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Timestamp: 2019-10-23 09:59:01
Document Index: 201511507

Matched Legal Cases: ['§ 5', '§ 12', '§ 9', '§ 4', '§ 12', '§ 12', '§ 12', '§ 16', '§ 25']

ARGA: Richtlinien zur Durchführung der Ausbildung der Fachlaufbahn Naturwissenschaft und Technik, fachlicher Schwerpunkt Gewerbeaufsicht - Bürgerservice
AllMBl. 2016 S. 1466
zur Durchführung der Ausbildung der Fachlaufbahn
Naturwissenschaft und Technik, fachlicher Schwerpunkt Gewerbeaufsicht
vom 16. Februar 2016, Az. Z1-A0601-2013/1-74
Gemäß § 5 Abs. 2 der Verordnung über den fachlichen Schwerpunkt Gewerbeaufsicht (FachV-GA) vom 12. November 2014 (GVBl. S. 496, BayRS 2038-3-9-3-U) erlässt das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (Staatsministerium) im Einvernehmen mit dem Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration (StMAS) folgende Richtlinien:
1Im Rahmen der Aufsicht über die Ausbildung sind dem Staatsministerium die Jahreszeugnisse (§ 12 Abs. 2) und die Lehrgangszeugnisse (§ 9 Abs. 1) vorzulegen. 2Ergibt sich aus einem der unter Nr. 2.2 genannten Zeugnisse ein unzureichender Stand der Ausbildung, ist darzulegen, ob die Auszubildenden während der verlängerten Ausbildung das Ziel des Vorbereitungsdienstes noch erreichen werden (§ 4 Abs. 3).
4.1 Ausbildungsleiter und Ausbildungsleiterinnen
1Das Staatsministerium bestellt auf Vorschlag der Gewerbeaufsichtsämter bei den Regierungen (Ausbildungsämter) besonders geeignete Beamte und Beamtinnen des fachlichen Schwerpunkts Gewerbeaufsicht zu Ausbildungsleitern und Ausbildungsleiterinnen sowie zu deren Stellvertretern. 2Ausbildungsleiter und Ausbildungsleiterinnen sowie deren Stellvertreter sind insoweit den Leitern und Leiterinnen der jeweiligen Ausbildungsämter unmittelbar unterstellt. 3Soweit es die Wahrnehmung ihrer Aufgaben erfordert, sind sie von sonstigen Dienstgeschäften zu entlasten. 4Die Ausbildungsleitungen leiten und überwachen die Ausbildung. 5Sie haben sich laufend vom Stand der Ausbildung der Auszubildenden zu überzeugen, eine sorgfältige Ausbildung sicherzustellen und an der Fortentwicklung der Ausbildung mitzuwirken. 6Den Ausbildungsleitungen obliegt es insbesondere,
die Stationszeugnisse (§ 12) zu überprüfen, auszuwerten und bei unzureichenden Ergebnissen die notwendigen Maßnahmen zu treffen oder vorzuschlagen,
die Jahreszeugnisse (§ 12) zu erstellen und zu eröffnen,
als unmittelbare Ansprechpartner und Vertrauensperson für Auszubildende, Ausbilder und Ausbilderinnen sowie Lehrkräfte zur Verfügung zu stehen,
4.2 Ausbilder und Ausbilderinnen
1Die Leiter und Leiterinnen der Ausbildungsämter oder in deren Auftrag die Ausbildungsleitungen bestellen die Beschäftigten, denen die Auszubildenden zur Ausbildung am Arbeitsplatz zugewiesen werden (Ausbilder und Ausbilderinnen). 2Die Ausbilder und Ausbilderinnen haben die Ausbildungsleitungen bei der Erfüllung ihrer Aufgaben zu unterstützen und sind mit diesen für einen ausbildungsfördernden Einsatz der Auszubildenden verantwortlich. 3Alle im Rahmen der Ausbildung tätigen Beschäftigten müssen die entsprechende fachliche, berufs- und arbeitspädagogische Eignung besitzen und das erforderliche Interesse an der Ausbildung aufbringen. 4Den Ausbildern und Ausbilderinnen obliegt es insbesondere,
mit den Auszubildenden Halbzeitgespräche zu führen,
am Ende der Ausbildungsstation die Leistungen der Auszubildenden im Stationszeugnis darzustellen und zu bewerten,
1Die Lehrgangszeugnisse werden von der Akademie nach Anlage 1 erstellt und an die Ausbildungsbehörden übersandt; sie sind den Auszubildenden durch den Ausbildungsleiter bzw. durch die Ausbildungsleiterin zu eröffnen. 2Das Staatsministerium erhält von der Akademie einen Abdruck (vergleiche Nr. 3).
