Source: https://www.rechtslupe.de/sozialrecht/krankenversicherung-der-rentner-auch-bei-kleinrenten-verfassungskonform-373702
Timestamp: 2019-12-07 06:13:47
Document Index: 316403962

Matched Legal Cases: ['§ 5', '§ 10', '§ 5', '§ 5', '§ 5', 'Art 100', '§ 5', 'Art 14', 'Art 3', '§ 10', '§ 5', '§ 5', '§ 5', 'Art 1', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 5', 'Art 3', 'Art 3', '§ 5', 'Art 100', '§ 13', '§ 31', '§ 5', '§ 5', '§ 35', '§ 5', '§ 5', '§ 5', 'Art 1', '§ 5', 'Art 1', 'Art 1', 'Art 1', 'Art 1', 'Art 1', '§ 50', 'Art 1', 'Art 2', '§ 5', '§ 9', 'Art 3', '§ 5', '§ 5', '§ 5', 'Art 3', 'Art 3', '§ 5', '§ 163', '§ 9', '§ 190', '§ 9', 'Art 100', 'Art 100', 'Art 14', 'Art 3', '§ 5', '§ 5', 'Art 2', 'Art 20', 'Art 14', '§ 5', '§ 5', 'Art 14', 'Art 14', '§ 5', '§ 5', 'Art 100', 'Art 3', 'Art 3', 'Art 3', '§ 249', '§ 10', '§ 10', '§ 9', '§ 188', '§ 240', '§ 237', '§ 249', '§ 10', '§ 5', '§ 193', 'de lege lata', 'Art.19', 'Art 5', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 48', '§ 5', '§ 31', '§ 31', '§ 31', '§ 31', '§ 35', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 6', '§ 69', '§ 60', 'Art 14', '§ 248', '§ 165', '§ 165', '§ 266', '§ 5', '§ 266', '§ 165', '§ 10', '§ 237', '§ 240', '§ 10', '§ 241', '§ 5', '§ 165', '§ 5', 'Art 1', '§ 1', '§ 165', '§ 165', '§ 165']

Kran­ken­ver­si­che­rung der Rent­ner – auch bei Klein­ren­ten ver­fas­sungs­kon­form? | Rechtslupe
Krankenversicherung der Rentner - auch bei Kleinrenten verfassungskonform?
Es ist nicht ver­fas­sungs­wid­rig, dass ver­si­che­rungs- und bei­trags­pflich­ti­ge Klein­rent­ner auch dann selbst in der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung pflicht­ver­si­chert sind, wenn ohne die Ver­si­che­rungs­pflicht als Rent­ner für sie ein Anspruch auf Fami­li­en­ver­si­che­rung bestün­de.
Im Zeit­raum 1.04.2002 bis 31.03.2007 bestimm­te sich für Rent­ner der Zugang zur Kran­ken­ver­si­che­rung nach § 5 Abs 1 Nr 11 SGB V in der Fas­sung des Gesund­heits­re­form­ge­set­zes.
Fami­li­en­ver­si­chert sind nach § 10 Abs 1 S 1 Nr 2 SGB V 1 nur Ehe­gat­ten von Mit­glie­dern, die nicht nach § 5 Abs 1 Nr 1, 2, 3 bis 8, 11 oder 12 SGB V oder nicht frei­wil­lig ver­si­chert sind. Die Rent­ne­rin ist jedoch auf­grund ihres Ren­ten­be­zugs nach § 5 Abs 1 Nr 11 SGB V in der GKV pflicht­ver­si­chert und daher von der Fami­li­en­ver­si­che­rung aus­ge­schlos­sen. Anzu­wen­den ist vor­lie­gend § 5 Abs 1 Nr 11 SGB V in der Fas­sung des GRG vom 20.12.1988 2 sowie ab 1.04.2007 in der Fas­sung des GKV-WSG vom 26.03.2007 3, des­sen Vor­aus­set­zun­gen die Rent­ne­rin erfüllt, ohne dass sie von den im Hin­blick auf den Beschluss des BVerfG vom 15.03.2000 4 geschaf­fe­nen Ver­trau­ens­schutz­re­ge­lun­gen erfasst wur­de. Das Bun­des­so­zi­al­ge­richt ist auch nicht­im Sin­ne des Art 100 Abs 1 GG davon über­zeugt, dass die Ver­si­che­rungs­pflicht der Rent­ne­rin als Rent­ne­rin oder die hier­mit ver­bun­de­ne Ver­pflich­tung, aus der Ren­te Bei­trä­ge zu zah­len, gegen höher­ran­gi­ges Recht ver­stößt: Weder war ein mög­li­ches Ver­trau­en der Rent­ne­rin in den Bestand der Rechts­la­ge nach § 5 Abs 1 Nr 11 SGB V in der Fas­sung des GSG vom 21.12.1992 5 geschützt noch war eine mög­li­che Erwar­tung der Rent­ne­rin, auch nach Beginn des Ren­ten­be­zugs über ihren Ehe­mann fami­li­en­ver­si­chert zu sein, eine nach Art 14 Abs 1 GG geschütz­te Rechts­po­si­ti­on. Die Ver­si­che­rungs­pflicht der Rent­ne­rin als Rent­ne­rin begrün­det auch kei­nen Ver­stoß gegen den all­ge­mei­nen Gleich­heits­satz des Art 3 Abs 1 GG, ins­be­son­de­re weder im Ver­gleich zu fami­li­en­ver­si­cher­ten Gering­ver­die­nern noch im Ver­gleich zu fami­li­en­ver­si­cher­ten Rent­nern, die man­gels erfüll­ter Vor­ver­si­che­rungs­zeit kei­nen Zugang zur Pflicht­ver­si­che­rung haben.
Für die Beur­tei­lung des Aus­schlus­ses der Rent­ne­rin von der Fami­li­en­ver­si­che­rung nach § 10 Abs 1 S 1 Nr 2 SGB V wegen einer bestehen­den Ver­si­che­rungs­pflicht auf­grund ihres Ren­ten­be­zugs ist vor­lie­gend § 5 Abs 1 Nr 11 SGB V in den Fas­sun­gen des GRG und GKV-WSG anzu­wen­den. § 5 Abs 1 Nr 11 SGB V in der Fas­sung des GSG, auf den sich die Rent­ne­rin beruft, war zum Zeit­punkt der Ren­ten­an­trag­stel­lung am 29.04.2004 nicht mehr anzu­wen­den. Dies­be­züg­lich hat das Bun­des­so­zi­al­ge­richt bereits tra­gend ent­schie­den, dass auf­grund der Rechts­fol­genan­ord­nung im Beschluss des BVerfG vom 15.03.2000 6 § 5 Abs 1 Nr 11 SGB V in der Fas­sung des GRG ab 1.04.2002 erneut anzu­wen­den war, weil der Gesetz­ge­ber bis zum 1.04.2002 eine Neu­re­ge­lung, mit wel­cher der vom BVerfG fest­ge­stell­te Ver­fas­sungs­ver­stoß beho­ben wur­de, unter­ließ. Durch Art 1 Nr 2 Buchst a DBuchst aa GKV-WSG pass­te der Gesetz­ge­ber den Wort­laut des § 5 Abs 1 Nr 11 SGB V mit Wir­kung ab 1.04.2007 der mate­ri­ell-recht­li­chen Rechts­la­ge an, die infol­ge der Recht­spre­chung des BVerfG seit 1.04.2002 bestand 7. Hier­an hält das Bun­des­so­zi­al­ge­richt fest: Die vom BVerfG fest­ge­stell­te Unver­ein­bar­keit und die hier­an anknüp­fen­de Rechts­fol­genan­ord­nung sind all­ge­mein ver­bind­lich. Eine Neu­re­ge­lung des § 5 Abs 1 Nr 11 SGB V im Sin­ne des Tenors des Beschlus­ses des BVerfG erfolg­te vor dem 1.04.2007 nicht. Dies gilt auch in Bezug auf Per­so­nen, die im Zeit­punkt der Ren­ten­an­trag­stel­lung fami­li­en­ver­si­chert waren.
