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Timestamp: 2019-07-21 14:05:53
Document Index: 228783047

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 397', 'BGH']

Rechtsprechung: NJW 1984, 1346 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: BGH, 20.12.1983 | BVerfG, 21.02.1984 | BVerfG, 18.11.1983
NJW 1984, 1346
https://dejure.org/1983,303
BGH, 20.12.1983 - VI ZR 19/82 (https://dejure.org/1983,303)
BGH, Entscheidung vom 20.12.1983 - VI ZR 19/82 (https://dejure.org/1983,303)
BGH, Entscheidung vom 20. Dezember 1983 - VI ZR 19/82 (https://dejure.org/1983,303)
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Bestimmung der Tragweite eines wechselseitigen Anspruchsverzichts durch Auslegung - Umfassende und endgültige Entlastung von jeglichen Verpflichtungen - Erstreckung auf unerkannt gebliebene Forderungen aus unerlaubter Handlung - Anforderungen an den Nachweis eines entsprechenden Verzichtswillens - Schadensersatzansprüche wegen betrügerischer Verleitung zur Wechselzeichnung
VersR 1984, 382
Ein Erklärungswille im Sinne eines "Verzichts", der materiellrechtlich als Angebot auf Abschluss eines Erlassvertrages zu verstehen wäre, kann nach ständiger höchstrichterlicher Rechtsprechung nicht vermutet werden (BGH, Urt. v. 20. Dezember 1983 - VI ZR 19/82, NJW 1984, 1346, 1347 m.w.Nachw.;… Urt. v. 15. Juli 1997 - VI ZR 142/95, NJW 1997, 3019, 3021).
Ein Verstoß gegen anerkannte Auslegungsgrundsätze ist u.a. dann gegeben, wenn nicht alle für die Auslegung wesentlichen Tatsachen berücksichtigt worden sind (vgl. Senatsurteil vom 20. Dezember 1983, aaO; BGH, Urteil vom 26. Februar 2003 - VIII ZR 270/01 - NJW 2003, 2382, 2383).
Da der Sachverhalt hinreichend geklärt ist und weitere insoweit erhebliche Feststellungen nicht mehr in Betracht kommen, kann der erkennende Senat die Auslegung selbst vornehmen (vgl. BGHZ 65, 107, 112 [BGH 25.09.1975 - VII ZR 179/73];… BGH, Urt. v. 17. September 1980 - IVb ZR 550/80, FamRZ 1980, 1104 f. m.w.N.;… Urt. v. 23. September 1983 - V ZR 147/82, WM 1983, 1360, 1361 unter II 1 a; Urt. v. 20. Dezember 1983 - VI ZR 19/82, WM 1984, 271, 272 unter II 2 c).
An die Feststellung eines Verzichtswillens sind strenge Anforderungen zu stellen, er darf nicht vermutet werden (vgl. Senatsurteile vom 20. Dezember 1983 - VI ZR 19/82 - NJW 1984, 1346 f. = VersR 1984, 382 f.; vom 15. Juli 1997 - VI ZR 142/95 - NJW 1997, 3019, 3021 = VersR 1998, 122, 123 …und vom 7. März 2006 - VI ZR 54/05 - aaO).
Ein Verstoß gegen anerkannte Auslegungsgrundsätze ist unter anderem dann gegeben, wenn nicht alle für die Auslegung wesentlichen Tatsachen berücksichtigt worden sind (vgl. Senatsurteil vom 20. Dezember 1983 aaO; BGH, Urteil vom 26. Februar 2003 - VIII ZR 270/01 - NJW 2003, 2382, 2383).
Da aber das Berufungsgericht die Vereinbarung lediglich unter dem Gesichtspunkt eines durch sie etwa geschaffenen selbständigen Schuldgrundes für eine Leistungspflicht des Beklagten gewürdigt hat und weitere Feststellungen insoweit nicht in Betracht kommen, kann der Senat die Vereinbarung vom 14. April 1986 hinsichtlich ihres materiell-rechtlichen Gehalts selbst auslegen (vgl. BGHZ 65, 107, 112 [BGH 25.09.1975 - VII ZR 179/73]; Senatsurteil vom 20. Dezember 1983 - VI ZR 19/82 - VersR 1984, 382 m. w. Nachw.).
An die Feststellung eines Verzichtswillens sind strenge Anforderungen zu stellen, er darf nicht vermutet werden (…BGH Urt. v. 15.7.1997 - VI ZR 142/95, NJW 1997, 3019, 3021; BGH Urt. v. 20.12.1983 - VI ZR 19/82, NJW 1984, 1346).
