Source: https://www.dansef.de/urteile-und-aufsaetze/?u_id=3323&thema=Familienrecht
Timestamp: 2019-03-21 14:07:28
Document Index: 84674921

Matched Legal Cases: ['EuG', 'EuG', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 64', 'BGH', 'BGH']

Urteile und Aufsätze | Deutsche Anwalts-, Notar- und Steuerberatervereinigung für Erb- und Familienrecht e.V.
Stefan Arnst, Düsseldorf: Rechtsanwalt, Fachanwalt für Familienrecht - Familienrecht
Anwendungsbeginn von EuGüVO und EuPartVO
Anwen­dungs­be­ginn von EuGü­VO und EuPart­VO 1. März 2019
Ober­lan­des­ge­richt Düs­sel­dorf: Pfle­ge­el­tern kön­nen nach Sor­ge­rechts­ent­zie­hung Vor­rang vor Ver­wand­ten haben 18. Februar 2019
BGH, Beschluss vom 06.02.2019, Az. XII ZB 405/18 6. Februar 2019
BGH, Beschluss vom 06.02.2019, Az. XII ZB 504/18 6. Februar 2019
BGH, Beschluss vom 28.11.2018, Az. XII ZB 217/17 1. Februar 2019
Urtei­le und Auf­sät­ze
BGH, Beschluss vom 31.10.2018, Az. XII ZB 411/18
(Ausgabe 11/2018), AZ XII ZB 411/18, BGH
a) Ein an das Rechtsbeschwerdegericht gerichteter Antrag auf einstweilige Aussetzung der Vollziehung eines das Umgangsrecht regelnden Beschlusses ist in entsprechender Anwendung des § 64 Abs. 3 FamFG statthaft (im Anschluss an BGH Beschluss vom 21. Januar 2010 - V ZB 14/10 - FGPrax 2010, 97 und Senatsbeschluss vom 30. Oktober 2013 - XII ZB 482/13 -FamRZ 2014, 29).
b) Im einstweiligen Anordnungsverfahren sind die Erfolgsaussichten des Rechtsmittels und die drohenden Nachteile für den Rechtsbeschwerdeführer gegeneinander abzuwägen. Die Aussetzung der Vollziehung einer Umgangsregelung, die durch das Beschwerdegericht bestätigt worden ist, wird danach regelmäßig nur in Betracht kommen, wenn das Rechtsmittel Aussicht auf Erfolg hat oder die Rechtslage zumindest zweifelhaft ist (im Anschluss an BGH Beschluss vom 21. Januar 2010 - V ZB 14/10 - FGPrax 2010, 97 und Senatsbeschluss vom 30. Oktober 2013 - XII ZB 482/13 -FamRZ 2014, 29).
c) Auch ein erst vierjähriges Kind ist in einem Umgangsrechtsverfahren grundsätzlich von dem Gericht persönlich anzuhören. Ausnahmsweise darf das Gericht von der Anhörung des Kindes aus schwerwiegenden Gründen absehen. Das ist regelmäßig der Fall, wenn die Anhörung des Kindes zu einer erheblichen Beeinträchtigung seiner körperlichen oder seelischen Gesundheit führen würde.
d) Um die Frage beantworten zu können, ob die persönliche Anhörung des Kindes unterbleiben kann, muss vom Tatrichter eine Interessenabwägung vorgenommen werden. Dabei ist auch zu berücksichtigen, inwieweit es möglich ist, durch die Auskunft anderer Verfahrensbeteiligter, wie etwa des Verfahrensbeistands, des Umgangs- bzw. Ergänzungspflegers oder eines Mitarbeiters des Jugendamts, zu erfahren, ob der Umgang dem Kindeswohl entspricht.