§ 5 Abs 1 Nr 11 SGB V in der Fas­sung des GSG war auf­grund des Beschlus­ses des BVerfG vom 15.03.2000 8 ab 1.04.2002 nicht mehr anwend­bar. Auf meh­re­re Vor­la­ge­be­schlüs­se des BSG hin 9 sprach das BVerfG im Tenor des genann­ten Beschlus­ses aus, dass § 5 Abs 1 Nr 11 Halbs 1 SGB V in der Fas­sung des GSG mit Art 3 Abs 1 GG unver­ein­bar ist, "soweit Per­so­nen, die nach dem 31.12 1993 einen Antrag auf Ren­te aus der gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung gestellt haben, nur dann in der Kran­ken­ver­si­che­rung der Rent­ner pflicht­ver­si­chert sind, wenn sie seit der erst­ma­li­gen Auf­nah­me einer Erwerbs­tä­tig­keit bis zur Stel­lung des Ren­ten­an­trags min­des­tens neun Zehn­tel der zwei­ten Hälf­te des Zeit­raums auf Grund einer Pflicht­ver­si­che­rung ver­si­chert waren." Gleich­zei­tig ord­ne­te das BVerfG die wei­te­re Anwen­dung der Vor­schrift an, soweit sie mit Art 3 Abs 1 GG unver­ein­bar war, längs­tens bis 31.03.2002; für den Fall, dass es inner­halb die­ser Frist zu kei­ner gesetz­li­chen Neu­re­ge­lung kam, ord­ne­te es die erneu­te Anwen­dung des § 5 Abs 1 Nr 11 SGB V in der Fas­sung des GRG ab 1.04.2002 an.
Die­se im Ver­fah­ren nach Art 100 Abs 1 GG, § 13 Nr 11 BVerfGG ergan­ge­ne Unver­ein­bar­keits­er­klä­rung hat­te als norm­ver­wer­fen­de Ent­schei­dung nach § 31 Abs 2 BVerfGG Geset­zes­kraft 10, deren All­ge­mein­gül­tig­keit eine Bin­dungs­wir­kung nicht nur für die Ver­fah­rens­be­tei­lig­ten und staat­li­chen Orga­ne, son­dern auch für Pri­vat­per­so­nen 11 wie die Rent­ne­rin begrün­det. Aber auch die vom BVerfG dar­über hin­aus getrof­fe­ne Rechts­fol­genan­ord­nung, wonach § 5 Abs 1 Nr 11 SGB V in der Fas­sung des GSG bis zu einer gesetz­li­chen Neu­re­ge­lung, längs­tens bis 31.03.2002 wei­ter ange­wen­det wer­den konn­te und, wenn es nicht inner­halb die­ser Frist zu einer gesetz­li­chen Neu­re­ge­lung kam, sich der Zugang zur Kran­ken­ver­si­che­rung der Rent­ner (KVdR) ab 1.04.2002 nach § 5 Abs 1 Nr 11 SGB V in der Fas­sung des GRG bestimm­te, hat als Voll­stre­ckungs­an­ord­nun­gim Sin­ne von § 35 BVerfGG all­ge­mei­ne Ver­bind­lich­keit 12.
Im Zeit­raum 1.04.2002 bis 31.03.2007 bestimm­te sich der Zugang zur KVdR auf­grund der Rechts­fol­genan­ord­nung im Beschluss des BVerfG vom 15.03.2000 13 nach § 5 Abs 1 Nr 11 SGB V in der Fas­sung des GRG. Eine Neu­re­ge­lung des § 5 Abs 1 Nr 11 SGB V im Sin­ne der Rechts­fol­genan­ord­nung des BVerfG erfolg­te bis 31.03.2002 und auch vor dem 1.04.2007 nicht. § 5 Abs 1 Nr 11 SGB V selbst wur­de nach der Unver­ein­bar­keits­er­klä­rung durch den Beschluss des BVerfG erst­ma­lig mit Wir­kung zum 1.04.2007 durch Art 1 Nr 2 Buchst a DBuchst aa des GKV-WSG 14 geän­dert. Ande­re Neu­re­ge­lun­gen, die den Zugang zur Kran­ken­ver­si­che­rungs­pflicht als Rent­ner ohne Ände­rung des § 5 Abs 1 Nr 11 SGB V den Vor­ga­ben des BVerfG gemäß aus­ge­stal­tet hät­ten, gab es bis dahin nicht.
Ins­be­son­de­re ent­hielt das 10. SGB V‑ÄndG 15 kei­ne gesetz­li­che Neu­re­ge­lung im Sin­ne des Beschlus­ses des BVerfG, son­dern ledig­lich Maß­nah­men, um die danach zum 1.04.2002 Kraft der Rechts­fol­genan­ord­nung des BVerfG ein­tre­ten­de Ände­rung der Rechts­la­ge zu flan­kie­ren. So knüpf­ten die meis­ten Ände­run­gen direkt oder mit­tel­bar an die "nach dem 31.03.2001" ein­tre­ten­de Ver­si­che­rungs­pflicht von "Bezie­hern einer Ren­te der gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung" an, "deren Anspruch auf Ren­te schon an die­sem Tag bestand". Die­se "ein­tre­ten­de Ver­si­che­rungs­pflicht" beruh­te jedoch aus­schließ­lich auf der Rechts­fol­genan­ord­nung des BVerfG, wäh­rend das 10. SGB V‑ÄndG selbst kei­ne Rechts­än­de­rung zur Rege­lung des Zugangs zur Ver­si­che­rungs­pflicht als Rent­ner als sol­cher ent­hielt. Viel­mehr regel­ten die Vor­schrif­ten des 10. SGB V‑ÄndG für bestimm­te Bestands­rent­ner die Kon­kur­renz der nach dem Beschluss des BVerfG ein­tre­ten­den Ver­si­che­rungs­pflicht zur Ver­si­che­rung in der Kran­ken­ver­si­che­rung der Land­wir­te (Art 1 Nr 01), eine Opti­on zum Ver­bleib in der frei­wil­li­gen Ver­si­che­rung in der GKV (Art 1 Nr 1), den Beginn der frei­wil­li­gen Mit­glied­schaft bei Aus­übung die­ses Bei­tritts­rechts (Art 1 Nr 2) sowie für die­sen Fall das Ende der Mit­glied­schaft als Ver­si­che­rungs­pflich­ti­ger bzw Fami­li­en­ver­si­cher­ter (Art 1 Nr 3). Die Art 1a (Ergän­zung zu § 50 Abs 1 KVLG 1989), Art 1 Nr 4 (Fäl­lig­keits­re­ge­lung zur Bei­trags­zah­lung aus der Ren­te) und Art 2 (Inkraft­tre­ten) berüh­ren die hier strei­ti­gen Fra­gen nicht.
Soweit unter Hin­weis auf die Ent­wurfs­be­grün­dung zum 10. SGB V‑ÄndG 16 die Auf­fas­sung ver­tre­ten wird, mit den Ergän­zun­gen des SGB V durch die­ses Gesetz habe der Gesetz­ge­ber "Rent­nern, die zuvor nicht in der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung ver­si­chert sein konn­ten" "ein Bei­tritts­recht zur gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung" ein­ge­räumt bzw "den Zugang zur Kran­ken­ver­si­che­rung der Rent­ner für Ver­si­cher­te geöff­net …, die über­wie­gend in der Kran­ken­ver­si­che­rung pflicht­ver­si­chert waren" und damit den Vor­ga­ben des BVerfG für eine Neu­re­ge­lung genügt, ver­kennt dies sowohl die Vor­ga­ben des BVerfG als auch die grund­le­gen­den Struk­tu­ren des Ver­si­che­rungs- und Mit­glied­schafts­rechts der GKV.
