Source: https://rechtsanwalt-und-sozialrecht.de/mitwirkungspflichten-sgb-i/
Timestamp: 2019-04-25 05:50:19
Document Index: 274066301

Matched Legal Cases: ['§ 20', '§ 20', '§ 103', '§ 103', '§ 61', '§ 60', '§ 56', '§ 60', '§ 60', '§ 60', '§ 61', '§ 61', '§ 61', '§ 62', '§ 62', '§ 63', '§ 63', '§ 64', '§ 64', '§ 66', '§ 66', '§ 65']

Grundsätzlich gilt sowohl für das Sozialverwaltungsverfahren als auch für das Sozialgerichtsverfahren das Prinzip der Amtsermittlung gemäß § 20 Untersuchungsgrundsatz
(1) Die Behörde ermittelt den Sachverhalt von Amts wegen. Sie bestimmt Art und Umfang der Ermittlungen…
(Link: www.gesetze-im-internet.de vom Bundesministerium der Justiz)§ 20 SGB X und § 103
Das Gericht erforscht den Sachverhalt von Amts wegen; die Beteiligten sind dabei heranzuziehen. …
(Link: www.gesetze-im-internet.de vom Bundesministerium der Justiz)§ 103 SGG, wonach der Leistungsträger und die Gerichte den Sachverhalt von selbst erforschen müssen. Hierbei ist aber eventuell auch die Mitwirkung des Leistungsberechtigten oder eines Dritten erforderlich. Für diese Konstellationen regeln im SGB I die Mitwirkung des Leistungsberechtigten
§ 61 …
(Link: www.gesetze-im-internet.de vom Bundesministerium der Justiz)§§ 60 ff. SGB I die allgemeinen Mitwirkungspflichten des Leistungsempfängers und z. B. die §§ 56 ff. SGB II spezielle Mitwirkungspflichten des Empfängers von Leistungen nach dem SGB II.
Die §§ 60 ff. SGB I regeln Einzelheiten bezüglich der Mitwirkungspflichten ausschließlich des Leistungsberechtigten.
Nach § 60 Angabe von Tatsachen
(1) Wer Sozialleistungen beantragt oder erhält, hat…
(Link: www.gesetze-im-internet.de vom Bundesministerium der Justiz)§ 60 Abs. 1 SGB I hat derjenige, der Sozialleistungen beantragt oder erhält (oder diese zu erstatten hat), alle Tatsachen anzugeben, die für die Leistung erheblich sind. Auf Verlangen des zuständigen Leistungsträgers hat er der Erteilung der erforderlichen Auskünfte durch Dritte zuzustimmen. Weiter hat er Beweismittel zu bezeichnen und auf Verlangen des zuständigen Leistungsträgers Beweisurkunden vorzulegen oder ihrer Vorlage zuzustimmen. Sofern sich in den Verhältnissen, die für die Leistung erheblich sind oder über die im Zusammenhang mit der Leistung Erklärungen abgegeben worden sind, Änderungen ergeben, hat der Leistungsberechtigte dies unverzüglich mitzuteilen.
Mit den §§ 61-64 SGB I wird der Leistungsträger ermächtigt, den Leistungsberechtigten auch zum persönlichen Erscheinen (§ 61 Persönliches Erscheinen
Wer Sozialleistungen beantragt oder erhält, soll auf Verlangen des zuständigen Leistungsträgers …
(Link: www.gesetze-im-internet.de vom Bundesministerium der Justiz)§ 61 SGB I), zu ärztlichen und psychologischen Untersuchungen (§ 62 Untersuchungen
Wer Sozialleistungen beantragt oder erhält, soll sich auf Verlangen des zuständigen Leistungsträgers …
(Link: www.gesetze-im-internet.de vom Bundesministerium der Justiz)§ 62 SGB I), zu Heilbehandlungen (§ 63 Heilbehandlung
Wer wegen Krankheit oder Behinderung Sozialleistungen beantragt oder erhält, soll sich auf Verlangen …
(Link: www.gesetze-im-internet.de vom Bundesministerium der Justiz)§ 63 SGB I) oder der Teilhabe an berufsfördernden Maßnahmen aufzufordern (§ 64 Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben
Wer wegen Minderung der Erwerbsfähigkeit, anerkannten Schädigungsfolgen …
(Link: www.gesetze-im-internet.de vom Bundesministerium der Justiz)§ 64 SGB I).
Der Leistungsberechtigte kann vom Leistungsträger aber nicht gezwungen werden, den zuvor genannten Aufforderungen nachzukommen. Entsprechende fehlende Mitwirkung kann dann nur im Rahmen von § 66 Folgen fehlender Mitwirkung
(1) Kommt derjenige, der eine Sozialleistung beantragt oder erhält, seinen Mitwirkungspflichten …
(Link: www.gesetze-im-internet.de vom Bundesministerium der Justiz)§ 66 SGB I zur Entziehung oder Versagung von Leistungen führen. Voraussetzung dafür ist jedoch unter anderem eine vorherige schriftliche Belehrung des Betroffenen und dass die Aufklärung des Sachverhaltes ohne die Mitwirkung tatsächlich erheblich erschwert wird.
Mitwirkungspflichten hinsichtlich Behandlungs- oder Rehabilitationsmaßnahmen – Folgen bei Verletzung der Pflichten
Gegen die Entscheidungen der Sozialgerichte ist im Regelfall das Rechtsmittel der Berufung an das jeweils … | mehr
Grundsätzlich gilt im sozialgerichtlichen Verfahren der Amtsermittlungsgrundsatz. Dem Versicherten, behinderten Menschen, Versorgungsberechtigten oder Hinterbliebenen wird … | mehr
ich leide unter diagnostizierter antisozialer Persönlichkeitsstörungen (u.a. auch Hypertonie Stufe 2, Hypertrophy-Herz, Schildrüsenunterfunktion und Testeron, also hormonelle Störungen mit starken Stimmungsschwankungen. Das heißt, ich kann, wenn ich auch will, kann ich nicht geforderte Aufgaben in dem Maße erfüllen wie Gesunde. Kann ich dann bei Verweigerung der Vorlage von Kontoauszügen sanktioniert werden?
Steht übrigens auch im Rentengutachten Erwerbsminderung, welcher der Grundsicherung vorliegt.
Hallo netloy,
zunächst würde ich an die „Grenzen der Mitwirkung“ gemäß § 65 Abs. 1 Nr. 2 SGB I denken. Möglicherweise kann Ihnen die Mitwirkung aus einem wichtigen Grund nicht zugemutet werden.
Hallo bzgl. der Mitwirkungspflicht hätte ich da auch eine Frage.
Und zwar wird vom Jobcenter (einer Optionskommune) ein Merkblatt unterschrieben (Unterschrift das Merkblatt erhalten zu haben) zurückgefordert für die weitere Bearbeitung meines Antrages.
Muss ich dem Nachkommen im Sinne der Mitwrikungspflicht und welche weiteren Folgen hätte die Verweigerung meiner Unterschrift auf dem Dokument?