründen wird der Text beim ersten Versuch nicht angezeigt - ich bitte die Moderation den Leertext zu löschen)
Gast kommentiert am Di, 2019-08-20 12:40 Permanenter Link
Aber einer Anmeldung bei einer Plattform unter Vorlage einer Ausweiskopie steht doch wenig entgegen, Datenschutz-Bestimmungen sind dabei natürlich einzuhalten. Etwas berechtige Loyalität kann übrigens auch ein Arbeitgeber, ohne Verfehlungen selber begangen zu haben, doch erwarten, der den Arbeitnehmer schließlich auch bezahlt.
Gast kommentiert am Di, 2019-08-20 13:18 Permanenter Link
Gast kommentiert am Di, 2019-08-20 13:28 Permanenter Link
Dann bleibt aber immer noch die Identifizierung über IP und Trollangriffe können eine Plattform ja lahmlegen.
Gast kommentiert am Di, 2019-08-20 13:41 Permanenter Link
Würde hier eine Bezahlung für die Nutzung noch eingeführt werden, dann sähe die Sache auch anders aus.
Oder meint der Gast vom Di, 2019-08-20 13:18, er könne qua der Rechtschöpfung aus seiner Wassersuppe heraus immer kostenlos weiter posten bis in alle Ewigkeit bei Beck-Blog?
Gast kommentiert am Di, 2019-08-20 13:53 Permanenter Link
Ist § 13 Abs. 6 TMG [1] mit dem Wörtchen "zumutbar" außerdem in Stein gemeisselt, wenn sich Hass und Beleidigungen und Trolle immer weiter noch ausbreiten? Daran denkt der Gast vom Di, 2019-08-20 13:18 offenbar noch nicht nach reichlichem Genuss seiner Wassersuppe mit Geschmacksverstärker.
Alexander Würdinger kommentiert am Di, 2019-08-20 16:18 Permanenter Link
Noch einmal der eigentliche Grundgedanke:
Aus der Rede Carlo Schmids am 8. September 1948 im Parlamentarischen Rat.[8]
↑ Carlo Schmid: Rede am 8. September 1948 im Parlamentarischen Rat.
Ich denke, wenn der beck-blog nicht nach der Empfehlung von Carlo Schmid handelt, sondern weiter tatenlos zusieht, wie der beck-blog mehr und mehr zum Tummmelplatz für Trolle allerlei politischer Couleur wird, wird der beck-blog über kurz oder lang dasselbe Schicksal erleiden wie LTO, der beck-blog wird nämlich eines Tages unter der Vielzahl der Troll-Angriffe zusammenbrechen. Oder, kürzer ausgedrückt: Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt.
Gast kommentiert am Di, 2019-08-20 18:21 Permanenter Link
Sie sind ein typischer Anwendungsfall von Mt. 7,3: "Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?", wobei es sich bei Ihnen nicht nur um einen einzelnen Balken, sondern um einen ganzen Schienenstrang von München nach Hamburg mit tausenden Holzschwellen handelt. LTO und Wikipedia haben vor Ihnen ja bekanntlich schon lange kapituliert und Sie ausgesperrt...
Gast kommentiert am Di, 2019-08-20 17:31 Permanenter Link
Herr Würdinger, die speziellen und dann auch ellenlangen Kontroversen "man on mission 1" versus "man on mission 2" sind zum Glück noch überschaubar hier, auch Angriffe mit Bots konnte ich noch keine hier erkennen. Vielleicht reicht auch noch die bisherige abwartende Gelassenheit der hier Verantwortlichen aus.
Gast kommentiert am Mi, 2019-08-21 05:34 Permanenter Link
Und wenn sie sich nicht auf den Füßen stehen, dann treten sie gegen Schienbeine oder Waden, oder flüstern sich auch noch unfreundliche Dinge in die Ohren.
Das kennen wir doch alle, mindestens aus dem TV.
