Source: https://ted.europa.eu/udl?uri=TED:NOTICE:241004-2020:TEXT:DE:HTML&WT.mc_id=RSS-Feed&WT.rss_f=Research+and+Development&WT.rss_a=241004-2020&WT.rss_ev=a
Timestamp: 2020-07-13 19:26:04
Document Index: 394284509

Matched Legal Cases: ['§44', '§50', '§44', '§48', '§48', '§ 123', '§45', '§50', '§ 47', '§160']

Dienstleistungen - 241004-2020 - TED Tenders Electronic Daily
Dienstleistungen - 241004-2020
Deutschland-Göttingen: Dienstleistungen im Bereich Forschung und experimentelle Entwicklung
2020/S 100-241004
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Telefon: +49 551-3965184
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Erhebung und Analyse von Protein-Expressionsprofilen aus menschlichen Tumoren L20_021
Referenznummer der Bekanntmachung: L20_021
Das Institut für Pathologie der Universitätsmedizin Göttingen beabsichtigt im Rahmen eines Forschungsprojektes quantitative Protein-Expressionsprofile von 1 000 Formalin-fixierten und Paraffin-eingebetteten menschlichen Tumoren zu erheben. Die Erhebung soll mit Bezug auf die Anzahl der nachgewiesenen und quantifizierten Peptide und Proteine und die bioinformatische Auswertung möglichst umfassende Informationen zu der Tumorentität liefern.
Das Institut für Pathologie der Universitätsmedizin Göttingen beabsichtigt im Rahmen eines Forschungsprojektes quantitative Protein-Expressionsprofile von 1 000 Formalin-fixierten und Paraffin-eingebetteten menschlichen Tumoren zu erheben. Die Erhebung soll mit Bezug auf die Anzahl der nachgewiesenen und quantifizierten Peptide und Proteine und die bioinformatische Auswertung möglichst umfassende Informationen zu der Tumorentität liefern. Obligate Leistungsbestandteile des Angebotes:
a) Der Auftraggeber liefert Gewebeproben von insgesamt 1 000 Formalin-fixierten und Paraffin-eingebetteten humanen Tumoren (z. B. als tissue slices – Details hierzu werden nach Vertragsabschluss vereinbart). Dem Auftragnehmer obliegt es, die enthaltenen Proteine zu extrahieren und mittels hochauflösender Massenspektrometrie zu analysieren, so dass ein möglichst umfassender quantitativer Vergleich des Proteinexpressionsprofils aller Gewebeproben ermöglicht wird. Zur vergleichenden Quantifizierung der Proteinexpressionsprofile ist eine reproduzierbare Analysetiefe von mindestens 6 000 quantifizierten Proteinen pro Probe notwendig bei einer möglichst vollständigen Vermeidung von fehlenden quantifizierten Proteinen,
b) Dem Auftragnehmer (AN) obliegt es, die resultierenden massenspektrometrischen Rohdaten bereitzustellen sowie eine Datenanalyse durchzuführen zur Peptid- und Proteinidentifizierung sowie zur Normalisierung der quantitativen Expressionsdaten, so dass eine vollständige Datenmatrix erzeugt wird, die alle identifizierten Proteine mit relativen Mengen über alle Proben hinweg enthält,
c) Der AN muss die geeigneten Protokolle für die Proteinextraktion und –analyse speziell aus Formalin-fixierten Gewebeproben und speziell auch in der angegebenen Anzahl bereits nachgewiesenermaßen (z. B. durch wissenschaftliche Publikationen oder Referenzen) etabliert und angewendet haben, wobei aufgrund von Limitationen der Gewebeproben eine Menge von circa 1 mm3 Gewebe mit einem Tumorzellgehalt von 60 % für die Analytik ausreichen muss,
d) Der AN muss gewährleisten, dass alle Analysen innerhalb eines verbindlichen Zeitraums von 3 Monaten nach vollständiger Probenübermittlung seitens des Auftraggebers (AG) abgeschlossen sind,
e) Nach der Analyse der Gewebeproben durch den AN ist der verwendete Arbeitsablauf zur Analyse der Proben sowie zur Datenanalyse der resultierenden Rohdaten dem AG insoweit offen zulegen, dass Gewebeproben in Zukunft mit vergleichbaren Ergebnissen auch direkt beim AG analysiert und vergleichend ausgewertet werden können,
f) Durch den AN ist sicherzustellen, dass ein fester Ansprechpartner sowie ein Vertreter für inhaltliche und technische Rückfragen während der gesamten Vertragslaufzeit zur Verfügung stehen. Bei auftretenden Problemen müssen diese spätestens innerhalb eines Arbeitstages für den AG telefonisch oder per E-Mail erreichbar sein,
g) Vertragslaufzeit: 6 Monate ab Auftragserteilung,
h) Alle im Rahmen der Analyse erzeugten Daten werden zum geistigen Eigentum des AG.
— Die Bieter haben ihrem Angebot gemäß §44 VGV einen aktuellen Auszug aus dem Berufs- oder Handelsregister beizufügen (bei Bietern aus einem anderen Mitgliedsstaat eine gleichwertige aktuelle Bescheinigung mit deutschsprachiger Übersetzung.
