Source: http://ernst-gun.de/index.php/sonderabfall.html
Timestamp: 2017-07-25 10:54:27
Document Index: 118133772

Matched Legal Cases: ['§ 52', '§ 19', '§ 19', '§ 19', '§ 19', '§ 19', '§4']

Sonderabfall - Städtereinigung Ernst
Wir verstehen uns als Partner für Umweltfragen und bei der Entsorgung von Sonderabfällen. Als zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb arbeiten wir nach den Grundsätzen des Kreislaufwirtschaft- und Abfallgesetzes.
Durch die Umsetzung verschiedener Branchenkonzepte ist der Bereich Beförderung, Transport und Logistik kontinuierlich ausgebaut worden und verfügt inzwischen über ein dichtes Netzwerk, welches optimierte Entsorgungskonzepte zulässt. Spektrum
Transport und Beförderung von Abfällen
Vermittlung von Abfällen aller Art
Beratung in allen Fragen der Abfallwirtschaft
Entwicklung kostengünstiger und praktikabler Entsorgungskonzepte
Erarbeitung und Umsetzung von Branchenkonzepten
Der Transport gefährlicher Güter verlangt vom Beförderer die Einhaltung höchster Sicherheitsanforderungen. Durch laufende gesetzliche Anpassungen ist diese Materie selbst für Experten nur noch schwer zu durchschauen.
Für alle betrieblich anfallenden Gefahrstoffe sind wir ihr "Beförderer". Unsere Fahrzeuge sind für die verschiedenen Klassen gefährlicher Güter nach ADR* ausgerüstet und geprüft. Unsere Berufskraftfahrer haben alle eine ADR-Bescheinigung sowie die Ausbildung nach TRGS 520 (Technische Regeln für gefährliche Stoffe und Zubereitungen).
ADR = ACCORD EUROPEEN RELATIF AU TRANSPORT INTERNATIONAL DE MARCHANDISES DANGEREUSES PAR ROUTE
(Europäisches Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Guter auf der Straße)
Sattelzug für Gefahrgut
Entsorgung fester und flüssiger Abfälle
Neben der Sammlung, Erfassung, Verwertung und Vermarktung von Sekundärrohstoffen bieten wir auch unser Know-how für den Umgang mit gefährlichen Stoffen zur Beseitigung oder Verwertung an.
Wir garantieren die nötige Sicherheit durch die Aufstellung der passenden Behälter, unter besonderer Berücksichtigung Ihrer Standortgegebenheiten. Wir unterstützen Sie fachkundig bei Einrichtung, Bedienung sowie der Erstellung von:
Eigenes Abfallportal (eANV)
Kennzeichnung der Abfallgebinde
Vorteile die Sie nutzen sollten:
kostengünstige Entsorgungs- und Verwertungsmöglichkeiten durch eine marktorientierte Preisgestaltung
Aktualisierung und Anpassungen der Preise an den Verwertungsmarkt
Kein Aufwand mit Abfallportalen und Signaturen
keinerlei Aufwand und Kosten zur Erstellung von Papieren wie Begleit- und Übernahmescheine, ADR-Bescheinigungen und Unfallmerkblätter
keine entstehenden Kosten für die Erstellung bzw. Neubeantragung von Entsorgungsnachweisen
Für die Entsorgung von gefährlichen Abfällen nach KrW/AbfG muss ein Entsorgungsnachweis geführt werden.
