Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=WM%202014,%201379
Timestamp: 2019-12-08 10:14:49
Document Index: 174655254

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 810', '§ 422', '§ 423', '§ 810', '§ 810', '§ 810', 'BGH', '§ 142', 'BGH', 'BGH', '§ 428', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 142', 'BGH', '§ 142', 'BGH', '§ 142', 'BGH', '§ 142', 'BGH', '§ 280', '§ 287', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: WM 2014, 1379 - dejure.org
https://dejure.org/2014,15952
BGH, 27.05.2014 - XI ZR 264/13 (https://dejure.org/2014,15952)
BGH, Entscheidung vom 27.05.2014 - XI ZR 264/13 (https://dejure.org/2014,15952)
BGH, Entscheidung vom 27. Mai 2014 - XI ZR 264/13 (https://dejure.org/2014,15952)
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§ 810 Alt 2 BGB, § 422 ZPO, § 423 ZPO
Urkundeneinsicht: Darlegungs- und Beweislast für die Voraussetzungen einer Einsichtsgewährung; unzulässige Ausforschung
Zur Frage, wann ein schutzwürdiges rechtliches Interesse an der Einsicht in eine Urkunde im Sinne von § 810 Fall 2 BGB besteht
Einsicht in eine Urkunde setzt deren genaue Bezeichnung voraus
Urkundeneinsicht nach § 810 BGB und unzulässige Ausforschung
Der für die Voraussetzungen einer Einsichtsgewährung nach § 810 BGB darlegungs- und beweispflichtige Anspruchsteller muss deshalb außer dem objektiven Zusammenhang des konkreten Rechtsverhältnisses mit der Urkunde und seinem rechtlichen Interesse auch die Urkunde selbst und deren angeblichen Inhalt genau bezeichnen (BGH 27. Mai 2014 - XI ZR 264/13 - Rn. 25) .
Das Gericht darf die Urkundenvorlegung gemäß § 142 Abs. 1 ZPO nicht zum bloßen Zweck der Informationsgewinnung, sondern nur bei Vorliegen eines schlüssigen, auf konkrete Tatsachen bezogenen Vortrags der Partei anordnen (…BGH, Urteile vom 26. Juni 2007 - XI ZR 277/05, BGHZ 173, 23 Rn. 20; vom 27. Mai 2014 - XI ZR 264/13, WM 2014, 1379 Rn. 29).
Einen Antrag nach § 428 ZPO zu konkret bezeichneten Behandlungsunterlagen (vgl. BGH, Urteil vom 27. Mai 2014 - XI ZR 264/13, NJW 2014, 3312 Rn. 28) hat der Kläger nicht gestellt.
In einem solchen Fall zielt ein Einsichts- und Vorlageverlangen auf eine unzulässige Ausforschung (BGH NJW 2014, S. 3312, 3313 f, Tz. 24 und 28 f).
Die Bedeutung einer konkret zu bezeichnenden Urkunde muss sich vielmehr aus dem schlüssigen Parteivortrag ergeben (BGH, NJW 2014, S. 3312, 3313 Tz. 28).
In diesem Fall zielt das Einsichtsverlangen auf eine unzulässige Ausforschung (BGH NJW 2014, S. 3312, 3313 Tz. 24).
Ungeschriebene Anspruchsvoraussetzung des Einsichtsrechts ist die Schutzwürdigkeit des rechtlichen Interesses des Anspruchstellers (BGH, NJW 2014, 3312).
In einem solchen Fall zielt das Einsichtsverlangen auf eine unzulässige Ausforschung (BGH, NJW 2014, 3312, Rn. 24 m.w.N.).
Die Anordnung ist nur zulässig, wenn sie dazu dient, für die vom Gericht begehrte Entscheidung relevante Umstände zu erhellen (…vgl. Zöller/ Greger , 31. Aufl. 2016, § 142 Rn. 7; BGH, NJW 2014, 3312).
Da das Vorbringen des Klägers zu den Wasserversorgern in den genannten Städten nicht ausreicht, um eine Vergleichsmarktberechnung zu ermöglichen (vgl. oben b) bb)), fehlt es bereits an schlüssigem Vortrag als Grundlage für ein Vorgehen nach § 142 ZPO, der keine Amtsaufklärung ermöglicht (vgl. BGH, Urteil vom 27.05.2014 - XI ZR 264/13, Rn. 28).
Das Gericht darf die Urkundenvorlegung daher nicht zum bloßen Zweck der Informationsgewinnung, sondern nur bei Vorliegen eines bereits schlüssigen, auf konkrete Tatsachen bezogenen Vortrags der Partei anordnen und nur aus diesem Grund liegt in der Anwendung des § 142 Abs. 1 ZPO keine prozessordnungswidrige Ausforschung (BGH, Beschluss vom 29.11.2016 - VI ZB 23/16, NJOZ 2017, 1055 Tz. 15; Urteil vom 27.05.2014 - XI ZR 264/13, NJW 2014, 3312 Tz. 29; Beschluss vom 21.01.2010 - VI ZR 162/09, BeckRS 2010, 02985 Tz. 2; Urteil vom 22.01.2009 - IX ZR 3/08, BeckRS 2009, 05599, Tz. 30; Urteil vom 26.06.2007 - XI ZR 277/05, NJW 2007, 2989 Tz. 20).
Die Anordnung ist nur zulässig, wenn sie dazu dient, für die vom GPP ht begehrte Entscheidung relevante Umstände zu erhellen (…vgl. Zöller/ Greger , 31. Aufl. 2016, § 142 Rn. 7; BGH, NJW 2014, 3312).
§ 280 BGB, § 287 ZPO
Keine Beweislastumkehr für Kausalität wie beim Anlageberater
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des BGH vom 15.05.2014, Az.: IX ZR 267/13 (BGH bestätigt Reichweite des Anscheinsbeweises für Rechts- und Steuerberaterhaftung)" von Dr. Peter M. Röhm, Dr. Dirk Seichter und Dirk S. Lennartz, original erschienen in: DStR 2014, 1734 - ...
Schadensersatzanspruch wegen anwaltlicher Falschberatung aufgrund Verletzung …