Source: https://www.elo-forum.org/kdu-miete-untermiete/78425-kdu-halbiert.html
Timestamp: 2017-12-15 21:12:59
Document Index: 10692319

Matched Legal Cases: ['§ 5', '§ 30', '§ 33', '§ 30', '§ 14', '§ 11']

KdU halbiert?! - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
Start > Information > (Kosten der) Unterkunft > KDU - Miete / Untermiete -> KdU halbiert?!
Post #914752 (1)
25.08.2011, 09:41 #1
KdU halbiert?!
nachdem ich nach einer kurzen phase der arbeit einen antrag auf weiterbewilligung stellen musste, kam es zu ungereimtheiten, wie ich meine:
VOR der arbeitsaufnahme wurden für uns vier (2 erw., 2 kinder) kdu in höhe von rund 600,-/mtl. auf dem berechnungsbogen aufgeführt.
NACH beendigung des arbeitsverhältnisses und auf meinen antrag auf weiterbewilligung hin, wurden lediglich knapp 300,- für die kdu notiert, von anderen (zeitlichen) fehlern im bescheid mal abgesehen.
darf das so sein? meine partnerin ist beruftstätig, bezieht ausserdem unterhalt und kindergeld. insgesamt kommt der sb zu dem schluss, mir stünde aufgrund ihres einkommens etc. kein h4 zu. dabei geht er aber von den plötzlich viel zu niedrigen kdu aus.
da ich zeitnah einen widerspruch gegen seinen bescheid schreiben will, würde ich mich über schnelle hilfe sehr freuen.
25.08.2011, 10:02 #2
AW: KdU halbiert?!
von anderen (zeitlichen) fehlern im bescheid mal abgesehen.
Bzgl. der Zeit ... Weil es damit etwas zu tun haben könnte: Seit dem 1.1.2011 wirkt ein Antrag auf den 1. des Monats zurück, auch wenn man ihn erst im Laufe eines Monats stellt, das ist ja hoffentlich in eurem Fall berücksichtigt worden?
Zu den KdU:
Weil's mir noch nicht ganz klar ist: Stehen die 300 € in der Zeile "anerkannte Kosten der Unterkunft und Heizung" in der Gesamtspalte als Bedarf vor Einkommensanrechnung oder als KdU-Auszahlbetrag ganz am Ende des Berechnungsbogens?
Könntest Du den Berechnungsbogen anonymisiert hier einstellen?
Seid ihr während der Zeit, in der ihr kein ALG II bezogen habt, umgezogen?
Oder gab's während des letzen Alg-II-Bezug mal eine Kostensenkungsaufforderung? Obwohl, nee, der Gedanke ist Unsinn, denn 300 € als kdU-Bedarf für 4 Personen ginge ja mal gar nicht
25.08.2011, 10:10 #3
als "anerkannte kdu" stehen die rund 300,- dort. bei "zustehende kdu nach einkommenberücksichtigung" sind es nur noch etwas mehr als die hälfte.
im alten bescheid (VOR arbeit) wurde gleich verfahren. "anerkannte" rund 600,-, "zustehend nach einkommenüberhang" ca. die hälfte.
wieso stand uns denn VOR arbeitsaufnahme ca. doppelt so viel zu?
wir sind weder umgezogen, noch hat der vermieter die miete halbiert...
25.08.2011, 10:11 #4
hier stand unsinn – sorry.
25.08.2011, 10:18 #5
Kann ich so nicht sagen - für mich hört sich das so an, als wäre "einfach ein Eingabe-Fehler" unterlaufen.
Jetzt würd' ich am liebsten mal alle Berechnungsbögen sehen, bzw. genauer den für Februar und März (für die Du gar keinen Antrag gestellt hast) und ... gibt's einen Ablehnungsbescheid für April und Folgemonate? Oder ein paar Zeilen dazu vom JC? Die dann auch.
