Source: http://exploredoc.com/doc/9115507/praktische-arbeitshilfe---landkreis-limburg
Timestamp: 2018-10-19 04:47:39
Document Index: 257282074

Matched Legal Cases: ['§ 24', '§ 37', '§ 21', '§ 37', '§ 2', '§ 60', '§ 16', '§ 36', '§ 24', '§ 31', '§ 47', '§ 50', '§ 47', '§ 24', '§ 37', '§ 24', '§ 31', '§ 24', '§ 31', '§ 24', '§ 31', '§ 24', '§ 31', '§ 24', '§ 31', '§ 24', '§ 37', '§ 1361', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 3', '§ 9', '§ 19', '§ 2', '§ 23', '§ 22', '§ 24', '§ 22', '§ 22', '§ 562', '§ 811', '§ 24', '§ 37', '§ 24', '§ 10', '§ 5', '§ 11', '§ 7', '§ 22', '§ 24', '§ 31', '§ 33', '§ 34', '§ 24', '§\n31', '§ 24', '§ 31', '§ 24', '§ 31', '§ 24', '§ 31', '§ 24', '§ 31', '§ 24', '§ 31', '§ 24', '§ 31', '§ 24', '§ 37', '§ 12', '§ 90', '§ 42', '§ 24', '§ 27', '§ 37', '§ 21', '§ 1', '§ 5', '§1', '§ 12', '§ 3', '§ 5', '§ 24', '§ 37', '§ 73', '§ 2', '§ 73', '§ 3', '§ 2', '§ 73', '§ 20', '§ 27', '§ 24', '§ 37', '§ 22', '§ 36', '§ 19', '§ 19', '§\n12', '§ 90', '§ 21', '§ 21', '§ 27', '§ 62', '§ 62', '§ 24', '§ 37', '§ 60', '§ 5', '§\n21', '§ 30', '§ 5', '§ 21', '§ 21']

Praktische Arbeitshilfe - Landkreis Limburg
„Einmalige Bedarfe und Sonderbedarfe“
Seiten 7 bis 11
„Schwellen“-Haushalte
Hinweis: Übersteigende Einkommensanteile
II. Erstausstattung für Wohnung und Haushaltsgeräte
Hinweis: Themen „Umzug“, „Wohnungserstausstattung“ und „Renovierung“ in Praktischer Arbeitshilfe „Kosten der Unterkunft und Heizung in Hessen“
Besondere Personen- und Fallgruppen
2.1.1 Möbel und Hausrat von Kindern bei Trennung der Eltern
Hinweis: Wohnungswechsel von Personen unter 25 Jahren
Auszug von jungen schwangeren Frauen aus dem elterlichen Haushalt
Frauenhausaufenthalt
Einlagerung von persönlicher Habe
2.10 Wohnungsbrand und Wasserschäden
2.11 Umzugsbedingte Zerstörung von Möbeln
2.12 Schimmelbildung
Pauschalen für Einrichtungsgegenstände
III. Erstausstattung für Bekleidung, Schwangerschaft und
Seiten 18 bis 20
Einmalige Leistungen für Auszubildende
Hinweis: Gewährung von Leistungen zur Förderung von bedürftigen Kindern
IV. Orthopädische Leistungen und therapeutische Geräte
Anschaffung und Reparatur orthopädischer Schuhe
Reparatur und Miete therapeutischer Geräte und Reparatur von Ausrüstungen
Vorgehensweise bei vorangegangener Bewilligung der Gegenstände durch die
Vorgehensweise bei vorangegangener Ablehnung der Gegenstände durch die
V. Darlehen nach § 24 Absatz 1 SGB II bzw. § 37 Absatz 1
Seiten 24 bis 28
Allgemeines und Aufrechnung
Medizinische Aufwendungen
Kosten für Ausweise und Pässe
Reisepässe der Bundesrepublik Deutschland
2.3.3 Kosten für die Passbeschaffung ausländischer Pässe
Strom (Nachzahlung aus Jahresabschlussrechnung, Rückstände)
VI. Sonderbedarfe § 21 Absatz 6 SGB II
Zuzahlungen zu Leistungen der Krankenkassen, zu verschreibungspflichtigen
Medikamenten und Praxisgebühren
Medizinische Sonderaufwendungen (z.B. Zahnersatz, etc.)
Fahrtkosten für die Teilnahme am Methadonprogramm oder sonstige atypische Behandlungen
Kosten zur Wahrnehmung von Umgangsrechten
Wachstumsbedingter Bekleidungsbedarf
Anlage „Einmalige Leistungen“:
• 1: Erstausstattung Bekleidung
• 2: Erstausstattung Schwangerschaft und Geburt
• 3: Möbel und Haushaltsgegenstände
In der vorliegenden Praktischen Arbeitshilfe werden häufig folgende Abkürzungen
• BSG – Bundessozialgericht
• LSG – Landessozialgericht
• SG – Sozialgericht
• SGB – Sozialgesetzbuch
• BGB – Bürgerliches Gesetzbuch
• BT-Drs. – Bundestagsdrucksache
Die in der Praktischen Arbeitshilfe erwähnten Urteile sind der Druckausgabe und der
PDF-Version nicht beigefügt.
Neben den Kosten der Unterkunft und Heizung sind auch die einmaligen Bedarfe und
Sonderbedarfe ein häufiger Streitpunkt im Leistungsrecht des SGB II und des SGB
XII, welcher häufig zu Widersprüchen und Klagen führt. Daher war es an der Zeit,
dass nach der Praktischen Arbeitshilfe „Kosten der Unterkunft und Heizung in Hessen“ die hessischen Landkreise und die Landeshauptstadt Wiesbaden sowie die
Stadt Offenbach eine Ausarbeitung zu diesem ebenso bedeutenden Themenkomplex
im Bereich der Grundsicherung vorlegen. Die Praktische Arbeitshilfe „Einmalige Bedarfe und Sonderbedarfe“ ist erneut unter dem Dach des Hessischen Landkreistages
und unter Begleitung des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration entstanden.
Auch die vorliegende Praktische Arbeitshilfe bietet einen ersten Einblick gerade für
neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den (kommunalen) Jobcentern und Sozialämtern in einer umfangreichen Rechtsmaterie. Sie stellt eine Hilfestellung in einem
der weitläufigen Schwerpunktthemen im Bereich des SGB II bzw. SGB XII dar. Sie ist
jedoch keine rechtsverbindliche Vorgabe der Rechtsaufsicht (Hessisches Ministerium
für Soziales und Integration).
Gemeinsam mit der bereits oben erwähnten Praktischen Arbeitshilfe „Kosten der Unterkunft und Heizung“ und der Praktischen Arbeitshilfe „Bildungs- und Teilhabepaket“
rundet die vorliegende Ausarbeitung die Hilfestellung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den (kommunalen) Jobcentern und den Sozialämtern in Hessen im Bereich
des Leistungsrechts des SGB II bzw. SGB XII nunmehr ab.
Auch diese Praktische Arbeitshilfe wird aufgrund der aktuellen Rechtsprechung und
evtl. erneut sich ändernder gesetzlicher Grundlagen regelmäßig zu überarbeiten sein.
Wiesbaden, Dezember 2014
Hinweis: Diese Praktische Arbeitshilfe wurde zur besseren Lesbarkeit (überwiegend)
in männlicher Form verfasst.
Zuständig für die Gewährung obiger Leistungen ist der SGB II- bzw. SGB XII-Träger,
in dessen Bereich der erwerbsfähige Leistungsberechtigte seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat. Ist ein gewöhnlicher Aufenthalt nicht feststellbar, ist der Träger für die
Leistungsgewährung zuständig, in dessen Bereich der Hilfesuchende sich tatsächlich
aufhält. Besonderheiten beim Thema „Umzug“ (z.B. in den Zuständigkeitsbereich eines anderen Trägers) können dem Abschnitt „VI. Wohnungswechsel und Erforderlichkeit eines Umzuges“ der Praktischen Arbeitshilfe „Kosten der Unterkunft und Heizung“
Leistungen nach dem SGB II werden gemäß § 37 SGB II nur auf Antrag erbracht. Für
Zeiten vor der Antragstellung ist eine Leistungsgewährung nicht möglich.
Das SGB XII verzichtet bei Leistungen nach dem Dritten Kapitel auf einen Antrag. Der
Sozialhilfeträger ist verpflichtet, alle in Betracht kommenden Hilfemöglichkeiten von
Amts wegen zu prüfen und den Sozialfall im Ganzen zu regeln.
Im Vierten Kapitel des SGB XII sind Leistungen nur auf Antrag zu gewähren. Aufgrund des Meistbegünstigtengrundsatz aus § 2 Abs. 2 SGB I sind die Bedarfe auf
einmalige Leistungen vom Ursprungsantrag miterfasst.
Um den Bedarf überhaupt feststellen zu können oder hiervon Kenntnis zu erlangen,
wird auch im SGB XII weiterhin ein formloser Antrag verlangt, auch wenn dieser keine
anspruchsbegründende oder mangels gesonderter Antragsfrist anspruchsversagende
Der Antrag ist grundsätzlich an keine Form gebunden. Dieser kann somit schriftlich
(auch per E-Mail), mündlich oder fernmündlich gestellt werden. Die Annahme eines
unvollständig ausgefüllten Antrags darf nicht verweigert werden. Im Rahmen der Mitwirkungspflichten kann allerdings die Benutzung von Antragsunterlagen für die Angabe von leistungserheblichen Tatsachen sowie die Vorlage bestimmter Unterlagen geboten sein (§ 60 Absatz 1 Satz 1 Nr. 3 SGB I).
