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Timestamp: 2016-10-25 03:04:52
Document Index: 336194900

Matched Legal Cases: ['Art. 83', 'Art. 42', 'Art. 100', 'Art. 86', 'Art. 89', 'Art. 95', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 97', 'Art. 99', 'BGE', 'BGE', 'Art. 99', 'Art. 62', 'Art. 5', 'Art. 13', 'Art. 8', 'Art. 96', 'Art. 43', 'Art. 62', 'Art. 51', 'Art. 62', 'Art. 62', 'BGE', 'Art. 62', 'BGE', 'Art. 62', 'Art. 62', 'Art. 62', 'Art. 159', 'Art. 62', 'BGE', 'EGMR', 'Art. 96', 'Art. 5', 'Art. 13', 'Art. 8', 'Art. 62', 'Art. 5', 'Art. 13', 'Art. 8', 'Art. 29', 'Art. 93', 'Art. 29', 'Art. 68', 'Art. 66', 'Art. 68', 'Art. 64']

2C_900/2014 � � Urteil vom 16. Juli 2015
�A.A.________ (geb. 1965) stammt aus der T�rkei. Sie heiratete im Jahr 1987 den im Kanton Z�rich niedergelassenen Landsmann B.A.________. Am 18. September 2002 reiste sie zusammen mit ihren Kindern C.A.________ (geb. 1985) und D.A.________ (geb. 1987) in die Schweiz ein. In der Folge erhielten die Kinder die Niederlassungsbewilligung und A.A.________ eine zuletzt bis zum 17. September 2012 befristete Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei ihrem Ehemann.
�Am 30. Juli 2012 ersuchte A.A.________ um Verl�ngerung ihrer Aufenthaltsbewilligung. Das Migrationsamt des Kantons Z�rich lehnte das Gesuch am 12. Februar 2013 ab und wies sie aus der Schweiz weg. Die Abweisung begr�ndete es im Wesentlichen damit, dass A.A.________ vom 1. August 2003 bis zum 21. August 2012 mit Sozialhilfebeitr�gen in der H�he von Fr. 290'555.60 habe unterst�tzt werden m�ssen. Den gegen diese Verf�gung bei der Sicherheitsdirektion erhobenen Rekurs wies diese mit Entscheid vom 30. April 2014 ab. Eine dagegen gef�hrte Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich blieb erfolglos (Urteil vom 21. August 2014); dem Begehren um unentgeltliche Rechtspflege wurde nicht entsprochen.
�Mit Eingabe vom 2. Oktober 2014 beantragt A.A.________ dem Bundesgericht, das Urteil des Verwaltungsgerichts vom 21. August 2014 aufzuheben. Das Migrationsamt sei anzuweisen, die Aufenthaltsbewilligung der Beschwerdef�hrerin zu verl�ngern. Eventuell sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Der Beschwerdef�hrerin sei f�r das vorinstanzliche Verfahren die unentgeltliche Rechtspflege zu gew�hren. Auch im bundesgerichtlichen Verfahren wird um unentgeltliche Prozessf�hrung und Verbeist�ndung ersucht.
�Das Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich und das Bundesamt f�r Migration beantragen, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei.
�Mit Verf�gung vom 6. Oktober 2014 hat der Pr�sident der II. �ffentlich-rechtlichen Abteilung der Beschwerde antragsgem�ss aufschiebende Wirkung zuerkannt.
1.1.�Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist unzul�ssig gegen Entscheide auf dem Gebiet des Ausl�nderrechts betreffend Bewilligungen, auf die weder das Bundesrecht noch das V�lkerrecht einen Anspruch einr�umt (Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG). Die mit einem in der Schweiz niedergelassenen Landsmann verheiratete Beschwerdef�hrerin macht in vertretbarer Weise einen Anspruch auf Verl�ngerung ihrer Aufenthaltsbewilligung geltend. Auf die form- und fristgerecht (vgl. Art. 42 Abs. 2 und Art. 100 Abs. 1 BGG) erhobene Beschwerde der durch den vorinstanzlichen Endentscheid unmittelbar betroffenen Beschwerdef�hrerin ist einzutreten (Art. 86 Abs. 1 lit. d und Abs. 2, Art. 89 Abs. 1 BGG).
