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Timestamp: 2016-10-28 16:18:32
Document Index: 134347351

Matched Legal Cases: ['Art. 679', 'Art. 688', 'Art. 72', 'Art. 74', 'BGE', 'Art. 74', 'Art. 42', 'Art. 113', 'Art. 404', 'Art. 29', 'Art. 9', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 116', 'Art. 106', 'Art. 117', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 29', 'BGE', 'Art. 113', 'Art. 75', 'Art. 114', 'Art. 320', 'BGE', 'BGE', 'de lege ferenda', 'Art. 270', 'Art. 29', 'Art. 106', 'Art. 117', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 66', 'Art. 68']

5D_104/2011 (08.08.2011)
5D_104/2011
vertreten durch Rechtsanwalt Adrian W. Moos,
Verfassungsbeschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Zug, II. Beschwerdeabteilung, vom 5. Mai 2011.
A.________ und B.________ sind Gesamteigent�mer der mit einem Wohnhaus �berbauten Grundst�cke Nrn. 863 und 936 in G.________. Sie f�hlten sich durch Pflanzen auf dem Nachbargrundst�ck Nr. 859 in ihrer freien Sicht auf den Zugersee gest�rt und erhoben am 11. Mai 2010 gegen X.________, Eigent�mer des Grundst�cks Nr. 859, eine Klage auf vollst�ndige oder teilweise Beseitigung von Hecken, Str�uchern und B�umen. X.________ schloss auf Abweisung der Klagebegehren. Das Kantonsgericht Zug nahm am 10. November 2010 einen Augenschein, befragte vor Ort die Parteien und liess deren Rechtsvertreter sogleich die Parteivortr�ge halten. Das Protokoll des Augenscheins, der Parteibefragung und der Hauptverhandlung wurde den Parteien am 16. November 2010 zugestellt mit dem Hinweis, dass das Protokoll als genehmigt gelte, sofern nicht innert zehn Tagen eine schriftliche Protokollberichtigung eingereicht werde. Mit Urteil vom 29. Dezember 2010 verpflichtete das Kantonsgericht X.________, die Thuja-Hecke auf die H�he von einem Meter sowie den Lorbeerstrauch, den Japanischen Kirschbaum und den Haselstrauch jeweilen auf drei Meter H�he zur�ckzustutzen und alle genannten Pflanzen in Zukunft regelm�ssig auf dieser H�he unter der Schere zu halten. Es verpflichtete X.________ weiter, drei Birken zu entfernen.
Mit Bezug auf die Thuja-Hecke, den Japanischen Kirschbaum und die Birken beantragte X.________ (Beschwerdef�hrer) dem Obergericht des Kantons Zug, das kantonsgerichtliche Urteil aufzuheben und die Klage abzuweisen. A.________ und B.________ (Beschwerdegegner) stellten den Antrag, die Beschwerde abzuweisen. Das Obergericht wies die Beschwerde ab (Urteil vom 5. Mai 2011).
Mit Verfassungsbeschwerde vom 8. Juni 2011 erneuert der Beschwerdef�hrer in der Sache seine Begehren. Er stellt ein Gesuch um aufschiebende Wirkung, dem sich weder die Beschwerdegegner noch das Obergericht widersetzt haben. Die Pr�sidentin der II. zivilrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts hat der Verfassungsbeschwerde die aufschiebende Wirkung zuerkannt (Verf�gung vom 29. Juni 2011). Es sind die kantonalen Akten, hingegen keine Vernehmlassungen in der Sache eingeholt worden.
Die Streitigkeit unter Nachbarn �ber die vollst�ndige oder teilweise Beseitigung von Pflanzen (Art. 679/684 und Art. 688 ZGB) betrifft eine Zivilsache (Art. 72 Abs. 1 BGG) in einer verm�gensrechtlichen Angelegenheit, deren Streitwert hier Fr. 8'000.-- betr�gt (E. 1.1 S. 4 des angefochtenen Urteils) und damit den gesetzlichen Mindestbetrag von Fr. 30'000.-- nicht erreicht (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG; vgl. BGE 45 II 402 E. 1 S. 405; 52 II 292 E. 1 und die seitherige Rechtsprechung). Dass sich eine Rechtsfrage von grunds�tzlicher Bedeutung stellt, wird in der Beschwerdeschrift (S. 4 Ziff. 2) ausdr�cklich verneint (vgl. Art. 74 Abs. 2 lit. a i.V.m. Art. 42 Abs. 2 BGG). Eine Beschwerde in Zivilsachen scheidet damit aus, so dass die subsidi�re Verfassungsbeschwerde (Art. 113 BGG) zul�ssig ist.
