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Timestamp: 2019-07-21 14:50:42
Document Index: 103654398

Matched Legal Cases: ['Art 411', 'Art 311', 'Art 16', 'Art 65', 'Art 222', 'Art 3', 'Art 1', 'Art 149', 'Art 55', 'Art 22', 'Art. 9', 'Art 49', 'Art 148', 'Art. 14', 'Art 30', 'Art. 9']

Mit „Ley Foral 21/2019, de 4 de abril, de modificación y actualización de la Compilación del Derecho Civil Foral de Navarra o Fuero Nuevo” wurde die Kompilation des foralen Zivilrechts von Navarra geändert und aktualisiert. Betroffen sind alle Bücher, Titel und Kapitel der Kompilaition mit Änderung zahlreicher Gesetze (Ley verwendet die Kompilation als Benennung der Einzelvorschriften anstelle des sonst üblichen „Artikels“).
Das Änderungsgesetz wurde in dem „Boletín Oficial de Navarra“ (Amtsblatt von Navarra), Nr. 74 vom 16.04.2019 veröffentlicht und tritt sechs Monate nach diesem Datum, also am 16.10.2019, in Kraft. Im Boletín Oficial del Estado ist es in der Nummer 137 vom 08.06.2019 veröffentlicht.
Durch Urteil STC 7/2019 hat das spanische Verfassungsgericht folgende Vorschriften des vierten Buches des Código Civil de Cataluña (Erbrecht) für verfassungswidrig und nichtig erklärt: Art 411-10 Abs 3 lit b, 421-24 Äbs 1 (teilweise), Dritte Zusatzbestimmung und Fünfte Schlussbestimmung (BOE 39/2019, 14535 ff - Texte B III 2)
Hinlzufügen eines Abs 3 zu Art 311 des Gesetzbuches des Foralrechts von Aragonien (CDFA, BOE 50/2019, 18532 ff - Texte B I 2).
Änderung der einzigen Zusatzbestimmung des Gesetzes der Generalitat über förmlich errichtete Lebenspartnerschaften in der (Autonomen) Valencianischen Gemeinschaft (BOE 39/2019, 13864 ff - Texte B VIII 3).
Änderung des Art 16 Abs 4 des Mietgesetzes (BOE 55/2019 - Texte A II 8)
(Die entsprechenden Änderungen werden umgehend in die jeweiligen Gesetzestexte übernommen).
Normenkontrollklage gegen das katalanische Gesetz 10/2017 vom 27. Juni 2017 über digítale Verfügungen und die Änderung des Zweiten und Vierten Buches
Gegen das Gesetz wurde vom spanischen Verfassungsgericht durch Beschluss vom 17. Oktober 2017 eine Normenkontrollklage des spanischen Ministerpräsidenten zugelassen, mit der die Artikel 411-10 3 b) und 421-24 Abs 1 CCC sowie die Dritte Zusatzbestimmung und die Fünfte Schlussbestimmung des Vierten Buches des CCC gerügt werden. Dies bewirkt die Aussetzung der gerügten Vorschriften ab 29. September 2017 für die Beteiligten und ab 26. Oktober 2017 für Dritte. Mit Beschluss vom 20. März 2018 wurde die Aussetzung bestätigt
Recurso de inconstitucionalidad n° 4571-2017, BOE 258/2017, 12248 und 75/2018, 32986
Änderung der Kompilation des Zivilrechts der Balearen
Durch das balearische Gesetz 7/2017 vom 3. August 2017 ( Ley 7/2017, de 3 de agosto, por la que se modifica la Compilación de derecho civil de las Illes Balears – BOIB 96/2017 und BOE 223/2017-in Kraft 6.August 2017) werden zahlreiche Artikel und Bestimmungen der Kompilation des Zivilrechts der Balearen geändert. Die Änderungen betreffen ua die Vorschriften über die Rechtsquellen des balearischen Zivilrechts, das Erbrecht von Mallorca (und Menorca, Art 65), das Recht von Menorca und den Schutz von Minderjährigen. Außerdem werden Irrtümer und unstimmige, unklare und unvollständige Formulierungen sprachlich berichtigt.
Geltende Fassung der Kompilaiton: Link
Resumen de la Reforma (spanisch)
Eine Publikation der zweisprachigen Version im Ferid/Firrsching/Dörner/Hausmann kann nicht vor 2018 erfolgen.
