Source: https://www.elektrofachkraft.de/pruefung-der-edv-anlage-nach-betrsichv-und-dguv-vorschrift-3
Timestamp: 2017-10-19 21:52:27
Document Index: 224032046

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 2', '§ 3', '§ 4']

▷ Richtig prüfen nach BetrSichV und DGUV Vorschrift 3
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Prüfung der EDV-Anlage nach BetrSichV und BGV A3 3.2 0 5 44
Die Verantwortung trägt der Betreiber der EDV-Anlage. Grundsätzlich ist gemäß der § 4 Abs. 1 Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) der Arbeitgeber/Betreiber für die sichere Bereitstellung und Benutzung dieser EDV-Komponenten und aller anderer Arbeitsmittel verantwortlich:
„§ 4 Anforderungen an die Bereitstellung und Benutzung der Arbeitsmittel
(1) Der Arbeitgeber hat die nach den allgemeinen Grundsätzen des § 4 des Arbeitsschutzgesetzes erforderlichen Maßnahmen zu treffen, damit den Beschäftigten nur Arbeitsmittel bereitgestellt werden, die für die am Arbeitsplatz gegebenen Bedingungen geeignet sind und bei deren bestimmungsgemäßer Benutzung Sicherheit und Gesundheitsschutz gewährleistet sind.
Ist es nicht möglich, demgemäß Sicherheit und Gesundheitsschutz der Beschäftigten in vollem Umfang zu gewährleisten, hat der Arbeitgeber geeignete Maßnahmen zu treffen, um eine Gefährdung so gering wie möglich zu halten. Die Sätze 1 und 2 gelten entsprechend für die Montage von Arbeitsmitteln, deren Sicherheit vom Zusammenbau abhängt.“
der richtigen Qualifikation des Prüfers (siehe § 2 Abs. 7 BetrSichV zzgl. die Technische Regel für Betriebssicherheit TRBS 1203),
dem Vorhandensein der Prüfgrundlage (z.B. DIN VDE 0701-0702),
Welch ein Segen! Wir bekommen nämlich die Freiheit, den Umfang und die Intervalle der Prüfungen selbst festzulegen. Allerdings erfordert das die Schriftform und muss für einen Außenstehenden transparent, nachvollziehbar und wiederholbar sein. Wenn es zu einem Unfall kommt, wird das wahrscheinlich ein Richter sein, der dann über Recht und Unrecht zu entscheiden hat.
Eine nur mehrjährige (z.B. alle vier bis sechs Jahre) messtechnische Überprüfung von Serverschränken glaubhaft zu untermauern, insbesondere dann, wenn man sich nicht an den Vorgaben der Unfallversicherungsträger (Durchführungsanweisung zur Unfallverhütungsvorschrift DGUV Vorschrift 3 (BGV A3) „Elektrische Anlagen und Betriebsmittel“, Tabelle 1 A („Wiederholungsprüfungen ortsfester elektrischer Anlagen und Betriebsmittel“)) orientiert, kann folgendermaßen aussehen:
Abb. 1: Kaskadierte Steckdosenleisten
Um die elektrische Sicherheit nachzuweisen und gleichzeitig eine Dokumentation inklusive einer Inventarisierung sicherzustellen, sei empfohlen, die Komponenten einzeln einer 100-%-Prüfung gemäß VDE 0701-0702 "Prüfung nach Instandsetzung, Änderung elektrischer Geräte – Wiederholungsprüfung elektrischer Geräte"durch eine befähigte Person nach der Technischen Regel für Betriebssicherheit TRBS 1203 zu unterziehen. Mittels geeigneter Prüfsoftware können anschließend mehrere im Rack verbaute Geräte dann zu einem Verbund zusammengefasst werden.
Immer stärker kommen sogenannte Differenzstrom-Überwachungseinrichtungen (RCMs) zum Einsatz. Durch diese Überwachungsgeräte haben der Arbeitgeber/Betreiber bzw. seine beauftragte befähigte Person durch die erforderliche Gefährdungsbeurteilung zur Prüffristenermittlung (siehe § 3 Abs. 3 BetrSichV) folgende Möglichkeiten:
Beim Austausch von Komponenten ist im Vorfeld eine 100-%-Prüfung dieser Komponenten (natürlich inklusive einer rechtssicheren Dokumentation) die beste Lösung, der Forderung aus § 4 Abs. 1 BetrSichV als Arbeitgeber/Betreiber Rechnung zu tragen.
Diese Praxisfrage sowie weitere zu diesem Thema finden Sie im Produkt Die Elektrofachkraft in der betrieblichen Praxis.
Kommentar von Walter Faust | 08.07.2017
Hallo J. Meyer, im Rahmen der DGUV V3 Prüfung ist mir keine Richtlinie bekannt, die das zustellen von EDV Verteilerschränken regelt. Viele Grüße, Walter Faust
Kommentar von Alex | 09.03.2017
Wiederkehrende Prüfungen – auch als Verbundmessung möglich - Wo steht das denn?