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Matched Legal Cases: ['§ 18', '§ 18', '§ 451', '§ 4', '§ 5', '§ 4', '§ 5', '§ 4']

Geschichte von 1900 bis 1950
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Broschüre 80 Jahre FF Rettenschöss
80 Jahre FF-R
Feuerwehrgeschichtliches ab 1900
Freitag, 6. April 1900
Der Tiroler Landes-Ausschuss schrieb an die Gemeinde-vorstehung in Rettenschöss: „Aus dem dortigen, an die k. k. Bezirkshauptmannschaft Kufstein gerichteten und von dieser anher abgetretenen Schreiben vom 18. März 1900 Nr. 111 hat der Landes-Ausschuß mit Bedauern entnommen, daß die Gemeindevorstehung trotz des bereits intern 21.Februar 1896 Zl. 2592 ergangenen h. a. Erlasses noch derirrigen Anschauung befangen ist, durch gewöhnliche Petroleumlampen können in
Ställen, weil dort alles feucht und naß sei, kein Brand verursacht werden.
Wie der Gemeindevorstehung bekannt sein sollte, hindern Feuchtigkeit und Nässe entzündetes Petroleum keineswegs weiter zu brennen, da selbes durch
Wasser nicht gelöscht werden kann. Ungezählte traurige Fälle lehren, daß unvorsichtiges Hantieren mit gewöhnlichem Petroleumlampen, nicht nur in Scheunen und Tennen, sondern besonders auch in Ställen, durch Explodieren, Umstürzen und fahrlässiges Aufstellen unter feuerfangenden Dingen, Spinnengeweben, Strohabfällen und dgl. zu Bränden Anlaß gab, welche großen Schaden verursachten.
Der Gemeindevorstehung wird nochmals eingeschäft, jederzeit und strenge darauf zu sehen, daß nicht allein in Scheunen und Tennen, sondern auch in
Ställen und überhaupt in allen Räumlichkeiten wo feuerfangende und leicht entzündbare Stoffe aufbewahrt werden, ausschließlich sog. Sicherheitslaternen (die
mit Draht übersponnenen, oder mit Drahtkreuz oder Drahtbügeln vor den Gläsern versehenen Laternen) verwendet werden, wie selbe nach den Bestimmungen des § 18 der allgemeinen Feuerordnung für das offene Land in Tirol, schon vom 17. Juli 1817, dann nach § 18 des Feuerpolizeiagesetzes vom 28. November 1881, L.G.Bl. Nr. 36 und endlich auch nach § 451 des Strafgesetzes vorgeschrieben erscheinen.
Nach letzter Gesetzesbestimmung ist die Ueberlassung der Anschaffung solcher Laternen strafbar. Gleichzeitig wird die Gemeindevorstehung auch darauf aufmerksam gemacht, daß an dieselben ergehenden Erlässe der Behörden nicht zu retournieren,
sondern nach erfolgten Beamtshandlung in der Gemeinde-Registratur zu hinterlegen sind, um derselben bei etwaigen späteren Hinweise darauf jederzeit zu
Der Landeshauptmann: (Unterschrift nicht leserlich)„
Samstag, 6. Oktober 1900
Jahresrechnung - Feuerlösch- und Polizeiauslagen 17 K 60 h, davon für Feuerbeschau 10 K
Jahresrechnung - Feuerlösch- und Polizeiauslagen 17 K 65 h
Samstag, 19. Oktober 1904
Montag, 12. Dezember 1904
Schreiben des Tiroler Landesausschusses an die Gemeindevorstehung von Rettenschöss: „Aus dem Berichte des landschaftlichen Feuerlösch-Inspektors Josef Egger aus Kufstein über seine im Jahre 1904 in der dortigen Gemeinde in feuerpolizeilicher Hinsicht vorgenommenen Inspektion hat der Landesausschuß entnommen, daß dort selbst einige Mängel herrschen, welche nach den Bestimmungen der Feuerpolizei und Feuerwehrordnung unzulässig erscheinen.
1. die Feuerbeschau ist gemäß § 4 der Feuerpolizei- und Feuerwehrordnung jährlich einmal im Herbste, spätestens aber im Oktober vom Gemeindevorsteher
oder den hiezu bestellten Kommissären unter Beiziehung eines Rauchfangkehrers und auch eines Sachverständigen (Bau-, Maurer- oder Zimmermeister)
vorzunehmen. Über die Ergebnisse der Feuerbeschau ist im Falle von Anständen ein Protokoll aufzunehmen und ist sowohl hierüber wie über die zur Behebung der wahrgenommenen Anstände getroffenenen Vorkehrungen in der nächsten Sitzung des Gemeindeausschusses Bericht zu erstatten.
2. die Reinigung der Schornsteine und Schläuche ist nicht wie dort üblich vierteljährig, sondern im Winter wenigstens alle zwei Monate (November, Jänner,
März) und im Sommer wenigstens einmal (Juli oder August) vorzunehmen (§ 5 der Feuerpolizei- und Feuerwehrordnung). Das mit dem Kaminfeger getroffene
Übereinkommen ist dementsprechend abzuändern.
3. die Gemeindevorstehung wird aufgefordert, dafür Sorge zu tragen, daß eine kleine Spritze und 100 m Schläuche angeschafft und diese Geräte in Harland
untergebracht werden. Weiters ist in Rettenschöß ein Reservoir von 4 m Breite, 6 m Länge und 2 m Höhe zu errichten, das von Brunnenwasser gespeist wird.
Über die Durchführung dieser Aufträge ist bis längstens 1. Mai 1905 Bericht zu erstatten.
Der Landeshauptmann: Kathrein„
Jahresrechnung - Feuerlösch- und Polizeiauslagen 22 K 56 h, davon Feuerbeschau 6 K
Samstag, 25. März 1905
Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Niederndorf:
„... ferner richtete er (Bezirksobmann Josef Egger) warme Worte an die Neben-Gemeinden Berg und Rettenschöss, da auch die Hr. Vorsteher vertreten waren.
Bezüglich der Feuersgefahr, daß sich die, auch kleinere Spritzen, und Wasser-reservoir errichten möchten, um dem Feuer bei einem Unglücke wirksam entgegen-
treten. ...„
Mittwoch, 31. Mai 1905
Schreiben des Tiroler Landes-Ausschusses an die Gemeinde-Vorstehung in Rettenschöss: „Bezugnehmend auf die Zuschrift vom 19. Mai l. Js., N. 133, wird die Gemeinde-Vorstehung des mit h. o. Dekrete vom 12. Oktober 1904 Zl. 18720 geforderten Wasserreservoirs in Rettenschöss Sorge zu tragen und über die geschehene Errichtung desselben, sowie über die Unterbringung der neuen Feuerspritze binnen 2 Monaten eingehend Bericht zu erstatten.
Hiebei ist auch mitzuteilen, ob den unter Post 1 und 2 des obenerwähnten h. o. Dekretes erteilten Weisungen Folge geleistet wurde.
Sonntag, 4. Juni 1905
Gemeinderatssitzung; „Es wurde beschlossen, vom Feuerwehr-Inspektor Josef Egger in Kufstein ein Spritze mit circa 700 Kr. und 100 Meter Schläuche ankaufen zu lassen.“
Samstag, 14. Oktober 1905
Für die Feuerspritze samt Handspritze 761 K 80 h bezahlt, für das Fuhrwerk 9 K und für das Herrichten der Pechhütte zu einer Spritzhütte für Simon Astner (Wirt) zusammen 13 K 20 h
Jahresrechnung - Feuerlösch- und Polizeiauslagen 845 K 33 h, die Beträge der Ausgaben vom 14. Oktober sind darin enthalten.