— Falls keine Eintragungspflicht im Handelsregister besteht, eine formlose Erklärung, weshalb für den Bieter keine Eintragungspflicht besteht und darüber, wer die vertretungsberechtigten Personen sind. Hierfür ausreichend ist eine Eigenerklärung, die einheitliche europäische Eigenerklärung (EEE) gem. §50 VgV wird akzeptiert.
— Angaben zu Auftragsanteilen, welche der Bewerber/Bieter als Unterauftrag zu vergeben beabsichtigt.
— Unterzeichnete Verpflichtungserklärung des/der Nachunternehmer(s) auf besonderes Verlangen des Auftraggebers.
Die nicht rechtzeitige Vorlage der in Ziffer III.1.1)-III.1.3) genannten Unterlagen kann zum Ausschluss aus dem Verfahren führen. Der Auftraggeber behält sich vor, fehlende Unterlagen nachzufordern und Bewerber oder Bewerbergemeinschaften vom Verfahren auszuschließen, die auf einmalige Nachforderung keine oder nur unvollständige Unterlagen nachreichen. Ein Anspruch auf Nachreichung von Unterlagen besteht jedoch nicht. Im Rahmen der Gleichbehandlung kann die Vergabestelle entscheiden, von keinem der Bieter fehlende Unterlagen nachzufordern. Die Vergabestelle behält sich vor, zusätzlich zu den Eigenerklärungen vor Vergabe des Auftrags entsprechende Bescheinigungen der zuständigen behördlichen Stellen zu verlangen. Die von den Bewerbern einzureichenden Unterlagen ergeben sich aus den Ziffern III.1.1)-III.1.3).
Zum Nachweis der Eignung sind mit Angebotsabgabe die nachfolgenden Unterlagen gemäß §§44-46-VgV einzureichen. Grundsätzlich sind Eigenerklärungen vorzulegen (§48 Abs.2 VgV).:
— Erklärung gemäß §48 VGV zum ´Nichtvorliegen der Ausschlussgründe nach §§ 123 und 124 GWB;
— Erklärung des Bieters über den Gesamtumsatz des Unternehmens der letzten 3 Geschäftsjahre(§45VgV);
— Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamtes bzw. Bescheinigung in Steuersachen. Als vorläufiger Beleg der Eignung und des Nichtvorliegens von Ausschlussgründen wird die einheitliche europäische Eigenerklärung (EEE) gem. §50 VgV akzeptiert. Anstelle von Einzelnachweisen genügt der Nachweis in deutscher Sprache, dass das Unternehmen in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder in gleichgestellten Staaten für die ausgeschriebene Leistung präqualifiziert ist und die Unterlagen über eine für den öffentlichen Auftraggeber kostenfreie Datenbank innerhalb der EU im Rahmen eines Präqualifikationssystems abrufbar sind. Bei nicht deutschsprachigen Nachweisen und Belegen ist eine Übersetzung in deutscher Sprache beizufügen;
— ein Bieter kann sich, auch als Mitglied einer Bietergemeinschaft, zum Nachweis seiner Leistungsfähigkeit und/oder Fachkunde (gem. § 47 Abs. 1 VgV) der Fähigkeiten anderer Unternehmen bedienen, ungeachtet des rechtlichen Charakters der zwischen ihm und diesen Unternehmen bestehenden Verbindungen („Eignungsleihe“). In diesem Fall hat der Bieter diese anderen Unternehmen (Dritte) spätestens nach Zuschlagserteilung zu benennen und die unter den Abschnitten „Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit“ und „Technische und berufliche Leistungsfähigkeit“ bezeichneten Erklärungen, Nachweise und Angaben (Unterlagen) für diese Dritten in dem Umfang vorzulegen, in dem sich der Bieter auf die Fähigkeiten der Dritten zum Nachweis der Leistungsfähigkeit und/oder Fachkunde beruft. Außerdem hat der Bieter die hier aufgeführten Eigenerklärungen jeweils auch von diesen benannten Dritten beizubringen. Weitehin sind beizufügen: ggf. Erklärung der Bietergemeinschaft, ggf. Verzeichnis der Nachunternehmerleistungen, ggf. Verzeichnis der Leistungskapazitäten anderer Unternehmen.
Nachweis von geeigneten Referenzen oder Publikationen aus den vergangenen 3 Jahren (möglichst unter Angabe des Rechnungswerts, der Leistungszeit, der vollständigen Adresse, eines Ansprechpartners und dessen Telefonnummer), bei der vergleichbare Leistungen (möglichst im vollen Umfang) erbracht wurden.
Eigenerklärung: Allgemeine Informationen über das Unternehmen (z. B. Firmenbroschüre, Zertifikate, Maßnahmen zur Qualitätssicherung)
Die Vergabestelle behält sich vor, in Zweifelsfragen weitere Eignungsnachweise nachzufordern.
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammer des Landes Niedersachsen beim Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Regierungsvertretung Lüneburg
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen: Es wird auf §§160 ff. GWB (Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen) hingewiesen: Erkannte Vergabeverstöße im Vergabeverfahren sind unverzüglich, jedoch spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Angebotsabgabe zu rügen. Die Vergabekammer leitet ein Nachprüfungsverfahren nur auf Antrag ein. Der Antrag ist unzulässig, soweit: