Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VII%20ZR%20162/64
Timestamp: 2019-10-21 09:00:31
Document Index: 345895497

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 543', '§ 546', 'BGH', 'BGH', '§ 543', '§ 546', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 308', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 565', '§ 253', '§ 894', '§ 726', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 253', 'BGH', 'BGH', '§ 726', '§ 756', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 02.06.1966 - VII ZR 162/64 - dejure.org
BGH, 02.06.1966 - VII ZR 162/64
https://dejure.org/1966,95
BGH, 02.06.1966 - VII ZR 162/64 (https://dejure.org/1966,95)
BGH, Entscheidung vom 02.06.1966 - VII ZR 162/64 (https://dejure.org/1966,95)
BGH, Entscheidung vom 02. Juni 1966 - VII ZR 162/64 (https://dejure.org/1966,95)
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Anspruch auf Übereignung von Grundbesitz - Voraussetzungen für die Erteilung eines Auftrages - Anforderungen an die Auslegung des Parteiwillens
BGHZ 45, 287
NJW 1966, 1755
Dies gilt nicht nur für verschiedene selbständige Klageansprüche oder quantitativ abgrenzbare Teile von Ansprüchen, sondern auch für Verteidigungsmittel, sofern es sich hierbei um einen tatsächlich und rechtlich selbständigen und abtrennbaren Teil des Gesamtstreitstoffs handelt (BGHZ 45, 287, 289).
Auch wenn das Berufungsgericht aufgehoben und zurückverwiesen hat, besteht kein anerkennenswertes Bedürfnis, einen vom rechtsmittelführenden Beklagten nicht angegriffenen Teil der Klageforderung vor dem Revisionsgericht zu verhandeln (vgl. BGHZ 45, 287, 289).
Zwar kann die Zulassung der Revision auf ein geltend gemachtes Zurückbehaltungsrecht beschränkt werden (vgl. BGHZ 45, 287, 289;… MünchKommZPO/Wenzel, 3. Aufl. § 543 Rdn. 40;… Grunsky, in: Stein/Jonas, ZPO 21. Aufl. § 546 Rdn. 29 m.w.Nachw.).
Der auf eine Wohnflächenabweichung von mehr als 10% gestützte Bereicherungsanspruch, mit dem die Beklagten gegen die dem Kläger zuerkannte Klageforderung von 671, 94 EUR aufgerechnet haben und auf den sie die Widerklage hilfsweise stützen, stellt einen abgrenzbaren, rechtlich selbständigen Teil des Streitstoffs dar, der in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht unabhängig von dem übrigen Prozessstoff beurteilt werden kann und auf den die Beklagten ihre Revision hätten beschränken können (vgl. BGHZ 45, 287, 289).
Zwar ist die Beschränkung der Revisionszulassung auf das vom Beklagten geltend gemachte Zurückbehaltungsrecht im Berufungsurteil zulässig (vgl. BGHZ 45, 287, 289;… MünchKommZPO Aktualisierungsband/Wenzel 2. Aufl. § 543 Rdn. 34;… Stein/Jonas/Grunsky, ZPO 21. Aufl. § 546 Rdn. 29 m.w.Nachw.).
Die Beklagten haben ihre Berufung zulässig auf die Versagung eines Zurückbehaltungsrechts beschränkt (BGHZ 45, 287, 289;… BGH, Urt. v. 21. Juni 1999, II ZR 47/98, WM 1999, 1565, 1567).
Dies gilt nicht nur für verschiedene selbständige Klageansprüche oder quantitativ abgrenzbare Ansprüche, sondern auch für Verteidigungsmittel, sofern es sich hierbei um einen tatsächlich und rechtlich selbständigen und abtrennbaren Teil des Gesamtstreitstoffs handelt (BGH…, Urteil vom 12. Januar 1970, Az. VII ZR 48/68, zitiert nach juris, Rdnr. 9; Urteil vom 2. Juni 1966, Az. VII ZR 162/64, zitiert nach juris, Rdnr. 74).