Samstag, 10. November 1906
Jahresrechnung - Ausgaben für Feuerbeschau im Jahre 1906 10 K
Montag, 29. Juli 1907
Schreiben des Landes-Ausschusses an die Gemeindevorstehung in Rettenschöss: „Dieselbe wird hiemit strengstens aufgefordert, binnen längstens 14 Tagen das h. a. Dekret vom 6. Oktober 1906 Zl. 22269 betreffend Feuerpolizeiangelegenheiten eingehend zu beantworten.
(Schriftstück vom 6. Oktober 1906 nicht im Akt)
Samstag, 14. September 1907
Schreiben des Landes-Ausschusses an die Gemeindevorstehung in Rettenschöss: „Bezugnehmend auf den dortigen Bericht vom 17. August 1907 N. 370 wird die
Gemeindevorstehung beauftragt mit allem Nachdrucke darauf hinzuwirken, daß das schon seit Jahresfrist geplante kleine Wasserreservoir in Osenthal tatsächlich nun bis 1. Oktober l. Js. fertiggestellt wird.
Der Landes-Ausschuß erwartet hierüber bis zu diesem Termine ausführliche Berichterstattung.
Mittwoch, 6. November 1907
Schreiben des Landes-Ausschusses an die Gemeindevorstehung in Rettenschöss:
„Im Wege der k. k. Bezirkshauptmannschaft wurde der Landesausschuß in Kenntnis gesetzt, daß sich in der dortigen Gemeinde Kamine (sog. Zweifler) befinden, welche nicht nur dadurch, daß sie weder schliefbar noch mit der Putzkugel oder Bürste gereiniget werden könne, an sich schon eine stete Feuersgefahr bedeuten, sondern überdies noch oft in unmittelbarer Nähe von Holzwänden und Scheunen aufgeführt sind, ohne daß irgendwelche Vorkehrungen gegen Funkenflug u. dgl. getroffen sind.
Der Landesausschuß erwartet mit Bestimmtheit, daß die Feuerbeschaukommission diesen Mißständen eine besondere Aufmerksamkeit zuwendete und daß die Ge-
meindevorstehung mit aller Strenge darauf hinwirkt, daß - eventuell zwangsweise und auf Kosten der Parteien (§ 4 d. Fp. und Fw.O.) - geeignete Sicherungsmaß-
nahmen getroffen werden. Die Gemeindevorstehung wird weiters beauftragt, die Baubewilligung in Hinkunft nur hinsichtlich solcher Kamine zu erteilen, welche ohne Schwierigkeiten gründlich gereiniget werden können.
Das von sämtlichen Kommissionsteilnehmern unterfertigte Feuerbeschauprotokoll pro 1907 ist binnen längstens 1 Monat zur Einsichtnahme vorzulegen un sind gleichzeitig jene Häuser (Hausnummern und Besitzer) zu bezeichnen, in welchen sich die obenerwähnten feuergefährlichen Kaminanlagen befinden.
Jahresrechnung - Feuerlösch- und Polizeiauslagen 29 K 24 h
Donnerstag, 27. Februar 1908
Rechnung über die Auslagen der 3 Gemeinden Niederndorf, Rettenschöß und Niederndorferberg im Jahre 1907:
Betreffend das Feuerlöschwesen: Dem Zimmermeister Sebastian Buchauer für die Reparautren bei den Wasserreservoiren 104 K 55 h, dem Johann Neuschmid von Ebbs für Reparatur des Hydrophors 15 K 90 h, dem Josef Gruber für Spritzen- und Teichaufsicht 20 K - Summe der Ausgaben 140 K 45 h
Aufteilung nach dem Vertrage v. 1. Juli 1894: Niederndorf die Hälfte, Rettenschöß ein Viertel, Niederndorferberg ein Viertel
... Niederndorf, am 27. Febr. 1908.
Al. Röck, Rechnungsführer
Samstag, 24. Oktober 1908
Jahresrechnung - Feuerlösch- und Polizeiauslagen 28 K 7 h, davon Feuerbeschau 10 K
Brand des Daufensagls bei Schmidthal
Der Tiroler Grenzbote berichtete: „Rettenschöß, 10. Februar 1910. (Sägebrand.) Im Anschlusse an unseren letzten Bericht wird uns geschrieben. Gestern um ca. 8 Uhr früh kam in der im Schmiedtal hiesiger Gemeinde an der Konkurrenzstraße allein stehenden Säge des Sebastian Achorner von Durchholzen - Walchsee Feuer aus. Diesen Brand bemerkte erst der in Sebi - Niederndorf wohnende Zimmermann Sebastian Aufhammer, als schon ein großer Teil der Säge in Brand stand. Genannter rief sofort die Feuerwehr von dem zunächst liegenden Durchholzen, welcher es aber wegen des schon stark um sich gegriffenen Feuers nur mehr gelang, das um die Säge gelagerte Holze zu retten.
Eine Brandlegung scheint ausgeschlossen zu sein und schien durch einen im Säge- werke befindlichen Herd - ähnlich einem Eisenofen - welchen der Sägewerksbesitzer Achorner tags zuvor geheizt hatte und aus dem möglicherweise Feuerfunken sprühten, oder durch unvorsichtiges Verschulden eines Arbeiters, welcher mit einer Pfeife im Sägeraume hantierte, der Brand zum Entstehen gebracht worden sein.
Nebst der Säge sind noch ungefär 7000 Stück Faßböden, welche in derselben aufgestapelt waren, dem Feuer zum Opfer gefallen. Der Schaden wird auf ungefähr
5 - 6000 K geschätzt.„
Es wurden 30 m Saugschläuche zur Spritze angeschafft, sie kosteten 62 K 20 h
Für die Lieferung der Schläuche wurden 64 h ausgelegt.
Brand zu Harland
So stand es im Tiroler Grenzboten:
„Niederndorf. (Ein verheerender Brand) kam am Donnerstag nachmittags um ¾ 2 Uhr im Bauernhof des Michael Schwaighofer zum Harlander, Gemeinde Rettenschöss zum Ausbruch und zerstörte in verhältnismäßig kurzer Zeit das ganze Anwesen. Die Feuerwehren von Rettenschöß, Buchberg, Ebbs, Niederndorf und Walchsee beteiligten sich an der Löschaktion. Erst im vorigen Jahre hatte Michael Schwaighofer noch gegen 6000 Kronen in sein Haus hineingebaut, er ist aber leider nur mit 8000 Kronen versichert, während der Wert des niedergebrannten Objektes 25 - 30000 Kronen beträgt. Da er als fleißiger, tüchtiger Mensch bekannt und beliebt ist, wird er wegen des Unglücks, das ihn betroffen hat, sehr bedauert. Die Entstehung des Brandes wird auf die Unvorsichtigkeit eines Pfeife rauchenden Knaben zurückgeführt. Das Tabakrauchen schulpflichtiger Kinder ist leider eine weit verbreitete Unsitte, die nicht geduldet werden sollte. Eine andere Lehre ergibt sich aus diesem traurigen Falle: Versichert eure Anwesen ausreichend, damit ihr gegen solche
schwere Schläge gesichert seid.„
Ausgaben „für die Feuerwehr im Brand zu Harland Brot und Schnaps„ 13 K
Samstag, 8. Oktober 1910
Kosten für Feuerbeschau 8 k, für den Vorsteher 4 K
Jahresrechnung - Feuerlösch- und Polizeiauslagen 94 K 27 h, davon entfielen auf die Feuerbeschau 8 K, für den Vorsteher 4 K, 30 m für die Schläuche zur Feuerspritze 62 K 20 h, Portoauslage für derselben 64 h, für die Feuerwehr beim Brand zu Harland Refefektionsauslagen bei Christine Astner (Wirt) 13 K.
