Source: http://www.schmerzensgeldtabelle.net/hundebiss/
Timestamp: 2017-08-16 17:14:28
Document Index: 312839888

Matched Legal Cases: ['§ 253', '§ 253', '§ 253', '§ 1', '§ 33', '§ 834', '§ 834', '§ 833']

Hundebiss - Schadensersatz & Schmerzensgeld
Home Hundebiss und Schmerzensgeld: Eine Frage der Halterhaftung
Nach einem Hundebiss kann Schmerzensgeld eingefordert werden.
Der Hund ist der beste Freund des Menschen. Doch auch wenn Schlappohr und Co. für viele Hundehalter häufig ein festes Familienmitglied sind, sollte niemals vergessen werden, dass deren Erbgut nach wie vor von Raubtieren stammt.
Nicht zuletzt aufgrund dieser Anlagen, aber vor allem auch in Folge von falscher Haltung oder anderem Fehlverhalten sind Hunde für über die Hälfte der in Deutschland jährlich stattfindenden 30.000 bis 50.000 Bissunfälle verantwortlich.
Hauptbetroffene sind zumeist Kinder, die in 25 Prozent der Fälle sogar unter sechs Jahren alt sind. Schwere körperliche Verletzungen und langanhaltende psychische Schäden sind keine Seltenheit, wenn ein Kind von einem Hund gebissen wird.
Entsprechend hoch sind daher oft die damit in Zusammenhang stehenden Zahlungen von Schmerzensgeld bei einem Hundebiss. Doch wieviel Schmerzensgeld ist hier üblich? Haftet der Hundehalter immer für seinen Vierbeiner und wie sollten Sie als Opfer nach einem Hundebiss vorgehen, um Schmerzensgeld zu beantragen? Erfahren Sie das und alles Weitere zum Thema im folgenden Ratgeber.
1 Hundebiss und Schmerzensgeld: Risikofaktor Hund
1.1 Das gesetzliche Fundament für den Schadenersatz nach einem Hundebiss
1.2 Die Halterhaftung beim vom Hundebiss ausgelösten Schadensersatz
1.2.1 Wenn ein Tierhüter für den Hundebiss haftet
1.2.2 Schmerzensgeld nach einem Hundebiss durch einen Polizeihund
1.2.3 Hundebiss und Schadenersatz als Folge einer Beißerei
2 Hundebiss und Schmerzensgeld: Checkliste der zu treffenden Maßnahmen
2.1 Schmerzensgeld nach einem Hundebiss laut Tabelle: Richtwerte der Knochentaxe
2.2 Weitere Ansprüche, die sich aus einem Hundebiss ergeben können
2.3 Hundebiss als fahrlässige Körperverletzung
Hundebiss und Schmerzensgeld: Risikofaktor Hund
Von Chihuahua über Pudel bis hin zum Zwergschnauzer – auch die scheinbar harmlosen Hunderassen können erhebliche Verletzungen verursachen, wenn sie Passanten angreifen. Eine grundsätzliche Gefahr geht nicht nur von sogenannten Kampfhunden, sondern von allen Artgenossen aus.
Laut Statistischem Bundesamt sterben in Deutschland jedes Jahr eine bis sechs Personen an den Folgen eines Überfalls von Hund auf Mensch. Nicht umsonst hat Schleswig Holstein den Risikofaktor „Hund“ in einem seit Anfang 2016 geltenden Gesetz über das Halten von Hunden (HundeG) gesondert geregelt.
Dieses Gesetz dient dazu, die Gefahren, die der öffentlichen Sicherheit durch das Halten und Führen der Vierbeiner entstehen, zu vermeiden. Demnach wird Hundehaltern die Pflicht auferlegt, die öffentliche Sicherheit durch ihren Fellfreund nicht zu beeinträchtigen.
Das gesetzliche Fundament für den Schadenersatz nach einem Hundebiss
Hundebiss: Schmerzensgeld ist in § 253 BGB geregelt.
Der zivilrechtliche Anspruch, nach einem Hundebiss Schmerzensgeld zu beantragen, ist im Bürgerlichen Gesetzbuch niedergeschrieben. Dort wird in § 253 der immaterielle Schadenersatz beschrieben, der definiert wird als:
Behinderung der sexuellen Selbstbestimmung.
Tritt eine dieser Folgen ein, entsteht dem Schädiger eine Pflicht zu finanziellem Ausgleich (Ausgleichfunktion) und subjektiver Genugtuung (Genugtuungsfunktion) des Opfers durch die Zahlung einer billigen Entschädigung.
Im Vergleich zum Sachschaden lässt sich eine körperliche Beeinträchtigung schwer in konkreten Summen messen. Daher obliegt es der Verantwortung des Gerichts, einen angemessenen Betrag zu bestimmen.
Entscheidend sind stets die Einzelheiten des jeweiligen Falles. Neben offensichtlichen Verwundungen werden hierbei auch psychische Störungen berücksichtigt. Die folgenden Aspekte beeinflussen die Entscheidung der zuständigen Richter maßgeblich:
konkrete Form und Intensität der Verletzung
Notwendigkeit und Anzahl der Tage eines Krankenhausaufenthalts
Folgeschäden/Entstellungen
Beeinträchtigung der Lebensführung im Alltag
Wird eine Person von einem Hund gebissen, ist das Schmerzensgeld oft recht hoch, da die Bildung von Narben ein charakteristischer Dauerschaden ist. Zusätzlich spielen psychische Störungen eine wichtige Rolle, wenn es um die Summe vom Schmerzensgeld bei einem Hundebiss geht.
