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Timestamp: 2016-10-26 21:27:03
Document Index: 187093321

Matched Legal Cases: ['Art. 83', 'BGE', 'Art. 89', 'BGE', 'Art. 99', 'BGE', 'Art. 95', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 97', 'BGE', 'Art. 95', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 106', 'Art. 61', 'Art. 61', 'Art. 79', 'Art. 61', 'Art. 5', 'Art. 9', 'Art. 9', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 34', 'Art. 41', 'Art. 63', 'Art. 4', 'Art. 36', 'Art. 15', 'Art. 97', 'Art. 97', 'Art. 97', 'Art. 82', 'Art. 9', 'Art. 5', 'Art. 9', 'Art. 66', 'Art. 65', 'Art. 68']

2C_213/2014 (05.11.2014)
2C_213/2014 � � Urteil vom 5. November 2014
3. C.F.________,
gesetzlich vertreten durch, A. und B.F.________,
5. E.F.________,
gesetzlich vertreten durch, A. und B.F.________, Beschwerdef�hrer,
alle vertreten durch Rechtsanwalt Thomas Biedermann,
Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Januar 2014.
�A. und B.F.________ stammen aus dem Kosovo. Sie reisten am 8. April 1990 in die Schweiz ein. Die drei gemeinsamen Kinder C.F.________ (geb. 1994), D.F.________ (geb. 1997) und E.F.________ (geb. 2000) wurden in U.________/BE geboren. Die Familie lebte in der Gemeinde V.________/BE, meldete sich per 30. April 2001 ab und lebte fortan w�hrend zweier Jahre im Kosovo. Die Niederlassungsbewilligungen aller Familienmitglieder wurden auf Gesuch hin bis zum 31. Mai 2003 aufrecht erhalten. Im April 2003 kehrte die Familie in die gleiche Einwohnergemeinde in der Schweiz zur�ck. A.F.________ blieb jedoch im Kosovo erwerbst�tig und die ganze Familie hielt sich fortan (bis Mitte 2012) mehrheitlich in ihrer Heimat auf. Im Jahr 2006 wurde A.F.________ in der Schweiz eingeb�rgert. Die Einb�rgerungsgesuche der restlichen Familienmitglieder wurden sistiert. Die Kontrollfristen der Niederlassungsbewilligungen von B.F.________ und der Kinder wurden in den Jahren 2006 und 2009 um drei bzw. f�nf Jahre verl�ngert.
�Am 27. Oktober 2011 stellte das Amt f�r Migration und Personenstand des Kantons Bern fest, dass die Niederlassungsbewilligungen von B.F.________ und der Kinder infolge langer Landesabwesenheit erloschen seien. Gegen diese Verf�gung erhoben A. und B.F.________ am 29. November 2011 Beschwerde bei der Polizei- und Milit�rdirektion des Kantons Bern (POM). Diese wies das Rechtsmittel ab, soweit sie darauf eintrat. Eine hiergegen erhobene Beschwerde ans Verwaltungsgericht lehnte dieses ab, soweit es darauf eintrat (Urteil vom 22. Januar 2014).
�Mit Eingabe vom 28. Februar 2014 beantragen A.F.________, B.F.________ und C.F.________ sowie D.F.________ und E.F.________, vertreten durch ihre Eltern, dem Bundesgericht, das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern aufzuheben. Es sei festzustellen, dass die Niederlassungsbewilligungen der Beschwerdef�hrer 2-5 nicht erloschen seien. Diese seien "zu verl�ngern".
�Die Polizei- und Milit�rdirektion des Kantons Bern beantragt, die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei; das Verwaltungsgericht beantragt, die Beschwerde sei abzuweisen. Das Amt f�r Migration verzichtet auf Vernehmlassung. Das Bundesamt f�r Migration beantragt, die Beschwerde sei abzuweisen.
�Das pr�sidierende Mitglied der II. �ffentlich-rechtlichen Abteilung hat der Beschwerde am 6. M�rz 2014 antragsgem�ss aufschiebende Wirkung zuerkannt.
�Mit Schreiben vom 19. Juni 2014 brachte das Amt f�r Migration des Kantons Bern dem Bundesgericht zur Kenntnis, dass die Beschwerdef�hrer 3-5 per 29. Mai 2014 erleichtert eingeb�rgert worden seien. Dieses Schreiben ist den Beschwerdef�hrern am 26. Juni 2014 zugestellt worden. Sie haben sich hierzu nicht ge�ussert.
