Source: http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/117533,10.html
Timestamp: 2019-09-19 20:06:40
Document Index: 94112656

Matched Legal Cases: ['§222', '§227', '§227', '§ 227', '§ 13', '§316', '§ 20']

Verfasst am: 28 Feb 2007 - 09:15:08 Titel:
was mich noch interessieren würde ist, ob ihr den SV in tatkomplexe einteilt
mir will das nämlich nicht einleuchten
k macht sich ohne nur für das verhalten in der kneipe strafbar
oder etwa auch in irgendeiner art und weise am tod des r?
und bei a weiß ich nicht, ob ich einen komplex in der kneipe und einen komplex auf der strasse bilden soll?
§mick§
Verfasst am: 28 Feb 2007 - 18:22:23 Titel:
Bitter_Lemon hat folgendes geschrieben:
§222 oder §227
meines erachtens scheidet §227 aus, da das ja ein erfolgsquali. delikt ist und als vorraussetzung eine vorsätzliche kv bejaht werden muss und einen vorsatz sehe ich da nicht
Verfasst am: 28 Feb 2007 - 22:50:55 Titel:
Ich denke § 227 scheidet schon deswegen aus, weil R sofort Tod war.
So hat Prof. Seier zumindest mal in der Vorlesung argumentiert.
Verfasst am: 01 März 2007 - 16:22:37 Titel:
Muss blacky3 da recht geben. Ich meine auch, dass dadurch, dass R sofort Tod war der 227 ausscheidet. Das geht schon allein vom logischen Ansatz her weit über eine KV hinaus meiner Meinung nach. Also ich werds mit 222 machen und evt. den 227 noch kurz erwähnen, aber umgehend verneinen.
Denke im Übrigen, dass der K dann auch wegen 222 aufgrund Unterlassung strafbar ist. Hab das in nem Kommentar gelesen, dass z.b. ein Gastwirt auch wegen Unterlassung dran wäre, wenn er einen volltrunkenen Gast noch fahren lässt und dann etwas passiert. Ist ja hier quasi derselbe Fall, nur das K Anstifter und kein Gastwirt ist. Sollte im Endeffekt aber dasselbe Ergebnis haben, oder sehe ich das falsch?
Verfasst am: 01 März 2007 - 20:29:05 Titel:
Dann muß ich Elninjo auch recht geben.
Die Tatsache, dass K kein Gastwirt ist ist sicherlich irrelevant. Es wird im SV mehr als deutlich erwähnt, dass er bemerkt, dass A nicht mehr fahrtüchtig ist. Und das kann ja nicht umsonst da drin stehen.
Was meinst Du denn genau mit Unterlassung?
Garantenstellung, § 13?
Verfasst am: 01 März 2007 - 20:30:42 Titel:
... vielleicht durch Ingerenz
Verfasst am: 02 März 2007 - 01:56:59 Titel:
Ja genau...Garantenstellung des K aus Ingerenz....dann greift für ihn 222 durch Unterlassung bezüglich des R und meiner Meinung nach auch noch 229 durch Unterlassung bezüglich des A!
Bin mit der Prüfung von A im Übrigen soweit durch denke ich, frage mich nur, ob auch noch der 316 zu prüfen ist...käme im Ergebnis wohl aufs gleiche, wie bei 315c....nur 316 ist zu dem ja subsidiär, aber 315c ist ja nicht begangen wegen 20, oder?
Also 316 prüfen? Ja ode Nein? Ich denke Ja....oder irre ich mich da???
Verfasst am: 02 März 2007 - 10:36:19 Titel:
Wir haben mal in einer Vorlesung einen ähnlichen Fall gehabt.
Haben erst den §316 geprüft ... und ihn dann zurückgestellt, weil er subsidiär ist.
Also ich würde ihn auch anprüfen und dann erwähnen, dass er nicht durchgreift.
Damit zeigst Du den Korrekturassistenten, dass Du auch das nicht außer Acht gelassen hast.
Verfasst am: 02 März 2007 - 12:39:35 Titel:
hallo, nochmal eine frage: hat jemand von euch den SV in tatkomplexe eingeteilt?
ich denke das man die strafbarkeiten des a und k für sich prüfen kann, ohne tatkomplexe zu bilden, oder?
bzgl des 315c ist es nicht ganz eindeutig, ob 20 greift oder nicht
man muss hier die actio libera in causa (alic) heranziehen
und das finde ich sehr knifflig
habe 4 kommentare durchgearbeitet und habe immer noch keine vernünftige lösung diesbezüglich...
Verfasst am: 02 März 2007 - 13:08:22 Titel:
Tatkomplexe helfen sicher nicht, Ich habe erst A geprüft und bin jetzt an K dran.
316 ist sicherlich egal, da der soweit ich weiß nur greift, wenn eine abstrakte gefahr bestand. Der Tod des R ist aber doch ziemlich konkret, oder?
Mit dem § 20 bin ich mir auch nicht so sicher. Wenn er wegen 315c nicht strafbar wegen unfähigkeit ist, ist er dann wegen 222 nicht auch schuldunfähig? Das wäre doch mies.