Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VI%20ZR%20211/54
Timestamp: 2019-05-24 16:12:12
Document Index: 22842984

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1542', '§ 80', '§ 103', '§ 112', '§ 237']

BGH, 30.11.1955 - VI ZR 211/54 - dejure.org
https://dejure.org/1955,146
BGH, 30.11.1955 - VI ZR 211/54 (https://dejure.org/1955,146)
BGH, Entscheidung vom 30.11.1955 - VI ZR 211/54 (https://dejure.org/1955,146)
BGH, Entscheidung vom 30. November 1955 - VI ZR 211/54 (https://dejure.org/1955,146)
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BGHZ 19, 177
NJW 1956, 461
DB 1956, 522
Der Grundsatz, dass schon mit dem Unfall die Schadensersatzansprüche des Geschädigten dem Grunde nach auf den SVT übergehen, wenn normalerweise mit einer durch den Unfall bedingten Leistungspflicht eines Versicherungsträgers zu rechnen ist, will nämlich nur verhindern, dass über den Schadensersatzanspruch in der Zeit bis zur endgültigen Festlegung der Leistungen des Versicherungsträgers zu dessen Nachteil verfügt wird (vgl. etwa Senat, BGHZ 19, 177; 178 und Urteil vom 3. Mai 1960 - VI ZR 74/59 - VersR 1960, 709).
Grundsätzlich verdient daher eine Gesetzesauslegung den Vorzug, die es ermöglicht, den verantwortlichen Schädiger heranzuziehen, und nicht den Schädiger auf Kosten des Sozialversicherungsträgers entlastet (vgl. Senatsurteile vom 30. November 1955 - VI ZR 211/54, BGHZ 19, 177, 183;… vom 2. Dezember 2008 - VI ZR 312/07, VersR 2009, 230 Rn. 12).
Dieser frühe Zeitpunkt ist für den Forderungsübergang auch wegen solcher Leistungen maßgebend, deren inhaltliche Ausgestaltung durch Veränderungen im Leistungsgefüge erst später erfolgt, soweit eine als Grundlage für den Forderungsübergang geeignete Leistungspflicht des Sozialversicherungsträgers gegenüber dem Geschädigten überhaupt in Betracht kommt (vgl. Senatsurteile vom 30. November 1955 - VI ZR 211/54, BGHZ 19, 177, 178 f.; vom 25. März 1953 - VI ZR 13/52, VersR 1953, 209, 210; vom 22. Oktober 1957 - VI ZR 222/56, VersR 1957, 802, 804; vom 12. Juli 1960 - VI ZR 122/59, VersR 1960, 830 f.;… vom 17. April 1990 - VI ZR 276/89, aaO;… vom 3. Dezember 2002 - VI ZR 142/02, aaO; BGH…, Urteil vom 10. Juli 1967 - III ZR 78/66, aaO).
Er wird nur dann erreicht, wenn in den Forderungsübergang bereits im Zeitpunkt des schädigenden Ereignisses auch Ersatzansprüche in Bezug auf solche Sozialversicherungsleistungen einbezogen werden, die nach dem Leistungssystem der sozialen Sicherung in dem zu diesem Zeitpunkt bestehenden Sozialversicherungsverhältnis im Kern rechtlich schon angelegt sind (vgl. Senatsurteile vom 30. November 1955 - VI ZR 211/54, BGHZ 19, 177, 183 f.;… vom 17. April 1990 - VI ZR 276/89, aaO).
BGH, 22.10.1957 - VI ZR 222/56
BGH, 12.07.1960 - VI ZR 122/59
Zeitpunkt des Rechtsübergangs bei gesetzlichen Erweiterungen der Leistungspflicht …
BGH, 27.06.1958 - VI ZR 98/57
Sozialversicherungsträger als Gesamtgläubiger
BGH, 17.04.1958 - II ZR 198/56
Forderungsübergang nach § 1542 RVO
KG, 15.11.1994 - 1 AR 357/92
JGG § 80 Abs. 3, § 103 Abs. 1, § 112 S. 1; StPO § 237, § …
LSG Nordrhein-Westfalen, 28.09.1976 - L 6 V 85/73