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Timestamp: 2016-10-27 01:13:57
Document Index: 298042244

Matched Legal Cases: ['Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 6', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE']

8C_101/2007 (17.08.2007)
N.________, 1956, Beschwerdef�hrerin,
N.________, geboren 1956, war bei der Q.________ AG als Betriebsmitarbeiterin angestellt und bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) f�r die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunf�llen sowie Berufskrankheiten versichert. Am 4. Dezember 2004 erlitt sie als Beifahrerin in dem von ihrem Ehemann gesteuerten Personenwagen einen Verkehrsunfall (frontale Kollision mit einem entgegenkommenden, auf die Gegenfahrbahn geratenen Personenwagen). Dabei zog sie sich laut Bericht des Spitals X.________ vom 17. Dezember 2004 eine Commotio cerebri, eine Thoraxkontusion, ein stumpfes Abdominaltrauma, eine Ober- und Unterschenkelkontusion rechts sowie ein Knalltrauma zu. Eine kraniale Computertomografie (CT) vom 5. Dezember 2004 und eine Magnetresonanztomografie (MRI) vom 14. Dezember 2004 zeigten keine unfallbedingten L�sionen. Am 20. Dezember 2004 konnte die Versicherte in gutem Allgemeinzustand nach Hause entlassen werden. Wegen fortbestehender Schwindelbeschwerden wurde sie durch Dr. med. P.________, Facharzt f�r Ohren-, Nasen-, Halskrankheiten, untersucht, welcher eine leichte Hochtonperzeptionsschwerh�rigkeit beidseits, jedoch keine Vestibulopathie als Ursache der Beschwerden fand (Bericht vom 25. Januar 2005). SUVA-Kreisarzt Dr. med. R.________ erachtete es am 10. Februar 2005 als fraglich, ob die Versicherte beim Unfall vom 4. Dezember 2004 ein Sch�del-Hirntrauma mit Commotio cerebri erlitten hatte, bejahte dagegen Hinweise auf eine HWS-Distorsion und empfahl eine station�re Abkl�rung und Behandlung. Diese fand in der Zeit vom 2. - 30. M�rz 2005 in der Rehaklinik Y.________ statt und f�hrte zu den Diagnosen einer milden traumatischen Hirnsch�digung (MTBI), m�glicherweise kombiniert mit einem Distorsionstrauma der Halswirbels�ule (HWS), einer Thoraxkontusion und eines stumpfen Abdominaltraumas mit Herzkontusion, einer Ober- und Unterschenkelkontusion rechts sowie einer Anpassungsst�rung mit Angst und depressiver Reaktion gemischt bei Verdeutlichungstendenz und Opferrollenproblematik. Zur Arbeitsf�higkeit aus funktionell-somatischer Sicht f�hrten die untersuchenden �rzte aus, f�r die bisherige T�tigkeit als Betriebsmitarbeiterin sei die Versicherte ab 31. M�rz 2005 zu 50 % und ab 1. Mai 2005 zu 100 % arbeitsf�hig (Austrittsbericht vom 12. April 2005). Nach Anordnung einer erneuten ORL-Untersuchung durch Dr. med. G.________, welcher am 8. Juni 2005 Bericht erstattete, erliess die SUVA am 21. Juli 2005 eine Verf�gung, mit welcher sie die Leistungen mangels Unfallkausalit�t der geklagten Beschwerden per 1. September 2005 einstellte. Die mit dem Begehren um Weiterausrichtung der gesetzlichen Leistungen eingereichte Einsprache hiess sie insoweit gut, als sie in Ab�nderung der Verf�gung vom 21. Juli 2005 eine weitere Leistungspflicht f�r die H�rst�rung anerkannte; im �brigen wies sie die Einsprache ab (Einspracheentscheid vom 2. Februar 2006).
Die dagegen erhobene Beschwerde, mit welcher N.________ beantragen liess, der Einspracheentscheid vom 2. Februar 2006 sei, soweit er nicht die Versicherungsleistungen wegen der H�rst�rung zum Gegenstand habe, aufzuheben und es sei die SUVA zu verpflichten, die gesetzlichen Leistungen �ber den 31. August 2005 hinaus zu erbringen, wies das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen mit Entscheid vom 6. Februar 2007 ab.
