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Timestamp: 2019-05-23 15:00:54
Document Index: 7780831

Matched Legal Cases: ['§ 25', '§ 4', '§ 6', 'Art. 138', '§ 25', 'Art. 141', '§ 25', 'Art. 197', '§ 25', '§ 25', '§ 25']

Reihengeschäftrechner Deutschland / FR-DE-AT / U1 versendet
Ein österreichischer Unternehmer U3 (=letzter Abnehmer) bestellt bei seinem deutschen Lieferanten U2 (=1. Abnehmer) eine Maschine. Da der Lieferant U2 die Maschine nicht auf Lager hat, bestellt er diese beim französischen Großhändler U1 (=erster Lieferer) und weist diesen an, die Maschine direkt an den österreichischen Unternehmer U3 zu liefern.
Dreiecksgeschäft gem. § 25b UStG: Die Steuerschuld des deutschen Unternehmers U2 geht auf den österreichischen Unternehmer U3 über (Reverse-Charge-Verfahren).
Rechnung ohne Umsatzsteuer mit dem Hinweis auf die Steuerbefreiung (Innergemeinschaftliche Lieferung) gem. § 4 Zif.1 Lit.b UStG iVm. § 6a UStG (oder alternativ mit Verweis auf Art. 138 der Richtlinie 2006/112/EC) und Angabe der eigenen (französischen) USt-IdNr. sowie der (deutschen) USt-IdNr. des deutschen Unternehmers U2.
Erfassung als (innergemeinschaftliche) Lieferung an die (deutsche) USt-IdNr. des deutschen Unternehmers U2.
Die Rechnung muss ohne Umsatzsteuer ausgestellt werden und folgende Hinweise enthalten: "Dreiecksgeschäft gem. § 25b UStG" (oder alternativ mit Verweis auf Art. 141 der Richtlinie 2006/112/EC) und "Übergang der Steuerschuld gem. § 25b Abs. 2 UStG" (oder alternativ mit Verweis auf Art. 197 der Richtlinie 2006/112/EC) (siehe auch § 25b.1. Abs. 6 UStAE). In der Rechnung muss neben der eigenen (deutschen) USt-IdNr. die (österreichische) USt-IdNr. des österreichischen Unternehmers U3 angegeben werden.
Aufgrund der Vereinfachungsregelung des Dreiecksgeschäfts geht die Steuerschuld aus dieser Lieferung auf den österreichischen Unternehmer U3 über. Der Wert der Ausgangsrechnung muss aber dennoch in Zeile 38/KZ 42 erfasst werden (aus deutscher Sicht).
Erfassung des Umsatzgeschäfts an die (österreichische) USt-IdNr. des österreichischen Unternehmers U3 und Kennzeichung als Dreiecksgeschäft.
Die Eingangsrechnung enthält keine Umsatzsteuer, jedoch den Hinweis auf das Vorliegen eines Dreiecksgeschäfts und den Übergang der Steuerschuld. Der österreichische Unternehmer U3 hat daher die Steuer nach den österreichischen Steuersätzen selbst zu berechnen und einerseits als Steuerbeträge nach § 25b Abs. 2 UStG und andererseits als Vorsteuern aus innergemeinschaftlichen Dreiecksgeschäften gem. § 25b Abs. 5 UStG in der UVA zu erfassen. Dieser Vorgang ist ein Nullsummenspiel und ergibt keine Zahllast.
Die Beurteilung dieses Dreiecksgeschäfts aus österreichischer Sicht finden Sie im reihengeschaeftrechner.at.