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Timestamp: 2016-10-28 10:21:47
Document Index: 158476729

Matched Legal Cases: ['Art. 22', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 22', 'Art. 23', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 24', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 1', 'BGE', 'BGE', 'Art. 24', 'BGE', 'BGE', 'Art. 24', 'BGE', 'BGE', 'Art. 24', 'Art. 24', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 24', 'BGE', 'Art. 24', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 24', 'Art. 24', 'BGE', 'BGE', 'Art. 24', 'Art. 24', 'BGE', 'Art. 24', 'Art. 24', 'Art. 24']

141 II 245
141 II 24518. Auszug aus dem Urteil der I. �ffentlich-rechtlichen Abteilung i.S. Swisscom (Schweiz) AG gegen A. und Mitb. (Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten)
1C_265/2014 vom 22. April 2015
Art. 22 et 24 LAT; principes d'am�nagement du territoire applicables aux installations de t�l�phonie mobile en et hors zone � b�tir; application des dispositions communales d'esth�tique � ce genre d'installations et limites d�coulant du droit des t�l�communications et de l'am�nagement du territoire. Une installation de t�l�phonie mobile en zone � b�tir n'est pas contraire au principe de s�paration du milieu b�ti et non b�ti du simple fait qu'elle dessert nettement plus la zone non constructible que la zone constructible (pr�cision de jurisprudence; consid. 2). L'obligation de couverture incombant � l'op�rateur en vertu du droit f�d�ral des t�l�communications ne doit pas �tre rendue impossible ou compliqu�e � l'exc�s par l'application des dispositions communales d'esth�tique (consid. 7.1). Lorsqu'une installation de t�l�phonie mobile est interdite en zone � b�tir en application de ces dispositions, le principe de s�paration des zones constructibles et non constructibles impose en premier lieu que d'autres emplacements convenables soient trouv�s en zone � b�tir (consid. 7.6 et 7.7). Lorsque cela n'est pas possible, un emplacement alternatif peut �tre exig� hors de la zone � b�tir si, au terme d'une �valuation concr�te, une autorisation exceptionnelle peut �tre d�livr�e au sens de l'art. 24 LAT (consid. 7.8 et 7.9). Faits � partir de page 246
BGE 141 II 245 S. 246
A. Am 16. M�rz 2011 stellte die Swisscom (Schweiz) AG (nachstehend: Swisscom) bei der politischen Gemeinde Bichelsee-Balterswil (nachstehend: Gemeinde) das Gesuch, im Weiler Ifwil den Abbruch einer bestehenden und den Bau einer neuen Mobilfunkanlage auf der Parzelle Nr. 359 des Grundbuchs Bichelsee-Balterswil zu bewilligen. Diese Parzelle (...) befindet sich gem�ss dem Zonenplan der Gemeinde in der Dorf- und Weilerzone DW2. Die bisherige Anlage ist gemessen ab dem bestehenden Terrain 15 m hoch. Der von aussen sichtbare Teil des Antennenmastes befindet sich auf dem Getr�nkelager der N. AG. Der Mast der neuen Anlage soll freistehend in einem Abstand von ca. 1,6 m zur Nordfassade dieses Lagers errichtet werden, eine H�he von 21 m erreichen und mit zwei GSM/BGE 141 II 245 S. 247UMTS-Sendern mit einer �quivalenten abgestrahlten Leistung (effective radiated power, ERP) von insgesamt 4300 Watt ausgestattet werden (zwei GSM-Sender mit 800 und 900 WERP und zwei UMTS-Sender mit 1200 und 1400 WERP ).
Gegen das �ffentlich aufgelegte Baugesuch gingen zw�lf Einsprachen ein. (...) Mit Entscheid vom 23. April 2012 verweigerte der Gemeinderat der politischen Gemeinde Bichelsee-Balterswil in teilweiser Gutheissung der Einsprachen die Baubewilligung f�r die geplante Mobilfunkanlage, da er davon ausging, sie widerspreche den Eingliederungsvorschriften im kommunalen Baureglement.
