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Timestamp: 2019-06-24 12:34:39
Document Index: 177157257

Matched Legal Cases: ['§ 8', '§ 7', '§ 7', '§ 8', '§ 8', '§ 27', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 27', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8']

Dötsch/Pung/Möhlenbrock (D/P/M), Die Körperschaftsteuer, ... / 6.3.2 Auswirkung auf andere Bescheide | Steuer Office Gold | Steuern | Haufe
Dötsch/Pung/Möhlenbrock (D/P/M), Die Körperschaftsteuer, ... / 6.3.2 Auswirkung auf andere Bescheide
Tz. 157
Die sich aus § 8 Abs 3 S 4 KStG ergebende Stpfl der verdeckten Einlage schlägt über § 7 GewStG auch auf die GewSt durch. Das kstliche Einkommen ist nämlich Ausgangsgröße iSv § 7 S 1 GewStG für die Ermittlung des Gewerbeertrags (s R 7.1 Abs 4 GewStR 2009). Ebenso s Frotscher (in F/M, KStG, § 8 Rn 234).
Demgegenüber hat § 8 Abs 3 S 4 KStG keine Auswirkung auf die Höhe des stlichen Einlagekontos iSv § 27 KStG. Die Rechtsfolge des § 8 Abs 3 S 4 KStG beschränkt sich nämlich auf die Erhöhung des Einkommens. Der Wortlaut schließt damit eindeutig die Versagung eines Zugangs im stlichen Einlagekonto nicht mit ein (ebenso s Dötsch/Pung, DB 2007, 11/14, s Rengers, in Blümich, KStG, § 8 Rn 186). § 8 Abs 3 S 4 KStG ändert nämlich nichts daran, dass dem Grunde nach eine verdeckte Einlage vorliegt; es wird lediglich die übliche Rechtsfolge (außerbilanzielle Einkommenskorrektur) nicht zugelassen. Die verdeckte Einlage verliert also durch § 8 Abs 3 S 4 KStG nicht ihre Eigenschaft als verdeckte Einlage. Für eine Versagung eines Zugangs im stlichen Einlagekonto fehlt in § 27 KStG eine vergleichbare Einschränkung oder zumindest eine Verweisung auf § 8 Abs 3 S 4 KStG. Der Höhe nach ist uE ein Zugang im stlichen Einlagekonto iHd Bruttobetrags der verdeckten Einlage (= Tw des eingelegten WG) anzusetzen. Für eine Reduzierung auf einen Nettobetrag (Tw abzgl auf den entstehenden Ertrag entfallende St) besteht uE keine Rechtsgrundlage; aA allerdings die hM, s Frotscher (in F/M, KStG, § 8 Rn 250), s Schnitger (in Sch/F, KStG, § 8 KStG Rz. 739), s Schulte (in E/S, KStG, § 8 Rn 385) und tendenziell auch Roser (in Gosch, KStG, 2. Aufl, § 8 Rn 124b). Die St-Belastung ist nur eine mittelbare Folgewirkung der verdeckten Einlage; vom Gesellschafter hat die Kö dennoch den Bruttobetrag als Zuwendung erhalten. Mit dieser Sichtweise werden auch die von Frotscher (aaO) erörterten Folgeprobleme der Zuordnung der St-Belastung vermieden, wenn bei der Kö zB auch Verlustvorträge vorhanden sind.