Source: http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/57017,60.html
Timestamp: 2020-01-18 00:24:47
Document Index: 203231743

Matched Legal Cases: ['§ 265', '§ 123', '§ 274', '§ 267', '§ 123', '§ 34', '§ 123', '§ 274', '§ 267', '§ 123', '§ 303', '§ 274']

Verfasst am: 12 Apr 2006 - 18:31:44 Titel:
@ matteo: genau. unterlassen ist ja auch nur dann sinnvoll, wenn K geg. A ne verpflichtung gehabt hätte und die gibts nicht, auch nicht wegen einem möglichen darlehensvertrag (von dem zudem nix im SV steht).
Verfasst am: 12 Apr 2006 - 23:44:44 Titel:
also die §§ 265, 303, 305, 30 etc habe ich nur auf konkurrenzebene in einem satz erwähnt. das wird auch in den ganzen Übungsklausuren in der jura und JA etc. so gemacht. mal ne ganz andere Frage: was haltet ihr davon den A wegen des Zerreißens zu rechtfertigen? § 123 ist meiner Meinung nach nicht zu rechtfertigen, aber wenn man mal das Zerreißen isoliert betrachtet....
Verfasst am: 13 Apr 2006 - 01:39:05 Titel:
neinein, Du musst andersherum subsumieren, nicht von jedem Sachverhaltsfetzen aus, sondern vom gesetzestatbestand her. (siehe letzte konversation). das zerreissen ist somit teil des § 274 oder § 267 I var. 2 (je nachdem).
Verfasst am: 13 Apr 2006 - 10:11:01 Titel:
Ja, schon klar... Ich meinte nur, dass ich den § 123 nicht über § 34 rechtfertigen will, weil ihn ein erhebliches Mitverschulden trifft und er meiner Meinung nach auch sonst nach Lage der Dinge nicht bei K einsteigen dürfte. Die Strafbarkeit nach § 123 geht also durch. Jetzt habe ich noch die Strafbarkeit nach § 274 wegen des Zerreißens der Urkunde. (§ 267 scheitert wegen mangelnder Täuschungsabsicht, da er den K nicht täuschen kann und das auch weiß) Und dieses ist meiner Meinung nach gerechtfertigt, wann man es isoliert, das heißt losgelöst von § 123 betrachtet!
Verfasst am: 13 Apr 2006 - 12:11:06 Titel:
ich habe eine Frage bezüglich des Zerreißens, habe ich das jetzt richtig verstanden, dass das in 274 mit abgegolten ist und man nicht nochmal 303 prüft?
Verfasst am: 13 Apr 2006 - 17:31:08 Titel:
§ 303 tritt konkurrenzmäßig hinter § 274 zurück, soweit ich mich erinnern kann. Musst du dann wahrscheinlich nur kurz in einem Satz erwähnen.
Verfasst am: 14 Apr 2006 - 13:22:29 Titel:
habt ihr den notstand beim diebstahl auf der Rechtfertigungsebene noch angeprüft oder direkt verneint?
habt ihr bei der erpressung vollendung oder versuch? wohl eher versuch denk ich ma;
Verfasst am: 14 Apr 2006 - 13:48:05 Titel:
diebstahl hab ich gar nicht geprüft. wieso auch ?
erpressung ist bei mir vollendet, da das vermögen des a bereits konkret gefährdet war...
Verfasst am: 14 Apr 2006 - 15:11:35 Titel:
ähem, würd dir sehr stark empfehlen einen diebstahl zu prüfen, da dieser auch vollendet vorliegt;
bei der erpressung liegt das problem darin, dass das mittel erlaubt war ( drohung mit einer klage) und problematisch ist wiesd mit dem zweck aussieht, da es auch stimmen gibt, die bei einer nichtigen forderung die rechtswidrigkeit verneinen.
Verfasst am: 14 Apr 2006 - 16:29:47 Titel:
Ich habe eine versuchte Erpressung, weil A ja nicht zahlt. Einen Diebstahl habe ich aber auch nicht geprüft! Worin soll denn die Wegnahme liegen? A befindet sich doch im Gewahrsamsbereich des K und davon, dass er die Urkunde in seine Gewahrsamsenklave überführt hat, ist doch im Sachverhalt keine Rede. Und worin liegt die Aneignungsabsicht? Allein in der Benutzung zum Verfälschen? Finde ich persönlich nicht ausreichend. Und auch die Sachwertbegründung geht meiner Ansicht nach hier fehl, weil ein Schuldschein gar keinen Sachwert verkörpert. Was sind denn deine Argumente?