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Timestamp: 2020-07-12 06:44:39
Document Index: 37929084

Matched Legal Cases: ['§ 493', '§8', '§ 59', '§ 59', '§2', '§ 40', '§ 31']

1907 / 84 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger)
1907 / 84 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff
Königlich Preußische Armee. fiziere, Fähnriche usw. Ernennungen, Beföcde- n und Verseyungen. Im aktiven Heere. Berlin, rz. Nenner, Hauptm. im Großen Generalstabe, komman- s Militärattahs bei der Gesandtschaft in Brüssel, gleichzeitig s Militärattahé zur Gesandtschaft im Haag, unter Beibehalt WBohnsißes in Brüssel, kommandtert. rlin, 4. April. v. Hugo, Gen. der Inf., bisher klom- ender Gen. des XIIT. (K. W.) Armeekorps, unter Enthebung n Kommando nach Württemberg, in Genehmigung feines Ab- sus mit der geseßlihen Pension zur Disp. und gleichzeitig la suite des Gren. Regts. König Friedrich Wilhelm IV. m.) Nr. 2 gestellt. v. Fallois, Gen. der Jnfanterie und ndeur der 29. Division, nach Württemberg kommandiert Verwendung als kommandierender General des XIII. ) Armeekorps. v. Schickfus u. Neudorff, Gen. Lt. u. 9 Generalstabes des Gardekorps, zum Kommandeur der ), v. Eberhardt, Oberst und Kommandeur des Gardefüf. unter Verleihung des Ranges 2c. eines Brig. Kommandeurs, Generalstab der Armee verseßt und gleichzeitig zum Chef des stabes des Gardekorps, — ernannt. v. Bonin, Oberstlt. und ndeur des Gardejägerbats., unter Verseßung zum Gardefüs. Negt., Führung dieses Negts. beauftragt. Gr. Fink v. Fincken- Major und Bats. Kommandeur im 3. Garderegt. z. F., zum ndeur des Gardejägerbais. ernannt. v. Plüskow, Major djutant der 1. Gardediv,, als Bats. Kommandeur in das eregt. 3. F. verseßt. Pfoertner v. der Hoelle, Hauptm. mp. Chef im Gardefüs. Negt., zum Adjutanten der 1. Gardediv. Schubert, Gen. Lt. und Gouverneur von Ulm, unter ng seines Wohnsißes in Berlin, zu den Offizieren von der berseßt. v. Us1ar, Gen. Lt. und Kommandeur der 34. Div., ommandeur der Festung Ulm auf beiden Donauusern, triß u. Steinkirh, Gen. Major und Kommandeur der .:Brig., unter M Fe alu Gen. Lt, zum Kommandeur Div., — ernannt. v. Salisch, Gen. Major und Kom- von Spandau, der Charakter als Gen. Lt. verliehen. shiedsbewilligungen. Im aktiven Heere. Berlin, . Frhr. Spiegel v. u. zu Pedckelsheim, Gen. Major mmandeur der 38. Inf. Brig., in Genehmigung \cines Ab- suches, unter Verleilung des Charakters als Gen. Lt., mit der en Pension zur Disp. gestellt.
ine Exzellenz der Staatsminister und Minister der en, Unterrihts- und Medizinalangelegenheiten Dr. von aus Dresden.
Preußen. Berlin, 6. April.
ine Majestät der Kaiser und König besuchten ormiitag, „W. T. B.“ zufolge, den Staatssekretär des igen Amts von Tschirshky und Bögendorff und hörten glihen Schlosse die Vorträge des Staatssekretärs des arineamts, Admirals von Tirpiß, des Chefs des stabs der Marine, Admirals Büchsel ‘und des Chefs rinekabineits, Konteradnzirals üller.
st, wenn Untersuhungs- oder Strafgefangene einer Krankheit der BeZandlung in einer vom nisse geizennten Krankenanstalt bedürfen. lufhekxng der Cg vom 21. Dezember Müller, Justizverwaltung, V. Auflagë S. 2011, und Bl, für die innere Verwaltung 1882 S. 254, vgl. üller a. a. O. S. 2008 Nr. 4) bemerkt dazu der ninister in einer us vom 20. März 1907, d die Unterbringung von Gefangenen in einer Kranken- folgendes:
Für die Entscheidung der Frage, ob ein gegen einen Be- n erlassener Haftbefehl aufzuheben ift, sind lediglich die geseßz- orschristen maßgebend. Dabei kann der Umitand, daß der gte erkrankt ist, nur nach der Richtung von Bedeutung sein, angen für den Erlaß des Haftbefehls weggefallen n
ebt der Nihter mit Rücksicht auf die Art, Schwere und jtlihe Dauer ver Kcrankteit den Haftbefehl auf, fo haben {ih jbehörden jeder eigenen Unterbringung des Beschuldigten in nkenanstalt zu enthalten. Die in dieser Beziehung etwa ge- Maßnahmen sind lediglich den Verwaltungsbehörden, er- nfalls nach deren Verständigung (vgl. insbesondere die All- Berfügung vom 25. Dftober 1882, Just.-Minist.-Bl. S. 325),
en. ar der Beschuldigte zur Zeit der Aufhebung des Hafibefehls eincr Krankenanstali untergebracht, fo ist die Aufhebung des is unt die Haftentlafsung fowohl dem Beschuldigten beit dies nichi die Art seiner Erkrankung untunlih erscheinen au der Krankenanstalt unverzüglih vom Nichter milzuteilen. kenanstalt ift gleihzeitig zu eröffnen, daß der Fiskus für die Kur- und Verpflegungskosten niht mehr aufkommt. Jede , die auf eine Ueberwachung des Beschuldizten dur die brden hinausläuft, ift zu unterlassen. Jnbbesondere ist davon die Polizeiverwaltung im voraus um Zurückführung des ¡ten nach erfolgter Hetiung oder die Krankenanstalt um Mit- r beporstehenden Entlassung zu ersuchen. Derartige Makß- bürden dahin ausgelegt werden können, daß troy verfügter g die gerihtliche Obhut tatsächlih aufrechterhalten wird, taat würde deshalb in solchem Falle auch die Kur- und en zu tragen haben. Bird ungeachtet der Krankheit die Aufrechterhaltung des aft- r sahgemäß befunden, so rechtfertigt der bloße Umstand, Berhaftete vorübergehend in einer Krankenantîtalt unter- ist, nicht dessen Entlassung. Die Unterbringung hat in [le vielmehr auf Kosten des Staats zu erfolgen. Wird der Haftbefehl aus irgend einem Grunde aufgehoben, so ist . 3 zu verfahren. : rkrankt ein Strafgefangener, so ist zu prüfen, ob mit Nück- die Art, Schwere oder voraussihtliher Dauer der Krankheit und die Dauer der noch zu vollstreckenden Strafe anderseits brehung der Strafyollstreckung herbeizuführen ist. Lediglich wee, von dem Staate die Kur- und Pflegekosten fernzubalten, lnordnung der Unterbrehung nicht erfolgén. Wird die Unter- ür geboten oder sachgemäß gehalten, fo is gemäß Nummer 2 ch der Gefangene zur Zeit der Unterbrehung bereits in einer stalt befindet, gemäß Nummer 3 zu verfahren. In jedem Falle hier alle Maßregeln zu vermeiden, die den Anschein erwccken s werde der Verurteilte während seines Aufenthalts in der talt von den Justizbehörden unter Ueberwachung gehalten, alls in Zweifel gezogen werden könnte, ob tatsächlih eine Wird die Unterbrehung nit an-
sind ernçui Zweifel uis: entstanden, wie zu ver-
ung stattgefunden hat.
