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Timestamp: 2016-10-24 08:58:18
Document Index: 56365750

Matched Legal Cases: ['Art. 285', 'Art. 78', 'Art. 81', 'BGE', 'Art. 118', 'Art. 115', 'Art. 81', 'Art. 41', 'BGE', 'Art. 81', 'BGE', 'Art. 3', 'Art. 10', 'BGE', 'Art. 3', 'Art. 122', 'Art. 14', 'Art. 17', 'Art. 14', 'BGE', 'Art. 14', 'Art. 14', 'BGE', 'Art. 14', 'Art. 14', 'Art. 123', 'BGE', 'Art. 5', 'Art. 36', 'Art. 8', 'BGE', 'BGE', 'Art. 14', 'BGE', 'Art. 17', 'BGE', 'Art. 17', 'BGE', 'Art. 122', 'Art. 14', 'Art. 66', 'Art. 68']

6B_569/2012 (02.05.2013)
Schwere K�rperverletzung,
X.________ begab sich am 10. November 2009 in emotional aufgew�hltem Zustand in die Wohnung von A.________, die zuvor die gemeinsame Beziehung beendet hatte. Er hatte seit der Trennung einerseits bereits versucht, sich das Leben zu nehmen, und andererseits den Suizid auch mehreren Personen gegen�ber angedroht. Nachdem X.________ in der K�che zwei Messer beh�ndigt hatte, rief A.________ im Verlauf des Gespr�chs per SMS ihre Mutter und ihren in der gleichen Wohnung lebenden Bruder zur Unterst�tzung herbei. X.________ beabsichtigte zu diesem Zeitpunkt nur, sich selbst zu verletzen oder gar umzubringen, jedoch keinen der anderen Anwesenden zu gef�hrden. A.________ zog sich hierauf ins Badezimmer, ihr Bruder in sein Zimmer und ihre Mutter nach draussen zur�ck, wo sie die Polizei verst�ndigte.
Aufgrund einer Meldung wegen h�uslicher Gewalt mit Suizidandrohung durch einen bewaffneten Mann wurden daraufhin mehrere Polizeibeamte, worunter Y.________ und B.________ von der Regionalpolizei Oberes Fricktal, zum Einsatz aufgeboten. Bei ihrem Eintreffen wurden sie von der Mutter von A.________ informiert, dass X.________ drohe, sich mit dem Messer umzubringen und auch Polizisten "abzustechen", wenn sie ihm zu nahe k�men. Der Polizeibeamte Y.________ half in der Folge A.________ die im Hochparterre gelegene Wohnung aus dem Fenster des Badezimmers zu verlassen. Dadurch wurde X.________ auf die Polizei aufmerksam und trat nach draussen. Den mehrfachen Aufforderungen, sein Messer wegzulegen, kam er nicht nach. Er verletzte sich mehrmals mit dem Messer am linken Unterarm und forderte die Polizeibeamten auf, ihn zu erschiessen. Nach weiteren verbalen Deeskalationsversuchen der Polizisten warf er das Messer schliesslich �ber die Balkonbr�stung auf den Rasen, zog indes, als jene ihn stellen wollten, ein zweites Messer, stieg �ber den Gartensitzplatz nach unten und bewegte sich mit dem Messer in der Hand auf die beiden Polizeibeamten zu. Da X.________ den Anweisungen der Polizisten weiterhin keine Folge leistete, schoss der Polizeibeamte Y.________ nach wiederholten Warnrufen auf dessen Beine, ohne das Ziel zu treffen. Der Polizeibeamte B.________ spr�hte ihm zudem Pfefferspray ins Gesicht, was ebenfalls ohne Wirkung blieb. X.________ rannte daraufhin �ber die Wiese auf die Strasse in Richtung Dorfzentrum, wobei er von Y.________ und einem weiteren Beamten zu Fuss und von B.________ und einer weiteren Polizistin in ihrem zivilen Polizeifahrzeug verfolgt wurde. Da sich der Abstand stetig vergr�sserte, kniete sich Y.________ nieder und gab mit seiner Maschinenpistole einen Schuss auf die Beine des Fl�chtenden ab. Dieser sank daraufhin zu Boden und warf das Messer weg.
Der Schuss traf X.________ im Unterleib, wobei der Schusskanal von der rechten Ges�ssh�lfte quer durch das Becken bis in den linken, oberen Schambeinast verlief, wo das Projektil im Knochen stecken blieb. X.________ erlitt durch die Schussverletzung eine Beckenverletzung mit zweifachem Durchschuss des Enddarms, Durchschuss der Prostata, Durchtrennung der Harnr�hre und Bruch des Schambeinastes links und schwebte aufgrund der inneren Blutungen zeitweise in unmittelbarer Lebensgefahr (angefochtenes Urteil S. 8 ff.; erstinstanzliches Urteil S. 9; vgl. auch Tatrekonstruktion, Untersuchungsakten, act. 24 ff.).
