Source: http://www.dkgev.de/dkg.php/cat/49/aid/3216/title/Umsetzung_des___115c_SGB_V
Timestamp: 2017-09-19 11:40:17
Document Index: 386740198

Matched Legal Cases: ['§ 115', '§ 115', '§ 112', '§ 115', '§ 115', '§ 115']

Umsetzung des § 115c SGB V
Der mit dem Arzneimittelausgaben-Begrenzungsgesetz (AABG) seit Februar 2002 eingeführte § 115c SGB V sieht vor, dass das Krankenhaus dem weiterbehandelnden Vertragsarzt die Therapievorschläge unter Verwendung der Wirkstoffbezeichnungen mitzuteilen hat, wenn im Anschluss an eine Krankenhausbehandlung die Verordnung von Arzneimitteln erforderlich ist. Ferner soll mindestens ein preisgünstigerer Therapievorschlag angegeben werden, falls preisgünstigere Arzneimittel mit pharmakologisch vergleichbaren Wirkstoffen oder therapeutisch vergleichbarer Wirkung verfügbar sind.
Die DKG hatte seinerzeit in ihrer Stellungnahme zum AABG darauf hingewiesen, dass die Entlassungsmedikation der Kliniken auf der Grundlage von Landesverträgen nach § 112 SGB V und / oder § 115 SGB V in diesem Sinne bereits geregelt ist. Hierbei ist vorgesehen, dass im (vorläufigen) Entlassungsbericht vorrangig der Wirkstoff und nachrichtlich der Name des im Krankenhaus verwendeten Medikamentes anzugeben ist, um dem weiterbehandelnden Arzt die Auswahl der wirtschaftlichsten Arzneimittel zu ermöglichen. Diesbezüglich hatte die DKG im Jahre 1999 zusammen mit den Spitzenverbänden der Krankenkassen Rahmenempfehlungen zum Inhalt der Verträge abgegeben. Der Gesetzgeber war jedoch nicht von der Einführung des § 115c SGB V abgerückt.
Der Bundesverband der Krankenhausapotheker (ADKA) hat sich der Thematik angenommen und in einer AABG-Arbeitsgruppe Vergleichstabellen zur Umsetzung des § 115c SGB V erstellt. Die Vergleichstabellen sind im Sinne einer Praxisempfehlung zu verstehen und im Downloadbereich auf der ADKA-Homepage abrufbar (www.adka.de).