Source: http://www.gavservice.ch/Contract.aspx?stellaNumber=958531&versionName=6
Timestamp: 2018-02-26 01:05:07
Document Index: 269506531

Matched Legal Cases: ['Art. 6', 'Art. 4', 'Art. 6', 'Art. 6', 'Art. 21', 'Art. 32', 'Art. 333']

Gesamtarbeitsvertrag: 01.11.2015 - 31.12.2018
Allgemeinverbindlicherklärung: 01.11.2015 - 31.12.2018
12'000 (2015); 7'000 (2005)
Ganze Schweiz; für die Mitglieder des SBC im Kanton Genf gilt grundsätzlich der GAV, wobei in den „COMPLEMENTS ET MODIFICATIONS POUR LE CANTON DE GENEVE DE LA CONVENTION COLLECTIVE NATIONALE“ für einzelne Bereiche separate, zwischen den Sozialpartnern ausgehandelte Regelungen bestehen.
Gilt für alle Arbeitgebenden in der Bäckerei-/Konditorei-/Confiseriebranche.
Mit genannten Betrieben eine Betriebseinheit bildende Cafés mit maximal 50 Sitzplätzen, gehören eben falls zur Bäckerei-/Konditorei-/Confiserie-Branche, sofern sie im Wesentlichen die gleichen Öffnungszeiten wie das dazugehörige Verkaufsgeschäft haben. Mitarbeiter in ebensolchen Cafés mit mehr als 50 Sitzplätzen werden demgegenüber nur dann vom vorliegenden GAV erfasst, sofern sie nicht gemäss Bundesratsbeschluss vom 12. Juni 2013 unter den L-GAV im Schweizer Gastgewerbe fallen.
Der ständige Ausschuss kann ausländische Berufsausweise bezüglich Rechten und Pflichten aus diesem GAV den eidgenössischen Fähigkeitszeugnissen gleichstellen.
Absolventen ausländischer Berufsausbildungen sind unter Vorbehalt von Art. 6 Abs. 4 GAV grundsätzlich nur aufgrund schriftlicher, einzelarbeitsvertraglicher Abmachung diesem GAV unterstellt.
Teilzeitarbeitnehmende, welche die Voraussetzungen gemäss Art. 4 bis Art. 6 GAV erfüllen, sind im Rahmen ihrer Anstellung dem GAV unterstellt, sofern deren durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit mindestens 8 Stunden beträgt.
Alle in Art. 6 Abs. 1 bis Abs. 6 GAV nicht erwähnten Arbeitnehmenden sowie Familienmitglieder des/der Betriebsinhabers/Betriebsinhaberin (d.h. dessen/deren Ehegatte, Blutsverwandte in auf- und absteigender Linie und deren Ehegatten sowie seine/ihre Stief- und Adoptivkinder) sind dem GAV nur aufgrund ausdrücklicher schriftlicher Vereinbarung unterstellt.
Die allgemeinverbindlich erklärten Bestimmungen des Gesamtarbeitsvertrages des Bäcker-, Konditoren- und Confiseurgewerbes gelten unmittelbar für alle Arbeitgebenden und Arbeitnehmenden (Produktions- und Verkaufspersonal) in Betrieben der Bäckerei-, Konditorei- und Confiseurbranche. Zur genannten Branche gehören alle Hersteller und Anbieter jeglicher Art von Brot, Backwaren (inkl. Fein- und Süssgebäck), Schokolade und von anderen kakaohaltigen Nahrungsmittelzubereitungen, Zuckerwaren und Speiseeis, die ganz oder teilweise unter Aufsicht des Herstellers oder Anbieters hergestellt und entgeltlich veräussert werden. Mit genannten Betrieben eine Einheit bildende Gastronomiebetriebe gehören ebenfalls zur Bäckerei-, Konditorei- und Confiseurbranche, soweit einzelne oder alle ihrer Arbeitnehmenden nicht gemäss Bundesratsbeschluss über die Allgemeinverbindlicherklärung des Landes-Gesamtarbeitsvertrages des Gastgewerbes dem L-GAV unterstehen.