Wurde der Antrag bei einem unzuständigen Träger gestellt, so ist dieser gemäß § 16
Absatz 2 Satz 1 SGB I zur unverzüglichen Weiterleitung an den zuständigen Träger
verpflichtet. In solch einem Fall gilt der Antrag zu dem Zeitpunkt gestellt, zu dem er
bei dem unzuständigen Träger eingegangen ist.
Anträge auf Sozialleistungen können nach Vollendung des 15. Lebensjahres gestellt
werden (§ 36 SGB I). Die Zustimmung des gesetzlichen Vertreters ist nicht notwendig; dieser sollte aber über die Antragstellung sowie über die erbrachten Leistungen
Der Sozialleistungsträger ist gehalten, den wirklichen Willen des Antragstellers (ggf.
durch entsprechende Rückfragen) zu erforschen und den Antrag dahingehend auszulegen. Liegt eine ausdrückliche Beschränkung auf eine bestimmte Leistung nicht
vor, so ist gemäß dem Prinzip der Meistbegünstigung davon auszugehen, dass der
Antragsteller über die benannte Leistung hinaus auch diejenige Leistung begehrt, die
nach der Lage des Falles ernsthaft in Betracht kommt.
Bei Leistungsempfängern im laufenden Bezug genügt ein formloser Antrag.
Die Beantragung der einmaligen Bedarfe nach § 24 Abs. 3 SGB II bzw. § 31 Abs. 1
SGB XII erfolgt mit schriftlichem Antrag und den dazu erforderlichen Unterlagen. In
diesem Zusammenhang wird auf Abschnitt 1.2. „Antragserfordernis“ verwiesen.
Um den individuellen Bedarf festzustellen ist es vorteilhaft einen Hausbesuch durchzuführen. Durch Hausbesuche können die tatsächlichen Begebenheiten geprüft und
festgestellt werden, in welchem Umfang die beantragte Leistung zum gegenwärtigen
Zeitpunkt notwendig ist. Die Ursache der Notlage ist bei der Entscheidung verschuldensunabhängig zu treffen (BSG, Urteil vom 27. September 2011, Az. B 4 AS 202/10
Die Leistungen sind bedarfsbezogen für die konkret betroffenen Leistungsberechtigten als Zuschuss zu gewähren.
Auf die Leistungen besteht ein Rechtsanspruch, wobei der Leistungsträger nur die Art
und Form (Sach- oder Geldleistung) bestimmen kann. Im Regelfall ist das Möbelangebot der GABmbH mittels Berechtigungsschein in Anspruch zu nehmen. In Ausnahmefällen kann auf Gebrauchtwarenmärkte oder Bekleidungskammern in der Region hingewiesen werden.
Die Bedarfe werden als Pauschalbeträge bewilligt. Die Höhe der Leistung kann bei
den einzelnen Kommunen durch nachvollziehbare Erfahrungswerte differieren.
Die Bewilligungsbescheide können die Vorlage von Verwendungsnachweisen wie
Quittungen und Kassenbons bestimmen, damit ein Missbrauch bzw. die zweckfremde
Verwendung weitgehend ausgeschlossen werden.
Sollte die Notlage bereits vor Antragstellung durch Leistungen Dritter beseitigt worden
sein oder werden die beantragten Sachen gekauft, ohne dass eine Bewilligung seitens des Grundsicherungsträgers ergangen ist, entfällt der Leistungsanspruch. Dies
gilt nicht, wenn der Sozialleistungsträger nicht rechtzeitig geleistet hat. Der Hilfeempfänger kann grundsätzlich nicht erwarten, dass ein Antrag innerhalb kürzester Zeit
entschieden wird und hat daher auf eine frühzeitige Antragstellung zu achten.
Die Prüfung der zweckbestimmten Verwendung erfolgt durch die Vorlage von Verwendungsnachweisen wie Kaufbelegen, Quittungen und Kassenbons. Falls Anhaltspunkte für einen Missbrauch vorliegen, sollte die Vorlage der Verwendungsnachweise
Wenn die Leistung nicht, nicht alsbald nach der Erbringung oder nicht mehr für den in
dem Verwaltungsakt bestimmten Zweck verwandt wurde, ist die gewährte Bewilligung
nach § 47 Abs. 2 Nr. 2 SGB X zu widerrufen und die erbrachte Leistung nach § 50
SGB X in voller Höhe zu erstatten.
Selbst bei zweckwidriger Verwendung besteht der Leistungsanspruch fort bzw. man
ist unter Umständen zu einer erneuten Bewilligung verpflichtet. Eine Verwirkung des
Anspruches kommt nur dann in Betracht, wenn dem Leistungsberechtigten vorsätzliches Handeln nachgewiesen werden kann.
Ermessen ist auszuüben und die Entscheidungsgründe in der Akte zu dokumentieren!
Den Hilfeempfängern sollte aber die Möglichkeit gegeben werden die Bedarfsdeckung
im Rahmen des zur Verfügung gestellten Betrages für die komplette Erstausstattung
frei zu gestalten. Der Hilfeempfänger darf sich durchaus eine Waschmaschine über
den zur Verfügung gestellten Betrag kaufen, wenn dafür die Höhe einer anderen Leistung nicht ausgeschöpft wird.
Zu beachten ist bei Verwendung eines Widerrufsvorbehaltes stets, dass im Ausgangsbescheid die Zweckbestimmung zweifelsfrei und verständlich dargelegt ist. Im
Verfahren nach § 47 SGB X ist dann im Rahmen einer Ermessensausübung zu entscheiden.
Die Ersatzbeschaffung (Erhaltungs- und Ergänzungsbedarf) ist von der Erstausstattung abzugrenzen. Grundsätzlich sind die Erhaltung und die Ergänzung von Möbeln
und Hausrat durch den Regelbedarf abgegolten. Haben entsprechende Gegenstände
lediglich ihre Funktionalität verloren, liegt keine Erstausstattung vor. Bei unabweisbarem Bedarf sind die Voraussetzungen des § 24 Abs. 1 SGB II bzw. § 37 Abs.
1 SGB XII zu prüfen. Grundsätzlich können Ersatzbeschaffungen nicht als Zuschuss
gewährt werden. Jedoch ist der Einzelfall entsprechend zu würdigen.
Hinweis: siehe auch Abschnitt II.1 „Wohnung“
Ein Anspruch auf einmalige Bedarfe nach § 24 Abs. 3 SGB II bzw. § 31 Abs. 1 SGB
XII kann auch dann bestehen, wenn kein laufender Leistungsbezug nach dem SGB II
bzw. SGB XII gegeben ist.
§ 24 Abs. 3 Satz 3 SGB II bzw. § 31 Abs. 2 Satz 1 SGB XII sagen eindeutig aus, dass
die unter Nr. 1 bis 3 abschließend aufgezählten Leistungen auch dann erbracht werden müssen, wenn Leistungsberechtigte mit ihrem Einkommen und Vermögen zwar
ihren Lebensunterhalt und die Unterkunftskosten sowie die Heizung bestreiten können, aber nicht ihre Bedarfe im Sinne der Nr. 1 bis 3.
Dabei wird den Hilfeempfängern jedoch ein „Ansparen“ aus seinem Einkommen zugemutet. Zuständig für die Anträge von „Schwellen“-Haushalte, die grundsätzlich unter den
Rechtskreis des SGB II fallen, sind die Träger der Grundsicherung für Arbeitssuchende. Ein Verweis auf den Sozialhilfeträger und auf mögliche Ansprüche nach
dem SGB XII ist nicht zulässig. Der Sozialhilfeträger ist hier ausschließlich für die
Anträge von Personen zuständig, die unter den Rechtskreis des SGB XII fallen.
Wie bei einem Bezieher von laufenden Leistungen zum Lebensunterhalt ist auch hier
zu prüfen, ob die beantragten Sonderleistungen notwendig sind.
Bei der Feststellung der Bedürftigkeit ist das übersteigende Einkommen des Antragstellers bzw. der Bedarfsgemeinschaft im Monat der Entscheidung über den Antrag
anzurechnen. Nach § 24 Abs. 3 Satz 4 SGB II bzw. § 31 Abs. 2 Satz 2 SGB XII kann
zudem das zu erwartende Einkommen in den sechs Monaten nach Ablauf des Monats, in dem über die Leistung entschieden wurde, berücksichtigt werden.
Insgesamt kann somit das Einkommen aus sieben Monaten herangezogen werden.
Diese Entscheidung steht im pflichtgemäßen Ermessen des Leistungsträgers, insbesondere auch die Entscheidung, für wie viele Monate das übersteigende Einkommen
einzusetzen ist. Bei dem Wortlaut „von bis zu sechs Monaten“ handelt es sich um eine maximale Zeitspanne; die Berücksichtigung eines kürzeren Zeitraums ist ohne
weiteres zulässig. Hier sind die Umstände des Einzelfalls entscheidend. Eine entsprechende Prognose über die Entwicklung des Einkommens ist zu treffen. Zu beachten wird an dieser Stelle auch sein, ob die Bedarfsdeckung aufschiebbar ist.
Einkommen aus Vormonaten (vor Antragstellung) ist nicht zu berücksichtigen.
Bereits angerechnete übersteigende Einkommensanteile können
nicht nochmals angerechnet werden, sofern erneut einmalige Bedarfe beantragt werden.
