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Timestamp: 2019-10-21 01:32:11
Document Index: 4791786

Matched Legal Cases: ['Art. 12', '§ 17', '§ 22', '§ 109', 'Art. 12', 'BGH', 'Art. 12', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BVerfG, 15.02.1967 - 1 BvR 569/62, 1 BvR 589/62 - dejure.org
BVerfG, 15.02.1967 - 1 BvR 569/62, 1 BvR 589/62
https://dejure.org/1967,19
BVerfG, 15.02.1967 - 1 BvR 569/62, 1 BvR 589/62 (https://dejure.org/1967,19)
BVerfG, Entscheidung vom 15.02.1967 - 1 BvR 569/62, 1 BvR 589/62 (https://dejure.org/1967,19)
BVerfG, Entscheidung vom 15. Februar 1967 - 1 BvR 569/62, 1 BvR 589/62 (https://dejure.org/1967,19)
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GG Art. 12 Abs. 1; StBerG § 17 § 22 § 109
BVerfGE 21, 173
NJW 1967, 1317
MDR 1967, 732
DVBl 1967, 526
DB 1967, 933
DÖV 1967, 490
Diese Freiheit umfaßt grundsätzlich auch das Recht, mehrere Berufe zu wählen und nebeneinander auszuüben (vgl. BVerfGE 21, 173,179).
... Bei der Bewertung von Inkompatibilitätsregelungen kommt es vor allem darauf an, welche wirtschaftlichen Folgen eine Berufssperre für die Bewerber verursacht und welchen Aufwand es kostet, die Sperre zu übersteigen (BVerfGE 21, 173,181 f.).
Interessenkollisionen liegen vor allem dann nahe, wenn ein kaufmännischer Beruf die Möglichkeit bietet, Informationen zu nutzen, die aus der rechtsberatenden Tätigkeit stammen (für Steuerberater vgl. BVerfGE 21, 173,182).
Mit dieser Ausgestaltung des Wirtschaftsprüferberufes bewegt sich der Gesetzgeber im Rahmen seiner Befugnis, bestimmte wirtschafts-, berufs- und gesellschaftspolitische Zielvorstellungen und Leitbilder durchzusetzen und in den Rang wichtiger Gemeinschaftsinteressen zu erheben (vgl. BVerfG, Beschlüsse vom 15. Februar 1967 - 1 BvR 569/62 u.a. - BVerfGE 21, 173 und vom 5. Mai 1987 - 1 BvR 724/81 u.a. - BVerfGE 75, 246 m.w.N.).
Das Bundesverfassungsgericht hat mehrfach entschieden, daß Regelungen, welche die Berufsfreiheit für Berufsbewerber in statthafter Weise beschränken, dennoch gegen Art. 12 Abs. 1 GG in Verbindung mit dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit und dem Gebot des Vertrauensschutzes verstoßen können, wenn sie keine Übergangsregelung für diejenigen vorsehen, welche eine künftig unzulässige Tätigkeit in der Vergangenheit in erlaubter Weise ausgeübt haben (vgl. BVerfGE 21, 173 (183); 32, 1 (22 f.); 50, 265 (274); 55, 185 (201); 64, 72 (83 f.)).
Der Gesetzgeber, dem die Entscheidung über die nähere Gestaltung der Übergangsregelung vorbehalten ist (vgl. BVerfGE 21, 173 (183)), kann seine Entscheidung von Zeitdauer, Ausmaß und wirtschaftlicher Bedeutung der bisherigen beruflichen Betätigung abhängig machen.
BGH, 13.10.2003 - AnwZ (B) 79/02
Vereinbarkeit einer Maklertätigkeit mit dem Anwaltsberuf
Die dadurch geschützte Berufsfreiheit umfaßt auch das Recht, mehrere Berufe zu wählen und nebeneinander auszuüben (BVerfGE 21, 173, 179; 87, 287, 316).
Ein anderslautender Grundsatz ist auch der von der Klägerin zitierten Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum Steuerberatungsgesetz ( Beschluss vom 15. Februar 1967 - 1 BvR 569, 589/62 - BVerfGE 21, 173 ) nicht zu entnehmen, die überdies auch hinsichtlich des zugrundeliegenden Sachverhalts mit dem vorliegenden Fall nicht vergleichbar ist.
Das Bundesverfassungsgericht hat indessen wiederholt ausgesprochen, daß der Gesetzgeber bei der Aufhebung oder Modifizierung geschützter Rechtspositionen - auch dann, wenn der Eingriff an sich verfassungsrechtlich zulässig ist - aufgrund des rechtsstaatlichen Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit eine angemessene Übergangsregelung treffen muß (vgl. BVerfGE 21, 173 (183) - Steuerbevollmächtigte; 22, 275 (276) - Steuerberater; 25, 236 (248) - Dentisten; 31, 275 (284) - Urheberrecht; 32, 1 (22 f.) - Apothekeranwärter; 36, 281 (293) - Patentrecht).
Bei der Aufhebung und Modifizierung geschützter Rechtspositionen hat der Gesetzgeber auch dann, wenn der Eingriff an sich verfassungsrechtlich zulässig ist, aufgrund des rechtsstaatlichen Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit eine angemessene Übergangsregelung zu treffen (BVerfGE 21, 173 ; 22, 275 ; 25, 236 ; 31, 275 ; 32, 1 ; 36, 281 ; 43, 242 ).
Bei der Aufhebung oder Modifizierung geschützter Rechtspositionen hat der Gesetzgeber - auch dann, wenn der Eingriff an sich verfassungsrechtlich zulässig ist - aufgrund des rechtsstaatlichen Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit eine angemessene Übergangsregelung zu treffen (BVerfGE 21, 173 ; 22, 275 ; 25, 236 ; 31, 275 ; 32, 1 ; 36, 281 ; 43, 242 ).
Die durch Art. 12 Abs. 1 GG gewährleistete Freiheit der Berufswahl umfasst grundsätzlich das Recht, mehrere Berufe zu wählen und nebeneinander auszuüben (vgl. nur BVerfGE 21, 173, 179; 87, 287, 316; 110, 304, 321).
Zwar kann der Gesetzgeber im Fall der Aufhebung oder Modifizierung grundrechtlich geschützter Rechtspositionen zur Vermeidung von Grundrechtsverletzungen gehalten sein, eine angemessene Übergangsregelung zu treffen (BVerfG, z.B. Beschluß vom 15. Februar 1967 - 1 BvR 569, 589/82 - BVerfGE 21, 173 , Urteil vom 8. Februar 1977 - 1 BvR 79, 278, 282/70 - BVerfGE 43, 242 , Beschluß vom 12. März 1980 - 1 BvR 643, 644/77 - BVerfGE 53, 336 ).
BGH, 17.03.2003 - AnwZ (B) 3/02
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