a. Arbeitnehmende, die nicht Inhaber/innen mindestens eines nachfolgenden Abschlusses sind:
– Eidg. Fähigkeitszeugnis als Bäcker/in;
– Eidg. Fähigkeitszeugnis als Bäcker/in-Konditor/in;
– Eidg. Fähigkeitszeugnis als Konditor/in-Confiseur/in;
– Eidg. Fähigkeitszeugnis als Bäcker/in-Konditor/in-Confiseur/in;
– Eidg. Berufsattest als Bäcker/in-Konditor/in-Confiseur/in;
b. Arbeitnehmende, die nicht Inhaber/innen mindestens eines nachfolgenden Abschlusses sind:
– Eidg. Berufsattest Detailhandelsassistent/in;
– Eidg. Fähigkeitszeugnis als Verkäufer/in (branchenintern und branchenfremd);
– Eidg. Fähigkeitszeugnis Detailhandelsfachmann/Detailhandelsfachfrau;
– Eidg. Fähigkeitszeugnis als Detailhandelsangestellte/r;
– Eidg. Fachausweis Branchenspezialist/in Bäckerei-Konditorei-Confiserie;
c. Arbeitnehmende, die in einer Bäckerei, Konditorei oder Confiserie mit Gastronomieteil (gastgewerblich betriebener Betriebsteil) tätig sind, sofern kumulativ
– die Bäckerei, Konditorei oder Confiserie mit dem Gastronomieteil eine Betriebseinheit bildet, d.h. der Bäcker-, Konditor- oder Confiseurbetrieb räumlich mit dem Gastronomieteil verbunden ist, betriebswirtschaftlich einheitlich geführt wird und im Wesentlichen die gleichen Öffnungszeiten hat,
– der Gastronomieteil über mehr als 50 Sitzplätze (ungeachtet der Anzahl Stehplätze) pro Filiale verfügt und
– die Tätigkeit des oder der Arbeitnehmenden hauptsächlich in einer gastgewerblichen Leistung besteht. Eine hauptsächlich gastgewerbliche Leistung liegt vor, sofern die Tätigkeit des oder der Arbeitnehmenden mehr als 50% seines/ihres Arbeitspensums in gastgewerblichen Leistungen (d.h. Service- inkl. Buffet- und/oder Kochleistungen) besteht.
d. Arbeitnehmende, die alternativ
– Familienmitglieder des/der Betriebsinhabers/Betriebsinhaberin (d.h. dessen/deren Ehegatte, Blutsverwandte in auf und absteigender Linie und deren Ehegatten sowie seine/ihre Stief- und Adoptivkinder),
– Arbeitnehmende deren durchschnittliches Arbeitspensum wöchentlich 8 Stunden nicht übersteigt,
– Lernende,
– Absolventen ausländischer Berufsausbildungen, sofern die Union Internationale des Boulangers et Pâtissiers (UIBC) für die Ausbildungen in der Produktion bzw. ein ständiger Ausschuss für die Ausbildungen im Verkauf/Detailhandel die ausländischen Berufsausweise bezüglich Rechten und Pflichten aus dem GAV den eidgenössischen Fähigkeitszeugnissen nicht gleichstellt,
– Höhere leitende Angestellte und leitende Angestellte mit Entscheidbefugnis sind.
e. Betriebe, die allen ihren Arbeitnehmenden im Vergleich mit dem vorliegenden Gesamtarbeitsvertrag mindestens gleichwertige gesamtarbeitsvertraglich
festgelegte Arbeitsbedingungen gewähren.
f. Betriebe der Schweizer Schokoladeindustrie.
Auf ungelerntes Verkaufspersonal, das im Kanton Genf tätig ist, sind die Artikel 11 und Artikel 15 des GAV sowie Artikel 2a des Anhangs 2 anwendbar. Sämtliche weiteren Bestimmungen des GAV sind für ungelerntes Verkaufspersonal unbeachtlich.