Montag, 22. Mai 1911
Innsbrucker Nachrichten:
(Zum Brand in Niederndorf bei Kufstein) wird uns von dort noch berichtet. Wie schon gemeldet, kam um die Mittagszeit beim Metzgerwirtsanwesen des Alois und der Praschberger in Niederndorf ein Brand aus. Derselbe äscherte, wie nunmehr berichtete wird, das Wohnhaus, sowie den an dieses angebauten Stadel in kürzester Zeit an. Die Feuerwehren von Niederndorf, Ebbs, Buchberg, Rettenschöß, Erl und jene von Ober- und Niederaudorf in Bayern, die zur Löschaktion erschienen, konnten das Vie und einige Einrichtungsgegenstände aus den brennenden Objekte, sowie die umliegenden, zirka 30 bis 40 Meter entfernten Nachbarhäuser vor dem Feuer retten.
Sonntag, 19. November 1911
Die Einweihung des Spritzenhauses wurde am 18. November im Tiroler Grenzboten so angekündigt:
„Rettenschöß. (Einweihung des Spritzenhauses.) Am Sonntag, den 19. November findet die Einweihung des neuerbauten Spritzenhauses der Gemeinde Rettenschöß statt. Nach vorhergegangener Feuerwehrübung (nachmittags 2 Uhr) nimmt Herr Bezirks-Löschinspektor Egger mit der Gemeindevorstehung die Besichtigung vor, worauf die Walchseer Musikkapelle konzertiert. Abends ist Köstenball bei der Astnerwirtin.„
Jahresrechnung - Feuerlöschwesen u. Polizeiauslagen:
Spritzenhausrechung des Sebastian Buchauer, Zimmermeister - 148 K 35 h
Fuhrwerk und Kalk zur Spritzenhaus von Christian Schwaighofer - 45 K 50 h
Zwei Maurerschichten, Wolfgang Weihrer - 8 K
Schmiedrechnung des Michael Auckenthaler zum Spritzenhaus - 23 K 70 h
Sebastian Ritzer, 4 Feurewehrstangen - 7 K
Feurbeschaudiäten, Kaminfeger & Zimmermeister 6, Gemeindevorsteher 4 K (Tag unbekannt) 18 K - 250 K 55 h
Die Beträge für das Spritzenhaus wurden am 29. Dezember (Schwaighofer und Auckenthaler) und am 31. Dezember (Buchauer) ausgegeben.
Dienstag, 20. Februar 1912
Rechnung über die Auslagen der 3 Gemeinden Niederndorf, Rettenschöß und Niederndorferberg im Jahre 1911:
Betreffend das Feuerlöschwesen:
Der freiwilligen Feuerwehr Beitrag zur Reparatur des Hydrophor - 430 K
Dem Vitus Aigner für zwei Schichten bei Ausbesserung der Feuerhaken - 10 K
Demselben für Teichaufsicht - 20 K
Dem Maurermeister Thomas Brandauer für Arbeiten beim Wasserteich - 11 K 60 h
Aufteilung nach dem Vertrag vom 1. Juli 1894: Niederndorf die Hälfte, Rettenschöß ein Viertel, Niederndorferberg ein Viertel
... Niederndorf, am 20. Februar 1912.
Alois Röck, Rechnungsführer
Schreiben der Bezirkshauptmannschaft an die Gemeindevorstehung in Rettenschöss:
„I. No. 1968/1 - Es wurde h. a. darüber Klage geführt, daß es häufig vorkomme, daß dem Rauchfangkehrer die Reinigung der Schläuche an Sparherden verweigert
werde, anderseits der häufig kurz nach erfolgter Verweogerimg am ojm das Ansuchen gestellt werde, sich eigens zur Reinigung einzelner Sparherde oft in abgelegene Gemeindeteile zu begeben.
Es wird nun zur genauesten Darnachachtung folgendes mitgeteilt:
Der Rauchfangkehrer hat die Verpflichtung, den Weg und womöglich die Tageszeit wenn er in einer Gemeinde oder Gemeindebestandteil kehren wird, dem Herrn Gemeinde- oder Fraktionsvorsteher rechtzeitig mitzuteilen, welcher dies auf die ihm geeignete scheinende Weise dem Interessenten zur Kenntnis zu bringen hat. Anderseits ist jede Partei verpflichtet, die Kehrung sowohl der Rauchfänge auch der Sparherde unverweigerlich zu gestatten, und zwar auch dann, wenn die Kehrung durch die Partei selbst vorher besorgt werden sein sollte. Jede Weigerung ist seitens des Kaminkehrers sofort dem Herrn Gemeindevorsteher zur Kenntnis zu bringen, welcher die Strafamtshandlung wegen Uebertretung des § 5 der Feuerpolizeiordnung vom 28.
1881 einzuleiten und unter Würdigung der allenfalls vorgebrachten Entschuldi-gungsgründe das Erkenntnis mit Beiziehung der Gemeinderäte zu fällen hat.
Eine bestimmte Kehrzeit kann nicht unbedingt von einer einzelnen Partei verlangt werden, besonders in abgelegenen Ortschaften. Dies ist in geeigneter Weise zu verlautbaren.
Der k. k. Stathaltereirat: Br..ach..„
Donnerstag, 10. Oktober 1912
Jahresrechnung - Feuerlöschwesen:
Für Feuerbeschau Kaminfeger Josef Anker, Zimmermeister Sebastian Aufhammer und Gemeindevorsteher 8 + 6 + 4 18 K, Schmiederechnung für Feuerhaken be-schlagen Anton Neuschmid 11 K 60 h
Die Rechnung von Neuschmid wurde am 28. Dezember gestellt.
Sonntag, 31. August 1913
Bei 38. Bezirksfeuerwehrtag wurde festgestellt, dass die neugegründeten Feuerwehren Aschau, Rettenschöß und Mariastein „noch der Genehmigung harren„. (Tiroler Grenzbote vom 6. September 1913)
Montag, 20. Oktober 1913
Mittwoch, 3. Dezember 1913
Brand zu Oberwies
Der Tiroler Grenzbote berichtete am 6. Dezember:
„Ebbs. ... (Brand.) Am Mittwoch nachts brannte das den Wieser’schen Eheleuten in der Gemeinde Rettenschöß gehörige, ganz aus Holz gebaute Wohnhaus gänzlich nieder. Das Haus war schon längere Zeit unbewohnt, da die alten Eltern bei ihrer Tochter in Oberlangkampfen untergebracht sind. Man vermutet Brandlegung.„
Jahresrechnung - Für das Feuerlöschwesen: Dem Kaminfegermeister Alois Anker für Feuerbeschau 8 K, dem Zimmermeister Seb. Aufhammer 6 K, dem Gemeindevorsteher 4 K; für Feuerlöschwesen in Niederndorf 73 K 76 h
Protokoll der Gemeindeausschuß-Sitzung der Gemeinde Rettenschöss:
„Punkt I. Betreff Feuerlöschkosten.
