Source: https://www.facility-gmbh.de/messdienst/faq.php
Timestamp: 2019-02-16 19:40:58
Document Index: 251045738

Matched Legal Cases: ['§ 4', 'BGH', '§ 4', '§ 555', '§ 35', '§ 7', '§ 2', '§ 555']

Was zeigt mein Heizkostenverteiler im Detail an?
Warum hat meine Wohnung eigentlich Verbrauchserfassungsgeräte?
Der Gebäudeeigentümer ist gemäß § 4 der Heizkostenverordnung verpflichtet, den anteiligen Verbrauch der Nutzer an Heizwärme und Warmwasser zu erfassen. Hierzu ist die individuelle Erfassung mittels Messgeräten erforderlich.
Warum wird meine Wohnung mit Funktechnologie ausgestattet?
Laut der Novelle der Heizkostenverordnung müssen Heizkostenverteiler nach dem Verdunstungsprinzip, die vor Juli 1981 installiert wurden, bis zum 31. Dezember 2013 durch zeitgemäße Technologie ersetzt werden. Außerdem bietet die Ausstattung mit Funktechnologie zahlreiche Vorteile:
Funkbasierte Geräte können jederzeit außerhalb Ihrer Wohnung abgelesen werden, so dass jährliche Ablesetermine entfallen. Alle fünf Jahre werden Ihre Geräte allerdings ausgetauscht, um sie neu zu eichen.
Funkbasierte Geräte garantieren Ihnen eine nahezu exakt dokumentierte Verbrauchserfassung. Übertragungsfehler in der Weiterverarbeitung sind weitestgehend ausgeschlossen.
Die Abrechnung erfolgt zeitnah, da die automatisierte Datenübertragung eine zügige Abrechnung ermöglicht.
Defekte Geräte können schnell erkannt und „Dauerläufer“ sofort identifiziert werden.
Jahresverbräuche und Monatswerte werden im Gerät nachvollziehbar gespeichert.
Die Kosten für die Nebenkostenabrechnung reduzieren sich, weil deutlich weniger Zeit und Personal nötig sind.
Was ist der Nachteil von Heizkostenverteilern nach Verdunsterprinzip gegenüber funkbasierten Heizkostenverteilern?
Heizkostenverteiler nach dem Verdunstungsprinzip müssen einmal pro Jahr in Ihrer Wohnung abgelesen werden. Das heißt, Sie müssen am entsprechenden Tag vor Ort sein und ca. vier Stunden Ihrer Zeit investieren, da für die Ablesung keine exakte Zeit, sondern nur ein Zeitfenster angegeben wird.
Sollten Sie den Ablesetermin nicht wahrnehmen können, werden Sie geschätzt, so dass Ihre Betriebskostenabrechnung im schlimmsten Fall zu hoch ausfallen kann. Zudem werden defekte Geräte erst nach 12 Monaten erkannt.
Sie können sicher sein, dass die von uns eingesetzte Technik allen Richtlinien des Datenschutzes entspricht. Die Messdaten können nur vom Messdienst eingesehen und dem Mieter zugeordnet werden. In den Netzwerkknoten Ihres Hauses befinden sich keine personenbezogenen Daten. Zudem sind alle Netzwerkknoten mit Passwörtern gesichert. Die Übermittlung Ihrer Daten erfolgt über ein verschlüsseltes Funksystem. Für die Auslesung und Darstellung der Daten wird spezielle Hardware mit entsprechenden Softwareprogrammen benötigt.
Wirkt sich die Funktechnik auf meine Gesundheit aus?
Die Belastung durch elektromagnetische Felder ist für den Menschen absolut unbedenklich (siehe Gutachten Downloads): Bei einer Sendedauer von 0,1 s je Sendetelegramm entspricht die elektromagnetische Strahlung pro Jahr in etwa einem zehnminütigen Handytelefonat – damit sind die Grenzwerte der Bundesimmissionsschutzverordnung weit unterschritten.
Was kann die funkbasierte Ablesetechnik noch?
Mithilfe der Funkauslesung können nicht nur die Verbrauchswerte der Messgeräte erfasst, sondern auch Gerätefehler erkannt werden. Gerätefehler können z. B. durch Sabotage an den Messgeräten, permanent laufendes Wasser oder defekte Messtechnik entstehen. Einen Gerätefehler erkennen Sie daran, dass Ihr Heizkostenverteiler bzw. Wasserzähler einen Fehlercode bzw. ERROR anzeigt. Sollten Sie eine solche Anzeige auf Ihrem Gerät vorfinden, wenden Sie sich bitte umgehend an uns.
Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit Funkmessgeräte eingebaut werden?
Das Votum unserer Mieter ist uns wichtig. Nur wenn 50 Prozent der Mieter mit der Umrüstung auf funkbasierte Messtechnik einverstanden sind und nicht widersprechen, erfolgt die Neuausstattung.
Die Umrüstung auf funkbasierte Messtechnik erfolgt jeweils zu Beginn des Jahres und ist Ende Februar abgeschlossen.
Werden die Mieter vor der Umrüstung informiert?
