Source: https://www.wko.at/service/kollektivvertrag/kv-zahntechniker-2019.html
Timestamp: 2020-02-16 20:28:17
Document Index: 360364355

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 6', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 11', '§ 11', '§ 3', '§ 1154', '§ 8', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 39', '§ 39', '§ 2', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 13']

Kollektivvertrag für das Zahntechnikergewerbe gültig ab 1. Dezember 2019 - WKO.at
Kollektivvertrag für das Zahntechnikergewerbe gültig ab 1.12.2019
§ 1 Kollektivvertrspartner
§ 6 Flexible Arbeitszeit – Durchrechnung
Anhang 1 Erläuterungen und Einstufungsbestimmungen zur Lohnordnung und dem Gehaltsschema
Anhang 2 Sonderzahlungen – Berechnungsbeispiele
2. Fachlich: für alle Mitgliedsbetriebe der Bundesinnung der Gesundheitsberufe im Berufszweig Zahntechniker.
a. für alle in diesen Betrieben beschäftigten Arbeiter einschließlich der gewerblichen Lehrlinge;
b. für gelernte Zahntechniker, auch wenn sie dem Angestelltengesetz unterliegen;
c. für Pflichtpraktikanten, die das Pflichtpraktikum im Rahmen eines Dienstverhältnisses absolvieren (§ 14 Abs 2);
d. für Ferialarbeitnehmer (§ 14 Abs 5).
a. für Pflichtpraktikanten, die das Pflichtpraktikum nicht im Rahmen eines Dienstverhältnisses absolvieren (§ 14 Abs 4);
b. Volontäre (§ 14 Abs 6);
c. Angestellte und Lehrlinge, die dem Rahmenkollektivvertrag für Angestellte im Handwerk und Gewerbe, in der Dienstleistung, in Information und Consulting, unterliegen.
1. Der Kollektivvertrag tritt am 1. Dezember 2019 in Kraft und wird auf unbestimmte Zeit abgeschlossen.
2. Die 40-stündige Wochenarbeitszeit der Jugendlichen kann entsprechend der betrieblichen Arbeitszeiteinteilung gemäß § 11 Abs 2 des Bundesgesetzes über die Beschäftigung von Kindern und Jugendlichen 1987 (KJBG) auf die einzelnen Werktage der Woche abweichend von den Bestimmungen des § 11 Abs. 1 dieses Gesetzes über die tägliche Arbeitszeit der Jugendlichen aufgeteilt werden.
1. Die Normalarbeitszeit kann durch Betriebsvereinbarung – in Betrieben, in denen kein Betriebsrat errichtet ist, durch schriftliche Vereinbarung mit dem Arbeitnehmer – innerhalb eines Durchrechnungszeitraumes bis zu 26 Wochen unregelmäßig so verteilt werden, dass sie im Durchschnitt des Durchrechnungszeitraumes 40 Stunden pro Woche nicht überschreitet.
a. Die für die Wahrung der Datensicherheit und anderer Geheimhaltungspflichten erforderlichen Vorkehrungen zu treffen.
b. Den Vertretern des Arbeitgebers, den Sicherheitsvertrauenspersonen, den Präventivdiensten sowie den zur Kontrolle der Einhaltung der arbeitnehmerschutzrechtlichen Vorschriften zuständigen Organen Zugang zum Telearbeitsplatz zu gewähren, soweit dies
a. eine betriebliche Arbeitszeit;
b. eine außerbetriebliche Arbeitszeit, wobei diese in eine betriebsbestimmte und eine selbstbestimmte Arbeitszeit aufzuteilen ist.
1. Pflichtpraktikanten sind Schüler und Studenten, die auf Grund von schul- bzw. studienrechtlichen Vorschriften (Lehrplan bzw. Studienordnung) während der Ferien in einem Betrieb zwecks Ergänzung ihrer schulischen Ausbildung oder des Studiums vorgeschriebene oder übliche praktische Tätigkeiten im Rahmen eines Pflichtpraktikums verrichten müssen.