B. Die Swisscom rekurrierte gegen die Verweigerung der Baubewilligung an das Departement f�r Bau und Umwelt (DBU) des Kantons Thurgau. Dieses f�hrte am 15. August 2012 einen Augenschein durch und wies mit Entscheid vom 8. Juli 2013 in Gutheissung des Rekurses die Streitsache zur Erteilung der Baubewilligung an die Gemeinde zur�ck.(...)
Gegen den Entscheid des DBU reichten die Gemeinde, die Ehegatten A. und verschiedene Mitbeteiligte und die Ehegatten B. beim Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau je eine Beschwerde ein. Das Verwaltungsgericht vereinigte die Beschwerden und f�hrte am 20. November 2013 einen Augenschein durch. Mit Entscheid vom 19. M�rz 2014 hob es den Entscheid des DBU vom 8. Juli 2013 in Gutheissung der Beschwerden auf und best�tigte die von der Gemeinde ausgesprochene Bauverweigerung.
C. Die Swisscom (Beschwerdef�hrerin) erhebt Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten mit den Antr�gen, den Entscheid des Verwaltungsgerichts vom 19. M�rz 2014 aufzuheben und den Entscheid des DBU vom 8. Juli 2013 zu best�tigen.
Das Verwaltungsgericht und die Gemeinde schliessen auf Abweisung der Beschwerde. Die Beschwerdegegner (...) beantragen, das angefochtene Urteil sei zu best�tigen. Das DBU stellt den Antrag, die Beschwerde gutzuheissen. In ihrer Replik h�lt die Beschwerdef�hrerin an ihren Antr�gen fest. Die Ehegatten A. und weitere Beschwerdegegner reichten eine Duplik ein, ohne neue Antr�ge zu stellen. Die Beschwerdef�hrerin verzichtete auf eine Stellungnahme zur Duplik.
Am 22. April 2015 hat das Bundesgericht in �ffentlicher Sitzung �ber die Beschwerde beraten. Es weist die Beschwerde im Sinne der Erw�gungen ab.
BGE 141 II 245 S. 248
2. 2.1 Grunds�tzlich ist es Sache des kantonalen (bzw. kommunalen) Rechts und der Nutzungsplanung festzulegen, in welchen Zonen Infrastrukturbauten - zu denen auch Mobilfunkanlagen geh�ren - generell zul�ssig sind bzw. ausnahmsweise zugelassen werden k�nnen (Art. 22 Abs. 2 lit. a und Art. 23 des Raumplanungsgesetzes vom 22. Juni 1979 [RPG; SR 700]; BGE 138 II 173 E. 5.3 S. 178). Denkbar ist zum Beispiel eine Negativplanung, die in einem bestimmten schutzw�rdigen Gebiet oder auf gewissen Schutzobjekten die Erstellung von Mobilfunkantennen untersagt (BGE 133 II 353 E. 4.2 S. 360 mit Hinweis). Zul�ssig ist auch ein Kaskadenmodell, das Mobilfunkanlagen in erster Linie in den Arbeitszonen, in zweiter Linie in den �brigen (gemischten) Bauzonen, in dritter Priorit�t in den Wohnzonen zul�sst (BGE 138 II 173 E. 6.4-6.6 S. 182 ff.). Unabh�ngig vom kantonalen Recht ergibt sich aus dem fundamentalen raumplanerischen Grundsatz der Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet, dass Infrastrukturanlagen zur Erschliessung oder Versorgung des Siedlungsgebiets grunds�tzlich innerhalb und nicht ausserhalb der Bauzonen errichtet werden m�ssen. Daraus hat das Bundesgericht abgeleitet, dass Mobilfunkanlagen innerhalb der Bauzonen nur als zonenkonform betrachtet werden k�nnten, soweit sie hinsichtlich Standort und Ausgestaltung in einer unmittelbaren funktionellen Beziehung zum Ort stehen, an dem sie errichtet werden sollen, und im Wesentlichen Bauzonenland abdecken (BGE 133 II 321 E. 4.3.1. und 4.3.2 S. 324 f.; vgl. auch: BGE 138 II 173 E. 5.3 S. 178). 2.2 Unter Bezugnahme auf diese Rechtsprechung f�hrte das Verwaltungsgericht aus, in der Gemeinde Bichelsee-Balterswil gebe es bez�glich Mobilfunkanlagen keine besonderen Planungsmassnahmen im Sinne einer Negativ- oder Positivplanung bzw. eines Kaskadenmodells. F�r die Frage der Zonenkonformit�t der umstrittenen Anlage sei somit lediglich der Nachweis erforderlich, dass die Anlage der lokalen Versorgung diene bzw. einen funktionellen Bezug zur Wohnzone aufweise. Hierf�r k�nne gem�ss BGE 138 II 173 (E. 5.4) verlangt werden, dass die Anlage von ihren Dimensionen und ihrer Leistungsf�higkeit her der f�r die betreffende Nutzungszone �blichen Ausstattung entspreche. Eine solche Ausstattung liege bez�glich der vorliegend umstrittenen Anlage wohl nicht mehr vor, weil sie im Weiler Ifwil mit einer Bauzone von 0,08 km2 eine rund 30 Mal gr�ssere Fl�che von mindestens 2,4 km2 im Nichtbaugebiet abdecke und BGE 141 II 245 S. 249damit zu einem weit �berwiegenden Teil der Versorgung eines �ber den Weiler Ifwil hinausgehenden Gebiets bzw. der Verbindungsstrasse zwischen Guntershausen und Eschlikon sowie der SBB-Linie diene.
