Source: http://www.dgap.de/news/wpueg/befreiung-zielgesellschaft-renk-ag_375144_701682.htm
Timestamp: 2013-05-22 11:53:40
Document Index: 348215790

Matched Legal Cases: ['§ 37', '§ 35', '§ 37', '§ 9', '§ 35', '§35', '§ 35', '§ 14', '§ 37', '§ 9', '§ 35', '§35', '§ 35', '§ 14', '§ 35', '§ 14', '§ 14', '§ 37', '§ 9', '§ 35', '§ 9', '§ 35', '§ 35', '§ 35', '§ 30', '§ 290', '§ 30', '§ 290', '§ 30', '§ 290', '§ 30', '§ 290', '§ 30', 'BGH', 'BGH', '§ 17', '§ 30', 'BGH', 'BGH', '§ 30', '§ 312', 'BGH', '§ 17', '§ 30', '§ 30', '§30', '§ 30', '§ 30', '§ 30', '§ 30', '§ 30', '§ 30', '§ 30', '§ 30', '§ 30', '§ 30', '§ 30', '§ 30', '§ 30', '§ 30', '§ 30', '§ 9', '§ 37', '§ 9', '§ 9', '§ 266', '§ 2', '§ 37', '§ 9']

Befreiung <DE0007664005>; <DE0007850000> - dgap.de
Volkswagen AG u.a.
Nachricht vom 20.01.2012 | 15:50
Befreiung <DE0007664005>; <DE0007850000> Zielgesellschaft: Renk AG; Bieter: Volkswagen AG u.a.WpÜG-Meldung übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG.Für den Inhalt der Meldung ist der Bieter verantwortlich.---------------------------------------------------------------------------Veröffentlichung des Tenors und der wesentlichen Begründung des Bescheidsder Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht vom 5. Januar 2012 überdie Befreiung gemäß § 37 Abs. 1 WpÜG von den Pflichten nach § 35 Abs. 1Satz 1 und Abs. 2 Satz 1 WpÜG in Bezug auf die Renk AG, AugsburgMit Bescheid vom 5. Januar 2012 hat die Bundesanstalt fürFinanzdienstleistungsaufsicht auf entsprechende Anträge der im nachfolgendwiedergegebenen Tenor genannten Antragsteller diese jeweils gemäß § 37 Abs.1 und Abs. 2 WpÜG i.V.m. § 9 Satz 2 Nr. 3 WpÜG-Angebotsverordnung von derVerpflichtung gemäß § 35 Abs. 1 Satz 1 WpÜG, die Kontrollerlangung an derRenk AG, Augsburg, zu veröffentlichen sowie von den Verpflichtungen nach §35 Abs. 2 Satz 1 WpÜG, der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsichteine Angebotsunterlage zu übermitteln und nach § 35 Abs. 2 Satz 1 WpÜG inVerbindung mit § 14 Abs. 2 Satz 1 WpÜG ein Pflichtangebot zuveröffentlichen, befreit.Der Tenor und die wesentlichen Gründe für die Befreiung werden nachfolgendwiedergegeben. Nebenbestimmungen wurden nicht getroffen.Der Tenor des Bescheids lautet wie folgt: Die Volkswagen Aktiengesellschaft, Wolfsburg, die Porsche Automobil HoldingSE, Stuttgart, Herr Mag. Josef Ahorner, Wien, Österreich, die Dipl.-Ing.Dr. h.c. Ferdinand Piëch GmbH, Salzburg, Österreich, die Dr. Hans-MichelPiëch GmbH, Salzburg, Österreich, die Familie Porsche Beteiligung GmbH,Grünwald, die Familie Porsche Holding GmbH, Salzburg, Österreich, dieFamilie Porsche Privatstiftung, Salzburg, Österreich, die FamilienPorsche-Daxer-Piech Beteiligung GmbH, Grünwald, die Ferdinand AlexanderPorsche GmbH, Grünwald, die Ferdinand Karl Alpha Privatstiftung, Wien,Österreich, die Ferdinand Piëch GmbH, Grünwald, die Ferdinand PorscheHolding GmbH, Salzburg, Österreich, die Ferdinand Porsche Privatstiftung,Salzburg, Österreich, die Gerhard Anton Porsche GmbH, Salzburg, Österreich,die Gerhard Porsche GmbH, Grünwald, die Hans-Michel Piëch GmbH, Grünwald,die Hans-Peter Porsche GmbH, Grünwald, die Ing. Hans-Peter Porsche GmbH,Salzburg, Österreich, Frau Mag. Louise Kiesling, Wien, Österreich, dieLouise Daxer-Piech GmbH, Salzburg, Österreich, die Louise Daxer-Piech GmbH,Grünwald, Herr Prof. Dr. h.c. Dipl.-Ing. Ferdinand Piëch, Salzburg,Österreich, Herr Dr. Hans-Michel Piëch, Salzburg, Österreich, die PorscheGesellschaft m.b.H., Salzburg, Österreich, die Porsche Gesellschaft mitbeschränkter Haftung, Stuttgart, die Porsche Piech Holding AG, vormalsPorsche Piech Holding GmbH, vormals Porsche Familienholding GmbH, Salzburg,Österreich, Herr Dr. Ferdinand Oliver Porsche, Salzburg, Österreich, HerrDr. Wolfgang Porsche, Salzburg, Österreich, Herr Gerhard Anton Porsche,Mondsee, Österreich, Herr Ing. Hans-Peter Porsche, Salzburg, Österreich,Herr Kai Alexander Porsche, Innsbruck, Österreich, Herr Mag. Mark PhilippPorsche, Salzburg, Österreich, Herr Peter Daniell Porsche, Salzburg,Österreich, Herr Prof. Ferdinand Alexander Porsche, Gries/Pinzgau,Österreich, die Prof. Ferdinand Alexander Porsche GmbH, Salzburg,Österreich, die Porsche Wolfgang 1. Beteiligungs GmbH & Co. KG, Stuttgartund die Wolfgang Porsche GmbH, Stuttgart werden jeweils gemäß § 37 Abs. 1und Abs. 2 WpÜG i.V.m. § 9 Satz 2 Nr. 3 WpÜG-Angebotsverordnung von derVerpflichtung gemäß § 35 Abs. 1 Satz 1 WpÜG, die Kontrollerlangung an derRenk AG, Augsburg, zu veröffentlichen sowie von den Verpflichtungen nach §35 Abs. 2 Satz 1 WpÜG, der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsichteine Angebotsunterlage zu übermitteln und nach § 35 Abs. 2 Satz 1 WpÜG inVerbindung mit § 14 Abs. 2 Satz 1 WpÜG ein Pflichtangebot zuveröffentlichen, befreit.Die Befreiung beruht im Wesentlichen auf den folgenden Gründen: A.I.Zielgesellschaft ist die Renk AG, eine Aktiengesellschaft deutschen Rechtsmit Sitz in Augsburg, deren Unternehmensgegenstand die Herstellung vonhochwertigen Spezialgetrieben, Komponenten der Antriebstechnik undPrüfsystemen ist. Das Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von EUR17.920.000,- ist eingeteilt in 7.000.000 Stückaktien ohne Nennbetrag miteinem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 2,56 je Aktie. DieAktien der Zielgesellschaft sind unter der ISIN DE0007850000 (WKN 785000)zum Handel im regulierten Markt an der Börse München zugelassen.II.Hauptaktionärin der Zielgesellschaft mit 5.320.000 gehaltenen Aktien(entsprechend 76 % der Stimmrechte) ist die MAN SE mit Sitz in München,eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 179426.Das Grundkapital dieser Gesellschaft in Höhe von EUR 376.422.400,- isteingeteilt in 147.040.000 Stückaktien ohne Nennbetrag mit einemrechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 2,56 je Aktie, von denen140.974.350 MAN Stammaktien und 6.065.650 MAN Vorzugsaktien sind. Danebenhält die Zielgesellschaft 199.903 eigene Aktien (entsprechend rund 2,86 %der Stimmrechte).III.Bis zum Zeitpunkt der nachgenannten Rechtsgeschäfte hielt die VolkswagenAktiengesellschaft, Wolfsburg, 42.150.200 Stammaktien der MAN SE, München.Durch weitere Käufe von insgesamt 797.842 Stammaktien der MAN SE, München,am 04.05.2011 und 05.05.2011 hält die Volkswagen Aktiengesellschaft seitdem 09.05.2011 insgesamt 42.948.042 Stammaktien der MAN SE, München,entsprechend 30,47 % der Stimmrechte.Die Volkswagen Aktiengesellschaft, Wolfsburg, veröffentlichte am 09.05.2011gemäß § 35 Abs. 1 Satz 1 WpÜG die Erlangung der Kontrolle an der MAN SE,München, und kündigte die Abgabe eines Pflichtangebots an. DieVeröffentlichung der Angebotsunterlage zum Pflichtangebot erfolgte nach derGestattung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht am31.05.2011. Die Annahmefrist für das Pflichtangebot endete am 29.06.2011.Das Pflichtangebot wurde für 35.857.607 MAN Stammaktien und 164.613 MANVorzugsaktien angenommen, was 25,44 % der Stimmrechte der MAN SE, München,entspricht. Der Vollzug des Pflichtangebotes und damit die Übertragung desEigentums an den MAN Stammaktien und den MAN Vorzugsaktien an dieVolkswagen Aktiengesellschaft, Wolfsburg, erfolgte am 09.11.2011. Seitherhält die Volkswagen Aktiengesellschaft, Wolfsburg, eineMehrheitsbeteiligung an den Stammaktien und Stimmrechten der MAN SE,München.Das buchmäßige Aktivvermögen der MAN SE, München, belief sich zum31.12.2010 auf EUR 8.005.943.000,-. Quartalszahlen bzw. Halbjahreszahlender MAN SE, München, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum31.12.2011 sind nicht erhältlich, da nur die entsprechenden konsolidiertenZahlen für den MAN-Konzern veröffentlicht werden. Die Bilanzsumme derkonsolidierten Bilanz des MAN-Konzerns ist im Zeitraum vom 31.12.2010 biszum 31.03.2011 von EUR 17.431.000.000,- auf EUR 18.035.000.000,- gestiegen;zum 30.06.2011 stieg die Bilanzsumme der konsolidierten Bilanz desMAN-Konzerns schließlich auf EUR 18.463.000.000,- an.Der maßgebliche Buchwert der Beteiligung an der Zielgesellschaft imEinzelabschluss der MAN SE, München, belief sich