Eine Praktikumswoche eines Pflichtpraktikanten entspricht der kollektiv vertraglichen Normalarbeitszeit. Bei einem geringeren Ausmaß gebührt der aliquote Teil der Ausbildungsvergütung.
Für den Urlaub der Arbeitnehmer gelten die Bestimmungen des Bundesgesetzes betreffend die Vereinheitlichung des Urlaubsrechtes und die Einführung einer Pflegefreistellung vom 7. Juli 1976, BGBl. Nr. 390/76, in der jeweils geltenden Fassung.
a. Bei einer Arbeitsverhinderung von Arbeitern oder Lehrlingen durch Krankheit (Unglücksfall), Arbeitsunfall oder Berufserkrankung gelten das Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG), BGBl. Nr. 399/1974, der Generalkollektivvertrag über den Begriff des Entgeltes gemäß § 3 Entgeltfortzahlungsgesetz vom 2. August 1974 und das BAG, BGBl. Nr. 142/1969, in der jeweils geltenden Fassung.
b. Bei einer Arbeitsverhinderung von Angestellten durch Krankheit (Unglücksfall), Arbeitsunfall oder Berufserkrankung gilt das Angestelltengesetz, BGBl. 292/1921 in der geltenden Fassung.
2. Andere Entgeltfälle (§§ 1154 b; § 8 Abs. 3 AngG):
bis zum vollendeten 2. Arbeitsjahr: 6 Wochen,
nach dem vollendeten 2. Arbeitsjahr: 2 Monate,
nach dem vollendeten 5. Arbeitsjahr: 3 Monate,
nach dem vollendeten 15. Arbeitsjahr: 4 Monate,
nach dem vollendeten 25. Arbeitsjahr: 5 Monate.
4. Wird ein Arbeitnehmer während einer Arbeitsverhinderung gemäß § 2 EFZG gekündigt, ohne wichtigen Grund vorzeitig entlassen oder trifft den Arbeitgeber ein Verschulden an dem vorzeitigen Austritt des Arbeitnehmers, so bleibt der Anspruch auf Fortzahlung des Entgelts bis zur Ausschöpfung des gesetzlichen Anspruchs bestehen, wenngleich das Arbeitsverhältnis früher endet. Der Anspruch auf Entgeltfortzahlung bleibt auch bestehen, wenn das Arbeitsverhältnis während einer Arbeitsverhinderung gemäß § 2 EFZG oder im Hinblick auf eine Arbeitsverhinderung gemäß § 2 EFZG einvernehmlich beendet wird.
Mit Inkrafttreten dieses Kollektivvertrages am 01.12.2019 treten alle denselben Inhalt regelnden bisherigen Tarifordnungen und Vereinbarungen außer Kraft.
Alle Arbeiter und gewerblichen Lehrlinge sind ab 01.12.2019 zwingend in die folgenden Lohngruppen einzustufen.
I. Facharbeiter mit Meisterprüfung
II. Facharbeiter mit besonderen Qualifikationen
III. Facharbeiter Zahntechniker
a. Facharbeiter mit Lehrabschlussprüfung im Lehrberuf Zahntechnik.
b. Arbeiter mit anderen verwertbaren Qualifikationen (z.B. Lehrabschlussprüfung, Fachschule, Matura, Studium, facheinschlägige Weiterbildungen, …) von Bedeutung für die Tätigkeit im zahntechnischen Labor, der Facharbeiten des Zahntechnikergewerbes durchführt.
IV. Facharbeiter Zahntechnische Fachassistenz und Aufsteiger aus LG V.
a. Facharbeiter mit Lehrabschlussprüfung im Lehrberuf Zahntechnische Fachassistenz.
b. Arbeiter aus der LG V. a. mit facheinschlägiger Weiterbildung und mehrjähriger (mindestens 8 Jahre) facheinschlägiger Berufserfahrung.
