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Timestamp: 2016-10-26 09:22:31
Document Index: 205635075

Matched Legal Cases: ['Art. 9', 'Art. 10', 'Art. 173', 'Art. 63', 'Art. 32', 'Art. 32', 'Art. 32', 'Art. 173', 'Art. 173', 'Art. 173', 'BGE', 'Art. 173', 'Art. 32', 'Art. 32', 'Art. 173', 'Art. 32', 'BGE', 'Art. 32', 'Art. 12', 'BGE', 'BGE', 'Art. 12', 'Art. 12', 'BGE', 'Art. 713', 'Art. 28', 'Art. 32', 'Art. 32', 'Art. 173', 'Art. 173', 'Art. 31', 'Art. 31', 'Art. 10', 'Art. 31', 'Art. 31', 'Art. 31', 'Art. 33', 'Art. 33', 'Art. 31', 'Art. 10', 'Art. 10', 'Art. 277', 'Art. 10', 'Art. 27', 'Art. 9', 'Art. 10', 'Art. 10', 'Art. 31', 'BGE', 'Art.10', 'Art. 10', 'Art. 278', 'Art. 278', 'Art. 278', 'Art. 156', 'Art. 159']

6P.64/2006 (06.09.2006)
6P.64/2006
6S.126/2006 /bri
Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt Jan Bangert,
Art. 9, 16, 27 BV; Art. 10 EMRK (Strafverfahren; Willk�r, Meinungs�usserungsfreiheit, Wirtschaftsfreiheit etc.)
6S.126/2006
�ble Nachrede (Art. 173 StGB); Strafzumessung (Art. 63 StGB),
A.a Die Familien von B.Y.________ einerseits und von dessen Bruder C.Y.________ andererseits sind Eigent�mer mehrerer Familiengesellschaften, unter anderen der F.________ AG. Sie f�hrten im Verlaufe der vergangenen Jahre mehrere Prozesse gegeneinander. Rechtsanwalt X.________ war und ist der Vertreter von B.Y.________ und von dessen beiden S�hnen D.Y.________ und E.Y.________. C.Y.________, der mit A.Y.________ verheiratet ist, erlitt am 25. Januar 2002 einen Schlaganfall. �ber dessen Auswirkungen bzw. �ber den Gesundheitszustand von C.Y.________ wurde die Familie von B.Y.________ nach deren Einsch�tzung nicht ausreichend informiert.
Dem Verwaltungsrat der F.________ AG geh�rten D.Y.________, sein Onkel C.Y.________ und, als Pr�sident, Rechtsanwalt Dr. G.________ an. Zeichnungsberechtigt waren Dr. G.________ mit Einzelunterschrift sowie C.Y.________, D.Y.________ und E.Y.________ je kollektiv zu zweien. Dr. G.________ verstarb am 8. M�rz 2002.
A.b Am 19. M�rz 2002 trafen sich D.Y.________ und E.Y.________ mit A.Y.________, um die Angelegenheiten der F.________ AG zu besprechen. A.Y.________ war weder Organ noch Angestellte der F.________ AG, aber Eigent�merin von Aktien. Sie legte an der Besprechung eine auf den 15. M�rz 2002 datierte Anmeldung an das Handelsregisteramt des Kantons Aargau vor. Darin wird mitgeteilt, dass Dr. G.________ infolge Todesfalls aus dem Verwaltungsrat der F.________ AG ausgeschieden ist und dass neu A.Y.________ Kollektivzeichnungsrecht zu zweien erh�lt. Die Anmeldung tr�gt die vom Notar Dr. H.________ beglaubigte Unterschrift von A.Y.________. Sie wurde namens des Verwaltungsrates von D.Y.________ unterzeichnet und enth�lt zudem namens des Verwaltungsrates eine Unterschrift von C.Y.________ (kant. Akten p. 195). A.Y.________ sandte diese Anmeldung am 20. M�rz 2002 an das Handelsregisteramt des Kantons Aargau, wo sie am 25. M�rz 2002 einging.
Per Faxschreiben vom 25. M�rz 2002 teilte D.Y.________ pers�nlich dem Handelsregisteramt des Kantons Aargau Folgendes mit (kant. Akten p. 196):
"Im Amt des zur Zeit noch einzigen aktiven Verwaltungsratsmitglieds der Firma (... F. AG ...) befindend, bitte ich Sie, die Neuanmeldung der (... A.Y. ...) auf Bankunterschrift in der (... F. AG ...) im Handelsregister zu unterlassen. In Bezug auf die Unterschrift von Herrn (... C.Y. ...) (als weiteres Verwaltungsratsmitglied an einem Schlaganfall erkrankt) bezweifle ich dessen Gesch�ftsf�higkeit und damit seinen ureigensten Willen, solch eine Unterschrift leisten zu wollen.
Diese Unterlassung gilt auch trotz meiner auf dem Anmeldungsblatt geleisteten Unterschrift.
Ich schlage vor, sobald die oben dargestellten Unstimmigkeiten gekl�rt sind, ich ihr Handelsregister pers�nlich aufsuche und den Eintrag selbst vornehme."
Mit Schreiben vom 28. M�rz 2002 teilte das Handelsregisteramt des Kantons Aargau D.Y.________ Folgendes mit (kant. Akten p. 194):
"Gem�ss dem Telefonat mit unserem Handelsregisterf�hrer ... senden wir Ihnen die am 25.03.2002 eingereichte Anmeldung f�r vorgenannte Gesellschaft wieder zur�ck. Wir bitten Sie, uns stattdessen eine korrigierte Anmeldung zuzustellen, welche nur den Austritt von Dr. (... G ...) aus dem Verwaltungsrat infolge Todes beinhaltet.
Der Eintrag von (... A.Y. ...) mit Kollektivunterschrift wird entsprechend den von Ihnen geschilderten Umst�nden vorl�ufig sistiert.
In diesem Zusammenhang machen wir sie gleichzeitig darauf aufmerksam, dass nach dem Ausscheiden von (...G. ...) aus dem Verwaltungsrat ein neuer Pr�sident desselben bestimmt werden muss.
Nach Eingang der genannten Unterlagen werden wir f�r Eintrag und Publikation besorgt sein."
