Source: https://www.uni-bielefeld.de/Universitaet/Ueberblick/Organisation/Verwaltung/Dez_II/Mitteilungsblatt/Jahrgang_32/32-04.html
Timestamp: 2019-05-27 03:05:35
Document Index: 87661878

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 94', '§ 6', '§ 6', '§ 2', '§ 86', '§ 1', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 9', '§ 10', '§ 11', '§ 12', '§ 14', '§ 4', '§ 13', '§ 83', '§ 12', '§ 13', '§ 7', '§ 4', '§ 11', '§ 13', '§ 11', '§ 4', '§ 13', '§ 2', '§ 97', '§\t1', '§\t2', '§\t3', '§\t4', '§\t5', '§\t6', '§\t7', '§\t8', '§\t9', '§\t10', '§\t11', '§\t12', '§\t13', '§\t14', '§\t15', '§\t16', '§\t17', '§\t17', '§\t17', '§\t17', '§\t17', '§\t17', '§\t17', '§\t17', '§\t17', '§\t17', '§\t18', '§ 15', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 7', '§ 14', '§ 6', '§ 4', '§ 4', '§ 6', '§ 7', '§ 9', '§ 10', '§ 11', '§ 12', '§ 95', '§ 85', '§ 88', '§ 6', '§ 2', '§ 8', '§ 8', '§ 7', '§ 13', '§ 17', '§ 17', '§ 17', '§ 17', '§ 6', '§ 7', '§ 17', '§ 17', '§ 17', '§ 17', '§ 17', '§ 17', '§ 17', '§ 14', '§ 2', '§ 86', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 9', '§10', '§ 11', '§ 12', '§ 8', '§ 8', '§ 2', '§ 97', '§ 6', '§ 2', '§ 94', '§ 29', '§ 28', '§ 2', '§ 94', '§ 31', '§ 29', '§ 2', '§ 1', '§ 1']

Jahrgang 32 Nr. 4 Bielefeld, 3. März 2003
Regelungen zur Übernahme der Prüfungs- und Studienordnungen
der ehemaligen Fakultät für Theologie, Geographie, Kunst und Musik
durch die Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft,
die Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie
und die Fakultät für Soziologie
vom 3. März 2003
Evaluationsordnung für die Fakultäten
für den Promotionsstudiengang mit dem Abschluss „Doctor of Public Health“ (Dr. PH)
Ordnung zur Änderung der Promotionsordnung
der Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie
Zweite Ordnung zur Änderung der Magisterprüfungsordnung
der Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft
Achte Ordnung zur Änderung der Magisterprüfungsordnung
der Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie und
Zweite Ordnung zur Änderung der Ordnung
für die Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang deutscher Studienbewerberinnen
und -bewerber mit ausländischem Bildungsnachweis, ausländischer Studienbewerberinnen
und -bewerber aus nichtdeutschsprachigen Ländern sowie staatenloser
Studienbewerberinnen und -bewerber an der Universität Bielefeld (DSH-O)
Regelungen zur Übernahme der Prüfungs- und Studienordnungen der ehemaligen Fakultät für Theologie, Geographie, Kunst und Musik durch die Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, die Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie und die Fakultät für Soziologie vom 3. März 2003
Aufgrund des § 2 Abs. 4 und des § 94 Abs. 1 und 6 des Gesetzes über die Hochschulen des Landes Nordrhein-Westfalen (Hochschulgesetz - HG) vom 14. März 2000 (GV. NRW. S. 190), zuletzt geändert durch Gesetz vom 28. Januar 2003 (GV. NRW. S. 36), hat die Universität Bielefeld folgende Regelungen erlassen:
haben beschlossen, in den ihr jeweils neu zugeordneten Studiengängen und Studienfächern
Kunst und Musik: Magisternebenfach, Lehramt Primarstufe
Evangelische und Katholische Theologie/Religi-onslehre: Magisternebenfach, Lehramt Primarstufe, Lehramt Sekundarstufe I
Geographie: Magisternebenfach
die von der ehemaligen Fakultät für Theologie, Geographie, Kunst und Musik verabschiedeten Prüfungs- und Studienordnungen einschließlich der hierzu ergangenen Änderungsordnungen zu Eigen gemacht. Im Einzelnen handelt es sich um folgende Ordnungen:
Magisterprüfungsordnung einschließlich der entsprechenden Fächerspezifischen Bestimmungen für die jeweiligen Magisternebenfächer,
entsprechende Studienordnungen für die jeweiligen Magisternebenfächer,
Zwischenprüfungsordnung für das Lehramt einschließlich der entsprechenden Fächerspezifischen Bestimmungen für die jeweiligen Lehramtsfächer,
entsprechende Studienordnungen für die jeweiligen Lehramtsfächer.
Ausgefertigt aufgrund der Beschlüsse der Fakultätskonferenzen der Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft vom 15.01.2003, der Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie vom 22.01.2003 und der Fakultät für Soziologie vom 05.02.2003.
Bielefeld, den 3. März 2003
Evaluationsordnung für die Fakultäten der Universität Bielefeld vom 03. März 2003
- 1703.2.13 -
Aufgrund des § 6 Abs. 3 des Gesetzes über die Hochschulen des Landes Nordrhein-Westfalen (Hochschulgesetz – HG) vom 14. März 2000 (GV.NRW. S. 190), zuletzt geändert durch Gesetz vom 28. Januar 2003 (GV. NRW. S. 36), hat die Universität Bielefeld die folgende Ordnung erlassen:
Gemäß § 6 HG evaluiert die Universität Bielefeld ihre Fakultäten in regelmäßigen Abständen.
Sie versteht Evaluation als eine Gelegenheit zur Verbesserung der Informationsgrundlage und Bilanzierung des Erreichten, der Erweiterung des Planungshorizonts und der Verstetigung von Kommunikations- und Abstimmungsprozessen hinsichtlich der Erfüllung ihrer Aufgaben gemäß dem nordrhein-westfälischen Hochschulgesetz, insbesondere in Forschung und Lehre, bei der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und der Gleichstellung von Frauen und Männern.
Evaluation soll die Fakultäten der Universität Bielefeld in die Lage versetzen, die eigenen Leistungen kontinuierlich, umfassend und systematisch zu bilanzieren, Maßnahmen zur Qualitätssicherung zu entwickeln, zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten abzuschätzen, Schwerpunktsetzungen zu reflektieren und ggf. zu modifizieren. Durch die Hinzuziehung externer Gutachterinnen und Gutachter sollen Außensichten gewonnen werden, die interne Einschätzungen hinterfragen und neue Perspektiven hinsichtlich zukünftiger Entwicklungsmöglichkeiten in Forschung und Lehre eröffnen. Evaluation soll darüber hinaus inneruniversitäre Entscheidungsprozesse zu Innovationen in Forschung und Lehre unterstützen.
Evaluation setzt auf allen Ebenen primär darauf, die Reflexions- und Entscheidungsfähigkeit der evaluierten Einheiten selbst zu stärken. Entsprechend stellt die Evaluationsordnung einen Rahmen dar, der lediglich Zeiträume, Verantwortlichkeiten und grundlegende Verfahrensabläufe festlegt, so dass den evaluierten Einheiten Gestaltungsspielraum zur Erprobung kontext- und problembezogener Verfahren und Instrumente gegeben wird.
(1) Diese Ordnung gilt für alle Fakultäten der Universität Bielefeld und deren Studiengänge.
(2) Für die Durchführung der Evaluation der Fakultäten sind das Rektorat und die Dekanin oder der Dekan bzw. das Dekanat verantwortlich.
(3) Das Rektorat kann im Rahmen dieser Ordnung detailliertere Vorgaben hinsichtlich Verfahren und Instrumenten beschließen.
(1) Alle Lehrenden sind verpflichtet, pro Studienjahr Lehrveranstaltungsbewertungen in mindestens einem Viertel der von ihnen angebotenen Veranstaltungen durchzuführen. Bei der Auswahl der zu evaluierenden Veranstaltungen sollen sie die Wünsche der Studierenden berücksichtigen. Die Ergebnisse der Lehrveranstaltungsbewertung sind allen Teilnehmenden zu präsentieren. Dies sollte möglichst noch in der Vorlesungszeit im Rahmen der Veranstaltung erfolgen, andernfalls sind die Ergebnisse der Evaluation den Veranstaltungsteilnehmern in geeigneter Weise mitzuteilen und mit diesen zu diskutieren. Die Ergebnisse der Lehrveranstaltungsbewertungen sind unter Angabe der Namen der Lehrenden und der Veranstaltungstitel an die Dekanin oder den Dekan bzw. das Dekanat weiter zu geben.
(2) Die Dekanin oder der Dekan bzw. das Dekanat ist dafür verantwortlich, dass die Lehrenden der Verpflichtung zur Lehrveranstaltungsbewertung in dem in dieser Ordnung benannten Mindestumfang nachkommen. Sie oder er trägt ebenfalls dafür Sorge, dass Pflicht- und Wahlpflichtveranstaltungen in angemessenen Zeiträumen bzw. bei gegebenen Anlässen evaluiert werden. Zu diesem Zweck kann die Dekanin oder der Dekan bzw. das Dekanat die Bewertung einer bestimmten Veranstaltung anordnen und konkrete Evaluationsinstrumente vorschreiben.
(1) Das Verfahren der Evaluation umfasst
die Erstellung eines Selbstberichts zum Stand und zu den Entwicklungsperspektiven in Forschung und Lehre, der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und der Gleichstellung von Frauen und Männern durch die evaluierte Fakultät,
die Auswahl externer Gutachterinnen und Gutachter,
die Vorlage des Selbstberichts an das Rektorat sowie an die Gutachterinnen und Gutachter,
die Begehung der evaluierten Fakultät durch die Expertengruppe,
die Erstellung eines Evaluationsberichts inklusive Maßnahmenvorschlägen durch die Gutachterinnen und Gutachter,
die Erörterung des Evaluationsberichts sowie möglicher Maßnahmen durch die Fakultätskonferenz,
die Darstellung der im Anschluss an die Evaluation getroffenen Maßnahmen durch die Dekanin oder den Dekan bzw. das Dekanat gegenüber dem Rektorat und
die Veröffentlichung der Ergebnisse der Evaluation.
(2) Evaluationen sollen alle sechs Jahre durchgeführt werden.
(3) Vor der Erstellung des Selbstberichts unterrichtet die Dekanin oder der Dekan bzw. das Dekanat fakultätsöffentlich über Ziel und Inhalt der Evaluation. Der Selbstbericht wird von der Fakultätskonferenz beraten und verabschiedet. Er ist spätestens sechs Monate nach Beginn des Evaluationsverfahrens durch die Dekanin oder den Dekan bzw. das Dekanat dem Rektorat vorzulegen. Das Rektorat leitet den Bericht an die Gutachterinnen und Gutachter weiter.
(4) Gutachterinnen und Gutachter werden durch das Rektorat im Benehmen mit der Fakultät bestellt.
(5) Gutachterinnen und Gutachter besuchen die Fakultät und führen dort Gespräche mit Rektorat, Dekanin oder Dekan bzw. Dekanat und Mitgliedern aller Statusgruppen. Sie erstellen daraufhin einen Evaluationsbericht, der einen vertraulichen Teil enthalten kann.
(6) Nach Ablauf von weiteren sechs Monaten berichtet die Dekanin oder der Dekan bzw. das Dekanat dem Rektorat über Folgerungen der Fakultät aus der Evaluation, insbesondere über beschlossene Maßnahmen (z.B. Strukturentscheidungen, Vereinbarungen mit anderen Fakultäten).
(1) Die evaluierten Einheiten sind verpflichtet, Evaluationsinstrumente (z.B. standardisierte Fragebögen) zu dokumentieren und an das Rektorat weiter zu geben.
(2) Das Rektorat entscheidet in Abstimmung mit dem Senat über Form und Zeitpunkt von Metaevaluationen. Metaevaluationen werden vom Rektorat in Zusammenarbeit mit dem Senat vorbereitet. Die Ergebnisse der Metaevaluation sind dem Senat zur Beratung vorzulegen.
(1) Soweit zur Durchführung der Evaluation (Datenerhebung, Datenanalyse) personenbezogene Daten von Mitgliedern und Angehörigen der Universität Bielefeld erhoben, verarbeitet und gespeichert werden, ist der Umfang der Datenverarbeitung auf das für die Aufgabenerfüllung notwendige Maß zu beschränken. Durch verfahrens- und datentechnische Maßnahmen ist zu gewährleisten, dass diese Daten nicht zu anderen Zwecken als zur Durchführung der entsprechenden Erhebungen eingesetzt und nicht außerhalb des mit der Durchführung der Evaluation befassten Personenkreises zugänglich werden.
(2) Fallen personenbezogene Daten im Zuge der Evaluation an, werden diese nur in anonymisierter Form veröffentlicht. Weitere Formen der Veröffentlichung bedürfen der Einwilligung der Betroffenen.
Abschließende Bestimmungen und Inkrafttreten
(1) Das Rektorat entscheidet über die Reihenfolge der Evaluation der Fakultäten und kann in Ausnahmefällen von den in dieser Ordnung festgelegten Zeiträumen abweichen, insbesondere zur Koordinierung des Evaluationsturnus mit anderen Verfahren (z.B. Verbundevaluationen, landesweiten Evaluationen, Akkreditierungen).