V. Facharbeiten ohne LAP/angelernte Tätigkeiten/Hilfsarbeiter
a. Arbeiter, die Facharbeiten des Zahntechnikergewerbes verrichten ohne über eine Lehrabschlussprüfung zu verfügen.
b. Arbeiter, die überwiegend angelernte berufseinschlägige Tätigkeiten des Zahntechnikergewerbes verrichten.
c. Arbeiter ohne fachspezifische Ausbildung, die Reinigungsarbeiten oder Hilfsarbeiten, egal welcher Art, verrichten.
Kollektivvertragliche monatliche Mindestlöhne ab 01.12.2019
I. ........... € 2.800,00
II. .......... € 1.950,00
III. ......... € 1.750,00
IV. ......... € 1.600,00
V. .......... € 1.463,00
Kollektivvertragliche Lehrlingsentschädigungen pro Monat ab 01.12.2019
Für den Fall, dass ein Arbeiter die Funktion des gewerberechtlichen Geschäftsführers gem. § 39 GewO ausübt, gebührt ihm unabhängig von der Einstufung in die Lohngruppen eine monatliche Zulage in der Höhe von € 1.000,- zuzüglich zum monatlichen Lohn.
Alle gelernten Zahntechniker, die sich im Angestelltenverhältnis befinden, sind ab 01.12.2019 zwingend in die folgenden Verwendungsgruppen einzustufen.
Kollektivvertragliche monatliche Mindestgehälter ab 01.12.2019
I. ............ € 3.800,00
II. ........... € 2.800,00
III. .......... € 1.950,00
Für den Fall, dass ein Angestellter die Funktion des gewerberechtlichen Geschäftsführers gem. § 39 GewO ausübt, gebührt ihm bei der Einstufung in die Verwendungsgruppen. II und III. eine monatliche Zulage in der Höhe von € 1.000,- zuzüglich zum monatlichen Gehalt.
Anhang 1: Erläuterungen und Einstufungsbestimmungen zur Lohnordnung und dem Gehaltsschema
Die Lohnordnung für Arbeiter ab 01.12.2019 enthält 5 Lohngruppen.
Dieser generelle Grundsatz, dass sich die Einstufung nach den tatsächlich geleisteten Tätigkeiten richtet, kommt in der Lohnordnung nur dann nicht zur Anwendung, wenn die Voraussetzung für die Einstufung in eine bestimmte Lohngruppe ausdrücklich auch noch eine formelle Qualifikation (LAP, Meisterprüfung, …) verlangt. In diesem Zusammenhang ist auch die Gleichhaltung von schulischen Ausbildungsabschlüssen mit facheinschlägigen Lehrabschlüssen zu beachten.
Ein Arbeitnehmer mit Meisterprüfung, der „nur“ als Facharbeiter tatsächlich beschäftigt wird, ist nicht in die Lohngruppe I. „Facharbeiter mit Meisterprüfung“ einzustufen, sondern in die Lohngruppe III.
Es müssen alle Tätigkeitsmerkmale der entsprechenden Lohn- bzw. der Untergruppe tatsächlich bei Ausübung der Tätigkeit vorliegen und erfüllt werden.
Darüber hinaus muss der Arbeiter entweder mit der selbstständigen Abwicklung von Projekten oder mit der Führung von Mitarbeitern betraut sein. Betrauen bedeutet, dass dies Teil seines Aufgabenbereichs ist. Eine ausnahmsweise Ausführung einer dieser Tätigkeiten im Einzelfall reicht nicht aus. Im Gegensatz zum Meister in einem Angestelltenverhältnis, muss der qualifizierte Facharbeiter jedoch überwiegend selbst im Betrieb manuelle Tätigkeiten verrichten.
Das sind Arbeiter
die über eine im zahntechnischen Labor verwertbare Zusatzausbildung verfügen und
lit b. Arbeiter mit anderen verwertbaren Qualifikationen (z.B. Fachschule, Matura, Studium, facheinschlägige Weiterbildungen, …) von Bedeutung für die Tätigkeit im zahntechnischen Labor, der Facharbeiten des Zahntechnikergewerbes durchführt.