Bei einem Hundebiss soll Schmerzensgeld für die körperlichen und seelischen Verletzungen entschädigen.
Nicht selten entstehen bei den Opfern Ängste, die sich auf bestimmte Hunderassen oder sogar auf alle Arten von Hunden beziehen können.
Teilweise wird auch der Ort der Verletzung komplett gemieden oder der Geschädigte sucht in der permanenten Sorge, erneut gebissen zu werden, keine Grünanlagen mehr auf.
Solche psychischen Beeinträchtigungen wirken sich erheblich auf die Lebensführung aus und schränken den Betroffenen in seinem Alltag enorm ein.
Im Jahr 2015 gab es 9,28 Millionen Hundebesitzer. Die Wahrscheinlichkeit, einem Vierbeiner beim Gassispaziergang zu begegnen, ist also hoch – ebenso hoch wie die Angst vor einem solchen Treffen.
Hundebissopfer verfallen oftmals in Depressionen und ziehen sich mehr und mehr zurück, sodass kein normales Sozialleben mehr möglich ist.
Neben all dem setzt die Anwendbarkeit von § 253 BGB auch stets ein schuldhaftes Verursachen des Schädigers voraus. Während dies bei Mobbing oder einer Körperverletzung sicher in den meisten Fällen unschwer feststellbar ist, stellt sich die Sachlage beim Hundebiss und Schmerzensgeld etwas anders dar, weshalb die Kontaktaufnahme mit einem versierten Rechtsanwalt ratsam ist.
Die Halterhaftung beim vom Hundebiss ausgelösten Schadensersatz
Auf den ersten Blick mag es nicht plausibel erscheinen, Verletzungen, die von einem Hund hervorgerufen wurden, parallel zu solchen Beeinträchtigungen zu behandeln, bei denen der menschliche Schädiger direkt auf das Opfer in Form von Schlägen oder Ähnlichem eingewirkt hat.
Die sogenannte Verschuldenshaftung ist jedoch bei Hundehaltern ebenso außer Kraft gesetzt wie bei Fahrzeugführern, die beispielsweise einen Unfall verursachen. Hier gilt vielmehr die sogenannte Gefährdungshaftung.
Die Gefährdungshaftung hebelt den normalerweise geforderten Vorsätzlichkeits- bzw. Fahrlässigkeitsgrundsatz auf. Sie deckt stattdessen Konstellationen ab, in denen legale Tätigkeiten zwangsläufig ein bestimmtes Risiko in sich bergen.
Ein Hundebiss verursacht Schmerzensgeld, weil von Hunden eine allgemeine Gefahr ausgeht.
Kommt es zu einem Hundebiss, hängt das Schmerzensgeld dafür nicht von einem Verschulden des Halters ab, indem er beispielsweise seinem vierbeinigen Gefährten keinen Maulkorb anlegt. Diese Form der Haftbarmachung von Personen bezieht sich auf gesellschaftlich anerkannte und sogar erwünschte Verhaltensweisen, die ein Gefährdungspotenzial in sich bergen.
Folgende Bereiche sind von dieser Ausnahmeregelung unter anderem betroffen:
gefährliche Unternehmen wie Bahnbetriebe oder Bergwerke (§ 1 HPflG/Haftpflichtgesetz)
Flugzeughalter (§ 33 LuftVG/Luftverkehrsgesetz)
Der Hundehalter bzw. dessen Versicherung haftet demnach für Beeinträchtigungen, die durch Verhaltensweisen entstehen, die als typisch zu betrachten sind. Eine Attacke ist ein solch erwartbares Ereignis.
Wenn ein Tierhüter für den Hundebiss haftet
Laut einer Entscheidung vom 20. Zivilsenat des Oberlandesgerichtes (OLG) Celle aus dem Jahr 2012 entfaltet die Gefährdungshaftung für den Halter auch dann seine Wirksamkeit, wenn sich der Hund während des schädigenden Ereignisses in der Obhut einer anderen Person befindet.
Ein behandelnder Tierarzt kann nicht verpflichtet werden, Schmerzensgeld nach einem Hundebiss zu zahlen, da er im Sinne eines Behandlungsvertrages im Auftrag des Halters handelt.
Anders sieht es jedoch bei der Tierhüterhaftung aus, die in § 834 BGB geregelt ist. Dieser Paragraph bezieht sich auf Personen, die sich vertraglich dazu verpflichten, die Aufsicht über einen Vierbeiner für einen anderen zu übernehmen. Eine solche vertraglich bestimmte Aufsichtsperson haftet auch für Schäden gegenüber Dritten, welche der Hund verursacht.
Ein Übernahmevertrag des Tierhüters kann schriftlich, mündlich oder konkludent durch schlüssiges Verhalten erfolgen.
Anders sieht es jedoch bei einer Aufsicht aus reiner Gefälligkeit aus. Ein Gefälligkeitsverhältnis entfaltet keine rechtsbindende Kraft und wird somit auch nicht von § 834 BGB erfasst. Häufig werden solche Gefälligkeiten von Freunden oder Verwandten für einen kurzen Zeitraum übernommen.
