Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OVG%20Sachsen-Anhalt&Datum=30.05.2000&Aktenzeichen=B%203%20S%20391/99
Timestamp: 2019-11-17 13:28:49
Document Index: 232962791

Matched Legal Cases: ['Art. 3', '§ 50', '§ 8', '§ 8', '§ 121', '§ 46', 'Art. 12']

OVG Sachsen-Anhalt, 30.05.2000 - B 3 S 391/99 - dejure.org
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OVG Sachsen-Anhalt, 30.05.2000 - B 3 S 391/99 (https://dejure.org/2000,20275)
OVG Sachsen-Anhalt, Entscheidung vom 30.05.2000 - B 3 S 391/99 (https://dejure.org/2000,20275)
OVG Sachsen-Anhalt, Entscheidung vom 30. Mai 2000 - B 3 S 391/99 (https://dejure.org/2000,20275)
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Art. 3 Abs. 3 Satz 2, 33 Abs. 2 GG; § 50 Abs. 1 SchwbG; § 8 Abs. 1 BG LSA; §§ 8, 44 Abs. 6 PersVG LSA; §§ 121, 123 VwGO
Beamtenrecht/Konkurrentenklage/Berücksichtigung schwerbehinderter Bewerber
vgl. zur Gewährung rechtlichen Gehörs im Falle der Nachzeichnung einer Beurteilung OVG S.-A., Beschluss vom 30. Mai 2000 - B 3 S 391/99 -, juris, Rn. 23.
Grabendorff/Windscheid/Ilbertz/Widmaier, a.a.O.; vgl. ferner OVG Rh.-Pf., Beschluss vom 2.7.1999 - 2 B 11275/99 -, a.a.O.; Lorenzen u. a., a.a.O., § 46 Rdnr. 96; Ilbertz, Anmerkung zu OVG LSA, Beschluss vom 30.5.2000 - B 3 S 391/99 -, ZfPR 2001, 180 (181).
Den Anforderungen der Verwaltungsvorschrift des Innenministeriums über die dienstliche Beurteilung der Beamten und Beamtinnen des Polizeivollzugsdienstes vom 22. Oktober 2003 - VwV-Beurteilung Pol - (GABl S. 650) muss die fiktive Nachzeichnung der Laufbahnentwicklung eines vom Dienst freigestellten Personalratsmitglieds nicht genügen, da sie keine dienstliche Beurteilung, sondern lediglich ein "Beurteilungssurrogat" darstellt (OVG Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 30.05.2000 - B 3 S 391/99 -, ZfPR 2001, 171; OVG Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 02.07.1999 - 2 B 11275/99 u.a. -, DÖV 2000, 165).
Allerdings bedarf es vertiefter gerichtlicher Überprüfung, ob die Fortschreibung der letzten Regelbeurteilung des Klägers vor dessen Freistellung rechtsfehlerfrei erfolgt ist ebenso OVG Magdeburg, Beschluss vom 30.5.2000 - B 3 S 391/99 -, ZfPR 2001, 171 [174 f.].
Ein förmliche Eröffnung ist nicht notwendig, da die Laufbahnnachzeichnung nach ihrem Zweck und ihrer Rechtsnatur keine dienstliche Beurteilung im Sinne laufbahnrechtlicher Vorschriften beinhaltet (OVG SA, B. v. 21.5.2000 - B 3 S 391/99 - ZBR 2001, 256).
Das ist in Literatur (…bestätigend aus jüngster Zeit etwa Schnellenbach, Beamtenrecht in der Praxis 6. Aufl. 2005, Rdnr. 62; Schöbener BayVBl 2001, 321, 330; Zängl in Weiß/Niedermaier/Summer/Zängl, BayerBG Art. 12 Anm. 6 e) wie Judikatur (OVG Frankfurt [Oder] Beschluss vom 25. September 2002 3 B 69/02; OVG Magdeburg ZfPR 2001, 171, 179; OVG Münster ZBR 1995, 80 f. und DÖD 2000, 137, 139) anerkannt.
Sie wird entsprechend ihrer Rechtsnatur nur im Einzelfall anlassbezogen vorgenommen, wobei als Bezugsgröße jeweils die letzte planmäßige Beurteilung heranzuziehen ist (vgl. zum Ganzen auch OVG Sachsen-Anhalt, Beschl. v. 30.05.2000 - B 3 S 391/99 - , ZfPR 2001, 171/175).Die angegriffene Fortschreibung der Beurteilung des Klägers hatte hier ihre Bedeutung verloren, nachdem der Kläger zu dem Laufbahnwechsel nicht zugelassen wurde.
Dies ergibt sich schon daraus, daß die fiktive Nachzeichnung keine dienstliche Beurteilung, sondern ein Beurteilungssurrogat ist (…vgl. OVG Rheinland-Pfalz, Beschl. v. 2. Juli 1999 - 2 B 11275/99 -, zitiert nach [...], Rn. 4; OVG Sachen-Anhalt, Beschl. v. 30. Mai 2000 - B 3 S 391/99 -, zitiert nach [...], jeweils zum Personalvertretungsrecht).