Source: http://bravors.brandenburg.de/verordnungen/nsghispe_2016
Timestamp: 2018-01-22 10:24:54
Document Index: 261624407

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 7', '§ 7', '§ 4', '§ 4', '§ 11', '§ 4', '§ 19', '§ 2']

(GVBl.II/95, [Nr. 64], S.578)
geändert durch Artikel 6 der Verordnung vom 10. Juni 2016
Die in § 2 näher bezeichneten Flächen in der Stadt Forst (Landkreis Spree-Neiße) werden als Naturschutzgebiet festgesetzt. Das Naturschutzgebiet trägt die Bezeichnung "Hispe".
(1) Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von rund 14 Hektar. Es umfaßt folgende Flächen in der Gemarkung
Groß Bademeusel Flur 1 Flurstücke 5/1, 6, 7, 8/1, 9/1, 11/4, 11/5, 11/7, 11/10, 12/3, 12/5, 13, 48, 49, 50/1;
Forst Flur 30 Flurstück 15/3, 45/1.
(2) Die Grenze des Naturschutzgebietes ist in einer Übersichtskarte zur Verordnung über das Naturschutzgebiet „Hispe“ und einer Flurkarte mit ununterbrochener Linie eingezeichnet; als Grenze gilt der innere Rand dieser Linie. Die Übersichtskarte mit der Blattnummer 1011-344 im Maßstab 1 : 10 000, unterzeichnet von dem Bearbeiter Herrn Dietmar am 18. September 1995, Siegelnummer 9 des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Raumordnung, ermöglicht die Verortung im Gelände. Maßgeblich für den Grenzverlauf ist die Einzeichnung in der Flurkarte mit den Gemarkungen Groß Bademeusel, Flur 1 und Forst, Flur 30, im Maßstab 1 : 5 000, unterzeichnet von dem Bearbeiter Herrn Dietmar am 18. September 1995, Siegelnummer 9 des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Raumordnung.
(3) Die Verordnung mit Karten kann bei dem für Naturschutz und Landschaftspflege zuständigen Fachministerium des Landes Brandenburg, oberste Naturschutzbehörde, in Potsdam sowie beim Landkreis Spree-Neiße, untere Naturschutzbehörde, von jedermann während der Dienstzeiten kostenlos eingesehen werden.
als Beispiel eines Auengesellschaftskomplexes mit Beständen eines Stieleichen-Hainbuchenwaldes, Weiden Schwarzpappelauen, Feuchtwiesen- und Röhrichtgesellschaften;
als Lebensraum bestandsbedrohter Tierarten, insbesondere als Brut- und Nahrungsraum von Wasser-, Greif- und Singvogelarten;
(2) Die Unterschutzstellung dient der Erhaltung und Entwicklung des Gebietes von gemeinschaftlicher Bedeutung „Hispe“ (§ 7 Absatz 1 Nummer 6 des Bundesnaturschutzgesetzes) mit seinen Vorkommen von Natürlichen eutrophen Seen mit einer Vegetation des Magnopotamions oder Hydrocharitions, Pfeifengraswiesen auf kalkreichem Boden, torfigen und tonig-schluffigen Böden (Molinion caeruleae), Alten bodensauren Eichenwäldern auf Sandebenen mit Quercus robur und Hartholzauenwäldern mit Quercus robur, Ulmus laevis, Ulmus minor, Fraxinus excelsior oder Fraxinus angustifolia (Ulmenion minoris) als natürlichen Lebensraumtypen von gemeinschaftlichem Interesse im Sinne von § 7 Absatz 1 Nummer 4 des Bundesnaturschutzgesetzes.
zu lagern, Feuer anzuzünden, zu zelten oder Wohnwagen aufzustellen;
Schmutzwässer, Gülle, Dünger, Gärfutter oder Klärschlamm auszubringen, einzuleiten, zu lagern oder ab-zulagern; die §§ 4 und 5 der Klärschlammverordnung bleiben unberührt;
Abfälle oder sonstige Gegenstände zu lagern, abzulagern oder sich ihrer auf andere Weise zu entledigen.
die Verbote nach § 4 Abs. 2 Nr. 17, 18 und 20 gelten;
auf Grünland Wirtschaftsdünger nur bis zu einer entsprechenden Tierhaltung von 1,5 Großvieheinheiten pro Hektar eingesetzt werden darf und dabei keine chemisch-synthetischen Stickstoffverbindungen, leicht lösliche Phosphate oder chlorhaltige Kalidünger verwendet werden;
die im Sinne des § 11 Abs. 3 des Brandenburgischen Naturschutzgesetzes ordnungsgemäße forstwirtschaftliche Bodennutzung in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang auf den bisher dafür genutzten Flächen mit der Maßgabe, daß
die Einbringung von fremdländischen Baumarten verboten ist;
die rechtmäßige Ausübung der Jagd mit der Maßgabe, daß die Jagd auf Federwild verboten ist;
die sonstigen bei Inkrafttreten dieser Verordnung auf Grund behördlicher Einzellfallentscheidung rechtmäßig ausgeübten Nutzungen und Befugnisse in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang;
(2) Die in § 4 dieser Rechtsverordnung für das Betreten und Befahren des Naturschutzgebietes enthaltenen Einschränkungen gelten nicht für die Dienstkräfte der Naturschutzbehörden, die zuständigen Naturschutzhelfer und sonstige von den Naturschutzbehörden beauftragte Personen sowie für Dienstkräfte und andere beauftragte Personen anderer zuständiger Behörden und Einrichtungen, soweit diese in Wahrnehmung ihrer gesetzlichen Aufgaben handeln. Der Genehmigungsvorbehalt nach § 19 Abs. 3 Satz 2 des Landeswaldgesetzes bleibt unberührt.
Zur Umsetzung der Schutzziele ist die Ausweisung des Gebietes als Naturwaldparzelle oder -reservat zu prüfen.
(2) Soweit nichts anderes bestimmt ist, gehen die Vorschriften dieser Verordnung anderen Schutzausweisungen im Bereich des in § 2 genannten Gebietes vor.