Am 29. April 2002 reichte C.Y.________ beim Departement des Innern des Kantons Aargau gegen das Handelsregisteramt Beschwerde wegen formeller Rechtsverweigerung ein mit dem Antrag, das Handelsregisteramt sei anzuweisen, die auf den 15. M�rz 2002 datierte und von den Verwaltungsratsmitgliedern C.Y.________ und D.Y.________ pers�nlich unterzeichnete Anmeldung von Mutationen bei der F.________ AG unverz�glich an die Hand zu nehmen und das Eintragungsverfahren bzw. das Einspracheverfahren einzuleiten. Das Departement des Innern hiess die Beschwerde mit Verf�gung vom 18. Dezember 2002 gut und wies das Handelsregisteramt an, das Einspracheverfahren gem�ss Art. 32 HRegV zu er�ffnen und dem Beschwerdegegner (D.Y.________) entsprechend der Vorschrift von Art. 32 Abs. 2 HRegV eine gen�gende Frist zur Erwirkung einer vorsorglichen Verf�gung des Richters einzur�umen.
A.c Am 29. Januar 2003 erhob D.Y.________, vertreten durch Advokat X.________, beim Verwaltungsgericht des Kantons Aargau Verwaltungsgerichtsbeschwerde unter anderem mit den Antr�gen, die Verf�gung des Departements des Innern sei aufzuheben und die Rechtsverweigerungsbeschwerde von C.Y.________ gegen das Handelsregisteramt abzuweisen.
Mit Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau, 4. Kammer, vom 16. Mai 2003 wurde die Verwaltungsgerichtsbeschwerde abgewiesen und das Handelsregisteramt angewiesen, das Einspracheverfahren gem�ss Art. 32 Abs. 2 HRegV einzuleiten und dem Beschwerdef�hrer (D.Y.________) eine angemessene Frist nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils des Verwaltungsgerichts neu anzusetzen.
B.a In seiner 13 Seiten umfassenden Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Aargau vom 29. Januar 2003 (Beilage 2 zur Nichtigkeitsbeschwerde) f�hrte Advokat X.________ als Vertreter von D.Y.________ unter dem Abschnitt "B. Sachverhalt" (S. 2 f.) unter anderem Folgendes aus (S. 3):
"4. Nachdem der Beschwerdegegner 1 (d.h. ...C.Y. ...) im Januar 2002 einen Schlaganfall erlitten hatte und der Beschwerdef�hrer (d.h. ... D.Y. ...) trotz wiederholter Nachfrage keine Angaben zum Gesundheitszustand des Beschwerdegegners 1 erhalten hatte, bat er das HRA am 26. M�rz 2002, die von der Frau des Beschwerdegegners 1, (...A.Y....), eigenm�chtig an das HRA gesandten Unterlagen an ihn als einzigen amtierenden und urteilsf�higen Verwaltungsrat der (...F. AG ...) zur�ckzusenden.
5. Hintergrund dieser Massnahme war die begr�ndete Besorgnis, die Ehefrau des Beschwerdegegners 1 k�nnte mit der erschlichenen oder gef�lschten Unterschrift die Konti der (...F. AG ...) eigenst�ndig bearbeiten, nachdem sie zugleich eine Beistandschaft f�r ihren Ehemann, den Beschwerdegegner 1, angestrebt und erst im Rechtsmittelverfahren Anfang April 2002 auch erreicht hat. Mit anderen Worten h�tte die Ehefrau des Beschwerdegegners 1 - und nach Auffassung des DI (d.h. des Departements des Innern) soll dies richtig sein - als gesellschaftsfremde Person die Bankunterschrift der (... F. AG...) in ihrer Person vereinigt (als ...A.Y. ... und als Beistand f�r den Beschwerdegegner 1). Diesem unlauteren Ansinnen musste der Beschwerdef�hrer im Interesse der (...F. AG...)entgegentreten, zumal auch keine Einigung �ber einen Zirkulationsbeschluss bestanden hatte bzw. ein solcher von einem Verwaltungsrat beantragt worden war. Die Verf�gung verkennt somit grundlegende rechtliche Wertungen und tats�chliche Gegebenheiten."
Unter dem Abschnitt D.II.2 "Unrichtige Feststellung des Sachverhalts nach � 56 I VRPG" wird in der Beschwerdeschrift (S. 11 f.) unter anderem Folgendes ausgef�hrt:
"1. Die Verf�gung ist jedoch auch deshalb rechtswidrig, weil das DI den bereits vom HRA erkannten Sachverhalt nicht in seine Erw�gungen mit einbezogen hat.
2. Im konkreten Fall ist die sich auf der Anmeldung vom 25. M�rz 2002 befindliche Unterschrift des Beschwerdegegners 1 vermutlich gef�lscht. Ein Vergleich der Unterschriften des Beschwerdegegners 1 auf einem anderen Dokument k�nnte dies belegen, wobei diesbez�glich beantragt wird, ein graphologisches Gutachten einzuholen. ...
3. Das DI hat ebenfalls unber�cksichtigt gelassen, dass der Beschwerdegegner 1 im Januar 2002 urteilsunf�hig war und dieser, wie es dessen Rechtsvertreter ausdr�ckt ..., seither in der Rehabilitationsklinik (...) weilte und noch im April 2002 keine Kommunikationsf�higkeit besass. Wenn nun ein Handelsregisterf�hrer mit dieser Information konfrontiert wird, dann muss er wohl davon ausgehen, dass eine Anmeldung nicht rechtm�ssig mit der Unterschrift einer Person versehen sein kann, die schwierige Sachverhalte wie die Neuregelung einer Firmenunterschrift gar nicht begreifen kann.
4. Noch im Februar 2002 hatte die Ehefrau des Beschwerdegegners 1 versucht, die Kontrolle �ber das Verm�gen ihres Ehegatten in der Form einer Beistandschaft zu erlangen, welche jedoch von der Gemeinde (...) aus unbekannten Gr�nden abgelehnt worden war. Doch die Ehefrau gab nicht auf und erwirkte sich eine vorsorgliche Verf�gung des Regierungsrates des Kantons (...), die bis heute bei dem zust�ndigen Rechtsadjunkt ... unter pers�nlichem Verschluss gehalten wird. ...."
B.b Wegen der vorstehend durch Unterstreichung hervorgehobenen Passagen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 29. Januar 2003 reichte A.Y.________ am 24. M�rz 2003 beim Strafgericht Basel-Stadt gegen X.________ Strafklage und Strafantrag wegen �bler Nachrede (Art. 173 StGB) ein.
Der Strafgerichtspr�sident Basel-Stadt sprach X.________ am 18. Oktober 2004 wegen der inkriminierten �usserungen der �blen Nachrede (Art. 173 Ziff. 1 StGB) schuldig und verurteilte ihn zu 30 Tagen Gef�ngnis, bedingt vollziehbar bei einer Probezeit von zwei Jahren.
