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Timestamp: 2019-02-18 08:22:38
Document Index: 30080409

Matched Legal Cases: ['Art/ 4', 'Art/ 3', 'Art/ 4', 'Art/ 3', 'Art/ 4', 'Art/ 3', 'Art/ 4', 'Art/ 3']

[Spaltenumbruch] dentlicher/ weil sie durch bescheidene Verfahrung ge-
mindert und völlig gebessert werden kan.
2. Wann sie zu wenig ist/ weil es schwer fället
Todte zu erwecken/ denen sich dieser Mangel etlicher
massen vergleichet/ und nachdem sie im höchsten Grad/
kan sie eine Ursach seyn/ daß die Abrichtung langsam
oder gar nicht fortgehet/ denn so wenig das Pferd die
Hülffen und Straffen fuhlet/ so wenig wird und kan
es denselben folgen.
3. Der Geschmack gehöret eigentlich zu Erhaltung
der Gesundheit/ denn durch desselben rechten Ge-
brauch und Beschaffenheit sollen sich die Pferde vor
allem dem zuhüten/ und dasselbe zumeyden wissen/
was ihnen schädlich/ so es ihnen aber an solchem nö-
thigen Unterscheid mangelt/ stehet die Gesundheit
mit dem Leben in höchster Gefahr.
4. Daß des Geruchs Mangel nicht ein geringer
Schaden sey/ ist aus dessen vollkommenen Gegensatz
nach dem Göttlichen Ausspruch abzunehmen: dann
wie durch den scharffen Geruch der Pferde/ der Reu-
ter von vielem Unglück gewarnet werden kan: So
wird ihn ein solches Pferd ungewarnet darein führen/
welches des Gebrauchs des rechten Geruchs nicht fä-
higist.
Vegetius lib. 2. cap. 58. Etliche Pferde essen aus
angebohrnem Eckel langsam/ und wo es ihnen nicht
absonderlich gegeben/ und von den nebenstehenden gei-
tzigen aufgefressen wird/ müssen sie nothwendig dar-
über mager werden.
Wie es denn nicht der ringste Mangel eines Pfer-
des ist/ wannn dasselbe nicht hurtig/ sondern gar lang-
sam isset/ sich offt umsiehet/ das Futter vor sich liegen
lässet/ und nur zu Zeiten etwas nimmet/ welches auff
den Reisen und andern strengen Gebrauch sonder-
lich ein grosser Mangel ist/ welcher ein Pferd allein da-
mit darzu untüchtig machen kan/ wie den Erfahrnen
bekand ist.
So ist auff ein Pferd/ welches gar zu geitzig isset/
eben so wenig zuhalten/ dieweil solche Pferde offt so
bald wieder hungerig/ als sie satt werden. Denn es
ist nicht auff die Menge zusehen/ welche ein Pferd essen
kan/ sondern auff die Anzahl so ihm gebühret und nö-
thig ist/ oder vielmehr wie ihme dasselbe zuleget/ be-
kommet und es bey Kräfften hält. Denn mancher
vermeinet der Pferde Güte und Gesundheit oder
Vermögen stehe allein in dem vielen und behenden
Essen/ worauff viel weniger/ als darauff zusehen/ ob
ein Pferd auch bey seinem Futter besser oder schlech-
ter/ stärcker oder schwächer wird/ und daß es lang mit
einem Futter versorget sey/ viel und beständige Arbeit
dabey aushalten/ und nicht alle Stund noch alle
Meilwegs gefüttert seyn/ oder nicht fortgehen wolle
[Spaltenumbruch] oder könne/ sondern so bald erliege/ ermüde und verza-
ge/ als es etwas über die Futter-Zeit in der Arbeit ge-
Unter solche Fehler gehöret auch die Weichlichkeit/
daß sie in der Arbeit erligen/ es sey gleich/ daß sie ihrem
Vermögen nach zuhart und schwer/ oder zulang wäh-
ret/ welche der Gegensatz der Tauerhafftigkeit ist.
Daß ihnen auf den Reisen der Weg zuhart wird/
wenn er steinicht/ auch zu hoch/ wenn er viel Berg und
Thal hat.
