Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F29-08-2002-U_48-2002
Timestamp: 2016-10-26 00:35:45
Document Index: 57101563

Matched Legal Cases: ['Art. 22', 'Art. 52', 'Art. 47', 'BGE', 'BGE', 'Art. 22', 'Art. 22', 'BGE', 'BGE', 'Art. 134', 'Art. 159']

U 48/02 (29.08.2002)
Pr�sident Sch�n, Bundesrichter Ursprung und nebenamtlicher Richter Maeschi; Gerichtsschreiber Fl�ckiger
H.________, 1955, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Advokat Stefan Hofer, Spalenberg 20, 4051 Basel,
Alba Allgemeine Versicherungsgesellschaft, St. Alban- Anlage 56, 4052 Basel, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Advokat Dr. Heiner Sch�rrer, Aeschenvorstadt 67, 4051 Basel,
A.- H.________, geboren 1955, war seit 1984 einziges Mitglied des Verwaltungsrates und Gesch�ftsf�hrer der Werbeagentur Q.________ AG, welche am 23. Juli 1996 zufolge Konkurses aufgel�st wurde. Als Betriebsleiter und Aktion�r war er zu einem angenommenen Lohn von Fr. 97'200.- bei der Alba Allgemeine Versicherungsgesellschaft (nachfolgend Alba) gem�ss UVG f�r Berufs- und Nichtberufsunf�lle sowie Berufskrankheiten versichert. Am 26. M�rz 1994 erlitt er bei einem nicht restlos gekl�rten Unfall ein Sch�del-Hirntrauma mit frontaler rechtsseitiger Sch�delkalottenfraktur und intrazerebraler Blutung. Als Folge des Unfalls kam es zu einer totalen Anosmie (Geruchsverlust) und teilweisen Ageusie (Geschmacksverlust f�r s�sse Stoffe); eindeutige psychoorganische Ver�nderungen liessen sich nicht nachweisen. Nach vor�bergehender vollst�ndiger Arbeitsunf�higkeit war der Versicherte gem�ss Unfallschein UVG mit Eintragungen des Dr. med. Z.________, Spezialarzt f�r Neurologie FMH, ab 16. Mai 1994 zu 50 %, ab 20. Juni 1994 zu 75 % und ab 11. Juli 1994 wieder voll arbeitsf�hig.
Mit Verf�gung vom 28. August 1996 sprach ihm die Alba wegen der Beeintr�chtigungen des Geruchs- und Geschmackssinns eine Integrit�tsentsch�digung von 15 % zu. Auf die hiegegen erhobene Einsprache, mit welcher der Versicherte auch St�rungen der Konzentrationsf�higkeit sowie rasches Erm�den geltend machte, beauftragte die Alba Dr. med. Y.________, Spezialarzt f�r Neurologie FMH, mit einem Aktengutachten, welches am 7. Februar 1997 erstattet wurde und worin die Entsch�digung von 15 % f�r die Sinnesbeeintr�chtigungen best�tigt, jedoch die Frage aufgeworfen wurde, ob nicht zus�tzlich eine leichte Hirnsch�digung zu ber�cksichtigen sei, was vom Psychiater bzw. dem Neuropsychologen zu beurteilen sei. Gest�tzt auf Berichte des Psychiaters Dr. med. X.________ vom 2. September 1997, 22. Juni 1998 und 17. November 1998 sowie ein neuropsychologisches Gutachten von lic. phil. W.________ vom 17. Juli 1997 sprach die Alba dem Versicherten mit Einspracheentscheid vom 3. Mai 2000 eine Integrit�tsentsch�digung von 55 % zu. Mit einer weiteren Verf�gung vom 18. M�rz 1999 lehnte sie die Ausrichtung einer Invalidenrente sinngem�ss mit der Feststellung ab, dass keine unfallbedingte Erwerbseinbusse bestehe. Die hiegegen erhobene Einsprache wies sie mit Einspracheentscheid vom 28. April 2000 ab. Schliesslich forderte die Alba mit Verf�gung vom 3. Mai 2000 zuviel bezahlte Taggelder f�r die Zeit vom 29. M�rz bis 10. Juli 1994 im Betrag von Fr. 6721.25 zur�ck, was sie damit begr�ndete, dass f�r die Bemessung des Taggeldes auf den letzten vor dem Unfall bezogenen Lohn von Fr. 54'000.- (und nicht auf den versicherten Verdienst von Fr. 97'200.-) abzustellen sei. Mit Einspracheentscheid vom 19. Juni 2000 hielt sie an dieser Verf�gung fest.
