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Timestamp: 2019-09-17 00:12:07
Document Index: 304330448

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 1', '§ 2', '§ 19', '§ 20', '§ 26', '§ 27', '§ 34', '§ 1', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 9', '§ 10', '§ 11', '§ 12', '§ 13', '§ 14', '§ 15', '§ 16', '§ 17', '§ 18', '§ 19', '§ 20', '§ 21', '§ 22', '§ 23', '§ 24', '§ 25', '§ 26', '§ 27', '§ 28', '§ 29', '§ 30', '§ 31', '§ 32', '§ 33', '§ 34', '§ 1', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 9', '§ 10', '§ 11', '§ 12', '§ 13', '§ 14', '§ 15', '§ 16', '§ 17', '§ 18', '§ 19', '§ 20', '§ 21', '§ 22', '§ 23', '§ 24', '§ 25', '§ 26', '§ 27', '§ 28', '§ 29', '§ 30', '§ 31', '§ 32', '§ 33', '§ 4', '§ 8', '§ 5', '§ 9', '§ 10', '§ 8', '§ 11', '§ 12', '§ 7', '§ 11', '§ 8', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 2', '§ 45', '§ 45', '§ 26', '§ 3']

Landesrecht TH ThürNGG | Landesnorm Thüringen | Gesamtausgabe | Gesetz zur Neugliederung der Landkreise und kreisfreien Städte in Thüringen (Thüringer Neugliederungsgesetz - ThürNGG -) vom 16. August 1993 | gültig ab: 01.07.1994
Gesetz zur Neugliederung der Landkreise und kreisfreien Städte...
§ 1 - § 1 Erster Abschnitt - Landkreise und kreisfreie Städte
§ 2 - § 19 Zweiter Abschnitt - Neugliederung der Landkreise
§ 20 - § 26 Dritter Abschnitt - Neugliederung der kreisfreien...
§ 27 - § 34 Vierter Abschnitt - Übergangs- und Schlußvorschriften
Amtliche Abkürzung: ThürNGG
Ausfertigungsdatum: 16.08.1993
Gültig ab: 01.07.1994
Fundstelle: GVBl. 1993, 545
Gliederungs-Nr: 14-49
Gesetz zur Neugliederung der Landkreise und kreisfreien Städte in Thüringen
(Thüringer Neugliederungsgesetz - ThürNGG -)
Vom 16. August 1993
Gesetz zur Neugliederung der Landkreise und kreisfreien Städte in Thüringen (Thüringer Neugliederungsgesetz - ThürNGG -) vom 16. August 1993 01.07.1994
Inhaltsverzeichnis 01.07.1994
Eingangsformel 01.07.1994
Erster Abschnitt - Landkreise und kreisfreie Städte 01.07.1994
§ 1 - Kommunale Neugliederung 01.07.1994
Zweiter Abschnitt - Neugliederung der Landkreise 01.07.1994
§ 2 - Landkreis Eichsfeld 01.07.1994
§ 3 - Landkreis Nordhausen 01.07.1994
§ 4 - Wartburgkreis 01.07.1994
§ 5 - Unstrut-Hainich-Kreis 01.07.1994
§ 6 - Kyffhäuserkreis 01.07.1994
§ 7 - Landkreis Schmalkalden-Meiningen 01.07.1994
§ 8 - Landkreis Gotha 01.07.1994
§ 9 - Landkreis Sömmerda 01.07.1994
§ 10 - Landkreis Hildburghausen 01.07.1994
§ 11 - Ilm-Kreis 01.07.1994
§ 12 - Landkreis Weimar-Land 01.07.1994
§ 13 - Landkreis Sonneberg 01.07.1994
§ 14 - Schwarza-Kreis 01.07.1994
§ 15 - Holzlandkreis 01.07.1994