Oder daß sie auf der Ebene einen geschwinden
Fortgang/ Gallopp-Trab oder Schritt nicht aus-
dauren mögen.
Jn tieffen Wegen und Morasten verzagen/ wie sie
heraus kommen sollen/ oder sich nicht kräfftig genug
heraus arbeiten mögen.
Wann ihnen die Tagreisen und Futter-Mahlzei-
ten zu weit geleget/ dessen sie des Tages etliche mahl
bedörfften/ gleichwie auch der Ausrichrung des Tags
mehr/ als einmahl und so lange Zeit erfordern/ daß sie
die meiste Zeit in der Herberg zubringen wollen.
Und so die Arbeit unaußgesetzet Tag für Tag fort-
gehet/ die Last so sie tragen oder ziehen sollen/ etwas
schwer fället/ leichtlich von Kranckheiten Anstösse be-
kommen/ und in denselben sich leichtlich geben/ nicht
fort wollen/ ligen bleiben und offt ruhen wollen.
Wann ihnen das Futter nicht zuschlägt/ oder sonst
schmecken will/ und deßwegen zuwenig essen/ und
was man bekommen kan/ nicht annehmen wollen.
Die da bald krumm gehen/ wann sie in scharffen
oder nassen Wegen geritten werden.
Der Anzeigung seynd folgende/ wann es kommet
1. aus einer Landes Art/ so keine gute Pferde ziehet/ 2.
aus einem schlechten Gestüdt/ 3. oder sonst schlechter
Art/ 4. von einem untüchtigen Bescheller/ 5. oder
schlechten Studten/ 6. böser Erziehung/ 7. und War-
tung/ 8. Kranckheiten/ 9. oder Verwarlosung her.
Obigen folget Plump heit/ tölpische Ungeschicklig-
keit/ welcherley die Pferd fast alle/ wiewol eines mehr
als das andere/ auch bey einer Art/ Geschlecht und Na-
tion mehr als bey der andern/ in der Jugend an sich
haben/ und wie solches einem auch schwerer als deman-
dern zubenehmen/ offtermahls auch in das Alter rei-
chet/ so gar wol je länger je mehr und grösser werden
kan/ welches die Pferdeder natürlichen Würckung
nach/ in der rechten Un-terweisung verlassen und ab-
thun/ theils wol aus unrechter Abrichtung/ oder
Trutz behalten/ welches beyden 1. faulen und schläffe-
rigen 2. bey den schwachen/ 3. bey den krancken mei-
stentheils geschicht.
Schwachheit ist eben so ein grosser Mangel/ als
die Stärcke eine nothwendige Tugend ist: So nun
dieselbe 1. aus der Natur/ 2. von der Landes-Art/ 3. von
den Eltern/ 4. von Kranckheit/ 5. von Gewächs/ 6. der
Verwahrlosung/ 7. oder daß sie verderbet worden
[Spaltenumbruch] dentlicher/ weil ſie durch beſcheidene Verfahrung ge-
mindert und voͤllig gebeſſert werden kan.
2. Wann ſie zu wenig iſt/ weil es ſchwer faͤllet
Todte zu erwecken/ denen ſich dieſer Mangel etlicher
maſſen vergleichet/ uñ nachdem ſie im hoͤchſten Grad/
kan ſie eine Urſach ſeyn/ daß die Abrichtung langſam
oder gar nicht fortgehet/ denn ſo wenig das Pferd die
Huͤlffen und Straffen fuhlet/ ſo wenig wird und kan
es denſelben folgen.
Geſchmacks-Mangel.
3. Der Geſchmack gehoͤret eigentlich zu Erhaltung
der Geſundheit/ denn durch deſſelben rechten Ge-
brauch und Beſchaffenheit ſollen ſich die Pferde vor
allem dem zuhuͤten/ und daſſelbe zumeyden wiſſen/
was ihnen ſchaͤdlich/ ſo es ihnen aber an ſolchem noͤ-
thigen Unterſcheid mangelt/ ſtehet die Geſundheit
mit dem Leben in hoͤchſter Gefahr.