Ihr habt also im Februar den Antrag "mit Wirkung zum 1. April" gestellt und sie haben euch für Februar und März ALG II gezahlt? Seltsam :s
Oder geht's hier um das Thema "Verantwortungs- und Einstehensgemeinschaft", also dass ihr als BG gewertet werdet, in die das Einkommen Deiner Partnerin einfließt, Du aber ALG II nur für Dich beantragt hast, weil ihr angegeben habt, keine BG zu sein, da Deine Partnerin Dich nicht unterstützt?
25.08.2011, 10:33 #6
wir werden als bg gewertet. haben auch die lebensgemeinschaft "zugegeben", schon von anfang an.
habe da eben etwas durcheinander gebracht, sorry for that.
nun aber ganz genau:
· beantragt ab dem 01.04, weil bis zum 31.03. noch in arbeit (ich).
· sie hat arbeit. alle unterlagen sind beim jc.
· für den zeitraum vom 01.04. bis 31.05. gab´s geld (mit den genannten anerkannten 300,- kdu): 150,- für zwei erwachsene/monat, von den kindern keine rede.
· ab 01.06. antrag abgelehnt (auch die rund 300,- anerkannte kdu!): "aufgrund der höhe des anzurechnenden einkommens nicht hilfebdürftig"...
· zustehende kosten für kdu nach einkommensanrechnung: 0,00
dass bei anerkannten kdu von ca. 300,- für uns vier nach anrechnung des einkommens nichts mehr gezahlt wird, ist nachvollziehbar. aber wir haben tatsächliche kdu von über 700,- mtl..
mir ist nicht klar, warum im letzten jahr noch um die 600,- anerkannt werden, heute aber nur noch die hälfte. es geht doch um die bedarfsfeststellung. und am gesamtbedarf hat sich nichts geändert.
ich habe keinen scanner, sonst würde ich die bescheide hier hochladen.
25.08.2011, 10:46 #7
mit den genannten anerkannten 300,- kdu
Ich würde erstmal probieren, dass persönlich durch Vorsprache zu klären. Wenn's nichts bringt, dann - wie Du's ja auch vorhast - einen Widerspruch bzw. Überprüfungsantrag abgeben. Das kann ja so nicht stimmen mit den 300 als Bedarf.
Für den zeitraum vom 01.04. bis 31.05. gab´s geld (mit den genannten anerkannten 300,- kdu): 150,- für zwei erwachsene/monat, von den kindern keine rede.
Wenn es die Kinder Deiner Partnerin sind und Du nicht der Vater bist, sie also evtl. Unterhalt erhalten, kann's sein, dass sie durch Unterhalt und Ki'geld über bedarfsdeckendes Einkommen verfügen, dann benötigen sie kein ALG II.
ab 01.06. antrag abgelehnt (auch die rund 300,- anerkannte kdu!): "aufgrund der höhe des anzurechnenden einkommens nicht hilfebdürftig"...
Dann muss sich ja irgend was an eurem Einkommen geändert haben - anders kann ich das nicht nachvollziehen, wenn vorher - ebenfalls mit nur 300 € anerkannten KdU - noch Hilfebedürftigkeit bestand?
Urlaubsgeld, welches auf mehrere Monate verteilt angerechnet wurde vielleicht oder anderes Mehreinkommen (auch Kindergeldübertrag als Einkommen der Mutter, weil Kids mehr Unterhalt erhalten z.B.), welches dann zur Bedarfsdeckung ab Juni (mit falscher KdU) führte? Alles nur Spekulationen.
Ist schwer, das jetzt von hier aus so ohne Wissen um die genaue Einkommenssituation zu beurteilen.
Fakt scheint ja aber zu sein, dass die 300 € falsch angesetzt wurden.
25.08.2011, 11:07 #8
Stehen die Kinder denn überhaupt im Berechnungsbogen?
Wenn nicht, wären ja die 300 € KdU-Bedarf für Dich und Deine Partnerin ok, fällt mir gerade ein. Die anderen 300 € müssten dann die Kids übernehmen, wenn sie über bedarfsdeckendes (Regelleistung + KdU-Anteil zu 150 €) Einkommen verfügen und sie deshalb aus dem Berechnungsbogen herausgenommen wurden.
