Source: https://www.jusmeum.de/gesetz/flechtwausbv
Timestamp: 2019-08-26 00:23:22
Document Index: 256452918

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 5', '§ 25', '§ 26', '§ 1', '§ 25', '§ 4', '§ 1', '§ 9', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 5', '§ 8', '§ 10', '§ 6', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 5']

FlechtwAusbV
Verordnung über die Berufsausbildung zum Flechtwerkgestalter/zur Flechtwerkgestalterin
Auf Grund des § 4 Abs. 1 in Verbindung mit § 5 des Berufsbildungsgesetzes vom 23. März 2005 (BGBl. I S. 931) und auf Grund des § 25 Abs. 1 in Verbindung mit § 26 der Handwerksordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 14. September 1998 (BGBl. I S. 3074), die durch Artikel 2 Nr. 4 des Gesetzes vom 23. März 2005 (BGBl. I S. 931) neu gefasst worden sind, jeweils auch in Verbindung mit § 1 des Zuständigkeitsanpassungsgesetzes vom 16. August 2002 (BGBl. I S. 3165) sowie dem Organisationserlass vom 22. November 2005 (BGBl. I S. 3197) verordnet das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung:
Der Ausbildungsberuf Flechtwerkgestalter/Flechtwerkgestalterin wird
gemäß § 25 der Handwerksordnung für die Ausbildung für das Gewerbe Nummer 18, Korbmacher, der Anlage B Abschnitt 1 der Handwerksordnung sowie
gemäß § 4 Abs. 1 des Berufsbildungsgesetzes
Die in dieser Verordnung genannten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sollen bezogen auf Arbeits- und Geschäftsprozesse so vermittelt werden, dass die Auszubildenden zur Ausübung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit im Sinne von § 1 Abs. 3 des Berufsbildungsgesetzes befähigt werden, die insbesondere selbstständiges Planen, Durchführen und Kontrollieren sowie das Handeln im betrieblichen Gesamtzusammenhang einschließt. Diese Befähigung ist auch in den Prüfungen nach den §§ 9 und 10 nachzuweisen.
§ 4 Struktur der Berufsausbildung
Die Berufsausbildung gliedert sich in gemeinsame Ausbildungsinhalte und die Ausbildung in einem der Schwerpunkte
Flechtmöbel oder
Flechtobjekte.
§ 5 Ausbildungsberufsbild
Entwerfen und Gestalten von Flechtwerken,
Handhaben und Instandhalten von Werkzeugen, Geräten, Maschinen und Schablonen,
Herstellen von Flechtwerken,
Durchführen von Präsentationen,
Lagern und Ausliefern von Produkten,
§ 6 Ausbildungsrahmenplan
Die in § 5 genannten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten (Ausbildungsberufsbild) sollen nach der in der Anlage enthaltenen Anleitung zur sachlichen und zeitlichen Gliederung der Berufsausbildung (Ausbildungsrahmenplan) vermittelt werden. Eine von dem Ausbildungsrahmenplan abweichende sachliche und zeitliche Gliederung der Ausbildungsinhalte ist insbesondere zulässig, soweit betriebspraktische Besonderheiten die Abweichung erfordern.
§ 8 Schriftlicher Ausbildungsnachweis
(2) Die Zwischenprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage für die ersten 18 Monate aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie auf den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.
(3) Der Prüfling soll in insgesamt höchstens sechs Stunden eine Arbeitsaufgabe, die einem Kundenauftrag entspricht, durchführen sowie innerhalb dieser Zeit in insgesamt höchstens zehn Minuten hierüber ein Fachgespräch führen, das aus mehreren Gesprächsphasen bestehen kann. Weiterhin soll der Prüfling in insgesamt höchstens 120 Minuten Aufgaben schriftlich bearbeiten, die sich auf die Arbeitsaufgabe beziehen. Für die Arbeitsaufgabe kommt insbesondere in Betracht:
Herstellen eines Flechtwerks unter Anwendung unterschiedlicher Flechttechniken.
