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Timestamp: 2019-09-18 07:55:31
Document Index: 123015782

Matched Legal Cases: ['§ 7', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4']

Gesetze-Rechtsprechung Schleswig-Holstein BaggGribNatSchGV SH | Landesnorm Schleswig-Holstein | Gesamtausgabe | Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Baggerkuhle Gribbohm" vom 23. Dezember 1986 | gültig ab: 01.01.2003
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Baggerkuhle...
juris-Abkürzung: BaggGribNatSchGV SH
Fundstelle: GVOBl. 1987 25
Gliederungs-Nr: 791-4-79
über das Naturschutzgebiet "Baggerkuhle Gribbohm" Vom 23. Dezember 1986
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Baggerkuhle Gribbohm" vom 23. Dezember 1986 01.01.2003
(1) Die ehemalige Baggerkuhle zwischen der Bundesstraße 431 und dem Bahndamm in der Gemeinde Gribbohm, Kreis Steinburg, wird zum Naturschutzgebiet erklärt.
(2) Das Naturschutzgebiet wird mit der Bezeichnung "Baggerkuhle Gribbohm" unter Nummer 123 in das beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung als oberster Landschaftspflegebehörde geführte Verzeichnis der Naturschutzgebiete eingetragen.
(1) Das Naturschutzgebiet ist rund 19 ha groß und umfaßt in der Gemarkung Gribbohm, Flur 12, die Flurstücke 1 und 2 mit Ausnahme des Weges. In der dieser Verordnung als Anlage beigefügten Übersichtskarte im Maßstab 1: 25.000 ist die Grenze des Naturschutzgebietes schwarz punktiert dargestellt.
(2) Die genaue Grenze des Naturschutzgebietes ist in der Abgrenzungskarte (Flurkarte im Maßstab 1 : 2.000) rot eingetragen. Die maßgebende Ausfertigung der Karte ist beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung als oberster Landschaftspflegebehörde verwahrt. Weitere Ausfertigungen sind beim
Amtsvorsteher des Amtes Schenefeld, 2216 Schenefeld,
Bürgermeister der Gemeinde Gribbohm, 2211 Gribbohm,
In dem Naturschutzgebiet soll ein Lebensraum nachhaltig gesichert werden, der sich aus einer ehemaligen, später als Spülfläche genutzten Baggerkuhle entwickelt hat. Die hervorragende naturkundliche Bedeutung ist in dem kleinflächigen Nebeneinander von nassen, wechselfeuchten und trockenen, insbesondere mageren Sandstandorten mit seltenen Pflanzen- und Tierarten begründet. Die Natur ist hier in ihrer Ganzheit zu erhalten und, soweit es zur Erhaltung bestimmter bedrohter Pflanzen- und Tierarten erforderlich ist, durch planvolle Maßnahmen zu entwickeln und wiederherzustellen.
Flugmodelle oder Modellflugkörper mit Eigenantrieb aufsteigen und landen zu lassen,
Zelte oder Wohnwagen aufzustellen, Sachen aller Art zu lagern, Feuer zu machen oder Hunde nicht angeleint laufen zu lassen,
die ordnungsgemäße landwirtschaftliche Bodennutzung im Sinne des § 7 Abs. 2 des Landschaftspflegegesetzes der bei Inkrafttreten dieser Verordnung als Grünland genutzten Fläche in der bisherigen Art und dem bisherigen Umfang (in der Abgrenzungskarte im Maßstab 1 : 2.000 in waagerechter Schraffur dargestellt),
der Jagdschutz und die ordnungsgemäße Ausübung der Jagd,
der ordnungsgemäße Betrieb und die Unterhaltung der bei Inkrafttreten dieser Verordnung vorhandenen baulichen Anlage als Teil der Wassertransportleitung Wacken Brunsbüttel,
das Betreten der eigenen Grundstücke durch die Grundstücksbesitzer oder deren Beauftragte zur Wahrnehmung berechtigter Interessen sowie des Naturschutzgebietes durch Personen, die von den zuständigen Behörden dazu ermächtigt worden sind.
Die untere Landschaftspflegebehörde kann im Einzelfall von den Verboten des § 4 Abs. 1 Nr. 10, 11 und 14 Ausnahmen zulassen, die nicht zu einer nachhaltigen Störung führen und auch sonst den Schutzzweck nicht beeinträchtigen können.
§ 4 Abs. 1 Nr. 9 die Lebens- oder Zufluchtstätten der Tiere oder die Standorte der Pflanzen beseitigt oder nachteilig verändert, insbesondere durch chemische Stoffe oder mechanische Maßnahmen,
§ 4 Abs. 1 Nr. 12 Flugmodelle oder Modellflugkörper mit Eigenantrieb aufsteigen und landen läßt,
§ 4 Abs. 1 Nr. 13 Zelte oder Wohnwagen aufstellt, Sachen aller Art lagert, Feuer macht oder Hunde nicht angeleint laufen läßt,
§ 4 Abs. 1 Nr. 14 das Naturschutzgebiet betritt, im Naturschutzgebiet reitet oder fährt. Ordnungswidrig handelt in den Fällen des Satzes 1 auch, wer fahrlässig meint, nicht im Naturschutzgebiet gehandelt zu haben.