Source: https://fragdenstaat.de/anfrage/umsetzung-der-masern-impfpflicht-6/
Timestamp: 2020-01-19 10:00:48
Document Index: 38391650

Matched Legal Cases: ['§20', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 7', '§ 12', '§ 12', '§ 5']

Wie wird das in Rheinland-Pfalz geregelt?
Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz – 20.12.2019
Umsetzung der Masern-Impfpflicht [#170959]
25. November 2019 06:52
Wie Sie wissen, hat der Bundestag die Impf-Pflicht für Masern beschlossen. Laut diesem Masernschutzgesetz §20 Absatz 9 kann die oberste Landesgesundheitsbehörde oder die von ihr bestimmte Stelle bestimmen, dass die Nachweispflicht nicht gegenüber der Einrichtungsleitung (z.B. Schulleitung, Kindergartenleitung, etc.), sondern gegenüber dem Gesundheitsamt oder einer anderen staatlichen Stelle zu erbringen ist. Wie wird das in Rheinland-Pfalz geregelt? Welches Ressort/staatliche Stelle ist für die Umsetzung bzw. für die Überprüfung/Überwachung der Nachweise federführend verantwortlich? Gibt es bereits konkrete Umsetzungspläne? Vielen Dank und herzliche Grüße Vorstand von Initiative freie Impfentscheidung
Dies ist ein Antrag auf Auskunft bzw. Einsicht nach § 2 Abs. 2 Landestransparenzgesetz (LTranspG) bzw. nach § 2 Abs. 1 des Gesetzes zur Verbesserung der gesundheitsbezogenen Verbraucherinformation (VIG), soweit Verbraucherinformationen nach § 2 Abs. 1 VIG betroffen sind. Sollte diese Anfrage wider Erwarten keine einfache Anfrage sein, bitte ich Sie darum, mich vorab über den voraussichtlichen Verwaltungsaufwand sowie die voraussichtlichen Kosten für die Akteneinsicht bzw. Aktenauskunft zu informieren. Soweit Verbraucherinformationen betroffen sind, bitte ich Sie zu prüfen, ob Sie mir die erbetene Akteneinsicht bzw. Aktenauskunft nach § 7 Abs. 1 Satz 2 VIG auf elektronischem Wege kostenfrei gewähren können. Mit Verweis auf § 12 Abs. 3 Satz 1 LTranspG möchte ich Sie bitten, unverzüglich über den Antrag zu entscheiden. Soweit Umwelt- oder Verbraucherinformationen betroffen sind, verweise ich auf § 12 Abs. 3 Satz 2 Nr. 2 LTranspG bzw. § 5 Abs. 2 VIG und bitte Sie, mir die erbetenen Informationen baldmöglichst, spätestens bis zum Ablauf eines Monats nach Antragszugang zugänglich zu machen. Sollten Sie für diesen Antrag nicht zuständig sein, bitte ich Sie, ihn an die zuständige Behörde weiterzuleiten und mich darüber zu unterrichten. Ich widerspreche ausdrücklich der Weitergabe meiner Daten an Dritte. Ich bitte Sie um eine Antwort in elektronischer Form (E-Mail) und möchte Sie um eine Empfangsbestätigung bitten. Vielen Dank für Ihre Mühe! Mit freundlichen Grüßen Antragsteller/in Antragsteller/in Anfragenr: 170959 Antwort an: <<E-Mail-Adresse>> Laden Sie große Dateien zu dieser Anfrage hier hoch: https://fragdenstaat.de/a/170959 Postanschrift Antragsteller/in Antragsteller/in << Adresse entfernt >>
WG: Umsetzung der Masern-Impfpflicht [#170959]
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Sehr geehrteAntragsteller/in vielen Dank für Ihre Anfrage von 26. November 2019. Gerne beantworten wir Ihre Anfrage, soweit wir das zum jetzigen Zeitpunkt können, da noch nicht alle Details der Umsetzung des Masernschutzgesetzes geklärt sind. Zu Ihren einzelnen Fragen: Wie wird das in Rheinland-Pfalz geregelt? In Rheinland-Pfalz wird eine Nachweispflicht - wie vom Gesetz vorgesehen - gegenüber der Einrichtungsleitungen zu erbringen sein. Die Oberste Gesundheitsbehörde wird nicht von Ihrer Regelungskompetenz Gebrauch machen, wonach die Nachweispflicht gegenüber dem Gesundheitsamt oder einer anderen staatlichen Stelle zu erbringen ist. Welches Ressort/staatliche Stelle ist für die Umsetzung bzw. für die Überprüfung/Überwachung der Nachweise federführend verantwortlich? Die Federführung bei der Umsetzung des Masernschutzgesetzes liegt bei der Obersten Landesgesundheitsbehörde, die im Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie angesiedelt ist. Für die Überprüfung des Nachweises über den Masernschutz ist die Leitung der jeweiligen Einrichtung verantwortlich. Die Gesundheitsämter sind zu informieren, wenn kein Nachweis über Impfungen, Immunität oder Kontraindikation erfolgt ist. Die Gesundheitsämter können dann beraten und müssen zur Vorlage der Bescheinigung auffordern. Gibt es bereits konkrete Umsetzungspläne? Derzeit werden verschiedene Verfahren geprüft, um eine möglichst reibungslose und unbürokratische Umsetzung des Gesetzes zu bewerkstelligen, sowohl für alle Personen, die neu in einer Einrichtung betreut, tätig oder beschäftigt werden, als auch für Personen, die bereit in einer Einrichtung betreut, tätig oder beschäftigt sind. Mit freundlichen Grüßen,