1.2.�Das Bundesgericht ist an die Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz gebunden, soweit sie sich nicht als offensichtlich unrichtig erweisen oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruhen (Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG; vgl. BGE 140 III 264 E. 2.3 S. 266; 137 I 58 E. 4.1.2 S. 62; 133 II 249 E. 1.2.2 S. 252; 133 III 393 E. 7.1 S. 398). Dabei w�re von der Beschwerdef�hrerin aufzuzeigen, dass die Behebung eines allf�lligen derartigen Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG).
1.3.�Neue Tatsachen und Beweismittel d�rfen vor Bundesgericht nur so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG; BGE 139 III 120 E. 3.1.2 S. 123; 138 II 393 E. 3.5 S. 397; 135 I 221 E. 5.2.4 S. 229; 133 IV 342 E. 2.1 S. 343 f.; je mit Hinweisen). Echte Noven, das heisst solche Tatsachen, die erst nach dem angefochtenen Entscheid aufgetreten sind, sind unzul�ssig (BGE 133 IV 342 E. 2.1 f. S. 344). Werden (bereits bestehende) Tatsachen erst durch den vorinstanzlichen Entscheid rechtswesentlich, so sind die im letztinstanzlichen Verfahren neu dazu eingereichten Belege als zul�ssige Noven im Sinne von Art. 99 Abs. 1 BGG zu qualifizieren (Urteile 2C_42/2011 vom 23. August 2012 E. 5.3; 8C_184/2009 vom 25. August 2009 E. 4.3.1).
�Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, das Verwaltungsgericht habe zu Unrecht das Vorliegen von Widerrufsgr�nden im Sinne von Art. 62 AuG bejaht und einen Anspruch auf Verl�ngerung ihrer Aufenthaltsbewilligung verneint. Im Rahmen der Verh�ltnism�ssigkeitspr�fung der Nichtverl�ngerung habe es zudem Art. 5 Abs. 2 BV, Art. 13 BV (Art. 8 EMRK) sowie Art. 96 AuG verletzt.
2.1.�Ausl�ndische Ehegatten von Personen mit Niederlassungsbewilligung haben Anspruch auf Erteilung und Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen (Art. 43 Abs. 1 AuG). Dieser Anspruch erl�scht unter anderem, wenn Widerrufsgr�nde nach Art. 62 AuG vorliegen (Art. 51 Abs. 2 lit. b AuG). Die Nichtverl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung der Beschwerdef�hrerin st�tzt die Vorinstanz auf Art. 62 lit. e AuG.
2.2.�Nach Art. 62 lit. e AuG kann die zust�ndige Beh�rde die Bewilligung widerrufen, wenn die ausl�ndische Person oder eine Person, f�r die sie zu sorgen hat, auf Sozialhilfe angewiesen ist (Urteile 2C_877/2013 vom 3. Juli 2014 E. 3.1.1; 2C_780/2013 vom 2. Mai 2014 E. 3.3.1; 2C_1228/2012 vom 20. Juni 2013 E. 2.1; je mit Hinweisen). Beim Widerruf bzw. der Nichtverl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung einer ausl�ndischen Person wegen Bed�rftigkeit geht es in erster Linie darum, eine zus�tzliche und damit k�nftige Belastung der �ffentlichen Wohlfahrt zu vermeiden. Ob eine weitere Belastung der Sozialhilfe bei Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung erfolgt, ist allerdings nicht mit Sicherheit feststellbar. Es muss daher auf die wahrscheinliche finanzielle Entwicklung bei der ausl�ndischen Person abgestellt werden. Nach der Rechtsprechung ist f�r die Bejahung dieses Widerrufsgrundes eine�
konkrete Gefahr�der Sozialhilfeabh�ngigkeit erforderlich und es kann daf�r nicht auf Hypothesen und pauschalisierte Gr�nde abgestellt werden (vgl. Urteile 2C_42/2011 vom 23. August 2012 E. 5.4; 2C_673/2011 vom 3. August 2012 E. 4.2.1; 2C_685/2010 vom 30. Mai 2011 E. 2.3.1 und 2.3.2).
