Source: https://www.studierenplus.de/bafoeg-elternunabhaengig/
Timestamp: 2020-01-22 17:54:07
Document Index: 387804574

Matched Legal Cases: ['§11', '§11', '§11', '§11', '§ 36', '§11', 'BGH']

>> BAföG elternunabhängig: So setzt du dein Recht durch!
Laut §11 BAföG gibt es mehrere Wege, um BAföG elternunabhängig zu bekommen. Das heißt, deine Eltern aus der BAföG-Berechnung rauszuhalten und damit deine Chance auf den BAföG Höchstsatz zu erhöhen.
Gründe für elternunabhängige Ausbildungsförderung nach §11 BAföG
Wie du trotzdem BAföG elternunabhängig erhältst
Unterhaltspflicht: BAföG versus Zivilrecht
So beantragst du BAföG elternunabhängig
Ich will nicht, dass meine Eltern verklagt werden
Einkommen der Eltern bleibt außer Betracht, wenn ihr Aufenthaltsort nicht bekannt ist oder sie rechtlich oder tatsächlich gehindert sind, im Inland Unterhalt zu leisten.
§11 Abs. 2a BAföG
Einkommen der Eltern bleibt ferner außer Betracht, wenn der Auszubildende...
§11 Abs. 3 BAföG
Das wären erstmal die üblichen Gründe, warum das BAföG elternunabhängig gewährt werden kann. Geht aus deinem BAföG Antrag eindeutig hervor, dass du mindestens einen der oben genannten Gründe nachweislich erfüllst, müssen deine Eltern ihr Einkommen für deinen BAföG Antrag nicht offenlegen. Allerdings gibt es jede Menge Leute, die diese Voraussetzungen nur knapp nicht erfüllen, weil sie nach der Ausbildung z.B. nur zwei statt drei Jahre gearbeitet haben, bevor sie das Studium aufgenommen haben. Für diese Leute gibt es einen alternativen Weg elternunabhängiges BAföG zu beantragen:
Dieser Trick kommt eigentlich nicht von mir, sondern von Thomas Reimann, stellvertretender Abteilungsleiter für Studienfinanzierung im Studentenwerk Darmstadt. Beweise dafür, dass es funktioniert findest du in den Kommentaren zum Thema BAföG Vor- und Nachteile und der Facebook-Gruppe Studienfinanzierung, wo du dich gern mit anderen über deine Erfahrung austauschen kannst.
Auch in unserer BAföG Beratung kommt das Thema immer wieder auf. Leider klären BAföG Ämter nur sehr selten Ratsuchende darüber auf, weshalb viele weniger BAföG erhalten als ihnen theoretisch zusteht. Daher ist es aus unserer Erfahrung besser sich eine BAföG Beratung zu suchen, die unabhängig vom BAföG Amt tätig ist.
Sollten deine Eltern dir den vom BAföG Amt berechneten Betrag nicht zahlen können oder wollen, stelle so schnell wie möglich mit dem Formblatt 8 einen Antrag auf Vorausleistung nach § 36 BAföG. Das Amt ist somit verpflichtet deinen Antrag unter Berücksichtigung geltendem Zivilrechts erneut zu prüfen. Vorübergehend wird der Betrag, den sie für deine Eltern ausgerechnet hatten vom Amt übernommen (abzüglich Kindergeld). Du bekommst also auf jeden Fall Geld solange die Sache nicht abschließend geklärt ist.
Da Zivilrecht und BAföG zwei paar Schuhe mit unterschiedlichen Regelungen sind, kann es durchaus sein, dass das Amt zu dem Schluss kommt, dass deine Eltern dir gegenüber tatsächlich nicht mehr unterhaltspflichtig sind. Entsprechend hättest du deshalb ein Recht auf elternunabhängige Förderung, obwohl du die Voraussetzungen nach §11 Abs. 3 BAföG nicht erfüllst. Dies kann zum Beispiel sein, wenn du eine Berufsausbildung abgeschlossen hast, auch ohne danach 36 Monaten berufstätig gewesen zu sein.
Deine Eltern sind aus dem Schneider. Du bekommst vom Amt elternunabhängiges BAföG, niemand muss irgendwas zurückzahlen (außer natürlich den üblichen Darlehensbetrag nach deinem Studium), du brauchst keinen Groll gegen deine Eltern hegen und sie müssen kein schlechtes Gewissen mehr haben, weil sie dich nicht finanziell unterstützen können.
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Am besten, du holst für diese Strategie deine Eltern mit ins Boot. Weihe sie in deinen Plan ein. Bitte sie, eine Erklärung zu verfassen, aus der hervorgeht, warum sie aus zivilrechtlicher Sicht nicht mehr unterhaltspflichtig sind und füge diese deinem Antrag bei. Das beschleunigt die Sache und du kannst dich anschließend wieder voll und ganz auf dein Studium konzentrieren. Außerdem müssen deine Eltern für diesen Weg Formblatt 3 trotzdem erst einmal ausfüllen und ihr Einkommen damit offenlegen.
Vorausleistung BAföG: Was kann im schlimmsten Fall passieren?
Kanzlei Neumann & Neumannwww.anwalt.de
Eine Zweitausbildung müssen die Eltern grundsätzlich nicht finanzieren. Es gibt aber Ausnahmefälle, in denen die Verpflichtung zur Finanzierung einer Zweitausbildung von der Rechtsprechung bejaht wird, z. B. wenn die Ausbildung auf einer Fehleinschätzung der Begabung des Kindes beruht. Keine Zweitausbildung ist nach der Rechtsprechung des BGH die sog. mehrstufige Ausbildung Abitur – Lehre – Studium, wenn zwischen den einzelnen Abschnitten ein enger sachlicher und zeitlicher Zusammenhang besteht (z. B. Abitur – Banklehre – Jurastudium). Quelle
Sollte festgestellt werden, dass der erste Bescheid korrekt war und deine Eltern dein Studium finanzieren müssen, holt sich das Amt den vorausgezahlten Betrag bei deinen Eltern zurück und alles geht seinen gewohnten Gang. Sollten sich deine Eltern der Rückzahlung verweigern, wird das Amt Klage gegen sie einreichen. Familienkrise inbegriffen. Es ist aber nicht zu spät einzulenken.
Wenn du den Weg der BAföG Vorausleistung gehst, heißt das nicht automatisch, dass du deine Eltern hasst oder dir Geld wichtiger als deine Beziehung zu ihnen ist. Um sicherzugehen, dass sie nach dem Verfahren nicht in den Ruin getrieben werden, könntest du die Vorausleistungen auch erstmal aufbewahren und ihnen zur Verfügung stellen, falls sie zurückgezahlt werden müssen. Oder du nimmst einen günstigen Studienkredit mit deutlich besseren Konditionen auf als deine Eltern je bekommen könnten und zahlst die Vorausleistung selbst zurück. Es gibt immer eine Lösung für alles.
Im schlimmsten Fall hast du also genauso wenig Geld wie vorher und deine Eltern immernoch ein schlechtes Gewissen. Ihr habt nichts verloren, aber es wenigstens versucht.
Eine andere Sache ist es, wenn ihr ohnehin ein gestörtes Verhältnis zueinander habt und den gegenseitigen finanziellen Ruin in Kauf nehmt.​ Dann kommt es zu einer Klage vom Amt oder dir gegen deine Eltern. Ob du das willst, musst du selbst entscheiden. Aber wie gesagt, zwischen schwarz und weiß, gibt es sehr viele andere Farben und Lösungen.
