Source: https://www2.medizin.uni-greifswald.de/cm/fv/geschaeftsordnung/
Timestamp: 2020-02-21 08:25:53
Document Index: 115931408

Matched Legal Cases: ['§ 8', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 10', '§ 3']

Forschungsverbund Community Medicine: Geschäftsordnung
Zentrale Aufgabe des Forschungsverbundes ist die Förderung der Community-Medicine- Forschung an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald und in den beteiligten Einrichtungen der Region Vorpommern. Zu diesen Aufgaben gehören im Besonderen:
die Qualitätssicherung aller wissenschaftlichen Community-Medicine-Projekte
die administrative Begleitung der bewilligten BMBF-Projekte
die Beratung von Projektanträgen
die Förderung neuer Community-Medicine-relevanter Projekte aus Fakultäts- bzw. Landesmitteln
die Anregung neuer Community-Medicine-relevanter Projekte und
die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in der Community Medicine.
Der Forschungsverbund Community Medicine besitzt folgende Organe:
Forschungs- und Budgetausschuss
Steering Committee zur Koordinierung der Publikationstätigkeit.
Bei Bedarf können weitere Gremien/Arbeitsgruppen gebildet werden, deren Aufgaben und Kompetenzen durch die Mitgliedervollversammlung festzulegen sind.
Die externe Beratung erfolgt durch den Wissenschaftlichen Beirat und das Data Safety and Monitoring Committee (DSMC).
Die Mitgliedschaft entsteht durch Aufnahmebeschluss der Mitgliedervollversammlung. Sie setzt voraus, dass das aufzunehmende Mitglied sowie seine Projektmitarbeiter schriftlich erklären, sich an alle durch die Mitgliedervollversammlung beschlossenen Regularien zu halten und insoweit bereit sind, die durch diese entstehenden Beschränkungen der persönlichen Forschungs- und Lehrfreiheit hinzunehmen. Mitglieder des Vorstandes des FVCM besitzen Stimmrecht in der Mitgliederversammlung.
durch Kündigung des Mitgliedes, die der Mitgliedervollversammlung gegenüber schriftlich zu erklären ist
durch Ausschluss durch die Mitgliedervollversammlung
gem. Abs. 5 dieses Paragraphen.
Die Mitgliedschaft steht jedem Wissenschaftler zu, der ein Community-Medicinerelevantes drittmittelgefördertes Projekt leitet. Ein Projekt kann von mehreren Wissenschaftlern geleitet werden. Projekte im Sinne der Geschäftsordnung sind eigenständige, vom BMBF oder durch andere Zuwendungsgeber geförderte Forschungsvorhaben. Die Community-Medicine- Relevanz muss durch die Mitgliedervollversammlung bestätigt werden (Anhang I).
Mitglied kann weiterhin jeder Wissenschaftler werden, der ein begutachtungsfähiges Community-Medicine-relevantes Forschungsprojekt beim Verbund einreicht (Anhang II). Wird ein solches Projekt eingereicht, benennt der Forschungsausschuss zwei Berichterstatter, die das Projekt kritisch begutachten. Die Mitgliedervollversammlung wird über das Ergebnis der Begutachtung in Kenntnis gesetzt und entscheidet über die Community-Medicine-Relevanz des Projektes. Wird die Community-Medicine-Relevanz bestätigt, ist der Antragsteller zunächst Mitglied des Verbundes.
Projekte nach Absatz 4 dieses Paragraphen müssen innerhalb von zwölf Monaten nach Aufnahme in den Verbund von einem externen Drittmittelgeber (z. B. bei der DFG oder beim BMBF) akzeptiert werden. Eine Verlängerung dieser Frist ist in begründeten Fällen möglich. Erfolgt dies nicht oder wird das Projekt im Zuge des externen Begutachtungsverfahrens abgelehnt, erlischt die Mitgliedschaft im Verbund.
Die Mitgliedervollversammlung wird vom Sprecher des Verbundes mit einer Frist von zwei Wochen mindestens einmal jährlich schriftlich unter Bekanntgabe der Tagesordnung einberufen. Sie wird außerdem auf Antrag von mindestens drei Mitgliedern einberufen.
An der Mitgliedervollversammlung können alle Wissenschaftler teilnehmen, die in einem Projekt des Verbundes tätig sind. Sie haben ein Äußerungs- und Anhörungsrecht.
Die Mitgliedervollversammlung hat insbesondere folgende Aufgaben:
Wahl des Vorstandes sowie der Mitglieder der Ausschüsse und Arbeitsgruppen
Verabschiedung und gegebenenfalls Änderung der Geschäftsordnung mit Zweidrittelmehrheit der anwesenden Mitglieder
Entscheidung über die Community-Medicine-Relevanz von Projekten
Beschlussfassung über Regularien sowie über Rechte und Pflichten der Mitglieder.
Mitglieder des Vorstandes sind fünf gewählte Wissenschaftler. Mitglieder des Vorstandes sind weiterhin die Ordentlichen Professoren des Institutes für Community Medicine, der Wissenschaftliche Leiter der Regionalen Basisstudie Vorpommern und der Leiter des Institutes für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin. Ein Repräsentant des Vorstandes des Forschungsverbundes "Molekulare Medizin" gehört ebenfalls dem Vorstand des FVCM an.
