Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NotZ%2025/90
Timestamp: 2020-02-20 14:42:47
Document Index: 81907599

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 67', '§ 111', '§ 13', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 19', '§ 67', 'Art. 34', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 43', 'BGH', '§ 19', '§ 67', 'Art. 34', 'BGH', '§ 111', '§ 40', 'BGH', '§ 111', '§ 111', '§ 111', '§ 23', '§ 17', 'BGH', '§ 17', 'BGH', '§ 13', '§ 111', 'BGH', 'BGH']

BGH, 29.07.1991 - NotZ 25/90 - dejure.org
https://dejure.org/1991,314
BGH, 29.07.1991 - NotZ 25/90 (https://dejure.org/1991,314)
BGH, Entscheidung vom 29.07.1991 - NotZ 25/90 (https://dejure.org/1991,314)
BGH, Entscheidung vom 29. Juli 1991 - NotZ 25/90 (https://dejure.org/1991,314)
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Notar - Notarkammer - Schadensregulierung - Vertrauensschadensversicherung - Rechtsweg
BNotO § 67 Abs. 2 Nr. 3, § 111; GVG § 13
BGHZ 115, 275
NJW 1992, 2423
MDR 1992, 185
Die Unterschiede der beiden Verfahrensarten rechtfertigen es, Kompetenzkonflikte zwischen ihnen wie Rechtswegstreitigkeiten zu behandeln (vgl. BGHZ 115, 275, 284 f; 130, 159, 162 f; BGH, Beschluß vom 17. Dezember 1998 - IX ZR 59/97 - NJW-RR 1999, 1007, 1008).
Diese Sicht liege auch den Ausführungen in der Entscheidung des Bundesgerichtshofs in BGHZ 115, 275, 281 zugrunde.
Die Entscheidung des Bundesgerichtshofs in BGHZ 115, 275 habe keinen Anlass zu Zweifeln gegeben.
Die Vertrauensschadensversicherung soll zusammen mit der Einzelhaftpflichtversicherung ( § 19a BNotO), der Gruppenanschlussversicherung ( § 67 Abs. 2 Nr. 3 BNotO) und dem Vertrauensschadensfonds der Notarkammern für geschädigte Rechtsuchende den Vermögensschutz sicherstellen, den die Staatshaftung ( Art. 34 GG) bei Amtspflichtverletzungen anderer Amtsträger schafft ( BGHZ 115, 275, 283 f.).
Dementsprechend hat der Bundesgerichtshof ausgeführt, dass bei einem Widerspruch des Versicherungsvertrages mit den öffentlich-rechtlichen Belangen der notariellen Vertrauensschadensversicherung dies durch Anwendung der Generalklauseln des Bürgerlichen Rechts "gemildert" werden könne (BGHZ 115, 275, 281).
Die Ausgestaltung als Pflichtversicherung dient nach ständiger Rechtsprechung in erster Linie der Schadloshaltung des Geschädigten (…Senatsurteile vom 12. Dezember 1990 aaO;… vom 27. Mai 1998 aaO;… vom 30. September 1998 aaO; BGH, Urteil vom 29. Juli 1991 - NotZ 25/90, NJW 1992, 2423 unter II 1 c aa; ebenso: Wolff, VersR 1993, 272, 273;… MünchKomm-VVG/Dageförde, 1. Aufl. § 43 Rn. 21; a.A. Zimmermann, DNotZ 1982, 90, 91).
Auch geht es nicht um die Verweisung in eine andere Verfahrensart wie etwa bei der Verweisung eines Verfahrens von den Gerichten für Notarsachen an die ordentliche streitige Gerichtsbarkeit (vgl. BGH, Beschluß vom 29. Juli 1991 - NotZ 25/90 - NJW 1992, 2423, 2426).
Die Vertrauensschadenversicherung soll zusammen mit der Einzelhaftpflichtversicherung (§ 19a BNotO), der Gruppenanschlußversicherung (§ 67 Abs. 2 Nr. 3 BNotO) und dem Vertrauensschadenfonds der Notarkammern für geschädigte Rechtsuchende den Vermögensschutz sicherstellen, den die Staatshaftung (Art. 34 GG) bei Amtspflichtverletzungen anderer Amtsträger schafft (BGHZ 115, 275, 283 f.).
aa) Die Zuständigkeit der Notarsenate erstreckt sich infolge der "abdrängenden" Rechtswegzuweisung nach § 111 BNotO, § 40 Abs. 1 Satz 1 VwGO auf alle öffentlichrechtlichen Streitigkeiten aus dem Bereich des Notarrechts, bei denen es um die Vornahme oder Aufhebung von Amtshandlungen nach der Bundesnotarordnung geht (Senat, Beschluss vom 24. Juli 2006 - NotZ 10/06 - DNotZ 2007, 69, 70; BGHZ 115, 275, 277;… Sandkühler in: Arndt/Lerch/Sandkühler, BNotO, 6. Aufl., § 111 Rn. 2 f.;… Custodis: in Eylmann/Vaasen, BNotO/BeurkG, 2. Aufl., § 111 BNotO Rn. 14 und 41).
Die Gerichte, die über Notarsachen nach § 111 BNotO entscheiden, stellen gegenüber nach anderen Verfahrenswegen - vorliegend nach den §§ 23 ff. EGGVG - zur Entscheidung berufenen Spruchkörpern der ordentlichen Gerichtsbarkeit einen eigenen Rechtsweg i.S. der §§ 17 ff. GVG dar (OLG Dresden NJW 2000, 1505 f.; vgl. Senat BGHZ 115, 275, 284 f. m.w.N.;… Zöller/Lückemann aaO, Vor §§ 17-17b GVG Rn. 11).
Maßgeblich dafür ist die Natur des Rechtsverhältnisses, aus dem der Anspruch hergeleitet wird, wobei es darauf ankommt, welchem - bürgerlichen oder öffentlichen - Recht das Begehren bei objektiver Würdigung der zu seiner Begründung vorgetragenen Tatsachen unterliegt (Senatsbeschluss BGHZ 115, 275, 278 zur Abgrenzung der Streitigkeiten, die gemäß § 13 GVG vor die Zivilgerichte oder gemäß § 111 BNotO vor die Notarsenate gehören; siehe auch BGHZ 176, 222, 224 sowie BGH, Beschluss vom 17. September 2008 - III ZB 19/08 - WM 2008, 2153; jew. m.w.N.).
AGH Thüringen, 22.07.2004 - AGH 2/03
Zur Frist eines Nichtigkeitsantrags