B.- H.________ liess Beschwerde f�hren und beantragen, die Einspracheentscheide vom 28. April, 3. Mai und 19. Juni 2000 seien aufzuheben, es sei ihm auf einem versicherten Verdienst von Fr. 97'200.- f�r die Zeit vom 20. Juni 1994 bis 31. August 1997 ein Taggeld auf Grund einer Arbeitsunf�higkeit von 50 % und ab 1. September 1997 eine Invalidenrente auf Grund einer Erwerbsunf�higkeit von 50 % auszurichten; ferner sei ihm eine Entsch�digung f�r einen Integrit�tsschaden von 60 % zuzusprechen.
Mit Entscheid vom 21. November 2001 hiess das Versicherungsgericht Basel-Stadt (heute: Sozialversicherungsgericht Basel-Stadt) die Beschwerde insoweit teilweise gut, als es die Einspracheentscheide vom 28. April 2000 und 19. Juni 2000 aufhob und die Alba verpflichtete, dem Versicherten auf einem versicherten Verdienst von Fr. 84'000.- ein Taggeld entsprechend einer Arbeitsunf�higkeit von 50 % vom 20. Juni 1994 bis 31. August 1997 und eine Invalidenrente entsprechend einer Erwerbsunf�higkeit von 20 % ab 1. September 1997 auszurichten; zudem verhielt es die Alba, dem Versicherten eine Parteientsch�digung von Fr. 3000.- zu bezahlen.
C.- H.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren mit den Rechtsbegehren, Taggeld und Rente seien auf einem versicherten Verdienst von Fr. 97'200.- festzusetzen, es sei ihm ab 1. September 1997 eine Rente auf Grund einer Erwerbsunf�higkeit von 50 % zuzusprechen und es sei ihm eine Integrit�tsentsch�digung f�r eine Integrit�tseinbusse von 60 % zu gew�hren.
Die Alba beantragt, die Beschwerde sei abzuweisen und es sei festzustellen, dass f�r die Zeit ab 11. Juli 1994 kein Taggeldanspruch bestehe; ferner sei der versicherte Verdienst auf einen Betrag von weniger als Fr. 80'000.- festzusetzen. Das Bundesamt f�r Sozialversicherung verzichtet auf eine Vernehmlassung.
Mit erg�nzender Stellungnahme vom 13. Juni 2002 h�lt der Beschwerdef�hrer an seinen Antr�gen fest.
1.- a) Die Alba hat dem Versicherten ein Taggeld von 100 % vom 29. M�rz bis 15. Mai 1994, von 50 % vom 16. Mai bis 19. Juni 1994 und von 25 % vom 20. Juni bis 10. Juli 1994 auf Grund eines versicherten Verdienstes von Fr. 97'200.- ausgerichtet. Mit der Feststellung, dass gem�ss Art. 22 Abs. 3 UVV als Bemessungsgrundlage f�r die Taggelder der letzte vor dem Unfall bezogene Lohn (Fr. 54'000.-) massgebend sei, hat sie mit Verf�gung vom 3. Mai 2000 und Einspracheentscheid vom 19. Juni 2000 eine R�ckforderung f�r zuviel ausbezahlte Taggelder im Betrag von Fr. 6721.25 erhoben. In teilweiser Gutheissung der hiegegen erhobenen Beschwerde hat die Vorinstanz die Alba verpflichtet, das Taggeld auf einem versicherten Verdienst von Fr. 84'000.- festzusetzen. W�hrend der Beschwerdef�hrer die Zusprechung eines Taggeldes auf einem versicherten Verdienst von Fr. 97'200.- beantragt, schliesst die Alba auf einen versicherten Verdienst von weniger als Fr. 80'000.-.
