Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=23.01.2008&Aktenzeichen=XII%20ZB%20176/07
Timestamp: 2019-06-18 23:55:33
Document Index: 152946117

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 5', '§ 28', '§ 5', 'BGH', 'BGH', '§ 5', '§ 5', '§ 5', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 5', '§ 5', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 23.01.2008 - XII ZB 176/07 - dejure.org
https://dejure.org/2008,1698
BGH, 23.01.2008 - XII ZB 176/07 (https://dejure.org/2008,1698)
BGH, Entscheidung vom 23.01.2008 - XII ZB 176/07 (https://dejure.org/2008,1698)
BGH, Entscheidung vom 23. Januar 2008 - XII ZB 176/07 (https://dejure.org/2008,1698)
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VBVG § 5 Abs. 1 bis 3
Betrachtung des Aufenthalts eines mittellosen Betreuten in einer Pflegefamilie als Aufenthalt in einem Heim i.R.d. Bestimmung einer Betreuervergütung; Vergleichbarkeit des Aufenthalts in einer Pflegefamilie mit einem Heimaufenthalt im Fall einer Organisation und Kontrolle des Aufenthalts in der Pflegefamilie durch einen Heimträger; Bestimmung der Betreuervergütung im Fall der Verbindung einer Familienpflege mit einer auf ambulante Betreuung ausgerichteten Organisation; Anforderung an das Vorliegen eines Abweichungsfalls i.S.d. § 28 Abs. 2 Gesetzes über die Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit
VBVG § 5 Abs. 1, 2, 3
Begriff des Aufenthalts in einem Heim bei Aufenthalt des Pflegebedürftigen in einer Pflegefamilie
Betreuungsrecht - Aufenthalt in Pflegefamilie und Betreuervergütung
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des BGH vom 23.01.2008, Az.: XII ZB 176/07 (Vergütungsrechtlicher Heimbegriff)" von RiAG Dr. Matthias Locher, original erschienen in: FamRB 2008, 274 - 276.
LG Heilbronn, 10.07.2007 - 1 T 124/07
LG Heilbronn, 10.07.2007 - 1 T 125/07
OLG Stuttgart, 25.10.2007 - 8 W 313/07
NJW-RR 2008, 739
MDR 2008, 569
FGPrax 2008, 101 (Ls.)
FamRZ 2008, 778
Rpfleger 2008, 302
BGH, 15.12.2010 - XII ZB 90/09
Betreuervergütung: Vergütungsrechtlicher Heimbegriff
Der Qualifikation als Heim im Sinne des § 5 Abs. 3 VBVG steht die Möglichkeit des Heimträgers nicht entgegen, den Heimvertrag zu kündigen, wenn sich der Gesundheitszustand des Bewohners so verändert, dass dem Heimträger eine sachgerechte Betreuung nicht mehr möglich ist (im Anschluss an Senatsbeschluss vom 23. Januar 2008, XII ZB 176/07, FamRZ 2008, 778, 781).
Zum anderen wird eine Einrichtung zwar nur dann als "Heim" im Sinne des § 5 Abs. 3 VBVG angesehen werden können, wenn der Einrichtungsträger eine umfassende, von der aktuellen Situation des Betroffenen grundsätzlich unabhängige und dadurch den Betreuer dauerhaft entlastende Versorgungsgarantie übernommen hat (Senatsbeschluss vom 23. Januar 2008 - XII ZB 176/07 - FamRZ 2008, 778, 781).
OLG Celle, 07.05.2009 - 17 W 6/09
Vergütung des Berufsbetreuers: Begriff der Heimunterbringung des Betreuten und …
in § 5 VBVG geht es demgegenüber um die Vermutung, dass ein Leben des Betroffenen in einer Einrichtung mit heimmäßiger Versorgung für den Betreuer bei der Führung seines Amtes einen erheblich geringeren Arbeitsaufwand verursacht als ein Leben des Betroffenen außerhalb einer solchen Einrichtung (vgl. BGH Beschluss vom 23. Januar 2008 - XII ZB 176/07 - FamRZ 2008, 778, 780 [Tz. 17]).
Auch der Bundesgerichtshof hat sich dafür ausgesprochen, die Auslegung des vergütungsrechtlichen Heimbegriffes an griffige und leicht feststellbare Kriterien zu binden (BGH Beschluss vom 23. Januar 2008 aaO [Tz. 16]).
