Source: https://archivalia.hypotheses.org/date/2009/04/02
Timestamp: 2020-08-06 14:27:27
Document Index: 303115650

Matched Legal Cases: ['§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 3', '§ 6', '§2', '§ 38']

02 | April | 2009 | Archivalia
Foto: Cuellar (von http://Flickr.com) http://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/deed.en
Weblog über Ebooks in Bibliotheken
http://ebook-bibo.blog.de
25 Missverständnisse über Open Access
Für ein realitätsnaheres Urheberrecht
http://bibliothekarisch.de/blog/2009/04/02/wir-brauchen-ein-realitaetsnaheres-urheberrecht
UK: Guide to Local Government Archives
http://www.nationalarchives.gov.uk/documents/our-past-your-future.pdf
Nach § 7 (2) dieses Gesetzes sei Archivgut nur dann personenbezogen, wenn es sich „nach seiner Zweckbestimmung oder nach seinem wesentlichen Inhalt auf EINE natürliche Person“ beziehe. Die Personenstandsregister bezögen sich aber eindeutig auf mehrere Personen. Die schutzwürdigen Belange Dritter nach § 7 (5) seien durch Einhaltung der allgemeinen Schutzfrist von 30 Jahren ausreichend berücksichtigt. Damit seien alle nach dem neuen Personenstandsgesetz an die zuständigen Archiv abzugebenden Personenstandsregister frei benutzbar.
Zugegeben die betreffende Formulierung („bezieht … sich … auf eine natürliche Person“) in § 7 (2) des Landesarchivgesetzes NRW ist nicht eindeutig, doch was hat der Landesgesetzgeber wirklich damit gemeint?
1.) „bezieht … sich … AUSSCHLIEßLICH auf eine natürliche Person“,
2.) „bezieht … sich … auf MINDESTENS eine natürliche Person“?
Wäre Variante 1 die richtige, wären mithin alle Volkszählungslisten, Schülerlisten, Zeugnisbücher, Listen aus der NS-Zeit über sterilisierte Personen, Akten über Stellenbesetzungsverfahren (mit mehr als einem Bewerber) etc. etc., die vor 1979 abgeschlossen wurden, frei benutzbar. Dies kann der Landesgesetzgeber wohl kaum gewollt haben, wieso hätte er sonst in § 3 (1) des Landesdatenschutzgesetzes NRW personenbezogene Daten als „Einzelangaben über persönliche oder sachliche Verhältnisse einer bestimmten oder bestimmbaren natürlichen Person (betroffene Person)“ definiert?
Über eine – auf dem Westfälischen Archivtag in Detmold leider unterbliebene – Diskussion würde ich mich freuen.
Foto: SamZidat, http://twitpic.com/2q8es
Kooperationsvertrag zwischen Stadt Köln und www.historischesarchivkoeln.de abgeschlossen!
§ 6 Abs. 5: “Im Falle der Beendigung dieses Kooperationsvertrages wird das Historische Archiv die Initiative „Das digitale Historische Archiv Köln“ in einem eigenen Digitalisierungsprojekt unter Verwertung der bis dahin erzielten Ergebnisse weiterführen und den Charakter des unter §2 beschriebenen Portals bewahren.”
Glückwunsch! Daran kann man eigentlich nicht herummäkeln.
