Source: http://gesellschaftsrecht-hannover.de/?cat=10
Timestamp: 2018-01-22 10:21:24
Document Index: 289794677

Matched Legal Cases: ['§ 318', '§ 155', '§ 57', '§ 241', '§ 242', 'BGH', '§ 304', 'BGH']

Wirtschaftsprüfer « Gesellschafts- und Wirtschaftsrecht
Bestellung von Abschlussprüfern im Insolvenzvefahren
Abgelegt unter: Insolvenzrecht, Wirtschaftsprüfer — Tags:Insolvenzverfahren, Jahresabschlussprüfung, Wirtschaftsprüfer — anwalt @ 07:42
Hat eine insolvente Gesellschaft vor der Eröffnung des Insolvenzverfahrens einen Abschlussprüfer nach § 318 HGB bestellt, so bleibt dieser Beschluss wirksam. Das gilt auch für Bestellung, die sich auf Zeiträume beziehen, die vor dem Jahr liegen, das der Insolvenzeröffnung unmittelbar vorangeht. Dies folgt aus einer analogen Anwendung des § 155 Abs. 3 S. 2 InsO (OLG Karlsruhe, Beschluss vom 04.05.2017 - 14 W 21/17).
Steuerliche Folgen der Realteilung bei dem Ausscheiden aus einer Sozietät
Abgelegt unter: Personengesellschaften, Steuerberater, Steuerrecht, Wirtschaftsprüfer — Tags:Ausscheiden, Freiberufler, Realteilung — anwalt @ 08:05
Bei dem Ausscheiden eines Gesellschafter aus einer Sozietät von Freiberuflern ist im Falle der Realteilung eine Fortführung der Buchwerte möglich, so dass es nicht zu einer Aufdeckung von stillen Reserven kommt. Eine solche Realteilung liegt vor, wenn der ausscheidende Gesellschafter einen Teilbetrieb übernimmt und diesen fortführt (BFH, Urteil vom 17.09.2015 - III R 49/13).
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln nur mit geprüfter Bilanz
Abgelegt unter: GmbH, Wirtschaftsprüfer — Tags:Jahresabschlussprüfung, Kapitalerhöhung — anwalt @ 07:49
Nach § 57e Abs. 1 GmbHG muss bei einer Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln ein geprüfter und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehener Jahresabschluss dem Beschluss beigefügt werden. Das gilt auch dann, wenn die Gesellschaft ansonsten nicht prüfungspflichtig ist. Fehlt dieser Abschluss ist der Beschluss nach § 241 Nr. 3 AktG analog nichtig. Erfolgt dennoch eine Eintragung ist das Handelsregister, so tritt nach § 242 Abs. 2 AktG analog eine Heilung nach Ablauf von drei Jahren ein. Vor dieser Zeit kann der nichtige Beschluss wiederholt werden (OLG Jena, Beschluss vom 28.01.2016 - 2 W 547/15).
Kausalität bei Anwalts- und Steuerberaterhaftung
Abgelegt unter: Handelsrecht, Steuerrecht, Wirtschaftsprüfer — Tags:Anwaltshaftung, Steuerberaterhaftung, Vermutung, Vertragsgestaltung — anwalt @ 08:39
Im Haftungsprozess muss der Geschädigte auch die Voraussetzungen für einen kausal durch die Pflichtverletzung entstandenen Schaden nachweisen. Bestehen (wie oft bei steuerrechtlichen Gestaltungen oder bei der Vertragsgestaltung) verschiedene Möglichkeiten, so muss der Geschädigte detailliert darlegen, welche Gestaltungsvariante im Falle einer richtigen Beratung gewählt worden wäre. Auf eine Vermutung beratungsgerechten Verhaltens kann der Geschädigte sich dann nicht berufen (BGH, Urteil vom 16.07.2015 - IX ZR 197/14).
Abfindungsanspruch bei Beherrschung- und Gewinnabführungsvertrag
Abgelegt unter: Aktiengesellschaft, Unternehmenskauf, Wirtschaftsprüfer — Tags:Aktionär, Ausgleichsanspruch, Beherrschungsvertrag, Gewinnabführungsvertrag, IDW, IDW S 1, Organschafsvertrag, Unternehmensbewertung — anwalt @ 07:30
Nach §§ 304, 305 AktG ist sog. außenstehenden Aktionären bei Abschluss einer Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages ein angemessener Ausgleich zu gewähren. Dieser Ausgleich muss sich an dem Wert des Unternehmens orientieren. Dieser Wert ist wiederum durch Gutachten zu ermitteln. Dabei hat der Gutachter die zum Bewertungsstichtag allgemein anerkannten Standards der Unternehmensbewertung anzuwenden (idR die Standards des Instituts der Wirtschaftsprüfer IDW). Werden diese Standards allerdings bis zum Zeitpunkt der Erstellung des Gutachtens geändert, so ist der Gutachter gehalten, die neuen Standards zu verwenden, wenn diese neuen Standards zu einem sachgerechteren Ergebnis führen. Im konkreten Fall waren deshalb nicht die Bewertungsstandards des IDW S 1 2000, sondern die des IDW S 1 2005 anzuwenden (OLG Frankfurt am Main, Beschluss vom 28.03.2014 - 21 W 5/11).
Haftung des Wirtschaftsprüfer für fehlerhaftes Testat im Wertpapierprospekt
Abgelegt unter: Handelsrecht, Wirtschaftsprüfer — Tags:Anleger, fehlerhaftes Testat, Testat, Vertrag mit Schutzwirkung zu Gunsten Dritterm Abschlussprüfer, Wertpapierprospekt, Wirtschaftsprüfer, Wirtschaftsprüferhaftung — anwalt @ 07:09
Erteilt eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in einem Wertpapierprospekt im Sinne des Wertpapierprospektgesetzes ein fehlehrhaftes Testat, so haftet sie gegenüber dem Anleger nach den Grundsätzen des Vertrages mit Schutzwirkung zu Gunsten Dritter. Liegt der Fehler in einer unzutreffenden Rechtsanwendung, so beginnt die Verjährungsfrist erst zu laufen, wenn der Geschädigte die Fehlerhaftigkeit der Rechtsanwendung erkennen kann (BGH, Urteil vom 24.04.2014 - III ZR 156/13).