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Timestamp: 2016-10-28 06:35:21
Document Index: 378384731

Matched Legal Cases: ['Art. 72', 'Art. 74', 'Art. 75', 'Art. 76', 'Art. 90', 'Art. 100', 'Art. 45', 'Art. 75', 'Art. 95', 'Art. 106', 'Art. 42', 'BGE', 'BGE', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 95', 'Art. 97', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 276', 'Art. 285', 'BGE', 'Art. 277', 'Art. 4', 'BGE', 'Art. 4', 'BGE', 'Art. 93', 'BGE', 'Art. 66', 'Art. 66']

5A_481/2016 (02.09.2016)
5A_481/2016 � � Urteil vom 2. September 2016
Am 17. Dezember 2001 schied das Bezirksgericht Arbon die Ehe von B.________ und C.________. Das Gericht stellte die Kinder D.________ (geb. 1990) und A.________ (geb. 1994) unter die elterliche Sorge der Mutter und verpflichtete den Vater zu Unterhaltsleistungen an die Kinder. C.________ erhielt anstelle einer Rente eine Kapitalabfindung von Fr. 300'000.-- und Fr. 850'000.-- aus G�terrecht sowie rund Fr. 110'000.-- aus beruflicher Vorsorge.
Am 8. Februar 2011 �bertrug das Obergericht des Kantons Thurgau in einem Ab�nderungsverfahren die elterliche Sorge �ber A.________ dem Vater und verpflichtete die Mutter zu monatlichen Unterhaltszahlungen von Fr. 500.--. Die Beschwerde von C.________ an das Bundesgericht blieb erfolglos (Urteil 5D_48/2011 vom 16. Mai 2011).
Am 2. Mai 2012 verpflichtete das Kreisgericht St. Gallen den Vater in einem Ab�nderungsverfahren zur Bezahlung von M�ndigenunterhalt an die Tochter D.________.
Mit Klage vom 12. Mai 2014 verlangte A.________ von seinem Vater B.________ Vollj�hrigenunterhalt von monatlich Fr. 1'600.-- f�r Januar bis August 2013, reduziert um Kost und Logis, und von Fr. 1'600.-- ab September 2013, "ev. wie viel mehr", zuz�glich Ausbildungszulagen. Zudem sei sein Vater zur R�ckerstattung von Fr. 6'999.25 zu verpflichten. An der Hauptverhandlung bezifferte A.________ die Reduktion f�r Kost und Logis mit Fr. 700.-- pro Monat und verlangte ab September 2013 Fr. 1'830.--. Zudem verlangte er neu, der Vater habe sich f�r den Fall, dass er (der Sohn) aus der gemeinsamen Wohnung mit der Mutter ausziehe, an seinem erh�hten Bedarf mit zus�tzlich Fr. 320.-- pro Monat und f�r den Fall eines Auslandssemesters mit 80 % dieser Kosten zu beteiligen. B.________ schloss auf Klageabweisung.
Mit Entscheid vom 27. Mai 2015 verpflichtete das Bezirksgericht Arbon B.________ zu Unterhaltszahlungen an A.________ von monatlich Fr. 530.-- ab 1. September 2013 bis zum ordentlichen Abschluss des Masterstudiums an der Universit�t St. Gallen. Weiter verpflichtete es ihn zur R�ckerstattung von Fr. 4'617.25. Im �brigen wies es die Klage ab.
Mit Berufung vom 6. Oktober 2015 an das Obergericht des Kantons Thurgau beantragte A.________ die Aufhebung der Unterhaltsregelung des Bezirksgerichts und die R�ckweisung zur Neubeurteilung. Allenfalls sei B.________ zu verpflichten, ihm ab 14. Januar bis August 2013 Fr. 1'600.-- Unterhalt (reduziert um Kost und Logis von Fr. 700.--) und ab September 2013 Fr. 1'830.-- zuz�glich allf�lliger Ausbildungszulagen zu bezahlen.
Mit Entscheid vom 14. April 2016 wies das Obergericht die Berufung ab und best�tigte inhaltlich den Entscheid des Bezirksgerichts.
