Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=X%20ZB%2020/92
Timestamp: 2019-06-25 06:56:07
Document Index: 78280694

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 233', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 233', 'BGH', '§ 233', 'BGH', '§ 233', 'BGH', '§ 233']

BGH, 17.11.1992 - X ZB 20/92 - dejure.org
BGH, 17.11.1992 - X ZB 20/92
https://dejure.org/1992,919
BGH, 17.11.1992 - X ZB 20/92 (https://dejure.org/1992,919)
BGH, Entscheidung vom 17.11.1992 - X ZB 20/92 (https://dejure.org/1992,919)
BGH, Entscheidung vom 17. November 1992 - X ZB 20/92 (https://dejure.org/1992,919)
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Rechtsmittelbegründungsfrist - Antragssendung per Telefax - Fristversäumnis - Verfahren auf Wiedereinsetzung - Kontrollausdruck - Eidesstattliche Versicherung der zuständigen Bürokraft
Prozeßrecht; Fristverlängerungsantrag per Telefax
MDR 1993, 387
VersR 1993, 1126
BB 1993, 392
Ein Anwalt ist gehalten, durch entsprechende organisatorische Maßnahmen Fehlerquellen bei der Behandlung von Fristsachen in größtmöglichem Umfang auszuschließen (BGH, Beschl. v. 17. November 1992, X ZB 20/92, NJW 1993, 732).
Geboten ist insbesondere eine wirksame Ausgangskontrolle, die vor allem erfordert, daß Notfristen erst dann im Fristenkalender gelöscht werden, wenn das fristwahrende Schriftstück entweder tatsächlich abgesendet worden ist oder zumindest sichere Vorsorge dafür getroffen wurde, daß es tatsächlich rechtzeitig herausgeht (BGH, Beschl. v. 28. September 1989, VII ZB 9/89, NJW 1990, 187 [BGH 28.09.1989 - VII ZB 9/89] und v. 17. November 1992, X ZB 20/92, NJW 1993, 732).
b) Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist ein Anwalt verpflichtet, durch entsprechende organisatorische Maßnahmen Fehlerquellen bei der Behandlung von Fristsachen in größtmöglichem Umfang auszuschließen (BGH, Beschluß vom 17. November 1992 - X ZB 20/92 - zur Veröffentlichung vorgesehen, m.N.).
Für die Übermittlung fristwahrender Schriftsätze per Telefax bedeutet dies, daß die Pflicht des Anwalts zur Ausgangskontrolle erst dann endet, wenn feststeht, daß der Schriftsatz auch wirklich übermittelt worden ist (BGH…, Beschluß vom 28. September 1989 aaO.; Beschluß vom 10. Oktober 1991 - VII ZB 3/91 - VersR 1992, 638; Beschluß vom 17. November 1992 aaO.).
Allerdings ist der Anwalt gehalten, durch entsprechende organisatorische Maßnahmen Fehlerquellen bei der Behandlung von Fristsachen in größtmöglichem Umfang auszuschließen (vgl. BGH Beschluß vom 17. November 1992 - X ZB 20/92 - NJW 1993, 732, m.w.N.).
Dann kann die Berufungsfrist im Fristenkalender gelöscht werden (…BGH, Beschlüsse vom 28. September 1989 - VII ZB 9/89, NJW 1990, 187 = BGHR ZPO § 233 Rechtsmitteleinlegung 3 und vom 17. November 1992 - X ZB 20/92, NJW 1993, 732).
Hierzu gehört bei einer Übermittlung per Telefax die Anordnung, dass die Frist erst dann gelöscht werden darf, wenn sich der Absender anhand des ausgedruckten Sendeberichts von der erfolgreichen Übermittlung des Schriftsatzes überzeugt hat (BGH, Beschluss vom 17. November 1992 - X ZB 20/92, NJW 1993, 732, unter II 1; Beschluss vom 24. März 1993 - XII ZB 12/93, NJW 1993, 1655, unter II 2 b).
Er hat vielmehr durch weitere Maßnahmen Fehlerquellen bei der Behandlung von Fristsachen in größtmöglichem Umfang auszuschließen (BGH, Beschlüsse v. 17. November 1992, X ZB 20/92, BGHR ZPO § 233 Verschulden 17;… v. 24. März 1993, XII ZB 12/93, BGHR ZPO § 233 Ausgangskontrolle 2).
Bei der Übermittlung fristwahrender Schriftsätze per Telefax bedeutet das, daß eine Prüfung stattzufinden hat, ob der Schriftsatz tatsächlich übermittelt worden ist (…Senatsurt. v. 24. April 1994, a.a.O.;… Beschlüsse v. 28. September 1989, VII ZB 9/89, BGHR ZPO § 233 Rechtsmitteleinlegung 3; v. 10. Oktober 1991, VII ZB 3/91, VersR 1992, 638; 17. November 1992, X ZB 20/92, NJW 1993, 732 und 24. März 1993, XII ZB 12/93, BGHR ZPO § 233 Ausgangskontrolle 2).
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand bei Versäumung einer Berufungsfrist …
OLG Jena, 30.06.2008 - 5 U 16/08