Source: http://www.gradus.uni-stuttgart.de/promotion/zulassung/index.html
Timestamp: 2018-12-19 06:37:36
Document Index: 282755718

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 4', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 2', '§ 2', '§ 6', '§ 5', '§ 11', '§ 13', '§ 14']

Die Promotion und die Zulassung zur Promotion an der Universität Stuttgart (PromO 2011) | Graduierten-Akademie der Universität Stuttgart (GRADUS) | Universität Stuttgart
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Neue Promotionsordnung ab 1. April 2016
Die Promotion und die Zulassung zur Promotion an der Universität Stuttgart (PromO 2011)
2. Fünf Schritte zur Promotion
2.1 Schritt 1: Voraussetzung zur Promotion erfüllen
2.1.1 Suche einer Betreuungsperson
2.1.2 Anerkennung des Abschlusses
2.1.2.1 Annahme als Doktorandin/ als Doktorand von FH-Absolventinnen/-Absolventen (Eignungsfeststellungsverfahren)
2.1.2.2 Annahme als Doktorandin/ als Doktorand mit einem ausländischen
2.1.2.3 Die Anerkennungsprüfung
2.1.3 Mitgliedschaft an der Universität
2.2 Schritt 2: Annahme als Doktorandin/ als Doktorand durch den zuständigen
2.3 Schritt 3: Mitgliedschaft und Promotion bei GRADUS (Graduierten-Akademie der
Universität Stuttgart) (optional)
2.4 Schritt 4: Anfertigung der Dissertation
2.5 Schritt 5: Zulassung zur Prüfung und die Promotion
Antrag auf Annahme als Doktorandin/ als Doktorand
in English: Application for Admission as a Doctoral Student
Veränderungen nach Inkrafttreten der neuen Promotionsordnung zum 1. Oktober 2011 an der Universität Stuttgart
Nach der ab Oktober 2011 gültigen Promotionsordnung der Universität Stuttgart ergeben sich zum Stichtag 01.10. 2011 für alle Bewerberinnen und Bewerber insbesondere folgende, weitgehend neue, Konditionen für ihr Promotionsvorhaben:
Annahme als Doktorandin/ als Doktorand durch den zuständigen Promotionsausschuss (neu)
Promotion bei GRADUS (Graduierten-Akademie der Universität Stuttgart) und Konditionen der Akademie (neu)
Zulassung zur Prüfung (ehemals „Anmeldung zur Prüfung“)
Die Promotionsordnung (PromO) regelt die rechtlichen Grundlagen der Promotion. Sie ist die Basis dieses Leitfadens. Falls Sie eine Promotion an der Universität Stuttgart planen, sollten Sie die aktuelle Promotionsordnung vorliegen haben.
Promotionsordnung (1. September 2011)
Im Anhang der im Dokumentenserver OPUS veröffentlichten Promotionsordnung finden Sie auch das "Merkblatt für Doktoranden über die äußere Form der Dissertationen".
"Alte" Promotionsordnung 2008 mit Änderungssatzungen
"Alte" Promotionsordnung 2000, mit Änderungssatzung von 2003
Bei einer Promotion wird von der Doktorandin bzw. von dem Doktoranden sehr viel eigenständiges Handeln erwartet. Es gibt keinen festen "Stundenplan" und meist auch keine regelmäßigen Treffen mit der Betreuerin/ dem Betreuer. Eine Promotion dauert zwischen 3 und 5 Jahren, manchmal auch länger. Die Dauer hängt vom jeweiligen Fach, vom Thema Ihrer Dissertation und von Ihren Vorbereitungen ab.
Die Erlangung eines Doktorgrades (die Promotion) besteht aus einer Forschungsarbeit (Dissertation) und einer mündlichen Prüfung (Doktorprüfung). Die Dissertation "muss wissenschaftlichen Ansprüchen genügen, einen Fortschritt der Wissenschaft erbringen und eine selbstständige Leistung des Bewerbers sein" (vgl. § 2 PromO).
Nach der Abgabe der Dissertation erfolgt eine mündliche Doktorprüfung von ein bis zwei Stunden im jeweiligen Fachgebiet. Anschließend muss die Dissertation veröffentlicht werden; die Art und die Anzahl der Veröffentlichungsexemplare sind in der Promotionsordnung geregelt.