N.________ l�sst Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht erheben sinngem�ss mit dem Rechtsbegehren, in Aufhebung des angefochtenen Entscheids und des Einspracheentscheids vom 2. Februar 2006, soweit nicht die H�rst�rung betreffend, sei die SUVA zu verpflichten, die gesetzlichen Leistungen (Taggeld, Rente) �ber den 31. August 2005 hinaus zu gew�hren. In prozessualer Hinsicht wird die (formlose) Sistierung des Verfahrens bis zum Vorliegen eines von der IV-Stelle des Kantons St. Gallen in Auftrag gegebenen polydisziplin�ren Gutachtens des Zentrums f�r medizinische Begutachtung (ZMB) beantragt.
Die SUVA beantragt Abweisung der Beschwerde und des Begehrens um Sistierung des Verfahrens. Das Bundesamt f�r Gesundheit verzichtet auf Vernehmlassung.
2.1 Mit Blick auf den in Art. 29 Abs. 1 BV verankerten Grundsatz auf Beurteilung der Sache innert angemessener Frist ist eine Sistierung des Verfahrens nur ausnahmsweise zul�ssig, wenn sie sich auf sachliche Gr�nde st�tzen l�sst (BGE 130 V 90 E. 5 S. 94 f. mit Hinweis). Nach der Rechtsprechung werden u.a. die Vornahme zweckm�ssiger zus�tzlicher Abkl�rungen (BGE 127 V 228 E. 2a S. 231) oder die H�ngigkeit eines anderen Verfahrens, dessen Ausgang von pr�judizieller Bedeutung ist (Pra 1996 Nr. 141 S. 473 E. 3b; BGE 123 II 1 E. 2b S. 3, 122 II 211 E. 3e S. 217 mit Hinweis) als zureichende Gr�nde f�r eine Sistierung anerkannt.
2.2 Dem vorliegenden Begehren um (formlose) Sistierung des Verfahrens bis zum Vorliegen des von der Invalidenversicherung in Auftrag gegebenen polydisziplin�ren Gutachtens w�re zu entsprechen, wenn der relevante Sachverhalt nicht hinreichend abgekl�rt w�re und das Gutachten zur Beurteilung einer entscheidenden Frage erforderlich w�re. So verh�lt es sich jedoch nicht. Zum einen ist der massgebende Sachverhalt hinreichend gekl�rt, wie nachfolgend darzulegen ist. Zum andern sind vom Gutachten keine entscheidrelevanten neuen Erkenntnisse zu erwarten, weil im vorliegenden Verfahren die Frage der Unfallkausalit�t im Vordergrund steht, welche nicht Gegenstand des IV-Verfahrens bildet. Das Sistierungsbegehren ist daher abzuweisen.
Im kantonalen Entscheid werden die nach der Rechtsprechung f�r den Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung (Art. 6 Abs. 1 UVG) geltenden Voraussetzungen des nat�rlichen und ad�quaten Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (BGE 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181), insbesondere bei Schleudertraumen oder schleudertrauma�hnlichen Verletzungen der HWS (BGE 117 V 359 ff.; RKUV 2000 Nr. U 395 S. 317 E. 3, U 160/98; SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67) und Sch�del-Hirntraumen (BGE 117 V 369 ff.), zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen.
Streitig und zu pr�fen ist, ob die von der Beschwerdef�hrerin im Zeitpunkt der von der SUVA verf�gten Einstellung der Leistungen per 1. September 2005 geklagten Beschwerden noch in einem rechtserheblichen Kausalzusammenhang mit dem versicherten Unfall standen.
