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Timestamp: 2016-10-27 15:09:08
Document Index: 321676484

Matched Legal Cases: ['Art. 95', 'Art. 106', 'Art. 42', 'Art. 109', 'Art. 109', 'Art. 109', 'Art. 102', 'Art. 66', 'Art. 64']

8C_504/2015 (30.11.2015)
8C_504/2015 � � Urteil vom 30. November 2015
Beschwerde gegen den Entscheid des Kantonsgerichts Luzern vom 28. Mai 2015.
Der 1959 geborene A.________ war seit 2. Februar 1982 als Lokomotivf�hrer bei B.________ angestellt und in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Unf�llen und Berufskrankheiten versichert. Am 25. Februar 2003 wurde er als Motorradfahrer von einem Personenwagen von hinten angefahren, als er anhielt, um einen Fussg�nger die Strasse �berqueren zu lassen. Der am Tag darauf konsultierte Dr. med. C.________, Chiropraktor SCG/ECU, diagnostizierte ein Zervikozephal- und Zervikothorakalsyndrom mit psychovegetativer Symptomatik bei Status nach Distorsion der Halswirbels�ule (HWS; Arztzeugnis vom 19. April 2003). Die SUVA kam f�r die Heilbehandlung auf und erbrachte Taggeldleistungen. Mit Verf�gung vom 25. August 2006, best�tigt mit Einspracheentscheid vom 14. Juni 2007, lehnte sie es ab, �ber den 30. September 2006 hinaus Leistungen zu erbringen. Die dagegen vom Versicherten erhobene Beschwerde hiess das damalige Verwaltungsgericht des Kantons Luzern (heute: Kantonsgericht Luzern) in dem Sinne gut, als es den Einspracheentscheid aufhob und die Sache an die SUVA zur�ckwies, damit sie nach erg�nzenden Abkl�rungen im Sinne der Erw�gungen �ber die Anspr�che auf Invalidenrente und Integrit�tsentsch�digung neu verf�ge. Die SUVA veranlasste weitere medizinische Abkl�rungen und verf�gte in der Folge am 19. August 2010 wiederum die Einstellung der Versicherungsleistungen auf den 30. September 2006. Daran hielt sie auf Einsprache hin fest (Einspracheentscheid vom 26. August 2013).
Das Kantonsgericht Luzern wies die gegen den Einspracheentscheid vom 26. August 2013 erhobene Beschwerde ab (Entscheid vom 28. Mai 2015).
A.________ l�sst Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f�hren und beantragen, es seien ihm die ihm gesetzlich zustehenden UV-Leistungen zuzusprechen; es sei ihm eine Integrit�tsentsch�digung, basierend auf einer mindestens 5%igen Integrit�tseinbusse, auszurichten und die SUVA habe auch in Zukunft f�r stabilisierende Heilkostenmassnahmen aufzukommen. Ferner wird um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung ersucht; dar�ber sei mittels selbstst�ndigem "Vorbescheid" zu befinden.
Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann wegen Rechtsverletzung gem�ss Art. 95 und 96 BGG erhoben werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist folglich weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden; es kann eine Beschwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen und es kann sie mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begr�ndung abweisen. Immerhin pr�ft das Bundesgericht, unter Ber�cksichtigung der allgemeinen Begr�ndungspflicht der Beschwerde (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen, sofern die rechtlichen M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind.
Die Vorinstanz - auf deren Entscheid verwiesen wird (Art. 109 Abs. 3 BGG) - hat die f�r die Beurteilung des Leistungsanspruchs massgebenden rechtlichen Grundlagen richtig dargelegt. Darauf wird verwiesen.
3.1.�Das kantonale Gericht hat die Aktenlage pflichtgem�ss gew�rdigt. Mit einl�sslicher und �berzeugender Begr�ndung, worauf verwiesen wird (Art. 109 Abs. 3 BGG), hat es zutreffend erkannt, dass im Zeitpunkt der am 19. August 2010 verf�gten und mit Einspracheentscheid vom 26. August 2013 best�tigten Terminierung s�mtlicher Versicherungsleistungen keine organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen mehr feststellbar waren, welche einen �ber den 30. September 2006 hinausgehenden weiteren Leistungsanspruch nach UVG vermittelten, nachdem der Unfall bloss zu einer vor�bergehenden Verschlimmerung des schmerzhaften degenerativen Vorzustandes am Bewegungsapparat gef�hrt hatte, und dass im �brigen allf�llige dar�ber hinaus anhaltende, nicht objektivierbare Gesundheitsst�rungen nicht in einem ad�quat kausalen Zusammenhang mit dem Unfall vom 25. Februar 2003 standen.
