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Timestamp: 2016-10-23 20:33:56
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Matched Legal Cases: ['Art. 9', 'Art. 11', 'Art. 9', 'Art. 16', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 6', 'BGE', 'BGE', 'Art. 6', 'Art. 6', 'Art. 6', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 2', 'Art. 6', 'Art. 4', 'BGE', 'Art. 3', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 8', 'Art. 5', 'BGE', 'Art. 4', 'Art. 9', 'Art. 1', 'Art. 6', 'Art. 6', 'Art. 6', 'BGE', 'Art. 11', 'BGE', 'Art. 43', 'BGE', 'Art. 11', 'Art. 11', 'BGE', 'BGE', 'Art. 11', 'BGE', 'Art. 11', 'BGE', 'BGE', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 6', 'BGE', 'Art. 9', 'Art. 6', 'Art. 6', 'BGE', 'Art. 6', 'Art. 6', 'Art. 7', 'Art. 10', 'BGE', 'BGE', 'Art. 13', 'Art. 8', 'Art. 13', 'BGE', 'Art. 8', 'BGE', 'BGE', 'Art. 1', 'Art. 5', 'Art. 9', 'Art. 5', 'BGE', 'Art. 4', 'Art. 5', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 7', 'Art. 6', 'Art. 6', 'Art. 6']

83 II 31245. Urteil der I. Zivilabteilung vom 13. September 1957 i.S. Koh-i-noor Bleistiftfabrik L. & C. Hardtmuth, Nationalunternehmen gegen Fabrique de Crayons Koh-i-noor L. & C. Hardtmuth S.� r.l. und Koh-i-noor Bleistiftfabrik L. & C. Hardtmuth.
1. Protection des marques de fabrique ou de commerce, droit international. a) Un Etat �tranger ne peut exproprier le droit � la protection d'une marque accord� par la Suisse (consid. 1). b) C'est d'apr�s le droit suisse qu'il faut juger si une personne �tablie � l'�tranger peut faire valoir les droits accord�s en Suisse sur une marque m�me si elle n'acquiert ou ne conserve qu'une partie de l'entreprise aux produits de laquelle la marque en cause �tait destin�e (consid. 3 litt. a). c) Les art. 6 et 9 de l'Arrangement de Madrid concernant l'enregistrement international des marques de fabrique ou de commerce n'ont pas pour effet que les droits conf�r�s en Suisse sur la marque enregistr�e au Bureau international deviennent caducs lorsque les droits du d�posant �tranger sont expropri�s dans le pays d'origine (consid. 5). d) Art. 9 de l'Arrangement de Madrid. Lorsque l'inscription d'un transfert dans le registre international est injustifi�e, elle ne conf�re � la personne inscrite aucun droit sur la marque (consid. 6). e) Les art. 5 et 9 de l'Arrangement de Madrid n'interdisent pas aux pays contractants de d�clarer nul pour leur territoire un transfert inscrit ind�ment dans le registre international. Quelles inscriptions doit-on op�rer dans ce cas? (consid. 8). 2. Protection des marques de fabrique ou de commerce, droit suisse. a) Art. 11 al. 1 LMF. La marque devient-elle caduque lorsquele titulaire se voit exproprier des parties de son entreprise mais non sa marque? (consid. 3 litt. b � d). b) Art. 9 al. 1 LMF. L'usage de la marque par un licenci� doit �tre assimili� � l'usage par le titulaire lui-m�me. Quand le d�faut d'usage est-il suffisamment justifi�? (consid. 4). c) Art. 16 LMF et 2 CC. Un transfert inscrit ind�ment dans le registre et l'usage de la marque par la personne inscrite ne donnent � celle-ci aucun droit sur la marque. Le l�s� qui a achet� des produits � la personne inscrite abuse-t-il de son droit lorsqu'il s'oppose � ce qu'elle cont inue � faire usage de la marque? (consid. 6). 3. Protection des raisons de commerce, droit international. L'art. 13 al. 2 du trait� de commerce entre la Suisse et la Tch�coslovaquie, du 24 novembre 1953, et l'art. 8 de la Convention d'union de Paris pour la protection de la propri�t� industrielle ne donnent pas � une personne �tablie en Tch�coslovaquie le droit d'employer sa raison de commerce en Suisse si elle l�se ainsi des droits pr�f�rables d'autrui (consid. 7). Faits � partir de page 315
A.- In Budweis (Tschechoslowakei) besteht eine Bleistiftfabrik, die ab 1897 einer am gleichen Orte niedergelassenen offenen Handelsgesellschaft geh�rte. Die Gesellschaft, die im Jahre 1919 ihre Firma in "Koh-i-noor Bleistiftfabrik L. & C. Hardtmuth" ab�nderte, besass in verschiedenen L�ndern Zweigniederlassungen und in England eine Aktiengesellschaft, um ihre Erzeugnisse abzusetzen. Unter anderem hielt sie von 1903 an eine Verkaufsstelle in Paris. Nach dem ersten Weltkrieg gr�ndete sie im Auslande auch Fabrikationsst�tten und erweiterte sie das Gesamtunternehmen zu einem Konzern. In Wien er�ffnete sie im Jahre 1931 eine Zweigniederlassung. Diese wurde 1943 zur selbst�ndigen Niederlassung einer offenen Handelsgesellschaft unter der Firma "Koh-i-noor Bleistiftfabrik L. & C. Hardtmuth". Sie besteht noch heute. Ihre Gesellschafter sind die gleichen Personen, aus denen die in Budweis niedergelassene Gesellschaft bestand. Die Wiener Niederlassung sollte von 1943 an selber Bleistifte erzeugen, doch kam es zun�chst wegen der durch den zweiten Weltkrieg geschaffenen Verh�ltnisse nicht dazu. Dagegen bestanden schon im Jahre 1945 Fabrikationsunternehmen des Konzerns in Croydon (England), Bloomsbury (Vereinigte Staaten von Amerika) und F�rth (Westdeutschland) mit Verkaufsniederlassungen in New York, Berlin und Mailand.
Durch Dekret Nr. 100 des Pr�sidenten der Tschechoslowakei vom 24. Oktober 1945 wurden mit Wirkung ab 27. Oktober 1945, dem Tage der Ver�ffentlichung des Dekretes, gewisse Industriebetriebe verstaatlicht. Der Handelsminister stellte daher am 27. Dezember 1945 fest, dass das Unternehmen der Koh-i-noor Bleistiftfabrik BGE 83 II 312 S. 316L. & C. Hardtmuth am 27. Oktober 1945 auf den tschechoslowakischen Staat �bergegangen sei, der damit Eigentum an allen dazu geh�renden Grundst�cken, Werken, Einrichtungen, Zubeh�rden, Rechten usw. erlangt habe, und dass mit dem erw�hnten Unternehmen auch alle ihren fr�heren Eigent�mern geh�renden Nebenbetriebe und alle mit ihm ein untrennbares wirtschaftliches Ganzes bildenden Unternehmen verstaatlicht worden seien. Am 7. M�rz 1946 gr�ndete der Handelsminister unter der Firma "Koh-i-noor tuzk�rna L. & C. Hardtmuth, n�rodn� podnik" (Koh-i-noor Bleistiftfabrik L. & C. Hardtmuth, Nationalunternehmen) mit Sitz in Budweis eine selbst�ndige K�rperschaft und erkl�rte, dass ihr der tschechoslowakische Staat mit Wirkung ab 1. Januar 1946 die Verm�gensmasse des Unternehmens der Koh-i-noor Bleistiftfabrik L. & C. Hardtmuth �bertrage.
