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Timestamp: 2016-10-23 18:07:11
Document Index: 71683010

Matched Legal Cases: ['Art. 88', 'Art. 88', 'Art. 88', 'BGE', 'Art. 73', 'Art. 34', 'BGE', 'Art. 73', 'Art. 73', 'Art. 73', 'Art. 74', 'Art. 73', 'Art. 73', 'Art. 88']

109 Ia 17131. Auszug aus dem Urteil der I. �ffentlichrechtlichen Abteilung vom 17. Juni 1983 i.S. Frauchiger gegen Baugesellschaft Fuhren�cker, Einwohnergemeinde Madiswil und Regierungsrat sowie Verwaltungsgericht des Kantons Bern (staatsrechtliche Beschwerde)
Art. 88 OJ; qualit� du voisin pour former un recours de droit public. 1. Principe (confirmation de la jurisprudence; consid. 4a). 2. Un voisin a qualit�, au sens de l'art. 88 OJ, pour attaquer une autorisation de construire, lorsqu'il all�gue la violation de l'obligation d'�tablir un plan d�taill� de viabilit� selon le droit bernois (consid. 4b). Consid�rants � partir de page 172
4. a) Der Beschwerdef�hrer ficht die an die Beschwerdegegnerin erteilte Baubewilligung an. Es ist deshalb im weitern zu pr�fen, ob hief�r die Legitimation im Sinne von Art. 88 OG gegeben ist.
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts sind die Eigent�mer benachbarter Grundst�cke befugt, eine Baubewilligung mit staatsrechtlicher Beschwerde anzufechten, soweit sie die Verletzung von Bauvorschriften geltend machen, die ausser den Interessen der Allgemeinheit auch oder in erster Linie dem Schutz des Nachbarn dienen. Zus�tzlich m�ssen sie dartun, dass sie sich im Schutzbereich der Vorschriften befinden und durch die behaupteten widerrechtlichen Auswirkungen der Baute betroffen werden. Die Legitimation zur staatsrechtlichen Beschwerde bestimmt sich dabei ausschliesslich nach Art. 88 OG. Der Umstand, dass ein Beschwerdef�hrer im kantonalen Verfahren Parteistellung hatte, ist nicht entscheidend (BGE 107 Ia 74 E. 2a mit Hinweisen).
b) Die Bestimmungen von Art. 73 ff. des Berner Baugesetzes vom 7. Juni 1970 (BauG) und Art. 34bis des Baureglements der Gemeinde Madiswil vom 19. M�rz 1962, revidiert am 3. Juli 1973, (BauR) �ber die Detailplanpflicht liegen in erster Linie im Interesse der Allgemeinheit, dienen sie doch grunds�tzlich planerischen sowie verkehrs- und strassenpolizeilichen Zwecken. Gegenstand der Detailerschliessungsplanung ist die Sicherung der zweckm�ssigen BGE 109 Ia 171 S. 173Verbindung der einzelnen Grundst�cke mit den Hauptstr�ngen der Erschliessungsanlagen (vgl. ALDO ZAUGG, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Bern 1971, Art. 73 N. 1, S. 264). Im Vordergrund steht namentlich das Ziel, die Zahl der Anschl�sse an die Basiserschliessung zu vermindern (Art. 73 Abs. 2 Satz 2 BauG). Seinem Wesen nach ist der Detailerschliessungsplan ein Teilquartierplan (vgl. ALDO ZAUGG, a.a.O., Art. 73 N. 4, S. 264/265, Art. 74 N. 1, S. 266). Schon daraus ergibt sich, dass die entsprechenden Vorschriften nicht ausschliesslich den Interessen der Allgemeinheit dienen, sondern auch jenen Privater, namentlich der Nachbarn. So bezweckt der Detailerschliessungsplan u.a. eine m�glichst kosteng�nstige Gestaltung der privaten Erschliessungsanlagen (Art. 73 Abs. 2 Satz 2 BauG; vgl. auch ALDO ZAUGG, a.a.O., Art. 73 N. 3, S. 264). Insofern dienen die Vorschriften �ber die Detailerschliessungsplanung auch den Grundeigent�mern von Parzellen, die dem Baugrundst�ck benachbart sind. Als unmittelbarer Nachbar befindet sich der Beschwerdef�hrer im Schutzbereich der genannten Vorschriften. Er wird zudem durch die Auswirkungen der Ausfahrt in die Staatsstrasse auf dem benachbarten Grundst�ck betroffen. Damit ist er gem�ss Art. 88 OG zur Beschwerdef�hrung berechtigt.
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