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Timestamp: 2018-08-18 04:49:46
Document Index: 374159837

Matched Legal Cases: ['§257', '§10', '§ 44', '§ 1754', '§4', '§2', '§ 2', '§5', '§5', '§5', '§ 93', '§ 34', '§16', '§19']

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In diesem Bereich finden Sie Informationen zu Begrifflichkeiten, die auf unserer Website Verwendung finden.
Wird meist nach schweren Erkrankungen oder Operationen in speziellen Kliniken (so genannten Gemischten Anstalten)durchgeführt. Häufig ist eine vorherige Zusage des Versicherers notwendig.
Durch die Anwartschaft wir das Alter und/oder der Gesundheitszustand des Kunden „eingefroren“, bis der Kunde wieder in die PKV wechseln will oder kann.
Die Anwartschaft wir in eine große und eine kleine Anwartschaft unterteilt. Bei der kleinen Anwartschaft wir nur der Gesundheitszustand des Kunden konserviert und wenn der Versicherte wieder in die PKV will, wird er zu dem alten Gesundheitszustand versichert. Bei der großen Anwartschaft wird der Gesundheitszustand und das Alter des Kunden konserviert. So kann man auch nach Jahren, zu den gleichen Beiträgen, wieder in die PKV wechseln.
Die Anwartschaft kann auch zur Überbrückung einer Arbeitslosigkeit, oder einem längeren Aufenthalt im Ausland genutzt werden. Aber die einzelnen Möglichkeiten sind von Versicherer und Tarif abhängig.
Die Arbeitgeberbescheinigung dient dem Arbeitgeber als Nachweis des abgeschlossenen Krankenversicherungsschutzes und der zu zahlenden Beiträge. Bis zum Höchstbeitrag zahlt der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer einen Zuschuss zur Krankenversicherung.
Der Zuschuss zum Beitrag für die Private Kranken- und Pflegepflichtversicherung ist gesetzlich im §257 Sozialgesetzbuches V geregelt. Der Arbeitgeber ist verpflichtet einem privat versicherten Arbeitnehmer einen Zuschuss zu seiner Krankenversicherung zu zahlen. Dieser gilt (bis zum Höchstbeitrag) auch für mitversicherte Kinder oder Ehepartner, wenn für diese ein Anspruch auf Familienversicherung gem. §10 SGB V bestünde.
ist die Abkürzung für Allgemeine Versicherungsbedingungen.
Der Basistarif wurde in der Privaten Krankenversicherung zum 01.01.2009 eingeführt. Dieser enthält bei jedem der PKV Unternehmen die gleichen Leistungen zu annähernd gleichen Prämien. Die Aufnahme in den Basistarif erfolgt ohne Ablehnung und ohne Zuschläge. Die Kalkulation erfolgt unternehmensübergreifend. Aus diesem Grunde findet auch bei den Anträgen zum Basistarif eine entsprechende Risikoprüfung statt.
Für Bestandskunden, die vor dem 01.01.2009 in der Privaten Krankenversicherung versichert waren, ist eine (teilweise) Mitnahme der Alterungsrückstellungen in den Basistarif möglich. Die Kunden müssen nach dem Wechsel mindestens 18 Monate in dem Basistarif (Leistungsniveau vergleichbar GKV) verbleiben. Erst danach ist wieder ein besserer Versicherungsschutz möglich. Der Wechsel in einen besseren Versicherungsschutz macht allerdings eine erneute Risikoprüfung notwendig.
In Bausteintarifen (auch Modultarife genannt) können Sie die unterschiedlichen Komponenten für die ambulante, stationäre und zahnärztliche Behandlung je nach Wunsch wie „Bausteine“ selber zusammensetzen. Bei Kompakttarifen ist dies nicht möglich. Hier sind die Bestandteile vom Versicherer schon festgelegt. Der Vorteil der Bausteintarif liegt in der höheren Flexibilität.
In der gesetzlichen Krankenversicherung richtet sich der zu zahlende Beitrag nach dem jeweiligen Einkommen und wird durch die BBG auf den Höchstbeitrag begrenzt.
Die Beitragsbemessungsgrenze liegt zur Zeit bei 45.000,- € pro Jahr bzw. 3750,- € pro Monat und soll im Jahr 2011 auf 44.550,- € pro Jahr bzw. 3712,50 € pro Monat sinken.