Selbstverständlich: Jeder Mieter wird mit einem persönlichen Anschreiben über die Umrüstung durch die STADT UND LAND Wohnbauten-Gesellschaft mbH informiert.
Sollte es Widerspruch gegen die Ausstattung geben, werden die Widersprüche als prozentuale Darstellung im Hausaushang veröffentlicht.
In einem zweiten persönlichen Anschreiben informieren wir Sie über den Montagetermin und geben Ihnen wichtige Informationen zum Bauablauf.
Welche Kosten erwarten mich bei einer Umrüstung?
Die Kosten können aus technischen Gründen variieren, z.B. wenn bestimmte bauliche Montagevoraussetzungen nicht gegeben sind. Generell lässt sich aber sagen, dass funkbasierte Messtechnik in der Anschaffung zwar etwas teurer ist, die Abrechnungskosten aber durch vereinfachte Prozesse und weniger Personalaufwand deutlich günstiger werden.
Was habe ich als Mieter zu tun?
Da wir unsere Mieter nicht unnötig lange mit den Installationsarbeiten belästigen wollen, haben wir einen sehr straffen Bauplan. Am meisten helfen Sie uns also, wenn Sie am angekündigten Termin vor Ort sind bzw. jemand an Ihrer Stelle vor Ort ist. Zudem können Sie uns unterstützen, indem Sie uns freien Zugang zu Ihrer Heizung bzw. Ihrem Wasseranschluss verschaffen.
Was passiert, wenn ich aus Termingründen doch einen Nachtermin brauche?
Sollten Sie den Termin nicht wahrnehmen können, versuchen Sie eine Person zu finden, die den Termin für Sie wahrnimmt. Ist dies nicht möglich, melden Sie sich bitte schnellstmöglich bei uns, damit wir einen neuen Termin mit Ihnen vereinbaren können. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ein Individualtermin, bei dem der Monteur extra nur für Sie ins Haus kommt, Fahrtkosten verursacht, die von Ihnen getragen werden müssen.
Wie sieht der Zutritt zur Wohnung bzw. einzelnen Räumen rechtlich aus?
Sollten Sie den Zutritt zu Ihrer Wohnung verweigern, wird Ihr Verbrauch nach gesetzlichen Vorgaben geschätzt. Da die Schätzung in der Regel höher ausfällt als der tatsächliche Verbrauch, sollten Sie den Monteuren den Zutritt zu Ihrer Wohnung gewähren. Zudem hat der Vermieter die Möglichkeit, den Zutritt zur Wohnung und die Duldung des Einbaus neuer Geräte über den Rechtsweg zu erzwingen (BGH, Urteil vom 28. September 2011 – VIII ZR 326/10 – LG Heidelberg AG). Bei der Bestreitung des Rechtsweges entstehen allerdings unnötige Kosten, da der Mieter gemäß § 4 Abs. 2 HeizkostenV; § 555a BGB seiner Duldungspflicht nachkommen muss.
Was ist eine verbrauchsabhängige Heiz- und Wasserkostenabrechnung?
Damit Sie wirklich nur für die Wärme- bzw. Wassermenge bezahlen, die Sie verbrauchen, ist der Vermieter durch den Gesetzgeber verpflichtet, den Verbrauchsanteil an Wärme und Wasser für jeden Mieter individuell zu erfassen.
Was passiert, wenn meine Wohnung nicht mit neuen Messgeräten ausgestattet ist?
Dann werden Ihre Verbrauchswerte nach gesetzlichen Vorgaben geschätzt. Die geschätzten Werte können unter Umständen höher ausfallen als Ihr tatsächlicher Verbrauch. Zusätzlich fallen Schätzgebühren bei denjenigen Mietern an, die den Einbau neuer Messgeräte verweigert haben.
Was verbirgt sich hinter einem Verteilerschlüssel/ Umlageschlüssel?
Mindestens 50 Prozent und höchstens 70 Prozent der Kosten müssen nach Verbrauch abgerechnet werden. Die restlichen 30 bis 50 Prozent der Heizkosten werden nach der Wohnfläche aufgeteilt. Den konkreten Verteilerschlüssel legt der Vermieter einmalig fest. Geändert werden kann der Verteilerschlüssel nur in Ausnahmefällen, wie z.B. einer energetischen Modernisierung.
Wie erfolgt die Abrechnung bei einem Mieterwechsel?
Bei einem Mieterwechsel führt der Vermieter eine Zwischenablesung durch. Dabei werden alle Verbrauchswerte protokolliert und an uns übermittelt. Dadurch können die individuellen Verbrauchswerte des Vormieters sowie des neuen Mieters bei der Abrechnung exakt ausgewiesen werden.
Wie ist es möglich, dass meine Kosten bei gleichbleibendem Verbrauch gestiegen sind?
Die verbrauchten Einheiten von Heizung und Wasser sind nur ein Bestandteil der Gesamtkosten. In die Gesamtkosten fließen auch die individuellen Anteile an den Heizungsbetriebskosten (z. B. Wartung, Betriebsstrom), Kaltwasserkosten (z. B. Be- und Entwässerung) sowie die Abrechnungskosten mit ein. Diese Kosten sind von der Marktsituation abhängig und können daher jedes Jahr unterschiedlich ausfallen. Sind diese Kosten höher als im Vorjahr (bei gleichbleibendem Verbrauch), so erhöht sich der Preis je Einheit und damit der Gesamtkostenanteil.
