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Timestamp: 2018-06-19 13:59:10
Document Index: 38805148

Matched Legal Cases: ['BGH', '§28', '§34', '§ 28', '§794', '§34']

Schufa Score - Alle wichtigen Infos im Ratgeber | Maxda.de
Der SCHUFA Score
Was genau ist der Schufa Score? Alle Antworten erhalten Sie in diesem Ratgeber.
SCHUFA Score – das Fundament der Kreditvergabe in Deutschland?
Die SCHUFA oder, so der volle Name der Organisation, die SCHUFA Holding AG ist eine Wirtschaftsauskunftei, bei der Unternehmen bestimmte Daten von Verbrauchern abfragen können. Diese Daten erlauben den Firmen, kurz gesagt, eine Einschätzung darüber, wie es um die Bonität des jeweiligen Kunden bestellt ist. Das ist zum einen wichtig für Banken, die auf dieser Grundlage Entscheidungen über die Vergabe von Krediten treffen können. Zum anderen profitieren aber auch Händler, Mobilfunkanbieter oder andere Unternehmen, bei denen Kunden eine Dienstleistung oder ein Produkt erwerben und erst später dafür bezahlen.
Der Begriff SCHUFA ist die Abkürzung des Vereins, aus dem die heutige Holding hervorgegangen ist. Dieser wurde schon im Jahr 1927 gegründet, die "Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung" war bereits damals für die Beurteilung der Bonität von privaten Verbrauchern zuständig. Bis zum Jahr 2000 gab es in ganz Deutschland eine Reihe von regionalen Gesellschaften, die dann jedoch unter dem Dach der neuen Holding zusammengefasst wurden. Die Anteile an der Holding, die unter der Rechtsform der Aktiengesellschaft strukturiert wurde, halten vor allem Banken, die ihre Geschäftstätigkeit in Deutschland ausüben. Insgesamt hat die SCHUFA heute etwa 850 Mitarbeiter und macht einen Umsatz von mehr als 150 Millionen Euro jährlich. Im Jahr 2009 konnte das Unternehmen einen Gewinn von 1,9 Millionen Euro verzeichnen.
SCHUFA Score – das Fundament der Kreditvergabe in Deutschland
Ermittlung des Scores besonders wichtig
Basis der Berechnung und Funktionen des SCHUFA-Score
Welche Funktionen erfüllt der SCHUFA Score?
Merkmale als positive und negative Eigenschaften
Wie lange speichert die SCHUFA negative Einträge?
Gibt es die Möglichkeit einer vorzeitigen Löschung von Negativmerkmalen?
Viele Banken als Vertragspartner
Kredit aus dem Ausland zum Umgehen der SCHUFA-Anfrage
Kredit aus dem Ausland ohne SCHUFA-Eintrag
Häufige Fragen zum SCHUFA Score
Der eigene SCHUFA-Score als wirtschaftlicher Begleiter
Für den größten Teil der Vertragspartner der SCHUFA ist die Ermittlung des so genannten SCHUFA Scores besonders bedeutend. Für jeden Verbraucher, über den es bei der SCHUFA eine Auskunft gibt, werden darin eine Reihe von verschiedenen Einträgen zusammengefasst. Einige Beispiele dafür sind etwa die aktuelle Adresse und häufige Umzüge, darüber hinaus aber auch die Anzahl der Bankkonten und natürlich Daten zur finanziellen Vorgeschichte des Betroffenen. Daten über Darlehen, die fristgerecht zurückgezahlt wurden oder werden finden sich in der Akte ebenso wie Daten zu Krediten, bei denen es zu einem Verzug bei den monatlichen Raten oder sogar zu einem kompletten Zahlungsausfall gekommen ist.
Auf der Grundlage dieser verschiedenen Einträge (außer Adressdaten) wird dann der persönliche Score-Wert (Scorewert) des jeweiligen Verbrauchers ermittelt. Auf einer Skala zwischen 1 und 100 wird damit angegeben, wie wahrscheinlich es ist, dass die betroffene Person zum Beispiel einen Kredit fristgerecht zurückzahlen kann. Allgemein ist die Ausfallwahrscheinlichkeit dabei umso höher, je niedriger der jeweilige SCHUFA Branchenscore ausfällt. Allerdings ist dabei zu beachten, dass dieser Wert nicht immer gleich ist. Vielmehr berechnet er sich unter anderem anhand des jeweiligen Zwecks, so dass ein Mobilfunkanbieter zur gleichen Person einen anderen Wert erhalten kann als der Betreiber eines Onlineshops.
