Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=V%20ZR%20238/15
Timestamp: 2020-01-24 11:08:44
Document Index: 85166295

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 522', '§ 531', '§ 522', '§ 544', 'Art. 103', '§ 531', '§ 531', '§ 123', '§ 433', '§ 434', '§ 437', 'Art 103', 'Art. 103', '§ 123', 'BGH', '§ 531', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 16.06.2016 - V ZR 238/15 - dejure.org
BGH, 16.06.2016 - V ZR 238/15
https://dejure.org/2016,22035
BGH, 16.06.2016 - V ZR 238/15 (https://dejure.org/2016,22035)
BGH, Entscheidung vom 16.06.2016 - V ZR 238/15 (https://dejure.org/2016,22035)
BGH, Entscheidung vom 16. Juni 2016 - V ZR 238/15 (https://dejure.org/2016,22035)
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§ 522 Abs. 2 ZPO, § 531 Abs. 2 ZPO, § 522 Abs. 3, § 544 Abs. 7 ZPO, Art. 103 Abs. 1 GG, § 531 ZPO, § 531 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 ZPO
§ 123 Abs 1 BGB, § 433 BGB, § 434 BGB, § 437 BGB, Art 103 Abs 1 GG
Klage auf Rückabwicklung eines Grundstückskaufvertrages nach Arglistanfechtung: Gehörsverletzung bei Nichtberücksichtigung erheblicher Beweisangebote in der Berufungsinstanz
Nichtberücksichtigung eines erheblichen Beweisangebots; Rückabwicklung eines Kaufvertrags über ein Grundstück
GG Art. 103 Abs. 1; BGB § 123 Abs. 1
Zulässiges Beweisangebot der Vernehmung von Zeugen in der Berufungsinstanz zur Feststellung der Arglist des Verkäufers einer Immobilie
LG Mainz, 18.09.2014 - 2 O 223/11
OLG Koblenz, 07.10.2015 - 8 U 1234/14
OLG Koblenz, 09.11.2015 - 8 U 1234/14
Eine Verletzung der Prozessförderungspflicht käme nur in Betracht, wenn besondere Umstände vorlägen, die solche Erkundigungen aus der objektivierten Sicht der Klägerin erfordert oder zumindest nahegelegt hätten (vgl. BGH, Beschluss vom 16. Juni 2016 - V ZR 238/15, ZfIR 2016, 587, juris Rn. 9;… Beschluss vom 30. Oktober 2013 - VII ZR 339/12, NZBau 2014, 31, juris Rn. 9;… Beschluss vom 10. Juni 2010 - Xa ZR 110/09, NJW-RR 2011, 211, juris Rn. 28).
Nachlässigkeit im Sinne von § 531 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 ZPO liege nicht vor, weil sie nicht verpflichtet gewesen sei, tatsächliche Umstände, die ihr nicht bekannt seien, erst zu ermitteln (BGH, Beschluss vom 16. Juni 2016 -V ZR 238/15, ZflR 2016, 587).
Die Klägerin macht ohne Erfolg geltend, sie habe ihre Prozessförderungspflicht nicht verletzt, weil sie nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH, Beschluss vom 16. Juni 2016 - V ZR 238/15 -, Rz 9, juris, mit weiteren Nachweisen) nicht verpflichtet sei, tatsächliche Umstände, die ihr nicht bekannt seien, erst zu ermitteln.
Dass der Beklagte seine Ermittlungen erst nach dem Erlass des landgerichtlichen Urteils anstellte, gereicht ihm nicht zum Nachteil; eine Obliegenheit, unbekannte Umstände schon erstinstanzlich zu ermitteln, besteht nicht (vgl. BGH, Beschluss vom 16.06.2016 - Az.: V ZR 238/15-zitiert nach juris; und Beschluss vom 10.06.2010 in NJW-RR 2011, 211).