Mit Bezug auf das Dekret des Landesausschusses vom 10. Februar 1914 Zl. 598/ III/1 wurde beschlossen, folgende Eingabe an den Hohen Landesausschuß zu
richten: Die Gemeinde Rettenschöss gehört zum Pfarrsprengel Niederndorf und auch das Feuerlöschwesen hat die Gemeinde Rettenschöß mit der Gemeinde Niederndorf seit jeher gemeinschaftlich und muß infolgedessen den vierten Teil zu den Feuerlöschauslagen der Gemeinde Niederndorf beitragen. Die einzelnen Gehöfte der Gemeinde Rettenschöß liegen sehr zerstreut, und sind durch Bergabhängen und Schluchten voneinander getrennt, sodaß in einem Brandfalle die Bedienungsmannschaft sehr schwer zu verständigen und zusammenzubringen wären.
Die Feuerwehr des geschlossenen Dorfes Niederndorf würde in einem solchen Falle jedenfalls früher an Ort u. Stelle sein, als dies einer Feuerwehr in Rettenschöß möglich wäre. Daraus geht hervor, daß die Gründung und Erhaltung einer eigenen Feuerwehr für die Gemeinde Rettenschöß nicht nur gänzlich zwecklos wäre, sondern der Gemeinde, die ohnehin sehr belastet ist, nur große Auslagen u. Kosten verursachen. Der hohe Landesausschuß wird daher ersucht, daß von der Gründung einer eigener Feuerwehr für die Gemeinde Rettenschöss abgesehen werden möge.„
Brand beim Leitacker
Bericht im Tiroler Grenzboten vom 16. September:
„(Brand.) Am Samstag nachts brannte das Anwesen beim Gasthaus Primau stehen de Leitacker-Anwesen des Bartlmä Rainer (derzeit Sicherheits-Wachmann in Kufstein) vollständig nieder. Da das Haus ganz aus Holz gebaut war und Wassermangel herrschte, war an eine Rettung nicht zu denken, obwohl alle Feuerwehren der Umgebung sofort anrückten. Auch die Feuerwehr Oberaudorf war erschienen. Die Entstehungsursache ist unbekannt.„
Jahresrechnung - Für das Feuerlöschwesen: Der Feuerwehr für 19 l Bier 7 K 60 h, dem Maurermeister für Feuerbeschau 4 K, dem Gemeindevorsteher 3 K, Beitrag zum Feuerlöschwesen in Niederndorf 25 K 85 h
Rechnung über die Auslagen der Gemeinden
Niederndorf, Rettenschöß und Niederndorferberg im Jahre 1914:
„Betreffend Feuerlöschwesen:
Einnahmen: für 37 ausgehobene und verkaufte Eisenröhren beim unteren
Wasserreservoir 37 K
Ausgaben: 1.) dem Vitus Aigner für Teichaufsicht 20 K, 2.) für den Ankauf von 6
Strahlrohren für die Feuerwehr laut Rechnung 120 K 40 h
Abgang 103 K 40 h - Aufteilung nach dem Vertrag vom 1. Juli 1894: Niederndorf ½, Rettenschöß ¼, Niederndorferberg ¼.
... Niederndorf, am 12. Februar 1915.
Alois Röck, Rechnungsführer„
Freitag, 22. Oktober 1915
1915 Jahresrechnung - dem Kaminfegermeister Anker 12 K und dem Gemeinde-
vorsteher 6 K für Feuerbeschau
(1 ½ Tage) Feuerbeschau
1916 Jahresrechnung - Für das Feuerlöschwesen: dem Kaminfeger 12 K und Gemeindevorsteher 8 K für Feuerbeschau
Jahresrechnung - Für das Feuerlöschwesen: für 2 ½ kg Vaselin zur Feuer-
spritze 12 K, dem Kaminfegermeister Alois Anker für Feuerbeschau 40 K
Samstag, 24. Jänner 1920
Gemeinderatssitzungsprotokoll, aufgenommen in der ordentlichen Sitzung in Rettenschöß:
Punkt 11) Antrag auf Einführung der Bestimmung, daß zu den Feuerwehrübungen von jedem Haus einer zu gehen hat.
Wird beschlossen, daß von jedem Haus einer zu den Feuerwehrübungen zu gehen hat. Unentschuldigtes Fernbleiben wird mit 6 Kronen zugunsten der Wehrkasse geahndet.
Samstag, 1. Jänner 1921
Brand beim Thalbauern
Gleich zwei Berichte darüber standen im Tiroler Grenzboten:
Jänner 1921: „(Schadenfeuer.) Am Neujahrstag brach in den Abendstunden im
Anwesen des Thalbauern (zwischen Primau und Fuchsanger) in der Gemeinde Rettenschöß ein Brand aus, der das ganze Wohnhaus in Asche legte. Den rasch herbeigeeilten Feuerwehren aus den Nachbarorten gelang es, trotz der einsamen Lage des Hofes, das Vieh und einen Teil der Einrichtung zu retten, alles andere,
darunter auch eine Partie Heu und Stroh, wurde ein Raub der Flammen. Der Brand ist durch die Unvorsichtigkeit eines jungen Burschen entstanden, der vom Knecht
des Talbauern ins obere Stockwerk geschickt wurde, um dort etwas zu holen. Hiebei kam er mit dem offenen Kerzenlicht einer Partie Wergstoff zu nahe; dieser brannte sofort lichterloh auf und das Feuer ergriff auch bald die Holzdecke, welche durchbrannte. Da über derselben ein großer Haufen Stroh gelegen war, breitete sich das Feuer auch bald im Dachstuhl aus und setzte so in kürzester Zeit das Haus in Flammen. Der Besitzer ein schon alter Junggeselle, erleidet einen großen Schaden.„
Jänner 1921: „(Zu dem Brand) wird und noch berichtet: Am 1. Jänner um zirka 5
Uhr abends brach beim Thalbauern Balthasar Harlander in Rettenschöß Feuer aus, das in kurzer Zeit Wohnhaus samt Stall und Stadel, welche Räumlichkeiten zusammengebaut waren, einäscherte. Sämtliches Vieh konnte gerettet werden, während dem von Fahrnissen, Einrichtungsgegenständen und Kleidungsstücken nur
wenig mehr herausgebracht werden konnte, da das Feuer in den größtenteils aus Holz gebauten Hause mit unheimlicher Schnelligkeit um sich griff, so daß das ganze Objekt, das aus einem mittelgroßen einstöckigen Bauernhaus bestand, in zirka einer Stunde bis auf die Grundmauern völlig niedergebrannt war. Den vier dort be schäftigt gewesenen Dienstboten ist ihre ganze Habseligkeit bis auf das, was sie am Leibe trugen, verbrannt und sind dieselben wohl am meisten zu bedauern. Der Haushälterin Elisabeth Dornauer sind außerdem noch 800 - 900 Kronen in barem Gelde verbrannt. Das Feuer wurde von einem 12jährigen Buben verursacht, der in der Dienstbotenkammer, wo Werg verwahrt war, mit einer brennenden Kerze herumfuchtelte, wobei das Werg in Brand geriet und durch den gelüfteten Oberboden, wo Stroh verwahrt war, auf die Diele übergriff. Der Schaden wird auf ungefähr 500.000 Kronen geschätzt, dem eine Versicherungssumme von 120.000 Kronen gegenübersteht; der Besitzer ist ledig und ziemlich gut situert. Am Brandplatze, der ganz isoliert, zirka 1000 Schritte von dem nächst bewohnten Objekte entfernt gelegen und vom Wald umsäumt ist, sind fünf Feuerwehren erschienen, und zwar als erste Buchberg, dann Rettenschöß, Durchholzen, Niederndorf und Walchsee. Die Feuerwehr Buchberg und Rettenschöß arbeiteten mit ihren Spritzen äußerst zielbewußt und wacker.
