Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%202003,%20S.%202816
Timestamp: 2019-08-18 20:44:47
Document Index: 147533500

Matched Legal Cases: ['Art 12', '§ 43', '§ 6', 'Art. 12', '§ 1', '§ 43', '§ 6', 'Art. 4']

BVerfG, 04.08.2003 - 1 BvR 2108/02 - dejure.org
https://dejure.org/2003,516
BVerfG, 04.08.2003 - 1 BvR 2108/02 (https://dejure.org/2003,516)
BVerfG, Entscheidung vom 04.08.2003 - 1 BvR 2108/02 (https://dejure.org/2003,516)
BVerfG, Entscheidung vom 04. August 2003 - 1 BvR 2108/02 (https://dejure.org/2003,516)
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Verletzung von GG Art 12 Abs 1 durch wettbewerbsrechtliche Verurteilung wegen unzulässiger Werbung -
Zulässigkeit der Werbung deiner Rechtsanwältin mit sportlichen Erfolgen
Verfassungsbeschwerde einer "sportlichen Rechtsanwältin"
Wettbewerbsverzerrende Informationen von Rechtsanwälten; Werbung von Rechtsanwälten mit eigenen Sporterfolgen; Irreführende Werbung von Freiberuflern; Anpreisung anwaltlicher Erstberatungsgebühren in einem Faltblatt; Werbung mit sachgerechten Informationen
Rechtsanwaltswerbung - Werbung mit sportlichem Erfolg
Anwaltliche Werbung - zur Angabe von sportlichen Erfolgen in einer Kanzleibroschüre
Eingabe in der Suchmaske auf der nächsten Seite: Jahrgang 2003, Seite 275
BRAO § 43b; BORA § 6
GG Art. 12 Abs. 1; § 1 UWG; § 43b BRAO; § 6 Abs. 1 BORA
Rechtsanwalt - Werbung mit sportlichen Erfolgen - Berufsfreiheit
Anwältin war mal Spitzensportlerin - Entsprechende Hinweise in einer Kanzleibroschüre sind "zulässige Imagewerbung"
Rechtsanwältin darf mit ihren sportlichen Erfogen werben
Anwaltsrecht; Werbung mit sportlichen Erfolgen
LG Leipzig, 07.11.2001 - 6 HKO 7467/01
OLG Dresden, 05.02.2002 - 14 U 3109/01
LG Leipzig, 29.05.2002 - 6 HKO 298/02
OLG Dresden, 27.08.2002 - 14 U 1157/02
BVerfG, 20.08.2003 - 1 BvR 2108/02
NJW 2003, 2816
MDR 2003, 1263
GRUR 2003, 965
VersR 2004, 1157
AnwBl 2003, 584
Mit der Stellung des Rechtsanwalts ist im Interesse des rechtsuchenden Bürgers insbesondere eine Werbung nicht vereinbar, die ein reklamehaftes Anpreisen in den Vordergrund stellt, mit der eigentlichen Leistung des Anwalts nichts mehr zu tun hat und sich nicht mit dem unabdingbaren Vertrauensverhältnis im Rahmen eines Mandats vereinbaren lässt (vgl. BVerfG, Beschluss der 2. Kammer des Ersten Senats vom 4. August 2003 - 1 BvR 2108/02 -, NJW 2003, S. 2816 ).
Der Beschwerdeführer muss daher grundsätzlich sein Bild in der Öffentlichkeit positiv zeichnen dürfen (vgl. BVerfG, Beschluss der 2. Kammer des Ersten Senats, NJW 2003, S. 2816 ).
Dabei fällt das von den Verfügungsklägerinnen mit der von ihnen vorgetragenen Begründung beschlossene Tragen des Kopftuches unter den über Art. 4 Abs. 1 und Abs. 2 GG geschützten Bereich der Religionsfreiheit, die als Glaubens- und Bekenntnisfreiheit das Recht umfasst, nach ihrer eigenen Glaubensüberzeugung zu leben und zu handeln, mithin auch eine Schule sowie die weitere Öffentlichkeit aus religiösen Gründen nicht mehr ohne ein Kopftuch zu betreten (BVerfG NJW 2003, 2816; BVerfG NJW 1995, 2477; BAG NJW 2003, 1687).
Einem Mandanten, der beispielsweise in einem Fall mit sportrechtlichem Bezug Rechtsrat einholt, wird daran gelegen sein, einen Rechtsanwalt aufzusuchen, der sich auf Grund seines Vorverständnisses schneller in den Sachverhalt eindenken kann oder sich in den Verbandsstrukturen auskennt (vgl. BVerfG GRUR 2003, 965, 966).