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Timestamp: 2019-12-15 16:25:02
Document Index: 155552707

Matched Legal Cases: ['§ 7', '§ 11', '§ 2', '§ 3', '§ 12', '§ 12', '§ 2', '§ 5', '§ 12', '§ 7', '§ 7', '§ 17', '§ 22', '§ 7', '§ 11', '§ 117', '§ 55', '§ 55', '§ 4', '§ 60', '§ 23', '§ 23', '§ 23', '§ 120', '§ 23']

Tacheles Rechtsprechungsticker KW 28/2015 | Rechtsanwalt König in Göttingen für Strafrecht Arbeitsrecht Sozialrecht Ausländerrecht Rechtsanwalt in Göttingen für Strafrecht Arbeitsrecht Sozialrecht Ausländerrecht
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1. 1 BSG, Urteil vom 29.04.2015 – B 14 AS 10/14 R
Grundsicherung für Arbeitsuchende – Einkommens- oder Vermögensberücksichtigung – Erbschaft – Gutschrift auf überzogenes Bankkonto – Kontokorrentabrede – Verteilzeitraum – bereite Mittel
Wird ein Geldbetrag auf ein Konto des Leistungsbeziehers überwiesen, das sich zu diesem Zeitpunkt im Soll befindet, so ändert dies nichts am Zufluss selbst, Schuldentilgung ist eine Form der Mittelverwendung ( so auch schon BSG, Urteil v. 30.07.2008 – B 14 AS 26/07 R ).
Quelle: http://juris.bundessozialgericht.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bsg&Art=en&Datum=2015&nr=13902&pos=1&anz=39
Anmerkung: ebenso SG Hamburg, Urteil vom 01.04.2015 – S 57 AS 1850/14 – wenn Vermögen zur Schuldentilgung eingesetzt wird.
2. 1 Bundessozialgericht, Beschluss vom 29. Juni 2015 (Az.: B 4 AS 11/14 R):
3. 1 LSG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 10. Juni 2015 (Az.: L 6 AS 2158/14 B ER):
1. Der Leistungsausschluss entsprechend § 7 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 SGB II ist zwar grundsätzlich zulässig, in dieser umfassenden Form aber europarechtswidrig. Dies gilt gerade dann, wenn eine bulgarische Staatsangehörige sich stets um einen Anschluss an den deutschen Arbeitsmarkt bemühte und hier auch eine – wenn auch nur geringfügige – Beschäftigung aufnahm.
Anmerkung: ebenso LSG NRW, Beschluss vom 17.06.2015 – L 6 AS 833/15 B ER – rechtskräftig
3. 2 LSG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 04.12.2014 – L 29 AS 1501/11 – anhängig beim BSG Az. B 4 AS 17/15 R
Grundsicherung für Arbeitsuchende – Einkommensermittlung bei mehreren von einem Grundsicherungsempfänger betriebenen Gewerbebetrieben
Anmerkung: ebenso LSG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 26. Februar 2014 – L 18 AS 2232/11; SG Stade, Gerichtsbescheid vom 02.10.2014 – S 32 AS 289/14; Durchführungshinweise der BA §§ 11- 11b SGBII ( 1 1.34 ), dafür Sozialgericht Dresden, Urteil vom 14. Februar 2014 – S 21 AS 6348/10 -, jeweils m.w.N; Sozialgericht Duisburg, Urteil vom 28.4.2014 – S 49 AS 617/10 – Berufung anhängig LSG NRW unter dem Az. L 2 AS 1006/14
3. 3 Landessozialgericht Berlin-Brandenburg, Urteil vom 12.06.2015 – L 25 AS 3370/13 – nicht rechtskräftig
Grundsicherung für Arbeitsuchende – endgültige Leistungsfestsetzung – Erstattung – Einkommen aus selbständiger Tätigkeit – einheitlicher Gewerbebetrieb – Betriebseinkommen – Betriebsausgaben – betriebliches Darlehen zur Beschaffung betrieblich erforderlicher Güter oder Dienstleistungen – Aufwendungen für den Kapitaldienst (Tilgung und Zinsen) betrieblicher Darlehen.
1. Die Betriebseinnahmen und ausgaben des Selbständigen aus den Bereichen Kfz und Onlinehandel sind einheitlich zu betrachten, weil es sich hierbei um eine einheitliche selbständige Tätigkeit bzw. ein einheitliches Gewerbe handelt.
2. Für die Frage, ob ein oder mehrere selbständige Tätigkeiten bzw. Gewerbebetriebe vorliegen, kann auf die Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) zu § 2 Abs. 1 GewStG zurückgegriffen werden ( BFH, Urteile vom 24. Oktober 2012 – X R 36/10 ; und vom 20. März 2013 – X R 38/11 ).
