Source: http://fklmh.de/showthread.php?tid=2377
Timestamp: 2018-04-19 17:06:49
Document Index: 206340570

Matched Legal Cases: ['§4', '§8', '§ 4', '§4', '§4', '§5', '§6', '§24', '§75', '§ 19', '§ 10', '§44', '§ 3']

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ich habe heute mal eine Frage zu Legionellen.
Und zwar geht es um die Untersuchung des Wassers aus dem Wasserversorgungssystem
(Warmwassernetz) von Duschen. Wie schaut es bei der Untersuchung auf Legionellen mit den
Grenzwerten aus ? Muss das Ergebnis negativ sein ? Wo kann ich das eventuell nachlesen
bin beim googlen auf folgende Infos gestoßen.
neuen Trinkwasserverordnung zum 01.01.2003 ist die Umsetzung der Richtlinie 9883/EG des
Rates über die "Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch" vom 3. November 1998
erfolgt. Gesetzliche Grundlage ist das Infektionsschutzgesetz (IfSG), das am 01.01.2001 in
Gemeinsam mit der neuen Gesetzgebung zur Gewährleistung und
Produkthaftung stellt die neue Trinkwasserverordnung neue Anforderungen an die
Trinkwasserinstallation in Gebäuden und an deren Betreiber.
Trinkwasserverordnung (TrinkwV) sorgt für mehr Schutz für Verbraucher.
Um die volle
Tragweite der Veränderungen in der Gesetzgebung und die Auswirkungen für
Sanitärinstallateure und Kunden nachvollziehen zu können, bedarf es einer genauen
Betrachtung der einzelnen Änderungen - vor allem im Zusammenhang mit der
Legionellen-Problematik.
Die Wasserwerke sorgen dafür, dass die Vorgaben der
Trinkwasserverordnung in bakteriologischer und toxikologischer Hinsicht bis zur Übergabe
beim Verbraucher vollständig eingehalten sind. Probleme können jedoch nach der Übergabe im
Hausinstallationssystem entstehen.
Konkret fordert der §4 Abs. 1 "Wasser für den
menschlichen Gebrauch muss frei von Krankheitserregern, genusstauglich und rein
Der §8 Abs. 1 definiert, dass die Qualität an jeder Zapfstelle, die der Entnahme
von Wasser für den menschlichen Gebrauch dient, einzuhalten ist.
D.h. alle Probleme
die im Hausinstallationssystem z.B. durch falsche Werkstoffwahl, ungeeignete
Wassertemperaturen (sowohl im Kaltwasser- als auch im Warmwasserbereich), lange
Stagnationszeiten, Inkrustationen und Schlammbildung in Leitungssystemen und Speichern,
sowie nicht zuletzt durch ungenügende Wartung und Instandhaltung entstehen, werden in die
gesetzliche Betrachung miteingezogen. (§ 4 Einhaltung der allgemein annerkannten Regeln der
Technik.)
Dabei ist zu beachten, dass die neuen TrinkwV nicht nur Trinkwasser im
Sinne Wasser zum "Trinken", sondern "Wasser für den menschlichen Gebrauch", also auch
Duschwasser usw. mit einbezieht.
Die neue TrinkwV regelt Verantwortlichkeiten - für
Planer, Sanitärinstallateure und Betreiber!
Die TrinkwV beschränkt sich nicht nur auf
die Definition von Qualität und Anforderungen an das Trinkwasser. Sie regelt auch ganz klar
die Verantwortlichkeiten und macht damit eine enge Zusammenarbeit von Planer, Hersteller und
Betreiber einer Trinkwasseranlage erforderlich.
§4 besagt: "Der Betreiber einer
Wasserversorgungsanlage hat die Wasserversorgungsanlage dem Stand der Technik entsprechend
zu errichten, in ordnungsgemäßen Zustand zu halten und vorzusorgen, dass eine negative
Beeinflussung des Wassers vermieden wird; zu diesem Zweck ist die Anlage fachgerecht von
geschulten Personen zu errichten, zu warten und instand zu halten..."
