Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=1%20C%2019/11
Timestamp: 2019-07-17 09:33:03
Document Index: 330725847

Matched Legal Cases: ['§ 11', 'Art. 7', 'Art. 8', 'Art. 2', 'Art. 6', 'Art. 24', 'Art. 47', 'Art. 9', 'Art. 12', 'Art. 31', 'Art. 2', 'Art. 11', 'Art. 13', '§ 86', '§ 142', 'Art. 41', 'Art. 59', '§ 11', '§ 55', '§ 56', 'Art 7', 'Art 13', '§ 11', '§ 11', '§ 56', 'Art. 7', 'Art. 13', 'Art. 14', 'Art. 8', 'Art. 2', 'Art. 6', 'Art. 24', 'Art. 47', 'Art. 9', 'Art. 12', 'Art. 31', 'Art. 2', 'Art. 11', 'Art. 13', 'Art. 41', 'Art. 59', '§ 11', '§ 56', 'Art. 7', 'Art. 13', 'Art. 14', 'Art. 8', 'Art. 2', 'Art. 6', 'Art. 24', 'Art. 47', 'Art. 9', 'Art. 12', 'Art. 31', 'Art. 31', 'Art. 2', 'Art. 3', 'Art. 11', 'Art. 11', 'Art. 13', 'Art. 41', 'Art. 59', 'EuG', '§ 11', '§ 11', '§ 11', 'EuG', '§ 31', '§ 11', 'Art. 2', 'Art. 6', 'Art. 7', 'Art. 8', 'Art. 13', 'Art. 41', 'EuG', 'EuG', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11', 'Art. 2', '§ 11', '§ 11', 'Art. 2', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 12', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 166', '§ 11', '§ 52']

BVerwG, 10.07.2012 - 1 C 19.11 - dejure.org
https://dejure.org/2012,17400
BVerwG, 10.07.2012 - 1 C 19.11 (https://dejure.org/2012,17400)
BVerwG, Entscheidung vom 10.07.2012 - 1 C 19.11 (https://dejure.org/2012,17400)
BVerwG, Entscheidung vom 10. Juli 2012 - 1 C 19.11 (https://dejure.org/2012,17400)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2012,17400) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
AufenthG §§ 11, ... 55, 56; ARB 1/80 Art. 7, 13, 14 Abs. 1; EMRK Art. 8; GG Art. 2 Abs. 1, Art. 6; GRCh Art. 24 Abs. 3, Art. 47 Abs. 1; Richtlinie 64/221/EWG Art. 9; Richtlinie 2003/109/EG Art. 12; Richtlinie 2004/38/EG Art. 31 Abs. 1 und 3; Richtlinie 2008/115/EG Art. 2, 3 Nr. 4, Art. 11 Abs. 1 und 2, Art. 13 Abs. 1; VwGO §§ 86, 108, 128, 137 Abs. 2, § 142; Zusatzprotokoll zum Assoziierungsabkommen EWG/Türkei - ZP - Art. 41 Abs. 1, Art. 59
Antrag; Äquivalenzgrundsatz; Assoziationsrecht; assoziationsrechtliches Aufenthaltsrecht; Ausweisung; Ausweisungsschutz; Befristung; Effektivitätsgrundsatz; Einreiseverbot; Gefahr; Gefahrenprognose; Klageänderung; Rückkehrentscheidung; Stand-Still; Stillhalteklausel; Tatsachenfeststellung; Verhältnismäßigkeit; Vier-Augen-Prinzip; Wiederholungsgefahr; Wahrscheinlichkeitsmaßstab; maßgeblicher Zeitpunkt
Antrag; Äquivalenzgrundsatz; Assoziationsrecht; assoziationsrechtliches Aufenthaltsrecht; Ausweisung; Ausweisungsschutz; Befristung; Effektivitätsgrundsatz; Einreiseverbot; Gefahr; Gefahrenprognose; Klageänderung; Rückkehrentscheidung; Stand-Still; Stillhalteklausel; Tatsachenfeststellung; Verhältnismäßigkeit; Vier-Augen-Prinzip; Wiederholungsgefahr; Wahrscheinlichkeitsmaßstab; maßgeblicher Zeitpunkt.
§ 11 Abs 1 AufenthG 2004, § 55 AufenthG 2004, § 56 AufenthG 2004, Art 7 EWGAssRBes 1/80, Art 13 EWGAssRBes 1/80
Ausweisung assoziationsberechtigter türkischer Staatsangehöriger; Nichtanwendung des Vier-Augen-Prinzips; Anspruch auf Befristung der Wirkungen der Ausweisung; Gefahrenprognose; Bindung des Revisionsgerichts; Grundsatz des effektiven Rechtschutzes
Anwendung des Vier-Augen-Prinzips auf Ausweisungen assoziationsberechtigter türkischer Staatsangehöriger aufgrund der Stand-Still-Klauseln; Anspruch eines Ausländers auf Befristung der in § 11 Abs. 1 S. 1. 2 AufenthG genannten Wirkungen mit Erlass einer Ausweisung durch die Ausländerbehörde u.a. wegen sexuellen Missbrauchs seiner Tochter
§ 11, § ... 55, § 56 AufenthG, Art. 7, Art. 13, Art. 14 Abs. 1 ARB 1/80, Art. 8 EMRK, Art. 2 Abs. 1, Art. 6 GG, Art. 24 Abs. 3, Art. 47 Abs. 1 GRCh, Art. 9 Richtlinie 64/221/EWG, Art. 12 Richtlinie 2003/109/EG, Art. 31 Abs. 1 und 3 Richtlinie 2004/38/EG, Art. 2, 3 Nr. 4, Art. 11 Abs. 1 und 2, Art. 13 Abs. 1 Richtlinie 2008/115/EG, Art. 41 Abs. 1, Art. 59 Zusatzprotokoll zum Assoziierungsabkommen EWG/Türkei
Aufenthaltsrecht: Keine Ausweisung mehr ohne Befristung | Äquivalenzgrundsatz; Assoziationsrecht, assoziationsrechtliches Aufenthaltsrecht; Ausweisung, Ausweisungsschutz, Befristung; Effektivitätsgrundsatz; Einreiseverbot; Gefahrenprognose; Rückkehrentscheidung; Stillhalteklausel; Verhältnismäßigkeit; Vier-Augen-Prinzip; Wiederholungsgefahr, Wahrscheinlichkeitsmaßstab; Maßgeblicher Zeitpunkt
AufenthG § 11, AufenthG § ... 55, AufenthG § 56, ARB 1/80 Art. 7, ARB 1/80 Art. 13, ARB 1/80 Art. 14 Abs. 1, EMRK Art. 8, GG Art. 2 Abs. 1, Art. 6, GR-Charta Art. 24 Abs. 3, GR-Charta Art. 47 Abs. 1, RL 64/221/EWG Art. 9, RL 2003/109/EG Art. 12, RL 2004/38/EG Art. 31 Abs. 1, RL 2004/38/EG Art. 31 Abs. 2, RL 2008/115/EG Art. 2, RL 2008/115/EG Art. 3 Nr. 4, RL 2008/115/EG Art. 11 Abs. 1, RL 2008/115/EG Art. 11 Abs. 2, RL 2008/115/EG Art. 13 Abs. 1, ZP Art. 41 Abs. 1, ZP Art. 59
Ausweisung, Befristung, besonderer Ausweisungsschutz, Assoziationsrecht, Assoziationsberechtigte, assoziationsrechtliches Aufenthaltsrecht, Einreiseverbot, Gefahr, Gefahrenprognose, Vier-Augen-Prinzip, Rückkehrentscheidung, Stand-Still, Stillhalteklausel, Verhältnismäßigkeit, Wiederholungsgefahr, Beurteilungszeitpunkt, maßgeblicher Zeitpunkt
Zur Abschiebung - Behörde muss Wirkung der Ausweisung befristen
Keine Ausweisung mehr ohne Befristung - Wirkungen der Ausweisung muss mit Erlass der Ausweisungsverfügung befristet werden
Zu der Frage der Befristung von Ausweisungsverfügungen // Ausländerbehörde muss die Wirkungen der Ausweisungsverfügung bereits mit Erlass befristen
Außenbeziehungen, Assoziierungsabkommen, Freizügigkeit der Arbeitnehmer
BVerwG, 01.12.2008 - 1 VR 3.08
EuGH, 13.01.2012 - C-436/09
BVerwGE 143, 277
NVwZ 2013, 365
Maßgeblich für die rechtliche Beurteilung der begehrten Befristung ist hier die Sach- und Rechtslage im Zeitpunkt der letzten mündlichen Verhandlung des Berufungsgerichts (vgl. Urteil vom 10. Juli 2012 - BVerwG 1 C 19.11 - BVerwGE 143, 277 = Buchholz 402.242 § 11 AufenthG Nr. 9, jeweils Rn. 12 m.w.N.).
Rechtsänderungen während des Revisionsverfahrens sind allerdings zu beachten, wenn das Berufungsgericht - entschiede es anstelle des Bundesverwaltungsgerichts - sie zu berücksichtigen hätte (Urteil vom 10. Juli 2012 a.a.O.).
Seit Inkrafttreten des § 11 AufenthG in der Neufassung des Richtlinienumsetzungsgesetzes 2011 haben Ausländer grundsätzlich einen Anspruch darauf, dass die Ausländerbehörde mit einer Ausweisung zugleich das daran geknüpfte gesetzliche Einreise- und Aufenthaltsverbot sowie die Titelerteilungssperre befristet, ohne dass es insoweit eines Antrags des Ausländers bedarf (Urteil vom 10. Juli 2012 - BVerwG 1 C 19.11 - BVerwGE 143, 277 = Buchholz 402.242 § 11 AufenthG Nr. 9, jeweils Rn. 30; vgl. auch EuGH…, Urteil vom 19. September 2013 - Rs. C-297/12 - InfAuslR 2013, 416 Rn. 34).
Die Entscheidung über die Länge der Frist ist eine rechtlich gebundene Entscheidung, die nicht im Ermessen der Ausländerbehörde steht (vgl. Urteile vom 10. Juli 2012 a.a.O., jeweils Rn. 34 …und vom 14. Mai 2013 - BVerwG 1 C 13.12 - InfAuslR 2013, 334 Rn. 27).
Die Abwägung ist hier nach Maßgabe des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit auf der Grundlage der Umstände des Einzelfalls zum Zeitpunkt der letzten mündlichen Verhandlung des Verwaltungsgerichtshofs zu treffen (vgl. Urteile vom 10. Juli 2012 a.a.O., jeweils Rn. 42 …und vom 14. Mai 2013 a.a.O. Rn. 32).
Dann entfällt das Erfordernis einer Fristbestimmung wie auch der Ausreise aus Deutschland (vgl. Urteile vom 10. Juli 2012 a.a.O., jeweils Rn. 33;… vom 4. September 2007 - BVerwG 1 C 43.06 - BVerwGE 129, 226 = Buchholz 402.242 § 31 AufenthG Nr. 2, jeweils Rn. 28 …und vom 13. April 2010 - BVerwG 1 C 5.09 - BVerwGE 136, 284 = Buchholz 402.242 § 11 AufenthG Nr. 6, jeweils Rn. 17).
Denn das Befristungsbegehren ist als Minus notwendiger Bestandteil des Begehrens auf Aufhebung einer Ausweisung und kann daher von den Parteien nicht gesondert aus dem Verfahren ausgegliedert werden (vgl. BVerwG, Urteil vom 10. Juli 2012 - 1 C 19.11 - BVerwGE 143, 277 Rn. 28 ff.).
Die auf diese Weise an der Erreichung des Ausweisungszwecks ermittelte Höchstfrist muss von der Behörde in einem zweiten Schritt an höherrangigem Recht, d.h. verfassungsrechtlichen Wertentscheidungen (Art. 2 Abs. 1, Art. 6 GG) und den unions- und konventionsrechtlichen Vorgaben aus Art. 7 GRC und Art. 8 EMRK, gemessen und ggf. relativiert werden (vgl. BVerwG, Urteil vom 10. Juli 2012 - 1 C 19.11 - BVerwGE 143, 277 Rn. 42).
Der Senat gewichtet den gegen die Ausweisung, die Meldeauflage, die Aufenthaltsbeschränkung und die Abschiebungsandrohung gerichteten Anfechtungsantrag mit 4/5 und den auf Befristung zielenden Verpflichtungsantrag mit 1/5 (vgl. BVerwG, Urteil vom 10. Juli 2012 - 1 C 19.11 - juris Rn. 46).
Die Abschaffung des Widerspruchsverfahrens für Ausweisungsentscheidungen in Baden-Württemberg verstößt nicht gegen die Stand-Still-Klauseln in Art. 13 ARB 1/80 und Art. 41 Abs. 1 ZP (Fortführung der Rechtsprechung im Urteil vom 10. Juli 2012 - BVerwG 1 C 19.11 - Rn. 24 f.).
Diese Trennung der Funktionen von Tatsachen- und Revisionsinstanz wird durch das Unionsrecht nicht modifiziert, da es nach gefestigter Rechtsprechung des EuGH grundsätzlich Aufgabe des innerstaatlichen Rechts der einzelnen Mitgliedstaaten ist, das gerichtliche Verfahrensrecht auch insoweit zu regeln, als es den Schutz von aus dem Unionsrecht erwachsenden individuellen Rechten gewährleisten soll (vgl. hierzu im Einzelnen: Urteil vom 10. Juli 2012 - BVerwG 1 C 19.11 - zur Aufnahme in die Entscheidungssammlung BVerwGE vorgesehen - Rn. 19).
Das gilt insbesondere bei im Bundesgebiet geborenen und aufgewachsenen Ausländern, zumal wenn sie über keine Bindungen an das Land ihrer Staatsangehörigkeit verfügen (vgl. Urteil vom 10. Juli 2012 a.a.O. Rn. 20).
Bereits in seinem Urteil vom 10. Juli 2012 - BVerwG 1 C 19.11 - hat der Senat ausgeführt (…juris Rn. 23), dass assoziationsrechtlich privilegierte türkische Staatsangehörige nach der Rechtsprechung des EuGH keine bessere verfahrensrechtliche Rechtsstellung beanspruchen können als Unionsbürger.
Während des Revisionsverfahrens ist § 11 AufenthG durch das Richtlinienumsetzungsgesetz 2011 in der Weise geändert worden, dass der Kläger nunmehr einen Anspruch auf gleichzeitige Befristung der in § 11 Abs. 1 Satz 1 und 2 AufenthG genannten Wirkungen der Ausweisung hat (vgl. Urteil vom 10. Juli 2012 a.a.O. Rn. 28).
Vielmehr kann der Ausländer zugleich mit Anfechtung der Ausweisung seinen Anspruch auf Befristung der Wirkungen der Ausweisung nach § 11 Abs. 1 Satz 3 AufenthG gerichtlich durchsetzen (Urteil vom 10. Juli 2012 a.a.O. Rn. 39 f.).
Dieses normative Korrektiv bietet der Ausländerbehörde und den Verwaltungsgerichten ein rechtsstaatliches Mittel, um die fortwirkenden einschneidenden Folgen des Einreise- und Aufenthaltsverbots für die persönliche Lebensführung des Betroffenen sowie gegebenenfalls seiner engeren Familienangehörigen zu begrenzen (vgl. Urteil vom 10. Juli 2012 a.a.O. Rn. 42 m.w.N.).
Die Frage, ob die Ausweisung und die Befristung ihrer Wirkungen an den Bestimmungen der Rückführungsrichtlinie zu messen sind, kann im vorliegenden Fall offenbleiben (vgl. dazu Urteil vom 10. Juli 2012 a.a.O. Rn. 45).
Während des Revisionsverfahrens eingetretene Rechtsänderungen sind allerdings zu berücksichtigen, wenn das Berufungsgericht - entschiede es anstelle des Bundesverwaltungsgerichts - sie zu berücksichtigen hätte (stRspr, Urteil vom 10. Juli 2012 - BVerwG 1 C 19.11 - BVerwGE 143, 277 = Buchholz 402.242 § 11 AufenthG Nr. 9 jeweils Rn. 12 m.w.N.).
Maßgeblich für die rechtliche Beurteilung der Ausweisung, der noch nicht vollzogenen Abschiebungsandrohung und der vom Kläger hilfsweise begehrten Befristung ist grundsätzlich die Sach- und Rechtslage im Zeitpunkt der letzten mündlichen Verhandlung oder Entscheidung des Berufungsgerichts (stRspr, vgl. Urteil vom 10. Juli 2012 - BVerwG 1 C 19.11 - BVerwGE 143, 277 Rn. 12 m.w.N.).
Das entspricht der ständigen Rechtsprechung des Senats (Urteile vom 10. Juli 2012 - BVerwG 1 C 19.11 - BVerwGE 143, 277 Rn. 22 ff.;… vom 13. Dezember 2012 a.a.O. Rn. 33 …und vom 15. Januar 2013 - BVerwG 1 C 10.12 - NVwZ-RR 2013, 435 Rn. 23 f.) und wurde ebenfalls bereits in seinem Urteil vom 13. Dezember 2012 (…a.a.O. Rn. 33) näher dargelegt; auf diese Ausführungen wird Bezug genommen.
Seit Inkrafttreten des § 11 AufenthG in der Neufassung durch das Gesetz zur Umsetzung aufenthaltsrechtlicher Richtlinien der Europäischen Union und zur Anpassung nationaler Rechtsvorschriften an den EU-Visakodex vom 22. November 2011 (BGBl I S. 2258) - Richtlinienumsetzungsgesetz 2011 - haben Ausländer zwar grundsätzlich einen Anspruch darauf, dass die Ausländerbehörde mit einer Ausweisung zugleich das daran geknüpfte gesetzliche Einreise- und Aufenthaltsverbot sowie die Titelerteilungssperre befristet (Urteil vom 10. Juli 2012 a.a.O. Rn. 30).
Vielmehr ist in der Anfechtung der Ausweisung zugleich - als Minus - für den Fall der Bestätigung der Rechtmäßigkeit der Ausweisung ein (Hilfs-)Antrag auf Verpflichtung der Ausländerbehörde zu einer angemessenen Befristung ihrer Wirkungen zu sehen (Urteil vom 10. Juli 2012 a.a.O. Rn. 39).
Da der Kläger mittels seines Hilfsantrags die gemäß § 11 Abs. 1 Satz 3 AufenthG n.F. gebotene Befristung der Wirkungen seiner Ausweisung zusammen mit deren gerichtlicher Prüfung durchsetzen kann, wird den Vorgaben der Rückführungsrichtlinie im Ergebnis Genüge getan (vgl. Urteil vom 10. Juli 2012 a.a.O. Rn. 45).
Nach der neueren Rechtsprechung des Senats kann ein Kläger seit Inkrafttreten des § 11 AufenthG in der Neufassung des Richtlinienumsetzungsgesetzes 2011 auch noch in der Revisionsinstanz einen Hilfsantrag auf Befristung der Wirkungen der von ihm angefochtenen Ausweisungsentscheidung nach § 11 Abs. 1 Satz 3 AufenthG stellen (vgl. Urteil vom 10. Juli 2012 a.a.O. Rn. 28).
