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Timestamp: 2016-10-28 06:38:01
Document Index: 210438413

Matched Legal Cases: ['BGE', 'Art. 11', 'BGE', 'Art. 61', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 99', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 66', 'Art. 68', 'BGE', 'Art. 68']

B.________ war Sachbearbeiter bei der Firma X.________ Treuhand AG und bei der Schweiz, Allgemeine Versicherungs-Aktien-Gesellschaft, heute Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG (nachfolgend Allianz), obligatorisch unfallversichert. Am 31. Mai 1991 zog er sich bei einem Motorradunfall ein Polytrauma zu, das gleichentags eine Amputation des linken Oberschenkels erforderte; seither tr�gt er eine Beinprothese links. Die Allianz erbrachte Heilbehandlung und Taggeld. Am 15. Juni 1992 nahm der Versicherte die Arbeit zu 50 % wieder auf. Am 5. Februar 1993 wurde bei ihm die als Folge des obigen Unfalls eingesetzte Kondylenplatte am rechten Femur entfernt; am 22. M�rz 1993 erlitt er eine Refraktur, weshalb eine Kondylenplatten-Reosteosynthese erfolgte. Danach wurde er von der Invalidenversicherung zum technischen Kaufmann mit Diplom und Treuh�nder (ohne Abschluss) umgeschult. Seit 1. August 1999 arbeitete er zu 80 %. Mit unangefochten in Rechtskraft erwachsener Verf�gung vom 11. M�rz 2003 sprach ihm die Allianz ab 1. August 1999 eine Invalidenrente bei einem Invalidit�tsgrad von 20 % zu. Im M�rz 2003 traten bei ihm lumbale R�ckenbeschwerden auf. Zur Abkl�rung dieses Leidens holte die Allianz ein Aktengutachten des PD Dr. med. K.________, Spezialarzt f�r Chirurgie FMH, vorm. Chefarzt Chirurgie, vom 8. Januar 2004 ein; der Versicherte legte ein Gutachten des Dr. med. C.________, Orthop�dische Chirurgie FMH, vom 19. Februar 2005 auf, wozu PD Dr. med. K.________ am 20. September 2005 Stellung nahm. Mit Verf�gung vom 20. Oktober 2005 verneinte die Allianz eine Leistungspflicht f�r die Folgen der plurifokalen H�mangiome und Wirbelk�rperinfraktionen. Einspracheweise reichte der Versicherte eine Stellungnahme des Dr. med. C.________ vom 18. November 2005 ein. Mit Entscheid vom 4. Juli 2006 wies die Allianz die Einsprache ab. Das Versicherungsgericht des Kantons Aargau wies die Sache zu weiteren Abkl�rungen im Sinne der Erw�gungen und anschliessender Neuverf�gung an die Allianz zur�ck (Entscheid vom 19. Dezember 2007). Diese zog ein Gutachten des Prof. Dr. med. O.________, FMH Orthop�dische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Uniklinik Y.________, vom 30. November 2009 bei. Mit Verf�gung vom 12. August 2010 verneinte sie die Leistungspflicht f�r die als Sp�tfolge geltend gemachten R�ckenschmerzen; f�r die Einschr�nkungen im linken Oberarm und in der linken Hand bestehe Anspruch auf eine zus�tzliche Integrit�tsentsch�digung bei einer 15%igen Integrit�tseinbusse. Daran hielt sie mit Einspracheentscheid vom 10. November 2010 fest.
In Gutheissung der Beschwerde des Versicherten hob das kantonale Gericht den Einspracheentscheid auf und wies die Allianz an, ihm die zustehenden gesetzlichen Leistungen gem�ss UVG zu entrichten (Entscheid vom 15. Dezember 2011).
Mit Beschwerde beantragt die Allianz die Aufhebung des kantonalen Entscheides und die Best�tigung des streitigen Einspracheentscheides.
Die Vorinstanz hat die Grundlagen �ber den f�r die Leistungspflicht des obligatorischen Unfallversicherers vorausgesetzten nat�rlichen und ad�quaten Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem Gesundheitsschaden (BGE 134 V 109 E. 2 S. 111 f.), den R�ckfall und die Sp�tfolgen (Art. 11 UVV; BGE 127 V 456 E. 4b S. 457; SVR 2009 UV Nr. 62 S. 217 E. 3.4 [8C_91/2009], 2005 MV Nr. 1 S. 1 E. 1.2 [M 1/02]), den Grundsatz der freien Beweisw�rdigung (Art. 61 lit. c ATSG), den Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 134 V 109 E. 9.5 S. 125) und den Beweiswert von Arztberichten (BGE 134 V 231 E. 2.1 S. 232) richtig dargelegt. Darauf wird verwiesen.
