Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=5%20P%2011.14
Timestamp: 2020-01-29 02:05:36
Document Index: 267228926

Matched Legal Cases: ['§ 256', '§ 9', '§ 43', '§ 44', '§ 44', '§ 44', '§ 20', '§ 13', '§ 83', '§ 76', '§ 20', '§ 20', '§ 20', '§ 126', '§ 76', '§ 76', '§ 13']

BVerwG, 19.10.2015 - 5 P 11.14 - dejure.org
https://dejure.org/2015,41010
BVerwG, 19.10.2015 - 5 P 11.14 (https://dejure.org/2015,41010)
BVerwG, Entscheidung vom 19.10.2015 - 5 P 11.14 (https://dejure.org/2015,41010)
BVerwG, Entscheidung vom 19. Januar 2015 - 5 P 11.14 (https://dejure.org/2015,41010)
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ZPO § 256; VwVfG §§ 9, 13, 20 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, § 43 Abs. 3, § 44 Abs. 1, 2 und 3
Abstrakter Feststellungsantrag; Zulässigkeit; Erledigung; Zeitpunkt; letzte Tatsacheninstanz; Anlassfall; anlassgebender Sachverhalt; Ausgangsfall; künftiger Sachverhalt; berechtigtes Interesse; Rechtsschutzbedürfnis; Feststellungsinteresse; Globalantrag; Nichtigkeit von ...
§ 44 Abs 2 VwVfG, § 44 Abs 3 Nr 1 VwVfG, § 20 Abs 1 S 1 Nr 1 VwVfG, § 13 Abs 1 Nr 1 VwVfG, § 83 Abs 2 BPersVG
Ausschluss eines Personalratsmitglieds wegen Befangenheit; Nichtigkeit eines Personalratsbeschlusses
Das befangene Personalratsmitglied
NZA-RR 2016, 166
vgl. BVerwG, Beschluss vom 19.10.2015 - 5 P 11.14 -, Buchholz 250 § 76 BPersVG Nr. 43 = juris, Rn. 19, zu § 20 Abs. 1 VwVfG.
§ 20 VwVfG schreibt den Neutralitätsgrundsatz als Folgerung aus dem Rechtsstaatsprinzip fest (BVerwG, B. v. 19.10.2015 - 5 P 11/14, zit. nach juris Rn 19;… Kopp/Ramsauer, VwVfG, 16. Aufl. 2015, § 20 Rn 6.).
Das Personalvertretungsrecht ist hingegen Teil des öffentlichen Dienstrechts, so dass schon deshalb § 126 BGB im vorliegenden Zusammenhang nicht unmittelbar herangezogen werden kann (vgl. BVerwG, Beschluss vom 19. Oktober 2015 - 5 P 11.14 - Buchholz 250 § 76 BPersVG Nr. 43 Rn. 24).
Soweit die Personalvertretungsgesetze keine Regelungen über das Verfahren und die Folgen von Verfahrensmängeln enthalten, kann für das Mitbestimmungsverfahren lediglich auf die allgemeinen verfahrensrechtlichen Grundsätze für das Handeln der öffentlichen Verwaltung zurückgegriffen werden, die dem Verwaltungsverfahrensgesetz zugrunde liegen (BVerwG, Beschluss vom 19. Oktober 2015 - 5 P 11.14 - Buchholz 250 § 76 BPersVG Nr. 43 Rn. 17 m.w.N.).
Die Pflicht zur Unparteilichkeit findet ihre Grundlage unmittelbar im Rechtsstaatsgebot und den daraus abzuleitenden Prinzipien der Verfahrensgerechtigkeit sowie der Gewährleistung eines fairen Verfahrens; es handelt sich um einen allgemeinen Grundsatz des rechtsstaatlichen Verfahrens (vgl. BVerwG, Beschl. v. 19. Okt. 2015, 5 P 11/14, Rn. 19, zit. nach juris).
Es können nur solche Rechtsfragen einer Klärung zugeführt werden, die sich an dem konkreten Vorgang ausrichten, durch ihn ausgelöst und auch begrenzt werden (ständige Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts, vgl. Beschluss vom 19. Oktober 2015 - BVerwG 5 P 11.14 -, juris Rn. 10 m.w.N., und des Senats, vgl. Beschluss vom 6. Mai 2010 - OVG 60 PV 16.08 -, juris Rn. 18).