Hat eine Ausländerbehörde eine zu lange Frist festgesetzt oder fehlt eine behördliche Befristungsentscheidung, hat das Gericht über die konkrete Dauer einer angemessenen Frist selbst zu befinden und die Ausländerbehörde zu einer entsprechenden Befristung der Ausweisung zu verpflichten (Urteil vom 10. Juli 2012 - BVerwG 1 C 19.11 - BVerwGE 143, 277 Rn. 40).
unter Berücksichtigung von BVerwG; Urteil vom 10. Juli 2012 - 1 C 19.11 -.
Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 27. Juni 2012 - 18 A 2665/11 - Bundesverwaltungsgericht, Urteil vom 10. Juli 2012 - 1 C 19.11 -, Rdnr. 14 - Gerichtsbescheide des Gerichts vom 12. Juli 2012 - 24 K 4202/12 - vom 18. September 2012 - 24 K 5186/12 - vom 15. Oktober 2012 - 24 K 6322/12 -.
Bundesverwaltungsgericht, Urteil vom 10. Juli 2012 - 1 C 19.11 -, Rdnr. 22 ff;.
Bei der mithin ungeachtet etwaiger assoziationsrechtlicher Begünstigung des Klägers gebotenen Anwendung des AufenthG ist mit Blick auf die etwaige Sonderstellung allerdings zu beachten, dass die Ausweisung nur auf der Grundlage einer Ermessensentscheidung erfolgen darf, bei deren gerichtlicher Überprüfung auf die Sach- und Rechtslage im Zeitpunkt der mündlichen Verhandlung der letzten Tatsacheninstanz abzustellen und zu prüfen ist, ob das persönliche Verhalten des Betroffenen eine tatsächliche und hinreichend schwere Gefährdung darstellt, die ein Grundinteresse der Gesellschaft berührt, Bundesverwaltungsgericht, Urteil vom 2. September 2009 - 1 C 2.09 - Rdnr. 17; Urteil vom 10. Juli 2012 - 1 C 19.11 -, Rdnr. 20;.
Gerichtsbescheide des Gerichts vom 12. Juli 2012 - 24 K 4202/12 - vom 18. September 2012 - 24 K 5186/12 - vom 15. Oktober 2012 - 24 K 6322/12 -, und die Maßnahme für die Wahrung dieses Interesses unerlässlich ist, Bundesverwaltungsgericht, Urteil vom 10. Juli 2012 - 1 C 19.11 -, Rdnr. 14, was letztlich mit der nationalrechtlichen Verhältnismäßigkeit übereinstimmt, Bundesverwaltungsgericht, a.a.O. Rdnr. 21 am Ende.
vgl. dazu etwa Bundesverwaltungsgericht, Urteil vom 10. Juli 2012 - 1 C 19.11 -, Rdnr. 15;.
Von dem Kläger geht bezogen auf den Zeitpunkt der gerichtlichen Entscheidung - vgl. zu dessen Maßgeblichkeit Bundesverwaltungsgericht, Urteil vom 15. November 2007 - 1 C 45.06 - Rdnr 12, 15, 16; Urteil vom 14. Februar 2012- 1 C 7.11-, Rdnr 12 ; Urteil vom 10. Juli 2012 - 1 C 19.11 -, Rdnr. 12 - eine nicht hinnehmbare individuelle Wiederholungsgefahr in Gestalt der ernsthaft drohenden Gefahr erneuter schwerer Verfehlungen, insbesondere der erneuten Begehung vergleichbarer Straftaten aus; - vgl. zu diesen Anforderungen Bundesverwaltungsgericht, Urteil vom 14. Februar 2012- 1 C 7.11-; Rdnr 15 -.
Auch das Bundesverwaltungsgericht hat jüngst die vorstehend beschriebene obergerichtliche Kritik zurückgewiesen, Bundesverwaltungsgericht, Urteil vom 10. Juli 2012 - 1 C 19.11 -, Rdnr. 16.
- gleich, ob man das zu unterstellende Interesse des Klägers daran, dass die ausgeworfene Frist mit Hilfe des Gerichts (tendenziell auf Null) reduziert wird, prozessual als (Teil)anfechtung der Höhe nach oder als Verpflichtungsklage auf behördliche Herabsetzung versteht - in letzterem Sinne Bundesverwaltungsgericht Urteil vom 14. Februar 2012 - 1C 7.11 -, Rdnr. 34; Urteil vom 10. Juli 2012 - 1 C 19.11 -, Rdnr. 27, 39 - im Ergebnis unbegründet, weil hinsichtlich dieser Maßnahme Bedenken weder dem Grunde nach noch in Bezug auf die Bemessung der Frist bestehen.
Bundesverwaltungsgericht, Urteil vom 10. Juli 2012 - 1 C 19.11 -, Rdnr. 34.
vgl. zu einer späteren Herabsetzung der Frist auch Bundesverwaltungsgericht Urteil vom 14. Februar 2012 - 1C 7.11 - Rdnr. 29 am Ende - Urteil vom 10. Juli 2012 - 1 C 19.11 -, Rdnr. 19 am Ende und Rdnr. 38;.
Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 22. März 2012 - 18 A 951/09 - Rdnr. 90, das davon ausgeht, Ausländer, die infolge einer strafrechtlichen Verurteilung ausgewiesen worden sind, seien durch die Inanspruchnahme der "Opt-Out-Klausel" in Art. 2 Abs. 2 lit. b) der Richtlinie seitens des deutschen Gesetzgebers dem Anwendungsbereich der Rückführungsrichtlinie entzogen; das Bundesverwaltungsgericht hatte dazu in seinem Urteil vom 14. Februar 2012 - 1C 7.11 - Rdnr. 34 - ausgeführt: "Im Übrigen dürften sich aus der Richtlinie (das ist die Rückführungsrichtlinie) , sofern sie Ausweisungsentscheidungen erfassen sollte, auch keine weitergehenden Rechtsfolgen hinsichtlich der Befristung des Einreiseverbotes ergeben, als sie für die bereits aus Gründen der Verhältnismäßigkeit gebotene Befristung der Wirkungen der Ausweisung nach § 11 Abs. 1 Satz 3 AufenthG gelten."; und geht in der jüngsten Entscheidung (Urteil vom 10. Juli 2012 - 1 C 19.11 -, Rdnr. 45 ff) ausdrücklich davon aus, dass " den Vorgaben der Rückführungsrichtlinie" jedenfalls bei gleichzeitigem Ausspruch von Ausweisung und Befristung "im Ergebnis Genüge getan wird" .
