Source: https://dasimmobilienportal.com/staatsanwaltschaft-chemnitz-alexander-bratz-und-thomas-gelhardt-betrug/
Timestamp: 2019-07-22 08:17:17
Document Index: 72262716

Matched Legal Cases: ['§ 459', '§ 111', '§ 459', '§ 111', '§ 111', '§ 704', '§ 794', '§ 459', '§ 704', '§ 459', '§ 459', '§ 459']

Staatsanwaltschaft Chemnitz – Alexander Bratz und Thomas Gelhardt Betrug – dasimmobilienportal.com
Die Staatsanwaltschaft Chemnitz führt ein Strafvollstreckungsverfahren gegen Bratz, Alexander, geb. am 04.12.1976, Gelhardt, Thomas, geb. am 13.05.1973, die durch Urteil des Landgerichts Chemnitz vom 28.09.2017, rechtskräftig seit 24.05.2018, Az: 350 Js 10604/07, wegen Betruges im Rahmen der Anlagegeschäfte der CM Tresura AG verurteilt wurden. Nach den vom Gericht getroffenen Ermittlungen aus den von den Verurteilten begangenen Taten ein Anspruch auf Rückgewähr dessen entstanden, was die Beschuldigten zu Unrecht erlangt haben.
Um den Verurteilten das durch die Straftaten zu Unrecht Erlangte wieder zu entziehen, hat das Gericht die Einziehung des Wertes des Erlangten in Höhe von 220.663,00 EUR gesamtschuldnerisch sowie einzeln gegen Bratz, Alexander 169.339,69 EUR und Gelhardt, Thomas 96.948,23 EUR angeordnet.
Gemäß § 459i Abs. 1 und 2 Strafprozessordnung (StPO) wird hiermit über die Rechtskraft der Einziehungsanordnung benachrichtigt.
Es wird aufgefordert spätestens bis 6 Monate nach Veröffentlichung zu erklären, ob Sie Ihren Anspruch anmelden.
Sollten durch die Verurteilten bzw. im Rahmen der Liquidation beteiligter Gesellschaften bereits Zahlungen geleistet worden sein, wird um Mitteilung gebeten, wann und in welcher Höhe diese Zahlungen erfolgt sind.
Wird über das Vermögen der Verurteilten das Insolvenzverfahren eröffnet, erlöschen die durch die Staatsanwaltschaft zuvor erlangten Sicherungsrechte an den gesicherten Werten. Die gepfändeten Vermögenswerte werden dann an den Insolvenzverwalter herausgegeben (§ 111i Abs. 1 StPO).
Gibt es mehrere Tatverletzte, die nach Rechtskraft der Einziehungsanordnung ihre Ansprüche bei der Staatsanwaltschaft anmelden, und stellt die Staatsanwaltschaft fest, dass der Erlös aus der Verwertung der gepfändeten Vermögenswerte nicht ausreicht, um die von den Verletzten angemeldeten Ansprüche vollständig zu befriedigen (sogenannter Mangelfall), kann die Staatsanwaltschaft einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der Verurteilten stellen (§ 459h Abs. 2 StPO i. V. m. § 111i Abs. 2 StPO). Eröffnet das Insolvenzgericht das Insolvenzverfahren, treten die zuvor beschriebenen Folgen ein (§ 111i Abs. 1 StPO).
Kann ein Insolvenzantrag nicht gestellt werden oder wird das Insolvenzverfahren nicht eröffnet, wird der Erlös aus der Verwertung der gepfändeten Vermögenswerte nur an denjenigen Verletzten (oder an dessen Rechtsnachfolger) ausgekehrt, der einen vollstreckbaren zivilrechtlichen Titel (vollstreckbares Endurteil gemäß § 704 ZPO oder anderer Vollstreckungstitel im Sinne von § 794 ZPO) vorlegt, aus dem sich der Anspruch ergibt (§ 459k Abs. 5 StPO). Einem vollstreckbaren Endurteil gemäß § 704 ZPO stehen bestandskräftige öffentlich-rechtliche Vollstreckungstitel über Geldforderungen gleich.Die Auskehrung ist ausgeschlossen, wenn nach Nichteröffnung oder nach Aufhebung des Insolvenzverfahrens oder seit dieser Benachrichtigung (im Fall des Absehens von der Insolvenzantragstellung) zwei Jahre verstrichen sind (§ 459m Abs. 1 S. 4 StPO i. V. m. § 459m Abs. 1 S. 1 bis 3 StPO.
Befriedigen die Verurteilten den Anspruch, der einem Verletzten aus der Tat auf Ersatz des Wertes des Erlangten erwachsen ist, können die Verurteilten im Umfang der Befriedigung der Tatverletzten einen Ausgleich aus dem Verwertungserlös verlangen, soweit dieser Verwertungserlös unter den genannten Voraussetzungen an den Tatverletzten auszukehren gewesen wäre (§ 459l Abs. 2 StPO)
Staatsanwaltschaft Braunschweig – Alexander Dahms Betrug und Untreue