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Timestamp: 2016-10-28 14:16:40
Document Index: 171685869

Matched Legal Cases: ['Art. 190', 'Art. 77', 'Art. 176', 'Art. 190', 'BGE', 'Art. 77', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 190', 'BGE', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 77', 'Art. 105', 'Art. 97', 'Art. 190', 'BGE', 'BGE', 'Art. 77', 'Art. 190', 'Art. 190', 'BGE', 'Art. 190', 'Art. 77', 'Art. 99', 'Art. 99', 'Art. 190', 'Art. 190', 'BGE', 'BGE', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 190', 'Art. 190', 'Art. 6', 'Art. 30', 'Art. 14', 'BGE', 'Art. 190', 'Art. 190', 'Art. 57', 'Art. 120', 'Art. 55', 'Art. 107', 'Art. 57', 'Art. 57', 'Art. 77', 'Art. 190', 'Art. 190', 'Art. 190', 'Art. 190', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 190', 'BGE', 'Art. 190', 'BGE', 'BGE', 'Art. 190', 'Art. 190', 'Art. 105', 'Art. 151', 'BGE', 'BGE', 'Art. 190', 'BGE', 'Art. 190', 'BGE', 'in dubio', 'Art. 99', 'Art. 94', 'Art. 6', 'Art. 190', 'Art. 190', 'Art. 190', 'Art. 77', 'BGE', 'BGE', 'Art. 77', 'Art. 105', 'Art. 97', 'Art. 190', 'BGE', 'Art. 7', 'Art. 190', 'BGE', 'Art. 77']

4A_612/2009 (10.02.2010)
vertreten durch Rechtsanwalt Jean-C�dric Michel,
Deutsche Eisschnelllauf Gemeinschaft e.V.,
vertreten durch Rechtsanwalt Marius Breucker,
Internationales Schiedsgericht; vorschriftswidrige Zusammensetzung, rechtliches Geh�r, Gleichbehandlungsgebot, Ordre public,
Beschwerde gegen den Schiedsentscheid des Tribunal Arbitral du Sport (TAS) vom 25. November 2009.
A.a Claudia Pechstein, Diensdorf/Deutschland, (Beschwerdef�hrerin) ist eine 37-j�hrige deutsche Eisschnelll�uferin. Ihre Hauptdisziplinen sind 3'000 Meter und 5'000 Meter. Die Beschwerdef�hrerin geh�rt seit 1988 zur Eisschnelllauf-Weltelite, als sie die DDR an den Junioren-Weltmeisterschaften vertrat. In ihrer langen Karriere hat sie an f�nf Olympischen Spielen (von 1992 bis 2006) teilgenommen. Neben zahlreichen Olympiamedaillen hat sie verschiedene Welt- und Europameisterschaften sowie nationale Wettk�mpfe gewonnen. Sie ist daher eine der erfolgreichsten Wintersportlerinnen aller Zeiten.
Die International Skating Union (Beschwerdegegnerin) ist ein Verein schweizerischen Rechts mit Sitz in Lausanne. Sie ist als Weltverband f�r die Sportarten Eiskunstlauf und Eisschnelllauf anerkannt.
Die Deutsche Eisschnelllauf Gemeinschaft e.V. (nachfolgend DESG), M�nchen/Deutschland, der die Beschwerdef�hrerin angeh�rt, ist Mitglied der Beschwerdegegnerin.
A.b Die Beschwerdef�hrerin unterzog sich zwischen dem 4. Februar 2000 und dem 30. April 2009 zahlreichen Dopingkontrollen, die keine Hinweise auf verbotene Substanzen ergaben. Im gleichen Zeitraum erhob die Beschwerdegegnerin im Rahmen ihres Blutprofilprogramms mehr als neunzig Blutproben der Beschwerdef�hrerin. Insbesondere wurden zwischen dem 20. Oktober 2007 und dem 30. April 2009 siebenundzwanzig Blutproben der Athletin entnommen, die letzten zw�lf zwischen Januar und April 2009.
Die im Rahmen des Blutprofilprogramms der Beschwerdegegnerin erhobenen und aufgezeichneten Blutparameter beinhalten unter anderem H�moglobin, H�matokrit und den prozentualen Anteil unreifer roter Blutzellen (Retikulozyten). Der Retikulozytenwert erm�glicht als Blutparameter eine aktuelle Beurteilung der Bildung roter Blutk�rperchen im menschlichen Organismus.
W�hrend die Beschwerdegegnerin einen Retikulozytenwert zwischen 0.4 % und 2.4 % f�r normal erachtet, ergaben die Resultate der Blutuntersuchungen bei der Beschwerdef�hrerin Retikulozytenwerte, die weit �ber 2.4 % lagen und danach jeweils stark abfielen.
Am 7./8. Februar 2009 fand die von der Beschwerdegegnerin organisierte Eisschnelllauf-Weltmeisterschaft in Hamar (Norwegen) statt. Am Morgen vor Wettkampfbeginn, also am 6. Februar 2009, wurden von s�mtlichen Athleten Blutproben entnommen. Der Retikulozytenwert der Beschwerdef�hrerin wurde auf 3.49 % gemessen.
Als Folge dieses Resultats erhob die Beschwerdegegnerin am Morgen bzw. am Nachmittag des 7. Februar 2009 zwei weitere Blutproben bei der Beschwerdef�hrerin. Die gemessenen Retikulozytenwerte betrugen 3.54 % bzw. 3.38 %. Die Beschwerdef�hrerin und die DESG wurden vom medizinischen Berater der Beschwerdegegnerin, Prof. A.________, dar�ber informiert, dass die Retikulozytenwerte "abnormal" seien. Obwohl die H�moglobin- und H�matokritwerte dies nicht geboten, teilte die DESG in der Folge mit, dass die Beschwerdef�hrerin an den Rennen des n�chsten Tages nicht teilnehmen werde.
Am 18. Februar 2009 wurde bei der Athletin ausserhalb des Wettkampfs eine weitere Blutprobe entnommen. Diese zeigte einen Retikulozytenwert von 1.37 % an.
B.a Nach �berpr�fung des Blutprofils leitete die Beschwerdegegnerin bei ihrer Disziplinarkommission ein Verfahren gegen die Beschwerdef�hrerin ein. Sie warf der Beschwerdef�hrerin vor, eine verbotene Substanz bzw. eine unzul�ssige Methode (d.h. eine Art von Blutdoping) verwendet zu haben, was ein Dopingvergehen gem�ss Artikel 2.2 ihrer Anti-Doping Regeln (ADR) darstelle, die am 1. Januar 2009 in �bereinstimmung mit der neuen Version des World Anti-Doping Code der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) in Kraft getreten sei.
Nach einem in Bern abgehaltenen Hearing vom 29./30. Juni 2009 stellte die Disziplinarkommission der Beschwerdegegnerin mit Entscheid vom 1. Juli 2009 ein Dopingvergehen nach Artikel 2.2 ADR in Form von Blutdoping fest, aberkannte die anl�sslich der Weltmeisterschaft vom 7. Februar 2009 erzielten Resultate und sprach eine zweij�hrige Sperre ab 9. Februar 2009 gegen die Beschwerdef�hrerin aus.
B.b Am 21. Juli 2009 erkl�rten die Beschwerdef�hrerin sowie die DESG beim Tribunal Arbitral du Sport (TAS) Berufung gegen den Entscheid der Disziplinarkommission vom 1. Juli 2009.
Am 17. August 2009 gab das TAS die Zusammensetzung des Schiedsgerichts f�r den vorliegenden Rechtsstreit bekannt. Keine Partei erhob zu jenem Zeitpunkt oder im weiteren Verlauf des Verfahrens Einw�nde dagegen.
Mit Eingabe vom 3. August 2009 reichte die Beschwerdef�hrerin dem TAS ihre Berufungsbegr�ndung ein.
Am 16. September 2009 beantragte die Beschwerdef�hrerin, es sei ihr zu gestatten, schriftlich zur Berufungsantwort der Beschwerdegegnerin Stellung zu nehmen. Diese sprach sich gegen einen weiteren Schriftenwechsel aus. Mit Schreiben vom 23. September 2009 teilte das TAS den Parteien mit, dass es in Anwendung von Artikel R56 des TAS-Code einen weiteren Schriftenwechsel nicht zulasse. Es gew�hrte der Athletin jedoch ausnahmsweise die M�glichkeit, bis sp�testens acht Tage vor dem Hearing neue Beweise aus medizinischen Untersuchungen an ihrer Person sowie entsprechende Bemerkungen dazu einzureichen ("to present any new evidence deriving from medical investigations performed on her, with comments thereto") sowie f�r das Hearing einen Experten zur Funktion des Messger�ts Advia 120 zu benennen.