(2) Die Ordnung tritt am Tag nach ihrer Bekanntgabe im Verkündungsblatt der Universität Bielefeld – Amtliche Bekanntmachungen – in Kraft.
Ausgefertigt aufgrund des Beschlusses des Senats der Universität Bielefeld vom 12. Februar 2003.
Bielefeld, den 03. März 2003
Studienordnung für den Bachelor-Studiengang Bioinformatik und Genomforschung der Technischen Fakultät der Universität Bielefeld vom 3. März 2003
Az.: - 2236.33 -
Aufgrund des § 2 Abs. 4 und des § 86 Abs. 1 des Gesetzes über die Hochschulen des Landes Nordrhein-Westfalens (Hochschulgesetz - HG) vom 14. März 2000 (GV. NRW. S. 190), zuletzt geändert durch Gesetz vom 28. Januar 2003 (GV. NRW. S. 36), hat die Technische Fakultät der Universität Bielefeld die folgende Studienordnung erlassen:
§ 1	Allgemeine Grundsätze des Studiengangs und Studienziele
§ 4	Studienbeginn
§ 5	Regelstudienzeit, Studienumfang und Module
§ 6	Erwerb von Leistungspunkten
§ 7	Studienberatung
§ 8	Vermittlungsformen und Veranstaltungsarten
§ 9	Studiengangsstruktur
§ 10 Stoffgebiete im Studium
§ 11	Aufbau des Studiums
§ 12	Abschlussprojekt/Bachelorarbeit
§ 14	Inkrafttreten und Bekanntgabe
1. Formen der Lehrveranstaltungen
2. Musterstudienplan
3. Lehrveranstaltungen der Module
Allgemeine Grundsätze des Studiengangs
und Studienziele
Der Bachelor-Studiengang Bioinformatik und Genomforschung soll den Studierenden die Kenntnisse und Fertigkeiten zur Entwicklung und Nutzung von Methoden und Werkzeugen der Informatik für Fragen der Biologie und die Fachkenntnisse und Fähigkeiten zur Bearbeitung biowissenschaftlicher Problemstellungen der Genomforschung vermitteln. Durch das Studium der Bioinformatik und der Genomforschung sollen folgende Studienziele erreicht werden:
Kenntnisse über die allgemeinen Grundlagen der Informatik und der Biologie;
Kenntnisse und Methoden der experimentellen Gewinnung, Speicherung, Verarbeitung, Visualisierung und Auswertung biologischer Daten;
die Fähigkeit zu selbständiger Arbeit nach den wissenschaftlichen Grundsätzen der Bioinformatik und der Genomforschung, insbesondere in interdisziplinären Arbeitsgruppen.
Diese Studienordnung regelt auf der Grundlage der Prüfungsordnung für den Bachelor-Studiengang Bioinformatik und Genomforschung vom 5. November 2001 (Verkündungsblatt – Amtliche Bekanntmachungen – der Universität Bielefeld Jg. 30 Nr. 18), geändert durch Ordnung vom 3. Juni 2002 (Verkündungsblatt - Amtliche Bekanntmachungen - der Universität Bielefeld Jg. 31 Nr. 10) das Studium der Bioinformatik und der Genomforschung.
(1) Zum Studium wird zugelassen, wer ein Zeugnis der Hochschulreife (Allgemeine Hochschulreife oder fachgebundene Hochschulreife) oder ein durch Rechtsvorschrift oder von der zuständigen staatlichen Stelle als gleichwertig anerkanntes Zeugnis erworben hat.
(2) Erwünscht ist Interesse in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern. Sehr vorteilhaft sind gute englische Sprachkenntnisse, da bereits zu Beginn des Studiums mit englischen Texten gearbeitet wird. Kenntnisse im Umgang mit Computern werden nicht vorausgesetzt.
Regelstudienzeit, Studienumfang und Module
(1) Die Regelstudienzeit bis zum vollständigen Abschluss der Bachelorprüfung beträgt sechs Semester (drei Studienjahre). Ein Studienjahr besteht aus zwei Semestern.
(2) Das Studium umfasst insgesamt 124 Semesterwochenstunden (SWS) bzw. 180 Leistungspunkte. Davon entfallen auf den Pflichtbereich 138 Leistungspunkte und auf den Wahlpflichtbereich 42 Leistungspunkte.
(3) Die Vermittlung der Lehrinhalte findet in Modulen statt, wo thematisch, methodisch oder systematisch zusammenhängende Lehrveranstaltungen gebündelt werden. Der Studiengang umfasst 12 Module und das Abschlussprojekt.
(1) Leistungspunkte (LP) werden für Studienleistungen gemäß § 4 Abs. 1 der Prüfungsordnung vergeben. Für den Erwerb von Leistungspunkten ist außer der regelmäßigen Teilnahme an der betreffenden Veranstaltung eine dokumentierte Einzelleistung (z.B. Klausur, Übung, Vortrag, Hausarbeit etc.) zu erbringen. Die Art der erforderlichen Leistung wird von der Veranstalterin bzw. dem Veranstalter zu Beginn der Veranstaltung bekannt gegeben.
(2) Mit Ausnahme der Bachelorarbeit (siehe Absatz 3) erfolgt die Vergabe der Leistungspunkte spätestens sechs Wochen nach Abschluss der erfolgreichen Studienleistung. Bei einer nicht erfolgreichen Studienleistung besteht die Möglichkeit, die Studienleistung zu Beginn des nächsten Semesters zu wiederholen, soweit dies studienorganisatorisch möglich ist.
(3) Die Vergabe der Leistungspunkte und die Bewertung der Bachelorarbeit erfolgt spätestens acht Wochen nach Abgabe der Arbeit. Näheres hierzu regelt § 13 der Prüfungsordnung.
(1) Die allgemeine Studienberatung erfolgt durch die zentrale Studienberatung an der Universität Bielefeld (ZSB). Sie umfasst bei studienbedingten persönlichen Schwierigkeiten auch eine psychologische Beratung.
(2) Für die studienbegleitende Fachberatung stehen die Lehrenden der am Studiengang beteiligten Fakultäten zur Verfügung. Zusätzlich werden die Studierenden auf die Studienberatung der Fachschaft hingewiesen. Es wird empfohlen, die Beratung in folgenden Fällen in Anspruch zu nehmen:
bei Schwierigkeiten im Studium, insbesondere bei längerer Unterbrechung, nach Nichtbestehen einer Prüfung und vor einem beabsichtigten Abbruch des Studiums.
(3) Zu Beginn der Vorlesungszeit wird eine Orientierungsveranstaltung für die Studierenden des ersten Semesters angeboten. Sie informiert über Studienbedingungen, die Struktur des Studiengangs und die Prüfungsordnung. Die Fakultät informiert sich spätestens bis zum Ende des 2. Semesters über den bisherigen Studienverlauf, berichtet den Studierenden und führt gegebenenfalls eine Studienberatung durch (§ 83 HG).
Vermittlungsformen und Veranstaltungsarten
(1) Lehrveranstaltungen werden in verschiedenen Formen (Vorlesung, Seminar etc.) durchgeführt, die im einzelnen im Anhang 1 erläutert werden.
(2) Die Veranstaltungen gliedern sich in Pflichtveranstaltungen und Wahlpflichtveranstaltungen. Diese Begriffe sind wie folgt definiert:
- Pflichtveranstaltungen sind für die Studierenden obligatorisch;
- Wahlpflichtveranstaltungen sind Lehrveranstaltungen, die aus einem vorgegebenen Rahmen und in einem vorgegebenen Mindestumfang zu wählen sind.
(1) Das Studium umfasst Lehrveranstaltungen
zu den allgemeinen Grundlagen der Informatik (Algorithmen und Datenstrukturen, Technische Informatik, Softwarepraktikum),
zum Gebrauch spezifischer Algorithmen der Bioinformatik (z.B. Grundlage der Sequenzanalyse, Sequenzanalysepraktikum),
zur Visualisierung und statistischen Auswertung großer Datenmengen (Datamining, Musterklassifikation, Neuronale Netze, Computergrafik) und zur Entwicklung und Nutzung von Datenbanken,
zu den Grundlagen der Biologie (Biologie/Zellbiologie, Mikrobiologie, Stoffwechselphysiologie) und der Genetik (Bakterien- und Phagengenetik, Molekulare Genetik, Eukaryonten Genetik),
zur Vertiefung spezieller Gebiete (Biochemie/Proteinchemie, Immunbiologie, Entwicklungsbiologie, Evolutionsbiologie) und der Genomforschung (Postgenomforschung, Transgene Pflanzen und Tiere, Zellbiologie, Biotechnologie),
zu den gesellschaftlichen Auswirkungen der Gentechnik und
zu den relevanten Grundlagen der Mathematik, der Physik und der Chemie.
(2) Der Aufbau des Studiums ermöglicht vor allem in den letzten Semestern den Schwerpunkt mehr auf das Gebiet Bioinformatik oder Genomforschung zu legen. Diese Spezialisierung wird durch das Abschlussprojekt und durch entsprechende Wahlpflichtveranstaltungen erreicht.
Stoffgebiete im Studium
Die Mathematik ist das wesentliche Hilfsmittel zur Erfassung formaler, insbesondere quantitativer Zusammenhänge in Informatik und Biologie. So werden die wesentlichen Eigenschaften technischer und biologischer Systeme mit Hilfe mathematischer Modelle formuliert und durch deren Untersuchung mit Hilfe mathematischer Lösungsverfahren Aussagen über das Verhalten realer Systeme gewonnen.
Die Vorlesungen "Mathematik I" und "Mathematik II" bieten eine anwendungsorientierte Einführung in die Gebiete Lineare Algebra, Analysis und Differenzialgleichungen, Wahrscheinlichkeitstheorie sowie Diskrete Mathematik (insbesondere Graphentheorie und Kombinatorik von Sequenzräumen) unter Einbeziehung entsprechender Software-Pakete. In den Vorlesungen "Biomathematik I" und "Biomathematik II" werden diese Kenntnisse insbesondere in Hinblick auf die Theorie der dynamischen Systeme und die Statistik vertieft, wobei der Schwerpunkt auf der Erläuterung mathematischer Methoden und Konzepte anhand geeigneter Modelle aus der Biologie liegt.
(2) Informatik
Die Informatik ist die Wissenschaft von der systematischen und automatischen Verarbeitung von Informationen. Im einzelnen befasst sie sich mit den Strukturen, den Eigenschaften und Beschreibungsmöglichkeiten von Informationen, mit der Spezifikation und Entwicklung informationsverarbeitender Systeme, mit dem Aufbau und der Arbeitsweise von Rechnersystemen sowie mit der ingenieurmäßigen Entwicklung von Software für verschiedenste Anwendungsbereiche. Das Grundwissen dieser Gebiete wird vermittelt in den Vorlesungen: "Algorithmen und Datenstrukturen I und II", "Technische Informatik I und II" und "Softwarepraktikum". Großen Stellenwert haben die Übungen zu diesen Vorlesungen, die daher in aller Form von Tutorien begleitet werden.
Im "Softwarepraktikum" (SWP) wird nach der Bearbeitung eines kleineren Einzelprojekts eine umfangreiche Programmieraufgabe mit Methoden des Softwareengineering in Gruppenarbeit gelöst. Die einzelnen Gruppen sollen ein Projekt unter Anleitung möglichst selbständig planen, aufteilen, durchführen, dokumentieren und vortragen.
(3) Bioinformatik
Die Bioinformatik wendet Methoden und Konzepte der Informatik an, um gezielt die Problemlösung in der Biologie zu unterstützen. Schwerpunktthema ist die Molekulare Bioinformatik, die durch die Sequenzanalyse, das Protein Design und das Metabolic Engineering beschrieben ist. Datenstrukturen und Algorithmen sind neben dem Einsatz gezielter Techniken der Modellierung, Visualisierung, Animation und Simulation von besonderer Bedeutung. Die elektronische Sequenzanalyse versucht mit algorithmischen Methoden Nukleotidsequenzen und Aminosäuresequenzen zu analysieren. Die Vorlesung "Grundlagen der Sequenzanalyse" deckt den theoretischen Teil der Sequenzanalyse ab und das Sequenzanalysepraktikum den praktischen Teil. Die Vorlesung "Spezielle Algorithmen der Bioinformatik I" beschäftigt sich mit den klassischen Algorithmen der Molekularen Bioinformatik. Die Vorlesung "Spezielle Algorithmen der Bioinformatik II" stellt heuristische Algorithmen im Bereich der Molekularen Bioinformatik vor und diskutiert darüber hinaus die gezielte Anwendung der Methoden der Modellierung, Visualisierung, Animation und Simulation. Das Hauptseminar verfolgt den Zweck aktuelle Themen der Bioinformatik vertieft zu diskutieren.