2.3 Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, die funktionelle Beziehung der geplanten Anlage zu ihrem Standort sei zu bejahen. Da die Strahlung einer Anlage an der Zonengrenze nicht haltmache, sei in l�ndlichen Gebieten die Miterfassung von Nichtbaugebieten und angrenzenden Gemeinden praktisch unvermeidlich. Der vom Verwaltungsgericht angestellte Fl�chenvergleich verkenne daher die physikalischen Grundlagen des Mobilfunks und verstosse gegen den Grundsatz der Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet, weil die Beschr�nkung des Versorgungsbereichs der projektierten Anlage auf den Weiler Ifwil zus�tzliche Mobilfunkanlagen im Nichtbaugebiet erforderlich machen w�rde.
2.4 Gem�ss dem vom Verwaltungsgericht angerufenen BGE 138 II 173 (E. 5.4 S. 179) ist mit dem Bundesumweltrecht vereinbar, dass ein kommunales Baureglement in der Wohnzone nur Mobilfunkanlagen zul�sst, die der lokalen Versorgung dienen, d.h. einen funktionellen Bezug zu dieser Zone aufweisen und von ihren Dimensionen und ihrer Leistungsf�higkeit her der in reinen Wohnzonen �blichen Ausstattung entsprechen. Zur Begr�ndung f�hrte das Bundesgericht aus, es k�nne sich rechtfertigen, in Zonen, die in erster Linie f�r das Wohnen bestimmt sind, die Errichtung von Mobilfunkanlagen, die ideelle Immissionen verursachen k�nnen, von einem funktionalen Zusammenhang zur jeweiligen Zone abh�ngig zu machen (BGE 138 II 173 E. 7.4.3 S. 188). Aus dieser Rechtsprechung kann entgegen der Meinung des Verwaltungsgerichts nicht abgeleitet werden, dass Mobilfunkanlagen generell nur der lokalen Versorgung ihrer Zone dienen d�rfen. Vielmehr setzt eine solche Beschr�nkung eine entsprechende kantonale bzw. kommunale Regelung bez�glich Wohnzonen voraus. So erw�hnte das Bundesgericht im genannten Entscheid, dass die beurteilte Bestimmung Teil einer Kaskadenregelung bildete, die in gemischten Zonen und Arbeitszonen Mobilfunkanlagen zur Versorgung grosser Gemeindeteile zuliess, was es als zul�ssig ansah (BGE 138 II 173 E. 7.4.3 S. 189). Im gleichen Sinne erachtete es eine in R�fis in einer Wohnzone vorgesehene Mobilfunkanlage als zonenkonform, die zun�chst verschiedene Wohn-, sowie Wohn- und Gewerbezonen und dar�ber hinaus das Nichtbaugebiet der Rheinebene versorgen sollte (Urteil 1C_245/2013 BGE 141 II 245 S. 250vom 10. Dezember 2013 E. 2.4). Als zonenkonform qualifizierte es auch eine Mobilfunkanlage in Aesch, deren Versorgungsgebiet auch die Nichtbaugebiete und angrenzende Gemeinden umfasst, wobei es ausf�hrte, im l�ndlichen Bereich sei die Miterfassung dieser Gebiete praktisch unvermeidlich (Urteil 1C_642/2013 vom 7. April 2014 E. 4.4). Diesbez�glich ist zu ber�cksichtigen, dass das von einer Mobilfunkanlage mit Mobilfunkleistungen versorgte Gebiet namentlich von der Anzahl Nutzer abh�ngt. In st�dtischen Gebieten, in denen auf kleinem Raum viele Mobiltelefone verwendet werden, sind