Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%201981,%20222
Timestamp: 2020-03-29 19:48:37
Document Index: 280039105

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 717', '§ 717', '§ 717', '§ 22', 'BGH', '§ 459', '§ 476', 'BGH', '§ 459', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 463', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 139', 'BGH', 'BGH', '§ 139', 'BGH', 'BGH', '§ 139', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 311', '§ 125', '§ 139', 'BGH', '§ 139', 'BGH', '§ 313', '§ 311', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: NJW 1981, 222 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 20.06.1980
BGH, 29.10.1980 - VIII ZR 148/79
https://dejure.org/1980,748
BGH, 29.10.1980 - VIII ZR 148/79 (https://dejure.org/1980,748)
BGH, Entscheidung vom 29.10.1980 - VIII ZR 148/79 (https://dejure.org/1980,748)
BGH, Entscheidung vom 29. Januar 1980 - VIII ZR 148/79 (https://dejure.org/1980,748)
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Ansprüche aus einem Kaufvertrag über Lichtkuppeln für einen Fabrikneubau (Presswerk) - Anspruch auf Schadensersatz wegen Fehlens den Lichtkuppeln von zugesicherten Eigenschaften - Nutzlos aufgewendete Kaufpreiszahlungen, Aufwand für den Ersatz der unbrauchbaren ...
NJW 1981, 222
WM 1980, 1388
DB 1981, 213
Der mit dem Widerklageantrag verfolgte Anspruch aus § 717 Abs. 3 ZPO kann auch im arbeitsgerichtlichen Verfahren (BAG 23. Dezember 1961 - 5 AZR 53/61 - BAGE 12, 158, 166; Senat 5. November 1981 - 6 AZR 577/79 -) und, soweit wie hier der Hauptsacheanspruch noch rechtshängig ist, noch in der Revisionsinstanz gestellt werden (Wieczorek/Schütze/Heß ZPO 3. Aufl. § 717 Rn. 31; Zöller/Herget ZPO 27. Aufl. § 717 Rn. 13; vgl. BAG 1. August 2001 - 4 AZR 298/00 - EzBAT BAT §§ 22, 23 B. 1 Allgemeiner Verwaltungsdienst VergGr. IVb Nr. 27; BGH 29. Oktober 1980 - VIII ZR 148/79 - NJW 1981, 222) .
Damit scheidet ein Wandlungsanspruch wegen Fehlens einer zugesicherten Eigenschaft (§§ 459 Abs. 2, 462 BGB), der von dem vereinbarten Gewährleistungsausschluß auch dann nicht berührt sein müßte, wenn die Voraussetzungen des § 476 BGB fehlen (…BGH, Urt. v. 27. April 1984, V ZR 137/83, WM 1984, 941;… Urt. v. 30. November 1990, V ZR 91/89, zur Veröffentlichung bestimmt), aus; dasselbe gilt für einen unter den gleichen Voraussetzungen gegebenen Schadensersatzanspruch nach § 459 Abs. 2, 463 Satz 1 BGB, der den entrichteten Kaufpreis als Mindestschaden (BGHZ 57, 78, 80; BGH, Urt. v. 29. Oktober 1980, VIII ZR 148/79, WM 1980, 1388, 1389) erfassen würde.
Zur Zusicherung ist darüber hinaus die Erklärung erforderlich, für die Beschaffenheit ohne Verschulden im Sinne einer Gewährleistung einzustehen, einschließlich der Verpflichtung, Schadensersatz bei Fehlen der Eigenschaft zu leisten (BGH Urt. v. 29. Oktober 1980, VIII ZR 148/79, LM BGB § 463 Nr. 38).
Solche bloßen Umschreibungen und Kennzeichnungen des Vertragsgegenstands und -umfangs genügen auch sonst nicht ohne weiteres für die Zusicherung einer Eigenschaft (vgl. etwa BGH NJW 1975, 1693; 1980, 1619 [BVerfG 15.01.1980 - 2 BvL 1/79]m.w.N.; 1980, 1950, insoweit nicht abgedruckt in BGHZ 77, 215; vgl. auch BGH NJW 1981, 222 Nr. 5).
Insbesondere beim Verkauf neu hergestellter beweglicher Sachen ist die Annahme einer stillschweigenden Zusicherung grundsätzlich die Ausnahme, die der besonderen Begründung anhand der Umstände des Einzelfalls bedarf (BGH, Urteil vom 2. Juni 1980 - VIII ZR 78/79 = WM 1980, 1035 unter II 1 a; Urteil vom 29. Oktober 1980 - VIII ZR 148/79 = WM 1980, 1388 unter I 1 a).
Es müssen deshalb Umstände hinzukommen, die erkennen lassen, der Verkäufer wolle für die Einhaltung der fixierten Eigenschaften des Verkaufsgegenstandes ohne jedes Verschulden - im Sinne einer Garantiehaftung - einstehen (vgl. BGH NJW 1988, 1018, 1020; NJW 1981, 222, 223).
Hierfür kommt es entscheidend darauf an, wie der Käufer die Äußerungen des Verkäufers unter Berücksichtigung seines sonstigen Verhaltens und der Umstände, die zum Vertragsschluss geführt haben, auffassen durfte (vgl. BGH NJW 1981, 222, 223).
Es kann nicht eine stillschweigende Zusicherung angenommen werden, dass die in der Baubeschreibung vorgesehene Beschaffenheit zugesichert wird (BGH, DB 1981, 213).
Zur Zusicherung ist darüber hinaus die Erklärung erforderlich, für die Beschaffenheit ohne Verschulden im Sinne einer Gewährleistung einzustehen, einschließlich der Verpflichtung, Schadensersatz bei fehlender Eigenschaft zu leisten (BGH, NJW 1981, 222 ).
