Source: https://www.kbw.de/seminar/fachtagung-insolvenzrecht-2020-praesenztagung_VLTZ20
Timestamp: 2020-08-08 09:25:05
Document Index: 79157070

Matched Legal Cases: ['§ 802', '§ 802', '§ 60', '§ 60', '§ 802', '§ 802', '§ 60', '§ 60']

(Präsenztagung) Fachtagung Insolvenzrecht … - Seminar
Code 0907VLTZ20 VLTZ20
(Präsenztagung) Fachtagung Insolvenzrecht 2020: Aktuelle Entwicklungen, Rechtsprechung und Praxisfragen
~Schwerpunkte - Tagungsinhalte
Schwerpunkte - Tagungsinhalte
Donnerstag, 07. September 2020
10.30 Uhr Aktuelle Entwicklungen im Insolvenzrecht. Die Auswirkungen der Corona-Krise in der Praxis - Prof. Ulrich Keller
Der Gesetzgeber hat durch das COVID-19-Insolvenzaussetzungsgesetz, COVInsAG vom März 2020 die Insolvenzantragspflicht für juristische Personen bis zum Ablauf des September 2020 ausgesetzt, eine Verlängerung ist möglich. Zugleich sind Regelungen der Insolvenzanfechtung und der persönlichen Haftung ausgesetzt. Für Mieter ist zudem die Möglichkeit der fristlosen Kündigung wegen Zahlungsverzugs suspendiert. Welche Auswirkungen wird das alles auf die Insolvenz- und Vollstreckungspraxis haben? Rollt eine Insolvenzwelle auf uns zu? Wie soll man sich als Gläubiger verhalten? Muss ich nicht irgendwann als Gläubiger Insolvenzantrag stellen? Darf man als Schuldner einen Insolvenzantrag auch stellen, wenn man nicht muss? Wäre das Schutzschirmverfahren ein geeigneter Ausweg? Nicht nur im Rahmen des Eröffnungsreferates der Fachtagung Insolvenzrecht werden diese Fragen diskutiert und beantwortet. Die insolvenz- und vollstreckungsrechtliche Bewältigung der sogenannten Corona-Krise wird uns alle herausfordern.
13.00 Uhr Podiumsdiskussion. Die Praxis hat das Wort Corona-Krise und (k)ein Ende? Wie wirkt sich das COVInsAG in der Praxis aus?
14.20 Uhr Kommunikationspause
14.50 Uhr Die Beauftragung des Gerichtsvollziehers gem. § 802i ZPO als Möglichkeit der Informationsbeschaffung bei obstruierenden Schuldnern im Insolvenzverfahren - Dr. Holger Büttner
Häufig kommt der Sachverständige im Insolvenzeröffnungsverfahren bei der Sachverhaltsermittlung, aber auch der Insolvenzverwalter im eröffneten Insolvenzverfahren nicht weiter, da der Schuldner seine Pflicht zur Auskunft über seine Vermögensverhältnisse nicht erfüllt. Um dieses Problem zu lösen, wird in neuerer Zeit die Frage diskutiert, ob grundsätzlich die Möglichkeit besteht, dass der Gerichtsvollzieher mit der Einholung von Auskünften nach § 802l ZPO im Insolvenzverfahren beauftragt wird und falls ja, wer unter welchen Voraussetzungen diesen Auftrag erteilen kann.