das zu Nummer 4 Gesagte. Der Krankenansialt ist in diesen , soweit nicht. die Tusnahme des § 493 Abs. 1 (am Glu dèr: S Ozeßordnung ‘Plaß greift, die Zeit des Sträf- ab ne mit dem Bêmerkér luttilen daß nach dieser Zeit der Fiskus für die Kur- und Pflegekosten nicht weiter aufkommt.
) des Reichserbschaftssteuergesezes vom 3. Juni h bl. S. 654) treten die Vorschriften der BDazelhe die Erhebung einer Abgabe
| Law Gegenstand der Erbschaftssteuer 4BBrbe von Todes
Vex Wegen JoWwlte Ver. Cn Unter Lebenden oder den Vr.Cenkungen ausgestellten Urkunden betreffen, ® |Ver.außer Kraft, als den Bundesstaaten nicht die Erhebun, | ¿&nderer Abgaben (8 59) überlassen ist. Nach S 69 ist den Bundesstaaten unter anderem die Erhebung be- sonderer Abgaben in jemiuns der nah §8 11 Nr. 4e von der Erbschaftssteuer befreiten Personen überlassen. Zu diesen Per- sonen gehören die unehelihen, von dem Vater anerkannten Kinder und deren Abkömmlinge, welhe von der Reichs- erbschaftssteuer befreit sind, sofern der Wert des Erwerbs den! Betrag von 10000 # nicht übersteigt. Bezüglih allex übrigen* im 8§ 59 genannten Personen kann ein Zweifel daran, daß sie der landesgeseglihen Be- steuerung niht“unterworfen sind, nit bestehen, weil sie ent- weder von der Erbschaftssteuer und dem Schenkungsftempel kraft Landesgeseßes befreit sind oder durh den im § 59 ge- machten Vorbehalt wegen der Kinder, denen die rechtliche Stellung ehelicher Kinder zukommt, und der eingekindschafteten Kinder sowie der Abkömmlinge solcher Kinder von der Besteuerung ausgeschlossen werden. Auch bezüglih der erwähnten unehelihen Kinder „Und ihrer Abkömmlinge begegnet die Annahme, daß “sie für einen den Betrag von 10000 F niht übersteigenden Erwerb der landes- geseßlihen Besteuerung Mlworken bleiben, mit Rüksicht auf die Fassung und die Entstehungsgeshihte des Geseßes und auf die mannigfachen Unstimmigkeiten, die sih aus der Annahme der Fortgeltung des preußischen Erbschaftssteuergeseßes in einem so -beshränkten Umfang ergeben, gewihtigen Bedenken. Der Finanzminister und der Justizminister haben nah noch- maliger Erwägung indessen diesen Bedenken gegenüber dem Wortlaute des Geseßes auss{laggebende Bedeutung nicht bei- messen können und bestimmen daher in Abänderung der all- gemeinen Verfügung vom 26. Juni 1906, die von der An- nahme der vollständigen Beseitigung des preußischen Erbschafts- steuergesezes ausgeht, in einer gemeinsamen Verfügung vom 26. März 1907, betreffend die Erbschaftssteuer und die von Schenkungen zu entrihtenden Abgaben, folgendes : :
Solange nit seitens der Gerihte abweihende Entscheidungen ergehen, ift die P Le Erbschaftssteuer, der Schenkungsstempel und die îim Artikel 2 §2 des Geseß2s vom 22. Juni 1875, betreffend das Sportel-, Stempel- und Tarxwesen in den Hohenzollernschen Landen (Geseßsamml. S. 235), bestimmte Abgabe nah Maßgabe der bisherigen Vorschristen zu erheben, wenn uncheliGßen, vom Vater anerkannten Kindern oder deren Abkömmlingen aus dem Vermögen des Vaters ein Erwerb von Todes wegen oder durch Schenkung unter Lebenden anfällt, defffseu Wert den Betrag von 10 000 4 nicht über- steigt; ‘soweit dia Vorschriften des Reicbserbschaftssteuergesezes und des renen Erb E aergeleges in Ansehung der Wer1berechnung voneinandex ab en, find die Vorschriften des Reich8gesete3 für die: Entscheibung der Frage maßgebend, ob ein der landesgeseßlihen Besteuerung übe lasseäër Fall vorltegt, während, wenn diese Frage zu bejahen ist, der der Bere: «ung der landesgefeßlihen Abgabe zu beiti zu legende Wert sih nach den Vorschriften des Landesgesetzes estimmt.
