Source: https://de.scribd.com/document/389322883/PromO-Philosophische-Fakultat-Ab-2018-04-11-Incl-Anderungssatzungen
Timestamp: 2020-08-09 00:11:16
Document Index: 24395920

Matched Legal Cases: ['§ 38', 'Art. 2', '§1', '§2', '§3', '§4', '§5', '§6', '§7', '§8', '§9', '§ 10', '§ 11', '§ 12', '§ 13', '§ 14', '§ 15', '§ 17', '§ 19', '§ 20', '§ 21', '§ 22', '§ 23', '§ 2', '§ 2', '§ 1', '§ 38', '§ 5', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 7', '§ 38', '§ 11', '§ 5', '§ 6', '§ 3', '§ 6', '§ 6', '§ 21', '§ 53', '§ 11', '§ 6', '§ 3', '§ 3', '§ 17', '§ 17', '§ 5', '§ 17', '§ 4', '§ 4', '§ 10', '§ 9', '§ 8', '§ 4', '§ 9', '§ 4', '§ 10', '§ 16', '§ 9', '§ 16', '§ 11', '§ 4', '§ 11', '§ 6', '§ 9', '§ 11', '§ 16', '§ 12', '§ 11', '§ 14', '§ 16', '§ 18', '§ 18', '§ 18', '§ 18', '§ 20', '§ 9', '§ 48', '§ 11', '§ 38']

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Promotionsordnung Dr. phil. (vom 18. März 1980, aufgehoben am 1. März 2005)
ab030704
prom_philfak_07-03-2011[1]
Habilitation s Ordnung
Ein Doktortitel Als Geschenk _ Top-Thema _ DW.de _ 15.04
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Praxisintegrierende Designforschung Und Theoriebildung Dagmar Steffen
Jahrgang 44 – Nr. 4 – 11.04.2018
ISSN 1866-2862
Promotionsordnung der Philosophischen Fakultät der Universität Tübingen 50
Habilitationsordnung der Philosophischen Fakultät der Universität Tübingen 68
Anstalt des öffentlichen Rechts – Gültig ab Wintersemester 2018/2019 – 80
Aufgrund von § 38 Absatz 4 Satz 1 LHG in der Fassung vom 1.1.2005, zuletzt geändert
durch Art. 2 G. zum Studienakkreditierungsvertrag und zur Änderung des LHG vom
7.11.2017, hat der Senat am 22. März 2018 die nachfolgende Neufassung der Promotions-
ordnung der Philosophischen Fakultät der Universität Tübingen beschlossen.
Der Rektor hat am 29. März 2018 seine Zustimmung erteilt.
§1 Arten der Promotion
§2 Promotionsausschuss
§3 Voraussetzungen für die Promotion
§4 Annahme als Doktorand und Höchstdauer der Promotionszeit
§5 Zulassungsantrag
§6 Dissertation
§7 Entscheidung über die Zulassung
§8 Bestellung der Berichterstatter
§9 Begutachtung der Dissertation
§ 10 Aussetzung zur Umarbeitung der Dissertation
§ 11 Auslage und Bewertung der Dissertation
§ 12 Art der mündlichen Prüfung
§ 13 Durchführung des Promotionskolloquiums
§ 14 Bewertung der mündlichen Prüfungsleistung
§ 15 Wiederholung des Promotionskolloquiums
§ 17 Wiederholung des Promotionsverfahrens
§ 19 Ausstellung und Aushändigung der Promotionsurkunde
§ 20 Besondere Bestimmungen für die Promotion in gemeinsamer Betreuung mit einer aus-
ländischen Universität
§ 21 Täuschung, Entziehung des Doktorgrades
§ 22 Einsicht in die Promotionsakten
§ 23 In-Kraft-Treten und Übergangsregelungen
(1) Die Philosophische Fakultät der Universität Tübingen verleiht den Grad eines Doktors der
Philosophie (Dr. phil.) in einem der in der Fakultät vertretenen Fächer aufgrund einer wis-
senschaftlichen Abhandlung (Dissertation) und einer mündlichen Prüfung.
(2) Die Philosophische Fakultät kann für besondere Verdienste um die Wissenschaft und
Kultur im Bereich der Geisteswissenschaften den Grad eines Doktors der Philosophie ehren-
halber verleihen. Ein Antrag kann von jedem hauptamtlichen Professor der Fakultät gestellt
und über den Fachbereichssprecher an den Vorsitzenden des Promotionsausschusses
geleitet werden. Der Antrag ist vom Promotionsausschuss in drei verschiedenen Sitzungen
zu behandeln: In der ersten erfolgen Anmeldung und Bericht, in der zweiten Aussprache und
Einsetzung einer Kommission, in der dritten Aussprache über den Bericht der Kommission
und Beschlussfassung. Die Ehrenpromotion wird vollzogen durch die Überreichung der
Promotionsurkunde, in der die Leistungen des Geehrten darzustellen sind.
Amtliche Bekanntmachungen der Universität Tübingen 2018, Nr. 4, S. 50
(3) Der Beschluss über eine Ehrenpromotion bedarf einer Zweidrittelmehrheit der Mitglieder
des gemäß Abs. 2 erweiterten Promotionsausschusses.
(1) Alle Entscheidungen, für die diese Promotionsordnung keine besonderen Regelungen
enthält, werden vom Promotionsausschuss getroffen. Vorsitzender des Promotionsaus-
schusses ist der Dekan, der sich durch den für Promotionsfragen zuständigen Prodekan
vertreten lassen kann. Soweit nicht über die Bewertung von Promotionsleistungen zu ent-
scheiden ist, kann der Promotionsausschuss den Vorsitzenden ermächtigen, die Entschei-
dungen zu treffen. Der Promotionsausschuss kann für Entscheidungen, die der Vorsitzende
des Promotionsausschusses allein treffen kann, Vorgaben machen. Der Promotionsaus-
schuss entscheidet auch über die Eröffnung eines Verfahrens für eine Ehrenpromotion; die
weitere Beratung und Entscheidung erfolgt in diesem Fall durch den erweiterten Promotions-
ausschuss gemäß § 2 Abs. 3.
(2) Dem Promotionsausschuss gehören als Mitglieder (außer dem Vorsitzenden) 12 haupt-
amtliche Professoren der Fakultät an, und zwar:
3 Mitglieder aus dem Fachbereich Altertums- und Kunstwissenschaften
2 Mitglieder aus dem Fachbereich Asien- und Orientwissenschaften
1 Mitglied aus dem Fachbereich Geschichtswissenschaft
4 Mitglieder aus dem Fachbereich Neuphilologie
2 Mitglieder aus dem Fachbereich Philosophie, Rhetorik, Medien.
Die Mitglieder des Promotionsausschusses werden auf Vorschlag der Fachbereiche vom
Fakultätsrat bestimmt; für jedes Mitglied werden weiterhin zwei Stellvertreter aus dem glei-
chen Fachbereich bestimmt. Die Amtszeit beträgt sechs Jahre. Scheidet ein Mitglied wäh-
rend dieser Zeit aus, bestimmt der Fakultätsrat auf Vorschlag des Fachbereichs, aus dem
dieses Mitglied kommt, einen Nachfolger.
(3) Bei Ehrenpromotionen setzt sich der Promotionsausschuss wie folgt zusammen: Soll die
Ehrenpromotion aufgrund der besonderen Verdienste in einem bestimmten Fach erfolgen, so
treten zur dritten Sitzung bis zu 6 hauptamtliche Professoren des Fachbereichs, dem dieses
Fach angehört, als stimmberechtigte Mitglieder hinzu. Soll sie aufgrund von Verdiensten
erfolgen, die sich inhaltlich nicht einem einzelnen Fach oder Fachbereich zuordnen lassen,
ist der Promotionsausschuss in seiner Zusammensetzung gemäß § 2 Abs. 2 zuständig.
(4) Der Promotionsausschuss ist beschlussfähig, wenn mindestens neun Mitglieder (ein-
schließlich des Vorsitzenden) oder ersatzweise deren Vertreter anwesend sind. Bei Ehren-
promotionen ist der gegebenenfalls gemäß § 1 Abs. 3 erweiterte Ausschuss beschlussfähig,
wenn mindestens zwei Drittel der stimmberechtigten Mitglieder anwesend sind.
(5) Der Promotionsausschuss tagt nichtöffentlich.