Es besteht jedoch die Möglichkeit einen Sammelentsorgungsnachweis eines Abfalltransporteurs (Firma Ernst) zu nutzen (max. Menge 20 to/Abfall und Jahr). Hierbei übernimmt der Transporteur Ihren Abfall und gibt diesen über seinen Namen an den Abfallentsorger -verwerter weiter. Folgende Abfälle können über uns (teils über Sammelentsorgungsnachweise) entsorgt oder verwertet werden:
Elektro - Elektronikschrott
feste & pastöse - Ölverschmutzte Betriebsmittel
Altöl - Verwertung - 130205 (kg)
Elektronikschrott - 160213
Ölfilter - 160107
Elektronikschrott - 200135
ÖVB - lösemittelhaltig - 150202
Bremsflüssigkeit (Glykohlether) Verwertung - 160113
Elektronikschrott (Monitore) - 160213
ÖVB - ölhaltige Abfälle - 150202
Kühlgeräte - 200123
Mineralien, Stäube & Dämmstoffe
Frostschutz (Ethylenglykole) Verwertung - 160114
Elektro - Leuchtstoffröhren
Dämmstoffe (Glas-,Stein-, Dämmwolle auf Glasfaserbasis) - 170603
Leuchtstoffröhren - 200121(Längsform)
Asphalt (Straßenaufbruch) - teerhaltig (PAK < 1000 mg/kg) - 170302
Öl- Benzinabscheiderinhalte - 130502
Kondensatoren bis 1 kg - 160209
Asphalt (Straßenaufbruch) - teerhaltig (PAK >= 1000 mg/kg) - 170301
Sandfangrückstände - 130501
Leuchtstoffröhren - 200121(Sonderformen) Rund- und Sonderformen; Hochspannungsleuchtröhren/Sonderstrahler, Hochdrucklampen (HG/NG/Halogen), Energiesparlampen (Kompaktsparlampen mit/ohne Stecksockel)
Bitumengemische (Dachpappen/Teerkork) - teerfrei (PAK <= 1000 mg/kg) - 170302
Asbest - Info: Gewicht pro m² Asbestplatte ca. 2-8 Kg
Bitumengemische (Dachpappen/Teerkork) - teerhaltig (PAK > 1000 mg/kg) - 170303
Asbestzementabfälle - 170605 - Deponie Franken-Schotter (aus LK WUG)
Feuerlöscher & -pulver - 160505
Filterasche - 100103
Asbestzementabfälle - 170605 - Deponie Franken-Schotter/Dietfurt (aus LK Ansbach & Neustadt)
Schlämme (Sonstige)
Asche (Zyklonasche nicht gefährlich) - 100119
Asbestzementabfälle - 170605 - Deponie Nürnberg Süd (aus Stad & Land Nbg.)
Bearbeitungsschlämme - 120115
Filterkies- und Filtermaterialen - 150203
Phosphatierschlamm - 110108
Filterstaub - 190113
Batterien - Alkalibatterien - 160605
Schlämme aus der Abwasserbehandlung - 190205
Holz-, Rost- Kesselasche - 100114
Batterien - Lithiumbatterien - 160605
Schlämme aus der Abwasserbehandlung - 190205 (z. B. Hydroxidschlamm)
Ofenausbruch - Transport/Verwertung - 161103
Batterien - Magnesiumbatterien - 160605
Schlämme aus der Wasseraufbereitung - 190902
Strahlsand - 120117
Batterien - Ni-Cd-Batterien - 160602
Schleifmittel - 120121
Verunreinigtes Erdreich (gefährlich) - 170503
Batterien - Quecksilberbatterien - 200133
Schleifschlamm - 120118
Verunreinigtes Erdreich (nicht gefährlich) - 170504
Batterien - Silberhaltige Batterien - 160605
feste & pastöse - Lacke
flüssige Stoffe - Lösemittel & Brennstoffe
Batterien - Trockenbatterien - 200133
Altlacke (n.g.) auf Wasserbasis (Wassertinte/Trocknung) - 080116
Aceton - 140603
Batterien - Bleiakku (Pkw, Lkw, Motorrad-Batterien)
Altlacke auf Wasserbasis (Fällung) - 080115
Brennstoffe und Gemische aus Benzin, Diesel und Heizöl - 130703
Bleiakkumulatoren - 160601 - Vergütung (RC-Verfahren)
Altlacke auf Wasserbasis (SSW) - Transport/Verwertung - 080308
Kaltreiniger - 140603
Chemikalien & Pestizide
Altlacke auf Wasserbasis (Wandfarben) - 080112
LMG - Lösemittelgemisch - 070504
Chemikalien - 160506* - einschl. Gemische
Altlacke auf Wasserbasis (VG) - 080115
LMG - Lösemittelgemisch - 080121
Pestizide (Pflanzenschutzmittel) - 200119*
Altlacke auf Wasserbasis (Wassertinte/Trocknung) - 080115
LMG - Lösemittelgemisch - 140603
Chemikalien - Fotochemie (Entwickler & Fixierbäder)
Altlacke aus der Beschichtungspulver - 080201
LMG - Lösemittelgemisch/Farb- Lackentfernerabfälle - 080121
Entwicklerbäder (Plattenentwickler) - 090102
Altlacke fest/pastös - 080111
LMG - Walzenwaschmittel - 140603
Entwicklerbäder (Wasserbasis) - 090101
Altlacke flüssig - 080111
Petroleum - 140603
Fixierbäder - 090104
Altlacke und Schlämme auf Wasserbasis - 080114
Verdünnung - 080121
Chemikalien - Säuren und Laugen
Dispersionsfarben - 080112
Verdünnung - 140603
Lauge - Beizlösungen (alkalisch) - 110107*
Druckfarben - 080312
flüssige Stoffe - Öle & Emulsionen etc.