Inwiewweit der hiernah anzuseßende Stempel für eine Schenkungs- urkunde zu den Gerichtskosten“ einzuziehen ist, bestimmt ih nack@ den bisherigen Vorschriften. Soweit dies der Fall ift, hat das Gericht zu ermitteln, 0% der Wert des Erwerbs 10 00) 4 übersteigt oder nicht. Ist der Stempel in Natur zu verwenden und bestehen Zweifel wegen der Höhe des Wertes, so ist davon auszugehen, daß die Beteiligten yon Strafe frei bleiben, wenn sie die Urkunde innerhalb der für die Verwendung des Stempels vorgeschriebenen Frist der Steuerbehörde zur Versteuerung vorlegen und dieser das Weitere überlassen. Von einer Straffestseßung wegen Nichterfüllung der Anmeldungspflicht (§S 36, 49, 56 des Reichserbschaftssteuergesetes) ist abzusehen, wenn in denjenigen Fällen, ia welchen der Stempel zu einer dem Gerichte vorgelegten Urkunde vom Geriht einzuziehen ist, die Urkunde vor Ablauf der Stempelverwendungsfrist dem Gerichte vorgelegt ist, es sel denn, daß der Wert des Erwerb3 offenbar 10000 übersteigt; ergibt die Prüfung des Sericßts, daß die Neichssteuer zu erheben ist, fo sind die Beteiligten zur Anmeldung des Anfalls bei der Steuerbehörde aufzufordern. Die Verpflichtung der Gerichte und Notare, von den von ihnen beurkundeten Sche-kungen den Erbschafts- steuerämtern Mitteilung zu machen (§ 40 Nr. 3 des Neic9erbschafts steuergeseßes), besteht auch ‘in denjenigen Fällen, in denen der Shenkungt stempel zu erheben ist; bei der Uebersendung der beglau- bigten Abschrift (§ 31 der Erbschaftssteuer-Ausfüßrungsbestimmungen des Bundesrats) ist der Betrag des angeseßten oder verwendeten Stempels anzugeben. : j
Die Vorschriften in Nr. 3 und 6 der Allgemeinen Verfügung vom 26. Juni 1906 gelten in allen Fällen, auch wenn der Anfall der landesgeseßliien Besteuerung unterliegen follte.
Nr. 4 der Verfügung bleibt außer Anwendung, wenn der Schenkungsstewpel zu erheben ist. ,
Bei Auflafsungen an uneheliße, vom Vater anerkannte Kinder oder deren Abkömmlinge is der in Nr. 5 der Verfügung angeordnete Zusaß zu dem Formular 1 zur Allgemeinen Verfügung vom 29. Fe- bruar 1896 über das gerichtlihe Stempelwesen wegzulassen oder, falls er in den Vordruck aufgenommen ist, zu streihen. Die Beteiligten sind in diesem Falle mündli zu belehren, daß bei Erwerben über 10 000 6 die Vorlegung einer Schenkungsvrkunde in allen Fällen zweckmäßig sei, während bei Erwerben bis zu 10000 M den Be- teiligten nur die Vorlegung einer ctwa vorhandenen Schenkungsurkunde zu empfehlen ift.
geordnet, so g
Na S 1906 (Reis. Landesgeseße, von dem bildenden von Sche" über \solHÖbz
Laut Meldung des „W. T. B.“ ist S. M.S. „Lorel ey“ vorgestern von Smyrna nah Konstantinopel in See gegangen.
S. M. S. „Niobe“ ist vorgestern in Futshau ein- getroffen.
S. M. S. „Seeadler“ is gestern von Zanzibar nah
Tanga in See gegangen. S. M. S. „Bussard“ geht am 9.April von East London
nah Durban in See.
Der österreichishe Unterrichtsminister Dr. Marchet und der Ministerpräsident Freiherr von Be empfingen gestern eine Deputation der ruthenischen Professoren, die Memoranden, betreffend die Errichtung einer selbständigen ruthe- nishen Universität in Lemberg, überreäihten. Der
chtsminister sprah seine Mißbilligung über die dort vorgekommenen Gemwalttätigkeiten aus und richtete an die ruthenischen Professoren die mg n beruhigend auf die Jugend einzuwirken. Betreffend die Frage der Errichtung einer ruthenishen Universität in Lemberg, erklärte der Untec- rihtsminister, „W. T. e E diefe Frage nur im Zue sammenhange mit anderen Wünshen nah neuen Hochschulen regeln zu können; übrigens jei die Regierung gewillt,
die Förderung aller kulturellen und wissenschaftlichen Bestrebungen auch des Ruthenenvolkes mit Nach- druck und Eifer Uy angelegen sein zu lassen. Hierauf wurde die Frage der Habilitierung von Privatdozenten
der Ang von Professoren - ruthenisher Natio- nalität besprohen. Au
ch der Ministerpräsident ver- urteilte das Vorgehen der Studentenschaft und richtete gleihfalls die Aufforderung an die Professoren, die Jugend zu beruhigen; auch er erklärte, die Errichtung einer ruthenishen Universität könne niht abgesondert behandelt werden. Seiner Anschauung nach sei aber {hon im Rahmen der bestehenden Einrichiungen die Möglichkeit gegeben, den fulturellen Anforderungen der Ruthenen dur Errichtung von Dozentenstellen und Lehrstühlen Rehnung zu tragen. Die Grundbedingung sei jedoch die Wiederherstellung geordneter Verhältnisse an der Lemberger Universität.
rFrankreich.
Der König von England isst, „W. T. B“ gestern Abend in Toulon eingetroffen.
— Der Kriegsminister Picquart hat aus Anlaß der Angelegenheit des Generals Bailloud an die Korps- kommandanten ein Rundschreiben gerichtet, in dem er, obiger Quelle zufolge, zur Erinnerung bringt, daß die Korpsbefehle gelegentlih des Dienstantritts oder Abschieds von Offizieren rein sahlih gehalten sein sowie daß in etwaigen Ansprachen alle Ausdrücke vermieden werden müssen, welche die Befugnisse der Militärbehörden überschreiten oder übertriebene Auslegung herbeiführen könnten.
Die Reichsduma seßte gestern die Debatte über das Budget fort.
Nach dem Bericht des „W. T. B.“ bekämpfte der Abg. Kuttler (Kadett) die von den Ministern in den vorhergegangenen Sizungen gemachten Ausführungen. Der Abg. Purishkewiisch, der Bizes präsident des Verband:s wahrhaft russischer Leute, berühite unter all- gemeiner Heiterkeit Fragen der verschiedensten Art und erklärte unter anderem, er sei kein Freund des Kabinetts, weil Stolypin konstitutioneller Minister sei, während erx felbst die Autokratie verteidige. Unter Lärm und Gelächter des Hauses zitierte Purisch- kewiisch allerlei Spriwörter und |chloß mit der Aufforderung, die Duma möge arbeiten. Auch die Ausführungen des nächsten Redners, des Srafen Bobrinsky (Monarchist), riefen Heiterkeit hervor. Der Abg. Schirsky (revolutionärer Sozialist) {loß sich im Namen feiner Partei den früheren Ausführungen der Sozialdemokraten an und f{chlug vor, die Ernennung einer Budgetkommission abzulehnen, weil die Duma sonst in Rußland und im Auslande den Eindruck hervorrufen würde, daß sie mit der Regierung arbeite, während die Regierung die Duma als untergeordnet und unfähig behandle.
