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Timestamp: 2019-04-24 11:51:42
Document Index: 77472851

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 1', '§ 2', '§ 4', '§ 5', '§ 42', 'Art. 3', 'Art. 3', '§ 6', '§ 36', '§ 5', '§ 6', '§ 8', '§ 11', '§ 14', '§ 14', '§ 16', '§ 17', '§ 29', '§ 33', '§ 50', '§ 30', '§ 7', '§ 2', '§ 1', '§ 3', '§ 6', '§ 7', '§ 8']

Regional-KODA NW - Teil III – Ordnung für Praktikantinnen und Praktikanten
Teil II – Ordnung für Berufsausbildungsverhältnisse
Teil III – Ordnung für Praktikantinnen und Praktikanten
Ordnung für Praktikantinnen und Praktikanten (PraktikantenO)
§ 1 Geltungsbereich *)
*) Wenn diese Ordnung aus Gründen der Lesbarkeit allein die weibliche oder allein die männliche Schreibweise verwendet, sind stets beide Geschlechter in gleicher Weise erfasst.
(1) Diese Ordnung gilt für Praktikantinnen* für die Berufe
der Heilerziehungspflegerin während des Berufspraktikums, das nach den geltenden Ausbildungsordnungen der staatlichen Anerkennung als Heilerziehungspflegerin vorauszugehen hat,
der Erzieherin während des Berufspraktikums, das nach den geltenden Ausbildungsordnungen der staatlichen Anerkennung als Erzieherin vorauszugehen hat,
der Erzieherin – abweichend von Absatz 2 dritter Spiegelstrich – während der praxisintegrierten schulischen Ausbildung, die nach den geltenden Ausbildungsordnungen mit der staatlichen Anerkennung als Erzieherin abgeschlossen wird, mit den Sonderregelungen der Anlage 2 (Fachschulpraktikantinnen),
der Sozialarbeiterin/Sozialpädagogin/Heilpädagogin während des Berufspraktikums, das nach Abschluss des Fachhochschulstudiums der staatlichen Anerkennung als Sozialarbeiterin/Sozialpädagogin/Heilpädagogin vorauszugehen hat,
die in einem Praktikumsverhältnis zu einem Rechtsträger im Sinne von § 1 Abs. 1 und 2 der Ordnung zur Mitwirkung bei der Gestaltung des Arbeitsvertragsrechts durch Kommissionen in den (Erz-)Diözesen Aachen, Essen, Köln, Münster (nordrhein-westfälischer Teil) und Paderborn (KODA-Ordnung) stehen, soweit nicht in dieser Ordnung etwas anderes geregelt ist.
(2) Diese Ordnung gilt insbesondere nicht für:
Praktika von Studierenden der Fachhochschulen während der Praxissemester,
Zwischen- oder Blockpraktika von Studierenden der Fachhochschulen und der Hochschulen, die in Studien- oder Prüfungsordnungen vorgeschrieben sind,
Praktika, die Schülerinnen von Hauptschulen, weiterführenden Schulen, Fachschulen, Berufsfachschulen und Fachoberschulen im Rahmen der schulischen Ausbildung zu leisten haben,
Vorpraktikantinnen im Sozial-/Erziehungsdienst,
Absolventinnen mit Bachelor-Abschluss.
§ 2 Praktikumsvertrag
Vor Beginn des Praktikums ist ein schriftlicher Praktikumsvertrag zu schließen. Der Vertrag muss folgende Angaben enthalten:
a) Beginn, Dauer und Beendigung des Praktikums
b) Voraussetzungen, unter denen der Praktikumsvertrag gekündigt werden kann
c) Entgelt und sonstige Leistungen
d) regelmäßige tägliche und wöchentliche Ausbildungszeit
e) Dauer der Probezeit
f) Dauer des Urlaubs
g) Inbezugnahme dieser Ordnung in ihrer jeweils geltenden Fassung.
Die Praktikantinnen erhalten ein monatliches Entgelt nach Maßgabe der Anlage 1 Nr. 1.
§ 4 Praktikumsziel
Im Rahmen des Praktikums soll die Praktikantin ihre persönliche und fachliche Eignung für die zukünftige Arbeit nachweisen und die in der Schule/im Studium erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten anwenden. Für das Praktikum gelten die jeweiligen Bestimmungen und Richtlinien. Die Praktikantin soll nicht anstelle einer Fachkraft beschäftigt werden.
