Source: http://www.gav-service.ch/Contract.aspx?stellaNumber=420001&versionName=11
Timestamp: 2018-02-25 07:58:03
Document Index: 83321671

Matched Legal Cases: ['Art. 36', 'Art. 23', 'Art. 27', 'Art. 29', 'Art. 32', 'Art. 38', 'Art. 5', 'Art. 36']

Allgemeinverbindlicherklärung: 01.02.2018 - 30.06.2019
4'376 (2015, 2014); 4'811 (2013); 3'180 (2010); 3'030 (2009); 3'580 (davon 10 Frauen; 2007); 3'190 (2005)
1'041 (2015, 2014)
Gilt für die ganze Schweiz ausser Kt. VD, VS, NE, JU, FR und Verwaltungsbezirk Berner Jura/Arrondissement Jura bernois (Ausnahme in diesen Kantonen: ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen, die Mitglieder einer vertragsschliessenden Partei sind); im Kt. GE ohne Art. 36 (Mindestlöhne) und 37 (Lohnverhandlungen).
Gilt für alle VSCI-Mitgliedfirmen in der ganzen Schweiz; alle ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen der Carrosseriebranche, alle gewerbliche Betriebszweige in der gleichen Untenehmung.
Gilt für alle ArbeitnehmerInnen in Betrieben des betrieblichen und räumlichen Geltungsbereichs.
a) Betriebsinhaber und ihre Familienangehörigen gem. Artikel 4 Abs. 1 Arbeitsgesetz ArG;
b) Arbeitnehmer mit einem Beschäftigungsgrad unter 40%;
c) Arbeitnehmer, die überwiegend administrative Arbeiten ausführen;
d) Kader, denen Mitarbeitende unterstellt sind sowie weitere Mitarbeitende, die aufgrund ihrer Stellung oder Verantwortung über weitreichende Entscheidungsbefugnisse im Betrieb verfügen oder auf Entscheide massgebend Einfluss nehmen können.
Für Lernende gelten die Art. 23 «Arbeitszeit», Art. 27 «Ferien, Ferienberechnung», Art. 29 «Feiertage», Art. 32 «Absenzen» und Art. 38 «Jahresendzulage» des GAV ebenfalls.
Die Allgemeinverbindlicherklärung gilt für die ganze Schweiz, mit Ausnahme der Kantone Waadt, Wallis, Neuenburg, Jura, Freiburg und des Verwaltungsbezirkes Berner Jura des Kantons Bern.
Die Allgemeinverbindlicherklärung gilt für alle Arbeitgeber sowie Arbeitnehmer der Carrosseriebranche. Zur Carrosseriebranche gehören Betriebe, die in den folgenden Bereichen tätig sind:
– Carrosserie- und Fahrzeugbau;
– Carrosseriesattlerei;
– Carrosseriesplenglerei;
– Autospritzwerk und Autolackiererei;
– Firmen mit speziellen Carrosseriearbeiten (z.B. Drücktechnik);
– Carrosserieabteilungen in gemischten Betrieben.
Artikel 2.2: Allgemeinverbindlicherklärung
c) Arbeitnehmer, die überwiegend administrative Arbeiten ausführen (gilt nicht für den Kanton Genf);
d) Kader, denen Mitarbeitende unterstellt sind sowie weitere Mitarbeitende, die aufgrund ihrer Stellung oder Verantwortung über weitreichende Entscheidungsbefugnisse im Betrieb verfügen oder auf Entscheide massgebend Einfluss nehmen können (gilt nicht für den Kanton Genf).
Artikel 3.3, Änderung vom 2017
Erfolgt keine rechtzeitige Kündigung seitens einer Vertragspartei, verlängert sich die Geltungsdauer des vorliegenden Vertrages um je ein weiteres Jahr mit der gleichen Kündigungsfrist.
Paritätische Landeskommission im Schweiz. Carrosseriegewerbe
www.plk-carrosserie.ch
Mindestlöhne ab 2014 (per 1.11.2014 allgemeinverbindlich erklärt; ausgenommen Kanton Genf):
Gelernte nach 4 Jahren Lehre (EFZ), im 1. Jahr nach dem Qualifikationsverfahren (ehem. LAP)* CHF 4'200.-- CHF 23.64
Gelernte nach 2 Jahren Lehre (Berufsattest EBA), im 1. Jahr nach Abschluss CHF 3'800.-- CHF 21.38
ArbeitnehmerInnen ohne Lehrabschluss, ab 20. Altersjahr CHF 3'775.-- CHF 21.24
* Dellen-Drücker werden wie gelernte AN nach 4-jähriger Lehre (EFZ) behandelt.
