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Timestamp: 2017-05-29 19:10:16
Document Index: 305267800

Matched Legal Cases: ['§8', '§ 8', '§ 8', '§ 17', '§ 21', '§ 2', '§ 25', '§ 25', '§ 106', '§ 108', '§ 95', '§ 12', '§ 25', '§9', '§7', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§11', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 3', '§ 44', '§ 44', '§ 44', '§ 44', '§ 29', '§ 29', '§ 29', '§ 29', '§ 29', '§ 2', '§ 27', '§ 251', '§ 27', '§3', '§ 36', '§ 29', '§93']

Strahlenschutzbeauftragte -verantwortliche Messungen Berechnungen zum Strahlenschutz
ANLAGEN Strahlenschutzverordnung
Anlage l (zu §§8, 12, 17, 21)Genehmigungsfreie Tätigkeiten
Genehmigungsfrei nach § 8 Abs. 1 ist die Anwen­dung von Stoffen am Menschen, wenn die spezifi­sche Aktivität der Stoffe 500 Mikrobecquerel je Gramm nicht überschreitet.
Genehmigungsfrei nach § 8 Abs. 1, § 17 Abs. 1 oder § 21 ist1.der Umgang mit Stoffen, deren Aktivität die Freigrenzen der Anlage III Tabelle 1 Spalte 2 nicht überschreitet,2.der Umgang mit Stoffen, deren spezifische Aktivität die Freigrenzen der Anlage III Ta­belle 1 Spalte 3 nicht überschreitet,3.die Verwendung, Lagerung und Beseitigung von Arzneimitteln, die nach § 2 Abs. 1 Satz 2 und Abs. 3 Satz 2 der Verordnung über ra­dioaktive Arzneimittel oder mit ionisierenden Strahlen behandelte Arzneimittel (AMRadV) in Verkehr gebracht worden sind,4.die Verwendung von Vorrichtungen, deren Bauart nach § 25 in Verbindung mit Anlage V Teil A zugelassen ist, ausgenommen Ein-, Ausbau oder Wartung dieser Vorrichtungen,5.die Lagerung von Vorrichtungen, deren Bau­art nach § 25 in Verbindung mit Anlage V Teil A zugelassen ist, sofern die Gesamtaktivität der radioaktiven Stoffe das Tausendfache der Freigrenzen der Anlage III Tabelle 1 Spalte 2 nicht überschreitet,6.die Gewinnung, Verwendung und Lagerung von aus der Luft gewonnenen Edelgasen, wenn das Isotopenverhältnis im Gas demje­nigen in der Luft entspricht oder7.die Verwendung und Lagerung von Konsum­gütern und von Arzneimitteln im Sinne des Arzneimittelgesetzes, deren Herstellung nach § 106 oder deren Verbringung nach § 108 genehmigt ist. § 95 in Verbindung mit Anlage XI Teil B bleibt unberührt.
Genehmigungs- und anzeigefrei nach § 12 Abs. 3 ist der Betrieb von Anlagen, deren1.Bauart nach § 25 in Verbindung mit Anlage V Teil B zugelassen ist oder2.Potenzialdifferenz nicht mehr als 30 Kilovolt beträgt und bei denen unter normalen Be­triebsbedingungen die Ortsdosisleistung in 0,1 Meter Abstand von der berührbaren 0berfläche 1 Mikrosievert durch Stunde nicht überschreitet.
Anlage II (zu §§9, 14 und 107)Erforderliche Unterlagen zur Prüfung von Genehmigungsanträgen
Teil A: Antragsunterlagen zu Genehmigungen nach §§7 und 106
1.Zur Prüfung der Genehmigungsvorausset­zungen erforderlichen Pläne, Zeichnungen und Beschreibungen,2.Angaben, die es ermöglichen zu prüfen, ob die Voraussetzungen des § 9 Abs. 1 Nr. 3, 5, 8 und 9 erfüllt sind,3.Angaben, die es ermöglichen, die Zuverläs­sigkeit und die erforderliche Fachkunde im Strahlenschutz der Strahlenschutzverantwort­lichen und der Strahlenschutzbeauftragten zu prüfen,4.Nachweis über die Vorsorge für die Erfüllung gesetzlicher Schadensersatzverpflichtungen,5.im Zusammenhang mit der Anwendung am Menschen Angaben, die es ermöglichen zu prüfen, ob die Voraussetzungen des § 9 Abs. 3 erfüllt sind,6.im Zusammenhang mit der Anwendung am Tier Angaben, die es ermöglichen zu prüfen, ob die Voraussetzungen des § 9 Abs. 4 erfüllt sind und7.im Zusammenhang mit der Verwendung von radioaktiven Stoffen in Bestrahlungsvorrich­tungen in der Medizin im Sinne des Medi­zinproduktegesetzes Angaben zur Zweckbe­stimmung der Bestrahlungsvorrichtung, die es ermöglichen zu prüfen, ob das Medizin­produkt für die vorgesehene Anwendung ge­eignet ist.
