Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=DAR%202002,%20185
Timestamp: 2019-12-11 02:21:58
Document Index: 284906484

Matched Legal Cases: ['§ 11', '§ 11', '§ 14', '§ 14', '§ 15', '§ 11', '§ 11', 'Art. 2', 'Art. 1', '§ 11', '§ 11', 'Art. 2', 'Art. 1', '§ 146', '§ 3', '§ 46', '§ 14', '§ 46', '§ 2']

Rechtsprechung: DAR 2002, 185 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: VGH Baden-Württemberg, 14.11.2001
https://dejure.org/2001,1022
OVG Nordrhein-Westfalen, 22.11.2001 - 19 B 814/01 (https://dejure.org/2001,1022)
OVG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 22.11.2001 - 19 B 814/01 (https://dejure.org/2001,1022)
OVG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 22. November 2001 - 19 B 814/01 (https://dejure.org/2001,1022)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2001,1022) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Grundsätzlich zum Besitz von Cannabisprodukten ohne Anhaltspunkte für aktuellen Konsum und ohne Verkehrsteilnahme
Entziehung der Fahrerlaubnis; Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen; Beibringung eines Gutachtens; Klärung von Eignungszweifeln bei einer Drogenproblematik
Drogen - Zur Wertigkeit des Besitzes von Cannabis hinsichtlich der Anordnung von Überprüfungsmassnahmen
VG Minden, 25.05.2001 - 3 L 392/01
NZV 2002, 427
DAR 2002, 185
Nach Ziffer 9.2 der Anlage 4 zur Fahrerlaubnis-Verordnung entfällt die Fahreignung nicht schon bei einer einmaligen Einnahme von Cannabis, sondern erst bei regelmäßigem Cannabis-Konsum oder bei gelegentlichem Konsum, wenn zusätzlicher Gebrauch von Alkohol vorliegt oder das Vermögen zur Trennung von Konsum und Fahren fehlt (vgl. OVG Nordrhein-Westfalen, Beschl. v. 22.11.2001 - 19 B 814/01 - und Beschl. v. 15.05.2009 - 16 B 114/09 -, jeweils juris).
Wie das Verwaltungsgericht zutreffend und eingehend ausgeführt hat, hat der Antragsteller eine derart große Menge Cannabis bevorratet (15,7 g Haschisch sowie 0, 2 Gramm Marihuana), dass ein erheblicher Verdacht auf regelmäßigen Konsum besteht, weil die beim Antragsteller aufgefundenen Cannabismenge - je nach Wirkstoffgehalt - für einen täglichen oder nahezu täglichen Konsum über 2 - 3 Monate ausreicht und sich weder im Strafverfahren noch im vorliegenden Verfahren Anhaltspunkte für eine Weitergabe an Dritte gezeigt haben (vgl. BVerwG, Beschl. v. 30.12.1999 - 3 B 150/99 - juris, OVG Nordrhein-Westfalen, Beschl. v. 22.11.2001 a.a.O.).
Durch diese - verfassungsrechtlich unbedenkliche - Vorschrift, (vgl. im Einzelnen OVG NRW, Beschlüsse vom 22: November 2001 - 19 B 814/01 - und - 19 B 927/Ö1 - sowie vom 11. Januar 2002 - 19B 1507/01 -) ist rechtssatzmäßig bestimmt, dass der - auch nur einmalige - Besitz von Betäubungsmitteln eine taugliche, hinreichend aussagekräftige Anknüpfungstatsache für berechtigte, aufklärungsbedürftige Bedenken gegen die Kraftfahreignung sein kann, denen die Fahrerlaubnisbehörde je nach den Umständen des konkreten Falles durch die Anordnung der Beibringung eines ärztlichen Gutachtens nachgehen kann.
(Vgl. OVG NRW, Beschlüsse vom 22. November 2001 - 19 B 814/01 - und - 19 B 927/01 - sowie vom 11. Januar 2002 - 19 B 1507/01 -).
(Vgl. im Einzelnen OVG NRW, Beschlüsse vom 22. November 2001 - 19 B 814/01 - und -. 19 B 927/01).
