Source: http://www.jurablogs.com/2010/12/17/eugh-schlussantrag-generalanwalts-ebay-haftet-generell-markenrechtsverstoesse-seiner-1
Timestamp: 2016-12-08 06:21:03
Document Index: 365929175

Matched Legal Cases: ['EuG', 'EuG', 'EuG', 'Art. 14', 'BGH', 'EuG', 'Art. 14', 'EuG', 'BGH', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'BGH']

EuGH / Schlussantrag des Generalanwalts: eBay haftet nicht generell für Markenrechtsverstöße seiner Mitglieder / Berichtet von Dr. Damm
BlogsDr. Damm & Partner RechtsanwälteDezember 2010EuGH / Schlussantrag des Generalanwalts: eBay haftet nicht generell für Markenrechtsverstöße seiner Mitglieder / Berichtet von Dr. Damm
& PartnerEuGH-Generalanwalt Niilo Jääkinen, Schlussanträge vom 09.12.2010, Az. C‑324/09 Art. 14 Abs. 1 EU-RL 2000/31 - Richtlinie über den elektronischen Geschäftsverkehr Das Problem ist alt: Markeninhaber wehren sich gegen den rechtswidrigen Vertrieb ihrer Markenprodukte oder sogar gegen Plagiate durch eBay-Mitglieder, indem sie eBay direkt angreifen und verlange, dass auch zukünftige, ähnliche Rechtsverletzungen anderer Mitglieder unterbunden werden. Der BGH hat hierfür ein Modell der Störerhaftung entwickelt, welches u.a.eine Haftung erst “ab Kenntnis” vorsieht. Der Generalanwalt beim EuGH Jääkinen hat nun in einem Rechtsstreit zwischen der L’Oréal SA und ihren Tochtergesellschaften einerseits und drei Tochtergesellschaften der eBay Inc. sowie bestimmten natürlichen Personen andererseits empfohlen, auf die Vorlage des High Court of Justice [England and Wales] zu entscheiden, dass eine „tatsächliche Kenntnis” von einer (marken-) rechtswidrigen Tätigkeit oder Information oder ein „Bewusstsein” von Tatsachen oder Umständen im Sinne von Art. 14 Abs. 1 der Richtlinie 2000/31 vorliegen, wenn der Betreiber des elektronischen Marktplatzes davon Kenntnis hat, dass Waren unter Verletzung eingetragener Marken auf seiner Website beworben, zum Verkauf angeboten und verkauft wurden und dass die Wahrscheinlichkeit besteht, dass die Verletzungen der in Rede stehenden eingetragenen Marken hinsichtlich derselben oder ähnlicher Waren durch denselben Nutzer der Website andauern werden. Was wir davon halten? Mit dieser Empfehlung, welcher der EuGH in der Regel in seiner späteren Entscheidung folgt, wird die Störerhaftung (eBays), wie sie vom BGH in mehreren Entscheidungen entwickelt wurde, ganz erheblich eingeschränkt: Voraussetzung dürfte nämlich zukünftig sein, dass eine Wiederholung der Verletzung durch denselben Nutzer wahrscheinlich sein muss ...Zum vollständigen Artikel49 LeserVersandhandelsrecht.de:Verkauf des eBay-Shops bzw. des Amazon-Verkäufer-Kontos möglich?10 verwandte ArtikelEuGH / Schlussantrag des Generalanwalts: eBay haftet nicht generell für Markenrechtsverstöße seiner MitgliederHaftet EBay für Markenverletzungen seiner Händler?EuGH: eBay und andere Betreiber von Handelsplattformen müssen Markenrechtsverletzungen aktiv verhindern und nicht nur erst nach
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