Source: https://web1.karlsruhe.de/Stadt/Stadtrecht/s-3-2-5.php
Timestamp: 2018-12-16 02:24:31
Document Index: 256158130

Matched Legal Cases: ['§ 22', '§ 63', '§ 64', '§ 2', 'Art,\n4', '§ 22', '§ 4']

Karlsruhe: 3/2.5 Landschaftsschutzgebiet "Elfmorgenbruch"
über das Landschaftsschutzgebiet "Elfmorgenbruch"
vom 12. Dezember 1980 (Amtsblatt vom 12. Dezember 1980)
Aufgrund der §§ 22, 58 Abs. 3 und 4, § 63 Abs. 1 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Naturschutzgesetzes (NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBl. 1975 S. 654) wird mit Zustimmung des Regierungspräsidiums Karlsruhe als höhere Naturschutzbehörde verordnet:
Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Stadt Karlsruhe werden zum Landschaftsschutzgebiet erklärt. Das Landschaftsschutzgebiet führt die Bezeichnung "Elfmorgenbruch".
(1)	Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von ca. 39 ha.
(2)	Zum Schutzgebiet gehören das Waldgebiet des Elfmorgenbruchs und Teile des Gewanns Nachtweidwiesen.
Ausgehend von der Kreuzung zwischen Elfmorgenbruchstraße und Tiefentalgraben führt in östlicher Richtung ein Feldweg alsbald am Waldrand des Elfmorgenbruchs entlang. In einem Abstand von 50 m nördlich verläuft die Grenze parallel dieses Weges durch die "Nachtweidwiesen" bis zur Pfinz.
Der Pfinz folgt die Grenze südwärts bis zur Autobahn und lehnt sich jenseits dieser an den Kleingärtnerweg "Rennichswiesen" bis zur Kreuzung mit der Autobahnüberführung an.
durch die Autobahnüberführung.
durch die Ostseite der Elfmorgenbruchstraße.
(4)	Die Grenzen des Schutzgebietes sind in eine Planmappe, bestehend aus einer Übersichtskarte, Maßstab 1 : 10 000, und 4 Einzelkarten als Ausschnittsvergrößerungen, Maßstab 1 : 2 000, mit grüner Linie (flächenmäßig grau hervorgehoben) eingetragen, die beim Bürgermeisteramt Karlsruhe als untere Naturschutzbehörde aufbewahrt wird. Die Verordnung mit Karten kann während der üblichen Sprechzeiten eingesehen werden.
1.	Erhaltung des Waldes für die Naherholung und dessen Funktion als klimatischer Ausgleichsraum.
2.	Schutz des Landschaftsbildes, das überwiegend durch Land- und Forstwirtschaft geprägt wird, insbesondere Erhaltung und Pflege des natürlichen Uferbewuchses an der Pfinz.
3.	Sicherung des Bruchwaldes in seiner Wirkung für den Naturhaushalt, insbesondere als Lebensraum für die standortgemäße Tier- und Pflanzenwelt und stadtnahes Rückzugsgebiet für die Vogelwelt.
1.	Errichtung von baulichen Anlagen im Sinne der Landesbauordnung in der jeweils geltenden Fassung oder der Errichtung gleichgestellte Maßnahmen,
2.	Errichtung von Einfriedungen,
3.	Verlegen oder Ändern von ober- oder unterirdischen Leitungen aller Art,
4.	Abbau, Entnahme oder Einbringen von Steinen, Kies, Sand, Lehm oder anderen Bodenbestandteilen oder die Veränderungen der Bodengestalt auf andere Weise,
5.	Lagern von Gegenständen, soweit sie nicht zur zulässigen Nutzung des Grundstücks erforderlich sind,
6.	Anlage oder Veränderung von Straßen, Wegen, Plätzen oder anderen Verkehrswegen,
7.	Anlage oder Veränderung von Stätten für Sport und Spiel, einschließlich Motorsportanlagen,
8.	Anlage von Kleingärten,
9.	Betrieb von Motorsport, sowie von motorbetriebenen Schlitten,
10.	Aufstellen von Wohnwagen oder Verkaufsständen außerhalb der zugelassenen Plätze und das mehrtägige Zelten oder Abstellen von Kraftfahrzeugen,
11.	Anlage, Beseitigung oder Änderung von fließenden oder stehenden Gewässern,
12.	Aufstellen oder Anbringen von Plakaten, Bild- oder Schrifttafeln,
13.	Kahlschlag von Wald auf einer Fläche von mehr als 4 ha,
14.	Neuaufforstungen, Umwandlungen von Wald oder die wesentliche Änderung der Bodennutzung auf andere Weise,
15.	Beseitigung oder Änderung von wesentlichen Landschaftsbestandteilen wie Bäume, Hecken, Gebüsche, Feld- und Ufergehölze, Schilf- und Rohrbestände.
4.	für behördlich angeordnete oder zugelassene Beschilderungen.
1.	entgegen § 22 Abs. 3 des Naturschutzgesetzes in Verbindung mit § 4 dieser Verordnung Handlungen vornimmt, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem Schutzzweck zuwiderlaufen.
Die Verordnung zum Schutz von Landschaftsteilen im Stadtkreis Karlsruhe vom 8. Januar 1962 tritt, soweit sie sich auf den Bereich "Elfmorgenbruch" bezieht, außer Kraft.