Source: https://www.schulministerium.nrw.de/docs/Recht/Schulgesundheitsrecht/Infektionsschutz/300-Coronavirus/FAQneu_Coronavirus_Einstellung-Schulbetrieb-Sprachen/index.html
Timestamp: 2020-04-01 21:32:53
Document Index: 80742277

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 10', '§ 14', '§ 9', '§ 65', '§ 3', '§ 44', '§ 33', '§7']

Nordrhein-Westfalen hat sich dafür ausgesprochen, dass die schulischen Abschlussprüfungen nach Möglichkeit stattfinden sollen, sofern die weiteren Entwicklungen es zulassen. Dazu hat die Landesregierung einen neuen Zeitplan erarbeitet. Die Abiturprüfungen für rund 88.000 angehende Abiturientinnen und Abiturienten an Gymnasien, Gesamtschulen, Weiterbildungskollegs und Waldorfschulen sowie an den Beruflichen Gymnasien der Berufskollegs beginnen demnach am Dienstag, 12. Mai 2020. Letzter Prüfungstermin in diesem Haupttermin ist Montag, der 25. Mai. Die zentralen Nachschreibetermine für die Abiturprüfungen an den allgemeinbildenden Schulen schließen sich dann unmittelbar ab dem 26. Mai 2020 an und dauern bis zum 9. Juni 2020. Derzeit werden die Termine für die einzelnen Fächer und Fächergruppen in diesen Zeitfenstern festgelegt. Durch einen stark verkürzten Korrekturzeitraum können die Abiturzeugnisse dann, wie vorgesehen, spätestens bis zum 27. Juni ausgegeben werden. Der Rahmenzeitplan für die Abiturprüfung 2020 wurde so konzipiert, dass er unter Beachtung von Ferien- und Feiertagsregelungen funktioniert. Allerdings muss auch der Brückentag nach Christi Himmelfahrt für die Prüfungen genutzt werden.
Auch die Terminierung der Abschlussprüfungen an anderen Schulformen und in anderen Jahrgangsstufen wird angepasst: Der Beginn der Zentralen Prüfungen in Klasse 10 (ZP10) in den Fächern Mathematik, Englisch und Deutsch an Haupt-, Real-, Sekundar-, Förder- und Gesamtschulen sowie an bestehenden G9-Gymnasien, Weiterbildungskollegs, Waldorfschulen und in den Schulversuchen Primus- und Gemeinschaftsschule werden in diesem Schuljahr um fünf Tage verschoben. Die Prüfungen beginnen demnach ebenfalls am 12. Mai.
Die Prüfungsverfahren für 60.000 Schülerinnen und Schüler in anderen Bildungsgängen der Berufskollegs müssen ebenfalls neu terminiert und vor den Sommerferien noch umgesetzt werden. Dies betrifft vor allem Prüfungen zum Erwerb der Fachhochschulreife in verschiedenen Bildungsgängen sowie eine Vielzahl von Prüfungen für Berufsabschlüsse nach Landesrecht, zum Beispiel Erzieherinnen und Erzieher, Kinderpflegerinnen und Kinderpfleger oder elektrotechnische Assistentinnen und Assistenten mit der Profilbildung Medizintechnik. Diese Prüfungen finden wie vorgesehen, im Zeitraum zwischen dem 27. April 2020 und dem 20. Juni 2020 statt.
Nach Wiederaufnahme des Unterrichtsbetriebs können im Ausnahmefall bis zu drei Klassenarbeiten pro Woche angesetzt werden. Innerhalb der in den Verwaltungsvorschriften zu § 6 der Ausbildungs- und Prüfungsordnung für die Sekundarstufe I (APO-SI) vorgenommenen Bandbreiten kann die Schule die Anzahl der Klassenarbeiten selbständig reduzieren. Ob den Schulen von Landesseite eine darüberhinausgehende Reduktion der Klassenarbeiten ermöglicht wird, wird in Abhängigkeit zum Zeitpunkt des Wiederbeginns des Unterrichts entschieden.
Welche Auswirkungen hat das Ruhen des Unterrichts auf die Erprobungsstufenkonferenzen?