Wie groß der Einfluss deiner Eltern auf dein BAföG ist und ob sich der Stress lohnt, kannst du schnell und unkompliziert mit dem BAföG-Rechner﻿﻿ checken.
Erhältst du elternunabhängiges BAföG?​ Wie bist du vorgegangen?
vielen Dank, dass du das machst und so vielen jungen Menschen hilfst Ihren Traum vom Studieren zu verwirklichen. Mein Traum ist es, im Oktober 2020 mein Studium zu beginnen, das Studium baut auf meine Ausbildung auf. Meine Eltern wollen mich finanziell nicht unterstützen, seit November 2017 wohne ich alleine.
Ich möchte nicht, dass meine Eltern verklagt werden, mir ist es finanziell aber nicht möglich ohne Bafög zu studieren, da ich von einem 450€ Nebenjob (bei 300€ Miete) nicht überleben kann.
Hier mein Lebenslauf in Kürze:
– 2014 Abitur
– Oktober 2015 – Juni 2017 | Ausbildung (20 Monate)
– Juni 2017 – voraussichtlich September 2020 | Arbeitsvertrag Vollzeit (39 Monate)
– Seit März 2019 | Nebenjob auf 450€ Basis zusätzlich
Ich komme also nur auf 59 von 72 geforderten Monaten (3 Jahre Ausbildung + 3 Jahre Erwerbstätigkeit)
Siehst du Chancen auf elternunabhängiges Bafög, da ich nachweislich ohne Unterstützung meiner Eltern seit 2 Jahren alleine lebe und mich selber versorge? Und reicht da ein Mietvertrag als Beweismittel, oder wie könnte ich das sonst beweisen? Siehst du andere Möglichkeiten, wenn mein Antrag abgelehnt wird? Chancen auf ALG oder Wohngeld?
prinzipiell hast du relativ gute Chancen auf elternunabhängiges BAföG, es kommt wahrscheinlich nur drauf an, wie nah Ausbildung und Studium fachlich beeinander sind. Können Inhalte aus der Ausbildung eventuell im Studium angerechnet werden? Wenn ja, stehen die Chancen auf elternunabhängiges BAföG doch eher schlecht. Also, dass du 59 von 72 Monaten erfüllst ist gut, aber die fachliche Nähe zur Ausbildung könnte ein Ablehnungsgrund sein. Entscheidend sind die Detaillierten Stellungnahmen von dir und deinen Eltern bezüglich deiner Karriereplanung. Ich würde an deiner Stelle auf jeden Fall so einen Antrag stellen und die ausgezahlten Vorausleistungen für den Fall der Ablehnung aufbewahren, damit sie ggf. zurückgezahlt werden können. Dann wird auch niemand verklagt. Wo du wohnst, ist übrigens unerheblich fürs elternunabhängige BAföG. Eine meiner Kundinnen, der ich bei dieser Antrag geholfen habe, wohnte tatsächlich bei ihrer Mutter und bekam elternunabhängiges BAföG gemäß Zivilrecht bewilligt. Das hat zwar mehrere Monate gedauert, aber schlussendlich hat es geklappt. Ich hatte selbst nicht wirklich damit gerechnet. Ohne einen solchen Antrag wirst du nie eine absolut sichere Antwort auf deine Frage bekommen.
Vollzeitsatudenten stehen übrigens keine anderen Sozialleistungen als BAföG zu. Du müsstest also mehr arbeiten und ggf. mit einem Studienkredit aufstocken.
ich habe 2014 bis 2017 eine 2,5-jährige Ausbildung zur Bankkauffrau gemacht. Danach habe ich dort noch ein halbes Jahr gearbeitet und im Anschluss mein Fachabitur nachgeholt. Seit Oktober 2018 studiere ich nun und meinen ersten Bafög-Antrag (Eltern miteinbezogen) habe ich abgelehnt bekommen. Nun möchte ich es nochmals versuchen über das Zivilrecht, da meine Eltern mir bereits meine erste Ausbildung finanziert haben und ich sie nicht weiter belasten möchte. Denkst du ich habe gute Chancen damit?
das Problem ist in deinem Fall die Reihenfolge Schule>Ausbildung>Abi>Studium. Damit bleiben deine Eltern weiterhin unterhaltspflichtig. Da, Ausbildung und Studium damit in engem fachlichen und zeitlichem Zusammenhang stehen. Also das Abi baut auf der Ausbildung auf und das Studium auf dem Fachabi (=ebenfalls eine Form der Ausbildung) Anders wäre es, wenn du dein Abi VOR der Ausbildung gemacht hättest.
Ich habe 2011 mein Abitur gemacht, danach eine Ausbildung zum Feinwerkmechaniker (3,5Jahre) abgeschlossen und in diesem Beruf für 2,5 Jahre gearbeitet. Anschließend machte ich eine Fortbildung zum staatl. geprüften Maschinenbautechniker auf Vollzeit (Aufstiegsbafög wurde genehmigt).
Aktuell studiere ich Maschinenbau in Wales, Großbritannien und möchte gerne elternunabhängige Förderung bekommen,da meine Eltern mich nicht mehr finanziell unterstützen und ich auch nicht mehr zuhause wohne.
Falls diese Infos noch wichtig sind:
Bin 26 und werde vorraussichtlich im Juni/Juli 2020 mit dem Studium abschließen. (Konnte durch den Techniker im letzten Bachelorjahr einsteigen und somit die Studienzeit auf 1 Jahr verkürzen)
Hey Ulli, du könntest es übers Zivilrecht versuchen. Wie im Artikel beschrieben. Wenn du dabei Hilfe brauchst, nutze gern unsere BAföG Software für deinen Antrag
Vielen Dank für die ganzen hilfreichen Infos. Du machst wirklich tolle Arbeit! 🙂
Vllt kannst du mir aber noch weiterhelfen, denn bin leider immer noch verwirrt, wie ich das jetzt alles am besten mache.. Habe heute mit der Bafög Hotline telefoniert, jedoch hat mir das leider nicht weitergeholfen. :/
Du sagst man soll Formblatt 3 und 8 ausfüllen. Jedoch füllt man doch Formblatt 8 aus, wenn ein Elternteil nicht kooperieren möchte, oder?
Ich habe eine 3,5-jährige Ausbildung gemacht zum Mechatroniker. Danach ein Jahr in dem Beruf gearbeitet. Dann 2 Jahre meine Fachhochschulreife nachgeholt. Danach 1 Jahr Work and Travel gemacht, daraufhin knappe 2 Jahre als Feinwerkmechaniker gearbeitet.
Nun fange ich im Oktober mit dem Maschinenbaustudium an und brauche dringend finanzielle Unterstützung. Allerdings möchte mein Vater das Formblatt 3 nicht ausfüllen, geschweige denn mich finanziell zu unterstützen, da ich bereits 28 bin und ja auch eine Ausbildung habe.
Wie sollte ich jetzt am besten vorgehen? Meine Mutter ist bereit ihr Formblatt 3 auszufüllen, soll ich meinen Vater jetzt einfach rauslassen mit Formblatt 3 und einfach Formblatt 8 dafür ausfüllen?
