Source: http://www.anwalt24.de/rund-ums-recht/Inobhutnahme-d279991.html
Timestamp: 2016-10-23 08:20:37
Document Index: 65541313

Matched Legal Cases: ['§ 42', '§ 1666', '§ 42', '§ 42', '§ 42', '§ 87', '§ 88', '§ 42']

Inobhutnahme | Fachbegriff, Definition und Erläuterung im Rechtslexikon auf anwalt24.de
Inobhutnahme Suche
Ich-AG…InobhutnahmeInsolvenzInsolvenz - ArbeitsverhältnisInsolvenz - InternationalInsolvenz - UnterhaltsanspruchInsolvenzgerichtInsolvenzgläubigerInsolvenzgläubiger - GläubigerausschussInsolvenzgläubiger - GläubigerversammlungInsolvenzverwalterInsolvenzverwalter - VergütungInsolvenzverwalter - vorläufigerInstitutszwangsverwalterInstruktionsfehlerIntegrationsamtIntegrationsfachdienstIntensivnutztierhaltungIntensivpädagogikInteressenkollisionInteressenschwerpunktInternationale Rechtshilfe in Strafsachen…Justizvollzugsanstalt
Rechtswörterbuch Normen § 42 SGB VIII§ 1666 BGB Information 1. BegriffsbestimmungVorübergehende Unterbringung eines Minderjährigen durch das Jugendamt.Die Inobhutnahme ist als vorübergehende Maßnahme zur Sicherstellung des Kindeswohls gedacht. Ziel ist es, während der Inobhutnahme eine für das Kind/den Jugendlichen bedarfsgerechte Hilfe zu finden.2. VoraussetzungenGemäß § 42 SGB VIII ist das Jugendamt bei Vorliegen folgender Voraussetzungen berechtigt und verpflichtet, ein Kind oder einen Jugendlichen in seine Obhut zu nehmen:Das Kind oder der Jugendliche bittet selbst um die Inobhutnahme.Aufgrund einer dringenden Gefahr für das Kindeswohl ist die Inobhutnahme erforderlich undder sorgeberechtigte Elternteil stimmt der Inobhutnahme zuodereine familiengerichtliche Entscheidung kann nicht schnell genug eingeholt werden.Ein ausländisches Kind oder Jugendlicher kommt ohne Begleitung nach Deutschland und im Inland lebt keine sorgeberechtigte Person.Hinweis:Die weitere Unterbringung, Versorgung und Betreuung ausländischer Kinder und Jugendlicher ist seit dem 01.11.2015 in den §§ 42a ff. SGB VIII geregelt, siehe insofern den Beitrag "Unterbringung ausländischer Kinder und Jugendlicher".3. VerfahrenDas Jugendamt ist bei der Inobhutnahme verpflichtet, unverzüglich den Personensorgeberechtigte zu benachrichtigen. Widerspricht der Personensorgeberechtigte der Inobhutnahme, so hat das Jugendamt bei Gefährdung des Kindeswohls eine Entscheidung des Familiengerichts herbeizuführen.Bis zur Entscheidung des Familiengerichts muss das Jugendamt eine eigene Entscheidung über die Beendigung bzw. Aufrechterhaltung der Inobhutnahme treffen. Diese Entscheidung unterliegt der verwaltungsgerichtlichen Rechtmäßigkeitskontrolle. Das Familiengericht entscheidet nicht über die Rechtmäßigkeit dieser Inobhutnahme sondern trifft eine eigene Entscheidung (OVG Niedersachsen 18.09.2009 - 4 LA 706/07).Während der Inobhutnahme obliegen die Entscheidungen über die Beaufsichtigung, Aufenthaltsbestimmung und Erziehung gemäß § 42 Abs. 1 S. 4 SGB VIII dem Jugendamt. Sozialpädagisch ist die Inobhutnahme eine Form der Krisenintervention.4. Örtliche ZuständigkeitFür die Inobhutnahme eines Kindes oder eines Jugendlichen ist gemäß § 87 SGB VIII allgemein der örtliche Träger zuständig, in dessen Bereich sich das Kind oder der Jugendliche vor Beginn der Maßnahme tatsächlich aufhält.Die örtliche Zuständigkeit für die Inobhutnahme eines unbegleiteten ausländischen Kindes oder Jugendlichen (Unterbringung ausländischer Kinder und Jugendlicher) richtet sich nach § 88a Abs. 2 SGB VIII. Siehe auch Anwalt des KindesErziehungshilfenIntensivpädagogikKinderschutzSozialpädagigische FamilienhilfeUnterbringung ausländischer Kinder und JugendlicherCzerner: Probleme der Inobhutnahme gemäß § 42 SGB VIII; Zentralblatt für Jugendrecht - ZfJ 2000, 372Krug/Riehle: SGB VIII. Kinder- und Jugendhilfe. Kommentar; LoseblattSchellhorn/Fischer/Mann: SGB VIII. Kommentar; 5. Auflage 2015
InnungInsolvenz
20.07.2015 - 1.068 mal gelesen.Autor: Rechtsanwalt Fredi Skwar aus Hamburg"Kalte Räumung“ einer Wohnung kann teuer werden Die nicht durch einen gerichtlichen Titel gedeckte eigenmächtige Inbesitznahme einer Wohnung („kalte Räumung“) durch einen Vermieter stellt eine unerlaubte Selbsthilfe dar, für deren Folgen der… mehr