In § 10 Abs. 3 APO-SI wird geregelt, dass dreimal im Schuljahr Erprobungsstufenkonferenzen durchgeführt werden. Durchführungszeitpunkte dieser Konferenzen werden nicht zentral vorgegeben. Bei der Abwägung, welche Zusammenkünfte von Menschen zum gegenwärtigen Zeitpunkt unabdingbar sind, kann diese Flexibilität bei der in schulischer Verantwortung liegenden Terminierung voll ausgeschöpft werden. Hierzu sollten nach Möglichkeit einvernehmliche Regelungen mit den Elternvertretern getroffen werden. Ob im Falle eines längeren Fortdauerns der unterrichtsfreien Zeit auch die Reduzierung der Anzahl der Erprobungsstufenkonferenzen in Betracht kommt, wird im Lichte der weiteren Entwicklungen zu einem späteren Zeitpunkt zu entscheiden sein.
Die verpflichtende Anzahl der Klausuren in der Einführungsphase und in der Qualifikationsphase ist in § 14 Abs. 1 und 2 der Verordnung über den Bildungsgang und die Abiturprüfung in der gymnasialen Oberstufe bzw. für die Beruflichen Gymnasien in § 9 der APO-BK, Anlage D, geregelt.
Die Zentralen Klausuren am Ende der Einführungsphase sollen nach derzeitigem Stand zu den bislang geplanten Terminen (Haupttermine: ab 20. Mai 2020; Nachschreibtermine: ab 29. Mai 2020) stattfinden.
Ob und welche Maßnahmen bezüglich der Leistungsbewertung am Ende der Einführungsphase oder am Ende des ersten Jahres der Qualifikationsphase möglich und angezeigt sind, hängt vor allem vom Zeitpunkt der Wiederaufnahme des Unterrichts ab.
Gibt es Sonderregelungen für Versetzungen, den Erwerb des mittleren Schulabschlusses (MSA) am Ende der Einführungsphase oder den Erwerb des schulischen Teils der Fachhochschulreife (FHR) am Ende des ersten Jahres der Qualifikationsphase?
Ob und welche Maßnahmen bezüglich der Versetzungsentscheidung am Ende der Einführungsphase, des Erwerbs des MSA oder der FHR nach Wiederaufnahme des Unterrichts möglich und angezeigt sind, hängt vor allem vom Zeitpunkt der Wiederaufnahme des Unterrichts ab.
Der Dienst in der Schule an Samstagen und Sonntagen wird im Rahmen der regelmäßigen Arbeitszeit der Lehrkräfte geleistet. Zusätzlich zu der Besoldung oder Vergütung werden Zulagen für den Dienst zu ungünstigen Zeiten auf Grundlage des § 65 Landesbesoldungsgesetz, §§ 3,4 Erschwerniszulagenverordnung und § 44 Nr. 2 des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst der Länder gezahlt. Voraussetzung ist, dass die Lehrkräfte im Kalendermonat mehr als fünf Stunden Dienst zu ungünstigen Zeiten leisten. Die Höhe der Zulage beträgt für den Dienst an Samstagen nach 13 Uhr bis zum Ende der Betreuung 0,64 Euro je Stunde. Bei Beamtinnen und Beamte im Vorbereitungsdienst beträgt die Zulage 0,77 Euro je Stunde. Bei einem Dienst an Sonntagen beträgt die Zulage 3,58 Euro je Stunde. Über die Details der Abrechnung werden die Schulen und Schulaufsichtsbehörden noch informiert.
Es handelt sich nicht um Mehrarbeit. Die Betreuung durch die Lehrkräfte erfolgt innerhalb ihrer regelmäßigen Arbeitszeit. Für Dienste an Samstagen und Sonntagen werden Zulagen nach der Erschwerniszulagenverordnung gezahlt. (siehe Frage zuvor)
Werden schwerbehinderte Lehrkräfte in Notgruppen eingesetzt?
In der 9. Schulmail heißt es zum Einsatz von Schwerbehinderten in der Notbetreuung: „Und ebenfalls klar ist, dass Lehrkräfte, die als Schwerbehinderte oder aus anderen Gründen besonders belastet sind, für einen Dienst in der Notbetreuung nicht in Betracht kommen.“
Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW definiert in einem Erlass "Personal in Kritischen Infrastrukturen“, das Anspruch auf Kinderbetreuung in Schulen und KITAs hat (in Ergänzung zu den Aufsichtlichen Weisungen zur Schließung der schulischen Gemeinschaftseinrichtungen und zum Betretungsverbot von Gemeinschaftseinrichtungen nach § 33 Nr. 1 und 2 Infektionsschutzgesetz vom 13. März 2020)
Müssen auch Privatschulen eine Betreuung sicherstellen?