Die Höchstfrist aus § 11 Abs. 1 Satz 4 AufenthG hat die Beklagte hier eingehalten, wobei klargestellt werden soll, dass diese Frist im vorliegenden Fall jedenfalls wegen der von dem Kläger im Zeitpunkt der Entscheidung Gerichts ausgehenden schwerwiegenden Gefahr für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung ohne Belang wäre; vgl. Bundesverwaltungsgericht, Urteil vom 10. Juli 2012 - 1 C 19.11 -, Rdnr. 43.
Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 27. Juni 2012 - 18 A 2665/11 - Bundesverwaltungsgericht, Urteil vom 10. Juli 2012 - 1 C 19.11 -, Rdnr. 14 - Gerichtsbescheide des Gerichts vom 12. Juli 2012 - 24 K 4202/12 - vom 18. September 2012 - 24 K 5186/12 -.
Bundesverwaltungsgericht, Urteil vom 2. September 2009 - 1 C 2.09 - Rdnr. 17; Urteil vom 10. Juli 2012 - 1 C 19.11 -, Rdnr. 20;.
Gerichtsbescheide des Gerichts vom 12. Juli 2012 - 24 K 4202/12 - vom 18. September 2012 - 24 K 5186/12 , und die Maßnahme für die Wahrung dieses Interesses unerlässlich ist, Bundesverwaltungsgericht, Urteil vom 10. Juli 2012 - 1 C 19.11 -, Rdnr. 14, was letztlich mit der nationalrechtlichen Verhältnismäßigkeit übereinstimmt, Bundesverwaltungsgericht, a.a.O. Rdnr. 21 am Ende.
Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 22. März 2012 - 18 A 951/09 - Rdnr. 90, das davon ausgeht, Ausländer, die infolge einer strafrechtlichen Verurteilung ausgewiesen worden sind, seien durch die Inanspruchnahme der "Opt-Out-Klausel" in Art. 2 Abs. 2 lit. b) der Richtlinie seitens des deutschen Gesetzgebers dem Anwendungsbereich der Rückführungsrichtlinie entzogen; das Bundesverwaltungsgericht hatte dazu in seinem Urteil vom 14. Februar 2012 - 1C 7.11 - Rdnr. 34 - ausgeführt: "Im Übrigen dürften sich aus der Richtlinie (das ist die Rückführungsrichtlinie) , sofern sie Ausweisungsentscheidungen erfassen sollte, auch keine weitergehenden Rechtsfolgen hinsichtlich der Befristung des Einreiseverbotes ergeben, als sie für die bereits aus Gründen der Verhältnismäßigkeit gebotene Befristung der Wirkungen der Ausweisung nach § 11 Abs. 1 Satz 3 AufenthG gelten."; und geht in der jüngsten Entscheidung (Urteil vom 10. Juli 2012 - 1 C 19.11 -, Rdnr. 45 ff) ausdrücklich davon aus, dass " den Vorgaben der Rückführungsrichtlinie" jedenfalls bei gleichzeitigem Ausspruch von Ausweisung und Befristung "im Ergebnis Genüge getan wird" , § 11 Abs. 1 Satz 4 AufenthG gibt zudem vor, dass die Frist in der Regel fünf Jahre nur überschreiten darf, wenn der Ausländer aufgrund einer strafrechtlichen Verurteilung ausgewiesen worden ist oder von ihm eine schwerwiegende Gefahr für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung ausgeht.
Diese Höchstfrist ist jedoch ohne Bedeutung, wenn von dem Kläger im Zeitpunkt der Entscheidung Gerichts eine schwerwiegende Gefahr für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung ausgeht; vgl. Bundesverwaltungsgericht, Urteil vom 10. Juli 2012 - 1 C 19.11 -, Rdnr. 43.
Maßgeblich für die rechtliche Beurteilung des Befristungsbegehrens ist grundsätzlich die Sach- und Rechtslage im Zeitpunkt der letzten mündlichen Verhandlung oder Entscheidung des Tatsachengerichts, hier also des Berufungsgerichts am 16. April 2012 (Urteil vom 10. Juli 2012 - BVerwG 1 C 19.11 - Rn. 12 - zur Veröffentlichung in der Sammlung BVerwGE vorgesehen).
Das hat der Senat im Urteil vom 10. Juli 2012 (BVerwG 1 C 19.11 a.a.O. Rn. 30 ff.) näher dargelegt; darauf wird Bezug genommen.
Daher ist im Fall der gerichtlichen Bestätigung der Ausweisung auf den Hilfsantrag zugleich eine Entscheidung über die Befristung der Wirkungen der Ausweisung zu treffen (…Urteile vom 14. Februar 2012 a.a.O. Rn. 30 und vom 10. Juli 2012 a.a.O. Rn. 39 f.).
Fehlt - wie hier - die behördliche Befristungsentscheidung, ist sie vom Gericht durch eine eigene Abwägung als Grundlage des Verpflichtungsausspruchs zu ersetzen (vgl. Urteil vom 10. Juli 2012 a.a.O. Rn. 42 f.).
Die Frage, ob die Befristung der Wirkungen der Ausweisung an den Bestimmungen der Rückführungsrichtlinie zu messen sind, kann auch im vorliegenden Fall offen bleiben (vgl. Urteil vom 10. Juli 2012 a.a.O. Rn. 45).
Rechtsänderungen während des Revisionsverfahrens sind allerdings zu beachten, wenn das Berufungsgericht - entschiede es anstelle des Bundesverwaltungsgerichts - sie zu berücksichtigen hätte (stRspr, vgl. Urteil vom 10. Juli 2012 - BVerwG 1 C 19.11 - BVerwGE 143, 277 = Buchholz 402.242 § 11 AufenthG Nr. 9 jeweils Rn. 12 m.w.N.).
Seit Inkrafttreten des § 11 AufenthG in der Neufassung durch das Gesetz zur Umsetzung aufenthaltsrechtlicher Richtlinien der Europäischen Union und zur Anpassung nationaler Rechtsvorschriften an den EU-Visakodex vom 22. November 2011 (BGBl I S. 2258) - Richtlinienumsetzungsgesetz 2011 - haben Ausländer zwar grundsätzlich einen Anspruch darauf, dass die Ausländerbehörde mit einer Ausweisung zugleich das daran geknüpfte gesetzliche Einreise- und Aufenthaltsverbot sowie die Titelerteilungssperre befristet (Urteil vom 10. Juli 2012 - BVerwG 1 C 19.11 - BVerwGE 143, 277 = Buchholz 402.242 § 11 AufenthG Nr. 9 jeweils Rn. 30).
