Source: https://ausschreibungen-deutschland.de/398478_Projektmanagement_und_Qualitaetissicherung_im_Rahmen_der_Marktraumumstellung_2017_Plettenberg
Timestamp: 2020-01-19 07:56:09
Document Index: 26953008

Matched Legal Cases: ['§ 123', '§ 123', '§ 19', '§ 21', '§ 23', '§ 13', '§ 4', '§ 123', '§ 160', '§ 97']

Öffentliche Ausschreibung 2017 Projektmanagement und Qualitätissicherung im Rahmen der Marktraumumstellung "L-/H-Gas-Anpassung" im Netzgebiet der Stadtwerke Plettenberg GmbH und der Stadtwerke Werdohl GmbH. 2017-11-10
Projektmanagement und Qualitätissicherung im Rahmen der Marktraumumstellung ...
Projektmanagement und Qualitätissicherung im Rahmen der Marktraumumstellung "L-/H-Gas-Anpassung" im Netzgebiet der Stadtwerke Plettenberg GmbH und der Stadtwerke Werdohl GmbH.
Hauptadresse: http://www.stadtwerke-plettenberg.de
Hauptadresse: http://www.stadtwerke-werdohl.de
Der Zugang zu den Auftragsunterlagen ist eingeschränkt. Weitere Auskünfte sind erhältlich unter: www.kanzlei-bommert.de
Andere Tätigkeit: Daseinsvorsorge (Strom, Wasser, Gas)
Die Auftraggeber planen die Anpassung sämtlicher Gasverbrauchsstellen von L- auf H-Gas in ihrem Netzgebiet. Die voraussichtlichen Umstellungszeitpunkte sind nach diesseitigen Stand im September 2022 (Plettenberg) und Ende 2022 / Anfang 2023 (Werdohl). Insgesamt sollen hierbei mit ca. 7 300 Zählpunkte geschätzte 10 000 Gasgeräte (geschätzter Gerätefaktor: 1,3) umgestellt werden. Bei der Auftragsdurchführung muss die tatsächliche Anzahl der Gasgeräte erhoben und angepasst werden.Gegenstand dieser Ausschreibung ist das Projektmanagement (Los 1) und die spätere Qualitätssicherung (Los 2). Als Beginn der Tätigkeit für das Projektmanagement wird zunächst der April 2018 angenommen. Die Tätigkeit umfasst den gesamten Zeitraum bis Abschluss der kompletten Anpassungsmaßnahmen voraussichtlich bis Frühjahr 2023. Als Beginn der Tätigkeit für die Qualitätssicherung wird der Januar 2021 angenommen. Die Tätigkeit endet ebenfalls voraussichtlich im Frühjahr 2023.
Projektmanagement in den Netzgebieten der Stadtwerke Plettenberg GmbH und der Stadtwerke Werdohl GmbH
Netzgebiete der Stadtwerke Plettenberg GmbH und der Stadtwerke Werdohl GmbH.
Im Rahmen des Loses 1 (Projektmanagement) hat der Auftragnehmer das Projekt umfassend zu begleiten und zu managen. So sollen insbesondere eine Vorplanung, eine Detailplanung und Projektvorbereitung, eine Abwicklungs- und Überwachungsorganisation, eine aktive Kundenbetreuung, das Datenmanagement, eine Dokumentation und Auswertung sowie das Terminmanagement erbracht werden. Der Projektmanager soll als "verlängerter Arm" der Auftraggeber fungieren und das gesamte Projekt von Beginn bis Ende verantwortlich durchführen. Der Projektmanager wird in dieser Funktion mit allen Beteiligten zusammenarbeiten, sowohl mit den Auftraggebern, als auch mit dem Qualitätssicherer, mit den Unternehmen, die die Erhebungs- und Anpassungsleistungen erbringen werden sowie gegebenenfalls mit den betroffenen Anschlussnehmern und anderen Dienstleistern. Um bei der Vorbereitung der Umstellung und der Erhebungs- und Anpassungsleistungen unterstützen zu können, ist beabsichtigt, dass der Projektmanager seine Tätigkeit bereits im April 2018 beginnt. Grundlage der Leistungen des Projektmanagers bilden die Anforderungen der DVGW Regelwerke G 680 - Umstellung und Anpassung von Gasgeräten, G 676 B1- Qualifikationskriterien für Umbau-, Anpassungs-, Kontrollfirmen und Projektmanagement Engineeringfirmen) sowie G 695 (M). Für das Projektmanagement ist es erforderlich, dass während der gesamten Auftragsphase ein Projektleiter (Ingenieur/ Techniker) sowie ein kompetenter Stellvertreter (Ingenieur/ Techniker) zur Verfügung stehen, wobei die Verfügbarkeit des Projektleiters in Räumlichkeiten vor Ort zu gewährleisten ist. Er hat dazu ein "Erdgasbüro" zu betreiben, dass so kompetent und erfahren zu besetzen ist, dass technische Fragen und Probleme, insbesondere auch in Bezug auf gewerbliche und industrielle Gasgeräte, vor Ort beantwortet und gelöst sowie Entscheidungen getroffen werden können. Die Räumlichkeiten werden ihm von den Auftraggebern zur Verfügung gestellt.
