Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=WM%202009,%20402
Timestamp: 2020-04-02 04:14:40
Document Index: 356048756

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 322', '§ 1032', '§ 18', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 13.01.2009 - XI ZR 66/08 - dejure.org
https://dejure.org/2009,1047
BGH, 13.01.2009 - XI ZR 66/08 (https://dejure.org/2009,1047)
BGH, Entscheidung vom 13.01.2009 - XI ZR 66/08 (https://dejure.org/2009,1047)
BGH, Entscheidung vom 13. Januar 2009 - XI ZR 66/08 (https://dejure.org/2009,1047)
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Bedeutung der Rechtskraft eines Schiedsspruchs für die Zulässigkeit einer Klage über denselben Streitgegenstand; Zulässigkeit einer neuen Verhandlung bei Vorliegen einer gerichtlichen Entscheidung über denselben Streitgegenstand; Revisionsrechtliche Überprüfung der ...
Auslegung einer Schiedsvereinbarung zu Streitigkeiten über die Ordnungsmäßigkeit von Darlehensverträgen und deren Vergabe
Zum Inhalt eines Schiedsvertrags (hier: Ordnungsgemäßheit des Abschlusses von Darlehensverträgen und der Vergabe der Darlehen)
ZPO § 322; ZPO § 1032 Abs. 1; KWG § 18
Auslegung einer Schiedsabrede im Gesellschaftsvertrag eines in der Rechtsform einer BGB -Gesellschaft gegründeten Immobilienfonds
Zur Auslegung einer Schiedsvereinbarung zu Streitigkeiten über die Rechtmäßigkeit von Darlehensverträgen und deren Vergabe
Kurznachricht zu "Zur Auslegung und Reichweite eines Schiedsspruchs bzw. einer Schiedsvereinbarung" von RA Christian Wirth, FAVersR und FABankR, original erschienen in: SchiedsVZ 2009, 203 - 205.
LG Bremen, 21.06.2007 - 2 O 2302/04
NJW-RR 2009, 790
ZIP 2009, 1540
MDR 2009, 398
SchiedsVZ 2009, 122
WM 2009, 402
Stets nachprüfbar ist dabei allerdings, ob alle für die Auslegung erheblichen Umstände umfassend gewürdigt worden sind (BGH, Urteil vom 13. Januar 2009 - XI ZR 66/08, WM 2009, 402, Tz. 25 m.w.N.).
Insoweit ist die Berufung des Klägers, was ohne Verstoß gegen das Verschlechterungsverbot geschehen kann (Senatsurteil vom 13. Januar 2009 - XI ZR 66/08, WM 2009, 402 Rn. 24 ff., 34; BGH…, Urteil vom 5. März 2009 - IX ZR 141/07, WM 2009, 918 Rn. 15; Urteil vom 10. Dezember 1998 - III ZR 2/98, WM 1999, 753, 754, insoweit nicht abgedruckt in BGHZ 140, 208 ff.), mit der Maßgabe zurückzuweisen, dass die Vollstreckungsabwehrklage als unzulässig abzuweisen ist.
Unzulässig ist deshalb eine erneute Klage, deren Streitgegenstand mit dem eines bereits rechtskräftig entschiedenen Rechtsstreits identisch ist (st. Rspr., vgl. nur BGH, Urteile vom 18. Januar 1985 - V ZR 233/83, BGHZ 93, 287, 288 f.; vom 19. November 2003 - VIII ZR 60/03, BGHZ 157, 47, 50 und vom 13. Januar 2009 - XI ZR 66/08, WM 2009, 402 Rn. 16, jeweils mwN).
Zum Anspruchsgrund sind alle Tatsachen zu rechnen, die bei einer natürlichen, vom Standpunkt der Parteien ausgehenden und den Sachverhalt seinem Wesen nach erfassenden Betrachtung zu dem zur Entscheidung gestellten Tatsachenkomplex gehören, den der Kläger zur Stützung seines Rechtsschutzbegehrens dem Gericht vorträgt (st. Rspr., vgl. nur BGH, Urteile vom 13. Januar 2009 - XI ZR 66/08, WM 2009, 402 Rn. 17 …und vom 25. Oktober 2012 - IX ZR 207/11, WM 2012, 2242 Rn. 14, jeweils mwN).
Der von der Rechtskraft erfasste Streitgegenstand ist dagegen nicht ein bestimmter materiell-rechtlicher Anspruch, sondern der als Rechtsschutzbegehren oder Rechtsfolgebehauptung aufgefasste eigenständige prozessuale Anspruch (st. Rspr., vgl. BGH, Urteile vom 13. Januar 2009 - XI ZR 66/08, WM 2009, 402 Rn. 17 …und vom 25. Oktober 2012 - IX ZR 207/11, WM 2012, 2242 Rn. 14 mwN).
Dieser wird bestimmt durch den Klageantrag (Rechtsfolge) und den Lebenssachverhalt (Klagegrund), aus dem der Kläger die begehrte Rechtsfolge herleitet (sogenannter zweigliedriger Streitgegenstandsbegriff, vgl. Senat…, Urteil vom 29. Juni 2006 - III ZB 36/06, NJW-RR 2006, 1502 Rn. 8; BGH, Urteile vom 13. Januar 2009 - XI ZR 66/08, NJW-RR 2009, 790 Rn. 17 und vom 19. November 2003 - VIII ZR 60/03, BGHZ 157, 47, 50).
Zu untersuchen ist jedoch, ob alle erheblichen Umstände umfassend gewürdigt worden sind (Senat, Urteil vom 13. Januar 2009 XI ZR 66/08, WM 2009, 402 Rn. 25 mwN).
Es genügt, dass der Beklagte seinen Willen hinreichend zum Ausdruck bringt, dass die Sachentscheidung nicht von dem angerufenen staatlichen Gericht, sondern von einem Schiedsgericht getroffen werden soll (Senat, Urteil vom 13. Januar 2009 - XI ZR 66/08, WM 2009, 402 Rn. 30 mwN).
Zu untersuchen ist jedoch, ob alle erheblichen Umstände umfassend gewürdigt worden sind (Senat, Urteil vom 13. Januar 2009 - XI ZR 66/08, WM 2009, 402 Rn. 25 mwN).
Für die Erhebung der Rüge genügt es, dass der Beklagte seinen Willen hinreichend deutlich zum Ausdruck bringt, die Sachentscheidung solle nicht von dem angerufenen staatlichen Gericht, sondern von einem Schiedsgericht getroffen werden (BGH 13. Januar 2009 - XI ZR 66/08 - Rn. 30) .
Zu untersuchen ist hierbei auch, ob alle erheblichen Umstände umfassend gewürdigt sind (BGH, Urteil vom 13. Januar 2009 - XI ZR 66/08, WM 2009, 402 Rn. 25;… vom 26. Oktober 2010 aaO).
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