Gest�tzt auf diesen Sachverhalt erhob die Staatsanwaltschaft Rheinfelden-Laufenburg (vormals Staatsanwaltschaft des Kantons Aargau) Anklage gegen Y.________ wegen schwerer K�rperverletzung. Das Bezirksgericht Laufenburg sprach Y.________ mit Urteil vom 5. Mai 2011 frei. Die Zivilforderung von X.________ verwies es auf den Zivilweg. Gegen diesen Entscheid erhoben die Staatsanwaltschaft und X.________ Berufung, welche das Obergericht des Kantons Aargau mit Urteil vom 5. Juli 2012 abwies. Die Genugtuungsforderung wies es ab. Die �brigen zivilrechtlichen Anspr�che verwies es auf den Zivilweg.
X.________ wurde am 5. Mai 2011 vom Bezirksgericht Laufenburg wegen Gewalt und Drohung gegen Beh�rden und Beamte gem�ss Art. 285 Ziff. 1 StGB zu einer Geldstrafe von 40 Tagess�tzen zu Fr. 40.--, mit bedingtem Strafvollzug bei einer Probezeit von 2 Jahren, verurteilt.
X.________ f�hrt Beschwerde in Strafsachen beim Bundesgericht, mit der er beantragt, das angefochtene Urteil sei aufzuheben und Y.________ sei wegen schwerer K�rperverletzung angemessen zu bestrafen. Ferner sei er im Sinne einer Teilklage zur Zahlung einer Genugtuung von Fr. 10'000.-- nebst Zins zu 5 % seit dem 10. November 2009 zu verurteilen. Die �brigen zivilrechtlichen Anspr�che seien auf den Zivilweg zu verweisen. Schliesslich ersucht er um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege.
Das Obergericht und die Staatsanwaltschaft des Kantons Aargau haben auf Stellungnahme verzichtet. Y.________ beantragt in seiner Vernehmlassung, die Beschwerde sei vollumf�nglich abzuweisen. X.________ hat auf Bemerkungen zur Vernehmlassung verzichtet.
1.1 Der angefochtene Entscheid ist ein letztinstanzlicher kantonaler Entscheid in einer Strafsache, gegen den die Beschwerde an das Bundesgericht offensteht (Art. 78 Abs. 1, 80 Abs. 1 und 90 BGG). Gem�ss Art. 81 Abs. 1 BGG ist zur Beschwerde in Strafsachen berechtigt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen oder keine M�glichkeit zur Teilnahme erhalten hat (lit. a) und ein rechtlich gesch�tztes Interesse an der Aufhebung oder �nderung des angefochtenen Entscheids hat (lit. b). Nach lit. b Ziff. 5 derselben Bestimmung ist zur Erhebung der Beschwerde insbesondere die Privatkl�gerschaft legitimiert, wenn der angefochtene Entscheid sich auf die Beurteilung ihrer Zivilanspr�che auswirken kann. Im Falle eines Freispruchs des Angeschuldigten setzt dies voraus, dass die Privatkl�gerschaft, soweit zumutbar, ihre Zivilanspr�che aus strafbarer Handlung im Strafverfahren geltend gemacht hat (BGE 138 IV 86 E. 3; 137 IV 246 E. 1.3.1, mit Hinweisen). Als Privatkl�gerschaft gilt die gesch�digte Person, die ausdr�cklich die Absicht ihrer Beteiligung am Strafverfahren als Straf- oder Zivilkl�ger erkl�rt hat (Art. 118 Abs. 1 StPO). Gesch�digt ist, wer durch die Straftat in seinen Rechten unmittelbar verletzt worden, d.h. wer Tr�ger des durch die verletzte Strafnorm gesch�tzten oder zumindest mitgesch�tzten Rechtsgutes ist (Art. 115 Abs. 1 StPO; Urteil des Bundesgerichts 1B_432/2011 vom 20. September 2012 E. 2.2.3, zur Publikation vorgesehen, mit Hinweisen).
1.2 Als Zivilanspr�che im Sinne von Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG gelten solche, die ihren Grund im Zivilrecht haben und deshalb ordentlicherweise vor dem Zivilgericht durchgesetzt werden m�ssen. In erster Linie handelt es sich um Anspr�che auf Schadenersatz und Genugtuung nach Art. 41 ff. OR. Nicht in diese Kategorie geh�ren Anspr�che, welche sich aus �ffentlichem Recht ergeben. Gem�ss � 75 Abs. 1 der Verfassung des Kantons Aargau vom 25. Juni 1980 (i.d.F. vom 24. M�rz 2009) haften der Kanton und die Gemeinden f�r den Schaden, den ihre Beh�rden, Beamten und �brigen Mitarbeitenden in Aus�bung der amtlichen T�tigkeit Dritten widerrechtlich verursachen. Dem Gesch�digten stehen f�r den Schaden, den ihm ein Mitarbeiter des Gemeinwesens in Aus�bung einer amtlichen Verrichtung zuf�gte, demnach ausschliesslich Anspr�che gegen den Staat zu (� 1 Abs. 1 und 10 Abs. 1 Haftungsgesetz/AG vom 24. M�rz 2009 [HG/AG; SAR 150.200]). Schadenersatz- oder Genugtuungsforderungen gegen den Mitarbeiter sind ausgeschlossen (� 10 Abs. 1 HG/AG). Die vom Beschwerdef�hrer erhobenen strafrechtlichen Vorw�rfe k�nnen sich daher allenfalls auf seine Staatshaftungsanspr�che, nicht aber auf seine Zivilanspr�che auswirken (BGE 128 IV 188 E. 2.2; 127 IV 189 E. 2b; 125 IV 161 E. 2b und 3 mit Hinweisen). Daran �ndert nichts, dass die Vorinstanz auf den Antrag des Beschwerdef�hrers, der Beschwerdegegner 2 sei im Sinne einer Teilklage zur Zahlung einer Genugtuung von Fr. 10'000.--, zuz�glich 5 % Zins seit 10. November 2009, eintrat, ihn aber abwies und die �brigen zivilrechtlichen Anspr�che auf den Zivilweg verwies.