In verfahrensrechtlicher Hinsicht hatte das Kantonsgericht die Zivilprozessordnung f�r den Kanton Zug vom 3. Oktober 1940 (ZPO/ZG; GS 14, 219) anzuwenden, w�hrend f�r das kantonale Rechtsmittel an das Obergericht die Schweizerische Zivilprozessordnung (ZPO, SR 272) massgebend war (vgl. Art. 404 f. ZPO). Neben Verfahrensr�gen (E. 3) macht der Beschwerdef�hrer in der Sache (E. 4-6 hiernach) eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV) und Willk�r (Art. 9 BV) geltend.
2.1 Der Anspruch auf rechtliches Geh�r umfasst als Mitwirkungsrecht alle Befugnisse, die einer Partei einzur�umen sind, damit sie in einem Verfahren ihren Standpunkt wirksam zur Geltung bringen kann. Diesem Mitwirkungsrecht entspricht die Pflicht der Beh�rde, die Argumente und Verfahrensantr�ge der Partei entgegenzunehmen und zu pr�fen sowie die ihr rechtzeitig und formrichtig angebotenen Beweismittel abzunehmen, es sei denn, diese betr�fen eine nicht erhebliche Tatsache oder seien offensichtlich untauglich, �ber die streitige Tatsache Beweis zu erbringen (vgl. BGE 117 Ia 262 E. 4b S. 268 f.; 124 I 241 E. 2 S. 242). Keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh�r liegt vor, wenn ein Gericht auf die Abnahme beantragter Beweismittel verzichtet, weil es auf Grund der bereits abgenommenen Beweise seine �berzeugung gebildet hat und ohne Willk�r in vorweggenommener Beweisw�rdigung annehmen kann, dass seine �berzeugung durch weitere Beweiserhebungen nicht ge�ndert w�rde (vgl. BGE 97 I 217 E. 4 S. 219/220; 136 I 229 E. 5.3 S. 236).
2.2 Willk�rliche Rechtsanwendung bedeutet, dass der angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft. Das Bundesgericht hebt einen Entscheid nur auf, wenn nicht bloss die Begr�ndung, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist. Dass eine andere L�sung ebenfalls als vertretbar oder gar zutreffender erscheint, gen�gt nicht (vgl. BGE 137 I 1 E. 2.4 S. 5). Willk�r in der Sachverhaltsfeststellung und in der (vorweggenommenen) Beweisw�rdigung liegt vor, wenn das Gericht Sinn und Tragweite eines Beweismittels offensichtlich verkannt hat, wenn es ohne sachlichen Grund ein wichtiges Beweismittel, das f�r den Entscheid wesentlich sein k�nnte, unber�cksichtigt gelassen hat oder wenn es auf Grundlage der festgestellten Tatsachen unhaltbare Schlussfolgerungen getroffen hat. Vorausgesetzt ist dabei, dass die angefochtene Tatsachenermittlung den Entscheid im Ergebnis und nicht bloss in der Begr�ndung als willk�rlich erscheinen l�sst (vgl. BGE 136 III 552 E. 4.2 S. 560; 137 I 58 E. 4.1.2 S. 62).
2.3 Wird eine Verletzung von verfassungsm�ssigen Rechten geltend gemacht (Art. 116 BGG), pr�ft das Bundesgericht nur klar und einl�sslich erhobene und, soweit m�glich, belegte R�gen. Hingegen tritt es auf rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid nicht ein. Will der Beschwerdef�hrer eine Verletzung des Willk�rverbots r�gen, muss er anhand des angefochtenen Entscheids im Einzelnen darlegen, inwiefern dieser im Ergebnis an einem qualifizierten Mangel leidet (Art. 106 Abs. 2 i.V.m. Art. 117 BGG; vgl. BGE 133 III 585 E. 4.1 S. 588 f.; 134 II 349 E. 3 S. 352). Dass von den Sachgerichten gezogene Schl�sse nicht mit der Darstellung des Beschwerdef�hrers �bereinstimmen, belegt keine Willk�r in der Beweisw�rdigung (vgl. BGE 135 III 513 E. 4.3 S. 522).