zum 31.12.2010 auf EUR231.700.000,-. Dies entspricht rund 2,89 % des buchmäßigen Aktivvermögensder MAN SE, München, zum 31.12.2010. Laut schriftlicher Auskunft der MANSE, München, vom 11.08.2011 hat sich dieser Buchwertansatz für die RenkAG-Beteiligung weder zum 30.06.2011 noch bis zum 11.08.2011 verändert.Darüber hinaus betrug die Marktkapitalisierung der Zielgesellschaft zum29.11.2011 EUR 501.000.000,- bzw. betrug die Marktkapitalisierung derBeteiligung der MAN SE, München, an der Zielgesellschaft EUR 380.000.000,-.Zugleich betrug die Marktkapitalisierung der MAN SE, München, EUR13.755.000.000,-. Somit entspricht der prozentuale Anteil derMarktkapitalisierung im Verhältnis der Zielgesellschaft bzw. derBeteiligung der MAN SE, München, an der Zielgesellschaft im Verhältnis zurMarktkapitalisierung der MAN SE, München, 3,64 % bzw. 2,76 %.Ferner lag der Umsatz des gesamten Renk-Konzerns im Jahr 2010 bei EUR403.000.000,- während der Umsatz des MAN-Konzerns im gleichen Zeitraum beiEUR 14.675.000.000,- lag. Somit betrug der Umsatz des Renk-Konzerns 2,75 %des Umsatzes des MAN-Konzerns.IV.Das Grundkapital der Volkswagen Aktiengesellschaft, Wolfsburg, beträgt EUR1.190.995.443,20 und ist eingeteilt in 295.089.817 Stammaktien und170.142.778 stimmrechtslose Vorzugsaktien. Die Mehrheit der Stammaktien derVolkswagen Aktiengesellschaft, Wolfsburg, wird von der Porsche AutomobilHolding SE, Stuttgart, gehalten.V.Das Grundkapital der Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart, beträgt EUR306.250.000,- und ist eingeteilt in 153.125.000 Stammaktien und 153.125.000stimmrechtslose Vorzugsaktien. 137.812.500 Stammaktien der PorscheAutomobil Holding SE, Stuttgart (entsprechend 90 % der Stimmrechte) werdenunmittelbar von fünf Gesellschaften, der Ferdinand Piëch GmbH, Grünwald,der Hans-Michel Piëch GmbH, Grünwald, der Familien Porsche-Daxer-PiechBeteiligung GmbH, Grünwald, der Porsche Gesellschaft mit beschränkterHaftung, Stuttgart, und der Familie Porsche Beteiligung GmbH, Grünwald,(die 'Konsorten') gehalten, um den einzelnen Familienstämmen der FamilienPorsche & Piëch bzw. deren Mitgliedern (die 'Familien Porsche & Piëch'),ihren Einfluss auf die Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart, zu sichern.Die übrigen 15.312.500 Stammaktien der Porsche Automobil Holding SE,Stuttgart (entsprechend 10 % der Stimmrechte) werden von der Qatar HoldingGermany GmbH, Frankfurt am Main, gehalten, die wiederum mittelbar vomEmirat Katar gehalten wird.Die fünf Konsorten sind Parteien eines Konsortialvertrages (der'Konsortialvertrag') und stimmen sich anhand dessen bei der Ausübung ihrerStimmrechte aus der Mehrheit der Stammaktien der Porsche Automobil HoldingSE, Stuttgart, im Rahmen von Konsortialversammlungen ab. In den jeweiligenKonsortialversammlungen erfolgt eine Verständigung und Beschlussfassungüber die Ausübung des Stimmrechts in der Hauptversammlung der PorscheAutomobil Holding SE, Stuttgart. Die Aktien der Porsche Gesellschaft mitbeschränkter Haftung, Stuttgart, haben kein Stimmrecht in denKonsortialversammlungen.Nach dem Konsortialvertrag sind sämtliche Konsorten verpflichtet, ihreStimme in der Hauptversammlung der Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart,entsprechend den jeweilig gefassten Konsortialbeschlüssen abzugeben.In den Konsortialversammlungen der letzten Jahre wurde das Stimmrecht durchdie Ferdinand Piëch GmbH, Grünwald, die Hans-Michel Piëch GmbH, Grünwald,die Familien Porsche-Daxer-Piech Beteiligung GmbH, Grünwald, und dieFamilie Porsche Beteiligung GmbH, Grünwald, stets gleichförmig ausgeübt.Daneben ist es in der Vergangenheit stets zu einer einheitlichenStimmrechtsausübung durch alle fünf Konsorten in der Hauptversammlung derPorsche Automobil Holding SE, Stuttgart, gekommen.Bei der Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart, und der VolkswagenAktiengesellschaft, Wolfsburg, werden Abhängigkeitsberichte in Bezug aufalle fünf Konsorten aufgestellt.1.Die Ferdinand Piëch GmbH, Grünwald, hält rund 14 % der Stammaktien undStimmrechte der Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart.Die Mehrheit der Geschäftsanteile der Ferdinand Piëch GmbH, Grünwald,werden von der Dipl.-Ing. Dr. h.c. Ferdinand Piëch GmbH, Salzburg,Österreich, gehalten. Die übrigen Geschäftsanteile der Ferdinand PiëchGmbH, Grünwald, hält die Ferdinand Piëch GmbH, Grünwald, selbst. An derDipl.-Ing. Dr. h.c. Ferdinand Piëch GmbH, Salzburg, Österreich, istüberwiegend die Ferdinand Karl Alpha Privatstiftung, Wien, Österreich, eineStiftung im Sinne des österreichischen Privatstiftungsgesetzes, beteiligt;die übrigen Geschäftsanteile hält Herr Prof. Dipl.-Ing. Dr. h.c. FerdinandPiëch persönlich.Hinsichtlich der Ferdinand Karl Alpha Privatstiftung, Wien, Österreich,gilt insbesondere Folgendes: Der Stiftungsvorstand führt die Geschäfte derPrivatstiftung und vertritt diese. Die ersten Mitglieder desStiftungsvorstandes wurden in den Stiftungsurkunden bestellt. Seitherbestellt Herr Prof. Dipl.-Ing. Dr. h.c. Ferdinand Piëch die Mitglieder desStiftungsvorstandes, schlägt den Vorsitzenden und den Stellvertreter desVorsitzenden vor, und ist berechtigt, Mitglieder des Stiftungsvorstandesaus wichtigem Grunde abzuberufen.2.Die Hans-Michel Piëch GmbH, Grünwald, hält rund 14 % der Stammaktien undStimmrechte der Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart.Die Mehrheit der Geschäftsanteile der Hans-Michel Piëch GmbH, Grünwald,werden von der Dr. Hans-Michel Piëch GmbH, Salzburg, Österreich, gehalten.Die übrigen Geschäftsanteile der Hans-Michel Piëch GmbH, Grünwald, hält dieHans-Michel Piëch GmbH, Grünwald, selbst. Alleiniger Gesellschafter der Dr.Hans-Michel Piëch GmbH, Salzburg, Österreich, ist Herr Dr. Hans-MichelPiëch.3.Die Familien Porsche-Daxer-Piech Beteiligung GmbH, Grünwald, hält rund 27 %der Stammaktien und Stimmrechte der Porsche Automobil Holding SE,Stuttgart.An der Familien Porsche-Daxer-Piech Beteiligung GmbH, Grünwald, sindjeweils mit einer Minderheitsbeteiligung die Louise Daxer-Piech GmbH,Grünwald, die Ferdinand Alexander Porsche GmbH, Grünwald, und die GerhardPorsche GmbH, Grünwald, beteiligt. Desweiteren sind an der FamilienPorsche-Daxer-Piech Beteiligung GmbH, Grünwald, die PP 1420 GmbH, Grünwald,die PP 1440 GmbH, Grünwald, und die PP 1340 GmbH, Grünwald ebenfallsjeweils mit einer Minderheitsbeteiligung beteiligt.Die Mehrheit der Geschäftsanteile der Louise Daxer-Piech GmbH, Grünwald,werden von der Louise Daxer-Piech GmbH, Salzburg, Österreich, gehalten. Dieübrigen Geschäftsanteile der Louise Daxer-Piech GmbH, Grünwald, hält dieLouise Daxer-Piech GmbH, Grünwald, selbst. Die Mehrheit derGeschäftsanteile der Ferdinand Alexander Porsche GmbH, Grünwald, werden vonder Prof. Ferdinand Alexander Porsche GmbH, Salzburg, Österreich, gehalten.Die übrigen Geschäftsanteile der Ferdinand Alexander Porsche GmbH,Grünwald, hält die Ferdinand Alexander Porsche GmbH, Grünwald, selbst. DieMehrheit der Geschäftsanteile der Gerhard Porsche GmbH, Grünwald, werdenvon der Gerhard Anton Porsche GmbH, Salzburg, Österreich, gehalten. Dieübrigen Geschäftsanteile der Gerhard Porsche GmbH, Grünwald, hält dieGerhard Porsche GmbH, Grünwald, selbst.Zwischen den gesetzlichen Vertretern der Louise Daxer-Piech GmbH, Grünwald,der Ferdinand Alexander Porsche GmbH, Grünwald, und der Gerhard PorscheGmbH, Grünwald, sowie zwischen den gesetzlichen Vertretern der LouiseDaxer-Piech GmbH, Salzburg, Österreich, der Prof. Ferdinand AlexanderPorsche GmbH, Salzburg, Österreich und der Gerhard Anton Porsche GmbH,Salzburg, Österreich, kommt es zur Herbeiführung eines regelmäßigenEinverständnisses über die Ausübung des Stimmrechts in der FamilienPorsche-Daxer-Piech Beteiligung GmbH, Grünwald. Damit soll sichergestelltsein, dass eine einheitliche Ausübung des Stimmrechts beiGesellschafterbeschlüssen der Familien Porsche-Daxer-Piech BeteiligungGmbH, Grünwald, in Bezug auf die Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart,durch die einzelnen Beteiligungsstränge hindurch gewährleistet ist.Alleinige Gesellschafterin der