Source: http://www.gesetze-rechtsprechung.sh.juris.de/jportal/?quelle=jlink&query=KittlNatSchGebV+SH&psml=bsshoprod.psml&max=true&aiz=true
Timestamp: 2020-07-05 21:35:15
Document Index: 132208626

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 3', 'Art. 3', '§ 1', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 3', '§ 16', '§ 38', '§ 8', '§ 25', '§ 34', '§ 25', '§ 69', '§ 4', '§ 5', '§ 4', '§ 5', '§ 67', '§ 6', '§ 3']

Gesetze-Rechtsprechung Schleswig-Holstein KittlNatSchGebV SH 2008 | Landesnorm Schleswig-Holstein | Gesamtausgabe | Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Kittlitzer Hofsee und Umgebung" vom 27. Oktober 2008 | gültig ab: 28.11.2008
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Kittlitzer Hofsee...
Anlage - Anlage 2 zu § 3 Abs. 2 Nr. 5 und 6 der Landesverordnung...
juris-Abkürzung: KittlNatSchGebV SH 2008
Ausfertigungsdatum: 27.10.2008
Fundstelle: GVOBl. 2008 549
Gliederungs-Nr: 791-4-227
"Kittlitzer Hofsee und Umgebung"
Stand: letzte berücksichtigte Änderung: § 3 geändert sowie Anlage 2 Nummer 1 neu gefasst (Art. 3 LVO v. 16.05.2018, GVOBl. S. 296)
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Kittlitzer Hofsee und Umgebung" vom 27. Oktober 2008 28.11.2008
Eingangsformel 28.11.2008
§ 1 - Erklärung zum Naturschutzgebiet 28.11.2008
§ 2 - Geltungsbereich 28.11.2008
§ 3 - Schutzzweck, Erhaltungsziele 29.06.2018
§ 4 - Verbote 28.11.2008
§ 5 - Zulässige Handlungen 28.11.2008
§ 6 - Ausnahmen und Befreiungen 28.11.2008
§ 7 - Ordnungswidrigkeiten 28.11.2008
§ 8 - Inkrafttreten 28.11.2008
Anlage 28.11.2008
Anlage - Anlage 2 zu § 3 Abs. 2 Nr. 5 und 6 der Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Kittlitzer Hofsee und Umgebung": 29.06.2018
Aufgrund der §§ 16 Abs. 1 und 28 Abs. 1 des Landesnaturschutzgesetzes und des § 38 des Landesjagdgesetzes verordnet das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume:
(1) Die Niederung des Kittlitzer Baches, der Kittlitzer Hofsee und der Kleingewässerbereich an der Straße zwischen Mustin und Kittlitz mit Umgebung auf dem Gebiet der Gemeinde Kittlitz und der Dargower Graben mit Umgebung auf dem Gebiet der Gemeinde Salem, Kreis Herzogtum Lauenburg, werden zum Naturschutzgebiet erklärt.
(2) Das Naturschutzgebiet wird mit der Bezeichnung "Kittlitzer Hofsee und Umgebung" unter Nummer 195 in das in der obersten Landesnaturschutzbehörde geführte Verzeichnis der Naturschutzgebiete eingetragen.
(1) Das Naturschutzgebiet ist rund 178 ha groß und umfasst Flächen in den Gemarkungsteilen Der Kapellenschlag, Kronsberg, Im großen Seebruch, Holzkoppel, Hofsee, Im Seebruch, Wischkoppel, Heidenholz, Die Eichhorst, Buschkoppel, Hörsten, Langenberg und Langenweden auf dem Gebiet der Gemeinden Kittlitz und Salem.
(2) In der dieser Verordnung als Anlage 1 a beigefügten Übersichtskarte im Maßstab 1 : 25.000 ist die Grenze des Naturschutzgebietes als schwarze Linie dargestellt. In der dieser Verordnung als Anlage 1 b beigefügten Übersichtskarte im Maßstab 1 : 25.000 ist das Fauna-Flor-Habitat-Gebiet (FFH-Gebiet) senkrecht und das Europäische Vogelschutzgebiet waagerecht schraffiert eingetragen.