§ 5 Beendigung des Praktikums
(1) Während der ersten drei Monate des Praktikums, die als Probezeit gelten, kann das Vertragsverhältnis mit einer Kündigungsfrist von einem Monat zum Monatsende schriftlich ohne Angabe von Gründen gekündigt werden.
Nach der Probezeit kann das Praktikum unter Angabe der Kündigungsgründe nur schriftlich gekündigt werden
a) in entsprechender Anwendung von § 42 KAVO aus einem wichtigen Grund ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist von beiden Vertragsparteien; als wichtiger Grund für eine Kündigung gilt insbesondere ein Verstoß gegen kirchliche Grundsätze (hierzu gehört auch der Kirchenaustritt), es gelten die Maßstäbe der Art. 3 bis 5 Grundordnung in ihrer jeweiligen Fassung,
b) von der Praktikantin mit einer Kündigungsfrist von vier Wochen.
Eine fristlose Kündigung aus einem wichtigen Grund ist unwirksam, wenn die ihr zugrunde liegenden Tatsachen dem zur Kündigung Berechtigten länger als zwei Wochen bekannt sind.
(2) Abweichend von Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 kann eine ordentliche Kündigung mit einer Frist von 6 Wochen zum Quartalsende ausgesprochen werden bei einem Verstoß der Praktikantin gegen die Verpflichtung, ihre persönliche Lebensführung nach der Glaubens- und Sittenlehre sowie den übrigen Normen der katholischen Kirche einzurichten; es gelten die Maßstäbe der Art. 3 bis 5 Grundordnung in ihrer jeweiligen Fassung.
(3) Im Übrigen endet das Praktikum mit dem Ablauf der vorgeschriebenen Praktikumszeit.
§ 6 Erholungsurlaub
Praktikantinnen erhalten Erholungsurlaub unter Fortzahlung ihres Entgelts (Anlage 1 Nr. 1) in entsprechender Anwendung der für die Mitarbeitenden des Dienstgebers geltenden Regelungen (§§ 36, 37 KAVO) mit der Maßgabe, dass der Urlaubsanspruch bei Verteilung der wöchentlichen Arbeitszeit auf fünf Tage in der Kalenderwoche in jedem Kalenderjahr 30 Arbeitstage beträgt.
(1) Folgende Bestimmungen der Kirchlichen Arbeits- und Vergütungsordnung (KAVO) finden sinngemäß Anwendung:
§ 5 Eigenart des kirchlichen Dienstes
§ 6 Allgemeine Pflichten
§ 8 b Weiterleitung von Hinweisen auf sexuellen Missbrauch
§ 11 Versetzung, Abordnung, Zuweisung, Personalgestellung, soweit dies dem Praktikumsziel dient
§ 14 bis § 14 d (Arbeitszeitbestimmungen)
§ 16 Arbeitsversäumnis
§ 17 Vorgesetztenverhältnisse
§ 29 im Hinblick auf die Berechnung und Auszahlung des Entgelts
§ 33 a Weihnachtszuwendung
§ 50 Zeugnisse und Arbeitsbescheinigungen sowie
(2) Bei unverschuldeter Arbeitsunfähigkeit erhält die Praktikantin bis zur Dauer von sechs Wochen Krankenbezüge in Höhe des Praktikumsentgelts.
Bei der jeweils ersten Arbeitsunfähigkeit, die durch einen bei dem Dienstgeber erlittenen Arbeitsunfall oder durch eine bei dem Dienstgeber zugezogene Berufskrankheit verursacht ist, erhält die Praktikantin nach Ablauf des nach Unterabsatz 1 maßgebenden Zeitraums bis zum Ende der 26. Woche seit dem Beginn der Arbeitsunfähigkeit als Krankenbezüge einen Krankengeldzuschuss in Höhe des Unterschiedsbetrages zwischen dem Nettopraktikumsentgelt und der um die einbehaltenen Beitragsanteile der Praktikantinnen zur gesetzlichen Renten- und Arbeitslosenversicherung verminderten Leistung des Sozialversicherungsträgers, wenn der zuständige Unfallversicherungsträger den Arbeitsunfall oder die Berufskrankheit anerkennt.
Im Übrigen gilt § 30 Absatz 1 KAVO entsprechend.
