Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=06.04.2016&Aktenzeichen=VII%20ZR%2040/15
Timestamp: 2019-06-27 09:49:34
Document Index: 151329225

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 544', '§ 522', '§ 531', 'Art. 103', '§ 531', '§ 544', 'Art 103', '§ 531', 'BGH', 'Art. 103', '§ 531', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 103', 'BGH']

BGH, 06.04.2016 - VII ZR 40/15 - dejure.org
https://dejure.org/2016,8869
BGH, 06.04.2016 - VII ZR 40/15 (https://dejure.org/2016,8869)
BGH, Entscheidung vom 06.04.2016 - VII ZR 40/15 (https://dejure.org/2016,8869)
BGH, Entscheidung vom 06. April 2016 - VII ZR 40/15 (https://dejure.org/2016,8869)
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§ 544 Abs. 7 ZPO, § 522 Abs. 2 ZPO, § 531 Abs. 2 ZPO, Art. 103 Abs. 1 GG, § 531 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 ZPO, § 544 Abs. 4 Satz 2, 2. Halbsatz ZPO
Art 103 Abs 1 GG, § 531 Abs 2 S 1 Nr 3 ZPO
Neues Vorbringen im Berufungsverfahren: Konkretisierung eines schlüssigen erstinstanzlichen Vorbringens durch Bezugnahme auf ein Privatgutachten
Anspruch einer Wohnungseigentümergemeinschaft gegenüber einem Bauunternehmer auf Erstattung der Mängelbeseitigungskosten und Folgeschäden
Nichtberücksichtigung eines Sachverständigengutachtens im Prozess gegen Bauunternehmer als Gehörsverletzung
LG Neubrandenburg, 18.01.2013 - 3 O 213/10
OLG Rostock, 17.02.2015 - 4 U 7/13
BauR 2016, 1209
- VI ZR 490/13, NJW-RR 2015, 1278 Rn. 7, vom 6. Mai 2015 - VII ZR 53/13, NJW-RR 2015, 1109 Rn. 9 und vom 6. April 2016 - VII ZR 40/15, juris Rn. 9).
Vorbringen ist jedoch dann nicht neu, wenn ein bereits schlüssiges Vorbringen aus erster Instanz im Berufungsverfahren durch weitere Tatsachenbehauptungen konkretisiert, verdeutlicht oder erläutert wird (BGH…, Urteil vom 21. Dezember 2011 - VIII ZR 166/11, NJW-RR 2012, 341 Rn. 15 sowie Beschlüsse vom 6. April 2016 - VII ZR 40/15, juris Rn. 9 …und vom 13. Dezember 2017 - IV ZR 319/16, VersR 2018, 890 Rn. 14, jeweils mwN).
Das Gebot aus Art. 103 Abs. 1 GG, rechtliches Gehör zu gewähren, ist daher bereits dann verletzt, wenn das Berufungsgericht neues Vorbringen unter offensichtlich fehlerhafter Anwendung des § 531 Abs. 2 ZPO nicht zur Verhandlung zulässt (BGH, Beschlüsse vom 6. April 2016 - VII ZR 40/15, BauR 2016, 1209 Rn. 9 m.w.N.;… vom 30. Oktober 2013 - VII ZR 339/12, NJW-RR 2014, 85 Rn. 8;… vgl. BVerfG aaO).
Ein in zweiter Instanz konkretisiertes Vorbringen ist nämlich dann nicht neu, wenn ein bereits schlüssiges Vorbringen aus erster Instanz durch weitere Tatsachenbehauptungen konkretisiert, verdeutlicht oder erläutert wird (BGH, Beschlüsse vom 6. April 2016 - VII ZR 40/15, BauR 2016, 1209 Rn. 9;… vom 6. Mai 2015 - VII ZR 53/13, NJW-RR 2015, 1109 Rn. 11;… vom 21. Dezember 2006 - VII ZR 279/05, NJW 2007, 1531, juris Rn. 7;… Urteile vom 18. Oktober 2005 - VI ZR 270/04, BGHZ 164, 330, 333, juris Rn. 11;… vom 8. Juni 2004 - VI ZR 199/03, BGHZ 159, 245, 251, juris Rn. 21).
In der höchstrichterlichen Rechtsprechung ist anerkannt, dass Art. 103 Abs. 1 GG bereits dann verletzt ist, wenn das Berufungsgericht Tatsachenvortrag unter offensichtlich fehlerhafter Anwendung einer Präklusionsvorschrift für ausgeschlossen erachtet hat (…BGH, Beschlüsse vom 3. März 2015 - VI ZR 490/13, NJW-RR 2015, 1278 Rn. 7, vom 6. April 2016 - VII ZR 40/15, BauR 2016, 1209 Rn. 8 …und vom 13. Dezember 2017 - IV ZR 319/16, VersR 2018, 890 Rn. 10, jeweils mwN).