Source: https://www.rechtslupe.de/wirtschaftsrecht/hintergrundmusik-in-zahnarztpraxen-3103094
Timestamp: 2019-08-21 08:05:43
Document Index: 193159474

Matched Legal Cases: ['§ 15', '§ 15', '§ 22', '§ 78', '§ 15', '§ 15', '§ 15', '§ 15', '§ 2', '§ 2', '§ 15', '§ 22', '§ 78', '§ 78', '§ 86', '§ 15', '§ 15', '§ 15', '§ 22', 'Art. 3', '§ 22', 'Art. 3', 'Art. 3', '§ 22', 'Art. 3', 'Art. 3', '§ 22', '§ 22', '§ 78', '§ 86', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 3', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 3', 'Art. 8', 'Art. 3', '§ 15', 'Art. 3', '§ 15', '§ 22', 'Art. 3', 'Art. 8', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 8', 'Art. 3', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 3', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 8', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 8', '§ 78', 'Art. 8', 'Art. 3', 'Art. 8', 'Art. 3', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 8', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'EuG', '§ 22', 'BGH', 'EuG', 'EuG', 'BGH', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'Art. 3', 'EuG', 'Art. 8', 'EuG', 'Art. 3', 'EuG', 'Art. 3', 'EuG', 'EuG']

Hin­ter­grund­mu­sik in Zahn­arzt­pra­xen | Rechtslupe
Hin­ter­grund­mu­sik in Zahn­arzt­pra­xen
Die Wie­der­ga­be von Hör­funk­sen­dun­gen in War­te­zim­mern von Zahn­arzt­pra­xen ist im All­ge­mei­nen nicht als öffent­li­che Wie­der­ga­be im Sin­ne von § 15 Abs. 3 UrhG anzu­se­hen. Sie greift daher in der Regel nicht in das aus­schließ­li­che Recht der Urhe­ber von Musik­wer­ken oder Sprach­wer­ken ein, Funk­sen­dun­gen ihrer Wer­ke durch Laut­spre­cher öffent­lich wahr­nehm­bar zu machen (§ 15 Abs. 2 Satz 1 und 2 Nr. 5 Fall 1, § 22 Satz 1 Fall 1 UrhG) und begrün­det auch kei­nen Anspruch der aus­üben­den Künst­ler auf ange­mes­se­ne Ver­gü­tung, soweit damit Sen­dun­gen ihrer Dar­bie­tun­gen öffent­lich wahr­nehm­bar gemacht wer­den (§ 78 Abs. 2 Nr. 3 Fall 1 UrhG).
Die Wie­der­ga­be ist nach § 15 Abs. 3 Satz 1 UrhG öffent­lich, wenn sie für eine Mehr­zahl von Mit­glie­dern der Öffent­lich­keit bestimmt ist. Zur Öffent­lich­keit gehört nach § 15 Abs. 3 Satz 2 UrhG jeder, der nicht mit dem­je­ni­gen, der das Werk ver­wer­tet, oder mit den ande­ren Per­so­nen, denen das Werk in unkör­per­li­cher Form wahr­nehm­bar oder zugäng­lich gemacht wird, durch per­sön­li­che Bezie­hun­gen ver­bun­den ist.
Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs kön­nen bereits weni­ge Per­so­nen eine Mehr­zahl im Sin­ne des § 15 Abs. 3 Satz 1 UrhG bil­den1. Ob eine Ver­bun­den­heit durch per­sön­li­che Bezie­hun­gen im Sin­ne von § 15 Abs. 3 Satz 2 UrhG besteht, ist im Wesent­li­chen Tat­fra­ge2.
Nach die­sen Maß­stä­ben haben die Instanz­ge­rich­te die Laut­spre­cher­über­tra­gung von Hör­funk­sen­dun­gen als Hin­ter­grund­mu­sik in Arzt­pra­xen als öffent­li­che Wie­der­ga­be ein­ge­stuft, weil eine sol­che Über­tra­gung für meh­re­re Per­von Hör­funk­sen­dun­gen als Hin­ter­grund­mu­sik in Arzt­pra­xen um eine öffent­li­che Wie­der­ga­be, so greift die­se zum einen in das aus­schließ­li­che Recht der Urhe­ber von Musik­wer­ken (§ 2 Abs. 1 Nr. 2, Abs. 2 UrhG) oder Sprach­wer­ken (§ 2 Abs. 1 Nr. 1, Abs. 2 UrhG) ein, Funk­sen­dun­gen ihrer Wer­ke durch Laut­spre­cher öffent­lich wahr­nehm­bar zu machen (§ 15 Abs. 2 Satz 1 und 2 Nr. 5 Fall 1, § 22 Satz 1 Fall 1 UrhG). Eine sol­che Wie­der­ga­be begrün­det zum ande­ren einen Anspruch der aus­üben­den Künst­ler auf ange­mes­se­ne Ver­gü­tung, soweit damit Sen­dun­gen ihrer Dar­bie­tun­gen öffent­lich wahr­nehm­bar gemacht wer­den (§ 78 Abs. 2 Nr. 3 Fall 1 UrhG). Wird zur öffent­li­chen Wie­der­ga­be der Dar­bie­tung ein erschie­ne­ner oder erlaub­ter­wei­se öffent­lich zugäng­lich gemach­ter Ton­trä­ger benutzt, auf den die Dar­bie­tung der aus­üben­den Künst­ler auf­ge­nom­men ist, so hat dar­über hin­aus der Her­stel­ler des Ton­trä­gers gegen die aus­üben­den Künst­ler einen Anspruch auf ange­mes­se­ne Betei­li­gung an der Ver­gü­tung, die die­se nach § 78 Abs. 2 UrhG erhal­ten (§ 86 UrhG).
