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Timestamp: 2020-07-08 05:19:45
Document Index: 223776016

Matched Legal Cases: ['Art. 33', 'Art. 33', 'Art. 116', 'Art. 7', 'Art. 24', 'Art. 7', 'Art. 33', 'Art. 7', 'Art. 7', 'Art. 5', 'Art. 7', 'Art. 7', 'Art. 4', 'Art. 19', 'Art. 15', 'Art. 21', 'Art. 23', 'Art. 7', 'Art. 7', 'Art. 120', 'Art. 11']

Lawbrary | StG - Bundesgesetz über die Stempelabgaben
I. Gegenstand des Gesetzes (1 - 1)
II. … (2 - 2)
III. Verhältnis zum kantonalen Recht (3 - 3)
IV. Begriffsbestimmungen (4 - 4)
I. Gegenstand der Abgabe (5 - 6)
II. Entstehung der Abgabeforderung (7 - 7)
III. Abgabesätze und Berechnungsgrundlage (8 - 9)
IV. Abgabepflicht (10 - 10)
V. Fälligkeit der Abgabeforderung (11 - 11)
VI. Stundung und Erlass der Abgabeforderung (12 - 12)
I. Gegenstand der Abgabe (13 - 14)
II. Entstehung der Abgabeforderung (15 - 15)
III. Abgabesatz und Berechnungsgrundlage (16 - 16)
IV. Abgabepflicht (17 - 19)
V. Fälligkeit der Abgabeforderung (20 - 20)
I. Gegenstand der Abgabe (21 - 22)
II. Entstehung der Abgabeforderung (23 - 23)
III. Abgabesätze und Berechnungsgrundlage (24 - 24)
IV. Abgabepflicht (25 - 25)
V. Fälligkeit der Abgabeforderung (26 - 26)
Gemeinsame Bestimmungen für alle Abgaben
I. Festsetzung der Abgaben (27 - 27)
II. Umrechnung ausländischer Währungen (28 - 28)
III. Verzugszins (29 - 29)
IV. Verjährung der Abgabeforderung (30 - 30)
I. Eidgenössische Steuerverwaltung (31 - 31)
II. Amtshilfe (32 - 32)
IIa. Datenbearbeitung (32 - 32)
III. Schweigepflicht (33 - 33)
I. Abgabeerhebung (34 - 37)
II. Entscheide der Eidgenössischen Steuerverwaltung (38 - 38)
III. Einsprache (39 - 40)
IV. Kosten (41 - 41)
V. Zwangsvollstreckung (42 - 43)
C. Revision und Erläuterung von Entscheiden (44 - 44)
I. Hinterziehung (45 - 45)
II. Abgabegefährdung (46 - 46)
III. Ordnungswidrigkeiten (47 - 47)
IV. Allgemeine Bestimmungen (48 - 48)
B. Verhältnis zum Verwaltungsstrafrechtsgesetz (50 - 50)
I. Anrechnung bezahlter Emissionsabgaben (51 - 51)
II. Änderung des Verrechnungssteuergesetzes (52 - 52)
III. Aufhebung bisherigen Rechts (53 - 53)
IV. Vollzug (54 - 54)
V. Inkrafttreten (55 - 55)
1Der Bund er­hebt Stem­pe­l­ab­ga­ben:
auf der Aus­ga­be fol­gen­der in­län­di­scher Ur­kun­den:
Ak­ti­en,
Stam­man­tei­le von Ge­sell­schaf­ten mit be­schränk­ter Haf­tung und An­teil­schei­ne von Ge­nos­sen­schaf­ten,
Par­ti­zi­pa­ti­ons­schei­ne3,
Ge­nuss­schei­ne,
auf dem Um­satz der fol­gen­den in­län­di­schen und aus­län­di­schen Ur­kun­den:
Ob­li­ga­tio­nen,
Par­ti­zi­pa­ti­ons­schei­ne7,
An­tei­le an kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen ge­mä­ss Kol­lek­ti­v­an­la­gen­ge­setz vom 23. Ju­ni 20069 (KAG),
Pa­pie­re, die die­ses Ge­setz den Ur­kun­den nach den Zif­fern 1-5 gleich­stellt;
auf der Zah­lung von Ver­si­che­rungs­prä­mi­en ge­gen Quit­tung.
2Wer­den bei den in Ab­satz 1 er­wähn­ten Rechts­vor­gän­gen kei­ne Ur­kun­den aus­ge­stellt oder um­ge­setzt, so tre­ten an ih­re Stel­le die der Fest­stel­lung der Rechts­vor­gän­ge die­nen­den Ge­schäfts­bü­cher oder sons­ti­gen Ur­kun­den.
1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 4. Okt. 1991, in Kraft seit 1. April 1993 (AS 1993 222; BBl 1991 IV 497 521).
2 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 6 des BG vom 16. Dez. 2005 (GmbH-Recht so­wie An­pas­sun­gen im Ak­ti­en-, Ge­nos­sen­schafts-, Han­dels­re­gis­ter- und Fir­men­recht), in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 4791 4839; BBl 2002 3148, 2004 3969).
3 Von der Re­dak­ti­ons­kom­mis­si­on der BVers an die Re­vi­si­on des Ak­ti­en­rechts vom 4. Okt. 1991 an­ge­passt (AS 1992 733 und Art. 33 GVG - AS 1974 1051).
4 Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 2 des BG vom 30. Sept. 2011 (Stär­kung der Sta­bi­li­tät im Fi­nanz­sek­tor), mit Wir­kung seit 1. März 2012 (AS 2012 811; BBl 2011 4717).
5 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 4. Okt. 1991, in Kraft seit 1. April 1993 (AS 1993 222; BBl 1991 IV 497 521).
6 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 6 des BG vom 16. Dez. 2005 (GmbH-Recht so­wie An­pas­sun­gen im Ak­ti­en-, Ge­nos­sen­schafts-, Han­dels­re­gis­ter- und Fir­men­recht), in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 4791 4839; BBl 2002 3148, 2004 3969).
7 Von der Re­dak­ti­ons­kom­mis­si­on der BVers an die Re­vi­si­on des Ak­ti­en­rechts vom 4. Okt. 1991 an­ge­passt (AS 1992 733 und Art. 33 GVG - AS 1974 1051).
8 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. II 4 des Kol­lek­ti­v­an­la­gen­ge­set­zes vom 23. Ju­ni 2006, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 5379; BBl 2005 6395).
1 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 5. Okt. 1984, mit Wir­kung seit 1. Jan. 1986 (AS 1985 1963; BBl 1981 III 737).
1Ur­kun­den, wel­che die­ses Ge­setz als Ge­gen­stand ei­ner Stem­pe­l­ab­ga­be oder steu­er­frei er­klärt, dür­fen von den Kan­to­nen nicht mit gleich­ge­ar­te­ten Ab­ga­ben oder Re­gis­trie­rungs­ge­büh­ren be­las­tet wer­den. An­stän­de, die sich auf Grund die­ser Be­stim­mung
er­ge­ben, be­ur­teilt das Bun­des­ge­richt als ein­zi­ge In­stanz (Art. 116 des Bun­des­rechts­pfle­ge­ge­set­zes vom 16. Dez. 1943 - OG1).
2Zu den steu­er­frei­en Ur­kun­den ge­hö­ren auch die Frach­tur­kun­den im Ge­päck-, Tier- und Gü­ter­ver­kehr der Schwei­ze­ri­schen Bun­des­bah­nen und der vom Bund kon­zes­sio­nier­ten Trans­port­un­ter­neh­men.2
2 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 8. Okt. 1999 (AS 2000 322; BBl 1999 7922). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. II 9 des BG vom 20. März 2009 über die Bahn­re­form 2, in Kraft seit 1. Jan. 2010 (AS 2009 5597; BBl 2005 2415, 2007 2681).
1In­län­der ist, wer im In­land Wohn­sitz, dau­ern­den Auf­ent­halt, sta­tu­ta­ri­schen oder ge­setz­li­chen Sitz hat oder als Un­ter­neh­men im in­län­di­schen Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen ist.
2In­vest­ment­ge­sell­schaf­ten mit fes­tem Ka­pi­tal nach Ar­ti­kel 110 KAG1 wer­den in die­sem Ge­setz den Ka­pi­tal­ge­sell­schaf­ten gleich­ge­stellt.2
3Ob­li­ga­tio­nen sind schrift­li­che, auf fes­te Be­trä­ge lau­ten­de Schuld­an­er­ken­nun­gen, die zum Zwe­cke der kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­be­schaf­fung oder An­la­ge­ge­wäh­rung oder der Kon­so­li­die­rung von Ver­bind­lich­kei­ten in ei­ner Mehr­zahl von Ex­em­pla­ren aus­ge­ge­ben wer­den, na­ment­lich An­lei­hen­sob­li­ga­tio­nen mit Ein­schluss der Par­tia­len von An­lei­hen, für wel­che ein Grund­pfand­recht ge­mä­ss Ar­ti­kel 875 des Zi­vil­ge­setz­bu­ches3 be­steht, Ren­ten­ti­tel, Pfand­brie­fe, Kas­se­nob­li­ga­tio­nen, Kas­sen- und De­po­si­ten­schei­ne so­wie Schuld­buch­for­de­run­gen.4
4Den Ob­li­ga­tio­nen gleich­ge­stellt sind:
in ei­ner Mehr­zahl aus­ge­ge­be­ne Wech­sel, wech­se­l­ähn­li­che Schuld­ver­schrei­bun­gen und an­de­re Dis­kont­pa­pie­re, so­fern sie zur Un­ter­brin­gung im Pu­bli­kum be­stimmt sind;
Aus­wei­se über Un­ter­be­tei­li­gun­gen an Dar­le­hens­for­de­run­gen;
in ei­ner Mehr­zahl aus­ge­ge­be­ne, der kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­be­schaf­fung die­nen­de Buch­for­de­run­gen.5
5Geld­markt­pa­pie­re sind Ob­li­ga­tio­nen mit ei­ner fes­ten Lauf­zeit von nicht mehr als zwölf Mo­na­ten.6
2 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. II 4 des Kol­lek­ti­v­an­la­gen­ge­set­zes vom 23. Ju­ni 2006, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 5379; BBl 2005 6395).