Die Ersatz- und anerkannten Ergänzungsschulen werden dringend gebeten, eine Notbetreuung im Sinne dieser Schulmail (5. Mail, 15. März 2020) einzurichten sowie die weiteren Hinweise und Informationen dieser Schulmail zu beachten.
Wie sieht es aus mit den Kita-Zahlungen?
Die Landesregierung entlastet die Familien in NRW und setzt im April die Elternbeiträge für die Kitas, die Tagespflege und den offenen Ganztag aus. Zudem sollen Kinder von Eltern in systemrelevanten Berufen auch am Wochenende betreut werden. Ergänzende Informationen und Formulare zum Download finden Sie auf den Seiten des Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen.
Eine umfangreiche Liste von Fragen und Antworten zur Notbetreuung an nordrhein-westfälischen Schulen finden Sie hier.
Auch wenn aktuell kein Unterricht stattfindet, sollen die Schulen das Lernen für Schülerinnen und Schüler zunächst bis zu den Osterferien weiter ermöglichen. Lehrerinnen und Lehrer stellen hierzu Lernaufgaben bereit. Diese sollen so konzipiert werden, dass sie das Lernen der Schülerinnen und Schüler zum Beispiel in Form von Projekten, fachübergreifenden Vorhaben oder Vorbereitungen von Präsentationen unterstützen und an den Unterricht anknüpfen.
Im Übrigen wird empfohlen, die Schülerinnen und Schüler in der Zeit bis zum Beginn der Osterferien zum Lernen zu Hause anzuhalten (Lektüre, Aufgabensätze, Referate etc.). Hierzu sollten in der Schule vorhandene technische Infrastrukturen genutzt werden (siehe Schulmail Nr. 4, 13. März 2020)
Für die Zeit bis zu den Osterferien sind die Lehrkräfte angehalten, ihre Schülerinnen und Schüler mit Unterrichtsmaterial zu versorgen. Es werden von den Schulen Lernangebote geschaffen, die die Bedingungen der jeweiligen Schule und Schulform ebenso berücksichtigen wie den Lernstand ihrer Schülerinnen und Schüler. Die Lernaufgaben werden so konzipiert werden, dass sie das eigenverantwortliche Lernen der Schülerinnen und Schüler über einen längeren Zeitraum unterstützen. Ziel ist, die unterrichtsfreie Zeit möglichst sinnvoll zu nutzen. Wie von Schulministerin Yvonne Gebauer angekündigt, wird das Schulministerium zur Unterstützung der Lehrkräfte zeitnah eine Handreichung für das digitale Lernen veröffentlichen.
Wie sieht mit der Dienstpflicht und Erreichbarkeit von Schulleitungen und Lehrkräften aus?
Das Ruhen des Unterrichts aus Gründen des Infektionsschutzes gilt grundsätzlich nicht nur für die Schülerinnen und Schüler, sondern auch für die Lehrkräfte (siehe Schul-Mails Nr. 1 und 3). In diesem Fall erfüllen die Lehrkräfte ihre Dienstaufgaben, soweit möglich, am heimischen Arbeitsplatz.
Trotz der Entscheidung über das Ruhen des Unterrichts kann eine Schule auch teilweise weiter genutzt werden, wenn sichergestellt ist, dass a) ein Zusammenkommen einer begrenzten Anzahl von Menschen mit den Zielen des Infektionsschutzes vereinbar ist und b) von den betroffenen Schulräumen keine Infektionsgefahren ausgehen. Dieses liegt im Ermessen der zuständigen Behörden (örtliche Ordnungsbehörden bzw. Gesundheitsämter). In einem solchen Fall kann die Anwesenheit der Lehrkräfte durch die Schulleitung für dringend erforderliche Dienstgeschäfte (Abnahme von Prüfungen, Teilnahme an Konferenzen) angeordnet werden.