§ 7a Beschlüsse der Regional-KODA vom 4. Juli 2018
Für Praktikantinnen, die spätestens mit Ablauf des 3. Juli 2018 aus dem Praktikumsverhältnis ausgeschieden sind, gelten die Änderungen dieser Ordnung, die auf den Beschlüssen der Regio-nal-KODA vom 4. Juli 2018 beruhen, nur, wenn sie dies bis 31. Dezember 2018 in Textform bean-tragen. Für Praktikantinnen, die spätestens mit Ablauf des 3. Juli 2018 aufgrund eigenen Ver-schuldens ausgeschieden sind, gelten diese Änderungen nicht.
Diese Ordnung gilt für Praktikumsverhältnisse, die nach dem 30. Juni 1992 beginnen.
Entgelt, Vermögenswirksame Leistung, Weihnachtszuwendung
Das monatliche Entgelt für Praktikantinnen mit Ausbildung zu den nachstehenden Berufen beträgt für:
Erzieherinnen/Heilerziehungspflegerinnen
1.552,02 Euro,
1.602,02 Euro
Sozialarbeiterinnen, Sozialpädagoginnen, Heilpädagoginnen
1.776,21 Euro,
1.826,21 Euro.
2. Die Praktikantinnen erhalten eine vermögenswirksame Leistung in Höhe von 13,29 Euro monatlich. Im Übrigen gelten die Bestimmungen der Anlage 13 KAVO sinngemäß.
3. Abweichend von § 2 Abs. 1 der Anlage 14 KAVO erhalten Praktikantinnen eine Weihnachtszuwendung in Höhe von 90 % ihres monatlichen Pauschalentgelts.
Sonderregelungen für Fachschulpraktikantinnen während der praxisintegrierten schulischen Ausbildung zur Erzieherin
Zu § 1 – Geltungsbereich
(1) Die Ordnung für Praktikantinnen und Praktikanten nebst dieser Anlage findet auf Fachschulpraktikantinnen während ihrer praxisintegrierten schulischen Ausbildung Anwendung, soweit eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem Träger der Kindertageseinrichtung und dem Träger der Schule über eine dreijährige Ausbildung besteht und die Ordnung für Praktikantinnen und Praktikanten im Fachschulpraktikantinnenvertrag in Bezug genommen wird.
(2) Liegt eine Kooperationsvereinbarung nach Absatz 1 nicht vor, gilt die Ordnung für Praktikantinnen und Praktikanten nebst dieser Anlage, wenn die Ordnung in Bezug genommen wird und nur für die Dauer des Bestehens des Fachschulpraktikantinnenvertrages.
Zu § 3 – Entgelt
Die Fachschulpraktikantinnen erhalten ein monatliches Entgelt gemäß Nr. 5.
Zu § 6 – Erholungsurlaub
Der Erholungsurlaub ist nach Möglichkeit zusammenhängend während der unterrichtsfreien Zeit und den Schließzeiten zu erteilen und in Anspruch zu nehmen.
Zu § 7 – Sonstige Bestimmungen (Ausbildungszeit)
Die regelmäßige durchschnittliche wöchentliche Ausbildungszeit und die tägliche Ausbildungszeit richten sich nach den für die Mitarbeitenden in der Tageseinrichtung für Kinder maßgebenden Vorschriften über die Arbeitszeit.
Zu Anlage 1 Nr. 1 – Monatliches Entgelt
Das monatliche Entgelt beträgt bei einer insgesamt dreijährigen praxisintegrierten Ausbildung im Sinne von Nr. 1 Absatz 1
898,93 €
1.003,74 €
Das monatliche Entgelt beträgt bei einer insgesamt zweijährigen praxisintegrierten Ausbildung im Sinne von Nr. 1 Absatz 2
977,54 €.
Zu § 8 – In-Kraft-Treten
Diese Anlage tritt rückwirkend zum 1. August 2013 in Kraft und mit Ablauf des 31. Juli 2020 außer Kraft. Diese Anlage gilt über diesen Zeitraum hinaus für Fachschulpraktikantinnen im Sinne von Nr. 1, wenn der jeweilige Fachschulpraktikantinnenvertrag diese Ordnung in Bezug nimmt, für die Dauer des jeweiligen Fachschulpraktikantinnenvertrages.