Das Nationalunternehmen veranlasste in der Folge, dass 21 Fabrikmarken, die beim internationalen B�ro in Bern als Eigentum der in Budweis niedergelassenen offenen Handelsgesellschaft eingetragen waren, am 10. Februar 1947 auf seinen Namen �bergeschrieben wurden. Einige davon sind seither erneuert worden. Die 21 Marken tragen gegenw�rtig die Nummern 168'327, 174'908, 174'909, 182'681, 190'455, 190'457, 103'358, 104'176, 105'969, 108'516, 108'518, 108'519, 110'588, 135'676, 135'858, 136'446, 139'560, 140'088, 145'247, 146'751. Ferner liess das Nationalunternehmen sich am 3. Juli 1947 beim Eidgen�ssischen Amt f�r geistiges Eigentum als neuen Eigent�mer der von der Budweiser Gesellschaft hinterlegten schweizerischen Marke Nr. 108'471 eintragen.
Zur Zeit der Verstaatlichung des Unternehmens bestand die offene Handelsgesellschaft aus sieben Gesellschaftern. Sie verliessen die Tschechoslowakei, und die Mehrheit der leitenden Angestellten folgte ihnen. Am 3. April 1950 beschlossen alle Gesellschafter, den Sitz der Gesellschaft von Budweis nach Paris zu verlegen und sie, unter Beibehaltung des bisherigen Zweckes, in eine Gesellschaft BGE 83 II 312 S. 317mit beschr�nkter Haftung umzuwandeln. Sie wurde unter der Firma "Fabrique de Crayons Koh-i-noor L. & C. Hardtmuth S.� r.l." in das franz�sische Handelsregister eingetragen. Die Statuten erw�hnen, durch die von der tschechoslowakischen Regierung verf�gte Verstaatlichung seien der Gesellschaft alle in der Tschechoslowakei liegenden G�ter entzogen worden; die Aktiven der Gesellschaft best�nden gegenw�rtig aus den Immaterialg�terrechten, wie Firma, Fabrikmarken, Patente, Zeichnungen und Modelle, in welchem Lande sie auch hinterlegt worden seien, ferner aus der Liegenschaft in Paris sowie aus dem Material und den Einrichtungen. Die Mischb�cher und Rezepte, die von den Gesellschaftern auf der Flucht mitgenommen worden waren, wurden, ohne in den Statuten besonders erw�hnt zu sein, ebenfalls als Eigentum der Gesellschaft betrachtet. Im Jahre 1950 begann die neue Gesellschaft in Pouilly-sur-Loire unter anderem Bleistifte, F�llbleistifte und Radiergummi herzustellen. Einen wesentlichen Teil der Erzeugung und des Vertriebes l�sst sie durch die offene Handelsgesellschaft Koh-i-noor Bleistiftfabrik L. & C. Hardtmuth in Wien besorgen. Diese errichtete im Jahre 1950 in Attnang-Puchheim (�sterreich) eine Minenfabrik. Den Wiener Betrieb ben�tzt sie, um die Bleistifte fertigzustellen und in den Handel zu bringen.
Die Fabrique de Crayons Koh-i-noor L. & C. Hardtmuth S.� r.l. liess am 5. Juni 1951 die Marken Koh-i-noor, Mephisto, Elephant, Hardtmuth und die Bildmarke Elephant unter Nr. 138'909 bis 138'913 in das schweizerische Register eintragen. Diese Warenzeichen stimmen alle mit den auf das tschechoslowakische Nationalunternehmen �bertragenen Marken �berein oder sind ihnen �hnlich.
Die Koh-i-noor Bleistiftfabrik L. & C. Hardtmuth in Wien, die fr�her die der Budweiser Gesellschaft zustehenden Marken auf Grund einer Lizenz gebraucht hatte, wurde nun von der Fabrique de Crayons Koh-i-noor L. & C. Hardtmuth S.� r.l. erm�chtigt, sie auf eigenen Namen BGE 83 II 312 S. 318in �sterreich und in der Schweiz eintragen zu lassen. In der Schweiz hinterlegte sie daher am 12. Dezember 1951 unter Nr. 140'416 bis 140'418 die Marken Koh-i-noor, Mephisto und Hardtmuth.
"1. Es sei der Beklagten gerichtlich zu verbieten, zur Kennzeichnung ihrer Produkte oder sonstwie im gesch�ftlichen Verkehr die Bezeichnungen Koh-i-noor, Hardtmuth, Mephisto, Elephant oder das Bild eines Elephanten zu verwenden, unter Androhung der gesetzlichen Folgen im Widerhandlungsfalle.
2. Es sei der Beklagten gerichtlich zu untersagen, in ihren gesch�ftlichen Beziehungen mit der Schweiz als Firmenname, auf Drucksachen, Reklamen oder sonstwie im gesch�ftlichen Verkehr die Bezeichnungen Koh-i-noor oder L. & C. Hardtmuth zu ben�tzen.
3. Es sei gerichtlich festzustellen, dass die internationalen Marken Nr. 168'327, 174'908, 174'909, 182'681, 190'455, 190'457, 103'358, 104'176, 105'969, 108'516, 108'518, 108'519, 110'588, 135'676, 135'858, 136'446, 139'560, 140'088, 145'247 und 146'751, soweit sie die Schweiz betreffen, der Kl�gerin 1 zustehen, und es sei diese zu erm�chtigen, im Sinne einer �bertragung dieser Zeichen entsprechende Neueintragungen im schweizerischen Markenregister auf ihren Namen vorzunehmen und gleichzeitig die erw�hnten internationalen Marken f�r das Gebiet der Schweiz l�schen zu lassen. Eventuell: Die in Ziff. 3 genannten internationalen Marken seien f�r das Gebiet der Schweiz als ung�ltig zu erkl�ren und zu l�schen.
4. Es sei gerichtlich festzustellen, dass die schweizerische Marke Nr. 108'471 der Kl�gerin 1 zustehe, und das Zeichen sei im schweizerischen Markenregister auf die Kl�gerin 1 zu �bertragen. Eventuell: Die schweizerische Marke Nr. 108'471 der Beklagten sei als ung�ltig zu erkl�ren."
Mit Urteil vom 29. M�rz 1957 hiess das Handelsgericht die Klagebegehren 1 und 2 sowie die Hauptbegehren 3 und 4 gut.
C.- Die Beklagte hat die Berufung erkl�rt. Sie beantragt, das Urteil sei aufzuheben und die Klage abzuweisen, eventuell sei die Sache zu neuer Entscheidung an das Handelsgericht zur�ckzuweisen.
Die Kl�gerinnen beantragen Abweisung der Berufung.
1. Die Klage gr�ndet sich auf die Auffassung der Kl�gerinnen, die Rechte an den in Rechtbegehren 3 und 4 der Klage genannten Marken seien f�r das Gebiet der Schweiz trotz des Dekretes Nr. 100 des Pr�sidenten der Tschechoslowakei vom 24. Oktober 1945 und der Verf�gungen des tschechoslowakischen Handelsministers vom 27. Dezember 1945 und 7. M�rz 1946 der offenen Handelsgesellschaft Koh-i-noor Bleistiftfabrik L. & C. Hardtmuth in Budweis, sp�ter Paris, verblieben und von dieser auf die Erstkl�gerin, die Fabrique de Crayons Koh-i-noor L. & C. Hardtmuth S.� r.l. �bergegangen. Die Beklagte widersetzt sich der Klage vorab mit der Begr�ndung, diese Rechte st�nden kraft der erw�hnten tschechoslowakischen Erlasse der Beklagten zu.