Da die Funktion des gewerberechtlichen Geschäftsführers mit hoher Verantwortung und persönlicher Haftung des Arbeiters verbunden ist, gebührt ein Zuschlag in der Höhe von € 1.000,-. Diese Zulage ist unabhängig von der Einstufung, wird jedoch nur in den Facharbeiter-Lohngruppen zum Tragen kommen.
Für geleistete Normalarbeitszeit in der Nacht (22:00 – 6:00 Uhr) und an Sonntagen (24 Stunden) gebührt eine Zulage in der Höhe von € 2,90 je angefangener Arbeitsstunde.
Das Gehaltsschema ab 01.12.2019 enthält 3 Verwendungsgruppen mit entsprechenden Merkmalen.
Zusätzlich zur den Voraussetzungen von VwGr. II muss der Meister im Angestelltenverhältnis auch eigenständig und eigenverantwortlich ein zahntechnisches Labor leiten. Der Angestellte muss dafür einen Betrieb, egal ob Hauptbetriebsstätte oder weitere Betriebsstätte, anstatt des Betriebsinhabers organisatorisch und fachlich leiten. Dafür ist ein hohes Maß an Eigenständigkeit und Ergebnisverantwortung notwendig.
über die Meisterprüfung Zahntechniker verfügen und
§ 2 Abs 2 lit b) des Rahmenkollektivvertrags für Angestellte im Handwerk und Gewerbe, in der Dienstleistung, in Information und Consulting, sieht vor, dass der Kollektivvertrag nicht für gelernte Zahntechniker gilt. VwGr. III ist ein Auffangtatbestand für weitere Angestellte im zahntechnischen Labor, die über eine Ausbildung im Lehrberuf Zahntechniker oder Zahntechnische Fachassistenz verfügen und Angestelltentätigkeiten verrichten.
Da die Funktion des gewerberechtlichen Geschäftsführers mit hoher Verantwortung und persönlicher Haftung des Angestellten verbunden ist, gebührt ein Zuschlag in der Höhe von € 1.000,-. Diese Zulage gebührt den Angestellten, die in den Verwendungsgruppen II. und III. eingestuft sind, da bei Laborleitern in der Verwendungsgruppe I. die erhöhte Verantwortung bereits berücksichtigt ist.
Anhang 2: Sonderzahlung – Berechnungsbeispiele
§ 13 Abs 1: Allen Arbeitnehmern gebühren in jedem Kalenderjahr vier Sonderzahlungen jeweils in Höhe eines halben Monatsentgelts oder zwei Sonderzahlungen jeweils in der Höhe eines gesamten Monatsentgelts.
§ 13 Abs 2 1. Satz: Das Monatsentgelt wird berechnet auf Grundlage des Durchschnitts der Monatsentgelte[*] der letzten 3 Kalendermonate vor der jeweiligen Fälligkeit.
* Bruttoentgelte gemäß der Lohnzettel der jeweiligen Monate
Beginn des Arbeitsverhältnisses: 1.1.2020, Vollzeitbeschäftigung, KV-Lohn € 1.750
Monatsentgelt = Monatslohn/Monatsgehalt + Überstunden/Mehrarbeitsstunden + Zulagen
1. Sonderzahlung: Fälligkeit am 30. Juni 2020
Höhe der Sonderzahlung: € 1.850 + € 1.800 + € 1.900 = € 5.550 : 3 = € 1.850
2. Sonderzahlung: Fälligkeit am 30. November 2020
Höhe der Sonderzahlung: € 1.830 + € 1920 + 1.750 = € 5.500 : 3 = € 1.833,33
Beginn des Arbeitsverhältnisses: 1.1.2020, Teilzeit mit 20 Std./Woche, KV-Lohn € 875,00
1. Sonderzahlung: Fälligkeit am 31. März 2020
Höhe der Sonderzahlung: € 875 + € 920 + € 950 = € 2.745 : 3 = € 915,00
2. Sonderzahlung: Fälligkeit am 30. Juni 2020
Höhe der Sonderzahlung: € 900 + € 950 + € 890 = € 2.740 : 3 = € 913,33
3. Sonderzahlung: Fälligkeit am 30. September 2020
Höhe der Sonderzahlung: € 950 + € 980 + € 990 = € 2.920 : 3 = € 973,33
4. Sonderzahlung: Fälligkeit am 31. Dezember 2020
Monatsentgelte laut Lohnzetteln: Dezember: € 900; November: € 1.000; Oktober: € 920
Höhe der Sonderzahlung: € 900 + € 1.000 + € 920 = € 2.820 : 3 = € 940,00
§ 13 Abs 2 2. Satz: Wenn zum Zeitpunkt der Fälligkeit der jeweiligen Sonderzahlung der Arbeitnehmer noch nicht 3 ganze Kalendermonate beschäftigt ist, ist der Durchschnitt der beiden letzten Monatsentgelte vor der Fälligkeit für die Berechnung der Höhe der Sonderzahlungen heranzuziehen.
