Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=4%20AZR%20224/80
Timestamp: 2019-07-19 04:58:00
Document Index: 9934834

Matched Legal Cases: ['§ 133', '§ 1', '§ 1', '§ 2', '§ 1', '§ 5', '§ 328', '§ 1', '§ 1', '§ 2', '§ 1', '§ 5', '§ 328', '§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 2', '§ 1', '§ 5', '§ 328']

BAG, 26.01.1983 - 4 AZR 224/80 - dejure.org
https://dejure.org/1983,56
BAG, 26.01.1983 - 4 AZR 224/80 (https://dejure.org/1983,56)
BAG, Entscheidung vom 26.01.1983 - 4 AZR 224/80 (https://dejure.org/1983,56)
BAG, Entscheidung vom 26. Januar 1983 - 4 AZR 224/80 (https://dejure.org/1983,56)
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Tarifvertrag - Schriftliche Vereinbarung - Vorvertrag
ArbG Frankfurt/Main - 2 Ca 339/78
ArbG Frankfurt/Main, 07.02.1979 - 2 Ca 238/78
ArbG Frankfurt/Main, 07.03.1979 - 2 Ca 238/78
LAG Hessen, 18.12.1979 - 7 Sa 607/79
BAGE 41, 307
BB 1984, 855
DB 1983, 2146
JR 1984, 176
Insoweit müssen Normurheberschaft und Normsetzungswille der jeweiligen Normgeber im Interesse der Rechtssicherheit und der Rechtsklarheit deutlich und überprüfbar hervortreten (vgl. für die Tarifvertragsparteien BAG 26. Januar 1983 - 4 AZR 224/80 - BAGE 41, 307, 314).
Im Interesse der Rechtssicherheit und Rechtsklarheit muss der darauf gerichtete Wille der Tarifvertragsparteien hinreichend deutlich und überprüfbar hervortreten (BAG 26. Januar 1983 - 4 AZR 224/80 - BAGE 41, 307) .
BAG, 19.09.2007 - 4 AZR 670/06
Protokollnotiz und Tarifvertrag
Dieser Wille muss im Interesse der Rechtssicherheit und Rechtsklarheit hinreichend deutlich und überprüfbar hervortreten (Senat 26. Januar 1983 - 4 AZR 224/80 - BAGE 41, 307, 313 f.; 24. November 1993 - 4 AZR 402/92 - BAGE 75, 116, 120).
(1) Ob bei einer Einigung ein verbindlicher Vorvertrag oder nur eine unverbindliche Absprache der Parteien vorliegt, ist nach den Kriterien von §§ 133, 157 BGB auszulegen (Senat 26. Januar 1983 - 4 AZR 224/80 - BAGE 41, 307, 314).
Die Formulierung und Unterzeichnung eines solchen Verhandlungsergebnisses kann einen Vorvertrag darstellen (zB "Verhandlungsergebnis" zwischen dem Arbeitgeberverband der hessischen Metallindustrie eV und der IG Metall Senat 26. Januar 1983 - 4 AZR 224/80 - BAGE 41, 307, 313 ff.; ebenso für eine "Vereinbarung" LAG Brandenburg 5. Mai 2000 - 4 Sa 22/00 - und für eine "Protokollnotiz" über ein Verhandlungsergebnis Thüringer LAG 24. Oktober 1994 - 8 Sa 242/94 - BB 1995, 1085).
Tariffähige Koalitionen können damit auch nichttarifrechtliche schuldrechtliche Vereinbarungen zugunsten Dritter treffen (BAG 05. November 1997 - 4 AZR 872/95 - AP TVG § 1 Nr. 29; BAG 26. Januar 1983 - 4 AZR 224/80 - AP TVG § 1 Nr. 20).
Mit dem Vertrag zugunsten Dritter soll dem Dritten, also beispielsweise dem einzelnen Arbeitnehmer oder auch nur den Mitgliedern der vertragsschließenden Gewerkschaft (vgl. BAG 26. Januar 1983 - 4 AZR 224/80 - aaO), unmittelbar eigene Ansprüche begründet werden.
Denkbar sind aber auch andere Vereinbarungen, insbesondere rein schuldrechtliche zwischen den Tarifvertragsparteien ohne Drittwirkung (BAG 16. Februar 2000 - 4 AZR 14/99 - AP TVG § 2 Nr. 54), Vorverträge (BAG 26. Januar 1983 - 4 AZR 224/80 - aaO) oder auch gemeinsame Erklärungen oder Vereinbarungen über den Inhalt beabsichtigter Tarifänderungen, die weder einen Vertrag zugunsten Dritter noch einen Vertrag mit Schutzwirkung zugunsten Dritter darstellen (BAG 23. November 1994 - 4 AZR 879/93 - AP TVG § 1 Rückwirkung Nr. 12; BAG 28. Juli 1988 - 6 AZR 349/87 - AP TV Arb Bundespost § 5 Nr. 1).
Voraussetzung für eine Einordnung als Tarifvertrag wäre, dass beide Parteien mit der Vereinbarung erkennbar tarifliche Rechte und Pflichten der tarifunterworfenen Arbeitnehmer und Arbeitgeber unmittelbar begründen wollten (BAG 26. Januar 1983 - 4 AZR 224/80 - aaO), wovon zwar im Zweifel auszugehen ist (…BAG 26. Januar 2011 - 4 AZR 159/09 - aaO); Voraussetzung für die Annahme eines Koalitionsvertrages zugunsten Dritter wäre der erkennbare Wille der Parteien, dem Dritten unmittelbar einen Anspruch zukommen zu lassen, § 328 Abs. 1 BGB.