Dieser Schluss ist allerdings nur tragfähig, wenn für die Nichtbeibringung des angeforderten Gutachtens kein ausreichender Grund besteht (OVG NW vom 25.11.1994 VRS 91, 215/216; OVG NW vom 22.1.2001 VRS 100, 394/400; OVG NW vom 22.11.2001 VRS 102, 136/137; VG Freiburg vom 9.3.2000 NZV 2000, 388;… Hentschel, Straßenverkehrsrecht, 38. Aufl. 2005, RdNr. 22 zu § 11 FeV).
vgl. BVerwG, Urteil vom 13.11.1997 - 3 C 1.97 -, NZV 1998, 300, 301;OVG NRW; Beschluss vom 10.11.2009 - 16 B 1181/09 - OVG NRW, Beschluss vom 22.01.2001 - 19 B 1757/00 -, NWVBl. 2001, 478, 481;OVG NRW, Beschluss vom 22.11.2001 - 19 B 814/01 -, DAR 2002, 185, 186; Hentschel/König/Dauer, Straßenverkehrsrecht, Kommentar, 41. Auflage 2011, § 11 FeV, Rdnr. 24 m.w.N.
vgl. OVG NRW, Beschluss vom 22.11.2001 - 19 B 814/01 -, juris, NZV 2002, 427 ff.
Die vom Verwaltungsgericht vorgenommene Abschätzung, die festgestellte Menge reiche für einen Konsum von etwa 50 bis 100 Einheiten, entspricht derjenigen im Beschluss des Senats vom 22. November 2001 - 19 B 814/01 -.
Die Formulierung des § 14 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 FeV, die davon spricht, dass "Einnahme von BTM" "vorliegt", deutet bereits darauf hin, dass die Anknüpfungstatsachen hinreichend aktuell sein müssen (OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 22. November 2001 - 19 B 814/01 -, juris, Rn. 10).
Der Entscheidung des Verwaltungsgerichts kann insbesondere nicht entnommen werden, dass als Cannabismenge, deren Besitz gemäß der verfassungsrechtlich unbedenklichen vgl. OVG NRW, Beschluss vom 22. November 2001 - 19 B 814/01 -NZV 2002, 427 = DAR 2002, 185 = Blutalkohol 39 (2002), 375; Hentschel, Straßenverkehrsrecht, Kommentar, 38. Aufl., § 14 FeV Rn. 3; Gehrmann, NZV 2002, 529 (530); allgemein zur Verfassungsmäßigkeit der präventiven Kontrolle von Kraftfahrern (hier: § 15b Abs. 2 StVZO a.F.) BVerfG, Beschluss vom 20. Juni 2002 - 1 BvR 2062/96 -, NJW 2002, 2378 = DVBl. 2002, 1265 = DAR 2002, 405 = Blutalkohol 39 (2002), 362.
Geht man unter Vernachlässigung der Herkunft der vom Kläger eingeführten Cannabisprodukte aus den Niederlanden, die für einen überdurchschnittlichen THC-Gehalt spricht, und unter Berücksichtigung der oben genannten Angaben für 1999 im Rauschgiftjahresbericht 2004 von einem vorsichtig geschätzten durchschnittlichen THC-Gehalt der beim Kläger beschlagnahmten Ware von 6, 5% aus und veranschlagt man mit dem Verwaltungsgericht und der Rechtsprechung des erkennenden Gerichts vgl. OVG NRW, Beschlüsse vom 22. November 2001 - 19 B 814/01 -, NZV 2002, 427 (430) = NWVBl. 2002, 269 ff., und vom 17. Januar 2003 - 19 B 2101/02 -, mwN.
vgl. BVerwG, Beschluss vom 30. Dezember 1999 - 3 B 150.99 -, aaO.; OVG NRW, Beschluss vom 22. November 2001 - 19 B 814/01 -, aaO.