So zeig­te das BVerfG 17 dem Gesetz­ge­ber tat­säch­lich zwei Wege auf, eine ver­fas­sungs­kon­for­me Neu­re­ge­lung vor­zu­neh­men. Von der Mög­lich­keit, die Bei­trags­be­mes­sung der pflicht- und frei­wil­lig ver­si­cher­ten Rent­ner anzu­glei­chen, mach­te der Gesetz­ge­ber – wie auch die Rent­ne­rin ein­räumt – in der Fol­ge­zeit kei­nen Gebrauch. Den zwei­ten Weg sah das BVerfG dar­in, der Gesetz­ge­ber kön­ne "den Zugang zur Kran­ken­ver­si­che­rung der Rent­ner für Ver­si­cher­te öff­nen, deren Ver­si­che­rungs­le­ben oder min­des­tens des­sen zwei­te Hälf­te maß­geb­lich von der Mit­glied­schaft in der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung oder davon geprägt war, dass sie jeden­falls über­wie­gend in der Kran­ken­ver­si­che­rung pflicht­ver­si­chert waren." Ent­schei­dend sind hier der ers­te und der letz­te Satz­teil: "Zugang zur Kran­ken­ver­si­che­rung der Rent­ner" und zwar für Ver­si­cher­te, die "jeden­falls über­wie­gend in der Kran­ken­ver­si­che­rung pflicht­ver­si­chert waren." Ers­te­res meint nur und aus­schließ­lich den Zugang zur Pflicht­ver­si­che­rung als Rent­ne­rim Sin­ne von § 5 Abs 1 Nr 11 SGB V, nicht aber Zugang zur frei­wil­li­gen Ver­si­che­rung nach § 9 SGB V. Die­ser war bei den Rent­nern der dem BVerfG vor­ge­leg­ten Ver­fah­ren – jeden­falls mehr­heit­lich – ohne­hin gege­ben. Für nicht mit Art 3 Abs 1 GG ver­ein­bar hat­te das BVerfG aber gera­de den Aus­schluss der Rent­ner von der Pflicht­ver­si­che­rung mit der gegen­über der frei­wil­li­gen Ver­si­che­rung güns­ti­ge­ren Bei­trags­be­mes­sung gehal­ten, der auf zu hohen Anfor­de­run­gen an den Umfang der Vor­ver­si­che­rungs­zei­ten in der Pflicht­ver­si­che­rung ("min­des­tens neun Zehn­tel der zwei­ten Hälf­te des Zeit­raums auf Grund einer Pflicht­ver­si­che­rung") beruh­te. Vor die­sem Hin­ter­grund ver­deut­licht der letz­te Satz­teil des obi­gen Zitats, dass eine ver­fas­sungs­kon­for­me Neu­re­ge­lung auch durch ein Absen­ken der für den Zugang zur Pflicht­ver­si­che­rung erfor­der­li­chen vor­her­ge­hen­den Pflicht-Ver­si­che­rungs­zeit auf einen "über­wie­gen­den" Anteil in der zwei­ten Hälf­te des Erwerbs­le­bens erfol­gen konn­te.
Wenn in der Begrün­dung zum Ent­wurf des 10. SGB V‑ÄndG dar­ge­stellt wird, dass durch die Rege­lun­gen die­ses Geset­zes Rent­nern ein "Bei­tritts­recht" ein­ge­räumt wer­de 18, bezieht sich dies aus­schließ­lich auf den Zugang zur frei­wil­li­gen Ver­si­che­rung. Ein Bei­tritts­recht zur Pflicht­ver­si­che­rung kennt das Recht der GKV nach dem SGB V nicht. Dass sich auch die Ent­wurfs­ver­fas­ser an die­sen Sprach­ge­brauch und die­se sys­te­ma­ti­sche Kate­go­ri­sie­rung hiel­ten, ver­deut­licht ins­be­son­de­re eine Pas­sa­ge auf S 1 des Ent­wurfs: Danach kön­nen "Bezie­her einer Ren­te … die vom 01.04.2002 an ver­si­che­rungs­pflich­tig wer­den, … der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung auch als frei­wil­li­ge Mit­glie­der bei­tre­ten." Dies wird durch die auf S 3 des Ent­wurfs näher dar­ge­leg­te Ziel­set­zung des Ent­wurfs unter­stri­chen. Die­se bestand näm­lich gera­de dar­in, die für eini­ge bis­her frei­wil­lig ver­si­cher­te Rent­ner durch die Kraft der Rechts­fol­genan­ord­nung des BVerfG wegen bewuss­ter Untä­tig­keit des Gesetz­ge­bers in Bezug auf eine Neu­re­ge­lung zum 1.04.2002 ein­tre­ten­de Ver­si­che­rungs­pflicht abzu­wen­den, indem es die­sen Per­so­nen ermög­licht wur­de, "ihren bis­he­ri­gen Ver­si­che­rungs­sta­tus bei­zu­be­hal­ten" 19. "Eine gesetz­li­che Rege­lung des Mit­glied­schafts- und Bei­trags­rechts von Rent­nern ent­spre­chend den Vor­ga­ben" des BVerfG soll­te aus­drück­lich erst zu einem spä­te­ren Zeit­punkt erfol­gen 20. Eine die Wie­der­an­wen­dung des § 5 Abs 1 Nr 11 SGB V in der Fas­sung des GRG aus­schlie­ßen­de Neu­re­ge­lung die­ser Vor­schrift mit einem erleich­ter­ten Zugang zur Pflicht­ver­si­che­rung für Rent­ner ent­hielt das 10. SGB V‑ÄndG mit­hin nicht.
Die Unver­ein­bar­keits­er­klä­rung des § 5 Abs 1 Nr 11 SGB V im Beschluss des BVerfG vom 15.03.2000 (aaO) erstreck­te sich auch auf Per­so­nen, die im Zeit­punkt der Ren­ten­an­trag­stel­lung fami­li­en­ver­si­chert waren. Die Auf­fas­sung der Rent­ne­rin, die Unver­ein­bar­keit sei nur inso­weit fest­ge­stellt wor­den, als bestimm­ten Per­so­nen durch die Neu­fas­sung des GSG die Ver­si­che­rung in der GKV über­haupt ver­wehrt wor­den sei, wes­we­gen § 5 Abs 1 Nr 11 SGB V in die­ser Fas­sung auch über den 31.03.2002 hin­aus jeden­falls bis zum 1.04.2007 auf Per­so­nen anzu­wen­den gewe­sen sei, die nach die­ser Rechts­la­ge in der GKV zumin­dest fami­li­en­ver­si­chert gewe­sen sei­en, ent­spricht nicht dem allein maß­ge­ben­den Wort­laut des im Bun­des­ge­setz­blatt ver­öf­fent­lich­ten Beschluss­te­nors. Danach wur­de die Vor­schrift für mit Art 3 Abs 1 GG unver­ein­bar erklärt, "soweit Per­so­nen, die nach dem 31.12 1993 einen Antrag auf Ren­te aus der gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung gestellt haben, nur dann in der Kran­ken­ver­si­che­rung der Rent­ner pflicht­ver­si­chert sind", wenn sie die sog Neun-Zehn­tel-Bele­gung aus­schließ­lich auf­grund von Zei­ten einer Pflicht­ver­si­che­rung erfül­len 21. Die Unver­ein­bar­keits­er­klä­rung erfasst somit den Aus­schluss vom "pflichtversichert"-Sein in der "Kran­ken­ver­si­che­rung der Rent­ner", mit ande­ren Wor­ten: den Aus­schluss vom Sta­tus des Pflicht­ver­si­cher­ten als Rent­ner. Anhalts­punk­te dafür, dass nur ein voll­stän­di­ger Aus­schluss von der Ver­si­che­rung in der GKV für mit Art 3 Abs 1 GG unver­ein­bar erklärt wor­den sein könn­te, ent­hält der Tenor nicht. Dies unter­streicht auch der Umstand, dass eini­ge Rent­ner der Aus­gangs­ver­fah­ren in der GKV ver­si­chert waren, wenn auch auf­grund frei­wil­li­ger Ver­si­che­rung 22.
