Source: http://www.kaiserpfalz-ingelheim.eu/stadtsanierung_denkmalzone_01.php
Timestamp: 2018-03-19 05:09:49
Document Index: 26798689

Matched Legal Cases: ['§5', '§4', '§8', '§ 13', '§ 13', '§ 33']

Kaiserpfalz Ingelheim | Stadtsanierung | Denkmalzone
Das Kaiserpfalzgebiet ist seit 30.3.1992 durch Rechtsverordnung als Denkmalzone insgesamt unter Schutz gestellt (§5, 1 - 3 DSchPflG). Sie umfasst das Gebiet zwischen der Natalie-von-Harder-Straße im Norden und Westen, der Straße Auf dem Graben im Osten und der Mainzer Straße im Süden.
Beschreibung des Schutzzwecks nach §4 der Rechtsverordnung:
Vorbereitende Untersuchung zur Saalgebiet-Sanierung im Auftrag der Stadt Ingelheim am Rhein: Beilage "Denkmäler und Denkmalzone" PIRS 1997 | ©
Schutzzweck ist die Erhaltung und Pflege der aufs engste und untrennbar miteinander verbundenen Reste der karolingischen bzw. ottonischen Pfalzanlage einschließlich ihrer in Boden und Häusern erhaltenen Reste. Weiterhin soll die auf staufische Zeit zurückgehende Stadtbefestigung einschließlich Türmen, Toren und Graben, der in diesen Grenzen entstandenen historischen Siedlung, die sich durch ihre Kleinteiligkeit und zum Teil noch erhaltenen Straßengrundrisse auszeichnet, geschützt werden.
Das Gebiet umfasst in seiner staufischen Befestigung und eingebunden in eine bürgerliche und bäuerliche Besiedlung ein bedeutendes Zeugnis karolingischer Bauweise. Es stellt nicht nur eine bauliche Gesamtanlage (Pfalz und Befestigung) dar, sondern besitzt auch ein kennzeichnendes Straßen-, Platz- und Ortsbild, dessen Grundriss von entscheidender Bedeutung für die Ablesbarkeit der historischen Bebauung und Entwicklung ist. Das Saalgebiet in Nieder-Ingelheim ist von historischer Bedeutung und ein Zeugnis des künstlerischen Schaffens und handwerklichen und technischen Wirkens. An der Erhaltung und Pflege der Gesamtanlage, des Ortsbildes und Ortsgrundrisses besteht deshalb sowohl aus wissenschaftlichen, künstlerischen und städtebaulichen Gründen als auch zur Förderung des geschichtlichen Bewußtseins ein öffentliches Interesse.
Aus der Unterschutzstellung folgt:
Durch diese Rechtsverordnung werden die für "geschützte Kulturdenkmäler" (§8 Abs.1 DSchPflG) geltenden Rechtsfolgen des Denkmalschutz- und -pflegegesetzes ausgelöst.
Innerhalb der Denkmalzone und in ihrer Umgebung darf eine bauliche Anlage nur mit Genehmigung der Unteren Denkmalschutzbehörde errichtet, verändert oder beseitigt werden (§ 13 Abs.1 und 2 DSchPflG).
Ordnungswidrig handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig gegen die Genehmigungs- und Anzeigepflicht nach § 13 Abs 1, 2 und 3 DSchPflG verstößt (§ 33 Abs.1 Nr. 3 bis 9 DSchPflG).