Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=1%20D%202.99
Timestamp: 2020-02-23 23:08:58
Document Index: 189882301

Matched Legal Cases: ['§ 67', '§ 85', '§ 67', '§ 18', '§ 18', '§ 57']

BVerwG, 20.06.2000 - 1 D 2.99 - dejure.org
BVerwG, 20.06.2000 - 1 D 2.99
https://dejure.org/2000,19743
BVerwG, 20.06.2000 - 1 D 2.99 (https://dejure.org/2000,19743)
BVerwG, Entscheidung vom 20.06.2000 - 1 D 2.99 (https://dejure.org/2000,19743)
BVerwG, Entscheidung vom 20. Juni 2000 - 1 D 2.99 (https://dejure.org/2000,19743)
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Da eine Aussetzung des Verfahrens in der Berufungsinstanz und Rückgabe der Disziplinarklageschrift unmittelbar an die Einleitungsbehörde zur Beseitigung des Mangels gesetzlich nicht vorgesehen ist sie ist gemäß § 67 Abs. 4 BDO allein im ersten Rechtszug zulässig , kommt nur eine Zurückverweisung der Sache gemäß § 85 Abs. 1 Nr. 3 BDO in Betracht mit der Anregung an das Verwaltungsgericht, gemäß § 67 Abs. 4 BDO zu verfahren (vgl. Urteil vom 4. September 1991 BVerwG 1 D 35.90 BVerwGE 93, 151 ; Urteil vom 20. Juni 2000 BVerwG 1 D 2.99 ;… vgl. auch Beschluss vom 7. Juni 1999 a.a.O. zur Verfahrensaussetzung wegen unterbliebener Untersuchung).
Mit dieser Formulierung ist der Gesetzgeber letztlich der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts zu § 18 Abs. 1 Satz 2 BDO gefolgt, wonach eine Lösung von den tatsächlichen Feststellungen eines Strafurteils nur und erst dann in Frage kam, wenn das Disziplinargericht andernfalls gezwungen gewesen wäre, auf der Grundlage offensichtlich unrichtiger oder inzwischen als unzutreffend erkannter Feststellungen zu entscheiden (…vgl. BVerwG, Urteile vom 29.11.1989, a.a.O.; vom 26.11.1991 - 1 D 19/91 - vom 22.04.1997 - 1 D 9/96 - vom 24.02.1999 - 1 D 31/98 - vom 20.04.1999 - 1 D 44/97 - vom 14.09.1999 - 1 D 27/98 -, BVerwGE 111, 6 = NVwZ-RR 2000, 229 und - zuletzt - vom 20.06.2000 - 1 D 2/99 - sämtlich veröffentlicht bei Juris) .
BVerwG, 06.02.2001 - 1 D 67.99
Materielles Beamtendisziplinarrecht - Postbeamter des mittleren Dienstes; …
Die rechtliche Einordnung als Zugriffsdelikt hängt zwar maßgeblich vom Umfang der Feststellungen zum Sachverhalt ab, die an der Bindungswirkung teilnehmen (Urteil vom 20. Juni 2000 - BVerwG 1 D 2.99 - mit weiteren Rechtsprechungsnachweisen).
Dabei kann nach der Formel des Bundesverwaltungsgerichts, der sich die Kammer in nunmehr jahrelanger Rechtsprechung angeschlossen hat, von Erheblichkeit erst dann ausgegangen werden, wenn das Disziplinargericht sonst gezwungen wäre, auf der Grundlage offensichtlich unrichtiger oder inzwischen als unzutreffend erkannter Feststellungen zu entscheiden.(…vgl. BVerwG, Urteile vom 29.11.1989, a.a.O.; vom 26.11.1991 - 1 D 19/91 - vom 22.04.1997 - 1 D 9/96 - vom 24.02.1999 - 1 D 31/98 - vom 20.04.1999 - 1 D 44/97 - vom 14.09.1999 - 1 D 27/98 -, BVerwGE 111, 6 = NVwZ-RR 2000, 229 und vom 20.06.2000 - 1 D 2/99 - juris.).
Die bloße Möglichkeit, dass das Geschehene auch anders gewesen sein könnte, reicht für einen Lösungsbeschluss hingegen nicht aus (NDH, Urt. v. 13.1.2005 - 2 NDH L 10/03 - Urt. v. 18.3.2003 - 2 NDH L 5/02 - ebenso zum gleichlautenden § 18 Abs. 1 Satz 2 BDO: BVerwG, Urt. v. 20.06.2000 - 1 D 2/99 - Urt. v. 15.09.1999 - 1 D 47.98 -).
Hinsichtlich der Voraussetzungen für einen solchen Lösungsbeschluss schließt sich der Senat der Rechtsprechung des Disziplinarsenats des Bundesverwaltungsgerichts (…Urt. v. 22.7.1980 - 1 D 65/79 - zitiert nach Juris;… Urt. v. 20.12.1991 - 1 DB 18/91 - zitiert nach Juris;… Urt. v. 4.5.1993 - 1 D 72/91 - zitiert nach Juris;… Urt. v. 19.1.1993 - 1 D 68/91 - zitiert nach Juris;… Urt. v. 31.3.1998 - 1 D 83/97 - zitiert nach Juris;… Urt. v. 31.3.1998 - 1 D 59/97 - zitiert nach Juris;… Urt. v. 24.2.1999 - 1 D 31/98 - zitiert nach Juris;… Urt. v. 24.11.1999 - 1 D 68/98 - zitiert nach Juris; Urt. v. 20.6.2000 - 1 D 2/99 - zitiert nach Juris;… Urt. v. 29.11.2000 - 1 D 13/99 - zitiert nach Juris) an, nach der eine Lösung von tatsächlichen Urteilsfeststellungen der Strafgerichte nur ausnahmsweise und unter eng begrenzten Voraussetzungen möglich ist.
Die Zulässigkeit einer Lösung nach § 57 Abs. 1 Satz 2 BDG ist mithin auf Fälle beschränkt, in denen an der Richtigkeit der tatsächlichen Feststellungen des Strafurteils erhebliche Zweifel bestehen, wobei nach der Formel des Bundesverwaltungsgerichts von Erheblichkeit erst dann ausgegangen werden kann, wenn das Disziplinargericht sonst gezwungen wäre, auf der Grundlage offensichtlich unrichtiger oder inzwischen als unzutreffend erkannter Feststellungen zu entscheiden.(…Vgl. BVerwG, Urteile vom 29.11.1989, a.a.O.; vom 26.11.1991 - 1 D 19/91 - vom 22.04.1997 - 1 D 9/96 - vom 24.02.1999 - 1 D 31/98 - vom 20.04.1999 - 1 D 44/97 - vom 14.09.1999 - 1 D 27/98 -, BVerwGE 111, 6 = NVwZ-RR 2000, 229 und vom 20.06.2000 - 1 D 2/99 - Beschluss vom 28.12.2011 - 2 B 74/11 - sämtlich veröffentlicht bei Juris.).
(…vgl. BVerwG, Urteile vom 29.11.1989, a.a.O.; vom 26.11.1991 - 1 D 19/91 - vom 22.04.1997 - 1 D 9/96 - vom 24.02.1999 - 1 D 31/98 - vom 20.04.1999 - 1 D 44/97 - vom 14.09.1999 - 1 D 27/98 -, BVerwGE 111, 6 = NVwZ-RR 2000, 229 und vom 20.06.2000 - 1 D 2/99 - sämtlich veröffentlicht bei Juris).
VG Saarlouis, 12.03.2010 - 4 K 190/08