Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BFH%20101,%20478
Timestamp: 2020-04-10 09:44:12
Document Index: 109244171

Matched Legal Cases: ['§ 60', '§ 708', '§ 718', '§ 60', '§ 60', '§ 718', '§ 126', '§ 2', '§ 708']

BFH, 18.12.1970 - VI R 248/69 - dejure.org
https://dejure.org/1970,465
BFH, 18.12.1970 - VI R 248/69 (https://dejure.org/1970,465)
BFH, Entscheidung vom 18.12.1970 - VI R 248/69 (https://dejure.org/1970,465)
BFH, Entscheidung vom 18. Dezember 1970 - VI R 248/69 (https://dejure.org/1970,465)
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Einzelunternehmen - Stilles Gesellschaftsverhältnis - Einbringung in KG - Nichteinbehaltung von Kapitalertragsteuer - Gewinnanteile eines stillen Gesellschafters - Haftungsbescheid - Haftungsschuldner - Beiladung - Anwendbarkeit der Vorschrift - Kostenentscheidung - ...
FGO § 60 Abs. 3; ZPO § 708; ZPO § 718
BFHE 101, 478
DB 1971, 1089
BStBl II 1971, 426
Die bürgerlich-rechtliche Gestaltung ist nach ständiger Rechtsprechung des BFH auch für die Besteuerung maßgebend, sofern sie von den Beteiligten ernsthaft gewollt und auch tatsächlich durchgeführt wird (vgl. z. B. BFH-Urteile vom 18. Dezember 1970 VI R 248/69, BFHE 101, 478, BStBl II 1971, 426; vom 30. April 1971 III R 81/69, BFHE 102, 401, BStBl II 1971, 654; vom 11. Februar 1981 I R 13/77, BFHE 133, 3, BStBl II 1981, 475; vom 11. Oktober 1983 VIII R 61/81, BFHE 140, 177, BStBl II 1984, 267; BFHE 144, 366, BStBl II 1986, 722; vgl. ferner die Nachweise bei Beisse, StuW 1981, 1 ff. und Döllerer, Jahrbuch der Fachanwälte für Steuerrecht - JbFStR - 1986/87, 37 ff.).
Sinn und Zweck der Vollstreckbarkeit von Kostenentscheidungen ist es, den siegreichen Beteiligten vor kostenmäßiger Benachteiligung für die Dauer des Revisionsverfahrens zu schützen (BFH-Urteil vom 18. Dezember 1970 VI R 248/69, BFHE 101, 478, BStBl II 1971, 426).
Es liegen weder die Voraussetzungen einer notwendigen Beiladung i.S.d. § 60 Abs. 3 FGO vor - vgl. hierzu nur das BFH-Urteil vom 18. Dezember 1970 (VI R 248/69, BFHE 101, 478, BStBl II 1971, 426) - noch sprechen nach Auffassung des Gerichts Gesichtspunkte der Prozessökonomie für eine einfache Beiladung i.S.d. § 60 Abs. 1 FGO.
B) Der Antrag der Klägerin vom 11. November 1987, die Kostenentscheidung des mit der Revision angefochtenen Urteils analog § 718 Abs. 1 ZPO vor Entscheidung über die Hauptsache für vorläufig vollstreckbar zu erklären, ist unzulässig (BFH-Urteil vom 18. Dezember 1970 VI R 248/69, BFHE 101, 478, BStBl II 1971, 426); er war daher zu verwerfen (§ 126 Abs. 1 FGO).
BFH, 23.06.1972 - III R 8/71
Vollstreckung - Finanzgerichtliche Kostenentscheidungen - Achtes Buch der ZPO - …
Die FG sind in den Ländern obere Landesgerichte (§ 2 FGO); sie stehen nach dem Urteil des BFH VI R 248/69 vom 18. Dezember 1970 (BFH 101, 478, BStBl II 1971, 426) den OLG gleich.
Der erkennende Senat schließt sich dem Urteil VI R 248/69 (…a. a. O.) an, obwohl die Rechtsauffassung, die dieser Entscheidung zugrunde liegt, im Hinblick auf die gesetzgeberischen Überlegungen, die zur Schaffung des § 708 Nr. 7 ZPO führten, und auf den Sinnzusammenhang, in dem diese Vorschrift steht, nicht ganz unbedenklich ist.
Der Senat geht bezüglich der Verträge vom 19. Dezember 1975 zugunsten der Kläger davon aus, daß die stillen Beteiligungen der Kinder an der KG fortbestanden, in die das Einzelunternehmen eingebracht wurde; denn nur für diesen Fall konnte die mit der KG getroffene Vereinbarung sich auf die stillen Beteiligungen auswirken (zur Frage, inwieweit das mit einem Einzelunternehmen bestehende stille Gesellschaftsverhältnis sich an einer KG fortsetzt, in die das Einzelunternehmen eingebracht wird, vgl. BFH-Urteil vom 18. Dezember 1970 VI R 248/69, BFHE 101, 478, BStBl II 1971, 426).
Sinn und Zweck der Vollstreckbarkeit von Kostenentscheidungen ist es aber, den siegreichen Beteiligten vor kostenmäßiger Benachteiligung für die Dauer des Revisionsverfahrens zu schützen (BFH-Urteil vom 18. Dezember 1970 VI R 248/69, BFHE 101, 478 , BStBl II 1971, 426 ).