Mehr über den eigenen Score erfahren
Im Rahmen einer Selbstauskunft ist es auch für Verbraucher möglich, ihren eigenen SCHUFA Score zu erfahren. Insgesamt sind laut der Angaben des Unternehmens Daten über mehr als 67,5 Millionen in Deutschland lebende Personen bei der SCHUFA gespeichert. Trotz dieser großen Zahl ist der Anteil der Verbraucher, die eine Selbstauskunft beantragen, relativ gering; nur rund 1,5 Millionen Anfragen dieser Art werden von der SCHUFA pro Jahr bearbeitet.
Laut Bundesdatenschutzgesetz ist jeder Verbraucher nicht nur zur Eigenauskunft, sondern auch zur Berichtigung fehlerhafter Daten berechtigt. Die Selbstauskunft muss bei der SCHUFA schriftlich oder im Internet beantragt werden und kann einmal pro Jahr kostenfrei erfolgen. Der persönliche SCHUFA Basisscore wird als Prozentwert angegeben und insgesamt viermal jährlich aktualisiert.
In jedem Fall liegt der Wert zwischen Null und 100 Prozent, höhere Zahlen zeigen dabei eine bessere Bonität. Die genaue Grundlage für die Berechnung dieses Werts ist jedoch nicht bekannt, da sie von der SCHUFA geheim gehalten wird. Die SCHUFA darf ihr Scoring allerdings laut einer BGH-Entscheidung aus dem Jahr 2014 als Geschäftsgeheimnis schützen, hat nach eigenen Angaben aber den Datenschutzbehörden bereits 2010 entsprechende Einsicht gewährt.
Der SCHUFA-Score ist ein Scoring-Wert, mit dessen Hilfe die Bonität eines Kreditantragstellers auf einfache Weise ermittelt und dem Kreditgeber mitgeteilt wird. Der Wert setzt sich zusammen aus einer Anzahl verschiedener Einzeldaten und wird seitens der SCHUFA kontinuierlich und für viele Personen ermittelt. Ihre Arbeit ist in den Paragraphen §§28,34 BDSG (Bundesdatenschutzgesetz) ausdrücklich geregelt.
Dieses Gesetz räumt dem privaten Verbraucher auch ausdrücklich ein Zugriffsrecht auf die von der SCHUFA erfassten Daten ein. Diese kann der Verbraucher auch in einer kostenlosen Datenübersicht nach §34 Bundesdatenschutzgesetz einsehen. Darüber hinaus bietet die SCHUFA gegen Bezahlung zudem noch weitere Informationsprodukte sowie Online-Zugänge zum eigenen Bonitätscheck an, so dass Daten tagesaktuell abgefragt werden können.
Ein SCHUFA-Vertragspartner muss zwar zur Bonitätsermittlung keinen SCHUFA-Wert abfragen, allerdings bevorzugen viele Kreditgeber diesen Wert, da er einen Abgleich mit den internen Risikoabschätzungen ermöglicht und so die Sicherheit des Kredits zusätzlich erhöht. Bei Vertragsabschluss muss aber der Kunde ausdrücklich auf die Abfrage hingewiesen werden, eine Verweigerung kann auch ein Grund zur Ablehnung des Kreditantrages sein.
In einem Scoring-Verfahren, hier in einem Kreditscoring-Verfahren, werden verschiedene Faktoren ausgewertet, die sich auf die Rückzahlungswahrscheinlichkeit für das Darlehen auswirken. Es geht also darum, Unternehmen wie Banken oder Mobilfunkanbietern eine Einschätzung zu ermöglichen, ob ein potenzieller Kunde seine Verbindlichkeiten zurückzahlt oder nicht. Wie der SCHUFA-Basisscore und andere Branchenscores genau berechnet werden, hat die SCHUFA verständlicherweise nicht veröffentlicht. Hierbei geht um den Schutz des eigenen Geschäftsmodells. Trotzdem lassen sich einige Aspekte festhalten:
Wahrscheinlichkeitsrechnung: Beim SCHUFA Score geht es darum, die Rückzahlungswahrscheinlichkeit für einen Kredit (von einer Bank, aus einem Ratenkauf oder auch einem Mobilfunkvertrag) statistisch zu berechnen.
Score als Prozentwert: Der SCHUFA Score ist letztlich ein Punkt- und Prozentwert, der die Wahrscheinlichkeit angibt, mit der Sie als Kreditnehmer Ihren Kredit zurückzahlen. Je höher dieser Wert, desto wahrscheinlicher können Sie das Darlehen bedienen. Ein Wert von 100% wäre damit quasi eine Garantie für eine Rückzahlung, während Werte von 50-60% für Banken bereits ein sehr großes Risiko darstellen.