In 2010 beträgt der Beitragsatz 14,9%. Daraus ergibt sich ein Höchstbeitrag von 558,75 €/Monat.
Für das Jahr 2011 soll der Beitragssatz auf 15,5% steigen. Daraus ergibt sich der neue Höchstbeitrag von 575,45 €/Monat.
Es handelt sich hier um einen Baustein im Rahmen der Privaten – Krankenvollversicherung. Dieser Baustein ist optional in den Vertrag integrierbar. Er ermöglicht eine garantierte Beitragsentlastung im Alter. Das Funktionsprinzip ist mit einer klassischen Rentenversicherung vergleichbar. Mit dem notwendigen Mehrbeitrag, der je nach Alter und Garantiebetrag unterschiedlich hoch ist, wird bereits bei Abschluss des Vertrages vereinbart, dass der eigene Krankenversicherungsbeitrag ab einem bestimmten Stichtag (meist das 65. Lebensjahr) um einen festen Betrag reduziert wird.
Der Vorteil besteht darin, dass Angestellte, die den Höchstzuschuss des Arbeitgebers noch nicht ausgeschöpft haben, den Arbeitgeber bis zur Hälfte an dem Beitrag zu diesem “Sparvertrag” beteiligen können. Die fehlende Mitnahmemöglichkeit bei einem Versichererwechsel ist allerdings ein Nachteil.
In der privaten Krankenversicherung ist die Beitragsrückerstattung eine Möglichkeit kostenbewusstes Verhalten zu honorieren.
Für die Beitragsrückerstattung gibt es zwei Modelle. Die erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung und die garantierte Beitragsrückerstattung (auch Pauschalleistung genannt).
Nach einem leistungsfreien Versicherungsjahr werden Geldbeträge an die Versicherten ausgeschüttet. Die Ausschüttung kann nach unterschiedlichen Kriterien erfolgen. Einige Versicherer bezahlen auch Vorsorgeuntersuchungen und schütten dennoch die Beitragsrückerstattung aus (wenn keine weiteren Rechnungen eingereicht werden).
Die Chefarztbehandlung (Privatärztliche Behandlung) bezeichnet die Behandlung in Krankenhäusern durch liquidationsberechtigte Ärzte. Der Begriff Chefarztbehandlung ist etwas irreführend, da auch Oberärzte oder sonstige Ärzte privat liquidieren können.
Bei einer solchen Behandlung werden getrennte Rechnungen erstellt. Der Chef-/ Privatarzt berechnet die von ihm (oder seinem Vertreter) persönlich erbrachten Leistungen, das Krankenhaus die Leistungen gemäß DRG Pauschale für den stationären Aufenthalt. (DRG steht für „Diagnosis Related Groups“. Es handelt sich um ein gesetzliches Fallpauschalensystem, welches als DRG Fallpauschalensystem bezeichnet wird.)
Diese Leistungen können nur dann berechnet werden, wenn eine so genannte Wahlleistungsvereinbarung geschlossen wurde.
Gesetzlich Versicherte können ebenfalls eine Wahlleistungsvereinbarung schließen . Diese müssten Sie entweder selber zahlen, oder durch eine Zusatzversicherung abdecken.
Diagnosekliniken sind medizinische Einrichtungen bzw. Kliniken, welche in der Regel umfangreiche Vorsorgeuntersuchungen und so genannte “Manager Check Up’s” anbieten. Meist handelt es sich um eine ganze Reihe von Vorsorgeuntersuchungen, welche an einem Termin zusammengefasst werden. Die Kosten hierfür liegen in der Regel über den “normalen” Kosten. Dafür sind die Kliniken jedoch meist auf dem technisch höchsten Stand und bieten somit umfangreichste Untersuchungsmöglichkeiten. Häufig sind die Erstattungen der Aufwendungen in solchen Kliniken nicht explizit in den Versicherungsschutz eingeschlossen. Aus diesem Grunde sollten Sie Ihren Versicherer vor der Nutzung solcher Einrichtungen kontaktieren und sich eine schriftliche Zusage erteilen lassen. Noch besser ist es, wenn Sie diesen Punkt bei der Auswahl ihres zukünftigen Versicherers berücksichtigen. Somit können Sie gegebenenfalls einen Tarif wählen, der Ihnen diese Leistungen verbindlich bietet.
Im Anschluß an den Mutterschutz besteht ein Anspruch auf Elternzeit und Elterngeld. Maximal sind 36 Monate Elternzeit ab der Entbindung möglich. Mutter und Vater können die Elternzeit nutzen, gegebenenfalls auch gleichzeitig.
