Source: https://www.patientenverfuegung.de/unterschiedliche-positionen-streitpunkte-debatten/
Timestamp: 2020-07-13 21:02:34
Document Index: 43865142

Matched Legal Cases: ['§ 217', '§ 217', '§ 217', '§ 217', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Historie: § 217 StGB - Unterschiedliche Positionen, Streitpunkte, Debatten - HVD Zentralstelle Patientenverfügung
Historie: § 217 StGB - Unterschiedliche Positionen, Streitpunkte, Debatten
Stellungnahmen 2017 zum Umgang mit § 217 StGB:
Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (Febr. 2017):
Bundesärztekammer (Januar 2017)
Verbot der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung (§ 217 StGB): Hinweise und Erläuterungen für die ärztliche Praxis. Bekanntmachung der Bundesärztekammer. Deutsches Ärzteblatt 2017; 114: A 334 336.
Humanistischer Verband Deutschlands (Februar / März 2017):
Pressemitteilung: Humanistischer Verband begrüßt Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zum Recht auf schmerzlosen Suizid. http://www.humanismus.de/pressemitteilung/gibt-keine-pflicht-zum-leben-unter-allen-umstaenden
Neumann, G., Artikel im Humanistischen Pressedienst: https://hpd.de/artikel/kriminalisierte-palliativmediziner-muessen-patienten-im-stich-lassen-14076
Studien / Diskussionen
Nach der Studie der Ruhr-Universität lehnen 34 Prozent der befragten Mediziner ein generelles Suizidhilfe-Verbot ab. Jeder Vierte befürwortet es, die meisten – 41 Prozent – sind unentschieden. Auch bei der Frage, ob sie im Zweifelsfall beim Sterben helfen würden, wenn ein Patient dies verlangt, ist die Meinung geteilt: 40 Prozent der befragten Ärzte gaben an, dass sie sich dies unter bestimmten Bedingungen vorstellen könnten. Für 42 Prozent der Befragten ist das jedoch nicht vorstellbar. http://frankfurterforum-diskurse.de/wp-content/uploads/2015/03/Heft_11_Vortrag_3.pdf
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/61058/Studie-Suizid-mit-aerztlicher-Hilfe-ist-selten
Anonyme Befragungsergebnisse unter ärztlichen Mitgliedern der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedzin sorgt für erhebliche Aufregung:
Fragwuerdige-sterbehilfe-im-verborgenen-durch-palliativmedizin?
Protest-Leserbriefe der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin gegen einen Beitrag in der Zeit:
Schwarze Schafe? Offiziell lehnen Palliativmediziner die aktive Sterbehilfe ab. Inoffiziell helfen sie durchaus
http://www.dgpalliativmedizin.de/diverses/archiv-3-quartal.html
Auf Leben und Tod (Juni 2010)
Im amerikanischen Bundesstaat Oregon können sich sterbenskranke Patienten von ihrem Arzt Gift verschreiben lassen, um sich selbst zu töten, wenn ihr Leiden unerträglich wird. Mit Washington und Montana führten nun zwei weitere US-Staaten das Recht auf medizinische Suizidhilfe ein. Ob die ärztliche Unterstützung bei Suizid auch in Deutschland erlaubt werden soll, ist umstritten.
Dr. Edgar Dahl (pro) und Axel W. Bauer (contra)
www.gehirn-und-geist.de/artikel/1034087
Beiträge zu: “Wenn das Leben zur Last wird”
im Stern: Suizidalität im Alter – Gravierendes Ausmaß: http://www.stern.de/wissenschaft/mensch/:Suizid-Ich/631165.html
im Spiegel: “Das Leiden der anderen” von Beate Lakotta (Nov. 2008)
Arzteumfrage zu geleisteter Suizidhilfe: http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-37478.html#backToArticle=592371
Die Bundesbeauftragte des HVD, Gita Neumann, wird hier in einer Reportage der BILD-Zeitung porträtiert bei der Begleitung einer 88jährigen, alleinstehenden Seniorin zuhause bis zu deren Tod.