Merkmale: Die SCHUFA zieht verschiedene Faktoren heran, um Ihren Score auszugestalten. Dazu gehören positive Merkmale wie zurückgezahlte Darlehen oder laufende Mobilfunkverträge und Kreditkarten (wenn nicht zu viele) sowie natürlich auch negative Merkmale. Dazu gehören zum Beispiel von der Bank gekündigte Kredite, eidesstattliche Versicherungen oder auch Privatinsolvenzen.
Hinweis: Auch wenn es immer wieder Gerüchte darüber gibt, dass das Wohnviertel die eigene Bonität positiv oder negativ beeinflussen kann, erklärt die SCHUFA, dass sie in über 99,7% kein Geoscoring nutzt. So können Sie als Verbraucher davon ausgehen, dass Ihr SCHUFA Score im Regelfall nicht durch Ihren genauen Wohnort beeinflusst wird. Ferner zieht die SCHUFA keine Daten aus sozialen Netzwerken oder sonstige Personenmerkmale bei der Bonitätsbewertung heran.
Bei einem SCHUFA-Score ist zu unterscheiden zwischen einem SCHUFA-Basisscore und einem SCHUFA-Branchenscore. Ersterer ist eher eine allgemeine Abschätzung und wird Ihnen auch bei der Abfrage Ihrer eigenen Daten zur Verfügung gestellt. Die Branchen-Scores sind hingegen eine Dienstleistung für die Partnerunternehmen, die auf Basis dieser Informationen ihre Kunden noch zielgenauer einschätzen können.
Bei Ihnen als Verbraucher genießt die Bonitätseinschätzung und das Scoring eventuell nicht den besten Ruf. Sehen die Daten eher mäßig aus, kann es passieren, dass Sie keinen herkömmlichen Kredit erhalten oder ihnen ein Handyvertrag verwehrt wird. Trotzdem erfüllt der SCHUFA Score einige wichtige Funktionen:
1. Schutz der Verbraucher
Sollten Sie als Verbraucher bereits ein Schuldenproblem haben, kann eine weitere Verschuldung Ihre Situation verschärfen. Da dies für keinen der Beteiligten hilfreich ist, ist ein Bonitätsscore also durchaus auch für Sie als Kunde hilfreich.
2. Schutz der Unternehmen
Wenn jemand ein Darlehen bei einer Bank abschließen möchte, steht diese vor einem Problem: Sie kennt den potenziellen Kunden noch nicht. Das Verleihen von Geld stellt jedoch immer ein gewisses Risiko dar. Schließlich kann es passieren, dass der Kreditnehmer seine Verbindlichkeiten nicht begleicht. Die Bank bliebe somit auf dem Verlust sitzen. Durch den Score kann die Bank die potenziellen Verluste jedoch eingrenzen, da sich die Kreditwürdigkeit durch den Schufa Score besser einschätzen lässt.
Grundsätzlich lässt sich also festhalten, dass der SCHUFA Score und auch die Scoring-Systeme anderer Wirtschaftsauskunfteien vertrauensstiftend sind. Da die Banken so nicht mehr im Dunkeln tappen, wird eine verlässliche Kreditvergabe erst möglich.
Tipp: Jeder Mensch und auch jedes Unternehmen kann Fehler machen. Aus diesem Grund sollten Sie vor einer wichtigen Kreditaufnahme Ihren SCHUFA Score und auch Ihre SCHUFA-Auskunft mit eventuellen negativen Einträgen genau checken. Mitunter sind dort fehlerhafte Einträge, die Ihnen Probleme bei der Kreditaufnahme bereiten können und darüber hinaus Ihre Konditionen verschlechtern. Wenn Sie jedoch auf einer Korrektur bestehen und den Sachverhalt aufklären können, werden fehlerhafte Einträge relativ zügig gelöscht.
Die Daten, die die SCHUFA zu jedem Verbraucher speichert, werden nur teilweise von dem Unternehmen selbst ermittelt. Ein wichtiger Teil sind Angaben, die in amtlichen Bekanntmachungen oder öffentlichen Verzeichnissen erscheinen. Dazu zählen etwa von einem Gericht angeordnete Zwangsvollstreckungen oder eidesstattliche Versicherungen eines Verbrauchers. Darüber hinaus stammt ein großer Teil der Daten von Kreditinstituten oder anderen Partnerunternehmen der SCHUFA.