Der Präsident verlas vor Schluß der a noh einen Antrag, der dahin geht, die Plenarsizungen der eihs- duma auf drei in der Woche zu beschränken, um den Mit-- ern der Kommissionen, denen zur Erledigung ihrer Ar-
eiten nicht die erforderliche Zeit zur Verfügung stebt, Gelegen- heit zu geben, mehr Sißungen abzuhalten. Der Antrag wird Montag beraten werden. Sollte er angenommen werden, so wird die Duma in Zukunft nur an jedem Montag, Dienstag und Donnerstag Sizungen abhalten.
— Der Ministerpräsident Stolypin hat dem Präsidenten der Reichsduma mitgeteilt, daß die Regierung unmittelbare Beziehungen zwischen der Duma und den Semstwos, weil sie ungeseßglih seien, unter keinen Umständen ZU- lassen werde. Anlaß zu dieser Erklärung hat, „W. T. B.“ zufolge, der Umstand gegeben, daß der Vorsißende der Not- standskommission der Duma an einige Semstwos das Ersuchen gerichtet hat, ihr Berichte über die Verpflegungsrationen zur Einsicht zu überlassen.
Das Kabinett hat auf das Ersuchen der Königin hin das Rücktrittsgesuh zurückgezogen, mit Ausnahme des Kriegsministers Staal, dem die Königin den erbetenen Abschied bewilligt hat und an dessen Stelle der Generalmajor van Nappard, der bisherige Plaßkommandant von Amster- dam, tritt. Wie das „Neutershe Bureau“ meldet, teilt der Gencral van Rappard die Ansicht seines Vorgängers bezüglich einer Verkürzung der Dienstzeit eines Teiles der Miliz bei der Fahne; es hat sich also in der Stellung des Kabinetts zu den Militärfragen seit der leßten Abstimmung des Senats nichts geändert.
Nach einem Jrade des Sultans sind, wie das „W. T. B.“ meldet, die Kosten sämtlicher baulicher Zollanlagen, die einen Teil der englishen Bedingungen für die drei- prozentige Zollerhöhung bilden, auf Pa aebtee ade an- gewiesen worden, womit der regelmäßige Fortgang der An- gelegenheit gesichert erscheint.
Zn der Skupschtina seßten die Jungradikalen gestern die Obstruktion durch kurze Jnterpellationen fort.
In Erwiderung auf die Anfrage des Jungliberalen Lukit \ch, ob die Regierung auf ihre an die deutsche Nezierung wegen Er- weiterung des E Handelsvertcages gerichtete Note bereits Antwort echalten habe, erklärte der Ministerpräsident Paschit\ch, „W. T. B." zufolge, daß diefe Angelegenheit sich in dem Verhandlungs- stadium befinde, weshalb er fh gegenwärtig hierüber nit autlafsen könne. Lufkit\ch stellte fest, daß der Ministerpräsident auf seine konkrete Unfrage, ob eine Antwort der deutschen Regierung bereits angelangt set, nicht geantwortet habe. Der Jungradikale Draskosit\ch fragte, oh die Nachricht richtig sei, daß Oesterreih-Ungarn und U fürzlih der ferbischen Regierung eine auf Einschränkung ter Tätigkeit der serbischen Banden in Altserbien und Mazedonten bezüglihe Note überreiht haben, und, wenn die Nachricht zulreffe, seit wann das unabhängige Serbien unter der Aufsicht Oesterreih-Ungarns und Rußlands stehe. Der Ministerpräsident Paschi [ch erwiderte, Oester- reih-Ungarn und Rußland hätten ketne Note übermitttelt, sondern nur in freundschaftlicher eise die serbische Regierung auf die Tätigkeit der serbischen Banden in Altserblen und Mazedontien aufmerksam gemacht. Die Bag habe darauf erklärt, sie werde, soweit es in threr Macht sei, auf die U dieser Tätigkeit moralisch hinwirken; da sich jedoch diese Tätigkeit in einem fremden Staate entfalte, sei es Aufgabe dieses Staates, für die Aufreht-
' radikale Pecttsch verwies auf eine telephonish aus
erhaltung der Ruhe und Ordnung Sorge zu tragen. Der Jung- udapest in Bel-
grad eingegangene N
abzuschließen bereit sei unter der ms in der Herzegowina Oesterreich die Regierung die des Berliner S ertrages auf gelenkt habe. Der M
der ôsterreihisch-ungarishen Ausglei{sverhandlungen sei biéher amtlich
agie, ob
ahricht, daß Oesterreih-Ungarn den Bedingung, daß Ungarn in
Bos freie Hand lasse. è
nisterpräsident erwiderte,
h Der Redner Aufmerksamkeit der Signatarmäte dieses Vorgehen Oesterreih-Ungarns über den Verlauf
hat eine Reihe sonnendurhleuchteter Kircheninterieurs von
Malerei ausgestellt. m ganzen wird das Auge dur diese feine,
riten sichere Technik
die aus dem Können spricht,
bedingt verwöhnt. Es liegt ein Genuß darin, diefer klaren führung zu folgen, die dem dargestellten Gegenstand durch die Bit nsel eine feine Geistigkeit gibt. Das wird einen,
Land- und Forftwirtschaft; un- zirken mehr als bisher gefördert werden,
Ziegenmilh nit nur einen bohen Nährwert hat speziell für Säuglings- und Kinderernährung a pi M
ts veröffentliht worden. Die R q 13 recht klar bet dem sonderbar ablehnenden Gefühl, das im Vergl da i j bung fo lange feinen Glauben j denken, bis die Anse lettrefenden aat da mes die S on Hayedcks envecken. slerblidtei wesenliA Wb E Sn dem aen Der lungen osfiztlel verlautbart werden. Die Frage, betreffend Bosnien | Natur mit ei nd wabres Blck h Al Er ficht die elien hat man der Ziegenzuht {ch l b ; und die Herzegowina, sei jedo reguliert. für fue N geraden und wahren Blick und hat auch Sinn | lamkeit geschenkt; verfi ( on lange besondere Aufmerk- S | ; timmungen. Ab ; : dd ; verschiedene Arbeiterwohlfahrtsvereine vert l Hierauf wurde die Sißung auf den Nachmittag vertagt | das alles zum Ausdru, wie O u sui amt Argen an iegenbalter und geben Belehrungen über die zweckmäßigste und nah mehrstündigen, infolge der fortgeseßten Obstruktion | wie grob und materiell der Farbenstrih! Wenn wir Ld: Bil munale Boail gen cegug der Siegenmilch. Auh mehrere fom- terte Sto eesan msen am B Use | R, O O An R Pa” all, e nud | (arl, Ser wnd le 04 Ln fue Lee e C Í etner wir ünstlerishen ultur entfernt | der Kreisverwalt j N FOTTESBETINIE sind. Der ritige Sinn allein iat i d K ren erwa ung zu Tarnowißtz hat diese Behörde mit
