Source: https://datawert.de/busexpert/wert-gutachten/gutachten
Timestamp: 2020-01-24 08:04:57
Document Index: 340422217

Matched Legal Cases: ['§ 249', '§ 3', '§ 249', '§ 249', 'BGH', '§ 249']

x - Gutachten
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Busexpert Journal
Markt Wert
Markt Börse
I DATAWERT MARKTSPIEGEL
Für die Bewertung historischer Fahrzeuge werden die Marktwert-Notierungen der Zustandsnoten 1 - 5 ermittelt. Es handelt sich um Notierungen für ein Basisfahrzeug, die als Grundlage für die Beurteilung, Werteinschätzung und Versicherungseinstufung dienen.
Der Marktwert berücksichtigt Fahrzeugspezifische, wertbeeinflussende Faktoren und Ausstattungen sowie die regionale Marktlage. Entsprechend sind hier Abschläge/Aufschläge zu berücksichtigen und durch einen Sachverständigen vorzunehmen. In Bezug auf den Wiederbeschaffungswert sind handelsübliche Zuschläge auf den Marktwert üblich - siehe nachfolgende Definition der Werte.
Wir sind anerkannte Sachverständige für Fahrzeugschäden und Bewertungen. Seit 1976 erstellen wir im Bereich Ingenieur- und Sachverständigenwesen technische Gutachten, Berichte, Datenblätter und ermitteln den Wert von Fahrzeugen, historischen Omnibussen sowie Oldtimern aller Art.
DEFINITION DER WERTE
Marktwert - Durchschnittspreis am Markt (Privat), somit Handel von Privat an Privat. Eine Händlergewinnspanne und Mehrwertsteuer sind im Marktwert nicht enthalten.
Wiederbeschaffungswert - Durchschnittspreis am Markt (Gewerbe). Dies ist der Preis der aufzuwenden ist, um ein vergleichbares, gleichwertiges Fahrzeug im Handel zu erwerben. Eine Händlergewinnspanne und Mehrwertsteuer sind im Wiederbeschaffungswert enthalten.
Wiederaufbauwert - Der Wiederaufbauwert ist ein vom Marktwert und den zusätzlichen finanziellen Aufwendungen abhängiger Wert und ergibt sich somit aus den Anschaffungskosten eines Fahrzeuges zuzüglich der angefallenen Restaurationskosten.
ZUSTANDSEINSTUFUNG
Sehr gut, Fahrzeug makellos, exzellent, vollkommen original, Spitzenklasse, ohne fehlerhafte Aggregate oder unzeitgemäße Details.
Gut , Fahrzeug fachgerecht restauriert oder in einem guten Originalzustand, optisch und technisch einwandfrei, leichte Gebrauchsspuren.
Befriedigend, gebrauchter Fahrzeugzustand, akzeptabler Gesamteindruck, Gebrauchsspuren vorhanden, unbedeutende Mängel, keine Durchrostungen, fahrbereit.
Ausreichend, verbrauchter Zustand, Fremdteile am Fahrzeug, Rostansätze oder auch leichte bis mittlere Durchrostungen, noch leicht zu restaurieren, fahrbereit.
Mangelhaft, restaurationsbedüftiges Fahrzeug, annähernd komplett, erhebliche Rostansätze und Durchrostungen, Restauration noch lohnend.
Fachbegriffe der Schadenregulierung
Haftpflichtschaden - Im Haftpflichtschadensfall ist der Unfallverursacher verpflichtet, dem Unfallopfergemäß § 249 BGB den Schaden zu ersetzen, den er unfallbedingt erlitten hat. Der Unfallgeschädigte ist so zu stellen, wie er stehen würde, wenn der Unfall nicht eingetreten wäre. Im Haftpflichtschadenfall tritt Kraft Gesetzes an die Stelle des Schädigers die Haftpflichtversicherung des Unfallbeteiligten (§ 3 Pflichtversicherungsgesetz). Beim Haftpflichtschadensfall werden Schadenersatzansprüche geltend gemacht.
Kaskoschaden - Im Kaskoschadensfall hat der Versicherungsnehmer bei einem selbst verschuldeten Unfall gemäß den Versicherungsbedingungen Anspruch auf Ersatz der unfallbedingten Schäden. Es handelt sich hier ausschließlich um vertragliche Ansprüche, die streng zu trennen sind von den Schadenersatzansprüchen im Haftpflichtschadensfall. Die Höhe der Ersatzleistung richtet sich stets nach den Versicherungsbedingungen (Kaskobedingungen). In der Regel hat der Versicherungsnehmer eine Selbstbeteiligung zu tragen.