Wäre so dankbar über eine Antwort 🙂
da du das Fachabi NACH der Ausbildung gemacht hast, stehen die Chancen auf elternunabhängiges BAföG extrem schlecht. Der hier beschriebene Weg wird für dich wohl nicht funktionieren. Aber Ja, statt Formblatt 3 solltest du für deinen Vater Formblatt 8 einreichen. Wenn möglich , lässt du dir schriftlich von ihm bestätigen, dass du ihn bereits gebeten hast, Formblatt 3 auszufüllen. Das wird das Amt dann direkt von ihm Fordern und dir bios zur Klärung des Sachverhalts Vorausleistung für deinen Vater zahlen. Formblatt 3 deiner Mutter solltest du trotzdem mit einreichen.
ich habe eine 2,5 Jährige Ausbildung als Bankkauffrau gemacht ( wurde von meinem Vater dazu gedrängt) und hätte Sie eigentlich lieber abgebrochen…um jetzt den Unterhaltsanspruch zu haben. Während der Ausbildung habe ich mich selbst finanziert(Erstausbildung wurde also nicht von Eltern getragen) – Habe ich also doch Unterhaltsanspruch, weil keine Ausbildung bislang von Eltern finanziert wurde?
Nun möchte ich Mehrsprachige Kommunikation studieren, was nicht in einem inhaltlichen Zusammenhang mit der Erstausbildung steht und habe ein Jahr dazwischen pausiert und keine 3 Jahre Berufserfahrung gesammelt. Mein Vater weigert sich nun Jegliches zu zahlen.Schreibe ich die Sachlage mit in den Antrag und wenn ja auf was berufe ich mich?
Bekomme ich trotzdem elternunabhängiges Bafög?
Wenn dein Vater dich zu einer Ausbildung gedrängt hat, bleibt er unterhaltspflichtig. Es wird also wohl kein elternunabhängiges BaföG für dich geben. Du kannst aber deinen Unterhaltsanspruch aufs Amt übertragen und somit Vorausleistung erhalten. Das ist sowas ähnliches wie Unterhaltsvorschuss. Sprich, dein Vater muss den geschuldeten Unterhalt ans Amt zahlen statt an dich. Dafür lässt das Amt sein Einkommen bei der Auszahlung an dich unberücksichtigt. Seinen Anteil holen sie sich mit Zinsen von ihm zurück. Notfalls vor Gericht. Ansonsten musst du nach der Ausbildung 3,5 Jahre arbeiten und dabei durchschnittlich mindestens 780€ monatlich verdienen, um elternunabhängiges BAföG zu erhalten.
wenn er aber keinen Unterhalt zahlt, ich mich nicht mit ihm verkrachen möchte und nicht 36 Monate gearbeitet habe?
Gibt es nicht eine Möglichkeit auf Bafög?
meine in Deutschland geborene Frau und ich leben im aussereuropaeischen Ausland. Dort ist auch unser 26 jaehriger Sohn geboren und aufgewachsen. Er besitzt so wie seine Mutter zwei Staatsbuergerschaften, also auch die deutsche. Letztes Jahr hat er sich leider dazu entschieden nach Deutschland zu ziehen, seine und unsere Heimat zu verlassen und in Deutschland ein Studium zu beginnen. Er moechte Bafoeg beantragen, welches jedoch uns Eltern vorallem als unterhaltspflichtig betrachtet.
Unser Sohn ist seit dem 18ten Lebensjahr von uns finanziell unabhaengig, hat jedoch keine abgeschlossene Berufsausbildung, bzw in dieser Zeit im Durchschnitt ueber 700 Euro monatlich verdient.
In unserem Land endet die gesetzliche Unterhaltspflicht von KIndern mit 18, bzw in sehr begrenzter Form, mit 21 Jahren. Ich bin und war nie deutscher Staatsbuerger und auch meine Frau lebt seit ueber 30 Jahren nicht mehr in Deutschland. Ich bezweifele, dass der deutsche Staat fuer unseren Sohn von uns ein Unterhaltsrecht fuer einen 26 jaehrigen Mann (unser Sohn) einfordern kann, das es nach dem hiesigen Gesetz schon lange nicht mehr gibt. Wir sehen keinen Grund warum wir bei einer Beantragung fuer Bafoeg mitwirken sollen. Unser Sohn ist fleissig und selbststaendig. Er ist es seit vielen Jahren, jedoch mag es fuer ihn sehr schwierig sein, sowohl weiterhin in der Ferne seinen Lebensunterhalt zu verdienen, wie auch ein Vollzeitstudium erfolgreich zu meistern. Wie sehen sie die Chancen, dass er ein elternunabhaengiges Baefog bekommt?
wenn euer Sohn zwischen seinem 18. Geburtstag und dem Beginn des Studiums ein durchschnittliches monatliches Einkommen von mindestens 780€ nachweisen kann, steht ihm elternunabhängiges BAföG zu.
ich habe 2010 ein 3 jährige Ausbildung zur Industriemechanikerin gemacht. Anschließend mein Fachabi in einem Jahr auf der BOS nachgeholt, um dann Maschinenbau zu studieren das ich nach 2 Jahren abgebrochen habe. Danach habe ich gleich weiter Studiert und zwar diesmal Architektur. Nun bin ich fertig und habe meinen Bachelor in Architektur würde aber nun gerne in Österreich meinen Master machen.
Ich habe 2 Monate Vollzeit nach der Ausbildung gearbeitet und anschließend fast durchgehend nebenbei gearbeitet, als Werkstudent oder als Minijob insgesamt 48 Monate.
Nun würde ich gerne wissen ob ich für den Master eine Chance auf Elternunabhängiges Bafög habe?
Vielen Dank Franzi
Wenn du zu Beginn des Masters noch nicht 30 bist, musst du NACH dem Bachelor mindestens 36 Monate a 780€ Einkommen nachweisen, um elternunabhängiges BAföG zu bekommen. Was du vor oder während des Bachelorstudiums getan hast, tut dann nichts zur Sache. Natürlich kannst du es trotzdem übers Zivilrecht versuchen, ich würde aber nicht darauf wetten dass es klappt. Da der Master in engem zeitlichen UND fachlichen Zusammenhang mit dem Bachelor steht.
Hallo und vielen Dank für diese Infos.
Ich hab 2014 mein Abitur abgeschlossen und danach eine verkürzte Ausbildung (2 Jahre bis 2016) zum Dachdecker gemacht.
Seitdem arbeite ich als Dachdecker (3 Jahre).
Um elternunabhängiges Bafög zu bekommen müsste ich wohl jedoch 4 Jahre gearbeitet haben.
Habe ich dennoch (durch Formular 8) Chancen auf Bafög? Meine Eltern würden mich dabei auf jeden Fall unterstützen!
Sollte das Formular 8 direkt beim 1. Antrag auf Bafög mitgesendet werden, da ich ziemlich sicher bin, dass mir „normales Bafög“ verwehrt wird?
Oder soll ich warten, bis ich das Bafög abgelehnt bekomme und dann mit Formular 8 hinterher gehen?
ich empfehle meinen Kunden, diesen Antrag immer sofort zu stellen. Es gibt aber auch Sachbearbeiter, die das so nicht kennen und darauf bestehen, dass der Antrag erst nach Eingang des regulären Bescheids gestellt wird, was das ganze Verfahren aus meiner Sicht unnötig in die Länge zieht. Schlussendlich musst du das selbst für dich entscheiden. Wenn es mein eigener Antrag wäre, würde ich nicht lange fackeln und es direkt versuchen.
