Source: https://studylibde.com/doc/12790489/bundesgesetz-%C3%BCber-die-familienzulagen-836.2
Timestamp: 2020-03-31 22:26:45
Document Index: 106606599

Matched Legal Cases: ['Art. 7', 'Art. 3', 'Art. 49', 'Art. 50', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 17']

Bundesgesetz über die Familienzulagen 836.2
vom 24. März 2006 (Stand am 1. Januar 2013)
gestützt auf Artikel 116 Absätze 2 und 4 der Bundesverfassung1,
nach Einsicht in den Bericht der Kommission für soziale Sicherheit und
Gesundheit des Nationalrates vom 20. November 19982
und in den Zusatzbericht vom 8. September 20043
sowie in die Stellungnahmen des Bundesrates vom 28. Juni 20004 und vom
10. November 20045,
Die Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 20006 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) sind auf die Familienzulagen anwendbar, soweit das vorliegende Gesetz nicht ausdrücklich eine Abweichung vom
ATSG vorsieht. Nicht anwendbar sind die Artikel 76 Absatz 2 und 78 ATSG.
Begriff und Zweck der Familienzulagen
Familienzulagen sind einmalige oder periodische Geldleistungen, die ausgerichtet
werden, um die finanzielle Belastung durch ein oder mehrere Kinder teilweise
Die Familienzulagen nach diesem Gesetz umfassen:
BBl 1999 3220
BBl 2004 6887
BBl 2000 4784
BBl 2004 6941
die Kinderzulage: sie wird ab dem Geburtsmonat des Kindes bis zum Ende
des Monats ausgerichtet, in dem das Kind das 16. Altersjahr vollendet; ist
das Kind erwerbsunfähig (Art. 7 ATSG7), so wird die Zulage bis zum vollendeten 20. Altersjahr ausgerichtet;
die Ausbildungszulage: sie wird ab dem Ende des Monats, in dem das Kind
das 16. Altersjahr vollendet, bis zum Abschluss der Ausbildung ausgerichtet,
längstens jedoch bis zum Ende des Monats, in dem es das 25. Altersjahr
Die Kantone können in ihren Familienzulagenordnungen höhere Mindestansätze
für Kinder- und Ausbildungszulagen als nach Artikel 5 sowie auch Geburts- und
Adoptionszulagen vorsehen. Die Bestimmungen dieses Gesetzes gelten auch für
diese Familienzulagen. Andere Leistungen müssen ausserhalb der Familienzulagenordnungen geregelt und finanziert werden. Weitere durch Gesamt- oder Einzelarbeitsvertrag oder andere Regelungen vorgesehene Leistungen gelten nicht als
Familienzulagen im Sinne dieses Gesetzes.
Die Geburtszulage wird für jedes Kind ausgerichtet, das lebend oder nach mindestens 23 Wochen Schwangerschaft geboren wurde. Der Bundesrat kann weitere
Voraussetzungen festlegen. Die Adoptionszulage wird für jedes minderjährige Kind
ausgerichtet, das zur späteren Adoption aufgenommen wird. Keinen Anspruch gibt
die Adoption des Kindes der Ehefrau oder des Ehemannes.
Kinder, zu denen ein Kindesverhältnis im Sinne des Zivilgesetzbuches8 besteht;
Geschwister und Enkelkinder der bezugsberechtigten Person, wenn diese für
deren Unterhalt in überwiegendem Mass aufkommt.
Für im Ausland wohnhafte Kinder regelt der Bundesrat die Voraussetzungen für
den Anspruch auf Familienzulagen. Deren Höhe richtet sich nach der Kaufkraft im
Wohnsitzstaat.
Höhe der Familienzulagen; Anpassung der Ansätze
Die Kinderzulage beträgt mindestens 200 Franken pro Monat.
Die Ausbildungszulage beträgt mindestens 250 Franken pro Monat.
Der Bundesrat passt die Mindestansätze auf den gleichen Zeitpunkt wie die Renten
der Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) der Teuerung an, sofern der
Landesindex der Konsumentenpreise seit der letzten Festsetzung der Ansätze um
mindestens 5 Punkte gestiegen ist.