In solchen Fällen kann die Fahrerlaubnisbehörde auf die Nichteignung zum Führen von Kraftfahrzeugen schließen, wenn die Anordnung, das genannte Gutachten beizubringen, rechtmäßig, insbesondere anlassbezogen und verhältnismäßig ist und für die Weigerung, das Gutachten vorzulegen, kein ausreichender Grund besteht - vgl. allgemein: BVerwG, Urteil vom 13. November 1997 - BVerwG 3 C 1.97, NZV 1998, 300 (301); OVG NRW, Beschluss vom 22. Januar 2001 - 19 B 1757/00, NWVBl. 2001, 478 (481); OVG NRW, Beschluss vom 22. November 2001 - 19 B 814/01, DAR 2002, 185 (186); OVG NRW, Beschluss vom 22. November 2001 - 19 B 927/01, S. 3; OVG Bautzen, Beschluss vom 19. Dezember 1997 - 3 S 13/97, NZV 1998, 174; OVG Hamburg, Beschluss vom 30. März 2000 - 3 Bs 62/00, NZV 2000, 348 (348 f.); OVG Koblenz, Beschluss vom 10. August 1999 - 7 B 11398/99, DAR 1999, 518 (519); Hentschel, Straßenverkehrsrecht, Kommentar, 36. Aufl., München 2001, § 11 FeV Rn. 24; Bouska, Fahrerlaubnisrecht, Kommentar, 2. Aufl., München 2000, § 11 FeV Anm. 35 -.
Denn unter Berücksichtigung der mit der Begutachtung verbundenen Beeinträchtigung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts (Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 1 Abs. 1 GG) - vgl. hierzu: BVerfG, Beschluss vom 24. Juni 1993 - 1 BvR 689/92, BVerfGE 89, 69 (86 ff.); BVerwG, Urteil vom 13. November 1997 - BVerwG 3 C 1.97, NZV 1998, 300 (301); OVG NRW, Beschluss vom 22. November 2001 - 19 B 814/01, DAR 2002, 185 (186); OVG NRW, Beschluss vom 22. November 2001 - 19 B 927/01, S. 13 - und der Kostenbelastung wie auch im Hinblick darauf, dass mit der Weigerung, einer berechtigten Anordnung nachzukommen, regelmäßig das Ergebnis des Fahrerlaubnisentziehungsverfahrens vorherbestimmt ist und der Fahrerlaubnisinhaber mangels gerichtlicher Überprüfung der Anordnung vor einer Fahrerlaubnisentziehung das alleinige Risiko einer Weigerung trägt, ist es zur Vermeidung einer unverhältnismäßigen Belastung geboten, dass die Behörde den Fahrerlaubnisinhaber in die Lage versetzt, anlassbezogen sinnvolle Überlegungen dazu anzustellen, ob auf der Grundlage der mitgeteilten Gründe die Eignungszweifel der Behörde berechtigt erscheinen dürfen und ob er in eigener Risikoabschätzung der Anordnung nachkommen soll oder nicht.
Auch soll die Darlegung der Gründe für die Eignungszweifel der Fahrerlaubnisbehörde vor Augen führen, dass nur konkrete tatsächliche, hinreichend aussagekräftige Anhaltspunkte berechtigten Anlass zu Zweifeln an der Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen geben und der Fahrerlaubnisinhaber nicht "ins Blaue hinein" auf der Grundlage einer reinen Vermutung oder eines bloßen Vorverdachts mit einer Anordnung zur Beibringung eines Gutachtens und den damit verbundenen Belastungen überzogen werden darf - vgl. hierzu: BVerwG, Urteil vom 05. Juli 2001 - BVerwG 3 C 13.01, S. 10 f.; OVG NRW, Beschluss vom 22. November 2001 - 19 B 814/01, DAR 2002, 185 (186 f.); OVG NRW, Beschluss vom 22. November 2001 - 19 B 927/01, S. 7 f. -.
vgl. OVG NRW, Beschlüsse vom 22. November 2001 - 19 B 814/01 und 927/01 -, m. w. N.
vgl. OVG NRW, Beschlüsse vom 22. November 2001 - 19 B 814/01 und 927/01 -.
vgl. im Einzelnen OVG NRW, Beschlüsse vom 22. November 2001 - 19 B 814/01 und 927/01 -.