Vielmehr ist in der Anfechtung der Ausweisung zugleich - als Minus - für den Fall der Bestätigung der Rechtmäßigkeit der Ausweisung ein (Hilfs-)Antrag auf Verpflichtung der Ausländerbehörde zu einer angemessenen Befristung ihrer Wirkungen zu sehen (Urteile vom 10. Juli 2012 a.a.O. jeweils Rn. 39 …und vom 14. Mai 2013 - BVerwG 1 C 13.12 - juris Rn. 24;… Beschluss vom 14. März 2013 - BVerwG 1 B 17.12 - NVwZ-RR 2013, 574 Rn. 9 ff.).
4.1 Der erst in der Revisionsinstanz gestellte Hilfsantrag des Klägers, mit dem dieser die sofortige Befristung der Wirkungen der Ausweisung begehrt, ist zulässig (…vgl. Beschluss vom 14. März 2013 - BVerwG 1 B 17.12 - NVwZ-RR 2013, 574 Rn. 10 und Urteil vom 10. Juli 2012 - BVerwG 1 C 19.11 - BVerwGE 143, 277 = Buchholz 402.242 § 11 AufenthG Nr. 9 jeweils Rn. 28).
Dieses normative Korrektiv bietet der Ausländerbehörde und den Verwaltungsgerichten ein rechtsstaatliches Mittel, um die fortwirkenden einschneidenden Folgen des Einreise- und Aufenthaltsverbots für die persönliche Lebensführung des Betroffenen sowie ggf. seiner engeren Familienangehörigen zu begrenzen (vgl. Urteil vom 10. Juli 2012 a.a.O. jeweils Rn. 42 m.w.N.).
Maßgeblich für die rechtliche Beurteilung der Ausweisung, der noch nicht vollzogenen Abschiebungsandrohung und der vom Kläger hilfsweise begehrten Befristung ist grundsätzlich die Sach- und Rechtslage im Zeitpunkt der letzten mündlichen Verhandlung oder Entscheidung des Berufungsgerichts (stRspr, vgl. Urteil vom 10. Juli 2012 - BVerwG 1 C 19.11 - zur Veröffentlichung in der Entscheidungssammlung BVerwGE vorgesehen - juris Rn. 12 m.w.N.).
Für die im Rahmen tatrichterlicher Prognose festzustellende Wiederholungsgefahr gilt nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts aber ein differenzierender, mit zunehmendem Ausmaß des möglichen Schadens abgesenkter Grad der Wahrscheinlichkeit des Schadenseintritts (stRspr, vgl. zuletzt Urteil vom 10. Juli 2012 a.a.O. Rn. 16).
Der Senat hat schon zu § 12 Abs. 3 AufenthG/EWG entschieden, dass im Hinblick auf die Bedeutung des Grundsatzes der Freizügigkeit an die nach dem Ausmaß des möglichen Schadens differenzierende hinreichende Wahrscheinlichkeit keine zu geringen Anforderungen gestellt werden dürfen (vgl. Urteil vom 10. Juli 2012 a.a.O. Rn. 16 m.w.N.).
Seit Inkrafttreten des § 11 AufenthG in der Neufassung durch das Gesetz zur Umsetzung aufenthaltsrechtlicher Richtlinien der Europäischen Union und zur Anpassung nationaler Rechtsvorschriften an den EU-Visakodex vom 22. November 2011 (BGBl I S. 2258) - Richtlinienumsetzungsgesetz 2011 - haben Ausländer zwar grundsätzlich einen Anspruch darauf, dass die Ausländerbehörde mit einer Ausweisung zugleich das daran geknüpfte gesetzliche Einreise- und Aufenthaltsverbot sowie die Titelerteilungssperre befristet (Urteil vom 10. Juli 2012 - BVerwG 1 C 19.11 - juris Rn. 30).
Da der Kläger mit Hilfe seines Hilfsantrags die gemäß § 11 Abs. 1 Satz 3 AufenthG n.F. gebotene Befristung der Wirkungen seiner Ausweisung zusammen mit deren gerichtlicher Prüfung durchsetzen kann, wird den Vorgaben der Rückführungsrichtlinie im Ergebnis Genüge getan (Urteil vom 10. Juli 2012 a.a.O. Rn. 45).
Sollte das Berufungsgericht hingegen zu dem Ergebnis kommen, dass vom Kläger weiterhin eine Wiederholungsgefahr ausgeht und die Ausweisung auch im Übrigen rechtmäßig ist, müsste es über den vom Kläger erstmals im Revisionsverfahren gestellten Hilfsantrag entscheiden, mit dem dieser eine sofortige Befristung der Wirkungen der Ausweisung nach § 11 Abs. 1 Satz 1 und 2 AufenthG begehrt (vgl. dazu Urteil vom 10. Juli 2012 a.a.O. Rn. 27 ff. sowie Urteile vom 13. Dezember 2012 - BVerwG 1 C 20.11 - und - BVerwG 1 C 14.12).
