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Timestamp: 2016-10-22 16:14:24
Document Index: 196798071

Matched Legal Cases: ['Art. 18', 'Art. 18', 'BGE', 'Art. 24', 'Art. 25', 'BGE', 'BGE']

U 346/00 (07.11.2002)
U 346/00
B.________, 1976, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanwalt Christian Th�ny, Quaderstrasse 16, 7000 Chur,
Die 1976 geborene B.________ arbeitete seit Januar 1996 als kaufm�nnische Angestellte im Betrieb Q.________ und war obligatorisch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfall versichert. Am 1. Juli 1996 verursachte sie als Autolenkerin einen Verkehrsunfall und wurde dabei verletzt. Nach den Angaben des Hausarztes Dr. med. C.________, Spezialarzt FMH f�r Innere Medizin, im Arztzeugnis vom 14. August 1996 erlitt sie eine leichte Commotio cerebri, einen Muskelriss der paravertebralen Nackenmuskulatur, eine Distorsion der Halswirbels�ule und multiple Kontusionen an Sch�del, Brust, Schl�sselbein und Knien. Nach anf�nglicher Arbeitsunf�higkeit nahm sie die bisherige T�tigkeit im Oktober 1996 wieder auf und arbeitete seit Februar 1998 mit einem Pensum von 75 %. Nach Beizug verschiedener Arztberichte, darunter eines Konsiliarberichtes von Prof. Dr. G.________, Chefarzt der Neurochirurgischen Klinik am Spital X.________, vom 15. Februar 1999, einer Reihe von kreis�rzlichen Untersuchungen und nach erwerblichen Abkl�rungen sprach die SUVA der Versicherten ab 1. Januar 1999 bei einer Erwerbsunf�higkeit von 25 % eine Invalidenrente von monatlich Fr. 675.- sowie auf Grund einer Integrit�tseinbusse von 5 % eine Integrit�tsentsch�digung von Fr. 4860.- zu (Verf�gung vom 11. M�rz 1999). Die gegen die Festsetzung des Invalidit�tsgrades und der Integrit�tseinbusse erhobene Einsprache wies sie mit Entscheid vom 13. Oktober 1999 ab.
B.________ liess hiegegen beim Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden Beschwerde erheben und beantragen, es sei ihr eine Invalidenrente auf der Basis einer Erwerbsunf�higkeit von mindestens 30 % sowie eine Integrit�tsentsch�digung bei einer Einbusse von 20 % zuzusprechen. Sie legte ein neuropsychologisches Gutachten von Frau Dr. phil. O.________ vom 10. M�rz 2000 auf. Mit Entscheid vom 30. Mai 2000 wies das kantonale Gericht die Beschwerde ab.
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde l�sst B.________ die teilweise Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids und die Zusprechung einer Integrit�tsentsch�digung auf Grund einer Integrit�tseinbusse von mindestens 25 % beantragen. �berdies sei die SUVA zu verpflichten, die Kosten des neuropsychologischen Gutachtens zu �bernehmen.
Das kantonale Verwaltungsgericht hat die vorliegend massgebenden gesetzlichen Bestimmungen �ber die Voraussetzungen f�r den Anspruch auf eine Invalidenrente der Unfallversicherung (Art. 18 Abs. 1 UVG), die Bestimmung des Invalidit�tsgrades nach der Einkommensvergleichsmethode (Art. 18 Abs. 2 UVG) sowie die Rechtsprechung zur Durchf�hrung des Einkommensvergleichs (BGE 107 V 22, 106 V 88, 104 V 136), die Voraussetzungen f�r den Anspruch auf eine Integrit�tsentsch�digung (Art. 24 Abs. 1 UVG) und die Bemessung der Entsch�digung (Art. 25 Abs. 2 UVG) zutreffend dargelegt. Darauf kann verwiesen werden. Zu erg�nzen bleibt, dass f�r die richterliche Beurteilung der Sachverhalt massgebend ist, wie er sich bis zum Datum des angefochtenen Einspracheentscheides vom 13. Oktober 1999 ergeben hat (BGE 116 V 248 Erw. 1a mit Hinweisen).
Streitig und zu pr�fen ist einzig noch die H�he der Integrit�tseinbusse sowie die Frage der �bernahme der Kosten des Gutachtens von Frau Dr. phil. O.________. Die zugesprochene Rente hat die Beschwerdef�hrerin nicht angefochten.
Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, die Integrit�tseinbusse sei auf Grund von Sehbeschwerden und von Schwindel wesentlich h�her als von der Vorinstanz angenommen.