Am 29. September 2009 erliess das TAS eine Anordnung �ber den weiteren Ablauf des Verfahrens ("Order of Procedure"). Diese wurde von allen Parteien vor dem Hearing unterzeichnet. Das Hearing wurde auf den 22./23. Oktober 2009 angesetzt.
Am 14. Oktober 2009 reichte die Beschwerdef�hrerin dem TAS eine Eingabe mit verschiedenen Beilagen ein. Am 17. Oktober 2009 wendete die Beschwerdegegnerin dagegen ein, die Eingabe betreffe zu einem grossen Teil nicht neue medizinische Untersuchungen, wie gem�ss schiedsgerichtlicher Anordnung vom 23. September 2009 vorgesehen; angesichts des Umfangs neuer Dokumente sei es ihr zudem unm�glich, sich vor dem Hearing mit ihren Sachverst�ndigen zu beraten und dazu schriftlich Stellung zu nehmen.
Mit Schreiben vom 19. Oktober 2009 hielt das TAS fest, dass zahlreiche Teile der Eingabe der Beschwerdef�hrerin den schiedsgerichtlichen Vorgaben vom 23. September 2009 sowie Artikel R56 des TAS-Code nicht entspr�chen. Insbesondere seien die meisten der eingereichten Dokumente nicht neue Beweise aus medizinischen Untersuchungen an der Person der Beschwerdef�hrerin und ihre Eingabe beschr�nke sich nicht auf Bemerkungen zu diesen medizinischen Untersuchungen, sondern stelle vielmehr eine Replik dar. Entsprechend ordnete das Schiedsgericht unter anderem an, die Eingabe der Athletin vom 14. Oktober 2009 nicht zu den Akten zu nehmen, mit Ausnahme der Beilagen 37, 38, 39, 42, 44 und 53. Im Weiteren liess das Schiedsgericht s�mtliche von der Beschwerdef�hrerin genannten Experten zum Hearing zu, mit Ausnahme von Dr. B.________, der in ihrer Berufungsschrift nicht aufgef�hrt worden war.
Am 21. Oktober 2009 reichte die DESG dem Schiedsgericht einen weiteren Schriftsatz sowie ein neues Gutachten ein. Mit Verf�gung vom gleichen Tag best�tigte das TAS seinen Entscheid, die schriftliche und m�ndliche Expertenmeinung von Dr. B.________ nicht zuzulassen, da sich diese nicht auf neue Beweise aus medizinischen Untersuchungen an der Person der Beschwerdef�hrerin bezog und die Athletin vor Ablauf der Frist zur Begr�ndung der Berufung am 3. August 2009 auch nicht um eine Fristerstreckung im Hinblick auf die Beibringung der Expertenmeinung von Dr. B.________ ersucht h�tte. In Anwendung von Artikel R57 des TAS-Code wies es zudem den Antrag der Beschwerdef�hrerin ab, weiteren interessierten Personen eine Teilnahme am Hearing zu gestatten. Die Eingabe der DESG vom 21. Oktober 2009 nahm es schliesslich nicht zu den Akten, da sie in Missachtung der Verf�gung des Schiedsgerichts vom 19. Oktober 2009 erfolgte.
Am Hearing, das am 22. und 23. Oktober 2009 in Lausanne stattfand, wurden insgesamt zw�lf von den Parteien bezeichnete Sachverst�ndige angeh�rt. Alle Parteien hatten jeweils die M�glichkeit, Fragen an die Experten zu richten. Sie hatten daraufhin die Gelegenheit, ihren Fall zu pr�sentieren, ihre Argumente dazulegen und die Fragen des Schiedsgerichts zu beantworten.
Das Schiedsgericht nahm anl�sslich des Hearings den Entwurf der "Athlete Biological Passport Operating Guidelines" der WADA vom Oktober 2009 von sich aus zu den Akten und gew�hrte den Parteien eine kurze Frist zur schriftlichen Stellungnahme.
Nach den letzten Parteivortr�gen und der Schlusserkl�rung der Beschwerdef�hrerin schloss das Schiedsgericht das Hearing.
Am 27. Oktober 2009 reichten die Parteien ihre Stellungnahmen zum Entwurf der erw�hnten Richtlinien der WADA ein.
Mit Faxschreiben vom 23. und 24. November 2009 reichte die Beschwerdef�hrerin dem Schiedsgericht einen dringlichen Antrag f�r die Wiederer�ffnung des Verfahrens ein, um im Rahmen eines Kreuzverh�rs Fragen an Prof. C.________ zu stellen, der am Hearing vom 22./23. Oktober 2009 nicht teilgenommen hatte. Der Antrag wurde damit begr�ndet, dass einer der Rechtsvertreter der Beschwerdef�hrerin vernommen habe, dass Prof. C.________ seine urspr�ngliche Meinung aufgrund der von ihr am 14. Oktober 2009 vorgelegten Beweise offenbar ge�ndert habe, und dass er von der Beschwerdegegnerin aus diesem Grund nicht f�r das Hearing aufgeboten worden sei.
Das TAS wies den Antrag um Wiederer�ffnung des Verfahrens und die Berufungen der Beschwerdef�hrerin sowie der DESG mit Schiedsentscheid vom 25. November 2009 ab und best�tigte die zweij�hrige Sperre der Athletin, mit der geringf�gigen �nderung, dass die Sperre bereits ab dem 8. Februar 2009 gelte.
Mit Beschwerde in Zivilsachen vom 7. Dezember 2009, die mit Eingabe vom 11. Januar 2010 innert Frist erg�nzt wurde, beantragt die Beschwerdef�hrerin dem Bundesgericht, es sei der Schiedsspruch des TAS vom 25. November 2009 aufzuheben und die Sache sei zu neuer Beurteilung an das Schiedsgericht zur�ckzuweisen.
Sie stellt zudem die folgenden verfahrensleitenden Antr�ge:
"A. Es sei die Vorinstanz zu verpflichten offenzulegen, inwiefern ihr Generalsekret�r oder Dritte auf das Zustandekommen des angefochtenen Urteils eingewirkt haben. Insbesondere sei offenzulegen, wie das angefochtene Urteil nach dem Antrag der Beschwerdef�hrerin auf Wiederer�ffnung des Verfahrens ver�ndert wurde und wie diese �nderungen zustande gekommen sind.
B. Es sei der Beschwerdef�hrerin die Gelegenheit einzur�umen, zu allf�lligen Eingaben und Beschwerdeantworten der Beschwerdegegnerinnen sowie zu einer allf�lligen Vernehmlassung des Schiedsgerichts Stellung nehmen zu k�nnen. Sollte das Bundesgericht der Beschwerdef�hrerin von sich aus durch Fristansetzung kein Recht zur Stellungnahme einr�umen, beh�lt die Beschwerdef�hrerin sich vor, zu jeweiligen Eingaben der Beschwerdegegner jeweils innert 15 Tagen Stellung zu nehmen.
C. Es seien die vollst�ndigen Akten des Schiedsgerichts beizuziehen.
D. Es sei eine �ffentliche Verhandlung durchzuf�hren.
E. Die Beschwerdegegnerin 1 sei zu verpflichten, die vollst�ndigen Resultate der am 10.-12. Dezember 2009 anl�sslich der Weltcuprennen in Salt Lake City vorgenommenen Dopingtests sowie die Protokolle der verwendeten Messmaschinen herauszugeben."
Im Weiteren beantragt sie die Gew�hrung der aufschiebenden Wirkung sowie die Anordnung verschiedener superprovisorischer bzw. provisorischer Massnahmen.
Die Akten des Schiedsverfahrens wurden beigezogen. Aufgrund der von der Beschwerdef�hrerin geltend gemachten Dringlichkeit im Hinblick auf die Olympischen Spiele wurden zur Beschwerdebegr�ndung keine Vernehmlassungen eingeholt. Mit Schreiben vom 16. Dezember 2009 nahm das Bundesgericht vom Verzicht der DESG Vermerk, sich aktiv am Verfahren zu beteiligen.
Mit Verf�gung vom 7. Dezember 2009 ordnete das Bundesgericht an, dass die Beschwerdef�hrerin am 11.-13. Dezember 2009 an den in Salt Lake City stattfindenden 3'000 Meter Eisschnelllauf-Weltcuprennen teilnehmen d�rfe. Mit Verf�gung vom 10. Dezember 2009 erg�nzte es diese Anordnung dahingehend, dass die Beschwerdef�hrerin auch am Training teilnehmen d�rfe, soweit dieses als Vorbereitung auf das 3'000 Meter Weltcuprennen diene.