Kanton Genf 2017 (per 1.6.2017 allgemeinverbindlich erklär):
Arbeitnehmende mit Lehrabschluss (EFZ oder CAP):
- 1. Jahr nach Lehrabschluss CHF 4'500.--
- nach 1 Jahr Berufspraxis CHF 4'680.--
- nach 2 Jahren Berufspraxis CHF 4'900.--
- nach 5 Jahren Berufspraxis CHF 5'100.--
Arbeitnehmende mit EBA
- mit weniger als 2 Jahren Berufspraxis CHF 4'150.--
- nach 2 Jahren Berufspraxis CHF 4'230.--
- nach 5 Jahren Berufspraxis CHF 4'690.--
Arbeitnehmende ohne Lehrabschluss (EFZ oder CAP):
- mit weniger als 2 Jahren Berufspraxis CHF 4'050.--
- mit mehr als 2 Jahren Berufspraxis CHF 4'150.--
- mit mehr als 5 Jahren Berufspraxis CHF 4'450.--
Lernende Carrosserie-Maler oder Carrosserie-Spengler EFZ
-im 1. Jahr der Lehre CHF 600.--
-im 2. Jahr der Lehre CHF 800.--
- im 3. Jahr der Lehre CHF 1'000.--
- im 4. Jahr der Lehre CHF 1'300.--
Lernende Carrosserie-Lackierer EBA:
- im 1. Jahr der Lehre CHF 600.--
- im 2. Jahr der Lehre CHF 800.--
Artikel 36; Lohnvereinbarung 2017
Kanton Genf 2017 (per 1.6.2017 allgemeinverbindlich erklärt):
Die Erhöhung der Effektivlöhne liegt im Ermessen des Arbeitgebers.
Kanton Genf 2016 (per 1.10.2016 allgemeinverbindlich erklärt):
Effektivlöhne (für Bruttomonatslöhne zwischen CHF 5'101.-- und CHF 5'999.--): Erhöhung von CHF 100.--
Für die Bruttomonatslöhne über CHF 6000.-- liegt die Lohnerhöhung im individuellen Ermessen des Arbeitgebers.
Grundsätzlich zwischen ArbeitnehmerIn/ArbeitgeberIn individuell festgesetzt, als Stunden- oder Monatslohn. Jährliche Verhandlung der Vetragsparteien über allfällige Lohnanpassung.
Artikel 34.1, 36, 37; Lohnvereinbarung 2016
Die Arbeitnehmenden erhalten einen 13. Monatslohn (100% des durchschnittl. Monatgrundlohnes).
Kanton Genf 2015 (per 1.12.2015 allgemeinverbindlich erklärt):
Ein kompletter 13. Monatslohn (100%) ist allen GAV-unterstellten Arbeitnehmenden pro rata temporis geschuldet: dieser muss auch den Lernenden bezahlt werden.
Allgemeinverbindlicherklärung; Änderung vom 3. November 2015: Art. 5 der Zusatzregelung für den Kanton Genf
Nur angeordnete Überstunden und Überzeit werden kompensiert.
Überstunden (Differenz zwischen GAV-Arbeitszeit und 50 h/Woche): in Zeitform zu kompensieren; allfällige Auszahlung nach betrieblicher Praxis.
Überzeit (mehr als 50 h/Woche): Kompensation in Zeit.
Falls Kompensation in Zeit nicht möglich: Ausbezahlung mit 25% Zuschlag
Artikel 26.1-3; Überstundenregelung für Temporärbeschäftigte
Nachtarbeit (23:00-06:00):
- vorübergehend (weniger als 25 Nächte/Jahr) 50%
- dauernd oder regelmässig (25 und mehr Nächte/Jahr) 10% Zeitkompensation oder -zuschlag
Sonn- und Feiertagsarbeit (23:00-23:00): 50%
Werden Arbeitsstunden an einem Sonn-und Feiertag geleistet, so sind diese primär mit einem Zeitzuschlag von 50% innerhalb der folgenden 6 Monate zu kompensieren. Ist eine Kompensation nicht möglich, ist ein Lohnzuschlag von 50% auszurichten.