BGH, 28.11.2018 - XII ZB 517/17
Bemessung der Höhe der Vergütungsansprüche eines Berufsbetreuers; Abgrenzung …
a) Lebt der Betroffene aufgrund Mietvertrags in einer Wohngemeinschaft und bezieht von einem gesonderten Anbieter ambulante Pflegeleistungen, so hält er sich damit grundsätzlich noch nicht in einem Heim gemäß § 5 Abs. 3 VBVG auf (Fortführung Senatsbeschluss vom 23. Januar 2008 - XII ZB 176/07 - FamRZ 2008, 778).
Denn dem Gesetz liegt die Vorstellung zugrunde, dass sich der Aufwand der rechtlichen Betreuung erheblich danach unterscheidet, ob der Betreute zuhause oder in einem Heim lebt (Senatsbeschluss vom 23. Januar 2008 - XII ZB 176/07 - FamRZ 2008, 778 Rn. 14 ff. mwN).
OLG Frankfurt, 02.04.2009 - 20 W 72/09
Berufsbetreuervergütung bei Unterbringung des volljährigen Betroffenen in einer …
Hiergegen wendet sich die Antragsgegnerin mit der sofortigen weiteren Beschwerde, mit der sie insbesondere geltend macht, nach ihrer Auffassung liege ein Ausnahmefall im Sinne der Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 23. Januar 2008 - XII ZB 176/07 vor, dass der Träger eine umfassende, von der aktuellen Situation des Betroffenen grundsätzlich unabhängige und dadurch den Betreuer dauerhaft entlastende Versorgungsgarantie übernommen habe.
Der Bundesgerichtshof hat in seinem Beschluss vom 23. Januar 2008 -Az. XII ZB 176/07 (FamRZ 2008, 778 = MDR 2008, 569 = NJW-RR 2008, 739) im Rahmen eines Hinweises hervorgehoben, dass der Gesetzgeber mit der Einführung des VBVG im Rahmen des Zweiten BtÄndG unter anderem das Ziel verfolgt hat, durch die Einführung von pauschalierenden Stundenansätzen die Abrechnung der Betreuervergütung zu vereinfachen.
Letzteres unterscheidet den vorliegenden Fall von dem Sachverhalt, welcher der Entscheidung des OLG Oldenburg (FamRZ 2008, 778 = NJW-RR 2008, 739 = BtPrax 2008, 118), zu Grunde lag.
LG Bad Kreuznach, 17.05.2017 - 1 T 73/17
Zu den Anforderungen eines Heimes im Sinne des § 5 Abs. 3 VBVG
Es sei daher sinnvoll, von einem strikten, griffigen und leicht feststellbaren Kriterium betreffend des Verständnisses des vergütungsrechtlichen Heimbegriffs auszugehen (OLG Hamm, FamRZ 2010, 2021 unter Hinweis auf BGH, BtPrax 2008, 118).
Es sei daher sinnvoll, von einem strikten, griffigen und leicht feststellbaren Kriterium betreffend des Verständnisses des vergütungsrechtlichen Heimbegriffs auszugehen (OLG Hamm in FamRZ 2010, 2021 unter Hinweis auf BGH in BtPrax 2008, 118).
OLG Hamm, 08.06.2010 - 15 Wx 89/10
Es sei daher sinnvoll, von einem strikten, an griffigen und leicht feststellbaren Kriterien gebundenen Verständnis des vergütungsrechtlichen Heimbegriffs auszugehen (BGH BtPrax 2008, 118 = NJW-RR 2008, 739).
Das Vergütungsfestsetzungsverfahren ist nicht auf die Durchführung einer Beweisaufnahme, sondern auf eine strikte, an griffige und leicht feststellbare Kriterien gebundene Begriffsbestimmung angelegt (BGH, NJW-RR 2008, 739; OLG Brandenburg, BtPrax 2009, 125).
OLG Hamm, 31.05.2010 - 15 Wx 388/09
OLG Brandenburg, 03.02.2009 - 11 Wx 71/08
Betreuervergütung: Unterbringung in einer betreuten Wohnform als Heimaufenthalt
Praktisch sinnvoll erscheint danach ein striktes, an griffige und leicht feststellbare Kriterien gebundenes Verständnis des vergütungsrechtlichen Heimbegriffs (BGH, Beschluss vom 23.01.2008, XII ZB 176/07).
LG Kassel, 23.02.2009 - 3 T 738/08
Betreuervergütung: Unterbringung eines Betreuten in einer Gastfamilie als …
LG Cottbus, 05.10.2009 - 7 T 294/09
Bei Betreuung eines mehrere Monate in einer Klinik liegenden Wachkomapatienten …
OLG Brandenburg, 03.02.2009 - 11 Wx 72/08