(3) Die Grenze des Naturschutzgebietes ist in der Abgrenzungskarte 1 a im Maßstab 1 : 5.000 rot eingetragen. Sie verläuft auf der dem Gebiet zugewandten Seite der roten Linie. In der Abgrenzungskarte 1 b ist das FFH-Gebiet senkrecht und das Europäische Vogelschutzgebiet waagerecht schraffiert eingetragen. Die Ausfertigung der Karten ist in der obersten Landesnaturschutzbehörde verwahrt. Die Karten sind Bestandteile dieser Verordnung.
(1) Das Naturschutzgebiet dient der Sicherung, dem Schutz, der Erhaltung und der Entwicklung eines eiszeitlichen Talsystems mit einem nährstoffreichen See einschließlich ausgeprägter Senken und Hangkanten, Verlandungsbereichen, Großseggenriedern, Bruchwäldern, Tümpeln, Kleingewässern, Sukzessionsflächen und randlichen Acker-, Grünland- und Waldflächen als Lebens-, Brut- und Nahrungsraum einer charakteristischen und naturraumtypischen, teilweise gefährdeten Pflanzen- und Tierwelt. Viele Lebensräume und Arten sind von europaweiter Bedeutung.
die ungestörte Entwicklung der geologischen und biologischen Prozesse im Hofseebecken, in den Brüchen sowie auf den für Zwecke des Naturschutzes bereitgestellten und erworbenen Waldflächen sowie in deren Randbereichen und
den natürlichen Wasserhaushalt und die ungestörte Bodenentwicklung auf den unterschiedlichen Standorten des Rinnensystems zu ermöglichen sowie
die naturraumtypischen und sich aus Anhang I der Richtlinie 92/43/EWG des Rates zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen vom 21. Mai 1992 (ABl. EG Nr. L 206 S. 7, zuletzt ber. ABl. EG Nr. L 031 vom 6. Februar 1998 S. 63) ergebenden Lebensräume von gemeinschaftlichem Interesse der
Gewässer, Seen und Teiche (Lebensraumtypen „Natürliche eutrophe Seen mit einer Vegetation des Magnopotamions oder Hydrocharitions“, 3150, „Flüsse der planaren bis montanen Stufe mit Vegetation des Ranunculion fluitantis und des Callitricho-Batrachion“, 3260),
Wälder (Lebensraumtypen „Waldmeister-Buchenwald (Asperulo-Fagetum)“, 9130, „Subatlantischer oder mitteleuropäischer Stieleichenwald oder Hainbuchenwald (Carpinion betuli), 9160), sowie
die auf diese Lebensräume spezialisierten, für dieses Gebiet charakteristischen Pflanzen- und Tierarten von gemeinschaftlichem Interesse
insbesondere die Arten Kammmolch und Rotbauchunke (Arten aus Anhang II der Richtlinie 92/43/EWG) sowie
die seltenen und in ihrem Bestand bedrohten Vogelarten Kranich, Mittelspecht, Neuntöter, Rohrweihe, Schwarzspecht, Wespenbussard, Zwergsäger und Weißstorch (Arten aus Anhang I der Richtlinie 79/409/EWG des Rates vom 2. April 1979 über die Erhaltung der wildlebenden Vogelarten (ABl. EG Nr. L 103 S. 1, ber. ABl. EG Nr. L 059 S. 61)) zu erhalten und zu schützen sowie
aus den Erhaltungszielen für das gesamte EG-Vogelschutzgebiet DE-2331-491 "Schaalseegebiet" die Erreichung der in Anlage 2 aufgeführten Erhaltungsziele zur Erhaltung oder Wiederherstellung eines günstigen Erhaltungszustandes der in Anhang I der Richtlinie 79/409/EWG aufgeführten und der in Artikel 4 Abs. 2 dieser Richtlinie genannten Vogelarten (Amtsbl. Schl.-H. 2006, S. 813 ff) sowie ihrer Lebensräume und
aus den Erhaltungszielen für das Gebiet gemeinschaftlicher Bedeutung DE-2331-393 "Amphibiengebiete westlich Kittlitz" die Erreichung der in der Anlage 2 aufgeführten Erhaltungsziele zur Erhaltung oder Wiederherstellung eines günstigen Erhaltungszustandes der in Anhang I der Richtlinie 92/43/EWG aufgeführten natürlichen Lebensräume und der in Anhang II dieser Richtlinie aufgeführten Tier- und Pflanzenarten (Amtsbl. Schl.-H. 2006, S. 1315 ff) sicherzustellen.