§4 Abs. 2 hat
einen eindeutigen Verbotscharakter
"Der Unternehmer und der sonstige Inhaber einer
Wasserversorgungsanlage dürfen Wasser, das den Anforderungen (§5 und §6) nicht entspricht,
nicht als Wasser für den menschlichen Gebrauch abgeben und anderen nicht zur Verfügung
ACHTUNG! Die Zuwiderhandlung gegen diese Bestimmung ist gem. §24 Abs. 1 in
Verbindung mit §75 Abs. 2 und 4 des Infektionsschutzgesetzes
Trinkwasseranlagen müssen nach dem Stand der Technik geplant, ausgeführt,
betrieben und betreut werden. Dazu sind für Planer, Installateure un Betreiber in
DVGW-Arbeitsblättern, DIN-Normen und VDI-Richtlinien betriebstechnische, bautechnische und
verfahrenstechnische Maßnahmen angegeben, wie dieses Ziel erreicht werden kann. Die
Richtlinie VDI 6023 fasst beispielsweise nahezu alle Vorschriften zusammen, die bei
hygienebewusster Planung, Ausführung, Betrieb und Instandhaltung von Trinkwasseranlagen zu
berücksichtigen sind. Maßnahmen zur Vermindungen des Legionellenwachstums in Leitungs- und
Trinkwassererwärmunganlagen sind in den DVGW Arbeitsblättern W 551, W 552 und W 553
geregelt. Insbesondere sind im DVGW Arbeitsblatt W 552 Grenzwerte oder Orientierungswerte
von Legionellen-Konzentrationen im Wasser festgelegt und Sanierungsmaßnahmen
KBE/100 ml 1) Bewertung Maßnahmen Weitergehende
1 - 100 Keine nachweisbare / geringe Kontamination Keine -
Nach 1 Jahr ( nach 3 Jahre) 3)
101 - 1.000 Mittlere Kontamination
Sanierung erforderlich Innerhalb max. 1 Jahr 1 Woche nach Desinfektion bzw. Sanierung 2)
1.001-10.000 Hohe Konzentration
Kurzfristige Sanierung erforderlich Innerhalb von 3
Monaten 1 Woche nach Desinfektion bzw. Sanierung 2)
> 10.000 Extrem hohe
Kontamination Direkte Gefahrenabwehr erforderlich, (Desinfektion und Nutzungseinschränkung,
z.B. Duschverbot) Sanierung erforderlich. Unverzüglich 1 Woche nach Desinfektion bzw.
Sanierung 2)
2) Werden bei 2
Nachuntersuchungen in vierteljährlichem Abstand weniger als 100 Legionellen in 100 ml
nachgewiesen, braucht die nächste Nachuntersuchung erst nach 1 Jahr nach der 2.
Nachuntersuchung vorgenommen werden. Diese Nachtuntersuchungen können entsprechend dem
Schema der orientierenden Untersuchung durchgeführt werden.
3) Werden bei
Nachuntersuchungen im jährlichem Abstand weniger als 100 Legionellen in 100 ml nachgewiesen,
kann das Untersuchungsintervall auf max. 3 Jahre ausgedehnt werden.
Quelle: Robert- Koch- Institut,
Legionellen gehören zur Familie der Legionellacea, Genus
Legionella. Es sind im Wasser lebende gramnegative nicht sporenbildende Bakterien, die durch
ein oder mehrere polare oder subpolare Flagellen beweglich sind. Alle Legionellen sind als
potenziell humanpathogen anzusehen (bei entsprechender Exposition können auch Nutztiere
erkranken). Die für Erkrankungen des Menschen bedeutsamste Art ist Legionella pneumophila
(Anteil von etwa 90 %). Sie enthält 14 Serogruppen; die Serogruppen 1, 4, 6 besitzen die
größte Bedeutung. Es existieren insgesamt mehr als 40 Arten mit mehr als 60 Serogruppen.
