Source: https://www.clearingstelle-eeg.de/beitrag/1579
Timestamp: 2017-06-26 13:59:30
Document Index: 164271281

Matched Legal Cases: ['§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 13', '§ 16', '§ 18', '§ 20', '§ 21', '§ 60', '§ 6', '§ 6', '§ 17', '§ 66', '§ 9', '§ 9', '§ 25', '§ 100', '§ 9', '§ 52', '§ 100', '§ 9', '§ 9', '§ 3', '§ 52', '§ 11', '§ 18', '§ 19', '§ 52', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 100', '§ 3', '§ 100', 'BGH', '§ 3', 'BGH', '§ 6', '§ 66', '§ 100', '§ 66', '§ 100', '§ 9', '§ 100', '§ 9', '§ 100', '§ 9', '§ 100', '§ 9']

Welche technischen Vorgaben für das Einspeisemanagement sind für PV-Anlagen zu beachten? | Clearingstelle EEG
– Schlagworte: Netzanbindung · Einspeisemanagement · Netzanschluss · Netztechnik/Systemdienstleistungen · Solarenergie · Fotovoltaik · Übergangsbestimmungen erstellt am: 20.12.2011Textfassung vom: 07.06.2017zuletzt geprüft am: 07.06.2017Gesetzesbezug: EEG 2009 § 5,§ 6,§ 7 u. § 13EEG 2009 § 16 u. § 18,§ 20,§ 21, § 60EEG 2012 § 6 Abs. 1 bis 3EEG 2012 § 6 Abs. 6, § 17 Abs. 1EEG 2012 § 66EEG 2014 § 9 Abs. 1 bis 4EEG 2014 § 9 Abs. 7, § 25 Abs. 2 Nr. 1EEG 2014 §§ 100 bis 104EEG 2017 § 9 Abs. 1 bis 4EEG 2017 § 52 Abs. 2EEG 2017 §§ 100 bis 104§ 9 Abs. 1 und 2 EEG 2017 regeln, welche technischen Anforderungen Solarstromanlagen (z.B. PV-Anlagen) erfüllen müssen. Dabei gelten mehrere PV-Module ggf. gemäß den Vorgaben des § 9 Abs. 3 EEG 2017 als eine Anlage, auch wenn gem. § 3 Nr. 1 EEG 2017 jedes Solarmodul eine eigene „Anlage“ im Sinne des EEG darstellt.
Solange die technischen Vorgaben für das Einspeisemanagement nicht eingehalten werden, verringert sich der anzulegende Wert auf den Monatsmarktwert (§ 52 Abs. 2 Nr. 1 EEG 2017), bzw. entfallen die Ansprüche auf vorrangige Abnahme, Übertragung und Verteilung nach § 11 EEG 2017 und auf ein Entgelt für dezentrale Einspeisung nach § 18 der Stromnetzentgeltverordnung, falls keine Förderung nach § 19 EEG 2017 beansprucht wird (§ 52 Abs. 4 EEG 2017).
Anlagen mit einer installierten Leistung von mehr als 100 Kilowatt müssen mit technischen Einrichtungen ausgestattet werden, mit denen der Netzbetreiber jederzeit die Einspeisung bei Netzüberlastung ferngesteuert reduzieren und die jeweilige Ist-Einspeisung abrufen kann (§ 9 Abs. 1 Satz 1 EEG 2017). Dies geschieht oft durch Einbau einer sog. registrierenden Leistungsmessung („RLM“) sowie von Fernwirktechnik, mit der der Netzbetreiber die einzelne Anlage gezielt regeln kann, bspw. in 10%-Schritten.
Anlagen mit einer installierten Leistung von mehr als 30 Kilowatt und höchstens 100 Kilowatt sind mit Einrichtungen auszustatten, mit denen der Netzbetreiber jederzeit die Einspeiseleistung bei Netzüberlastung ferngesteuert reduzieren kann (§ 9 Abs. 2 Nr. 1 EEG 2017). Dies wird oft durch Einbau eines Tonfrequenz- oder eines Funkrundsteuerempfängers („FRSE“) realisiert, mithilfe dessen der Netzbetreiber viele Anlagen gleichzeitig bspw. in den Schritten 0%, 30%, 60% und 100% regeln kann.
Bei Anlagen mit einer installierten Leistung von höchstens 30 Kilowatt können die Anlagenbetreiberinnen und -betreiber wählen, ob sie ihre Anlage ebenfalls mit einer Einrichtung zur ferngesteuerten Reduzierung der Einspeiseleistung bei Netzüberlastung (bspw. einem FRSE) ausstatten (§ 9 Abs. 2 Nr. 2 Buchst. a EEG 2017) oder ob sie die maximale Wirkleistungseinspeisung ihrer Anlage am Verknüpfungspunkt mit dem Netz auf 70 Prozent der installierten Leistung begrenzen (§ 9 Abs. 2 Nr. 2 Buchst. b EEG 2017) .
Für Bestandsanlagen (Inbetriebnahme vor dem 1. Januar 2017) gelten grundsätzlich die oben dargestellten Regeln des EEG 2017 (§ 100 Abs. 1 Satz 1 EEG 2017) mit der folgenden Ausnahme: Der Anlagenbegriff („jedes Modul ist eine Anlage“, § 3 Nr. 1 EEG 2017) wird auf Bestandsanlagen erstmalig in der Jahresabrechnung für 2016 angewendet (§ 100 Abs. 1 Satz 2 EEG 2017), also für in 2015 eingespeisten Strom. Zur Erläuterung: Entgegen dem Anschein des Wortlauts und der Rechtspraxis hatte der Bundesgerichtshof (BGH) mit Urteil vom 4. November 2015 entschieden, dass bei der Solarstromerzeugung nicht das einzelne zum Einbau in ein „Solarkraftwerk“ bestimmte PV-Modul als eine (eigene) Anlage gemäß § 3 Nr. 1 Satz 1 EEG 2009 anzusehen ist, sondern erst die Gesamtheit der Module die „Anlage“ bildet. Auch wenn dies in den meisten Fällen nicht der Fall ist, kann es doch in Einzelfällen zu abweichenden Ergebnissen bei der Anlagenzusammenfassung kommen. Der Gesetzgeber hat die Vorschrift im EEG 2017 eingefügt, um auch in diesen Fällen die vor dem BGH-Urteil bestehende Praxis anwendbar zu machen.
Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat im Dezember 2012 ein Positionspapier zu den technischen Vorgaben nach § 6 Abs. 1 und Abs. 2 EEG 2012 herausgegeben. Zu der Frage, unter welchen Voraussetzungen eine PV-Anlage unter dem EEG 2009 „in Betrieb genommen“ wurde, lesen Sie bitte den Hinweis 2010/1.
FER + IEF
(§ 66 Abs. 1 Nr. 1 EEG 2012 i.V.m. § 100 Abs. 2 Nr. 10 Buchst. b EEG 2017)
(§ 66 Abs. 1 Nr. 2 EEG 2012 i.V.m. § 100 Abs. 2 Nr. 10 Buchst. b EEG 2017)
(§ 9 Abs. 2 Nr. 2 Buchst. a EEG 2014 i.V.m. § 100 Abs. 2 Satz 1 EEG 2017)oder
(§ 9 Abs. 2 Nr. 2 Buchst. b EEG 2014 i.V.m. § 100 Abs. 2 Satz 1 EEG 2017)
(§ 9 Abs. 2 Nr. 2 Buchst. a i.V.m. § 100 Abs. 1 Satz 1 EEG 2017)oder
(§ 9 Abs. 2 Nr. 2 Buchst. a EEG 2017)oder
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