Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=01.03.2017&Aktenzeichen=XII%20ZB%20608/15
Timestamp: 2020-05-30 22:43:56
Document Index: 158750643

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1903', '§ 26', '§ 41', '§ 63', '§ 69', '§ 15', '§ 189', '§ 71', '§ 1903', '§ 74', '§ 1903', '§ 26', '§ 1903', '§ 26', '§ 271']

BGH, 01.03.2017 - XII ZB 608/15 - dejure.org
https://dejure.org/2017,6469
BGH, 01.03.2017 - XII ZB 608/15 (https://dejure.org/2017,6469)
BGH, Entscheidung vom 01.03.2017 - XII ZB 608/15 (https://dejure.org/2017,6469)
BGH, Entscheidung vom 01. März 2017 - XII ZB 608/15 (https://dejure.org/2017,6469)
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BGB § 1903; FamFG § 26
§ 41 Abs. 1 Satz 2 FamFG, § 63 Abs. 3 Satz 1 FamFG, § 69 Abs. 3 FamFG, § 15 Abs. 2 Satz 1 FamFG, § 189 ZPO, § 71 Abs. 1 Satz 1 FamFG, § 1903 Abs. 1 BGB, § 74 Abs. 7 FamFG
§ 1903 BGB, § 26 FamFG
Einwilligungsvorbehalt, Erforderlichkeit
BGB § 1903 Abs. 1 ; FamFG § 26
Betreung - und der Einwilligungsvorbehalt
AG Soltau, 26.08.2015 - 6 XVII B 746
LG Lüneburg, 02.12.2015 - 8 T 159/15
NJW-RR 2017, 769
MDR 2017, 458
FamRZ 2017, 754
Der Umfang der Ermittlung richtet sich auch danach, dass es sich bei dem Einwilligungsvorbehalt um einen gravierenden Eingriff in die Grundrechte des Betroffenen handelt, der sich ohne weitere Feststellungen nicht rechtfertigen lässt (Senatsbeschluss vom 1. März 2017 - XII ZB 608/15 - FamRZ 2017, 754 Rn. 13 mwN).
Auch wenn der Einwilligungsvorbehalt in dem angeordneten Bereich von geringer praktischer Relevanz wäre und dem Betreuer bei seiner Tätigkeit behilflich sein könnte, ändert das nichts an der erheblichen Eingriffsintensität eines solchen Vorbehalts, der immer auch verhältnismäßig, also insbesondere erforderlich sein muss (Senatsbeschluss vom 1. März 2017 - XII ZB 608/15 - FamRZ 2017, 754 Rn. 15).
Denn hierbei handelt es sich um einen besonders schwerwiegenden Eingriff in die Grundrechte des Betroffenen (vgl. Senatsbeschluss vom 1. März 2017 - XII ZB 608/15 - FamRZ 2017, 754 Rn. 13 mwN).
Betreuungssache: Ablehnung der Aufhebung des Einwilligungsvorbehalts ohne weitere …
Ob dies der Fall ist, hat das Betreuungsgericht im Rahmen seiner Amtsermittlungspflicht festzustellen (vgl. Senatsbeschluss vom 1. März 2017 - XII ZB 608/15 - FamRZ 2017, 754 Rn. 13 mwN) und dabei die speziellen verfahrensrechtlichen Maßgaben der §§ 271 ff. FamFG zu beachten.
Bei dem Einwilligungsvorbehalt handelt es sich um einen gravierenden Eingriff in die Grundrechte des Betroffenen, der sich ohne weitere Feststellungen nicht rechtfertigen lässt (im Anschluss an Senatsbeschluss vom 1. März 2017, XII ZB 608/15, FamRZ 2017, 754).