Exkurs - Die Notwendigkeit des Titels für die Abfragemaske des Gerichtsvollziehers
Praktische Erfahrungen und Erkenntnisse
Für Interessenten - 20.00 Uhr Arbeitsessen
Freitag, 08. September 2020
09.00 Uhr Aktuelle Rechtsprechung des IX. Zivilsenats des Bundesgerichtshofs zum Insolvenzrecht - Dr. Volker Schultz
Die Corona-Krise hat Wirtschaft und Verbraucher hart getroffen. Durch eine vorübergehende Lockerung insolvenzrechtlicher Vorschriften und mit verschiedenen Hilfspaketen hat der Staat versucht, das Schlimmste zu verhindern. Gleichwohl steht zu erwarten, dass die Zahl der Insolvenzen mittelfristig wieder ansteigen wird. Für alle Rechtsanwender ist es deshalb wichtig, auf dem aktuellen Stand des Insolvenzrechts zu bleiben. Die Kenntnis der einschlägigen höchstrichterlichen Rechtsprechung ist hierfür ein wichtiger Baustein. Der Vortrag gibt einen Überblick über die wichtigsten Entscheidungen des vergangenen Jahres. Schwerpunkte sind das Insolvenzanfechtungsrecht, das Insolvenzverfahrensrecht sowie Fragen des Pfändungsschutzes im Insolvenzverfahren.
11.00 Uhr Haftungsrelevante Fehler bei der Insolvenzverwaltung - Frank Frind
Haftungsansprüche zu erkennen, zu vermeiden oder (aus Sicht der Gläubiger) erfolgreich zu verwirklichen, setzt die Kenntnis der Rechtsprechung zu den Vorschriften §§ 60, 61, 92 InsO voraus, denn es handelt sich mittlerweile um nahezu reines „Rechtsprechungsrecht“ („Case law“). Die Haftung des Insolvenzverwalters kann in einer Vielzahl von Fallgestaltungen entstehen oder zumindest drohen (z.B. bei falscher Betriebsfortführung, Begründung nicht bezahlbarer Masseverbindlichkeiten, Verletzung von Aus- und Absonderungsrechten, unnötiger Prozessführung, falscher Verteilung der Masse oder bei fehlerhaftem Unterlassen des Vermeidens von Masseverbindlichkeiten). Denn durch diese Sachverhalte wird die verteilbare Masse geschmälert oder in Anspruch genommene Gläubiger bleiben unbezahlt. In seinem Vortrag erläutert der Referent die gesetzlichen Grundlagen und zeigt Fallkonstellation in der Praxis auf.
Abgrenzung der Haftungsnormen §§ 60,61 InsO
Haftungsrelevante Fehler des Insolvenzverwalters bei der Betriebsfortführung
Haftung bei Prozessführung durch den Verwalter
Pflichtverletzung bei Aus- und Absonderungsrechten
Haftung bei „Freigabe“
Haftung bei öffentlich-rechtlicher Pflichtenstellung des Insolvenzverwalters
Haftung bei Verzögerung des Verfahrens
12.30 Uhr Gemeinsames Mittagessen (für Interessenten)
Teilnahmekosten - 399,00 € (Frühbuchergebühr bis 4 Wochen vor Tagungstermin) / danach 499,00 € (einzelne Tage 299,00 € bzw. 349,00 €)
Dr. Holger Büttner
Dr. Holger Büttner ist Richter am Amtsgericht. Er war mehrere Jahre als Straf- und Schöffenrichter in Wirtschaftsstrafsachen und Abteilungsleiter der …
Herr Richter am Bundesgerichtshof Dr. Volker Schultz ist seit Anfang 2020 Mitglied des für das gesamte Insolvenzrecht zuständigen IX. Zivilsenats des …
In diesem Jahr findet die Fachtagung zum Insolvenzrecht unter besonderen Rahmenbedingungen statt. Durch die Corona-Krise bedingt, stand es über viele Wochen nicht fest, ob unsere Tagung tatsächlich zum achten Male in Folge als Präsenzveranstaltung durchgeführt werden kann. Wir freuen uns sehr, Sie wie geplant am 7. und 8. September zur Fachtagung Insolvenzrecht 2020 im Berliner Abacus Tierpark Hotel begrüßen zu können; 2020 mit erheblich reduzierter Tagungskapazität, um die geforderten Abstandsregeln einzuhalten. Die Folgen der Corona-Krise werden tiefe Einschnitte auf das Leben eines jeden Einzelnen zur Folge haben. Der Gesetzgeber hat im Eilverfahren mit dem COVInsAG grundlegende Änderungen im Insolvenzrecht vorgenommen - zunächst befristet bis zum 30. September 2020. Unsere Tagung wird sich den gesetzlichen Neuregelungen in besonderem Maße widmen und die Auswirkungen auf die Insolvenzpraxis beleuchten und im Kreise der anwesenden Praktiker zur Diskussion stellen. 2020 werden wir in bewährter Weise einen Blick nach vorn auf geplante Entwicklungen im Insolvenzrecht werfen. Zudem erhalten die Teilnehmer der Tagung einen Überblick über die neueste Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs. Darüber hinaus stehen wie in jedem Jahr praktische Fragen der Anwendung des Insolvenzrechts in der behördlichen Praxis im Mittelpunkt. Namhafte Referenten aus Rechtsprechung, Wissenschaft und Praxis stehen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Rede und Antwort.