Die Zulässigkeit einer Beschränkung des Rechtsmittels eines zur Zahlung verurteilten Beklagten auf eine zur Aufrechnung gestellte Gegenforderung wird in der höchstrichterlichen Rechtsprechung ebenso bejaht (vgl. BGH, Urteil vom 21. Juni 1999, Az. II ZR 47/98, NJW 1999, 2817, 2818;… Urteil vom 13. Juni 2001, Az. VIII ZR 294/99, zitiert nach juris, Rdnr. 12 m. w. Nachw.) wie die Beschränkung des Rechtsmittels auf ein eingewandtes Zurückbehaltungsrecht (vgl. BGH, Urteil vom 2. Juni 1999, Az. VII ZR 162/64, zitiert nach juris, Rdnr. 74).
cc) Die wirksame Beschränkung eines Rechtsmittels auf einen Aufrechnungseinwand bzw. die Geltendmachung eines Zurückbehaltungsrechts hat zur Folge, dass das Rechtsmittelgericht das angefochtene Urteil gemäß §§ 308, 536 bzw. 559 ZPO nur aufheben oder abändern kann, soweit es angefochten ist, also nur hinsichtlich der Entscheidung der Vorinstanz über die zur Aufrechnung gestellte Gegenforderung bzw. das Zurückbehaltungsrecht (vgl. BGH, Urteil vom 2. Juni 1966, Az. VII ZR 162/64, zitiert nach juris, Rdnr. 74).
Ein diesem Antrag stattgebendes Urteil ist jedenfalls dann ingesamt aufzuheben, wenn sich dieser Mangel derzeit nicht beheben läßt (Ergänzung zu BGHZ 45, 287 [BGH 02.06.1966 - VII ZR 162/64] = NJW 1966, 1755 = LM § 565 I ZPO Nr. 6 L).
Schon insoweit ist das Urteil rechtsfehlerhaft, weil die Zug-um-Zug-Einschränkung nicht bestimmt genug ist (§ 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO) und damit das Urteil keinen vollstreckungsfähigen Inhalt hat (vgl. § 894 Abs. 1 Satz 2 und § 726 Abs. 2 ZPO; BGHZ 45, 287, 288) [BGH 02.06.1966 - VII ZR 162/64].
Anders als in dem durch den VII. Zivilsenat entschiedenen Sachverhalt käme eine teilweise Aufhebung (nur im Umfang der Zug-um-Zug-Leistung vgl. BGHZ 45, 287, 288 ff) [BGH 02.06.1966 - VII ZR 162/64] deshalb nicht in Betracht, weil sich der Mangel derzeit nicht beheben läßt.
Das Berufungsgericht ist mit Recht davon ausgegangen, daß diejenige Leistung, die Gegenstand einer Zug-um-Zug-Verurteilung sein soll, so bestimmt sein muß, daß sie ihrerseits zum Gegenstand einer Leistungsklage gemacht werden könnte (§ 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO); denn eine unbestimmte Bezeichnung der Zug um Zug zu erbringenden Leistung würde die Vollstreckung des Urteils insgesamt hindern (BGHZ 45, 287, 288 [BGH 02.06.1966 - VII ZR 162/64];… Zöller/Stöber, ZPO, 14. Aufl. 1984, § 726 Rdnr. 8 und § 756 Rdnr. 3).
BGH, 25.01.1990 - IX ZR 65/89
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BGH, 15.12.1969 - VII ZR 148/67
BGH, 22.01.2013 - II ZR 264/10
OLG Köln, 23.11.1990 - 2 W 195/90
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BGH, 14.03.1969 - V ZR 8/65
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BGH, 30.09.1966 - V ZR 140/65
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OLG Frankfurt, 02.02.2010 - 20 W 16/10
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