Source: https://www.evergabe-online.de/tenderdetails.html?349&id=337606
Timestamp: 2020-08-07 15:06:47
Document Index: 249107809

Matched Legal Cases: ['§20', '§ 4', '§ 123', '§ 123', '§ 19', '§ 19', '§ 126', '§ 21', '§ 21', '§ 150']

Scoping Review zu Anreizsystemen in der lebensweltbezogenen Gesundheitsförderung und Prävention
BZgA_2020_20
Name: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
Straße, Hausnummer: Maarweg 149-161
Postleitzahl (PLZ): 50825
Internet-Adresse: http://www.bzga.de
Name: Leinemann & Partner Rechtsanwälte mbB
Straße, Hausnummer: Ballindamm 7
Postleitzahl (PLZ): 20095
Internet-Adresse: http://www.leinemann-partner.de
03.08.2020 - 12:00 Uhr
https://www.evergabe-online.de/tenderdetails.html?id=337606
Durchführung eines Scoping Reviews zur Anwendbarkeit von Anreizen /Anreizsystemen zur Gesundheitsförderung und Prävention in nicht-betrieblichen Lebenswelten. Die zu beantwortenden Fragestellungen sind:
a) Wie können Individuen (insbesondere aus vulnerablen Zielgruppen gemäß §20a Abs.3 SGB V) im Rahmen von Maßnahmen der Prävention und Gesundheitsförderung durch Anreize/Anreizsysteme motiviert werden, ihr Verhalten dauerhaft zu verändern („Adherence“)?
- Welche Arten von Anreizen/Anreizsystemen existieren und wie lassen sich diese kategorisieren (z.B. nach sozio-psychologischen Modellen/Verhaltenstheorien, Ausrichtung auf persönliche, soziale oder Umgebungsfaktoren oder Phasen der Verhaltensänderung)?
- Zu welchen dieser Anreize/Anreizsysteme liegen Erkenntnisse zur Wirksamkeit vor?
- In welchen Kontexten wurden diese umgesetzt und inwiefern sind diese übertragbar auf andere Kontexte (z.B. Transferabilität auf den deutschen Kontext bei internationalen Studienergebnissen, Identifikation von generalisierbaren Strategien, die themen-, lebenswelt- und zielgruppenübergreifend einsetzbar sind)?
- Was sind förderliche und hemmende Faktoren für den erfolgreichen Einsatz von Anreizen/Anreizsystemen in der Praxis der Gesundheitsförderung?
- Welche Erkenntnisse gibt es zu Nachhaltigkeit und anhand welcher Indikatoren wird Nachhaltigkeit gemessen?
- Inwieweit sind komplexe Ansätze, die verschiedene Strategien miteinander kombinieren bzw. neue Strategien an bewährte Maßnahmen der Gesundheits-förderung anknüpfen, erfolgversprechend?
b) Wie können Anreize gestaltet werden, um institutionelle Akteure (z. B., Wohlfahrtsverbände, Arbeitsagenturen, kommunale Einrichtungen sowie auch einzelne Krankenkassen) in Lebenswelten zu Kooperationen bei Maßnahmen der Gesundheitsförderung und Prävention zu motivieren?
- Welche Arten von Anreizen/Anreizsystemen existieren zur Förderung der Kooperation von bzw. mit Akteuren/Organisationen im Rahmen von Maßnahmen der Gesundheitsförderung und wie lassen sich diese kategorisieren?
- Welche Erkenntnisse gibt es zu deren Wirksamkeit?
- Was sind förderliche und hemmende Faktoren beim Einsatz solcher Anreize/ Anreizsysteme?
c) Übergreifend:
- Inwiefern sind auch kombiniert eingesetzte Anreize/ Anreizsysteme erfolgversprechend und sinnvoll?
- Welche Unterschiede bestehen hinsichtlich der Anwendung von Anreizen/ Anreizsystemen auf individueller Ebene und auf Ebene der institutionellen Akteure?
- Welche ethischen Gesichtspunkte sind bei der Anwendung von Anreizen /Anreizsystemen in der Gesundheitsförderung und Prävention bei beiden Arten von Zielgruppen jeweils zu beachten?
Auf Basis der zu diesen Fragen gewonnenen Erkenntnisse leitet der Auftragnehmer Empfehlungen für die praktische Anwendbarkeit in der Gesundheitsförderung und Prävention sowie weitere Forschungsbedarfe ab. Die Empfehlungen sollen GKV-Akteure dazu befähigen, evidenzinformierte Entscheidungen zur Förderung und Erprobung von Anreizen bzw. Anreizsystemen zu treffen.
Zu den übrigen Anforderungen vergleiche die Vergabeunterlagen, insbesondere die Leistungsbeschreibung und dort insebesondere § 4.
Sozialforschung (79315000-5)
Köln - vgl. im Übrigen in der Leistungsbeschreibung.
1. Der Auftragsnehmer ist verpflichtet, die Leistung unverzüglich zu erbringen.
2. Nach erfolgreicher Zuschlagserteilung nimmt der Auftragnehmer innerhalb von zwei Wochen an einem Auftaktgespräch teil.