Mit Verf�gung vom 11. Dezember 2009 wies das Bundesgericht das Gesuch der Beschwerdef�hrerin ab, es sei superprovisorisch anzuordnen, dass sie in Salt Lake City auch f�r das Training und den Wettkampf in der Disziplin 1'500 Meter zuzulassen sei, sofern sie sich �ber 3'000 Meter nicht unter die ersten acht L�uferinnen klassiere.
Am 22. Dezember 2009 wies das Bundesgericht das Gesuch um Erlass weiterer superprovisorischer Massnahmen ab. Ein weiterer verfahrensleitender Antrag bez�glich der beantragten vorsorglichen Massnahmen der Beschwerdef�hrerin wurde mit Verf�gung vom 30. Dezember 2009 abgewiesen.
Mit Verf�gung vom 26. Januar 2010 wies das Bundesgericht das Gesuch um aufschiebende Wirkung und die Gesuche vom 17. Dezember 2009 und 11. Januar 2010 um superprovisorische Anordnung vorsorglicher Massnahmen ab.
Im Bereich der internationalen Schiedsgerichtsbarkeit ist die Beschwerde in Zivilsachen unter den Voraussetzungen der Art. 190-192 IPRG zul�ssig (Art. 77 Abs. 1 BGG).
2.1 Der Sitz des Schiedsgerichts befindet sich vorliegend in Lausanne. Die Beschwerdef�hrerin hatte im relevanten Zeitpunkt weder ihren Wohnsitz noch ihren gew�hnlichen Aufenthalt in der Schweiz. Da die Parteien die Bestimmungen des 12. Kapitels des IPRG nicht schriftlich ausgeschlossen haben, gelangen diese zur Anwendung (Art. 176 Abs. 1 und 2 IPRG).
2.2 Zul�ssig sind allein die R�gen, die in Art. 190 Abs. 2 IPRG abschliessend aufgez�hlt sind (BGE 134 III 186 E. 5 S. 187; 128 III 50 E. 1a S. 53; 127 III 279 E. 1a S. 282). Nach Art. 77 Abs. 3 BGG pr�ft das Bundesgericht nur die R�gen, die in der Beschwerde vorgebracht und begr�ndet worden sind; dies entspricht der in Art. 106 Abs. 2 BGG f�r die Verletzung von Grundrechten und von kantonalem und interkantonalem Recht vorgesehenen R�gepflicht (BGE 134 III 186 E. 5 S. 187 mit Hinweis). Bei R�gen nach Art. 190 Abs. 2 lit. e IPRG ist die Unvereinbarkeit des angefochtenen Schiedsentscheids mit dem Ordre public im Einzelnen aufzuzeigen (BGE 117 II 604 E. 3 S. 606). Appellatorische Kritik ist unzul�ssig (BGE 119 II 380 E. 3b S. 382).
2.3 Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den das Schiedsgericht festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann die Sachverhaltsfeststellung des Schiedsgerichts weder berichtigen noch erg�nzen, selbst wenn diese offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (vgl. Art. 77 Abs. 2 BGG, der die Anwendbarkeit von Art. 105 Abs. 2 sowie Art. 97 BGG ausschliesst). Allerdings kann das Bundesgericht die tats�chlichen Feststellungen des angefochtenen Schiedsentscheids �berpr�fen, wenn gegen�ber diesen Sachverhaltsfeststellungen zul�ssige R�gen im Sinne von Art. 190 Abs. 2 IPRG vorgebracht oder ausnahmsweise Noven ber�cksichtigt werden (BGE 133 III 139 E. 5 S. 141; 129 III 727 E. 5.2.2 S. 733; je mit Hinweisen). Wer sich auf eine Ausnahme von der Bindung des Bundesgerichts an die tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz beruft und den Sachverhalt gest�tzt darauf berichtigt oder erg�nzt wissen will, hat mit Aktenhinweisen darzulegen, dass entsprechende Sachbehauptungen bereits im vorinstanzlichen Verfahren prozesskonform aufgestellt worden sind (vgl. BGE 115 II 484 E. 2a S. 486; 111 II 471 E. 1c S. 473; je mit Hinweisen).
2.4 Die Beschwerde verkennt diese Grunds�tze streckenweise.
2.4.1 So verlangt sie eine Erweiterung der Kognition des Bundesgerichts und �bersieht dabei, dass die eingeschr�nkte Pr�fungsbefugnis nach Art. 77 Abs. 1 BGG in Verbindung mit Art. 190 Abs. 2 IPRG f�r s�mtliche Verfahren der internationalen Schiedsgerichtsbarkeit gilt, so auch im Bereich des Sports. Eine Ausweitung der Pr�fungsbefugnis des Bundesgerichts, wie sie die Beschwerdef�hrerin unter Berufung auf die Rechtsweggarantie verlangt, ist nicht zu rechtfertigen.
Da mit einer Beschwerde gegen einen internationalen Schiedsentscheid nach Art. 190 Abs. 2 IPRG ausschliesslich die in dieser Bestimmung abschliessend aufgez�hlten Beschwerdegr�nde angerufen werden k�nnen, nicht jedoch direkt eine Verletzung der Bundesverfassung, der EMRK oder weiterer Staatsvertr�ge (vgl. Urteile 4P.105/2006 vom 4. August 2006 E. 7.3; 4P.64/2001 vom 11. Juni 2001 E. 2d/aa, nicht publ. in BGE 127 III 429 ff.), ist auf die verschiedentlich ger�gte Verletzung entsprechender Bestimmungen grunds�tzlich nicht einzutreten. Zwar k�nnen die aus der BV bzw. der EMRK fliessenden Grunds�tze gegebenenfalls bei der Konkretisierung der nach Art. 190 Abs. 2 IPRG anrufbaren Garantien herangezogen werden; angesichts der strengen Begr�ndungsanforderungen (Art. 77 Abs. 3 BGG) ist jedoch in der Beschwerde eigens aufzuzeigen, inwiefern ein in der genannten Bestimmung vorgesehener Beschwerdegrund gegeben sein soll.
2.4.2 Die Beschwerdef�hrerin stellt ihren rechtlichen Vorbringen eine ausf�hrliche eigene Sachverhaltsdarstellung voran, in der sie den Ablauf der Ereignisse sowie des Verfahrens aus ihrer Sicht darlegt. Sie weicht darin, wie auch in ihrer weiteren Beschwerdebegr�ndung, in verschiedenen Punkten von den tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz ab oder erweitert diese, ohne substantiiert Ausnahmen von der Sachverhaltsbindung geltend zu machen. Ihre Vorbringen haben insoweit unbeachtet zu bleiben.
Unbeachtlich sind auch die verschiedenen neu vorgebrachten Tatsachen und Beweismittel (Art. 99 Abs. 1 BGG). So tr�gt die Beschwerdef�hrerin etwa unter Beilage neuer Parteigutachten vor, es habe sich mittlerweile herausgestellt, dass die Beschwerdef�hrerin tats�chlich unter einer Blutanomalie im Sinne einer Sph�rozytose leide. Zudem behauptet sie unter Hinweis auf zahlreiche nach Ergehen des angefochtenen Entscheids verfasste Dokumente, die Anti-Dopingexperten seien sich weltweit einig, dass sich die Blutwerte der Beschwerdef�hrerin durch keine bekannte Dopingmethode erkl�ren liessen. Ausserdem reicht sie dem Bundesgericht diverse Unterlagen ein, die auf den angefochtenen Entscheid Bezug nehmen und die Schl�sse des Schiedsgerichts in verschiedener Hinsicht in Frage stellen, so unter anderem je ein Schreiben von Prof. D.________ vom 6. Dezember 2009 und Prof. Dr. E.________ vom 7. Januar 2010 sowie zwei E-Mails vom Dr. C.________ vom 6. sowie 7. Januar 2010.
2.4.3 Bei den von der Beschwerdef�hrerin erw�hnten Resultaten der vom 10.-12. Dezember 2009 anl�sslich der Weltcuprennen in Salt Lake City vorgenommenen Dopingtests sowie den Protokollen der dabei verwendeten Messmaschinen handelt es sich um Noven, die im vorliegenden Beschwerdeverfahren unbeachtlich sind (Art. 99 Abs. 1 BGG). Der entsprechende verfahrensleitende Antrag auf Herausgabe dieser Dokumente ist bereits aus diesem Grund abzuweisen.
