Source: https://www.deutsche-anwaltshotline.de/recht/news/201167-verfall-des-resturlaubs
Timestamp: 2017-10-18 13:14:35
Document Index: 318603168

Matched Legal Cases: ['§ 26', '§ 7', '§ 7', '§ 3', '§ 7', '§ 3', '§ 7']

ï»¿ Verfall des Resturlaubs
Verfall des Resturlaubs
Stand: 14.01.2009 SE
Nürnberg (D-AH) - Beim Urlaub gibts nur einen Nachschlag: Wer seinen Resturlaub ins kommende Jahr verschiebt und die verbliebenen Erholungstage dann doch nicht bis zur gesetzlichen Frist im Folgejahr in Anspruch nimmt, hat Pech gehabt. Er geht selbst dann zu Recht leer aus, wenn er erkrankt und nur deshalb von der Verschiebung wiederum nicht Gebrauch machen kann. Darauf weist die telefonische Rechtsberatung der Deutschen Anwaltshotline im Zusammenhang mit einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg hin (Az. 4 S 3099/07).
Das Bundesurlaubsgesetz geht von dem Grundsatz aus, dass der Urlaub auf das laufende Kalenderjahr befristet ist und mit dem Ende des Urlaubsjahres erlischt. Arbeitnehmer können allerdings Gründe wie Familienurlaub oder Krankheitsfälle anführen, um den Urlaub in das nächste Jahr zu retten. Liegen solche Gründe vor, verlängert sich die Urlaubsfrist automatisch um ein Quartal - für Beamte laut bundesweiter Arbeitszeit- und Urlaubsverordnung sogar bis zum 30. September. Und da die Urlaubsverschiebung per Gesetz geregelt ist, muss man dazu nicht einmal eine prinzipielle Extra-Genehmigung einholen.
Dann allerdings ist das absolute Ende der Fahnenstange erreicht. Und kein Arbeitgeber oder Dienstherr habe laut ausdrücklicher Auffassung der Mannheimer Richter die gesetzliche Pflicht, seine Untergebenen von sich aus auf diesen Tatbestand hinzuweisen und vor einem möglichen Verfall des verschobenen Resturlaubs zu warnen.
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