Der Beschwerdef�hrer erblickt eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Geh�r darin, dass das Obergericht auf seine Verfahrensr�ge nicht eingegangen sei, das Kantonsgericht habe die Hauptverhandlung spontan nach Beendigung des Augenscheins abgehalten, ohne vorg�ngig eine f�rmliche Vorladung zur Hauptverhandlung zuzustellen und damit eine gen�gend lange Vorbereitungszeit zu gew�hren. Er r�gt eine willk�rliche Anwendung von � 94 i.V.m. � 114 ZPO/ZG und eine formelle Rechtsverweigerung (S. 9 ff. Ziff. 1 der Beschwerdeschrift).
3.1 In seiner kantonalen Beschwerde hat der Beschwerdef�hrer unter "Materielles" dargelegt, dass der Einzelrichter des Kantonsgerichts zum Augenschein und zur Parteibefragung vorgeladen und im Anschluss daran die anwesenden Parteivertreter spontan zur Hauptverhandlung aufgefordert habe, dass die anwesenden Anw�lte ad-hoc Ausf�hrungen gemacht h�tten und dass der Einzelrichter im Anschluss daran ausgef�hrt habe, er m�sse sich noch �berlegen, ob in der Angelegenheit weitere Beweise abgenommen werden m�ssten. Die Darstellung schliesst mit dem Satz, hinsichtlich des Abschlusses des Beweisverfahrens sei den Parteien unverst�ndlicherweise aber weder m�ndlich noch schriftlich eine Mitteilung zugestellt worden (S. 3 f. Ziff. II/1, Beschwerde-Beilage Nr. 8).
3.2 Der Vorwurf des Beschwerdef�hrers, das Obergericht sei verfassungswidrig vorgegangen, erweist sich aus folgenden Gr�nden als unberechtigt:
3.2.1 Die Beschwerdeschrift im kantonalen Verfahren zeigt, dass der Beschwerdef�hrer vor Obergericht - anders als heute - keine Verletzung von � 94 i.V.m. � 114 ZPO/ZG behauptet und im Gegensatz zu seinen Einw�nden in der Sache einen gesetzlichen Beschwerdegrund weder ausdr�cklich (z.B. S. 5 Ziff. II/2) noch sinngem�ss (z.B. S. 6 Ziff. II/4, Beschwerde-Beilage Nr. 8) geltend gemacht hat. Seine Schilderung des Verfahrensablaufs bringt wohl das Erstaunen ("unverst�ndlicherweise") �ber die Prozessleitung des Kantonsgerichts zum Ausdruck, eine Verfahrensr�ge hat der Beschwerdef�hrer damit jedoch nicht erkennbar erhoben. Er hat vor Obergericht auch die Abweisung der Klage beantragt und nicht die R�ckweisung der Sache an das Kantonsgericht zur Durchf�hrung einer Hauptverhandlung, wie das bei einer formellen Verfahrensr�ge h�tte erwartet werden d�rfen. Dass das Obergericht in den Vorbringen des Beschwerdef�hrers keine ausreichend begr�ndete R�ge erblickt hat, kann deshalb nicht als verfassungswidrig beanstandet werden. Denn prozessuale Formen sind unerl�sslich, um die ordnungsgem�sse Abwicklung des Verfahrens sowie die Durchsetzung des materiellen Rechts zu gew�hrleisten. Aus Rechtsmittelschriften soll hervorgehen, dass und weshalb der Rechtsuchende einen Entscheid anficht und inwieweit dieser ge�ndert oder aufgehoben werden soll (vgl. BGE 134 II 244 E. 2.4.2 S. 248).