Katalanisches Gesetz 10/2017 vom 27. Juni 2017 über digítale Verfügungen und die Änderung des Zweiten und Vierten Buches (Ley 10/2017, 27 de junio, de las voluntades digitales y de modificación de los libros segundo y cuarto del Código civil de Cataluña - DOGC 7401/2017 vom 29. Juni 2017 – in Kraft 19.7.2017). Text
Das Gesetz regelt die digitalen Aktivitäten Minderjähriger und von Personen mit gerichtlich geänderter Handlungsfähigkeit (Zweites Buch) sowie insbesondere Verfügungen über den digitalen Nachlass (Viertes Buch des katalanischen Zivilgesetzbuches). Es wurden eingefügt oder geändert: Art 222-2, 222-36, 222-43, 236-17, 236-27, 411-10,421-2, 421-24, 428-1, Dritte Zusatzbestimmung, Fünfte Schlussbestimmung CCC.
Die Änderungen werden in einer der nächsten Ergänzungslieferungen berücksichtigt. Es handelt sich um:
1. Eine minimale Änderung im 2. Buch des CCC, Texte B III 3.
2. Die Änderung mehrerer Vorschriften im 4. Buch des CCC, Texte B III 2.
3. Die entsprechende Ergänzung bei den Rechtsquellen, Grundzüge B.
4. Dto. bei der Testamentarischen Erbfolge, Grundzüge E.
5. Anpassung der Übersicht Teil 1 Grdz. – Neue Rz 357a.
Verfassungsgericht läßt Normenkontrollklage gegen die Art 3 und 9 zu, welche die Neufassung verschiedener Artikel und Bestimmungen des Sechsten Buches des Código Civil de Cataluña enthalten. (Gesetz 3/2017, de 15 Februar 2017, siehe unten).
Link zum vollständigen Text betreffend Recurso de inconstitucionalidad Nr. 2557-2017 in spanischer Sprache: BOE 141/2017
Gesetz 3/2917 vom 15. Februar 2017 über das Sechste Buch des Código civil de Cataluña: Schuldverhältnisse und Verträge, und die Änderung des Ersten, Zweiten, Dritten, Vierten und Fünften Buches
(LEY 3/2017, de 15 de febrero, del libro sexto del Código civil de Cataluña, relativo a las obligaciones y los contratos, y de modificación de los libros primero, segundo, tercero, cuarto y quinto)
Das Gesetz hat zum Gegenstand die Struktur des Sechsten Buches festzulegen, Kaufvertrag, Tausch und Auftrag zu regeln (also einen Teilbereich), einschlägige Einzelgesetze zu ändern und aufzunehmen, sowie die Kompilation des Zivilrechts von Katalonien zu ersetzen. Durch die Schlussbestimmungen des Gesetzes werden die weiteren genannten Bücher des Código civil de Cataluña aufgrund der Neuregelung der Freiwilligen Gerichtsbarkeit geändert. Das Gesetz ist veröffentlicht in BOE 57/2017 und DOGC 7314/2017 und tritt am 1. Januar 2018 in Kraft, mit Ausnahme der Zweiten Schlussbestimmung, Absatz 1, der Vierten Schlussbestimmung Absatz 11 und der Sechsten Schlussbestimmung, die am 1. März 2017 in Kraft getreten sind.
12/2016 Mit der 101. Ergänzungslieferung (Juni 2017) ist der Länderteil Spanien auf dem aktuellen Stand (15.05.2017) von Gesetzgebung und Rechtsprechung.
I. Gesetze (zweisprachig spanisch /deutsch)
1. Neu aufgenommene Gesetze:
a. Gesetz 15/2015 vom 2. Juli 2015 über die Freiwillige Gerichtsbarkeit- Texte A II 3.
b. Durchführungsbestimmungen zur EuErbVO (26. Schlussbestimmung zum Zivilprozessgesetz) Texte A II 3b.
c. Gesetz über internationale rechtliche Zusammenarbeit in Zivilsachen vom 30. Juli 2015 - Texte A II 3c.
d. Gesetz über das baskische Zivilrecht 2015 (Ley del Derecho Civil Vasco) – Texte B II 2.
