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Timestamp: 2017-11-19 17:51:41
Document Index: 114218959

Matched Legal Cases: ['§908', '§ 16', '§ 1284', '§ 58', '§ 364', '§ 351', '§ 936']

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Nachfolgend finden Sie einige Begriffe des Immobilienbereichs näher erklärt:
Anrainer(Nachbar)
Bittleihe (Prekarium)
Erhaltungs-/Verbesserung
Flächenwidmungs-/Bebauungsplan
Gebührenordnung f. Architekten
Hochwassergef.Karte
Kostenvoranschalg L
Restwert S
Veräußerungs-/Bel.Verbot
Vorvertrag W
Bestriebskosten werden übers Jahr in Form von Accontozahlungen geleistet und mit den tatsächlichen Kosten der Bewirtschaftung einer Liegenschaft nach Ablauf eines Kalenderjahres bis spätestens 30. Juni des Folgejahres gegengerechnet. Ein etwaiger Saldo wird der laufenden Betriebskostenvorschreibung nachverrechnet/gutgeschrieben.
Mit dem Alleinvermittlungs- oder Exklusivauftrag wird der Immobilienmakler von seinem Kunden für eine bestimmte Zeit (Alleinvermittlungsfrist) schriftlich mit der Vermittlung eines Immobiliengeschäftes beauftragt. Der alleinbeauftragte Immobilienmakler darf für denFall, dass die Vermittlungstätigkeit trotz seiner zweckentsprechenden Bemühungen nicht zum Erfolg führen kann, weil der Auftraggeber den Alleinvermittlungsauftrag innerhalb der vereinbarten Frist widerruft oder das Immobiliengeschäft alleine oder mit Hilfe eines anderen Immobilienmaklers abschließt, die Verpflichtung des Auftraggebers zur Provisionszahlung vereinbaren ("Konventionalstrafe"). Im Erfolgsfall, d.h. bei einem durch seine Tätigkeit herbeigeführten Zustandekommen des Rechtsgeschäftes, gebührt dem Immobilienmakler die vereinbarte Provision.
Verzeichnis bzw. Datenbank, in die sämtliche vom Umweltbundesamt gesammelten Daten über altlastverdächtige Flächen aufgenommen werden. Jeder, der ein Grundstück oder eine Immobilie erwerben will, sollte sich vorher erkundigen, ob dieses Objekt im Kataster über Altlastenverdachtsflächen und Altlasten erfasst ist. Für Auskünfte aus dem Altlastenkataster ist in der Regel eine genaue Lagebezeichnung und möglichst ein Eintrag in einer Übersichtskarte erforderlich. Link: http://www.umweltbundesamt.at/umweltinformation/altlasten/
A metà Geschäfte (Italienisch: "zur Hälfte")
Vor allem in Immobilienbörsen werden Gemeinschaftsgeschäfte auf a metà Basis abgewickelt: d.h. die involvierten Maklerfirmen teilen die Gewinne bzw. Verluste aus einem Geschäft. Selbstverständlich hat der Kunde nur einmal die Provision zu entrichten, sollten mehrere Makler am Zustandekommen eines Geschäftes beteiligt sein.
Das Vorliegen der notwendigen Ver- und Entsorgungsleitungen und der unmittelbaren Verbindung eines Bauplatzes mit dem Straßennetz durch eine rechtlich und tatsächlich gesicherteZufahrt.
Ein Anbot (Angebot, Offert) liegt vor, wenn jemand mündlich oder schriftlich eine verbindliche Erklärung zum Abschluss eines Kauf- oderMietvertrages abgibt. Wird das Anbot von demjenigen, an den es gerichtet ist, vollinhaltlich angenommen, so entsteht ein Vertrag. Eine Annahmeerklärung, die vom Inhalt des Anbotes abweicht (z.H. höherer Preis), bewirkt keinen Vertrag, sondern stellt ein neues Anbot der anderen Partei dar. Ist ein Anbot befristet, so muss es innerhalb der Frist von der anderen Partei angenommen werden, sonst erlischt es und bindet den Anbotsteller nicht mehr. Mangels ausdrücklicher Befristung muss die Annahme innerhalb angemessener Zeit d.h.: unter Anwesenden sofort, unter Abwesenden innerhalb der Zeit, die für die Übermittlung, Überlegung und Rückantwort erforderlich ist, angenommen werden.