(4) Durch die Durchführung der Arbeitsaufgabe, das Fachgespräch und die schriftliche Bearbeitung der Aufgaben soll der Prüfling zeigen, dass er Arbeitsabläufe planen, Werkstoffe und Arbeitsmittel festlegen, technische Unterlagen nutzen, Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zum Umweltschutz und zur Qualitätssicherung anwenden und seine Vorgehensweise begründen kann.
§ 10 Abschlussprüfung/Gesellenprüfung
(1) Die Abschlussprüfung/Gesellenprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie auf den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.
(2) Der Prüfling soll im praktischen Teil der Prüfung in insgesamt höchstens sechs Stunden eine Arbeitsaufgabe I durchführen. Weiterhin soll der Prüfling in insgesamt höchstens 20 Stunden eine Arbeitsaufgabe II, die einem Kundenauftrag entsprechen soll, durchführen und mit praxisüblichen Unterlagen dokumentieren sowie innerhalb dieser Zeit in insgesamt höchstens 25 Minuten hierüber ein Fachgespräch führen, das aus mehreren Gesprächsphasen bestehen kann.
Für die Arbeitsaufgabe I kommt insbesondere in Betracht:
Herstellen von zwei Flechtwerken aus unterschiedlichen Materialien unter Anwendung unterschiedlicher Flechttechniken.
Gestalten, Herstellen und Präsentieren einer Korbware, eines Flechtmöbels oder Flechtobjektes einschließlich der Verwendung von Ergänzungsteilen sowie der Oberflächenbehandlung.
Dem Prüfungsausschuss ist vor Durchführung der Arbeitsaufgabe II der Entwurf zur Genehmigung vorzulegen. Der Entwurf ist nicht Gegenstand der Bewertung. Bei der Arbeitsaufgabe II ist der Schwerpunkt der Ausbildung zu berücksichtigen. Durch die Durchführung der Arbeitsaufgaben, die Dokumentation und das Fachgespräch soll der Prüfling zeigen, dass er Arbeitsabläufe unter Beachtung wirtschaftlicher, technischer, organisatorischer und zeitlicher Vorgaben selbstständig planen und kundenorientiert durchführen, den Zusammenhang zwischen Gestaltung, Konstruktion sowie Flechttechniken und Einsatz unterschiedlicher Werk- und Hilfsstoffe berücksichtigen, Arbeitszusammenhänge erkennen, Arbeitsergebnisse kontrollieren, Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zum Umweltschutz und zur Qualitätssicherung ergreifen sowie seine Vorgehensweise begründen kann. Das Ergebnis der Arbeitsaufgabe I ist mit 35 Prozent und das der Arbeitsaufgabe II ist mit 65 Prozent zu gewichten.
(3) Der Prüfling soll im schriftlichen Teil der Prüfung in den Prüfungsbereichen Gestaltung, Fertigung sowie Wirtschafts- und Sozialkunde geprüft werden. In den Prüfungsbereichen Gestaltung und Fertigung sind insbesondere praxisbezogene Aufgaben mit verknüpften informationstechnischen, technologischen und mathematischen Sachverhalten zu analysieren, zu bewerten und zu lösen. Dabei soll der Prüfling zeigen, dass er die Arbeitssicherheits-, Gesundheitsschutz- und Umweltschutzbestimmungen berücksichtigen, die Verwendung von Flecht- und Gestellmaterialien, Holz, Holzwerk-, Hilfs- und Beschichtungsstoffen sowie von Ergänzungsteilen planen, Werkzeuge, Geräte und Maschinen zuordnen sowie kundenorientiertes Handeln und qualitätssichernde Maßnahmen einbeziehen kann. Den Prüfungsbereichen ist zu Grunde zu legen:
Beschreiben der Vorgehensweise beim Entwerfen und Gestalten von Flechtwerken unter Berücksichtigung von Gestaltungsmerkmalen, Anforderungen, Konstruktions- und Flechttechniken und
Erstellen von Skizzen und Entwurfszeichnungen;
im Prüfungsbereich Fertigung:
Beschreiben der Vorgehensweise bei der Planung und Fertigung von Flechtwerken unter Berücksichtigung von Produktqualität, Herkunft, Aufbereitung und Eigenschaften der Materialien, Flecht- und Verbindungstechniken, Werkzeug- und Maschinentechnologie sowie Methoden der Oberflächenbehandlung,
Durchführen von Material- und Kostenberechnungen und
Erstellen von Planungs- und Fertigungsunterlagen sowie Fertigungszeichnungen;
1. im Prüfungsbereich
Gestaltung 180 Minuten,
2. im Prüfungsbereich
Fertigung 120 Minuten,
3. im Prüfungsbereich
(5) Der schriftliche Teil der Prüfung ist auf Antrag des Prüflings oder nach Ermessen des Prüfungsausschusses in einzelnen Prüfungsbereichen durch eine mündliche Prüfung zu ergänzen, wenn diese für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann. Bei der Ermittlung der Ergebnisse für die mündlich geprüften Prüfungsbereiche sind die jeweiligen bisherigen Ergebnisse und die entsprechenden Ergebnisse der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis 2 : 1 zu gewichten.
