Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerwG&Datum=18.01.1991&Aktenzeichen=8%20C%2014.89
Timestamp: 2019-10-16 08:43:32
Document Index: 123862631

Matched Legal Cases: ['§ 113', '§ 133', '§ 113', '§ 7', '§ 19', '§ 113', '§ 113', '§ 113', '§ 113', '§ 113', '§ 113', '§ 113']

BVerwG, 18.01.1991 - 8 C 14.89 - dejure.org
https://dejure.org/1991,149
BVerwG, 18.01.1991 - 8 C 14.89 (https://dejure.org/1991,149)
BVerwG, Entscheidung vom 18.01.1991 - 8 C 14.89 (https://dejure.org/1991,149)
BVerwG, Entscheidung vom 18. Januar 1991 - 8 C 14.89 (https://dejure.org/1991,149)
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Auf Anbaustraße bezogenes Bauprogramm - Ersetzen der Satzung durch Bauprogramm - Möglichkeit der formlosen Aufstellung eines Bauprogramms - Maßgeblichkeit des Bauprogramms für Zeitpunkt der tatsächlichen Herstellung - Ersetzen der Satzung durch konkretes Bauprogramm ...
VG Karlsruhe, 23.10.1986 - 2 K 274/85
VGH Baden-Württemberg, 04.10.1988 - 2 S 3308/86
BVerwG, 23.12.1988 - 8 B 142.88
BVerwGE 87, 288
NVwZ 1992, 428
NVwZ 1992, 492
DVBl 1991, 449
DÖV 1992, 32
Die Verpflichtung zur Neubescheidung entspricht der Entscheidungspraxis der Verwaltungsgerichte, die bei komplexen Sachverhalten, insbesondere bei technischen Fragen oder bei der Berechnung von Geldbeträgen (vgl. BVerwGE 87, 288, 297), der Behörde - unter Beachtung der Rechtsauffassung des Gerichts - die Umsetzung der Entscheidung in einen Verwaltungsakt überlassen (…Jörg Schmidt in Eyermann, VwGO, 12. Aufl. § 113 Rdn. 39).
vgl. BVerwG, Urteile vom 10. Oktober 1995 - 8 C 13.94 -, juris Rn. 19, und vom 18. Januar 1991 - 8 C 14.89 -, juris Rn. 26; OVG NRW, Beschlüsse vom 14. Juli 2017 - 15 A 2321/14 -, juris Rn. 9, und vom 29. September 2015 - 15 A 1163/14 -, RSE OVG, zu § 133 BauGB.
Dies entspricht der Entscheidungspraxis der Verwaltungsgerichte, die bei komplexen Sachverhalten, insbesondere bei technischen Fragen oder bei der Berechnung von Geldbeträgen (vgl. BVerwGE 87, 288, 297), der Behörde - unter Beachtung der Rechtsauffassung des Gerichts - die eigentliche Umsetzung in einen Verwaltungsakt überlassen (…Jörg Schmidt in Eyermann, VwGO, 12. Aufl., § 113 Rdn. 39).
vgl. BVerwG, Urteile vom 18.01.1991 - 8 C 14.89 -, juris, Rn. 11, vom 10.10.1995 - 8 C 13.94 -, juris, Rn. 19, und Beschluss vom 29.10.1997 - 8 B 194.97 -, juris, Rn. 3; vgl. ferner OVG NRW, Beschluss vom 01.08.2013 - 15 A 318/13 -, juris, Rn. 6; Driehaus, Erschließungs- und Ausbaubeiträge, 10. Aufl. 2018, § 7 Rn. 51-60, § 19 Rn. 2 f., 17; jeweils m.w.N.
vgl. BVerwG, Urteile vom 09.03.1990 - 8 C 76.88 -, juris, Rn. 19 und vom 18.01.1991 - 8 C 14.89 -, juris, Rn. 15; VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 20.03.2015 - 2 S 1327/14 -, juris, Rn. 40.
vgl. etwa BVerwG, Urteile vom 10.10.1995 - 8 C 13.94 -, juris, Rn. 19, und vom 18.01.1991 - 8 C 14.89 -, juris, Rn. 26.
BVerwG, 10.10.1995 - 8 C 13.94
Umwandlung einer Außenbereichs in eine Anbaustraße - Anforderungen an die …
Eine Anbaustraße ist erschließungsbeitragsrechtlich erstmalig endgültig hergestellt, wenn sie erstmals die nach dem satzungsmäßigen Teileinrichtungsprogramm und dem (dieses bezüglich der flächenmäßigen Teileinrichtungen ergänzenden) Bauprogramm erforderlichen Teileinrichtungen aufweist und diese dem jeweils für sie aufgestellten technischen Ausbauprogramm entsprechen (im Anschluß an Urteil vom 18. Januar 1991 - BVerwG 8 C 14.89 - BVerwGE 87, 288 (298 f.) [BVerwG 18.01.1991 - 8 C 14/89]).
An diese Rechtsprechung anknüpfend hat das Bundesverwaltungsgericht im Urteil vom 18. Januar 1991 (BVerwG 8 C 14.89 - BVerwGE 87, 288 (298 f.) [BVerwG 18.01.1991 - 8 C 14/89]) erkannt, der Verzicht auf eine satzungsmäßige Festlegung bezüglich der flächenmäßigen Teileinrichtungen bedeute allerdings nicht, daß insoweit keinerlei Festlegungen erforderlich seien.
