Source: https://gesetze-in-app.de/StVO/14
Timestamp: 2019-05-24 04:45:24
Document Index: 51430023

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 14', 'BGH', '§ 14', '§ 14', 'BGH', 'BGH', '§ 14', 'BGH', '§ 5', '§ 14', '§ 14', 'BGH', '§ 14', 'BGH', '§ 14', '§ 38', '§ 14', 'BGH']

BGH, URTEIL vom 2.9.2009, Az. VI ZR 316/08 Die Sorgfaltspflicht des § 14 Abs. 1 StVO beschränkt sich entgegen der Ansicht der Revision nicht ausschließlich auf solche Vorgänge, bei denen sich durch das unvorsichtige Öffnen einer Fahrzeugtür ein Überraschungsmoment für andere Verkehrsteilnehmer ergibt (in dieser Richtung allerdings OLG Bremen, aaO; LG Berlin, aaO).
BGH, URTEIL vom 2.9.2009, Az. VI ZR 316/08 Wird beim Ein- oder Aussteigen ein anderer Verkehrsteilnehmer geschädigt, so spricht im Übrigen schon der Beweis des ersten Anscheins für fahrlässige Sorgfaltspflichtverletzung des Ein- oder Aussteigen- den (vgl. OLG Düsseldorf, aaO; OLG Hamburg, aaO; OLG Hamm, NZV 2000, 209 f.; KG, DAR 2005, 217; Heß in: Jagow/Burmann/Heß, Straßenverkehrsrecht, 20. Aufl., § 14 StVO Rn. 2; König in: Hentschel/König/Dauer, Straßenverkehrsrecht, 40. Aufl., § 14 StVO Rn. 9).
BGH, BESCHLUSS vom 2.10.2003, Az. VI ZR 220/03 Die Fortbildung des Rechts erfordert keine Entscheidung des Revisionsgerichts; zahlreiche Entscheidungen der Oberlandesgerichte und auch des Bundesgerichtshofs (vgl. z.B.: BGH, Urteil vom 3. November 1960 - III ZR 131/59 - MDR 1961, 123; OLG Hamm OLGR 1991, 15; OLG Karlsruhe NJW-RR 1992, 1506) stellen an die Sorgfaltspflichten des Halters und Fahrers nach § 14 Abs. 2 Satz 2 StVO sehr strenge Anforderungen, von denen abzugehen die vom Berufungsgericht festgestellten besonderen Umstände des vorliegenden Falles keine Veranlassung bieten.
BGH, URTEIL vom 2.1.1981, Az. VI ZR 297/79 Er muß daher, wenn für ihn nicht mit Sicherheit erkennbar ist, daß sich im haltenden Fahrzeug und um das Fahrzeug herum keine Personen aufhalten, einen solchen Abstand einhalten, daß ein Insasse die linke Tür ein wenig öffnen kann (vgl. Cramer, Straßenverkehrsrecht, Bd. 1, 2. Aufl., § 5 Rdn. 89; Mölil in Füll/Möhl/Rüth, Straßenverkehrsrecht § 14 Rdn. 2; a.A. offenbar OLG Düsseldorf, DAR 1976, 215) Ein solches Fehlverhalten kommt zu häufig vor und ist zu gefährlich (vgl. Cramer,aaO § 14 StVO, Rdn. 12), als daß
BGH, URTEIL vom 2.1.1981, Az. VI ZR 297/79 a) Das Öffnen der linken Tür ist zwar durch § 14 Abs. 1 StVO nicht grundsätzlich verboten; der Aussteigende darf diese Tür aber nur Öffnen, wenn er sicher sein kann, daß er andere Verkehrsteilnehmer nicht gefährdet (vgl. BGH, Beschluß vom 11. März 1971 - 4 StR 508/70 =
LG Hagen, Beschluss vom 3.3.2009, Az. 7 S 104/08 Dies begründet den Vorwurf der groben Fahrlässigkeit (vgl. OLG Hamburg, NJW 1953, 1517, 1518; Hentschel, Straßenverkehrsrecht, 40. Aufl. 2009, § 14 StVO, Rdn. 20; § 38a StVZO, Rdn. 3).
LG Düsseldorf, vom 5.0.2003, Az. Die in § 14 Abs. 2 S. 2 StVO normierte Pflicht, das Kraftfahrzeug gegen unbefugte Benutzung zu sichern, dient gerade auch dem Schutz der Allgemeinheit vor solchen Gefahren, die durch die Benutzung des Kraftfahrzeuges durch Personen entsteht, von denen eine sachgerechte und verantwortungsbewusste Fahrweise nicht erwartet werden kann (vgl. BGH NJW 1971, 350).