Angeld ( §908 ABGB ) wird bei Abschluss eines Vertrags zum Nachweis und zur Sicherung der Vertragserfüllung erlegt. Tritt der Angeldgeber aus seinem Verschulden vom Vertrag zurück, so ist das Angeld zugunsten der anderen Vertragspartei verfallen. Tritt der Angeldempfänger aus seinem Verschulden zurück , so hat er der anderen Vertragspartei das doppelte Angeld zu bezahlen. In beiden Fällen ist es nicht beachtlich, ob durch den Rücktritt ein Schaden entstanden ist. Im Zweifelsfall ist für die Beurteilung, ob ein Betrag als Angeld geleistet wurde,vor allem die Höhe des Betrages im Verhältnis zum Gesamtpreis wesentlich. Beträge, die über 10% der Gesamtleistung liegen und nicht ausdrücklich als Angeld bezeichnet sind, stellen im allgemeinen eine Anzahlung (Akontierung, Teilzahlung) dar, die bei Vertragsauflösung zurückzustellen ist. Bei Erfüllung des Vertrages ist das Angeld auf die Leistung (Kaufpreis) anzurechnen.
Vom Grundeigentümer an die Gemeinde vor Erteilung einer Baubewilligung zu leistende Beiträge zu den Kosten der Erwerbung und Herstellung der vor gelagerten Verkehrsflächen.
Der Eigentümer eines Grundstückes kannfür die beabsichtigte Veräußerung oder Verpfändung des Grundstückes im Grundbuch (Eigentums- bzw. Lastenblatt) die Rangordnung anmerken lassen. Vom dem Gerichtsbeschluss, mit dem die Anmerkung bewilligt wird, darf nur eine Ausfertigung erteilt werden (Rangordnungsbeschluss). Die Anmerkung der Rangordnung verliert ihre Wirksamkeit mit Ablauf eines Jahres nach ihrer Bewilligung und ist nicht verlängerbar. Die Einverleibung des Eigentums- bzw. Pfandrechts im Rang der Anmerkung kann nur von demjenigen beantragt werden, der mit der einverleibungsfähigen Urkunde auch den Rangordnungsbeschluss vorlegt (Absicherung des Käufers bzw. Hypothekargläubigers, "Sperre" des Grundbuches).
Regelmäßige Rückzahlung (Tilgung) einer Geldschuld,insbesondere Rückzahlungsrate zur Abzahlung eines Darlehens. Die Annuität setzt sich aus einer Kapital- und Zinsenquote zusammen, wobei die Zinsenquote der Pauschalrate (vom fallenden Kapital berechnet) während des Tilgungszeitraumes sinkt und die Kapitalquote steigt.
Auf Grund des Stadterneuerungsgesetzes (Bundesgesetz) kann die Landesregierung durch Verordnung ein Gemeindegebiet oder einen Teil eines Gemeindegebietes, das städtebauliche Missstände aufweist (insbesondere, wenn zumindest die Hälfte der Wohnungen Substandardwohnungen sind, eine dichte Verbauung vorliegt etc.) zum Assanierungsgebiet erklären. Vor dem Verkauf von Grundstücken oder Grundstücksteilen im Assanierungsgebiet muss der Eigentümer das Objekt zunächst der Gemeinde (Wien: MA 69) zum Kauf anbieten. Macht die Gemeinde von diesemAngebot keinen Gebrauch, dann bedarf der Kaufvertrag mit einem Dritten einer behördlichen Genehmigung (Wien: MA 64), deren Erteilung von der Angemessenheit des Kaufpreises abhängt. Die Tatsache, dass sich ein Grundstück im Assanierungsgebiet befindet, wird im Grundbuch angemerkt. Für die Verbücherung eines Kaufvertrages ist neben den sonst erforderlichen Urkunden auch die behördliche Genehmigung beizubringen.
Der Bauherr, der Bauträger oder der Architekt vergebenAufträge an einzelne Firmen aufgrund ihrer Angebote. Im Auftragsschreiben sind Leistungsumfang, Termin und Pönale möglichst genau anzugeben.
Die detaillierte Beschreibung der Einzelpositionen von gewünschten Lieferungen und Leistungen mit genauen Angaben über Qualität und Menge. Sie dient zur Einholung von vergleichbaren Angebotenbei mehreren Firmen.
Der Behörde obliegt es, während der Bauausführung zu überprüfen, ob den Bestimmungen der Bauordnung und der Bewilligung entsprochen wird. Den Organen der Baubehörde ist dazu jederzeit der Zutritt zur Baustelle zu gewähren. Es sind ihnen die verlangten Auskünfte zu erteilen, uns sie können jederzeit in die UnterlagenEinsicht nehmen.
