Source: https://learning.zu.de/goto.php?target=cat_2008&client_id=ilias
Timestamp: 2020-07-05 19:01:41
Document Index: 331927033

Matched Legal Cases: ['§ 60', '§ 63', '§ 60', '§ 60', '§ 60', '§ 60', '§ 38', '§ 22', '§ 60', '§ 60', '§ 52', '§52', '§ 60', '§ 52', '§ 60', '§ 60', '§ 60', '§ 60', '§ 60', '§ 60']

ZU Learning - Urheberrechtliche Informationen
Bitte beachten Sie bei der Bereitstellung von Materialien die urheberrechtlichen Grundlagen.
Urheberrechtliche Informationen - FAQ
Kann ich von Studierenden erstellte Inhalte z. B. im Wiki bzw. allgemein benutzergenerierten Content ohne explizites Einverständnis der Studierenden weiterverwenden?
Content, der von einer anderen Person erstellt wurde, kann nur dann ohne explizites Einverständnis weiterverwendet werden, wenn
er nicht unter den Schutz des Urheberrechts fällt, also kein Werk ist oder
eine Ausnahme des Urheberrechts greift oder
das Werk unter einer Lizenz steht, die das freie Weiterverwenden erlaubt, z. B. Creative Commons.
Wie Sie herausfinden, ob Sie ein Werk verwenden dürfen, zeigt Ihnen die Seite Checkliste Urheberrecht
Was gibt es beim Hochladen von pdf-Dokumenten auf der Lernplattform zu beachten?
Unabhängig vom Format des Dokumentes bzw. Werkes, kommt es darauf an, wer Urheber des Werkes ist und ob dieser die Nutzung erlaubt hat bzw. die Nutzung aus anderen Gründen erlaubt ist (z. B. aufgrund von Ausnahmen).
Selbst erstellte Dokumente können natürlich auf die Lernplattform hochgeladen werden. Hier sollte jedoch darauf geachtet werden, dass in dem selbst erstellten Material keine Urheberrechtsverletzungen begangen, insbesondere z. B. die Regeln für Zitate beachtet werden.
Handelt es sich um ein pdf-Dokument, dass von einer anderen Seite im Internet heruntergeladen wurde, empfiehlt es sich, selbst wenn es u. U. erlaubt ist, das Dokument hochzuladen, nur einen Link auf die Originalquelle zu setzen. Das Verlinken von Ressourcen im Internet ist unabhängig von der Art des Materials erlaubt.
Wurden Seiten eines Druckwerkes eingescannt und als pdf-Dokument gespeichert, das nun hochgeladen werden soll, könnte dies im Rahmen des § 60a UrhG erlaubt sein.
Kann ich Filmausschnitte mit Kennzeichnung der Quelle verwenden?
Die bloße Kennzeichnung eines Filmausschnitts mit der Quelle ist nicht ausreichend, wenn man ihn als Lehrmaterial zur Verfügung stellen will. Es müssen immer die Voraussetzungen beachtet werden, die für eine in Betracht kommende Ausnahmeregelung im Urheberrecht gelten. Soll der Filmausschnitt im Rahmen einer Vorlesung verwendet werden, könnte es sich z. B. um ein Zitat handeln. Die Quellenangabe an sich macht aus dem Filmausschnitt jedoch noch kein Zitat. Es müssen darüber hinaus alle Voraussetzungen des Zitats vorliegen:
Das zitierte Werk (=Film) muss veröffentlicht sein.
Das Zitat darf nicht nur in einer Umgestaltung des Originals bestehen, sondern der Filmausschnitt muss in ein anderes eigentständiges Werk zum Zwecke des Zitats aufgenommen werden, hier in die Vorlesung, also ein Sprachwerk.