Lauge - Natrium- und Kaliumhydroxid - 060204*
Harzrückstände - 070208
Galvanikabwasser - Transport/Verwertung - 110111
Säure - Phosphorsäure und phosphorige Säure - 060104*
Klebstoffe & Dichtmassen - 080409
Konzentrate, Waschwasser - 070701 - Verwertung
Säure - Salpetersäure und salpetrige Säure - 060105*
Lack- Farbschlamm fest/pastös - 080113
Öl- Wassergemische - 130802
Säure - Salzsäure - 060102*
Lack- Farbschlamm flüssig - 080113
Sickerwasser - Transport/Verwertung - 190702
Säure - saure Beizlösungen - 110105*
Lack- Farbschlamm Spritzkabine - 080115
Sickerwasser - Transport/Verwertung - 190703
Säure - Schwefelsäure und schweflige Säure - 060101*
Tonerabfälle (nicht gefährlich) - 080318
Speiseöle und -fette (Pflanzenöle etc.) - 200125
Lauge - zur Verbrennung - 060205(verpackt in 120 Literspannringfässer)
Leergut (Eisen- Kunststoffbehältnisse) - 150110 Spülflüssigkeiten (Entmetallisierungslösung) - 110111
Säure - zur Verbrennung - 060106(verpackt in 120 Literspannringfässer)
Leergut (Eisen- Kunststoffbehältnisse) - 160504
Spülflüssigkeiten (nickelhaltig) - 110111
Gase & Spraydosen
Eisenmetallbehältnisse Spraydosen - 150110
Eisenmetallbehältnisse Spraydosen - PU-Schaum-Dosen - 150110
BAZ (Behandlungsanlage & Zwischenlager)
Kurz vorgestellt...Anlagenstatus
Die Firma Rudolf Ernst GmbH & Co. KG ist Betreiber einer eigenen Behandlungsanlage mit Zwischenlager für besonders überwachungsbedürftige Abfälle und Gefahrguter (VbF, WHG - Kapazität 400 Tonnen für Stückgüter und 100 Tonnen für flüssige Stoffe). Alle gebräuchlichen Stoffe (siehe Annahmekatalog) des Europäischen Abfallkataloges ( AVV-Verordnung) können hier angenommen, behandelt sowie eingelagert werden. Zum anderen können diese Abfälle entsprechend vorbehandelt (behandelt) werden (umgefüllt, eingedickt, gespaltet, etc.) um die Anlieferungsbedingungen der einzelnen Verwertungsanlagen zu garantieren.
Die Städtereinigung Rudolf Ernst GmbH & Co. KG ist ein Entsorgungsfachbetrieb nach § 52 KrW-/AbfG, Fachbetrieb nach § 19 l WHG sowie nach DIN EN ISO 9002 zertifiziert. Unter "Service" finden Sie unsere aktuellen Zertifikate. BAZ Bilderübersicht
Vorschriften & Information zum Transport und zur Lagerung IBC (Großpackmittel) Allgemein
In den IBC´s dürfen feste oder flüssige Gefahrenstoffe wie besonders überwachungsbedürftiger Abfall, entzündliche, giftige und ätzende Präparate oder Zubereitungen, auf der Straße oder der Schiene transportiert werden.
IBC´s (intermediate bulk container) sind starre Großpackmittel mit einem Fassungsraum von 250 l bis 3000 l.
Wechselbehälter für die Sammlung und den Transport von flüssigen und pastösen bis festen Abfallstoffen (AS-Wechselbehälter=IBC)
Besonders erwähnenswert sind Batteriebehälter und Behälter für wassergefährdende Stoffe, die im Rahmen der Verordnungen des KrW-/AbfG bei Transporten Verwendung finden.
Um eine Kontamination der Umwelt mit diesen Stoffen zu verhindern, sind die Anforderungen an die IBC´s sehr hoch.