3. Innerhalb von vier Wochen nach der Zuschlagserteilung ist das Protokoll des Auftakt-gesprächs vorzulegen.
4. Innerhalb von sechs Wochen nach der Zuschlagserteilung ist das nach dem Auftaktgespräch konkretisierte Studienprotokoll vorzulegen.
5. Die Recherche ist unverzüglich nach Freigabe des Studienprotokolls zu beginnen.
6. Der Entwurf des Abschlussberichts ist bis spätestens 15.12.2020 zu erbringen.
7. Der finale Abschlussbericht mit den eingearbeiteten Hinweisen der BZgA und der GKV ist zusammen mit dem ausgefüllten Eingabeformular für die Datenbank bis spätestens 31.01.2021 zu erbringen.
8. Nicht beschriebene Termine (z. B. Treffen für Absprachen und Abstimmungen zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer) werden unmittelbar zwischen den Parteien abgestimmt.
9. Lieferungs- oder Leistungsverzögerungen sind dem Auftraggeber unverzüglich anzuzeigen. Eventuelle Verzögerungen aufgrund von Urlaub oder sonstigen Fehlzeiten etc. sind bereits bei der Planung des Angebotes zu berücksichtigen und begründen keine Leistungsverzögerung.
Der Bieter hat als Nachweis der Eignung für die zu vergebende Leistung mit dem Angebot folgende Unterlagen einzureichen:
-Eigenerklärung zu §§ 123, 124 GWB
Der Bieter hat seine Zuverlässigkeit nachzuweisen. Hierzu ist mit dem Angebot eine ausgefüllte Eigenerklärung zu den §§ 123, 124 GWB vorzulegen, die u. a. beinhaltet, dass der Bieter sich nicht in einem Insolvenz- oder vergleichbaren gesetzlichen Verfahren befindet und seine Verpflichtung zur Zahlung von Steuern und Abgaben sowie der Beiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung ordnungsgemäß erfüllt hat.
-Eigenerklärung zu § 19 MiLoG
Der Bieter hat mit dem Angebot eine Eigenerklärung zu § 19 MiLoG gemäß § 126 b BGB vorzulegen
-Eigenerklärung zu § 21 AEntG
Der Bieter hat mit dem Angebot eine Eigenerklärung zu § 21 AEntG vorzulegen
-Eigenerklärung zur Einhaltung des Datenschutzrechts
Der Bieter hat mit dem Angebot eine ausgefüllte Eigenerklärung zur Einhaltung des Datenschutzrechts vorzulegen.
-Eigenerklärung zur Eignung, Benennung von Referenzen
Der Bieter hat die Eigenerklärung zur Eignung, Benennung von Referenzen ausgefüllt einzureichen nebst geforderter Anlage(n). Dies beinhaltet: Erklärung über den Gesamtumsatz des Bewer-bers etc. und seinen Umsatz für vergleichbare Dienstleistungen in den letzten drei Geschäftsjah-ren. Vorbehalten wird die Nachforderung entsprechender Bankerklärungen, Jahresabschlüssen. Erklärung), dass in den letzten sechs Geschäftsjahren Leistungen erbracht wurden, die mit der zu vergebenden Leistung vergleichbar sind. Erläuternde Angaben einschließlich Kopie einer Referenzbescheinigung (Bestätigung durch den Auftraggeber, dass die Leistungen auftragsgemäß erbracht wurden, wenn vorhanden) in gesonderter Anlage. Eintragung in das Berufsregister des Sitzes oder Wohnsitzes. Angaben zu Interessenkonflikten. Angaben zu öffentlichen Aufträgen in der Vergangenheit.
-Auszug aus dem Gewerbezentralregister
Ab einem Auftragswert von 30.000,- Euro wird der Auftraggeber beim Bundesamt für Justiz von Amts wegen einen Auszug aus dem Gewerbezentralregister (gemäß § 150a Abs. 1 Nr. 4 GewO) anfordern und bei der Eignung entsprechend bewerten. Diese Anforderung erfolgt nur, sofern der Bieter für eine Zuschlagserteilung in Betracht kommt. Es ist freigestellt, einen aktuellen Auszug (nicht älter als sechs Monate) bereits mit Angebotsabgabe vorzulegen.
Aufbau und Schlüssigkeit des Konzepts 1 - 4 Punkte, 30 % Gewichtung
Methodische Qualität des Konzepts 1 - 4 Punkte, 10 % Gewichtung
Inhaltliche Qualität des Konzepts 1 - 4, Punkte, 10 % Gewichtung
Zeit- und Arbeitsplanung 1 - 4 Punkte, 10 % Gewichtung
Personaleinsatzplanung 1 - 4 Punkte, 10 % Gewichtung
Preis Max. 4 Punkte 30 % Gewichtung
Summe der gewichteten Punkte: Max. 24 Punkte= 100 %
I.Ü. vgl. Wertungsmatrix
XVergabe GUID: e84390be-ee90-4c3b-91fe-3eeec911fe89
Link zu dieser Bekanntmachung: http://www.evergabe-online.de/tenderdetails.html?id=337606