In diesen Fällen müssen die Kunden sich allerdings zuvor damit einverstanden erklären, dass Details zu ihrer persönlichen Geschäftsbeziehung übermittelt werden. Sobald der Kunde sein Einverständnis erklärt hat, kann die SCHUFA die entsprechenden Daten aufnehmen und speichern. Bei positiv verlaufenden Geschäftsbeziehungen, zum Beispiel rechtzeitig zurückgezahlten Darlehen, erfolgt ein positiver Vermerk. Andernfalls ist hingegen auch der Eintrag eines Negativmerkmals möglich. Fällige, angemahnte und nicht bestrittene Forderungen, Mahnbescheide oder gekündigte Kredite können den SCHUFA Score also nach unten ziehen. Die folgenden Merkmale speichert die SCHUFA laut eigener Aussage:
Positive (neutrale) Merkmale Negativmerkmale
Vertragsgemäßes Verhalten in:
Mobilfunkverträgen mit Laufzeit
Zahlungsausfälle (fällige, angemahnte und nicht bestrittene Forderungen)
gekündigte Kredite wegen Zahlungsausfall (Kredite, Kreditkarten, Mobilfunkverträge)
Informationen aus öffentlichen Schuldnerverzeichnissen (eidesstattliche Versicherungen, Verweigerung der Vermögensauskunft)
Wenn Sie einen negativen SCHUFA-Eintrag aufweisen, ist es für Sie natürlich von besonderem Interesse, wann dieser wieder gelöscht wird. Die SCHUFA hat diesbezüglich klare Löschfristen:
Eintrag Löschfrist
Anfragen (Kredite, Adressdaten, Mobilfunkverträge, sonstige Verträge) 12 Monate taggenau (Weitergabe an Vertragspartner: nur 10 Tage)
Kredite 3 Jahre taggenau nach dem Jahr der Rückzahlung
Informationen über fällige Forderungen Nach Ablauf des 3. Kalenderjahres (wenn erledigt)
Nach Ablauf des vierten Kalenderjahres (wenn unerledigt)
Laufende Vertragsbeziehungen (Handyverträge, Girokonten) Nach Auflösung des Kontos
Kreditkartenkonten 3 Jahre taggenau nach Ende der Geschäftsbeziehung
Versandhauskonten Nach Zahlung der Forderung
Daten aus öffentlichen Schuldnerverzeichnissen 3 taggenau (vorzeitige Löschung möglich, wenn eine Löschung durch das Vollstreckungsgericht nachgewiesen wird)
Eröffnung eines Insolvenzverfahrens Maximal 6 volle Kalenderjahre (spätestens 3 voll Kalenderjahre nach Aufhebung oder Einstellung des Verfahrens)
Ankündigung der Restschuldbefreiung Bis zur Entscheidung über die Erteilung oder Versagung (maximal jedoch 10 Jahre taggenau)
Erteilung einer Restschuldbefreiung Nach 3 vollen Kalenderjahren
Abweisung einer Privatinsolvenz mangels Masse 3 Jahre taggenau
Versagung der Restschuldbefreiung 3 Jahre taggenau
Die SCHUFA bietet in Einzelfällen tatsächlich die Möglichkeit, bestimmte Negativmerkmale vorzeitig löschen zu lassen. In diesem Zusammenhang existieren vor allem zwei Sonderfälle:
1. Daten aus öffentlichen Schuldnerverzeichnissen
Wenn Sie als Schuldner der SCHUFA eine Löschung von Eintragungen in öffentlichen Schuldnerverzeichnissen durch die zuständigen Gerichte nachweisen können, nimmt diese eine vorzeitige Löschung vor.
2. Niedrige Forderungen
Unter bestimmten Voraussetzungen ist es auch möglich, bestimmte Forderungen aus der SCHUFA-Auskunft zu löschen. Dafür müssen allerdings diese Bedingungen erfüllt sein:
Erstmalige Meldung der Forderung an die SCHUFA nach dem 01.07.2012
Maximaler Forderungsbetrag von 2.000 Euro
Die Forderung wurde innerhalb von 6 Wochen beglichen und der SCHUFA vom Gläubiger als erledigt mitgeteilt
Die Forderung ist nicht tituliert (kein Vollstreckungsbescheid)
In diesen Fällen löscht die SCHUFA das Negativmerkmal vorzeitig und behält es nicht als „erledigt“ für 3 Jahre in Ihrer Bonitätsauskunft.
Die Vertragspartner der SCHUFA lassen sich in drei unterschiedliche Kategorien einteilen. Je nach Kundengruppe werden dabei unterschiedliche Auskünfte erteilt:
A-Vertragspartner (Banken, Leasinggesellschaften und Kreditkartenunternehmen): Positiv- und Negativmerkmale
B-Vertragspartner (Telekommunikationsanbieter, Handels- und Versandhandelsunternehmen sowie andere Unternehmen, die ihren Kunden Leistungen auf Kredit anbieten): Negativmerkmale; bestimmten Kunden bietet die SCHUFA darüber hinaus Dienstleistungen im Bereich Risikosteuerung und Kundenbetreuung;
F-Vertragspartner (Inkassounternehmen): Adressdaten.
