Source: http://curia.europa.eu/juris/document/document.jsf?text=&docid=212347&pageIndex=0&doclang=DE&mode=req&dir=&occ=first%E2%88%82=1&cid=7248347
Timestamp: 2019-08-21 03:54:59
Document Index: 85826099

Matched Legal Cases: ['§ 312', 'Art. 6', '§ 312', '§ 312', '§ 355', '§ 495']

Language of document : Bulgarian Spanish Czech Danish German Estonian Greek French Italian Latvian Lithuanian Hungarian Dutch Polish Portuguese Romanian Slovak Slovene Finnish Swedish Croatian ECLI:EU:C:2019:273
21. Das vorlegende Gericht ist der Ansicht, dass das den Darlehensnehmern übergebene Informationsdokument über das Widerrufsrecht sich auf § 312d Abs. 3 Nr. 1 BGB gründe, der Art. 6 Abs. 2 Buchst. c der Richtlinie 2002/65 umsetze. Allerdings finde § 312d Abs. 3 Nr. 1 BGB nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (Deutschland) auf Verbraucherdarlehen, auch wenn sie im Fernabsatz geschlossen worden seien, keine Anwendung. Bei diesen Verträgen verfüge der Verbraucher über ein Widerrufsrecht, das nicht von § 312d Abs. 3 Nr. 1 BGB, sondern von § 355 Abs. 3 BGB in Verbindung mit § 495 Abs. 1 BGB geregelt werde, der vorsehe, dass das Widerrufsrecht nicht allein deshalb erlösche, weil der Vertrag vor Ausübung des Widerrufsrechts auf ausdrücklichen Wunsch des Verbrauchers von beiden Seiten bereits voll erfüllt sei.