Auch ein Tierhüter muss dem Opfer von einem Hundebiss Schmerzensgeld zahlen.
Die Haftung des Tierhüters basiert auf dem anzunehmenden Verschulden und dem vermuteten Ursachenzusammenhang zwischen eben diesem Verschulden und der Verwundung.
Der Tierhüter haftet allerdings nicht allumfassend. Folgende Ausnahmen gelten:
Ist dem Hüter keine Sorgfaltspflichtverletzung zur Last zu legen, so kann er für vom Hund verursachte Verletzungen nicht zur Verantwortung gezogen werden.
Wäre die Beeinträchtigung auch dann entstanden, wenn die vertraglich bestimmte Aufsichtsperson sorgfältig gehandelt hätte, entfällt die Haftung.
Die Versicherung vom betreffenden Hundehalter wird, wenn es zu einem Verfahren kommt, solche Ausnahmeregelungen genau prüfen. Verletzte sollten also vorab mit ihrem Anwalt klären, ob ein solcher Haftungsausschluss vorliegt.
Schmerzensgeld nach einem Hundebiss durch einen Polizeihund
Um zu vermeiden, dass es zu einem unverhältnismäßigen Anspruch auf Schmerzensgeld kommt, findet sich im Bürgerlichen Gesetzbuch eine Einschränkung hinsichtlich der Haftung des Tierhalters in § 833:
Wird durch ein Tier ein Mensch getötet oder der Körper oder die Gesundheit einer Person verletzt oder eine Sache beschädigt, so ist derjenige, welcher das Tier hält, verpflichtet, dem Verletzten den daraus entstehenden Schaden zu ersetzen. Die Ersatzpflicht tritt nicht ein, wenn der Schaden durch ein Haustier verursacht wird, das dem Beruf, der Erwerbstätigkeit oder dem Unterhalt des Tierhalters zu dienen bestimmt ist, und entweder der Tierhalter bei der Beaufsichtigung des Tieres die im Verkehr erforderliche Sorgfalt beobachtet oder der Schaden auch bei Anwendung dieser Sorgfalt entstanden sein würde.
Schäden von Diensthunden sind grundsätzlich aus der Gefährdungshaftung ausgeschlossen, wenn der Halter nicht pflichtwidrig die erforderliche Sorgfalt außer Acht gelassen hat oder die Beeinträchtigung auch ohne Missachtung der Sorgfaltspflicht entstanden wäre.
Allerdings herrscht hier, ebenso wie in anderen Rechtsgebieten, Uneinigkeiten in der Rechtsprechung. So erließ das Oberlandesgericht Frankfurt am Main 2013 ein Urteil, welches auch in einem solchen Fall von einem Hundebiss ein Schmerzensgeld zuerkannte. Hintergrund war die Verletzung eines Demonstrationsteilnehmers durch einen Polizeihund.
Bei einem polizeilichen Diensthund zahlt der Dienstherr bei einem Hundebiss Schmerzensgeld.
Das OLG sprach dem Verletzten für den Hundebiss ein Schmerzensgeld von 300 Euro zu. Damit kam es zur Aufhebung des ursprünglichen vom Landesgericht Geißen gefällten Urteils, welches eine Amtspflichtverletzung des Polizeibeamten nicht erkennen konnte und so auch keinen Schadenersatz für den Hundebiss zubilligte.
Dass der Diensthund in dieser Situation gebissen hat, war vom Beamten nicht beabsichtigt, sondern Folge einer Verkettung unglücklicher Umstände und des Fehlverhaltens eines weiteren Demonstranten, der dem Hund den Maulkorb von der Schnauze trat.
Im Falle von Polizeihunden haftet aber gemäß der Entscheidung des OLG Frankfurt neben dem Halter auch der Dienstherr, hier das Land Hessen. Da dem Polizisten keine Sorgfaltsverletzung vorzuwerfen war, kam hier nur eine Haftbarmachung des Landes in Frage, weil die Bissverletzung die Verwirklichung einer typischen Gefahr eines solchen Hundeeinsatzes darstellte.
Hundebiss und Schadenersatz als Folge einer Beißerei
Wie bei Menschen auch sind nicht alle tierischen Artgenossen untereinander friedlich. So kommt es vor, dass fremde Hunde aufeinander losgehen und sich gegenseitig verletzen. Halter fühlen sich dann oft hilflos, weil sie zusehen müssen, wie ihr Vierbeiner einem anderen schadet oder aber selbst Verletzungen erfährt.
Manch einer versucht dann, dazwischen zu gehen und die Streithähne voneinander zu trennen, um Schlimmeres zu verhindern, doch das kann fatal enden. Schnell kann es passieren, dass der Streitschlichter so selbst zum Opfer und vom Hund gebissen wird. Schmerzensgeld gibt es zwar auch dann, allerdings nicht ohne gewisse Einschränkungen.
Greift ein Halter in eine Hundebeißerei ein und wird dabei verletzt, trifft ihn eine Mitschuld an der Verwundung. Entscheidend ist hier der Selbstschutz der Person. Bei einem Eingreifen in einer solchen Situation kann daher die Gefährdungshaftung des anderen Tierhalters bzw. seiner Versicherung zurücktreten oder vermindert werden, sodass das Schmerzensgeld nach dem Hundebiss in seiner Höhe herabgestuft wird.
