Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=I%20ZR%20227/00
Timestamp: 2019-11-16 22:44:05
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Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 139', '§ 139', 'BGH', '§ 85', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 103', 'BGH']

BGH, 22.02.2001 - I ZR 227/00 - dejure.org
https://dejure.org/2001,4791
BGH, 22.02.2001 - I ZR 227/00 (https://dejure.org/2001,4791)
BGH, Entscheidung vom 22.02.2001 - I ZR 227/00 (https://dejure.org/2001,4791)
BGH, Entscheidung vom 22. Februar 2001 - I ZR 227/00 (https://dejure.org/2001,4791)
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Faltblatt - Werbung - Unlauterer Wettbewerb - Arzt - Berufsrecht - Wettbewerbswidrigkeit
GRUR 2001, 754
Eine Verletzung der richterlichen Aufklärungspflicht gegenüber einer substantiierungspflichtigen Partei, auf welche die Revision hier abhebt, kommt dann in Betracht, wenn diese - oder in Anwaltsprozessen ihr Prozeßbevollmächtigter - bei Anwendung der von ihr zu verlangenden Sorgfalt nicht zu erkennen vermag, auf welchen Tatsachenvortrag es für die Entscheidung ankommen kann (BGH, Urt. v. 22.02.2001 - I ZR 227/00, GRUR 2001, 754) oder wenn sie ersichtlich darauf vertraut, daß ihr bisheriger schriftsätzlicher Vortrag ausreichend ist (…BGH, Urt. v. 04.07.1989 - XI ZR 45/88, BGHR ZPO § 139 Abs. 1 - Anwaltsprozeß 3).
Abgesehen davon, dass nicht jede Verletzung einer prozessualen Hinweispflicht eine Versagung des rechtlichen Gehörs darstellt (vgl. BVerfGE 66, 116, 146 f.; 67, 90, 95 f.; BayVerfGH NJW 1992, 1094;… Stein/Jonas/Leipold, ZPO, 22. Aufl., § 139 Rdn. 122; ferner BGH, Urt. v. 22.2.2001 - I ZR 227/00, GRUR 2001, 754, 755 - Zentrum für Implantologie), entspricht der Vortrag der Rechtsbeschwerde schon nicht den förmlichen Erfordernissen des § 85 Abs. 4 Nr. 3 MarkenG.
Dem Anspruch auf rechtliches Gehör ist keine allgemeine Frage- und Aufklärungspflicht des Richters zu entnehmen (…BGH, Urt. v. 11.11.1982 - III ZR 77/81, Rn. 13, zit. n. juris = BGHZ 85, 288 = NJW 1983, 867, 868; BGH, Urt. v. 22.02.2001 - I ZR 227/00, Rn, 1, zit. n. juris = GRUR 2001, 754, 755;… OLG Oldenburg, Beschl. v. 22.6.2004 - 15 U 26/04, Rn. 3) und auch kein Anspruch auf ein Rechtsgespräch (…BGH, Urt. v. 11.11.1982 - III ZR 77/81, Rn. 13, zit. n. juris = BGHZ 85, 288 = NJW 1983, 867, 868).
Der Anspruch auf rechtliches Gehör verlangt grundsätzlich nicht, dass das Gericht vor der Entscheidung auf seine Rechtsauffassung hinweist; ihm ist auch keine allgemeine Frage- und Aufklärungspflicht des Richters zu entnehmen (…BGH, Urt. v. 11.11.1982 - III ZR 77/81, Rn. 13, zit. n. juris = BGHZ 85, 288 = NJW 1983, 867, 868; BGH, Urt. v. 22.02.2001 - I ZR 227/00, Rn, 1, zit. n. juris = GRUR 2001, 754, 755;… OLG Oldenburg, Beschl. v. 22.6.2004 - 15 U 26/04, Rn. 3) und auch kein Anspruch auf ein Rechtsgespräch (…BGH, Urt. v. 11.11.1982 - III ZR 77/81, Rn. 13, zit. n. juris = BGHZ 85, 288 = NJW 1983, 867, 868).
Der Anspruch auf rechtliches Gehör verlangt grundsätzlich nicht, dass das Gericht vor der Entscheidung auf seine Rechtsauffassung hinweist; ihm ist auch keine allgemeine Frage- und Aufklärungspflicht des Richters zu entnehmen (…BVerfG Urt. v. 08.07.1997 - 1 BvR 1934/93 = BVerfGE 96, 189 = NJW 1997, 2305;… BGH, Urt. v. 11.11.1982 - III ZR 77/81 = BGHZ 85, 288 = NJW 1983, 867, 868; BGH, Urt. v. 22.02.2001 - I ZR 227/00 = GRUR 2001, 754, 755; OLG Braunschweig Beschluss vom 3.9.2004 - 8 U 110/04) und auch kein Anspruch auf ein Rechtsgespräch (…BGH, Urt. v. 11.11.1982 - III ZR 77/81 = BGHZ 85, 288 = NJW 1983, 867, 868).
Nur in dem besonderen Fall, dass ein Verfahrensbeteiligter bei Anwendung der von ihm zu verlangenden Sorgfalt nicht zu erkennen vermag, auf welchen Tatsachenvortrag es für die Entscheidung ankommen kann, ist es ausnahmsweise geboten, die Beteiligten auf eine Rechtsauffassung hinzuweisen, die das Gericht seiner Entscheidung zugrunde legen will (…(BVerfG Urt. v. 08.07.1997 - 1 BvR 1934/93 = BVerfGE 96, 189 = NJW 1997, 2305; ; BGH, Urt. v. 22.02.2001 - I ZR 227/00 = GRUR 2001, 754, 755).
KG, 14.06.2013 - 7 U 124/12
Nur in diesem besonderen Fall ist es auch geboten, die Beteiligten auf eine Rechtsauffassung hinzuweisen, die das Gericht seiner Entscheidung zugrunde legen will (vergl. BGH GRUR 2001, 754; BVerfGE 96, 189, 204).
Aus Art. 103 Abs. 1 GG folgt weder eine allgemeine Frage- und Aufklärungspflicht des Richters noch eine Verpflichtung des Gerichts, auf seine Rechtsansicht hinzuweisen (BVerfGE 84, 188, 190; BVerfG NJW-RR 2002, 69, 70; BGH, Urt. v. 22. Februar 2001 - I ZR 227/00, GRUR 2001, 754, 755).