Hierbei handelt es sich um folgende fünf Schritte:
2.1 Schritt 1: Voraussetzungen zur Promotion erfüllen
2.2 Schritt 2: Annahme als Doktorandin/ als Doktorand durch den zuständigen Promotionsausschuss beantragen
2.3 Schritt 3: Mitgliedschaft und Promotion bei GRADUS (Graduierten-Akademie der Universität Stuttgart) (optional)
Promotionsprogramme und Graduiertenschulen
Neben der Individualpromotion gibt es an der Universität Stuttgart sowohl betreute Promotionsprogramme als auch Graduiertenkollegs und -schulen. Sie finden diese auf der folgenden Webseite:
Für die Zulassung zur Promotion im Rahmen der einzelnen Programme gelten abweichende Regelungen. Diese erfahren Sie beim jeweiligen Promotionsprogramm bzw. bei der jeweiligen Graduiertenschule.
2.1 Schritt 1: Voraussetzung für die Promotion erfüllen:
2.1.1 Suche einer Betreuungsperson: Betreuung durch eine Professorin/ einen Professor bzw. durch eine Dozentin/ einen Dozenten, der /dem das Recht der Berichterin/ des Berichters zusteht.
2.1.2 Anerkennung des Abschlusses: Abschluss eines Masterstudienganges oder eines Studiums mit einer Regelstudienzeit von mindestens vier Studienjahren an einer Universität und Anerkennung des Abschlusses.
2.1.3 Mitgliedschaft an der Universität: Ein Studium oder eine Tätigkeit im akademischen bzw. wissenschaftlichen Dienst von mindestens einjähriger Dauer an der Universität Stuttgart (auch während der Anfertigung der Dissertation möglich).
Zur Promotion benötigen Sie:
„ein von einem Professor, Juniorprofessor, Privat-, Hochschul- oder Universitätsdozenten der Universität Stuttgart, dem das Recht des Berichters zusteht, oder Honorarprofessor, dem der zuständige Fakultätsrat das Recht eines Berichters übertragen hat, gestelltes oder gebilligtes Thema für die geplante Dissertation und dessen Bereitschaft, die Betreuung der zugehörigen Forschungsarbeiten zu übernehmen. In besonders begründeten Ausnahmefällen kann der Promotionsausschuss die selbständige Betreuung einer Promotion herausragend qualifizierten, promovierten Wissenschaftlern der Fakultät, die an extern begutachteten Hochschullehrernachwuchsförderprogrammen teilnehmen (z.B. Emmy-Noether-Stipendiaten), auch ohne Nachweis einer Habilitation übertragen.“ (§ 3 Abs. 1 PromO)
Dabei muss die Promotion in einem Fachgebiet erfolgen, das an der Universität Stuttgart in Forschung und Lehre ausreichend vertreten ist. Die Promotionsfächer ergeben sich aus der Liste der Fakultäten und Institute.
Mögliche Betreuungspersonen können Sie ebenfalls über die Internetseiten der Fakultäten der Universität Stuttgart finden. Wenden Sie sich an das Institut, das zu Ihrem geplanten Dissertationsthema am Besten passt. Informationen über die aktuellen Forschungsschwerpunkte finden Sie in der Forschungsdatenbank Open Research Platform oder in der aktuellen Broschüre Forschung-Entwicklung-Beratung der Abteilung Hochschulkommunikation. Bei der Suche nach einer Betreuungsperson können Ihnen auch die Dekanate der Fakultäten helfen.
Bei der Kontaktaufnahme ist es hilfreich, wenn Sie einen ausführlichen Lebenslauf mit einer Darstellung Ihrer relevanten Studieninhalte und eine möglichst detaillierte Beschreibung Ihres Promotionsprojektes beifügen.
Die endgültige Entscheidung einer Betreuungsperson, Sie als Doktorandin/ als Doktorand zu betreuen, erfolgt in der Regel erst nach einer persönlichen Kontaktaufnahme. Die persönliche Anreise ist zudem bei der Klärung der Formalitäten hilfreich. Bewerberinnen und Bewerber aus dem visapflichtigen Ausland sollten dazu ein Visum für Studienbewerberinnen/ Studienbewerber beantragen.