(6) Beschlüsse werden mit Stimmenmehrheit gefasst, soweit nichts Anderes geregelt ist. Bei
Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag. Die Abstimmungen
erfolgen offen. Stimmenthaltung ist nicht zulässig. Wird über die Bewertung von Dissertatio-
nen entschieden, ist im Protokoll außer dem Abstimmungsergebnis und ggf. dem Meinungs-
bildungs- und Abstimmungsprozess festzuhalten, wie viele Mitglieder jeweils welchen Gut-
achten oder Einsprüchen oder Teilen von diesen gefolgt sind.
Im Folgenden werden aus Gründen der sprachlichen Vereinfachung und Konvention bei Personen die
männlichen Substantivformen verwendet. Gemeint sind immer beide Geschlechter.
Amtliche Bekanntmachungen der Universität Tübingen 2018, Nr. 4, S. 51
(7) Die Beteiligten sind zur Verschwiegenheit verpflichtet. Diese Pflicht schließt auch die
Geheimhaltung der Beratungsunterlagen ein.
(8) Die Aufgaben einer Ombudsperson nach § 38 Abs. 4 LHG nimmt in der Regel der Vorsit-
zende des Promotionsausschusses wahr; auf Antrag des Doktoranden oder eines seiner
Betreuer oder eines Mitglieds des Promotionsausschusses kann der Promotionsausschuss
auch einen anderen hauptamtlichen Professor der Fakultät mit dieser Aufgabe betrauen.
(1) Voraussetzung für die Annahme als Doktorand und für die Zulassung zum Promotions-
verfahren ist in der Regel, unbeschadet der weiteren Voraussetzungen nach § 5, ein in
Deutschland mit einer Prüfung erfolgreich abgeschlossenes Studium im gewählten Promo-
tionsfach in
- einem Studiengang mit einer mindestens vierjährigen Regelstudienzeit an einer Univer-
sität oder Kunsthochschule oder Musikhochschule oder Pädagogischen Hochschule
oder einer anderen Hochschule mit Promotionsrecht.
(2) Studienabschlüsse in anderen Studiengängen und an ausländischen Hochschulen kön-
nen anerkannt werden, wenn sie gleichwertig sind. Hinsichtlich der Gleichwertigkeit auslän-
discher Studienabschlüsse werden die von der Kultusministerkonferenz und der Hochschul-
rektorenkonferenz gebilligten Äquivalenzvereinbarungen als Entscheidungshilfe herangezo-
gen. Bei Zweifeln an der Gleichwertigkeit kann die Zentralstelle für ausländisches Bildungs-
wesen gehört werden. Bestehen danach noch Zweifel an der Gleichwertigkeit, kann in einer
mündlichen Prüfung festgestellt werden, ob beim Bewerber die Qualifikation zu wissen-
schaftlicher Arbeit im für die Promotion vorgesehenen Fachgebiet gegeben ist. Der Kandidat
muss in dieser Prüfung nachweisen, dass er über Kenntnisse verfügt, die dem Standard der
hiesigen Abschlussprüfungen entsprechen. Die Prüfung wird von zwei Professoren, Hoch-
schul- oder Privatdozenten abgenommen, die vom Vorsitzenden bestellt werden. Die Dauer
der Prüfung beträgt etwa 45 Minuten und kann auf Antrag des Kandidaten auch in einer
anderen Sprache als Deutsch durchgeführt werden, wenn die vorgesehenen Prüfer zustim-
men. Die Prüfung ist bestanden, wenn die Prüfungsleistungen von beiden Prüfern mit
„bestanden“ bewertet werden. Werden die Prüfungsleistungen von mindestens einem Prüfer
mit „nicht bestanden“ bewertet, kann die Prüfung einmal wiederholt werden.
(3) Studienabschlüsse in Studiengängen, die nicht gleichwertig sind, können anerkannt wer-
den, wenn erhebliche inhaltliche Übereinstimmungen bestehen und sichergestellt ist, dass
der Bewerber über die methodischen und sprachlichen Kenntnisse verfügt, die für einen
Studienabschluss im angestrebten Promotionsfach erforderlich sind. Gegebenenfalls kann
der Nachweis von bis zu vier Leistungsscheinen nachgefordert werden; der Nachweis ist bis
zur Zulassung zum Promotionsverfahren zu erbringen.
(4) Besonders qualifizierte Absolventen eines Diplomstudiengangs an einer Fachhochschule
oder Berufsakademie werden zur Promotion zugelassen, wenn in einem Eignungsfeststel-
lungsverfahren der Nachweis erbracht worden ist, dass die Qualifikation zu wissenschaftli-
cher Arbeit im Promotionsfach wie bei Universitätsabsolventen vorhanden ist. Dasselbe gilt
für besonders qualifizierte Absolventen eines Bachelorstudiengangs, die nicht unter § 3
Abs. 1 fallen. Voraussetzung für die Zulassung zum Eignungsfeststellungsverfahren ist in der
Regel, dass die Bewerber zu den besten 30 Prozent ihres Examensjahrgangs an der Hoch-
schule oder Berufsakademie, bei der sie zur Zeit ihrer Abschlussprüfung immatrikuliert
waren, gehören; diese Voraussetzung ist von den Bewerbern durch eine Bescheinigung der
betreffenden Einrichtung nachzuweisen. Voraussetzung für die Zulassung zum Eignungs-
feststellungsverfahren ist außerdem, dass in einer mündlichen Prüfung festgestellt wird, dass
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beim Bewerber die Qualifikation zu wissenschaftlicher Arbeit gegeben ist oder das mit ihrem
Erwerb im Laufe des Eignungsfeststellungsverfahrens zu rechnen ist.
Das Eignungsfeststellungsverfahren erstreckt sich in der Regel über zwei, höchstens drei
Semester. Über die in diesem Zeitraum zu erbringenden Leistungsnachweise auf der
Grundlage von bis zu 20 Semesterwochenstunden entscheidet der Promotionsausschuss,
gegebenenfalls auf Vorschlag des Betreuers; verlangt werden können bis zu vier Leistungs-
nachweise. Den Abschluss des Eignungsfeststellungsverfahrens bildet eine 45-minütige
mündliche Prüfung im vorgesehenen Promotionsfach, die entsprechend Absatz 2 Satz 6 – 9
(5) Der Bewerber muss ausreichende deutsche oder englische Sprachkenntnisse nachwei-
sen. Die Form des Nachweises wird vom Promotionsausschuss generell oder im Einzelfall
festgelegt. Das Erfordernis fachspezifischer Sprachkenntnisse regelt der Anhang zu dieser
(1) Wer die Voraussetzungen nach § 3 erfüllt und die Anfertigung einer Dissertation beab-
sichtigt, kann unter Angabe seines in Aussicht genommenen Themas bei der Fakultät die
Annahme als Doktorand beantragen.
(2) Der Antrag soll enthalten:
1. die Angabe des Faches, in dem die Promotion erfolgen soll,
2. den vorläufigen Arbeitstitel der geplanten Dissertation und
3. in der Regel die Namen der gewünschten Betreuer und die schriftliche Promotionsver-
einbarung gemäß Abs. 4 Satz 3.
Mit dem Antrag ist der Nachweis der Voraussetzungen nach § 3 vorzulegen. Über den
Antrag auf Annahme als Doktorand entscheidet der Promotionsausschuss gemäß § 2
(3) Die Annahme als Doktorand wird abgelehnt, wenn die Voraussetzungen nach § 3 und § 4
Abs. 2 nicht erfüllt sind oder das in Aussicht genommene Thema für eine Dissertation offen-
sichtlich ungeeignet ist oder kein zur Betreuung von Doktoranden verpflichtetes Mitglied der
Fakultät in der Lage ist, den Bewerber zu betreuen. Der Antrag wird auch abgelehnt, wenn
ein Versagungsgrund nach § 7 Abs. 2 Ziffer 5 bis 10 vorliegt. Die Ablehnung der Annahme
ist schriftlich zu begründen und mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen.
(4) Der Doktorand wird vom Vorsitzenden mindestens zwei wissenschaftlichen Betreuern
zugewiesen, in der Regel den gemäß Absatz 2 Nr. 3 gewünschten Betreuern. Einer der
Betreuer ist der Hauptbetreuer. Zwischen dem Doktoranden und den Betreuern wird eine
schriftliche Promotionsvereinbarung gemäß § 38 Abs. 5 LHG geschlossen. Möchte der Vor-
sitzende dem Wunsch des Doktoranden nicht folgen, entscheidet der Promotionsausschuss.