b) Nach Art. 52 Abs. 2 UVG verj�hrt der R�ckforderungsanspruch mit dem Ablauf eines Jahres, nachdem der Versicherer von der Unrechtm�ssigkeit der Leistungen Kenntnis erhalten hat, sp�testens aber f�nf Jahre nach der Leistung. Entgegen dem Wortlaut der Bestimmung handelt es sich dabei um Verwirkungsfristen, die von Amtes wegen zu ber�cksichtigen sind (vgl. zur sinngem�ss anwendbaren Rechtsprechung zu Art. 47 AHVG: BGE 111 V 135; AHI 1998 S. 293). Die (absolute) f�nfj�hrige Verj�hrungsfrist ist vom Zeitpunkt an zu berechnen, in welchem die Leistung effektiv erbracht worden ist (BGE 108 V 4). Die hier zur Diskussion stehenden Taggelder wurden mit Abrechnungen vom 21. April, 17. Mai, 15. Juni, 22. Juni und 16. August 1994 ausbezahlt. Bei Erlass der Verf�gung vom 3. Mai 2000 war der R�ckforderungsanspruch somit verwirkt, weshalb es f�r den Taggeldanspruch vom 29. M�rz bis 10. Juli 1994 beim versicherten Verdienst von Fr. 97'200.- zu bleiben hat, in welchem Sinn der vorinstanzliche Entscheid abzu�ndern ist. Zum gleichen Ergebnis f�hrt im �brigen eine materielle Beurteilung des Anspruchs, wie sich aus dem Folgenden (Erw. 2c) ergibt.
2.- Streitig und zu pr�fen ist des Weitern, ob der Beschwerdef�hrer einen Leistungsanspruch auch f�r die Zeit ab 11. Juli 1994 hat.
a) Die Alba hat die Taggeldzahlungen auf den 10. Juli 1994 eingestellt und die Ausrichtung einer Rente mit Verf�gung vom 18. M�rz 1999 und Einspracheentscheid vom 28. April 2000 abgelehnt. Die Vorinstanz hat dem Versicherten f�r die Zeit vom 20. Juni 1994 bis 31. August 1997 ein Taggeld auf Grund einer Arbeitsunf�higkeit von 50 % und ab 1. September 1997 eine Rente bei einem Invalidit�tsgrad von 20 % zugesprochen, wobei sie den versicherten Verdienst f�r Taggeld und Rente auf Fr. 84'000.- festsetzte. Der Beschwerdef�hrer verlangt die Ber�cksichtigung eines versicherten Verdienstes von Fr. 97'000.- und die Zusprechung einer Rente auf Grund einer Erwerbsunf�higkeit von 50 %. Die Beschwerdegegnerin widersetzt sich der vorinstanzlichen Zusprechung einer Rente von 20 % nicht, macht jedoch geltend, diese sei auf einem versicherten Verdienst von weniger als Fr. 80'000.- festzusetzen.
b) Der Taggeldanspruch f�r Zeit ab 11. Juli 1994 bildete nicht Gegenstand der angefochtenen Einspracheentscheide. Es ist indessen nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz das Verfahren auf diesen Punkt ausgedehnt hat, nachdem der Versicherte einspracheweise einen entsprechenden Antrag gestellt hatte und sich im Rahmen der gegen den Einspracheentscheid vom 28. April 2000 erhobenen Beschwerde auch die Frage nach der zeitlichen Abl�sung des Taggeldanspruchs durch einen allf�lligen Rentenanspruch stellte. Bei der Einstellung der Taggeldleistungen st�tzte sich die Alba im Wesentlichen auf Angaben des Neurologen Dr. med. Z.________, welcher eine volle Arbeitsf�higkeit ab 11. Juli 1994 bescheinigte. Am 26. Juli 1995 best�tigte der Arzt diese Beurteilung unter Hinweis auf eine Untersuchung durch die Psychologin V.________, welche bei Verdacht auf eine reaktivierte Angstneurose eine hirnlokale St�rung nicht mit Sicherheit ausschliessen konnte, jedoch die Auffassung vertrat, dass sich diese vermutlich nicht auf die Arbeitsf�higkeit auswirke. Dr. med. X.________, Spezialarzt FMH f�r Psychiatrie und Psychotherapie, schloss sich dieser Beurteilung an und stellte fest, seiner Meinung nach sei mit keinem bleibenden Nachteil zu rechnen. Nachdem Dr. med. Y.