Source: https://www.fachportal-hochbegabung.de/bundeslaender/laenderdaten/hh/
Timestamp: 2019-02-17 06:41:39
Document Index: 385745594

Matched Legal Cases: ['§ 42', '§ 3', '§ 2', '§ 14', '§ 38', '§ 11', '§ 14', '§ 55', '§ 10', '§ 40', '§ 2']

Begabtenförderung in Hamburg | KARG Fachportal Hochbegabung
Zwei Schulformen stehen ab Klasse 5 zur Auswahl: Stadtteilschule und Gymnasium. Beide Schulformen führen zum Abitur. Die Schule spricht eine Empfehlung aus, die Eltern haben das Wahlrecht. Ende der Klasse 6 erfolgt eine verbindliche Entscheidung über die weitere Schullaufbahn durch die Klassenkonferenz.
Schulversuch: Schulen als 6-jährige Grundschule an 4 Standorten.
Stadtteilschule: 13 Jahre
§ 42 (1) HmbSG: "Alle Kinder sind von ihren Sorgeberechtigten nach öffentlicher Bekanntmachung zu Beginn des der Einschulung vorangehenden Jahres einer regional zuständigen Grundschule vorzustellen. Dabei ist der geistige, seelische, körperliche und sprachliche Entwicklungsstand zu überprüfen".
Mit dieser sogenannten 4 1/2-Jährigen-Vorstellung wird flächendeckend der Entwicklungsstand der schulrelevanten Kompetenzen bei allen Kindern festgestellt. Dabei wird das Vorliegen besonderer Begabungen ebenfalls festgehalten.
Der Auftrag zur Begabtenförderung für alle Schulen ist im Hamburgischen Schulgesetz allgemein festgeschrieben:
Unterricht und Erziehung "sind so zu gestalten, dass Schülerinnen und Schüler in ihren individuellen Fähigkeiten und Begabungen, Interessen und Neigungen gestärkt und bis zur vollen Entfaltung ihrer Leistungsfähigkeit gefördert und gefordert werden" (Hamburgisches Schulgesetz in der Fassung vom 21. September 2010, § 3 Absatz 3).
Ferner wird auch der Auftrag der Schule u.a. wie folgt formuliert:
"Unterricht und Erziehung sind auf die Entfaltung der geistigen, körperlichen und sozialen Fähigkeiten sowie auf die Stärkung der Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft der Schülerinnen und Schüler auszurichten" (Hamburgisches Schulgesetz in der Fassung vom 21. September 2010, § 2 Absatz 2).
Die Anpassung des Unterrichts an die "geistigen" Voraussetzungen des Kindes kann ebenfalls als Grundlage der Begabtenförderung verstanden werden.
Es wird definiert, dass Kinder, die "bis zum 31. Dezember das fünfte Lebensjahr vollenden, (...) auf Antrag der Sorgeberechtigten in demselben Jahr in eine Vorschulklasse aufgenommen" werden (Hamburgisches Schulgesetz in der Fassung vom 21. September 2010, § 14 Absatz 2).
Für den Beginn der Schulpflicht gilt das Stichdatum 30. Juni. Jedoch: "Kinder, die nach dem 30. Juni das 6. Lebensjahr vollenden, können unter Berücksichtigung ihres geistigen, seelischen, körperlichen und sprachlichen Entwicklungsstandes auf Antrag der Sorgeberechtigten zu Beginn des Schuljahres in die Schule aufgenommen werden. Mit der Aufnahme beginnt die Schulpflicht" (Hamburgisches Schulgesetz in der Fassung vom 21. September 2010, § 38 Absatz 2).
Es ist keine untere Altersgrenze gesetzlich verankert.
Die Hamburgische Schulbehörde unterhält die Beratungsstelle besondere Begabungen, die bei Fragen der vorzeitigen Einschulung die Eltern berät. Ein Merkblatt zu diesem Thema ist auf der Homepage der Einrichtung zu finden:
li.hamburg.de/einzelfoerderung-springerfoerderung/
Gemäß dem noch gültigen Hamburgischen Gesetz- und Verordnungsblatt vom 09. Juli 2010 (HmbGVBl. 24, § 11) "können Schülerinnen und Schüler vorzeitig in die nächsthöhere Jahrgangsstufe ihrer Schulform aufrücken".
Demzufolge ist also das Springen verbunden mit einem gleichzeitigen Schulformwechsel nicht möglich.
Die "Vorzeitige Versetzung" wird im § 14 in der Ausbildungs- und Prüfungsordnung für die Klassen 1 bis 10 der allgemeinbildenden Schulen - APO-AS - geregelt (Vom 22. Juli 2003, zuletzt am 2. Februar 2010 geändert).
Die Regelung dort:
(1) Die Schülerinnen und Schüler können auf Antrag der Erziehungsberechtigten mit Genehmigung der Zeugniskonferenz vorzeitig in die nächsthöhere Klasse versetzt werden, wenn ihr Leistungsstand und ihre Leistungsfähigkeit den Klassendurchschnitt weit überragen und wenn zu erwarten ist, dass sie den Anforderungen der nächsthöheren Klasse gewachsen sein werden. Die Schule oder die zuständige Behörde berät die Erziehungsberechtigten.
(2) Die vorzeitige Versetzung soll zu einem für die Entwicklung der Schülerinnen und Schüler zweckmäßigen Zeitpunkt stattfinden.
(3) Die vorzeitige Versetzung wird im nächsten Halbjahres- oder Jahreszeugnis unter Angabe des Zeitpunktes zur Schullaufbahn vermerkt.