Erstausstattung für Wohnung und Haushaltsgeräte
Leistungen für die Wohnungserstausstattung im Sinne des § 24 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1
SGB II bzw. § 31 Abs. 1 Nr. 1 SGB XII werden grundsätzlich nur für die Anschaffung
von Einrichtungs- und Möblierungsgegenständen erbracht, die zum notwendigen Bedarf zählen. Der Begriff der "Erstausstattung" umfasst auch die Teilausstattung einer
Wohnung; sie ist nicht auf eine (einmalige) Vollausstattung beschränkt. Die Erstausstattung ist abzugrenzen vom Erhaltungs- und Ergänzungsbedarf, der bereits durch
den Regelbedarf abgegolten ist.
Voraussetzung für eine Hilfegewährung für Erstausstattungen ist, dass es sich dem
Grunde nach zunächst, alleine schon begrifflich, um eine erstmalige Ausstattung handeln sollte. Im „klassischen“ zugrunde liegenden Fall wird der Hilfeempfänger zum
ersten Mal eine eigene Wohnung beziehen. Der Antragsteller dürfte deshalb regelmäßig vor der Antragstellung noch nie eine eigene Wohnungseinrichtung besessen
haben. Insbesondere ist darauf zu achten, dass Personen, die in der Vergangenheit
bereits einen Zuschuss für die Einrichtung einer Wohnung erhalten haben, nicht
nochmals eine gleichartige Leistung erhalten. Es sei denn, es liegt ein Sonderfall von
unverschuldetem Verlust der Einrichtungsgegenstände vor (vergleiche Abschnitt II.2
Besondere Personen- und Fallgruppen).
Der Begriff der „Erstausstattung“ darf allerdings nicht zu eng ausgelegt werden. Eine
Beschränkung z. B. alleine auf die Neuanmietung von Wohnraum ist durch die Rechtsprechung verworfen worden. Vielmehr ist der Begriff bedarfsbezogen zu interpretieren. Entscheidend ist, ob ein Bedarf für die Ausstattung einer Wohnung besteht, der
nicht bereits durch vorhandene Möbel und andere Einrichtungsgegenstände gedeckt
ist (BSG, Urteil vom 20. August 2009, Az. B 14 AS 45/08 R).
Leistungen für Erstausstattung der Wohnung sind auch nach vorherigem Verzicht auf
die Anschaffung einer Wohnungseinrichtung zu erbringen. Das BSG hat unter dem
Az. B 14 AS 45/08 R entschieden, dass der Sozialleistungsträger in jedem Fall verpflichtet ist, die Leistungen für die Wohnung als Zuschuss und nicht nur als Darlehen
zu gewähren, auch wenn der Leistungsberechtigte seine Wohnung bereits längere
Zeit bewohnt - im durch das BSG entschiedenen Fall waren es fast zwei Jahre – und
beim Einzug damals auf den Erwerb von Einrichtungsgegenständen verzichtet hat.
Entscheidend ist allein, ob der Leistungsberechtigte glaubhaft versichert, seit Begründung seines eigenen Hausstands ein solches Haushaltsgerät / einen solchen Ausstattungsgegenstand nicht besessen zu haben.
Eine Erstausstattung muss somit nicht zwingend mit der Neuanmietung einer Wohnung oder dem Bezug einer Immobilie verbunden sein. Denkbar sind hier Bedarfslagen bei Neueinrichtungen von Wohnungen aufgrund außergewöhnlicher Umstände
z.B. nach einem Wohnungsbrand oder einem vergleichbaren Totalverlust. Dies gilt jedoch nicht bei Verlust durch Verschleiß, da der Erhaltungsbedarf, wie bereits weiter
oben erwähnt, bereits vom Ansparbetrag aus dem Regelbedarf abgedeckt ist (LSG
Bayern, Beschluss vom 02. Februar 2006, Az. L 11 B 778/05 SO ER
oder LSG Hessen, Beschluss vom 06. März 2006, Az. L 7 AS 30/06 ER).
Sind bzw. waren die beantragten Gegenstände bereits vorhanden und haben lediglich
Ihre Funktionalität verloren, liegt keine Erstausstattung vor. Ein Antrag auf Leistungen
nach dem § 24 Abs. 3 SGB II bzw. § 31 SGB XII ist abzulehnen. Bei unabweisbarem
Bedarf sind die Voraussetzungen des § 24 Abs. 1 SGB II bzw. § 37 SGB XII zu prüfen, da Beträge für „Ersatzbeschaffungen“ ein Bestandteil des Regelbedarfs sind.
Hinweis: siehe auch Abschnitt II.2. „Besondere Personen- und Fallgruppen“
Die Themen „Umzug“, _„Wohnungserstausstattung“_und „Renovierung“ werden in der Praktischen Arbeitshilfe„Kosten der Unterkunft_und_Heizung in Hessen“ in den Abschnitten „VI. Wohnungswechsel und Erforderlichkeit eines Umzuges“ und „VIII. Wohnungsbeschaffungskosten, Wohnungserstausstattung und Sonderfall Renovierung“ ausführlich behandelt.
Besondere Personen- und_Fallgruppen
Ebenfalls als Erstausstattung angesehen werden kann ein aufgrund einer Trennung
entstehender Bedarf. Vorrangig ist hier jedoch der vorhandene Hausrat zwischen den
Eheleuten nach § 1361 a BGB aufzuteilen; dabei erhält regelmäßig der Ehegatte, der
falls zutreffend die tatsächliche Sorge über die Kinder ausübt, auch die Kindermöbel
und den sonst zur Versorgung der Kinder notwendigen Hausrat. Der übrige Hausrat
ist im Einvernehmen beider Ehegatten regelmäßig so zu verteilen, dass jeder Ehegatte mit dem geteilten Hausrat so gut wie möglich wirtschaften kann und kein wertmäßig
erhebliches Ungleichgewicht entsteht. Können sich die Ehegatten nicht gütlich einigen, ist der Hilfeempfänger zunächst auf die Möglichkeit gerichtlicher Hilfe, insbesondere auf die Möglichkeit vorläufigen Rechtsschutzes z.B. auf die Herausgabe von
Möbeln, zu verweisen (vgl. Berlit in: LPK – SGB II, § 2 Rdn. 17). Diese Obliegenheit
folgt aus § 2 Abs. 1 Satz 1 SGB II bzw. § 2 Abs. 1 SGB XII. Erst danach sind Leistungen aus den allgemeinen Steuermitteln gerechtfertigt, es gilt das Subsidiaritätsprinzip
(vgl. § 3 Abs. 3 SGB II und § 9 Abs. 1 SGB II bzw. § 19 Abs. 1 SGB XII). Diese Pflicht
zur Selbsthilfe schließt auch ein, dass der Antragsteller zur Durchsetzung seiner zivilrechtlichen Ansprüche nötigenfalls gerichtlichen Rechtsschutz in Anspruch nimmt
(vgl. Berlit in: LPK – SGB II, § 2 Rdn. 17). Es kommt also darauf an, ob und in welchem Umfang es dem Antragsteller möglich oder nicht möglich ist, bestimmte Einrichtungsgegenstände aus seiner vormaligen gemeinsamen Wohnung mitzunehmen bzw.
diese Ansprüche zeitnah durchzusetzen (BSG, Urteil vom 19. September 2008, Az. B
14 AS 64/07 R).
Wenn ein minderjähriges Kind von beiden Elternteilen zu gleichen Teilen betreut und
versorgt wird, kann eine einmalige Leistung gewährt werden, damit die Betreuung und
Versorgung des Kindes in den Wohnungen der Mutter und des Vaters gleichermaßen
ausreichend sichergestellt ist.
Bei einer Erstanmietung einer Wohnung nach längerer Haftzeit ist zu berücksichtigen,
dass nach einer Haftentlassung tatsächlich kein Mobiliar mehr vorhanden sein kann,
so dass ein Anspruch auf eine Erstausstattung ggf. zu bejahen sein kann (siehe hierzu auch BT-Drs. 15/1514, S. 60).
Auch die Anmietung einer Wohnung nach bisheriger Obdachlosigkeit stellt eine atypische Lebenssituation dar, die eine Erstausstattung rechtfertigen kann.
Bei Rückkehr nach einem längeren Auslandsaufenthalt oder ein erstmaligem Zuzug
aus dem Ausland (z.B. Zuzug von Aussiedlern) kann ebenfalls die Gewährung eines
Zuschusses zur Wohnungserstausstattung sachgerecht sein (Münder § 23 RZ 26, 3.
Der erstmalige Bezug einer eigenen Wohnung für unter 25-jährige nach Auszug aus
dem elterlichen Haushalt bedarf der vorherigen Zusicherung. Nur wenn diese erteilt
worden ist oder – bei Vorliegen eines wichtigen Grundes – die Leistungen nach § 22
SGB II erbracht werden, kann ein entsprechender Zuschuss bewilligt werden.
In anderen Fällen ist die Leistung für eine Erstausstattung nach § 24 Abs. 6 SGB II in
Verbindung mit § 22 Abs. 5 SGB II abzulehnen.
Im SGB XII existiert dagegen keine vergleichbare Regelung.