§ 16 - Saale-Orla-Kreis 01.07.1994
§ 17 - Landkreis Greiz 01.07.1994
§ 18 - Landkreis Altenburg 01.07.1994
§ 19 - Gesamtrechtsnachfolger der aufgelösten Landkreise 01.07.1994
Dritter Abschnitt - Neugliederung der kreisfreien Städte 01.07.1994
§ 20 - Kreisfreie Städte 01.07.1994
§ 21 - Stadt Erfurt 01.07.1994
§ 22 - Stadt Gera 01.07.1994
§ 23 - Stadt Jena 01.07.1994
§ 24 - Stadt Suhl 01.07.1994
§ 25 - Stadt Weimar 01.07.1994
§ 26 - Gesamtrechtsnachfolge bei Eingemeindung und Ortsteilrecht 01.07.1994
Vierter Abschnitt - Übergangs- und Schlußvorschriften 01.07.1994
§ 27 - Wohnsitz 01.07.1994
§ 28 - Fortgeltung des Kreisrechts 01.07.1994
§ 29 - Kreisname 01.07.1994
§ 30 - Freistellung von Kosten 01.07.1994
§ 31 - Sonderzuwendungen bei Verlust des Kreissitzes 01.07.1994
§ 32 - Ergänzendes Recht 01.07.1994
§ 33 - Prüfungsvorbehalt 01.07.1994
§ 34 - Inkrafttreten 01.07.1994
Anlage 01.07.1994
§ 1 Kommunale Neugliederung
§ 2 Landkreis Eichsfeld
§ 3 Landkreis Nordhausen
§ 4 Wartburgkreis
§ 5 Unstrut-Hainich-Kreis
§ 6 Kyffhäuserkreis
§ 7 Landkreis Schmalkalden-Meiningen
§ 8 Landkreis Gotha
§ 9 Landkreis Sömmerda
§ 10 Landkreis Hildburghausen
§ 11 Ilm-Kreis
§ 12 Landkreis Weimar-Land
§ 13 Landkreis Sonneberg
§ 14 Schwarza-Kreis
§ 15 Holzlandkreis
§ 16 Saale-Orla-Kreis
§ 17 Landkreis Greiz
§ 18 Landkreis Altenburg
§ 19 Gesamtrechtsnachfolger der aufgelösten Landkreise
Neugliederung der kreisfreien Städte
§ 20 Kreisfreie Städte
§ 21 Stadt Erfurt
§ 22 Stadt Gera
§ 23 Stadt Jena
§ 24 Stadt Suhl
§ 25 Stadt Weimar
§ 26 Gesamtrechtsnachfolge bei Eingemeindung und Ortsteilrecht
§ 27 Wohnsitz
§ 28 Fortgeltung des Kreisrechts
§ 29 Kreisname
§ 30 Freistellung von Kosten
§ 31 Sonderzuwendungen bei Verlust des Kreissitzes
§ 32 Ergänzendes Recht
§ 33 Prüfungsvorbehalt
Das Land Thüringen wird neugegliedert
in die Landkreise Eichsfeld, Nordhausen, Wartburgkreis, Unstrut-Hainich-Kreis, Kyffhäuserkreis, Schmalkalden-Meiningen, Gotha, Sömmerda, Hildburghausen, Ilm-Kreis, Weimar-Land, Sonneberg, Schwarza-Kreis, Holzlandkreis, Saale-Orla-Kreis, Greiz und Altenburg;
in die kreisfreien Städte Erfurt, Gera, Jena, Suhl und Weimar.
Die neuen Grenzen der Kreise und kreisfreien Städte sowie die Kreissitze sind aus der Karte (Anlage) zu entnehmen, die Bestandteil dieses Gesetzes ist. Bei einem eventuellen Widerspruch zwischen Gesetzestext und Karte gilt der Gesetzestext.
(1) Die Landkreise Heiligenstadt und Worbis werden aufgelöst.
(2) Es wird ein neuer Landkreis (Eichsfeld) gebildet aus
den Gemeinden des bisherigen Landkreises Heiligenstadt,
den Gemeinden des bisherigen Landkreises Worbis.