Zur Promotion kann in der Regel angenommen werden, wer folgende, den Abschluss betreffende, Voraussetzungen erfüllt (vgl. § 3, Abs. 1 PromO):
den erfolgreichen Abschluss eines Masterstudiengangs oder eines Studiums mit einer Regelstudienzeit von mindestens vier Studienjahren an einer Universität oder Technischen Hochschule oder gleichgestellten Hochschule im Geltungsbereich des Grundgesetzes (Bachelor-, Diplom-, Master-, Magister- oder wissenschaftliche Staatsprüfung; ausgenommen sind die Bachelorstudiengänge, die am MINT-Kolleg Baden-Württemberg teilnehmen und vergleichbare Bachelorstudiengänge, bei denen ein propädeutisches Kolleg bzw. Studium in die Regelstudienzeit integriert ist bzw. in denen weniger als 240 Leistungspunkte erworben werden),
die schwerpunktmäßige Übereinstimmung des geplanten Promotionsprojektes mit dem abgeschlossenen Studienfach (bei Kombinationsstudiengängen mit einem Hauptfach) sowie
ein Prüfungsergebnis, das „erkennen lassen [muss], dass die Bewerberin/ der Bewerber zu weiterer wissenschaftlicher Forschungsarbeit befähigt ist“.
Bewerberinnen und Bewerbern, deren Studienfach nicht mit dem Fachgebiet des Dissertationsthemas zusammenhängt, oder die dieses Fachgebiet nur im Rahmen eines Nebenfaches studiert haben, müssen anderweitig erworbene, vertiefte Kenntnisse auf diesen Gebieten nachweisen. Dies erfolgt in der Regel durch eine Anerkennungsprüfung.
Besondere Verfahren gelten bei Kandidatinnen und Kandidaten, die ihren Hochschulabschluss an einer Fachhochschule oder im Ausland erworben haben.
2.1.2.1 Annahme als Doktorandin/ als Doktorand von FH-Absolventinnen/ - Absolventen (Eignungsfeststellungsverfahren)
Absolventinnen und Absolventen einer Fachhochschule, die keinen Master-Abschluss haben, sollten zunächst einen Master-Abschluss oder einen Abschluss an einer Universität oder Technischen Hochschule erwerben.
Besonders qualifizierte Fachhochschulabsolventinnen und -absolventen mit hervorragendem Abschluss können durch ein Eignungsfeststellungsverfahren (vgl. § 3, Abs. 2 PromO) mit einer in der Regel dreisemestrigen Zusatzqualifikation beim zuständigen Promotionsausschuss die Annahme als Doktorandin/ als Doktorand beantragen.
Das Eignungsfeststellungsverfahren läuft wie folgt ab: Sobald Sie eine Professorin bzw. einen Professor der Universität Stuttgart gefunden haben, die bzw. der Ihr Promotionsvorhaben unterstützt, wird diese bzw. dieser dem zuständigen Promotionsausschuss einen Vorschlag machen, welche Studien- und Prüfungsleistungen während eines auf drei Semester angelegten Vollzeitstudiums, also im Eignungsfeststellungsverfahren zu erbringen sind. Der zuständige Promotionsausschuss legt dann die zu erfüllenden Auflagen fest. Haben Sie die Auflagen erfolgreich erfüllt, stellt der zuständige Promotionsausschuss im Rahmen seines Ermessens die Gleichwertigkeit mit einem universitären Masterabschluss fest und lässt Sie ggf. zum Verfahren zu. Von diesem Zeitpunkt an sind Sie Absolventinnen bzw. Absolventen der Universität im weiteren Verfahren gleichgestellt und den weiteren Verfahrensvorschriften der Promotionsordnung unterworfen.
Soweit Sie für das Erfüllen der Voraussetzungen für die Annahme als Doktorandin/ als Doktorand noch ein Eignungsfeststellungsverfahren erfolgreich absolvieren müssen, kann die Annahme mit der Auflage erfolgen, dass das Eignungsfeststellungsverfahren innerhalb einer vom Vorsitzenden des Promotionsausschusses festgesetzten Frist oder sofern eine solche nicht festgesetzt wird, spätestens bis zur Zulassung zur Prüfung bestanden sein muss.