Durch die Akkreditierung unserer Partnerfirmen als Inspektionsstellen nach DIN EN 45004 bei der BAM (Bundesanstalt für Materialprüfung in Berlin) nach den Randnummern der GGVS und GGVE sind diese berechtigt, Sachverständigenprüfung vor Inbetriebnahme und die wiederkehrenden Prüfungen nach 2,5 Jahren und 5 Jahren an IBC-Behältern durchzuführen.
Sammlung und Zwischenlagerung der Abfallstoffe direkt am Entstehungsort
Minimierung der Verschmutzung, daher sauber und umweltfreundlich
Einsatzmöglichkeit für fast alle Abfallstoffe
einfache Bedienung und Handhabung der 1000 Liter und 800 Liter Behälter
keine Vermischung der Abfallstoffe durch eine getrennte Sammlung
keine Gebindekosten und somit geringere Beseitigungskosten
Verringerung des Transportrisikos durch baumustergeprüfte Behälter
Keine Anschaffungskosten von baumustergeprüften Fässern und Gebinden
Einfaches Handling per Stapler oder Kran
IBC (Großpackmittel) Prüfvorschriften
Inspektion durch sachkundige oder Sachverständige
Wiederkehrend alle 2,5 Jahre
Innerer und äußerer Zustand
Einwandfreie Funktion der Bedienungsausrüstung
Sichtigkeitsprüfung
Inspektion durch Sachverständige
Erstmalig vor Inbetriebnahme Wiederkehrend alle 5 Jahre
Übereinstimmung mit dem Baumuster einschließlich der Kennzeichnung
Transportvorschriften und Bezeichnungen
Definition: Der Transport von gefährlichen Stoffen wird national durch die GGVS, GGVE und GGVSee sowie international durch ADR, RID und IMDG-Code geregelt. Alle Stoffe, für die nach den genannten Regelwerken Großpackmittel (IBC), für den Transport erlaubt sind, dürfen in ASF/ASP Behältern transportiert werden, sofern der Behälterwerkstoff gegen den einzufüllenden Stoff resistent ist.
Gefahrgutverordnung Eisenbahn
Internationales Übereinkommen für den Transport gefährlicher Güter auf der Straße
Internationales Übereinkommen für den Transport gefährlicher Güter auf der Schiene
Internationales Übereinkommen für den Transport gefährlicher Güter auf Wasserwegen
Die UN-Nummer, auch nur Stoffnummer genannt, ist eine Kennnummer, die für alle gefährlichen Stoffe und Güter festgelegt worden ist und im Zusammenhang mit Transportvorgängen Verwendung findet, beispielsweise angegeben au den bei allen Gefahrguttransporten angebrachten orangefarbenen Warntafeln als untere, vierstellig Nummer.
Intermediate Bulk Container (Großpackmittel)
Lagervorschriften und Bezeichnungen
Die Lagerung gefährlicher Stoffe wird geregelt durch VbF, TRbF, WHG und VAWS
Die CAS-Nummer ist ein internationaler Bezeichnungsstandard für chemische Stoffe, die von den Chemical Abstract Services, einer Unterabteilung der American Chemical Society, vergeben wird.
CAS-Nummern bestehen aus drei Zahlen, die durch zwei Bindestriche getrennt sind. Die erstee Zahl kann bis zu sieben Ziffern enthalten, die zweite Zahl zwei Ziffern. Die dritte Zahl ist eine Prüfsumme. Die Nummern werden in aufsteigender Reihenfolge vergeben und enthalten keine innere Ordnung.
Für jeden bekannten chemischen Stoff (inklusive beispielsweise Legierungen und Polymeren) existiert eine eindeutige CAS-Nummer, d.h. auch verschiedene Isomere eines Stoffes tragen verschiedene CAS-Nummern!
GefStofV
(regelt Auffangvorrichtungen und Auffangwanne)
Flammpunkt <0 °C
Hochenzündliche Stoffe und Zubereitungen, die einen Flammpunkt <0 °C haben, werden mit dem Gefahrensymbol „F+“ und den Hinweis auf besondere Gefahren R12 gekennzeichnet.
Flammpunkt 0 und 21 °C
Leicht entzündliche Stoffe und Zubereitungen, die einen Flammpunkt zwischen 0 und 21 °C haben, werden mit dem Gefahrensymbol „F“ und den Hinweis auf besondere Gefahren R11 gekennzeichnet.
Flammpunkt 21 und 55 °C
Entzündliche Stoffe und Zubereitungen, die einen Flammpunkt zwischen 21 und 55 °C haben, werden mit keinem Gefahrensymbol, aber mit dem Hinweis auf besondere Gefahren R10 gekennzeichnet.