Die allgemeinverbindlich erklärten Bestimmungen des GAV über die Arbeits und Lohnbedingungen im Sinne von Artikel 2 Absatz 1 des Bundesgesetzes über die flankierenden Massnahmen bei entsandten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern und über die Kontrolle der in Normalarbeitsverträgen vorgesehenen Mindestlöhne sowie Artikel 1 und 2 der dazugehörigen Verordnung3 gelten auch für Arbeitgeber mit Sitz in der Schweiz, aber ausserhalb des räumlichen Geltungsbereichs nach Absatz 1, sowie ihren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, sofern sie in diesem Geltungsbereich Arbeiten ausführen. Bezüglich der Kontrolle über die Einhaltung dieser GAV-Bestimmungen ist der ständige Ausschuss des GAV zuständig.
Dieser GAV wird fest und unkündbar bis zum 31.12.2018 vereinbart. Erfolgt keine Kündigung durch eine der vertragsschliessenden Parteien, so läuft der Vertrag um jeweils 1 Jahr weiter.
031 350 24 14
teresa.matteo@unia.ch
Produktionspersonal - Mindestlöhne (pro Monat) ab 1.1.2015
(per 1.11.2015 allgemeinverbindlich erklärt):
ab 1. Berufsjahr
Bäcker/in-Konditor/in-Confiseur/in mit eidg. Berufsattest (EBA) CHF 3'600.-- CHF 3'651.--
Bäcker/in, Bäcker/in-Konditor/in, Konditor/in-Confiseur/in, Bäcker/in-Konditor/in-Confiseur/in mit eidg. Fähigkeitszeugnis (EFZ) CHF 4'000.-- CHF 4'051.--
mit Berufsprüfung sofern in Funktion als Produktionsleiter CHF 5'036.--
mit höherer Fachprüfung (Meisterdiplom) sofern in Funktion als Produktionsleiter CHF 5'313.--
Verkaufspersonal - Mindestlöhne (pro Monat) ausser Kanton Genf ab 1.1.2015
mit eidg. Berufsattest Detailhandelsassistent/in (EBA) 2015 CHF 3'400.-- CHF 3'451.--
2016 CHF 3'433.-- CHF 3'484.--
2017 CHF 3'466.-- CHF 3'517.--
2018 CHF 3'500.-- CHF 3'551.--
mit eidg. Fähigkeitszeugnis Detailhandelsfachfrau/fachmann, Detailhandelsangestellte/r, Verkäufer/in (EFZ)* 2015 CHF 3'800.-- CHF 3'851.--
2016 CHF 3'866.-- CHF 3'917.--
2017 CHF 3'932.-- CHF 3'983.--
2018 CHF 4'000.-- CHF 4'051.--
Verkaufs- oder Filialleiterin mit eidg. Fachausweis Branchenspezialist/in 2015 - 2017 CHF 3'995.--
2018 CHF 4'000.--
*Falls branchenextern: nach 6-monatiger Beschäftigung in der Branche gelten die brancheninternen Lohnansätze.
Ungelerntes Verkaufspersonal - Mindestlöhne (pro Monat) im Kanton Genf (per 1.11.2015 allgemeinverbindlich erklärt):
Allgemein 2015 CHF 3'563.10 CHF 3'860.--
2016 CHF 3'600.-- CHF 3'900.--
2017 CHF 3'636.90 CHF 3'940.--
Mit 5 Jahren Berufserfahrung 2015 CHF 3'655.40 CHF 3'960.--
2016 CHF 3'692.30 CHF 4'000.--
2017 CHF 3'729.25 CHF 4'040.--
Gelerntes Verkaufspersonal - Mindestlöhne (pro Monat) im Kanton Genf (per 1.11.2015 allgemeinverbindlich erklärt):
mit 5 Jahren Berufserfahrung
Mit eidg. Berufsattest (EBA) Detailhandelsassistent/in 2015 CHF 3'600.-- CHF 3'600.-- CHF 3'600.--
2016 CHF 3'700.-- CHF 3'700.-- CHF 3'800.--
2017 CHF 3'740.-- CHF 3'740.-- CHF 3'840.--
Mit eidg. Fähigkeitszeugnis (EFZ) Detailhandelsfachfrau/fachmann, Detailhandelsangestellte/r, Verkäufer/in 2015 CHF 3'803.10 CHF 3'803.10 CHF 3'803.10