Wie können ältere bzw. gesundheitlich angeschlagene Lehrkräfte geschützt werden? Sollen diese zur Betreuung in Schulen erscheinen?
Bei der Einteilung der Lehrkräfte hat die Schulleitung zu beachten, dass Lehrkräfte, die 60 Jahre und älter sind oder aber in Bezug auf das Coronavirus ein erhöhtes Risiko (zum Beispiel relevante Vorerkrankungen) haben, nicht für die Notbetreuung eingesetzt werden.
Schwangere und Lehrerinnen, die sich nach der Entbindung noch im Mutterschutz befinden, dürfen gleichfalls nicht zur Betreuung herangezogen werden (siehe Schulmail Nr. 5, 15. März 2020).
Können Lehrkräfte jetzt in Urlaub fliegen?
Nein, denn die Lehrkräfte befinden sich nach wie vor im Dienst. Sie erfüllen – soweit sie nicht in der Schule eingesetzt sind – ihre Dienstaufgaben am heimischen Arbeitsplatz.
Schulleitungen können daher Lehrkräfte anweisen, als Ersatz für die ausfallenden Unterrichtsstunden Aufgaben zu entwickeln, die den entsprechenden Schülerinnen und Schülern zur eigenverantwortlichen Bearbeitung und somit z.B. auch zur Sicherstellung einer adäquaten Prüfungsvorbereitung zur Verfügung gestellt werden.
Wird das Referendariat am 1. Mai starten?
Ziel des Ministeriums für Schule und Bildung ist es, den 1. Mai 2020 als Einstellungstermin in den Vorbereitungsdienst für alle Lehrämter sicherzustellen. Das MSB arbeitet an einer Lösung und wird diese sobald wie möglich kommunizieren.
Einige Schulen planen für die nächsten Tage große Lehrerkonferenzen, andere nicht. Sind solche Konferenzen (mit bis zu 80, 90 Teilnehmern) nicht auch Risikoveranstaltungen? Gibt es dazu den Plan, solche Konferenzen zu untersagen oder kleine Konferenzen nur mit Funktionsträgern zu empfehlen?
Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales hat mit dem Ziel des Infektionsschutzes die Einstellung des Unterrichts an allen Schulen in NRW zum 16. März 2020 verfügt.
Das Ruhen des Unterrichts aus Gründen des Infektionsschutzes gilt grundsätzlich auch für Lehrkräfte. In diesem Fall erfüllen Lehrerinnen und Lehrer ihre Dienstaufgaben – sofern sie nicht durch die Schulleitung für die sog. Notbetreuung eingeteilt sind – soweit wie möglich am heimischen Arbeitsplatz.
Die Einberufung großer Lehrerkonferenzen widerspricht dem Grundsatz des Infektionsschutzes. Besprechungen, die für die Aufrechterhaltung des Schulbetriebes nicht zwingend erforderlich sind, sollten daher möglichst abgesagt bzw. verschoben oder mittels Telefon- oder Videokonferenzen abgehalten werden.
Die als arbeitsmedizinischer Dienst für alle Lehrkräfte an den öffentlichen Schulen vom MSB bestellte B·A·D GmbH erweitert das Angebot Sprech:ZEIT. Hinzugekommen ist eine arbeitsmedizinische Beratung zu Fragestellungen zu Corona, mit Weiterleitung des Anliegens am das Ärzteteam der B·A·D GmbH. Rückruf innerhalb von 48 Stunden von Montag – Freitag zwischen 09:00 -17:00 Uhr. Zudem besteht jetzt auch die Möglichkeit Kontakt über die E-Mailadresse frag-den-experten@bad-gmbh.de aufzunehmen. Auch hier antwortrt die B·A·D GmbH innerhalb von 48 Stunden.
Lehramtsprüfungen (“Zweite Staatsprüfungen“) – Abschluss des Vorbereitungsdienstes zum 30.04.2020
In den Fällen, in denen noch keine Prüfung durchgeführt werden konnte, wurde ein neuer Prüfungsplan erstellt, der vorsieht, diese Prüfungen im Zeitraum 20.04. bis 28.04.2020 durchzuführen. Dies soll den Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärtern einen ordnungsgemäßen Abschluss ihres Vorbereitungsdienst zum 30.04.2020 und entsprechende Einstellungen in den Schuldienst ermöglichen.