Auch die beiden übrigen Feuerwehren erschienen mit Spritzen, brauchten aber, da nichts mehr zu retten war, nicht mehr in Aktion treten. Nur bei der Feuerwehr Niederndorf, die zwar auch sehr zahlreich am Brandplatze erschienen war, blieb der Mitnahme der Spritzer ein frommer Wunsch, da kein Vorspann aufgebracht werden konnte. - Interessant ist auch nachfolgende Episode: Wurde da, nachdem man die hellen Flammen zum Himmel lodern sah, ein Wehrmann, bei dem derlei Anlässen auch das Sturmläuten obliegt, aufgefordert, zu läuten, wobei er meinte: ,Ja, man kann die Leute doch nicht so in Schrecken bringen, wenn man nicht weiß, wo ‘s brennt.’ Er bleib ganz ruhig stehen und schmauchte sein Pfeifchen weiter. St. Florian, magst ruhig sein.„
Dienstag, 13. September 1921
Schreiben des Tiroler Landesrates an das Bürgermeisteramt Rettenschöss:
„Zl. 1024/III - Betrifft: Feuerlöschinspektion Aus dem Berichte des landschaftl. Feuerlöschinspektors Josef Egger in Kufstein über die am 29. März 1921 in der dortigen Gemeinde bezw. den dazu gehörigen Fraktionen abgehaltenen Feuerlöschinspektion hat der Tiroler Landesrat mit Bedauern ersehen, daß in feuerpolizeilicher Hinsicht manches zu wünschen übrig bleibt.
Das Bürgermeisteramt wird nun beauftragt, die Ortsbewohner durch Aufrufe für eine freiw. Feuerwehr zu gewinnen, da nur durch eine solche ein geordnetes Zusammenwirken bei Feuergefahr erreicht wird.
Weiters wird das Bürgermeisteramt beauftragt, dafür zu sorgen, daß im Brandfalle inallen Fraktionen hinreichend Wasser vorhanden ist. So ist z. B. das ganz verwahrloste Wasserreservoir in der Fraktion Osenthal unverzüglich instandzusetzen. Ueber die in diesen Angelegeneheiten unternommenen Schritte bezw. deren Erfolg ist unter Beischluß einer Abschrift des wegen Gründung einer frw. Feuerwehr kundgemachten Aufrufes und des Feuerbeschauprotokolles für1921 binnen 2 Monaten anher Bericht zu erstatten.
Schließlich wird das Bürgermeisteramt noch beauftragt, über die alljährlich im Oktober abzuhaltende Feuerbeschau ein von allen Kommissionsmitgliedern zu unterfertigendes Protokoll aufzunehmen und in demselbendie erhobenen Anstände anzuführen. (§ 4 der Fp. und Fw.Odg.)
Der Landeshauptmann: Dr. Fr. Stumpf.„
Gemeinderatssitzungsprotokoll, aufgenommen in der Gemeinderatssitzung am 9. Oktober 1921 im Gasthof Rettenschöß:
„Punkt 2) Zuschrift des Tiroler Landesrates vom 23. 8. 21, Zl. 2712:
Werden die Ortschaften Ritzgraben, Feistenau u. Miesberg aufgefordert, sich bis längstens 15. November 2 Stück Feuerhaken zu beschaffen, andernfalls die Sachen
von der Gemeinde auf ihre Kosten hergestellt werden. Ebenso werden die Ortschaften Osenthal u. Rettenschöß aufgefordert, ihre Wasserreservoire sofort instandzusetzen. Ferner wird als Gründungstag einer freiwiligen Feuerwehr der 30.
Oktober bestimmt, Ort: Gasthof Rettenschöß.„
Feuerwehrgründungsprotokoll, aufgenommen am 30. Oktober 1921 beim Gasthof Rettenschöss in Anwesenheit des Bürgermeisters Schwaighofer, sämtlicher Gemeinderatsmitglieder, sowie 32 Hausbesitzer und alle noch hier wohnenden wehrfähigen Männer:
„Der Bürgermeister eröffnete um 2 Uhr die konstituierende Versammlung, begrüßte die Erschienenen und dankte ihnen für ihr zahlreiches Erscheinen, gibt bekannt, daß es Wunsch der Landesregierung sei, hier eine freiw. Feuerwehr zu haben, sowie daß es jeden einzelnen Pflicht und Schuldigkeit sie, des Nächstens Hab und Gut zu schützen.
Nach ½-stündiger Debatte wurde zur Wahl der Chargen geschritten, und zwar auf einstimigem Wunsch per Akklamation gewählt:
Buchauer Peter - Hauptmann
Astner Simon - Hauptmann-Stellv.
Schwaighofer Christian - Schriftführer u. Kassier
Achorner Josef - Steigerkmd.
Schwaighofer Anton - Steigerkmd.-Stellv.
Fahringer Johann - Spritzenkmd.
Kröll Alois - Spritzenkmd.-Stellv.
Laiminger Johann - Schlauchkmd.
Fankhauser Josef - Schlauchkmd.-Stellv.
Mahdl Michael -Sanität
Pfeiffer Georg - Hornist
Gschwendtner Josef - Hornist
Die Gewählten erklärten, die Wahl anzunehmen Von Seite der Gemeinde wurden die Gewählten bestätigt.
Sodann wurde mit Stimmenmehrheit beschlossen, daß jeder Besitzer Mitglied der Feuerwehr zu sein hat, Mitgliedsbeitrag 160 Kronen für Besitzer, alle anderen 20 Kronen pro Jahr, nicht erscheinen zur Übung wird mit 100 Kronen geahndet, Ent-schuldigungen zum Fernbleiben der Übung sind 24 Stunden vorher beim Kommando zu melden.
Infolge sehr vorgerückter Nachmittagsstunden wird die konstituierende Versammlung geschlossen und gefertigt.„
Sonntag, 13. November 1921
In Anlehnung an die Feuerpolizei- und Feuerwehr-ordnung für Tirol vom 28. November 1881, LGBl. 36, und anderen gesetzlichen 0Bestimmungen wurden die Statuten der Freiwilligen Feuerwehr Rettenschöss vom Gemeinderat und Feuerwehrausschuss einstimmig angenommen. Die Dienstordnung wurde ebenfalls wie die Statuten handschriftlich niedergeschrieben.
Sonntag, 23. April 1922
Für diesen Tag wurde die erste Feuerwehrübung angesetzt.
Sonntag, 21. Mai 1922
Bei der ersten Hauptversammlung wurde auch der Kassenbericht vorgelegt, den Einnahmen von 14 015 Kronen standen die Ausgaben von nur 25 Kronen gegenüber.
Sonntag, 3. September 1922
Teilnahme an der Fahnenweihe der Feuerwehr Niederndorf mit 15 Mann.