Den auf die Ermitt­lung des genau­en Umfangs der vom BVerfG durch den Beschluss vom 15.03.2000 13 aus­ge­spro­che­nen Unver­ein­bar­keit des § 5 Abs 1 Nr 11 SGB V idF des GSG mit dem GG gerich­te­ten Beweis­an­trä­gen der Rent­ne­rin muss­te das Bun­des­so­zi­al­ge­richt in die­sem Zusam­men­hang nicht nach­ge­hen. Zwar ist aner­kannt, dass sog all­ge­mei­ne bzw gene­rel­le Tat­sa­chen unter Durch­bre­chung der nach § 163 SGG ange­ord­ne­ten strik­ten Bin­dung an die tat­säch­li­chen Fest­stel­lun­gen des LSG vom Revi­si­ons­ge­richt selbst zu ermit­teln und fest­zu­stel­len sind 23. Jedoch han­delt es sich bei der Bestim­mung des Inhalts und des Umfangs einer mit Geset­zes­kraft ver­se­he­nen Unver­ein­bar­keits­er­klä­rung des BVerfG nicht um die Ermitt­lung von Tat­sa­chen, son­dern um einen Akt der Rechts­fin­dung. Sie ist aus­schließ­lich Bestim­mung von Tat­be­stand oder Rechts­fol­ge, also des Inhalts einer Norm, ist jedoch selbst nicht Gegen­stand des Tat­be­stan­des und Anknüp­fungs­punkt einer Rechts­fol­ge und somit einer Beweis­erhe­bung nicht zugäng­lich. Auf die obi­gen Aus­füh­run­gen zur Aus­wer­tung sog Geset­zes­ma­te­ria­li­en wird ver­wie­sen.
Der Ver­si­che­rungs­pflicht als Rent­ne­rin in der GKV unter gleich­zei­ti­gem Aus­schluss von der Fami­li­en­ver­si­che­rung ste­hen auch ein­fach-recht­li­che Ver­trau­ens­schutz­re­ge­lun­gen, wie sie im Hin­blick auf den Beschluss des BVerfG vom 15.03.2000 4 durch das 10. SGB V‑ÄndG geschaf­fen wur­den, nicht ent­ge­gen. Von deren Anwen­dungs­be­reich wird eine Rent­ne­rin nicht erfasst, wenn ihr weder ein die Ver­si­che­rungs­pflicht als Rent­ne­rin been­den­des Bei­tritts­recht zur frei­wil­li­gen Kran­ken­ver­si­che­rung nach § 9 Abs 1 Nr 6 SGB V zusteht noch ihre Pflicht­ver­si­che­rung nach § 190 Abs 11a SGB V wegen der Aus­übung des Bei­tritts­rechts nach § 9 Abs 1 Nr 6 SGB V durch einen Ange­hö­ri­gen ende­te, von dem ihre Fami­li­en­ver­si­che­rung abge­lei­tet gewe­sen wäre. Bei­de Rege­lun­gen set­zen ua einen eige­nen Ren­ten­be­zug bereits am 31.03.2002 vor­aus.
Das Bun­des­so­zi­al­ge­richt kann sich nicht­im Sin­ne des Art 100 Abs 1 GG davon über­zeu­gen, dass die Ver­si­che­rungs­pflicht der Rent­ne­rin oder die hier­mit ver­bun­de­ne Ver­pflich­tung, aus der Ren­te Bei­trä­ge zu zah­len, gegen höher­ran­gi­ges Recht ver­stößt, sodass die von der Rent­ne­rin begehr­te Aus­set­zung des Ver­fah­rens und Vor­la­ge an das BVerfG gemäß Art 100 Abs 1 S 1 GG nicht in Betracht kommt. Weder liegt ein Ver­stoß gegen das all­ge­mei­ne rechts­staat­li­che Ver­trau­ens­schutz­prin­zip vor noch wird eine nach Art 14 Abs 1 GG geschütz­te Rechts­po­si­ti­on der Rent­ne­rin ver­letzt. Die Ver­si­che­rungs­pflicht der Rent­ne­rin als Rent­ne­rin begrün­det auch kei­nen Ver­stoß gegen den all­ge­mei­nen Gleich­heits­satz des Art 3 Abs 1 GG, ins­be­son­de­re nicht im Ver­gleich zu fami­li­en­ver­si­cher­ten Gering­ver­die­nern oder zu fami­li­en­ver­si­cher­ten Rent­nern, die wegen nicht erfüll­ter Vor­ver­si­che­rungs­zei­ten kei­nen Zugang zur Pflicht­ver­si­che­rung haben.
Ein mög­li­ches Ver­trau­en der Rent­ne­rin in den Bestand der Rechts­la­ge nach § 5 Abs 1 Nr 11 SGB V in der Fas­sung des GSG vom 21.12.1992 5 über den 31.03.2002 hin­aus war auch von Ver­fas­sungs wegen nicht geschützt. Die Rent­ne­rin hat­te am 31.03.2002 kei­ne Rechts­po­si­ti­on inne, deret­we­gen ein Ver­trau­en auf den Fort­be­stand der damals bestehen­den Rechts­la­ge und die damit ver­bun­de­ne Erwar­tung einer bei­trags­frei­en Fami­li­en­ver­si­che­rung auch als Rent­ne­rin schutz­be­dürf­tig gewe­sen sein könn­te. Die Wie­der­an­wen­dung des § 5 Abs 1 Nr 11 SGB V in der Fas­sung des GRG ab 1.04.2002 ver­stößt nicht gegen das all­ge­mei­ne rechts­staat­li­che Ver­trau­ens­schutz­prin­zip (Art 2 Abs 1 iVm Art 20 Abs 3 GG – vgl hier­zu zuletzt etwa BVerfG Beschluss vom 07.12.2010 – 1 BvR 2628/​07 – BVerfGE 128, 90 ff mwN, SozR 4 – 1100 Art 14 Nr 23). Zwar begren­zen Rechts­staats­prin­zip und Grund­rech­te die Befug­nis des Gesetz­ge­bers, Rechts­än­de­run­gen vor­zu­neh­men, die an Sach­ver­hal­te der Ver­gan­gen­heit anknüp­fen. Die Ver­läss­lich­keit der Rechts­ord­nung ist eine Grund­be­din­gung frei­heit­li­cher Ver­fas­sun­gen. Jedoch geht der ver­fas­sungs­recht­li­che Ver­trau­ens­schutz nicht so weit, den Staats­bür­ger vor jeg­li­cher Ent­täu­schung sei­ner Erwar­tung in die Dau­er­haf­tig­keit der Rechts­la­ge zu schüt­zen. Die schlich­te Erwar­tung, das gel­ten­de Recht wer­de auch in Zukunft unver­än­dert fort­be­stehen, ist ver­fas­sungs­recht­lich nicht geschützt. Denn die Ver­fas­sung gewährt kei­nen Schutz vor einer nach­tei­li­gen Ver­än­de­rung der gel­ten­den Rechts­la­ge 24. Eine schüt­zens­wer­te Rechts­po­si­ti­on liegt daher nicht schon in der "vor­aus­sicht­li­chen Ein­schlä­gig­keit" bestimm­ter Vor­schrif­ten in der Zukunft 25. Dar­über hin­aus kommt ein Ver­trau­ens­schutz bezüg­lich der Rechts­la­ge nach § 5 Abs 1 Nr 11 SGB V in der Fas­sung des GSG schon des­halb nicht in Betracht, weil die­se ihrer­seits mit dem GG nicht ver­ein­bar und eine Ände­rung in der erfolg­ten Wei­se auf­grund des Beschlus­ses des BVerfG vom 15.03.2000 13 von Ver­fas­sungs wegen gebo­ten war.