Während des in der Regel dreisemestrigen Eignungsfeststellungsverfahrens können Sie an der Universität Stuttgart eingeschrieben sein, wenn Sie nicht in einem Dienst-, Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnis stehen oder sonst berufstätig sind, es sei denn Sie weisen nach, dass Sie sich trotz der Tätigkeit der Vorbereitung auf die Eignungsfeststellung ausreichend widmen. Genaueres hierzu finden Sie auf den Seiten zur Einschreibung.
Informationen zur Einschreibung als Promotionsstudentin/ als Promotionsstudent
Die Einschreibung ist jedoch keine Voraussetzung für die Durchführung des Eignungsfeststellungsverfahrens.
Dasselbe gilt für Absolventinnen und Absolventen der Berufsakademien bzw. der Dualen Hochschule, soweit deren Abschlüsse Hochschulabschlüssen gleichgestellt sind, und für Absolventinnen und Absolventen der Württembergischen Notarakademie.
2.1.2.2 Annahme als Doktorandin/ als Doktorand mit einem ausländischen Hochschulabschluss
Ausländische Studienabschlüsse müssen zunächst als gleichwertig anerkannt werden. Die Prüfung der Gleichwertigkeit des Hochschulabschlusses sollte möglichst frühzeitig erfolgen. Die Gleichwertigkeit Ihres ausländischen Studienabschlusses muss von der Universität Stuttgart schriftlich bescheinigt werden. Das Studiensekretariat für Ausländer/innen und EU-Bürger/innen übernimmt dabei die Prüfung der formalen Gleichwertigkeit.
Ausländische Kandidatinnen und Kandidaten stellen, wie Bildungsinländer auch, zu Beginn ihres Promotionsvorhabens ein Gesuch (Antrag) auf Annahme als Doktorand/in über das Prüfungsamt der Universität Stuttgart zur Weiterleitung an den zuständigen Promotionsausschuss. Diese Antragstellung kann und sollte auch bereits aus dem Heimatland der jeweiligen Kandidatin/ des jeweiligen Kandidaten erfolgen.Die erforderlichen Unterlagen sind dem Gesuch in Papierform beizulegen (vgl. Anlagen zum Gesuch auf Annahme als Doktorand/in).
Die dem Gesuch beizufügenden Unterlagen beinhalten das von der jeweiligen Kandidatin bzw. Kandidaten ausgefüllte Formular über die formale Gleichwertigkeit von ausländischen Hochschulabschlüssen.
Sind die Unterlagen soweit vollständig, werden die Unterlagen vom Prüfungsamt an das Studiensekretariat für Ausländer/innen und EU-Bürger/innen der Universität Stuttgart weitergeleitet, wo die formale Gleichwertigkeit des ausländischen Hochschulabschlusses festgestellt wird.
Nachdem die Genehmigung zur Annahme als Doktorand/in im Anschluss durch den Rektor (vgl. PromO § 3, Abs. 2, 1a) ausgesprochen wurde, geht das Gesuch inkl. aller Anlagen an den Promotionsausschuss der zuständigen Fakultät, wo dieser über die Annahme als Doktorand/in, dessen/ deren Ablehnung bzw. über entsprechende Auflagen, wie auch über die materielle Gleichwertigkeit entscheidet.
Auf Grund der ausländerrechtlichen Bedingungen und dem daraus resultierenden administrativen Aufwand, können sich ausländische Bewerberinnen und Bewerber vor der Einschreibung als Promotionsstudent/in mit einem Einladungsschreiben der zukünftigen Betreuerin/ des zukünftigen Betreuers für 2 Semester als „Zeitstudent“ (ohne Abschluss) einschreiben. Dazu legt die Kandidatin/ der Kandidat dem Studiensekretariat für Ausländer/innen und EU-Bürger/innen eine Kopie des Einladungsschreibens sowie des Bachelor- und Masterabschlusses vor.
Grundsätzlich wird der Abschluss nur unter folgenden Bedingungen als einem deutschen Hochschulabschuss gleichwertig anerkannt:
Studium an einer wissenschaftlichen Hochschule, wobei die Empfehlungen der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen, einschlägige Äquivalenzvereinbarungen sowie Hochschulkooperationen berücksichtigt werden.