Streitig ist, ob die vom Versicherten seit M�rz 2003 geltend gemachten R�ckenbeschwerden in einem nat�rlichen und ad�quaten Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 31. Mai 1991 stehen.
3.1 Unzul�ssig ist der Verweis der Allianz auf ihre Argumentation im streitigen Einspracheentscheid (vgl. BGE 134 II 244; SVR 2010 UV Nr. 9 S. 35 E. 6 [8C_286/2009]).
3.2 Der Versicherte reicht neu E-Mails der Dres. med. L.________ Leitender Arzt Orthop�die, Rheumatologie, Zentrum f�r Schmerzmedizin, Schweizer Paraplegiker-Zentrum, vom 13. M�rz 2012 und E.________, Oberarzt, Uniklinik Y.________, vom 15. M�rz 2012 ein, macht hief�r aber keine nach Art. 99 Abs. 1 BGG relevanten Gr�nde geltend (BGE 135 V 194; nicht publ. E. 2.3 des Urteils BGE 135 V 163, in SVR 2009 BVG Nr. 30 S. 109 [9C_920/2008]; SVR 2010 UV Nr. 17 S. 63 E. 4 [8C_239/2008]; Urteil 8C_924/2011 vom 7. M�rz 2012 E. 4.1). Diese E-Mails sind somit unbeachtlich. Soweit der Versicherte jedoch allgemein zug�ngliche Fachliteratur auflegt, f�llt dies nicht unter das Novenverbot (nicht publ. E. 2.3 des Urteils BGE 136 V 395, in SVR 2011 KV Nr. 5 S. 20 E. 2.3 [9C_334/2010]).
4.1 Prof. Dr. med. O.________ diagnostizierte im Gutachten vom 30. November 2009 als unfallbedingt einen Status nach Polytrauma am 31. Mai 1991 mit/bei mehrfragment�rer Ober- und Unterschenkelfraktur mit subtotaler Oberschenkelamputation links, subtrochant�rer Femurfraktur rechts, Humerusschaftfraktur links mit vollst�ndigem Funktionsausfall des Nervus radialis, Vorderarmschaftfraktur links, subkapitaler Metacarpale V-Fraktur links (konservativ behandelt), Status nach Plexusl�sion mit persistierenden floriden Denervierungszeichen in der C5/C6-versorgten Muskulatur ohne sichere sensomotorische Defizite. Unfallunabh�ngig sei Folgendes: Signalintensit�tsver�nderungen (V.a. H�mangiome) in den Wirbelk�rpern HWK3, BWK 7 und 10 sowie L1, L2, L3, L4 und S3; Status nach Deckplatten-Impressionsfrakturen der Wirbelk�rper BWK 10, 11, 12, L1-5; Status nach Bodenplatten-Impressionsfraktur LWK2; multisegmentale degenerative Ver�nderungen der LWS mit leichter foraminaler Stenose L3/l4 und L4/l5 rechts sowie L4/LK5 links; zystische wabige Raumforderung im Bereich des linken Beckenkamms sowie in der Beckenschaufel bis ins Pfannendach hineinreichend am ehesten einer aneurysmatischen Knochenzyste entsprechend; Status nach proximaler Femurfraktur links 2007. Der Unfall vom 31. Mai 1991 habe aufgrund der R�ntgenaufnahme zu keinen akuten Wirbelfrakturen gef�hrt. Hierf�r spreche weiter, dass der Versicherte zu keinem Zeitpunkt bis 2003 �ber R�ckenschmerzen geklagt habe. Da aber keine zus�tzlichen Abkl�rungen (CT oder MRI) durchgef�hrt worden seien, k�nne nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden, dass es nicht zu einer unfallbedingten minimen Infraktion im bereits deformierten Wirbelk�rper gekommen sei. Dies sei aber nicht �berwiegend wahrscheinlich. Zusammenfassend erg�ben sich keine Hinweise, dass die H�mangiome und die damit verbundenen Wirbelfrakturen unfallbedingt seien oder dass eine tempor�re oder dauernde Verschlimmerung eines Vorzustandes eingetreten sei.