Kannst Du mal bitte das Einkommen je Kind auflisten und ihren Bedarf an Regelleistung? KdU-Bedarf ist ja bekannt: jeweils 150 €.
25.08.2011, 11:11 #9
hast ne pn, das geht dann schneller :-))
kinder stehen überall mit "null" drin...
25.08.2011, 11:18 #10
Nee, ist bisher nichts angekommen; wahrscheinlich hab' ich PN noch deaktiviert. Ich schreibe auch lieber öffentlich - find ich auch den anderen Usern gegenüber, die ähnlich Probs haben, fairer ;)
Außerdem ist's mir immer lieber, wenn auch andere mal draufgucken können bzw. sich mit beteiligen, verstehste bestimmt.
Ja dann ... müsste man noch das genaue Alter und ihr jeweiliges Einkommen wissen und ob sich da unterhaltsmäßig oder weil für sie evtl. "Kinderwohngeld" beantragt wurde, was bei ihnen getan hat.
Dann sieht's so aus, als wäre das mit den 300 € KdU-Bedarf nur für euch beide ok, wenn die Kids bedarfsdeckendes Einkommen haben und gar nicht aufgeführt sind im Berechnungsbogen. Sie müssen ihre KdU aus ihrem Einkommen selbst zahlen.
25.08.2011, 11:28 #11
die kinder beziehen unterhalt und kindergeld, zusammen sind das etwas über 840,- im monat, womit deren anteil an den kdu gedeckt sein dürfte.
habe ich dann also gar keine möglichkeit, unterstützung zu erhalten?
bin ich trotzdem über das jc versichert?
was bin ich dann? hartz-vierer ja nicht. alg 1 auch nicht.
bin ich quasi "abgemeldet" beim jc? oder stehe ich weiter unter deren knute, muss da antanzen, wenn die es wollen, mich in ein paar tage ausserhalb abmelden und zurückmelden, bewerbungsnachweise führen, etc.????
p.s.: ich wollte die vielen seiten der bescheide etc. hier nicht hochladen, deshalb der vorschlag der pn. bin natürlich immer für transparenz ;-)
25.08.2011, 11:32 #12
die kinder sind gerade 17 und 15, kinderwohngeld war vor der arbeitsaufnahme. nun kein kinderwohngeld.
25.08.2011, 11:55 #13
Dein Einfachheit halber teile ich mal den Kindesunterhalt durch 2 zur Verdeutlichung:
840 € - 368 € (zweimal Kindergeld) = 472 € Kindesunterhalt gesamt
472 : 2 = 236 € Unterhalt/Kind
287 € RL + 150 € KdU-Anteil = 437 € Alg-II-Bedarf/Kind
184 € Ki'geld + 236 € U'halt = 420 € Einkommen/Kind
437 € Bedarf - 420 € Einkommen = 17 € Alg-II-Bedarf/Kind
Der Kindesbedarf wäre also nicht gedeckt ... dann müssten sie auch im Berechnungsbogen stehen.
Evtl. ist der Bedarf - je nach tatsächlicher Höhe des Unterhalts - bei einem Kind gedeckt, aber bei beiden kann das nicht sein, wenn Ki'geld plus Unterhalt 840 € ausmachen und der KdU-Anteil 150 € beträgt.
Und wenn's doch so sein sollte, weil der Unterhalt höher ist oder überhaupt, weil Deine Partnerin zu hohes Einkommen hat:
Doch, ihr könntet Wohngeld beantragen, klar. Ob's da was gibt, könntest Du hier mal vorab ausrechnen (trotzdem Antrag stellen beim Wohngeldamt):
*klick* Ingo Turski: Wohngeld-Berechnung
Nein, bist Du nicht, wenn ihr keine Leistungen bezieht. Du müsstest Dich freiwillig krankenversichern, soweit ich weiß, liegt das bei ca. 150 €. Deine Partnerin könnte diesen "Unterhalt" an Dich steuerlich absetzen. Google mal, das geht bis zu einigen 1000 € im Jahr.
bin ich quasi "abgemeldet" beim jc?
