Source: https://www.kpb-inso.de/kommentar/inso-k0014/
Timestamp: 2020-02-20 07:14:33
Document Index: 254738673

Matched Legal Cases: ['§ 14', '§ 14', '§ 14', 'Art. 103', '§ 105', '§ 2', '§ 4', '§ 16', '§ 15', '§ 35', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 765', 'Art. 3', '§ 765', '§ 23']

INSO § 14 – Antrag eines Gläubigers | KPB InsO
Pape – 45. Lfg. 08.2011 – INSO § 14 – Antrag eines Gläubigers
RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH & Co. KG © RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH & Co. KG 978-3-8145-8700-4 Kübler/Prütting/Bork (Hrsg.), InsO: Kommentar zur Insolvenzordnung 2015 § 14 Antrag eines Gläubigers
(1) 1Der Antrag eines Gläubigers ist zulässig, wenn der Gläubiger ein rechtliches Interesse an der Eröffnung des Insolvenzverfahrens hat und seine Forderung und den Eröffnungsgrund glaubhaft macht. 2War in einem Zeitraum von zwei Jahren vor der Antragstellung bereits ein Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens über das Vermögen des Schuldners gestellt worden, so wird der Antrag nicht allein dadurch unzulässig, dass die Forderung erfüllt wird. 3In diesem Fall hat der Gläubiger auch die vorherige Antragstellung glaubhaft zu machen.
Auf Verfahren, die vor dem 1.1.2011 beantragt worden sind, ist die bisher geltende Fassung anzuwenden (Art. 103e EGInsO):
Früheres Recht und Entwurfsregelungen: § 105 Abs. 1, 2 KO; § 2 Abs. 1 Satz 3, § 4 Abs. 1 Satz 1 GesO; § 16 RegE.
Literatur: App, Die Beteiligung kommunaler Behörden an Insolvenzverfahren und die Rechte der übrigen Verfahrensbeteiligten, InVo 1999, 65; ders., Probleme bei Konkursanträgen aufgrund von Steueransprüchen, ZIP 1992, 460; Berger, Insolvenzantragspflicht bei Führungslosigkeit der Gesellschaft nach § 15 Abs. 3 InsO, ZInsO 2009, 1977; ders., Die unternehmerische Tätigkeit des Insolvenzschuldners im Rahmen der Haftungserklärung nach § 35 Abs. 2 InsO, ZInsO 2008, 1101; Berges, Vergleichsdarlehen im Vergleichsantragsverfahren, KTS 1959, 150; Bichlmeier, Die Verhinderung der Eigenverwaltung mittels einer Schutzschrift, DZWIR 2000, 62; Bindemann, Handbuch Verbraucherkonkurs, Eine praxisorientierte Einführung für Schuldner, Schuldenberater, Gläubiger und Rechtsberater, 3. Aufl., 2002; Bollig, Aufgaben, Befugnisse und Entschädigung des gerichtlichen Sachverständigen im Konkurseröffnungsverfahren, KTS 1990, 599; Bork, Ex-Unternehmer als Verbraucher?, ZIP 1999, 301; Carlé, Insolvenzantrag durch das FA, AO-StB 2009, 248; Fischer, Bewirken Leistungen, die zur Erledigung des Insolvenzantrags führen, eine kongruente Deckung?, in: Festschrift Kirchhof, 2003, S. 73; Frank/Burger, Richter und Rechtspfleger im Insolvenzverfahren, NZI 2001, 403; Frind, Gebrauchsanleitung für den erfolgreichen Gläubigerinsolvenzantrag – unter Berücksichtigung der Neufassung des § 14 InsO in der Fassung des Haushaltsbegleitgesetzes 2011, ZInsO 2011, 412; ders., Haushaltsbegleitgesetz 2011 – Chance zur Nutzung der „Frühwarnfunktion“ des Gläubigerantrags vertan, ZInsO 2010, 1784; ders., Zwischenruf: Änderung des § 14 InsO – Freibrief für den verschleppten oder unbegründeten