3. Aufwendungen für die Tilgung der für betriebliche Zwecke aufgenommenen Darlehen sind gemäß § 3 Abs. 2 und 3 Alg II – V a.F. als Betriebsausgaben absetzbar.
4. Die ständige Rechtsprechung des BSG, wonach Zahlungen zur Tilgung von Schulden im Recht der Grundsicherung für Arbeitsuchende grundsätzlich nicht vom Einkommen abgesetzt werden können (vgl. u.a. BSG, Urteile vom 19. September 2008 – B 14/7b AS 10/07 R ; vom 30. September 2008 – B 4 AS 29/07 R; und vom 10. Mai 2011 – B 4 KG 1/10 R ), steht dem nicht entgegen.
Anmerkung: a. A. SG Speyer, Urteil vom 24.02. 015 – S 5 AS 1293/14; SG Neubrandenburg, Urteil vom 17.1.2013 – S 14 AS 1754/08 Rn. 29 – mit dem Argument, die Kosten seien im konkreten Fall vermeidbar gewesen, LSG Niedersachsen-Bremen, Urteil vom 23. April 2012 – L 9 AS 757/11 – wonach man nicht die mit dem Darlehen getätigten Anschaffungen, sondern die in der Regel erst deutlich später einsetzende Tilgung des Darlehens als Kehrseite der Darlehensgewährung ansieht und folglich nicht als Betriebsausgabe berücksichtigt.
3. 4 LSG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 01.07.2015- L 9 AS 1583/14 ER
Aufforderung zur Beantragung einer vorzeitigen Altersrente – Regelungen der Unbilligkeitsverordnung sind nicht abschließend – Rücknahme des gestellten Rentenantrags – Interessenabwägung – Rechtsschutz
Der Senat folgt nicht der Rechtsprechung des LSG Berlin-Brandenburg (Beschluss vom 18.11.2014 – L 10 AS 2254/14 B ER )
1. Nach dem Regelungskonzept der §§ 12 a, 5 Abs. 3 S. 1 SGB II muss jede vorzeitige Altersrente unabhängig von der Höhe des nach Abschlägen verbleibenden Rentenzahlbetrags in Anspruch genommen werden und eine nicht bedarfsdeckende Rentenhöhe, welche durch Leistungen nach dem SGB XII bzw. Wohngeld kompensiert werden kann, begründet keinen Ausnahmesachverhalt . Vielmehr beschränkt sich auch in diesem Fall die Betroffenheit auf das typische, allgemein zu erwartende, durch die Regelung des § 12 a SGB II vorgezeichnete Ausmaß. Es ist daher ohne weitere Abwägungs- oder Begründungserfordernisse zur Inanspruchnahme einer vorgezogene Altersrente aufzufordern, deren Zahlbetrag hinter dem ansonsten zustehenden Arbeitslosengeld II zurückbleibt.
2. Diese Auffassung des LSG BB, Beschluss vom 18.11.2014 – L 10 AS 2254/14 B ER, verkennt jedoch, dass Leistungsbezieher durch eine solche Verfahrensweise ggf. auf nachrangige Leistungen der Sozialhilfe verwiesen werden ( § 2 Abs. 2 S. 2 SGB XII ), was der Senat auch sonst ( im Bereich des Krankengeldes abgelehnt hat). Deshalb ist dieser Auffassung nicht zu folgen.
Quelle: http://www.ra-fuesslein.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/07/L-9-A5-158314-B-ER.pdf
Anmerkung: S. a. Beitrag von RA Kay Füßlein, Berlin: Unübersichtliche Rechtslage ? Keine Schnellschüsse des JobCenters!
Weiterlesen: http://www.ra-fuesslein.de/wordpress/?p=733
B 14 AS 1/ 15 R – Sind die in der UnbilligkeitsV geregelten Tatbestände, nach denen die Beantragung und Inanspruchnahme einer vorzeitigen Altersrente nach Vollendung des 63. Lebensjahres unbillig sein kann, abschließend und welche Anforderungen sind an die Ermessensentscheidung des Grundsicherungsträgers über die Aufforderung zur Antragstellung zu stellen?
B 14 AS 3/15 R – Zur Zulässigkeit einer Aufforderung des Grundsicherungsträgers an den Leistungsberechtigten nach § 5 Abs 3 S 1 SGB 2 iVm § 12a S 1 SGB 2, eine vorzeitige Altersrente zu beantragen.