(3) Das Landratsamt hat seinen Sitz in Heilbad Heiligenstadt.
(1) Der Landkreis Nordhausen besteht in seinen bisherigen Kreisgrenzen fort.
(2) Das Landratsamt hat seinen Sitz in Nordhausen.
(1) Die Landkreise Eisenach und Bad Salzungen werden aufgelöst.
(2) Es wird ein neuer Landkreis (Wartburgkreis) gebildet aus
den Gemeinden des bisherigen Landkreises Eisenach,
den Gemeinden des bisherigen Landkreises Bad Salzungen,
den Gemeinden Craula, Reichenbach, Tüngeda, Behringen und Wolfsbehringen des bisherigen Landkreises Bad Langensalza.
(3) Das Landratsamt hat seinen Sitz in Bad Salzungen und Eisenach. Mit dem 1. Januar 1998 nimmt das Landratsamt seinen ausschließlichen Sitz in Bad Salzungen. Von diesem Zeitpunkt an ist die Stadt Eisenach kreisfrei.
(1) Die Landkreise Mühlhausen und Bad Langensalza werden aufgelöst.
(2) Es wird ein neuer Landkreis (Unstrut-Hainich-Kreis) gebildet aus
den Gemeinden des bisherigen Landkreises Mühlhausen,
den Gemeinden des bisherigen Landkreises Bad Langensalza mit Ausnahme
der in § 4 Abs. 2 Nr. 3 genannten Gemeinden,
der in § 8 Abs. 2 Nr. 4 genannten Gemeinden,
der Gemeinde Zaunröden des bisherigen Landkreises Sondershausen.
(3) Das Landratsamt hat seinen Sitz in Mühlhausen/Thüringen.
(1) Die Landkreise Sondershausen und Artern werden aufgelöst.
(2) Es wird ein neuer Landkreis (Kyffhäuserkreis) gebildet aus
den Gemeinden des bisherigen Landkreises Sondershausen mit Ausnahme der in § 5 Abs. 2 Nr. 3 genannten Gemeinde,
den Gemeinden des bisherigen Landkreises Artern mit Ausnahme der in § 9 Abs. 2 Nr. 3 genannten Gemeinden.
(3) Das Landratsamt hat seinen Sitz in Sondershausen.
(1) Die Landkreise Meiningen und Schmalkalden werden aufgelöst.
(2) Es wird ein neuer Landkreis (Schmalkalden-Meiningen) gebildet aus
den Gemeinden des bisherigen Landkreises Meiningen mit Ausnahme der in § 10 Abs. 2 Nr. 3 genannten Gemeinden,
den Gemeinden des bisherigen Landkreises Schmalkalden,
den Gemeinden Oberhof, Zella-Mehlis, Christes, Kühndorf, Rohr, Viernau, Schwarza, Dillstädt, Benshausen und Ebertshausen des bisherigen Landkreises Suhl.
(3) Das Landratsamt hat seinen Sitz in Meiningen.
(1) Der Landkreis Gotha wird aufgelöst.
(2) Es wird ein neuer Landkreis (Gotha) gebildet aus
den Gemeinden des bisherigen Landkreises Gotha,
den Gemeinden Döllstädt, Dachwig, Großfahner, Gierstädt, Bienstädt, Zimmernsupra, Nottleben, Gamstädt, Ingersleben, Neudietendorf und Apfelstädt des bisherigen Landkreises Erfurt,
der Gemeinde Crawinkel des bisherigen Landkreises Arnstadt,
den Gemeinden Gräfentonna und Burgtonna des bisherigen Landkreises Bad Langensalza.
(3) Das Landratsamt hat seinen Sitz in Gotha.
(1) Die Landkreise Erfurt und Sömmerda werden aufgelöst.
