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Timestamp: 2016-10-25 15:39:53
Document Index: 75743272

Matched Legal Cases: ['Art. 87', 'Art. 86', 'Art. 6', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 238', 'Art. 242', 'Art. 238', 'Art. 242', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 82', 'Art. 81', 'e contrario', 'Art. 82', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 9', 'Art. 9', 'BGE', 'in dubio', 'Art. 80', 'Art. 87', 'Art. 86', 'Art. 29', 'Art. 3', 'Art. 9', 'Art. 76', 'Art. 84', 'Art. 80', 'Art. 2', 'Art. 24', 'Art. 24', 'Art. 37', 'Art. 10', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 63', 'BGE', 'Art. 87', 'Art. 86', 'Art. 86', 'Art. 86', 'Art. 3', 'Art. 87', 'Art. 3', 'Art. 29', 'Art. 87', 'Art. 86', 'Art. 1', 'Art. 3', 'Art. 29', 'Art. 9', 'Art. 80', 'BGE', 'Art. 24', 'Art. 49', 'Art. 86', 'Art. 80', 'Art. 1', 'Art. 7', 'BGE', 'BGE', 'Art. 29', 'Art. 87', 'Art. 86', 'Art. 3', 'Art. 29', 'Art. 9', 'Art. 80', 'Art. 87', 'Art. 86', 'BGE', 'Art. 3', 'Art. 29', 'Art. 9', 'Art. 80', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 21', 'Art. 20', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 106', 'BGE']

6B_444/2010 (16.09.2010)
Widerhandlung gegen das Bundesgesetz �ber Arzneimittel und Medizinprodukte (Heilmittelgesetz); Willk�r,
Beschwerde gegen den Entscheid des Kantonsgerichts St. Gallen, Strafkammer, vom 1. M�rz 2010.
Das Kantonsgericht St. Gallen verurteilte X.________ am 1. M�rz 2010 im Berufungsverfahren wegen Widerhandlung gegen das Bundesgesetz vom 15. Dezember 2000 �ber Arzneimittel und Medizinprodukte (Heilmittelgesetz, HMG; SR 812.21) zu einer Busse von Fr. 2'500.--.
Gegen dieses Urteil erhebt X.________ Beschwerde in Strafsachen. Sie beantragt, das Urteil des Kantonsgerichts St. Gallen vom 1. M�rz 2010 sei aufzuheben. Sie sei vom Vorwurf der Widerhandlung gegen das Heilmittelgesetz freizusprechen. Eventualiter sei die Sache zur Vervollst�ndigung der Akten an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Die Vorinstanz geht davon aus, X.________ habe im Zeitraum vom 24. August 2002 bis 14. Juli 2005 als Verantwortliche der Y.________ AG an Dr. med. A.________ 31 Medikamentenlieferungen im Rechnungsbetrag von Fr. 98'000.-- zugelassen. Ein Grossteil dieser Medikamente gelte nicht als Bestandteil einer Notfallapotheke und d�rfe auch nicht im Rahmen der Direktversorgung abgegeben werden. Von den zur Notfall- und Direktversorgung geeigneten Medikamenten sei eine Menge geliefert worden, die ausserhalb des �blichen Rahmens liege. Die Lieferungen verletzten Art. 87 Abs. 1 lit. f HMG i.V.m. Art. 86 Abs. 1 lit. a HMG.
2.1.1 Die Beschwerdef�hrerin r�gt, die Vorinstanz verletze ihren Anspruch auf rechtliches Geh�r nach Art. 6 Ziff. 3 lit. d EMRK. Sie habe dem Gutachter Dr. med. C.________ keine Erg�nzungsfragen stellen k�nnen. Gleichzeitig macht sie eine Verletzung des Willk�rverbots nach Art. 9 BV geltend. Sie habe in ihren Eingaben vom 22. November 2007 und 21. April 2008 vor erster Instanz Erg�nzungsfragen beantragt, weshalb die anderslautende vorinstanzliche Feststellung aktenwidrig sei (Beschwerde S. 9, S. 15 ff.).
2.1.2 Die Vorinstanz erw�gt, im erstinstanzlichen Verfahren sei von Dr. med. C.________ ein Gutachten erstellt worden, welches vom 30. Januar 2008 datiere. Dieses sei der Beschwerdef�hrerin am 7. Februar 2008 zur Stellungnahme zugestellt worden. Erg�nzungsfragen an den Gutachter habe sie keine verlangt. Die erste Instanz habe sodann ein Erg�nzungsgutachten eingeholt, welches den Parteien am 13. Januar 2009 zur Stellungnahme �bermittelt worden sei. Die Beschwerdef�hrerin habe sich am 19. Februar 2010 (recte: 2009) zum Erg�nzungsgutachten ge�ussert, ohne Erg�nzungsfragen zu beantragen. Sie habe vor erster Instanz keinen form- und fristgerechten Antrag auf Erg�nzungsfragen gestellt. Auch im Berufungsverfahren, wo die Beweisantr�ge schriftlich anzumelden seien, habe die Beschwerdef�hrerin keine Erg�nzungsfragen beantragt (angefochtenes Urteil S. 6 f.).
2.1.3 Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung k�nnen Verfahrensm�ngel im Rechtsmittelverfahren geheilt werden, wenn die Rechtsmittelinstanz �ber dieselbe Kognition verf�gt, wie die erste Instanz und dem Beschwerdef�hrer daraus kein Nachteil erw�chst. Ausgeschlossen ist die Heilung bei besonders schwerwiegenden Verletzungen der Parteirechte (BGE 133 I 201 E. 2.2 S. 204 f. mit Hinweis).
Gem�ss Art. 238 des Strafprozessgesetzes des Kantons St. Gallen vom 1. Juli 1999 (StPO/SG: sGS 962.1) k�nnen mit der Berufung alle M�ngel des Verfahrens geltend gemacht werden. Ausgenommen sind Verfahrensm�ngel, die mit Beschwerde h�tten ger�gt werden k�nnen, soweit sie sich auf das Untersuchungsverfahren erstrecken (Abs. 1). Neue Tatsachen und Beweismittel werden zugelassen, soweit sie nicht missbr�uchlich zur�ckgehalten worden sind (Abs. 2). Dabei erhalten die Parteien Gelegenheit, mit schriftlicher Eingabe die Berufung zu begr�nden, Gegenbemerkungen anzubringen und Beweisantr�ge zu stellen (Art. 242 Abs. 1 StPO/SG).
