Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=V%20ZR%20266/14
Timestamp: 2019-12-06 22:34:52
Document Index: 20208575

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 11', 'Art. 38', '§ 4', 'Art. 35', '§ 134', '§ 516', '§ 121', '§ 121', '§ 177', 'Art. 38', '§ 37', '§ 28', '§ 28', '§ 29', 'Art 38', '§ 894', '§ 11', '§ 11', '§ 4', 'Art. 38', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: V ZR 266/14 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 18.11.2016
https://dejure.org/2016,10320
BGH, 18.03.2016 - V ZR 266/14 (https://dejure.org/2016,10320)
BGH, Entscheidung vom 18.03.2016 - V ZR 266/14 (https://dejure.org/2016,10320)
BGH, Entscheidung vom 18. März 2016 - V ZR 266/14 (https://dejure.org/2016,10320)
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§ 11 Abs. 3 Satz 1 des Gesetzes zur Wahrung der Einheitlichkeit der Rechtsprechung der obersten Gerichtshöfe des Bundes (RsprEinhG), § ... 894 BGB, Art. 38 Abs. 1 der Gemeindeordnung für den Freistaat Bayern, § 4 Abs. 1 Satz 1 RsprEinhG, Art. 35 Abs. 1 der Landkreisordnung für den Freistaat Bayern, § 134 BGB, § 516 Abs. 1 BGB, § 121 Abs. 1 Satz 1 BGB, § 121 Abs. 2 n.F. BGB, §§ 177 ff. BGB, Gemeindeordnung für den Freistaat Bayern, Art. 38, § 37 Abs. 1 Satz 2 LKrO BW, § 28 GO NRW, §§ 28, 55 GO NRW, § 29 GBO
Art 38 Abs 1 GemO BY, § 894 BGB, § 11 Abs 3 S 1 RsprEinhG
Reichweite der organschaftlichen Vertretungsmacht des ersten Bürgermeisters bei abweichender interner Kompetenzverteilung
Wirksame Vertretung einer bayerischen Gemeinde durch ihren ersten Bürgermeister; Erforderliche Beschlussfassung des Gemeinderats nach der gemeindeinternen Kompetenzverteilung für die Rechtshandlung; Bestehen einer beschränkten persönlichen Dienstbarkeit an einem ...
Kann der erste Bürgermeister in Bayern die Pfandfreigabe ohne Gemeinderatsbeschluss erklären?
Bayerische Bürgermeister sind im Außenverhältnis umfassend vertretungsbefugt! (IBR 2017, 166)
MDR 2016, 697
FGPrax 2016, 145
Soweit der Dritte Senat des Bundesarbeitsgerichts in seinem Urteil vom 8. Dezember 1959 (3 AZR 348/56, juris) die gegenteilige Auffassung vertreten hat, hat der nunmehr zuständige Zweite Senat des Bundesarbeitsgerichts auf vorgeschaltete Anfrage des erkennenden Senats gemäß § 11 Abs. 3 Satz 2 i.V.m. § 4 Abs. 1 Satz 1 RsprEinhG (Senat, Beschluss vom 18. März 2016 - V ZR 266/14, BayVBl 2016, 716 ff.) mitgeteilt, dass er hieran nicht festhält (BAG, Beschluss vom 22. August 2016 - 2 AZB 26/16, NZA 2016, 1296).
Dem Umstand, dass der Beklagte eventuell als vollmachtloser Vertreter für die Erfüllung der vertraglich begründeten Honorarforderung bzw. auf Schadensersatz an die Architekten haftet, misst der Senat keine entscheidende Bedeutung zu, zumal der Bundesgerichtshof zu erkennen gegeben hat, dass nach seiner Auffassung dem ersten Bürgermeister durch Art. 38 Abs. 1 GO eine umfassende Vertretungsmacht im Außenverhältnis eingeräumt wird, mit der Folge, dass die Gemeinde durch seine Erklärungen grundsätzlich auch dann verpflichtet wird, wenn es an einem erforderlichen Beschluss der Gemeindevertretung fehlt (vgl. B.v. 18.3.2016 - V ZR 266/14 - juris).
Denn eine nachträgliche Genehmigung betrifft in erster Linie den privatrechtlichen Vertrag und dessen Wirksamkeit (sofern es hierauf überhaupt ankommt: vgl. BGH, B.v. 18.3.2016 - V ZR 266/14 - juris) und "heilt" bzw. relativiert nicht den kommunalrechtlichen Verstoß.
Die Gemeinde wird durch seine Erklärungen grundsätzlich auch dann verpflichtet, wenn es an einem erforderlichen Beschluss der Gemeindevertretung fehlt (vgl. BGH, Urt. v. 20.04.1966 - V ZR 50/65 - BGH, Urt. v. 16.11.1978 - III ZR 81/77 - BGH, Urt. v. 20.09.1984 - III ZR 47/83 - BGH, Urt. v. 4.11.1997 - VI ZR 348/96 - Beschl. v. 18.03.2016 - V ZR 266/14 - alle juris).
vgl. BGH, Urteile vom 16. November 1987 - III ZR 81/77 -, 20. Januar 1994 - VII ZR 174/92 - und vom 18. März 2016- V ZR 266/14 -, jeweils juris.
Die Gemeinde wird durch seine Erklärungen grundsätzlich auch dann verpflichtet, wenn es an einem erforderlichen Beschluss der Gemeindevertretung fehlt (vgl. mit weiteren Nachweisen: BGH, Urteile vom 18. November 2016 - V ZR 266/14 -, juris, Rn. 7 ff. …und vom 1. Juni 2017 - VII ZR 49/16 - juris, Rn. 11).