Promotionsberechtigung auch im Land des Hochschulabschlusses.
Gleichwertigkeit des Studiums, insbesondere gleichwertige Studien-/ Prüfungsinhalte und die Anfertigung einer längeren schriftlichen Abschlussarbeit (Masterarbeit, Diplomarbeit, Thesis, etc.).
Selbst wenn Ihr ausländischer Abschluss formal als gleichwertig angesehen wird, muss in der Regel eine Anerkennungsprüfung (vgl. § 3, Abs. 2 u. 3 PromO) abgelegt werden.
Wenn kein dem deutschen Master-, Diplom- oder Magister-Abschluss gleichwertiger Abschluss vorliegt, muss zunächst der deutsche Master-, Diplom- oder Magisterabschluss erworben werden. Über die Anrechnung des bisherigen Studiums entscheidet der zuständige Promotionsausschuss im Einzelfall nach Vorlage der entsprechenden Zeugnisse.
Wenn Sie einen ausländischen Studienabschluss haben oder einen Studienabschluss, der nicht Ihrem Promotionsvorhaben entspricht, müssen Sie in der Regel eine Anerkennungsprüfung ablegen (vgl. § 3, Abs. 3 PromO). Diese besteht aus
einer größeren wissenschaftlichen Arbeit etwa im Umfang einer deutschen Masterarbeit (ca. 75-100 Seiten)
zwei mündlichen Prüfungen von je 30 Minuten Dauer in zwei verschiedenen Fachgebieten entsprechend Ihres geplanten Dissertationsthemas.
Nur in besonderen Ausnahmefällen kann der Promotionsausschuss auf diese Leistungsnachweise verzichten. Für weitere Informationen und Unterstützung wenden Sie sich bitte hauptsächlich an Ihre Betreuungsperson oder an das Dekanat Ihrer Fakultät.
Die Annahme als Doktorandin/ als Doktorand setzt in der Regel „ein Studium oder eine Tätigkeit im wissenschaftlichen Dienst von mindestens einjähriger Dauer an der Universität Stuttgart“ (§ 3, Abs. 1 PromO) voraus. Falls Sie diese Anforderungen nicht bereits durch Ihr Studium oder die Anstellung als wissenschaftliche Mitarbeiterin/ als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Stuttgart erfüllt haben, müssen Sie sich als Promotionsstudentin/ als Promotionsstudent einschreiben. Daneben können sich aber auch alle anderen Personen als Promotionsstudierende immatrikulieren.
Die Einschreibung ist auf 10 Semester befristet (eine Verlängerung ist möglich).
Für die Einschreibung als Promotionsstudentin/ als Promotionsstudent benötigen Sie den Nachweis über die Annahme als Doktorandin/ Doktorand durch den Promotionsausschuss der zuständigen Fakultät bzw. Einrichtung.
2.2 Schritt 2: Annahme als Doktorandin/ als Doktorand durch den zuständigen Promotionsausschuss
Nachdem Sie sich eine Betreuerin/ einen Betreuer gesucht haben, müssen Sie über das Prüfungsamt beim zuständigen Promotionsausschuss die Annahme als Doktorandin/ als Doktorand beantragen (vgl. § 4 PromO).
Der Antrag ist in der Regel vor Beginn der Arbeit an der Dissertation zu stellen. Die Annahme als Doktorandin/ als Doktorand setzt voraus, dass die Bewerberin/ der Bewerber die Voraussetzungen zur Promotion gemäß § 3 der ab Oktober 2011 gültigen Promotionsordnung erfüllt.
Soweit Sie für das Erfüllen der Voraussetzungen noch ein Eignungsfeststellungsverfahren nach § 3 Abs. 2 Nr. 5 (gegeben ist dies z.B. bei qualifizierten FH-Absolventinnen bzw. Absolventen) oder einer Anerkennungsprüfung nach § 3 Abs. 3 (ggf. notwendig bei Bewerberinnen/ bei Bewerbern, die ihr Studium an einer ausländischen Hochschule abgeschlossen haben) erfolgreich absolvieren müssen, kann die Annahme als Doktorandin/ als Doktorand mit Auflagen erfolgen.