Die Hamburgische Schulbehörde unterhält die Beratungsstelle besondere Begabungen (BbB), die bei Fragen der vorzeitigen Versetzung die Eltern und die Lehrkräfte berät. Ein Merkblatt zu diesem Thema ist auf der Homepage der Einrichtung zu finden. Darüber hinaus wird eine kompensatorische individuelle Förderung im Umfang von 40 Stunden pro Schuljahr finanziert (aus Honorarmitteln der BbB). Die Mittelvergabe wird durch die BbB gesteuert und durch das Rundschreiben des Hamburgischen Amtes für Bildung geregelt (vergl. Rundschreiben betr. Vergabe von Fördermitteln für Begabtenförderung vom 1. April 2004).
Weitere Informationen, Formulare und die Rechtsgrundlage für die Mittelvergabe:
Die Teilnahme am Unterricht einer höheren Klasse ist in einzelnen Fächern möglich und obliegt der pädagogischen Entscheidung einer Schule.
Übersicht über die Anzahl der Schülerinnen und Schüler, die seit dem Schuljahr 2003/04 eine Klassenstufe übersprungen haben (Quelle: Herbststatistik der Hamburger Behörde)
Schulj. - SuS Grundschule|SuS Gymnasium|SuS Stadtteilschulen|Gesamtzahl pro Jahr:
2003/04 - Grundschule: 68|Gymnasium: 151|Stadtteilschulen: 5|Gesamtzahl/Jahr: 224
2004/05 - Grundschule: 73|Gymnasium: 108|Stadtteilschulen: 5|Gesamtzahl/Jahr: 186
2005/06 - Für dieses Schuljahr wurden keine Daten erhoben.
2006/07 - Grundschule: 105|Gymnasium: 77|Stadtteilschulen: 21|Gesamtzahl/Jahr:203
2007/08 - Grundschule: 97|Gymnasium: 63|Stadtteilschulen: 38|Gesamtzahl/Jahr: 198
2008/09 - Grundschule: 87|Gymnasium: 38|Stadtteilschulen: 35|Gesamtzahl/Jahr: 160
2009/10 - Grundschule: 62|Gymnasium: 98|Stadtteilschulen: 48|Gesamtzahl/Jahr: 208
Gesamtzahl je Schulform:
Grundschule: 492|Gymnasium: 535|Stadtteilschule: 132
Für das Schuljahr 2010/11 sind keine Daten verfügbar.
In vielen Schulen werden Konzepte zum jahrgangsübergreifenden Lernen seit Jahren erprobt. Diese Konzepte sind insgesamt im Kontext des individualisierten Lernens zu verstehen, anstatt ausschließlich im Kontext der Begabtenförderung.
Mehrere Schulen nutzen jahrgangsübergreifendes Lernen gezielt als eine spezielle Form der Begabtenförderung. Das jahrgangsübergreifende Lernen findet hier entweder als Drehtürmodell oder als Zusatzangebot statt. Parallel zum Unterricht (Drehtürmodell) oder ergänzend zum Regelunterricht werden bestimmte Kurse (z.B. zum Thema Philosophieren mit Kindern, Demokratie oder Chinesisch) angeboten, die für Schülerinnen und Schüler mehrerer Jahrgänge offen sind.
FS 3 (Familie und Kindertagesbetreuung)
Jan Kwietnewski
Leitung der Beratungsstelle besondere Begabungen (BBB)
Tel.: 040 428842-207
E-Mail: jan.kwietnewski@li-hamburg.de
Grundlage ist der Senatsbeschluss von 2006, in dem die Schulzeugnisse der Grundschule und der Sekundarstufe I ab dem Schuljahr 2006/07 durch ein für alle Schülerinnen und Schüler zu führendes Lernentwicklungsblatt (LEBL) zu ergänzen sind (vergleiche Drucksache 18/4064). Das Lernentwicklungsblatt enthält zusätzliche Aussagen zum Leistungsstand, zur Lernentwicklung und zum Arbeitsverhalten in Bezug auf die besonderen Fähigkeiten, Begabungen und Leistungsbereiche der Schülerinnen und Schüler im vergangenen Schuljahr. In das Lernentwicklungsblatt werden außerdem Empfehlungen zur Teilnahme an bestimmten Fördermaßnahmen aufgenommen.
Die Drucksache findet sich unter:
li.hamburg.de/lebl/
Prämissen und Eckpunkte des gültigen Konzeptes 2006
- Begabung ist nicht gleich Intelligenz
- alle Förderangebote erfolgen innerhalb eines sozialen Rahmens
- stabile Effekte gibt es nur durch fortlaufende Diagnose, Beratung und Förderung
- früher Beginn der individuellen Förderung von besonderen Begabungen ist wichtig
- Steuerung und Durchführung bestimmt den Erfolg der Fördermaßnahmen.
Möglichkeiten der Schulen:
- Förderkonzept gemäß §§ 55, 53 Abs. 1 durch Beschluss der Schulkonferenz und Aufnahme ins Schulprogramm
- Begabungsfördernde Unterrichtsgestaltung, ggf. auch Zusammenstellung bestimmter Lerngruppen
- Angebote von über den Unterricht hinausgehenden Enrichment-Angeboten
- Dokumentation der Teilnahme an Begabtenförderungsmaßnahmen unter besonderer Berücksichtigung auch von "Underachievern" im LEBL
- Angemessene Berücksichtigung der Aufgaben der Begabtenförderung bei der Fortbildungsplanung der Schule
- Option: Umsetzung des Konzepts im Rahmen eines Schulversuchs nach § 10 HmbSG.
Sekundarstufe I: (zusätzlich zu den bereits für die Grundschule geltenden Maßnahmen)
- Grundsatz: Die weiterführende Schule richtet zur Förderung möglichst spezielle Klassen und/oder Kurse ein, dies jedoch unter Beibehaltung von Regelklassen, d.h. keine "reine Begabtenschulen". Entscheidung der Zeugniskonferenz über Aufnahme in eine Begabtenklasse und/oder Begabtenkurs.