(4) Datenanalyse und -visualisierung
Die von der Genomforschung erzeugten riesigen Datenmengen müssen für die automatische Verarbeitung konsistent und sicher gespeichert und geeignet aufbereitet werden, so dass diese Daten mit Methoden der Bioinformatik effizient und zielgerichtet ausgewertet werden können. In der Vorlesung "Datenbanken I" wird primär die Organisation von Datenbanken behandelt, wobei die Entwicklung und Konstruktion von adäquaten Datenmodellen im Vordergrund steht. Ausgehend vom relationalen Modell mit seinen Normalformen werden hierarchische Modelle und Ansätze in Richtung objektorientierter Datenbanken vorgestellt. Die direkte Modellierung hochstrukturierter Information mittels objektorientierten Modellen und das nahtlose Zusammenspiel mit objektorientierten Programmiersprachen ist Inhalt der Vorlesung "Datenbanken II". Da die in der Genomforschung anfallenden sehr umfangreichen Datenmengen nicht mehr ohne weiteres interpretierbar sind, werden in der Vorlesung "Datamining I" Verfahren eingeführt, die Strukturen auch in hochdimensionalen Daten aufspüren und der menschlichen Vorstellung zugänglich machen. Hierzu dient auch die Vorlesung "Computergrafik", die Visualisierungstechniken vermittelt, die eine anschauliche Dateninterpretation ermöglichen.
(5) Chemie/Physik
Die Chemie beschäftigt sich mit den Eigenschaften, den Zusammensetzungen und der Umwandlung von Stoffen und ihren Verbindungen. Die Vorlesung "Chemie für Bioinformatik/Genomforschung" gibt eine Einführung in grundlegende chemische Zusammenhänge und in die Analytik von Stoffen. Die Physik befasst sich mit der Untersuchung von Grundgesetzen der Natur und bedient sich dabei mathematischer Prinzipien. In den Vorlesungen "Physik für Bioinformatik/Genomforschung" wird eine für diese beiden Fächer geforderte Grundlage an physikalischem Wissen gelegt.
Die Biologie ist die Wissenschaft von der Natur. Sie beschreibt und untersucht die Erscheinungsformen lebender Systeme, ihre Beziehungen zueinander und die Vorgänge, die sich in ihnen abspielen. Kenntnisse über die Grundlagen der Biologie und insbesondere der Zellbiologie sind Voraussetzung für das Verständnis der Genetik und der Genomforschung. Die Vorlesung "Allgemeine Biologie und Zellbiologie" gibt eine Einführung in die Prinzipien des Aufbaus lebender Materie. Der Stoffwechsel, als Grundcharakteristikum von Organismen, wird in einer eigenen Vorlesung behandelt. Die Vorlesung "Allgemeine Mikrobiologie" behandelt die Struktur und Funktion von Bakterienzellen, Taxonomie von Bakterien und Bakteriophagen.
(7) Genetik
Die Genetik beschäftigt sich mit der DNA, ihrer Organisation in Genen und regulatorischen Sequenzen, ihrer Veränderung durch Mutationen und ihre Vererbung an die nächste Generation. Die Vorlesung "Einführung in die Genetik" gibt einen Überblick über die Genetik auf phänomenologischer, cytologischer und molekularer Ebene. In der Vorlesung "Molekulare Genetik" werden Kenntnisse über genetische Phänomene auf molekularer Basis vertieft. Die Details der Bakterien- und Phagen- und der Eukaryontengenetik werden in gesonderten Vorlesungen vermittelt.
(8) Genomforschung
Die Genomforschung befasst sich mit der Beschreibung und Analyse der gesamten genetischen Information von Organismen. Ziel der Genomforschung ist es, die Genomorganisation und die in der Genomsequenz kodierten Funktionen sowie ihre Prozessierung zu verstehen. Die Vorlesungsreihe "Genomforschung" gibt eine breite Einführung in die Genomforschung bei Pro- und Eukaryonten. In der Vorlesung "Einführung in die Genomforschung" werden die theoretischen und methodischen Grundlagen der strukturellen Genomforschung behandelt, insbesondere das Basiswissen in den Bereichen Genomorganisation, Genomkartierung, Genom- und EST-Sequenzierung, Vergleich von Genomorganisationen und Genom- sowie EST-Annotationen. Die Vorlesung "Genomforschung II" befasst sich darauf aufbauend mit der Funktionellen Genomforschung. Hierbei werden die theoretischen und methodischen Grundlagen der Transkriptomforschung sowie der Proteomforschung erarbeitet. Im Anschluss daran werden Ansätze der Funktionellen Genomforschung vorgestellt, die auf der Analyse von Mutanten-Phänotypen beruhen.
(9) Spezialgebiete der Biologie/Chemie
Der Vertiefung spezieller Kenntnisse der Biologie und Biochemie dienen Veranstaltungen aus den Bereichen Biochemie/Proteinchemie, Immunbiologie, Entwicklungsbiologie und Evolutionsbiologie. Dieses Wissen wird über Vorlesungen, Übungen und Seminare vermittelt.
(10) Gentechnik und Gesellschaft
In der Veranstaltung Gentechnik und Gesellschaft sollen zum einen die theoretischen Grundlagen zur Bewertung und Gestaltung neuer Techniken vermittelt werden. Zum anderen sollen in Kleingruppen die durch die Gentechnik hervorgerufenen Auswirkungen auf das tägliche Leben diskutiert werden. Außerdem soll den Teilnehmenden bewusst gemacht werden, welche gesellschaftlichen Auswirkungen auch ihr eigenes Handeln oder Nicht-Handeln haben kann.
(1) Das Studium gliedert sich in Pflicht- und Wahlpflichtveranstaltungen und umfasst 124 SWS bzw. 180 Leistungspunkte. Die Anzahl der Leistungspunkte entspricht – mit Ausnahme der Praktika – der Anzahl der Semesterwochenstunden der jeweiligen Veranstaltung, multipliziert mit dem Wert 1,5. Eine Laborübung im Umfang von 2 SWS Übung und 3 SWS Praktika erbringt 4,5 Leistungspunkte.
(2) Folgende Pflichtveranstaltungen (86 SWS), in denen 123 Leistungspunkte erworben werden müssen, sind zu absolvieren:
Mathematik I	4V + 2Ü
Mathematik II	4V + 2Ü
Biomathematik I	2V + 1Ü
Biomathematik II	2V + 1Ü
Algorithmen und Datenstrukturen I 3V + 2Ü
Algorithmen und Datenstrukturen II	3V + 2Ü
Technische Informatik I	2V + 1Ü
Technische Informatik II	2V + 1Ü
Softwarepraktikum	1V + 3Ü
Grundlagen der Sequenzanalyse	2V
Sequenzanalysepraktikum	2Ü
Spezielle Algorithmen der Bioinformatik I	2V
Spezielle Algorithmen der Bioinformatik II	2V
Hauptseminar Bioinformatik	2S
Chemie für Bioinf./Genomf.	2V + 1Ü
Physik für Bioinf./Genomf. I	2V + 1Ü
Physik für Bioinf./Genomf. II	2V
Allgemeine Biologie/Zellbiologie	2V + 1Ü
Allgemeine Mikrobiologie	1V
Stoffwechselphysiologie	2V
Einführung in die Genetik	1V + 1Ü
Bakterien- und Phagengenetik	2V
Molekulare Genetik	2V
Eukaryonten Genetik	2V
Einführung in die Genomforschung I	2V
Genomforschung II	2V
Praktikum Einführung in die Genomf.	2Ü + 3 Pr
Praktikum Genomforschung II	2Ü + 3 Pr
Gentechnik und Gesellschaft:
Gentechnik und Gesellschaft	2S
(3) Als Wahlpflichtveranstaltungen sind 28 SWS zu absolvieren bzw. 42 Leistungspunkte zu erwerben. Jeweils mindestens 9 Leistungspunkte sind aus den folgenden drei Bereichen zu erwerben. Die untenstehenden Veranstaltungen stellen dabei keine vollständige Aufzählung dar, sondern repräsentieren nur empfehlenswerte Beispiele. Über die Zuordnung von Lehrveranstaltungen zu Modulen entscheidet der Prüfungsausschuss.
Spezialgebiete der Biologie/Chemie:
Biochemie/Proteinchemie	2V
Entwicklungsbiologie	1V
Evolutionsbiologie	1V + 1Ü
Immunbiologie	2V
Biologisches Hauptseminar	2S
Datenanalyse und -visualisierung:
Datenbanken I	2V + 1Ü
Datenbanken II	2V + 1Ü
Datamining	2V + 1Ü
Computergrafik	2V + 1Ü
Vertiefung Bioinformatik/Genomforschung:
Postgenomforschung	2V + 1Ü
Molekulare Biotechnologie	2V
Transgene Pflanzen	2V
Transgene Tiere	2V
Zellbiologie	2V
Biotechnologie I	2V
Neuronale Netze I	3V + 1Ü
Musterklassifikation	3V + 1Ü
Theorie Maschinellen Lernens	2V
Optimierungsmethoden in der Informatik	2V
Weitere 15 Leistungspunkte können nach Wahl aus den obigen drei Bereichen und aus dem Bereich Gentechnik und Gesellschaft erworben werden.
(4) Die noch erforderlichen 15 Leistungspunkte werden über das Abschlussprojekt (10 SWS) erworben. Näheres hierzu regelt § 12 der Studienordnung und § 13 der Prüfungsordnung.
(5) Studierenden, die keine Kenntnisse im Umgang mit den Arbeitsplatzrechnern des Grundstudiumzentrums In-formatik (GZI) besitzen, wird der Besuch der Lehrveranstaltung "Programmierpraktische Einführung" empfohlen. Durch den gestuften Aufbau dieser Veranstaltung können die fehlenden Kenntnisse nach eigenem Ermessen erworben werden.
Abschlussprojekt/Bachelorarbeit
(1) Das Abschlussprojekt dient sowohl der Erörterung ausgewählter wissenschaftlicher Probleme als auch der Erarbeitung praktischer und experimenteller Aufgaben und leitet die Studierenden zur Erarbeitung wissenschaftlicher Literatur an. Gruppen- und Einzelarbeit sind möglich.
(2) Das Abschlussprojekt wird unter Anleitung einer Betreuerin oder eines Betreuers oder mehrerer Be-treuerinnen oder Betreuer durchgeführt. Mindestens eine oder einer der Betreuenden muss die Berechtigung zur Prüferin oder zum Prüfer gemäß § 7 Abs. 3 der Prüfungsordnung für den Bachelor-Studiengang Bioinformatik und Genomforschung besitzen.
(3) Durch die erfolgreiche Beendigung des Abschlussprojekts/Bachelorarbeit werden die noch erforderlichen 15 Leistungspunkte für den erfolgreichen Abschluss des Studiums erworben (§ 4, § 11 und § 13 der Prüfungsordnung).
Gemäß § 11 der Prüfungsordnung sind für den erfolgreichen Abschluss des Studiums studienbegleitende Prüfungen in Veranstaltungen im Umfang von mindestens 78 Leistungspunkten abzulegen und zwar:
1. Modul Mathematik 9 LP
2. Modul Algorithmen und Datenstrukturen	9 LP
3. Modul Grundlagen der Biologie	9 LP
4. Modul Genomforschung	9 LP
5. Modul Algorithmen der Bioinformatik	9 LP
6. Modul Spezialgebiete der Biologie/Chemie	6 LP
7. Modul Datenanalyse und -visualisierung	6 LP
8. Modul Wahlpflicht Bioinformatik/Genomforschung	6 LP
9. Abschlussprojekt/Bachelorarbeit	15 LP
Diese 78 Leistungspunkte sind Teil der für den Abschluss des Studiums gemäß § 4 Abs. 2 der Prüfungsordnung erforderlichen Leistungspunkte.
Diese Studienordnung tritt am Tage nach ihrer Bekanntgabe im Verkündungsblatt – Amtliche Bekanntmachungen – der Universität Bielefeld in Kraft.
Ausgefertigt aufgrund des Beschlusses der Fakultätskonferenz der Technischen Fakultät vom 17. Juli 2002.
Anlage 1: Formen der Lehrveranstaltungen:
Vorlesungen (V) sind Veranstaltungen, in denen den Studierenden Kenntnisse und Fähigkeiten überwiegend durch mündlichen Vortrag, unterstützt durch schriftliche Darstellung, vermittelt werden.
In Übungen (Ü) bearbeiten Studierende unter Anleitung den in einer Vorlesung dargestellten Stoff. Hierdurch sollen Kenntnisse und Fähigkeiten aktiv erlernt und verankert werden. Übungen bilden einen wesentlichen Bestandteil des Studiums. Sie werden in kleinen Gruppen unter Anleitung von Tutorinnen und Tutoren durchgeführt.
In Seminaren (S), Blockseminaren (BS) und Arbeitsgemeinschaften (AG) erarbeiten Studierende selbständig wissenschaftliche Literatur und tragen darüber vor. Hierdurch sollen sie in der Arbeit nach wissenschaftlichen Grundsätzen und der Darstellung wissenschaftlicher Inhalte geschult werden.
Praktika (Pr) und Blockpraktika (BPr) sind Veranstaltungen, in denen die Umsetzung theoretischer Inhalte geübt werden soll. Sie sind insbesondere sinnvoll, um die Methodik wissenschaftlicher Experimente zu vermitteln.
