Source: https://www.rechtslupe.de/verwaltungsrecht/strassenreinigungsgebuehren-fuer-landwirtschaftlich-genutzte-grundstuecke-315204
Timestamp: 2020-02-22 18:13:49
Document Index: 153634040

Matched Legal Cases: ['§ 52', '§ 52', '§ 3', '§ 46', '§ 5', '§ 5']

Stra­ßen­rei­ni­gungs­ge­büh­ren für land­wirt­schaft­lich genutz­te Grund­stü­cke | Rechtslupe ")}}return a.proceed()});scriptParent=document.getElementsByTagName("script")[0].parentNode;if(scriptParent.tagName.toLowerCase!=="head"){head=document.getElementsByTagName("head")[0];aop_around(head,"insertBefore");aop_around(head,"appendChild")}aop_around(scriptParent,"insertBefore");aop_around(scriptParent,"appendChild");var a2a_config=a2a_config||{};a2a_config.no_3p=1;var addthis_config={data_use_cookies:false};var _gaq=_gaq||[];_gaq.push(["_gat._anonymizeIp"])}
Bei Stra­ßen inner­halb der geschlos­se­nen Orts­la­ge besteht eine Stra­ßen­rei­ni­gungs­ge­büh­ren­pflicht in Nie­der­sach­sen auch für anlie­gen­de land­wirt­schaft­lich genutz­te Grund­stü­cke. Dies bestä­tig­te jetzt noch­mals aus­drück­lich das Nie­der­säch­si­sche Ober­ver­wal­tungs­ge­richt in Lüne­burg.
Es kommt nach nie­der­säch­si­schem Lan­des­recht hin­sicht­lich der Gebüh­ren­pflicht nicht dar­auf an, ob das Grund­stück inner­halb der geschlos­se­nen Orts­la­ge liegt. Maß­geb­lich ist viel­mehr die Lage der gerei­nig­ten Stra­ße 1, die sich aus der Sicht von der Stra­ße her mit Blick­rich­tung auf die in der Nähe befind­li­che Bebau­ung beur­teilt, so dass in ers­ter Linie nicht die Aus­deh­nung angren­zen­der Grund­stü­cke in die Tie­fe, son­dern die Gestal­tung der Teil­flä­chen ent­lang der Stra­ße in hin­rei­chen­der Nähe zur Stre­cken­füh­rung aus­schlag­ge­bend ist 2.
Die Not­wen­dig­keit, auf die Lage der gerei­nig­ten Stra­ße abzu­stel­len, beruht auf der Rege­lung in § 52 Abs. 1 Satz 1 NStrG, wonach die „Stra­ßen inner­halb der geschlos­se­nen Orts­la­ge“ zu rei­ni­gen sind. Führt die Gemein­de die Rei­ni­gung bei die­sen Stra­ßen durch, so sind nach § 52 Abs. 3 Satz 1 NStrG „die Eigen­tü­mer der anlie­gen­den Grund­stü­cke“ Benut­zer der öffent­li­chen Ein­rich­tung Stra­ßen­rei­ni­gung 3. Der nie­der­säch­si­sche Gesetz­ge­ber hat also nicht die Eigen­tü­mer der durch die Stra­ße "erschlos­se­nen" Grund­stü­cke als gebüh­ren­pflich­tig ange­se­hen (so aber z. B. § 3 des Stra­ßen­rei­ni­gungs­ge­set­zes NRW), so dass es in Nie­der­sach­sen auf den Begriff der Erschlie­ßung nicht ankommt und auch land­wirt­schaft­lich genutz­te bzw. im Außen­be­reich gele­ge­ne Grund­stü­cke eine Gebüh­ren­pflicht aus­lö­sen, solan­ge sich die Stra­ße, an der sie anlie­gen, inner­halb der geschlos­se­nen Orts­la­ge befin­det 4.
Nie­der­säch­si­sches Ober­ver­wal­tungs­ge­richt, Urteil vom 30. Novem­ber 2009 – 9 LB 415/​07
Stra­ßen­rei­ni­gungs­ge­büh­ren für land­wirt­schaft­lich… Bei Stra­ßen inner­halb der geschlos­se­nen Orts­la­ge besteht eine Stra­ßen­rei­ni­gungs­ge­büh­ren­pflicht in Nie­der­sach­sen auch für anlie­gen­de land­wirt­schaft­lich genutz­te Grund­stü­cke. Dies bestä­tig­te jetzt noch­mals aus­drück­lich das Nie­der­säch­si­sche Ober­ver­wal­tungs­ge­richt…
Ent­schä­di­gung nach dem nie­der­säch­si­schen… Für Ent­schä­di­gungs­an­sprü­che nach § 46 Abs. 4 RealVG ist der Ver­wal­tungs­rechts­weg gege­ben. Es ist aber offen, ob die Ansprü­che im Wege der Ver­pflich­tungs­kla­ge oder der…
Stra­ßen­rei­ni­gungs­kos­ten und der Selbst­be­halt der Gemein­de Eine Stra­ßen­rei­ni­gungs- und Gebüh­ren­sat­zung muss einen Eigen­an­teil der Gemein­de an den Stra­ßen­rei­ni­gungs­kos­ten vor­se­hen. So hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Leip­zig jetzt einen ange­foch­te­nen Stra­ßen­rei­ni­gungs­ge­büh­ren­be­scheid der Stadt Wur­zen…
so bereits OVG Lüne­burg, Beschlüs­se vom 29.10.2007 – 9 LA 373/​05, NVwZ-RR 2008, 566; und vom 05.01.2009 – 9 LA 212/​06, Nds­VBl 2009, 169 = ZkF 2009, 188[↩]
vgl. BVerwG, Urteil vom 09.04.1981 – 4 C 41/​77, BVerw­GE 62, 143 = DÖV 1981, 762; Schlos­ser, in: Marschall/​Schroeter/​Kastner, Bun­des­fern­stra­ßen­ge­setz, 5. Aufl. 1998, § 5 Rdnr. 25[↩]
vgl. hier­zu bereits OVG Lüne­burg, Urteil vom 12.12.1989 – 9 L 83/​89[↩]
vgl. OVG Lüne­burg, Beschluss vom 29.10.2007 – 9 LA 373/​05, NVwZ-RR 2008, 566 sowie Rosenzweig/​Freese, NKAG, Stand: Janu­ar 2009, § 5 Rdnr. 390[↩]
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