Gestaltung 30 Prozent,
Fertigung 50 Prozent,
(7) Die Prüfung ist bestanden, wenn im praktischen und schriftlichen Teil der Prüfung jeweils mindestens ausreichende Leistungen erbracht wurden. In zwei der Prüfungsbereiche des schriftlichen Teils der Prüfung müssen mindestens ausreichende Leistungen erbracht worden sein. Weiterhin darf weder in den Arbeitsaufgaben des praktischen Teils noch in dem weiteren Prüfungsbereich des schriftlichen Teils eine ungenügende Leistung erbracht worden sein.
Anlage (zu § 6)Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Flechtwerkgestalter/zur Flechtwerkgestalterin
(Fundstelle: BGBl. I 2006, 598 - 603)
Lfd. Nr. Teil des Ausbildungsberufsbildes Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten, die unter Einbeziehung selbstständigen Planens, Durchführens und Kontrollierens zu vermitteln sind Zeitliche Richtwerte in Wochen im
(§ 5 Nr. 1)
Beratungsangebote zur beruflichen Selbstständigkeit nennen
(§ 5 Nr. 2)
(§ 5 Nr. 3)
(§ 5 Nr. 4) Zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbelastungen im beruflichen Einwirkungsbereich beitragen, insbesondere
5 Anwenden von Informations- und Kommunikationstechniken
(§ 5 Nr. 5)
Datensysteme nutzen, Vorschriften des Datenschutzes beachten, Daten pflegen und sichern
fremdsprachliche Fachbegriffe anwenden
Informationen beschaffen, auswerten und dokumentieren
Arbeitsaufgaben mit Hilfe von Informations- und Kommunikationssystemen bearbeiten
Informations- und Kommunikationssysteme, insbesondere Fax und Internet, nutzen
6 Planen und Vorbereiten von Arbeitsabläufen, Arbeiten im Team
(§ 5 Nr. 6)
Arbeitsaufgaben erfassen und Vorgaben auf Umsetzbarkeit prüfen
Informationen und technische Unterlagen nutzen, insbesondere Normen, Arbeitsanweisungen, Gebrauchs- und Betriebsanleitungen
Arbeitsabläufe unter Berücksichtigung ergonomischer, ökologischer, wirtschaftlicher und sicherheitstechnischer Gesichtspunkte planen, Arbeitsmittel festlegen
Arbeitsplätze einrichten, sichern, unterhalten und räumen; ergonomische und ökonomische Gesichtspunkte berücksichtigen
Störungen im Arbeitsablauf erkennen und Maßnahmen zur Behebung ergreifen
Aufgaben im Team planen und durchführen, Ergebnisse der Zusammenarbeit auswerten
technische Veränderungen feststellen und auf Umsetzbarkeit prüfen
Arbeitsabläufe mit anderen Gewerken und weiteren Beteiligten abstimmen
Kosten abschätzen, Materialien disponieren
7 Entwerfen und Gestalten von Flechtwerken
(§ 5 Nr. 7)
Gestaltungsaufträge hinsichtlich gestalterischer Vorgaben, Funktion und Nutzung der herzustellenden Produkte auswerten
Techniken für die Herstellung von Flechtwerkerzeugnissen auswählen
Ergänzungsteile nach Funktion und Gestaltungsmerkmalen auswählen
Entwürfe, Muster und Anschauungsmodelle unter Berücksichtigung von Kundenwünschen anfertigen, Gestaltungsmerkmale berücksichtigen
technische Umsetzbarkeit von Entwürfen prüfen
8 Handhaben und Instandhalten von Werkzeugen, Geräten, Maschinen und Schablonen
(§ 5 Nr. 8)
Werkzeuge, Geräte und Maschinen auswählen
Handwerkzeuge handhaben und in Stand halten