Der Zitatzweck muss erfüllt werden. Der Zitatzweck ist gegeben, wenn das Zitat Belegcharakter hat und eine innere Verbindung zum aufnehmenden Werk besteht. Im aufnehmenden Werk muss eine gedankliche Auseinandersetzung mit dem Zitat erfolgen. In Betracht käme z. B. die wissenschaftliche Besprechung genau dieses Filmausschnitts, seiner stilistischen Mittel, Umsetzung des Themas o.ä. (weitere Ausführungen zum Zitatzweck im Artikel Zitat).
Der Umfang des Filmausschnitts darf nur so groß gewählt werden, wie es durch den Zitatzweck gedeckt ist. Wird also nur eine Szene besprochen, ist es nicht gerechtfertigt, den gesamten Film zu zeigen.
Der Filmausschnitt muss als Zitat gekennzeichnet werden. In einer Vorlesung würde dies z. B. durch eine Ankündigung geschehen.
Das Zitat darf nicht verändert werden. D. h. der Filmausschnitt muss so wie er im Original ist, verwendet werden und darf nicht bearbeitet, verändert oder verfälscht werden, z. B. indem Farbe korrigiert wird.
Außerdem ist die Quellenangabe gem. § 63 UrhG erforderlich.
Soll ein Filmausschnitt für Unterricht oder Lehre bereitgestellt werden, so ist § 60a UrhG zu beachten. Insgesamt dürfen für die Unterrichtsteilnehmenden 15% des Films oder, wenn das Filmwerk nicht länger als fünf Minuten ist, der gesamte Film bereitgestellt werden. Zu den weiteren Bedingungen des § 60a UrhG lesen Sie: Einsatz urheberrechtlich geschützter Werke in Unterricht und Lehre (§ 60a UrhG)
Kann ein Lehrender eigene Publikationen (z. B. Artikel aus Fachzeitschriften) als Inhalte für seine Online-Angebote (z. B. E-Learning-Module, Wikiinhalte) verwenden?
Nicht ohne weiteres. Das hängt unter anderem davon ab, welche Rechte der Lehrende als Urheber an den Verleger vertraglich übertragen hat. Dies kann dazu führen, dass eigene Texte aus einem Fachbuch nicht verwendet werden dürfen, es sei denn, es greift eine Ausnahmeregelung des Urheberrechtsgesetzes, z. B. § 60a UrhG. Die Texte müssten dann genauso behandelt werden wie die eines fremden Autors. Auch das Zweitverwertungsrecht nach § 38 Abs. 4 UrhG hilft nur bedingt, da daran eine Vielzahl stark einschränkender Bedingungen geknüpft sind.
Dürfen Studierende, ohne explizites Einverständnis, bei einer Seminaraufzeichnung mit auf dem Video aufgezeichnet werden?
Nein. Da bei der Aufzeichnung von Lehrveranstaltung eine Vielzahl von rechtlichen Vorgaben zu berücksichtigen sind, gelten keine Pauschalausnahmen. Wenn Studierende aufgezeichnet werden sollen, muss zuvor deren schriftliches Einverständnis eingeholt werden.
Wenn in Videoaufzeichnungen Studierende zu sehen sind (z.B. wenn Übungen aufgezeichnet werden) - reicht es, im Vorfeld darauf hinzuweisen, dass die Veranstaltung aufgezeichnet wird oder muss jeder Studierende nochmal extra seine Einwilligung geben?
Auch eine bloße Ankündigung genügt nicht. Solange es sich um eine Lehrveranstaltung handelt, an der Studierende im Rahmen ihres regulären Studiums teilnehmen, dürfen sie nicht gezwungen werden, zwischen der Teilnahme und dem Schutz ihrer personenbezogenen Daten bzw. ihres Rechts am eigenen Bild zu wählen. Eine Ankündigung empfiehlt sich dennoch, damit die Studierenden von der Kamera im Raum nicht überrascht werden. Sollen Studierende, das Auditorium oder auch Gastdozenten aufgezeichnet werden, so muss vorher deren schriftliche Einwilligung eingeholt werden.