Die Beschwerdef�hrerin macht unter Berufung auf Art. 190 Abs. 2 lit. a IPRG eine fehlende Unabh�ngigkeit und Unbefangenheit des Schiedsgerichts geltend.
Die Beschwerdef�hrerin stellt zun�chst die Unabh�ngigkeit des TAS als solches in Frage.
3.1.1 Sie begr�ndet dies damit, dass es im vorliegenden Fall nur in zweiter Linie um das Interesse der Beschwerdegegnerin gehe, sondern prim�r um das Interesse des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) sowie der internationalen Sportverb�nde im Allgemeinen, die durch die Dopingproblematik den �konomischen Wert der Olympischen Spiele und ihrer Sportanl�sse gef�hrdet s�hen. Die Sponsoren und die �ffentlichkeit im Allgemeinen seien an fairen sportlichen Wettk�mpfen interessiert, weshalb dieses Image um jeden Preis bewahrt werden m�sse. Das IOC und die internationalen Sportverb�nde h�tten zu beweisen, dass sie sich ohne Einschr�nkung voll und ganz dem Kampf gegen Doping verschrieben und sich f�r einen gesunden Sport einsetzten.
Aus diesem Grund sei es zu Prozessbeginn f�r das IOC und die internationalen Sportverb�nde von �usserst grosser Bedeutung gewesen, dass der indirekte Beweis funktioniere, der durch den WADA-Blutpass eingef�hrt werden sollte und sich zu diesem Zeitpunkt gerade in der Endphase seiner Entwicklung befunden habe, zumal dieses Nachweisverfahren bedeutend billiger sei als die Urintests, die den Gebrauch unerlaubter Substanzen direkt bewiesen. Es habe daher, so die Beschwerdef�hrerin weiter, zu einer Verurteilung kommen m�ssen, koste es was es wolle; nichts sei besser gewesen, als ein Exempel an einer m�glichst bekannten Sportlerin zu statuieren. So habe Jacques Rogge, der IOC-Pr�sident, vor dem Prozess erkl�rt, es handle sich beim Fall Pechstein um einen "Lackmus-Test, ob das Langzeit-Profil von der internationalen wissenschaftlichen Gemeinde best�tigt wird". Nach dem Urteil habe sich der Vizepr�sident des IOC geradezu euphorisch �ber das angefochtene Schiedsgerichtsurteil ge�ussert und erkl�rt, "[d]er Entscheid des TAS zeigt, dass das Sportrecht mehr M�glichkeiten im Kampf gegen Doping bei Athleten er�ffnet, als es staatliches Recht jemals k�nnte".
3.1.2 Liegen bei einem Schiedsgericht M�ngel in Bezug auf die Unabh�ngigkeit oder Unparteilichkeit vor, handelt es sich um einen Fall vorschriftswidriger Zusammensetzung im Sinne von Art. 190 Abs. 2 lit. a IPRG. Nach dem Grundsatz von Treu und Glauben ist ein solcher Einwand im Schiedsverfahren sofort geltend zu machen, ansonsten der Anspruch auf Anrufung des Beschwerdegrunds verwirkt (BGE 129 III 445 E. 3.1 S. 449 mit Hinweisen).
Die Beschwerdef�hrerin hat das TAS selbst angerufen und die "Order of Procedure" vom 29. September 2009 unterzeichnet, ohne Einw�nde hinsichtlich der Unabh�ngigkeit bzw. Unparteilichkeit vorzubringen. Unter diesen Umst�nden ist es mit dem Grundsatz von Treu und Glauben nicht zu vereinbaren, im Rahmen des Beschwerdeverfahrens vor Bundesgericht erstmals die Frage der Unabh�ngigkeit des angerufenen Schiedsgerichts aufzuwerfen. Auf die von der Beschwerdef�hrerin erhobene R�ge der fehlenden Unabh�ngigkeit des Schiedsgerichts ist daher nicht einzutreten.
3.1.3 Im �brigen ist das TAS entgegen der Ansicht der Beschwerdef�hrerin als echtes Schiedsgericht anzusehen. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts ist das TAS zudem vom IOC gen�gend unabh�ngig, weshalb seine Entscheide auch in Angelegenheiten, welche die Interessen des IOC ber�hren, als Urteile betrachtet werden k�nnen, die mit solchen eines staatlichen Gerichts vergleichbar sind (BGE 129 III 445 E. 3 S. 448 ff. mit Hinweisen).
Abgesehen davon, dass sich die Behauptungen der Beschwerdef�hrerin in tats�chlicher Hinsicht nicht auf die Sachverhaltsfeststellungen des angefochtenen Entscheids st�tzten lassen (vgl. Art. 105 Abs. 1 BGG), w�ren ihre allgemein gehaltenen Ausf�hrungen nicht geeignet, berechtigte Zweifel an der Unabh�ngigkeit des TAS zu begr�nden. Die R�ge der fehlenden Unabh�ngigkeit des TAS w�re daher ohnehin unbegr�ndet.
3.2 Die Beschwerdef�hrerin r�gt sodann, der Pr�sident des Schiedsgerichts, F.________, sei befangen gewesen. Er habe einem ihrer heutigen Rechtsvertreter gegen�ber im Oktober 2007 erkl�rt, dass er eine "harte Linie in Dopingfragen" habe, als dieser ihn in einem anderen Verfahren als Schiedsrichter f�r einen von ihm vertretenen Sportler habe gewinnen wollen. Mit der Ernennung von F.________ durch G.________, einem ehemaligen Mitglied eines Nationalen Olympischen Komitees und Pr�sidenten eines internationalen Sportverbands sowie Mitglied der IOC-Kommission f�r Sport und Recht, sei das Urteil damit faktisch gesprochen worden.
Die R�ge geht fehl. Der Vorwurf an den Pr�sidenten des Schiedsgerichts, er habe in anderem Zusammenhang erkl�rt, in Dopingfragen eine "harte Linie" zu vertreten, ist zu vage und allgemein, um berechtigte Zweifel an der Unabh�ngigkeit von F.________ zu erwecken, zumal kein unmittelbarer Bezug zum vorliegenden Verfahren erkennbar ist (vgl. BGE 133 I 89 E. 33 S. 92; 105 Ia 157 E. 6a S. 163).
Die R�ge der Beschwerdef�hrerin, der Pr�sident des Schiedsgerichts sei befangen gewesen bzw. das IOC habe in unzul�ssiger Weise auf die Zusammensetzung Einfluss genommen, stossen ins Leere.
3.3 Der weiter erhobene Vorwurf der Beschwerdef�hrerin, das IOC und die internationalen Sportverb�nde h�tten durch den Generalsekret�r des TAS die Entscheidfindung beeinflussen k�nnen, indem dieser den angefochtenen Schiedsentscheid m�glicherweise nachtr�glich "korrigiert" habe, ist spekulativ und l�sst sich nicht auf konkrete Tatsachen st�tzen. So f�hrt die Beschwerdef�hrerin selbst aus, sie wisse nicht, ob der Generalsekret�r von der M�glichkeit einer "Korrektur" des Schiedsspruchs Gebrauch gemacht habe.
Sie zeigt zudem keinen R�gegrund nach Art. 190 Abs. 2 lit. a IPRG auf, wenn sie vortr�gt, Artikel R59 des TAS-Code sehe vor, dass der Schiedsspruch vor der Unterzeichnung dem Generalsekret�r des TAS zu �bermitteln sei, und dieser "Korrekturen der blossen Form" anbringen und "ebenso die Aufmerksamkeit des Schiedsgerichts auf grundlegenden Punkte lenken" d�rfe. Entgegen der in der Beschwerde ge�usserten Ansicht wird mit diesem Vorgehen nicht in Frage gestellt, dass die Entscheidung allein beim Schiedsgericht liegt. Eine unzul�ssige Einflussnahme auf das Schiedsgericht, die dessen Unabh�ngigkeit in Frage stellen w�rde, ergibt sich daraus nicht.
Der Vorwurf der fehlenden Unabh�ngigkeit bzw. der vorschriftswidrigen Zusammensetzung des Schiedsgerichts (Art. 190 Abs. 2 lit. a IPRG) ist unbegr�ndet und die in diesem Zusammenhang gestellten verfahrensleitenden Antr�ge sind abzuweisen.
Die Beschwerdef�hrerin r�gt weiter eine Verletzung des Anspruchs auf ein �ffentliches Verfahren.