2.3.�Neben den bisherigen und den aktuellen Verh�ltnissen ist auch die wahrscheinliche�
finanzielle Entwicklung auf l�ngere Sicht�abzuw�gen. Ein Widerruf kommt in Betracht, wenn eine Person hohe finanzielle Unterst�tzungsleistungen erhalten hat und nicht damit gerechnet werden kann, dass sie in Zukunft f�r ihren Lebensunterhalt sorgen wird (BGE 122 II 1 E. 3c S. 8; Urteile 2C_780/2013 vom 2. Mai 2014 E. 3.3.1; 2C_1228/2012 vom 20. Juni 2013 E. 2.3; vgl. 2C_74/2010 vom 10. Juni 2010 E. 3.4 mit Hinweisen). Allerdings ist auch im Rahmen von Art. 62 lit. e AuG der Grundsatz der Verh�ltnism�ssigkeit zu beachten, wobei vor allem das Verschulden an der Situation und die bisherige Verweildauer im Lande zu ber�cksichtigen sind (Botschaft zum AuG, BBl 2002 3809 f.; Amtl. Bull. 2004 N 1088 f.). Namentlich soll nicht schon Armut infolge einer Scheidung, sondern erst pers�nliches Verhalten zum Widerruf f�hren (Urteil 2C_1228/2012 vom 20. Juni 2013 E. 2.2; Botschaft zum AuG, a.a.O., 3809 f.). Zu beachten ist ferner, dass Sozialversicherungsleistungen keine Sozialhilfe darstellen (vgl. BGE 135 II 265 E. 3.7 S. 272 mit Hinweis; Urteil 2C_958/2011 vom 18. Februar 2013 E. 2.3), weshalb deren Bezug vom Tatbestand des Art. 62 lit. e AuG nicht erfasst wird (Urteile 2C_42/2011 vom 23. August 2012 E. 5.4; 2C_958/2011 vom 18. Februar 2013 E. 2.3; je mit Hinweisen).
2.4.�Entgegen der Vorbringen der Beschwerdef�hrerin ist die Auffassung der Vorinstanz, wonach die Voraussetzungen des Widerrufs der Aufenthaltsbewilligung im Sinne von Art. 62 lit. e AuG erf�llt sind, nicht zu beanstanden:
2.4.1.�Die Familie der Beschwerdef�hrerin war zwischen August 2003 bis April 2014 durchgehend auf Sozialhilfe angewiesen. Die �ffentliche Hand leistete w�hrend diesen rund elfeinhalb Jahren F�rsorgeleistungen im Gesamtbetrag von Fr. 319'422.40, was im Rahmen der Rechtsprechung zu Art. 62 lit. e AuG einen sehr erheblichen Beitrag darstellt (vgl. Urteile 2C_877/2013 vom 3. Juli 2014 E. 3.2.1; 2C_780/2013 vom 2. Mai 2014 E. 3.3.3; 2C_1228/2012 vom 20. Juni 2013 E. 5.2). Seit Einreise 2002 bis Ende Oktober 2012 ist keine Arbeitst�tigkeit nachgewiesen. Unmittelbar nach einem negativen IV-Vorbescheid am 7. September 2012 hat die Beschwerdef�hrerin am 29. Oktober 2012 eine Anstellung als Teilzeit-Reinigungskraft gefunden. Ende November 2012 hat sie ihr Pensum zwischenzeitlich im Rahmen einer neuerlichen Anstellung erweitert; die erstgenannte Anstellung gab sie jedoch bereits Ende 2012 wieder auf. Am 2. Juni 2014 hat die Beschwerdef�hrerin sodann eine zus�tzliche Arbeitsstelle mit einem Pensum von rund zwei Stunden pro Tag angetreten (X.________ GmbH). Gem�ss den Feststellungen des Verwaltungsgerichts erzielt die Beschwerdef�hrerin mit ihren aktuellen Anstellungen ein monatliches Einkommen von Fr. 1'700.-- (Fr. 900.-- Y.________ und Fr. 800.-- X.________ GmbH).