Wenn ihr als BG bedarfsdeckendes Einnkommen habt: Ja.
oder stehe ich weiter unter deren knute, muss da antanzen, wenn die es wollen, mich in ein paar tage ausserhalb abmelden und zurückmelden, bewerbungsnachweise führen, etc.????
25.08.2011, 12:06 #14
Man müßte die Bescheide sehen können, um das Ganze zu überprüfen.
Das hab ich um 11.46 Uhr geschrieben ... mittlerweile sehe ich's ein bisschen anders.
Trotzdem stelle ich mir die Frage, warum die Kinder "draußen" sind, wenn sie minimal noch Alg-II-Bedarf haben oder auch nur eines der Kinder. Kann aber auch an der eventuell ungenauen Höhe von Unterhalt und KdU-Anteil liegen, wer weiß
Genauer Brutto- und Nettoverdienst, Unterhalt, jedes evtl. noch vorhandene Einkommen und genauen KdU-Bedarf ... alles auf den Cent würden reichen
25.08.2011, 12:27 #16
biddy hat recht, kindeseinkommen war falsch geschätzt.
ihr habt´s nicht anders gewollt ;-)
kindergeld 368,-
kindesunterhalt 531,-
bruttogehalt frau 1541,93 (1104,32 netto)
miete warm 535,- (keine nk, da pauschalmietvertrag)
stadtwerke 240,-
25.08.2011, 12:30 #17
anbei der letzte (ablehnungs-)bescheid.
25.08.2011, 12:48 #18
woher soll ich denn bitte die 143,- euro (gerade mit meiner krankenkasse telefoniert) mindestsatz für meine freiwillige versicherung hernehmen?
muss das nicht auch noch bei unserer bedarfsberechnung in ansatz gebracht werden, wenn das jc sich dieser kosten entledigen will?
wie sieht es mit arbeitslosen- und rentenversicherung aus? null?
25.08.2011, 12:56 #19
Ich nehm' jetzt mal die 600 € KdU - ob das so rechtens ist und warum nicht die tatsächlichen KdU von 775 € anerkannt werden, müsste man dann mal überlegen. Ok, 775 € sind wohl'n bisschen zu viel, aber 600 € scheint mir recht wenig für 4 Personen inkl. Heizung, zumal ja auch die Warmwasseraufbereitungskosten im Gegensatz zu früher (da wurden bei euch ja auch schon 600 € angesetzt) nicht mehr abgezogen werden dürfen (zenrale WW-Aufbereitung) bzw. sie es ab 1.1.2011 als Mehrbedarf gibt (dezentrale Aufbereitung) - jedenfalls gibt's bei uns mehr für 4 Personen. Weiß ja aber nicht, wie die KdU-Richtlinien bei euch sind.
Also die Kinder wären, würde ich den Kindesunterhalt halbieren, draußen.
Pro Kind blieben 12,50 € über, die bräuchten sie also von ihrem Kindergeld nicht zur Bedarfsdeckung, deshalb überträgt das JC sie an die Mutter als Kindergeldberechtigte ... also 25 € werden ihr Einkommen und somit von euch beiden.
Ich bin aber noch nicht so ganz dahintergestiegen, wie es nun mit den Bedarfen für Bildung und Teilhabe ist (Bildungspaket), ob da Pauschalen mit in den Bedarf der Kinder fließen - könnt' also sein, dass sich gar kein Übertrag ergibt: *klick* § 5a ALG II-V Beträge für die Prüfung der
Schert sich aber bestimmt z.Zt. kein Leistungs-SB drum ... tsssss
Ihr fallt noch unter die alte Freibetragberechnung nach § 30 (10 % frei zwischen 800 und 1.500 brutto); erst mit neuem Weiterbewilligungsbescheid ab 1. Juli wäre das neue SGB II mit 20 € mehr Freibetrag für euch anzuwenden gewesen.
