Source: https://www.yachtcharter-muensterland.de/j/shop/terms
Timestamp: 2018-02-24 09:38:22
Document Index: 375662815

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 9', '§ 8', '§ 823', '§ 10']

Allgemeine Geschäftsbedingungen - Yachtcharter Muensterland
§ 1 Rücktritt, Nichtantritt des Törns
Der Charterer ist berechtigt, vor Antritt des Törns ohne Angabe von Gründen durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Vercharterer von dem Vertrag zurückzutreten (Stornierung). In diesem Falle ist der Vercharterer berechtigt, folgende Kosten der Stornierung pauschal zu berechnen:
-	beim Zugang der Stornierung bis 4 Wochen vor Antritt des Törns 20 % der Chartervergütung,
-	beim Zugang der Stornierung þis 2 Wochen vor Antritt des Törns 50 % der Charter-vergütung
-	beim Zugang der Stornierung weniger als 2 Wochen vor Antritt des Törns 100 % der Chartervergütung.
Kann das Schiff im Fall einer Stornierung rechtzeitig anderweitig verchartert werden, ist der Vercharterer berechtigt, pauschal 5% der Chartervergütung als Bearbeitungsgebühr zu berechnen.
In jedem Fall ist dem Charterer der Nachweis gestattet, dass dem Vercharterer tatsächlich ein geringerer Schaden als die vorstehend aufgeführten Pauschalen entstanden ist.
Dem Charterer wird der Abschluss einer Reiserücktrittskostenversicherung empfohlen.
Das gebuchte Schiff wird dem Charterer sauber, seetüchtig und vollgetankt übergeben.
§ 3 Nichtverfügbarkeit des Schiffes
Ist der Vercharterer wegen unvorhergesehener Umstände nicht in der Lage, dem Charterer das vereinbarte Schiff zur Verfügung zu stellen, so steht es ihm frei, dem Charterer ein anderes Schiff zur Verfügung zu stellen, sofern es sich um ein vergleichbares Schiff handelt und dem Charterer diese Änderung des Vertragsgegenstandes unter Berücksichtigung der Interessen des Vercharterers zumutbar ist.
§ 4 Einchecken
Der Charterer verpflichtet sich, mit dem Vercharterer einen Termin zum Einchecken zu vereinbaren und durchzuführen. Der Vercharterer weist — neben dem Charterer selbst — maximal eine weitere vom Charterer benannte Person anhand einer Checkliste gründlich ein (Motor, Elektrik, Sicherheit, ggf. Trinkwassertanks, Stauplätze einzelner Ausrüstungsgegenstände usw.). Das Inventar wird anhand einer Inventar-liste auf Vollständigkeit geprüft. Erst danach dürfen der Charterer und seine Mitreisenden Gepäck an Bord bringen.
Die Chartervergütung umfasst nicht die Bereitstellung von Kopfkissen und Bettdecken. Diese, wie auch Bettwäsche, Handtücher, Küchentücher und Putzlappen, hat der Charterer mitzubringen.
Lebende Tiere dürfen nur nach vorheriger Genehmigung durch den Vercharterer mit an Bord genommen werden.
§ 5 Kaution, Haftung des Charterers
Für das Schiff besteht eine Haftpflicht- und Vollkaskoversicherung mit der im Vertrag genannten Selbstbeteiligung. Der Betrag der Selbstbeteiligung ist vom Charterer vor Reiseantritt in voller Höhe in bar als Kaution zu hinterlegen. Wird das Schiff termingerecht und in vertragsgemäßem Zustand zurückgegeben, erhält der Charterer den Kautionsbetrag in voller Höhe zurück.
Bei einer Beschädigung des Schiffes ist der Charterer bis zur Höhe der vereinbarten Kaution ersatzpflichtig; bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit haftet der Charterer in voller Höhe.
Bei mangelfreier Rückgabe des Schiffes und der Ausrüstung wird die Kaution umgehend an den Charterer zurückerstattet. Dem Vercharterer steht hierfür eine angemessene Prüfungsfrist zur Verfügung. Eingetretene Schäden und Verluste werden mit der Kaution verrechnet. Etwaige durch die Kaution nicht gedeckte Schäden sind dem Vercharterer unverzüglich gesondert zu ersetzen.