Schaden ſey/ iſt aus deſſen vollkommenen Gegenſatz
nach dem Goͤttlichen Ausſpruch abzunehmen: dann
wie durch den ſcharffen Geruch der Pferde/ der Reu-
ter von vielem Ungluͤck gewarnet werden kan: So
wiꝛd ihn ein ſolches Pferd ungewarnet darein fuͤhꝛen/
welches des Gebrauchs des rechten Geruchs nicht faͤ-
higiſt.
Langſam eſſen.
Vegetius lib. 2. cap. 58. Etliche Pferde eſſen aus
angebohrnem Eckel langſam/ und wo es ihnen nicht
abſonderlich gegeben/ uñ von den nebenſtehenden gei-
tzigen aufgefreſſen wird/ muͤſſen ſie nothwendig dar-
uͤber mager werden.
Wie es denn nicht der ringſte Mangel eines Pfer-
des iſt/ wannn daſſelbe nicht hurtig/ ſondern gar lang-
ſam iſſet/ ſich offt umſiehet/ das Futter vor ſich liegen
laͤſſet/ und nur zu Zeiten etwas nimmet/ welches auff
den Reiſen und andern ſtrengen Gebrauch ſonder-
lich ein groſſer Mangel iſt/ welcher ein Pferd allein da-
mit darzu untuͤchtig machen kan/ wie den Erfahrnen
bekand iſt.
Geitzig eſſen.
So iſt auff ein Pferd/ welches gar zu geitzig iſſet/
eben ſo wenig zuhalten/ dieweil ſolche Pferde offt ſo
bald wieder hungerig/ als ſie ſatt werden. Denn es
iſt nicht auff die Menge zuſehen/ welche ein Pferd eſſen
kan/ ſondern auff die Anzahl ſo ihm gebuͤhret und noͤ-
thig iſt/ oder vielmehr wie ihme daſſelbe zuleget/ be-
kommet und es bey Kraͤfften haͤlt. Denn mancher
vermeinet der Pferde Guͤte und Geſundheit oder
Vermoͤgen ſtehe allein in dem vielen und behenden
Eſſen/ worauff viel weniger/ als darauff zuſehen/ ob
ein Pferd auch bey ſeinem Futter beſſer oder ſchlech-
ter/ ſtaͤrcker oder ſchwaͤcher wird/ und daß es lang mit
einem Futter verſorget ſey/ viel und beſtaͤndige Arbeit
Meilwegs gefuͤttert ſeyn/ oder nicht fortgehen wolle
[Spaltenumbruch] oder koͤnne/ ſondern ſo bald erliege/ ermuͤde und verza-
ge/ als es etwas uͤber die Futter-Zeit in der Arbeit ge-
Weichlich oder zaͤrtlich.
Unter ſolche Fehler gehoͤret auch die Weichlichkeit/
daß ſie in der Arbeit erligen/ es ſey gleich/ daß ſie ihrem
Veꝛmoͤgen nach zuhart und ſchwer/ oder zulang waͤh-
ret/ welche der Gegenſatz der Tauerhafftigkeit iſt.
Daß ihnen auf den Reiſen der Weg zuhart wird/
wenn er ſteinicht/ auch zu hoch/ wenn er viel Berg und
Oder daß ſie auf der Ebene einen geſchwinden
dauren moͤgen.
Jn tieffen Wegen und Moraſten verzagen/ wie ſie
heraus kommen ſollen/ oder ſich nicht kraͤfftig genug
heraus arbeiten moͤgen.
Wann ihnen die Tagreiſen und Futter-Mahlzei-
ten zu weit geleget/ deſſen ſie des Tages etliche mahl
bedoͤrfften/ gleichwie auch der Ausrichrung des Tags
mehr/ als einmahl und ſo lange Zeit erfordern/ daß ſie
die meiſte Zeit in der Herberg zubringen wollen.
Und ſo die Arbeit unaußgeſetzet Tag fuͤr Tag fort-
gehet/ die Laſt ſo ſie tragen oder ziehen ſollen/ etwas
ſchwer faͤllet/ leichtlich von Kranckheiten Anſtoͤſſe be-
kommen/ und in denſelben ſich leichtlich geben/ nicht
Wann ihnen das Futter nicht zuſchlaͤgt/ oder ſonſt
ſchmecken will/ und deßwegen zuwenig eſſen/ und
Die da bald krumm gehen/ wann ſie in ſcharffen
oder naſſen Wegen geritten werden.