Eine Festlegung auf die Unternehmen für die Erhebungs- und Anpassungsleistungen und auf eine zu verwendende Software für die Marktraumumstellung ist noch nicht getroffen worden. Die Auftraggeber erwünschen sich daher eine Unterstützung des Projektmanagers für die Auswahl der noch gesondert zu beschaffenden Dienstleister und der Software.
Im Netzgebiet der Stadtwerke Plettenberg GmbH gibt es ca. 3 470 Zählpunkte, das Netzgebiet der Stadtwerke Werdohl GmbH umfasst ca. 3 830 Zählpunkte. Beide Stadtwerke haben damit insgesamt eine Geräteanzahl von ca. 10 000 Gasgeräten bei einem Gerätefaktor von 1,3.
Ende: 01/03/2023
Von ca. 3 Monaten.
Qualitätssicherung in den Netzgebieten der Stadtwerke Plettenberg GmbH und der Stadtwerke Werdohl GmbH
Das Los 2 umfasst die Leistung der Qualitätssicherung der von Drittunternehmen durchgeführten Erfassungs- und Anpassungsleistungen. Die Qualitätssicherung soll durch Qualitätskontrollen erfolgen. Jeweils in der Erhebungs- und in der Anpassungsphase sollen mindestens 10 Prozent der Gasgeräte vom Auftragnehmer überprüft werden, so dass bei einer geschätzten Gasgeräteanzahl von ca.10.000 Gasgeräten im Netzgebiet der genannten Auftraggeber 2 x 1.000 Gasgeräte, also insgesamt mindestens 2.000 Gasgeräte, qualitätsgesichert werden. Im Rahmen der Qualitätssicherung sind daher insbesondere nachfolgende Tätigkeiten zu erbringen: Durchführung von Qualitätskontrollen vor Ort, Qualitätsüberwachung und -überprüfung von mindestens 10 % aller ausgeführten Arbeiten vor Ort beim Kunden, und zwar jeweils in der Erhebungsphase und in der Anpassungsphase. Ferner sollen mindestens 10 % aller ausgeführten Arbeiten an gewerblich genutzten Gasgeräten einer Qualitätsüberwachung und -überprüfung unterzogen werden. Gegebenenfalls wird die Sperrung von Gasgeräten bei festgestellten Mängeln erforderlich, welche von den Auftraggebern durchgeführt werden. Die Qualitätssicherung ist nach einer verbindlichen Prüfungscheckliste durchzuführen und zu dokumentieren. Dem Projektmanager sowie ggf. den Auftraggebern ist eine Auswertung der Daten zur Verfügung zu stellen. Weiterhin können Sonderprüfungen und die Erstellung von Sondergutachten für Gasinstallationen erforderlich werden. Grundlage für die auszuführenden Leistungen bilden ebenfalls die bereits genannten DVGW Regelwerke G 680, G 676 B1 und G 695 (M). Detaillierte Informationen zur auszuführenden Leistung werden sich aus der Leistungsbeschreibung ergeben, die den aufzufordernden Bewerbern mit der Angebotsaufforderung zur Verfügung gestellt wird.