Sofern es ab 20. April nicht möglich sein sollte, dass Prüfungskommissionen zusammentreten und Staatsprüfungen durchgeführt werden können, müssten diese auf den nächstmöglichen Zeitpunkt nach Aufnahme des Unterrichtsbetriebs verschoben werden.
Der Vorbereitungsdienst der betroffenen Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter würde sich dann – unter Beibehaltung des Beamtenverhältnisses auf Widerruf und unter fortlaufender Gewährung der zustehenden Ausbildungsbezüge – bis dahin verlängern (§7 Abs.2 LABG).
Masterprüfungen – Einstellung in den Vorbereitungsdienst zum 01.05.2020
Der Einstellungstermin 01.05.2020 für den Start in den Vorbereitungsdienst ist gesichert. Zur Aushändigung der Wirkungsurkunden und zur Vereidigung gibt es gesonderte Informationen.
Ziel ist es, möglichst viele Bewerberinnen und Bewerber ohne Verzug in den Vorbereitungsdienst aufzunehmen, wobei die Einstellung im gesetzlich vorgesehenen Beamtenverhältnis auf Widerruf an den vorliegenden Hochschulabschluss gebunden ist.
Aufgrund der besonderen Situation wurde die Nachreichfrist für das Masterzeugnis auf den 24.04.2020 verlängert; sofern Hochschulen aus gegebenem Anlass die Zeugnisse nicht rechtzeitig fertigen können, ist eine digitale Übermittlung durch die Universitäten zulässig.
Für weitere Unterlagen und Nachweise, die in der besonderen Situation keine zwingende Voraussetzung für die Einstellung darstellen, wurden mit den zuständigen Bezirksregierungen entsprechende Nachreichoptionen vereinbart; hierzu werden Betroffene im Einzelfall informiert.
Für Studierende im Einstellungsverfahren, die aufgrund des ausgesetzten Hochschulbetriebs noch nicht alle Prüfungsleistungen haben erbringen können und ggf. ihren Masterabschluss nicht rechtzeitig zum Einstellungstermin 01.05.2020 nachweisen können, ist bei Bedarf eine zeitnah zum Juni 2020 zu erfolgende Einstellung in den Vorbereitungsdienst geplant. Danach ist der nächst erreichbare Start des Vorbereitungsdienstes der 01.11.2020.
Die Dauer des Vorbereitungsdienstes beträgt grundsätzlich achtzehn Monate und bleibt hiervon unberührt.
Aufgaben und Hausaufgaben
Ein Schulleiter hat angekündigt Montag und Dienstag in der Oberstufe weiter Klausuren zu schreiben. Ist das zulässig?
Sonstige schriftliche Leistungsüberprüfungen finden bis zum Ende der Osterferien nicht statt (siehe Schulmail Nr. 5, 15. März 2020)
Ist es zutreffend, dass das NRW-Schulministerium nun alle Klassenfahrten und Schulausflüge bis zum Ende dies Schuljahres gestrichen hat?
Schulen erhalten Stornokosten für abgesagte Klassenfahrten. Wie gehen die Lehrkräfte/ Schulleitungen hier vor? Ab wann und wo können sie Unterstützung von Seiten des Landes erhalten?
Leider können Ihnen zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Auskünfte zu dem weiteren Verfahren für die Kostenerstattung der Schulen geben werden. Die genauen Einzelheiten werden derzeit im Ministerium erarbeitet und sollen den Schulen danach landesweit mitgeteilt werden.
Die Möglichkeit von Erstattungen von Stornokosten beziehen sich auf schulische Veranstaltungen (also Veranstaltungen, die in der Verantwortung der Schule – vertreten durch die Schulleiterin / den Schulleiter – liegen), z.B. Klassenfahrten, Studienfahrten, Schüleraustausch, Tagesausflüge. Abiturfeiern (Abi-Bälle, Mottowochen et al.) werden durch die Schülerschaft organisiert und sind daher keine schulische Veranstaltung. Folglich erfolgt hier keine Erstattung.
Berufliche Bildung und Übergänge Schule/ Beruf
Welche Regelungen gelten für die beruflichen Prüfungen? Finden die Abschlussklausuren der Berufsausbildung statt, finden die Fachabiturklausuren statt?