Artikel 26.4+5,
Auswärtige Arbeit: Vergütung sämtlicher Spesen
2'132 h/Jahr (177.7h/Monat, 41 h/Woche)
Bis 20. Altersjahr 25 Arbeitstage
Ab zurückgelegtem 20. Altersjahr 20 Arbeitsatge
Ab 60. Altersjahr und 5 Jahre in Betrieb 30 Arbeitstage
Der Ferienanspruch bemisst sich ab dem Kalenderjahr, in dem das betreffende Altersjahr erfüllt wird.
Lernende Kanton Genf:
1. Lehrjahr (unabhängig vom Alter) 6 Wochen
2., 3. und 4. Lehrjahr (unabhängig vom Alter) 5 Wochen
Artikel 27; Lohnvereinbarung 2014 (Anhang 8)
Tod des Ehepartner, eines eigenen Kindes und eines Stief-/Adoptivkindes 3 Tage
Tod eines Geschwisters, der Eltern, Schwiegereltern, Grosseltern oder der Grosskinder 1 Tag
Infotag Rekrutenschule 1 Tag
Umzug mit eigenem Hausrat, sofern Arbeitnehmer nicht in gekündigten Verhältnis stehend 1 Tag
Bei Bezug der Feiertage gemäss kantonalem Recht erfolgt kein Lohnabzug. Dies gilt für acht kantonale Feiertage pro Jahr und den 1. August, wenn diese auf einen Arbeitstag fallen.
Als Sonn- und Feiertage gelten die Sonntage und die gemäss kantonalem oder eidg. Recht festgelegten Feiertage. Der Zuschlag für Arbeiten an Sonn- und Feiertagen beträgt 50%.
Artikel 26.5+6, 29.1
1 Tag/Jahr
80% während 720 Tagen
Die Prämien der Kollektivtaggeldversicherung werden von ArbeitgeberInnen und ArbeiterInnen je hälftig getragen.
ArbeitnehmerInnen sind gegen die Folgen von Unfällen bei der SUVA versichert. Der durch die SUVA nicht gedeckten Lohnausfall während des Unfalltages und der zwei darauf folgenden Tage wird zu 80% vom Arbeitgeber vergütet.
Nichtbetriebsunfall: Prämien zulasten des Arbeitnehmers
Artikel 41, 42 und 43
- Für Ledige ohne Unterstützunspflicht 50%
- Für Verheiratete sowie Ledige mit Unterstützungspflicht 80%
Übrige Militärdienstleistungen:
- bis zu 1 Monat/Kalenderjahr 100%
Durchdiener: 1 Monat 100%, danach EO-Leistungen
Gleitender Ruhestand ab 55. Altersjahr möglich
ArbeitnehmerInnen und ArbeitgeberInnen (pro ArbeitnehmerIn) bezahlen je CHF 30.--/Monat (Vollzugskostenbeitrag von CHF 10.-- und Bildungsbeitrag von CHF 20.--).
