Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=VGH%20Baden-W%C3%BCrttemberg&Datum=29.07.1999&Aktenzeichen=5%20S%201916/97
Timestamp: 2019-12-16 09:50:02
Document Index: 133600166

Matched Legal Cases: ['§ 34', '§ 35', '§ 35', '§ 35', '§ 35', '§ 35']

VGH Baden-Württemberg, 29.07.1999 - 5 S 1916/97 - dejure.org
https://dejure.org/1999,4087
VGH Baden-Württemberg, 29.07.1999 - 5 S 1916/97 (https://dejure.org/1999,4087)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 29.07.1999 - 5 S 1916/97 (https://dejure.org/1999,4087)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 29. Juli 1999 - 5 S 1916/97 (https://dejure.org/1999,4087)
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§ 34 Abs 1 BauGB, § 35 Abs 3 Nr 1 BauGB, § 35 Abs 3 Nr 7 BauGB
Abgrenzung Innenbereich - Außenbereich; Beeinträchtigung öffentlicher Belange
VG Freiburg, 04.07.1995 - 1 K 1371/93
NVwZ-RR 2000, 481
BauR 2000, 612
ZfBR 2000, 143 (Ls.)
So hat der Senat Flächen mit einer Ausdehnung von 280, 240 und 210 m nicht mehr als Baulücke angesehen (…Urt. v. 10.05.1996 - 5 S 393/95 - VBlBW 1996, 381; Urt. v. 06.05.1997 - 5 S 743/97 - Urt. v. 29.07.1999 - 5 S 1916/97- NVwZ-RR 2000, 481).
VGH Baden-Württemberg, 19.09.2006 - 8 S 1989/05
Ausfertigung eines Bebauungsplans durch Bürgermeister
Es soll damit zum Ausdruck gebracht werden, dass das unbebaute Grundstück - gedanklich - übersprungen werden kann, weil es ein verbindendes Element gibt, nämlich die Verkehrsanschauung, die das unbebaute Grundstück als eine sich zur Bebauung anbietende Lücke erscheinen lässt (vgl. u.a. BVerwG…, Urt. vom 19.09.1986 - 4 C 15.84 - BVerwGE 75, 34, 36 ff.; VGH Bad.-Württ., Urteile vom 10.10.2003 - 5 S 747/02 -, BWGZ 2004, 88; vom 29.07.1999 - 5 S 1916/97 -, NVwZ-RR 2000, 481 und vom 08.02.1996 - 3 S 379/95 -, NuR 1998, 142).
Nach diesen Grundsätzen, denen der erkennende Senat in ständiger Rechtsprechung folgt (vgl. z. B. Urt. v. 29.07.1999 - 5 S 1916/97 -, NVwZ-RR 2000, 481;… Urt. v. 14.11.2006 - 5 S 330/06 -, VBlBW 2007, 305;… Urt. v. 25.09.2008 - 5 S 1647/07 -), reißt nach dem Ergebnis des Augenscheins der Bebauungszusammenhang des Ortsteils xxxxxxxxxxxxx auf der Höhe des Grundstücks xxxxxxxxxxstraße 10 - dessen Gebäude als letzte noch dem Innenbereich zuzurechnen sind - ab.
Eine solche Zersiedlung wird zumindest bei Wohnbauten regelmäßig anzunehmen sein, weil der Außenbereich grundsätzlich von allen nicht unmittelbar seinem Wesen und seiner Funktion entsprechenden Bauten freigehalten werden soll (BVerwG…, Urteil vom 26. Mai 1967 - IV C 25.66 -, BVerwGE 27, 137-141, Rn. 15; Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg, Urteil vom 29. Juli 1999 - 5 S 1916/97 -, Rn. 18, juris;… Battis/Krautzberger/Löhr, BauGB, 12. Aufl., § 35 Rn. 94).
Das ist dann der Fall, wenn die Streubebauung mit behördlicher Billigung solange besteht, dass sie nach der Verkehrsauffassung als typische Siedlungsstruktur der Region zu beurteilen ist (BVerwG…, Urteil vom 26. Mai 1967 - IV C 25.66 -, BVerwGE 27, 137-141, Rn. 15; Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg, Urteil vom 29. Juli 1999 - 5 S 1916/97 -, Rn. 19, juris;… Battis/Krautzberger/Löhr, BauGB, 12. Aufl., § 35 Rn. 97;… Bracher/Reidt/Schiller, Bauplanungsrecht, 8. Aufl., Rn. 2377).
So hat der Senat Flächen mit einer Ausdehnung von 280 m, 240 m und 210 m nicht mehr als Baulücke angesehen (…Urt. v. 10.05.1996 - 5 S 393/95 - VBlBW 1996, 381; Urt. v. 06.05.1997 - 5 S 743/97 - Urt. v. 29.07.1999 - 5 S 1916/97- NVwZ-RR 2000, 481).
Bei Zugrundelegung dieser Grundsätze, denen der erkennende Gerichtshof in ständiger Rechtsprechung folgt (vgl. z. B. Urt. v. 29.07.1999 - 5 S 1916/97 - NVwZ-RR 2000, 481, Urt. v. 14.11.2006 - 5 S 330/96 -, VBlBW 2007, 305;… Urt. v. 10.03.2010 - 3 S 2627/08 -, juris Rdnr. 21f) befinden sich sowohl das Sportgelände des Beigeladenen als auch das Gärtnereigelände nicht im Außenbereich, sondern innerhalb der bebauten Ortslage.
Vielmehr ist in der Rechtsprechung anerkannt, dass es sich bei einer - durch verbindliche Bauleitplanung nicht geordneten - Ausweitung eines im Zusammenhang bebauten Ortsteils in den Außenbereich hinein um einen Vorgang der städtebaulich unerwünschten unorganischen Siedlungsweise handelt, die zu vermeiden ein öffentlicher Belang i.S.d. § 35 Abs. 2 und 3 BauGB ist (BVerwG, Urteil vom 25. Januar 1985 - 4 C 29/81 -, NVwZ 1985, 747; vgl. ferner Bayer. VGH…, Beschluss vom 27. Januar 2010 - 9 ZB 08.37 -, juris Rn. 5; VGH Mannheim, Urteil vom 29. Juli 1999 - 5 S 1916/97 -, NVwZ-RR 2000, 481 [482]).
Nach diesen Grundsätzen, denen der erkennende Senat in ständiger Rechtsprechung folgt (vgl. zuletzt das Senatsurteil v. 29.07.1999 - 5 S 1916/97 -, m.w.N.), und nach den beim Augenschein gewonnenen Eindrücken bildet das Grundstück der Antragstellerin selbst keinen Bestandteil des Bebauungszusammenhangs seiner Umgebung.