Source: https://www.rechtslupe.de/zivilrecht/die-insgesamt-abgewiesene-stufenklage-und-der-streitwert-390566
Timestamp: 2020-07-04 00:41:21
Document Index: 84800858

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 48', '§ 3', '§ 3', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Die insgesamt abgewiesene Stufenklage - und der Streitwert | Rechtslupe
Die insgesamt abgewiesene Stufenklage - und der Streitwert
Die ins­ge­samt abge­wie­se­ne Stu­fen­kla­ge – und der Streit­wert
Der Streit­wert eines Aus­kunfts­an­spruchs ist nur mit einem nach § 3 ZPO zu schät­zen­den Teil­wert der Haupt­sa­che zu bewer­ten [1]. Wird eine Stu­fen­kla­ge aber wegen Feh­lens einer mate­ri­ell­recht­li­chen Grund­la­ge für die mit ihr ver­folg­ten Leis­tungs­an­sprü­che ins­ge­samt abge­wie­sen, ist nicht der Wert der Aus­kunft, son­dern der Wert des Leis­tungs­an­spruchs selbst maß­geb­lich [2].
Die Bewer­tung die­ses Leis­tungs­an­spruchs rich­tet sich über § 48 Abs. 1 GKG nach den §§ 3 ff ZPO. Wert­be­stim­mend ist das klä­ge­ri­sche Inter­es­se, wobei es – da der Leis­tungs­an­spruch bei Ein­rei­chung der Stu­fen­kla­ge man­gels Aus­kunft nicht exakt bezif­fert wer­den kann – einer Schät­zung nach § 3 ZPO bedarf.
Die­se geschieht nach objek­ti­ven Anhalts­punk­ten, wobei anhand des Tat­sa­chen­vor­trags des Klä­gers danach zu fra­gen ist, wel­che Vor­stel­lun­gen er sich vom Wert des Leis­tungs­an­spruchs gemacht hat [3]. Eine Gren­ze bil­den nur nicht nach­voll­zieh­ba­re Wunsch­vor­stel­lun­gen eines Klä­gers, die in sei­nem Tat­sa­chen­vor­trag kei­ne Grund­la­ge fin­den [4].
Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 4. Febru­ar 2015 – III ZR 62/​14
vgl. nur BGH, Beschlüs­se vom 08.01.1997 – XII ZR 307/​95, NJW 1997, 1016; und vom 25.01.2006 – IV ZR 195/​04, FamRZ 2006, 619[↩]
vgl. nur BGH, Beschlüs­se vom 12.03.1992 – I ZR 296/​91, MDR 1992, 1091, 1092; und vom 01.10.2001 – II ZR 217/​01, NJW 2002, 71; sie­he auch Schneider/​Herget, Streit­wert­kom­men­tar, 13. Aufl., Rn. 5107[↩]
vgl. nur BGH, Urteil vom 31.03.1993 – XII ZR 67/​92, FamRZ 1993, 1189 und Beschluss vom 19.09.2007 – IV ZR 226/​06 5[↩]
vgl. hier­zu Schneider/​Herget, aaO Rn. 5084 f mwN[↩]
Gegen­stands­wert bei ste­cken­ge­blie­be­nen Stu­fen­an­trä­gen Bei ste­cken­ge­blie­be­nen Stu­fen­an­trä­gen rich­tet sich der Gegen­stands­wert min­des­tens nach der Höhe der außer­ge­richt­lich gel­tend gemach­ten For­de­rung. Für nicht ver­bund­fä­hi­ge Ver­fah­ren, die von einem Betei­lig­ten im…
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