1.3 Unbek�mmert um die fehlende Legitimation in der Sache selbst kann der Privatkl�ger die Verletzung von Verfahrensrechten geltend machen. Das nach Art. 81 Abs. 1 lit. b BGG erforderliche rechtlich gesch�tzte Interesse ergibt sich in diesem Fall aus der Berechtigung, am Verfahren teilzunehmen. Als Partei des kantonalen Verfahrens kann er die Verletzung jener Parteirechte r�gen, die ihm nach dem kantonalen Verfahrensrecht, der Bundesverfassung oder der EMRK zustehen und deren Missachtung eine formelle Rechtsverweigerung bedeutet. Unzul�ssig sind allerdings R�gen, deren Beurteilung von der Pr�fung in der Sache nicht getrennt werden kann und die im Ergebnis auf eine materielle �berpr�fung des angefochtenen Entscheids abzielen ("Star-Praxis"; BGE 136 IV 41 E. 1.4; 135 II 430 E. 3.2; 133 I 85 E. 6.2; 129 I 217 E. 1.4 E. 1.4; je mit Hinweisen).
1.4 Soweit ein verfassungsm�ssiger Anspruch auf Ausf�llung der im Strafgesetzbuch vorgesehenen Strafen besteht, kann sich der Privatkl�ger, der Opfer eines staatlichen �bergriffs geworden ist, nach der Rechtsprechung indes nicht nur in verfahrensrechtlicher Hinsicht, sondern auch in der Sache selbst gegen eine Verfahrenseinstellung oder einen Freispruch zur Wehr setzen. Dies hat das Bundesgericht bejaht f�r den aus dem Verbot der Folter sowie der unmenschlichen oder erniedrigenden Bestrafung oder Behandlung gem�ss Art. 3 und 13 EMRK sowie Art. 10 Abs. 3 BV abgeleiteten Anspruch auf eine wirksame und vertiefte amtliche Untersuchung sowie das Recht auf Anwendung der zur Bek�mpfung von Folter und Misshandlung erlassenen Strafbestimmungen (BGE 138 IV 86 E. 3.1.1; 131 I 455 E. 1.2.5 f.; Urteile des Bundesgericht 1B_355/2012 vom 12. Oktober 2012 E. 1.2.2; 1B_10/2012 vom 29. M�rz 2012 E. 1.2.3 f., in: Pl�doyer 2012/4 S. 61 f.; 1B_272/2011 vom 22. M�rz 2012 E. 2.5; 6B_529/2009 vom 22. Dezember 2009 E. 2.2.2 und 6B_274/2009 vom 16. Februar 2010 E. 3.1.2.1). Kann sich der Betroffene auf Art. 3 EMRK berufen, verschafft ihm der prozessuale Teilgehalt dieser Bestimmung ein rechtlich gesch�tztes Interesse an der Aufhebung eines Entscheids, mit dem die Er�ffnung einer Strafuntersuchung gegen einen Polizeibeamten abgelehnt wird, die Untersuchung eingestellt wird oder ein Freispruch ergeht. Dem Betroffenen steht somit ein umfassender Rechtsschutz zur Verf�gung (Urteile des Bundesgerichts 1C_247/2012 vom 3. August 2012 E. 2; 1C_69/2012 vom 3. August 2012 E. 2.2 und 1B_191/2012 vom 3. August 2012 E. 3.1; je mit Hinweisen). Gest�tzt auf die genannten Bestimmungen hat das Bundesgericht die Beschwerdelegitimation des Gesch�digten anerkannt.