Allerdings ist auch hier die Fallkonstellation ausschlaggebend für die Entscheidung des Gerichts. Anders kann es nämlich aussehen, wenn die Beißerei zwischen zwei ungleich starken Hunden stattfindet. Greift der Besitzer des deutlich unterlegenen Tieres ein, ist eine grob vermeidbare Selbstgefährdung auszuschließen, weil der Schutz des Eigentums, also des schwächeren Hundes, auf andere Weise nicht möglich gewesen wäre. Der Halter handelt dann aus berechtigter Sorge um sein Eigentum.
Liegt ein sogenannter Verteidigungsnotstand vor, wird dem eingreifenden und sich dadurch verletzenden Halter sein Schadenersatz nicht gekürzt. Dies ist der Fall, wenn bei Abwägung der von den Tieren ausgehenden Gefahren ein extremes Ungleichgewicht entsteht, sodass es ungerechtfertigt wäre, dem Verletzten seinen Anspruch auf Schmerzensgeld nicht vollumfänglich zuzusprechen.
In einer solchen Situation haftet der Halter des fremden Hundes auch dann, wenn unklar ist, wer den Geschädigten gebissen hat. Hier genügt es, dass der überlegende Hund zumindest mitursächlich für die Verletzung war.
Hundebiss und Schmerzensgeld: Checkliste der zu treffenden Maßnahmen
Eine ärztliche Untersuchung ist unerlässlich bei einem Hundebiss mit dazugehörigem Schmerzensgeld.
Trotz aller Vorsicht lassen sich Verwundungen durch Hunde manchmal nicht vermeiden. In solchen Ausnahmesituationen weiß so sich manch ein Betroffener nicht zu helfen. Daher haben wir hier für Sie die wichtigsten Verhaltensweisen Schritt für Schritt:
Kontaktierung der Polizei
ärztliche Untersuchung der Verletzung
Geltendmachung des Schadenersatzanspruches
Auch wenn Infektionen bei Hundebissen nicht so häufig vorkommen wie bei Katzen- oder Menschenbissen, sollte eine Wunde als Erstmaßnahme stets desinfiziert werden. Eine starke Blutung sollte zudem wenn möglich abgebunden werden.
Ein Einschalten der Polizei mag bei auf den ersten Blick kleinen Verletzungen übertrieben scheinen, doch da das gesamte Ausmaß der Wunde für Laien oft nicht ersichtlich ist, empfiehlt sich die Hinzuziehung der Polizei, die dann die Ermittlungen aufnimmt und eventuelle Zeugen befragt. Das kann später hilfreich sein, wenn Sie für den erlittenen Hundebiss Schmerzensgeld einklagen wollen.
Eine ärztliche Behandlung dient zuvorderst der eigenen Gesundheit. Lassen Sie also Bisswunden am besten unverzüglich untersuchen. Dies ist ebenso wichtig, um nach dem Hundebiss Schmerzensgeld in angemessener Höhe zu erhalten. Ein ärztliches Gutachten ist stets ein wesentliches Beweismittel, wenn es um die gerichtliche Festsetzung einer konkreten Summe geht.
Haben Sie eine private Unfallversicherung mit einer Zusatzleistung für Schmerzensgeld, so können Sie hier zusätzlich Schadenersatz erhalten.
Es ist nicht immer nötig, bei einem Hundebiss Schmerzensgeld vor Gericht einzufordern.
Entscheiden Sie sich, Ihren immateriellen Anspruch einzufordern, stehen Ihnen zwei Wege offen. Möglich ist es, direkt beim Schädiger oder dessen Versicherung Schmerzensgeld geltend zu machen. Weigert sich diese oder zeigt sich nur bereit, eine deutlich geringere als die geforderte Summe zu zahlen, ist der Gang zum Anwalt ratsam.
Gemeinsam mit einem Rechtsanwalt können Sie Klage einreichen und den Hundehalter so zur Zahlung des Schadenersatzes bestimmen.
Im Gerichtsverfahren gilt es zu beweisen, dass die vorgetragenen Verletzungen durch den Hundeangriff verursacht wurden. Es muss also ein kausaler Zusammenhang bestehen, was sich zumeist durch Zeugenaussagen oder Arztgutachten bewerkstelligen lässt.
In diesem Zusammenhang wird auch die Frage nach der Mitschuld des Verletzten geklärt. Je höher das Mitverschulden, desto geringer das Schmerzensgeld. Hierbei wird beispielsweise ermittelt, ob der Hund zuvor provoziert wurde oder die Wunde darauf zurückzuführen ist, dass der Betroffene in eine Hundebeißerei eingegriffen hat.
Schließlich wird nach Vorbringen aller den Fall prägenden Aspekte durch das Gericht eine billige Entschädigung festgesetzt. Diese liegt stets im Ermessen der Richter und lässt sich vorab schwer abschätzen.
Dennoch gibt es Möglichkeiten vorab zu klären, wieviel Schmerzensgeld bei einem Hundebiss realistisch ist. Um vorab einen Eindruck darüber zu gewinnen, in welchem Rahmen der Schadenersatz üblicherweise zugesprochen wird, kann das Schmerzensgeld für einen Hundebiss in einer Tabelle abgelesen werden.
Schmerzensgeld nach einem Hundebiss laut Tabelle: Richtwerte der Knochentaxe
Hundebiss und Schmerzensgeld: Eine Schmerzensgeldtabelle liefert eine Orientierung.
Schmerzensgeldtabellen, auch Schmerzensgeldkataloge oder Knochentaxen genannt, sind Urteilssammlungen, die die Summe in der Vergangenheit zugesprochener Schadenersatzgelder auflisten.
Meist ist eine solche Übersicht nach Verletzungsart oder verwundetem Körperteil geordnet. Es gibt diese Listen unter anderem über Schmerzensgeld bei Mobbing, einem Rippenbruch oder einer Prellung.
Nicht nur ein Betroffener oder dessen Anwalt nutzt diese Hilfsmittel, um schnell eine Übersicht zu gewinnen, sondern auch Richter bedienen sich dieser bei ihrer Urteilsfindung. Durchgesetzt haben sich drei Tabellen:
Beck‘sche Schmerzensgeldtabelle (Verantwortlich: Rechtsanwalt Andreas Slizyk)
Schmerzensgeldtabelle Hacks Ring Böhm (Verantwortlich: ADAC)
Celler Schmerzensgeldtabelle (Verantwortlich: Oberlandesgericht Celle)
Die Beck’sche Tabelle, die online kostenlos einsehbar ist, enthält eine Kategorie, die das Schmerzensgeld nach einem Hundebiss zeigt. Die Tabelle enthält Beträge diverser Entscheidungen, bei denen Personen Opfer von Tierattacken wurden.
Beim Hundebiss wird das Schmerzensgeld von der Dauer der Arbeitsunfähigkeit beeinflusst.
Betroffene können in solchen Zusammenstellungen gemeinsam mit ihrem Rechtsanwalt vergleichbare Fälle suchen und so zum Beispiel das Schmerzensgeld bei einem Hundebiss in die Hand abschätzen. Die Tabelle entfaltet jedoch ausschließlich eine informative Wirkung.
Die genannten Werte sind nicht bindend. Gerichte können auch bei ähnlichen Verletzungen aufgrund gesonderter Umstände gänzlich andere Summen festlegen.
Sehen Sie hier einen Auszug aus einer solchen Schmerzensgeldtabelle für den Hundebiss:
Hundebiss Schmerzensgeldtabelle
Betrag, Gericht Jahr
Schmerzensgeld bei Hundebiss mit schwerer Genitalverletzung ca. 51.100 Euro (OLG Saarbrücken, 1988)
Schmerzensgeld bei Hundebiss in Verbindung mit Brustverletzung ca. 40.000 Euro (LG Duisburg, 2006)
Schmerzensgeld bei Hundebiss im Gesicht ca. 16.400 Euro (LG Augsburg, 1988)
Schmerzensgeld bei Hundebiss mit verletztem Oberschenkel ca. 6.100 Euro (LG Aachen, 1999)
Schmerzensgeld bei Hundebiss in Hand mit Fingergliedverlust ca. 5.100 Euro (LG Nürnberg)
Schmerzensgeld bei Hundebiss ins Bein mit verletztem Ober- und Unterschenkel ca. 4.100 Euro (AG Bad Liebenwerda, 1999)
Schmerzensgeld bei Hundebiss in den Arm ca. 2.600 Euro (OLG Düsseldorf, 1996)
Schmerzensgeld bei Hundebiss in die Wade ca. 1.400 Euro (LG Ellwangen, 1998)
Weitere Ansprüche, die sich aus einem Hundebiss ergeben können
Bei einem Hundebiss sind neben Schmerzensgeld weitere Ansprüche möglich. Fragen Sie einen Anwalt.
Ein Hundebiss kann neben Schmerzensgeld auch weitere Ansprüche nach sich ziehen. Erfahren Sie hier, welches Recht Ihnen unter Umständen zusätzlich zusteht.
Führen die Verletzungen durch den Biss zu einer Arbeitsunfähigkeit, die sechs Wochen übersteigt, entsteht ein Entgeltschaden. Dieser errechnet sich aus der Differenz des unter Normalzuständen verdienten Entgeltes und dem von der Versicherung gezahlten Krankengeld.
In Frage kommt zudem ein Haushaltsführungsschaden, der Geschädigten zusteht, die nicht berufstätig sind. Hier ist dann ein Anspruch begründet, wenn der eigene Haushalt aufgrund der verursachten körperlichen und/oder seelischen Beeinträchtigung nicht mehr geführt werden kann.
Da hier oft Freunde oder Verwandte aushelfen, wird häufig ein fiktiver Haushaltsführungsschaden ermittelt, der sich aus der Annahme ergibt, der Freund oder Verwandte würde für seine Hilfe nach Tarif bezahlt.
Sind die Verwundungen so erheblich, dass der Anspruchsteller nicht mehr in der Lage ist, für sich selbst zu sorgen, erwächst ihm daraus ein Pflegeschaden. Dieser ergibt sich entweder aus den Kosten für Pflegepersonal oder wird fiktiv errechnet.
Sonstige Schadenersatzansprüche können außerdem für sämtliche Folgen eintreten, die durch den Hundebiss hervorgerufen wurden. Dies sind Sachschäden, beispielsweise zerrissene Kleidung, Fahrtkosten zu Krankenhäusern oder Ärzten, Fahrtkosten von Besuchspersonen bei stationärem Aufenthalt und bei Verletzungen des eigenen Hundes dessen Heilbehandlungskosten.
