Source: https://www.rechtslupe.de/stichworte/schuldzinsen
Timestamp: 2020-03-29 08:47:30
Document Index: 319898613

Matched Legal Cases: ['§ 21', '§ 9', '§ 9', '§ 4', '§ 2', '§ 9', '§ 4']

Schuldzinsen | Rechtslupe
Schuld­zin­sen sind nur dann als Wer­bungs­kos­ten abzugs­fä­hig, wenn die Dar­lehns­mit­tel zur Erzie­lung von Ein­künf­ten ver­wen­det wur­den. Die Fra­ge, ob und in wel­chem Umfang Schuld­zin­sen bei den Ein­künf­ten aus Ver­mie­tung und Ver­pach­tung (§ 21 EStG) als Wer­bungs­kos­ten abge­zo­gen wer­den kön­nen, auch wenn die Aus­ga­ben zunächst aus eige­nen Mit­teln bestrit­ten wer­den und
Nimmt ein Mit­ei­gen­tü­mer eines teil­wei­se selbst­be­wohn­ten Hau­ses ein Dar­le­hen auf, um die Antei­le eines Mit­ei­gen­tü­mers bei des­sen Aus­zug zu erwer­ben und die von die­sem zuvor genutz­ten Räu­me zu ver­mie­ten, so kann er die Schuld­zin­sen nur antei­lig als Wer­bungs­kos­ten gel­tend machen. Nach § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 1 EStG sind Schuld­zin­sen (und sons­ti­ge
Schuld­zin­sen, die auf Ver­bind­lich­kei­ten ent­fal­len, wel­che der Finan­zie­rung von Anschaf­fungs­kos­ten eines zur Erzie­lung von Ein­künf­ten aus Ver­mie­tung und Ver­pach­tung genutz­ten Wohn­grund­stücks dien­ten, kön­nen auch nach einer nicht steu­er­ba­ren Ver­äu­ße­rung der Immo­bi­lie grund­sätz­lich wei­ter als (nach­träg­li­che) Wer­bungs­kos­ten abge­zo­gen wer­den, wenn und soweit die Ver­bind­lich­kei­ten durch den Ver­äu­ße­rungs­er­lös nicht getilgt wer­den kön­nen.
Nach § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 1 EStG sind Schuld­zin­sen als Wer­bungs­kos­ten abzieh­bar, wenn sie mit der Ein­kunfts­art Ver­mie­tung und Ver­pach­tung in wirt­schaft­li­chem Zusam­men­hang ste­hen. Weil die Ein­kom­men­steu­er an die per­sön­li­che Leis­tungs­fä­hig­keit anknüpft, kann Wer­bungs­kos­ten grund­sätz­lich nur der­je­ni­ge abzie­hen, der sie selbst getra­gen hat. Bezah­len Ehe­leu­te Auf­wen­dun­gen für eine Immo­bi­lie, die einem
Nach einer Ent­schei­dung des Finanz­ge­richts Düs­sel­dorf bestehen ernst­li­che Zwei­fel, ob nach­träg­li­che Schuld­zin­sen bei den Ein­künf­ten aus Ver­mie­tung und Ver­pach­tung wei­ter­hin nicht als Wer­bungs­kos­ten zu berück­sich­ti­gen sind- Die Antrag­stel­le­rin des hier vom Finanz­ge­richt Düs­sel­dorf ent­schie­de­nen Falls finan­zier­te eine von ihr erwor­be­ne Immo­bi­lie mit einem Bank­kre­dit. Die­sen konn­te sie aus dem Erlös
Nach Ansicht des Finanz­ge­richts Düs­sel­dorf bestehen ernst­li­che Zwei­fel, ob nach­träg­li­che Schuld­zin­sen bei den Ein­künf­ten aus Ver­mie­tung und Ver­pach­tung wei­ter­hin nicht als Wer­bungs­kos­ten zu berück­sich­ti­gen sind. In dem ent­schie­de­nen Fall finan­zier­te die Antrag­stel­le­rin eine von ihr erwor­be­ne Immo­bi­lie mit einem Bank­kre­dit. Die­sen konn­te sie aus dem Erlös der Zwangs­ver­stei­ge­rung der Immo­bi­lie
Im Fall zu hoher Pri­vat­ent­nah­men sind die auf die Finan­zie­rung von Umlauf­ver­mö­gen ent­fal­len­den Schuld­zin­sen auch dann nur gekürzt abzieh­bar, wenn sie auf den Erwerb eines Waren­la­gers ent­fal­len. Nach § 4 Abs. 4a EStG ist seit 1999 der betrieb­li­che Schuld­zin­sen­ab­zug beschränkt, soweit der Unter­neh­mer sog. "Über­ent­nah­men" tätigt, also über das ein­ge­leg­te Kapi­tal
Schuld­zin­sen­ab­zug bei Ver­mie­tung und Ver­pach­tung
Der Über­schuss der Ein­nah­men über die Wer­bungs­kos­ten unter­liegt als Ein­künf­te aus Ver­mie­tung der Ein­kom­men­steu­er (§ 2 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 und Abs. 2 Nr. 2 EStG). Wer­bungs­kos­ten sind auch Schuld­zin­sen, soweit sie mit einer Ein­kunfts­art in wirt­schaft­li­chem Zusam­men­hang ste­hen (§ 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 1 Satz 1 EStG). Für einen wirt­schaft­li­chen Zusam­men­hang kom­men ande­re Ein­künf­te als die
Das über­nom­men Betriebs­dar­lehn
Für Schuld­zin­sen, die zu einem ohne recht­li­che Ver­pflich­tung über­nom­me­nen Dar­le­hen gehö­ren, ist kein Betriebs­aus­ga­ben­ab­zug mög­lich. Bei den Ein­künf­ten aus Kapi­tal­ver­mö­gen ist nach der Ver­äu­ße­rung einer im Pri­vat­ver­mö­gen gehal­te­nen wesent­li­chen Betei­li­gung kein Abzug von Schuld­zin­sen als nach­träg­li­che Wer­bungs­kos­ten mög­lich. Betriebs­aus­ga­ben sind nach § 4 Abs. 4 EStG Auf­wen­dun­gen, die durch den Betrieb ver­an­lasst