Source: http://www.rlpdirekt.de/rheinland-pfalz/lebenslagen/Aktivierungs-_und_Vermittlungsgutschein_Massnahmen_bei_einem_Traeger_der_privaten_Arbeitsvermittlung_(MPAV);jsessionid=B9E115C471B5D9F07C6C428A2142F45D.tomcat-a-0-nc5044?frameless=false
Timestamp: 2018-02-18 01:21:10
Document Index: 261913623

Matched Legal Cases: ['§ 176', '§ 45', '§ 81', '§ 117', '§ 7', '§ 45', '§ 45', '§ 16', '§ 176']

rlpDirekt - Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein, Maßnahmen bei einem Träger der privaten Arbeitsvermittlung (MPAV)
Verwandte Themen (11)
Bitte wenden Sie sich an die Agentur für Arbeit (Arbeitsamt), in deren Bezirk Sie mit Wohnsitz gemeldet sind oder Ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben.
Partner vor Ort (Bundesagentur für Arbeit)
Der Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein muss bei nach §§ 176 ff. SGB III zugelassenen Trägern unter Beachtung der regionalen Beschränkung eingelöst werden. Bis zum 31.12.2012 ist eine Gewerbeanmeldung der Trägerzulassung gleichgestellt, aus der Gewerbeanmeldung muss klar ersichtlich sein, dass die Vermittlung von Arbeitskräften Gegenstand des Gewerbes ist. Das in der Gewerbeanmeldung angegebene Datum des Beginns des Gewerbes darf nicht nach dem Tag der Vermittlung liegen.
zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung (§ 45 SGB III) oder
zur Förderung der beruflichen Weiterbildung (§§ 81 ff. SGB III)
teilgenommen oder besondere Leistungen im Sinne des § 117 SGB III erhalten hat, bleiben dabei unberücksichtigt. Die Rahmenfrist verlängert sich um die Tage, an denen die Antragstellerin oder der Antragsteller an der Maßnahme teilgenommen hat.
Im Rechtskreis des SGB II können Berechtigte nach § 7 SGB II durch die Teilnahme an Maßnahmen nach § 45 SGB III bei einem Träger der privaten Arbeitsvermittlung (MPAV) gefördert werden.
§ 45 Absatz 1 Satz 1 Nr. 3 SGB III – Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein für einen Träger der privaten Arbeitsvermittlung
§ 16 Absatz 1 Sozialgesetzbuch Drittes Buch (SGB III) – Arbeitslose
Den Aktivierung- und Vermittlungsgutschein beantragen Sie bei Ihrer Agentur für Arbeit.
Stellen Sie einen formlosen Antrag persönlich im Gespräch, schriftlich (Brief, Fax), elektronisch (E-Mail) oder telefonisch unter Angabe Ihrer Kunden-Nummer.
Ihre Arbeitsvermittlerin oder Ihr Arbeitsvermittler prüft, ob Sie die Voraussetzungen für die Förderung erfüllen. Ist dies der Fall, stellt Ihnen Ihre Vermittlungsfachkraft in der Regel persönlich einen Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein aus – üblicherweise während eines Beratungsgespräches. Anderenfalls erhalten Sie ihn per Post.
Mit dem Gutschein verpflichtet sich die Agentur für Arbeit, die Leistung einer von Ihnen eingeschalteten privaten Arbeitsvermittlung zu vergüten, die Sie in eine versicherungspflichtige Beschäftigung mit einer Arbeitszeit von mindestens 15 Stunden wöchentlich vermittelt hat.
Suchen Sie sich einen Träger, der private Arbeitsvermittlung anbietet und für Sie auf Gutschein tätig werden will. Entsprechend Hinweise dazu finden Sie auch auf Ihrem Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein.
Fragen Sie diesen Träger beim ersten Kontakt, ob er Stellenangebote von Arbeitgebern betreut, die für Sie aus beruflicher Sicht geeignet sind.
Fragen Sie den Träger weiterhin nach seiner Zulassung gemäß §§ 176 ff. SGB III. Beachten Sie bitte, dass bis zum 31.12.2012 auch eine Gewerbeanmeldung der Trägerzulassung gleichgestellt ist. Aus dieser muss klar ersichtlich sein, dass die Vermittlung von Arbeitskräften Gegenstand des Gewerbes ist.
Träger, die private Arbeitsvermittlung anbieten, haben erst dann Anspruch auf die Vermittlungsvergütung, wenn durch deren Tätigkeit ein Arbeitsvertrag zustande kommt. Sie dürfen keine Vorschüsse auf die Vergütung verlangen oder entgegennehmen.
Das Arbeitsverhältnis muss durch die Tätigkeit des Trägers zustande gekommen sein. Die Vermittlung, eine der Voraussetzungen zur Zahlung der Vermittlungsvergütung, liegt vor, wenn der Träger als "Dritter" im Kontakt mit der Arbeitnehmerin oder dem Arbeitnehmer und dem Arbeitgeber stand und durch seine Tätigkeit aktiv den Abschluss eines Arbeitsvertrages herbeigeführt hat (entspricht dem sogenannten Vermittlungsmakler des BGB). Der Träger muss als Maklerin oder Makler von den Vertragsparteien unabhängig sein und darf mit der Arbeitnehmerin oder dem Arbeitnehmer und dem Arbeitgeber weder rechtlich, wirtschaftlich noch persönlich verflochten sein.
Der Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein wird zeitlich befristet. Über die konkrete Befristung im Zeitraum zwischen 3 und 6 Monaten entscheidet die Vermittlungs- und Beratungsfachkraft unter Berücksichtigung der Vermittlungschancen.
Nach Ablauf der zeitlichen Befristung des Gutscheines muss wieder ein Antrag gestellt werden, für den die Voraussetzungen erneut zu prüfen sind.
Als Höchstgrenze für die private Vermittlung auf Gutscheine von der Arbeitsagentur sind gesetzlich 2.000,00 Euro festgelegt (bis zu 2.500,00 Euro für Langzeitarbeitslose und behinderte Menschen). Ihnen entstehen damit keine Kosten. Die Auszahlung erfolgt in Raten direkt an den Träger der privaten Arbeitsvermittlung.