4 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 4. Okt. 1991, in Kraft seit 1. April 1993 (AS 1993 222; BBl 1991 IV 497 521).
5 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 4. Okt. 1991, in Kraft seit 1. April 1993 (AS 1993 222; BBl 1991 IV 497 521).
6 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 4. Okt. 1991, in Kraft seit 1. April 1993 (AS 1993 222; BBl 1991 IV 497 521).
1Ge­gen­stand der Ab­ga­be sind:
die ent­gelt­li­che oder un­ent­gelt­li­che Be­grün­dung und Er­hö­hung des Nenn­wer­tes von Be­tei­li­gungs­rech­ten in Form von:
Ak­ti­en in­län­di­scher Ak­ti­en­ge­sell­schaf­ten und Kom­man­di­tak­ti­en­ge­sell­schaf­ten;
Stam­man­tei­len in­län­di­scher Ge­sell­schaf­ten mit be­schränk­ter Haf­tung;2
Ge­nos­sen­schafts­an­tei­len in­län­di­scher Ge­nos­sen­schaf­ten;
Ge­nuss­schei­nen in­län­di­scher Ge­sell­schaf­ten oder Ge­nos­sen­schaf­ten. Als Ge­nuss­schei­ne gel­ten Ur­kun­den über An­sprü­che auf einen An­teil am Rein­ge­winn oder am Li­qui­da­ti­ons­er­geb­nis;
Par­ti­zi­pa­ti­ons­schei­nen in­län­di­scher Ge­sell­schaf­ten, Ge­nos­sen­schaf­ten oder ge­werb­li­cher Un­ter­neh­men des öf­fent­li­chen Rechts;3
2Der Be­grün­dung von Be­tei­li­gungs­rech­ten im Sin­ne von Ab­satz 1 Buch­sta­be a sind gleich­ge­stellt:
die Zu­schüs­se, die die Ge­sell­schaf­ter oder Ge­nos­sen­schaf­ter oh­ne ent­spre­chen­de Ge­gen­leis­tung an die Ge­sell­schaft oder Ge­nos­sen­schaft er­brin­gen, oh­ne dass das im Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­ge­ne Ge­sell­schafts­ka­pi­tal oder der ein­be­zahl­te Be­trag der Ge­nos­sen­schafts­an­tei­le er­höht wird;
der Hand­wech­sel der Mehr­heit der Ak­ti­en, Stam­man­tei­len oder Ge­nos­sen­schafts­an­tei­le an ei­ner in­län­di­schen Ge­sell­schaft oder Ge­nos­sen­schaft, die wirt­schaft­lich li­qui­diert oder in li­qui­de Form ge­bracht wor­den ist;
3 Fünf­ter Strich ein­ge­fügt durch Ziff. III Art. 7 Ziff. 1 des BG vom 4. Okt. 1991 über die Än­de­rung des OR (Die Ak­ti­en­ge­sell­schaft), in Kraft seit 1. Ju­li 1992 (AS 1992 733; BBl 1983 II 745).
4 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 4. Okt. 1991, mit Wir­kung seit 1. April 1993 (AS 1993 222; BBl 1991 IV 497 521).
5 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 6 des BG vom 16. Dez. 2005 (GmbH-Recht so­wie An­pas­sun­gen im Ak­ti­en-, Ge­nos­sen­schafts-, Han­dels­re­gis­ter- und Fir­men­recht), in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 4791 4839; BBl 2002 3148, 2004 3969).
6 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 4. Okt. 1991, mit Wir­kung seit 1. April 1993 (AS 1993 222; BBl 1991 IV 497 521).
1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 4. Okt. 1991 (AS 1993 222; BBl 1991 IV 497 521). Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 2 des BG vom 30. Sept. 2011 (Stär­kung der Sta­bi­li­tät im Fi­nanz­sek­tor), mit Wir­kung seit 1. März 2012 (AS 2012 811; BBl 2011 4717).
1Von der Ab­ga­be sind aus­ge­nom­men:
die Be­tei­li­gungs­rech­te an Ak­ti­en­ge­sell­schaf­ten, Kom­man­di­tak­ti­en­ge­sell­schaf­ten, Ge­sell­schaf­ten mit be­schränk­ter Haf­tung oder Ge­nos­sen­schaf­ten, die sich, oh­ne einen Er­werbs­zweck zu ver­fol­gen, ent­we­der der Für­sor­ge für Be­dürf­ti­ge und Kran­ke, der För­de­rung des Kul­tus, des Un­ter­richts so­wie an­de­rer ge­mein­nüt­zi­ger Zwe­cke oder der Be­schaf­fung von Woh­nun­gen zu mäs­si­gen Miet­zin­sen oder der Ge­wäh­rung von Bürg­schaf­ten wid­men, so­fern nach den Sta­tu­ten
die Di­vi­den­de auf höchs­tens 6 Pro­zent des ein­be­zahl­ten Ge­sell­schafts- oder Ge­nos­sen­schafts­ka­pi­tals be­schränkt,
die Aus­rich­tung von Tan­tie­men aus­ge­schlos­sen und
bei der Auf­lö­sung der Ge­sell­schaft oder Ge­nos­sen­schaft der nach Rück­zah­lung des ein­be­zahl­ten Ge­sell­schafts- oder Ge­nos­sen­schafts­ka­pi­tals ver­blei­ben­de Teil des Ver­mö­gens ei­nem der er­wähn­ten Zwe­cke zu­zu­wen­den ist;
abis.1Be­tei­li­gungs­rech­te, die in Durch­füh­rung von Be­schlüs­sen über Fu­sio­nen oder die­sen wirt­schaft­lich gleich­kom­men­de Zu­sam­menschlüs­se, Um­wand­lun­gen und Spal­tun­gen von Ak­ti­en­ge­sell­schaf­ten, Kom­man­di­tak­ti­en­ge­sell­schaf­ten, Ge­sell­schaf­ten mit be­schränk­ter Haf­tung oder Ge­nos­sen­schaf­ten be­grün­det oder er­höht wer­den;
die Be­grün­dung oder Nenn­wert­er­hö­hung von Be­tei­li­gungs­rech­ten an Ge­nos­sen­schaf­ten, so­weit die Leis­tun­gen der Ge­nos­sen­schaf­ter im Sin­ne von Ar­ti­kel 5 ge­samt­haft ei­ne Mil­li­on Fran­ken nicht über­stei­gen;
die Be­tei­li­gungs­rech­te an Trans­port­un­ter­neh­men, die aus In­ves­ti­ti­ons­bei­trä­gen der öf­fent­li­chen Hand zu de­ren Guns­ten be­grün­det oder er­höht wer­den;
die Be­tei­li­gungs­rech­te, die un­ter Ver­wen­dung frü­he­rer Auf­gel­der und Zu­schüs­se der Ge­sell­schaf­ter oder Ge­nos­sen­schaf­ter be­grün­det oder er­höht wer­den, so­fern die Ge­sell­schaft oder Ge­nos­sen­schaft nach­weist, dass sie auf die­sen Leis­tun­gen die Ab­ga­be ent­rich­tet hat;
die Be­tei­li­gungs­rech­te, die un­ter Ver­wen­dung ei­nes Par­ti­zi­pa­ti­ons­ka­pi­tals be­grün­det oder er­höht wer­den, so­fern die Ge­sell­schaft oder Ge­nos­sen­schaft nach­weist, dass sie auf die­sem Par­ti­zi­pa­ti­ons­ka­pi­tal die Ab­ga­be ent­rich­tet hat;
die bei der Grün­dung oder Ka­pi­tal­er­hö­hung ei­ner Ak­ti­en­ge­sell­schaft, ei­ner Kom­man­di­tak­ti­en­ge­sell­schaft oder ei­ner Ge­sell­schaft mit be­schränk­ter Haf­tung ent­gelt­lich aus­ge­ge­be­nen Be­tei­li­gungs­rech­te, so­weit die Leis­tun­gen der Ge­sell­schaf­ter ge­samt­haft ei­ne Mil­li­on Fran­ken nicht über­stei­gen;
die Be­grün­dung von An­tei­len von kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen ge­mä­ss KAG9;
Be­tei­li­gungs­rech­te, die zur Über­nah­me ei­nes Be­trie­bes oder Teil­be­trie­bes ei­ner Ak­ti­en­ge­sell­schaft, Kom­man­di­tak­ti­en­ge­sell­schaft, Ge­sell­schaft mit be­schränk­ter Haf­tung oder Ge­nos­sen­schaft be­grün­det oder er­höht wer­den, so­fern ge­mä­ss letz­ter Jah­res­bi­lanz die Hälf­te des Ka­pi­tals und der ge­setz­li­chen Re­ser­ven die­ser Ge­sell­schaft oder Ge­nos­sen­schaft nicht mehr ge­deckt ist;
die bei of­fe­nen Sa­nie­run­gen vor­ge­nom­me­ne Be­grün­dung von Be­tei­li­gungs­rech­ten oder die Er­hö­hung von de­ren Nenn­wert bis zur Hö­he vor der Sa­nie­rung so­wie Zu­schüs­se von Ge­sell­schaf­tern oder Ge­nos­sen­schaf­tern bei stil­len Sa­nie­run­gen, so­weit:
be­ste­hen­de Ver­lus­te be­sei­tigt wer­den, und
die Leis­tun­gen der Ge­sell­schaf­ter oder Ge­nos­sen­schaf­ter ge­samt­haft 10 Mil­lio­nen Fran­ken nicht über­stei­gen;
die Be­tei­li­gungs­rech­te an Ban­ken, die un­ter Ver­wen­dung des Wand­lungs­ka­pi­tals ge­mä­ss Ar­ti­kel 13 Ab­satz 1 des Ban­ken­ge­set­zes vom 8. No­vem­ber 193413 be­grün­det oder er­höht wer­den;
die Be­tei­li­gungs­rech­te an Ban­ken oder Kon­zern­ge­sell­schaf­ten von Fi­nanz­grup­pen, für die Mass­nah­men nach den Ar­ti­keln 28-32 des Ban­ken­ge­set­zes an­ge­ord­net wer­den kön­nen, die bei der Um­wand­lung von Fremd- in Ei­gen­ka­pi­tal nach Ar­ti­kel 31 Ab­satz 3 des Ban­ken­ge­set­zes be­grün­det oder er­höht wer­den.
