Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_20161111_OGH0002_010OBS00093_16Y0000_000&IncludeSelf=False
Timestamp: 2019-10-14 23:33:50
Document Index: 85351038

Matched Legal Cases: ['OGH', '§176', '§176', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§176', '§176', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§175', '§176', '§90', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 176', 'OGH', 'OGH', '§175', '§90', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 175', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 90', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§228', '§65', '§ 175', '§ 65', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 65', 'OGH', '§ 175', '§ 65', '§ 228', '§ 65', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 176', '§ 176', '§ 176', '§ 176', 'OGH', 'OGH', '§ 176', 'OGH', 'OGH']

RIS - Rechtssätze für 10ObS93/16y - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 10ObS138/88 2Ob46/95 2O...
RS0084062
10ObS138/88; 2Ob46/95; 2Ob2325/96t; 10ObS191/97d; 10ObS9/06f; 10ObS93/16y
ASVG §176 Abs1 Z2
ASVG §176 Abs4
Durch diese Gesetzesstellen sollen Tätigkeiten, die aus altruistischen Beweggründen im Interesse der Allgemeinheit unternommen werden (Lebensrettung, Hilfeleistung in Unglücksfällen oder allgemeiner Gefahr usw) in den Unfallversicherungsschutz einbezogen werden.
10 ObS 138/88
Entscheidungstext OGH 31.05.1988 10 ObS 138/88
Veröff: SZ 61/139 = JBl 1988,666 = SSV-NF 2/63
2 Ob 46/95
Entscheidungstext OGH 24.08.1995 2 Ob 46/95
Veröff: SZ 68/142
2 Ob 2325/96t
Entscheidungstext OGH 17.10.1996 2 Ob 2325/96t
10 ObS 191/97d
Entscheidungstext OGH 08.07.1997 10 ObS 191/97d
Vgl; Veröff: SZ 70/131
10 ObS 9/06f
Entscheidungstext OGH 22.05.2006 10 ObS 9/06f
Beisatz: Der Gesetzgeber geht von einem strengen Begriff des Territorialitätsprinzips auch im §176 ASVG aus. (T1); Beisatz: Die 33.ASVG-Novelle hat zwar die ausdrückliche gesetzliche Regelung des §176 Abs4 ASVG (Gleichstellung von Unfällen, die sich „im Gebiet eines Nachbarstaates der Republik Österreich" ereignen) getroffen. Gleichzeitig wurde aber der dazu vertretenen Meinung Ausdruck gegeben, die Unfallversicherungsträger hätten bei der Prüfung, ob es sich bei dem in Betracht kommenden Unfall um einen nunmehr geschützten Unfall handelt, „einen strengen Maßstab anzulegen"; daher keine Ausweitung des Versicherungsschutzes auf „Lebensrettungen im gesamten EU-Raum". (T2)
10 ObS 93/16y
Entscheidungstext OGH 11.11.2016 10 ObS 93/16y
ECLI:AT:OGH0002:1988:RS0084062
JJR_19880531_OGH0002_010OBS00138_8800000_001
Rechtssatz für 10ObS163/89 10ObS1/90 1...
RS0084822
10ObS163/89; 10ObS1/90; 10ObS29/94; 10ObS39/96; 10ObS2373/96k; 10ObS348/97t; 10ObS274/98m; 10ObS33/99x; 10ObS155/03x; 10ObS30/08x; 10ObS10/14i; 10ObS45/14m; 10ObS93/16y; 10ObS133/16f; 10ObS158/16g; 10ObS128/16w; 10ObS49/18f
ASVG §175 Abs2
ASVG §176
B-KUVG §90 Abs2
Eine Unterbrechung eines geschützten Weges und damit eine Unterbrechung des Versicherungsschutzes für die Dauer der Unterbrechung ist dann anzunehmen, wenn im Zug des Weges eigenwirtschaftliche Angelegenheiten verrichtet werden; solche Tätigkeiten sind vom Versicherungsschutz nicht umfasst.