Der Anzeigung ſeynd folgende/ wann es kommet
1. aus einer Landes Art/ ſo keine gute Pferde ziehet/ 2.
aus einem ſchlechten Geſtuͤdt/ 3. oder ſonſt ſchlechter
Art/ 4. von einem untuͤchtigen Beſcheller/ 5. oder
ſchlechten Studten/ 6. boͤſer Erziehung/ 7. und War-
tung/ 8. Kranckheiten/ 9. oder Verwarloſung her.
Plumpheit/ toͤlpiſch/ ungeſchickt.
Obigen folget Plump heit/ toͤlpiſche Ungeſchicklig-
keit/ welcherley die Pferd faſt alle/ wiewol eines mehr
als das andere/ auch bey einer Art/ Geſchlecht uñ Na-
tion mehr als bey der andern/ in der Jugend an ſich
haben/ uñ wie ſolches einem auch ſchwerer als deman-
chet/ ſo gar wol je laͤnger je mehr und groͤſſer werden
kan/ welches die Pferdeder natuͤrlichen Wuͤrckung
nach/ in der rechten Un-terweiſung verlaſſen und ab-
Trutz behalten/ welches beyden 1. faulen und ſchlaͤffe-
rigen 2. bey den ſchwachen/ 3. bey den krancken mei-
ſtentheils geſchicht.
Schwachheit iſt eben ſo ein groſſer Mangel/ als
die Staͤrcke eine nothwendige Tugend iſt: So nun
dieſelbe 1. aus der Natur/ 2. von der Landes-Art/ 3. von
den Eltern/ 4. von Kranckheit/ 5. von Gewaͤchs/ 6. der
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Daß des Geruchs Mangel nicht ein geringer Schaden ſey/ iſt aus deſſen vollkommenen Gegenſatz nach dem Goͤttlichen Ausſpruch abzunehmen: dann wie durch den ſcharffen Geruch der Pferde/ der Reu- ter von vielem Ungluͤck gewarnet werden kan: So wiꝛd ihn ein ſolches Pferd ungewarnet darein fuͤhꝛen/ welches des Gebrauchs des rechten Geruchs nicht faͤ- higiſt. Langſam eſſen. Vegetius lib. 2. cap. 58. Etliche Pferde eſſen aus angebohrnem Eckel langſam/ und wo es ihnen nicht abſonderlich gegeben/ uñ von den nebenſtehenden gei- tzigen aufgefreſſen wird/ muͤſſen ſie nothwendig dar- uͤber mager werden. Wie es denn nicht der ringſte Mangel eines Pfer- des iſt/ wannn daſſelbe nicht hurtig/ ſondern gar lang- ſam iſſet/ ſich offt umſiehet/ das Futter vor ſich liegen laͤſſet/ und nur zu Zeiten etwas nimmet/ welches auff den Reiſen und andern ſtrengen Gebrauch ſonder- lich ein groſſer Mangel iſt/ welcher ein Pferd allein da- mit darzu untuͤchtig machen kan/ wie den Erfahrnen bekand iſt. Geitzig eſſen. So iſt auff ein Pferd/ welches gar zu geitzig iſſet/ eben ſo wenig zuhalten/ dieweil ſolche Pferde offt ſo bald wieder hungerig/ als ſie ſatt werden. Denn es iſt nicht auff die Menge zuſehen/ welche ein Pferd eſſen kan/ ſondern auff die Anzahl ſo ihm gebuͤhret und noͤ- thig iſt/ oder vielmehr wie ihme daſſelbe zuleget/ be- kommet und es bey Kraͤfften haͤlt. Denn mancher vermeinet der Pferde Guͤte und Geſundheit oder Vermoͤgen ſtehe allein in dem vielen und behenden Eſſen/ worauff viel weniger/ als darauff zuſehen/ ob ein Pferd auch bey ſeinem Futter beſſer oder ſchlech- ter/ ſtaͤrcker oder ſchwaͤcher wird/ und daß es lang mit einem Futter verſorget ſey/ viel und beſtaͤndige Arbeit dabey aushalten/ und nicht alle Stund noch alle Meilwegs gefuͤttert ſeyn/ oder nicht fortgehen wolle oder koͤnne/ ſondern ſo bald erliege/ ermuͤde