2Fal­len die Vor­aus­set­zun­gen der Ab­ga­be­be­frei­ung da­hin, so ist auf den noch be­ste­hen­den Be­tei­li­gungs­rech­ten die Ab­ga­be zu ent­rich­ten.15
1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 4. Okt. 1991 (AS 1993 222; BBl 1991 IV 497). Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 6 des Fu­si­ons­ge­set­zes vom 3. Okt. 2003, in Kraft seit 1. Ju­li 2004 (AS 2004 2617; BBl 2000 4337).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. II 1 des Un­ter­neh­mens­steu­er­re­form­ge­set­zes II vom 23. März 2007, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 2893; BBl 2005 4733).
3 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. II 9 des BG vom 20. März 2009 über die Bahn­re­form 2, in Kraft seit 1. Jan. 2010 (AS 2009 5597; BBl 2005 2415, 2007 2681).
5 Ein­ge­fügt durch Art. 24 des ABRG vom 20. Dez. 1985 (AS 1988 1420; BBl 1984 I 1129). Auf­ge­ho­ben durch Ziff. II des BG vom 28. Sept. 2018, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2019 (AS 2019 433; BBl 2018 2325).
6 Ein­ge­fügt durch Ziff. III Art. 7 Ziff. 1 des BG vom 4. Okt. 1991 über die Än­de­rung des OR (Die Ak­ti­en­ge­sell­schaft), in Kraft seit 1. Ju­li 1992 (SR 220 am En­de, SchlB zum Tit. XXVI).
7 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 24. März 1995 (AS 1995 4259; BBl 1995 I 89). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 18. März 2005, in Kraft seit 1. Jan. 2006 (AS 2005 3577; BBl 2004 4899).
8 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. II 4 des Kol­lek­ti­v­an­la­gen­ge­set­zes vom 23. Ju­ni 2006, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 5379; BBl 2005 6395).
10 Ein­ge­fügt durch Ziff. II 1 des Un­ter­neh­mens­steu­er­re­form­ge­set­zes II vom 23. März 2007, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 2893; BBl 2005 4733).
11 Ein­ge­fügt durch Ziff. II 1 des Un­ter­neh­mens­steu­er­re­form­ge­set­zes II vom 23. März 2007, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 2893; BBl 2005 4733).
12 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 2 des BG vom 30. Sept. 2011 (Stär­kung der Sta­bi­li­tät im Fi­nanz­sek­tor) (AS 2012 811; BBl 2011 4717). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. II des BG vom 18. März 2016, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 3451; BBl 2015 7083).
14 Ein­ge­fügt durch Ziff. II des BG vom 18. März 2016, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 3451; BBl 2015 7083).
15 Im Sin­ne ei­ner Be­rich­ti­gung nach Art. 33 Abs. 1 GVG (AS 1974 1051) hat die Re­dak-ti­ons­kom­mis­si­on der BVers den Pas­sus «oder An­tei­len an An­la­ge­fonds» ge­stri­chen.
1Die Ab­ga­be­for­de­rung ent­steht:
bei Ak­ti­en, Par­ti­zi­pa­ti­ons­schei­nen und bei Stam­man­tei­len von Ge­sell­schaf­ten mit be­schränk­ter Haf­tung: im Zeit­punkt der Ein­tra­gung der Be­grün­dung oder der Er­hö­hung der Be­tei­li­gungs­rech­te im Han­dels­re­gis­ter;
abis.2bei Be­tei­li­gungs­rech­ten, die im Ver­fah­ren der be­ding­ten Ka­pi­tal­er­hö­hung be­grün­det wer­den: im Zeit­punkt ih­rer Aus­ga­be;
bei Ge­nos­sen­schafts­an­tei­len: im Zeit­punkt ih­rer Be­grün­dung oder Er­hö­hung;
bei Ge­nuss­schei­nen: im Zeit­punkt ih­rer Aus­ga­be oder Er­hö­hung;
bei Zu­schüs­sen und bei ei­nem Hand­wech­sel der Mehr­heit von Be­tei­li­gungs­rech­ten: im Zeit­punkt des Zu­schus­ses oder des Hand­wech­sels;
1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 6 des BG vom 16. Dez. 2005 (GmbH-Recht so­wie An­pas­sun­gen im Ak­ti­en-, Ge­nos­sen­schafts-, Han­dels­re­gis­ter- und Fir­men­recht), in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 4791 4839; BBl 2002 3148, 2004 3969).
2 Ein­ge­fügt durch Ziff. III Art. 7 Ziff. 1 des BG vom 4. Okt. 1991 über die Än­de­rung des OR (Die Ak­ti­en­ge­sell­schaft), in Kraft seit 1. Ju­li 1992 (SR 220 am En­de, SchlB zum Tit. XXVI).
3 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I 3 des BG vom 10. Okt. 1997 über die Re­form der Un­ter­neh­mens­be­steue­rung 1997, mit Wir­kung seit 1. April 1998 (AS 1998 669; BBl 1997 II 1164).
4 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 4. Okt. 1991 (AS 1993 222; BBl 1991 IV 497 521). Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 2 des BG vom 30. Sept. 2011 (Stär­kung der Sta­bi­li­tät im Fi­nanz­sek­tor), mit Wir­kung seit 1. März 2012 (AS 2012 811; BBl 2011 4717).
5 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 4. Okt. 1991, mit Wir­kung seit 1. April 1993 (AS 1993 222; BBl 1991 IV 497 521).
1Die Ab­ga­be auf Be­tei­li­gungs­rech­ten be­trägt 1 Pro­zent und wird be­rech­net:2
bei der Be­grün­dung und Er­hö­hung von Be­tei­li­gungs­rech­ten: vom Be­trag, der der Ge­sell­schaft oder Ge­nos­sen­schaft als Ge­gen­leis­tung für die Be­tei­li­gungs­rech­te zu­fliesst, min­des­tens aber vom Nenn­wert;
auf Zu­schüs­sen: vom Be­trag des Zu­schus­ses;
beim Hand­wech­sel der Mehr­heit von Be­tei­li­gungs­rech­ten: vom Rein­ver­mö­gen, das sich im Zeit­punkt des Hand­wech­sels in der Ge­sell­schaft oder Ge­nos­sen­schaft be­fin­det, min­des­tens aber vom Nenn­wert al­ler be­ste­hen­den Be­tei­li­gungs­rech­te.
3Sa­chen und Rech­te sind zum Ver­kehrs­wert im Zeit­punkt ih­rer Ein­brin­gung zu be­wer­ten.
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I 3 des BG vom 10. Okt. 1997 über die Re­form der Un­ter­neh­mens­be­steue­rung 1997, in Kraft seit 1. April 1998 (AS 1998 669; BBl 1997 II 1164).
3 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 4. Okt. 1991, mit Wir­kung seit 1. April 1993 (AS 1993 222; BBl 1991 IV 497 521).
1Die Ab­ga­be be­trägt:
auf un­ent­gelt­lich aus­ge­ge­be­nen Ge­nuss­schei­nen: 3 Fran­ken je Ge­nuss­schein;
auf Be­tei­li­gungs­rech­ten, die in Durch­füh­rung von Be­schlüs­sen über die Fu­si­on, Spal­tung oder Um­wand­lung von Ein­zel­un­ter­neh­men, Han­dels­ge­sell­schaf­ten oh­ne ju­ris­ti­sche Per­sön­lich­keit, Ver­ei­nen, Stif­tun­gen oder Un­ter­neh­men des öf­fent­li­chen Rechts be­grün­det oder er­höht wer­den, so­fern der bis­he­ri­ge Rechts­trä­ger wäh­rend min­des­tens fünf Jah­ren be­stand: 1 Pro­zent des Nenn­werts, vor­be­hält­lich der Aus­nah­men in Ar­ti­kel 6 Ab­satz 1 Buch­sta­be h. Über den Mehr­wert wird nach­träg­lich ab­ge­rech­net, so­weit wäh­rend den der Um­struk­tu­rie­rung nach­fol­gen­den fünf Jah­ren die Be­tei­li­gungs­rech­te ver­äus­sert wer­den.
2Von den Ein­zah­lun­gen, die wäh­rend ei­nes Ge­schäfts­jah­res auf das Ge­nos­sen­schafts­ka­pi­tal ge­macht wer­den, wird die Ab­ga­be nur so­weit er­ho­ben, als die­se Ein­zah­lun­gen die Rück­zah­lun­gen auf dem Ge­nos­sen­schafts­ka­pi­tal wäh­rend des glei­chen Ge­schäfts­jah­res über­stei­gen.
1 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 4. Okt. 1991, mit Wir­kung seit 1. April 1993 (AS 1993 222; BBl 1991 IV 497 521).
2 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I 3 des BG vom 10. Okt. 1997 über die Re­form der Un­ter­neh­mens­be­steue­rung 1997, mit Wir­kung seit 1. April 1998 (AS 1998 669; BBl 1997 II 1164).
4 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. III Art. 7 Ziff. 1 des BG vom 4. Okt. 1991 über die Än­de­rung des OR (Die Ak­ti­en­ge­sell­schaft), in Kraft seit 1. Ju­li 1992 (SR 220 am En­de, SchlB zum Tit. XXVI).
5 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 6 des Fu­si­ons­ge­set­zes vom 3. Okt. 2003 (AS 2004 2617; BBl 2000 4337). Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 6 des BG vom 16. Dez. 2005 (GmbH-Recht so­wie An­pas­sun­gen im Ak­ti­en-, Ge­nos­sen­schafts-, Han­dels­re­gis­ter- und Fir­men­recht), in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 4791 4839; BBl 2002 3148, 2004 3969).
1Für Be­tei­li­gungs­rech­te ist die Ge­sell­schaft oder Ge­nos­sen­schaft ab­ga­be­pflich­tig.1 Für die beim Hand­wech­sel der Mehr­heit von Be­tei­li­gungs­rech­ten (Art. 5 Abs. 2 Bst.b) ge­schul­de­te Ab­ga­be haf­tet der Ver­äus­se­rer der Be­tei­li­gungs­rech­te so­li­da­risch.
2 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 4. Okt. 1991, mit Wir­kung seit 1. April 1993 (AS 1993 222; BBl 1991 IV 497 521).
3 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 4. Okt. 1991 (AS 1993 222; BBl 1991 IV 497 521). Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 2 des BG vom 30. Sept. 2011 (Stär­kung der Sta­bi­li­tät im Fi­nanz­sek­tor), mit Wir­kung seit 1. März 2012 (AS 2012 811; BBl 2011 4717).
Die Ab­ga­be wird fäl­lig:
auf Ge­nos­sen­schafts­an­tei­len: 30 Ta­ge nach Ge­schäfts­ab­schluss;
auf Be­tei­li­gungs­rech­ten: 30 Ta­ge nach Ab­lauf des Vier­tel­jah­res, in dem die Ab­ga­be­for­de­rung ent­stan­den ist (Art. 7);
in al­len an­dern Fäl­len: 30 Ta­ge nach Ent­ste­hung der Ab­ga­be­for­de­rung (Art. 7).
1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. II 1 des Un­ter­neh­mens­steu­er­re­form­ge­set­zes II vom 23. März 2007, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 2893; BBl 2005 4733).
2 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 2 des BG vom 30. Sept. 2011 (Stär­kung der Sta­bi­li­tät im Fi­nanz­sek­tor), in Kraft seit 1. März 2012 (AS 2012 811; BBl 2011 4717).
Wenn bei der of­fe­nen oder stil­len Sa­nie­rung ei­ner Ak­ti­en­ge­sell­schaft, Kom­man­di­tak­ti­en­ge­sell­schaft, Ge­sell­schaft mit be­schränk­ter Haf­tung oder Ge­nos­sen­schaft die Er­he­bung der Emis­si­ons­ab­ga­be ei­ne of­fen­ba­re Här­te be­deu­ten wür­de, so soll die Ab­ga­be ge­stun­det oder er­las­sen wer­den.
1Ge­gen­stand der Ab­ga­be ist die ent­gelt­li­che Über­tra­gung von Ei­gen­tum an den in Ab­satz 2 be­zeich­ne­ten Ur­kun­den, so­fern ei­ne der Ver­trags­par­tei­en oder ei­ner der Ver­mitt­ler Ef­fek­ten­händ­ler nach Ab­satz 3 ist.1
2Steu­er­ba­re Ur­kun­den sind:
die von ei­nem In­län­der aus­ge­ge­be­nen:
Ob­li­ga­tio­nen (Art. 4 Abs. 3 und 4),
Ak­ti­en, Stam­man­tei­le von Ge­sell­schaf­ten mit be­schränk­ter Haf­tung, An­teil­schei­ne von Ge­nos­sen­schaf­ten, Par­ti­zi­pa­ti­ons­schei­ne, Ge­nuss­schei­ne,
An­tei­le an kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen ge­mä­ss KAG4;
die von ei­nem Aus­län­der aus­ge­ge­be­nen Ur­kun­den, die in ih­rer wirt­schaft­li­chen Funk­ti­on den Ti­teln nach Buch­sta­be a gleich­ste­hen. Der Bun­des­rat hat die Aus­ga­be von aus­län­di­schen Ti­teln von der Ab­ga­be aus­zu­neh­men, wenn die Ent­wick­lung der Wäh­rungs­la­ge oder des Ka­pi­tal­mark­tes es er­for­dert;
Aus­wei­se über Un­ter­be­tei­li­gun­gen an Ur­kun­den der in Buch­sta­ben a und b be­zeich­ne­ten Ar­ten.5
3Ef­fek­ten­händ­ler sind:
die Ban­ken, die ban­k­ähn­li­chen Fi­nanz­ge­sell­schaf­ten im Sin­ne des Ban­ken­ge­set­zes vom 8. No­vem­ber 19347, die Schwei­ze­ri­sche Na­tio­nal­bank so­wie die zen­tra­len Ge­gen­par­tei­en im Sin­ne des Fi­nanz­marktin­fra­struk­tur­ge­set­zes vom 19. Ju­ni 20158;
die nicht un­ter Buch­sta­be a fal­len­den in­län­di­schen na­tür­li­chen und ju­ris­ti­schen Per­so­nen und Per­so­nen­ge­sell­schaf­ten, in­län­di­schen An­stal­ten und Zweignie­der­las­sun­gen aus­län­di­scher Un­ter­neh­men, de­ren Tä­tig­keit aus­sch­liess­lich oder zu ei­nem we­sent­li­chen Teil dar­in be­steht,
für Drit­te den Han­del mit steu­er­ba­ren Ur­kun­den zu be­trei­ben (Händ­ler), oder
als An­la­ge­be­ra­ter oder Ver­mö­gens­ver­wal­ter Kauf und Ver­kauf von steu­er­ba­ren Ur­kun­den zu ver­mit­teln (Ver­mitt­ler);
die nicht un­ter die Buch­sta­ben a und b fal­len­den in­län­di­schen Ak­ti­en­ge­sell­schaf­ten, Kom­man­di­tak­ti­en­ge­sell­schaf­ten, Ge­sell­schaf­ten mit be­schränk­ter Haf­tung und Ge­nos­sen­schaf­ten so­wie in­län­di­schen Ein­rich­tun­gen der be­ruf­li­chen Vor­sor­ge und der ge­bun­de­nen Vor­sor­ge, de­ren Ak­ti­ven nach Mass­ga­be der letz­ten Bi­lanz zu mehr als 10 Mil­lio­nen Fran­ken aus steu­er­ba­ren Ur­kun­den nach Ab­satz 2 be­ste­hen;
der Bund, die Kan­to­ne und die po­li­ti­schen Ge­mein­den samt ih­ren An­stal­ten, so­fern sie in ih­rer Rech­nung für mehr als 10 Mil­lio­nen Fran­ken steu­er­ba­re Ur­kun­den nach Ab­satz 2 aus­wei­sen, so­wie die in­län­di­schen Ein­rich­tun­gen der So­zi­al­ver­si­che­rung.13
4Als in­län­di­sche Ein­rich­tun­gen der be­ruf­li­chen Vor­sor­ge und der ge­bun­de­nen Vor­sor­ge nach Ab­satz 3 Buch­sta­be d gel­ten:
die Ein­rich­tun­gen nach Ar­ti­kel 48 des Bun­des­ge­set­zes vom 25. Ju­ni 198214 über die be­ruf­li­che Al­ters-, Hin­ter­las­se­nen- und In­va­li­den­vor­sor­ge (BVG) und nach Ar­ti­kel 331 des Ob­li­ga­tio­nen­rechts15, der Si­cher­heits­fonds so­wie die Auf­fan­gein­rich­tung nach den Ar­ti­keln 56 und 60 BVG;
Frei­zü­gig­keits­s­tif­tun­gen nach den Ar­ti­keln 10 Ab­satz 3 und 19 der Ver­ord­nung vom 3. Ok­to­ber 199416 über die Frei­zü­gig­keit in der be­ruf­li­chen Al­ters-, Hin­ter­las­se­nen- und In­va­li­den­vor­sor­ge;
die Trä­ger der in Ar­ti­kel 1 Ab­satz 1 Buch­sta­be b der Ver­ord­nung vom 13. No­vem­ber 198517 über die steu­er­li­che Ab­zugs­be­rech­ti­gung für Bei­trä­ge an an­er­kann­te Vor­sor­ge­for­men er­wähn­ten ge­bun­de­nen Vor­sor­ge­ver­si­che­run­gen und Vor­sor­ge­ver­ein­ba­run­gen;
An­la­ge­stif­tun­gen, die sich der An­la­ge und der Ver­wal­tung von Ver­mö­gen von Vor­sor­ge­ein­rich­tun­gen nach den Buch­sta­ben a-c wid­men und un­ter der Stif­tungs­auf­sicht des Bun­des oder der Kan­to­ne ste­hen.18
5Als in­län­di­sche Ein­rich­tun­gen der So­zi­al­ver­si­che­rung nach Ab­satz 3 Buch­sta­be f gel­ten: der Aus­gleichs­fonds der Al­ters- und Hin­ter­las­se­nen­ver­si­che­rung so­wie der Aus­gleichs­fonds der Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung.19
1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 18. März 2005, in Kraft seit 1. Jan. 2006 (AS 2005 3577; BBl 2004 4899).
3 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. II 4 des Kol­lek­ti­v­an­la­gen­ge­set­zes vom 23. Ju­ni 2006, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 5379; BBl 2005 6395).
6 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 5 des Fi­nanz­marktin­fra­struk­tur­ge­set­zes vom 19. Ju­ni 2015, in Kraft seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 5339; BBl 2014 7483).
9 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 18. März 2005, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2006 (AS 2005 3577; BBl 2004 4899).
10 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 18. März 2005, in Kraft seit 1. Jan. 2006 (AS 2005 3577; BBl 2004 4899).
11 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BB vom 19. März 1999 über dring­li­che Mass­nah­men im Be­reich der Um­satz­ab­ga­be (AS 1999 1287; BBl 1999 1025). Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 19. März 2010, mit Wir­kung seit 1. Ju­li 2010 (AS 2010 3317; BBl 2009 8745 8753).
12 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 15. Dez. 2000 über neue dring­li­che Mass­nah­men im Be­reich der Um­satz­ab­ga­be (AS 2000 2991; BBl 2000 5835). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 18. März 2005, in Kraft seit 1. Jan. 2006 (AS 2005 3577; BBl 2004 4899).
13 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 4. Okt. 1991, in Kraft seit 1. April 1993 (AS 1993 222; BBl 1991 IV 497 521).
18 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 15. Dez. 2000 über neue dring­li­che Mass­nah­men im Be­reich der Um­satz­ab­ga­be (AS 2000 2991; BBl 2000 5835). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 18. März 2005, in Kraft seit 1. Jan. 2006 (AS 2005 3577; BBl 2004 4899).
