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Timestamp: 2016-10-27 01:01:02
Document Index: 201845459

Matched Legal Cases: ['Art. 4', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 9', 'Art. 6', 'BGE']

Der 1942 geborene, seit 1990 als Systemspezialist bei der Firma B.________ AG, angestellte R.________ ist aufgrund seines Arbeitsverh�ltnisses bei der Visana Versicherungen AG, Bern (im Folgenden: Visana), obligatorisch gegen die Folgen von Unf�llen versichert. Gem�ss Bagatellunfallmeldung vom 12. Mai 2005 zog er sich am 28. April 2005 beim Bef�rdern von Topfpflanzen mit einem Transportroller eine linksseitige Lumboischialgie zu, wobei laut E-Mail vom 8. Juni 2005 �rztlicherseits eine Diskushernie L5/S1 mit Nervenkompression S1 links diagnostiziert wurde. Mit Verf�gung vom 10. Juni 2005 verneinte die Visana ihre Leistungspflicht, da das Ereignis vom 28. April 2005 rechtlich nicht als Unfall zu werten sei. Daran hielt sie mit Einspracheentscheid vom 26. September 2005 fest.
R.________ f�hrt Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit dem sinngem�ssen Antrag auf Zusprechung der gesetzlichen Leistungen.
W�hrend die Visana auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schliesst, hat das Bundesamt f�r Gesundheit auf eine Vernehmlassung verzichtet.
Mit Eingabe vom 24. April 2006 �ussert sich der Beschwerdef�hrer zur Vernehmlassung der Visana.
Die Vorinstanz legt die massgeblichen Rechtsgrundlagen bez�glich des Unfallbegriffs (Art. 4 ATSG), insbesondere die Rechtsprechung zum Merkmal der Ungew�hnlichkeit im allgemeinen (BGE 129 V 404 Erw. 2.1, 122 V 233 Erw. 1, 118 V 61 Erw. 2b, 283 Erw. 2a; RKUV 2000 Nr. U 368 S. 99 f. Erw. 2b, 1999 Nr. U 345 S. 421 f. Erw. 2a, Nr. U 333 S. 198 ff. Erw. 3) und zum Erfordernis der besonders sinnf�lligen Verumst�ndungen bei Sch�digungen, die sich auf das K�rperinnere beschr�nken (BGE 99 V 138 Erw. 1; RKUV 1999 Nr. U 345 S. 422 Erw. 2b mit Hinweisen) richtig wiedergegeben. Entsprechendes gilt bez�glich der vorinstanzlichen Erw�gungen zur rechtsprechungsgem�ssen Bejahung eines ungew�hnlichen �usseren Faktors bei Vorliegen einer unkoordinierten Bewegung - d.h. einer St�rung der k�rperlichen Bewegung durch etwas "Programmwidriges" wie Stolpern, Ausgleiten, Anstossen oder ein reflexartiges Abwehren eines Sturzes etc. (BGE 130 V 118 Erw. 2.1; RKUV 2000 Nr. U 368 S. 100 Erw. 2d, 1999 Nr. U 345 S. 422 Erw. 2b mit Hinweisen und 1999 Nr. U 333 S. 199 Erw. 3c/aa; vgl. Alfred Maurer, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl., Bern 1989, S. 176 f.) - oder eines mit Blick auf die Konstitution und die berufliche oder ausserberufliche Gew�hnung des Versicherten ausserordentlichen Kraftaufwands (einer sinnf�lligen �beranstrengung) beim Heben oder Verschieben einer Last (BGE 116 V 139 Erw. 3b mit Hinweisen). Ebenfalls zutreffend dargelegt hat das kantonale Gericht die Rechtsprechung zu den in Art. 9 Abs. 2 UVV (in der hier anwendbaren, seit 1. Januar 2003 in Kraft stehenden Fassung) abschliessend aufgez�hlten unfall�hnlichen K�rpersch�digungen (BGE 129 V 466 mit Hinweisen). Darauf wird verwiesen. Zu erg�nzen ist, dass sich am Unfallbegriff mit In-Kraft-Treten des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 �ber den Allgemeinen Teil der Sozialversicherung (ATSG) am 1. Januar 2003 inhaltlich nichts ge�ndert hat, sodass auch die bisherige Rechtsprechung anwendbar bleibt (RKUV 2004 Nr. U 530 S. 57 [Urteil F. vom 5. Juli 2004, U 123/04]).
Strittig ist, ob die Visana aufgrund des Ereignisses vom 28. April 2005 eine Leistungspflicht bez�glich der geltend gemachten R�ckenbeschwerden trifft, welche voraussetzt, dass das Geschehen einen Unfall im Rechtssinne darstellt. Zu Recht unbestritten ist, dass eine unfall�hnliche K�rpersch�digung gem�ss Art. 9 Abs. 2 UVV ausser Betracht f�llt.
2.1 Laut Sachverhaltsschilderung des Beschwerdef�hrers anl�sslich der Unfallmeldung am 12. Mai 2005 brachte er zusammen mit seiner Frau Topfpflanzen auf einem Transportroller von der Garage in den Garten. Als der Transportroller unvermittelt wegzukippen drohte, sei er vorgeschnellt und habe den darauf stehenden Oleander in die Senkrechte zu reissen versucht, was seinem R�cken offensichtlich schlecht bekommen sei.