Flächen im Eigentum des Zweckverbandes Schaalsee-Landschaft,
durch natürliche und juristische Personen für Zwecke des Naturschutzes erworbenen oder anderweitig bereitgestellten Flächen und
für Zwecke des Naturschutzes im Rahmen des Projektes Schaalsee-Landschaft vom Kreis Herzogtum Lauenburg bereitgestellten Flächen
Acker genutzten, in der Übersichtskarte 1 a und in der Abgrenzungskarte 1 a kariert dargestellten Flächen in der bisherigen Art und in dem bisherigen Umfang;
Dauergrünland genutzten Flächen mit folgenden Einschränkungen:
die der guten fachlichen Praxis entsprechende forstwirtschaftliche Bodennutzung im Sinne des § 8 des Landeswaldgesetzes der übrigen als Wald genutzten Flächen unter Beachtung des § 25 des Landesnaturschutzgesetzes ; für die Flächen des Waldes "Eichhorst" bleiben die im Vertrag über die Sicherung der Naturschutzbelange im Wald "Eichhorst" bei Dargow am Schaalsee am 26. November 1999 zwischen dem Ministerium für Umwelt, Natur und Forsten des Landes Schleswig-Holstein, Herrn Walther Schmitz und dem Zweckverband "Schaalsee-Landschaft" vereinbarten Regelungen unberührt;
auf den nördlich der Straße Vogtstemmen-Kittlitz (K1) liegenden Flächen des Naturschutzgebietes und auf den südlich dieser Straße liegenden Eigentumsflächen der Umweltstiftung WWF Deutschland, der Stiftung Kreis Herzogtum Lauenburg und des Zweckverbandes Schaalsee-Landschaft die Jagd auf Wasserwild auszuüben; ausgenommen von diesem Verbot ist die an der Straße Mustin-Kittlitz (K36) gelegene Teilfläche der Domäne Kittlitz;
die Jagd in der Zeit vom 1. März bis zum 15. Juni eines jeden Jahres auf den in der Übersichtskarte 1 a und der Abgrenzungskarte 1 a mit Punktsignatur gekennzeichneten Flächen auszuüben; § 34 Abs. 6 Satz 1 Nr. 2 des Landesnaturschutzgesetzes bleibt unberührt;
Hochsitze zu errichten, die mehr als 10 m3 umbauten Raum umfassen (Ständer und Kanzel);
Wild zu füttern, Wildäsungsflächen anzulegen oder zu betreiben oder Brutkästen für Enten aufzustellen;
für die Flächen des Waldes "Eichhorst" bleiben die im Vertrag über die Sicherung der Naturschutzbelange im Wald "Eichhorst" bei Dargow am Schaalsee am 26. November 1999 zwischen dem Ministerium für Umwelt, Natur und Forsten des Landes Schleswig-Holstein, Herrn Walther Schmitz und dem Zweckverband "Schaalsee-Landschaft" vereinbarten Regelungen unberührt;
der Fischfang mit der Handangel vom Ufer aus in dem in der Übersichtskarte 1 a durch schwarze und in der Abgrenzungskarte 1 a durch gelb ausgefüllte Kreise dargestellten Uferabschnitt des Kittlitzer Hofsees mit folgenden Einschränkungen:
Besatzmaßnahmen, Fütterungen und Anfüttern sind nicht gestattet;
die Nutzung der genehmigten, in der Übersichtskarte 1 a und in der Abgrenzungskarte 1 a durch einen im Kreis eingeschlossenen Buchstaben B dargestellten und in der Örtlichkeit gekennzeichneten Badestelle am Kittlitzer Hofsee in der bisherigen Art und in dem bisherigen Umfang unter Berücksichtigung der Bestimmungen des § 25 des Landesnaturschutzgesetzes ;
die Nutzung der südlich der Hofstellen gelegenen Löschwasserentnahmestelle am Kittlitzer Hofsee in der bisherigen Art und in dem bisherigen Umfang;
(2) Soweit eine der in Absatz 1 aufgeführten Maßnahmen im Einzelfall mit einem Eingriff in Natur und Landschaft verbunden ist, sind die Bestimmungen des Abschnittes III des des Landesnaturschutzgesetzes zu beachten.