3. 5 LSG Thüringen, Urteil vom 08.07.2015 – L 4 AS 718/14
Das LSG Thüringen hat das Konzept zur Ableitung von angemessenen Bedarfen für Unterkunft gemäß SGB II bzw. XII des Landkreises Gotha als schlüssiges Konzept im Sinne der Rechtssprechung des Bundessozialgerichts anerkannt.
Anmerkung: S. a. LSG Thüringen bestätigt schlüssiges Konzept von Analyse & Konzepte
weiterlesen: https://www.analyse-konzepte.de/leistungen/kosten-der-unterkunft-mietspiegel/schluessige-konzepte-kdu-satzungen-lang/aktuelle-kdu-informationen.html
3. 6 Landessozialgericht Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 18.06.2015 – L 4 AS 247/15 B ER
Grundsicherung für Arbeitsuchende – einstweiliger Rechtsschutz – fehlende örtliche Zuständigkeit – kein Ausschluss gem § 7 Abs 4a SGB 2
1. Im einstweiligen Rechtsschutz hindert die fehlende örtliche Zuständigkeit des angegegangenen Leistungsträgers nicht dessen vorläufige Verpflichtung zur Erbringung der Regelleistung bei Vorliegen eines Anordnungsanspruchs.
2. Einer Leistungsgewährung an den Antragsteller steht hier auch nicht die Regelung des § 7 Abs. 4a SGB II entgegen. Danach besteht keine Leistungspflicht des an sich örtlich zuständigen SGB II-Leistungsträgers, wenn sich der Leistungsberechtigte ohne dessen Zustimmung nicht in dessen orts- und zeitnahen Bereich aufhält. Die Vorschrift hat die Funktion eines Leistungsausschlusses, wenn es an der Zustimmung mangelt; die Zustimmung des SGB II-Leistungsträgers zur Ortsabwesenheit ist jedoch – ebenso wie die Verfügbarkeit – keine Voraussetzung für einen Leistungsanspruch nach dem SGB II (vgl. BSG, Urteil vom 16. Mai 2012, Az.: B 4 AS 166 /11 R ).
Quelle: http://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=179061&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=
3. 7 Landessozialgericht Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 05.06.2015 – L 4 AS 237/15 B ER
2. Ein Ermessensfehlgebrauch resultiert daraus, dass das JC die konkreten Auswirkungen seines Bescheides auf die Situation der leistungsberechtigten Antragstellerin nicht angemessen einzelfallbezogen geprüft hat ( keine aktuelle Rentenauskunft zugrunde gelegt).
Quelle: http://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=179060&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=
Anmerkung: Vgl. dazu LSG NRW, Beschluss vom 19.06.2015 – L 19 AS 909/15 B ER
3. 8 Landessozialgericht Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 30.06.2015 – L 4 AS 375/15 B ER – rechtskräftig
Einstweiliger Rechtsschutz – Folgenabwägung – Grundsicherung für Arbeitsuchende – Leistungsausschluss für Ausländer bei Aufenthalt zur Arbeitsuche – Unionsbürger – Europarechtswidrigkeit
3. 9 Bayerisches Landessozialgericht, Beschluss vom 23.06.2015 – L 11 AS 303/15 B ER
4. 1 Sozialgericht Bremen, Beschluss vom 29. April 2015 (Az.: S 37 AS 619/15 ER):
Anmerkung: Vgl. dazu LSG Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 13.03.2012 – L 2 AS 477/11 B ER – wonach der Verweis auf Selbsthilfemöglichkeiten (Wechsel zu einem anderen Anbieter oder die Aufhebung der Stromsperre notfalls durch die Inanspruchnahme vorläufigen Rechtsschutzes gegenüber dem Energieversorgungsunternehmen bei dem zuständigen Zivilgericht zu erreichen) dem Hilfebedürftigem nur bei entsprechender Hilfestellung bzw. Beratung durch das Jobcenter möglich ist (siehe dazu LSG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 8. August 2011 – L 5 AS 10907/11 B ER).
Rechtstipp: Der Verweis auf den Zivilrechtsweg ist nicht immer zulässig. In seinem Beschluss vom 13.08.2013, Az. L 7 AS 1134/13 B ER und L 7 AS 1135/13 B führt das Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen entsprechend aus: „Denn nach der Rechtsauffassung mehrerer Zivilgerichte ist der Energieversorgungsträger zu einer Wiederaufnahme der unterbrochenen Energieversorgung erst dann verpflichtet, wenn zuvor die gesamten rückständigen Energiekosten getilgt worden sind (vgl. zur zivilrechtlichen Rechtslage Gotzen, ZfF 2007, S. 248, 249 f.). Zudem entbindet eine Mitwirkungsobliegenheit des erwerbsfähigen Leistungsberechtigten nach der Rechtsprechung des Senats (LSG NRW, Beschluss vom 15.10.2012, L 7 AS 1730/12 B ER) den Grundsicherungsträger nicht von seiner in § 17 SGB I begründeten Förderungspflicht. Der Verweis auf zivilgerichtlichen Eilrechtsschutz erfordert regelmäßig konsequente Beratung und Unterstützung durch den Leistungsträger.
