Source: http://www.anwalt24.de/rund-ums-recht/BGH_22_06_2011_I_ZB_77_10_Bedeutung_des_Verschuldens_des_Pro-d4529229.html
Timestamp: 2016-12-05 17:15:52
Document Index: 145343478

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 420', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 5', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 15', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 85', '§ 141', '§ 381', 'BGH', '§ 141', '§ 141', '§ 85', '§ 141', '§ 381', 'BGH', 'BGH']

BGH, 22.06.2011 - I ZB 77/10 - Bedeutung des Verschuldens des Prozessbevollmächtigten für die Frage der hinreichenden Entschuldigung einer Partei für das Fernbleiben bei Anordnung des persönlichen Erscheinens im Termin; Notwendigkeit der Erschwerung der Sachaufklärung durch das unentschuldigte Ausbleiben einer Partei für die Verhängung von Ordnungsgeld | Urteile auf anwalt24.de
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BGH, 22.06.2011 - I ZB 77/10 - Bedeutung des Verschuldens des Prozessbevollmächtigten für die Frage der hinreichenden Entschuldigung einer Partei für das Fernbleiben bei Anordnung des persönlichen Erscheinens im Termin; Notwendigkeit der Erschwerung der Sachaufklärung durch das unentschuldigte Ausbleiben einer Partei für die Verhängung von Ordnungsgeld
BundesgerichtshofBeschl. v. 22.06.2011, Az.: I ZB 77/10Gericht: BGHEntscheidungsform: BeschlussDatum: 22.06.2011Referenz: JurionRS 2011, 22794Aktenzeichen: I ZB 77/10 Verfahrensgang:vorgehend:LG Mannheim - 19.01.2009 - AZ: 24 O 147/07OLG Karlsruhe - 16.09.2010 - AZ: 15 W 30/09Rechtsgrundlagen:§ 85 Abs. 2 ZPO§ 141 ZPO§ 381 ZPOFundstellen:AnwBl 2011, 874-876BB 2011, 2306EBE/BGH 2011, 301-302FA 2011, 305FamRZ 2011, 1651HFR 2011, 1383-1384IBR 2011, 736MDR 2011, 1315Mitt. 2012, 246 "Säumiger Prozessbevollmächtigter"NJW 2011, 8NJW-RR 2011, 1363-1364NJW-Spezial 2011, 650ZAP 2011, 1132-1133ZAP EN-Nr. 720/2011zfs 2012, 23-25Amtlicher Leitsatz:ZPO § 141 Abs. 3 Satz 1a)Für die Frage, ob das Fernbleiben einer Partei, deren persönliches Erscheinen im Termin nach § 141 ZPO angeordnet ist, genügend entschuldigt ist, kommt es nicht auf ein Verschulden ihres Prozessbevollmächtigten an; die Vorschrift des § 85 Abs. 2 ZPO findet insoweit keine Anwendung. b)Da ein Ordnungsgeld nur festgesetzt werden kann, wenn das unentschuldigte Ausbleiben einer Partei die Sachaufklärung erschwert und dadurch den Prozess verzögert, scheidet die Verhängung eines Ordnungsgeldes nach § 141 Abs. 3 Satz 1, § 381 ZPO aus, falls eine gütliche Beilegung der Auseinandersetzung scheitert und die Erledigung des Rechtsstreits eine Beweisaufnahme in einem gesonderten Termin erfordert. Der I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 22. Juni 2011 durch die Richter Prof. Dr. Büscher, Pokrant, Dr. Kirchhoff, Dr. Koch und Dr. Löffler beschlossen: Tenor:Auf die Rechtsbeschwerden der Klägerin und der Beklagten werden der Beschluss des 15. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Karlsruhe vom 16. September 2010 und der Ordnungsgeldbeschluss des Landgerichts Mannheim, 4. Kammer für Handelssachen, vom 19. Januar 2009 aufgehoben. Der Gegenstandswert der Rechtsbeschwerden der Klägerin und der Beklagten wird auf jeweils 300 € festgesetzt. BGH, 22.06.2011BGH, 22.06.2011