Teil B: Antragsunterlagen zu Genehmigungen nach §11 Abs. 2
1.Ein Sicherheitsbericht, der die Anlage und ih­ren Betrieb beschreibt und mit Hilfe von La­geplänen und Übersichtszeichnungen dar­stellt, sowie die mit der Anlage und dem Be­trieb verbundenen Auswirkungen und Gefah­ren beschreibt und die nach § 14 Abs. 1 Nr. 5 vorzusehenden Ausrüstungen und Maßnah­men darlegt,2.ergänzende Pläne, Zeichnungen und Be­schreibungen der Anlage und ihrer Teile,3.Angaben, die es ermöglichen zu prüfen, ob die Voraussetzungen des § 14 Abs. 1 Nr. 3, 8 und 9 erfüllt sind,4.Angaben, die es ermöglichen, die Zuverläs­sigkeit und die erforderliche Fachkunde im Strahlenschutz der Strahlenschutzverantwort­lichen und der Strahlenschutzbeauftragten zu prüfen,5.Nachweis über die Vorsorge für die Erfüllung gesetzlicher Schadensersatzverpflichtungen,6.im Zusammenhang mit der Anwendung am Menschen Angaben, die die Prüfung ermögli­chen, ob die Voraussetzungen des § 14 Abs. 2 erfüllt sind,7.im Zusammenhang mit der Anwendung am Tier in der Tierheilkunde Angaben, die die Prüfung ermöglichen, ob die Voraussetzun­gen des § 14 Abs. 3 erfüllt sind und8.im Zusammenhang mit dem Betrieb von An­lagen zur Erzeugung ionisierender Strahlen in der Medizin im Sinne des Medizinprodukte­gesetzes Angaben zur Zweckbestimmung der Anlage, die es ermöglichen zu prüfen, ob das Medizinprodukt für die vorgesehene An­wendung geeignet ist.
Anlage III (zu §§ 3,8,10,18,20,29,43,44,45,50,53,65,66,68,70,71, 105, 106, 107, 117)Freigrenzen, Freigabewerte für verschiedene Freigabearten, Werte der Oberflächenkontamination, Liste der Radionuklide im radioaktiven Gleichgewicht
Tabelle 1: Freigrenzen, Freigabewerte für verschiedene Freigabeverfahren, Werte der Oberflächenkontamination
Erläuterung: Radionuklide mit der Kennzeichnung:
zur Spalte 1: a) „+", „++" oder „sec" sind Mutternuklide im Gleichgewicht mit den in Tabelle 2 angegebe­nen Tochternukliden; die Strahlenexpositionen durch diese Tochternuklide sind bei den Freigrenzen, Freigabewerten oder Werten der Oberflächenkontamination bereits berück­sichtigt,b)„*)" sind als natürlich vorkommende Radionuklide nicht beschränkt,c)„org." sind Radionuklide in einer organischen Verbindung,d)„anorg." sind Radionuklide in einer anorganischen Verbindung.
Erläuterung zu Spalte 2 und 3: Bei mehreren Radionukliden ist die Summe der Verhältniszahlen aus der vorhandenen Akti­vität (A,) oder spezifischen Aktivität (C,) und den jeweiligen Freigrenzen FG, der einzelnen Radionuklide gemäß Spalte 2 oder 3 zu berechnen (Summenformel), wobei i das jeweilige Radionuklid ist. Diese Summe darf den Wert 1 nicht überschreiten:Radionuklide brauchen bei der Summenbildung nicht berücksichtigt zu werden, wenn der Anteil der unberücksichtigten Nuklide an der Gesamtsumme der zugeordneten Verhältnis­zahlen Aj/FGj oder Cj/FGj den relativen Fehler der Gesamtsumme von 10% nicht über­schreitet.Soweit in den Spalten 2 oder 3 für Radionuklide keine Freigrenzen angegeben sind, sind diese im Einzelfall zu berechnen. Anderenfalls können folgende Werte der Freigrenzen zugrunde gelegt werden:a) für Alphastrahler oder Radionuklide, die durch Spontanspaltung zerfallen: 103 Bq und 1 Bq/g,b) für Beta- und Gammastrahler, soweit sie nicht unter Buchstabe c genannt: 105 Bq und 102 Bq/g,c) für Elektroneneinfangstrahler und Betastrahler mit einer maximalen Betagrenzenergie von 0,2 Megaelektronvolt: 108 Bq und 105 Bq/g.
Erläuterung: Bei Messungen nach § 44 darf die Mittelungsfläche bis zu 300 cm 2 betragen.
zur Spalte 4: Bei mehreren Radionukliden ist die Summe der Verhältniszahlen aus der vorhandenen Akti­vität je Flächeneinheit (As,i) und den jeweiligen Werten der Oberflächenkontamination (Oj) der einzelnen Radionuklide gemäß Tabelle 1 Spalte 4 zu berechnen (Summenformel), wo­bei i das jeweilige Radionuklid ist. Diese Summe darf den Wert 1 nicht überschreiten:Radionuklide brauchen bei der Summenbildung nicht berücksichtigt zu werden, wenn der Anteil der unberücksichtigten Nuklide an der Gesamtsumme der zugeordneten Verhältnis-Zahlen Aj/FG, oder c|/fg| den relativen Fehler der Gesamtsumme von 10% nicht über­schreitet.Bei der Bestimmung der Oberflächenkontamination für Verkehrsflächen oder Arbeitsplätzenach § 44 Abs. 2 Nr. 1 und 2 ist die festhaftende Oberflächenaktivität und die über die 0-berfläche eingedrungene Aktivität nicht einzubeziehen, sofern sichergestellt ist, dass durch diesen Aktivitätsanteil keine Gefährdung durch Weiterverbreitung oder Inkorporation mög­lich ist.Soweit für Radionuklide keine maximal zulässigen Oberflächenkontaminationswerte ange­geben sind, sind diese im Einzelfall zu berechnen. Anderenfalls können folgende Werte der Oberflächenkontamination zugrunde gelegt werden:a) für Alphastrahler oder Radionuklide, die durch Spontanspaltung zerfallen : 0,1 Bq/cm ,b) für Beta- und Gammastrahler, soweit sie nicht unter Buchstabe c genannt: 1 Bq/cm2,c) für Elektroneneinfangstrahler und Betastrahler mit einer maximalen Betagrenzenergie von 0,2 Megaelektronvolt: 100 Bq/cm2.
