Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VIII%20R%2040/15
Timestamp: 2019-12-11 16:07:38
Document Index: 349381737

Matched Legal Cases: ['§ 32', '§ 32', '§ 32', '§ 20', '§ 10', '§ 10', '§ 126', '§ 20', '§ 10', '§ 20', '§ 10', '§ 171', '§ 175', '§ 351', '§ 42', '§ 164', '§ 172', '§ 173', '§ 43', '§ 43', '§ 43', '§ 2', '§ 43', '§ 43', '§ 32', '§ 20', '§ 43', '§ 43', '§ 20', '§ 43', '§ 2', '§ 2', '§ 173', '§ 135', '§ 2', '§ 10', '§ 20', '§ 32', '§ 32', '§ 10', '§ 10', '§ 20', '§ 20', '§ 10', '§ 10']

BFH, 09.05.2017 - VIII R 40/15 - dejure.org
https://dejure.org/2017,32427
BFH, 09.05.2017 - VIII R 40/15 (https://dejure.org/2017,32427)
BFH, Entscheidung vom 09.05.2017 - VIII R 40/15 (https://dejure.org/2017,32427)
BFH, Entscheidung vom 09. Mai 2017 - VIII R 40/15 (https://dejure.org/2017,32427)
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Zur unmittelbaren Berücksichtigung nacherklärter Veräußerungsverluste im Verlustfeststellungsbescheid - Grobe Fahrlässigkeit bei Rücknahme eines Einspruchs trotz offenkundiger Problematik
§ 32d Abs. 6 des Einkomm... ensteuergesetzes, § 32d Abs. 4 EStG, § 32d Abs. 1 EStG, § 20 Abs. 6 Sätze 3 und 4 EStG, § 10d EStG, § 10d Abs. 4 Satz 4 EStG, § 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung, § 20 Abs. 6 Satz 4 EStG, § 10d Abs. 4 Satz 5 EStG, § 20 Abs. 6 EStG, § 10d Abs. 4 EStG, § 171 Abs. 10, § 175 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, § 351 Abs. 2 AO, § 42 FGO, §§ 164 f. AO, §§ 172 ff. AO, § 173 AO, §§ 43 ff. EStG, § 43 Abs. 5 Satz 3 EStG, § 43a Abs. 3 EStG, § 2 Abs. 5b EStG, § 43 Abs. 1 EStG, § 43 Abs. 5 Satz 1 EStG, § 32d EStG, § 20 Abs. 2 EStG, § 43a Abs. 2 EStG, § 43a Abs. 3 Satz 3 EStG, § 20 Abs. 6 Satz 6 EStG, § 43a Abs. 3 Satz 4 EStG, § 2 Abs. 3 EStG, § 2 Abs. 4 EStG, § 173 Abs. 1 Nr. 2 AO, § 135 Abs. 1 FGO
§ 2 Abs 5b EStG 2009, § 10d Abs 4 EStG 2009, § 20 Abs 6 EStG 2009, § 32d Abs 1 EStG 2009, § 32d Abs 4 EStG 2009
Zur unmittelbaren Berücksichtigung nacherklärter Veräußerungsverluste in Verlustfeststellungsbescheid - Grobe Fahrlässigkeit bei Rücknahme eines Einspruchs
Zur unmittelbaren Berücksichtigung nacherklärter Veräußerungsverluste im Verlustfeststellungsbescheid
Der bereits zurückgenommene Einspruch...