und verza- ge/ als es etwas uͤber die Futter-Zeit in der Arbeit ge- halten wird. Weichlich oder zaͤrtlich. Unter ſolche Fehler gehoͤret auch die Weichlichkeit/ daß ſie in der Arbeit erligen/ es ſey gleich/ daß ſie ihrem Veꝛmoͤgen nach zuhart und ſchwer/ oder zulang waͤh- ret/ welche der Gegenſatz der Tauerhafftigkeit iſt. Daß ihnen auf den Reiſen der Weg zuhart wird/ wenn er ſteinicht/ auch zu hoch/ wenn er viel Berg und Thal hat. Oder daß ſie auf der Ebene einen geſchwinden Fortgang/ Gallopp-Trab oder Schritt nicht aus- dauren moͤgen. Jn tieffen Wegen und Moraſten verzagen/ wie ſie heraus kommen ſollen/ oder ſich nicht kraͤfftig genug heraus arbeiten moͤgen. Wann ihnen die Tagreiſen und Futter-Mahlzei- ten zu weit geleget/ deſſen ſie des Tages etliche mahl bedoͤrfften/ gleichwie auch der Ausrichrung des Tags mehr/ als einmahl und ſo lange Zeit erfordern/ daß ſie die meiſte Zeit in der Herberg zubringen wollen. Und ſo die Arbeit unaußgeſetzet Tag fuͤr Tag fort- gehet/ die Laſt ſo ſie tragen oder ziehen ſollen/ etwas ſchwer faͤllet/ leichtlich von Kranckheiten Anſtoͤſſe be- kommen/ und in denſelben ſich leichtlich geben/ nicht fort wollen/ ligen bleiben und offt ruhen wollen. Wann ihnen das Futter nicht zuſchlaͤgt/ oder ſonſt ſchmecken will/ und deßwegen zuwenig eſſen/ und was man bekommen kan/ nicht annehmen wollen. Die da bald krumm gehen/ wann ſie in ſcharffen oder naſſen Wegen geritten werden. Der Anzeigung ſeynd folgende/ wann es kommet 1. aus einer Landes Art/ ſo keine gute Pferde ziehet/ 2. aus einem ſchlechten Geſtuͤdt/ 3. oder ſonſt ſchlechter Art/ 4. von einem untuͤchtigen Beſcheller/ 5. oder ſchlechten Studten/ 6. boͤſer Erziehung/ 7. und War- tung/ 8. Kranckheiten/ 9. oder Verwarloſung her. Plumpheit/ toͤlpiſch/ ungeſchickt. Obigen folget Plump heit/ toͤlpiſche Ungeſchicklig- keit/ welcherley die Pferd faſt alle/ wiewol eines mehr als das andere/ auch bey einer Art/ Geſchlecht uñ Na- tion mehr als bey der andern/ in der Jugend an ſich haben/ uñ wie ſolches einem auch ſchwerer als deman- dern zubenehmen/ offtermahls auch in das Alter rei- chet/ ſo gar wol je laͤnger je mehr und groͤſſer werden kan/ welches die Pferdeder natuͤrlichen Wuͤrckung nach/ in der rechten Un-terweiſung verlaſſen und ab- thun/ theils wol aus unrechter Abrichtung/ oder Trutz behalten/ welches beyden 1. faulen und ſchlaͤffe- rigen 2. bey den ſchwachen/ 3. bey den krancken mei- ſtentheils geſchicht. Schwachheit. Schwachheit iſt eben ſo ein groſſer Mangel/ als die Staͤrcke eine nothwendige Tugend iſt: So nun dieſelbe 1. aus der Natur/ 2. von der Landes-Art/ 3. von den Eltern/ 4. von Kranckheit/ 5. von Gewaͤchs/ 6. der Verwahrloſung/ 7. oder daß ſie verderbet worden her-
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Zitationshilfe: Pinter von der Au, Johann Christoph: Neuer, vollkommener, verbesserter und ergänzter Pferd-Schatz. Frankfurt (Main), 1688, S. 95. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/pinter_pferdschatz_1688/101>, abgerufen am 18.02.2019.