Zuständig dafür ist ein gesetzlich befugter Ausführender - Baumeister, Architekt oder Zivilingenieur/Ziviltechniker. Der Bauausführende hat gegenüber der jeweils zuständigen Behröde gewisse Pflichten zu erfüllen. Ein allfälligerWechsel des Bauausführenden hat gegenüber der jeweils zuständigen Behörde gewisse Pflichten zu erfüllen. Ein allfälliger Wechsel des Bauausführenden ist der Behörde bekannt zu geben. Die Bauherrschaft zeigt der Baubehörde den Baubeginn und in weiterer Folge auch die Fertigstellung des Rohbaus bzw. die Gesamtfertigstellung an. Der Bauführer haftet unter andrem für die ordnungsgemäße Ausführung und die Einhaltung der Lärmgrenzwertebeim Bau.
Bescheid der Baubehörde, mit dem Neu-, Zu- und Umbauten, Änderungen der Widmung, Abbruch von Gebäuden usw. bewilligt wird. Je nach der Art des Vorhabens sind Baupläne, eineGrundbuchsabschrift, die Zustimmung des Liegenschaftseigentümers (aller Miteigentümer), die Bekanntgabe der Bebauungsbestimmungen (Fluchtlinienplan), Baubeschreibungen, statische Berechnungen usw. anzuschließen.
Beim Beginn der Vorentwurfsarbeiten sollte sie mit den Bebauungsbedingungen vorliegen; darin wird von der zuständigen Behörde eine Grundfläche fürbebaubar erklärt. Ohne Bauplatzerklärung kann eine Baubewilligung nicht erteilt werden.
Das Baurecht im privatrechtlichen Sinne ist das vom Grundeigentümer für bestimmte Zeit (mindestens 10 und höchstens 99 Jahre) eingeräumte Recht, auf oder unter dem Grundstück ein Bauwerk zu errichten und zu erhalten. Das Baurecht entsteht durch Eintragung im Grundbuch("Baurechtseinlage") und ist übertragbar (z.B. durch Verkauf, Schenkung oder im Erbweg). Als Entgelt hatder Bauberechtigte and den Grundstückseigentümer den Bauzins zu bezahlen. Nach Erlöschen des Baurechts fällt das Bauwerk an den Grundeigentümer, dem Bauberechtigten steht mangels anderer Vereinbarung eine Entschädigung zu. Seit der Novellierung des aus dem Jahr 1912 stammenden Baurechtsgesetzes im Jahr 1990 ist die Baurechtseinräumungan allen Grundstücken möglich, auch in der neuen Form des Baurechtswohnungseigentums.
Weiters kann eine zeitlich begrenzte Bausperre gebietsweiseverhängt werden, wenn der Bebauungsplatz geändert werden soll.
Offene Bauweise: Wenn ein Gebäude allseits freistehend in einem bestimmten Mindestabstand zum Nachbargrund (Länderweise verschieden; auch Bauwich oderAbstandsfläche ist als Bezeichnung häufig) errichtet wird.
Vorrichtung in der Abwasserleitung, mit der das Abfließen von Benzinin das öffentliche Kanalnetz verhindert wird (Garagen!). Das spezifisch leichtere Benzin steigt in einem Behälter aus dem Abwasser auf, das schwerere Wasser fließt ab. Nach diesem Prinzip funktionieren auch Seifen-, Öl- oder Fettabschneider.
Beide Arten des Bestandvertrages kommen mit der Einigung über den Bestandsgegenstand und den Preis (Mietzins, Pachtzins) zustandeund können auf unbestimmte oder auf bestimmte Zeit geschlossen werden. Beim Mietvertrag steht die Benützung des Mietgegenstandes (z.B. Wohnung oder Geschäftslokal) zum vertraglichen vereinbarten Zweck im Vordergrund, beim Pachtvertrag die Erwerbsgelegenheit mit Betriebspflicht (z.B. Landwirtschaft, Gasthaus, Handelsbetrieb).
Schuld, die am Sitz des Gläubigers zu erfüllen ist(Beispiel: Mietzins), im Gegensatz zur Holschuld.