(2) Es wird ein neuer Landkreis (Sömmerda) gebildet aus
den Gemeinden des bisherigen Landkreises Erfurt mit Ausnahme
der Gemeinden Mittelhausen, Stotternheim, Schwerborn, Kerspleben, Vieselbach, Linderbach-Azmannsdorf, Büßleben, Niedernissa, Windischholzhausen, Egstedt, Waltersleben, Molsdorf, Frienstedt, Ermstedt, Alach, Tiefthal, Kühnhausen,
der in § 8 Abs. 2 Nr. 2 genannten Gemeinden,
der in § 11 Abs. 2 Nr. 4 genannten Gemeinden,
der in § 12 Abs. 2 Nr. 3 genannten Gemeinden,
den Gemeinden des bisherigen Landkreises Sömmerda,
den Gemeinden Bilzingsleben und Kannawurf des bisherigen Landkreises Artern.
(3) Das Landratsamt hat seinen Sitz in Sömmerda.
(1) Die Landkreise Hildburghausen und Suhl werden aufgelöst.
(2) Es wird ein neuer Landkreis (Hildburghausen) gebildet aus
den Gemeinden des Landkreises Hildburghausen,
den Gemeinden des Landkreises Suhl mit Ausnahme
der Gemeinden Albrechts, Dietzhausen und Wichtshausen,
der in § 7 Abs. 2 Nr. 3 genannten Gemeinden,
der in § 11 Abs. 2 Nr. 3 genannten Gemeinde,
den Gemeinden Westenfeld, Haina, Römhild, Mendhausen und Milz des bisherigen Landkreises Meiningen.
(3) Das Landratsamt hat seinen Sitz in Hildburghausen.
(1) Die Landkreise Arnstadt und Ilmenau werden aufgelöst.
(2) Es wird ein neuer Landkreis (Ilm-Kreis) gebildet aus
den Gemeinden des bisherigen Landkreises Arnstadt mit Ausnahme der in § 8 Abs. 2 Nr. 3 genannten Gemeinde,
den Gemeinden des bisherigen Landkreises Ilmenau mit Ausnahme der Gemeinde Vesser,
der Gemeinde Gehlberg des bisherigen Landkreises Suhl,
der Gemeinde Rockhausen und dem Ortsteil Bechstedt-Wagd der Gemeinde Egstedt des bisherigen Landkreises Erfurt.
(3) Das Landratsamt hat seinen Sitz in Arnstadt.
Landkreis Weimar-Land
(1) Die Landkreise Weimar und Apolda werden aufgelöst.
(2) Es wird ein neuer Landkreis (Weimar-Land) gebildet aus
den Gemeinden des bisherigen Landkreises Weimar mit Ausnahme der Gemeinden Süßenborn, Taubach, Possendorf, Legefeld, Gelmeroda, Niedergrunstedt, Tröbsdorf und Gaberndorf,
den Gemeinden des bisherigen Landkreises Apolda,
den Gemeinden Mönchenholzhausen und Klettbach des bisherigen Landkreises Erfurt,
der Gemeinde Drößnitz des bisherigen Landkreises Jena.
(3) Das Landratsamt hat seinen Sitz in Apolda.
(1) Die Landkreise Sonneberg und Neuhaus am Rennweg werden aufgelöst.
(2) Es wird ein neuer Landkreis (Sonneberg) gebildet aus
den Gemeinden des Landkreises Sonneberg,
den Gemeinden des Landkreises Neuhaus am Rennweg mit Ausnahme der in § 14 Abs. 2 Nr. 3 genannten Gemeinden.
(3) Das Landratsamt hat seinen Sitz in Sonneberg.
Schwarza-Kreis
(1) Die Landkreise Rudolstadt und Saalfeld werden aufgelöst.
