Source: https://www.abrechnung-zahnmedizin.de/rechts-tipps.html
Timestamp: 2019-10-17 20:35:06
Document Index: 375371770

Matched Legal Cases: ['§ 10', '§ 175', '§ 203', '§ 1', '§ 4', '§ 4', '§ 32', '§ 95', '§ 2', '§ 15', '§ 15', '§ 203', '§ 203', 'BGH', '§ 1', 'BGH']

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Eine Befreiung vom zahnärztlichen Notfalldienst ist grundsätzlich möglich. Jeder zum Notfalldienst verpflichtete Zahnarzt kann auf Antrag ganz, teilweise oder vorübergehend aus schwerwiegenden Gründen, wenn unter Berücksichtigung der Gesamtumstände und des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit die Teilnahme zahnärztlichen Bereitschaftsdienst unzumutbar ist. weiter
Besonderheiten, die in der Person des Patienten liegen, können die Übersteigung des 2,3-fachen Faktors begründen. Diese müssen stichwortartig in der Rechnung vermerkt und nachvollziehbar sein. Fraglich ist, ob die Begründung „multikausale Erkrankungen“ ausreichend ist oder womöglich zu pauschal. weiter
Erhöhte Aufklärungspflicht bei Neulandmethode
Wählt der Arzt eine Neulandmethode, hat er den Patienten über diesen Umstand sowie über die alternativen Behandlungsmethoden aufzuklären. Man spricht von einer Neulandmethode, wenn diese noch keine Standardmethode darstellt. Dieser Fall zeigt, dass eine Haftung eintreten kann, obwohl bei der Aufklärung (fast) alles richtig gemacht wurde. weiter
Unbestritten haben Patienten ein Einsichtnahmerecht in die Patientendokumentation. Die Einsichtnahme kann vom Patienten in Form seines persönlichen Erscheinens in der Praxis und in die Dokumentation oder durch die Entgegennahme von Kopien, die in Rechnung gestellt werden können, wahrgenommen werden. Es gibt jedoch Grenzen des Einsichtnahmerechts, laut einem Urteil des OLG. weiter
Berufsrecht: Die Delegation zahnärztlicher Leistungen
Das arbeitsteilige Zusammenwirken zwischen dem Zahnarzt und seinen nichtzahnärztlichen Mitarbeitern prägt die heutige Zahnmedizin. Bei dem hohen Patientenaufkommen, das täglich zu bewältigen ist, ist die Delegation kaum mehr aus dem Praxisalltag wegzudenken. Der Kostendruck des Gesundheitswesens wird dafür sorgen, dass sich diese Entwicklung fortsetzt, wenn nicht sogar verstärkt. Eine effektive und rechtssichere Delegation sollte daher Einzug in alle Praxen halten. weiter
Berufsrecht: Die Aufklärung ausländischer Patienten
Vor Durchführung einer zahnmedizinischen Maßnahme ist der Behandelnde verpflichtet, die Einwilligung des Patienten einzuholen. Der Einwilligung hat grundsätzlich die erforderliche Aufklärung im persönlichen Gespräch vorauszugehen. Der Behandelnde ist verpflichtet, den Patienten über sämtliche für die Einwilligung wesentlichen Umstände aufzuklären. weiter
Haftung bei Zahnverlust nach Entfernung von Provisorien durch ZMF?
Hat eine Patientin Anspruch auf Schadenersatz und Schmerzensgeld, wenn sie einen Zahnverlust nach der Entfernung von Provisorien durch eine zahnmedizinische Fachangestellte erlitten hat? Damit hat sich das Landesgericht und das Oberlandesgericht in Köln in zwei Instanzen befasst. weiter
Eine irreführende Darstellung ist gerade im medizinischen Bereich verboten. Das gilt auch für die Bewerbung von Arzneimitteln oder die Darstellung der eigenen Zahnarztpraxis. Insoweit ist bei Aussagen zum Beispiel auf der Homepage besonders auf die korrekte Ausdrucksweise und inhaltliche Beschreibung zu achten. Titel und Qualifikationen müssen auf die richtige Art und Weise dargestellt werden. weiter
Das Risiko einer Pulpitis nach dem Einbringen eines Veneers kann aufklärungspflichtig sein. Dies gilt insbesondere, wenn der Behandlung vor allen Dingen aus kosmetischen Gründen durchgeführt wird, ohne dass eine eilbedürftige medizinische Notwendigkeit gegeben wäre. weiter
Das Terminservice- und Versorgungsgesetz ist am 10. Mai 2019 veröffentlicht worden und am darauf folgenden Tag in Kraft getreten. Für gesetzlich versicherte Patienten soll es leichter werden, Termine beim Arzt zu bekommen. Dabei sollen die gesetzlich Versicherten Patienten genauso schnell Arzt-Termine bekommen wie Privatversicherte. weiter
Keine Kürzung durch Kostenargument der PKV
Die privaten Krankenversicherungen dürfen ihre Erstattungsleistung nicht mit dem Hinweis darauf kürzen, es gäbe eine kostengünstigere Alternative. Vielmehr löst das Vorliegen der medizinischen Notwendigkeit die Erstattungspflicht nach dem Versicherungsvertragsgesetz und den Versicherungsbedingungen automatisch aus. weiter
Wann muss der Arbeitnehmer Weiterbildungskosten bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses zurückzahlen?
Viele Arbeitgeber investieren in ihre Mitarbeiter und übernehmen die Kosten für eine Fort- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. Je kompetenter der Mitarbeiter ist, desto besser kann er sich in die Praxis einbringen. Abhängig von Häufigkeit, Dauer und Qualität der Fortbildung können so durchaus auch höhere Summen als Kosten anfallen. weiter
Wirtschaftliche Aufklärung erfolgt oft unvollständig
In der Praxis ist immer wieder zu beobachten, dass der wirtschaftlichen Aufklärungspflicht der Patienten nur unvollständig nachgekommen wird. Oft wird dem Patienten lediglich mitgeteilt, was die geplante Behandlung voraussichtlich kosten wird - soweit er selber Kosten zu tragen hat. weiter
Je nachdem vor welchem Gericht man klagt, muss man unterschiedliche Abläufe und Verfahrensregeln beachten. Vor dem Verwaltungsgericht gilt der so genannten „Amtsermittlungsgrundsatz“, wonach das Gericht gehalten ist, den Sachverhalt möglichst eigenständig zu ermitteln. weiter
Wann ist ein Frühkontakt der Okklusion ein Behandlungsfehler?