Lena Keller sagt:
ich habe 2015 eine Ausbildung zur Bankkauffrau gemacht bis Januar 2017. Habe dann ein halbes Jahr noch dort gearbeitet. Im September habe ich dann meine fachgebundene Hochschulreife begonnen und werde Sie im Sommer 2020 abschließen. Während meinem Abi habe ich elternunabhängiges BAfög bekommen. Ich werde dann ab 2020 Wirtschaftspädagogik studieren. Ich müsste doch mithilfe des Vorausleistungsantrages wg. Zweitausbildung elternunabhängig gefördert werden oder?
keine Chance. Das Problem ist, dass deine Eltern weiterhin unterhaltspflichtig sind, weil du das Abi erst nach der Ausbildung machst. Das elternunabhängige BAfög fürs Abi hat an sich erstmal nichts mit dem Studium zu tun. Ich nehme an, du gehst auf ein Kolleg oder Abendgymnasium. Das ist immer elternunabhängig.
ich habe eine dreijährige Ausbildung zur Zahnmedizinischen Fachangestellten abgeschlossen (Unterhaltspflicht der Eltern), danach habe ich 2 Monate gearbeitet und war einen Monat arbeitslos. Daraufhin habe ich mein Abitur am Kolleg nach geholt ( drei Jahre, auch mit Elternunabhänigenen BaföG). Nun möchte ich BWL oder Architktur studieren, habe ich dabei einen BaföG-Anspruch? Ich habe wenig Kontakt und ein eher schlechtes Verhältnis zu meinen Eltern, jedoch wussten sie, dass ich mein Abitur nachhole und somit wahrscheinlich anschließend Studieren werden.
Über eine Antwort würde ich mich wirklich sehr freuen!:)
Anspruch auf BAföG müsstest du prinzipiel auch im Studium haben, aber eben nicht elternunabhängig. Wie du schon sagtest, müsste as Studium für deine Eltern absehbar gewesen sein, weshalb das Amt ihre Einkünfte bei deiner BAföG-Berechnung mit einkalkulieren wird.
ich studiere im 3. Semester und habe davor eine Ausbildung zum Industriekaufmann abgeschlossen. Diese habe ich jedoch auf 2 Jahre verkürzt und während dieser Zeit bei meinen Eltern gewohnt. Normalerweise hätte ich keinen Anspruch auf Bafög, aber würde ich eventuell eine Chance auf elternunabhängiges Bafög haben ?
Je weniger dein Studium mit deiner Ausbildung zu tun hat, desto besser und je mehr Zeit dazwischen liegt auch. Zu deinen Chancen kann ich so nichts sagen, aber vielleicht zeigst du deinen Eltern einfach mal diesen Artikel und fragst sie, ob sie mit dir zusammen den Versuch wagen wollen, diesen Antrag zu stellen. Die besten Chancen habt ihr, wenn ihr zusammen statt gegeneinander arbeitet.
ich habe nach meiner Berufsausbildung 1,5 Jahre gearbeitet. Dann mein Abitur auf zweitem Bildungsweg an einem Kolleg nachgemacht. Danach habe ich für mein Studium Bafög beantragt. Meine Eltern haben sich quergestellt und gesagt, dass sie mir nicht noch eine Ausbildung finazieren. Daraufhin habe ich einen Vorausleistungsantrag gestellt und dann wurde festgestellt, dass meine Eltern NICHT mehr unterhaltspflichtig sind. Allerdings wurde die Unterhaltpflicht erst ab dem nächsten Bewilligungszeitraum abgesprochen. Jetzt kurz vor Ende meines Studiums hat sich das Amt an meine Eltern gewandt und sie sollen noch mal alle Unterlagen einreichen, um zu überprüfen, ob sie meine ersten 2 Semester nicht hätten doch zahlen können. Warum sollten meine Eltern für den ersten Bewilligungszeitraum zahlen, wenn ihnen danach die Unterhaltspflicht aufgrund meines beruflichen Werdegangs abgesprochen wurde?
Vielleicht kann mir hier jemand weiterhelfen. Jetzt geht der ganze Stress mit meinen Eltern wieder von vorne los 🙁
Am besten du wendest dich damit an einen spezialisierten Anwalt, der sich die Briefe vom Amt anschaut und Licht ins Dunkel bringen kann. So eine Frage erfordert eine juristische Einzelfallprüfung, die jede Kommentarspalte sprengen würde. Vielleicht versuchst du es mal hier: http://www.rechtsanwalt-sozialrecht-berlin.de/
Danke für die ausreichende Information! Darf ich dir/euch meinen Sachverhalt schildern? Es wäre super, wenn ich eine Antwort darauf bekommen würde.
2011 bin ich mit 17, um eine Ausbildung zu beginnen, in eine andere Stadt gezogen. Diese Ausbildung musste ich aus gesundheitlichen Gründen abbrechen. 2012 habe ich eine neue, schulische Ausbildung (Bafög gefördert) auf der Modeschule angefangen und sie fertig gemacht. Direkt im Anschluss bin ich auf ein Kolleg um dort mein allgemeines Abitur nachzuholen – während ich auf dem Kolleg gewesen bin, habe ich elternunabhängiges Bafög bezogen.
Jetzt habe ich direkt im Anschluss im Wintersemester Theater – und Medienwissenschaften und im Zweitfach Soziologie angefangen zu studieren. Besteht nun die Möglichkeit elternunabhängiges Bafög zu beziehen? Meine Eltern verdienen nicht gerade viel und konnten mich, seitdem ich ausgezogen bin, nicht finanziell unterstützen.
meine Situation ist wie folgt: Ich werde ab Oktober Rechtswissenschaften studieren in Deutschland. Ich selbst komme aus Österreich und ziehe erst Anfang Oktober um. Meine Eltern sind mit meinem Plan in Deutschland nicht zufrieden und ich weiss auch dass es finanziell schwer ist. Ich dachte an elternunabhängiges Bafög. Aber weiß leider nicht wie ich das beantragen soll, da ich in jedem Falle das Einkommen meiner Eltern ja angeben möchte. Aber eigentlich möchte ich sie von meinem Plan und dem Studium fernhalten da sie dagegen sind. Daher werde ich es auch alleine finanzieren. Naja möchte es zumindest. Dadurch dass ich aber als Österreicherin quasi auch ein Ausländer bin weiß ich nicht genau wie ich das machen soll.
Ich bin bereits auf der suche nach einem Nebenjob. Aber Jura ist hart und weiß nicht ob der Nebenjob sich mit dem Studium fügen wird oder nicht geschweige denn ob dieser ausreicht. Und ein Kredit kommt eher nicht in frage.
VL kann ja jemand Helfen.
