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Timestamp: 2017-05-24 04:03:15
Document Index: 50287764

Matched Legal Cases: ['Art. 20', 'Art.\n3', 'Art. 20', '§ 20', 'Art. 20', 'Art. 66', 'Art. 68']

2C_252/2014; 2C_257/2014 Urteil vom 12. Februar 2016
A. A.________ war Alleinaktionär der X.________ AG mit Sitz in U.________ (ab 5. März 2009 Y.________ AG, W.________; ab 1. November 2010 Z.________ AG, V.________). Zusammen mit einem Geschäftspartner, B.________, gründete er die N.O.________ AG (Handelsregistereintrag am 16. Juli 2007; ab 11. Februar 2011 N.P.________ AG, U.________), welche die Betreibung eines Gastronomie- und Unterhaltungsbetrieb namens "N.________" in W.________ bezweckte, und an der A.________ einen Anteil von 49.8% hielt. Das Betriebskonzept sah einen Clubbetrieb vor, der Abendessen mit künstlerischen Einlagen anbieten und anschliessend einen Nachtclub betreiben sollte. Zur Finanzierung der Mietereinbauten des Clubs schloss die N.O.________ AG am 14. September 2007 einen Kreditvertrag über Fr. 2'500'000.-- mit der X.________ AG ab. Diese leistete am 12. Oktober 2007 und am 21. Dezember 2007 Teilzahlungen von je Fr. 1'000'000.-- an die N.O.________ AG. Am 28. November 2007 erfolgte die Eröffnung des Clubs "N.________". Zur Aufrechterhaltung des ordentlichen Betriebs der N.O.________ AG gewährte die X.________ AG zwischen dem 23. Januar 2008 und dem 11. Juni 2008 weitere Kredite über insgesamt Fr. 1'575'000.-- (exkl. Zinsen). Mittlerweile war es zu Spannungen zwischen den beiden Geschäftspartnern gekommen. Sie lösten ihre Zusammenarbeit im April 2008 auf und A.________ übernahm die Aktien seines Geschäftspartners zum Nominalwert von Fr. 250'000.--. Auf Verlangen der Revisionsstelle der X.________ AG wurde im Jahresabschluss 2007 auf das Darlehen von Fr. 2'000'000.-- eine Wertberichtigung in gleicher Höhe vorgenommen. Im September 2010 erfolgte die Schliessung des "N.________". Über die Z.________ AG wiederum wurde mit Verfügung vom 19. Mai 2011 und Wirkung per 23. Mai 2011 der Konkurs eröffnet und nach durchgeführtem Konkursverfahren am 6. November 2012 erfolgte von Amtes wegen die Löschung aus dem Handelsregister.
B. Am 27. Januar 2011 führte das Steueramt des Kantons Zürich in Bezug auf die Steuerperioden 2007 und 2008 eine steueramtliche Revision durch. Der Revisor gelangte zum Schluss, dass das 2007 gewährte Darlehen von Fr. 2'000'000.-- der X.________ AG an die N.O.________ AG einem Drittvergleich nicht standhalte und simuliert gewesen sei, weshalb die darauf vorgenommene Wertberichtigung nicht akzeptiert werden könne. Gestützt auf den Revisionsbericht schätzte das Steueramt A.________ am 25. Juli 2011 für die Staats- und Gemeindesteuer 2007 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 2'962'600.-- (satzbestimmend Fr. 2'986'600.--) bei einem Vermögen von Fr. 38'298'000.-- (satzbestimmend Fr. 39'329'000.--) ein. Für die direkte Bundessteuer 2007 veranlagte das Steueramt A.________ mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 2'963'300.-- (satzbestimmend Fr. 2'987'300.--). Sowohl bei der Staats- und Gemeindesteuern als auch bei der direkten Bundessteuer wurde ihm beim Einkommen der Umfang des im 2007 gewährten Darlehens als verdeckte Gewinnausschüttung bzw. geldwerter Vorteil angerechnet.
C. Das kantonale Steueramt bestätigte mit Einspracheentscheid vom 16. Januar 2013 die Aufrechnung des geldwerten Vorteils. Gegen diesen Entscheid erhob A.________ Rekurs, welcher vom Steuerrekursgericht am 27. Mai 2013 abgewiesen wurde. In der Folge gelangte er an das Verwaltungsgericht. Dieses wies am 22. Januar 2014 mit zwei getrennten Urteilen die Beschwerden zur kantonalen und zur Bundessteuer ab.