daher die Versorgungsgebiete kleiner als im l�ndlichen Raum, wo ihr Durchmesser mehrere Kilometer betragen kann (Leitfaden Mobilfunk f�r Gemeinden und St�dte, Bundesamt f�r Umwelt und andere [Hrsg.], 2010, S. 12 f.; vgl. auch Urteil 1C_245/2013 vom 10. Dezember 2013 E. 2.2). Demnach erfassen im l�ndlichen Bereich die Versorgungsgebiete von Mobilfunkanlagen oft neben Baugebieten auch verh�ltnism�ssig grosse Nichtbaugebiete. Befinden sich diese Anlagen im Baugebiet, beanspruchen sie kein Nichtbaugebiet und stehen daher im Einklang mit dem Grundsatz der Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet. Aus diesem Grundsatz kann daher nicht abgeleitet werden, dass Mobilfunkanlagen in der Bauzone nur der lokalen Versorgung des Baugebiets dienen d�rfen. Eine solche Beschr�nkung liesse f�r die Versorgung der Nichtbauzonen mit Mobilfunkdiensten grunds�tzlich nur Mobilfunkanlagen ausserhalb der Bauzonen zu. Dies w�rde dem Grundsatz der Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet widersprechen, gem�ss welchem Mobilfunkanlagen ausserhalb der Bauzone nicht zonenkonform sind und daher eine Ausnahmebewilligung gem�ss Art. 24 RPG erfordern (BGE 138 II 570 E. 4 S. 572; vgl. auch BGE 133 II 321 E. 4.3.3 S. 325 f.). Die vorliegend umstrittene Mobilfunkanlage verst�sst daher nicht gegen Bundesumweltrecht, weil ihr Versorgungsgebiet fl�chenm�ssig erheblich mehr Land in der Nichtbauzone als in der Bauzone umfasst.
7. 7.1 Soweit kommunale Bau- und Zonenvorschriften Mobilfunkanlagen betreffen, m�ssen sie die sich aus dem Bundesumwelt- und -fernmelderecht ergebenden Schranken beachten. In diesem Rahmen sind kommunale ortsplanerische Bestimmungen, die zur Wahrung des Charakters oder der Wohnqualit�t eines Quartiers die Errichtung von Mobilfunkanlagen einschr�nken, grunds�tzlich m�glich (BGE 133 II 64 E. 5.3 S. 67). Auch ist nicht ausgeschlossen, allgemeine �sthetikklauseln auf solche Anlagen anzuwenden. Dabei ist BGE 141 II 245 S. 251indessen auf die Zielsetzungen der Fernmeldegesetzgebung des Bundes angemessen R�cksicht zu nehmen (BGE 133 II 353 E. 4.2 S. 360, BGE 133 II 64 E. 5.3 S. 67). Die im Interesse des Ortsbildschutzes erlassenen ortsplanerischen Bestimmungen d�rfen daher die Wahrnehmung des Versorgungsauftrags der Mobilfunkbetreiber gem�ss der Fernmeldegesetzgebung nicht vereiteln oder �ber Geb�hr erschweren. Diese Gesetzgebung soll insbesondere eine zuverl�ssige und erschwingliche Grundversorgung mit Fernmeldediensten f�r alle Bev�lkerungskreise in allen Landesteilen gew�hrleisten und einen wirksamen Wettbewerb beim Erbringen von Fernmeldediensten erm�glichen (Art. 1 Abs. 2 lit. a und c des Fernmeldegesetzes vom 30. April 1997 [FMG; SR 784.10]). Die Mobilfunkversorgung aller Landesteile soll dabei nicht nur die Bau-, sondern auch die Nichtbaugebiete und die dadurch f�hrenden Strassen und Bahnlinien erfassen (BGE 138 II 570 E. 4.2 S. 573).