Das Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt, Ausschuss, best�tigte auf die Appellation des Verurteilten hin am 23. November 2005 das erstinstanzliche Urteil.
X.________ ficht den Entscheid des Appellationsgerichts mit eidgen�ssischer Nichtigkeitsbeschwerde und mit staatsrechtlicher Beschwerde an. In beiden Rechtsmitteln stellt er die Antr�ge, das angefochtene Urteil sei aufzuheben und die Sache zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Das Appellationsgericht hat auf Gegenbemerkungen zur Nichtigkeitsbeschwerde verzichtet und zur staatsrechtlichen Beschwerde nur in einem Nebenpunkt Stellung genommen.
A.Y.________ stellt in ihren Vernehmlassungen die Antr�ge, die Nichtigkeitsbeschwerde sei abzuweisen und die staatsrechtliche Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei.
Wer jemanden bei einem andern eines unehrenhaften Verhaltens oder anderer Tatsachen, die geeignet sind, seinen Ruf zu sch�digen, beschuldigt oder verd�chtigt, wird, auf Antrag, wegen �bler Nachrede mit Gef�ngnis bis zu sechs Monaten oder mit Busse bestraft (Art. 173 Ziff. 1 StGB).
1.1 Wie eine konkrete �usserung zu verstehen ist, bestimmt sich nach dem Sinn, den ihr ein unbefangener Leser bzw. H�rer im Gesamtzusammenhang beilegt. Dies ist eine Rechtsfrage und daher, soweit ein bundesrechtlicher Tatbestand zur Diskussion steht, im Verfahren der eidgen�ssischen Nichtigkeitsbeschwerde zu entscheiden (BGE 131 IV 160 E. 3.3.3; 119 IV 44 E. 2a, je mit Hinweisen).
1.2 Durch die inkriminierten Passagen wird entgegen den Einw�nden des Beschwerdef�hrers keineswegs bloss die Vermutung ge�ussert, dass die Unterschrift von irgendwem gef�lscht worden ist. Vielmehr wird nach dem Eindruck des unbefangenen Lesers offenkundig die Beschwerdegegnerin mit dieser behaupteten F�lschung in Verbindung gebracht. Die inkriminierten �usserungen werden vom unbefangenen Leser im Gesamtzusammenhang in dem Sinne verstanden, dass die Beschwerdegegnerin die Unterschrift ihres erkrankten Ehemannes auf der Anmeldung vom 15. M�rz 2002 an das Handelsregisteramt betreffend Mutationen erschlichen oder gef�lscht habe. Die ge�usserte "begr�ndete Besorgnis", die Beschwerdegegnerin "k�nnte mit der erschlichenen oder gef�lschten Unterschrift die Konti der (... F. AG ...) eigenst�ndig bearbeiten" (Verwaltungsgerichtsbeschwerde S. 3), stellt allerdings lediglich eine Vermutung dar. Diese bezieht sich indessen allein auf das sog. "eigenst�ndige Bearbeiten" der Konti, nicht auf das behauptete Erschleichen oder F�lschen der Unterschrift. Allerdings wird in Anbetracht dieser Alternative die behauptete F�lschung nach dem Eindruck des unbefangenen Lesers nicht als eine feststehende Tatsache hingestellt. Denn sollte die Unterschrift im Sinne der Alternative erschlichen worden sein, so w�re sie immerhin echt gewesen. In der inkriminierten Passage auf S. 3 der Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Aargau wird mithin lediglich die Vermutung ge�ussert, dass die Beschwerdegegnerin die Unterschrift ihres Ehemannes gef�lscht haben k�nnte. Dass es sich insoweit bloss um eine Vermutung handelt, ergibt sich im Gesamtzusammenhang deutlich aus der inkriminierten �usserung auf S. 11 der Beschwerde, worin behauptet wird, die auf der Anmeldung enthaltene Unterschrift sei "vermutlich gef�lscht".
Durch die inkriminierten Passagen wird mithin nach dem Eindruck des unbefangenen Lesers im Gesamtzusammenhang der Verdacht ge�ussert, dass die Beschwerdegegnerin die Unterschrift ihres Ehemannes auf der Anmeldung an das Handelsregisteramt gef�lscht haben k�nnte.
1.3 Es mag zu Gunsten des Beschwerdef�hrers davon ausgegangen werden, dass er seine �usserungen nicht in dem vorstehend beschriebenen Sinne verstanden haben wollte und er nicht die Absicht hatte, die Beschwerdegegnerin der Erschleichung oder F�lschung der Unterschrift ihres Ehemannes zu verd�chtigen. Die Interpretation der inkriminierten �usserungen im beschriebenen Sinne liegt indessen im Gesamtzusammenhang derart nahe, dass auch der Beschwerdef�hrer als im Umgang mit der Sprache ge�bter Advokat eine solche Interpretation als M�glichkeit in Kauf genommen haben musste. Daran �ndert entgegen den Ausf�hrungen in der Nichtigkeitsbeschwerde nichts, dass er weder eine Strafanzeige gegen die Beschwerdegegnerin etwa wegen Urkundenf�lschung einreichte noch ein graphologisches Gutachten auch betreffend die Beschwerdegegnerin beantragte.
1.4 Die inkriminierten �usserungen sind offensichtlich ehrverletzend. Dies gilt nicht nur f�r die �usserung des Verdachts der F�lschung der Unterschrift, sondern auch f�r die alternative �usserung des Verdachts des Erschleichens der Unterschrift, selbst soweit ein solches Erschleichen keine strafbare Handlung sein sollte. Dass �usserungen dieser Art geeignet sind, den Ruf der Betroffenen zu sch�digen, weiss auch der Beschwerdef�hrer, der dies in der Nichtigkeitsbeschwerde denn auch nicht in Abrede stellt.
1.5 Der Beschwerdef�hrer hat mithin durch die inkriminierten �usserungen den Tatbestand der �blen Nachrede (Art. 173 Ziff. 1 StGB) objektiv und subjektiv erf�llt.
Der Beschwerdef�hrer macht geltend, eine Verurteilung wegen �bler Nachrede falle ausser Betracht, da er die allenfalls tatbestandsm�ssigen �usserungen in Erf�llung seiner Berufspflicht als Anwalt bzw. in Aus�bung seiner prozessualen Darlegungspflichten vorgetragen habe und die �usserungen deshalb gem�ss Art. 32 StGB gerechtfertigt seien.