Erläuterung Bei Messungen nach § 44 gilt für die zugrunde zu legende Mittelungsmasse M: 3 kg <M Spalte 5: <300 kg. Bei einer Masse < 3 kg ist bei Messungen nach § 44 die spezifische Aktivität nichtgesondert zu bestimmen.
Erläuterung Die Werte der Oberflächenkontamination berücksichtigen die in die oberste Schicht des Spalte 8 u. 10 Bodens oder des Gebäudes eindringende Aktivität; es handelt sich um auf die Oberfläche projizierte Aktivitätswerte.Erläuterungen zu den Spalten 5 bis 10 finden sich in § 29 und Anlage IV.
Tabelle 1 Freigrenzen, Oberflächenkontaminationswerte und Freigabewerte
festen Stof­fen, Flüssig-­
mit Ausn.
von Sp. 6 in Bq/g
als-IOOOVa in Bq/g
festen Stoffen, Flüssig­-
von Sp. 6 inBq/g
mination in Bq/cm2
wendung in Bq/cm'
Metall­-
schrott zur
Rezyklierung inBq/g
Aktivität inBq/g
flächen inBq/g
zum Abriss in Bq/cm2
Aktivität inßq
1.6E+6 a
5.7E+3 a
1 E+11
7.2E+5 a
101,0 a
S-35 Gas
3.0E+5 m
269,0 a
K-40*)
1.3E+9 a
1-E+1
1.0E+5 a
163,0 d
330,0 d
5,6 d Mn-52m
Teil A: Allgemeines1.Soweit in den folgenden Teilen B bis F nichts anderes bestimmt ist, gilt Folgendes:a) Das Verfahren zum Nachweis der Einhal­tung der Freigabewerte richtet sich nach der Art und Beschaffenheit der Stoffe.b) Der Nachweis der Einhaltung der jeweili­gen Freigabewerte und, sofern eine feste Oberfläche vorhanden ist, an der eine Kontaminationsmessung möglich ist, die Einhaltung der Oberflächenkontaminati­onswerte, sind anhand von Messungen zu erbringen; im Einzelfall können von der zuständigen Behörde auch andere Nach­weisverfahren zugelassen werden.c) Die zugrunde zu legende Mittelungsmasse für die Ermittlung der spezifischen Aktivität darf 300 kg nicht wesentlich überschrei­ten.d) Die Mittelungsfläche für die Oberflächen­kontamination darf bis zu 1000 cm2 betra­gen.e) Bei mehreren Radionukliden ist die Sum­me der Verhältniszahlen Q/R, aus der frei­zugebenden spezifischen Aktivität (Cj) und den jeweiligen Freigabewerten (r|) der einzelnen Radionuklide gemäß Anlage III Tabelle 1 Spalte 5, 6, 7 oder 9 oder as,j/oj aus der vorhandenen Aktivität je Flächen­einheit (As,j) und den jeweiligen Werten der Oberflächenkontamination (Oj) der einzelnen Radionuklide gemäß Anlage Tabelle 1 Spalte 4, 8 oder 10 zu berech­nen (Summenformel), wobei i das jeweili­ge Radionuklid ist. Diese Summe darf den Wert 1 nicht überschreiten:
Nuklide brauchen bei der Summenbildung nicht berücksichtigt werden, wenn der Anteil der unberücksichtigten Nuklide an der Gesamtsumme der zugeordneten Verhältniszahlen Aj/FGj oder Cj/FGi den relativen Fehler der Gesamtsumme von 10% nicht überschreitet.f) Sind in den Stoffen Radionuklide im ra­dioaktiven Gleichgewicht vorhanden, blei­ben die in der Anlage III Tabelle 2 aufge­führten Tochternuklide in der
Summen­formel nach Buchstabe e unberücksich­tigt.g) Soweit in Anlage III Tabelle 1 Spalte 5 bis 10 für Radionuklide keine Freigabewerte angegeben sind, sind diese im Einzelfall zu berechnen. Bei Radionukliden, deren Halbwertszeit kleiner als 7 Tage ist, oder bei kleinen Massen können die entspre­chenden Freigrenzen der Anlage III Ta­belle 1 Spalte 3 als Freigabewerte der Spalten 5 oder 9 zugrunde gelegt werden.2.Soweit der Nachweis, dass für Einzelperso­nen der Bevölkerung nur eine effektive Dosis im Bereich von 10 Mikrosievert im Kalender­jahr auftreten kann, im Einzelfall geführt wird, sind die Annahmen der Anlage VII Teil B und C, insbesondere die Festlegungen der Anla­ge VII Teil B Tabelle 1 Spalte 1 bis 7, zugrun­de zu legen, sofern die Expositionspfade nach Anlage VII Teil A für den Einzelfall nach § 29 Abs. 2 Satz 3 von Bedeutung sind.
Teil B: Uneingeschränkte FreigabeEine uneingeschränkte Freigabe bedarf keiner Festlegungen hinsichtlich der künftigen Nutzung, Verwendung, Verwertung, Wiederverwertung, Be­seitigung oder dem endgültigen Verbleib der Stoffe, für die eine wirksame Feststellung nach § 29 Abs. 3 getroffen wurde. Die Werte der Anlage III Tabelle 1 Spalte 5 gelten auch für Bauschutt und Bodenaus­hub, wenn die freizugebende Masse nicht mehr als 1000 Tonnen im Kalenderjahr beträgt.
Teil C: Freigabe zur BeseitigungEine Freigabe zur Beseitigung setzt voraus, dass die Stoffe, für die eine wirksame Fest­stellung nach § 29 Abs. 3 getroffen wurde, auf einer Deponie ohne biologische oder chemische Vorbehandlung abgelagert oder eingebaut oder in einer Verbrennungsanlage beseitigt werden. Eine Verwertung oder Wie­derverwendung außerhalb einer Deponie o-der Verbrennungsanlage muss ausgeschlos­sen sein.Die Werte der Anlage III Tabelle 1 Spalte 9 gelten nicht für Bauschutt und Bodenaushub, wenn die freizugebende Masse mehr als 1000 Tonnen im Kalenderjahr betragen kann.
