Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_12/vo/2/2088.htm
Timestamp: 2018-11-21 19:02:34
Document Index: 316338243

Matched Legal Cases: ['§ 21', '§ 64', '§ 22', '§ 33', '§ 2', '§ 44', '§ 4', '§ 5']

2.088 Zugmantel-Bandholz
Verordnung des Regierungspräsidiums Karlsruhe über das Naturschutzgebiet "Zugmantel- Bandholz"vom 19. Dezember 1985 (GBl. v. 28.02.1986, S. 34).
Aufgrund von §§ 21, 58 Abs. 2 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz - NatSchG) vom 21.Oktober 1975 (GBl. S. 654), geändert durch das Gesetz zur Bereinigung des baden-württembergischen Ordnungswidrigkeitenrechts vom 6. Juni 1983 (GBl. S.199), und von § 22 Abs. 2 und § 33 Abs. 2 Nr. 4 des Landesjagdgesetzes (LJagdG) in der Fassung vom 20. Dezember 1978 (GBl. 1979 S. 12) wird verordnet:
Die in § 2 näher bezeichnete Fläche auf dem Gebiet der Gemeinde Sandhausen, Rhein-Neckar-Kreis, wird zum Naturschutzgebiet erklärt. Das Naturschutzgebiet führt die Bezeichnung "Zugmantel-Bandholz".
(1) Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von rund 17 ha. Es umfaßt etwa das Waldgewann Eichellöcherbuckel im Gemeindewald-Distrikt I Bandholz. Das Naturschutzgebiet umfaßt einen Teil des Grundstücks Flst.-Nr. 3289 auf dem Gebiet der Gemeinde Sandhausen, Rhein-Neckar-Kreis. Es wird im wesentlichen begrenzt im Nordosten durch den Weg auf der Kammlinie der Düne, im Osten durch den Waldweg "Bettelpfad", im Südwesten durch den teilweise entlang der Gemeindegrenze verlaufenden Weg und im Bereich der Grundstücke Flst.-Nrn. 3340 und 3353 im Gewann Zugmantel durch die nordöstliche Grenze dieser Grundstücke sowie im Westen durch den Staatswald-Distrikt I Schwetzingen-Hardt.
(2) Die Grenzen des Schutzgebietes sind in einer Übersichtskarte im Maßstab 1:25000 mit durchgezogener roter Linie sowie in einer weiteren Übersichtskarte im Maßstab 1:5000 und in einer Detailkarte im Maßstab 1:1500 mit durchgezogener roter, grau angeschummerter Linie eingetragen. Die Karten sind Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karten wird beim Regierungspräsidium Karlsruhe und beim Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis in Heidelberg auf die Dauer von drei Wochen, beginnend am achten Tag nach Verkündung dieser Verordnung im Gesetzblatt, zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten öffentlich ausgelegt.
Schutzzweck ist die Erhaltung einer Sandgrube, die als Sekundärbiotop insbesondere solchen zum Teil in ihrem Bestand stark gefährdeten Tieren und Pflanzen Lebensmöglichkeiten bietet, die die offenen, teilweise stark geneigten Sandflächen besiedeln und auf flache temporäre Gewässer angewiesen sind.
2. Straßen, Wege, Plätze oder sonstiger Verkehrsanlagen anzulegen, Leitungen zu verlegen oder Anlagen dieser Art zu verändern;
8. Tiere einzubringen, wildlebenden Tieren nachzustellen, sie mutwillig zu beunruhigen, zu füttern, zu fangen, zu verletzen oder zu töten oder Puppen, Larven, Eier oder Nester oder sonstige Brut-, Wohn- oder Zufluchtstätten dieser Tiere zu entfernen, zu beschädigen oder zu zerstören;
14. die Wege mit Fahrzeugen aller Art, ausgenommen Krankenfahrstühle, zu befahren oder zu reiten;
17. zu angeln;
18. Gehölze, Hecken und Sträucher zu beseitige oder zu zerstören;
- außerhalb der mit Wald bestockten Flächen Futterstellen nicht angelegt werden
- sonstige jagdliche Einrichtungen landschaftsgerecht gestaltet und nur im Wald oder am Waldrand errichtet werden;
3. für die ordnungsmäßige Forstwirtschaft;
(2) Ordnungswidrig im Sinne des § 44 Abs. 2 Nr. 4 LJagdG handelt, wer in dem Naturschutzgebiet vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 4 in Verbindung mit § 5 Nr. 1dieser Verordnung die Jagd ausübt.
Karlsruhe, den 19. Dezember 1985