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Timestamp: 2019-02-17 21:49:08
Document Index: 239299929

Matched Legal Cases: ['§ 10', '§ 11', '§ 15', '§ 16', '§ 17', '§ 3', '§ 4', '§ 4', '§ 20', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4']

ServKflLuftvAusbV Servicekaufleute-Luftverkehr-Ausbildungsverordnung
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Verordnung über die Berufsausbildung zum Servicekaufmann im Luftverkehr und zur Servicekauffrau im Luftverkehr (Servicekaufleute-Luftverkehr-Ausbildungsverordnung - ServKflLuftvAusbV)
V. v. 29.03.2017 BGBl. I S. 660 (Nr. 16)
Geltung ab 01.08.2017; FNA: 806-22-1-111 Berufliche Bildung
Abschnitt 1 Gegenstand, Dauer und Gliederung der Berufsausbildung
Abschnitt 2 Zwischenprüfung
§ 10 Prüfungsbereich Passagierprozesse
§ 11 Prüfungsbereich Personalwirtschaft
Abschnitt 3 Abschlussprüfung
§ 15 Prüfungsbereich Abfertigungsprozesse
§ 16 Prüfungsbereich Luftverkehrswirtschaft
§ 17 Prüfungsbereich Serviceleistungen
Anlage (zu § 3 Absatz 1) Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Servicekaufmann im Luftverkehr und zur Servicekauffrau im Luftverkehr
Auf Grund des § 4 Absatz 1 des Berufsbildungsgesetzes, der zuletzt durch Artikel 436 Nummer 1 der Verordnung vom 31. August 2015 (BGBl. I S. 1474) geändert worden ist, verordnet das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung:
Der Ausbildungsberuf des Servicekaufmanns im Luftverkehr und der Servicekauffrau im Luftverkehr wird nach § 4 Absatz 1 des Berufsbildungsgesetzes staatlich anerkannt.
Passagierabfertigungsprozesse durchführen,
personalwirtschaftliche Prozesse unterstützen,
Marketingmaßnahmen durchführen,
Flugzeugabfertigungsprozesse koordinieren,
Gepäckermittlung durchführen und Kunden betreuen,
Dienstleistungen anbieten und verkaufen und
kaufmännische Steuerung und Kontrolle unterstützen.
Berufsbildung sowie Arbeits- und Tarifrecht,
Sicherheitsverfahren umsetzen.
(2) Die Ausbildenden haben den Ausbildungsnachweis regelmäßig durchzusehen.
(2) Die Zwischenprüfung soll zu Beginn des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden.
die im Ausbildungsrahmenplan für das erste Ausbildungsjahr genannten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie
Passagierprozesse und
(1) Im Prüfungsbereich Passagierprozesse soll der Prüfling nachweisen, dass er in der Lage ist,
passagierbezogene Anforderungen für den Check-in und für das Boarding aufzuzeigen und umzusetzen,
Passagiere und Passagierinnen unter Berücksichtigung der Bedürfnisse besonderer Personengruppen und soziokultureller Besonderheiten zu beraten und zu betreuen,
rechtliche Regelungen und Vorgaben einzuhalten sowie Standards des Luftverkehrs anzuwenden und
die englische Sprache situations- und berufsbezogen anzuwenden.
(2) Die Prüfungsaufgaben sollen praxisbezogen sein. Der Prüfling soll die Aufgaben schriftlich bearbeiten.
(1) Im Prüfungsbereich Personalwirtschaft soll der Prüfling nachweisen, dass er in der Lage ist,
personalwirtschaftliche Prozesse in den Bereichen Personalbeschaffung, Personalverwaltung und Personaleinsatzplanung zu unterstützen und
rechtliche und betriebliche Regelungen einzuhalten.
Abfertigungsprozesse,
Luftverkehrswirtschaft,
Serviceleistungen sowie
(1) Im Prüfungsbereich Abfertigungsprozesse soll der Prüfling nachweisen, dass er in der Lage ist, komplexe Arbeitsaufträge unter Einhaltung rechtlicher Regelungen, Richtlinien und Standards des Luftverkehrs handlungsorientiert zu bearbeiten. Dabei soll er nachweisen, dass er in der Lage ist,
Kundenanforderungen zu ermitteln und Kunden zu beraten und zu betreuen,
Passagierabfertigungsvorgänge vorzubereiten und durchzuführen und dabei die Vorgaben der Fluggesellschaften einzuhalten,
Flugzeugabfertigungsvorgänge vorzubereiten, zu überprüfen und mit den Beteiligten zu koordinieren sowie dabei die Vorgaben der Fluggesellschaften einzuhalten und die Besonderheiten von Flugzeugtypen zu berücksichtigen,
die Vorgaben zur betrieblichen Sicherheit und zur Abwehr äußerer Gefahren umzusetzen und
(1) Im Prüfungsbereich Luftverkehrswirtschaft soll der Prüfling nachweisen, dass er in der Lage ist,
Geschäftsvorgänge zu bearbeiten und dabei Prozesse der kaufmännischen Steuerung und Kontrolle zu unterstützen,
die Entwicklung von Marketingmaßnahmen zu unterstützen sowie Marketingmaßnahmen umzusetzen,
Arbeitsprozesse im Hinblick auf die Personaleinsatzplanung zu überprüfen und zu optimieren und
luftverkehrsspezifische Umweltschutzerfordernisse aufzuzeigen.
(1) Im Prüfungsbereich Serviceleistungen soll der Prüfling nachweisen, dass er in der Lage ist,
betriebliche Prozesse zu bearbeiten,
kunden- und serviceorientiert zu handeln und Gespräche systematisch und situationsbezogen zu führen und
Probleme und Vorgehensweisen zu erörtern sowie einen Lösungsweg zu entwickeln und zu begründen.
(2) Für den Nachweis nach Absatz 1 sind folgende Gebiete zugrunde zu legen:
Passagierabfertigung,
Gepäckermittlung,
Waren- und Dienstleistungsangebot sowie
Flugzeugabfertigung.
(3) Mit dem Prüfling wird eine Gesprächssimulation durchgeführt.
(4) Für die Gesprächssimulation wählt der Prüfungsausschuss zwei der in Absatz 2 genannten Gebiete aus und stellt dem Prüfling zu jedem dieser Gebiete eine praxisbezogene Aufgabe. Aus den beiden Aufgaben wählt der Prüfling eine Aufgabe zur Bearbeitung aus. Ihm ist eine Vorbereitungszeit von 15 Minuten einzuräumen.
(5) Die Gesprächssimulation dauert höchstens 20 Minuten.
Abfertigungsprozesse mit 35 Prozent,
Luftverkehrswirtschaft mit 20 Prozent,
Serviceleistungen mit 35 Prozent sowie
in mindestens drei Prüfungsbereichen mit mindestens „ausreichend" und
in keinem Prüfungsbereich mit „ungenügend".
(3) Auf Antrag des Prüflings ist die Prüfung in einem der Prüfungsbereiche „Abfertigungsprozesse", „Luftverkehrswirtschaft" oder „Wirtschafts- und Sozialkunde" durch eine mündliche Prüfung von etwa 15 Minuten zu ergänzen, wenn
der Prüfungsbereich schlechter als mit „ausreichend" bewertet worden ist und
§ 20 ändert mWv. 1. August 2017 LuftServKfAusbV
Diese Verordnung tritt am 1. August 2017 in Kraft. Gleichzeitig tritt die Verordnung über die Berufsausbildung zum Servicekaufmann im Luftverkehr/zur Servicekauffrau im Luftverkehr vom 23. März 1998 (BGBl. I S. 611) außer Kraft.
In Vertretung Machnig
Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten Zeitliche Richtwerte in
Monaten im
Monat 13. bis 36.
1 Passagierabfertigungs-
prozesse durchführen
(§ 4 Absatz 2 Nummer 1) a) Passagiere und Passagierinnen einchecken und
Gate-Abfertigung durchführen, Buchungsdaten be-
rücksichtigen und Einreisebestimmungen einhalten
b) rechtliche Regelungen, Richtlinien und Standards des
Luftverkehrs sowie die Vorgaben der Fluggesell-
schaften einhalten und die Besonderheiten von Flug-
zeugtypen berücksichtigen
c) Vorgaben zur betrieblichen Sicherheit (Safety) und zur
Abwehr äußerer Gefahren (Security) umsetzen
d) technische Einrichtungen im Zusammenhang mit
dem Passagierservice nutzen
e) Passagiere und Passagierinnen beraten und betreuen
und die Bedürfnisse besonderer Personengruppen
sowie soziokulturelle Besonderheiten berücksichti-
f) für Arbeitsprozesse in der Passagierabfertigung ins-
besondere die englische Sprache nutzen 4
g) den Abfertigungsprozess mit den Anforderungen des
Qualitätsmanagements abgleichen und erforderliche
h) im Umgang mit den Passagieren und Passagierinnen
die eigene Vorgehensweise reflektieren 2
2 Personalwirtschaftliche
(§ 4 Absatz 2 Nummer 2) a) den Personalbeschaffungsprozess unterstützen, ins-
besondere bei Stellenausschreibungen und Auswahl-
b) Aufgaben der Personalverwaltung wahrnehmen
c) Personaleinsatzplanung unter Berücksichtigung be-
trieblicher Rahmenbedingungen unterstützen
d) rechtliche und betriebliche Regelungen einhalten
e) die Planung und Organisation von Personalentwick-
lungsmaßnahmen unterstützen
f) Personalstatistiken führen, auswerten und adressa-
tengerecht aufbereiten
g) Arbeitsprozesse im Hinblick auf die Personaleinsatz-
planung reflektieren und Verbesserungen vorschla-
h) Regelungen zum Datenschutz und zur Datensicher-
heit bei der Bearbeitung von Mitarbeiterdaten anwen-
3 Marketingmaßnahmen
(§ 4 Absatz 2 Nummer 3) a) Marketingmaßnahmen, auch in englischer Sprache,
vorbereiten, durchführen und nachbereiten
b) Kundengespräche vorbereiten, durchführen und
c) Kundenanforderungen analysieren und kundenge-
rechte Lösungsvorschläge entwickeln
d) Entwicklung und Vertrieb von Produkten und Service-
leistungen unter Berücksichtigung unterschiedlicher
Vertriebsformen und Einhaltung rechtlicher und be-
trieblicher Regelungen unterstützen
e) Werbeaktionen und Veranstaltungen auf Grundlage
von Kunden- und Marktdaten planen, mit den Betei-
ligten abstimmen, organisieren und durchführen
f) digitale Medien für Marketingmaßnahmen nutzen 2
g) Sponsoring- und Kooperationsanfragen bearbeiten
h) Statistiken erstellen und auswerten
i) den Informationsaustausch zwischen den betrieb-
lichen Geschäftsfeldern als Voraussetzung für ein er-
folgreiches Marketing fördern und nutzen
j) Arbeitsprozesse unter Berücksichtigung der Anforde-
rungen des Qualitätsmanagements dokumentieren
und analysieren und Vorschläge zur Qualitätsverbes-
serung ableiten
k) Reklamationsgespräche situationsgerecht führen und
die weitere Bearbeitung koordinieren 2
4 Flugzeugabfertigungs-
prozesse koordinieren
(§ 4 Absatz 2 Nummer 4) a) Unterlagen zur Flugvorbereitung zusammenstellen
b) Be- und Entladung von Gepäck und Fracht überwa-
chen sowie kontrollieren, ob auf dem Vorfeld, insbe-
sondere bei Betankung, Boarding und Reinigung, die
Regeln eingehalten werden
c) manuelles Load- und Trimsheet erstellen, Informatio-
nen aus Ladeanweisung sowie Load- und Trimsheet
entnehmen und übermitteln und erforderliche Maß-
d) Abfertigungsvorgänge einleiten, überprüfen und ko-
e) rechtliche Regelungen, Richtlinien und Standards des
schaften einhalten
f) Vorgaben zur betrieblichen Sicherheit (Safety) und zur
g) für Arbeitsprozesse auf dem Vorfeld insbesondere die
englische Sprache nutzen
h) den Abfertigungsprozess mit den Anforderungen des
Maßnahmen zur Prozessoptimierung ableiten 6