2.1 Die Rechtfertigungsgr�nde des Allgemeinen Teils des Strafgesetzbuches, unter anderem der Rechtfertigungsgrund der Berufspflicht gem�ss Art. 32 StGB, haben Vorrang vor dem Entlastungsbeweis im Sinne von Art. 173 Ziff. 2 StGB, der nur zum Zuge kommt, wenn die Straflosigkeit sich nicht bereits aus einem Rechtfertigungsgrund ergibt. Ehrverletzende �usserungen von Parteien und ihren Anw�lten im Prozess sind aufgrund der aus der Verfassung und aus gesetzlichen Bestimmungen sich ergebenden Darlegungsrechte und -pflichten beziehungsweise durch die Berufspflicht gem�ss Art. 32 StGB gerechtfertigt, sofern sie sachbezogen sind, nicht �ber das Notwendige hinausgehen, nicht wider besseres Wissen erfolgen und blosse Vermutungen als solche bezeichnen (BGE 131 IV 154 E. 1.3.1 mit Hinweisen).
Diese Rechtsprechung zur Anwendung von Art. 32 StGB bei �usserungen von Anw�lten im Prozess stimmt im Kern mit Lehre und Praxis zur Berufsregel �berein, wonach die Anw�ltinnen und Anw�lte zur sorgf�ltigen und gewissenhaften Aus�bung ihres Berufes verpflichtet sind (siehe Art. 12 lit. a des Bundesgesetzes vom 23. Juni 2000 �ber die Freiz�gigkeit der Anw�ltinnen und Anw�lte [Anwaltsgesetz, BGFA, SR 935.61], in Kraft seit 1. Juni 2002). Diese Pflicht gilt nicht nur im Verh�ltnis zum Klienten, sondern auch im Verh�ltnis zu den staatlichen Beh�rden und zur Gegenpartei (vgl. BGE 130 II 270 E. 3.2 mit Hinweisen). Der Anwalt ist allerdings in erster Linie Verfechter von Parteiinteressen und als solcher einseitig f�r seinen Mandanten t�tig (BGE 106 Ia 100 E. 6b S. 105; Walter Fellmann, in Fellmann/Zindel, Kommentar zum Anwaltsgesetz, Z�rich 2005, Art. 12 N 31). Er soll aber auch im Kontakt mit der Gegenpartei sachlich bleiben und auf pers�nliche Beleidigungen, Verunglimpfungen oder beschimpfende �usserungen verzichten. Der Anwalt darf zwar energisch auftreten und sich scharf ausdr�cken, nicht aber die Gegenpartei unn�tig verletzen, das heisst keine �usserungen tun, die f�r den Prozess sachlich bedeutungslos sind und nur die Gegenpartei dem�tigen oder schikanieren sollen (Walter Fellmann, a.a.O., Art. 12 N 49 f.; BGE 131 IV 154 E. 1.3.2).
2.2.1 Der Beschwerdef�hrer hat die inkriminierten �usserungen als Anwalt in einer Verwaltungsgerichtgsbeschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Aargau gegen eine Verf�gung des Departements des Innern des Kantons Aargau getan. Gegenstand des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht wie bereits vor dem Departement des Innern war im Wesentlichen die Frage, ob das Handelsregisteramt die ihm von der Beschwerdegegnerin zugesandte Anmeldung von Mutationen betreffend die Zusammensetzung des Verwaltungsrats sowie die Zeichnungsberechtigung formlos an den Klienten des Beschwerdef�hrers schicken und die angemeldete Eintragung der Kollektivzeichnungsberechtigung der Beschwerdegegnerin (ohne Organfunktion) ohne weiteres vorl�ufig sistieren durfte, nachdem der Klient des Beschwerdef�hrers in seiner Eigenschaft als Verwaltungsratsmitglied das Handelsregisteramt per Faxschreiben darum ersucht hatte mit der Begr�ndung, dass er in Bezug auf die in der Anmeldung enthaltene Unterschrift des andern, an den Folgen eines Schlaganfalls leidenden Verwaltungsratsmitglieds "dessen Gesch�ftsf�higkeit und damit seinen ureigensten Willen, solch eine Unterschrift leisten zu wollen", "bezweifle", und hier�ber in der Folge auch ein Telefongespr�ch zwischen dem Handelsregisterf�hrer und dem Klienten des Beschwerdef�hrers stattgefunden hatte. Das Departement des Innern hat in seiner Verf�gung unter Hinweis auf Art. 713 Abs. 2 OR und Art. 28 Abs. 5 HRegV sowie unter Berufung auf Meinungs�usserungen in der Lehre erwogen, dass die Unterzeichnung der Handelsregisteranmeldung durch alle (im vorliegenden Fall beide) Verwaltungsratsmitglieder als g�ltiger Zirkularbeschluss gilt, mithin bei der Handelsregisteranmeldung kein Verwaltungsratsbeschluss eingereicht werden muss, wenn alle Verwaltungsratsmitglieder die Anmeldung unterzeichnen. Es hat zum Ausdruck gebracht, dass damit eine formell g�ltige Handelsregisteranmeldung vorliegt. Das Departement des Innern hat im Weiteren erwogen, dass das Faxschreiben des einen Verwaltungsratsmitglieds kein g�ltiger R�ckzug der Anmeldung, sondern als privatrechtlicher Einspruch im Sinne von Art. 32 Abs. 2 HRegV zu qualifizieren ist.
2.2.2 F�r den Beschwerdef�hrer als Rechtsanwalt war auch aufgrund der Verf�gung des Departements des Innern erkennbar, dass die Fragen der Echtheit der Unterschrift auf der Anmeldung bzw. der Gesch�ftsf�higkeit des einen Verwaltungsratsmitglieds sich erst allenfalls im Einspracheverfahren vor dem Richter stellen konnte. Daher war es nicht notwendig, diese Fragen in der Beschwerde gegen die Verf�gung des Departements des Innern aufzuwerfen.
