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Timestamp: 2016-10-25 17:31:07
Document Index: 10257562

Matched Legal Cases: ['Art. 109', 'Art. 105', 'Art. 105', 'Art. 42', 'Art. 106', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 62', 'Art. 63', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 109', 'Art. 66', 'Art. 68']

2C_825/2012 (18.09.2012)
2C_825/2012
Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern, Verwaltungsrechtliche Abteilung, vom 23. Juli 2012.
1.1 X.________ (geb. 1977) stammt aus Serbien. Nachdem er am 19. Juni 2003 eine in der Schweiz niederlassungsberechtigte Landsfrau (geb. 1968) geheiratet hatte, wurde ihm eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei jener erteilt. Am 14. August 2008 best�tigten die Eheleute, in einer intakten ehelichen Gemeinschaft zu leben und weder Trennungs- noch Scheidungsabsichten zu haben, worauf das Amt f�r Migration des Kantons Luzern X.________ die Niederlassung bewilligte. Am 18. Dezember 2008 wurde die Ehe wegen ernsthafter und dauerhafter Zerr�ttung geschieden; die Ehegatten lebten seit Oktober 2008 getrennt. Am 11. November 2008 ist in Serbien ein ausserehelicher Sohn von X.________ geboren worden, dessen Mutter er am 8. Juli 2009 heiratete.
1.2 Mit Verf�gung vom 23. Mai 2011 verweigerte das Amt f�r Migration des Kantons Luzern den Nachzug der neuen Familie von X.________; gleichzeitig widerrief es dessen Niederlassungsbewilligung. Die kantonalen Beschwerdeinstanzen best�tigten diesen Entscheid. X.________ beantragt vor Bundesgericht, das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern vom 23. Juli 2012 bzw. den diesem zugrunde liegenden Entscheid des Justiz- und Sicherheitsdepartements vom 11. Januar 2012 aufzuheben. Die Niederlassungsbewilligung sei aufrechtzuerhalten und sein Familiennachzug zu bewilligen.
Die Eingabe erweist sich, soweit darauf einzutreten ist, als offensichtlich unbegr�ndet und kann ohne Weiterungen im vereinfachten Verfahren nach Art. 109 BGG erledigt werden:
2.1 Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, wie die Vorinstanz ihn festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann diesen bloss berichtigen oder erg�nzen, wenn er offensichtlich unrichtig oder in Verletzung wesentlicher Verfahrensrechte ermittelt worden ist (Art. 105 Abs. 2 BGG). Die betroffene Person muss rechtsgen�gend dartun, dass und inwiefern der festgestellte Sachverhalt bzw. die beanstandete Beweisw�rdigung klar und eindeutig mangelhaft erscheint (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG; vgl. BGE 133 II 249 E. 1.4.3; 133 III 350 E. 1.3). Auf rein appellatorische Kritik an der Sachverhaltsermittlung und an der Beweisw�rdigung tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 136 II 101 E. 3 S. 104 f.). Die Beschwerdef�hrer m�ssen - in Auseinandersetzung mit der Begr�ndung im angefochtenen Entscheid - im Einzelnen dartun, inwiefern die Sachverhaltsfeststellung oder die Beweisw�rdigung offensichtlich unhaltbar und damit willk�rlich sein soll (vgl. BGE 134 II 244 E. 2.1 - 2.3).
2.2 Der Beschwerdef�hrer macht geltend, die Vorinstanz sei "in Willk�r" verfallen, da sie angenommen habe, er habe bei der Erkl�rung vom 14. August 2008 bereits gewusst, dass seine anwesenheitsbegr�ndende Ehe in der Schweiz aufgrund seiner Parallelbeziehung, aus der am 11. November 2008 sein Kind hervorgegangen ist, zerst�rt gewesen sei. Er habe die Beh�rden nicht bewusst im Sinne von Art. 62 lit. a (in Verbindung mit Art. 63 Abs. 1 lit. a) AuG (SR 142.21) mit falschen Angaben oder dem Verschweigen einer wesentlichen Tatsache get�uscht (vgl. zur diesbez�glichen bundesgerichtlichen Praxis: das Urteil 2C_595/2011 vom 24. Januar 2012 E. 3). Es habe sich in der Heimat um einen einmaligen Seitensprung gehandelt, den er seiner Gattin habe verschweigen wollen, von dem sie aber trotzdem erfahren habe, weshalb die Ehe kurzfristig auseinandergebrochen sei.
2.3 Der Beschwerdef�hrer wiederholt weitgehend lediglich, was er bereits vor dem Verwaltungsgericht ausgef�hrt hat. Er legt in Verletzung seiner Begr�ndungspflicht nicht dar, inwiefern dessen Beweisw�rdigung, dass aufgrund des zeitlichen Ablaufs und der Widerspr�chlichkeit seiner Aussagen nicht glaubw�rdig erscheine, dass er nicht bereits w�hrend der ersten Ehe eine Fremdbeziehung eingegangen sei und um seine t�uschende Erkl�rung gewusst habe, offensichtlich unhaltbar w�re (vgl. Art. 106 Abs. 2 BGG). Dies ist auch nicht ersichtlich: Selbst wenn seine erste Gattin ihre Erkl�rung in guten Treuen abgegeben haben sollte, war dies f�r den Beschwerdef�hrer nicht der Fall, nachdem er �ber die bevorstehende Geburt seines Sohnes vern�nftigerweise Kenntnis haben musste, nachdem dieser im Februar 2008 gezeugt worden war, sich seine heutige Gattin (nach den Jahren 2006 und 2007) im Juni 2008 wiederum besuchsweise bei ihm in der Schweiz aufgehalten hat und nicht einzusehen ist, warum sie ihn bei dieser Gelegenheit nicht �ber die Schwangerschaft informiert haben sollte. Weitere Anh�rungen er�brigten sich unter diesen Umst�nden ("antizipierte Beweisw�rdigung": vgl. BGE 134 I 148 E. 5.3). Nachdem die Gattin des Beschwerdef�hrers und sein Sohn in Serbien leben und er zu diesem Land auch anderweitig immer noch intensive Beziehungen unterh�lt, ist nicht ersichtlich, inwiefern der Widerruf seiner Niederlassungsbewilligung unverh�ltnism�ssig sein k�nnte und Art. 8 EMRK verletzen w�rde.
3.1 Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Der angefochtene Entscheid verletzt weder nationales noch internationales Recht (vgl. Art. 8 EMRK). F�r alles Weitere wird auf die zutreffenden Ausf�hrungen der Vorinstanz verwiesen (Art. 109 Abs. 3 BGG). Mit dem vorliegenden Urteil wird das Gesuch um aufschiebende Wirkung gegenstandslos.
3.2 Der unterliegende Beschwerdef�hrer hat die Kosten f�r das bundesgerichtliche Verfahren zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Es sind keine Parteientsch�digungen geschuldet (vgl. Art. 68 Abs. 3 BGG).