http://hochschularchiv-aachen.blogspot.com/2009_04_01_archive.html#6259633307676463401
Köln: Berichte aus Bielefeld und dem Rhein-Sieg-Kreis
1) Jochen Rath, Bernd Wagner und Katja Weimer vom Stadtarchiv Bielefeld berichten von der Einsturzstelle in Köln:
Köln: Mir all sin Vringsstroß
“ …. Mariele Millowitsch, Tommy Engel, Cordula Stratmann, Gerd Köster und Wolfgang Niedecken ließen sich nicht zweimal bitten: Sie werden für ein Plakat auf der Severinstraße posieren, zusammen mit sechs Händlern aus dem Veedel. ….“Ein weitere Aktion für die Severinstraße in Köln, nachdem die Kölner Mundart-Band „De Familich“ bereits eine Charity-Single veröffentlicht, deren Erlös den Betroffenen der Häusereinstürze zugute kommt
SpOn widmet sich dieser britischen Richtung der Archäologie: “ ….. Wenn wir jetzt nicht dokumentieren, welche Spuren die Aktivisten in der Landschaft hinterlassen haben, werden diese Informationen verlorengehen und mit ihnen die Möglichkeit zur Dokumentation des Widerstandes.“
„Es ist schon seltsam“, sagt Schofield. „Diese Steinskulpturen und Wandmalereien unterscheiden sich kaum von denen, die Menschen in der Steinzeit geschaffen haben. Und wer weiß, vielleicht waren auch ihre Motive ähnlich.“
John Schofield widmete sich auch einem alten Ford Transit – s. Cambridge Archaeological Journal (2009), 19 : 1-28.
Thanks to everyone who responded with suggestions of tutorials. I’ve put
„Starting an Archives“ by Elizabeth Yakel,
„Taming the Paper Tiger at Work“, by Barbara Hemphill
„Organizing Archival Records: A Practical Method of Arrangement and
Description for Small Archives Second Edition“ by David Carmicheal
Köln: 10.000.000 Aufnahmen im Barbarastollen
“ …. Im Historischen Archiv der Stadt Köln ist zehn Mal mehr Schriftgut sicherungsverfilmt worden als bisher angegeben. „Es sind 6.396 Filme mit zehn Millionen Einzelaufnahmen“, bestätigte eine Sprecherin des zuständigen Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in Köln der taz. Fünf Tage nach dem Einsturz des Archivs hatte das BBK bekannt gegeben, dass 638 Filme mit 1,15 Millionen Aufnahmen sicher in einem Stollen im Schwarzwald lägen. …..
Die Liste der Filme liegt der taz vor. Tatsächlich weist die Verfilmung ab dem Stichjahr 1815 große Lücken auf. Nur das Schriftgut zentraler Einrichtungen wie des Oberbürgermeisters, Protokolle und Beschlussbücher des Rates sowie Gruppen von Schulakten sind dicht belegt. Hinzu kommen knapp 30 ältere Nachlässe, darunter diejenigen des Reichskanzlers Wilhelm Marx und des Sammlers Ferdinanz Franz Wallraf sowie die berühmte Sammlung zum Komponisten Jacques Offenbach. Die letzte, noch nicht im Barbarastollen angelangte Charge besteht aus 10 Filmen mit 20.500 Aufnahmen von Akten des Oberbürgermeister-Büros. …“
http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/viele-koelner-akten-doch-gerettet (URL korrigiert, kg)
“ ….. Mehr als ein Drittel des verschütteten Archivguts hat die Feuerwehr bisher unter den Trümmern des eingestürzten Stadtarchivs hervorgezogen: zwölf von insgesamt 30 Regalkilometern Schriftgut. …..
Am Donnerstag fanden die 60 Helfer von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk in teils stark verbogenen Metallschränken mehrere tausend Aluminiumdosen mit Microfilmen, auf denen verschiedene Dokumente gespeichert sind. Fast alle Filme sind nach Aussagen der Feuerwehr unversehrt. Feuerwehrsprecher Daniel Leupold schätzt, dass die Aufräumarbeiten in der Severinstraße noch ungefähr zwei Monate dauern könnten. …..“Quelle:
http://www.landeshauptarchiv-brandenburg.de/FilePool/NewsletterArchiv4_2009.pdf
Verleger Ulmer hetzt weiter gegen Bibliotheken
„Die Landesbibliothek als Copyshop“
http://www.boersenblatt.net/314659
Und viele andere Einträge zu „textbooks“ ebd.
http://www.bibliotheksrecht.de/2009/04/02/drei-fragen-52b-urhg-5877936
Entgegen meiner Annahme gibt es kein Gesamt-PDF, sondern PDFs für einzelne Kapitel. Die Studenten werden belehrt: „Wir machen darauf aufmerksam, dass ein Vervielfältigen oder Weiterverbreiten der digilehrbücher verboten ist.“
Wenn die Gerichte unserer einstweiligen Verfügung und der anschließenden Klage Recht geben, werden Sie sich dann für Ihre Überschrift „Ulmer hetzt…“ entschuldigen?