Am 27. Juni 2016 hat A.________ (Beschwerdef�hrer) Beschwerde in Zivilsachen an das Bundesgericht erhoben. Er verlangt die Aufhebung des obergerichtlichen und - hinsichtlich der noch strittigen Punkte - des bezirksgerichtlichen Entscheids. Die Angelegenheit sei an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Allenfalls sei B.________ (Beschwerdegegner) zu verpflichten, ab September 2013 einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 1'830.--, zuz�glich allf�lliger Ausbildungszulagen, zu bezahlen. Die Kosten des erst- und zweitinstanzlichen Verfahrens seien entsprechend dem Verfahrensausgang dem Beschwerdegegner aufzuerlegen. Die Vorinstanz sei anzuweisen, den Beschwerdegegner zu verpflichten, dem Beschwerdef�hrer eine Parteientsch�digung von Fr. 12'600.-- f�r das erstinstanzliche Verfahren und von Fr. 7'000.-- f�r das zweitinstanzliche Verfahren zu entrichten.
1.1.�Die Beschwerde in Zivilsachen ist grunds�tzlich zul�ssig (Art. 72 Abs. 1, Art. 74 Abs. 1 lit. b, Art. 75, Art. 76, Art. 90, Art. 100 Abs. 1 i.V.m. Art. 45 Abs. 1 BGG). Unzul�ssig sind allerdings die Antr�ge, die auf Aufhebung des bezirksgerichtlichen Urteils gerichtet sind, denn Anfechtungsobjekt ist einzig der obergerichtliche Entscheid (Art. 75 Abs. 1 BGG).
1.2.�Mit Beschwerde in Zivilsachen k�nnen Rechtsverletzungen gem�ss Art. 95 f. BGG geltend gemacht werden. Zwar wendet das Bundesgericht das Recht grunds�tzlich von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG; vgl. f�r Ausnahmen Abs. 2 dieser Norm) und pr�ft mit freier Kognition, ob der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Es befasst sich aber nur mit formell ausreichend begr�ndeten R�gen (Art. 42 Abs. 2 BGG; BGE 134 III 102 E. 1.1 S. 104 f.; 137 III 580 E. 1.3 S. 584 mit Hinweisen). In der Begr�ndung ist in gedr�ngter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt. Allgemein gehaltene Einw�nde, die ohne aufgezeigten oder erkennbaren Zusammenhang mit bestimmten Entscheidungsgr�nden vorgebracht werden, gen�gen nicht (Urteil 5A_963/2014 vom 9. November 2015 E. 2, nicht publ. in: BGE 141 III 513).
Der vorinstanzlich festgestellte Sachverhalt ist f�r das Bundesgericht grunds�tzlich verbindlich (Art. 105 Abs. 1 BGG). Die Feststellung des Sachverhalts kann nur ger�gt werden, wenn die Feststellung offensichtlich unrichtig - d.h. willk�rlich (BGE 135 III 127 E. 1.5 S. 130 mit Hinweis) - ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und die Behebung des Mangels f�r den Verfahrensausgang entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Will der Beschwerdef�hrer die Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz anfechten, muss er darlegen, inwiefern die genannten Voraussetzungen erf�llt sein sollen (BGE 137 III 226 E. 4.2 S. 234; 137 II 353 E. 5.1 S. 356). Bei der R�ge der offensichtlich unrichtigen Sachverhaltsfeststellung gilt das strenge R�geprinzip (Art. 106 Abs. 2 BGG) und es ist demnach anhand der Erw�gungen des angefochtenen Entscheids klar und detailliert darzulegen, inwiefern die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung willk�rlich sein soll. Demzufolge gen�gt es nicht, einen von den tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz abweichenden Sachverhalt zu behaupten. Auf solche rein appellatorische Kritik am Sachverhalt tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 133 II 249 E. 1.4.2 und 1.4.3 S. 254 f.; 134 II 244 E. 2.2 S. 246; 137 II 353 E. 5.1 S. 356).
Die Beschwerde betrifft den Unterhaltsanspruch des vollj�hrigen Kindes. Umstritten sind der Bedarf des Beschwerdef�hrers (des vollj�hrigen Kindes) und die Leistungsf�higkeit des Beschwerdegegners (Vaters).
