Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=II%20ZB%206/95
Timestamp: 2020-08-11 09:45:16
Document Index: 114467262

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 23.10.1995 - II ZB 6/95 - dejure.org
https://dejure.org/1995,2526
BGH, 23.10.1995 - II ZB 6/95 (https://dejure.org/1995,2526)
BGH, Entscheidung vom 23.10.1995 - II ZB 6/95 (https://dejure.org/1995,2526)
BGH, Entscheidung vom 23. Januar 1995 - II ZB 6/95 (https://dejure.org/1995,2526)
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Verschulden der Fristversäumnis bei technischem Defekt eines Faxgerätes - Umfang der Sorgfaltspflicht eines zur Einlegung eines Rechtsmittels beauftragenden Rechtsanwalts
Für Zugangsbestätigung eines Telefaxes, reicht das Sendeprotokoll nicht aus! Man muss nach dem Senden, anrufen und sich den Empfang bestätigen lassen!
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand: Sorgfaltspflichten bei Erteilung von Rechtsmittelaufträgen
LG Leipzig, 22.12.1993 - 10 O 566/93
OLG Dresden, 22.06.1995 - 5 U 304/94
Der "OK"-Vermerk auf dem Sendebericht beweist das Zustandekommen der Verbindung mit der Gegenstelle (BGH MDR 1996, 99).
Das Vorliegen eines "OK"-Vermerks im Sendebericht belegt das Zustandekommen der Verbindung (BGH, Beschluss vom 23. Oktober 1995 - II ZB 6/95 - MDR 1996, 99 (Leitsatz 2) und in juris unter Tz. 8).
Der "OK"-Vermerk gibt dem Absender keine Gewissheit über den Zugang der Sendung, weil er nur das Zustandekommen der Verbindung, aber nicht die erfolgreiche Übermittlung belegt (BGH, Beschluss vom 23. Oktober 1995 - II ZB 6/95, MDR 1996, 99).
Das Vorliegen eines "OK"-Vermerks im Sendebericht belegt das Zustandekommen der Verbindung, falls eine Manipulation des Sendeberichts auszuschließen ist (BGH NJW 1995, 665, 666 f = Juris RdNr 24 f; vgl auch BGH vom 23.10.1995 - II ZB 6/95 Juris RdNr 8).
Insbesondere aufgrund technischer Schwierigkeiten bei der Übermittlung oder im Empfangsgerät, die eine Übermittlung vereiteln oder in dem Sinne erschweren können, dass eine nicht lesbare Version beim Empfänger ankommt, biete allein der Beleg über das Zustandekommen der Verbindung keinen hinreichenden Nachweis darüber, dass das Schriftstück tatsächlich beim Empfänger angekommen sei (vgl. hierzu BGH, Beschluss vom 21. Juli 2011 - IX ZR 148/10 -, Juris-Ausdruck, unter Hinweis auf BGH, Urteil vom 7. Dezember 1994 - VIII ZR 153/93 -, NJW 1995, 665; Beschluss vom 23 Oktober 1995 - II ZB 6/95 -, MDR 1996, 99; Urteil vom 24. Juni 1999 - VII ZR 196/98 -, NJW 1999, 3554 und Beschluss vom 28. Februar 2002 - VII ZB 28/01 -, NJW-RR 2002, 999).
Es entspricht aber gerade nicht einem typischen Geschehensablauf, dass ein gesendetes Fax stets im Machtbereich des Empfängers eingeht, obwohl der Empfang durch ein "OK"-Protokoll beim Versender bestätigt wurde (BGH, Beschluss vom 23.10.1995 - Az: II ZB 6/95, MDR 96, 99; Urteil vom 7.23.1994 - Az: VIII ZR 153/93).
Das Vorliegen eines "OK"-Vermerks im Sendebericht belegt das Zustandekommen der Verbindung, falls eine Manipulation des Sendeberichtes auszuschließen ist (… BGH, Urt. v. 07.12.1994 - VIII ZR 153/93, NJW 1995, 665 [667]; vgl. auch BGH, Beschl. v. 23.10.1995 - II ZB 6/95, juris).