- Modellvarianten:
1. Das "klassische" Akzelerationsmodell ("Springer-Klassen")
2. Das "60/40%-Modell" für Hochbegabte (Verdichtung des Pflichtcurriculums zugunsten von Enrichment-Angeboten)
3. Das "60/40%-Modell" für Begabte (ausgerichtet auf eine bestimmte Domäne zur Schärfung bereits vorhandener Schulprofile).
Sekundarstufe II: (zusätzlich zu den bereits geltenden Maßnahmen)
- Umsetzung in der einzelnen Schule wie auch in einem Kooperationsverbund von Oberstufen mehrerer Schulen
- Systematische Weiterführung und Fortentwicklung der in SEK I durch Schulversuche eingeführten Modelle, wie z.B. das "60/40%-Modell", das "Springer-Modell" und Mischformen
- Umsetzung auf zweierlei Wegen:
1. Im Rahmen der im Schulprogramm festgelegten Begabtenförderung auf der Grundlage des Kurssystems mit zusätzlichem Unterrichtsangebot (ohne Schulversuch) - durch Nutzung der vorhandenen Instrumente (besondere Lernleistung, Facharbeit, Seminarkurs, selbst gestellte Aufgabe, Wettbewerbsteilnahme, Kooperation mit außerschulischen Einrichtungen)
2. Durch Einrichtung eine "Begabtenzugs" in profilorientierten Oberstufen im Rahmen eines Schulversuchs – durch Festlegung zusätzlicher Anforderungen und Angebote, Einführung und Gestaltung neuer Fächer, Erweiterung von Kurskombinationen und Fächerverbünden sowie die Entwicklung anderer Organisationsformen.
- Frühstudium unter Anerkennung von Studien- und Prüfungsleistungen bei einem späteren Studium (vgl. § 40 Abs. 2 HmbSG) gemäß entsprechender Vereinbarungen mit der Hamburger Universität und der Technischen Universität Hamburg Harburg.
Hier wird weniger von begabten als von leistungsstarken Schülerinnen und Schülern in Verbindung mit Aufgabenmotivation und Kreativität gesprochen.
- Förderung von Leistungsstarken als obligatorischer Bestandteil künftiger Ziel-Leistungsvereinbarungen zwischen dem Hamburger Institut für die Berufliche Bildung
- Ziel: Förderung leistungsstarker Schülerinnen und Schüler mit der Chance des Erwerbs zusätzlicher Zertifikate in beruflichen Lernbereichen.
Im Schuljahr 2009/10 wurde das Netzwerk der Gymnasien mit 15 Schulen gegründet. Im Schuljahr 2010/11 wurde das Netzwerk der Stadtteilschulen (7 Schulen) und das Netzwerk für Grundschulen (17 Schulen im Rahmen des Modellprojektes Schmetterlinge) aufgebaut.
In den Netzwerken erhalten interessierte Schulen die Möglichkeit, sich zu allen Fragen rund um das Thema Begabung und Hochbegabung auszutauschen, Informationen einzuholen und Umsetzungsmöglichkeiten kennen zu lernen. Der Austauschprozess wird organisatorisch und fachlich durch die BbB begleitet. Die an den Netzwerken beteiligten Schulen werden auf der Homepage der BbB genannt und sind somit für die Öffentlichkeit als besonders qualifizierte Schulen auf diesem Gebiet erkennbar. Auf diesem Wege soll die Qualität der schulischen Begabtenförderung an Hamburgs Schulen gesteigert werden. Die Umsetzung und Qualitätssicherung bleibt Aufgabe der Schule.
li.hamburg.de/schulnetzwerke/
Als zentrale landesweite Anlaufstelle für Fragen der schulischen Begabtenförderung wurde 1996 die Beratungsstelle besondere Begabungen eingerichtet. Die BbB ist gegenwärtig Teil des Landesinstituts für Lehrerbildung und Schulentwicklung (selbständige Organisationseinheit innerhalb der Schulbehörde); eine direkte Verankerung auf der ministeriellen Ebene gibt es nicht.
Die BbB bietet landesweit Schulen und Eltern folgende Leistung an:
- konzeptuelle Beratung zum schulischen Angebot
- zentrale und schulinterne Fortbildungen
- Förderung (Gruppenangebote und Einzelförderung).
Das Angebot wird durch das Fachpersonal der Einrichtung gestaltet und fachlich verantwortet (Stand Februar 2012: 3,5 Fachstellen). Zusätzlich stehen kompensatorische Fördermittel (Honorarmittel) im Umfang von 2,5 Lehrerstellen zur Verfügung (Stand Februar 2012).
Für die Organisation der Wettbewerbe stehen ca. 4 Lehrerstellen zur Verfügung (Anrechnungsstellen für die Schulen sowie zentrale Organisation).
Für die erste schulinterne Klärung im Einzelfall sind Beratungslehrkräfte zuständig. Je nach Ergebnis dieser Klärung sollen die Fachkräfte in der BbB oder die Schulpsychologen/innen bei REBUS (Regionale Beratung und Unterstützungsstellen für die Schulen) die weitere Diagnostik durchführen.
