Source: https://ruby-erbrecht.de/inhalt-eines-testaments-was-man-im-testament-verfuegen-kann/
Timestamp: 2018-01-23 14:25:53
Document Index: 382845372

Matched Legal Cases: ['§ 1940', '§ 2096', '§ 2100', '§ 1938', '§ 1939', '§ 1940', '§ 1969', '§ 2044', '§ 2048', '§ 2197', '§ 2336', '§ 2333', '§ 2338', '§ 1418', '§ 1511', '§ 1639', '§ 1803', '§ 1638', '§ 1777']

Inhalt eines Testaments: Was man im Testament verfügen kann | Ruby & Schindler. Die Kanzlei für Erbrecht
Inhalt eines Testaments: Was man im Testament verfügen kann
Welchen Inhalt kann ein Testament haben?
Das Gesetz nennt die wichtigsten Inhalte, ohne dass es eine abschließende Aufzählung bereitstellt. Trotzdem kann der Erblasser nicht alles, was ihm in den Sinn kommt, in sein Testament aufnehmen. Es können nur solche Verfügungen getroffen werden, die entweder im Gesetz ausdrücklich erwähnt werden oder die sich durch Auslegung aus dem Gesetz erschließen lassen. Folgende Verfügungen kommen in Betracht:
Gestaltung der Erbfolge durch Einsetzung eines Vollerben (§ 1940 BGB), durch Bestimmung eines Ersatzerben (§ 2096 BGB) oder Nacherben (§ 2100 BGB) oder durch Enterbung (§ 1938 BGB),
Anordnung eines Vermächtnisses (§ 1939 BGB) oder einer
Auflage (§ 1940 BGB),
Modifizierung oder Entziehung des Dreißigsten (§ 1969 Abs. 1 S. 2 BGB),
Ausschluss der Auseinandersetzung in Ansehung des gesamten Nachlasses oder einzelner Nachlassgegenstände (§ 2044 BGB) oder
Teilungsanordnung (§ 2048 BGB), die bestimmt, wie geteilt werden soll
Ernennung eines Testamentsvollstreckers (§ 2197 BGB),
Entziehung eines Pflichtteils (§ 2336 Abs. 1 BGB) unter den Voraussetzungen und Beschränkungen aus § 2333 BGB (§ 2338 BGB)
familienrechtliche Anordnungen wie z. B. die Bestimmung über die Zuordnung von Gegenständen zum Vorbehaltsgut (§ 1418 Abs. 2 Nr. 2 BGB), über die Ausschließung eines Abkömmlings von der fortgesetzten Gütergemeinschaft (§ 1511 BGB), Anordnungen über die Verwaltung des durch den Erbfall erlangten Vermögens eines Kindes durch die Eltern (§§ 1639, 1640 Abs. 2 Nr.2 BGB) oder durch den Vormund (§ 1803 BGB), wobei auch die Eltern von der Vermögensverwaltung ausgeschlossen werden können (§ 1638 BGB), die Benennung eines Vormunds (§ 1777 Abs. 3 BGB)