Louise Daxer-Piech GmbH, Salzburg,Österreich, der Prof. Ferdinand Alexander Porsche GmbH, Salzburg,Österreich und der Gerhard Anton Porsche GmbH, Salzburg, Österreich, istdie Ferdinand Porsche Holding GmbH, Salzburg, Österreich.An der Ferdinand Porsche Holding GmbH, Salzburg, Österreich ist dieFerdinand Porsche Privatstiftung, Salzburg, Österreich, eine Stiftung imSinne des österreichischen Privatstiftungsgesetzes, mehrheitlich beteiligt;die übrigen Anteile halten Herr Dr. Ferdinand Oliver Porsche, Herr KaiAlexander Porsche, Herr Mag. Mark Philipp Porsche, Herr Gerhard AntonPorsche, Herr Mag. Josef Ahorner und Frau Mag. Louise Kiesling.Hinsichtlich der Ferdinand Porsche Privatstiftung, Salzburg, Österreich,gilt insbesondere Folgendes: Der Stiftungsvorstand führt die Geschäfte derPrivatstiftung und vertritt diese. Die Mitglieder des Vorstands werden vomStiftungsbeirat gewählt. Der Stiftungsbeirat der Ferdinand PorschePrivatstiftung, Salzburg, Österreich, ist berechtigt, dem StiftungsvorstandWeisungen zu erteilen, wie das Stimmrecht der Ferdinand PorschePrivatstiftung, Salzburg, Österreich, in den Gesellschafterversammlungenvon Gesellschaften, an denen die Ferdinand Porsche Privatstiftung,Salzburg, Österreich, beteiligt ist, auszuüben ist. Ferner bedürfenbestimmte Geschäfte im Umfeld der direkten und indirektenBeteiligungsgesellschaften, die im Hinblick auf den Stiftungszweck einegewisse Bedeutung haben (können), der Zustimmung des Stiftungsbeirates. DieStiftungsregelungen bestimmen eine fortwährende Mehrheitfamilienangehöriger Mitglieder im Stiftungsbeirat. Diese werden durch HerrnMag. Josef Ahorner, Frau Mag. Louise Kiesling, Herrn Prof. FerdinandAlexander Porsche, Herrn Dr. Ferdinand Oliver Porsche, Herrn Kai AlexanderPorsche, Herrn Mag. Mark Philipp Porsche und Herrn Gerhard Anton Porschebestimmt. Aus gesetzlichen Gründen (§ 14 Abs. 3 österr.Privatstiftungsgesetz) ist es bei einer Abberufung der Mitglieder desStiftungsvorstandes möglich, dass ausnahmsweise die familienfremden undsonstigen Mitglieder des Stiftungsbeirates die Familienmitglieder desStiftungsbeirates überstimmen können. Im Falle der Abberufung vonMitgliedern des Stiftungsvorstandes gegen den Willen der Familienmitgliederdes Stiftungsbeirates können die Familienmitglieder allerdings den oder diefrei gewordenen Vorstandsposten mit ihrer Stimmenmehrheit wieder besetzen.Die Mitglieder der Familienstämme stimmen sich hinsichtlich der Besetzungdes Stiftungsbeirates der Ferdinand Porsche Privatstiftung, Salzburg,Österreich, untereinander ab.Zwischen Herrn Prof. Ferdinand Alexander Porsche, Herrn Dr. FerdinandOliver Porsche, Herrn Kai Alexander Porsche, Herrn Mag. Mark PhilippPorsche, Herrn Gerhard Anton Porsche, Herrn Mag. Josef Ahorner und FrauMag. Louise Kiesling kommt es zur Herbeiführung eines regelmäßigenEinverständnisses über die Ausübung des Stimmrechts in der FerdinandPorsche Privatstiftung, Salzburg, Österreich.4.Die Porsche Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Stuttgart, hält rund 9 %der Stammaktien und Stimmrechte der Porsche Automobil Holding SE,Stuttgart.An der Porsche Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Stuttgart, ist diePorsche Gesellschaft m.b.H., Salzburg, Österreich, mehrheitlich beteiligt.Weitere Anteile werden von einzelnen Mitgliedern der Familien Porsche &Piëch aus den Reihen der Antragsteller mittelbar oder unmittelbar gehaltensowie im Übrigen von Herrn Ernst Piëch.Alleinige Gesellschafterin der Porsche Gesellschaft m.b.H., Salzburg,Österreich, ist die Porsche Piech Holding AG, vormals Porsche Piech HoldingGmbH, vormals Porsche Familienholding GmbH, Salzburg, Österreich.An der Porsche Piech Holding AG, vormals Porsche Piech Holding GmbH,vormals Porsche Familienholding GmbH, Salzburg, Österreich, sind Mitgliederder Familien Porsche und Piëch jeweils mit Minderheitsbeteiligungenbeteiligt. Rund 70 % der Anteile werden von denjenigen Familienmitgliederngehalten, die die Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart, indirekt überdie übrigen Konsorten und die übrigen in Ziffern V. 1 bis 3 und 5 genanntenGesellschaften und Stiftungen beherrschen. Weitere 30% der Anteile werdenvon Familienmitgliedern gehalten, die nicht an den übrigen Konsortenbeteiligt sind.5.Die Familie Porsche Beteiligung GmbH, Grünwald, hält insgesamt rund 26 %der Stammaktien und Stimmrechte der Porsche Automobil Holding SE,Stuttgart.An der Familie Porsche Beteiligung GmbH, Grünwald, sind die WolfgangPorsche GmbH, Stuttgart, und die Hans Peter Porsche GmbH, Grünwald, zujeweils 50 % beteiligt. Zwischen diesen beiden Gesellschaftern der FamiliePorsche Beteiligung GmbH, Grünwald, kommt es zur Herbeiführung einesregelmäßigen Einverständnisses über die Ausübung des Stimmrechts in derFamilie Porsche Beteiligung GmbH, Grünwald.An der Wolfgang Porsche GmbH, Stuttgart, ist die Porsche Wolfgang 1.Beteiligungs GmbH & Co. KG, Stuttgart, mehrheitlich und die Familie PorscheHolding GmbH, Salzburg, Österreich mit einer kleinen Minderheitsbeteiligungbeteiligt. Alleiniger Kommanditist der Porsche Wolfgang 1. BeteiligungsGmbH & Co. KG, Stuttgart, ist Herr Dr. Wolfgang Porsche.Die Mehrheit der Geschäftsanteile der Hans Peter Porsche GmbH, Grünwald,werden von der Ing. Hans-Peter Porsche GmbH, Salzburg, Österreich gehalten.Die übrigen Geschäftsanteile der Hans Peter Porsche GmbH, Grünwald, hältdie Hans Peter Porsche GmbH, Grünwald, selbst. Alleinige Gesellschafterinder Ing. Hans-Peter Porsche GmbH, Salzburg, Österreich ist die FamiliePorsche Holding GmbH, Salzburg, Österreich.An der Familie Porsche Holding GmbH, Salzburg, Österreich, ist die FamiliePorsche Privatstiftung, Salzburg, Österreich, eine Stiftung im Sinne desösterreichischen Privatstiftungsgesetzes, mehrheitlich beteiligt; dieübrigen Anteile halten Herr Dr. Wolfgang Porsche, Herr Ing. Hans-PeterPorsche und Herr Peter Daniell Porsche.Hinsichtlich der Familie Porsche Privatstiftung, Salzburg, Österreich, giltinsbesondere Folgendes: Der Stiftungsvorstand führt die Geschäfte derPrivatstiftung und vertritt diese. Die Mitglieder des Vorstands werden vomStiftungsbeirat gewählt. Der Stiftungsbeirat der Familie PorschePrivatstiftung, Salzburg, Österreich, ist berechtigt, dem StiftungsvorstandWeisungen zu erteilen, wie das Stimmrecht der Familie PorschePrivatstiftung, Salzburg, Österreich, in den Gesellschafterversammlungenvon Gesellschaften, an denen die Familie Porsche Privatstiftung, Salzburg,Österreich, beteiligt ist, auszuüben ist. Ferner bedürfen bestimmteGeschäfte im Umfeld der direkten und indirekten Beteiligungsgesellschaften,die im Hinblick auf den Stiftungszweck eine gewisse Bedeutung haben(können), der Zustimmung des Stiftungsbeirates. Die Stiftungsregelungenbestimmen eine fortwährende Mehrheit familienangehöriger Mitglieder imStiftungsbeirat. Aus gesetzlichen Gründen (§ 14 Abs. 3 österr.Privatstiftungsgesetz) ist es bei einer Abberufung der Mitglieder desStiftungsvorstandes möglich, dass ausnahmsweise die familienfremden undsonstigen Mitglieder des Stiftungsbeirates die Familienmitglieder desStiftungsbeirates überstimmen können. Im Falle der Abberufung vonMitgliedern des Stiftungsvorstandes gegen den Willen der Familienmitgliederdes Stiftungsbeirates können die Familienmitglieder allerdings den oder diefrei gewordenen Vorstandsposten mit ihrer Stimmenmehrheit wieder besetzen.Die Mitglieder der Familienstämme stimmen sich hinsichtlich der Besetzungdes Stiftungsbeirates der Familie Porsche Privatstiftung, Salzburg,Österreich, untereinander ab.Zwischen Herrn Ing. Hans-Peter Porsche, Herrn Peter Daniell Porsche undHerrn Dr. Wolfgang Porsche kommt es zur Herbeiführung eines regelmäßigenEinverständnisses unter den genannten Personen über die Ausübung desStimmrechts in der Ferdinand Porsche Privatstiftung, Salzburg, Österreich.B.Die Antragsteller sind nach § 37 Abs. 1 und Abs. 2 WpÜG i.V.m. § 9 Satz 2Nr. 3 WpÜG-Angebotsverordnung von den Pflichten nach § 35 Abs. 1 Satz 1 undAbs. 