a) Soweit es um das Recht an der schweizerischen Marke Nr. 108'471 geht, scheitert der Einwand der Beklagten ohne weiteres an den �berlegungen, aus denen in BGE 82 I 197 ff. entschieden worden ist, ein fremder Staat k�nne das Recht an einer in der Schweiz hinterlegten Fabrik- oder Handelsmarke nicht enteignen. Die Beklagte h�lt diesem Entscheid lediglich entgegen, das Bundesgericht habe Art. 6 lit. D der Pariser Verbands�bereinkunft zum Schutze des gewerblichen Eigentums (PV�) in der Londoner Fassung von 1934 (BS 11 991) herangezogen, wonach nationale Marken vom Tage ihrer Eintragung an als unabh�ngig von der Marke im Ursprungsland gelten, dabei aber �bersehen, dass die Tschechoslowakei die Londoner Fassung nicht ratifiziert habe, sondern auf die Haager Fassung von 1925 (BS 11 977) verpflichtet geblieben sei, welche die erw�hnte Norm nicht enthalte. Dieser Einwand geht jedoch fehl. Der in BGE 82 I 197 ff. ver�ffentlichte Entscheid ist mit eingehenden Ausf�hrungen dahin begr�ndet worden, die tschechoslowakischen Enteignungserlasse d�rften auf Verm�gen, das in der Schweiz liege, nicht angewendet werden, da sie ausl�ndisches �ffentliches Recht BGE 83 II 312 S. 320enthielten, zu dessen Vollziehung die Schweiz grunds�tzlich nicht Hand biete; das Recht an der schweizerischen Marke aber sei in der Schweiz liegendes Verm�gen, weil es ohne Mitwirkung der schweizerischen Beh�rden nicht erneuert oder �bertragen werden k�nne. Anschliessend hat das Bundesgericht ausgef�hrt, weshalb das Recht an der Marke nicht am Wohnsitz des Berechtigten liege und auch nichts auf den Ort ankomme, wo diesem der Nutzen aus der Marke anfalle. Sodann sagt der Entscheid, es sei denn auch herrschende Lehre und Rechtsprechung, dass die Marke, sei sie nur national oder sei sie auch beim internationalen B�ro hinterlegt, in jedem Lande ein besonderes Recht mit eigenem Schicksal verleihe, dass sie daher selbst�ndig in jedem Lande liege, in dem sie gesch�tzt wird, und dass nur das Schutzland selbst sie f�r sein Gebiet enteignen k�nne. Nur zur Widerlegung des Einwandes, der Schutz der Marke im Auslande sei vom Schutze im Ursprungslande abh�ngig, hat das Bundesgericht schliesslich auf Art. 6 PV� in der Londoner Fassung hingewiesen, indem es ausf�hrte, die Abh�ngigkeit ersch�pfe sich darin, dass kein Verbandsstaat verpflichtet sei, die Hinterlegung von Marken zuzulassen, die nicht im Ursprungslande eingetragen sind (Art. 6 lit. A), und jede der innern Gesetzgebung des Einfuhrlandes entsprechende nationale Marke sei gem�ss Art. 6 lit. D vom Tage ihrer Eintragung an von der Marke im Ursprungslande unabh�ngig. Das Bundesgericht hat also keineswegs entschieden, die Londoner Fassung der Pariser Verbands�bereinkunft stehe der Enteignung schweizerischer Markenrechte durch den tschechoslowakischen Staat im Wege, sondern es hat in dieser Fassung nur den Ausdruck einer allgemeinen Anschauung gesehen, wonach jede Marke in jedem Lande ihr eigenes Schicksal hat, einer Meinung, die es bereits begr�ndet hatte. Es besteht kein Anlass, davon abzuweichen. Mit oder ohne Londoner Fassung der Pariser Verbands�bereinkunft ist die Marke vom Tage ihrer Eintragung an unabh�ngig von derjenigen im Ursprungsland. Die Londoner BGE 83 II 312 S. 321Fassung hat nur eine bereits bestehende, an sich schon richtige und aus der Natur des Markenrechtes abzuleitende Schlussfolgerung noch ausdr�cklich festgehalten. Schon vor der Revision von 1934 konnten die der Pariser Verbands�bereinkunft beigetretenen Staaten frei bestimmen, dass die Rechte an der Marke in ihrem Gebiete von den Rechten im Ursprungslande unabh�ngig seien. Das ergibt sich auch aus BGE 39 II 650 f., auf den in BGE 82 I 202 hingewiesen worden ist. Die Beklagte versucht denn auch mit keinem Worte darzutun, dass die im Verh�ltnis zur Tschechoslowakei anwendbare Haager Fassung der Pariser Verbands�bereinkunft zu einem anderen Schluss f�hre. Schon diese Fassung sichert in Art. 2 Abs. 1 den Angeh�rigen der vertragschliessenden L�nder "unter Vorbehalt der Erf�llung der F�rmlichkeiten und Bedingungen, welche die innere Gesetzgebung den Einheimischen auferlegt", f�r ihr gewerbliches Eigentum den gleichen Schutz zu wie den Inl�ndern und bestimmt in Art. 6 unter gewissen Vorbehalten, jede im Ursprungsland regelrecht eingetragene Fabrik- oder Handelsmarke solle in allen andern Verbandsl�ndern unver�ndert "zur Hinterlegung zugelassen und gesch�tzt werden". Sie geht also nicht davon aus, der Schutz des gewerblichen Eigentums im Ursprungslande, insbesondere die dortige Eintragung einer Marke, habe ohne weiteres auch den Schutz in den Verbandsl�ndern zur Folge, sondern sie verpflichtet diese nur, ihrerseits den Schutz zu gew�hren, wenn die "F�rmlichkeiten und Bedingungen" der innern Gesetzgebung erf�llt werden, namentlich die Marke im Inland hinterlegt wird. Die Vertragsstaaten haben also schon in der Haager Fassung z.B. f�r die Fragen der G�ltigkeit der Marke und ihrer �bertragung nicht das Recht des Ursprungslandes, sondern die eigene Rechtsordnung jedes Staates, in dem die Marke hinterlegt wird, als massgebend erachtet.
b) Die gleiche Auffassung liegt Art. 4 Abs. 1 der Madrider �bereinkunft betreffend die internationale Eintragung der BGE 83 II 312 S. 322Fabrik- und Handelsmarken (MMA) zu Grunde. Dieser Artikel bestimmt sowohl in der f�r die Tschechoslowakei g�ltigen Haager Fassung von 1925 als auch in der Londoner Fassung von 1934, die Marke geniesse von der im internationalen B�ro vollzogenen Eintragung an in jedem vertragschliessenden Lande den n�mlichen Schutz, wie wenn sie unmittelbar dort eingetragen worden w�re. Die Eintragung beim internationalen B�ro schafft nicht ein Markenrecht eigener Art, eine einheitliche, �bernationale Marke, sondern dient lediglich der Vereinfachung des Verfahrens. Statt dass der Berechtigte in jedem Staate um Eintragung nachzusuchen hat, kann er durch Vermittlung der Beh�rde des Ursprungslandes die Eintragung beim internationalen B�ro verlangen. Damit ist das beanspruchte Recht nicht ohne weiteres in jedem Verbandslande gesch�tzt. Das internationale B�ro hat die Eintragung den Beh�rden der vertragschliessenden L�nder mitzuteilen (Art. 3 MMA, Haager und Londoner Fassung), und jedes Land kann erkl�ren, dass es die Marke auf seinem Gebiete nicht sch�tze (Art. 5 Abs. 1 MMA, Haager und Londoner Fassung). Freilich darf es diesen Schutz nur aus Gr�nden verweigern, aus denen es auf Grund der Pariser Verbands�bereinkunft eine unmittelbare nationale Eintragung ablehnen d�rfte. Aber gerade in dieser Bestimmung (Art. 5 Abs. 1 MMA) kommt zum Ausdruck, dass die Madrider �bereinkunft die Schutzpflicht nicht erweitert, sondern lediglich das Eintragungsverfahren vereinfacht. Der Schutz im einzelnen Lande h�ngt wie nach der Pariser �bereinkunft von der Stellungnahme des einzelnen Landes ab, und es gibt so viele Markenrechte, als Verbandsl�nder bestehen, die den Schutz der international eingetragenen Marke nicht verweigern. Dass die Madrider �bereinkunft gelegentlich von einer "internationalen Marke" (marque internationale) spricht (Art. 5ter Abs. 2, Art. 8bis [in der Haager Fassung nur im franz�sischen Originaltext], Art. 5 Abs. 6 [Londoner Fassung]) �ndert nichts. Das ist lediglich eine Abk�rzung f�r den anderw�rts verwendeten BGE 83 II 312 S. 323Begriff der "international eingetragenen Marke" (marque qui a �t� l'objet d'un enregistrement international) oder der "im internationalen Register eingetragenen Marke" (marque inscrite dans le registre international) (Art. 4 Abs. 2, 9bis MMA).