Etwas ande­res gilt auch nicht im Hin­blick auf die Ren­ten­nä­he der Rent­ne­rin zum Zeit­punkt der Wie­der­an­wen­dung des § 5 Abs 1 Nr 11 SGB V in der Fas­sung des GRG am 1.04.2002. Die hier­mit ver­bun­de­ne (erneu­te) Ver­si­che­rungs- und Bei­trags­pflicht nach zukünf­ti­ger Ren­ten­an­trag­stel­lung führ­te nicht zu einem Ein­griff in die inso­weit allein als eigen­tums­ge­schützt (Art 14 Abs 1 GG) in Betracht kom­men­den Ren­ten­an­wart­schaf­ten der Rent­ne­rin. Die kran­ken­ver­si­che­rungs­recht­li­chen Bestim­mun­gen über die Bei­trags­pflicht haben auf die Höhe der einem Rent­ner gewähr­ten Ren­te als sol­che kei­nen Ein­fluss 26. Eine kran­ken­ver­si­che­rungs­recht­li­che Rege­lung, die Rent­nern ohne eige­ne Bei­trags­pflicht Ver­si­che­rungs­schutz bei Krank­heit gewährt, ist kei­ne durch Art 14 Abs 1 GG geschütz­te Rechts­po­si­ti­on 27.
Auch soweit die Auf­fas­sung ver­tre­ten wird, in Bezug auf die Ände­rung des § 5 Abs 1 Nr 11 SGB V zum 1.04.2007 ste­he dem Rent­ner bezüg­lich der auch über die Ren­ten­an­trag­stel­lung hin­aus fort­be­stehen­den Fami­li­en­ver­si­che­rung Bestands- und Ver­trau­ens­schutz zu, kann dem aus den vor­ste­hend genann­ten Grün­den nicht gefolgt wer­den. Ins­be­son­de­re fehlt es an einer schutz­wür­di­gen Rechts­po­si­ti­on "Fami­li­en­ver­si­che­rung" schon des­halb, weil die Rent­ne­rin bereits seit April 2004 als Rent­ne­rin in der GKV pflicht­ver­si­chert war. Wie bereits oben dar­ge­legt, war § 5 Abs 1 Nr 11 SGB V in der Fas­sung des GSG, auf den sich die Rent­ne­rin für ein Bestehen von Fami­li­en­ver­si­che­rung auch am 31.03.2007 beruft, seit 1.04.2002 nicht mehr anzu­wen­den.
Das Bun­des­so­zi­al­ge­richt kann sich eben­so nicht­im Sin­ne des Art 100 Abs 1 GG davon über­zeu­gen, dass die Ver­si­che­rungs­pflicht der Rent­ne­rin und die hier­mit ver­bun­de­ne Ver­pflich­tung, aus der Ren­te Bei­trä­ge zu zah­len, einen Ver­stoß gegen den all­ge­mei­nen Gleich­heits­satz des Art 3 Abs 1 GG begrün­det. Dies gilt zunächst im Ver­gleich zu fami­li­en­ver­si­cher­ten Gering­ver­die­nern.
Art 3 Abs 1 GG gebie­tet dem Norm­ge­ber, wesent­lich Glei­ches gleich und wesent­lich Unglei­ches ungleich zu behan­deln. Er ver­wehrt dem Gesetz­ge­ber nicht jede Dif­fe­ren­zie­rung. Dif­fe­ren­zie­run­gen bedür­fen jedoch stets der Recht­fer­ti­gung durch Sach­grün­de, die dem Dif­fe­ren­zie­rungs­ziel und dem Aus­maß der Ungleich­be­hand­lung ange­mes­sen sind. Der Gleich­heits­satz ist dann ver­letzt, wenn eine Grup­pe von Normadres­sa­ten oder Norm­be­trof­fe­nen im Ver­gleich zu einer ande­ren anders behan­delt wird, obwohl zwi­schen bei­den Grup­pen kei­ne Unter­schie­de von sol­cher Art und sol­chem Gewicht bestehen, dass sie die unter­schied­li­che Behand­lung recht­fer­ti­gen kön­nen. Die Gren­zen, die der all­ge­mei­ne Gleich­heits­satz dem Gesetz­ge­ber vor­gibt, kön­nen sich von ledig­lich auf das Will­kür­ver­bot beschränk­ten Bin­dun­gen bis hin zu stren­gen Ver­hält­nis­mä­ßig­keits­er­for­der­nis­sen erstre­cken. Es gilt ein am Ver­hält­nis­mä­ßig­keits­grund­satz ori­en­tier­ter, stu­fen­lo­ser Prü­fungs­maß­stab, der nicht abs­trakt, son­dern nur nach dem jeweils betrof­fe­nen Sach- und Rege­lungs­be­reich näher bestimm­bar ist. Der Gesetz­ge­ber unter­liegt ins­be­son­de­re dann einer stren­ge­ren Bin­dung, wenn die Dif­fe­ren­zie­rung an Per­sön­lich­keits­merk­ma­le anknüpft, die für den Ein­zel­nen nicht ver­füg­bar sind. Rele­vant für das Maß der Bin­dung ist zudem die Mög­lich­keit der Betrof­fe­nen, durch ihr Ver­hal­ten die Ver­wirk­li­chung der Dif­fe­ren­zie­rungs­kri­te­ri­en zu beein­flus­sen 28. Maß­ge­bend ist, ob für die vor­ge­se­he­ne Dif­fe­ren­zie­rung Grün­de von sol­cher Art und sol­chem Gewicht bestehen, dass sie die unglei­chen Rechts­fol­gen recht­fer­ti­gen kön­nen 29.
Aus­ge­hend von die­sen Grund­sät­zen ist bereits die Ver­gleich­bar­keit der Grup­pe der von der Fami­li­en­ver­si­che­rung aus­ge­schlos­se­nen und statt­des­sen gegen einen gerin­gen Bei­trag pflicht­ver­si­cher­ten Rent­ner mit einem Gesamt­ein­kom­men, dass regel­mä­ßig ein Sieb­tel der monat­li­chen Bezugs­grö­ße nicht über­steigt, – zu denen die Rent­ne­rin gehört – (einer­seits) mit der Grup­pe der fami­li­en­ver­si­cher­ten Per­so­nen, die noch kei­ne Ren­te bezie­hen und ein Gesamt­ein­kom­men in der genann­ten Höhe haben, (ande­rer­seits) frag­lich, denn es han­delt sich um zwei – wenn auch aus unter­schied­li­chen Grün­den – pri­vi­le­gier­te Grup­pen. Gin­ge man den­noch von einer Ver­gleich­bar­keit bei­der Grup­pen aus, ist nach den zu Art 3 Abs 1 GG dar­ge­stell­ten Grund­sät­zen ein über eine rei­ne Will­kür­kon­trol­le hin­aus­ge­hen­der Prü­fungs­maß­stab anzu­le­gen, weil die an den Ren­ten­be­zug anknüp­fen­de Dif­fe­ren­zie­rung per­so­nen­be­zo­gen ist 30. Jedoch muss auch in die­sem Kon­text der wei­te sozi­al­po­li­ti­sche Gestal­tungs­spiel­raum des Gesetz­ge­bers bei der Aus­ge­stal­tung der sozi­al­staat­li­chen Ord­nung berück­sich­tigt wer­den; sozi­al­po­li­ti­sche Ent­schei­dun­gen des Gesetz­ge­bers sind anzu­er­ken­nen, solan­ge sei­ne Erwä­gun­gen weder offen­sicht­lich fehl­sam noch mit der Wert­ord­nung des GG unver­ein­bar sind 31. Letzt­end­lich kann die Fra­ge der Ver­gleich­bar­keit dahin­ste­hen, denn jeden­falls ist die unter­schied­li­che Behand­lung bei­der Grup­pen sach­lich gerecht­fer­tigt, weil sie – falls über­haupt ein Nach­teil vor­liegt – allen­falls von gerin­ger Inten­si­tät ist (hier­zu aa), legi­ti­men Zwe­cken dient (hier­zu bb) und zu deren Errei­chung als geeig­net, erfor­der­lich und ange­mes­sen ange­se­hen wer­den durf­te (hier­zu cc).
