Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VIII%20ZR%2012/00
Timestamp: 2019-06-24 12:44:12
Document Index: 275912432

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 13', '§ 3', 'BGH', 'BGH', '§ 13', 'BGH']

BGH, 18.07.2000 - VIII ZR 12/00 - dejure.org
https://dejure.org/2000,3806
BGH, 18.07.2000 - VIII ZR 12/00 (https://dejure.org/2000,3806)
BGH, Entscheidung vom 18.07.2000 - VIII ZR 12/00 (https://dejure.org/2000,3806)
BGH, Entscheidung vom 18. Juli 2000 - VIII ZR 12/00 (https://dejure.org/2000,3806)
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Unterlassungsanspruch - Mobilfunkvertrag - Verband - Verbandsprozeß - Interesse - Allgemeinheit - Klausel - AGB - Streitwert - Eingetragener Verein
AGBG § 13; ZPO § 3
NJW-RR 2001, 352
Dem liegt die Erwägung zugrunde, Verbraucherschutzverbände bei der Wahrnehmung der ihnen im Allgemeininteresse eingeräumten Befugnis, den Rechtsverkehr von unwirksamen Allgemeinen Geschäftsbedingungen zu befreien, vor unangemessenen Kostenrisiken zu schützen (BGH, Beschlüsse vom 30. April 1991 - XI ZR 298/90, NJW-RR 1991, 1074, vom 18. Juli 2000 - VIII ZR 12/00, NJW-RR 2001, 352 …und vom 28. September 2006 - III ZR 33/06, NJW-RR 2007, 497 Rn. 2).
Um die Verbraucherschutzverbände bei der Wahrnehmung der ihnen im Gemeininteresse eingeräumten Befugnis, den Rechtsverkehr von unwirksamen Allgemeinen Geschäftsbedingungen zu befreien, vor unangemessenen Kostenrisiken zu schützen, wird der wirtschaftlichen Bedeutung der Verbote, bestimmte Klauseln zu verwenden, bei der Bemessung der Beschwer hingegen keine ausschlaggebende Bedeutung beigemessen (BGH, Beschluss vom 18. Juli 2000 aaO).
Der Bundesgerichtshof hat in Anwendung der oben genannten Grundsätze den Streitwert je angegriffener Klausel regelmäßig mit 3.000 DM bewertet (Beschlüsse vom 15. April 1998 und 18. Juli 2000 aaO).
Im Verbandsprozeß gemäß §§ 13 ff. AGBG bemißt sich das Interesse der Prozeßpartei ausschließlich nach dem Interesse der Allgemeinheit an der Beseitigung der gesetzeswidrigen AGB-Bestimmung; die wirtschaftliche Bedeutung eines Klauselverbots soll sich dagegen nicht ausschlaggebend auf die Wertfestsetzung auswirken, um die Verbraucherschutzverbände bei der Wahrnehmung der ihnen im Allgemeininteresse eingeräumten Befugnisse zur Befreiung des Rechtsverkehrs von unwirksamen AGB vor Kostenrisiken möglichst zu schützen (BGH, Beschluß vom 18. Juli 2000 - VIII ZR 12/00 - NJW-RR 2001, 352 m.w.N. und ständig).