Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=VGH%20Baden-W%C3%BCrttemberg&Datum=01.06.2017&Aktenzeichen=9%20S%201241/17
Timestamp: 2019-10-14 04:52:46
Document Index: 32461789

Matched Legal Cases: ['Art 3', 'Art 12', '§ 13', '§ 50', '§ 14', '§ 16']

VGH Baden-Württemberg, 01.06.2017 - 9 S 1241/17 - dejure.org
https://dejure.org/2017,21603
VGH Baden-Württemberg, 01.06.2017 - 9 S 1241/17 (https://dejure.org/2017,21603)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 01.06.2017 - 9 S 1241/17 (https://dejure.org/2017,21603)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 01. Juni 2017 - 9 S 1241/17 (https://dejure.org/2017,21603)
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Art 3 Abs 1 GG, Art 12 Abs 1 GG, § 13 Abs 7 JAPV BW 2002, § 50 Abs 2 S 2 JAPV BW 2002
Gewährung einer Pausenzeit als angemessener Nachteilsausgleich bei einer Diabetiserkrankung im Rahmen der schriftlichen Arbeiten der Zweiten juristischen Staatsprüfung; Prüfungsunabhängigen Beeinträchtigungen eines Kandidaten; Angemessener Ausgleich der ...
VG Stuttgart, 30.05.2017 - 12 K 8208/17
NJW 2017, 3400
OVG Saarland, 12.04.2019 - 2 B 136/19
Einstweilige Anordnung: Nachteilsausgleich in der Abiturprüfung
Den Schwierigkeiten eines Prüflings, seine vorhandenen Kenntnisse und Fähigkeiten darzustellen, ist durch geeignete Ausgleichsmaßnahmen Rechnung zu tragen.(Vgl. VGH Mannheim, Beschluss vom 1.6.2017 - 9 S 1241/17 -, juris) Der Nachteilsausgleich dient gemäß § 14 Abs. 1 der Verordnung zur inklusiven Unterrichtung und besonderen pädagogischen Förderung - Inklusionsverordnung(Verordnung zur inklusiven Unterrichtung und besonderen pädagogischen Förderung vom 3. August 2015, zuletzt geändert durch die Verordnung vom 1. August 2018 (Amtsbl. I S. 414).) - dazu, im Sinne der Chancengleichheit Benachteiligungen aufgrund von chronischen Erkrankungen, von Beeinträchtigungen oder Behinderungen zu verringern und möglichst auszugleichen und betroffenen Schülerinnen und Schülern zu ermöglichen, ihre Leistungsfähigkeit auszuschöpfen und ihre Kompetenzen nachzuweisen.
Vielmehr sind die ärztlichen Berichte nach § 16 Abs. 3 Satz 4 Inklusionsverordnung bei der pädagogischen Entscheidung über die Ausgestaltung des Nachteilsausgleichs einzubeziehen - was vorliegend geschehen ist -, haben jedoch keine festlegende Wirkung.(Zur medizinischen Indikation als Grundlage für die Beurteilung der Angemessenheit von Ausgleichsmaßnahmen, vgl. VGH Mannheim, Beschluss vom 01.06.2017 - 9 S 1241/17 -, NJW 2017, 3400 (3401).) Die vorgenommene Differenzierung zwischen den Fächern Mathematik und Biologie sowie den Fächern Deutsch, Geschichte, Religion ect.