Vor allem bei Kreditinstituten, die grundsätzlich als A-Vertragspartner gelten, hat die SCHUFA einen enorm hohen Marktanteil. Bei Sparkassen und Genossenschaftsbanken liegt dieser zwischen 85 und 90 Prozent, bei Privatbanken sogar bei fast 100 Prozent. Wer als Verbraucher bei seiner Hausbank einen Kredit beantragt, sollte also wissen, dass die Bank während der Prüfung des Antrags bei der SCHUFA Informationen über den Kunden einholt.
Alles in allem ist es also fast unmöglich, in Deutschland ein Darlehen zu bekommen, bei dem während der Prüfung keine Anfrage der Bank an die SCHUFA oder andere Auskunfteien geschickt wird. Im Rahmen der Bearbeitung des Kreditantrags ist die Auskunft der SCHUFA über den Verbraucher einer der wichtigsten Faktoren überhaupt. Wer als Verbraucher schon eine Reihe von negativen Einträgen in seiner Akte gesammelt hat, muss sich also mit dem Gedanken anfreunden, ein Darlehen nicht oder nur unter strengen Auflagen zu erhalten. Das ist sogar dann der Fall, wenn die finanziellen Probleme der Vergangenheit angehören und man aktuell ein regelmäßiges Einkommen aus einem festen Arbeitsverhältnis bezieht. In einem derartigen Fall ist es für Privatverbraucher eine gute Alternative, sich im Ausland nach einem Darlehen zu erkundigen.
Darüber hinaus hat ein Kredit aus der Schweiz oder einem anderen Land noch einen weiteren Vorteil: Ein solches Darlehen findet keinen Eingang in die persönliche Akte bei der SCHUFA. Vielmehr erfolgt die Auszahlung, ohne dass eine Meldung darüber versendet wird. Somit bleibt die eigene Akte frei von einem sonst fälligen Eintrag. Oft ist das ein wichtiger Punkt für den Bankkunden.
Wer etwa demnächst ein Haus kaufen möchte und dafür Förderkredite beantragen will, muss dazu in der Regel ein Darlehen bei einer deutschen Bank beantragen. Diese bearbeitet dann auch den Antrag für den Förderkredit, der von einer Institution wie der KfW lediglich ausgezahlt wird.
Wer allerdings schon vorher aus einem anderen Grund ein Darlehen benötigt, kann einen Eintrag in der eigenen SCHUFA-Akte umgehen. Wie alt man ist und welchen Beruf man ausübt, spielt für die Vergabe eines Kredits aus dem Ausland zunächst einmal überhaupt keine Rolle. Diese Variante ist also eine gute Alternative für jeden Verbraucher.
Der SCHUFA Score und seine Auswirkungen sind für Sie als Verbraucher also sehr wichtig. Dies gilt ebenso für Scoring-Systeme anderer Wirtschaftsauskunfteien. Da hierbei immer wieder bestimmte Fragen auftauchen, haben wir die häufigsten Fragestellungen im Folgenden für Sie detailliert und trotzdem übersichtlich beantwortet.
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Werden Mahnungen, Pfändungen und Inkassoverfahren im SCHUFA-Score erfasst?
Mahnungen, Pfändungen und Inkassoverfahren sind alle Teile eines Verfahrens, welches nach einer nicht bezahlten Rechnung aufgenommen werden kann. Dennoch handelt es sich hierbei um verschiedene Schritte, die sich zudem auch auf unterschiedliche Weise auswirken. Damit der SCHUFA Score überhaupt von einem Fakt betroffen ist, muss die SCHUFA zunächst einmal Kenntnis davon erhalten. Wann Vertragspartner wie Banken, Mobilfunkunternehmen, oder andere Firmen negative Daten über Personen an Wirtschaftsauskunfteien übermitteln dürfen, ist gesetzlich geregelt. Nach § 28a Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) müssen folgende Voraussetzungen dafür grundsätzlich erfüllt werden:
Sie haben die geschuldete Leistung trotz Fälligkeit nicht erbracht (z.B.: eine Rechnung trotz Fälligkeit nicht bezahlt)
Die Datenübermittlung ist zur Wahrung berechtigter Interessen der verantwortlichen Stelle oder Dritten erforderlich (das wird bei einem Rechtsgeschäft häufig angenommen)
Darüber hinaus existieren jedoch weitere Fälle, die eingetreten sein müssen, damit eine Übermittlung an die SCHUFA oder andere Wirtschaftsauskunfteien rechtlich zulässig ist:
1. Vollstreckbares Urteil oder Titel
Der Gläubiger muss entweder ein vollstreckbares Urteil oder einen Schuldtitel nach §794 der Zivilprozessordnung vorweisen. Dies wäre die Vorstufe einer Pfändung, die als Vollstreckung gilt. Somit lässt sich festhalten: Pfändungen können im SCHUFA-Score erfasst werden und gelten somit als negativer Eintrag.