7.2 Das Verwaltungsgericht f�hrte bez�glich der Interessen der Fernmeldegesetzgebung aus, die gest�tzt auf eine positive kommunale �sthetikvorschrift verweigerte Baubewilligung f�r eine Mobilfunkanlage f�hre nicht zu einem �berm�ssigen Erschwernis f�r die Beschwerdef�hrerin, weil sie die Versorgung des Weilers Ifwil mit Mobilfunkleistungen anstatt mit der geplanten Anlage durch eine entsprechende Anlage am Alternativstandort ca. 400 m �stlich des Weilers Ifwil beim Unterwerk des Energieversorgungsunternehmens "EKT" voraussichtlich auch sicherstellen k�nne. Am Augenschein bei diesem Standort h�tten Mitarbeiter der Beschwerdef�hrerin best�tigt, dass dort die Erstellung einer Mobilfunkanlage technisch m�glich sei und keine Gefahr von Interferenzen bestehe. Die Eigent�merin der entsprechenden Parzelle sei mit der Errichtung einer solchen Anlage einverstanden. Mangels eines entsprechenden Baugesuchs sei die Bewilligungsf�higkeit einer solchen Anlage beim EKT-Unterwerk ausserhalb der Bauzone zwar noch nicht rechtskr�ftig beurteilt worden. Da sich dort bereits massive Hochspannungsmasten bef�nden, sei dieser Standort jedoch gem�ss der Rechtsprechung (BGE 133 II 321 E. 4.3.3) "erheblich geeigneter" als derjenige in der Dorf- und Weilerzone, weshalb gem�ss Art. 24 RPG eine Ausnahmebewilligung erteilt werden k�nne. Der Alternativstandort f�hre zwar f�r das Gebiet westlich von Ifwil zu einer Empfangsverschlechterung, die jedoch gem�ss den unbestritten Angaben der Gemeinde mit der anstehenden Um- bzw. Aufr�stung der Mobilfunkanlagen in Guntershausen/Aadorf gut korrigiert werden k�nne. Zudem br�chte der Alternativstandort f�r das Gebiet �stlich von BGE 141 II 245 S. 252Ifwil Empfangsvorteile. Sodann sei zu beachten, dass die geplante Mobilfunkanlage vom Sitzplatz und Schlafzimmer der rund 25 m entfernten Liegenschaft am Rebenacker 6 (Par.-Nr. 719) aus gesehen "st�ndig pr�sent" sei, da sie - anders als die bestehende Anlage - nicht im Gel�nde verschwinde. Demnach seien die Interessen der Beschwerdef�hrerin am Bau der vorgesehenen Mobilfunkanlage als geringer zu werten als die entgegenstehenden �ffentlichen Interessen an der Bewahrung des Ortsbildes von Ifwil und die privaten Interessen der unmittelbar betroffenen Grundeigent�mer.
7.3 Die Beschwerdef�hrerin r�gt, das Verwaltungsgericht habe gegen Bundesrecht verstossen, weil es die geplante Antenne als mit einer kommunalen �sthetikregelung unvereinbar erkl�re, ohne eine (zutreffende) Abw�gung mit den Grundrechtsanspr�chen der Beschwerdef�hrerin und den Interessen der Fernmeldegesetzgebung vorzunehmen. Zur Wahrung dieser Interessen m�sse gem�ss BENJAMIN WITTWER (Bewilligung von Mobilfunkanlagen, 2. Aufl. 2008, S. 96) eine durchschnittlich dimensionierte Mobilfunkanlage in einer durchschnittlichen Wohnzone ohne weiteres zugelassen werden. Die geplante Mobilfunkanlagenlage sei von ihren Dimensionen her mit Anlagen in Wohnzonen vergleichbar.
