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Timestamp: 2018-01-23 23:42:18
Document Index: 162969824

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Autor: AJT Jansen Treppner Schwarz & Schulte-Bromby - Kanzlei, verfasst am 19.12.2017, 11:16| Jetzt kommentieren
„Hinter diesem Zinssatz steht natürlich eine Geschichte. Diese Geschichte verdeutlicht wie hoch das Risiko für Darlehensnehmer ist, wenn sie ein Darlehen abschließen, dessen Zinssatz in Abhängigkeit vom Wechselkurs steht. Über dieses Wechselkursrisiko müssen die Banken nach der Entscheidung des Bundesgerichtshofs allerdings auch aufklären“, erklärt Rechtsanwalt Markus Jansen, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht und Partner der Kanzlei AJT in Neuss.
Die steile Aufwertung des Schweizer Franken im Vergleich zum Euro hat schon so manchen Darlehensnehmer in massive Schwierigkeiten gebracht, weil die finanzielle Belastung praktisch über Nach sprunghaft gestiegen ist. So ähnlich erging es auch der kleinen Gemeinde aus NRW. Diese hatte ihr Darlehen über rund 3 Millionen Euro zwar nicht in Schweizer Franken aufgenommen, aber einen Darlehensvertrag mit der Bank abgeschlossen, dessen Zinssatz an das Wechselkursverhältnis zwischen Euro und Franken gekoppelt war. Der Kredit sollte eine Laufzeit über 38 Jahre haben, wobei der Zinssatz 3,99 Prozent p.a. betragen sollte. Voraussetzung für diesen Zinssatz war allerdings, dass der Wechselkurs des Euro zum Schweizer Franken größer oder gleich 1,43 war. Wird diese Grenze unterschritten, sollte der Zinssatz 3,99 Prozent plus die Hälfte der Wechselkursänderung zu 1,43 betragen.
Schlagwörter: BGH XI ZR 152/17
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