Gesamtfreibetrag: 310 €
1104,32 - 310 frei = 794,32 € anzurechendes Erwerbseinkommen maximal
(dieses anzurechnendes Einkommen kann sich verringern, wenn Deine Partnerin Fahrtkosten, Kfz-Haftpflicht u.a. geltend gemacht hat beim JC, dann gibt's also einen höheren Freibetrag)
328 € RL Du
328 € RL Partner
287 € RL Kind 1 (gehört nicht mehr zu BG, ich nehm's aber dazu und rechne dafür KdU-Anteil als Bedarf dazu und Unterhalt etc. als Einkommen)
287 € RL Kind 2
600 € KdU laut Jobcenter (fraglich, ob nicht mehr)
= 1830 € Gesamtbedarf (Warmwasseraufbereitungskosten fehlen vermutlich noch - entweder zusätzlich zur KdU/Heizkosten, wenn bisher abzogen pauschal oder als Mehrbedarf 24 € gesamt)
1830 € Gesamtbedarf mindestens
- 794,32 € höchstens anrechenbares Erwerbseinkommen
- 531 € Unterhalt
- 368 € Kindergeld
= 136,68 € Alg-II-Bedarf, die dann nur noch für Dich und Deine Partner sind, die Kids sind ja "draußen" (siehe oben)
Hat Deine Partnerin erhöhte Absetzungen, können es mehr als die ca. 136 € sein.
Und ggf. gehen noch die 2 x 12,50 = 25 € von den 136 € ab, wenn sie euch unter "sonstiges Einkommen" angerechnet werden, weil die Kids soviel Ki'geld nicht mehr benötigen.
Na seltsam, ich komme hier auf einen Alg-II-Anspruch
25.08.2011, 13:06 #20
Ja, entweder müssten sie es von ihrem Einkommen absetzen, steht auch hier:
"Die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung einer nicht familienversicherten Partnerin oder eines nicht familienversicherten Partners können ebenfalls vom Einkommen abgesetzt werden."
Du könntest aber auch einen Zuschuss zu den Vers.beiträgen beim JC beantragen (kein ALG II in dem Sinne) neben Wohngeld, wenn's Einkommen nicht ausreichend ist, lies mal hier unter Randziffer 26.4:
*klick* http://www.arbeitsagentur.de/zentral...rungsbeitr.pdf
25.08.2011, 13:08 #21
Ich muss jetzt erstmal dringend einkaufen - ich guck' mir den Berechnungsbogen später an
Ich kann schon mal sagen (Seite 2), dass der Gesamtfreibetrag (Zeile "Freibetrag" addiert mit Zeile "Einkommensbereinigung" muss mind. 310 € betragen, sind aber 30 € weniger) zu gering ist, weil das Computerprogramm vermutlich die Kinder nicht berücksichtigt hat, weil sie ja nicht mehr zur BG gehören und deshalb nur von einem Brutto bis 1.200 (ohne Kinder im Haushalt) statt bis 1.500 € (mit Kindern im Haushalt) ausgegangen ist, da wären genau die 30 € zu wenig. Das ist auf jeden Fall falsch.
Ob das jetzt wichtig ist für die Bedarfs- und Einkommensermittlung im Endeffekt, weiß ich nicht, ich muss jetzt dringend los. Bis denne.
25.08.2011, 13:19 #22
auf seite 2 des berechnungsbogens steht auch, dass ich ein "sonstiges einkommen" von 300,- mtl. habe. wie kommt das denn?
bin jetzt auch mal weg, bis nachher.
25.08.2011, 19:27 #23
Also wie gesagt, in der Zeile "Freibetrag" müssten, weil's ja vermutlich ebenfalls mind. 1.500 € brutto waren, bei Deiner Partner "280 €" statt 250 € stehen und die 30 € in der Zeile Einkommensbereinigung (das ist die Versicherungspauschale, die vom Einkommen abgesetzt wird) wären ok ... wenn sie keine Fahrtkosten, Kfz-Haftpflicht u. a. zur Absetzung geltend gemacht hat ... sonst würde nämlich unter Umständen noch weniger ihres Erwerbseinkommen angerechnet werden, der Gesamtfreibetrag also steigen.