7.4 Nach der Praxis der Stadt Z�rich und der kantonalen Rechtsmittelinstanzen des Kantons Z�rich sind durchschnittlich dimensionierte Mobilfunkanlagen unter dem Gesichtspunkt der Einordnung in der Regel zuzulassen, sofern nicht individuelle Schutzobjekte tangiert werden oder sonst wie spezielle Verh�ltnisse vorliegen (Urteil 1C_244/2007 vom 10. April 2008 E. 3.2 betreffend eine Mobilfunkanlage mit einem ca. 3 m hohen Mast auf einem Dach). Entsprechend f�hrte BENJAMIN WITTWER am von der Beschwerdef�hrerin angegebenen Ort aus, die Interessenabw�gung mit den Zielen der Fernmeldegesetzgebung f�hre dazu, dass eine durchschnittlich dimensionierte Mobilfunkanlage in einer durchschnittlichen Wohnzone ohne weiteres zugelassen werden m�sse. Er gab jedoch einschr�nkend an, anders verhalte es sich etwa in einer Kernzone, in der die Einordnung ungen�gend erscheinen m�ge. Sodann nannte er als Beispiel einer ungen�genden Einordnung gem�ss der �sthetischen Generalklausel in � 238 Abs. 1 des Z�rcher Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG; LS 700.1) eine Mobilfunkanlage mit einem �ber 20 m hohen Mast in der Wohnzone (WITTWER, a.a.O., S. 95 f.). Demnach entspricht die vorliegend umstrittene Anlage mit einem 21 m hohen freistehenden Mast in einer l�ndlichen Dorf- und Weilerzone mit erh�hten �sthetischen Anforderungen nicht BGE 141 II 245 S. 253der von BENJAMIN WITTWER angesprochen "durchschnittlich dimensionierten Mobilfunkanlage in einer durchschnittlichen Wohnzone". Aus diesen allgemeinen Angaben kann die Beschwerdef�hrerin daher nichts f�r sich ableiten.
7.5 Weiter bringt die Beschwerdef�hrerin vor, �ber die Bewilligungsf�higkeit einer Mobilfunkanlage am Alternativstandort beim EKT-Unterwerk sei nicht zu entscheiden, weil dieser Standort nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens sei. Da das Bauvorhaben haupts�chlich der Erg�nzung des bisherigen GSM-Netzes mit UMTS-Leistungen diene, sei es naheliegend gewesen, den Ausbau am bisherigen Standort zu planen. Dieser sei besser in die bestehende Netzstruktur integriert als der vom Verwaltungsgericht bevorzugte Ersatzstandort in 400 m Entfernung. F�r ein entsprechendes Baugesuch habe entgegen der Meinung des Verwaltungsgerichts keine Veranlassung bestanden. Zudem sei die Planungs- und Gesetzgebungskompetenz der Gemeinden und Kantone grunds�tzlich auf das Baugebiet begrenzt. Nicht zul�ssig sei dagegen, Mobilfunkanbieter im Rahmen eines Kaskadenmodells zu verpflichten, die Bewilligungsf�higkeit von Antennenstandorten ausserhalb des Baugebiets zu kl�ren, bevor ein Standort innerhalb der Bauzone in Betracht gezogen werden k�nne. Ein solches Modell w�rde dem Grundsatz der Trennung zwischen Bau- und Nichtbaugebiet widersprechen und w�re bundesrechtswidrig.
7.6 Zutreffend ist, dass Mobilfunkanlagen als Infrastrukturbauten gem�ss dem Prinzip der Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet ausserhalb der Bauzone grunds�tzlich nicht zonenkonform sind und daher dort nur errichtet werden d�rfen, wenn eine Ausnahmebewilligung gem�ss Art. 24 RPG erteilt werden darf (BGE 138 II 570 E. 4 S. 572; vgl. auch BGE 133 II 321 E. 4.3.3 S. 325). 7.6.1 Art. 24 RPG setzt voraus, dass (a) der Zweck der Bauten und Anlagen einen Standort ausserhalb der Bauzonen erfordert und (b) keine �berwiegenden Interessen entgegenstehen. Eine Anlage ist im Sinne von Art. 24 lit. a RPG standortgebunden, wenn sie aus technischen oder betriebswirtschaftlichen Gr�nden auf einen Standort ausserhalb der Bauzone angewiesen ist oder wenn die Anlage aus bestimmten Gr�nden in einer Bauzone ausgeschlossen ist (vgl. BGE 129 II 63 E. 3.1 S. 68; BGE 124 II 252 E. 4a S. 255 f.; BGE 123 II 256 E. 5a S. 261). Nach bundesgerichtlicher Praxis muss jedoch ein Standort in der Bauzone nicht absolut ausgeschlossen sein. Es gen�gt die relative Standortgebundenheit, wenn gewichtige Gr�nde einen BGE 141 II 245 S. 254 Standort in der Nichtbauzone gegen�ber anderen Standorten innerhalb der Bauzone als erheblich vorteilhafter erscheinen lassen (vgl. BGE 123 II 499 E. 3b/cc S. 509; BGE 115 Ib 472 E. 2d S. 484; Urteil 1A.120/2006 vom 12. Februar 2007 E. 3.1 mit Hinweisen, in: URP 2007 S. 830). Die Bejahung der relativen Standortgebundenheit setzt eine umfassende Interessenabw�gung voraus, die sich mit derjenigen nach Art. 24 lit. b RPG �berschneidet (Urteil 1C_604/2014 vom 12. Mai 2015 E. 2.3 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 133 II 321 E. 4.3.3 S. 326).
