Source: https://www.ub.uni-kl.de/en/services/nutzung-von-materialien-nach-52a-urhg/
Timestamp: 2018-01-22 20:24:09
Document Index: 371737400

Matched Legal Cases: ['§52', '§52', '§ 52', '§ 52', '§ 52', '§ 52', '§ 52', '§ 52', '§ 52', '§ 52', '§ 52']

Nutzung von Materialien nach §52a UrhG - University Library University of Kaiserslautern
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Aktueller Sachstand zum neuen Rahmenvertrag für die Verwendung von Schriftwerken für Lehre und Forschung an Hochschulen
KMK und VG Wort haben sich darauf verständigt, die Vereinbarung zur pauschalen Vergütung für die Nutzung urheberrechtlich geschützter Werke in digitalen Semesterapparaten bis 28. Februar 2018 zu verlängern. Textauszüge aus geschützten Werken können im Wintersemester also wie bisher im durch § 52a festgelegten Umfang in elektronischen Semesterapparaten ohne Einzelmeldung genutzt werden. Zum 1. März 2018 tritt dann das neue Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz (UrhWissG) in Kraft, in dem die Pauschalvergütung geregelt ist.
Nach § 52a Abs. 1 UrhG dürfen,
kleine Teile eines Werkes[1], Werke geringen Umfangs[2] sowie einzelne Beiträge aus Zeitungen oder Zeitschriften u.a. zur Veranschaulichung im Unterricht an Schulen und Hochschulen (§ 52a Abs. 1 Nr. 1 UrhG) für einen abgegrenzten Kreis von Unterrichtsteilnehmern oder
Teile eines Werkes[3], Werke geringen Umfangs sowie einzelne Beiträge aus Zeitungen oder Zeitschriften ausschließlich für einen bestimmt abgegrenzten Personenkreis für deren eigene wissenschaftliche Forschung (§ 52a Abs. 1 Nr. 2 UrhG) öffentlich zugänglich gemacht werden.
Weitere Voraussetzung ist, dass diese Nutzung zu dem jeweiligen Zweck geboten und zur Verfolgung nicht kommerzieller Zwecke gerechtfertigt ist.
Für diese Nutzung ist gemäß § 52a Abs. 4 Satz 1 UrhG eine angemessene Vergütung zu zahlen, wobei der Anspruch nach § 52a Abs. 4 Satz 2 UrhG nur durch eine Verwertungsgesellschaft geltend gemacht werden kann.
Die pauschale Abrechnung der Länder mit VG Wort gilt vorerst weiter.
Die folgende, im Rahmen des Pilotprojektes der Uni Osnabrück entstandene Abbildung, stellt das oben Beschriebene für die Hochschullehre schematisch dar.
[1] Maximal 12% eines Schriftwerks, insgesamt jedoch nicht mehr als 100 Seiten
[2] Ein Schriftwerk mit maximal 25 Seiten
[3] Maximal 25% eines Schriftwerks, insgesamt jedoch nicht mehr als 100 Seiten
Materialien, die unter § 52a UrhG fallen, dürfen nicht frei auf der Homepage eines Lehrstuhls oder sonstigen nicht-passwortgeschützten Plattformen bereitgestellt werden, da der Zugriff auf den Kreis der Teilnehmenden beschränkt sein muss
Auch die Bereitstellung von Materialien auf Plattformen wie Sealink oder Dropbox unterliegen dem § 52a UrhG!
Für die Verwendung von Textauszügen aus Schulbüchern (§ 52a Abs. 2 UrhG) ist grundsätzlich die Zustimmung des Verlages bzw. eine Lizenzierung erforderlich!
Eine sukzessive Bereitstellung von Werkteilen und somit die Umgehung der 12 %-Regelung ist ebenfalls nicht gestattet.