Erkrankungen des Menschen treten weltweit sporadisch oder im Rahmen von
Ausbrüchen auf. Sie werden während des ganzen Jahres registriert, jedoch häufiger in den
Sommer- und Herbstmonaten. In Deutschland ist schätzungsweise mit 6.000–10.000
Legionella-Pneumonien pro Jahr zu rechnen; bei etwa 1–5 % der in Krankenhäusern behandelten
Pneumonien wird eine Legionellose diagnostiziert.
Primäres Reservoir ist
das Wasser. Legionellen werden weltweit im Süßwasser, nicht aber im Meerwasser gefunden. Ihr
Vorkommen wird entscheidend von der Wassertemperatur beeinflusst. Ideale Bedingungen für die
Vermehrung der Legionellen bestehen bei Temperaturen zwischen 25 °C und 55 °C (sog.
Risikobereich). Sie können auch in kaltem Wasser vorkommen, sich dort jedoch nicht in
nennenswertem Maße vermehren. Im Wasser vermehren sich Legionellen intrazellulär in Amoeben
und anderen Protozoen. – Ideale Bedingungen für eine Vermehrung von Legionellen bestehen an
mit Wasser benetzten Oberflächen, z. B. in Rohren, Armaturen, Klimaanlagen. Ein erhöhtes
Legionellenrisiko findet man besonders bei älteren und schlecht gewarteten oder auch nur
zeitweilig genutzten Warmwasserleitungen und -behältern.
Die im Wasser
vorhandenen Legionellen führen nicht zu einer direkten Gesundheitsgefährdung. Erst die
Aufnahme einer großen Zahl von Erregern in den menschlichen Körper durch Einatmen
bakterienhaltigen Wassers als Aerosol (z. B. beim Duschen, in klimatisierten Räumen oder in
Whirlpools) kann zur Erkrankung führen. Besonders infizierte Amöben sind für die Übertragung
wichtig, da Legionellen ihre Virulenzgene intrazellulär aktivieren. Die Infektion durch
infizierte Amöben erklärt auch das bekannte Dosis-Wirkungs-Paradox beim Auftreten von
Legionellosen (fehlende Infektionen trotz kontaminierter Wassersysteme bzw. Infektion trotz
minimaler Kontamination). Eine Gesundheitsgefährdung durch Trinken von Wasser, in dem sich
Legionellen befinden, besteht bei immunkompetenten Personen nicht. Bei abwehrgeschwächten
Patienten und bei Schluckstörungen (nach Operation im Kopf- und Nackenbereich) ist eine
Übertragung durch Aspiration möglich. Eine Übertragung von Legionellosen wird insbesondere
mit folgenden technischen Systemen in Verbindung gebracht:
raumlufttechnische Anlagen (RLT-Anlagen, Klimaanlagen),
•	Badebecken, insbesondere
Warmsprudelbecken (Whirlpools),
•	sonstige Anlagen, die einen Spray von
Wassertröpfchen erzeugen können (z. B. Hydrotherapie, Dentaleinheiten, bestimmte
Luftbefeuchter im häuslichen Bereich).
- Legionella-Pneumonie
(klassische Legionellose, Legionärskrankheit): 2–10 Tage
- Pontiac-Fieber: 1–2 Tage
Eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch wurde
Eine Erkrankung entwickelt sich bei
Gesunden nach Einbringen hoher Keimzahlen in die Atemwege. Ein großer Anteil der klinisch
Erkrankten weist eine Immundefizienz unterschiedlicher Herkunft auf, z. B. Immunsuppression
bei Organtransplantationen, zytostatische Behandlung von Leukämie oder anderen Malignomen,
Dauereinnahme von Kortikoiden, chronische Krankheiten, Zustand nach chirurgischen
Eingriffen, hohes Lebensalter. Auch Nikotin- und Alkoholabusus können disponierende Faktoren
darstellen. Männer erkranken häufiger. Die Legionellose kann in Form zweier Krankheitsbilder
auftreten: Legionella-Pneumonie (klassische Legionellose) und Pontiac-Fieber.