Das Landgericht Wuppertal hatte sich mit der Klage einer Patientin zu befassen, die ihren Zahnarzt auf Zahlung von Schmerzensgeld und Schadenersatz sowie auf die Feststellung, dass der Zahnarzt auch zukünftige Schäden zu ersetzen habe, verklagt. Diese Patientin ist im Oberkiefer versorgt worden. Insgesamt wurden von dem Zahnarzt bei der Patientin bis auf die Zähne 43 bis 32 alle Zähne überkront und drei Brücken angefertigt. weiter
Die Auswahl einer bestimmten Gebührenziffer muss nicht begründet werden
Das Honorar für privatzahnärztliche Leistungen bemisst sich nach GOZ und GOÄ. Je nach zahnärztlicher Behandlung wird die entsprechende Gebührenziffer in Ansatz gebracht. Wird der Faktor dabei über den 2,3-fachen Satz gesteigert, muss eine erläuternde Begründung aufgeführt werden. Das In-Ansatz-Bringen einer bestimmten Ziffer aus den Gebührenordnungen muss hingegen nicht begründet werden. Mit anderen Worten: Der Zahnarzt muss nicht begründen, warum er die jeweilige Ziffer berechnet. weiter
Die medizinische Notwendigkeit und die Erstattungspflicht der Photodynamischen Therapie sind erneut gerichtlich bestätigt worden. Das bedeutet, dass die Erstattungsstellen die Kosten für die Photodynamische Therapie tarifgemäß erstatten müssen. weiter
Ein Patient kann nur nach einer ordnungsgemäßen Aufklärung wirksam in eine Behandlung einwilligen. Zur Aufklärung gehört ganz wesentlich die Darstellung der mit dem Eingriff einhergehenden Risiken. Dabei ist nicht jedes noch so entfernte, aber theoretisch denkbare, Risiko zu nennen. Nicht nur, weil eine Abschreckung des Patienten von einem medizinisch notwendigen Eingriff unerwünscht ist und es das Aufklärungsvolumen sprengen und unpraktikabel machen würde. Eine Verharmlosung hingegen ist nicht erlaubt und kann zur Unwirksamkeit der Einwilligung führen. weiter
Kürzt eine Beihilfestelle den Erstattungsanspruch eines Beamten ungerechtfertigt, kann sie sich gegenüber dem Beamten schadenersatzpflichtig machen. Ein Schaden des Beamten kann in den Kosten für einen Prozess mit seinem Zahnarzt liegen, auf den er sich im Vertrauen auf die Entscheidung der ablehnenden Beihilfestelle eingelassen hat. weiter
Die adhäsive Befestigung darf neben einer Restauration in Adhäsivtechnik abgerechnet werden
Die GOZ-Nr. 2197 "Adhäsive Befestigung" und die GOZ-Nr. 2060 "Restauration in Adhäsivtechnik", ist nebeneinander berechenbar. Dies bestätigt das Amtsgericht Düsseldorf. Das Gericht hat sich sachverständig beraten lassen und seine Entscheidung auf die Aussagen des Gutachters gestützt. weiter
Wirksame Einwilligung bei starken Schmerzen des Patienten?
Der Patient muss vor der Behandlung unbeeinflusst in die bevorstehende Behandlung eingewilligt haben. Extrem starke Schmerzen können die Einwilligungsfähigkeit des Patienten fehlen lassen. Davon wird auszugehen sein, wenn der Patient die Aufklärung nicht mehr richtig verfolgen und sich keine eigene Meinung mehr bilden kann. In einem solchen Fall würde die Aufklärung nicht mehr ihren Zweck erfüllen. weiter
Der Honoraranspruch des Zahnarztes knüpft an das wirksame Zustandekommen des Behandlungsvertrages an, was der Zahnarzt beweisen muss. Liegen ihm nicht alle HKPs unterschrieben vor, kann er gegebenenfalls einen Teil seines Honoraranspruchs verlieren, obwohl er den Inhalt tatsächlich erbracht hat. weiter
Schwangere Frauen sowie stillende Mütter genießen am Arbeitsplatz besondere Schutzvorschriften. Sie dürfen nur da und so eingesetzt werden, dass Mutter und Kind keinen gesundheitlichen Gefährdungen ausgesetzt sind. Das kann im extremsten Fall bis hin zu einem Beschäftigungsverbot führen. weiter
Die Begründungen für den Faktor über 2,3 stehen immer wieder in Diskussion. Insbesondere die Beihilfestellen kürzen gerne auf den Faktor 2,3 runter mit der Argumentation, die Begründung sei nicht ausreichend. Immer wieder korrigieren Gerichte solche Fehlentscheidungen wie hier im Falles des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg. weiter
Ist über zahnmedizinische Fragen zu entscheiden, muss regelmäßig ein Sachverständiger eingeschaltet werden. Ein Jurist kann zahnmedizinische Fachfragen naturgemäß nicht beantworten. Deshalb wird die fachliche Kompetenz von außen hinzugezogen. weiter
Dokumentationsmängel gehen zu Lasten des Zahnarztes. Ist etwas nicht dokumentiert, geht das Gericht zunächst einmal davon aus, dass es auch nicht existiert bzw. nicht erfolgt ist. Eine nicht vollständige Dokumentation der erbrachten Leistungen kann in vielerlei Hinsicht ärgerlich sein. Nicht aufgeschriebene Leistungen werden in der Regel vergessen abzurechnen. weiter
Gemäß § 10 GOZ kann die Begründung bei einer Steigerung über das 2,3-Fache, auf Verlangen, genauer erklärt werden. Naturgemäß werden die nachträglichen Erläuterungen ausführlicher sein und mehr Details enthalten. Auf der Rechnung selber genügt grundsätzlich eine stichwortartige Ausführung, die dann eben näher erklärt werden kann. Nicht erlaubt ist allerdings das nachträgliche Einfügen von neuen Begründungen, die vorher gar nicht erwähnt worden sind. weiter
Von Patienten kurzfristig oder gar nicht abgesagte Termine sind ärgerlich. Wurde gar ein bestimmter Zeitraum nur für diesen Patienten freigehalten, kostet diese nicht genutzte Zeit auch Geld. Für solche Fälle kann die Praxis mit dem Patienten ein sogenanntes Ausfallhonorar vereinbaren. weiter
Arbeitet eine Praxis mit Aufklärungs- und Einwilligungsbögen, ist dies in Gerichtsverfahren regelmäßig von Vorteil. Insbesondere ein vom Patienten unterzeichneter und am besten noch individualisierter Bogen spricht in den meisten Fällen für eine korrekte Aufklärung. weiter
Dem Patienten steht grundsätzlich ein Einsichtnahmerecht in seine Behandlungsdokumentation zu. Er kann also entweder in der Praxis oder Klinik persönlich Einsicht nehmen oder um Kopien bitten. Daneben kann er auch Dritte mit der Wahrnehmung seines Einsichtnahmerechts beauftragen, wobei sich dieser Dritte mit einer Vollmacht und einer Schweigepflichtentbindungserklärung legitimieren muss. weiter
Schildert ein Arzt den geplanten Eingriff als alternativlos und dringlich, ohne dass dies stimmt, ist die Aufklärung fehlerhaft und die vom Patienten gegebene Einwilligung nicht wirksam. Bestehen echte Alternativen für die geplante Behandlung, müssen diese von der Aufklärung erfasst sein, damit der Patient sich eine eigene Entscheidungsgrundlage bilden kann. weiter
Es haben sich schon mehrere Verwaltungsgerichte damit beschäftigt, ob die GOZ-Leistung „Adhäsive Befestigung“ neben der GOZ-Leistung „Eingliederung eines Klebebrackets“ berechenbar ist. Ausgangspunkt waren dabei immer Beihilfebescheide. Aber auch Zivilgerichte wie zum Beispiel das Landgericht Hildesheim bestätigen die Abrechenbarkeit nebeneinander. weiter
In Haftungsverfahren wird meist nicht nur über die Korrektheit der Behandlung an sich gestritten, sondern auch über die ordnungsgemäße Aufklärung. Diese muss der Zahnarzt darlegen und beweisen. In der Regel kann der Beweis über die Dokumentation geführt werden. Aber wie verhält es sich, wenn die ordnungsgemäße Aufklärung in der Dokumentation steht, der Patient dennoch behauptet, er sei in Wahrheit gar nicht aufgeklärt worden? weiter
Wann führt zu wenig Kostenaufklärung zum Honorarverlust?
