Source: https://deutsches-ehrenamt.de/der-29-kw-austritt/
Timestamp: 2019-07-17 08:26:05
Document Index: 205047011

Matched Legal Cases: ['§ 39', '§ 130', '§ 39', '§ 58', '§ 40', '§ 39']

Austritt - Deutsches Ehrenamt
Categories: Wissen für Vereine
Jedes Mitglied ist zum Austritt aus dem Verein berechtigt (§ 39 Abs. 1 BGB). Der Austritt ist eine einseitig empfangsbedürftige Willenserklärung, die mit dem Zugang an ein Vorstandsmitglied oder an das in der Satzung bestimmte Organ wirksam (§§ 130, 28 Abs. 2 BGB) wird. Die Satzung kann für den Austritt Schriftform verlangen, eine strengere Form als einfache Schriftform ist nicht zulässig.
Durch die Satzung kann bestimmt werden, dass der Austritt nur am Schluss eines Geschäftsjahrs oder erst nach dem Ablauf einer Kündigungsfrist zulässig ist. Die Kündigungsfrist kann höchstens zwei Jahre betragen (§ 39 Abs. 2 BGB). Falls in der Satzung eine längere Kündigungsfrist als zwei Jahre gefordert wird, fällt diese Frist nicht ersatzlos weg, sondern verkürzt sich auf zwei Jahre. In der Satzung sollten gem. § 58 Nr. 1 BGB nähere Angaben hinsichtlich der Austrittserklärung und der Kündigungsfristen geregelt werden. Hierbei ist zu beachten, dass wegen § 40 BGB nicht von den gesetzlichen Regelungen des § 39 BGB zu lasten der Mitglieder abgewichen werden darf.
Der Austritt beendet die Mitgliedschaft. Alle Mitgliedschaftsrechte und Pflichten erlöschen. Vorher entstandene vermögensrechtliche Ansprüche bleiben bestehen.