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Timestamp: 2019-04-20 16:23:18
Document Index: 385981663

Matched Legal Cases: ['§ 25', '§ 25', '§ 24', '§ 10', '§ 3', '§ 1', '§ 7']

Bezirksregierung Düsseldorf - Dezernat 48.05 -Sport- Verordnung FAB
Verordnung zur Berufsausbildung
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Gesetzliche Grundlagen für die Ausbildung zum Fachangestellten für Bäderbetriebe
zum / zur Fachangestellten für Bäderbetriebe (vom 28. März 1997)
Diese Rechtsverordnung ist eine Ausbildungsordnung im Sinne des § 25 des Berufsbildungsgesetzes. Die Ausbildungsordnung und der damit abgestimmte, von der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland beschlossene Rahmenlehrplan für die Berufsschule werden demnächst als Beilage zum Bundesanzeiger veröffentlicht
Auf Grund des § 25 des Berufsbildungsgesetzes vom 14. August 1969 (BGBI. I S. 1112), der zuletzt durch § 24 Nr.1 des Gesetzes vom 24. August 1976 (BGBI. I S. 5.2525) geändert worden ist. in Verbindung mit Artikel 56 des Zuständigkeitsanpassungs-Gesetzes vom 18. März 1975 (BGBL I S. 705) und dem Organisationserlass vom 17. November 1994 (BGBI. I S. 3667) verordnet das Bundesministerium des Innern im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie:
§ 10 Inkrafttreten, Außerkraftreten
3. Arbeits- und Tarifrecht, Arbeitsschutz.
4. Arbeitssicherheit. Umweltschutz und rationelle Energieverwendung,
5. Aufrechterhalten der Betriebssicherheit,
6. Beaufsichtigen des Badebetriebes,
7. Betreuen von Besuchern,
8. Schwimmen,
9. Einleiten und Ausüben von Wasserrettungsmaßnahmen,
10. Durchführen von Erster Hilfe und Wiederbelebungs­maßnahmen.
11. Messen physikalischer und chemischer Größen sowie Bestimmen von Stoffkonstanten,
12. Kontrollieren und Sichern des technischen Betriebsablaufes,
13. Pflegen und Warten bäder- und freizeittechnischer Einrichtungen,
14. Durchführen von Verwaltungsarbeiten im Bad,
15. Öffentlichkeitsarbeit.
(1) Die Fertigkeiten und Kenntnisse nach § 3 sollen nach der in der Anlage enthaltenen Anleitung zur sachlichen und zeitlichen Gliederung der Berufsausbildung (Ausbildunsgsrahmenplan) vermittelt werden. Eine von dem Aus­bildungsrahmenplan abweichende sachliche und zeitliche Gliederung des Ausbildungsinhaltes ist insbesondere zulässig, soweit betriebspraktische Besonderheiten die Abweichung erfordern.
(2) Die in dieser Verordnung genannten Fertigkeiten und Kenntnisse sollen so vermittelt werden, dass der Auszubil­dende zur Ausübung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit im Sinne des § 1 Abs. 2 des Berufsbildungsgesetzes befähigt wird, die insbesondere selbständiges Planen, Durchführen und Kontrollieren einschließt. Die In Satz 1 beschriebe Befähigung ist auch in den Prüfungen nach den §§ 7 und 8 nachzuweisen.
Der Ausbildende hat unter Zugrundelegung des Ausbildungsrahmenplans für den Auszubildenden einen Aus­bildungsplan zu erstellen.
(2) Die Zwischenprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage für das erste Ausbildungsjahr aufgeführten Fertig­keiten und Kenntnisse sowie auf den im Berufsschulunter­richt entsprechend dem RahmenlehrpIan zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.
1. in höchstens 12 Minuten 400 Meter Schwimmen, davon 50 Meter Kraulschwimmen, 50 Meter Brustschwimmen, 100 Meter Freistilschwimmen und 200 Meter Schwimmen in Rückenlage mit Brustbeinschlag ohne Armtätigkeit
2. in höchstens 1 Minute und 30 Sekunden 50 Meter Transportschwimmen, Schieben oder ziehen, beide Personen bekleidet,
3. Drei Minuten lang eine Herz-Lungen-Wiederbelebung an einem Übungsphantom,
4. in höchstens 1 Minute und 35 Sekunden 100 Meter Zeitschwimmen,
5. Streckentauchen über eine Distanz von mindestens 30 Metern,
6. Kopfsprung aus 3 Metern Höhe.
(4) Der Prüfling soll in der schriftlichen Prüfung in insge­samt höchstens 180 Minuten Aufgaben aus folgenden Gebieten bearbeiten:
1. Arbeitsschutz, Unfallverhütung, Gesundheitsschutz, Arbeitshygiene und Umweltschutz,
2. berufsbezogene naturwissenschaftliche Grundlagen. Einsatz von Werkstoffen und Werkzeugen,
3. Aufrechterhaltung der Betriebssicherheit, Beaufsichtigung des Badebetriebes,
4. Betreuen von Besuchern.
(5) Die in Absatz 4 genannte Prüfungsdauer kann insbesondere unterschritten werden. soweit die schriftliche Prüfung in programmierter Form durchgeführt wird.
(1) Die Abschlussprüfung erstreckt sich auf die In der Anlage aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse sowie auf den im Berufsschulunterricht vermittelten Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist
1. im Prüfungsfach Retten und Erstversorgung:
a) in insgesamt höchstens 10 Minuten Durchführen einer praxisnahen Rettungsübung mit Startsprung in Kleidung vom Beckenrand, Anschwimmen, Aufnahmen einer erwachsenen Person aus 3 bis 5 Metern Tiefe. Ausführen von Befreiungsgriffen, Abschleppen, Anlandbringen und Maßnahmen der Erstversorgung,
b) in höchstens 8 Minuten 300 Meter Kleiderschwim­men mit anschließendem Entkleiden
2. im Prüfungsfach Schwimmen: in insgesamt 10 Minuten:
c) 100 Meter Zeitschwimmen in einer Höchstzelt von 1 Minute und 30 Sekunden,
3. im Prüfungsfach Besucherbetreuung und Schwimmunterricht in Insgesamt 90 Minuten:
b) Durchführen eines vorgegebenen Spiel- oder Sportarrangements
1. im Prüfungsfach Retten, Erstversorgung und Schwimmen: In insgesamt 90 Minuten praxisbezogene Aufgaben oder Fälle bearbeiten. Er soll dabei zeigen, dass er Fertigkeiten und Kenntnisse In Wettkampftechniken. In der Durchführung von Schwimmunterricht und über Erstversorgungs-, Rettungs- und Wiederbelebungsmaßnahmen sowie Gesundheitslehre erworben hat;
2. im Prüfungsfach Badebetrieb: in 120 Minuten praxisbezogene Aufgaben oder Fälle aus den Gebieten:
bearbeiten. In den Gebieten der Nummer 2 Buchstabe a bis c soll der Prüfling zeigen, dass er die für die Aufrechterhaltung der Betriebssicherheit notwendigen Fertigkeiten und Kenntnisse erworben hat, die Aufsicht im Badebetrieb durchführen und Besucher betreuen kann. Im Gebiet der Nummer 2 Buchstabe d soll der Prüfling nachweisen, dass er Aufgaben in Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit übernehmen kann und die Zusammenhänge von Verwaltung und Bäderorganisation versteht;
3. im Prüfungsfach Bädertechnik: in 90 Minuten praxisbezogene Aufgaben oder Fälle aus den Gebieten:
c) Warten und Pflegen bäder- und freizeittechnischer Einrichtungen bearbeiten. Der Prüfling soll dabei zeigen, dass er die technischen Zusammenhänge und die bädertypischen Prozessabläufe versteht sowie Maßnahmen zur Kontrolle und Sicherung des Betriebsablaufes unter Berücksichtigung von Umweltschutz und Hygiene ergreifen kann;
4. im Prüfungsfach Wirtschafts- und Sozialkunde: in 40 Minuten praxisbezogene Aufgaben oder Fälle aus den Gebieten: allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und Arbeitswelt bearbeiten.
Auf Berufsausbildungsverhältnisse, die bei Inkrafttreten dieser Verordnung bestehen, sind die bisherigen Vorschriften weiter anzuwenden, es sei denn, die Vertragsparteien vereinbaren die Anwendung der Vorschriften dieser Verordnung
Diese Verordnung tritt am 1. August 1997 in Kraft. Gleichzeitig tritt die Verordnung über die Berufsausbil­dung zum Schwimmeistergehilfen vom 5. Dezember 1971 (BGBl. I S. 1947) außer Kraft.
Bonn, den 26. März1997