Teil D: Freigabe von Gebäuden1.Der Begriff Gebäude umfasst einzelne Ge­bäude, Räume, Raumteile sowie Bauteile.2.Die Freimessung eines Gebäudes soll grund­sätzlich an der stehenden Struktur erfolgen. Die Messungen können anhand eines geeig­neten Stichprobenverfahrens durchgeführt werden.3.Die zugrunde zu legende Mittelungsfläche darf bis zu 1 m2 betragen.4.Ist eine spätere Wieder- oder Weiterverwen­dung des Gebäudes nicht auszuschließen, dürfen die Oberflächenkontaminationswerte die Werte der Anlage III Tabelle 1 Spalte 8 nicht überschreiten.5.Soll das Gebäude nach der Freimessung ab­gerissen werden, dürfen die Oberflächen­kontaminationswerte die Werte der Anlage III Tabelle 1 Spalte 10 nicht überschreiten. In begründeten Fällen kann die zuständige Be­hörde größere Mittelungsflächen als 1 m2 zulassen.6.Nach der Freigabe eines Gebäudes insbe­sondere durch Abriss anfallender Bauschutt bedarf keiner gesonderten Freigabe.7.Bei volumengetragener Aktivität durch Akti­vierung finden die Teile B, C oder F Anwen­dung.
Teil E: Freigabe von Bodenflächen1.Die Mittelungsfläche für die Oberflächenkon­tamination darf bis zu 100 m2 betragen.2.Es sind nur die Kontaminationen zu berück­sichtigen, die durch die Anlagen oder Ein­richtungen auf dem Betriebsgelände verur­sacht worden sind.3.Soweit in Anlage III Tabelle 1 Spalte 7 keine Freigabewerte angegeben sind, ist der Nachweis, dass für Einzelpersonen der Be­völkerung eine nur geringfügige Dosis zu er­warten ist, im Einzelfall zu führen. Dabei sind die Nutzungen der freizugebenden Bodenflä­chen nach den jeweiligen Standortgegeben­heiten und die dabei relevanten Expositions­pfade zu berücksichtigen.4.Der Nachweis nach Buchstabe c ist auf der Grundlage von Messungen durch Dosisbe­rechnungen zu erbringen.5.Die Freigabewerte der Anlage III Tabelle 1 Spalte 7 können in flächenbezogene Freiga­bewerte gemäß folgender Beziehung umge­rechnet werden:0i = ri x p x d. Dabei ist:Oi der Freigabewert für Bodenflächen für das jeweilige Radionuklid i in Bq/cm2,ri der Freigabewert für Bodenflächen für das jeweilige Radionuklid i in Bq/g gemäß An­lage III Tabelle 1 Spalte 7,p die mittlere Bodendichte in g/cm3 in der Tiefe d undd die mittlere Eindringtiefe in cm.
Teil F: Freigabe von Bauschutt und Bodenaus­hub1.Die Werte der Anlage III Tabelle 1 Spalte 6 gelten für Bauschutt und Bodenaushub, der bei laufenden Betriebsarbeiten anfällt oder nach Abriss von Gebäuden oder Anlagentei­len, sofern die Voraussetzungen einer Frei­messung an der stehenden Struktur nach Teil D nicht erfüllt sind.2.Bei einer Freimessung von Bauschutt darf die Mittelungsmasse bis zu 1 Tonne betragen. In begründeten Fällen kann die zuständige Be­hörde höhere Mittelungsmassen zulassen.
Teil G: Freigabe von Metallschrott zur Rezyklie-rung1.Eine Freigabe von Metallschrott zur Rezyklierung setzt voraus, dass der Metallschrott, für den eine wirksame Feststellung nach § 29 Abs. 4 getroffen wurde, eingeschmolzen wird.2.Die Werte der Anlage III Tabelle 1 Spalte 10a gelten nicht für Verbundstoffe aus metalli­schen und nichtmetallischen Komponenten.
Teil A: Geräte und andere Vorrichtungen, in die radioaktive Stoffe eingefügt sind1.Es dürfen nur sonstige radioaktive Stoffe nach § 2 Abs. 1 des Atomgesetzes ein­gefügt werden, diea) umschlossen undb) berührungssicher abgedeckt sind.2.Die Ortsdosisleistung im Abstand von 0,1 Meter von der berührbaren Oberflä­che der Vorrichtung darf 1 Mikrosievert durch Stunde bei normalen Betriebsbe­dingungen nicht überschreiten.3.Die Vorrichtung ist so auszulegen, dass außer der Abnahmeprüfung durch den Hersteller und einer gegebenenfalls durchzuführenden Dichtheitsprüfung nach § 27 Abs. 6 keine weiteren Dicht­heitsprüfungen an den in die Vorrichtung eingefügten radioaktiven Stoffen erfor­derlich sind.4.Die Aktivität der in die Vorrichtung ein­gefügten radioaktiven Stoffe darf das Zehnfache der Freigrenzen der Anlage III Tabelle 1 Spalte 2 nicht überschreiten.
Teil B: Anlagen zur Erzeugung ionisieren­der StrahlenDie Ortsdosisleistung im Abstand von 0,1 Me­ter von der berührbaren Oberfläche der Vor­richtung darf 1 Mikrosievert durch Stunde bei normalen Betriebsbedingungen nicht über­schreiten.