Werden mehr als zwei Betreuer bestellt, so ist bereits an dieser Stelle festzulegen, welche
Betreuer im Promotionsverfahren Berichterstatter sein sollen. Ein späterer Wechsel des
Betreuers oder der Betreuer ist möglich, wenn der Fortgang der Arbeit dies nahelegt. Der
Wechsel muss in der Regel durch den Promotionsausschuss genehmigt werden.
(5) Der Hauptbetreuer muss ein Hochschullehrer oder Privatdozent bzw. außerplanmäßiger
Professor der Philosophischen Fakultät oder ein Hochschullehrer nach Abs. 6 sein. Hoch-
schullehrer und Privatdozenten der Philosophischen Fakultät können in Promotionsfächern
dieser Fakultät, für die sie keine Venia legendi haben oder die nicht der Denomination ihrer
Stelle entsprechen, als Hauptbetreuer bestellt werden, sofern die Vertreter des betreffenden
Promotionsfaches hierzu generell oder im Einzelfall ihre Zustimmung erteilen und der Pro-
motionsausschuss dies ebenfalls genehmigt. In diesen Fällen muss mindestens ein Betreuer
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aus dem betreffenden Promotionsfach bestellt werden. Mindestens ein Betreuer muss Ange-
höriger der Philosophischen Fakultät, in der Regel ein Fachvertreter, oder ein Hochschulleh-
rer nach Abs. 6 mit einer Venia legendi im Promotionsfach sein. Im Übrigen können Hoch-
schullehrer, emeritierte und im Ruhestand befindliche Professoren und Privatdozenten der
Universität Tübingen sowie höchstens ein entsprechend qualifiziertes Mitglied einer anderen
Universität oder vergleichbaren Hochschule, auch von den Hochschulen für angewandte
Wissenschaften oder der Dualen Hochschule Baden-Württemberg, als Betreuer bestellt wer-
den. Bei Vorliegen entsprechender Voraussetzungen, insbesondere der Habilitation oder
habilitationsäquivalenter Leistungen, kann der Promotionsausschuss auch andere Mitglieder
der Fakultät mit der Betreuung von Dissertationen im Einzelfall beauftragen oder ihnen gene-
rell das Recht zur Betreuung verleihen. Ferner können als Betreuer promovierte wissen-
schaftliche Mitarbeiter bestellt werden, denen vom Promotionsausschuss unter bestimmten
Voraussetzungen die Promotionsberechtigung im Einzelfall übertragen wurde.
(6) Der Promotionsausschuss kann hauptberufliche Hochschullehrer anderer Fakultäten der
Universität Tübingen auf Antrag im Einzelfall oder nach einem entsprechenden Beschluss
des Promotionsausschusses grundsätzlich als Hauptbetreuer zulassen, wenn sie ein Fach
vertreten, das in der Philosophischen Fakultät vorhanden oder unmittelbar benachbart ist.
Sollen auf Antrag des Doktoranden zwei Hochschullehrer nach Satz 1, von denen einer
keine Venia legendi im Promotionsfach hat, oder ein Hochschullehrer nach Satz 1 mit einer
Venia legendi im Promotionsfach und ein anderer fakultätsexterner Hochschullehrer als
Betreuer bestellt werden, so ist nach Möglichkeit ein weiterer Hochschullehrer aus der Uni-
versität Tübingen mit einer Venia legendi im Promotionsfach mit der Betreuung der Disserta-
tion zu beauftragen. Hochschullehrer, die der Promotionsausschuss grundsätzlich als
Hauptbetreuer zugelassen hat, werden wie Mitglieder der Philosophischen Fakultät über
Promotionsverfahren informiert und haben ein Recht zur Stellungnahme und Einspruch in
Promotionsverfahren gemäß § 11 Abs. 3.
(7) Die Dauer der Promotionszeit, in deren Rahmen sich Doktoranden unter den Vorausset-
zungen der Zulassungs- und Immatrikulationsordnung der Universität Tübingen immatrikulie-
ren können, beträgt acht Semester. In besonderen Fällen ist auf der Grundlage der Rege-
lungen der Zulassungs- und Immatrikulationsordnung eine weitere befristete Immatrikulation
möglich. Auch nach einer Exmatrikulation wird dem Doktoranden nach Möglichkeit ein Nut-
zungsrecht an den Universitätseinrichtungen im erforderlichen Umfang eingeräumt.
(8) Die Annahme als Doktorand wird dem Bewerber schriftlich bestätigt.
(9) Entsprechend der Festlegung in der schriftlichen Promotionsvereinbarung, mindestens
jedoch einmal pro Jahr, berichtet der Doktorand den Betreuern über den Stand und Fort-
schritt der Dissertation. Die Annahme als Doktorand kann widerrufen werden, wenn die
Berichtspflicht nicht erfüllt wird. Sie kann ebenso widerrufen werden, wenn der Antrag auf
Zulassung zum Promotionsverfahren gemäß § 5 nicht in angemessener Zeit, in der Regel
innerhalb von fünf Jahren, gestellt wird und keine äußeren Gründe vorliegen, die eine Ver-
längerung der Promotionszeit bewirken. Der Kandidat und die Betreuer sind vorher vom
Promotionsausschuss zu hören. Der Widerruf ist schriftlich zu begründen und mit einer
Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen.
(1) Der Antrag auf Zulassung zum Promotionsverfahren ist schriftlich an den Vorsitzenden
des Promotionsausschusses zu richten. Der Antrag muss enthalten:
1. den Titel der Dissertation,
2. die Studien- und die Heimatanschrift des Bewerbers,
3. gegebenenfalls die Namen der Betreuer der Dissertation,
4. gegebenenfalls die Namen der gewünschten Berichterstatter,
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5. gegebenenfalls die Namen der gewünschten Prüfer in der mündlichen Prüfung,
6. die Angabe des angestrebten Promotionsfaches.
1. die Dissertation (§ 6) in drei vollständigen Exemplaren sowie in einer elektronisch les-
baren Fassung nach den Formatvorgaben des Promotionsausschusses,
2. der Nachweis der Voraussetzungen nach § 3, gegebenenfalls die Bestätigung der
Annahme als Doktorand durch die Philosophische Fakultät,
3. ein Lebenslauf mit Darstellung des beruflichen und wissenschaftlichen Werdegangs
sowie vollständigem Verzeichnis der wissenschaftlichen Publikationen,
4. eine Erklärung über etwaige bisherige, abgebrochene oder abgeschlossene, Promo-
tionsverfahren oder entsprechende Prüfungsverfahren, denen sich der Bewerber
unterzogen hat,
5. eine Erklärung dazu, ob die vorgelegte Dissertation schon ganz oder teilweise veröf-
fentlicht worden ist und ob sie schon einmal ganz oder teilweise als Dissertation oder
sonstige Prüfungsarbeit eingereicht worden ist, gegebenenfalls wann und wo, in wel-
chem Fach und mit welchem Ergebnis,
6. eine Erklärung folgenden Inhalts:
„Ich erkläre hiermit, dass ich die zur Promotion eingereichte Arbeit mit dem Titel:
...... selbständig verfasst, nur die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt und
wörtlich oder inhaltlich übernommene Stellen als solche gekennzeichnet habe. Ich ver-
sichere an Eides statt, dass diese Angaben wahr sind und dass ich nichts verschwie-
gen habe. Mir ist bekannt, dass die falsche Abgabe einer Versicherung an Eides statt
mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft wird.“
Im Fall von § 6 Abs. 2 ist die Erklärung entsprechend anzupassen; die Erklärung nach
§ 6 Abs. 2 Satz 3 ist anzufügen.
7. eine Erklärung des Bewerbers, dass ihm die Gelegenheit zum vorliegenden Promo-
tionsverfahren nicht kommerziell vermittelt wurde. Der Bewerber hat insbesondere zu
erklären, dass er keine Organisation eingeschalten hat, die gegen Entgelt Betreuer für
die Anfertigung von Dissertationen sucht oder die für ihn die ihm obliegenden Prü-
fungsleistungen ganz oder teilweise erledigt. Der Bewerber bestätigt des Weiteren,
dass ihm die Rechtsfolge der Inanspruchnahme eines gewerblichen Promotionsver-
mittlers und die Rechtsfolge bei Unwahrhaftigkeiten in dieser Erklärung (Ausschluss
der Annahme als Doktorand, Ausschluss der Zulassung zum Promotionsverfahren,
Abbruch des Promotionsverfahrens und Rücknahme des erlangten Grades wegen
Täuschung gemäß § 21) bekannt ist.