Samstag, 15. Juli 1922
Für den Ernstfall waren bereits Ausrüstungsgegenstände vorhanden, die die Gemeinde Rettenschöss in den vergangenen Jahren besorgt hatte. Nun oblag die Anschaffung von Geräten dem Ausschuss, der an diesem Tag den Kauf von zwei Feuerhaken genehmigte.
Mittwoch, 13. Dezember 1922
Bei der Gemeinde wurden weitere Ausrüstungs-gegenstände beantragt: eine Garnitur Steigerausrüstung, eine Steigerleiter, vier Wassereimer und eine Laterne.
Der erste ausführliche Übungsbericht bei der angenommenen Brandstelle beim Hupfen/Rettenschöss war der Kommandant Buchauer nicht zufrieden. Es dauerte sieben Minuten bis Wasser gegeben wurde, die Schlauchlinie verlief ungünstig und die Aufstellung war „ganz und gar verkehrt„. Der Kommandant klagte im Übungsbericht über die fehlende Aufmerksamkeit und dass während der Übung geraucht wurde. Ein Mitglied wurde mit einem ¼ l und ein weiteres mit ½ l Schnaps bestraft (!), welcher dann vom Schriftführer an die Kameraden verteilt wurde.
Sonntag, 16. März 1924
Der Ausschuss forderte 100 m Schläuche, „damit man überall hinlangt„ und einen eigenen Wagen.
Mit der Arbeit des ersten Ausschusses war man sichtlich zufrieden, alle wurden einstimmig wiedergewählt.
Wie aus den Übungsberichten hervorgeht, lagen die angenommenen Brandobjekte immer in der Ortschaft Rettenschöss, diesmal beim Kloo.
Für die Beurteilung der Lage waren die gedachten Windverhältnisse ausschlaggebend. An diesem Tag zählte die Feuerwehr 78 Mitglieder, bei der Übung waren 38
Sonntag, 12. Oktober 1924
Aus dem Übungsbericht:
„Mit heutiger Übung kann die neue bzw. umgebaute Spritze auf Wagen zur Anwendung, welche sich auch als praktisch erwies, da die unnötige Ab- und Aufladung entfällt und daher Zeitersparnis in Betracht kommt.„ Zum Zeitpunkt der großen Geldentwertung kostete das Umbauen 5 Millionen Kronen. Man rückte nach Osenthal zur Übung aus. Leider war zu diesem Zeitpunkt das dortige Wasserbassin fast trocken und verschmutzt.
Sonntag, 10. Mai 1925
In Niederndorf fand die übliche Florianifeier, verbunden mit einer Frühjahrs-Hauptübung der Feuerwehr Niederndorf statt. Es beteiligte sich auch die Feuerwehr von Rettenschöss. Angenommenes Brandobjekt war der Gradl-Stall.
Sonntag, 17. Mai 1925
Josef Tischler aus Häring erschien stellvertretend für den
erkrankten Löschinspektor Egger zur Inspektion. Damit verbunden war auch eine Übung. Die erste Inspektion seit Gründung fiel lobend aus.
Aufgefordert wurde allerdings, dass für die Fraktion Feistenau 2 Bassins angelegt werden, in den Fraktionen Ritzgraben und Miesberg eine Wassersperre errichtet
wird, das bestehende Wasserbassin in Osenthal ausbetoniert und das Wasserreservoir in Rettenschöss vergrößert wird.
Mittwoch, 15. Juli 1925
Der erste Einsatz bei einem Großbrand seit Gründung der Feuerwehr Rettenschöss führte zum Bauernhof Au am Berg. Die ausgerückten 14 Mann waren nach nur 32 Minuten sogar als erste am Brandplatz. Es konnte viel gerettet werden, auch das Zuhaus wurde auf Grund des raschen Einsatzes vom Brandverschont. Im „Tiroler Grenzboten„ wurden die Feuerwehrleute für die fleißige und wackere Arbeit gelobt, ebenso wurde die gemeinsame und intensiv betriebene Löschaktion hervorgehoben. Damals schon gab es ein Telephon in Rettenschöss (bei Burger?), das für die Zeit entsprechend manch rettende Dienste tat.
Sonntag, 19. Juli 1925
Mit einer 54 Mann starken Feuerwehr beteiligte sich Rettenschöss bei der 50-Jahr-Feier der Ebbser Feuerwehr.
Mittwoch, 19. August 1925
Um vier Uhr morgens folgten 15 Mann dem Alarm zum Brand nach Walchsee. Dort hieß es, dass es beim Weber in Kranzach brennt, ein Einsatz ist zu spät und daher nicht mehr notwendig.
Montag, 14. September 1925
10 Mann eilten zum brennenden Stadl von Steinhäusl am Niederndorferberg. Sie kehrten aber schon bei der Thalhäusl-Brücke um, weil der Stadl bereits niedergebrannt war.
Rauch war von weitem sichtbar und man vernahm Brandgeruch. Der Einsatz zum Kaminbrand zu Wildbichl war nicht mehr notwendig, die 10 ausgerückten Feuerwehrmänner kehrten im Ritzgraben um.
Niederndorferberg gründete nun auch eine Feuerwehr. Es nahmen bei der Gründungsversammlung sogar 6 Mann unserer Wehr teil.
Nach der Florianifeier der drei Gemeinden fand eine Übung statt, bei der die Kirche selbst als angenommenes Brandobjekt diente.
Montag, 10. Mai 1926
Ein Blitz ohne Zündung fuhr beim Briggl in den Kamin und an-schließend in die Wohnstube. Die anwesenden Familienmitglieder waren dadurch sehr benommen, die alte Mutter bewusstlos. St. Florian war gnädig, es blieb zum Glück nur beim zerstörten Kamin und bei zerbrochenen Fensterscheiben.
Die erste Großübung der Feuerwehren auf Rettenschösser Boden fand in der Primau statt. Es beteiltigten sich die Feuerwehren Buchberg, Niederndorf, Niederndorferberg, Rettenschöss und die Kufsteiner entsandten eine Motorspritze. Leider verletzte sich Georg Schmid, Knecht zu Harland, mit dem Böller; er musste in das Krankenhaus Kufstein gebracht werden.
In der Aufstellung über den technischen Stand der Feuerwehren im Bezirk standen für die 67 Mitglieder der Feuerwehr Rettenschöss zur Verfügung: 6 Reservoire, 60 Brunnen, 4 „Minimax„ und 28 andere Handlöscher, 1 Spritze mit Kasten, 2 Trag- und 3 Buttenspritzen, 120 m Schläuche, 12 Gewinde, 8 Saugschläuche, 6 Wassereimer, 6 Fackeln, 1 Laterne, 6 Pickel, 2 Signalhörner und 1 Magazin (Spritzenhaus).
Sonntag, 2. Jänner 1927
Für den ersten Großbrand in der eigenen Gemeinde war es äußerst schwer, die nötige Anzahl der Feuerwehrleute herzuholen. Es brannte beim Karl in Pötting, also beim Kommandant Peter Buchauer selbst. Die Magd be-merkte um ½ 9 Uhr den Brand. Die Bäuerin vom Hupfen in Pötting rettete sofort die Tiere aus dem Stall, Paul Jäger und der Hupfen-Knecht schlugen Alarm. Da viele Kameraden in der Kirche waren, konnten sie nicht rasch genug herbeieilen. Die Brandbekämpfung beschränkte sich auf die Sicherung des Hofes Hupfen; das Karl-Bauernhaus lag damals ja unterhalb und auf der anderen Wegseite. Der Besitzer Peter Buchauer musste sich monatelang mit Schuldsprüchen herumschlagen, bis endlich bewiesen war, dass er unschuldig ist. Dagegen wurde die Magd belastet,und schuldig gesprochen, dass sie den Brand gelegt hatte.