(2) Es wird ein neuer Landkreis (Schwarza-Kreis) gebildet aus
den Gemeinden des Landkreises Rudolstadt,
den Gemeinden des Landkreises Saalfeld,
den Gemeinden Mellenbach-Glasbach, Meuselbach-Schwarzmühle, Katzhütte, Cursdorf, Deesbach, Lichtenhain/Bergbahn, Oberweißbach, Unterweißbach, Meura, Lichte, Schmiedefeld, Reichmannsdorf, Piesau, Lippelsdorf, Gebersdorf, Großneundorf, Buchbach, Gräfenthal und Lichtenhain bei Gräfenthal des bisherigen Landkreises Neuhaus am Rennweg,
den Gemeinden Schmiedebach, Lehesten, Röttersdorf, Brennersgrün und Lothra des bisherigen Landkreises Lobenstein,
der Gemeinde Lausnitz b. Pößneck des bisherigen Landkreises Pößneck.
(3) Das Landratsamt hat seinen Sitz in Saalfeld.
Holzlandkreis
(1) Die Landkreise Jena, Stadtroda und Eisenberg werden aufgelöst.
(2) Es wird ein neuer Landkreis (Holzlandkreis) gebildet aus
den Gemeinden des Landkreises Jena mit Ausnahme
der in 12 Abs. 2 Nr. 4 genannten Gemeinde,
der Gemeinden Isserstedt, Krippendorf, Cospeda, Kunitz, Drackendorf, Maua, Münchenroda und Jenaprießnitz,
den Gemeinden des Landkreises Eisenberg,
den Gemeinden des Landkreises Stadtroda.
(3) Das Landratsamt hat seinen Sitz in Eisenberg.
(1) Die Landkreise Pößneck, Schleiz und Lobenstein werden aufgelöst.
(2) Es wird ein neuer Landkreis (Saale-Orla-Kreis) gebildet aus
den Gemeinden des Landkreises Pößneck mit Ausnahme der in § 14 Abs. 2 Nr. 5 genannten Gemeinde,
den Gemeinden des Landkreises Schleiz,
den Gemeinden des Landkreises Lobenstein mit Ausnahme der in § 14 Abs. 2 Nr. 4 genannten Gemeinden.
(3) Das Landratsamt hat seinen Sitz in Schleiz.
(1) Die Landkreise Gera, Greiz und Zeulenroda werden aufgelöst.
(2) Es wird ein neuer Landkreis (Greiz) gebildet aus
den Gemeinden des Landkreises Gera mit Ausnahme der Gemeinden Roben, Aga, Cretzschwitz, Söllmnitz, Hain, Röpsen, Trebnitz, Thränitz, Falka, Weißig, Hermsdorf und des Ortsteils Naulitz der Stadt Ronneburg,
den Gemeinden des Landkreises Zeulenroda,
den Gemeinden des Landkreises Greiz.
(3) Das Landratsamt hat seinen Sitz in Greiz.
(1) Die Landkreise Altenburg und Schmölln werden aufgelöst.
(2) Es wird ein neuer Landkreis (Altenburg) gebildet aus
den Gemeinden des Landkreises Altenburg,
den Gemeinden des Landkreises Schmölln.
(3) Das Landratsamt hat seinen Sitz in Altenburg.
Gesamtrechtsnachfolger der aufgelösten Landkreise
Für die in den §§ 2 bis 18 dieses Gesetzes aufgelösten Landkreise treten folgende neue Landkreise als Gesamtrechtsnachfolger ein:
für den aufgelösten Landkreis der neue Landkreis
Apolda Weimar-Land
Arnstadt Ilm-Kreis
Artern Kyffhäuserkreis
Bad Salzungen Wartburgkreis
Eisenberg Holzlandkreis
Gera Greiz
Heiligenstadt Eichsfeld
Hildburghausen Hildburghausen
Ilmenau Ilm-Kreis
Jena Holzlandkreis
Bad Langensalza Unstrut-Hainich-Kreis
Lobenstein Saale-Orla-Kreis
Meiningen Schmalkalden-Meiningen
Mühlhausen Unstrut-Hainich-Kreis
Neuhaus am Rennweg Sonneberg
Pößneck Saale-Orla-Kreis
Rudolstadt Schwarza-Kreis
Saalfeld Schwarza-Kreis
Schleiz Saale-Orla-Kreis
Schmalkalden Schmalkalden-Meiningen
Schmölln Altenburg
Sondershausen Kyffhäuserkreis
Stadtroda Holzlandkreis
Suhl Hildburghausen
Weimar Weimar-Land
Zeulenroda Greiz.