2.4.2.�Relevant f�r die Pr�fung des Widerrufs der Aufenthaltsbewilligung ist auch die Einkommenssituation des Gatten der Beschwerdef�hrerin. Die Ehegatten sind im Zusammenhang mit Sozialhilfeleistungen als wirtschaftliche Einheit zu betrachten: Unterst�tzungsbeitr�ge werden f�r Ehepaare gemeinsam berechnet und ausgerichtet; umgekehrt schl�gt das Erwerbsverhalten der Ehegatten - aufgrund der Unterst�tzungspflicht (Art. 159 ZGB) - auf den jeweils anderen Partner durch (vgl. Urteile 2C_298/2014 vom 12. Dezember 2014 E. 6.4.2; 2C_1160/2013 vom 11. Juli 2014 E. 5.1). Der Ehegatte der Beschwerdef�hrerin ist offenbar seit l�ngerer Zeit nicht erwerbst�tig. Er soll eine���Viertels-Invalidenrente in der H�he von monatlich Fr. 362.-- sowie monatliche IV-Erg�nzungsleistungen in der H�he von Fr. 1'928.-- erhalten. Rechnet man seine Eink�nfte dem Monatseinkommen der Beschwerdef�hrerin hinzu, so resultiert - wie das Verwaltungsgericht in zul�ssiger Weise gest�tzt auf die eingereichten Belege festgestellt hat - ein Gesamteinkommen f�r die Ehegatten von Fr. 3'990.--.
2.4.3.�Die Vorinstanz geht davon aus, das errechnete Einkommen reiche f�r den Lebensunterhalt der Ehegatten nicht aus. Sie hatte die Beschwerdef�hrerin eingeladen darzulegen, wie sie aus ihrer Sicht mit dem gemeinsamen Einkommen die Lebenskosten bestreiten k�nne. Diese hat sich im vorinstanzlichen Verfahren dazu nicht n�her ge�ussert, sondern vielmehr mit der Behauptung begn�gt, dies sei m�glich. Im bundesgerichtlichen Verfahren reicht sie Belege betreffend Miete und Kranken-Grundversicherung ein, die den Kern des Rechtsstreits betreffen und zu deren Edition entgegen der Ausf�hrungen in der Beschwerdeschrift nicht erst das vorinstanzliche Urteil Anlass gegeben hat (vgl. hiervor E. 1.3). Selbst wenn man diese neuen tats�chlichen Vorbringen ber�cksichtigte, bleibt die Einsch�tzung der Vorinstanz korrekt, wonach das gemeinsame Einkommen der Ehegatten nicht f�r die Lebenshaltungskosten ausreiche: Die erforderlichen Lebenskosten der Beschwerdef�hrerin und ihres Gatten w�rden auch mit einer Berechnung auf Grundlage des Minimalansatzes der Skos-Richtlinie zu einem Freibetrag von lediglich Fr. 200.-- f�hren. Werden geringe ausserplanm�ssige Aufwendungen erforderlich - etwa regelm�ssige Arztbesuche aufgrund von R�ckenschmerzen bei der Beschwerdef�hrerin oder wegen der k�rperlichen Beeintr�chtigung ihres Gatten (IV-Rente) -, so reicht das erzielte Einkommen f�r den Grundbedarf, wie die Vorinstanz in zul�ssiger Weise schliesst, nicht aus. St�tzt man sich auf das betreibungsrechtliche Existenzminimum mit dem Grundbedarf von Fr. 1'700.-- pro Ehepaar, so reichen die Eink�nfte f�r den Lebensunterhalt von vornherein nicht aus (vgl. die von der Beschwerdef�hrerin herangezogene Richtlinie des Obergerichts des Kantons Z�rich zur Berechnung des Existenzminimums).