Teil C: Antragsunterlagen für die Bauartzu­lassung nach § 251.Für die Bauartprüfung erforderliche Zeichnungen,2.Beschreibungen der Bauart, der Be­triebsweise und des Verwendungs­zwecks und erforderlichenfalls Hinweise zur Art der wiederkehrenden Dichtheits­prüfung nach
§ 27 Abs. 6,3.Angaben zur Qualitätssicherung und4.Angaben zur Rückführung der Vorrich­tung, die radioaktive Stoffe enthält, an den Zulassungsinhaber oder zur Entsor­gung solcher Vorrichtung.
Anlage VI (zu §§3, 47, 49, 55, 95, 117) Dosimetrische Größen, Gewebe- und Strahlungs-Wichtungsfaktoren
Teil A: Messgrößen für äußere StrahlungMessgrößen für äußere Strahlung sind1.für die Personendosimetrie die Tiefen­personendosis Hp (10) und die Oberflä­chen-Personendosis Hp (0,07).Die Tiefen-Personendosis Hp (10) ist die Äquivalentdosis in 10 Millimeter Tiefe im Körper an der Tragestelle des Personendosimeters. Die Oberflächen­personendosis Hp (0,07) ist die Äquiva­lentdosis in 0,07 Millimeter Tiefe im Kör­per an der Tragestelle des Personendosimeters;2.für die Ortsdosimetrie die Umgebungs-Äquivalentdosis H*(10) und die Richtungs-Äquivalentdosis H'(0,07, ß).Die Umgebungs-Äquivalentdosis H*(10) am interessierenden Punkt im tatsächli­chen Strahlungsfeld ist die Äqui­valentdosis, die im zugehörigen ausge­richteten und aufgeweiteten Strahlungs­feld in 10 Millimeter Tiefe auf dem der Einfallsrichtung der Strahlung entgegen­gesetzt orientierten Radius der ICRU-Kugel erzeugt würde. Die Richtungs-Äquivalentdosis H'(0,07, Omega) am interes­sierenden Punkt im tatsächlichen Strah­lungsfeld ist die Äquivalentdosis, die im zugehörigen aufgeweiteten Strahlungs­feld in 0,07 Millimeter Tiefe auf einem in festgelegter Richtung Omega orientierten Ra­dius der ICRU-Kugel erzeugt würde .Dabei ist-ein aufgeweitetes Strahlungsfeld ein idealisiertes Strahlungsfeld, in dem die Teilchenflussdichte und die Energie- und Richtungsverteilung der Strahlung an allen Punkten eines ausreichend großen Volumens die gleichen Werte aufweisen wie das tatsächliche Strahlungsfeld am interessierenden Punkt, -ein aufgeweitetes und ausgerichtetes Feld ein idealisiertes Strahlungsfeld, das aufgeweitet und in dem die Strahlung zusätzlich in eine Richtung ausgerichtet ist, -die ICRU-Kugel ein kugelförmiges Phantom von 30 Zentimeter Durchmes­ser aus ICRU-Weichteilgewebe (gewebeäquivalentes Material der Dichte 1 g/cm3, Zusammensetzung: 76,2% Sauerstoff, 11,1% Kohlenstoff, 10,1% Wasserstoff, 2,6% Stickstoff).Die Einheit der Äquivalentdosis ist das Sievert (Einheitenzeichen Sv).
Teil B: Berechnung der Körperdosis1.Berechnung der Organdosis HtDie Organdosis Ht.r ist das Produkt aus der über das Gewebe oder Organ T gemittelten Energiedosis, der Organ-Energiedosis Dt.r, die durch die Strah­lung R erzeugt wird, und dem Strahlungs-Wichtungsfaktor wr nach Teil C Nummer 1:Ht,r = wr X dt,r.Besteht die Strahlung aus Arten und Energien mit unterschiedlichen Werten von wr , so werden die einzelnen Bei­träge addiert. Für die gesamte Orgando­sis ht gilt dann:HT = SummeR wr X DT,RDie Einheit der Organdosis ist das Sie­vert (Einheitenzeichen Sv).Soweit in den §§ 36, 46, 47, 49, 54, 55 und 58 Werte oder Grenzwerte für die Organdosis der Haut festgelegt sind, be­ziehen sie sich auf die lokale Hautdosis. Die lokale Hautdosis ist das Produkt der gemittelten Energiedosis der Haut in 0,07 mm Gewebetiefe mit dem Strahlungs-Wichtungsfaktor nach Teil C. Die Mittelungsfläche beträgt 1 cm2, unab­hängig von der exponierten Hautfläche.2.Berechnung der effektiven Dosis EDie effektive Dosis E ist die Summe der Organdosen HT , jeweils multipliziert mit dem zugehörigen Gewebe-Wich-tungsfaktor wt nach Teil C Nummer 2. Dabei ist über alle in Teil C Nummer 2 aufgeführten Organe und Gewebe zu summieren.E=SummeT WT HT = SummeT WT SummeR WR DTRDie Einheit der effektiven Dosis ist das Sievert (Einheitenzeichen Sv).Bei der Ermittlung der effektiven Dosis ist die Energiedosis der Haut in 0,07 Mil­limeter Gewebetiefe über die ganze Haut zu mitteln.3.Berechnung der Strahlenexposition durch Inkorporation oder SubmersionBei der Berechnung der Strahlenexposi­tion durch Inkorporation oder Submersi­on sind die Dosiskoeffizienten aus der Zusammenstellung im Bundesanzeiger Nr. 160a und b vom 28. August 2001 Teil II oder III heranzuziehen, soweit die zuständige Behörde nichts anderes festlegt.4.Berechnung der äußeren Strahlenexpo­sition des ungeborenen KindesBei äußerer Strahlenexposition gilt die Organdosis der Gebärmutter der Mutter als Äquivalentdosis des ungeborenen Kindes.5.Berechnung der inneren Strahlenexposi­tion des ungeborenen KindesBei innerer Strahlenexposition gilt die effektive Folgedosis der schwangeren Frau, die durch die Aktivitätszufuhr be­dingt ist, als Dosis des ungeborenen Kindes, soweit die zuständige Behörde nichts anders festlegt.
Teil C: Werte des Strahlungs-Wichtungsfaktors und des Gewebe-Wichtungsfaktors1.Strahlungs-Wichtungsfaktor wrDie Werte des Strahlungs-Wichtungsfaktors wr richten sich nach Art und Qualität des äußeren Strahlungsfeldes oder nach Art und Qualität der von einem inkorporierten Radionuklid emittier­ten Strahlung.
Art und Energiebereich Strahlungs
Wichtungsfaktor wr1 Photonen, alle Energien 1
10keVbis100keV 10
>100keVbis2MeV 20
Für die Berechnung von Organdosen und der effektiven Dosis für Neutronenstrahlung wird die stetige FunktionWR=5+17e-(ln(2En))2/6 benutzt, wobei Er, der Zahlenwert der Neutronenenergie in MeV ist.Für die nicht in der Tabelle enthaltenen Strahlungsarten und Energien kann wr dem mittleren Qualitätsfaktor Q einer Tiefe von 10 mm in einer ICRU-Kugel gleichgesetzt werden.
2. Gewebe-Wichtungsfaktor w T
Gewebe-Gewichtungsfaktoren wt
Andere Organe oder Gewebe1'2)
Teil D: Berechnung der Organ-Folgedosis und der effektiven Folgedosis1.Berechnung der Organ-Folgedosis HT(Tau)Die Organ-Folgedosis HT(Tau)ist das Zeitintegral der Organ-Dosisleistung im Gewebe oder Organ T, die eine Person infolge einer Inkorporation radioaktiver Stoffe erhält:HT(Tau) = Integral t0+Tau zu t0
für eine Inkorporation zum Zeitpunkt to mitH´T(t) mittlere Organ-Dosisleistung im Gewebe oder Organ T zum Zeitpunkt tt Zeitraum, angegeben in Jahren, über den die Integration erfolgt.Wird kein Wert für t angegeben, ist für Erwachsene ein Zeitraum von 50 Jahren und für Kinder der Zeitraum vom jeweiligen Alter bis zum Alter von 70 Jahren zu Grunde zu le­gen.
Die Einheit der Organ-Folgedosis ist das Sievert (Einheitenzeichen Sv).2.Berechnung der effektiven Folgedosis E(Tau)Die effektive Folgedosis E(Tau) ist die Summe der Organ-Folgedosen HT(Tau) jeweils multipliziert mit dem zugehörigen Gewebe-Wichtungsfaktor WT nach Teil C Nummer 2. Dabei ist über alle in Teil C Nummer 2 aufgeführten Organe und Gewebe zu summieren.E(Tau) = SummeT WT HT(Tau) Die Einheit der effektiven Folgedosis ist das Sievert (Einheitenzeichen Sv)
H´T(Tau) und Tau siehe Nummer 1
1Für Berechnungszwecke setzen sich andere Organe oder Gewebe wie folgt zusammen: Nebennieren, Gehirn, Dünndarm,Niere, Muskel, Bauchspeicheldrüse, Milz, Thymusdrüse und Gebärmutter. 2 In den außergewöhnlichen Fällen, in denen ein einziges der anderen Organe oder Gewebe eine Äquivalentdosis erhält, dieüber der höchsten Dosis in einem der 12 Organe oder Gewebe liegt, für die ein Wichtungsfaktor angegeben ist, sollte einWichtungsfaktor von 0,025 für dieses Organ oder Gewebe und ein Wichtungsfaktor von 0,025 für die mittlere Organdosis derrestlichen Organe oder Gewebe gesetzt werden.
Anlage VII (zu §§ 29 und 47)Annahmen bei der Ermittlung der Strahlenexposition
Teil A: Expositionspfade1. Bei Ableitung mit Luft:1.1 Exposition durch Betastrahlung innerhalb der Abluftfahne1.2 Exposition durch Gammastrahlung aus der Abluftfahne1.3 Exposition durch Gammastrahlung der am Boden abgelagerten radioaktiven Stoffe1.4 Exposition durch Aufnahme radioaktiver Stoffe mit der Nahrung (Ingestion) auf dem Weg1.4.1 Luft-Pflanze1.4.2 Luft - Futterpflanze - Kuh - Milch1.4.3 Luft - Futterpflanze - Tier - Fleisch1.4.4 Muttermilch1.5 Exposition durch Aufnahme radioaktiver Stoffe mit der Atemluft (Inhalation).2. Bei Ableitung mit Wasser:2.1 Exposition durch Aufenthalt auf Sediment2.2 Exposition durch Aufnahme radioaktiver Stoffe mit der Nahrung (Ingestion) auf dem Weg2.2.1 Trinkwasser2.2.2 Wasser-Fisch2.2.3 Viehtränke - Kuh - Milch2.2.4 Viehtränke - Tier - Fleisch2.2.5 Beregnung - Futterpflanze - Kuh - Milch2.2.6 Beregnung - Futterpflanze - Tier - Fleisch2.2.7 Beregnung - Pflanze2.2.8 Muttermilch.Expositionspfade bleiben unberücksichtigt oder zusätzliche Expositionspfade sind zu berücksichtigen, wenn dies aufgrund der örtlichen Besonderheiten des Standortes oder aufgrund der Art der Anlage oder Einrichtung begründet ist.
