Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BayObLG&Datum=15.01.1998&Aktenzeichen=1Z%20BR%20117/97
Timestamp: 2019-07-17 01:34:38
Document Index: 249990209

Matched Legal Cases: ['§ 2102', '§ 2355', '§ 2354', '§ 2356', '§ 2363', '§ 2363', '§ 2102']

BayObLG, 15.01.1998 - 1Z BR 117/97 - dejure.org
https://dejure.org/1998,4925
BayObLG, 15.01.1998 - 1Z BR 117/97 (https://dejure.org/1998,4925)
BayObLG, Entscheidung vom 15.01.1998 - 1Z BR 117/97 (https://dejure.org/1998,4925)
BayObLG, Entscheidung vom 15. Januar 1998 - 1Z BR 117/97 (https://dejure.org/1998,4925)
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Einziehung eines unrichtigen Erbscheins; Fehlender Nacherbenvermerk; Anordnung von Vor- und Nacherbfolge; Einsetzung eines Ersatzerben; Auslegung eines Testaments; Aufschiebend bedingte Alleinerbeinsetzung; Kennzeichnung einer Pflichtteilszuwendung als "einstweilig"
AG Forchheim, 25.11.1996 - VI 241/89
LG Bamberg, 06.02.1997 - 3 T 7/97
FamRZ 1998, 1332
BayObLG, 09.06.1999 - 1Z BR 53/99
Zum Wiederaufleben eines Einzeltestaments bei Anfechtung eines gemeinschaftlichen …
Die Formulierung "nach beider Tod" kann zwar nach ihrem Wortsinn alle Fallkonstellationen des Versterbens der Eheleute umfassen (vgl. BayObLG, FamRZ 1998, 1332, 1333).
Daß dies dem Willen der Erblasserin entspräche, liegt sowohl nach dem Testamentswortlaut wie auch nach den Umständen und der Lebenserfahrung (vgl. dazu BayObLG, FamRZ 1998, 1332, 1333) fern.
Da das Landgericht den Erblasserwillen festgestellt hat, mußte es sich mit der Auslegungsregel des § 2102 Abs. 2 BGB nicht auseinandersetzen (BayObLG, FamRZ 1998, 1332, 1333).
Dabei ist in dem dem Nacherben zu erteilenden Erbschein der Zeitpunkt des Nacherbfalls (§ 2355 BGB i.V.m. § 2354 Abs. 1 Nr. 3, Abs. 2, § 2356 BGB) anzugeben (vgl. BayObLG FamRZ 1998, 1332;… Palandt/Edenhofer BGB 60. Aufl. § 2363 Rn. 10).
BayObLG, 02.02.2004 - 1Z BR 43/03
d) In dem zu erteilenden Erbschein ist der Zeitpunkt des Nacherbfalls anzugeben (vgl. BayObLG FamRZ 1998, 1332;… Palandt/Edenhofer § 2363 Rn. 10).
Ist aber der Wille des Erblassers nicht zweifelsfrei festzustellen, greift, wie das Landgericht zutreffend erkannt hat, die Auslegungsregel (vgl. BayObLG FamRZ 1998, 1332/1333) des § 2102 Abs. 2 BGB ein.