2. Vollständig überarbeitete Gesetze:
a. Código Civil – Text A I.
b. Verfassung – Staatsverträge Text A II 1 und 2
c. Zivilprozessgesetz (Ley de Enjuiciamiento Civil) – Texte A II 3a.
d. Gerichtsverfassungsgesetz (Gesetz über die Richterliche Gewalt; Ley Orgánica del Poder Judicial) Texte A II 4.
e. Notariatsgesetz (Ley del Notariado) – Texte A II 5.
f. Notarreglement (Reglamento Notarial) – Texte A II 6.
g. Hypothekengesetz (Ley hipotecaria) – Texte A II 7.
h. Navarra: Autonomiestatut (Estatuto de Autonomía) – Texte B VI 1, Kompilation des foralen Zivilrechts von Navarra (Compilación del Derecho Civil foral de Navarra) – Texte B VI 2 – und Foralgesetz über die Gleichstellung von dauerhaften Lebenspartnerschaften (Ley Foral para la igualdad jurídica de parejas estables) – Texte VI 3.
3. Geänderte Gesetze:
a. Mietgesetz (Ley de Arrendamientos Urbanos) – Texte A II 8.
b. Gesetzbuch des Foralrechts von Aragonien (Código del Derecho foral de Aragón) Texte B I 2.
c. Baskenland: Gesetz über nichteheliche Lebenspartnerschaften (Ley reguladora de las parejas de hecho) – Texte B II 3.
d. Zivilgesetzbuch von Katalonien – Texte B III 2
e. Kompilation des Zivilrechts der Balearen- Texte B IV 2.
f. Valencia: Gesetz über das valencianische Ehegüterrecht (Ley de régimen económico matrimonial valenciano) – Texte B VIII 2 - und Gesetz über förmlich errichtete Lebenspartnerschaften (Ley de uniones de hecho formalizadas) – Text B VIII 3.
Die Grundzüge B bis J waren im Hinblick auf Gesetzesänderungen und neueste Rechtsprechung zu überarbeiten. Auch die Abkürzungen, Übersichten und das Literaturverzeichnis wurden aktualisiert.
(zu I. 1 a.: In den Texten (EL 101) teilweise versehentlich als Gesetz 15/1015 bezeichnet)
Urteil des spanischen Verfassungsgerichts 110/2016 vom 9.Juni 2016.
Verfassungswidrigkeit der Artikel zivilrechtlichen Inhalts des Gesetzes 5/2012 über förmlich errichtete Lebenspartnerschaften der Valencianischen Gemeinschaft (Ley 5/2012, de 15 de octubre, de la Generalitat, de Uniones de Hecho Formalizadas de la Comunitat Valenciana)
Mit einem weiteren Urteil 110/2016 vom 9. Juni 2016 im Anschluss an das Urteil 82/2016 und mit analoger Begründung hat das spanische Verfassungsgericht die Bestimmungen des Gesetzes, welche die zivilrechtlichen Wirkungen der förmlich errichteten Lebenspartner-schaft regeln, für verfassungswidrig und nichtig erklärt. Auch in diesem Fall hat die Nichtigkeit keine Rückwirkungen. Im Einzelnen handelt es sich um die Artikel 2, 6, 7, 9, 10, 11, 12, 13 und 14 des Gesetzes, sowie in dessen Art 1 Abs 1 um den Satzteil „Rechte und Pflichten der Partner“.
Urteil des spanischen Verfassungsgerichts 82/2016 vom 28 April 2016.
Verfassungswidrigkeit des Gesetzes über das valencianische Ehegüterrecht
Durch Urteil 82/2016 (BOE 131/2016 vom 31.5.2016, 35824 ff) hat das spanische Verfassungsgericht die Verfassungswidrigkeit und Nichtigkeit des Gesetzes der Generalitat über das valencianische Ehegüterrecht (Ley 10/2007, de 20 de marzo, de la Generalitat, de Régimen Económico Matrimonial Valenciano -LREMV), veröffentlicht im BOE Nr. 95 vom 20. April 2007, in Kraft seit 25. April 2008, festgestellt (insb Urteilsgrund 7).
Das Gesetz überschreite die Zuständigkeit der Valencianischen Autonomen Gemeinschaft auf dem Gebiet des Zivilrechts (Art 149 Abs 1 Ziff 8 CE). Es sei nicht nachgewiesen, dass vor Verkündung der Verfassung (foralrechtliche) gesetzliche oder gewohnheitsrechtliche Vorschriften auf dem Gebiet des Ehegüterrechts galten.