2. Nicht bestrittene Forderung nach Insolvenzordnung
Im Falle der Privatinsolvenz können beim Prüfungstermin Forderungen festgestellt werden. Sollten Sie als Schuldner diese Forderungen nicht berechtigt bestreiten, dürfen die Gläubiger diese an die SCHUFA übermitteln.
3. Ausdrücklich anerkannte Forderungen
Hierbei geht um Forderungen, deren Richtigkeit, Sie ausdrücklich schriftlich anerkannt haben.
4. Angemahnte Forderungen
Eine Forderung kann auch dann an die SCHUFA übermittelt werden, wenn Sie:
Nach Eintritt der Fälligkeit zweimal angemahnt wurde UND
Zwischen den beiden Mahnungen mindestens 4 Wochen liegen UND
Der Gläubiger Sie rechtzeitig (allerdings frühestens bei der ersten Mahnung) auf die bevorstehende Übermittlung hingewiesen hat UND
Sie die Forderung nicht bestritten haben.
Somit lässt sich bereits festhalten, dass eine einfache erste Mahnung nicht ausreicht, um eine Meldung an die SCHUFA oder andere Wirtschaftsauskunfteien zu rechtfertigen. Sollten Sie allerdings in der ersten Mahnung einen Hinweis auf eine bevorstehende Übermittlung erhalten und auch die zweite Mahnung verstreichen lassen, besteht durchaus die Gefahr einer Übermittlung. Oft übergeben Gläubiger Ihre Forderungen daraufhin an ein Inkassobüro, welches normalerweise ebenfalls eine letzte Mahnung mit einem Verweis auf eine Datenübermittlung versendet. Inkassoverfahren führen im Regelfall (Ausnahmen bestätigen die Regel) jedoch nicht sofort zu einem negativen SCHUFA-Eintrag. Dies geschieht lediglich, wenn auch nach der Mahnung durch das Inkassobüro keine Zahlung oder Antwort erfolgt.
5. Kündigung von Verträgen aufgrund von Zahlungsverzug
Sollte ein Mobilfunkanbieter (Handyvertrag) oder eine Bank (Kredite und Kreditkarten) einen Vertrag wegen Ihres Zahlungsverzugs kündigen, kann der Gläubiger diese Kündigung ebenfalls an die SCHUFA übermitteln. Dies ist jedoch nur zulässig, wenn er Sie vorher darauf hingewiesen hat. Eine Kündigung ist in vielen Fällen dann zulässig, wenn Sie mit zwei Raten (oder Rechnungsbeträgen) in Rückstand liegen.
Abschließend betrachtet können also folgende Aspekte durchaus mit einer Übermittlung an die SCHUFA verbunden sein:
Sachverhalt Datenübermittlung möglich? Zusätzliche Voraussetzungen
1. Mahnung Nein
2 Mahnung Ja
Zwischen 1. Und 2. Mahnung liegen mindestens 4 Wochen.
In der ersten Mahnung wird auf die Übermittlung hingewiesen.
Mahnbescheid Ja
Der Gläubiger muss Sie darauf hingewiesen haben.
Der Gläubiger muss Vertragspartner der SCHUFA oder anderer Auskunfteien sein.
Inkassoverfahren Ja
Der Gläubiger oder das Inkassobüro müssen Sie auf die Übermittlung hingewiesen haben.
Pfändungen Ja
Vollstreckbares Urteil oder entsprechender Schuldtitel
SCHUFA-Eintrag vs. SCHUFA-Score – was entscheidet über die Kreditwürdigkeit?
Ihre Kreditwürdigkeit bei einer Bank basiert grundsätzlich nicht allein auf den Daten der SCHUFA oder anderer Wirtschaftsauskunfteien. Vielmehr bieten diese Daten eine Entscheidungshilfe und werden gemeinsam mit weiteren Informationen (Einkommensverhältnisse des potenziellen Kreditnehmers, Vermögens- und Schuldensituation) zu einem bankeninternen Score zusammengefasst.
Dabei lassen sich ein SCUFA-Eintrag und der SCHUFA Score in etwa folgendermaßen unterscheiden:
SCHUFA-Eintrag: Ein negativer SCHUFA-Eintrag hat für nahezu alle Banken in Deutschland eine starke Signalwirkung. Er verhindert in den meisten Fällen eine Kreditvergabe, einen Mobilfunkvertrag oder auch die Eröffnung eines herkömmlichen Girokontos. Bis ein berechtigter negativer SCHUFA-Eintrag in Deutschland erfolgt, muss im Normalfall einiges passieren. Aus diesem Grund gehen Vertragspartner der SCHUFA bei negativen Einträgen von Problemen und möglichen Zahlungsausfällen aus. Zusätzlich wirken sich negative SCHUFA-Einträge natürlich auch auf den SCHUFA Score aus.
SCHUFA-Score: Während ein negativer Eintrag auf ein Einzelereignis abzielt, bietet der Branchenscore der SCHUFA für Banken eher ein Gesamtbild aus den gesammelten Daten. So kann die Ausfallwahrscheinlichkeit (Risikoquote) bei einigen Schuldnern mit negativem SCHUFA-Eintrag sogar niedriger liegen als die von Personen ohne Negativmerkmal.
Hinweis: Die SCHUFA selbst entscheidet in keiner Weise über die Vergabe von Krediten oder Genehmigung anderer Verträge. Sie stellt den Vertragspartnern lediglich die gewünschten Daten zur Verfügung. Die Entscheidung liegt dann letztlich bei der Bank, dem Mobilfunkanbieter oder dem Versandhandel.
Erhöhen sich die Chancen, einen Kredit zu bekommen, wenn ich einen besseren SCHUFA-Score habe?
Diese Frage lässt sich grundsätzlich bejahen. Eine Verbesserung des SCHUFA-Scores verringert die Wahrscheinlichkeit eines Zahlungsausfalls. Somit sieht die Bank oder das entsprechende Unternehmen eine größere Chance, dass Sie Ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen können. Steht jedoch noch ein unerledigtes Negativmerkmal in Ihrer SCHUFA-Auskunft, ist dies meist ein K.o.-Kriterium für die Kreditvergabe.
Sollte dies nicht der Fall sein, verbessern sich die Chancen auf einen Kredit durch einen besseren SCHUFA-Score fast immer. Darüber hinaus können Sie zudem auch mit günstigeren Konditionen rechnen, da die Bank durch eine geringere Ausfallwahrscheinlichkeit auch einen niedrigeren Risikoaufschlag auf den Zinssatz erhebt.
Wie berechnet sich der SCHUFA-Score und welche Unterschiede gibt es zwischen den Scores?
Wie sich der SCHUFA-Score genau berechnet, ist nicht klar. Die SCHUFA muss die genaue Berechnung nicht preisgeben, da diese ein Geschäftsgeheimnis darstellt. Grundsätzlich fließen jedoch alle vorliegenden Daten zu SCHUFA-Einträgen (positive Merkmale wie Negativmerkmale) in den Score mit ein. Darüber hinaus werden die Scores durch statistisch-mathematisches Verfahren regelmäßig fortgeschrieben. So verbessern längere erfolgreiche Geschäftsbeziehungen (laufende Kreditkarten, laufende Girokonten und Mobilfunkverträge) den Score, da auch dies Ihre Verlässlichkeit als Schuldner unter Beweis stellt.
Die SCHUFA stellt Ihren Vertragspartnern unterschiedliche Scorings zur Verfügung, die jeweils auf die entsprechende Branche zugeschnitten sind. Somit erhält ein potenzieller Vermieter etwas andere Daten als eine Bank. Hierbei ist ein Punkt besonders wichtig: Unternehmen erhalten keine Auskunft darüber, bei welchen anderen Unternehmen Sie Kunde sind.
Der SCHUFA-Basiscore ist dagegen ein Scoring-Wert, den nur Sie als Verbraucher erhalten. Er enthält keine branchenspezifischen Berechnungen und soll Ihnen einen Überblick darüber gewähren, wie Ihre Bonität aussieht. Eine grundsätzliche Einschätzung sieht dabei folgendermaßen aus:
Scorewert Ausfallwahrscheinlichkeit
>97,5% Sehr geringes Ausfallrisiko
95-97,5% Geringes bis überschaubares Risiko
90-95% Zufriedenstellendes bis erhöhtes Risiko
80-90% Deutlich erhöhtes bis hohes Risiko
50-80% Sehr hohes Risiko
Tabelle 2: Basiscore der SCHUFA - ältere Publikation (Änderungen nicht ausgeschlossen)
Was ist die SCHUFA-Score-Tabelle?