4.1 Beim Unfall vom 4. Dezember 2004 handelte es sich um eine frontale Kollision mit einem entgegenkommenden, auf die Gegenfahrbahn geratenen Personenwagen. Dabei hat die Beschwerdef�hrerin kein eigentliches Schleudertrauma (Peitschenhiebverletzung, Whiplash-injury) erlitten. Fraglich ist, ob sie sich eine Distorsion der HWS zugezogen hat, welche im Sinne der Rechtsprechung als schleudertrauma�hnliche Verletzung der HWS zu qualifizieren ist. Diesbez�glich geht aus den Akten hervor, dass der zust�ndige Stationsarzt des Spitals X.________ in einem Zeugnis vom 13. Dezember 2004 ein "HWS-Problem" erw�hnt, im Austrittszeugnis vom 21. Dezember 2004 dagegen ein "Thoraxleiden" diagnostiziert hat. Nachdem eine MRI-Untersuchung der HWS keine relevanten pathologischen Ver�nderungen gezeigt hatte, diagnostizierten die �rzte der Klinik f�r Chirurgie und Orthop�die des Spitals X.________ am 17. Dezember 2004 eine Commotio cerebri, eine Thoraxkontusion, ein stumpfes Abdominaltrauma, eine Ober- und Unterschenkelkontusion rechts sowie ein Knalltrauma. Gegen�ber dem Aussendienst der SUVA gab die Versicherte am 7. Januar 2005 an, seit dem Unfall an Kopf- und Nackenschmerzen sowie an Beschwerden im R�cken, in der rechten H�fte und im rechten Bein zu leiden. Ferner klagte sie �ber Schwindelbeschwerden. Diese wurden fach�rztlich abgekl�rt, wobei eine leichte Hochtonperzeptionsschwerh�rigkeit beidseits festgestellt und der Verdacht auf einen vertebragenen Schwindel nach HWS-Schleudertrauma ge�ussert wurde (Bericht Dr. med. P.________ vom 25. Januar 2005). Bei der kreis�rztlichen Untersuchung vom 10. Februar 2005 gelangte Dr. med. R.________ zum Schluss, es best�nden Hinweise auf eine HWS-Distorsion und es sei eine station�re Abkl�rung und Behandlung vorzunehmen. Im Austrittsbericht der Rehaklinik Y.________ vom 12. April 2005 wird ausgef�hrt, die Versicherte leide an anhaltenden, bei Belastung verst�rkten Nacken- und BWS-Beschwerden mit Ausstrahlung in beide Arme, in den LWS-Bereich sowie in die Beine bei einer massiven Symptomausweitung. Die von der Versicherten angegebenen Beschwerden, wozu auch Schlafst�rungen, Kopfschmerzen, Sehschwierigkeiten, gelegentliche Schwindelattacken mit Bewusstlosigkeit, �belkeit, M�digkeit und Abgeschlagenheit sowie Vergesslichkeit geh�ren, werden als �berwiegend psychisch beurteilt und es wird lediglich als m�glich bezeichnet, dass es beim Unfall zu einer Distorsion der HWS gekommen ist. Insgesamt bleibt damit fraglich, ob die Versicherte beim Unfall vom 4. Dezember 2004 eine schleudertrauma�hnliche Verletzung der HWS erlitten hat. Wie es sich damit verh�lt, kann indessen offen bleiben, wie sich aus dem Folgenden ergibt.
4.2 Laut Bericht des Spitals X.________ vom 17. Dezember 2004 war die Beschwerdef�hrerin nach dem Unfall kurz bewusstlos gewesen. Bei der initialen �berwachung fielen am Tag nach dem Unfall eine pl�tzliche Desorientiertheit sowie vor�bergehende Sehst�rungen am rechten Auge auf. In der Folge zeigten sich auch eine diskrete H�rminderung sowie ein Tinnitus beidseits. Die Spital�rzte gelangten daher zur Diagnose einer Commotio cerebri. Ein CT des Sch�dels vom 5. Dezember 2004 hatte indessen keine pathologischen Befunde ergeben. Bei der ORL-Untersuchung konnte kein Innenohrschaden festgestellt werden. Kreisarzt Dr. med. R.________ erachtete es als sehr fraglich, ob die Versicherte beim Unfall ein Sch�del-Hirntrauma mit Commotio cerebri erlitten habe. Die �rzte der Rehaklinik Y.________ gelangten demgegen�ber ohne n�here Begr�ndung zum Schluss, dass es beim Unfall vom 4. Dezember 2004 zu einer milden traumatischen Hirnsch�digung (MTBI = mild traumatic brain injury) - m�glicherweise kombiniert mit einem HWS-Distorsionstrauma - gekommen sei. Sie st�tzten sich dabei auf die Angaben des Ehemannes der Versicherten, wonach diese l�ngere Zeit bewusstlos gewesen sei und eine l�ngere anterograde und eine kurze retrograde Amnesie bestehe. Von einer Bewusstlosigkeit l�sst sich den Polizeiakten indessen nichts entnehmen. Nach den Angaben des Ehemannes war die Beschwerdef�hrerin selbst�ndig ausgestiegen und hatte sich auf den Boden gelegt, wo sie von Drittpersonen betreut wurde. Des Weiteren geht aus den medizinischen Akten hervor, dass f�r die geklagten Schwindelbeschwerden kein klinisches Korrelat gefunden werden konnte und schon kurz nach dem Unfall die psychischen Beeintr�chtigungen im Vordergrund standen. Es ist daher fraglich, ob die Diagnose eines Sch�del-Hirntraumas mit Commotio cerebri zu Recht besteht und ob einem allf�lligen Sch�del-Hirntrauma im Zeitpunkt der Leistungseinstellung noch eine Bedeutung zukam. Auch diese Frage bedarf jedoch keiner weitern Abkl�rung, wie nachfolgend darzulegen ist.