19 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 15. Dez. 2000 über neue dring­li­che Mass­nah­men im Be­reich der Um­satz­ab­ga­be (AS 2000 2991; BBl 2000 5835). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 18. März 2005, in Kraft seit 1. Jan. 2006 (AS 2005 3577; BBl 2004 4899).
die Aus­ga­be in­län­di­scher Ak­ti­en, Stam­man­tei­le von Ge­sell­schaf­ten mit be­schränk­ter Haf­tung und von Ge­nos­sen­schaf­ten, Par­ti­zi­pa­ti­ons­schei­ne, Ge­nuss­schei­ne, An­tei­le an kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen ge­mä­ss KAG2, Ob­li­ga­tio­nen und Geld­markt­pa­pie­re, ein­sch­liess­lich der Fe­st­über­nah­me durch ei­ne Bank oder Be­tei­li­gungs­ge­sell­schaft und der Zu­tei­lung bei ei­ner nach­fol­gen­den Emis­si­on;
die Sachein­la­ge von Ur­kun­den zur Li­be­rie­rung in- oder aus­län­di­scher Ak­ti­en, Stam­man­tei­le von Ge­sell­schaf­ten mit be­schränk­ter Haf­tung, Ge­nos­sen­schafts­an­tei­le, Par­ti­zi­pa­ti­ons­schei­ne und An­tei­le von kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen ge­mä­ss KAG;
der Han­del mit Be­zugs­rech­ten;
die Rück­ga­be von Ur­kun­den zur Til­gung;
die Aus­ga­be von Ob­li­ga­tio­nen aus­län­di­scher Schuld­ner, die auf ei­ne frem­de Wäh­rung lau­ten (Eu­roob­li­ga­tio­nen), so­wie von Be­tei­li­gungs­rech­ten an aus­län­di­schen Ge­sell­schaf­ten. Als Eu­roob­li­ga­tio­nen gel­ten aus­sch­liess­lich Ti­tel, bei de­nen so­wohl die Ver­gü­tung des Zin­ses als auch die Rück­zah­lung des Ka­pi­tals in ei­ner frem­den Wäh­rung er­fol­gen;
der Han­del mit in- und aus­län­di­schen Geld­markt­pa­pie­ren;
die Ver­mitt­lung oder der Kauf und Ver­kauf von aus­län­di­schen Ob­li­ga­tio­nen, so­weit der Käu­fer oder der Ver­käu­fer ei­ne aus­län­di­sche Ver­trags­par­tei ist;
die mit ei­ner Um­struk­tu­rie­rung, ins­be­son­de­re ei­ner Fu­si­on, Spal­tung oder Um­wand­lung ver­bun­de­ne Über­tra­gung steu­er­ba­rer Ur­kun­den von der über­nom­me­nen, spal­ten­den oder um­wan­deln­den Un­ter­neh­mung auf die auf­neh­men­de oder um­ge­wan­del­te Un­ter­neh­mung;
der Er­werb oder die Ver­äus­se­rung von steu­er­ba­ren Ur­kun­den im Rah­men von Um­struk­tu­rie­run­gen nach den Ar­ti­keln 61 Ab­satz 3 und 64 Ab­satz 1bis des Bun­des­ge­set­zes vom 14. De­zem­ber 199010 über die di­rek­te Bun­des­steu­er so­wie bei der Über­tra­gung von Be­tei­li­gun­gen von min­des­tens 20 Pro­zent am Grund- oder Stamm­ka­pi­tal an­de­rer Ge­sell­schaf­ten auf ei­ne in- oder aus­län­di­sche Kon­zern­ge­sell­schaft.
3Der ge­werbs­mäs­si­ge Ef­fek­ten­händ­ler ge­mä­ss Ar­ti­kel 13 Ab­satz 3 Buch­sta­be a und b Zif­fer 1 ist von dem auf ihn selbst ent­fal­len­den Teil der Ab­ga­ben be­freit, so­weit er Ti­tel aus sei­nem Han­dels­be­stand ver­äus­sert oder zur Äuf­nung die­ses Be­stan­des er­wirbt. Als Han­dels­be­stand gel­ten die aus steu­er­ba­ren Ur­kun­den zu­sam­men­ge­setz­ten Ti­tel­be­stän­de, die sich aus der Han­del­stä­tig­keit der ge­werbs­mäs­si­gen Händ­ler er­ge­ben, nicht aber Be­tei­li­gun­gen und Be­stän­de mit An­la­ge­cha­rak­ter.12
1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. II 4 des Kol­lek­ti­v­an­la­gen­ge­set­zes vom 23. Ju­ni 2006, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 5379; BBl 2005 6395).
7 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 4. Okt. 1991 (AS 1993 222; BBl 1991 IV 497 521). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BB vom 19. März 1999 über dring­li­che Mass­nah­men im Be­reich der Um­satz­ab­ga­be (AS 1999 1287; BBl 1999 1025). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 18. März 2005, in Kraft seit 1. Jan. 2006 (AS 2005 3577; BBl 2004 4899).
8 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 6 des Fu­si­ons­ge­set­zes vom 3. Okt. 2003, in Kraft seit 1. Ju­li 2004 (AS 2004 2617; BBl 2000 4337).
9 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 6 des Fu­si­ons­ge­set­zes vom 3. Okt. 2003, in Kraft seit 1. Ju­li 2004 (AS 2004 2617; BBl 2000 4337).
11 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 4. Okt. 1991, mit Wir­kung seit 1. April 1993 (AS 1993 222; BBl 1991 IV 497 521).
12 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 4. Okt. 1991, in Kraft seit 1. April 1993 (AS 1993 222; BBl 1991 IV 497 521).
1Die Ab­ga­be­for­de­rung ent­steht mit dem Ab­schluss des Ge­schäf­tes.
2Bei be­ding­ten oder ein Wahl­recht ein­räu­men­den Ge­schäf­ten ent­steht die Ab­ga­be­for­de­rung mit der Er­fül­lung des Ge­schäf­tes.
1Die Ab­ga­be wird auf dem Ent­gelt be­rech­net und be­trägt:
1,5 Pro­mil­le2 für von ei­nem In­län­der aus­ge­ge­be­ne Ur­kun­den;
3 Pro­mil­le3 für von ei­nem Aus­län­der aus­ge­ge­be­ne Ur­kun­den.
2Be­steht das Ent­gelt nicht in ei­ner Geld­sum­me, so ist der Ver­kehrs­wert der ver­ein­bar­ten Ge­gen­leis­tung mass­ge­bend.
1 Sach­über­schrift ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1977, in Kraft seit 1. April 1978 (AS 1978 201; BBl 1977 II 1453).
2 Ab­ga­be­satz ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1977, in Kraft seit 1. April 1978 (AS 1978 201; BBl 1977 II 1453).
3 Ab­ga­be­satz ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1977, in Kraft seit 1. April 1978 (AS 1978 201; BBl 1977 II 1453).
1Ab­ga­be­pflich­tig ist der Ef­fek­ten­händ­ler.
2Er schul­det ei­ne hal­be Ab­ga­be:
wenn er ver­mit­telt: für je­de Ver­trags­par­tei, die sich we­der als re­gis­trier­ter Ef­fek­ten­händ­ler noch als von der Ab­ga­be be­frei­ter An­le­ger aus­weist;
wenn er Ver­trags­par­tei ist: für sich selbst und die Ge­gen­par­tei, die sich we­der als re­gis­trier­ter Ef­fek­ten­händ­ler noch als von der Ab­ga­be be­frei­ter An­le­ger aus­weist.1
3Der Ef­fek­ten­händ­ler gilt als Ver­mitt­ler, wenn er
mit sei­nem Auf­trag­ge­ber zu den Ori­gi­nal­be­din­gun­gen des mit der Ge­gen­par­tei ab­ge­schlos­se­nen Ge­schäf­tes ab­rech­net;
le­dig­lich Ge­le­gen­heit zum Ge­schäfts­ab­schluss nach­weist;
die Ur­kun­den am Ta­ge ih­res Er­werbs wei­ter­ver­äus­sert.
2 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BB vom 19. März 1999 über dring­li­che Mass­nah­men im Be­reich der Um­satz­ab­ga­be (AS 1999 1287; BBl 1999 1025). Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 19. März 2010, mit Wir­kung seit 1. Ju­li 2010 (AS 2010 3317; BBl 2009 8745 8753).
1Von der Ab­ga­be nach Ar­ti­kel 17 Ab­satz 2 be­freit sind:
aus­län­di­sche Staa­ten und Zen­tral­ban­ken;
in­län­di­sche kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen nach Ar­ti­kel 7 KAG3;
aus­län­di­sche kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen nach Ar­ti­kel 119 KAG;
aus­län­di­sche Ein­rich­tun­gen der So­zi­al­ver­si­che­rung;
aus­län­di­sche Ein­rich­tun­gen der be­ruf­li­chen Vor­sor­ge;
aus­län­di­sche Le­bens­ver­si­che­rer, die ei­ner der Bun­desauf­sicht ver­gleich­ba­ren aus­län­di­schen Re­gu­lie­rung un­ter­ste­hen;
aus­län­di­sche Ge­sell­schaf­ten, de­ren Ak­ti­en an ei­ner an­er­kann­ten Bör­se ko­tiert sind, so­wie ih­re aus­län­di­schen kon­so­li­dier­ten Kon­zern­ge­sell­schaf­ten.
2Als aus­län­di­sche Ein­rich­tun­gen der So­zi­al­ver­si­che­rung gel­ten Ein­rich­tun­gen, wel­che die glei­chen Auf­ga­ben wie in­län­di­sche Ein­rich­tun­gen nach Ar­ti­kel 13 Ab­satz 5 er­fül­len und ei­ner der Bun­desauf­sicht ver­gleich­ba­ren Auf­sicht un­ter­stellt sind.
3Als aus­län­di­sche Ein­rich­tun­gen der be­ruf­li­chen Vor­sor­ge gel­ten Ein­rich­tun­gen:
die der Al­ters-, Hin­ter­las­se­nen- und In­va­li­den­vor­sor­ge die­nen;
de­ren Mit­tel dau­ernd und aus­sch­liess­lich für die be­ruf­li­che Vor­sor­ge be­stimmt sind; und
die ei­ner der Bun­desauf­sicht ver­gleich­ba­ren Auf­sicht un­ter­stellt sind.