handgeführte Maschinen einrichten, bedienen und warten
Geräte und Maschinen einrichten und unter Verwendung der Schutzeinrichtungen bedienen
Störungen an Geräten und Maschinen erkennen, Maßnahmen zur Störungsbeseitigung ergreifen
Geräte und Maschinen warten
Ursachen von Maschinenbearbeitungsfehlern feststellen und beheben
Vorrichtungen und Schablonen anfertigen, kennzeichnen, lagern und nutzen
9 Be- und Verarbeiten von Werk- und Hilfsstoffen
(§ 5 Nr. 9)
Flecht- und Gestellmaterialien nach Arten und Eigenschaften unterscheiden, prüfen und sortieren
Feuchte prüfen und Ergebnisse berücksichtigen
Flecht- und Gestellmaterialien auftragsbezogen auswählen, transportieren und lagern
sonstige Werkstoffe, insbesondere Holz, Holzwerkstoffe, Metalle und Kunststoffe, nach Verwendungszweck unterscheiden, auswählen, transportieren und lagern
Holz und Holzwerkstoffe be- und verarbeiten
Hilfsstoffe unterscheiden und verwenden
Flecht-, Gestellmaterialien und sonstige Werkstoffe auf Mängel und Verwendbarkeit prüfen
Flecht- und Gestellmaterialien manuell und maschinell bearbeiten
Ergänzungsteile, insbesondere Halbfabrikate und Zulieferteile, auftragsbezogen zuordnen, auf Mängel und Verwendbarkeit prüfen sowie be- und verarbeiten
Gestellmaterialien manuell und maschinell verarbeiten
10 Herstellen von Flechtwerken
(§ 5 Nr. 10)
Skizzen und Zeichnungen anfertigen, lesen und anwenden
Flechtmaterialien nach Länge, Stärke, Zähigkeit und Qualität auswählen
Flechtmaterialien aufbereiten und zuschneiden
Geflechtarten unterscheiden und auswählen
gezäunte und gefitzte Bodengeflechte herstellen
gezäunte, geschichtete und gewundene Rumpfgeflechte herstellen
Kippränder, Einschläge und Zuschläge herstellen
Fußbildungen herstellen
Henkel und Griffe herstellen
Rahmengeflechte herstellen
Rohrbiegearbeiten durchführen
Verbände, Verbindungen, Wicklungen und Befestigungen herstellen
11 Behandeln von Oberflächen
(§ 5 Nr. 11)
Oberflächen hinsichtlich Bearbeitung und Nutzung beurteilen
Behandlungsverfahren und -mittel auswählen
Oberflächen vorbereiten und vorbehandeln
Oberflächen beschichten, insbesondere lackieren, wachsen und ölen
Maßnahmen zur Vermeidung von Explosionsgefahren und Immissionen ergreifen
12 Durchführen von Präsentationen
(§ 5 Nr. 12)
Präsentationstechniken unterscheiden
Entwürfe, Muster, Anschauungsmodelle und Flechtwerke für Präsentationen vorbereiten
Präsentationen planen und kundenorientiert durchführen
Flechtwerke dokumentieren
13 Lagern und Ausliefern von Produkten
(§ 5 Nr. 13)
Produkte kennzeichnen, transportieren und lagern
Produkte zur Auslieferung vorbereiten und verladen
Übernahme- und Prüfprotokolle erstellen
Transport- und Hebehilfen nutzen
14 Durchführen von qualitätssichernden Maßnahmen
(§ 5 Nr. 14)
Aufgaben und Ziele der Qualitätssicherung anhand betrieblicher Beispiele erläutern und zur kontinuierlichen Verbesserung der Arbeit im eigenen Arbeitsbereich beitragen
Zwischen- und Endkontrollen durchführen, auswerten und Ergebnisse dokumentieren
Zeitaufwand und Materialverbrauch kontrollieren und dokumentieren