4. 2 Sozialgericht Halle (Saale), Urteil vom 09.06.2015 – S 7 AS 2305/13
Quelle: http://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=179114&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=
4. 3 Sozialgericht Bayreuth, Urteil vom 26. Mai 2015 (Az.: S 4 AS 102/15):
1. Die Bestimmung der angemessenen Kosten für Unterkunft und Heizung gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 SGB II durch das Jobcenter über ein „schlüssiges Konzept“ ist unwirksam, wenn diese Konzeption nicht auch öffentlich bekannt gemacht wurde, denn es handelt sich hier um eine Verwaltungsvorschrift mit unmittelbarer Außenwirkung gegenüber Dritten. Eine selektive, erläuternde Wiedergabe des Inhalts durch das Jobcenter über die Herausgabe einfacher „Merkblätter“ oder Ähnliches ist hier nicht ausreichend.
4. 4 Sozialgericht Lübeck, Beschluss vom 4. Februar 2015 (Az.: S 42 AS 1376/14 ER):
1. In der Rechtsprechung der Sozialgerichte ist umstritten, ob die aus § 7 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 SGB II hervorgehende Ausschlussnorm auch in Fällen von EU-Bürger/innen – wie z. B. aus Ungarn – Anwendung findet.
Anmerkung: S. a. Beitrag von RA Helge Hildebrandt dazu: ALG II für EU-Bürger bei tatsächlicher Verbindung zum deutschen Arbeitsmarkt
Weiterlesen: http://sozialberatung-kiel.de/2015/06/23/alg-ii-fur-eu-burger-bei-tatsachlicher-verbindung-zum-deutschen-arbeitsmarkt/
4. 5 SG Gießen, Urteil vom 05.05.2015 – S 22 AS 629/13
Quelle: http://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=179071&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=
4. 6 SG Dortmund, Beschluss v. 26.06.2015 – S 29 AS 2129/15 ER
1. Der Bedarf der Bedarfsgemeinschaft in Höhe von 1092,22 Euro ( 399, 2 mal jeweils 267 Euro, zuzüglich Mehrbedarf f. Alleinerziehung 143, 64 sowie der Mehrbedarf f. dezentrale Warmwassererzeugung ) ist durch die streitige Einkommensanrechnung gerade einmal um 56,80 Euro nicht gedeckt, was 5,2% der Regelleistung ausmacht.
2. Dies ist weniger als zum Bsp. der in der Regelleistung enthaltene Bedarf für Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen ( 7,16% ).
Anmerkung: Vgl. dazu auch zur Verneinung der Eilbedürftigkeit bei einem Betrag von 14,80 Euro für Fahrtkosten ( 4 Prozent d. Regelbedarfs f. Partner in einer BG, 360 Euro) – SG Neuruppin, Urt. v. 22.06.2015 – S 26 AS 1250/15 ER
4. 7 Sozialgericht Duisburg, Urteil vom 28.4.2014 – S 49 AS 2522/13
Unterscheidung von laufenden und einmaligen Einnahmen – § 11 Abs. 2 und 3 SGB II – Verteilzeitraum – Arbeitslosengeld I
Quelle: http://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=179014&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=
Anmerkung: ebenso zum : SG Augsburg, Urteil vom 06.06.2014 – S 15 AS 58/14 – Berufung gegen das Urteil des Sozialgerichts ist am Bayerischen Landessozialgericht unter dem Aktenzeichen L 16 AS 543/14 anhängig.
4. 8 Sozialgericht Neuruppin, Beschluss vom 06.07.2015 – S 26 AS 1323/15 ER
Arbeitslosengeld II – Mehrbedarf – unabweisbarer laufender besonderer Bedarf – Fahrtkosten zu ambulanten Behandlungen – Obliegenheit zur Beantragung der Fahrkostenübernahme bei der Krankenkasse – Einlegung von Rechtsbehelfen gegen eine Versagung – kein Anordnungsgrund – keine Eilbedürftigkeit bei etwa 9 Prozent der RL f. Partner ( 31,80 Euro)
Anmerkung: ebenso bei Fahrtkosten zu ambulanten Behandlungen: SG Neuruppin, Beschl. v. 06.07.2015 – S 26 AS 1324/15 ER ( auch keine Eilbedürftigkeit bei 15 % der RL f. Partner ).
