Source: http://www.schulpsychologie.at/ueber-die-schulpsychologie-bildungsberatung/gesetzliche-grundlagen
Timestamp: 2018-06-19 06:48:36
Document Index: 297537186

Matched Legal Cases: ['§11', '§6', '§7', '§8', '§25', '§19', '§26', '§26', '§13']

Gesetzliche Grundlagen - Schulpsychologie Bildungsberatung
Schulpsychologie > Gesetzliche Grundlagen
Einige gesetzliche Grundlagen der Schulpsychologie-Bildungsberatung
Aufgaben und Struktur der Schulpsychologie-Bildungsberatung sind in einem speziellen Erlass geregelt:
Startet den Datei-Download zum Rundschreiben Nr. 101/1994 (Aufgaben und Struktur der Schulpsychologie-Bildungsberatung)
Verordnung: Grundausbildung für den höheren schulpsychologischen Dienst
Die Schulpsychologie-Bildungsberatung in den Bundesgesetzen
Die Schulpsychologie-Bildungsberatung ist mehrfach in Bundesgesetzen verankert:
In §11 (5) festgelegt, dass für die pädagogisch-psychologische Beratung in den Schulen im Amt des Landesschulrates ein schulpsychologischer Dienst einzurichten ist, wobei auch entsprechende Beratungsstellen als Außenstellen des Landesschulrates eingerichtet werden können.
Im Schulpflichtgesetz sind verschiedene Gutachtertätigkeiten der Schulpsychologie festgelegt. Und zwar in folgenden Fällen:
Feststellung der Schulreife im Zusammenhang mit der Schülereinschreibung zur Aufnahme in die Volksschule zu Beginn der Schulpflicht §6 (2c), wenn erforderlich und die Zustimmung der Erziehungsberechtigten gegeben ist oder die Erziehungsberechtigten dies wünschen.
Bei Antrag der Erziehungsberechtigten auf vorzeitigen Besuch der Volksschule §7 (4), wenn erforderlich und die Zustimmung der Erziehungsberechtigten gegeben ist oder die Erziehungsberechtigten dies wünschen.
Im Zuge der Feststellung eines sonderpädagogischen Förderbedarfs §8 (1), wenn die Zustimmung der Erziehungsberechtigten gegeben ist.
Weiters ist in §25 (4) festgehalten, dass im Zuge von Maßnahmen zur Erfüllung der Schulpflicht die Schulpsychologie-Bildungsberatung von der Schulleitung einzubeziehen ist, wenn Schulpflichtverletzungen trotz entsprechender Maßnahmen bzw. Gespräche zwischen Klassenlehrkräften und Erziehungsberechtigten andauern (Stufe II des "Fünf-Stufen-Plans").
In §19 (4) ist festgehalten, dass die Schulpsychologie bei der Erarbeitung von Förder- bzw. Unterstützungsmaßnahmen zur Verbesserung der Verhaltenssituation im Zuge der Information von Erziehungsberechtigten über schwerwiegende Pflichtverletzungen von Schülerinnen insbesondere zur Ursachenklärung heranzuziehen ist.
Wenn im Falle besonders begabter Schüler/innen Schullaufbahnverkürzungen angestrebt werden, ist im Zweifel ein schulpsychologisches Gutachten einzuholen. Dies betrifft das Überspringen von Schulstufen §26 (1) als auch das Überspringen an den "Nahtstellen" §26a (1).
Ferner ist die Schulpsychologie-Bildungsberatung auch in den Lehrplanverordnungen zum Berufsorientierungsunterricht als orientierungsunterstützende Beratungseinrichtung angeführt.
Bei Verdacht auf Suchtgiftmissbrauch eines Schülers / einer Schülerin ist gemäß §13 (1) zusätzlich zu einer schulärztlichen Untersuchung erforderlichenfalls die Schulpsychologie beizuziehen.
In der Anl. 1/01 sind die Einstufungen von drei konkreten Funktionen im Bereich der Schulpsychologie-Bildungsberatung (Landesreferent/in im LSR f. NÖ, Landesreferent/in im LSR f. Tirol, Beratungsstellenleiter/in für Graz/Stadt) als "Richtverwendungen" im Bereich des Höheren Dienstes (Verwendungsgruppe A1) definiert.