4.3 Bereits kurz nach dem Unfall fielen eine Diskrepanz zwischen den geklagten Beschwerden und dem objektiven Befund sowie eine deutliche Schonhaltung auf. Nachdem schon Kreisarzt Dr. med. R.________ am 10. Februar 2005 eine betr�chtliche Somatisierung und Ausweitungssymptomatik festgestellt hatte, gelangten auch die �rzte der Rehaklinik Y.________ zum Schluss, dass eine starke Verdeutlichungstendenz der Symptome vorliege (Austrittsbericht vom 12. April 2005). Gest�tzt auf die Ergebnisse der von Frau lic. phil. T.________, Klinische Psychologin, und Dr. med. K._______, Facharzt FMH f�r Psychiatrie und Psychotherapie, im Rahmen der station�ren Abkl�rung und Behandlung vorgenommenen konsiliarischen Untersuchung wird die Diagnose einer Anpassungsst�rung (ICD-10 F43.2), Angst und depressive Reaktion gemischt mit Verdeutlichungstendenz und Opferrollenproblematik, gestellt. Im Konsiliarbericht vom 9. M�rz 2005 wird dazu ausgef�hrt, wegen der beschr�nkten Sprachkenntnisse der einfach strukturierten Patientin, bei der sich das Denken vorwiegend um die stark limitierenden Schmerzen drehe, und der abwartenden Opferhaltung sowie einer starken Verdeutlichungstendenz der Symptome, welche zu einem massiv abnormen Krankheitsverhalten und in Zusammenhang mit den Schmerzen zu maladaptivem �berzeugungs- und Bew�ltigungsmuster mit Schonhaltung und Selbstlimitierung f�hrten, sei es schwierig, das Ausmass der depressiven Symptome (wie gedr�ckte Stimmung, Aktivit�tsverlust, Schlafst�rungen, Konzentrationsschwierigkeiten) zu beurteilen. Der erste Eindruck gehe dahin, dass aus psychiatrischer Sicht kein gen�gend gesichertes Korrelat im Sinne einer Psychopathologie bestehe, welche mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit eine erhebliche Beeintr�chtigung der Arbeitsf�higkeit zu begr�nden verm�chte. Eine posttraumatische Belastungsst�rung (ICD-10 F43.1) im Vollbild sei nicht vorhanden.
Zusammenfassend ist, auch wenn sich aufgrund der vorhandenen �rztlichen Angaben die Art und Schwere der psychischen Beeintr�chtigungen nicht abschliessend beurteilen l�sst, mit der erforderlichen �berwiegenden Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass die Beschwerdef�hrerin im Zeitpunkt der Leistungseinstellung an psychischen Beeintr�chtigungen litt, welche zumindest im Sinne einer Teilkausalit�t auf den Unfall zur�ckzuf�hren sind, was zur Bejahung des nat�rlichen Kausalzusammenhangs gen�gt (BGE 119 V 335 E. 1 S. 338 mit Hinweis).