Bei der Enteralen Ernährung werden die Nährstoffe entweder als Trink- oder Sondennahrung über den Magen-Darm-Trakt durch den Mund oder mit Hilfe einer Sonde zugeführt. Zur Enteralen Ernährung gehören u.a. Aminosäuremischungen und Eiweißhydrolysate. Dies sind diätetische Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke, die nicht für die Verwendung als einzige Nahrungsquelle geeignet sind.
Am 01.01.2001 trat das „Gesetz zur Reform der Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit“ in Kraft. Mit diesem Gesetz wurde die Erwerbsminderungsrente eingeführt.
Vor der Gesetzesänderung 2001 gab es innerhalb der gesetzlichen Absicherung eine Erwerbsunfähigkeitsrente und eine Berufsunfähigkeitsrente. Diese waren wie folgt definiert: Als erwerbsunfähig galten Personen, die „wegen Krankheit oder Behinderung auf nicht absehbare Zeit außerstande sind, eine Erwerbstätigkeit in gewisser Regelmäßigkeit auszuüben oder Arbeitsentgelt oder Arbeitseinkommen zu erzielen, das ein Siebtel der monatlichen Bezugsgröße übersteigt“ (§ 44 SGB VI). Für selbständig Tätige gab es keine Erwerbsunfähigkeitsrente.
Die Familienversicherung erfasst in Deutschland die beitragsfreie Mitversicherung von Familienangehörigen der in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherten Pflicht- und freiwilligen Mitglieder.
Dazu gehören maßgeblich der Ehegatte, der eingetragene Lebenspartner und die Kinder. Ein angenommenes Kind ist gemäß § 1754 BGB rechtlich “Kind” der/des Annehmenden. Den leiblichen Kindern sind Stiefkinder und Enkel gleichgestellt, wenn sie mit dem Mitglied in einem gemeinsamen Haushalt leben und deren Lebensunterhalt überwiegend vom Mitglied bestritten wird.
Familienversichert sind schließlich auch die Kinder von familienversicherten Kindern. Dies ist z. B. dann der Fall, wenn das Kind eines Mitglieds aufgrund einer Ausbildung bzw. eines Studiums selbst familienversichert ist und seinerseits Nachkommen hat.
Unter gemischten Anstalten versteht man Kliniken, in denen außer stationären Heilbehandlungen auch Kuren bzw. Sanatoriumsbehandlungen durchgeführt oder Rekonvaleszente aufgenommen werden (häufig in Kurorten anzutreffen).
Die tariflichen Leistungen werden nur dann gewährt, wenn der Versicherer diese vor Beginn der Behandlung zugesagt hat (§4 Abs. 5 MBKK).
Der Versicherer kann auf dieses Zustimmungsrecht ganz oder teilweise verzichten. Dies muss in den Versicherungsbedingungen geregelt sein.
Eine Liste der derzeit in Deutschland bestehenden gemischten Anstalten finden Sie im Downloadbereich.
Mit dem Gesundheitsreformgesetz wurde zum 01.01.2000 ein Zuschlag zur Stabilisierung der Beiträge im Alter eingeführt. Dieser Zuschlag wird in Höhe von 10% des Krankheitskosten-beitrages bei allen Versicherten erhoben. Hiervon ausgenommen sind nur Anwartschaften, Jugendliche unter 21 Jahren, Personen über 60 Jahren und befristete Verträge. Personen die bereits vor dem 01.01.2000 versichert waren erhielten die Möglichkeit zu wählen, ob dieser Zuschlag in die bestehenden Verträge integriert werden soll oder nicht.
Der Zuschlag wird pro Versicherten erhoben und für diesen individuell in einem Depot bei dem Versicherer angelegt. Ziel des Zuschlages ist es Beitragserhöhungen ab dem 65. Lebensjahr zu verhindern bzw. diese zu mindern. Ab dem 80. Lebensjahr soll der Zuschlag zur Senkung der Beitragszahlungen verwendet werden. Eine Möglichkeit zur Auszahlung der angesparten Beträge besteht nicht.