die erforderlichen Maßnahmen zur Gefährdungsabschätzung und Untersuchung nach dem Bundes-Bodenschutzgesetz vom 17. März 1998 (BGBl. I S. 502, zuletzt geändert durch Artikel 3 des Gesetzes vom 9. Dezember 2004 (BGBl. I S. 3214) sowie die erforderlichen Maßnahmen zur Sanierung der festgestellten schädlichen Bodenveränderungen oder Altlasten auf der Grundlage des Bundes-Bodenschutzgesetzes und des Landesbodenschutz- und Altlastengesetz es vom 14. März 2002 (GVOBl. Schl.-H. S. 60), zuletzt geändert durch Gesetz vom 12. Juni 2007 (GVOBl. Schl.-H. S. 292), die Entnahme von Boden-, Wasser-, Bodenluft- und Aufwuchsproben und Einrichtung und Betrieb von Messstellen,
das Nachstellen wildlebender, nicht dem Jagdrecht unterliegender und nicht besonders geschützter Tierarten sowie das Fangen oder Töten dieser Tierarten; eine Ausnahme ist nicht erforderlich für die Bekämpfung des Bisams nach § 69 Abs. 2 Nr. 3 des Landeswassergesetzes im Bereich von Dämmen an den Gewässern.
(2) Die untere Naturschutzbehörde kann im Einzelfall zeitlich befristete Ausnahmen von den Verboten des § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 5 und den einschränkenden Regelungen des § 5 Abs. 1 Nr. 4 Buchstabe c zulassen, wenn hierdurch der Schutzzweck nicht beeinträchtigt wird.
(3) Die Jagdbehörde kann im Einvernehmen mit der oberen Naturschutzbehörde Ausnahmen von den Verboten des § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 13 und den einschränkenden Regelungen des § 5 Abs. 1 Nr. 4 im Einzelfall zulassen, wenn dieses zur Sicherung des Schutzzweckes oder zur Abwehr von erheblichen Wildschäden erforderlich ist.
(2) Ordnungswidrig nach § 67 Abs. 1 Nr. 1 des Landesnaturschutzgesetzes handelt auch, wer vorsätzlich oder fahrlässig ohne Genehmigung der unteren Naturschutzbehörde eine Handlung nach § 6 Abs. 1 Nr. 1 bis 5 vornimmt.
Kiel, 27. Oktober 2008
Anlage 2 zu § 3 Abs. 2 Nr. 5 und 6
der Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Kittlitzer Hofsee und Umgebung":
Erhaltungsziele für den im Naturschutzgebiet „Kittlitzer Hofsee und Umgebung“ befindlichen Teilbereich des gesetzlich geschützten Gebietes von gemeinschaftlicher Bedeutung DE-2331-393 „Amphibiengebiete westlich Kittlitz“
Das Naturschutzgebiet „Kittlitzer Hofsee und Umgebung“ ist für die Erhaltung folgender Lebensraumtypen des Anhangs I und Arten des Anhangs II der FFH-Richtlinie
Subatlantischer oder mitteleuropäischer Stieleichenwald oder Hainbuchenwald (Carpinion betuli)
Erhaltung eines gewässerreichen Biotopkomplexes aus Wald und Grünland mit zum Teil individuenreichen Beständen von Kammmolch, Rotbauchunke und Bauchiger Windelschnecke.