2.2.3 Auch wenn man aber in verfassungs- und EMRK-konformer Auslegung der massgebenden Bestimmungen unter Ber�cksichtigung der Meinungs�usserungs- und Wirtschaftsfreiheit keine hohen Anforderungen an die Notwendigkeit und Sachbezogenheit von ehrverletzenden �usserungen im Prozess stellen wollte, sind die inkriminierten �usserungen nicht gerechtfertigt. Der Beschwerdef�hrer hat sich nicht darauf beschr�nkt, die Echtheit der Unterschrift bzw. die Gesch�ftsf�higkeit des Unterzeichners in Zweifel zu ziehen, sondern er hat durch die inkriminierten �usserungen nach dem Eindruck des unbefangenen Lesers die Beschwerdegegnerin verd�chtigt, die Unterschrift ihres kranken Ehemannes erschlichen oder gef�lscht zu haben. Die �usserung dieses Verdachts war v�llig unn�tig und ist ohne jeden sachlichen Bezug zum Prozessgegenstand, da die Frage, wer allenfalls die Unterschrift erschlichen oder gef�lscht hat, in jedem Falle rechtlich unerheblich war.
Die ehrverletzende �usserung ist demnach nicht gem�ss Art. 32 StGB gerechtfertigt.
Beweist der Beschuldigte, dass die von ihm vorgebrachte oder weiterverbreitete �usserung der Wahrheit entspricht, oder dass er ernsthafte Gr�nde hatte, sie in guten Treuen f�r wahr zu halten, so ist er nicht strafbar (Art. 173 Ziff. 2 StGB). Der Beschuldigte wird zum Beweis nicht zugelassen und ist strafbar f�r �usserungen, die ohne Wahrung �ffentlicher Interessen oder sonstwie ohne begr�ndete Veranlassung, vorwiegend in der Absicht vorgebracht oder verbreitet werden, jemandem �bles vorzuwerfen, insbesondere, wenn sich die �usserungen auf das Privat- oder Familienleben beziehen (Art. 173 Ziff. 3 StGB).
3.1 Die kantonalen Instanzen haben �bereinstimmend zwar die Auffassung vertreten, dass der Beschwerdef�hrer nicht zum Entlastungsbeweis zuzulassen sei, aber in der Folge gleichwohl gepr�ft, ob der Wahrheits- oder Gutglaubensbeweis erbracht sei, und dies verneint (erstinstanzliches Urteil E. II. 3 und 4, angefochtener Entscheid E. 4.3.3 und 4.3.4). Die R�ge des Beschwerdef�hrers, er sei zu Unrecht nicht zum Entlastungsbeweis zugelassen worden, geht daher fehl.
3.2 Der Beschwerdef�hrer macht geltend, er habe aufgrund verschiedener Umst�nde ernsthaften Anlass zur Annahme gehabt, dass die Unterschrift erschlichen worden oder gef�lscht sein k�nnte. Die diesbez�glichen Ausf�hrungen in der Beschwerdeschrift gehen an der Sache vorbei. Denn der Beschwerdef�hrer hat nicht bloss Zweifel an der Echtheit der Unterschrift bzw. an der Gesch�ftsf�higkeit des Unterzeichnenden ge�ussert. Vielmehr hat er nach dem Verst�ndnis des unbefangenen Lesers den Verdacht ge�ussert, dass die Beschwerdegegnerin die Unterschrift ihres Ehemannes auf der Handelsregisteranmeldung erschlichen oder gef�lscht haben k�nnte.
3.3 Der Beschwerdef�hrer macht am Rande allerdings ferner geltend, er habe auch f�r den hypothetischen Fall, dass seine �usserungen in diesem Sinne verstanden werden, unter den gegebenen Umst�nden den Entlastungsbeweis erbracht (Nichtigkeitsbeschwerde S. 21 f., 25/26). Die vom Beschwerdef�hrer genannten Umst�nde k�nnen allenfalls gewisse Zweifel an der Gesch�ftsf�higkeit des Ehegatten der Beschwerdegegnerin oder an der Echtheit von dessen Unterschrift auf der Handelsregisteranmeldung begr�nden. Sie stellen indessen keine ernsthaften Gr�nde dar, den ge�usserten Verdacht, die Beschwerdegegnerin k�nnte die Unterschrift ihres Ehemannes erschlichen oder gef�lscht haben, f�r wahr zu halten.
4.1 Der Beschwerdef�hrer erkl�rte gegen seine erstinstanzliche Verurteilung wegen �bler Nachrede die Appellation und reichte am 4. April 2005 die schriftliche Appellationsbegr�ndung ein. Die Beschwerdegegnerin beantragte in ihrer Appellationsantwort vom 23. Mai 2005 die Best�tigung des erstinstanzlichen Schuldspruchs und verzichtete auf einen Antrag zum Strafmass. Mit Schreiben vom 16. November 2005, mithin eine Woche vor der Appellationsgerichtsverhandlung, teilte der Vertreter der Beschwerdegegnerin dem Appellationsgericht mit, dass die Beschwerdegegnerin und der Beschwerdef�hrer die Unstimmigkeiten zwischen ihnen ausr�umen konnten. Die Beschwerdegegnerin habe daher kein Interesse mehr an der Bestrafung des Beschwerdef�hrers. Sie ziehe ihre Antr�ge zum Strafpunkt in dieser Angelegenheit deshalb, soweit es in ihrer Dispositionsbefugnis stehe, zur�ck (kant. Akten p. 306).
4.2 Die Vorinstanz hat dieses Schreiben als unbeachtlich qualifiziert, da gem�ss Art. 31 Abs. 1 StGB ein Strafantrag nur bis zur Verk�ndung des erstinstanzlichen Urteils zur�ckgezogen werden kann. Ob diese gesetzliche Regelung sinnvoll sei, m�sse offen bleiben; es w�re Sache des Gesetzgebers, sie im Rahmen einer Revision zu �ndern (angefochtenes Urteil S. 2).
4.3 Der Beschwerdef�hrer macht geltend, Art. 31 Abs. 1 StGB, wonach der Berechtigte seinen Strafantrag nur bis zur Verk�ndung des erstinstanzlichen Urteils zur�ckziehen kann, verstosse gegen die Meinungs�usserungsfreiheit (Art. 10 EMRK), soweit der Strafantrag eine unter den Schutzbereich dieses Grundrechts fallende �usserung betreffe. Bei der gebotenen EMRK-konformen Auslegung von Art. 31 Abs. 1 StGB m�sse auch ein R�ckzug des Strafantrags nach der Verk�ndung des erstinstanzlichen Urteils, w�hrend des Appellationsverfahrens, beachtlich sein. Bei R�ckzug des Strafantrags bestehe kein dringendes gesellschaftliches Bed�rfnis nach einer Bestrafung mehr und sei daher eine Einschr�nkung der Meinungs�usserungsfreiheit durch Bestrafung in einer demokratischen Gesellschaft nicht mehr notwendig (Nichtigkeitsbeschwerde S. 28 ff.).