Nicht versichert sind die persönlichen Effekten sowie Unfallschäden, die auf dem Schiff befindliche Personen erleiden. Insofern wird dem Charterer ggf. der Abschluss einer gesonderten Versicherung empfohlen.
§ 6 Pflichten des Charterers
1.	die Grundsätze der guten Seemannschaft einzuhalten;
2.	die Seemannschaft zu beherrschen und ausreichende Erfahrung in der Führung eines Schiffes zu besitzen bzw. einen verantwortlichen Skipper zu stellen, der über diese Eigenschaften verfügt. Ist der Charterer oder sein Skipper nicht im Besitz des erforderlichen Führerscheins oder Befähigungsnachweises für das Führen des Schiffes in der vereinbarten Bootsklasse, behält sich der Vercharterer vor, die Übergabe des Schiffes zu verweigern oder einen Skipper im Namen und auf Kosten des Charterers zu stellen;
3.	die gesetzlichen Bestimmungen des Gastlandes zu beachten und An- und Abmeldungen beim Hafenmeister vorzunehmen;
4.	das Schiff nicht zu gewerblichen Zwecken zu verwenden, keine fremden Passagiere mitzunehmen, das Schiff ohne vorherige schriftliche Zustimmung des Vercharterers keinem Dritten zu überlassen oder zu vermieten und keine gefährlichen Güter oder Stoffe zu transportieren;
5.	das jeweilige Seegebiet des Vercharterers nur mit dessen vorheriger schriftlicher Zustimmung zu verlassen;
6.	keine Änderungen an dem Schiff oder an seiner Ausrüstung vorzunehmen;
7.	das Schiff und die Ausrüstung pfleglich zu behandeln, das Schiff nur mit Bootsschuhen zu betreten und auch seine Mitreisenden hierzu anzuhalten, das Logbuch in einfacher Form zu führen, sich vor Törnbeginn über die Gegebenheiten des Fahrgebietes eingehend zu informieren wie z.B. über Strömungen und veränderte Wasserstände bei starken Winden;
8.	bei angesagten Windstärken ab 7 Bft. den schützenden Hafen nicht zu verlassen;
9.	das Schiff nach seiner Rückkehr in einwandfreiem, ordentlichem aufgeklartem und vollgetanktem Zustand zurückzugeben - anderenfalls wird dem Charterer das Tanken und Aufklaren berechnet und die dafür angefallenen Kosten von der Kaution abgezogen;
10.	bei Schäden, Kollisionen, Havarien oder sonstigen außergewöhnlichen Vorkommnissen unverzüglich (telefonisch oder telegrafisch) den Vercharterer zu benachrichtigen, bei einem Schaden am Schiff oder an einer Person eine Niederschrift über die Ereignisse anzufertigen und für eine Gegenbestätigung durch den Hafenmeister, Arzt usw. zu sorgen;
II. im Fall einer Havarie oder in ähnlichen Fällen das Schiff immer mit der 'eigenen Leine abschleppen zu lassen und keine Vereinbarungen über Abschlepp- oder Bergungskosten zu treffen;
12.	Schiffszustand und Vollständigkeit der Ausrüstung sowie Inventar bei der Übergabe und bei der Rückgabe zu prüfen (Checkliste) und dies mit seiner Unterschrift zu bestätigen;
13.	Beanstandungen des Schiffes unverzüglich bei dem Stützpunkt des Schiffes anzuzeigen und im Übergabe- oder Rückgabeprotokoll zu vermerken. Verspätet angezeigte Reklamationen werden ausgeschlossen.
Dem Charterer wird der Abschluss einer Skipperhaftpflichtversicherung und einer Charter-Folgeschadenversicherung empfohlen.
§ 7 Reparaturen und Bilgen Überwachung
1.	Reparaturen bedürfen grundsätzlich der Zustimmung durch den Vercharterer. Ausgetauschte Teile sind in jedem Fall aufzubewahren. Auslagen für Reparaturen, die infolge von Materialverschleiß erforderlich werden, werden dem Charterer vom Vercharterer bei Vorlage der quittierten Rechnung zurückerstattet.
