Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VersR%201995,%20667
Timestamp: 2020-08-09 00:25:14
Document Index: 282419801

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

https://dejure.org/1995,547
BGH, 14.03.1995 - VI ZR 52/94 (https://dejure.org/1995,547)
BGH, Entscheidung vom 14.03.1995 - VI ZR 52/94 (https://dejure.org/1995,547)
BGH, Entscheidung vom 14. März 1995 - VI ZR 52/94 (https://dejure.org/1995,547)
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Habe der BGH in seiner Entscheidung v. 14.03.1995 (VI ZR 52/94, NJW-RR 1995, 789 - H) erkannt, dass die Ankündigung redaktioneller Inhalte auf dem Titelblatt - sei es fiktiv für eine Erstausgabe ("Nullnummer") und sei es auch mit dem Ziel der Förderung des Verkaufs der konkreten Ausgabe des Presseprodukts - keine Werbung sei, könne hier nichts anderes gelten.
Sofern nach der Rechtsprechung die Presse zwar auf Titelseiten mit Lichtbildern von Prominenten als "Blickfang" (BGH v. 14.03.1995 - VI ZR 52/94, NJW-RR 1995, 789 - H) - sei es auch nur inhaltlich bescheidene - redaktionelle Berichterstattungen im Innenteil ankündigen und bewerben darf (BGH v. 14.03.1995 - VI ZR 52/94, NJW-RR 1995, 789 - H; BGH v. 14.05.2002 - VI ZR 220/01, AfP 2002, 435, 436 f. - I) und/oder auch sonstige Eigenwerbung für ihr Presseprodukt betreiben darf, kann sich die Beklagte - was das zwar sicherlich entsprechend auch auf den Onlinebereich übertragbar ist - zumindest mit Blick auf den Kläger darauf nicht stützen.
Denn auch diese Rechtsprechung setzt eine redaktionelle Berichterstattung über den konkret Betroffenen im Innenteil voraus (BGH v. 14.03.1995 - VI ZR 52/94, NJW-RR 1995, 789 - H) oder zumindest eine diesbezügliche Sachaussage durch Bild oder Bildunterschrift auf dem Titelblatt (…BGH v. 11.03.2009 - I ZR 8/07, GRUR 2009, 1085 Rn. 18, 21 ff. - G?).
(a) Abstrakt ist für die Frage, ob ein Bild werblich eingesetzt worden ist, die Sicht des Durchschnittslesers maßgeblich (st. Rspr., vgl. BGH v. 14.03.1995 - VI ZR 52/94, NJW-RR 1995, 789 - H).
Zum einen ist für die Frage, ob ein Bild werblich eingesetzt worden ist, im Ausgangspunkt die Sicht des Durchschnittslesers maßgeblich (st. Rspr., vgl. BGH v. 14.03.1995 - VI ZR 52/94, NJW-RR 1995, 789 - T); wettbewerbliche Grundsätze können zwar zur Orientierung herangezogen werden, sind aber nicht allein maßgeblich (…so auch Senat v. v. 18.04.2019 - 15 U 215/08, BeckRS 2019, 10200 Rn. 37).
Ob ein Bildnis zur Ausnutzung des Werbewertes der abgebildeten Person eingesetzt wird und ob und gegebenenfalls welches Informationsinteresse der Allgemeinheit besteht, ist aus der Sicht des Durchschnittslesers zu beurteilen (BGH NJW-RR 1995, 789 m.w.N.).