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Timestamp: 2019-06-24 22:38:41
Document Index: 93022533

Matched Legal Cases: ['§ 9', '§ 13', '§ 15', '§ 24', '§ 11', '§ 11', '§ 18', '§ 9', '§ 11']

Häufig gestellte Fragen — baselland.ch
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Habe ich Anspruch auf Sozialhilfe und wie wird diese berechnet?
Was bedeutet „angemessene Wohnungskosten"?
Was kann ich tun, wenn Ich mit einem Entscheid der Sozialhilfebehörde nicht einverstanden bin?
Muss ich die Sozialhilfeleistungen zurückbezahlen?
Kann ich verpflichtet werden, ein Beschäftigungs- oder Förderungsprogramm zu besuchen?
Kann mir die Unterstützung gekürzt werden?
Kann die Sozialhilfebehörde meine Unterstützung einstellen?
Wie geht das Kantonale Sozialamt mit Hinweisen von Bürgerinnen und Bürgern auf missbräuchlichen Leistungsbezug um?
Welche Aufgaben hat das Kantonale Sozialamt?
Ihr Anspruch auf Sozialhilfe wird durch die Sozialhilfebehörde Ihrer Wohngemeinde geprüft. Bitte nehmen Sie direkt mit der zuständigen Sozialhilfebehörde oder dem zuständigen Sozialdienst Kontakt auf.
Die Sozialhilfe wird individuell für die hilfesuchende Person berechnet. Die Höhe der Unterstützungsleistungen ist so bemessen, dass Sie die Ausgaben für ihren laufenden Lebensunterhalt decken können. Berücksichtigt wird dabei unter anderem auch die Anzahl der im gleichen Haushalt lebenden Personen. Damit die Leistungen berechnet werden können, wird ein Unterstützungsbudget erstellt, in dem alle Ihre Einnahmen Ihren zwingenden Ausgaben gegenübergestellt werden. Bestehende Schulden werden von der Sozialhilfe grundsätzlich nicht übernommen.
Die Unterstützungsleistung setzt sich wie folgt zusammen:
- Grundbedarf (§ 9 der Sozialhilfeverordnung )
- Angemessene Wohnungskosten
- Krankenkassenprämie (KVG) und allfällige weitere Gesundheitskosten (§ 13 der Sozialhilfeverordnung )
(zuzüglich zwingend erforderliche Aufwendungen gestützt auf § 15 der Sozialhilfeverordnung )
- Prämienverbilligung, Familienzulagen
- Unterhaltsbeiträge
Die Sozialhilfebehörde Ihrer Wohngemeinde überprüft regelmässig den sogenannten Grenzwert der Wohnungskosten. Die Höhe des Grenzwerts erfragen Sie bitte direkt bei der Sozialhilfebehörde oder dem zuständigen Sozialdienst Ihrer Wohngemeinde. Der Begriff „angemessene Wohnungskosten" bedeutet daher, dass sich Ihre Wohnungskosten im vorgegebenen Grenzwert befinden müssen. Dabei sollten Sie beachten, dass bei einigen Gemeinden der Grenzwert die Nettomiete- und bei anderen die Bruttomiete betrifft. Erkundigen Sie sich daher bei einem Zuzug frühzeitig über diese Grenzwerte.
Verlangen Sie eine beschwerdefähige Verfügung. Wenn Sie mit dem Entscheid der Sozialhilfebehörde nicht einverstanden sind, können Sie innert zehn Tagen seit Erhalt der Verfügung schriftlich und eingeschrieben Einsprache erheben. Bitte begründen Sie ausführlich, weshalb Sie mit dem Entscheid nicht einverstanden sind.
Ja, bezogene Unterstützungsleistungen sind in dem Umfang zurückzuerstatten, als es die wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben. Details finden Sie unter § 24 in der Sozialhilfeverordnung .
Ja, unterstützte Personen sind verpflichtet, an angeordneten Förderungsprogrammen teilzunehmen oder angeordnete Beschäftigungen auszuüben (§ 11 Abs. 2 Buchst. ebis Sozialhilfegesetz ). Bei schuldhafter Verletzung dieser Pflicht kann die Unterstützung angemessen herabgesetzt werden.
Bei einer Pflichtverletzung (Pflichten gemäss § 11 Abs. 1 und 2 Sozialhilfegesetz ) kann die Sozialhilfebehörde den Grundbedarf um maximal 30% (§ 18 Sozialhilfeverordnung ) herabsetzen.
Ja, die Sozialhilfebehörde kann bei unklarer Bedürftigkeit die Unterstützungsleistungen einstellen. Eine unklare Bedürftigkeit besteht beispielsweise dann, wenn Sie der Sozialhilfebehörde Ihre Einkommens- und Vermögensverhältnisse nicht darlegen oder die Termine beim Sozialdienst nicht mehr wahrnehmen. Auch kann das Ablehnen einer zumutbaren Arbeitsstelle zur Einstellung der Sozialhilfeunterstützung führen.
Nein. Für junge Erwachsene, also Personen zwischen 18 und 25 Jahren, bestehen abweichende Regelungen bezüglich des Grundbedarfs (§ 9 Abs. 3 der Sozialhilfeverordnung ) und der angemessenen Wohnungskosten (§ 11 Abs. 4 der Sozialhilfeverordnung ).
Hinweise auf missbräuchlichen Leistungsbezug nimmt das Kantonale Sozialamt in schriftlicher Form entgegen und leitet die Informationen an die zuständige Sozialhilfebehörde zwecks Abklärungen und Stellungnahme weiter. Aus Datenschutzgründen kann über die Ergebnisse der Abklärungen keine weitere Korrespondenz geführt werden.
Die detaillierten Aufgaben unseres Amtes finden Sie in unserem Handbuch Sozialhilferecht.
sozialhilfe@bl.ch
Heidi Tonazzi
Stv. Dienststellenleiterin
Tel.: 061 552 75 05
heidi.tonazzi@bl.ch
Tel.: 061 552 56 50
esther.kilchmann@bl.ch
Dominika Nufer
Tel.: 061 552 61 59
dominika.nufer@bl.ch
Ines Pareja
Tel.: 061 552 90 57
ines.pareja@bl.ch
Marianna La Banca
Tel.: 061 552 56 68
marianna.labanca@bl.ch