Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=1%20StR%20590/14
Timestamp: 2019-06-16 03:50:05
Document Index: 146343212

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 243', '§ 344', '§ 337', '§ 349', '§ 243', '§ 344', '§ 202', '§ 243', '§ 243', '§ 202', '§ 212', '§ 243', '§ 243', '§ 344', '§ 243', '§ 344', '§ 243', '§ 202', '§ 243', 'BGH', '§ 273', '§ 202', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 257', '§ 257']

BGH, 11.06.2015 - 1 StR 590/14 - dejure.org
https://dejure.org/2015,18406
BGH, 11.06.2015 - 1 StR 590/14 (https://dejure.org/2015,18406)
BGH, Entscheidung vom 11.06.2015 - 1 StR 590/14 (https://dejure.org/2015,18406)
BGH, Entscheidung vom 11. Juni 2015 - 1 StR 590/14 (https://dejure.org/2015,18406)
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§ 243 Abs. 4 StPO; § 344 Abs. 2 StPO; § 337 Abs. 1 StPO
Mitteilung von Verständigungsgesprächen (Anforderungen an die Revisionsbegründung; Zeitpunkt der Mitteilung; Beruhen auf unterlassener Mitteilung bei Information durch Verteidiger)
§ 349 Abs. 2 StPO, § 243 Abs. 4 Satz 1 StPO, § 344 Abs. 2 Satz 2 StPO, §§ 202a, 212 StPO, § 243 Abs. 4 Satz 2 StPO, § 243 Abs. 4 StPO
§ 202a StPO, § 212 StPO, § 243 Abs 4 S 1 StPO, § 243 Abs 4 S 2 StPO, § 344 Abs 2 S 2 StPO
Revision in Strafsachen: Verfahrensrüge wegen fehlender Negativmitteilung über Verständigungsgespräche; verspätete Mitteilung über ein Verständigungsgespräch; Punktstrafe als Gegenstand eines Verständigungsangebots; Auswirkung von Rechtsfehlern auf das Urteil
Nachweis von Mitteilungsdefiziten hinsichtlich des auf eine Verständigung abzielenden Gesprächs in einer Pause des ersten Hauptverhandlungstages
StPO § 243 Abs. 4 S. 1; StPO § 344 Abs. 2 S. 2
Die verspätete Negativmitteilung
LG Nürnberg-Fürth, 20.08.2012 - 12 KLs 507 Js 1612/10
LG Nürnberg-Fürth, 06.09.2012 - 12 KLs 507 Js 1612/10
LG Nürnberg-Fürth, 13.08.2013 - 12 KLs 507 Js 1612/10
LG Nürnberg-Fürth, 27.02.2014 - 12 KLs 507 Js 1612/10
NStZ-RR 2015, 379
Sie nahmen daher billigend in Kauf, dass die Käufer der Blockheizkraftwerke, die jeweils Vorkasse leisten mussten, keine adäquate Gegenleistung erhalten." Das Urteil des LG ist rechtskräftig (vgl. Beschluss des Bundesgerichtshofs vom 11. Juni 2015 1 StR 590/14, Neue Zeitschrift für Strafrecht-Rechtsprechungs-Report 2015, 379).
Sie nahmen daher billigend in Kauf, dass die Käufer der Blockheizkraftwerke, die jeweils Vorkasse leisten mussten, keine adäquate Gegenleistung erhalten." Das Urteil des LG ist rechtskräftig (vgl. Beschluss des Bundesgerichtshofs vom 11. Juni 2015 1 StR 590/14, Neue Zeitschrift für Strafrecht - Rechtsprechungs-Report 2015, 379).
Sie nahmen daher billigend in Kauf, dass die Käufer der Blockheizkraftwerke, die jeweils Vorkasse leisten mussten, keine adäquate Gegenleistung erhalten." Das Urteil des LG ist rechtskräftig (vgl. Beschluss des Bundesgerichtshofs vom 11. Juni 2015 1 StR 590/14, Neue Zeitschrift für Strafrecht- Rechtsprechungs-Report 2015, 379).
Zwar wird es im Hinblick auf die mit § 243 Abs. 4 StPO verfolgten Zwecke in den Konstellationen des Satzes 1 regelmäßig angezeigt sein, möglichst umgehend nach der Verlesung des Anklagesatzes über vor Beginn der Hauptverhandlung geführte Gespräche gemäß §§ 202a, 212 StPO zu informieren (vgl. insoweit bzgl. § 243 Abs. 4 Satz 2 StPO BGH, Beschluss vom 11. Juni 2015 - 1 StR 590/14, NStZ-RR 2015, 379 f.).
Danach unterliegen ausschließlich solche außerhalb der Hauptverhandlung erfolgten verständigungsbezogenen Erörterungen der Mitteilungspflicht des Vorsitzenden (sowie der damit korrespondierenden Protokollierungspflicht nach § 273 Abs. 1a Satz 2 StPO), an denen das betreffende Gericht - wie in §§ 202a, 212 StPO vorgesehen - beteiligt war (…vgl. BGH NStZ 2015, 232 - juris Rn. 4; NStZ-RR 2015, 379 f. - juris;… Beschl. v. 29.09.2015 - 3 StR 310/15, juris Rn. 10).
Die Annahme eines derartigen Ausnahmefalls liegt hier schon wegen der Schwere des Rechtsverstoßes fern (vgl. zum Erfordernis einer wertenden Gesamtbetrachtung BVerfG, Beschluss vom 15. Januar 2015 - 2 BvR 2055/14, NStZ 2015, 172, 174; BGH, Beschluss vom 11. Juni 2015 - 1 StR 590/14; Urteil vom 14. April 2015 - 5 StR 20/15; Beschluss vom 15. Januar 2015 - 1 StR 315/14, NJW 2015, 645, 646).
Ungeachtet der erheblichen Bedenken bereits gegen die Zulässigkeit der erhobenen Rüge (vgl. BGH NStZ 2015, 176 f.; NStZ-RR 2015, 379 f.) - der schon seit dem staatsanwaltschaftlichen Ermittlungsverfahren durchgehend eingebundene Verteidiger als Verfahrensbeteiligter und damit nach § 257c Abs. 1 StPO notwendiger Teilnehmer etwaiger Verständigungsgespräche (…vgl. Meyer-Goßner/ Schmitt StPO 58. Aufl., § 257c Rdnrn. 23 ff.) wird sich kaum auf ein "Nichtwissen" (es könne "nicht ausgeschlossen" werden) über das Führen solcher Gespräche berufen können - ist die Rüge jedenfalls unbegründet.