2.4.4.�Die Beschwerdef�hrerin bringt vor, ihr vollj�hriger Sohn lebe mittlerweile in derselben Wohnung wie die Ehegatten und bezahle einen Drittel des Mietzinses; auch sei er in der Lage, ausserordentliche Kosten zu tragen. Nach den Feststellungen der Vorinstanz hatte die Beschwerdef�hrerin noch Ende April 2014 ausgesagt, weder vonseiten ihrer Tochter noch vonseiten ihres Sohns best�nde die M�glichkeit, die Eltern finanziell zu unterst�tzen (angefochtenes Urteil S. 6; act. 8/143 S. 2). Soweit das neue Vorbringen zum Sohn �berhaupt zu ber�cksichtigen w�re (vgl. hiervor E. 1.3), kann es nach der Rechtsprechung nicht massgeblich sein: Die Unterst�tzung durch den vollj�hrigen Sohn ist nicht rechtswirksam dokumentiert (vgl. Urteil 2D_12/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.6). Sie erfolgt, wenn �berhaupt, auf Zusehen hin und vermag die Sozialhilfeabh�ngigkeit des Ehepaares nach der Rechtsprechung nicht nachhaltig zu vermeiden (vgl. Urteil 2C_1160/2013 vom 11. Juli 2014 E. 5.5). Von untergeordneter Bedeutung ist sodann, dass das Ehepaar in neuester Zeit, seit Juni 2014 bis zum Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils am 21. August 2014, ohne Unterst�tzung auskam (vgl. Urteile 2C_345/2011 vom 3. Oktober 2011 E. 2.2; 2C_761/2009 vom 18. Mai 2010 E. 7.2) : Einerseits erfolgte die Aufnahme einer zus�tzlichen Erwerbst�tigkeit durch die Beschwerdef�hrerin reichlich sp�t und, wie das Verwaltungsgericht in nachvollziehbarer Weise feststellt, erst unter dem Druck der Nichtverl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung (vgl. Urteil 2C_345/2011 vom 3. Oktober 2011 E. 2.2). In Anbetracht des Umstands, dass der Ehegatte seit l�ngerer Zeit nicht mehr erwerbst�tig ist, kann sodann weder davon ausgegangen werden, dieser nehme (neben der Viertel-IV-Rente) nunmehr eine Teilzeitbesch�ftigung auf, noch wird solches �berhaupt vorgebracht. Dass sich das Ehepaar mit der Verzichtserkl�rung erst kurz vor dem vorinstanzlichen Urteil nun definitiv von der Sozialhilfeabh�ngigkeit gel�st haben soll, ist aufgrund der bisherigen - langj�hrigen - Sozialhilfebed�rftigkeit h�chst ungewiss.
2.4.5.�Wenn sich die Vorinstanz demnach auf den Standpunkt stellt, das Gesamteinkommen reiche nicht aus, um - konstant und langfristig - die Auslagen des Ehepaars zu decken, und dies besonders dann gelte, wenn die Ehegatten krankheitsbedingt h�here Auslagen h�tten, so kann dies entgegen den Ausf�hrungen in der Beschwerdeschrift nicht als unrichtig gelten. Wie das Verwaltungsgericht in korrekter Weise ausf�hrt, ist vor dem Hintergrund der prek�ren finanziellen Situation auch die Gefahr einer weiteren Sozialhilfeabh�ngigkeit akut gegeben. Damit ist der Widerrufsgrund von Art. 62 lit. e AuG bei der Beschwerdef�hrerin erf�llt. Es besteht aufgrund der langj�hrigen und bedeutsamen Sozialhilfeabh�ngigkeit ein erhebliches �ffentliches Interesse an der Beendigung des Aufenthalts (vgl. BGE 139 I 330 E. 3.2 S. 339; Urteil 2C_780/2013 vom 2. Mai 2014 E. 3.3.3 mit Hinweisen; Urteil des EGMR�
Hasanbasic gegen die Schweiz�vom 11. Juni 2013 [Nr. 52166/09] � 59 mit zahlreichen Hinweisen;�
Palanci gegen die Schweiz�vom 25. M�rz 2014 [Nr. 2607/08] � 58).