3.2.2 Entscheidend kommt hinzu, dass � 180 Abs. 1 ZPO/ZG die Verbindung von Augenschein und Hauptverhandlung ausdr�cklich vorsieht und dass der Rechtsvertreter des Beschwerdef�hrers im Anschluss an den Augenschein den vom Kantonsgericht angeordneten Parteivortrag widerspruchslos gehalten hat. Dass er allf�llige Rechtsnachteile h�tte bef�rchten m�ssen, wenn er seine Teilnahme abgelehnt und f�rmlich auf einer Hauptverhandlung beharrt h�tte, behauptet der Beschwerdef�hrer zwar (S. 7 Ziff. 5), ist aber durch nichts belegt. Hat er somit ohne Vorbehalt die prozessleitende Verf�gung befolgt, kann er nachtr�glich nicht mehr deren M�ngel r�gen, ohne den Grundsatz von Treu und Glauben zu verletzen (vgl. BGE 105 Ia 307 E. 4 S. 313). Dasselbe gilt f�r das sp�tere Verhalten des Beschwerdef�hrers im Prozess. Das Protokoll mit der im Fettdruck hervorgehobenen �berschrift "Protokoll des Augenscheins, der Parteibefragung und Hauptverhandlung" wurde dem Beschwerdef�hrer per Einschreibebrief vom 16. November 2010 zugestellt verbunden mit der Aufforderung, eine Protokollberichtigung schriftlich innert zehn Tagen einzureichen, andernfalls das Protokoll als genehmigt gelte. Sp�testens in diesem Zeitpunkt h�tte dem Beschwerdef�hrer deshalb klar sein m�ssen, dass das Kantonsgericht unter Vorbehalt eines allf�lligen Begehrens um Protokollberichtigung das Urteil ohne weitere Verhandlung sofort f�llen w�rde (vgl. � 118 ZPO/ZG). Der Beschwerdef�hrer ist unt�tig geblieben. Er hat keine Protokollberichtigung verlangt und auch nicht formell um Vorladung zu einer weiteren Verhandlung ersucht, obschon er bis zum Tag der Urteilsf�llung am 29. Dezember 2010 dazu ausreichend Zeit und begr�ndeten Anlass gehabt h�tte (vgl. BGE 111 Ia 161 E. 1 S. 163).
3.2.3 Mit R�cksicht auf die Vorbringen in der kantonalen Beschwerdeschrift und das Verhalten des anwaltlich vertretenen Beschwerdef�hrers im kantonsgerichtlichen Verfahren war das Obergericht nicht verpflichtet, gleichsam von Amtes wegen einen angeblichen Verfahrensmangel zu suchen oder sonstwie einzuschreiten. Entgegen der Behauptung des Beschwerdef�hrers kann die obergerichtliche Vorgehensweise weder unter dem Blickwinkel der verfassungsm�ssigen Pr�fungs- und Begr�ndungspflicht (Art. 29 Abs. 2 BV; vgl. BGE 136 I 184 E. 2.2.1 S. 188 und 229 E. 5.2 S. 236) noch unter Willk�rgesichtspunkten beanstandet werden.
3.3 Soweit der Beschwerdef�hrer erstmals vor Bundesgericht und �ber mehr als drei Seiten hinweg die Prozessleitung des Kantonsgerichts als verfassungswidrig r�gt, kann darauf nicht eingetreten werden. Die Verfassungsbeschwerde ist zul�ssig gegen Entscheide letzter kantonaler Instanzen (Art. 113 und Art. 75 Abs. 1 i.V.m. Art. 114 BGG) und damit gegen das Urteil des Obergerichts, das s�mtliche R�gen mit der gleichen oder einer weitergehenden Pr�fungsbefugnis behandeln konnte (Art. 320 ZPO), als sie dem Bundesgericht im Rahmen der Verfassungsbeschwerde zusteht (vgl. FABIENNE HOHL, Proc�dure civile, T. II: Comp�tence, d�lais, proc�dures et voies de recours, 2. Aufl. 2010, S. 452 f.).
Das Kantonsgericht hat den Beschwerdef�hrer verpflichtet, die an der Grenze zu den Grundst�cken der Beschwerdegegner stehende Thuja-Hecke auf seine Kosten innerhalb von dreissig Tagen nach Vorliegen des rechtskr�ftigen Urteils auf die H�he von einem Meter zur�ckzustutzen und auch in Zukunft weiterhin regelm�ssig auf seine Kosten unter der Schere zu halten. Die vom Beschwerdef�hrer dagegen erhobenen R�gen hat das Obergericht f�r unbegr�ndet erkl�rt (E. 2 S. 5 f. des angefochtenen Urteils).