1.1.�Auf dem Gebiet des Ausl�nderrechts ist die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen die Erteilung oder Verweigerung von Bewilligungen ausgeschlossen, auf die weder das Bundesrecht noch das V�lkerrecht einen Anspruch einr�umt (Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG). Gegen Entscheide �ber den Widerruf oder die Feststellung des Erl�schens einer Niederlassungsbewilligung ist die Beschwerde jedoch zul�ssig, weil grunds�tzlich ein Anspruch auf das Fortbestehen dieser Bewilligung gegeben ist (BGE 135 II 1 E. 1.2.1 S. 4).
1.2.�Gem�ss Art. 89 Abs. 1 lit. b und c BGG ist zur Beschwerde berechtigt, wer durch den angefochtenen Entscheid oder Erlass besonders ber�hrt ist und ein schutzw�rdiges Interesse an dessen Aufhebung oder �nderung hat. Erforderlich ist regelm�ssig ein aktuelles, praktisches Rechtschutzinteresse (BGE 137 II 40 E. 2.1 S. 41 f.). Fehlt dieses zum Zeitpunkt der Beschwerdeerhebung, ist auf die Beschwerde nicht einzutreten, f�llt es nachtr�glich dahin, ist das Beschwerdeverfahren abzuschreiben (vgl. Urteile 2C_649/2014 vom 24. Oktober 2014 E. 2.1; 2C_964/2014 vom 23. Oktober 2014 E. 2.2).
�A.F.________ ist bereits im Jahr 2006 eingeb�rgert worden. Er ersuchte damals um Einb�rgerung seiner Familie. Da die Kinder zu jenem Zeitpunkt die Schule im Kosovo besuchten und daher keine Integration stattfinde, wurden die Einb�rgerungsgesuche sistiert (vgl. vorne Sachverhalt Ziff. A). Mit Schreiben vom 19. Juni 2014 orientierte das Amt f�r Migration des Kantons Bern das Bundesgericht, dass die Beschwerdef�hrer 3-5 per 29. Mai 2014 erleichtert eingeb�rgert worden seien. Dieses Schreiben ist den Beschwerdef�hrern zugestellt worden. Sie haben sich hierzu nicht ge�ussert. Die Beschwerde hat das Erl�schen der Niederlassungsbewilligung zum Inhalt; in Bezug auf die Niederlassungsbewilligungen der Beschwerdef�hrer 3-5 ist das Verfahren gegenstandslos. An der Behandlung der Beschwerde besteht diesbez�glich offensichtlich kein Interesse. Zu pr�fen bleibt, ob die Niederlassungsbewilligung der Beschwerdef�hrerin 2 erloschen ist.
1.3.�Neue Tatsachen und Beweismittel bleiben im bundesgerichtlichen Verfahren grunds�tzlich unber�cksichtigt (Art. 99 BGG; vgl. BGE 139 III 120 E. 3.1.2 S. 122 f.; 133 IV 342 E. 2.1 S. f.; je mit Hinweisen).
1.4.�Das Bundesgericht ist an die Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz gebunden, soweit sie sich nicht als offensichtlich unrichtig, d.h. willk�rlich erweisen oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruhen (Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG; vgl. BGE 140 III 264 E. 2.3 S. 266; 137 I 58 E. 4.1.2 S. 62; 133 II 249 E. 1.2.2 S. 252; 133 III 393 E. 7.1 S. 398). Zudem ist von den Beschwerdef�hrern aufzuzeigen, dass die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Rein appellatorische Kritik an der Sachverhaltsermittlung und an der Beweisw�rdigung gen�gt den Begr�ndungs- und R�geanforderungen nicht. Bei ungen�gender R�ge und Begr�ndung ist auf die R�ge nicht einzutreten (BGE 140 III 264 E. 2.3 S. 266; 139 I 138 E. 3.8 S. 144).
1.5.�Das Bundesgericht pr�ft frei und von Amtes wegen die richtige Anwendung des Bundesrechts und des V�lkerrechts (Art. 95 lit. a und b sowie Art. 106 Abs. 1 BGG). Zul�ssig ist auch die R�ge, die Anwendung kantonalen Rechts f�hre zu einer Bundesrechtsverletzung, namentlich, dass kantonales Recht willk�rlich angewendet werde (vgl. BGE 138 I 143 E. 2 S. 149 f.; 137 V 143 E. 1.2 S. 145; 134 I 153 E. 4.2.2 S. 158). Die Verletzung von Grundrechten - mit Einschluss des Willk�rverbots - und von kantonalem Recht pr�ft das Bundesgericht nur insofern, als eine solche R�ge in der Beschwerde vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG).