3.1.�Ein Widerruf der Aufenthaltsbewilligung rechtfertigt sich indessen nur, wenn die jeweils im Einzelfall vorzunehmende Interessenabw�gung die entsprechende Massnahme auch als verh�ltnism�ssig erscheinen l�sst (vgl. hiervor E. 2.3). Dabei sind die - bereits dargestellten - �ffentlichen Interessen, andererseits die pers�nlichen Verh�ltnisse und der Grad der Integration der ausl�ndischen Person zu ber�cksichtigen (vgl. Art. 96 Abs. 1 AuG; Urteile 2C_780/2013 vom 2. Mai 2014 E. 3.4; 2C_1228/2012 vom 20. Juni 2013 E. 2.2).
3.2.�Die Beschwerdef�hrerin wirft dem Verwaltungsgericht vor, es habe die erforderliche Interessenabw�gung nicht sorgf�ltig vorgenommen und dadurch Art. 5 Abs. 2 sowie Art. 13 BV (Art. 8 EMRK) verletzt. Entgegen der Ansicht der Vorinstanz sei ihr eine intensivere Arbeitst�tigkeit nach ihrer Einreise zun�chst aufgrund mangelnder Deutschkenntnisse und ab 2008 infolge ihres R�ckenleidens unm�glich gewesen. Wegen Letzterem habe sie sich im Dezember 2010 station�r im Spital aufhalten m�ssen.
3.2.1.�Das Verwaltungsgericht hat ber�cksichtigt, dass sich die Beschwerdef�hrerin Ende 2010 wegen R�ckenproblemen in spital�rztliche Pflege begeben musste und w�hrend dieser Zeit arbeitsunf�hig war. Die Beschwerdef�hrerin bem�hte sich Anfang 2011 um eine Berentung. Die beantragte Invalidenrente wurde ihr indessen mit Verf�gung vom 7. September 2012 nicht zugesprochen. Medizinische Abkl�rungen der Sozialversicherungsanstalt Z�rich ergaben, dass es sich bei den R�ckenschmerzen um "ein pathogenetisch ... unklares syndromales Zustandsbild ohne nachweisbare organische Grundlage" handle, das sich "mit zumutbarer Willensanstrengung �berwinden liesse". Entsprechend sei der Beschwerdef�hrerin "eine behindertenangepasste T�tigkeit zu 100% zumutbar". Die Vorinstanz durfte vor diesem Hintergrund davon ausgehen, das R�ckenleiden sei nicht derart gravierend gewesen, dass es eine Berufst�tigkeit ab 2008 verunm�glicht h�tte.