2.1.4 Die Vorinstanz verf�gt �ber dieselbe Kognition wie die erste Instanz, weshalb eine Heilung von Verfahrensm�ngeln im erstinstanzlichen Verfahren m�glich ist (vgl. Art. 238 StPO/SG), sofern diese rechtzeitig geltend gemacht werden. Die anwaltlich vertretene Beschwerdef�hrerin stellte in der Berufungsbegr�ndung keine Erg�nzungsfragen zum Gutachten von Dr. med. C.________ und erw�hnte auch keine Ausstandsgr�nde. Hingegen verlangte sie die Befragung von Dr. pharm. B.________ als Sachverst�ndigen (act. B/9 S. 2 bis S. 4). Dies zeigt, dass ihr die Formvorschriften des kantonalen Rechts zum Zeitpunkt, in welchem sie Beweiserg�nzungen beantragen musste, bekannt waren. Die R�ge der Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh�r sowie die Beweiserg�nzungsantr�ge brachte sie vor Vorinstanz erstmals im m�ndlichen Pl�doyer vor (act. B/32). Diese h�tten nach Art. 242 Abs. 1 StPO/SG bereits mit der Berufungsbegr�ndung geltend gemacht werden m�ssen und erweisen sich als versp�tet. Nichts daran �ndert der Umstand, dass die Beschwerdef�hrerin im erstinstanzlichen Verfahren vor Kreisgericht Rheintal Erg�nzungsfragen zum Gutachten stellte, welche dieses nicht ber�cksichtigte. Die R�ge der Beschwerdef�hrerin zielt nicht auf eine Verletzung des Anspruchs auf ein faires Verfahrens, sondern auf eine willk�rliche Anwendung kantonalen Rechts ab. Sie substanziiert jedoch nicht n�her, inwiefern die Vorinstanz kantonales Recht schlechterdings unhaltbar angewendet h�tte. Ihre R�ge gen�gt den Begr�ndungsanforderungen von Art. 106 Abs. 2 BGG nicht, weshalb darauf nicht einzutreten ist (vgl. BGE 136 I 65 E. 1.3.1 S. 68 mit Hinweisen).
2.2.1 Weiter r�gt die Beschwerdef�hrerin die Verletzung des rechtlichen Geh�rs im Zusammenhang mit den Aussagen von Dr. pharm. B.________. Die Vorinstanz habe auf dessen Aussagen nicht abstellen d�rfen. Sie habe beantragt, dass Dr. B.________ pers�nlich befragt werde. Die Vorinstanz habe ihr verweigert, Dr. B.________ Erg�nzungsfragen zu stellen. Ihre Beweisantr�ge seien f�r die Frage relevant, ob anhand des Umsatzes der �rztliche Bedarf an Medikamenten f�r die Notfall- und Direktversorgung beurteilt werden k�nne. (Beschwerde S. 16 f.)
2.2.2 Die Vorinstanz erw�gt, es sei nicht ersichtlich, was eine Befragung von Dr. B.________ am Beweisergebnis �ndern k�nnte. Denn dessen Einsch�tzungen l�gen in Form eines ausf�hrlichen Befragungsprotokolls vom 20. M�rz 2003 (Akten des Bezirksgerichts Z�rich, GU030174, act. 59 S. 3) vor. Die Fragen der Verteidigung zielten auf die Praxis der Heilmittelkontrolle des Kantons Z�rich, f�r welche Dr. B.________ seit Fr�hjahr 2007 nicht mehr t�tig sei.
2.2.3 Aus den Vorakten ergibt sich, dass Dr. B.________ es ablehnte, im erstinstanzlichen Verfahren vor Kreisgericht Rheintal als Sachverst�ndiger befragt zu werden. Die Beschwerdef�hrerin, welche auf diesen Umstand aufmerksam gemacht wurde, beantragte mit Eingabe vom 27. August 2007, eventualiter seien anstelle einer pers�nlichen Einvernahme von Dr. B.________ die Akten des Bezirksgerichts Z�rich, GU030174 beizuziehen. Dr. B.________ habe dort zu allen interessierenden Fragen ausgesagt. Ersatzweise sei auf diese Aussagen abzustellen (Vorakten act. 26, act. 30). Dr. B.________ wurde daraufhin nicht als Zeuge befragt, sondern die Vorinstanz zog die von der Beschwerdef�hrerin beantragten Akten bei. Die Beschwerdef�hrerin verzichtete in ihrem Eventualstandpunkt ausdr�cklich auf eine Einvernahme von Dr. B.________ sowie auf Erg�nzungsfragen. Sie verh�lt sich widerspr�chlich, wenn sie heute geltend macht, ihr Anspruch auf rechtliches Geh�r sei durch die unterbliebene Einvernahme von Dr. B.________ verletzt worden. In Anbetracht der Weigerung von Dr. B.________ vor erster Instanz auszusagen und dem Einverst�ndnis der Beschwerdef�hrerin, auf dessen protokollierte Aussagen in einem anderen Verfahren abzustellen, verletzt die Ablehnung des Beweisantrags durch die Vorinstanz den Anspruch auf rechtliches Geh�r nicht.
2.3.1 Die Beschwerdef�hrerin r�gt, die Vorinstanz verletze ihren Anspruch auf rechtliches Geh�r auch dadurch, dass sie auf Aussagen von Dr. A.________ abstelle, welche dieser in seinem eigenen Strafverfahren gemacht habe. Sie habe weder Erg�nzungsfragen stellen, noch zu dessen Aussagen Stellung zu nehmen k�nnen. Dr. A.________ sei gem�ss Art. 82 Abs. 1 StPO/SG als Zeuge einzuvernehmen. Seine Aussagen w�rden das zentrale Thema des Verfahrens betreffen (Beschwerde S. 18 f.). Die Vorinstanz wende insoweit kantonales Prozessrecht willk�rlich an (Beschwerde S. 18 f.).
2.3.2 Die Vorinstanz erw�gt zum subjektiven Tatbestand, Dr. A.________ habe in der polizeilichen Einvernahme vom 18. Oktober 2007 ausgesagt, es seien nie Nachfragen des Pharmalieferanten bez�glich der von ihm bestellten Bet�ubungsmittel oder seiner Bewilligungen gekommen. Man habe ihm geliefert, was er bestellt habe (angefochtenes Urteil S. 10).
2.3.3 Die Beschwerdef�hrerin r�umt in der Beschwerdeschrift indirekt selbst ein, sie habe die Arzneimittellieferungen an Dr. A.________ nicht gepr�ft. Denn sie geht davon aus, eine Pr�fung sei ihr angesichts der grossen Anzahl der t�glichen Lieferungen nicht zumutbar gewesen (Beschwerde S. 22) bzw. sie habe sich �ber ihre Pflicht zur Pr�fung der Lieferungen geirrt (Beschwerde S. 41 f.). Unter diesen Umst�nden ist die Beschwerdef�hrerin durch die Aussagen von Dr. A.________ nicht beschwert (Art. 81 Abs. 1 lit. b BGG e contrario). Im �brigen legt sie nicht dar, welche entscheidwesentlichen Fragen sie an Dr. A.________ h�tte richten wollen, nachdem sie den Umfang sowie die Zeitpunkte der Medikamentenlieferungen nicht bestreitet. Eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh�r ist nicht ersichtlich. Soweit die Beschwerdef�hrerin die Verletzung kantonalen Rechts r�gt (Art. 82 StPO/SG), gen�gt sie den Begr�ndungsanforderungen von Art. 106 Abs. 2 BGG nicht (BGE 136 I 65 E. 1.3.1 S. 68 mit Hinweisen). Die R�ge ist verfehlt, soweit darauf einzutreten ist.
3.1.1 Die Beschwerdef�hrerin r�gt, die Vorinstanz stelle den Sachverhalt willk�rlich fest (Art. 9 BV). Entgegen der Auffassung der Vorinstanz habe Dr. B.________ nicht ausgesagt, die Grenze f�r zul�ssige Lieferungen liege f�r einen Hausarzt im Bereich von wenigen tausend Franken. Er habe sich auf die Frage, ob es eine herrschende oder st�ndige Praxis der kantonalen Heilmittelkontrolle gebe oder Richtlinien existierten, geantwortet, es gebe weder eine Praxis noch Richtlinien. Bis vor einigen Jahren habe sich das Problem gar nicht gestellt. Bei Limiten k�nne es sich lediglich um eine Faustregel handeln. Die zul�ssige Grenze variiere von Praxis zu Praxis, je nachdem, welche T�tigkeit ein Arzt ausf�hre. Bei einem Allgemeinpraktiker wie dem zur Diskussion stehenden Arzt (um welches sich das dortige Verfahren drehte) sei die Grenze relativ tief. Bei einem Spezialisten f�r Krebserkrankung k�nne diese um die Fr. 50'000.-- betragen, da Arzneimittel und Spritzen initiiert w�rden, wobei noch nicht von einer Privatapotheke gesprochen werden k�nne. Aus diesen Aussagen von Dr. B.________ liessen sich keine bestimmten Kriterien ableiten (Beschwerde S. 11 f.).
3.1.2 Die Vorinstanz erw�gt, Dr. A.________ habe gem�ss der geltenden Regelung nur mit Medikamenten f�r Notfalleins�tze sowie f�r die sogenannte "Direktversorgung" beliefert werden d�rfen. Die an Dr. A.________ gelieferten Mengen seien gem�ss Gutachten weit ausserhalb derjenigen Mengen gelegen, die im Rahmen einer Notfall- bzw. Direktversorgung in einer ambulanten psychiatrischen Praxis auf Stadtgebiet �blich sind (angefochtenes Urteil S. 8). Appetitz�gler, Abf�hrmittel, Tropfen gegen �berm�ssigen Haarausfall, Tabletten zur Senkung der Blutfettwerte sowie gegen Nikotinabh�ngigkeit und Erektionsst�rungen w�rden offenkundig nicht zur Notfall- oder Direktversorgung durch einen Psychiater geh�ren.
3.1.3 Gem�ss Art. 9 BV hat jede Person Anspruch darauf, von den staatlichen Organen ohne Willk�r behandelt zu werden. Willk�rlich ist ein Entscheid nicht schon, wenn eine andere L�sung ebenfalls vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen w�re, sondern erst, wenn er offensichtlich unhaltbar ist, zur tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft. Willk�r liegt nur vor, wenn nicht bloss die Begr�ndung eines Entscheides, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist. Das Bundesgericht hat die Voraussetzungen an die Begr�ndungspflicht einer Willk�rr�ge und wann Willk�r vorliegt, bereits mehrfach dargelegt. Darauf kann verwiesen werden (BGE 134 II 244 E. 2.1 und 2.2 S. 245 f.; 132 I 175 E. 1.2 S. 177; je mit Hinweisen).
3.1.4 Die Vorinstanz orientiert sich bei der Frage, ob die Medikamentenlieferungen an Dr. A.________ der Notfall- oder Direktversorgung bzw. dessen Selbstmedikation gedient haben, am Gutachten von Dr. C.________ (angefochtenes Urteil S. 8 mit Verweis auf das Gutachten act. 47 S. 14), welches die Beschwerdef�hrerin nicht beanstandet. Die Aussagen von Dr. B.________ zieht sie nur insoweit heran, als dass sie das Vorgehen beschreibt, wie eine betriebsinterne Grenze als Kontrollmechanismus festgesetzt werden k�nnte. Dass der von der Vorinstanz festgestellte Sachverhalt (auch) im Ergebnis willk�rlich sein sollte, ist nicht ersichtlich.
3.2.1 Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, die Vorinstanz gehe in willk�rlicher Weise davon aus, die Sachverhaltsfeststellungen des Kreisgerichts seien unbestritten. Insbesondere habe sie immer ausgesagt, die an Dr. A.________ gelieferten Arzneimittel k�nnten der Abgabe in Notf�llen oder der Direktversorgung dienen (Beschwerde S. 12 ff.). Entgegen der Annahme der Vorinstanz k�nne nicht f�r jedes Medikament zweifelsfrei entschieden werden, ob es der Notfall- oder Direktversorgung diene. Der Gutachter Dr. C.________ habe diese Frage anders beurteilt als Dr. pharm. D.________, welcher sich in den Vorakten der Swissmedic dazu ge�ussert habe. Dr. D.________ ordne zwei Medikamente der Notfall- bzw. Direktversorgung zu. Nach Dr. C.________ dienten zw�lf Arzneimittel dem Notfallbedarf und 43 Arzneimittel der Direktversorgung. Im Erg�nzungsgutachten habe Dr. C.________ weitere Medikamente der Notfall- und Direktversorgung zugeordnet (Beschwerde S. 14).
