Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=6%20U%20135/10
Timestamp: 2018-09-18 16:32:56
Document Index: 278895833

Matched Legal Cases: ['§ 131', '§ 935', '§ 927', '§ 12', '§ 12', '§ 12', '§ 927', '§ 927', '§ 927', '§ 927', '§ 927', '§ 33', '§ 927', '§ 927', '§ 927', '§ 8', '§ 131', '§ 47', '§ 38', 'BGH', '§ 38', '§ 46', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: 6 U 135/10 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: OLG Düsseldorf, 23.02.2012
Einstweiliger Rechtsschutz bei Wettbewerbsverstoß: Übergang einer vertraglichen Unterlassungsverpflichtung bei Unternehmensübergang; Wegfall der Wiederholungsgefahr bei Übergang einer vertraglichen Unterlassungsverpflichtung auf den Rechtsnachfolger; Unzulässigkeit eines im Rahmen der Widerklage geltend gemachten Aufhebungsantrags; Neuerlass einer aufgehobenen einstweiligen Verfügung durch das Berufungsgericht
Kundenabwerbung durch irreführende Angaben ist wettbewerbswidrig
UmwG § 131 Abs. 1 Nr. 1 UmwG; ZPO § 935; ZPO § 927
Übergang der vertraglichen Unterlassungsverpflcihtung auf den Rechtsnachfolger auf Grund Umwandlung
Übergang der vertraglichen Unterlassungsverpflichtung auf den Rechtsnachfolger auf Grund von Umwandlung; Anforderungen an den Fortbestand des Eilbedürfnisses für eine einstweilige Verfügung
Wettbewerbswidrigkeit des Abwerbens von Kunden durch irreführende Abgaben
LG Karlsruhe, 14.07.2010 - 15 O 46/09
GRUR-RR 2014, 362
Der Verfolgung des Aufhebungsantrags im Wege der Widerklage steht weiter nicht entgegen, dass das Aufhebungsverfahren als Teil des Verfügungsverfahrens grundsätzlich auf eine beschleunigte Erledigung ausgerichtet ist (aA OLG Karlsruhe, GRUR-RR 2014, 362, 369).
Da auch ansonsten weder im Blick auf die Hauptsacheklage noch im Blick auf die Widerklage durchgreifende Gründe gegen die Zulassung einer solchen Hilfswiderklage sprechen, ist diese hier als zulässig anzusehen (vgl. OLG Hamburg, GRUR-RR 2007, 20, 22;… Büscher in Fezer/Büscher/Obergfell, UWG, 3. Aufl., § 12 Rn. 146;… Köhler in Köhler/Bornkamm, UWG, 35. Aufl., § 12 Rn. 3.54;… jurisPK-UWG/Hess, 4. Aufl., § 12 Rn. 217;… Grunsky in Stein/Jonas, ZPO, 22. Aufl., § 927 Rn. 10;… Münch- Komm. ZPO/Drescher, 5. Aufl., § 927 Rn. 10;… Thümmel in Wieczorek/Schütze, ZPO, 4. Aufl., § 927 Rn. 5;… Zöller/Vollkommer aaO § 927 Rn. 9;… Baumbach/Lauterbach/Hartmann, ZPO, 75. Aufl., § 927 Rn. 1;… Zöllner in Cepl/Voß, Prozesskommentar zum Gewerblichen Rechtsschutz, 2014, § 33 ZPO Rn. 26;… Teplitzky/Feddersen, Wettbewerbsrechtliche Ansprüche und Verfahren, 11. Aufl., Kap. 56 Rn. 24;… Ahrens/Ahrens, Der Wettbewerbsprozess, 8. Aufl., Kap. 60 Rn. 31; aA OLG Karlsruhe, GRUR-RR 2014, 362, 368 f.).
Dies war auch zulässig, denn der Antrag nach § 927 Abs. 1 ZPO kann nach herrschender Auffassung auch im Termin zur Verhandlung über die Hauptsache selbst gestellt werden und ist auch noch in der Berufungsinstanz zulässig (…vgl. Prütting, in MüKo ZPO, 4. Auflage 2013, § 927 Rn. 9; OLG Hamburg…, Urteil vom 7.9.2006 - 3 U 204/05 -, Juris Rn. 65;… Vollkommer, in: Zöller , ZPO, 30. Auflage 2014, § 927 Rn. 9; a.A. OLG Karlsruhe, Urteil vom 22.1.2014 - 6 U 135/10 -, Juris Rn. 98 ff.).
Die Beklagte zu 1) ist als Vertragspartner der Klägerin richtiger Anspruchsgegner bis zur Ausgliederung der Beklagten zu 2), die nach § 8a HGB mit Eintragung in das Handelsregister am 09.06.2016 wirksam wurde (vgl. OLG Karlsruhe, Urteil vom 22.01.2014, Az. 6 U 135/10, juris;… Kallmeyer, UmwG, Kommentar, 4. Aufl., § 131, Rn. 1).
OLG Düsseldorf, 23.02.2012 - I-6 U 135/10
GmbHG § 47 Abs. 4 S. 2; GmbHG § 38 Abs. 1
Anforderungen an die Nichtigerklärung von Beschlüssen der Gesellschafterversammlung einer GmbH
LG Düsseldorf, 08.04.2010 - 32 O 21/09
BGH, 21.05.2013 - II ZR 110/12
Bei solchen, die inneren Angelegenheiten der Gesellschaft betreffenden Beschlüssen soll dem Gesellschafter die Mitwirkung nicht schon dann zu versagen sein, wenn der Beschlussinhalt zugleich auf seinen persönlichen Rechtskreis einwirkt (OLG Düsseldorf, Urt. v. 23.02.2012 - I-6 U 135/10, 6 U 135/10, Rn 44 zit. nach juris).
Insoweit ist in Rechtsprechung und Literatur lediglich umstritten, welche Anforderungen im Einzelnen an den Stimmrechtsausschluss zu stellen sind, namentlich ob der Ausschluss von der Beschlussfassung bereits bei einem substantiierten Vorwurf eines wichtigen Grundes zu bejahen ist (so OLG Brandenburg, Urteil v. 17.1.1996, 7 U 106/95, GmbHR 1996, 539, 542;… Kleindiek, in: Lutter/Hommelhoff, GmbHG, 18. Aufl. 2012, § 38 Rdnr. 17;… Schmidt, in Scholz [Hrsg.], GmbHG, 11. Aufl. 2014, § 46 Rdnr. 76 ["ernst zu nehmender (substantiierter) Vorwurf eines wichtigen Grundes]) oder das Stimmrecht erst ausgeschlossen ist, wenn der wichtige Grund objektiv vorlag (so OLG Karlsruhe, Urteil v. 4.5.1999, 8 U 153/97, NZG 2000, 264, 265; OLG Naumburg, Urteil v. 25.1.1996, 2 U 31/95, GmbHR 1996, 934, 936; OLG Düsseldorf, Urteil v. 23.2.2012, I 6 U 135/10), wovon der BGH jedenfalls für die Konstellation einer paritätischen Beteiligung der Gesellschafter ausgeht (BGH, Urteil v. 20.12.1982, II ZR 110/82, BGHZ 86, 177, 181 f., GmbHR 1983, 149; umfassend zum Streitstand Ensenbach, GmbHR 2016, 8, 11).
Die Möglichkeit zur Abberufung des Geschäftsführers aus wichtigem Grund ist den Gesellschaftern nämlich zwingend einzuräumen (Oberlandesgericht [OLG] Düsseldorf, Urteil vom 23. Februar 2012 - I-6 U 135/10, 6 U 135/10 -, in juris).