KlausGraf antwortete am 2. Apr, 13:28:
Ad 1: Wenn ich das richtig sehe, bestand zum Zeitpunkt der Digitalisierung noch kein funktionsfähiges Angebot. Und nur darauf kommt es an, wenn es nach der Vereinbarung geht.
Ad 2: Die Bibliothek haftet nicht für Urheberrechtsverletzungen ihrer Nutzer. Und es ist alles andere als sicher, dass eine Gesamtkopie des Ebooks zu wissenschaftlichen Zwecken unzulässig ist.
Berechtigte Kritik an einer Sache, auch die Kritik an einer Kritik, ist das eine, die Sprache derselben das andere. Mich stört, Herr Dr. Graf, dass Sie mittlerweile den Begriff „Hetze“ („hetzen“) so selbstverständlich als Passpartout-Begriff (und Überschrift) Ihrer Kritik an jedem open-access-Zweifler verwenden. Ein wenig historisches Sprachbewußtsein kann nie schaden: Unter „Hetze“ ist etwas anderes zu verstehen als das, was Sie zwischenzeitlich hier und da und allenthalben in den Debatten auszumachen glauben.
„Als Hetze (kein Plural) im gesellschaftlichen Sinn bezeichnet man unsachliche und verunglimpfende Äußerungen zu dem Zweck, Hass gegen Personen oder Gruppen hervorzurufen, Ängste vor ihnen zu schüren, sie zu diffamieren oder zu dämonisieren.
Veröffentlicht am 2. April 2009 von WernerTraschuetz
published on Salon Jewish Studies Blog ( http://board-js.blogspot.com/2009/03/summary-cologne-archives-collapse-xii.html)
“ ….. Weil vieles zudem auch noch verschimmelt ist, müssen die Helfer Sicherheitskleidung und Mundschutz tragen. Genau an diesem Punkt setzt die Kritik der Siegburger Stadtarchivarin Andrea Korte-Böger an, die ebenfalls in Porz im Einsatz war: Schutzanzüge, Handschuhe und Atemmasken „sind die billigsten und schlechtest sitzenden, die es gibt“. „
Der Frühlingseinbruch dürfte die Schimmelbildung noch verstärken.
http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=loka&itemid=10001&detailid=575550
via SamZidat. Danke!
Digitale Sammlungen der Universitätsbibliothek Namur
http://webapps.fundp.ac.be/moretus/igalerie
Darunter auch eine Inkunabel und eine lateinische Handschrift.
Update: Siehe nun
US: Food and Drugs Act Notices
The Archives and Modern Manuscripts Program at the History of Medicine Division, National Library of Medicine is pleased to announce the release of a new digital archive of court case summaries published as the Food and Drugs Act Notices of Judgment.
http://archive.nlm.nih.gov/fdanj
Widerliches Falschspiel der FAZ
http://www.perlentaucher.de/blog/26_thomas_huerlimann:_mein_copyright
Will die FAZ gegen Zitate aus ihren Artikeln vorgehen, muss sie Inhaberin ausschließlicher Nutzungsrechte sein. Bei Zeitungen fallen diese aber im Zweifel an den Autor mit dem Erscheinen zurück: § 38 UrhG. Hat ein freier Autor keine Rechteabtretung unterschrieben (das dürfte die Regel sein), kann die FAZ gegen Nachdruck oder zu langes Zitat nicht vorgehen.
Daher gibt es jetzt ein Zitat aus dem FAZ-Artikel von Thomas Hürlimann:
Unsere Urahnen verbrachten nur die Winter im Tal, übersömmert wurde auf den Alpen, und zwar auf verschiedenen Höhenlinien, in verschiedenen Höhlen. Sie waren zugleich sesshaft und beweglich – nur für Gott, sonst für keinen zu greifen. Bergler.