Es kommt auch nichts darauf an, dass Ung�ltigerkl�rungen, L�schungen, Verzichtsleistungen, �bertragungen und andere an der Markeneintragung vorgenommene �nderungen dem internationalen B�ro durch die Beh�rde des Ursprungslandes angezeigt werden (Art. 9 MMA). Dieses Vorgehen dient lediglich der Vereinfachung des Verfahrens, wie ja das internationale B�ro auch schon bei der Hinterlegung der Marke durch Vermittlung der Beh�rde des Ursprungslandes angegangen wird (Art. 1 MMA). Dass das Recht an der international eingetragenen Marke ein einheitliches Recht sei, das im Ursprungslande liege, kann daraus nicht geschlossen werden.
Das ergibt sich auch nicht aus Art. 6 MMA, wonach der durch die Eintragung beim internationalen B�ro erwirkte Schutz dahinf�llt, wenn die Marke im Ursprungslande nicht mehr gesch�tzt ist. Damit zieht die Madrider �bereinkunft lediglich die Folgerung aus dem auch in der Pariser �bereinkunft anerkannten Grundsatz, dass die Verbandsl�nder nur Marken sch�tzen m�ssen, die im Ursprungsland "regelrecht eingetragen" sind (Art. 6 Abs. 1 PV� Haager Fassung, Art. 6 lit. A PV� Londoner Fassung). Die Verbandsl�nder brauchen nicht zu sch�tzen, was im Ursprungslande nicht oder nicht mehr gesch�tzt ist. Diese Abh�ngigkeit vom Markenschutz des Ursprungslandes steht der Auffassung nicht im Wege, dass der Schutz, den die Marke in jedem anderen Verbandsland geniesst, ein selbst�ndiges, in jedem Lande liegendes Recht ist, das vom Ursprungslande nicht enteignet werden kann, wenn das andere Land dazu nicht Hand bietet. F�r Marken, die beim internationalen B�ro eingetragen sind, gilt das so gut wie f�r Marken, die im nationalen Register stehen. Nichts hindert anderseits ein Land, auf Grund BGE 83 II 312 S. 324seiner Gesetze eine national oder internationaleingetragene Marke auch dann noch zu sch�tzen, wenn sie im Ursprungsland nicht mehr gesch�tzt ist; die �bereink�nfte von Paris und Madrid bestimmen nur, welche Mindestverpflichtungen die Verbandsl�nder haben; sie wollen das Recht an der Marke nicht zu einem �bernationalen ausgestalten und ins Ursprungsland verlegen.
Endlich vermag die Beklagte ihre Auffassung, wonach eine international eingetragene Marke im Ursprungslande liege und von diesem mit Wirkung f�r alle Verbandsl�nder enteignet werden k�nne, auch nicht mit der Bemerkung zu st�tzen, mit Bezug auf diese Marken sei "�berdies am Erfordernis der Bindung der Marke an den Gewerbebetrieb des Berechtigten festzuhalten". Weder die Pariser noch die Madrider Verbands�bereinkunft enth�lt eine Bestimmung, die eine Marke, sei sie auch im internationalen Register eingetragen, an den Gewerbebetrieb binden w�rde. Wo eine solche Bindung besteht, beruht sie auf den Gesetzen des einzelnen Landes. Nach schweizerischem Recht bedeutet sie lediglich, dass die Marke nur mit dem Gesch�fte �bertragen werden kann, dessen Erzeugnisse sie zur Unterscheidung dient (Art. 11 Abs. 1 MSchG), nicht auch, dass die �bertragung (Enteignung) des Gesch�ftes oder gewisser Teile davon notwendigerweise den �bergang der Marke zur Folge habe oder die Befugnis zur Enteignung des Gesch�ftes das Recht zur Enteignung der Marke in sich schliesse (BGE 82 I 202). Ein international eingetragenes Zeichen steht in dieser Beziehung nicht anders da als eine Marke, die ihren Schutz in der Schweiz durch Hinterlegung beim Eidgen�ssischen Amt f�r geistiges Eigentum erlangt hat.
Die Rechte an den im Klagebegehren 3 aufgez�hlten, beim internationalen B�ro eingetragenen Marken konnten daher der Budweiser offenen Handelsgesellschaft durch die tschechoslowakischen Enteignungserlasse f�r das Gebiet der Schweiz so wenig entzogen werden wie die schweizerische Marke Nr. 108'471.
2. Das Handelsgericht kommt auf Grund des tschechoslowakischen bzw. franz�sischen Rechts zum Schluss, dass die offene Handelsgesellschaft in Budweis am 3. April 1950 noch bestand, dass sie rechtlich in der Lage war, an diesem Tage den Sitz nach Paris zu verlegen, und es tats�chlich tat und dass die Gesellschafter sie gleichzeitig in eine dem franz�sischen Recht unterstehende Gesellschaft mit beschr�nkter Haftung umwandelten. Zudem erkl�rt das Handelsgericht, wiederum in Anwendung ausl�ndischen Rechts, dass selbst dann, wenn die offene Handelsgesellschaft vor 1950 untergegangen w�re und daher ihren Sitz nicht h�tte verlegen und sich nicht h�tte umwandeln k�nnen, die ausserhalb der Tschechoslowakei liegenden Verm�genswerte, darunter die streitigen Markenrechte, der Erstkl�gerin zust�nden, da sie nach dem Willen der Gesellschafter als Verm�gen zu gelten h�tten, das bei der Gr�ndung der Gesellschaft mit beschr�nkter Haftung in diese eingebracht wurde.
Die Beklagte macht mit Recht nicht geltend, dass diese Fragen nach schweizerischem Recht h�tten entschieden werden m�ssen. Die Anwendung ausl�ndischen Rechts aber ist vom Bundesgericht nicht zu �berpr�fen (Art. 43 Abs. 1, 55 Abs. 1 lit. c OG). Somit steht verbindlich fest, dass die Erstkl�gerin die Tr�gerin der streitigen Markenrechte ist, m�ge sie mit der fr�heren offenen Handelsgesellschaft identisch sein oder m�ge sie die Stellung einer Rechtsnachfolgerin haben. Die Beklagte h�lt denn auch ihren im kantonalen Verfahren erhobenen Einwand, die offene Handelsgesellschaft sei infolge der tschechoslowakischen Enteignungserlasse untergegangen und die Gesellschafter h�tten daher nicht ihren Sitz verlegen und sie umwandeln k�nnen, nicht mehr aufrecht.