8. eine Erklärung über wissenschaftsbezogene strafrechtliche Verurteilungen, Disziplinar-
maßnahmen und anhängige Disziplinarverfahren, soweit die Auskunftspflicht nicht
durch § 53 des Bundeszentralregistergesetzes ausgeschlossen ist,
9. sofern wissenschaftsbezogene strafrechtliche Verurteilungen vorliegen, ein Führungs-
zeugnis, das nicht älter als sechs Monate ist.
(3) Bis zur Entscheidung über die Dissertation nach § 11 Abs. 5 oder 6 kann das Promo-
tionsgesuch durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Vorsitzenden des Promotionsaus-
schusses ohne Angabe von Gründen mit der Folge zurückgenommen werden, dass es als
nicht eingereicht gilt.
(1) Der Doktorand muss durch seine Dissertation zeigen, dass er zu selbständiger wissen-
schaftlicher Arbeit fähig ist; er muss in der Dissertation eigene Forschungsergebnisse, die
neue wissenschaftliche Erkenntnisse vermitteln, in angemessener Form und in angemesse-
nem Umfang darlegen. Neu in diesem Sinne sind Erkenntnisse auch dann, wenn bereits
andere Wissenschaftler zu gleichen Erkenntnissen gelangt sind, ihre zugrundeliegenden
Forschungsergebnisse jedoch anderer Art sind als die des Bewerbers oder dem Bewerber
Amtliche Bekanntmachungen der Universität Tübingen 2018, Nr. 4, S. 55
nicht oder erst in einem sehr späten Stadium seiner Arbeit zugänglich geworden sind. Wis-
senschaftliche Veröffentlichungen oder zur Veröffentlichung angenommene Manuskripte
können einbezogen werden. Zusätzlich zu veröffentlichten oder zur Veröffentlichung ange-
nommenen Manuskripten können auch noch nicht angenommene Manuskripte enthalten
sein. Das auf das Thema ausgerichtete schlüssige Gesamtkonzept und dessen Zusammen-
hang mit den enthaltenen Teilen muss schriftlich dargestellt werden. Näheres regeln Ausfüh-
rungsbestimmungen.
(2) Ist die Dissertation oder sind Teile der Dissertation Teil einer oder mehrerer Gemein-
schaftsarbeiten, so muss der Bewerber seine Beiträge in eigener Verantwortung selbständig
abgefasst haben. Seine individuelle Leistung muss klar erkennbar sein, und seine Beiträge
müssen dem Gehalt und dem Umfang nach den Anforderungen nach Abs. 1 entsprechen.
Der Bewerber muss den Rahmen der gemeinschaftlichen Arbeit umreißen, die Namen der
Mitarbeiter und deren Anteil an dem Gesamtprojekt angeben, die Bedeutung seiner eigenen
Beiträge für die Gemeinschaftsarbeit darstellen und eine Erklärung der Mitarbeiter hierzu
vorlegen, soweit diese erreichbar sind.
(3) Die Dissertation ist in deutscher oder englischer Sprache abzufassen. Über die Zulas-
sung weiterer Sprachen entscheidet der Promotionsausschuss; es muss hierbei sicherge-
stellt sein, dass bei den Betreuern und im Promotionsausschuss hinreichende Sprachkom-
petenz zur Beurteilung von Promotionsleistungen vorhanden ist. In diesem Fall ist eine
Zusammenfassung in deutscher oder englischer Sprache beizufügen.
(1) Über die Zulassung entscheidet der Vorsitzende in der Regel innerhalb von zwei Wochen
nach Eingang des Antrags. In Zweifelsfällen führt er eine Entscheidung des Promotionsaus-
schusses herbei.
1. die Unterlagen unvollständig sind und nach Aufforderung nicht fristgerecht ergänzt wer-
2. die vorgelegte Dissertation die Voraussetzungen des § 6 offensichtlich nicht erfüllt,
3. die in §§ 3, 4 genannten Voraussetzungen nicht erfüllt sind,
4. beim Bewerber Voraussetzungen vorliegen, die die Entziehung des Doktorgrades
rechtfertigen würden,
5. (a) der Bewerber den akademischen Grad Doktor der Philosophie (Dr. phil.) oder einen
entsprechenden Grad an einer anderen in- oder ausländischen oder derselben Fakultät
dieser Universität im Promotionsfach bereits erworben oder vergeblich angestrengt hat;
(b) der Bewerber den Doktorgrad mit einer anderen Klassifikation oder derselben
Klassifikation einer anderen Fakultät dieser Universität anstrebt und nicht einen
Abschluss in einem weiteren Studiengang gemäß § 3 nachweisen kann;
6. die vorgelegte Dissertation in einem Promotionsverfahren oder einem entsprechenden
Verfahren im Promotionsfach oder in einem entsprechendem Fach oder Fachgebiet
bereits mit oder ohne Erfolg eingereicht worden ist,
7. ein Wiederholungsverfahren nach § 17 erfolglos beendet worden ist,
8. schon mehr als ein Promotionsverfahren im Promotionsfach oder in einem entspre-
chenden Fach oder Fachgebiet an dieser oder einer anderen Universität erfolglos
beendet worden ist oder
9. gemäß § 17 festgestellt wurde, dass der Bewerber zu selbständiger wissenschaftlicher
Arbeit nicht fähig ist.
10. der Bewerber in dem Fach, in dem er promovieren möchte, bereits erfolgreich habili-
tiert wurde,
Amtliche Bekanntmachungen der Universität Tübingen 2018, Nr. 4, S. 56
11. der Bewerber gemäß § 5 Absatz 2 Nummer 8 und 9 laut dem Führungszeugnis wegen
wissenschaftsbezogener Straftaten strafrechtlich verurteilt und/oder ihm aus diesem
Grund eine Disziplinarmaßnahme auferlegt wurde.
(3) Die Zulassung kann als Zulassung zur Wiederholung des Verfahrens gemäß § 17 ausge-
sprochen werden, wenn schon ein Promotionsverfahren oder ein entsprechendes Verfahren
im Promotionsfach oder in einem entsprechendem Fach oder Fachgebiet erfolglos beendet
(4) Die Entscheidung über den Antrag wird dem Bewerber unverzüglich – bei Ablehnung
unter Angabe der Gründe und mit einer Rechtsbehelfsbelehrung – schriftlich mitgeteilt.
(1) Ist der Bewerber zum Promotionsverfahren zugelassen, so bestellt der Vorsitzende des
Promotionsausschusses für die Prüfung der Dissertation unverzüglich bis zu vier, im Regel-
fall zwei Berichterstatter. § 4 Abs. 4 Satz 5 bleibt unberührt. Will der Vorsitzende einem Vor-
schlag des Bewerbers nicht folgen, entscheidet der Promotionsausschuss; die Betreuer sind
vorher zu hören.
(2) Im Regelfall kommen die Berichterstatter aus dem Kreis der Betreuer. Abweichungen
hiervon können auf Antrag des Kandidaten zugelassen werden; die Entscheidung liegt beim
Promotionsausschuss. In jedem Fall gelten für die Bestellung der Berichterstatter die in § 4
Abs. 5 und 6 genannten Bestimmungen.
(1) Die Berichterstatter haben innerhalb von drei Monaten ein schriftliches Gutachten vorzu-
legen. Bei einem Überschreiten der Frist kann der Vorsitzende des Promotionsausschusses,
unbeschadet sonstiger Maßnahmen, einen anderen Berichterstatter bestellen.
(2) Die Berichterstatter schlagen die Annahme oder die Ablehnung der Dissertation oder ihre
Rückgabe zur Umarbeitung (§ 10) vor. Die Gutachten müssen enthalten:
1. eine kritische Würdigung des Inhalts,
2. eine begründete Empfehlung für die Annahme oder die Ablehnung der Dissertation,
3. im Falle der Empfehlung der Annahme einen Vorschlag für eine der folgenden Noten:
ausgezeichnet (summa cum laude) = 0
genügend (rite) = 3.
Die Note „sehr gut“ = 1 kann durch ein Minuszeichen um 0,3 abgewertet werden.