3.2.�S�mtliche Einwendungen des Beschwerdef�hrers verm�gen am vorinstanzlichen Entscheid nichts zu �ndern. Insbesondere kann aus der Argumentation, den Experten der Medizinischen Abkl�rungsstelle (nachfolgend: MEDAS), seien f�r die Erstellung ihres Gutachtens vom 10. November 2005 schon alle wesentlichen Informationen zum degenerativen Vorzustand zur Verf�gung gestanden, nichts zu seinen Gunsten gewonnen werden. Es kann offen bleiben, welche Aktenst�cke ihnen damals bereits bekannt gewesen waren, denn Tatsache bleibt, dass sie dem Vorzustand und dessen Auswirkungen auf die Arbeitsf�higkeit in der angestammten T�tigkeit als Lokomotivf�hrer zun�chst nicht die notwendige Beachtung beigemessen hatten. Dies holten sie erst mit ihrem Aktenbericht vom 23. Oktober 2009 nach, in welchem festgehalten wird, dass - entgegen der Annahme im MEDAS-Gutachten vom 10. November 2005 - eine lediglich vor�bergehende Verschlimmerung eines schmerzhaften degenerativen Vorzustandes am Bewegungsapparat vorliege, w�hrend die psychischen St�rungen - nach wie vor - �berwiegend wahrscheinlich als Unfallfolgen zu betrachten seien. Entgegen der R�ge des Beschwerdef�hrers kann es sodann mit Blick darauf, dass im Zeitpunkt der Leistungseinstellung (30. September 2006) keine somatischen Unfallfolgen mehr bestanden haben und die Ad�quanzpr�fung hinsichtlich der psychischen Beschwerden negativ ausgefallen ist, auch nicht als willk�rlich bezeichnet werden, dass die Verwaltung und die Vorinstanz sein T�tigkeitsprofil im von ihm nach dem Unfall gegr�ndeten Betrieb nicht weiter abgekl�rt haben. Soweit der Versicherte geltend macht, die Vorinstanz habe willk�rlich auf die Aktenbeurteilung der MEDAS vom 23. Oktober 2009 abgestellt, welche vom Gutachten der Klinik D.________ vom 31. Mai 2012 abweiche, kann ihm ebenfalls nicht gefolgt werden. Die Gutachter der Klinik D.________ bezeichnen n�mlich ihre Einsch�tzung, aufgrund der MR-tomographischen Befunde aus den Jahren 2003 und 2011 k�nnte die Beeintr�chtigung der Arbeitsf�higkeit (durch die rheumatologischen Beschwerden) ohne das Unfallereignis etwa vier bis f�nf Jahre nach dem Unfallereignis eingetroffen sein, ausdr�cklich als Spekulation. Der Beschwerdef�hrer kann daraus nicht ableiten, der status quo ante sei somit ebenfalls erst vier bis f�nf Jahre nach dem Unfall eingetreten. Das Bestehen einer (von der Klinik D.________ auf 5 bis 10 % bezifferten) Integrit�tseinbusse ist - wie vom kantonalen Gericht dargelegt - nicht nachvollziehbar, weil es laut Gutachten der Klinik D.________ an einer objektivierbaren strukturellen Unfallverletzung fehlt. Hingegen wurden bildgebend degenerative Ver�nderungen festgestellt. Dem Versicherten kann nicht beigepflichtet werden, soweit er letztere unter Hinweis auf das Gutachten der Klinik D.________ als unfallbedingte strukturelle Sch�digungen qualifizieren will. Schliesslich bringt der Beschwerdef�hrer auch keine stichhaltigen Argumente gegen die vorinstanzliche Ad�quanzpr�fung vor. Lediglich das f�r die Ad�quanzbeurteilung massgebende Kriterium der fortgesetzt spezifischen, belastenden �rztlichen Behandlung ist erf�llt, jedoch nicht in besonders auffallender oder ausgepr�gter Weise. Den differenzierten und �berzeugenden Ausf�hrungen im angefochtenen Entscheid, auf die verwiesen wird, kann vollumf�nglich beigepflichtet werden.
Die Beschwerde hatte keine Aussicht auf Erfolg, weshalb sie im vereinfachten Verfahren nach Art. 109 BGG als offensichtlich unbegr�ndet (Abs. 2 lit. a), mit summarischer Begr�ndung und unter Verweis auf den vorinstanzlichen Entscheid (Abs. 3) ohne Durchf�hrung eines Schriftenwechsels (Art. 102 Abs. 1 BGG) erledigt wird.
Bei diesem Verfahrensausgang sind die Gerichtskosten vom Beschwerdef�hrer als unterliegender Partei zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Die unentgeltliche Rechtspflege kann ihm wegen Aussichtslosigkeit der Beschwerde nicht gew�hrt werden (Art. 64 BGG). Seinem - nicht weiter begr�ndeten - Antrag um Vorabentscheid �ber die unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung wird nicht stattgegeben. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass die Parteikosten des Versicherten f�r das vorliegende Verfahren bereits mit der Einreichung der Beschwerdeschrift angefallen sind.