Aufgrund der Angaben des Versicherten sei jedoch unabh�ngig davon zu pr�fen, ob die R�ckenschmerzen mit dem Tragen der Oberschenkelprothese in Zusammenhang zu bringen seien. In der Literatur sei eindeutig dokumentiert, dass eine Amputation im Bereich der Extremit�ten sehr h�ufig zu R�ckenschmerzen f�hre mit einer Pr�valenz von 48-90 %. Ferner gebe es Hinweise, dass eine Oberschenkelamputation aufgrund der biomechanischen Belastung sehr h�ufiger zu R�ckenschmerzen f�hre als eine Unterschenkelamputation. Beim Beschwerdef�hrer w�re eine anteilsm�ssige Gewichtung der unfallbedingten (Oberschenkelamputation mit Prothesenversorgung) oder krankheitsbedingten Ver�nderungen (H�mangiome mit Wirbelkompressionsfrakturen und degenerativen Ver�nderungen) arbitr�r und dem Gutachter nicht m�glich. Beide Ver�nderungen w�ren in der Lage, seine aktuellen R�ckenbeschwerden hinreichend zu erkl�ren. Ob und in welchem Ausmass R�ckenschmerzen auch ohne die krankheitsbedingten Ver�nderungen aufgetreten w�ren, lasse sich gutachterlich nicht differenzieren. Er sei aber der Auffassung, dass der Zustand nach Oberschenkelamputation und sekund�rer Prothesenversorgung mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit einen (nicht n�her bestimmbaren) Anteil an den aktuellen R�ckenbeschwerden habe. Die R�ckenschmerzen m�ssten somit als Unfallfolgen angesehen werden.
4.2 Die Vorinstanz erwog, gest�tzt auf dieses Gutachten sei der Unfall vom 31. Mai 1991 �berwiegend wahrscheinlich eine (sekund�re) Teilursache f�r die bestehenden R�ckenschmerzen, so dass ein (nat�rlicher) Kausalzusammenhang zu bejahen sei. Da es sich hierbei um objektiv ausgewiesene Unfallfolgen handle, decke sich die ad�quate Kausalit�t weitgehend mit der nat�rlichen, so dass diese Unterscheidung vernachl�ssigbar sei (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112).
Die Allianz wendet ein, die Erkenntnis des Prof. Dr. med. O.________, es liege ein nicht bestimmbarer Anteil an unfallbedingten R�ckenbeschwerden vor, sei nicht schl�ssig; gerade diese unm�gliche Quantifizierbarkeit schliesse eine �berwiegend wahrscheinliche Unfallkausalit�t der ab M�rz 2003 geltend gemachten R�ckenbeschwerden aus. Hierzu ist festzuhalten, dass das Bundesgericht grunds�tzlich keine Prozentwerte zur Konkretisierung des Beweismasses verwendet (vgl. auch Urs M�ller, Das Verwaltungsverfahren in der Invalidenversicherung, Bern 2010, S. 295 Rz. 1549; zur anderslautenden Regelung bei den Berufskrankheiten siehe BGE 126 V 183 E. 2b S. 186). Nach dem im Sozialversicherungsprozess geltenden Beweismass der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit ist ein bestimmter Sachverhalt nicht bereits dann bewiesen, wenn er bloss m�glich ist. Hingegen gen�gt es, wenn das Gericht aufgrund der W�rdigung aller relevanten Sachumst�nde, mithin nach objektiven Gesichtspunkten, zur �berzeugung gelangt, dass er bei zwei m�glichen Sachverhaltsvarianten die wahrscheinlichere ist und zudem begr�ndeterweise angenommen werden darf, dass weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr �ndern (SVR 2012 BVG Nr. 22 S. 89 E. 5.1 mit Hinweis [9C_541/2011]). In diesem Rahmen sind die Schlussfolgerungen des Gutachters Prof. Dr. med. O.________ zu pr�fen.
6.1 Unfallbedingte Fehlbelastungen [wegen Fuss- und Beinverletzungen, Beinl�ngenverk�rzung usw.] k�nnen sp�ter im Sinne indirekter Unfallfolgen zu R�ckenbeschwerden f�hren. Es liegt in der Natur solcher Fehlbelastungsbeschwerden, dass sie erst einige Zeit nach dem Unfall auftreten und nicht direkt traumatisch bedingt sind (RKUV 2003 Nr. U 487 S. 337 E. 5.2.2 [U 38/01]; Urteile 8C_78/2011 vom 26. Mai 2011 E. 6.2 und 8C_492/2009 vom 21. Dezember 2009 E. 6.3.2). Ursachen im Sinn des nat�rlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umst�nde, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in gleicher Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann (Urteil 8C_380/2011 vom 20. Oktober 2011 E. 4 m.H.). Es gen�gt sodann, wenn der Unfall �berwiegend wahrscheinlich zumindest eine indirekte Teilursache der gesundheitlichen Beschwerden ist (BGE 134 V 109 E. 9.5 S. 125 f.). An den Wahrscheinlichkeitsbeweis sind umso strengere Anforderungen zu stellen, je gr�sser der zeitliche Abstand zwischen Unfall und R�ckfall/Sp�tfolge ist (SVR 2010 UV Nr. 31 S. 125 E. 6 [8C_816/2009], 2005 MV Nr. 1 S. 1 E. 1.2; Urteil 8C_669/2011 vom 22. Februar 2012 E. 2.2).