Der Dampfruck ist ein Maß für die Tendenz einer Flüssigkeit, in den gasförmigen Zustand überzugehen. Stoffe mit hohem Dampfdruck verdampfen schneller als Stoffe mit einem niedrigen Dampfdruck.
Temperatur, bei der sich die Dampf-Luftgemische entzünden-
Die formellen und sicherheitstechnischen Anforderungen an Lageranlagen für leichtentzündliche und hoch-entzündliche Flüssigkeiten ergeben sich insbesondere aus nachstehenden Rechtsgrundlagen:
Technische Regeln brennbare Flüssigkeiten „Läger“ (TRbF 20)
Anzeige- oder Erlaubnispflicht (siehe hierzu TRbF 20)
unter 450 Liter
450-1000 Liter
AII und B
3000-5000 Liter
Der Abstand zu umliegenden Gebäuden muss mindestens 10 m betragen, es sei denn, das Lager ist feuerbeständig abgetrennt.
Lager für brennbare Flüssigkeiten müssen ausreichend belüftet werden. Dies kann durch Ventilatoren oder durch natürliche Belüftung geschehen.
Eine Brandmeldeanlage ist bei Lagermengen von mehr als 20.000 Liter (VbF-Klasse AI und AII) bzw. 30.000 Litern (VbF-Klasse B) vorgeschrieben.
DIN 14675 - Vorschriften für Brandmeldeanlagen
Das ggf. notwendige Löschwasser-Rückhaltevolumen ist individuell zu ermitteln. Grundlage hierfür ist die LöRüRL, die neben dem Löschmittel Wasser auch alternative Löschmittel zulässt
Auffangvorrichtungen sind Flüssigkeitsdichte bauliche Einrichtungen und Räume von Gebäuden (Auffangräume) und flüssigkeitsdichte Bauteile (Auffangwannen), die dazu bestimmt sind, aus Behältern oder Rohrleitungen auslaufende wassergefährdende Stoffe aufzunehmen, und flüssigkeitsdichte Ableitflächen, die dazu bestimmt sind, aus Behältern oder Rohrleitungen ausgelaufene wassergefährdende Stoffe in Auffangvorrichtungen abzuleiten.
Auffangwannen?
Die Auffangwanne muss 10 % der eingelagerten Menge aufnehmen können, mindestens aber den Inhalt des größten Behälters. Soweit in Wasserschutzgebieten die Lagerung zugelassen ist, muss die gesamte Lagermenge (100%) zurückgehalten werden können. Die Auffangwanne muss beständig gegenüber den darüber gelagerten Stoffen sein.
Auszug aus der VAwS Auffangvorrichtungen (Auffangräume, Auffangwannen, Ableitflächen)
Größe und Anordnung: Der Rauminhalt einer Auffangvorrichtung muss dem Rauminhalt der in ihm aufgestellten Behälter entsprechen. Befinden sich mehrere Behälter in einer Auffangvorrichtung, müssen 10 % des Gesamtvolumens aller in der Auffangvorrichtung aufgestellten Behälter, aber wenigstens der Rauminhalt des größten Behälters zurückgehalten werden.
Auffangvorrichtungen sind grundsätzlich den zugehörigen Anlagen unmittelbar räumlich zuzuordnen. Von den zugehörigen Anlagen räumlich getrennte Auffangvorrichtungen sind zulässig, wenn ihnen im Schadensfalle die wassergefährdenden Stoffe sicher zugeleitet werden können.
Lagerbehälter mit wassergefährdenden Stoffen, die beim Freiwerden so miteinander reagieren können oder unerwünschte Reaktionen hervorrufen, dass die Behälter oder die Auffangvorrichtungen versagen, müssen in getrennten Auffangvorrichtungen oder in medienbeständig abgetrennten Bereichen der gleichen Auffangvorrichtung aufgestellt werden.
Die Grundfläche von Auffangvorrichtungen muss so beschaffen sein, dass Spritzverluste aus Befüll- und Entleervorgängen und Tropfverluste sicher aufgefangen werden, soweit Anlagen nicht gekapselt oder anderweitig gegen Spritz- und Tropfverluste abgesichert sind.
Anlagenteile, bei denen Tropfverluste nicht auszuschließen sind, sind mit gesonderten Tropfwannen zu versehen oder in einer sonstigen Auffangvorrichtung anzuordnen.