klassische Legionellose beginnt 2–10 Tage nach der Infektion mit uncharakteristischen
Prodromalerscheinungen wie allgemeinem Unwohlsein, Gliederschmerzen, Kopfschmerzen,
unproduktivem Reizhusten. Innerhalb weniger Stunden kommt es zu Thoraxschmerzen,
Schüttelfrost, Temperaturanstieg auf 39–40,5 °C, gelegentlich auch Abdominalschmerzen mit
Durchfällen und Erbrechen. Infolge ZNS-Beteiligung kann es zur Benommenheit kommen, die bis
zu schweren Verwirrtheitszuständen führen kann. Die Röntgenuntersuchung des Thorax zeigt
Hinweise für eine Pneumonie mit zunächst fleckiger Infiltration, später mit zunehmender
Verdichtung ganzer Lungenlappen. Die Erkrankung ist in der Regel durch das Auftreten
auffallend schwerer Pneumonieformen gekennzeichnet, bei denen die üblichen Pneumonie-Erreger
nicht nachgewiesen werden. Die Rekonvaleszenz ist meist langwierig, dennoch kommt es in den
meisten Fällen zur völligen Gesundung. In einigen Fällen können nach der Erkrankung eine
eingeschränkte Lungenfunktion oder Lungenfibrosen bestehen. Die Letalität liegt um 15 %, bei
unbehandelten immundefizienten Patienten kann sie bis auf 80 % ansteigen. Das Pontiac-Fieber
ist durch eine kurze Inkubationszeit von 1–2 Tagen und einen leichteren Verlauf
gekennzeichnet. Die Krankheit beginnt mit Kopf-, Glieder-, Thoraxschmerzen, Husten, Fieber,
gelegentlichen Verwirrtheitszuständen. Trotz erheblichen Krankheitsgefühls erholen sich die
Patienten in der Regel innerhalb von 5 Tagen fast vollständig.
Diagnose sollte durch kulturellen Nachweis der Legionellen auf Spezial-Agar erfolgen. Da
Legionellen noch nie von gesunden Personen isoliert wurden, ist eine positive Kultur immer
beweisend für eine Legionella-Infektion. Beweisend ist auch der Nachweis des
Legionella-Antigens im Urin mittels RIA oder ELISA. Damit werden in der Regel aber nur
Antigene der Serogruppe 1 und gelegentlich einige kreuzreagierende andere Serogruppen
angezeigt. Die Antigenausscheidung setzt bereits nach 24 Stunden ein und persistiert meist
einige Wochen, selten über Monate. Auch ein direkter Erregernachweis aus Sputum und
Trachealsekret mit direkten fluoreszenzserologischen Methoden (DFT) ist möglich. Er besitzt
jedoch nur eine relativ geringe Sensitivität. Eine Sicherung der Diagnose mittels indirekten
Immunfluoreszenztests hat nur retrospektiv einen Wert, da ein beweisender Titeranstieg der
Serumantikörper oft erst in der 6.–8. Krankheitswoche erfolgt. – Der Nachweis von
Legionella-DNA mittels PCR oder anderer Amplifikationstechniken ist möglich, die
Sensitivität und Spezifität dieser Methode kann aber z. Zt. noch nicht exakt bewertet
Kontrollierte Studien zur Wirksamkeit verschiedener Antibiotika
liegen nicht vor. Erythromycin gilt seit der Epidemie in Philadelphia als das Mittel der
Wahl bei der Behandlung der Legionellosen. Bei schweren Fällen wird die zusätzliche Gabe von
Rifampicin empfohlen. Die Dauer der Therapie sollte mindestens 10–12 Tage betragen.