2.1.�Verl�sst eine niederlassungsberechtigte Person die Schweiz, ohne sich abzumelden, erlischt die Niederlassungsbewilligung nach sechs Monaten (Art. 61 Abs. 2 Satz 1 AuG). Auf Gesuch hin kann die Niederlassungsbewilligung w�hrend vier Jahren aufrechterhalten werden (Art. 61 Abs. 2 Satz 2 AuG). Nach konstanter Rechtsprechung kommt es f�r das Erl�schen weder auf die Motive der Landesabwesenheit noch auf die Absichten des Betroffenen an (Urteile 2C_512/2013 vom 17. Februar 2014 E. 2; 2C_397/2011 vom 10. Oktober 2011 E. 3.2.2; 2C_980/2010 vom 21. Juni 2011 E. 2.1; 2C_853/2010 vom 22. M�rz 2011 E. 5.1; je mit Hinweisen). Dass der Beschwerdef�hrer 1 im Kosovo - wobei er die n�heren Umst�nde hierzu ohnehin nicht darlegt - f�r eine schweizerische Unternehmung t�tig gewesen sein soll, ist im Rahmen der Pr�fung des Erl�schens der Niederlassungsbewilligungen der Familie nicht von Bedeutung.
2.2.�Die sechsmonatige Frist wird zudem durch vor�bergehende Besuchs-, Tourismus- oder Gesch�ftsaufenthalte in der Schweiz nicht unterbrochen (Art. 79 Abs. 1 VZAE [SR 142.201]). Somit erlischt die Niederlassungsbewilligung wegen Aufenthaltsunterbruchs auch dann, wenn ausl�ndische Personen w�hrend eines gr�sseren Zeitraums landesabwesend sind, jeweils vor Ablauf von sechs Monaten f�r beschr�nkte Zeit in die Schweiz zur�ckkehren, dies aber bloss zu Besuchszwecken tun. Bei solchen Verh�ltnissen werden daher nicht etwa die (verschiedenen) Ausreisezeitpunkte, sondern wird vielmehr die Frage nach dem Lebensmittelpunkt zum ausschlaggebenden Kriterium (Urteile 2C_327/2013 vom 23. Oktober 2013 E. 2.1; 2C_471/2012 vom 18. Januar 2013 E. 4.1 mit Hinweisen; vgl. auch Urteile 2C_461/2012 vom 7. November 2012 E. 2.4.1; 2A.633/2006 vom 26. Januar 2007 E. 3.1; je mit Hinweisen).
�Zu beurteilen ist die Frage, ob die Vorinstanz - aufgrund der Auslandaufenthalte der Beschwerdef�hrerin 2 und ihrer Familie im Kosovo - vom Erl�schen ihrer Niederlassungsbewilligung ausgehen durfte (Art. 61 Abs. 2 AuG).
3.1.�Das Verwaltungsgericht hat in tats�chlicher Hinsicht willk�rfrei festgestellt, dass die Beschwerdef�hrer vom 30. April 2001 bis April 2003 im Ausland abwesend waren (Anmeldung am 22. April 2003); in den Folgejahren hielt sich die Familie mehrheitlich im Herkunftsstaat auf, wobei die Kinder ihre gesamte (Beschwerdef�hrerinnen 3 und 4) bzw. einen Grossteil ihrer Schulzeit (Beschwerdef�hrer 5) absolvierten. W�hrend der Schulferien verbrachte die Familie jeweils zwei bis drei Monate im Sommer sowie einen Monat im Winter in der Schweiz. Eine Abmeldung bei der Einwohnerkontrolle nahmen die Beschwerdef�hrer f�r die Abwesenheit nach 2003 nicht vor. In der Schweiz verf�gten sie �ber keine Wohnung mehr und waren w�hrend ihrer Aufenthalte jeweils bei einer befreundeten Familie in Untermiete. Zumindest w�hrend der Jahre 2003-2005 wurde keine Miete f�r eine Unterkunft bezahlt; den Nachweis, dass sie in den letzten Jahren in der Schweiz Steuern bezahlt h�tten, konnten die Beschwerdef�hrer sodann nicht erbringen.