Als Cottage bezeichnet man auf den Britischen Inseln einfache, nur aus einem Erdgeschoss bestehende Häuser ohne Unterkellerung. Sie wurden hauptsächlich aus Natursteinen errichtet und mit Stroh gedeckt („thatched cottage“). Da Stroh jährlich ersetzt werden musste, wurde später Reet verwendet, welches in neuerer Zeit wiederum durch langlebige Granitschindeln oder Wellblech ersetzt wurde.
Die häufigsten Dachformen sind das Pultdach, das Satteldach, das Sheddach (insb. bei Fabriksgebäuden), das Flachdach und das Walmdach. Wenn die Walmflächenicht bis zur Traufe der anschließenden Dachflächen reicht, spricht man von einem Krüppelwalmdach.
Dienstbarkeit(Servitut)
Hausservituten können "bejahende" (zur Duldung verpflichtende) sein wie Rechte auf Einfügung eines Balkons in eine fremde Wand, auf Ableitung der Dachtraufe auf fremden Grund oder die Errichtung eines Daches oder Erkers über fremdem Grund. Demgegenüber verpflichten "verneinende" Hausservituten zu Unterlassung, also z.B. die Höhe eines Hauses nicht zu verändern oder dem Nachbargebäude, Licht, Luft oder Aussicht nicht zu nehmen.Die Cottageservitut verpflichtet die Liegenschaftseigentümer wechselseitig, eine bestimmte Verbauung einzuhalten und kann durch Maßnahmen der Baubehörde nicht außer Kraft gesetzt werden.
Die Dübelbaumdecke (auch Dübbel- oder Dippeldecke)ist eine häufige Holzdeckenkonstruktion in älteren Gebäuden. Die Holzbalken (Dübelbäume) sind nebeneinander ("Mann an Mann") verlegt und mit Holzkeilen (Dübeln) verbunden. Darauf befindet sich eine Beschüttung, auf welcher der begehbare Fußboden liegt. An der Unterseite sind die Rohrung und der Putz angebracht.
Für die Baueinreichung bei der Behörde erforderlich sind Lageplan, Grundrissealler Geschoße, Schnitte und Ansichten im Maßstab 1 : 100, in dreifacher Ausfertigung und farbig angelegt.
Das Grundbuchgesetz kennt drei Arten von Eintragungen im Grundbuch: Einverleibungen,Vormerkungen und Anmerkungen ( auch "Ersichtlichmachungen").
siehe "Eintragungsarten im Grundbuch"
Lösung der Bauaufgabe in Grundrissen, Ansichten und Schnitten(meist im Maßstab 1 : 100); Teilleistung des Architekten oder eines anderen Planes.
Maßnahmen, die notwendig sind, um ein Grundstück baureif zu machen. Dazu gehören Er-schließungsarbeiten der Gemeinden für den Straßen- und Kanalbau sowie für Wasser-, Gas- und Elektrizitätsversorgung etc. Die anfallenden Erschließungskosten werden in der Regel nach bestimmten Verfahren auf die Grundstückseigentümer umgelegt.
Die Bebauungspläne haben darzustellen, in welcher Weise die Grundflächen und die darüber oder darunter liegenden Räume bebaut werden dürfen bzw. welche Rechte und Pflichten sich für die Eigentümer der Grundflächen ergeben.Neben den Widmungen der Grundflächen, den für die Bebauung maßgeblichen Linien (Fluchtlinien) und den Höhenlagen und Querschnitten der Verkehrsflächen sind in den Bebauungsplänen auch – Bauklassen – Bauweisen oder Strukturen enthalten. Darüber hinaus können sie – Schutzzonen, Einkaufszentren, Kleingartengebiete etc. ausweisen.
Sie beziehen sich auf Bau- und Straßenfluchtlinien. Im allgemeinen beschreiben Fluchtlinien alBegrenzung jenen Teil eines Grundstückes, der für die eigentliche Bebauung vorgesehen ist. Sie sind im Bebauungsplan eingetragen.
Recht des Bauplatzeigentümers, gegen dieöffentliche Verkehrsfläche Ausgänge und Ausfahrten anzuordnen, Fenster einzurichten und Anschlüsse an die in der öffentlichen Verkehrsfläche liegenden Leitungen herzustellen. Dem steht die Verpflichtung zur Erbringung der – Anliegerleistungen gegenüber.
siehe auch "Dienstbarkeit"
Regelung über die Mindestgebühren (Honorare) für die Architektenleistungen. Bei Bauvorhaben wird die Höhe der Gebühr in Abhängigkeit von den Herstellungskosten und demAusbauverhältnis nacheiner Prozenttabelle berechnet; sonstige Leistungen werden nach Zeitaufwand abgegolten.