Die­se Rechts­la­ge hat sich durch das Urteil des Gerichts­hofs der Euro­päi­schen Uni­on vom 15.03.2012 in der Sache „SCF/​Del Cor­so” geän­dert. Im Blick auf die­se Ent­schei­dung kann die Wie­der­ga­be von Hör­funk­sen­dun­gen in War­te­zim­mern von Zahn­arzt­pra­xen im All­ge­mei­nen nicht mehr als öffent­li­che Wie­der­ga­be im Sin­ne von § 15 Abs. 3 UrhG ange­se­hen wer­den.
Die hier in Rede ste­hen­den Rech­te der Urhe­ber und Ansprü­che der aus­üben­den Künst­ler wegen einer öffent­li­chen Wie­der­ga­be ihrer Wer­ke und Dar­bie­tun­gen beru­hen auf Richt­li­ni­en der Euro­päi­schen Uni­on. Der Begriff der öffent­li­chen Wie­der­ga­be ist des­halb in Über­ein­stim­mung mit den ent­spre­chen­den Bestim­mun­gen die­ser Richt­li­ni­en und der dazu ergan­ge­nen Recht­spre­chung des Gerichts­hofs der Euro­päi­schen Uni­on aus­zu­le­gen.
Das aus­schließ­li­che Recht der Urhe­ber zur öffent­li­chen Wie­der­ga­be ihrer Wer­ke (§ 15 Abs. 2 Satz 1 UrhG) ein­schließ­lich ihres Rechts, Funk­sen­dun­gen ihrer Wer­ke durch Laut­spre­cher öffent­lich wahr­nehm­bar zu machen (§ 15 Abs. 2 Satz 2 Nr. 5 Fall 1, § 22 Satz 1 Fall 1 UrhG), hat sei­ne uni­ons­recht­li­che Grund­la­ge in Art. 3 Abs. 1 der Richt­li­nie 2001/​29/​EG zur Har­mo­ni­sie­rung bestimm­ter Aspek­te des Urhe­ber­rechts und der ver­wand­ten Schutz­rech­te in der Infor­ma­ti­ons­ge­sell­schaft. Danach sehen die Mit­glied­staa­ten vor, dass den Urhe­bern das aus­schließ­li­che Recht zusteht, die draht­ge­bun­de­ne oder draht­lo­se öffent­li­che Wie­der­ga­be ihrer Wer­ke zu erlau­ben oder zu ver­bie­ten.
Inso­weit ver­wirft der Bun­des­ge­richts­hof auch das Argu­ment, das Recht zur Wie­der­ga­be von Funk­sen­dun­gen nach § 22 UrhG fal­le nicht in den Anwen­dungs­be­reich von Art. 3 Abs. 1 der Richt­li­nie 2001/​29/​EG. Art. 3 Abs. 1 der Richt­li­nie 2001/​29/​EG erfas­se ledig­lich Über­mitt­lungs­vor­gän­ge auf Distanz. § 22 UrhG rege­le dage­gen eine unmit­tel­ba­re Wahr­neh­mung.
Das Recht zur öffent­li­chen Wie­der­ga­be im Sin­ne des Art. 3 Abs. 1 der Richt­li­nie 2001/​29/​EG umfasst aller­dings nur die Wie­der­ga­be an eine Öffent­lich­keit, die nicht an dem Ort anwe­send ist, an dem die Wie­der­ga­be ihren Ursprung nimmt3. Nicht erfasst sind daher direk­te Auf­füh­run­gen und Dar­bie­tun­gen von Wer­ken vor einer Öffent­lich­keit, die sich in unmit­tel­ba­rem kör­per­li­chen Kon­takt mit der Per­son befin­det, die die­ses Werk auf­führt oder dar­bie­tet4. Bei der hier in Rede ste­hen­den Wie­der­ga­be von Funk­sen­dun­gen über Laut­spre­cher besteht jedoch kein unmit­tel­ba­rer kör­per­li­cher Kon­takt zwi­schen den ein Werk auf­füh­ren­den oder dar­bie­ten­den Per­so­nen und einer durch die­se Wie­der­ga­be erreich­ten Öffent­lich­keit. Sie fällt daher in den Anwen­dungs­be­reich des Art. 3 Abs. 1 der Richt­li­nie 2001/​29/​EG.
§ 22 Satz 1 UrhG setzt gleich­falls kei­nen sol­chen unmit­tel­ba­ren kör­per­li­chen Kon­takt vor­aus. Ein Wahr­nehm­bar­ma­chen im Sin­ne von § 22 Satz 1 UrhG erfor­dert zwar eine unmit­tel­ba­re Wie­der­ga­be des Wer­kes für die mensch­li­chen Sin­ne5. Dazu bedarf es aber kei­nes unmit­tel­ba­ren kör­per­li­chen Kon­takts zwi­schen den das Werk auf­füh­ren­den oder dar­bie­ten­den Per­so­nen und einer durch die­se Wie­der­ga­be erreich­ten Öffent­lich­keit.
Der Anspruch der aus­üben­den Künst­ler auf Zah­lung einer ange­mes­se­nen Ver­gü­tung für das öffent­li­che Wahr­nehm­bar­ma­chen einer Sen­dung ihrer Dar­bie­tun­gen (§ 78 Abs. 2 Nr. 3 Fall 1 UrhG), dient – eben­so wie der ent­spre­chen­de Betei­li­gungs­an­spruch der Ton­trä­ger­her­stel­ler (§ 86 UrhG) – der Umset­zung von Art. 8 Abs. 2 Satz 1 der Richt­li­nie 2006/​115/​EG zum Ver­miet­recht und Ver­leih­recht sowie zu bestimm­ten dem Urhe­ber­recht ver­wand­ten Schutz­rech­ten im Bereich des geis­ti­gen Eigen­tums (kodi­fi­zier­te Fas­sung). Danach sehen die Mit­glied­staa­ten ein Recht vor, das bei Nut­zung eines zu Han­dels­zwe­cken ver­öf­fent­lich­ten Ton­trä­gers oder eines Ver­viel­fäl­ti­gungs­stücks eines sol­chen Ton­trä­gers für eine öffent­li­che Wie­der­ga­be die Zah­lung einer ein­zi­gen ange­mes­se­nen Ver­gü­tung durch den Nut­zer und die Auf­tei­lung die­ser Ver­gü­tung auf die aus­üben­den Künst­ler und die Ton­trä­ger­her­stel­ler gewähr­leis­tet.