§ 13 Abs 4: Den während des Kalenderjahres ein- oder austretenden Arbeitnehmern gebührt der aliquote Teil der Sonderzahlung entsprechend ihrer im Kalenderjahr zurückgelegten Dienstzeit.
Beginn des Arbeitsverhältnisses: 15.4.2020, Vollzeitbeschäftigung, KV-Lohn € 1.750
Durchschnittliches Monatsentgelt der letzten 2 Kalendermonate vor der Fälligkeit:
Berechnungsgrundlage: € 1.850 + € 1.800 = € 3.650 : 2 = € 1.825
Höhe der Sonderzahlung: € 1.825 : 366[*] x 261 = € 1.301,43
* 2020 ist ein Schaltjahr
Durchschnittliches Monatsentgelt der letzten 3 Kalendermonate vor der Fälligkeit:
Berechnungsgrundlage: € 1.830 + € 1920 + 1.750 = € 5.500 : 3 = € 1.833,33
Höhe der Sonderzahlung: € 1.833,33 : 366[*] x 261 = € 1.307,37
§ 13 Abs 2 3. Satz: Wenn zum Zeitpunkt der Fälligkeit der jeweiligen Sonderzahlung der Arbeitnehmer noch nicht 2 ganze Kalendermonate beschäftigt ist, ist unabhängig von der tatsächlichen Dauer der Beschäftigung für die Ermittlung der Höhe der Sonderzahlungen ein ganzes Monatsentgelt als Berechnungsgrundlage heranzuziehen.
a) Beginn des Arbeitsverhältnisses: 15.5.2020, Vollzeitbeschäftigung, KV-Lohn € 1.750
Monatsentgelte laut Lohnzetteln: Juni: € 1.850; Mai: € 875
Berechnungsgrundlage ist ein ganzes Monatsentgelt vor der Fälligkeit: € 1.850
Höhe der Sonderzahlung: € 1.850 : 366 x 231 = € 1.167,62
Berechnungsgrundlage: € 1.830 + € 1.920 + 1.750 = € 5.500 : 3 = € 1.833,33
Höhe der Sonderzahlung: € 1.833,33 : 366 x 231 = € 1.157,10
b) Beginn des Arbeitsverhältnisses: 15.6.2020, Vollzeitbeschäftigung, KV-Lohn € 1.750
Juni: € 875;
Berechnungsgrundlage ist ein ganzes Monatsentgelt vor der Fälligkeit: € 1.750
Höhe der Sonderzahlung: € 1.750 : 366 x 200 = € 956,28
September: € 1.830; Oktober: € 1.920; November: € 1.750;
Höhe der Sonderzahlung: € 1.833,33 : 366 x 200 = € 1.001,82
5) Berechnungsvariante für die Fälle, dass es im aufrechten Dienstverhältnis zu einer oder mehreren Änderungen des ursprünglich vereinbarten Beschäftigungsausmaßes kommt
§ 13 Abs 8: Kommt es innerhalb des Kalenderjahres im aufrechten Dienstverhältnis zu einer Änderung des vereinbarten Beschäftigungsausmaßes, ist die Höhe der Sonderzahlungen durch eine zeitanteilige Mischberechnung zu ermitteln, sodass die Sonderzahlungen nur aliquot in dem der Vollzeit- und (wechselnder) Teilzeitbeschäftigung entsprechenden Ausmaß im Kalenderjahr zustehen. Bereits bezahlte – nach dieser Aliquotierungsbestimmung überhöhte Sonderzahlungen – sind rück zu verrechnen. Sollten die Sonderzahlungen nach dieser Aliquotierungsbestimmung zu niedrig ausbezahlt worden sein, ist der Differenzbetrag gemeinsam mit der letzten Sonderzahlung auszubezahlen.