________ im Aktengutachten vom 7. Februar 1997 das Bestehen neuropsychologischer Defizite in Betracht gezogen hatte, fanden Dr. med. X.________ und der von ihm beigezogene Neuropsychologe W.________ eine insgesamt leichtgradige Hirnfunktionsst�rung, welche mit spezifischen verbal-kognitiven Teilleistungsdefiziten und einer Wesens�nderung (Affektst�rungen) einhergeht. Nach Auffassung des Neuropsychologen vermag sich der Versicherte dank einer vorbestehenden �berdurchschnittlichen Leistungsf�higkeit und einem adaptierten Verhalten im bisherigen T�tigkeitsbereich zu behaupten. Die reaktive Angstst�rung hat keinen wesentlichen Einfluss auf die Leistungsf�higkeit und es besteht aus neuropsychologischer Sicht keine Behandlungsbed�rftigkeit. Dr. med. X.________ fand auch aus psychiatrischer Sicht keine Behandlungsbed�rftigkeit, sch�tzte die Arbeitsunf�higkeit jedoch zunehmend h�her ein. W�hrend er die medizinisch-theoretische Arbeitsunf�higkeit im Bericht vom 2. September 1997 mit 25 % bis 30 % bezifferte, gab er in Berichten vom 22. Juni und 17. November 1998 eine solche von 35 % bis 40 % bzw. 40 % bis 50 % an. Konkrete Anhaltspunkte f�r eine Verschlimmerung des Gesundheitszustandes mit entsprechenden Auswirkungen auf die Leistungsf�higkeit fehlen indessen. Laut Bericht vom 17. November 1998 ist der Versicherte im bisherigen Beruf als Werbeberater unfallbedingt in der Kreativit�t, der Flexibilit�t im Handeln, der F�higkeit unter Stress zu arbeiten, im Antrieb und im Durchstehverm�gen beeintr�chtigt und ben�tigt daher f�r seine Arbeit mehr Zeit; gleichzeitig hat die Qualit�t seiner Leistungen abgenommen. Demgegen�ber hatte der Neuropsychologe im Teilgutachten vom 17. Juli 1997 auf Grund der Angaben des Versicherten festgestellt, dass die Konzeptarbeit zwar weniger schnell, qualitativ jedoch auf gleichem Niveau wie vor dem Unfall vonstatten gehe. Dr. med. X.________ f�hrt die diesbez�glichen Angaben des Versicherten auf eine kritiklose Selbst�bersch�tzung zur�ck und beruft sich auf Feststellungen von Dr. med. Z.________, mit dem er sowohl vor dem Bericht vom 2. September 1997 als auch vor demjenigen vom 22. Juni 1998 R�cksprache genommen hatte. Auch die Beurteilung im Bericht vom 17. November 1998, wonach die Leistungsf�higkeit um 40 % bis 50 % herabgesetzt sei, st�tzt er vorab auf Angaben von Dr. med. Z.________. In den Akten fehlen indessen neuere Berichte dieses Arztes. Es liegen lediglich Kurzberichte �ber EEG-Untersuchungen vom 20. Januar 1997, 6. April 1998 und 16. August 1999 vor, die einen unver�nderten Befund (leichte unspezifische Allgemeinver�nderungen) ergeben haben. Nachdem Dr. med. Z.________ eine volle Arbeitsf�higkeit ab 11. Juli 1994 best�tigt hatte, kann der Auffassung der Vorinstanz nicht gefolgt werden, wonach der Leistungsanspruch gest�tzt auf die Angaben des Psychiaters Dr. med. X.________ zu bejahen und dem Versicherten vom 20. Juni 1994 bis 31. August 1997 ein Taggeld auf Grund einer Arbeitsunf�higkeit von 50 % zuzusprechen ist. Es bedarf vielmehr erg�nzender Abkl�rungen insbesondere in neurologischer Hinsicht, weshalb die Sache an die Vorinstanz zur�ckzuweisen ist, damit sie den Sachverhalt durch Einholung eines neuen Berichtes von Dr. med. Z.________ und n�tigenfalls durch Anordnung eines Gerichtsgutachtens n�her feststelle und hierauf �ber den Taggeldanspruch neu befinde. Neu zu entscheiden wird auch �ber das Rentenbegehren sein, wof�r es ebenfalls weiterer Abkl�rungen bedarf.