Verluste bei der Ermittlung der Abgeltungsteuer rechtzeitig geltend machen
Berücksichtigung nacherklärter Veräußerungsverluste
Besonderheiten der Ablaufhemmung bei der Verlustfeststellung i.S.d. § 10d Abs. 4 EStG
Gesonderte Verlustfeststellung
Änderungen des § 10d Abs. 4 Satz 4 und 5 EStG durch das JStG 2010
EStG § 20 Abs 2 S 1 Nr 3 Buchst a, EStG § 20 Abs 4 S 5, EStG § 10d Abs 4 S 4
Optionsprämie, Optionsschein, Termingeschäft, Wertverlust, Veräußerungsverlust, Bindung, Bestandskraft, Verlustfeststellung
BFHE 258, 335
BB 2017, 2214
DB 2017, 2073
BStBl II 2017, 1049
Daraus folgt, dass im Feststellungsverfahren des verbleibenden Verlustvortrags die Einkünfte nicht eigenständig zu ermitteln bzw. zu überprüfen sind (BFH-Urteile in BFHE 248, 530, BStBl II 2015, 829; in BFHE 255, 1, und vom 9. Mai 2017 VIII R 40/15, BFHE 258, 335, BStBl II 2017, 1049).
Wegen der inhaltlichen Bindungswirkung in Bezug auf die Verlustfeststellung ist er durch einen entsprechenden Einkommensteuerbescheid auch dann beschwert, wenn es sich um einen sog. Nullbescheid handelt (BFH-Urteil in BFHE 258, 335, BStBl II 2017, 1049).
Ein Verlustvortrag kommt nur dann in Betracht, wenn ein Verlust bei der Ermittlung der der Abgeltungssteuer unterliegenden Einkünfte im Einkommensteuerbescheid des Verlustentstehungsjahres berücksichtigt worden ist bzw. eine solche Berücksichtigung durch Änderung dieses Einkommensteuerbescheides noch erreicht werden kann oder die Voraussetzungen des § 10d Abs. 4 S. 5 EStG vorliegen (zur verfahrensrechtlichen Situation im Ganzen ausführlich: BFH, Urteil vom 9. Mai 2017, VIII R 40/15, BStBl. II 2017, 1049).
Dies gilt auch für die der Abgeltungsteuer unterliegenden Einkünfte aus Kapitalvermögen (vgl. BFH-Urteil vom 09.05.2017 - VIII R 40/15, BStBl II 2017, 1049, Rn. 19 ff.).
Wegen der inhaltlichen Bindungswirkung in Bezug auf die Verlustfeststellung ist er durch einen entsprechenden Einkommensteuerbescheid auch dann beschwert, wenn mit diesem die Einkommensteuer - bezogen auf die Kapitaleinkünfte - mit 0 EUR festgesetzt wurde (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 09.05.2017 - VIII R 40/15, BStBl II 2017, 1049, Rn. 17, m.w.N., zu einem sog. Nullbescheid).
Dabei kann es offen bleiben, ob bereits die unterlassene Eintragung des steuerlichen Einlagekontos in der Feststellungserklärung als grob fahrlässiger Fehler anzusehen ist, oder ob dies noch dem Bereich der einfachen Fahrlässigkeit zuzurechnen ist, denn grob fahrlässig handelt auch, wer es versäumt, den steuermindernden Sachverhalt dem FA noch im Rahmen eines Einspruchs zu unterbreiten, wenn sich vor Fristablauf die Geltendmachung dieser Tatsachen hätte aufdrängen müssen (BFH-Urteil vom 09.05.2017 VIII R 40/15, BStBl II 2017, 1049).
Für das grobe Verschulden genügt auch ein Verhalten bis zum Eintritt der formellen Bestandskraft, wenn es der Steuerpflichtige oder sein Berater versäumt, den entscheidungsrelevanten Sachverhalt im Rahmen eines fristgerechten Einspruchs mitzuteilen und damit verhindert, dass der zutreffende Sachverhalt im Bescheid erfasst wird (BFH Urteil vom 09.05.2017 VIII R 40/15, BStBl II 2017, 1049 Tz. 29).
Wegen der inhaltlichen Bindungswirkung in Bezug auf die Verlustfeststellung ist er durch einen entsprechenden Einkommensteuerbescheid auch dann beschwert, wenn es sich um einen sog. Nullbescheid handelt (BFH, Urteil vom 09.05.2017, VIII R 40/15, BFHE 258, 335 , [...]).