Source: http://www.gesellschaftsrechtskanzlei.com/bgh-urteil-vom-09-mai-2005-ii-zr-2903-2/
Timestamp: 2018-07-20 08:43:50
Document Index: 109733239

Matched Legal Cases: ['§ 53', '§ 194', '§ 53', 'BGH', 'BGH', '§ 243', '§ 243']

AktG §§ 53a, 243; UmwG § 194, 233, 234
a) Wird bei der formwechselnden Umwandlung einer Aktiengesellschaft in eine (Publikums-) GmbH & Co. KGBitte wählen Sie ein Schlagwort:
die bereits als Minderheitsaktionärin an der AG beteiligte 100%-ige Tochtergesellschaft der Mehrheitsaktionärin zur Komplementärin der KG bestellt, während die Mehrheitsaktionärin ebenso wie die übrigen Minderheitsaktionäre die Rechtsstellung eines Kommanditisten erhält, so stellt dies grundsätzlich keinen zur Nichtigerklärung des Umwandlungsbeschlusses führenden Verstoß gegen das Gebot der Kontinuität der Mitgliedschaft, den Gleichbehandlungsgrundsatz, das Verbot der Verfolgung von Sondervorteilen oder die gesellschaftsrechtliche Treuepflicht dar.
b) Ein durch den Rechtsformwechsel von der Aktiengesellschaft zur GmbH & Co. KGBitte wählen Sie ein Schlagwort:
allein der Mehrheitsgesellschafterin aufgrund der Steuergesetze entstehender Steuervorteil stellt keinen verbotenen Sondervorteil i.S. von §§ 53a, 243 Abs. 2 AktG dar; vielmehr ist die sich aus der unterschiedlichen steuerlichen Behandlung von Kapital- und Personengesellschaften ergebende steuerrechtliche Rechtsfolge des Rechtsformwechsels von den Minderheitsgesellschaftern hinzunehmen.
d) Bei der Anfechtungsklage muss innerhalb der Anfechtungsfrist der den Klagegrund bildende maßgebliche Lebenssachverhalt, aus dem der Aktionär die Anfechtbarkeit des Beschlusses herleiten will, vorgetragen werden (BGH, Urteil vom 14. März 2005 – II ZR 153/03, ZIP 2005, 706, 708 – Klarstellung zu BGHZ 152, 1, 6).
Schlagworte: Anfechtungsfrist, Anfechtungsklage im Sinne der §§ 243 ff AktG, Erstreben von Sondervorteilen, Gesellschaftsvertrag, Nachschieben von Gründen, Sondervorteile nach § 243 Abs. 2 AktG analog, Treuepflicht und Sondervorteile, Umwandlungsbeschluss