Die öffent­li­che Wie­der­ga­be im Sin­ne von Art. 8 Abs. 2 Satz 1 der Richt­li­nie 2006/​115/​EG umfasst nicht nur die unmit­tel­ba­re, son­dern auch die mit­tel­ba­re Nut­zung des Ton­trä­gers für eine öffent­li­che Wie­der­ga­be und damit den hier in Betracht kom­men­den Fall, dass die Sen­dung der auf einem Ton­trä­ger auf­ge­zeich­ne­ten Dar­bie­tung eines aus­üben­den Künst­lers über Laut­spre­cher öffent­lich wahr­nehm­bar gemacht wird6.
Die hier in Rede ste­hen­de Wie­der­ga­be von Hör­funk­sen­dun­gen als Hin­ter­grund­mu­sik in Zahn­arzt­pra­xen erfüllt nicht die Vor­aus­set­zun­gen, die nach dem Urteil des Gerichts­hofs der Euro­päi­schen Uni­on vom 15.03.2012 in der Sache „SCF/​Del Cor­so” an eine öffent­li­che Wie­der­ga­be im Sin­ne von Art. 3 Abs. 1 der Richt­li­nie 2001/​29/​EG und Art. 8 Abs. 2 Satz 1 der Richt­li­nie 2006/​115/​EG zu stel­len sind.
Der Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on hat in die­sem Urteil aus­ge­führt, die Fra­ge, ob ein Sach­ver­halt eine öffent­li­che Wie­der­ga­be im Sin­ne von Art. 8 Abs. 2 der Richt­li­nie 92/​100/​EWG (jetzt Art. 8 Abs. 2 der Richt­li­nie 2006/​115/​EG) dar­stel­le, erfor­de­re eine indi­vi­du­el­le Beur­tei­lung, bei der die drei (nach­fol­gend auf­ge­führ­ten) unselb­stän­di­gen und mit­ein­an­der ver­floch­te­nen Kri­te­ri­en, die der Uni­ons­ge­richts­hof in dem etwas anders gela­ger­ten Kon­text von Art. 3 Abs. 1 der Richt­li­nie 2001/​29/​EG auf­ge­stellt habe, ein­zeln und in ihrem Zusam­men­wir­ken mit­ein­an­der zu berück­sich­ti­gen sei­en, da sie – je nach Ein­zel­fall – in sehr unter­schied­li­chem Maße vor­lie­gen könn­ten7.
Ers­tens set­ze eine „Wie­der­ga­be” vor­aus, dass der Nut­zer in vol­ler Kennt­nis der Fol­gen sei­nes Ver­hal­tens tätig wer­de, um Drit­ten einen Zugang zum geschütz­ten Werk zu ver­schaf­fen, den die­se ohne sein Tätig­wer­den nicht hät­ten8.
Zwei­tens sei der Begriff „Öffent­lich­keit” nur bei einer unbe­stimm­ten Zahl poten­ti­el­ler Adres­sa­ten und recht vie­len Per­so­nen erfüllt9. Hin­sicht­lich des letzt­ge­nann­ten Kri­te­ri­ums sei die kumu­la­ti­ve Wir­kung zu beach­ten, die sich aus der Zugäng­lich­ma­chung der Wer­ke bei den poten­ti­el­len Adres­sa­ten erge­be. Dabei kom­me es dar­auf an, wie vie­le Per­so­nen gleich­zei­tig und nach­ein­an­der Zugang zu dem­sel­ben Werk hät­ten10.
Drit­tens sei es nicht uner­heb­lich, ob die betref­fen­de Nut­zungs­hand­lung Erwerbs­zwe­cken die­ne11. Das set­ze vor­aus, dass sich der Nut­zer gezielt an das Publi­kum wen­de, für das die Wie­der­ga­be vor­ge­nom­men wer­de, und die­ses für die Wie­der­ga­be auf­nah­me­be­reit sei und nicht nur zufäl­lig erreicht wer­de12.
Der Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on hat ange­nom­men, nach die­sen Kri­te­ri­en neh­me ein Zahn­arzt, der – wie der im Aus­gangs­ver­fah­ren des Vor­ab­ent­schei­dungs­ver­fah­rens in Rede ste­hen­de – kos­ten­los Ton­trä­ger in sei­ner Pra­xis für sei­ne Pati­en­ten als Hin­ter­grund­mu­sik wie­der­ge­be, kei­ne öffent­li­che Wie­der­ga­be im Sin­ne von Art. 8 Abs. 2 der Richt­li­nie 92/​100/​EWG vor13. Dazu hat er aus­ge­führt:
Ein sol­cher Zahn­arzt gebe die Ton­trä­ger zwar absicht­lich wie­der, um sei­nen Pati­en­ten deren Genuss zu ver­schaf­fen14.