Die Note „gut“ = 2 kann durch ein Plus- oder ein Minuszeichen um jeweils 0,3 auf- oder
abgewertet werden. Die Note „genügend“ = 3 kann durch ein Pluszeichen um 0,3 aufgewer-
(3) Liegen die Gutachten vor und unterscheiden sie sich im Ergebnis um mehr als eine
Notenstufe oder hinsichtlich der Empfehlung der Annahme oder der Ablehnung der Disserta-
tion, so gibt sie der Vorsitzende des Promotionsausschusses jeweils den anderen Berichter-
stattern zur Kenntnis mit dem Hinweis, dass sie innerhalb einer Frist von zwei Wochen ihr
Gutachten ändern können. Bleibt es bei den Unterschieden, bestellt der Vorsitzende einen
weiteren Berichterstatter.
Amtliche Bekanntmachungen der Universität Tübingen 2018, Nr. 4, S. 57
(4) Wird die Note „ausgezeichnet“ (summa cum laude) vorgeschlagen, sind mindestens drei
Gutachten einzuholen; dementsprechend ist gegebenenfalls der Kreis der Berichterstatter
vom Vorsitzenden von zwei auf mindestens drei zu erweitern. Vor der Bestellung weiterer
Berichterstatter ist gegebenenfalls dem Betreuer Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben.
Er kann gegen die beabsichtigte Bestellung Einspruch einlegen. In diesem Fall entscheidet
der Promotionsausschuss über die Bestellung der Berichterstatter.
Auf Vorschlag eines Berichterstatters und mit Zustimmung des Bewerbers kann der Vorsit-
zende die Dissertation zur Umarbeitung innerhalb einer angemessenen Frist zurückgeben.
Wird die Dissertation wieder vorgelegt, ist sie in der nunmehr vorliegenden Fassung Gegen-
stand des erneuten Verfahrens nach § 9. Die nach § 8 erfolgte Bestellung der Berichterstat-
ter bleibt aufrechterhalten, wenn keine andere Entscheidung getroffen wird. Hält der Bewer-
ber die Frist nicht ein, wird das Verfahren mit der Dissertation in der eingereichten Fassung
fortgesetzt, es sei denn, er hat die Überschreitung der Frist nicht zu vertreten. Eine Rück-
gabe zur Umarbeitung ist nur einmal möglich.
(1) Liegen die endgültigen Gutachten vor, so teilt der Vorsitzende dies unverzüglich allen
Professoren und Juniorprofessoren, emeritierten Professoren und Privatdozenten der
Fakultät mit sowie den Mitgliedern der Universität, denen der Promotionsausschuss nach § 4
Abs. 5 und Abs. 6 durch Beschluss auf Dauer das Recht verliehen hat, Hauptbetreuer einer
Dissertation zu sein. Die Mitteilung muss den Titel der Dissertation und den Namen des
Verfassers, die Namen der Berichterstatter und die von ihnen vorgeschlagene Bewertung
gemäß § 9 Abs. 2 Nr. 3 sowie den Anfang und das Ende der Auslagefrist enthalten.
(2) Die Dissertation wird zusammen mit den Gutachten im Dekanat zur Einsichtnahme durch
die Mitglieder des Promotionsausschusses und allen Personen die, nach Abs. 1 benachrich-
tigt wurden, sowie alle Betreuern der Arbeit gemäß § 4 Abs. 4 ausgelegt. Findet die Auslage
während der Vorlesungszeit statt, so sind dafür mindestens zwei Wochen anzusetzen, findet
die Auslage während der vorlesungsfreien Zeit statt, so beträgt sie mindestens vier Wochen.
Findet die Auslage teilweise während der Vorlesungszeit und teilweise während der vorle-
sungsfreien Zeit statt, so ist der jeweilige Anteil entsprechend zu berechnen (1:2).
(3) Die nach Abs. 1 benachrichtigten Personen sowie die Betreuer der Arbeit haben inner-
halb der Auslagefrist das Recht, gegen die Bewertungsvorschläge der Berichterstatter einen
schriftlich begründeten Einspruch einzulegen oder eine Aussprache zu verlangen. Sie haben
ferner das Recht, die Rückgabe der Dissertation zur Umarbeitung vorzuschlagen; in diesem
Fall wird entsprechend § 10 verfahren. Gegenstand des Einspruchs oder der Aussprache
können nur Einwendungen sein, die aus vertiefter Kenntnis der Inhalte des Faches und sei-
ner Methoden erfolgen.
(4) Der Bewerber hat das Recht zur Einsicht in die Gutachten und Einsprüche sowie das
Recht zur eigenen Stellungnahme. Er kann verlangen, dass seine Stellungnahme den Mit-
gliedern des Promotionsausschusses vor der Beschlussfassung mitgeteilt wird.
(5) Kommen die Berichterstatter zum selben Ergebnis und wird kein Einspruch erhoben,
keine Aussprache verlangt und keine zu berücksichtigende Stellungnahme vonseiten des
Bewerbers (Abs. 4 Satz 2) abgegeben, so gilt der Vorschlag der Berichterstatter als Ergebnis
der Bewertung der Dissertation. Schlagen alle Berichterstatter die Annahme der Dissertation
vor und liegen die Notenvorschläge nicht mehr als eine Notenstufe auseinander, so wird,
wenn kein Einspruch erhoben, keine Aussprache verlangt und keine zu berücksichtigende
Amtliche Bekanntmachungen der Universität Tübingen 2018, Nr. 4, S. 58
Stellungnahme vonseiten des Bewerbers abgegeben wird, aus den abgegebenen Notenvor-
schlägen das arithmetische Mittel gebildet. Dabei wird nur die erste Dezimalstelle hinter dem
Komma berücksichtigt, alle weiteren Stellen werden ohne Rundung gestrichen. Für die Fest-
stellung der Note gilt § 16 Abs. 1 Satz 4 entsprechend.
(6) Kommt keine Entscheidung nach Absatz 5 zustande, entscheidet der Promotionsaus-
schuss über die Bewertung der Dissertation; er kann beschließen, vor einer Entscheidung
weitere Gutachten einzuholen. Die Entscheidung wird in dem Fall, dass in einem Gutachten
oder in einem Einspruch die Ablehnung der Dissertation vorgeschlagen wird, zunächst hin-
sichtlich der Annahme der Dissertation getroffen; wird die Annahme der Dissertation
beschlossen, folgt die Beschlussfassung über die Note. Die Entscheidung über die Note wird
dadurch herbeigeführt, dass jedes Mitglied des Promotionsausschusses für eine Note oder
eine Notenstufe gemäß § 9 Abs. 2 Nr. 3 oder für die Ablehnung („nicht genügend“, 4,0)
votiert. Aus den abgegebenen Voten wird das arithmetische Mittel gebildet; dabei wird nur
die erste Stelle hinter dem Komma berücksichtigt, alle weiteren Stellen werden ohne Run-
dung gestrichen. Für die Feststellung der Note gilt § 16 Abs. 1 Satz 4 entsprechend.
(7) Wird die Annahme der Dissertation abgelehnt, ist das Promotionsverfahren beendet. Der
Vorsitzende erteilt dem Bewerber einen begründeten, mit einer Rechtsbehelfsbelehrung ver-
sehenen Bescheid.
(8) Die elektronische Fassung der Dissertation kommt mit allen Gutachten und gegebenen-
falls Einsprüchen und einer Stellungnahme des Bewerbers zu den Akten der Fakultät.
Die mündliche Prüfung (Promotionskolloquium) besteht aus zwei Teilen, der Defensio und
der Disputatio. Im ersten Teil (Defensio) hat sich der Bewerber in mündlicher Aussprache mit
der Kritik der Berichterstatter und ggf. der Einspruchsführer nach § 11 Abs. 3 auseinander-
zusetzen und Fragen über die Methode, die Ergebnisse seiner Arbeit und den Stellenwert
des Themas zu beantworten. Im zweiten Teil (Disputatio) hat der Bewerber zu zeigen, dass
er über angrenzende und allgemeine Fragen des Promotionsfaches in wissenschaftlich fun-
dierter Weise Rede und Antwort stehen kann. Dabei kann ein zuvor vom Bewerber dem Vor-
sitzenden des Kolloquiums angezeigtes Schwerpunktthema, das vom Inhalt der Dissertation
deutlich verschieden sein muss, den Ausgangspunkt der Diskussion bilden. Beide Teile
müssen mindestens jeweils 30 Minuten dauern; zusammen müssen sie mindestens eine
Stunde, dürfen höchstens 90 Minuten dauern. Spätestens zwei Wochen vor dem Kolloquium
ist dem Bewerber Gelegenheit zur Einsicht in die Gutachten und Einsprüche zu geben.
(1) Ist die Dissertation angenommen, bestellt der Vorsitzende fünf Prüfer, die die Prüfungs-
kommission bilden, und bestimmt einen von ihnen zum Vorsitzenden der Kommission. Die
Prüfer werden aus dem in § 4 Abs. 4 und 5 genannten Personenkreis bestellt; ein Mitglied
der Kommission soll bestelltes Mitglied des Promotionsausschusses sein. In der Regel sollen
die Berichterstatter zu Prüfern bestellt werden. Mindestens drei Prüfer sollen der Fakultät
(2) Der Vorsitzende der Prüfungskommission bestimmt im Benehmen mit den übrigen Prü-
fern und dem Kandidaten den Termin für das Promotionskolloquium. Dieses soll innerhalb
von sechs Wochen nach Annahme der Dissertation stattfinden. Erscheint der Bewerber nicht
zum festgesetzten Termin, so gilt die Prüfung als nicht bestanden. Bei unverschuldeter Ver-
säumnis wird ein neuer Termin bestimmt.
Amtliche Bekanntmachungen der Universität Tübingen 2018, Nr. 4, S. 59
(3) Das Promotionskolloquium wird vom Vorsitzenden der Prüfungskommission geleitet.
Über den Verlauf der mündlichen Prüfung und die Festsetzung der Note wird ein Protokoll
(4) Alle Mitglieder des jeweiligen Fachbereichs, die nach § 11 Abs. 1 über die Auslage der
Dissertation benachrichtigt wurden, werden auch über das Kolloquium informiert und können
als Zuhörer daran teilnehmen. Außerdem können Promotionsbewerber, die als Doktoranden
angenommen sind, nach vorheriger namentlicher Anmeldung beim Vorsitzenden nach Maß-
gabe der vorhandenen Plätze als Zuhörer teilnehmen. Aus wichtigen Gründen oder auf
Antrag des Bewerbers sind die Zuhörer auszuschließen.
(5) Im Promotionskolloquium hat sich der Kandidat der deutschen oder der englischen Spra-
che zu bedienen; im Übrigen gelten die in § 6 Abs. 3 getroffenen Regelungen entsprechend.
(1) Im Anschluss an das Kolloquium treten die Prüfer zu einer nichtöffentlichen Beratung
zusammen und entscheiden über die Bewertung der Prüfungsleistungen.
(2) Jeder Prüfer gibt nach der Beratung eine der in § 9 Abs. 2 aufgeführten Noten oder
Notenstufen oder die Note 4 (nicht genügend). Weichen die Noten voneinander ab, so wird
aus den abgegebenen Voten das arithmetische Mittel gebildet. Dabei wird wie in § 11 Abs. 6
nur die erste Stelle hinter dem Komma berücksichtigt. Die Prüfung ist bestanden, wenn sich
als arithmetisches Mittel mindestens 3,5 ergibt. Für die Feststellung der Note gilt § 16 Abs. 1
(3) Im Anschluss an die erfolgte Bewertung wird diese dem Bewerber mitgeteilt. Ist die Prü-
fung nicht bestanden, so erteilt der Vorsitzende des Promotionsausschusses dem Bewerber
einen begründeten, mit einer Rechtsbehelfsbelehrung versehenen Bescheid, in dem auch
auf die Möglichkeit der Wiederholung der mündlichen Prüfung hingewiesen wird.
(1) Wird die mündliche Prüfung nicht bestanden, so kann sie einmal wiederholt werden. Der
Bewerber kann sich frühestens nach Ablauf von sechs Monaten, spätestens nach Ablauf von
zwölf Monaten zur Wiederholungsprüfung melden. Der Vorsitzende kann diese Fristen in
besonders begründeten Ausnahmefällen verändern. Die Prüfung wird gemäß §§ 12 bis 14
(2) Wird die Wiederholungsprüfung nicht bestanden, ist das Promotionsverfahren beendet.
Der Vorsitzende des Promotionsausschusses erteilt dem Bewerber einen begründeten, mit
einer Rechtsbehelfsbelehrung versehenen Bescheid.
(1) Nach erfolgreichem Abschluss der mündlichen Prüfung stellt der Vorsitzende die
Gesamtnote fest. Diese ergibt sich aus der doppelt gewichteten Note für die Dissertation
gemäß § 11 Abs. 5 Satz 3 bzw. Abs. 6 Satz 4 und der einfach gewichteten Note für die
mündliche Prüfung gemäß § 14 Abs. 2 Satz 3. Bei der Feststellung der Gesamtnote wird nur
dung gestrichen. Die Gesamtnote lautet:
Amtliche Bekanntmachungen der Universität Tübingen 2018, Nr. 4, S. 60
bei einem arithmetischen Mittel bis 0,3 : ausgezeichnet (summa cum laude),
bei einem arithmetischen Mittel über 0,3 bis 1,5 : sehr gut (magna cum laude),
bei einem arithmetischen Mittel über 1,5 bis 2,5 : gut (cum laude),
bei einem arithmetischen Mittel über 2,5 bis 3,5 : genügend (rite).
Dem Bewerber wird vom Vorsitzenden die Gesamtnote mitgeteilt.
(2) Der Bewerber erhält eine Bescheinigung darüber, dass mit dem Bestehen der mündli-
chen Prüfung das Prüfungsverfahren erfolgreich abgeschlossen wurde, und mit welchen
Noten der Abschluss erfolgte. In der Bescheinigung ist zu vermerken, dass sie nicht das
Recht verleiht, den Doktorgrad zu führen.
Ist das Promotionsverfahren eines Bewerbers erfolglos beendet, so wird dieser auf Antrag
noch einmal zu einem Promotionsverfahren zugelassen, wenn nicht der Promotionsaus-
schuss aufgrund der bisher erbrachten Leistungen feststellt, dass der Bewerber zu selbstän-
diger wissenschaftlicher Arbeit nicht fähig ist. Dabei ist eine neue Dissertation einzureichen.
(1) Der Bewerber ist verpflichtet, seine Dissertation innerhalb von zwei Jahren, vom Tag der
mündlichen Prüfung an gerechnet, zu veröffentlichen. Auf begründeten Antrag kann der Vor-
sitzende die Frist jeweils um ein Jahr auf höchstens fünf Jahre verlängern.
(2) Vor der Veröffentlichung hat der Bewerber dem Vorsitzenden eine schriftliche Erklärung
abzugeben, ob und gegebenenfalls inwieweit die zur Veröffentlichung vorgesehene Fassung
von der mit dem Zulassungsantrag eingereichten Fassung abweicht. Weichen die beiden
Fassungen voneinander ab, so muss der Hauptberichterstatter, bei dessen Verhinderung der
andere Berichterstatter oder der Vorsitzende, die Änderungen genehmigen; die Änderungen
sind zu genehmigen, wenn die Abweichungen nicht wesentlich sind oder Einwendungen der
Gutachter entsprechen. Der Bewerber kann bei ablehnenden Entscheidungen den Promo-
tionsausschuss anrufen.
(3) In besonderen Fällen kann ein Teildruck der Dissertation gestattet werden. Die Entschei-
dung hierüber trifft der Promotionsausschuss.
(4) Die Pflicht zur Veröffentlichung und Verbreitung der Dissertation wird erfüllt
1. entweder durch den Nachweis der Veröffentlichung in einer Zeitschrift oder in einer
Schriftenreihe oder als Einzelveröffentlichung über den Buchhandel durch einen
gewerblichen Verleger mit einer Mindestauflage von 150 Exemplaren und Kennzeich-
nung als Dissertation unter Angabe des Dissertationsortes an exponierter Stelle sowie
durch die Abgabe von vier Belegexemplaren an die Universitätsbibliothek Tübingen
und je eines Belegexemplars an die Gutachter der Dissertation. In die Belegexemplare
ist ein Titelblatt einzulegen, das den Vorgaben des Promotionsausschusses entspricht;
2. durch die Ablieferung einer elektronischen Version, deren Eigenschaften (u. a. Daten-
träger und -format) den Vorgaben der Universitätsbibliothek Tübingen entsprechen, an
die Universitätsbibliothek, zusammen mit vier auf alterungsbeständigem, holz- und
säurefreiem Papier gedruckten und dauerhaft haltbar gebundenen Belegexemplaren
und je einem Belegexemplar an die Gutachter der Dissertation. Die Titelseite ist nach
dem vom Promotionsausschuss bestimmten Muster zu gestalten. Der Promovend hat
zu versichern, dass die elektronische Version den gedruckten Exemplaren entspricht.
Im Falle der elektronischen Publikation wird der Universität Tübingen das nicht aus-
schließliche Recht übertragen, im Rahmen der gesetzlichen Aufgaben der Universi-
Amtliche Bekanntmachungen der Universität Tübingen 2018, Nr. 4, S. 61
tätsbibliothek weitere Kopien der Dissertation herzustellen und zu verbreiten sowie die
Dissertation in Datennetzen zur Verfügung zu stellen. Zuvor ist der Promovend schrift-
lich darüber zu belehren, dass die Einräumung dieses Rechts eine spätere anderwei-
tige Publikation der Dissertation verhindern oder erschweren kann.
(5) In besonderen Fällen kann eine andere Art der Veröffentlichung gestattet werden. Die
(6) Entzieht sich der Bewerber der Veröffentlichungspflicht oder liefert er die festgesetzte
Zahl von Belegexemplaren vor Ablauf der festgesetzten Frist nicht ab, so kann der Promo-
tionsausschuss den Verlust aller Rechte, die der Promovend durch die Prüfung erworben
hat, aussprechen.
(1) Hat der Bewerber die Belegexemplare abgegeben, so lässt der Vorsitzende die Promo-
tionsurkunde ausstellen. Diese wird in deutscher Sprache abgefasst und enthält den Titel
und die Note der Dissertation, das Datum und die Note der mündlichen Prüfung und die
Gesamtnote der Promotion. Enthält die Note der Dissertation oder der mündlichen Prüfung
oder die Gesamtnote eine Stelle hinter dem Komma, so wird entsprechend § 16 Abs. 1 auf
eine volle Note gerundet. Die Urkunde wird auf den Tag der Abgabe der Pflichtexemplare
datiert und vom Präsidenten/Rektor und vom Dekan der Philosophischen Fakultät unter-
(2) Der Vorsitzende kann die Ausstellung der Urkunde vor Ablieferung der Belegexemplare
veranlassen, wenn die Veröffentlichung der Dissertation gemäß § 18 Abs. 4 innerhalb zweier
Jahre gewährleistet ist. Dazu müssen die in § 18 Abs. 2 geforderten Erklärungen vorliegen
sowie eine Erklärung der zur Veröffentlichung vorgesehenen Einrichtung, dass ihr das publi-
kationsfertige Manuskript vorliegt, sowie eine Erklärung des Doktoranden, dass er für die
Finanzierung der Veröffentlichung bürgt. Wenn die Veröffentlichung nicht innerhalb von zwei
Jahren erfolgt, tritt ohne weitere Fristverlängerung die elektronische Publikation gemäß § 18
Abs. 4 Ziff. 2 ein. Der Vorsitzende des Promotionsausschusses kann bereits vor Ausstellung
der Promotionsurkunde die Hinterlegung eines Datenträgers gemäß § 18 Abs. 4 verlangen.
(3) Auf Antrag des Bewerbers wird der Urkunde eine Übersetzung ins Englische beigefügt.
(4) Mit der Aushändigung der Urkunde ist die Promotion vollzogen und damit vom Promo-
vierten das Recht zum Führen des Doktorgrades erworben.
(5) Die Urkunde kann, wenn mindestens 50 Jahre seit der Ausstellung verstrichen sind, mit
entsprechend abgeändertem Wortlaut erneuert werden.
§ 20 Besondere Bestimmungen für die Promotion in gemeinsamer Betreuung mit
einer ausländischen Universität
(1) Promotionsverfahren können in gemeinsamer Betreuung mit einer ausländischen Univer-
sität durchgeführt werden, wenn mit der ausländischen Universität eine Vereinbarung
getroffen wurde, der der Promotionsausschuss zugestimmt hat. Der Promotionsausschuss
kann seine Zustimmung auch für den Text von Musterverträgen erteilen. Es gelten die Rege-
lungen dieser Promotionsordnung, soweit im Folgenden nichts Abweichendes bestimmt ist.
(2) Der Bewerber wird von je einem Hochschullehrer der beiden beteiligten Universitäten
betreut. Der Betreuer aus der ausländischen Universität wird im Tübinger Promotionsverfah-
ren als Zweitberichterstatter bestellt, bei dessen Verhinderung ein anderes, von der auslän-
Amtliche Bekanntmachungen der Universität Tübingen 2018, Nr. 4, S. 62
dischen Universität vorgeschlagenes Mitglied dieser Universität. In der nach Abs. 1 abzu-
schließenden Vereinbarung ist sicherzustellen, dass der Tübinger Betreuer der Dissertation
oder ersatzweise ein anderes Mitglied der Philosophischen Fakultät am Promotionsverfahren
der ausländischen Universität teilnimmt.
(3) Findet eine gleichwertige mündliche Prüfung an der ausländischen Universität unter Mit-
wirkung des Tübinger Betreuers oder eines ersatzweise bestellten Mitglieds der Universität
Tübingen statt, so kann hierdurch die mündliche Promotionsleistung dieser Promotionsord-
nung ersetzt werden. In diesem Fall wird nur dann eine Gesamtnote gebildet, wenn die
Bewertung der mündlichen Prüfung an der ausländischen Universität eine eindeutige Ent-
sprechung in den Noten gemäß § 9 Abs. 2 hat. Näheres regelt die mit der ausländischen
Universität abzuschließende Vereinbarung.
(4) Wird eine mündliche Prüfung nach dieser Promotionsordnung durchgeführt, so können
Hochschullehrer der ausländischen Universität als Prüfer bestellt werden. Näheres regelt die
abzuschließende Vereinbarung.
(5) Der Doktorgrad und der entsprechende ausländische Grad können von beiden Univer-
sitäten gemeinsam verliehen werden. Werden über die Verleihung der Grade zwei getrennte
Urkunden ausgestellt, enthalten diese den Hinweis darauf, dass es sich um eine Promotion
in gemeinsamer Betreuung handelt. In allen Fällen ist zu vermerken, dass der Promovierte
das Recht hat, den Doktorgrad entweder in der deutschen oder in der ausländischen Form
zu führen und dass in Klammern die Namen der beiden Universitäten, die das Promotions-
verfahren betreut haben, hinzugefügt werden können.
Über die Bewertung der Promotionsleistungen werden von beiden Universitäten immer
getrennte Zeugnisse ausgestellt.
(1) Versucht der Bewerber, im Verfahren der Annahme oder Zulassung zur Promotion zu
täuschen, so kann die Annahme oder die Zulassung zur Promotion abgelehnt werden. Ver-
sucht der Bewerber, das Ergebnis seiner Prüfungsleistungen durch Täuschung oder Benut-
zung nicht zugelassener Hilfsmittel zu beeinflussen, wird die betreffende Prüfungsleistung
mit „nicht genügend“ (4,0) bewertet bzw. abgelehnt. Die Entscheidung trifft der Promotions-
ausschuss. In schwerwiegenden Fällen eines Täuschungsversuchs kann er eine Wiederho-
lung dieser Prüfung ausschließen.
(2) Ergibt sich nach der Bekanntgabe der Bewertung von Promotionsleistungen gegenüber
dem Bewerber, dass dieser bei der Erbringung der Leistungen getäuscht hat, dass wesentli-
che Voraussetzungen für die Promotion irrigerweise als gegeben angenommen worden sind
oder dass andere Rechtsverstöße vorliegen, so können die betreffenden Entscheidungen
unter den Voraussetzungen von § 48 Landesverwaltungsverfahrensgesetz zurückgenommen
werden. Wenn die Promotionsurkunde bereits ausgehändigt wurde, wird sie in diesem Fall
zurückgefordert. Der Doktorgrad kann außerdem aufgrund der einschlägigen gesetzlichen
Bestimmungen entzogen werden.
(1) Der Bewerber hat das Recht, innerhalb eines Jahres nach Abschluss des Promotions-
verfahrens die Akten einzusehen. § 11 Abs. 4 bleibt unberührt.
(2) Die Einsicht wird auf schriftlichen Antrag gewährt. Der Antrag ist an den Vorsitzenden zu
richten. Ort und Zeit der Einsichtnahme werden vom Vorsitzenden bestimmt; sie findet unter
Aufsicht statt.