4.1 Sie beruft sich dabei zu Unrecht auf Art. 6 Ziff. 1 EMRK, Art. 30 Abs. 3 BV sowie Art. 14 Ziff. 1 UNO Pakt II, da diese nach zutreffendem Verst�ndnis der bundesgerichtlichen Rechtsprechung auf Verfahren der freiwilligen Schiedsgerichtsbarkeit nicht anwendbar sind (vgl. Urteile 4P.105/2006 vom 4. August 2006 E. 7.3; 4P.64/2001 vom 11. Juni 2001 E. 2d/aa, nicht publ. in BGE 127 III 429 ff.). Aus den genannten Bestimmungen l�sst sich demnach kein Anspruch auf eine �ffentliche Parteiverhandlung im Rahmen des Schiedsverfahrens ableiten.
Indem die Vorinstanz in Anwendung von Artikel R57 TAS-Code, der eine �ffentliche Verhandlung nur bei Zustimmung der Parteien vorsieht, den Antrag der Beschwerdef�hrerin auf Zulassung ihres Managers H.________ zum Hearing abwies, missachtete sie keinen Anspruch der Beschwerdef�hrerin auf Durchf�hrung einer �ffentlichen Parteiverhandlung. Inwiefern der ebenfalls ins Feld gef�hrte Geh�rsanspruch (Art. 190 Abs. 2 lit. d IPRG) sowie der Ordre public (Art. 190 Abs. 2 lit. e IPRG) eine �ffentliche Verhandlung in internationalen Schiedsverfahren gebieten soll, die regelm�ssig nicht�ffentlich sind, legt die Beschwerdef�hrerin nicht dar.
Unabh�ngig von der Frage eines entsprechenden Rechtsanspruchs w�re es angesichts der �berragenden Bedeutung des TAS im Bereich des Sports im Hinblick auf das Vertrauen in die Unabh�ngigkeit und Fairness der Entscheidfindung immerhin w�nschenswert, wenn auf Antrag des betroffenen Sportlers eine �ffentliche Verhandlung durchgef�hrt w�rde.
4.2 Im Gegensatz zum Verfahren vor dem TAS, das eine freie Pr�fung von Tat- und Rechtsfragen vornimmt, ist die Pr�fungsbefugnis im Rahmen der Schiedsbeschwerde vor Bundesgericht erheblich eingeschr�nkt. Im vorliegenden Beschwerdeverfahren ist der Entscheid aufgrund der Akten spruchreif; die Anordnung einer �ffentlichen m�ndlichen Parteiverhandlung (Art. 57 BGG), wie von der Beschwerdef�hrerin beantragt, ist nicht angezeigt.
Eine zwingende �ffentliche Parteiverhandlung vor Bundesgericht, wie sie - bei Klagen gem�ss Art. 120 Abs. 1 lit. c BGG oder wenn das Bundesgericht gest�tzt auf selbst erhobene Sachverhaltsfeststellungen (Art. 55 BGG) einen reformatorischen Entscheid f�llen will (vgl. Art. 107 Abs. 2 BGG) - ausnahmsweise durch �bergeordnetes Recht geboten sein kann (vgl. HEIMGARTNER/WIPR�CHTIGER, in: Basler Kommentar, Bundesgerichtsgesetz, 2008, N. 9 ff. zu Art. 57 BGG; JEAN-MAURICE FR�SARD, in: Commentaire de la LTF, 2009, N. 8 f. zu Art. 57 BGG), f�llt im Rahmen des Schiedsbeschwerdeverfahrens nach Art. 77 BGG ausser Betracht.
Der Antrag auf Durchf�hrung einer Parteiverhandlung vor Bundesgericht ist abzuweisen.
Die Beschwerdef�hrerin wirft dem TAS in verschiedener Hinsicht eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs (Art. 190 Abs. 2 lit. d IPRG) vor.
5.1.1 Die Beschwerdef�hrerin bringt vor, die Beschwerdegegnerin habe ihr erst am 28. Juli 2009 - nach dem Urteil der Disziplinarkammer und kurz vor Ablauf der am 3. August 2009 endenden Frist zur Begr�ndung der Berufung an das TAS - die vollst�ndigen Resultate der Bluttests vom 6. und 7. Februar 2009 offengelegt. Diese Offenlegung sei notwendig geworden, weil aufgrund der Aussagen der Sachverst�ndigen deutlich geworden sei, dass sich die Retikulozyten als einzelner Wert zum Nachweis von Blutdoping nicht eigneten. Der Beschwerdef�hrerin sei daher empfohlen worden, m�glichst viele zus�tzliche Blutwerte zu ermitteln, um eine verl�ssliche wissenschaftliche Aussage machen zu k�nnen.
5.1.2 Die erw�hnten Vorbringen lassen keine hinreichende Geh�rsr�ge erkennen. Die Beschwerdef�hrerin zeigt weder mit Aktenhinweisen auf, dass sie die sp�te Offenlegung im Schiedsverfahren ger�gt h�tte noch wird aus ihren Vorbringen klar, was sie der Vorinstanz in verfahrensrechtlicher Hinsicht vorwirft.
Soweit sie sich in der weiteren Beschwerdebegr�ndung darauf beruft, es sei ihr nicht ausreichend Zeit zur Vorbereitung gegeben worden, so st�sst die Geh�rsr�ge jedenfalls ins Leere. Wie die Vorinstanz in ihrer verfahrensrechtlichen Anordnung vom 21. Oktober 2009 festh�lt, hat die Beschwerdef�hrerin, nachdem sie am 21. Juli 2009 die Berufung erkl�rt hatte, nicht um eine Verl�ngerung der Frist zur Begr�ndung der Berufung ersucht, wie dies nach Artikel R32 TAS-Code m�glich gewesen w�re. Von einer Verletzung des rechtlichen Geh�rs (Art. 190 Abs. 2 lit. d IPRG) kann schon aus diesem Grund keine Rede sein.
5.2 Aus dem gleichen Grund st�sst auch das Vorbringen der Beschwerdef�hrerin ins Leere, wegen der Ferienzeit h�tten die Analysen der vollst�ndigen Bluttests, die von Experten h�tten vorgenommen werden m�ssen, erst nach Ablauf der Berufungsbegr�ndungsfrist an das TAS (3. August 2009) erbracht werden k�nnen.
Zudem k�nnen die Parteien im Schiedsverfahren, wie auch im Zivilprozess, nicht jederzeit und unbeschr�nkt neue Behauptungen und Beweismittel vorbringen. Dies stellt keine Geh�rsverletzung dar, sondern entspricht allgemein anerkannten verfahrensrechtlichen Grunds�tzen. Entsprechend hat das Schiedsgericht mit Schreiben vom 23. September 2009 festgehalten, dass es in Anwendung von Artikel R56 TAS-Code keinen weiteren Schriftenwechsel zulasse. Es hat der Beschwerdef�hrerin jedoch ausnahmsweise die M�glichkeit einger�umt, bis sp�testens acht Tage vor dem Hearing neue Beweise aus medizinischen Untersuchungen an ihrer Person sowie entsprechende Bemerkungen dazu einzureichen. Die Eingabe der Beschwerdef�hrerin vom 14. Oktober 2009, der unter anderem verschiedene neue Gutachten beigef�gt waren, wies das Schiedsgericht mit Schreiben vom 19. Oktober 2009 gr�sstenteils aus dem Recht, da es sich bei der Mehrheit der eingereichten Dokumente nicht um neue Beweise aus medizinischen Untersuchungen an der Person der Beschwerdef�hrerin handelte und diese daher der schiedsgerichtlichen Anordnung vom 23. September 2009 widersprachen.
Die Beschwerdef�hrerin zeigt vor diesem Hintergrund keine Geh�rsverletzung auf, wenn sie lediglich vorbringt, aus den eingereichten Sachverst�ndigenmeinungen von Prof. B.________ sowie Dr. I.________ gehe klar hervor, dass sie sehr wahrscheinlich nicht zu unerlaubten Mitteln gegriffen habe und ihre Blutwerte durch eine Blutanomalie zu erkl�ren seien, und sie gest�tzt darauf ohne weitere Begr�ndung behauptet, die Gutachten seien vom Schiedsgericht zu Unrecht zur�ckgewiesen worden. Mit der Behauptung, die eingereichten Gutachten beruhten auf neuen Fakten, die ihr vorher nicht bekannt gewesen seien, legt sie nicht dar, inwiefern sie die erw�hnten Gutachten prozesskonform vorgebracht h�tte. Insbesondere zeigt sie nicht mit Aktenhinweisen auf, inwiefern es sich bei den zur�ckgewiesenen Gutachten um neue Beweise aus medizinischen Untersuchungen an ihrer Person ("new evidence deriving from medical investigations performed on her") gehandelt h�tte. Damit verfehlt sie die Begr�ndungsanforderungen an eine hinreichende Geh�rsr�ge.
