Source: http://holdirhilfe.org/hol-dir-hilfe/gewalt-und-ausbeutung/gesetzliche-ausgangslage-in-der-schweiz/
Timestamp: 2017-10-18 07:27:08
Document Index: 56159457

Matched Legal Cases: ['Art. 7', 'Art. 67', 'Art. 127', 'Art. 136', 'Art. 219', 'Art. 180', 'Art. 187', 'Art. 213', 'Art. 111', 'Art. 122', 'Art. 311', 'Art. 368', 'Art. 144', 'Art. 144']

Gesetzliche Ausgangslage in der Schweiz - holdirhilfe.org
Gesetze (Schweiz)
Art. 7 Menschenwürde
Die Würde des Menschen ist zu achten und zu schützen.
Die neue Bundesverfassung
1 Kinder und Jugendliche haben Anspruch auf besonderen Schutz ihrer Unversehrtheit und auf Förderung ihrer Entwicklung.
2 Sie üben ihre Rechte im Rahmen ihrer Urteilsfähigkeit aus.
1 Bund und Kantone setzen sich in Ergänzung zu persönlicher Verantwortung und privater Initiative dafür ein, dass
g. Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung zu selbständigen und sozial verantwortlichen Personen gefördert und in ihrem sozialen, kulturellen und politischen Integration unterstützt werden.
Art. 67 Jugend- und Erwachsenenbildung
1 Bund und Kantone tragen bei der Erfüllung ihrer Aufgabe den besonderen Förderungs- und Schutzbedürfnissen von Kindern und Jugendlichen Rechnung.
Das Strafrecht - Normen zwecks Kindesschutz im Strafgesetzbuch
Vernachlässigung / Gefährdung - Art. 127 (Aussetzung, z.B. eines Säuglings)
Art. 136 (Verabreichung gesundheitsgefährdender Stoffe an Kinder)
Art. 219 (Verletzung der Fürsorge- oder Erziehungspflicht)
Seelische Misshandlungen
Art. 180 ff. (Drohung, Nötigung, Freiheitsberaubung)
Art. 187 ff. (Sexuelle Handlungen mit Kindern und Abhängigen, sexuelle Nötigung, Vergewaltigung, Schändung, Förderung der Prostitution, Menschenhandel)
Art. 213 (Inzest)
Physische Gewaltanwendung
Art. 111 ff. (Tötungsdelikt)
Art. 122 ff. (Körperverletzungen)
Das Opferhilfegesetz wurde am 1.1.1993 in Kraft gesetzt.
Die Opferhilfe baut sich auf drei Pfeilern auf:
Die Beratung und Unterstützung der Opfer
Schutz des Opfers und Wahrung seiner Rechte im Strafverfahren
Gesetzesartikel im Bereich Kindesschutz
C. Kindesschutz
I. Geeignete Massnahmen
1 Ist das Wohl des Kindes gefährdet und sorgen die Eltern nicht von sich aus für Abhilfe oder sind sie dazu ausserstande, so trifft die Vormundschaftsbehörde die geeigneten Massnahmen zum Schutz des Kindes.
2 Die Vormundschaftsbehörde ist dazu auch gegenüber Kindern verpflichtet, die bei Pflegeeltern untergebracht sind oder sonst ausserhalb der häuslichen Gemeinschaft der Eltern leben.
3 Sie kann insbesondere die Eltern, die Pflegeeltern oder das Kind ermahnen, ihnen bestimmte Weisungen für die Pflege, Erziehung oder Ausbildung erteilen und eine geeignete Person oder Stelle bestimmen, der Einblick und Auskunft zu geben ist.
Art. 311/312
Entzug der elterlichen Sorge und Errichtung einer Vormundschaft nach Art. 368 ZGB. - Objektive Unfähigkeit der Ausübung der elterlichen Sorge
- Nicht ernstliches Kümmern um das Kind
- Grobe Pflichtverletzung gegenüber dem Kind.
Art. 144/314
Anhörung / Kindesschutz
Ausdrücklich dazu verpflichtet sind:
Die Gerichtsbehörden durch die Bestimmungen im neuen Scheidungsrecht.(Art. 144 ZGB)
Vor dem Erlass von Kindesschutzmassnahmen ist das Kind in geeigneter Weise durch die vormundschaftlichen Behörden oder durch eine beauftragte Drittperson persönlich anzuhören, soweit nicht sein Alter oder wichtige Gründe dagegen sprechen.
1 Die Kindesschutzmassnahmen werden von den vormundschaftlichen Behörden am Wohnsitz des Kindes angeordnet.
IX. Zusammenarbeit in der Jugendhilfe
Die Kantone sichern durch geeignete Vorschriften die zweckmässige Zusammenarbeit der Behörden und Stellen auf dem Gebiet des zivilrechtlichen Kindesschutzes, des Jugendstrafrechts und der übrigen Jugendhilfe.