Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=FamRZ%201992,%20794
Timestamp: 2019-10-22 10:24:37
Document Index: 78329952

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 36', 'BGH', 'Art. 16', '§ 36', 'BGH', 'BGH', '§ 36', '§ 36', 'BGH', '§ 23', 'BGH', '§ 36', '§ 36', 'BGH', '§ 36', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: FamRZ 1992, 794 - dejure.org
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Dementsprechend darf sich selbst ein Mandant mit einschlägiger Vorbildung auf eine einwandfreie Vertragserfüllung durch seinen Berater verlassen (vgl. BGH, Urt. v. 19. Dezember 1991 - IX ZR 41/91, NJW 1992, 820; v. 24. Juni 1993 - IX ZR 216/92, WM 1993, 1889, 1894).
https://dejure.org/1992,1004
BGH, 05.02.1992 - XII ARZ 4/92 (https://dejure.org/1992,1004)
BGH, Entscheidung vom 05.02.1992 - XII ARZ 4/92 (https://dejure.org/1992,1004)
BGH, Entscheidung vom 05. Februar 1992 - XII ARZ 4/92 (https://dejure.org/1992,1004)
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Örtliche Zuständigkeit des Familiengerichts - Elterliches Sorgerecht - Türkische Eltern - Türken - Unterschiedliche Gerichtsbezirke
NJW-RR 1992, 579
MDR 1992, 487
Rpfleger 1992, 296
Allerdings genügt es in Fällen entsprechender Anwendung des § 36 Nr. 6 ZPO, dass zwei Gerichte ihre Kompetenz tatsächlich leugnen, ohne dass es eines förmlichen rechtskräftigen Beschlusses bedarf (BGH, NJW-RR 1992, 579, m.w.N.).
Daß bei Meinungsverschiedenheiten nicht regelmäßig das Gericht zu entscheiden hat, sondern bei bestehender Ehe dem Vater der Stichentscheid zusteht, verstößt gegen den deutschen ordre public und ist deshalb nach Art. 16 MSA unbeachtlich (Senatsbeschluß vom 5. Februar 1992 - XII ARZ 4/92 - FamRZ 1992, 794, 795 = DAVorm 1992, 352, 354 m.N.).
Dies ist für die Annahme eines nach § 36 Abs. 1 Nr. 6 ZPO bestehenden Kompetenzkonfliktes ausreichend (vgl. BGH, Beschluss vom 05.02.1992 - XII ARZ 4/92 -, NJW-RR 1992, 579; Senat, Beschluss vom 14.01.2016 - II-2 SAF 27/15 -, FamRZ 2016, 1292, Tz. 10, zit. nach juris, jew. mwN.).
Die insoweit maßgeblichen Bestimmungen über Wohnsitz und Aufenthalt sind Bestandteile der verfahrensrechtlichen Zuständigkeitsvorschriften, so daß für sie ebenfalls deutsches Recht als lex fori gilt (vgl.Senatsbeschluß vom 5. Februar 1992 - XII ARZ 4/92 - BGHR FGG § 36 Abs. 1, Zuständigkeit, örtliche 1).
Darüber hinaus bedurfte es auch keiner Verweisungsbeschlüsse der jeweiligen Abteilungen des Amtsgerichts, da das tatsächliche Leugnen der Zuständigkeitskompetenz im Rahmen der entsprechenden Anwendung des § 36 Abs. 1 Nr. 6 ZPO auf Grund der insoweit fehlenden Bindungswirkung von Verweisungsbeschlüssen (BGH NJW 1978, 1531;… Zöller/Gummer, a.a.O., § 23 b GVG Rn. 6, 7) ausreichend ist, soweit diese Verfügungen - wie hier - den Parteien bekannt gemacht worden sind (BGH NJW-RR 1992, 579;… Zöller/Vollkommer, a.a.O., § 36 Rn. 25 a. E. m. w. N.).
§ 36 Abs. 1 Nr. 6 ZPO ist aber im Interesse einer raschen Klärung negativer Kompetenzkonflikte entsprechend anzuwenden, wenn verschiedene mit der Sache befasste Gerichte ihre Kompetenz leugnen (…vgl. BGHZ 104, 363 - Juris-Ausdruck Rn. 5;… Zöller/Vollkommer, ZPO, 26. Auflage, § 36 Rn. 25) und die Unzuständigkeitserklärungen der Gerichte den Verfahrensbeteiligten zumindest bekannt gemacht wurden (vgl. BGH NJW-RR 1992, 579; NJW-RR 1992, 1154; NJW-RR 1996, 1217;… Zöller/Vollkommer, a.a.O., Rn. 25).
Nach richtiger Auffassung (vgl. hierzu u.a. auch Beschluss des 1. Zivilsenats des BGH vom 08.06.1988 in NJW 1988 S. 2739 f. sowie Beschluss des 12. Zivilsenats des BGH vom 05.02.1992 in NJW-RR 1992 S. 579) ist die tatsächliche Kompetenzleugnung der beteiligten Gerichte ausreichend.