Source: https://www.hilfsgemeinschaft-der-lohnsteuerzahler.de/unsere-leistungen/
Timestamp: 2019-05-20 02:51:54
Document Index: 309310435

Matched Legal Cases: ['§ 13', '§ 4', '§ 22', '§ 22', '§ 22', '§ 20', '§ 23']

Hilfsgemeinschaft der Lohnsteuerzahler e.V. - Unsere Leistungen
Hilfsgemeinschaft der Lohnsteuerzahler e.V.
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Steuerberatung für Arbeitnehmer, Beamte, Pensionäre und Rentner
Lohnsteuerhilfevereine sind Spezialisten für die einkommensteuerlichen Angelegenheiten der Arbeitnehmer und für diese eine gute und günstige Alternative zum Steuerberater.
Nach der gesetzlichen Definition des § 13 StBerG sind Lohnsteuerhilfevereine Selbsthilfeeinrichtungen von Arbeitnehmern zur Hilfeleistung in Steuersachen für ihre Mitglieder. Die Definition deckt sich mit dem Selbstverständnis der Lohnsteuerhilfevereine: Sie sind die berufenen Vertreter der Arbeitnehmer in deren einkommensteuerlichen Fragen.
Die Lohnsteuerhilfevereine sind heute ein etablierter und anerkannter Bestandteil des Steuerberatungswesens in Deutschland, mit einem umfassenden, auf die steuerlichen Verhältnisse der Arbeitnehmer, Ruheständler, Auszubildenden und Unterhaltsempfänger zugeschnittenen Beratungs- und Dienstleistungsangebot.
Die in § 4 Nr. 11 StBerG geregelten Beratungsbefugnisse der Lohnsteuerhilfevereine gegenüber ihren Mitgliedern betreffen
Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit, sonstige Einkünfte aus wiederkehrenden Bezügen nach § 22 Nr. 1 EStG, Einkünfte aus Unterhaltsleistungen nach § 22 Nr. 1a EStG und Einkünfte aus Altersvorsorgeverträgen nach § 22 Nr. 5 EStG,
nicht die Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, aus Gewerbebetrieb oder aus selbstständiger Arbeit, sofern es sich nicht um insgesamt steuerfreie Aufwandsentschädigungen, um dem Übungsleiter-Pauschbetrag unterfallende, steuerfreie Einnahmen oder um Einnahmen aus ehrenamtlichen Tätigkeiten handelt,
Einnahmen aus anderen Einkunftsarten, d. h. Einnahmen aus Kapitalvermögen, aus Vermietung und Verpachtung oder sonstige Einnahmen, die 13.000 EUR bzw. bei Zusammenveranlagung 26.000 EUR nicht übersteigen und im Veranlagungsverfahren zu erklären sind oder aufgrund eines Antrags des Steuerpflichtigen erklärt werden. Werden Einnahmen – insbesondere der Abgeltungsteuer unterliegende Kapitaleinnahmen – nicht in der Steuererklärung angesetzt, rechnen sie bei der Prüfung der Grenze von 13.000 EUR bzw. 26.000 EUR nicht mit. An die Stelle der Einnahmen tritt bei Einkünften nach § 20 Abs. 2, 4 und § 23 EStG der jeweilige Gewinn. Verluste werden nicht berücksichtigt.
Diese Voraussetzungen müssen kumulativ vorliegen. Erfüllt ein Mitglied eines Lohnsteuerhilfevereins nur eine der 3 Anforderungen nicht, indem es z. B. geringfügige Einnahmen aus einer nebenberuflich betriebenen gewerblichen Tätigkeit erzielt, darf der Lohnsteuerhilfeverein insgesamt nicht tätig werden. Der BFH hat entschieden, dass es keine Bagatellgrenze für unschädliche Einkünfte aus Gewinneinkunftsarten gibt.[1] Auch für andere als steuerliche Zwecke darf ein Lohnsteuerhilfeverein keine Gewinneinkünfte ermitteln.
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