5. 1 LSG Niedersachsen-Bremen, Beschluss vom 23. April 2015 (Az.: L 8 SO 414/14 B ER):
2. Dieses besondere Interesse geht über dasjenige hinaus, welches den entsprechend § 117 Abs. 1 Satz 1 SGB XII erlassenen „Ursprungs-Verwaltungsakt“ sachlich rechtfertigt.
5. 2 Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 28.05.2015 – L 9 SO 303/13
Sozialhilfe – Eingliederungshilfe – Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft – Kontakte zur Familie – Hilfe zur Beschaffung eines Kraftfahrzeuges –
3. Soweit die Antragstellerin den Anspruch auf Kostenübernahme für die Anschaffung eines behindertengerechten Kfz auch damit begründet, dass sie „verschiedene Veranstaltungen in Städten wie Oberhausen, Dortmund, Essen, Düsseldorf und Köln besuchen“ möchte und hierfür „beispielsweise“ das Sea Life Aquarium in Oberhausen, Schwimmen am Unterbacher See in Düsseldorf, Erholungsbesuche in Parkanlagen wie der Gruga in Essen, dem Westfalenpark und der Westfalenhalle in Dortmund sowie dem Benrather Schloss bzw. dem japanischen Garten in Düsseldorf aufführt, handelt es sich zwar um Aktivitäten, die der Antragstellerin eine Teilhabe am gemeinschaftlichen und kulturellen Leben (§ 55 Abs. 2 Nr. 7 SGB IX) ermöglichen bzw. eine Verständigung mit der Umwelt (§ 55 Abs. 2 Nr. 4 SGB XII) bzw. mit Menschen außerhalb der Familie fördern. Die Anschaffung eines behindertengerechten Kfz zur Verwirklichung dieser Teilhabeziele ist jedoch nicht i.S.d. § 4 Abs. 1 SGB IX notwendig, d.h. unentbehrlich (s. BSG, Urt. v. 12.12.2013 – B 8 SO 18/12 R ).
6. 1 Sozialgericht Duisburg, Beschluss vom 04.05.2015 – S 48 SO 271/15 ER – rechtskräftig
Sozialhilfe – Nachweis der Hilfebedürftigkeit – Mitwirkungspflicht nach § 60 SGB 1 – Vorlage von Kontoauszügen – Schwärzung personenbezogener Daten – Sozialdatenschutz – Beschränkung auf die Ausgabenseite
Quelle: http://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=179016&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=
6. 2 SG Bremen, Beschluss vom 06.07.2015 – S 15 SO 170/15 ER
Der Leistungsausschluss gemäß § 23 Abs. 3 Satz 1 SGB XII betrifft lediglich den Rechtsanspruch auf Leistungen (§ 23 Abs. 1 Satz 1, 2 SGB XII), nicht aber eine Leistungsgewährung im Ermessenswege gemäß § 23 Abs. 1 Satz 3 SGB XII (vgl. LSG Niedersachsen-Bremen vom 15. April 2015 – L 8 SO 54/15 B ER – mit Bezugnahme auf die Rechtsprechung zur Vorgängervorschrift § 120 Abs. 1 BSHG BVerwG, Urteil vom 10. Dezember 1987 – 5 C 32/85 -juris Rn. 9 ff. sowie LSG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 28. Juli 2014 – L 1.9 AS 948/14 B ER –, Coseriu in jurisPK-SGB XII, 2. Aufl. 2014, § 23 Rn. 75).
Quelle: Rechtsanwälte Beier & Beier, Gröpelinger Heerstraße 387, 28239 Bremen:http://www.kanzleibeier.eu/sg-bremen-kroatische-eu-buerger-erhalten-kurzfristig-sozialhilfe-bis-zur-ausreise-n-rk/
7. Mahnungen der Bundesagentur für Arbeit-Recklinghausen – Keine Fälligkeit , keine Vollstreckung! Ein Beitrag von RA Kay Füßlein.
Sodann wird dem Empfänger mit Vollstreckung und zwangsweisem Einzug gedroht und eine Mahngebühr festgesetzt. Die Empfänger sind meistens verunsichert und zahlen, obwohl zum Beispiel die „fällige Forderung“ des JobCenters immer noch streitig ist- also Widerspruch und Klage eingereicht worden ist.
weiterlesen: http://www.ra-fuesslein.de/wordpress/?p=732
8. Paradies für Reiche – Hölle für Arme, ein Beitrag v. Telepolis
Weiterlesen: http://www.heise.de/tp/artikel/45/45361/1.html