Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=MDR%202003,%201434
Timestamp: 2020-04-02 16:27:00
Document Index: 371096771

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 519', '§ 519', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 128', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: MDR 2003, 1434 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 10.06.2003
https://dejure.org/2003,1254
BGH, 11.07.2003 - V ZR 233/01 (https://dejure.org/2003,1254)
BGH, Entscheidung vom 11.07.2003 - V ZR 233/01 (https://dejure.org/2003,1254)
BGH, Entscheidung vom 11. Juli 2003 - V ZR 233/01 (https://dejure.org/2003,1254)
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ZPO §§ 519, 518 Abs. 2 Nr. 2 a. F.
Uneingeschränkt eingelegte Berufung gegen alle erfolgreichen Streitgenossen, wenn diese in der Berufungsschrift aufgeführt, aber nur teilweise als Berufungsbeklagte bezeichnet sind; Erschwerung des Zugangs zu den in den Verfahrensordnungen vorgesehenen Instanzen in einer ...
ZPO §§ 519 518 Abs. 2 Nr. 2 (a.F.)
Verfahrensrecht - Streitgenosse nicht als Berufungsbeklagter benannt: Folgen
NJW 2003, 3203
MDR 2003, 1434
FamRZ 2003, 1652 (Ls.)
BB 2003, 1866 (Ls.)
Eine solche Auslassung kann zwar unschädlich sein, wenn kein vernünftiger Zweifel daran besteht, daß auch der ausgelassene Beteiligte Rechtsmittelführer sein sollte (…BGH, Urt. v. 13. Oktober 1998, VI ZR 81/98, NJW 1999, 291, 292; Senatsurt. v. 11. Juli 2003, V ZR 233/01, NJW 2003, 3203, 3204).
Diese Kläger haben aber nach dem eindeutigen Inhalt der Berufungsschrift, wonach nur die "namentlich aufgeführten" Kläger als Rechtsmittelführer gemeint sind, gegen das der Widerklage stattgebende Urteil nicht Berufung eingelegt (BGH, Urt. v. 11. Juli 2003 - V ZR 223/01, NJW 2003, 3203 f.;… Urt. v. 10. Juli 1985 - IVa ZB 8/85, VersR 1985, 970 f.), so dass das Ersturteil im Verhältnis zu ihnen in Rechtskraft erwachsen ist.
Ist - wie hier - nur der an erster Stelle des Urteilsrubrums stehende Streitgenosse als Berufungsbeklagter genannt, so ist das Urteil auch gegenüber den anderen angefochten, außer wenn die Berufungsschrift eine Beschränkung erkennen lässt (BGH, Urt. v. 11.7.2002, V ZR 233/01;… Urt. v. 16.11.1993, NJW 1994, 512;… Urt. v. 20.1.1988 NJW 1988, 1204).
Mängel in der Parteibezeichnung in Rechtsmittelschriften sind unbeachtlich, wenn in Anbetracht der jeweiligen Umstände keine vernünftigen Zweifel an der Person des Rechtsmittelklägers und des Rechtsmittelbeklagten bestehen (vgl. BGH, Urteil vom 11. Juli 2003 - V ZR 233/01, NJW 2003, 3203, 3204;… Beschluss vom 22. November 2005 - XI ZB 43/04, NJW-RR 2006, 284 Rn. 8).
Auch die schutzwürdigen Belange anderer Beteiligter sind zu berücksichtigen (BGH, Urteil vom 11. Juli 2003 - V ZR 233/01, MDR 2003, 1434;… BAG, NJW 2010, 956 Rn. 12;… Zöller/Greger, ZPO, 30. Aufl., Vor § 128 Rn. 25).
Bei der Auslegung sind die schutzwürdigen Belange des Erklärungsadressaten zu berücksichtigen (BGH, Urteil vom 11. Juli 2003 - V ZR 233/01, NJW 2003, 3202).
Hierbei kommt insbesondere der Frage Bedeutung zu, ob eine Beschränkung des Rechtsmittelangriffs auf einen Teil der bisherigen Prozessgegner in Anbetracht des der Vorinstanz unterbreiteten Streitstoffs ungewöhnlich oder gar fern liegend erscheint (vgl. etwa BGH…, Beschluss vom 9. September 2008, aaO, Tz. 7; BGH, Urteil vom 11. Juli 2003 - V ZR 233/01, NJW 2003, 3203, unter II).
Dieser Gesichtspunkt ist - anders als bloße Zweckmäßigkeitserwägungen - bei der Auslegung einer Rechtsmittelschrift zu beachten (vgl. BGH, Urteil vom 11. Juli 2003, aaO).
https://dejure.org/2003,2079
BGH, 10.06.2003 - VIII ZB 126/02 (https://dejure.org/2003,2079)
BGH, Entscheidung vom 10.06.2003 - VIII ZB 126/02 (https://dejure.org/2003,2079)
BGH, Entscheidung vom 10. Juni 2003 - VIII ZB 126/02 (https://dejure.org/2003,2079)
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Freie revisionsrechtliche Nachprüfung der Auslegung von Prozesshandlungen; Unschädlichkeit der Angabe eines falschen Aktenzeichens in einem Fristverlängerungsantrag; Aktenzeichenangabe als reine Ordnungsmaßnahme; Eingang des Fristverlängerungsgesuchs bis zum Ablauf des ...