3.2.�W�hrend die Familie bereits in den Jahren 2001-2003 einmal zwei Jahre im Kosovo gelebt hatte, hielt sie sich ab 2003 jeweils w�hrend acht bis zehn Monaten pro Jahr im Kosovo auf. Der Beschwerdef�hrer 1 hat bis 2012 dort gearbeitet; auch die Beschwerdef�hrerin 2 war dort teils erwerbst�tig. Die Kinder haben im Kosovo die Schulen besucht; demgegen�ber verbrachten sie die Ferien in der Schweiz. Selbst wenn die Familie nie je sechs aneinander folgende Monate ausser Landes gewesen sein sollte, ist - in �bereinstimmung mit der Vorinstanz - von einer zehnj�hrigen Landesabwesenheit mit der Verlegung des Lebensmittelpunktes ins Ausland auszugehen.
�Damit steht fest, dass die Niederlassungsbewilligung der Beschwerdef�hrerin 2 seit rund zehn Jahren erloschen ist.
�Die Beschwerdef�hrer sehen in verschiedenen Handlungen der Einwohnergemeinde, des Zivil- und B�rgerrechtsdienstes sowie des Amts f�r Migration einen Verstoss gegen den Vertrauensschutz sowie das Verbot widerspr�chlichen Verhaltens (Art. 5 Abs. 3 und Art. 9 BV), sodass sich die Beh�rden nicht auf das Erl�schen der Niederlassungsbewilligung berufen k�nnten.
4.1.�Nach st�ndiger Rechtsprechung verleiht der in Art. 9 BV verankerte Grundsatz von Treu und Glauben einer Person Anspruch auf Schutz des berechtigten Vertrauens, sofern sie sich auf eine Vertrauensgrundlage berufen kann und wenn sie gest�tzt darauf nachteilige Dispositionen getroffen hat, die sie nicht mehr r�ckg�ngig machen kann (BGE 137 I 69 E. 2.5.1 S. 73; 131 II 627 E. 6.1 S. 636 f.; 129 I 161 E. 4.1 S. 170). Eine Vertrauensgrundlage kann sich namentlich aus einer vorbehaltlosen und nicht erkennbar unrichtigen Auskunft einer daf�r zust�ndigen Person in einem konkreten Fall ergeben (BGE 137 II 182 E. 3.6.2 S. 193; 131 II 627 E. 6.1 S. 637). Die Rechtsfolge des Vertrauensschutzes ist in erster Linie, dass die Beh�rde an die Vertrauensgrundlage gebunden ist (vgl. Urteil 2C_502/2013 vom 30. September 2013 E. 2.1).
4.2.�Eine solche Vertrauensgrundlage aus Ausk�nften von Beh�rden besteht - sofern dies vorliegend �berhaupt relevant sein k�nnte (dazu unten E. 4.4) - nicht: Gem�ss den vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen kann zwar davon ausgegangen werden, dass der Gemeindeschreiber der Einwohnergemeinde davon Kenntnis hatte, dass sich die Familie w�hrend der letzten zehn Jahre �berwiegend im Ausland aufhielt. Die Vorinstanz schliesst es sodann nicht aus, dass der Gemeindeschreiber falsche Ausk�nfte betreffend das Erl�schen der Niederlassungsbewilligung bei l�ngeren Auslandaufenthalten gegeben hat. Sie erachtet ihn indessen als f�r entsprechende Ausk�nfte nicht zust�ndig. Die Beschwerdef�hrer r�gen nicht - jedenfalls nicht substanziiert - die Erw�gungen zur Unzust�ndigkeit der Gemeinde, sondern bringen vor, sie h�tten gutgl�ubig gehandelt. Wenn die Vorinstanz Letzteres mit dem Hinweis verneint, der Beschwerdef�hrer 1 h�tte sich und seine Familie f�r den ersten mehrj�hrigen Auslandaufenthalt (2001-2003) bereits bei der zust�ndigen Beh�rde vorsorglich abgemeldet, damit die Niederlassungsbewilligungen der Familienmitglieder nicht erl�schen w�rden, so verletzt dies kein Bundesrecht.