Die Pati­en­ten eines Zahn­arz­tes bil­de­ten jedoch übli­cher­wei­se eine bestimm­te Gesamt­heit poten­ti­el­ler Leis­tungs­emp­fän­ger, da ande­re Per­so­nen grund­sätz­lich kei­nen Zugang zur Behand­lung durch den Zahn­arzt hät­ten. Auch sei die Zahl der Pati­en­ten, für die ein Zahn­arzt den­sel­ben Ton­trä­ger hör­bar mache, uner­heb­lich oder sogar unbe­deu­tend, da der Kreis der gleich­zei­tig in der Pra­xis anwe­sen­den Per­so­nen im All­ge­mei­nen sehr begrenzt sei und auf­ein­an­der fol­gen­de Pati­en­ten in aller Regel nicht Hörer der­sel­ben Ton­trä­ger sei­en, ins­be­son­de­re wenn die­se über Rund­funk wie­der­ge­ge­ben wür­den15.
Eine sol­che Wie­der­ga­be die­ne auch kei­nem Erwerbs­zweck. Ein Zahn­arzt, der Ton­trä­ger in Anwe­sen­heit sei­ner Pati­en­ten als Hin­ter­grund­mu­sik wie­der­ge­be, kön­ne ver­nünf­ti­ger­wei­se allein wegen die­ser Wie­der­ga­be weder eine Erwei­te­rung sei­nes Pati­en­ten­be­stands erwar­ten noch die Prei­se der Behand­lun­gen erhö­hen. Daher sei eine sol­che Wie­der­ga­be für sich genom­men nicht geeig­net, sich auf sei­ne Ein­künf­te aus­zu­wir­ken. Die Pati­en­ten eines Zahn­arz­tes begä­ben sich nur zu dem Zweck ihrer Behand­lung in eine Zahn­arzt­pra­xis, und eine Wie­der­ga­be von Ton­trä­gern gehö­re nicht zur Zahn­be­hand­lung. Die Pati­en­ten genös­sen zufäl­lig und unab­hän­gig von ihren Wün­schen je nach dem Zeit­punkt ihres Ein­tref­fens in der Pra­xis und der Dau­er des War­tens sowie der Art der Behand­lung den Zugang zu bestimm­ten Ton­trä­gern. Sie sei­en daher für eine sol­che Wie­der­ga­be nor­ma­ler­wei­se nicht auf­nah­me­be­reit16.
Mit der Begrün­dung, eine öffent­li­che Wie­der­ga­be im Sin­ne von Art. 3 Abs. 1 der Richt­li­nie 2001/​29/​EG und damit auch im Sin­ne von § 15 Abs. 3 UrhG set­ze vor­aus, dass die Wie­der­ga­be Erwerbs­zwe­cken die­ne, wor­an es bei einer Wie­der­ga­be von Hör­funk­sen­dun­gen im War­te­be­reich einer Zahn­arzt­pra­xis feh­le, kann eine öffent­li­che Wie­der­ga­be im Sin­ne von Art. 3 Abs. 1 der Richt­li­nie 2001/​29/​EG und damit ein Ein­griff in das aus­schließ­li­che Recht der Urhe­ber von Musik­wer­ken oder Sprach­wer­ken, Funk­sen­dun­gen ihrer Wer­ke durch Laut­spre­cher öffent­lich wahr­nehm­bar zu machen (§ 15 Abs. 2 Satz 1 und 2 Nr. 5 Fall 1, Abs. 3, § 22 Satz 1 Fall 1 UrhG), nicht ver­neint wer­den. Eine öffent­li­che Wie­der­ga­be im Sin­ne von Art. 3 Abs. 1 der Richt­li­nie 2001/​29/​EG setzt jeden­falls nicht zwin­gend vor­aus, dass die Wie­der­ga­be Erwerbs­zwe­cken dient.
Der Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on hat mit sei­nem Urteil vom 15.03.2012 allein über die Aus­le­gung des Begriffs der öffent­li­chen Wie­der­ga­be im Sin­ne von Art. 8 Abs. 2 der Richt­li­nie 92/​100/​EWG (jetzt Richt­li­nie 2006/​115/​EG) ent­schie­den17. Zur Aus­le­gung die­ses Begriffs hat er zwar die bereits zum Begriff der öffent­li­chen Wie­der­ga­be im Sin­ne von Art. 3 Abs. 1 der Richt­li­nie 2001/​29/​EG auf­ge­stell­ten Kri­te­ri­en her­an­ge­zo­gen. Dabei hat er jedoch dar­auf hin­ge­wie­sen, der Begriff der öffent­li­chen Wie­der­ga­be wer­de in Art. 3 Abs. 1 der Richt­li­nie 2001/​29/​EG und in Art. 8 Abs. 2 der Richt­li­nie 92/​100/​EWG in Zusam­men­hän­gen ver­wen­det, die nicht gleich sei­en, und zwar ähn­li­che, aber gleich­wohl teil­wei­se unter­schied­li­che Ziel­set­zun­gen ver­folg­ten. Die Urhe­ber ver­füg­ten nach Art. 3 Abs. 1 der Richt­li­nie 2001/​29/​EG über ein Recht vor­beu­gen­der Art, dass es ihnen erlau­be, bereits eine beab­sich­tig­te öffent­li­che Wie­der­ga­be ihrer Wer­ke zu ver­bie­ten. Dage­gen ver­füg­ten die aus­üben­den Künst­ler und die Ton­trä­ger­her­stel­ler nach Art. 8 Abs. 2 der Richt­li­nie 92/​100/​EWG über ein Recht mit Ent­schä­di­gungs­cha­rak­ter, das sie erst bei oder nach der Ver­wen­dung eines Ton­trä­gers für eine öffent­li­che Wie­der­ga­be aus­üben könn­ten. Dar­aus fol­ge, dass Art. 8 Abs. 2 der Richt­li­nie 92/​100/​EWG eine indi­vi­du­el­le Beur­tei­lung des Begriffs der öffent­li­chen Wie­der­ga­be erfor­de­re und auf ein im Wesent­li­chen wirt­schaft­li­ches Recht abstel­le18.
