Source: https://gesetze-in-app.de/InsO/86
Timestamp: 2020-05-29 17:02:07
Document Index: 113245574

Matched Legal Cases: ['§ 86', 'BGH', '§\t240', '§ 86', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 86', '§ 265', 'BGH', '§\t240', '§ 86', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 86', '§ 265', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 86', '§ 265', 'BGH', '§ 86', 'BGH', 'BGH', '§ 86', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 86', 'BGH', 'BGH', '§ 86', 'BGH', 'BGH', '§ 86', 'BGH', '§ 240', 'BGH', '§8', '§ 9', '§ 139', '§ 240', '§86', 'BGH']

§ 86 InsO: Aufnahme bestimmter Passivprozesse
Aufnahme bestimmter Passivprozesse
1.die Aussonderung eines Gegenstands aus der Insolvenzmasse,
2.die abgesonderte Befriedigung oder
3.eine Masseverbindlichkeit.
BGH, BESCHLUSS vom 4.7.2016, Az. III ZR 69/16 4	Das	gemäß	§	240	Satz 1 ZPO unterbrochene Nichtzulassungsbe- schwerdeverfahren ist mit der Zustellung des Schriftsatzes der zweitinstanzlichen Prozessbevollmächtigten des Klägers vom 9. Mai 2016 an den Insolvenzverwalter über das Vermögen der Beklagten am 17. Mai 2016 gemäß § 86 Abs. 1 Nr. 2 InsO wirksam aufgenommen worden (zur Zulässigkeit der Aufnahme eines unterbrochenen Nichtzulassungsbeschwerdeverfahrens durch Schriftsatz des zweitinstanzlichen Prozessbevollmächtigten vgl. BGH, Beschluss vom 2. November 2011 - X ZR 94/11, MDR 2011, 1491, 1492).
BGH, BESCHLUSS vom 4.7.2016, Az. III ZR 69/16 Da die Freigabe unmittelbar nach Aufnahme des Verfahrens durch den Kläger erfolgt ist, kann dahinstehen, ob in Fällen einer Freigabe nach Verfahrensaufnahme die Prozessführungsbefugnis stets wieder an den Schuldner zurückfällt (so BGH, Urteil vom 19. Dezember 1966 - VIII ZR 110/64, BGHZ 46, 249, 250 ff) oder ob, wenn die Freigabe nicht sofort nach Verfahrensaufnahme (vgl. § 86 Abs. 2 InsO) erfolgt, in entsprechender Anwendung von § 265 Abs. 2 ZPO die Prozessführungsbefugnis beim Insolvenzverwalter verbleibt (so MüKolnsO/Schumacher,
BGH, BESCHLUSS vom 4.7.2016, Az. Ill ZR 71/16 4	Das	gemäß	§	240	Satz 1 ZPO unterbrochene Nichtzulassungsbe- schwerdeverfahren ist mit der Zustellung des Schriftsatzes der zweitinstanzlichen Prozessbevollmächtigten des Klägers vom 4. Mai 2016 an den Insolvenzverwalter über das Vermögen der Beklagten am 17. Mai 2016 gemäß § 86 Abs. 1 Nr. 2 InsO wirksam aufgenommen worden (zur Zulässigkeit der Aufnahme eines unterbrochenen Nichtzulassungsbeschwerdeverfahrens durch Schriftsatz des zweitinstanzlichen Prozessbevollmächtigten vgl. BGH, Beschluss vom 2. November 2011 - X ZR 94/11, MDR 2011, 1491, 1492).