Verbot des Doppelbezugs
Haben mehrere Personen für das gleiche Kind Anspruch auf Familienzulagen nach
eidgenössischem oder kantonalem Recht, so steht der Anspruch in nachstehender
der Person, bei der das Kind überwiegend lebt oder bis zu seiner Mündigkeit
der Person, auf welche die Familienzulagenordnung im Wohnsitzkanton des
Kindes anwendbar ist;
e.9 der Person mit dem höheren AHV-pflichtigen Einkommen aus unselbstständiger Erwerbstätigkeit;
f.10 der Person mit dem höheren AHV-pflichtigen Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit.
Richten sich die Familienzulagenansprüche der erst- und der zweitanspruchsberechtigten Person nach den Familienzulagenordnungen von zwei verschiedenen
Kantonen, so hat die zweitanspruchsberechtigte Person Anspruch auf den Betrag,
um den der gesetzliche Mindestansatz in ihrem Kanton höher ist als im anderen.
Familienzulagen und Unterhaltsbeiträge
Anspruchsberechtigte Personen, die auf Grund eines Gerichtsurteils oder einer
Vereinbarung zur Zahlung von Unterhaltsbeiträgen für Kinder verpflichtet sind,
müssen die Familienzulagen zusätzlich zu den Unterhaltsbeiträgen entrichten.
Werden die Familienzulagen nicht für die Bedürfnisse einer Person verwendet, für
die sie bestimmt sind, so kann diese Person oder ihr gesetzlicher Vertreter verlan-
Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 18. März 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2013
(AS 2011 3973 4949; BBl 2009 5991 6009).
Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 18. März 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2013
gen, dass ihr die Familienzulagen in Abweichung von Artikel 20 Absatz 1 ATSG11
auch ohne Fürsorgeabhängigkeit ausgerichtet werden.
Auf begründetes Gesuch hin kann die Ausbildungszulage in Abweichung von Artikel 20 Absatz 1 ATSG direkt dem mündigen Kind ausgerichtet werden.
1. Abschnitt: Erwerbstätige in nichtlandwirtschaftlichen Berufen12
die Arbeitgeber, die nach Artikel 12 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember
194613 über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG) beitragspflichtig sind; und
c.14 die Personen, die als Selbstständigerwerbende obligatorisch in der AHV versichert sind.
Als Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer gilt, wer nach der Bundesgesetzgebung
über die AHV als solche oder als solcher betrachtet wird.
Anwendbare Familienzulagenordnung
Die diesem Gesetz unterstellten Personen sind verpflichtet, sich einer Familienausgleichskasse in dem Kanton anzuschliessen, dessen Familienzulagenordnung auf
sie anwendbar ist. Für die Selbstständigerwerbenden gelten für die Kassenzugehörigkeit nach Artikel 17 Absatz 2 Buchstabe b die gleichen Regeln wie für die
Arbeitgeber.15
Arbeitgeber und Selbstständigerwerbende unterstehen der Familienzulagenordnung
des Kantons, in dem das Unternehmen seinen rechtlichen Sitz hat, oder, wenn ein
solcher fehlt, ihres Wohnsitzkantons. Zweigniederlassungen von Arbeitgebern unter-
stehen der Familienzulagenordnung des Kantons, in dem sie sich befinden. Die
Kantone können abweichende Regelungen vereinbaren.16
Die als Arbeitnehmerinnen oder Arbeitnehmer in der AHV obligatorisch versicherten Personen, die von einem diesem Gesetz unterstellten Arbeitgeber beschäftigt
werden, haben Anspruch auf Familienzulagen. Die Leistungen richten sich nach der
Familienzulagenordnung des Kantons gemäss Artikel 12 Absatz 2. Der Anspruch
entsteht und erlischt mit dem Lohnanspruch. Der Bundesrat regelt den Anspruch
nach dem Erlöschen des Lohnanspruchs.