Behälter/Verpackungen ohne Auffangwanne bis 450 Liter
Auszug aus der VAwS
Transportbehälter und Verpackungen von flüssigen Stoffen mit einem Rauminhalt bis zu 450 Liter
Transportbehälter und Verpackungen von flüssigen Stoffen mit einem Rauminhalt bis zu 450 Litern sind als Teile von Lager-, Abfüll- und Umschlagsanlagen geeignet, wenn sie in einer Auffangvorrichtung, die den Anforderungen der Nr. 2.6 (=Anforderungen an Auffangwannen/Auffangvorrichtung) entspricht, aufgestellt sind. Sie dürfen ohne Auffangvorrichtung als Teile von Lager-, Abfüll- und Umschlagsanlagen nur verwendet werden, wenn für jeden verwendeten Behältertyp oder verwendete Verpackungsart der Kreisverwaltungsbehörde eine Zulassung nach den Vorschriften über den Transport gefährlicher Güter (=ADR/GGVS) nachgewiesen wird.
Auszug aus dem: WHG § 19g Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen
(5) Wassergefährdende Stoffe im Sinne der §§ 19g bis 19l sind feste, flüssige und gasförmige Stoffe, insbesondere - Säuren, Laugen,
- Alkalimetalle, Siliciumlegierungen mit über 30 vom Hundert Silicium,metallorganische Verbindungen, Halogene, Säurehalogenide, Metallcarbonyle und Beizsalze,
- Gifte, die geeignet sind, nachhaltig die physikalische, chemische oder biologische Beschaffenheit des Wassers nachteilig zu verändern. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit erlässt mit Zustimmung des Bundesrates allgemeine Verwaltungsvorschriften, in denen die wassergefährdenden Stoffe näher bestimmt und entsprechend ihrer Gefährlichkeit eingestuft werden.
(6) Die Vorschriften der §§ 19g bis 19l gelten nicht für Anlagen im Sinne der Absätze 1 und 2 zum Umgang mit 1. Abwasser,
2. Stoffen, die hinsichtlich der Radioaktivität die Freigrenzen des Strahlenschutzrechts überschreiten. Absatz 1 und die §§ 19h bis 19l finden auf Anlagen zum Lagern und Abfüllen von Jauche, Gülle und Silagesickersäften keine Anwendung.
Technische Regeln brennbare Flüssigkeiten Belüftung (TRbF 20, 5.4.2 bzw. 8.3.1) Die Belüftung muss mindestens 0,4-fach/h (bei passiver Lagerung - siehe Tabelle) bzw. 5-fach/h (bei aktiver Innenlagerung) in Bodennähe wirksam sein.
Der 5-fache Luftwechsel wird z. B. über explosionsgeschützte Ventilatoren (technische Lüftung) erzielt und muss permanent wirksam sein.
Passive Lagerung (TRbF 20, 2.1) Passive Lagerung ist das Aufbewahren brennbarer Flüssigkeiten in gefahrgutrechtlich zulässigen Transportbehältern, die dicht verschlossen sind und die während des Aufbewahrens im Lager weder befüllt noch entleert noch zu sonstigen Zwecken geöffnet werden.
Aktive Lagerung (TRbF 20, 8.4.3.2) Aktive Lagerung ist das Aufbewahren brennbarer Flüssigkeiten in Tankcontainern oder ortsbewegliche Gefäße, die am Ort ihrer Lagerung ortsfest als Entnahme- oder Sammelbehälter benutzt oder zu sonstigen Zwecken geöffnet werden.
Lagermenge Für die Bestimmung der Lagermengen ist der Rauminhalt der Behälter ohne Rücksicht auf Grad ihrer Füllung anzusetzen.
Bei ausschließlicher Lagerung von dicht verschlossenen leeren, ungereinigten, gefahrgutrechtlichen zulässigen Transportbehältern nach Nummer 2.4 Absatz 17 dürfen abweichend von Absatz (1) 0,5 % des Rauminhaltes als Lagermenge angesetzt werden. (TRbF 20, Abs. 2.5, vgl. auch VV - VAwS 6.1)
Unzulässige Lagerung Unzulässig ist die Lagerung brennbarer Flüssigkeiten
1. in Durchgängen und Durchfahrten,
2. in Treppenräumen,
3. in allgemein zugänglichen Fluren,
4. auf Dächern von Wohnhäusern, Krankenhäusern, Bürohäusern und ähnlichen Gebäuden sowie in deren
Dachräumen,
5. in Arbeitsräumen,
6. in Gast- und Schankräumen.