Afien. londern ex ul A Gu genug in der Kunst doch nicht, | einem Gründungkapital von 2000 M aus Kreiskommunalmittel
Die Verhandlungen über eine englif ch-deutsche An- | 2 bringen. Shmidt-Mihelf e inden, um oan auddeuds un na dieser eine Zentralverkaufsstelle für Sin ün leihe zum Bau der Haupteis enbahnlinie von Tientsin Farbe wirkenden Bildern, Thorolf Holmboe mit WinterlandsGaften Kommission teen Di der Leitung einer ehrenamtlihen nah dem Yangtse, die bisher vom Verkehrsministerium 2 ¡cihnerisch gut sind, Miro Jungmann mit Aquarellstudien aus | richtigen Entfaltung gekomme “Err Lem it Er Jur geführt worden sind, sind, der „Times“ zufolge - dur D E venen eîne einheitliche Wirkung fehlt, sind noch zu er- | au cinem zunächst erpateten, ann angetaue OON Dekret den Vizekönigen Juanschikai und Tschangtsci- e Kreisbaumshule errichtete. Das Areal der lehteren unld tung übertragen worden. Ersterer ist gewählt, weil er Vize- preußishe Morgen, von diesen entfallen auf die Ziegenfarm
fónig von Tschili i und das Haupt der
Die französische Udshda zu beseßen,
Havas“ zufolge, dur Eilboten nach
am 31. März dort N geteilt worden. 9 f hat in dem Kr
| kündigung der franzosishen Entschädigungsforderungen ns emein einen Wettbewerb für Ee
der Beseßung von Udschda Aufregung und Bestürzung
verursaht. Ueber d
Antwort an Frankreich
it; leßterer, weil er qus Tschili gebürtig
Gentry dieser Provinz ist.
Afrika. Note, durch die
bekannt gegeben wird,
eise des Machsen das Eintreffen der A [ Absideobe le «onchten des Machsen hinsihtlih ein ist nihts bckannt E dkg 2
der Entschluß Frankreichs, „ ist, der „Agence l ot Fez übermittelt worden, eingetroffen und dem Machsen sofort m
Nach Mitteilungen von Eingeborenen aus
Die Baukunst Münchens in ihren neueren
Müncen, fo führte der Vortragende etwa aus anderen großen Städten Lond, inen alten Kern
erweiterung. D'e Grundsä Di gelegt hatte, wurden Std er | Theodor Fischer
im Stadterweit Drit E „Qladlerweiterungsbureau unter Leit durchgeführt. Bei seinem Eintritt ins Di
Nr. 14 dzs
N Beteiligung an dem v
derg—Lindow—Nheinsb Ministers der des Dachüberstandes bei
; i „Eisenbahnverordnungsbl s gegeben im Ministerium der öffentlihen Aebaiten Dae ( M [genoon A Allerhöchste eir. die bon der Ruppiner Kreisbahn, Eisenbahn- Aktie [f
b:shlossene Ausdehnung ‘hres Sesell'Gaftszwedcks auf die Man
ligu on der Lowenberg-Lindower Kleinbahn-Aktien, gesellsch:ft geplanten Umbau der Kleinbahn Löwenberg (Mark). Bee — Erlaß des
öffentlihen Arbeiten vom 25. März 1907, betr. Größe
herau Urkunde vom 17.
erg in eine Nebeneisenbahn.
Güterschuppyen. — Nathrihten.
vom 30. März, München gelehrt, daß es nit als Fremdling November 1906,
VBertsd, Schahner und andere das weiter Das Neue fo in das Alte einzugliedern —
keit den alten Bauten gegenüber, hat vor ps Respekt und
Feinfühli
doch seine Eigenart behält, überhaupt das B
Sine na Ste, auwer? stets in sein
und Plabbilde aufzufassen und \Gließlih qu
zugliedern; das sind die Ziele, die den neueren ünchener Baukunst vorshweben. von einer verfolgen
andere Großstädt unter dem roßstädte Deutschlands, so ins
Leiter seines Stadtbauamtes, Ludwig Hoffmann.
{e Malerei hat in den leßten Jahrzehnten twicklurgsgang „genommen als die belgische. ta die modernen Lebenöströmungen
: V, Ai einen ganz aaderen En
Während diese mehr und
Die holländi
1907, Heft 1, mit der mittleren Dauer des roste E Fd , s Erde, wobei er seine Untersuhungen auf die Eee aua
Des lassen Sti tas nöôrdlihe A em in , aber aud von frei i befremdenderweise keinerlei brauchbare Temperaturmittal vor. E
a in seiner Häuserwelt besigt und eine itliche á überlieferung, die ih im wesentlichen is Putbau des Magde Jagt
zu einer umfassenden Stadt- enrici nieder-
Stad fand Theodor Fischer an Hocheder und Grässel gleihtrebende Wet
genossen, und heute führen die Münchener Stadtbauleute Rehlen, was jene begonnen haben.
em Gabriel von Seidl in dazwischen erscheint und
t, | innerbalb der Stadtgrenzen der landschaftlichen Umgebung richtig ein- Gleiche Zie Bestrebungen der i CLe, N! i
so einheitlichen Bauüberlieferung begünstigt wie München,
esondere Berlin
OttoDorsHGeid beschäftigt fh in der e Meteorolog. Zeitschr.“
8 Morgen. Die 4500 4 betragenden Erwerbskosten des Grundstücks der
( Bestrebungen | Farm find vom K i i nd vom t } estri L MIE, S e es E E Mit iate einmaligen Aus A e den Bau bes Farmtteitee {n worden. T des Vereins für Deut \hes Kunstgewerbe in Birkin, b Ae S O A a aud M e G E uw E
1 Deckung eine vom Staate bewi I f
2000 Æ und der Gründungsbeitrag des Kreises in Höhe V
UngededE Beton See rendung uta haben, fo daß noh 4500 « 6 Í ñ ;
Bei der Eröffnung der Far E rag die Farm dem Kreise verzinsen muß.