Jede Einlage enthält im Gutsbestandsblatt (A-Blatt) die zum Grundbuchskörper gehörenden Grundstücke, ihr Ausmaß und ihre Benützungsart (z.B. Baufläche, Wald, landwirtschaftliche Nutzung) sowie diemit dem Grundstück verbundenen Rechte (z.B. als herrschendes Gut bei Dienstbarkeiten) und öffentlich-rechtliche Beschränkungen. Im Eigentumsblatt (B-Blatt) scheint das Eigentumsrecht (bei Miteigentum mit Anteil) mit allfälligen persönlichen Beschränkungen des Eigentümers (z.B. Minderjährigkeit)auf.
Das Lastenblatt (C-Blatt) enthältalle die Liegenschaft belastenden dinglichen Rechte (z.B. – Hypotheken, Dienstbarkeiten als dienendes Gut) sowie Vor- und Wiederkaufsrechte und Belastungs- und Veräußerungsverbote.
Von den hebesatzberechtigten Gemeinden per Satzung festgesetzter Zuschlag auf den einheit-lichen Steuermessbetrag zur Bemessung der Gewerbe- und Grundsteuer.
Am 22. November 2005 wurde vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft und dem Versicherungsverband Österreich das Projekt HORA - HOchwasserRisikozonierung Austria initiiert. Es wird an 25.000 Flusskilometern umgesetzt. Ab dem Frühjahr 2006 besteht damit die Möglichkeit, per Mausklick im Internet eine erste Gefahrenabschätzung für das Risiko einer möglichen Überschwemmung mittels Adresseneingabe zu erhalten.
Bei der Darlehenshypothek wird ein Pfandrecht mit dem Kapitalbetrag (Darlehensbe-trag), den Zinsen und Verzugszinsen, die die Bank höchstens in Anrechnung bringen kann und einer Nebengebührensicherstellung, die der Sicherstellung der Zinsen und Spesen dient, im Grundbuch einverleibt. Die Sicherstellung ist nur für dieses bestimm-te Darlehen und nur für den aus der ursprünglichen Darlehensforderung noch offenen Betrag zuzüglich der Zinsen gegeben, das heisst insbesondere, dass für neue Darlehen jedenfalls auch neue Sicherheiten bestellt werden müssen, was mit nicht unerheblichen Kosten verbunden ist.
Bei der Höchstbetragshypothek wird ein Pfandrecht mit einem Höchstbetrag im Grundbuch eingetragen. Darin sind das Kapital, aber auch die Zinsen, etwaige Ver-zugs- und Zinseszinsen sowie Nebengebühren enthalten. Wesentlicher Unterschied zur Darlehenshypothek ist, dass die Höchstbetragshypothek auch für weitere Darlehen, welche Ihnen die selbe Bank gewährt, herangezogen werden kann.
siehe "Eintragungsarten ins Grundbuch"
WaagrechtesQuerholz des Fensterrahmens zur Unterteilung hoher Fenster.
Bei der Neuvermietung vonWohnungen richtet sich die Mietzinsbildung für Wohnungen der Kategorien B unter 130 m2 Nutzfläche, C und D nach den Kategoriebeträgen, sofern nicht ein Ausnahmetatbestand (§ 16 Abs. 1 MRG) gegeben ist.
Die Kategoriebeträge lauten ab 1.9.2008:
Kategorie A € 3,25
Kategorie B € 2,44
Kategorie C € 1,62
Kategorie D € 1,62 (brauchbar)
Kategorie D € 0,81 (unbrauchbar)
Vergütungsbetrag, derfür den Fall der Nichteinhaltung eines Vertrages vereinbart werden kann.
siehe "Verkürzung über die Hälfte"
Ein Lagezuschlag spiegelt den Wert der Wohngegend wider. Dieser kann pro m² Wohnnutzfläche veranschlagt werden. Ein Lagezuschlag ist nur bei Wohnungen zu berücksichtigen, bei denen der Richtwertmietzins anzuwenden ist.
Eine überdurchschnittliche Lage des Hauses (Wohnumgebung) ermöglicht die Vereinbarung eines Lagezuschlages. Der Lagezuschlag ist an zwei Voraussetzungen gebunden:
die Lage der Liegenschaft muss besser sein als eine "durchschnittliche" Lage, was nach "der allgemeinen Verkehrsauffassung" und "der Erfahrung des täglichen Lebens" beurteilt wird.
die für den Lagezuschlag maßgebenden Umstände sinddemMieter schriftlich bis spätestens bei Zustandekommendes Mietvertrages ausdrücklich bekannt zu geben.