Bitte beachten Sie, das zum Teil nicht nur nach Behandlungen oder der Einnahme von Medikamenten gefragt wird, sondern auch nach Beschwerden oder allgemein nach Gesundheitsstörungen.
siehe Primärarztprinzip
Als Heilmittel werden verschiedene Behandlungen wie zum Beispiel Massagen, Inhalationen, Physiotherapie, Logopädie und Ergotherapie bezeichnet. Die Heilmittel verursachen gerade nach schweren Erkrankungen hohe Kosten da diese oft langfristig erbracht werden müssen.
Hilfsmittel sind z.B. Geräte zur künstlichen Ernährung, Atemüberwachungsmonitore, Heimdialysegeräte, etc. Unter diesen Begriff fallen aber auch Rollstühle, Blindenhunde, Epithesen, Prothesen und weitere Hilfsmittel, welche körperliche Beschwerden lindern oder ausgleichen.
Die PKV kennt so genannte „geschlossene Hilfsmittelkataloge“ und „offene Hilfsmittelkataloge“. Eine offenen Formulierung könnte z. B wie folgt lauten: „Versichert sind alle lebenserhaltenen Hilfsmittel“. Bei geschlossenen Katalogen werden die versicherten Hilfsmittel abschließend aufgezählt.
Da es sich hier um sehr wichtige und kostenintensive Leistungen handelt, sollten Sie sich mit diesem Thema, vor der Auswahl des Versicherers, genauer auseinandersetzen, um nicht im Leistungsfall mit unangenehmen finanziellen Folgen konfrontiert zu werden.
HÖCHSTSATZ DER GEBÜHRENORDNUNG
Der Begriff kommt aus der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) und Zahnärzte (GOZ). Der Höchstsatz (3,5facher Satz) stellt die höchstmögliche Abrechnung des Arztes dar, wenn man von einer schriftlichen Honorarvereinbarung absieht. Diese Berechnung erfordert eine Begründung des Arztes, welche bei dem Regelhöchstsatz (2,3facher Satz) nicht notwendig ist.
Unter den Voraussetzungen des §2 der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) kann eine Honorarvereinbarung geschlossen werden. Hierdurch wird ein abweichendes Honorar mit dem Arzt vereinbart, wenn über dem Höchstsatz abgerechnet werden soll.
Die Honorarvereinbarung ist an Vorgaben gebunden, die in § 2 Absatz (2) (GOÄ) geregelt sind. Die Vereinbarung darf demnach nur nach persönlicher Absprache im Einzelfall, vor Erbringung der Leistung schriftlich getroffen werden. Diese muss neben der Nr. und der Bezeichnung der Leistung, dem Steigerungssatz und dem vereinbarten Betrag auch die Feststellung enthalten, dass die Erstattung durch den Versicherer möglicherweise nicht in vollem Umfang gewährleistet ist. Weitere Erklärungen darf die Vereinbarung nicht enthalten. Weiterhin muss der Arzt dem Patienten eine Kopie der Vereinbarung aushändigen.
IMPFKALENDER 2010
Den Impfkalender der STIKO finden Sie im Downloadbereich.
JAHRESARBEITSENTGELTGRENZE (JAEG) – VERSICHERUNGSPFLICHTGRENZE
Die JAEG liegt im Jahr 2011 bei 49.500,- € pro Jahr bzw. 4.125,00 € pro Monat.
Sie soll im Jahr 2012 auf 50.850,- € pro Jahr bzw. 4.237,50 € pro Monat steigen.
Hierzu zählen neben dem Gehalt alle dauerhaft erzielbaren Einkünfte (wie z.B. Urlaubs- und Weihnachtsgeld). Überstunden- und Nachtzuschläge zählen nicht dazu. Beiträge zur Direktversicherung können zum Unterschreiten der JAEG führen.
Wer unter der JAEG liegt ist somit in der GKV versicherungspflichtig.
Die Karenzzeit sind die Tage nach denen die Leistungspflicht ihres Versicherers einsetzt (z.B. ab dem 15., 22. oder 43. Tag). Ab dem Tag an dem der Arzt aufgrund einer Untersuchung bzw. Behandlung eine völlige Arbeitsunfähigkeit festgestellt hat werden die Krankheitstage gezählt.
KINDERNACHVERSICHERUNG (NEUGEBORENENNACHVERSICHERUNG)
Darunter versteht man die Pflicht des Versicherers ein Neugeborenes Kind ohne Risikozuschläge und Wartezeiten zu versichern. Meist wird eine 3-monatige Vor-versicherungszeit der Eltern in der Privaten Krankenversicherung und die Anmeldung innerhalb von 2 Monaten nach Geburt vorausgesetzt.
