Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VI%20ZR%20138/13
Timestamp: 2019-10-20 15:24:55
Document Index: 266145021

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 29.04.2014 - VI ZR 138/13 - dejure.org
https://dejure.org/2014,10623
BGH, 29.04.2014 - VI ZR 138/13 (https://dejure.org/2014,10623)
BGH, Entscheidung vom 29.04.2014 - VI ZR 138/13 (https://dejure.org/2014,10623)
BGH, Entscheidung vom 29. April 2014 - VI ZR 138/13 (https://dejure.org/2014,10623)
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Hat ein minderjähriges Kind Anspruch darauf, nicht als Kind eines bestimmten Prominenten "geoutet" zu werden?
Anspruch auf Unterlassung der Berichterstattung über ein Kindschaftsverhältnis zu einem bekannten Fernsehmoderator
Veröffentlichung von Informationen über Prominententochter zulässig
ZUM 2014, 701
Zwar ist der Umstand, dass eine wahre Tatsache bereits einer breiten Öffentlichkeit bekannt war, geeignet, das Gewicht ihrer Weiterverbreitung gegenüber dem Ersteingriff erheblich zu mindern (…vgl. BVerfG [K], NJW-RR 2010, 1195 Rn. 33;… NJW 2017, 466 Rn. 13;… Senat, Urteile vom 29. April 2014 - VI ZR 137/13, NJW 2014, 2276 Rn. 10; vom 29. April 2014 - VI ZR 138/13, juris Rn. 10;… vom 5. November 2013 - VI ZR 304/12, BGHZ 198, 346 Rn. 21).
Die Grenzen sind im Wege einer Gesamtabwägung der betroffenen Grundrechtspositionen auszuloten (…BGH a.a.O.; BGH, ZUM 2014, 701).
Die Grenzen sind im Wege einer Gesamtabwägung der betroffenen Grundrechtspositionen auszuloten (BGH a.a.O., v. 29.04.2014 - VI ZR 138/13, BeckRS 2014, 10270 Tz. 6).
Der Eingriff in das Persönlichkeitsrecht ist nur dann rechtswidrig, wenn das Schutzinteresse des Betroffenen die schutzwürdigen Belange der anderen Seite überwiegt (vgl. BGH, Urt. vom 29.04.2014, VI ZR 138/13, juris;… Urt. vom 17.12.2013, VI ZR 211/12, AFP 2014, 135 Rn. 22;… Urt. vom 05.11.2013, VI ZR 304/12, AFP 2014, 58, Rn. 13;… Urt. vom 13.11.1990, VI ZR 104/90, AFP 1991, 416, 417).
Entgegen der Ansicht der Berufung streitet für die Beklagte neben dem Grundrecht auf Pressefreiheit auch das Grundrecht der Meinungs- und Medienfreiheit, das die Medien im Grundsatz nach ihren eigenen publizistischen Kriterien entscheiden können, was sie des öffentlichen Interesses für wert halten und was nicht (BGH, Urteil vom 29.04.2014, VI ZR 138/13, Rn. 24, - juris).