Entsprechendes gilt f�r die R�ge, die Vorinstanz habe das von der DESG eingereichte Gutachten von Prof. K.________ zu Unrecht unber�cksichtigt gelassen. Im �brigen st�sst sie damit ohnehin ins Leere, zumal sie mit diesen Vorbringen keine Verletzung ihres eigenen Geh�rsanspruchs geltend macht, sondern eine Missachtung der Verfahrensrechte der DESG r�gt, die gegen den Schiedsentscheid keine Beschwerde erhoben hat.
5.3 Nicht weiter begr�ndet wird das Vorbringen der Beschwerdef�hrerin, durch die Verf�gung des TAS vom 19. Oktober 2009 sei ihr die M�glichkeit genommen worden, auf den neuen Sachvortrag der Beschwerdegegnerin zu erwidern. Ebenso wenig zeigt die Beschwerdef�hrerin konkret auf, welche ihrer Kommentierungen vom Schiedsgericht missachtet worden w�ren, was es ihm verunm�glicht habe, die Tragweite der zugelassenen Gutachten zu erkennen.
Im �brigen fand am 22./23. Oktober 2009 in Lausanne ein Hearing statt, an dem sich die Beschwerdef�hrerin ausf�hrlich �ussern konnte. In der schiedsgerichtlichen Verf�gung vom 19. Oktober 2009 war die Beschwerdef�hrerin zudem eigens darauf hingewiesen worden, dass sie sich anl�sslich des Hearings eingehend werde zur Frage der medizinischen Beweise �ussern k�nnen.
Der in der Beschwerdeschrift erhobene Vorwurf, es sei ihr nicht ausreichend Zeit und Gelegenheit zur Vorbereitung gegeben worden, ist auch unter diesem Gesichtspunkt ungerechtfertigt. Zudem stellt der Umstand, dass nach Artikel R56 des TAS-Code grunds�tzlich nur ein einfacher Schriftenwechsel durchgef�hrt wird, bevor nach Artikel R57 das Hearing stattfindet, anl�sslich dessen sich die Parteien m�ndlich �ussern k�nnen, entgegen der in der Beschwerde ge�usserten Ansicht keine Geh�rsverletzung dar. Die Beschwerdef�hrerin zeigt nicht mit Aktenhinweisen auf, inwiefern ihr das Schiedsgericht anl�sslich des Hearings verwehrt h�tte, sich in bestimmter Hinsicht zu �ussern bzw. zu den Vorbringen der Beschwerdegegnerin Stellung zu nehmen. Stattdessen bringt sie lediglich vor, es sei ihr die M�glichkeit zur schriftlichen Stellungnahme genommen worden. Eine Missachtung des Grundsatzes der Gleichbehandlung der Parteien oder des Grundsatzes des rechtlichen Geh�rs (Art. 190 Abs. 2 lit. d IPRG) ist damit ebenso wenig dargetan wie mit der Behauptung, die Beschwerdegegnerin habe die Details zu den Blutproben und zur Kalibrierung der Analyseger�te erst vor dem TAS vorgetragen. Auch l�sst sich eine Verletzung des Geh�rsanspruchs nicht damit begr�nden, dass eine von der Gegenseite angebotene Zeugin nicht vor Gericht erschienen sei.
Schliesslich legt die Beschwerdef�hrerin nicht hinreichend dar, inwiefern sich aus dem Grundsatz des rechtlichen Geh�rs ein Anspruch ergeben soll, nach den letzten Parteivortr�gen und der Schlusserkl�rung der Beschwerdef�hrerin, mithin einen Monat nach Beendigung der Hauptverhandlung, aufgrund eines angeblichen Meinungsumschwungs eines Sachverst�ndigen, diesen im Rahmen eines Kreuzverh�rs zu befragen. Im �brigen hatte sich im Schiedsverfahren nicht die Beschwerdef�hrerin, sondern die Beschwerdegegnerin auf Dr. C.________ berufen. Der Umstand, dass Dr. C.________ von der Beschwerdegegnerin nicht f�r das Hearing aufgeboten wurde, verletzt entgegen der Ansicht der Beschwerdef�hrerin ihren Geh�rsanspruch nicht. Stellte das Schiedsgericht unter diesen Umst�nden nicht auf die schriftliche Stellungnahme von Dr. C.________ ab, leuchtet nicht ein, inwiefern die Ablehnung des Antrags auf Wiederer�ffnung des Verfahrens, die mit einem Meinungsumschwung von Dr. C.________ gegen�ber seiner schriftlichen Aussage begr�ndet wurde, eine unzul�ssige antizipierte Beweisw�rdigung im Sinne einer Verletzung des rechtlichen Geh�rs bzw. des verfahrensrechtlichen Ordre public darstellen soll.
Die Beschwerdef�hrerin r�gt verschiedentlich eine Verletzung des Ordre public (Art. 190 Abs. 2 lit. e IPRG).
6.1 Die materiellrechtliche �berpr�fung eines internationalen Schiedsentscheids durch das Bundesgericht ist auf die Frage beschr�nkt, ob der Schiedsspruch mit dem Ordre public vereinbar ist (BGE 121 III 331 E. 3a S. 333). Gegen den Ordre public verst�sst die materielle Beurteilung eines streitigen Anspruchs nur, wenn sie fundamentale Rechtsgrunds�tze verkennt und daher mit der wesentlichen, weitgehend anerkannten Wertordnung schlechthin unvereinbar ist, die nach in der Schweiz herrschender Auffassung Grundlage jeder Rechtsordnung bilden sollte. Zu diesen Prinzipien geh�ren die Vertragstreue (pacta sunt servanda), das Rechtsmissbrauchsverbot, der Grundsatz von Treu und Glauben, das Verbot der entsch�digungslosen Enteignung, das Diskriminierungsverbot und der Schutz von Handlungsunf�higen. Zur Aufhebung des angefochtenen Schiedsentscheids kommt es nur, wenn dieser nicht nur in der Begr�ndung, sondern auch im Ergebnis dem Ordre public widerspricht (BGE 132 III 389 E. 2.2 S. 392 ff.; 128 III 191 E. 6b S. 198; 120 II 155 E. 6a S. 166 f.).
6.2 Die Beschwerdef�hrerin verkennt bei einer Grosszahl ihrer Vorbringen sowohl den Begriff des Ordre public als auch die f�r entsprechende R�gen geltenden strengen Begr�ndungsanforderungen (vgl. BGE 117 II 604 E. 3 S. 606). �ber weite Strecken ersch�pfen sich ihre Ausf�hrungen in appellatorischer Kritik, was im Rahmen des Beschwerdeverfahrens nicht zul�ssig ist (BGE 119 II 380 E. 3b S. 382).
6.2.1 So behauptet sie zun�chst unter Hinweis auf zwei Gutachten von Dr. C.________ vom 19. Mai 2009 und 28. August 2009 sowie den Entscheid der Disziplinarkommission der Beschwerdegegnerin vom 1. Juli 2009, das Schiedsgericht habe den Einfluss der Expertenmeinung von Dr. C.________ "aktenwidrig verschleiert", indem es "in letzter Minute aufgrund der Meinungs�nderung von Dr. C.________ einfach dessen Namen aus dem Urteil gel�scht" habe. Abgesehen davon, dass diese Vorbringen spekulativ sind und durch die angef�hrten Beilagen nicht belegt werden, wirft die Beschwerdef�hrerin der Vorinstanz eine Missachtung der Begr�ndungspflicht sowie Aktenwidrigkeit vor, womit sie weder eine Ordre public-Widrigkeit noch einen anderen in Art. 190 Abs. 2 IPRG vorgesehenen Beschwerdegrund aufzeigt (vgl. BGE 134 III 186 E. 6.1 S. 187; 127 III 576 E. 2b S. 577 f.; je mit Hinweisen).