Der Versicherungsschutz sollte bedingungsgemäß alle Geburtsschäden und Erkrankungen des Neugeborenen mit einschließen.
Für gesetzlich Krankenversicherte ist es möglich sich außer dem üblichen Sachleistungsprinzip alternativ für das Kostenerstattungsprinzip zu entscheiden.
Der Versicherte wird dabei vom Arzt wie ein Privatpatient behandelt und muss auch die Rechnungen des Arztes selber begleichen. Die Krankenkasse erstattet dem Patient das was sie auch sonst im Rahmen der Regelversorgung geleistet hätte. Die Differenz trägt der Patient selbst. Daher ist es sinnvoll diese Lücke durch private Zusatzversicherungen zu schließen(soweit dies möglich ist).
Krankenhausambulanzen sind an der Schnittstelle zwischen ambulanter und stationärer Betreuung des Patienten tätig. Die ambulante Betreuung von gesetzlich versicherten erfolgt nicht in Krankenhäusern. Diese Versorgung obliegt den kassenärztlichen Vereinigungen mit den dort angeschlossenen Vertragsärzten. Das liegt daran, dass Krankenhäuser zum Zwecke der stationären Versorgung eingerichtet sind.
Die ambulanten Operationen bilden hier eine Ausnahme. Die Krankenhäuser sind seit 1993 zum ambulanten operieren gesetzlich zugelassen. Krankenhäuser können neben diesen Behandlungen aber eine Notfallambulanz oder eine allgemein-klinische Ambulanz betreiben. (Krankenhausambulanz).
Bei den privaten Krankenversicherern ist diese Versorgung meist ausgeschlossen. Je nach Tarif leisten diese bei derartigen Behandlungen nur in Notfällen oder nur bei Fach- und Allgemeinärzten. Hierbei können auch Ärzte genutzt werden, die keine Kassenzulassung haben.
In den Musterbedingungen (MB/KK, §5) sind die Leistungen bei Kriegsereignissen ausgeschlossen. Der Versicherer kann diesen Schutz dennoch gewähren. Dies wird durch besondere Regelungen in den Tarif- oder Allgemeinen Versicherungsbedingungen gelöst. Häufig werden diese Leistungen zeitlich und/oder örtlich begrenzt.
Die gesetzliche Krankenversicherung können Sie mit einer Frist zum Ende des übernächsten Monats kündigen.
Eine private Krankenversicherung können Sie mit Frist von 3 Monaten zum Ende des Versicherungsjahres kündigen.
Im Bereich „Häufige Fragen“ finden Sie eine genauere Beschreibung.
Gemäß §5 der Musterbedingungen der Privaten Krankenversicherung besteht für Kuren keine Leistungspflicht. Von dieser Einschränkung kann der Versicherer durch besondere Vereinbarung in den Tarifbedingungen abweichen und somit doch Leistungen im Falle einer Kur erbringen.
Sofern der Versicherte seinen Wohnsitz in einem Kurort hat oder es sich um eine akute Erkrankung / einen Unfall während eines vorübergehenden Aufenthaltes handelt, besteht Versicherungsschutz für ambulante Heilbehandlung in einem Heilbad oder Kurort, andernfalls ist diese Behandlung ausgeschlossen.
Die ambulante Behandlung in Kur-/Badeorten soll unabhängig vom Wohnsitz bzw. Eintreten eines Unfalles versichert sein.
Unter lebenserhaltenden Hilfsmitteln versteht man zum Beispiel Geräte zur künstlichen Ernährung, Heimdialysegeräte, Sauerstoff- und Beatmungsgeräte, Prothesen …
Leider sind diese Hilfsmittel häufig nicht Gegenstand des Versicherungsschutzes.
Da diese allerdings mit hohen Kosten verbunden sind sollten Sie darauf achten, dass man nicht versucht Ihnen solche Mogelpackungen unter zu schieben.
Gerne erläutern wir Ihnen welche Hilfsmittel in Ihrem Versicherungsschutz enthalten sind.
Für zahntechnische Material- und Laborkosten gibt es keine Gebührenordnung für die Abrechnung bei Privatpatienten.
Einige Tarife enthalten besondere Regelungen bezüglich der Kostenerstattung. Die nach diesen Regelungen erstattungsfähigen Beträge können unterhalb der tatsächlich anfallenden Kosten liegen.