1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 15. Dez. 2000 über neue dring­li­che Mass­nah­men im Be­reich der Um­satz­ab­ga­be (AS 2000 2991; BBl 2000 5835). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 18. März 2005, in Kraft seit 1. Jan. 2006 (AS 2005 3577; BBl 2004 4899).
4 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. II 4 des Kol­lek­ti­v­an­la­gen­ge­set­zes vom 23. Ju­ni 2006, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 5379; BBl 2005 6395).
1Der Ef­fek­ten­händ­ler gilt als Ver­trags­par­tei, wenn er die Ur­kun­den bei ih­rer Emis­si­on fest über­nimmt.
2Über­nimmt der Ef­fek­ten­händ­ler die Ur­kun­den als Un­ter­be­tei­lig­ter von ei­nem an­dern Ef­fek­ten­händ­ler und gibt er sie wäh­rend der Emis­si­on wei­ter, so ist er von dem auf ihn ent­fal­len­den Teil der Ab­ga­ben aus­ge­nom­men.
3Der Ef­fek­ten­händ­ler gilt fer­ner als Ver­trags­par­tei, wenn er Aus­wei­se über Un­ter­be­tei­li­gun­gen an Dar­le­hens­for­de­run­gen aus­gibt.1
1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 4. Okt. 1991, in Kraft seit 1. April 1993 (AS 1993 222; BBl 1991 IV 497 521).
1Ist beim Ab­schluss ei­nes Ge­schäf­tes ei­ne aus­län­di­sche Bank, ein aus­län­di­scher Bör­se­n­agent oder ei­ne zen­tra­le Ge­gen­par­tei im Sin­ne des Fi­nanz­marktin­fra­struk­tur­ge­set­zes vom 19. Ju­ni 20152 Ver­trags­par­tei, so ent­fällt die die­se Par­tei be­tref­fen­de hal­be Ab­ga­be.3 Das Glei­che gilt für Ti­tel, die von ei­ner als Ge­gen­par­tei auf­tre­ten­den Bör­se bei der Aus­übung von stan­dar­di­sier­ten De­ri­va­ten über­nom­men oder ge­lie­fert wer­den.
3 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 5 des Fi­nanz­marktin­fra­struk­tur­ge­set­zes vom 19. Ju­ni 2015, in Kraft seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 5339; BBl 2014 7483).
4 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 19. März 2010, mit Wir­kung seit 1. Ju­li 2010 (AS 2010 3317; BBl 2009 8745 8753).
Art. 19a Zum Zweck der Steuersicherung zwischengeschaltete Organisationen
Wer im Wohn­sitz­staat ei­ner na­tür­li­chen Per­son ei­ner staat­li­chen Be­wil­li­gungs- oder Kon­troll­pflicht un­ter­steht und aus­sch­liess­lich die Mel­de- und Steu­er­pflich­ten für de­ren in der Schweiz ge­hal­te­ne Ver­mö­gens­wer­te er­füllt, ist für die da­mit ver­bun­de­nen Ge­schäf­te von der Um­satz­ab­ga­be be­freit.
1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 29. Sept. 2017, in Kraft seit 1. März 2018 (AS 2018 705; BBl 2017 1511).
Die Ab­ga­be wird 30 Ta­ge nach Ab­lauf des Vier­tel­jah­res fäl­lig, in dem die Ab­ga­be­for­de­rung ent­stan­den ist (Art. 15).
Ge­gen­stand der Ab­ga­be sind die Prä­mi­en­zah­lun­gen für Ver­si­che­run­gen,
die zum in­län­di­schen Be­stand ei­nes der Auf­sicht des Bun­des un­ter­stell­ten oder ei­nes in­län­di­schen öf­fent­lich-recht­li­chen Ver­si­che­rers ge­hö­ren;
die ein in­län­di­scher Ver­si­che­rungs­neh­mer mit ei­nem nicht der Bun­desauf­sicht un­ter­stell­ten aus­län­di­schen Ver­si­che­rer ab­ge­schlos­sen hat.
Von der Ab­ga­be aus­ge­nom­men sind die Prä­mi­en­zah­lun­gen für die
nicht­rück­kaufs­fä­hi­ge Le­bens­ver­si­che­rung so­wie die rück­kaufs­fä­hi­ge Le­bens­ver­si­che­rung mit pe­ri­odi­scher Prä­mi­en­zah­lung; der Bun­des­rat legt in ei­ner Ver­ord­nung die not­wen­di­gen Ab­gren­zun­gen fest;
abis.2 Le­bens­ver­si­che­rung, so­weit die­se der be­ruf­li­chen Vor­sor­ge im Sin­ne des BVG3 dient;
ater.4Le­bens­ver­si­che­rung, wel­che von ei­nem Ver­si­che­rungs­neh­mer mit Wohn­sitz im Aus­land ab­ge­schlos­sen wird;
Kran­ken- und In­va­li­di­täts­ver­si­che­rung;
Un­fall­ver­si­che­rung;
Trans­port­ver­si­che­rung für Gü­ter;
Ver­si­che­rung für Ele­men­tar­schä­den an Kul­tur­land und Kul­tu­ren;
Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung;
Ha­gel­ver­si­che­rung;
Vieh­ver­si­che­rung;
Rück­ver­si­che­rung;
Kas­ko­ver­si­che­rung für die in der Ver­ord­nung5 zu um­schrei­ben­den Luft­fahr­zeu­ge und Schif­fe, die im We­sent­li­chen im Aus­land der ge­werbs­mäs­si­gen Be­för­de­rung von Per­so­nen und Gü­tern die­nen;
Feu­er-, Dieb­stahl-, Glas-, Was­ser­scha­den-, Kre­dit-, Ma­schi­nen- und Schmuck­ver­si­che­rung, so­fern der Ab­ga­be­pflich­ti­ge nach­weist, dass sich die ver­si­cher­te Sa­che im Aus­land be­fin­det.
1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I 3 des BG vom 10. Okt. 1997 über die Re­form der Un­ter­neh­mens­be­steue­rung 1997, in Kraft seit 1. April 1998 (AS 1998 669; BBl 1997 II 1164).
2 Ein­ge­fügt durch Ziff. I 3 des BG vom 10. Okt. 1997 über die Re­form der Un­ter­neh­mens­be­steue­rung 1997, in Kraft seit 1. April 1998 (AS 1998 669; BBl 1997 II 1164).
4 Ein­ge­fügt durch Ziff. I 3 des BG vom 10. Okt. 1997 über die Re­form der Un­ter­neh­mens­be­steue­rung 1997, in Kraft seit 1. April 1998 (AS 1998 669; BBl 1997 II 1164).
5 V vom 3. Dez. 1973 über die Stem­pe­l­ab­ga­ben (SR 641.101).
Die Ab­ga­be­for­de­rung ent­steht mit der Zah­lung der Prä­mie.
1Die Ab­ga­be be­trägt 5 Pro­zent der Bar­prä­mie; für die Le­bens­ver­si­che­rung be­trägt sie 2,5 Pro­zent der Bar­prä­mie.1
2Die Ab­ga­be­pflich­ti­gen ha­ben in ih­ren Bü­chern für je­den ein­zel­nen Ver­si­che­rungs­zweig die steu­er­ba­ren und die be­frei­ten Prä­mi­en ge­son­dert aus­zu­wei­sen.
Ab­ga­be­pflich­tig ist der Ver­si­che­rer. Ist die Ver­si­che­rung mit ei­nem aus­län­di­schen Ver­si­che­rer ab­ge­schlos­sen wor­den (Art. 21 Bst. b), so hat der in­län­di­sche Ver­si­che­rungs­neh­mer die Ab­ga­be zu ent­rich­ten.
Die Ab­ga­be wird 30 Ta­ge nach Ab­lauf des Vier­tel­jah­res fäl­lig, in dem die Ab­ga­be­for­de­rung ent­stan­den ist (Art. 23).
1Für die Fest­set­zung der Ab­ga­ben ist der wirk­li­che In­halt der Ur­kun­den oder Rechts­vor­gän­ge mass­ge­bend; von den Be­tei­lig­ten ge­brauch­te un­rich­ti­ge Be­zeich­nun­gen und Aus­drucks­wei­sen fal­len nicht in Be­tracht.
2Kann der für die Ab­ga­be­pflicht oder für die Ab­ga­be­be­mes­sung mass­ge­ben­de Sach­ver­halt nicht ein­deu­tig ab­ge­klärt wer­den, so ist er durch Ab­wä­gung al­ler auf Grund pflicht­ge­mäs­ser Er­mitt­lung fest­ge­stell­ten Um­stän­de zu er­schlies­sen.
1Lau­tet der für die Ab­ga­be­be­rech­nung mass­ge­ben­de Be­trag auf ei­ne aus­län­di­sche Wäh­rung, so ist er auf den Zeit­punkt der Ent­ste­hung der Ab­ga­be­for­de­rung (Art. 7, 15, 23) in Schwei­zer­fran­ken um­zu­rech­nen.
2Ist un­ter den Par­tei­en kein be­stimm­ter Um­rech­nungs­kurs ver­ein­bart wor­den, so ist der Um­rech­nung das Mit­tel der Geld- und Brief­kur­se am letz­ten Werk­ta­ge vor der Ent­ste­hung der Ab­ga­be­for­de­rung zu­grun­de zu le­gen.
Auf Ab­ga­be­be­trä­gen, die nach Ab­lauf der in den Ar­ti­keln 11, 20 und 26 ge­re­gel­ten Fäl­lig­keits­ter­mi­ne aus­ste­hen, ist oh­ne Mah­nung ein Ver­zugs­zins ge­schul­det. Der Zins­satz wird vom Eid­ge­nös­si­schen Fi­nanz­de­par­te­ment be­stimmt.
1Die Ab­ga­be­for­de­rung ver­jährt fünf Jah­re nach Ab­lauf des Ka­len­der­jah­res, in dem sie ent­stan­den ist (Art. 7, 15, 23).
2Die Ver­jäh­rung be­ginnt nicht oder steht still, so­lan­ge die Ab­ga­be­for­de­rung si­cher­ge­stellt oder ge­stun­det ist oder kei­ner der Zah­lungs­pflich­ti­gen im In­land Wohn­sitz hat.