2 Satz 1 WpÜG in Bezug auf die Renk AG, Augsburg, zu befreien.Die Anträge sind begründet, da die Voraussetzungen für eine Befreiung nach§ 9 Satz 2 Nr. 3 WpÜG-Angebotsverordnung vorliegen und das Interesse derAntragsteller an einer Befreiung von den Verpflichtungen des § 35 Abs. 1Satz 1 und Abs. 2 Satz 1 WpÜG das Interesse der außenstehenden Aktionäre aneinem öffentlichen Pflichtangebot überwiegt.1.Die Antragsteller haben zum Zeitpunkt des Vollzugs des Pflichtangebotes derVolkswagen Aktiengesellschaft an die Aktionäre der MAN SE am 09.11.2011jeweils mittelbar die Kontrolle im Sinne der §§ 35, 29 Abs. 2 WpÜG über dieZielgesellschaft erlangt.a.Die Volkswagen Aktiengesellschaft, Wolfsburg, hat mit Vollzug desPflichtangebotes der Volkswagen Aktiengesellschaft, Wolfsburg, an dieAktionäre der MAN SE, München am 09.11.2011 mittelbar die Kontrolle imSinne der §§ 35, 29 Abs. 2 WpÜG über die Zielgesellschaft erlangt, da derVolkswagen Aktiengesellschaft, Wolfsburg, seit diesem Zeitpunkt insgesamtrund 78,86 % der Stimmrechte der Zielgesellschaft zuzurechnen sind.Zum einen werden die aus unmittelbar von der MAN SE, München, gehaltenen5.320.000 Aktien der Zielgesellschaft vermittelten 76 % der Stimmrechte derZielgesellschaft auf die Volkswagen Aktiengesellschaft, Wolfsburg, gemäßder §§ 30 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, Satz 3, 2 Abs. 6 WpÜG, § 290 Abs. 1 Satz 1i.V.m. Abs. 2 Nr. 1 HGB zugerechnet, da der Volkswagen Aktiengesellschaft,Wolfsburg, seit dem Vollzug ihres Pflichtangebotes an die Aktionäre der MANSE, München am 09.11.2011 die Mehrheit der Stimmrechte der MAN SE, München,zusteht. Zum anderen werden auch die aus unmittelbar von derZielgesellschaft gehaltenen 199.903 eigenen Aktien der Zielgesellschaftvermittelten rund 2,86 % der Stimmrechte der Zielgesellschaft aufgrund desjeweiligen Haltens der Mehrheit der Stimmrechte zunächst auf die MAN SE,München, gemäß der §§ 30 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, Satz 3, 2 Abs. 6 WpÜG, § 290Abs. 1 Satz 1 i.V.m. Abs. 2 Nr. 1 HGB und von dieser weiter auf dieVolkswagen Aktiengesellschaft, Wolfsburg, gemäß der §§ 30 Abs. 1 Satz 1 Nr.1, Satz 3, 2 Abs. 6 WpÜG, § 290 Abs. 1 Satz 1 i.V.m. Abs. 2 Nr. 1, Abs. 3HGB zugerechnet (zur Zurechnung eigener Aktien vgl. Emittentenleitfaden derBundesanstalt für Finanzdienstleitungsaufsicht (Stand: 28.04.2009), S.129).b.Die auf die Volkswagen Aktiengesellschaft, Wolfsburg, zuzurechnenden rund78,86 % der Stimmrechte der Zielgesellschaft werden gemäß der §§ 30 Abs. 1Satz 1 Nr. 1, Satz 3, 2 Abs. 6 WpÜG, § 290 Abs. 1 Satz 1 i.V.m. Abs. 2 Nr.1, Abs. 3 HGB weiter auf die Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart,zugerechnet, da der Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart, die Mehrheitder Stimmrechte der Volkswagen Aktiengesellschaft, Wolfsburg, zusteht.c.Die so auf die Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart, zuzurechnenden rund78,86 % der Stimmrechte der Zielgesellschaft werden gemäß der §§ 30 Abs. 1Satz 1 Nr. 1, Satz 3, 2 Abs. 6 WpÜG, 17 Abs. 1 und 2, 16 Abs. 4 AktG undden Grundsätzen der sog. Mehrmütterherrschaft weiter auf die FerdinandPiëch GmbH, Grünwald, die Hans-Michel Piëch GmbH, Grünwald, die FamilienPorsche-Daxer-Piech Beteiligung GmbH, Grünwald, die Porsche Gesellschaftmit beschränkter Haftung, Stuttgart, und die Familie Porsche BeteiligungGmbH, Grünwald, zugerechnet.Eine mehrfache Abhängigkeit im Wege der sog. Mehrmütterherrschaft, kommtgrundsätzlich nur in Betracht, wenn mehrere Subjekte auf rechtlichgesicherter Grundlage derart koordiniert vorgehen, dass erst die Summeihrer Einflusspotentiale beherrschenden Einfluss ermöglicht (vgl. BGHZ 62,193, 196 ff.; BGHZ 99, 1, 3; ferner Koppensteiner, in: Kölner Kommentar zumAktiengesetz, Band 1, 3. Aufl. (2010), § 17, Rn. 83, 91).Die Ferdinand Piëch GmbH, Grünwald, die Hans-Michel Piëch GmbH, Grünwald,die Familien Porsche-Daxer-Piech Beteiligung GmbH, Grünwald, die PorscheGesellschaft mit beschränkter Haftung, Stuttgart, und die Familie PorscheBeteiligung GmbH, Grünwald, gehen in Bezug auf die Ausübung einesbeherrschenden Einflusses auf die Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart,zunächst auf hinreichend rechtlich gesicherter Grundlage vor. Eine solcherechtlich gesicherte Grundlage kann dabei in Form vertraglicherVereinbarungen wie etwa Pool- oder Konsortialvereinbarungen oder in Formvon sonstigen rechtlichen oder rein tatsächlichen Umständen vorliegen (vgl.etwa v. Bülow, in: Kölner Kommentar zum WpÜG, 2. Aufl. (2010), § 30, Rn.70). Entscheidend ist, dass aus Sicht der abhängigen Gesellschaft dieeinheitliche Stimmrechtsausübung von vornherein und beständig gesichert ist(BGHZ 62, 193, 196; BGHZ 74, 359, 363).In Anbetracht dessen existiert zwar zunächst der zwischen allen Konsortenabgeschlossene Konsortialvertrag. Ob aber in diesem Zusammenhang bereitsdas Vorliegen eines Konsortialvertrages an sich ausreicht, um aus Sicht desabhängigen Unternehmens die Bildung eines Gesamtwillens sichergestellt zuwissen, oder ob auch die Art und Weise der internen Willensbildung näherbetrachtet werden muss, um in einem Konsortialvertrag eine rechtlichgesicherte Grundlage erblicken zu können (vgl. dazu im Überblick v. Bülow,in: Kölner Kommentar zum WpÜG, 2. Aufl. (2010), § 30, Rn. 70;Böttcher/Liekefett, NZG 2003, 701, 703 ff., jeweils m.w.N.) bedarf dabeivorliegend keiner abschließenden Klärung. Zum einen ist die Sichtweise desabhängigen Unternehmens, der Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart, imHinblick auf gerade den Konsortialvertrag nicht hinreichend erkennbar. Zumanderen liegen zahlreiche sonstige rechtliche oder tatsächliche Umständevor, die in der Gesamtschau mit dem maßgeblichen Konsortialvertragjedenfalls dazu führen, dass von einer rechtlich gesicherten Grundlage, aufder die Konsorten einen beherrschenden Einfluss ausüben, ausgegangen werdenkann.Ein solcher Umstand ist dabei das regelmäßige tatsächlicheAbstimmungsverhalten der einzelnen bzw. aller fünf Konsorten. Da dieFerdinand Piëch GmbH, Grünwald, die Hans-Michel Piëch GmbH, Grünwald, dieFamilien Porsche-Daxer-Piech Beteiligung GmbH, Grünwald, und die FamiliePorsche Beteiligung GmbH, Grünwald, in den Konsortialversammlungen derletzten Jahre sowie darüber hinaus alle fünf Konsorten in den vergangenenHauptversammlungen der Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart, stetsgleichförmig abgestimmt haben, liegt bereits eine dermaßen bestehendestrukturelle Verfestigung vor, die als Element einer rechtlich gesichertenGrundlage für ein gemeinsames Beherrschen erachtet werden kann.Ferner ist zu berücksichtigen, dass sowohl die Porsche Automobil HoldingSE, Stuttgart, als auch deren Tochterunternehmen, die VolkswagenAktiengesellschaft, Wolfsburg, Abhängigkeitsberichte i.S.d. § 312 AktG inBezug auf alle fünf Konsorten aufstellen und sich demzufolge als von allenfünf Konsorten abhängige Gesellschaften wähnen.Auch ermöglicht gerade erst die Summe der Einflusspotentiale aller fünfKonsorten die Ausübung des beherrschenden Einflusses auf die PorscheAutomobil Holding SE, Stuttgart.Im Hinblick auf die Ferdinand Piëch GmbH, Grünwald, und die Hans-MichelPiëch GmbH, Grünwald, ist dabei zunächst zu berücksichtigen, dass beidenKonsorten zum Zeitpunkt der Antragstellung aufgrund der Regelungen zurBeschlussfassung im Konsortialvertrag in den Konsortialversammlungenjeweils nicht die Stimmenmacht zukommt, Beschlüsse derKonsortialversammlung alleine zu verhindern. In Anbetracht dessen bestehtzwar die Möglichkeit, dass entweder die Ferdinand Piëch GmbH, Grünwald,oder die Hans-Michel Piëch GmbH, Grünwald, (dauerhaft) überstimmt werdenkann. Jedoch besteht in Ansehung des Umstandes, dass in den letzten Jahrenalle vier (mit Stimmenmacht) stimmberechtigte Konsorten gleichförmigabgestimmt haben, kein Anlass, von einem solchen Stimmverhalten in Zukunftauszugehen. Zudem ist es in Fällen, in denen kein dominierender Einflusseines einzelnen Konsortialmitgliedes besteht und ein Konsortialmitgliedüberstimmt werden kann, somit also wechselnde Mehrheiten möglich sind,anerkannt, dass aufgrund der grundsätzlich gleichen Einflussmöglichkeitenaller