VGH Hessen, 09.01.2014 - 6 A 2241/12
VG Regensburg, 09.04.2013 - 9 K 11.1923
VG Düsseldorf, 06.12.2012 - 8 K 1888/11
Anspruch eines straffällig gewordenen und verurteilten Marokkaners auf …
OVG Berlin-Brandenburg, 15.08.2013 - 7 B 24.13
Türkei; Ausweisung; Straftaten; Spezialprävention; Vier-Augen-Prinzip; kein …
VG Düsseldorf, 16.05.2013 - 8 K 7947/11
Verpflichtung zur Befristung der Wirkungen einer Ausweisung bei einem Ausländer
VGH Bayern, 02.05.2013 - 19 B 12.2539
VG Düsseldorf, 16.05.2013 - 8 K 4592/11
Rechtmäßigkeit einer Befristung der Wirkungen der Ausweisung eines Ausländers auf …
VG Düsseldorf, 11.12.2013 - 7 K 4351/12
Befristung der Wirkungen der Ausweisung und Abschiebung
VG Berlin, 30.10.2012 - 15 K 58.12
Auslegung eines Rechtsschutzbegehrens gegen eine Ausweisung; Maßstab für die …
VG München, 17.06.2014 - M 24 K 13.3875
Ausweisung wegen wiederholter gefährlicher Körperverletzung
VGH Bayern, 14.04.2014 - 19 ZB 13.79
Befristete Ausweisung, Gefahrenprognose, Straftat, Gefahrenabwehr
Ausweisung; Befristung der Sperrwirkung; Ausweisungszweck; Verstöße gegen das …
OVG Berlin-Brandenburg, 04.06.2015 - 3 B 26.13
Ausweisung; Befristung der Sperrwirkung; zahlreiche strafrechtliche …
VG Ansbach, 13.11.2012 - AN 6 K 12.00629
Regelausweisung mit nachträglich Befristung der Wirkungen und Versagung weiteren …
VG Ansbach, 13.11.2012 - AN 6 K 12.01076
Befristung der Wirkungen einer Ausweisung aus generalpräventiven Gründen
Abschiebungsandrohung; Aufenthaltsbeendigung; Aufnahme; Aufnahmezusage; …
VG München, 09.11.2016 - M 25 K 16.902
Rechtmäßiges Einreise- und Aufenthaltsverbot gegen Mehrfachtäter
VG Regensburg, 05.09.2013 - RO 9 K 13.528
Ausweisung eines mittlerweile über 21 Jahre alten sog. "faktischen Inländers", …
VG München, 26.02.2015 - M 24 K 14.3294
Einreiseverbot, Qualifikationsrichtlinie, Aufenthaltstitel, Straftat, Versagung
VG Würzburg, 13.07.2015 - W 7 K 14.977
Rechtmäßige zwingende Ausweisung bei wiederholter Begehung von Straftaten
VG Augsburg, 30.07.2014 - Au 6 K 13.1884
Litauischer Staatsangehöriger; nachträgliche Befristung des Verbots der Einreise …
VG Würzburg, 27.04.2015 - W 7 K 14.932
Zwingende Ausweisung und Befristung der Wirkungen der Ausweisung
OVG Berlin-Brandenburg, 25.06.2014 - 12 N 22.14
Zulassungsbegehren; Ausweisung; Straftäter; Betrugsdelikte; Strafhaft; …
VG München, 24.05.2017 - M 25 K 16.3460
Rechtmäßigkeit der Ausweisung eines Serben wegen mehrfacher Straffälligkeit
VG Ansbach, 20.11.2015 - AN 5 S 15.01667
Abschiebung, Asylrecht, Aufenthaltsverbot, Ausreise, Befristungsentscheidung, …
VG Berlin, 02.10.2013 - 19 L 237.13
Rechtsfolgen des Fehlens einer Befristungsentscheidung
VGH Bayern, 15.01.2013 - 10 C 12.2082
Prozesskostenhilfe; (teilweise) fehlende Erfolgsaussichten des …
VG Aachen, 25.07.2018 - 8 L 1034/18
Abschiebung eines verurteilten tunesischen IS-Unterstützers aus der Haft heraus …
VG Würzburg, 30.06.2014 - W 7 K 13.278
Regelausweisung; (Keine) schützenswerten familiären Bindungen; (Kein) …
VG Ansbach, 10.04.2014 - AN 5 K 13.00550
Isolierte Befristung der Wirkungen der Ausweisung; Streitwert
VG Augsburg, 05.03.2013 - Au 1 K 13.127
Befristung der Sperrwirkung einer Ausweisung; spezialpräventiver …
OVG Sachsen, 18.02.2013 - 3 D 55/12
Voraussetzung für die Aufhebung der Bewilligung von Prozesskostenhilfe nach § 166 …
VG Regensburg, 07.02.2013 - RN 9 K 12.782
Befristung der Wirkungen der Ausweisung nach - während lebenslanger Inhaftierung …
BVerwG, 20.02.2014 - 10 B 21.13
Zulassung der Berufung im Zusammenhang mit der Ausweisung eines türkischen …
VG Ansbach, 30.01.2014 - AN 5 K 13.02026
Isolierte Befristung der Wirkungen der Ausweisung
VG Augsburg, 26.11.2013 - Au 1 K 13.1070
Regelausweisung wegen einer Freiheitsstrafe von 2 Jahren 11 Monaten (sexueller …
OVG Schleswig-Holstein, 09.09.2013 - 4 O 47/13
OVG Schleswig-Holstein, 22.10.2012 - 4 MB 66/12
VG Oldenburg, 12.09.2012 - 11 A 2101/11
örtlichen Zuständigkeit für eine Befristungsentscheidung nach AufenthG 2004 § 11 …
VG Saarlouis, 14.09.2018 - 6 K 210/17
VG Regensburg, 07.02.2013 - 9 K 12.782
VG Saarlouis, 20.07.2017 - 6 K 1941/15
VG Düsseldorf, 08.12.2014 - 27 K 6612/13
Befristung; Sachverhalt; Änderung; Widerruf; Wiederaufgreifen; türkisch; …
VG Ansbach, 28.01.2016 - AN 5 K 15.00311
Kein Aufenthaltsrecht wegen Familiennachzugs bei eingereichtem Scheidungsantrag …
OVG Nordrhein-Westfalen, 25.03.2013 - 18 E 1241/12
Ansetzen des Streitwerts mit dem Auffangwert nach § 52 Abs. 2 GKG in einem …
VG Schleswig, 05.01.2017 - 1 B 70/16
LG Düsseldorf, 08.12.2016 - 25 T 523/16
VG Düsseldorf, 23.09.2014 - 27 K 5478/13
Frist; Ausweisung; Schwarzarbeit; Wiederholungsgefahr; SIS; Schengen
VGH Bayern, 31.10.2012 - 10 C 12.863
Falschangaben zum Bestehen einer ehelichen Lebensgemeinschaft
VGH Bayern, 20.05.2015 - 10 ZB 14.913
Bestandskräftige Ausweisung gegenüber Drittstaatsangehörigem, der mittlerweile …
VGH Bayern, 27.02.2014 - 19 ZB 11.1327
Aufenthaltserlaubnis, Ausweisungsverfügung, Rauschgiftkonsum, Entzugstherapie, …
VG Regensburg, 29.04.2013 - RO 9 S 13.527