Gräben innerhalb der Hospizbewegung, Differenzen zur Palliativmedizin
Wohlwollende Beobachter der Hospizbewegung sehen die Gefahr, dass diese “am eigenen Erfolg” zu scheitern droht. Vom erzielten Durchbruch in der Krankenkassen-Finanzierung würde nun vor allem die ärztlich dominierte Palliativmedizin profizieren. Dazu wurden auf den 10. Nordelbischen Hospiz- und Palliativtagen (vom 13.15. Mai 2010) von Prof. Reimer Gronemeyer 10 Thesen “Stirb die Hospizbewegung am eigenen Erfolg?” vorgetragen.
Text siehe auch unter:ebookbrowse.com/stirbt-die-hospizbewegung-am-eigenen-erfolg-pdf
Die verfasste Hospizbewegung (Deutscher Hospiz- und PalliativVerband = DHPV) kann natürlich keinen Alleinvertretungsanspruch auf ein humanes Lebensende in Würde erheben. Ehrlicherweise kann hospizliche Versorgung schon deshalb nicht “die Alternative” zur Sterbehilfe sein, weil die Mehrzahl aller Menschen gar nicht als potentielle Hospizpatienten in Frage kommen. Denn dazu müssten sie sterbenskrank sein bzw. ein zum baldigen Tod führendes (Krebs-)Leiden haben, zudem voll bewußtseinsfähig sein und noch zu Hause wohnen. D.h. pflegebedürftige, demente oder gar komatöse Heimbewohner haben keinen Anspruch zum Sterben im Hospiz – was meist verschwiegen wird.
Die Hospizbewegung ist auch keinesfalls so friedfertig und achtsam im Umgang mit anderen, wie gern als Image vermittelt wird. Eine unehrliche, anmaßende und teilweise repressive Haltung kann sogar dazu führen, dass missliebiger Träger von anerkannter Hospiz­arbeit aus dem Hospizverband DHPV ausgegrenzt werden oder dass sich zwischen spirituellem und palliativmedizinischem Selbstverständnis der Sterbebetreuung Gräben auftun wie hier in Stuttgart zu beobachten.
Stellungnahmen zum BGH-Urteil vom 25.6.2010
Unterschiedliche Bewertungen zum BGH-Urteil (Strafsachen) vom 25.Juni 2010
Bevölkerung (positiv): www.openpr.de/Neun-von-zehn-Deutschen-begruessen-BGH-Urteil-zur-Sterbehilfe.
Oliver Tolmein, RA und Journalist (zwiespältig): www.faz.net
Gita Neumann, Humanistischer Verband (positiv): www.neues-deutschland.de/ letzter wille vor gericht
Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Bundesjustizminiserin (positiv): www.ad-hoc-news.de/sterbehilfe-urteil-schafft-rechtsklarheit
Thomas Hagen, kath. Theologe und Palliativ-Experte (neutral): www.muenchner-kirchenradio.de/Bewegung in Kliniken und Pflegeheimen erwartet
Elke Baezner, Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben (positiv): http://www.bild.de/sterbehilfe wird-erleichtert
Eugen Brysch, Deutsche Hospiz-Stiftung (negativ): www.domradio.de/zu-sterbehilfe-urteil: schwarzer-tag-fuer-schwerstkranke
Deutsches Ärzteblatt (zwiespältig): www.aerzteblatt.de/Begruessenswert_aber_nicht_ganz_unproblematisch
Kath. Kirche und ev. Kirche (ablehnend bis zustimmend): http://www.kathweb.at
Kardinal Sterzinsky (verurteilend) www.domradio.de/kardinal-sterzinsky-verurteilt-richterspruch-zu-sterbehilfe
Deutscher Hospiz- und Palliativ-Verband (DHPV) gut 4 Wochen nach dem Urteil (es ausdrücklich begrüßend)http://www.hospiz.net/presse/archiv/presse_20100728.pdf
Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (diffus ablehnend bzw. distanziert) ca. 8 Wochen nach dem Urteil: http://www.dgpalliativmedizin.de/images/stories/Stellungnahme_der_DGP_25-08-2010.pdf
Alexander v. Kekulé, Medizinjournalist (skeptisch): www.tagesspiegel.de/freibrief-fuer-sterbehelfer
Weltanschauung / Spiritualität / Kirchen
“Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das,
was man nicht sieht.”
