Source: https://www.gomopa.net/Finanzforum/steuerberatung-und-steueroptimierung/veranlagung-einzelveranlagung-fuer-ehegatten-149155.html
Timestamp: 2018-08-19 07:34:10
Document Index: 188289357

Matched Legal Cases: ['§ 32', '§ 34', '§ 26', '§ 52', '§ 35', '§ 26', '§ 35', '§ 26']

Veranlagung: Einzelveranlagung für Ehegatten - Steuerberatung & Steueroptimierung - Finanznachrichten
Veranlagung: Einzelveranlagung für Ehegatten
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Bisher ist für Eheleute anstelle der Zusammenveranlagung eine getrennte Veranlagung möglich. Die Beweggründe für die Wahl der getrennten Veranlagung liegen meist in einer niedrigeren Steuer (z. B. bei Progressionsvorbehalt nach § 32b EStG oder außerordentlichen Einkünften nach § 34 EStG). In Betracht kommen aber auch außersteuerliche Gründe z. B. in der Form, dass der eine Ehegatte seine steuerlichen Verhältnisse dem anderen Ehegatten gegenüber nicht offen legen möchte.
Ab dem 1.1.2013 besteht anstelle der getrennten Veranlagung für Eheleute die Möglichkeit zur Einzelveranlagung (§ 26a EStG; § 52 Abs. 68 EStG).
Damit können sich Ehegatten auch künftig aus steuerlichen oder außersteuerlichen Gründen für die Einzelbesteuerung entscheiden.
Bei der Einzelveranlagung gelten folgende Regeln:
- Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen und die Steuerermäßigung nach § 35a EStG (für Handwerkerleistungen und haushaltsnahe Dienstleistungen) werden den Ehegatten entsprechend der tatsächlichen wirtschaftlichen Belastung zugerechnet (Prinzip der Individualbesteuerung). Allerdings können die Ehegatten auch gemeinsam insgesamt eine hälftige Zuordnung beantragen. ABER anders als bisher ist eine freie steueroptimale Zuordnung der Kosten nicht mehr möglich.
- Bei außergewöhnlichen Belastungen allgemeiner Art wird die zumutbare Belastung nach dem Gesamtbetrag der Einkünfte eines jeden Ehegatten bestimmt und nicht wie bei der getrennten Veranlagung nach dem Gesamtbetrag der Einkünfte beider Ehegatten. Dies entspricht dem Prinzip der Individualbesteuerung.
Neuregelung (§ 26a EStG)
(1) Bei Einzelveranlagung von Ehegatten sind jedem Ehegatten die von ihm bezogenen Einkünfte zuzurechnen. Einkünfte eines Ehegatten sind nicht allein deshalb zum Teil dem anderen Ehegatten zuzurechnen, weil dieser bei der Erzielung der Einkünfte mitgewirkt hat.
(2) Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen und die Steuerermäßigung nach § 35a werden demjenigen Ehegatten zugerechnet, der die Aufwendungen wirtschaftlich getragen hat. Auf gemeinsamen Antrag der Ehegatten werden sie jeweils zur Hälfte abgezogen. § 26 Absatz 2 Satz 3 gilt entsprechend.
Weitere Informationen: Welche Veranlagung gilt bei der Einkommensteuer?
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