Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=24.04.1959&Aktenzeichen=VI%20ZR%2089/58
Timestamp: 2019-10-22 22:43:32
Document Index: 396950623

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 637', 'BGH', '§ 631', '§ 645', '§ 637', '§ 898', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 898', '§ 898', '§ 898', '§ 898', 'BGH']

BGH, 24.04.1959 - VI ZR 89/58 - dejure.org
https://dejure.org/1959,6023
BGH, 24.04.1959 - VI ZR 89/58 (https://dejure.org/1959,6023)
BGH, Entscheidung vom 24.04.1959 - VI ZR 89/58 (https://dejure.org/1959,6023)
BGH, Entscheidung vom 24. April 1959 - VI ZR 89/58 (https://dejure.org/1959,6023)
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VersR 1959, 827
Zwar hat der Besteller gegenüber den Unternehmer gewisse Anweisungsrechte für die Ausgestaltung und Ausführung der Leistung (vgl. BAG 25 514 [521] = AP Nr. 7 zu § 637 RVO [ zu II 5 a der Gründe]; BGH VersR 1958 128 [129 zu I 2 a der Gründe]; 1959, 827 [828]; 1964, 267 [268, zu G I 1 b der Gründe]; Palandt-Thomas, BGB, 37- Aufl., Einf. 1 vor § 631; § 645 Anm. 3 b cc), diese Rechte unter scheiden sich aber von dem Weisungsrecht des Arbeitgebers gegenüber dem Arbeitnehmer.
Soweit die Beklagte vorgeschrieben hatte, welche Arbeiten auszuführen seien, handelte es sich um die vertragliche Bestimmung der aufgetragenen Leistung, nicht aber um Anordnungen, die in die Weisungsbefugnis der Firma gegenüber ihren Leuten eingriffen und sie schmälerten (vgl. Urteil des erkennenden Senats vom 24. April 1959 - VI ZR 89/58 VersR 1959, 827).
Dann aber kann sich der Beklagte nicht auf die Haftungsfreistellung des § 637 RVO berufen (vgl. die noch zu § 898 RVO ergangenen Senatsurteile vom 24. April 1959 - VI ZR 89/58 - VersR 1959, 827 und vom 27. März 1962 - VI ZR 93/61 - VersR 1962, 570; Ilgenfritz NJW 1963, 1047).
BGH, 08.03.1960 - VI ZR 59/59
Es ist nichts dafür dargetan, daß er hierbei in den Betrieb der Beklagten im Sinne eines eigenen Arbeitnehmers eingeordnet worden ist (vgl. BGH Urteil vom 24. April 1959 - VI ZR 89/58 - VersR 1959, 827).
War aber eine solche Eingliederung nicht gegeben, dann kommt nach der Rechtsprechung des erkennenden Senats (BGHZ 21, 207 und 24, 247; Urteile vom 21. Januar 1958 - VI ZR 309/56 = LM Nr. 13 zu § 898 RVO; vom 21. März 1958 - VI ZR 216/57 = VersR 1958, 376; vom 24. April 1959 - VI ZR 89/58 = LM Nr. 17 zu § 898 RVO) dem Unternehmer des fremden Betriebs, hier dem Inhaber der Beklagten, das zivilrechtliche Haftungsprivileg des § 898 RVO nicht zugute.
Wie sich aber aus Wissen und Weisung des fremden Unternehmers oder seines Beauftragten keineswegs schon immer ergibt, daß der Verletzte in den Betrieb eingeordnet war (vgl. Urteil des erkennenden Senats vom 24. April 1959 - VI ZR 89/58 - VersR 1959, 827 = LM Nr. 17 zu § 898 RVO), so muß auf das Gegenteil auch nicht notwendig aus dem Fehlen solcher Merkmale geschlossen werden.
BGH, 27.03.1962 - VI ZR 93/61
schließt die Annahme einer gleichzeitigen Einordnung in den fremdei Betrieb selbst dann aus, wenn von diesem gewisse Weisungei hinsichtlich der zu leistenden Arbeit entgegengenommen werden (vgl« Urteil des erkennenden Senats vom 24» April 1959 - VI ZR 89/58 VersR 1959, 827 )<> 2. Das Berufungsgericht hat auch zu Recht die Pest stellungsklage zugelasscn.