Gläubigerantrag?, ZInsO 2010, 2183; ders., Kleine Reform, große (Fehl-)Wirkung, ZInsO 2005, 790; ders., InsO – Quo vadis?, ZInsO 2005, 66; Frind/Schmidt, Sozialversicherungsträger – Nassauer des InsolvenzInsolvenzverfahrensverfahrens, ZInsO 2001, 1133 (Teil I), ZInsO 2002, 8 (Teil II); Fu, Rechtsschutz gegen Insolvenzanträge des Finanzamtes, DStR 2010, 1411; Fuchs, Verbraucherinsolvenzverfahren und Restschuldbefreiung, in: Kölner Schrift, 2. Aufl., S. 1700; Graeber, Zuständigkeiten und Verfahrensführung des Richters im Verfahren nach der InsO, Rpfleger 1998, 449; Gundlach/Müller, Das Antragsrecht und die Antragspflicht des Insolvenzverwalters, ZInsO 2011, 900; dies., Das Insolvenzantragsrecht eines nachrangigen Insolvenzgläubigers im Fall des qualifizierten Rangrücktritts, ZInsO 2011, 84; Gundlach/Rautmann, Änderungen der Insolvenzordnung durch das Haushaltsbegleitgesetz 2011, DStR 2011, 82; dies., Die Änderung des § 14 InsO durch das Haushaltsbegleitgesetz, NZI 2011, 315; Guski, Das rechtliche Interesse beim Insolvenzantrag, WM 2011, 103; Haarmeyer, Verfahrensrechtliche Voraussetzungen für die Anordnung von Sicherungsmaßnahmen, ZInsO 2001, 203; Haarmeyer/Pape/Stephan/Nickert, Formularbuch Insolvenzrecht, 2. Aufl., 2008; Haas/Scholl, Drohverlustrückstellungen in der Überschuldungsbilanz und deren Neutralisation durch Rangrücktrittsvereinbarungen, ZInsO 2002, 645; Häsemeyer, Nötigung des Insolvenzschuldners zum eigenen Eröffnungsantrag zwecks Restschuldbefreiung, KTS 2011, 151; Helwich, Neuordnung der Zuständigkeitsregelungen im künftigen Insolvenzverfahren, MDR 1997, 13; Henckel, Fehler bei der Eröffnung des Insolvenzverfahrens – Abhilfe und Rechtsmittel, ZIP 2000, 2045; Henkel, Die Prüfung des Eröffnungsgrundes durch das Insolvenzgericht bei Ableitung aus einer streitigen Verbindlichkeit, ZInsO 2011, 1237; Heyrath/Jahnke/Kühn, Der Tod des Schuldners im Insolvenz- und Restschuldbefreiungsverfahren, ZInsO 2007, 1202; Hirte, Die Entwicklung des Unternehmens- und Gesellschaftsrechts in Deutschland in den Jahren 2000 bis 2002, NJW 2003, 1285 (Teil III); Holzer, Die Verbindung von Insolvenzverfahren, NZI 2007, 432; ders., Erklärungen des Insolvenzverwalters bei Ausübung einer selbständigen Erwerbstätigkeit des Schuldners, ZVI 2007, 289; Horstkotte, Die führungslose GmbH im Insolvenzantragsverfahren, ZInsO 2009, 209; Jacobi, Die Glaubhaftmachung des Insolvenzgrundes: Eine Tendenz in der Praxis der Finanzverwaltung, ZInsO 2011, 1094; Jansen/Biebinger, (Un-)Zulässigkeit eines Insolvenzverfahrens mit nur einem Gläubiger, ZInsO 2006, 126; Jungclaus/Keller, Die Änderungen der InsO durch das Haushaltsbegleitgesetz 2011, NZI 2010, 808; Jungmann, Die Gutachtertätigkeit im Insolvenzeröffnungsverfahren – Probleme bei unzulässigen Insolvenzanträgen, DZWIR 2002, 363; Kirchhof, Anfechtung von Leistungen unter Vollstreckungsdruck, ZInsO 2004, 1161; ders., Das Verbraucherinsolvenzverfahren aus Gläubigersicht, ZInsO 1998, 54; Köke/Schmerbach, Tod des Schuldners in der Insolvenz, ZVI 2007, 497; Kollbach/Lodyga/Zanthoff, Haushaltsbegleitgesetz 2011: Erledigungserklärung