Zulässige Lagerung
siehe TRbF 20 3.1 ff
Lagerung in Räumen und im Freien
siehe TRbF 20 5.3.3
Von angrenzenden Räumen müssen Lagerräume feuerbeständig (F90 gemäß DIN 4102) abgetrennt sein. Abeichend hiervon müssen Wände und Türen nicht feuerbeständig sein, wenn sie in ein Brandschutzkonzept (TRbF 20, 5.5) einbezogen sind.
Bei der Außenaufstellung brauchen Lagersystem nicht feuerbeständig sein, wenn der Abstand zu umliegenden Gebäuden mindestens 10 m beträgt. Abweichend darf der Abstand zu angrenzenden Gebäuden bei der passiven Lagerung von bis zu 200 Litern auf 3 m bzw. bei passiven Lagerung von mehr als 200 Litern bis max. 1000 Litern auf 5 m reduziert werden (TRbF 20, 6.1).
Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) Im Rahmen de EU-weiten Harmonisierung von Gesetzen und Richtlinien mit Wirkung zum 1.1.2003 u. a. die Verordnung über brennbare Flüssigkeiten (VbF) aufgehoben.
In der neuen Betriebssicherheitsverordnung wird nunmehr u. a. der Betrieb von Systemen zur Gefahrstofflagerung geregelt. Die Anzeige - und Erlaubnispflicht sowie die Einstufung von brennbaren Flüssigkeiten in Gefahrklassen gemäß der ehemaligen VbF wird neu geregelt.
Die bisherigen VbF-Klassen A I - III und B werden ersetzt durch die Einstufung gemäß der Gefahrstoffverordnung §4:
R 11, R15, R 17
Gefahrenhinweis (H-Satz)
Der Begriff Gefahrenhinweis kommt aus der GHS/CLP-Verordnung und bezeichnet harmonisierte Formulierungen, die wörtlich im Anhang III der Verordnung in allen Sprache der EU vorgegeben werden. Diese sognannten H-Sätze (abgeleitet aus dem Englischen von hazard statements) entsprechen im Grundsatz den R-Sätzen, den besonderen Hinweisen der Stoff- bzw. Zubereitungsrichtlinien.
Die H-Sätze sind nach folgendem Schema kodiert (Beispiel H 3 01):
H-Satz (Gefahrenhinweis)
2=Physikalische Gefahren
3=Gesundheitsgefahren
4=Umweltgefahren
Laufende Nummer, 2-stellig
Sicherheitshinweise (P-Satz)
Der Begriff Sicherheitshinweise kommt aus der GHS/CLP-Verordnung und bezeichnet harmonisierte Formulierungen, die wörtlich im Anhang IV der Verordnung in allen Sprache der EU vorgegeben werden. Diese sognannten P-Sätze (abgeleitet aus dem Englischen von precautionary statements) entsprechen im Grundsatz den S-Sätzen, den Sicherheitsratschlägen der Stoff- bzw. Zubereitungsrichtlinien.
Die P-Sätze sind nach folgendem Schema kodiert (Beispiel P 2 03):
P-Satz (Sicherheitshinweis)
1=Allgemein
2=Vorsorgemaßnahmen
3=Empfehlungen
4=Lagerhinweise
5=Entsorgung
Erlaubnispflichtig sind Lageranlagen für entzündliche Stoffe ab 10.000 Liter.
Zur Auslegung der BetrSichV sind noch ergänzend Regelungen zu schaffen und Aktualisierungen in den bisherigen Technischen Regeln (TR) durchzuführen.
Grundsätzliche Anforderung der BetrSichV
Für alle Anlagen sind vom Arbeitgeber die Gefährdungsbeurteilung und das Explosionsschutzdokument zu erstellen. Hier könnten zur Zeit noch die bisherigen Regelungen der VbF/TRbF als Erkenntnisquelle herangezogen werden. Für die sachgemäße Benutzung der Lagersystem liegt gemäß BetrSichV die Verantwortung beim Arbeitgeber.
Kontaktdaten Sonderabfall Sonderabfall
Problemabfall/GefahrgutberatungUlrike StaubTelefon: 09831-8006-50Telefax: 09831-8006-750 Kontakt
Rund um die Uhr Hotline für Kanalreinigung und Abschleppdienst