Ich habe gestern erfahren, dass ich das Glück hatte und einen Studienplatz in Psychologie zum Wintersemester bekomme. Nun ist es nicht mehr lange hin und ich würde gerne möglichst schnell elternunabhängiges Bafög beantragen. Meine Situation ist folgende:
Ich habe von 2013 – 2016 bereits ein 3-jähriges duales Studium in BWL absolviert. Das heißt, dass ich in dieser Zeit bei einem Unternehmen beschäftigt war und in den Theoriephasen an der Hochschule studiert habe. Außerdem habe ich in dieser Zeit einen Abschluss als Kauffrau im Groß- und Außenhandel erworben, als Teil des dualen Studiums. Nach dem Dualen Studium bin ich ein befristetes Arbeitsverhältnis für 2 Jahre mit dem gleichen Unternehmen eingegangen. Aktuell bin ich dort noch bis zum 20.10.18 beschäftigt. Ich bin allerdings von der Arbeitsleistung seid gestern freigestellt worden. Ich wohne jetzt seit fast 2 Jahren alleine und sorge für mich selbst. Für Psychologie habe ich mich entschieden, weil ich in meinem alten Job nicht zufrieden war und mich schon immer dafür interessiert habe.
Gibt es in meinem Fall Chancen auf elternunabhängiges BAföG? Würde man so vorgehen, dass ich einen ganz normalen BAföG Antrag einreiche und dann sagt das Amt, dass meine Eltern zahlen sollen und ich stelle anschließend einen Antrag auf Vorausleistung? Oder wie sieht die schnellste und effektivste Methode aus? Ich danke dir schonmal im Voraus!
vielen Dank für eure Arbeit hier an dieser informativen und hilfreichen Seite.
Nun habe ich nach dem ganzem hin un her hier eine Frage.
Ich habe nach meinem Abitur 2012 eine Ausbildung zum Industriekaufmann erfolgreich absolviert (2,5 Jahre). Danach wurde ich 1 Jahr übernommen + jetzt noch mal 1 Jahr und 9 Monate in einer anderen Firma.
Dazwischen war ich reisen (6 Monate) und arbeitslos 5 Monate (nach der Reise).
Somit komme ich nach telefonischer Info durch das Bafög-Amt nicht auf die benötigte Zeit um regulär an Eltern unabhängiges Bafög zu beziehen.
Doch ich bin mit 18 sofort ausgezogen von Zuhause und mein Studium hat nichts mit meiner Ausbildung zu tun und war auch nicht abzusehen für meine Eltern.
Soll ich somit gleich einen Antrag auf Vorauszahlung stellen und ein Schreiben beilegen, wo meine Eltern den Umstand erklären?
Da mein Vater selbständig ist, habe ich das Gefühl ich bekomme auf normalen Weg kein Bafög 🙁
Kann ich das elternunabhängige Bafög auch beantragen, wenn nur der Vater nicht bereit ist, den Steuerbescheid darzulegen? Meine Mutter ist Beamtin und ich befürchte dass mir „normales“ Bafög nicht zustehen wird…
Wenn es sich lediglich um eine Weigerung der Eltern handelt ist es streng genommen nicht elternunabhängig. Sie können nicht selbst bestimmen, wann ihre Unterhaltspflicht endet. Solltest du wie in diesem Artikel beschrieben eine Berufsausbildung vor dem Studium abgeschlossen haben und deswegen eine zivilrechtliche Überprüfung der Unterhaltspflicht anstreben, muss das Einkommen der Eltern trotzdem erstmal offengelegt werden. Denn das Amt geht ja erstmal nur in Vorausleistung für deine Eltern und holt sich ihren Anteil zurück falls sie doch noch unterhaltspflichtig sein sollten.Fehlende Mitwirkung ist da wenig hilfreich. Du kannst den Antrag trotzdem stellen. Dein Vater bekommt dann aber wahrscheinlich mehr Stress als nötig. Wenn du zwischen Ausbildung und Studium 3 Jahre arbeitest, brauchst du keine Unterlagen der Eltern einreichen. Das wäre die andere Möglichkeit.
Marita Grossmann sagt:
Hallo. Meine Nichte wird dieses Jahr 25 Jahre alt. Mit 19 hat sie eine Tochter bekommen, die bei ihr lebt. Sie hat seitdem einen eigenen Hausstand und ihr Abi an der VHS nachgeholt. Bis dato bekam sie Sozialleistungen.
Mit Aufnahme ihres Studiums wurde alles sehr, sehr schwierig. Das Bafög ist abgelehnt worden, weil die Eltern zu viel verdienen. Die Beziehungen sind belastet. Wohngeld ist auch abgelehnt worden, weil sie nicht nachweisen konnte, womit sie die Wohnung finanziert. Die Stadt hat ihr jetzt für zwei Monate Sozialgeld bewilligt, mit der Maßgabe, ihre Situation zu klären. Mittlerweile zahlen die Eltern, aber nur einen Bruchteil dessen, was ihr zusteht. Sie macht neben dem Studium noch kleine Jobs, versorgt ihre Tochter, steht stark unter Druck, das alles nicht mehr zu schaffen, zumal sie noch so jung ist.
Wo kann sie sich in Köln Hilfe holen? Sind die Eltern tatsächlich noch unterhaltsverpflichtet (1. Ausbildung) obwohl sie bereits selbst Mutter ist? Für das Kind erhält sie Unterhaltsvorschuss, da der Kindesvater nichts zahlt.All das macht mir gtroße Sorgen. Sie ist begabt und es wäre eine Schande, wenn sie das Studium drangeben müsste, um in einem ungelernten beruf zu arbeiten.
Schon mal Danke und liebe Grüße aus Aachen
die Unterhaltspflicht endet entgegen vieler Vermutungen nicht mit einem bestimmten Alter, Hochzeit oder Geburt eines Enkels. Eltern bleiben unterhaltspflichtig bis das „Kind“ einen angemessenen Beruf erlernt hat und somit theoretisch dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht, um finanziell auf eigenen Beinen zu stehen. Das heißt, sie müssen in jedem Fall Unterhalt leisten, wenn die Tochter noch keine Berufsausbildung abgeschlossen hat. Unterhaltsleistungen können aber auch Sachleistungen sein, wie z.B. Unterkunft und Verpflegung. Wenn die Eltern ihre Tochter nicht angemessen unterstützen, kann man seinen Unterhaltsanspruch mit einem Antrag auf Vorausleistung ans BAföG Amt abtreten. Damit zahlt einem das Amt erstmal BAföG und holt sich das bei den säumigen Eltern zurück, wenn’s sein muss vor Gericht.
kann das Formblatt 8 (in Bezug aufs Zivilrecht) mir auch weiterhelfen, um im Master elternunabhängiges Bafög zu erhalten? Ich habe nach dem Bachelor nur knapp ein Jahr in einem anderen Job als meine Bachelorfachrichtung gearbeitet, knüpfe jetzt mit dem Master aber an mein Bachelorstudium an. Zählt der Bachelor demnach quasi als abgeschlossene Berufsausbildung?
Bachelor und Master gelten zusammen als EINE Ausbildung. Formblatt 8 wird dir da nicht helfen. Wenn du auf elternunabhängiges BAföG angewiesen bist, bleibt dir nur mit dem Masterstudium zu warten bis du 30 bist oder du 36 Monate Einkommen von mind. 716Euro pro Monat nach deinem Bachelorabschluss nachweisen kannst.
Hallo Luisa & Team,
danke für diese richtig guten Infos!
Ich habe eine Frage bezüglich meiner Situation. Habe meinen Bachelor 2015 abgeschlossen, zwischendurch gearbeitet und Praktika gemacht und nun im Oktober 2017 einen Master angefangen, der inhaltlich nicht wirklich mit meinem anderen Bachelor zusammenhängt.