4.4.1 Gem�ss Art. 31 Abs. 1 StGB kann der Berechtigte seinen Strafantrag zur�ckziehen, solange das Urteil erster Instanz noch nicht verk�ndet ist. Aus dieser Bestimmung ergibt sich klar, dass der Strafantrag nach Verk�ndung des erstinstanzlichen Urteils und somit beispielsweise w�hrend eines Appellationsverfahrens nicht mehr zur�ckgezogen werden kann. Art. 31 Abs. 1 StGB ist insoweit einer Auslegung und damit auch einer EMRK-konformen Auslegung nicht zug�nglich.
4.4.2 Ob und gegebenenfalls bis zu welchem Zeitpunkt ein Strafantrag zur�ckgezogen werden kann, hat der Gesetzgeber zu entscheiden. Nach dem k�nftigen Allgemeinen Teil des Strafgesetzbuches kann die antragsberechtigte Person ihren Strafantrag zur�ckziehen, solange das Urteil der zweiten kantonalen Instanz noch nicht er�ffnet ist (Art. 33 Abs. 1 nStGB). Der Vorentwurf Schultz sowie der Vorentwurf der Expertenkommission hatten die M�glichkeit des R�ckzugs des Strafantrags bis zur Verk�ndung des Urteils der letzten kantonalen Instanz vorgesehen. Der bundesr�tliche Entwurf hatte diese Vorschl�ge unter Hinweis auf die unterschiedliche Ausgestaltung der Rechtsmittelverfahren in den verschiedenen kantonalen Strafprozessordnungen nicht �bernommen und deshalb in Art. 33 Abs. 1 eine dem geltenden Recht entsprechende Regelung vorgeschlagen (siehe zum Ganzen Botschaft des Bundesrates, BBl 1999 1997 ff., 2017).
4.4.3 Allerdings kann allenfalls ein nach Art. 31 Abs. 1 StGB unbeachtlicher R�ckzug des Strafantrags w�hrend eines Appellationsverfahrens ein Umstand sein, welcher bei der Entscheidung der Frage, ob eine Bestrafung wegen �bler Nachrede gegen die Meinungsfreiheit im Sinne von Art. 10 EMRK verst�sst, zu ber�cksichtigen ist. Ob und inwiefern ein solcher Umstand relevant ist, betrifft indessen eine Frage der unmittelbaren Anwendung von Art. 10 EMRK und ist daher im Verfahren der eidgen�ssischen Nichtigkeitsbeschwerde nicht zu pr�fen.
Die Nichtigkeitsbeschwerde ist daher auch in diesem Punkt abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
Die erste Instanz hat den Beschwerdef�hrer zu 30 Tagen Gef�ngnis, bedingt vollziehbar bei einer Probezeit von zwei Jahren, verurteilt. Die Vorinstanz hat diese Strafe best�tigt und zur Begr�ndung auf die erstinstanzlichen Erw�gungen verwiesen. Der Beschwerdef�hrer ficht das Strafmass an.
5.1 Die erste Instanz hat erwogen, das Verschulden des Beschwerdef�hrers wiege recht schwer. Er habe die Beschwerdegegnerin, deren Ehemann kurz zuvor einen Hirnschlag erlitten habe, in einem verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren ohne Anlass der Urkundenf�lschung bezichtigt. Besonders belastend wirke sich dabei der Umstand aus, dass er die ehrverletzenden �usserungen entgegen dem Willen seines Mandanten, vorwiegend in der Absicht, der Beschwerdegegnerin �bles vorzuwerfen, gemacht habe. Die ehrverletzenden �usserungen seien zudem schriftlich in einer Rechtsschrift erfolgt; �usserungen im Rahmen eines m�ndlich gehaltenen Pl�doyers k�nnten dagegen milder beurteilt werden, m�ge sich doch ein Anwalt im Eifer seiner Rede etwas �berspitzt ausdr�cken. Dem keine Einsicht erkennen lassenden Beschwerdef�hrer k�nne zugute gehalten werden, dass er keine Vorstrafen aufweise. In W�rdigung dieser Umst�nde erscheine eine Freiheitsstrafe von 30 Tagen Gef�ngnis als dem Verschulden und den pers�nlichen Verh�ltnissen des Beschwerdef�hrers angemessen (erstinstanzliches Urteil S. 9).
5.2 Diese Erw�gungen, auf welche die Vorinstanz verweist, reichen zur Begr�ndung der auff�llig hohen Gef�ngnisstrafe von 30 Tagen nicht aus. Ihnen kann nicht entnommen werden, weshalb die kantonalen Instanzen die Ausf�llung einer Busse anstelle einer Gef�ngnisstrafe als nicht angemessen erachteten.
5.2.1 Der Beschwerdef�hrer hat die inkriminierten �usserungen in einer 13 Seiten umfassenden Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Aargau getan, die im �brigen weitgehend sachlich formuliert ist. Die ehrverletzenden �usserungen, die sich auf wenige Worte ("mit der erschlichenen oder gef�lschten Unterschrift") beschr�nken, werden gleichsam "en passant", am Rande, formuliert. Die Beschwerdeschrift richtete sich an einen kleinen Personenkreis und konnte nur von wenigen Personen zur Kenntnis genommen werden. H�tte sich der Beschwerdef�hrer auf die - unstreitig nicht tatbestandsm�ssige - �usserung beschr�nkt, dass die Unterschrift vermutlich gef�lscht oder erschlichen worden sei, so h�tte f�r den geneigten Leser in Anbetracht der in der Beschwerdeschrift geschilderten und sich auch aus den Akten ergebenden Interessenlage der Gedanke nahe gelegen, dass die Beschwerdegegnerin die behauptete Erschleichung oder F�lschung der Unterschrift zu verantworten habe, zumal die Handelsregisteranmeldung, die am 15. M�rz 2002 erstellt und von der Beschwerdegegnerin am 20. M�rz 2002 an das Handelsregisteramt geschickt wurde, nur durch wenige H�nde gegangen sein konnte und die Beschwerdegegnerin dem Verwaltungsratsmitglied, um dessen Unterschrift es ging, als Ehegattin am n�chsten war. Der Beschwerdef�hrer hat mithin einen Gedanken ge�ussert, der unter den gegebenen Umst�nden ohnehin relativ nahe lag.