Gast kommentiert am Di, 2019-08-20 18:03 Permanenter Link
Jetzt mal hierzu noch etwas im Spaß gesagt: Als Angeklagter im Strafprozeß könnte ich endlich im "letzten Wort" thematisch und zeitlich unbegrenzt alles das sagen, was ich schon immer einmal sagen wollte.
Gast kommentiert am Di, 2019-08-20 18:09 Permanenter Link
Das ist sogar besser als im Deutschen Bundestag, da gibt es ja ein Zeitlimit für die Redner.
Alexander Würdinger kommentiert am Do, 2019-08-22 07:42 Permanenter Link
Es geht mir um das Unterbinden von Kommentaren wie diesem:
Der betreffende anonyme Nutzer hat dann denselben Textbaustein noch ein paar Mal wiederholt. Es gelang mir zwar, den Sachverhalt, um den es mir geht, im Zusammenhang darzustellen. Ich hätte allerdings die betreffende Diskussion gern noch sachlich fortgesetzt, das war aber offensichtlich nicht möglich, der Troll war um eine "Antwort" nie verlegen. So hinterlässt die Diskussion, wenn man sie noch einmal nachliest, nachdem der Pulverrauch verzogen ist, einen zwiespältigen Eindruck: Man kann zwar schon die entscheidenden Argumente herauslesen, es ist aber sehr beschwerlich, sich durch die Vielzahl der Kommentare zu kämpfen. Ich denke, dass in Zukunft eine Diskussion auf beck-blog noch sehr viel konzentrierter ablaufen könnte, wenn die Klarnamenspflicht eingeführt werden würde und dadurch die Möglichkeit bestünde, einen Troll zeitnah sperren zu können.
Gast kommentiert am Do, 2019-08-22 08:23 Permanenter Link
Ich denke, dass in Zukunft eine Diskussion auf beck-blog noch sehr viel konzentrierter ablaufen könnte, wenn die Klarnamenspflicht eingeführt werden würde und dadurch die Möglichkeit bestünde, einen Troll zeitnah sperren zu können.
Sie sind doch derjenige, der seit Jahren zum hundertsten Mal immer den gleichen Unsinn propagiert und ständig immer wieder den gleichen Unfug wiederholt. Von einer konzentrierten Diskussion kann da nicht die Rede sein, nicht einmal von einem konzentrierten Unsinn, sondern nur von breit auswalztem Quark. Ihr einziges Ziel ist es, endlich freies Feld für Ihren Unsinn zu bekommen, dass Ihnen endlich niemand mehr widerspricht und Sie endlich ein ungestörtes Forum für Ihren Unfug haben, nachdem Wikipedia, LTO und andere Ihnen bereits den Griffel weggenommen haben.
Was Sie – ähnlich wie hier – täglich in den Kommentarspalten bei LTO getrieben haben, kann man z. B. hier oder hier oder hier oder hier und und und... nachlesen, bis LTO dann wegen Ihnen seine Kommentarfunktion schließen mußte. Und das nennen Sie dann eine "sachliche und konzentrierte Diskussion"?
Und bei Wikipedia heißt es zu Ihnen:
Gast kommentiert am Do, 2019-08-22 08:43 Permanenter Link
Nach meinem Dafürhalten müsste Herr Würdinger aber genau so auch akzeptieren, wenn ihn LTO gesperrt hätte, statt die ganze Kommentarfunktion zu schließen.
Alexander Würdinger kommentiert am Do, 2019-08-22 09:02 Permanenter Link
Die Einführung der Klarnamenspflicht auf beck-blog wäre natürlich kein "Einzelfallgesetz" nur für Sie, sondern würde natürlich auf eine unbestimmte Vielzahl von Nutzern Anwendung finden, das ist richtig.
Gast kommentiert am Do, 2019-08-22 09:06 Permanenter Link
Aber auch auf solche user, die ständig einen eigenen Fall so langatmig behandeln wollen in vielen Threads.