Ursachen von Fehlern und Qualitätsabweichungen feststellen, dokumentieren und Maßnahmen zur Behebung ergreifen
Einhaltung von Kundenanforderungen prüfen und dokumentieren
15 Kundenorientierung
(§ 5 Nr. 15)
Gebrauchshinweise und Pflegeanleitungen erläutern
Änderungswünsche berücksichtigen
Beanstandungen aufnehmen und bearbeiten
Kundengespräche führen, insbesondere Kundenwünsche ermitteln und mit dem betrieblichen Leistungsangebot vergleichen
Kunden hinsichtlich der Formgebung und Funktion beraten
Produkte unter Beachtung betrieblicher Vorgaben verkaufen
Schwerpunkt A: Korbwaren
1 Entwerfen und Gestalten von Flechtwerken
(§ 5 Nr. 7) Prototypen entwerfen, anfertigen und unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten prüfen 2
2 Herstellen von Flechtwerken
Bodengeflechte, insbesondere gekimmte, geschichtete und gestäbte, herstellen
Rumpfgeflechte, insbesondere gewürfelte, gezogene und gestäbte, herstellen
Randabschlüsse, insbesondere Zopfränder, herstellen
Randbügel herstellen und einsetzen
Deckel nach Anforderungen herstellen und befestigen
eckige Korbwaren mit Deckel herstellen
Korbwaren fertig stellen
Schwerpunkt B: Flechtmöbel
Zeichnungen anfertigen und anwenden
Maßstäbe umrechnen und übertragen
wahre Längen ermitteln
ergonomische Anforderungen berücksichtigen
Konstruktionen, insbesondere für Rahmen, Korpusse und Gestelle, auswählen, Polsterungen berücksichtigen
Modelle herstellen, Formen übertragen
Entwürfe unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten auf Umsetzbarkeit prüfen
Schablonen, insbesondere zum Biegen, Bohren und Sägen, herstellen und anwenden
Gestelle und Unterkonstruktionen, insbesondere mit dreidimensionalen Bögen, anfertigen
Flächen an unterschiedlichen Grundkörpern ausarbeiten, insbesondere durch Flechten
Verbindungen für Möbel, insbesondere durch Nageln, Dübeln, Zapfen, Schrauben und Verleimen, herstellen
Funktions- und Zierbeschläge auswählen und montieren
Funktion und Stabilität prüfen
Möbel fertig stellen
3 Behandeln von Oberflächen
Beschichtungsverfahren und -mittel auswählen
Oberflächen beizen und färben
Oberflächenschäden beseitigen
Schwerpunkt C: Flechtobjekte
Freihandzeichnungen anfertigen
Entwürfe für dekorative Objekte erarbeiten, Raumkonzepte und Vorgaben berücksichtigen
Flechtobjekte und -elemente gestalten
Variationen mit unterschiedlichen Materialien entwickeln
Entwürfe für freie Objekte anfertigen
Flechtobjekte und raumteilende Elemente nach technischen Vorgaben und gestalterischen Merkmalen für den Innen- und Außenbereich herstellen
Dekorationen anfertigen
Flechtobjekte und Elemente im Innenbereich nach Vorgaben montieren
Flechtobjekte und Elemente im Außenbereich unter Berücksichtigung örtlicher Gegebenheiten montieren und aufstellen
Skulpturen nach Vorgaben und gestalterischen Grundsätzen, Zeichnungen und Modellen herstellen
Gestaltungsmerkmale, insbesondere Wirken von Oberflächenbeschaffenheit, Licht, Farbgebung, Form und Proportion berücksichtigen
Oberflächen im Hinblick auf Gestaltung, Beanspruchung und Brandschutz behandeln
2006, 595: BGBl I