Source: http://www.rechtslexikon.net/d/ausserordentliche-befristete-k%C3%BCndigung/ausserordentliche-befristete-k%C3%BCndigung.htm
Timestamp: 2017-03-23 06:22:57
Document Index: 392703748

Matched Legal Cases: ['§ 563', '§ 575', '§ 573', '§ 580', '§ 580', '§ 564', '§ 1922']

Außerordentliche befristete Kündigung - Rechtslexikon
Stirbt ein Mieter, so kann der „überlebende Mieter" (§ 563a Abs. 2 BGB) das Mietverhältnis innerhalb eines Monats nach Kenntnis außerordentlich mit der gesetzlichen Frist kündigen.
Dies ist insbesondere bei Zeitmietverträgen (§ 575 BGB) mit längerer Laufzeit relevant, da während dieser normalerweise das Kündigungsrecht ausgeschlossen ist. Die gesetzliche Frist bestimmt sich nach § 573c BGB für Wohnraum und für Grundstücke, Räume (die keine Gewerberäume sind) und eingetragene Schiffe oder bewegliche Sachen nach § 580a Abs. 4 BGB.
In § 580a Abs. 2 BGB ist die gesetzliche Kündigungsfrist für Geschäftsräume geregelt.
Die Formulierung „außerordentliche, befristete Kündigung" taucht nochmals in § 564 BGB auf; diese Regelung zielt darauf ab, dass der Erbe des verstorbenen Mieters relativ kurzfristig das mit dem Erben fortgesetzte Mietverhältnis (§ 1922 BGB) beenden kann.
Diese Möglichkeit zur vorzeitigen Beendigung eines Mietverhältnisses hat der Vermieter gegenüber dem „überlebenden" Mieter nicht.
Asymmetrische Kündigung, Kündigungsfristen, Kündigungsschreiben, Lebenspartnerschaft, Mieterkündigung bei Todesfällen Vorheriger Fachbegriff: außerordentlich | Nächster Fachbegriff: Außerordentliche Beschwerde Status der Seite: Auf aktuellem Stand. Nach Überprüfung freigegeben. Weitere Begriffe : Faktischer Konzern | Türkei | Gehaltsfortzahlung