BGH, BESCHLUSS vom 4.7.2016, Az. Ill ZR 71/16 Da die Freigabe unmittelbar nach Aufnahme des Verfahrens durch den Kläger erfolgt ist, kann dahinstehen, ob in Fällen einer Freigabe nach Verfahrensaufnahme die Prozessführungsbefugnis stets wieder an den Schuldner zurückfällt (so BGH, Urteil vom 19. Dezember 1966 - VIII ZR 110/64, BGHZ 46, 249, 250 ff) oder ob, wenn die Freigabe nicht sofort nach Verfahrensaufnahme (vgl. § 86 Abs. 2 InsO) erfolgt, in entsprechender Anwendung von § 265 Abs. 2 ZPO die Prozessführungsbefugnis beim Insolvenzverwalter verbleibt (so MüKolnsO/Schumacher,
BGH, BESCHLUSS vom 4.6.2016, Az. III ZR 70/16 Da die Freigabe unmittelbar nach Aufnahme des Verfahrens durch den Kläger erfolgt ist, kann dahinstehen, ob in Fällen einer Freigabe nach Verfahrensaufnahme die Prozessführungsbefugnis stets wieder an den Schuldner zurückfällt (so BGH, Urteil vom 19. Dezember 1966 - VIII ZR 110/64, BGHZ 46, 249, 250 ff) oder ob, wenn die Freigabe nicht sofort nach Verfahrensaufnahme (vgl. § 86 Abs. 2 InsO) erfolgt, in entsprechender Anwendung von § 265 Abs. 2 ZPO die Prozessführungsbefugnis beim Insolvenzverwalter verbleibt (so MüKolnsO/Schumacher,
BGH, BESCHLUSS vom 2.5.2016, Az. II ZR 364/13 Aus § 86 Abs. 2 InsO ergibt sich kein anderes Ergebnis (vgl. BGH, Beschluss vom 28. September 2006 - IX ZB 312/04, ZIP 2006, 2132 Rn. 12).
BGH, URTEIL vom 4.10.2014, Az. I ZR 124/11 Eine durch die Eröffnung des Insolvenzverfahrens unterbrochene Rechtsstreitigkeit gegen den Schuldner kann vom Insolvenzverwalter in entsprechender Anwendung der unmittelbar für Masseverbindlichkeiten geltenden Regelung des § 86 Abs. 1 Nr. 3 InsO aufgenommen werden, wenn sie einen gegen den Insolvenzschuldner gerichteten gesetzlichen Unterlassungsanspruch wegen Verletzung eines gewerblichen Schutzrechts oder wegen eines Wettbewerbsverstoßes betrifft (vgl. BGH, Urteil vom 18. März 2010 -1 ZR 158/07, BGHZ 185, 11 Rn. 20 bis 29 - Modulgerüst II).
BGH, URTEIL vom 4.10.2014, Az. I ZR 124/11 Der zur Zeit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens gegen die Insolvenzschuldnerin anhängige Rechtsstreit betrifft insoweit die Aussonderung eines Gegenstands aus der Insolvenzmasse im Sinne von § 86 Abs. 1 Nr. 1 InsO (vgl. BGHZ 185, 11 Rn. 27 - Modulgerüst II).
BGH, URTEIL vom 2.3.2013, Az. X ZR 169/12 Der Bundesgerichtshof hat demgegenüber zwar eine den Gläubiger nach § 86 Abs. 1 Nr. 3 InsO zur Aufnahme berechtigende Masseverbindlichkeit angenommen (BGH, Urteil vom 18. März 2010-1 ZR 158/07, GRUR 2010, 536 - Modulgerüst II).
BGH, BESCHLUSS vom 3.11.2008, Az. XII ZB 125/06 Die Freigabe eines Rechtsstreits durch den Insolvenzverwalter kommt bei einem Passivprozess nämlich nur in Betracht, wenn dieser die Aussonderung eines Gegenstands aus der Insolvenzmasse oder die abgesonderte Befriedigung betrifft (§ 86 Abs. 1 Nr. 1 und 2 InsO; BGH Beschluss vom 27. Oktober 2003 - II ZA 9/02- NJW-RR 2004, 136, 137; MünchKomm/Gehrlein ZPO 3. Aufl. § 240 Rdn. 33).
BGH, URTEIL vom 4.9.1965, Az. la ZR 144/63 4 Nr. 9 lit. c, §8 Abs.1, § 9 Satz 1; ZPO § 139 Abs.1, § 240 a)	Bei einem gegen den Insolvenzschuldner gerichteten gesetzlichen Unterlassungsanspruch wegen Verletzung eines gewerblichen Schutzrechts des Klägers oder wegen eines Wettbewerbsverstoßes handelt es sich um einen Passivprozess i.S. des §86 InsO (Aufgabe von BGH, Urt. v. 21.10.1965 - la ZR 144/63, GRUR 1966, 218 - Dia-Rähmchen III).