In jedem Fall ist hier die Hinzuziehung von einem Fachanwalt ratsam. Ihr Rechtsbeistand kann Sie allumfassend über Ihre Ansprüche aufklären und mit Ihnen besprechen, wie Sie diese durchsetzen können.
Hundebiss als fahrlässige Körperverletzung
Ein Hundebiss kann Schmerzensgeld verursachen und als fahrlässige Körperverletzung geahndet werden.
Bei einem Hundebiss handelt es sich um eine Körperverletzung und die kann sowohl zivilrechtlich als auch strafrechtlich verfolgt werden.
Unabhängig von der Halterhaftung muss sich der Hundehalter unter Umständen dem Vorwurf der fahrlässigen Körperverletzung stellen. Hierbei ist zu klären, ob der Tierbesitzer oder der Hundehüter zum Zeitpunkt des schädigenden Geschehens gegen Aufsichtspflichten verstoßen hat und er den Biss hätte verhindern können.
Insbesondere wenn in der Vergangenheit bereits Vorfälle stattfanden, die eine Verletzung Dritter vorhersehbar erscheinen ließen, kommt eine fahrlässige Körperverletzung in Frage.
Folgende Aspekte sind strafrechtlich von Belang:
Rasse und Alter der Hundes
bisherige Führung (Hat sich das Tier bislang als gutartig dargestellt oder zeigte es eine erhöhte Aggressionsbereitschaft/Bösartigkeit?)
Folgsamkeit des Vierbeiners
übliches Verhalten bei Kontakt mit anderen Menschen
Eigenschaften der Begleitperson (körperliche Konstitution, Erfahrung und Kraft im Umgang mit Hunden)
wolfgang f. says
ich wurde von einem Dobermann in das Gesäß gebissen der Hund lief frei herum auf unserem firmen gelände wo sich der Besitzer zu repeaturarbeiten befand.die wunde wurde in der notfallambulanz versorgt tetanusspritze verabreicht.ich kann nicht sitzen und eine Entzündung droht laut Arzt.au wurde ausgefärtigt.der hundebesitzer bot mir eine zahliung von 500 euro an wenn ich von einer anzeig absehen würde.mir erscheint das zu wenig
21. November 2016 at 9:19
informieren Sie sich am besten in einer einschlägigen Schmerzensgeldtabelle, wie hoch die Entschädigungssummen in vergleichbaren Fällen ausfielen. Im Zweifel können Sie außerdem einen Anwalt zu Rate ziehen.
11. Januar 2017 at 14:03
Ich wurde von einem kleinen Nachbarshund ins Bein von hinten gebissen, dabei zerriss es meine Hose und knappte ans Bein. Ich habekomme eine Schürfwunde mit leichter Entzündung gehabt, habe das direkt von meinem Arzt untersuchen und dokumentieren lassen. Ich war so geschockt und konnte an dem Tag gar nicht mehr klar denken, die wunde tat auch weh. Die Folge ist, dass ich mich jetzt an keinen Hund in die Nähe traue und mich von jeglichen, ob klein oder groß, sehr fern halte. Nun bot mir die Versicherung der Hundehalterin 100,- € Schmerzensgeld und 49,- € für die kaputte Hose. Schickte mir direkt einen Scheck. Ich glaube das ist nicht genug und sollte nun evtl. Mit einem Anwalt reagieren?
ja, konsultieren Sie am besten einen Anwalt, um zu klären, ob Ihnen ein höherer Anspruch zusteht.
Ich hätte eine Frage bezüglich eines Hundebisses.
Es kam am Sonntag mit meinem Hund und einen Anderen zu einer Beisserei.
Der Hund des anderen Besitzers ist frei gelaufen, und kam von weit weg auf uns zugelaufen. Wir haben uns nichts dabeigedacht, und sind stehen geblieben da wir dachten das er seinen Besitzern davongelaufen ist und wollten ihn mitnehmen und im Tierheim abgeben.
Jedoch ohne kurz stehen zu bleiben ist er auf unseren angeleinten Rüden zugerannt und hat ihn sofort in das Gesicht gebissen. Da es sich um einen Stafford handelte, hatte unser Hund keine Möglichkeit sich loszureissen und zu wehren da die Kiefersperre eingesetzt hatte. Mein Mann ist sofort auf die Zwei zugerannt und hat versucht den Stafford von unserem Hund wegzubekommen. Doch auf Grund der Kiefersperre ist ihm das alles andere als leicht gefallen und wurde dann selbst gebissen.
Nachdem mein Mann den anderen Hund von unserem lösen konnte, ist dann kurz später der Besitzer gekommen. Er hat uns gebeten ob wir angeben können, das der Hund angeleint war, da so seine Versicherung die Kosten übernehmen würden. Und wir haben leider ja gesagt.
Unser Mailo hatte zum Glück nur eine kleine Bisswunde über dem Auge. Auf Grund seines langes Felles dürfte der andere Hund nicht viel mehr als sein Fell erwischt haben und die Tierarztkosten werden uns von der Versicherung des Besitzers bezahlt.
