Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=25.03.2014&Aktenzeichen=X%20ZR%2094%2F12
Timestamp: 2019-02-22 09:27:04
Document Index: 60574108

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 530', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 539', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 25.03.2014 - X ZR 94/12 - dejure.org
Beurteilung der subjektiven Seite des Tatbestands des grob undankbaren Verhaltens i.R. einer Schenkung; Rückübereignung eines bebauten Grundstücks nach dem Widerruf der zugrunde liegenden Schenkung
Widerruf einer Grundstücksschenkung wegen groben Undanks; schonender Gebrauch einer umfassenden Vollmacht; Achtung der personellen Autonomie des Schenkers; Widerruf einer Generalvollmacht; Betreuungsvollmacht
Widerruf einer Schenkung gemäß § 530 BGB
Einweisung des Schenkers in ein Pflegeheim kann Ausdruck groben Undanks sein und zum Widerruf einer Schenkung berechtigen
Ab ins Pflegeheim - und der Widerruf einer Schenkung wegen groben Undanks
Schenkung - Zwangseinweisung in Pflegeheim kann grober Undank sein
Familienrecht - Widerruf einer Schenkung wegen groben Undanks
Zum Widerruf einer Schenkung
Widerruf einer Schenkung wegen groben Undanks Der BGH hat mit Urteil vom 25.3.2014 - X ZR 94/12 - entschieden
Schenkungswiderruf von Haus und Grund wegen groben Undanks
Schenkungswiderruf - Einweisung in ein Pflegeheim als grober Undank?
Vorsorgevollmacht - Schenkungswiderruf
Schenkungen können widerrufen werden, wenn der Beschenke schwere Verfehlungen begeht
Schenkungswiderruf Einweisung in ein Pflegeheim als grober Undank?
Kurznachricht zu "Berücksichtigung einer General- und Betreuungsvollmacht bei Schenkungswiderruf" von RA Dr. Gabriele Müller, original erschienen in: NJW 2014, 3021 - 3024.
LG Aachen, 22.07.2011 - 8 O 467/10
FamRZ 2014, 937
Entsprechendes gilt, wenn der Beschenkte es dem Schenker gegenüber in erheblichem Maß an von Dankbarkeit geprägter Rücksichtnahme fehlen lässt (BGH…, Urteil vom 13. November 2012 - X ZR 80/11, NJW-RR 2013, 618 Rn. 10 f.; Urteil vom 25. März 2014 - X ZR 94/12, NJW 2014, 3021 Rn. 18).
Dieses die grundsätzliche Unwiderruflichkeit eines Schenkungsversprechens durchbrechende Recht knüpft an die Verletzung der Verpflichtung zu einer von Dankbarkeit geprägten Rücksichtnahme auf die Belange des Schenkers an, die dieser vom Beschenkten erwarten kann (BGH, Urt. v. 24.03.2014 - X ZR 94/12, MDR 2014, 578 Rn. 17 zit. nach juris; BGHZ 87, 145, 148).
Eine schwere Verfehlung im Sinne des § 539 Abs. 1 BGB setzt daher objektiv ein gewisses Maß an Schwere und subjektiv eine tadelnswerte Gesinnung voraus, die einen erheblichen Mangel an Dankbarkeit vermissen lässt, die der Schenker erwarten kann (BGH, Urt. v. 25.03.2014 - X ZR 94/12, MDR 2014, 578 Rn. 18 zit. nach juris; BGHZ 145, 35, 38;… Urt. v. 27.09.1991 - V ZR 55/90, NJW 1992, 183 Rn. 12 zit. nach juris).
Anhaltspunkte dafür, was der Schenker an Dankbarkeit erwarten darf, können sich dabei nicht nur aus dem Gegenstand und der Bedeutung der Schenkung sowie dem Motiv hierfür ergeben, sondern auch aus der persönlichen Beziehung zwischen Schenker und Beschenktem (BGH, Urt. v. 25.03.2014 - X ZR 84/12, MDR 2014, 578 Rn. 18 zit. nach juris).
Dieses Gericht prüft lediglich nach, ob sich der Tatrichter mit dem Prozessstoff und den Beweisergebnissen umfassend und widerspruchsfrei auseinandergesetzt hat (vgl etwa BGH Urteil vom 25.3.2014 - X ZR 94/12 - NJW 2014, 3021, RdNr 19) .
Dies gilt vor allem dann, wenn diese von einer besonderen Verantwortlichkeit des Beschenkten gegenüber dem Schenker geprägt ist (BGH NJW 2014, 3021).