5.1 Weder unter dem Gesichtspunkt eines Schleudertraumas oder einer schleudertrauma�hnlichen Verletzung der HWS noch unter demjenigen eines Sch�del-Hirntraumas liessen sich organische Unfallfolgen feststellen, welche das Andauern der geklagten Beschwerden hinreichend zu erkl�ren verm�chten. Bei den anl�sslich der MRI-Untersuchung vom 14. Dezember 2004 festgestellten somatischen Befunden (Retrospondylose C4/5, lateraler Bandscheibenvorfall C5/6) handelt es sich um Befunde, welche als unfallfremd zu betrachten sind. Auch bez�glich der R�ckenschmerzen, der Schwindelbeschwerden und der von der SUVA als unfallkausal erachteten H�rst�rung konnte kein in Zusammenhang mit dem Unfall stehendes organisches Substrat gefunden werden. Was sodann die von der Rehaklinik Y.________ diagnostizierte MTBI betrifft, ist festzustellen, dass damit noch nicht gesagt ist, dass die Beschwerdef�hrerin an nachweisbaren organischen Unfallfolgen leidet. Die Diagnose einer milden traumatischen Hirnverletzung erfolgt aufgrund bestimmter Symptome nach kranialen Traumen und bedeutet nicht schon, dass eine objektiv nachweisbare Funktionsst�rung im Sinne der Rechtsprechung zum Schleudertrauma der HWS oder zum Sch�del-Hirntrauma vorliegt. Hiezu bedarf es einer feststellbaren intrakraniellen L�sion oder eines messbaren Defektzustandes in Form neurologischer Ausf�lle, wie sie nach einer Contusio cerebri auftreten k�nnen (Urteile U 444/05 vom 6. November 2006 und U 197/04 vom 29. M�rz 2006 mit Hinweis auf Adrian M. Siegel, Neurologisches Beschwerdebild nach Beschleunigungsverletzung der Halswirbels�ule, in: Die neurologische Begutachtung, Z�rich 2004, S. 164 f.). Daran fehlt es im vorliegenden Fall. Weil im Zeitpunkt der Leistungseinstellung keine organischen Unfallfolgen mehr vorlagen, haben SUVA und Vorinstanz zu Recht eine spezifische Ad�quanzpr�fung vorgenommen. Sie sind dabei zutreffend davon ausgegangen, dass allenfalls noch vorhandene, zum typischen Beschwerdebild eines Schleudertraumas oder einer schleudertrauma�hnlichen Verletzung bzw. eines Sch�del-Hirntraumas geh�rende Beeintr�chtigungen gegen�ber den schon kurz nach dem Unfall aufgetretenen psychischen St�rungen eindeutig in den Hintergrund getreten sind und im Verlauf der ganzen Entwicklung vom Unfall bis zum Beurteilungszeitpunkt nur eine sehr untergeordnete Rolle gespielt haben. Auf die Ad�quanzbeurteilung sind daher nicht die f�r Schleudertraumen oder schleudertrauma�hnliche Verletzungen der HWS (BGE 117 V 359 ff.) und f�r Sch�del-Hirntraumen (BGE 117 V 369 ff.), sondern die f�r psychische Unfallfolgen (BGE 115 V 133 ff.) geltenden Regeln anwendbar (BGE 123 V 98 E. 2a S. 99; RKUV 2002 Nr. U 465 S. 437, U 164/01).
5.2 Beim Unfall vom 4. Dezember 2004 handelte es sich um eine frontale Kollision innerorts. Den Angaben des Ehemannes der Beschwerdef�hrerin zufolge war dieser in seinem Personenwagen (Mercedes C 180, 1996) mit einer Geschwindigkeit von 40 - 50 km/h unterwegs, als ihm der Unfallverursacher auf der falschen Verkehrsspur entgegenfuhr. Weil ein Unfall unausweichlich schien, bremste er sein Fahrzeug voll ab und stand praktisch still, als es zur Kollision kam. �ber die mutmassliche Geschwindigkeit des vom (alkoholisierten) Unfallverursacher gesteuerten Personenwagens (Audi 100, 1993) enthalten die Polizeiakten keine Angaben. Bremsspuren konnten nicht festgestellt werden. Nach Meinung des Ehemannes der Beschwerdef�hrerin stiess der Personenwagen des Unfallverursachers ungebremst in ihr eigenes Fahrzeug. Beide Fahrzeuge wurden stark besch�digt (versicherungstechnisch Totalschaden). Die Versicherte zog sich eine Commotio cerebri, eine Thoraxkontusion, ein stumpfes Abdominaltrauma, eine Ober- und Unterschenkelkontusion rechts sowie ein Knalltrauma, der Ehemann eine HWS- und BWS-Distorsion, eine Thoraxkontusion sowie ein Knalltrauma zu. Die Beschwerdef�hrerin war bis zum 20. Dezember 2004, der Ehemann bis zum 14. Dezember 2004 hospitalisiert; beide wurden in gutem Allgemeinzustand nach Hause entlassen. Der Unfallverursacher blieb praktisch unverletzt. Aufgrund des Unfallhergangs, der Fahrzeugsch�den und der erlittenen Verletzungen ist der Unfall mit der Vorinstanz als mittelschwer zu qualifizieren. Ein schwerer Unfall liegt nicht vor, was auch von der Beschwerdef�hrerin nicht bestritten wird. Ob allenfalls ein mittelschwerer Unfall im Grenzbereich zu den schweren Unf�llen anzunehmen ist, kann nach den zutreffenden Erw�gungen im kantonalen Entscheid offen bleiben, weil die Ad�quanz selbst in diesem Fall zu verneinen w�re, wie sich aus dem Folgenden ergibt. Eines unfallanalytischen oder biomechanischen Gutachtens zur Beurteilung der Unfallschwere (vgl. hiezu RKUV 2003 Nr. U 489 S. 357 ff., U 193/01) bedarf es entgegen den Ausf�hrungen in der Beschwerde daher nicht.