Voraussetzungen des Teilnahmeantrages:
Der Teilnahmeantrag hat die nachfolgenden Erklärungen und Nachweise zu enthalten. Die Erklärungen und Nachweise sollen in der angegebenen Reihenfolge (1) - (15) (siehe Nachweise, die in den Ziffern III.2.1 - III.2.3 dieser Bekanntmachung aufgeführt sind) zusammengefasst werden und als ganzes, bestenfalls durchnummeriertes Dokument abgegeben werden. Der Teilnahmeantrag ist zu unterschreiben
(1) Der Bewerber hat seinem Teilnahmeantrag ein Anschreiben voranzustellen, aus dem folgende Informationen deutlich werden:
a. Auf welche Leistung (Los 1 oder/und Los 2) er sich bewirbt;
b. in der alle Mitglieder der Bietergemeinschaft aufgeführt sind und in der für die Durchführung des Vertrags bevollmächtigte Vertreter bezeichnet wird;
c. in der erklärt wird, dass der bevollmächtigte Vertreter die Bietergemeinschaft gegenüber den Auftraggebern vertritt. Sollen Nachunternehmer eingesetzt werden, müssen alle entsprechenden Nachweise und Erklärungen auch vom Nachunternehmer mit dem Teilnahmeantrag vorgelegt werden. Zudem muss der Bewerber den Auftraggebern durch Vorlage einer entsprechenden Verpflichtungserklärung des Nachunternehmers verbindlich nachweisen, dass ihm die erforderlichen Mittel dieses Unternehmens für die Laufzeit des Projekts zur Verfügung stehen. Ist keine Bietergemeinschaft oder kein Einsatz von Nachunternehmen geplant, braucht zu Ziffer (3) kein Nachweis erbracht werden, der Bieter hat seinen Teilnahmeantrag ohne einen Nachweis zu Ziffer (3) abzugeben und mit dem Nachweis zu Ziffer (4) fortzufahren.
Weitere erforderliche Unterlagen und Nachweise sind zu erbringen:
(4) Bescheinigung der Berufsgenossenschaft (Gültigkeit bis zum Abschluss des Teilnahmewettbewerbs)
(5) Vorlage einer Versicherungsbestätigung über das Vorliegen einer Betriebshaftpflichtversicherung (Gültigkeit mindestens für das laufende Kalenderjahr) bzw. eine Eigenerklärung des Bewerbers, in der er die Bereitschaft erklärt, im Auftragsfall eine entsprechende Versicherung abzuschließen. Ausländische Bieter können gleichwertige Bescheinigungen ihres Herkunftslandes vorlegen.
(6) Vorlage eines aktuellen Handelsregisterauszuges oder einer gleichwertigen Urkunde oder Bescheinigung einer zuständigen Verwaltungsbehörde oder eines Gerichts des Herkunftslandes des Bewerbers, soweit aufgrund der Unternehmensform eine Eintragung vorgesehen ist.
(7) Eigenerklärung, dass keine rechtskräftig festgestellten Verstöße im Sinne von § 123 Abs. 1 GWB und keine Ausschlussgründe gemäß § 123 Abs. 4 GWB vorliegen.
(8) Eigenerklärung, dass keine rechtskräftige Bußgeldentscheidung wegen einer Ordnungswidrigkeit nach §§ 19, 21 Mindestlohngesetz (Verstoß gegen das Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetzes oder das Mindestlohngesetz) oder wegen eines Verstoßes gegen §§ 21 Abs. 1 und Abs. 3 i.V.m. § 23 Abs. 2 und Abs. 3 Arbeitnehmer-Entsendegesetz vorliegt.
(9) Angabe zur Unternehmensgröße, also Anzahl der festangestellten Mitarbeiter, aufgeteilt nach Berufsgruppen, insbesondere im Bereich der Marktraumumstellung (Projektmanagement und Qualitätssicherung)
(10) Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts (möglichst nicht älter als 6 Monate oder mindestens noch 6 Monate gültig)
(11) GuV-Rechnungen mind. der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre, soweit das Unternehmen bereits so lange besteht. Ansonsten sind die GuV-Rechnungen aus den Jahren des Bestehens des Unternehmens vorzulegen.
(12) Der Bewerber muss über eine entsprechende Zertifizierung des DVGW (Anwendungsbereich Wartungs-/ Umbauunternehmen für Gasgeräte nach DVGW G 676 B1) verfügen. Für das Los 1 ist eine Zertifizierung nach Zertifizierungsumfang Gruppe C (Projektmanagement/ Engineering von Umstell- und Anpassungsarbeiten an Gasgeräten) erforderlich. Für das Los 2 ist eine Zertifizierung nach Gruppe B (Kontrolle von Umstell- und Anpassungsarbeiten an Gasgeräten) nachzuweisen. Ein akkreditiertes Prüfunternehmen muss nicht über eine Zertifizierung verfügen, es kann entweder den Nachweis der Zertifizierung oder den Nachweis der Akkreditierung vorlegen. Die Qualifikationsanforderungen zur Erlangung dieser Zertifizierung ergeben sich für die Gruppe C (relevant für Los 1) aus den Ziffern 7.2 und 8.2, für die Gruppe B (relevant für Los 2) aus den Ziffern 7.1, 8.1 und 8.2 des DVGW-Arbeitsblattes G 676 B1.