3Die Ver­jäh­rung wird un­ter­bro­chen durch je­de An­er­ken­nung der Ab­ga­be­for­de­rung von Sei­ten ei­nes Zah­lungs­pflich­ti­gen so­wie durch je­de auf Gel­tend­ma­chung des Ab­ga­be­an­spru­ches ge­rich­te­te Amts­hand­lung, die ei­nem Zah­lungs­pflich­ti­gen zur Kennt­nis ge­bracht wird; mit der Un­ter­bre­chung be­ginnt die Ver­jäh­rung von neu­em.
Die Eid­ge­nös­si­sche Steu­er­ver­wal­tung er­lässt für die Er­he­bung der Stem­pe­l­ab­ga­ben al­le Wei­sun­gen, Ver­fü­gun­gen und Ent­schei­de, die nicht aus­drück­lich ei­ner an­dern Be­hör­de vor­be­hal­ten sind.
1Die Steu­er­be­hör­den der Kan­to­ne, Be­zir­ke, Krei­se und Ge­mein­den und die Eid­ge­nös­si­sche Steu­er­ver­wal­tung un­ter­stüt­zen sich ge­gen­sei­tig in der Er­fül­lung ih­rer Auf­ga­be; sie ha­ben sich kos­ten­los die zweck­dien­li­chen Mel­dun­gen zu er­stat­ten, die be­nö­tig­ten Aus­künf­te zu er­tei­len und in amt­li­che Ak­ten Ein­sicht zu ge­wäh­ren.
2Die Ver­wal­tungs­be­hör­den des Bun­des und die an­dern als die in Ab­satz 1 ge­nann­ten Be­hör­den der Kan­to­ne, Be­zir­ke, Krei­se und Ge­mein­den sind ge­gen­über der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung aus­kunfts­pflich­tig, so­fern die ver­lang­ten Aus­künf­te für die Durch­füh­rung die­ses Ge­set­zes von Be­deu­tung sein kön­nen. Ei­ne Aus­kunft darf nur ver­wei­gert wer­den, so­weit ihr we­sent­li­che öf­fent­li­che In­ter­es­sen, ins­be­son­de­re die in­ne­re oder äus­se­re Si­cher­heit des Bun­des oder der Kan­to­ne ent­ge­gen­ste­hen, oder die Aus­kunft die an­ge­gan­ge­ne Be­hör­de in der Durch­füh­rung ih­rer Auf­ga­be we­sent­lich be­ein­träch­ti­gen wür­de. Das Post-, Te­le­fon- und Te­le­gra­fen­ge­heim­nis ist zu wah­ren.
3An­stän­de über die Aus­kunfts­pflicht von Ver­wal­tungs­be­hör­den des Bun­des ent­schei­det der Bun­des­rat, An­stän­de über die Aus­kunfts­pflicht von Be­hör­den der Kan­to­ne, Be­zir­ke, Krei­se und Ge­mein­den, so­fern die kan­to­na­le Re­gie­rung das Aus­kunfts­be­geh­ren ab­ge­lehnt hat, das Bun­des­ge­richt (Art. 120 des Bun­des­ge­richts­ge­set­zes vom 17. Ju­ni 20051).2
2 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 51 des Ver­wal­tungs­ge­richts­ge­set­zes vom 17. Ju­ni 2005, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197; BBl 2001 4202).
1Die Eid­ge­nös­si­sche Steu­er­ver­wal­tung be­treibt zur Er­fül­lung der Auf­ga­ben nach die­sem Ge­setz ein In­for­ma­ti­ons­sys­tem. Die­ses kann be­son­ders schüt­zens­wer­te Per­so­nen­da­ten über ad­mi­nis­tra­ti­ve und straf­recht­li­che Sank­tio­nen ent­hal­ten, die steu­er­recht­lich we­sent­lich sind.
2Die Eid­ge­nös­si­sche Steu­er­ver­wal­tung und die Be­hör­den nach Ar­ti­kel 32 Ab­satz 1 ge­ben ein­an­der die Da­ten wei­ter, die für die Er­fül­lung ih­rer Auf­ga­ben dien­lich sein kön­nen. Die Be­hör­den nach Ar­ti­kel 32 Ab­sät­ze 2 und 4 ge­ben der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung die Da­ten wei­ter, die für die Durch­füh­rung die­ses Ge­set­zes von Be­deu­tung sein kön­nen.
bei Leis­tung von Amts­hil­fe nach Ar­ti­kel 32 Ab­satz 1 und bei Er­fül­lung ei­ner Pflicht zur An­zei­ge straf­ba­rer Hand­lun­gen;
1Wer auf Grund die­ses Ge­set­zes ab­ga­be­pflich­tig wird, hat sich un­auf­ge­for­dert bei der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung an­zu­mel­den.
2Der Ab­ga­be­pflich­ti­ge hat der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung bei Fäl­lig­keit der Ab­ga­be (Art. 11, 20, 26) un­auf­ge­for­dert die vor­ge­schrie­be­ne Ab­rech­nung mit den Be­le­gen ein­zu­rei­chen und gleich­zei­tig die Ab­ga­be zu ent­rich­ten.
1 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. II 1 des Un­ter­neh­mens­steu­er­re­form­ge­set­zes II vom 23. März 2007, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 2893; BBl 2005 4733).
1Der Ab­ga­be­pflich­ti­ge hat der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung über al­le Tat­sa­chen, die für die Ab­ga­be­pflicht oder für die Ab­ga­be­be­mes­sung von Be­deu­tung sein kön­nen, nach bes­tem Wis­sen und Ge­wis­sen Aus­kunft zu er­tei­len; er hat ins­be­son­de­re:
2Die Be­strei­tung der Ab­ga­be­pflicht ent­bin­det nicht von der Aus­kunfts­pflicht.
3Wird die Aus­kunfts­pflicht be­strit­ten, so trifft die Eid­ge­nös­si­sche Steu­er­ver­wal­tung ei­ne Ver­fü­gung.1
1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. II 26 des BG vom 20. März 2008 zur for­mel­len Be­rei­ni­gung des Bun­des­rechts, in Kraft seit 1. Aug. 2008 (AS 2008 3437; BBl 2007 6121).
1Die bei der Grün­dung oder Ka­pi­tal­er­hö­hung ei­ner Ge­sell­schaft oder Ge­nos­sen­schaft mit­wir­ken­den Per­so­nen (ins­be­son­de­re Ban­ken, No­ta­re und Treu­hän­der) ha­ben der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung auf Ver­lan­gen über al­le Tat­sa­chen, die für die Ab­ga­be­pflicht oder für die Be­mes­sung der Emis­si­ons­ab­ga­be von Be­deu­tung sein kön­nen, nach bes­tem Wis­sen und Ge­wis­sen Aus­kunft zu er­tei­len.
2Wird die Aus­kunfts­pflicht be­strit­ten, so fin­det Ar­ti­kel 35 Ab­satz 3 An­wen­dung.
1Die Er­fül­lung der Pflicht zur An­mel­dung als Ab­ga­be­pflich­ti­ger so­wie die Steu­er­ab­rech­nun­gen und -ab­lie­fe­run­gen wer­den von der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung über­prüft.
2Die Eid­ge­nös­si­sche Steu­er­ver­wal­tung kann zur Ab­klä­rung des Sach­ver­halts die Ge­schäfts­bü­cher, die Be­le­ge und an­de­re Ur­kun­den des Ab­ga­be­pflich­ti­gen an Ort und Stel­le prü­fen.
3Er­gibt sich, dass der Ab­ga­be­pflich­ti­ge sei­nen ge­setz­li­chen Pflich­ten nicht nach­ge­kom­men ist, so ist ihm Ge­le­gen­heit zu ge­ben, zu den er­ho­be­nen Aus­set­zun­gen Stel­lung zu neh­men.
4Lässt sich der An­stand nicht er­le­di­gen, so trifft die Eid­ge­nös­si­sche Steu­er­ver­wal­tung einen Ent­scheid.
5Die an­läss­lich ei­ner Prü­fung ge­mä­ss Ab­satz 1 oder 2 bei ei­ner Bank oder Spar­kas­se im Sin­ne des Ban­ken­ge­set­zes vom 8. No­vem­ber 19341, bei der Schwei­ze­ri­schen Na­tio­nal­bank oder bei ei­ner Pfand­brief­zen­tra­le ge­mach­ten Fest­stel­lun­gen dür­fen aus­sch­liess­lich für die Durch­füh­rung der Stem­pe­l­ab­ga­ben ver­wen­det wer­den. Das Bank­ge­heim­nis ist zu wah­ren.
Die Eid­ge­nös­si­sche Steu­er­ver­wal­tung trifft al­le Ver­fü­gun­gen und Ent­schei­de, wel­che die Ab­ga­beer­he­bung not­wen­dig macht; sie trifft einen Ent­scheid ins­be­son­de­re dann, wenn
die Ab­ga­be­for­de­rung oder die Mit­haf­tung be­strit­ten wird;
für einen be­stimm­ten Fall vor­sorg­lich die amt­li­che Fest­stel­lung der Ab­ga­be­pflicht, der Grund­la­gen der Ab­ga­be­be­mes­sung oder der Mit­haf­tung be­an­tragt wird;
der Ab­ga­be­pflich­ti­ge oder Mit­haf­ten­de die ge­mä­ss Ab­rech­nung ge­schul­de­te Ab­ga­be nicht ent­rich­tet.
1Ver­fü­gun­gen und Ent­schei­de der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung kön­nen in­nert 30 Ta­gen nach der Er­öff­nung mit Ein­spra­che an­ge­foch­ten wer­den.
2Die Ein­spra­che ist schrift­lich bei der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung ein­zu­rei­chen; sie hat einen be­stimm­ten An­trag zu ent­hal­ten und die zu sei­ner Be­grün­dung die­nen­den Tat­sa­chen an­zu­ge­ben.
3Ist gül­tig Ein­spra­che er­ho­ben wor­den, so hat die Eid­ge­nös­si­sche Steu­er­ver­wal­tung die Ver­fü­gung oder den Ent­scheid oh­ne Bin­dung an die ge­stell­ten An­trä­ge zu über­prü­fen.
