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Timestamp: 2013-12-12 14:04:23
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Matched Legal Cases: ['§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 3', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 3', '§ 25', '§ 15']

Unechte Rückwirkung - Urteile - Seite 6 - JuraForum.de
JuraForum.de > Urteile > Schlagwörter > U > Unechte Rückwirkung Unechte RückwirkungEntscheidungen der GerichteVG-COTTBUS – Urteil, 6 K 24/08 vom 05.02.20091. Eine den sog. Vollgeschossmaßstab ausfüllende Maßstabsregelung, wonach für das erste Vollgeschoss ein Grundfaktor von 1,0 und für das zweite und die folgenden Vollgeschosse je ein Steigerungsfaktor von 0,15 anzusetzen sind, verstößt gegen den allgemeinen Gleichheitssatz und das daraus folgende Gebot der Abgabengerechtigkeit, hier das Gebot der vorteilsgerechten Bemessung des Beitrags, sowie gegen die einfachgesetzliche Bemessungsvorschrift des § 8 Abs. 6 Satz 1 KAG und das darin enthaltene Gebot der Vorteilsgerechtigkeit, da der Satzungsgeber damit den Gebrauchswert des ersten Geschosses der anschließbaren Grundstücke ohne sachliche Rechtfertigung mehr als sechsmal höher als den jedes weiteren Geschosses bewertet.
2. Der Grundsatz der Typengerechtigkeit vermag nur die Gleichbehandlung an sich (wesentlich) ungleicher Fälle zu rechtfertigen, da es nur hier um ein Abstellen auf die Regelfälle eines Sachbereichs unter Außerachtlassung der sich dem Typ entziehenden Umstände und Vernachlässigung der individuellen Gleichmäßigkeit geht.
3. Bei der Kalkulationsmethode nach der Veranschlagung des durchschnittlichen Aufwands der Einrichtung oder Anlage sind in die Rechnungsperiodenkalkulation grundsätzlich sämtliche in der Periode bevorteilten Grundstücke unabhängig vom Zeitpunkt des Entstehens der sachlichen Beitragspflicht aufzunehmen, um dem Verbot der Aufwandsüberschreitung gemäß § 8 Abs. 4 Satz 8 KAG zu genügen.
4. In eine Rechnungsperiodenkalkulation, die den Zeitpunkt der Verbandsgründung abdeckt, sind grundsätzlich auch die bereits zuvor angeschlossenen und anschließbaren (altangeschlossenen) Grundstücke aufzunehmen, da sie in dieser Periode erstmals bevorteilt werden.
5. Eine Vereinfachung der Methode nach der Veranschlagung des durchschnittlichen Aufwands der Einrichtung oder Anlage (Rechnungsperiodenkalkulation), indem lediglich Aufwand und Flächen bestimmter repräsentativer, bevorteilter Gebiete innerhalb der Rechnungsperiode betrachtet werden, ist grundsätzlich zulässig, unterliegt aber der gerichtlichen Plausibilitätskontrolle, ob altangeschlossene Flächen in hinreichender Weise repräsentiert bleiben, wenn deren Einbeziehung grundsätzlich erforderlich ist.
6. Eine ohne ausreichende Ermittlung aller in eine Rechnungsperiodenkalkulation einzustellenden Flächen vorgenommenen Vereinfachung der Rechnungsperiodenkalkulation ist methodisch in einer Weise fehlerhaft, die die Feststellung unmöglich macht, ob das Aufwandsüberschreitungsverbot gemäß § 8 Abs, 4 Satz 8 KAG beachtet wurde oder nicht.SG-OSNABRUECK – Beschluss, S 16 AY 59/08 ER vom 11.12.20081. Im Asylbewerberleistungsrecht kann sich ein besonderes Vollzugsinteresse für eine Anordnung der sofortigen Vollziehung aus fiskalischen Gründen ergeben, soweit die Realisierung einer bis zum Ende des Hauptsacheverfahrens möglicherweise weiter auflaufenden Rückforderung gefährdet ist.2. Eine Unterbrechung des Leistungsbezugs nach § 3 AsylbLG führt zu einem Neubeginn des Fristlaufs nach § 2 AsylbLG, wenn die Unterbrechung in Bezug auf die Integration beachtlich ist. Der Anwendungsbereich des § 2 AsylbLG ist insoweit teleologisch zu reduzieren.3. Die leistungsrechtliche Privilegierung aus § 2 AsylbLG ist nach der Neufassung dieser Vorschrift vom 28.08.2007 auch für diejenigen Leistungsempfänger, die neben der Erfüllung der alten 36-Monatsfrist weitere zwölf Monate im Bezug von Leistungen nach § 2 AsylbLG a. F. standen, also insgesamt 48 Monate des Bezuges von Leistungen nach dem AsylbLG nachweisen können, nicht analog anzuwenden (Aufgabe von: SG Osnabrück, Beschluss vom 18.01.2008, S 16 AY 30/07 ER).4. Eine Rückstufung des Hilfsempfängers von Leistungen nach § 2 AsylbLG auf Leistungen nach § 3 AsylbLG führt auch dann nicht zu einem Verstoß gegen das Rückwirkungsverbot, wenn der Ausländer im Besitz einer Aufenthaltserlaubnis nach § 25 Abs. 5 AufenthG ist (Weiterführung von: SG Osnabrück, Beschluss vom 08.01.2008, S AY 24/07 ER).
VG-HANNOVER – Urteil, 5 A 873/08 vom 03.12.2008§ 15 Abs. 2 ABH