3. Die Beklagte macht geltend, die Marken st�nden der Erstkl�gerin nicht zu, weil ihr das Unternehmen, dessen Erzeugnisse sie zu kennzeichnen h�tten, nicht geh�re.
a) Zu Unrecht will sie diese Frage nach tschechoslowakischem BGE 83 II 312 S. 326Rechte entschieden wissen, im Gegensatz zum Handelsgericht, das schweizerisches Recht angewendet hat. Der Hinweis auf MATTER, Kommentar zum MSchG Art. 11 Bem. II 2, wonach bei Zeichen ausl�ndischer Inhaber das dortige Recht entscheide, ob das Rechtssubjekt gewechselt habe, hilft nicht. Dabei ist unerheblich, ob man annimmt, die Erstkl�gerin sei identisch mit der fr�heren offenen Handelsgesellschaft, oder ob man sie als deren Rechtsnachfolgerin betrachtet. Im einen wie im anderen Falle kann die Schweiz nur nach ihrer eigenen Rechtsordnung bestimmen, ob die Marke auch in der Hand eines Subjektes zu sch�tzen sei, dem das Unternehmen nicht oder nicht in vollem Umfange geh�rt. Das ist nicht eine Frage der Rechtsnachfolge, sondern der Voraussetzungen des Markenschutzes.
b) Nach schweizerischem Recht kann eine Marke nur mit dem Gesch�ft �bertragen werden, dessen Erzeugnissen sie zur Unterscheidung dient (Art. 11 Abs. 1 Satz 1 MSchG). Aus dieser Bestimmung folgt, dass die Marke untergeht, wenn ihr Inhaber das Gesch�ft ver�ussert, ohne sie dessen Erwerber zu �bertragen, oder wenn ihm das Gesch�ft ohne die Marke enteignet wird. Zum Fortbestand der Marke ist jedoch nicht n�tig, dass ihr Erwerber das Gesch�ft in seinem ganzen Umfange miterwerbe, bezw. dass der Inhaber der Marke es in seinem ganzen Umfange behalte. Das Bundesgericht hat bereits entschieden, jedenfalls in F�llen der �bertragung der Marke an eine mit dem Ver�usserer wirtschaftlich eng verbundene Firma gen�ge es, wenn der Ver�usserer dem Erwerber die Unterlagen mit�bertrage, deren er bedarf, um ein Erzeugnis mit jenen Eigenschaften herzustellen oder herstellen zu lassen, die der Marke ihren Ruf verschafft haben (BGE 75 I 348). Entsprechendes muss gelten, wenn der Inhaber der Marke Teile seines Gesch�ftes ver�ussert oder ihm solche entzogen werden. Beh�lt er die Unterlagen, um trotzdem seinen Erzeugnissen weiterhin die wesentlichen Eigenschaften zu verleihen, die sie bisher hatten, so bleibt ihm die Marke BGE 83 II 312 S. 327erhalten. Immerhin darf der Gebrauch der Marke durch den, der das Gesch�ft des bisherigen Inhabers nicht in vollem Umfange miterwirbt, bzw. durch den bisherigen Inhaber, wenn er Teile seines Gesch�ftes ver�ussert oder verliert, nicht eine T�uschung des Publikums erm�glichen. Denn diese Einschr�nkung macht das Gesetz auch in anderen F�llen, in denen es die teilweise �bertragung des Gesch�ftes als Voraussetzung der �bertragung der Marke gen�gen l�sst (Art. 11 Abs. 1 Satz 2 und Abs. 2 MSchG).
c) Die Tatsache, dass der offenen Handelsgesellschaft durch Verstaatlichung ihrer in der Tschechoslowakei liegenden Verm�genswerte wesentliche Teile ihres Unternehmens verloren gegangen sind, hatte demnach nicht ohne weiteres den Untergang ihrer Marken im Gebiete der Schweiz zur Folge. Die Erstkl�gerin verf�gt �ber das gesamte ausserhalb der Tschechoslowakei liegende Verm�gen des Unternehmens und nimmt auch in den Beziehungen zu den dem Koh-i-noor-Konzern angeh�renden Firmen und Betrieben die Stellung der ehemals in Budweis niedergelassenen Gesellschaft ein. Dazu kommt, dass sie nach der verbindlichen Feststellung des Handelsgerichts �ber die Rezepte und Mischb�cher verf�gt und das Geheimverfahren zur Herstellung der Bleistiftminen kennt, dass sie sich ferner aus den gleichen Gesellschaftern zusammensetzt, die den Budweiser Betrieb besessen haben, und dass eine gr�ssere Zahl von Direktoren und leitenden technischen Angestellten aus diesem Betrieb zu ihr �bergetreten sind. Sie verf�gt damit �ber die n�tigen Unterlagen, um ihren Erzeugnissen die wesentlichen Eigenschaften zu geben, die sie schon vor der Enteignung der Budweiser Fabrik hatten und die den Ruf ihrer Marken begr�ndeten. Diese Unterlagen bestehen nicht lediglich in einem "distribution good will", wie die Beklagte geltend macht. Namentlich der Besitz der Rezepte und Mischb�cher, die weiterhin von fachkundigen leitenden Personen des fr�heren Unternehmens angewendet werden, erlaubt der Erstkl�gerin, die Erzeugnisse in der alten Qualit�t herzustellen. Dabei ist unerheblich, BGE 83 II 312 S. 328ob sie auch Eigent�merin der Originalrezepte ist, oder ob diese, wie die Beklagte behauptet, einer in England lebenden Gesellschafterin geh�ren und der Erstkl�gerin lediglich zur Verf�gung gestellt werden. Nicht auf das Eigentum am Papier kommt es an, sondern auf die Kenntnisse, die es vermittelt. Bedeutungslos ist auch, dass nach der Behauptung der Beklagten die Rezepte und Mischb�cher nur die Herstellung von Bleistiftminen betreffen, w�hrend einige der im Streite liegenden Marken f�r B�roartikel aller Art hinterlegt worden sind. Da Bleistifte B�roartikel sind, gen�gt der Besitz der Unterlagen zur Herstellung von Bleistiften, um den Untergang auch jener Marken zu verh�ten, die ausserdem f�r andere B�roartikel verwendet werden k�nnen. F�r Erzeugnisse, die sich ohne Rezepte und Mischb�cher anfertigen lassen, kann �brigens auf den Besitz von solchen zum vornherein nichts ankommen; der Fortbestand des Markenschutzes ist insoweit schon gerechtfertigt, weil die Erstkl�gerin mit Hilfe der Kenntnisse, die ihr die Gesellschafter, Direktoren und leitenden technischen Angestellten vermitteln, die Artikel auch ausserhalb der Tschechoslowakei mit den bisherigen wesentlichen Eigenschaften herstellen kann. Es kommt auch nichts darauf an, dass die offene Handelsgesellschaft zur Zeit der Enteignung des Budweiser Betriebes in Frankreich keine Fabrik besass. Endlich kann dahingestellt bleiben, ob die im Jahre 1950 in Attnang-Puchheim er�ffnete Minenfabrik der Zweitkl�gerin geh�rt oder, wie die Beklagte behauptet, Eigentum einer Firma Koh-i-noor Bleistiftfabrik L. & C. Hardtmuth G.m.b.H. mit Sitz in Attnang-Puchheim ist. Im einen wie im anderen Falle sind die Kl�gerinnen in der Lage, aus den Minen, die nach ihren Weisungen in dieser Fabrik hergestellt werden, Bleistifte mit jenen Eigenschaften anzufertigen, die den Ruf der streitigen Marken begr�ndet haben.
Was �ber die den Kl�gerinnen verbliebenen bzw. auf sie �bergegangenen Teile des Gesamtunternehmens festgestellt ist, gen�gt den Anforderungen, die Art. 11 Abs. 1 MSchG BGE 83 II 312 S. 329f�r die Fortdauer des Markenschutzes stellt. Daher er�brigen sich Augenschein und Begutachtung, wie die Beklagte sie vor Handelsgericht beantragt hat und auch heute noch f�r n�tig h�lt. Insbesondere h�ngt nichts von der Gr�sse und Leistungsf�higkeit des auf die Beklagte �bergegangenen Betriebes ab. Nicht auf das, was der Erstkl�gerin entzogen worden, sondern nur auf das, was ihr und den Firmen des Konzerns verblieben oder auf sie �bergegangen ist, kommt es an. Um Umfang und Bedeutung dieser Verm�gensteile festzustellen, brauchte das Handelsgericht nicht von Bundesrechts wegen Augenscheine vorzunehmen und Sachverst�ndige zu befragen.
d) Die Beklagte macht geltend, das Publikum w�rde get�uscht, wenn die Kl�gerinnen die streitigen Warenzeichen gebrauchen d�rften, denn der schweizerische K�ufer stelle sich unwillk�rlich vor, die Marke Koh-i-noor kennzeichne das Erzeugnis eines verstaatlichten tschechoslowakischen Unternehmens.