7.6.2 Nach der Rechtsprechung sind Mobilfunkanlagen im Sinne von Art. 24 lit. a RPG absolut standortgebunden, wenn eine Deckungs- oder Kapazit�tsl�cke aus funktechnischen Gr�nden mit einem oder mehreren Standorten innerhalb der Bauzonen nicht in gen�gender Weise beseitigt werden kann. Die relative Standortgebundenheit von Mobilfunkanlagen kann bejaht werden, wenn sie ausserhalb der Bauzone keine erhebliche Zweckentfremdung von Nichtbauzonenland bewirken und nicht st�rend in Erscheinung treten. Dies kann zutreffen, wenn sie an bestehende Bauten und Anlagen wie z.B. Hochspannungsmasten oder landwirtschaftliche Geb�ude und Anlagen montiert werden k�nnen (BGE 133 II 321 E. 4.3.3 S. 326 f.; vgl. auch BGE 138 II 570 E. 4.3 S. 573 f.). Entsprechend wurde die relative Standortgebundenheit einer in der Landwirtschaftszone geplanten Mobilfunkanlage bejaht, die neben der Verbesserung der GSM-Leistungen f�r umliegende D�rfer haupts�chlich eine durch diese Zone f�hrende Bahnlinie mit UMTS-Leistungen versorgen sollte und in der N�he einer wichtigen Bahnlinie an ein bestehendes Geb�ude angebaut werden konnte, weshalb sie kaum st�rend in Erscheinung trat und nur in minimalem Umfang Land beanspruchte (BGE 138 II 570 E. 4 S. 572 ff.).
7.7 Nach dem Gesagten ist gem�ss dem Grundsatz der Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet bei der Anwendung von �sthetikregelungen auf Mobilfunkanlagen bez�glich der Wahrung der Interessen der Fernmeldegesetzgebung in erster Linie zu pr�fen, ob taugliche Ersatzstandorte innerhalb der Bauzone vorhanden sind. Dies ist vorliegend zu verneinen. Die Gemeinde nannte zwar einen Alternativstandort auf der noch un�berbauten Gewerbezone s�dlich der Aadorferstrasse. Gem�ss den Ausf�hrungen des DBU m�sste an diesem tiefer gelegenen Ort der Mast der Mobilfunkanlage jedoch bis 10 m h�her errichtet werden, weshalb er dort wesentlich st�render in Erscheinung treten w�rde als am geplanten Standort. Entsprechend nannte das Verwaltungsgericht nur einen Alternativstandort ausserhalb der Bauzone. Damit stellt sich die Frage, ob ein solcher BGE 141 II 245 S. 255Standort bei der Ber�cksichtigung der Interessen der Fernmeldegesetzgebung einbezogen werden darf.
