Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ%206,%20319
Timestamp: 2019-05-25 00:33:23
Document Index: 230172036

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 17', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 17', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 823', '§ 7', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 426', '§ 17', '§ 17', '§ 7', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 23.06.1952 - III ZR 297/51 - dejure.org
BGH, 23.06.1952 - III ZR 297/51
https://dejure.org/1952,292
BGH, 23.06.1952 - III ZR 297/51 (https://dejure.org/1952,292)
BGH, Entscheidung vom 23.06.1952 - III ZR 297/51 (https://dejure.org/1952,292)
BGH, Entscheidung vom 23. Juni 1952 - III ZR 297/51 (https://dejure.org/1952,292)
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Ersatzansprüche für eine zerstörte Kraftdroschke - Ersatzansprüche für Beerdigungskosten - Zahlung einer Unterhaltsrente - Vorhersehbares Verkehrshindernis durch Geschwindigkeitsverringerung - Exkulpation des Lastkraftwagenfahrers - Schuldhaftes Mitverursachen des Unfallopfers - Die Betriebsgefahr eines Kraftfahrzeugs - Die Betriebsgefahr einer Kraftdroschke
BGH, 09.06.1952 - III ZR 297/51
BGHZ 6, 319
BGH, 13.04.1956 - VI ZR 347/54
War aber somit der Unfall in diesem Sinne für den Kläger möglicherweise abwendbar, so muß er die Betriebsgefahr seines Motorrades zum Ausgleich bringen (BGHZ 6, 319 = BGH NJW 1952, 1015 Nr. 6).
Die gegen diese Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, daß nämlich der geschädigte Halter seinem eigenen Schadenersatzanspruch die mitursächliche Betriebsgefahr seines Kraftfahrzeugs entgegenhalten lassen muß, soweit nicht ein für ihn unabwendbares Ereignis gegeben ist (BGHZ 6, 319; VersR 1953, 337), erhobenen Bedenken (vgl. Wussow, Unfallhaftpflichtrecht 1954, 272; WJ 1953, 135; 1954, 129 und 160; 1955, 7; Berchtold NJW 1953, 142) geben dem Senat keinen Anlaß, von ihr abzugehen.
Das ergibt sich im übrigen auch folgerichtig bereits aus der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zur Ausgleichspflicht unter mehreren, für denselben Schaden haftenden Gesamtschuldnern nach § 17 StVG (BGHZ 6, 319, 322 [BGH 23.06.1952 - III ZR 297/51]; VRS 5, 424).
Vor allem kann sich der Halter eines Kraftfahrzeugs auf sie nicht berufen (BGHZ 6, 319, 322 [BGH 23.06.1952 - III ZR 297/51] ; unrichtig Walter, KV-Recht von A - Z, Die Fahrerhaftung gegenüber Halter, Betriebsangehörigen und Versicherung, Erläuterungen 2, bei B IV).
Wie der Bundesgerichtshof in ständiger Rechtsprechung entschieden hat, kann auch der aus Verschulden Haftende dem geschädigten Halter entgegensetzen, daß dieser für die Betriebsgefahr seines Kraftfahrzeugs einzustehen hat (BGHZ 6, 319, 322 [BGH 23.06.1952 - III ZR 297/51] ; 20, 259, 262 [BGH 13.04.1956 - VI ZR 347/54] ; 26, 76, 79) [BGH 18.11.1957 - III ZR 117/56] .
Denn als Halterin des Motorrades muß sich die Klägerin die Betriebsgefahr ihres Fahrzeuges nach § 17 Abs. 1 StVG zurechnen lassen (BGHZ 6, 319; BGHZ 20, 259, 261).
Das gilt auch, wenn der als Insasse geschädigte Halter eines Kraftfahrzeugs geschädigt worden ist, wie hier der Kläger zu 1), und zwar gleichgültig, ob der Schädiger selbst lediglich aus Gefährdung haftet oder zusätzlich für ein Verschulden eintreten muss, oder ob seine Haftung ausschließlich auf Verschulden beruht (BGHZ 6, 319; 20, 259, 262, 263; vgl. auch Urteil des Senats vom 24. März 1955 - III ZR 192/53, LM Nr. 18 zu BGB § 823 (Dc) und die dort Zitierten; zustimmend: Böhmer, NJW 1956, 1165).
Denn dieser muß sich auch dann, wenn ihn kein Verschulden betrifft, seine Haftung nach § 7 KrfzG anrechnen lassen (BGHZ 6, 319 = NJW 1952, 1015).
Es kann, wie dies auch in BGHZ 6, 319 [324] erfolgt ist, im Wege der Abwägung den schuldhaft handelnden Schädiger den gesamten Schaden tragen lassen.
Dieses Ausgleichsverhältnis beruht auf dem Gesamtschuldverhältnis, das nach der Haftungslage bestand; es bestimmt sich entsprechend den hierfür entwickelten Grundsätzen (RG JW 1937, 1312, 1313; 37, 1769 m.w.Nachw.; BGHZ 6, 319, 322;… RGRK BGB a.a.O. § 426 Rdn. 49, 50) nach dem Maß der Unfallbeteiligung (§§.254 BGB bzw.§ 17 StVG;… vgl. Gunkel/Hebmüller a.a.O. S. 62); es erstreckt sich auf den Betrag der von dem Haftpflichtversicherer gezahlten Quote.
Das Berufungsgericht hat auch rechtsirrtumsfrei dargelegt, daß der Kläger sich gegenüber seinen eigenen Ansprüchen nach § 17 Abs. 2 StVG die Betriebsgefahr des Personenkraftwagens entgegenhalten lassen muß, weil er als Gesellschafter der L. & Co. OHG zusammen mit seinem Bruder Halter dieses Fahrzeuges ist und den Entlastungsbeweis nach § 7 Abs. 2 StVG nicht geführt hat (BGHZ 6, 319; 20, 259).
Ob und inwieweit das rechtlich richtig wäre (vgl. BGHZ 6, 319), braucht nicht geprüft und dargelegt zu werden.
BGH, 21.11.1953 - VI ZR 130/52
BVerwG, 07.11.1962 - V C 123.62
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BGH, 17.12.1953 - III ZR 136/52
BGH, 25.05.1961 - III ZR 121/60
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BGH, 15.01.1957 - VI ZR 48/56
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BGH, 01.10.1955 - VI ZR 187/54
BGH, 14.10.1953 - VI ZR 67/53
BGH, 11.02.1953 - VI ZR 80/52
BGH, 18.05.1956 - VI ZR 309/55
BGH, 13.11.1954 - VI ZR 210/53