Der Patient ist über die voraussichtlich entstehenden Kosten aufzuklären. Zudem muss der Hinweis erteilt werden, dass der jeweilige Kostenträger eventuell nicht zu hundert Prozent eintritt. Mehr muss regelmäßig nicht erläutert werden. In besonderen Fallkonstellationen muss ein Patient allerdings bei der Kostenfrage enger begleitet werden – ansonsten drohen Einbussen beim eigenen Honorar. weiter
Vorsicht mit dem Begriff „Praxisklinik“
Den Begriff „Praxisklinik“ sollte nur die Praxis verwenden, welche die diesbezüglichen Voraussetzungen erfüllt. Ansonsten drohen eine Abmahnung und die Anordnung eines hohen Ordnungsgeldes für den Fall der Wiederholung. So geschehen in einem Fall aus Essen, der in zweiter Instanz vor dem Oberlandesgericht Hamm verhandelt worden ist. weiter
Bei einer Abmahnung handelt es sich um die Ausübung eines arbeitsvertraglichen Rechts durch den Arbeitgeber. Als Gläubiger der Arbeitsleistung weist er den Arbeitnehmer auf dessen vertragliche Pflichten hin und macht ihn auf die Verletzung dieser Pflichten aufmerksam (Rügefunktion). weiter
Darf eine Zahnarztpraxis eine Videoüberwachung installieren? Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hatte sich mit dem Fall einer Zahnarztpraxis zu befassen, die in ihren Räumen eine Videoüberwachung mittels eines Kamera-Monitor-Systems installiert hatte. weiter
Eine Krankenkasse muss auf die Erhöhung individueller Zusatzbeiträge und das damit einhergehende Kündigungsrecht des Versicherten hinweisen. Tut sie dies nicht, verstößt sie gegen ihre gesetzliche Pflicht gemäß § 175 Abs. 4 S. 6 SGB V und kann auf Unterlassung verklagt werden. weiter
Die Entfernung eines Wurzelstiftes (GOZ-Nr. 2300) ist bei der Entfernung einer vorhandenen Wurzelfüllung analog berechenbar. Es handelt sich um eine selbstständige Leistung, die nicht von der Aufbereitung eines Wurzelkanals (GOZ-Nr. 2410) mit umfasst ist. weiter
GOÄ 2402 bei Probeexzision berechenbar
Ist eine Probeexzision nach der GOÄ-Nummer 2402 eine selbstständige Leistung oder eine Leistung, die über das sogenannte „Zielleistungsprinzip“ weggekürzt werden kann? Darüber hatte das Verwaltungsgericht Stuttgart zu entscheiden. Lesen Sie hier das Urteil - inklusive Kommentar und Handlungsempfehlung. weiter
Keine Beihilfe für nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel
In einer aktuellen Entscheidung hat das Bundesverwaltungsgericht klargestellt, dass kein Anspruch auf Beihilfe für nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel besteht. Diese Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts ist eindeutig und nachvollziehbar. Die die Beamten schützenden Ausnahmeregelungen sind berücksichtigt worden, so dass deren Rechte gerade nicht verletzt worden sind. weiter
Nicht selten arbeiten Dentalhygienikerinnen freiberuflich für verschiedene Praxen. So war es auch in einem Fall, bei dem auf einmal ein Bescheid ergangen ist, dass es sich bei der Tätigkeit um eine versicherungspflichtige abhängige Beschäftigung handeln würde. Dem widersprach das Gericht allerdings im Ergebnis. weiter
Insbesondere umfangreichere Erläuterungen eines Heil- und Kostenplanes stehen häufig im Zusammenhang mit Rückfragen der privaten Krankenversicherungen. Regelmäßig stellt sich dann die Frage, wie dieser in der Zahnarztpraxis zusätzlich entstehende Arbeitsaufwand vergütet werden kann. weiter
Frist zur Einreichung einer Zahnarztrechnung bei der Beihilfestelle
Reicht der beihilfeberechtigte Patient seine Zahnarztrechnung nicht fristgerecht bei der Beihilfestelle ein, verliert er seinen Anspruch auf Beihilfe. Das entschied das Verwaltungsgericht München und formuliert seine Entscheidungsgründe eindeutig. weiter
Die gesetzliche Krankenkasse muss bei einem Verdacht auf einen Behandlungsfehler den Patienten unterstützen. Nach einer Gesetzesänderung kann die Krankenkasse nicht nur helfen, sondern sie soll. weiter
Praxisbetrieb ohne wirksame Haftpflichtversicherung ist berufspflichtwidrig
Betreibt ein Arzt seine Praxis, ohne über eine wirksame Berufshaftpflicht zu verfügen, so liegt darin nicht nur ein sehr großes wirtschaftliches Risiko, sondern zeitgleich ein berufspflichtwidriges Verhalten, das mit einer Geldstrafe geahndet werden kann. weiter
Die Bedeutung der Schweigepflicht lässt sich auch daran erkennen, dass der Gesetzgeber den Bruch der Verschwiegenheit in § 203 StGB unter Strafe gestellt hat. Dem Zahnarzt drohen bei einem Verstoß gegen die Schweigepflicht demnach nicht nur berufs-, sondern auch strafrechtliche Sanktionen. weiter
Vor allem bei der Beihilfe wird nach wie vor über die Begründungen diskutiert, wenn über den 2,3-fachen Satz gesteigert wurde. In diesem Zusammenhang stellt das Verwaltungsgericht Düsseldorf in einer aktuellen Entscheidung ganz klar fest, dass bei einem überdurchschnittlichen Aufwand eine, auch für den medizinischen Laien verständlich und nachvollziehbare Begründung gewählt werden muss. weiter
Kann der Patient Schmerzensgeld bei abstehenden Kronenrändern verlangen?
Grundsätzlich steht dem Zahnarzt das Recht auf Nachbesserung zu. Dies entspricht der seit Jahren gefestigten Rechtssituation, nach der notwendig werdende Nachbesserungsarbeiten wie zum Beispiel Einschleifen nicht behandlungsfehlerhaft sind. Dies kann anders sein, wenn der Zahnarzt in Kenntnis der Notwendigkeit der Nachbesserung den Patienten ohne einen entsprechenden Hinweis hierauf entlässt. weiter
Patientenfotos in sozialen Netzwerken veröffentlichen ist ein Verstoß gegen die Schweigepflicht
Eine ungenehmigte Verbreitung von Patientenbildern in einem sozialen Netzwerk wie Facebook stellt einen erheblichen Verstoß gegen die Schweigepflicht dar. Durch sie können die Persönlichkeitsrechte des betroffenen Patienten schwerwiegend verletzt werden. Gerade in sozialen Netzwerken kann eine weitere Verbreitung der Bilder durch den Nutzer nicht begrenzt werden. Ein derartiges Verhalten ist "an sich" ohne weiteres geeignet, einen wichtigen Grund für eine außerordentliche Kündigung in einem Arbeitsverhältnis darzustellen. weiter
Eine Erkrankung des Zahnarztes kann die Anordnung des Ruhens der Approbation zur Folge haben. Fehlt dem Zahnarzt zudem die Einsichtsfähigkeit in seine gesundheitliche Situation und die Behandlungsbedürftigkeit der Erkrankung, kann sogar der Entzug der Approbation drohen. weiter
Erhebt ein Patient einen Behandlungsfehlervorwurf, ringen die Parteien nicht nur um die Entscheidung zwischen tatsächlich vorliegendem Fehler und einer lege artis durchgeführten Behandlung. Es geht im zweiten Schritt um die Höhe der finanziellen Entschädigung, wenn sich wirklich ein Behandlungsfehler herausstellt bzw. vom Sachverständigen bestätigt wird. weiter
Bei privat versicherten Patienten ergibt sich die Höhe des Erstattungsanspruchs aus dem jeweiligen Tarif. Dort ist u.a. festgehalten, für welche zahnärztlichen Leistungen wie viel Prozent zu ersetzen sind. Allgemeine Leistungen werden häufig zu 100% erstattet. Für die Prothetik wird regelmäßig weniger erstattet, beispielsweise nur 60%. Vorsicht ist nun bei der Einteilung der konkreten zahnärztlichen Leistungen geboten. weiter
Schlichtungsverfahren stoppt Verjährung von Schmerzensgeldanspruch
Wirft der Patient seinem Zahnarzt einen Behandlungsfehler vor, so hat er ein bestimmtes Zeitfenster, um seine angeblichen Ansprüche geltend zu machen. Lässt der Patient diese Frist ungenutzt verstreichen, kann der Zahnarzt die Verjährung einwenden. Das bedeutet: Selbst wenn tatsächlich eine fehlerhafte Behandlung vorgelegen hat, kann der Patient vor Gericht weder Schadenersatz noch Schmerzensgeld zugesprochen bekommen. Die Klage würde somit abgewiesen werden. weiter
Dienstvertrag und Werkvertrag - Schuldung von ordnungsgemäßer Behandlung und Erfolg
Der zahnärztliche Behandlungsvertrag ist ein Dienstvertrag. Der Vertrag mit dem zahntechnischen Labor bezüglich der rein technischen Ausführung ist ein Werkvertrag. Im Unterschied zum Werkvertrag wird im Rahmen des Dienstvertrages nur die ordnungsgemäße Behandlung geschuldet, nicht aber deren Erfolg. Diese Regelung hat sich auch nach Einführung des Patientenrechtegesetzes nicht geändert. weiter
Wer entscheidet über die Durchführung einer Behandlung, wenn die Eltern getrennt leben und das gemeinsame Sorgerecht haben? Grundsätzlich müssen beide Elternteile entscheiden. Können sie sich nicht einigen, muss notfalls eine gerichtliche Entscheidung Klärung schaffen. weiter
Wann wird ein Zahnarzt gegenüber einer Krankenkasse regresspflichtig?