2 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht beitragspflichtiger Arbeitgeber haben
Anspruch auf Familienzulagen. Die Leistungen richten sich nach der Familienzulagenordnung des Kantons gemäss Artikel 12 Absatz 3. Der Anspruch entsteht
und erlischt mit dem Lohnanspruch. Der Bundesrat regelt den Anspruch nach dem
Erlöschen des Lohnanspruchs.
Die als Selbstständigerwerbende in der AHV obligatorisch versicherten Personen
haben Anspruch auf Familienzulagen. Die Leistungen richten sich nach der Familienzulagenordnung des Kantons gemäss Artikel 12 Absatz 2. Der Bundesrat regelt
die Einzelheiten betreffend Entstehen und Erlöschen des Anspruchs.17
Es werden nur ganze Zulagen ausgerichtet. Anspruch auf Zulagen hat, wer auf
einem jährlichen Erwerbseinkommen, das mindestens dem halben jährlichen Betrag
der minimalen vollen Altersrente der AHV entspricht, AHV-Beiträge entrichtet.
b.18 das Verfahren und die Zuständigkeit der Familienausgleichskassen für Personen, die mehrere Arbeitgeber haben, und für Personen, die gleichzeitig
selbstständig und unselbstständig erwerbstätig sind.
die von den Kantonen anerkannten beruflichen und zwischenberuflichen
Familienausgleichskassen;
Den Familienausgleichskassen obliegen insbesondere:
Die Familienzulagen werden den anspruchsberechtigten Arbeitnehmerinnen und
Arbeitnehmern in der Regel durch den Arbeitgeber ausbezahlt.
Die Familienausgleichskassen sorgen für das finanzielle Gleichgewicht durch
Äufnung einer angemessenen Schwankungsreserve.
Die Kantone regeln die Finanzierung der Familienzulagen und der Verwaltungskosten.
Die Beiträge werden in Prozent des AHV-pflichtigen Einkommens berechnet.
Die Kantone bestimmen, ob innerhalb einer Familienausgleichskasse auf den
AHV-pflichtigen Einkommen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und auf
denjenigen der Selbstständigerwerbenden der gleiche Beitragssatz erhoben werden
muss.19
Die Beiträge der Selbstständigerwerbenden werden nur auf dem Teil des Einkommens erhoben, der dem in der obligatorischen Unfallversicherung höchstens versicherten Verdienst entspricht.20
Kompetenzen der Kantone
Die Kantone errichten eine kantonale Familienausgleichskasse und übertragen
deren Geschäftsführung der kantonalen AHV-Ausgleichskasse.
Die Familienausgleichskassen stehen unter der Aufsicht der Kantone. Unter Vorbehalt dieses Gesetzes und in Ergänzung dazu sowie unter Berücksichtigung der
Organisationsstrukturen und des Verfahrens für die AHV erlassen die Kantone die
erforderlichen Bestimmungen. Sie regeln insbesondere:
die allfällige Übertragung weiterer Aufgaben an die Familienausgleichskassen, insbesondere von Aufgaben zur Unterstützung von Angehörigen der
Armee und des Familienschutzes.
Die landwirtschaftlichen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie die selbständigerwerbenden Landwirtinnen und Landwirte haben Anspruch auf Familienzulagen
nach dem Bundesgesetz vom 20. Juni 195221 über die Familienzulagen in der Landwirtschaft.
In der AHV obligatorisch versicherte Personen, die bei der AHV als nichterwerbstätige Personen erfasst sind, gelten als Nichterwerbstätige. Sie haben Anspruch
auf Familienzulagen nach den Artikeln 3 und 5. Artikel 7 Absatz 2 ist nicht anwendbar. Zuständig ist der Wohnsitzkanton.
1bis Die Personen, die als Arbeitnehmerinnen oder Arbeitnehmer oder als Selbstständigerwerbende in der AHV obligatorisch versichert sind und das Mindesteinkommen
nach Artikel 13 Absatz 3 nicht erreichen, gelten ebenfalls als Nichterwerbstätige.22
Der Anspruch auf Familienzulagen ist an die Voraussetzung geknüpft, dass das
steuerbare Einkommen den anderthalbfachen Betrag einer maximalen vollen Alters-
SR 836.1
rente der AHV nicht übersteigt und keine Ergänzungsleistungen zur AHV/IV bezogen werden.
