Source: https://digital.zlb.de/viewer/fulltext/33404378/1/
Timestamp: 2020-02-29 10:38:17
Document Index: 347228234

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 5', '§ 1', '§ 6', '§ 6', '§ 7', '§ 34', '§33', '§ 8', '§33', '§53', '§49', '§ 8', '§ 8', '§ 8', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 16', '§ 16', '§ 16', '§ 16', '§ 16', '§ 16']

Sanierung des Rathauses Zehlendorf auf Nullheizenergieniveau
URN: https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-opus-97707
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-opus-97707
Sanierung des Rathauses Zehlendorf Berlin auf Nullheizenergieniveau Steglitz-Zehlendorf
Nichtoffener Wettbewerb für Architekten als Generalplaner (als Gesamt­ planer, mit Unterauftragnehmern oder als Arbeitsgemeinschaft)
Sanierung des Rathauses Zehlendorf auf Nullheizenergieniveau Berlin Steglitz-Zehlendorf Auslobung
Herausgeber Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abteilung Städtebau und Projekte Referat II D Brückenstraße 6 10179 Berlin
Wettbewerbsvorbereitung und -durchführung Fiebig Schönwälder Zimmer Architektur + Stadtplanung Bülowstraße 66, Aufg. D 1 10783 Berlin Titelbild Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Luftbild 2009 Druck A & W Digitaldruck, Berlin
1.1 1.2 1.3 1.4 1.5 1.6 1.7 1.8 1.9 1.10 1.11 1.12 1.13 1.14 1.15 1.16 1.17 1.18 2.1 2.2 2.3 2.4 2.5 2.6 2.7 2.8 2.9 2.10 3.1 3.2 3.3 3.4 51 3.5  3.7 3.8 4.1 4.2 Auslober, Koordination und Durchführung ..................................9 Art des Verfahrens ......................................................................9 Grundsätze und Richtlinien für Wettbewerbe............................10 Wettbewerbsteilnehmer.............................................................10 Preisgericht und Vorprüfung...................................................... 11 Ausgabe der Wettbewerbsunterlagen .......................................13 Abgabe der Wettbewerbsarbeiten.............................................13 Ortsbesichtigung, Rückfragen und Rückfragenkolloquium ...... 14 Verzeichnis der Wettbewerbsunterlagen...................................14 Geforderte Leistungen ..............................................................15 Beurteilungsverfahren und Vorprüfung .....................................17 Preise und Anerkennungen.......................................................17 Weitere Bearbeitung..................................................................18 Eigentum und Urheberrecht ......................................................19 Verfassererklärung ....................................................................19 Bekanntgabe des Ergebnisses / Ausstellung der Arbeiten........19 Haftung und Rückgabe .............................................................19 Zusammenfassung der Termine................................................20 Städtebauliche Rahmenbedingungen ....................................... 21
Historische Entwicklung des Standorts .....................................24
Das Rathaus Zehlendorf .............................................................. 25
Der Wettbewerbsbereich...........................................................29
Technische Infrastruktur ............................................................30
Planungsrecht ...........................................................................36
Denkmalschutz..........................................................................37
Vorplanungen / Gutachten ........................................................38
Förderkulisse.............................................................................44
Nachhaltigkeitsmanagement.....................................................46
Projektziele und Planungsumfang.............................................49
Architektonische Zielsetzung ....................................................50
Funktionale Anforderungen .......................................................51
Technische Gebäudeausrüstung / Bautechnische Maßnahmen... Baukosten / Wirtschaft ..............................................................52 1DFKKDOWLJNHLW(QHUJLHHI¿]LHQ]gNRORJLVFKH=LHOVHW]XQJ.....53 Baurechtliche Vorschriften, Normen und Richtlinien .................53
Beurteilungskriterien des Preisgerichts.....................................54
Quellenangaben........................................................................61
Teil 3 Wettbewerbsaufgabe ..................................................................49
Sanierung des Rathauses Zehlendorf auf Nullheizenergieniveau / Anlass und Ziel
Gegenstand des Wettbewerbs ist die energetische Sanierung des Rat­ hauses Zehlendorf mit dem Ziel, den gegenwärtigen Heizwärmebedarf (Nutzenergie) um mind. 80 Prozent und den Strombedarf um ca. 50 Pro­ zent zu reduzieren und eine ausschließliche Deckung des verbleibenden Heizenergiebedarfs durch erneuerbare Energien zu ermöglichen (Nullheizenergie-Gebäude und Null CO2-Emissionen-Gebäude). Das Rathaus Zehlendorf ist ein Gebäudeensemble, welches sich aus fünf teils sehr unterschiedlichen Bauteilen verschiedener Baujahre zusam­ mensetzt. Dem denkmalgeschützten Hauptgebäude aus dem Jahr 1928 (Gebäudeteil A, differenziert in die Bauteile A1, A2, A3) stehen mit den Bauteilen B, C, und E typische Plattenbauten aus dem Jahr 1973 und mit dem Bauteil D ein unverkennbares Beispiel der 50er Jahre Architektur gegenüber. Der Rathauskomplex hat insgesamt eine Größe von rund TP%UXWWRJHVFKRÀlFKH%*) Von den Wettbewerbsteilnehmern wird ein gleichermaßen architekto­ nisch anspruchsvoller und energieoptimierter Entwurf erwartet. Wettbe­ werbsaufgabe ist ein Entwurf für die energetische Sanierung der Fassade VRZLHGLH.RQ]HSWLRQHLQHUHQHUJLHHI¿]LHQWHQ*HElXGHWHFKQLN'LHKHWH rogene Baukörpergestalt macht unterschiedliche Herangehensweisen an die Sanierung der Gebäudehüllen erforderlich und impliziert zugleich die Anforderung an ein Gesamtsanierungskonzept, das die geplanten Maß­ nahmen nutzt, um den Gebäuden eine neue Gestalt zu geben, in der die einzelnen Bauteile mehr als bisher in einer qualitätvollen Weise integriert werden. Bezüglich der Technischen Ausstattung sind im Rahmen des Wett­ bewerbes Lösungsansätze für die Umsetzung der in Grundzügen bereits ausgearbeiteten Konzeption für die energetische Bewirtschaft gefordert. ,QVEHVRQGHUH VLQG GLH $QODJHQNRQ¿JXUDWLRQ ]XU 'HFNXQJ GHV YHUEOHL­ benden Heizenergiebedarfs sowie Ansätze zur Optimierung der weiteren Gebäudetechnik aufzuzeigen. Der Gesamtkostenrahmen beträgt rd. 14,7 Mio. EUR brutto (KG 200-700). Es ist beabsichtigt, in der Folge, je nach zur Verfügungsstellung weiterer Haushaltsmittel, an den Preisträger weitere Aufträge für die Grundsanie­ rung des Gebäudeensembles zu vergeben. Das Sanierungsvorhaben wird im Rahmen der Programme KSI (Klima­ schutzinitiative des Bundesumweltministeriums) und des UEP (Umwelt­ entlastungsprogramm des Landes Berlin) als Modellprojekt gefördert. Dies erfordert eine Fertigstellung der Baumaßnahme (VOB-Bauabnahme) bis Ende Juni 2014. Die für das Bauvorhaben vorgesehenen ökologischen Maßnahmen sollen im Rahmen der Gesamtplanung schlüssig sein und im Einklang mit einem überzeugenden architektonischen Konzept. Planung und Realisierung sollen in beispielgebender Weise den Grundsätzen der Nachhaltigkeit Rechnung tragen.
Sanierung des Rathauses Zehlendorf auf Nullheizenergieniveau / Teil 1 Verfahren
1.1 Auslober, Koordination und Durchführung
Auslober / Bauherr / Nutzer Land Berlin, vertreten durch den Bezirk Steglitz-Zehlendorf von Berlin Abteilung Bauen, Stadtplanung und Naturschutz Serviceeinheit Immobilien Fachbereich Baumanagement Gerd Nowak, Architekt Auf dem Grat 2 14195 Berlin Telefon: +49 (0)30 - 90299 5265 Telefax: +49 (0)30 - 90299 7970 E-Mail: nowak-g@ba-sz.berlin.de Koordination Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abteilung Städtebau und Projekte Referat II D Brückenstraße 6 10179 Berlin Nanna Sellin-Eysholdt, II D 11 Tel.: +49 (0)30 - 9025 2039 Fax: +49 (0)30 - 9025 2535 E-Mail: nanna.sellin-eysholdt@senstadt.berlin.de Wettbewerbsvorbereitung und -durchführung Fiebig Schönwälder Zimmer Architektur + Stadtplanung Bülowstraße 66, Aufg. D 1 10783 Berlin Barbara Zimmer Tel. +49 (0)30 - 2175 19 20 Fax: +49 (0)30 - 2175 18 59 E-Mail: zimmer@planungskultur.de
Die Auslobung erfolgt als nichtoffener Wettbewerb für Architekten als Gene­ ralplaner (als Gesamtplaner, mit Unterauftragnehmern oder als Arbeitsge­ meinschaft). Das gesamte Verfahren ist bis zum Abschluss anonym. Kommunikation Die Wettbewerbssprache ist Deutsch. Die Kommunikation mit den Teil­ nehmern erfolgt über E-Mail.
Dem Wettbewerb liegen die Richtlinien für Planungswettbewerbe (RPW 2008) sowie das Rundschreiben SenStadt VI A Nr. 06 / 2009 (Rundschrei­ ben SenStadt zur Einführung der RPW 2008) zugrunde, soweit nachste­ hend nichts anderes ausgeführt ist. Bei der Vorbereitung der Auslobung hat die Architektenkammer Berlin entsprechend den Regelungen der RPW beratend mitgewirkt. Einverständnis Jeder Teilnehmer, Preisrichter, Sachverständige, Vorprüfer und Gast erklärt sich durch seine Beteiligung bzw. Mitwirkung am Verfahren mit den vorliegenden Teilnahmebedingungen und der Anwendung der RPW 2008 einverstanden. Verlautbarungen jeder Art über Inhalt und Ablauf vor und während der Laufzeit des Wettbewerbsverfahrens, einschließ­ lich der Veröffentlichung der Wettbewerbsergebnisse, dürfen nur über die Se-natsverwaltung für Stadtentwicklung, - II D -, abgegeben werden. Datenschutz Jeder Teilnehmer, Preisrichter, Sachverständige, Vorprüfer, Gast und Auftragnehmer willigt durch seine Beteiligung bzw. Mitwirkung am Ver­ fahren ein, dass seine personenbezogenen Daten im Zusammenhang mit o.g. Wettbewerb bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in Form einer automatisierten Datei geführt werden. Diese Einwilligung ist auf der Verfasser- bzw. auf der Zustimmungserklärung zu bestätigen. Eingetra­ gen werden Name, Anschrift, Telefon, Beauftragung im Wettbewerb, Kammermitgliedschaft, Berufsbezeichnung. Nach Abschluss des Verfah­ rens können auf Wunsch diese Daten gelöscht werden (durch Vermerk auf der Verfassererklärung). Gemäß § 6 des novellierten Datenschutzgesetzes ist die Einwilligung der Betroffenen notwendig, da eine spezielle Rechtsgrundlage für die Füh­ rung dieser Datei fehlt. Vergabekammer gIIHQWOLFKH$XIWUlJHGLHJHPlGHQ9HUJDEHYRUVFKULIWHQGHU(8YHUJH ben werden müssen, unterliegen einem Rechtsschutzverfahren. Für die öffentlichen Auftraggeber des Landes Berlin wird dieses Verfahren vor der Vergabekammer des Landes Berlin geführt. Vergabekammer des Landes Berlin Martin-Luther-Str. 105 10825 Berlin Tel. +49(030) 9013 8316, Fax. +49(030) 9013 7613
Zur Teilnahme am Wettbewerb wurden entsprechend der Ankündigung im EU-Amtsblatt vom 27.01.2010 in einem vorgeschalteten Bewerbungs­ verfahren (Teilnahmewettbewerb gemäß RPW und VOF) durch ein vom Preisgericht unabhängiges Auswahlgremium 15 Architekten als General­ planer ausgewählt.
Architekt, Dortmund
Dr. M. Norbert Fisch Beratender Ingenieur, Braunschweig
Annette Wolpert
Heinrich Schulte-Frohlinde
Dr. Torsten Löber Beratender Ingenieur, Berlin
Uwe Stäglin Bezirksstadtrat Abteilung Bauen, Stadtplanung und Naturschutz Bezirk Steglitz-Zehlendorf von Berlin Anke Otto Bezirksstadträtin Abteilung für Jugend, Schule und Umwelt Bezirk Steglitz-Zehlendorf von Berlin Barbara Loth Bezirksstadträtin Abteilung Wirtschaft, Gesundheit und Verkehr Bezirk Steglitz-Zehlendorf von Berlin
Stellvertretende	 Sachpreisrichter
Matthias Heise Leiter des Büros des Bezirksbürgermeisters
und Verwaltungsleitung
Dieter Melzow Leiter der Serviceeinheit Immobilien Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf von Berlin Dr. Andreas Ruck Umweltamt, Amtsleiter Bezirk Steglitz-Zehlendorf von Berlin Axel Koller Abteilung Wirtschaft, Gesundheit und Verkehr Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf von Berlin
Dr. Hans Stoedtgen
Immo L SAR
Sabine Lappe Bauordnungsamt – FB Stadtplanung Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf von Berlin Gerd Nowak Leiter des Fachbereichs Baumanagement Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf von Berlin Leonid Kleimann Fachbereich Baumanagement Energiebeauftragter Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf von Berlin Tadeusz Zankiewicz SE Immo Baumanagement TGA Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf von Berlin Peter Schrage-Aden Klimaschutzbeauftragter - Umweltamt Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf von Berlin Dr. Jörg Rüter Untere Denkmalschutzbehörde Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf von Berlin Dr. Matthias Teller fhochx - Institut für zukunftsfähiges Wirt­ schaften GmbH, Berlin N.N. Nachhaltigkeitsmanagement Peter Ostendorff Referatsleiter Wettbewerbe und Auswahlverfahren Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin
Vorprüfung	 Energie- und 5HVVRXUFHQHI¿]LHQ] $QODJHQNRQ¿JXUDWLRQ	 Kostenprüfung
Koordination und verantwortliche Leitung
Prof. Dr.-Ing. Frank U. Vogdt
Sachverständiger für nachhaltiges Bauen,
Ingenieurbüro SICK Berlin
Ingenieurgesellschaft mbH, Berlin
Marion Pristl, Beratende Bauingenieurin Baukammer Berlin
Der Auslobungstext wird den Teilnehmern in digitaler Form am 29. März 2010 zugesandt. Am 31. März 2010 erhalten die Teilnehmer im Rahmen einer Ortsbesich­ tigung die Auslobungsbroschüre sowie die weiteren Wettbewerbsunterla­ gen ausgehändigt.
Die Arbeiten müssen bis zum 31. Mai 2010, 16:00 Uhr im Büro Fiebig Schönwälder Zimmer Architektur und Stadtplanung Bülowstr. 66 (Aufgang D 1) 10783 Berlin eingereicht werden. Die Wettbewerbspläne sind in einer eckigen Ver­ sandbox abzuliefern. Der Verfasser trägt die Verantwortung, dass die geforderten Lei­ stungen bis zum 31. Mai 2010, 16.00 Uhr, vorliegen. Die Wettbewerbsarbeiten sind zur Wahrung der Anonymität in verschlos­ senem Zustand ohne Absender oder sonstigen Hinweis auf den Verfasser, aber mit der Kennzahl und dem Vermerk „Sanierung Rathaus Zehlen­ dorf“ einzureichen. Bei Zustellung durch Kurierdienst ist der Empfänger als Absender anzugeben. Kennzeichnung der Arbeiten Die Wettbewerbsarbeiten sind in allen Stücken nur durch eine gleichlau­ tende Kennzahl zu bezeichnen. Sie ist aus sechs arabischen Ziffern zu bilden und in einer Größe von 1 cm Höhe und 4 cm Breite auf jedem Blatt und Schriftstück in der rechten oberen Ecke anzubringen. Der Wettbewerbsverfasser hat die Verfassererklärung mit seiner An-schrift in einem verschlossenen und undurchsichtigen Umschlag mit der gleichen Kennzahl abzugeben, mit der er seine Wettbewerbsarbeit gekennzeichnet hat. Dieser Umschlag ist gleichzeitig mit der Wettbewerbs-arbeit abzu­ geben.
Ortsbesichtigung 'LH 2UWVEHVLFKWLJXQJ PLW GHQ 7HLOQHKPHUQ ¿QGHW DP 31. März 2010 um 11:00 Uhr statt. Der Treffpunkt ist der Haupteingang des Rathauses Zehlendorf in der Kirchstraße 1-3, Bauteil A1 (die Führung übernehmen Herr Schrage-Aden und Herr Dr. Stoedtgen) Rückfragen Rückfragen zur Auslobung können schriftlich gestellt werden. Sie müssen bis zum 08. April 2010 um 16:00 Uhr bei folgender E-Mail-Adresse ein­ gegangen sein: zimmer@planungskultur.de Bei den Rückfragen ist auf die entsprechenden Teilziffern der Auslobung, auf die sie sich beziehen, Bezug zu nehmen. (LQ 5FNIUDJHQNROORTXLXP ¿QGHW QLFKW VWDWW 'LH =XVDPPHQVWHOOXQJ DOOHU eingereichten Fragen und deren Beantwortung wird den am Verfahren Beteiligten am 15. April 2010 per E-Mail zugesandt und ist Bestandteil der Auslobung.