Gast ohne Schere kommentiert am Do, 2019-08-22 09:15 Permanenter Link
Das Sperren war jedoch da gemeint, Herr Würdinger, das ist unabhängig von einer Klarnamenspflicht machbar.
Gast ohne Schere kommentiert am Do, 2019-08-22 09:30 Permanenter Link
Angenommen, Herr RA Dr. h.c. Strate würde hier jeden seiner Fälle, die er auf seiner Website dokumentiert hat mit allen Schriftsätzen, auch hier einstellen. Da bekäme er auch von mir aber richtigen Gegenwind.
Alexander Würdinger kommentiert am Do, 2019-08-22 09:36 Permanenter Link
Ja, das wäre interessant, wenn sich Herr Kollege Gerhard Strate oder ein Thomas Fischer sich hier auf beck-blog zu Wort melden würden. Und ja, da das Konzept des beck-blog auf (kontroverse) Diskussion angelegt ist, wäre das auf jeden Fall eine Bereicherung, da haben Sie Recht.
Gast kommentiert am Do, 2019-08-22 11:00 Permanenter Link
Herr Würdinger, Sie täuschen sich da aber. RA Peter Witting hatte im Wolbergs-Thread den Versuch unternommen, einen eigenen Fall dort zu behandeln. Das brachte doch überhaupt nichts für ihn, sondern schadete mMn ihm und seinem Mandanten.
Und RA Strate wäre es im "Doppelmordfall von Babenhausen"-Thread doch ganz genau so ergangen.
Alexander Würdinger kommentiert am Do, 2019-08-22 11:16 Permanenter Link
1) Das (prozess-)taktische Verhalten des jeweiligen Anwaltskollegen (RA Peter Witting, RA Gerhard Strate). Das ist deren Sache. Der jeweilige Kollege wird schon wissen, was er tut. Es fällt mir nicht ein, mich dazu zu äußern.
2) Was ist gut für den beck-blog? Was bereichert die Diskussion? Nur dieser Gesichtspunkt interessiert hier. Das heißt: Wenn die Herren Anwaltskollegen RA Peter Witting oder RA Gerhard Strate ihre aktuellen Rechtsfälle auf beck-blog besprechen, kann das nur gut für den beck-blog sein, weil es in jedem Fall die Diskussion bereichert.
Gast kommentiert am Do, 2019-08-22 11:23 Permanenter Link
Das kann aber mMn nicht der Sinn dieses Blogs sein, den Gerichten quasi vorzugreifen und die Argumentationen der
RAe hier bereits dann schon zu zerpflücken. RA Strate hat in neueren Fällen, die noch laufen, darauf verzichtet, Dokumente des Verfahrens vollständig wieder auf seiner Website einzustellen.
Alexander Würdinger kommentiert am Do, 2019-08-22 11:27 Permanenter Link
Glauben Sie allen Ernstes, dass Sie mit Ihren Diskussionsbeiträgen - so fachlich wertvoll sie sein mögen - "den Gerichten quasi vorgreifen"?
Gast kommentiert am Do, 2019-08-22 11:33 Permanenter Link
Das nicht, Herr Würdinger, aber hier sind viele Leser und Leserinnen dabei, wenn es um Fehler in Verfahren geht.
Gast kommentiert am Do, 2019-08-22 11:31 Permanenter Link
Jeder noch so kleine Fehler eines RA im Verfahren kann hier ja aufgedeckt werden, wenn alle Leser und Leserinnen seine wichtigsten Verfahrens-Dokumente, egal wo sie stehen, ja in Ruhe mal studieren können.
Alexander Würdinger kommentiert am Do, 2019-08-22 11:41 Permanenter Link
So betrachtet ist es also sogar eine win-win-Situation: Denn die Besprechung aktueller Rechtsfälle auf beck-blog schafft für den Anwaltskollegen auch positiv die Möglichkeit, dass Leser des beck-blog auf Argumente kommen, auf die der Anwaltskollege selbst noch nicht gekommen ist. Und für den beck-blog wäre es in jedem Fall eine positive Entwicklung. Kurz gesagt: Das könnte doch für beide Seiten eine spannende Sache sein!
