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Timestamp: 2019-11-18 05:53:00
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Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 7', '§ 5', '§ 6', '§ 8', '§ 14', '§ 14', '§ 6', '§ 6']

Wie wird man Sportschütze? – WaffenWiki
Für alle, die sich für den Schießsport interessieren und damit beginnen möchten, sind hier einige Informationen gesammelt.
1.1 Rechtliche Abfolge
1.2 Sportliche Abfolge
1.3 Kosten, Dauer
Rechtliche Abfolge
Die jeweiligen Definitionen kann man der Anlage 1, Abschnitt 1, Unterabschnitt 1, Waffengesetz (WaffG, Stand 2003), entnehmen.
In beiden Fällen sollte man sich einen Verein suchen, der entsprechende Disziplinen anbietet (erlaubnisfrei und erlaubnispflichtig). Das hat neben der Geselligkeit den Vorteil, mehrere Waffen zur Probe schießen zu können und von ´dienstälteren´ Schützen einige Tipps und Tricks zu erfahren. Möchte man mit erlaubnispflichtigen Waffen schießen, führt an einem Verein kaum ein Weg vorbei (s.a. andere Möglichkeit).
Hat man sich entschieden, Luftpistole, Bogen oder Armbrust zu schießen, ist man mit 18 Jahren und einem Vereinsbeitritt schon am Ziel. Gegen einen ensprechenden Altersnachweis kann man alle erlaubnisfreien Waffen erwerben und im Verein oder im entsprechenden Dachverband gegeneinander in Wettkämpfen antreten.
Komplizierter wird es, wenn man mit erlaubnispflichtigen Waffen schießen möchte (§§ aus dem WaffG, Stand 2003):
Das Mindestalter für den Erwerb von erlaubnispflichtigen Waffen ist 18 Jahre (§ 4).
Für eine Erwerbserlaubnis muss man weiter die nötige Sachkunde (Lehrgang) nachweisen (§ 7),
zuverlässig sein (keine Vorstrafen in den letzten Jahren, § 5),
die persönliche Eignung besitzen (nicht drogenabhängig, geschäftsfähig, § 6) und
ein Bedürfnis nachweisen (z. B. Vereinsmitgliedschaft, § 8).
Weiter muss man durch den Verein nachweisen lassen, dass man seit mindestens einem Jahr Mitglied ist und regelmäßig am Training teilgenommen hat. Diese Grundvoraussetzungen ermöglichen es, Kleinkaliber-Kurzwaffen und -Langwaffen sowie glattläufige Langwaffen (Flinten) mit der dazugehörigen Muniton zu erwerben (§ 14). Grob kann man sich an den Waffen orientieren, die bei den Olympischen Spielen geschossen werden. Kleinkaliber ist hier lt. Gesetz als .22 l.r. definiert und die Flintenkaliber als 12 und kleiner (§ 14)
Für den Erwerb von Großkaliber-LW und KW muss man allerdings das 21. Lebensjahr vollendet haben und ein psychologisches Gutachten beibringen (§§ 6, 14). Dieses Gutachten entfällt ab dem 25. Lebensjahr (§ 6).
Die andere Möglichkeit (ohne Verein) besteht darin, auf einem genehmigten Schießstand Munition zu kaufen und sich Waffen zu leihen. Sein Training lässt man sich von der Standaufsicht bescheinigen und stellt damit seinen Antrag auf eine Erwerbserlaubnis. Als Anhaltspunkt sollte man im ersten Jahr alle 14 Tage einen Trainingstermin nachweisen.
Möchte man zwar an Wettkämpfen teilnehmen, sich aber vereinsmäßig nicht binden, bieten der Bund Deutscher Sportschützen, der Bund der Militär- und Polizeischützen, die Deutsche Schießsport Union und andere Verbände die Möglichkeit der Einzelmitgliedschaft, d.h., man wird direkt Mitglied im Verband.
Die Teilnahme an Wettkämpfen wird durch die Verbände dokumentiert und ist der beste Nachweis von schießsportlichen Aktivitäten. Hinzu kommt, dass man nach einer anerkannten Sportordnung schießt, was sich im Umgang mit den Behörden vereinfachend auswirkt.
In allen Fällen sollte man als Trainingsnachweis ein Schießbuch führen, in dem der Tag, der Ort, die Art der Übung und evtl. das geschossene Kaliber und die Schußzahl vermerkt ist.
Sportliche Abfolge
Das wichtigste beim Schießsport ist die Sicherheit. Sie besteht im wesentlichen aus der (Schieß-) Standsicherheit und dem sicheren Umgang mit den Waffen.
Keine der Waffen ist ungefährlich. Es muss nicht gleich ein Kopfschuß aus einem Magnum-Revolver sein, es reicht auch schon ein Diabolo aus der Luftpistole im Auge des Standnachbarn.
Die nötige Sicherheit auf dem Stand und in der Waffenhandhabung lernt man in erster Linie durch Praxis und andere Schützen, die einen auf seine Fehler hinweisen (-> Verein!).
Aufgrund des geringeren Gefährdungspotentials und der geringeren Kosten sollte man das Training in den ersten Monaten mit Druckluftwaffen durchführen. Wenn man dann eine gewisse Sicherheitsstufe erreicht hat, kann man mit dem KK-Training oder "kleinen" Großkalibern (z.B. .32 S&W oder .38 Spezial) fortfahren.
Die Hauptprobleme für den Anfänger sind das Abziehen und dann bei den Feuerwaffen die Schußangst. Sie zu überwinden, kann Jahre dauern. Für ein effizientes Training sollte man anfangs einmal pro Woche üben. Später (nach ein / zwei Jahren) reicht dann auch ein vierzehntägiger Übungstermin.
Bis zur ersten eigenen Waffe muss man mit folgenden Kosten (natürlich nur ca. - Angaben) rechnen:
Aufnahmegebühr Schützenverein: 100 €
Jahresbeitrag 1. Jahr: 80 €
Lehrgang und Sachkundeprüfung: 50 €
Beantragung einer WBK mit zwei Voreinträgen: 160 €
Munitionskosten, Startgebühren für div. Runden- Pokal-Wettkämpfe, Schießbuch etc.: 50 €
Summe etwa 400 bis 500 €
Kommt dazu noch eine Luftpistole oder ein Luftgewehr erhöhen sich die Kosten auf 600 € (gebraucht) bis 1.500 € (neu).
Die Dauer des ganzen Procederes liegt bei guter Zeitplanung bei einem Jahr plus der Bearbeitungszeit für den WBK (1 - 4 Monate) bei der zuständigen Behörde.
In der Schweiz ist es ähnlich mit den Regelungen zu freien Waffen (Softair, Paintpall, Bogen, Armbrust, ...). Für den Erwerb von erlaubnispflichtigen Waffen braucht man einen Waffenerwerbsschein, muss das 18. Lebensjahr vollendet haben Dazu muss man einen Auszug aus dem Zentralstrafregister mit einer Bewerbung für einen Waffenerwerbsschein bei der Wohnsitzgemeinde eingereicht werden. Diese leitet dann weiter und wenn es angenommen wird, bekommt man den Waffenerwerbsschein zugeschickt, der zum Kauf eines einzigen Waffenbestandsteil oder einer Waffe ermächtigt. Es gib keine Vereinspflicht oder zeitliche Beschränkungen, noch Trainingsauflagen.
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