Die Wirkungen des Urteils betreffen nicht „verfestigte Rechtslagen“ (zwischen 25. Abril 2008 – Inkrafttreten – und 31.Mai 2016 – Nichtigkeit, Urteilsgrund 8).
Hinweise November 2015
I. Gemeines Recht (Neue Gesetze und Gesetzesänderungen)
1. Gesetz 15/2015 vom 2. Juli 2015 über die Freiwillige Gerichtsbarkeit (Ley 15/2015, de 2 de julio, de la Jurisdicción Voluntaria - BOE Nr. 158 vom 3. Juli 2015, 54068 ff -LJV), in Kraft seit 23.07.2015. Das Gesetz ändert einige der abgedruckten Artikel des Código Civil, der LEC 2000 und des Hypothekengesetzes. Dem Notariatsgesetz wird ein neuer VII. Titel hinzugefügt, dessen Art 55 ff Bestimmungen zu Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit in Erbsachen enthalten. Die meisten noch verbliebenen Art von LEC 1881 werden aufgehoben.
2. Gesetz über internationale rechtliche Zusammenarbeit in Zivilsachen vom 30. Juli 2015 (Ley 29/2015, de 30 de julio, sobre cooperación jurídica internacional en materia civil - BOE 182 vom 31. Juli 2015, 65906 ff), in Kraft seit 20.08.2015. Das Gesetz regelt ua die Anerkennung ausländischer Entscheidungen und das Exequaturverfahren. Im Verhältnis zu Bestimmungen der Europäischen Union und internationaler Verträge sowie zu Spezialnormen des internen Rechts gilt es subsidiär. Es hebt auch die restlichen, noch geltenden Art von LEC 1881 auf.
zu 1. und 2. Diese Gesetze sind im Ferid/Firsching/Dörner/Hausmann, Länderteil Spanien, Grundzüge Teile B. bis D. berücksichtigt, in die anderen Teile werden sie eingearbeitet und die Gesetzestexte auszugsweise zweisprachig in das Werk aufgenommen.
3. Im Gerichtsverfassungsgesetz (Ley Orgánica del Poder Judicial) wurde der Art 22 aF (Zuständigkeiten) durch 9 neue Art (22 bis 22 nonies) ersetzt (Texte A II 4. Gesetz über die richterliche Gewalt).
II. Katalonien (Zivilgesetzbuch von Katalonien)
Die unter den Texten abgedruckten Bücher des Zivilgesetzbuches von Katalonien sind auf dem neuesten Stand und lediglich in den Teilen E und F der Grundzüge noch nicht berücksichtigt
III. Aragonien (Gesetzbuch des Foralrechts von Aragonien)
Das Gesetzbuch fasst die Vorgängergesetze zusammen, ohne materiell-rechtliche Änderungen zu enthalten. Geändert hat sich nur die Nummerierung der einzelnen Artikel und die Bezeichnung des Gesetzes. Die Umbenennung steht noch aus für Grundzüge E bis I.
IV. Baskenland (Gesetz über das baskische Zivilrecht)
Das baskische bürgerliche Recht ist durch das Gesetz über das baskische Zivilrecht (Ley del Derecho Civil Vasco - BOPV Nr. 124 vom 03.07.2015), unter Beibehaltung der traditionellen Rechtsinstitute neu gestaltet worden Es ist bisher nur in Grundzüge B bis D berücksichtigt.
Verfassungsmäßigkeit der 3. Zusatzbestimmung zum galicischen Gesetz 2/2006 vom 14.06.2006 über das Zivilrecht von Galicien.
In mindestens 2 Beschlüssen zwischen 2010 und 2012 ließ das spanische Verfassungsgericht Vorlagen des Tribunal Superior de Justicia de Galicia wegen der Frage der Verfassungswidrigkeit ("konkrete Normenkontrolle") dieser Bestimmung (alte Fassung!) zur Prüfung zu. Geprüft werden soll die Vereinbarkeit mit Art. 9 Abs. 3, 10 Abs. 1, 14 und 149 Abs. 1 Ziff. 8 der spanischen Verfassung (vgl auch unten unter 10/2010).
