Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_12/vo/4/4162.htm
Timestamp: 2018-11-20 22:34:24
Document Index: 90215146

Matched Legal Cases: ['§ 21', '§ 64', '§ 22', '§ 33', '§ 2', '§ 64', '§ 4', '§ 5']

4.162 Ruschweiler und Volzer See
Verordnung des Regierungspräsidiums Tübingen über das Naturschutzgebiet »Ruschweiler und Volzer See« vom 18. Oktober 1989 (GBl. v. 29.12.1989, S. 548).
Auf Grund von §§ 21, 58 Abs. 2 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz-NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBl. S. 654), geändert durch das Gesetz zur Bereinigung des baden-württembergischen Ordnungswidrigkeitenrechts vom 6. Juni 1983 (GBl. S. 199), und von § 22 Abs. 2 und § 33 Abs. 2 Nr. 4 Landesjagdgesetz in der Fassung vom 20. Dezember 1978 (GBl. 1979 S. 12) wird verordnet:
Die in § 2 näher bezeichnete Fläche auf dem Gebiet der Gemeinde Illmensee, Landkreis Sigmaringen, wird zum Naturschutzgebiet erklärt. Das Naturschutzgebiet führt die Bezeichnung »Ruschweiler und Volzer See«.
(1) Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von ca. 70,57 ha. Es umfaßt auf
· a) Gemarkung Ruschweiler die Flurstücke 40/1, 40/2, 198 (Wassergraben) teilweise, 200, 201, 201/1, 202, 202/1, 202/2 und 202/100 (Volzer See), 203 bis 208, 209/1, 209/2 und 210 (Ruschweiler See);
· b) Gemarkung Illmensee die Flurstücke 84, 85, 87 bis 104, Wa 2 (Andelsbach) teilweise, 139 bis 143, 143/1, 144 bis 160, 162 und 163.
(2) Die Grenzen des Naturschutzgebietes sind in einer Flurkarte des Regierungspräsidiums Tübingen vom 11.Mai 1989 im Maßstab 1:2500, kombiniert mit einer Übersichtskarte im Maßstab 1:25000, gekennzeichnet und rot angelegt. Die Karte ist Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karte wird beim Regierungspräsidium Tübingen in Tübingen und beim Landratsamt Sigmaringen in Sigmaringen auf die Dauer von drei Wochen, beginnend am achten Tag nach Verkündung dieser Verordnung im Gesetzblatt, zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten öffentlich ausgelegt.
Wesentlicher Schutzzweck ist die Erhaltung, die Förderung und die weitere Verbesserung der ökologischen Wertigkeit eines Hochmoorrestes von beachtlicher Größe und der ihn umgebenden verschiedenen Moorbiotope als Lebensraum einer artenreichen, charakteristischen Pflanzen‑ und Tierwelt, als Archiv der natur- und landschaftsgeschichtlichen Entwicklung sowie für wissenschaftliche Zwecke.
11. das Schutzgebiet außerhalb des Moorlehrpfades zu betreten oder zu befahren;
1. für die ordnungsgemäße Ausübung der Jagd in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang mit der Maßgabe, daß Hochsitze nur als einfache Ansitzleitern aus naturbelassenen Rundhölzern errichtet werden dürfen und Fütterungen nur in Notzeiten zulässig sind;
2. für die ordnungsgemäße forstwirtschaftliche Nutzung mit der Maßgabe, daß für die Bewirtschaftungsmaßnahmen die Schonwalderklärung der Forstdirektion Tübingen vom 9. Januar 1984 maßgebend ist;
3. für die ordnungsgemäße Streuwiesennutzung mit der Maßgabe, daß keine Düngung zulässig ist und der Mähzeitpunkt mit der höheren Naturschutzbehörde abgestimmt wird;
5. für Pflegemaßnahmen, die von der staatlichen Forstverwaltung oder von der höheren Naturschutzbehörde im gegenseitigen Einvernehmen veranlaßt werden;
(1) Ordnungswidrig im Sinne des § 64 Abs. 1 Nr. 2 NatSchG handelt, wer in dem Naturschutzgebiet vorsätzlich oder fahrlässig eine der nach § 4 und § 5 Nrn. 2 bis 5 dieser Verordnung verbotenen Handlungen vornimmt.
(2) Gleichzeitig, tritt die Anordnung des Landratsamtes Überlingen zum Schutze von Landschaftsteilen am Illmensee, Ruschweiler See und Volzer See vom 16.Mai 1949 außer Kraft, soweit sich ihr Geltungsbereich auf diese Verordnung bezieht.
TÜBINGEN, den 18. Oktober 1989