6.2.2 Entsprechendes gilt f�r das Vorbringen, es liege ein "unaufl�slicher innerer Widerspruch in der Begr�ndung" vor. Zwar hatte das Bundesgericht in einzelnen �lteren Entscheiden ein Urteil, das unter einem inneren Widerspruch leidet, als Ordre public-widrig erachtet und dies damit begr�ndet, dass Art. 190 Abs. 2 lit. e IPRG auch bezwecke, eine gewisse Mindestqualit�t der schweizerischen internationalen Schiedsentscheide zu gew�hrleisten (Urteile 4P.198/1998 vom 17. Februar 1999 E. 4a; 4P.99/2000 vom 10. November 2000 E. 3b/aa; vgl. auch Urteil 4P.115/1994 vom 30. Dezember 1994 E. 2b). In der neueren bundesgerichtlichen Rechtsprechung, so insbesondere im letzten Grundsatzentscheid zum Begriff des Ordre public (BGE 132 III 389 E. 2.2.1 S. 392), wird der innere Widerspruch eines Schiedsspruchs im Zusammenhang mit der Auslegung des Begriffs des Ordre public hingegen nicht mehr erw�hnt. In einem weiteren in der Amtlichen Sammlung ver�ffentlichten Entscheid erwog das Bundesgericht zudem, dass ein innerer Widerspruch im Dispositiv des Schiedsspruchs nicht als Verletzung des materiellen Ordre public ger�gt werden k�nne (BGE 128 III 191 E. 6b S. 198), was sich mit den erw�hnten unver�ffentlichten Entscheiden kaum vereinbaren l�sst (in diese Richtung auch Bernard Dutoit, Droit international priv� suisse, Commentaire de la loi f�d�rale du 18 d�cembre 1987, 4. Aufl. 2005, N. 8 zu Art. 190 IPRG S. 678). Es erscheint auch unter dem Gesichtspunkt der Qualit�t internationaler Schiedsurteile nicht gerechtfertigt, einen an einem inneren Widerspruch leidenden Entscheid anders zu behandeln als solche, die auf unhaltbaren Sachverhaltsfeststellungen oder einer willk�rlichen Rechtsanwendung beruhen, die ebenfalls nicht unter Art. 190 Abs. 2 lit. e IPRG fallen. Ein innerer Widerspruch in der Begr�ndung eines Entscheids stellt demnach keine Verletzung des Ordre public dar (Urteil 4A_464/2009 vom 15. Februar 2010 E. 5.1).
6.2.3 Auch mit dem Vorwurf an die Beschwerdegegnerin, sie habe im Wissen darum, dass Dr. C.________ seine pers�nliche Meinung ge�ndert habe, ihn wider Erwarten nicht an das Hearing vor dem TAS aufgeboten, zeigt die Beschwerdef�hrerin keine Ordre public-Widrigkeit auf. Abgesehen davon, dass sich ihre Vorbringen nicht auf die tats�chlichen Feststellungen im angefochtenen Entscheid (Art. 105 Abs. 1 BGG) st�tzen lassen, ist es nicht am Bundesgericht, den an die Gegenseite gerichteten Vorwurf der arglistigen Verm�genssch�digung im Sinne von Art. 151 StGB im Rahmen des Beschwerdeverfahrens zu pr�fen.
6.3.1 Nach st�ndiger Rechtsprechung des Bundesgerichts reicht eine offensichtlich falsche oder aktenwidrige Feststellung f�r sich allein nicht aus, um einen internationalen Schiedsentscheid aufzuheben. Der Anspruch auf rechtliches Geh�r enth�lt keinen Anspruch auf einen materiell richtigen Entscheid (BGE 127 III 576 E. 2b S. 577 f.). Zudem vermag die Verletzung von durch die Parteien formulierten Verfahrensregeln oder einer schiedsgerichtlichen Verfahrensordnung keinen Verstoss gegen den verfahrensrechtlichen Ordre public zu begr�nden (BGE 117 II 346 E. 1a S. 347). Der Begriff des Ordre public nach Art. 190 Abs. 2 lit. e IPRG stimmt nicht mit demjenigen der Willk�r �berein, sondern ist enger als dieser (BGE 132 III 389 E. 2.2.2 S. 393 mit Hinweisen). Der Vorwurf an das Schiedsgericht, der angefochtene Entscheid beruhe auf einer willk�rlichen Sachverhaltsfeststellung oder Rechtsanwendung reicht zur Begr�ndung eine R�ge nach Art. 190 Abs. 2 lit. e IPRG daher nicht aus (BGE 117 II 604 E. 3 S. 606).
6.3.2 Unter diesen Voraussetzungen versucht die Beschwerdef�hrerin vergeblich, unter Bezugnahme auf den WADA-Code, die Anti-Doping Regeln der Beschwerdegegnerin sowie zivilprozessuale und medizinische Argumente, den Ausgang des Beweisverfahrens in Frage zu stellen. Die Ansicht des Schiedsgerichts, dass die Beschwerdegegnerin einen Dopingverstoss "to the comfortable satisfaction of the hearing panel" nachzuweisen habe, verst�sst nicht gegen den Ordre public, sondern bezieht sich auf die Beweislastverteilung sowie das Beweismass, die sich im Anwendungsbereich des Privatrechts - auch wenn Disziplinarmassnahmen privater Sportorganisationen zu beurteilen sind - nicht unter dem Blickwinkel strafrechtlicher Begriffe wie der Unschuldsvermutung bzw. des Grundsatzes "in dubio pro reo" und nach den aus der EMRK fliessenden Garantien bestimmen lassen. Auch mit dem Einwand, das dem Schiedsentscheid zugrunde gelegte Beweismass f�hre im Rahmen der indirekten Beweisf�hrung zu einer Missachtung des Verh�ltnism�ssigkeitsprinzips, zeigt die Beschwerdef�hrerin keine Ordre public-Widrigkeit auf. Sie �bt mit ihren Vorbringen zum Beweismass und zur angeblichen Umkehr der Beweislast vielmehr appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid, was im Beschwerdeverfahren nicht zul�ssig ist.
6.3.3 Das Schiedsgericht hat es aufgrund des durchgef�hrten Beweisverfahrens und nach Anh�rung zahlreicher Experten f�r erwiesen erachtet, dass die abnormalen Blutwerte der Beschwerdef�hrerin vom 6. und 7. Februar 2009 sowie der am 18. Februar 2009 festgestellte starke R�ckgang des Retikulozytenwerts nicht durch eine angeborene oder erworbene Anomalie erkl�rt werden k�nnen, sondern auf eine Blutmanipulation zur�ckzuf�hren sei.
In ihrer weiteren Beschwerdebegr�ndung wirft die Beschwerdef�hrerin dem Schiedsgericht in weitschweifigen Ausf�hrungen vor, es habe seinen Entscheid entgegen der einhelligen Meinung der Experten gef�llt und die Blutwerte k�nnten weder durch die vom TAS herangezogene noch eine andere bekannte Dopingmethode erkl�rt werden. Soweit die Vorbringen angesichts der zahlreichen neu eingereichten Beweismittel �berhaupt zu beachten sind (vgl. Art. 99 Abs. 1 BGG), stellen sie lediglich das schiedsgerichtliche Beweisergebnis in Frage und ersch�pfen sich in appellatorischer Kritik am angefochtenen Entscheid. Darauf ist nicht einzutreten.
Entsprechendes gilt f�r die Ausf�hrungen, wonach die verwendeten Testverfahren wissenschaftlich ungen�gend gewesen seien, soweit damit nicht verschiedene R�gen wiederholt werden, die sich bereits als unbegr�ndet erwiesen haben. Die Beschwerdef�hrerin f�hrt zudem unter anderem in pauschaler Weise die Wirtschaftsfreiheit nach Art. 94 BV, das Recht auf Arbeit nach Art. 6 f. UNO Pakt I, ihre Pers�nlichkeitsrechte, den Anspruch auf ein faires Verfahren sowie die WADA "Athlete Biological Passport Operating Guidelines" ins Feld, die auch nach ihrer Darstellung erst am 1. Dezember 2009 in Kraft traten. Damit zeigt sie keinen in Art. 190 Abs. 2 IPRG vorgesehenen R�gegrund auf, sondern kritisiert wiederum in unzul�ssiger Weise das Beweisergebnis der Vorinstanz. Es verst�sst entgegen der Ansicht der Beschwerdef�hrerin auch weder gegen den Ordre public noch den Gleichbehandlungsgrundsatz, wenn ihre Testresultate nach den im damaligen Zeitpunkt geltenden Richtlinien erhoben wurden, und nicht in Anwendung solcher, die erst nach dem Schiedsurteil - wenn auch nur kurz danach - in Kraft gesetzt wurden. Im �brigen kann von einer Verletzung des Gleichbehandlungsgrundsatzes (Art. 190 Abs. 2 lit. d IPRG) keine Rede sein, wenn das Schiedsgericht die erw�hnten WADA-Richtlinien vor Inkraftsetzung derselben f�r nicht anwendbar erachtete, sie jedoch an zwei Stellen dennoch erw�hnte, sei es zu Vergleichszwecken oder um auf ein entsprechendes Argument der Beschwerdef�hrerin einzugehen.
