Source: http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/59195,0.html
Timestamp: 2019-09-19 10:04:07
Document Index: 233899685

Matched Legal Cases: ['§108', '§812', '§818', '§812', '§611', '§108', '§ 138', '§ 104']

Schenkung Prostitution Arzt
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Verfasst am: 10 März 2006 - 11:18:12 Titel: Schenkung Prostitution Arzt
ich mach gerade meine erste Hausarbeit im Zivilrecht und ich habe ein "paar" Fragen...
Wenn eine Schenkung nichtig ist (wg. §108) aber schon "geschenkt" wurde , muß ich das Geschenkte ja mit §812 i.V.m §818 zurück fordern, ABER : muß ich dann trotzdem in der HA zuerst zeigen das die Schenkung nichtig ist, oder lass ich das einfach weg???
Und fang gleich mit dem Schadenersatz an??? (Abstraktionsprinzip???)
Wenn der Dienstvertrag (bei der Prostitution) auch wegen Minderjärigkeit nichtig ist, die Minderj. aber schon geleistet hat, auch wieder mit §812... Aber da muß ich doch zuerst versuchen mit dem §611 die Zahlung zu erwirken , da das auf Grund des §108 nicht geht- erst anschließend Schadenersatz????
Das Mädchen ist tot, die Mutter Alleinerbin, prüfe ich dann Mutter gegen X oder immernoch Tochter gegen X
Bitte bitte sagt was dazu!!!
Verfasst am: 10 März 2006 - 12:18:58 Titel: Hallo
die Prüfungsmodalitäten hängen von der Fallfrage ab.
1.Wer will was von wem?
2.Ist nach allen Ansprüchen gefragt oder nur nach bestimmten?
(3. Wer ist X?)
Prostitutionsverträge sind übrigens in erster Linie wegen Sittenwidrigkeit gem. § 138 I BGB auch unter Geschäftsfähigen nichtig. (Webcam- oder Telefonsexverträge sind z.B. nicht sittenwidrig.)
Die fehlende Geschäftsfähigkeit würde ich danach ergänzend in höchstens einem Satz erwähnen. Hat die Minderjährige vielleicht noch andere nicht sittenwidrige Verträge vereinbart? (z.B. Mietverträge mit Prostituierten sind grundsätzlich wirksam) Dann kommt es auf §§ 104 ff. BGB an.
Verfasst am: 10 März 2006 - 13:39:19 Titel:
Aber die Prostitution ist doch gar nicht mehr sittenwiederig oder hab ich da was ganz falsch verstanden???
Tochtet tot , Mutter Alleinerbin ,will Ansprüche der toten Tochter geltend machen, weil die zu lebzeiten lauter Verträge abgeschlossen hat ...(die mit unter wegen ihrer Minderjährigkeit schon nichtig sind)
Die Tochter hat Leistungen erbracht( als Prostituierte), die ihr Freier aber nicht bezahlt hat für die, die Mutter jetzt Schadensersatz will.
Ich muß also die Ansprüche der Mutter als Erbin prüfen!!!!!!
Verfasst am: 10 März 2006 - 13:54:49 Titel:
Wenn ich mich recht erinnere, waren die Auswirkungen des ProstG auf die Sittenwidrigkeit bei Prostitution durchaus str.; im Palandt sollte was dazu zu finden sein.
Verfasst am: 10 März 2006 - 14:01:57 Titel:
Ok ich schau noch mal nach!!!
Aber was ist mit dem Testament???
Am Anfang stelle ich fest das sie Mutter Alleinerbin ist , somit gehen alle Rechte und Pflichten ihrer Tochter, auf sie über....
Die Ansprüche die sie hat, die aber aus den Verträgen ihrer Tochter stammen, macht sie die in eigenem Namen geltend oder heißt es dann
Tochter gegen X (obwohl Tochter tot?)