(1) Die Städte Erfurt, Gera, Jena, Suhl und Weimar sind kreisfrei.
(2) Mit Wirkung vom 1. Januar 1998 wird Eisenach kreisfrei.
In die Stadt Erfurt werden die Gemeinden Mittelhausen, Stotternheim, Schwerborn, Kerspleben, Vieselbach, Linderbach-Azmannsdorf, Büßleben, Niedernissa, Windischholzhausen, Egstedt ohne den Ortsteil Bechstedt-Wagd, Waltersleben, Molsdorf, Ermstedt, Frienstedt, Alach, Tiefthal und Kühnhausen eingegliedert.
In die Stadt Gera werden die Gemeinden Roben, Aga, Cretzschwitz, Söllmnitz, Hain, Röpsen, Trebnitz, Thränitz, Falka, Weißig, Hermsdorf und der Ortsteil Naulitz der Stadt Ronneburg eingegliedert.
In die Stadt Jena werden die Gemeinden Isserstedt, Krippendorf, Cospeda, Kunitz, Drackendorf, Maua, Münchenroda und Jenaprießnitz eingegliedert.
In die Stadt Suhl werden die Gemeinden Albrechts, Dietzhausen, Vesser und Wichtshausen eingegliedert.
In die Stadt Weimar werden die Gemeinden Süßenborn, Taubach, Possendorf, Legefeld, Gelmeroda, Niedergrunstedt, Tröbsdorf und Gaberndorf eingegliedert.
Gesamtrechtsnachfolge bei Eingemeindung und Ortsteilrecht
(1) Gesamtrechtsnachfolger für die einzugliedernde Gemeinde ist die aufnehmende Stadt.
(2) Die einzugliedernde Gemeinde besteht als Ortsteil mit eigenem Namen fort.
(3) In den Ortsteilen kann eine Ortschaftsverfassung nach Maßgabe des § 45 der Thüringer Kommunalordnung eingeführt werden. Eine entsprechende Regelung ist in die Hauptsatzung der Stadt aufzunehmen, wenn dies die Mehrheit der Anwesenden auf der ersten Bürgerversammlung des Ortsteils beschließt; diese Bürgerversammlung hat der Oberbürgermeister spätestens innerhalb eines Jahres nach Eingliederung einzuberufen.
(4) Das vor der Eingliederung in der Gemeinde geltende Recht gilt nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften als Ortsteilrecht weiter, soweit es nicht durch die Eingliederung gegenstandslos geworden ist, längstens jedoch bis zum Ende des dritten auf das Jahr der Eingliederung folgenden Kalenderjahres. Die noch nicht rechtsverbindlichen Bauleitpläne der Gemeinde werden im Rahmen der städtischen Gesamtbauleitplanung unter Berücksichtigung der ortsspezifischen Besonderheiten weitergeführt.
(5) Für die Dauer der ersten kommunalen Wahlperiode nach Inkrafttreten dieses Gesetzes sind in den Vermögenshaushalten der Stadt für Investitionen in dem Ortsteil angemessene Geldmittel einzustellen. Daneben stellt die Stadt dem Ortsteil finanzielle Mittel nach Maßgabe des § 45 Abs. 5 Satz 4 Thüringer Kommunalordnung zur Verfügung.
(6) Die aufnehmende Stadt wird ermächtigt, die Mitgliedschaft der Gemeinde in Vereinigungen, Verwaltungsgemeinschaften, kommunalen Arbeitsgemeinschaften, Zweckvereinbarungen und Zweckverbänden innerhalb eines Jahres zu kündigen.