(13) Nachweis (Referenzen) über die Erfahrung des Projektleiters bezüglich Projektmanagement (Los 1) bzw.Qualitätssicherung (Los 2) in L-/H-Gas-Projekten für verschiedene Netzbetreiber und/ oder erfolgreiche Durchführung des Projektmanagements (Los 1) und/ oder der Qualitätssicherung (Los 2) bei L-/H-Gas Anpassungsmaßnahmen. Bei den Referenzen kann es sich um Eigenerklärungen handeln. In diesem Fall hat der Bewerber folgende Angaben zu machen: a. Angabe des Zeitraums, in dem die Leistungen erbracht wurden; b. Umfang des Projekts; c. Grobe Skizzierung der durchgeführten Aufgaben; d. Adresse, Telefonnummer und Ansprechpartner des damaligen Auftraggebers für etwaige Nachfragen durch die jetzigen Auftraggeber.
(14) Darstellung der voraussichtlichen Personalkapazität für den auszuführenden Auftrag zum Zeitpunkt der Auftragsausführung.
(15) Angabe des beim Projekt vor Ort einzusetzenden Projektleiters und dessen Stellvertreters bzw. etwaiger weiterer Führungskräfte mit Darstellung der Qualifikation und eines kurzen Lebenslaufs.
Ausschreibung Projektmanagement & Qualitätssicherung erfolgt in einem Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb gem. § 13 Abs. 1 SektVO. Für jedes Los ist ein gesonderter Teilnahmeantrag abzugeben, auch wenn sich der Bewerber auf beide Lose bewirbt. Bei einer Bewerbung auf beide Lose hat der Bewerber im Anschreiben zu vermerken, dass er sich auf beide Lose bewirbt und daher zwei Teilnahmeanträge abgibt. Wenn der Bewerber sich auf beide Lose bewirbt, hat er ggf. die sich ergebenen Vorteile darzustellen. Es werden für jedes Los höchstens 3 Bewerber zugelassen. Auswahl der Bewerber erfolgt für jedes Los gesondert anhand nachfolgender Kriterien:
Los 1: 1. Erfahrungen im Bereich des Projektmanagements (50 %).
2. Darstellung der voraussichtlichen Personalkapazitäten (50 %).
Los 2: 1. Erfahrung im Bereich der Qualitätssicherung (50 %).
Wir weisen darauf hin, dass zur Abgabe eines Angebotes eine Eigenerklärung vorgelegt werden muss, dass die Bestimmungen des Tariftreue- und Vergabegesetz Nordrhein-Westfalen (TVgG-NRW) zur Gewährleistung von Tariftreue und Mindestentgelt bei öffentlichen Auftragsvergaben vom 31. Januar 2017 eingehalten werden. Sollte in Bezug auf die dort in § 4 benannten Standards ein anderweitiger, bundesweit für allgemeinverbindlich erklärter Tarifvertrag bestehen, kommt dieser ergänzend zur Anwendung. Die Teilnahmeanträge für alle Lose sind bei der genannten Kontaktstelle (Anwaltskanzlei Bommert, Herrn Rechtsanwalt Martin Bommert, Johann-Adolf-Hasse-Platz 2, 21029 Hamburg) abzugeben. Dort können auch Muster für die Eigenerklärungen gem. III.2.2) Ziffern (7) und (8) (zu § 123 GWB, MiLoG und AEntG) abgefordert werden. Deren Verwendung ist freiwillig.
Des Weiteren weisen wir darauf hin, dass zur Abgabe eines Angebots ein aktueller Auszug aus dem Gewerbezentralregister oder eine gleichwertige Urkunde oder Bescheinigung einer zuständigen Verwaltungsbehörde oder eines Gerichts des Herkunftslandes des Bieters, soweit aufgrund der Unternehmensform eine Eintragung vorgesehen ist, vorzulegen ist.
Die Vergabekammer leitet gem. § 160 GWB ein Nachprüfungsverfahren nur auf Antrag ein. Antragsbefugt ist jedes Unternehmen, das ein Interesse an dem öffentlichen Auftrag oder der Konzession hat und eine Verletzung in seinen Rechten nach § 97 Absatz 6 durch Nichtbeachtung von Vergabevorschriftengeltend macht. Dabei ist darzulegen, dass dem Unternehmen durch die behauptete Verletzung der Vergabevorschriften ein Schaden entstanden ist oder zu entstehen droht. Der Antrag ist unzulässig, soweit