Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerwG&Datum=14.11.1973&Aktenzeichen=VIII%20C%20204.72
Timestamp: 2019-10-16 15:57:59
Document Index: 155273206

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 6', '§ 18', '§ 18', '§ 18', '§ 18']

BVerwG, 14.11.1973 - VIII C 204.72 - dejure.org
https://dejure.org/1973,660
BVerwG, 14.11.1973 - VIII C 204.72 (https://dejure.org/1973,660)
BVerwG, Entscheidung vom 14.11.1973 - VIII C 204.72 (https://dejure.org/1973,660)
BVerwG, Entscheidung vom 14. November 1973 - VIII C 204.72 (https://dejure.org/1973,660)
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VGH Hessen, 12.10.1972 - VII OE 7/71
BVerwG, 13.03.1974 - VIII C 33.73
Da der Kläger der jüdischen Glaubensgemeinschaft angehört, kommt es für die Beurteilung der Frage, ob er ein Bekenntnis zum deutschen Volkstum abgelegt hat, nach der ständigen Rechtsprechung des Senats auf die Sachlage im Zeitpunkt kurz vor dem 30. Januar 1933 an (zuletzt Urteile vom 14. November 1973 - BVerwG VIII C 204.72 und BVerwG VIII C 173.72 -).
Daher kommt es auf die Volkszugehörigkeit seiner Eltern an, hinsichtlich deren die gleichen Grundsätze gelten (zuletzt Urteil vom 14. November 1973 - BVerwG VIII C 204.72 -).
Ein verspätet abgelegtes Bekenntnis kann den tatsächlichen Schluß auf ein früher abgelegtes Bekenntnis zwar unterstützen (Urteil vom 26. April 1967 - BVerwG VIII C 52.65 - [Buchholz 412.3 § 6 BVFG Nr. 6 = NJW/RzW 1968, 91]; BVerfG, Beschluß vom 12. Februar 1964 [NJW/RzW 1964, 225; zitiert auch im Urteil vom 14. November 1973 - BVerwG VIII C 204.72 -]).
Er hat seinen jetzigen Inhalt durch § 6 Nr. 2 des Zwanzigsten Gesetzes zur Änderung des Lastenausgleichsgesetzes - 20. ÄndG LAG - vom 15. Juli 1968 (BGBl. I S. 806) erhalten, Er war bereits in Kraft als der Widerspruchsbescheid des Regierungspräsidenten, erging und ist grundsätzlich auf alle noch nicht abgeschlossnen Einziehungsverfahren anzuwenden (Urteile vom 14. November 1973 - BVerwG VIII C 173.72 [MDR 1974; 342] und BVerwG VIII C 204.72 - und vom 5. Juni 1974 - BVerwG VIII C 60.73 -).
Vielmehr läge auch darin ein die Einziehung rechtfertigender Rechtsfehler (Urteile vom 14. November 1973 - BVerwG VIII C 173.72 [MDR 1974, 342] und VIII C 204.72 -).
Rechtswidrigkeit der Einziehung eines Vertriebenenausweises - Begriff des …
Wie § 18 BVFG auszulegen ist, hat der Senat bereits in seinen Urteilen vom 14. November 1973 - BVerwG VIII C 173.72 - (MDR 1974, 342), das zur Veröffentlichung in der Entscheidungsammlung bestimmt ist, und BVerwG VIII C 204.72 dargelegt.
Hat er es jedoch nach dem 30. Januar 1933 trotzdem abgelegt, so wird ihm dies zugerechnet (…Urteile vom 14. März 1968 - BVerwG VIII C 38.66 - [a.a.O.], vom 28. Oktober 1971 - BVerwG VIII C 133.70 - und vom 14. November 1973 - BVerwG VIII C 173.72 und BVerwG VIII C 204.72 -).
Ob die Voraussetzungen des § 18 BVFG gegeben sind (vgl. dazu Urteile vom 14. November 1973 - BVerwG VIII C 173.72 [MDR 1974, 342] und BVerwG VIII C 204.72 -), kann der erkennende Senat jedoch nicht beurteilen.
Wie der erkennende Senat in den Urteilen vom 14. November 1973 - BVerwG VIII C 173.72 und BVerwG VIII C 204.72 - dargelegt hat, ist die Einziehung des Vertriebenen- oder des Flüchtlingsausweis es nach § 18 BVFG nur ein besonderer, auf das Fehlen der im Bundesvertriebenengesetz geregelten Ausstellungsvoraussetzungen zugeschnittener Fall der Rücknahme des Ausweises.
Das hat der Senat wiederholt ausgesprochen (Urteile vom 14. November 1973 [BVerwGE 44, 180] und BVerwG VIII C 204.72; vom 5. Juni 1974 - BVerwG VIII C 60.73 - und vom 24. September 1975 - BVerwG VIII C 78.74 -).
Nach § 18 BVFG genießt nicht einmal der Ausweis Bestandsschutz (Urteile vom 14. November 1973 - BVerwG VIII C 173.72 - [BVerwGE 44, 180] und - BVerwG VIII C 204.72 -).
Diese hat sie bisher selbst vertreten, wie sich aus den vom Oberverwaltungsgericht dargelegten Novellierungsabsichten ergibt (vgl. dazu Urteile vom 14. November 1973 - BVerwG VIII C 173.72 [MDR 1974, 342] und BVerwG VIII C 204.72 -).