2.2 Die vom Versicherten ausgef�hrte reflexartige Bewegung beim Hochreissen des Oleanders ist als solche weder ungew�hnlich (vgl. Erw. 1 hievor) noch in besonderer, einem Ausgleiten oder einem Sturz vergleichbarer Weise geeignet, zu einer unphysiologischen Belastung einzelner Muskeln oder Muskelgruppen zu f�hren (vgl. Urteile Z. vom 9. Oktober 2003 [U 360/02] Erw. 3.4, F. vom 10. Januar 2003 [U 385/01] Erw. 2 und J. vom 30. August 2001 [U 277/99] Erw. 3c). Das Vorliegen eines ungew�hnlichen �usseren Faktors ist auch nicht bereits deshalb zu bejahen, weil die Bewegung reflexartig ausgef�hrt wurde (Urteil W. vom 21. M�rz 2006 [U 222/05] Erw. 3.2 und Urteil Z. vom 9. Oktober 2003 [U 360/02] Erw. 3.4 mit Hinweisen). In �hnlich gelagerten F�llen wurde im selben Sinne entschieden (vgl. Maurer, a.a.O., S. 178 f.; Alexandra Rumo-Jungo, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz �ber die Unfallversicherung, 3. Aufl., Z�rich/Basel/Genf 2003, S. 36 f. [zu Art. 6]), so beim reflexartigen Auffangen eines weggekippten Einkaufwagens (Urteil W. vom 21. M�rz 2006 [U 222/05] Erw. 3.2, beim Nachfassen einer abrutschenden Vakuumstufe von ca. 25 bis 30 kg (Urteil Z. vom 9. Oktober 2003 [U 360/02] Erw. 3.3.3 und 3.4 und eines weggleitenden Radiators von 100 kg (Urteil N. vom 12. April 2000 [U 110/99] Erw. 3), beim Wiederherstellen des Gleichgewichts durch eine heftige Handbewegung anl�sslich des Transports einer 100 bis 150 kg schweren T�re (Rechtsprechungsbeilage zum SUVA-Jahresbericht 1988 Nr. 8 S. 15), beim Heben eines ca. 60 kg wiegenden Papierstapels und reflexartigen Nachfassen, als dieser in sich zusammenzufallen drohte (Rechtsprechungsbeilage zum SUVA-Jahresbericht 1981 Nr. 4 S. 7), und beim ruckartigen An-sich-nehmen eines von einem fahrbaren Wagenheber herunterzufallen drohenden Motors mit einem Gewicht von ca. 80 kg (SUVA-Jahresbericht 1962 Nr. 3a S. 17). Diesen Sachverhalten und dem vom Beschwerdef�hrer geschilderten Ereignis ist sodann gemeinsam, dass der nat�rliche Ablauf der K�rperbewegung jeweils nicht durch etwas Programmwidriges oder Sinnf�lliges wie Ausgleiten, Stolpern, reflexartiges Abwehren eines Sturzes beeintr�chtigt wurde (vgl. Erw. 1 hievor sowie RKUV 1999 Nr. U 333 S. 199 Erw. 3c/aa und Nr. U 345 S. 422 Erw. 2b). Etwas Ungew�hnliches l�sst sich auch nicht im Kraftaufwand erkennen, welcher f�r das Hochreissen des Oleanders erforderlich war (Urteile W. vom 21. M�rz 2006 [U 222/05] Erw. 3.2 und Z. vom 9. Oktober 2003, U 360/02). Daran �ndert auch der Umstand nichts, dass nach Angaben des Beschwerdef�hrers die �berwinterung der Topfpflanzen in der Garage ein Novum war und er bis aufs Rasenm�hen die Gartenarbeit seiner Frau �berlasse. Zum einen waren in den erw�hnten F�llen, in welchen das Eidgen�ssische Versicherungsgericht eine den Unfallbegriff erf�llende �beranstrengung verneint hat, die zu hebenden Lasten zwischen 60 und 100 kg schwer (vgl. Urteil Z. vom 9. Oktober 2003, U 360/02, mit Hinweisen), zum andern entstand die Gesundheitssch�digung des Beschwerdef�hrers nach seinen Schilderungen nicht durch ein Heben oder Auffangen des Transportrollers oder des darauf stehenden Oleanders, sondern durch die ruckartige Armbewegung, mit welcher das Hinunterfallen der Pflanze vermieden wurde, weshalb dem Gewicht des Transportrollers oder der Topfpflanze untergeordnete Bedeutung zukommt. Zusammenfassend ergibt sich somit, dass das Vorkommnis des 28. August 2005 den Unfallbegriff nicht erf�llt. Damit er�brigt sich die Beurteilung der Kausalit�t zwischen dem Geschehen und der Gesundheitssch�digung. Der Beschwerdef�hrer kann daher schon deshalb nichts zu seinen Gunsten aus dem in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erw�hnten Urteil des Eidgen�ssischen Versicherungsgericht vom 12. Februar 2004 (U 185/03) ableiten, da diesem ein versichertes Unfallereignis zu Grunde lag. Weil schliesslich die Eingabe vom 24. April 2006 keine f�r den Ausgang des Verfahrens relevanten Ausf�hrungen enth�lt, er�brigt es sich, �ber deren prozessuale Zul�ssigkeit (BGE 127 V 353) zu befinden, womit es beim vorinstanzlichen Entscheid sein Bewenden hat.