Externe Gutachten werden akzeptiert, sobald die diagnostizierende Person bzw. Einrichtung durch REBUS oder BbB anerkannt wird.
a) Individuelle Förderung: Nach dem Überspringen einer Klassenstufe können bis zu 40 Std. der Förderung (Ausgleich der Defizite) aus den Honorarmitteln der BbB bezahlt werden (vgl. Merkblatt zur Vergabe von Fördermitteln).
b) Außerschulische Förderung: Jährlich werden durch die BbB außerschulische Förderkurse an die Schulen ausgeschrieben und durch Honorarkräfte durchgeführt (Finanzierung aus den kompensatorischen Mitteln der BbB). Angebote (Stand Juni 2011): Kreatives Schreiben KreSch (Sek. I), Mathematische Förderung PriMA (Kl. 4), Naturwissenschaften (PROBEX Klasse 4 und Programmieren mit Python (Sek.I), Detego (Sek.I), Robotik (Sek i).
www.li-hamburg.de/enrichment
c) Schulinterne Enrichmentangebote: Die BbB unterstützt durch Beratung und finanzielle Unterstützung die Implementierung der Enrichmentprojekte in den interessierten Schulen. Voraussetzung: Nachhaltigkeit, Bindung an Schulkonzept, Modellcharakter für andere Schulen.
www.li-hamburg.de/bbb > Schulprojekte
Zusätzlich zur o.g. Springerförderung gibt es keine speziellen Angebote zur Förderung der Übergänge vom Elementarbereich in die Grundschule und von der Grundschule in die weiterführende Schule. Es besteht die Möglichkeit der individuellen Begleitung (als Beratung oder Springerförderung) durch die Beratungsstelle besondere Begabungen.
Gemäß Hamburger Hochschulgesetz können Schülerinnen oder Schüler, die besondere Begabungen aufweisen, in Einzelfällen als Frühstudierende ohne Hochschulzulassung und Immatrikulation zu bestimmten Lehrveranstaltungen und Prüfungen zugelassen werden. Die Schulen in Hamburg werden aufgefordert, geeignete Schülerinnen und Schüler für das Juniorstudium freizustellen. Grundlage: Die Vereinbarung zur Durchführung eines Frühstudiums zwischen der Behörde für Bildung und Sport und der Universität Hamburg sowie der Technischen Universität Hamburg-Harburg, 2006.
Die speziellen Regelungen der einzelnen Universitäten (Stand August 2010):
An der Universität Hamburg können Schülerinnen und Schüler in allen Studiengängen, die nicht über die Stiftung für Hochschulzulassung als Nachfolgeeinrichtung der Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) zugelassen werden, ein Juniorstudium aufnehmen; ausgenommen sind das Fach Biologie und die Chinesisch-Sprachkurse. Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer besteht die Möglichkeit, die im Juniorstudium erbrachten Leistungen in einem späteren Studium anrechnen zu lassen.
Folgende Lehrveranstaltungen werden derzeit extra für die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe angeboten: Mathematik I und II, Einführung in die Technische Mechanik, Chemie I, Grundlagen der Werkstoffwissenschaft I, Biomechanik I, Biochemie, Einführung in neue Technologien in der Medizin, Mikrobiologie, Bauphysik, Technische Thermodynamik I. Die in diesem Rahmen erbrachten Prüfungsleistungen werden bei einem späteren Studium an der TUHH anerkannt.
Grundsätzlich stehen alle Lehrveranstaltungen der HCU auch Frühstudierenden offen. Gesonderte Studienfächer und Lehrveranstaltungen bietet die HCU mangels Nachfrage bisher nicht an.
Die Hochschule bietet seit vielen Jahren die Möglichkeit eines sogenannten außerordentlichen Studiums an: So können potenzielle Studienbewerberinnen und Studienbewerber, die ein ordentliches Studium noch nicht aufnehmen können, weil sie z.B. noch eine allgemeinbildende Schule besuchen, nach Maßgabe vorhandener Studienplätze als außerordentliche Studierende aufgenommen werden, wenn sie in dem von ihnen gewählten Hauptfach in einer Aufnahmeprüfung eine weit über dem Durchschnitt liegende künstlerische Befähigung nachweisen, die ein späteres erfolgreiches Vollstudium erwarten lässt. Diese Möglichkeit bezieht sich auf alle Fächer.
Weiterhin wurde an der Hochschule die Andreas-Franke-Akademie eingerichtet. Das Juniorstudium der Andreas-Franke-Akademie ermöglicht die frühzeitige und zielgerichtete Förderung musikalischer Spitzenbegabungen. Die Schülerinnen und Schüler werden im jeweiligen instrumentalen Hauptfach (Streich-, Blas- und Tasteninstrumente) sowie in Musiktheorie und Gehörbildung, Kammermusik und Orchester unterrichtet und auf ein reguläres Bachelorstudium an der HfMT vorbereitet. Für eine Aufnahme ist ausschließlich der Nachweis einer künstlerischen Begabung maßgeblich.
Die Universität Hamburg bietet zum Frühstudium den Schulen und interessierten Schülerinnen und Schülern eine Beratung an:
Tel.: 040-42838-4205
E-Mail: amrei.scheller@uni-hamburg.de
Weiter Informationen Universität Hamburg:
www.verwaltung.uni-hamburg.de/campuscenter/vor-dem-studium/[...]
Weitere Informationen Technische Universität Hamburg Harburg:
schule.tu-harburg.de/studium-kurse/nextlevel/
Die Angebote werden durch die einzelnen Universitäten koordiniert und gestaltet.
Die Zugangskriterien werden in dem § 2 der o.g. Vereinbarung zwischen BSB und Uni-HH sowie TUHH geregelt. Demnach:
"Die Schule trifft die Vorauswahl und nominiert die Schülerinnen und Schüler. Sie stellt fest, ob die jeweiligen Schülerinnen und Schüler voraussichtlich in der Lage sind,
– den Anforderungen der Universität gerecht zu werden
– den Inhalt des schulischen Unterrichts selbstständig zu bearbeiten.
Kriterien für die Auswahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch die Schulen sind:
– sehr gute Leistungen in der Mehrzahl der Fächer
– exzellente Leistungen in den dem angestrebten Studienfach entsprechenden Schulfächern
– Beständigkeit in der Qualität der Leistungen
– Eigenständigkeit in den Arbeitsformen.
Diese Merkmale sollten möglichst an Hand bereits erbrachter außerunterrichtlicher
Leistungen wie z.B. der erfolgreichen Teilnahme an Wettbewerben dokumentiert
werden können".
Die Studien- und Prüfungsleistungen werden bei einem späteren Studium angerechnet.