von Insolvenzanträgen, NZI 2010, 932; Knospe, Das Recht ist ein Bauwerk, das Gesetz eine Baustelle!, WzS 2011, 112; Kutzer, Prozesspfleger statt Notgeschäftsführer – ein praktikabler Ausweg im Verfahren gegen organlose Kapitalgesellschaften, ZIP 2000, 654; Lambrecht, Das Scheme of Arrangement zur Glaubhaftmachung des Insolvenzgrundes, ZInsO 2011, 124; Lang, Das Rechtsschutzinteresse beim Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens, 2003; Leithaus, Anmerkungen zum Regierungsentwurf eines Gesetzes zum Pfändungsschutz der Altersvorsorge und zur Anpassung des Rechts der Insolvenzanfechtung, NZI 2005, 436; Maintzer, Die Gewährung rechtlichen Gehörs im Rahmen des Konkursverfahrens, KTS 1985, 617; Marotzke, Kostenfreie Weiterverfolgung eines von Gläubigerseite gestellten Insolvenzantrags trotz Wegfalls der zugrundeliegenden Forderung?, ZInsO 2011, 841; ders., Sinn und Unsinn einer insolvenzrechtlichen Privilegierung des Fiskus, ZInsO 2010, 2163; Meyer-Löwy/Fritz, Zahlungsfähigkeit und positive Fortführungsprognose auch bei Vorlage eines Scheme of Arrangement, ZInsO 2011, 662; G. Pape, Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen, ZInsO 2011, 1033; ders., Sperrwirkung gescheiterter Restschuldbefreiungsversuche im Insolvenzverfahren über das Vermögen natürlicher Personen, in: Festschrift Ganter, 2010, S. 407; ders., Erleichterung der Sanierung von Unternehmen durch Insolvenzverfahren bei gleichzeitiger Abschaffung der GläubigerGläubigergleichbehandlunggleichbehandlung?, ZInsO 2010, 2155; ders., Erleichterung der Sanierung von Unternehmen durch Stärkung der Eigenverwaltung, ZInsO 2010, 1582; ders., Änderungen im Eröffnungsverfahren durch das Gesetz zur Vereinfachung des Insolvenzverfahrens, NZI 2007, 425; ders., Eröffnungsantrag des Schuldners als Voraussetzung für die Restschuldbefreiung, NZI 2004, 543; ders., Verbraucher- und Privatinsolvenzen: Rechtsprechungsübersicht I/2004, ZVI 2004, Beilage 2; ders., Verbraucher- und Privatinsolvenzen: Rechtsprechungsübersicht 2003, ZVI 2004, Beilage 1; ders., Zulässigkeit von Insolvenzverfahren mit nur einem Gläubiger, ZVI 2003, 624; ders., Rechtsprechungsübersicht: Verbraucherinsolvenzverfahren – Stand Januar 2003, ZInsO 2003, Beilage 1; ders., Unzulässige Konkursanträge aufgrund vorläufig vollstreckbarer Schuldtitel, NJW 1993, 297; ders., Bevorstehende Änderungen der InsO nach dem InsOÄndG 2001, ZInsO 2001, 587; ders., Die Lösung von Kompetenzkonflikten zwischen Konkursordnung und Gesamtvollstreckungsordnung, WiB 1995, 150; ders., Schadensersatzpflicht wegen fahrlässig gestellten Konkursantrags?, ZIP 1995, 623; ders., Unzulässige Konkursanträge aufgrund vorläufig vollstreckbarer Schuldtitel?, NJW 1993, 297; G. Pape/Uhlenbruck, 30 Jahre Insolvenzrechtsreform für die Katz?, ZIP 2005, 417; I. Pape, Referentenentwurf eines Gesetzes zur Änderung der InsO – Anmerkungen zu den geplanten Neuregelungen, NZI 2004, 601; I. Pape/G. Pape, Update Verbraucherinsolvenz und Restschuldbefreiung, Teil 1, InsbürO 2010, 162; Passarge/Brete, Führungslosigkeit in Theorie und Praxis – eine kritische Bestandsaufnahme, ZInsO 