Habe inzwischen eine Stellungnahme meiner Eltern abgegeben, dass diese sich weigern Formblatt 3 auszufüllen, und den ausgefüllten Fragebogen an das Bafög Amt zurückgeschickt. Nach nun wieder 1,5 Monaten wurde ich erneut dazu aufgefordert, Formblätter 3 einzureichen. Auf telefonische Nachfrage beim Bafög Amt wurde mir gesagt, dass ich entweder schriftlich nochmal deutlich machen soll, dass meine Eltern sich noch immer weigern, diese Blätter auszufüllen ODER dass meine Eltern zumindest eine Unterschrift auf Formblatt 3 setzen sollen, ohne diese jedoch auszufüllen.
Wie gehe ich nun weiter vor? Hast du da Erfahrungen? Besonders den Vorschlag, dass meine Eltern Formblatt 3 ohne Inhalt unterschreiben sollen, ist mir etwas suspekt.
Danke für deine Hilfe im Voraus!!
streng genommen sind Bachelor und Master EINE Ausbildung in zwei Abschnitten. Wenn deine Eltern nicht kooperieren, ist das nicht zu ihrem Vorteil. Ich weiß auch nicht genau, was FB3 ohne Inhalt bringen soll. Einzige Vermutung: Es ist dein Nachweis dafür, dass du sie ausdrücklich zur Auskunft aufgefordert hast und damit deiner Mitwirkungspflicht nachgekommen bist. Damit sind offiziell deine Eltern die, die nicht kooperieren, nicht du.
Dass diese Unterlagen trotz Antrag auf Vorausleistung gefordert werden, ist ganz normal und hat erstmal nichts zu bedeuten. Ich persönlich würde immer kooperieren und unnötigen Stress vermeiden.
Lea Waskowiak sagt:
Liebe Luisa, lieber Mathias,
Ich habe von 2013 bis 2015 eine Ausbildung (zur Pferdewirtin) absolviert und nahtlos daran mit einem Studium (Medienkommunikation) begonnen, also beides absolut unterschiedliche Fachrichtungen. Ich bin nun von zuhause ausgezogen und möchte elternunabhängiges Bafög beantragen. Für meine Eltern war nicht abzusehen, dass ich noch studieren werden. Darüber hinaus sind sie, wie im Video gesagt, laut Zivilrecht nicht mehr unterhaltspflichtig, da ich ja bereits eine Ausbildung absolviert habe. Leider finde ich im BGB nicht den Abschnitt in dem dieser Sachverhalt konkret so beschrieben steht.
Gerne möchte ich aber bereits dem Antrag auf Vorausleistung ein entsprechendes Schreiben beilegen, das erklärt warum meine Eltern mir gegenüber nicht mehr unterhaltspflichtig sind. Ist ein solch individuelles Schreiben auch Teil eures Angebots, wenn ich meinen Bafög Antrag über euch stelle?
ja, das Anschreiben fügen wir automatisch bei. Uns haben auch Kunden zurückgemeldet, dass sie mit unserer Hilfe ihren Anspruch auf elternunabhängiges BAföG erfolgreich durchgesetzt haben. Ich bitte jedoch zu beachten, dass wir keine Anwälte sind und dich nicht juristisch vertreten. Eine Garantie auf elternunabhängiges BAföG können wir nicht geben. Wir helfen dir lediglich die Überprüfung durch einen juristischen Sachverständigen des BAföG Amts überprüfen zu lassen.
Erst Mal ein großes Lob für den tollen und hilfreichen Artikel!
Darf ich dir meine Situation schildern? Ich habe eine 3 Jährige Ausbildung zur Sozialversicherungsfachangestellten bei der Deutschen Rentenversicherung gemacht. Habe gemerkt, dass ich danach auf jeden Fall Jura studieren möchte. Anschließend hab ich an einer Berufsoberschule in 2 Jahren meine allgemeine Hochschulreife gemacht (währenddessen elternunabhängiges Bafög erhalten – lebe in einer eigenen Mietwohnung). Nun ab Oktober studiere ich an der Uni Jura, auf meinen Bafög Antrag bekam ich die Rückmeldung, meine Eltern verdienen zu viel (jedoch ist mein Papa nicht erwerbstätig und meine Mama kann es sich nicht alleine leisten meine Wohnung zu bezahlen UND sich selbst zu finanzieren). Ich arbeite nebenbei geringfügig, wäre jetzt aber gezwungen einen Zweitjob anzunehmen um über die Runden zu kommen … Habe ich in meiner Konstellation Ausbildung – direkt im Anschluss BOS Abi – direkt im Anschluss Studium auch Anspruch auf die Prüfung, ob meine Eltern NICHT mehr unterhaltspflichtig sind? Immerhin war ich (mit Hilfe der staatlichen Leistung) die letzten Jahre finanziell unabhängig und jetzt auf 0 zu sein, ist meiner Meinung nach eine Frechheit, wenn man bedenkt, dass ich mich lediglich zu immer höheren Berufs-/Bildungsabschlüssen hocharbeite.
Liebe Grüße und lieben Dank im Voraus!
Einen Anspruch auf die Prüfug hast du immer. Bei deiner Konstellation würde ich mir jedoch wenig Hoffnung auf Erfolg machen. Bei der BaföG Berechnung wir immer das Einkommen des vorletzten Kalenderjahres zu Grunde gelegt, wenn sich das Einkommen deiner Eltern seitdem versxhlechtert hat, weil z.B. einer oder beide mittlerweile nicht mehr erwerbstätig ist, kann ein Antrag auf Aktualisierug gestellt werden, damit dieser Sachstand bei der Berechnung berücksichtigt wird. Hast du das schon gemacht?
Ich habe meinen Antrag gestellt, mit der Erklärung meiner Eltern, dass sie mir eine zweite Ausbildung nicht finanzieren werden. Das Amt möchte trotzdem noch das Formblatt 3 und einen Einkommenssteuerbescheid von 2015 haben.
hast du auch das Formblatt 8 eingereicht?
erstmal möchte ich Dir zu dieser super informativen Seite gratulieren, sie ist wirklich toll.
Ich habe aber noch eine Frage. Ich bin 25 Jahre alt und werde nun zum Oktober mein Medizinstudium in Österreich beginnen. Zuvor habe ich drei Jahre eine Ausbildung in der Pflege absolviert und nun 2 Jahre und 11 Monate in diesem Beruf gearbeitet. Nun hatte ich meine Stelle zum August gekündigt, um meinen Umzug ins Ausland vorzubereiten um dann dort im Oktober anfangen zu können. Für den September meldete ich mich arbeitslos, werde aber voraussichtlich kein AL I erhalten, da ich einen Aufhebungsvertrag mit meiner Arbeit gemacht hatte und somit von der Arbeitsagentur erstmal gesperrt werde.
Jetzt die grundlegende Frage: Bekomme ich dennoch elternunabhängiges Bafög? Mir fehlt ein Monat um auf die dreijährige Berufserfahrung zu kommen.. Zählt der eine Monat arbeitslos gemeldet auch, obwohl ich kein Geld bekomme?
Ganz ehrlich? Sicher weiß ich das nicht. Ich würde einfach erstmal einen normalen Antrag stellen und wenn der wegen des einen Monats abgelehnt werden sollte, den hier beschriebenen Weg fahren.