Gast kommentiert am Do, 2019-08-22 11:49 Permanenter Link
Ich kenne nur wenige "Experten", auch keine RAe, die sich ihre Fehler gerne nachweisen lassen.
Die Fehlerbewertungen sind den Gerichten dann jedoch selber vorbehalten, die entscheiden darüber.
Gast kommentiert am Do, 2019-08-22 11:55 Permanenter Link
Ein interessantes Novum allerdings wäre es, wenn ein RA hier fragt, was soll ich dem Gericht denn nun schreiben?
Gast kommentiert am Do, 2019-08-22 11:59 Permanenter Link
Dann könnte die geballte Schwarmintelligenz der Beck-Blog-Experten mal voll zum Zuge kommen.
Alexander Würdinger kommentiert am Do, 2019-08-22 11:59 Permanenter Link
Wie gesagt: Das ist aber nicht das Problem des beck-blog. Es bleibt eben dem jeweiligen Anwaltskollegen selbst überlassen, ob er die Chance einer transparenten Diskussion in der (juristischen Fach-)Öffentlichkeit nutzen will oder nicht. Ich sehe das eben als Chance. Aber, da haben Sie Recht, dasselbe Vorgehen birgt natürlich spiegelbildlich auch Gefahren.
Rudolphi kommentiert am Do, 2019-08-22 07:48 Permanenter Link
Herr Würdinger, ich stimme dem zu und untertütze das dann auch oft selber noch durch eine Persiflierung solcher Kommentare. Damit wird dann meistens alles dieser Art nach einiger Zeit gelöscht.
Alexander Würdinger kommentiert am Do, 2019-08-22 11:33 Permanenter Link
So verlief auch tatsächlich die weitere Entwicklung in der dortigen Diskussion:
Alexander Würdinger kommentiert am Do, 2019-08-22 12:30 Permanenter Link
Aus Platzmangel setze ich die Diskussion mit Ihnen hier fort. Es gab in der Tat, da haben Sie Recht, vernünftige Gründe, warum sich Herr Kollege Strate an der Diskussion auf beck-blog nicht beteiligt hat:
https://community.beck.de/2014/04/12/nach-mollath-und-peggy-ein-weiteres...
Denn diese Diskussion - womit wir wieder beim eigentlichen Thema wären - ist eine für den beck-blog sehr typische Diskussion: Für die Moderation ist es eine äußerst anspruchsvolle Aufgabe, sachliche Beiträge und persönliche Angriffe auseinanderzuhalten. Denn sehr oft ist es so, dass es eine "Gemengelage" zwischen erwünschten und unerwünschten Faktoren gibt. Wie also verfahren? Auf diese Weise ist die Diskussion zwar für Kenner der Schusswaffentechnik sicher außerordentlich bereichernd, für andere Leser, wie mich, aber absolut ungenießbar. Ich weiß aber, ehrlich gesagt, auch nicht, wie man mit solchen Diskussionen am besten verfahren sollte.
Gast kommentiert am Do, 2019-08-22 14:59 Permanenter Link
Ich will keinem der Experten jedoch zu nahe treten, der als Beitragsersteller und Moderator sich vermutlich selber etwas dabei noch gedacht hat, wie er Debatten jeweils auch unterschiedlich laufen lässt, auch wenn ich überhaupt keine Gründe erkenne für sehr unterschiedliches Verhalten dabei.