Unterlagen des Wettbewerbs sind: –	 die vorliegende Auslobung –	 die Zusammenstellung der Rückfragen und Antworten –	 CD-ROM mit digitalen Daten (siehe Teil 4), u.a. die im Folgenden
	 .RVWHQVFKlW]XQJIKRFK[,QVWLWXWIU]XNXQIWVIlKLJHV:LUWVFKDIWHQ GmbH, Berlin; Nov. 2009) 	 )|UGHUDQWUlJHEHVFKHLGH .6, XQG 8(3 ,, %H]LUNVDPW 6WHJOLW] Zehlendorf von Berlin; Nov. 2009) 	 (QHUJLHDXVZHLVH ,VW XQG 6ROO IU GLH %DXWHLOH $ % & XQG ' (MUTZ GmbH, Berlin; Mai 2009) 	 (QWZXUI GHV (QHUJLHNRQ]HSWHV IU GLH 6DQLHUXQJ GHV 5DWKDXVHV Zehlendorf auf Nullheizenergieniveau (Ingenieurbüro SICK Berlin,
Zwischenstand Feb. 2010)
	 8QWHUVXFKXQJVEHULFKW)DVVDGHQSXW]H$OWEDX5DWKDXV=HKOHQGRUI (GWD Gesellschaft für Wissenstransfer in der Gebäude-Diagnostik
mbH, Berlin; April 2009)
	 $UFKLWHNWXUJXWDFKWHQ ]XU )DVVDGHQJHVWDOWXQJ )UDQN $XJXVWLQ Architekt, Berlin; Juni 2009) 	 7KHUPRJUD¿HEHULFKW087=*PE+%HUOLQ)HE 	 hEHUVLFKWVSODQDOVSGI'DWHL0*UXQGODJH$/. 	 .DWDVWHUDXV]XJDOVSGI'DWHL0 	 %HVWDQGVSOlQH 5DWKDXV =HKOHQGRUI *UXQGULVVH $QVLFKWHQ Schnitte) als .pdf-Dateien 	 &$''DWHLHQGHURJ3OlQHLQG[IGZJ)RUPDWDOV$UEHLWVSOlQH 	 /XIWELOGDOVWLI'DWHL
Hinweis -HGHU7HLOQHKPHU GHV9HUIDKUHQV YHUSÀLFKWHWVLFK GLHYRUOLHJHQGHQ GLJL talisierten Daten und Pläne nur für die Beteiligung am Verfahren zu nut-zen. Daten, die im Rahmen der Bearbeitung als Zwischenprodukte anfal-len und nicht an den Auslober abgegeben werden, sind nach Abschluss des Wettbewerbes zu löschen.
Von den Teilnehmern werden folgende Leistungen erwartet: Geforderte Leistungen in Papierform 	 =ZHL )DVVDGHQDEZLFNOXQJHQ .HQQ]HLFKQXQJ V  hEHUVLFKWV Lageplan) und alle weiteren zum Verständnis des Entwurfs erforderlichen $QVLFKWHQHLQVFKOLHOLFK'DFKÀlFKHQLP0DVWDE0 2.	 Schnitte durch alle Leitkonstruktionen (wie Fassaden inkl. Fenster und Sonnenschutzsysteme, Dächer bzw. Decken über OG, Decke zu Luftgeschoss,Kellerdeckenbzw.Sohlplatten,Kellerwände)/Teilansichten mit Darstellung von Materialität (Dämmsystem, Putze, Anstrich), exemplarisch zur Vermittelbarkeit von Gestaltqualität, Dämmwerten und Kosten, sowie beispielhaft Details für Maßnahmen zur Vermeidung von Wärmebrücken im Maßstab M 1:20 - der Informationsgehalt soll annähernd dem eines Schnittes im Maßstab M 1:50 entsprechen 3.	 Erweiterter Schnitt durch ein typisches Büro des Bauteils A mit JUXQGULVVOLFKHU 'DUVWHOOXQJ XQG $XVZHLVXQJ GHU +HL]ÀlFKHQ LP Maßstab M 1:50 	 6FKHPDWLVFKH'DUVWHOOXQJGHU$QODJHQNRQ¿JXUDWLRQHLQVFKO6SHLFKHU Wärmeverteilung)fürdieDeckungdesverbleibendenHeizenergiebedarfs
einschließlich Hilfsenergien mit Angabe der wesentlichen Parameter
.HQQ6WHXHUJU|HQ(LQÀXVVIDNWRUHQ 5.	 Schematische Darstellung des Lüftungskonzeptes mit Angabe der ZHVHQWOLFKHQ3DUDPHWHU.HQQ6WHXHUJU|HQ(LQÀXVVIDNWRUHQ 6.	 Schematische Darstellung des Konzeptes zur Reduzierung des Strom­ bedarfs mit Angabe der wesentlichen Parameter (Kenn-/Steuergrößen, (LQÀXVVIDNWRUHQ 7.	 Prüfpläne (gefaltet) ein Satz der verlangten Ansichten und Schnitte/Details mit Eintragung –	 der für die Berechnung notwendigen Maße –	 Abmaßung von Photovoltaik-/ Solarthermieelementen (KollektorÀlFKHQ 8.	 Berechnungen auf Formblättern 	 *HElXGHKOOÀlFKHQ PLW GHP 0D IU GLH HQHUJHWLVFKH 4XDOLWlW
>7UDQVPLVVLRQVZlUPHNRHI¿]LHQW@ DOOHU ZlUPHEHUWUDJHQGHQ 8P
IDVVXQJVÀlFKHQZLH$XHQZlQGH'lFKHU'HFNHQ)HQVWHUHWF
XQGGHPGXUFKVFKQLWWOLFKHQ7UDQVPLVVLRQVZlUPHNRHI¿]LHQW
	 +HL]ZlUPHHU]HXJXQJ )OlFKHQEHGDUI (U]HXJHU 4XDQWL¿]LHUXQJ Endenergie (Nennleistung, Energieproduktion) und Primärener­
gieaufwand (differenziert in erneuerbar/nicht erneuerbar)
	 6SHLFKHU4XDQWL¿]LHUXQJ6SHLFKHULQKDOWFEPN:K 9.	 Erläuterungsbericht (getrennt von den Plänen, max. 8 DIN A 4 Seiten) mit Aussagen zu folgenden Aspekten: a.	 energetische Sanierung der Gebäudehülle (Erläuterung und
Begründung des vorgeschlagenen Entwurfskonzepts, Aussagen
zu Konstruktionen und Materialien) E	 $QODJHQNRQ¿JXUDWLRQLQNO6SHLFKHUIUGLH'HFNXQJGHVYHUEOHL benden Heizenergiebedarfs (Erläuterung der Wirkungsweise und der wesentlichen Parameter) c.	 Wärmeverteilung inkl. Angaben zu Auslegungstemperaturen (Vor-/
Rücklauf)
d.	 Lüftung (Art und ggf. Besonderheiten der Lüftungsanlage und
Angaben zu Luftmengen, Wärmerückgewinnung, ggf. Kühlung, etc.)
H	 6WURP  (UOlXWHUXQJ XQG 4XDQWL¿]LHUXQJ GHU 0DQDKPHQ ]XU Stromeinsparung) f.	 Verbesserungen hinsichtlich Nutzerkomfort 10. Baubeschreibung in Anlehnung an DIN 276-1 (2008) zu KG 300 und 400 (10er Schritte) 11. Verzeichnis der eingereichten Unterlagen 12. Verfassererklärung (s. 4.1.7 Formblätter)
Zusätzlich geforderte Leistungen in digitaler Form Zusätzlich sind folgende Leistungen in digitaler Form auf CD-Rom zu erbringen (für Vorprüfung, Ergebnisprotokoll und Veröffentlichung): –	 die Präsentationspläne (Nr. 1 – 6) als Windows-kompatible .tif-Datei(en) LQHLQHU$XÀ|VXQJYRQEHYRU]XJWGSLJJI/=:NRPSULPLHUW –	 die Präsentationspläne als pdf-Datei(en) mit eingebundenen PixelGDUVWHOOXQJHQLQHLQHU$XÀ|VXQJYRQEHYRU]XJWGSL –	 die geforderten Leistungen nach Nr. 7 (Prüfpläne) als CAD-Datei im Format .dwg oder .dxf (AutoCAD, Version 2000 oder tiefer) oder .pln (ArchiCAD, Version 7 oder tiefer) –	 die ausgefüllten Formblätter zu Nr. 8 (siehe 4.1.7 Digitale Anla-gen/ Formblätter) als .xls-Datei (Microsoft Excel) –	 die geforderten Leistungen nach Nr. 9 bis Nr. 11 als .pdf-Datei Hinweise zu den geforderten digitalen Leistungen „Offene“ Dateien aus Layout-Programmen (z.B. InDesign, QuarkExpress, Illustrator etc.) können nicht berücksichtigt werden. Bildmaterial, das nicht im genannten Windows-kompatiblen .tif-Format vorliegt, kann nicht be-rücksichtigt werden. Die CD-ROM selbst trägt als Titel nur die sechsstellige Kennzahl, mit der auch die schriftlichen Pläne gekennzeichnet werden (z.B. 123456). Die einzelnen Dateien auf der CD-ROM müssen wie folgt benannt werden: Der erste Teil des Dateinamens ist die sechsstellige Kennzahl, danach folgt ein Unterstrich und anschließend der eigentliche Dateititel, gefolgt von der Formatangabe, z.B. „tif“. Beispiele: –	 Schnitt Büro: –	 Ansichten:
–	 Prüfpläne:
123456_schnitt_büro.tif 123456_ansicht_A1_01.tif 123456_ansicht_A2_01.pdf 123456_ansicht_B_01.pdf 123456_pruefplan_A1_01.dwg
Räumliche Darstellungen sind nicht zugelassen. Allgemeine Hinweise Jeder Teilnehmer darf nur eine Arbeit ohne Variante einreichen. Gemäß RPW 2008 § 5 Absatz 2 werden Darstellungen, die über die in der Auslo­ bung geforderten Leistungen hinausgehen, von der Vorprüfung ausge­ sondert. Farbige Darstellungen sind möglich. Räumliche Darstellungen werden nicht zugelassen. Für die Präsentation der Wettbewerbsarbeiten stehen pro WettbewerbsWHLOQHKPHUPD[]ZHLPKRKH5ROOWDIHOQPLWHLQHU+lQJHÀlFKHYRQ m (Breite) x 1,46 m (Höhe) zur Verfügung. Ausschlusskriterien / Verstoß gegen bindende Vorgaben Die für die Wettbewerbsaufgabe verbindlichen Vorgaben werden im Sinne der Innovation und des Wettbewerbgedankens auf folgende grundsätz­ liche Anforderungen begrenzt: keine bindenden Vorgaben
Wettbewerbsbeiträge, die während der Laufzeit des Wettbewerbes veröf­ fentlicht werden, verstoßen gegen die in § 1 Absatz 4 und § 6 Absatz 2 RPW 2008 geforderte Anonymität und sind von der Beurteilung auszu­ schließen.
Das Beurteilungsverfahren ist unter § 6 Absatz 2 der RPW 2008 darge­ stellt. Ergänzend gilt Folgendes: Die eingereichten Arbeiten werden mit Hilfe eines Kriterienkataloges vorgeprüft. Bei der Erfüllung dieser Aufga­ be können die Sachverständigen zur Unterstützung der Vorprüfer hinzu­ gezogen werden. Dem Preisgericht werden die Ergebnisse der Vorprü­ fung als Entscheidungshilfe zur Verfügung gestellt, die Beurteilung der Arbeiten bleibt dem Preisgericht vorbehalten.
Die Wettbewerbssumme (RPW 2008 § 7 Absatz 2) ist auf der Basis des § 34 HOAI ermittelt. Für Preise und Anerkennungen stehen insgesamt 45.000 Euro zur Verfügung. Vorgesehen ist folgende Aufteilung: 1. Preis 2. Preis 3. Preis 2 Anerkennungen à 19.000,– € 11.000,– € 7.000,– € 4.000,– €
hEHUGLH3UHLVHXQG$QHUNHQQXQJHQKLQDXVLVWHLQH.RVWHQHUVWDWWXQJQLFKW vorgesehen. Die Preise und Anerkennungen werden nach Entscheidung
des Preisgerichts unter Ausschluss des Rechtsweges zugeteilt. Das Preis­ gericht kann einstimmig eine andere Verteilung beschließen oder Preis­ gruppen bilden. Die Mehrwertsteuer von derzeit 19 % ist in den genannten Beträgen nicht enthalten und wird den inländischen Teil-nehmern zusätz­ lich ausgezahlt.
Das Preisgericht gibt eine schriftliche Empfehlung für die weitere Bear­ beitung der Wettbewerbsaufgabe. Bei der Umsetzung des Projekts wird unter Würdigung der Empfehlungen des Preisgerichts einer der Preisträger mit den Leistungsphasen 2 bis 9 analog HOAI §33 beauftragt, sofern kein wichtiger Grund einer Beauftra­ gung entgegensteht, insbesondere soweit und sobald die dem Wettbe­ werb zugrundeliegende Aufgabe realisiert werden soll (RPW 2008 § 8 Absatz 2). Voraussetzung ist, dass die Ausführung der ausgewählten Arbeit im Kostenrahmen möglich ist. Der Auftrag umfasst folgende Leistungsbereiche, die nur gemeinsam vergeben werden: A.	 Objektplanung für Gebäude und raumbildende Ausbauten (HOAI §33, Leistungsphasen 2-9) und Generalplaneraufgaben und -verant­ wortlichkeiten; B.	 Leistungen der Technischen Ausrüstung (HOAI §53, Leistungspha­ sen 2-9) C.	 Leistungen der Tragwerksplanung (HOAI §49, Leistungsphasen 1-9); D.	 Leistungen für Thermische Bauphysik (HOAI Anlage 1.2.2., Lei­ stungsphasen 2-4); E.	 Leistungen zum Brandschutz (in Anlehnung an Nr. 17 der Schriften­ reihe des AHO, AHO-Arbeitskreis Brandschutz, Leistungsphasen 1-9); F.	 Das Umzugsmanagement für ca. 500 Mitarbeiter, unter Berücksich­ tigung der erforderlichen Baufreiheit und Funktionserhalt für den laufendem Betrieb. Im Falle einer weiteren Bearbeitung werden durch den Wettbewerb bereits erbrachte Leistungen des Wettbewerbsteilnehmers bis zur Höhe des zuerkannten Preises nicht erneut vergütet, wenn der Wettbewerbsent­ wurf in seinen wesentlichen Teilen unverändert der weiteren Bearbeitung zugrunde gelegt wird (RPW 2008 § 8 Absatz 2). Wenn vom Auftraggeber in begründeten Einzelfällen vom Votum des Preis­ gerichts hinsichtlich der weiteren Beauftragung abgewichen wird, sind mit allen Preisträgern Verhandlungen über die Auftragsvergabe durchzuführen. Architekten, die nicht Mitglieder der Berliner Architektenkammer sind, ZHUGHQJHPl  %DX XQG$UFKLWHNWHQNDPPHUJHVHW] YHUSÀLFKWHWVLFK bei Auftragserteilung im Verzeichnis auswärtiger Architekten der Archi­ tektenkammer Berlin eintragen zu lassen. Bei Bedarf wird die Hinzuzie­ hung eines Kontaktbüros empfohlen. Es ist beabsichtigt, in der Folge, je nach zur Verfügung stehender Haus­ haltsmittel, an den Preisträger weitere Aufträge für die Grundsanierung
des Gebäudes zu vergeben. Ein Anspruch des Preisträgers auf weitere Aufträge im Zusammenhang mit der Grundsanierung des Gebäudes besteht jedoch nicht.
Die eingereichten Unterlagen der mit Preisen ausgezeichneten und mit Anerkennungen versehenen Wettbewerbsarbeiten werden Eigentum des Auslobers. Das Urheberrecht und das Recht der Veröffentlichung der Entwürfe bleiben dem Verfasser erhalten (RPW 2008 § 8 Absatz 3). Der Auslober ist berechtigt, die zur Beurteilung zugelassenen Arbeiten nach Abschluss des Wettbewerbs ohne weitere Vergütung zu dokumen­ tieren, auszustellen und (auch über Dritte) zu veröffentlichen. Die Namen der Verfasser werden dabei genannt.
Durch ihre Unterschrift in der Verfassererklärung versichern die Wettbe­ werbsteilnehmer, dass sie die geistigen Urheber der Wettbewerbsarbei­ ten, gemäß den Wettbewerbsbedingungen teilnahmeberechtigt, mit einer Beauftragung zur weiteren Bearbeitung einverstanden und zur fach- und termingerechten Durchführung in der Lage sind. 'LH 9HUIDVVHUHUNOlUXQJ EH¿QGHW VLFK DOV )RUPEODWW LQ GHQ GLJLWDOHQ$QOD gen im Ordner 4.1.7 Formblätter auf beiliegender CD-ROM.
Das Ergebnis des Wettbewerbs wird (unter Vorbehalt der Prüfung der Teil­ nahmeberechtigung) den Teilnehmern, deren Arbeit mit einem Preis oder einer Anerkennung ausgezeichnet wird, unmittelbar nach der EntscheiGXQJGHV3UHLVJHULFKWVPLWJHWHLOWDOOHQDQGHUHQGXUFKhEHUVHQGXQJGHV 3UHLVJHULFKWVSURWRNROOV PLWJHWHLOW XQG GHU gIIHQWOLFKNHLW EHU GLH 3UHVVH bekanntgegeben sowie unter www.stadtentwicklung.berlin.de/aktuell/ ausstellungen angekündigt. Die zur Beurteilung zugelassenen Wettbewerbsarbeiten werden mit den Namen der Verfasser, der Mitarbeiter und Sonderfachleute, den Preisen und Anerkennungen, der Aufnahme in die engere Wahl und dem Preis­ gerichtsprotokoll öffentlich ausgestellt. Eröffnung, Ort und Dauer der Ausstellung werden den Wettbewerbsteilnehmern und der Presse be-kannt gegeben (RPW 2008 § 8 Absatz 1).
Für die Beschädigung oder den Verlust der eingereichten Arbeiten haftet der Auslober nur im Fall nachweisbar schuldhaften Verhaltens. Die nicht prämierten Arbeiten von in Berlin ansässigen Teilnehmern können zu
einem Zeitpunkt, der ihnen rechtzeitig mitgeteilt wird, bei der Senatsver­ waltung für Stadtentwicklung - II D - abgeholt werden. Sind diese Arbei­ ten, trotz einer Erinnerung sechs Wochen nach dem genannten Termin nicht abgeholt worden, so geht der Auslober davon aus, dass die betref­ fenden Teilnehmer das Eigentum an ihren Arbeiten aufgegeben haben und wird dann mit diesen Arbeiten nach seinem Belieben verfahren. ,PhEULJHQHUIROJWGLH5FNVHQGXQJGHUQLFKWSUlPLHUWHQ$UEHLWHQYRQ7HLOnehmern, die nicht in Berlin ansässig sind, nur dann, wenn die Arbeiten in transportgerechter und wieder verwendbarer Verpackung eingereicht wurden.