5 Gepäckermittlung
durchführen und Kunden
(§ 4 Absatz 2 Nummer 5) a) Kundengespräche, insbesondere Reklamationsge-
spräche, vor- und nachbereiten
b) Auskünfte zur Gepäckermittlung, auch in englischer
Sprache, erteilen und Gepäckermittlung durchführen
c) über Flugunregelmäßigkeiten, ihre Ursachen sowie
die jeweilige Vorgehensweise und Schadensregulie-
rung informieren und Maßnahmen einleiten
dem Gepäckservice nutzen 6
e) bei der Beratung und Betreuung von Passagieren
und Passagierinnen die Bedürfnisse besonderer Per-
sonengruppen sowie soziokulturelle Besonderheiten
f) sichere und schnelle Routen für das Nachsenden von
Gepäck planen und das Gepäck weiterleiten
g) im Umgang mit den Passagieren und Passagierinnen
6 Dienstleistungen anbieten
(§ 4 Absatz 2 Nummer 6) a) Kunden über Dienstleistungen des Ausbildungsbe-
triebes, auch in englischer Sprache, beraten und Län-
der- und Gesundheitsbestimmungen beim Leistungs-
angebot berücksichtigen
b) Preise und Leistungen kundenorientiert, auch unter
Berücksichtigung von Kundenbindungsprogrammen,
vergleichen und anbieten
c) über Serviceeinrichtungen und Leistungen anderer
d) unter Anwendung eines Reservierungssystems Flug-
preise ermitteln, Flugscheine verkaufen und um-
schreiben und Erstattungen vornehmen
e) Zusatzleistungen anbieten und verkaufen
f) erbrachte Dienstleistungen dokumentieren und mit
Kunden unter Berücksichtigung der Zahlungsbedin-
gungen abrechnen
g) Kundenkontakte herstellen und pflegen sowie die ei-
gene Rolle als Dienstleister im Kundenkontakt reflek-
tieren 6
7 Kaufmännische Steuerung
und Kontrolle unterstützen
(§ 4 Absatz 2 Nummer 7) a) Geschäftsvorgänge bearbeiten und dabei rechtliche
und betriebliche Regelungen einhalten
b) Vorgänge des Zahlungsverkehrs und des Mahnwe-
sens bearbeiten
c) Belege unterscheiden, den jeweiligen Geschäftsvor-
gängen zuordnen und rechnerisch und sachlich prü-
d) vorbereitende Arbeiten für die Buchführung durch-
e) Bilanz- und Erfolgskennzahlen ermitteln und auswer-
ten sowie Statistiken und Berichte erstellen 2
12. Monat 13. bis
1 Berufsbildung sowie Arbeits-
(§ 4 Absatz 3 Nummer 1) a) Bedeutung des Ausbildungsvertrages erklären, ins-
besondere Abschluss, Dauer und Beendigung
e) wesentliche Bestimmungen der für den Ausbildungs-
(§ 4 Absatz 3 Nummer 2) a) Aufbau und Aufgaben des Ausbildungsbetriebes er-
b) Beziehungen des Ausbildungsbetriebes und seiner
Belegschaft zu Wirtschaftsorganisationen, Berufsver-
c) Grundlagen, Aufgaben und Arbeitsweise der be-
triebsverfassungs- oder personalvertretungsrecht-
lichen Organe des Ausbildungsbetriebes beschreiben
3 Sicherheit und Gesundheits-
(§ 4 Absatz 3 Nummer 3) a) Gefährdung von Sicherheit und Gesundheit am Ar-
beitsplatz feststellen und Maßnahmen zur Vermei-
dung der Gefährdung ergreifen
b) berufsbezogene Arbeitsschutz- und Unfallverhü-
tungsvorschriften anwenden
c) Verhaltensweisen bei Unfällen beschreiben sowie
d) Vorschriften des vorbeugenden Brandschutzes an-
wenden sowie Verhaltensweisen bei Bränden be-
schreiben und Maßnahmen zur Brandbekämpfung
(§ 4 Absatz 3 Nummer 4) Zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbelastungen im
dungsbetrieb und seinen Beitrag zum Umweltschutz
an Beispielen erklären
nenden Energie- und Materialverwendung nutzen
d) Abfälle vermeiden sowie Stoffe und Materialien einer
5 Sicherheitsverfahren
(§ 4 Absatz 3 Nummer 5) a) nationale und internationale Rechtsgrundlagen ein-
b) Luftsicherheitsvorgaben umsetzen
c) Vorschriften bei luftverkehrsspezifischen Notfällen
einhalten sowie erste Maßnahmen einleiten und bei
der Planung und Durchführung von Notfallübungen
d) Luftsicherheits-Audits vor- und nachbereiten 2
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