Die gewählten Mitglieder des Vorstandes werden durch die Mitgliedervollversammlung in geheimer Wahl mit einfacher Mehrheit gewählt. Die Amtszeit beträgt zwei Jahre. Wiederwahl ist möglich. Thematisch zusammenhängende Projekte können durch einen Sprecher vertreten werden. Dieser muß durch Beschluß der Mitgliederversammlung bestätigt werden und kann von dieser als zusätzliches Mitglied des Vorstandes eingesetzt werden.
Wissenschaftliche und organisatorische Förderung des Forschungsschwerpunktes Community Medicine
Koordination der wissenschaftlichen Projekte, einschließlich der Basisstudie, soweit es über den unmittelbaren Verantwortungsbereich der Projektleiter hinaus erforderlich ist
Koordination der Arbeit zur Erstellung von übergreifenden Finanzierungsanträgen und Forschungsberichten, soweit es nicht im Verantwortungsbereich des Drittmittelempfängers liegt
Umsetzung der Beschlüsse der Mitgliedervollversammlung
Information der Mitglieder des Forschungsverbundes über zur Verfügung stehende zusätzliche Fördermittel (§ 8).
Der Vorstand ist der Mitgliedervollversammlung berichts- und rechenschaftspflichtig. Rechenschaftslegungen erfolgen einmal jährlich und darüber hinaus auf Antrag von mindestens drei Mitgliedern des Forschungsverbundes.
Der Vorstand wählt aus seiner Mitte den Sprecher des Forschungsverbundes und dessen Stellvertreter. Die Amtszeit des Sprechers und des Stellvertreters beträgt zwei Jahre. Wiederwahl ist möglich.
§ 6 Wissenschaftlicher Beirat und Data Safety and Monitoring Committee (DSMC)
Der wissenschaftliche Beirat ist identisch mit dem vom BMBF eingesetzten Gutachtergremium. Aufgabe des wissenschaftlichen Beirates ist die externe Begutachtung der Forschungsprojekte.
Das DSMC wird vom wissenschaftlichen Beirat zur externen Qualitätssicherung des Datenerhebungsprozesses eingesetzt.
§ 7 Forschungs- und Budgetausschuss
Der Forschungs- und Budgetausschuss besteht aus fünf Mitgliedern des Forschungsverbundes, die von der Mitgliedervollversammlung für ein Jahr gewählt werden. Er hat folgende Aufgaben:
Organisatorische Vorbereitung des Begutachtungsverfahrens für neue Forschungsanträge
Bearbeitung von Anträgen auf Forschungszuschüsse gem. § 8 und Erarbeitung von Vorschlägen zur Mittelvergabe
Zusammenarbeit mit dem Drittmittelreferat der Ernst-Moritz-Arndt-Universität.
§ 8 Einsatz Community-Medicine-gebundener interner Finanzmittel
Anträge auf Zuwendungen für Community-Medicine-relevante Forschungsprojekte (Anhang II) werden an den Vorstand gerichtet.
Die Anträge werden vom Forschungs- und Budgetausschuss bearbeitet und der Mitgliedervollversammlung zur Entscheidung vorgelegt. Bei einer Antragssumme von mehr als DM 20.000,-- müssen zwei schriftliche Gutachten, davon mindestens eines von einem Mitglied einer anderen Universität, eingeholt werden. Die Gutachter werden vom Forschungs- und Budgetausschuss ausgewählt. Der Forschungs- und Budgetausschuss hat sicherzustellen, dass keine Doppelförderung aus Fakultätsmitteln erfolgt.
Alle Mitglieder berichten einmal jährlich unter Angabe der für das jeweilige Community- Medicine-Forschungsprojekt relevanten Veröffentlichungen und ihrer externen Drittmitteleinwerbung über ihre Forschungstätigkeit im Rahmen der Community Medicine. Die Qualität wird nach einem festgelegten Schlüssel bewertet (Anhang III). Die erreichte Punktzahl wird bei der Vergabe interner Mittel zugrunde gelegt (§ 8).
§ 10 Regularien des Forschungsverbundes
Alle durch die Mitgliedervollversammlung beschlossenen Regularien sind Teil der Geschäftsordnung und für alle Mitglieder i. S. des § 3 Abs. 1 Satz 2 verbindlich.
Die Änderung der Geschäftsordnung bedarf der Zweidrittelmehrheit aller anwesenden Mitglieder der Mitgliedervollversammlung. Es müssen mindestens 50% der stimmberechtigten Mitglieder des Forschungsverbundes anwesend sein. Die Geschäftsordnung tritt nach Verabschiedung durch die Mitgliedervollversammlung in Kraft. Sie ist dem Fakultätsrat der Medizinischen Fakultät der Ernst-Moritz-Arndt-Universität zur Kenntnis zu geben.
von der Mitgliedervollversammlung des Forschungsverbundes Community Medicine am 01.12.1998 verabschiedet; novelliert auf der Mitgliederversammlung vom 16. Juni 2003
Anhang I: Kriterien für die Community-Medicine-Relevanz von Forschungsprojekten
Anhang II: Anforderung an das Format begutachtungsfähiger Projektanträge
Anhang III: Kriterien für die interne wissenschaftliche Qualitätskontrolle
Anhang IV: Publikationsordnung Forschungsverbund Community Medicine
Anhang V: Regeln der Nutzung von Daten der Regionalen Basisstudie Vorpommern