7 | bund h 1s | Zabre naddem Ramillo Sitte 1888 auf dea Marta qu Sf | und, 22 Siegenlümmer pn fufgudtouwee, too) Bard 2) Siu Bot 7 E + - ¡etauft. e e lerishen Grundsäßen im Städtebau hingewiesen hatte, veranstaltete | von 21 Stationszirenbage e dem K Me Aae E
Verein, in dessen Eigentum diese Böte früßet e ij s{ädigung überlassen. Diese Böte Feine g een, A E on eptember bis Ende Januar auf den einzelnen Stationen, während fle e übrige Zeit in der Farm untergebraht werden. Der vorhandene Bestand an Jährlinzen ift bis auf die wenigen zur eigenen Zucht zurückbehaltenen Böcke und Ziegen im Frühjahr d. J, bollständig aus- verkauft worden. Fütterungsverf uche betreffs der Art, wie das Kraftfutter g- B reichen ift, find noch nicht abgeschlossen, versprehen aber interessante ufs{lüsse. Um auch sonst nüßlich zu wirken, hat die Kreisverwaltung auf dem Grundstück der Farm Versuchsfelder anlegen lassen, auf denen er Aersptedene als Ziegenfutter notwendige Hafer- und Gräsersorten an- ch ge u worden sind. — Im rheinisch-westfälischen Industrie- eztt bestehen au zahlreiche Ziegenzuchßtvereine, die sh zu einem Verband vereinigt haben. Dieser Verband hat die Errichtung einer Zentralpflege- und -Aufzuhtstation in Alterbochum beshlossen, die für cine gedeihlice Fortentwicklung der Ziegenzuht Gewähr leisten foll.
, Das gestrige zweite Gastspiel des Fürßli ; T bon Monte Carlo, dem ebenfalls Ihre g cnters
Monaco, sowie Seine Kaiferlihe und Könialiche i
N: e Se aiferl glihe Hoheit der € - Z prinz, Ihre Köntglichen Hobeiten der Prinz E Arie Eitel, Friedrich, und andere
Élimatologisen Veröffentliungen Es Een SEatters stügte. Kaiser und die Kaiserin mit Seiner Durchlaudt dem Fürsten von en und Amerika den Forscher
der Prinz Friedrich Leopold
hinein geriet, Empfänglichkeit bewies nit nur für df j ä 3 i j h AUE elben festli
: : E ie tehnishen | längere Beobatungsreiben vorliegen, 16 E wer Fürstlichkeiten beiwohnten, trug denselben festlihen Charakter wie das D a uadbarien Frankreih8, für Impressionismus natürlih die Ergebnisse gestalten und vergleichen laffen. Störers Lan GEne, — Der Abend brate, wie hon gestern erwähnt ganze moderne Leben wurd, eau inhaltlich cin Spiegel für das | tritt freilih dabei immer wieder der Faktoe auf, daß wir selbst in | Arigo Wh rpert dem Goetbes Fauftdichtung als Ünterlage dient : der geit, lenkte die holländische gung d alle b mittel bee os atue aube Stel in der Ermittelung der Tages. | vier Atter 5008 in Berlin bisher no unbekannte Oper in Bahnen zurück und was hier an fräfti n_ allgewohnte er Temperatur aufzuweisen haben. Zunächst beschäftigte fich e. Boïto (aus einer resoe@, etenisher Sprache gesungen
s G, , Hter „¿rasttgen Talenten auf- | Dorscheid, dem „Globus“ zufolge, mit der Aenderung der t wurde. Boïto (aus einer polnischen Guts8besizerfamilie stammend
N ae us fest im heimailichen Boden, daß es | mit der Höhe im Gebirge, wobei namentlich sächsische Verbältni: Pn Padua geboren), den man bier als den Verfasser des Textes ane Wiltabzesdiebenbelt welterlhu fes Ehen mter und In | u E runde gelegt warden. ‘Die Tabellen lehren, daß die Frotheba nte | der Verdischen Obern „Othello um “Fal tocr fet des Tares ‘iassener g Galerie Sinne und im Stil der | der Höhe zunimmt, do in verschiedenen Höbens, it re - | italienis@o Berne, 1965 am Mailänder Scalatheater aufführen. Di
elten Meister; die uns alles Cceeiu] im Und Moser (7 woe, | ean Geschwindigkeit. An chi “er S Fen I ttalienishe Bühne eroberte es sich aber erft nah einer von dem “Mara
vertraut sind. So ist der Sesamteindruck der holländischen NLus- eröffnet
stellung, De E 1 isl, cin eigertümlih a
Lautes, Uebertrtebenes drängt ih in den
mäßiger Ruhe blicken
{licßlich Genre und Landschaft sind, von den Wänden,
berttestem Anschauen [of und wir erkennen, {einbaren Einförmigkeit moderne Kunst doch auch landt haben.
In Deutschland ist gegenwärtig
holländishen Meistern F tlondere Stellung unter Vildern vertreten, alten asen. Vielleicht ift er um zugänglihsten für d lein Auge si oud) an sür das Geheinnis
Inderen Meister, dem er o manche Fäden verbin fen geheimnisvollem L Olldern; einzelne Typen, aus den
res Wesens, sodaß er sie mit jener Wahrheit und jenem ahdruck darzustellen weiß, die se in gewisser Weise mit Ege Gehalt erfüllen. Aber _fein Gebiet i beschränkt : M paar stimmungsvolle Landschaften, einige Volksstudien und rieurs, „damit is der Kreis den er beherrs{cht, aus-
Peshritten. Daß aben wagt, an denen sein Fuer!heidet ibn von Küns
? bevor¡ugen. Vo ingestrihenes Entenbild ne feine (send
li und selbst auf n starker Geltung kom
t aber einen erstaunlich st S s selbständigen Blick, alien Natur, die doch \chon so bîlelen Künstle.n Ausbeute geben ter 0h immer neue, bisher nit gesehene Schönheiten entdedt, en Genremalern relcht in feelischer Vertiefung keiner an
er Anekdotenmale le f o Pastosen Farben au
klare und träitige A êfrnen Ton seiner Bilder,
raels heran, einige A,
wieviel ftarkes, individuclles Leben hinter dieser
qur der Lihtwirkungen {är fte in Gefahr, in Abhängigkeit von ihnen zu geraten.
