Source: https://www.verkehrslexikon.de/Texte/Rspr2002.php
Timestamp: 2018-04-24 16:39:17
Document Index: 381838307

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH Urteil v. 29.04.2008 - VI ZR 220/07 - Fiktive Schadensabrechnung bis zur Höhe des Widerbeschaffungswerts
BGH v. 29.04.2008: Fiktive Schadensabrechnung bis zur Höhe des Widerbeschaffungswerts
Der BGH (Urt. v. 29.04.2008 - VI ZR 220/07) hat entschieden:
Ein Unfallgeschädigter kann (fiktiv) die vom Sachverständigen geschätzten Reparaturkosten bis zur Höhe des Wiederbeschaffungswerts in der Regel nur abrechnen, wenn er das Fahrzeug mindestens sechs Monate weiternutzt und zu diesem Zweck - falls erforderlich - verkehrssicher (teil-) reparieren lässt (im Anschluss an BGH, 29. April 2003, VI ZR 393/02, BGHZ 154, 395 ff.; BGH, 23. Mai 2006, VI ZR 192/05, BGHZ 168, 43 ff.).
Siehe auch Fahrzeugschaden und Abstrakte bzw. sog. fiktive Schadensabrechnung - Abrechnung auf Gutachtenbasis
Das Amtsgericht hat die Klage in der Hauptsache abgewiesen und vorgerichtliche Anwaltskosten lediglich aus einem Gegenstandswert von 1.879,06 € in Höhe von 254,62 € zugesprochen.
Das Landgericht hat die Berufung des Klägers, mit der dieser sein ursprüngliches Klageziel weiterverfolgt hat, zurückgewiesen.
Mit der vom Berufungsgericht zugelassenen Revision verfolgte der Kläger seine im Berufungsverfahren zuletzt gestellten Anträge weiter.
1. ... (Ausführungen zur formellen Richtigkeit des Berufungsurteils)
3. Auch der Anspruch des Klägers auf Erstattung der ihm außergerichtlich entstandenen Anwaltskosten gemäß Nr. 2300 VV RVG n.F. bemisst sich daher unter Zugrundelegung des nach Abzug des Restwerts ermittelten Schadensbetrags. Der Ansatz einer 1,5-fachen Gebühr (vgl. Nr. 2300 VV RVG n.F.) beschwert den Kläger nicht. ..."