2.1.�Gem�ss Art. 276 Abs. 1 ZGB haben die Eltern f�r den Unterhalt des Kindes aufzukommen, wobei sich der zu entrichtende Unterhaltsbeitrag nach Art. 285 Abs. 1 ZGB nach den Bed�rfnissen des Kindes sowie der Lebensstellung und Leistungsf�higkeit der Eltern bemisst (vgl. BGE 135 III 66 E. 4 S. 70). Hat das Kind im Zeitpunkt des Eintritts der Vollj�hrigkeit noch keine angemessene Ausbildung, so haben die Eltern, soweit es ihnen nach den gesamten Umst�nden zugemutet werden darf, f�r seinen Unterhalt aufzukommen, bis eine entsprechende Ausbildung ordentlicherweise abgeschlossen werden kann (Art. 277 Abs. 2 ZGB). Zumutbarkeit bedeutet, dass ein gerechter Ausgleich gefunden werden muss zwischen dem Beitrag, der unter Ber�cksichtigung aller Umst�nde von den Eltern erwartet werden darf, und der Leistung, die dem Kind in dem Sinne zugemutet werden kann, dass es zu seinem Unterhalt durch eigenen Arbeitserwerb oder andere Mittel beitr�gt. Die Zumutbarkeit ist wie die Bemessung des Unterhalts als Ganzes nach Recht und Billigkeit (Art. 4 ZGB), d.h. allen im Einzelfall erheblichen Umst�nden zu beurteilen (Urteil 5C.150/2005 vom 11. Oktober 2005 E. 4.1 mit Hinweisen). Das Gesetz schreibt keine bestimmte Methode zur Unterhaltsberechnung vor (Urteile 5C.238/2005 vom 2. November 2005 E. 3.1, in: FamPra.ch 2006 S. 193; 5A_115/2011 vom 11. M�rz 2011 E. 2.2; BGE 128 III 411 E. 3.2.2 S. 414 f.). Entscheidet das Gericht demnach nach Recht und Billigkeit (Art. 4 ZGB), so auferlegt sich das Bundesgericht bei der �berpr�fung des kantonalen Entscheids Zur�ckhaltung. Es schreitet nur ein, wenn die Vorinstanz grundlos von in Lehre und Rechtsprechung anerkannten Grunds�tzen abgewichen ist, wenn sie Gesichtspunkte ber�cksichtigt hat, die f�r den Entscheid im Einzelfall keine Rolle h�tten spielen d�rfen, oder wenn Umst�nde nicht in Betracht gezogen worden sind, die h�tten beachtet werden m�ssen. Das Bundesgericht greift ausserdem in Ermessensentscheide ein, wenn sich diese als offensichtlich unbillig, als in stossender Weise ungerecht erweisen (BGE 130 III 571 E. 4.3 S. 576; 128 III 161 E. 2c/aa S. 162).
2.2.�Das Obergericht hat den Bedarf des Beschwerdef�hrers mit Fr. 1'635.-- veranschlagt (Grundbetrag Fr. 850.--; Krankenkassenpr�mie Fr. 255.--; Fahrtkosten Fr. 100.--; Verpflegung ausw�rts Fr. 50.--; Semestergeb�hren Fr. 205.--; weitere Studienkosten Fr. 100.--; AHV-Beitrag Fr. 40.--; Milit�rpflichtersatz Fr. 35.--).
2.2.1.�Hinsichtlich des Grundbetrages hat das Obergericht erwogen, Fr. 850.-- entspr�chen rund zwei Drittel des monatlichen Grundbetrags f�r einen alleinstehenden Schuldner (Fr. 1'200.--) und seien jedenfalls ausreichend, wenn der Beschwerdef�hrer bei Vater oder Mutter wohnen k�nne und dort regelm�ssig von diversen Naturalleistungen (z.B. Verpflegung zuhause oder Mitgabe von Verpflegung an die Uni) profitiere. Im monatlichen Grundbetrag von Fr. 1'200.-- seien ausserdem Bedarfspositionen enthalten, die beim Beschwerdef�hrer gerade nicht anfielen oder dann allein den Eltern, etwa W�sche, Unterhalt der Wohnungseinrichtung, Hausratversicherung, Auslagen f�r Beleuchtung oder Kochstrom. Im Grundbetrag seien sodann die Kosten f�r mobiles Internet eingeschlossen. Der Beschwerdef�hrer habe aber zu Hause bei Vater und Mutter sowie an der Hochschule St. Gallen kostenlosen Internetzugang. Auf weitergehenden Zugang habe er keinen Anspruch.