Versagung vorläufigen Rechtsschutzes
OVG Berlin-Brandenburg, 21.09.2012 - 3 S 98.12
Ausweisung; Abschiebungsandrohung; Befristung; Bestandskraft der …
VG Saarlouis, 14.09.2018 - 6 K 1313/17
Ausweisung eines assoziationsberechtigten türkischen Staatsangehörigen we-gen …
VG Schleswig, 22.01.2018 - 1 B 8/18
Ausweisung; Antrag auf Anordnung der aufschiebenden Wirkung
VG München, 01.02.2017 - M 9 K 16.1028
Ausländerbehörde, Klägers
VG München, 30.07.2015 - M 12 K 15.2049
Regelausweisung; Einschleusen von Ausländern
OVG Berlin-Brandenburg, 06.05.2015 - 12 N 64.14
Zulassungsverfahren; Antragsablehnung; Ausweisung; Verlängerung der …
OVG Niedersachsen, 12.11.2013 - 8 LA 176/13
Streitwertes bei Anfechtung einer Ausweisungsverfügungsverfügung und hilfsweisem …
VGH Bayern, 30.09.2013 - 19 ZB 12.1792
Ausweisung wegen BtmG-Straftat; Drogenabhängigkeit; jahrzehntelanger Aufenthalt …
VG Berlin, 24.09.2013 - 11 K 210.13
Befristung der Wirkungen der Ausweisung; Wiederaufgreifen wegen …
VG Aachen, 18.12.2018 - 8 L 1721/18
Eilantrag eines verurteilten libanesischen Unterstützers der in Syrien aktiven …
VG Düsseldorf, 08.04.2013 - 8 K 1772/13
Befristung der Wirkungen der Ausweisung auf den Tag der mündlichen Verhandlung
VG Augsburg, 14.11.2012 - Au 6 K 12.888
Ausweisung eines kosovarischen Staatsbürgers nach Verurteilung wegen Verstoßes …
VGH Bayern, 08.11.2012 - 10 CE 12.2401
Abschiebung eines Drittstaatsangehörigen; unanfechtbarer asylrechtlicher Bescheid …
VG München, 25.01.2018 - M 24 K 17.3819
Aufenthaltserlaubnis wegen Teilerteilungssperre nicht verlängert
VG München, 05.04.2017 - M 9 K 17.972
Rechtmäßige Ausweisung infolge besonders schwerwiegenden Ausweisungsinteresses
VG München, 22.07.2015 - M 25 K 13.3805
Ausweisung eines Drogendealers
VG Würzburg, 01.09.2014 - W 7 K 14.507
Die nachträgliche Befristung der Wiedereinreise nach einer Abschiebung kann im …
VG Göttingen, 30.07.2013 - 2 A 611/12
Ausweisung eines indischen Staatsangehörigen; (erneute) Ausweisungsverfügung …
VG Augsburg, 04.12.2012 - Au 1 K 12.1210
Befristung von Ausweisung und Abschiebung; Örtliche Zuständigkeit - verneint
VG Augsburg, 06.11.2012 - Au 1 K 12.947
Ausweisung eines straffällig gewordenen Ausländers; Verhältnismäßigkeit der …
LG Düsseldorf, 04.09.2017 - 25 T 481/17
Anforderungen an die Begründung der Abschiebungshaft
LG Düsseldorf, 12.07.2017 - 25 T 261/17
LG Düsseldorf, 11.07.2017 - 25 T 391/17
VG Schleswig, 11.01.2017 - 1 B 78/16
Vorläufiger Rechtsschutzantrag gegen Versagung eines Aufenthaltstitels
VG Augsburg, 16.06.2015 - Au 1 K 14.1850
Rechtmäßige Verlustfeststellung der Freizügigkeit
VG München, 21.05.2015 - M 12 K 14.378
Abschiebung, Aufenthaltserlaubnis, Erteilung, Aufenthaltstitel, …
VG Berlin, 10.04.2015 - 19 K 82.13
Verlust des Rechts auf Freizügigkeit in der Bundesrepublik Deutschland
VG Ansbach, 22.01.2015 - AN 5 K 14.01090
Ermessensausweisung wegen falscher Angaben im Visumverfahren, Ablehnung der …
VG München, 18.12.2014 - M 12 K 14.4391
VG Ansbach, 30.10.2014 - AN 5 K 14.00553
Ausweisung eines in Deutschland geborenen türkischen Staatsangehörigen nach …
VG Ansbach, 17.07.2014 - AN 5 K 14.00416
Griechischer Staatsangehöriger
VG Ansbach, 08.11.2013 - AN 5 S 13.01923
Ausweisung und Abschiebung eines ARB-berechtigten türkischen Staatsangehörigen
VG Berlin, 23.09.2013 - 10 L 359.13
Duldungsantrag bestandkräftig abgelehnter serbischer Asylbewerberin
VG Ansbach, 16.05.2013 - AN 5 K 12.02174
Ermessensausweisung eines verurteilten Drogenhändlers; die Grundinteressen der …
VG Ansbach, 23.08.2012 - AN 5 K 12.00002
Ausweisung eines faktischen Inländers nach Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe …
VG München, 02.08.2012 - M 10 K 11.6215
VG München, 22.07.2015 - M 25 K 13.734
Rechtmäßige Ausweisungsentscheidung eines russischen Staatsangehörigen
VG Ansbach, 20.11.2014 - AN 5 K 14.01175
Aufenthaltserlaubnis, Angabe der ladungsfähigen Anschrift, Rechtsmittelbelehrung, …
VG Ansbach, 17.07.2014 - AN 5 K 13.01581
Ausweisung eines ARB-berechtigten türkischen Staatsangehörigen, insbesondere …
VG Bayreuth, 12.03.2014 - B 4 K 12.870
Regelausweisung; besonderer Ausweisungsschutz; Wiederholungsgefahr
VG Ansbach, 20.11.2013 - AN 5 K 13.01039
Ausweisung nach Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von 3 Jahren und 10 Monaten
VG Ansbach, 26.09.2013 - AN 5 K 12.02136
Ausweisung eines ARB-berechtigten türkischen Staatsangehörigen
VG Ansbach, 08.08.2013 - AN 5 K 12.01699
Befristung der Wirkung der Ausweisung auf zehn Jahre ausnahmsweise gerechtfertigt
VG Berlin, 21.03.2013 - 27 K 111.12
VG Augsburg, 28.02.2013 - Au 1 K 11.1637
VG Augsburg, 15.01.2013 - Au 1 K 12.1155
Ausweisung nach strafrechtlicher Verurteilung; Verhältnismäßigkeit der Ausweisung
VG Hannover, 30.10.2012 - 13 B 5868/12
Ausweisung und Aufenthaltserlaubnis, Frage der Integration bei wiederholter …
VG München, 11.06.2015 - M 10 K 14.1744
Verlust des Rechtes eines Unionsbürgers auf Einreise und Aufenthalt
VG Saarlouis, 18.10.2013 - 10 L 1595/13
Ausweisung eines Ausländers der zweiten Generation wegen Strafffälligkeit.