2.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt eine offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts und eine Verletzung von Bundesrecht. In rechtlicher Hinsicht macht er geltend, der Schusswaffeneinsatz des Beschwerdegegners 2 sei unverh�ltnism�ssig gewesen. Dies gelte auch, soweit der Beurteilung der von der Vorinstanz festgestellte Sachverhalt zugrunde gelegt werde. Die Schussabgabe sei nicht das einzige erfolgversprechende Mittel gewesen, um ihn zu stoppen. Der Beschwerdegegner 2 habe wissen m�ssen, dass Polizeifahrzeuge in der N�he gewesen seien, die ihn h�tten verfolgen k�nnen. Ausserdem sei jener bei der Schussabgabe ausser Atem und die Schussdistanz zu gross gewesen, weshalb die Schussabgabe viel zu riskant gewesen sei. Der Beschwerdegegner 2 habe daher mangels Vorliegens eines Rechtfertigungsgrundes den Tatbestand der schweren K�rperverletzung gem�ss Art. 122 StGB erf�llt (Beschwerde S. 3, 12 ff.).
2.2 Die Vorinstanz stellt fest, der Beschwerdef�hrer habe seine fr�here Freundin und deren Bruder zu keinem Zeitpunkt bedroht. Aufgrund der �usserungen der Mutter von A.________ am Telefon und aufgrund des Umstands, dass sich A.________ im Badezimmer eingeschlossen hatte, seien die Polizisten indes von einer Bedrohungssituation f�r diese und ihren Bruder ausgegangen. Der Beschwerdef�hrer habe sich bei seiner Flucht in einem psychischen Ausnahmezustand befunden. Er habe die Geschehnisse in seiner Umgebung nur noch teilweise wahrgenommen und habe sein Handeln nicht mehr unter Kontrolle gehabt. Nachdem er nach dem Weglegen des ersten Messers ein zweites hervorgezogen hatte, sei bei den Polizisten der Eindruck einer geplanten und vorbereiteten Tat entstanden (angefochtenes Urteil S. 11 ff.).
In rechtlicher Hinsicht gelangt die Vorinstanz zum Schluss, der Beschwerdegegner 2 habe durch die Abgabe des Schusses auf den Beschwerdef�hrer den Tatbestand der schweren K�rperverletzung erf�llt (angefochtenes Urteil S. 15; vgl. erstinstanzliches Urteil S. 18 ff.). Die Schussabgabe sei angesichts der Bedrohungssituation jedoch durch Art. 14 StGB i.V.m. � 46 Abs. 1 lit. b Ziff. 2 des Gesetzes �ber die Gew�hrleistung der �ffentlichen Sicherheit des Kantons Aargau vom 6. Dezember 2005 (Polizeigesetz, PolG; SG 531.200) gerechtfertigt gewesen. Die Frage, ob f�r Drittpersonen eine unmittelbare Gefahr bestanden habe, sei analog zu den Voraussetzungen f�r die Annahme einer unmittelbaren Gefahr beim rechtfertigenden Notstand gem�ss Art. 17 StGB zu beurteilen. Zum Zeitpunkt der Schussabgabe habe zwar in objektiver Hinsicht keine aktuelle und konkrete Gefahr f�r Drittpersonen bestanden. Die C.________-strasse sei zum Tatzeitpunkt menschenleer gewesen und bis zum Dorfzentrum oder zur Schule seien es noch ca. 800 Meter gewesen. Der Beschwerdegegner 2 habe aber davon ausgehen d�rfen und m�ssen, dass der Beschwerdef�hrer zum Zeitpunkt der Schussabgabe f�r allf�llige Passanten oder Personen in den Vorg�rten eine erhebliche und unberechenbare Gefahr f�r Leib und Leben darstellte. Zwar sei eine Verletzung oder T�tung von Drittpersonen nicht das eigentliche Ziel des Beschwerdef�hrers gewesen. Doch habe davon ausgegangen werden m�ssen, dass er dies in Kauf genommen h�tte, um seine Flucht zu sichern oder seine T�tung zu erreichen. Obwohl sich zu jenem Zeitpunkt keine weiteren Personen auf der Strasse befanden, habe eine verst�ndige Person annehmen m�ssen, dass jederzeit jemand aus einem Wohnhaus h�tte in den Vorgarten oder auf die Strasse treten k�nnen. Es habe auch damit gerechnet werden m�ssen, dass der Beschwerdef�hrer in einen Seitenweg zu den Wohnh�usern einbiegen k�nnte. Da sich der Abstand zum davonrennenden Beschwerdef�hrer bei der Verfolgung zu Fuss bereits erheblich vergr�ssert hatte und die beiden weiteren Polizisten mit ihrem Polizeifahrzeug zu weit weg waren, um eingreifen zu k�nnen, habe der Beschwerdegegner 2 zum Ergebnis kommen m�ssen, dass es nicht mehr m�glich sei, jenen einzuholen. Es habe daher eine "zwar erst in einem sp�teren Zeitpunkt drohende, jedoch sp�ter nicht mehr sicher abwehrbare Gefahr" bestanden. Der Einsatz der Schusswaffe sei mithin das einzige erfolgversprechende Mittel gewesen, den Beschwerdef�hrer innert notwendiger Frist zu stoppen und damit zu verhindern, dass dieser habe auf Drittpersonen treffen und deren Leib und Leben erheblich in Gefahr bringen k�nnen (angefochtenes Urteil S. 15 ff., 20 ff.; vgl. auch erstinstanzliches Urteil S. 28 ff.).