Arikel 18.1-3
Ferien (von Gesetzes wegen):
Bis zum vollendeten 20. Altersjahr: 25 Arbeitstage
Lohnempfehlung VSCI (CLA: CarrossierIn Lackiererei, CSP: CarrossierIn Spenglerei und FZS: FahrzeugschlosserIn; nach Lehrjahr; Bruttomonatslohn)
- 1. Lehrjahr CHF 600.--
- 2. Lehrjahr CHF 750.--
- 3. Lehrjahr CHF 900.--
- 4. Lehrjahr CHF 1'100.--
- 2. Lehrjahr CHF 650.-- (Zusatzlehre: CHF 1'200.--)
- 3. Lehrjahr CHF 900.-- (Zusatzlehre: CHF 1'500.--)
- 4. Lehrjahr CHF 1'200.-- (Zusatzlehre: CHF 1'800.--)
Graubünden (FZS nur in Ausnahmefällen ausgebildet):
- 1. Lehrjahr CHF 550.--
- 2. Lehrjahr CHF 650.--
- 3. Lehrjahr CHF 850.--
- 3. Lehrjahr CHF 800.--
- 4. Lehrjahr CHF 1'000.--
- 1. Lehrjahr CHF 700.--
- 2. Lehrjahr CHF 900.--
- 3. Lehrjahr CHF 1'100.--
- 4. Lehrjahr CHF 1'400.--
- 1. Lehrjahr CHF 582.--
- 2. Lehrjahr CHF 672.--
- 4. Lehrjahr CHF 1'077.--
- 1. Lehrjahr CHF 650--
- 2. Lehrjahr CHF 800.-- (Zusatzlehre: CHF 1'200.--)
- 3. Lehrjahr CHF 1'000.-- (Zusatzlehre: CHF 1'500.--)
- 1. Lehrjahr CHF 700.-- (Zusatzlehre: +20%)
- 2. Lehrjahr CHF 900.-- (Zusatzlehre: +20%)
- 3. Lehrjahr CHF 1'100.-- (Zusatzlehre: +20%)
- 4. Lehrjahr CHF 1'400.-- (Zusatzlehre: +20%)
Ab 1.1.2014 (per 1.11.2014 allgemeinverbindlich erklärt):
Lernende Carrosserie-Maler oder Carrosserie-Spengler EFZ:
Artikel 3; Artikel 27.1, OR 329a+e; Lohnvereinbarung 2014 und 2016 (Anhang 8); VSCI Brutto-Lehrlingslöhne 2011
VSCI - Schweizerischer Carrosserieverband
Die Paritätische Landeskommission (PLK) befasst sich mit:
c) den Lohnverhandlungen gem. Art. 36 und 37 GAV;
d) den GAV-Verhandlungen;
e) der Förderung der beruflichen Weiterbildung;
f) Umsetzung von Massnahmen im Bereich der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes;
g) dem Erlass sämtlicher für den Vollzug des GAV notwendigen Massnahmen. Die PLK kann diese Aufgaben an die PBK delegieren;
h) den organisatorischen und administrativen Weisungen z.Hd. allfällig bestehender Paritätischer Berufskommissionen betreffend Rechnungsstellung der Berufs- und Vollzugskostenbeiträge;
i) der Wahl der Inkassostellen für die Berufs- und Vollzugskostenbeiträge;
k) der Beurteilung und dem Entscheid über Meinungsverschiedenheiten und Streitigkeiten zwischen den Vertragsparteien bzw. deren Sektionen bezüglich der Anwendung und Interpretation von Bestimmungen dieses GAV oder seiner integrierenden Anhänge;
l) dem Aussprechen und Inkasso von Kontrollkosten, Nachforderungen und Konventionalstrafen;
m)der Beurteilung über die Vertragsunterstellung eines Arbeitgebers;
n) der Regelung und der Führung eines Berufsbildungsfonds;
o) den von allfällig bestehenden Paritätischen Berufskommissionen zur Beurteilung unterbreiteten Fragen, sofern diese
p) Fragen und Aufgaben, welche an die Geschäftsstelle der PLK herangetragen werden;
q) der Regelung von firmenspezifischen Lösungen bei wirtschaftlichen Problemen.
Gemäss Mitwirkungsgesetz
Die Kündigung des Arbeitsverhältnisses durch den Arbeitgeber ist missbräuchlich, wenn sie ausgesprochen wird:
Frühzeitige Information der ArbeitnehmerInnen(-Vertretung) und der Vertragsparteien. Es sind jeweils die für Arbeitnehmer am wenigsten einschneidenden und der Ursache des Arbeitmangels am besten entsprechenden Massnahmen anzustreben.' Beizug der paritätischen Landeskommission und der Vertragsparteien zur Beratung möglich.
3. Stufe Paritätische Landeskommission
4. Stufe Schiedsgericht
Die Vertragsparteien verpflichten sich auf die absolute Friedenspflicht und verzichten für die Dauer dieses GAV auf Kampfmassnahmen, insbesondere Streiks und Aussperrungen. Diese Verpflichtung gilt auch für deren Sektionen sowie für kantonale, regionale oder lokale Organe.
» Paritätische Landeskommission (PLK) im Schweizerischen Carrosseriegewerbe
» GAV Schweizerisches Carrosseriegewerbe 2014 (1512 KB, PDF)
» Lohnvereinbarung 2015 Carrosseriegewerbe (10 KB, PDF)