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Timestamp: 2016-10-23 22:01:02
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BGH, Hinweisbeschluss vom 26.02.2014 - I ZR 121/13 - Kartenwerke und Zeichenschl�ssel - Zur Urheberschaft und zum Urheberrechtsschutz bei Stadtpl�nen und Landkarten Navigation Impressum Inhalts�bersicht
BGH, Hinweisbeschluss vom 26.02.2014 - I ZR 121/13
Kartenwerke und Zeichenschl�ssel - Zur Urheberschaft und zum Urheberrechtsschutz bei Stadtpl�nen und Landkarten
UrhG � 2 Abs. 1 Nr. 7, �� 7, 16, 19a, 97 Leits�tze:1. Gem�� � 7 UrhG ist Urheber der Sch�pfer des Werkes. Sind mehrere Personen an der Entstehung des Werkes beteiligt, h�ngt die Sch�pfereigenschaft davon ab, welche Person einen sch�pferischen Beitrag gem�� � 2 Abs. 2 UrhG geleistet und welche Person lediglich einen nichtsch�pferischen Gehilfenbeitrag geleistet hat. Solange Gehilfen sich lediglich auf die nichtsch�pferische mechanische Durchf�hrung oder Ausgestaltung der Vorgabe des Urhebers halten und kein Spielraum f�r eine eigene individuelle sch�pferische Gestaltung bleibt, sind sie keine Urheber (vgl. BGH, Urteil vom 24. Mai 2007 - I ZR 130/04, BGH, Urteil vom 24.05. 2007 - I ZR 130/04 - Gedichttitelliste I).
2. Der an vorgegebene Zeichenschl�ssel und Musterbl�tter gebundene Hersteller von Karten kann nur dann Urheber sein, wenn ihm ein f�r die Erreichung des Urheberrechtsschutzes gen�gend gro�er Spielraum f�r individuelle kartografische Leistungen bleibt (BGH, Urteil vom 23. Juni 2005 - I ZR 227/02 - Karten-Grundsubstanz).
3. Stadtpl�ne und Landkarten k�nnen als Darstellungen wissenschaftlich-technischer Art gem�� � 2 Abs. 1 Nr. 7 UrhG Urheberrechtsschutz genie�en, wenn es sich um pers�nliche geistige Sch�pfungen im Sinne von � 2 Abs. 2 UrhG handelt. Die sch�pferische Eigent�mlichkeit einer Karte kann sich bereits daraus ergeben, dass die Karte nach ihrer Konzeption von einer individuellen kartographischen Darstellungsweise gepr�gt ist, die sie zu einer in sich geschlossenen eigent�mlichen Darstellung des betreffenden Gebiets macht. Die urheberrechtlich bedeutsamen sch�pferischen Z�ge k�nnen insoweit in der Gesamtkonzeption liegen, mit der durch die individuelle Auswahl des Dargestellten und die Kombination von - meist bekannten - Methoden (z.B. bei der Generalisierung) und von Darstellungsmitteln (z.B. bei der Farbgebung, Beschriftung oder Symbolgebung) ein eigent�mliches Kartenbild gestaltet worden ist (BGH, Urteil vom 28.05.1998 - I ZR 81/96 - Stadtplanwerk; BGH, Urteil vom 23.06.2005 - I ZR 227/02 - Karten-Grundsubstanz).
MIR 2014, Dok. 071
Anm. der Redaktion: Auf den vorliegenden Hinweisbeschluss ist das Revisionsverfahren durch Revisionsr�cknahme erledigt worden. Download: Entscheidungsvolltext PDF
Kurz-Link zum Artikel: http://miur.de/2604
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