Alexander Würdinger kommentiert am Do, 2019-08-22 16:00 Permanenter Link
Zu unserem Thema: Kader Canan Sari, Gunnar Hamann, Schutz von und vor anonymen Äußerungen, NJW-aktuell, Heft 35/2019, S. 15
Gast kommentiert am Do, 2019-08-22 16:13 Permanenter Link
Bei beck-online aber nicht enthalten:
https://beck-online.beck.de/Dokument?vpath=bibdata%2Fzeits%2Fnjw%2F2019%2Fcont%2Fnjw.2019.h35.nameinhaltsverzeichnis.htm&anchor=Y-300-Z-NJW
Gast kommentiert am Fr, 2019-08-23 11:21 Permanenter Link
ich finde es sehr gut, dass es hier einmal eine kleine Meta-Debatte zum Beck-Blog gibt, die habe ich lange Zeit vermisst.
Dank an Frau Dr. Kaufhold.
Gast kommentiert am Sa, 2019-08-24 11:25 Permanenter Link
Wir können doch nicht im Ernst erwarten, dass es toleriert wird, wenn jemand z.B. das Telefonbuch von Berlin hier als Meinungsbeitrag einstellt und danach ein anderes usw.. Irgendwie muss dann auch mal sanktioniert werden, aber allen kann es auch die allerbeste Moderation nicht recht machen. Ich schlage mal vor, völlig unpassende Kommentare nicht gleich zu löschen, sondern in eine sog. "Blog-Arena" zu verschieben und nach 30 Tagen automatisch zu löschen. Dann hat doch jeder ausreichend Gelegenheit, die auch noch mal zur Kenntnis zu nehmen, ohne sich zu registrieren und per E-mail diese zu erhalten, nachdem er einmal selber in diesem Thread eingeloggt kommentiert hatte.
Kommentare mit strafrechtlicher Relevanz, Urheberrechtsverletzungen usw., die hier mMn nicht stehen dürfen, sind gleich zu löschen.
Das ist ein Vorschlag aus meiner reichhaltigen Foren- und Blog-Praxis.
Gast kommentiert am Sa, 2019-08-24 13:09 Permanenter Link
Mit dem GG alleine unterm Arm ist leider doch niemand für alle Eventualitäten des wahren und virtuellen Lebens gewappnet.
Die "Blog-Arena" könnte ja auch "Troll-Arena" oder so ähnlich genannt werden ......
Ich bin zwar gegen Löschungen, nur kam das häufige "Ceterum censeo Carthaginem esse delendam" von Cato dem Älteren, und das war ein " römischer Feldherr, Geschichtsschreiber, Schriftsteller und Staatsmann. Er gilt bis in unsere heutige Zeit als Musterbeispiel eines römischen Konservativen und Pater familias."
Gast kommentiert am Sa, 2019-08-24 16:16 Permanenter Link
Das Schwierige ist, vor Keppler und Galilei kreiste die Sonne um die Erde als h.M., aber diese h.M. war Kappes.
Außerdem ist vox populi doch auch schon mal vox Rindvieh gewesen, auch unter den Juristen.
Gast kommentiert am Mo, 2019-08-26 08:53 Permanenter Link
Herr Würdinger, es gäbe auch noch mildere Maßnahmen, wenn nämlich eine gültige E-Mail Adresse verlangt wird bei allen Kommentaren, auch bei den anonymen. Die Softwäre des Blogs versendet dann eine E-Mail an diese Adresse, geht die als unzustellbar zurück, wird der betreffende Kommentar sofort gelöscht.
Auch das Registrieren mit Pseudonymen und dem gleichen Verfahren ist schon einmal die mildere Maßnahme.
Sehr viele Zeitungen, Foren und Blogs usw. handhaben das auch so schon längst, ohne gültige E-Mail-Adresse geht da überhaupt nichts mehr, der Beck-Blog ist da noch eine ganz große und seltene Ausnahme davon, ein "Fossil" sozusagen aus der Anfangszeit, so wie der Quastenflosser ......
Alexander Würdinger kommentiert am Mi, 2019-09-04 15:07 Permanenter Link
Von mir aus auch "mildere Maßnahmen" gegen immer denselben Troll. So kann es jedenfalls nicht weitergehen.
