Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=10.11.1999&Aktenzeichen=XII%20ZR%2024/97
Timestamp: 2019-11-19 16:16:54
Document Index: 262466219

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 584', '§ 584', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 10.11.1999 - XII ZR 24/97 - dejure.org
https://dejure.org/1999,2240
BGH, 10.11.1999 - XII ZR 24/97 (https://dejure.org/1999,2240)
BGH, Entscheidung vom 10.11.1999 - XII ZR 24/97 (https://dejure.org/1999,2240)
BGH, Entscheidung vom 10. November 1999 - XII ZR 24/97 (https://dejure.org/1999,2240)
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Pachtvertrag - Nutzungen - Pächter - Verpächter - Kiesausbeutungsvertrag - Verspätete Rückgabe
Nutzungsentschädigung, - nach Be- endigung eines Kiesausbeutungsvertra- ges; Kiesausbeutungsvertrag, - als Pachtvertrag; Nutzungsentschädigung, Höhe der - bei Kiesausbeutungsvertrag
Zur Anwendbarkeit des § 584 b BGB nach Beendigung eines Kiesausbeutungsvertrages
BGB § 584b
NJW-RR 2000, 302
MDR 2000, 202
NZM 2000, 134
WM 2000, 545
Gegenstand des Pachtvertrags ist danach die zeitlich beschränkte Gewährung des Gebrauchs und Fruchtgenusses (Ausbeute) des Grundstücks (…zuletzt BFH-Urteil in BFH/NV 2003, 1175, m.w.N.; Urteile des Bundesgerichtshofs --BGH-- vom 10. November 1999 XII ZR 24/97, Neue Juristische Woche-Rechtsprechungs-Report Zivilrecht --NJW-RR-- 2000, 302, und vom 17. Dezember 1999 V ZR 448/98, NJW-RR 2000, 647).
b) Nach ständiger Rechtsprechung wird die zeitlich begrenzte Überlassung von Grundstücken zur Hebung der darin ruhenden Bodenschätze grundsätzlich sowohl zivil- als auch steuerrechtlich als Pachtverhältnis beurteilt (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 30. Oktober 1967 VI 331/64, BFHE 90, 215, BStBl II 1968, 30;… vom 25. Juni 1985 IX R 60/82, BFH/NV 1985, 74;… vom 6. Mai 2003 IX R 64/98, BFH/NV 2003, 1175, jeweils m.w.N.; Urteil des Bundesgerichtshofs vom 10. November 1999 XII ZR 24/97, Neue Juristische Wochenschrift-Rechtsprechungsreport Zivilrecht 2000, 302, m.w.N.).
Eine Vorenthaltung der Mietsache liegt grundsätzlich dann vor, wenn der Mieter diese nach Beendigung des Mietverhältnisses nicht zurückgibt - somit seiner Rückgabepflicht nicht nachkommt - und das Unterlassen der Herausgabe dem Willen des Vermieters widerspricht (BGH, NZM 2000, 134; BGHZ 90, 145; BGH, NJW 1983, 112).
Auch wenn man - was das Gericht nicht tut - die Überwalzung der laufenden Schönheitsreparaturen in diesem Vertrag für wirksam hält, sind die Beklagten nicht zur Renovierung verpflichtet, weil durch die Endrenovierungsklausel ein Summierungseffekt eintritt, der den Mieter unangemessen benachteiligt (vgl. LG Berlin ZMR 99, 557; LG Hamburg NZM 2000, 541; LG Frankfurt WM 2000, 545; AG Königstein NZM 2000, 1181).
Eine solche Differenzberechnung (vgl. z.B. LG Frankfurt, WM 2000, 545) hat die Klägerin nicht vorgelegt.