Vergleiche Praktische Arbeitshilfe „Kosten der Unterkunft und
Heizung in Hessen“, Abschnitt „VI. Wohnungswechsel und Erforderlichkeit eines Umzuges“ (Punkt 3. Umzug vonPersonenunter
25Jahren in eine eigene Wohnung im Bereich des SGB II)
Eine Schwangerschaft kann ein Grund für einen Auszug aus dem elterlichen Haushalt sein, da auch nach der Geburt des Kindes eine eigene Bedarfsgemeinschaft entsteht. Somit ist dem Umzug bei angemessenen Unterkunftskosten zuzustimmen und
Einrichtungsgegenstände sind sowohl für die Mutter als auch für das Kind zu gewähren.
Auf die ausführlichen Empfehlungen des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V. zu § 22 Abs. 2a SGB II (alte Fassung) vom 06. Dezember 2006
Auch wenn Frauen ein Frauenhaus verlassen und die Rückkehr in die eheliche oder
familiäre Wohnung nicht möglich ist, kann ein Erstausstattungsanspruch nach dem
SGB II bzw. SGB XII entstehen.
In solchen Fällen ist auf einen sensiblen Umgang mit den betroffenen Hilfeempfängerinnen zu achten.
Bei Räumungen ist immer darauf zu achten, dass die Möbel eingelagert werden können und die Einlagerungskosten im Rahmen der KdU anerkannt werden können.
Vermieter haben gemäß § 562 BGB ein Vermieterpfandrecht, das sich jedoch nur auf
Sachen erstreckt, die der Pfändung nicht unterliegen. Die dem persönlichen Gebrauch oder dem Haushalt dienenden Sachen, insbesondere
Haus- und Küchengeräte,
soweit der Schuldner ihrer zu einer seiner Berufstätigkeit und seiner Verschuldung
angemessenen, bescheidenen Lebens- und Haushaltsführung bedarf, unterliegen
nicht dem Vermieterpfandrecht (§ 811 ZPO). Sollte der Vermieter trotzdem Möbel
einbehalten, muss der Mieter im zivilrechtlichen Eilverfahren seine Ansprüche gegen
den Vermieter geltend machen. Ein Zuschuss für eine Wohnungserstausstattung
kann hier nicht gewährt werden (LSG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 25. Juni
2008, Az. L 7 B 328/07 AS ER).
Siehe Ausführungen in der Praktischen Arbeitshilfe „Kosten der Unterkunft und Heizung in Hessen“, Abschnitt „I. Angemessenheit von Kosten der Unterkunft“ (Punkt 7.
Sonstige Unterkunftskosten – Einlagerung von persönlicher Habe)
Tritt ein solcher Schadensfall ein, muss vorrangig geprüft werden, ob die Hausrat-,
Privathaftpflicht- oder die Wohngebäudeversicherung den Schaden reguliert. Sollte
der Schaden nicht oder nur teilweise von einer Versicherung ersetzt werden, liegt hier
der Fall einer Wohnungserstausstattung vor und ein entsprechender Zuschuss ist zu
Die Ersatzbeschaffung von Möbeln ist der Erstausstattung einer Wohnung mit Einrichtungsgegenständen dann wertungsmäßig gleich zu setzen, wenn vorhandene
Ausstattungsgegenstände allein durch einen vom Grundsicherungsträger veranlassten Umzug in eine angemessene Wohnung unbrauchbar geworden sind (BSG, Urteil
vom 1. Juli 2009, Az. B 4 AS 77/08 R).
Ermessen ist auszuüben und die Entscheidungsgründe sind in der Akte zu dokumentieren!
Siehe Ausführungen in der Praktischen Arbeitshilfe „Kosten der Unterkunft und Heizung in Hessen“, Abschnitt „VI. Wohnungswechsel und Erforderlichkeit eines Umzuges“ (Punkt 1.2. Gewünschter Umzug wegen Schimmelbefalls der Wohnung)
Für Einrichtungsgegenstände können Pauschalbeträge bewilligt werden. In der Anlage „Einmalige Leistungen 3: Möbel und Haushaltsgegenstände“ sind Beispiele für
mögliche beihilfefähige Möbelstücke und Haushaltsgegenstände aufgeführt.
Ergänzung zu Waschmaschinen: Bei Einzelpersonen kann im Rahmen einer Ermessensentscheidung eine Ablehnung erfolgen, wenn dem Bürger zumutbare Alternativen zur Reinigung der Wäsche vor Ort zur Verfügung stehen (z.B. Wäscherei in
Wohnungsnähe), siehe beispielsweise auch: SG Freiburg (Breisgau), Gerichtsbescheid vom 26. April 2006, Az. S 12 AS 393/06.
Ergänzung zu Fernseher: Ein Fernsehgerät gehört nicht zu den Einrichtungsgegenständen im Rahmen einer Erstausstattung einer Wohnung. Die Anschaffung eines
Fernsehers ist in den Regelbedarfen enthalten (BSG, Urteil vom 24. Februar 2011,
Az. B 14 AS 75/10 R).
Ergänzung zu PC: Ein PC gehört ebenfalls nicht zum notwenigen Bedarf für eine
Wohnungserstausstattung. Ein solches Gerät ist nicht für eine geordnete Haushaltsführung oder zur Informationsbeschaffung zwingend notwendig. Im Zuge der Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt kann aber die Übernahme von Kosten zur Beschaffung eines PC sinnvoll sein.
Bei allen Anträgen auf Wohnungserstausstattung ist eine Einzelfallprüfung durchzuführen. Auch beim Einzug in eine erste Unterkunft, ohne zuvor einen eigenen Haushalt besessen zu haben, darf keine pauschale Bewilligung aller Artikel erfolgen. Es
werden nur die vom Leistungsberechtigten tatsächlich geltend gemachten Bedarfe
genehmigt. Werden weitere oder andere in der Liste nicht aufgeführten Gegenstände
beantragt, ist unter Prüfung der Besonderheiten des Einzelfalls die Erfordernis des
Bedarfs zu prüfen. Sind weitere oder andere Einrichtungsgegenstände begründet,
können auch diese in einen angemessenen Umfang übernommen werden.
Erstausstattung für Bekleidung, Schwangerschaft und
Erstausstattungen für Bekleidung können bei Gesamtverlust (zum Beispiel Wohnungsbrand, Diebstahl) oder einem neuen Bedarf aufgrund außergewöhnlicher und
nicht vorhersehbarer Umstände (zum Beispiel extreme Gewichtszu- oder -abnahme,
unzureichende Bekleidungsausstattung nach Haftentlassung, vorherige Obdachlosigkeit etc.) bewilligt werden. Der Begriff Erstausstattung ist nicht so eingeschränkt zu
verstehen, dass nur eine Einmalausstattung damit gemeint ist. Bei Vorliegen der Voraussetzungen kann auch nach längerer Zeit eine erneute Erstausstattung erforderlich werden. Entscheidend hierbei ist, dass bei den vorgenannten Ereignissen das
Moment der Regelmäßigkeit bzw. der Planbarkeit fehlt.
Das BSG hat zudem mit Datum vom 23. März 2010 (Az. B 14 AS 81/08 R) entschieden, dass mangels Rechtsgrundlage im SGB II kein Zuschuss für den üblichen
wachstumsbedingtem Bekleidungsbedarf von Kindern, auch nach der Entscheidung
des Bundesverfassungsgerichts, in Betracht kommt. Das Gericht bestätigt zudem,
dass bei Kindern die Notwendigkeit, Kleidungsstücke sowohl wegen des Wachstums
als auch wegen des erhöhten Verschleißes in kurzen Zeitabschnitten zu ersetzen,
zum regelmäßigen Bedarf gehöre. Dieser Bedarf falle gerade nicht einmalig (der
Zweckrichtung der Norm entsprechend), sondern laufend an. Der wachstumsbedingte
besondere Aufwand sei als Kind spezifischer, regelmäßiger Bedarf mit dem Regelbedarf abzudecken. Daher könne eine Rücklage aus dem Teil des Regelbedarfs gebildet werden, der für Kleidung vorgesehen ist bzw. nach und nach Ersatz für die Kleidungsstücke in der nächsten Größe beschafft werden, die gerade nicht mehr passen.
Die Gewährung eines Darlehens nach § 24 Abs. 1 SGB II bzw. § 37 Abs. 1 SGB XII
kommt jedoch bei Vorliegen der tatbestandlichen Voraussetzungen der Vorschrift in
Die Leistungen für Erstausstattung für Bekleidung können nach § 24 Absatz 3 Satz 5
SGB II bzw. § 10 Abs. 1 SGB XII als Sachleistung oder Geldleistung, auch in Form
von Pauschalbeträgen, erbracht werden. Dies hat das BSG in seiner Entscheidung
vom 13. April 2011 bestätigt (Az. B 14 AS 53/10 R).
Es wird die Empfehlung ausgesprochen bei Bedarfen für Erstausstattung für Bekleidung eine Pauschale zu gewähren. Die Zusammensetzung der Pauschale kann der
Anlage „Einmalige Leistungen 1: Erstausstattung Bekleidung“ entnommen werden.
Erstausstattungen bei Schwangerschaft und Geburt sind Leistungen, die den spezifisch durch Schwangerschaft und Geburt ausgelösten erhöhten Bedarf bei Mutter und
Kind befriedigen sollen. Erstausstattung meint bezogen auf die Schwangere die erstmalige Ausstattung insbesondere mit Kleidungsstücken, die gerade aufgrund der körperlichen Veränderungen im Zuge einer Schwangerschaft getragen werden müssen,
etwa Hosen mit erweitertem bzw. erweiterbarem Bund, weiter geschnittene
Kleidung oder Blusen sowie spezielle Unterwäsche.
Es wird die Empfehlung ausgesprochen, für die Erstausstattung bei Schwangerschaft
eine pauschale Beihilfe zu gewähren.
