Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=III%20ZR%20195/14
Timestamp: 2019-07-20 08:56:00
Document Index: 295632396

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 46', '§ 221', '§ 35', '§ 38', '§ 35', '§ 38', '§ 221', '§ 46', '§ 46', '§ 35', '§ 35', '§ 415', 'Art. 1', '§ 12', '§ 221', '§ 562', '§ 563', '§ 46', '§ 221', '§ 35', '§ 38', '§ 415', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 52', 'BGH', 'BGH']

BGH, 23.04.2015 - III ZR 195/14 - dejure.org
https://dejure.org/2015,10529
BGH, 23.04.2015 - III ZR 195/14 (https://dejure.org/2015,10529)
BGH, Entscheidung vom 23.04.2015 - III ZR 195/14 (https://dejure.org/2015,10529)
BGH, Entscheidung vom 23. April 2015 - III ZR 195/14 (https://dejure.org/2015,10529)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2015,10529) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
BauGB § 46 Abs. 1, § 221 Abs. 2; BadWürttGemO § 35 Abs. 1, § 38 Abs. 1
§ 35 GemO BW, § 38 Abs. 1 GemO BW, § 221 Abs. 2 BauGB, § 46 L... VwVfG BW, § 46 Abs. 1 BauGB, § 35 Abs. 1 Satz 1 GemO BW, § 35 Abs. 1 Satz 2 GemO BW, §§ 415, 418 Abs. 1, 2 ZPO, Art. 1 Abs. 1 GG, § 12 Abs. 1 Satz 1 GBO, § 221 Abs. 1 BauGB, § 562 Abs. 1, § 563 Abs. 1 Satz 1 ZPO
§ 46 Abs 1 BauGB, § 221 Abs 2 BauGB, § 35 Abs 1 S 2 GemO BW, § 38 Abs 1 GemO BW, § 415 ZPO
Baulandsache betreffend die Anfechtung eines gemeindlichen Umlegungsbeschlusses: Reichweite der Rechtmäßigkeitsprüfung; Öffentlichkeitserfordernis bei einem Beschluss eines Gemeinderats in Baden-Württemberg; Amtsermittlung über den Inhalt eines nichtöffentlichen Teils einer Gemeinderatssitzung; Beweiswert der Niederschrift über die Gemeinderatssitzung
Prüfung der Rechtmäßigkeit der Anordnung einer Umlegung im Rahmen der Anfechtung des Umlegungsbeschlusses
Anfechtung eines Umlegungsbeschlusses - und die Öffentlichkeit der Ratssitzungen
Anfechtung eines Umlegungsbeschlusses und das Öffentlichkeitserfordernis bei einem Beschluss des Gemeinderats über die Anordnung einer Umlegung
LG Stuttgart, 19.07.2013 - 50 O 10/12
MDR 2015, 761
NVwZ-RR 2015, 630
ZfBR 2015, 576
Sie erfordern den Ausschluss der Öffentlichkeit in der Gemeinderatssitzung, wenn im Verlauf der Sitzung persönliche oder wirtschaftliche Verhältnisse zur Sprache kommen können, an deren Kenntnisnahme schlechthin kein berechtigtes Interesse der Allgemeinheit bestehen kann und deren Bekanntgabe dem einzelnen nachteilig sein könnte (…vgl. VGH Bad.-Württ., Urt. v. 8.8.1990, a.a.O.;… Urt. v. 18.6.1980, a.a.O.; BGH, Urt. v. 23.4.2015 - III ZR 195/14 - NVwZ-RR 2015, 630).
Er hat die Funktion, dem Gemeindebürger Einblick in die Tätigkeit der Vertretungskörperschaften und ihrer einzelnen Mitglieder zu ermöglichen und dadurch eine auf eigener Kenntnis und Beurteilung beruhende Grundlage für eine sachgerechte Kritik sowie die Willensbildung zu schaffen, den Gemeinderat der allgemeinen Kontrolle der Öffentlichkeit zu unterziehen und dazu beizutragen, der unzulässigen Einwirkung persönlicher Beziehungen, Einflüsse und Interessen auf die Beschlussfassung des Gemeinderats vorzubeugen; es soll so bereits der Anschein vermieden werden, dass "hinter verschlossenen Türen" unsachliche Motive für die Entscheidung maßgebend gewesen sein könnten (vgl. VGH Baden-Württemberg, Beschl. v. 25.2.2013 - 1 S 2155/12 - juris;… Urt. v. 24.2.1992 - 1 S 2242/91 - juris;… Urt. v. 9.11.1966 - I 5/65 - ESVGH 17, 118; BGH, Urt. v. 23.4.2015 -III ZR 195/14 - NVwZ-RR 2015, 630).
VG München, 13.11.2017 - M 7 E 17.746
Antrag auf eine einstweilige Anordnung - Bürgerbegehren
Ähnlich habe auch der Bundesgerichtshof bei einem Verstoß gegen das Gebot der Öffentlichkeit der Gemeinderatssitzung entschieden (BGH, U.v. 23.4.2016 - III ZR 195/14 - juris).
Die vom Bevollmächtigten angeführten Entscheidungen führen zu keiner anderen Wertung, weil ihnen andere Fallgestaltungen zugrunde liegen (insbesondere BGH, U.v. 23.4.2015 - III ZR 195/14 -: Verletzung des viel höher zu gewichtenden Öffentlichkeitsgrundsatzes) bzw. gerade keine konkrete Aussage dazu getroffen wird, dass Art. 52 Abs. 2 GO ein zwingendes gesetzliches Verbot der Öffentlichkeit ausspricht (BayVGH, U. v. 18.6.2008 - 4 BV 07.211 - behandelt nur die Rechtsfolge eines solchen Verstoßes).
Die Pflicht zur Prüfung von Amts wegen endet dort, wo das Vorbringen keinen tatsächlichen Anlass zur Prüfung gibt (…vgl. BVerwG, B.v. 18.2.2015 - 1 B 2/15 - juris Rn. 4; BGH, U.v. 23.4.2015 - III ZR 195/14 - juris Rn. 23).
Dieser Verstoß ist beachtlich (vgl. BGH, Urteil vom 23. April 2014 - III ZR 195/14 - juris, Rn. 14; OVG NRW…, Urteil vom 27. August 1996 - 15 A 32/93 - juris, Rn. 8, 15).