Source: https://www.blzk.de/blzk/Site.nsf/id/pa_muster_ausbildungsvertrag_zfa.html
Timestamp: 2019-12-07 13:33:50
Document Index: 238115646

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 2', '§ 8', '§ 3', '§ 4', '§ 6', '§ 7', '§ 7', '§ 9', '§ 111', '§ 11']

Musterausbildungsvertrag ZFA | Bayerische Landeszahnärztekammer
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Druckversion: Musterausbildungsvertrag für ZFA mit Erklärungen (PDF | 315 KB)
Erklärungen zu Seite 1
Hier die „Ausbildungspraxis“ eintragen. Geben Sie eine/n zuständige/n Ausbilder/in innerhalb der Praxis an, wenn mehrere Zahnärzte gemeinsam tätig sind.
Für einen Geburtsort außerhalb Deutschlands geben Sie bitte auch das Geburtsland an.
Schulbildung/-abschluss
Bitte geben Sie hier den letzten bzw. höchsten erfolgreich absolvierten Bildungsabschluss an.
gesetzlich vertreten durch den/die Erziehungsberechtigten/Vormund
Bei minderjährigen Auszubildenden müssen beide gesetzlichen Vertreter angegeben werden. Es müssen auch beide gesetzlichen Vertreter den Ausbildungsvertrag unterschreiben. Wenn nur ein Elternteil alleine sorgeberechtigt ist, muss ein entsprechender Nachweis beigefügt werden (Bescheinigung für die Alleinsorge). Ebenso bitten wir um einen Nachweis (Geburtsurkunde der/des Auszubildenden, neue Eheschließung eines Elternteils etc.), wenn der Name der/des Auszubildenden vom Namen der/des Eltern(teils) abweicht.
Datum Ausbildungsbeginn
Die Ausbildung dauert drei Jahre - z.B. 1.9.2018 bis 31.8.2021 oder 20.10.2018 bis 19.10.2021
Datum Ausbildungsende
Erklärungen zu Seite 2
§ 1 Ausbildungsanforderungen
Findet die Berufsausbildung in einer kieferorthopädischen Praxis oder bei der Bundeswehr statt, verpflichtet sich die/der Ausbildende die in der Ausbildungspraxis nicht zu vermittelnden Kenntnisse und Fähigkeiten in einer Vertragszahnarztpraxis vermitteln zu lassen und dies zu gewährleisten. Hierfür ist mit dem Ausbildungsvertrag eine Zusatzvereinbarung vorzulegen.
§ 2 Ausbildungszeit, Probezeit
(2) Richtlinien zur Abkürzung der Ausbildungszeit gem. § 8 Abs. 1 BBiG
(3) Außer dem hier genannten Grund, gibt es keine Möglichkeit, die Probezeit zu verlängern. Eine sonstige Vereinbarung über die Verlängerung der Probezeit ist unwirksam. Die Vertragsparteien müssen sich innerhalb der vier Monate entscheiden, ob das Ausbildungsverhältnis fortgesetzt werden soll.
(4) Mit der Mitteilung über das Bestehen der Abschlussprüfung endet das Ausbildungsverhältnis. Es ist mit der/dem ZFA ein neuer Dienstvertrag mit dem vollen Gehalt zu schließen. Andernfalls muss die/der ausgebildete ZFA über die unverzügliche Meldung bei der Arbeitsagentur informiert werden. Die beiden Vertragsparteien sollten rechtzeitig (frühestens sechs Monate vor Beendigung des Ausbildungsverhältnisses) über die Weiterbeschäftigung sprechen.
(5) Die Verlängerung des Ausbildungsvertrages erfolgt in diesem Fall bis zum nächstmöglichen Prüfungstermin und muss dem Zahnärztlichen Bezirksverband (ZBV) mitgeteilt werden. Die/der Ausbildende kann der Verlängerung nicht widersprechen.
§ 3 Kündigung und Praxisübergang
(2) Nach Ablauf der Probezeit ist eine ordentliche Kündigung z.B. wegen Praxiswechsel nicht möglich. Sollte ein Praxiswechsel unvermeidbar sein und von beiden Seiten gewünscht, so kann das Ausbildungsverhältnis im gegenseitigen Einvernehmen durch Aufhebungsvertrag beendet werden. Die Beendigung des Ausbildungsverhältnisses, unabhängig welcher Art, muss dem Zahnärztlichen Bezirksverband angezeigt werden.
§ 4 Urlaub, Arbeitszeit
(1) Der Urlaub soll Auszubildenden vorrangig in den Berufsschulferien gegeben werden. Die hier angegebenen Urlaubstage geben den gesetzlichen Mindesturlaub wieder. Eine darüber hinausgehende individuelle Vereinbarung kann jederzeit getroffen werden.
(2) Samstag ist ein Werktag. Die Regelungen des Bundesurlaubsgesetz sind auf eine 6-Tage-Woche ausgerichtet. Wird in der Praxis in der 5-Tage-Woche gearbeitet, muss die Anzahl der Mindesturlaubstage entsprechend umgerechnet werden.