Projekte (Pj) dienen der Erörterung ausgewählter wissenschaftlicher Probleme und der Bearbeitung praktischer und experimenteller Aufgaben. Die Ergebnisse werden in einer Projektarbeit zusammengefasst, deren Umfang 20 Seiten pro Teilnehmerin bzw. Teilnehmer nicht überschreiten sollte. Projekte werden in der Regel in Gruppen durchgeführt, als Ausnahme sind auch Einzelarbeiten möglich. Die Projektarbeit ist ein wichtiger Schritt zur Vorbereitung auf das Abschlussprojekt (APj), aber thematisch nicht an dieses gekoppelt. Die Einzelheiten hierzu sind in § 13 der Bachelor-Prüfungsordnung geregelt.
Kolloquien (Ko) sind Vortragsreihen zu studienbezogenen Themen, in denen insbesondere auswärtige Gäste zu Wort kommen. Sie berichten z.B. über aktuelle Forschungsthemen, über besondere Erfahrungen bei der Vermittlung von Studieninhalten, aus der Berufspraxis und über die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Fächern.
Exkursionen (Ex) sind Veranstaltungen, die außerhalb der Universität Einblicke in Gewinnung bzw. Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse sowie in die Berufspraxis ermöglichen.
Studiengruppen (Gr) sind von Studierenden organisierte Veranstaltungen, in denen von den Beteiligten selbst bestimmte, studiengangsbezogene Themenbereiche in unterschiedlichen Arbeitsformen behandelt werden. Sie können sich einen Betreuer oder eine Betreuerin aus dem Kreis der Lehrenden wählen. In diesem Fall ist der Erwerb eines Leistungsnachweises möglich. Studiengruppen stehen allen Studierenden des Studiengangs offen und werden wie alle anderen Veranstaltungen angekündigt.
Anlage 2: Musterstudienplan
Algorithmen und Datenstrukturen I	3V + 2Ü
Chemie für Bioinformatik/
Genomforschung	2V + 1Ü
Physik für Bioinformatik/
Genomforschung I	2V + 1Ü
Einführung in die Genomforschung	1V + 1Ü
Praktikum Einführung in
die Genomforschung	2Ü + 3Pr
Datenanalyse und –visualisierung	6 SWS
Praktikum Genomforschung II	2Ü + 3Pr
Abschlussprojekt	10 Apj
Wahlpflicht Bioinformatik/Genomforschung	10 SWS
Anlage 3: Lehrveranstaltungen der Module
1.	Modul Mathematik	27 LP (9 LP)
2.	Modul Algorithmen und Datenstrukturen	21 LP (9 LP)
3.	Modul Technische Informatik	9 LP (0 LP)
4.	Modul Grundlagen der Biologie	9 LP (9 LP)
5.	Modul Chemie/Physik	12 LP (0 LP)
Chemie für Bioinformatik/Genomf.	2V + 1Ü
Physik für Bioinformatik/Genomf. I	2V + 1Ü
Physik für Bioinformatik/Genomf. II	2V
6.	Modul Genetik	12 LP (0 LP)
7.	Modul Genomforschung	15 LP (9 LP)
Einführung in die Genomforschung I	1V + 1Ü
Praktikum Einführung in die Genomf.	2Ü + 3Pr
8.	Modul Algorithmen der Bioinformatik	15 LP (9 LP)
Spezielle Algorithmen der Bioinf. I	2V
Spezielle Algorithmen der Bioinf. II	2V
9.	Modul Spezialgebiete der Biologie/Chemie	mind. 9 LP (6 LP)
10.	Modul Datenanalyse und –visualisierung	mind. 9 LP (6 LP)
11.	Modul Wahlpflicht Bioinformatik/Genomforschung	mind. 9 LP (6 LP)
Optimierungsmethoden in
der Informatik	2V
12.	Modul Gentechnik und Gesellschaft mind. 3 LP (0 LP)
13.	Abschlussprojekt/Bachelorarbeit	15 LP (15 LP)
Abschlussprojekt/Bachelorarbeit	10 APj
Weitere 15 LP sind in den Modulen 9 bis 12 abzudecken
Az.: - 2241.2 -
Aufgrund des § 2 Abs. 4 und des § 97 Abs. 4 des Gesetzes über die Hochschulen des Landes Nordrhein-Westfalen (Hochschulgesetz – HG) vom 14. März 2000 (GV. NRW. S. 190), zuletzt geändert durch Gesetz vom 28. Januar 2003 (GV. NRW. S. 36), hat die Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld die folgende Ordnung erlassen:
§	1	Doktorgrad und Ziel der Promotion
§	2	Promotionsstudiengang
§	3	Promotionsausschuss
§	4	Prüfungsausschuss
§	5	Fakultätskonferenz als Widerspruchsinstanz
§	6	Zulassung zum Promotionsverfahren
§	7	Eröffnung des Promotionsverfahrens
§	8	Dissertation
§	9	Begutachtung der Dissertation
§	10	Beschluss über die Annahme bzw. Ablehnung der Dissertation
§	11	Disputation
§	12	Prüfungsergebnis
§	13	Veröffentlichung der Dissertation
§	14	Vollzug der Promotion
§	15	Ehrenpromotion
§	16	Aberkennung des Doktorgrades
§	17	Promotionsverfahren im Zusammenwirken mit einer ausländischen Partneruniversität oder Partnerfakultät
§	17a	Abkommen
§	17b	Entsprechende Anwendung
§	17c	Zulassung zum Promotionsverfahren
§	17d	Dissertation und Betreuung
§	17e	Referentinnen oder Referenten
§	17f	Gegenstand der mündlichen Prüfung
§	17g	Prüfungsausschuss
§	17h	Durchführung der mündlichen Prüfung
§	17i	Abschluss des Promotionsverfahrens
§	18	In-Kraft-Treten der Promotionsordnung
Doktorgrad und Ziel der Promotion
(1) Die Fakultät für Gesundheitswissenschaften verleiht den Grad "Doctor of Public Health" (Dr. PH).
(2) Durch die Promotion wird eine besondere wissenschaftliche Qualifikation auf dem Gebiet der Gesundheitswissenschaften und die Fähigkeit zu selbständiger wissenschaftlicher Arbeit nachgewiesen. Diese Qualifikationen werden aufgrund einer wissenschaftlich beachtlichen schriftlichen Arbeit (Dissertation) und einer mündlichen Prüfung (Disputation) festgestellt. Aufgrund der Promotion wird der Doktorgrad verliehen.
(3) Die Bewertung der Promotionsleistungen nach Absatz 2 Satz 2 soll spätestens sechs Monate nach Vorlage der Dissertation abgeschlossen sein.
(4) Die Fakultät kann den Doktorgrad in Anerkennung besonderer wissenschaftlicher Leistungen oder entsprechender ideeller Verdienste in einem ihrer Fachgebiete ehrenhalber verleihen (§ 15).
(5) Am Promotionsverfahren sind folgende Organe beteiligt:
der Promotionsausschuss (§ 3),
der Prüfungsausschuss (§ 4),
die Fakultätskonferenz (§ 5).
(1) Die Fakultät für Gesundheitswissenschaften bietet für alle Kandidatinnen und Kandidaten am Promotionsverfahren einen Promotionsstudiengang an. Der Promotionsstudiengang soll Kenntnisse und Fähigkeiten vermitteln, um wissenschaftliche Probleme aus den Arbeitsbereichen der Gesundheitswissenschaften und des internationalen Wissenschaftsgebietes Public Health selbständig und mit abgesicherten Methoden zu bearbeiten.
(2) Zu diesem Zweck werden Lehrveranstaltungen angeboten, die sich auf die wissenschaftliche Beschäftigung mit theoretischen Grundlagen der Gesundheitswissenschaften und ihren Unterdisziplinen, auf die wissenschaftliche Beschäftigung mit methodischen und methodologischen Grundlagen der Gesundheitswissenschaften und auf die Übertragung wissenschaftlicher Erkenntnisse auf inhaltliche und strukturelle Probleme des Gesundheitswesens beziehen. Im zweiten Teil des Promotionsstudiengangs dienen die Lehrveranstaltungen der qualifizierten Begleitung und Unterstützung bei der Anfertigung der Dissertation.
(3) Die Teilnahme am Promotionsstudiengang und der Nachweis der Teilnahme an den entsprechenden Lehrveranstaltungen sind in der Regel Voraussetzung für die Eröffnung des Promotionsverfahrens gemäß § 7. Auf Antrag der Kandidatin oder des Kandidaten kann von der Teilnahme am Promotionsstudiengang befreit werden. Dies ist insbesondere der Fall, wenn berufliche Gründe nachweislich eine Teilnahme nicht ermöglichen, wesentliche Teile der Dissertation bereits in anderen Zusammenhängen angefertigt worden sind, bei Auslandsaufenthalten oder bei Vorliegen sozialer Härtefälle. Der Antrag ist zu begründen. Über den Antrag entscheidet der Promotionsausschuss. Das Nähere regelt die Studienordnung für den Promotionsstudiengang mit dem Abschluss Doctor of Public Health.
(1) Die Durchführung des Promotionsverfahrens obliegt dem Promotionsausschuss. Die Mitglieder werden von der Fakultätskonferenz gewählt.
(2) Der Promotionsausschuss besteht aus fünf Mitgliedern der Fakultät für Gesundheitswissenschaften:
zwei Mitgliedern aus der Gruppe der Professorinnen und Professoren,
einem promovierten Mitglied aus der Gruppe der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
einer oder einem Studierenden des Zusatzstudiengangs Gesundheitswissenschaften und
einer weiteren Mitarbeiterin oder einem weiteren Mitarbeiter.
Der Promotionsausschuss wählt aus seiner Mitte eine Vorsitzende oder einen Vorsitzenden aus der Gruppe der Professorinnen und Professoren. Das andere Mitglied aus der Gruppe der Professorinnen und Professoren ist deren oder dessen Stellvertreterin oder Stellvertreter. § 14 HG ist bei der Beteiligung von weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu beachten.
(3) Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme der Vorsitzenden oder des Vorsitzenden. Bei Entscheidungen, die das Prüfungsverfahren betreffen, insbesondere bei der Entscheidung über die Zulassung zum Promotionsverfahren (§ 6) und der Bestellung der Mitglieder des Prüfungsausschusses (§ 4), steht das Stimmrecht nur den promovierten Mitgliedern des Ausschusses zu. Der Promotionsausschuss kann einzelne Aufgaben nach Absatz 5 an die Vorsitzende oder den Vorsitzenden übertragen.
(4) Die Amtszeit der Mitglieder beträgt zwei Jahre, die des studentischen Mitgliedes ein Jahr. Wiederwahl ist zulässig.
(5) Der Promotionsausschuss hat folgende Aufgaben:
1.	Er nimmt Anmeldungen von Dissertationsvorhaben entgegen, billigt auf Antrag grundsätzlich das Thema der Dissertation und entscheidet über den Antrag auf Befreiung von der Teilnahme am Promotionsstudiengang.
2.	Er benennt im Einvernehmen mit der Kandidatin oder dem Kandidaten eine Erstbetreuerin oder einen Erstbetreuer und eine Zweitbetreuerin oder einen Zweitbetreuer für die Dissertation aus dem Kreis der Professorinnen und Professoren der Fakultät, die als Gutachter fungieren und die Mitglieder des Prüfungsausschusses nach § 4 sind.
Er nimmt Anträge auf Zulassung zum Promotionsverfahren entgegen und prüft, ob die Voraussetzungen gemäß § 6 erfüllt sind. Gegebenenfalls entscheidet er über die noch zu fordernden Leistungen.
Er eröffnet das Promotionsverfahren gemäß § 7.
5.	Er bestellt die Mitglieder des jeweiligen Prüfungsausschusses für jedes einzelne Prüfungsverfahren.
6.	Er wacht über die Einhaltung der in der Ordnung festgelegten Fristen.
7.	Er unterrichtet die Mitglieder der Fakultätskonferenz über die Zulassung, die Eröffnung und das Ergebnis eines Promotionsverfahrens.
(1) Der Promotionsausschuss bestellt einen Prüfungsausschuss für jedes einzelne Promotionsverfahren. Als Prüferinnen und Prüfer können alle promovierten Mitglieder der Fakultät bestellt werden. Auch die bereits in den Ruhestand eingetretenen Professorinnen und Professoren der Fakultät können bestellt werden. Außerdem können auswärtige Gutachterinnen und Gutachter und Prüferinnen und Prüfer (vgl. § 9 Abs. 2 und 5) hinzugezogen werden, die nach den geltenden Bestimmungen des Hochschulgesetzes prüfungsberechtigt und im Fachgebiet der Dissertation in besonderer Weise wissenschaftlich ausgewiesen sind. Die Kandidatinnen und Kandidaten können Vorschläge machen. Ein Vorschlag ist grundsätzlich zu berücksichtigen; eine Abweichung ist zu begründen. Der Promotionsausschuss ernennt ein der Gruppe der Professorinnen und Professoren angehörendes Mitglied des Prüfungsausschusses zur Vorsitzenden oder zum Vorsitzenden.
