Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=21.09.2004&Aktenzeichen=X%20ZR%20244/01
Timestamp: 2019-12-06 20:34:41
Document Index: 98364350

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 631', '§ 633', 'BGH', '§ 537', '§ 634', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 13', '§ 13', '§ 633', 'BGH', '§ 633']

BGH, 21.09.2004 - X ZR 244/01 - dejure.org
https://dejure.org/2004,2524
BGH, 21.09.2004 - X ZR 244/01 (https://dejure.org/2004,2524)
BGH, Entscheidung vom 21.09.2004 - X ZR 244/01 (https://dejure.org/2004,2524)
BGH, Entscheidung vom 21. September 2004 - X ZR 244/01 (https://dejure.org/2004,2524)
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Anspruch auf Zahlung von Restwerklohn für die Ausführung eines Gewerks ; Fehlen von Aufmaßblättern und Stundenlohnzetteln bei Werkverträgen; Nachprüfbarkeit von Schlussrechnungen im Werkvertragsrecht; Vorliegen eines Mangels im Werkvertragsrecht; Vorliegen eines Fehlers ...
BGB § 631 § 633
Anforderungen an die Prüffähigkeit einer Schlussrechnung; Begriff des Mangels einer Wasseraufbereitungsanlage in einem öffentlichen Schwimmbad
Unerhebliche Abweichungen von Leistungsverzeichnis und DIN-Norm
Was ist ein Mangel? (IBR 2004, 611)
NZBau 2004, 672
BauR 2004, 1941
ZfBR 2005, 166
Dabei ist das Berufungsgericht zutreffend davon ausgegangen, daß ein Fehler der Mietsache vorliegt, wenn deren tatsächlicher Zustand (Istbeschaffenheit) von dem vertraglich vereinbarten (Sollbeschaffenheit) abweicht (vgl. Senatsurteil vom 16. Februar 2000 - XII ZR 279/97 - NJW 2000, 1714, 1715; zum Werkmangel BGH Urteil vom 21. September 2004 - X ZR 244/01 - BauR 2004, 1941, 1942;… Blank/Börstinghaus Miete § 537 Rdn. 3).
aa) Dass nach den Ausführungen des Sachverständigen G. das WDVS technisch einwandfrei ist, steht der Mangelhaftigkeit zwar noch nicht von vornherein entgegen, da nach dem subjektiven Fehlerbegriff des § 634 Abs. 2 S. 1 BGB gleichwohl ein Mangel vorliegen kann (…Senat, Urt. v. 11.06.2008 - 14 U 213/07, juris-Rn. 8; BGH, Urt. v. 21.09.2004 X ZR 244/01).
Dagegen ist es mangelhaft, soweit es der vereinbarten Beschaffenheit nicht entspricht und zwar unabhängig davon, ob die tatsächliche Werkausführung technisch oder wirtschaftlich möglicherweise sogar besser wäre als die vereinbarte Ausführungsweise (vgl. BGH, BauR 2004, 1941).
Nach dem subjektiven Fehlerbegriff können daher auch unerhebliche Abweichungen vom vertraglich vorausgesetzten Gebrauch, durch die die Gebrauchstauglichkeit objektiv nicht beeinträchtigt wird, einen Mangel darstellen (vgl. BGH NZBau 04, 672; NJW 03, 1188; NJW-RR 02, 1533).
Ein Mangel scheidet aber nicht schon aus, wenn die tatsächliche Bauausführung den anerkannten Regeln der Technik entspricht (BGH NZ-Bau 02, 611; BGH BauR 04, 1941, 1942; BGH NZ-Bau 06, 112) bzw. möglicherweise sogar wirtschaftlich und technisch besser ist als die vereinbarte (BGH NZ-Bau 02, 571).
Der Mangel ist nicht rein objektiv zu verstehen, sondern wird subjektiv vom Vertragswillen der Parteien mitbestimmt (BGH BauR 04, 1941, 1942 zum Fehlerbegriff).
Nach dem subjektiven Fehlerbegriff können daher auch unerhebliche Abweichungen vom vertraglich vorausgesetzten Gebrauch, durch die die Gebrauchstauglichkeit objektiv nicht beeinträchtigt wird, einen Mangel darstellen (BGH BauR 2004, 1941).
Danach können auch nur unerhebliche Abweichungen vom vertraglich vorausgesetzten Gebrauch einen Mangel darstellen, selbst wenn dadurch die Gebrauchstauglichkeit objektiv nicht beeinträchtigt wird (BGH, Urteil vom 21.9.2004 - X ZR 244/01, BauR 2004, 1941, Leitsatz 2).
Ausschlaggebend ist allein, dass der Leistungsmangel zwangsläufig den angestrebten Erfolg beeinträchtigt (BGH…, Urteil vom 17.12.1996, X ZR 76/94 NJW-RR 1997, Seite 688, zit. nach Juris Rn. 26;… Urteil vom 11.11.1999, VII ZR 403/98, BauR 2000, S. 465, zit. nach juris, Leitsatz 1; Urteil vom 21.09.2004, X ZR 244/01, BauR 2004, S. 1941, zit nach juris, Rn. 12;… Ingenstau/Korbion/Wirth, VOB, 17. Aufl., § 13 Nr. 1 VOB/B, Rn. 102 ff.;… Ganten/Jagenburg/Motzke/Ganten, VOB Teil B, 2. Aufl., § 13 Nr. 1, Rdnr. 80, jeweils m. w. N.).
Nach dem auch für § 633 BGB a.F. herrschenden subjektiven Fehlerbegriff ist ein Fehler nicht rein objektiv zu verstehen, vielmehr wird er subjektiv vom Vertragswillen der Parteien mitbestimmt (zuletzt BGH, Urteil vom 21.09.2004, X ZR 244/01), was nunmehr auch in § 633 Abs. 2 Satz 1 BGB n.F. ausdrücklich geregelt ist.
LG Düsseldorf, 22.10.2014 - 8 O 44/13
Zahlung eines Kostenvorschusses für die voraussichtlichen …