2.3.1 Gem�ss Art. 14 StGB verh�lt sich rechtm�ssig, wer handelt, wie es das Gesetz gebietet oder erlaubt, auch wenn die Tat nach dem Strafgesetzbuch oder einem anderen Gesetz mit Strafe bedroht ist. Die Bestimmung bringt zum Ausdruck, dass im Rahmen des anwendbaren Rechts auch das Einhalten des Verh�ltnism�ssigkeitsgrundsatzes zu beachten ist (BGE 107 IV 84 E. 4; 99 IV 253 E. 2b; 96 IV 16 E. 4; Urteil des Bundesgerichts 6B_560/2009 vom 10. September 2009 E. 3.5.1; G�NTER STRATENWERTH, Schweizerisches Strafrecht, Allg. Teil I, 4. Aufl., 2011, � 10 N 90; KURT SEELMANN, in: Basler Kommentar, Strafrecht I, 2. Aufl. 2007, Art. 14 N 5; GILLES MONNIER, in: Commentaire Romand, Code p�nal I, Art. 14 N 35/37). Als Gesetze gelten hier solche im formellen und im materiellen Sinn. Neben eidgen�ssischen kommen auch kantonale Gesetze in Frage (BGE 101 IV 314 E. 3; TRECHSEL/GETH, Schweizerisches Strafgesetzbuch Praxiskommentar, 2. Aufl., 2013, Art. 14 N 2; SEELMANN, a.a.O., Art. 14 N 4). Soweit sich der Beschwerdef�hrer auf den Standpunkt stellt, das kantonale Polizeigesetz sei nicht anwendbar, weil die Gesetzgebung auf dem Gebiete des Strafrechts gem�ss Art. 123 BV Sache des Bundes sei (Beschwerde S. 3 f.), geht seine Beschwerde an der Sache vorbei (vgl. auch Vernehmlassung des Beschwerdegegners 2 S. 3).
Nach � 25 Abs. 1 des Gesetzes �ber die Gew�hrleistung der �ffentlichen Sicherheit vom 6. Dezember 2005 (Polizeigesetz, PolG/AG) erf�llt die Polizei ihre Aufgaben gem�ss den gesetzlichen Grundlagen, im �ffentlichen Interesse und nach dem Grundsatz der Verh�ltnism�ssigkeit. Die Bestimmung von � 46 Abs. 1 lit. b Ziff. 2 PolG/AG erlaubt der Polizei, wenn andere verf�gbare Mittel nicht ausreichen, in einer den Umst�nden angemessenen Weise von der Schuss- oder einer anderen Waffe Gebrauch zu machen, wenn dienstliche Aufgaben nicht anders als durch Waffengebrauch erf�llt werden k�nnen, insbesondere wenn die Polizei auf Grund erhaltener Informationen oder auf Grund eigener Feststellungen annehmen muss, dass Personen f�r andere eine unmittelbare Gefahr an Leib und Leben darstellen und sich einer Verhaftung, einer vorl�ufigen Festnahme oder eines polizeilichen Gewahrsams durch Flucht zu entziehen versuchen (pr�ventiver Schusswaffeneinsatz; vgl. BGE 136 I 87 E. 4.3).
2.3.2 Dem Grundsatz der Verh�ltnism�ssigkeit kommt im Polizeirecht und f�r das Handeln der Polizeiorgane ein besonderes Gewicht zu. Er findet allgemein Ausdruck in Art. 5 Abs. 2 BV und ist unter dem Gesichtswinkel der Einschr�nkung von Grundrechten nach Art. 36 Abs. 3 BV sowie im entsprechenden Zusammenhang nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK zu beachten. Das Gebot der Verh�ltnism�ssigkeit verlangt, dass eine beh�rdliche Massnahme f�r das Erreichen des im �ffentlichen oder privaten Interesse liegenden Zieles geeignet und erforderlich ist und sich f�r die Betroffenen in Anbetracht der Schwere der Grundrechtseinschr�nkung zumutbar und verh�ltnism�ssig erweist. Erforderlich ist eine vern�nftige Zweck-Mittel-Relation. Eine Massnahme ist unverh�ltnism�ssig, wenn das Ziel mit einem weniger schweren Grundrechtseingriff erreicht werden kann (BGE 136 I 87 E. 3.2; 107 IV 84 E. 4).