Modellprojekt Schmetterlinge mit 17 Hamburger Grundschulen
Schulen in öffentlicher und freier Trägerschaft
Die Schulleitung der Schule verpflichtet sich zu:
- Auswahl einer Kandidatin oder eines Kandidaten, die/der an der Multiplikatorenausbildung teilnehmen wird,
- Gründung einer Projektgruppe (im Verlauf der schulinternen Fortbildung),
- Bereitstellung angemessener struktureller und personeller Mittel zur Projektgruppenarbeit und Umsetzung des Konzeptes (Bereitstellung
von mind. drei Funktionsstunden, spätestens ab dem Schuljahr 2011/12),
- Aufnahme des Ziels der Förderung besonders begabter und hochbegabter Schülerinnen und Schüler ins Schulprofil und
- Hospitationen anderer am Projekt beteiligten Schulen.
Das Projekt ist im Februar 2010 gestartet und wird im Sommer 2012 beendet.
Den an dem Projekt beteiligten Schulen wird eine Kombination aus folgenden Elementen angeboten:
- Eine Ausbildung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren für die schulische Begabtenförderung, die die Aufgabe der schulinternen Koordination in ihrer Schule übernehmen,
- eine schulinterne Fortbildungsreihe für das Kollegium,
- die schulspezifische Implementierung eines Förderprojektes sowie
- die Vernetzung mit den anderen am Projekt beteiligten Schulen sowie regional mit den weiterführenden Schulen.
Es wurde angestrebt, dass an diesem Modellprojekt pro Schulregion eine Grundschule teilnahm. Da die Bewerbungen jedoch unter der Maximalgrenze 22 lagen, konnten auch mehrere Grundschulen einer Schulregion in das Projekt aufgenommen werden.
Einige der Grundschulen werden auch jahrgangsgemischte Enrichmentkurse aufbauen.
Die Qualifikation beinhaltet zwei Elemente:
a) Eine Ausbildung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren für die schulische Begabtenförderung, die die Aufgabe der schulinternen Koordination in ihrer Schule übernehmen.
b) Eine schulinterne Fortbildungsreihe; diese wird den individuellen Bedarfen der Schule angepasst und richtet sich in der Regel an das Gesamtkollegium.
Es werden Fortbildungsangebote der BbB genutzt.
Die Organisation des Projektes erfolgt aus den personellen Ressourcen der BbB. Zusätzlich werden Honorarmitteln der BbB eingesetzt (z.B. für die Honorarkräfte in der Fortbildung).
li.hamburg.de/modellprojekt-schmetterlinge/
KINDERFORSCHER AN DER TUHH: "Experimentieren und Forschen"
Öffentliche Trägerschaft: Kooperationsprojekt zwischen der BbB und Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH)
Das Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 3 und 4.
- hohe allgemeine Auffassungsgabe
- hohe Begabungen und Interesse an Naturwissenschaften
- Bereitschaft, in einer Gruppe einen Forscherauftrag zu bearbeiten
- angemessenes Verhalten für 5 Exkursionen an die TUHH und die Abschlussfeier.
Eine Schule muss sich für die Teilnahme bei der BbB bewerben und die Anbindung des Projektes im schulischen Konzept zur Begabtenförderung darlegen.
125 Schülerinnen und Schüler / Schuljahr.
Ziel des Projektes ist die Förderung technisch-naturwissenschaftlich besonders begabter und interessierter Schülerinnen und Schüler. Nach Anleitung des Teams KINDERFORSCHER führt eine Lehrkraft der Schule den Kurs selbst durch. Die Lehrkräfte lernen gemeinsam mit den Kindern neue Experimente mit Alltagsmaterialien kennen, die ihnen inklusive aller Arbeitsmaterialien geliehen, bzw. zur Verfügung gestellt werden. Gleichzeitig erhalten die Teilnehmenden Einblick in aktuelle Forschungsinstitute und Berufe.
Die Schule stellt einen Raum, eine Lehrkraft und eine begleitende Person zur Verfügung. Das Team KINDERFORSCHER stellt das benötigte Material inkl. Einleitung zur Durchführung der Versuche.
Die Kurse werden in der Regel zwischen Oktober Januar des Folgekahres im wöchentlichen Wechsel an der Schule und der Universität durchgeführt. Die Lehrkraft und eine Begleitung begleiten die Schülergruppe auf den Exkursionen in die Universität. In den Wochen zwischen den Besuchen werden in den Schulen vorgegeben Experimente durchgeführt (Dauer ca. 90 Minuten).
Als Vorbereitung für das Projekt wird an einem Termin eine Lehrerfortbildung an der TUHH durchgeführt.
www.kinderforscher.de/
WoW-Wissen oder Was. Begabtenförderung in sozialen Brennpunktgebieten.
Es ist ein Kooperationsprojekt zwischen der BbB und Hemshorn-Stiftung.
Begabte Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund.
Die Schulen müssen sich für die Teilnahme bei der BbB bewerben.
Die Schülerinnen und Schüler werden nach den vorgegebenen Nominationskriterien durch die Schule ausgesucht.
Das Projekt ist in Entwicklung. In Schuljahr 2011/12 wurden 64 Schülerinnen und Schüler an insgesamt 5 Schulen gefördert.
Im Rahmen des Projektes wird nachmittags in der jeweiligen Schule ein Programm angeboten, das vertiefende und realitätsbezogene Zusammenhänge aus den verschiedenen Wissensdomänen (z.B. Architektur, Sprache und Medienkommunikation) vermittelt. In zusätzlich Außenterminen sollen den Schülern in Wirtschaftsunternehmen,
Medieneinrichtungen und Produktionsstätten Einblicke in Berufswelten gegeben werden.
Ein wichtiger Teil des Programms ist darüber hinaus die Begleitung der Schüler durch Mentoren/innen, die selbst einen Migrationshintergrund haben. Sie sollen eine beratende und unterstützende Funktion einnehmen und dabei Ansprechpartner, Rollenvorbilder und Coach zugleich sein. Darüber hinaus bilden sie die Schnittstelle zwischen Lehrern, Kursleitern, Schülern und Eltern.
Das Konzept wird seit Herbst 2009 an mehreren Schulen in Hamburg erprobt.
Die Fachkräfte werden durch die BbB fachlich begleitet.
Das Projekt wird durch die BbB organisiert und begleitet. Die Mentorinnen und Mentoren werden aus den finanziellen Mitteln der Hemshorn-Siftung bezahlt. Die Honorare für die Kursleitungen werden von der BbB übernommen.
Homepage der BbB:
www.li-hamburg.de/abt.lip/bbb/bbb.foerd/[...]
Hemshorn-Stiftung:
www.hemshorn-stiftung.de/
www.hemshorn-stiftung.de/index.php?id=79
Die Beratungsstelle besondere Begabungen verschickt die Ausschreibung zur Teilnahme an der Deutschen Schüler Akademie (DSA) direkt an alle Schulen in Hamburg. Zusätzlich wird regelhaft die SchulCommsy-Plattform
genutzt. Dort werden die angemeldeten Fachkräfte aus den Schulen (i.d.R. Multiplikatoren/innen und Koordinatoren/innen) allgemein über die Förderangebote und gezielt über den Ausschreibungstext der DSA informiert.
Hamburg bietet in Kooperation mit dem Land Schleswig-Holstein im Rahmen des Programmes Deutsche Junior Akademien die Junior Akademie St. Peter-Ording an. Teilnehmer aus Hamburg im Schuljahr 2011/12: 37 Schülerinnen und Schüler.
li.hamburg.de/ferienangebote/
Junior Akademie St. Peter-Ording - Teilnehmer aus Hamburg im Schuljahr 2011/12: 37 Schülerinnen und Schüler.
Die Beratungsstelle besondere Begabungen schreibt schuljährlich mehrere außerschulische Förderkurse (Enrichmentkurse) aus, zu denen die Lehrkräfte Schülerinnen und Schüler empfehlen können. Für die Zulassung der Schülerinnen und Schüler werden einerseits vergleichbare Grundkriterien (höhere allgemeine Begabung) und andererseits spezifische kursbezogene Kriterien (in der Regel Interesse und Begabung fachbezogen) zugrunde gelegt. In allen Kursen werden die Bewerbungsunterlagen zuerst geprüft (inkl. Schulempfehlung mit formuliertem Begabungsschwerpunkt) und im zweiten Schritt werden ebenfalls bei allen Kursen besondere Zielgruppen (wie z.B. Mädchen) berücksichtigt. In einigen Kursen wird als Zusatzkriterium eine spezifische Arbeitsprobe verlangt.
Die Durchführung der Kurse wird aus den kompensatorischen Mitteln der Beratungsstelle besondere Begabungen finanziert. Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler beteiligen sich an der Durchführung mit einem pauschalen Eigenbetrag (durchschnittlich 25 EUR pro 20 Std. Förderung).
2008/09 - Anzahl der Kurse: 83|TN Gesamt: 1382|davon Mädchen: 591/42,8%|davon Jungen: 791/57,2%
2009/10 - Anzahl der Kurse: 64|TN Gesamt: 954|davon Mädchen: 289/30,3%|davon Jungen: 665/69,7%
2008/09 - TN Grundschule: 401/29%|TN Sek I: 873/63,2%|TN Sek II: 108/7,8%
2009/10 - TN Grundschule: 301/31,6%|TN Sek I: 585/61,3%|TN Sek II: 68/7,1%
2010/11 - TN Grundschule: 291/54%| TN Gymnasium 291/54%| TN Stadtteilschule 43/8%
Ein Überblick über die Ausschreibungen unter:
Die Bekanntgabe des Wettbewerb-Angebots erfolgt durch:
- Broschüre "Wettbewerbe machen Schule", die allen Schulen zugeschickt wird
- Plakat mit Kurzinformationen zu allen von der BSB empfohlenen Wettbewerben
- Ausschreibungen der einzelnen Wettbewerbe, die den Schulen zugeschickt werden
- jährliche Wettbewerbsmesse, zu der auch ältere Schüler eingeladen werden.
Im Wesentlichen läuft die Information über die Lehrkräfte.
Besondere Unterstützungsangebote für die Schülerinnen und Schüler, die an einem Wettbewerb teilnehmen möchten oder teilgenommen haben:
- Förderfonds für Forschernachwuchs
- Enrichmentprojekt der BbB: Besonders begabte Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 und 9 werden in die Forschungsarbeit eingeführt und auf den Geschichtswettbewerb vorbereitet.
- Die erfolgreichsten Teilnehmer an der Mathematik-Olympiade werden aufgefordert, auch am Internationalen Städteturnier Mathematik, am Bundeswettbewerb Mathematik und an Baltic Way teilzunehmen.
- Spezielle Arbeitsgemeinschaften an einigen Schulen, die auf einzelne Wettbewerbe vorbereiten.
Beispiele: Gymnasium Rissen, Gymnasium Heidberg: Jugend forscht/Schüler experimentieren, Christianeum: Jugend debattiert, Gymnasium Alstertal: Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten
- Verankerung im Unterricht
Gelehrtenschule des Johanneums: Natex Biologie- Unterricht Kl. 5-9
Gymnasium Buckhorn: Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten im Seminarfach.
www.hamburg.de/contentblob/1852148/data/wettbewerbe.pdf
www.hamburg.de/bildungsplaene/1839392/start-wettbewerbe.html
Die Schulen oder Schülerinnen und Schüler nehmen ebenfalls an folgenden an bundesweiten oder internationalen Wettbewerben teil:
- Europäischer Wettbewerb: Europa in der Schule
- Schülerwettbewerb zur politischen Bildung
- Philosophischer Essaywettbewerb
- Demokratisch Handeln
- Vorlese-Wettbewerb
- tja – treffen junger autoren
- Jugend forscht/Schüler experimentieren
- Mathematik-Olympiade/Internationale Mathematik-Olympiade
- Internationaler Städtewettbewerb Mathematik
- Baltic Way Mathematical Team Contest
- Bundeswettbewerb Informatik
- Bio find ich Kuh-l
- Internationale JuniorScienceOlympiade
- Internationale Biologie-Olympiade
- Internationale Chemie-Olympiade
- Internationale Physik-Olympiade
- Bundesweiter Wettbewerb Physik
- Meereswettbewerb Forschen auf See
- Schülerwettbewerb der SIEMENS-Stiftung
- FOCUS Schülerwettbewerb
- JUNIOR-Projekt
- Deutscher Gründerpreis
- Jugend testet
- Jugend jazzt
- tjm – treffen junge musik-szene
- Schultheater der Länder
- Jungs un Deerns leest Platt, ca. 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer
- Märchen-Schreib-Wettbewerb, ca. 900 Teilnehmerinnen und Teilnehmer
- Hamburger Mehrsprachenturnier, ca. 170 Teilnehmerinnen und Teilnehmer
- NATEX, ca. 1800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer
- Plakat-/Liederwettbewerb Hamburger Polizeiverkehrslehrer, ca. 1200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer
- Schooljam, ca. 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer
- Paintbus, ca. 900 Teilnehmerinnen und Teilnehmer
- Theater macht Schule, ca. 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer
- der Wettbewerb der Hamburger Schulsanitätsdienste.
Das Thema Begabtenförderung wird in der Lehrerausbildung im Rahmen des Referendariats unter anderem in den Bereichen "Lernen", "Differenzierung", "Umgang mit heterogenen Gruppen" und "kompetenzorientierter Unterricht" integriert.
Um die Lehrkräfte in den Grundlagen der Begabtenförderung, im Erkennen und gezielten Fördern von besonders begabten und hochbegabten Schülerinnen und Schülern zu unterstützen und zu schulen, werden durch die Beratungsstelle besondere Begabung Fortbildungen zur schulischen Begabtenförderung angeboten.
Das aktuelle Fortbildungskonzept wird durch pädagogische und psychologische Fachkräfte der BbB durchgeführt und umfasst drei Elemente:
- Basiswissen: Es werden zwei zentrale Fortbildungsmodule sowohl für die Primarstufe, als auch die Sekundarstufe 1 und 2 als zentrale Fortbildungen ("Erkennen" und "Fördern") angeboten.
- Einstiegsfortbildung: Zur Entwicklung einer positiven Grundhaltung und zum Erwerb der Grundlagen werden die "Impulskreise" als schulinterne Fortbildung in Kooperation mit der KARG-Stiftung angeboten.
- Profilbildung: Eine Schule kann ein aus drei (Pflicht-) bis sechs (optionalen) Modulen bestehendes Fortbildungscurriculum bedarfsorientiert nach einer Beratung durch die BbB wählen. Diese Fortbildungen werden schulintern durchgeführt und an die Konzeptentwicklung der Schule geknüpft. In der Regel erfolgt ebenfalls die Implementierung eines schulinternen Förderprojektes.
Aufstellung der Fortbildungen zur schulischen Begabtenförderung seit dem Schuljahr 2004/05:
2004/05 - Anzahl der Fortbildungen: 41|Anzahl der TN: 560
2005/06 - Anzahl der Fortbildungen: 25|Anzahl der TN: 500
2006/07 - Anzahl der Fortbildungen: 36|Anzahl der TN: 627
2007/08 - Anzahl der Fortbildungen: 46|Anzahl der TN: 1285
2008/09 - Anzahl der Fortbildungen: 19|Anzahl der TN: 374
2009/10 - Anzahl der Fortbildungen: 18|Anzahl der TN: 352
2010/11 - Anzahl der Fortbildungen: 29|Anzahl der TN: 478
Spezieller Lehrgang 2010-2011: "Kompetenzteam der BbB":
Von April 2010 bis März 2011 wurden 15 Lehrkräfte aus Grundschulen (5) und Gymnasien (10) mit einem Gesamtumfang von 75 Stunden zu Multiplikatorinnen und Multiplikatoren der schulischen Begabtenförderung (Kompetenzteam) weitergebildet. Ziel dieser Qualifizierungsreihe war die selbstständige Durchführung von Fortbildungen zur schulischen Begabtenförderung an Hamburger Schulen im Auftrag und mit Unterstützung der Beratungsstelle besondere Begabungen. Die Inhalte der Weiterbildung bestanden aus wissenschaftlichen und praktischen Kenntnissen, die sowohl durch Input als auch durch eigene Forschungsarbeit erworben wurden. Zusätzlich bestand die Möglichkeit, Moderationstechniken zu erwerben oder bereits erworbene Kompetenzen weiterzuentwickeln. Nach dem Wissenserwerb folgte die Entwicklung eines neuen Fortbildungskonzepts (s.u.). Abgeschlossen wurde die Ausbildung mit der Durchführung von Probeläufen im Februar und März 2011 sowie den Probeläufen folgenden Reflexionsgesprächen.
Ab September 2010 wurde die Weiterbildung durch die Ausbildung zu Mentorinnen und Mentoren der Karg-Stiftung für die Durchführung von Impulskreisen ergänzt. Diese Ausbildung nahmen 12 der Lehrkräfte war. Die Impulskreise sind eine Fortbildungsmethode für Kleingruppen eines Kollegiums. Sie basieren auf Dialog und Austausch, haben den Einstieg in die Thematik als Ziel. Ein grundlegender Wissenserwerb erfolgt in der Regel durch Zusatzfortbildungen.
Zum Ende des Schuljahres 2010/11 stehen der BbB noch 13 Multiplikatorinnen und Multiplikatoren zur Durchführung von Fortbildungen zur Verfügung.
Als zentrale landesweite Anlaufstelle für Fragen der schulischen Begabtenförderung wurde 1996 die Beratungsstelle besondere Begabungen eingerichtet. Die BbB ist gegenwärtig Teil des Landesinstituts für Lehrerbildung und Schulentwicklung (selbständige Organisationseinheit innerhalb der Schulbehörde); auf der ministeriellen Ebene gibt es eine Stelle zur Kooperation.
Das Angebot wird durch das Fachpersonal der Einrichtung gestaltet und fachlich verantwortet (Stand Juni 2011: knapp 4 Fachstellen). Zusätzlich stehen kompensatorische Fördermittel (Honorarmittel) im Umfang von 4 Lehrerstellen zur Verfügung (Stand Juni 2011).
Tel. 040-428 842 206
Es gibt keine weiteren Beratungsstellen mit diesem Profil in der öffentlichen Trägerschaft.
Es erfolgt eine reguläre Kooperation zwischen einigen Einrichtungen (u.a. mit DgHK) im Rahmen des Vereins Netzwerk Begabtenförderung e.V. Weitere Informationen: www.netzwerkbegabung.de/
Liste von Beratungsstellen Hochbegabung in Hamburg
Im Modul Beratung des Karg Fachportals Hochbegabung sind Beratungsstellen in Hamburg aufgeführt, die sich auf das Thema Hochbegabung spezialisiert haben und die über strukturelle Voraussetzungen professioneller Beratung verfügen.
www.fachportal-hochbegabung.de/beratungsstellen/hh/
Ein einheitliches explizites Angebot für lernschwierige und verhaltensauffällige Schülerinnen und Schüler mit einer intellektuellen Hochbegabung ist im Hamburger Schulsystem nicht verankert.
Gegenwärtig werden an verschiedenen Schulen spezielle Projekte erprobt und Einzelintegrationen durchgeführt. Weitere Schülerinnen und Schüler befinden sich in der Betreuung der Regionalen Beratungs- und Unterstützungsstellen (REBUS) oder wurden - in Form eines Internatsaufenthalts - in anderen Bundesländern beschult (z.B. CJD-Braunschweig).
Für die schulinterne Diagnostik und eingehende Beratung sind die Beratungslehrkräfte zuständig ( Bestimmung der Grundintelligenz mit dem CFT 20-R und begleitende Beratung sind in der Regel möglich). Ggf. können auch Sonderpädagogen hinzugezogen werden.
Die Regionalen Beratungs- und Unterstützungsstellen - REBUS - verfügen über sonderpädagogischen Ressourcen auch für diese Zielgruppe.
Die Beratungsstelle besondere Begabung (BbB) unterstützt REBUS bei der Diagnostik und berät die beteiligten Fachkräfte und Eltern zum Thema Hochbegabung sowie zu speziellen Maßnahmen der Begabtenförderung (schulisch und außerschulisch).
Schulprojekt Projekt "WoW" ("Wissen oder Was"):
In der Kooperation mit Hemshorn-Stiftung bietet seit 2009 die BbB ein schulisches Förderprojekt für die Schulen mit hohem Anteil an Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund. Im Jahr 2010 wurde das Projekt mit dem Budnianer Preis ausgezeichnet.
Eckpunkte des Projektes:
- Einsatz der Mentorenschaft für Schüler und Schülerinnen mit Migrationshintergrund in der schulischen Begabtenförderung als Bindeglied zwischen Schule und Familie und Kulturvermittler
- Kurse mit einem hohen praktische Charakter (z.B. Architektur: Gestaltung des Schulhofes) um die Motivation für akademische Themen und Berufe zu steigern.
Projekt PriMa: Kinder der Primarstufe auf verschiedenen Wegen zur Mathematik
Tel. +49 (0)40 42838-2149
Fax. +49 (0)40 42838-4459
www.epb.uni-hamburg.de/de/personen/nolte
Projekt PriMa:
PriMa ist ein Projekt zur Weiterentwicklung des Mathematikunterrichts in der Grundschule, das 1999 ins Leben gerufen und vom Fachreferat Mathematik des Amtes für Schule betreut wird.
PriMa ist ein Projekt zur Weiterentwicklung des Mathematikunterrichts in der Grundschule, das 1999 ins Leben gerufen und vom Fachreferat Mathematik des Amtes für Schule betreut wird. Bestandteile von PriMa sind:
- das sogenannte Uni-Projekt: Begabtenforschung und Begabtenförderung Grundschule (Kl.3/4) an der Universität Hamburg
- die Mathematikzirkel Kl.3/4: regionale Mathematikzirkel für mathematisch besonders interessierte Schülerinnen und Schüler und
- die Qualifizierungsmaßnahme Mathematik-Moderatoren: schulinterne Fortbildung Mathematik Grundschule Kl.1-4.
Für die Schulpraxis werden hierin einerseits Aufgabenformate entwickelt und andererseits wird das Fachpersonal qualifiziert.
Die BbB hat zu Beginn des Schuljahres 2011/12 in der Kooperation mit der Universität Rostock die außerschulischen Fördermaßnahmen evaluiert.
Beratungsstelle besondere Begabungen:
- Publikationen der BbB Mitarbeiter zum Thema "Springen" und Intelligenzdiagnostik:
li.hamburg.de/publikationen-fachmaterialien/
Fachtagung "Schulische Begabtenförderung" am 25. und 26. November 2011 in Hamburg.
li.hamburg.de/aktuelles-termine/
Stiftung zur Förderung Hochbegabter SFH
Harvesterhuder Weg 87
Tel. 040- 41620401
Dorothea und Martha-Sprenger-Stiftung
Tel. 040-8669044