Gassen Amsterdams,
er nicht darüber binausstrebt,
kräfiig wirkt. Auffassung wirkli erlesene
eifarbenen Himmel abheben
fluhtize Studie „Artillerte“ in der Wucht der Auffassung
wle Broedelet, der im übrigen durch seine
m Schulteshen Kunstsalon bgeshlossener und ftiller. Nichts Hastiges, Vordergrund — in gleih- Motive fast auê- und nur bei Persönlichkeiten vor uns
die Bilder, deren
en fi die einzelnen
berborgen ift, und wie modernes Leben und bis hierher ihren ftarfen Wellenschlag ge- der bekannteste unter den osef Israel s, der auch in Wahrheit eine thnen einnimmt. Er ift Lier mit sieben und neuen, die seine Art gut erkennen unter seinen Landsleuten der gewesen, der te modernen Strömungen war, aber wenn den Werken französischer Impressionisten so stand er doch nie t Er hat etnen zwar nicht kongenial ift, mit dem thn aber den, das ist Nembrandt. Ein wenig von iht und Schatten webt au in seien hech- und festhielt, wie die Juden entfalten au thm das Geheimnis
( ih niht an Auf e Kraft versagen muß, macht thn groß und Corinth, die un- n messen und dann unzulänglih erscheinen. noch sein Herrenbildnis, das in der tiefen, einfahen Farbe sehr
er und eleganterer Künstler is Anton , Intimen Naturstimmungen nachzuspüren Arbeit ist das Pferden \o kräftig dem blaugrauen Meer und Von den beiden Brüdern dingt der bedeutendere. Er ist bei den u in die Schule gegangen und hat dort ein gewonnen, mit der er nun die alten Motive neu und fast fremdartig ersheinen. Eine t ihn Mondscheinstimmungen und Sommer- Willem Maris ist ein großes, breit ausgesiellt. Dann ift von L reitner zu sehen, die ganz über- und der Farbenharmonie geringen Umfang zu merk- Gabriel is feiner und behutsamer, mit dem er in seiner
tlern wie Liebermann und etümmert sh am Höchste em peeiondere il breiten, wu S inbeitlih und dtigen St n Ein weitaus zicrliher ouwe, der aber feinen es Eine in Ton und D E Gtter am Strar | mmt von den em silb a ris ist Jakob unbe Hnada von Fontatneblea eere und größere Kunst erholt, fodaß sie einem ¿hte omantische Ader [äß
rich und
ide, die sih mit ihren ssen Dünen,
diesem mt.
thnen scheitern sogar an der Klippe fällt, Albert Neuhuys und Kever
rbelten. Blomners ist fein in dem
, tritt, | wir also yon
beträhtlih, fie wird aber von Stufe zu Stufe stet ing einzelnen Tonnte festgestellt werden, daß In dthicte e A der Frostdauer anfangs mit der Höbe fi
etwa 600 m Höhe ab regelmäßig abzunehmen.
nitamt der Wert ab, um in 1100 m Höhe wieder zuzunet ! - fa L E D 1 ne : Erzgebirge läßt dieselbe Erscheinung erkennen, ¿uzunchmen
Stau allgemein dew daß cehöhe zunimmt, daß jedcch diefe Zunahme nit vollständi i
mäßig ist. Im allgemeinen ift die Zunahme auf der Mas gleid- Gebirge größer als auf der Südseite. Do läßt im Erzgebirge, in den Sudeten und im Riesengebirge sich die Wahrnehmung maden daß die Südseite tro threr Süderposition in den Tiefen eine längere Frostdauer be ißt als die Nordfeite, was sich wohl durh die Beckengestalt von Böhmen erklärt. Sicher steigt ferner der Frost im Herbst viel rasher von der Hôbe herab als er im Frühjahr wieder emporweiht. So braucht er in Sachsen beispielsweise, um von 1200 m auf 100 m herabzusteigen, 54 Tage dagegen benötigt er zum Hinaufsteigen volle 72 Tage. Die Zeit, welche die Sonnenstrablen brauen, um im Frühjahre die Stnee- decke zu \chmelzen und den Boden aufzutauen, entspricht der Verzöge- rung des Eintritts der frostfreien Zeit im Verglei) zum Eintzitt der Srostperiode. Die mittlere Veränderlichkeit des Frostes nimmt im gemäßigten Europa und Asien von Westen nah Often ab.