Tariffähige Koalitionen können damit auch nichttarifrechtliche schuldrechtliche Vereinbarungen zugunsten Dritter treffen (BAG 05. November 1997 - 4 AZR 872/95 - AP TVG § 1 Nr. 29; BAG 26. Januar 1983 - 4 AZR 224/80 - AP TVG § 1 Nr. 20) .
Mit dem Vertrag zugunsten Dritter soll dem Dritten, also beispielsweise dem einzelnen Arbeitnehmer oder auch nur den Mitgliedern der vertragsschließenden Gewerkschaft (vgl. BAG 26. Januar 1983 - 4 AZR 224/80 - aaO) , unmittelbar eigene Ansprüche begründet werden.
Denkbar sind aber auch andere Vereinbarungen, insbesondere rein schuldrechtliche zwischen den Tarifvertragsparteien ohne Drittwirkung (BAG 16. Februar 2000 - 4 AZR 14/99 - AP TVG § 2 Nr. 54) , Vorverträge (BAG 26. Januar 1983 - 4 AZR 224/80 - aaO) oder auch gemeinsame Erklärungen oder Vereinbarungen über den Inhalt beabsichtigter Tarifänderungen, die weder einen Vertrag zugunsten Dritter noch einen Vertrag mit Schutzwirkung zugunsten Dritter darstellen (BAG 23. November 1994 - 4 AZR 879/93 - AP TVG § 1 Rückwirkung Nr. 12; BAG 28. Juli 1988 - 6 AZR 349/87 - AP TV Arb Bundespost § 5 Nr. 1) .
Voraussetzung für eine Einordnung als Tarifvertrag wäre, dass beide Parteien mit der Vereinbarung erkennbar tarifliche Rechte und Pflichten der tarifunterworfenen Arbeitnehmer und Arbeitgeber unmittelbar begründen wollten (BAG 26. Januar 1983 - 4 AZR 224/80 - aaO) , wovon zwar im Zweifel auszugehen ist (…BAG 26. Januar 2011 - 4 AZR 159/09 - aaO) ; Voraussetzung für die Annahme eines Koalitionsvertrages zugunsten Dritter wäre der erkennbare Wille der Parteien, dem Dritten unmittelbar einen Anspruch zukommen zu lassen, § 328 Abs. 1 BGB.
Auch ein "Vereinbarung" genannter Vertrag kann als Tarifvertrag zu bewerten sein, wenn er der Sache nach als solcher anzusehen ist (Urteil des Senats vom 26. Januar 1983 - 4 AZR 224/80 - BAGE 41, 307 = AP Nr. 20 zu § 1 TVG).
Zwar muß im Zweifel davon ausgegangen werden, daß die Tarifvertragparteien sich dieser Gestaltungsmöglichkeit nicht bedienen wollen, da sie kraft ihrer Tarifautonomie die Möglichkeit zu unmittelbarer Rechtsetzung nach dem TVG besitzen (BAG Urteil vom 26. Januar 1983 - 4 AZR 224/80 - aaO).
Tariffähige Koalitionen können damit auch nichttarifrechtliche schuldrechtliche Vereinbarungen zugunsten Dritter treffen ( BAG 05. November 1997 - 4 AZR 872/95 - AP TVG § 1 Nr. 29; BAG 26. Januar 1983 - 4 AZR 224/80 - AP TVG § 1 Nr. 20 ).
Mit dem Vertrag zugunsten Dritter soll dem Dritten, also beispielsweise dem einzelnen Arbeitnehmer oder auch nur den Mitgliedern der vertragsschließenden Gewerkschaft ( vgl. BAG 26. Januar 1983 - 4 AZR 224/80 - aaO ), unmittelbar eigene Ansprüche begründet werden.
Denkbar sind aber auch andere Vereinbarungen, insbesondere rein schuldrechtliche zwischen den Tarifvertragsparteien ohne Drittwirkung ( BAG 16. Februar 2000 - 4 AZR 14/99 - AP TVG § 2 Nr. 54 ), Vorverträge ( BAG 26. Januar 1983 - 4 AZR 224/80 - aaO ) oder auch gemeinsame Erklärungen oder Vereinbarungen über den Inhalt beabsichtigter Tarifänderungen, die weder einen Vertrag zugunsten Dritter noch einen Vertrag mit Schutzwirkung zugunsten Dritter darstellen ( BAG 23. November 1994 - 4 AZR 879/93 - AP TVG § 1 Rückwirkung Nr. 12; BAG 28. Juli 1988 - 6 AZR 349/87 - AP TV Arb Bundespost § 5 Nr. 1 ).
Voraussetzung für eine Einordnung als Tarifvertrag wäre, dass beide Parteien mit der Vereinbarung erkennbar tarifliche Rechte und Pflichten der tarifunterworfenen Arbeitnehmer und Arbeitgeber unmittelbar begründen wollten ( BAG 26. Januar 1983 - 4 AZR 224/80 - aaO ), wovon zwar im Zweifel auszugehen ist (… BAG 26. Januar 2011 - 4 AZR 159/09 - aaO ); Voraussetzung für die Annahme eines Koalitionsvertrages zugunsten Dritter wäre der erkennbare Wille der Parteien, dem Dritten unmittelbar einen Anspruch zukommen zu lassen, § 328 Abs. 1 BGB.
BAG, 27.05.2008 - 3 AZR 893/06
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BAG, 28.09.1983 - 4 AZR 179/83