Es kann offen­blei­ben, ob der Hin­weis des Gerichts­hofs der Euro­päi­schen Uni­on, das im Zusam­men­hang mit Art. 3 Abs. 1 der Richt­li­nie 2001/​29/​EG nicht uner­heb­li­che Kri­te­ri­um des Erwerbs­zwecks müs­se in Bezug auf Art. 8 Abs. 2 der Richt­li­nie 92/​100/​EWG in Anbe­tracht der im Wesent­li­chen wirt­schaft­li­chen Natur die­ses Anspruchs „erst recht” gel­ten19, dahin zu ver­ste­hen ist, dass die­sem Kri­te­ri­um in Bezug auf den Begriff der öffent­li­chen Wie­der­ga­be im Sin­ne von Art. 8 Abs. 2 der Richt­li­nie 92/​100/​EWG eine grö­ße­re Bedeu­tung zukommt als im Zusam­men­hang mit dem Begriff der öffent­li­chen Wie­der­ga­be im Sin­ne von Art. 3 Abs. 1 der Richt­li­nie 2001/​29/​EG. Jeden­falls kann aus die­ser Bemer­kung nicht geschlos­sen wer­den, dem Kri­te­ri­um des Erwerbs­zwecks sei für den Begriff der öffent­li­chen Wie­der­ga­be im Sin­ne von Art. 3 Abs. 1 der Richt­li­nie 2001/​29/​EG – abwei­chend von der bis­he­ri­gen Recht­spre­chung des Gerichts­hofs der Euro­päi­schen Uni­on – mehr als eine „nicht uner­heb­li­che” Bedeu­tung bei­zu­mes­sen.
Der Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on hat in sei­ner – nach Ver­kün­dung des Beru­fungs­ur­teils ergan­ge­nen – Ent­schei­dung vom 27.02.201420 aus­drück­lich klar­ge­stellt, die aus sei­nem Urteil vom 15.03.2012 her­ge­lei­te­ten Grund­sät­ze beträ­fen nicht das in Art. 3 Abs. 1 der Richt­li­nie 2001/​29 bezeich­ne­te Urhe­ber­recht, son­dern das Recht mit Ent­schä­di­gungs­cha­rak­ter der aus­üben­den Künst­ler und der Ton­trä­ger­her­stel­ler nach Art. 8 Abs. 2 der Richt­li­nie 92/​100/​EWG. Danach ändert das Urteil des Gerichts­hofs der Euro­päi­schen Uni­on vom 15.03.2012 nichts dar­an, dass der Erwerbs­zweck kei­ne zwin­gen­de Vor­aus­set­zung einer öffent­li­chen Wie­der­ga­be im Sin­ne von Art. 3 Abs. 1 der Richt­li­nie 2001/​29/​EG ist21 und für die Ein­stu­fung einer Wei­ter­ver­brei­tung als Wie­der­ga­be im Sin­ne von Art. 3 Abs. 1 der Richt­li­nie 2001/​29/​EG unter Umstän­den auch uner­heb­lich sein kann22.
Es kann wei­ter offen­blei­ben, ob eine öffent­li­che Wie­der­ga­be im Sin­ne von Art. 8 Abs. 2 Satz 1 der Richt­li­nie 2006/​115/​EG und damit ein Anspruch der aus­üben­den Künst­ler auf ange­mes­se­ne Ver­gü­tung, soweit Sen­dun­gen ihrer Dar­bie­tun­gen öffent­lich wahr­nehm­bar gemacht wer­den (§ 78 Abs. 2 Nr. 3 Fall 1 UrhG), nach dem Urteil des Gerichts­hofs der Euro­päi­schen Uni­on vom 15.03.2012 zwin­gend vor­aus­setzt, dass die Wie­der­ga­be Erwerbs­zwe­cken dient. Die Revi­si­on macht aller­dings ohne Erfolg gel­tend, die­ses Urteil sei nicht auf den Ver­gü­tungs­an­spruch der aus­üben­den Künst­ler anwend­bar, weil es bei dem Urteil allein um den Anspruch der Ton­trä­ger­her­stel­ler auf Betei­li­gung an der Ver­gü­tung der aus­üben­den Künst­ler gegan­gen sei, und die aus­üben­den Künst­ler vor dem Hin­ter­grund ihrer Künst­ler­per­sön­lich­keits­rech­te im Unter­schied zu den Ton­trä­ger­her­stel­lern nicht blo­ße „wirt­schaft­li­che Rech­te” hät­ten. Der Umstand, dass aus­üben­de Künst­ler anders als Ton­trä­ger­her­stel­ler auch Künst­ler­per­sön­lich­keits­rech­te haben, ändert nichts dar­an, dass es sich bei dem den aus­üben­den Künst­lern und Ton­trä­ger­her­stel­lern nach Art. 8 Abs. 2 der Richt­li­nie 92/​100/​EWG zuste­hen­den Ver­gü­tungs­an­spruch im Wesent­li­chen um ein wirt­schaft­li­ches Recht mit Ent­schä­di­gungs­cha­rak­ter han­delt23. Ob dar­aus folgt, dass nur eine Nut­zungs­hand­lung, die Erwerbs­zwe­cken dient, einen sol­chen Ver­gü­tungs­an­spruch begrün­det, kann dahin­ste­hen, da jeden­falls eine ande­re – zwin­gen­de – Vor­aus­set­zung einer öffent­li­chen Wie­der­ga­be im Streit­fall nicht erfüllt ist.
