Source: http://www.gesetze-rechtsprechung.sh.juris.de/jportal/?quelle=jlink&query=KudNatSchGV+SH&psml=bsshoprod.psml&max=true&aiz=true
Timestamp: 2019-01-20 20:19:51
Document Index: 388088493

Matched Legal Cases: ['§ 16', '§ 1', '§ 5', '§ 39', '§ 5', '§ 8', '§ 22', '§ 21', '§ 4']

Gesetze-Rechtsprechung Schleswig-Holstein KudNatSchGV SH | Landesnorm Schleswig-Holstein | Gesamtausgabe | Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Kudensee und Umgebung" vom 25. November 1992 | gültig ab: 01.01.2003
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Kudensee und...
juris-Abkürzung: KudNatSchGV SH
Fundstelle: GVOBl. 1993, 13
Gliederungs-Nr: 791-4-141
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Kudensee und Umgebung"
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Kudensee und Umgebung" vom 25. November 1992 01.01.2003
Aufgrund des § 16 Abs. 1 des Landschaftspflegegesetzes verordnet der Minister für Natur, Umwelt und Landesentwicklung die folgenden §§ 1 bis 8, mit Ausnahme des § 5 Abs. 1 Nr. 1; aufgrund des § 39 Abs. 1 Nr. 8 des Landesjagdgesetzes verordnet der Minister für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Fischerei den folgenden § 5 Abs. 1 Nr. 1 und § 8:
(1) Der Kudensee mit seinen verschiedenartigen Röhrichtbiotopen sowie die im Süden und Westen angrenzenden, inzwischen ökologisch selbstentwickelten ehemaligen Spülfelder und Feuchtgrünlandflächen in den Gemeinden Kuden und Averlak, Kreis Dithmarschen, werden zum Naturschutzgebiet erklärt.
(2) Das Naturschutzgebiet wird mit der Bezeichnung "Kudensee und Umgebung" unter Nr. 20 in das beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume als oberster Landschaftspflegebehörde geführte Verzeichnis der Naturschutzgebiete eingetragen.
(1) Das Naturschutzgebiet ist rd. 246 ha groß und umfaßt in der Gemarkung Kudensee
den Kudensee mit seinem Uferstreifen aus Schilf und Erlenbeständen,
die im Süden angrenzenden ehemaligen Spülfelder zwischen dem Kommissionsgraben und dem Büttler-Kanal,
im Westen das Feuchtgrünland beiderseits der neuen Friedrichshöfer Au.
(2) Die genaue Grenze des Naturschutzgebietes ist in den Abgrenzungskarten, Blatt 1 bis 5, im Maßstab 1:5.000 rot eingetragen. Sie verläuft auf der dem Gebiet zugewandten Seite der roten Linie. Die Ausfertigung der Karten ist beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, Oberste Landschaftspflegebehörde, 2300 Kiel, verwahrt. Die Karten sind Bestandteile dieser Verordnung.
Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume - Oberste Jagdbehörde -, 2300 Kiel,
Amtes Kirchspielslandgemeinde Burg-Süderhastedt,
2224 Burg (Dithmarschen),
Amtes Kirchspielslandgemeinde Eddelak,
2220 St. Michaelisdonn,
Gemeinde Kuden, 2224 Kuden,
Gemeinde Averlak, 2226 Averlak,
(1) Das Naturschutzgebiet dient der Erhaltung, Sicherung und ungestörten Entwicklung der Ökosysteme des Kudensees, seiner Uferbereiche, der angrenzenden Feuchtgrünlandbiotope und der der Selbstentwicklung überlassenen Flächen als Lebensraum bedrohter Pflanzen- und Tiergemeinschaften eines für die Marsch naturraumtypischen Binnensees.
die Erhaltung und Sicherung der Seeökosysteme und der Uferbiotope des Sees und seiner bedeutenden Brut- und Rastgewässer für gefährdete Vogelarten,
die Entwicklung und Regeneration seltener Feuchtwiesenökosysteme sowie die dazu notwendige Aufrechterhaltung einer bestimmten Pflegenutzung, um die erforderlichen Existenzbedingungen für gebietstypische und zum Teil seltene und stark gefährdete Pflanzen- und Tierarten zu gewährleisten und
die Eigenentwicklung und dauerhafte Sicherung der Flächen zum Schutz der verschiedenen Ökosystemkomplexe insbesondere vor Nährstoff- und Schadstoffeinträgen.
(3) In dem Naturschutzgebiet sind alle natürlichen Strukturen und Prozesse des Naturhaushaltes in ihrer Eigenart, Vielfalt und Schönheit dauerhaft und vollständig zu erhalten. Störeinflüsse sind auszuschließen oder, soweit dies nicht möglich ist, soweit wie möglich zu minimieren.
(4) Sofern es zur Erhaltung bestimmter gefährdeter Pflanzen- und Tierarten und ihrer Ökosysteme oder zur Regeneration des Naturhaushaltes erforderlich ist, sind entsprechende vor- und nachsorgende Maßnahmen durchzuführen.
die ordnungsgemäße Ausübung des Jagdschutzes im Sinne des Abschnittes VI und des § 22a des Bundesjagdgesetzes in Verbindung mit den §§ 21 und 22 des Landesjagdgesetzes;
die fischereiwirtschaftliche Nutzung des Kudensees nach Maßgabe des zwischen dem Kreis Dithmarschen und dem Angelverein Burg/Dithmarschen e.V. am 21. März 1991 geschlossenen Fischereipachtvertrages;
der ordnungsgemäße Betrieb und die Unterhaltung der im Naturschutzgebiet verlegten Erdöltransportleitung Albersdorf-Brunsbüttel der RWE-DEA AG sowie der Wassertransportleitung Wacken-Brunsbüttel;
Maßnahmen zur Unterhaltung und Sicherung des Feldweges von Kuden nach Averlak; nicht zulässig ist die Verwendung von wassergefährdenden, auswasch- oder auslaugbaren Materialien;
der jeweiligen Grundstücke durch die Grundstücksbesitzerinnen oder die Grundstücksbesitzer oder deren Beauftragte zur Wahrnehmung berechtigter Interessen;
das Betreten des Feldweges von Kuden nach Averlak sowie das Befahren dieses Weges mit dem Fahrrad oder mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen;
Untersuchungen und Maßnahmen zum Schutz oder zur Entwicklung des Naturschutzgebietes, die die untere Landschaftspflegebehörde im Einvernehmen mit dem Landesamt für Naturschutz und Landschaftspflege durchführt oder durchführen läßt oder die im Rahmen der Anordnungen der obersten Landschaftspflegebehörde durchzuführen sind.
§ 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 18 das Naturschutzgebiet betritt oder im Naturschutzgebiet reitet oder fährt.
(2) Gleichzeitig tritt die Verordnung über das "Naturschutzgebiet Kudensee und Umgebung" vom 19. Mai 1988 (GVOBl. Schl.-H. S. 162), zuletzt geändert durch Landesverordnung vom 6. Dezember 1989 (GVOBl. Schl.-H. S. 171), außer Kraft.