Source: https://www.jusmeum.de/urteil/bverwg/bverwg_5-B-90-06
Timestamp: 2019-07-18 18:06:55
Document Index: 2314195

Matched Legal Cases: ['§ 133', '§ 132', '§ 133', '§ 133', '§ 6', '§ 133', '§ 154', '§ 47', '§ 52', '§ 72']

BVerwG, 5 B 90.06: Zustand
Urteil des BVerwG vom 11.10.2006, 5 B 90.06
5 B 90.06
BVerwG 5 B 90.06 VGH 11 B 02.3263
hat der 5. Senat des Bundesverwaltungsgerichts am 11. Oktober 2006 durch den Vorsitzenden Richter am Bundesverwaltungsgericht Dr. Säcker und die Richter am Bundesverwaltungsgericht Dr. Franke und Dr. Brunn
Die Beschwerde der Klägerin gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs vom 31. Juli 2006 wird verworfen.
1Die statthafte Beschwerde genügt hinsichtlich ihrer Begründung nicht den Darlegungsanforderungen in § 133 Abs. 3 Satz 3 VwGO. Eine solche Darlegung
setzt im Hinblick auf den - allein geltend gemachten - Zulassungsgrund der
rechtsgrundsätzlichen Bedeutung (§ 132 Abs. 2 Nr. 1 VwGO) die ausdrückliche
oder sinngemäße Formulierung einer bestimmten, höchstrichterlich noch ungeklärten und für die Revisionsentscheidung erheblichen Rechtsfrage des revisiblen Rechts und außerdem die Angabe voraus, worin die allgemeine, über
den Einzelfall hinausgehende Bedeutung bestehen soll (stRspr seit BVerwGE
13, 90 <91 f.>; vgl. etwa Beschluss vom 19. August 1997 - BVerwG 7 B
261.97 - Buchholz 310 § 133 n.F. VwGO Nr. 26 S. 14). Eine solche Fragestellung arbeitet die Beschwerde nicht heraus. Vielmehr erschöpft sie sich im Wesentlichen darin, die Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs als rechtsfehlerhaft anzugreifen, und verkennt damit den grundsätzlichen Unterschied zwischen der Begründung einer Nichtzulassungsbeschwerde und der Begründung
einer Revision.
2Soweit die Beschwerde auf anhängige Revisionen verweist, die auf Zulassungsbeschlüsse des Bundesverwaltungsgerichts zurückgehen, ersetzt dies die
Darlegungsanforderungen nicht, weil zum einen hinsichtlich des Revisionsverfahrens BVerwG 5 C 6.06 eine Zulassung wegen Abweichung zugrunde liegt
(Beschluss vom 31. Januar 2006 - BVerwG 5 B 37.05 -) und zum anderen dem
Revisionsverfahren BVerwG 5 C 25.06 die Zulassung aufgrund einer Beschwerde zugrunde liegt, die die Darlegungsanforderungen in § 133 Abs. 3
Satz 3 VwGO erfüllt hat.
3Soweit sich dem Beschwerdevorbringen rudimentäre Fragestellungen entnehmen lassen, wie etwa auf Seite 2 (unten) der Beschwerdebegründung, wo Erwägungen zum bekenntnislosen Zustand angestellt werden, gehen diese - von
allem anderen abgesehen - an dem Umstand vorbei, dass der Verwaltungsgerichtshof entscheidungstragend nicht etwa darauf abgestellt hat, ob und inwieweit ein früheres Bekenntnis zum deutschen Volkstum durch ein Gegenbekenntnis entkräftet worden sein könnte (so eine Fragestellung des Urteils vom
13. November 2003 - BVerwG 5 C 40.03 - BVerwGE 119, 192), sondern darauf,
dass sich im Falle der Klägerin keinerlei Bekenntnis zum deutschen Volkstum
feststellen lasse, was es von vornherein ausschließt, dass die Voraussetzungen
von § 6 Abs. 2 BVFG n.F. („nur“) vorliegen.
4Von einer weiteren Begründung sieht der beschließende Senat ab (§ 133
5Die Kostenentscheidung beruht auf § 154 Abs. 2 VwGO. Die Streitwertfestsetzung beruht auf § 47 Abs. 1 und 3, § 52 Abs. 2 und § 72 Nr. 1 GKG.