Laut diesem Berechnungsbogen sollt ihr 118,50 € mehr Einkommen als Bedarf haben (siehe Schlusszeilen am Ende des Berechnungsbogens), wobei, wie Du ja schon festgestellt hast, Dein Krankenversicherungsschutz nicht berücksichtigt wurde als vom Einkommen abzusetzender Betrag.
Oder eben als KV-Zuschuss zu beantragen (siehe Vorposting). Wenn sie 118,50 € mehr Einkommen als Alg-II-Bedarf ausrechnen und die Krankenversicherung 148,50 € z.B. kostet, dann müsste es m. E. doch einen Zuschuss von 30 € für Dich geben. Aber ist jetzt erstmal egal mit dem Zuschuss, weil ja noch anderes ungeklärt ist.
Tja, die 300 € "sonstiges Einkommen" ... keine Ahnung, was das sein könnte, weil ja auch keine Nebenrechnung dabei ist, wie die beiden Kinder berechnet wurden.
Ich kann nur rätseln, ob der SB hier grob einen Wohngeldanspruch der Kinder ausgerechnet hat und dadurch überschießendes Kindergeld an die Mutter zurückfloss. Dass dies Einkommen dann von ihr auch auf Dich verteilt worden wäre, wäre ja noch ok, nur würden Dir dann die 30 € Versicherungspauschale/Einkommensbereinigung nicht zustehen. Es wird so getan, als hättest DU SELBST 300 € Einkommen.
Oder hat der SB wohl eher einen Wohngeldanspruch für euch alle grob ermittelt und rechnet sie Dir an, um Dir zu zeigen, dass mit Wohngeld der Alg-II-Anspruch entfällt? DAs kann nur er oder sie selbst Dir sagen.
Isch weißet nich ... sollte aber auf jeden Fall geklärt werden, klar.
Ihr habt Anspruch auf einen nachvollziehbaren, begründeten Bescheid, dazu gehört auch der Berechnungsbogen und einen genaue Berechnung der Kinder ... wie sollt ihr den Bescheid sonst auf Richtigkeit überprüfen? (§§ 33 und 35 SGB X). Außerdem ist er auch noch falsch (30 € fehlen in der Zeile Freibetrag, weil bei den 10 % Freibetrag nach altem § 30 SGB II nicht das Brutto von 800 bis 1.500, sondern nur von 800 bis 1.200 zugrund gelegt wurde, da fälschlicherweise die Kids nicht berücksichtigt wurden, die im Haushalt leben. Also hättet ihr dann 118,50-30 = 88,50 € zu viel Einkommen, die 300 € "sonstiges Einkommen" bei Dir mal außer Acht gelassen.
Hast Du mal in der Zwischenzeit den Wohngeldrechner ausprobiert? Ich würde ja lieber Wohngeld statt ALG II nehmen, wenn irgendwie machbar. Leistungen für Bildung und Teilhabe, also Klassenfahrten u. a., gibt's übrigens auch für Wohgeldempfänger.
Also ich habe in der Vergangenheit folgende Erfahrung gemacht:
Widerspruch dauert länger als Überprüfungsantrag, weil der Widerspruch wohl gleich in die Rechtsabteilung geht oder warum auch immer - jedenfalls war's bei mir immer so, dass ein Überprüfungsantrag meist schneller bearbeitet wurde.
Und noch schneller als ein Überprüfungsantrag (oder Widerspruch) ging ein Schreiben mit dem, was ich zu beanstanden bzw. nachzufragen hatte mit dem Schlusssatz, dass ich einen Widerspruch vermeiden möchte usw. usf. ... hab dann eine Frist gesetzt, weil ich ja die Widerspruchsfrist einhalten muss(te) und hab dann meist recht schnell einen Änderungsbescheid erhalten - bei mir ging's aber meistens um eindeutigen, schnell zu regelnden Murks. Alternativ das Ganz als persönliche Vorsprache ... und Widerspruch oder Überprüfungsantrag in der Tasche haben, wenn ihr nicht weiterkommt und dann gleich abgeben gegen Empfangsbestätigung.