6.2 Das Gutachten des Prof. Dr. med. O.________ vom 30. November 2009 erf�llt nicht ohne Weiteres die Anforderungen an eine rechtsgen�gliche medizinische Beurteilungsgrundlage (BGE 134 V 231 E. 2.1 S. 232). Wenn er ausf�hrt, sowohl die unfallbedingten wie die krankheitsbedingten Ver�nderungen w�ren in der Lage, die R�ckenbeschwerden des Versicherten hinreichend zu erkl�ren, und dennoch den Schluss zieht, sie m�ssten als Unfallfolge angesehen werden, ist dies angesichts der Aktenlage nicht stichhaltig. Denn aufgrund seiner bisherigen Feststellungen kann nicht nach objektiven Gesichtspunkten beurteilt werden, ob die unfallbedingten oder die krankheitsbedingten Ver�nderungen die wahrscheinlichere Ursache der R�ckenbeschwerden sind. Festzuhalten ist Folgendes:
6.3 Das Gutachten des Prof. Dr. med. O.________ ist insofern nicht schl�ssig und nachvollziehbar, als er nicht auf die Frage einging, weshalb trotz der �beraus langen, rund 12-j�hrigen Latenzzeit zwischen dem Unfall und dem Auftreten der R�ckenbeschwerden auf deren Unfallkausalit�t zu schliessen sei (vgl. auch Urteil U 312/02 vom 26. November 2003 E. 2.5).
Der Versicherte macht geltend, gem�ss dem Bericht des behandelnden Arztes Dr. med. H.________, Spezialarzt FMH f�r Orthop�dische Chirurgie, vom 7. September 2010 sei bei ihm am 5. M�rz 2003 als Folge des Unfalls eine Bewegungseinschr�nkung der linken H�fte bei beginnender Coxarthrose posttraumatisch festgestellt worden, was zu den vermehrt aufgetretenen R�ckenbeschwerden gef�hrt habe. Seit 1. Oktober 2002 habe er das Tragen der Prothese massiv erh�ht; nachdem er sie f�nf Monate lang getragen habe, seien erhebliche R�ckenschmerzen aufgetreten. Auch zu diesem Aspekt hat Prof. Dr. med. O.________ indessen keine Beurteilung abgegeben.
Der Verweis des Prof. Dr. med. O.________ auf die Literatur gen�gt in diesem Lichte nicht, zumal die Allianz mit nicht zum Vornherein abwegiger Begr�ndung darlegt, aufgrund der in den zitierten Studien angef�hrten Parameter k�nne sich die nat�rliche Unfallkausalit�t der R�ckenbeschwerden des Versicherten nicht im statistischen Bereich von 48 bis 90 %, sondern von 29 % bis maximal 48 % bewegen.
Es kann nicht in antizipierter Beweisw�rdigung gesagt werden, von einer zus�tzlichen, nachvollziehbar und schl�ssig begr�ndeten Abkl�rung seien keine entscheidrelevanten Erkenntnisse mehr zu erwarten (BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236; SVR 2009 UV Nr. 3 S. 9 E. 8.3 [8C_354/2007]). Die Sache ist demnach an die Vorinstanz zur�ckzuweisen, damit sie unter Ber�cksichtigung der Voraussetzungen zum Vorliegen der nat�rlichen Kausalit�t (E. 6.1 hiervor) einen erg�nzenden Bericht des Prof. Dr. med. O.________ einholt und erforderlichenfalls eine weitere medizinische Begutachtung anordnet. Danach hat sie �ber die Beschwerde neu zu entscheiden (vgl. auch Urteil 8C_492/2011 vom 19. Oktober 2011 E. 5.2).
Der unterliegende Versicherte tr�gt die Verfahrenskosten (Art. 66 Abs. 1, Art. 68 Abs. 2 BGG; BGE 132 V 215 E. 6.1 S. 235). Der Allianz steht keine Parteientsch�digung zu (Art. 68 Abs. 3 BGG; SVR 2009 UV Nr. 11 S. 45 E. 11 [8C_606/2007]).
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Der Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau vom 15. Dezember 2011 wird aufgehoben. Die Sache wird an die Vorinstanz zur�ckgewiesen, damit sie, nach erfolgter Abkl�rung im Sinne der Erw�gungen, �ber die Beschwerde gegen den Einspracheentscheid der Allianz vom 10. November 2010 neu entscheide. Im �brigen wird die Beschwerde abgewiesen.