Wechsel Vollzeit – Teilzeit – Teilzeit: Fälligkeit Juni und Novemberlohn
August bis Dezember: 30 Stunden pro Woch
Vollzeitbeschäftigung mit 40 Stunden pro Woche: Monatslohn € 1.750,00
Teilzeitbeschäftigung mit 30 Stunden pro Woche: Monatslohn € 1.314.02
Teilzeitbeschäftigung mit 20 Stunden pro Woche: Monatslohn € 876,01
1. Sonderzahlung: Fälligkeit Juni
Monatslöhne: Juni: € 876.01; Mai: € 876,01; April: € 876,01
Mehrarbeit: Juni: € 50,58; Mai: € 80,92; April: € 60,69
Höhe der Sonderzahlung: € 926,59 + € 956,93 + € 936,70 = € 2.820,22 : 3 = € 940,07
2. Sonderzahlung: Fälligkeit November
Monatslöhne: November: € 1.314.02; Oktober: € 1.314,02; September: € 1.314,02;
Mehrarbeit: November: € 60,69; Oktober: € 80,92; September: € 70,81;
Höhe der Sonderzahlung: € 1.374,71 + € 1.394,94 + € 1.384,83 = € 4.154,48 : 3 = € 1.384,83
Höhe der Sonderzahlungen für 2020 ohne Mischberechnung beträgt insgesamt:
Durchschnittliches Stundenausmaß 2020 ergibt: 29,16 Stunden/Woche
01.01. – 31.03 40 91 91 : 366 x 40 9,95
01.04. – 31.07 20 122 122 : 366 x 20 6,67
01.08. – 31.12 30 153 153 : 366 x 30 12,54
01.01. – 31.12
Der Monatslohn für die Vollzeitbeschäftigung mit 40 Stunden berträgt € 1.750,00.
Umgerechnet auf eine durchschnittliche Beschäftigung von 29,16 Stunden ergibt sich daher:
€ 1.750 :173 x 29,16 x 4,33 = € 1.277,22 als durchschnittlicher Monatslohn.
Mehrarbeitsstunden wurden geleistet von Jänner bis November 2020 – Entlohnung dafür:
Jänner: € 80,92; Februar: € 60,69; März: € 50,58; April: € 60,69; Mai: € 80,92; Juni: € 50,58;
Juli: € 80,92; August: 50,58; September: € 70,81; Oktober: € 80,92; November: € 60,69;
Mehrarbeitslohn durchschnittlich von Jänner bis November 2020: € 66,21
Monatsentgelt im Durchschnitt 2020 (Lohn + Mehrarbeit): € 1.277,22 + 66,21 = € 1.343,43
Beide Sonderzahlungen zusammen für 2020 betragen daher: 1.343,43 x 2 = € 2.686,86
Die Differenz von € 2.686,86 auf die bisher ermittelten € 2.324,90 beträgt € 361,96 und ist mit der 2. Sonderzahlung im November nachzuzahlen.
Bundesinnung der Gesundheitsberufe,
Berufszweig Zahntechniker
Muster-Arbeitsvertag für Arbeiter	DOC
Muster-Arbeitsvertag für Angestellte	DOC
Muster-Vereinbarung: Flexible Arbeitszeit	DOCX
Muster-Vereinbarung: Telearbeit	DOCX
Präsentation zum Zahntechniker KV 2019	PDF