Source: https://gesetze-in-app.de/StGB/13
Timestamp: 2020-01-18 08:27:30
Document Index: 231713164

Matched Legal Cases: ['§ 13', '§ 13', 'BGH', '§ 13', 'BGH', '§ 13']

§ 13 StGB: Begehen durch Unterlassen
VGH München, Urteil vom 3.2.2013, Az. 13 DK 11.1210 In Anlehnung an § 13 Abs. 2 StGB kommt eine mildere Bewertung eines Unterlassungsdelikts dann in Betracht, wenn die gebotene Handlung von dem Beamten keine selbstverständliche Tätigkeit, sondern den mehr oder weniger außergewöhnlichen Einsatz eines rechtstreuen Willens erfordert (BVerwG, U. v. 26.09.2001- 1 D 32/00 - juris Rn. 37; BGH, B. v. 30.6.2011 - 4 StR 241/11 - juris Rn. 6).
OLG Bamberg, Urteil vom 1.7.2011, Az. 4 U 38/09 Sobald ein Arzt einen hilfebedürftigen Kranken als Patienten annimmt, treffen ihn auch unabhängig vom Bestehen eines Behandlungsverhältnisses sämtliche Garantenpflichten (vgl. etwa Laufs/Katzenmeier/Lipp, ArztR, 6.Aufl., S. 89f.m. w. N.; MK-Freund (2003), Rdnr. 161 zu § 13 StGB; ferner BGH MedR 2001, 310).
BVerfG, Urteil vom 2.3.2005, Az. 2 BvR 1895/05 Einer vom individuellen Schuldgehalt der Handlung bzw. des einer Handlung gleichgestellten Unterlassens (§ 13 Abs. 1 StGB) absehenden Verurteilung des Beschwerdeführers käme lediglich eine mit dem Schuldprinzip nicht zu vereinbarende, die verfassungsrechtlich anerkannten Strafzwecke des gerechten Schuldausgleichs sowie der General- und Spezialprävention (BVerfGE 45, 187 <253 ff.>; 64, 261 <274>; 92, 277 <349>; 109, 133 <173>) verfehlende Beugewirkung zu.