Bei einem Behandlungsfehler wie einer mangelhaften prothetischen Versorgung kann ein Zahnarzt gegenüber der Krankenkasse des Patienten regresspflichtig – mit anderen Worten – rückzahlungspflichtig werden. Ein Regress setzt voraus, dass die zahnärztliche Leistung mangelhaft war und eine Nachbesserung entweder unmöglich oder unzumutbar war. weiter
Der Ansatz von Steigerungsfaktoren führt nicht nur mit Beihilfestellen zum Streit. Auch Berufsgerichte können sich mit dieser Frage befassen und wie hier in Einzelfällen Sanktionen verhängen. Im Ergebnis hat das Landesberufsgericht für Heilberufe für die Erstellung nicht mit der Gebührenordnung konformer Rechnungen eine Geldbuße in Höhe von 7.000,00 € verhängt. weiter
Eine massive Beleidigung kann auch bei einem langjährigen Arbeitsverhältnis in einer Zahnarztpraxis ohne vorherige Abmahnung die außerordentliche Kündigung rechtfertigen. Welche Beleidigungen das Gericht beurteilen musste, lesen Sie in folgendem Beitrag. weiter
Gericht muss Patienten nicht, helfen mehr Schmerzensgeld zu erlangen
Da Patienten in der Regel nicht über (zahn-)medizinisches Fachwissen verfügen, wird ihnen eine erleichterte Darlegungspflicht zugestanden. Es wird vom Patienten also nicht erwartet, dass er fachlich einwandfrei und in vollem Umfang den Sachverhalt, die Zusammenhänge sowie Ursächlichkeiten darstellt. Die fachliche Beurteilung schließlich wird regelmäßig von einem gerichtlich bestellten Sachverständigen vorgenommen. weiter
Gerichte entscheiden: Amalgam ist grundsätzlich unbedenklich
Geklagt hatte eine Patientin die von ihrer ehemaligen Zahnärztin mindestens 12.000,00 € Schmerzensgeld, Schadenersatz in Höhe von ebenfalls etwa 12.000,00 € sowie die Feststellung einer weitergehenden Ersatzpflicht für sämtliche zukünftige materielle und immaterielle Schäden begehrt. weiter
Im Beihilferecht ist geregelt, dass Beihilfepatienten für höchstens 4 Implantate pro Kiefer eine Erstattung erhalten. Das Verwaltungsgericht Magdeburg begründet diese Einschränkung mit finanziellen Aspekten. Eine summenmäßige Betrachtung wird nicht akzeptiert. Das bedeutet, eine Verteilung von zum Beispiel 6 Implantaten in einem Kiefer und 2 Implantaten im anderen Kiefer ist nicht beihilfefähig. weiter
Streiten ein Patient und ein Zahnarzt über die Behandlung, ist zahnmedizinisch die Begutachtung durch einen vom Gericht hierzu beauftragten Sachverständigen ausschlaggebend. Die Aussage eines Nachbehandlers hingegen wird regelmäßig nicht veranlasst bzw. zur Bewertung herangezogen. weiter
Das Verwaltungsgericht Münster hat entschieden, dass für das Separieren eines Zahnes bei der Eingliederung eines Bandes, im Rahmen einer kieferorthopädischen Behandlung die GOZ-Nr. 2030 (Besondere Maßnahmen beim Präparieren oder Füllen) berechnet werden kann. Dementsprechend ist dieser Gebührenansatz auch beihilfefähig. weiter
Ein privat versicherter Patient hat keinen Anspruch auf eine Vorschusszahlung gegenüber seiner privaten Krankenversicherung. Dies gilt auch dann, wenn der Patient einen konkreten Kostenvoranschlag vorlegen kann, aus dem sich die voraussichtlichen Behandlungskosten ergeben. weiter
Leistungen der Unfallkasse bei Zahnschäden durch einen Arbeitsunfall
Entstehen an den Zähnen durch einen Arbeitsunfall Schäden, übernimmt die Unfallkasse für die Beseitigung und Wiederherstellung die Kosten. Ausgeschlossen von der Kostenübernahme sind Aufwendungen für Zahnbehandlungen, die nicht unmittelbar im Zusammenhang mit dem Arbeitsunfall entstanden sind. weiter
Verlangensleistungen sind gemäß § 1 Abs. 2 Leistungen der GOZ, die über das Maß einer zahnmedizinisch notwendigen zahnärztlichen Versorgung hinausgehen, wie zum Beispiel die Erneuerung intakter Kronen aus rein ästhetischen Gründen. Eine Berechnung darf nur erfolgen, wenn der Patient diese Leistung verlangt hat und dies mit seiner Unterschrift bestätigt hat. weiter
Abrechnung für Behandlung durch Assistenten oder angestellte Zahnärzte
Ist ein Dienstvertrag über zahnärztliche Leistungen mit dem Praxisinhaber einer Zahnarztpraxis wirksam geschlossen worden, so kann dieser als eigene Leistungen gem. § 4 Abs. 2 Satz 1 GOZ auch ärztliche Leistungen durch genehmigte Assistenten bzw. angestellte Zahnärzte abrechnen. weiter
Gerichtsstand – an welchem Gericht klage ich mein Honorar ein?