Der Beschwerdef�hrer erachtet den Grundbetrag als zu tief und will offenbar Fr. 1'050.-- (entsprechend einem in Wohngemeinschaft lebenden unverheirateten Schuldner gem�ss den SchKG-Richtlinien des Kantons St. Gallen) angerechnet wissen. Es ist fraglich, inwieweit der entsprechende Posten der St. Galler Richtlinien tats�chlich auf den vorliegenden Fall zugeschnitten ist und nicht eher auf Konkubinatsverh�ltnisse ohne Kinder. Die Frage braucht nicht vertieft zu werden. Der Beschwerdef�hrer bestreitet n�mlich nicht, dass er sich an den zahlreichen vom Obergericht aufgef�hrten Kostenpunkten nicht beteiligt, und zwar auch nicht in einem reduzierten Umfang. Die Richtlinien zu Art. 93 SchKG d�rfen im �brigen zwar als Ausgangspunkt zur Bestimmung des Notbedarfs genommen werden, doch ist der Richter nicht daran gebunden (Urteil 5C.150/2005 vom 11. Oktober 2005 E. 4.2.2). Insoweit kann der Beschwerdef�hrer auch nichts aus dem soeben zitierten Urteil ableiten, wo f�r den Grundbetrag einer Studentin Fr. 1'000.-- eingesetzt wurden (gem�ss den Aargauer Richtlinien f�r eine alleinstehende Person in Haushaltgemeinschaft). Das Obergericht hat mit seiner detailliert begr�ndeten Festsetzung des Grundbetrags sein Ermessen nicht �berschritten.
Der Beschwerdef�hrer kommt in diesem Zusammenhang auch auf die ausw�rtige Verpflegung zur�ck. Weshalb die Kosten f�r die Mahlzeiten, die die Eltern dem Beschwerdef�hrer zubereiten und an die Universit�t mitgeben, beim Grundbetrag einberechnet werden sollten, erschliesst sich nicht, wenn der Beschwerdef�hrer daf�r nichts zahlt. Der Beschwerdef�hrer macht sodann geltend, er esse mangels veganen Angebots nicht immer in der Mensa, sondern teilweise in der Migros. Er will dies - anders als das Obergericht - offenbar als Bestreitung der Aussage des Beschwerdegegners verstanden wissen, der Beschwerdef�hrer habe bei ihm gegessen und er habe f�r ihn vegan gekocht. Wenn der Beschwerdef�hrer mit seinen wenig klaren Ausf�hrungen darauf hinaus will, er esse derzeit gar nicht beim Vater, so hat er sich doch anrechnen zu lassen, dass er dies kostenlos tun k�nnte. Im �brigen hat das Obergericht dem Beschwerdef�hrer einen Betrag f�r die ausw�rtige Verpflegung zugestanden.
Schliesslich kommt der Beschwerdef�hrer auf das mobile Internet zur�ck, f�r das er Fr. 24.-- pro Monat geltend macht. Er behauptet, als Student darauf angewiesen zu sein. Diese unsubstantiierte Behauptung stellt keine gen�gende Auseinandersetzung mit den vorinstanzlichen Erw�gungen dar. Dass der Beschwerdegegner selber dem Beschwerdef�hrer verschiedene Angebote f�r mobiles Internet �bermittelt haben soll, ist f�r die Frage, ob der Beschwerdegegner auch f�r die Kosten des mobilen Internets aufkommen muss, entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers bedeutungslos.
2.2.2.�Das Obergericht hat dem Beschwerdef�hrer keine Wohnkosten angerechnet. Er m�sse sich das Angebot der Eltern (hier des Beschwerdegegners) anrechnen lassen, ihn bei sich aufzunehmen. Er habe keinen Anspruch auf eine eigene Wohnung, zumindest dann nicht, wenn sich das Wohnen bei den Eltern mit der Ausbildung vereinbaren lasse. Der Beschwerdef�hrer k�nne bei Vater und Mutter wohnen und habe dies in der Vergangenheit auch abwechslungsweise getan. Sowohl der Wohnort des Vaters (Romanshorn) wie auch derjenige der Mutter (Wittenbach) l�gen so nahe bei St. Gallen, dass er pendeln k�nne. Wenn der Beschwerdef�hrer lieber bei der Mutter als beim Vater wohne, sei ihm dies unbenommen. Wenn die Mutter von ihm Wohnkosten verlange, k�nne er diese aber nicht vom Vater ersetzt verlangen, der ihn gratis bei sich wohnen lassen w�rde. Dass es beim Vater schrecklich sei, habe sich aus der pers�nlichen Befragung nicht ergeben, sondern stelle eine blosse Behauptung der Mutter bzw. der Rechtsvertreterin dar.
