Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=4%20StR%20375/08
Timestamp: 2019-11-21 13:11:11
Document Index: 211916367

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 212', '§ 24', '§ 226', '§ 226', '§ 226', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 226', 'BGH', 'BGH']

BGH, 06.11.2008 - 4 StR 375/08 - dejure.org
BGH, 06.11.2008 - 4 StR 375/08
https://dejure.org/2008,9000
BGH, 06.11.2008 - 4 StR 375/08 (https://dejure.org/2008,9000)
BGH, Entscheidung vom 06.11.2008 - 4 StR 375/08 (https://dejure.org/2008,9000)
BGH, Entscheidung vom 06. November 2008 - 4 StR 375/08 (https://dejure.org/2008,9000)
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§ 212 StGB; § 24 StGB; § 226 Abs. 1 Nr. 2 StGB
Strafbefreiender Rücktritt vom Tötungsversuch (unbeendeter Versuch); schwere Körperverletzung (wichtiges Glied: Taubheit zweier Finger)
Strafbefreiender Rücktritt vom Tötungsversuch nach vom Opfer mit einem Arm abgefangenem Messerstich in Richtung Herz; Objektive Tatbestandsmerkmale der gefährlichen Körperverletzung gemäß § 226 Abs. 1 Nr. 2 Strafgesetzbuch (StGB)
NStZ-RR 2009, 78 (Ls.)
NStZ-RR 2009, 98
a) Für die Beurteilung, ob ein wichtiges Glied im Sinne des § 226 Abs. 1 Nr. 2 StGB nicht mehr gebraucht werden kann, ist im Wege einer wertenden Gesamtbetrachtung zu ermitteln, ob die vorsätzliche Körperverletzung den Ausfall so vieler Funktionen verursacht hat, dass das Körperglied weitgehend unbrauchbar geworden ist und von daher die wesentlichen faktischen Wirkungen denjenigen eines physischen Verlusts entsprechen; ein völliger Funktionsverlust des betroffenen Körperglieds ist nicht erforderlich (vgl. BGH, Urteile vom 15. März 2007 - 4 StR 522/06, BGHSt 51, 252, 257; vom 6. November 2008 - 4 StR 375/08 Rn. 9; Beschluss vom 15. Januar 2014 - 4 StR 509/13, NStZ 2014, 213, jeweils mwN).
BGH, 15.01.2014 - 4 StR 509/13
Schwere Körperverletzung (dauernde Unbrauchbarkeit eines wichtigen Gliedes: …
Für die Beurteilung, ob ein wichtiges Glied im Sinne des § 226 Abs. 1 Nr. 2 StGB nicht mehr gebraucht werden kann, ist im Wege einer wertenden Gesamtbetrachtung zu ermitteln, ob als Folge der vorsätzlichen Körperverletzung so viele Funktionen ausgefallen sind, dass das Körperglied weitgehend unbrauchbar geworden ist und von daher die wesentlichen faktischen Wirkungen denjenigen eines physischen Verlustes entsprechen (BGH, Urteile vom 15. März 2007 - 4 StR 522/06, BGHSt 51, 252, 257 mwN und vom 6. November 2008 - 4 StR 375/08 Rn. 9).