3.2.2.�Die Beschwerdef�hrerin reiste 2002 im Alter von 37 Jahren mit ihren Kindern in die Schweiz ein. In Ber�cksichtigung des Umstands, dass ihre Kinder bei der Einreise in die Schweiz bereits 15- bzw. 17-j�hrig waren, w�re ihr eine regelm�ssige (Teilzeit-) Arbeitst�tigkeit bereits relativ kurz nach der Einreise zumutbar gewesen (vgl. Urteil 2C_1160/2013 vom 11. Juli 2014 E. 5.3; anders etwa Urteile 2C_1228/2012 vom 20. Juni 2013 E. 5.3; 2C_780/2013 E. 4.3.4; vgl. 2D_12/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.7.3). Seit ihrem Aufenthalt in der Schweiz bis zur H�ngigkeit des vorliegenden Verfahrens kann die Beschwerdef�hrerin indessen nur wenige Arbeitseins�tze vorweisen: Einen Monat nach dem ablehnenden IV-Vorbescheid hat sie sich um Teilzeit-Arbeitseins�tze als Reinigungshilfe bem�ht und umgehend eine Anstellung gefunden. Kurz vor Erlass des vorinstanzlichen Urteils hat die Beschwerdef�hrerin eine Zusatzstelle im selben T�tigkeitsfeld angetreten. Wie die Vorinstanz zu Recht festh�lt, sind ihre Deutschkenntnisse zwar nach einem rund zw�lfj�hrigen Aufenthalt nach wie vor rudiment�r (Niveau A. 1.2; m�ndlich). Dieser Umstand hat sich indessen im Jahr 2012 in keiner Weise negativ ausgewirkt, als die Beschwerdef�hrerin innerhalb sehr kurzer Zeit nach dem abschl�gigen IV-Bescheid eine Anstellung als Reinigungskraft fand. Vor diesem Hintergrund kann der Vorwurf, sie habe sich w�hrend ihres Aufenthalts in der Schweiz �ber lange Jahre nicht in zumutbarer Weise um Arbeit bem�ht - entgegen der Darstellung in der Beschwerdeschrift - nicht als unhaltbar gelten.
3.2.3.�Die Beschwerdef�hrerin ist seit 1987 mit einem in der Schweiz niederlassungsberechtigten Landsmann verheiratet. Die Ehe wurde bis zu ihrer Einreise in die Schweiz w�hrend rund 15 Jahren besuchsweise gelebt. Seit 2002 wohnt die Beschwerdef�hrerin mit ihrem Gatten zusammen; auch die seit l�ngerer Zeit vollj�hrigen Kinder sind in der Schweiz aufenthaltsberechtigt. Unter diesem famili�ren Gesichtswinkel bestehen erhebliche private Interessen der Beschwerdef�hrerin an einem weiteren Verbleib in der Schweiz (vgl. Urteile 2C_877/2013 vom 3. Juli 2014 E. 4.2.2; 2C_780/2013 vom 2. Mai 2014 E. 3.4.1). Demgegen�ber hat sie sich bis zum ihrem 38. Altersjahr in der T�rkei aufgehalten. Sie hat dort die Schulen besucht, ist mit den sozio-kulturellen Gegebenheiten des Herkunftslandes bestens vertraut und hat auch nach ihrer Heirat zun�chst weiter dort gelebt. Gem�ss den vorinstanzlichen Feststellungen pflegt sie intensiven Kontakt zu ihrer Mutter und ihren Geschwistern, die sich in der T�rkei aufhalten.
3.2.4.�Ausserfamili�re Kontakte der Beschwerdef�hrerin in der Schweiz sind durch die Vorinstanz nicht festgestellt worden. Insgesamt ergeben sich, wie das Verwaltungsgericht in zul�ssiger Weise festgestellt hat, auch keine famili�ren oder gesundheitlichen Gr�nde, welche die Beschwerdef�hrerin an der Aufnahme einer weitergehenden oder vollzeitlichen Erwerbst�tigkeit gehindert h�tten. Am 2. Oktober 2008 wurde die Beschwerdef�hrerin wegen des Sozialhilfebezugs, damals im Umfang von Fr. 151'050.10, bereits ausl�nderrechtlich verwarnt (vgl. Urteil 2D_12/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5). Die Beschwerdef�hrerin und ihr Ehegatte hatten seither gen�gend Zeit, ihre finanzielle Lage zu �berdenken und zu verbessern (vgl. Urteil 2C_1160/2013 vom 11. Juli 2014 E. 6.3). Entgegen der vorinstanzlichen Erw�gungen f�hrt demnach nicht das Alter, sondern vielmehr die bisherige Verfahrensweise der Ehegatten zu einer negativen Prognose f�r eine definitive Befreiung von der Sozialhilfeabh�ngigkeit: es ist nicht ersichtlich, inwiefern sich die prek�re Einkommenssituation des Ehepaars demn�chst dauerhaft wird verbessern oder auch nur stabilisieren k�nnen (vgl. Urteil 2D_12/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 und 3.6). Vor diesem Hintergrund und angesichts der hohen Bez�ge von �ber Fr. 319'000.-- hat die Vorinstanz kein Bundesrecht verletzt, wenn sie die Nichtverl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung der Beschwerdef�hrerin als verh�ltnism�ssig erachtete. Der Widerruf der Aufenthaltsbewilligung erweist sich als mit Art. 62 lit. e und 96 AuG, Art. 5 Abs. 2 sowie Art. 13 BV (Art. 8 EMRK) vereinbar.