4.1 � 105 des Gesetzes betreffend die Einf�hrung des Schweize-rischen Zivilgesetzbuches f�r den Kanton Zug vom 17. August 1911 (EG ZGB, BGS 211.1) sieht vor, dass Gr�nh�ge auf der Grenze zweier Grundst�cke ohne beidseitiges Einverst�ndnis die H�he von 1,2 Metern nicht �bersteigen d�rfen und, wenn der Anst�sser es verlangt, j�hrlich ordentlich beschnitten werden sollen (Abs. 1) und dass Gr�nhecken gegen den Willen des nachbarlichen Grundeigent�mers nicht n�her als die H�lfte ihrer H�he, jedenfalls nicht n�her als 50 Zentimeter an die Grenze gesetzt werden d�rfen (Abs. 2). Streitig ist vor Bundesgericht nur mehr, ob die Thuja-Hecke den minimalen Grenzabstand von 50 cm unterschreitet. Das Obergericht hat die Frage bejaht. Der Beschwerdef�hrer r�gt eine Verletzung seines verfassungsm�ssigen Beweisf�hrungsanspruchs und willk�rliche Beweisw�rdigung (S. 12 ff. Ziff. 2 der Beschwerdeschrift).
4.2 Das Kantonsgericht hat festgestellt, anl�sslich des Augenscheins und der Parteibefragung habe der Beschwerdef�hrer nicht bestritten, dass der Abstand der Thuja-Hecke zur Grenze des Grundst�cks der Beschwerdegegner zwischen 30 cm bis 50 cm betrage (E. 3.2 S. 4). Auf die Behauptung der Beschwerdegegner, gem�ss der von ihnen in Auftrag gegebenen Vermessung stehe die Thuja-Hecke 30 cm von der Grenze entfernt, hat der Beschwerdef�hrer laut Augenscheinprotokoll geantwortet, er widerspreche nicht, dass der Abstand zur Grenze 30 cm bis 50 cm betrage, und der Erl�uterung der Beschwerdegegner, der Abstand gemessen von der Stamm-Mitte der Thuja-Hecke betrage 30 cm, hat der Beschwerdef�hrer laut Augenscheinprotokoll entgegnet, es sei auch so, dass die Hecke nicht parallel zur Grenze verlaufe (S. 2 des Augenscheinprotokolls, Beschwerde-Beilage Nr. 6). Das Obergericht hat daf�rgehalten, das Kantonsgericht habe diese beiden Aussagen ohne weiteres so verstehen d�rfen, dass die Hecke (in einem Abstand) zwischen 30 cm bis 50 cm zur Grenze der Beschwerdegegner verlaufe (E. 2.2 S. 6 des angefochtenen Urteils).
4.3 Gegen die obergerichtliche W�rdigung der Aussagen an der Parteibefragung erhebt der Beschwerdef�hrer keine begr�ndeten Willk�rr�gen. Er beschr�nkt sich darauf, seine Aussage zu wiederholen (S. 13 Ziff. 2.2 der Beschwerdeschrift). Unter diesen Umst�nden durfte angenommen werden, der Beschwerdef�hrer bestreite nicht, dass seine Thuja-Hecke den gesetzlichen Mindestgrenzabstand unterschreite. �ber unbestrittene Tatsachen aber ist kein Beweis zu f�hren (� 150 Abs. 2 ZPO/ZG; vgl. BGE 135 III 513 E. 7.3.2 S. 526). Es hat deshalb auch kein Grund mehr bestanden, das vor der Parteibefragung in der Klageantwort als Beweismittel beantragte Gerichtsgutachten zur Einmessung des genauen Grenzabstandes einzuholen. Eine Verletzung des verfassungsm�ssigen Beweisf�hrungsanspruchs liegt nicht vor.
4.4 Bei diesem Ergebnis ist auf die Zusatzbegr�ndung ("ferner") nicht mehr n�her einzugehen, wonach das Kantonsgericht ohne Willk�r auf die von den Beschwerdegegnern veranlasste Vermessung der Grundst�cksgrenze durch ein Geometer- und Ingenieurb�ro habe abstellen d�rfen. Es trifft zwar zu, dass Privatgutachten nicht die Qualit�t von Beweismitteln, sondern von blossen Parteibehauptungen beizumessen ist (vgl. BGE 135 III 670 E. 3.3.1 S. 677). Als v�llig unbeachtlich im Rahmen der Beweisw�rdigung d�rfen jedoch Privatgutachten nicht betrachtet werden, wie der Beschwerdef�hrer meint (vgl. MARGRIT SPILLMANN, Das Beweisrecht in der zugerischen Zivilprozessordnung vom 3. Oktober 1940 und de lege ferenda, Diss. Z�rich 1973, S. 160 f.; LEUCH/MARBACH/KELLERHALS/STERCHI, Die Zivilprozessordnung f�r den Kanton Bern, 5. Aufl. 2000, N. 2b zu Art. 270 ZPO/BE).