So BVerwG, Beschluss vom 19. Oktober 2015 - 5 P 11.14 -, juris Rn. 21.
Diese Prinzipien sind wegen ihres allgemeinen Charakters nicht von vorneherein auf Beteiligte eines Verwaltungsverfahrens im Sinne von § 13 LVwVfG beschränkt (vgl. BVerwG, Beschluss vom 19.10.2015 - 5 P 11.14 -, Juris zum personalvertretungsrechtlichen Verfahren).
OVG Sachsen, 24.10.2019 - 9 A 1419/18
Mitbestimmungsrecht; Umsetzungsmaßnahme; Ersatzmitglied; Wahlvorschlagsliste
So ist zum Beispiel die Mitwirkung eines Personalratsmitglieds an einem Beschluss des Personalrats über die Besetzung einer Beförderungsstelle, um die es sich selbst beworben hatte, aber nicht ausgewählt wurde, unwirksam (BVerwG, Beschl. v. 19. Oktober 2015 - 5 P 11.14 -, juris Rn. 15 f).
OVG Berlin-Brandenburg, 05.02.2019 - 62 PV 9.18
Personalvertretungsrecht; abstrakter Feststellungsantrag; Jobcenter; …
Der nunmehr vom Antragsteller formulierte abstrakte Feststellungsantrag betrifft die Fragen, die hinter dem anlassgebenden Vorgang stehen und ihm konkret zugrunde liegen (vgl. BVerwG, Beschluss vom 19. Oktober 2015 - 5 P 11.14 - juris Rn. 10).
Für einen abstrakten Feststellungsantrag ist indes nicht unabdingbar, dass die umstrittenen Rechtsfragen entscheidungserheblich sind (siehe BVerwG, Beschluss vom 19. Oktober 2015 - 5 P 11.14 - juris Rn. 10: " oder durch den konkreten Anlass als entscheidungserheblich aufgeworfen werden").
Es reicht aus, dass aufgrund des abstrakten Feststellungsantrags nur im Wesentlichen dieselben Rechtsfragen zu entscheiden sind (BVerwG, Beschluss vom 19. Oktober 2015, a.a.O.).
Ein Fehler ist nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwG, B.v. 19.10.2015 - 5 P 11.14 - NZA-RR 2016, 166 = juris Rn. 21) besonders schwerwiegend im Sinn des dieser Regelung zugrunde liegenden allgemeinen Grundsatzes,.
Offenkundig oder offensichtlich ist die schwere Fehlerhaftigkeit nur dann, wenn sie für einen unvoreingenommenen, mit den in Betracht kommenden Umständen vertrauten, verständigen Beobachter ohne Weiteres ersichtlich ist (vgl. BVerwG, B.v. 19.10.2015 - 5 P 11.14 - NZA-RR 2016, 166 = juris Rn. 23; B.v. 13.10.1986 - 6 P 14.84 - BVerwGE 75, 62/65).
OVG Sachsen-Anhalt, 21.04.2016 - 6 L 7/14
Beteiligung der Personalvertretung bei Aufrechterhaltung einer nach Abbruch des …
VG Oldenburg, 10.08.2018 - 9 A 711/18
Rechtsanwaltskosten eines Personalrats; Mitbestimmung bei der Anordnung von …
OVG Nordrhein-Westfalen, 03.04.2017 - 20 A 598/16
Sanktionierung von Fehlverhalten eines Beteiligten i.R.d. …
VG Köln, 08.12.2016 - 1 K 1606/15
Rechtmäßigkeit der Eintragung eines Berufsausbildungsvertrages zum …
VG Arnsberg, 27.07.2016 - 10 L 1152/16
Anspruch eines Schülers auf vorläufige Versetzung in die Einführungsphase der …
VG Berlin, 07.01.2016 - 72 K 8.15
Rechtsweg für einen Streit über die Zuständigkeit der Freienvertretung
VG Köln, 08.12.2016 - 1 K 2393/15
VG Köln, 08.12.2016 - 1 K 7327/15