5.3 Dem Unfall vom 4. Dezember 2004 ist eine gewisse Eindr�cklichkeit nicht abzusprechen. Er hat sich jedoch nicht unter besonders dramatischen Begleitumst�nden ereignet noch war er - objektiv betrachtet (RKUV 1999 Nr. U 335 S. 209 E. 3b/cc; vgl. auch RKUV 2000 Nr. U 394 S. 313 ff., U 248/98) - von besonderer Eindr�cklichkeit. Die Beschwerdef�hrerin hat sodann keine schweren Verletzungen oder Verletzungen besonderer Art erlitten. Weder lag eine besondere Schwere der f�r ein Schleudertrauma oder ein Sch�del-Hirntrauma typischen Beschwerden vor noch handelte es sich um Verletzungen, welche erfahrungsgem�ss geeignet sind, psychische Fehlentwicklungen auszul�sen. Eine posttraumatische Belastungsst�rung konnte denn auch nicht mit der erforderlichen �berwiegenden Wahrscheinlichkeit festgestellt werden und es besteht angesichts der f�r das Vorliegen solcher St�rungen massgebenden diagnostischen Richtlinien der ICD-10 diesbez�glich auch kein Anlass zur Anordnung weiterer Abkl�rungen (vgl. Urteil des heutigen Tages betr. den Ehemann der Beschwerdef�hrerin, 8C_103/2007). Nicht erf�llt ist sodann das Kriterium der ungew�hnlich langen Dauer der �rztlichen Behandlung. Im Anschluss an die kurzfristige station�re Behandlung wurden physiotherapeutische Massnahmen sowie eine medikament�se Behandlung durchgef�hrt. Die station�re Therapie in der Rehaklinik Y.________ brachte laut Austrittsbericht vom 12. April 2005 keine wesentliche Besserung der Beschwerden. Das Rehabilitationsziel einer besseren Selbstwahrnehmung und gesteigerten Leistungsf�higkeit konnte nicht erreicht werden. Die Leistungsbereitschaft der Versicherten war fraglich und die Konsistenz der gezeigten Symptomatik schlecht. Nach Meinung der untersuchenden �rzte war von weiteren medizinischen Massnahmen keine Zustands�nderung zu erwarten. Auch wenn sp�ter weitere physiotherapeutische Massnahmen durchgef�hrt wurden, liegt keine �rztliche Behandlung von ungew�hnlich langer Dauer vor (vgl. RKUV 2005 Nr. U 549 S. 238 f. E. 5.2.4 mit Hinweisen, U 380/04). Von einer �rztlichen Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hat, kann ebenso wenig gesprochen werden wie von einem schwierigen Heilungsverlauf und erheblichen Komplikationen. Dass sich der Heilungsverlauf verz�gert hat, ist auf die psychischen Beeintr�chtigungen und das �rztlicherseits festgestellte ausgepr�gte Krankheitsverhalten mit Verdeutlichungs- und Somatisierungstendenz zur�ckzuf�hren. Was sodann das Kriterium von Grad und Schwere der physisch bedingten Arbeitsunf�higkeit betrifft, ist davon auszugehen, dass die Beschwerdef�hrerin im Anschluss an den Rehabilitationsaufenthalt nach �rztlicher Beurteilung f�r die bisherige T�tigkeit in der Verpackungsabteilung aus somatischer Sicht zun�chst zu 50 % und ab 1. Mai 2005 wieder voll arbeitsf�hig war. Dass eine Verwertung der Arbeitsf�higkeit nicht realisiert werden konnte, ist auf die psychischen Beeintr�chtigungen und die ausgepr�gte Selbstlimitierung zur�ckzuf�hren. Schliesslich ist auch das Kriterium der k�rperlichen Dauerschmerzen nicht erf�llt, weil sich die nach dem Unfall geklagten Beschwerden nur f�r begrenzte Zeit mit den somatischen Befunden erkl�ren lassen und das Andauern der Beschwerden auf die psychischen Beeintr�chtigungen und die damit verbundene Somatisierungstendenz zur�ckzuf�hren ist. Da somit keines der f�r die Ad�quanzbeurteilung massgebenden Kriterien als erf�llt gelten kann, ist die Unfallad�quanz der geltend gemachten Beschwerden zu verneinen, was zur Abweisung der Beschwerde f�hrt.