Eine SCHUFA-Score-Tabelle zeigt die Einteilungsmöglichkeiten der einzelnen Kunden in bestimmte Rankingstufen ein. Exemplarisch soll deshalb nun der Branchenscore der SCHUFA für die Kreditvergabe von Banken aufgezeigt werden:
Tabelle 3: SCHUFA-Branchenscore für Banken, Quelle: Schufa.de (Stand: Mai 2018)
Beim Übergang von Ratingstufe M zu Ratingstufe N fällt auf, dass die Risikoquote sinkt anstatt zu steigen. Dies liegt an der Tatsache, dass die letzten 3 Ratingstufen für Schuldner mit negativen SCHUFA-Merkmalen gedacht sind. So kann es also sein, dass ein Schuldner aufgrund einer einmaligen Problematik in Ratingstufe N landet, aber eigentlich bessere finanzielle Voraussetzungen besitzt als ein Schuldner in Ratingstufe M, der jedoch kein Negativmerkmal aufweist.
Wie kann ich meinen SCHUFA-Score positiv beeinflussen?
Auch wenn die genaue Berechnung des SCHUFA-Scores nicht bekannt ist, lässt sich dieser durch vertragsgemäßes Verhalten mittelfristig positiv beeinflussen. Dazu gehört vor allem das stets pünktliche Begleichen von Rechnungen. Ferner haben sich auch die folgenden Aspekte als hilfreich erwiesen:
Dispokredit nicht exzessiv nutzen
Nicht benötigte Kreditkarten und Girokonten kündigen
Die eigene SCHUFA-Auskunft nach falschen Einträgen regelmäßig durchforsten
Häufige Kontowechsel (Wechsel von Konten) möglichst vermeiden
Verschlechtert ein Kredit meinen SCHUFA-Score?
Wenn Ihnen eine Bank einen Kredit gewährt, ist das für Ihre Bonität eine gute Nachricht. So bewertet das auch die SCHUFA. Ein bewilligter Kredit ist also zunächst einmal ein positives Merkmal. Negativmerkmale werden aus Krediten erst, wenn Sie diese nicht fristgerecht zurückzahlen und die Bank das Darlehen daraufhin kündigt. Eine vertragsgemäße Rückzahlung eines Kredits kann sich hingegen sogar positiv auf Ihren SCHUFA-Score auswirken.
Kann ich etwas über die Daten erfahren, die bei der SCHUFA über mich gespeichert sind?
Nach §34 BDSG haben Sie das Recht, sich über die Daten zu informieren, die Wirtschaftsauskunfteien über Sie speichern. Die Selbstauskunft muss einmal jährlich kostenfrei von den Auskunfteien gewährt werden. Bei der SCHUFA haben Sie die Möglichkeit, jederzeit kostenfrei eine Datenübersicht zu erhalten. Darin sind alle über Sie gespeicherte Informationen enthalten, so dass Sie eventuelle Falscheintragungen sofort erkennen und löschen lassen können.
Ist es möglich, einen Kredit trotz negativer SCHUFA-Auskunft zu bekommen?
Sollten Sie aus irgendeinem Grund einen negativen SCHUFA-Eintrag aufweisen und keinen herkömmlichen Kredit mehr erhalten, steht Ihnen jedoch immer noch ein Kredit ohne Schufa offen. Wir von MAXDA vergleichen für Sie zahlreiche Angebote für schufafreie Kredite und können so die attraktivsten Konditionen erreichen. Darüber hinaus schneiden wir das Darlehen auf Ihre Wünsche und Bedürfnisse zu. Um einen Kredit ohne Schufa zu erhalten, benötigen Sie allerdings ein regelmäßiges Einkommen in ausreichender Höhe. Ist dieses auf Ihrem Konten vorhanden, steht einer Kreditvergabe eigentlich nichts im Wege.
Stellen Sie einfach eine unverbindliche Kreditanfrage.
Bonitätsbewertungen und Scoring sind in unserem heutigen Geschäftsleben sehr wichtig, um Sicherheit für alle Beteiligten zu schaffen. Aus diesem Grund können Sie Ihren SCHUFA-Score und die Scorings anderer Wirtschaftsauskunfteien als stetige wirtschaftliche Begleiter ansehen. Wann immer Sie einen Vertrag mit Dauerzahlung wie einen Kreditvertrag, einen Mobilfunkvertrag oder eine Ratenzahlung vereinbaren möchten, spielen Scores eine wichtige Rolle. Negativmerkmale in den entsprechenden Bonitätsauskünften können hier schnell zu einem echten Hemmnis werden. Benötigen Sie trotzdem einen Kredit, können die Experten MAXDA Ihnen jedoch einen Kredit ohne Schufa zu attraktiven Konditionen anbieten. Nutzen Sie diese Chance und verschaffen Sie sich bei Bedarf zusätzliche Liquidität!