Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BSGE%2061,%20146
Timestamp: 2020-04-01 09:13:19
Document Index: 177402296

Matched Legal Cases: ['§ 368', '§ 368', '§ 368', '§ 368', '§ 368', '§ 368', '§ 85', '§ 26', '§ 149', '§ 368', '§ 2', '§ 368', '§ 1232', '§ 149', '§ 368', '§ 368', '§ 368', '§ 85', '§ 26']

BSG, 27.01.1987 - 6 RKa 28/86 - dejure.org
BSG, 27.01.1987 - 6 RKa 28/86
https://dejure.org/1987,6103
BSG, 27.01.1987 - 6 RKa 28/86 (https://dejure.org/1987,6103)
BSG, Entscheidung vom 27.01.1987 - 6 RKa 28/86 (https://dejure.org/1987,6103)
BSG, Entscheidung vom 27. Januar 1987 - 6 RKa 28/86 (https://dejure.org/1987,6103)
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Wirtschaftlichkeitsprüfung - Kostenregelung - Schiedsamtsfähigkeit - Kassenarzt
SG Stuttgart, 14.11.1984 - S 14 Ka 2803/83
LSG Baden-Württemberg, 19.03.1986 - L 1 Ka 2939/84
LSG Baden-Württemberg, 19.03.1986 - L 1 Ka 2989/84
BSGE 61, 146
Wegen der Vorrangigkeit des gesetzgeberischen Willens gegenüber der richterlichen Rechtsetzung ist für eine Analogie schon dann kein Raum, wenn es nur zweifelhaft erscheint, ob die verglichenen Sachverhalte nicht doch derart unterschiedlich sind, dass durch eine Gleichstellung die gesetzliche Wertung in Frage gestellt würde (BSG Urteil vom 27.1.1987 - 6 RKa 28/86 - BSGE 61, 146, 147 = SozR 2200 § 368h Nr. 4).
Im allgemeinen liegen Regelungs- bzw Gesetzeslücken nur vor, wenn das Gesetz, gemessen an der Regelungsabsicht des Gesetzgebers und der gesetzesimmanenten Zwecke, planwidrig unvollständig ist (vgl Larenz, Methodenlehre der Rechtswissenschaft, 6. Aufl 1991, 370, 372-374, 377, 381; Canaris, Die Feststellung von Lücken im Gesetz, 2. Aufl 1983, 30, 31 ff, 39 sowie BSGE 61, 146, 147 = SozR 2200 § 368n Nr. 4).
Eine Gleichsetzung von Sachverhalten bzw Tatbeständen darf daher nicht erfolgen, wenn dadurch die Regelungsabsicht des Gesetzgebers vereitelt werden würde (vgl BSGE 61, 146, 147 = SozR 2200 § 368h Nr. 4).
Die Analogie darf allerdings nicht zur Vereitelung der Regelungsabsicht des Gesetzgebers führen (vgl BSGE 61, 146, 147 = SozR 2200 § 368b Nr. 4 S 8).
Schiedsamtsfähig sind daher zB auch im Zusammenhang mit einem Streitgegenstand anfallende Nebenfragen wie der Streit über die Kosten des Verfahrens (BSGE 61, 146, 147 = SozR 2200 § 368h Nr. 4 S 8 f;… zur generell streitschlichtenden Funktion des Schiedsamtsverfahrens vgl bereits BSGE 20, 73, 76 = SozR Nr. 1 zu § 368h RVO sowie BSGE 86, 126, 131 f = SozR 3-2500 § 85 Nr. 37 S 292) oder darüber, ob und in welchem Umfang eine Partei Anspruch auf Honorareinbehalte als Konsequenz allgemein vereinbarter gesamtvertraglicher Regelungen hat (…vgl BSG SozR Nr. 1 zu § 26 BMV-Zahnärzte).
Da dem gesetzgeberischen Willen gegenüber der richterlichen Rechtsetzung Vorrang zukommt, bedeutet dies: Für eine Analogie ist schon dann kein Raum, wenn zweifelhaft ist, ob die verglichenen Sachverhalte nicht derart unterschiedlich sind, daß durch eine Gleichstellung die gesetzliche Wertung in Frage gestellt werden könnte (…vgl BSGE 57, 195, 197 mwN = SozR 1500 § 149 Nr. 7; BSGE 61, 146, 147 = SozR 2200 § 368h Nr. 4).
Eine analoge Anwendung des Gesetzes auf gesetzlich nicht umfaßte Sachverhalte ist geboten, wenn die Regelungsabsicht des Gesetzgebers wegen der Gleichheit der zugrundeliegenden Interessenlage auch den nicht geregelten Fall hätte einbeziehen müssen; die Analogie ist jedoch ausgeschlossen, wenn durch sie die Regelungsabsicht des Gesetzgebers vereitelt würde (…vgl Urteil des Senats BSGE 80, 171, 174 = SozR 3-1925 § 2 Nr. 1; BSGE 61, 146, 147 = SozR 2200 § 368h Nr. 4).
Die analoge Anwendung einer Vorschrift auf andere als die von ihr ausdrücklich geregelten Sachverhalte setzt das Bestehen einer vom Gesetzgeber nicht gewollten und deswegen von der Rechtsprechung zu schließenden Gesetzeslücke, dh einer planwidrigen Unvollständigkeit des Gesetzes, voraus (…vgl Urteil des erkennenden Senats in SozR 2200 § 1232 Nr. 21 S 57 mwN); eine Analogie ist ausgeschlossen, wenn durch sie die Regelungsabsicht des Gesetzgebers vereitelt würde (…BSGE 57, 195, 197 = SozR 1500 § 149 Nr. 7 S 8 mwN; BSGE 61, 146, 147 = SozR 2200 § 368h Nr. 4 S 8).
Schiedsamtsfähig sind daher zB auch im Zusammenhang mit einem Streitgegenstand anfallende Nebenfragen wie der Streit über die Kosten des Verfahrens ( BSGE 61, 146, 147 [BSG 27.01.1987 - 6 RKa 28/86] = SozR 2200 § 368h Nr. 4 S 8 f;… zur generell streitschlichtenden Funktion des Schiedsamtsverfahrens vgl bereits BSGE 20, 73, 76 [BSG 30.10.1963 - 6 RKa 4/62] = SozR Nr. 1 zu § 368h RVO sowie BSGE 86, 126, 131 f [BSG 10.05.2000 - B 6 KA 20/99 R] = SozR 3-2500 § 85 Nr. 37 S 292) oder darüber, ob und in welchem Umfang eine Partei Anspruch auf Honorareinbehalte als Konsequenz allgemein vereinbarter gesamtvertraglicher Regelungen hat (…vgl BSG SozR Nr. 1 zu § 26 BMV-Zahnärzte).
LSG Berlin-Brandenburg, 26.02.2009 - L 3 R 479/08
Anerkennung einer Beschäftigung im Ghetto Shanghai/China als Beitragszeit; …
Diese planwidrige Regelungslücke müsse durch Auslegung und/oder Praxis und/oder Vergleich geschlossen werden (vgl. auch BSG, Urteile vom 27. Januar 1987, 6 RKA 28/86, und vom 21. Oktober 1998, B 9 V 7/98 R).
BSG, 06.06.1991 - 3 RK 2/90
Ersatz von Prämien zur privaten Lebensversicherung während der Zeit der …
LSG Hessen, 27.03.1996 - L 7 Ka 853/95
Kostenbeitrag - Prüfungseinrichtung - Wirtschaftlichkeitsprüfung - …