Informationen, Merkblätter und Antragsunterlagen finden Sie unter http://www.mutterschaftsgeld.de
Der Antrag kann beim Bundesversicherungsamt online gestellt werden.
siehe Kindernachversicherung
NICHTÄRZTLICHE BEHANDLER
Grundsätzlich ist in der privaten Krankenversicherung die Behandlung durch niedergelassene approbierte Ärzte versichert.
Soll die Behandlung auch durch nichtärztliche Behandler wie Logopäden, Ergotherapeuten oder andere Angehörige staatlich anerkannter Heilhilfsberufe (z.B. Physiotherapeuten, Masseure) versichert sein, so sollte dies auch in den Versicherungsbedingungen verankert sein.
Optionstarife sind Zusatzbausteine zu einer Krankenvoll- oder Krankenzusatzversicherung die es ermöglichen zu einem festgelegten Termin in bestimmte Tarife eines Versicherers zu wechseln.
Damit wir eine erneute Risikoprüfung, die einen Neuabschluss eventuell verhindern könnte, ausgeschlossen.
Parenterale Ernährung führt dem Körper die Nährstoffe in einer Infusionslösung direkt über einen Venenkatheter zu.
Pflichtbaustein zur gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung. Die Leistungen werden durch den Gesetzgeber festgelegt. Diese sind bei allen Unternehmen identisch. Weitere Informationen finden Sie in folgendem Artikel.
PKV ist die Abkürzung für Private – Krankenversicherung. Allgemeine Informationen zur PKV finden Sie auch in folgendem Artikel.
In einem Preis- oder Leistungsverzeichnis (auch Sachkostenlistenliste) werden Erstattungsbeträge für bestimmte Leistungen festgelegt. Für zahntechnische Material- und Laborkosten gibt es z.B. keine Gebührenordnung für die Abrechnung bei Privatpatienten. Der Versicherer legt vor Vertragsbeginn fest, welche Beträge für bestimmte Leistungen erstattet werden. Dieses schafft zusätzliche Sicherheit wenn die Erstattungssätze ausreichend bemessen sind. Die nach diesen Regelungen erstattungsfähigen Beträge können aber auch unterhalb der tatsächlich anfallenden Kosten liegen.
Eine automatische Anpassung erfolgt in der Regel nicht, bzw. nur dann wenn der Versicherer dieses ausdrücklich vereinbart hat.
Bevor Sie sich für einen Tarif entscheiden, sollten Sie sich die Preisverzeichnisse vom Versicherer aushändigen lassen und diese mit Ihrem Berater und/oder Behandler besprechen.
PRIMÄRARZTPRINZIP (HAUSARZTTARIF)
In den Bedingungen dieser Tarife legt der Versicherer fest, dass die Erstbehandlung generell durch einen Hausarzt (Arzt für Allgemeinmedizin) zu erfolgen hat. Dieser kann dann eine Überweisung zu einem Fachmediziner ausstellen.
Sollten Sie bereits zur Erstbehandlung einen Facharzt aufsuchen, so würde der Versicherer seine Leistungserstattung um einen festgelegten Prozentsatz (Höhe je nach Tarif) reduzieren.
Der Regelhöchstsatz ist ein Begriff aus der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) und Zahnärzte (GOZ).
Dieser Satz bezeichnet den 2,3 fachen Satz der Vergütung, welcher “in der Regel” berechnet wird. Darüber hinaus ist jedoch eine Berechnung des Höchstsatzes (3,5) möglich.
Bei Rooming-in Leistungen werden, bei stationärer Behandlung eines versicherten Kindes, auch die zusätzlichen Unterbringungskosten einer erwachsenen Begleitperson erstattet.
Abkürzung für Sozialgesetzbuch.
Die gültige Fassung finden Sie unter: www.gesetze-im-internet.de.
Das fünfte Buch beschäftigt sich insbesondere mit der gesetzlichen Kranken-versicherung, das sechste Buch mit der gesetzlichen Rentenversicherung.
STIKO ist die Abkürzung für “Ständige Impfkommission”.
Die STIKO besteht aus derzeit 17 Experten welche vom Bundesgesundheitsministerium berufen werden. Die Mitglieder beschäftigen sich zweimal im Jahr mit gesundheitspolitischen Fragen zu Schutzimpfungen und Infektionskrankheiten und geben eine Richtlinie heraus.