Meinem Mann musste der Daumen aufgeschnitten werden und wurde schlussendlich genäht. Er ist seit Sonntag (22.01.) bis mindesten am Mittwoch (01.02.) im Krankenstand. Gibt es hier eine Möglichkeit auf Schmerzensgeld, obwohl wir angegeben haben das der andere Hund angeleint war? Bzw. hätte mein Mann Anspruch auf Schmerzensgeld wenn wir angeben das der Hund nicht angeleint war? Denn weder im Krankenhaus noch in der Tierklinik haben wir diesbezüglich was angegeben da wir nicht gefragt wurden.
in einem solchen Fall sind immer die konkreten Umstände entscheidend. Grundsätzlich steht Ihrem Mann in der Regel jedoch Schmerzensgeld zu. Unter Umständen ist dieses durch das Eingreifen in die Beißerei jedoch verringert, der sich Ihr Mann hätte selbst schützen müssen.
Konsultieren Sie am besten einen Anwalt, um mit diesem die genauen Umstände und Ihre Ansprüche zu klären.
Mein 10 jähriger Sohn war über Nacht bei einem Schulfreund, diese haben 2 Hunde die wir auch kennen. Mein Sohn wurde von einem der Hunde gebissen, es handelt sich um einen 9 Monate alten Astralian Shepherd. Mein Sohn hat sich mit seinem Freund die Hände im Gäste WC gewaschen, als die Jungs fertig waren und raus gegangen sind aus dem Gäste WC , sei der Hund angerannt gekommen und hätte zugebissen. Die Mutter meint Sie hätte nachgeschaut es aber nicht für schlimm befunden. Wir als Eltern wurden darüber nicht in Kenntnis gesetzt das es ein Vorfall gab. Mein Sohn hat es mir dann am nächsten Tag zu Hause gezeigt, wo wir aus allen Wolken fielen als wir es sahen. Es sind mehrere Bisswunden mit Hämatome, einer davon muss sehr tief gewesen sein von einem Reißzahn. Ich bin sofort zur Notfallambullanz mit ihm, diese wurden sofort tätig und mussten alle Bisswunden versorgen indem sie das geschädigte Gewebe entfernen mussten. Anschließend wurde er genäht. Er war jetzt dadurch 2 Tage in der Klinik stationär und bekam Antibiotika. Die Halterin des Hundes meinte jetzt das das ja alles gar nicht so tragisch ist das wir überempfindlich reagieren und wir ja selbst schuld sind wenn wir ihr unser Kind zur Übernachtung dort lassen.
Wir wissen jetzt gar nicht was wir machen sollen. Viele raten uns das wir die Halterin anzeigen sollen.
Für eine Antwort wäre ich Ihnen danklar.
grundsätzlich haften Halter für Ihre Hunde. In der Regel ist der Halter also bei Bisswunden, die sein Tier einem anderen zugefügt hat, zur Zahlung von Schmerzensgeld verpflichtet. Dieses können Sie mit oder ohne Anwalt geltend machen. In Ihrem Fall empfiehlt sich jedoch eine anwaltliche Beratung, da die Halter nicht kooperativ erscheinen.
G. Elke says
Hallo liebes Team ich hätte folgende Frage. Mein Mann wurde von einem Hund in die Hand gebissen war nun 2Wochen krankgeschrieben, eine davon mit Gipsschiene am Unterarm und Hand. Wir wollen das jetz mit dem Hundehalter erstmals gütlich versuchen zu regeln wissen aber nicht was wir an Schmerzensgeld Förden können. Könnt ihr uns einen Rat geben. Danke
nutzen Sie eine Schmerzensgeldtabelle. Dort finden Sie Urteile, die Sie als Vergleichswerte nutzen können.
Ich wurde vor Jahren von der Schäferhündin eines Obdachlosen gebissen. Da ich kurz vor einem Umzug stand hatte ich Kosten in Höhe von über 2500,- €. Dann hat es über 6 Wochen gedauert bis die Wunde abgeheilt war.
Schadenersatz oder Schmerzensgeld?? Fehlanzeige…denn der Hund war nicht versichert und ich war zu diesem Zeitpunkt Arbeitslos…….
11. April 2017 at 8:30
meine Freundin ging gestern in Ihrer Nachbarschaft eine Trauerkarte auf ein offenes Privatgelände einwerfen sie sah ywar den Hund aber der stand noch weit weg rechts am Haus und machte keinerlei anzeichen beissen yu wollen als sie dann auf der Treppe oben stand kam der Hund und bis Ihr in den oberschenkel die meinten dann nur ja wir melden es der Versicherung wegen der Hose ich dachte ich h^re nicht recht wie kk^nnen wir nun am besten vorgehen wir waren beim Aryt und sie ist nun yum Chirug nochmal Krankschreiben und kontrollieren gestern war Sie nur beim Hausaryt kury vor Feierabend mit Ihrem Vater wäre toll wenn Sie uns schnell rat geben k^nnen mfg
grundsätzlich gilt, dass wir keine Rechtsberatung geben dürfen – dies steht nur einem Anwalt zu. Ein Hundebiss begründet in der Regel einen Anspruch auf Schmerzensgeld – auch dann, wenn er auf Privatgrundstück erfolgte.
