Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=ZfBR%202004,%20160
Timestamp: 2019-09-23 01:37:41
Document Index: 228462122

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 635', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 823', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 823', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: ZfBR 2004, 160 - dejure.org
BGH, 23.10.2003 - VII ZR 448/01
https://dejure.org/2003,2055
BGH, 23.10.2003 - VII ZR 448/01 (https://dejure.org/2003,2055)
BGH, Entscheidung vom 23.10.2003 - VII ZR 448/01 (https://dejure.org/2003,2055)
BGH, Entscheidung vom 23. Januar 2003 - VII ZR 448/01 (https://dejure.org/2003,2055)
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BGB §§ 635 a. F.
Unabhängigkeit eines Schadensersatzanspruchs gegen einen Architekten wegen eines im Bauwerk verkörperten Mangels der Planung oder der Bauaufsicht nach Grund und Höhe von einer Haftung des Bauunternehmers; Ersatz von Mängelbeseitigungskosten im Rahmen einer Widerklage
Schadensersatzhaftung des Architekten unabhängig von Begrenzungen nach der VOB für Werkunternehmer; Mängelhaftung
Verhältnis der Haftung des Architekten und des Bauunternehmers
Architekt haftet unabhängig vom Bauunternehmer
Haftung - Bauleitendes Büro haftet im Zweifel immer
Planer und Bauleiter haften für eigene Fehler unabhängig vom Bauunternehmer! (IBR 2004, 25)
NJW-RR 2004, 165
MDR 2004, 207
NZBau 2004, 50
VersR 2004, 1562
BauR 2004, 111
ZfBR 2004, 160
Beide Gesichtspunkte beseitigen nicht den Planungsfehler des Beklagten zu 2. und den Umstand, dass eine notwendige horizontale Abdichtung der Bodenplatte gegen Dampfdiffusion zur sicheren Gewährleistung einer hochwertigen Nutzbarkeit als Zahnarztpraxis wegen pflichtwidrig fehlender Vorgaben in der Planung der Beklagten unterblieben ist (vgl. BGH, Urteil vom 23.10.2003, VII ZR 448/01, BauR 2004, 111;… Kniffka/Koeble, a.a.O., 12. Teil, Rn 432 mwN).
Die Beklagte zu 1. als Architektin kann sich - und zwar weder bei Planungs- noch bei Überwachungsfehlern - im (Außen-)Verhältnis zur Klägerin als Bauherrin auf ein mitwirkendes Verschulden des Erdbauunternehmers bzw. der Materiallieferanten berufen (vgl. BGH, Urteil vom 23.10.2003, VII ZR 448/01, BauR 2004, 111;… Kniffka/Koeble, a.a.O., 12. Teil, Rn 432 mwN;… Werner/Pastor, a.a.O., Rn 2492 mwN).
Der Beklagte zu 1. als Architekt kann sich - und zwar weder bei Planungs- noch bei Überwachungsfehlern - im (Außen-)Verhältnis zum Kläger als Bauherr auf ein etwaiges mitwirkendes Verschulden der Beklagten zu 2. als Rohbauunternehmerin berufen (vgl. BGH, Urteil vom 23.10.2003, VII ZR 448/01, BauR 2004, 111;… Kniffka/Koeble, a.a.O., 12. Teil, Rn 432 mwN;… Werner/Pastor, a.a.O., Rn 2492 mwN).
Der Architekt oder Ingenieur kann sich weder bei Planungs- noch bei Überwachungsfehlern auf ein mitwirkendes Verschulden des Bauunternehmers im Verhältnis zum Bauherrn berufen (BGH NJW-RR 2004, 165;… Kniffka/Koeble, Kompendium des Baurechts, 4. Auflage, 12. Teil Rn. 745).