Über die Annahme als Doktorandin/ als Doktorand entscheidet in der Regel die oder der Vorsitzende des Promotionsausschusses der zuständigen Fakultät bzw. Einrichtung.
Das zu stellende Gesuch (Antrag) auf Annahme als Doktorandin/ als Doktorand ist schriftlich an das Prüfungsamt der Zentralen Verwaltung zu richten. Bei der Antragstellung sind folgende Unterlagen einzureichen (vgl. auch § 4, Abs. 3):
das Gesuch (Antrag) auf Annahme als Doktorandin/ als Doktorand
ein formloses Schreiben der Betreuungsperson mit der Bestätigung (Betreuungszusage), dass Sie von dieser betreut werden und die Angabe des geplanten Promotionsvorhabens (Arbeitstitel)
einen in deutscher oder englischer Sprache abgefassten Lebenslauf
die beglaubigte Kopie Ihres Abschlusszeugnisses (Diplom oder Masterzeugnis) und der Urkunde; bei einem ausländischen Studienabschluss zudem eine Kopie des Bachelorzeugnisses sowie eine Übersetzung aller Abschlusszeugnisse in deutscher, englischer oder französischer Sprache
bei ausländischen Studienabschlüssen, das von Ihnen ausgefüllte Formular über die formale Gleichwertigkeit von ausländischen Hochschulabschlüssen
sofern ein Arbeitsverhältnis mit der Universität Stuttgart vorliegt, beglaubigte Kopie des Arbeitsvertrages
falls vorhanden, einen Nachweis über die mindestens zweisemestrige Einschreibung (z.B. Immatrikulationsbescheinigung) oder die einjährige Tätigkeit im wissenschaftlichen Dienst (z.B. Arbeitsvertrag) an der Universität Stuttgart. Alternativ ist dem Gesuch auf Annahme als Doktorand/in ein Ausnahmegesuch zur Weiterleitung an die/den Vorsitzende/n des Promotionsausschusses beizulegen. Die zweisemestrige Einschreibung oder die einjährige Tätigkeit im wissenschaftlichen Dienst kann in diesem Fall bei der Annahme als Doktorand/in von der/dem Vorsitzenden des Promotionsausschusses zur Auflage gemacht werden.
Sollten Sie keine Beglaubigungen der erforderlichen Dokumente haben, legen Sie bitte die Originale mit je einer Kopie persönlich beim Prüfungsamt vor.
Das Prüfungsamt der Zentralen Verwaltung überprüft das Vorliegen der Nachweise und leitet das Gesuch auf Annahme als Doktorandin/ als Doktorand an die Dekanin/ den Dekan der zuständigen Fakultät bzw. die Leiterin/ den Leiter der zuständigen Einrichtung weiter. In Zweifelsfällen entscheidet der Senat, welcher Fakultät bzw. Einrichtung das Gesuch zuzuweisen ist.
Der Bewerberin bzw. dem Bewerber wird schriftlich mitgeteilt, ob die Voraussetzungen zur Promotion erfüllt sind und sie/ er als Doktorandin/ als Doktorand angenommen wird.
Eine Kopie des Schreibens wird vom jeweiligen Dekanat an die Geschäftsstelle von GRADUS übersandt. Soweit eine Annahme mit Auflagen erfolgt, sind die Auflagen zu benennen.
Die Graduierten-Akademie der Universität Stuttgart (GRADUS) bietet allen Doktorandinnen und Doktoranden sowie allen, die eine Promotion planen, ein Dach für ihr Promotionsvorhaben. Sie berät fächerübergreifend zu den Möglichkeiten einer Promotion an der Universität Stuttgart. Dazu gehören u.a. auch Planung, Verlauf und Finanzierung der Promotion. Die Graduiertenakademie GRADUS ist zudem Ansprechpartnerin für Fragen, die nicht innerhalb des eigenen Promotionsprogramms bzw. mit der Betreuerin/ dem Betreuer geklärt werden können.
GRADUS möchte die interdisziplinäre Vernetzung der Promovierenden vertiefen und bietet eine Plattform des Austauschs und der Kommunikation.
Ein facettenreiches Programm und vielschichtige Angebote für GRADUS-Promovierende sind in Planung.