Die Familienzulagen für Nichterwerbstätige werden von den Kantonen finanziert.
Die Kantone können vorsehen, dass Nichterwerbstätige einen in Prozenten ihrer
AHV-Beiträge zu berechnenden Beitrag leisten müssen, sofern diese Beiträge den
Mindestbeitrag nach Artikel 10 AHVG23 übersteigen.
Unter Vorbehalt dieses Gesetzes und in Ergänzung dazu erlassen die Kantone die
erforderlichen Bestimmungen betreffend die übrigen Voraussetzungen für den
Bezug von Familienzulagen, die Organisation und die Finanzierung.
3a. Kapitel:24 Familienzulagenregister
dem Bund und den Kantonen als Auskunftsstelle zu dienen, sowie die für die
statistischen Erhebungen benötigten Daten zu liefern.
Der Bundesrat bezeichnet die Stellen, denen das Familienzulagenregister durch
Abrufverfahren zugänglich ist.
Öffentlich zugänglich sind die Informationen darüber, ob für ein Kind eine Familienzulage bezogen wird und welche Stelle diese ausrichtet. Für die Abfrage sind die
Versichertennummer und das Geburtsdatum des Kindes anzugeben. Zur Wahrung
des Kindeswohls kann der Bundesrat Ausnahmen von der öffentlichen Zugänglichkeit festlegen.
Die folgenden Stellen melden der Zentralen Ausgleichsstelle unverzüglich die für
die Führung des Familienzulagenregisters notwendigen Daten:
Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 18. Juni 2010, in Kraft seit 15. Okt. 2010
(AS 2010 4491; BBl 2009 6101).
die Arbeitslosenkassen nach den Artikeln 77 und 78 des Arbeitslosenversicherungsgesetzes vom 25. Juni 198225;
die AHV-Ausgleichskassen für die Erfüllung ihrer Aufgaben nach Artikel 13
des Bundesgesetzes vom 20. Juni 195226 über die Familienzulagen in der
Landwirtschaft und nach Artikel 60 Absatz 1 des Bundesgesetzes vom
19. Juni 195927 über die Invalidenversicherung;
die kantonalen Stellen, die für die Durchführung der Familienzulagen für
Nichterwerbstätige zuständig sind.
Über Beschwerden gegen Entscheide der Familienausgleichskassen entscheidet in
Abweichung von Artikel 58 Absätze 1 und 2 ATSG28 das Versicherungsgericht des
Kantons, dessen Familienzulagenordnung anwendbar ist.
Die Artikel 87–91 AHVG29 sind anwendbar auf Personen, die in einer in diesen
Bestimmungen umschriebenen Weise die Vorschriften des vorliegenden Gesetzes
1 Für die in Artikel 2 der Verordnung Nr. 1408/7130 bezeichneten Personen und in
Bezug auf die in Artikel 4 dieser Verordnung vorgesehenen Leistungen, soweit sie
im Anwendungsbereich dieses Gesetzes liegen, gelten auch:
a.31 das Abkommen vom 21. Juni 199932 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren
Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit (Freizügigkeitsabkommen) in der Fassung der Protokolle vom 26. Oktober 200433 und vom
27. Mai 200834 über die Ausdehnung des Freizügigkeitsabkommens auf
die neuen EG-Mitgliedstaaten, sein Anhang II und die Verordnungen
Nr. 1408/71 und Nr. 574/7235 in ihrer angepassten Fassung;
das Übereinkommen vom 4. Januar 196036 zur Errichtung der Europäischen
Freihandelsassoziation in der Fassung des Abkommens vom 21. Juni 2001
zur Änderung des Übereinkommens, sein Anhang K und Anlage 2 zu Anhang K sowie die Verordnungen Nr. 1408/71 und Nr. 574/72 in ihrer angepassten Fassung.