Makrolidantibiotika (Azithromycin, Clarithromycin) und Fluorchinolone (Ciprofloxacin)
besitzen nach neueren In-vitro-Daten und Tierversuchen eine schnellere und bakterizide
Wirkung. Ihr Einsatz wird besonders bei immunsupprimierten Patienten empfohlen.
Maßnahmen gegen Kontamination von
wasserführenden Systemen
Die Prävention von Legionellosen ist im wesentlichen auf zwei
•	Verminderung einer Verkeimung warmwasserführender, aerosolbildender
•	Limitierung/Verminderung von Aerosolkontakten.
Gefahren können
prinzipiell von Warmwasserversorgungen mit einer Dauertemperatur im Risikobereich ausgehen.
Hygienische Probleme bereiten in erster Linie große Warmwassersysteme und Systeme mit
ungenügendem Durchfluss (Stagnation). Eine gezielte Prävention erfolgt auf der Basis
sanitärtechnischer Regelungen und Maßnahmen, auf die hier hingewiesen wird:
Bei neu zu
planenden Trinkwassererwärmungs- und Leitungsanlagen gilt zur Vermeidung von
Legionellenkontaminationen die technische Regel DVGW W 551. Das Arbeitsblatt bezieht sich
auf Großanlagen (mit mehr als 3 Litern Warmwasser in den Leitungen bzw. Speichern mit mehr
als 400 Litern). Es wird nicht unterschieden nach den verschiedenen Nutzungsbedingungen z.
B. in Krankenhäusern, Hotels oder anderen öffentlichen Gebäuden. Über die Anforderungen
dieses Arbeitsblattes hinausgehende Forderungen wurden z. B. für Intensivstationen erlassen.
Anlagen gemäß DVGW W 551 dürfen beispielsweise an keiner Stelle im Verteilungssystem
Wassertemperaturen geringer als 55 °C aufweisen.
Hinweise zu Betrieb und ggf. Sanierung
von bereits existierenden Trinkwassererwärmungs- und Leitungsanlagen, die nicht den
Anforderungen von DVGW W 551 entsprechen (beispielsweise mit geringeren Betriebstemperaturen
arbeiten), gibt die technische Regel DVGW W 552. Das Arbeitsblatt enthält Informationen zur
Überwachung von Warmwassersystemen. Diese Überwachung kann nur durch ein
Untersuchungsinstitut mit Zulassung gemäß §§ 19–22 BSeuchG erfolgen. Zur Nachweismethode von
Legionellen aus Trink- und Badebeckenwasser ist eine Empfehlung der Trinkwasserkommission
und der Badewasserkommission des Umweltbundesamtes in Vorbereitung.
DVGW W 552 gibt darüber hinaus auch Hinweise zur möglichen Dekontamination von
Trinkwasserverteilungsanlagen, bei denen ein Legionellenwachstum festgestellt worden ist.
Neben kurzfristig wirksamen Sanierungsverfahren wie der thermischen oder chemischen
Desinfektion wird auch auf den Einsatz von UV-Strahlern und bautechnische Maßnahmen
eingegangen. Alle Sanierungsverfahren müssen zum Abschluss durch hygienisch-
mikrobiologische Untersuchungen auf ihren Erfolg kontrolliert werden.
werden folgende Maßnahmen empfohlen:
- Planung und Betrieb von Neuanlagen gemäß DVGW W
•	orientierende
Untersuchungen bei Anlagen mit mehr als drei Litern Warmwasser in den Leitungen oder
Speichern mit mehr als 400 Litern Inhalt
•	bei festgestellter Kontamination Sanierung
•	Kontrolle des Sanierungserfolges (Nachuntersuchungen)
raumlufttechnischen Anlagen sollte den offenen Wasserkühlsystemen besondere Beachtung
gewidmet werden, da sie in der Regel Dauertemperaturen um etwa 30 °C aufweisen. Bei
Umluftsprühbefeuchtern ist eine regelmäßige Reinigung und Wartung der Befeuchtungskammern
erforderlich. Außerdem waren diese Systeme bei vielen kontaminierten RLT-Anlagen die Quelle
der Verunreinigung. Daher wird vom Betrieb von Umluftsprühbefeuchtern abgeraten. Als
hygienisch sicher gelten hingegen Systeme mit Dampfbefeuchtung. Wartung und Reinigung von
RLT-Anlagen erfolgen gemäß DIN 1946. Insbesondere bei Reinigungsarbeiten in Wäscherkammern
ist auf geeignete Arbeitsschutzausrüstung des Personals zu achten.