Amtliche Bekanntmachungen der Universität Tübingen 2018, Nr. 4, S. 63
(1) Diese Promotionsordnung tritt am Tag nach ihrer Veröffentlichung in den „Amtlichen
Bekanntmachungen der Universität Tübingen“ in Kraft. Gleichzeitig tritt die Promotionsord-
nung der Philosophischen Fakultät der Universität Tübingen vom 22.02.2011 (Amtliche
Bekanntmachungen der Universität Tübingen 2011, Nr. 1, S. 36), zuletzt geändert mit Sat-
zung vom 30.7.2015 (Amtliche Bekanntmachungen der Universität Tübingen 2015, Nr. 12,
S. 430), außer Kraft.
(2) Kandidaten, die zum Datum des Inkrafttretens dieser Promotionsordnung bereits einen
Antrag auf Zulassung zum Promotionsverfahren gestellt haben, können beantragen, das
Promotionsverfahren nach dieser Ordnung durchzuführen.
Tübingen, den 29. März 2018
Amtliche Bekanntmachungen der Universität Tübingen 2018, Nr. 4, S. 64
Für die nachfolgenden Promotionsfächer und -fachrichtungen gelten folgende Mindestanfor-
derungen im Hinblick auf Sprachkenntnisse. Die Erfüllung dieser Forderungen ist spätestens
bei der Zulassung zum Promotionsverfahren durch Vorlage entsprechender Zeugnisse oder
Bescheinigungen nachzuweisen. Der Promotionsausschuss kann in begründeten Sonder-
fällen von den Sprachanforderungen ganz oder teilweise absehen oder sie modifizieren.
1.1. Fachrichtung: Allgemeine Sprachwissenschaft/Theoretische Linguistik
Zwei Fremdsprachen, eine klassische Sprache oder der Nachweis über die Teilnahme
an einem Kurs zur Struktur dieser Sprache
1.2 Fachrichtung: Allgemeine Sprachwissenschaft/Computerlinguistik:
2. Allgemeine Rhetorik
Latinum sowie eine moderne Fremdsprache
3. Internationale Literaturen (Komparatistik)
Drei Fremdsprachen, von denen eine Lateinisch (Latinum) sein kann und von denen
eine Englisch oder Französisch sein muss
4. Literatur- und Kulturtheorie
Gute Kenntnisse in zwei Fremdsprachen, von denen eine Englisch oder Französisch
5. Deutsche Philologie
5.1. Fachrichtung: Linguistik des Deutschen:
Eine ältere Sprachstufe des Deutschen oder Latinum; Englisch; eine weitere Fremd-
5.2 Fachrichtung: Ältere deutsche Sprache und Literatur:
Latinum; Mittelhochdeutsch; eine weitere Fremdsprache
5.3 Fachrichtung: Neuere deutsche Literatur:
Latinum oder eine ältere Sprachstufe des Deutschen; zwei weitere Fremdsprachen,
von denen eine Englisch oder Französisch sein muss
5.4 Fachrichtung: Deutsch als Zweitsprache:
Zwei Fremdsprachen, von denen eine Englisch sein muss, und Grundkenntnisse in
einer Migrantensprache
6. Skandinavistik
Zwei moderne skandinavische Sprachen; eine weitere moderne Fremdsprache
7. Englische Philologie
7.1. Fachrichtung: Linguistik des Englischen:
7.2. Fachrichtung: Anglistik
8. Amerikanistik
Englisch; eine weitere Fremdsprache
9. Romanische Philologie
Latinum, zwei romanische Literatursprachen, von denen eine Französisch, Spanisch
oder Italienisch sein muss, Englisch
Amtliche Bekanntmachungen der Universität Tübingen 2018, Nr. 4, S. 65
10. Slavische Philologie:
Eine der slavischen Standardsprachen Russisch, Polnisch, Tschechisch, Serbisch/
Kroatisch/Bosnisch oder Slovenisch; eine weitere slavische Standardsprache; eine
ältere Sprachstufe einer der beiden Sprachen
11. Medienwissenschaft
12. Philosophie:
Latinum; zwei moderne Fremdsprachen; bei einem Thema aus dem Bereich der
antiken Philosophie zusätzlich Graecum
13. Geschichtswissenschaft:
13.1 Alte Geschichte:
Latinum, Graecum, Englisch
13.2 Mittelalterliche Geschichte: Latinum, Englisch und eine weitere Fremdsprache
13.3 Neuere und Neueste Geschichte:
Latinum, wo vom Thema her gefordert; Englisch und eine weitere moderne Fremd-
14. Klassische Philologie
14.1 Griechisch
Latinum; zwei moderne Fremdsprachen
14.2 Lateinische Philologie
Graecum, zwei moderne Fremdsprachen
Amtliche Bekanntmachungen der Universität Tübingen 2018, Nr. 4, S. 66
1) Die Summe der einzelnen bereits publizierten/zur Veröffentlichung angenommenen/zur
Veröffentlichung eingereichten Teile muss zusammen mit den nicht publizierten/zur
Veröffentlichung angenommen/zur Veröffentlichung eingereichten Teilen eine thema-
tisch geschlossene, als Einheit publizierbare Arbeit ergeben. Einzelartikel können ohne
zusätzliche redaktionelle Bearbeitung aufgenommen werden. Es ist jedoch eine Einlei-
tung sowie ein längeres Kapitel, in dem die Zusammenhänge der Arbeit und das
Gesamtergebnis dargestellt werden, jenseits der Einzelartikel zu verfassen.
2) Es ist sicherzustellen, dass die Dissertation eine selbständige wissenschaftliche Arbeit
ist (gemäß § 38 LHG). Wenn in die Dissertation Teile einfließen, an der mehrere Auto-
ren beteiligt sind, ist eine von allen Autoren unterzeichnete, ausführliche Erklärung
beizufügen, in der die Arbeitsanteile jedes Autors genau beschrieben werden. Die
wissenschaftliche Leistung, nach der die Verleihung des Doktorgrades erfolgt, bemisst
sich nur nach den Anteilen, die der Doktorand selbst zu verantworten hat.
3) Mindestens zwei Drittel der Arbeit müssen aus Kapiteln/Artikeln/Manuskripten beste-
hen, in denen die entscheidenden wissenschaftlichen Leistungen vom Doktoranden
selbst erbracht wurden (Erstautorschaft). Dabei ist nicht nur auf die quantitative
Arbeitsleistung zu achten, sondern insbesondere auf die Teile, an denen sich die
geistige Eigenleistung bemisst (z. B. Idee, Methoden, Analyse von Daten usw.).
4) Publikationen/zur Publikation vorbereitete Manuskripte, in denen der Doktorand Erst-
autor und der Betreuer einer weiteren der Autoren ist, können Bestandteil der Arbeit
sein. In diesen Fällen hat der Betreuer in seinem Gutachten zusätzlich zu der unter 2)
geforderten Erklärung darzulegen, welcher Art die Zusammenarbeit war und worin die
Betreuung der Arbeit bestand. Als Orientierung für die formale Anlage können z. B. die
Klassifikationen von PLOS-ONE dienen. Weiterhin ist sicherzustellen, dass in diesen
Fällen der zweite Gutachter keine engeren Arbeitsbeziehungen sowohl mit dem Dokto-
randen als auch mit dem Betreuer hat (d. h. im Regelfall keine gemeinsamen wissen-
schaftlichen Publikationen in den letzten 5 Jahren).
5) Alle Teile der eingereichten Arbeit sind zu publizieren Als Mindestanforderung genügt
die Publikation im Internet durch die UB Tübingen (TOBIAS-lib). Bereits veröffentlichte
Artikel sind im Rahmen des Zweitveröffentlichungsrechts einzubeziehen. Wenn im
Einzelfall für einzelne Artikel, die bereits publiziert wurden, nachweisbar kein Zweit-
veröffentlichungsrecht zu erhalten ist, genügt bei einer Internetpublikation an entspre-
chender Stelle der Hinweis auf die Originalpublikation.
6) Diese Verfahrensregeln gelten nach ihrem Inkrafttreten zunächst für drei Jahre. Sie
sind dann unter Berücksichtigung der zu diesem Zeitpunkt vorliegenden Empfehlungen
von Wissenschaftsrat und DFG sowie unter Berücksichtigung der Weiterentwicklung
der Promotionsordnungen anderer Fakultäten zu überprüfen und ggf. anzupassen.
Amtliche Bekanntmachungen der Universität Tübingen 2018, Nr. 4, S. 67
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