Sie benötigen keine mitzubringenden Arbeitsmittel. Mit der Buchung der Präsenzteilnahme ist keine Buchung der Online-Aufzeichnung verbunden. Sie können nicht an der Präsenztagung teilnehmen? Kein Problem. Sie können die Tagung online verfolgen (Sie finden dieses Tagungsformat, indem Sie auf unserer Webseite im Suchfenster den WEVLT20 eingeben) oder auch eine Aufzeichnung der Fachtagung erwerben. Tragen Sie Suchfenster bitte VLT20VID ein.
Schwerpunkte - Tagungsinhalte Donnerstag, 07. September 2020 10.15 Uhr Begrüßung und Eröffnung 10.30 Uhr Aktuelle Entwicklungen im Insolvenzrecht. Die Auswirkungen der Corona-Krise in der Praxis - Prof. Ulrich Keller Der Gesetzgeber hat durch das COVID-19-Insolvenzaussetzungsgesetz, COVInsAG vom März 2020 die Insolvenzantragspflicht für juristische Personen bis zum Ablauf des September 2020 ausgesetzt, eine Verlängerung ist möglich. Zugleich sind Regelungen der Insolvenzanfechtung und der persönlichen Haftung ausgesetzt. Für Mieter ist zudem die Möglichkeit der fristlosen Kündigung wegen Zahlungsverzugs suspendiert. Welche Auswirkungen wird das alles auf die Insolvenz- und Vollstreckungspraxis haben? Rollt eine Insolvenzwelle auf uns zu? Wie soll man sich als Gläubiger verhalten? Muss ich nicht irgendwann als Gläubiger Insolvenzantrag stellen? Darf man als Schuldner einen Insolvenzantrag auch stellen, wenn man nicht muss? Wäre das Schutzschirmverfahren ein geeigneter Ausweg? Nicht nur im Rahmen des Eröffnungsreferates der Fachtagung Insolvenzrecht werden diese Fragen diskutiert und beantwortet. Die insolvenz- und vollstreckungsrechtliche Bewältigung der sogenannten Corona-Krise wird uns alle herausfordern. 12.00 Uhr Mittagspause 13.00 Uhr Podiumsdiskussion. Die Praxis hat das Wort: Corona-Krise und (k)ein Ende? Wie wirkt sich das COVInsAG in der Praxis aus? 14.20 Uhr Kommunikationspause 14.50 Uhr Die Beauftragung des Gerichtsvollziehers gem. § 802i ZPO als Möglichkeit der Informationsbeschaffung bei obstruierenden Schuldnern im Insolvenzverfahren - Dr. Holger Büttner Häufig kommt der Sachverständige im Insolvenzeröffnungsverfahren bei der Sachverhaltsermittlung, aber auch der Insolvenzverwalter im eröffneten Insolvenzverfahren nicht weiter, da der Schuldner seine Pflicht zur Auskunft über seine Vermögensverhältnisse nicht erfüllt. Um dieses Problem zu lösen, wird in neuerer Zeit die Frage diskutiert, ob grundsätzlich die Möglichkeit besteht, dass der Gerichtsvollzieher mit der Einholung von Auskünften nach § 802l ZPO im Insolvenzverfahren beauftragt wird und falls ja, wer unter welchen Voraussetzungen diesen Auftrag erteilen kann. Schwerpunkte des Vortrags: Rechtliche Grundlagen; Einzelfragen; Zulässigkeitsvoraussetzungen; Exkurs - Die Notwendigkeit des Titels