Ich bin dragan michels und werde mich jetzt beschweren wegen hundebiss in Wade. Möchte ich fragen wer kann mier helfen. Habe ich bei meinem Anwalt alles gegeben Papiere von ärzt und habe ich einzige von Polizei. Abgegeben, fast ein Jahr lang. Haben Ich nicht schmerzen geld bekommen. Und ich habe noch Schmerzen in die Wade .Habe ich auch mein Anwalt gebracht und mein Ärzt hatte Foto von die schtele wo Were die biss won hund .bitte helfen mier .danke michels!?
2. Mai 2017 at 9:34
wir können keine rechtliche Beratung anbieten und auch nicht beurteilen, warum Sie in diesem Fall nicht vorankommen. Sie sollten mit Ihrem Abwalt klären, warum dies so viel Zeit in Anspruch nimmt und sich eventuell nach einem neunen Anwalt umsehen.
Brinker A. says
7. Mai 2017 at 23:41
Mein Sohn wurde vor einer Woche von unserem in den Oberschenkel gebissen.
Besteht nun noch Anspruch auf Schmerzengeld und wer kommt für die Kosten von den Medikamenten auf?
Hallo Brinker A.,
Ihr Sohn könnte Ihnen gegenüber einen Anspruch haben, falls Sie der Halter des Hundes sind. Ein Schmerzensgeld soll eine Wiedergutmachung für einen entstandenen Schaden darstellen, hier können für die Höhe auch die Kosten für Medikamente berücksichtigt werden. Im Zweifel können Sie einen Anwalt zu Rate ziehen.
Rosolski says
30. Mai 2017 at 14:58
Unsere Tochter wurde 2001 von einem Kampfhund in das Gesicht( von der Wange wurde ein Stück rausgerissen ) und in den rechten Oberarm gebissen. 2008 wurde vor dem Gericht mit einer Schmerzensgeldzahlung alles abgeschlossen. Die dalaige KV der Knappschaft hat uns schriftlich zugesichert das alle weitern OP von ihr gezahlt werrden sie aber im AnschlußSchadensersatzansprüche gegenüber dem Schädiger geletend mache. Es war bisher nur eine Notversorgung der Wunden. Jetzt ist sie Privat kranken versichert bei der LVM. Auch der Hundehalter war bei der LVM versichert. Da sie Schmezen an den Narben im Oberarm bekommt wollte sie sich diese Narben in einer OP behandeln lassen. Jetzt sagt die KV der LVM das sie die Kosten nicht übernehmen. Das ist eine Schweinerei. Jetzt wird unsere Tochter die private KV bei der LVM kündigen und in eine andere Vers. gehen.
8. Juni 2017 at 16:10
Ich wurde im Februar von einem Hund aus dem Dorf in den rechten Unterschenkel gebissen. Der Hund war dem Besitzer entlaufen. In der Notaufnahme sagte man mir, dass der Biss nur oberflächlich sei. Die Wunde ist verheilt. Jetzt nach Monaten habe ich wiederkehrende Schmerzen.
ein Anwalt kann in Ihrem spezifischen Fall einschätzen, ob und in welcher Höhe Ihnen Schmerzensgeld zusteht.
Mein Sohn (3jahre) wurde letzte Woche von einem Hund ins Gesicht gebissen, so das er unter voll narkose genäht werden musste und wir 4 Tage in der Uni bleiben mussten, da er Antibiotika bekam. Jetzt wollte ich gerne wissen, wer für das schmerzensgeld aufkommen muss? Versicherung des Hundehalters oder die Hundehalter selbst? Und muss ich das zur Anzeige bringen, falls man sich nicht einig werden würde, privat? Oder sollte es generell zur Anzeige gebracht werden?
in der Regel übernimmt die Hundehaftpflichtversicherung des Halters die Schmerzensgeldzahlung. Grundsätzlich ist Schmerzensgeld vor Gericht zu beantragen. Weitere Informationen dazu finden Sie hier: http://www.schmerzensgeldtabelle.net/beantragen/
Beim trennen einer Beißerei mit dem Nachbarshund (ohne Halsband und Leine) der mit Tötungsabsicht einen Kehlbiss bei unserem Hund gemacht hat wurde ich in die Hand gebissen. Der kleine Finger musste nach erstmaliger nicht erfolgreicher Operation jetzt versteift werden. Bis jetzt ist es unklar, ob ich wieder als Tierphysiotherapeutin arbeiten kann. Amputation ist momentan angedacht weil der Heilungsverlauf leider nicht optimal verläuft und ich eine starke Sensibilitässtörung habe. Durch den langen Ausfall auf der Arbeit habe ich leider meinen bis dahin aufgebauten Kundenstamm verloren und bekomme aktuell kein volles Gehalt, der Arbeitsplatz steht auf der kippe.
Wie viel kann ich (kann ich überhaupt was?) von der Versicherung verlangen?
Wenn ja von welcher der Versicherungen von der unseres Hundes oder von der der Nachbarn?
wurden Sie von dem Hund Ihres Nachbarn verletzt, haben Sie einen Anspruch auf Schmerzensgeld. Diesen richten Sie an den Nachbarn – dieser kann die Forderung an die Hunde-Haftpflichtversicherung weiterleiten oder selbst bezahlen. Wenn Ihr eigener Hund Sie gebissen hat, ist der Fall nicht eindeutig. Es empfiehlt sich in jedem Fall, einen Anwalt zur Hilfe zu nehmen – dieser kann ebenfalls eine Einschätzung der Höhe des Schmerzensgeldes vornehmen.