Handelt es sich um eine fakultative Veranstaltung bei dem sich das Publikum mit Fragen und Anmerkungen beteiligt, genügt für das Publikum eine rechtzeitige Ankündigung, so dass die Besucher ihr Verhalten darauf einstellen können.
Welche Regeln gelten für reine Audiomitschnitte?
Hier gelten die gleichen Regeln wie für Videoaufzeichnungen. Sollen Tonmitschnitte angefertigt und für E-Learning-Arrangements verwendet werden, muss die schriftliche Einwilligung der Betroffenen vorliegen.
Welche Anforderungen werden an die Einwilligungserklärung gestellt, wenn Personen (Studierende, Gastdozenten etc.) während einer (Lehr-)Veranstaltung aufgezeichnet werden sollen?
Für Video- und Audioaufzeichnungen, die für E-Learning-Angebote eingesetzt werden sollen, gelten nicht nur die Regeln des Urheberrechts (hier u. a. §§ 22 ff. KUG), sondern auch die des Datenschutzes.
Der Betroffene ist auf die Bedeutung der Einwilligung,
sein Recht der Verweigerung der Einwilligung und
die Folgen der Verweigerung der Einwilligung hinzuweisen.
Die Einwilligung muss die Art der Daten und die Form ihrer Verarbeitung bestimmen.
Sie muss enthalten, an welche dritten Beteiligten die Daten übermittelt werden sollen (falls dies vorgesehen ist).
Darf man urheberrechtlich geschützte Materialien (Bild, Musik etc.) in einem nicht-öffentlichen ILIAS-Kurs nutzen? Fällt das unter den § 60a UrhG (Unterricht und Lehre)?
Es gibt mehrere Möglichkeiten, die es gestatten, urheberrechtlich geschützte Werke Dritter im Rahmen eines nicht-öffentlichen ILIAS-Kurses zu verwenden.
Wenn der Rechteinhaber (nicht notwendigerweise gleichzusetzen mit dem Urheber) einwilligt.
Wenn das fremde Material im Rahmen eines Zitats in ein eigenes Werk übernommen wurde und diese nun auf der Lernplattform zur Verfügung gestellt wird.
Wenn die Schrankenregelung des § 60a UrhG greift.
Wie lange wird es den Wissenschaftsparagraphen (§ 52a UrhG) noch geben?
§52a UrhG ist am 28. Februar 2018 außer Kraft getreten. Anstelle dessen wurder der Unterabschnitt "Gesetzlich erlaubte Nutzungen für Unterricht, Wissenschaft und Institutionen" ins Urheberrechtsgesetz eingefügt. Dazu gehört auch § 60a UrhG, in dem die Ausnahmen des früheren § 52a UrhG neu gefasst und zum Teil erweitert wurden.
Darf ich Abbildungen aus Lehrbüchern einscannen und in ILIAS-Lernmodulen für meine Lehrveranstaltung verwenden?
In den Anwendungsbereich des § 60a UrhG "Unterricht und Lehre" fallen auch Lichtbildwerke, die eingescannt und in einem passwortgeschützten Bereich online für die eigene Lehre zur Verfügung gestellt werden. Bilder, Fotos und sonstige Abbildungen können sowohl aus Lehrbüchern als auch aus Fachbüchern eingescannt und digital zur Verfügung gestellt werden, solange die übrigen Voraussetzungen des § 60a UrhG eingehalten werden. Weitere Informationen zu § 60a UrhG, finden Sie hier: Einsatz urheberrechtlich geschützter Werke in Unterricht und Lehre (§ 60a UrhG).
Allgemeine Hinweise zur Verwendung von Bildmaterial finden Sie auf der Seite "Verwendung von Bildmaterial".
Dürfen YouTube-Videos in ILIAS eingebunden werden?