c) Beim versicherten Verdienst, welcher gegebenenfalls der Festsetzung des Taggeldes und der Rente zu Grunde zu legen sein wird, ist davon auszugehen, dass die Alba den Beschwerdef�hrer in seiner Eigenschaft als Betriebsleiter und Aktion�r der Q.________ AG obligatorisch nach UVG versichert und den versicherten Verdienst in Anwendung von Art. 22 Abs. 2 lit. c UVV auf Fr. 97'200.- festgesetzt hat. Gem�ss dieser, als gesetzm�ssig zu erachtenden Bestimmung (Urteil A. vom 21. Dezember 2001, U 197/01) wird bei mitarbeitenden Familiengliedern, Gesellschaftern, Aktion�ren und Genossenschaftern in Abweichung von der Regel, wonach als versicherter Verdienst der nach der Bundesgesetzgebung �ber die AHV massgebende Lohn gilt, mindestens der berufs- und orts�bliche Lohn ber�cksichtigt. Das Antragsformular der Alba weist erg�nzend darauf hin, dass f�r die Bemessung der Versicherungsleistungen und der Pr�mien der orts�bliche Lohn massgebend ist, wenn der effektive Lohn kleiner ist als der orts�bliche Lohn. Entspricht der effektive Lohn dem orts�blichen Lohn oder �bersteigt er diesen, so ist der wirkliche Lohn f�r die Versicherung massgebend. Gem�ss diesen mit der Verordnungsregelung und der Rechtsprechung (RKUV 2001 Nr. U 420 S. 104) �bereinstimmenden Regeln war die Alba grunds�tzlich gehalten, das Taggeld auf dem versicherten Verdienst von Fr. 97'200.- festzusetzen. Hieran �ndert nichts, dass der effektive Verdienst von Anfang an deutlich unter dem vereinbarten versicherten Verdienst lag. Nach Art. 22 Abs. 2 lit. c UVV hat der versicherte Verdienst auch dann dem berufs- und orts�blichen Lohn zu entsprechen, wenn der f�r die AHV massgebende Lohn diesen unterschreitet. Vom vereinbarten versicherten Verdienst ist allerdings dann abzuweichen, wenn der berufs- und orts�bliche Lohn deutlich unter diesem Verdienst liegt. Als orts�blicher Lohn ist dabei der Verdienst zu verstehen, den die versicherte Person in einem andern Betrieb bei entsprechender Funktion, Leistung und Arbeitszeit erzielen k�nnte (Urteil M. vom 30. November 2001, U 282/99).
Die Vorinstanz hat den f�r die Taggeldbemessung massgebenden versicherten Verdienst auf Fr. 84'000.- festgesetzt. Sie st�tzte sich dabei auf die Schweizerische Arbeitskr�fteerhebung (SAKE) von 1998, wonach der durchschnittliche monatliche Bruttolohn f�r m�nnliche Arbeitnehmer im privaten Sektor f�r Arbeitspl�tze mit dem Anforderungsniveau 1 und 2 (h�chst anspruchsvolle und schwierigste Arbeiten bzw. selbstst�ndige und qualifizierte Arbeiten) Fr. 7345.- und im Dienstleistungssektor Fr. 7810.- betrug. Ausgehend von diesen Angaben und unter Ber�cksichtigung der Lohnentwicklung bis 1998 nahm sie an, dass der berufs- und orts�bliche Lohn eines qualifizierten Werbeberaters im Jahr 1994 rund Fr. 7000.- betragen habe, was einem Jahreseinkommen von Fr. 84'000.- entspricht. Der Beschwerdef�hrer macht geltend, der Durchschnittslohn in der Werbebranche liege h�her als im gesamten Dienstleistungssektor und ein Art Director bei einer Werbeagentur habe im Jahre 1994 ein Monatseinkommen zwischen Fr. 8000.- und 10'000.- erzielt. Zudem ergebe sich auch auf Grund des Durchschnittslohnes im Dienstleistungssektor ein Jahreseinkommen von mehr als Fr. 90'000.-, weshalb kein Anlass bestehe, vom vereinbarten versicherten Verdienst von Fr. 97'200.