Ein derartiger Verzicht, der - als materiell-rechtlicher Erlaßvertrag im Sinne des § 397 BGB - nicht zur Unzulässigkeit einer dennoch erhobenen Mehrforderungsklage, sondern nur zu deren Unbegründetheit führen könnte (vgl. BGH, Urteil vom 25. September 1978 - VII ZR 281/77 - NJW 1979, 720), kann nicht vermutet werden (vgl. Senatsurteil vom 20. Dezember 1983 - VI ZR 19/82 - NJW 1984, 1346, 1347 m.w.N.).
OLG Bremen, 26.10.2018 - 4 UF 39/18
Umfang des Geltungsbereichs einer Abgeltungsklausel in einem …
OLG Frankfurt, 22.09.1993 - 17 U 43/92
LG Düsseldorf, 08.07.2004 - 4a O 301/03
Hobelgassenbedüsungssystem für einen Strebausbau aus Strebausbaugestellen als …
https://dejure.org/1984,677
BVerfG, 21.02.1984 - 2 BvR 1244/83 (https://dejure.org/1984,677)
BVerfG, Entscheidung vom 21.02.1984 - 2 BvR 1244/83 (https://dejure.org/1984,677)
BVerfG, Entscheidung vom 21. Februar 1984 - 2 BvR 1244/83 (https://dejure.org/1984,677)
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Keine Verfassungsbeschwerde gegen Geldbußen unter 80 DM in Verkehrsordnungswidrigkeitssachen
Geldbußen - Ordnungswidrigkeit - Verkehrszentralregister - Unabwendbare Nachteil
AG Bremen, 06.07.1983 - 95 OWi 610 Js (B) 16950/83
BVerfGE 66, 211
MDR 1984, 732
NStZ 1984, 364 (Ls.)
DÖV 1984, 729
Eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör kann deshalb "in Ausnahmefällen" nur festgestellt werden, wenn sich aus den besonderen Umständen des Einzelfalles deutlich ergibt, daß das Gericht tatsächliches Vorbringen eines Beteiligten überhaupt nicht zur Kenntnis genommen oder doch bei seiner Entscheidung ersichtlich nicht in Erwägung gezogen hat (BVerfGE 27, 248, 252; 28, 378, 384 ff.; 47, 182, 187 ff.; 54, 43, 46; 66, 211, 213).
Das Gericht war nicht verpflichtet, auf jedes Vorbringen des Beschuldigten in den Gründen seiner Entscheidung ausdrücklich einzugehen (vgl. BVerfGE 5, 22 [24]; 66, 211 [212 f.]).
Die Auferlegung der genannten Bußgelder bedeutet für den Beschwerdeführer keinen besonders schweren Nachteil (vgl. BVerfGE 42, 261 ; 66, 211 ).
Nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts ist zunächst grundsätzlich anzunehmen, daß die Gerichte das Vorbringen der Beteiligten zur Kenntnis genommen und in Erwägung gezogen haben (vgl. BVerfGE 27, 248 [BVerfG 02.12.1969 - 2 BvR 320/69]; 54, 43 [BVerfG 15.04.1980 - 1 BvR 1365/78]; 66, 211 [BVerfG 21.02.1984 - 2 BvR 1244/83]).
Daß diese Pflicht verletzt worden ist, ergibt sich nicht schon daraus, daß das Gericht auf einen Einwand in den Gründen seiner Entscheidung nicht ausdrücklich eingeht (vgl. BVerfGE 66, 211 [212 f.]).
Nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts ist zunächst grundsätzlich anzunehmen, daß die Gerichte das Vorbringen der Beteiligten zur Kenntnis genommen und in Erwägung gezogen haben (vgl. u.a. BVerfGE 27, 248 [BVerfG 02.12.1969 - 2 BvR 320/69]; 54, 43 [BVerfG 15.04.1980 - 1 BvR 1365/78]; 66, 211 [BVerfG 21.02.1984 - 2 BvR 1244/83]).
Insbesondere wird das Gebot des rechtlichen Gehörs nicht schon dadurch verletzt, daß der Disziplinarhof auf Einwendungen des Antragstellers nicht ausdrücklich eingegangen ist (BVerfGE 66, 211, 213).
Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass die Gerichte das Vorbringen der Beteiligten zur Kenntnis genommen und in Erwägung gezogen haben (vgl. u.a. BVerfGE 27, 248 ; 40, 101 ; 54, 43 ; 66, 211 ; 75, 369 ; 86, 133 ).
Nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts ist zwar zunächst grundsätzlich anzunehmen, daß die Gerichte das Vorbringen der Beteiligten zur Kenntnis genommen und in Erwägung gezogen haben (vgl. u.a. BVerfGE 27, 248 [BVerfG 02.12.1969 - 2 BvR 320/69]; 54, 43 [BVerfG 15.04.1980 - 1 BvR 1365/78]; 66, 211 [BVerfG 21.02.1984 - 2 BvR 1244/83]).
OLG Düsseldorf, 10.09.1991 - 5 Ss OWi 357/91