Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%201999,%203487
Timestamp: 2020-02-29 01:51:30
Document Index: 349582862

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 417', '§ 276', '§ 276', '§ 417', '§ 475', '§ 273', 'BGH', '§ 287', '§ 287', '§ 287', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 273', '§ 1000', 'BGH', 'BGH', '§ 986', '§ 986', '§ 986', '§ 986', 'BGH', '§ 287', '§ 287', 'BGH', 'BGH']

BGH, 09.06.1999 - VIII ZR 336/98 - dejure.org
https://dejure.org/1999,1327
BGH, 09.06.1999 - VIII ZR 336/98 (https://dejure.org/1999,1327)
BGH, Entscheidung vom 09.06.1999 - VIII ZR 336/98 (https://dejure.org/1999,1327)
BGH, Entscheidung vom 09. Juni 1999 - VIII ZR 336/98 (https://dejure.org/1999,1327)
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HGB § 417 a. F.; BGB § 276 Ci
Schadensersatzpflicht eines Lagerhalters - Vorliegen eines Vermieterpfandrechts - Abschlag für einen freihändigen Verkauf
BGB § 276; HGB § 417
HGB § 475 n. F.; BGB §§ 273, 986
Schadensersatzanspruch des Einlagerers gegen den Lagerhalter wegen Herausgabe gepfändeter Sachen gegen Nachweis der Erfüllung der Pfändungsforderung
NJW 1999, 3487
NJW-RR 1999, 1410
MDR 1999, 1145
ZMR 1999, 742
VersR 2000, 1550
WM 1999, 1992
BB 1999, 1678
DB 1999, 2309
aa) Die Ausübung des dem Berufungsgericht eingeräumten tatrichterlichen Schätzermessens kann vom Revisionsgericht nur daraufhin überprüft werden, ob die Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete auf grundsätzlich falschen oder offenbar unrichtigen Erwägungen beruht und ob wesentliche, die Entscheidung bedingende Tatsachen außer Acht gelassen worden sind (vgl. Senatsurteil vom 9. Juni 1999 - VIII ZR 336/98, NJW 1999, 3487 unter II 4 m.w.Nachw.).
Die Ausübung dieses (Schätzungs-)Ermessens kann vom Revisionsgericht nur daraufhin überprüft werden, ob die Schadensermittlung auf grundsätzlich falschen oder offenbar unrichtigen Erwägungen beruht, ob wesentliche, die Entscheidung bedingende Tatsachen außer Acht gelassen oder unrichtige Maßstäbe zugrunde gelegt worden sind (s. etwa BGH, Urteile vom 9. Juni 1999 - VIII ZR 336/98, NJW 1999, 3487 f …und vom 16. Dezember 2008 aaO Rn. 12 - jeweils m.w.N.;… Zöller/Greger, ZPO, 28. Aufl., § 287 Rn. 8;… Musielak/Foerste, ZPO, 7. Aufl., § 287 Rn. 10).
b) Im Revisionsverfahren ist zu prüfen, ob das Berufungsgericht sich bei der Schadensermittlung auf grundsätzlich falsche oder offenbar unsachliche Erwägungen gestützt hat und ob wesentlicher Tatsachenvortrag außer acht gelassen worden ist; ein Revisionsgrund ist auch gegeben, wenn nicht erkennbar ist, ob sich die Vorinstanz der freieren Stellung nach § 287 Abs. 1 ZPO bewußt war oder wenn die Grenzen des Ermessens überschritten wurden (BGH, Urt. v. 9. Juni 1999 - VIII ZR 336/98, NJW 1999, 3487 m.w.N.).
Revisionsrechtlich ist nur überprüfbar, ob der bei der Schadensschätzung besonders frei gestellte Tatrichter Rechtsgrundsätze der Schadensbemessung verkannt, wesentliche Bemessungsfaktoren außer Acht gelassen oder seiner Schätzung unrichtige Maßstäbe zugrunde gelegt hat (st. Rspr.; BGHZ 102, 322, 330; Senatsurteil vom 11. März 2008 - VI ZR 164/07 - VersR 2008, 699, 700; BGH, Urteil vom 17. April 1997 - X ZR 2/96 - NJW-RR 1998, 331, 333 m.w.N.; Urteil vom 9. Juni 1999 - VIII ZR 336/98 - VersR 2000, 1550, 1551).
Ob ein dilatorisches Leistungsverweigerungsrecht, wie es dem Besitzer nach § 273 Abs. 1 beziehungsweise nach § 1000 Satz 1 BGB zustehen kann, überhaupt ein Recht zum Besitz begründet, ist in Rechtsprechung und Schrifttum nach wie vor umstritten (…vgl. dazu bejahend BGH, Urt. 14.07.1995 - V ZR 45/94, BGHR BGB § 986 Abs. 1 Zurückbehaltungsrecht 1; Urt. v. 09.06.1999 - VIII ZR 336/98, aaO Zurückbehaltungsrecht 2;… verneinend: Jauernig, BGB, 10. Aufl., § 986 Rdn. 8;… Palandt/ Bassenge aaO, § 986 Rdn. 4;… Staudinger/Gursky, BGB, Bearb. 1999, § 986 Rdn. 28; jeweils m.w.N.).
BGH, 16.09.2010 - IX ZR 181/08
Zulassung der Revision durch den Vorwurf von überzogenen Anforderungen des …
Soweit das Gericht von der Vorschrift des § 287 ZPO Gebrauch gemacht hat, ist ein Verstoß gegen die Grundsätze der Anwendung des § 287 ZPO (vgl. BGH, Urt. v. 9. Juni 1999 - VIII ZR 336/98, NJW 1999, 3487 m. w. N.) nicht zu erkennen.
Diese Ermessensausübung kann grundsätzlich nur daraufhin überprüft werden, ob falsche oder offenbar unsachliche Erwägungen maßgebend waren und ob wesentliche entscheidungserhebliche Tatsachen außer Acht gelassen wurden (vgl. BGH NJW 1991, 14112; NJW 1999, 3487; NJW 2010, 1445).