4.5 Die Beschwerde muss insgesamt abgewiesen werden, soweit sie die Thuja-Hecke betrifft.
Die kantonalen Gerichte haben den Japanischen Kirschbaum nicht zu den hochst�mmigen B�umen wie den einheimischen Kirschbaum gez�hlt, sondern als Gartenbaum bzw. Zierstrauch betrachtet, der bis auf eine H�he von drei Metern unter der Schere zu halten ist. Gegen diese Auslegung von � 102 Abs. 1 EG ZGB/ZG erhebt der Beschwerdef�hrer keine R�gen. Er wendet sich gegen die obergerichtliche Feststellung, wonach er nicht nachgewiesen habe, dass sein Japanischer Kirschbaum nicht mehr auf die vorgeschriebene H�he zur�ckgeschnitten werden k�nne, ohne dass dies zu einer Verst�mmelung f�hre (S. 14 f. Ziff. 3 der Beschwerdeschrift).
5.1 Die angefochtene Feststellung des Obergerichts steht vor dem Hintergrund, dass ein grunds�tzlich schnittvertr�glicher Baum, der w�hrend einer gewissen Zeit ungehindert gewachsen ist, zu einem sp�teren Zeitpunkt nicht mehr auf die gesetzlich vorgeschriebene H�he zur�ckgeschnitten werden kann, ohne dass dies zu einer Verst�mmelung f�hrt. Kann aber ein solcher Baum nicht mehr in gesetzeskonformer Weise unter der Schere gehalten werden, hat er seine Eigenschaft hier als Gartenbaum bzw. Zierstrauch verloren. Er muss neu einer Kategorie von hochst�mmigen B�umen zugeordnet werden und die f�r diese geltenden Vorschriften einhalten (so die Auffassung von LUKAS ROOS, Pflanzen im Nachbarrecht, Diss. Z�rich 2001, S. 168; vgl. auch ALFRED LINDENMANN, B�ume und Str�ucher im Nachbarrecht, 4. Aufl. 1988, S. 42 f., mit Hinweis auf den allf�lligen Verlust der �sthetischen Wirkung durch den Scherenschnitt und damit der Qualifikation als Zierbaum; vgl. immerhin: Urteil P.1244/1986 vom 28. November 1986 E. 2b Abs. 3: "Dass die Scheinzypressen m�glicherweise Schaden nehmen, wenn sie heute zur�ckgeschnitten werden, spricht nicht zwingend daf�r, sie der Kategorie der grossen Zierb�ume zu unterstellen, da diese Folge nur darauf zur�ckzuf�hren ist, dass die Beschwerdef�hrer sie entgegen der gesetzlichen Vorschrift nicht von Anfang an unter der Schere gehalten haben.").
5.2 Der Beschwerdef�hrer h�lt es f�r �bertrieben formalistisch, wenn behauptet werde, er habe nicht nachgewiesen, dass das Zur�ckschneiden des Japanischen Kirschbaums zu einer vollst�ndigen Verst�mmelung f�hre. Es sei mehr als offensichtlich, dass das Zur�ckschneiden des mehr als zwanzigj�hrigen und �ber zehn Meter hohen Kirschbaums auf eine H�he von drei Meter zu einer Verst�mmelung f�hren werde. Das Kantonsgericht habe sich zugetraut, das Alter von Birken zu bestimmen, ohne einen Gutachter beizuziehen, erkenne auf der anderen Seite aber nicht oder wolle nicht erkennen, dass die Anordnung, den 10 m hohen Kirschbaum auf 3 m zur�ckzuschneiden, unweigerlich zu einer Zerst�rung dieses Baumes f�hren werde. Da das Obergericht die willk�rliche Argumentation des Kantonsgerichts �bernommen habe, habe es das aus Art. 29 Abs. 2 BV hervorgehende Recht auf Pr�fung und Begr�ndung des Entscheids verletzt (S. 14 f. Ziff. 3.2 der Beschwerdeschrift).
5.3 Ob ein Japanischer Kirschbaum nach den anerkannten Regeln der Baumpflege auf die vorgeschriebene H�he zur�ckgeschnitten werden kann, durften die kantonalen Gerichte willk�rfrei als beweisbed�rftige Tatsache betrachten. Denn die Einholung eines Gutachtens kann namentlich geboten sein, wo es um die Beantwortung der Fragen geht, von welcher Art die Pflanze ist, wie hoch die Pflanze w�chst, ob die Pflanze nach den anerkannten Regeln der Baumpflege unter der Schere gehalten werden kann oder ob eine Pflanze durch einen R�ckschnitt Schaden erleidet oder gar zugrunde geht (vgl. ROOS, a.a.O., S. 165 ff. und S. 241, und LINDENMANN, a.a.O., S. 98 f., je mit Hinweisen).