Fiktive Abrechnung - Der Geschädigte kann gemäß § 249 BGB frei wählen, ob er das Fahrzeug instandsetzen lässt oder ob er sich die ermittelten Reparaturkosten auszahlen lässt (fiktive Abrechnung). Liegen die Reparaturkosten oberhalb von 70%, wird bei der fiktiven Abrechnung nach herrschender Rechtsprechung der Restwert in Abzug gebracht (Wiederbeschaffungswert abzüglich Restwert = Entschädigungsbetrag). Der Geschädigte darf in diesen Fällen sein beschädigtes Fahrzeug zu dem Wert veräußern, den der Sachverständige als Wert auf dem allgemeinen regionalen Markt ermittelt hat. Auf höhere Restwertangebote des Versicherers muss er sich nur dann einlassen, falls er sein Fahrzeug noch nicht veräußert hat.
130 % Grenze - Übersteigen die Reparaturkosten den Wiederbeschaffungswert um bis zu 30%, kann der Geschädigte das Fahrzeug dennoch instandsetzen lassen, soweit er das Fahrzeug weiter nutzt und die Reparatur fachgerecht durchgeführt wird
Wertminderung - Der Minderwert ist ein erstattungsfähiger Schaden, der damit begründet wird, dass ein Unfallwagen im Falle eines späteren Verkaufs einen geringeren Erlös erzielen kann, als Fahrzeuge ohne Vorschäden. Der Minderwert wird durch einen unabhängigen Sachverständigen im Gutachten gesondert ausgewiesen .Auch bei älteren Fahrzeugen kann ein merkantiler Minderwert anfallen.
Nutzungsausfall - Der Geschädigte, der kein Ersatzfahrzeug anmietet, hat grundsätzlich Anspruch auf Geldentschädigung im Sinne von § 249 Abs. 2 BGB für die Entziehung der Nutzungsmöglichkeit seines beschädigten Pkw`s. Die Höhe der Nutzungsausfallentschädigung bemisst sich u. a. nach der Reparaturdauer. Der konkrete Tagessatz kann bspw. der Nutzungsausfallentschädigungstabelle "Sanden, Danner, Küppersbusch" entnommen werden. Der Kfz-Sachverständige wird im Schadengutachten die technische Einordnung des Fahrzeuges für den Nutzungsausfall vornehmen.
Totalschaden - Von einem Totalschaden spricht man, wenn die Wiederherstellung des beschädigten Fahrzeuges entweder nicht möglich (technischer Totalschaden) oder unwirtschaftlich ist (wirtschaftlicher Totalschaden).Der Anspruch auf Wiederherstellung verwandelt sich dann in einen Anspruch auf Geldersatz. Technischer Totalschaden liegt vor bei völliger Zerstörung des Fahrzeugs oder bei Unmöglichkeit der Reparatur aus technischen Gründen. Der wirtschaftliche Totalschaden liegt vor, wenn unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Gegebenheiten nicht mehr von Reparaturwürdigkeit gesprochen werden kann. Von einem unechten Totalschaden spricht man, wenn dem Geschädigten die Reparatur nicht zugemutet werden kann, obwohl die Summe aus Minderwert und Reparaturkosten geringer ist als die Differenz zwischen Wiederbeschaffung und Restwert.
Wiederbeschaffungswert - Der Wiederbeschaffungswert ist der Wert, den der Geschädigte für ein vergleichbares Fahrzeug bei einem seriösen Händler aufwenden muss. Der Sachverständige berücksichtigt bei der Ermittlung des Wiederbeschaffungswertes alle wertbildenden Faktoren sowie die örtliche Marktlage.
Restwert - Zur Definition des Restwertes hat der BGH bereits am 04.06.1993 entschieden, dass der Geschädigte bei Ausübung der Ersetzungsbefugnis des § 249 Abs. 2 BGB die Veräußerung seines beschädigten Kraftfahrzeugs grundsätzlich zu demjenigen Preis vornehmen darf, den ein von ihm eingeschalteter unabhängiger Sachverständiger als Wert auf dem allgemeinen Markt ermittelt hat. Auf höhere Ankaufpreisespezieller Restwertaufkäufer muss der Geschädigte sich in aller Regel nicht verweisen lassen.
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