Zum Schutz der Interessen des Gläubigers ist daher trotz dogmatischer Bedenken im Ergebnis zu Recht allgemein anerkannt, dass Architekt und Bauunternehmer hinsichtlich sämtlicher Gewährleistungsansprüche als Gesamtschuldner haften (grundlegend: BGH, Beschluss vom 01.02.1965 - GSZ 1/64, BGHZ 43, 227, 230 [Schadenersatz und Nachbesserung]; Urteil vom 19.12.1968 - VII ZR 23/66, BGHZ 51, 275 [Schadenersatz und Wandlung]; Urteil vom 11.10.2007 - VII ZR 65/06, BauR 2007, 2083 ; Urteil vom 26.07.2007 - VII ZR 5/06; Urteil vom 23.10.2003 - VII ZR 448/01, BauR 2004, 111 ; Urteil vom 21.12.2000 - VII ZR 192/98, BauR 2001, 630, 632; OLG Celle, Urteil vom 28.03.2006 - 14 U 148/05, MDR 2006, 1402 ; OLG Zweibrücken, Urteil vom 30.03.1993 - 4 U 22/93, BauR 1993, 625 ; OLG Hamm, Urteil vom 19.11.1999 - 12 U 92/99, BauR 2000, 1363 ; OLG Braunschweig, Urteil vom 25.05.1990 - 2 U 52/90, BauR 1991, 355; OLG Düsseldorf, Urteil vom 23.11.1993 - 21 U 78/93, NJW-RR 1994, 1240; Soergel, "Gesamtschuldnerische Haftung der Baubeteiligten", BauR 2005, 239, 241; Glöckner, "Ausgewählte Probleme der gesamtschuldnerischen Haftung Baubeteiligter wegen Leistungsstörungen bei der Erstellung des Bauwerks", BauR 2005, 251, 262).
Die Streithelferin ist im Verhältnis der Parteien zueinander keine Erfüllungsgehilfin der Klägerin, weil sich Letztere nicht der Streithelferin zur Erfüllung ihrer vertraglichen Pflichten gegenüber dem Beklagten bedient hat (vgl. BGH NZBau 2004, 50;… Kniffka/Koeble, Kompendium des Baurechts, 3. Aufl. 2008, 6. Teil Rn. 59 und 12. Teil Rn. 432;… Werner/Pastor, Der Bauprozess, 14. Aufl., Rn. 2487 und 2944 m. w. Nw.); vielmehr war die Streithelferin lediglich bauausführendes Unternehmen.
Soweit nach den Ausführungen des Sachverständigen die Mängel auch ihre Ursache in mangelhaften Leistungen der Schuldnerin als das den Bau ausführende Unternehmen haben, vermag dieses die Beklagte zu 2. nicht zu entlasten; denn wenn der Architekt für einen Planungsfehler einzustehen hat, kann er sich dem Bauherrn gegenüber nicht darauf berufen, dass ein Unternehmer die fehlerhaft geplante Bauleistung obendrein nicht fachgerecht ausgeführt hat (vgl. BGH, VersR 1970, 744; BGH, NJW-RR 2004, 165).
Der Architekt kann sich auch nicht darauf berufen, dass der Auftraggeber zunächst die Voraussetzungen für eine Haftung des Unternehmers zu schaffen oder diesen zur Nacherfüllung aufzufordern hat ( BGH BauR 2004, 111).
https://dejure.org/2003,1775
BGH, 30.10.2003 - III ZR 380/02 (https://dejure.org/2003,1775)
BGH, Entscheidung vom 30.10.2003 - III ZR 380/02 (https://dejure.org/2003,1775)
BGH, Entscheidung vom 30. Januar 2003 - III ZR 380/02 (https://dejure.org/2003,1775)
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Verletzung des Jagdausübungsrechts durch Verlegung einer Erdgasleitung; Durchführung von Bauarbeiten ohne Gestattung des Jagdausübungsberechtigten; Schadensersatzansprüche der Jagdgenossenschaft und des Jagdpächters; Jagdausübungsrecht als sonstiges Recht i.S.d. § 823 Abs. ...
Schadensersatz für Jagdgenossenschaft wegen Gasversorgungsleitung
Jagdrecht - Schadensersatz wegen Gasversorgungsleitung durch Jagdbezirk
NJW-RR 2004, 100
BauR 2004, 133 (Ls.)
aa) Zwar gelten nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs in der Regel auch dann, wenn außerhalb eines Enteignungsverfahrens durch den Abschluss eines Kaufvertrags oder eines Vertrags über die Einräumung von Nutzungsrechten mit dem Grundstückseigentümer nur die sonst zu erwartende Enteignung abgewendet werden soll, zwischen den Vertragsparteien ausschließlich die Regeln des bürgerlichen Rechts (z.B.: Senatsurteil vom 30. Oktober 2003 - III ZR 380/02 - NJW-RR 2004, 100, 101 m.umfangr.w.N.).