2001, 478 (481); OVG NRW, Beschluss vom 22. November 2001 - 19 B 814/01, S. 3; OVG NRW, Beschluss vom 22. November 2001 - 19 B 927/01, S. 3; OVG Bautzen, Beschluss vom 19. Dezember 1997 - 3 S 13/97, NZV 1998, 174; OVG Hamburg, Beschluss vom 30. März 2000 - 3 Bs 62/00, NZV 2000, 348 (348 f.); OVG Koblenz, Beschluss vom 10. August 1999 - 7 B 11398/99, DAR 1999, 518 (519); Hentschel, Straßenverkehrsrecht, Kommentar, 36. Aufl., München 2001, § 11 FeV Rn. 24; Bouska, Fahrerlaubnisrecht, Kommentar, 2. Aufl., München 2000, § 11 FeV Anm. 35 -.
Denn unter Berücksichtigung der mit der Begutachtung verbundenen Beeinträchtigung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts (Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 1 Abs. 1 GG) - vgl. hierzu: BVerfG, Beschluss vom 24. Juni 1993 - 1 BvR 689/92, BVerfGE 89, 69 (86 ff.); BVerwG, Urteil vom 13. November 1997 - 3 C 1.97, NZV 1998, 300 (301); OVG NRW, Beschluss vom 22. November 2001 - 19 B 814/01, S. 13; OVG NRW, Beschluss vom 22. November 2001 - 19 B 927/01, S. 13; OVG NRW, Beschluss vom 11. Januar 2002 - 19 B 1507/01, S. 10 - und der Kostenbelastung wie auch im Hinblick darauf, dass mit der Weigerung, einer berechtigten Anordnung nachzukommen, regelmäßig das Ergebnis des Fahrerlaubnisentziehungsverfahrens vorherbestimmt ist und der Fahrerlaubnisinhaber mangels gerichtlicher Überprüfung der Anordnung vor einer Fahrerlaubnisentziehung das alleinige Risiko einer Weigerung trägt, ist es zur Vermeidung einer unverhältnismäßigen Belastung geboten, dass die Behörde den Fahrerlaubnisinhaber in die Lage versetzt, anlassbezogen sinnvolle Überlegungen dazu anzustellen, ob auf der Grundlage der mitgeteilten Gründe die Eignungszweifel der Behörde berechtigt erscheinen dürfen und ob er in eigener Risikoabschätzung der Anordnung nachkommen soll oder nicht.
Auch soll die Darlegung der Gründe für die Eignungszweifel der Fahrerlaubnisbehörde vor Augen führen, dass nur konkrete tatsächliche, hinreichend aussagekräftige Anhaltspunkte berechtigten Anlass zu Zweifeln an der Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen geben und der Fahrerlaubnisinhaber nicht "ins Blaue hinein" auf der Grundlage einer reinen Vermutung oder eines bloßen Vorverdachts mit einer Anordnung zur Beibringung eines Gutachtens und den damit verbundenen Belastungen überzogen werden darf - vgl. hierzu: BVerwG, Urteil vom 05. Juli 2001 - BVerwG 3 C 13.01, S. 10 f.; OVG NRW, Beschluss vom 22. November 2001 - 19 B 814/01, S. 7 f.; OVG NRW, Beschluss vom 22. November 2001 - 19 B 927/01, S. 7 f. -.