3.1 Die von der Beschwerdef�hrerin erstmals im Herbst 1999 im Einspracheverfahren geltend gemachten Sehbeschwerden sind medizinisch nicht dokumentiert. Das von der Beschwerdef�hrerin eingelegte Zeugnis von Dr. med. H.________, Augenarzt FMH, vom 8. Oktober 1999 ist nicht begr�ndet worden und erf�llt daher die an ein �rztliches Gutachten gestellten Voraussetzungen nicht. Mit Blick auf die geltend gemachten Sehbeschwerden kann demnach nicht von einem Integrit�tsschaden gesprochen werden.
3.2 Die zugesprochene Integrit�tsentsch�digung basiert auf der gefestigten Diagnose, welche neben dem posttraumatischen Zervikalsyndrom erhebliche, aber nicht schwere Kopfschmerzen umfasst (Beurteilung des Integrit�tsschadens durch den SUVA-Kreisarzt vom 9. Dezember 1998, best�tigt durch den Konsiliarbericht von Prof. Dr. G.________ vom 15. Februar 1999). Auch das zeitweilig auftretende Schwindelgef�hl war den �rzten bekannt, wie aus dem Bericht �ber die kreis�rztliche Untersuchung vom 29. August 1996, dem Bericht �ber den konsiliarischen Untersuch von Dr. J.________, Chiropraktor SCG/ECU, vom 4. April 1997 und dem Bericht von Dr. med. N._________, Facharzt FMH f�r Allgemeinmedizin, vom 26. September 1997 hervorgeht. Im Vordergrund standen bei der Beschwerdef�hrerin aber stets die Kopfschmerzen. Nachdem sie vor der Vorinstanz noch eine Entsch�digung gem�ss Tabelle 8 (Integrit�tsschaden bei psychischen Folgen von Hirnverletzungen) der in den Mitteilungen der Medizinischen Abteilung der SUVA herausgegebenen Richtwerte geltend gemacht hat, verlangt sie nunmehr gest�tzt auf Tabelle 14 (Integrit�tsschaden bei St�rungen des Gleichgewichtsfunktionssystems) eine zus�tzliche Entsch�digung. Die notwendige Intensit�t gem�ss der entsprechenden Tabelle ist jedoch nicht nachgewiesen. Die der Bemessung der Integrit�tsentsch�digung zu Grunde gelegte Diagnose entspricht den tats�chlichen, �ber Jahre beobachteten Verh�ltnissen, und weitergehende Leiden sind auf Grund des Umstandes, dass die Beschwerdef�hrerin zu 75 % arbeitsf�hig ist, nicht wahrscheinlich. Die mit dem Gutachten von Frau Dr. phil. O.________ diagnostizierte leichte kognitive Funktionsst�rung fusst, wie die Vorinstanz zu Recht festgestellt hat, nicht auf einer unfallbedingten Hirnsch�digung. Es steht fest, dass die Beschwerdef�hrerin ihre Arbeit seit dem Unfall in gleicher Weise und Qualit�t aus�ben kann wie vor dem Unfall (Bericht �ber die Besprechung mit dem Arbeitgeber Q.________ vom 20. Januar 1999).
Die Auslagen f�r ein Privatgutachten sind von der SUVA als unterliegender Partei nur dann zu �bernehmen, wenn sich der massgebliche medizinische Sachverhalt auf Grund der im Auftrag der Versicherung erstellten Gutachten und Arztberichte nicht schl�ssig hat abkl�ren lassen und die Expertise daher wesentlich zum Ausgang des Verfahrens beigetragen hat (RKUV 2000 Nr. U 395 S. 322 mit Verweis auf BGE 115 V 63). Das Privatgutachten Dr. phil. O.________ enth�lt keine sachdienlichen Angaben, die zu beachten w�ren, sondern stellt nur eine - nicht unfallkausale - Funktionsst�rung fest. SUVA und Vorinstanz haben auf Grund zahlreicher medizinischer Berichte die Arbeitsunf�higkeit der Versicherten auf 25 % gesch�tzt. Die Erstdiagnose ist im Verlaufe des lang dauernden Verfahrens immer best�tigt worden, insbesondere auch durch die Neurochirurgische Klinik am Spital X.________ (Konsiliarbericht Prof. Dr. G.________ vom 15. Februar 1999). Da die Versicherte seit l�ngerem zu 75 % gearbeitet hat, waren zus�tzliche neuropsychologische Abkl�rungen nicht notwendig.