7.8 Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung w�re mit der Fernmeldegesetzgebung des Bundes unvereinbar, eine kommunale allgemeine �sthetikvorschrift betreffend die H�he von Dachaufbauten auf Mobilfunkanlagen anzuwenden, wenn damit solche Anlagen im �berbauten Gebiet weitgehend verboten w�rden (BGE 133 II 353 E. 4.2 S. 359). Unzul�ssig ist auch, Mobilfunkanlagen, die im Wesentlichen der Versorgung des Siedlungsgebiets dienen, generell und ohne eine (nach Art. 24 RPG) erforderliche konkrete Standortevaluation und Interessenabw�gung, auf Gebiete ausserhalb der Bauzone zu verweisen (Urteil 1C_318/2011 vom 8. November 2011 E. 6). Damit wird nicht ausgeschlossen, solche Mobilfunkanlagen im Rahmen einer konkreten Standortevaluation an Standorten ausserhalb der Bauzone zuzulassen, wenn sie dort gest�tzt auf eine umfassende einzelfallbezogene Interessenabw�gung gem�ss Art. 24 RPG bewilligt werden d�rfen. Entsprechend liess das Bundesgericht baupolizeiliche Regelungen zu, welche f�r die Erstellung von Mobilfunkanlagen eine Standortevaluation vorsehen, bei der die Baubewilligungsbeh�rde den Baustandort im Rahmen einer umfassenden Interessenabw�gung festzulegen hat (BGE 133 II 353 E. 4.2 S. 360; BGE 138 II 173 E. 6.3 S. 182). Das Verwaltungsgericht hat daher kein Bundesrecht verletzt, wenn es bei der Anwendung einer kommunalen �sthetikregelung unter Ber�cksichtigung eines bestimmten Alternativstandorts ausserhalb der Bauzonen eine konkrete Standortevaluation vornahm und dabei im Rahmen einer umfassenden Interessenabw�gung pr�fte, ob an diesem Ort f�r eine Mobilfunkanlage gem�ss Art. 24 RPG eine Ausnahmebewilligung in Frage kommt.
7.9 Bez�glich dieser Pr�fung ist zu ber�cksichtigen, dass die umstrittene Mobilfunkanlage �berwiegend der Versorgung von Nichtbaugebiet dienen soll (vgl. E. 2.2 hiervor) und sie am Alternativstandort inmitten der elektrischen Anlagen und Hochspannungsmasten des Unterwerks - anders als im Weiler Ifwil - wohl im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. E. 7.6.2 hiervor) nicht st�rend in Erscheinung treten und keine erhebliche Zweckentfremdung von Nichtbauzonenland bewirken wird. Unter diesen Umst�nden kann eine Mobilfunkanlage am Alternativstandort im Sinne von Art. 24 RPG als relativ standortgebunden erscheinen. Dies bestreitet die Beschwerdef�hrerin vor Bundesgericht nicht. Sie stellt auch nicht in Frage, dass die versorgungstechnischen Nachteile am Alternativstandort durch die Um- oder Aufr�stung der bestehenden BGE 141 II 245 S. 256Mobilfunkanlage in Guntershausen/Aadorf mit zumutbarem Aufwand behoben werden k�nnten. Demnach ist gest�tzt auf die mangels eines konkreten Baugesuchs notwendigerweise nur vorl�ufige Pr�fung des Standorts beim EKT-Unterwerk davon auszugehen, dieser sei ein tauglicher und gem�ss Art. 24 RPG bewilligungsf�higer Alternativstandort. Damit erweist sich der Standort im Weiler Ifwil zur Erf�llung des Versorgungsauftrages der Beschwerdef�hrerin bei derzeitigem Kenntnisstand als nicht erforderlich. Das Verwaltungsgericht hat daher weder gegen das Fernmelderecht des Bundes noch gegen den Grundsatz der Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet verstossen, wenn es gest�tzt auf eine positive kommunale �sthetikregelung im Interesse des Erhalts des l�ndlichen Ortsbilds von Ifwil das Ausweichen auf diesen Alternativstandort verlangte. Sollte sich dieser Standort jedoch bei der Pr�fung eines konkreten Baugesuchs entgegen den heutigen Erwartungen f�r die Versorgung des Weilers Ifwil und seiner Umgebung mit Mobilfunkleistungen als ungeeignet erweisen, m�sste erneut ein Standort innerhalb der Bauzone von Ifwil in Betracht gezogen werden (vgl. E. 7.1 hiervor).
138 II 570,
133 II 353 suite... ,
Art. 24 lit. a RPG,
Art. 24 lit. b RPG