Der Beschwerdef�hrer will nach wie vor Wohnkosten beim Bedarf hinzugerechnet wissen. Er bestreitet jedoch nicht, dass er gratis beim Beschwerdegegner leben k�nnte. Er muss sich dieses Angebot deshalb anrechnen lassen (Urteil 5C.150/2005 vom 11. Oktober 2005 E. 4.3.1). Es trifft nicht zu, dass er daf�r Unterhalt zugute hat, wenn ihm gar keine Wohnkosten entstehen. Er bringt zwar vor, das Obergericht h�tte nicht darauf abstellen d�rfen, dass die Wohnkosten bei beiden Eltern ohnehin anfallen w�rden bzw. mit oder ohne ihn gleich hoch seien. Er macht diesbez�glich aber bloss geltend, die Mutter k�nnte sein Zimmer auch selber nutzen. Eine solche vage Behauptung durfte das Obergericht jedoch - unabh�ngig von ihrer Relevanz - unber�cksichtigt lassen. Der Beschwerdef�hrer kann daraus jedenfalls nicht ableiten, er habe - entgegen der Einsch�tzung des Obergerichts - die M�glichkeit der Untervermietung seines Zimmers gen�gend substantiiert. Er bestreitet sodann, dass er von beiden Wohnorten gleich gut an die Universit�t St. Gallen pendeln k�nne, denn von Romanshorn aus sei er t�glich mindestens 78 Minuten l�nger unterwegs. Abgesehen davon, dass seine Behauptung nicht nachvollziehbar ist (vgl. wws.sbb.ch), kann es nicht um v�llige Gleichwertigkeit der Pendelstrecken gehen, sondern einzig darum, dass das Pendeln zur Universit�t sowohl vom einen wie vom andern Ort aus zumutbar ist. Der Beschwerdef�hrer behauptet schliesslich, er m�sse �fters mehrmals am Tag f�r kurze Zeit an die Universit�t f�r Meetings etc., was von Romanshorn aus nicht zu bewerkstelligen sei. Dies stellt einerseits eine unbelegte und unzul�ssige Tatsachenbehauptung dar. Andererseits kann er daraus ohnehin nichts zu seinen Gunsten ableiten, denn es ist zumutbar, allf�llige freie Zeitr�ume zwischen zwei Terminen an der Universit�t bzw. in St. Gallen zu verbringen und nicht tags�ber nach Hause zur�ckzukehren.
2.2.3.�Bei den Gesundheitskosten hat das Obergericht offen gelassen, ob und welche Selbstbehalte dem Beschwerdef�hrer k�nftig in Rechnung gestellt w�rden, abgesehen von den ausgewiesenen Selbstbehalten von Fr. 244.15 im Jahre 2014. Ein eingereichtes Dokument stelle bloss eine Rechnung dar, woraus sich nichts zur medizinischen Notwendigkeit und zur �bernahme durch die Krankenkasse ergebe. Daf�r sei im Grundbetrag Platz. Bei einem anderen Dokument sei der Aussteller unklar. Auch die Franchise von j�hrlich Fr. 300.-- sei im Grundbetrag enthalten.
Der Beschwerdef�hrer macht Gesundheitskosten von Fr. 1'134.40 f�r das Jahr 2014 und von Fr. 1'002.30 f�r das Jahr 2015 geltend. Eine Auseinandersetzung mit den vorinstanzlichen Erw�gungen fehlt, so dass auf seine Ausf�hrungen nicht einzutreten ist.
2.2.4.�Das Obergericht hat dem Beschwerdef�hrer einen hypothetischen Eigenverdienst von monatlich Fr. 500.-- und die Ausbildungszulage von Fr. 250.-- angerechnet. Das Manko betrage somit monatlich Fr. 885.-- (Fr. 1'635.-- abz�glich Fr. 750.--).