Mit der Annahme als Doktorandin/ als Doktorand (vgl. Schritt 2) treffen Sie als Individualpromovierende/ als Individualpromovierender eine Entscheidung über die Mitgliedschaft bei GRADUS. Individualpromovierende sind all diejenigen, die sich nicht in einem strukturierten Promotionsprogramm (Graduiertenschule/-Kolleg) befinden. Promovierende in strukturierten Programmen sind automatisch Mitglieder der Akademie.
Die nachfolgenden Regelungen gelten nur für Mitglieder der Akademie (vgl. § 5 PromO). Ein späterer Eintritt zu GRADUS ist möglich, wenn ein Fortschrittsbericht zuvor erfolgreich absolviert wurde.
Zur Gewährleistung eines hohen Qualifizierungsniveaus innerhalb ihrer Promotionsphase müssen Sie folgende Elemente absolvieren:
erfolgreiche Teilnahme an wissenschaftlichen fachbezogenen Lehrveranstaltungen auf Doktorandenniveau im Umfang von mindestens 6 Leistungspunkten,
Teilnahme an nichtwissenschaftlichen Kursen auf Doktorandenniveau zur Vermitt-lung von fachübergreifenden Schlüsselqualifikationen im Umfang von mindestens 3 Leistungspunkten und
Teilnahme an zwei Lehrveranstaltungen der Graduiertenakademie GRADUS zu interdisziplinären Themen. In begründeten Ausnahmefällen können fachgebiets-abhängig vom Promotionsausschuss andere äquivalente Leistungen anerkannt werden.
Die einzelnen von Ihnen zu absolvierenden Ausbildungselemente, sind von der Betreuerin/ vom Betreuer der Dissertation festzulegen und in einer Betreuungsvereinbarung schriftlich festzuhalten. Eine Kopie der Betreuungsvereinbarung erhält der Promotionsausschuss. Sie sollen bis zur Abnahme des Fortschrittsberichtes erbracht werden und sind mit der Anmeldung zur Prüfung durch eine Bescheinigung der Betreuerin/des Betreuers nachzuweisen (vgl. § 6).
Spätestens 18 Monate nach der Annahme als Doktorandin/ als Doktorand sollten Sie den Stand ihres Promotionsvorhabens in einem Fortschrittsbericht vorstellen.
Somit können Sie, als auch die betreuende Person, reflektieren, ob Sie mit ihrem Projekt auf dem richtigen Weg sind oder, im Einvernehmen mit Ihrer Betreuerin oder Betreuer, eine Nachjustierung ihrer Arbeiten am Promotionsprojekt vornehmen müssen.
Der Fortschrittsbericht setzt sich in der Regel aus einem ca. 30minütigen Vortrag und einem sich hieran anschließenden mündlichen Fachgespräch im Umfang von 30 bis 40 Minuten zusammen. Der Fortschrittsbericht wird von der Betreuerin/ vom Betreuer der
Dissertation (vgl. § 2 Abs. 5) und einem weiteren Prüfer abgenommen, der vom Promotionsausschuss bestellt wird. Die erfolgreiche Teilnahme am Fortschrittsbericht ist bei der Anmeldung zur Prüfung nachzuweisen.
Die zuständigen Promotionsausschüsse der Fakultäten und strukturierten Promotions-programme können abweichende oder darüber hinausgehende Anforderungen für GRADUS-Promotionen in ihrem jeweiligen Fachbereich formulieren.
In Absprache mit der Betreuerin bzw. dem Betreuer können Sie sich nun der Dissertation widmen vgl. § 2 PromO).
Die Dissertation muss Fachgebieten entnommen sein, die an der Universität Stuttgart in Forschung und Lehre ausreichend vertreten sind.
Die Arbeit soll in deutscher Sprache, kann aber auch in englischer Sprache abgefasst sein. Die Abfassung in anderen Fremdsprachen muss durch den Promotionsausschuss genehmigt werden.
Nach Fertigstellung wird die Dissertationsschrift in Absprache mit der Betreuerin bzw. dem Betreuer beim Dekan (Dekanat) der zuständigen Fakultät bzw. bei der zuständigen Einrichtung abgegeben.