Damit unterschiebt die Beklagte dem K�ufer eine Vorstellung, die der Rechtslage widerspricht. Da der tschechoslowakische Staat die streitigen Markenrechte f�r das Gebiet der Schweiz nicht enteignen konnte, wird der K�ufer sich nicht vorstellen, die auf dem schweizerischen Markt angebotenen Erzeugnisse, die diese Marken tragen, stammten dennoch weiterhin aus der Tschechoslowakei. Die Marken enthalten keinerlei Hinweise oder Andeutungen geographischer Natur, welche die Gedanken des Lesers oder Betrachters auf das Gebiet dieses Staates zu lenken verm�chten; insbesondere tut das auch die aus dem Indischen stammende Bezeichnung Koh-i-noor (Berg des Lichtes) nicht, die dem Namen eines britischen Kronjuwels entspricht. Der schweizerische K�ufer wird gegenteils denken, die mit den streitigen Marken versehenen Erzeugnisse w�rden nach �berlieferten Rezepten und Methoden weiterhin in den Betrieben des Koh-i-noor-Konzerns in Westeuropa hergestellt, wo der Konzern schon fr�her Fuss gefasst hatte. Von einer T�uschung des Publikums BGE 83 II 312 S. 330durch Weiterverwendung der Marken seitens der Kl�gerinnen kann daher keine Rede sein. Get�uscht wird das Publikum vielmehr, wenn die Beklagte ihre Erzeugnisse in der Schweiz unter Marken absetzt, die ihr f�r dieses Gebiet nicht zustehen.
4. Die Beklagte beruft sich auf Art. 9 Abs. 1 MSchG, wonach das Gericht auf Klage einer interessierten Partei die L�schung der Marke anordnen kann, wenn der Inhaber sie w�hrend drei aufeinanderfolgenden Jahren nicht gebraucht hat, ohne die Unterlassung hinreichend rechtfertigen zu k�nnen. Sie wirft den Kl�gerinnen vor, sie h�tten die streitigen Marken ungerechtfertigterweise w�hrend mehr als f�nf Jahren nicht gebraucht.
Dass die in Budweis niedergelassene offene Handelsgesellschaft bis zur Verstaatlichung ihres dortigen Betriebes die Marken noch selber gebrauchte, ist unbestritten. Sodann steht fest, dass die Zweitkl�gerin am 14. Juni 1948 Waren in die Schweiz lieferte, die mit den Marken versehen waren. Unerheblich ist, dass diese Erzeugnisse von ihr nicht selber angefertigt worden waren, sondern aus alten Best�nden der Budweiser Gesellschaft stammten; in der Einfuhr in die Schweiz lag nichtsdestoweniger ein Gebrauch der Marken. Er erfolgte auf Grund einer Lizenz, welche die in Budweis niedergelassene offene Handelsgesellschaft der Zweitkl�gerin erteilt hatte. Da diese mit jener wirtschaftlich eng verbunden war, stand der Lizenz rechtlich nichts im Wege und muss der Gebrauch durch die Lizenznehmerin als Gebrauch durch die Inhaberin der Marken gelten (BGE 61 II 59 ff.). Der Gebrauch vom 14. Juni 1948 durch die Zweitkl�gerin kommt somit auch der Erstkl�gerin zugute, die entweder mit der damaligen Inhaberin der Marken identisch oder ihre Rechtsnachfolgerin ist. Auf Art. 6bis MSchG, den das Handelsgericht herbeigezogen hat, dessen Voraussetzungen die Beklagte jedoch bestreitet, kommt dabei nichts an. Des weitern hat die Zweitkl�gerin nachgewiesen, dass sie nach Aufnahme ihrer eigenen Fabrikation am 15. M�rz 1951 weiterhin BGE 83 II 312 S. 331Erzeugnisse mit den streitigen Marken nach der Schweiz verkauft hat. Sie hatte die Marken damals noch nicht selber hinterlegt, sondern gebrauchte sie mit Einwilligung der Erstkl�gerin, der die entsprechenden Rechte f�r das Gebiet der Schweiz damals zustanden. Auch dieser Gebrauch hat daher die gleiche Bedeutung, wie wenn ihn die Erstkl�gerin selber vorgenommen h�tte. Im Jahre 1952 sodann nahm die Erstkl�gerin selber die Lieferungen nach der Schweiz auf. Die dreij�hrige Frist des Art. 9 Abs. 1 MSchG ist somit wiederholt rechtzeitig unterbrochen worden.
Selbst wenn der Gebrauch w�hrend mehr als drei Jahren unterblieben w�re, k�nnten �brigens der Erstkl�gerin die Markenrechte auf Grund dieser Bestimmung nicht abgesprochen werden. Die Unterlassung w�re durch die Schwierigkeiten, die der Erstkl�gerin infolge der Enteignung des Budweiser Betriebes erwachsen sind, hinreichend gerechtfertigt. Ja es verst�sst geradezu gegen Treu und Glauben, dass die Beklagte als Bestandteil des tschechoslowakischen Staates, der diese Schwierigkeiten herbeigef�hrt hat, aus dem vor�bergehenden Nichtgebrauch der Marken Rechte abzuleiten versucht.
5. Die Beklagte leitet den Hinfall der beim internationalen B�ro hinterlegten Marken der Erstkl�gerin auch aus Art. 6 und 9 MMA ab. Sie macht geltend, aus der letzten Bestimmung ergebe sich, dass �bertragungen sich nach dem Rechte des Ursprungslandes richteten, weshalb nur die im Ursprungsland eingetragene Firma internationale Markenrechte geltend machen k�nne. Da der Erstkl�gerin somit die Markenrechte in der Tschechoslowakei nicht mehr zust�nden, k�nne sie gem�ss Art. 6 MMA auch den durch Eintragung beim internationalen B�ro bewirkten Schutz nicht mehr beanspruchen.
Diesen �berlegungen folgen, hiesse, den tschechoslowakischen Enteignungserlassen Wirkungen auch f�r das Gebiet der Schweiz zuerkennen. Das ist, wie bereits ausgef�hrt, nicht zul�ssig. Vom Standpunkt der Schweiz aus BGE 83 II 312 S. 332ist die Enteignung der tschechoslowakischen Rechte ein untauglicher Versuch, der Inhaberin der Marke auch die Rechte zu entziehen, die sie in der Schweiz geniesst. Folglich kann nicht der Hinfall dieser Rechte dennoch als Folge der Art. 6 und 9 MMA anerkannt werden. Indem der tschechoslowakische Staat f�r sein Gebiet die Beklagte in die Markenrechte der offenen Handelsgesellschaft einsetzte, nahm er der Tschechoslowakei im Verh�ltnis zur Schweiz die Stellung des Ursprungslandes weg. F�r die schweizerischen Beh�rden musste es fortan belanglos sein, welchen Weg die tschechoslowakischen Rechte gingen, da sie nicht mehr jener Personengemeinschaft geh�ren, die nach schweizerischer Auffassung im Gebiete der Schweiz berechtigt ist. Nachdem inzwischen die Berechtigte ihren Sitz nach Frankreich verlegt und sich in die daselbst niedergelassene Erstkl�gerin umgewandelt hat, kommt h�chstens noch Frankreich als Ursprungsland in Frage.