D. A.________ legt mit Eingaben vom 11. März 2014 (betreffend die direkte Bundessteuer) sowie vom 12. März 2014 (betreffend die Staats- und Gemeindesteuern) Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht ein. Er beantragt, die Urteile des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich seien aufzuheben. Von der Hinzurechnung einer geldwerten Leistung der X.________ AG an den Beschwerdeführer im Betrag von Fr. 2'000'000.-- im Jahr 2007 sei abzusehen und sein steuerbares Einkommen sei für die Staats- und Gemeindesteuern 2007 auf Fr. 962'600.-- (satzbestimmendes Einkommen Fr. 986'600.--) bzw. auf Fr. 963'300.-- (satzbestimmendes Einkommen Fr. 987'300.--) festzusetzen. Eventualiter sei sein steuerbares Einkommen sowohl für die Staats- und Gemeindesteuern 2007 als auch für die direkte Bundessteuer 2007 zu reduzieren und die Angelegenheit zur Ermittlung des Ausmasses einer geldwerten Leistung und des Steuerjahres, in dem eine solche Leistung zugeflossen sei, an das kantonale Steueramt Zürich oder an die Vorinstanz zurückzuweisen. Subeventuell sei sein steuerbares Einkommen für die Staats- und Gemeindesteuern 2007 auf Fr. 1'958'600.-- (satzbestimmendes Einkommen Fr. 1'982'600.--) bzw. für die direkte Bundessteuer 2007 auf Fr. 1'959'300.-- (satzbestimmendes Einkommen Fr. 1'983'300.--) zu reduzieren.
2. Gemäss Art. 20 Abs. 1 lit. c DBG sind als Ertrag aus beweglichem Vermögen insbesondere steuerbar Dividenden, Gewinnanteile, Liquidationsüberschüsse und geldwerte Vorteile aus Beteiligungen aller Art.
3. Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung von Art. 20 Abs. 1 lit. c DBG. Die Vorinstanz sei zu Unrecht zum Schluss gelangt, dass der am 31. Dezember 2007 wertberichtigte Kredit der X.________ AG in der Höhe von Fr. 2'000'000.-- an die N.O.________ AG dem Beschwerdeführer als geldwerter Vorteil anzurechnen sei.
4. Das Bundesgericht ist jedoch nicht an die Erwägungen der Vorinstanz gebunden und kann eine Beschwerde auch mit einer abweichenden Begründung abweisen (E. 1.3).
5. Der Beschwerdeführer beanstandet, dass die Wertberichtigung mittlerweile rückgängig gemacht und erfolgswirksam aufgelöst worden sei. Er habe diesen Umstand in seiner Beschwerde ausdrücklich geltend gemacht, die Vorinstanz sei jedoch mit keinem Wort darauf einge-gangen.
6. Subeventualiter beantragt der Beschwerdeführer, dass sein steuerbares Einkommen für die direkte Bundessteuer 2007 auf Fr. 1'959'300.-- zu reduzieren sei. Zum Zeitpunkt der Wertberichtigung am 31. Dezember 2007 sei er nur zu 49.8% an der N.O.________ AG beteiligt gewesen, weshalb ihm lediglich eine geldwerte Leistung von Fr. 996'000.-- statt Fr. 2'000'000.-- zugeflossen sei und besteuert werden könne.
7. Die massgebenden kantonalrechtlichen Bestimmungen (§ 20 Abs. 1 lit. c des Steuergesetzes [des Kantons Zürich] vom 8. Juni 1997 [StG/ZH; LS 631.1]) stimmen im Wesentlichen mit denjenigen bei der direkten Bundessteuer (Art. 20 Abs. 1 lit. c DBG) überein und gelten auch für die Besteuerung des Vermögens. In Bezug auf die Staats- und Gemeindesteuern ergibt sich somit kein anderes Ergebnis und es kann diesbezüglich auf die Erwägungen über die direkte Bundessteuer verwiesen werden. Demnach erweist sich die Beschwerde betreffend die Staats- und Gemeindesteuern gleichermassen als unbegründet.
8. Der unterliegende Beschwerdeführer trägt die Gerichtskosten (Art. 66 Abs. 1 BGG). Es sind keine Parteientschädigungen geschuldet (Art. 68 BGG).
1. Die Verfahren 2C_252/2014 und 2C_257/2014 werden vereinigt.
2. Die Beschwerde betreffend die direkte Bundessteuer (2C_252/2014) wird abgewiesen.
3. Die Beschwerde betreffend die Staats- und Gemeindesteuern (2C_257/2014) wird abgewiesen.
4. Die Gerichtskosten von Fr. 10'000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.