Source: https://www.m-tax.de/agb
Timestamp: 2019-03-20 01:16:47
Document Index: 271406356

Matched Legal Cases: ['§ 33', '§ 57', '§ 612', '§ 632', '§ 627', '§ 649']

AGB - m-tax steuerberatungsgesellschaft mbh
Allgemeine Auftragsbedingungen für Steuerberater, Steuerbevollmächtigte und Steuerberatungsgesellschaften - Stand: August 2010
Der Steuerberater darf Berichte, Gutachten und sonstige schriftliche Äußerungen über die Ergebnisse seiner Tätigkeit Dritten nur mit Einwilligung des Auftraggebers aushändigen. Darüber hinaus besteht keine Verschwiegenheitspflicht, soweit dies zur Durchführung eines Zertifizierungsaudits in der Kanzlei des Steuerberaters erforderlich ist und die insoweit tätigen Personen ihrerseits über ihre Verschwiegenheitspflicht belehrt worden sind. Der Auftraggeber erklärt sich damit einverstanden, dass durch den Zertifizierter/ Auditor Einsicht in seine – vom Steuerberater abgelegte und geführte – Handakte genommen wird.
Der Anspruch des Auftraggebers gegen den Steuerberater auf Ersatz eines nach Abs. 1 fahrlässig verursachten Schadens wird auf 4.000.000 € (in Worten: vier Millionen €) begrenzt.
Die Vergütung der Steuerberatungsgesellschaft für ihre Tätigkeit richtet sich nach einer gesondert abgeschlossenen Honorarvereinbarung.
Ist eine solche Vereinbarung nicht zustande gekommen, so gelten die gesetzlichen Gebührensätze der Gebührenordnung für Steuerberater, Steuerbevollmächtigte und Steuerberatungsgesellschaften in der jeweils anwendbaren Fassung.
Erbringt die Steuerberatungsgesellschaft Leistungen, die keine steuerberatende Tätigkeit im Sinne des § 33 StBerG darstellen (z.B. § 57 Abs. 3 Nrn. 2 und 3 StBerG), und ist eine Honorarvereinbarung über diese Tätigkeit nicht zustande gekommen, so gilt die übliche Vergütung (§ 612 Abs. 2 BGB und § 632 Abs. 2 BGB).
Für bereits entstandene und die voraussichtlich entstehenden Gebühren und Auslagen kann der Steuerberater einen Vorschuss fordern. Wird der eingeforderte Vorschuss nicht gezahlt, kann der Steuerberater nach vorheriger Ankündigung seine weitere Tätigkeit für den Mandanten einstellen, bis der Vorschuss eingeht.
Diese Vereinbarung beginnt mit Unterzeichnung und endet mit Ablauf des bei Unterzeichnung laufenden Kalenderjahres. Der Vertrag verlängert sich jeweils um ein Jahr, wenn er nicht drei Monate vor Ablauf schriftlich gekündigt wird. Die Anwendung von § 627 BGB und von § 649 BGB wird ausdrücklich ausgeschlossen. Der Vertrag endet nicht durch den Tod, durch den Eintritt der Geschäftsunfähigkeit des Mandanten oder im Falle einer Gesellschaft durch deren Auflösung.
Die Steuerberatungsgesellschaft ist verpflichtet, dem Mandant alles, was sie zur Ausführung des Auftrags erhält oder erhalten hat und was sie aus der Geschäftsbesorgung erlangt, herauszugeben. Außerdem ist die Steuerberatungsgesellschaft verpflichtet, dem Mandant die erforderlichen Nachrichten zu geben, auf Verlangen über den Stand der Angelegenheit Auskunft zu erteilen und Rechenschaft abzulegen.
Mit Beendigung des Vertrags hat der Mandant der Steuerberatungsgesellschaft die bei ihr zur Ausführung des Auftrags eingesetzten Datenverarbeitungsprogramme einschließlich angefertigter Kopien sowie sonstige Programmunterlagen unverzüglich herauszugeben bzw. von dem Datenträger, insbesondere von der Festplatte, zu löschen.
Nach Beendigung des Mandatsverhältnisses sind die Unterlagen bei der Steuerberatungsgesellschaft abzuholen.
Änderungen und Ergänzungen dieser Auftragsbedingungen bedürfen der Schriftform. Dritte können aus dieser Vereinbarung und der zugehörigen Honorarvereinbarung keine Ansprüche gegen die Steuerberatungsgesellschaft geltend machen.