Erhaltung eines günstigen Erhaltungszustandes der unter Nummer 1.1 Buchstabe a genannten Lebensraumtypen und Art. Hierzu sind insbesondere folgende Aspekte zu berücksichtigen:
der Sonderstandorte wie zum Beispiel Findlinge, Bachschluchten, Steilhänge, feuchte Senken und der für den Lebensraumtyp charakteristischen Habitatstrukturen und -funktionen,
Erhaltung eines günstigen Erhaltungszustandes des unter Nummer 1.1 Buchstabe b genannten Lebensraumtyps und der Art. Hierzu sind insbesondere folgende Aspekte zu berücksichtigen:
naturnaher Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder in unterschiedlichen Altersphasen und Entwicklungsstufen und ihrer standorttypischen Variationsbreite im Gebiet,
der Sonderstandorte wie zum Beispiel Findlinge, Bachtälchen, Steilhänge, feuchte Senken mit Vermoorungen unterschiedlicher Trophie und der für den Lebensraumtyp charakteristischen Habitatstrukturen und -funktionen,
weitgehend ungestörter Kontaktlebensräume wie zum Beispiel Brüche, Nasswiesen, Kleingewässer,
Erhaltungsziele für den im Naturschutzgebiet "Kittlitzer Hofsee und Umgebung" befindlichen Teilbereich des EG-Vogelschutzgebietes DE-2331-491 "Schaalsee-Gebiet"
2.1 Erhaltungsgegenstand
von besonderer Bedeutung: (fett: Arten des Anhangs I der Vogelschutzrichtlinie ; B: Brutvögel; R: Rastvögel; N: Nahrungsgast)
Löffelente (Anas clypeata) (R)
2.2 Erhaltungsziele
2.2.1 Übergreifende Ziele
2.2.2 Ziele für Vogelarten
Arten der Seen, (Fisch-)teiche, Kleingewässer und Bäche wie Löffelente, Graugans, Reiherente, Zwergsäger, Gänsesäger
von störungsarmen Rast- und Überwinterungsgebieten, insbesondere größeren fischreichen Seen und Flüssen (Zwergsäger, Gänsesäger u.a.),
von klaren, kleinfischreichen Gewässern (insbesondere Seen, Weihern, Flüssen, Küstengewässern) als Nahrungshabitat, mit angrenzenden bewaldeten Steilküsten als wichtige Bruthabitate (u.a. Gänsesäger),
der Durchgängigkeit von Fließgewässern (z.B. als Wanderstrecke der Gänsesäger-Familien zur Küste),
größerer, störungsarmer Binnenseen mit reicher Verlandungs- und Ufervegetation und baumfreien, aber mit ausreichend hoher Vegetation bedeckten Inseln als Neststandort,
Arten der (Land-)Röhrichte, Weidengebüsch und Hochstaudenfluren wie Rohrweihe
von hohen Grundwasserständen, Flächen mit niedriger Vegetationsbedeckung, kleinen offenen Wasserflächen wie Blänken, und Mulden und einer geringen Nutzungsintensität,
möglichst störungsfreier Bereiche während der Brutzeit,
Arten der Laub-, Misch- und Bruchwälder wie Mittelspecht, Schwarzspecht, Kranich, Seeadler, Wespenbussard
eines - bezogen auf das Gesamtgebiet - ausreichend hohen Anteils zusammenhängender, über 80-jähriger Laubwaldbestände mit einem ausreichenden Anteil an Alteichen auch zur Anlage von Nisthöhlen, sonstigen rauhborkigen und glattrindigen Bäumen wie z.B. Uralt-Buchen und stehendem Totholz mit BHD über 35 cm,
eines möglichst störungsfreien Brutplatzumfeldes zwischen dem 1. März bis 31 August.