Nachdem der Beschwerdef�hrer gegen die Anrechnung eines hypothetischen Einkommens keine Einw�nde mehr erhebt und seine R�gen hinsichtlich der H�he einzelner Bedarfsposten unbegr�ndet sind, soweit auf sie �berhaupt eingetreten werden kann, hat es mit der obergerichtlichen Berechnung sein Bewenden.
2.3.�Umstritten ist allerdings noch die Leistungsf�higkeit des Beschwerdegegners.
2.3.1.�Das Obergericht best�tigte die Einsch�tzung des Bezirksgerichts, wonach dem Einkommen des Beschwerdegegners von Fr. 3'137.-- ein Bedarf von Fr. 2'380.90 gegen�berstehe, was zu einem �berschuss von Fr. 756.10 f�hre. Der Beschwerdegegner und die Mutter des Beschwerdef�hrers verf�gten �ber ungef�hr gleich hohe Einkommen. Die Mutter habe einen Teil ihres Verm�gens von rund einer Million Franken als Aufstockungsunterhalt f�r ihre vollj�hrigen Kinder zu verwenden. Der Beschwerdegegner und die Mutter des Beschwerdef�hrers l�gen auch verm�gensm�ssig nicht weit auseinander. Da der Beschwerdegegner aufgrund seines Konkubinats aber leistungsf�higer sei, hat das Obergericht den bezirksgerichtlichen Verteilschl�ssel von 60:40 best�tigt, d.h. 60 % des Mankos von Fr. 885.-- dem Beschwerdegegner auferlegt (Fr. 530.--) und 40 % der Mutter zugerechnet (Fr. 355.--).
Umstritten war vor Obergericht in erster Linie, ob der Beschwerdegegner nicht weitaus leistungsf�higer sei als soeben dargestellt, und zwar aufgrund eines angeblich verheimlichten Millionenverm�gens und daraus fliessenden Eink�nften. Entsprechendes war nach den obergerichtlichen Feststellungen schon Gegenstand der beiden Ab�nderungsverfahren (vgl. oben lit. A), aus denen sich jedoch nicht ergeben habe, dass sein Verm�gen h�her sei als das in der Steuererkl�rung von 2008 ausgewiesene von rund Fr. 750'000.-- (vgl. auch Urteil 5D_48/2011 vom 16. Mai 2011 E. 3.3). Sein Verm�gen bestehe im Wesentlichen aus dem der "E.________" gew�hrten Darlehen �ber Fr. 750'000.--, wobei die Darlehenszinsen r�ckl�ufig seien. Hingegen sei glaubw�rdig, dass der auf einem saldierten Konto (Kontoverbindung F.________) befindliche Betrag von Fr. 1,5 Mio. nicht ihm geh�rt habe, sondern er diesen Betrag f�r russische Bekannte, die er �ber das Ehepaar G.________ kennengelernt habe, fiduziarisch angelegt und verwaltet habe. Nach- und Strafsteuerverfahren gegen den Beschwerdegegner seien eingestellt worden. Der Vorsteher des Departements f�r Finanzen und Soziales habe der Mutter des Beschwerdef�hrers am 8. Februar 2013 mitgeteilt, es seien weitgehende Abkl�rungen getroffen worden, die keine Anhaltspunkte f�r die Durchf�hrung eines erfolgversprechenden Nachsteuerverfahrens geliefert h�tten.
Das Obergericht hat festgehalten, der Beschwerdef�hrer und/oder seine Mutter sowie die Rechtsvertreterin schienen dies nicht akzeptieren zu wollen. Ganz offensichtlich habe die Mutter des Beschwerdef�hrers das vorliegende Verfahren iniitiert, um eine richterliche Best�tigung f�r ihre Vermutung versteckten Verm�gens in Millionenh�he zu erhalten und um selbst gegen den Beschwerdegegner prozessieren zu k�nnen (z.B. in einem Revisionsverfahren). Es k�nne zwar sein, dass der Beschwerdegegner im Scheidungsverfahren Verm�gen versteckt habe, doch w�re vorliegend allein entscheidend, dass er aktuell �ber sehr viel mehr Verm�gen und Einkommen verf�ge als steuerlich angegeben. Anhaltspunkte daf�r best�nden nicht. Auch die vorgelegte forensische IT-Analyse vom 2. M�rz 2012 (Parteigutachten) erbringe keinen Beweis, dass der Beschwerdegegner �ber ein viel h�heres Verm�gen verf�ge. Der Beschwerdegegner habe bereits 2001 behauptet, die Festplatte seines Computers sei vor dem Kopieren auf eine CD manipuliert worden. Die IT-Analyse habe aber nur die Kopie untersucht und habe nur feststellen k�nnen, dass diese Kopie nicht manipuliert worden sei. Bewiesen werden m�sste aber, dass die Festplatte nicht manipuliert worden ist.