Der Heizkörper ist nie oder nur selten an. Wie kommen die hohen Verbrauchseinheiten zustande?
Damit es jeder Mieter gleichwarm hat, muss das Wasser das gesamte Rohrleitungssystem passieren. Über den sogenannten Vorlauf wird das erwärmte Wasser zu den Heizkörpern transportiert, über den Rücklauf das abgekühlte Wasser wieder zur Heizanlage zurückgeführt. Dabei wird bereits eine bestimmte Menge an Wärme an die darunterliegenden Wohnungen abgegeben. Diese Wärme wird durch die angebrachten Heizkostenverteiler erfasst.
Zu den haushaltsnahen Dienstleistungen zählen Handwerksleistungen, wie z.B. die Wartung technischer Anlagen. Die dabei anfallenden Lohnkosten können Sie nach § 35 EStG steuerlich geltend machen.
Wird Warmwasser gemäß BK-Darstellung zweimal in Rechnung gestellt?
Nein, im ersten Abschnitt der Abrechnung wird die reine Erwärmung des klalten Wassers berechnet (siehe Warmwasserabrechnung) und im zweiten Abschnitt das nicht erwärmte Kaltwasser.
Was versteht man unter Abrechnungsservice?
Der Abrechnungsservice beinhaltet die Erfassung aller abrechnungsrelevanten Daten, deren Überprüfung auf Plausibilität sowie die Erstellung einer rechtskonformen Abrechnung für Warmwasser-, Kaltwasser- und Heizkosten.
Was verbirgt sich hinter der Gerätemiete?
Gerätemiete sind die Kosten, die für die Anmietung der Heizkostenverteiler und Warmwasserzähler nach § 7 Abs. 2 Heizkosten anfallen.
Was ist der Unterschied zwischen Ablese- und Abrechnungswerten?
Ablesewerte sind die Werte, die auf Ihren Heizkostenverteilern gespeichert sind. Da sowohl Heizkörper als auch die Rohre in ihrer Größe, Bauart, Beschaffenheit und Leistungsfähigkeit sehr unterschiedlich sein können, müssen die Ablesewerte entsprechend dieser Unterschiede bewertet werden. Nach den Produktskalen KC und KQ hat jeder Heizkörper einen eigenen Bewertungsfaktor. Multipliziert man diesen mit dem Ablesewert erhält man den Abrechnungswert (auch Verbrauchswert genannt).
Wie viel Prozent machen die Abrechnungskosten und die Gerätemiete an den verbrauchsabhängigen Gesamtkosten aus?
Lediglich zwischen 3 und 7 Prozent.
An wen wende ich mich, wenn ich Probleme oder Fragen zur Heiz- und Wasserkostenabrechnung habe?
Ihren konkreten Ansprechpartner(in) finden Sie auf der ersten Seite Ihrer Betriebskostenabrechnung.
Warum muss ein Eichaustausch bei den Messgeräten vorgenommen werden?
Ziel des Austausches ist es, Sie vor falschen Verbrauchsmessungen zu schützen. Die gesetzliche Grundlage dafür ist § 2 des Eichgesetzes.
Warum ist die Durchführung von Instandhaltungsmaßnahmen so wichtig?
Die Instandhaltung der Messgeräte ist auch in Ihrem Interesse. Fällt nämlich ein Gerät aus, so muss Ihr Wärme- bzw. Wasserverbrauch nach gesetzlichen Vorschriften geschätzt werden. Diese Schätzung kann unter Umständen höher ausfallen als Ihr tatsächlicher Verbrauch. Zudem muss der Mieter gemäß § 555a BGB die notwendigen Instandhaltungsarbeiten durch das Messdienstunternehmen dulden.
Fallen bei nicht wahrgenommenen Instandhaltungsterminen Fahrtkosten an?
Sie erhalten zwei Wochen vor dem Instandhaltungstermin eine Ankündigung. Können Sie den Termin nicht wahrnehmen, erhalten Sie einen neuen, kostenfreien Termin. Können Sie diesen ebenfalls nicht wahrnehmen, erhalten Sie einen Einzeltermin, der individuell mit Ihnen vereinbart wird. Da der Monteur nur für diesen einen Termin ins Haus kommt, ist diese außerplanmäßige Sonderanfahrt kostenpflichtig.
Wie verhalte ich mich bei einem Defekt am Messgerät?
Jede Technik kann einmal versagen: Ist einer Ihrer Heizkostenverteiler lose oder sogar abgefallen, sollte dieser schnellstmöglich wieder fachgerecht montiert werden. Fällt Ihnen ein „ERROR“ auf dem Display eines Heizkostenverteilers auf, handelt es sich meist um einen temporären Gerätefehler, der schnell und unkompliziert von unserem Fachpersonal behoben werden kann. Scheuen Sie sich also nicht, bei Verdacht auf einen Gerätedefekt Ihren Ansprechpartner zu informieren.