b Zu e toae jerannlem Ausspruch ohne Hände* bringt ein Mitarbeiter der «Frankf. Ztg." Parall ftellen bet. Bekanntlich ist das Wort über Raffagel, 30A 5 ha Hände geboren, das größte malerishe Genie geworden wäre, dem Maler Contt in „Emilia Galotti“ (1) in den - Mund gelegt. Lessing — meint nun der Mitarbeiter der „Frankf. Ztg.“ — verdankt diese Betrachtung höchstwahrscheinlih der Lektüre eines Kapitels aus dem Leben des Apollonius von Tyana von Philostratus. Dieser erzählt, daß Apollonius mit seinen Begleitern die Kapelle eines indishen Tempels besichtigte, die der von Alexander dem Großen besiegte Köntg Porus mit kunstreichen Bronzetaféln ges{chmüdckt hatte. Bei dieser Gelegenheit sprah fich Apollonius über die Kunst und besonders über die Malerei aus, in der er hauptsählih eine nach- ahmende Kunst erblickte, die aus zwiefaher Begabung fließen sollte. Natur muß die Gabe des rihtigen Blickes und die der Nach- ahmung rerleihen , wozu dann die Geschicklichkeit des Malers dessen Pande das Geschaute wiedergeben. eWas würden ) etnem Manne fagen, der des Gebrauchs seiner Hände dur eine Wunde oder dur Krankheit beraubt wäre?" fragte der Weise seinen Jünger und dieser antwortete : «Der Mann würde kein Malec sein können, da er ntiht imstande wäre, mit den Farben umzugehen und die Kreide oder ein anderes Malmittel zu gebrauchen. Mit einem Worte, er wäre qum Malen unfähig.“ us diefer Quelle mag Lessing sein geistre ches Ap:rçu gestaltet haben. wobet er mit Ret das Hauptgewiht auf die Enmpfänglichkeit und die geistige Gestaltungskraft des Künstlers gelegt hat. Aber au) Apollonius tut dies im Verlaufe des betreffenden Kapitels — es ist das 22. des 2. Buchs — denn nahdem er ein- gehend von dem Unterschied zwisGen dem Maler und dem ’ bidter
über den möglichen «„NRaffael
gesprochen, der nur mit etner Farbe und durch Schatten und Liter der Malerei mit Farben nahekommen könne, erklärt er, daß der Be- schauer eines Kunstwerks, ebenso wie der Schöpfer eines solden, die Gabe der Nachahmung besitzen müsse, ohne die eine rihtige Beurtei- lung unmögli sei. Man könne kein gemaltes Pferd oder einen ae- malten Stier bewundern, wenn man das betreffende Tier nicht
aber leer in der Zeichnung. Bosboom
ets geringer. Im Erzgebirge die Zunaßme ih O um dann von t i | 1 n den Sudetena ist die Zunahme bis zu dieser Höbe unregelmäßig; bet weiterem Ansteigen
A her Ble, d C ung e au er Döhmer- wald und das böbmisch-österreihishe Gebirge verhielten si ebenso. im Gebirge die Frostdauer mit der
Do Deutschland hat sich die Oper, obglei mebrfach der Versuch gema®t wm: D bisher nit etr bürgern können. s Neal “olt Bertiee ie ‘Liu „»Damnation“ bverfußr auch Boïto, indem er eine Anzabl von Szenen aus dem Faust“, mit einigen eigenen Zutaten, lose ancinander reibte; nur beschränkte er fih nit auf die Gretchentragödie, fondern fügte den Prolog im Vimmel, die Walpurgisnaht und einige Auf- tritte der Helena aus dem zweiten Teil hinzu. Der Titel {hon be- fagt, daß Mephistopheles im Mittelpunkt der Handlung stebt, den er in der wirksamsten Szene der Oper, in der Walpurgisnat als unums{ränkten Herrsher im Reiche der Finsternis auftreten läßt, Dor Osterspaziergang vor dem Tor (bei dem mer ürdigerweise Mephistopheles in Mönhs-, nicht in Hundsgestalt A magischen Kreise um Faust zieht), die Vorgänge in der Studierstube, in Marthas Garten und im Kerker bilden die ü Die Musik entbehrt nit einer gewissen Größe, wenigstens ift ein Streben dana wie nah charakteristischer tormaleris{er Gestaltung überall zu ver- spüren. Dazwischen finden sich wieder Annäberungen an den älteren
è } nisten vorgenommenen Umarbeitung im
Qarhkro 1QPE , Jadre 1875 zu Bologna.
Opernstil italienischer Herkunft besonders i Li
] i t ; g m Liebesduett, bei den Kerkerszenen und der Sihlußarie des sterbenden Faust die dem ceiaheitlichen Charakter des Werks Abbruch tun.
Im ganzen ist von dieser Musik zu sagen, daß man dur sie äußerlih gefesselt, nirgends aber ergriffen und E innerer Aatelac Ee geawungen wird. Wenn aber gestern der Beifall weit lebhafter war als am ersten Abend, fo lag das haupt\ählich an dem alle überragenden Vertreter der Nolle des Mepbiftopheles Chalia- pine, einem Bassisten mit glänzenden Stimmitteln und von packender Darstellungskraft. Das Publikum wurde nickt müde, ibn immer wieder _ hervorzurufen und mit stürmishem Beifall zu überschütten. Sobinoff, der Vertreter des Faust, ist ein Tenorist etwa vom Schlage unseres Jöôrn, nur weiß er seine Stimme, die mühelos au das C hergibt, besser zu behandeln. Als Darsteller zeigte er nur die üblichen Tenormanieren und au Unmanieren, denn er beging die Taktlosigkeit, dem Dirigenten die an einer Stelle gewünschte Beschleunigung cines Zeitmaßes dur un williges, heftiges Stampfen mit dem Fuße vorzuschreiben. An dem Gesang der Damen Storhio ( targarete) und Brojztia (Helena) konnte man ketne ungetrübte Freude haben : das Tremolo der ersteren war deutschen hren eine Pein, und die Stimme der leßteren klang s{harf und \{neidend. Unedel und wenig fein abgetönt waren ferner die Chôre; und mit unserem Orchester lassen si ganz andere Wirkungen erzielen, als Herr Jechin dessen Art gestern bereits harakterisiert wurde, es vermag. Die JIn- fzenierung, bet der die hiesigen Dekorationen zu Gounods „Margarete“ größtenteils Verwendung gefunden hatten, wies diesmal nihts be- sonders Bemerkenswertes auf.
Im Königlichen Opernhause findet m Wieder- holung der Boïtoshen Oper MaBetalgus duard d S E Es Cor tliGen Theaters von Monte Carlo stati. Die Herren
haltaptne, Sobinoff, Gluck, die Damen Storchio und Brozia sind
in den Hauptrollen beschäftigt. — Montag wird C * mi Fräulein Destinn in der Titelrolle, den Heren Philsipe, Eiern, Wittekopf Burchard «azd Gast în der Nolle
der Micasöl ge Hbrt
er caëla, au geführt. Virigent ist der Ka vellmeister Ble. — Der Woch nspielplan für das Mone assishe Gastsptel Fündiet für Dienstag «Don Carlos* von Verdi (Chaltapine, Renaud, Rouffelidre, Brozta, Lindsay), für Donnerstag „Thâodora“ (Heglon, Bouvet, Chalmin, Renaud, Rousselidre), unter der persönlichen Leitung des Komponisten Herrn Leroux, an. Am Sonnabend findet die letzte Vorstellung, untd zwär mit gemischtem Programm, statt: „Samson und Dalila (1. Akt), „Hérodiado“ (3. Akt mit Fräulein Grandjean)
wenigstens im Geiste vor ih sehe.
und „Barbiors di Siviglia“ (2. Akt).
Die Ziegenzucht sollte besonders in industriell-ländlihen Be- denn es steht fest, daß die
e bon 2000 Æ,