Solche Umstände können etwa sein:
Lage im Grünen,
Freizeit- und Einkaufsmöglichkeiten,
Kindergärten und Schulen, etc.
Das Magistrat der Stadt Wien informiert online über den Lagezuschlag für Wohnungs-Standorte.
Beim Leibrentenvertrag (§ 1284 ff ABGB) ist für eine vorweg erbrachte einmalige Leistung (z.B. Übertragung des Eigentums an einem Grundstück) eine Dauerleistung (Rente) auf Lebenszeit einer bestimmten Person zu erbringen. Die Dauer derLeibrentekann von der Lebensdauer des einen oder anderen Vertragsteiles oder auch einer dritten Person abhängen. Der häufigste Fall ist die Leibrente auf Lebensdauer des Empfängers.
dem Abschluss eines Bauvertrages gehen Verhandlungen der Vertragsbedingungen und dieAbgabe eines Angebots voraus. Grundlage des Vertragesangebots des Bauhandwerkers ist das Leistungsverzeichnis. Es wird vom Architekten erstellt und enthält - nach Positionen aufgegliedert - alle Leistungen, die vom Bauhandwerker erbracht werden sollen, inklusive Materialien- und Mengenangaben. Das Leistungsverzeichnis wird für jedes Gewerk einzeln ausgeschrieben.
Wurde ein Bauwerk entgegen den Regeln der Baukunst errichtet und entspricht nicht den Vertragsvereinbarungen, liegt ein Baumangel vor. Dafür haftet innerhalb der Gewährleistungsfrist (Gewährleistung) der ausführende Unternehmer. Der Bauherr reagiert also entsprechend seiner Interessenlage, bringt eine Mängelrüge schriftlich vor und fordert den ausführenden Unternehmer auf, in einem gesetztenZeitrahmenden Mangelzubeseitigen. Hält der Verursacher den Termin nicht ein, setzt der Bauherr eine zweite Frist zur Nachbesserung oder beauftrag eine andere Firma mit der Ersatzvornahme. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, dass der Bauherr die erste Frist setzt und sie miteiner Ablehnungsandrohung verbindet. Das Nachbesserungsrecht des ausführenden Unternehmers endet; und der Bauherr kann Minderungs- und Schadenersatzansprüche geltend machen.
Untermietverträge über Wohnungen oder Geschäftsräume werdenzwischen dem Hauptmieter und dem Untermieter abgeschlossen und können aufunbestimmte Zeit (Kündigungsschutz des Untermieters) oder auf längstens 5Jahre befristet vereinbart werden.
Eine spezielle Form des Miteigentumsstellt das – Wohnungseigentum dar.
Mit Immobiliengeschäften sind verschiedene Nebenkosten verbunden, die zusätzlich zum Kaufpreis bzw. dem Miet- oder Pachtzins kalkuliert werden müssen. Dazu zählen bei Kaufverträgen die Grunderwerbsteuer (3,5%), die Grundbuchseintragungsgebühr (1,1%), Honorare und Gebühren im Zusammenhang mit der Errichtung und grundbücherlichen Durchführung des Kaufvertrages, Verfahrenskosten und Verwaltungsabgaben für behördliche Genehmigungen (z.B. Grunderwerb durch Ausländer, Grunderwerb in Assanierungsgebieten), außerordentliche Tilgungen bei Übernahme von Förderungsdarlehen durch den Erwerber , allfällige Anliegerleistungen und Anschlusskosten für Wasser, Kanal, Strom etc. sowie die Provision des Immobilienmaklers.
Als Nebenkosten von Miet- undPachtverträgen kommen im allgemeinen die Vergebührung (1% des auf die Vertragsdauer entfallenden Bruttozinses, bei unbestimmter Vertragsdauer 1% des dreifachen Jahresbruttozinses), die Vertragserrichtungskosten und die Vermittlungsprovision in Betracht. In bestimmten Fällen entstehen zusätzliche Verfahrenskosten und Verwaltungsabgaben durch die Genehmigungspflicht nach den Grundverkehrsgesetzen (z.B. landwirtschaftlicher Betrieb) oder nach den Ausländergrundverkehrsgesetzen.