29. März 2010 31. März 2010, 11:00 Uhr 08. April 2010, 16:00 Uhr 15. April 2010 31. Mai 2010, 16:00 Uhr 30. Juni 2010 vorauss. Juli 2010
Ausgabe Wettbewerbsunterlage elektronisch Ausgabe der Auslobungsunterlagen/ Ortsbesichtigung Rückfragen schriftlich per E-Mail bis Versand des Rückfragenprotokolls Abgabe der Arbeiten Preisgerichtssitzung (inkl. Ortsbesichtigung durch das Preisgericht) Ausstellung
Sanierung des Rathauses Zehlendorf auf Nullheizenergieniveau / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben
Lage im Stadtgebiet Der Standort des Rathauses Zehlendorf liegt im Südwesten Berlins im Orts­ teil Zehlendorf des Berliner Bezirks Steglitz-Zehlendorf, ca. 5 km von der Grenze zu Brandenburg entfernt. Das Gebäudeensemble wird im Osten durch den Teltower Damm, in nördlicher Richtung durch die Kirchstraße und nach Westen hin durch die Martin-Buber-Straße begrenzt.
Baustruktur der Umgebung Die Bebauung im Bereich des Gebäudeensembles ist in unterschied­ licher Weise geprägt. Während am Teltower Damm eine Straßen beglei­ tende Bebauung bestehend aus drei- bis viergeschossigen Miets- und Geschäftshäusern vorherrscht, schließt sich nach Westen und Osten eine durch Villenbebauung geprägte Baustruktur an. In unmittelbarer Nachbar­ schaft zum Gebäudeensemble liegt die Paulus-Kirche mit dem Pfarrhaus. Vorherrschend ist eine offene Bauweise mit zum Teil großzügigen, mit alten Bäumen bestandenen Gartengrundstücken. Charakteristisch für diesen Bereich Zehlendorfs sind die mit Alleebäumen bestandenen Straßen.Den Teltower Damm nach Süden folgend erreicht man den S-Bahnhof Zehlen­ dorf mit den Gleisanlagen und der Straßenunterführung, nach Norden kreuzt der Teltower Damm die stark befahrene Hauptverkehrsstraße Pots­ damer/ Berliner Straße, eine Hauptverbindungsstraße nach Potsdam sowie zur A 115 bzw. in den Innenstadtbereich Berlins. Sowohl die Potsdamer/ Berliner Straße, der Teltower Damm und die Gleisanlage der S-Bahn bzw. der ehemaligen Stammbahn bilden räumliche Zäsuren in der Stadtstruktur Zehlendorfs.
Historische Entwicklung des Standorts
Mit der um 1220 einsetzenden deutschen Kolonisation entsteht das Anger­ dorf Zehlendorf. 1242 wird „Cedelendorp“ erstmals schriftlich in einem Verkaufsvertrag erwähnt, in dem es aus der Landesherrschaft in den Besitz des Zisterzienser-Klosters Lehnin übergeht und sich in den kommenden Jahrhunderten im Gegensatz zum Adelssitz Dahlem als reines Bauern­ dorf entwickelt. Die Bedeutung Zehlendorfs steigt zwar durch den Ausbau Potsdams als zweite Residenz des Kurfürsten Wilhelm I., es behält seinen G|UÀLFKHQ&KDUDNWHUMHGRFKELV0LWWHGHV-DKUKXQGHUWVEHL Durch die Landseparation im Zuge der Stein-Hardenbergschen Reformen wird die Entwicklung Zehlendorfs in den 1820er Jahren angeregt. Mit dem Bau der ersten Preußischen Eisenbahn 1838 durch Zehlendorf wird der Grundstein für die Entwicklung eines Berliner Vororts im Westen gelegt. Eine Zäsur besteht in der Errichtung der Villenkolonie Alsen durch den Bankier Wilhelm Conrad und die durch ihn initiierte Wannseebahn (heute S1 zwischen Zehlendorf und Griebnitzsee). In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstehen zahlreiche Villenkolonien und im Einzugsbereich der Bahnhöfe verdichtet sich die städtebauliche Struktur zu mehrgeschos­ sigen Gebäuden in geschlossener Bauweise. Nach 1900 entwickeln sich Siedlungen wie die Gartenstadt Zehlendorf. Am 27. August 1920 wird durch das Gesetz über die Bildung einer neuen Stadtgemeinde Berlins als Verwaltungseinheit Zehlendorf mit den umge­ benden Landgemeinden und Gutsbezirken vereint und als 10. Berliner Verwaltungsbezirk Zehlendorf Teil Groß-Berlins. Während in den 1920er Jahren im Siedlungsbau unter anderem die modern geprägte GEHAG-Siedlung Onkel-Toms-Hütte (Arch.: Taut, Häring, Salvis­ berg) sowie die eher konservative kleinteilige Steildachsiedlung Fisch­ talgrund der GAGFAH, über der sich der architektonische „Zehlendorfer Dächerkrieg“ entzündet, entstehen, ist das Bauen in den 30er Jahren von GHU QDWLRQDOVR]LDOLVWLVFKHQ ,GHRORJLH EHHLQÀXVVW XQG lXHUW VLFK XQWHU anderem in der “SS-Kameradschaftssiedlung“ am Teschener Weg, der Telefunken-Siedlung am Teltow-Kanal oder dem „Luftgaukommando III“ (heute Konsulat der USA) an der Clayallee. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg bleibt Zehlendorf ein vornehmer Wohnort. Bis zum Abzug 1994 ist es der Standortmittelpunkt der US-Truppen. 1948 wird die Freie Universität gegründet und in der Folgezeit großzügig ausgebaut. Durch ihr umfassendes Bauprogramm werden besonders Teile Dahlems völlig neu geprägt. Trotz der baulichen Entwicklung bleibt Zehlendorf ein Bezirk mit hohem $QWHLODQ*UQXQG:DVVHUÀlFKHQXQGZLUGDXFKDOVGHUÄJUQH%H]LUN³ bezeichnet. Im Zuge der Berliner Verwaltungsreform im Jahr 2001 fusio­ niert Zehlendorf mit Steglitz zum Bezirk Steglitz-Zehlendorf.
Das Rathaus Zehlendorf
Baugeschichte Die Zehlendorfer Gemeindeverwaltung residiert ab 1876 im alten Schul­ haus von 1828 (heute: Nordgrundschule), das mit Fertigstellung einer neuen Gemeindeschule frei geworden war. Durch zwei Anbauten wird das Gebäude den wachsenden Bedürfnissen der Verwaltung notdürftig ange­ passt.
Bauliche Situation Hauptstraße (heute Teltower Damm) Ecke Kirchstraße, Postkarte 1911
Nach dem Kauf der Grundstücke Hauptstraße (heute Teltower Damm)/ Kirchstraße im Jahre 1912 wird 1925 ein Architektenwettbewerb für das Rathausgebäude durchgeführt, an dem 84 Architekten teilnehmen. Die Wettbewerbsaufgabe besteht darin, ein neues Gebäude für die Gemein­ deverwaltung in die heterogene Bebauung aus Bauernhäusern, Villen und Miethäusern einzufügen, die zeitgenössische Baukunst zum Ausdruck zu bringen sowie ein Zeichen für die zukünftige Neugestaltung der Ortsmitte zu setzen. Das Preisgericht, dem unter anderem die Architekten Ludwig Hoffmann, Hermann Muthesius und Paul Mebes angehörten, vergibt keinen ersten Preis. Das schließlich ausgeführte Projekt mit seiner städtebaulichen Idee „Am Anger“ geht auf einen unprämiierten Entwurf zurück, der für eine hEHUDUEHLWXQJ ZUGLJ EHIXQGHQ ZRUGHQZDU 'HU$UFKLWHNW (GXDUG -REVW Siedler entwirft nach Ansicht von Zeitgenossen damit den ersten modernen Rathausneubau der Weimarer Republik in Berlin. Das Rathaus wird im April des Jahres 1929 eröffnet. In den Jahren 1953-54 erfolgt mit dem Bauteil D die erste Erweiterung des Komplexes. Dieses typische Beispiel der 50er Jahre Architektur wird durch den Architekten Friedrich Dücker realisiert. In den Jahren 1966-71 folgt als Ergebnis eines 1965 durchgeführten engeren Wettbewerbes die zweite Rathauserweiterung mit den baugleichen Bauteilen B, C, und E.
Bauteil A Das Gebäude von 1929 bildet den Kernbau und gleichzeitig das Bauteil A des heute aus insgesamt sieben Teilen bestehenden Rathauses.
Grundriss EG des denkmalgeschützten Bauteils A
Der in drei Funktionsbereiche gegliederte Altbau (A1 – A3) ist drei- bis viergeschossig zuzüglich Dach- und Kellergeschosse. Der Eingangsbau %DXWHLO$ELOGHWHLQH'UHLÀJHODQODJHPLWLQQHQOLHJHQGHU)OXUHUVFKOLHßung und an den Außenwänden angeordneten Büroräumen aus. Der Großteil der Büroräume ist zur Kirchstraße nach Norden ausgerichtet. Der Eingang des Gebäudes wird durch eine vorspringende Pfeilerarkade betont und über diesen gelangt der Besucher in das zentrale Foyer mit farblich gestalteten Bleiglasfenstern, das an die Südfassade grenzt. Der Verbindungsbau (Bauteil A2) ist vom Grundriss klar zoniert. Die nach Süden orientierten Büroräume werden durch einen an der nördlichen Außenwand angrenzenden Flur erschlossen. Sowohl im Bauteil A1 als auch im Bauteil A2 ähnelt sich die Grundriss­ struktur im Erdgeschoss und in den Obergeschossen. Das jeweilige Kellergeschoss dient als Lager und wird darüber hinaus für die Haus­ technik genutzt. Beide Dachgeschosse sind nicht gedämmt und beheizt XQG ZHUGHQ DOV $EVWHOOÀlFKH JHQXW]W %HLGH %DXWHLOH $ XQG $ ELOGHQ zusammen einen zurück gesetzten, 106,5 m langen Haupttrakt entlang der Kirchstraße. Den dritten Bereich bildet der die Straßenecke Teltower Damm/ Kirch­ straße prägende Saalbau (Bauteil A3) mit seiner architektonischen Ausfor­ mulierung als Kopfbau mit Arkadenstellung im Erdgeschossbereich und GHQ GDUEHU EH¿QGOLFKHQ 6DDOIHQVWHUQ GHV %UJHUVDDOV 'LH *UXQGULVVH dieses Baukörpers gestalten sich unterschiedlich. Während der Grundriss GHV(UGJHVFKRVVHVEHUZLHJHQG*URUDXPEURVDXIZHLVWEH¿QGHWVLFK im ersten Obergeschoss der sich bis ins dritte Obergeschoss erstreckende %UJHUVDDO'LHYHUEOHLEHQGHQ*HVFKRVVÀlFKHQZHUGHQKDXSWVlFKOLFKDOV Foyer und Besprechungsraum sowie im dritten Obergeschoss als EinzelEURUlXPHJHQXW]W,P.HOOHUJHVFKRVVEH¿QGHQVLFKEHUZLHJHQG/DJHU im Dachgeschoss verlaufen hauptsächlich Versorgungsleitungen. Insgesamt zeichnet sich das Gebäude durch eine zurückhaltende Gestal­ tung aus. Einzig die zu vertikalen Bändern zusammengefassten Fenster in
den Obergeschossen sowie die Rundbogenfenster und der Arkadengang im EG gliedern das Gebäude. Der Altbau ist konventionell als Massivbau mit massiven Vollziegelmauerwerkspfeilern sowie Wandscheiben in den Treppenschacht- und Brandwandbereichen mit parallel verlaufenden tragenden Außen- und Mittelwänden errichtet. Der Verwaltungsbau weist 6WDKOVWHLQGHFNHQ ]ZLVFKHQ 3UR¿OWUlJHUQ LQ GHQ 6WRFNZHUNHQ XQG HLQH Stahl-Stahlbetondecke (Stolte-Dielen) über dem Kellergeschoss auf.
,P=XJHGHU(UZHLWHUXQJGHUEHLGHQ+RIÀJHOGHV%DXWHLOV$LQGHQHU Jahren ist fast die gesamte Fassade mit einem ockerfarbenen Reibeputz versehen worden, um ein einheitliches Bild zu erhalten. Die Fenster in den Büros, Fluren und Sälen sind als Kastendoppelfenster ausgefertigt. Sie sind mit Fensterfaschen eingefasst und teilweise mit Fenstersohlbänken versehen. Die Dächer sind als Walmdach in harter Deckung aus Biber­ schwanzziegeln ausgeführt. Der im Inneren schlicht gehaltene Verwal­ tungsbau vermittelt zwischen moderner Funktionalität und traditioneller Repräsentation und wird partiell durch bunte Glasfenster (Bleiglasfenster im Eingangsbereich in A1, Saalfenster des Bürgersaals in A3) von César Klein akzentuiert. Der Altbau wurde im Jahr 1995 als Einzeldenkmal unter Schutz gestellt. Für die Unterschutzstellung ausschlaggebend sind seine historische Bedeu­ tung als erstes Rathaus eines neuen Stadtbezirkes von Großberlin, seine architekturgeschichtliche Bedeutung als Vertreter einer traditionsbetonten Moderne im Verwaltungsbau der Weimarer Republik, seine prägende Bedeutung für das Stadtbild und die künstlerische Bedeutung seiner in Teilen noch vorhandenen originalen Ausstattung.
Ansicht Rathaus, Bauteil A, Postkarte 1930er Jahre
Bauteil D Bei dem 1953 errichteten Bauteil D handelt es sich um einen StahlbetonSkelettbau mit einer schlichten Rasterfassade aus ungedämmten Außen­ stützen und Sekundärpfosten sowie Fensterbrüstungen und Fenstere­ lementen mit außen liegendem Sonnenschutz. Das Gebäude ist vierge­ schossig zuzüglich Kellergeschoss. Es weist im Erdgeschoss und in den Obergeschossen eine gleichartige Grundrissstruktur auf. Ein zentraler Flur erschließt die nach Osten und Westen orientierten Büroräume. Das KellerJHVFKRVVZLUGDOV$UFKLYXQG/DJHUJHQXW]W8QWHUKDOEGHVÀDFKJHQHLJWHQ 'DFKHVEH¿QGHWVLFKHLQ.ULHFKERGHQ
Ursprünglich wurde der zur Martin-Buber-Straße orientierte Eingangsbe­ reich mit einem auf schlanken Stützen ruhenden Dach akzentuiert, das heute jedoch nicht mehr existiert.
Ansicht des 1950er Bauteils D, Postkarte 1950er Jahre
Bauteile B, C und E Bei den 1966-71 als Erweiterungsbauten (Arch.: Karl Hebecker) errich­ teten Bauteilen B, C und E handelt es sich um Stahlbeton-Skelettbauten mit Stahlbetondeckenplatten und vorgehängten Betonfertigteilen aus Waschbeton ohne Kerndämmung, wie sie u.a. auch bei der Deutschen Oper und bei der Freien Volksbühne zum Einsatz kamen. Die Gliederung erfolgt mit Fensterbändern. Das Bauteil B ist viergeschossig zuzüglich Technik- und Kellergeschoss. Es ordnet von seiner Grundrissstruktur alle Büroräume um einen zentralen (UVFKOLHXQJVNHUQ PLW 1HEHQUlXPHQ DQ GHQ$XHQZDQGVHLWHQ DQ hEHU einen um den zentralen Kern geführten Flur werden die einzelnen Zimmer erschlossen. Die Grundrisse des Erdgeschosses sowie aller Obergeschosse weisen gleichartige Strukturen auf. Das Gebäude ist nur teilweise unterkel­ lert. Die vorhandenen Kellerräume dienen als IT-Zentrale, außerdem sind dort die Stromversorgung sowie andere Technik untergebracht. Das eingeschossige Bauteil C bildet eine aufgeständerte Verbindung zwischen den Neubauten (B, D, E) und dem unter Denkmalschutz VWHKHQGHQ+DXSWJHElXGH%DXWHLO$'DUXQWHUEH¿QGHWVLFKHLQHRIIHQH 'XUFKIDKUWGLHLQLKUHUJHVDPWHQ/lQJHDOV)DKU]HXJYHUNHKUVÀlFKHGLHQW Es handelt sich um eine einhüftige Anlage mit nach Süden orientierten Büro- und Besprechungsräumen. Das Bauteil E ist bis zu sechsgeschossig zuzüglich Technik- und Kellerge­ schoss. Es weist unterschiedliche Grundrissstrukturen auf. Erdgeschoss sowie die beiden darüber liegenden Geschosse weisen einen Erschlie­ ßungskern mit Nebenräumen und umlaufendem Flurbereich sowie einen zweiten, kleineren Kern mit umlaufendem Flurbereich im südwestlichen Grundrissbereich auf. Die Flurbereiche erschließen die an den Außen­
seiten liegenden Büroräume. Die Grundrisse des 3. bis 5. Obergeschosses weisen jeweils nur einen Erschließungskern mit Nebenräumen und umlau­ fendem Flurbereich aus, über die alle an den Außenwandseiten angeordQHWHQ %URUlXPH HUVFKORVVHQ ZHUGHQ ,P 8QWHUJHVFKRVV EH¿QGHW VLFK der Ratskeller mit Speiseräumen, einer Küche mit andienenden Räumen sowie Technikräumen.
Luftbild mit Kennzeichnung der einzelnen Bauteile, Luftbild 2009
Außenanlagen Der Hofbereich ist weitgehend versiegelt und dient nahezu ausschließlich der Unterbringung des ruhenden Verkehrs. Eine Ausnahme bildet ledigOLFK GHU %HUHLFK ]ZLVFKHQ GHQ%DXWHLOHQ ' XQG( GHU PLW 5DVHQÀlFKHQ begrünt ist. Angrenzende Bebauung Der Rathauskomplex grenzt nur im Bereich des Bauteils A3 unmittelbar an eine Nachbarbebauung. Bei dem Gebäude Teltower Damm 20 handelt sich um ein unter Denkmalschutz gestelltes viergeschossiges Wohn- und Geschäftshaus aus dem Jahr 1908/09.