Wirksamkeit eines Fristverlängerungsantrags bei Angabe eines falschen Aktenzeichens
Verfahrensrecht - Falsches Aktenzeichen im Antrag auf Fristverlängerung
Eingabe in der Suchmaske auf der nächsten Seite: Jahrgang 2004, Seite 26
Fristverlängerungsgesuch im Berufungsverfahren
brak-mitteilungen.de , S. 32 (Entscheidungsanmerkung)
Fristverlängerung - Auslegung eines Antrags auf Verlängerung der Berufungsbegründungsfrist bei Angabe eines falschen Aktenzeichens
AG Karlsruhe, 26.07.2002 - 4 C 597/01
LG Karlsruhe, 05.11.2002 - 9 S 222/02
NJW 2003, 3418
VersR 2004, 1286
AnwBl 2004, 59
Bei der Einordnung eines Schriftsatzes als Klagebegründung, auch darin ist der Revision zuzustimmen, ist davon auszugehen, dass im Zweifel dasjenige gewollt ist, was nach den Maßstäben der Rechtsordnung vernünftig ist und dem recht verstandenen Interesse entspricht (vgl. BGH, Beschl. v. 10. Juni 2003, VIII ZB 126/02, NJW 2003, 3418, 3419).
Das ändert aber nichts daran, dass die erforderliche Klage und ihre Begründung Prozesshandlungen darstellen, die nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs nicht beschränkt, sondern unbeschränkt nachprüfbar sind (…Senat , Urt. v. 14. Dezember 1990, V ZR 329/89, NJW 1991, 1175, 1176;… BGH, Urt. v. 24. November 1999, XII ZR 94/98, NJW-RR 2000, 1446; Beschl. v. 10. Juni 2003, VIII ZB 126/02, NJW 2003, 3418, 3419).
Es handelt sich um eine Ordnungsmaßnahme, die für die Sachentscheidung ohne Bedeutung ist (ständige Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs; vgl. BGH, Beschluss vom 10. Juni 2003 - VIII ZB 126/02 -, NJW 2003, S. 3418;… Beschluss vom 15. April 1982 - IVb ZB 60/82 -, VersR 1982, S. 673;… Beschluss vom 2. Oktober 1973 - X ZB 7/73 (BPatG) -, NJW 1974, S. 48).
Wurde durch die Angabe eines falschen Aktenzeichens eine Unsicherheit darüber herbeigeführt, in welcher Sache die Beschwerdebegründung eingereicht wurde, ist diese nach dem Inhalt der schriftsätzlichen Ausführungen des Rechtsanwalts dem richtigen Verfahren zuzuordnen (vgl. BGH Beschluss vom 10. Juni 2003 - VIII ZB 126/02 - NJW 2003, 3418, 3419).
Für dieses Verständnis spricht, dass im Zweifel dasjenige gewollt ist, was nach den Maßstäben der Rechtsordnung vernünftig ist und dem recht verstandenen Interesse des Erklärenden entspricht (BGH, Urteile vom 24. November 1999 - XII ZR 94/98, NJW-RR 2000, 1446, vom 17. Mai 2000 - VIII ZR 210/99, NJW 2000, 3216, 3217 und Beschluss vom 10. Juni 2003 - VIII ZB 126/02, NJW 2003, 3418, 3419).
OLG Frankfurt, 16.04.2013 - 11 W 23/13
Auslegung einer Rücknahmeerklärung im Eilverfahren
Insoweit ist - wie vom Landgericht zu Recht ausgeführt - im Zweifel davon auszugehen, dass die Partei das anstrebt, was nach den Maßstäben der Rechtsordnung vernünftig ist und der recht verstandenen Interessenlage der Partei entspricht (BGH NJW 2003, 3418, 3419).
Bei einem offensichtlichen Irrtum - etwa der Angabe des falschen Aktenzeichens - ist jedoch auch eine berichtigende Auslegung möglich (BGH NJW 2003, 3418, 3419).
Soweit die Angabe eines falschen Aktenzeichens grundsätzlich einer berichtigenden Auslegung zugänglich (BGH NJW 2003, 3418, 3419) ist, gilt dies hier entsprechend.
a) Für den rechtzeitigen Eingang eines einzureichenden Schriftstücks ist entscheidend, ob es vor Fristablauf tatsächlich an das zur Entscheidung berufene Gericht gelangt ist (Senatsbeschluss vom 10. Juni 2003 - VIII ZB 126/02, NJW 2003, 3418, unter II 2).
Denn die Auslegung von Prozesshandlungen, die freier revisionsrechtlicher Nachprüfung unterliegt, hat sich an dem Grundsatz zu orientieren, dass im Zweifel dasjenige gewollt ist, was nach den Maßstäben der Rechtsordnung vernünftig ist und dem recht verstandenen Interesse entspricht (Senatsbeschluss vom 10. Juni 2003, aaO m.w.N.).
OLG Düsseldorf, 05.09.2017 - 8 UF 96/17
Zur Auslegung eines Antrags auf Verlängerung der Beschwerdebegründungsfrist in einer Familienstreitsache bei Angabe eines falschen Aktenzeichens (Abgrenzung zu BGH, Beschluss vom 10. Juni 2003 - VIII ZB 126/02 -).
Anders als in der von der Antragsgegnerin in Bezug genommenen Entscheidung des Bundesgerichtshofes vom 10.06.2003 (VIII ZB 126/02) lässt sich eine solche von dem angegebenen Aktenzeichen abweichende eindeutige Zuordnung nicht aus dem Inhalt des Schriftsatzes ableiten.
Im Zweifel gilt der Grundsatz, dass der Antragsteller das gewollt hat, was nach den Maßstäben der Rechtsordnung vernünftig ist und der recht verstandenen Interessenlage entspricht (BAG 21. Juli 2005 - 6 AZR 592/04 - BAGE 115/225, zu II 1 a aa; BGH 10. Juni 2003 - VIII ZB 126/02 - NJW 2003/3418, zu II 2).
LG Düsseldorf, 25.01.2018 - 4b O 55/15
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