Eine öffent­li­che Wie­der­ga­be im Sin­ne von Art. 3 Abs. 1 der Richt­li­nie 2001/​29/​EG und Art. 8 Abs. 2 Satz 1 der Richt­li­nie 2006/​115/​EG setzt nach der Recht­spre­chung des Gerichts­hofs der Euro­päi­schen Uni­on zwin­gend eine unbe­stimm­te Zahl poten­ti­el­ler Adres­sa­ten und recht vie­le Per­so­nen als Adres­sa­ten vor­aus. Nach der Ent­schei­dung des Gerichts­hofs der Euro­päi­schen Uni­on vom 15.03.2012 in der Sache „SCF/​Del Cor­so” ist davon aus­zu­ge­hen, dass die­se Vor­aus­set­zung im All­ge­mei­nen nicht erfüllt ist, wenn ein Zahn­arzt in sei­ner Pra­xis für sei­ne Pati­en­ten Hör­funk­sen­dun­gen als Hin­ter­grund­mu­sik wie­der­gibt.
Der Begriff „Öffent­lich­keit” im Sin­ne von Art. 3 Abs. 1 der Richt­li­nie 2001/​29/​EG und Art. 8 Abs. 2 Satz 1 der Richt­li­nie 2006/​115/​EG ist nach der Recht­spre­chung des Gerichts­hofs der Euro­päi­schen Uni­on nur bei einer unbe­stimm­ten Zahl poten­ti­el­ler Adres­sa­ten und recht vie­len Per­so­nen erfüllt24. Um eine „unbe­stimm­te Zahl poten­ti­el­ler Adres­sa­ten” han­del­te es sich, wenn die Wie­der­ga­be für Per­so­nen all­ge­mein erfolgt, also nicht auf beson­de­re Per­so­nen beschränkt ist, die einer pri­va­ten Grup­pe ange­hö­ren25. Mit dem Kri­te­ri­um „recht vie­le Per­so­nen” ist gemeint, dass der Begriff der Öffent­lich­keit eine bestimm­te Min­dest­schwel­le ent­hält und eine all­zu klei­ne oder gar unbe­deu­ten­de Mehr­zahl betrof­fe­ner Per­so­nen aus­schließt. Zur Bestim­mung die­ser Zahl von Per­so­nen ist die kumu­la­ti­ve Wir­kung zu beach­ten, die sich aus der Zugäng­lich­ma­chung der Wer­ke bei den poten­ti­el­len Adres­sa­ten ergibt. Dabei kommt es dar­auf an, wie vie­le Per­so­nen gleich­zei­tig und nach­ein­an­der Zugang zu dem­sel­ben Werk haben26.
Die­se Vor­aus­set­zun­gen sind nach der Recht­spre­chung des Gerichts­hofs der Euro­päi­schen Uni­on bei­spiels­wei­se erfüllt, wenn der Betrei­ber eines Hotels in Rund­funk­sen­dun­gen über­tra­ge­ne Wer­ke oder abge­spiel­te Ton­trä­ger für sei­ne Gäs­te über in deren Zim­mern auf­ge­stell­te Fern­seh- oder Radio­ge­rä­te über­trägt27 oder der Inha­ber einer Gast­wirt-schaft im Rund­funk gesen­de­te Wer­ke über einen Fern­seh­bild­schirm und Laut­spre­cher für die sich in sei­ner Gast­wirt­schaft auf­hal­ten­den Gäs­te wie­der­gibt28 oder der Betrei­ber einer Kur­ein­rich­tung in Rund­funk­sen­dun­gen wie­der­ge­ge­be­ne Wer­ke an sei­ne Pati­en­ten über in deren Zim­mern auf­ge­stell­te Fern­seh- oder Radio­emp­fän­ger über­mit­telt29. Nicht erfüllt sind die­se Vor­aus­set­zun­gen nach der Recht­spre­chung des Gerichts­hofs der Euro­päi­schen Uni­on dage­gen bei einer Wie­der­ga­be von Funk­sen­dun­gen durch einen Zahn­arzt an die Pati­en­ten sei­ner Pra­xis. Der Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on hat dazu in sei­nem Urteil vom 15.03.2012 aus­ge­führt, die Pati­en­ten eines Zahn­arz­tes bil­de­ten übli­cher­wei­se eine bestimm­te Gesamt­heit poten­ti­el­ler Leis­tungs­emp­fän­ger, da ande­re Per­so­nen grund­sätz­lich kei­nen Zugang zur Behand­lung durch den Zahn­arzt hät­ten. Zudem sei die Zahl der Pati­en­ten, für die ein Zahn­arzt den­sel­ben Ton­trä­ger hör­bar mache, uner­heb­lich oder sogar unbe­deu­tend, da der Kreis der gleich­zei­tig in der Pra­xis anwe­sen­den Per­so­nen im All­ge­mei­nen sehr begrenzt sei und auf­ein­an­der fol­gen­de Pati­en­ten in aller Regel nicht Hörer der­sel­ben Ton­trä­ger sei­en, ins­be­son­de­re wenn die­se über Rund­funk wie­der­ge­ge­ben wür­den15.