Sonntag, 1. Mai 1927
Die Wachsamkeit und Aufmerksamkeit vieler Feuerwehrmänner, hatte auch zur Folge, dass man stets zum Einsatz bereit ist. Bei einem vermuteten Brand in der Nachbargemeinde stellte sich heraus, dass der Brandherd am weit entlegenen Audorfer Berg lag. Die Einsatzwilligen kehrten bei Osenthal zurück.
Sonntag, 31. Juli 1927
Die Feuerwehrübung zu Fuchsanger war Anlass zur Ehrung von Johann Stadler, der dort wohnhaft war. Er war 25 Jahre Mitglied der Feuerwehr. Vor der Gründung war er in Thiersee ? Feuerwehrmann.
Sonntag, 9. Oktober 1927
Ein Kaminbrand in der Waschküche zu Unterwies sorgte für einen Einsatz. Der Brand konnte noch vor Eintreffen der Feuerwehr gelöscht werden.
Die Wahl beim Rettenschösser Wirt fiel folgendermaßen aus:
Astner Simon, Wirt - Hauptmann
Achorner Josef, Grill - Stellvertreter
Schwaighofer Christian, Harland - Schrifführer und Kassier
Laiminger Johann, Untermaried - Steigerkommandant
Fahringer Johann, Burger - Spritzenkommandant
Buchauer Peter, Karl/Pötting - Schlauchkommandant
Mahdl Michael, Schneider - Sanitäter
Praschberger Johann, Holzweg - Hornist
Käser Stefan, Hupfen/Rettensch. - Zeugwart
Sonntag, 15. April 1928
Kein geringerer als der Obmann der Wiener Freiwilligen Feuerwehren, Robert Peller, hielt im Gasthaus Primau von sechzig Zuhörern einen Vortrag über das Feuerwehrwesen.
Montag, 23. Juli 1928
Der Mühlberger-Stadl, Niederndorferberg, brannte nach einem Blitzschlag ab. Ein Einsatz war für unsere Feuerwehr nicht mehr notwendig.
Die Vollversammlung entschied über die Kehrzeiten durch den Rauchfangkehrer. Für 31 Häuser wurde die ¼-jährliche und für 12 die zwei-monatliche Kehrung bewilligt.
Noch gerade rechtzeitig konnte der Kaminbrand zu Ank gelöscht werden, die Holzwand und die Dachbalken waren bereits angebrannt. „Die im Frühjahr eingestellten Wassereimer haben sich hier bestens bewährt.„
Mittwoch, 19. März 1930
Es galt beim Großbrand beim Schopferwirt in Walchsee, das nahe gelegene Schulhaus und die anderen Nachbargebäude zu schützen. Acht Feuerwehren waren an der Brandbekämpfung beteiligt.
Ein grausiges Bild bot der Brand der Höfe Vorder- und Hinterschachen am Niederndorferberg. Von den beiden Bauernhäuser blieb nur mehr das ausgebrannte Mauerwerk im Erdgeschoß des Wohnteiles übrig. Die hundert Feuerwehrleute von Niederndorferberg, Niederndorf, Buchberg und Rettenschöss hatten mit Wassermangel zu kämpfen.
Der dritte Großbrand innerhalb von drei Monaten in unserer Umgebung war beim Kaiserer, nahe an der Gemeindegrenze gelegen. Josef Ritzer vom Hupfen in Pötting wurde so von einem Dachbalken getroffen, dass er von einem anwesenden Münchner Arzt sofort versorgt und dann in das Krankenhaus ge-bracht werden musste.
Samstag, 8. Februar 1931
Bei der zehnten Jahreshauptversammlung wurde der gesamte Ausschuss wieder gewählt.
Zehn Feuerwehren, darunter die von Rettenschöss, fanden sich bei der Bekämpfung des Brandes beim Pauln in der Au, Niederndorf, ein.
Sonntag, 25. Oktober 1931
Zum 10. Jahrestag fand nach einer Übung eine außerordentliche Vollversammlung statt. Dabei wurde in ausführlicher Weise ein Tätig-keitsbericht der letzten zehn Jahre niedergeschrieben.
Sonntag, 3. Jänner 1932
Der Schriftführer Christian Schwaighofer verabschiedete sich schriftlich von seiner Tätigkeit, der sah zwei Tage zuvor die Belange der Feuerwehr zu wenig vertreten. „Die Beschaffung der Motorspritze wird um eine halbes Jahrzehnt hinausgeschoben„, hieß es unter anderem. Am nächsten Tag übernahm Peter Buchauer die Schriftführerstelle, Christian Schwaighofer wurde Schlauch-kommandant.
Sonntag, 21. Februar 1932
Ein Einsatz für den Brand beim Grund in Walchsee war nicht mehr notwendig, das Gebäude konnte nichts mehr gerettet werden.
Mittwoch, 9. Juni 1932
Knapp nach Mitternacht folgten 17 Mann dem Alarmblasen, es brannte zu Reisch am Buchberg.
38 Mann erschienen beim Zimmerbrand zu Stauding, den aber die Hausbewohner bereits gelöscht hatten.
Einen großen Wechsel brachte die Wahl:
Baumgartner Wolfgang, Grafen - Hauptmann
Buchauer Wolfgang, Weber - Stellvertreter
Wegmayr Friedrich, Schulhaus - Schriftführer, die Kassierstelle lehnte er ab
Fankhauser Josef, Aigner - Steigerkommandant
Mahdl Michael, Schneider - Spritzenkommandant
Höllwarth Sebastian, Ritzermühl - Schlauchkommandant
Schrödl Sebastian, Flecken - Hornist
Koidl Josef, Mauserhäusl - Zeugwart
Rupert Staffner, Untermaried, wurde nun Schriftführer, auch die Kassierstelle übernahm er.
Sonntag, 25. November 1934
Die Motorspritze rückte näher, der Gemeinderat beschloss den Kauf.
Sonntag, 3. März 1935
Der ausführliche Beschluss und die Bestellung der Motor-spritze Type Rosenbauer R 45 zum Preis von 4700 Schilling wurde im Beisein von mehreren Feuerwehrfunktionären des Bezirkes gefasst und bei der Firma Grassmayr, Innsbruck, bestellt.
Sonntag, 17. März 1935
Bei der Hauptversammlung wurde Josef Staffner, Unter-maried zum zweiten Hornisten gewählt.
Dienstag, 14. Mai 1935
Fünf Stunden lang dauerte die Übergabe der Motorspritze samt Unterweisung in der Handhabung.
Gleichzeitig mit neuen Motorspritze dürfte der Löschzug Ritzgraben gegründet worden sein - ein genaues Datum liegt nicht vor. Eine Handdruckspritze wurde dort- hin verlegt. Der Löschzug besaß Saugschläuche, Strahlrohr und verschiedenes Zu-behör.
Sonntag, 21. Juli 1935
Die Weihe der Motorspritze fand in einem bescheidenen Rahmen statt. Kooperator Zwicknagl hatte dazu ein paar nette Worte übrig. Danach fand eine Übung statt.
