Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=23.02.2006&Aktenzeichen=III%20ZR%20209/05
Timestamp: 2019-05-21 03:41:39
Document Index: 25089238

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 677', '§ 677', '§ 677', '§ 812', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 677', 'BGH', 'BGH']

BGH, 23.02.2006 - III ZR 209/05 - dejure.org
https://dejure.org/2006,774
BGH, 23.02.2006 - III ZR 209/05 (https://dejure.org/2006,774)
BGH, Entscheidung vom 23.02.2006 - III ZR 209/05 (https://dejure.org/2006,774)
BGH, Entscheidung vom 23. Februar 2006 - III ZR 209/05 (https://dejure.org/2006,774)
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BGB §§ 677, 812
BGB §§ 677, 812, 1960
Kein Vergütungsanspruch des Erbenermittlers gegen die ermittelten Erben
Vergütungsansprüche eines gewerblichen Erbensuchers gegenüber von ihm ermittelten Erben; Verletzung der Dienstleistungsfreiheit durch unterschiedliche Verjährungsregelungen der Vergütungsansprüchen in nationalen Regelungen; Schutz von Honoraransprüchen Gewerbetreibender durch Grundrecht der Berufsfreiheit
Kein Vergütungsanspruch des Erbensuchers aus Geschäftsführung ohne Auftrag oder Bereicherungsrecht
BGB § 677 § 812
Erbrecht - Vergütungsanspruch des gewerblichen Erbensuchers
Erbensucher - Kann der gewerbliche Erbensucher von den ermittelten Erben eine Vergütung fordern?
Familienrecht - Zahlungsanspruch eines Erbensuchers
Erbenermittler hat keinen Vergütungsanspruch aus Geschäftsführung ohne Auftrag gegen den Erben - Erbenermittler geht leer aus
Vergütung - Der gewerbliche Erbensucher
Kurznachricht zu "Rechtsprobleme professioneller Erbenermittlung, insbesondere die Benutzung der Personenstandsbücher durch gewerbliche Erbenermittler" von Prof. Dr. Rainer Frank, original erschienen in: StAZ 2007, 165 - 170.
Zusammenfassung von "Ureigenste Geschäfte oder typische "Auch-Gestion"? - zur Behandlung unerkannt unwirksamer Verträge" von Prof. Dr. Guido Pfeifer, original erschienen in: JA 2008, 17 - 21.
LG Bremen, 08.10.2004 - 5 O 2841/03
OLG Bremen, 21.07.2005 - 5 U 65/04
NJW-RR 2006, 656
MDR 2006, 917
FamRZ 2006, 775
Diese Regelung erfolgt vor dem Hintergrund der Rechtsprechung des erkennenden Senats, wonach sich der Erbenermittler auf eigenes Risiko durch seine Ermittlungstätigkeit das Material verschafft, das er den Erben gegen Entgelt überlassen will, und ihm ein Vergütungsanspruch gegen die Erben nur dann und insoweit zusteht, als er eine entsprechende Vereinbarung mit ihnen schließt, wohingegen gesetzliche Ansprüche, insbesondere aus Geschäftsführung ohne Auftrag, ausscheiden (s. Urteil vom 23. September 1999 - III ZR 322/98, NJW 2000, 72, 73 sowie Beschlüsse vom 23. Februar 2006 - III ZR 209/05, NJW-RR 2006, 656 Rn. 5 …und vom 18. Juni 2014 - III ZR 537/13, ZEV 2015, 231 Rn. 2; vgl. auch BGH, Urteile vom 13. März 2003 - I ZR 143/00, NJW 2003, 3046, 3048 …und vom 1. Juni 2006 - I ZR 143/03, NJW 2006, 3568, 3569 Rn. 14).
Er hat gegen den ermittelten Erben insbesondere keine Ansprüche aus Geschäftsführung ohne Auftrag und aus ungerechtfertigter Bereicherung (…vgl. BGH, Urt. v. 23.9.1999 - III ZR 322/98, NJW 2000, 72 f.;… BGH, Urt. v. 13.3.2003 - I ZR 143/00, GRUR 2003, 886, 888 = WRP 2003, 1103 - Erbenermittler; BGH, Beschl. v. 23.2.2006 - III ZR 209/05, NJW-RR 2006, 656 Tz 5 m.w.N.).
Einen Aufwendungsersatzanspruch des beklagten Erbenermittlers gegen die Klägerinnen (Erbinnen) aus Geschäftsführung ohne Auftrag (§§ 677, 683, 670 BGB) hat das Berufungsgericht in Übereinstimmung mit der Rechtsprechung des erkennenden Senats (Senatsurteile vom 23. September 1999 - III ZR 322/98, NJW 2000, 72 f und vom 23. Februar 2006 - III ZR 209/05, NJW-RR 2006, 656) zutreffend abgelehnt.
Zwar hat dieser gegen den von ihm ermittelten Erben keine gesetzlichen Vergütungsansprüche aus Geschäftsführung ohne Auftrag oder ungerechtfertigte Bereicherung (z. B. BGH, BGH NJW 2000, 72; FamRZ 2006, 775).