Bei Hypothekardarlehen beträgt die Grundbuchseintragungsgebühr 1,2%, die Gebühr für die Rangordnung für die Verpfändung 0,6% . Dazu kommen die Kosten der Errichtung der Schuldurkunde, die Barauslagen für Beglaubigungen und Stempelmarken, die Kosten der allfälligen Schätzung der Liegenschaft und die Vermittlungsprovision.
wird nach Naturmaßen oder aufgrund von behördlich genehmigtenBauplänen durch den Zivilgeometer berechnet.
siehe "Wohnungseigentum"
siehe "Hypothek"
Förderungsdarlehen, die zur Baufindanzierung bereitgestellt werden. Nicht nur eine einzelneWohnung, sonderdasgesamte Bauobjekt wird gefördert. Das Darlehen wird entweder in einem Prozentsatz der Gesamtbaukosten bemessen oder in einem Pauschalsatz gewährt - jeweils aber pro Quadratmeter und Nutzfläche. Es gibt unterschiedliche Regelungen in den einzelnen Ländern und für verschiedene Bauweisen sowie Rechtsformen.
Befristetes Offert, mit welchem sich der Offertleger verpflichtet, künftig einen bestimmten Vertrag zu schließen. Beispielsweise kann der Liegenschaftseigentümer einem Kaufinteressenten das Recht einräumen, die Liegenschaft zu den in der Option genannten Bedingungenzueinemspäteren Zeitpunkt zu kaufen; der Interessent ist aus der Option berechtigt, aber nicht verpflichtet die Liegenschaft zu kaufen.
"Brustwehr", bei Fenstern.Teil der Hauswand zwischen Fensterunterkante und Fußbodenoberkante.
BezeichnungfürFörderungsdarlehen, die als Fixbeträge je Quadratmeter Nutzfläche oder als festgesetzter Gesamtbetrag an einenFörderungswerber vergeben werden. Solche Regelungen bestehen in den Bundesländern für die Förderung von Eigenheimen, teilweise auch für andere Bauweisen.
Konzept über die wesentlichen Punkte eines Vertrages. Haben beide Vertragsteile unterschrieben, dann ist der Vertrag rechtswirksam zustande gekommen, die Errichtungder förmlichen Urkunde (z.B. verbücherungsfähiger Kaufvertrag über ein Grundstück) erfolgt zueinem späteren Zeitpunkt.
siehe "Anmerkung der Rangordnung"
Bei der Löschung eines Pfandrechtes (Hypothek) kann der Grundstückseigentümer durch Anmerkung des Rangvorbehaltes im Grundbuch erwirken, dass ihm die Eintragung einer neuen Hypothek im Rang und bis zur Höhe der gelöschten Hypothek binnen drei jahren nach der Bewilligung derAnmerkungvorbehaltenbleibt. Dieser Vorbehalt ist bei Eigentumswechsel auch zugunsten des neuen Eigentümers wirksam (§ 58 Grundbuchsgesetz).
Von einem eigens ausgebildeten Bankmitarbeiter oder Schätzer festgestellter (aktueller) Ver-kehrswert der Immobilie, des Superädifikates, etc.
Im Bebauungsplan einer Gemeinde ausgewiesene Gebiete in denen Veränderungen, die das örtliche Stadtbild oder den Stil eines Gebäudes beeinflussen, nur auf Grund einer Baubewilligung durchgeführtwerden dürfen. In Wiener Schutzzonen darf der Verwendungszweck von Wohnräumen nicht geändert werden, es sind lediglichin Verbindung mit dem Wohnzweck Tätigkeiten gestattet, die üblicherweise in Wohnungen ausgeübt werden. Dachgeschossausbauten in Wohnhäusern sind nur für Wohnzwecke zulässig.
siehe "Dienstbarkeit"
Als Grundlage für jede Art der Finanzierung müssen Sie Sicherstellungen beibringen. Die gängigsten Sicherstellungen sind Bürgschaft bzw. die Verpfändung von Gehalt, Lebensversi-cherungen, Einlagen und Wertpapieren oder von Immobilien.
Von der Besteuerung ausgenommen sind Einkünfte aus der VeräußerungvonEigenheimen und Eigentumswohnungen (samt Grund und Boden), die dem Verkäufer seit der Anschaffung, mindestens aber seit 2 Jahren, als Hauptwohnsitz gedient haben.
gilt nur für bestimmte Bauabschnitte, ohne dass damit die Baugenehmigung für das gesamte Bauvorhaben sichergestelltist.