Wenn es auch hoffentlich in der Regel Einzelfälle sind, so kommt es doch immer wieder vor: Der Patient zahlt seine Rechnung nicht und im letzten Schritt muss die Praxis gerichtlich gegen ihn vorgehen. Welches Gericht aber ist das richtige? Die Rechtsprechung ist hier uneinheitlich und die Frage des richtigen Gerichts kann sich danach entscheiden, in welcher Region der Rechtsstreit entsteht. weiter
Die Zahnarztrechnungen stehen im Eigentum des Patienten. Dennoch kann die Beihilfestelle die Originalrechnungen behalten, wenn die jeweilige Beihilfeverordnung das so bestimmt. In dem Fall hat der Beihilfepatient hinzunehmen, dass er seine Originale, die er mit seinem Antrag auf Beihilfe einreichen muss, regelmäßig nicht zurückbekommt. weiter
Verschweigen eines nicht durchgeführten HKP beim Abschluss eines neuen Versicherungsvertrages
Vor Abschluss eines neuen privaten Krankenversicherungsvertrages stellt die PKV dem Antragsteller Fragen. Diese müssen ordnungsgemäß beantwortet werden. Ansonsten kann die PKV den Vertrag aufkündigen, ohne leistungspflichtig zu sein. Auch die vom Versicherungsnehmer bereits gezahlten Versicherungsbeiträge müssen nicht zurückgezahlt werden. weiter
Grundsätzlich unterliegt der Zahnarzt der Schweigepflicht. Dies gilt auch nach dem Tod des Patienten. Wird nach dem Tod des Patienten wegen eines möglichen Behandlungsfehlers ein Gerichtsprozess geführt, kann die Aussage der Ärzte von entscheidender Bedeutung sein, so dass möglicherweise der Arzt nicht mehr an die Schweigepflicht gebunden ist. weiter
Die Vereinbarung eines Pauschalbetrages bei Nichteinhaltung eines Behandlungstermins ist zulässig. Wichtig ist, dass die besonderen Voraussetzungen für die Berechnung eines Ausfallhonorars gegeben sind. Dazu gehört u. a., dass das Honorar vor Behandlungsbeginn vereinbart wurde. weiter
Beihilfe: Eingliederung eines Klebebrackets neben adhäsiver Befestigung
Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof erkennt die GOZ-Nr. 6100 Eingliederung eines Klebebrackets neben der GOZ-Ziffer 2197 Adhäsive Befestigung bei einer Eingliederung eines Klebebrackets mittels Adhäsivtechnik als beilhilfefähig an und folgt damit den Zivilgerichten. weiter
Abrechenbarkeit auch ohne persönliche Leistungserbringung des Praxisinhabers
Ein Praxisinhaber – mit dem der Behandlungsvertrag geschlossen wird – kann als seine „eigene Leistung“ im Sinne des § 4 Abs. 2 Satz 1 GOZ auch ärztliche Leistungen durch genehmigte Assistenten bzw. angestellte Zahnärzte gemäß §§ 32, 32b Zahnärzte-ZV abrechnen. Etwas anderes gilt, wenn der Patient ausdrücklich nur von dem Praxisinhaber behandelt werden möchte. Dann muss mit diesem die höchstpersönliche Leistungserbringung vorher vereinbart werden. weiter
Das Antikorruptionsgesetz ist in Kraft getreten. Was nun noch erlaubt ist und was womöglich schon strafbar ist, bleibt seither wie auch schon einige Zeit vor dem Inkrafttreten des neuen Gesetzes Gegenstand reger Diskussionen. Der Wortlaut des Gesetzes ist relativ offen. Auslegung und Interpretation fallen unter den Juristen unterschiedlich aus. weiter
Der Zahnarzt kann sich nicht auf die Einwilligung des Patienten berufen, wenn die Behandlung an sich fehlerhaft war. Eine solche Einwilligung ist unwirksam. Dies gilt auch unabhängig davon, ob der Patient eine Einwilligungserklärung unterzeichnet hat. weiter
Vorsicht bei Stornogebühr bei Absage des Patienten
Wenn Patienten eigens für sie frei gehaltene Termine absagen ist das nicht nur ärgerlich, sondern kostet in der Regel auch Geld. Jedenfalls dann, wenn in der Zeit kein anderer Patient behandelt werden kann. Vor diesem Hintergrund ist es grundsätzlich legitim, ein so genanntes Praxisausfallhonorar zu beanspruchen. weiter
Das Bundessozialgericht hat aktuell eine grundsätzlich sehr wichtige Entscheidung getroffen. Demnach kann das Schweigen einer Krankenkasse zu einer wirksamen und bindenden Leistungsbewilligung führen. weiter
Das E-Health-Gesetz ist in aller Munde und heißt eigentlich „Gesetz für sichere digitale Kommunikation und Anwendungen im Gesundheitswesen“. Das Bundesministerium für Gesundheit fasst Ziel und Grund für das Gesetz wie folgt zusammen: „Das "Gesetz für sichere digitale Kommunikation und Anwendungen im Gesundheitswesen (E-Health-Gesetz)" enthält einen Fahrplan für die Einführung einer digitalen Infrastruktur mit höchsten Sicherheitsstandards und die Einführung nutzbringender Anwendungen auf der elektronischen Gesundheitskarte.“ weiter
Droht der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber damit, bei nicht bewilligtem Urlaub „dann eben krank zu sein“, kann eine fristlose Kündigung des Arbeitsverhältnisses gerechtfertigt sein. Dies bestätigte das Landesarbeitsgericht Hamm in seinem Urteil vom 14.08.2015 (Az. 10 Sa 156/15). weiter
Drohen einem Vertragsarzt Sanktionen, wenn er streikt und deswegen seine Sprechstundenverpflichtung unterbricht? Einen solchen Fall hatte das Sozialgericht Stuttgart zu entscheiden. weiter
Schriftformerfordernis bei Wechsel des Praxismieters
Bei einer Praxisübernahme werden regelmäßig auch die Praxisräume übernommen. Dabei tritt der Praxisübernehmer in den bestehenden Mietvertrag mit dem Vermieter ein. Voraussetzung dafür ist die Zustimmung des Vermieters und eine entsprechende schriftliche Vereinbarung. Diese schriftliche Vereinbarung muss bestimmte inhaltliche Voraussetzungen erfüllen, da ansonsten böse Überraschungen lauern können. weiter
Nicht nur Patienten können wegen einer fehlerhaften Prothetik Ansprüche haben, auch den Krankenkassen können Schadenersatzansprüche (gesetzliche Gewährleistung) zustehen. Rechtsgrundlagen für Ansprüche gegen den Vertragszahnarzt sind Bundesmantelvertrag-Zahnärzte (BMV-Z) sowie Ersatzkassenvertrags-Zahnärzte (EKV-Z). weiter
Das Versorgungsstärkungsgesetz und seine Auswirkungen auf die Zahnarztpraxis
Das Gesetz zur Stärkung der Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung – kurz „Versorgungsstärkungsgesetz“ genannt – ist nun seit einiger Zeit in Kraft getreten und nach wie vor immer wieder Thema. Für die Zahnärzte ist eine wesentliche mit diesem Gesetz einhergehende Veränderung die Möglichkeit der Gründung eines rein zahnärztlichen MVZs. weiter
Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg, Urteil 26.11.2015 (Der Patient muss vor der Zahnbehandlung ordnungsgemäß aufgeklärt werden. Ist die Aufklärung nicht ordnungsgemäß, ist damit die Einwilligung des Patienten unwirksam, da er keine ausreichende Entscheidungsgrundlage vermittelt bekommen hat. ) weiter
Werden bei einer Beihilfestelle gefälschte Zahnarztrechnungen eingereicht, können die betreffenden Bescheide unter bestimmten Umständen ausnahmsweise zurückgenommen werden. Allerdings gilt regelmäßig zunächst einmal ein sogenannter Bestandsschutz in Bezug auf die Verwaltungsakte (Bescheide), sodass Bescheide rückwirkend nicht zulasten des Beihilfeempfängers verschlechtert werden können. weiter
