Source: http://hug-online.com/artikel/eigentumer-und-verwalter-sind-oft-uberfordert/
Timestamp: 2017-10-21 14:13:22
Document Index: 185329820

Matched Legal Cases: ['§\u200a14', '§ 2', '§14', '§15', '§16', '§21']

Deutlich sind die krankheitserregenden Keime in der Petri-Schale erkennbar - hier sind sofortige Gegenmaßnahmen an der Trinkwasseranlage erforderlich. [Fotos: Objektus]
Im Herbst 2010 hat der Bundesrat der 1. Verordnung zur Änderung der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) zugestimmt, zum 1.11. 2010 ist sie in Kraft getreten - fast genau 10 Jahre nach Veröffentlichung der TrinkwV 2001. In vielen Bereichen ist die überarbeitete TrinkwV so eindeutiger geworden: Wichtige Begriffe wurden klarer definiert, Rechte und Pflichten vor allem für die Betreiber von Trinkwasser-Installationen präziser zugeordnet. Hinzu kamen erstmalig in einer TrinkwV klare Untersuchungs- und Anzeigepflichten hinsichtlich Legionellen, sodass ein weiterer Schritt zum Erhalt der Trinkwassergüte getan wurde. Nachfolgend ein Überblick über die wichtigsten Änderungen und Ergänzungen.
An „geeigneten Probenahmestellen“ müssen seither Wasserproben genommen werden können (§ 14) - durch entsprechende Ventile ist sicherzustellen, dass die Beprobung in jeder Hinsicht einwandfrei ist.
Erneut stärken und verankern die Autoren der überarbeiteten Trinkwasserverordnung das geltende Regelwerk für Trinkwasser-Installationen und den Versorgerbereich. So beziehen sie sich zum Beispiel immer wie-der auf die „allgemein anerkannten Regeln der Technik“ als übergreifenden Maßstab für die gesamte TrinkwV. Das hiervon ausgehende Signal ist deutlich: Wer die anerkannten Regeln der Technik einhält, kann vom Erhalt der Wassergüte in der Installation ausgehen.
Was ist „Trinkwasser“ - § 2?
Genauso klar ist jetzt die zentralste Frage der TrinkwV überhaupt - nämlich: Wo findet sich eigentlich „Trinkwasser“? Denn umfangreiche Ausnahmen folgen bereits direkt im Anschluss an die allgemeine Formulierung „Wasser für den menschlichen Gebrauch“ und sorgen so für Klarstellung.
Ausdrücklich ausgenommen vom „Trinkwasser“ gemäß TrinkwV ist z.B. jenes Wasser, das „sich in … Apparaten befindet, die … mit einer den allgemein anerkannten Regeln der Technik entsprechenden Sicherungseinrichtung ausgerüstet sein müssen“. Typisch dafür sind die mit einer Sicherungskombination ausgestattete Wannenarmatur oder ein Rohrunterbrecher zur Absicherung einer Ab- und Überlaufgarnitur mit Einlauf unterhalb des Wannenrandes - selbst das frische Badewasser fällt also nicht in den Geltungsbereich der TrinkwV.
Kennen Sie Ihre Trinkwasseranlagen? Wenn nicht, wird es Zeit!
Der OBJEKTuS-Trinkwasserhygiene-Check kombiniert anlagentechnische, mikrobiologische und chemische Untersuchungen auch in Zusammenarbeit mit dem Installateur.
Der Reinheitsgrad des Trinkwassers hängt von vielen Faktoren ab. Das Trinkwasser unterliegt als Lebensmittel sehr strengen Anforderungen mit Grenzwerten für eine Vielzahl von Inhaltsstoffen. Ein ausführlicher Hygiene-Check schützt nicht nur vor Folgeschäden. Er kann auch eine wichtige Entscheidungsgrundlage vor dem Ankauf oder eine gute Argumentationshilfe vor dem Verkauf der Immobilie sein. Zudem kann sich ein nachweisbar regelmäßiger Check, ähnlich wie ein sauber geführtes Serviceheft für ein Auto, wertsteigernd auswirken.
Der Trinkwasser-Hygiene-Check berücksichtigt anlagentechnische und mikrobiologische Gesichtspunkte der gesamten Trinkwasserversorgungsanlage. In Zusammenarbeit mit Sachverständigen und ver-antwortlichen Installateuren werden alle Zustände der Entnahmestellen in den Wohnungen und dem Hausanschluss, inklusive Filter, Warmwasserspeicher und Pumpenanlage, ermittelt.