Die unter­schied­li­che Behand­lung der genann­ten Grup­pen ist, obwohl die Rent­ne­rin die Belas­tung mit Bei­trä­gen zur GKV aus ihrer Ren­te als Nach­teil emp­fin­det, für die von ihr reprä­sen­tier­te Grup­pe der Rent­ner mit gerin­gem Ein­kom­men nicht aus­schließ­lich nach­tei­lig, auch wenn sich die Vor­tei­le – zumin­dest gegen­wär­tig – in der Per­son der Rent­ne­rin nicht ver­wirk­li­chen. Denn der Pflicht zur Ent­rich­tung von Bei­trä­gen aus der Ren­te, die zu einem wesent­li­chen Teil auch vom Trä­ger der Ren­ten­ver­si­che­rung getra­gen wer­den (§ 249a SGB V), ste­hen mit dem Sta­tus als pflicht­ver­si­cher­tes Mit­glied ver­bun­de­ne Vor­tei­le gegen­über, die über eine blo­ße Fami­li­en­ver­si­che­rung nicht in glei­cher Wei­se ver­mit­telt wer­den. Die­se Vor­tei­le hat das Bun­des­so­zi­al­ge­richt bereits zum Recht der RVO in dem vom LSG zitier­ten Urteil vom 23.02.1988 32 noch für die KVdR einer­seits und die Fami­li­en­hil­fe ande­rer­seits her­aus­ge­ar­bei­tet. Zwar hat sich die recht­li­che Stel­lung der Ange­hö­ri­gen eines Mit­glieds der GKV seit­her dadurch ver­bes­sert, dass sie als Fami­li­en­ver­si­cher­te nach § 10 SGB V einen eige­nen Leis­tungs­an­spruch gegen die Kran­ken­kas­se haben und die­sen auch selbst gel­tend machen kön­nen 33, gleich­wohl ver­mit­telt auch wei­ter­hin allein die eige­ne Mit­glied­schaft die Fami­li­en­ver­si­che­rung von Ange­hö­ri­gen, die nur mit dem Mit­glied, nicht aber mit des­sen Ehe­gat­ten oder Part­ner ver­wandt und von die­sem nicht über­wie­gend unter­hal­ten wer­den (§ 10 Abs 4 SGB V). Dar­über hin­aus kann die Fami­li­en­ver­si­che­rung durch Tod des Ehe­gat­ten bzw Part­ners oder durch Schei­dung enden. Zwar bestand in der Ver­gan­gen­heit in die­sem Fal­le ein befris­te­tes Bei­tritts­recht zur frei­wil­li­gen Ver­si­che­rung in der GKV (§ 9 Abs 1 S 1 Nr 2 SGB V), das zum 1.08.2013 durch eine Fort­set­zung der Ver­si­che­rung als frei­wil­li­ge Ver­si­che­rung von Geset­zes wegen (§ 188 Abs 4 SGB V idF durch Gesetz vom 15.07.2013) abge­löst wor­den ist, jedoch kön­nen die im Rah­men der frei­wil­li­gen Ver­si­che­rung zu leis­ten­den Bei­trä­ge auf­grund ande­rer Bemes­sungs­grund­la­gen 34 uU deut­lich höher aus­fal­len und so auf län­ge­re Sicht eine stär­ke­re wirt­schaft­li­che Belas­tung des Rent­ners ver­ur­sa­chen als die mit Ren­ten­an­trag­stel­lung ein­set­zen­de Ver­si­che­rungs­pflicht. Ob die Ver­si­che­rungs­pflicht wirt­schaft­lich be- oder ent­las­tend wirkt, hängt somit allein von den indi­vi­du­el­len Umstän­den ab.
Aber selbst wenn man die bei­trags­freie Fami­li­en­ver­si­che­rung von Nicht­ren­ten­be­zie­hern mit nied­ri­gem Gesamt­ein­kom­men als Pri­vi­le­gie­rung gegen­über der von der Rent­ne­rin reprä­sen­tier­ten Grup­pe ver­si­che­rungs- und bei­trags­pflich­ti­ger Rent­ner mit Ein­kom­men in glei­cher Höhe anse­hen woll­te, so dient die­se legi­ti­men Zwe­cken. Hin­ter der Pri­vi­le­gie­rung mit­ver­si­cher­ter Fami­li­en­an­ge­hö­ri­ger steht als recht­fer­ti­gen­der Grund, dass die Bei­trags­frei­heit Fami­li­en­ver­si­cher­ter eine von Ver­fas­sungs wegen nicht zu bean­stan­den­de 35 Fol­ge des Fami­li­en­las­ten­aus­gleichs in der GKV ist 36, der ins­be­son­de­re in der Pha­se der Kin­der­er­zie­hung von Bedeu­tung ist. Dem­ge­gen­über ent­spricht die Ver­si­che­rungs­pflicht von Rent­nern in der GKV einem seit dem Gesetz über die KVdR vom 12.06.1956 37 andau­ern­den Bemü­hen des Gesetz­ge­bers, Rent­nern in wie­der­holt wech­seln­den Aus­for­mun­gen 38 eine bezahl­ba­re Mög­lich­keit des Kran­ken­ver­si­che­rungs­schut­zes im Alter zu gewähr­leis­ten 39. In die­sem Kon­text dient die Bei­trags­pflicht dazu, Rent­ner zur Sta­bi­li­sie­rung der Finanz­grund­la­gen sowohl der Ren­ten- als auch der Kran­ken­ver­si­che­rung an den Kos­ten ihrer Kran­ken­ver­si­che­rung zu betei­li­gen 40.
Die Ein­be­zie­hung auch von Rent­nern mit gerin­gem Gesamt­ein­kom­men in die Ver­si­che­rungs- und Bei­trags­pflicht in der GKV kann auch als für die Errei­chung die­ser Zie­le geeig­net, erfor­der­lich und ange­mes­sen ange­se­hen wer­den. Einen Fami­li­en­las­ten­aus­gleich in Form der bei­trags­frei­en Fami­li­en­ver­si­che­rung durf­te der Gesetz­ge­ber in typi­sie­ren­der Betrach­tung bei Rent­nern, die über­wie­gend nicht mehr aus fami­liä­ren Grün­den an der Erzie­lung eige­nen Ein­kom­mens gehin­dert sind, als nicht mehr im sel­ben Maße erfor­der­lich anse­hen, wie bei Per­so­nen vor Beginn des Ren­ten­al­ters. Die Bei­trags­pflicht von Klein­rent­nern belas­tet die­se auch nicht über­mä­ßig, denn die Bei­trä­ge wer­den – anders als zB bei frei­wil­lig ver­si­cher­ten Rent­nern (§ 240 Abs 4 S 1 SGB V) – nicht nach einer Min­dest­be­mes­sungs­grund­la­ge bemes­sen, son­dern ori­en­tie­ren sich am Zahl­be­trag der Ren­te (§ 237 S 1 Nr 1 SGB V) und wer­den zu einem wesent­li­chen Teil vom Ren­ten­ver­si­che­rungs­trä­ger und nicht aus­schließ­lich vom Rent­ner selbst getra­gen (§ 249a SGB V). So hat­te auch die Rent­ne­rin aus ihrer Ren­te von anfäng­lich 281,76 Euro mtl für einen voll­wer­ti­gen Ver­si­che­rungs­schutz in der GKV ledig­lich Bei­trä­ge in Höhe von 14,37 Euro mtl zu tra­gen.
Das Bun­des­so­zi­al­ge­richt ist auch nicht davon über­zeugt, dass die sie pri­vi­le­gie­ren­de Ver­si­che­rungs­pflicht der Rent­ne­rin als Rent­ne­rin wegen der hier­mit ver­bun­de­nen Ver­pflich­tung, aus der Ren­te Bei­trä­ge zu tra­gen, im Ver­gleich zur eben­falls pri­vi­le­gier­ten Grup­pe der fami­li­en­ver­si­cher­ten Rent­ner, die wegen nicht erfüll­ter Vor­ver­si­che­rungs­zei­ten kei­nen Zugang zur Pflicht­ver­si­che­rung haben, – die Ver­gleich­bar­keit bei­der Grup­pen wie­der­um vor­aus­ge­setzt – gegen den all­ge­mei­nen Gleich­heits­satz ver­stößt.