Berechenbarkeit der computergesteuerten Kondylenpositionsanalyse und Neupositionierung der Kondylen unter Bildschirmkontrolle
Der Leitsatz des Verwaltungsgerichts Stuttgart zu seinem Urteil vom 10.12.2015 (Az. 1 K 5043/13) lautet: „Die computergesteuerte Kondylenpositionsanalyse und die Neupositionierung der Kondylen unter Bildschirmkontrolle sind in der GOZ (2012) nicht beschriebene Leistungen, die jeweils analog GOZ-Nummer 8065 abgerechnet werden können. Ein Analogansatz nach den GOZ-Nummern 6040 und 6070 kommt demgegenüber nicht in Betracht.“ weiter
Immer wieder kommt es zu rechtlichen Auseinandersetzungen mit Patienten, die ihre Zahnarztrechnungen nicht bezahlen wollen. Ist die Rechnung an eine Verrechnungsstelle abgetreten worden, versucht der Patient häufig die Zahlungspflicht mit der Behauptung abzuwenden, die Abtretung sei nicht wirksam erfolgt. weiter
Bestehende Wirksamkeit der Gebührenvereinbarung, auch wenn nicht alle vereinbarten Leistungen zur Ausführung kommen
Eine Gebührenvereinbarung, mit der Steigerungsfaktoren über dem 3,5-fachen Satz vereinbart werden, ist auch dann wirksam, wenn sie Gebührenziffern enthält, die rein vorsorglich aufgenommen wurden und deren Leistungsinhalt schließlich doch nicht ausgeführt worden sind. weiter
Kostenträger lehnen häufig Begründungen für die Steigerung des Faktors über 2,3 ab. So zum Beispiel häufig auch bei der „kleinen Mundöffnung“. Nun hat das Verwaltungsgericht Köln die Begründung „kleine Mundöffnung“ für die Steigerung des Faktors anerkannt. weiter
Falsche oder unvollständige Angaben beim Abschluss eines privaten Krankenversicherungsvertrages führen zu Leistungsverlusten. Deswegen ist es wichtig, die Fragen des Versicherers korrekt zu beantworten. Insbesondere sind chronische Erkrankungen anzugeben. weiter
Beihilfe bei nicht medizinisch notwendigen Leistungen
Wie regelmäßig alle Kostenträger, ist die Beihilfe nur zur Erstattung verpflichtet, wenn die zugrunde liegenden Behandlungsmaßnahmen medizinisch notwendig sind. Nichts anderes folgt auch für die Berechnungsfähigkeit aus der GOZ. weiter
Die Diskussion über die Berechenbarkeit der GOZ-Nummer 2197 (adhäsive Befestigung) reißt nicht ab. Nun hat aktuell wieder ein Gericht die Abrechnung der GOZ-Nummer 2197 bestätigt. Diesmal neben der GOZ-Nummer 6100 (Eingliederung eines Klebebrackets) in einem Beihilfefall. weiter
Die Frage, ob eine Begründung auf der Zahnarztrechnung ausreicht für eine Faktorensteigerung über den 2,3-fachen Satz, ist ein Dauerbrenner. Die Gerichte haben sich immer wieder mit dieser Frage auseinanderzusetzen. Nicht selten tun sie sich schwer, eine Begründung als ausreichend zu akzeptieren. weiter
Wählen Sie bei Begründungen für die Faktorensteigerung transparente Formulierungen
Das Verwaltungsgericht Köln hat in seinem Urteil die Begründung „Frische Zubereitung der medikamentösen Einlage mit individuell eingestellter Konsistenz“ als nicht ausreichend beurteilt. weiter
Viele Krankenversicherungsverträge verwenden seit einigen Jahren Klauseln, mit denen die Erstattung von ärztlichen und zahnärztlichen Rechnungen auf den 3,5-fachen Satz begrenzt werden soll. Diese Klauseln sind häufig unklar formuliert und sprechen von einer „Begrenzung auf Höchstsätze“, ohne dass ein konkreter Steigerungssatz als Grenze genannt wird. weiter
Für die Frage der Kostenerstattung durch Kostenträger wie Beihilfe und private Krankenversicherung kann die Definition des Begriffs „Beginn der zahnärztlichen Behandlung“ ausschlaggebend sein. weiter
Nach Auffassung der Gerichte können Richter die korrekte Bemessung des Faktors eigenständig ermitteln. Mit anderen Worten: Das Gericht ist nur im Ausnahmefall gehalten, sich sachverständigen Rat zur Frage der Faktorbemessung einzuholen. weiter
Gemäß § 95 d Abs. 1 SGB V ist der Vertragsarzt zur fachlichen Fortbildung verpflichtet. Kommt er dieser Verpflichtung nicht nach, kann er seine Zulassung verlieren. Ob der Arzt die Verletzung der Fortbildungspflicht persönlich zu verschulden hat oder nicht, ist dabei ohne Bedeutung. weiter
CMD – Fehlfunktion des Kiefergelenks – keine Indikation für Beihilfefähigkeit von Implantaten
Nach einer Entscheidung des OVG für das Land Nordrhein-Westfalen wird die Beihilfefähigkeit von Implantaten verneint, die wegen einer CMD (Craniomandibuläre Dysfunktionk) als medizinisch notwendig beschrieben werden. Mehrere Zahnärzte hatten der beihilfeberechtigten Patientin versichert, wegen der bei ihr vorliegenden CMD und parodontaler Probleme müsse sie mit einer festsitzenden Versorgung – also implantatgetragen – versorgt werden. weiter
Patient muss Anwesenheit des Prozessgegners bei Untersuchung durch den Sachverständigen nicht dulden
Ordnet in einem Rechtsstreit das Gericht die Einholung eines Sachverständigengutachtens an, hat die gegnerische Partei nicht das Recht, bei der Untersuchung und/oder der Anamnese dabei zu sein. Das Persönlichkeitsrecht des Patienten wiegt stärker als die „Waffengleichheit“ im Prozess. weiter
Ein Zahnarzt darf den bestmöglichen Standard anbieten und diesen über sein Honorar abrechnen. Soweit hierfür Steigerungsfaktoren von über 3,5 angesetzt werden, ist höchster Standard angebracht. Vorgesetzt wird, dass eine wirksame Gebührenvereinbarung in schriftlicher Form - § 2 GOZ - vor der Leistungserbringung zwischen Zahnarzt und Zahlungspflichtigem geschlossen worden ist. weiter
Streiten sich zum Beispiel ein Zahnarzt und sein Patient über die Rechnung und vielleicht noch einen behaupteten Behandlungsfehler, entscheidet im Falle einer Klage der Richter. Die juristische Kompetenz steht dabei außer Frage. Was aber ist bei fachspezifischen Fragen? Muss sich hier der Richter fachkompetenter Hilfe bedienen? weiter
So bleibt Ihre Gebührenvereinbarung wirksam
Nach den Regelungen in der GOZ hat der Zahnarzt einen Gestaltungsspielraum bezüglich seiner Abrechnung. Insbesondere kann er die konkrete Qualität und die besonderen Umstände des einzelnen Behandlungsfalls abbilden und in Rechnung stellen. Bei dem Ansatz des 2,3- bis 3,5-fachen Steigerungsfaktors muss die Rechnung mit einer entsprechenden Begründung versehen sein. Für die Berechnung eines Steigerungsfaktors von mehr als 3,5 muss dies mit dem Patienten vorher schriftlich vereinbart werden. weiter
Aktuell: Keine GEMA-Gebühren in Zahnarztpraxen
Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass für die Hintergrundmusik in (Zahn-)Arztpraxen keine GEMA-Gebühren geleistet werden müssen. In der Pressemitteilung des Bundesgerichtshofs wurde diese Entscheidung vor allen Dingen damit begründet, dass es sich bei Hintergrundmusik in der Praxis nicht um eine „öffentliche Wiedergabe“ handelt. weiter
Bleaching, als Heilbehandlung steuerfrei!
Der Bundesfinanzhof hat aktuell bestätigt, dass Zahnaufhellungen (Bleaching), die ein Zahnarzt zur Beseitigung behandlungsbedingter Zahnverdunklung vornimmt, steuerfreie Heilbehandlungen sind. Es sind auch solche Leistungen erfasst, die erst als Folge solcher Behandlungen erforderlich werden, seien sie auch ästhetischer Natur (Folgebehandlung). weiter
Ihr Wissensvorsprung: Einschränkungen von Beihilfeleistungen bei Implantaten
Implantologische Leistungen sind bekanntermaßen nur eingeschränkt beihilfefähig. Es ist für das Praxisteam hilfreich, wenn es die versicherungstechnischen Hintergründe einschließlich der Behihilfegrundsätze kennt. § 15 der Verordnung über Beihilfe im Krankheits-, Pflege- und Geburtsfällen (Bundesbeihilfeverordnung – BBhV) sieht hierzu in § 15 Abs. 1 vor: weiter
Das Verwaltungsgericht Regenburg erkennt einen Mehraufwand bei der adhäsiven Klebetechnik an und erklärt die GOZ-Ziffer 2197 (Adhäsive Befestigung) neben der GOZ-Ziffer 6100 (Eingliederung eines Klebebrackets) für anwendbar. Das Verwaltungsgericht Regensburg hatte sich mit einer Beihilfeangelegenheit befassen müssen. Der Inhalt ist aber uneingeschränkt auf die allgemeine Berechenbarkeit nach GOZ übertragbar. weiter
Gründe weshalb auch eine Zahnarztpraxis Rundfunkgebühren bezahlen muss
Auch eine Zahnarztpraxis ist zur Entrichtung von Rundfunkgebühren verpflichtet. Die Zahlungspflicht ergibt sich nach Auffassung des Verwaltungsgerichts Köln alleine schon aus der Tatsache, dass die Möglichkeit des Rundfunkempfangs besteht. Zudem verweist das Gericht auf die Notwendigkeit einer unabhängigen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt, die eben finanziell unabhängig und von Dritten unbeeinflusst arbeiten können muss. weiter
Die Diskussion um den Beratungsarzt bei der Auseinandersetzung mit Kostenerstattern reißt nicht ab. Schon seit Jahren weigern sich Kostenträger immer wieder, das Gutachten und die Identität des beratenden Arztes bekanntzugeben. Dies ist vor der bestehenden Gesetzes- und Rechtsprechungslage unverständlich. weiter
In Nordrhein-Westfalen ist geregelt, dass vor einer Implantatversorgung ein so genanntes Vorabanerkennungsverfahren durchzuführen ist. Das bedeutet, dass in den vorgeschriebenen Fällen wie die einer Implantatbehandlung vor Behandlungsbeginn die Zustimmung des Amtszahnarztes eingeholt werden muss. Wird dies versäumt, kann der Beihilfeanspruch entfallen. weiter
Der Zahnarzt und seine Mitarbeiter unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht. Ein Verstoß wird strafrechtlich nach § 203 StGB geahndet. Das gilt nicht für den Inhaber eines Zahnlabors. Dieser ist nicht von dem Personenkreis des § 203 StGB erfasst, da er weder einen „Heilberuf“ ausübt, noch als „Gehilfe“ des Zahnarztes bei seiner Ausübung des Heilberufes tätig wird. weiter
Neu: BGH verneint den Anspruch des Patienten auf Preisgabe der Privatanschrift eines angestellten Arztes
Hat der Patient gegenüber dem Krankenhausträger Auskunftsanspruch hinsichtlich der Privatanschrift eines angestellten Arztes? Hintergrund der Entscheidung war die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen gegenüber der Klinik sowie zwei der dort angestellten Ärzte. Lesen Sie hier das topaktuelle Urteil vom 20.01.2015, mit der Handlungsempfehlung unserer Rechtsexperten. weiter
Wie ist ein Fall zu beurteilen, in dem der Patient eingeschränkt deutsch spricht und später in einem Haftungsverfahren behauptet, er habe nicht alles verstanden? weiter
Das Amtsgericht Charlottenburg begründet sachverständig beraten, dass die GOZ-Ziffer 2120 analog für den dentinadhäsiven, mehrfach geschichteten Aufbau eines Zahnes zu berechnen ist und verneint dabei ausdrücklich die von der PKV vorgeschlagene Abrechnungsvariante. weiter
Die Befristung der Genehmigung soll dafür sorgen, dass die nach dem HKP geplante vertragszahnärztliche Behandlung nicht durch einen nach der Genehmigung sich ändernden Zahnbefund ganz oder teilweise gegenstandslos wird, aber gleichwohl durchgeführt werden kann. weiter
Gutachterverfahren werden durchgeführt, um die ordnungsgemäße Versorgung mit Zahnersatz und Zahnkronen sowie die Einhaltung des Wirtschaftlichkeitsgebots sicherzustellen. weiter
Honorarverlust bei Unbrauchbarkeit der Versorgung
Ist die Versorgung für den Patienten im Ergebnis unbrauchbar, entfällt der Honoraranspruch des Zahnarztes. Dies bestätigte das Oberlandesgericht Koblenz im Jahre 2013. weiter
Implantate als Kassenleistung nur in engen Grenzen der Ausnahmeindikation
Das Sozialgericht Stuttgart legt die Grenzen zur Ausnahmeindikation im Zusammenhang mit Implantaten als Kassenleistungen sehr eng aus. Der Entscheidung lag folgender Fall zugrunde: weiter
Leistungen die von unqualifizierten Mitarbeitern erbracht und dann in Rechnung gestellt werden, entsprechen einem Abrechnungsbetrug, so entschied der Bundesgerichtshof. weiter
Patienten können bei falscher Aufklärung von Zahlungspflicht befreit werden
Das OLG Hamm kam in zweiter Instanz zu dem Ergebnis, dass der Patient die Behandlungskosten wegen einer unvollständigen Aufklärung nicht übernehmen muss. weiter
Klage auf Schmerzensgeld wegen Strahlenbelastung im Zusammenhang mit einem überflüssigen Röntgen. Lesen Sie hier mehr über das Urteil vom LG Detmold: weiter
GOZ 2197 nicht in GOZ 2120 enthalten
Die Position GOZ 2197 ist weder in Position GOZ 2120 enthalten noch deren notwendiger Bestandteil. Dies hat kürzlich das Amtsgericht Bonn entschieden. weiter
Der Begriff des Gutachtens kann entscheidend sein
Unter Umständen kann die Definition des Begriffs „Gutachten“ von ausschlaggebender Bedeutung sein. So ist es zum Beispiel bei der Feststellung von Arbeitsunfällen und der damit verbundenen Frage, ob der Unfallversicherungsträger Ersatz leisten muss oder nicht. weiter
Grober Behandlungsfehler bei der Versorgung mit Langzeitprovisorien
Steht eine Behandlung im Streit und wirft der Patient einen Fehler vor, kann es Feinheiten in der Diskussion ankommen. Nachteilig für den Behandler ist es stets dann, wenn ein grober Behandlungsfehler im Raum steht. Bei einem solchen kehrt sich die Beweislast um. weiter
Gesetzlich Krankenversicherte müssen die Kosten für die Beschaffung eines Lichtbildes (im Streitfall waren es 24,40 €) für die elektronische Gesundheitskarte selbst tragen. Dies folgert das Landessozialgericht Mainz aus der Gesetzessystematik. weiter
Keine Aufklärungspflicht über abwegige Alternative
Vor Behandlungsbeginn muss der Patient ordnungsgemäß aufgeklärt werden. Zu einer solchen Aufklärung gehört die Information und Erläuterung von realistischen Behandlungsalternativen, soweit sie für die Entscheidungsfindung des Patienten relevant sind. Über nicht ernsthaft in Betracht kommende Alternativen hingegen muss nicht aufgeklärt werden. Damit kommt ein später klagender Patient vor Gericht nicht durch. weiter