(2) Der Prüfungsausschuss hat drei Mitglieder; zwei Mitglieder müssen der Gruppe der Professorinnen und Professoren angehören; alle Mitglieder müssen promoviert sein. Der Prüfungsausschuss ist nur bei Anwesenheit aller Mitglieder beschlussfähig.
(3) Der Prüfungsausschuss hat folgende Aufgaben:
Er beschließt gemäß § 10 über die Annahme bzw. die Ablehnung der Dissertation.
Er nimmt gemäß § 11 die mündliche Prüfung ab.
3.	Er beurteilt die Dissertation und die mündliche Prüfung und setzt das Gesamturteil gemäß § 12 fest.
Fakultätskonferenz als Widerspruchsinstanz
(1) Die Entscheidungen des Promotions- und Prüfungsausschusses sind der Kandidatin oder dem Kandidaten mitzuteilen und zu begründen. Belastende Entscheidungen sind mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen.
(2) Die Kandidatin oder der Kandidat kann gegen belastende Entscheidungen des Promotionsausschusses und des Prüfungsausschusses innerhalb eines Monats nach ihrer Bekanntgabe Widerspruch einlegen; über den Widerspruch entscheidet die Fakultätskonferenz.
(3) Bei Entscheidungen der Fakultätskonferenz über Prüfungsleistungen steht das Stimmrecht nur den promovierten Mitgliedern zu (§ 95 Abs. 1 HG).
(1) Die Zulassung zum Promotionsverfahren muss beim Promotionsausschuss beantragt werden.
(2) Voraussetzung für die Zulassung zum Promotionsverfahren ist:
der Nachweis eines Abschlusses oder eine den Studiengang abschließende Prüfung nach einem Universitätsstudium in gesundheitswissenschaftlichen Diplom- und Magisterstudiengängen oder in Diplom-, Magister- und Lehramtsstudiengängen mit nachgewiesenen gesundheitswissenschaftlichen Anteilen mit jeweils einer Regelstudienzeit von acht Semestern oder
der Nachweis eines Abschlusses eines Master-studiengangs in Gesundheitswissenschaften im Sinne des § 85 Abs. 3 Satz 2 HG oder eines Ergänzungsstudienganges im Sinne des § 88 Abs. 2 HG.
(3) Zum Promotionsverfahren wird unter Auflagen ebenfalls zugelassen, wer einen qualifizierten Abschluss in einem Lehramtsstudiengang mit einer Regelstudienzeit von mindestens sechs Semestern oder in einem Bachelor-Studiengang mit dem Hauptfach oder dem Nebenfach Gesundheitswissenschaften mit einer Regelstudienzeit von mindestens sechs Semestern oder einen Fachhochschulabschluss in Gesundheitswissenschaften mit einer Regelstudienzeit von mindestens sechs Semestern nachweist. Die Auflagen umfassen angemessene auf die Promotion vorbereitende Studien in Gesundheitswissenschaften im Umfang von in der Regel zwei Semestern. Über Ausnahmen entscheidet der Promotionsausschuss. Studien- und Prüfungsleistungen des Zusatzstudiengangs mit dem Abschluss Master of Public Health an der Universität Bielefeld oder eines vergleichbaren Studiengangs werden bei Gleichwertigkeit auf die vorbereitenden Studien angerechnet. Für einen qualifizierten Abschluss ist eine Gesamtnote von mindestens "sehr gut" erforderlich.
(4) Der Promotionsausschuss kann abweichend von den Voraussetzungen des Absatzes 2 auf Antrag einer Kandidatin oder eines Kandidaten, die oder der ein anderes wissenschaftliches Studium als das der Gesundheitswissenschaften abgeschlossen hat, die Zulassung erteilen, wenn
es sich um ständige Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter eines an der Fakultät laufenden mindestens zweijährigen Forschungsprojektes handelt, die das Studium an der Universität mit einer Regelstudienzeit von mindestens acht Semestern bereits abgeschlossen haben und wenn darüber hinaus die Zulassung von einem im Sinne dieser Ordnung prüfungsberechtigten Mitglied des Lehrkörpers, der die Dissertation betreut, befürwortet wird,
die Kandidatin oder Kandidat nach dem abgeschlossenen Studium mit einer Regelstudienzeit von acht Semestern an einer Universität eine mindestens dreijährige berufliche Praxis nachweist, in der gesundheitswissenschaftliche Anteile für die Erfüllung der Aufgaben am Arbeitsplatz überwiegend waren und drei im Sinne dieser Ordnung prüfungsberechtigte Mitglieder des Lehrkörpers, von denen ein Mitglied die Dissertation betreut und die beiden anderen von den prüfungsberechtigten Mitgliedern der Fakultätskonferenz gewählt werden, die Zulassung gut-achterlich befürworten. Die gesundheitswissenschaftliche Relevanz der beruflichen Tätigkeit stellt der Promotionsausschuss fest.
(4) Über die Anerkennung der Gleichwertigkeit entsprechender Abschlüsse in in- und ausländischen Studiengängen entscheidet der Promotionsausschuss. Bei ausländischen Abschlüssen sind die von der Kultusministerkonferenz und der Hochschulrektorenkonferenz gebilligten Äquivalenzabkommen zu berücksichtigen. Bei Zweifeln an der Gleichwertigkeit kann die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen angehört werden.
(1) Das Promotionsverfahren wird auf Antrag der Kandidatin oder des Kandidaten durch Beschluss des Promotionsausschusses eröffnet. Der Antrag ist schriftlich an die Vorsitzende oder den Vorsitzenden des Promotionsausschusses zu richten.
(2) Dem Antrag auf Eröffnung des Promotionsverfahrens sind beizufügen:
die Nachweise über die Erfüllung der Zulassungsvoraussetzungen gemäß § 6, gegebenenfalls einschließlich der auf die Promotion vorbereitenden Studien,
gegebenenfalls der Nachweis über die Teilnahme am Promotionsstudiengang der Fakultät für Gesundheitswissenschaften oder einem gleichwertigen Studiengang an einer anderen Hochschule, der in geeigneter Weise auf die theoretischen, methodischen und praxisbezogenen Qualifikationen für das Anfertigen der Dissertation und das Bestehen der Disputation vorbereitet. Das Nähere regelt § 2 sowie die Studienordnung für den Promotionsstudiengang mit dem Abschluss Doctor of Public Health der Fakultät für Gesundheitswissenschaften.
vier Exemplare der Dissertation,
ein einseitiges Summarium der Dissertation in vierfacher Ausfertigung,
im Falle einer Teamarbeit: ein von den Kandidatinnen oder Kandidaten gemeinsam verfasster Bericht gemäß § 8 Abs. 3 Nr. 2c,
eine Erklärung der Kandidatin oder des Kandidaten, dass sie oder er die eingereichte Arbeit selbst verfasst hat, bzw. - im Falle des § 8 Abs. 3 Nr. 2 - eine Erklärung jeder Kandidatin oder jedes Kandidaten, dass nur die namentlich genannten Personen an der Arbeit mitgewirkt haben,
eine Erklärung der Kandidatin oder des Kandidaten, dass sie oder er bei der Abfassung der Arbeit bzw. Arbeiten nur die angegebenen Hilfsmittel benutzt und wörtlich oder inhaltlich übernommene Stellen als solche gekennzeichnet hat,
eine Erklärung über frühere Promotionsversuche,
Vorschläge für die Mitglieder des Prüfungsausschusses.
(3) Über die Eröffnung des Promotionsverfahrens entscheidet der Promotionsausschuss mit einfacher Mehrheit. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme der Vorsitzenden oder des Vorsitzenden. Wird die Eröffnung abgelehnt, ist dies der Kandidatin oder dem Kandidaten unverzüglich schriftlich unter Angabe der Ablehnungsgründe zusammen mit einer Rechtsbehelfsbelehrung mitzuteilen.
(4) Der Antrag auf Eröffnung des Promotionsverfahrens ist abzulehnen, wenn die Dissertation in der gegenwärtigen oder einer anderen Form schon einer anderen Fakultät vorgelegt worden ist oder die Bewerberin oder der Bewerber an einer anderen Fakultät im Promotionsverfahren auch in der Wiederholung gescheitert ist.
(1) Die Dissertation muss ein gesundheitswissenschaftliches Thema behandeln, das in der Fachkompetenz der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld liegt. Die Dissertation soll innovative Beiträge aus theoretischer, methodischer, methodologischer und gegenstandsbezogener Perspektive leisten. Sie soll einen Überblick über den bisherigen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse in dem gewählten Themenbereich geben, Defizite der Erkenntnisse aufzeigen und Beiträge zum Ausgleich dieser Defizite leisten. Diese Beiträge sollen in der Regel in einer eigenständigen Forschungs- und Entwicklungsaufgabe liegen, deren Ergebnisse ausführlich dokumentiert werden. Im Schlussteil der Dissertation sollen alle wichtigen Untersuchungsergebnisse zusammengefasst werden und Perspektiven für die weitere theoretische, methodische und gegenstandsbezogene Arbeit formuliert werden. Die Dissertation soll in der Regel einen Umfang von 200 Seiten zu jeweils 2.000 Zeichen haben.
(2) Die Dissertation ist grundsätzlich in deutscher, englischer oder französischer Sprache abzufassen; über die Zulassung von Dissertationen in anderen Sprachen entscheidet der Promotionsausschuss.
(3) Die Dissertation kann in einer intra- oder interdisziplinäre Teamarbeit erstellt werden. Dabei müssen folgende Bedingungen erfüllt werden:
der theoretische oder methodische Gehalt einer Teamarbeit sowie die tatsächlich investierte wissenschaftliche Arbeit müssen sich wesentlich von einer Einzelarbeit unterscheiden; dabei muss der Beitrag jeder Kandidatin und jedes Kandidaten dem wissenschaftlichen Rang einer Einzelarbeit entsprechen,
die Kandidatinnen und Kandidaten müssen im Fall einer Teamarbeit die individuelle Urheberschaft für bestimmte Dimensionen oder für einzelne Abschnitte der Arbeit erkennen lassen,
die Kandidatinnen und Kandidaten fügen einen gemeinsamen Bericht über den Verlauf der Zusammenarbeit bei, der den wesentlichen Einzelbeitrag der Kandidatinnen und Kandidaten an der gemeinsamen Arbeit erkennen lässt.
(1) Die Dissertation wird von den bestellten Gutachterinnen oder Gutachtern bewertet. Es werden mindestens zwei Gutachten erstellt.
(2) Behandelt eine Arbeit ein Grenzgebiet oder ein Gebiet, das an der Fakultät nicht ausreichend vertreten ist, so kann der Promotionsausschuss auf Vorschlag des Prüfungsausschusses eine nicht der Fakultät angehörende Professorin oder einen nicht der Fakultät angehörenden Professor als weitere Gutachterin bzw. weiteren Gutachter bestellen, die oder der damit Mitglied des Prüfungsausschusses wird.
(3) Jede Gutachterin und jeder Gutachter erhält mit der Bestellung ein Exemplar der Dissertation. Ein Exemplar ist den übrigen Mitgliedern des Prüfungsausschusses, ein weiteres den Mitgliedern der Fakultätskonferenz und des Promotionsausschusses bis zum Ende der Auslagefrist der Gutachten gemäß Absatz 7, mindestens aber für einen Monat zugänglich zu machen.
(4) Die Gutachterinnen und Gutachter sollen ihre Gutachten binnen zwei Monaten - wenn der Monat August eingeschlossen ist, binnen drei Monaten - nach ihrer Bestellung vorlegen.
(5) Die Gutachten müssen die Annahme oder Ablehnung der Dissertation oder ihre vorläufige Rückgabe zur Überarbeitung innerhalb einer anzugebenden Frist befürworten. Befürworten die Gutachterinnen und Gutachter nicht mehrheitlich die Annahme, die Ablehnung oder die Rückgabe der Arbeit, so bestellt der Promotionsausschuss eine weitere promovierte Gutachterin oder einen weiteren promovierten Gutachter, die oder der Mitglied des Prüfungsausschusses ist, deren oder dessen Gutachten in diesem Fall den Ausschlag gibt.
(6) Im Falle der Annahme schlägt jede bzw. jeder der Gutachterinnen und Gutachter eine Bewertung der Dissertation vor. Die Prädikate sind: mit Auszeichnung, sehr gut, gut, befriedigend, ausreichend. Das Prädikat "mit Auszeichnung" darf nur bei ungewöhnlich hohen wissenschaftlichen Leistungen erteilt werden.
(7) Die Gutachten sind der Kandidatin oder dem Kandidaten und allen Mitgliedern der Fakultät für zwei Wochen im Dekanat zugänglich zu machen. Mitglieder anderer Fakultäten und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der mit der Universität kooperierenden Einrichtungen, die ständige Lehraufgaben in der Fakultät wahrnehmen, können eben-falls Einblick in die Gutachten nehmen. Jedes promovierte Mitglied kann bis 14 Tage nach Ende dieser Auslagefrist ein zusätzliches Gutachten erstatten, wenn dies bis zum Ende der Auslagefrist angekündigt wird. Die Kandidatin oder der Kandidat kann innerhalb einer Woche nach Ende der letzten Auslagefrist den vorliegenden Gutachten eine wissenschaftliche Stellungnahme im Umfang eines Gutachtens beifügen und/oder einmalig die Einholung eines zusätzlichen Gutachtens beim Promotionsausschuss beantragen. Werden zusätzliche Gutachten erstellt, so verlängert sich die Auslagefrist in dem Maße, dass diese noch 14 Tage eingesehen werden können.