2.3.2.�Der Beschwerdef�hrer h�lt die Feststellungen der Vorinstanz zur IT-Analyse f�r aktenwidrig. Er scheint davon auszugehen, aus der Kopie ergebe sich, welcher Benutzer wann zuletzt Dateien auf der Festplatte des Computers ver�ndert habe. Des Weiteren stellt er Behauptungen zur Firma E.________, zum Darlehen an diese Firma �ber Fr. 750'000.-- und zu Herrn G.________ auf. Die Ausf�hrungen sind zum Teil schwer verst�ndlich. Mit ihnen legt der Beschwerdef�hrer bloss seine eigene Sicht des Sachverhalts dar, ohne den strengen Anforderungen f�r eine Willk�rr�ge zu gen�gen (oben E. 1.2). Es ist sodann nicht Aufgabe des Bundesgerichts, in der F�lle der vom Beschwerdef�hrer angerufenen Aktenst�cke nach Hinweisen f�r seine Sachdarstellung zu suchen. Die IT-Analyse als Privatgutachten stellt ohnehin eine blosse Parteibehauptung dar (BGE 141 III 433). Der Beschwerdef�hrer macht ausserdem geltend, die Vorinstanz habe zu Unrecht in antizipierter Beweisw�rdigung ein Begehren auf Edition von Unterlagen abgelehnt, die den Steuerbeh�rden eingereicht worden seien. Das Obergericht hat jedoch dargelegt, dass die Steuerverfahren f�r den Beschwerdegegner nichts Nachteiliges erbracht haben und im Nachsteuerverfahren kein verheimlichtes Verm�gen entdeckt worden ist, so dass auf die Edition der gesamten Akten des Nachsteuerverfahrens verzichtet werden durfte. Der Beschwerdef�hrer macht diesbez�glich geltend, dass C.________ in den Unterlagen Widerspr�che aufdecken k�nnte, die einem Steuerkommiss�r nicht erkennbar seien. Dies ist jedoch eine blosse Mutmassung und kaum glaubhaft. Der Editionsantrag best�tigt vielmehr die obergerichtliche Feststellung, dass es C.________ darum geht, Grundlagen f�r ein Revisionsverfahren gegen den Beschwerdegegner zu schaffen. Entgegen den Ausf�hrungen des Beschwerdef�hrers hat die Vorinstanz schliesslich keine Feststellungen zum Gesundheitszustand des Beschwerdegegners getroffen. Im �brigen legt der Beschwerdef�hrer nicht dar, worin sein Interesse an all diesen Ausf�hrungen zur Leistungsf�higkeit des Beschwerdegegners besteht, denn den vom Obergericht gew�hlten Verteilschl�ssel f�r den Vollj�hrigenunterhalt bestreitet er nicht und er legt insbesondere nicht dar, weshalb einzig der Beschwerdegegner finanziell f�r seinen Unterhalt aufkommen soll.
2.4.�Die kantonale Kostenregelung greift der Beschwerdef�hrer nur in Abh�ngigkeit vom Ausgang des Verfahrens in der Hauptsache an. Auf seine Antr�ge ist deshalb nicht einzugehen.
2.5.�Die Beschwerde ist somit abzuweisen, soweit auf sie eingetreten werden kann.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens tr�gt der Beschwerdef�hrer die Gerichtskosten (Art. 66 Abs. 1 BGG). Er bestreitet im �brigen nicht, dass seine Mutter, C.________, hinter dem vorliegenden Verfahren steht. Die Kosten k�nnten deshalb auch ihr auferlegt werden (Art. 66 Abs. 3 BGG).