VGH Bayern, 06.02.2012 - 11 CE 11.2964
Antragserweiterung in einem von § 146 Abs. 4 VwGO erfassten Beschwerdeverfahren
VG Berlin, 07.11.2002 - 11 A 747.02
VG Gelsenkirchen, 11.12.2008 - 7 L 1347/08
Fahrerlaubnis, Entziehung, Drogen, Screening
VGH Bayern, 11.05.2012 - 11 CS 12.752
Feststehende Erkrankung des schizophrenen Formenkreises in der Vergangenheit
VG Saarlouis, 09.08.2011 - 10 L 540/11
Entziehung der Fahrerlaubnis, Besitz von Betäubungsmittel, eheliche Wohnung …
VG Frankfurt/Oder, 05.03.2009 - 2 L 35/09
Rechtsschutz gegen Fahrerlaubnisentziehung des Beifahrers wegen Drogenkonsums
VGH Bayern, 10.09.2008 - 11 CS 08.2010
Angeordnete Beibringung eines medizinisch-psychologischen Fahreignungsgutachtens
VG Düsseldorf, 30.07.2013 - 14 L 1204/13
Entziehung der Fahrerlaubnis bei Ungeeignetheit des Inhabers zum Führen von Kfz …
VG Gießen, 19.08.2002 - 6 G 2519/02
FAHRERLAUBNIS; ENTZIEHUNG; BETÄUBUNGSMITTEL; EINNAHME; BESITZ
VGH Baden-Württemberg, 14.11.2001 - 10 S 1016/01
https://dejure.org/2001,3869
VGH Baden-Württemberg, 14.11.2001 - 10 S 1016/01 (https://dejure.org/2001,3869)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 14.11.2001 - 10 S 1016/01 (https://dejure.org/2001,3869)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 14. November 2001 - 10 S 1016/01 (https://dejure.org/2001,3869)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2001,3869) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Entziehung der wiedererteilten Fahrerlaubnis wegen erneuten Drogenkonsums
§ 3 Abs 1 S 1 StVG, § 46 Abs 3 FeV, § 14 Abs 2 Nr 2 FeV, Anlage 4 Nr 9.1 FeV
Kraftfahreignung; Betäubungsmittel; Kokain; Einnahme; Entziehung der Fahrerlaubnis; Drogenscreening; medizinisch-psychologisches Gutachten
Entziehung der Fahrerlaubnis; Nichteignung zum Führen von Kraftfahrzeugen durch den Nachweis aktuellen Drogenkonsums; Abwägung des öffentlichen Interesses an der sofortigen Vollziehung der Fahrerlaubnisentziehung mit dem entgegenstehenden Verschonungsinteresse; ...
Drogen - Wird ein Drogenscreening zur Auflage erklärt und wird es positiv, ist von der Nichteignung auszugehen
Fahrerlaubnis - Kraftfahreignung; Betäubungsmittel; Kokain; Einnahme; Entziehung der Fahrerlaubnis; Drogenscreening; medizinisch-psychologisches Gutachten
VG Stuttgart, 24.04.2001 - 3 K 1456/01
NZV 2002, 296
VBlBW 2002, 213
§ 46 Abs. 1 Satz 2 FeV i.V.m. Nr. 9.1 der Anlage 4 legt danach verbindlich fest, dass im Regelfall bereits die nachgewiesene gelegentliche Einnahme von Kokain die Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen ausschließt und es insoweit auch auf den Nachweis eines Zusammenhangs zwischen dem Konsum und dem Führen eines Kraftfahrzeugs nicht ankommt (…vgl. OVG Koblenz, Urt. v. 23.5.2000, ZfS 2000 S. 418; Beschl. v. 21.11.2000, ZfS 2001 S. 141; VGH Mannheim, Beschl. v. 14.11.2001, ZfS 2002 S. 159; Petersen, ZfS 2002 S. 56, 58;… Hentschel, Straßenverkehrsrecht, 36. Aufl. 2001, § 2 StVG Rdnr. 17; a.A. Bode, DAR 2002 S. 24 ff.).
VG Stuttgart, 18.12.2002 - 3 K 4941/02
Kein Schluss auf mangelnde Kraftfahreignung bei gelegentlichem geringen Konsum …
9 Wer regelmäßig Kokain konsumiert (hat), verfügt deswegen nicht über die Fahreignung und muss für den Erhalt oder die Wiedererlangung der Fahrerlaubnis seine Entgiftung und Entwöhnung nachweisen (vgl. VGH Baden-Württemberg, Beschlüsse vom 15.5.2002 - 10 S 2699/01 -, vom 28.5.2002 - 10 S 2213/01 - und vom 14.11.2001 - 10 S 1016/01 -).
VG München, 12.12.2006 - M 1 S 06.4376
Nach ständiger Rechtsprechung genügt bei solchen harten Drogen, zu denen auch Kokain zählt, bereits der einmalige Konsum, um zur Feststellung der Fahrungeeignetheit zu gelangen (VGH Baden-Württemberg v. 14.11.2001 DAR 2002, 185 ; OVG Lüneburg v. 14.8.2002 DAR 2002, 471 ; OVG Bremen v. 30.6.2003 juris Dok.Nr. MWRE 112500300).