Ihre Ausf�hrungen unter den Titeln "Ordre public Verletzung durch Missachtung der Sicherheitsmechanismen bei indirekter Beweisf�hrung" sowie "Das Verfahren der Beschwerdegegnerin 1 zur Erstellung des biologischen Blutpasses verst�sst gegen das Legalit�ts- und Verh�ltnism�ssigkeitsprinzip" lassen keine Auseinandersetzung mit den Erw�gungen des angefochtenen Entscheids, geschweige denn eine hinreichend begr�ndete R�ge nach Art. 190 Abs. 2 IPRG erkennen. Sie haben daher unbeachtet zu bleiben.
Die Beschwerdef�hrerin macht sodann keine Ordre public-Widrigkeit geltend, wenn sie das Datenmanagement der Beschwerdegegnerin sowie die Testresultate als fehlerhaft bezeichnet, die Verl�sslichkeit der Datenbank anzweifelt oder eine Missachtung der Richtlinien der Beschwerdegegnerin hinsichtlich Bluttests behauptet. Die �brigen R�gen werden, soweit sie sich nicht ohnehin bereits als unbegr�ndet erwiesen haben, lediglich pauschal erhoben, und verfehlen die gesetzlichen Begr�ndungsanforderungen (vgl. Art. 77 Abs. 3 BGG).
Fehl gehen im Weiteren die R�gen, das Verh�ltnism�ssigkeitsprinzip sowie die "lex mitior"-Regel seien verletzt worden. Damit l�sst sich keine Ordre public-Widrigkeit begr�nden.
6.4 Die Beschwerdef�hrerin r�gt im Zusammenhang mit dem Gutachten von Prof. D.________ zu Unrecht eine Verletzung des Ordre public sowie des rechtlichen Geh�rs.
Sie bringt zur Begr�ndung ihrer R�ge zun�chst vor, dass die Sachverhaltsdarstellung der Vorinstanz, wonach Prof. D.________ zum definitiven Schluss gekommen sei, dass die Beschwerdef�hrerin und ihre Familienmitglieder nicht an heredit�rer Sph�rozytose litten, falsch und aktenwidrig sei. Sie legt sodann dar, dass das Schiedsgericht den medizinischen Bericht aktenwidrig als "final report" bezeichnet habe, wohingegen im Bericht auf Seite 3 von einer "vorl�ufigen Beurteilung" die Rede sei. Der medizinische Bericht werde zudem in verschiedener Hinsicht unzutreffend wiedergegeben und es w�rden falsche Schlussfolgerungen daraus gezogen.
Mit diesen Vorbringen zeigt die Beschwerdef�hrerin nicht auf, inwiefern ihr das behauptete richterliche Versehen verunm�glichte, ihren Standpunkt in Bezug auf ein prozessrelevantes Thema in den Prozess einzubringen und zu beweisen (BGE 133 III 235 E. 5.2 S. 248 f.; 127 III 576 E. 2b-f S. 577 ff.). Sie behauptet zwar, das Schiedsgericht habe die weiterf�hrenden Gutachten L.________ und M.________ nicht gew�rdigt, legt jedoch nicht dar, inwiefern dies durch das angebliche Versehen bedingt sein soll. Sie beruft sich in anderem Zusammenhang vielmehr darauf, das Schiedsgericht habe ihre Eingabe vom 14. Oktober 2009, der die erw�hnten Gutachten beigelegt waren, zu Unrecht aus prozessualen Gr�nden zur�ckgewiesen und damit ihre Bemerkungen �bergangen. Die in der Beschwerde erw�hnten Gutachten mit den Folgeuntersuchungen von Prof. M.________ vom 10. Oktober 2009 sowie von Prof. L.________ vom 7. Oktober 2009 wurden vom Schiedsgericht als Exhibit 37 und 39 zu den Akten genommen; auf Antrag der Beschwerdef�hrerin nahm Prof. M.________ zudem am Hearing teil.
Eine Geh�rsverletzung infolge der angeblichen Aktenwidrigkeiten ist nicht dargetan. Die Beschwerdef�hrerin beschr�nkt sich vielmehr darauf, auszuf�hren, inwiefern das behauptete Versehen zu einer fehlerhaften Beweisw�rdigung f�hrte. Darin liegt jedoch, wie auch in einer willk�rlichen Beweisw�rdigung, keine Verletzung des rechtlichen Geh�rs (BGE 127 III 576 E. 2f S. 580; vgl. auch Art. 77 Abs. 2 BGG, der die Anwendbarkeit von Art. 105 Abs. 2 sowie Art. 97 BGG ausschliesst).
Der weiter erhobene Vorwurf, das Schiedsgericht habe seine Begr�ndungspflicht verletzt, st�sst ins Leere, zumal sich nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung aus Art. 190 Abs. 2 lit. d IPRG kein Anspruch auf Begr�ndung ableiten l�sst (BGE 128 III 234 E. 4b S. 343; 116 II 373 E. 7b S. 374 f.).
6.5 Letzteres gilt auch f�r die entsprechende R�ge unter dem Titel "Ordre public Verletzung durch entscheidrelevantes Abstellen auf die Meinung eines Tierarztes in einer humanmedizinischen Frage". Die Beschwerdef�hrerin kritisiert darin, ausgehend vom Umstand, dass der am Hearing teilnehmende Prof. N.________ nur �ber eine Ausbildung als Tierarzt verf�ge, die tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz und legt ihre eigene Sicht der Dinge dar. Abgesehen davon, dass sie nicht aufzeigt, entsprechende Einw�nde bereits im vorinstanzlichen Verfahren erhoben zu haben, sind ihre Vorbringen appellatorisch und verm�gen weder eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs noch des formellen Ordre public aufzuzeigen.
Der Vorwurf, es werde durch den Umstand, dass ihre Blutwerte einem Tierarzt zur Pr�fung unterbreitet worden seien, der Grundsatz der Menschenw�rde gem�ss Art. 7 BV verletzt, geht im �brigen fehl. Von einer medizinischen Behandlung kann entgegen dem, was die Beschwerdef�hrerin geltend zu machen scheint, keine Rede sein. Dass der Grundsatz der Menschenw�rde es einem an der Universit�t t�tigen Wissenschaftler, der unter anderem �ber eine tier�rztliche Ausbildung verf�gt, verbieten soll, als Experte im Rahmen eines Dopingverfahrens teilzunehmen, ist nicht dargetan.
6.6 Der weiteren Beschwerdebegr�ndung unter den Titeln "Ordre public widrige Erstellung des pers�nlichen Blutprofils der Beschwerdef�hrerin durch das TAS", "Ordre public widrige Verwendung erwiesenermassen falscher Messungen" sowie "Verletzung des Ordre public durch fehlerhafte bestimmte Grenzwerte" lassen sich keine rechtsgen�gend begr�ndeten R�gen nach Art. 190 Abs. 2 IPRG entnehmen. Soweit die Beschwerdef�hrerin �berhaupt auf die Erw�gungen des angefochtenen Entscheids eingeht und nicht Vorbringen wiederholt, die sich bereits als haltlos erwiesen haben, kritisiert sie in appellatorischer Weise den angefochtenen Entscheid und legt ihre eigene Sicht der Dinge, insbesondere hinsichtlich der massgeblichen Messmethoden sowie der Beurteilung der Blutwerte, dar. Dabei bezeichnet sie zahlreiche Feststellungen des Schiedsgerichts als willk�rlich, widerspr�chlich, falsch oder aktenwidrig, zeigt jedoch nicht auf, inwiefern ihr dadurch verunm�glicht worden w�re, ihren Standpunkt in den Prozess einzubringen und zu beweisen (vgl. BGE 133 III 235 E. 5.2 S. 248 f.; 127 III 576 E. 2b-f S. 577 ff.). Sie behauptet lediglich an verschiedenen Stellen in pauschaler Weise einen Verstoss gegen den Grundsatz des rechtlichen Geh�rs oder des Ordre public, ohne die gesetzlichen Begr�ndungsanforderungen (vgl. Art. 77 Abs. 3 BGG) zu erf�llen.
Lausanne, 10. Februar 2010