Beschluss über die Annahme bzw.
Ablehnung der Dissertation
(1) Der Prüfungsausschuss beschließt unter Berücksichtigung der Gutachten über die Annahme bzw. Ablehnung der Dissertation. Der Prüfungsausschuss kann auch die Rückgabe der Dissertation mit Auflagen zur Überarbeitung beschließen. Jedes Mitglied des Prüfungsausschusses hat eine Stimme.
(2) Der Beschluss über die Annahme bzw. Ablehnung der Dissertation soll spätestens zwei Wochen nach Abschluss der Auslagezeit der Gutachten gefasst werden.
(3) Die Annahme der Dissertation ist der Kandidatin oder dem Kandidaten zusammen mit dem Termin der mündlichen Prüfung umgehend mitzuteilen.
(4) Die Ablehnung der Dissertation und ihre Begründung sind der Kandidatin oder dem Kandidaten unverzüglich mit Rechtsbehelfsbelehrung schriftlich mitzuteilen.
(5) Bei Ablehnung der Dissertation ist die Promotion nicht bestanden. Der Kandidatin oder dem Kandidaten kann gestattet werden, eine überarbeitete Fassung der Dissertation mit einem Promotionsgesuch noch einmal, frühestens nach sechs Monaten, einzureichen. Eine weitere Wiederholung ist ausgeschlossen. Ein Exemplar der abgelehnten Dissertation verbleibt bei den Prüfungsakten.
(1) Die Disputation dauert in der Regel 90 Minuten und wird vom Prüfungsausschuss als Kollegialprüfung abgenommen. Jede Kandidatin und jeder Kandidat wird einzeln geprüft. Bei Kandidatinnen oder bei Kandidaten, die eine Teamarbeit verfasst haben, können die mündlichen Prüfungen auf Wunsch der Kandidatinnen oder Kandidaten zusammengelegt werden.
(2) Die Disputation soll der Feststellung dienen, dass die Kandidatin oder der Kandidat aufgrund besonderer wissenschaftlicher Kenntnisse und Fähigkeiten in der Lage ist, die von ihr oder ihm in der Dissertation erarbeiteten Ergebnisse gegenüber Fragen und Einwänden zu begründen, zu differenzieren oder weiter auszuführen. Die Disputation erstreckt sich auf die theoretischen und methodologischen Fragen der Dissertation und auf ausgewählte Probleme des Promotionsfachs mit angrenzenden Gebieten unter Berücksichtigung des Forschungsstandes in ihnen. Die Kandidatin oder der Kandidat hat bis spätestens acht Tage vor dem Termin der Disputation vier Thesen zu allen diesen Gebieten einzureichen. Die Disputation findet unter Berücksichtigung der eingereichten Thesen statt.
(3) Der Verlauf der Disputation wird in einem Ergebnisprotokoll festgehalten, das von den beteiligten Prüferinnen und Prüfern unterschrieben wird.
(4) Die Disputation soll spätestens vier Wochen nach dem Beschluss über die Annahme der Dissertation stattfinden.
(5) Bleibt die Kandidatin oder der Kandidat ohne ausreichende Entschuldigung der Disputation fern, so gilt diese als nicht bestanden.
(6) An der Disputation können Personen, die zur Promotion in der Fakultät für Gesundheitswissenschaften zugelassen sind, als Zuhörerinnen und Zuhörer teilnehmen, sofern die Kandidatin oder der Kandidat nicht widerspricht.
(1) Unmittelbar nach der Disputation entscheidet der Prüfungsausschuss mit einfacher Mehrheit, ob die Prüfung bestanden oder nicht bestanden ist. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme der Vorsitzenden oder des Vorsitzenden den Ausschlag.
(2) Ist die Disputation bestanden, beurteilt der Prüfungsausschuss aufgrund beider Prüfungsleistungen (Dissertation und Disputation) das Gesamtergebnis. Die Prädikate sind: mit Auszeichnung, sehr gut, gut, befriedigend, ausreichend. Das Prädikat "mit Auszeichnung" darf nur bei ungewöhnlich hohen wissenschaftlichen Leistungen erteilt werden. Das Ergebnis wird auf Verlangen der Kandidatinnen und Kandidaten innerhalb einer Woche schriftlich begründet und zugänglich gemacht. Die Kandidatinnen und Kandidaten haben das Recht, binnen eines Monats nach Bekanntgabe des Ergebnisses in die Prüfungsakte Einsicht zu nehmen.
(3) Das Nichtbestehen der Disputation ist den Kandidatinnen oder den Kandidaten schriftlich mitzuteilen, zu begründen und mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen.
(4) Hat eine Kandidatin oder ein Kandidat die Disputation nicht bestanden, so kann sie oder er diese einmal, frühestens nach zwei Monaten, spätestens innerhalb von sechs Monaten wiederholen, ohne eine neue Dissertation einreichen zu müssen. Wird diese Frist überschritten, ist die Promotion gescheitert. Sofern die Überschreitung der Frist auf nicht von der Kandidatin oder dem Kandidaten zu vertretenden Umständen beruht, hat die Fakultät die Frist zu verlängern.
(1) Die Promovendin oder der Promovend ist verpflichtet, die Dissertation der wissenschaftlichen Öffentlichkeit in angemessener Weise durch Vervielfältigung und Verbreitung zugänglich zu machen. Diese Verpflichtungen stellen eine Einheit im Sinne einer wissenschaftlichen Leistung dar.
(2) In angemessener Weise der wissenschaftlichen Öffentlichkeit zugänglich gemacht ist die Dissertation dann, wenn die Verfasserin oder der Verfasser neben den für das Prüfungsverfahren gemäß § 7 Abs. 2 Nr. 3 erforderlichen vier Exemplaren für die Archivierung drei, im Fall e) sechs Exemplare, die auf alterungsbeständigem holz- und säurefreiem Papier ausgedruckt und dauerhaft haltbar gebunden sein müssen, unentgeltlich an die Hochschulbibliothek abliefert und darüber hinaus die Verbreitung sicherstellt durch:
die Ablieferung weiterer 40 Exemplare, jeweils in Buch- oder Fotodruck oder
den Nachweis der Veröffentlichung in einer Zeitschrift oder
den Nachweis einer Verbreitung über den Buchhandel durch einen gewerblichen Verlag mit einer Mindestauflage von 150 Exemplaren; dabei ist auf der Rückseite des Titelblattes die Veröffentlichung als Dissertation unter Angabe des Dissertationsortes auszuweisen oder
die Ablieferung eines Mikrofiches und hiervon 50 weiterer Kopien oder
die Ablieferung einer elektronischen Version, deren Datenformat und deren Datenträger mit der Hochschulbibliothek abzustimmen sind.
Im Fall von a) sind die Hochschulbibliotheken verpflichtet, die überzähligen Tauschexemplare 4 Jahre lang in angemessener Stückzahl aufzubewahren. In den Fällen a), d) und e) überträgt die Promovendin oder der Promovend der Hochschule das Recht, im Rahmen der gesetzlichen Aufgaben der Hochschulbibliotheken weitere Kopien von ihrer oder seiner Dissertation herzustellen und zu verbreiten bzw. in Datennetzen zur Verfügung zu stellen. Wird eine Dissertation von einem gewerblichen Verlag vertrieben und wird dafür ein Druckkostenzuschuss aus öffentlichen Mitteln gewährt, so ist eine angemessene Stückzahl von Exemplaren der Hochschulbibliothek für Tauschzwecke zur Verfügung zu stellen.
(1) Die Dekanin oder der Dekan händigt unmittelbar nach Bestehen der Prüfung den Promovenden eine vorläufige Bescheinigung über ihre bestandene Promotion aus.
(2) Die Dekanin oder der Dekan vollzieht die Promotion durch Ausstellung der Promotionsurkunde. Diese enthält den erlangten Grad, den Titel der Dissertation und die Gesamtnote der Prüfungsleistungen. Als Tag der Promotion wird der Tag der erfolgreich abgeschlossenen Disputation angegeben. Die Dekanin oder der Dekan unterschreibt die Urkunde. Die Urkunde wird ausgestellt, sobald die Kandidatin oder der Kandidat die Bedingungen des § 13 erfüllt hat. Die Vorlage eines Verlagsvertrages erfüllt die Bedingungen entsprechend.
(3) Die Promovenden haben das Recht, bis zu drei Monate nach Aushändigung der Urkunde die sie betreffenden Prüfungsakten einzusehen.
(1) Über die Verleihung des Doktorgrades ehrenhalber entscheidet die Fakultätskonferenz auf Antrag von zwei Mitgliedern mit Dreiviertelmehrheit der anwesenden Mitglieder.
(2) Die Ehrenpromotion wird durch Aushändigung einer hierfür ausgefertigten Urkunde vollzogen, die eine Laudatio enthält.
Über die Aberkennung des Doktorgrades befindet die Dekanin oder der Dekan im Einvernehmen mit dem Promotionsausschuss. Der Doktorgrad kann insbesondere aberkannt werden,
1.	wenn sich nachträglich herausstellt, dass der Doktorgrad aufgrund einer Täuschung der Kandidatin oder des Kandidaten bei einer Prüfung oder aufgrund unrichtiger Angaben über wesentliche Voraussetzungen der Promotion erworben worden ist,
2.	wenn die oder der Promovierte wegen einer vorsätzlichen Straftat verurteilt worden ist, bei deren Vorbereitung oder Begehung der Doktorgrad missbraucht worden ist.
Promotionsverfahren im Zusammenwirken mit einer ausländischen Partneruniversität oder Partnerfakultät
(1) Die Fakultät für Gesundheitswissenschaften verleiht den Grad "Doctor of Public Health" (Dr. PH) auch im Zusammenwirken mit einer ausländischen Partneruniversität oder Partnerfakultät. Sie wirkt auch an der Verleihung eines entsprechenden akademischen Grades der ausländischen Partneruniversität oder Partnerfakultät mit.
(2) Der Nachweis der für die Promotion erforderlichen wissenschaftlichen Qualifikation ist von den Kandidatinnen und Kandidaten durch die Promotionsleistungen zu erbringen. Diese bestehen in einer wissenschaftlichen Abhandlung (Dissertation) und einer mündlichen Prüfung in Form einer Verteidigung (Disputation).
Die Durchführung des Promotionsverfahrens nach § 17 Abs. 1 setzt ein Abkommen mit einer ausländischen Partneruniversität oder Partnerfakultät voraus, in dem beide Fakultäten sich verpflichten, eine gemeinsame Promotion zu ermöglichen und Einzelheiten des Zusammenwirkens zu regeln.
Für das Promotionsverfahren nach § 17 Abs. 1 Satz 1 gelten die Regelungen dieser Promotionsordnung, soweit im Folgenden nichts Abweichendes bestimmt ist. Für die Mitwirkung nach § 17 Abs. 1 Satz 2 gelten die im Abkommen gemäß § 17 a enthaltenen Regelungen.
(1) § 6 Abs. 1 gilt mit der Maßgabe, dass die Kandidatin oder der Kandidat einen zur Promotion berechtigenden Abschluss an einer Universität des Landes nachweisen muss, in dem sich der Sitz einer der beiden Institute befindet.
(2) § 7 Abs. 2 gilt mit der Maßgabe, dass dem Antrag zusätzlich beizufügen sind:
a)	eine Erklärung der Partneruniversität oder Partnerfakultät darüber, dass die Eröffnung des Promotionsverfahrens befürwortet wird;
b)	eine Erklärung eines Mitglieds der Partneruniversität oder Partnerfakultät darüber, dass sie oder er bereit ist, die Dissertation zu begutachten.
Dissertation und Betreuung
(1) Die Dissertation ist in deutscher oder in einer im Partnerschaftsabkommen genannten Sprache abzufassen. Es sind Zusammenfassungen in den jeweils anderen Sprachen anzufügen.
(2) Betreuer der Dissertation ist jeweils ein prüfungsberechtigtes Mitglied der Fakultät und der Partneruniversität oder Partnerfakultät.
§ 17 e
Referentinnen oder Referenten
(1) Die Dissertation wird von jeweils einem prüfungsberechtigtem Mitglied der Fakultät und der Partneruniversität oder Partnerfakultät begutachtet.
(2) Der Promotionsausschuss bestimmt als Referentin oder Referent der Dissertation in der Regel die Betreuerin oder den Betreuer.
(3) Für die Sprache der Gutachten gilt § 17 d Abs. 1 Satz 1 entsprechend.
(1) Die mündliche Prüfung besteht in der Verteidigung (Disputation) der in der Dissertation vertretenen Thesen.
(2) Für die Sprache der Verteidigung gilt § 17 d Abs. 1 Satz 1 entsprechend.
§ 17 g
Der Prüfungsausschuss besteht aus vier Mitgliedern. Zwei sollen Prüfungsberechtigte der Fakultät und zwei sollen Prüfungsberechtigte der Partneruniversität oder Partnerfakultät sein. Jede Fakultät muss zumindest mit einem Mitglied vertreten sein.
§ 17 h
(1) Die Prüfung ist eine Einzelprüfung.
(2) Die Dauer der Prüfung richtet sich nach der im Abkommen gemäß § 17 a enthaltenen Regeln.
§ 17 i
Für den Abschluss des Promotionsverfahrens gilt § 14 Abs. 2 mit der Maßgabe, dass eine zweisprachige Urkunde verliehen wird. In der Urkunde wird auf das grenzüberschreitende Promotionsverfahren hingewiesen. Die Dekanin oder der Dekan der Fakultät unterzeichnet und siegelt den deutschen Teil. In einem Begleitschreiben wird die Kandidatin oder der Kandidat darauf hingewiesen, dass der Titel entweder nur in der deutschen oder in der fremdsprachigen Fassung verwendet werden darf. Die Partneruniversität oder Partnerfakultät fertigt ihren Teil der Promotionsurkunde entsprechend den bei ihr geltenden Regularien aus.
In-Kraft-Treten der Promotionsordnung
Die Promotionsordnung tritt am Tage nach ihrer Bekanntgabe im Verkündungsblatt der Universität Bielefeld -Amtliche Bekanntmachungen- in Kraft. Zum gleichen Zeitpunkt tritt die Promotionsordnung vom 24. Mai 1995 in der Fassung der Änderungsordnung vom 1. September 2000 außer Kraft. Für Kandidatinnen und Kandidaten, die vor In-Kraft-Treten dieser Promotionsordnung zum Promotionsverfahren an der Fakultät für Gesundheitswissenschaften zugelassen worden sind, findet, unbeschadet der Regelung in Satz 2, die Promotionsordnung vom 24. Mai 1995 sowie die Änderungsordnung vom 1. September 2000 Anwendung, es sei denn, dass die Kandidatin oder der Kandidat die Anwendung dieser neuen Promotionsordnung beantragt. Der Antrag ist unwiderruflich.
Ausgefertigt aufgrund des Beschlusses der Fakultätskonferenz der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld vom 19. Dezember 2002.
Studienordnung für den Promotionsstudiengang mit dem Abschluss "Doctor of Public Health" (Dr. PH) der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld vom 3. März 2003
Aufgrund des § 2 Abs. 4 und des § 86 des Gesetzes über die Hochschulen des Landes Nordrhein-Westfalen (Hochschulgesetz – HG) vom 14. März 2000 (GV. NRW. S. 190), zuletzt geändert durch Gesetz vom 28. Januar 2003 (GV. NRW. S. 36), hat die Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld die folgende Ordnung erlassen:
§ 2	Ziel des Promotionsstudiengangs
§ 3	Dauer und Umfang des Studiums
§ 4	Studienberatung
§ 5	Durchführung des Studiengangs
§ 6	Lehrveranstaltungen
§ 7	Teilnahmenachweise
§ 8	Lehrveranstaltungen und Studieninhalte des ersten Studienjahrs
§ 9	Lehrveranstaltungen und Studieninhalte des zweiten Studienjahrs
§10	Lehrveranstaltungen und Studieninhalte des dritten Studienjahrs
§ 11	Abschluss des Studiums und Bescheinigung
§ 12	In-Kraft-Treten und Bekanntgabe
Die Studienordnung regelt auf Grundlage der Promotionsordnung der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld vom 3. März 2003 (Verkündungsblatt der Universität Bielefeld - Amtliche Bekanntmachungen - Jg. 32, Nr. 4 S. 39) Ziele, Inhalte, Aufbau und Verlauf des Studiums im Promotionsstudiengang der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld.
Ziel des Promotionsstudiengangs
(1) Der Promotionsstudiengang bereitet auf die Promotion zum Doctor of Public Health vor. Er soll Kenntnisse und Fähigkeiten vermitteln, um wissenschaftliche Probleme aus den Bereichen Gesundheitswissenschaften/Public Health selbstständig und mit abgesicherten Methoden zu bearbeiten und auf dieser Basis die Promotionsleistungen zu absolvieren.
(2) Die Lehrveranstaltungen des Promotionsstudiengangs sind so konzipiert, dass sie theoretische, methodische und gegenstandsbezogene wissenschaftliche Arbeitsschritte vermitteln, die der Anfertigung der Dissertation dienen. Die Teilnahme an den Lehrveranstaltungen im Promotionsstudiengang gehört in der Regel zu den Voraussetzungen für die Eröffnung des Promotionsverfahrens. Das Nähere regelt die Promotionsordnung der Fakultät für Gesundheitswissenschaften.
(3) Der Promotionsstudiengang ist dann erfolgreich abgeschlossen, wenn die in der Promotionsordnung der Fakultät für Gesundheitswissenschaften beschriebene Dissertation angefertigt wurde und anschließend die mündliche Disputation erfolgreich bestanden wurde. Das Nähere regelt die Promotionsordnung.
(1) Die Studienzeit beträgt einschließlich der Abfassung der Dissertation in der Regel drei Jahre (= sechs Semester).
(2) Das Studium gliedert sich in drei Abschnitte, die jeweils ein Studienjahr umfassen. Der erste Abschnitt ist theoretischen und methodischen Arbeitsweisen der Gesundheitswissenschaften gewidmet, die im engen Zusammenhang mit der Dissertation stehen. Er umfasst insgesamt 8 Semesterwochenstunden (SWS). Der zweite Abschnitt ist Inhalten und Gegenständen der Gesundheitswissenschaften gewidmet, die ebenfalls in engem Zusammenhang mit der Dissertation stehen. Er umfasst insgesamt 4 SWS. Der dritte Abschnitt konzentriert sich auf den Abschluss der einzelnen Teile der Dissertation und ist wie ein wissenschaftliches Schreiblabor angelegt. Dieser Abschnitt hat einen Umfang von insgesamt 4 SWS.
(3) Der Studienumfang beträgt insgesamt 16 SWS.
(4) Der Promotionsstudiengang wird als Präsenzstudiengang geführt. Er wird unter Einbeziehung von multimedialen Lernkonzepten durchgeführt, die auch Kontakte zwischen Dozentinnen und Dozenten und Studierenden über moderne Medien einschließen.
(5) Der Studiengang beginnt jeweils im Wintersemester und wird im jährlichen Rhythmus angeboten.
(1) Die allgemeine Studienberatung erfolgt durch die Zentrale Studienberatung der Universität Bielefeld (ZSB).
(2) Zu Fragen der Studienorganisation und -vorbereitung bieten die Professorinnen und Professoren und die Mitglieder des Promotionsausschusses der Fakultät für Gesundheitswissenschaften eine umfassende Beratung an.
(1) Für konzeptionelle Fragen der Organisation, Inhalte und Durchführung des Studiengangs ist der Promotionsausschuss in Abstimmung mit der Kommission für Lehre und studentische Angelegenheiten der Fakultät für Gesundheitswissenschaften zuständig.
(2) Für die Organisation und Durchführung der gemäß der Promotionsordnung erforderlichen Prüfungen ist der Prüfungsausschuss gemäß der Promotionsordnung zuständig.
(1) Die in den §§ 8, 9 und 10 aufgeführten Lehrveranstaltungen sollen den Studierenden zeigen, wie wissenschaftliche Themen bearbeitet und wie diese theoretisch sowie methodisch analysiert werden.
(2) Für das erfolgreiche Absolvieren des Promotionsstudiengangs müssen die Studierenden an den in den §§ 8, 9 und 10 aufgeführten Lehrveranstaltungen teilnehmen.
(1) Die Teilnahme an den Lehrveranstaltungen wird am Ende der Lehrveranstaltung von der Leiterin oder dem Leiter der Lehrveranstaltung bescheinigt.
(2) Die Teilnahmebescheinigung wird den Studierenden jeweils am Ende eines Semesters zugesandt.
Lehrveranstaltungen und Studieninhalte
des ersten Studienjahres
(1) Die Lehrveranstaltungen des ersten Studienjahres konzentrieren sich auf theoretische, methodische und wissenschaftstheoretische Arbeitsweisen der Gesundheitswissenschaften. Sie begleiten den Entwurf der Dissertation und unterstützen die Wahl der Methodik für den empirischen Teil der Dissertation. Ziel ist es, auf hohem fachlichen Niveau in die Arbeitsweisen der modernen Gesundheitswissenschaften im internationalen Vergleich einzuführen und die Leistungsfähigkeit an unterschiedlichen Theorien und Methoden zu analysieren. Außerdem werden fachübergreifende Inhalte wie Präsentationstechniken und Medienkompetenz vermittelt.
(2) Das Studium des ersten Studienjahres umfasst insgesamt 8 SWS. Das Studium gliedert sich in jeweils zwei Veranstaltungen im Umfang von 2 SWS pro Semester.
(3) Folgende Veranstaltungen sind im ersten Studienjahr zu besuchen:
Theoretische Arbeitsweisen der Gesundheitswissenschaften/Public Health I 2 SWS
Methodische Arbeitsweisen der Gesundheitswissenschaften/Public Health I	2 SWS
Theoretische Arbeitsweisen der Gesundheitswissenschaften/Public Health II	2 SWS
Methodische Arbeitsweisen der Gesundheitswissenschaften/Public Health II 2 SWS
des zweiten Studienjahres
(1) Die Lehrveranstaltungen des zweiten Studienjahres konzentrieren sich auf inhaltliche und gegen-standsbezogene Kernfelder von Gesundheitswissenschaften/Public Health. Ziel ist es, die verschiedenen Arbeitsfelder der Salutogenese/Pathogenese und der Gesundheitssystemforschung systematisch zu bearbeiten, die im Zusammenhang mit der Dissertation stehen.
(2) Die Lehrveranstaltungen des zweiten Studienjahres haben insgesamt einen Umfang von 4 SWS. In jedem Semester findet eine Lehrveranstaltung im Umfang von 2 SWS statt.
(3) Folgende Veranstaltungen sind im zweiten Studienjahr zu besuchen:
Inhaltliche und gegenstandsbezogene Kernfelder der Gesundheitswissenschaften/Public Health:
Salutogenese/Pathogenese 2 SWS
Gesundheitssystemforschung	2 SWS
des dritten Studienjahres
(1) Das dritte Studienjahr dient dem qualifizierten Abschluss der Dissertation. Durch die Lehrveranstaltungen soll die Studierende oder der Studierende in die Lage versetzt werden, die theoretischen, methodischen, methodologischen und gegenstandsbezogenen Teile der Dissertation unter der Supervision der Leiterin oder des Leiters der Lehrveranstaltung schrittweise abzuschließen. Die Lehrveranstaltungen sind so organisiert, dass die Erstbetreuerin oder der Erstbetreuer der Dissertation auch dann regelmäßig teilnimmt, wenn sie oder er nicht Leiterin oder Leiter der Lehrveranstaltung ist.
(2) Die Lehrveranstaltungen des dritten Studienjahres haben einen Umfang von insgesamt 4 SWS. In jedem Semester umfasst die Lehrveranstaltung 2 SWS. Die Lehrveranstaltungen sind wie ein Schreiblabor für die Dissertation konzipiert.
(3) Im fünften Semester konzentriert sich die Lehrveranstaltung auf die abschließende Beratung und Begleitung des eigenständigen Kernteils der Dissertation, der aus einer quantitativ oder qualitativ angelegten wissenschaftlichen Erhebung und/oder der Entwicklung eines gesundheitswissenschaftlich relevanten Arbeitsprogramms für die Gesundheitsforschung oder die Gesundheitssystemforschung besteht.
(4) Im sechsten Semester konzentriert sich die Lehrveranstaltung auf die abschließende Beratung und Begleitung des Gesamtaufbaus der Dissertation, der Abstimmung der einzelnen Kapitel untereinander und der Abfassung des Schlusskapitels mit einer systematischen Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse und der Ausformulierung von Perspektiven für Forschung, Praxis und Gesundheitspolitik.
(5) Folgende Veranstaltungen sind im dritten Studienjahr zu besuchen:
Begleitung der Anfertigung der Dissertation I	2 SWS
Begleitung der Anfertigung der Dissertation II	2 SWS
Abschluss des Studiums und Bescheinigung
(1) Die angefertigte Dissertation wird nach den Regeln der Promotionsordnung der Fakultät für Gesundheitswissenschaften dem Promotionsausschuss der Fakultät für Gesundheitswissenschaften vorgelegt.
(2) Im Falle einer positiven Begutachtung der Dissertation wird nach den Vorschriften der Promotionsordnung der Fakultät für Gesundheitswissenschaften anschließend die Disputation durchgeführt. Wird auch die Disputation erfolgreich abgeschlossen, ist das Studium beendet. Näheres regelt die Promotionsordnung der Fakultät für Gesundheitswissenschaften.
(3) Nach erfolgreichem Abschluss des Promotionsstudiengangs erhält die oder der Studierende eine Bescheinigung über die Teilnahme an dem Promotionsstudiengang, welche die genauen Titel der besuchten Lehrveranstaltungen enthält und den Abschluss des Promotionsstudiengangs bescheinigt.
In-Kraft-Treten und Bekanntgabe
Die Studienordnung tritt am Tage nach ihrer Bekanntgabe im Verkündungsblatt der Universität Bielefeld –Amtliche Bekanntmachungen – in Kraft.
Ordnung zur Änderung der Promotionsordnung der Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie der Universität Bielefeld vom 3. März 2003
Az.: - 2131.2 -
Auf Grund des § 2 Abs. 4 und des § 97 Abs. 4 des Gesetzes über die Hochschulen des Landes Nordrhein-Westfalen (Hochschulgesetz - HG) vom 14. März 2000 (GV. NRW S. 190), zuletzt geändert durch Gesetz vom 28. Januar 2003 (GV. NRW S. 36) hat die Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie der Universität Bielefeld die folgende Änderungsordnung erlassen:
Die Promotionsordnung der Fakultät für Geschichtswissenschaft und Philosophie der Universität Bielefeld vom 15. Juli 2002 (Verkündungsblatt der Universität Bielefeld -Amtliche Bekanntmachungen- Jahrgang 31, Nr. 15, S. 189) wird wie folgt geändert:
In § 6 Abs. 4 wird nach Satz 1 folgender neuer Satz 2 angefügt:
"Die Dekanin oder der Dekan kann eine Professorin oder einen Professor beauftragen, ihre oder seine Pflichten stellvertretend wahrzunehmen."
Ausgefertigt aufgrund des Beschlusses der Fakultätskonferenz der Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie der Universität Bielefeld vom 18. Dezember 2002.
Zweite Ordnung zur Änderung der Magisterprüfungsordnung der Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft an der Universität Bielefeld
Aufgrund des § 2 Abs. 4 und des § 94 Abs. 1 des Gesetzes über die Hochschulen des Landes Nordrhein-Westfalen (Hochschulgesetz - HG) vom 14.03.2000 (GV. NRW. S. 190), zuletzt geändert durch Gesetz vom 28. Januar 2003 (GV.NRW. S. 36), hat die Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft folgende Ordnung erlassen:
Die Magisterprüfungsordnung der Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft an der Universität Bielefeld vom 11.03.1986 (GABl. NW. Nr. 4/86 S. 253), geändert durch Satzung vom 06.07.1994 (GABl. NW. II Nr. 1/95 S. 19) wird wie folgt geändert:
§ 29 Satz 4 erhält folgende Fassung:
"Die Regelung in § 28 Abs. 1 Satz 2 bleibt unberührt; auf der Grundlage und nach den Bestimmungen der Prüfungsordnung vom 06.07.1977 ist eine Meldung zur Prüfung letztmalig am 01.10.2003 möglich und können Prüfungsleistungen letztmalig bis zum 30.09.2004 erbracht werden."
Diese Ordnung tritt am Tag nach ihrer Bekanntgabe im Verkündungsblatt der Universität Bielefeld – Amtliche Bekanntmachungen – in Kraft.
Ausgefertigt aufgrund des Beschlusses der Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft vom 18.12.2002.
Achte Ordnung zur Änderung der Magisterprüfungsordnung der Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie und der Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft an der Universität Bielefeld
Aufgrund des § 2 Abs. 4 und des § 94 Abs. 1 des Gesetzes über die Hochschulen des Landes Nordrhein-Westfalen (Hochschulgesetz - HG) vom 14.03.2000 (GV. NRW. S. 190), zuletzt geändert durch Gesetz vom 28. Januar 2003 (GV.NRW. S. 36), haben die Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie und die Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft folgende Ordnung erlassen:
Die Magisterprüfungsordnung der Fakultät für Geschichts-wissenschaft und Philosophie und der Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft an der Universität Bielefeld vom 17.02.1997 (GABl. NW. Nr. 11/97, S. 759), zuletzt geändert durch Ordnung vom 03.12.2001 (Verkündungsblatt der Universität Bielefeld – Amtliche Bekanntmachungen – Jahrgang 30 Nr. 20, S. 198) wird wie folgt geändert:
§ 31 wird um folgenden Absatz 5 ergänzt:
"(5) Auf der Grundlage und nach den Bestimmungen der im Sommersemester 1996 geltenden Prüfungsordnung ist eine Meldung zur Zwischenprüfung oder zur Magisterprüfung letztmalig am 01.10.2004 möglich und können Prüfungsleistungen letztmalig bis zum 30.09.2005 erbracht werden, soweit sich aus § 29 Satz 4 der Magisterprüfungsordnung der Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft vom 11.03.1986 nichts anderes ergibt."
Ausgefertigt aufgrund der Beschlüsse der Fakultätskonferenz der Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie vom 27.11.2002 und der Fakultätskonferenz der Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft vom 18.12.2002.
Zweite Ordnung zur Änderung der Ordnung für die Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang deutscher Studienbewerberinnen und -bewerber mit ausländischem Bildungsnachweis, ausländischer Studienbewerberinnen und -bewerber aus nichtdeutschsprachigen Ländern sowie staatenloser Studienbewerberinnen und -bewerber an der Universität Bielefeld (DSH-O) vom 3. März 2003
Aufgrund der §§ 2 Abs. 4 und 69 des Gesetzes über die Hochschulen des Landes Nordrhein-Westfalen (Hochschulgesetz – HG) vom 14. März 2000 (GV. NRW. S. 190), zuletzt geändert durch Gesetz vom 28. Januar 2003 (GV. NRW. S. 36), hat die Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft der Universität Bielefeld die folgende Änderungsordnung erlassen:
Die Ordnung für die Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang deutscher Studienbewerberinnen und –bewerber mit ausländischem Bildungsnachweis, ausländischer Studienbewerberinnen und -bewerber aus nichtdeutschsprachigen Ländern sowie staatenloser Studienbewerberinnen und -bewerber an der Universität Bielefeld (DSH-O) vom 15. Januar 1999 (ABl. NRW. 2 Nr. 3/99, S. 174), geändert durch Ordnung vom 3. September 2001 (Verkündungsblatt der Universität Bielefeld - Amtliche Be-kanntmachungen - Jg. 30 Nr. 15 S. 147) wird wie folgt geändert:
"Ordnung für die Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang von Studienbewerberinnen und Studienbewerbern, die ihre Studienqualifikation nicht an einer deutschsprachigen Einrichtung erworben haben (fremdsprachige Studienbewerberinnen und Studienbewerber) an der Universität Bielefeld (DSH-O) "
2.	§ 1 erhält folgende Fassung:
(1) Studienbewerberinnen und -bewerber, die ihre Studienqualifikation nicht an einer deutschsprachigen Einrichtung erworben haben (fremdsprachige Studienbewerberinnen und -bewerber) müssen die für ihren Studiengang erforderlichen Kenntnisse der deutschen Sprache besitzen. Der Nachweis erfolgt durch die "Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang ausländischer Studienbewerberinnen und -bewerber (DSH)", soweit nicht ein Freistellungsgrund nach Absatz 2 oder 3 vorliegt.
(2) Studienbewerberinnen und -bewerber sind von der Prüfung freigestellt, wenn sie
a)	die Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang ausländischer Studienbewerber (DSH) (Beschluss des 72. Senats [ 30.05.1995 ] in Verbindung mit dem Beschluss des 172. Plenums [ 21./22.02.1994] in der Fassung des Beschlusses des 190. Plenums [ 21./22.02.2000] der HRK) an einer anderen deutschen Hochschule oder Studienkolleg erfolgreich abgelegt haben oder
b)	die Sprachprüfung auf der Grundlage der Rahmenordnung für die Prüfung zum Nachweis deutscher Sprachkenntnisse (PNdS) für ausländische Studienbewerberinnen und -bewerber an den Hochschulen der Bundesrepublik Deutschland einschließlich Berlin (West) (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 27. Juni 1983 – GABl. NW. S. 413) an einer anderen deutschen Hochschule oder am Internationalen Studienzentrum Heidelberg oder am Ökumenischen Studienwerk Bochum bereits erfolgreich abgelegt haben oder
eine Feststellungsprüfung/Abschlussprüfung an einem deutschen Studienkolleg erfolgreich absolviert haben oder
das "Deutsche Sprachdiplom (Stufe II) der Kultusministerkonferenz (DSD II)" (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 16. März 1972 und 5. Oktober 1973) erworben haben oder
das "Kleine Deutsche Sprachdiplom" oder das "Große Deutsche Sprachdiplom" abgelegt haben, die vom Goethe-Institut im Auftrag der Ludwig-Maximilians-Universität München verliehen werden oder
die "Zentrale Oberstufenprüfung" (ZOP) des Goethe-Instituts, die in Deutschland von einem Goethe-Institut, im Ausland von einem Goethe-Institut oder einer Institution mit einem Prüfungsauftrag des Goethe-Instituts abgenommen wurde, bestanden haben oder
die DSH nachweislich unter organisatorischer und inhaltlicher Verantwortung eines Studienkollegs oder eines Lehrgebiets Deutsch als Fremdsprache einer deutschen Hochschule an einer ausländischen Hochschule abgelegt haben oder
aufgrund einer zwischenstaatlichen Vereinbarung von der Teilnahme an Sprachprüfungen befreit sind oder
bereits erfolgreich ein Studium an einer deutschsprachigen Hochschule abgeschlossen haben oder
im Rahme des ERASMUS/SOKRATES-Programms oder anderer Austauschprogramme für eine bestimmte Zeit an der Universität Bielefeld ohne Abschluss studieren oder
die "Deutsche Sprachprüfung II" des Sprachen- und Dolmetscher-Instituts München erfolgreich abgelegt haben oder
den Test Deutsch als Fremdsprache für ausländische Studienbewerberinnen und -bewerber (Test DaF) in allen vier Teilprüfungen mit der höchsten Bewertung (Leistungsstufe 5) absolviert haben; die für den angestrebten Studiengang zuständige Fakultät kann eine niedrigere Bewertung, mindestens jedoch die Leistungsstufe 3 für ausreichend erklären oder
eine sonstige Qualifikation nachweisen, die die für den angestrebten Studiengang zuständige Fakultät für ausreichend erklärt hat.
(3) Studienbewerberinnen und -bewerber können auf Antrag von der Prüfung befreit werden, wenn sie Kenntnisse der deutschen Sprache nachweisen und zu erwarten ist, dass die nachgewiesenen Deutschkenntnisse ausreichend für den angestrebten Studiengang sind (Absatz 1 Satz 1). Studienbewerberinnen und -bewerber können ferner auf Antrag von der Prüfung befreit werden, wenn sie nach Abschluss eines Hochschulstudiums im Ausland an der Universität Bielefeld ein Aufbau-, Zusatz- oder weiterbildendendes Studium durchführen oder zur Promotion zugelassen werden wollen.
(4) Über Anträge nach Absatz 3 entscheidet die Dekanin oder der Dekan der Fakultät, an der die Studienbewerberin oder der Studienbewerber die Aufnahme des Studiums beabsichtigt. Wird dem Antrag entsprochen, stellt die Dekanin oder der Dekan eine Bescheinigung über die Befreiung aus. Die Befreiung gilt nur für den Studiengang nach Absatz 3 Satz 1 oder das Studium oder das Promotionsvorhaben nach Absatz 3 Satz 2, die in dem Antrag angegeben sind.
(5) Strebt eine Studienbewerberin oder ein Studienbewerber einen Studiengang an, der sich aus einem Haupt- oder Kernfach und einem Nebenfach zusammensetzt, sind für die Entscheidungen nach Absatz 2 bis 4 die Anforderungen und die Fakultät des jeweiligen Haupt- oder Kernfachs maßgeblich und zuständig.
(6) Studienbewerberinnen und -bewerber weisen mit ihrer Bewerbung durch geeignete Unterlagen (Zeugnisse, Teilnahmebestätigungen, Studienbücher o.ä.) die Voraussetzungen nach den Absätzen 2 und 3 nach.
"(1) Das Lehr- und Forschungsgebiet Deutsch als Fremdsprache der Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft bietet geeignete Lehrveranstaltungen zur Vorbereitung auf die Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang von Studienbewerberinnen und -bewerbern nach § 1 Abs. 1 an. Die Vorbereitung dauert je nach den Kenntnissen der Studienbewerberinnen und -bewerber bis zu zwei Semester (ca. 600 Stunden). Zu Beginn der Vorbereitung findet ein Einstufungstest statt. Entsprechend den Ergebnissen dieses Tests nehmen die Studienbewerberinnen und -bewerber nach Beschluss der Prüfungskommission an den für sie geeigneten Veranstaltungen teil.
(2) Für die Dauer der regelmäßigen Teilnahme an Lehrveranstaltungen nach Absatz 1 werden Studienbewerberinnen und -bewerber befristet bis zum Bestehen oder endgültigen Nichtbestehen der Sprachprüfung als Studierende eingeschrieben. In der Zeit der Teilnahme an Sprachkursen können keine für ein Fachstudium relevanten Studienleistungen erbracht oder Prüfungen abgelegt werden."
Diese Ordnung tritt am Tage nach ihrer Bekanntgabe im Verkündungsblatt der Universität Bielefeld – Amtliche Bekanntmachungen – in Kraft.
Ausgefertigt aufgrund der Beschlüsse der Fakultätskonferenz der Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft der Universität Bielefeld vom 29. Januar und 19. Februar 2003.