Dr. Sylvia Kaufhold kommentiert am Sa, 2019-09-07 19:50 Permanenter Link
Direkt nachdem ich den Beitrag geschrieben hatte, bin ich in den Urlaub verschwunden, weshalb ich mich an der weiteren Diskussion nicht beteiligt habe. Leider war diese ja wieder durch die sehr bilaterale Auseinandersetzung zwischen Herrn Kollegen Würdinger (dem ich für seine Unterstützung im Zusammenhang mit dem BeckBlog danke) und dem ominösen „Gast“ bestimmt. Zu den wenigen Kommentaren anderer Kollegen habe ich gerade eben noch Anmerkungen hinzugefügt.
In jedem Fall bleibt das Thema spannend, zumal das Bundesverfassungsgericht in Sachen III. Weg ja bald Gelegenheit haben wird, den Umfang der Drittwirkung von Art. 5 GG gegenüber Internetplattformen (Facebook) klarzustellen. Nicht nur ich bin der Meinung, dass das Vertragsrecht in Verbindung mit einer (grundrechtskonformen) AGB-Kontrolle das richtige Instrument ist. Es wäre auch aus anderen Gründen fatal, Facebook & Co. "auf die Ebene der Staatsgewalt zu befördern" (Malte Engeler).
Alexander Würdinger kommentiert am Di, 2019-10-08 13:38 Permanenter Link
Und ich danke Ihnen, dass Sie sich des Themas angenommen haben.
Rudolphi kommentiert am Do, 2019-10-10 21:32 Permanenter Link
Nach dem Anschlag in Halle wird wieder mal nachgedacht, wie dem Haß im Internet beizukommen wäre.
Darauf darf man dann gespannt sein, was das für die Anonymität im Internet bedeuten wird.
Dr. Egon Peus kommentiert am Sa, 2019-09-07 20:33 Permanenter Link
O, es gibt, wenn Frau Dr. Kaufhold nach BGH-Entschedungen ruft, Inreressantes: BGH I ZR 15/18 vom 21.2.2019, dort etwa Tz 17: Nach seinem Wortlaut und seiner Systematik erfasst §14 UrhG die Vernichtung des Werks. Zwar mag die in §14 UrhG zunächst genannte Entstel-lung den Fortbestand des Werks voraussetzen. Bei der Entstellung handelt es sich aber nur um einen besonderen Fall der in §14 UrhG weiter genannten Be-einträchtigung des Werks. Das allgemeine Sprachverständnis steht der An-nahme nicht entgegen, dass es sich bei der Vernichtung um einen weiteren Fall der Beeinträchtigung des Werks handelt. " Man lese dort weiter. Und es dürfte keinem Zweifel unterliegen, dass das Löschen von Gedankenbeiträgen eine Vernichtung darstellt.
Alexander Würdinger kommentiert am Di, 2019-10-08 14:21 Permanenter Link
Wie immer ist das hauseigene Produkt selbstredend auch in diesem Fall das beste von allen:
https://rsw.beck.de/aktuell/meldung/bgh-vernichtung-einer-kunstinstallat...
Aus der Entscheidung des BGH, Az. I ZR 15/18 vom 21.2.2019 ergibt sich allerdings auch nicht ansatzweise etwas, das die weiter gehenden Behauptungen von Herrn Kollegen Dr. Peus stützen könnte.
I. S. kommentiert am Fr, 2019-10-11 12:15 Permanenter Link
Setzt die Anwendbarkeit des § 14 UrhG nicht eine relevante Schöpfungshöhe voraus? Das dürfte längst nicht bei jedem gelöschten Beitrag gegeben sein.
Im Übrigen spricht aber auch das Urteil für eine Loginpflicht (ohne damit verbundene Klarnamenpflicht), weil sich die Forenbetreiber dann das Recht zum Löschen von Texten in den AGB einräumen lassen und die Annahme der AGB bestätigen lassen können.