Weitere Prüfungen der Berufskollegs (zum Beispiel Fachhochschulreife, Abitur in der Fachoberschule Klasse 13, Berufsabschlussprüfungen nach Landesrecht) werden zum frühestmöglichen Zeitpunkt nachgeholt. Die Festsetzung der neuen Prüfungstermine erfolgt in Abstimmung zwischen dem Berufskolleg und der zuständigen Schulaufsichtsbehörde (siehe Schulmail Nr. 7, 18. März 2020).
Sollen/können Praktika/Betriebspraktika fortgeführt bzw. begonnen werden, obwohl die Schulen schließen?
Mit der Einstellung des Unterrichtsbetriebs an den Schulen in Nordrhein-Westfalen sind ab Montag, dem 16. März 2020, auch alle außerschulisch durchgeführten Standardelemente im Rahmen der Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“, zum Beispiel Berufsfelderkundungstage, Praxiskurse, Praktika sowie die Teilnahme am Girls‘ Day/Boys‘ Day bis auf weiteres ausgesetzt. Ob und wie so versäumte Elemente der Beruflichen Orientierung zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden, wird das Schulministerium zu gegebener Zeit informieren. Antworten auf Detailfragen finden Sie hier und in der Schulmail Nr. 7 vom 18. März 2020.
Sofern bis zum Ende des Ruhens des Schulbetriebes Schulräume für die Durchführung von Prüfungen genutzt werden sollten, wird davon ausgegangen, dass sich die zuständigen Stellen (Kammern) ggf. über die Schulleitungen diesbezüglich an die zuständigen Schulträger wenden. Die Schulleitungen unterstützen die Kammern darin, Lösungen zur Sicherstellung der Prüfungen zu finden.
Weitere Informationen zu KAoA finden Sie hier.
Gelten die Aussagen bzgl. des Aussetzens des Unterrichtsbetriebs auch für private Ersatzschulen, die andere Ferienzeiten haben?
Die Aussagen zum Aussetzen des Unterrichtsbetriebs betrifft alle Schulen im Land NRW, so auch alle privaten Schulen.
Der Runderlass des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales „Aufsichtliche Weisung zur Schließung der schulischen Gemeinschaftseinrichtungen" vom 13. März 2020 legt fest, dass alle Schulen zunächst bis zum Ablauf des 19. April 2020 zu schließen sind. Diese Regelung gilt ausdrücklich für alle öffentlichen Schulen, Ersatzschulen und Ergänzungsschulen im Sinne des SchulG NRW.
Das Schulministerium NRW hat in bisher elf Schulmails alle Schulen in NRW zum Umgang mit dem Coronavirus informiert:
Das Schulministerium NRW hat die Pressemitteilung "Coronavirus: Unterricht in allen Schulen wird bis zu den Osterferien ausgesetzt" von Freitag, 13. März 2020, in insgesamt zehn Sprachen übersetzen lassen:
Aufgrund der aktuellen Maßnahmen, das Coronavirus zu begrenzen, verbringen Kinder und Jugendliche viel Zeit im Haus.
Deshalb werden im Schulsportportal NRW in den kommenden Wochen von Montag bis Freitag Bewegungsideen veröffentlicht, die zu Hause in der Wohnung geübt werden können. Die Angebote aus verschiedenen Sportbereichen sind einfach und kreativ.
Und alle können Mitmachen!
Die aktuelle Situation rund um den Coronavirus verändert viele gewohnte Abläufe und stellt eine Herausforderung für uns alle dar. Auch wenn der Unterricht derzeit ruht und so ein Schulbesuch nicht möglich ist, haben Sie als Eltern vielleicht Fragen zu Ihrem Kind oder zum häuslichen Lernen, bei denen Sie ein Schulpsychologe oder eine Schulpsychologin beratend unterstützen kann. Die Kolleginnen und Kollegen vor Ort kennen das lokale Unterstützungsnetzwerk sehr genau und können Ihnen die passende Hilfestellung vermitteln.
Hier finden Sie die Kontaktdaten der Beratungsstellen in Ihrer Nähe. Sie erreichen die Beratungsstellen zu den jeweils bei der Stelle angegeben Zeiten.