Mittels endoskopischer Untersuchung wird der Zustand der verschiedenen Leitungssysteme ermittelt. Durch eine orientierende Beprobung und anschließende mikrobiologische und chemische Analytik zur Ermittlung des Istzustandes, kann der Hygiene-Check bei negativen Ergebnissen abgeschlossen werden.
Alle Ergebnisse werden rechtssicher dokumentiert und archiviert. Es ist zu empfehlen, den Zustand der Anlagen im Zuge ei-ner wiederkehrenden Hygienewartung regelmäßig, z.B. jährlich, zu überprüfen. Je nach Umfang des Hygienechecks, kann ein Hygieneplan erstellt werden, anhand dessen der sichere Betrieb aller Anlagenteile gewährleistet und kontrolliert werden kann.
OBJEKTuS-Leerstandsmanagement
Ein professionelles Leerstandsmanagement beginnt damit, Maßnahmen zu treffen, um Stagnationen, z.B. stehendes Wasser in Trinkwasserleitungen, zu verhindern. Mit dem mobilen OBJEKTuS-Spülsystem beispielsweise, kann dieses Gefährdungspotenzial allerdings nachhaltig ausgeschlossen werden.
Es kommt immer wieder vor, dass Wohnungen über einen längeren Zeitraum leerstehen. Daraus resultierende Stagnationszeiten haben einen direkten Einfluss auf die Güte des Trinkwassers:
Unbenutzte Wasserleitungen sind mit stehendem Wasser gefüllt, in dem sich die Mikrobiologie ungestört entwickeln kann. Daher gilt es, längere Stillstandszeiten als 72 Stunden zu vermeiden.
Mit einem automatischen Spülsystem können sowohl Warm- und Kaltwasserleitungen regelmäßig, in frei programmierbaren Intervallen gespült werden. In Verbindung mit einem auf Ihre Belange abgestimmten Spülplan sichert das eine gleichbleibend hohe Trinkwasserqualität.
OBJEKTuS bietet hierfür besonders gut geeignete und vielfach praxiserprobte Systeme für die Unterputzmontage als auch für den mobilen Einsatz. Diese können entweder selbst oder durch Servicetechniker installiert werden.
LegiOS - das OBJEKTuS-Legionellenschutzprogramm
Egal, ob es sich um eine erste orientierende Untersuchung, eine weitergehende oder eine Nachuntersuchung handelt. Professioneller Umgang bei der Probenah-me, der Versandlogistik, aber auch bei der Analytik ist oberstes Gebot. Fehler darf sich hier keiner erlauben. Daher ist ein professionelles Prozessmanagement von Bedeutung.
Als einer der führenden Spezialanbieter von sicherheitsrelevanten Dienstleistungen unterstützt OBJEKTuS Immobilieneigentümer bei der Einhaltung ihrer Verkehrssicherungspflichten. So sind auch Sonderterminierungen mit individueller und zeitnaher Analyselogistik möglich.
Die Kombination des professionellen Eskalationsmanagement und des innovativen Sanierungsmanagement ist einzigartig: Beginnend mit der technischen Begehung der Gebäude und Erstellung eines anlagentechnischen Grunddatenblattes.
Darauf folgt die Koordinierung des zuständigen Sanitärfachbetriebes für die Bestimmung der Einbauorte der Entnahmeventile, die Kontrolle der Ventilmontage mit abschließender Endabnahme sowie die Organisation der jährlichen Probenahme durch zertifiziertes Fachpersonal gemäß Trinkwasserveordnung und DVGW.
Zum Service gehört auch die umgehende frist- und fachgerechte Weiterleitung der Proben an akkreditierte Labore - inklusive 10-jähriger Archivierung der Analyseergebnisse. Dazu gehört auch die Durchführung des Eskalationsmanagements bei Befund von erhöhtem Legionellenaufkommen > 100 KBE/100ml und die Kontaktaufnahme mit dem zuständigen Gesundheitsamt. Gegebenenfalls auch die Erstellung einer Gefährdungsanalyse sowie die Koordination der erforderlichen Maßnahmen.
Wie sieht es mit der internen Hausinstallation aus?
Sind die Entnahmestellen in den Wohnungen in einem hygienisch einwandfreien Zustand? Ein Trinkwasser-Hygiene-Check hilft dabei, eine Übersicht über den Zustand der Entnahmestellen zu erhalten. Durch einen Sachverständigen wird eine Begehung in den Wohnungen vollzogen, er erfasst alle hygienischen Mängel und informiert über die Anpassungsmaßnahmen.
