Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VI%20ZR%20163/90
Timestamp: 2019-07-21 11:55:27
Document Index: 363273958

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 287', 'BGH']

BGH, 15.01.1991 - VI ZR 163/90 - dejure.org
https://dejure.org/1991,833
BGH, 15.01.1991 - VI ZR 163/90 (https://dejure.org/1991,833)
BGH, Entscheidung vom 15.01.1991 - VI ZR 163/90 (https://dejure.org/1991,833)
BGH, Entscheidung vom 15. Januar 1991 - VI ZR 163/90 (https://dejure.org/1991,833)
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Schmerzensgeld - Darlegungspflicht - Ausgleich für entgangene Lebensfreude - Wirtschaftlicher Sinn - Verwendung des Geldes
NJW 1991, 1544
NZV 1991, 149
NZV 1991, 150
NJ 1991, 316
VersR 1991, 350
DB 1991, 1014
Der Tatrichter ist bei der Ermittlung des Schmerzensgeldes nach Art und Höhe durch § 287 ZPO besonders freigestellt, so daß revisionsgerichtlicher Nachprüfung nur unterliegt, ob er alle für die Höhe des Schmerzensgeldes maßgeblichen Umstände berücksichtigt und sich bei der Ausübung seines Ermessens um eine angemessene Beziehung der Entschädigung zu Art und Dauer der Gesundheitsbeeinträchtigungen bemüht hat (Senatsurteile vom 24. Mai 1988 - VI ZR 159/87 - VersR 1988, 943 und vom 15. Januar 1991 - VI ZR 163/90 - zur Veröffentlichung bestimmt).
Hiervon ausgehend ist aber weder zu beanstanden, daß das Berufungsgericht wegen des ungewissen Verlaufs der Erkrankung eine Schmerzensgeldrente zugesprochen (vgl. dazu Senatsurteil vom 15. Januar 1991 - VI ZR 163/90 - a.a.O. - unter Abschn. II 2 a), noch daß es im Blick auf die schweren psychischen Belastungen einen Betrag von monatlich 1000 DM für angemessen gehalten hat.
In diesem Zusammenhang hat der Bundesgerichtshof es als sachgerechtes Kriterium benannt, dass ein verhältnismäßig alter Geschädigter (dort 73 Jahre alt) keinen so langen Leidensweg vor sich habe wie ein jüngerer Mensch und dass deshalb bei ihm im Verhältnis zu einem jungen Verletzten ein geringerer Schmerzensgeldbetrag angemessen ist (Urteil vom 15.01.1991, VI ZR 163/90, NJW 1991, 1544).
Demzufolge hat der BGH im Urteil vom 15.1.1991 (NJW 1991, 1544) nochmals darauf hingewiesen, dass es dem Wesen des Schmerzensgeldanspruchs entspreche, dass er für Einbußen gewährt wird, die weder in Geld messbar seien, noch durch geldwerte Leistungen oder Güter aufgefangen werden könnten.
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