2016 CHF 3'866.-- CHF 3'917.-- CHF 3'960.--
2017 CHF 3'932.-- CHF 3'983.-- CHF 4'000.--
Verkaufs- oder Filialleiterin mit eidg. Fachausweis / Branchenspezialist/in 2015 CHF 3'995.--
2017 CHF 4'000.--
Anrechnung der Naturalbezüge, sofern nicht einzelarbeitsvertraglich geregelt, nach Ansätzen AHV (ab 2007):
Allgemeinverbindlicherklärung: Anhang 1 und 2; Artikel 11; Artikel 32d LEmpl Neuchâtel
Definition Produktionsleiter
Allgemeinverbindlicherklärung: Anhang 1 Artikel 3
Erhöhung der Mindestlöhne: je nach Kategorie; keine Teuerungszulage/Reallohnerhöhung
Artikel 12; Lohnregulative für Produktionspersonal und Verkaufspersonal 2015
1. Der/Die Arbeitnehmende hat, unter Vorbehalt von Absatz 3, Anspruch auf 100 % des durchschnittlichen, vertraglich vereinbarten Lohnes der letzten 12 Monate, ohne Zulagen.
Für im Stundenlohn Angestellte sind Ferien- und Feiertagszuschläge bei der Berechnung des 13. Monatslohnes zu berücksichtigen.
2. Ein voller Monat im Sinne von Absatz 1 ist gegeben, wenn der Beginn des Arbeitsverhältnisses bis spätestens am 6. Tag des betreffenden Monats erfolgt.
3. Der/Die Arbeitnehmende, dessen/deren Arbeitsverhältnis im ersten oder beim Ablauf des ersten Dienstjahres endet, hat keinen Anspruch auf den 13. Monatslohn.
4. Ist der/die Arbeitnehmende im Dienstjahr wegen Krankheit, Schwangerschaft, Mutterschaft, Berufs- oder Nichtberufsunfalls oder Militärdienstes (ausgenommen ordentlicher militärischer Wiederholungs- oder Ergänzungskurs) länger als einen Monat an der Leistung der Dienste verhindert, so besteht für die einen Monat übersteigende Zeit kein Anspruch auf den 13. Monatslohn. Vorbehalten bleibt eine allfällige Versicherungsleistung, welche den 13. Monatslohn mit einschliesst.
1. Überstunden sind Arbeitsstunden, die über die wöchentliche Normalarbeitszeit von grundsätzlich 42 Stunden bis zur gesetzlich vorgeschriebenen
wöchentlichen Höchstarbeitszeit gemäss Arbeitsgesetz geleistet werden.
2. Überstunden müssen von Arbeitgebenden oder ihren Stellvertretern als solche angeordnet werden. Kann eine solche Anordnung nicht rechtzeitig getroffen werden, erweist sich aber die Überstundenarbeit als unbedingt notwendig, so hat sie der/die Arbeitnehmende von sich aus zu leisten und den/die Arbeitgebende/n oder dessen/deren Stellvertreter/in baldmöglichst davon in Kenntnis zu setzen.
3. Der/Die Arbeitnehmende hat Überstunden zu leisten, soweit er/sie sie zu leisten vermag und sie ihm/ihr nach Treu und Glauben zugemutet werden können. Die Überstunden sind in der Arbeitszeitkontrolle nach GAV gesondert einzutragen.
4. Überstunden werden grundsätzlich innert einer Frist von 12 Monaten durch Freizeit von gleicher Dauer kompensiert. Einzelarbeitsvertraglich kann vereinbart werden, dass ausnahmsweise die Überstunden gemäss nachstehendem Absatz 5 ausbezahlt werden.
5. Anspruch auf einen Lohnzuschlag von 25 % besteht nur für Überstundenarbeit, die nicht durch Freizeit ausgeglichen worden ist. Der/Die Arbeitgebende
bestimmt den Zeitpunkt der Kompensation.
