Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHSt%202,%20119
Timestamp: 2019-11-15 22:39:15
Document Index: 331601752

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 359', 'BGH', 'OGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 24.01.1952 - 3 StR 913/51 - dejure.org
BGH, 24.01.1952 - 3 StR 913/51
https://dejure.org/1952,388
BGH, 24.01.1952 - 3 StR 913/51 (https://dejure.org/1952,388)
BGH, Entscheidung vom 24.01.1952 - 3 StR 913/51 (https://dejure.org/1952,388)
BGH, Entscheidung vom 24. Januar 1952 - 3 StR 913/51 (https://dejure.org/1952,388)
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BGHSt 2, 119
NJW 1952, 516
Dabei mußte nach der früheren Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs die Anstellung/Bestellung auf einem öffentlich-rechtlichen Akt beruhen (BGHSt 2, 119/120; 25, 204/205).
BGH, 18.06.1953 - 4 StR 115/53
Nach dieser ist Beamter im Sinne des Strafgesetzbuches und damit auch der sog. Beamtendelikte nicht nur derjenige, der in einem öffentlich-rechtlichen Dienstgewaltverhältnis zum Staate steht - also der Beamte im staatsrechtlichen Sinne -, sondern auch jeder, der im Rahmen eines Dienstvertrages oder eines sonstigen privatrechtlichen Verhältnisses durch ausdrücklichen oder stillschweigenden öffentlich-rechtlichen Akt einer zuständigen Stelle zu Dienstverrichtungen berufen ist, die aus der Staatsgewalt abgeleitet sind und staatlichen Zwecken dienen (RGSt 51, 166; 60, 139, 141; 62, 24, 26; 67, 299, 300; 74, 105, 106; BGHSt 2, 119, 120; BGH 4 StR 102/50 vom 9. März 1951; 1 StR 89/51 vom 13. November 1951 in NJW 1952, 191).
Entgegen der Meinung des Landgerichts ist es für die Beurteilung der strafrechtlichen Beamteneigenschaft nicht ausschlaggebend, dass die Tätigkeit des Angeklagten für die Öffentlichkeit nicht bemerkbar war (RGSt 70, 234, 235), und dass ähnliche Tätigkeiten auch Privatbetrieben obliegen (BGHSt 2, 119).
Sie konnten deshalb als leitende Angestellte von Gewinn anstrebenden Handelsgesellschaften, also von wirtschaftlichen Unternehmen, Beamte im Sinne des Strafrechts nur sein, wenn sie Dienstverrichtungen ausübten, die aus der Staatsgewalt abgeleitet waren und staatlichen Zwecken dienten (vgl. BGHSt 2, 119, 120 [BGH 24.01.1952 - 3 StR 913/51]; 9, 203, 222 [BGH 12.01.1956 - 3 StR 626/54]; 11, 345, 349 [BGH 22.05.1958 - 1 StR 551/57]; 12, 89) [BGH 01.10.1958 - 1 StR 353/58].
Damit ist sie Beamtin i.S des § 359 StGB (vgl BGHSt 2, 119 [120], OGHSt 2, 369 [370], RG in DR 1940, 1828 Nr. 9).
Die Beamteigenschaft setzt nach ständiger Rechtsprechung die Berufung durch öffentlich-rechtlichen Akt einer zuständigen Stelle voraus (RGSt 75, 396; BGHSt 2, 120 [BGH 24.01.1952 - 3 StR 913/51]).
BGH, 03.02.1959 - 1 StR 680/58
BGH, 09.02.1956 - 3 StR 344/55
BGH, 28.08.1953 - 3 StR 194/53
BGH, 09.07.1953 - 4 StR 153/53