Erstausstattungen bezogen auf das Neugeborene umfassen die Leistungen der notwendigen Bekleidungs-, Gebrauchs- sowie Hygienegegenstände für die ersten Lebenswochen. Es wird empfohlen, hierfür eine Pauschale in angemessener Höhe zu
Zusätzlich zu dieser Pauschale sind auf Antrag Leistungen für folgende Bedarfsgegenstände möglich:
Wickelkommode bzw. Wickelauflage
eventuell Kleiderschrank
Die Zusammensetzung der pauschalierten Beihilfe zur Erstausstattung bei Schwangerschaft und Geburt kann der Anlage „Einmalige Leistungen 2: Erstausstattung
Schwangerschaft und Geburt“ entnommen werden.
Die Gewährung von Leistungen zur Erstausstattung für Bekleidung bei Schwangerschaft und Geburt kann in Form von Sachleistungen oder als Pauschalbetrag erfolgen. Der Verweis auf den Erwerb von billigen Neu- bzw. Gebrauchtwaren ist ebenfalls zulässig (LSG Mecklenburg-Vorpommern, Beschluss vom 21. Dezember 2007,
Az. L 8 B 301/07 ER).
Die Leistungen für Erstausstattung bei Schwangerschaft und Geburt dürfen bei Geschwisterkindern niedriger ausfallen als bei ersten Kindern, weil davon auszugehen
ist, dass bei zweiten (oder weiteren) Kindern auf das bereits Vorhandene zurückgegriffen werden kann (SG Bremen, Beschluss vom 27. Februar 2009, Az. S 23 AS
255/09 ER). Hierbei ist die Besonderheit des Einzelfalles im Rahmen des Ermessens
zu berücksichtigen. Im Bescheid über die Erstgewährung ist der Hilfeempfänger auf
diese Möglichkeit bereits hinzuweisen.
Die Beihilfe kann 6 bis 8 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin bewilligt werden. Im Falle einer Totgeburt ist die Beihilfe nicht zurückzufordern.
Leistungen der Bundesstiftung “Mutter und Kind – Schutz des ungeborenen Lebens“
sowie Leistungen aus Mitteln von anderen Stiftungen oder Körperschaften des öffentlichen Rechts bleiben nach § 5 Absatz 2 des Gesetzes zur Errichtung einer Stiftung
“Mutter und Kind – Schutz des ungeborenen Lebens“ (MuKiStiftErrG) als Einkommen
§ 11a Absatz 4 SGB II bestimmt zudem, dass Zuwendungen der freien Wohlfahrtspflege, die dem gleichen Zweck wie die Leistungen des SGB II dienen, nicht als Einkommen zu berücksichtigen sind, soweit sie die Lage des Empfängers nicht so günstig beeinflussen, dass daneben Leistungen nach dem SGB II nicht gerechtfertigt wären. Hierbei ist gerade im Bereich der Erstausstattung bei Schwangerschaft und Geburt das Ermessen großzügig auszulegen.
Nach § 7 Absatz 5 SGB II bzw. § 22 Abs. 1 SGB XII ausgeschlossene Personen
(Auszubildende) haben einen Anspruch auf einmalige Leistungen für Schwangerschaft und Geburt, da es sich hierbei nicht um einen ausbildungsgeprägten Bedarf
handelt. Andere einmalige Leistungen nach § 24 Abs. 3 SGB II bzw. § 31 Abs. 1
SGB XII scheiden aber für diesen Personenkreis aus.
Nähere Ausführungen zur Gewährung_von_Leistungen (Ausflüge
und Klassenfahrten, Schulbedarf, Schülerbeförderungskosten,
Lernförderung, Mittagsverpflegung sowie soziale und kulturelle
Teilhabe) zur_Förderung_von_bedürftigen_Kindern im Leistungsbezug des SGB II, SGB XII, Wohngeld und Kinderzuschlag
in Hessen können der Praktischen Arbeitshilfe „Bildungs- und
Teilhabepaket“ entnommen werden.
Für Leistungsberechtigte der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), besteht
grundsätzlich ein Anspruch auf Versorgung mit orthopädischen Hilfsmitteln. Dieser
Anspruch erstreckt sich gemäß § 33 Abs. 1 SGB V auf Gegenstände, die im Einzelfall erforderlich sind, um den Erfolg der Krankenbehandlung zu sichern, einer drohenden Behinderung vorzubeugen oder eine Behinderung auszugleichen. Darüber
hinaus dürfen die betreffenden Hilfsmittel nicht als allgemeine Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens anzusehen und nicht vom Versorgungsausschluss § 34
Absatz 4 SGB V umfasst sein.
Einen entscheidenden Hinweis darauf, welche orthopädischen Schuhe von den Leistungen der GKV und damit auch von § 24 Abs. 3 Nr. 3 1. Alternative SGB II bzw. §
31 Abs. 1 Nr. 3 SGB XII umfasst sind, gibt das Hilfsmittelverzeichnis der gesetzlichen
Hilfsmittelverzeichnis der GKV: http://db1.rehadat.de/gkv2/Gkv.KHS
Nach Nummer 31 des Verzeichnisses umfasst der Leistungskatalog der GKV diesbezüglich u.a.:
Orthopädischer Maßschuh (inkl. Zusatzarbeiten)
Orthopädische Zurichtungen am konfektionierten Fuß
Änderungen/Instandsetzungen am orthopädischen Maßschuh
Die Möglichkeit zur Kostenübernahme für die Anschaffung oder Reparatur von orthopädischen Schuhen ist beschränkt auf den durch die Versicherten grundsätzlich
zu zahlenden Eigenanteil (für den Schuh als Gebrauchsgegenstand). Dieser beträgt
nach der Eigenanteilsregelung des GKV-Spitzenverbandes derzeit bis zu 76 € pro
Paar. Weitere Erläuterungen hierzu unter „3. Vorgehensweise bei vorangegangener
Bewilligung der Gegenstände durch die Krankenkasse“.
Darüber hinaus anfallende gesetzliche Zuzahlungen unterfallen nicht dem Regelungsgehalt des § 24 Abs. 3 Nr. 3 1. Alternative SGB II bzw. § 31 Abs. 1 Nr. 3 SGB
Jeder Anschaffung von orthopädischen Schuhen und des damit zu entrichtenden Eigenanteils wird eine ärztliche Verordnung zugrunde liegen. Bei Anschaffungen ohne
ärztliche Verordnung hat der Käufer die Kosten selbst zu tragen (weitere Ausführungen hierzu unter „4 Vorgehensweise bei vorangegangener Ablehnung der Gegenstände durch die Krankenkasse“).
Ebenfalls von den Sonderleistungen nach § 24 Abs. 3 Nr. 3 SGB II bzw. § 31 Abs. 1
Nr. 3 SGB XII umfasst sind nunmehr die Reparatur und Miete therapeutischer Geräte
und die Reparatur von Ausrüstungen. Nicht umfasst ist der bloße Austausch von
Verbrauchseinzelteilen, wie etwa Batterien. Im Rahmen der Überprüfung eines Anspruches auf Übernahme von Reparaturkosten ist außerdem die Wirtschaftlichkeit
der Reparaturmaßnahmen zu berücksichtigen. Erweist sich eine Reparatur des Therapiegerätes oder der Ausrüstung im Einzelfall als unwirtschaftlich, so ist zunächst zu
prüfen, ob ein vorrangiger Anspruch auf Ersatzbeschaffung der Geräte und Ausrüstung gegen einen anderen Sozialleistungsträger besteht. Gleiches gilt im Übrigen für
den Fall, dass Reparaturkosten nicht im Wege der Gewährleistungsansprüche durch
den Gerätehersteller übernommen werden und auch ein Umtausch nicht möglich erscheint.
Mögliche vorrangig in Anspruch zu nehmende Sozialleistungsträger können sein:
Der Leistungsberechtigte sollte in diesen Fällen zunächst an den Leistungsträger
verwiesen werden, welcher für das betreffende Gerät oder die betreffende Ausrüstung erstmals die Anschaffungskosten übernommen hat.
Stellt der Leistungsberechtigte einen Kostenübernahmeantrag gemäß § 24 Abs. 3
Nr. 3 SGB II bzw. § 31 Abs. 1 Nr. 3 SGB XII, so ist die Entscheidung der Krankenkasse vorzulegen, denn diese hat zunächst dem Grunde nach eine Entscheidung
darüber zutreffen.
Beispiel für orthopädische Schuhe:
Der Leistungsberechtigte muss sich zunächst an seinen Arzt/Orthopäden wenden.
Dieser muss sodann den betreffenden Gegenstand ärztlich durch die Ausstellung eines Rezeptes verordnen. Mit diesem Rezept muss der Leistungsberechtigte sodann einen Schuhmachermeister aufsuchen. Dieser erstellt einen Kostenvoranschlag und reicht diesen zusammen mit dem Rezept bei der Krankenkasse ein. Die
Krankenkasse befindet sodann über die Kostenübernahme.