Eine dieser Vorlagen (5657-2010), wurde mit Urteil 18/2014 des spanischen Verfassungsgerichts vom 30.01.2014 als unzulässig zurückgewiesen, weil das vorlegende Gericht nicht ausreichend dargelegt habe, ob und inwieweit die Gültigkeit der infrage stehenden Norm für seine Entscheidung relevant ist. Diese Relevanzprüfung ist Vorfrage jeder Urteilsfindung des Verfassungsgerichts (BOE 48/2014. 152 ff).
Normenkontrollklage gegen das Gesetz der Generalitat über förmlich errichtete Lebenspartnerschaften in der (Autonomen) Valencianischen Gemeinschaft (Ley 5/2012, de 15 de octubre, de la Generalitat, de Uniones de Hecho Formalizadas de la Comunitat Valenciana)
Mit Beschluss vom 10. September 2013 hat das spanische Verfassungsgericht eine Normenkontrollklage des spanischen Ministerpräsidenten (Presidente del Gobierno) gegen das oben genannte Gesetzes zugelassen und sein Inkrafttreten und seine Anwendung gemäß Artikel 161.2 der Verfassung seit Erhebung der Klage am 18. Juli 2013 ausgesetzt.
Die Regierung ist der Auffassung, dass das angefochtene Gesetz bürgerliche Rechtsinstitute auf dem Gebiet der förmlich errichteten Lebenspartnerschaften regelt, die keinerlei Präzedenzfälle im Bereich des foralen Zivilrechts von Valencia haben und daher die der Autonomen Gemeinschaft gewährten Zuständigkeiten für die „Bewahrung, Fortentwicklung und Änderung“ des bestehenden valencianischen foralen Zivilrechts überschreiten (Art 49.1.2 des Autonomiestatuts) und die ausschließliche Zuständigkeit des Staates für das Zivilrecht gemäß Art 148.1.8. der Verfassung verletzen. Außerdem verletze das Gesetz dem Staat vorbehaltene Zuständigkeiten im Bereicht des Verfahrensrechts (Quelle: Pressenotiz des Ministeriums der Finanzen und für öffentliche Verwaltung vom 12. Juli 2013).
Mit weiterer Entscheidung vom 3. Dezember 2013 hat das Verfassungsgericht beschlossen, die Aussetzung von Artikel 14 des oben genannten Gesetzes aufrechtzuerhalten und die Aussetzung im übrigen aufzuheben (zu Art. 14 s.u. 11/2012).
Anderung von Artikel 30 Código Civil
Artikel 30 CC wurde durch die 3. Schlussbestimmung des Gesetzes 20/2011 vom 21. Juli 2011 über das Personenstandsregister (Ley 20/2011, de 21 de julio, del Registro Civil, Diposición final tercera) geändert:
Artikel 30 neu
(Die Rechtsfähigkeit wird zum Zeitpunkt der Lebendgeburt erworben, sobald die vollständige Trennung vom Mutterleib vollzogen ist.)
Diese Änderung trat einen Tag nach der Veröffentlichung des Gesetzes im BOE Nr. 175/2011 vom 22. Juli 2011 in Kraft; somit gilt die neue Fassung von Art 30 CC seit dem 23. Juli 2011. Das Gesetz insgesamt wird erst drei Jahre nach dieser Veröffentlichung wirksam (10. Schlussbestimmung; Disposión final décima).
Artikel 30 alt:
Para los efectos civiles, solo se reputará nacido el feto que tuviere figura humana y viviere 24 horas enteramente desprendido del seno materno. (Hinsichtlich der bürgerlichrechtlichen Folgen wird nur die Leibesfrucht als geboren angesehen, die eine menschliche Gestalt aufweist und vierundzwanzig Stunden vollständig vom Mutterleib getrennt lebt).
(Cuestión de Inconstitucionalidad n.º 5657-2010 und 5658-2010)
In mehreren Beschlüssen zwischen 2010 und 2012 ließ das spanische Verfassungsgericht (Tribunal Constitucional) Vorlagen des Oberen Gerichtshofes von Galicien (Tribunal Superior de Justicia de Galicia) wegen der Frage der Verfassungswidrigkeit ("konkrete Normenkontrolle") der 3. Zusatzbestimmung zu vorgenanntem Gesetz zu. Die Vorschrift regelt die der Ehe gleichgestellte Lebenspartnerschaft. Geprüft wird die Vereinbarkeit mit Art. 9 Abs. 3, 10 Abs. 1, 14 und 149 Abs. 1 Ziff. 8 der spanischen Verfassung.