1 Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 51 des Ver­wal­tungs­ge­richts­ge­set­zes vom 17. Ju­ni 2005, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197; BBl 2001 4202).
1 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 26 des BG vom 4. Okt. 1991 (AS 1992 288; BBl 1991 II 465). Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 51 des Ver­wal­tungs­ge­richts­ge­set­zes vom 17. Ju­ni 2005, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197; BBl 2001 4202).
2Oh­ne Rück­sicht auf den Aus­gang des Ver­fah­rens kön­nen die Kos­ten von Un­ter­su­chungs­mass­nah­men demje­ni­gen auf­er­legt wer­den, der sie schuld­haft ver­ur­sacht hat.
1Wird der An­spruch auf Ab­ga­ben, Zin­sen und Kos­ten auf Mah­nung hin nicht be­frie­digt, so ist Be­trei­bung ein­zu­lei­ten; vor­be­hal­ten bleibt die Ein­ga­be in ei­nem Kon­kurs.
2Ist die Ab­ga­be­for­de­rung noch nicht rechts­kräf­tig fest­ge­setzt und wird sie be­strit­ten, so un­ter­bleibt ih­re end­gül­ti­ge Kol­lo­ka­ti­on, bis ein rechts­kräf­ti­ger Ab­ga­be­ent­scheid vor­liegt.
1Die Eid­ge­nös­si­sche Steu­er­ver­wal­tung kann Ab­ga­ben, Zin­sen und Kos­ten, auch wenn sie we­der rechts­kräf­tig fest­ge­setzt noch fäl­lig sind, si­cher­stel­len las­sen, wenn
der Zah­lungs­pflich­ti­ge mit der Zah­lung der Ab­ga­be in Ver­zug ist oder wie­der­holt in Ver­zug war.
2Die Si­cher­stel­lungs­ver­fü­gung hat den Rechts­grund der Si­cher­stel­lung, den si­cher­zu­stel­len­den Be­trag und die Stel­le, wel­che die Si­cher­hei­ten ent­ge­gen­nimmt, an­zu­ge­ben. Wird die Si­cher­stel­lung auf­grund von Ab­satz 1 Buch­sta­ben a oder b an­ge­ord­net, so gilt die Si­cher­stel­lungs­ver­fü­gung als Ar­rest­be­fehl im Sin­ne von Ar­ti­kel 274 des Bun­des­ge­set­zes über Schuld­be­trei­bung und Kon­kurs1; die Ein­spra­che ge­gen den Ar­rest­be­fehl ist aus­ge­schlos­sen.2
3Ge­gen Si­cher­stel­lungs­ver­fü­gun­gen der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung kann beim Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt Be­schwer­de ge­führt wer­den.3
2 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 10 des BG vom 16. Dez. 1994, in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1995 1227 1307; BBl 1991 III 1).
3 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 51 des Ver­wal­tungs­ge­richts­ge­set­zes vom 17. Ju­ni 2005, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197; BBl 2001 4202).
4 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 26 des BG vom 4. Okt. 1991 (AS 1992 288; BBl 1991 II 465). Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 51 des Ver­wal­tungs­ge­richts­ge­set­zes vom 17. Ju­ni 2005, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197; BBl 2001 4202).
5 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 26 des BG vom 4. Okt. 1991 (AS 1992 288; BBl 1991 II 465). Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 51 des Ver­wal­tungs­ge­richts­ge­set­zes vom 17. Ju­ni 2005, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197; BBl 2001 4202).
1Auf die Re­vi­si­on und die Er­läu­te­rung von Ent­schei­den der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung wer­den die Ar­ti­kel 66-69 des Ver­wal­tungs­ver­fah­rens­ge­set­zes vom 20. De­zem­ber 19681 sinn­ge­mä­ss an­ge­wandt.
2 Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 51 des Ver­wal­tungs­ge­richts­ge­set­zes vom 17. Ju­ni 2005, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197; BBl 2001 4202).
1Wer vor­sätz­lich oder fahr­läs­sig, zum ei­ge­nen oder zum Vor­teil ei­nes an­dern, dem Bun­de Stem­pe­l­ab­ga­ben vor­ent­hält oder sich oder ei­nem an­dern auf an­de­re Wei­se einen un­recht­mäs­si­gen Ab­ga­be­vor­teil ver­schafft, wird, so­fern nicht die Straf­be­stim­mung von Ar­ti­kel 14 des Ver­wal­tungs­straf­rechts­ge­set­zes vom 22. März 19741 zu­trifft, we­gen Hin­ter­zie­hung mit Bus­se bis zu 30 000 Fran­ken oder, so­fern dies einen hö­he­ren Be­trag er­gibt, bis zum Drei­fa­chen der hin­ter­zo­ge­nen Ab­ga­be oder des un­recht­mäs­si­gen Vor­teils be­straft.2
2-4…3
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. 8 des An­hangs zum VStrR, in Kraft seit 1. Jan. 1975 (AS 1974 1857; BBl 1971 I 993).
3 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. 8 des An­hangs zum VStrR, mit Wir­kung seit 1. Jan. 1975 (AS 1974 1857; BBl 1971 I 993).
1Wer die ge­setz­mäs­si­ge Er­he­bung der Stem­pe­l­ab­ga­ben ge­fähr­det, in­dem er vor­sätz­lich oder fahr­läs­sig
der Pflicht zur An­mel­dung als Ab­ga­be­pflich­ti­ger, zur Ein­rei­chung von Steu­er­er­klä­run­gen, Auf­stel­lun­gen und Ab­rech­nun­gen, zur Er­tei­lung von Aus­künf­ten und zur Vor­la­ge von Ge­schäfts­bü­chern, Re­gis­tern und Be­le­gen nicht nach­kommt;
in ei­ner Steu­er­er­klä­rung, Auf­stel­lung oder Ab­rech­nung, in ei­nem An­trag auf Be­frei­ung, Rück­er­stat­tung, Stun­dung oder Er­lass von Ab­ga­ben un­wah­re An­ga­ben macht oder er­heb­li­che Tat­sa­chen ver­schweigt oder da­bei un­wah­re Be­le­ge über er­heb­li­che Tat­sa­chen vor­legt;
als Ab­ga­be­pflich­ti­ger oder aus­kunfts­pflich­ti­ger Drit­ter un­rich­ti­ge Aus­künf­te er­teilt;
der Pflicht zur ord­nungs­ge­mäs­sen Füh­rung und Auf­be­wah­rung der Ge­schäfts­bü­cher, Re­gis­ter und Be­le­ge zu­wi­der­han­delt;
die ord­nungs­ge­mäs­se Durch­füh­rung ei­ner Buch­prü­fung oder an­dern amt­li­chen Kon­trol­le er­schwert, be­hin­dert oder ver­un­mög­licht oder
wahr­heits­wid­rig er­klärt, Ef­fek­ten­händ­ler zu sein oder nach Strei­chung im Re­gis­ter der Ef­fek­ten­händ­ler die ab­ge­ge­be­nen Er­klä­run­gen nicht wi­der­ruft,
2Bei ei­ner Wi­der­hand­lung im Sin­ne von Ab­satz 1 Buch­sta­be e bleibt die Straf­ver­fol­gung nach Ar­ti­kel 285 des Straf­ge­setz­bu­ches4 vor­be­hal­ten.
1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. 8 des An­hangs zum VStrR, in Kraft seit 1. Jan. 1975 (AS 1974 1857; BBl 1971 I 993).
3 Fas­sung des letz­ten Sat­zes ge­mä­ss Ziff. 8 des An­hangs zum VStrR, in Kraft seit 1. Jan. 1975 (AS 1974 1857; BBl 1971 I 993).
1Wer ei­ne Be­din­gung, an die ei­ne be­son­de­re Be­wil­li­gung ge­knüpft wur­de, nicht ein­hält,
wer ei­ner Vor­schrift die­ses Ge­set­zes, ei­ner Ver­ord­nung oder ei­ner auf Grund sol­cher Vor­schrif­ten er­las­se­nen all­ge­mei­nen Wei­sung oder un­ter Hin­weis auf die Straf­dro­hung die­ses Ar­ti­kels an ihn ge­rich­te­ten Ein­zel­ver­fü­gung zu­wi­der­han­delt,
wird mit Bus­se bis zu 5000 Fran­ken be­straft.
1 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. 8 des An­hangs zum VStrR, mit Wir­kung seit 1. Jan. 1975 (AS 1974 1857; BBl 1971 I 993).
1Das Ver­wal­tungs­straf­rechts­ge­setz vom 22. März 19741 fin­det An­wen­dung; ver­fol­gen­de und ur­tei­len­de Ver­wal­tungs­be­hör­de im Sin­ne je­nes Ge­set­zes ist die Eid­ge­nös­si­sche Steu­er­ver­wal­tung.2
3 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 5. Okt. 1984, mit Wir­kung seit 1. Jan. 1986 (AS 1985 1963; BBl 1981 III 737).
1 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I 3 des BG vom 10. Okt. 1997 über die Re­form der Un­ter­neh­mens­be­steue­rung 1997, mit Wir­kung seit 1.April 1998 (AS 1998 669; BBl 1997 II 1164).
1 Die Än­de­run­gen kön­nen un­ter AS 1974 11 kon­sul­tiert wer­den.
das Bun­des­ge­setz vom 4. Ok­to­ber 19171 über die Stem­pe­l­ab­ga­ben;
das Bun­des­ge­setz vom 15. Fe­bru­ar 19212 be­tref­fend Er­lass und Stun­dung von Stem­pe­l­ab­ga­ben;
das Bun­des­ge­setz vom 24. Ju­ni 19373 über Er­gän­zung und Ab­än­de­rung der eid­ge­nös­si­schen Stem­pel­ge­setz­ge­bung.
2Die aus­ser Kraft ge­setz­ten Be­stim­mun­gen blei­ben in Be­zug auf Ab­ga­be­for­de­run­gen, Tat­sa­chen und Rechts­ver­hält­nis­se, die vor dem In­kraft­tre­ten die­ses Ge­set­zes ent­stan­den oder ein­ge­tre­ten sind, auch nach die­sem Zeit­punkt an­wend­bar.
Der Bun­des­rat er­lässt die für den Voll­zug er­for­der­li­chen Vor­schrif­ten.