6. Die Beklagte schreibt der Enteignung der tschechoslowakischen Markenrechte "Reflexwirkungen" auf das Ausland zu, indem sie geltend macht, nach internationalem Privatrecht m�sse sie auch ausserhalb der Tschechoslowakei als Inhaberin der tschechoslowakischen Marken anerkannt werden und sei sie daher allein berechtigt gewesen, die Marken beim internationalen B�ro und beim Eidgen�ssischen Amt f�r geistiges Eigentum zu hinterlegen (Art. 6 PV�, Art. 7 Ziff. 2 und 3 MSchG). Ferner bringt sie vor, sie habe die Marken nach der �bernahme des Budweiser Betriebes von Anfang an in der Schweiz auch tats�chlich gebraucht, indem sie Erzeugnisse, die sie trugen, hierher geliefert habe, w�hrend anderseits die Kl�gerinnen binnen der f�nfj�hrigen Sperrfrist des Art. 10 MSchG, die am 27. Oktober 1945, dem Tage der Enteignung, zu laufen begonnen habe, den schweizerischen Markt nie mit eigenen Erzeugnissen beliefert h�tten. Die Beklagte leitet daraus ab, sie habe die Rechte an den streitigen Marken in der Schweiz origin�r erworben.
Die Frage des origin�ren Erwerbs w�rde sich indessen BGE 83 II 312 S. 333nur stellen, wenn die Erstkl�gerin ihre Rechte an den streitigen Marken in der Schweiz verloren h�tte. Da das, wie ausgef�hrt worden ist, nicht zutrifft, war in der Schweiz kein Raum f�r den Erwerb von Rechten seitens der Beklagten. Die Eintragung (�berschreibung) der Marken beim internationalen B�ro auf den Namen der Beklagten war ungerechtfertigt, weil die Rechte nach schweizerischer Auffassung der offenen Handelsgesellschaft geh�rten und heute der Erstkl�gerin zustehen. F�r das Gebiet der Schweiz hat sie daher keine Wirkung. Auch die schweizerische Marke Nr. 108'471 ist zu Unrecht auf die Beklagte �bergeschrieben worden, weshalb diese aus dem Eintrag keine Rechte abzuleiten vermag. Rechtswidrig handelte die Beklagte auch, indem sie die streitigen Marken in der Schweiz f�r ihre Erzeugnisse gebrauchte. Der tats�chliche Gebrauch konnte ihr daher ebenfalls keine Rechte verschaffen.
An dieser Rechtslage �ndern auch die Behauptungen nichts, die Kl�gerinnen und die dem Konzern angeh�renden Firmen in England und Amerika h�tten den Bestand der Beklagten immer anerkannt und zum Teil selber von ihr Ware bezogen, die Firma in Bloomsbury habe im Jahre 1947 zugegeben, f�r den Bezug von Minen auf die Beklagte angewiesen zu sein, und im gleichen Jahre der Papyria A. G. in Z�rich empfohlen, sich von der Beklagten beliefern zu lassen; die Firma in New York habe anfangs 1946 von der Beklagten Offerten verlangt und in den Jahren 1947 und 1949 bei ihr Bestellungen gemacht und die vor dem Kriege gegr�ndete Auffanggesellschaft Koh-i-noor Anova A. G. in Z�rich habe den schweizerischen Markt der Beklagten zugeteilt. Alle diese Vorg�nge erkl�ren sich zwangslos aus den tats�chlichen Verh�ltnissen, die durch die Enteignung des Budweiser Betriebes und die Schwierigkeit der Gr�ndung neuer Fabrikationsst�tten des Konzerns entstanden waren. Ein Verzicht auf die ausserhalb der Tschechoslowakei liegenden Markenrechte lag darin nicht, noch h�lt die Auffassung der Beklagten stand, die Kl�gerinnen BGE 83 II 312 S. 334verletzten Treu und Glauben, indem sie sich nun auf diese Rechte beriefen. Die Beklagte entstellt die Verh�ltnisse, wenn sie vorbringt, die "andauernde Weltgeltung" der Marken sei ihr und nur ihr zu verdanken. Die rechtswidrige Verwendung der Marken durch die Beklagte in Verbindung mit Erzeugnissen, f�r die sie in der Schweiz nicht gebraucht werden durften, war nicht geeignet, hier den alten Ruf der Marken zu f�rdern; das Verhalten der Beklagten konnte ihn nur beeintr�chtigen. Die Kl�gerinnen haben ein wohlbegr�ndetes und sch�tzenswertes Interesse, diesem Zustande ein Ende zu setzen. Indem sie das tun, missbrauchen sie das Recht nicht.
7. Die Beklagte widersetzt sich mit der Berufung auch dem Verbot, in ihren gesch�ftlichen Beziehungen mit der Schweiz als Firmenname, auf Drucksachen, Reklamen oder sonstwie im gesch�ftlichen Verkehr die Bezeichnungen "Koh-i-noor" oder "L. & C. Hardtmuth" zu ben�tzen. Sie leitet das Recht, ihren Namen im Verkehr mit der Schweiz unver�ndert zu gebrauchen, daraus ab, dass die von der Tschechoslowakei durchgef�hrte Verstaatlichung sich auch auf diesen N amen erstrecke, die G�ltigkeit der Firma sich nach der am Sitze ihres Tr�gers geltenden Rechtsordnung beurteile und die Schweiz gem�ss Art. 13 des mit der Tschechoslowakei abgeschlossenen Handelsvertrages vom 24. November 1953 die Beklagte anzuerkennen und auf Grund des Art. 8 PV� ihren Namen zu sch�tzen habe.
Diese Auffassung h�lt nicht stand. Die Beklagte wird von der Schweiz, wie in Art. 13 Abs. 2 des erw�hnten Handelsvertrages vereinbart, als juristische Person auch auf schweizerischem Gebiete durchaus anerkannt. Unter welchem Namen sie hier auftreten darf, sagt diese Bestimmung jedoch nicht. Insbesondere l�sst sich dieser Norm nicht entnehmen, dass die juristischen Personen des tschechoslowakischen Rechts, was den Gebrauch der Firma betrifft, sich den schweizerischen Gesetzen im Gebiete der Schweiz nicht zu f�gen haben, wie das auch alle BGE 83 II 312 S. 335in der Schweiz niedergelassenen Firmen tun m�ssen. Anspruch auf eine Sonderbehandlung kann die Beklagte in dieser Beziehung auch nicht aus Art. 8 PV� ableiten. Auf Grund dieser Norm wird der Handelsname in der Schweiz gesch�tzt, aber der Schutz geht nicht weiter als f�r nat�rliche oder juristische Personen, die ihren Sitz in der Schweiz haben. Ob die G�ltigkeit der Firma sich nach der am Sitze geltenden Rechtsordnung beurteilt - was in dem in BGE 79 II 90 ver�ffentlichten Urteil, auf das die Beklagte sich beruft, keineswegs gesagt worden ist - spielt keine Rolle. Auch eine nach dem Recht des Sitzstaates g�ltige Firma verleiht ihrem Inhaber nicht die Befugnis, sich ihrer in der Schweiz selbst dann zu bedienen, wenn sie hier vorgehende Rechte anderer Personen verletzt. Mit den schweizerischen Gesetzen nicht vertr�gliche Befugnisse konnte die Tschechoslowakei der Beklagten f�r das Gebiet der Schweiz auch nicht auf dem Wege der Enteignung des von der offenen Handelsgesellschaft ben�tzten Namens verleihen. Das widerspr�che dem bereits n�her begr�ndeten Satze, das die tschechoslowakischen Enteignungserlasse als �ffentliches Recht in der Schweiz nicht vollzogen werden und der offenen Handelsgesellschaft keine hier gesch�tzten und mithin hier liegenden Rechte entziehen konnten.