Der für orthopädische Schuhe zu zahlende Gesamtbetrag setzt sich nach Auskunft
der AOK aus drei Bestandteilen zusammen:
1) Anteil für die orthopädischen Leistungen
2) Eigenanteil des Versicherten
3) Rezeptgebühr (Zuzahlungen mindestens 5 €, höchstens 10 €)
Der Leistungsberechtigte hat bei Antragstellung nachfolgende Belege vorzulegen:
Entscheidung der Krankenkasse
Hat die Krankenkasse eine Übernahme der Kosten für die Anschaffung entsprechender Gegenstände bewilligt, so muss ermittelt werden, welcher Betrag durch den
Leistungsberechtigten zu zahlen ist. Dieser Differenzbetrag muss erkennen lassen,
in welcher Höhe er den zu tragenden Eigenanteil des Hilfeempfängern (nur dieser ist
übernahmefähig nach § 24 Abs. 3 Nr. 3 SGB II bzw. § 31 Abs. 1 Nr. 3 SGB XII) und
in welcher Höhe er ggf. noch weitere Zuzahlungen beinhaltet (diese hat der Antragsteller weiterhin selbst zu tragen; ggf. muss er sich um eine Befreiung zur Zuzahlung
bemühen). Nach Auskunft der AOK kann der Eigenanteil im konkreten Fall auch
beim Ansprechpartner der Krankenversicherung erfragt werden. In der Regel beträgt
die Eigenleistung nach der Eigenanteilsregelung des GKV-Spitzenverbandes derzeit
bis zu 76 € pro Paar.
Beachte: Dieser Eigenanteil wird bei der Berechnung der Belastungsgrenze der
sonstigen jährlichen Zuzahlungen von derzeit 95,76 € (bei chronisch Kranken
47,88 €) nicht berücksichtigt.
Problematisch gestalten sich die Fälle, in welchen die Krankenkasse die Bewilligung
von Hilfsmitteln in Form von orthopädischen Schuhen von vornherein dem Grunde
nach abgelehnt hat.
Die Vorschrift des § 24 Abs. 3 Nr. 3 SGB II bzw. § 31 Abs. 1 Nr. 3 SGB XII soll nach
den Ausführungen in der Gesetzesbegründung ausdrücklich nur die Übernahme des
entstandenen Eigenanteiles ermöglichen. Bei vorausgegangener Ablehnung durch
die Krankenkasse kann daher keine Übernahme der Gesamtkosten für die Anschaffung orthopädischer Schuhe durch den Leistungsträger erfolgen.
Durch den Umstand, dass keine Übernahmeerklärung der Krankenkasse vorliegt,
kann kein nach § 24 Abs. 3 Nr. 3 SGB II bzw. § 31 Abs. 1 Nr. 3 SGB XII zu übernehmender Eigenanteil ermittelt werden. Der Leistungsberechtigte ist darauf hinzuweisen, dass zwingende Voraussetzung für die Ermittlung eines Leistungsanspruches eine positive Entscheidung seitens der Krankenkasse ist. Gegebenenfalls
muss er gegen die Entscheidung der Krankenkasse Widerspruch einlegen.
Bis auf weiteres sollte ohne Bewilligungsbescheid der Krankenkasse keine
Übernahme des Eigenanteiles erfolgen!
Nach § 24 Abs. 1 SGB II bzw. § 37 Abs. 1 SGB XII kann im Einzelfall für einen vom
Regelbedarf umfasster und unabweisbarer Bedarf ein Darlehen gewährt werden.
Hierfür ist es erforderlich, dass der Leistungsberechtigte einen (formlosen) Antrag
Ein Bedarf ist dann unabweisbar, wenn er nicht aufschiebbar, daher zur Vermeidung
einer akuten Notsituation unvermeidlich ist und nicht erwartet werden kann, dass der
Leistungsberechtigte diesen Bedarf mit den nächsten Leistungen zur Deckung des
Regelbedarfs ausgleichen kann. Bedarfe können beispielsweise entstehen durch
notwendige Reparaturen, notwendige Anschaffungen (z.B. neue Winterbekleidung bei
heranwachsenden Kindern), Diebstahl, Brand, Verlust. Ein unabweisbarer Bedarf ist
grundsätzlich zu belegen, ggf. durch plausible Erklärungen glaubhaft zu machen. Geeignete Nachweise sind z.B. Diebstahlsanzeige, Kostenvoranschläge, Reparaturaufträge, etc.
Sodann ist zu prüfen, ob es eine Möglichkeit gibt, den Bedarf anderweitig zu decken.
Hier muss der Leistungsberechtigte nachweisen, dass keine Vermögensrücklagen
gemäß § 12 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1, 1a und 4 SGB II bzw. nach § 90 Abs. 2 Nr. 9 SGB
XII (z.B. Sparbücher, etc.) vorhanden sind. Der Vermögensschutz dient dem Ziel, besondere Bedarfe zu decken und notwendige Anschaffungen zu tätigen. Es liegt somit
eine Ausnahme vom allgemeinen Vermögensschutz vor.
Wird festgestellt, dass alle Punkte zutreffen und der Bedarf nicht anderweitig gedeckt
werden kann, besteht kein Ermessensspielraum mehr. Der zuständige Träger kann
dann entscheiden, ob er das Darlehen als Sachleistung oder als Geldleistung erbringt.
Eine weitere wichtige Regelung ist, dass Darlehen an einzelne Mitglieder der Bedarfsgemeinschaft, oder an mehrere Mitglieder gemeinsam vergeben werden dürfen.
Darlehen können somit auch an Partner innerhalb der Bedarfsgemeinschaft erteilt
werden, theoretisch auch an im Haushalt lebende Kinder. Die Darlehensnehmer müssen im Bescheid genannt werden. Ebenso ist der Bescheid entsprechend zu adressieren.
Nach § 42a Abs. 2 SGB II werden Darlehen während des SGB II-Leistungsbezuges
ab dem Folgemonat der Auszahlung mit 10% des maßgebenden Regelbedarfs
des/der Darlehensnehmer/s getilgt. Die Aufrechnung ist per Verwaltungsakt zu erklären. Ausnahmen von der 10% Aufrechnung bilden lediglich die Darlehen nach § 24
Abs. 5 und § 27 Abs. 4 SGB II.
Die Höhe der Aufrechnung nach § 37 Absatz 4 SGB XII beträgt 5% der Regelbedarfsstufe 1.
Siehe Ausführungen zu Abschnitt VI. „Sonderbedarfe nach § 21 Absatz 6 SGB II“,
Punkt 2 „Zuzahlungen zu Leistungen der Krankenkassen, zu verschreibungspflichtigen Medikamenten und Praxisgebühren“.
Werden die Kosten für eine Brille beantragt kommt allenfalls ein Darlehen in Betracht.
Es handelt sich um eine einmalige Anschaffung für einen längeren Zeitraum und nicht
um laufende Kosten. Es sollten 3 Kostenvoranschläge vorgelegt werden (LSG BadenWürttemberg, Beschluss vom 25. April 2008, Az. L 7 AS 1477/08 ER-B; LSG Bayern,
Beschluss vom 28. November 2008, Az. L 11 AS 413/08 NZB).
Die Gewährung eines Darlehens für eine Gleitsichtbrille ist dagegen grundsätzlich
nicht möglich. Im Antragsfall ist vom Leistungsberechtigten daher die tatsächliche
Notwendigkeit nachzuweisen.
Einzelfallprüfung! Die Entscheidungsgründe sind in der Akte zu dokumentieren!
Zu beachten ist, dass bei Vorliegen einer Sehbehinderung mit einer Sehkraft von
30% auf dem besseren Auge generell die Zuständigkeit der jeweiligen Krankenkasse
des Leistungsberechtigten gegeben ist.
Bei privaten Krankenversicherungen ist zu prüfen, ob von der Versicherung ein Zuschuss zu gewähren ist. Dies ist bei Versicherten im Basistarif allerdings in der Regel
nicht der Fall. Des Weiteren ist ggf. ein Leistungsanspruch des Hilfeempfängers gegenüber einer Zusatzversicherung zu klären.
Kosten, die im Zusammenhang mit der Ausstellung von Ausweisdokumenten entstehen, sind grundsätzlich vom Regelbedarf umfasst. Bei der Prüfung der unterschiedlichen Dokumente ist eine differenzierte Betrachtungsweise angezeigt.
2.3.1 Bundespersonalausweis
Nach § 1 Abs. 1 PersAuswG ist jeder Deutsche ab 16 Jahren verpflichtet einen Bundespersonalausweis (BPA) zu besitzen. Die Gebühren zur Erstellung eines BPA betragen derzeit grundsätzlich 28,80 € (für Personen unter 24 Jahren 22,80 €). Seit Einführung des neuen Personalausweises ist dieser für Sozialschwache nicht mehr kostenfrei.
Im Zuge der Gesetzesnovelle 2011 wurde in der Abteilung 12 der regelbedarfsrelevanten Verbrauchsaufwendungen die Gebühren für den deutschen Personalausweis
in Höhe von 0,25 €/Monat (Begründung zu § 5 RBEG) in den Regelbedarf neu eingestellt.
Es besteht somit keine Anspruchsgrundlage im SGB II bzw. SGB XII für die Übernahme der Gebühren für die Ausstellung eines neuen Personalausweises sowie der
Kosten für das Anfertigen der dazu erforderlichen biometrischen Fotos als Zuschuss.
Jedoch ist die Gewährung eines Darlehen unter Berücksichtigung der Darlehensvorschriften möglich (LSG Baden-Württemberg, Urteil vom 21. Oktober 2011, Az. L 12
AS 2597/11)
2.3.2 Reisepässe der Bundesrepublik Deutschland
Ein Reisepass ist gemäß §1 Paßgesetz (PaßG) erst dann erforderlich, wenn ein Leistungsberechtigter den Geltungsbereich des PaßG verlässt. Im Alltag ist daher der Besitz eines Reisepasses zunächst nicht notwendig.