5.4 Der Beschwerdef�hrer wendet sodann ein, er h�tte gerne behauptet, dass der Japanische Kirschbaum mit seinem Zur�ckschneiden vollst�ndig zerst�rt werde, wenn er die M�glichkeit gehabt h�tte, sich auf die Hauptverhandlung ausreichend vorzubereiten (S. 15 Ziff. 3.3 der Beschwerdeschrift). Auf bereits Gesagtes kann verwiesen werden (E. 3 hiervor). Es kommt hinzu, dass der Beschwerdef�hrer dieser Frage im kantonalen Verfahren nicht die notwendige Bedeutung zugemessen und vorab das Problem er�rtert hat, ob der Japanische Kirschbaum zu den hochst�mmigen B�umen wie der einheimische Kirschbaum oder zu den niederen Gartenb�umen bzw. Zierstr�uchern zu z�hlen sei. Indessen hat bereits das Kantonsgericht festgehalten, dass der Japanische Kirschbaum ("prunus serrulata") nach den anerkannten Regeln der Baumkunde unter der Schere gehalten werden k�nne und der Beschwerdef�hrer nicht nachgewiesen habe, inwiefern der Japanische Kirschbaum seine �sthetische Wirkung verlieren w�rde, sofern er auf 3 m zur�ckgeschnitten werden m�sste (E. 5.1.2 S. 7). In seiner Beschwerde an das Obergericht hat der Beschwerdef�hrer dazu lediglich ausgef�hrt, das Kantonsgericht setze sich unn�tigerweise mit der Frage auseinander, ob der Japanische Kirschbaum nach anerkannten Regeln der Baumkunde unter der Schere gehalten werden k�nne (S. 5 f. Ziff. 3, Beschwerde-Beilage Nr. 8). Es fehlt somit an Vorbringen, dass der Japanische Kirschbaum durch ein Zur�ckschneiden auf die H�he von drei Metern seine �sthetische Wirkung verlieren - oder was dem gleichsteht (E. 5.1 soeben) - ganz eingehen k�nnte. Insoweit erweisen sich die darauf gest�tzten Verfassungsr�gen auch als neu und unzul�ssig (Art. 106 Abs. 2 i.V.m. Art. 117 BGG; vgl. BGE 133 III 638 E. 2 S. 640; 135 III 608 E. 1.3, nicht ver�ffentlicht; HOHL, a.a.O., S. 538 f. N. 3046).
5.5 Was die Verpflichtung des Beschwerdef�hrers angeht, den auf seinem Grundst�ck stehenden Japanischen Kirschbaum auf seine Kosten innerhalb von dreissig Tagen nach Vorliegen des rechtskr�ftigen Urteils auf 3 m H�he zur�ckzustutzen und auch in Zukunft weiterhin regelm�ssig auf seine Kosten unter der Schere zu halten, erweist sich die Beschwerde aus den dargelegten Gr�nden teils als unbegr�ndet und teils als unzul�ssig.
Mit Bezug auf die drei Birken, die der Beschwerdef�hrer zu entfernen verpflichtet ist, steht unangefochten fest, dass die Birken zu den hochst�mmigen B�umen geh�ren und den gesetzlichen Mindestabstand von acht Metern (� 102 Abs. 1 EG ZGB/ZG) zum Grundst�ck der Beschwerdegegner unterschreiten. Streitig ist das Alter der drei Birken, zumal das Einspruchsrecht gegen das zu nahe Pflanzen von B�umen nach f�nf Jahren erlischt (� 103 EG ZGB/ZG). Gegen�ber der Annahme, die drei Birken seien weniger als f�nf Jahre alt, r�gt der Beschwerdef�hrer eine Verletzung seines verfassungsm�ssigen Beweisf�hrungsanspruchs und Willk�r in der Beweisw�rdigung (S. 16 f. Ziff. 4 der Beschwerdeschrift).
6.1 Das Kantonsgericht hat angenommen, Birken g�lten gerichtsnotorisch als schnell treibende und wachsende Pflanzen und auf Grund des Augenscheins handle es sich um drei Birken, die offensichtlich seit weniger als f�nf Jahren an ihrem jetzigen Platz st�nden (E. 7.3 S. 9). Das Obergericht hat nach einer Suche auf der Internetseite "wikipedia" die Auffassung best�tigt, dass Birken zu den schnell und hoch wachsenden Pflanzen geh�rten, die schon nach sechs Jahren Wuchsh�hen von bis zu sieben Metern erreichen und ausgewachsen bis zu dreissig Meter, in Einzelf�llen sogar noch h�her werden k�nnten. Es hat festgehalten, der Beschwerdef�hrer habe die Behauptung der Beschwerdegegner nicht bestritten, die Birken seien d�nn gewachsen und etwa drei Meter hoch. Auf den Fotografien im Augenscheinprotokoll sei zu sehen, dass die Birken einen d�nnen Stamm aufwiesen und nur wenige Meter hoch seien. Das Kantonsgericht habe deshalb ohne Willk�r den Schluss ziehen d�rfen, die Birken seien weniger als f�nf Jahre alt. Es habe auf die beantragte Expertise betreffend den Entwicklungsstand und das Alter der Birken verzichten d�rfen (E. 4.2.2 S. 8 des angefochtenen Urteils).
6.2 Die Ablehnung des Beweisantrags, ein Gutachten �ber den Entwicklungsstand und das Alter der drei Birken einzuholen, beruht auf vorweggenommener Beweisw�rdigung, die das Bundesgericht nur auf Willk�r hin �berpr�fen kann (E. 2 hiervor). Willk�r vermag der Beschwerdef�hrer mit seinen Vorbringen nicht zu belegen.
6.2.1 Als allgemein zug�ngliche Tatsachen konnte ermittelt werden, dass Birken schnell aufschiessende Pflanzen sind und innert sechs Jahren eine H�he von bis zu sieben Metern erreichen k�nnen. Die Annahme von Gerichtsnotoriet�t erscheint nicht als willk�rlich (zum Begriff: BGE 128 III 4 E. 4c/bb S. 8; 135 III 88 E. 4.1 S. 89 f.).
6.2.2 Augenschein ist Beweiserhebung durch eigene Sinneswahrnehmung. Beweismittel ist das Objekt dieser Wahrnehmung (vgl. BGE 121 V 150 E. 4b S. 153). Gegenstand des Augenscheins waren die drei Birken, die das Kantonsgericht unmittelbar vor Ort besichtigt hat und das Obergericht durch Vermittlung der in das Augenscheinprotokoll einger�ckten Fotografien ansehen konnte. Es erscheint deshalb nicht als willk�rlich, dass die Gerichte auf ihre Wahrnehmung abgestellt haben, wonach die Birken einen d�nnen Stamm aufweisen und nur wenige Meter hoch sind. Den Befund haben die Parteien an ihrer Befragung best�tigt.
6.2.3 Die Gegen�berstellung der Feststellungen, dass eine Birke innert sechs Jahren eine H�he von bis zu sieben Metern erreichen kann einerseits und dass die drei Birken des Beschwerdef�hrers d�nnst�mmig und weniger als drei Meter hoch sind andererseits, erlaubt den willk�rfreien Schluss, dass die Birken weniger als f�nf Jahre alt sein d�rften. Soweit der Beschwerdef�hrer heute - neu (vgl. S. 6 Ziff. II/4 der kantonalen Beschwerde, Beschwerde-Beilage Nr. 8) - einwendet, f�r das Wachstum der Birken seien auch Besonnung, Lichtverh�ltnisse und Untergrund massgebend, kann anhand der Fotografien im Augenscheinprotokoll willk�rfrei entgegnet werden, dass die Birken sich zwar hinter dem Haus befinden, dort jedoch besonnt, gesund und gut gewachsen dastehen (vgl. S. 6 und S. 8 des Augenscheinprotokolls, Beschwerde-Beilage Nr. 6).
6.3 Die R�gen des Beschwerdef�hrers gegen seine Verpflichtung , die drei Birken zu entfernen, erweisen sich als unbegr�ndet.
Insgesamt muss die Verfassungsbeschwerde abgewiesen werden, soweit darauf einzutreten ist. Der Beschwerdef�hrer wird damit kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG), hingegen nicht entsch�digungspflichtig, da in der Sache keine Vernehmlassungen eingeholt wurden und sich die Beschwerdegegner zum Gesuch um aufschiebende Wirkung nicht haben vernehmen lassen (Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG).