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Timestamp: 2019-09-16 10:34:16
Document Index: 144410457

Matched Legal Cases: ['§ 304', '§ 14', '§ 304', '§ 304', '§ 304', '§ 304']

BMF v. 20.04.2010 - IV C 2 -S 2770/08/10006 - NWB Datenbank -
BMF v. 20.04.2010 - IV C 2 -S 2770/08/10006BStBl 2010 I S. 372
BMF v. 20.04.2010 - IV C 2 -S 2770/08/10006 BStBl 2010 I S. 372
Ausgleichszahlungen an außen stehende Anteilseigner;
Anwendung des BFH-Urteils vom 4. März 2009 – I R 1/08 – ( BStBl 2010 II S. 407 )
In dem Urteil vom 4. März 2009 – I R 1/08 – vertritt der BFH die Auffassung, dass eine Vereinbarung von Ausgleichszahlungen des beherrschenden Unternehmens an einen außen stehenden Aktionär der beherrschten Gesellschaft der steuerrechtlichen Anerkennung eines Gewinnabführungsvertrages entgegensteht, wenn neben einem bestimmten Festbetrag ein zusätzlicher Ausgleich in jener Höhe vereinbart wird, um die der hypothetische Gewinnanspruch des Außenstehenden ohne die Gewinnabführung den Festbetrag übersteigen würde. Abweichend davon hatte die Finanzverwaltung bisher auch Vereinbarungen zugelassen, in denen sich ein an einen Minderheitsgesellschafter gezahlter Zuschlag auf einen festen Mindestbetrag an dem Gewinn der Organgesellschaft orientiert, sofern der feste Mindestbetrag den Mindestausgleich des § 304 Absatz 2 Satz 1 AktG nicht unterschreitet ( BMF-Schreiben vom 13. September 1991 – IV B 7 - S 2770 - 11/91 – ).
Unter Bezugnahme auf das Ergebnis der Erörterung mit den obersten Finanzbehörden der Länder sind die Rechtsgrundsätze des Urteils über den entschiedenen Einzelfall hinaus nicht anzuwenden. Das Urteil steht nicht im Einklang mit § 14 Absatz 1 Satz 1 KStG und den Grundsätzen des § 304 Aktiengesetz (AktG).
§ 304 AktG bezweckt den Schutz des außen stehenden Gesellschafters, indem dieser weitestgehend so gestellt werden soll, als würde der Gewinnabführungsvertrag nicht bestehen. Nach § 304 Absatz 2 Satz 1 AktG ist dem außen stehenden Aktionär als fester Ausgleich mindestens der Betrag zuzusichern, den er nach der bisherigen Ertragslage und den künftigen Ertragsaussichten der Gesellschaft voraussichtlich als durchschnittlichen Gewinnanteil erhalten hätte. Darüber hinausgehende (feste oder variable) Ausgleichzahlungen sind nicht ausgeschlossen, da § 304 Absatz 2 Satz 1 AktG im festen Zahlungsbetrag nur das Minimum des aktienrechtlich vorgeschriebenen Ausgleichs vorsieht.
Eine zivilrechtlich zulässigerweise vereinbarte Ausgleichszahlung steht daher der Durchführung des Gewinnabführungsvertrags nicht entgegen.
Das Schreiben wird im Bundessteuerblatt I veröffentlicht.
BMF v. 20.04.2010 - IV C 2 -S 2770/08/10006
Bayerisches Landesamt für Steuern v. 20.04.2010 - S 2770.1.1-4/24
FG Düsseldorf 29.6.2010 - 6 K 2990/07 K
BStBl 2010 II Seite 407
StBW 2010 S. 455 Nr. 10
WPg 2010 S. 546 Nr. 10
ZIP 2010 S. 6 Nr. 17
LAAAD-42185
Hörster, Kabinett beschließt „Jahressteuergesetz 2018“ unter neuem Namen, NWB 34/2018 S. 2469
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L'habitant, Steuerliche Anerkennung eines Ergebnisabführungsvertrags bei Ausgleichszahlung, NWB 36/2016 S. 2696
Broemel/Endert, Ausgleichszahlungen an außenstehende Anteilseigner in der Organschaft, BBK 13/2014 S. 612
H 16 KStH
BMF v. 20.04.2010 - IV C 2 -S 2770/08/10006 ablegen in?