Source: http://www.hospiz-stuttgart.de/akademie/bildungsangebote/berufliche-1/vorausplanung.html
Timestamp: 2018-02-20 01:18:30
Document Index: 5248247

Matched Legal Cases: ['§ 132', '§ 132', '§ 132', '§ 132', '§ 132', '§ 132', '§ 132']

Hospiz Stuttgart - www.hospiz-stuttgart.de - Vorausplanung
Qualifizierung zur Gesprächsbegleitung für Vorausplanungen im Sinne des § 132g SGB V
Das Hospiz- und Palliativgesetz eröffnet das Angebot, Menschen bei der Erstellung von gesundheitlichen Vorausplanungen qualifiziert zu begleiten. Genauer ermöglicht der § 132g SGB V Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe, den Versicherten in ihren Einrichtungen eine „gesundheitliche Vorausplanung" anzubieten. Die hierbei entstehenden Kosten werden von der jeweiligen Krankenkasse getragen. Die Bezeichnung des Gesetzgebers orientiert sich hierbei an dem national und international etablierten Konzept des Advance Care Planning (ACP). In der deutschen Übersetzung wird das Konzept vielfach als „Behandlung im Voraus planen" umschrieben. Hier geht es darum, die individuellen Wünsche der Vorausplanenden möglichst konkret und nachvollziehbar für nicht am Gespräch Beteiligte zu erfassen, aussagekräftig zu dokumentieren und somit sicher zu stellen, dass die Bewohner/innen dann in der Situation der Nichteinwilligungsfähigkeit, in Notfallsituationen oder in Bezug auf Fragen der Therapiezieländerung auch zuverlässig nach den vorab festgelegten, jeweils individuellen Wünschen behandelt und begleitet werden.
Die qualifizierte Gesprächsbegleitung im Rahmen der Erstellung der Vorausplanung umfasst neben den medizinischen Behandlungswünschen besonders pflegerische, psychosoziale und seelsorgliche Aspekte, um ein umfassendes Bild der jeweils individuellen Wünsche zu generieren und möglichst valide zu dokumentieren. Dieses Ziel wird durch einen individuell begleiteten Gesprächsprozess angestrebt. Für die verantwortliche Durchführung der Gesprächsbegleitungen und die Strukturierung des komplexen Gesprächsprozesses ist eine umfassende Qualifizierung die grundlegende Voraussetzung. Die Qualifizierung verbindet hierbei konsequent theoretische Inhalte mit praktischen Übungen.
Kursleitung: Prof. Dr. Annette Riedel, Prof. Sonja Lehmeyer, Anne-Christin Linde, Nadine Treff
Zielgruppe: Palliative-Care-Fachkräfte, PalliativmedizinerInnen und BeraterInnen für Ethik im Gesundheitswesen.
Eine entsprechende praktische Tätigkeit wird (gemäß den gesetzlichen Vorgaben) vorausgesetzt.
Termin Theoriemodul: Montag, 19. November - Freitag, 23. November 2018 (40 UE)
Termin Praxismodul: Montag, 3. Dezember - Mittwoch, 5. Dezember 2018 (24 UE)
Seminar: Gesundheitliche Versorgungsplanung (§ 132g SGB V) - Was verbirgt sich dahinter?
Im Rahmen der Veranstaltung bilden die Informationen zu dem gesetzlichen Angebot der „Gesundheitliche Versorgungsplanung" (§ 132g SGBV) den inhaltlichen Schwerpunkt. Hierbei geht es für uns darum, das „Neue" und dessen Relevanz herauszustellen und die gesetzlichen Forderungen im HPG (§ 132g SGB V) darzulegen.
Grundlegende Informationen zu dem Angebot der gesundheitlichen Versorgungsplanung nach § 132 g SGB V erlangen.
Die wesentlichen Voraussetzungen der Umsetzung und Einführung kennen.
Die ethisch-reflexionswürdigen Elemente sensibel und verantwortungsvoll erfassen.
§ 132g SGB V (HPG)
Von der Patientenverfügung zu gesundheitlichen Versorgungsplanung
Anforderungen an die Qualifikation der Gesprächsbegleitungen und Umsetzung des Angebotes
Damit einhergehende ethisch-reflexions- und diskussionswürdige Aspekte
Konkrete Fragestellungen aus der Praxis zu der Thematik
Referentinnen: Prof. Dr. Annette Riedel, Prof. Sonja Lehmeyer, Anne-Christin Linde, Nadine Treff
Termine: 503-1: Donnerstag, 26. April 2018 oder 503-2: Donnerstag, 25. Oktober 2018
Flyer Vorausplanung