Regelmäßige Leistung des/der Darlehensnehmers/-in zur Rückzahlung des Darlehens.
siehe "Vorvertrag"
Ein Veräußerungs- oder Belastungsverbot hinsichtlich einer Liegenschaft (§ 364 c ABGB) kann durch Vertrag oder letztwillige Verfügung begründet werden und hat den Zweck, eine Veräußerung oder Belastung der Liegenschaft ohne Zustimmung des Begünstigten unmöglich zu machen. Es verpflichtet nur den ersten Eigentümer,nicht aber dessen Rechtsnachfolger. Für den Begünstigten begründet es ein höchstpersönliches und nichtverwertbares Recht. Im Grundbuch einverleibt kann es nur dann werden, wenn es zwischen nahen Angehörigen abgeschlossen wurde, also z.B. zwischen Eltern und Kindern oder zwischen Ehegatten.
Für den ruhenden und fließenden Verkehr bestimmte Flächen (Gassen, Straßen, Plätze); die Unterscheidung ist ohne rechtliche Relevanz. Öffentliche Verkehrsflächen sind solche, auf denen der Gemeingebrauch besteht, ohne Rücksicht darauf, wer Grundeigentümer ist oder ob für die Benutzung ein Entgelt eingehoben wird. Auch die Unterscheidung inBundes-, Landes-, Bezirks- und Gemeindestraßen bzw. öffentliche Interessentenwege ist nur für die Erhaltungspflicht oder (bei Bundesstraßen einerseits und allen übrigen genannten Straßen andererseits) für die Kompetenz zur gesetzlichen Regelung von Bedeutung. Privatstraßen sind solche Straßen, an welchenkein Gemeingebrauchbesteht.
Kaufleute können im Rahmen ihres Unternehmens geschlossene Geschäfte nicht wegen Verkürzung über die Hälfte anfechten (§ 351a Handelsgesetzbuch). Weiters ist die Vertragsanfechtung ausgeschlossen, wenn die Übernahme zum Liebhaberpreis erfolgt ist bzw. bei Vertragsabschlussder wahre Wert bekannt war und dies ausdrücklich im Vertrag festgehalten ist. Auch beim Erwerb im Wege einer gerichtlichen Zwangsversteigerung ist die Anfechtung wegen Verkürzung über die Hälfte ausgeschlossen.
Die Kosten für die Vertragserrichtung bewegen sich bei Notaren/Rechtsanwälten zwischen 1 % und 4 % der Kaufsumme zuzüglich Mehrwertsteuer und Barauslagen.
Der Vorvertrag (§ 936 ABGB) ist eine Vereinbarung, künftig einen Vertrag (Hauptvertrag) zu schließen, dessen wesentliche Punkte im Vorvertrag festgehalten sind. Kommt der Hauptvertrag nicht zu dem im Vorvertrag vereinbarten Zeitpunkt zustande, so mussbinnen Jahresfrist auf Abschluss des Hauptvertrages geklagt werden, widrigenfalls das Recht erloschen ist. Der Abschluss des Hauptvertrages kann dann nicht erzwungen werden, wenn sich einer der Vertragspartner erfolgreich auf veränderte Umstände bzw. den Wegfall derGeschäftsgrundlage beruft. Gründe für die Berufung auf die sogenannte "Umstandsklausel" (Clausula rebus sic stantibus, d.h. unveränderte Wirksamkeit des Vertrages nur unter gleichbleibenden Verhältnissen) können z.B. grundlegende gesetzliche oder wirtschaftliche Änderungen sein.
Wohnungseigentumsgesetz 1975 (Bundesgesetz) über das Eigentum an Wohnungen und sonstigen Räumlichkeiten.Gültig in der FassungWohnrechtsnovelle 2000.
Bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung sind bestimmte Aufwendungen (z. B. Darlehenszinsen, Disagio, Abschreibungen, Bewirtschaftungskosten, Reisekosten etc.) steuer-lich abzugsfähige Werbungskosten.
liegt vor, wenn ein Gebäude nur durch wirtschaftlichunzumutbareAufwendungen erhalten werden kann.
Inhaber von geförderten Wohnungen können um eine Wohnbeihilfe ansuchen, wenn sie durch den Wohnungsaufwand (monatlicher Aufwand ohne Betriebs- und Heizungskosten) unzumutbar belastet sind. Die jeweils geltenden Bestimmungen erlassen die Landesregierungen.