Badebecken inklusive Warmsprudelbecken (Whirlpools) erfolgt gemäß DIN 19643. Danach besteht
bei Becken mit einer Temperatur höher 23 °C, bei denen mit Aerosolbildung zu rechnen ist,
ein Grenzwert für Legionella pneumophila (darf in 1 ml nicht enthalten sein). Die genauen
Vorschriften für die Untersuchung werden in einer Mitteilung der Badewasserkommission des
Umweltbundesamtes erläutert. In der Praxis werden 100 ml des Filtrats vor Desinfektion und
zusätzlich 1 ml des Beckenwassers untersucht. Dabei darf Legionella pneumophila nicht
Bei Hydrotherapie sowie Wannenbädern mit Aerosolbildung ist zu
beachten, dass die erforderlichen Temperaturen durch Mischen von kaltem und heißem Wasser
erst unmittelbar vor dem Ausfluss durch die Zapfarmatur einzustellen sind. Auch bei
Dentaleinheiten ist das Problem der Verkeimung ebenso wie bei Warmsprudelbecken bereits
länger bekannt. Auch hier sind einwandfreie hygienetechnische Vorkehrungen erforderlich, z.
B. optimale Materialauswahl, Temperatursteuerung, ggf. Zusatz von mikrobiozid wirkenden
geprüften Substanzen. – Bei Geräten im häuslichen Bereich, die ein wässriges Aerosol
erzeugen (z. B. Luftbefeuchter, Inhalatoren) ist ebenfalls eine regelmäßige und gründliche
Reinigung erforderlich. Bei Nichtbenutzung müssen die Geräte trocken sein. (Für die
Zusammenstellung der vorstehenden Hinweise danken wir dem Umweltbundesamt).
Bei ätiologisch ungeklärten Lungenentzündungen im
Erwachsenenalter besteht immer die Möglichkeit einer Legionellose. Bei schweren klinischen
Verläufen ist eine stationäre Behandlung angezeigt. Maßnahmen zur Absonderung der Patienten
sind nicht erforderlich. Auch für Kontaktpersonen sind keine speziellen Maßnahmen
erforderlich. – Bei einer bestätigten Legionellose sollte versucht werden, den Infektionsweg
aufzuklären; dabei ist ein Zeitraum von 2–12 Tagen vor Erkrankungsbeginn zu berücksichtigen.
Bei Ausbrüchen ist es wichtig, die Quelle der
Erregerstreuung schnell zu erkennen und zu eliminieren, um weitere Infektionen zu
verhindern. Bei Verdachts-, Krankheits- oder Todesfällen sollte daher das für den Ort der
vermutlichen Infektion zuständige Gesundheitsamt unverzüglich informiert werden, um
Ermittlungen und Untersuchungen einzuleiten, ggf. sind Maßnahmen gemäß § 10 BSeuchG
erforderlich. – Zur raschen Dekontamination von Wassersystemen können eine Chlorung oder
vorübergehende Erhitzung des Wassers auf über 70 °C eingesetzt werden.