2.	Der Ölstand, das Kühlwasser und die Bilgen sind täglich durch den Charterer zu überprüfen. Schäden, die durch Trockenlaufen des Motors entstehen, sind in keinem Fall versichert und gehen zu Lasten des Charterers.
§ 8 Mängelhaftung des Vercharterers
1.	Der Vercharterer haftet nach den gesetzlichen Bestimmungen, sofern der Charterer Schadensersatzansprüche geltend macht, die auf Vorsatz oder Fahrlässigkeit, einschließlich von Vorsatz und grober Fahrlässigkeit der Vertreter oder Erfüllungsgehilfen des Vercharterers beruhen. Soweit dem Vercharterer keine vorsätzliche Vertragsverletzung angelastet wird, ist die Schadenshaftung auf den typischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.
2.	Der Vercharterer haftet nach den gesetzlichen Bestimmungen, sofern er schuldhaft eine wesentliche Vertragspflicht verletzt, wobei in diesem Fall die Schadensersatzhaftung auf den vorhersehbaren, typischen Schaden begrenzt ist.
3.	Die Haftung des Vercharterers wegen schuldhafter Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit bleibt unberührt, dies gilt auch für eine etwaige zwingende Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz.
4.	Soweit nicht vorstehend etwas Anderes geregelt ist, ist die Mängelhaftung des Vercharterers ausgeschlossen.
§ 9 Gesamthaftung des Vercharterers
1.	Eine weitergehende Haftung des Vercharterers als in § 8 dieser Bedingungen vorgesehen, ist - ohne Rücksicht auf die Rechtsnatur des geltend gemachten Anspruchs – ausgeschlossen. Dies gilt insbesondere für Schadensersatzansprüche aus Verschulden bei Vertragsabschluss, wegen sonstiger Pflichtverletzungen oder wegen deliktischer Ansprüche auf Ersatz von Sachschäden gemäß § 823 BGB.
2.	Die Begrenzung nach dem vorstehenden Absatz 1) gilt auch, soweit der Charterer anstelle eines Anspruches auf Ersatz des Schadens statt der Leistung Ersatz vergeblicher Aufwendungen verlangt.
3.	Soweit die Schadensersatzhaftung dem Vercharterer gegenüber ausgeschlossen oder eingeschränkt ist, gilt dies auch im Hinblick auf die Schadensersatzhaftung seiner Angestellten, Arbeitnehmer, Mitarbeiter, Vertreter und Erfüllungsgehilfen.
§ 10 Haftung Charterers
1.	Für Handlungen und Unterlassungen des Charterers, für die der Charterer oder der Vercharterer von dritter Seite haftbar gemacht wird, hält der Charterer den Vercharterer von allen Ansprüchen sowie von allen Kosten und Rechtsverfolgungen im In- und Ausland frei. Der Charterer übernimmt das Schiff in eigener Verantwortung.
2.	Verlässt der Charterer das Schiff an einem anderen als dem vereinbarten Ort, so trägt der Charterer alle Kosten für die Rückführung des Schiffes zu Wasser oder zu Land. Sollte die Rückführung des Schiffes den Charterzeitraum überschreiten, so gilt das Schiff erst mit dem Eintreffen im vereinbarten Rückgabehafen als vom Charterer zurückgegeben.
3.	Eine verspätete Rückgabe des Schiffes führt zu Ersatzansprüchen des Vercharterers. In diesem Fall schuldet der Charterer für jeden Tag der verspäteten Rückgabe eine Nutzungsausfallentschädigung in einer Höhe, wie sie der vereinbarten Chartervergütung je Tag entspricht.
Die Unwirksamkeit einzelner Regelungen dieses Vertrags berührt nicht die Wirksamkeit des Vertrages in übrigen. Die Parteien vereinbaren, die unwirksame Regelung durch beiderseitigen Interessen am besten gerecht werdende andere Regelung zu ersetzen.
1.	Ist der Charterer Kaufmann, ist der Geschäftssitz des Vercharterers Gerichtsstand, der Vercharterer ist jedoch in diesem Fall berechtigt, auch am Wohnsitzgericht des Charterers zu klagen.
2.	Auf das gesamte Vertragsverhältnis ist ausschließlich deutsches Recht anwendbar.