Konsorten an der Beherrschung durch alle Konsorten nicht zu zweifelnist.Auch bezüglich der in Konsortialversammlungen nicht (mit Stimmenmacht)stimmberechtigten Porsche Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Stuttgart,ergibt sich letztlich kein anderes Bild; auch sie kann ihrEinflusspotential in Bezug auf einen beherrschenden Einfluss auf diePorsche Automobil Holding SE, Stuttgart geltend machen. Dafür spricht, dasssie zum einen an den Konsortialversammlungen teilnimmt und sodann im Rahmenihrer Teilnahme und Mitberatung im Vorfeld der Beschlussfassung über dieAusübung der Stimmrechte in der Hauptversammlung der Porsche AutomobilHolding SE, Stuttgart, durch diese kommunikativen Elemente derWillensbildung maßgeblichen Einfluss ausüben kann, auch wenn ihr dasStimmrecht bei der Beschlussfassung in den Konsortialversammlungen verwehrtist. Zum anderen spricht auch der Vergleich mit der Fallgruppe eines (stetsüberstimmten) Minderheitskonsorten dafür, auch der Porsche Gesellschaft mitbeschränkter Haftung, Stuttgart, ein entsprechendes Einflusspotentialzuzubilligen: soweit anerkannt ist, dass ein (stets überstimmter)Minderheitskonsorte aufgrund seiner grundsätzlich gleichenEinflussmöglichkeiten Beherrschungssubjekt sein kann, liegt es nahe, dieseGrundsätze erweiternd auch auf im Rahmen von Konsortialversammlungen nichtstimmberechtigte Konsorten zu übertragen. Denn im Ergebnis stellt es keinensignifikanten Unterschied dar, ob ein Konsorte zwar abstimmen kann, aberseiner Stimmenmacht aufgrund der tatsächlichen Mehrheitsverhältnisse zukeinem Zeitpunkt eine wirkliche Bedeutung zukommt, oder aber, ob einKonsorte schon grundsätzlich nicht stimmberechtigt ist, dieses 'Minus' aberggf. mit einem 'Plus' an faktischer Einflussausübung durchBeratungsmitwirkung wieder ausgleicht. Ferner streitet im vorliegenden Fallauch der im Wesentlichen identische Gesellschafterkreis der herrschendenUnternehmen dafür, auch der Porsche Gesellschaft mit beschränkter Haftung,Stuttgart, aus tatsächlichen Gründen ein entsprechendes Einflusspotentialzur Ausübung ihres beherrschenden Einflusses auf die Porsche AutomobilHolding SE, Stuttgart, zuzubilligen. Auch wenn die Rspr. unter Anerkennungdieses tatsächlichen Umstandes als Element der Geltendmachung einesEinflusspotentials diesbezüglich vom Maßstab einer 'gleichen personellenZusammensetzung' ausgeht (BGHZ 62, 193, 196), so liegt die Ratio diesesEinflusselementes in einer personellen Verfestigung bei Abstimmungen überdie Ausübung von Stimmrechten, was auch im Falle einer 'wesentlichenIdentität des Gesellschafterkreises der herrschenden Unternehmen' nochmöglich erscheint (vgl. dazu Windbichler, in: Großkommentar-AktG, 1. Band,4. Aufl. (1998), § 17, Rn. 65). Gemessen daran sind an der Porsche PiechHolding AG, vormals Porsche Piech Holding GmbH, vormals PorscheFamilienholding GmbH, Salzburg, Österreich, die auf die PorscheGesellschaft m.b.H., Salzburg, Österreich, beherrschenden Einfluss ausübt,die wiederum auf die Porsche Gesellschaft mit beschränkter Haftung,Stuttgart, beherrschenden Einfluss ausübt, Mitglieder der Familien Porsche& Piëch, die (auch) die Ferdinand Piëch GmbH, Grünwald, die Hans-MichelPiëch GmbH, Grünwald, die Familien Porsche-Daxer-Piech Beteiligung GmbH,Grünwald, und die Familie Porsche Beteiligung GmbH, Grünwald, beherrschen,mit derzeit rund 70 % beteiligt während die restlichen 30% der Anteile vonFamilienmitgliedern gehalten werden, die nicht an den übrigen Konsortenbeteiligt sind. Auch wenn bei rein quantitativer Betrachtung 'nach Köpfen'die wesentliche Identität des Gesellschafterkreises zunächst nochzweifelhaft sein könnte, so wird die Annahme einer wesentlichen Identitätdes Gesellschafterkreises der herrschenden Unternehmen vorliegend dadurchbekräftigt, dass die Mitglieder der Familien Porsche & Piëch, die dieFerdinand Piëch GmbH, Grünwald, die Hans-Michel Piëch GmbH, Grünwald, dieFamilien Porsche-Daxer-Piech Beteiligung GmbH, Grünwald, und die FamiliePorsche Beteiligung GmbH, Grünwald, (auch) beherrschen an der Porsche PiechHolding AG, vormals Porsche Piech Holding GmbH, vormals PorscheFamilienholding GmbH, Salzburg, Österreich mit derzeit rund 70 % beteiligtsind. Des weiteren ist in diesem Zusammenhang zu berücksichtigen, dass überdie Gesellschafterkreise der herrschenden Unternehmen hinaus auchpersonelle Verflechtungen auf Organebene mit drei der vier anderenKonsorten dazu führen, dass davon auszugehen ist, dass die PorscheGesellschaft mit beschränkter Haftung, Stuttgart, ihren Einfluss nichtgesondert auszuüben vermag, sondern im tatsächlichen die Einflusspotentialealler Konsorten gebündelt werden. Soweit Herr Prof. Dipl.-Ing. Dr. h.c.Ferdinand Piëch zum einen Aufsichtsratsmitglied der Porsche Piech HoldingAG, vormals Porsche Piech Holding GmbH, vormals Porsche FamilienholdingGmbH, Salzburg, Österreich, ist, andererseits zugleicheinzelvertretungsberechtigter Geschäftsführer der Ferdinand Piëch GmbH,Grünwald, ist, liegt eine personelle Verflechtung mit dem KonsortialstrangFerdinand Piëch GmbH, Grünwald, vor. Herr Dr. Hans-Michel Piëch ist fernereinerseits Aufsichtsratsmitglied der Porsche Piech Holding AG, vormalsPorsche Piech Holding GmbH, vormals Porsche Familienholding GmbH, Salzburg,Österreich, andererseits einzelvertretungsberechtigter Geschäftsführer derHans-Michel Piëch GmbH, Grünwald, so dass auch eine personelle Verflechtungmit dem Konsortialstrang Hans-Michel Piëch GmbH, Grünwald, gegeben ist.Schließlich sind Herr Dr. Wolfgang Porsche und Herr Ing. Hans Peter Porschezum einen jeweils Aufsichtsratsmitglieder der Porsche Piech Holding AG,vormals Porsche Piech Holding GmbH, vormals Porsche Familienholding GmbH,Salzburg, Österreich, zum anderen einzelvertretungsberechtigter bzw.gesamtvertretungsberechtigter Geschäftsführer der Familie PorscheBeteiligung GmbH, Grünwald, so dass auch mit diesem Konsortialstrang einepersonelle Verflechtung vorliegt.Für die Annahme des dann noch erforderlichen Koordinationselementes ist esausreichend, wenn durch geeignete Verfahrensregelungen gewährleistet wird,dass kontinuierlich ein gemeinsamer Herrschaftswille gebildet wird, wobeidie Verpflichtung zur Abgabe der Stimmrechte entsprechend einesMehrheitsbeschlusses innerhalb des Koordinationsgremiums ausreichend ist(vgl. Koppensteiner, a.a.O., Rn. 91). Zwischen den Konsorten findet aucheine regelmäßige Verhaltensabstimmung im Rahmen der Konsortialversammlungenstatt. Diese Koordination zur Ausübung ihrer Gesellschafterrechte istinsgesamt umfassend und dauerhaft, so dass gemeinsam ein beherrschenderEinfluss ausgeübt wird und auf den Hauptversammlungen der Porsche AutomobilHolding SE, Stuttgart, in Form einer einheitlichen Stimmabgabe durch alleKonsorten gemäß den gefassten Konsortialbeschlüssen vollzogen wird.aa.Die (auch) auf die Ferdinand Piëch GmbH, Grünwald, zuzurechnenden rund78,86 % der Stimmrechte der Zielgesellschaft werden gemäß §§ 30 Abs. 1 Satz1 Nr. 1, Satz 3, 2 Abs. 6 WpÜG i.V.m. 290 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 Nr. 1,Abs. 3 HGB weiter auf die Dipl.-Ing. Dr. h.c. Ferdinand Piëch GmbH,Salzburg, Österreich, zugerechnet, da die Dipl.-Ing. Dr. h.c. FerdinandPiëch GmbH, Salzburg, Österreich, mehrheitlich an der Ferdinand Piëch GmbH,Grünwald, beteiligt ist.Desweiteren werden die rund 78,86 % der Stimmrechte der Zielgesellschaftauf die Ferdinand Karl Alpha Privatstiftung, Wien, Österreich, gemäß §§ 30Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, Satz 3, 2 Abs. 6 WpÜG i.V.m. 290 Abs. 1 Satz 1 undAbs. 2 Nr. 1, Abs. 3 HGB zugerechnet, da die Ferdinand Karl AlphaPrivatstiftung, Wien, Österreich, mehrheitlich an der Dipl.-Ing. Dr. h.c.Ferdinand Piëch GmbH, Salzburg, Österreich, beteiligt ist.Sodann erfolgt eine Zurechnung der Stimmrechte der Zielgesellschaft gem. §§30 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, Satz 3, 2 Abs. 6 WpÜG i.V.m. 16 Abs. 4, 17 AktG aufHerrn Dipl.-Ing. Dr. h.c. Ferdinand Piëch, da Herr Dipl.