Dagmar Kleber sagt:
Hallo, mein Sohn wird 27 Jahre. Er hat eine dreijährige Ausbildung gemacht. Danach war er 1 Jahr arbeitslos und hat Hartz IV bekommen. Dann fing er in einem Altenpflegeheim als Pflegehelfer an zu arbeiten für 1 Jahr und hat ungefähr 1.200 Euro verdient. Jetzt macht er seine Ausbildung zum Altenpfleger (1 Jähriges). Hat mein Sohn Anspruch auf BAFöG???
Bafög kann er für ein Studium oder eine Schule scheme Ausbildung beantragen. Anspruch auf elternunabhängiges Bafög hat er an sich erstmal nicht. Das ginge in dem Fall nur über den Antrag auf Vorausleistung wie I’m Artikel beschrieben.
ich studiere im 4. Semester und werde nun im 5. Semester in das Auslandssemester gehen, welches in meinem Studiengang Pflicht ist.
Zu meinem Werdegang.
Ich habe zwei Geschwister, eine Schwester in Ausbildung und einen Schwerbehinderten Bruder. Vor meinem Studium, habe ich im Jahr 2011 eine kaufmännische Berufsausbildung abgeschlossen, danach bin ich direkt von Zuhause ausgezogen und habe 18 Monate in einem kaufmännischen Beruf gearbeitet, danach an einem Kolleg (3 Jahre) mein allgemeines Abitur gemacht und schlussendlich im WS15 das studieren begonnen.
Ich hatte zum 1. Semester das Formblatt 8 ausgefüllt, nachdem ich allerdings nur 251 € Vorausleistung erhielt, meine Eltern doch überreden können mir die nötigen Unterlagen für den Antrag zu geben. So ging das bis jetzt jedes Semester, dass meine Eltern mir sehr sehr sehr widerwillig nach und nach Unterlagen gegeben hatten und die Anträge sich immer über den kompletten Berechnungszeitraum hingezogen haben. Nun wollen sie mir keine weiteren Unterlagen bereitstellen und ich habe für das Auslands-BAföG erneut das Formblatt 8 ausgefüllt. Nun soll ich trotzdem die Unterlagen nachreichen – was ich ja nicht kann, oder zumindest nur wenn ich unglaubliche Überredungskünste an den Tag lege.
Ich habe mir schon deine Vorlage heruntergeladen und angepasst. Nun habe ich drei Fragen.
1. Da ich nun schon 4 Semester elternabhängiges BAföG erhalten habe, ist es da realistisch jetzt aus heiterem Himmel den Anspruch auf elternunabhängiges BAföG durchzusetzen?
2. Werden in diesem Fall meine Eltern direkt verklagt? Also in dem Fall, dass ich keine Unterlagen bekomme? Das würde ich natürlich gerne vermeiden und ich denke, dass eine drohende Klage auch ein Argument für meine Eltern wäre mir, wenn auch widerwillig, noch dieses eine mal die Unterlagen zu geben.
3. und zu guter letzt, was habe ich denn bei dem ersten Antrag, falsch gemacht? Hätte ich die Sache einfach aussitzen müssen?
Vielen Dank Dir im Voraus
Du musst nachweisen, dass du zumindest versucht hast, die Unterlagen zu bekommen z.b. indem du deinen Eltern eine schriftliche Aufforderung mit Fristsetzung per Einschreiben schickst und dem Amt die Kopie des Briefs + Rückschein des Einschreibens vorlegst oder deine Eltern dir bzw. dem Amt schriftlich mitteilen, dass sie ihrer Unterhaltspflicht durch die Finanzierung deiner ersten Ausbildung hinreichend nachgekommen sind und sich weigern, dir dein Studium zusätzlich zu finanzieren. Du hast Formblatt 8 möglicherweise falsch ausgefüllt.
ich habe im Juli 2014 meine 3-jährige kaufmännische Ausbildung abgeschlossen. Danach war ich beim Reisen und habe meine Fachhochschulreife abgeschlossen. Anschließend noch 11 Monate in einer Firma gearbeitet. Im Oktober dieses Jahr starte ich mein Studium, welches nicht auf die Ausbildung aufbaut.
Im Grunde hätte ich ja dann laut Zivilrecht Anspruch auf das elternunabhängige Bafög.
Meine Frage ist nun, wenn ich elternunabhängiges Bafög beantrage, muss ich davor erstmal den „normalen“ Antrag machen und im Anschluss erst den Antrag auf Vorausleistungen mit dem Formblatt 8? Oder direkt mit dem Formblatt 8 den Antrag stellen?
Was mich noch interessiert, zwischen jetzt und Studiumsbeginn liegen noch 2 Monate, in denen ich eventuell ALG2 bekommen werde. Hat dies dann Einfluss auf den elternunabhängigen Bafög Antrag?
ich werde jetzt zum Wintersemester anfangen zu studieren, die frage die sich mir nun stellt ist werde ich für die studiendauer bafög empfangen können. Ich bin 28 Jahre alt habe 4 Jahre bei der Bundeswehr gearbeitet erst als wehrdienstleistender und dann als soldat auf zeit. Danach war ich ein jahr gerfingfügig beschäftigt und dann habe ich ein Jahr als Produktionshelfer (vollzeit) gearbeitet. Nachdem Jahr als Produktionshelfer habe ich eine 3 jährige Ausbildung in 2,5 Jahren abgeschlossen und arbeite seit ca. 1,5 Jahren in dem Beruf als Teilzeit Mitarbeiter. Ich lebe auch alleine mit meiner Freundin. Das was mir jedoch sorgen bereitet ist das meine beiden Eltern (die geschieden sind) beide recht gut verdienen oder einen gut verdienenen neuen Ehepartner haben. Beide meine Elternteile sehen sich nicht mehr in der pflicht mich finaziell zu unterstützen da ich bereits 28 bin und eine ausbikdung habe.
Ich war bereits bei uns an der uni habe mir alle möglich formulare besorgt nun habe ich alles ausgefüllt und frage mich ob ich auch beim eltern unabhängigen bäfog einen zettel ausfüllen muss wie viel meine eltern verdienen.
Wir haben 3 Kinder- unser Sohn, 18 wird nun vorr. ab Okt. 2017 in Göttingen Jura studieren. Die ander Beiden sind 16 und 10 Jahre und schulpflichtig. Die Tochter hat einen Behindertengrad und Kennzeichen H. Mindert es das Einkommen? vG
Ja, das mindert euer anrechenbares Einkommen definitiv. Siehe hier: https://www.studierenplus.de/bafoeg-freibetraege/
zur Zeit bekomme ich einen kleinen Zuschuss von der KfW und habe zwei Nebenjobs. Bin momentan im 4. Semester und wollte zum neuen Semester BAföG beantragen. Falls das klappt, könnte ich nämlich einen Job weglassen, was natürlich mir sehr gut passen würde.
Da ich allerdings im Sommer mit meinem Freund zusammenziehe, wollte ich wegen der neuen Anschrift mit dem Antrag warten und den nach dem Umzug erst stellen. Würde dann nämlich nicht mehr Zuhause wohnen. Bei meinem damaligen Schüler-BAföG für eine Weiterbildung wurde nämlich das Gehalt meiner Eltern mit eingerechnet. Kann ich nicht elternunabhängiges BAföG beantragen? Würde mit meiner Ausbildung, Gesellin und der Weiterbildung (war eine rein schulische Weiterbildung, zählt die dazu?) auf 6 Jahre kommen.