Sterbebegleitung statt aktiver Sterbehilfe, umfangreiche Textsammlung der evangelischen und katholischen Kirche (Deutschlands) mit Begleitwort Textsammlung der beiden Kirchen
Dr. Horst Groschopp. Präsident des Humanistischen Verbandes Deutschlands (HVD) im Interview: Die Freiheit haben, human zu sterben… (Juli 2008) http://hpd.de/node/4935
Die hannoveranische Bischöfin Margot Käsmann u. a. im “Faktenchek” der Sendung (Juli 2008): “hart aber fair”
Siehe auch: focus.de/gesundheit/käsmann: der-tod-als-bessere-alternative46.html
Eckpunkte des Humanistischen Verbandes Deutschlands (HVD) von 2003 zur gesetzlichen Regelung von Patientenrechen am Lebensende und Sterbehilfe
Aufruf Deutscher Ärzte / Ärztinnen und Unterstützer/innen Pro Sterbehilfe
Alle Organisationen, die sich ausschließlich dem Thema Sterben widmen: V. a. aus dem Bereich Hospiz und Palliativmedizin, aber auch aus dem Bereich Sterbe- und Suizidhilfe (Mit Klick auf eine dort angegebenen Adressen verlassen Sie diese Seite): http://www.tss-datenbank.de/sterben/organisationen.html
Verschiedene Standpunkte zusammengefasst von ALFA e. V. (d.h. “Aktion Lebensrecht für alle”), der (aktive) Sterbehilfe entschieden ablehnt und auch der vorsorglichen Patientenautonomie skeptisch gegenübersteht: www-alfa-ev.de
Interview pro und contra mit dem Geschäftsführer der Deutschen Hospizstiftung Eugen Brysch und der Medizinethik-Professorin Bettina Schöne-Seiffert im Stern.
Umfangreiches Material zu: Freiwilliger Verzicht auf Nahrung und Flüssigkeit (FVNF)
Aktuelles zu Sterbebegleitung und Sterbehilfe in: www.aerzezeitung.de/sterbehilfe-/begleitung
in der ZEIT (2009): Wie können wir Palliativmedizin fördern und mit Sterbehilfe zusammenführen?
Kampagne für “Sterbepille” im Alter in NL (2010): http://www.sueddeutsche.de/leben/846/507011/text/
(Man kann nicht “richtig” oder “falsch” sterben): http://www.sueddeutsche.de/653385/472/2685473/Im-Ausnahmezustand.html
“Depressivität und Suizidalität im höheren Lebensalter” (Wissenschaftliche Studie)
Filmausschnitt der Fernsehdokumentation über Das Recht zu Sterben”, ausgestrahlt am 10.12.08 in England. Sie zeigt den begleiteten Suizid des unheilbar kranken Informatikprofessor Craig Ewerts. http://www.youtube.com/watch?v=XlD7mjLEjB8
Kontroverse Zeitungs-Beschreibungen zu DIGNITAS / dignitatis
Suizidbeihilfe auch für Gesunde (Nov. 2009): faz-community.faz.net/blogs/biopolitik
dignitas-house (Nov.2009): guardian.co.uk/society/2009/nov/18/assisted-suicide-dignitas-house
Schweiz: Wer Suizid-Beihilfe bei EXIT und DIGNITAS sucht Beitrag in NZZ Nov. 2008
Rechtslage zur Suizid- und zur erlaubten Sterbehilfe
Sterbe(hilfe)recht in Deutschland und international
Schweiz (Febr. 2010): Suizidhilfe regeln – aber wie?
Klaus Feldmann: Sterben – sterbehilfe – töten – suizid (Thanatosoziologie), 2010
www.feldmann-k.de
Siehe die Literaturangaben von Feldmann:
Dr. de Ridder: “Wie wollen wir sterben?” (März 2010)
Beitrag zum Buch im Spiegel
Mathias Kamann: Todeskämpfe (2009)
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