Source: https://www.rechtslupe.de/zivilrecht/vorabentscheidung-ueber-die-internationale-zustaendigkeit-des-deutschen-gerichts-3216219
Timestamp: 2020-08-08 15:28:14
Document Index: 298045266

Matched Legal Cases: ['§ 48', '§ 280', '§ 17', '§ 545', '§ 72', 'BGH', 'BGH']

Vorabentscheidung über die internationale Zuständigkeit des deutschen Gerichts | Rechtslupe
Vorabentscheidung über die internationale Zuständigkeit des deutschen Gerichts
Vor­ab­ent­schei­dung über die inter­na­tio­na­le Zustän­dig­keit des deut­schen Gerichts
Die inter­na­tio­na­le Zustän­dig­keit folgt nicht bereits aus dem Beschluss des Arbeits­ge­richts, mit dem die­ses sich für ört­lich zustän­dig erklärt hat.
Damit hat es nur über die ört­li­che Zustän­dig­keit iSv. § 48 ArbGG, nicht aber über die Fra­ge der inter­na­tio­na­len Zustän­dig­keit der deut­schen Gerich­te ent­schie­den.
Will das ange­ru­fe­ne Gericht die inter­na­tio­na­le Zustän­dig­keit der deut­schen Gerichts­bar­keit vor­ab bin­dend fest­stel­len, hat es im Wege eines Zwi­schen­ur­teils gemäß § 280 ZPO, nicht aber durch Beschluss nach § 17a GVG zu ent­schei­den [1].
Die inter­na­tio­na­le Zustän­dig­keit der deut­schen Gerich­te ist eine in der Revi­si­ons­in­stanz von Amts wegen zu prü­fen­de Sachur­teils­vor­aus­set­zung [2]. § 545 Abs. 2 ZPO steht dem nicht ent­ge­gen. Die­se Rege­lung bezieht sich – soweit man sie im arbeits­ge­richt­li­chen Revi­si­ons­ver­fah­ren über­haupt für anwend­bar hält [3] – unge­ach­tet ihres weit gefass­ten Wort­lauts nicht auf die inter­na­tio­na­le Zustän­dig­keit [4].
vgl. BAG 21. März 2017 – 7 AZR 207/​15 – Rn. 56, BAGE 158, 266[↩]
BAG 12. Dezem­ber 2017 – 3 AZR 305/​16 – Rn. 22, BAGE 161, 142[↩]
vgl. GMP/­Mül­ler-Glö­ge 9. Aufl. § 72 Rn. 53[↩]
vgl. BGH 28. Novem­ber 2002 – III ZR 102/​02 – zu II 1 der Grün­de, BGHZ 153, 82[↩]
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