Will ein Hilfeempfänger einen Reisepass beantragen, so sollte sie/er zunächst auf die
Möglichkeit verwiesen werden, dass die zuständige Behörde auch im Falle der Beantragung von Reisepässen von der Erhebung von Gebühren in besonderen Fällen absehen kann (z.B. wenn ein Leistungsberechtigter einen Reisepass benötigt, um eine
Arbeitsstelle im Ausland antreten zu können, oder der Besuch des Auslandes medizinisch indiziert (Kur) ist).
Sollte die zuständige Behörde nicht von der Erhebung von Gebühren absehen, so
besteht u.U. ein unabweisbarer Bedarf. Stets ist jedoch zunächst zu prüfen, ob der
Leistungsberechtigte auf den für notwendige Anschaffungen gewährten Freibetrag
nach § 12 Abs. 2 Nr. 4 SGB II verwiesen werden kann. Bei der Prüfung ob ein Darlehen gewährt werden kann, sind die üblichen Tatbestandsmerkmale zu prüfen.
In § 3 Abs. 1 AufenthG ist geregelt, dass sich Ausländer nur im Bundesgebiet aufhalten dürfen, wenn sie einen anerkannten und gültigen Pass oder Passersatz besitzen.
Die in diesem Zusammenhang anfallenden Kosten für die Passerstellung / Fahrten zu
Botschaften bzw. Konsulaten und die Passgebühren können oftmals mehrere Hundert
Die Kosten für ausländische Pässe sind (insbesondere auch nach der Neubemessung im Zuge der Gesetzesnovelle 2011) nicht im Regelbedarf enthalten. Abteilung
12 der regelbedarfsrelevanten Verbrauchsaufwendungen weist lediglich neu eingestellte Gebühren für den deutschen Personalausweis in Höhe von 0,25 €/Monat (Begründung zu § 5 RBEG) aus.
Da im Regelbedarf nur Personalausweiskosten für deutsche Personalausweise und
keine Passkosten enthalten sind, ist der Verweis auf ein Darlehen nach § 24 Abs.
1 SGB II; und darüber hinaus auf § 37 SGB XII (Vorschuss auf den Regelbedarf) unzulässig, da hiervon nur Bedarfstatbestände erfasst sind, die vom Regelbedarf umfasst sind.
Es besteht aber die Möglichkeit Leistungen nach dem SGB XII als Beihilfe für sonstige Lebenslagen nach § 73 SGB XII zu gewähren (so zu § 2 AsylbLG i. V. m. § 73
SGB XII LSG Niedersachsen-Bremen, Beschluss vom 2. Dezember 2010, Az. L 8 AY
47/09; SG Halle, Urteil vom 30. Januar 2008, Az. S 13 AY 76/06; SG Berlin, Urteil
vom 26. November 2008, Az. S 51 AY 46/06; LSG Niedersachsen-Bremen, Beschluss vom 2. Dezember 2010, Az. L 8 AY 47/09). Im Bereich des Asylbewerberleistungsgesetzes (AsylbLG) sind die Kosten für Leistungsbezieher nach § 3 AsylbLG als
Beihilfe, und für Leistungsbezieher nach § 2 AsylbLG i. V. m. § 73 SGB XII als Darlehen zu gewähren.
Gem. § 20 Abs. 1 SGB II bzw. § 27a Abs. 1 SGB XII sind Kosten der Haushaltsenergie (Strom) mit dem Regelbedarf zur Sicherung des Lebensunterhaltes umfasst. Bei
Energierückständen ist grundsätzlich zu differenzieren, ob die Rückstände aus
a) einem Mehrverbrauch im Abrechnungszeitraum trotz Zahlung der geforderten Abschläge resultieren (z. B. bei Endabrechnung) oder
b) ob sie darauf zurückzuführen sind, dass während des Abrechnungszeitraumes oder aus früheren Abrechnungszeiträumen Abschläge, Vorauszahlungen oder Nachzahlungen nicht geleistet wurden.
Bei einem Mehrverbrauch innerhalb des Abrechnungszeitraumes, welcher in der Regel mit der Jahresabschlussrechnung geltend gemacht wird, handelt es sich um ein
vom Regelbedarf umfassten Bedarf. Dieser Bedarf kann unter den Voraussetzungen
des § 24 Abs. 1 SGB II bzw. § 37 SGB XII als Darlehen gedeckt werden. Hinsichtlich
des Verfahrens und der Aufrechnung wird auf Punkt V.1. verwiesen.
Im Falle der Nichtzahlung von Stromvorauszahlungen handelt es sich dagegen um
Energieschulden (siehe b.). Als Anspruchsgrundlage für die Übernahme von Energiekostenrückständen kommen § 22 Abs. 8 Satz 2 SGB II bzw. § 36 Abs. 1 SGB XII in
Betracht. Energiekostenrückstände stellen eine vergleichbare Notlage im Sinne dieser
Vorschrift dar. Bevor eine Übernahme der Stromschulden im Sinne dieser Vorschrift
erfolgt, ist der Antragsteller zunächst auf seine Selbsthilfemöglichkeiten hinzuweisen.
Nach § 19 StromGVV dürfen Energieversorger nur unter Ausübung einer Verhältnismäßigkeitsprüfung die Stromzufuhr sperren. Dies bedeutet aber auch, dass von den
Hilfeempfängern die künftigen laufenden Zahlungen sichergestellt werden müssen,
sowie ein Angebot (Ratenzahlung) unterbreitet werden muss, um die Rückstände zu
begleichen. Nur wenn keine Aussicht besteht, dass der Hilfeempfänger seinen Verpflichtungen nachkommt, wäre eine Sperrung der Stromzufuhr möglich. Sofern die
Sperrung der Stromzufuhr ohne die Verhältnismäßigkeitsprüfung erfolgt, kann der Antragsteller zum Amtsgericht verwiesen werden, mit dem Ziel eine einstweilige Verfügung zur Wiederaufnahme der Stromzufuhr zu erwirken.
Sollte die Stromzufuhr unter Beachtung von § 19 StromGVV zu Recht gesperrt worden sein, muss dann im Einzelfall unter Berücksichtigung des Ermessens entschieden werden, ob eine Übernahme der Stromschulden gerechtfertigt ist. Die Gründe
sind in der Akte zu dokumentieren. Es ist darauf zu achten, dass Vermögen nach §
12 Abs. 2 Nr. 1 SGB II bzw. § 90 Abs. 2 Nr. 9 SGB XII vorrangig einzusetzen ist.
Geldleistungen sollen als Darlehen erbracht werden. Im Übrigen wird auf Kapitel X.
der praktischen Arbeitshilfe der Kosten der Unterkunft verwiesen.
Nach erfolgter Gewährung eines Darlehens ist es ratsam, als Prävention für die Zukunft, den Außendienst einzuschalten, um zu prüfen ob evtl. Einsparpotentiale durch
unnötige “Stromfresser“ bestehen. Sofern örtlich vorhanden, sollte ein Energieberater
eingesetzt werden. Im Einzelfall kann auch eine mögliche zukünftige Direktüberweisung an den Anbieter (Energieversorger) geprüft werden.
VI. Sonderbedarfe nach § 21 Absatz 6 SGB II
In seinem Urteil vom 9. Februar 2010 hat das Bundesverfassungsgericht festgestellt,
dass in der damaligen Fassung des SGB II eine Härtefallklausel für atypische, nicht
nur einmalige Sonderbedarfe fehlte. Dies wurde durch § 21 Abs. 6 SGB II durch den
Bundesgesetzgeber entsprechend konkretisiert.
Bei der Prüfung entsprechender Anträge ist ein enger Maßstab anzulegen. Nur wenn
im Einzelfall die Tatbestandsmerkmale (unabweisbarer, laufender, nicht nur einmaliger, besonderer - atypischer Bedarf) erfüllt sind, kommt die Gewährung eines
Sonderbedarfs (sog. Mehrbedarf) in Betracht.
Zur Beurteilung einzelner „Fallgruppen“ können die in den folgenden Abschnitten beschriebenen Leitlinien herangezogen werden. Diese sind jedoch nicht abschließend.
In der Praxis sind weitere Fallkonstellationen möglich.
Es handelt sich stets um Einzelfallentscheidungen! Ermessen ist auszuüben und
die Entscheidungsgründe in der Akte zu dokumentieren!
Rechtskreis SGB XII:
Im Bereich des SGB XII kann im Einzelfall ein individueller Bedarf durch eine abweichende Erhöhung des Regelbedarfs gedeckt werden, sofern dies geboten erscheint
(§ 27a Absatz 4 SGB XII).
Die jeden Versicherten treffenden Zuzahlungen für Leistungen der Krankenkassen
sind kein atypischer Bedarf (BSG, Urteil vom 22. April 2008, Az. B 1 KR 10/07 R;
SozR 4-2500 § 62 Nr. 6 SGB V).
Zu beachten ist auch, dass Hilfeempfänger von der Zuzahlung zu den o.g. Kosten
nach § 62 SGB V befreit werden können, sobald bestimmte Kostengrenzen überschritten werden. Bei nichtchronisch Kranken belaufen sich diese Kosten für das Kalenderjahr 2015 auf insgesamt EURO 95,76, und bei chronisch Kranken auf 47,88
EURO (jeweils pro Kalenderjahr). Die Befreiung nimmt die Krankenkasse vor bei der
der Hilfeempfänger krankenversichert ist.