Teil B: LebensgewohnheitenTabelle 1
Altersgruppe Lebensmittel
>1 - < 2 Jahre
>2 - < 7 Jahre
>7 - < 12 Jahre
>12 - < 17 Jahre
Muttermilch, Milchfer­tigprodukte mit Trink­wasser
1453),4
Fisch55)
Getreide, Getreide­produkte
einheimisches Frisch­obst, Obstprodukte, Säfte
Kartoffeln, Wurzel­gemüse, Säfte
Gemüse, Gemüse-produkte, Säfte
>1-Jahre
>2 -Jahre
<7>7-Jahre
>12-<17 Jahre
Atemrate in m'/Jahr
a) Betastrahlung innerhalb der Abluftfahne
b) Gammastrahlung aus der Abluftfahne
c) Gammastrahlung der am Boden abgelagerten radioaktiven Stoffe
d) Inhalation radioaktiver Stoffe
e) Aufenthalt auf Sediment
Teil C: Übrige Annahmen1.Zur Ermittlung der Strahlenexposition sind die Dosiskoeffizienten aus der Zusammenstellung im Bundesanzeiger Nr. 160a und b vom 28. August 2001 Teil l, II, IV und V zu verwenden.2.Zur Ermittlung der Strahlenexposition ist von Modellen auszugehen, die einen Gleichgewichts­zustand beschreiben. Die erwarteten Schwankungen radioaktiver Ableitungen sind dabei durch geeignete Wahl der Berechnungsparameter zu berücksichtigen.3.Bei Ableitungen mit Luft sind der Ausbreitungsrechnung das Gauß-Modell und eine langjährige Wetterstatistik zugrunde zu legen. Im Einzelfall kann die zuständige Behörde zur Berücksichti­gung von Besonderheiten des Standorts oder der Anlage oder Einrichtung die Anwendung anderer Verfahren anordnen oder zulassen. Bei Ableitungen mit Wasser sind der Berechnung lang­jährige Mittelwerte der Wasserführung des Vorfluters zugrunde zu legen.4.Die Festlegung von Parameterwerten ist in Verbindung mit den Berechnungsmodellen so zu treffen, dass bei dem Gesamtergebnis eine Unterschätzung der Strahlenexposition nicht zu er­warten ist. Sind zur Ermittlung der Strahlenexposition Parameter zu berücksichtigen, deren Zahlenwerte einer Schwankungsbreite unterliegen, dürfen nur in begründeten Ausnahmefällen Extremwerte der Einzelparameter gewählt werden.
Zur jährlichen Trinkwassermenge des Säuglings von 55 l/a kommen 115 l/a, wenn angenommen wird, dass der Säugling nicht gestillt wird, sondern nur Milchfertigprodukte erhält, die überregional erzeugt werden und als nicht kontaminiert anzu­setzen sind. Dabei wird angenommen, dass 0,2 kg Konzentrat (entspricht 1 l Milch) in 0,8 l Wasser aufgelöst werden.4 Je nach Nuklidzusammensetzung ist die ungünstigste Ernährungsvariante zugrunde zu legen.5 Der Anteil von Süßwasserfisch am Gesamtfischverzehr beträgt im Mittel ca. 17% und ist den regionalen Besonderheiten an­zupassen.
Teil D: Maximal zulässige Aktivitätskonzentration aus StrahlenschutzbereichenBei mehreren Radionukliden ist die Summe der Verhältniszahlen aus der mittleren, jährlichen Konzent­ration der Radionuklide in Luft bzw. in Wasser in Bq/m3 (C ,a) und dem jeweiligen berechneten, mittle­ren, jährlichen Konzentrationswert des jeweiligen Radionuklids (Ci) der Tabelle 4 oder 5 zu bestimmen (Summenformel), wobei i das jeweilige Radionuklid ist. Diese Summe darf den Wert 1 nicht über­schreiten:Summe Cia durch Ci < 1
Tochternuklide sind zu berücksichtigen.1. Maximal zulässige Aktivitätskonzentration in der Luft aus Strahlenschutzbereichen1.1 InhalationDie Aktivität des Radionuklids i im Jahresdurchschnitt im Kubikmeter Luft darf1.1.1 für Fortluftströme Q < 104 m3 h"1 nicht höher sein als das Zehnfache der jeweiligen Werte der Tabelle 4 Spalte 2 oder Tabelle 6 Spalte 2 oder1.1.2 für Fortluftströme 104 m3 h"1 < Q < 105 m3 h'1 nicht höher sein als die jeweiligen Werte der Spalte 2 der Tabellen 4 oder 6;1.2 SubmersionDie Aktivität des Radionuklids i im Jahresdurchschnitt im Kubikmeter Luft darf1.2.1 für Fortluftströme Q < 104 m3 h'1 nicht höher sein als das Zehnfache der Werte der Tabelle 5 Spalte 2 oder1.2.2 für Fortluftströme 104 m3 h"1 < Q < 105 m3 h"1 nicht höher sein als die Werte der Ta­belle 5 Spalte 2.2. Maximal zulässige Aktivitätskonzentration im Wasser, das aus Strahlenschutzbereichen in Ab­wasserkanäle eingeleitet wird2.1 IngestionDie Aktivität des Radionuklids i im Jahresdurchschnitt im Kubikmeter Wasser darf 2.1.1 für Abwassermengen < 105 m3 a'1 nicht höher sein als das Zehnfache der jeweiligenWerte der Tabelle 4 Spalte 3 oder Tabelle 6 Spalte 4 oder2.1.2 für Abwassermengen > 105 m3 a-1 nicht höher sein als die jeweiligen Werte der Tabelle 4 Spalte 3 oder Tabelle 6 Spalte 4