Die Erstattung von Behandlungskosten kann davon abhängig sein, ob die durchgeführte Behandlung „wissenschaftlich anerkannt ist“. Darum ist es wichtig, den Begriff „wissenschaftlich anerkannt“ richtig zu definieren. weiter
Faktorsteigerung bei GOZ-Ziffer 2180
Folgende Begründungen wurden zur Faktorsteigerung bei der GOZ-Ziffer 2180 gerichtlich akzeptiert: „erhöhter Zeitaufwand durch Mehrfachlegung“, Faktor 3,0, und „erhöhter Zeitaufwand durch Mehrfachlegung wegen keilförmiger Defekte“, Faktor 3,1. weiter
Vorsicht bei falschen Angaben beim Antrag auf Zusatzversicherung
Stellt ein Patient bei einer Zahnzusatzversicherung (oder auch Vollversicherung) einen Antrag auf Abschluss eines Versicherungsvertrages, werden regelmäßig Fragen wegen des aktuellen Gesundheitszustandes und der Vorbehandlungen gestellt. Diese sind ordnungsgemäß zu beantworten. weiter
Vor Gericht von Anwalt vertretene Partei ist nicht besonders schutzbedürftig
Seit Jahr und Tag streiten Zahnärzte und Patienten immer wieder vor Gericht. Im Einzelfall soll das die Ausnahme bleiben. Für die entstehenden Prozesse haben sich Regeln herausgebildet. Eine Regel ist, dass an die Patientenseite mangels eigener medizinischer Fachkompetenz geringere Anforderungen an den inhaltlichen Vortrag gestellt werden. weiter
Berufsfreiheit erlaubt Kostenschätzung auf Internet-Plattform
Wie mittlerweile höchstrichterlich entschieden besteht kein berufsrechtliches Verbot wegen Abgabe einer Kostenschätzung in Bezug auf eine zahnärztliche Behandlung auf einer Internet-Plattform. weiter
Die wirtschaftliche Aufklärungspflicht ist eine Nebenpflicht aus dem zahnärztlichen Behandlungsvertrag. Danach muss dem Patienten erläutert werden, welche Kosten voraussichtlich auf ihn zukommen werden und dass der Kostenträger eventuell nicht alles zu 100% erstatten wird. weiter
Keine Zuerkennung der Gebietsbezeichnung Parodontologie
Kenntnisse und Erfahrungen auf dem Gebiet der Parodontologie alleine reichen nicht aus, um die Gebietsbezeichnung Parodontologie anzuerkennen. Voraussetzung ist grundsätzlich das Durchlaufen einer formalisierten mehrjährigen Weiterbildung. weiter
GOZ 2390 nicht neben anderen Endomaßnahmen berechenbar
Nach der Auffassung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg ist die GOZ-Ziffer 2390 nicht neben anderen endodontischen Behandlungsmaßnahmen abrechenbar. In der ersten Instanz (Verwaltungsgericht Stuttgart) war das noch anders gesehen worden. weiter
Die Kürzung bei Faktorerhöhungen durch kostenerstattende Stellen ist und bleibt ein Dauerthema. Urteile, mit denen die Begründungen für Faktorsteigerungen von Gerichten akzeptiert werden, sind deswegen sehr hilfreich. weiter
Der Behandlungsabbruch eines Patienten kann seine Beweislage verschlechtern
Patienten streiten zunehmend mit ihren Ärzten und Zahnärzten über das Honorar, aber auch über die Frage der fehlerfreien Behandlung. Immer wieder ist das Arzt-Patienten-Verhältnis auf dem Weg zu einer rechtlichen Auseinandersetzung schon angegriffen oder gar zerrüttet. weiter
Wenn dem Gericht die fachliche Kompetenz fehlt, nimmt er sich einen Sachverständigen, um die Fachfragen beantworten zu lassen. Naturgemäß kann ein Jurist regelmäßig keine medizinischen und zahnmedizinischen Fragestellungen beurteilen. So kommt es, dass regelmäßig bei Haftungsprozessen aber auch Abrechnungsprozessen Beweis im Wege des Sachverständigengutachtens eingeholt werden. weiter
Kostentragung bei Mängelgutachten
Die Kosten von Mängelgutachten können dem Vertragszahnarzt auferlegt werden, wenn dieser die Mängel zu vertreten hat. weiter
Das Amtsgericht Pankow/Weißensee hat in seinem Urteil vom 10.01.2014 (Az. 6 C 46/13) die Berechenbarkeit der GOZ-Ziffer 2197 für die adhäsive Befestigung eines Brackets bestätigt. Der Auffassung des Kostenträgers wiederum hat es widersprochen. weiter
Das Amtsgericht Pankow/Weißensee hat in seinem Urteil vom 10.01.2014 (Az. 6 C 46/13) die Berechenbarkeit der GOZ-Ziffer 2290 für die Entfernung eines Bogens oder eines Teilbogens bestätigt. Der Auffassung des Kostenträgers wiederum hat es widersprochen. weiter
Die Musterbedingungen des Verbandes der Privaten Krankenversicherer sehen eine sogenannte „Verwandtenklausel“ vor, nach der bei der Behandlung von Verwandten dem Behandler kein Honorar erstattet wird. weiter
Ein Zahnarzt handelt nicht behandlungsfehlerhaft, wenn er eine mit Stiften zu befestigende, beschädigte Teilprothese durch eine Prothese mit Teleskopkronen ersetzt. weiter
Die Bewerbung einer kostenlosen individuellen Implantatberatung durch einen Zahntechniker verstößt gegen § 1 Abs. 1 und 3 ZHG, da die beworbenen Leistungen ausschließlich approbierten Zahnärzten vorbehalten sind. weiter
Dokumentation der Aufklärung – BGH: Keine überzogenen Anforderungen
Vor Beginn der Behandlung muss der Patient aufgeklärt werden. Die Aufklärung muss der Zahnarzt/die Zahnärztin beweisen, anders als den Behandlungsfehler, den der Patient nachweisen muss. weiter
Wirksamkeit von Einverständniserklärungen
Patienten bekommen immer mehr Dokumente zur Unterschrift vorgelegt. Die Wirksamkeit solcher Erklärungen ist im Streitfall von entscheidender Bedeutung. In der Regel muss die Wirksamkeit von Erklärungen für jede einzelne gesondert geprüft werden. weiter
Begründung zur Faktorsteigerung bei GOÄ 5000
Die Begründung zur Faktorsteigerung beschäftigt die Gerichte immer wieder. Besonders häufig sind die Begründungstexte Gegenstand von Verfahren vor den Verwaltungsgerichten. weiter
Allgemein vorwegzuschicken ist der Grundsatz, dass im Rahmen einer zahnärztlichen Behandlung der Erfolg der Leistung niemals versprochen bzw. erzielt werden muss. weiter
Die Definition des Beginns einer zahnärztlichen Behandlung kann unter Umständen ausschlaggebend dafür sein, ob der Kostenträger erstattet oder nicht. weiter
Endlich hat ein weiteres Gericht eine Entscheidung zu Gebührenfragen der GOZ 2012 verkündet. Aus dem Inhalt dieses Urteils ist zunächst die Bestätigung der Berechenbarkeit der GOZ-Ziffer 2390 zu berichten. Das Verwaltungsgericht Stuttgart hat klipp und klar ausgeführt, dass die GOZ-Ziffer 2390 nicht nur im Rahmen einer Notfallbehandlung berechenbar ist. weiter
Ein Praxismietvertrag kann bei Abschluss des Mietverhältnisses regeln, dass zu einem späteren Zeitpunkt ein wirksamer Wechsel auf Vermieterseite stattfinden kann. Eine solche formularmäßige Regelung hält das Oberlandesgericht Düsseldorf für unbedenklich. weiter
Achtung! Honorarverlust bei Minderjährigen sollte die Ausnahme sein
Das LG Wiesbaden hat in einem etwas ungewöhnlichen Fall entschieden, dass ein Minderjähriger eine zahnärztliche Behandlung über mehrere Termine in Anspruch nehmen konnte, ohne dass er das hierfür angefallene Honorar tragen musste. Wieso? Wie geht das? weiter