Zur Berechnung der Kostengrenze gilt folgende Formel:
Regelbedarf Haushaltsvorstand x 12 Monate, davon 2% (nicht-chronisch Kranke)
bzw. 1 % (chronisch Kranke)
Hierbei handelt es sich um einmalig anfallende und nicht laufende Bedarfe, z.B.
Das LSG Nordrhein-Westfalen hat in einer Entscheidung am 14. März 2012 (Az. L 12
AS 134/12 B) klargestellt, dass eine Erstattung von nicht rezeptpflichtigen Medikamenten durch das Jobcenter nicht zu erfolgen hat. Auch wurde auf die Entscheidung
des BSG verwiesen, wonach die medizinische Versorgung im Rahmen einer menschenwürdigen Existenz anderweitig (= Krankenversicherung/Krankenkasse) sichergestellt wird.
Der Hilfeempfänger ist daher zunächst an seine Krankenkasse zu verweisen. Unter
Vorlage einer begründeten ablehnenden Entscheidung der Kasse kann im Zuge einer
Einzelfallentscheidung eine Übernahme geprüft werden.
Nähere Ausführungen zum Thema „Sehhilfen“: Abschnitt V. „Darlehen nach § 24
Abs. 1 SGB II und § 37 SGB XII“, Punkt 2 „Brille“.
Sollten teilnehmenden Leistungsberechtigten beispielsweise Fahrtkosten zur Teilnahme an Substitutionsprogrammen entstehen, kann eine Übernahme dieser Kosten
im Rahmen eines Sonderbedarfs geprüft werden. Denkbar ist hier die Übernahme
von Fahrtkosten, wenn der Suchtabhängige keine Möglichkeit hat eine entsprechende Ausgabestelle vor Ort zu nutzen. Vorrangig hat der Hilfeempfänger aber einen Antrag nach
§ 60 SGB V auf Übernahme der Fahrtkosten bei seiner Krankenkasse zu stellen. Ein
evtl. Ablehnungsbescheid der Krankenkasse ist vorzulegen.
Des Weiteren können auch Kosten, die für Fahrten oder Parkplatzgebühren anfallen
und unvermeidbar sind, im Einzelfall übernommen werden.
Beispiel: Ein chronisch Kranker sucht mehrfach in der Woche eine außerhalb einer
Ortschaft gelegene Spezialklinik auf, die lediglich gebührenpflichtige Parkmöglichkeit
bietet und muss diese selbst tragen. Eine Übernahme durch die Krankenkasse wurde
nachweislich abgelehnt.
Es sind die tatsächlich anfallenden Fahrtkosten zu übernehmen. In der Regel kann
die Höhe der Fahrtkosten durch die Vorlage einer entsprechenden Fahrkarte des Öffentlichen Personennahverkehrs nachgewiesen werden. Bei Fahrten mit dem Kraftfahrzeug können die Bestimmungen des § 5 Abs. 1 Bundesreisekostengesetz herangezogen werden. Nach diesen beträgt die Erstattung pro Kilometer zurückgelegter,
kürzester Strecke pauschal 20 Cent.
Ein entsprechender (Mehr-)Bedarf ist alleine über den Mehrbedarfszuschlag nach §
21 Abs. 5 SGB II bzw. § 30 Abs. 5 SGB XII abzudecken. Dieser Mehrbedarfszuschlag
ist grundsätzlich nicht beschränkt und einzelfallabhängig zu prüfen.
Die Kosten, die einem geschiedenen oder getrennt lebenden Elternteil regelmäßig
aufgrund der Wahrnehmung des Umgangsrechts mit seinen Kindern entstehen (z.B.
im Rahmen sorgerechtlicher oder privater Vereinbarungen), können – soweit sie nicht
aus evtl. vorhandenem Einkommen, dem Regelbedarf oder Leistungen Dritter bestritten werden – einen atypischen Bedarf begründen. Eine unbeschränkte „Sozialisierung“, mithin Kostenübernahme durch den SGB II-Träger, von Scheidungsfolgekosten findet aber nicht statt (BSG, Urteil vom 7. November 2006, Az. B 7b AS 14/06
R, BSGE 97, 242 ff.; vgl. z.B. Lauterbach, NJ 2006, 199, 200 f.; Gerenkamp/Kroker,
NZS 2008, 28 ff.). Es müssen alle das Eltern-Kind-Verhältnis bestimmenden Umstände (wie einverständliche Regelung, Alter und Zahl der Kinder) in Betracht gezogen werden, um das erforderliche Maß des Umgangs festzustellen (vgl. BVerfG, Beschl. v. 25.10.1994 - 1 BvR 1197/93 - NJW 1995, 1342 f.).
Es können lediglich die Kosten für die Wahrnehmung eines regelmäßigen Umgangsrechts übernommen werden. Bei der konkreten Entscheidungsfindung sind einerseits
die individuellen Verhältnisse der Familie zu berücksichtigen, andererseits auch unsere Verpflichtung zum wirtschaftlichen und sparsamen Umgang mit Steuermitteln. Letztere Aussage bedeutet insbesondere, dass bei der Leistungsgewährung auch in Erwägung gezogen werden sollte, ob Personen aus den unteren und mittleren Einkommensgruppen (ohne Transferleistungsbezug) ebenfalls entsprechende Ausgaben für
entsprechende Fahrten tätigen würden.
die Höhe der Fahrtkosten durch die Vorlage einer entsprechenden Fahrkarte des Öffentlichen Personennahverkehrs nachgewiesen werden. Bei Fahrten mit dem Kraftfahrzeug können die Bestimmungen des § 5 Absatz 1 Bundesreisekostengesetz herangezogen werden. Nach diesen beträgt die Erstattung pro Kilometer zurückgelegter,
Zuständig für die Anträge von Personen, denen die Kosten tatsächlich anfallen und
die grundsätzlich unter den Rechtskreis des SGB II fallen, sind die Träger der Grundsicherung für Arbeitssuchende. Ein Verweis auf den Sozialhilfeträger und auf mögliche Ansprüche nach dem SGB XII ist nicht zulässig. Der Sozialhilfeträger ist hier
ausschließlich für die Anträge von Personen zuständig, die unter den Rechtskreis des
SGB XII fallen.
In Betracht kommen die Kosten für eine Haushaltshilfe, wenn ein besonderer behindertenspezifischer Bedarf besteht, und bestimmte notwendige Tätigkeiten/Verrichtungen im Haushalt, die nicht ohne fremde Hilfe erledigt werden können
und wenn keine anderweitige Unterstützung, z.B. durch Angehörige, zur Verfügung
steht (vgl. hierzu Knickrehm, NZS 2007, 128 ff.; Schütze, SozSich 2007, 133, 115;
Mrozynski, SGb 2009, 450, 455). Eine Beschränkung auf Behinderte mit ausgeprägter Gehbehinderung (Rollstuhlfahrer) ist nicht sachgerecht.
Siehe hierzu die Ausführungen zu Abschnitt III. „Erstausstattung für Bekleidung,
Schwangerschaft und Geburt“, Punkt 1 „Bekleidung“.
Die Übernahme von Zusatzbeiträgen zur gesetzlichen Krankenversicherung im
Rahmen eines Sonderbedarfs ist nicht möglich.
Stillende Mütter erhalten keine zusätzlichen Leistungen nach dem SGB II. Es liegen
weder die Voraussetzungen für einen Mehrbedarf im Sinne des § 21 Abs. 5 SGB II
vor (kostenaufwändige Ernährung), noch ist ein Sonderbedarf nach § 21 Abs. 6 SGB
II gegeben.
Zum einen löst ein höherer Kalorienbedarf nicht automatisch Mehrkosten aus, zum
anderen werden Nahrungsmittel (für das Kind) durch das Stillen kompensiert und eingespart. Auch liegt keine Krankheit vor, die eine aufwändige Ernährung erfordert.
Diese Sichtweise wurde durch eine Entscheidung des SG Wiesbaden (Az. S 16 AS
581/11) bestätigt. Entsprechende Anträge sind daher abzulehnen.
Jacke/Strickjacke
Freizeitschuhe/Hausschuhe
Pauschale, aufgerundet
Bettwäschengarnituren
Set Babybekleidung
Schnuller, Fläschen etc.
Mögliche Beihilfe bei Bedarf
Wickelkomode/Wickelauflage
Hochstuhl/Kinderwippe
samt Zubehör, Lieferung und Anschluss gemäß der
jeweils aktuell gültigen Preisliste der GABmbH.
kann der Bedarf nicht über die GABmbH gedeckt werden:
Gasküchenherd
+ Anschluss nur durch qualifizierten Fachbetrieb
+ ggf. Lieferkosten
Bettwäsche (Erwachsene)
Bettwäsche (Kind)
Lampe (Deckenleuchte)
Küche-Hängeschrank
Preisliste GABmbH
E - Herd Stand gebr.
E - Herd Einbau gebr.
E - Herd Stand neu
Herdanschlussleitung kurz
Herdanschlussleitung lang
Waschmaschine gebr.
Anschluß + Lieferung Waschmaschine gebr.
Anschluß + Lieferung Waschmaschine neu
Anschluß + Lieferung EH gebr.
Anschluß + Lieferung EH neu
Anschluß + Lieferung KS
Leuchte neu
Winkel-Sclauchverschraubung
Laugenablauf
Sozialarbeiter/in, Sozialpädagoge/in gesucht - Neue
Textbaustein für einen kombinierten Aufhebungs
Erstattung der Eigenanteile zur kieferorthopädischen Behandlung