3.2.2 Sowohl der Gutachter Dr. C.________ als auch Dr. D.________ sprechen zahlreichen Medikamenten, mit welchen Dr. A.________ beliefert wurde, die Zwecktauglichkeit zur Notfall- bzw. Direktversorgung ab. Die Vorinstanz geht von einem f�r die Beschwerdef�hrerin g�nstigeren Sachverhalt (nach dem Grundsatz in dubio pro reo) aus, indem sie in Zweifelsf�llen die Medikamente der Notfall- und Direktversorgung zuschreibt. Dabei st�tzt sie sich auf ein Gutachten einer fachlich qualifizierten Person. Eine willk�rliche Sachverhaltsfeststellung ist nicht ersichtlich.
4.1.1 Die Beschwerdef�hrerin r�gt, die Vorinstanz verstosse mehrfach gegen die Begr�ndungspflicht. Sie stelle h�here Anforderungen an die Sorgfaltspflicht als das Bezirksgericht Z�rich in einem vergleichbaren Fall. Die Vorinstanz begr�nde nicht, weshalb Ziff. 17 der Leitlinie zu ihren Sorgfaltspflichten geh�re und weshalb sie dagegen sowie gegen Art. 80c der EU-Richtlinie 2001/83/EG verstossen habe. Es fehle weiter an einer Begr�ndung, warum ihr die aufw�ndige Pr�fung jedes Arzneimittels zumutbar sei. Dabei sei zu ber�cksichtigen, dass die Y.________ AG rund 700 �rzte t�glich mit Arzneimitteln beliefere (Beschwerde S. 20 ff.).
4.1.2 Die Vorinstanz erw�gt, Art. 87 Abs. 1 lit. f HMG sehe eine Bestrafung von Personen vor, die vors�tzlich den Umgang mit Heilmitteln nach Art. 86 Abs. 1 lit. a HMG verletzen, ohne die Gesundheit von Menschen konkret zu gef�hrden. Zu diesen Sorgfaltspflichten z�hlten die Regeln der "guten Grosshandelspraxis" nach Art. 29 Abs. 1 HMG und Art. 3 HMG. F�r die Regeln der "guten Grosshandelspraxis" verweise Art. 9 Abs. 2 der Verordnung vom 17. Oktober 2001 �ber die Bewilligungen im Arzneimittelbereich (Arzneimittel-Bewilligungsverordnung, AMBV; SR. 812.212.1) auf die Regeln der "guten Vertriebspraxis" (Anhang 2 lit. a und b AMBV). Diese Normen verwiesen weiter auf Art. 76 bis Art. 84 der Richtlinie 2001/83/EG des Europ�ischen Parlaments und des Rates vom 6. November 2001 sowie die Leitlinien 94/C 63/03 f�r die "Gute Vertriebspraxis" von Humanarzneimitteln. Art. 80 lit. c der Richtlinie entspreche Ziff. 17 der Leitlinie. Danach d�rfe der Inhaber einer Grosshandelsbewilligung Arzneimittel nur an Personen liefern, die entweder selbst Inhaber einer Grosshandelsgenehmigung seien oder die in dem betreffenden Mitgliedstaat zur Abgabe von Arzneimitteln an die �ffentlichkeit erm�chtigt oder befugt seien. Die Y.________ AG sei w�hrend des zu beurteilenden Zeitraums als Grossh�ndlerin aufgetreten (Art. 2 lit. e AMBV).
�rzte d�rften verschreibungspflichtige Arzneimittel abgeben, wenn sie zur Selbstdispensation berechtigt seien (Art. 24 HMG). Ob und unter welchen Bedingungen ein Arzt zur Selbstdispensation (d.h. zur Abgabe eines verschreibungspflichtigen Arzneimittels durch die Medizinalperson selbst; vgl. HEIDI B�RGI, in: Basler Kommentar Heilmittelgesetz, 2006, N. 15 zu Art. 24 HMG) berechtigt sei, regle das kantonale Recht, was sich aus Art. 37 Abs. 3 KVG, aus der Botschaft zum Heilmittelgesetz sowie einschl�gigen Kommentarstellen ergebe. Das z�rcherische Gesundheitsgesetz vom 4. November 1962 (LS 810.0, aGesG/ZH, aufgehoben per 1. Juli 2008) habe die Selbstdispensation in den St�dten Winterthur und Z�rich generell verboten. Ein Gesuch von Dr. A.________ um F�hrung einer Privatapotheke sei im Jahr 2005 abgewiesen worden. Er habe f�r den fraglichen Zeitraum �ber keine Selbstdispensationsbewilligung verf�gt. Es sei ihm nach der Praxis des Verwaltungsgerichts Z�rich lediglich gestattet gewesen, in Notf�llen und f�r die sogenannte "Direktversorgung" (d.h. in Notf�llen, in welchen der Arzt selbst Medikamente verabreicht bzw. am Patienten anwendet, vgl. Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich vom 23. Oktober 2003, VB.2002.00147, E. 4c und d) direkt Medikamente an Patienten abzugeben. Die Lieferberechtigung des Grossh�ndlers, d.h. der Y.________ AG, orientiere sich an der Abgabeberechtigung des Empf�ngers. � 33 aGesG/ZH habe zudem bestimmt, dass Arzneimittel von einem Grossh�ndler nur an Personen h�tten geliefert werden d�rfen, die befugt gewesen seien, sie weiterzugeben oder anzuwenden. Im Umfang der Abgabeberechtigung sei es rechtlich zul�ssig gewesen, Dr. A.________ mit Medikamenten zu beliefern.
Zwar existierten keine allgemeing�ltigen Listen mit Arzneimitteln f�r die Notfall- und Direktversorgung. Daf�r sei die Fachrichtung des Arztes entscheidend, und es bestehe ein gewisser Ermessensspielraum. Die Beschwerdef�hrerin verf�ge aber als fachtechnisch verantwortliche Person der Y.________ AG �ber die notwendige Ausbildung, Sachkenntnis und Erfahrung, da sie Inhaberin eines Apothekerdiploms bzw. einer gleichwertigen Ausbildung sein m�sse (Art. 10 Abs. 2 und Art. 5 AMBV). Die an Dr. A.________ gelieferten Medikamente l�gen gem�ss Gutachten weit ausserhalb der f�r die Notfall- bzw. Direktversorgung �blichen Mengen. Beispielsweise geh�rten Appetitz�gler, Abf�hrmittel, Tropfen gegen Haarausfall, Tabletten zur Senkung der Blutfettwerte, gegen Nikotinabh�ngigkeit und Erektionsst�rungen nicht zur Notfall- bzw. Direktversorgung durch einen Psychiater, was f�r die Beschwerdef�hrerin ohne weiteres erkennbar gewesen sei.
4.1.3 Die Beschwerdef�hrerin hatte als fachtechnisch verantwortliche Person den sachgem�ssen Umgang mit Arzneimitteln sicherzustellen (vgl. Art. 5 Abs. 1 AMBV). Die von ihr anzuwendende Sorgfaltspflicht ergibt sich aus den im angefochtenen Entscheid dargelegten gesetzlichen Bestimmungen. Diese legt die Vorinstanz so aus, dass die Beschwerdef�hrerin nur in jenem Umfang Medikamente an Dr. A.________ liefern darf, in welchem dieser im Rahmen der Notfall- und Direktversorgung abgabeberechtigt ist. Die Vorinstanz setzt sich mit den anwendbaren Normen auseinander, so auch mit Ziff. 17 der Leitlinie 94/C 63/03 f�r die "Gute Vertriebspraxis" von Humanarzneimitteln. Indem sie die Verurteilung best�tigt, �bernimmt sie implizit die Argumentation der vorangehenden Entscheide, insbesondere jene der Strafverf�gung der Swissmedic vom 11. September 2006. Daraus ergibt sich, dass die fachtechnisch verantwortliche Person die gesundheitspolizeiliche Verantwortung f�r die Sicherheit der hergestellten und freigegebenen Arzneimittel tr�gt, weil sie betriebsintern f�r die Einhaltung der Regeln der "Guten Vertriebspraxis" verantwortlich ist (Art. 5, 10 und 14 AMBV). Sie muss nach Ziff. 6 der Leitlinie 94/C 63/03 die betrieblichen Arbeitsvorg�nge �berwachen, so etwa die Annahme und Kontrolle der Lieferungen, die Entnahme aus dem Verkaufslager und die Dokumentation der Kundenauftr�ge (vgl. Strafverf�gung der Swissmedic vom 11. September 2006 S. 5 ff.). Eine Verletzung der Begr�ndungspflicht ist nicht ersichtlich. Insbesondere musste die Vorinstanz weder die gegen�ber einem Z�rcher Urteil abweichende Auffassung noch die Zumutbarkeit einer �berpr�fung der Medikamentenlieferungen begr�nden, weil sich die Pr�fungspflicht, welche die Beschwerdef�hrerin nach dem vorinstanzlich festgestellten Sachverhalt weder pers�nlich noch durch Delegation an fachlich geeignete Personen wahrgenommen hat (angefochtenes Urteil S. 6 bis 8), aus dem Gesetz ableiten l�sst. Soweit die Beschwerdef�hrerin eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes im Zusammenhang mit der Frage geltend macht, ob ihr eine �berpr�fung der Medikamentenlieferungen zumutbar sei (Art. 63 Abs. 2 StPO/SG), gen�gt sie den Begr�ndungsanforderungen nicht. Darauf ist nicht einzutreten (vgl. BGE 136 I 65 E. 1.3.1 S. 68 mit Hinweisen).
4.2.1 Die Beschwerdef�hrerin r�gt, die Vorinstanz begr�nde nicht, weshalb sie durch die beanstandeten Lieferungen zumindest eine abstrakte Gesundheitsgefahr geschaffen habe (Beschwerde S. 23 f.).
4.2.2 Nach Art. 87 Abs. 1 lit. f HMG macht sich strafbar, wer die Tatbest�nde nach Art. 86 Abs. 1 erf�llt, ohne dass dadurch die Gesundheit von Menschen gef�hrdet wird. Art. 86 Abs. 1 lit. a HMG stellt die Verletzung von Sorgfaltspflichten im Umgang mit Heilmitteln unter Strafe. Die in Art. 86 Abs. 1 lit. a HMG geregelte Tatbestandsvariante bezieht sich auf die generelle Sorgfaltspflicht nach Art. 3 HMG, welche zumindest eine abstrakte Gesundheitsgef�hrdung voraussetzt (BENEDIKT A. SUTER, Basler Kommentar Heilmittelgesetz, 2006, N. 34 zu Art. 87 HMG).
4.2.3 Die Vorinstanz bejaht implizit eine abstrakte Gesundheitsgef�hrdung, indem sie die Sorgfaltspflichtverletzung nach Art. 3 HMG i.V.m. Art. 29 HMG als gegeben erachtet (vgl. angefochtenes Urteil S. 3 ff.), bzw. indem sie den Tatbestand von Art. 87 Abs. 1 lit. f HMG i.V.m. Art. 86 Abs. 1 lit. a HMG bejaht. Eine weitergehende Auseinandersetzung mit m�glichen Gesundheitsgefahren ist nicht erforderlich. Denn die Vorschriften des Heilmittelgesetzes dienen dazu, die Gesundheit von Mensch und Tier zu sch�tzen (Art. 1 Abs. 1 HMG). Wird eine solche Vorschrift (wie die Regeln der "Guten Vertriebspraxis", wonach der Grossh�ndler nur Medikamente weitergeben darf, soweit eine Abgabeberechtigung besteht, vgl. Art. 3 HMG i.V.m. Art. 29 Abs. 1 und Abs. 2 HMG i.V.m. Art. 9 Abs. 2 AMBV i.V.m. Anhang 2 lit. a und b AMBV i.V.m. Art. 80 lit. c der Richtlinie 2001/83/EG und Ziff. 17 der Leitlinie 94/C 63/03) verletzt, ist davon auszugehen, dass eine abstrakte Gefahr f�r die Gesundheit anderer gegeben ist. Dies gilt insbesondere, weil durch die �rztliche Abgabe von Medikamenten die im Kanton Z�rich zur Tatzeit gesetzlich vorgesehene, doppelte Kontrolle durch Arzt und Apotheker ausgeschaltet wird und die Medikamentenabgabe nicht zum Kerngesch�ft eines Arztes z�hlt (vgl. BGE 131 I 205 E. 3.2 S. 214 ff.; � 7 Abs. 1 lit. c, 1 17, 1 33 und � 65 aGesG/ZH; HEIDI B�RGI, Basler Kommentar Heilmittelgesetz, 2006, N. 11 zu Art. 24 HMG).