Sofern man für eine Anwendung dieser Vorschrift in Übernahme einer aus § 113 Abs. 3 VwGO hergeleiteten Anforderung zusätzlich fordert, daß eine derartige Entscheidung "bei Abwägung der Belange der Beteiligten diesen zumutbar ist", so BVerwG, Urteil vom 18. Januar 1991 - 8 C 14.89 -, DVBl. 1991, 449 (451); Hess. VGH, Urteil vom 5. Dezember 1996 - 5 UE 3700/95 -, UA S. 11; kritisch zur Übernahme dieser Anforderung Redeker, DVBl. 1991, 972 (973 f.); Spannowsky, a.a.O., § 113 Rdn. 192; Gerhardt, a.a.O., Rdn. 41, ist diese Voraussetzung vorliegend gleichfalls gegeben:.
Es kann dahinstehen, ob das in § 113 Abs. 2 Satz 2 VwGO geregelte Merkmal eines "nicht unerheblichen Aufwands", voraussetzt, die Ermittlung des Betrags durch das Gericht müsse auf "ernsthafte Schwierigkeiten" stoßen, so BVerwG, Urteil vom 18. Januar 1991, a.a.O.; kritisch hierzu Redeker, a.a.O., S. 974, Spannowsky, a.a.O., Rdn. 192.
Angesichts dessen, daß der Beklagte auf Frage in der mündlichen Verhandlung den Zeitaufwand für eine Neuberechnung mit "vier bis sechs Wochen" benannt hat, kann auch keine Rede davon sein, daß der Senat das Zahlenwerk "ohne weiteres" unter Inanspruchnahme des Beklagten ermitteln könnte, hierauf stellt das BVerwG im Urteil vom 18. Januar 1991, a.a.O., ab.
Insbesondere weicht der Senat nicht von dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 18. Januar 1991, a.a.O., ab, da die dortigen Ausführungen zur Anwendbarkeit des § 113 Abs. 2 Satz 2 VwGO im Erschließungsbeitragsrecht die Entscheidung nicht tragen und zudem eine Anwendung der Vorschrift in besonders gelagerten Fällen wie dem vorliegenden nicht ausschließen.
Dies entspricht der Entscheidungspraxis der Verwaltungsgerichte, die bei komplexen Sachverhalten, insbesondere bei technischen Fragen oder bei der Berechnung von Geldbeträgen (vgl. BVerwGE 87, 288, 297), der Behörde - unter Beachtung der Rechtsauffassung des Gerichts - die eigentliche Umsetzung in einen Verwaltungsakt überlassen (…Jörg Schmidt in Eyermann, VwGO, 12. Aufl. § 113 Rdn. 39).
Bei Verwaltungsakten mit teilbarem Inhalt muß sich die Aufhebung auf die Teile beschränken, welche die Rechtsverletzung für den Kläger beinhalten (Urteil vom 18. Januar 1991 - BVerwG 8 C 14.89 - BVerwGE 87, 288, 296;… Kopp, VwGO , 10. Aufl., § 113 Rn. 14).
Das entspricht vor dem Hintergrund seiner Feststellung, die Herstellung auch dieses Gehwegs sei vom einschlägigen Bauprogramm erfaßt (vgl. zur Bedeutung des Bauprogramms im Erschließungsbeitragsrecht u.a. Urteil vom 18. Januar 1991 - BVerwG 8 C 14.89 - BVerwGE 87, 288 ), der Rechtslage (vgl. insoweit etwa Urteil vom 22. August 1975 - BVerwG IV C 11.73 - BVerwGE 49, 131 ).
Beitragsfähigkeit von Erschließungsanlagen; Rechtswidrigkeit eines …
BVerwG, 23.04.1998 - 3 C 56.96
Vergewisserungspflicht; Negativattest; Kostenbefreiung; Verwaltungsgebühren; …
VGH Baden-Württemberg, 25.06.1996 - 2 S 145/94
Erschließungsbeitrag: erstmalige, endgültige Herstellung einer Anbaustraße
VGH Baden-Württemberg, 07.03.1996 - 2 S 2537/95
Aufhebung eines Verwaltungsaktes durch das Gericht - Erforderlichkeit weiterer …
VG Würzburg, 18.05.2017 - W 3 K 16.136
Zur Nutzungsdauer einer Straße
OVG Niedersachsen, 09.09.2009 - 9 ME 8/09
Erschließungsbeitrag, sachliche Beitragspflicht, endgültige Herstellung; …
OVG Nordrhein-Westfalen, 29.09.2015 - 15 A 1163/14
Beurteilung der endgültigen Herstellung der Erschließungsanlage hinsichtlich …
Allgemeine Beitragspflicht zur Kostendeckung öffentlicher Einrichtungen
OVG Nordrhein-Westfalen, 12.02.1998 - 3 A 176/93
Anbaustraße; Formloses Bauprogramm; Außenbereichsstraße; Straßenrinne; …
VGH Hessen, 05.12.1996 - 5 UE 3700/95
Urteilstenor: Entscheidung nach VwGO § 113 Abs 2 S 2 - Voraussetzungen bei …
VG Ansbach, 23.04.2015 - AN 3 K 13.02087
Straßenausbaubeitrag; historische Straße
OVG Sachsen, 14.03.2013 - 5 A 739/10
Erschließungsbeitrag, endgültige Herstellung einer Anbaustraße, Gehwege
VGH Bayern, 25.04.2008 - 6 ZB 06.284
Erschließungsbeitragsrecht; Abweichung vom Bebauungsplan; Grundzüge der Planung; …
VG Minden, 22.12.1998 - 5 K 4720/97
VG Kassel, 19.04.2001 - 6 G 2578/00