2011, 1293; Schacht, Vorrechte öffentlicher und fiskalischer Forderungen im Insolvenzverfahren, ZInsO 2011, 1048; Schmahl, Zur Darstellung und Glaubhaftmachung der Forderung eines öffentlich-rechtlichen Gläubigers im Insolvenzeröffnungsantrag, NZI 2007, 20; ders., Zur Praxis öffentlich-rechtlicher Gläubiger bei der Stellung und Rücknahme von Eröffnungsanträgen. Tatsachen und Anmerkungen am Beispiel des AG Duisburg, NZI 2002, 177; Schmerbach, Die Finanzgerichte und die InsO, ZInsO 2011, 895; ders., Zweitinsolvenzverfahren, ZInsO 2009, 2078; ders., Bearbeitung mehrerer Insolvenzanträge, InsbürO 2004, 362; ders., Der Gläubigerantrag im Regelinsolvenzverfahren, NZI 2003, 421; Schmerbach/Wegener, Insolvenzrechtsänderungsgesetz 2006, ZInsO 2006, 400; Schneider/Hörmann, Die Änderungswünsche der Finanzverwaltung zum Insolvenzanfechtungsrecht – oder die Wiedereinführung des „Wildhund“-Prinzips, ZInsO 2005, 133; Schur, Vollstreckungsschutz nach § 765a ZPO im Insolvenzverfahren, KTS 2008, 471; Segebrecht/Pietrek, Die Gläubigergleichbehandlung im Insolvenzverfahren – eine Regelung zu Lasten der Sozialversicherung, Rvaktuell 2011, 54; Skrotzki, Das rechtliche Gehör im Konkursverfahren, KTS 1956, 105; Smid, Kurze kritische Anmerkungen zu den Änderungen der Insolvenzordnung durch Art. 3 und 4 Haushaltsbegleitgesetz 2011, DZWIR 2011, 133; ders., Funktion des Sequesters und Aufgaben des Insolvenzgerichts in der Eröffnungsphase nach der verabschiedeten Insolvenzordnung (InsO), WM 1995, 785; Trottner, Wiedereinführung des Fiskusprivilegs?, NWB 2011, 309; Uhlenbruck, Der Insolvenzgrund im Verbraucherinsolvenzverfahren, NZI 2000, 15; ders., Das rechtliche Gehör im Konkurseröffnungsverfahren, in: Festschrift Baumgärtel, 1990, S. 569; ders., Die verfahrens- und kostenmäßige Behandlung mehrerer Konkursanträge gegen den gleichen Schuldner, KTS 1987, 561; ders., Der ordnungsmäßige Konkursantrag des Finanzamts gegen den Steuerschuldner, DStZ 1986, 39; ders., Konkursantrag der Sozialversicherungsträger, Rpfleger 1981, 377; ders., Konkursantrag aus Gründen der Kostenersparnis, NJW 1968, 685; Unger, Das Rechtsschutzbedürfnis beim Konkursantrag, KTS 1962, 205; Vallender, Das rechtliche Gehör im Insolvenzverfahren, in: Kölner Schrift, 3. Aufl., S. 115; ders., Allgemeine Anforderungen an Anträge im Insolvenzverfahren, MDR 1999, 280; ders., Anwaltliche Gebühren im Verbraucherinsolvenz- und Restschuldbefreiungsverfahren, MDR 1999, 598; Vallender/Fuchs/Rey, Der Gläubigerantrag und seine Behandlung bis zur Eröffnungsentscheidung, NZI 1999, 181; Viertelhausen, Das Finanzamt als Gläubiger im Insolvenzverfahren, InVo 2002, 45; Weiland, Wi(e)der die Privilegierung der öffentlich-rechtlichen Gläubiger, DZWIR 2011, 224; Wellkamp, Verfahrensprobleme bei der Insolvenz der Gesellschaft bürgerlichen Rechts, KTS 2000, 331; Wessel, Der Sachverständige im Insolvenzeröffnungsverfahren, DZWIR 1999, 230; Wimmer, Die insolvenzrechtlichen Bestimmungen des Haushaltsbegleitgesetzes 2011, jurisPR-InsR 23/2010 Anm. 1; Zipperer, Die Insolvenz des freigegebenen selbständigen Gemeinschuldners, ZVI 2007, 541.