Dage­gen ver­wirft der Bun­des­ge­richts­hof das Argu­ment, da regel­mä­ßig jede belie­bi­ge Per­son mit der Bit­te um medi­zi­ni­sche Behand­lung in einer ärzt­li­chen Pra­xis vor­spre­chen kön­ne, gebe es dort eine unbe­stimm­te Zahl poten­ti­el­ler Adres­sa­ten. Ange­sichts der erfah­rungs­ge­mäß meist vol­len War­te­zim­mer in ärzt­li­chen Pra­xen kön­ne kei­ne Rede davon sein, dass dor­ti­ge Werk­wie­der­ga­ben nur einer unbe­deu­ten­den und begrenz­ten Anzahl von Per­so­nen zu Gehör gelan­gen wür­den30. Der Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on hat zwar dar­auf hin­ge­wie­sen, dass grund­sätz­lich die natio­na­len Gerich­te anhand der von ihm auf­ge­stell­ten Kri­te­ri­en auf­grund einer umfas­sen­den Beur­tei­lung der gege­be­nen Situa­ti­on zu beur­tei­len haben, ob in einem kon­kre­ten Fall ein Zahn­arzt, der Ton­trä­ger in Gegen­wart sei­ner Pati­en­ten als Hin­ter­grund­mu­sik wie­der­gibt, eine öffent­li­che Wie­der­ga­be im Sin­ne von Art. 8 Abs. 2 der Richt­li­nie 92/​100/​EWG vor­nimmt31. Gleich­wohl hat er selbst ent­schie­den, dass in einer Situa­ti­on wie der des Aus­gangs­ver­fah­rens kei­ne öffent­li­che Wie­der­ga­be im Sin­ne von Art. 8 Abs. 2 der Richt­li­nie 92/​100/​EWG vor­liegt. Sei­ner Beur­tei­lung der Fra­ge, ob die Pati­en­ten eines Zahn­arz­tes wie des im Aus­gangs­ver­fah­ren in Rede ste­hen­den eine unbe­stimm­te Zahl poten­ti­el­ler Adres­sa­ten und recht vie­le Per­so­nen sind, hat er die Fest­stel­lung zugrun­de gelegt, dass die Pati­en­ten eines Zahn­arz­tes übli­cher­wei­se eine Gesamt­heit von Per­so­nen bil­den, deren Zusam­men­set­zung weit­ge­hend sta­bil ist, der Kreis der gleich­zei­tig in der Pra­xis eines Zahn­arz­tes anwe­sen­den Per­so­nen im All­ge­mei­nen sehr begrenzt ist und die auf­ein­an­der­fol­gen­den Pati­en­ten sich in der Anwe­sen­heit abwech­seln15. Es ist nicht ersicht­lich, dass sich die Situa­ti­on im Streit­fall davon in ent­schei­dungs­er­heb­li­cher Wei­se unter­schei­det. Ins­be­son­de­re gibt es kei­ne Anhalts­punk­te dafür, dass die Zusam­men­set­zung der Pati­en­ten des Beklag­ten weni­ger sta­bil oder der Kreis der gleich­zei­tig in sei­ner Pra­xis anwe­sen­den Per­so­nen weni­ger begrenzt ist als bei Zahn­ärz­ten üblich. Des­halb ist auch im vor­lie­gen­den Ver­fah­ren davon aus­zu­ge­hen, dass die Wie­der­ga­be von Hör­funk­sen­dun­gen in der Zahn­arzt­pra­xis nicht öffent­lich ist.
Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 18. Juni 2015 – I ZR 14/​14
BGH, Urteil vom 22.04.2009 – I ZR 216/​06, GRUR 2009, 845 Rn. 35 = WRP 2009, 1001 – Inter­net­vi­deo­re­cor­der I; vgl. auch BGH, Urteil vom 11.07.1996 – I ZR 22/​94, GRUR 1996, 875, 876 – Zwei­bett­zim­mer im Kran­ken­haus↩
BGH, Urteil vom 24.06.1955 – I ZR 178/​53, BGHZ 17, 376, 380 – Betriebs­fei­ern; Urteil vom 07.10.1960 – I ZR 17/​59, GRUR 1961, 97, 99 – Sport­heim; vgl. auch BGH, Urteil vom 12.07.1974 – I ZR 68/​73, GRUR 1975, 33, 34 – Alters-Wohn­heim; Urteil vom 17.03.1983 – I ZR 186/​80, GRUR 1983, 562, 563 – Zoll- und Finanz­schu­len, inso­weit nicht in BGHZ 87, 126 abge­druckt; Urteil vom 07.06.1984 – I ZR 57/​82, GRUR 1984, 734, 735 – Voll­zugs­an­stal­ten↩
vgl. Erwä­gungs­grund 23 Satz 2 der Richt­li­nie 2001/​29/​EG↩
EuGH, Urteil vom 04.10.2011 – C403/​08 und C429/​08, Slg. 2011, I09083 = GRUR 2012, 156 Rn.200 bis 202 = WRP 2012, 434 – Foot­ball Asso­cia­ti­on Pre­mier League und Mur­phy; Urteil vom 24.11.2011 – C283/​10, Slg. 2011, I12031 = GRUR Int.2012, 150 Rn. 35 und 36 – UCMR-ADA/Zir­kus Glo­bus↩
vgl. v. Ungern-Stern­berg in Schricker/​Loewenheim, Urhe­ber­recht, 4. Aufl., § 22 UrhG Rn. 10; vgl. auch BGH, GRUR 1996, 875, 876 – Zwei­bett­zim­mer im Kran­ken­haus↩
vgl. v. Lewin­ski in Walter/​v. Lewin­ski, European Copy­right Law, 2010, Rn.06.08.17 und 6.08.18↩