1Die berufspraktische Ausbildung orientiert sich am CA. 2Der CA bestimmt Inhalt und Umfang der im Rahmen der Ausbildung zu übertragenden Arbeiten. 3Um das Ausbildungsziel zu erreichen, sind Arbeiten zu übertragen, die einer vielseitigen und gründlichen Ausbildung dienen und zu einer selbstständigen Bearbeitung hinführen. 4Die Ausbildungsämter erstellen vor Beginn eines Fachpraktikums Ausbildungspläne. 5Die Auszubildenden werden nach diesen für jede Phase des Fachpraktikums einer Ausbilderin, einem Ausbilder oder nacheinander mehreren Ausbilderinnen und Ausbildern zugeteilt.
1Der Beschäftigungsnachweis dient sowohl der Überwachung der praktischen Ausbildung als auch der Vertiefung des Gelernten. 2Er ist daher in einer lernfördernden Form zu führen, die eine Nachvollziehung und Auseinandersetzung mit der erfolgten praktischen Ausbildung sicherstellt. 3Der Beschäftigungsnachweis kann nach dem Muster in Anlage 2 geführt werden, es ist jedoch auch eine andere Form möglich. 4Der Beschäftigungsnachweis ist mindestens monatlich von den Ausbildern und Ausbilderinnen sowie regelmäßig von der Ausbildungsleitung zu überprüfen.
9. Zu § 12
1Neben der Feststellung des Ausbildungsstands ist die Förderung und Motivation der Auszubildenden ein wichtiges Ziel der Beurteilung in der Ausbildungspraxis. 2Die Zeugnisse beruhen daher stets auf einer durchgehenden Beobachtung der Auszubildenden und werden vom Ersteller oder der Erstellerin im Rahmen eines fördernden Gesprächs eröffnet.
1Die Stationszeugnisse sind nach Anlage 3, die Jahreszeugnisse nach Anlage 4 zu erstellen. 2In den Zeugnissen sind Fach-, Methoden- und Sozialkompetenz zu bewerten; insbesondere ist mittels einer verbalen Erläuterung auch auf besondere Stärken oder noch bestehende Schwächen der Auszubildenden einzugehen.
1Die Ausbildungsbehörde und das Staatsministerium erhalten einen Abdruck der Jahreszeugnisse (vergleiche Nr. 3). 2Schriftliche Äußerungen der Auszubildenden zu den Jahreszeugnissen sind diesen beizunehmen und mit den Abdrucken ebenfalls vorzulegen. 3Alle Zeugnisse sind den Ausbildungsakten beizufügen.
10. Zu § 16
1Der Prüfungsausschuss bestimmt die Aufgabenschwerpunkte, die Aufgabensteller und Aufgabenstellerinnen und die für die Bewertung der schriftlichen Aufgaben erforderlichen Erst- und Zweitprüfer. 2Der Prüfungsausschuss kann Gutachter zur Vorprüfung der eingereichten Aufgaben für die schriftliche Prüfung bestellen.
12. Zu § 25
Diese Richtlinien treten mit Wirkung vom 1. März 2016 in Kraft und gelten unbefristet.