Sonntag, 6. Oktober 1935
Die Feuerwehr Buchberg feierte das 25-jährige Bestehen. Mit den jublierenden Nachbarn wurde der Einsatz der neuen Motorspritze geprobt.
Sonntag, 2. Februar 1936
Der erste Kameradschaftsabend fand am Lichtmesstag im Gasthaus Fuchsanger statt. Im im Beisein der Funktionäre aus Kufstein und aus der Nachbarschaft wurde der älteste Feuerwehrwehrmann Johann Stadler zum 40- jährigen Jubiläum geehrt.
Bei der Vollversammlung fand eine Ergänzungswahl statt.
Mair Kosmas, Oberegart - Steigerkommandant
Himberger Johann jun., Stadler - Spritzenkommandant
Lanzinger Martin, ? - 1. Strahlrohrführer
Schwaighofer Christian, Harland - 2. Strahlrohrführer
Buchauer Simon, E-Werk/Zentrale - Sanitäter
Es wurde da der Feuerwehrvorspann bestimmt: Riederbauer samt Wagen und Burger.
Dienstag, 2. Juni 1936
Die erste Dekorierung für die Gründungmitglieder fand vor einer Übung statt. Auffällig war der hohe Mitgliederstand mit hundert Feuerwehrleuten und die zahlreichen Eintritte im Jahre 1936.
Donnerstag, 6. August 1936
Die Feuerwehr nahm Abschied von ihrem Gründer Christian Schwaighofer, Harland, und ehemaligem Bürgermeister. Er starb am 3. August.
Sonntag, 14. Februar 1937
Die Wahl ergab folgende Zusammensetzung:
Josef Achorner, Grill - Hauptmann
Baumgartner Wolfgang, Außerfeld - Stellvertreter
Staffner Rupert, Untermaried - Schriftführer und Kassier
Buchauer Josef, Grafen - Hornist
Habinger Hugo, Karl/Miesberg - Ordonanz
Käser Stefan, Hupfen/Rettenschöss - Zeugwart
Mauracher Wolfgang, Mannastätt - Abteilungsführer Ritzgraben
Danner Simon, Scherer - Zeugwart Ritzgraben
Die Florianifeier in Niederndorf begann mit der üblichen Messfeier, ihr folgte eine Übung der drei Feuerwehren und abschließend ein Lichtbildervortrag über die Brandbekämpfung.
Mittwoch, 15. September 1937
Mit der Dachglocke von Untermaried wurde zum Ernstfall beim nahegelegenen Bauernhaus zu Kitzbichl, Gemeinde Walchsee, gerufen. Wassermangel und der Höhenunterschied erschwerten den Einsatz der Feuerwehren Walchsee und Rettenschöss.
Sonntag, 17. Oktober 1937
Die Feuerwehr bestellte 200 m Schläuche.
Sonntag, 24. Juli 1938
Der Löschzug Ritzgraben hatte an diesem Tag eine Übung.
Samstag, 28. Jänner 1939 und Sonntag 29. Jänner 1939
Die Feuerwehr übernahm die Aufgabe zur Sammlung für das Winterhilfswerk.
Im Gasthaus Wildbichl fand die Gründung des Löschzuges Ritzgraben - Gränzing statt. Die Feuerwehrkameraden der beiden Ortsteile blieben weiterhin Mitglieder der Feuerwehren Niederndorferberg und Rettenschöss. Der Mannastätter-Bauer erklärte sich sogar bereit, den Baugrund für ein Gerätehaus kostenlos zur Verfügung zu stellen.
Sonntag, 23. April 1939
Peter Resch, wohnhaft beim Riederbauer?, wurde als Schlauchkommandant bestellt, nachdem Sebastian Höllwarth von Ritzermühl dem Löschzug Ritzgraben angehörte.
Samstag, 16. Dezember 1939
Gegen Mitternacht gab es Alarm im „Doktor-Haus„ in Niederndorf. der Einsatz unserer Motorspritze war nicht mehr notwendig.
Donnerstag, 30. Dezember 1939
Die Motorspritze, 560 m Schläuche und das ge-samte Feuerwehrzubehör wurde an Bürgermeister Johann Praschberger (Holzweg) übergeben. Von da an gab es bis zum Kriegsende keinen gewählten Feuerwehr-ausschuss; Josef Achorner blieb aber vorerst „Wehrführer„.
Der Brand zu Schmidthal ist bei der Feuerwehr Rettenschöss nicht schriftlich belegt. Beim Einsatz der Durchholzner Gruppe und der Walchseer Feuerwehr waren besonders viele Frauen dabei. Die Durchholznerin ...führte die weibliche Riege sehr erfolgreich an.
Stefan Käser, Hupfen/Rettenschöss, wurde zum Führerlehrgang bestimmt, diese Aufgabe übernahm schließlich Johann Fahringer, Burger (Niederschriften ab 1943). In dieser Sitzung wurde beschlossen, bei Hugo Pichler, Schmiedmeister in Niederndorf, einen Feuerwehrwagen zu bestellen. Die An-schaffung eines Löschkarrens wurde abgelehnt.
Das Feuerlöschwesen der Gruppe „Ritzgraben - Wildbichl„ wurde im Gasthaus Wildbichl geregelt. Es wurde vereinbart, dass die Gemeinde Niederndorferberg eine „genormte Kraftspritze„ stellt samt Gruppenausrüstung und Uniformierung. Weiters wurden die Gruppenstärken und der Schlauchbestand festgelegt.
Donnerstag, 1. Juli 1943
An diesem Tag wurde Johann Fahringer offiziell zum Wehrführer der Feuerwehr Rettenschöss ernannt.
Sehr gezeichnet war die Vollversammlung vom Weltkrieg; es fehlten viele Feuerwehrkameraden. Statt 60 bis 80 waren nur mehr 20 für einen Einsatz hier. Dagegen war als Lichtblick zu vermelden, dass nach dauernden Bitten der Gerätewagen im Juli 1944 geliefert wurde, obwohl er schon vor zwei Jahren angefordert worden war. Einige Wehrmänner leisteten freiwillig Schichten für die Errichtung einer Garage.
Sonntag, 28. April 1946
Eine Fülle von Tagesordnungspunkten bot die Vollver-sammlung zum 25-jährigen Bestand der Feuerwehr. Von der bevorstehenden Florianifeier über den Kameradschaftsabend bis hin zum Antrag auf Neubau eines Gerätehauses wurde besprochen. Die jährliche Feuerbeschau wurde ein wichtiger Betrag zur Brandverhütung. Rupert Staffner wurde wieder Schriftführer. Nach den langen Entbehrungen durch den Krieg kam neuer Schwung in die Feuerwehr.
Sonntag, 13. November 1949
Ein schöner Herbsttag, den unsere kleine Wehr nicht so gleich vergessen sollte, war die Einweihung es neuen Gerätehauses. Abordungen der Gemeinden Buchberg, Niederndorf und Niederndorferberg nahmen daran teil. Kooperator Zwicknagl segnete das neue Haus. Anschließend wurde eine Feuerwehrübung durchgeführt und das neue Bassin verwendet. Zum Abschluss versammelten sich alle beim Rettenschösser Wirt zu einem gemütlichen Beisammen-sein. Von diesem Tag stammt auch das Mannschaftsbild für die Feuerwehren des Bezirkes Kufstein, das für ein Druckwerk aus dem Jahre 1951 verwendet wurde.
Danke für Ihr Interess
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