vgl. EuGH, GRUR 2012, 593 Rn. 78 bis 81 – SCF/​Del Cor­so; vgl. auch EuGH, Urteil vom 15.03.2012 C162/​10, GRUR 2012, 597 Rn. 29 und 30 – PPL/​Irland; vgl. wei­ter BGH, Beschluss vom 16.05.2013 – I ZR 46/​12, GRUR 2013, 818 Rn. 15 bis 19 = WRP 2013, 1047 – Die Rea­li­tät↩
vgl. EuGH, GRUR 2012, 593 Rn. 82 – SCF/​Del Cor­so; GRUR 2012, 597 Rn. 31 – PPL/​Irland; vgl. auch EuGH, Urteil vom 07.12 2006 – C306/​05, Slg. 2006, I11519 = GRUR 2007, 225 Rn. 42 und 43 – SGAE/​Rafael; EuGH, GRUR 2012, 156 Rn.195 – Foot­ball Asso­cia­ti­on Pre­mier League und Mur­phy; EuGH, Urteil vom 13.02.2014 – C466/​12, GRUR 2014, 360 Rn. 17 und 19 – Svensson/​Retriever Sve­ri­ge; Urteil vom 27.02.2014 – C351/​12, GRUR 2014, 473 Rn. 25 und 26 = WRP 2014, 418 – OSA/Lé?ebné lázn?; Urteil vom 27.03.2014 – C314/​12, GRUR 2014, 468 Rn. 39 = WRP 2014, 540 – UPC Telekabel/​Constantin Film und Wega↩
vgl. EuGH, GRUR 2012, 593 Rn. 84 – SCF/​Del Cor­so; GRUR 2012, 597 Rn. 33 PPL/​Irland; vgl. auch EuGH, Urteil vom 07.03.2013 – C607/​11, GRUR 2013, 500 Rn. 32 – ITV Broadcasting/​TVC; EuGH, GRUR 2014, 360 Rn. 21 – Svensson/​Retriever Sve­ri­ge; GRUR 2014, 473 Rn. 27 – OSA/Lé?ebné lázn?↩
EuGH, GRUR 2012, 593 Rn. 87 – SCF/​Del Cor­so; GRUR 2012, 597 Rn. 35 – PPL/​Irland; vgl. auch EuGH, GRUR 2007, 225 Rn. 38 – SGAE/​Rafael; GRUR 2013, 500 Rn. 33 – ITV Broadcasting/​TVC; GRUR 2014, 473 Rn. 28 – OSA/Lé?ebné lázn?↩
vgl. EuGH, GRUR 2012, 593 Rn. 88 – SCF/​Del Cor­so; GRUR 2012, 597 Rn. 36 – PPL/​Irland; vgl. auch EuGH, GRUR 2007, 225 Rn. 44 – SGAE/​Rafael; EuGH, Urteil vom 13.10.2011 – C431/​09 und C432/​09, Slg. 2011, I9363 = GRUR Int.2011, 1058 Rn. 80 – Air­field und Canal Digitaal/​Sabam; EuGH, GRUR 2012, 156 Rn.204 – Foot­ball Asso­cia­ti­on Pre­mier League und Mur­phy↩
vgl. EuGH, GRUR 2012, 593 Rn. 91 – SCF/​Del Cor­so; GRUR 2012, 597 Rn. 37 – PPL/​Irland↩
vgl. EuGH, GRUR 2012, 593 Rn. 92 bis 100 – SCF/​Del Cor­so↩
vgl. EuGH, GRUR 2012, 593 Rn. 94 – SCF/​Del Cor­so↩
vgl. EuGH, GRUR 2012, 593 Rn. 95 und 96 – SCF/​Del Cor­so↩↩↩
vgl. EuGH, GRUR 2012, 593 Rn. 97 bis 99 – SCF/​Del Cor­so↩
vgl. EuGH, GRUR 2012, 593 Rn. 64 – SCF/​Del Cor­so↩
EuGH, GRUR 2012, 593 Rn. 74 bis 79 – SCF/​Del Cor­so↩
EuGH, GRUR 2012, 593 Rn. 89 – SCF/​Del Cor­so↩
EuGH, GRUR 2014, 473 Rn. 35 – OSA/Lé?ebné lázn?↩
vgl. EuGH, GRUR 2007, 225 Rn. 44 – SGAE/​Rafael↩
EuGH, GRUR 2013, 500 Rn. 42 und 43 – ITV Broadcasting/​TVC↩
EuGH, GRUR 2012, 593 Rn. 75 und 77 – SCF/​Del Cor­so↩
vgl. EuGH, GRUR 2012, 593 Rn. 84 – SCF/​Del Cor­so; GRUR 2012, 597 Rn. 33 – PPL/​Irland; vgl. auch EuGH, GRUR 2013, 500 Rn. 32 – ITV Broadcasting/​TVC↩
vgl. EuGH, Urteil vom 02.06.2005 – C89/​04, Slg. 2005, I4891 = ZUM 2005, 549 Rn. 30 – Mediakabel/​Kommissariat für die Medi­en; Urteil vom 14.07.2005 – C192/​04, Slg. 2005, I7199 = GRUR 2006, 50 Rn. 31 – Lagardère/​SPRE und GVL; EuGH, GRUR 2007, 225 Rn. 37 – SGAE/​Rafael; GRUR 2012, 593 Rn. 85 – SCF/​Del Cor­so; GRUR 2012, 597 Rn. 34 – PPL/​Irland↩
vgl. EuGH, GRUR 2007, 225 Rn. 38 – SGAE/​Rafael; GRUR 2012, 593 Rn. 86 und 87 – SCF/​Del Cor­so; GRUR 2012, 597 Rn. 35 – PPL/​Irland; GRUR 2013, 500 Rn. 33 – ITV Broadcasting/​TVC↩
zu Art. 3 Abs. 1 der Richt­li­ne 2001/​29/​EG EuGH, GRUR 2007, 225 Rn. 37 bis 39 – SGAE/​Rafael; zu Art. 8 Abs. 2 der Richt­li­nie 2006/​115/​EG EuGH, GRUR 2012, 597 Rn. 41 und 42 – PPL/​Irland↩
vgl. zu Art. 3 Abs. 1 der Richt­li­nie 2001/​29/​EG: EuGH, GRUR 2012, 156 Rn. 183 bis 207 – Foot­ball Asso­cia­ti­on Pre­mier League und Mur­phy↩
zu Art. 3 Abs. 1 der Richt­li­nie 2001/​29/​EG EuGH, GRUR 2014, 473 Rn. 27 bis 30 – OSA/Lé?ebné lázn?↩
eben­so Haber­stumpf, GRUR Int.2013, 627, 633↩
vgl. EuGH, GRUR 2012, 593 Rn. 93 – SCF/​Del Cor­so↩
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