Was zum Ausdrucken und Vorlegen von der BA, wenn sie euch nicht vorlassen wollen bzw. wenn ihr keinen zeitnahen Termin bekommt :D
gültig ab 20.08.2010 - gültig bis 31.12.2011
Die Grundsicherungsstellen müssen ein dem Beratungsbedarf entsprechendes Beratungsangebot nach § 14 SGB I gewährleisten. In einem ersten Schritt ist den Kunden anzubieten, bereits bei der Erstantragsstellung ein umfassendes Beratungsgespräch durchzuführen. Darüber hinaus sind Bescheide, die einen besonderen Beratungsbedarf auslösen, umfassend und nachvollziehbar zu erläutern.
Dies sollte vorrangig durch den für den Kunden zuständigen Mitarbeiter, der für die Bescheiderteilung verantwortlich ist, erfolgen. Optional kann die Grundsicherungsstelle die Beratung auch durch fachlich geeignete Mitarbeiter im Rahmen eines zusätzlichen Beratungsangebotes durchführen lassen.
Hier weiterlesen: HEGA 08/10 - 09 - Zusätzliches Beratungsangebot in den Grundsicherungsstellen und weitere Maßnahmen zur Qualitätssteigerung in den Widerspruchsstellen - www.arbeitsagentur.de
26.08.2011, 10:54 #24
vorab vielen dank. werde übers wochenende also einen entsprechenden brief verfassen und das angebot der krankenkasse beilegen.
ich würde auch lieber ohne h4 auskommen. ist es aber nicht so, dass ich wieder über das jc versichert bin, wenn ich von dort leistungen beziehe? das wäre sicher besser, als wenn ich wohngeld bekäme und mich dafür selbst freiwillig krankenversichern müsste und keine arbeitslosen- und rentenversicherung hätte.
26.08.2011, 11:41 #25
ich würde auch lieber ohne h4 auskommen.
Deshalb würde ich mir ja auch beim Wohngeldamt ausrechnen lassen, wieviel Wohngeld es geben würde.
ist es aber nicht so, dass ich wieder über das jc versichert bin, wenn ich von dort leistungen beziehe?
Wenn die Sache sich aufklärt, was es mit den 300 € Einkommen von Dir auf sich hat, wenn's also ein Fehler sein sollte und wenn Deine Partnerin dann Deinen KK-Beitrag vom anzurechnenden Einkommen absetzt und sich dann ein Alg-II-Anspruch ergeben sollte, stimmt, sorry ... dann wärst Du ja wieder über's JC versichert.
Dieser "Gedankenfehler" ist mir schon mal unterlaufen; verstehe dann nicht, wofür der Fall gut sein soll, dass man den Vers.beitrag für den Partner absetzen kann, wie's in den FH zu § 11 heißt, was man ja nur kann, wenn die BG hilfebedürftig ist und der Partner eh über's JC versichert wäre. :s
Vllt gilt das für Partner, die von Leistungen nach dem SGB II ausgeschlossen sind? Mmh ...
das wäre sicher besser, als wenn ich wohngeld bekäme und mich dafür selbst freiwillig krankenversichern müsste und keine arbeitslosen- und rentenversicherung hätte.
Den Zuschuss zu den KK-Beiträgen könntest Du beim Jobcenter beantragen (ist kein ALG II), falls ihr bei Wohngeldbezug durch Zahlung des Beitrags wieder hilfebedürftig werden solltet (siehe Posting von gestern bzw. Verlinkung um 14:06 Uhr - da ist solch ein Fall wie eurer beschrieben)
Arbeitslosen- und Renteversicherung gibt's i. Ü. auch durch Alg-II-Bezug nicht.
(OT?) die FR und "Zahl arbeitsloser Älterer halbiert" damn Soziale Politik / politisches Zeitgeschehen 0 24.10.2010 18:54
Die FDP halbiert ihr Versprechen wolliohne Archiv - News Diskussionen Tagespresse 12 22.04.2010 10:30
Schlecker halbiert die Stundenlöhne. Den restlichen Bedarf soll Hartz IV decken Martin Behrsing Archiv - News Diskussionen Tagespresse 99 05.03.2010 10:24