5.2.2 Nach der Auffassung der ersten Instanz wirkt sich allerdings besonders belastend aus, dass der Beschwerdef�hrer die ehrverletzenden �usserungen entgegen dem Willen seines Mandanten gemacht hat. Die erste Instanz scheint damit Bezug zu nehmen auf das Faxschreiben des Beschwerdef�hrers vom 14. M�rz 2003 an das Verwaltungsgericht des Kantons Aargau (kant. Akten p. 22) und die schriftliche Erkl�rung des Mandanten des Beschwerdef�hrers vom 29. April 2003 zuhanden des Strafgerichts Basel-Stadt (kant. Akten p. 21), die in den erstinstanzlichen Erw�gungen zum Gutglaubensbeweis erw�hnt werden (siehe erstinstanzliches Urteil S. 8 f.). Aus diesen Schreiben ergibt sich jedoch nicht, dass der Klient des Beschwerdef�hrers im Zeitpunkt, als die Verwaltungsgerichtsbeschwerde verfasst wurde, dem Beschwerdef�hrer gegen�ber klar zum Ausdruck gebracht h�tte, er w�nsche nicht, dass die Beschwerdegegnerin mit dem - auch von ihm selbst ge�usserten - Verdacht der F�lschung der Unterschrift irgendwie in Verbindung gebracht werde.
Hinzu kommt, dass sich der Beschwerdef�hrer nach seiner Darstellung bereits im erstinstanzlichen Strafverfahren gegen�ber der Beschwerdegegnerin entschuldigt hat. Damit setzt sich die erste Instanz nicht auseinander.
5.2.3 Der Beschwerdef�hrer hat sich nach seiner Darstellung auch im Appellationsverfahren entschuldigt. Zudem und vor allem hat die Beschwerdegegnerin w�hrend des Appellationsverfahrens, eine Woche vor der Appellationsgerichtsverhandlung, ihre Antr�ge zum Strafpunkt zur�ckgezogen mit der Begr�ndung, dass sie kein Interesse mehr an der Bestrafung des Beschwerdef�hrers habe, da die Unstimmigkeiten zwischen ihr und dem Beschwerdef�hrer ausger�umt seien (kant. Akten p. 306). Die Vorinstanz setzt sich damit in den Strafzumessungserw�gungen nicht auseinander. Soweit diese Erkl�rung Ausdruck einer Vers�hnung sein sollte, die auch durch das Verhalten des Beschwerdef�hrers nach der Tat erm�glicht wurde, ist sie bei der Strafzumessung zu dessen Gunsten zu ber�cksichtigen.
5.2.4 Die Sache ist daher in Bezug auf die Strafzumessung, teilweise im Verfahren nach Art. 277 BStP, zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Diese wird entweder anstelle der Freiheitsstrafe eine Busse ausf�llen oder eingehender begr�nden, weshalb ihres Erachtens eine Freiheitsstrafe von 30 Tagen angemessen ist.
Die eidgen�ssische Nichtigkeitsbeschwerde ist somit, soweit die Strafzumessung betreffend, gutzuheissen und die Sache in diesem Punkt zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. In den �brigen Punkten ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
7.1 Der Beschwerdef�hrer macht geltend, seine Verurteilung wegen �bler Nachrede verletze bei der gebotenen Ber�cksichtigung der nach der Rechtsprechung des Europ�ischen Gerichtshofes f�r Menschenrechte massgebenden Kriterien seine Meinungsfreiheit im Sinne von Art. 10 EMRK. Zudem verletze sie seine Wirtschaftsfreiheit (Art. 27 BV). Sie beruhe ferner auf willk�rlicher Beweisw�rdigung (Art. 9 BV).
7.2 Was der Beschwerdef�hrer - teilweise in �bereinstimmung mit seinen Argumenten in der Nichtigkeitsbeschwerde - zur Begr�ndung vorbringt, betrifft zu einem erheblichen Teil Fragen des eidgen�ssischen Rechts. Dazu wird in den vorstehenden Erw�gungen zur Nichtigkeitsbeschwerde Stellung genommen. Danach ist davon auszugehen, dass der Beschwerdef�hrer durch die inkriminierte �usserung entgegen seinen Einw�nden nach dem Verst�ndnis des unbefangenen Lesers nicht lediglich Zweifel an der Echtheit der Unterschrift bzw. an der Gesch�ftsf�higkeit des Unterzeichners ge�ussert, sondern vielmehr die Beschwerdegegnerin des F�lschens oder Erschleichens der Unterschrift verd�chtigt hat, dass diese unstreitig ehrverletzende �usserung in der Rechtsschrift mangels Notwendigkeit und Sachbezogenheit nicht durch die anwaltliche Berufspflicht gerechtfertigt ist und dass der Beschwerdef�hrer den Entlastungsbeweis f�r diese ehrverletzende �usserung nicht erbracht hat.
Die inkriminierte �usserung war zur Wahrung der Interessen der Mandanten des Beschwerdef�hrers v�llig unn�tig, und es ist nicht ersichtlich, inwiefern das Verhalten der Beschwerdegegnerin Anlass zu einer solchen �usserung gegeben haben k�nnte. Die Verurteilung wegen �bler Nachrede verst�sst nicht gegen Art. 10 EMRK.
7.3 Allerdings hat die Beschwerdegegnerin w�hrend des Appellationsverfahrens erkl�rt, dass sie infolge Bereinigung der Unstimmigkeiten an einer Bestrafung des Beschwerdef�hrers nicht mehr interessiert sei und daher ihre Antr�ge zum Strafpunkt, soweit in ihrer Dispositionsbefugnis liegend, zur�ckziehe (kant. Akten p. 306). Der Beschwerdef�hrer meint, jedenfalls unter Mitber�cksichtigung dieses R�ckzugs sei seine Bestrafung wegen �bler Nachrede nicht mehr im Sinne von Art. 10 Ziff. 2 EMRK notwendig (siehe staatsrechtliche Beschwerde S. 13/14).