Jahren sind vermehrt reiseassoziierte Legionellose-Erkrankungen bekannt geworden, die
mehrere Teilnehmer einer Reisegruppe betrafen. In diesen Fällen ist es erforderlich, die
ermittelten Einzelheiten zur vermutlichen Quelle der Infektionen über die nationalen
Gesundheitsbehörden an die Gesundheitsbehörden des Reiselandes zu übermitteln.
existiert die European Working Group on Legionella Infections (EWGLI). Laboratorien, in
denen Legionellosen im Rahmen eines unklaren Ausbruchs oder mit dem Verdacht auf eine
reiseassoziierte Infektion diagnostiziert werden, werden gebeten, EWGLI direkt zu
informieren und dies auch dem Konsiliarlaboratorium für Legionellen als Partner des
europäischen Systems mitzuteilen. Erfahrungsgemäß konnte das System EWGLI Ausbrüche, die
Reisende aus mehreren Ländern betrafen, aufklären und Gegenmaßnahmen vor Ort bewirken.
Eine Meldepflicht besteht nach dem Bundes-Seuchengesetz nicht. In
einigen Bundesländern Deutschlands wurde eine Meldepflicht für den Erkrankungs- und
Todesfall eingeführt. In dem in Vorbereitung befindlichen Infektionsschutzgesetz ist eine
Meldepflicht für den Nachweis einer Legionella-Infektion durch das diagnostizierende Labor
Quelle er Text zu Legionellosen und Legionellen ist im Original abrufbar
Robert- Koch- Institut unter der Adresse:
<!-- m --><a class="postlink" href="http://yellow-fever.rki.de/INFEKT/RATGEBER/RAT10.HTM">http://yellow-fever.rki.de/INFEKT/RATGEBER/RAT10.HTM</a><!-- m -->
<!-- s hock: --><img src="{SMILIES_PATH}/icon_eek.gif" alt=" hock:" title="Shocked" /><!-- s hock: --> da muss ich mich aber jetzt erstmal durch die Menge an Text durchschlagen - vielen
vielen Dank ! Jetzt weiss ich, was ich gleich zu tun habe.
mit Trinkwasser habe ich folgende Frage:
In einer von mir betreuten Schulmensa kommt aus
der Kaltwasserleitung immer handwarmes Wasser heraus. Der Fehler ist noch nicht gefunden
(wahrscheinlich liegt die Warmwasserleitung unisoliert neben der Kaltwasserleitung), muss
aber bald behoben werden.
Damit die neue Mensa aber nicht gleich wegen eines Verdachts
hin geschlossen werden muss, möchte ich das Wasser jetzt auf die mikrobiologische Belastung
hin prüfen. Gibt es wirkungsvolle Testkits, die ich nicht einschicken muss? Ein Inkuator
steht mir in der Schule zur Verfügung, s.d. ich nicht nur die Probe selber ziehen, sondern
auch bearbeiten kann.
schon mal Danke für eure Antworten <!-- --><img src="{SMILIES_PATH}/icon_lol.gif" alt=":lol:" title="Laughing" /><!-- -->
...oder irgendwo kommt es zu einer Vermischung von Kalt-
und Warmwasser (Ventil / Armatur defekt? ).
Ich würde das Wasser auf alle Fälle zur
Untersuchng an ein externes, akkreditiertes Labor schicken. Die Probenahme können die auch
durchführen. Halte ich aus dem Gegebenen Anlass für sinnvoll. Die Untersuchung sollte m.E.
mindestens nach TVO 2001 (Gesamtkeimzahl, Coliforme, E. coli) oder gem. RL 98/83/EG
untersucht werden. (Gesamtkeimzahl, E.coli, Coliforme, Clotridium perfringens,
Fäkalstreptokokken). Das werdet Ihr in eurem eigenen Schulabor nicht machen können, sofern
Ihre keine Zulassung nach §44 IfSG habt.
So teuer ist eine externe Untersuchung auch
nicht, und Ihre habt nicht nur Gewissheit, ob etwas nicht stimmt, sondern auch "etwas in der
danke Michael für die
ausführliche Antwort, hat mir auch weitergeholfen.