10 ObS 163/89
Entscheidungstext OGH 23.05.1989 10 ObS 163/89
Veröff: SSV-NF 3/65
10 ObS 1/90
Entscheidungstext OGH 27.02.1990 10 ObS 1/90
Veröff: SSV-NF 4/20
10 ObS 29/94
Entscheidungstext OGH 15.02.1994 10 ObS 29/94
10 ObS 39/96
Entscheidungstext OGH 20.02.1996 10 ObS 39/96
Auch; Beisatz: Bei Wegunfällen ist ein Unfallversicherungsschutz immer dann zu verneinen, wenn sich der Unfall in einer Phase des Weges ereignet(e), der ausschließlich eigenwirtschaftlichen (persönlichen) Interessen des Versicherten dient. (T1)
10 ObS 2373/96k
Entscheidungstext OGH 08.10.1996 10 ObS 2373/96k
10 ObS 348/97t
Entscheidungstext OGH 15.10.1997 10 ObS 348/97t
10 ObS 274/98m
Entscheidungstext OGH 18.08.1998 10 ObS 274/98m
10 ObS 33/99x
Entscheidungstext OGH 18.02.1999 10 ObS 33/99x
10 ObS 155/03x
Entscheidungstext OGH 27.05.2003 10 ObS 155/03x
10 ObS 30/08x
Entscheidungstext OGH 01.04.2008 10 ObS 30/08x
Auch; Beis ähnlich wie T1; Beisatz: In einer Phase des Weges, die ausschließlich eigenwirtschaftlichen (persönlichen) Interessen des Versicherten dient, wird grundsätzlich keine Weggefahr verwirklicht. (T2)
Veröff: SZ 2008/38
10 ObS 10/14i
Entscheidungstext OGH 25.02.2014 10 ObS 10/14i
10 ObS 45/14m
Entscheidungstext OGH 23.04.2014 10 ObS 45/14m
10 ObS 133/16f
Entscheidungstext OGH 11.11.2016 10 ObS 133/16f
10 ObS 158/16g
Entscheidungstext OGH 20.12.2016 10 ObS 158/16g
10 ObS 128/16w
Entscheidungstext OGH 20.12.2016 10 ObS 128/16w
Vgl auch; Beisatz: Auch bei Teilnahme eines Mitglieds einer freiwilligen Feuerwehr an einer vom Versicherungsschutz erfassten Übung stehen Unfälle auf Wegen zu oder von einer Übung unter Unfallversicherungsschutz, deren Ausgangs- bzw Endpunkt der Wohnort ist. Der Schutz auf dem Weg von einem „dritten Ort“ zu einer Übung ist dann nicht ausgeschlossen, wenn für den Aufenthalt an diesem Ort Gründe bestehen, die mit der versicherten Tätigkeit (Ausübung der im Rahmen der Übung obliegenden Pflichten) in einem inneren Zusammenhang stehen, so zB dann, wenn die Übung von diesem anderen Ort aus leichter und gefahrloser erreicht werden kann oder wenn ein Feuerwehrmitglied außerplanmäßig von einem zufälligen Aufenthaltsort zur Übung gerufen wird. (T3)
10 ObS 49/18f
Entscheidungstext OGH 23.05.2018 10 ObS 49/18f
Auch; Beis ähnlich wie T1; Beis ähnlich wie T2; Beisatz: Hier: Versicherungsschutz auf dem Weg vom Arbeitsplatz zu einer eigenwirtschaftlichen Verrichtung (Wahrnehmung eines Behördentermins), wobei infolge Vergessen eines Dokuments ein Umweg über die Wohnung gewählt wurde, verneint. (T4)
ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0084822
JJR_19890523_OGH0002_010OBS00163_8900000_003
Rechtssatz für 10ObS207/89 7Ob557/94 1...
RS0084038
10ObS207/89; 7Ob557/94; 10ObS93/16y
Weil nur solche Unfälle den Arbeitsunfällen gleichgestellt sind, die sich bei den aufgezählten Hilfeleistungen ereignen, dürfen sie bzw die Gefahrenlagen, in denen der Helfer tätig wird, noch nicht beendet sein. Davon kann solange nicht gesprochen werden, als die Möglichkeit zu einer (sinnvollen) Hilfe noch nicht ausgeschlossen werden kann.
10 ObS 207/89
Entscheidungstext OGH 20.06.1989 10 ObS 207/89
Veröff: JBl 1989,801 = SSV-NF 3/84
7 Ob 557/94
Entscheidungstext OGH 31.08.1994 7 Ob 557/94
Auch; Beisatz: Die Schutzbereiche der ersten fünf in § 176 Abs 1 Z 2 ASVG geregelten Fälle erfordern die Abwendung einer gegenwärtig drohenden Gefahr oder zumindest ein Dringlichkeitsmoment. (T1)
ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0084038
JJR_19890620_OGH0002_010OBS00207_8900000_001
Rechtssatz für 10ObS288/89 10ObS171/90...
RS0084380
10ObS288/89; 10ObS171/90; 10ObS221/90; 10ObS114/95; 10ObS274/98m; 10ObS282/98p; 10ObS175/99d; 10ObS46/01i; 10ObS130/02v; 10ObS5/05s; 10ObS37/05x; 10ObS169/12v; 10ObS162/13s; 10ObS10/14i; 10ObS45/14m; 10ObS93/16y; 10ObS133/16f; 10ObS128/16w; 10ObS167/16f; 10ObS49/18f
ASVG §175
B-KUVG §90
Der "direkte Weg" wird in der Regel die streckenmäßig oder zeitlich kürzeste Verbindung sein, wobei der Versicherte zwischen im wesentlichen gleichwertigen Verbindungen frei wählen kann. Auf einem längeren Weg besteht nur dann Versicherungsschutz, wenn der an sich kürzeste Weg unter Bedachtnahme auf das benützte private oder öffentliche Verkehrsmittel entweder überhaupt nicht (zB wegen einer Verkehrssperre) oder nur unter vor allem für die Verkehrssicherheit wesentlich ungünstigeren Bedingungen (zB Witterungsverhältnissen, Straßenverhältnissen oder Verkehrsverhältnissen) benützt werden oder der Versicherte solche für die tatsächlich gewählte Strecke sprechende Bedingungen wenigstens annehmen konnte. Ein allein oder überwiegend im privatwirtschaftlichen Interesse gewählter Umweg ist nicht versichert.
10 ObS 288/89
Entscheidungstext OGH 07.11.1989 10 ObS 288/89
Veröff: SZ 62/170 = SSV-NF 3/132
10 ObS 171/90
Entscheidungstext OGH 24.04.1990 10 ObS 171/90
nur: Der "direkte Weg" wird in der Regel die streckenmäßig oder zeitlich kürzeste Verbindung sein. (T1)
nur: Ein allein oder überwiegend im privatwirtschaftlichen Interesse gewählter Umweg ist nicht versichert. (T2)
Veröff: SSV-NF 4/67
10 ObS 221/90
Entscheidungstext OGH 12.06.1990 10 ObS 221/90
10 ObS 114/95
Entscheidungstext OGH 14.11.1995 10 ObS 114/95
Auch; nur T1; Beisatz: Umwege sind im allgemeinen nicht als versichert anzusehen. (T3)
Veröff: SZ 68/214
10 ObS 282/98p
Entscheidungstext OGH 10.11.1998 10 ObS 282/98p
10 ObS 175/99d
Entscheidungstext OGH 30.11.1999 10 ObS 175/99d
Vgl auch; nur T1; Beisatz: Hier: § 175 Abs 2 Z 5 ASVG. (T4)
Beisatz: Der Weg zum Ankauf eines für die berufliche Tätigkeit bestimmten Buches in der Freizeit ist jedenfalls dann nicht geschützt, wenn dazu eine Fahrt in eine weiter entfernte Stadt unternommen wird, obwohl im Bereich des Wohnortes eine Buchhandlung zur Verfügung steht, über die das Buch (allenfalls nach Vorbestellung) bezogen werden kann. (T5)
10 ObS 46/01i
Entscheidungstext OGH 20.03.2001 10 ObS 46/01i
Beisatz: Die Entscheidung der Frage, ob ein Umweg im Verhältnis zur kürzeren Wegverbindung als gleichwertig anzusehen ist, hängt nicht allein von der Länge der zu vergleichenden Wegstrecke ab. Es sind dabei alle nach der allgemeinen Verkehrsanschauung maßgeblichen Umstände in Betracht zu ziehen, insbesondere das gewählte Verkehrsmittel und die Notwendigkeit und Zweckmäßigkeit im Hinblick auf dieses Verkehrsmittel, einen bestimmten Weg einzuschlagen, um möglichst schnell und sicher den gewünschten Zielort zu erreichen. Ob die Voraussetzungen für einen Versicherungsschutz auf Umwegen vorliegen, hängt von den jeweiligen Umständen des Einzelfalles ab. (T6)
10 ObS 130/02v
Entscheidungstext OGH 14.05.2002 10 ObS 130/02v
Auch; nur T1; Beisatz: Allein oder überwiegend im privatwirtschaftlichen Interesse gewählte örtliche Abweichungen vom kürzesten Weg (Umwege, Abwege) sind dabei in der Regel, also mangels besonderer gegenteiliger Umstände, nicht versichert. (T7)
10 ObS 5/05s
Entscheidungstext OGH 18.02.2005 10 ObS 5/05s
10 ObS 37/05x
Entscheidungstext OGH 26.04.2005 10 ObS 37/05x
Vgl auch; Beis wie T6 nur: Ob die Voraussetzungen für einen Versicherungsschutz auf Umwegen vorliegen, hängt von den jeweiligen Umständen des Einzelfalles ab. (T8)
10 ObS 169/12v
Entscheidungstext OGH 19.03.2013 10 ObS 169/12v
Beisatz: Diesem Gedanken liegen Gesichtspunkte der Gefahrtragung für die örtlich verschobene Risikosphäre insofern zu Grunde, als durch einen Um- oder Abweg im Allgemeinen und durch eine erhebliche Verlängerung der Wegstrecke im Besonderen in den meisten Fällen eine vermeidbare Gefahrenerhöhung eintritt. (T9)
Beisatz: Diese Rechtsprechung ist auch auf den Weg während der Arbeitszeit (einschließlich der Pausen) zwecks Befriedigung lebensnotwendiger Bedürfnisse von der Arbeitsstätte zur Wohnung des Versicherten und zurück anzuwenden, ist doch ein Grund für eine unterschiedliche Behandlung nicht ersichtlich. (T10)
Veröff: SZ 2013/31
10 ObS 162/13s
Entscheidungstext OGH 17.12.2013 10 ObS 162/13s
Beis wie T6 nur: Es sind dabei alle nach der allgemeinen Verkehrsanschauung maßgeblichen Umstände in Betracht zu ziehen, insbesondere das gewählte Verkehrsmittel und die Notwendigkeit und Zweckmäßigkeit im Hinblick auf dieses Verkehrsmittel, einen bestimmten Weg einzuschlagen, um möglichst schnell und sicher den gewünschten Zielort zu erreichen. (T11)
Beisatz: Auch durch einen längeren Weg wird der Zusammenhang mit der versicherten Tätigkeit dann nicht unterbrochen, wenn durch die Wahl eines anderen Verkehrsmittels (hier: PKW) eine wesentliche Verkürzung des Arbeitsweges in zeitlicher Hinsicht gegenüber der sonst gewählten Fortbewegung (hier: Fußweg oder Fahrrad) eintritt. (T12)
Vgl auch; nur T2; Beis wie T3; Beis wie T7; Beis wie T8; Beis wie T9; Beis wie T10
Auch; Beisatz: Hier: Zu § 90 B‑KUVG. (T13)
Auch; Beisatz: Auch bei Teilnahme eines Mitglieds einer freiwilligen Feuerwehr an einer vom Versicherungsschutz erfassten Übung stehen Unfälle auf Wegen zu oder von einer Übung unter Unfallversicherungsschutz, deren Ausgangs- bzw Endpunkt der Wohnort ist. Der Schutz auf dem Weg von einem „dritten Ort“ zu einer Übung ist dann nicht ausgeschlossen, wenn für den Aufenthalt an diesem Ort Gründe bestehen, die mit der versicherten Tätigkeit (Ausübung der im Rahmen der Übung obliegenden Pflichten) in einem inneren Zusammenhang stehen, so zB dann, wenn die Übung von diesem anderen Ort aus leichter und gefahrloser erreicht werden kann oder wenn ein Feuerwehrmitglied außerplanmäßig von einem zufälligen Aufenthaltsort zur Übung gerufen wird. (T14)
10 ObS 167/16f
Entscheidungstext OGH 24.01.2017 10 ObS 167/16f
ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0084380
JJR_19891107_OGH0002_010OBS00288_8900000_001
Rechtssatz für 10ObS22/94 10ObS2437/96x...
RS0084069
10ObS22/94; 10ObS2437/96x; 10ObS267/98g; 10ObS67/99x; 10ObS30/00k; 10ObS46/01i; 10ObS109/02f; 10ObS221/01z; 10ObS156/02t; 10ObS48/03m; 10ObS105/02t; 6Ob131/03p; 10ObS45/06z; 10ObS134/08s; 10ObS2/11h; 10ObS93/16y; 10ObS54/18s
ZPO §228 B8
ASGG §65 Abs2
Das Klagebegehren, es werde festgestellt, dass es sich bei dem Unfall um einen Arbeitsunfall im Sinne des § 175 ASVG handle, entspricht nicht dem § 65 Abs 2 ASGG; vielmehr ist ein auf Feststellung, dass eine Gesundheitsstörung Folge eines Arbeitsunfalles oder einer Berufskrankheit ist, gerichtetes Klagebegehren erforderlich.
10 ObS 22/94
Entscheidungstext OGH 15.02.1994 10 ObS 22/94
10 ObS 2437/96x
Entscheidungstext OGH 13.12.1996 10 ObS 2437/96x
Auch; Beisatz: Ein Anspruch darauf, dass die Beklagte einen Unfall als Arbeitsunfall "anerkenne", besteht nicht; der Zuspruch von "gesetzlichen Leistungen aus der Unfallversicherung" ist völlig unbestimmt. (T1)
10 ObS 267/98g
Entscheidungstext OGH 01.09.1998 10 ObS 267/98g
Auch; Beisatz: Das Begehren auf Feststellung, dass es sich bei dem Unfall um einen Arbeitsunfall handle, entspricht in keiner Weise dem Gesetz. (T2)
10 ObS 67/99x
Entscheidungstext OGH 05.10.1999 10 ObS 67/99x
Vgl auch; Beisatz: Ein Begehren auf Zuspruch von gesetzlichen Leistungen aus der Unfallversicherung genügt nicht. (T3)
10 ObS 30/00k
Entscheidungstext OGH 22.02.2000 10 ObS 30/00k
10 ObS 109/02f
Entscheidungstext OGH 30.04.2002 10 ObS 109/02f
Vgl auch; Beisatz: In einem Feststellungsbegehren nach § 65 Abs 2 ASGG sind die beim Versicherten eingetretenen Gesundheitsstörungen zu nennen. (T4); Veröff: SZ 2002/60
10 ObS 221/01z
Entscheidungstext OGH 30.04.2002 10 ObS 221/01z
nur: Das Klagebegehren, es werde festgestellt, dass es sich bei dem Unfall um einen Arbeitsunfall im Sinne des § 175 ASVG handle, entspricht nicht dem § 65 Abs 2 ASGG (T5); Beis wie T4; Beisatz: Ein Klagebegehren auf Feststellung des Vorliegens eines Arbeitsunfalls (dass ein bestimmtes Ereignis ein Arbeitsunfall sei) erfüllt auch nicht die Voraussetzungen des § 228 ZPO (Feststellung des Bestehens oder Nichtbestehens eines Rechtsverhältnisses). (T6); Beisatz: Die Stattgebung eines Feststellungsbegehrens nach § 65 Abs 2 ASGG setzt voraus, dass als Folge eines Arbeitsunfalles oder einer Berufskrankheit eine bestimmte Gesundheitsstörung (zumindest bei Schluss der Verhandlung erster Instanz) besteht. (T7)
10 ObS 156/02t
Entscheidungstext OGH 28.05.2002 10 ObS 156/02t
10 ObS 48/03m
Entscheidungstext OGH 08.04.2003 10 ObS 48/03m
10 ObS 105/02t
Entscheidungstext OGH 29.04.2003 10 ObS 105/02t