Soweit für Rechte und Pflichten die Dauer des Wohnens im Gebiet eines Landkreises oder einer Gemeinde maßgebend ist, wird den Einwohnern die bis zum Inkrafttreten dieses Gesetzes ununterbrochene Wohndauer in dem bisherigen Landkreis oder in der bisherigen Gemeinde angerechnet.
Fortgeltung des Kreisrechts
Das vor Inkrafttreten dieses Gesetzes geltende Kreisrecht gilt in den Gebieten der bisherigen Landkreise fort, bis es durch neues Kreisrecht oder das Recht einer kreisfreien Stadt ersetzt wird oder aus anderen Gründen außer Kraft tritt; § 26 Abs. 4 Satz 1 Halbsatz 3 gilt entsprechend.
Die endgültige Entscheidung über den neuen Kreisnamen trifft der neue Kreistag.
Freistellung von Kosten
Das Land Thüringen und die seiner Aufsicht unterstehenden Körperschaften erheben für Rechtshandlungen, die bei der Durchführung dieses Gesetzes notwendig werden, keine Kosten (Gebühren und Auslagen), insbesondere nicht die Kosten nach dem Gerichtskostengesetz und der Kostenordnung einschließlich der Beurkundungs- und Beglaubigungsgebühren.
Sonderzuwendungen bei Verlust des Kreissitzes
(1) Kreisangehörige Gemeinden, die im Vollzug dieses Gesetzes den Kreissitz verlieren, erhalten im Rahmen des kommunalen Finanzausgleichs ab 1993 für die Dauer von fünf Jahren Anpassungshilfen für Investitionen.
(2) Die Anpassungshilfen umfassen:
jährlich einen Sockelbetrag von einer Million Deutsche Mark,
jährlich pro Einwohner des bisherigen Landkreises (Stand 31. Dezember 1993) abzüglich der Einwohnerzahl der bisherigen Kreisstadt (Stand 31. Dezember 1993) einen Betrag in Höhe von 18 Deutsche Mark.
Für 1993 wird der Berechnung die Einwohnerzahl vorläufig nach dem Stand vom 31. Dezember 1992 zugrundegelegt; eine Über- oder Minderzahlung wird im Jahre 1994 ausgeglichen.
(3) Weitere Anpassungshilfen nach Absatz 1 werden für die Dauer von drei Jahren für besonders strukturschwache Gemeinden, die den Kreissitz verlieren, in Höhe von insgesamt 4,5 Millionen Deutsche Mark jährlich gewährt. Die Aufteilung dieses Betrages erfolgt durch Richtlinien des Innenministers im Einvernehmen mit dem Finanzminister.
(4) Die in den Absätzen 1 bis 3 genannten Anpassungshilfen werden im Rahmen des kommunalen Finanzausgleichs zusätzlich zu der in § 3 Abs. 2 Thüringer Finanzausgleichsgesetz festgelegten Finanzausgleichsmasse zur Verfügung gestellt.
Die Regelungen dieses Gesetzes werden ergänzt durch die Bestimmungen des Thüringer Gesetzes über Maßnahmen zur kommunalen Gebietsreform.
Prüfungsvorbehalt
(1) Zum 1. Januar 1999 wird die wirtschaftliche Existenzfähigkeit der Kreise Sonneberg und Hildburghausen durch die Landesregierung überprüft und - sofern dies nicht der Fall sein sollte - über mögliche Änderungen nachgedacht.
(2) Zum 1. Januar 1999 wird durch die Landesregierung überprüft, ob und gegebenenfalls welche Gemeinden mit der Stadt Suhl vereinigt werden sollen.
Dieses Gesetz tritt am ersten Tag des Monats in Kraft, der auf den Tag der Kommunalwahlen 1994 folgt.
Neugliederung Land Thüringen