Tabelle 4 Aktivitätskonzentration Cj aus Strahlenschutzbereichen(zu Anlage VII Teil D Nr. 1.1 und 2)
A = Aerosol (Luft) E = elementar (Luft) 0 = organisch
in der Luft in Bq/m3
im Wasser in Bq/m3
H-3 0
Be-7 A
Be-10 A
C-11 A
Na-22 A
Na-24 A
Mg-28 A
AI-26 A
Si-31 A
Si-32 A
P-32 A
P-33 A
S-35 A
S-35 0
Cl-36 A
Cl-38 A
Cl-39 A
K-42 A
K-44 A
K-45 A
Ca-41 A
Ca-45 A
Ca-47 A
Sc-43 A
Sc-44 A
Sc-44m A
Sa-46 A
Sc-47 A
Sc-48 A
Sc-49 A
Ti-44 A
Ti-45 A
V-47 A
Tabelle 5 Aktivitätskonzentration Cj aus Strahlenschutzbereichen(zu Anlage VI l Teil D Nr. 1.2)
Tabelle 6 Aktivitätskonzentration Cj aus Strahlenschutzbereichen(zu Anlage VII Teil D Nr. 1.1 und 2)
Ac-227, Cm-250 Unberücksichtigt bleiben können
Beliebiges Gemisch, 1 E+2
wenn Po-210, Ra-228. Ac-227,Th-229. Pa-231. Cm-248. Cm-250, Bk-247. Cf-249, Cf-251, Cf-254 unberücksichtigt bleiben können
Beliebiges Gemisch. 1 E+3
wenn Sm-146, Gd-148. Pb-210. Po-210. Ra-223. Ra-224. Ra-225. Ra-226,
Ra-228, Ac-227. Th-228, Th-229, Th-230, Th-232, Pa-231,U-232,Np-237, Pu-236. Pu-238, Pu-239. Pu-240, Pu-242. Pu-244,
Am-241, Am-242m, Am-
243. Cm-243, Cm-244. Cm-245, Cm-246. Cm-247.
Cm-248. Cm-250. Bk-247. Cf-248, Cf-249, Cf-250. Cf-251. Cf-252. Cf-254, Es-254. Fm-257 unberücksichtigt bleiben können
Beliebiges Gemisch
Beliebiges Gemisch.
wenn Ac-227 und Cm-250 unberücksichtigt bleiben können
Beliebiges Gemisch, 5 E-4
wenn Ac-227. Th-229, Th-230, Th-232. Pa-231.
Pu-238. Pu-239, Pu-240. Pu-242. Pu-244. Am-241, Am-242m. Am-243, Cm-245. Cm-246. Cm-247.
Cm-248. Cm-250
unberücksichtigt bleiben können
Beliebiges Gemisch, 1 E-3
wenn Ac-227, Th228, Th-229. Th230, Th232. Pa-231. U-232. Np-237, Pu-236, Pu-238. Pu-239, Pu-240. Pu-242, Pu-244. Am-241, Am-242m. Am-243. Cm-243. Cm-244, Cm-245. Cm-246, Cm-247. Cm-248. Cm-250. Bk-247. Cf-249, Cf-251. Cf-254 unberücksichtigt bleiben können
1832-Bundesgesetzblatt Jahrgang 2001 Teil l Nr. 38,'ausgegeben zu Bonn am 26. Juli 2001
AnlageXI.(zu §§93,95,96)
Arbeitsfelder, bei denen erheblich erhöhte Expositionen durch natürliche terrestrische Strahluhgsquellen auftreten können
Teil A: Arbeitsfelder mit erhöhten Radon-222-Expositionen Arbeiten in 1. untertägigen Bergwerken, Schächten und Höhlen, einschließlich Besucherbergwerken
2. Radon-Heilbäder und-Heilstollen.
3. Anlagen der Wassergewinnung, -aufbereitung und -Verteilung.
Teil B: Arbeitsfelder mit erhöhten Expositionen durch Uran und Thorium und-deren Zerfallsprodukte ohne Radon
1. Schleifen von und Wechselstromschweiß.en mit thorierten Schweißelektroden.
2. Handhabung und Lagerung thorierter Gasglühstrümpfe,
3. Verwendung von natürlichem Thorium CTh-232sec) und natürlichem Uran (U-238sec und U-235sec) zu chemisch-analytischen oder chemisch-präparativen Zwecken,
4. Handhabung, insbesondere Montage, Demontage, Bearbeiten und Untersuchen von Produkten aus thorierten - Legierungen,
5. Gewinnung, Verwendung und Verarbeitung von Pyrochlorerzen, Verwendung und Verarbeitung von Schlacke aus der Verhüttung von Kupferschiefererzen.
Tabelle 4.10 :
Werte der Körperdosen für strahlenexponierte Personen nach Röntgen­verordnung und Strahlenschutzverordnung, Ziffer l bis 5 sind Grenzwerte. Die Körperdosen der Kategorie A gelten auch für Arbeitnehmer, die einer erhöhten Exposition durch natürliche Strahlequellen ausgesetzt sind.
Grenzwerte der Körperdosen für strahlenexponierte Arbeitskräfte in mSv/a
Effektive Dosis E,
Ganzköperbestrahlung
>6< 20 (Einzelfall: 50 und nicht mehr als 100 mSv in 5 a)
>1< 6
l. Keimdrüsen, Gebär­mutter, rotes Knochen­mark
2. Augenlinse
>45 <. 150
> 15 <. 45
3. Knochenoberfläche, Schilddrüse
>150 < 300
>50< 150
4. Haut, Hände, Unterarme, Füße, Knöchel
>150 < 500
>50^ 150
5. Dickdarm, Lunge, Magen, Brust, Leber, Speiseröhre, Andere Organe und Gewebe
Effektive Dosis für Personen im Alter von 16-18 Jahre nach Zustimmung durch die zu­ständige Behörde
dto. Augenlinse
dto. Haut, Hände, Unterarme, Füße, Knöchel