OLG Karlsruhe, 04.06.1987 - 9 U 151/85
Die Tatsache, daß auf eine Ausschreibung und ein damit übereinstimmendes Angebot der Vertrag geschlossen wird, besagt für sich allein noch nicht, daß die in der Ausschreibung geforderten Eigenschaften als zugesichert anzusehen sind (vgl. BGH NJW 81, 222).
https://dejure.org/1980,1590
BGH, 20.06.1980 - V ZR 84/79 (https://dejure.org/1980,1590)
BGH, Entscheidung vom 20.06.1980 - V ZR 84/79 (https://dejure.org/1980,1590)
BGH, Entscheidung vom 20. Juni 1980 - V ZR 84/79 (https://dejure.org/1980,1590)
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Erstrecken des Beurkundungserfordernis einer Grundstücksübereignung auf alle weiteren Vereinbarungen und Abreden - Forderung eines Verzichts und der Löschung einer Auflassungsvormerkung bei Widerruf einer Schenkung wegen groben Undanks
Versorgungsabrede im Grundstückskaufvertrag
Daher kommt es in erster Linie darauf an, welche Entscheidung die Parteien bei Kenntnis der Sachlage nach Treu und Glauben und bei vernünftiger Abwägung getroffen hätten (BGH, Urt. v. 20. Juni 1980 - V ZR 84/79, NJW 1981, 222; v. 13. März 1986 - III ZR 114/84, NJW 1986, 2576, 2577; v. 7. Januar 1993 - IX ZR 199/91, NJW 1993, 1587, 1589).
Dem Formzwang unterliegen alle Vereinbarungen, die nach dem Willen der Parteien zu dem schuldrechtlichen Übereignungsgeschäft gehören (ständige Rechtsprechung des Senats, vgl. BGHZ 63, 359, 361 [= MittBayNot 1975, 157]; 69, 266, 268 [ = MittBayNot 1978, 4 m. Anm. Regler]; 74, 346, 348 [= DNotZ 1979, 476 m. Anm. Brambring 484]; Urteil vom 20. Juni 1980, V ZR 84/79, NJW 1981, 222 ).
Auch in einem solchen Fall führt die Unvollständigkeit der Beurkundung im Zweifel (§ 139 BGB) zur Nichtigkeit des Vertrages mit allen Nebenabreden (Senatsurt.v. 20. Juni 1980, V ZR 84/79, NJW 1981, 272; BGHZ 78, 346 ff;… BGH Urt. v. 16. März 1988, VIII ZR 12/87, NJW 1988, 1781).
Haben die Parteien ihre Vereinbarungen, oder die gewollte Einheitlichkeit mit einer anderen Absprache, nur unvollständig beurkunden lassen, sind die nicht beurkundeten Abreden und im Zweifel der gesamte Vertrag (§ 139 BGB) nichtig (vgl. Senatsurt. v. 20. Juni 1980, V ZR 84/79, NJW 1981, 222; BGHZ 78, 346 ff;… BGH Urt. v. 16. März 1988, VIII ZR 12/87, NJW 1988, 1781 = WM 1988, 825).
Nur wenn die Parteien auch ohne den nicht beurkundeten Teil den Grundstücksvertrag abgeschlossen hätten, ist der Formverstoß gemäß § 139 BGB für den übrigen Teil des Geschäfts unschädlich (vgl. BGH NJW 1981, 222; BGH NJW-RR 1993, 14;… Palandt/Heinrichs, a.a.O.).
Keiner Entscheidung bedarf auch die Frage, ob diese Feststellung ausreichte, die Formnichtigkeit des Grundstückskaufvertrages anzunehmen, ohne auf die naheliegende Frage einzugehen, ob die Parteien den Kaufvertrag auch ohne den vom Beklagten zu 1) nach der Einigung über den Kaufpreis erbetenen Erlaß seiner Schulden abgeschlossen hätten (vgl. dazu BGH, Urteil vom 20. Juni 1980 - V ZR 84/79 - NJW 1981, 222).
Nicht beurkundete Abreden, die dem Formerfordernis des § 311b Abs. 1 Satz 1 BGB unterliegen, sind gemäß § 125 BGB nichtig, die Wirksamkeit des beurkundeten Teils des Vertrags richtet sich nach § 139 BGB, insoweit kommt es darauf an, ob der Vertrag im Übrigen ohne die formunwirksamen Abreden geschlossen worden wäre (BGH, Urteil vom 20.6.1980 - V ZR 84/79, bei Juris Rn. 8).
BayObLG, 27.10.1999 - 3Z BR 316/99
Der Formverstoß ist gemäß § 139 BGB unschädlich, wenn die Parteien den beurkundeten Teil des Geschäfts auch ohne den nicht beurkundeten abgeschlossen hätten (vgl. BGH NJW 1981, 222; NJW-RR 1993, 14;… Palandt/Heinrichs aaO Rn. 25).
KG, 23.09.2002 - 24 W 230/01
Wohngeldverpflichtung des werdenden Wohnungseigentümers; nichtiger Kaufvertrag
Gemäß § 313 S. 1 BGB a.F. (jetzt: § 311b Abs. 1 BGB n.F.) unterliegen dem Beurkundungserfordernis nicht nur die Verpflichtung zur Übertragung des Wohnungseigentums, sondern alle Vereinbarungen, die nach dem Willen der Parteien zu dem schuldrechtlichen Übereignungsgeschäft gehören (BGH, NJW 1981, 222; BGHZ 85, 315, 316 = NJW 1983, 563).
OLG Köln, 24.10.1997 - 19 U 21/97
Grundstückskaufvertrag zwischen "erfahrenen Immobilienmaklern"