(3) Endet das Ausbildungsverhältnis nach erfüllter Wartezeit und nach dem 30.6. eines Jahres, so besteht Anspruch auf den gesamten Urlaub und ist der/dem Mitarbeiter/in bis zum Ausscheiden zu gewähren bzw. abzugelten.
(4) Jugendliche: Jugendlichen müssen im Voraus feststehende Ruhepausen von angemessener Dauer gewährt werden. Die Pausen müssen mindestens betragen: 30 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als viereinhalb bis sechs Stunden und 60 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als 6 Stunden. Als Ruhepause gilt nur eine Arbeitsunterbrechung von mindestens 15 Minuten.
Auszubildende über 18 Jahre: Die Arbeit ist durch im Voraus feststehende Ruhepausen von mind. 30 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als 6 Stunden und von mind. 45 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als neun Stunden zu unterbrechen. Länger als 6 Stunden hintereinander dürfen erwachsene Auszubildende nicht ohne Ruhepause beschäftigt werden.
(5) Die Ausbildung erfolgt grundsätzlich in Vollzeit in einer 5-Tage-Woche. Für die Angabe der regelmäßigen täglichen Ausbildungszeit kann hier der Durchschnittswert – in der Regel 8 Stunden – eingetragen werden. Eine regelmäßige tägliche Ausbildungszeit von 7 Stunden darf nicht unterschritten werden.
Die aktuelle Empfehlung der BLZK zur Ausbildungsvergütung beträgt: 730 Euro im ersten, 770 Euro im zweiten und 820 Euro im dritten Ausbildungsjahr.
§ 6 Pflichten der/des Ausbildenden
(4) Eine Befreiung der/des Auszubildenden an einem Berufsschultag von der Berufsschule, um diesen in der Praxis zu beschäftigen, ist zu keiner Zeit erlaubt, auch nicht aufgrund betrieblichen Erfordernisses mit Bescheinigung des Arbeitgebers.
(5) Ein ordnungsgemäß geführtes Berichtsheft ist Voraussetzung für die Zulassung zur Abschlussprüfung.
(6) Die Beschäftigung von Auszubildenden mit ausbildungsfremden Tätigkeiten ist nicht gestattet.
(9) Die Eintragung des Ausbildungsvertrags in das Verzeichnis der Ausbildungsverhältnisse ist Voraussetzung für die Zulassung zur Abschlussprüfung.
(10) Jugendliche Auszubildende sind auch an dem Arbeitstag freizustellen, der der schriftlichen Abschlussprüfung unmittelbar vorangeht.
Erklärungen zu Seite 3
§ 7 Pflichten der/des Auszubildenden
(3) Es besteht eine Pflicht zur Teilnahme am Berufsschulunterricht. Im Krankheitsfalle gilt § 7 Absatz 10. Unentschuldigtes Fehlen kann die Kürzung der Ausbildungsvergütung für diese Zeit zur Folge haben. Bei größeren Fehlzeiten kann die Zulassung zur Abschlussprüfung gefährdet sein.
(7) Ein ordnungsgemäß geführtes Berichtsheft ist Voraussetzung für die Zulassung zur Abschlussprüfung.
(10) Soll eine ärztliche Bescheinigung ab dem ersten Krankheitstag vorgelegt werden, so muss das ausdrücklich vereinbart werden. Die Mitteilung im Erkrankungsfall und Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung gilt für die Teilnahme am Berufsschulunterricht gleichermaßen.
Das Zeugnis soll zeitnah zum Ende des Ausbildungsverhältnisses ausgestellt werden, um die/den Auszubildenden nicht bei der Stellensuche zu benachteiligen.
§ 9 Beilegen von Streitigkeiten
Bei der Bayerischen Landeszahnärztekammer ist kein Schlichtungsausschuss nach § 111 Abs. 2 ArbGG eingerichtet, der vor einer arbeitsgerichtlichen Klage eingeschaltet werden muss. Bei arbeitsgerichtlichen Streitigkeiten kann grundsätzlich direkt Klage beim zuständigen Arbeitsgericht erhoben werden. Dennoch bietet der jeweils zuständige ZBV in Streitfällen eine Mitwirkung zur Erreichung einer gütlichen Einigung an.
Erklärungen zu Seite 4
Wurde eine Zusatzerklärung für Ausbildungsverträge in kieferorthopädischen Praxen oder bei der Bundeswehr geschlossen, so ist in § 11 des Ausbildungsvertrages die Vertragszahnarztpraxis und die Dauer (wöchentlich/Blockausbildung) der Ausbildungsmaßnahme außerhalb der Ausbildungsstätte aufzunehmen.
Unterschrift der/des Erziehungsberechtigten/gesetzlichen Vertreter/s
Bei minderjährigen Auszubildenden ist der Ausbildungsvertrag von beiden gesetzlichen Vertretern zu unterzeichnen. Ist ein Elternteil allein sorgeberechtigt, so ist eine Bescheinigung für die Alleinsorge einzureichen.
Ausbildungsvertrag für Zahnmedizinische Fachangestellte – Muster
(Typ: PDF | Größe: 1,6 MB)