Source: http://bendetta.biz/grundlagen/buchfuehrung/grundsaetze-ordnungsmaessiger-buchfuehrung-grundlagen-buchhaltung-teil-7/
Timestamp: 2017-09-23 21:39:43
Document Index: 280083313

Matched Legal Cases: ['§ 238', '§ 238', '§ 239', '§ 239', '§ 244', '§ 239', '§ 239', '§ 239', '§ 238', '§ 257', '§ 239']

GoB – Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
Home / Grundlagen / Buchführung / Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
Geschrieben von rosa am 15. September 2015 in Buchführung, Grundlagen
Die Pflicht zur Erstellung einer Buchführung ist für jeden Unternehmer in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben. Im § 238 Abs. 1 HGB heißt es: „Jeder Kaufmann ist verpflichtet, Bücher zu führen und in diesen seine Handelsgeschäfte und die Lage seines Vermögens nach den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung ersichtlich zu machen.
Die Buchführung muss so beschaffen sein, dass sie einem sachverständigen Dritten innerhalb angemessener Zeit einen Überblick über die Geschäftsvorfälle und über die Lage des Unternehmens vermitteln kann. Die Geschäftsvorfälle müssen sich in ihrer Entstehung und Abwicklung verfolgen lassen.“
Aber was sind nun die sogenannten Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung?
Ihre Aufgabe ist es, Gläubiger und Unternehmenseigner vor unkorrekten Daten, Informationen und möglichen Verlusten weitestgehend zu schützen.
Im Einzelnen bestehen die GoB aus folgenden Regelungen:
Ein sachverständiger Dritter muss sich in der Buchführung in angemessener Zeit zurechtfinden und sich einen Überblick über die Geschäftsvorfälle und die Vermögenslage des Unternehmens verschaffen können (§ 238 HGB)
Änderungen müssen erkennbar sein (§ 239 HGB)
Es muss eine lebende Sprache verwendet werden (§ 239 HGB)
Der Jahresabschluss ist in deutscher Sprache und in Euro aufzustellen (§ 244 HGB)
Die vorgeschriebenen Aufbewahrungsfristen sind einzuhalten (§ 239 HGB)
Alle erforderlichen Aufzeichnungen müssen vollständig, richtig, zeitgerecht und geordnet vorgenommen werden (§ 239 HGB)
Sachlich und rechnerisch richtige Aufzeichnung aller Geschäftsvorfälle (§ 239 HGB)
Die Geschäftsvorfälle müssen sich in ihrer Entstehung und Abwicklung verfolgen lassen (§ 238 HGB)
Die Ablage der Belege muss das schnelle auffinden und die Rückverfolgung der Geschäftsvorfälle ermöglichen (von der Buchung zum Beleg, vom Beleg zur Buchung)
Aufbewahrung der Belege (§ 257 HGB)
Chronologische und zeitnahe Verbuchung (§ 239 HGB)
Keine Sorge: Diese Grundsätze alle zu befolgen klingt erstmal kompliziert, ergibt sich aber bei einer ordentlichen Erledigung der Buchführung (fast) von selbst.
Einige Begriffe aus den GoB muss man sich allerdings noch einmal näher anschauen: Wann ist ein Beleg sachlich richtig? Was ist bei der Aufbewahrung zu beachten?
Mit diesen Fragen werden wir uns im nächsten Artikel beschäftigen. Bis dahin wünsche ich Ihnen eine erfolgreiche Woche und sende herzliche Grüße aus Oldenburg.