Zwar kön­nen die Rent­ner der zwei­ten Grup­pe, wenn sie ein Gesamt­ein­kom­men unter­halb eines Sieb­tels der monat­li­chen Bezugs­grö­ße haben, bei­trags­frei Kran­ken­ver­si­che­rungs­schutz im Wege der Fami­li­en­ver­si­che­rung nach § 10 SGB V erhal­ten. Jedoch tref­fen die­se Grup­pe die mit dem Aus­schluss von der Pflicht­ver­si­che­rung ver­bun­de­nen, vor­ste­hend dar­ge­stell­ten Nach­tei­le, ins­be­son­de­re die Ver­pflich­tung zur Ent­rich­tung von Bei­trä­gen nach der Min­dest­be­mes­sungs­grund­la­ge nach Ende der Fami­li­en­ver­si­che­rung durch Schei­dung oder Tod des Ehe­gat­ten bzw Part­ners. Hier­durch kann sich der schein­ba­re Vor­teil vor­über­ge­hen­der Bei­trags­frei­heit – je nach den indi­vi­du­el­len Umstän­den – in einen wirt­schaft­li­chen Nach­teil wan­deln, zumal seit dem 1.04.2009 für jeder­mann im Inland die Pflicht besteht, sich gegen das Risi­ko von Krank­heit – je nach Sys­tem­zu­ord­nung – in der GKV (§ 5 Abs 1 Nr 13 SGB V) oder Pri­va­ten Kran­ken­ver­si­che­rung (§ 193 VVG) zu ver­si­chern. Eine Wahl­frei­heit bzgl der Ver­si­che­rungs­pflicht je nach pro­gnos­ti­scher indi­vi­du­el­ler Güns­tig­keit ver­trägt sich mit dem Sys­tem der soli­da­risch finan­zier­ten GKV nicht.
Aber selbst wenn man trotz der vor­ste­hend dar­ge­leg­ten Umstän­de eine Pri­vi­le­gie­rung der nicht pflicht, son­dern ledig­lich fami­li­en­ver­si­cher­ten Rent­ner gegen­über der von der Rent­ne­rin reprä­sen­tier­ten Grup­pe der pflicht­ver­si­cher­ten Rent­ner anneh­men woll­te, wäre dies als eine nur rela­tiv klei­ne Grup­pe betref­fen­de Neben­fol­ge des Aus­schlus­ses von Per­so­nen, die die Neun-Zehn­tel-Bele­gung nicht erfül­len; vom Zugang zur Pflicht­ver­si­che­rung als Rent­ner in der GKV hin­zu­neh­men. Der Aus­schluss die­ser Per­so­nen von der Pflicht­ver­si­che­rung in der GKV knüpft über die Dau­er der Ver­si­che­rung in der GKV wäh­rend der Erwerbs­pha­se in ver­fas­sungs­recht­lich nicht zu bean­stan­den­der Wei­se typi­sie­rend an ein ver­mu­te­tes gerin­ge­res Schutz­be­dürf­nis wäh­rend des Ren­ten­be­zugs und eine gerin­ge­re Vor­leis­tung im Sin­ne des Mit­tra­gens der Rent­ner­kran­ken­ver­si­che­rung im Rah­men der soli­da­ri­schen Umver­tei­lung inner­halb der GKV an 41. Die Ziel­set­zung der Ein­füh­rung von Vor­ver­si­che­rungs­zei­ten als Vor­aus­set­zung für die KVdR bestand vor allem dar­in, den stän­dig stei­gen­den Aus­ga­ben im Bereich der GKV zu begeg­nen 42 und ging von dem Grund­satz aus, dass nur Per­so­nen, die eine ange­mes­se­ne Zeit in der GKV ver­si­chert und damit am Soli­dar­aus­gleich für die KVdR aus­rei­chend betei­ligt waren, in die­ser ver­si­chert wer­den soll­ten 43. Der hier­durch beding­te Aus­schluss von Rent­nern, die die erfor­der­li­chen Vor­ver­si­che­rungs­zei­ten nicht erfül­len, ist von Ver­fas­sungs wegen nicht zu bean­stan­den 44. Dass es hier­bei zu Ver­wer­fun­gen dadurch kommt, dass ein­zel­ne aus­ge­schlos­se­ne Per­so­nen über die Fami­li­en­ver­si­che­rung sogar eine bei­trags­freie Absi­che­rung gegen Krank­heits­ri­si­ken erhal­ten, und so vor­über­ge­hend bes­ser gestellt sind als die von der Rent­ne­rin reprä­sen­tier­te Grup­pe, ist hin­zu­neh­men, weil die Bei­trags­pflicht von ver­si­che­rungs­pflich­ti­gen Klein­rent­nern die­se – wie oben dar­ge­legt – nicht über­mä­ßig belas­tet.
Dar­über hin­aus wür­de, wor­auf schon im Urteil des Bun­des­so­zi­al­ge­richts vom 23.02.1988 45 hin­ge­wie­sen wur­de, die Besei­ti­gung der von der Rent­ne­rin gel­tend gemach­ten Ungleich­be­hand­lung durch die von ihr gewünsch­te Ein­be­zie­hung auch von Rent­nern mit einem Gesamt­ein­kom­men von weni­ger als einem Sieb­tel der monat­li­chen Bezugs­grö­ße in die Fami­li­en­ver­si­che­rung zu ande­ren Ungleich­hei­ten füh­ren. Der Fami­li­en­ver­si­che­rung auch von ver­si­che­rungs­pflich­ti­gen Rent­nern müss­te die Ein­be­zie­hung wei­te­rer Grup­pen von Ver­si­che­rungs­pflich­ti­gen fol­gen, was den de lege lata gel­ten­den Grund­satz des Vor­rangs eige­ner Ver­si­che­rungs­pflicht vor der Fami­li­en­ver­si­che­rung in sein Gegen­teil ver­keh­ren wür­de. Da sich die Ver­si­che­rungs­pflicht bestimm­ter Per­so­nen­grup­pen regel­mä­ßig auf ein vom Gesetz­ge­ber in typi­sie­ren­der Betrach­tung erkann­tes beson­de­res Schutz­be­dürf­nis grün­det, bestün­de in die­sem Fal­le aber das Risi­ko sozi­al­po­li­tisch uner­wünsch­ter Lücken im Kran­ken­ver­si­che­rungs­schutz inner­halb der GKV. Zudem wären erheb­li­che Bei­trags­aus­fäl­le zu befürch­ten. Aber selbst wenn man dies in Kauf neh­men woll­te, wäre – wor­auf eben­falls bereits im Urteil vom 23.02.1988 hin­ge­wie­sen wur­de – immer noch zu fra­gen, war­um bei einem Ehe­paar, das zwei Ren­ten bezieht, die eine bei­trags­frei blei­ben soll, wäh­rend bei einem ande­ren Ehe­paar mit gleich hohem Fami­li­en­ein­kom­men, das aus nur einer Ren­te besteht, die­se voll bei­trags­pflich­tig ist. Ungleich­hei­ten lie­ßen sich auch nicht ohne Wei­te­res dadurch besei­ti­gen, dass die Fami­li­en­ver­si­che­rung nicht erst beim Bestehen einer eige­nen Ver­si­che­rung aus­ge­schlos­sen ist, son­dern schon dann, wenn ein eige­nes Bei­tritts­recht zur frei­wil­li­gen Ver­si­che­rung in der GKV besteht oder bestan­den hat. So gibt es auch wei­ter­hin sach­li­che Grün­de dafür, Kran­ken­ver­si­che­rungs­schutz in der Fami­li­en­ver­si­che­rung nicht gleich­sam als Sank­ti­on des­we­gen zu ver­sa­gen, weil frü­her Bei­tritts­rech­te unge­nutzt geblie­ben sind. Ob das der Fall war, lie­ße sich zum einen nicht immer leicht fest­stel­len. Zum ande­ren ist nicht aus­zu­schlie­ßen, dass in der dama­li­gen Situa­ti­on auch objek­tiv betrach­tet die frei­wil­li­ge Ver­si­che­rung zum Erhalt einer unge­wis­sen Aus­sicht auf die Pflicht­ver­si­che­rung als Rent­ner nicht sinn­voll gewe­sen wäre.