Ist der Hausanschluss technisch einwandfrei?
Die Sachverständigen nehmen nicht nur den Hygiene-Status in den Wohnungen auf, sie begehen auch den Keller sowie die Räumlichkeiten der Warmwasserbereitung. Dort prüfen sie nicht nur den Hausanschluss und die gewählten Materialien der Rohre für die Wasserversorgung (Ist z.B. Blei vorhanden?), es wird dabei auch der technische Stand der Speicher und der Heizungsanlage einer Inspektion unterzogen - dazu gehören ebenfalls Kontrollen, ob die Dimensionierungen der Pumpen korrekt sind und diese einwandfrei funktionieren.
Was wird bei einem hydraulischen Abgleich des Wassersystems gemacht?
Der Sachverständige kontrolliert direkt vor Ort, ob das Wassersystem einem hydraulischem Abgleich unterzogen wurde und gibt - je nach Status der Anlage - nützliche technische Empfehlungen, um die Anlage auf einem sachgemäßem Stand zu halten.
Sind die Rohrsysteme sauber und frei von Ablagerungen?
Der Sachverständige vor Ort kümmert sich allerdings nicht nur um die Äußerlichkeiten und die in Augenscheinnahme der Anlage, sondern kontrolliert durch eine Endoskopie ebenfalls die Rohrleitungen für die Wasserversorgung von innen.
Durch die endoskopische Untersuchung können Ablagerungen oder auch ein Biofilm entdeckt werden. Dadurch können Maßnahmen ergriffen werden, die eine weitere Verkeimung der Rohrsysteme unterdrücken und diese wieder von Ablagerungen und Mikrobiologie befreien.
Welche Aufgaben sind laut TrinkWVo umzusetzen
§14 Untersuchungspflicht Probenahme durch zertifizierte Probenehmer gemäß DIN EN ISO 19458, inkl. Temperaturerfassung - Entnahme am Ein- und Ausgang eines Warmwasserspeichers und am Ende jedes Steigstranges
§15 Untersuchungsverfahren und -stellen - Trinkwasseranalyse von einem nach DIN EN ISO 17025 akkreditiertem Labor. Fach- und fristgerechter Versand sowie unverzügliche Weiterleitung der Probeergebnis-se an Eigentümer und Verwalter
§16 Anzeige- und Haftungspflichten Verfahrensweisen bei einem positiven Befund beziehungsweise bei nicht Einhalten der Untersuchungsbedingungen mit einer 10-jährigen Archivierung der Analyseergebnisse
§21 Informationspflicht, Dokumentationspflicht sowie Information an die Bewohner
Ein positiver Befund bei der Trinkwasseranalyse erfordert umgehendes Handeln. Es ist nicht nur wichtig das Hygieneproblem zu beseitigen, sondern auch, dafür zu sorgen, dass umfassende Maßnahmen koordiniert und eingeleitet werden, um eine Wiederholung zu verhindern.
Hier ist fachlicher Rat und eine nachhaltige Projektsteuerung erforderlich. Die Nichtbeachtung der vorhandenen Probleme kann schnell zu strafrechtlichen Konsequenzen für Eigentümer und Verwalter führen. Die Einleitung von Sofortmaßnahmen ist daher oberstes Gebot. Hier hilft nur die Beauftragung eines Dienstleisters, wie z.B. OBJEKTuS, der sich um all die notwendigen Auf-gaben kümmert. Für Eigentümer und Verwalter ist diese Leistung im Rahmen der täglichen Arbeit sehr belastend und eigentlich kaum zu leisten.
Was zeichnet ein funktionierendes Eskalationsmanagement aus?
Ziel- und lösungsorientiertes Handeln. Da-zu bedarf es funktionierender und standardisierter Abwicklungsprozesse.
Bei Legionellenbefall oberhalb 100 KbE/ 100 ml fordert das Gesundheitsamt beinahe obligatorisch eine Gefährdungsanalyse. Diese kann sehr detailliert von Sachverständigen erstellt werden. Sie sollte neben der technischen Beschreibung der Gesamtanlage, auch die möglichen Gefährdungsursachen erläutern.
Der daraus abzuleitende Maßnahmenplan legt die einzusetzenden und anzuwenden-den Technologien fest. Notwendige Sanierungsmaßnahmen, die durch den Installateur zu leisten sind, werden z.B. von OBJEKTuS begleitet und in einem rechtssicheren Abschlußbericht dokumentiert.