@CNN: weiß ich leider nicht,
hab für unsere letzte
Untersucheung 50 Euro gezahlt. Nur mal so als Anhaltspunkt.
klar bin ich mit einer externen Untersuchung auf der sicheren Seite; ich hatte jedoch vor nicht allzulanger Zeit Informationen über mikrobiologische Untersuchungen, die man selber machen kann. Leider hatte ich keine Papierprospekte und die URL ist mir verloren gegangen, deshalb meine Hoffnung, dass einer von Euch etwas weiß <!-- --><img src="{SMILIES_PATH}/icon_lol.gif" alt=":lol:" title="Laughing" /><!-- -->
Testkits für flüssige Medien zur Untersuchung auf Gesamtkeimzahl, Enteros / coliforme Keime
und Hefe/Pilze von Schülke & Mayr (Hygicult Keimindikatoren).
allerdings zum Abklatsch von Oberflächen und Händeabklatsch. In der Produktbeschreibung wird
aber auch darauf verwiesen, dass diese für halbfeste und flüssige Medien geeignet
> und flüssige Medien geeignet sind.
Das ist aber bestenfalls 'nen
Schuß mit der Schrotflinte.
Wenn man's genauer haben möchte kommt man um die
klassische Analytik nicht herum.
Sollte auch nur ein Hinweis
sein, dass es solche Kits gibt.
Wir untersuchen unser Wasser auch auf die klassische
Untersuchung ist inzwischen erfolgt und ohne Befund.
Puh..., jetzt kanns beruhigt in die
Sommerferien gehen
ich habe gehört, dass ab Anfang diesen Jahres die Legionellen-Untersuchung verbindlich in der Trinkwasserverordnung festgelegt wurde. Kann mir von Euch jemand sagen, wann ich diese durchführen muss, wie oft und für wen diese Verpflichtung gilt?
ich verlinke mal eine Veröffentlichung des Umweltbundesamtes: Empfehlung des Umweltbundesamtes nach Anhörung der Trinkwasserkommission des Bundesministeriums für Gesundheit :: Periodische Untersuchung auf Legionellen in zentralen Erwärmungsanlagen der Hausinstallation nach § 3 Nr. 2 Buchstabe c TrinkwV2001, aus denen Wasser für die Öffentlichkeit bereit gestellt wird da hier auch auf z.B. die Untersuchung des Wasserleitungsnetzes in Krankenhäusern eingegangen wird.
Was Otto-Normal-Vermieter angeht:
•Meine Anlage verfügt über drei oder mehr Wohnungen, von denen mindestens eine Wohnung vermietet ist.
•In den Wohnungen gibt es Duschmöglichkeiten.
•Es gibt eine zentrale Anlage zur Erwärmung des Trinkwassers.
•Der Warmwasserspeicher kann mehr als 400 Liter Wasser speichern und/oder es greift die 3-Liter-Regel
Da es immer wieder Fragen zu dieser Regelung gibt, hier noch einmal die Definition: Als Betreiber einer Trinkwasserinstallation im Sinne des Gesetzes gilt, wer eine Großanlage zur zentralen Warmwassererzeugung betreibt. Ein Kriterium für das Vorhandensein einer Großanlage ist die Definition, dass die Rohrleitungen zwischen dem Trinkwassererwärmer und Entnahmestelle mehr als drei Liter Wasserinhalt besitzen."
Zunächst ist jährlich zu untersuchen und wenn 3 Jahre nacheinander der Befund geringer ist als 100KBE/100ml (--> Veröffentlichung UBA) kann auf 3 Jahre geändert werden.
Die Mieter sind über JEDES Ergebnis zu infomiern, das Ergebnis an das Gesundheitsamt zu melden (Achtung: Fristen!!!) und mind 10 Jahre zu archivieren.
Es ist: 19.04.2018, 18:06 Deutsche Übersetzung: MyBB.de, Powered by MyBB, © 2002-2018 MyBB Group.