Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=2%20C%2041.13
Timestamp: 2019-11-21 06:12:13
Document Index: 76461272

Matched Legal Cases: ['Art. 3', '§ 43', '§ 78', '§ 121', '§ 137', '§ 144', '§ 6', 'Art 3', '§ 121', '§ 137', '§ 144', '§ 43', '§ 78', '§ 78', '§ 132', '§ 22', '§ 127', '§ 63', 'Art. 3']

BVerwG, 16.07.2015 - 2 C 41.13 - dejure.org
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BVerwG, 16.07.2015 - 2 C 41.13 (https://dejure.org/2015,17935)
BVerwG, Entscheidung vom 16.07.2015 - 2 C 41.13 (https://dejure.org/2015,17935)
BVerwG, Entscheidung vom 16. Juli 2015 - 2 C 41.13 (https://dejure.org/2015,17935)
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GG Art. 3 Abs. 1; VwGO § 43 Abs. 1, Abs. 2 Satz 1, § 78 Abs. 1 Nr. 2, § 121 Nr. 1, § 137 Abs. 1 Nr. 1, § 144 Abs. 4; AGVwGO SH § 6
Art 3 Abs 1 GG, § 121 Nr 1 VwGO, § 137 Abs 1 Nr 1 VwGO, § 144 Abs 4 VwGO, § 43 Abs 1 VwGO
Angemessener Ausgleichsanspruch eines mittlerweile im Ruhestand befindlichen Lehrers für vorgeleistete Unterrichtsstunden; Ungleichmäßige Verteilung der langfristig insgesamt gleichbleibenden Arbeitszeit eines Lehrers durch Vorgriffsstunden; Enden der ...
Ausgleich für "Vorgriffsstunden" bei vorzeitig pensionierten Lehrern in Schleswig-Holstein
Vorzeitig pensionierte Lehrer - und der Ausgleich für "Vorgriffsstunden"
Mehrarbeit von Lehrern: Halbe Wochenstunde muss bezahlt werden
Arbeitsrecht - Ausgleich für "Vorgriffsstunden" bei vorzeitig pensionierten Lehrern in Schleswig-Holstein
Ausgleich für "Vorgriffsstunden" bei vorzeitig pensionierten Lehrern
VG Schleswig, 08.08.2012 - 11 A 25/10
OVG Schleswig-Holstein, 25.03.2013 - 2 LB 43/12
OVG Schleswig-Holstein, 25.03.2015 - 2 LB 43/12
BVerwGE 152, 308
NVwZ 2015, 1777
DÖV 2016, 84
Vorliegend kann auch nicht davon ausgegangen werden, dass der Kläger Arbeitsstunden im Sinne von Vorgriffsstunden gemäß der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts, Urteile vom 16. Juli 2015 - 2 C 41/13 - und vom 28. November 2002 - 2 CN 1/01 -, juris, rechtmäßig "vorgeleistet" hat.
BVerwG, Urteil vom 16. Juli 2015 - 2 C 41/13 -, juris.
Soweit deren Voraussetzungen nicht vorliegen, kann die Verpflichtung bestehen, eine normative Grundlage für einen angemessenen, finanziellen Ausgleich zu schaffen, wenn der Dienstherr Arbeitszeit langfristig ungleichmäßig verteilt hat, ein vorgesehener Ausgleichsmechanismus gestört wird und auch ein besonderer zeitlicher Ausgleich nicht mehr in Betracht kommt (vgl. BVerwG, Beschluss vom 15.09.2011 - 2 B 33.11 - sowie Urteil vom 16.07.2015 - 2 C 41.13 -, jeweils Juris).
OVG Nordrhein-Westfalen, 30.09.2016 - 3 A 362/15
vgl. BVerwG, Urteil vom 16.7.2015 - 2 C 41.13 -, juris, Rn. 17; OVG NRW, Beschluss vom 11.11.2013 - 3 A 1560/13 -, juris, Rn. 17, sowie Urteile vom 15.10.2003 - 6 A 4134/02 -, juris, Rn. 52, und vom 27.9.2011 - 3 A 280/10 -, juris, Rn. 34.
vgl. BVerwG, Urteil vom 16.7.2015 - 2 C 41.13 -, juris, Rn. 1 f.
Hat ein Land von der Ermächtigung in § 78 Abs. 1 Nr. 2 VwGO Gebrauch gemacht, kann die Klage nicht gegen den Rechtsträger erhoben werden, obgleich dieser allein Verpflichteter des materiell-rechtlichen Anspruchs ist und daher durch das Urteil ausschließlich der Rechtsträger, nicht aber die beklagte Behörde selbst verpflichtet wird (vgl. BVerwG, Urteile vom 25. August 1988 - 2 C 62.85 - BVerwGE 80, 127 und vom 16. Juli 2015 - 2 C 41.13 - BVerwGE 152, 308 Rn. 13;… Brenner, in: Sodan/Ziekow, VwGO, 4. Aufl. 2014, § 78 Rn. 28).
Die Revision wird gemäß § 132 Abs. 2 Nr. 1 VwGO zugelassen, weil die Auslegung des § 22 Satz 1 und 2 LBhVO von grundsätzlicher Bedeutung ist und insoweit gemäß § 127 Nr. 2 BRRG, der nach § 63 Abs. 3 Satz 2 BeamtStG fortgilt (BVerwG, Beschluss vom 10. Oktober 2013 - 2 B 61.13, 2 B 61.13 [2 C 41.13] - juris Rn. 1), auch das Landesbeamtenrecht revisibel ist.
Durch die Einführung von Vorgriffsstunden wird die insgesamt gleich bleibende Arbeitszeit langfristig ungleichmäßig verteilt (…BVerwG, Urt. v. 28.11.2002 - 2 CN 1.01 - juris; BVerwG, Urt. v. 16.07.2015 - 2 C 41/13 - juris;… VGH Baden-Württemberg, Urt. v. 15.05.2018 - 4 S 2069/17 - juris;… OVG Nordrhein-Westfalen, Beschl. v. 24.11.2003 - 6 A 145/03 -, Urt. v. 15.10.2003 - 6 A 4237/01 - …und Urt. v. 27.09.2011 - 3 A 280/10 - alle juris).
Mit dem Bundesverwaltungsgericht (Urteil vom 16.07.2015 - 2 C 41/13 -, abgedruckt bei juris) geht das erkennende Gericht davon aus, dass in Fällen der vorliegenden Art -Unmöglichkeit der Inanspruchnahme des vorgesehenen zeitlichen Ausgleichs - auch aus Art. 3 Abs. 1 GG kein Anspruch auf eine finanzielle Entschädigung hergeleitet werden kann, denn es obliegt dem Dienstherrn, darüber zu befinden, welche angemessene Ausgleichsmaßnahme an die Stelle des nicht mehr möglichen zeitlichen Ausgleichs treten soll.
Auch der Hinweis der Klägerseite auf das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 16.07.2015 (a.a.O.) gibt zu einer anderen rechtlichen Beurteilung keine Veranlassung.
vgl. BVerwG, Urteile vom 16.7.2015 - 2 C 41.13 -, juris, Rn. 21, und vom 26.7.2012 - 2 C 29.11 -, juris, Rn. 39.
VG Schleswig, 20.12.2018 - 12 A 221/18