- abzugehen. Zu dem von der Vorinstanz ermittelten berufs- und orts�blichen Lohn ist festzustellen, dass die Lohnstatistik gem�ss der Schweizerischen Arbeitskr�fteerhebung (SAKE) nur hilfsweise herangezogen werden kann, weil sie keine spezifischen Angaben f�r die Werbebranche enth�lt. Zudem handelt es sich um gesamtschweizerische Durchschnittswerte, welche unter den in gr�sseren St�dten liegenden berufs- und orts�blichen L�hnen liegen d�rften. Durch die mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereichten Unterlagen hat der Beschwerdef�hrer glaubhaft gemacht, dass das Lohnniveau in der Werbebranche h�her als im gesamten Dienstleistungssektor ist und im Jahr 1994 f�r qualifizierte T�tigkeiten L�hne im Rahmen von Fr. 8000.- bis Fr. 10'000.- bezahlt wurden. Die Alba hat jedenfalls nicht dargetan, dass der berufs- und orts�bliche Lohn eines qualifizierten Werbeberaters eindeutig unter dem vereinbarten versicherten Verdienst lag. Nicht entscheidend ist nach dem Gesagten, dass die effektiven Einkommen des Beschwerdef�hrers regelm�ssig tiefer waren. Denn es entspricht der Verordnungsregelung, dass der berufs- und orts�bliche Lohn selbst dann massgebend bleibt, wenn der tats�chliche Lohn geringer ist. Im vorliegenden Fall sind allf�llige Leistungen daher auf einem versicherten Verdienst von Fr. 97'200.- festzusetzen. Auf diesem Verdienst hat der Beschwerdef�hrer Pr�mien bezahlt und darauf sind nach dem �quivalenzprinzip auch die Leistungen festzusetzen (RKUV 1999 Nr. U 327 S. 111 Erw. 3c mit Hinweisen; Urteil M. vom 30. November 2001, U 282/99).
3.- Zu pr�fen bleibt der Anspruch auf Integrit�tsentsch�digung, welcher vom Unfallversicherer und der Vorinstanz auf 55 % festgesetzt wurde, wogegen der Beschwerdef�hrer eine Entsch�digung von 60 % beantragt.
a) Unfallversicherer und Vorinstanz st�tzen sich bei der Bemessung des Integrit�tsschadens auf die Angaben von Dr. med. X.________, welcher den Verlust des Geruchsinns und den teilweisen Verlust des Geschmacksinns mit 15 % und die Teilleistungsdefizite im Bereich der Frontall�sion mit 35 % bis 40 % bewertete. Diese Ans�tze halten sich im Rahmen der in Anhang 3 zur UVV angegebenen Richts�tze und der von der SUVA herausgegebenen erg�nzenden Richtlinien in tabellarischer Form, auf welche praxisgem�ss abgestellt werden kann (BGE 124 V 32 Erw. 1c mit Hinweisen). Nach der Skala der Integrit�tsentsch�digung von Anhang 3 UVV wird der Verlust des Geruchs- oder Geschmacksinns im Regelfall mit 15 % bewertet. F�r posttraumatische Hirnfunktionsst�rungen gilt nach Tabelle 8 der von der SUVA aufgestellten Richtlinien ein Ansatz von 20 % f�r leichte St�rungen, von 35 % f�r leichte bis mittelschwere St�rungen und von 50 % f�r mittelschwere St�rungen. Als leicht gelten leichte Minderleistungen in einzelnen Hirnfunktionen bei h�chstens leichter Wesensver�nderung. Der Patient wirkt im Familienalltag kaum ver�ndert, auch wenn leichte Antriebs- und Affektst�rungen oder Kritikverminderung vorkommen k�nnen. Die Aus�bung des fr�heren Berufes ist m�glich, wenn auch in leicht eingeschr�nktem Masse. Besonders Berufe, bei denen die Konzentrationsf�higkeit, Ged�chtnisleistung und die intellektuelle Umstellf�higkeit von Bedeutung ist, k�nnen erschwert sein. Als mittelschwer gelten deutliche Minderleistungen in mehreren Hirnfunktionen. Konzentrations- und Merkf�higkeit, Speicherf�higkeit und intellektuelle Umstellf�higkeit sind fast immer betroffen. Zus�tzlich k�nnen sich Ausf�lle in anderen Funktionsbereichen zeigen. Meist bestehen deutliche Wesensver�nderungen (Antriebs- und/oder Affektst�rungen, Kritikverminderung etc.). Eine R�ckkehr an den angestammten Arbeitsplatz ist jedenfalls zur Zeit nicht m�glich; entweder kann der Patient nur noch teilweise erwerbst�tig sein oder es bedarf beruflicher Eingliederungsmassnahmen.
b) Wenn die Beschwerdegegnerin den Integrit�tsschaden insgesamt mit 55 % bemessen hat, so l�sst sich dies nicht beanstanden. Entgegen den Ausf�hrungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde sind die Voraussetzungen f�r die Annahme einer mittelschweren Hirnfunktionsst�rung im Sinne der von der SUVA umschriebenen Schweregrade nicht erf�llt, weil nur leichtgradige Teilleistungsdefizite und eine gewisse Wesensver�nderung im Affekterleben und den Affektreaktionen festzustellen sind (Neuropsychologisches Teilgutachten vom 17. Juli 1997). Nach den vorhandenen medizinischen Akten ist die Hirnfunktionsst�rung als leicht bis mittelschwer zu qualifizieren, was f�r die Annahme eines Integrit�tsschadens von 35 % spricht. Auch wenn die teilweise Beeintr�chtigung des Geschmackssinns neben dem mit 15 % bewerteten Verlust des Geruchssinns zus�tzlich ber�cksichtigt wird, ist die Gesamtentsch�digung von 55 % daher als angemessen zu betrachten. Zu einem andern Ergebnis vermag auch der Umstand nicht zu f�hren, dass die Alba dem Versicherten am 19. M�rz 1999 zun�chst eine Integrit�tsentsch�digung von 60 % (15 % + 5 % + 40 %), abz�glich 20 % f�r unfallfremde Faktoren, in Aussicht gestellt und in der Folge auf die K�rzung von 20 % verzichtet hat. Entgegen den Ausf�hrungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde l�sst sich daraus nicht ableiten, dass der Integrit�tsschaden seitens der Hirnfunktionsst�rung damit rechtskr�ftig auf 40 % festgesetzt wurde und eine Herabsetzung auf 35 % im Einspracheverfahren demzufolge unzul�ssig war. Bez�glich der Hirnfunktionsst�rung ist vor dem Einspracheentscheid keine verf�gungsweise Festsetzung des Integrit�tsschadens erfolgt. Zudem w�re die Verf�gung diesbez�glich nicht in Teilrechtskraft erwachsen, weil es sich nicht um einen selbstst�ndigen Anspruch handelte und der Anspruch auf Integrit�tsentsch�digung gesamthaft zu �berpr�fen war (vgl. BGE 119 V 347 ff.; RKUV 1999 Nr. U 323 S. 98 f.).
4.- Das Verfahren ist kostenlos (Art. 134 OG). Dem Ausgang des Prozesses entsprechend hat die Beschwerdegegnerin dem teilweise obsiegenden, durch einen Rechtsanwalt vertretenen Beschwerdef�hrer eine (reduzierte) Parteientsch�digung zu bezahlen (Art. 159 Abs. 2 OG).
der Beschwerdef�hrer damit zu einer R�ckerstattung von
Taggeldes auf Grund einer Arbeitsunf�higkeit von 50 %
ab 20. Juni 1994 und einer Rente auf Grund einer Erwerbsunf�higkeit
Basel-Stadt zur�ckgewiesen, damit
es nach erfolgter Abkl�rung im Sinne der Erw�gungen
�ber den Taggeld- und Rentenanspruch neu entscheide,
III. Im �brigen wird die Verwaltungsgerichtsbeschwerde abgewiesen.
VI. Das Sozialversicherungsgericht Basel-Stadt wird �ber