I.	Regelungsinhalt und -zweck 1.	Besondere Zulässigkeitsvoraussetzungen von Folgeanträgen innerhalb bestimmter Zeiträume a)	Neuregelung durch das Haushaltsbegleitgesetz 2011 b)	Ziel und Zweck der Neuregelung c)	Wiederherstellung der früheren Privilegien von Fiskus und Sozialversicherungsträgern 2.	Anhörungspflicht bei Gläubigeranträgen 3.	Ausschluss der Zweitschuldnerhaftung bei Erfüllung nach Antragstellung II.	Entstehungsgeschichte III.	Formale Voraussetzungen für die Zulassung des Gläubigerantrags 1.	Formbedürftigkeit des Gläubigerantrags/notwendiger Inhalt a)	Einhaltung der Schriftform b)	Beifügung von Unterlagen c)	Ziel des Antrags 2.	Angabe der ladungsfähigen Anschrift des Schuldners 3.	Erforderliche Angaben zur Individualisierung des Schuldners bei Gesellschaften 4.	Antragstellung gegen eine juristische Person ohne Vertretungsorgan a)	Bestellung eines Notgeschäftsführers/Verfahrenspflegers b)	Auswirkungen des MoMiG – Führungslosigkeit 5.	Antragstellung durch Bevollmächtigte – Heilung von Mängeln der Vollmacht 6.	Geschäftsunfähiger Schuldner, Betreuungsfälle, Tod des Schuldners im Eröffnungsverfahren 7.	Sonderinsolvenzverfahren bei Freigabe der selbständigen Tätigkeit des Schuldners IV.	Auswirkungen des im Insolvenzverfahren geltenden Beschleunigungsgrundsatzes 1.	Bedingungsfeindlichkeit von Insolvenzanträgen 2.	Unzulässigkeit der Anordnung der Aussetzung und des Ruhens des Verfahrens V.	Voraussetzungen für die Bewilligung von Insolvenzkostenhilfe für den antragstellenden Gläubiger 1.	Hinreichende Erfolgsaussicht 2.	Bewilligung von Prozesskostenhilfe nach Verfahrensabschnitten 3.	Voraussetzungen für die Beiordnung eines Rechtsanwalts VI.	Antragstellung in besonderen Verfahrenskonstellationen 1.	Zulässigkeit von Insolvenzanträgen in Bezug auf Schuldner mit nur einem Gläubiger 2.	Zulässigkeit von Mehrfachanträgen gegen denselben Schuldner 3.	Grundsätzliche Unzulässigkeit von weiteren Insolvenzanträgen nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens a)	Unzulässigkeit von Altgläubigeranträgen in der Wohlverhaltensphase b)	Unzulässigkeit von Neugläubigeranträgen während des eröffneten Verfahrens c)	Behandlung von Neugläubigeranträgen in der Wohlverhaltensphase d)	Zweites Insolvenzverfahren auf Antrag eines Neugläubigers bei Freigabe des Schuldnermögens aus selbständiger Tätigkeit e)	Unzulässigkeit eines Eigenantrags nach Verfahrenseröffnung auf Antrag eines Gläubigers f)	Zulässigkeit eines erneuten Insolvenzantrags nach Abweisung mangels Masse g)	Unzulässigkeit von Schuldneranträgen bei Streit um die Rücknahmefiktion h)	Keine Antragssperre wegen Nachtragsverteilung nach früherem Verfahren 4.	Antragstellung in besonderen Verfahrensarten der Insolvensordnung a)	Anträge gegen Schuldner im Verbraucherinsolvenzverfahren aa)	Angaben des Gläubigers zur Verfahrenszuordnung bb)	Unerheblichkeit der Verfahrenszuordnung für Gläubigeranträge b)	Anschließung des Schuldners an einen Gläubigerantrag mit einem Eigenantrag c)	Besonderheiten im Hinblick auf die Eigenverwaltung des Schuldners d)	Nachlassinsolvenzverfahren und Verfahren über besondere Vermögensmassen VII.	Doppelte Glaubhaftmachung von Forderung und Insolvenzgrund 1.	Glaubhaftmachung der zur Antragstellung berechtigenden Forderung a)	Glaubhaftmachung einer Teilforderung b)	Auswechselung der Ursprungsforderung c)	Verlust der Antragsbefugnis bei vollständiger Begleichung der Forderung d)	Glaubhaftmachung durch nicht titulierte Forderung e)	Besonderheiten bei Insolvenzanträgen von Sozialversicherungsträgern und Behörden aa)	Anträge von Sozialversicherungsträgern bb)	Anträge von Finanzämtern cc)	Streitfragen bei der Behandlung von Anträgen institutioneller Gläubiger f)	Bestreiten der Forderung durch den Schuldner g)	Bestreiten des Schuldners bei titulierter Forderung h)	Maßgeblichkeit der bestrittenen Forderung für den Insolvenzgrund 2.	Glaubhaftmachung des Insolvenzgrundes a)	Glaubhaftmachung anhand von Indizien b)	Dauer der Nichtabführung von Sozialversicherungsbeiträgen c)	Möglichkeiten zur Eindämmung von „Druckanträgen“ d)	Bemühungen der Finanzverwaltung zur Unterbindung der Anfechtbarkeit von Druckanträgen VIII. Rechtsschutzbedürfnis 1.	Neugläubiger/nachrangige Insolvenzgläubiger 2.	Geringfügige Forderung 3.	Verfolgung insolvenzfremder Zwecke 4.	Verfolgung insolvenzwidriger Zwecke durch Sozialversicherungsträger und öffentlich-rechtliche Gläubiger 5.	Gläubiger eigenkapitalersetzender Gesellschafterleistungen 6.	Zweifelhafte Erfolgsaussichten IX.	Aufrechterhaltung des Antrags trotz Ausgleichs der Forderung des Antragstellers nach Antragstellung 1.	Kontroverse um die Schaffung einer Sonderregelung für Fiskus und Sozialversicherungsträger 2.	Gründe für die Einführung der Regelung a)	Gläubigerbenachteiligung durch den Zwang zur Antragserledigung nach Forderungsausgleich b)	Beschleunigung der Verfahrenseröffnung durch Absatz 1 Satz 2 3.	Tatbestandmerkmale des Absatzes 1 Satz 2 a)	Vorausgehender Antrag innerhalb des 2-Jahres-Zeitraums aa)	Fristberechnung bb)	Berücksichtigungsfähigkeit aller vorausgehenden Anträge b)	Unerheblichkeit der Art der Erledigung des vorausgehenden Antrags 4.	Glaubhaftmachung des Erstantrags a)	Information des Gläubigers über frühere Anträge gegen den Schuldner b)	Gegenstand der Glaubhaftmachung des Gläubigers 5.	Rechtsschutzbedürfnis für die Aufrechterhaltung des Antrags a)	Fehlende Aussage in der Gesetzesbegründung b)	Ableitung des Rechtsschutzbedürfnisses aus Sinn und Zweck des Absatzes 1 Satz 2 c)	Unerheblichkeit des Ausgleichs der Forderung 6.	Rechtsfolgen der Anwendung des Absatzes 1 Satz 2 und 3 a)	Kein Erfordernis der neuerlichen Glaubhaftmachung eines Insolvenzgrundes b)	Voraussetzungen für das Einsetzen der Amtsermittlungspflicht X.	Rechtsbehelfe des Schuldners im Vorprüfungsverfahren 1.	Einstweiliger Rechtsschutz gegen Insolvenzanträge 2.	Kein Vollstreckungsschutz gemäß § 765a ZPO 3.	Haftungsgefahren bei der Zulässigkeitsprüfung XI.	Folgen der Zulassung des Gläubigerantrags 1.	Zulassung des Insolvenzantrags 2.	Entscheidung über die Anordnung von Sicherungsmaßnahmen 3.	Aufklärung des Insolvenzgrundes a)	Prüfung des Bestehens der Forderung b)	Feststellung des Insolvenzgrunds XII.	Die Anhörung des Schuldners im Eröffnungsverfahren (Abs. 2) 1.	Nachholung der Anhörung 2.	Besondere Probleme bei der Anhörung natürlicher Personen 3.	Einschränkungen der Anhörungspflicht 4.	Besonderheiten bei Gesellschaften 5.	Sonderfälle mehrmaliger Anhörungen XIII. Kostenlast des Schuldners bei Ausgleich der Forderung und Abweisung des Antrags als unbegründet (Abs. 3) 1.	Anwendungsbereich a)	Keine Anwendung auf unzulässige Anträge b)	Beschränkter Ausschluss der Zweitschuldnerhaftung nach § 23 Abs. 1 Satz 4 GKG n. F. 2.	Unbilligkeit der Belastung des Schuldners mit den Folgen unbegründeter Anträge