Source: http://www.anwalt24.de/rund-ums-recht/BSG_15_07_2015_B_13_R_369_14_B_Umdeutung_eines_Antrages_auf_-d7387853.html
Timestamp: 2016-10-23 21:00:19
Document Index: 293591541

Matched Legal Cases: ['BGer', '§ 160', '§ 96', '§ 153', '§ 96', '§ 153', '§ 96', '§ 160', '§ 160', '§ 160', '§ 160', '§ 75', '§ 96', '§ 153', '§ 96', '§ 96', '§ 160', '§ 160', '§ 169', '§ 193']

BSG, 15.07.2015 - B 13 R 369/14 B - Umdeutung eines Antrages auf Leistungen zur medizinischen Rehabilitation als Rentenantrag; Nach Berufungseinlegung ergangener Widerspruchsbescheid; Gegenstand des Berufungsverfahrens | Urteile auf anwalt24.de
BSG, 31.07.2015 - B 4 AS 197/15 B…BSG, 15.07.2015 - B 13 R 369/14 B - Umdeutung eines Antrages auf Leistungen zur ...BSG, 15.07.2015 - B 1 KR 8/15 B - Erstattung von Kosten für eine selbstbeschafft...BSG, 15.07.2015 - B 12 KR 19/15 B - Versicherungspflicht eines Betreuers in der ...BSG, 15.07.2015 - B 6 KA 18/15 B - Arzneikostenregress wegen der Verordnung von ...BSG, 15.07.2015 - B 6 KA 19/15 BBSG, 15.07.2015 - B 13 R 171/15 B - Große Witwerrente; Grundsatzrüge; Notwendige...BSG, 15.07.2015 - B 6 KA 30/14 R - Wirtschaftlichkeitsprüfung in der vertragsärz...BSG, 15.07.2015 - B 6 KA 31/14 R - Zulassung zur vertragspsychotherapeutischen B...BSG, 15.07.2015 - B 6 KA 29/14 R - Zulassung zur vertragspsychotherapeutischen B...BSG, 15.07.2015 - B 6 KA 32/14 R - Zulassung zur vertragspsychotherapeutischen B...BSG, 15.07.2015 - B 6 KA 28/14 R - Vergütung vertragsärztlicher Leistungen; Rech...BSG, 15.07.2015 - B 6 KA 26/14 R - Vergütung vertragsärztlicher Leistungen; Verg...BSG, 14.07.2015 - B 13 R 257/15 BBSG, 14.07.2015 - B 14 AS 35/15 BHBSG, 14.07.2015 - B 9 SB 32/15 BBSG, 14.07.2015 - B 12 KR 6/15 BHBSG, 13.07.2015 - B 2 U 92/15 BBSG, 13.07.2015 - B 2 U 96/15 BBSG, 13.07.2015 - B 4 AS 74/15 B - Grundsicherungsleistungen; Überweisung auf da...BSG, 13.07.2015 - B 14 AS 116/15 BBSG, 10.07.2015 - B 13 R 15/15 S…BSG, 01.07.2015 - B 7 AY 2/14 R
BSG, 15.07.2015 - B 13 R 369/14 B - Umdeutung eines Antrages auf Leistungen zur medizinischen Rehabilitation als Rentenantrag; Nach Berufungseinlegung ergangener Widerspruchsbescheid; Gegenstand des Berufungsverfahrens
BundessozialgerichtBeschl. v. 15.07.2015, Az.: B 13 R 369/14 BGericht: BSGEntscheidungsform: BeschlussDatum: 15.07.2015Referenz: JurionRS 2015, 21560Aktenzeichen: B 13 R 369/14 B Verfahrensgang:vorgehend:LSG Baden-Württemberg - 25.09.2014 - AZ: L 10 R 765/11SG Freiburg - AZ: S 8 R 2594/08Rechtsgrundlagen:§ 160 Abs. 2 Nr. 3 SGG§ 96 SGG§ 153 Abs. 1 SGGRedaktioneller Leitsatz:§ 96 SGG ist über § 153 Abs. 1 SGG im zweiten Rechtszug entsprechend anzuwenden mit der Folge, dass ein nach Berufungseinlegung ergangener (Widerspruchs-)Bescheid Gegenstand des Berufungsverfahrens werden kann.in dem RechtsstreitAz: B 13 R 369/14 BL 10 R 765/11 (LSG Baden-Württemberg)S 8 R 2594/08 (SG Freiburg).................................,Kläger und Beschwerdeführer,Prozessbevollmächtigte: ..............................................,gegenDeutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg,Gartenstraße 105, 76135 Karlsruhe,Beklagte und Beschwerdegegnerin.Der 13. Senat des Bundessozialgerichts hat am 15. Juli 2015 durch den Vizepräsidenten Prof. Dr. S c h l e g e l sowie die Richter Dr. F i c h t e und Dr. K a l t e n s t e i nbeschlossen:Tenor:Die Beschwerde des Klägers gegen die Nichtzulassung der Revision im Urteil des Landessozialgerichts Baden-Württemberg vom 25. September 2014 wird als unzulässig verworfen.Kosten sind nicht zu erstatten.Gründe1Der Kläger wehrt sich eigenen Angaben zufolge dagegen, dass die Beklagte einen Antrag auf Leistungen zur medizinischen Rehabilitation als Rentenantrag umgedeutet und ihm ab 1.1.2004 Rente wegen voller Erwerbsminderung gewährt hat. Das Urteil des LSG vom 25.9.2014 leide unter Verfahrensfehlern, weil die AOK Baden-Württemberg "in indirekter Weise" am Rechtsstreit beteiligt sei und dem Rechtsstreit daher hätte beigeladen werden müssen. Ferner werde Verfahrensrecht, vornehmlich § 96 Sozialgerichtsgesetz (SGG), verletzt, weil das LSG einen Widerspruchsbescheid vom 29.4.2014 in seine Entscheidung einbezogen habe, den es gar nicht gebe. Überdies könne ein Widerspruchsbescheid nicht in das Berufungsverfahren einbezogen werden.2Die Beschwerde ist unzulässig. Der geltend gemachte Zulassungsgrund des Vorliegens von Verfahrensfehlern (§ 160 Abs 2 Nr 3 SGG) ist nicht in der nach § 160a Abs 2 S 3 SGG gebotenen Weise bezeichnet worden.3Wird eine Nichtzulassungsbeschwerde darauf gestützt, dass ein Verfahrensmangel vorliege, auf dem die angefochtene Entscheidung beruhen könne (§ 160 Abs 2 Nr 3 SGG), müssen bei der Bezeichnung des Verfahrensmangels (§ 160a Abs 2 S 3 SGG) die den Verfahrensmangel (vermeintlich) begründenden Tatsachen substantiiert dargetan werden. Darüber hinaus ist die Darlegung erforderlich, dass und warum die Entscheidung des LSG - ausgehend von dessen materieller Rechtsansicht - auf dem Mangel beruhen kann, dass also die Möglichkeit einer Beeinflussung des Urteils besteht.4Da der Kläger den der Entscheidung des LSG zugrunde liegenden Sachverhalt nicht mitteilt, fehlt es bereits an der substantiierten Darlegung der Umstände, die - ausgehend von der Rechtsansicht des LSG - eine Beiladung der AOK Baden-Württemberg erfordert hätten, zumal der Kläger selbst von einer nur indirekten Beteiligung der AOK an dem Rechtsstreit ausgeht. Nicht ausreichend ist, lediglich zu behaupten, dass "die AOK einen nicht unerheblichen Erstattungsanspruch hat, diesen verliert", um die fehlende notwendige Beiladung (§ 75 Abs 2 SGG) zu rügen.5Der Kläger hätte ferner aufzeigen müssen, weshalb es einen Widerspruchsbescheid vom 29.4.2014 "nicht gab", obwohl er an anderer Stelle (S 5 oben der Beschwerdebegründung) selbst ausführt, dass es sich "bei dem Widerspruchsbescheid vom 29.4.2014 nicht um einen Verwaltungsakt, ..., sondern ... um einen Widerspruchsbescheid" handele. Damit sind seine Ausführungen in sich widersprüchlich und verwirrend, sodass der Senat schon aus diesem Grund nicht in die Lage versetzt wird, sicher zu beurteilen, ob dem LSG ein Verfahrensfehler unterlaufen sein könnte.6Soweit der Kläger meint, in ein Berufungsverfahren könne nach dem klaren Wortlaut des § 96 SGG "niemals ein Widerspruchsbescheid vom 29.4.2014 einbezogen werden", verkennt er, dass die Vorschrift über § 153 Abs 1 SGG im zweiten Rechtszug entsprechend anzuwenden ist mit der Folge, dass ein nach Berufungseinlegung ergangener (Widerspruchs)Bescheid Gegenstand des Berufungsverfahrens werden kann (vgl nur Leitherer in: Meyer-Ladewig/Keller/Leitherer, SGG, 11. Aufl 2014, § 96 RdNr 7 mwN; Breitkreuz in: Breitkreuz/Fichte, SGG, 2. Aufl 2014, § 96 RdNr 9).7Von einer weiteren Begründung sieht der Senat ab, weil sie nicht geeignet wäre, zur Klärung der Voraussetzungen der Revisionszulassung beizutragen (§ 160a Abs 4 S 2 Halbs 2 SGG).8Die Verwerfung der Beschwerde erfolgt gemäß § 160a Abs 4 S 1 Halbs 2 iVm § 169 S 3 SGG durch Beschluss ohne Zuziehung der ehrenamtlichen Richter.9Die Kostenentscheidung beruht auf entsprechender Anwendung des § 193 SGG.Prof. Dr. SchlegelDr. FichteDr. KaltensteinHinweis: Das Dokument wurde redaktionell aufgearbeitet und unterliegt in dieser Form einem besonderen urheberrechtlichen Schutz. Eine Nutzung über die Vertragsbedingungen der Nutzungsvereinbarung hinaus - insbesondere eine gewerbliche Weiterverarbeitung außerhalb der Grenzen der Vertragsbedingungen - ist nicht gestattet.