Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BFH/NV%202005,%201008
Timestamp: 2019-10-22 22:48:08
Document Index: 169521420

Matched Legal Cases: ['§ 42', '§ 21', '§ 12', '§ 2', '§ 12', '§ 2']

BFH, 15.02.2005 - IX R 16/04 - dejure.org
https://dejure.org/2005,6122
BFH, 15.02.2005 - IX R 16/04 (https://dejure.org/2005,6122)
BFH, Entscheidung vom 15.02.2005 - IX R 16/04 (https://dejure.org/2005,6122)
BFH, Entscheidung vom 15. Februar 2005 - IX R 16/04 (https://dejure.org/2005,6122)
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AO § 42; EStG § 21 Abs. 1 S. 1
Aufgabe eines Nutzungsrechts und Abschluss eines Mietvertrags
BFH/NV 2005, 1008
Dementsprechend schließt nicht jede Abweichung vom Üblichen notwendigerweise die steuerliche Anerkennung des Vertragsverhältnisses aus (BFH-Urteile in BFHE 180, 377, BStBl II 1997, 196; vom 15. Februar 2005 IX R 16/04, BFH/NV 2005, 1008).
In der Rechtsprechung des BFH ist geklärt, dass Nutzungsüberlassungen, die sich im Rahmen der familiären Haushaltsgemeinschaft vollziehen, grundsätzlich der nicht steuerbaren Privatsphäre zuzuordnen sind (§ 12 des Einkommensteuergesetzes --EStG--) und nicht durch schuldrechtliche Verträge in den Bereich der Einkünfteerzielung (§ 2 EStG) verlagert werden können (vgl. BFH-Urteil vom 15. Februar 2005 IX R 16/04, BFH/NV 2005, 1008, und BFH-Beschluss vom 16. Januar 2003 IX B 172/02, BFHE 201, 254, BStBl II 2003, 301).
Vollzieht sich die Nutzungsüberlassung im Rahmen der familiären Haushaltsgemeinschaft, so ist sie grundsätzlich der nicht steuerbaren Privatsphäre zuzuordnen (§ 12 EStG) und kann auch nicht durch einen Mietvertrag in den Bereich der Einkünfteerzielung (§ 2 EStG) verlagert werden: Nicht der zivilrechtliche Vertrag, sondern die persönliche Beziehung der Partner ist Grundlage des gemeinsamen Wohnens (BFH-Urteil vom 15.02.2005 IX R 16/04, BFH/NV 2005, 1008).