2.3.3 Der Einsatz von Schusswaffen stellt das intensivste polizeiliche Eingriffsmittel dar. Nach dem Grundsatz der Verh�ltnism�ssigkeit darf die Polizei bei ihren Interventionen nicht weitergehen, als zur Abwehr der jeweiligen Gefahr oder St�rung unbedingt erforderlich ist. Wenn nach der vorhandenen Sachlage mehrere im selben Masse geeignete Zwangsmittel den gleichen Erfolg versprechen, ist das mildere Zwangsmittel zu w�hlen. Der Schusswaffengebrauch ist nur als ultima ratio zul�ssig, wenn andere Massnahmen offensichtlich aussichtslos sind. Solange andere Massnahmen noch in Betracht zu ziehen sind, darf die Polizei mithin nicht von der Schusswaffe Gebrauch machen. Der Grundsatz der Verh�ltnism�ssigkeit gebietet auch, von beabsichtigten und an sich erforderlichen Massnahmen �berhaupt abzusehen, wenn die allein erfolgversprechende Zwangsmassnahme in keinem vern�nftigem Verh�ltnis zum angestrebten Erfolg steht (BGE 96 IV 16 E. 4; 107 IV 84 E. 4; 124 I 40 E. 3e; vgl. auch JOS� HURTADO POZO, Droit p�nal, partie g�n�rale, 2008, N 797; ANDREAS BAUMANN, Aargauisches Polizeigesetz, Praxiskommentar, 2006, N 553; THOMAS HUG, Schusswaffengebrauch der Polizei, Kriminalistik 1988, S. 111 f.; DERS., Schusswaffengebrauch durch die Polizei, Diss. ZH 1980 [zit. Diss.], S. 68/74).
Tritt bei einem Schusswaffeneinsatz ein schwererer Erfolg ein als gewollt, ist auch dieser ungewollte Erfolg grunds�tzlich gerechtfertigt, wenn der Beamte sorgfaltsgem�ss gehandelt hat und der Schusswaffengebrauch mit der urspr�nglich beabsichtigten Wirkung rechtm�ssig gewesen w�re. Denn die Zul�ssigkeit des Schusswaffengebrauchs in dem vom Beamten beabsichtigten Umfang schliesst mit ein, dass die mit jedem Einsatz der Waffe verbundene Gefahr einer ungewollten weitergehenden Verletzung zwangsl�ufig auch als erlaubt betrachtet werden muss (J�RG REHBERG, Der Schusswaffengebrauch der Polizei in strafrechtlicher Hinsicht II, Kriminalistik 1977, S. 36). Handelt der Sch�tze indes fahrl�ssig, kann er gegebenenfalls f�r das �bermass strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden. Sorgfaltspflichten sind z.B. verletzt, wenn der Sch�tze bei schwierigen Verh�ltnissen schiesst (bewegliches Ziel in gr�sserer Distanz), obwohl er wissen muss, dass seine ungen�gende Schiessfertigkeit diesen Anforderungen nicht gen�gt, oder wenn die betroffene Person nur noch schemenhaft erkennbar ist (HUG, Diss., S. 77, 262 ff.).
Ob der Schusswaffengebrauch der Polizei verh�ltnism�ssig und die damit begangene Tat nach Art. 14 StGB gerechtfertigt ist, h�ngt von den Umst�nden des konkreten Falles ab. Die Frage entscheidet sich nicht nach dem Sachverhalt, wie er sich nachtr�glich dem Richter darstellt; massgebend ist vielmehr, was der Beamte im Zeitpunkt, in dem er sich zum Gebrauch der Waffe entschliesst, von der Sachlage halten muss (BGE 94 IV 5 E. 2a und b).
2.3.4 Dem Erfordernis, wonach die Gefahr nicht anders abgewehrt werden kann, entspricht der Grundsatz der absoluten Subsidiarit�t der Abwehrhandlung beim Notstand gem�ss Art. 17 StGB (STRATENWERTH, a.a.O., � 10 N 43). Nach dieser Bestimmung handelt rechtm�ssig, wer eine mit Strafe bedrohte Tat begeht, um ein eigenes oder das Rechtsgut einer anderen Person aus einer unmittelbaren, nicht anders abwendbaren Gefahr zu retten, wenn er dadurch h�herwertige Interessen wahrt.
Nach der Rechtsprechung ist die Gefahr unmittelbar, wenn sie weder vergangen ist noch bevorsteht, d.h. wenn sie gegenw�rtig und konkret ist (BGE 75 IV 49 E. 2; 122 IV 1 E. 3a mit Hinweisen). Dies ist der Fall, wenn es f�r eine erfolgsversprechende Rettung des bedrohten Rechtsguts bei einem weiteren Zuwarten mit der Abwehr zu sp�t sein k�nnte oder - soweit die Gefahr zu einem sp�teren Zeitpunkt droht - wenn diese nur gegenw�rtig sicher abwendbar ist (SEELMANN, a.a.O., � 17 N 5; STRATENWERTH, a.a.O., � 10 N 42; HURTADO POZO, a.a.O., N 745; MONNIER, a.a.O., Art. 17 N 10; GIAN MARTIN, Defensivnotstand unter besonderer Ber�cksichtigung der "Haustyrannent�tung", Diss. ZH, 2010, S. 164).
2.3.5 Ob eine K�rperverletzung durch die Amtspflicht im Sinne von � 46 Abs. 1 lit. b Ziff. 2 PolG/AG gerechtfertigt ist, ist eine Rechtsfrage, die vom Bundesgericht frei �berpr�ft wird. Es ist dabei an die tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz gebunden, nicht aber an deren Folgerungen hinsichtlich der Frage, ob die festgestellten Umst�nde die Voraussetzungen des Schusswaffengebrauchs und eine damit bewirkte K�rperverletzung rechtfertigen (BGE 121 IV 207 E. 2a; 115 IV 162 E. 2a; 111 IV 113 E. 4; 94 IV 5 E. 2a).