-Ing. Dr. h.c.Ferdinand Piëch die Ferdinand Karl Alpha Privatstiftung, Wien, Österreich,faktisch beherrscht. Nach Maßgabe der Stiftungsregelungen ist im Hinblickauf eine faktische Beherrschung der Stiftung als deren zentrales Elementsichergestellt, dass Herrn Prof. Dipl.-Ing. Dr. h.c. Ferdinand Piëch einBestellungs- und Abberufungsrecht im Hinblick auf die Mitglieder desStiftungsvorstandes (als Leitungsorgan der Stiftung) zusteht. Ferner kanner zudem die weiteren Mitglieder des Stiftungsbeirates bestellen undabberufen.bb.Die (auch) auf die Hans-Michel Piëch GmbH, Grünwald, zuzurechnenden rund78,86 % der Stimmrechte der Zielgesellschaft werden jeweils gemäß §§ 30Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, Satz 3, 2 Abs. 6 WpÜG i.V.m. 290 Abs. 1 Satz 1 undAbs. 2 Nr. 1, Abs. 3 HGB weiter auf die Dr. Hans-Michel Piëch GmbH,Salzburg, Österreich, und von dieser weiter auf Herrn Dr. Hans-Michel Piëchzugerechnet, da die Dr. Hans-Michel Piëch GmbH, Salzburg, Österreich, eineMehrheitsbeteiligung an der Hans-Michel Piëch GmbH, Grünwald, und Herr Dr.Hans-Michel Piëch seinerseits eine 100%ige Beteiligung an der Dr.Hans-Michel Piëch GmbH, Salzburg, Österreich, hält.cc.Ferner werden die (auch) auf die Familien Porsche-Daxer-Piech BeteiligungGmbH, Grünwald, zuzurechnenden rund 78,86 % der Stimmrechte derZielgesellschaft gemäß der §§ 30 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, Satz 3, 2 Abs. 6WpÜG, 17 Abs. 1 und 2, 16 Abs. 4 AktG und den Grundsätzen der sog.Mehrmütterherrschaft weiter auf die Louise Daxer-Piech GmbH, Grünwald, dieFerdinand Alexander Porsche GmbH, Grünwald, und die Gerhard Porsche GmbH,Grünwald, zugerechnet. Dies ergibt sich daraus, dass die gesetzlichenVertreter der Louise Daxer-Piech GmbH, Grünwald, der Ferdinand AlexanderPorsche GmbH, Grünwald, und der Gerhard Porsche GmbH, Grünwald, durch ihreVerständigung über die stets einheitliche Ausübung von Stimmrechten in derGesellschafterversammlung der Familien Porsche-Daxer-Piech BeteiligungGmbH, Grünwald, derart koordiniert vorgehen, dass die Summe ihrerEinflusspotentiale beherrschenden Einfluss auf die FamilienPorsche-Daxer-Piech Beteiligung GmbH, Grünwald, ermöglicht.Die rund 78,86 % der Stimmrechte der Zielgesellschaft werden sodann gemäß§§ 30 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, Satz 3, 2 Abs. 6 WpÜG i.V.m. 290 Abs. 1 Satz 1und Abs. 2 Nr. 1, Abs. 3 HGB jeweils weiter auf die Louise Daxer-PiechGmbH, Salzburg, Österreich, die Prof. Ferdinand Alexander Porsche GmbH,Salzburg, Österreich, und die Gerhard Anton Porsche GmbH, Salzburg,Österreich, zugerechnet, da die Louise Daxer-Piech GmbH, Salzburg,Österreich, mehrheitlich an der Louise Daxer-Piech GmbH, Grünwald, dieProf. Ferdinand Alexander Porsche GmbH, Salzburg, Österreich, mehrheitlichan der Ferdinand Alexander Porsche GmbH, Grünwald, und die Gerhard AntonPorsche GmbH, Salzburg, Österreich, mehrheitlich an der Gerhard PorscheGmbH, Grünwald, beteiligt ist.Weiterhin erfolgt eine Zurechnung der rund 78,86 % der Stimmrechte derZielgesellschaft gemäß §§ 30 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, Satz 3, 2 Abs. 6 WpÜGi.V.m. 290 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 Nr. 1, Abs. 3 HGB auf die FerdinandPorsche Holding GmbH, Salzburg, Österreich, da die Ferdinand PorscheHolding GmbH, Salzburg, Österreich, jeweils eine 100%ige Beteiligung an denGesellschaften Louise Daxer-Piech GmbH, Salzburg, Österreich, Prof.Ferdinand Alexander Porsche GmbH, Salzburg, Österreich, und Gerhard AntonPorsche GmbH, Salzburg, Österreich, hält.Des weiteren werden die rund 78,86 % der Stimmrechte der Zielgesellschaftauf die Ferdinand Porsche Privatstiftung, Wien, Österreich, gemäß §§ 30Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, Satz 3, 2 Abs. 6 WpÜG i.V.m. 290 Abs. 1 Satz 1 undAbs. 2 Nr. 1, Abs. 3 HGB zugerechnet, da die Ferdinand Karl AlphaPrivatstiftung, Wien, Österreich, mehrheitlich an der Ferdinand PorscheHolding GmbH, Salzburg, Österreich, beteiligt ist.Schließlich erfolgt eine Zurechnung der rund 78,86 % der Stimmrechte derZielgesellschaft gemäß §§ 30 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, Satz 3, 2 Abs. 6 WpÜGi.V.m. 16 Abs. 4, 17 AktG auf Herrn Mag. Josef Ahorner, Frau Mag. LouiseKiesling, Herrn Prof. Ferdinand Alexander Porsche, Herrn Dr. FerdinandOliver Porsche, Herrn Kai Alexander Porsche, Herrn Mag. Mark PhilippPorsche und Herrn Gerhard Anton Porsche aufgrund ihrer faktischenBeherrschung der Ferdinand Porsche Privatstiftung, Wien, Österreich. NachMaßgabe der Stiftungsregelungen kommt Herrn Mag. Josef Ahorner, Frau Mag.Louise Kiesling, Herrn Prof. Ferdinand Alexander Porsche, Herrn Dr.Ferdinand Oliver Porsche, Herrn Kai Alexander Porsche, Herrn Mag. MarkPhilipp Porsche und Herr Gerhard Anton Porsche insoweit als zentralesElement der faktischen Beherrschung einer Stiftung (mittelbar) dasBestellungsrecht im Hinblick auf die Mitglieder des Stiftungsvorstandes(als Leitungsorgan der Stiftung) zu. Denn das Bestellungsrecht im Hinblickauf die Mitglieder des Stiftungsvorstandes liegt beim Stiftungsbeirat derFerdinand Porsche Privatstiftung, Wien, Österreich. Herr Mag. JosefAhorner, Frau Mag. Louise Kiesling, Herr Prof. Ferdinand Alexander Porsche,Herr Dr. Ferdinand Oliver Porsche, Herr Kai Alexander Porsche, Herr Mag.Mark Philipp Porsche und Herr Gerhard Anton Porsche sind aufgrund derStiftungsregelungen (fortwährende Mehrheit der familienangehörigenMitglieder des Stiftungsbeirates) und gemäß ihrer Abstimmung hinsichtlichder Besetzung des Stiftungsbeirates der Ferdinand Porsche Privatstiftung,Salzburg, Österreich, stets in der Lage, ihre Einflusspotentiale im Wegeder Abstimmung über die Besetzung des Stiftungsbeirates derart zu bündeln,dass (erst) dieses Abstimmungsverhalten dazu führt, dass sie denStiftungsbeirat und damit mittelbar auch die Wahl und die Bestellung desStiftungsvorstandes zu kontrollieren vermögen. Zudem ist aufgrund deszwischen Herrn Prof. Ferdinand Alexander Porsche, Herrn Dr. FerdinandOliver Porsche, Herrn Kai Alexander Porsche, Herrn Mag. Mark PhilippPorsche, Herrn Gerhard Anton Porsche, Herrn Mag. Josef Ahorner und FrauMag. Louise Kiesling regelmäßig erzielten Einverständnisses unter dengenannten Personen über die Ausübung des Stimmrechts in der FerdinandPorsche Privatstiftung, Salzburg, Österreich anzunehmen, dass auch dieAusübung der Kontrollmehrheit im Stiftungsbeirat der Ferdinand PorschePrivatstiftung, Salzburg, Österreich stets im Lichte der vorgenanntenInteressenkoordinierung erfolgt. Demgegenüber tritt es - auch aufgrund desUmstandes, dass Herr Mag. Josef Ahorner, Frau Mag. Louise Kiesling, HerrProf. Ferdinand Alexander Porsche, Herr Dr. Ferdinand Oliver Porsche, HerrKai Alexander Porsche, Herr Mag. Mark Philipp Porsche und Herr GerhardAnton Porsche ein wirtschaftliches Interesse an der Tätigkeit der FerdinandPorsche Privatstiftung, Salzburg, Österreich, haben dürften und in diesenFällen ein bloßes Benennungsrecht für Mitglieder des Stiftungsvorstandes(ohne Abberufungsrechte) als ausreichend erachtet wird - in denHintergrund, dass Herr Mag. Josef Ahorner, Frau Mag. Louise Kiesling, HerrProf. Ferdinand Alexander Porsche, Herr Dr. Ferdinand Oliver Porsche, HerrKai Alexander Porsche, Herr Mag. Mark Philipp Porsche und Herr GerhardAnton Porsche kein direktes Abberufungsrecht für Mitglieder desStiftungsvorstandes zusteht. In diesem Zusammenhang ist auch zuberücksichtigen, dass Herr Mag. Josef Ahorner, Frau Mag. Louise Kiesling,Herr Prof. Ferdinand Alexander Porsche, Herr Dr. Ferdinand Oliver Porsche,Herr Kai Alexander Porsche, Herr Mag. Mark Philipp Porsche und Herr GerhardAnton Porsche - falls entgegen ihrem Willen durch die hier ausnahmsweisebestehende Möglichkeit der Überstimmung durch nicht familienangehörigeMitglieder des Stiftungsbeirates ein Vorstandsmitglied abberufen wurde -aufgrund ihrer ansonsten jedenfalls bestehenden Stimmenmehrheit eineentsprechende in ihrem Willen liegende Neubesetzung des Stiftungsvorstandesdurchsetzen können. Ergänzend treten zum Bestellungsrecht desStiftungsbeirates im Hinblick auf die Mitglieder des Stiftungsvorstandesauch die Weisungsmöglichkeit