Auch; Beis wie T7; Beisatz: Ein auf Anerkennung des Ereignisses als Arbeitsunfall gerichtetes Klagebegehren ist als (unrichtig formuliertes) Eventualfeststellungsbegehren aufzufassen, über das erst nach Entscheidung über das auf Leistung der Versehrtenrente gerichtete Hauptbegehren abgesprochen werden kann. (T8)
10 ObS 45/06z
Entscheidungstext OGH 27.06.2006 10 ObS 45/06z
Auch; Beis wie T2; Beis ähnlich wie T4
10 ObS 134/08s
Entscheidungstext OGH 25.11.2008 10 ObS 134/08s
Vgl auch; Beis wie T7; Beis ähnlich wie T8
10 ObS 2/11h
Entscheidungstext OGH 21.07.2011 10 ObS 2/11h
10 ObS 54/18s
Entscheidungstext OGH 23.05.2018 10 ObS 54/18s
ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0084069
JJR_19940215_OGH0002_010OBS00022_9400000_001
Rechtssatz für 10ObS191/97d 10ObS93/16y
RS0107976
10ObS191/97d; 10ObS93/16y
Sämtlichen Fallgruppen des § 176 Abs 1 Z 2 ASVG ist gemeinsam, daß es sich stets und ausschließlich um personenbezogene Aktivitäten handeln muß. Die Hilfeleistung muß jedenfalls Menschen, nicht etwa bloß Tieren gelten.
Veröff: SZ 70/131
Vgl aber; Beisatz: Dass die rettende und helfende Tätigkeit in den Fällen des § 176 Abs 1 Z 2 ASVG allgemein Menschen gelten muss, bedeutet nicht, dass in allen Fällen ein Mensch gerettet werden muss; denn dieser Fall wäre, wenn tatsächliche oder vermutete Lebensgefahr besteht, unter die Fallgruppe 1 des § 176 Abs 1 Z 2 ASVG zu subsumieren. Die Hilfeleistung in Fällen der Fallgruppe 4 dieser Bestimmung ist umfassender zu sehen. Sie umfasst nicht nur die Rettung eines Menschen aus einem Unglücksfall sondern kann auch in einer Abwehr eines Schadens an Sachgütern anderer Menschen liegen, denn auch ein solches Hilfeleisten „gilt“ anderen Menschen. (T1)
Beisatz: Gerät ein Kleintransporter auf einer abschüssigen Straße unkontrolliert ins Rollen, so besteht erhebliche Gefahr für Menschen und Sachen (insbesondere auch den rollenden Kleintransporter selbst), wenn dies – wie hier – mitten im verbauten Ortsgebiet geschieht. Dieses plötzlich eintretende Ereignis ist daher ein Unglücksfall iSd § 176 Abs 1 Z 2 Fallgruppe 4 ASVG. (T2)
ECLI:AT:OGH0002:1997:RS0107976
JJR_19970708_OGH0002_010OBS00191_97D0000_001
RS0107977
§ 176 Abs 1 Z 2 ASVG erfasst in seinen ersten fünf Fallgruppen ausschließlich solche, bei denen es jeweils um Dringlichkeitsmaßnahmen aus Notfällen und Gefahrenfällen geht, bei welchen aus altruistischen Beweggründen im Interesse der Allgemeinheit, wenngleich ohne besondere Rechtspflicht, Rettungshandlungen oder sonstige Hilfeleistungshandlungen gesetzt werden. Bei den beiden letztgenannten in der Aufzählung des Gesetzes - Blutspende und Unterstützung einer Amtshandlung - handelt es sich hingegen um solche, denen ein derart unmittelbares Dringlichkeitsmoment fehlt.
ECLI:AT:OGH0002:1997:RS0107977
JJR_19970708_OGH0002_010OBS00191_97D0000_002