Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=WRP%201998,%20868
Timestamp: 2020-01-20 16:58:04
Document Index: 275978710

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 4', 'EuG', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 05.03.1998 - I ZB 28/95 - dejure.org
https://dejure.org/1998,173
BGH, 05.03.1998 - I ZB 28/95 (https://dejure.org/1998,173)
BGH, Entscheidung vom 05.03.1998 - I ZB 28/95 (https://dejure.org/1998,173)
BGH, Entscheidung vom 05. März 1998 - I ZB 28/95 (https://dejure.org/1998,173)
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Ein-Wort-Marke - Gesamtbegriff mit eigenständigem Bedeutungsgehalt - Zerlegung in Bestandteile
NJW-RR 1998, 1416
GRUR 1998, 932
WRP 1998, 868
Ein für sich genommen beschreibender Bestandteil kann aber zum Gesamteindruck der Marke beitragen und diese mitprägen, wenn er - wie hier - Teil eines Gesamtbegriffs mit eigenständigem Bedeutungsgehalt ist (vgl. BGH, Beschl. v. 5.3.1998 - I ZB 28/95, GRUR 1998, 932, 933 = WRP 1998, 868 - MEISTERBRAND; Beschl. v. 25.3.1999 - I ZB 32/96, GRUR 1999, 735, 736 = WRP 1999, 855 - MONOFLAM/POLYFLAM).
Zutreffend - und von den Revisionen nicht angegriffen - ist das Berufungsgericht zwar bei der Beurteilung der Marke "comtes" davon ausgegangen, daß derartige Bezeichnungen vom Verkehr in der Regel in ihrem Gesamt(klang)bild aufgenommen und nicht einer analysierenden Betrachtungsweise unterzogen werden (BGH, Beschl. v. 19.1.1995 - I ZB 20/92, GRUR 1995, 408, 409 - PROTECH; Beschl. v. 5.3.1998 - I ZB 28/95, GRUR 1998, 932, 933 = WRP 1998, 868 - MEISTERBRAND).
Hierbei kommt es entscheidend darauf an, wie die Marke auf den Durchschnittsverbraucher der jeweils in Frage stehenden Waren wirkt (vgl. BGH, Beschl. v. 29.6.1995 - I ZB 22/93, GRUR 1996, 198 - Springende Raubkatze; BGHZ 131, 122, 124 f. - Innovadiclophlont; BGH, Beschl. v. 5.3.1998 - I ZB 28/95 - MEISTERBRAND, Umdr. S. 9 f.).
Diese Auslegung der vorerwähnten Richtlinienbestimmung entspricht der Rechtsprechung des Senats zum Markengesetz, nach der darüber hinaus bei der Anwendung dieser Rechtsgrundsätze auch weiterhin die schon in der bisherigen Rechtsprechung zum Warenzeichengesetz anerkannten Erfahrungssätze Bedeutung haben (BGH, Beschl. v. 29.6.1995 - I ZB 22/93, GRUR 1996, 198 = WRP 1997, 443 - Springende Raubkatze; BGHZ 131, 122, 124 f. - Innovadiclophlont; Beschl. v. 5.3.1998 - I ZB 28/95 - MEISTERBRAND, Umdr. S. 9 f.).
Dann tragen auch die anderen Bestandteile zum Gesamteindruck bei, selbst wenn sie beschreibend sind (vgl. BGH, Beschl. v. 5.3.1998 - I ZB 28/95, GRUR 1998, 932, 933 = WRP 1998, 868 - MEISTERBRAND; Beschl. v. 25.3.1999 - I ZB 32/96, GRUR 1999, 735, 736 = WRP 1999, 855 - MONOFLAM/POLYFLAM).
Das entspricht der Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europäischen Gemeinschaften zur Auslegung des Begriffs der Markenähnlichkeit i.S. von Art. 4 Abs. 1 Buchst. b MarkenRL, wobei insbesondere die für den Durchschnittsverbraucher der jeweils in Frage stehenden Waren die Marken unterscheidenden und sie dominierenden Elemente zu berücksichtigen sind (…EuGH GRUR Int. 1998, 56, 57 = WRP 1998, 39, 41 - Sabèl/Puma; vgl. auch BGH, Beschl. v. 29.6.1995 - I ZB 22/93, GRUR 1996, 198 - Springende Raubkatze; BGHZ 131, 122, 124 f. - Innovadiclophlont; BGH, Beschl. v. 5.3.1998 - I ZB 28/95 - MEISTERBRAND, Umdr. S. 9 f.).
OLG Karlsruhe, 09.01.2002 - 6 U 71/01
Verwechslungsgefahr im Markenrecht: Kennzeichnungskraft einzelner …