Der Wettbewerbsbereich umfasst, bis auf den Ratskeller im Bauteil E, den gesamten Rathauskomplex mit seinen Bauteilen A bis E Kirchstraße 1-3, in 14163 Berlin. 'LH %UXWWRJUXQGÀlFKH EHKHL]W EHWUlJW FD  TP GLH 1HWWRJUXQGÀlFKHEHKHL]WLQVJHVDPWFDTP'LH$XIWHLOXQJDXIGLHYHUVFKLHdenen Bauteile sowie die Größe der dazugehörigen wärmeübertraJHQGHQ+DXSWÀlFKHQDOOH$QJDEHQDOVRLQNO6RKOSODWWHQ)HQVWHU7UHQ HWF VLHKH )RUPEODWW Ä*HElXGHKOOÀlFKHQ³ N|QQHQ IROJHQGHU 7DEHOOH entnommen werden:
BGF beheizt (qm)
NGF– beheizt (qm)
Nordfassade (qm)
Südfassade (qm)
Ostfassa­ den (qm)
Westfassade (qm)
'DFKÀ / Decke ü. 3.OG / Decken­ untersicht (qm) 1.245,4 380,3 859,4/ 88,0 427,5/ 80,5 570,0/ 659,0 717,9 1.017,7
639,4 8.578,19 7.459,30 512,8 320,8/ 63,0 1.840,61 537,76 3.428,20 5.496,06 1.643,40 480,14 3.060,89 4.907,20 310,3 247,6 203,7 658,7
722,3 670,6 0,0 310,3 220,6 198,0 659,4
355,4/ 229,5 0 701,7 380,1 117,8 972,9 878,5
411,0/ 229,5 0 231,26/ 506,5 380,1 88,2 972,9 901,6
BGF und NGF (Quelle: Flächen-Aufstellung Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf) sowie wärmeübertragende Flächen der Bestandsgebäude (Quelle: Massen- und Mengenermittlung des Büros Frank Augustin Architekt; aus: UEP-Förderantrag Anlage 2 / Kostenschätzung von fhochx)
Im nachfolgenden Abschnitt 2.5 („Heizenergiebedarf im Bestand“) sind der bauteilbezogene Jahresheizwärmebedarf sowie die U-Werte der Bauteile dargestellt. Eigentum Die Grundstücke Kirchstraße 1-3 mit den oben genannten Gebäuden EH¿QGHQVLFKLP(LJHQWXPGHV/DQGHV%HUOLQ
Elektrizität / Elektrotechnik Die Starkstromanlagen sind konventionell ausgeführt, die Stromversor­ gung ist dezentral für jedes Bauteil angelegt. Die abgerechneten Verbrauchswerte bezüglich Strom für den Gesamt­ komplex in den Jahren 2005 – 2007 waren wie folgt: Verbrauchsjahr 2005 2006 2007
Strom in MWh/a 692 679 790
Verbrauchswerte Strom excl. Rechenzentrum (Quelle: KSI- und UEP-Förderungs-antrag)
Warmwasserbereitung Es existiert keine zentrale Warmwasserbereitung. Die Warmwasserberei­ tung erfolgt nur vereinzelt und diesen Fällen mittels elektrisch betriebener Boiler.
Es ist davon auszugehen, dass auch künftig keine zentrale Warmwasser­ bereitung erforderlich ist.
Erdgas / Heizung Das Gebäudeensemble wird mit einer Gaszentralheizungsanlage im Bauteil A1 beheizt. Es handelt sich um 2-Kesselanlage (Stahlkessel) ohne hydrau­ lische Weiche im Einrohrsystem mit Gliederheizkörpern/Radiatoren. Die Brennwertkessel stammen aus dem Jahr 1989, ein Heizkessel weist einen Kondensationswärmeaustauscher auf. Durch das Ein-Strang-Leitungssystem kann die Anlage nicht im Brennwert-Modus betrieben werden, sodass die Kessel und die Gebläseanlage maximal 2.000 kW Nennwärmeleistung HUEULQJHQ,QGHQ%DXWHLOHQ%ELV(EH¿QGHQVLFK8QWHUYHUWHLOXQJHQ'LH Heizkörper sind mit Thermostatventilen ausgestattet, eine Voreinstellung ist allerdings nicht möglich. In den vergangenen Jahren wurden wärmetechnische Investitionen für eine Optimierung der Verteiler nach der Kesselanlage getätigt. Derzeit wird die Anlage mit einer Nachtabsenkungstemperatur betrieben. Laut Schornsteinfeger-Prüfbericht (01/09) sind beide Kessel im Feuerraum undicht und es kommt jeweils zum Austritt von Abgasen. Es ist davon auszugehen, dass das gesamte Heizsystem erneuert werden muss. Der Stadtbereich ist nicht für Fernwärme erschlossen. Kältebedarf / Klimatisierung Zur Zeit werden nur das Rechenzentrum im Bauteil B, der Bürgersaal sowie der alte BVV-Saal im Bauteil A3 klimatisiert. Die Säle werden durch eine alte Be- und Entlüftungsanlagen im Dachraum temperiert. Die innen liegenden Toiletten und Teeküchen in Bauteil C und E sind mit Lüftungsanlagen ohne Wärmerückgewinnung ausgestattet. In den Bauteilen C, D und E ist ein außen liegender Sonnenschutz instal­ liert, der manuell zu bedienen ist. Der Saalbau verfügt lediglich über Blend­ schutz bzw. Verdunkelungsanlagen. Photovoltaik Im Januar 2002 wurde auf dem Dach des Bauteils E auf einer Fläche von 118 qm eine Photovoltaikanlage in Betrieb genommen. Die installierte Leistung beträgt 15,3 kWp. „Die Anlage dient neben der Stromgewinnung dazu, das öffentliche Bewusstsein über die Möglichkeiten und Charakteri­ stiken dieser Technologie zu schärfen“ (Zitat Solarkreis Energie). Heizenergiebedarf im Bestand Die abgerechneten Verbrauchswerte bezüglich Heizenergie für den Gesamtkomplex in den Jahren 2005 – 2007 waren wie folgt:
Verbrauchsjahr 2005 2006 2007
Heizenergie in MWh/a 3.411 3.524 3.795
Verbrauchswerte Heizenergie (Endenergie), klimabereinigt (Quelle: KSI- und UEP-Förderungsantrag)
Im Rahmen der Erstellung der Energieausweise (s. Pkt. 2.8 Vorplanungen/ Gutachten und Anlage 4.1.3 Weitere Planungsgrundlagen, Energieaus­ weise) wurde, um Aussagen über die energetische Qualität des Bestands treffen zu können, der Energiebedarf im Bestand bauteilbezogen rech­ nerisch grob ermittelt. Für den Heizwärmebedarf, der den Großteil des Energiebedarfs ausmacht, erfolgte in nachfolgenden Untersuchungen eine differenziertere Berechnung (s. Pkt. 2.8 Vorplanungen/ Gutachten und Anlage 4.1.3 Weitere Planungsgrundlagen, Entwurf des Energiekon­ zepts für die Sanierung des Rathauses Zehlendorf auf NullheizenergieQLYHDX >6$5$=(18@ 9HUI ,QJHQLHXUEUR 6,&. %HUOLQ $XI *UXQGODJH eines Mehrzonen-Gebäudemodells wurden dynamische thermische Simu­ lationen angestellt, sodass im Gegensatz zu einer statischen Berechnung - wie bei der Aufstellung Energiebedarfsausweis - auch das thermische Speichervermögen der Gebäudemasse, die für das dynamische Verhalten des Gebäudes essentiell ist, da sie puffernd wirkt und somit Temperatur­ verläufe glättet, Berücksichtigung fand. Grundlage der energetischen Beurteilung des Bestandes durch das Inge­ nieurbüro SICK Berlin bildeten neben Klimadaten (Außentemperatur, Luftfeuchte, nach Haupthimmelsrichtungen differenzierte EinstrahlungsZHUWHDXIGLHKRUL]RQWDOHQXQGYHUWLNDOHQ)OlFKHQDXFKVSH]L¿VFKH3DUDmeter in Abhängigkeit von Nutzungsart und –dauer, generalisiert für Büro-, Verkehrs-, Sonstige Flächen: - Arbeitsplatzdichte (19,4 (A) bzw. 16,6 (B) bzw. 15,1 (D) bzw. 18,4 (D) qm/Arbeitsplatz);  %HOHXFKWXQJ  %URV E]Z  9HUNHKUVÀlFKHQ E]Z  (Sonstige Flächen) W/qm - während der Nutzungszeit);  $UEHLWVKLOIHQ:TP>3&'UXFNHUHWF@±QXU%URVZlKUHQGGHU Nutzungszeit); - Belüftung (4 (Büros) bzw. 0,15 (Verkehrs-/Sonstige Flächen) cbm/h/ qm - während der Nutzungszeit); - Nachtlüftung (zusätzlich 4 cbm/h/qm (nur Büros) - wenn im Hochsommer die Innenraumtemperatur über der Außenlufttemperatur liegt, auch außerhalb der Nutzungszeiten);  ,Q¿OWUDWLRQKEHL3D'UXFNGLIIHUHQ]GXUFK:LQGHLQZLUNXQJ - Heiztemperatur (21°C, Werktags 6:00-18:00 Uhr); - Nachtabsenkung (4 K);  1XW]XQJVSUR¿OQXU%URV0LWWOHUH$UEHLWVSODW]DXVODVWXQJLP9HUODXI eines Werktages). Aus den Ergebnissen der Simulationen wurde deutlich, dass die höchsten Bedarfe erwartungsgemäß im Altbau sowie in dem 50er Jahre Bauteil (D) auftreten. Die ermittelten U-Werte für die Wärme übertragenden Flächen im Bestand sind folgender Tabelle zu entnehmen:
U-Wert Wand (in W/qmK) max. min. 1,29 1,29 0,91 1,92 3,30 2,54 1,92
U-Wert Fenster (in W/qmK) max. 2,66 2,66 2,66 2,72 4,66 2,72 2,72 min. 2,66 2,66 2,66 2,72 2,72 2,72 2,72
U-Wert Gebäude­ sohle in W/qmK 2,77 2,77 2,77 / 3,46 3,30 /1,36 1,36 1,84 3,30 / 0,54
U-Wert Dach bzw. Decke zum Dachboden in W/qmK 3,46 3,46 3,46 / 3,14 0,99 0,99 2,42 / 0,48 0,99 / 1,36
1,29 1,29 1,29 1,92 3,30 3,06 1,92
U-Werte im Bestand (Quelle: Energiekonzept Ingenieurbüros SICK Berlin)
Der ermittelte Heizwärmebedarf (Nutzenergie) und die maximalen Heiz­ lasten im Bestand sind folgender Zusammenstellung zu entnehmen. Gebäudeteil Jahresheiz­ wärmebedarf in kWh/qm/a 209,5 229,5 240,8 144,4 395,6 197,2 167,6
Jahresheiz­ Maximale Maximale wärmebedarf Heizlast in Heizlast in MWh/a W/qm in kW 824,9 289,4 698,3 237,8 219,0 606,0 803,2
3.678,6
Summe bzw. Mittel
140,0 151,9 160,3 140,1 206,1 137,4 136,5
551,0 191,5 465,1 230,9 114,1 422,2 654,0
Heizwärmebedarf und maximale Heizlast im Bestand (Quelle: Energiekonzept Ingenieurbüros SICK Berlin, Tabelle 78)
Die angegebenen Heizlasten basieren in der Aufstellung wie im gesamten Bericht des Ingenieurbüros SICK Berlin auf dynamischen Simulationen mit Zeitschritten von einer Stunde bei theoretisch unbegrenzt zur Verfügung stehender Leistung. In der Untersuchung werden die einzelnen Gebäudeteile zunächst jeweils als Gesamtmodell mit ein bzw. zwei Zonen unterschiedlich betrachtet, um allgemeingültige Aussagen bezogen auf das jeweilige Bauteil treffen zu können. Im Anschluss erfolgt eine differenzierte Betrachtung durch verfeinerte Modelle, die jeweils einen oder mehrere typische Räume, diffe­ renziert nach Art der Nutzung und Lage im Gebäude, umfassen. Die angegebenen Maximal-Lasten gelten demnach für die Erreichung der Solltemperaturen innerhalb einer Stunde. Langsamere Aufheizzeiten verrin­ gern die Maximallasten. Bezugswert ist die Nutzenergie (Heizwärme). Die Ergebnisse der durch das Ingenieurbüro SICK Berlin erstellten Simu­ lationen wurden wie folgt beurteilt.
Bauteil A1 Der Jahresheizwärmebedarf für das Bauteil A1 liegt laut gutachterlicher Bewertung im erwarteten Bereich für ein unsaniertes Gebäude dieses Baualters. „Der weitaus größte Teil der Energieverluste erfolgt über Wärme­ transmission durch die Gebäudehülle. Diese Wärmeverluste können nur zu einem kleinen Teil durch interne und solare Gewinne kompensiert werden. Der größte Teil der Wärmezufuhr muss also durch die Gebäu­ deheizung realisiert werden, die bis auf die Hochsommermonate ständig Wärme liefern muss.“ Als Gründe werden benannt: „Ein Großteil der Büroräume ist energetisch ungünstig nach Norden angeordnet. Hier können kaum solare Gewinne realisiert werden. Der größte Teil der Südfassade begrenzt das zentrale Foyer. Hier reduzieren die farblich gestalteten Bleiglasfenster die solare Einstrahlung. Die obere Grenze der Wärme übertragenden UmfassungsÀlFKH ELOGHW GLH 'HFNH ]XP XQEHKHL]WHQ 'DFKUDXP 'HU 'DFKUDXP verfügt zwar über keinerlei Dämmung, bildet aber eine Pufferzone, sodass H[WUHPH7HPSHUDWXUHLQÀVVHJHPLOGHUWZHUGHQ³ Bauteil A2 Der Jahresheizwärmebedarf ist in diesem Bauteil A2 aufgrund des ungünVWLJHUHQ 2EHUÀlFKH9ROXPHQ9HUKlOWQLVVHV QRFK HWZDV JU|HU DOV EHLP Bauteil A1, bewegt sich aber ebenso im erwarteten Bereich für unsanierte Gebäude dieses Baualters. Auch hier erfolgt der weitaus größte Teil der Energieverluste über Wärmetransmission durch die Gebäudehülle und kann nur zu einem kleinen Teil durch interne und solare Gewinne kompen­ siert werden. „Der größte Teil der Wärmezufuhr muss also durch die Gebäudeheizung realisiert werden, die bis auf die Hochsommermonate ständig Wärme liefern muss.“ Als Gründe werden benannt: „Dieser Gebäudeteil hat ein vergleichsZHLVHXQJQVWLJHV2EHUÀlFKH9ROXPHQ9HUKlOWQLV=ZDUVLQGDOOH5lXPH nach Süden orientiert, und somit können die solaren Gewinne gut genutzt werden. Aber auch die Flure sind mit relativ großen Fenstern versehen, die ausschließlich nach Norden orientiert sind. Die obere Grenze der Wärme EHUWUDJHQGHQ 8PIDVVXQJVÀlFKH ELOGHW GLH 'HFNH ]XP XQEHKHL]WHQ Dachraum. Der Dachraum verfügt zwar über keinerlei Dämmung, bildet DEHU HLQH 3XIIHU]RQH VR GDVV H[WUHPH 7HPSHUDWXUHLQÀVVH JHPLOGHUW werden.“ Bauteil A3 Der Jahresheizwärmebedarf ist für das Bauteil A3 im zu erwarteten Bereich für ein unsaniertes Gebäude dieses Baualters. „Trotz der günstigeren und kompakteren Bauweise und der auf der Südseite anschließenden %HEDXXQJ LVW DEHU GHU QXW]ÀlFKHQEH]RJHQH +HL]ZlUPHEHGDUI LP Vergleich mit den beiden anderen Gebäudeteilen noch hoch. Dies resul­ tiert vor allem aus den höheren mittleren Raumhöhen. Mehrere Räume erstrecken sich hier über mehrere Etagen. Wie bei den anderen Bauteilen auch, muss hier der größte Teil der Wärmezufuhr durch die Gebäudehei­ zung realisiert werden“. Folgende Gründe werden aufgeführt: „Der recht kompakte Gebäudeteil A3 ist mit seiner Südwand komplett an ein Nachbargebäude angebaut. 'LHVYHUULQJHUWGLH$XHQREHUÀlFKH EHU GLH:lUPH DQ GLH8PJHEXQJ
verloren gehen kann. Aber es fehlt dadurch natürlich auch die Möglich­ keit, im Winter größere solare Gewinne zu realisieren. Die obere Grenze GHU:lUPHEHUWUDJHQGHQ8PIDVVXQJVÀlFKHELOGHWGLH'HFNH]XPXQEHheizten Dachraum. Der Dachraum verfügt zwar über keinerlei Dämmung, ELOGHWDEHUHLQH3XIIHU]RQHVRGDVVH[WUHPH7HPSHUDWXUHLQÀVVHJHPLOGHUW werden.“ Bauteil B Der Jahresheizwärmebedarf für das Bauteil B ist laut Gutachter im Vergleich mit dem Gebäudekomplex A zwar etwas günstiger, aber noch immer ausgesprochen hoch, jedoch handelt es sich für ein unsaniertes Gebäude dieser Bauart um einen zu erwartenden Wert. „Der Beitrag der solaren Wärmegewinne ist deutlich erkennbar. Er liegt außerhalb der Wintermo­ nate über dem Wärmebeitrag der internen Wärmegewinne. Allerdings ist der Wärmeverlust durch Transmission im Vergleich zu diesen Werten so erheblich größer, dass der weitaus größte Teil der Wärmezufuhr durch die Gebäudeheizung geliefert werden muss. Eine Heizunterbrechung kann nur von Mitte Mai bis Mitte September erfolgen.“ Als Gründe werden benannt: „Durch die umlaufende Anordnung der Büro­ räume an allen Außenwänden ist der Gesamtbeitrag der solaren Gewinne für das Gesamtgebäude ausgewogen. Je nach Orientierung kann es hier in den Einzelräumen aber zu deutlichen Unterschieden kommen. Die Decke des obersten Geschosses ist nur teilweise gedämmt und grenzt als Flachdach unmittelbar an die Außenluft an. Interne Wärmegewinne, die im Keller anfallen, können für das Gesamtgebäude nicht nutzbar gemacht werden.“ Bauteil C Der Jahresheizwärmebedarf ist für das Bauteil C infolge des sehr ungünVWLJHQ 2EHUÀlFKH9ROXPHQ9HUKlOWQLVVHV GHV *HElXGHV DXVJHVSURFKHQ hoch. „Da die Nordfenster nur als Einscheibenverglasung ausgeführt sind und auch die sonstigen Hüllteile über keine nennenswerte Dämmung verfügen, geht viel Wärme durch Transmission verloren. Aufgrund der geringen Nutzung spielen Lüftungswärmeverluste keine nennenswerte Rolle, allerdings werden auch kaum interne Wärmegewinne erzielt. Einzig die solaren Gewinne können einen Beitrag leisten, um die erforderliche Heizwärme zu verringern. Im Vergleich weist dieses Gebäude den höchVWHQQXW]ÀlFKHQVSH]L¿VFKHQ+HL]ZlUPHEHGDUIDXI³ Als Gründe werden benannt: „Die Büro- und Besprechungsräume werden nicht regelmäßig genutzt. Für das Gesamtmodell wurde allerdings von einer durchgängigen Beheizung der Räume ausgegangen und ebenso interne Gewinne und Luftwechselraten wie bei sonstigen Räumen einge­ stellt. Neben der Gebäudeheizung können demnach nur solare Gewinne zur Gebäudeheizung beitragen. Durch die vergleichsweise große AußenoEHUÀlFKHJHKWHLQJURHU7HLOGHU:lUPHGXUFK7UDQVPLVVLRQYHUORUHQ³ Bauteil D Die Werte für das Bauteil D liegen im erwarteten Bereich für ein unsa­ niertes Gebäude dieses Bauart und sind im Vergleich mit dem Gebäude­ komplex A etwas günstiger. „Der Beitrag der solaren Wärmegewinne ist deutlich erkennbar. Er liegt außer in den Wintermonaten sogar über dem Wärmebeitrag der internen Wärmegewinne. Allerdings ist der Wärme­