für die Abfragemaske des Gerichtsvollziehers; Praktische Erfahrungen und Erkenntnisse; Ausblick. Für Interessenten - 20.00 Uhr Arbeitsessen Freitag, 08. September 2020 09.00 Uhr Aktuelle Rechtsprechung des IX. Zivilsenats des Bundesgerichtshofs zum Insolvenzrecht - Dr. Volker Schultz Die Corona-Krise hat Wirtschaft und Verbraucher hart getroffen. Durch eine vorübergehende Lockerung insolvenzrechtlicher Vorschriften und mit verschiedenen Hilfspaketen hat der Staat versucht, das Schlimmste zu verhindern. Gleichwohl steht zu erwarten, dass die Zahl der Insolvenzen mittelfristig wieder ansteigen wird. Für alle Rechtsanwender ist es deshalb wichtig, auf dem aktuellen Stand des Insolvenzrechts zu bleiben. Die Kenntnis der einschlägigen höchstrichterlichen Rechtsprechung ist hierfür ein wichtiger Baustein. Der Vortrag gibt einen Überblick über die wichtigsten Entscheidungen des vergangenen Jahres. Schwerpunkte sind das Insolvenzanfechtungsrecht, das Insolvenzverfahrensrecht sowie Fragen des Pfändungsschutzes im Insolvenzverfahren. 10.30 Uhr Kommunikationspause 11.00 Uhr Haftungsrelevante Fehler bei der Insolvenzverwaltung - Frank Frind Haftungsansprüche zu erkennen, zu vermeiden oder (aus Sicht der Gläubiger) erfolgreich zu verwirklichen, setzt die Kenntnis der Rechtsprechung zu den Vorschriften §§ 60, 61, 92 InsO voraus, denn es handelt sich mittlerweile um nahezu reines „Rechtsprechungsrecht“ („Case law“). Die Haftung des Insolvenzverwalters kann in einer Vielzahl von Fallgestaltungen entstehen oder zumindest drohen (z.B. bei falscher Betriebsfortführung, Begründung nicht bezahlbarer Masseverbindlichkeiten, Verletzung von Aus- und Absonderungsrechten, unnötiger Prozessführung, falscher Verteilung der Masse oder bei fehlerhaftem Unterlassen des Vermeidens von Masseverbindlichkeiten). Denn durch diese Sachverhalte wird die verteilbare Masse geschmälert oder in Anspruch genommene Gläubiger bleiben unbezahlt. In seinem Vortrag erläutert der Referent die gesetzlichen Grundlagen und zeigt Fallkonstellation in der Praxis auf. Schwerpunkte des Vortrags: Abgrenzung der Haftungsnormen §§ 60,61 InsO; Haftungsrelevante Fehler des Insolvenzverwalters bei der Betriebsfortführung; Haftung bei Prozessführung durch den Verwalter; Pflichtverletzung bei Aus- und Absonderungsrechten; Haftung bei „Freigabe“; Haftung bei öffentlich-rechtlicher Pflichtenstellung des Insolvenzverwalters; Haftung bei Verzögerung des Verfahrens 12.30 Uhr Gemeinsames Mittagessen (für Interessenten) gegen 13.30 Uhr Ende der Tagung Teilnahmekosten - 399,00 € (Frühbuchergebühr bis 4 Wochen vor Tagungstermin) / danach 499,00 € (einzelne Tage 299,00 € bzw. 349,00 €) Veranstaltungsort: Abacus Tierpark Hotel, Franz-Mett-Straße 3 - 9, 10319 Berlin