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Timestamp: 2016-10-24 01:47:31
Document Index: 348755867

Matched Legal Cases: ['Art. 133', 'Art. 95', 'Art. 97', 'BGE', 'BGE', 'Art. 42', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 15', 'Art. 133', 'Art. 66', 'Art. 64', 'Art. 65']

6B_1106/2014 (03.06.2015)
6B_1106/2014 � � Urteil vom 3. Juni 2015
vertreten durch Rechtsanwalt Ren� Hegner,
Raufhandel (Art. 133 Abs. 1 StGB); Willk�r,
Beschwerde gegen das Urteil des Kantonsgerichts Schwyz, Strafkammer, vom 26. August 2014.
Das Kantonsgericht Schwyz verurteilte X.________ zweitinstanzlich wegen Raufhandels zu einer bedingten Geldstrafe von 30 Tagess�tzen zu Fr. 70.--.
X.________ beantragt mit Beschwerde in Strafsachen, das kantonsgerichtliche Urteil sei aufzuheben und er freizusprechen. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an das Kantonsgericht zur�ckzuweisen. Er ersucht um unentgeltliche Rechtspflege.
1.1.�Der Beschwerdef�hrer wendet sich gegen die vorinstanzliche Feststellung des Sachverhalts.
1.2.�Die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung kann nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Offensichtlich unrichtig ist die Feststellung des Sachverhalts, wenn sie willk�rlich ist (BGE 139 II 404 E. 10.1 S. 445 mit Hinweisen; zum Begriff der Willk�r BGE 140 III 16 E. 2.1 S. 18 f.; 139 III 334 E. 3.2.5 S. 339; je mit Hinweisen). Eine entsprechende R�ge muss klar vorgebracht und substanziiert begr�ndet werden. Auf eine rein appellatorische Kritik am angefochtenen Urteil tritt das Bundesgericht nicht ein (vgl. Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 140 III 264 E. 2.3 S. 266 mit Hinweisen).
1.3.�Die Vorinstanz stellt fest, am 17. November 2010, um ca. 21.30 Uhr, sei es in einem Restaurant in U.________ zu einer Auseinandersetzung zwischen dem Beschwerdef�hrer und B.E.________ gekommen, wobei dieser eine Pistole auf den Beschwerdef�hrer gerichtet habe. Nachdem A.________ geholfen habe, dass der Beschwerdef�hrer das Lokal verl�sst, habe er diesen mit dessen Auto zum Wohnort von A.________ gefahren. Kurz darauf seien B.E.________, C.E.________ und D.E.________ dort eingetroffen. Der Beschwerdef�hrer sei mit einem Baseballschl�ger auf B.E.________ losgegangen, wobei dieser A.________ als Schutzschild benutzt habe. Darauf habe C.E.________ den Beschwerdef�hrer angegriffen und es sei zu einem Gerangel gekommen. In der Folge habe D.E.________ dem Beschwerdef�hrer den Baseballschl�ger entrissen und mehrmals auf ihn eingeschlagen. C.E.________ habe mehrere H�matome erlitten und der Beschwerdef�hrer ein Sch�delhirntrauma mit Kalottenfraktur, eine Schussverletzung im linken Oberschenkel sowie ein blutendes Gesicht.
1.4.�Der Beschwerdef�hrer legt nicht dar, inwiefern die Feststellungen der Vorinstanz schlechterdings unhaltbar sind. �ber weite Strecken �bt er unzul�ssige appellatorische Kritik am vorinstanzlichen Beweisergebnis und beschr�nkt sich darauf, seine Sicht der Dinge vorzutragen.
1.4.1.�Entgegen den Ausf�hrungen in der Beschwerde unterschl�gt die Vorinstanz nicht, dass B.E.________, C.E.________ und D.E.________ dem Beschwerdef�hrer und A.________ folgten, nachdem diese das Restaurant verlassen hatten. Appellatorische Kritik �bt der Beschwerdef�hrer auch, wenn er ausf�hrt, er habe bloss versucht, mit dem Baseballschl�ger sein Leben zu sch�tzen, oder wenn er behauptet, er habe nicht den ersten Schlag gef�hrt. Darauf ist nicht einzutreten.
1.4.2.�Wenn der Beschwerdef�hrer einwendet, die Vorinstanz habe ungen�gend ber�cksichtigt, dass B.E.________ ihn aggressiv angegangen und mit einer Schusswaffe bedroht habe, dann wiederholt er seine vorinstanzlichen Ausf�hrungen, ohne sich hinreichend mit den Erw�gungen im angefochtenen Entscheid auseinanderzusetzen. Gleiches gilt, wenn er vortr�gt, er habe seinen Baseballschl�ger auf dem Parkplatz vor dem Restaurant nicht aus dem Auto genommen, sondern bloss von der Hutablage auf den Beifahrersitz gelegt. Ebenso verh�lt es sich, wenn der Beschwerdef�hrer ausf�hrt, er habe es nicht auf einen handfesten Streit ankommen lassen. Sein Hinweis auf die Anklageschrift, wo erw�hnt wird, er habe den Baseballschl�ger aus Angst griffbereit gelegt, gen�gt nicht, um die vorinstanzliche Sachverhaltsdarstellung als willk�rlich erscheinen zu lassen. Denn selbst wenn er Angst gehabt haben sollte, schl�sse dies nicht aus, dass er einen handfesten Streit suchte. Entgegen den Ausf�hrungen des Beschwerdef�hrers gelangt die Vorinstanz nicht zum Schluss, B.E.________ habe eine Waffe in der Hand gehalten, weshalb der Beschwerdef�hrer ihn habe angreifen d�rfen. Sie stellt fest, das Verhalten des Beschwerdef�hrers sei nicht auf Abwehr eines Angriffs gerichtet gewesen. Vielmehr habe er sich auf einen Raufhandel eingelassen und aktiv daran beteiligt.
1.5.�Die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung ist nicht willk�rlich. Die R�gen des Beschwerdef�hrers sind unberechtigt, soweit sie den Begr�ndungsanforderungen �berhaupt gen�gen.
Die angebliche Verletzung von Art. 15 und Art. 133 StGB begr�ndet der Beschwerdef�hrer einzig mit Behauptungen, die vom willk�rfrei festgestellten Sachverhalt der Vorinstanz abweichen.
Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdef�hrer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist in Anwendung von Art. 64 BGG abzuweisen, weil die Rechtsbegehren aussichtslos erschienen. Der finanziellen Lage des Beschwerdef�hrers ist durch eine herabgesetzte Gerichtsgeb�hr Rechnung zu tragen (Art. 65 Abs. 2 BGG).