Dass entsprechende falsche Ausk�nfte betreffend Auslandaufenthalt zudem durch das Amt f�r Migration per Telefon erfolgt sein sollen, ist in tats�chlicher Hinsicht nicht erstellt. Was die Beschwerdef�hrer hiergegen vorbringen, beschr�nkt sich auf appellatorische Sachverhaltskritik und bleibt unbeachtlich (oben E. 1.4). Namentlich ist nicht ersichtlich, wie die Vorinstanz, die den Antrag auf Parteibefragung f�r einen entsprechenden Beweis als wenig geeignet ansah, den Anspruch der Beschwerdef�hrer auf rechtliches Geh�r verletzt haben soll (vgl. hierzu BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236 f.; 134 I 140 E. 5.3 S. 148; 131 I 153 E. 3 S. 157).
4.3.�Die Beschwerdef�hrer machen weiter geltend, das Amt f�r Migration h�tte die Kontrollfristen zur Niederlassungsbewilligung auch noch nach der Einb�rgerung des Beschwerdef�hrers 1 im Jahr 2006 und auch 2009 verl�ngert. In jenen Unterlagen w�re ersichtlich gewesen, dass die Familie damals meist im Ausland wohnte. Wenn das Migrationsamt 2011 von einem Erl�schen der Niederlassungsbewilligung bereits in jenem Zeitpunkt ausgehe, sei dies treuwidrig.
4.3.1.�Die Annahme der Vorinstanz, die n�heren Umst�nde der Beschwerdef�hrer in der Schweiz bzw. im Kosovo w�ren dem Amt f�r Migration - trotz der von ihm vorgenommenen Verl�ngerung der Kontrollfrist der Niederlassungsbewilligungen - nicht bekannt gewesen, ist nicht willk�rlich: Nach Art. 34 Abs. 1 AuG wird die Niederlassungsbewilligung unbefristet und ohne Bedingungen erteilt, sodass sich ein "Antrag um Verl�ngerung" er�brigt. Davon zu unterscheiden ist der Ausweis f�r Personen mit Niederlassungsbewilligung, welcher gem�ss Art. 41 Abs. 3 AuG zur Kontrolle f�r f�nf Jahre ausgestellt wird. Dieser Ausweis stellt keine Bewilligung dar, weshalb mit seiner Verl�ngerung (vgl. Art. 63 VZAE) - entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrer - nicht zwingend eine materielle Pr�fung der Bewilligungsvoraussetzungen verbunden ist (Urteile 2C_348/2012 vom 13. M�rz 2013 E. 1.1; 2C_733/2012 vom 24. Januar 2013 E. 4.2; vgl. bereits 2A.284/2001 vom 9. Oktober 2001 E. 3e).
4.3.2.�Auch eine Rechtsverletzung im Zusammenhang mit der Meldung betreffend Einb�rgerung des Beschwerdef�hrers 1 im Jahr 2006 kann dem Verwaltungsgericht nicht vorgeworfen werden: Die Vorinstanz geht zwar davon aus, dass die Gemeinde dem Amt f�r Migration die Einb�rgerung des Beschwerdef�hrers 1 meldete (Art. 4 Abs. 1 lit. g der Einf�hrungsverordnung zum Ausl�nder- und zum Asylgesetz vom 14. Oktober 2009 [EV AuG und AsylG/BE]). Dabei handle es sich indessen um eine (blosse) Meldung, die ohne Zustellung der kommunalen Einb�rgerungsakten an das Migrationsamt erfolgte, sodass dieses hieraus zum Zeitpunkt der Einb�rgerung des Beschwerdef�hrers 1 - so die Vorinstanz in tats�chlicher Hinsicht weiter - keine Kenntnisse der langj�hrigen Landesabwesenheit der Familie hatte. Spezifische Anhaltspunkte f�r eine m�gliche Verlagerung des Lebensmittelpunktes der Familie in den Kosovo ergaben sich gest�tzt auf die Einb�rgerungsmeldung - gerade in Anbetracht der allgemeinen Voraussetzungen einer Einb�rgerung und der Wohnsitzerfordernisse hierf�r (vgl. Art. 36 Abs. 3 in Verbindung mit Art. 15 B�G [SR 141.0]) - f�r das Amt f�r Migration nicht. Gem�ss dem von der Vorinstanz festgestellten und von den Beschwerdef�hrern nicht substanziiert bestrittenen Sachverhalt erfuhr das Migrationsamt vom �berwiegenden Auslandaufenthalt der Familie erst Ende 2010. Es leitete hiernach die Feststellung des Erl�schens der Bewilligung umgehend ein.