Darf die Beklagte somit im Gebiete der Schweiz durch Gebrauch der Firma oder sonstwie die vorgehenden Rechte anderer nicht verletzen, wie auch eine in der Schweiz niedergelassene juristische Person es nicht tun darf, so hat das Handelsgericht das Klagebegehren 2 mit Recht gesch�tzt. Die Bezeichnungen "Koh-i-noor" und "L. & C. Hardtmuth" in der Firma der Beklagten, in ihrer Reklame usw. verletzen die Rechte, welche die offene Handelsgesellschaft und somit auch die Erstkl�gerin an verschiedenen beim internationalen B�ro hinterlegten Marken und an der schweizerischen Marke Nr. 108'471 erlangt hat, noch ehe die Beklagte gegr�ndet worden und in der Schweiz aufgetreten ist. Es gibt zu T�uschungen BGE 83 II 312 S. 336Anlass, verst�sst gegen die Grunds�tze von Treu und Glauben und stellt folglich unlauteren Wettbewerb dar (Art. 1 UWG), wenn die Beklagte in der Schweiz eine Firma oder sonstige Ausdr�cke verwendet, welche die der Erstkl�gerin als Marken zustehenden Bezeichnungen enthalten.
8. Dem Hauptantrag des Rechtsbegehrens 3 folgend, hat das Handelsgericht die Erstkl�gerin erm�chtigt, im Sinne einer �bertragung der im internationalen Register eingetragenen Marken entsprechende Neueintragungen im schweizerischen Markenregister auf ihren Namen vorzunehmen und gleichzeitig die internationalen Marken f�r das Gebiet der Schweiz l�schen zu lassen. Die Beklagte h�lt dieses Vorgehen "in registertechnischer Hinsicht" f�r bedenklich. Sie macht geltend, Art. 5 MMA in der Haager Fassung sehe die Ung�ltigerkl�rung �berhaupt nicht vor und gem�ss Art. 9 MMA seien nur Erkl�rungen verbindlich, die durch die Beh�rden des Ursprungslandes mitgeteilt werden. Sei das Markenrecht der Kl�gerinnen mit der Verstaatlichung des Budweiser Betriebes oder sp�testens mit der �bertragung der Marken auf die Beklagte am 10. Februar 1947 erloschen, so sei es nicht mehr m�glich, die internationalen Marken auf eine der Kl�gerinnen zur�ckzu�bertragen.
Die Beklagte irrt sich. Die Markenrechte der Erstkl�gerin sind mit der Verstaatlichung des Budweiser Betriebes nicht untergegangen. Die registerm�ssige �bertragung auf die Beklagte vom 10. Februar 1947 sodann hat nicht positive Rechtskraft. Nichts hindert die schweizerischen Beh�rden, ihr f�r das Gebiet der Schweiz jede Wirkung abzusprechen und weiterhin die Erstkl�gerin als Berechtigte zu betrachten. Zu Unrecht st�tzt die Beklagte ihre gegenteilige Auffassung auf Art. 5 MMA. Diese Bestimmung sieht vor, dass die Beh�rden eines Verbandslandes einer beim internationalen B�ro eingetragenen Marke den Schutz verweigern k�nnen, nachdem ihnen die Eintragung mitgeteilt worden ist, und es ordnet das Verfahren, BGE 83 II 312 S. 337das sie dabei zu beachten haben; insbesondere sieht es vor, dass sie dem internationalen B�ro die Schutzverweigerung vor Ablauf eines Jahres seit der Eintragung mitzuteilen haben. Damit ist nicht gesagt, dass einer Eintragung, die sich nachtr�glich als ungerechtfertigt erweist, im einzelnen Verbandsland nicht jede Wirkung abgesprochen werden d�rfe, insbesondere einer vom Standpunkt des Landesrechts aus zu Unrecht erfolgten �bertragung. Eintragungen im internationalen Register verleihen im Gebiet des einzelnen Landes keine weitergehenden Rechte, als wenn sie im nationalen Register st�nden. Das ergibt sich aus Art. 4 MMA, der schon in der Haager Fassung bestimmt, dass die Marke von der im internationalen B�ro vollzogenen Eintragung an in jedem Verbandsland den n�mlichen - also auch keinen weitergehenden - Schutz geniesst, wie wenn sie unmittelbar dort eingetragen worden w�re. In Art. 5 Abs. 6 der Londoner Fassung wurde denn auch gesagt, eine internationale Marke d�rfe erst dann durch die zust�ndigen Beh�rden als ung�ltig erkl�rt werden, wenn dem Inhaber Gelegenheit gegeben worden ist, seine Rechte rechtzeitig geltend zu machen. W�re man davon ausgegangen, die Ung�ltigerkl�rung sei schon nach den fr�heren Fassungen des Abkommens �berhaupt unzul�ssig, so h�tte man nicht in die Londoner Fassung diese einschr�nkende Bestimmung aufgenommen. Auch Art. 9 MMA verbietet dem einzelnen Verbandsland nicht, eine Eintragung f�r sein Gebiet als ung�ltig zu erkl�ren. Er bestimmt nur, dass die Beh�rde des Ursprungslandes dem internationalen B�ro die Ung�ltigerkl�rungen, L�schungen, Verzichtleistungen, �bertragungen und andern �nderungen mitzuteilen und dass das internationale B�ro sie zu registrieren und den Beh�rden der anderen Verbandsl�nder anzuzeigen hat. Das heisst keineswegs, nur das Ursprungsland d�rfe ung�ltig erkl�ren und die anderen Verbandsl�nder d�rften f�r ihr eigenes Gebiet keine �nderungen verf�gen oder vormerken, die ihnen nicht vom internationalen B�ro auf Veranlassung des Ursprungslandes BGE 83 II 312 S. 338mitgeteilt werden. Das Ursprungsland k�nnte sonst durch Unt�tigkeit verhindern, dass die im einzelnen Verbandsland geltende materielle Rechtslage registerm�ssig richtig zum Ausdruck gebracht werde. Das w�re unhaltbar.
Registerm�ssig aber kann die Schweiz die nur f�r ihr Gebiet wirkende gerichtliche Feststellung, wonach die im internationalen Register eingetragenen streitigen Marken der Erstkl�gerin zustehen, nicht anders zum Ausdruck bringen, als dass sie die Erstkl�gerin als Inhaberin dieser Marken in das schweizerische Register eintr�gt, und zwar insoweit formell als Rechtsnachfolgerin der im internationalen Register vermerkten Beklagten. Ausserdem sind alle Amtshandlungen vorzunehmen, die n�tig sind, damit die Beklagte als weiterhin im internationalen Register vermerkte Berechtigte den Schutz dieser Marken in der Schweiz nicht mehr geniesst. Die Rechte der Beklagten an den im internationalen Register eingetragenen Marken sind also in der Schweiz zu l�schen, und das internationale B�ro ist davon in Kenntnis zu setzen. Mit Recht hat das Handelsgericht die Erstkl�gerin erm�chtigt, beim Eidgen�ssischen Amt f�r geistiges Eigentum um dieses Vorgehen nachzusuchen. Die Eintragung der Erstkl�gerin in das schweizerische Register setzt nicht voraus, dass diese Firma zuerst im franz�sischen Register als Berechtigte eingetragen werde. Das folgt aus Art. 7 Abs. 2 MSchG in Verbindung mit der vom Eidgen�ssischen Amt f�r geistiges Eigentum in den Mitteilungen der Schweizer Gruppe f�r gewerblichen Rechtsschutz 1954 S. 149 f. ver�ffentlichten Liste der Gegenseitigkeitserkl�rungen zwischen der Schweiz und verschiedenen L�ndern, unter anderem Frankreich.
Die Berufung wird abgewiesen, und das Urteil des Handelsgerichts des Kantons Bern vom 29. M�rz 1957 wird best�tigt.
Art. 6 PV�,
Art. 6 Abs. 1 PV�,
Art. 6 lit. A PV�,