Soweit Bestimmungen dieses Gesetzes den Ausdruck «Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft» verwenden, sind darunter die Staaten zu verstehen, für die
das in Absatz 1 Buchstabe a genannte Abkommen gilt.
Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 zur Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbständige sowie deren Familienangehörige, die innerhalb der Gemeinschaft zu- und abwandern; in der jeweils gültigen
Fassung des Freizügigkeitsabkommens (SR 0.831.109.268.1), bzw. des revidierten
EFTA-Übereinkommens (SR 0.632.31).
Fassung gemäss Art. 3 Ziff. 10 des BB vom 13. Juni 2008 über die Genehmigung der
Weiterführung des Freizügigkeitsabkommens zwischen der Schweiz und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten sowie über die Genehmigung und die Umsetzung des Protokolls über die Ausdehnung des Freizügigkeitsabkommens auf Bulgarien
und Rumänien, in Kraft seit 1. Juni 2009 (AS 2009 2411; BBl 2008 2135).
SR 0.142.112.681.1
Verordnung (EWG) Nr. 574/72 des Rates vom 21. März 1972 über die Durchführung der
Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 zur Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf
Arbeitnehmer und Selbstständige sowie deren Familienangehörige, die innerhalb der Gemeinschaft zu- und abwandern; in der jeweils gültigen Fassung des Freizügigkeitsabkommens (SR 0.831.109.268.11) bzw. des revidierten EFTA-Übereinkommens.
Anwendbarkeit der AHV-Gesetzgebung
Die Bestimmungen der AHV-Gesetzgebung mit ihren allfälligen Abweichungen
vom ATSG37 gelten sinngemäss für:
das Bearbeiten von Personendaten (Art. 49a AHVG38);
g.40 die systematische Verwendung der Versichertennummer (Art. 50d AHVG).
Vorschriften der Kantone
Die Kantone passen ihre Familienzulagenordnungen bis zum Inkrafttreten dieses
Gesetzes an und erlassen die Ausführungsbestimmungen nach Artikel 17.
Ist der Erlass der definitiven Regelung nicht fristgerecht möglich, so kann die
Kantonsregierung eine provisorische Regelung treffen.
Die kantonalen Ausführungsbestimmungen sind den Bundesbehörden zur Kenntnisnahme zuzustellen.
Der Bundesrat wird mit dem Vollzug beauftragt. Er erlässt die für eine einheitliche
Anwendung nötigen Ausführungsbestimmungen.
Er kann zur Wahrnehmung seiner Aufsichtsfunktion nach Artikel 76 ATSG41 das
Bundesamt für Sozialversicherung beauftragen, den mit der Durchführung dieses
Gesetzes betrauten Stellen Weisungen zu erteilen und einheitliche Statistiken zu
Art. 28a42
Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 18. Juni 2010
Die Stellen nach Artikel 21c müssen die für die Inbetriebnahme des Familienzulagenregisters notwendigen Daten spätestens drei Monate nach Inkrafttreten der vorliegenden Änderung für die Meldung an die Zentrale Ausgleichsstelle aufbereitet
Der Bundesrat bestimmt die Einzelheiten der erstmaligen Datenlieferung an die
Zentrale Ausgleichsstelle.
Art. 28b43
Die Kantone passen ihre Familienzulagenordnungen bis zum Inkrafttreten dieser
Der Bundesrat bestimmt unter Vorbehalt von Absatz 3 das Inkrafttreten.
Die Artikel 17 und 26 treten am ersten Tag des zweiten Monats nach dem unbenützten Ablauf der Referendumsfrist oder am ersten Tag des vierten Monats nach
Annahme des Gesetzes in der Volksabstimmung in Kraft.
Datum des Inkrafttretens: 1. Januar 200944
Art. 17 und 26: 1. März 2007
Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 18. März 2011, in Kraft seit 1. Sept. 2011
(AS 2011 3973; BBl 2009 5991 6009).
BRB vom 31. Okt. 2007
Die Änderungen können unter AS 2008 131 konsultiert werden.