im Hinblick auf die Ausübung von Stimmrechtenin Gesellschafterversammlungen von Gesellschaften, an denen die FerdinandPorsche Privatstiftung, Wien, Österreich, beteiligt ist, sowie dieZustimmungsvorbehalte zu einigen Geschäften des Stiftungsvorstandes hinzu.dd.Die ebenfalls auf die Porsche Gesellschaft mit beschränkter Haftung,Stuttgart, zuzurechnenden rund 78,86 % der Stimmrechte der Zielgesellschaftwerden gemäß §§ 30 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, Satz 3, 2 Abs. 6 WpÜG i.V.m. 290Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 Nr. 1, Abs. 3 HGB (auch) auf die PorscheGesellschaft m.b.H., Salzburg, Österreich, zugerechnet, da die PorscheGesellschaft m.b.H., Salzburg, Österreich, mehrheitlich an der PorscheGesellschaft mit beschränkter Haftung, Stuttgart, beteiligt ist.Weiterhin werden die rund 78,86 % der Stimmrechte der Zielgesellschaft aufdie Porsche Piech Holding AG, vormals Porsche Piech Holding GmbH, vormalsPorsche Familienholding GmbH, Salzburg, Österreich, gemäß §§ 30 Abs. 1 Satz1 Nr. 1, Satz 3, 2 Abs. 6 WpÜG i.V.m. 290 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 Nr. 1,Abs. 3 HGB zugerechnet, da die Porsche Piech Holding AG, vormals PorschePiech Holding GmbH, vormals Porsche Familienholding GmbH, Salzburg,Österreich, eine 100%ige Beteiligung an der Porsche Gesellschaft m.b.H.,Salzburg, Österreich, hält.ee.Schließlich werden die (auch) auf die Familie Porsche Beteiligung GmbH,Grünwald, zuzurechnenden rund 78,86 % der Stimmrechte der Zielgesellschaftzum einen auf die Wolfgang Porsche GmbH, Stuttgart, zum anderen auf dieHans Peter Porsche GmbH, Grünwald, gemäß der §§ 30 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1,Satz 3, 2 Abs. 6 WpÜG, 17 Abs. 1 und 2, 16 Abs. 4 AktG i.V.m. denGrundsätzen der sog. Mehrmütterherrschaft zugerechnet. DieMehrmütterherrschaft über die Familie Porsche Beteiligung GmbH ergibt sichdaraus, dass die beiden paritätisch mit jeweils 50 % der Stimmrechte an derFamilie Porsche Beteiligung GmbH, Grünwald, beteiligten Gesellschaftenihren Einfluss auf die Familie Porsche Beteiligung GmbH, Grünwald, aufhinreichend gesicherter Grundlage koordinieren. Für die Annahme einersolchen beständigen Interessenkoordination ist es jedenfalls (für sichgenommen) zwar nicht ausreichend, dass beide Gesellschafter durchMitglieder derselben Familie beherrscht werden, denn es gibt keinenErfahrungssatz dahingehend, dass Mitglieder derselben Familie stetsgleichgerichtete Interessen in Bezug auf eine Beteiligung verfolgen. Auchdas Bestehen eines faktischen Einigungszwangs aufgrund der paritätischenBeteiligung der beiden Gesellschafter der Familie Porsche Beteiligung GmbHreicht (für sich genommen) ebenfalls nicht aus, um eine ausreichend sichereGrundlage für eine gemeinsame Beherrschung der Familie Porsche BeteiligungGmbH anzunehmen. Vorliegend kommen jedoch beide Aspekte zusammen. Überdieswirkt in den bestehenden faktischen Einigungszwang der Umstand hinein, dassdiejenigen natürlichen Personen, die Geschäftsführer der Wolfgang PorscheGmbH, Stuttgart, und der Hans-Peter Porsche GmbH, Grünwald, sind, nämlichHerr Dr. Wolfgang Porsche und Herr Hans-Peter Porsche, zudem beideGeschäftsführer der Familie Porsche Beteiligung GmbH sind. Die regelmäßigeAbstimmung zwischen der Hans-Peter Porsche GmbH und der Wolfgang PorscheGmbH bzw. ihren jeweiligen Geschäftsführern Hans-Peter Porsche und Dr.Wolfgang Porsche über die Ausübung des Stimmrechts in der Familie PorscheBeteiligung GmbH, Grünwald stellt demnach insgesamt eine ausreichendsichere Grundlage für eine Interessenkoordination zwischen der Hans-PeterPorsche GmbH und der Wolfgang Porsche GmbH in Bezug auf die Familie PorscheBeteiligung GmbH dar.(1)Im Weiteren werden die auf die Wolfgang Porsche GmbH, Stuttgart,zuzurechnenden rund 78,86 % der Stimmrechte der Zielgesellschaft auf diePorsche Wolfgang 1. Beteiligungs GmbH & Co. KG, Stuttgart, gemäß §§ 30 Abs.1 Satz 1 Nr. 1, Satz 3, 2 Abs. 6 WpÜG i.V.m. 290 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2Nr. 1, Abs. 3 HGB zugerechnet, da die Porsche Wolfgang 1. Beteiligungs GmbH& Co. KG, Stuttgart, mehrheitlich an der Wolfgang Porsche GmbH, Stuttgart,beteiligt ist.Schließlich werden die rund 78,86 % der Stimmrechte der Zielgesellschaftauf Herrn Dr. Wolfgang Porsche gemäß §§ 30 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, Satz 3, 2Abs. 6 WpÜG i.V.m. 290 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 Nr. 1, Abs. 3 HGBzugerechnet, da Herr Dr. Wolfgang Porsche eine 100%ige Beteiligung an derPorsche Wolfgang 1. Beteiligungs GmbH & Co. KG, Stuttgart, hält.(2)Die auch auf die Hans Peter Porsche GmbH, Grünwald, zuzurechnenden rund78,86 % der Stimmrechte der Zielgesellschaft werden auf die Ing. Hans-PeterPorsche GmbH, Salzburg, Österreich, gemäß §§ 30 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, Satz3, 2 Abs. 6 WpÜG i.V.m. 290 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 Nr. 1, Abs. 3 HGBzugerechnet, da die Ing. Hans-Peter Porsche GmbH, Salzburg, Österreich,mehrheitlich an der Hans Peter Porsche GmbH, Grünwald, beteiligt ist.Weiterhin werden die rund 78,86 % der Stimmrechte der Zielgesellschaft aufdie Familie Porsche Holding GmbH, Salzburg, Österreich, gemäß §§ 30 Abs. 1Satz 1 Nr. 1, Satz 3, 2 Abs. 6 WpÜG i.V.m. 290 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 Nr.1, Abs. 3 HGB zugerechnet, da die Familie Porsche Holding GmbH, Salzburg,Österreich, eine 100%ige Beteiligung an der Ing. Hans-Peter Porsche GmbH,Salzburg, Österreich, hält.Auch werden die rund 78,86 % der Stimmrechte der Zielgesellschaft auf dieFamilie Porsche Privatstiftung, Wien, Österreich, gemäß §§ 30 Abs. 1 Satz 1Nr. 1, Satz 3, 2 Abs. 6 WpÜG i.V.m. 290 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 Nr. 1,Abs. 3 HGB zugerechnet, da die Familie Porsche Privatstiftung, Wien,Österreich, mehrheitlich an der Familie Porsche Holding GmbH, Salzburg,Österreich, beteiligt ist.Schließlich erfolgt eine Zurechnung der rund 78,86 % der Stimmrechte derZielgesellschaft gemäß §§ 30 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, Satz 3, 2 Abs. 6 WpÜGi.V.m. 16 Abs. 4, 17 AktG auf Herrn Ing. Hans-Peter Porsche, Herrn PeterDaniell Porsche und Herrn Dr. Wolfgang Porsche aufgrund ihrer faktischenBeherrschung der Familie Porsche Privatstiftung, Wien, Österreich. NachMaßgabe der Stiftungsregelungen kommt Herrn Ing. Hans-Peter Porsche, HerrnPeter Daniell Porsche und Herrn Dr. Wolfgang Porsche insoweit als zentralesElement der faktischen Beherrschung einer Stiftung (mittelbar) dasBestellungsrecht im Hinblick auf die Mitglieder des Stiftungsvorstandes(als Leitungsorgan der Stiftung) zu. Denn das Bestellungsrecht im Hinblickauf die Mitglieder des Stiftungsvorstandes liegt beim Stiftungsbeirat derFamilie Porsche Privatstiftung, Wien, Österreich. Herr Ing. Hans-PeterPorsche, Herr Peter Daniell Porsche und Herr Dr. Wolfgang Porsche sindaufgrund der Stiftungsregelungen (fortwährende Mehrheit derfamilienangehörigen Mitglieder des Stiftungsbeirates) und gemäß ihrerAbstimmung hinsichtlich der Besetzung des Stiftungsbeirates der FamiliePorsche Privatstiftung, Salzburg, Österreich, stets in der Lage, ihreEinflusspotentiale im Wege der Abstimmung über die Besetzung desStiftungsbeirates derart zu bündeln, dass (erst) diesesAbstimmungsverhalten dazu führt, dass sie den Stiftungsbeirat und damitmittelbar auch die Wahl und die Bestellung des Stiftungsvorstandes zukontrollieren vermögen. Zudem ist aufgrund des zwischen Herrn Ing.Hans-Peter Porsche, Herrn Peter Daniell Porsche und Herrn Dr. WolfgangPorsche regelmäßig erzielten Einverständnisses unter den genannten Personenüber die Ausübung des Stimmrechts in der Familie Porsche Privatstiftung,Salzburg, Österreich anzunehmen, dass auch die Ausübung derKontrollmehrheit im Stiftungsbeirat der Familie Porsche Privatstiftung,Salzburg, Österreich stets im Lichte der vorgenanntenInteressenkoordinierung erfolgt. Demgegenüber tritt es - auch aufgrund desUmstandes, dass Herr Ing. Hans-Peter Porsche, Herr Peter Daniell Porscheund Herr Dr. Wolfgang