4.3.3.�Eine Vertrauensgrundlage schaffen sodann auch nicht die von den Beschwerdef�hrern behauptete Verletzung von Meldepflichten des Zivil- und B�rgerrechtsdienstes und der Einwohnergemeinde: Der Zivilstands- und B�rgerrechtsdienst und das Amt f�r Migration sind zwar derselben Amtsstelle (Polizei- und Milit�rdirektion) unterstellt. Angesichts der ausdifferenzierten arbeitsteiligen Struktur der Verwaltungen erscheint jedoch die Annahme unrealistisch, die der einen Organisationseinheit zur Verf�gung stehenden Informationen m�ssten unter dem Gesichtspunkt des Vertrauensschutzes einer anderen Einheit jederzeit bekannt sein. Bez�glich Meldepflichten sieht Art. 97 Abs. 1 AuG vor, dass sich die direkt mit dem Vollzug des AuG betrauten Beh�rden gegenseitig in der Erf�llung ihrer Aufgaben unterst�tzen. Sie erteilen die ben�tigten Ausk�nfte und gew�hren auf Verlangen Akteneinsicht. Auch die anderen Beh�rden des Bundes, der Kantone und der Gemeinden sind - im Rahmen der Amtshilfe - verpflichtet, die f�r den Vollzug des AuG notwendigen Daten und Informationen auf Verlangen den Vollzugsbeh�rden des AuG bekannt zu geben (Art. 97 Abs. 2 AuG). Die kantonalen Migrations�mter sind Vollzugsbeh�rden f�r das AuG. Um ihre gesetzlichen Aufgaben zu erf�llen, d�rfen die kantonalen Migrations�mter hierf�r erforderliche Ausk�nfte bei anderen �mtern einholen (Art. 97 Abs. 2 AuG). Aus den bundesrechtlichen Bestimmungen ergibt sich demnach - mit Ausnahme der in Art. 82 VZAE genannten meldepflichtigen Daten, wozu Daten der Zivilstandsbeh�rden aus den Einb�rgerungsakten nicht geh�ren - keine Pflicht zur automatischen Weiterleitung. Namentlich f�hrt die Mutmassung der Beschwerdef�hrer, die Gemeinde habe es "m�glicherweise unterlassen", Daten an die Migrationsbeh�rde zu melden, zu keiner �berpr�fung allf�lliger weitergehender Bestimmungen des kantonalen Rechts zu Meldepflichten (vorne E. 1.5) und damit ohnehin zu keiner Vertrauensgrundlage im Sinne von Art. 9 BV (vorne E. 4.1).
4.4.�Damit sind keine besonderen Umst�nde und keine konkrete Vertrauensgrundlage dargelegt, auf die sich die Beschwerdef�hrer (gutgl�ubig) st�tzen k�nnten. Ebenso wenig ist dargetan, dass bzw. inwiefern sich das Amt f�r Migration selbst widerspr�chlich verhalten h�tte. Insbesondere l�sst der Umstand, dass das Erl�schen der Niederlassungsbewilligung vom Amt f�r Migration - bei entsprechender Kenntnis - bereits 2006 h�tte festgestellt werden k�nnen, die Anordnung der vorliegend umstrittenen ausl�nderrechtlichen Massnahme im Oktober 2011, bei der Pflege �berwiegender Beziehungen zum Heimatland �ber zus�tzliche Jahre hinweg, nicht als treuwidrig erscheinen. Die Erw�gungen der Vorinstanz sind - soweit sie �berhaupt relevant sind, nachdem sich der Erl�schensgrund in der Zeitspanne auch nach den ger�gten Handlungen der Beh�rden erf�llte - weder willk�rlich noch verletzen sie Art. 5 Abs. 3 und Art. 9 BV oder den Fairnessgrundsatz. Es ergeben sich keine rechtlichen Gr�nde, die gegen das Erl�schen der Bewilligung sprechen w�rden.
�Die Niederlassungsbewilligung der Beschwerdef�hrerin 2 ist infolge einer zehnj�hrigen Landesabwesenheit erloschen. Dem stehen keine rechtlichen Hindernisse entgegen. Damit erweist sich die Beschwerde als unbegr�ndet, soweit sie nicht gegenstandslos geworden ist (vgl. oben E. 1.2). Die unterliegenden Beschwerdef�hrer werden kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 und Art. 65 BGG). Parteientsch�digungen sind nicht geschuldet (Art. 68 BGG).
�Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit sie nicht gegenstandslos geworden ist.
�Die Gerichtskosten von Fr. 2'000.-- werden den Beschwerdef�hrern 1-3 unter solidarischer Haftung auferlegt.