3.2.5.�Die Beschwerdef�hrerin r�gt schliesslich, die Vorinstanz habe Art. 29 Abs. 3 BV verletzt, indem sie die unentgeltliche Rechtspflege verweigert habe. Das Verwaltungsgericht hat sich auf den Standpunkt gestellt, infolge der umfangreichen Sozialhilfebez�ge, der klaren Praxis und den - unbestrittenermassen - unbelegt gebliebenen Lebenskosten seien der Beschwerde kaum Aussichten auf Erfolg beschieden gewesen (vgl. � 16 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Z�rich vom 24. Mai 1959; Art. 93 AuG). Trotz der prozessualen Vers�umnisse der Beschwerdef�hrerin konnte die Beschwerde in Anbetracht der dargelegten Gesamtumst�nde indessen nicht als geradezu aussichtslos erachtet werden (vgl. hiervor E. 2.4.2-2.4.5). Das Verwaltungsgericht h�tte der Beschwerdef�hrerin die unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung gew�hren sollen (Art. 29 Abs. 3 BV; vgl. Urteil 2C_1228/2012 vom 20. Juni 2013 E. 8). Das vorinstanzliche Urteil ist insofern aufzuheben und die Sache zwecks diesbez�glicher Neubeurteilung an das Verwaltungsgericht zur�ckzuweisen (Art. 68 Abs. 5 BGG).
Bei diesem Ausgang des Verfahrens obsiegt die Beschwerdef�hrerin teilweise; insoweit sind keine Kosten zu erheben (Art. 66 Abs. 4 BGG) und hat der Kanton Z�rich der Beschwerdef�hrerin eine reduzierte Parteientsch�digung auszurichten (Art. 68 BGG). Im Umfang des Unterliegens tr�gt die Beschwerdef�hrerin die bundesgerichtlichen Kosten; es kann ihr - da sie bed�rftig ist (E. 2.4.3) und sich die Beschwerde nicht als geradezu aussichtslos erweist (vgl. E. 3.2.5) - die beantragte unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung f�r das bundesgerichtliche Verfahren bewilligt und auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet werden (Art. 64 BGG).
Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten wird teilweise gutgeheissen; das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich vom 21. August 2014 wird insofern aufgehoben, als darin die unentgeltliche Prozessf�hrung und Verbeist�ndung verweigert wurde. Die Sache wird diesbez�glich im Sinne der Erw�gungen an die Vorinstanz zur�ckgewiesen. Im �brigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
2.2.�Der Beschwerdef�hrerin wird Rechtsanwalt Torsten Kahlh�fer, U.________, als Rechtsbeistand beigegeben. Ihm wird aus der Gerichtskasse eine Entsch�digung von Fr. 1'500.-- ausgerichtet.
2.3.�Der Kanton Z�rich hat der Beschwerdef�hrerin f�r das bundesgerichtliche Verfahren eine Parteientsch�digung von Fr. 500.-- auszurichten.