Sie reichen Ihre Dissertation in Papierform und in maschinenlesbarer Druckfassung bei der Fakultät bzw. Einrichtung der Universität Stuttgart ein, von der Sie als Doktorandin/ als Doktorand angenommen wurden. Damit ist zugleich der Antrag auf Zulassung zur Prüfung (vgl. § 6 PromO) verbunden. Der Promotionsausschuss kann von der Betreuerin/ vom Betreuer eine Stellungnahme darüber anfordern, ob die Arbeit reif zur Einreichung ist. Sie sind von der Vorsitzenden/ dem Vorsitzenden des Promotionsausschusses zum Prüfungsverfahren zuzulassen, wenn Sie als Doktorandin/ als Doktorand angenommen wurden und eventuell bei der Annahme als Doktorandin/ als Doktorand erteilte Auflagen erfüllt bzw. noch nachzuweisende Voraussetzungen dargelegt haben.
Bei Mitgliedern der Graduierten-Akademie GRADUS ist der Dissertation eine Bescheinigung der Betreuerin/ des Betreuers beizufügen, die die Erfüllung der Mindestqualitätsstandards sowie die erfolgreiche Teilnahme am Fortschrittsbericht nach § 5 nachweist.
Der Dissertation ist von Ihrer Seite eine Erklärung beizufügen, dass sie, abgesehen von den ausdrücklich bezeichneten Hilfsmitteln, die Dissertation selbständig verfasst haben. Eine Versicherung an Eides statt über die Eigenständigkeit der wissenschaftlichen Leistung kann zudem verlangt werden.
In der mündlichen Doktorprüfung (vgl. § 11 PromO) müssen Sie nachweisen, dass Sie vertiefte Kenntnisse auf dem Fachgebiet besitzen, dem die Dissertation entnommen ist.
Die Prüfung wird von der Vorsitzenden bzw. Vorsitzenden des Prüfungsausschusses geleitet. Prüferinnen und Prüfer sind die Mitglieder des Prüfungsausschusses.
Die Prüfung dauert zwischen einer und zwei Stunden. Diese kann mit Zustimmung des Prüfungsausschusses auch in einer Fremdsprache durchgeführt werden.
Nach der Prüfung muss die Dissertationsschrift in mehreren Exemplaren ("Pflichtexemplare") zur Veröffentlichung eingereicht werden (vgl. § 13 PromO).
Zu Form und Anzahl der Pflichtexemplare lesen Sie bitte das entsprechende "Merkblatt für Doktoranden über die äußere Form der Dissertationen" (im Anhang zur Promotionsordnung).
Eine vorherige Veröffentlichung von Teilen der Dissertation ist ggf. möglich.
Nach erfolgreichem Abschluss der Promotion und nach Abgabe der Pflichtexemplare wird die Promotionsurkunde (§ 14 PromO) verliehen. Die Verleihung des Doktorgrads ist abhängig vom jeweiligen Fachbereich (Fakultät) an der die Promotion abgelegt wurde. Es können die folgenden Doktorgrade erworben werden: Doktor-Ingenieur/in (Dr.-Ing.), Doktor/in der Naturwissenschaften (Dr. rer. nat.), Doktor/in der Philosophie (Dr. phil.) oder Doktor/in der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (Dr. rer. pol.).
Weitere Informationen zum Promotionsverfahren erhalten Sie im Dekanat der jeweiligen Fakultät.
Ausländische Staatsbürger und Staatsbürgerinnen können sich auch an Frau Habel vom Dezernat Internationales wenden.
Es gibt verschiedene Institutionen, bei denen man sich um ein Stipendium bewerben kann:
Ausgeschriebene Preise und Stipendien sind auf den folgenden Seiten zu finden: Forschung und Entwicklung.
Informationen zum Landesgraduiertenförderungsgesetz erteilt Herr Roth, Abt. Allgemeine Studienangelegenheiten: Stipendien über die Landesgraduiertenförderung, s.a. unter Stiftungen und Stipendien
Weitere Stiftungen und Stipendiengeber finden Sie unter: Stiftungen und Stipendien
Stipendien für ausländische Staatsbürger finden Sie beim Deutschen Akademischen Austauschdienst. Möglicherweise kann auch die deutsche Auslandsvertretung bei der Suche behilflich sein.