6. Bei Teilzeitarbeitnehmenden und Aushilfen ist der Lohnzuschlag bis zur betrieblichen Normalarbeitszeit (in der Regel 42 Stunden) nicht geschuldet.
Der/Die Arbeitnehmende hat für die von 22.00 bis 04.00 Uhr geleisteten Arbeitsstunden Anspruch auf einen Lohnzuschlag von 25 % des vertraglich vereinbarten Lohnes. Der genannte Zuschlag ist zusätzlich zu den Zuschlägen gemäss ArG geschuldet.
Die Ausgleichsruhezeit für geleistete Nachtarbeit richtet sich nach dem Arbeitsgesetz.
1. An Sonntagen oder gesetzlich anerkannten Feiertagen ist die Beschäftigung der Arbeitnehmenden mit Ausnahme der Bestimmungen in Abs. 2 und Abs. 3 untersagt.
2. Muss am Sonntag gearbeitet werden, darf der/die Arbeitnehmende nicht an mehr als an sechs aufeinan-der folgenden Tagen beschäftigt werden. Vorbehalten bleiben die Bestimmungen über den ununterbro-chenen Betrieb (Art. 21 Abs. 3 ArGV1).
3. Produktions- und Verkaufspersonal in nichtindustriellen Betrieben darf im Rahmen des Arbeitsgesetzes, soweit es Bäckerei-, Konditorei- oder Confiseriewaren herstellt bzw. verkauft, ohne behördliche Bewilli-gung zu Sonn- und Feiertagsarbeit herangezogen werden.
*Artikel 17 und 21*
Normalarbeitszeit: 42h/Woche und 5-Tage-Woche
Ferien bis Ende 2015
Arbeitnehmer mit noch nicht vollendetem 20. Altersjahr 5 Wochen (entspricht einem Lohnzuschlag von 10.64 % bei Stundenlohn)
Vom 1. bis und mit 10. Dienstjahr 4 Wochen (entspricht einem Lohnzuschlag von 8.33 % bei Stundenlohn)
Vom 11. Dienstjahr oder 50. Altersjahr an 5 Wochen (entspricht einem Lohnzuschlag von 10.64 % bei Stundenlohn)
Nach vollendetem 60. Altersjahr und zusätzlich 10 Dienstjahren 5 Wochen und 2 zusätzliche Arbeitstage entspricht einem Lohnzuschlag von 11.5 % bei Stundenlohn
militärische Rekrutierung 1-2 Tage
Der/Die Arbeitnehmende hat für die berufsspezifische Aus- und Weiterbildung ab dem vollendeten ersten Dienstjahr Anspruch auf einen Weiterbildungstag pro Kalenderjahr. Ein nicht bezogener Ausbildungstag verfällt am Ende des Kalenderjahres
1. Der/Die Arbeitgebende hat zugunsten der Arbeitnehmenden eine Krankentaggeldversicherung abzuschliessen.
2. Die Versicherung hat während 730 Tagen pro Krankheitsfall, abzüglich der Wartefrist, 80 % des Lohnes zu entrichten; dies auch dann, wenn das Arbeitsverhältnis vor Krankheitsende aufgelöst worden ist. Ab Bezug einer AHV-Altersrente besteht ein Leistungsanspruch noch während 180 Tagen, maximal aber bis zum vollendeten 70. Altersjahr.
3. Der/Die Arbeitgebende ist verpflichtet, eine Krankentaggeldversicherung mit Volldeckung zu beantragen. Bei allfälligen Vorbehalten oder Leistungskürzungen der Versicherung gilt die Lohnfortzahlungspflicht gemäss Artikel 32 Absatz 2 GAV (Berner Skala).
4. Während der Wartefrist sind den Arbeitnehmenden von den Arbeitgebenden 80 % des Lohnes zu entrichten. Diese Leistungspflicht entfällt jedoch im ersten Monat des 1. Dienstjahres.
5. Nach Ablauf der Wartefrist ist der/die Arbeitgebende im Rahmen der von der Versicherung zugesicherten Leistung vorleistungspflichtig. Solange die Leistungszusicherung der Versicherung durch Verschulden der Arbeitnehmenden fehlt, wird der Lohn(ersatz) nicht fällig.
