Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=GRUR%202009,%2088
Timestamp: 2019-10-23 17:11:26
Document Index: 312452674

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 103', '§ 82', '§ 83', '§ 114', '§ 114', '§ 82', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 82', 'BGH', '§ 82', '§ 114', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 82', '§ 114', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 81', 'BGH', 'BGH', '§ 42']

BGH, 14.08.2008 - I ZA 2/08 - dejure.org
https://dejure.org/2008,2509
BGH, 14.08.2008 - I ZA 2/08 (https://dejure.org/2008,2509)
BGH, Entscheidung vom 14.08.2008 - I ZA 2/08 (https://dejure.org/2008,2509)
BGH, Entscheidung vom 14. August 2008 - I ZA 2/08 (https://dejure.org/2008,2509)
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Art. 103 GG; § 82 MarkenG; § 83 MarkenG; § 114 ZPO
Gewährung von Prozesskostenhilfe nach dem Markengesetz (MarkenG); Entsprechende Anwendung der Zivilprozessordnung (ZPO) im MarkenG; Zweck der Bewilligung von Verfahrenskostenhilfe
"ATOZ"; Bewilligung von Prozesskostenhilfe im markenrechtlichen Verfahren vor dem Bundespatentgericht und dem Bundesgerichtshof
Markenrecht - PKH-Vorschriften gelten im Beschwerdeverfahren in Markensachen
Markenrecht - Bewilligung von Prozesskostenhilfe nach dem Markengesetz vor dem Bundespatentgericht
GRUR 2009, 88
a) Der Senat hat entschieden, dass im Beschwerdeverfahren vor dem Bundespatentgericht die Vorschriften über die Prozesskostenhilfe nach §§ 114 ff. ZPO gemäß § 82 Abs. 1 MarkenG entsprechend anwendbar sind und dass die gegenteilige Beurteilung des Bundespatentgerichts den Anspruch des Markeninhabers auf Gewährung rechtlichen Gehörs verletzen kann (vgl. BGH, Urt. v. 14.8. 2008 - I ZA 2/08, GRUR 2009, 88 Tz. 10 und 18 = WRP 2008, 1551 - ATOZ I).
Das Bundespatentgericht ist zu Unrecht davon ausgegangen, dass im markenrechtlichen Beschwerdeverfahren die Bestimmungen der Prozesskostenhilfe nicht entsprechend anwendbar sind (vgl. BGH GRUR 2009, 88 Tz. 9 ff. - ATOZ I).
Mit dem dem Markeninhaber am 11. Oktober 2008 zugestellten Beschluss (BGH, Beschl. v. 14.8.2008 - I ZA 2/08, WRP 2008, 1551 - ATOZ) ist dem Markeninhaber Verfahrenskostenhilfe bewilligt und Rechtsanwältin beim Bundesgerichtshof Dr. A. beigeordnet worden.
Zu den im Rechtsbeschwerdeverfahren danach entsprechend anwendbaren Vorschriften gehört § 82 Abs. 1 MarkenG, der eine allgemeine Verweisung auf die Vorschriften der Zivilprozessordnung enthält, soweit das Markengesetz keine besonderen Bestimmungen über das Verfahren vor dem Bundespatentgericht enthält und auch die Besonderheiten dieses Verfahrens die Anwendung der zivilprozessualen Vorschriften nicht ausschließen (BGH…, Beschluss vom 24. Juni 1999 - I ZA 1/98, GRUR 1999, 998 [juris Rn. 7] = WRP 1999, 939 - Verfahrenskostenhilfe;… Beschluss vom 27. Januar 2000 - I ZB 39/97, GRUR 2000, 892, 893 [juris Rn. 15] = WRP 2000, 1299 - MTS; Beschluss vom 14. August 2008 - I ZA 2/08, GRUR 2009, 88 Rn. 10 = WRP 2008, 1551 - ATOZ I).
In diesen markenrechtlichen Verfahren vor dem Bundespatentgericht gelten nach § 82 Abs. 1 MarkenG die Vorschriften über die Prozesskostenhilfe nach §§ 114 ff. ZPO entsprechend (BGH GRUR 2009, 88, 1. Leitsatz - ATOZ I).
Soweit nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs dagegen in markenrechtlichen Beschwerdeverfahren vor dem Bundespatentgericht (vgl. BGH GRUR 2009, 88, Rdn. 10 ff. - ATOZ) und Rechtsbeschwerdeverfahren vor dem Bundesgerichtshof (…vgl. BGH a. a. O., Rdn. 11 - Tegeler Floristik) Verfahrenskostenhilfe bewilligt werden kann, richtet sich diese über die Verweisungsnorm des § 82 Abs. 1 MarkenG - allein - nach den Bestimmungen der §§ 114 ff. ZPO über die Prozesskostenhilfe.
Das Interesse der Beteiligten des Widerspruchsverfahrens an einem kostengünstigen Verfahren erfordert keine hinter dem wirtschaftlichen Wert der Marke zurückbleibende Gegenstandswertfestsetzung, da ihnen auch vor dem Bundespatentgericht die Verfahrenskostenhilfe zur Verfügung steht (BGH GRUR 2009 88, 90 - ATOZ).
Außerdem steht demjenigen, der wirtschaftlich zur Rechtsverfolgung oder -verteidigung nicht in der Lage ist, auch im Verfahren vor dem Bundespatentgericht die Verfahrenskostenhilfe offen (BGH GRUR 2009, 88).
Der Antrag auf Bewilligung von Verfahrenskostenhilfe für das Rechtsbeschwerdeverfahren ist zulässig (vgl. BGH, Beschluss vom 14. August 2008 - I ZA 2/08, GRUR 2009, 88 Rn. 10 = WRP 2008, 1551 - ATOZ), aber unbegründet.
§ 81a MarkenG ist durch das Gesetz zur Änderung des Prozesskostenhilfe- und Beratungshilferechts vom 31. August 2013 (BGBl. I S. 3533) eingefügt worden und ist seit dem 1. Januar 2014 in Kraft, auch wenn diese Regelung nur die Rechtsprechung des BGH seit dem Jahre 2008 umsetzt, wonach Prozesskostenhilfe auch in markenrechtlichen Verfahren zu gewähren sei (GRUR 2009, 88 Rdnr. 9 ff. - ATOZ I; GRUR 2010, 270 Rdnr. 26 - ATOZ III).
Nicht bewiesene bzw. aufklärbare Tatsachen gehen dann zulasten des Widersprechenden (BGH GRUR 1988, 211 - Wie hammas denn?; GRUR 2009, 88 Rn. 21 - ATOZ; BPatG GRUR 2004, 950, 952 - ACELAT/Acesal;… Kirschneck , a. a. O., § 42 Rn. 57 f.; Hacker GRUR 2010, 99, 101).
BPatG, 26.05.2010 - 26 W (pat) 184/09
Markenbeschwerdeverfahren - keine Bewilligung von Verfahrenskostenhilfe bei …
BPatG, 20.07.2010 - 27 W (pat) 76/10
Markenbeschwerdeverfahren - keine Wiedereinsetzung in die Frist zur Zahlung der …