Leistungen bei Terrorereignissen werden wie Kriegsereignisse in den Musterbedingungen (MB/KK, §5) geregelt. Terrorereignisse sind durch die MB/KK nicht mitversichert. Der Versicherer kann diesen Schutz dennoch gewähren. Dies wird durch besondere Regelungen in den Tarif- oder Allgemeinen Versicherungsbedingungen gelöst. Häufig werden diese Leistungen örtlich begrenzt.
Bei Transportkosten handelt es sich um Leistungen der Privaten Kranken-versicherung für Transporte zum Arzt oder ins Krankenhaus.
Die Transporte sind in der Regel für den ambulanten und den stationären Bereich unterschiedlich geregelt. Sie sollten keine Entfernungsbegrenzung enthalten.
Eine Formulierung wie “Transporte zum nächstgelegenen, geeigneten Krankenhaus” ist in jedem Fall besser als “Transporte zum nächstgelegenen Krankenhaus”.
Einige Versicherer sehen tarifliche Leistungen für Fahrten zur ambulanten Behandlung vor. Dieses ist sehr sinnvoll wenn diese regelmäßig stattfinden. Als Beispiele seien Fahrten zur Dialyse oder zur Chemotherapie genannt.
Ein Unfall ist ein unerwünschtes, von außen auf einen und/oder mehrere Menschen oder Dinge rasch einwirkendes Ereignis, das ohne eine Absicht bewirkt wurde.
Aus einem Unfall folgt die Schädigung der Gesundheit und/oder eines Sachwertes.
Der Versicherungsmakler vermittelt Verträge zwischen Versicherungsgesellschaften und Versicherungsnehmern. Die Tätigkeit des Versicherungsmaklers ist nach § 93 HGB geregelt. Zur Ausübung seiner Tätigkeit benötigt der Versicherungsmakler eine Erlaubnis nach § 34 d GewO.
Das VVG regelt die Rechte und Pflichten zwischen dem Versicherungsunternehmen und dem Versicherungsnehmer bezüglich des Versicherungsvertrages.
Die gesamte Rechtsvorschrift für Versicherungsvertragsgesetz 1958, Fassung vom 29.10.2010 finden Sie in unserem Downloadbereich.
Diese bezeichnet die Verpflichtung des Antragstellers, alle Fragen im Antrags-formular vollständig und wahrheitsgemäß zu beantworten.
Sollte diese Verpflichtung nicht eingehalten werden, so drohen dem Versicherungs-nehmer Rücktritt oder Kündigung des Vertrages, durch den Versicherer.
Regelungen dazu finden Sie im §16 VVG (alt) oder §19 VVG (neu).
Es wird in allgemeine und besondere Wartezeiten unterschieden. Die allgemeine Wartezeit beträgt 3 Monate, die besondere Wartezeit (bei Schwangerschaft und Zahnersatz) 8 Monate.
In den Wartezeiten werden zwar Beiträge erhoben, aber keine Leistungen aus den mit Wartezeiten belegten Bereichen erbracht.
Zahnstaffel bedeutet, dass die Erstattungen für Zahnbehandlung, Zahnersatz und Kieferorthopädie bei einer PKV auf einen Höchstbetrag begrenzt ist. Es muss zwischen Zahnstaffeln welche nur in den ersten Jahren nach Vertragsabschluss gelten und denen, die dauerhaft die Kosten begrenzen unterschieden werden. Mit dieser Summenbegrenzung kann je nach Tarif der Rechnungsbetrag oder der Erstattungsbetrag gemeint sein. Der Unterschied wird am besten anhand eines Beispiels deutlich, in dem der Kunde im 1. Jahr eine Rechnung von 2.000 EUR für Zahnersatz einreicht, Anspruch auf 75% Erstattung hat und eine Zahnstaffel im 1. Jahr von 1.200 EUR gilt:
bei einem Rechnungshöchstbetrag von 1.200 EUR werden 900 EUR erstattet (75% von 1.200 €)
bei einem Erstattungshöchstbetrag von 1.200 EUR werden 1.200 EUR erstattet (75% von 2.000 € = 1.500 € maximal 1.200 €)
Die Zahnstaffel gilt in der Regel nicht bei Zahnbehandlungen, die aufgrund eines Unfalls durchgeführt werden.
Die gesetzlichen Krankenversicherer dürfen ab 2011 einen Zusatzbeitrag von maximal 2% der Beitragsbemessungsgrenze erheben.