5.1 Die Beschwerdef�hrerin r�gt, die Verurteilung verletze die derogatorische Kraft des Bundesrechts. Das Heilmittelgesetz regle den Umgang mit Arzneimitteln und Medizinprodukten abschliessend. Es bestehe kein Raum f�r erg�nzendes oder konkurrierendes kantonales Recht in Bezug auf den Grosshandel mit Arzneimitteln. Die Vorinstanz verstosse gegen Art. 49 Abs. 1 BV, indem sie � 33 aGesG/ZH anwende (Beschwerde S. 26 f.).
5.2 Die Vorinstanz erw�gt, das z�rcherische Gesundheitsgesetz habe die Selbstdispensation durch �rzte in den St�dten Z�rich und Winterthur generell verboten (� 17 aGesG/ZH). Dr. A.________ habe f�r den fraglichen Zeitraum �ber keine Selbstdispensationsbewilligung verf�gt. Aus � 33 aGesG/ZH ergebe sich, dass nicht jeder Arzt in den St�dten Winterthur und Z�rich mit jeglichen Arzneimitteln habe beliefert werden d�rfen. Zul�ssig gewesen sei nur die Lieferung solcher Arzneimittel, f�r die auch eine Abgabeberechtigung des Arztes bestanden habe (angefochtenes Urteil S. 5).
5.3 Die Vorinstanz zieht � 33 aGesG/ZH f�r die Beurteilung der Frage heran, ob und in welchem Rahmen Dr. A.________ als Arzt direkt Medikamente an Patienten abgeben durfte. Die Regelung der Selbstdispensation ist nicht Gegenstand des Heilmittelgesetzes (Botschaft vom 1. M�rz 1999 zu einem Bundesgesetz �ber Arzneimittel und Medizinprodukte, BBl 1999 3453 ff. Ziff. 22.03.4). Unter diesen Umst�nden verst�sst es nicht gegen die derogatorische Kraft des Bundesrechtes, wenn die Vorinstanz hinsichtlich der Zul�ssigkeit der Selbstdispensation kantonales Recht anwendet.
6.1 Die Beschwerdef�hrerin r�gt, es fehle an einer gen�genden gesetzlichen Grundlage zu ihrer Verurteilung. Art. 86 Abs. 1 lit. a HMG sanktioniere lediglich Sorgfaltspflichten, welche im Heilmittelgesetz selbst verankert seien, was sich aus dem Legalit�tsprinzip ergebe. Es gen�ge nicht, wenn die Sorgfaltspflichten erst in den Ausf�hrungsvorschriften zum Heilmittelgesetz bzw. in ausl�ndischen Verhaltensnormen, wie Ziff. 17 der Leitlinie oder Art. 80c der EU-Richtlinie, begr�ndet w�rden. Im �brigen seien die Leitlinie und die EU-Richtlinie ungen�gend bestimmt (Beschwerde S. 28 f.).
6.2 Der Grundsatz der Legalit�t ("nulla poena sine lege") ist in Art. 1 StGB und Art. 7 EMRK verankert. Er ist verletzt, wenn ein B�rger wegen einer Handlung, die im Gesetz �berhaupt nicht als strafbar bezeichnet ist, strafrechtlich verfolgt wird, oder wenn eine Handlung, derentwegen ein B�rger strafrechtlich verfolgt wird, zwar in einem Gesetz mit Strafe bedroht ist, dieses Gesetz selber aber nicht als rechtsbest�ndig angesehen werden kann, oder endlich, wenn der Richter eine Handlung unter ein Strafgesetz subsumiert, die darunter auch bei weitestgehender Auslegung nach allgemeinen strafrechtlichen Grunds�tzen nicht subsumiert werden kann (BGE 112 Ia 107 E. 3a S. 112 mit Hinweis). Das Bestimmtheitsgebot als Teilgehalt des Legalit�tsprinzips verlangt eine hinreichend pr�zise Umschreibung der Straftatbest�nde (vgl. BGE 117 Ia 472 E. 4c S. 489).
6.3 Der Beschwerdef�hrerin wird ein Verstoss gegen die Regeln der guten Vertriebspraxis nach Art. 29 Abs. 1 HMG (i.V.m. Art. 87 Abs. 1 lit. f HMG i.V.m. Art. 86 Abs. 1 lit. a HMG i.V.m. Art. 3 HMG) zur Last gelegt. Die Regeln der "Guten Vertriebspraxis" werden im Verordnungsrecht konkretisiert (vgl. Art. 29 Abs. 2 HMG, Art. 9 Abs. 2 AMBV, Anhang 2 lit a und b AMBV, Art. 80 lit. c der Richtlinie 2001/83/EG und Ziff. 17 der Leitlinie 94/C 63/03). Daraus ergibt sich, dass Grossh�ndler nur Medikamente an Personen abgeben d�rfen, welche ihrerseits berechtigt sind, diese weiterzugeben. Die Zul�ssigkeit der Selbstdispensation durch �rzte wird vom kantonalen Recht geregelt. Nach � 7 Abs. 1 lit. c aGesG/ZH war im massgebenden Zeitraum eine Bewilligung erforderlich, um Arzneimittel im Gross- oder Kleinhandel abzugeben. Nur �rzten ausserhalb der Stadt Z�rich und Winterthur wurde eine solche Bewilligung zur F�hrung einer Privatapotheke erteilt (vgl. � 17 aGesG/ZH). Ansonsten war die Abgabe von Arzneimittel an Verbraucher auf Apotheken beschr�nkt (� 65 Abs. 1 aGesG). Nach der gesetzlichen Regelung durften �rzte in der Stadt Z�rich grunds�tzlich keine Medikamente an Patienten abgeben. Zu diesen �rzten z�hlte Dr. A.________, welchem nach den vorinstanzlichen Feststellungen das F�hren einer Privatapotheke verweigert wurde. Die entsprechende gesetzliche Regelung, welche ein generelles Abgabeverbot f�r �rzte in der Stadt Z�rich statuierte, ist hinreichend klar und verst�sst nicht gegen das Legalit�tsprinzip. Nichts daran �ndert die Tatsache, dass das Abgabeverbot in der Praxis aufgrund eines Verwaltungsgerichtsentscheids (Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich vom 23. Oktober 2003, VB.2002.00147, E. 4c und d) im Einzelfall, vorab bei Notf�llen, gelockert wurde.
7.1 Die Beschwerdef�hrerin macht sinngem�ss geltend, der objektive Tatbestand von Art. 87 Abs. 1 lit. f HMG i.V.m. Art. 86 Abs. 1 lit. a HMG sei nicht erf�llt. Sie verletze weder die Regeln der "Guten Grosshandelspraxis" noch Ziff. 17 der Leitlinie 94/C 63/03. Die Z�rcher �rzte, welche berechtigt seien, in bestimmten F�llen Arzneimittel an die Bev�lkerung abzugeben, d�rften auch mit Arzneimitteln beliefert werden. Ziff. 17 der Leitlinie verbiete nicht jegliche Belieferung von �rzten mit Arzneimitteln, sondern nur die Belieferung von Personen, die generell nicht zur Abgabe berechtigt seien. Sie habe gepr�ft, ob Dr. A.________ Inhaber einer Bewilligung zur Aus�bung des �rztlichen Berufs sei. Eine Sorgfaltspflichtverletzung k�nne ihr nicht vorgeworfen werden. Es k�nne ihr auch nicht angelastet werden, dass sie keine internen Direktiven erlassen habe, denn mit solchen lasse sich nicht gew�hrleisten, dass ein Arzt nur in zul�ssigem Umfang beliefert werde. Die Arzneimittel liessen sich weder nach dem Namen noch nach dem Warenwert einschr�nken, denn diese Kriterien hingen von der Gr�sse der �rztlichen Praxis, des Fachgebiets, der Zusammensetzung der Patienten, der Pr�ferenzen des Arztes und der H�ufigkeit von Notf�llen ab. Eine Verurteilung w�re zudem unverh�ltnism�ssig, da die Pr�fung in jedem Einzelfall, ob ein Arzt Medikamente im Rahmen der Notfall- oder Direktversorgung abgeben d�rfe, nicht erforderlich sei, um eine Gef�hrdung von Mensch und Tier zu vermeiden. Eine Pr�fung jedes Einzelfalls sei weder verh�ltnism�ssig noch zumutbar. Denn jeder Kanton verf�ge �ber eine andere Bewilligungspraxis. Insbesondere im Kanton Z�rich sei die Rechtslage �usserst kontrovers und habe sich wiederholt ge�ndert. Schliesslich fehle es an einer abstrakten Gesundheitsgef�hrdung. Die Einschr�nkung der Medikamentenabgabe durch �rzte sei ausschliesslich politisch motiviert (Be-schwerde S. 29 ff.).
7.2 Zu den anwendbaren Bestimmungen kann auf die zutreffenden Ausf�hrungen des angefochtenen Entscheids verwiesen werden (vgl. E. 4.1.2). Die Beschwerdef�hrerin hat die Bestellungen des in der Stadt Z�rich praktizierenden Psychiaters Dr. med. A.________ nach den unbestrittenen vorinstanzlichen Feststellungen nicht pers�nlich kontrolliert (angefochtenes Urteil S. 6) und auch nicht durch Weisungen sichergestellt, dass die Lieferungen von Fachleuten mit ausreichender Qualifikation gepr�ft werden (angefochtenes Urteil S. 7 f.). Vom 24. August 2002 bis 14. Juli 2005 wurde Dr. A.________ 31 Mal mit Medikamenten im Gesamtwert von Fr. 98'000.-- beliefert. Diese Medikamentenlieferungen liegen gem�ss dem von der Vorinstanz erstellten Gutachten, sowohl hinsichtlich der Medikamentenpalette als auch hinsichtlich des Umfangs der als Notfallmedikamente einsetzbaren Pr�parate, weit �ber dem Ausmass, welches f�r eine Arztpraxis zur Notfall- bzw. Direktversorgung �blich ist.
Die Argumentation der Beschwerdef�hrerin, eine �berpr�fung der Medikamentenlieferungen sei ihr nicht zumutbar bzw. wirtschaftspolitisch motiviert, ist nicht stichhaltig. Das Bundesgericht hat die entsprechende kantonale Regelung gesch�tzt (BGE 131 I 205 E. 3 S. 214 ff.). Der kantonale Gesetzgeber hat sich f�r ein grunds�tzliches Abgabeverbot durch �rzte in der Stadt Z�rich entschieden, dessen Einhaltung die Beschwerdef�hrerin nach den Regeln der "Guten Vertriebspraxis" h�tte sicherstellen sollen (Art. 3 HMG i.V.m. Art. 29 Abs. 1 HMG Art. 9 Abs. 2 AMBV i.V.m. Anhang 2 lit. a und b AMBV i.V.m Art. 80 lit. c der Richtlinie 2001/83/EG und Ziff. 17 der Leitlinie 94/C 63/03, � 33 und � 65 Abs. 1 aGesG). Dieses Verbot dient dazu, die Sicherheit der Patienten bei der Abgabe verschreibungspflichtiger Medikamente zu gew�hrleisten. Denn damit wird die Medikation zweifach, n�mlich durch einen Arzt und einen studierten Apotheker fachgerecht und aus mehreren Perspektiven gepr�ft. Nur in Notf�llen sowie ausserhalb der St�dte Z�rich und Winterthur kann die doppelte Pr�fung umgangen werden. Dies liegt daran, dass der Gesetzgeber die rasche Versorgung des Patienten - welche zu Unzeiten bzw. bei geringer Apothekendichte nicht sichergestellt ist - h�her gewichtet hat, als das Risiko einer Fehlmedikation. Indem die Beschwerdef�hrerin die Bestellungen von Dr. med. A.________ unbesehen verarbeitet und die gew�nschten Medikamente geliefert hat, schuf sie die abstrakte Gefahr einer Fehlmedikation. Dass die Beschwerdef�hrerin nicht alle Kontrollen der bestellten Ware selbst durchf�hren kann, entlastet sie als fachtechnisch verantwortliche Person nicht. Denn sie hat jegliche Kontrolle unterlassen und nicht daf�r gesorgt, dass ihr zumindest auff�llige, umfangreiche oder h�ufige Bestellungen bzw. jene aus dem Gebiet mit einem grunds�tzlichen Abgabeverbot unterbreitet werden. Entgegen ihrer Auffassung sind Weisungen nicht schlechterdings ungeeignet, um den Vollzug des Heilmittelgesetzes sicherzustellen. Sie verf�gt als studierte Apothekerin �ber das notwendige Wissen, pro Arztkategorie interne Kontrollmechanismen einzuf�hren. Wie die Vorinstanz zutreffend ausf�hrt, k�nnen auch umsatzbezogene Kriterien helfen, kritische Bestellungen aufzudecken.
7.3 Nicht einzutreten ist auf die Beschwerde, soweit die Beschwerdef�hrerin ausf�hrt, die von der Vorinstanz aufgez�hlten Arzneimittel k�nnten auch dem Eigenbedarf von Dr. A.________ gedient haben. Denn insoweit macht sie keine Willk�r hinsichtlich der vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellung geltend (BGE 136 I 65 E. 1.3.1 S. 68 mit Hinweisen).
8.1 Die Beschwerdef�hrerin r�gt, aus dem Wissen um die eingeschr�nkte Arzneimittelabgabe im Kanton Z�rich k�nne nicht gefolgert werden, sie habe die Belieferung von Dr. A.________ mit Arzneimitteln in Kauf genommen, zu deren Abgabe er nicht berechtigt gewesen sei. Die Lieferung unzul�ssiger Ware sei f�r sie nicht erkennbar gewesen, da ihr die Detailpr�fung nicht zumutbar sei (Beschwerde S. 40 f.).
8.2 Was der T�ter weiss, will und in Kauf nimmt, betrifft sogenannte innere Tatsachen, ist damit Tatfrage. Rechtsfrage ist hingegen, ob im Lichte der festgestellten Tatsachen der Schluss auf Eventualvorsatz begr�ndet ist (BGE 133 IV 9 E. 4.1. S. 17 mit Hinweisen).
8.3 Soweit sich die Beschwerdef�hrerin gegen die tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz zu ihrem Wissen und Willen bzw. zur Frage wendet, was sie in Kauf genommen hat, gen�gt sie den Begr�ndungsanforderungen nicht. Darauf ist nicht einzutreten (BGE 136 I 65 E. 1.3.1 S. 68 mit Hinweisen). Nach den vorinstanzlichen Feststellungen wusste die Beschwerdef�hrerin um das grunds�tzliche Selbstdispensationsverbot in den St�dten Z�rich und Winterthur. Ebenso wusste sie, dass Dr. A.________ nicht �ber eine Bewilligung f�r eine Privatapotheke verf�gt. Dennoch unterliess sie eine �berpr�fung der Lieferungen und veranlasste auch keine solche. Die Schlussfolgerung der Vorinstanz, dass die Beschwerdef�hrerin als studierte Apothekerin und fachtechnisch Verantwortliche der Y.________ AG, welche keine Kontrollmechanismen einsetzte und jegliche �berpr�fung der Lieferungen an Dr. A.________ unterliess, mit Eventualvorsatz handelte, ist bundesrechtlich nicht zu beanstanden.
9.1 Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, sie sei einem Verbotsirrtum unterlegen. Sie habe sich auf das Urteil des Bezirksgerichts Z�rich, vom 19. August 2003 (Gesch�ftsnummer GU030174, S. 8) verlassen, wonach es das Gericht f�r einen Apotheker als nicht zumutbar erachtete, alle gelieferten Arzneimittel im Detail zu pr�fen (Beschwerde S. 41 f.).
9.2 Nach Art. 21 StGB handelt nicht schuldhaft, wer bei der Begehung der Tat nicht weiss und nicht wissen kann, dass er sich rechtswidrig verh�lt. Nach der Rechtsprechung des Bundesgericht zu aArt. 20 StGB, welche auf den neuen Allgemeinen Teil des Strafgesetzbuches �bertragbar ist, setzt der Rechtsirrtum voraus, dass sich der T�ter irrt�mlich zur Tat berechtigt h�lt und dieser Irrtum auf zureichenden Gr�nden beruht (BGE 129 IV 238 E. 3.1 S. 240 f. mit Hinweisen).
9.3 Soweit die Lieferungen der Beschwerdef�hrerin den Zeitraum vor dem ins Feld gef�hrten Urteil des Bezirksgerichts Z�rich betreffen, d.h. 24. August 2002 bis 18. August 2003, kann sie sich mangels Kenntnis dieses Urteils von vornherein nicht auf den Rechtfertigungsgrund des Verbotsirrtums berufen. Ob die Beschwerdef�hrerin nach diesem Zeitpunkt vom Urteil des Bezirksgerichts Z�rich Kenntnis hatte, ist dem angefochtenen Entscheid nicht zu entnehmen. Die Beschwerdef�hrerin macht hinsichtlich der vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellung insoweit keine willk�rliche bzw. unvollst�ndige Beweisw�rdigung geltend. Ihre R�ge ist nicht hinreichend substanziiert, weshalb darauf nicht einzutreten ist.
10.1 Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, das angefochtene Urteil verletze den Grundsatz der Rechtsgleichheit (Art. 8 Abs. 1 BV) und der Wirtschaftsfreiheit (Beschwerde S. 24 f.).
10.2 Die Beschwerdef�hrerin legt nicht dar, inwiefern das von ihr zitierte Urteil des Bezirksgerichts Z�rich vom 19. August 2003 mit dem vorliegenden Fall vergleichbar w�re (insbesondere hinsichtlich des T�tigkeitsgebietes des dortigen Arztes, des Umfangs der Medikamentenlieferungen, der Art der gelieferten Medikamente). Mangels substanziiert vorgetragener R�ge ist auf ihre diesbez�glichen Ausf�hrungen nicht einzutreten (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 136 I 65 E. 1.3.1 S. 68 mit Hinweisen).