Ob das Einkommen deiner Elter angerechnet wird oder nicht, hat nichts damit zu tun, ob du bei ihnen wohnst oder nicht. Aber du hast recht, wenn du bei deinen Eltern ausziehst, bekommst du mehr Geld, da dir ein Mietzuschuss gewährt wird. Trotzdem ist es nicht sinnvoll mit dem Antrag zu warten, da BAföG niemals rückwirkend gewährt werden kann. Sprich, vor deinem Umzug bekommst du weniger BAföG als nach deinem Umzug. Vor deinem Antrag bekommst du GAR KEIN BAföG und bekommst es auch nicht nachträglich. Ein Umzug kann aber jederzeit schnell und unkompliziert gemeldet werden. Und wenn du jetzt schon weißt, wann und wohin du ziehst, kann das im Antrag jetzt schon berücksichtigt werden. Warten kostet dich nur Zeit und Geld.
Wenn du eine abgeschlossene Berufsausbildung hast, solltest du auf jeden Fall einen Antrag auf elternunabhängiges BAföG stellen. Deiner Schilderung zu Folge, fürchte ich, dass du die Grundvoraussetzung für das normale elternunabhängige BAföG nicht erfüllst, aber wir können einen Antrag auf Vorausleistung und damit die zivilrechtliche Überprüfung der Unterhaltspflicht deiner Eltern stellen. Dazu nutze am besten unseren BAföG Antragsassistenten. Wir füllen dann alle notwendigen Formulare für dich aus und schicken dir entsprechende Musterschreiben dazu. Du zahlst dafür nur so viel du kannst und willst. Du kannst also nix verlieren.
ich habe eine Ausbildung zur Bankkauffrau gemacht und möchte jetzt doch noch studieren. Im September beginne ich an der Berufsoberschule mein Fachabitur und möchte dann im nächsten Jahr BWL/Marketing studieren. Leider blicke ich noch nicht ganz durch bei den vielen Details zum BAFOEG.
Müssen meine Eltern mich beim Studium/Fachabitur unterstützen?
Wie lange liegen Ausbildung und Abi denn auseinander? Laut Zivilrecht sind deine Eltern mit Abschluss der ersten Ausbildung raus. Laut BAföG nicht. Deshalb musst du eine Einzelfallprüfung beantragen wie hier im Artikel beschrieben. Deine Frage lässt sich deshalb nicht eindeutig mit Ja oder Nein beantworten.
Weißt du eigentlich, dass du das Abi nicht zwingend brauchst, um zu studieren? Mehr Infos zum Studium ohne Abitur gibt’s hier.
Danach möchte ich gerne auf Gymnasiallehramt studieren. Ich habe zwar einen zeitlichen Zusammenhang (Abi-BFD-Lehre-Studium) aber der Sachliche Zusammenhang fehlt.
Hab ich dann direkt Anspruch auf Elternunabhängiges BAföG?
einen direkten Anspruch auf elternunabhängiges BAföG hättest du nur, wenn zwischen dreijähriger Ausbildung und Studienbeginn drei Jahre lägen und du in dieser Zeit kein ALG 2 beziehst (grob erklärt). In deinem Fall wäre nur der Weg über den Antrag auf Vorausleistung möglich, der einer Einzelfallprüfung unterliegt, die unter anderem berücksichtigt, ob das Studium für deine Eltern abzusehen war. Wenn du die Ausbildung z.B. nur zur Überbrückung von Wartesemestern machst und deine Eltern das wissen, kann dein Antrag abgelehnt werden. Eindeutige Prognosen können vorab also nicht gestellt werden.
ich hatte letztes Jahr zum Anfang meines Studiums im Wintersemster Bafög beantragt. Jetzt ist dabei rausgekommen, das ich keins bekomme, weil meine Eltern zusammen angeblich zu gut verdienen. Mein Vater ist in Rente und meine Mutter arbeitet noch Vollzeit als Krankenschwester. Ich weiss das meine Eltern verschuldet sind bzw. waren. Ich arbeite jetzt neben mein Studium, was mich eigentlich nur belastet ?. Besteht noch irgendwie Chance Bafög zu bekommen?
Mein Hauptwohnsitz ist zwar bei meinen Eltern, aber ich wohne die meiste Zeit bei meinem Freund, weil es von dort aus auch näher zur Hochschule ist für mich.
Schulden der Eltern spielen bei der Berechnung keine Rolle. War dein Vater 2014 auch schon in Rente? Falls sich sein Einkommen in den letzten zwei Jahren erheblich verschlechtert hat, kann ein Aktualisierungsantrag gestellt werden. Dann wird sein aktuelles Einkommen bei der Berechnung zu Grunde gelegt.
Wenn du offiziell nicht mehr bei deinen Eltern wohnst, erhöht sich dein Bedarf um 250€ (Wohnkostenzuschuss). Wenn du im Grunde eh schon bei deinem Freund wohnst und deine Eltern eigentlich nur noch besuchst, würde sich ein offizieller Umzug im Sinne einer Ummeldung unter Umständen lohnen. Sollte BAföG aufgrund des EInkommens dann immernoch abgelehnt werde, können du und dein Freund zusammen Wohngeld beantragen, sofern er kein Student ist oder aus anderen Gründen kein BAföG bekommt.
Kerstin Schakowske sagt:
mein Sohn ist 26 und hat bis jetzt eine Ausbildung abgebrochen und weiter nichts gemacht. Er lebt zur zeit vom Geld vom Jobcenter und die bezahlen auch seine Miete. Er würde jetzt gerne eine Ausbildung zum Diätassistenten machen. Weil man dort aber keine Ausbildungsvergütung bekommt wollte er Bafög beantragen. Werden wir jetzt nach so vielen Jahren immer noch berechnet oder sind wir da raus?
eure Unterhaltspflicht endet mit dem Ausbildungsabschluss eures Sohnes oder wenn er nach seinem 18. Geburtstag mindesten 5 Jahre gearbeitet und dabei mindesten 716€ pro Monat verdient hat. Alternativ werden auch Zeiten anerkannt, in denen er Entgeldersatzleistungen wie ALG1 oder Krankengeld bezogen hat. ALG2 gehört allerdings nicht dazu. Wenn er also die ganze Zeit ALG2 bezogen und keine Ausbildung abgeschlossen hat, muss davon ausgegangen werden, dass ihr noch unterhaltspflichtig seid und euer Einkommen bei der BAföG Berechnung berücksichtigt wird.
Der Download für das Musterformular funktioniert leider nicht 🙁
oh sorry. Der Server macht gerade Probleme. Nun sollte der Button aber wieder funktionieren.
Hey. Wenn ich nach meiner Berufsausbildung zB Mediengestalter jetzt ein Kommunikationsdesign Studium beginne wären meine Eltern unterhaltspflichtig verstehe ich das richtig? Obwohl ich zwischenzeitlich erwerbstätig war. (Leider weniger als 36 Monate)…
ich würde es auf jeden Fall mit einem Antrag auf Vorausleistung versuchen. Prognosen sind wenig hilfreich. Ich kenne Fälle, wo weder zeitlicher noch fachlicher Unterschied für mich ersichtlich ist und der Antrag trotzdem bewilligt wurde. Hier zählt nicht meine Meinung, sondern nur die deines BAföG Amts und im schlimmsten Fall die eines Richters.
Ich zeige lediglich Optionen auf.
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