Soll außerhalb eines Enteignungs- oder Besitzeinweisungsverfahrens durch den Abschluss eines Kaufvertrags oder eines Vertrags über die Einräumung von Nutzungsrechten mit dem Grundstückseigentümer eine sonst zu erwartende Enteignung oder Besitzeinweisung abgewendet werden, gelten zwischen den Vertragsparteien grundsätzlich ausschließlich die Regeln des bürgerlichen Rechts (Bestätigung von Senat, Urteile vom 1. Juli 1968, III ZR 214/65, BGHZ 50, 284, 286 f; vom 23. Mai 1985, III ZR 10/84, BGHZ 95, 1, 4 und vom 30. Oktober 2003, III ZR 380/02, NJW-RR 2004, 100, 101 sowie BGH…, Urteil vom 14. Februar 2014, V ZR 102/13, NVwZ 2014, 967 Rn. 8).
Die außerhalb des Enteignungs- oder Besitzeinweisungsverfahrens getroffenen Vereinbarungen sind rein privatrechtlicher Natur; ein Rückgriff auf Normen des öffentlichen Rechts ist damit grundsätzlich ausgeschlossen (Senat, Urteile vom 1. Juli 1968 - III ZR 214/65, BGHZ 50, 284, 286 f; vom 29. April 1982 - III ZR 154/80, BGHZ 84, 1, 3; vom 23. Mai 1985 - III ZR 10/84, BGHZ 95, 1, 4; vom 9. April 1987 - III ZR 181/85, NJW 1987, 3200, 3201 und vom 30. Oktober 2003 - III ZR 380/02, NJW-RR 2004, 100, 101; siehe auch BGH, Urteile vom 5. Dezember 1980 - V ZR 160/78, NJW 1981, 976 …und vom 14. Februar 2014 - V ZR 102/13, NVwZ 2014, 967 Rn. 8).
Entsprechend hat der Senat auch das ähnliche Jagdausübungsrecht als "sonstiges Recht" im Sinne des § 823 Abs. 1 BGB behandelt (Urteil vom 30. Oktober 2003 - III ZR 380/02, NJW-RR 2004, 100, 101 f.).
Aus dem Bestehen dieser zahlreichen konkurrierenden Nutzungsrechte folgt, wie der Senat bereits für das Jagdausübungsrecht entschieden hat (Urteil vom 30. Oktober 2003 aaO S. 102), dass das Fischereirecht außerhalb seines Kernbereichs (Fang und Aneignung der Fische) nur gegen spürbare Eingriffe geschützt sein kann.
LG Trier, 21.06.2005 - 1 S 183/04
Ein Landwirt muss für von einem Kreiselmäher getötete Rehkitze Schadensersatz an …
Zudem bestreitet er erstmals mit Schriftsatz vom 30.05.2005 die Aktivlegitimation des Klägers mit der Begründung, das Jagdausübungsrecht stehe nach Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (NJW-RR 2004, 100 bis 102) der Jagdgenossenschaft zu und nicht dem Kläger.
Soweit der Bundesgerichtshof ausnahmsweise in Fällen freihändigen Verkaufs eine entsprechende Anwendung enteignungsrechtlicher Vorschriften für geboten hielt, betraf dies, soweit ersichtlich, die Rechtsposition von am Verkauf nicht beteiligten Dritten (BGH, NJW-RR 2004, 100; BGH, BauR 2006, 1452).
Insbesondere muss er das Betreten des Waldes durch Spaziergänger ebenso dulden wie Störungen, die von der bestimmungsgemäßen sonstigen Nutzung der im Jagdbezirk gelegenen Grundstücke ausgehen (…vgl. VG Stuttgart, a.a.O. mit Verweis auf BGH, Urteil vom 30.10.2003 - III ZR 380/02 - juris).
Eine Verletzung des Jagdausübungsrechtes kann erst dann bejaht werden, wenn nach Ausmaß und Dauer wesentliche Beeinträchtigungen vorliegen, wenn etwa Wild in erheblichem Umfang und auf längere Frist vergrämt wird (vgl. BGH, Urteil vom 30.10.2003, a.a.O.).
OLG Düsseldorf, 14.12.2006 - 10 U 103/06
Gegenstand eines Jagdpachtvertrages - Anspruch auf Zahlung rückständiger Pacht; …
VG Stuttgart, 03.12.2004 - 6 K 3130/04
Störung des Jagdausübungsrechts einer Jagdgenossenschaft durch …