Es liegt im Ermessen des nationalen Gesetzgebers zu bestimmen, welche Straftaten nur auf Antrag strafbar sind, sowie ob und bis zu welchem Zeitpunkt ein einmal gestellter Strafantrag wieder zur�ckgezogen werden kann. Art. 31 Abs. 1 StGB, wonach der Strafantrag nur - aber immerhin - bis zur Verk�ndung des erstinstanzlichen Urteils zur�ckgezogen werden kann, l�sst sich sachlich begr�nden. Die Bestimmung will ein Feilschen zwischen dem T�ter und dem Verletzten um den R�ckzug des Strafantrags ausschliessen, nachdem der Staat durch eine Beh�rde entschieden und ein Urteil verk�ndet hat (siehe BGE 81 IV 81, 83, mit Hinweis auf die Gesetzesmaterialen). Sie beruht auf der �berlegung, dass andernfalls einem Urteilsspruch durch blosse Willenserkl�rung einer nicht einmal zwingend am Verfahren beteiligten Person der Boden entzogen werden k�nnte, was sich mit der W�rde des Gerichts nur schwer vereinbaren liesse (Felix Bommer, Offensive Verletztenrechte im Strafprozess, Bern 2006, S. 165 Fn. 603, mit Hinweis). Aus Art.10 EMRK ergibt sich nicht, dass bei einem nach dem nationalen Recht unbeachtlichen R�ckzug des Strafantrags erst w�hrend eines Rechtsmittelverfahrens nach Verk�ndung des erstinstanzlichen Entscheids die strafrechtliche Ahndung einer �blen Nachrede unzul�ssig ist. Ein nach dem nationalen Recht unbeachtlicher R�ckzug des Strafantrags mag zwar ein Umstand sein, der bei der Beurteilung der Frage, ob eine Bestrafung wegen �bler Nachrede gegen die Meinungsfreiheit im Sinne von Art. 10 EMRK verst�sst, mitzuber�cksichtigen ist. Eine Verletzung dieses Grundrechts ist indessen im vorliegenden Fall deshalb zu verneinen, weil die inkriminierte �usserung des Beschwerdef�hrers, durch welche die Beschwerdegegnerin des Erschleichens oder F�lschens der Unterschrift ihres Ehemannes auf der Handelsregisteranmeldung verd�chtigt und dadurch in ihrer Ehre verletzt wurde, zur Wahrung der Interessen seiner Mandanten v�llig unn�tig war.
7.4 Dem Beschwerdef�hrer war es auch nach der Auffassung des Appellationsgerichts unbenommen, Zweifel an der Echtheit der Unterschrift bzw. an der Gesch�ftsf�higkeit des Unterzeichners zu �ussern. Die inkriminierte �usserung geht indessen dar�ber hinaus und war zur Wahrung der Interessen der Mandanten des Beschwerdef�hrers v�llig unn�tig. Die Bestrafung des Beschwerdef�hrers wegen �bler Nachrede verst�sst daher nicht gegen dessen Wirtschaftsfreiheit.
7.5 Das Appellationsgericht billigte dem Beschwerdef�hrer zu, dass er unter anderem aufgrund der Instruktionen seines Mandanten Zweifel an der Echtheit der Unterschrift des andern Verwaltungsratsmitglieds auf der Handelsregisteranmeldung hegen konnte. Selbst wenn weitere Abkl�rungen etwa durch die vom Beschwerdef�hrer beantragte Einholung eines graphologischen Gutachtens ergeben h�tten, dass die Unterschrift gef�lscht sei, h�tte sich daraus nichts f�r die Begr�ndetheit des vom Beschwerdef�hrer ge�usserten Verdachts ergeben, dass die Beschwerdegegnerin die Unterschrift gef�lscht haben bzw. f�r die F�lschung irgendwie verantwortlich sein k�nnte, da der Beschwerdef�hrer nicht beantragt hatte, im Rahmen des graphologischen Gutachtens auch die Schrift der Beschwerdegegnerin zu untersuchen. Die Beweisantr�ge auf Einvernahme des Mandanten des Beschwerdef�hrers als Zeuge sowie auf Einholung eines graphologischen Gutachtens zur Frage der Echtheit der Unterschrift durften daher mangels Relevanz abgewiesen werden. Die R�gen der Verweigerung des rechtlichen Geh�rs und der willk�rlichen Beweisw�rdigung sind demnach unbegr�ndet.
III. Kosten und Entsch�digungen
9.1 Im Verfahren der eidgen�ssischen Nichtigkeitsbeschwerde werden die Kosten der unterliegenden Partei auferlegt (Art. 278 Abs. 1 Satz 1 BStP). Der obsiegenden Partei kann aus der Bundesgerichtskasse eine Entsch�digung zugesprochen werden (Art. 278 Abs. 3 Satz 1 BStP). Die unterliegende Partei kann verpflichtet werden, der Bundesgerichtskasse Ersatz zu leisten (Art. 278 Abs. 3 Satz 3 BStP).
Im Verfahren der Nichtigkeitsbeschwerde obsiegen beziehungsweise unterliegen der Beschwerdef�hrer und die Beschwerdegegnerin etwa je zur H�lfte.
9.1.1 Der Beschwerdef�hrer und die Beschwerdegegnerin haben somit in diesem Verfahren je eine Gerichtsgeb�hr von Fr. 1'000.-- zu zahlen.
9.1.2 Dem Beschwerdef�hrer wird eine Entsch�digung von Fr. 1'500.-- aus der Bundesgerichtskasse zugesprochen. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Bundesgerichtskasse hief�r Ersatz zu leisten.
Der Beschwerdegegnerin wird eine Entsch�digung von Fr. 1'500.-- aus der Bundesgerichtskasse zugesprochen. Der Beschwerdef�hrer wird verpflichtet, der Bundesgerichtskasse hief�r Ersatz zu leisten.
Per Saldo werden somit im Verfahren der eidgen�ssischen Nichtigkeitsbeschwerde keine Entsch�digungen ausgerichtet.
9.2 Im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde werden die Gerichtskosten in der Regel der unterliegenden Partei auferlegt (Art. 156 Abs. 1 OG). Die unterliegende Partei wird in der Regel verpflichtet, der obsiegenden Partei alle durch den Rechtsstreit verursachten notwendigen Kosten zu ersetzen (Art. 159 Abs. 2 OG).
Im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde unterliegt der Beschwerdef�hrer vollumf�nglich. Er hat daher die in diesem Verfahren auf Fr. 2'000.-- bestimmte Gerichtsgeb�hr zu zahlen und der Beschwerdegegnerin eine Entsch�digung von Fr. 3'000.-- auszurichten.
Die eidgen�ssische Nichtigkeitsbeschwerde wird, soweit die Strafzumessung betreffend, gutgeheissen und die Sache in diesem Punkt zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckgewiesen. In den �brigen Punkten wird die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
Dem Beschwerdef�hrer wird eine Gerichtsgeb�hr von Fr. 3'000.-- auferlegt.
Der Beschwerdegegnerin wird eine Gerichtsgeb�hr von Fr. 1'000.-- auferlegt.
Der Beschwerdef�hrer hat der Beschwerdegegnerin eine Entsch�digung von Fr. 3'000.-- zu zahlen.