verlust durch Transmission im Vergleich zu diesen Werten so erheblich größer, dass der weitaus größte Teil der Wärmezufuhr durch die Gebäude­ heizung geliefert werden muss. Eine Heizunterbrechung kann nur von Juni bis Mitte September erfolgen.“ Als Gründe werden benannt: „Bedingt durch die vorhandene Gebäudeaus­ richtung, können größere solare Gewinne nur während der Vor- bzw. Nach­ mittagsstunden realisiert werden. Die Decke des obersten Geschosses ist nur teilweise gedämmt und grenzt an den Kriechboden unter der DachÀlFKHDQ$OOHDQGHUHQ$XHQEDXWHLOHVLQGXQJHGlPPW³ Bauteil E Die Werte für das Bauteil E liegen laut Gutachter im Vergleich mit dem Gebäudekomplex A zwar etwas günstiger, aber noch immer ausgespro­ chen hoch, jedoch handelt es sich für ein unsaniertes Gebäude dieser Bauart um einen zu erwartenden Wert. „Der Beitrag der solaren Wärme­ gewinne ist deutlich erkennbar. Er liegt außerhalb der Wintermonate über dem Wärmebeitrag der internen Wärmegewinne. Allerdings ist der Wärme­ verlust durch Transmission im Vergleich zu diesen Werten so erheblich größer, dass der weitaus größte Teil der Wärmezufuhr durch die Gebäu­ deheizung geliefert werden muss. Eine Heizunterbrechung kann nur von Anfang Juni bis Mitte September erfolgen. Als Gründe werden benannt: „Durch die umlaufende Anordnung der Büro­ räume an allen Außenwänden ist der Gesamtbeitrag der solaren Gewinne für das Gesamtgebäude ausgewogen. Je nach Orientierung kann es hier in den Einzelräumen aber zu deutlichen Unterschieden kommen. Die Decke des obersten Geschosses ist nur teilweise gedämmt und grenzt als Flachdach unmittelbar an die Außenluft an. Interne Wärmegewinne, die im Keller anfallen, können für das Gesamtgebäude nicht nutzbar gemacht werden.“
Flächennutzungsplan Der FNP 94 (Neubekanntmachung vom Januar 2004) stellt das Gebiet, auf GHPVLFKGDV*HElXGHHQVHPEOHGHV5DWKDXVHVEH¿QGHWDOVJHPLVFKWH %DXÀlFKH0PLWGHU=ZHFNEHVWLPPXQJ9HUZDOWXQJGDU'HU%DXWHLO$ am Teltower Damm liegt in einer Einzelhandelskonzentration. Planungsrecht Der Rathauskomplex liegt im Geltungsbereich des festgesetzten Bebau­ ungsplans X-20. Nach dem Bebauungsplan XII-A zur Änderung von Bebauungsplänen im Bezirk Steglitz gelten hinsichtlich der Berechnung des Maßes der baulichen Nutzung die Vorschriften der Nutzungsverordnung – BauNVO – in der Fassung vom 26.11.1968. Bauordnungsrecht Die Genehmigung des Bauvorhabens erfolgt durch das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf. Der Planung ist die Bauordnung des Landes Berlin in der aktuellen Fassung zugrunde zu legen. Bei der Planung ist die Verord­
nung über den Betrieb von baulichen Anlagen und die Anlagen-Prüfverordnung zu berücksichtigen.
Baudenkmal Rathaus Zehlendorf Der Bauteil A (1-3) des Rathaus Zehlendorf, Kirchstraße 1 / Teltower Damm 16 und 18, ist als Baudenkmal unter der Inventar-Nummer 09075954 in der Denkmalliste von Berlin eingetragen. Die Untere Denkmalschutzbehörde hat im Rahmen der Vorplanungen Anforderungen an die Gestaltung der Fassade bei einer energetischen Ertüchtigung formuliert. Dabei wurde davon ausgegangen, dass aufgrund der gutachterlichen Untersuchung und Empfehlung der GWD (s. Pkt. 2.8 „Gutachten Fassadenputze Altbau Rathaus Zehlendorf“) die Entfernung GHV YRUKDQGHQHQ 3XW]HV XQG HLQ 1HXDXIEDX GHU )DVVDGHQREHUÀlFKH vorgesehen ist: „Bezüglich der Wärmedämmung muss differenziert vorge­ gangen werden. Grundsätzlich ist darauf zu achten, dass das jetzige Relief HUKDOWHQ EOHLEW hEHUJlQJH ]ZLVFKHQ YHUVFKLHGHQDUWLJHQ )DVVDGHQGlP­ mungen (s.u.w.) und Anschlüsse an andere Bauelemente (z.B. Dach­ traufe) sind bauphysikalisch zu lösen (thermische Spannung, Kondensat­ prophylaxe) und entsprechend zu gestalten.“ Für diejenigen Fassadenbereiche, die unmittelbar von den angren­ zenden Straßen her sichtbar sind, wurden außerdem Sanierungsemp­ fehlungen ausgesprochen. Für Fassadenbereiche, wo keine ReliefkonÀLNWH EHVWHKHQ LVW HLQH :lUPHGlPPXQJ PLW 9DNXXPLVRODWLRQVSDQHHOHQ (VIP) zu prüfen. In Problembereichen kann ein mehrlagiger Wärmedämm­ putz zum Einsatz kommen, der in seiner äußersten Schicht mineralisch DXIJHEDXWLVW'LHhEHUJlQJH]ZLVFKHQ9,3'lPPXQJXQG:lUPHGlPPSXW]VLQGXQWHU:DKUXQJGHV5HOLHISUR¿OVHQWVSUHFKHQG]XJHVWDOWHQ'LH übrigen Fassaden können eine mineralische Dämmung mit darüberlie­ gendem mineralischen Putz erhalten. Ob daraus eventuell entstehende Verkürzungen (z.B. Traufüberstand) durch entsprechende Verstärkungen (z.B. Dachtraufe) kompensiert werden können, ist fallweise mit der Unteren Denkmalschutzbehörde abzustimmen. Die Abstimmungen der im Vorfeld erstellten Sanierungsvarianten mit der 'HQNPDOVFKXW]EHK|UGHKDEHQDXHUGHPHUEUDFKWGDVVGLH'DFKÀlFKHGHV Bauteil A nicht für die Nutzung von Sonnenenergie zur Verfügung steht. Denkmalbereiche und Baudenkmale im Nahbereich ,Q GHU XQPLWWHOEDUHQ 8PJHEXQJ GHV 5DWKDXVNRPSOH[HV EH¿QGHQ VLFK weitere Baudenkmale und Denkmalbereiche. So sind das gegenüberlie­ gende Wohngebäude Kirchstraße 2 sowie die ev. Paulus-Kirche und das Pfarrhaus (Kirchstraße 4 und 6) als Baudenkmale unter Schutz gestellt. Die unmittelbar an das denkmalgeschützte Rathausgebäude angren­ zenden Gebäude Teltower Damm 20, 22 und 24, die Wohnhausgruppe Martin-Buber-Str. 1-5 sowie die Wohn- und Mietshäusern an der Beuckebzw. an der Hohenzollernstraße stehen unter Ensembleschutz.
Vorplanungen / Gutachten
Machbarkeitsstudie Zur Sondierung der geeigneten Sanierungsmaßnahmen für den Rathaus­ komplex im Vorfeld der Fördermittelbeantragungen wurden durch das auf Energieeinsparung und erneuerbare Energien spezialisierte Beratungsun­ ternehmen Ecofys Germany GmbH in Zusammenarbeit mit dem Architek­ turbüro Frank Augustin vier Sanierungsvarianten untersucht:  9DULDQWHÄ(Q(96WDQGDUG³JHPl(QHUJLHHLQVSDUYHURUGQXQJ  9DULDQWHÄ8(36WDQGDUG³(LQVSDUXQJYRQÄ(Q(9PLQXV³  9DULDQWH  3DVVLYKDXVNRPSRQHQWHQ³ $QZHQGXQJ GHU 3DVVLYKDXV philosophie, soweit ökonomisch und bautechnisch vertretbar);  9DULDQWH  Ä,QQRYDWLY 1XOOKHL]HQHUJLH³ 3DVVLYKDXV6WDQGDUG GHU Variante 3 mit nochmals verbesserter Dämmung der Gebäudehülle des Altbaus und Deckung des Heizenergiebedarfs vollständig durch thermische Solarkollektoren und einen saisonalen Wärmespeicher). Alle Varianten wurden anhand eines komplexen Kriterienkatalogs hinsichtOLFKgNRQRPLHgNRORJLH.OLPDVFKXW]UHOHYDQ]XQGHUQHXHUEDUH(QHUJLHQ (I¿]LHQ]7HFKQRORJLH,QQRYDWLRQ,QQRYDWLRQVSRWHQWLDOXQGKLQVLFKWOLFK soziokultureller Aspekte (Arbeitsplatzkomfort) untersucht und bewertet. Im Ergebnis erzielte Variante 4 („Innovativ - Nullheizenergie“) das höchste Bewertungsergebnis. Alle weiteren Planungen wie auch die Beantragung der Fördermittel basieren auf dieser im Anschluss weiterbearbeiteten und XDEHUHLWVPLWGHU'HQNPDOSÀHJHDEJHVWLPPWHQ9RU]XJVYDULDQWH1DFKfolgend werden die diesbezüglichen Planungen für die Sanierung der Gebäudehülle und die Anlagenkonzeption der Vorzugsvariante umrissen.
Fassaden Bauteil A: - Entfernung des vorhandenen Putzes - unmittelbar von den angrenzenden Straßen her sichtbare Bereiche ohne 5HOLHINRQÀLNWH1HXDXIEDXGHU)DVVDGHQREHUÀlFKHQPLWRSWLPLHUWHQ Dämmeigenschaften, Dämmung mit Vakuumisolationspaneelen (VIP) (s.a. Pkt. 2.7 Denkmalschutz) - unmittelbar von den angrenzenden Straßen her sichtbare Bereiche mit
5HOLHINRQÀLNWHQ1HXDXIEDXGHU)DVVDGHQREHUÀlFKHQPLWRSWLPLHUWHQ Dämmeigenschaften, mehrlagiger Wärmedämmputz, äußere Schicht
rein mineralisch (s.a. Pkt. 2.7 Denkmalschutz)
 hEULJH)DVVDGHQ1HXDXIEDXGHU)DVVDGHQREHUÀlFKHQPLQHUDOLVFKH Dämmung mit darüber liegendem mineralischem Putz (s.a. Pkt. 2.7)
- Aufmauerung der Innenwände im Brüstungsbereich.
- Einbringen einer Fugendichtung in den vorhandenen Kastendoppel­
fenstern und Austausch der inneren Verglasung durch 2-fach
Isolierglas oder Ersatz der vorhandenen Verbundfenster durch 2-fach
Isolierglasfenster.
- Einbringen eines wirksamen integrierten Sonnenschutzes mit teilweiser
Möglichkeit zur Lichtlenkung in den Fenstern der Südfassade.
Fassaden Bauteil B, C, E - Entfernen der Waschbetonplatten und Ersatz durch gedämmte
Paneele, im Bereich der Südfassade Ersatz durch eine Pfostenriegel­
konstruktion mit GAP-Solarpaneele (Dämmsystem mit integrierter
sogenannter Solarwabe); bei den anderen Fassaden Ersatz durch
Faserzement-Paneele.
- Einbau neuer außenbündiger Holzfenster mit 3-fach-Isolierverglasung
bzw. Verbundfenstern
- Verbesserung des Sonnenschutzes, der Entlüftung und der Licht­
Fassaden Bauteil D - Im Bereich der Südfassade Vorsatz einer Pfostenriegelkonstruktion mit GAP-Solarpaneelen. - Dämmung des Stahlbetonskeletts sowie Dämmung der Fenster­
brüstungen und –pfeiler und Einbau neuer außenbündiger Holzfenster
mit 3-fach-Isolierverglasung oder Einbau von Verbundfenstern (Variante
1) bzw. Austausch der Fensterfelder und Ersatz durch raumhohe
Verglasungen und Brüstung als vorgefertigte Elemente (Variante 2).
- Verbesserung des Sonnenschutzes und der Entlüftung sowie der
Lichtlenkung.
Die Ausführungsdetails zu den aufgezeigten bauphysikalischen Sanie­ rungsmaßnahmen sind den Anlagen (Förderanträge KSI bzw. UEP) zu entnehmen. Nach einer ersten groben Einschätzung sollten mit den skizzierten Dämm­ maßnahmen U-Werte zwischen 0,75 (Bauteil A – Sanierungsvariante 1) und 0,09 W/(qm*K) (Bauteile B, C, E – Südfassaden) erreicht werden können. 'LHYHUEOHLEHQGHVSH]L¿VFKH+HL]ODVWZXUGHPLW:TPEH]LIIHUW'LHVH Werte fanden Verwendung in den Förderanträgen für das Vorhaben. Nachfolgend erfolgte eine Konkretisierung der im Mittel zu erreichenden U-Werte wie auch des Heizenergiebedarfs nach einer Sanierung der
Gebäudehülle mit Hilfe von dynamischen thermischen Simulationen durch das Ingenieurbüro SICK Berlin (s. Pkt. 2.8 „Energiekonzept Ingenieurbüro SICK“ und digitale Anlagen unter 4.1.3 Weitere Planungsgrundlagen). Dabei blieb der Einsatz der im Sanierungsvorschlag für die Gebäudehülle vorgesehenen GAP-Solarpaneele unberücksichtigt und es wurden z.T. abweichende Bauteilaufbauten und damit U-Werte nach Sanierung für die 6LPXODWLRQHQKHUDQJH]RJHQ'LHhEHUSUIXQJKDWLP(LQ]HOQHQIROJHQGHV erbracht:
Bauteil U-Wert Wand (in W/qmK) U-Wert Fenster (in W/qmK) U-Wert Gebäude­ sohle in W/qmK 0,12 0,12 0,129 1,920 0,15 0,12 0,123 U-Wert Dach bzw. Decke zum Dachboden in W/qmK 0,15 0,15 0,15 0,15 0,15 0,15 0,147
0,288 0,286 0,310 0,134 0,134 0,134 0,134
1,50 1,50 1,50 0,83 0,83 0,83 0,83
i.R. der Simulationen ermittelte U-Werte nach Sanierung (Quelle: Energiekonzept Ingenieurbüros SICK Berlin)
Je nach Gebäudefront und evtl. Rahmenbedingungen (z.B. Denkmal­ schutz) weichen die Einzelwerte hiervon ab. In ihrer Gesamtheit gewähr­ leisten die gewählten U-Werte die Einsparziele für den Energiebedarf (Reduzierung des Heizwärmebedarfs um mind. 80 %). Gebäudeteil Jahresheiz­ wärmebedarf in kWh/qm/a 25,4 29,1 41,6 10,6 54,0 19,7 15,0
Jahresheiz­ Maximale wärmebedarf Heizlast in in MWh/a W/qm 100,0 36,6 120,6 15,4 29,9 60,5 71,9
Maximale Heizlast in kW 88,8 32,5 78,3 34,6 16,2 81,3 95,8
22,6 25,8 27,0 23,8 29,3 26,5 20,0
i.R. der Simulationen ermittelter Heizwärmebedarf und maximale Heizlast (ohne Nachtabsenkung) – Bezugswert: Nutzenergie – nach Sanierung (Quelle: Energiekonzept Ingenieurbüros SICK Berlin, Tabelle 78)
Abb. 10: Geordnete Jahresdauerlinien der Heizlast als Summe für alle Gebäude vor und nach der Sanierung (Quelle: Energiekonzept Ingenieurbüro SICK Berlin, Abb. 150)
Wärmeversorgung / Kühlung $QVSUXFKZDUGLHYHUEOHLEHQGHVSH]L¿VFKH+HL]ODVWGLHLQGHU9RU]XJVvariante zunächst auf ca. 19 W/qm (siehe z.B. KSI-Förderantrag) einge­ schätzt worden war, vollständig durch regenerative Energien zu decken. Aus diesem Grunde wurde für das Projekt der Name SARAZENU, Akronym des Projekttitels „Sanierung des Rathauses Zehlendorf auf Nullheizener­ gieniveau“, gewählt. Die zur Deckung einer Heizlast von 19 W/qm entwickelte Anlagenkon¿JXUDWLRQ VHW]W VLFK DXV ]ZHL .RPSRQHQWHQ ]XVDPPHQVHW]HQ 6RODU­ thermie und Wärmepumpe. Die Solarthermie besteht aus einem 700 qm großen Solarabsorberdach auf Bauteil D (270 kWh/qm/a) und Hochleistungs-Vakuum-Röhrenkollektoren mit einer Fläche von 370 qm auf den geneigten Bauteilen B und E (425 kWh/qm/a). Auf ursprünglich geplante weitere Solarkollektoren auf dem Altbau musste nach Abstimmung mit der 'HQNPDOSÀHJH YHU]LFKWHW ZHUGHQ 'HU YHUEOHLEHQGH :lUPHEHGDUI VROO durch einen saisonalen Wärmespeicher in Kombination mit einer durch Biogas betriebenen Wärmepumpe (410 kW, Leistungsbedarf WP 315 kW bei einer geschätzten Jahresarbeitszahl von 1,3) gedeckt werden. Durch den Betrieb der Gaswärmepumpe mit Biogas ist das gesamte System CO2-neutral. Die Gas-Wärme-Pumpe soll entsprechend Vorüberlegungen folgende Wärmequellen nutzen: a. Saisonale Wärmespeicherung unter Parkplatz (2.800 cbm Heißwasserspeicher in vier Segmenten), wenn dessen Temperatur unter die für den Vorlauf der Heizungsanlagen erforderliche Temperatur gesunken ist, b. Solarabsorberdach, wenn die Bedingungen gemäß a erfüllt sind und die Temperatur des Solarabsorberdachs oberhalb der Temperatur des Wärmespeichers liegt, c. und Umgebungsluft, wenn die untere Arbeitsgrenztemperatur des Wärmespeichers erreicht ist und die Temperatur des Vorlaufs des Solarabsorberdachs den Temperaturwert der Umgebungsluft unter­ schreitet.
Der mit 663 MWh/a eingeschätzte Jahres-Heizenergiebedarf nach der 6DQLHUXQJ ZUGH EHL GLHVHU $QODJHQNRQ¿JXUDWLRQ EHU GLH 6RODUDQODJH mit 346,25 MWh/a (Deckungsanteil 52%) und über die Wärmepumpe mit 316,75 MWh/a (Deckungsanteil 48%) abgedeckt. Indem der Rathauskomplex nach der skizzierten Sanierung keine Heize­ nergie aus fossilen Quellen mehr benötigt (Nullheizenergie-Gebäude) und damit auch kein CO2 für Heizzwecke freigesetzt wird, erfüllt das Projekt die Standards von Modellprojekten der Klimaschutzinitiative der Bundes­ regierung (s. Pkt. 2.9 Förderkulisse und Anlage 4.1.3 Weitere Planungsun­ terlagen, Förderantrag KSI vom 03.11.2009). Wärmeübergabesystem Das neue System ist als Flächenheizung (Wandheizung) geplant. Dies ermöglichte die Nutzung energetisch minderwertiger Heizquellen gemäß GHQ /RZ([ 3ULQ]LSLHQ +HL]HQ XQG .KOHQ PLW 1LHGULJH[HUJLH >/RZ([@ ± Verbundvorhaben des BMWi). In der Folge würden einerseits der konvek­ tive Wärmeaustausch zugunsten eines Strahlungsaustausches stark gedrosselt und somit die Behaglichkeit durch Umkehrung des TemperaWXUSUR¿OVLQGHQ5lXPHQHUK|KWZHUGHQN|QQHQDQGHUHUVHLWVN|QQWHQGLH Wärmedämmeigenschaften der Außenwände durch Reduktion des Feuch­ tigkeitsgrads verbessert werden. Zudem würde sich der Wirkungsgrad der Gas-Wärmepumpe erhöhen. Lüftung Je Bauteil und Geschoss ist eine semidezentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und adiabater Zuluftkühlung vorgesehen. Die im Wärmetauscher abgekühlte Frischluftzufuhr erfolgte über Luftkanäle (unter den Flurdecken). Für eine höhere nächtliche Luftwechselrate durch Querlüftung sind zudem sich automatisch öffnende Fenster sowie Umbauten der Türen zu den Fluren vorgesehen. Beleuchtung Zur Energieeinsparung ist eine tageslicht-/anwesenheitsabhängige Steue­ rung der Beleuchtung vorgesehen. Stromversorgung Die für die Gas-Wärmepumpe, die Solaranlage und die Bauteilheizung erforderliche elektrische Hilfsenergie wurde noch nicht ermittelt. Es wird aber erwartet, dass die erforderliche Leistung für die Wärmeversorgung 10 kW nicht übersteigt. Der Bedarf soll bilanziell über den Ertrag der bereits vorhandenen Photovoltaikanlage (s.a. Pkt. 2.5: Leistung 15,3 kW) gedeckt werden. Die Konzeption für eine CO2-neutrale Heizwärmeversorgung wird derzeit durch das Ingenieurbüro SICK Berlin – unter Berücksichtigung einer HQWVSUHFKHQG6LPXODWLRQHQYHUEOHLEHQGHQVSH]L¿VFKHQ+HL]ODVWYRQ :TPNRQNUHWLVLHUW(VZLUGHLQH$QODJHQNRQ¿JXUDWLRQLQ]ZHL9DULDQWHQ entwickelt mit Grobdimensionierung der einzelnen Komponenten, ergänzt durch Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen. Das Energiekonzept wird den Teil­ nehmern mit Beantwortung der Rückfragen zur Verfügung gestellt.
Energieausweise gem. §§ 16 ff. Energieeinsparverordnung (EnEV) In Vorbereitung der Fördermittelanträge wurden im Mai 2009 Energieaus­ weise (Nicht-Wohngebäude) gemäß den §§ 16 ff. Energieeinsparverord­ nung (EnEV) für den Ist- und für den Soll-Zustand erstellt. Die Darstel­ lung der energetischen Qualitäten erfolgte auf der Grundlage von Berech­ nungen des Energiebedarfs unter standardisierten Randbedingungen.
'HU(QHUJLHEHGDUI>N:KTPD@LP%HVWDQG,VWVRZLHQDFKHLQHU6DQLHrung (Soll) ist in den Energieausweisen wie folgt dargestellt:
Bau­ teil Primär­ energie­ bedarf* Ist 437,4 364,8 527,3 432,1 373,7 davon Heizener­ giebedarf 365,8 315,4 494,5 398,3 334,5 Nutz­ energie­ bedarf Heizung 229,0 180,1 269,8 232,7 194,6 Primär­ energie­ bedarf Soll 58,4 55,8 32,5 48,0 36,4 davon Heiz­ energie­ bedarf 6,3 2,6 5,3 3,3 5,9 Nutz­ energie­ bedarf Heizung 42,5 18,1 34,8 23,2 42,6
Primär- bzw. Nutzenergiebedarf Ist/Soll (Quelle: Energieausweise; Verf.: M.UT.Z GmbH)
Der angestrebte Jahres-Primärenergiebedarf für Heizung, Warmwasserbe­ reitung, Lüftung, Kühlung und eingebaute Beleuchtung unterschreitet den EnEV-Referenzwert (siehe Energieausweise), der zwischen 172,8 [kWh/ TPD@IU%DXWHLO$XQG>N:KTPD@IU%DXWHLO(OLHJWGDQDFKXP bis zu 75% (Bauteil E) bzw. 82% (Bauteil C). Die im Rahmen der Energieausweise im Einzelnen getroffenen Aussagen und Modernisierungsempfehlungen können den digitalen Anlagen unter 4.1.3 Weitere Planungsgrundlagen entnommen werden. Eine Konkretisierung des im Rahmen der Erstellung der Energieausweise nur grob ermittelten Energieverbrauchs erfolgte nachfolgend durch das Ingenieurbüro SICK Berlin im Zusammenhang mit der Erarbeitung eines integralen Energiekonzepts für das Vorhaben (s. Pkt. 2.5 „Heizenergiebe­ darf“ und Pkt. 2.8 „Machbarkeisstudie“ sowie digitale Anlagen unter 4.1.3 Weitere Planungsunterlagen). Gutachten Fassadenputze Altbau Rathaus Zehlendorf (GWD) Im Jahr 2009 wurde im Auftrag des Bezirksamtes Steglitz-Zehlendorf ein Gutachten zum Fassadenputz des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes von der GWD, Gesellschaft für Wissenstransfer in der GebäudeDiagnostik mbH Berlin, erstellt. Mit Untersuchungen von Probeentnahmen wurde überprüft, welche Putze verwendet wurden und welcher Erhal­ tungszustand existiert. Die Schichtstärken, Putzzusammensetzungen und -schäden können dem Untersuchungsbericht in den digitalen Anlagen unter 4.1.3 Weitere Planungsunterlagen, Untersuchungsbericht Fassa­ denputze entnommen werden. Das Gutachten kommt zu dem Ergebnis, „dass bei einer geplanten energe­ tischen Ertüchtigung der Fassade ein Aufbringen einer weiteren Schicht zu verstärkten Schäden im Untergrund führt (...). Deshalb ist ein Abnehmen
zumindest bis zum Unterputz notwendig, um neu aufzubauen. Da im Laufe der Standzeit auch der Unterputz partiell nicht mehr die ursprüngliche Festigkeit besitzt, ist von einer vollständigen Abnahme der Putzschichten auszugehen.“
Energiekonzept Ingenieurbüro SICK Berlin (Entwurf des Energiekonzepts für die Sanierung des Rathauses Zehlendorf DXI1XOOKHL]HQHUJLHQLYHDX>6$5$=(18@9HUI,QJHQLHXUEUR6LFN%HUOLQ Das Ingenieurbüro SICK Berlin ist mit einer Konkretisierung der Konzeption für eine CO2-neutrale Versorgung des Rathauskomplexes beauftragt. Die 9HUVRUJXQJVNRQ]HSWLRQ$QODJHQNRQ¿JXUDWLRQXQWHU%HUFNVLFKWLJXQJHLQHU 6RODUWKHUPLHDQODJHEH¿QGHWVLFKGHU]HLWQRFKLQ%HDUEHLWXQJ6LHZLUGGHQ Teilnehmern mit Beantwortung der Rückfragen zur Verfügung gestellt. Um eine sichere und quantitativ verlässliche Bedarfsanalyse sowohl des Bestands als auch möglicher Sanierungsvarianten zu erhalten, wurden in diesem Zusammenhang zunächst eine dynamische thermische Simulati­ onen der Gebäude erstellt. Die Grundlagenermittlung und die Bedarfsana­ lysen (Bestand wie Sanierungsvarianten) sind bereits abgeschlossen (s. digitale Anlagen unter 4.1.3 Weitere Planungsunterlagen). Die Ergebnisse wurden bei der Erarbeitung der Auslobung herangezogen (siehe u.a. Pkt. 2.5 „Heizenergiebedarf im Bestand“ und Pkt. 2.8 „Machbarkeitsstudie“). Die aufgeführten Gutachten und Voruntersuchungen sind als Vorbereitung für die Förderanträge erarbeitet worden. Ziel war die Untersuchung von Sanierunsmaßnahmen hinsichtlich ihrer Umsetzbarkeit im Rahmen dieses Projektes. Grundlage für das Energiekonzept des Ingenieurbürös Sick bildeten die vorgegebenen Werte der Förderprogramme.
Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums (BMU) Die Bundesregierung hat mit dem Maßnahmenpaket des „Integrierten Energie- und Klimaschutzprogramms der Bundesregierung“ (IEKP) die Weichen dafür gestellt, dass bis zum Jahre 2020 die Treibhausgasemis­ sionen gegenüber 1990 um 40 % und danach weiter reduziert werden. Die Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums (BMU) setzt mit Förderprogrammen Anreize, um dieses Ziel zu erreichen. Das Klimaschutz-Förderprogramm für Kommunen umfasst einen umfang­ reichen Katalog an Maßnahmen mit dem Ziel, vorhandene Potenziale zur Emissionsminderung kostengünstig zu erschließen sowie innovative Modellprojekte für den Klimaschutz voranzubringen. Die energetische Sanierung des Rathauses Zehlendorf wird mit 6,9 Mio. Euro aus dem Programm „Klimaschutzmodellprojekte mit Leitbild CO2-Neutralität“ der Klimaschutzinitiative des BMU unterstützt (Förderan­ trag und -bescheid siehe digitale Anlagen 4.1.3 Weitere Planungsunter­ lagen). Die Fördervoraussetzungen sind wie folgt konkretisiert: „Modellpro­ jekte im Gebäudebereich müssen eine CO2-Minderung von mindestens 70 % erreichen oder die Höchstwerte der endenergiebezogenen CO2-Emissionen eines entsprechenden Neubaus nach der Energieeinsparverordnung
2009 um mindestens 45 % unterschreiten. Außerdem muss mindestens GLH+lOIWHGHU(LQVSDUXQJHQGXUFKGHQ(LQVDW]YRQ(I¿]LHQ]WHFKQRORJLHQ und Energiesparmaßnahmen erreicht werden.“
(Website Klimaschutzinitiative des BMU, http://www.bmu-klimaschutzinitiative.de/de/projekte_nki?p=1&d=449) Umweltentlastungsprogramm II des Landes Berlin An der Finanzierung der Gebäudesanierung beteiligt sich auch die Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz. Sie stellt im Rahmen des Umweltentlastungsprogramms (UEP II) Gelder aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) für Maßnahmen zur Verfügung, die zur Verbesserung der Berliner Umweltsituation, zur Steigerung des umweltverträglichen Wachstums der Berliner Wirtschaft und zur Stabilisierung der nachhaltigen Beschäftigung beitragen. Besonderes Augenmerk im UEP II gilt der Verbindung von Umweltschutz und technischer Innovation. Der wirkungsvollere Einsatz von Energien - fossiler oder regenerativer Art - bedarf technischer Innovation und exemplarischer Anwendung. Beides soll mit Unterstützung des UEP II forciert werden. Für das Projekt SARAZENU erfolgte ein Antrag (11/09) auf Förderung gemäß Förderschwerpunkt 4 des UEP II: Bekämpfung des Klimawandels (LQVDW] HUQHXHUEDUHU (QHUJLHQ XQG 9HUEHVVHUXQJ GHU (QHUJLHHI¿]LHQ] Das Vorhaben wird mit 4,0 Mio. Euro aus dem UEP-Programm unterstützt. „Es werden Vorhaben gefördert, deren Beitrag zur Senkung klimaschäd­ licher Gase modellhaft ist und die deshalb zur Nachahmung anregen. Durch die geförderte Maßnahme muss der Verbrauch fossiler Energie­ träger (Primärenergieverbrauch) um mindestens 30 % reduziert werden. $XHUGHP GDUI GHU ¿QDQ]LHOOH $XIZDQG GHU QRWZHQGLJ LVW XP ]% GLH CO2-Emissionen um eine t/a oder den Primärenergiebedarf um eine MWh/a zu senken, ein wirtschaftlich vertretbares Maß nicht überschreiten. Bei Bauvorhaben muss darüber hinaus ein Standard erzielt werden, der deutlich über die gesetzlichen Mindestnormen der Energieeinsparverord­ nung hinausgeht.“ (UEP-Förderrichtlinien, Pkt. 6.4). Folgende Zielindikatoren nach Sanierung gemäß UEP-Förderbescheid
(„Inaussichtstellung“) sind verankert:
Primärenergieeinsparung (Berechnung nach EnEV / DIN V 18599):
6.676 MWh/a Reduktion energiebedingter C02-Emissionen (Energieträger Gas, Strom): 1.295 t/a Forschungsinitiative EnOB (BMWi) - Monitoring des CO2-neutralen Rathauses Zehlendorf in Berlin (SARAZENU Phase II) Die Forschungsinitiative Energieoptimiertes Bauen (EnOB) des Bundes­ ministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) fördert Forschungs­ projekte bei Gebäuden „mit minimalem Primärenergiebedarf und hohem Nutzerkomfort – und das bei moderaten Investitions- und deutlich redu­ zierten Betriebskosten.“ (Zitat Website EnOB) Ziele und Schwerpunkte der Forschungsinitiative EnOB im Bereich der Gebäudesubstanz sind eine Weiterentwicklung von Konzepten zur konse­
quenten und nachhaltigen energetischen Sanierung. Ambitionierte Sanie­ rungskonzepte werden in Verbindung mit neuen Technologien erprobt. Voraussetzung für eine Aufnahme in das Programm ist, dass die Anforde­ rungen nach EnEV 2007 / DIN V 18599 um mindestens 30% unterschritten werden (bei Nichtwohnungsbauten). Durch messtechnische Validierungen des Energieverbrauchs in Demonstrationsvorhaben sollen fundierte Grund­ lagen sowohl für die Bewertung und Weiterentwicklung der DIN 18599 als auch für die Präzisierung der Fördervorgaben geliefert werden.
Das Projekt soll sich mit einem zweijährigen Monitoring der Sanierungs­ maßnahmen nach Abschluss der Baumaßnahmen in dieses Förderkon­ zept einbinden: SARAZENU Phase II - Monitoring des CO2-neutralen Rathauses Zehlendorf in Berlin. Eine Projektskizze (s.a. digitale Anlagen unter Pkt. 4.1.3 Weitere Planungsunterlagen) zur Sondierung einer Förde­ rung des beabsichtigten Monitorings ist bei dem Projektträger (BMWi) eingereicht. Die Durchführung soll durch die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW-Berlin), FB Umwelttechnik/regenerative Energien, Prof. Dr. Sick, erfolgen. Ziel des Monitorings wird sein, alle relevanten Energie- und Klimapara­ meter messtechnisch zu erfassen und zu evaluieren, um anschließend erforderlichenfalls Betriebsoptimierungen vornehmen zu können.
Im Rahmen einer Maßnahme, die vom Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf gesondert beauftragt wird, ist die Begleitung der Sanierung durch ein Nach­ haltigkeitsmanagement geplant. Es befasst sich in der Planungs- sowie Bauausführung mit der Umsetzung der Prinzipien eines ökologischen Bauens. Dies betrifft zum Beispiel die Auswahl der Baumaterialien nach Aspekten der Umweltverträglichkeit und der Grauen Energie. In einer wissenschaftlichen Kooperation mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) wird ein ganzheitlicher Planungsan­ satz für das Projekt verfolgt. Im Zuge dessen wird mit dem BBSR eine $QQlKHUXQJ DQ GDV GHXWVFKH 6\VWHP ]XU =HUWL¿]LHUXQJ IU QDFKKDOWLJHV %DXHQYRUJHQRPPHQ'HU]HLWLVWHLQH1DFKKDOWLJNHLWV]HUWL¿]LHUXQJIUGLH Sanierung einer Liegenschaft nicht möglich. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS), wissenschaftlich begleitet durch das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), hat in einer zweijährigen kooperativen Zusam­ menarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e. V. (DGNB) einen ersten Kriterienkatalog zur ganzheitlichen Betrachtung und Bewertung von Nachhaltigkeitsaspekten für den Neubau von Büro- und Verwaltungsgebäuden entwickelt. Für die Sanierung von Bauwerken existiert noch kein Bewertungssystem und gleichermaßen auch nicht für die Sanierung einer Liegenschaft, die sich aus mehreren Gebäuden unterschiedlichen Typs zusammen setzt. Das Sanierungsvorhaben Rathaus Zehlendorf soll dafür genutzt werden, in Kooperation mit dem BBSR, einen diesbezüglichen Vorschlag für das Land Berlin zu erarbeiten.
Außerdem werden Funktionsvergleiche von Fassadenalternativen betrach­ tet. Zu diesem Zweck ist auch die Einbindung von Ausbildungseinrich­ tungen des Baubereichs (Oberstufenzentren) mit Leistungsangeboten im Bereich Sanierung, und denkmalgeschütztes Bauen vorgesehen.
Der Generalplaner ist gehalten, Maßnahmen, die die Aufgabenstellung des Nachhaltigkeitsmanagements betreffen, mit diesem rechtzeitig einver­ nehmlich abzustimmen.
(Informationen siehe beispielsweise „Informationsportal Nachhaltiges Bauen“ des BMVBS - http://www.nachhaltigesbauen.de/veranstaltungen/nationale-veranstaltungen/nachhaltigesplanen-bauen-und-betreiben-von-gebaeuden/der-bmvbs-leitfaden-zum-nachhaltigen-bauen]HUWL¿]LHUXQJQDFKKDOWLJHUJHEDHXGHIRUVFKXQJVDNWLYLWDHWHQKWPORGHU:HEVLWHGHV'*1% - http://www.dgnb.de/)
Sanierung des Rathauses Zehlendorf auf Nullheizenergieniveau / Teil 3 Wettbewerbsaufgabe
Teil 3 Wettbewerbsaufgabe 3.1 Projektziele und Planungsumfang
Die Sanierung des Rathauses Zehlendorf steht unter der Prämisse, einen beispielhaften Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Um diesem Anspruch ge­ recht zu werden, ist es erklärtes Ziel des Bauherren, den Gebäudebestand durch geeignete Sanierungsmaßnahmen in einen Zustand zu überfüh­ ren, der den gegenwärtigen Heizenergiebedarf um mind. 80 Prozent und den Strombedarf um ca. 50 Prozent reduziert. Die starke Reduktion des Heizenergiebedarfs soll gesamtbilanziell eine ausschließliche Bereitstellung von Heizenergie durch erneuerbare Energien (Null CO2-EmissionenGebäude) erlauben. Dadurch ließen sich die CO2-Emissionen um bis zu 73% pro Jahr mindern, was einer jährlichen Einsparung klimaschädlicher Treibhausgase von mehr als 1.000 Tonnen entspräche. Die CO2-freie Heizenergieversorgung soll entsprechend Vorüberlegungen (s. Pkt. 2.8 „Machbarkeitsstudie“) einerseits durch intensive Nutzung von Solarenergie ermöglicht werden, und andererseits durch den Einsatz einer durch Biogas betriebenen Wärmepumpe. Das Vorhaben soll im Verbund von bauphysikalischen Sanierungs­ maßnahmen und Solarenergienutzung Modellcharakter für Passivhaus­ techniken und CO2-Neutralität in Bezug auf den Heizenergiebedarf er­ halten. Dadurch, dass einige Bauteile denkmalgeschützt sind, wird der modellhafte Charakter verstärkt. Das Vorhaben soll zum Vorzeigeobjekt für die Modernisierung von Gebäuden vergleichbarer Nutzung und Größenordnung (insbesondere Rathäuser) auf das innovative Niveau eines Nullheizenergiehauses werden und es soll ebenso zum Vorzeigeobjekt für die energetische Sanierung von Baudenkmalen werden. Mit dem Vorhaben verbindet sich daneben der Anspruch, den Arbeits­ platzkomfort und insbesondere die thermische Behaglichkeit für die Mitarbeiter deutlich zu erhöhen und ggf. eine bessere Raumausnutzung zu erreichen. Damit könnten weitere Kriterien der Nachhaltigkeit vorbildlich %HUFNVLFKWLJXQJ¿QGHQ Die Wettbewerbsaufgabe umfasst einerseits die Konzeption für die Sanierung der Gebäudehüllen und andererseits die Konzeption einer enHUJLHHI¿]LHQWHQ*HElXGHWHFKQLNLQVEHVRQGHUHLQ%H]XJDXIGLH'HFNXQJ des Heizenergiebedarfs. Aufbauend auf dem in Grundzügen bereits auf­ gezeigten Konzept für die energetische Bewirtschaftung soll insbeson­ dere eine Versorgungskonzeption für den nach der Sanierung verblei­ benden Heizenergiebedarf aufgezeigt werden, mit der das Ziel, für die Heizenergieversorgung kein CO2 freizusetzen, bilanziell eingelöst werden kann. Die in Teil 2 vorgeschlagenen Sanierungskonzepte bildeten die Voraus­ setzung für die Einreichung der Förderanträge. Grundlage der Sanierungs­ konzepte sind die in den Förderrichtlinien vorgegebenen Werte. In der Machbarkeitsstudie (s. Pkt. 2.8 Vorplanungen / Gutachten) wurden Möglichkeiten zur Verbesserung der Wärmedämmeigenschaften der Gebäudehüllen, differenziert nach Bauteilen und Himmelsausrichtung und z.T. auch in Varianten (Bauteil A und D) untersucht. Alle bisher erfolgten
Voruntersuchungen und Konzeptvorschläge sollen den Teilnehmern als Information dienen. Die Aufgabe dieses Wettbewerbs liegt darin, die vor­ liegenden Konzepte weiterzuentwickeln bzw. eine eigene wirtschaftliche Konzeption zu erarbeiten, die von den Fördermittelgebern (KSI und UEP) anerkannt wird. Dabei sind die vorgeschlagenen Maßnahmen rechnerisch grob zu ermitteln und die Gesamtbilanz quantitativ nachzuweisen.
Ziel des Wettbewerbs ist es, einen Konzeptentwurf zu erhalten, der (QHUJLHHI¿]LHQ] XQG HUQHXHUEDUH (QHUJLHQ LQQRYDWLY YHUNQSIW GHU HLQH hohe Gestaltqualität beinhaltet, funktionalen Ansprüchen vorbildlich ge­ recht wird, die Förderbedingungen bindend einhält und sich mit dem Baudenkmal wie auch mit der umliegenden Bebauung sensibel auseinan­ dersetzt. Im Ergebnis soll ein wirtschaftlicher und Ressourcen schonender Betrieb ermöglicht werden; es soll keine Heizenergie aus fossilen Quellen benötigt und damit künftig kein Kohlendioxid für Heizzwecke freigesetzt werden. Für die Maßnahmen ist ein Gesamtkostenrahmen von rd. 14,7 Mio. EUR brutto vorgegeben und einzuhalten. Aufgrund der Bindung an Förder­ programme sind die Maßnahmen bis Juni 2014 (VOB Bauabnahme) fertig zu stellen.
Von den Wettbewerbsteilnehmern wird ein gleichermaßen architektonisch anspruchsvoller wie energieoptimierter Entwurf für die Sanierung der Gebäude erwartet. Die heterogene Baukörpergestalt macht unterschiedliche Herangehens­ weisen an die Sanierung erforderlich und impliziert zugleich die Anforderung an ein Gesamtsanierungskonzept, das die geplanten Maßnahmen nutzt, um den Gebäuden eine neue Gestalt zu geben, in der die einzelnen Bauteile mehr als bisher in einer qualitätvollen Weise integriert werden. Sämtliche Wärme übertragenden Flächen (Fassade, Sohle, Decke/Dach) sind derart umzugestalten, dass die Wärmetransmission deutlich redu­ ziert wird. Die Werte aus der Tabelle 6 (s. Pkt. 2.8 „Machbarkeitsstudie“, U-Werte nach Sanierung, S. 42) sind zu erreichen bzw. zu unterschreiten. Mit diesen U-Werten ließe sich der jährliche Heizwärmebedarf um bis zu 90 % auf ca. 24,0 kWh/qm/a herabsetzen und ebenso die klimatische Behaglichkeit deutlich verbessern. Um das angestrebte Nullheizenergie-Niveau zu erreichen, müssen die Gebäude nach der Sanierung annähernd Passivhausstandard erreichen. Es sind Regeldetails für alle vorgeschlagenen Maßnahmen, differenziert für die verschiedenen Bauteile, aufzuzeigen. Außerdem ist beispielhaft darzustellen, wie Wärmebrücken ausgeschlossen werden. Die Anlagen zur Energieversorgung sind als integraler Bestandteil in die gestalterische Konzeption für den Gebäudekomplex einzubinden. Der Auslober legt Wert auf einen sensiblen Umgang mit dem Baudenkmal
(Bauteil A) wie auch mit dem Bauteil D, das als qualitätvolles Beispiel der 1950er-Jahre-Architektur erachtet wird. Für das denkmalgeschützte Bauteil A sind die Anforderungen und Empfehlungen der Unteren Denkmalschutzbehörde (s. Pkt. 2.7 Denkmalschutz sowie digitale Anlagen unter 4.1.3 Weitere Planungsunterlagen) zu beachten.
Mit den vorgeschlagenen Maßnahmen sind neben gestalterischen und bauphysikalischen Ansprüchen ebenso die heutigen Anforderungen an Behaglichkeit, Belichtung/Blendschutz, Beschattung (Sonnenschutz), Verdunkelung, Belüftung, Wartungsfreundlichkeit usw. vorbildlich und opti­ mal zu erfüllen bzw. einzuhalten.
Bei der Planung ist darauf zu achten, dass ein hohes Maß an Behaglichkeit, Nutzerfreundlichkeit und Komfort in der Nutzungsphase gewährleistet ist. Die Verbesserungen zur derzeitigen Situation sind im Erläuterungsbericht darzustellen. 'LH]XEHDFKWHQGHQ(LQÀXVVJU|HQVLQG - gute Gestaltung, Materialität, Farbgestaltung, - thermische Behaglichkeit - Raumluftqualität - Belichtung (Tages- und Kunstlichtnutzung), Verschattung - Schallschutz. Die aus den vorgeschlagenen Maßnahmen resultierenden Verbesserungen zur derzeitigen Situation sind darzustellen (Erläuterungsbericht, Pkt. 1.10 Geforderte Leistungen, Unterpunkt 9 e).
Technische Gebäudeausrüstung / Bautechnische Maßnahmen
Die Baumaßnahme steht unter dem Vorsatz, das Leitbild der CO21HXWUDOLWlWVHKUZHLWJHKHQGXP]XVHW]WHQXQG(QHUJLHHI¿]LHQ]XQGUHJHQHrative Energien in herausragender Weise vorbildlich und innovativ zu ver­ knüpfen. So soll der verbleibende Heizenergiebedarf bilanziell ausschließ­ lich durch regenerative Energien gedeckt werden (Null CO2-Emissionen aus der Heizenergie). 9RQ GHQ :HWWEHZHUEVWHLOQHKPHUQ LVW HLQH $QODJHQNRQ¿JXUDWLRQ IU GLH Wärmeerzeugung aufzuzeigen, die dieses anspruchsvolle Ziel auf inno­ vative Weise einlöst. Die erforderliche Gebäudetechnik kann auf der in *UXQG]JHQEHUHLWVVNL]]LHUWHQ$QODJHQNRQ¿JXUDWLRQV3NWÄ0DFKEDU keitsstudie) basieren oder auch auf alternativen Systemen. Im Rahmen des Wettbewerbs ist - unabhängig vom jeweiligen Entwurf - von folgendem Bedarf auszugehen, der mit der entsprechenden Anlagenkon¿JXUDWLRQ]XGHFNHQLVW Jahresheizwärmebedarf: 24,0 kWh/qm/a 0D[+HL]ODVW>1XW]HQHUJLH@ :TP
Die Funktionsweise und Dimensionierung der einzelnen Komponenten für die Heizwärmeerzeugung (z.B. Brennwertkessel, Wärmepumpe, Kollektor), der zum Einsatz kommende Speicher (z.B. Heizungspuffer/Saisonspeicher XQG.DSD]LWlWXQGGLH)RUPGHU:lUPHYHUWHLOXQJ+HL]N|USHU+HL]ÀlFKHQ sowie Auslegungstemperaturen) sind zu erläutern. Der Anteil der erneuer­ baren Energien bei der Bedarfsdeckung ist überschläglich zu ermitteln.
Außerdem ist ein Lüftungssystem aufzuzeigen, es sind Art und ggf. Besonderheiten der Anlage zu erläutern, Luftmengen, Wärmerückgewin­ nung, ggf. Kühlung etc. sind darzustellen. Zudem sind ergänzende Maßnahmen zur Reduzierung des Strombedarfs (Beleuchtung, Ausstattung etc.) um ca. 50% aufzuzeigen. Bei der Auswahl und Dimensionierung der Anlagen sind die Richtlinien der in Anspruch genommenen Förderprogramme zu beachten.
Baukosten / Wirtschaft
1DFK GHU /DQGHVKDXVKDOWVRUGQXQJ LVW GHU %DXKHUU YHUSÀLFKWHW VHLQH Mittel sparsam und wirtschaftlich zu verwenden. Die Wirtschaftlichkeit des
Gesamtkonzeptentwurfes ist daher ein entscheidendes Kriterium bei der
Beurteilung der vorgelegten Entwürfe. Dies bezieht sich auf:
Kosten des laufenden Betriebs
Es sollen die baukonstruktive und gebäudetechnische Grundkonzeption im
Rahmen des Erläuterungstextes beschrieben werden. Es sind Aussagen
zu folgenden Bauteilen zu machen:
Gebäudehülle (s. Pkt. 3.3)
Technische Gebäudeausrüstung (s. Pkt. 3.5)
Die Gesamtbaukosten für die Baumaßnahme nach DIN 276 sind mit rd.
14,7 Mio. EURO (brutto) veranschlagt.
Aufteilung der Gesamtbaukosten nach DIN 276: KG 300 KG 400 KG 700 Bauwerk – Baukonstruktion Bauwerk – Technische Anlagen Baunebenkosten*	 6.929.016,– Euro 4.751.042,– Euro 2.575.600,– Euro 450.000,– Euro 14.705.658,- Euro
Unvorhergesehenes	 Gesamtbaukosten
*Darin sind auch gesondert beauftragte Begleitmaßnahmen in Höhe von 522.000,- €, die nicht Bestandteil des Auftrags sind, enthalten. Tab. 9:	 Kostenschätzung, Stand Nov. 2009 (Quelle fhochx Institut für zukunftsfähiges Wirtschaften GmbH, Berlin)

1DFKKDOWLJNHLW(QHUJLHHI¿]LHQ] Ökologische Zielsetzung
Von den Wettbewerbsteilnehmern wird ein gleichermaßen architekto­ nisch anspruchsvoller und energieoptimierter Entwurf erwartet. Planung und Realisierung sollen in beispielgebender Weise den Grundsätzen der Nachhaltigkeit Rechnung tragen: der Schonung der Umwelt und der natürlichen Ressourcen, des Erzielens eines Höchstmaßes an Umwelt- und Sozialverträglichkeit, der Realisierung dauerhaft gesunder Lebens- und Arbeitsbedingungen 'LH3ULQ]LSLHQGHV|NRORJLVFKHQ%DXHQVVLQGLQGHQÄgNRORJLVFKHQ.ULWHULHQ für Bauwettbewerbe“ beschrieben (Stand Juli 2007, s. Anhang 4.1.5). Für die Konstruktion und Bauausführung sollen danach nur nach Aspekten der Umweltverträglichkeit und der Grauen Energie ausgewählte Materialien und Bauteile zur Anwendung kommen, d.h. Materialien, die hinsichtlich Gewinnung, Transport, Verarbeitung, Funktion und Beseitigung eine hohe Gesundheits- und Umweltverträglichkeit sowie eine hohe Lebensdauer aufweisen.
Der Planung sind insbesondere in der jeweils gültigen Fassung zugrunde zu legen: Baurechtliche Vorschriften Bauordnung Berlin und ergänzende Vorschriften BauOBerlin
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/gesetzestexte/de/download/bauen/20070607_bauobln.pdf
Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) v. 12. August 2004, zul. geän­ dert durch Artikel 9 der Verordnung vom 18. Dezember 2008
Normen und Richtlinien Energieoptimiertes Bauen (EnOB)
http://www.enob.info/de/forschungsfelder/enob-forschungsinitiative-im-detail/programm-und-foerderung/
Verordnung über energiesparenden Wärmeschutz und energiespa­ rende Anlagentechnik bei Gebäuden (Energieeinsparverordnung – EnEV)
Verordnung über Bauvorlagen, bautechnische Nachweise und das Verfahren im Einzelnen (Bauverfahrensverordnung BauVerfVO) vom 19. Oktober 2006, geändert durch § 16 der EnEVDurchführungsverordnung Berlin vom 17. Juli 2008 (GVBL. S. 222)
Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) vom 07.08.2008
Förderrichtlinien Richtlinien der Klimaschutzinitiative (KSI)
KWWSZZZEPXGH¿OHVSGIVDOOJHPHLQDSSOLFDWLRQSGIIRHUGHUULFKWOLQLHBNRPPXQHQBEISGI
Förderrichtlinie zum Umweltentlastungsprogramm (UEP II)
KWWSZZZXHSEHUOLQGHXHSPHGLDXVHUPHGLD¿OHVIRHUGHUULFKWOLQLHBXHSBSGI
Architektonische Gestaltung Gestalterische Einbindung in die Umgebung Gestaltung der Bauteile Zusammengehörigkeit bzw. Eigenständigkeit der Bauteile Konstruktion/Materialien Denkmalschutz Nutzerfreundlichkeit Belichtung (Tages- und Kunstlichtnutzung), Verschattung Belüftung, Luftqualität/-hygiene Zielerreichung  1DFKKDOWLJNHLWXQG(QHUJLHHI¿]LHQ]YRQ%DXXQG$QODJHQHLQVFKO  :lUPHGlPPVWDQGDUGGHU+OOÀlFKHQ  =LHONHQQZHUWH$QODJHQNRQ¿JXUDWLRQ Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb Einhaltung der Förderrichtlinien Deckungsrate durch regenerative Energien CO2-Einsparung Genehmigungsfähigkeit
Sanierung des Rathauses Zehlendorf auf Nullheizenergieniveau / Teil 4 Anhang
4.1.0 Auslobung - Vorliegende Ausschreibung als .pdf-Datei mit farbigen Abbildungen in GSL$XÀ|VXQJ
00_auslobung_sarazenu.pdf
4.1.1 Arbeitspläne pdf-Dateien  hEHUVLFKWV/DJHSODQ
01_uebers_lage_sarazenu.pdf (M 1:500)
Bestandspläne des Rathauskomplexes (BIM Berliner Immobilienma­
nagement GmbH, Berlin), Arbeitspläne:
02_A_Grundriss_UG_2.pdf 03_A_Grundriss_UG_1.pdf 04_A_Grundriss_EG.pdf 05_A_Grundriss_1_OG.pdf 06_A_Grundriss_2_OG.pdf 07_A_Grundriss_3_OG.pdf 08_A_Grundriss_4.OG.pdf 09_A_Schnittansicht_A1_A3.pdf 10_A_Ansicht-Norden-Westen-1-und-2-Osten_A1.pdf 11_A_Ansichten-Süden-Hoffassaden-Osten-Süden-Westen_A1.pdf 12_A_Ansicht-Norden-Süden_Vorsprung-Osten-und-Westen_A2.pdf 13_A_Ansicht-Osten-Norden-Westen_A3.pdf (M 1:200)
14_B_Grundrisse_UG-4_OG.pdf 15_B_Ansicht-Osten-Norden-Westen-Süden.pdf 16_B_Schnitt_Bauteil-B-C.pdf (M 1:200)
17_C_Grundrisse_UG-EG.pdf 18_C_Ansicht-Osten-Norden-Süden.pdf (M 1:200)
19_D_Grundrisse_UG-4.OG.pdf 20_D_Ansicht-Osten-Norden-Westen-Süden_Schnitt.pdf (M 1:200)
21_E_Grundrisse_UG_7_OG.pdf 22_E_Ansicht-Norden-Osten-Süden-Westen.pdf 23_E_Schnitt.pdf (M 1:200)
CAD-Dateien - Lageplan auf Grundlage der ALK in verschiedenen Dateiformaten
(maßstabsunabhängig)
24_uebers_lage_sarazenu.dwg/dxf (vAutoCAD 2000)
25_A_Grundriss_UG_2.dxf/.dwg 26_A_Grundriss_UG_1.dxf/.dwg 27_A_Grundriss_EG.dxf/.dwg 28_A_Grundriss_1_OG.dxf/.dwg 29_A_Grundriss_2_OG.dxf/.dwg 30_A_Grundriss_3_OG.dxf/.dwg 31_A_Grundriss_4_OG.dxf/.dwg 32_A3_Nordnsicht.dwg 33_A3_Westansicht.dwg 34_A3_Ostansicht.dwg 35_A3_Schnitt_südlich_Saal.dwg 36_A2_Nordansicht.dwg 37_A2_Südansichten.dwg 38_A2_Ost-und-Westansicht-Vorsprünge.dwg 39_A1_Nordansicht.dwg 40_A1_Westansicht_1.dwg 41_A1_Westansicht_2.dwg B$B6GDQVLFKWZHVWO+RIÀJHOGZJ  B$B2VWDQVLFKWZHVWO+RIÀJHOGZJ B$B:HVWDQVLFKW|VWO+RIÀJHOGZJ B$B6GDQVLFKW|VWO+RIÀJHOGZJ B$B2VWDQVLFKW|VWO+RIÀJHOGZJ 48_A1_Längsschnitt.dwg          (vAutoCAD 2000)
Y$XWR&$'
(vAutoCAD 2000) Y$XWR&$'
44_A1_Südansicht-Hof_Schnitt-Flügelbauten.dwg
49_B_Grundriss_UG.dxf/.dwg 50_B_Grundriss_EG.dxf/.dwg 51_B_Grundriss_1_OG.dxf/.dwg 52_B_Grundriss_2_OG.dxf/.dwg 53_B_Grundriss_3_OG.dxf/.dwg 54_B_Grundriss_4_OG_Technik.dxf/.dwg 55_B_Westansicht.dwg 56_B_Südansicht.dwg 57_B_Ostansicht.dwg 58_B_Nordansicht.dwg 59_B_Schnitt_Bauteil_B-C.dwg (vAutoCAD 2000)
60_C_Grundriss_UG.dxf/.dwg 61_C_Grundriss_EG.dxf/.dwg 62_C_Südansicht.dwg 63_C_Nordansicht.dwg (vAutoCAD 2000)
64_D_Grundriss_UG.dxf/.dwg 65_D_Grundriss_EG.dxf/.dwg 66_D_Grundriss_1_OG.dxf/.dwg 67_D_Grundriss_2_OG.dxf/.dwg 68_D_Grundriss_3_OG.dxf/.dwg 69_D_Grundriss_DG_Kriechboden.dxf/.dwg 70_D_Ansicht_Ost-West.dwg 71_D_Ansicht_Nord-Süd_Schnitt.dwg (vAutoCAD 2000)
72_E_Grundriss_UG.dxf/.dwg 73_E_Grundriss_EG.dxf/.dwg 74_E_Grundriss_1_OG.dxf/.dwg 75_E_Grundriss_2_OG.dxf/.dwg 76_E_Grundriss_3_OG.dxf/.dwg 77_E_Grundriss_4_OG.dxf/.dwg 78_E_Grundriss_5_OG.dxf/.dwg 79_E_Grundriss_6_OG_Technik.dxf/.dwg 80_E_Grundriss_7_OG_Technik.dxf/.dwg 81_E_Ostansicht.dwg 82_E_Südansicht.dwg 83_E_Westansicht.dwg 84_E_Nordansicht.dwg 85_E_Schnitt.dwg (vAutoCAD 2000)v
4.1.2 Informationspläne - Auszug aus dem Liegenschaftskataster vom 17.03.2010
01_Auszug_Liegenschaftskataster.pdf (M 1:1.000)
4.1.3 Weitere Planungsunterlagen - Energieausweise für Nichtwohngebäude gem. §§ 16 ff. Energieein­
sparverordnung (EnEV) (Ist und Soll) für die Bauteile A, B, C und D,
(Verf.: MUTZ GmbH, Berlin)
01_Energieausweis_Bauteil_A_Ist.pdf
02_Energieausweis_Bauteil_A_San_Var_1.pdf
03_Energieausweis_Bauteil_A_San_Var_2.pdf
04_Energieausweis_Bauteil_B_Ist.pdf
05_Energieausweis_Bauteil_B_San_Var.pdf
06_Energieausweis_Bauteil_C_Ist.pdf
07_Energieausweis_Bauteil_C_San_Var.pdf
08_Energieausweis_Bauteil_D_Ist.pdf
09_Energieausweis_Bauteil_D_San_Var.pdf
10_Energieausweis_Bauteil_E_Ist.pdf
11_Energieausweis_Bauteil_E_San_Var.pdf
12_Energieausweis_U-Wert_Gegenüberstellung.pdf
Projektskizze SARAZENU Phase II - Monitoring des CO2-neutralen
Rathauses Zehlendorf in Berlin (Verf.: HTW Berlin)
13_Projektskizze_Monitoring_HTW.pdf
Entwurf des Energiekonzeptes für die Sanierung des Rathauses Zeh­
lendorf auf Nullheizenergieniveau (Verf.: Ingenieurbüro SICK Berlin),
Zwischenstand 20.03.2010
14_Energiekonzeptentwurf.pdf
Untersuchungsbericht Fassadenputze / Altbau Rathaus Berlin-Zeh-
lendorf, Stand 20.04.2009 und Nachtrag vom 29.04.2009 (Verf.: GWD
Gesellschaft für Wissenstransfer in der Gebäude-Diagnostik mbH,
15_Fassadenuntersuchung_Text.pdf
16_Fassadenuntersuchung_Anhang.pdf
17_Fassadenuntersuchung_Nachtrag.pdf
	 'HQNPDOSÀHJHULVFKH (UJlQ]XQJ ]XP 8QWHUVXFKXQJVEHULFKW )DVVD­
denputze Altbau Rathaus Zehlendorf (Schriftwechsel)
18_Schriftwechsel_Dr-Rüter_Dr-Teller.pdf
Förderantrag KSI vom 03.11.2009: Modellprojekte mit dem Leitbild
der CO2-Neutralität im Rahmen der Klimaschutzinitiative des Bun­
desministeriums für Umweltschutz KSI (Verf.: Bezirksamt Steglitz-
Zehlendorf von Berlin)
19_Förderantrag_KSI.pdf
Zuwendungsbescheid KSI vom 01.12.2009: KSI: Sanierung des Rat­
hauses Zehlendorf mit dem Ziel, das Gebäude auf ein Energieniveau zu
sanieren, das es zu einem CO2-neutralen Gebäude werden lässt (Verf.:
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit)
20_Zuwendungsbescheid_KSI.pdf
Förderantrag UEP II, Stand 03.11.2009: Energetische Sanierung Rat­
haus Zehlendorf, Förderantrag Umweltentlastungsprogramm Berlin
(UEP II), Förderschwerpunkt 4.2: Energetische Sanierung von Nicht­
wohngebäuden (Verf.: Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf von Berlin)
21_Förderantrag_UEPII_Text.pdf
22_Förderantrag_UEPII_Anlagen.pdf
Unverbindliche Inaussichtstellung (Letter of Intent) für den Förderantrag
vom 17.11.2009 und LOI-Antrag vom 09.11.2009 für die „Modellhafte
Sanierung eines Rathauskomplexes – SARAZENU“ vom 26.11.2009:
23_Inaussichtstellung_UEPII.pdf
Kostenschätzung, Stand 04.11.2009 (Verf.: fhochx Institut für zu­
kunftsfähiges Wirtschaften GmbH, Berlin)
24_Kostenschätzung.pdf
25_skizze_rolltafel.tif
4.1.4 Vorschriften im Internet - Bauordnung Berlin und ergänzende Vorschriften BauOBerlin
(BauOBln) v. 29. September 2005), in Kraft getreten am 1. Febru­
ar 2006, zuletzt geändert durch Artikel XVII des Gesetzes vom
18.11.2009 (GVBl. S. 674)
Bebauungsplan X-20 v. 14. Januar 1970
http://fbinter.stadt-berlin.de/ScansBPlan/06_steg-zeh/x-020_.html
Gesetz zum Schutz von Denkmalen in Berlin (Denkmalschutzge­
setz Berlin – DSchG Bln) vom 24. April 1995, zuletzt geändert am
Verordnung über den Betrieb von baulichen Anlagen (Betriebs-Ver-
ordnung - BetrVO) vom 10. Oktober 2007 (GVBl. S. 516)
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/gesetzestexte/de/download/bau-
en/20071010_betrvo_begr.pdf
Gesetz zur Einsparung von Energie in Gebäuden (Energieeinspa­
rungsgesetz - EnEG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 1.
September 2005 (BGBl. I S. 2684), geändert durch Artikel 1 des Ge­
setzes vom 28.03.2009 (BGBl. I S. 643)
Energieeinsparverordnung EnEV vom 24. Juli 2007 (BGBl. I S. 1519),
geändert durch die Verordnung vom 29.04.2009 (BGBl. I S. 954)
http://www.bmvbs.de/-,302.7567/Energieeinsparverordnung-EnEV.htm
Verordnung zur Durchführung der Energieeinsparverordnung in Ber­
lin ((EnEV-Durchführungsverordnung Berlin – EnEV-DV Bln) vom
18.12.2009 (GVBl. S. 889)
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/gesetzestexte/de/bauen.
shtml#verordnungen
http://www.bmu.de/erneuerbare_energien/downloads/doc/40512.php
Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) v. 12. August 2004, zul. geän­
dert durch Artikel 9 der Verordnung vom 18. Dezember 2008
Verordnung über Bauvorlagen, bautechnische Nachweise und das
Verfahren im Einzelnen (Bauverfahrensverordnung - BauVerfVO) vom
19. Oktober 2006, geändert durch § 16 der EnEV-Durchführungsver-
ordnung Berlin vom 17. Juli 2008 (GVBL. S. 222)
4.1.5 Richtlinien als .pdf - Wirtschaftliche Standards des öffentlichen Bauens, Rundschreiben
gNRORJLVFKHV%DXHQ$QIRUGHUXQJHQDQ%DXPDQDKPHQ
Planungshilfe für Energiesparendes Bauen, Landesinstitut für Bau­
4.1.6 Richtlinien im Internet - Rundschreiben im Bereich Bauen, Projektvorbereitung und -prüfung
Rundschreiben im Bereich Bauen, Verwendungsverbote und -be­
Richtlinien der Klimaschutzinitiative (KSI)
http://www.enob.info/de/forschungsfelder/enob-forschungsinitiative-im-detail/
programm-und-foerderung/
4.1.7 Formblätter -	 Verfassererklärung
000000_verfassererklaerung_sarazenu.pdf
)RUPEODWW*HElXGHKOOÀlFKHQQDFK3XQNW8QWHUSXQNWVHFKV-
stellige Tarnnummer voranstellen)
BKXHOOÀDHFKHQBVDUD]HQX[OV
	 )UDJHERJHQ ]XU (QHUJLHHI¿]LHQ] 3URI 'U 6LFN QDFK 3XQNW   Unterpunkt 8 (sechsstellige Tarnnummer voranstellen)
000000_energiekonzept_sarazenu.pdf
4.1.8 Luftbild - Luftbild
Zehlendorfer Heimatbrief, 52. Jahrgang, Nr. 1, März 2009; Verf.: Hei­ matverein Zehlendorf e.V., Berlin 2009. FIS-Broker (GIS) der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Förderantrag KSI vom 03.11.2009: Energetische Sanierung Rathaus Zehlendorf, Förderantrag: Modellprojekte mit dem Leitbild der CO2­
Neutralität im Rahmen der Klimaschutzinitiative des Bundesministe­
riums für Umweltschutz KSI; Verf.: Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf;
Zuwendungsbescheid KSI vom 01.12.2009: Zuwendungsbescheid,
Zuwendung aus dem Bundeshaushalt, Einzelplan 16, Kapitel 1602,
Titel 68624, Haushaltsjahr 2009, für das Vorhaben: „KSI: Sanierung
des Rathauses Zehlendorf mit dem Ziel, das Gebäude auf ein En­
ergieniveau zu sanieren, das es zu einem CO2-neutralen Gebäude
werden lässt“; Verf.: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und
Reaktorsicherheit, Berlin 2009.
Förderantrag UEP, Stand 03.11.2009: Energetische Sanierung Rat­
wohngebäuden, Projektnummer: 11154UEPII/4-2; Verf.: Bezirksamt
Steglitz-Zehlendorf von Berlin, Berlin 2009.
Zuwendungsbescheid UEP vom 26.11.2009: Unverbindliche Inaus­
sichtstellung (Letter of Intent) für den Förderantrag vom 17.11.2009
und LOI-Antrag vom 09.11.2009 für die „Modellhafte Sanierung eines
Rathauskomplexes – SARAZENU“; Verf.: Senatsverwaltung für Ge­
sundheit, Umwelt und Verbraucherschutz, Berlin 2009.
Denkmalschutzaspekte
http://www.berlin.de/ba-steglitz-zehlendorf/verwaltung/denkmalschutz/denkmal-des-
monats-2009.html
Energieausweise für Nichtwohngebäude gem. §§ 16 ff. Energieein­
sparverordnung (EnEV) (Ist und Soll) für die Bauteile A, B, C und D;
Verf.: M.UT.Z GmbH, Berlin 2009.
Rathauses Zehlendorf in Berlin; Verf.: Hochschule für Technik und
Wirtschaft Berlin (HTW), Berlin 2009.
lendorf auf Nullheizenergieniveau; Verf.: Ingenieurbüro SICK Berlin,
lendorf; Verf.: GWD Gesellschaft für Wissenstransfer in der Gebäude-
Diagnostik mbH Berlin, Berlin 2009.
lendorf - Nachtrag; Verf.: GWD Gesellschaft für Wissenstransfer in
der Gebäude-Diagnostik mbH Berlin, Berlin 2009.
EnOB Forschung für Energieoptimiertes Bauen
Arbeitskreis Solarenergie
http://www.ak-energie.de
Abbildungsnachweis - Titelbild: Landesluftbildstelle Berlin, Luftbild 2009
- Abbildungen: 1 Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, ALK,
Schwarzplan erstellt durch FSZ
2 Landesluftbildstelle Berlin, Luftbild 2009
3 Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, ALK,
Lageplan erstellt durch FSZ
4 Archiv HVZ, Postkarte von 1911
5 BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH
6 Heimatmuseum Zehlendorf, Archiv, Postkarte
7 Heimatmuseum Zehlendorf, Archiv, Postkarte
8 Landesluftbildstelle Berlin, Luftbild 2009,
Eintragungen der einzelnen Bauteile durch FSZ
9 Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, ALK,
Denkmalplan erstellt durch FSZ
10 Ingenieurbüro SICK Berlin