YouTube sieht ausdrücklich die Möglichkeit vor, dass YouTube-Videos auf anderen Internetseiten, also auch ILIAS-Kurse, eingebunden und angezeigt werden. YouTube stellt dafür eigens den entsprechenden HTML-Code zur Verfügung, um dies zu erleichtern. Daher spricht grundsätzlich nichts dagegen, YouTube-Videos in ILIAS einzubinden. Problematisch ist dies jedoch dann, wenn Material auf YouTube angeboten wird, das ohne die Erlaubnis des Urhebers bzw. Rechteinhabers dort eingestellt wurde. Der Verwender kann sich hier nicht auf Unkenntnis berufen. Diesbezüglich steht jedoch eine endgültige Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs noch aus.
Wie finde ich frei verwendbare Abbildungen zur visuellen Unterstützung meiner Präsentation?
Eine Möglichkeit, unter Creative Commons lizensierte und damit unter bestimmten Bedingungen frei verwendbare Abbildungen zu finden, ist die CC-Search der Creative Commons. Hier lässt sich ein Filter für verschiedene Suchmaschinen einstellen, so dass nur Material mit der gewünschten Lizenz angezeigt wird.
Grundsätzlich benötigt jeder, der urheberrechtlich geschützte Werke in wie auch immer gearteter Form nutzen möchte, die Einwilligung des Rechteinhabers. Zu diesem Grundsatz regelt das Urheberrechtsgesetz (UrhG) verschiedene Ausnahmen. Die Ausnahmen vom Grundsatz des Erlaubnisvorbehalts werden als Schranken bezeichnet.
Creative Commons (abgekürzt CC; englisch für schöpferisches Gemeingut) ist eine gemeinnützige Organisation, die sechs Lizenzmodelle ausgearbeitet hat, welche es auf einfache, standardisierte Art und Weise ermöglichen, die Erlaubnis zur Nutzung und Verbreitung (ggf. Weiterverarbeitung) eines urheberrechtlich geschützten Werkes zu erteilen
Informieren Sie sich hier stets über die aktuelle Rechtslage
Regelungen zur Verwendung urheberrechtlich geschützten Materials in Unterricht und Lehre ab 1. März 2018
In der Tabelle finden Sie eine Gegenüberstellung der bisherigen Regelungen, die sich speziell auf die Verwendung urheberrechtlich geschützten Materials in Unterricht und Lehre beziehen (graue Felder), und der neuen Regelungen in § 60a UrhG, die seit dem 1. März 2018 gelten (grüne Felder).
Ein wichtiger Paragraph für den Einsatz urheberrechtlich geschützter Werke in Unterricht und Lehre ist § 60a UrhG. Dieser wurde am 01. März 2018 eingeführt und regelt die Vervielfältigung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung urheberrechtlich geschützter Werke zum Zwecke der Veranschaulichung des Unterrichts und der Lehre an Bildungseinrichtungen. Bitte informieren Sie sich über den Inhalt des Paragraphens und die Inhalte des Urheberrechts allgemein, bevor Sie Materialien online zur Verfügung stellen. Jeder Studierende und Mitarbeitende ist selbst für die Inhalte verantwortlich und damiteinhergehend für die korrekte Bereitstellung der Inhalte basierend auf der rechtlichen Grundlage des UrhG.
Die Inhalte dieser Seite stellen eine allgemeine Information und keine Rechtsberatung dar. Sie können diese nicht ersetzen. Trotz sorgfältiger Recherche wird keine Garantie für die Richtigkeit der Inhalte übernommen.
Der Text "Fragen aus der Praxis zum Urheberrecht" wurde unter der Creative Commons Lizenz cc-by-sa-4.0 veröffentlicht. Änderung am Text wurden vorgenommen,
sodass der Text allgemeingültig ist und sich auf die Regelungen der Zeppelin Universität bezieht. Originalquellen:
https://wiki.llz.uni-halle.de/Fragen_aus_der_Praxis_zum_Urheberrecht (Ulrike Grabel) - Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg