Source: http://www.steuerberaterkammer-muenchen.de/verguetung-der-hilfeleistung-in-steuersachen.html
Timestamp: 2016-10-24 23:32:23
Document Index: 27420509

Matched Legal Cases: ['§ 21', '§ 4', '§ 10', '§ 11', '§ 21', '§ 34', '§ 13', '§ 21', '§ 14', '§ 16']

Vergütung der Hilfeleistung in Steuersachen - Steuerberaterkammer München - Körperschaft des öffentlichen Rechts
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Qualifikation und Pflichtbewußtsein
Vergütung der Hilfeleistung in Steuersachen
Grundsätzliches zur Vergütung der Hilfeleistung in SteuersachenTätigkeiten im Rahmen der Hilfeleistung in Steuersachen werden auch als Vorbehaltsaufgaben bzw. originäre gesetzliche Aufgaben bezeichnet. Die Höhe der Vergütung für einzelne Leistungen des Steuerberaters auf dem Gebiet der Vorbehaltsaufgaben richtet sich nach der vom Bundesministerium der Finanzen erlassenen Vergütungsverordnung für Steuerberater, Steuerbevollmächtigte und Steuerberatungsgesellschaften (StBVV).Die Vergütung eines Steuerberaters setzt sich aus Gebühren, Auslagenersatz und Umsatzsteuer zusammen.Eine Gebühr fällt an, wenn die §§ 21 - 46 StBVV eine Gebühr dem Grunde nach vorsehen und die Gebühr der Höhe nach angemessen ist.Für Leistungen auf dem Gebiet der Vorbehaltsaufgaben kann der Steuerberater nur dann eine höhere Gebühr, als sie sich aus der StBVV ergibt, fordern, wenn dies schriftlich mit dem Auftraggeber vereinbart worden ist (§ 4 Abs. 1 StBVV).Die StBVV sieht Wertgebühren, Betragsrahmengebühren und Zeitgebühren vor.A) Die Wertgebühren (§ 10 StBVV) richten sich nach dem Wert, den der Gegenstand der beruflichen Tätigkeit hat, dem sogenannten Gegenstandswert. Die konkrete Höhe einer Gebühr ergibt sich ausa) dem Gegenstandswert der Tätigkeit des SteuerberatersBeispiel:
b) der Anwendung eines Zehntelsatzes für diese Tätigkeit undc) der entsprechenden Gebührentabelle der StBVV.d) Bei der Festlegung des Zehntelsatzes ist der Steuerberater an den in der StBVV vorgegebenen Rahmen gebunden. Innerhalb dieses Rahmens bestimmt der Steuerberater die Gebühr unter Berücksichtigung aller Umstände, insbesondere der Bedeutung der Angelegenheit, des Umfanges und des Schwierigkeitsgrades der im konkreten Fall vom Steuerberater erbrachten Leistungen (§ 11 StBVV). In durchschnittlichen Fällen ist eine mittlere Gebühr [= (Mindestgebühr + Höchstgebühr) : 2] angemessen.B) Während bei den Wertgebühren der Gebührenrahmen durch einen unteren und einen oberen Zehntelsatz vorgegeben wird, ist bei den Betragsrahmengebühren ein oberer und ein unterer Euro-Betrag vorgegeben. Sie kommen nur bei Rat oder Auskunft in steuerstrafrechtlichen, bußgeldrechtlichen oder ähnlichen Angelegenheiten (§ 21 Abs. 1 Satz 3 StBVV) und bei der Lohnbuchführung (§ 34 StBVV) vor.C) Die Zeitgebühr berechnet sich nach dem für die Bearbeitung des Auftrages erforderlichen Zeitaufwand und beträgt, sofern nicht ein höherer Betrag gesondert vereinbart ist, zwischen 30 € und 70 € je angefangene halbe Stunde (§ 13 StBVV). Die Zeitgebühr wird angewandt, wenn eine Norm der §§ 21 - 46 StBVV auf die Zeitgebühr verweist oder wenn bei einer Wertgebühr der Gegenstandswert nicht festgestellt oder geschätzt werden kann.Anstelle der Einzelabrechnung sieht die Steuerberatervergütungsverordnung auch die Möglichkeit vor, eine Pauschalvergütung zu vereinbaren (§ 14 StBVV). Sie kann nur schriftlich und für einen Zeitraum von mindestens einem Jahr für laufend auszuführende Tätigkeiten (z.B. Buchhaltung, Beratung) vereinbart werden. Es handelt sich hierbei nicht um eine eigenständige Gebührenart, sondern lediglich um eine Vereinfachungsregelung.Zusätzlich zu den sich aus der Art des Auftrags ergebenden Gebühren nach StBVV hat der Steuerberater Anspruch auf:
Ersatz der bei der Ausführung des Auftrages für Post- und Telekommunikationsdienstleistungen zu zahlenden Entgelte: Der Steuerberater kann anstelle der tatsächlich entstandenen Kosten einen Pauschsatz i.H.v. 20 % der sich nach der StBVV ergebenden Gebühr fordern, in derselben Angelegenheit jedoch höchstens 20 € (§ 16 StBVV).
Steuerberatervergütungs- verordnung (343,8 KiB)
Die bis 2012 gültige SteuerberaterGEBÜHREN- verordnung (263,7 KiB)
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