Porsche ein wirtschaftliches Interesse an derTätigkeit der Familie Porsche Privatstiftung, Salzburg, Österreich, habendürften und in diesen Fällen ein bloßes Benennungsrecht für Mitglieder desStiftungsvorstandes (ohne Abberufungsrechte) als ausreichend erachtet wird- in den Hintergrund, dass Herrn Ing. Hans-Peter Porsche, Herrn PeterDaniell Porsche und Herrn Dr. Wolfgang Porsche kein direktesAbberufungsrecht für Mitglieder des Stiftungsvorstandes zusteht. In diesemZusammenhang ist auch zu berücksichtigen, dass Herr Ing. Hans-PeterPorsche, Herr Peter Daniell Porsche und Herr Dr. Wolfgang Porsche - fallsentgegen ihrem Willen durch die hier ausnahmsweise bestehende Möglichkeitder Überstimmung durch nicht familienangehörige Mitglieder desStiftungsbeirates ein Vorstandsmitglied abberufen wurde - aufgrund ihreransonsten jedenfalls bestehenden Stimmenmehrheit eine entsprechende inihrem Willen liegende Neubesetzung des Stiftungsvorstandes durchsetzenkönnen. Ergänzend treten zum Bestellungsrecht des Stiftungsbeirates imHinblick auf die Mitglieder des Stiftungsvorstandes auch dieWeisungsmöglichkeit im Hinblick auf die Ausübung von Stimmrechten inGesellschafterversammlungen von Gesellschaften, an denen die FamiliePorsche Privatstiftung, Wien, Österreich, beteiligt ist, sowie dieZustimmungsvorbehalte zu einigen Geschäften des Stiftungsvorstandes hinzu.2.Tragender Befreiungsgrund ist vorliegend § 9 Satz 2 Nr. 3WpÜG-Angebotsverordnung als Konkretisierung von § 37 Abs. 1 Var. 2 WpÜG.a.Bei der vorliegenden mittelbaren Kontrollerlangung an der Zielgesellschaftdurch die Antragsteller handelt es sich um eine in § 9 Satz 2 Nr. 3WpÜG-Angebotsverordnung umschriebene Konstellation, in der einAntragsteller nach der gesetzgeberischen Wertung befreiungswürdig ist, wennder Buchwert der Beteiligung an der Zielgesellschaft weniger als 20 % desbuchmäßigen Aktivvermögens der Zwischengesellschaft beträgt. In einertypisierten Betrachtung wird davon ausgegangen, dass die Zielgesellschaft,anders als die Zwischengesellschaft, regelmäßig nicht das eigentliche Zieldes Erwerbs, sondern lediglich dessen mittelbare Folge ist, weil der Wertder Zielgesellschaft gegenüber dem Gesamtwert der Zwischengesellschaftwirtschaftlich in den Hintergrund tritt.Der nach § 9 Satz 2 Nr. 3 WpÜG-Angebotsverordnung zu berücksichtigendeBuchwert der Beteiligung an der Zielgesellschaft in der Einzelbilanz derMAN SE, München, liegt mit rund 2,89 % weit unter der maßgeblichen Schwellevon 20 %.Für das Aktivvermögen sind die in § 266 Abs. 2 HGB unter den Abschnitten A.und B. genannten Positionen, nicht hingegen die Rechnungsabgrenzungspostengemäß Abschnitt C. und Bilanzierungshilfen zu berücksichtigen. Das damitrelevante Aktivvermögen der MAN SE, München, beträgt zum 31.12.2010 EUR8.005.943.000,-. Der Buchwert der Beteiligung an der Zielgesellschaft beider Zwischengesellschaft MAN SE, München, beträgt zum 31.12.2010 insgesamtEUR 231.700.000,-. Dieser Buchwert entspricht damit 2,89 % desAktivvermögens der MAN SE, München.Allerdings ist der Wert des Aktivvermögens nach dem Jahresabschluss nur alsIndiz heranzuziehen; maßgeblich ist der Buchwert zu dem Zeitpunkt, zu demdie Zwischengesellschaft Tochterunternehmen des Antragstellers i.S.v. § 2Abs. 6 WpÜG wird und der Antragsteller deshalb die mittelbare Kontrolleüber die Zielgesellschaft erlangt (Hecker, in: Baums/Thoma, WpÜG, 1. Lfg.(2004), § 37, Rn. 120). Daran gemessen und in Anbetracht der Kennzahlen derkonsolidierten Bilanz des MAN Konzerns zum 31.12.2010, 31.03.2011 und30.06.2011 sowie der schriftlichen Auskunft der MAN SE, München, vom11.08.2011, wonach sich der Buchwertansatz für die Renk AG-Beteiligungweder zum 30.06.2011 noch bis zum 11.08.2011 verändert hat, ist jedochweder erkennbar noch absehbar, dass der Buchwert des Aktivvermögens zummaßgeblichen Zeitpunkt des Vollzugs des Pflichtangebotes der VolkswagenAktiengesellschaft an die Aktionäre der MAN SE, München, in relevanterWeise anders lauten könnte oder dass sich insgesamt der Buchwert von 2,89 %des Aktivvermögens der MAN SE, München, deutlich hin zum Höchstwert von 20% bewegen könnte, so dass eine Überschreitung dieses Höchstwertes imBereich des Möglichen liegen könnte.b.Es sind vorliegend auch keine Anhaltspunkte ersichtlich, nach denen dieAntragsteller trotz des Unterschreitens der Schwelle von 20 % einbesonderes Interesse am Erwerb der Kontrollbeteiligung an derZielgesellschaft verfolgen. Schon die Wertung des Verordnungsgebers, dassbei einem Buchwert der Beteiligung an der Zielgesellschaft von unter 20 %des Aktivvermögens der erworbenen Gesellschaft grundsätzlich von einergeringen wirtschaftlichen Bedeutung auszugehen ist, ist im vorliegendenFall nicht zu widerlegen. Vielmehr ist vor diesem Hintergrund bei einemBuchwert der Beteiligungen an der Zielgesellschaft bei denZwischengesellschaften von 2,89 % im Verhältnis zum buchmäßigenAktivvermögen der MAN SE, München von einem geringen wirtschaftlichenInteresse auszugehen. Zudem sprechen auch die sonstigenUnternehmenskennzahlen für eine geringe wirtschaftliche Bedeutung derZielgesellschaft im Vergleich zur MAN SE, München, und damit für einoffenbar mangelndes Interesse der Antragsteller am Erwerb der mittelbarenBeteiligung an der Zielgesellschaft: so lag zum einen dieMarktkapitalisierung der Zielgesellschaft am 29.11.2011 bei EUR501.000.000,- bzw. die Marktkapitalisierung der Beteiligung der MAN SE,München, an der Zielgesellschaft bei EUR 380.000.000,-, während dieMarktkapitalisierung der MAN SE, München, EUR 13.755.000.000,- betrug undsomit der prozentuale Anteil der Marktkapitalisierung im Verhältnis derZielgesellschaft bzw. der Beteiligung der MAN SE, München, an derZielgesellschaft im Verhältnis zur Marktkapitalisierung der MAN SE,München, bei den vergleichsweise recht niedrigen Werten von 3,64 % bzw.2,76 % lag. Zum anderen lag der (konsolidierte) Umsatz des Renk-Konzerns imJahr 2010 bei EUR 403.000.000,- während der (konsolidierte) Umsatz desMAN-Konzerns im gleichen Zeitraum bei EUR 14.675.000.000,- lag, so dass derUmsatz des Renk-Konzerns nur 2,75 % des Umsatzes des MAN-Konzernserreichte. Vor allem aber wird von den Antragstellern ausdrücklichvorgetragen, dass kein Interesse am Erwerb der Zielgesellschaft bestand,wobei dieser Vortrag durch die Aufgliederung des Erwerbsinteresses nachGeschäftsbereichen (Erwerbsinteresse hinsichtlich der MAN SE zur Stärkungdes Geschäftsbereichs Commercial Vehicles, kein Erwerbsinteressehinsichtlich des von der Zielgesellschaft repräsentiertenGeschäftsbereiches Power Engineering) weiter veranschaulicht wird.c.Die Interessen der Antragsteller an der Vermeidung des zeit- undkostenintensiven Pflichtangebotsverfahrens überwiegen vorliegend auch dieInteressen der außenstehenden Aktionäre an der Abgabe des Pflichtangebotes.Aus dem Vorliegen der Tatbestandsvoraussetzungen des § 9 Satz 2 Nr. 3WpÜG-Angebotsverfahren ist ein besonderes Gewicht der Interessen derAntragsteller zu folgern, denn der Gesetz- beziehungsweise Verordnungsgeberhat insoweit die Interessenabwägung in Teilen antizipiert. Im Rahmen derErmessensabwägung lassen sich zudem keine Anhaltspunkte feststellten, diees rechtfertigen würden, den Antragstellern die beantragte Befreiung zuversagen.20. Januar 2012Volkswagen Aktiengesellschaft, WolfsburgEnde der WpÜG-Meldung 20.01.2012 Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen. DGAP-Medienarchive unter www.dgap-medientreff.de und www.dgap.de ---------------------------------------------------------------------------Notiert: Renk AG: Regulierter Markt in München; Freiverkehr in Berlin,Frankfurt und StuttgartVolkswagen AG: Regulierter Markt in Berlin,Düsseldorf, Frankfurt (Prime Standard), Hamburg, Hannover, München undStuttgart; EUREXPorsche Automobil Holding SE: Regulierter Markt in Berlin,Frankfurt (General Standard), München und Stuttgart; Freiverkehr inDüsseldorf, Hamburg, HannoverMAN SE: Regulierter Markt in Berlin,Düsseldorf, Frankfurt (Prime Standard), Hamburg, Hannover, München undStuttgart; EUREX
Befreiung <DE0007664005>; <DE0007850000>