Die kantonalen Instanzen nehmen zu Recht an, der Beschwerdegegner 2 habe den Beschwerdef�hrer durch den Einsatz seiner Schusswaffe schwer verletzt und damit den Tatbestand von Art. 122 StGB erf�llt (angefochtenes Urteil S. 15; erstinstanzliches Urteil S. 7 ff.). Fraglich ist, ob sein Verhalten im Sinne von Art. 14 StGB gerechtfertigt war. Entscheidend hief�r ist zun�chst, ob im Zeitpunkt der Schussabgabe vom Beschwerdef�hrer eine gegenw�rtige erhebliche bzw. eine nur zum Zeitpunkt der Schussabgabe sicher abwendbare Gefahr vorlag. Dies wird von den kantonalen Instanzen zu Unrecht bejaht. Nach den tats�chlichen Feststellungen ist aufgrund der konkreten Umst�nde nicht ersichtlich, dass bei dem vor den Polizisten davonlaufenden Beschwerdef�hrer die Wahrscheinlichkeit der Bedrohung von Drittpersonen bestand. Das ergibt sich schon daraus, dass nach den tats�chlichen Feststellungen weder auf der C.________-strasse noch in den in einem Abstand von 30-50 Meter an die Strasse angrenzenden Vorg�rten Personen in Sicht waren (angefochtenes Urteil S. 19) und dass das Dorfzentrum und die Schule etwa 800 Meter entfernt waren (angefochtenes Urteil S. 9). Daran �ndert nichts, dass nach Auffassung der Vorinstanz eine verst�ndige Person davon habe ausgehen m�ssen, dass jederzeit jemand aus einem Wohnhaus heraus in den Vorgarten oder auf die Strasse h�tte treten k�nnen. Diese blosse entfernte M�glichkeit begr�ndet keine hinreichend konkrete Gefahr eines sch�digenden Ereignisses. Ausserdem bildete den Ausgangspunkt der Situation die Beziehungsproblematik des Beschwerdef�hrers und seiner Freundin. Selbst wenn die Polizeibeamten von einer Bedrohung der Freundin und ihrer Angeh�rigen ausgehen durften, l�sst sich nicht ohne weiters annehmen, es habe f�r nicht in den Beziehungskonflikt involvierte Drittpersonen, auf welche der Beschwerdef�hrer allf�llig h�tte treffen k�nnen, eine unmittelbar drohende Gefahr bestanden (angefochtenes Urteil S. 21 f.). Ausserdem f�hrt die Vorinstanz nicht aus, worin diese Gefahr h�tte bestehen sollen. Die Annahme, der Beschwerdef�hrer h�tte Drittpersonen als Geiseln in seine Gewalt bringen k�nnen (vgl. erstinstanzliches Urteil S. 29; Vernehmlassung des Beschwerdegegners 2 S. 9), liegt bei der gegebenen Ausgangssituation jedenfalls fern. Insofern ist auch unerfindlich, wie bei den anwesenden Polizeibeamten der Eindruck einer "geplanten und vorbereiteten Tat" entstanden sein soll (angefochtenes Urteil S. 12).
Dar�ber hinaus l�sst sich auch nicht eine erst sp�ter drohende, aber gegenw�rtig nicht anders abwendbare Gefahr (bzw. latente Dauergefahr, die jederzeit akut werden konnte; erstinstanzliches Urteil S. 28 a.E.) annehmen. Denn dass eine in allern�chster Zeit mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bevorstehende Gefahr f�r Drittpersonen bestand (vgl. BAUMANN, a.a.O., N 563), ist gerade nicht erstellt. Der Umstand, dass m�glicherweise zu einem sp�teren Zeitpunkt eine Gefahr f�r Drittpersonen h�tte drohen k�nnen, rechtfertigt den Einsatz der Schusswaffe nicht. Dies gilt im vorliegenden Fall umso mehr, als der Beschwerdef�hrer nach den Feststellungen der kantonalen Instanzen weder A.________ noch deren Mutter oder Bruder bedroht hat und die Polizeibeamten von A.________ und ihrer Mutter �ber den Vorfall orientiert waren (angefochtenes Urteil S. 8 f.; erstinstanzliches Urteil S. 16). Ausgehend davon lagen auch keine Anzeichen daf�r vor, dass sich der Beschwerdef�hrer gegen allf�llig auftauchende Drittpersonen wenden k�nnte. Die aufgew�hlte psychische Verfassung, in welcher sich der Beschwerdef�hrer befand, �ndert an dieser Beurteilung nichts, zumal dieser seine Aggressivit�t ausschliesslich gegen sich selbst richtete und er sich mit dem Messer mehrmals in den linken Arm schnitt. Die gegen die Polizisten gerichtete verbale Drohung ist in diesem Kontext zu w�rdigen (angefochtenes Urteil S. 8 f.). Denn der Beschwerdef�hrer nahm in Kauf, erschossen zu werden, und wollte dies nach den tats�chlichen Feststellungen in seiner Gem�tsaufwallung geradezu provozieren (angefochtenes Urteil S. 20). Er hat aber die Polizisten, als er an diesen vorbeiging und davonrannte weder angegriffen noch mit dem Messer bedroht. Angesichts dieser Umst�nde konnten die Polizeibeamten nicht darauf schliessen, der Beschwerdef�hrer sei in jeder Hinsicht unberechenbar, skrupellos und zu allem bereit gewesen, und es gehe von ihm in Bezug auf Drittpersonen eine Gefahr aus.
Selbst wenn man eine in einem sp�teren Zeitpunkt drohende Gefahr bejahen wollte, verletzt die Annahme, diese habe nur durch den sofortigen Einsatz der Schusswaffe abgewendet werden k�nnen, Bundesrecht. Der zu Fuss fliehende Beschwerdef�hrer h�tte ohne weiteres durch einen koordinierten Einsatz der zahlreichen Polizisten am Einsatzort zum Anhalten veranlasst werden k�nnen, da er sich nicht unvermittelt absetzen konnte. Ausserdem hatten die Beamten D.________ und B.________ den Beschwerdef�hrer in einem zivilen Polizeiauto verfolgt. Aus dem Umstand, dass diese zu dem Zeitpunkt den Beschwerdef�hrer einholten, als dieser zu Boden ging, l�sst sich schliessen, dass sie keinen allzu grossen Abstand gehabt hatten (vgl. erstinstanzliches Urteil S. 30 f.). In Anbetracht dieser Umst�nde war der Schusswaffeneinsatz somit nicht das einzig erfolgsversprechende Mittel.
Bei dieser Sachlage h�tte ein umsichtig handelnder Polizist erkennen k�nnen und m�ssen, dass der Schusswaffengebrauch unverh�ltnism�ssig war (vgl. das analoge Fallbeispiel f�r einen unverh�ltnism�ssigen Schusswaffeneinsatz bei MARKUS MOHLER, Grundz�ge des Polizeirechts der Schweiz, 2012, N 378), auch wenn in Rechnung gestellt wird, dass Situationen, in denen Schusswaffeneins�tze erforderlich sind, grunds�tzlich schnelles Handeln erfordern.
Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als begr�ndet. Bei diesem Ergebnis muss auf die erhobenen R�gen zur Feststellung des Sachverhalts nicht eingetreten werden.
4.1 Der Beschwerdef�hrer beantragt im Sinne einer Teilklage die Zusprechung einer Genugtuung in der H�he von Fr. 10'000.--. Er bringt vor, angesichts der ausgewiesenen schweren K�rperverletzungen, an denen er heute noch leide, k�nne die beantragte Genugtuung nur als teilklageweise geltend gemachter Minimalbetrag betrachtet werden. Die restliche Genugtuung und die Schadenersatzforderungen w�rden auf dem Zivilweg eingeklagt (Beschwerde S. 14).
4.2 Wie unter E. 1.2 ausgef�hrt, haften gem�ss � 75 Abs. 1 KV/AG der Kanton und die Gemeinden f�r den Schaden, den ihre Beh�rden, Beamten und �brigen Mitarbeitenden in Aus�bung der amtlichen T�tigkeit Dritten widerrechtlich verursachen. Dem Gesch�digten stehen hieraus ausschliesslich Anspr�che gegen den Staat zu (� 1 Abs. 1 und 10 Abs. 1 HG/AG). F�r Zivilanspr�che gegen den Beschwerdegegner 2 bleibt daher im vorliegenden Fall kein Raum. Daran �ndert nichts, dass die kantonalen Instanzen auf die Zivilforderungen eintraten und sie abwiesen bzw. auf den Zivilweg verwiesen.
Die Beschwerde ist teilweise gutzuheissen. Im Zivilpunkt ist sie abzuweisen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens werden grunds�tzlich der Beschwerdegegner 2 und der Beschwerdef�hrer je im Umfang ihres Unterliegens kostenpflichtig. Es rechtfertigt sich indes, auf die Erhebung von Kosten zu verzichten (Art. 66 Abs. 1 BGG) und den Kanton Aargau zu verpflichten, den Beschwerdef�hrer f�r das bundesgerichtliche Verfahren zu entsch�digen (Art. 68 Abs. 1 BGG). Damit wird das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gegenstandslos; die Entsch�digung ist dem Vertreter des Beschwerdef�hrers zuzusprechen.
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen, das Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau vom 5. Juli 2012 aufgehoben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckgewiesen; im �brigen wird die Beschwerde abgewiesen.
Der Kanton Aargau hat dem Rechtsvertreter des Beschwerdef�hrers f�r das bundesgerichtliche Verfahren eine Parteientsch�digung von Fr. 3'000.-- auszurichten.