Nach all­dem kommt eine Vor­la­ge an das BVerfG nicht in Betracht. Dass das Bun­des­so­zi­al­ge­richt die vor­lie­gen­de Rege­lung wegen der mög­li­chen Benach­tei­li­gung pflicht­ver­si­cher­ter Rent­ner als ins­ge­samt sozi­al­po­li­tisch unbe­frie­di­gend ansieht, hat es bereits im Urteil vom 23.02.1988 zum Aus­druck gebracht.
Bun­des­so­zi­al­ge­richt Urteil vom 4. Sep­tem­ber 2013 – B 12 KR 13/​11 R
Hin­wei­sen auf Fol­ter­ge­fahr in Abschie­bungs­fäl­len – und die… Die Gerich­te ver­let­zen das in Art.19 Abs. 4 Satz 1 GG gewähr­leis­te­te Grund­recht auf effek­ti­ven Rechts­schutz, wenn sie trotz gewich­ti­ger Anhalts­punk­te nicht auf­klä­ren, ob einem…
Die kos­ten­lo­se Zweit­bril­le Die Wer­bung für eine Bril­le mit dem her­vor­ge­ho­be­nen Hin­weis auf die kos­ten­lo­se Abga­be einer Zweit­bril­le kann gegen das Heil­mit­tel­wer­be­recht ver­sto­ßen. In dem jetzt vom Bun­des­ge­richts­hof…
idF durch Art 5 Nr 4 des Geset­zes vom 24.12.2003, BGBl I 2954[↩]
BGBl I 378; hier­zu 3.[↩]
BVerfGE 102, 68, SozR 3 – 2500 § 5 Nr 42[↩][↩]
BGBl I 2266[↩][↩]
BVerfGE 102, 68, SozR 3 – 2500 § 5 Nr 42 S 179 ff[↩]
BSGE 103, 235, SozR 4 – 2500 § 5 Nr 8, RdNr 12; BSGE 105, 219, SozR 4 – 2500 § 5 Nr 11, RdNr 15; vgl auch BSGE 111, 132, SozR 4 – 1300 § 48 Nr 24, RdNr 17[↩]
BVerfGE 102, 68, SozR 3 – 2500 § 5 Nr 42; zum genau­en Wort­laut des Tenors s auch BGBl I 1300[↩]
vom 26.06.1996 – 12 RK 41/​94, 12 RK 7/​95, 12 RK 36/​95, 12 RK 69/​94, 12 RK 78/​94; Beschluss vom 17.07.1997 – 12 RK 36/​96[↩]
Beth­ge in Maun­z/­Schmidt-Bleib­treu/Klein/­Be­th­ge, Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts­ge­setz, 1965 ff, § 31 RdNr 247; Heusch in Umbach/​Clemens/​Dollinger, Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts­ge­setz, 2. Aufl 2005, § 31 RdNr 77[↩]
vgl Lenz/​Hansel, Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts­ge­setz, 2013, § 31 RdNr 39[↩]
vgl zur Pro­ble­ma­tik all­ge­mein Beth­ge in Maun­z/­Schmidt-Bleib­treu/Klein/­Be­th­ge, aaO, § 31 RdNr 247; vgl auch ders, eben­da, § 35 RdNr 45 f[↩]
BVerfGE 102, 68, SozR 3 – 2500 § 5 Nr 42, BGBl I 1300[↩][↩][↩]
vom 26.03.2007, BGBl I 378[↩]
vom 23.03.2002, BGBl I 1169[↩]
BT-Drs. 14/​8099[↩]
BVerfGE 102, 68, 92[↩]
BT-Drs. 14/​8099, zB S 1 und 3[↩]
BT-Drs. 14/​8099, zB S 1[↩]
BT-Drs. 14/​8099, zB S 3[↩]
vgl BGBl I 1300[↩]
BSG Beschlüs­se vom 26.06.1996 – 12 RK 7/​95, 12 RK 69/​94, 12 RK 78/​94; BSG Beschluss vom 17.07.1997 – 12 RK 36/​96; vgl auch BSG SozR 3 – 2500 § 5 Nr 44; zur Wir­kung auch gegen­über Ren­ten­an­trag­stel­lern der auf die vor dem BVerfG strei­ti­gen Antrags­jah­re fol­gen­den Jah­re vgl BSG SozR 4 – 2500 § 5 Nr 3 RdNr 5[↩]
zB BSGE 96, 297, SozR 4 – 5671 § 6 Nr 2, RdNr 19; BSG SozR 4 – 3250 § 69 Nr 9 RdNr 28; BSG SozR 4 – 3851 § 60 Nr 4, jeweils mwN[↩]
stRspr, vgl BVerfGE 38, 61, 83; 105, 17, 40[↩]
BVerfGE 128, 90, 107, SozR 4 – 1100 Art 14 Nr 23 RdNr 49[↩]
vgl BVerfG SozR 4 – 2500 § 248 Nr 4 RdNr 10 zum beam­ten- bzw sol­da­ten­recht­li­chen Ruhe­ge­halt[↩]
BVerfGE 69, 272, 307 f, SozR 2200 § 165 Nr 81 S 131 f; vgl auch BSGE 54, 293, 295 ff, SozR 2200 § 165 Nr 69 S 98 ff[↩]
stRspr des BVerfG, vgl zB BVerfGE 129, 49, 68 f mwN und BVerfGE 113, 167, 214 f, SozR 4 – 2500 § 266 Nr 8 RdNr 83[↩]
vgl zB BVerfGE 82, 126, 146; 88, 87, 97[↩]
vgl auch BVerfGE 102, 68, 87, SozR 3 – 2500 § 5 Nr 42 S 184[↩]
vgl BVerfGE 113, 167, 215, SozR 4 – 2500 § 266 Nr 8 RdNr 84 ff mwN[↩]
BSGE 63, 51, SozR 2200 § 165 Nr 93[↩]
vgl zB BSG SozR 3 – 2500 § 10 Nr 16[↩]
vgl einer­seits § 237 SGB V und ande­rer­seits § 240 SGB V[↩]
vgl BVerfGE 107, 205, 213, SozR 4 – 2500 § 10 Nr 1 RdNr 29[↩]
BSGE 99, 19, SozR 4 – 2500 § 241a Nr 1, RdNr 40[↩]
BGBl I 500[↩]
vgl den Über­blick bei Peters in Kas­se­ler Komm Sozi­al­ver­si­che­rungs­recht, § 5 SGB V RdNr 117 ff, Stand Ein­zel­kom­men­tie­rung Juli 2010[↩]
vgl BVerfG SozR 2200 § 165 Nr 81 S 134[↩]
vgl hier­zu Gesetz­ent­wurf der Bun­des­re­gie­rung zum 21. Ren­ten­an­pas­sungs­ge­setz, BT-Drs. 8/​1734 S 27[↩]
vgl BVerfGE 102, 68, 89 ff, SozR 3 – 2500 § 5 Nr 42 S 186 f[↩]
vgl Gesetz­ent­wurf der Bun­des­re­gie­rung zum Kran­ken­ver­si­che­rungs-Kos­ten­dämp­fungs­ge­setz (KVKG), BT-Drs. 8/​166, S 22[↩]
vgl Ent­wurf zum KVKG, aaO, S 24, zu Art 1 § 1 Nr 1[↩]
zur Fra­ge der Ver­ein­bar­keit der frü­he­ren Halb­be­le­gung mit dem GG BVerfGE 72, 84, 89, SozR 2200 § 165 Nr 87 S 146; vgl auch BVerfGE 69, 272, SozR 2200 § 165 Nr 81[↩]
BSGE 63, 51, 57, SozR 2200 § 165 Nr 93 S 159 f[↩]
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