Source: http://www.anwalt24.de/rund-ums-recht/BGH_18_09_2009_V_ZR_75_08_Voraussetzungen_fuer_einen_Anspruc-d3874776.html
Timestamp: 2016-12-07 10:42:20
Document Index: 131158469

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 906', '§ 1004', '§ 906', '§ 862', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 103', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 906', '§ 1004', '§ 906', '§ 862', 'BGH', '§ 862', '§ 906', '§ 1004', 'BGH', '§ 906', '§ 906', 'BGH', 'BGH']

BGH, 18.09.2009 - V ZR 75/08 - Voraussetzungen für einen Anspruch des Grundstückseigentümers gegen seinen Nachbarn auf Unterlassung von die Benutzung des Grundstücks wesentlich beeinträchtigenden Einwirkungen; Voraussetzungen für den nachbarrechtlichen Ausgleichsanspruch nach § 906 Abs. 2 S. 2 BGB analog; Anwendbarkeit des nachbarrechtlichen Ausgleichsanspruchs bei Schäden beim Nachbarn auf Grund des Abschießens von Feuerwerkskörpern; Störer i.S.d. § 1004 Abs. 1 BGB als Gegner eines nachbarrechtlichen Ausgleichsanspruchs; Anwendung der Vorschrift des § 906 Abs. 2 S. 2 BGB analog als Kompensation für den Ausschluss primärer Abwehransprüche nach §§ 862 Abs. 1, 1004 Abs. 1 BGB | Urteile auf anwalt24.de
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BGH, 18.09.2009 - V ZR 75/08 - Voraussetzungen für einen Anspruch des Grundstückseigentümers gegen seinen Nachbarn auf Unterlassung von die Benutzung des Grundstücks wesentlich beeinträchtigenden Einwirkungen; Voraussetzungen für den nachbarrechtlichen Ausgleichsanspruch nach § 906 Abs. 2 S. 2 BGB analog; Anwendbarkeit des nachbarrechtlichen Ausgleichsanspruchs bei Schäden beim Nachbarn auf Grund des Abschießens von Feuerwerkskörpern; Störer i.S.d. § 1004 Abs. 1 BGB als Gegner eines nachbarrechtlichen Ausgleichsanspruchs; Anwendung der Vorschrift des § 906 Abs. 2 S. 2 BGB analog als Kompensation für den Ausschluss primärer Abwehransprüche nach §§ 862 Abs. 1, 1004 Abs. 1 BGB
BundesgerichtshofUrt. v. 18.09.2009, Az.: V ZR 75/08Gericht: BGHEntscheidungsform: UrteilDatum: 18.09.2009Referenz: JurionRS 2009, 23271Aktenzeichen: V ZR 75/08 Verfahrensgang:vorgehend:LG Ulm - 26.10.2007 - AZ: 4 O 262/07OLG Stuttgart - 20.03.2008 - AZ: 10 U 219/07Rechtsgrundlagen:§ 862 Abs. 1 BGB§ 906 Abs. 2 S. 2 BGB analog§ 1004 Abs. 1 BGBFundstellen:BGHReport 2009, 1248-1250DWW 2010, 116Info M 2009, 489JA 2010, 65-67Life&Law 2010, 1-8MDR 2009, 1386NJ 2010, 35-36NJW 2009, 3787-3790 "Nachbarrechtlicher Ausgleichsanspruch und Grundsätze der Anschlussrevision"NJW-Spezial 2009, 754NZM 2009, 834-838RÜ 2009, 759-763VersR 2010, 263-266WuM 2009, 691ZAP EN-Nr. 737/2009ZfIR 2009, 787ZGS 2009, 531ZGS 2009, 568-572ZNotP 2009, 438-443Amtlicher Leitsatz:a) Der Anspruch des Grundstückseigentümers gegen seinen Nachbarn auf Unterlassung von Einwirkungen, welche die Benutzung des Grundstücks wesentlich beeinträchtigen, besteht erst dann, wenn die Beeinträchtigung durch eine bestimmte Nutzung oder einen bestimmten Zustand des Nachbargrundstücks bereits eingetreten ist oder zumindest konkret droht.b) Der nachbarrechtliche Ausgleichsanspruch nach § 906 Abs. 2 Satz 2 BGB analog setzt voraus, dass die beeinträchtigende Einwirkung von einer der konkreten Nutzung entsprechenden Benutzung des Nachbargrundstücks ausgeht und zu diesem einen sachlichen Bezug aufweist.Der V. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hatauf die mündliche Verhandlung vom 18. September 2009durchden Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Krüger, die Richter Dr. Lemke und Dr. Schmidt-Räntsch, die Richterin Dr. Stresemann und den Richter Dr. Czubfür Recht erkannt:Tenor:Auf die Revision des Beklagten und die Anschlussrevision der Klägerin wird das Urteil des 10. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Stuttgart vom 20. März 2008 aufgehoben.Die Berufung der Klägerin gegen das Urteil der 4. Zivilkammer des Landgerichts Ulm vom 26. Oktober 2007 wird zurückgewiesen, soweit sie sich gegen die Abweisung der Klage wegen Fehlens eines nachbarrechtlichen Ausgleichsanspruchs nach § 906 Abs. 2 Satz 2 BGB analog richtet.Im Übrigen wird die Sache zur neuen Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten des Revisionsverfahrens, an das Berufungsgericht zurückverwiesen.
BGH, 18.09.2009BGH, 18.09.2009
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