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Timestamp: 2020-01-18 04:16:09
Document Index: 168000255

Matched Legal Cases: ['Art. 11', 'Art. 11', 'Art. 11', 'Art. 4', 'Art. 4', 'Art. 11', 'Art. 11', 'Art. 4', 'Art. 11']

BGBl. II 1977 S. 213 - Bekanntmachung des Übereinkommens zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt - dejure.org
BGBl. II 1977 S. 213
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Bundesgesetzblatt Jahrgang 1977 Teil II Nr. 10, ausgegeben am 26.02.1977, Seite 213
Bekanntmachung des Übereinkommens zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt
Die Aufnahme eines Kulturguts in die Liste des Erbes der Welt der UNESCO nach Art. 11 Abs. 2 des Übereinkommens zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt (vom 16. November 1972, BGBl. 1977 II S. 213 fortan Übereinkommen) führt nicht dazu, dass der betroffene Vertragsstaat seiner Bevölkerung den Zugang hierzu öffnen müsste.
Auf seiner 28. Sitzung beschloss das Komitee für das Erbe der Welt der UNESCO (im Folgenden: Welterbekomitee), dem es nach Art. 11 Abs. 2 des Übereinkommens zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt vom 23. November 1972 (BGBl 1977 II S. 213 - im Folgenden: Welterbekonvention) unter anderem obliegt, die "Liste des Erbes der Welt" zu führen, im Juli 2004, das Dresdner Elbtal als sich entwickelnde Kulturlandschaft in diese Liste aufzunehmen.
In der Folgezeit beantragte die Bundesrepublik Deutschland die Aufnahme des Dresdner Elbtals in die "Liste des Erbes der Welt" gemäß Art. 11 Abs. 2 des Übereinkommens zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt (v. 23.11.1972, BGBl. 1977 II S. 213 -Welterbekonvention -).
Als Vertragsstaat des Übereinkommens zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt vom 16. November 1972 ist die Bundesrepublik Deutschland zudem verpflichtet, den Schutz der Berlin-Potsdamer Kulturlandschaft als Weltkulturerbe zu gewährleisten (vgl. Art. 4 des Übereinkommens, BGBl. 1977 II S. 213).
Besonderes Gewicht kommt diesen Belangen hier dadurch zu, dass sich das Plangebiet in unmittelbarer Nachbarschaft zum räumlichen Geltungsbereich der Satzung zum Schutz des Denkmalbereichs Berlin-Potsdamer Kulturlandschaft, gemäß Eintragung in die Liste des Kulturerbes der Welt (World Heritage List der UNESCO), vom 30. Oktober 1996 befindet und die Bundesrepublik Deutschland als Vertragsstaat des Übereinkommens zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt vom 16. November 1972 verpflichtet ist, den Schutz der Berlin-Potsdamer Kulturlandschaft als Weltkulturerbe zu gewährleisten (vgl. Art. 4 des Übereinkommens, BGBl. 1977 II S. 213).
Nach dieser Vorschrift sind Kulturdenkmale im Sinne dieses Gesetzes Denkmalbereiche als Mehrheiten baulicher Anlagen, wozu auch historische Kulturlandschaften, die in der Liste des Erbes der Welt der UNESCO gemäß Art. 11 Abs. 2 Satz 1 des Übereinkommens vom 23.11.1972 zum Schutze des Kultur- und Naturerbes der Welt [BGBl. II 1977, S. 213] aufgeführt sind, gehören können.
Unabhängig von dem Regelungsgehalt der Denkmalbereichssatzung vom 30. Oktober 1996 spricht im Übrigen schon die sich unmittelbar aus der Eintragung in die "Liste des Erbes der Welt" nach Art. 11 Abs. 2 des Übereinkommens zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt vom 16. November 1972 (BGBl. 1977 II S. 213) ergebende Schutz- und Erhaltungspflicht (vgl. Art. 4 des Übereinkommens) für die grundsätzliche Zulässigkeit einer hieran ausgerichteten Bauleitplanung.
In der Folgezeit beantragte die Bundesrepublik Deutschland bei der UNESCO die Aufnahme des Dresdner Elbtals in die "Liste des Erbes der Welt" gemäß Art. 11 Abs. 2 des Übereinkommens zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt (v. 23.11.1972, BGBl. 1977 II, S. 213; nachfolgend: Konvention).
Dabei kann auch eine mittelbare Bindungswirkung des Übereinkommens vom 23.11.1972 zum Schutze des Kultur- und Naturerbes der Welt (BGBl. II 1977, S. 213) und dessen rigide Vorgaben zur Behandlung von Welterbestätten nicht von vornherein ausgeschlossen werden.
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