Nach Ablauf von drei Tagen ist der/die Arbeitgebende im Rahmen der von der Versicherung zugesicherten Leistung vorleistungspflichtig. Solange die Leistungszusicherung der Versicherung durch Verschulden des/der Arbeitnehmenden fehlt, wird der Lohn(ersatz) nicht fällig.
Der/Die Arbeitgebende versichert die Arbeitnehmenden zusätzlich ab dem 31. Tag nach dem Unfalltag für ein Unfalltaggeld, das bei voller Arbeitsunfähigkeit insgesamt 90 % des versicherten Verdienstes beträgt. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird dieses zusätzliche Taggeld entsprechend gekürzt.
Die Prämie für die Krankentaggeldversicherung ist mindestens zur Hälfte durch die Arbeitgebenden zu finanzieren.
Hat der/die Arbeitgebende keine oder eine ungenügende Versicherung gemäss Artikel 33 ff. GAV abgeschlossen, hat er/sie die in diesen Artikeln vorgeschriebenen Leistungen selbst zu erbringen.
Werden die Aufnahme in die Krankentaggeldversicherung oder Versicherungsleistungen aus nicht von dem/der Arbeitgebende/n zu vertretenden Gründen von der Versicherung abgelehnt, ist der/die Arbeitgebende lediglich zur Lohnfortzahlung gemäss Berner Skala verpflichtet (vgl. Art. 32 Abs. 2 GAV).
*Artikel 24 und 34*
- Arbeitgeber: 0.12% der AHV-Bruttolohnsumme
- Arbeitnehmende: CHF 120.--/Jahr, bzw. CHF 60.--/Jahr für Arbeitnehmende, die weniger als 6 Monate beschäftigt werden sowie Teilzeitarbeitnehmende, die im Durchschnitt weniger als die Hälfte der normalen Arbeitszeit des Betriebes arbeiten
Während der Probezeit (1 bis max. 3 Monate) 7 Tag
Artikel 9.4 und 10.2
Ständiger Ausschuss:
Zusammensetzung: je maximal 3 Vertretern der Arbeitgebenden- und Arbeitnehmendenverbände
Dem ständigen Ausschuss obliegen insbesondere nachfolgende Aufgaben:
a) Vollzug und Auslegung des GAV;
b) Durchführung von Kontrollen über die Einhaltung des GAV;
c) Ausfällen von Konventionalstrafen bei Verstössen gegen den GAV;
d) Inkasso und Verwaltung der Vollzugskostenbeiträge und Konventionalstrafen;
e) Vermittlung bei Meinungsverschiedenheiten zwischen Arbeitgebenden und Arbeitnehmenden;
f) Förderung der beruflichen Aus- und Weiterbildung sowie der Arbeitssicherheit.
Konsultationspflicht bei Betriebsübergang gemäss OR (Art. 333a).
Ständiger Ausschuss, zusammengesetzt aus max. je 3 VertreterInnen der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände, zur Schlichtung von Streitigkeiten zwischen den vertragsschliessenden Parteien betr. Auslegung und Anwendung des GAV.
» GAV Schweizerische Bäcker-, Konditoren- und Confiseurgewerbe 2015 (121 KB, PDF)
» Lohnregulativ Produktionspersonal 2015 Bäcker- Konditoren- und Confiseurgewerbe (23 KB, PDF)
» Lohnregulativ Verkaufspersonal 2015 Bäcker- Konditoren- und Confiseurgewerbe (26 KB, PDF)
» Merkblatt zu Gegenüberstellung Bäcker-GAV und Gastgewerbe-LGAV (94 KB, PDF)
» CCT boulangerie-pâtisserie-confiserie Suisse 2015 (125 KB, PDF)
» Barème des salaires pour le personnel de production 2015 boulangerie-pâtisserie-confiserie (17 KB, PDF)
» Barème des salaires pour le personnel de vente 2015 boulangerie-pâtisserie-confiserie (23 KB, PDF)
» Mémento: affrontement application CCT boulangerie et CCNT pour les hôtels, restaurants et cafés (119 KB, PDF)