Source: https://ted.europa.eu/udl?uri=TED:NOTICE:614029-2019:TEXT:DE:HTML
Timestamp: 2020-08-07 01:58:33
Document Index: 168081085

Matched Legal Cases: ['§ 51', '§ 123', '§ 124', '§ 98', '§ 4', '§ 20']

Dienstleistungen - 614029-2019 - TED Tenders Electronic Daily
Dienstleistungen - 614029-2019
Deutschland-Offenbach am Main: Dienstleistungen von Architektur-, Konstruktions- und Ingenieurbüros und Prüfstellen
2019/S 248-614029
Offizielle Bezeichnung: Stadt Offenbach am Main
Nationale Identifikationsnummer: 06413000
Postanschrift: Berliner Str. 100
Kontaktstelle(n): Rechtsamt, Zentrale Vergabestelle
E-Mail: vergabestelle@offenbach.de
Telefon: +49 698065-2972
Fax: +49 698065-2549
Hauptadresse: www.offenbach.de
Adresse des Beschafferprofils: www.tender24.de
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: https://tender24.de/NetServer/TenderingProcedureDetails?function=_Details&TenderOID=54321-Tender-16eea718ab0-310b45cdb34b970a
Tragwerksplanung Bachschule
Referenznummer der Bekanntmachung: 2019-70 F
Planungsleistungen Tragwerksplanung für die Bachschule, Friedensstraße 81, 63071 Offenbach a. M.
Der Planungsauftrag bezieht sich auf den Neubau einer 2-zügigen Grundschule auf dem Schulhof der Bachschule. Die Errichtungsart, d. h. ob Modular, Holzrahmenbauweise oder Konventionell (z. B. Ziegelmauerwerk) soll im weiteren Planungsprozess ausgearbeitet werden. Demzufolge versteht sich der als Anlage beigefügte Rahmenterminplan als einen groben Richtwert.
Die Bauaufgabe ist voraussichtlich in 2 Bauabschnitten zu realisieren. Insbesondere der Umzug der noch auf der Schulhoffläche befindlichen Kindertagesstätte ist eine Grundbedingung für weitere Abbruchmaßnahmen. Teil der Planungsaufgabe neben dem Neubau ist die Erstellung eines Abbruchkonzeptes ggfs. – je nach Anforderung der Bauaufsicht, auch einer Abbruchstatik.
Leistungen nach HOAI 2013, Teil 4 Fachplanung, § 51, Leistungsbilde Tragwerksplanung mit Leistungsphasen 1-6 sowie zusätzlichen/besonderen Leistungen für die Errichtung einer 2-zügigen Grundschule in 63071 Offenbach, inkl. Leistungsphase 8 auf Nachweis.
Lage des Bauvorhabens:
Das Grundstück liegt in der Friedenstraße 81, in 63071 Offenbach a.M.
Die 2-zügige Grundschule soll in ökologischer Bauweise (Holz, Ziegel, o. ä.) errichtet werden. Hierbei sind modulare, Holzrahmenkonstruktionen oder konventionelle Errichtungsformen möglich.
Mit der Erbringung der Leistung muss unmittelbar nach Auftragserteilung begonnen werden.
Dieses Beschaffungsverfahren umfasst die notwendigen Fachplanungsleistungen Tragwerksplanung für die Leistungsphasen 1-6 der HOAI und Leistungsphase 8 auf Nachweis mit vorheriger Vereinbarung eines Stundenkontingentes in Höhe von 50 h.
Die Auswahl der Bewerber erfolgt ausschließlich anhand der unter Abschnitt III genannten Kriterien.
Die Beauftragung erfolgt stufenweise. Auftragsstufen sind:
– Stufe I: LP 1, 2,
– Stufe II: LP 3,
– Stufe III: LP 4, 5, 6,
– Stufe IV: LP 8 auf Nachweis, mit einem vorher vereinbarten Stundenkontingent in Höhe von 50 h,
– Stufe V: entfällt.
Die Auftragsstufen III, & IV werden von der mittelbar im städtischen Eigentum befindlichen OPG Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft mbH in treuhändischer Weise tätig für die Stadt Offenbach beauftragt.
Die OPG mbH ist eine 100 %-ige Unternehmenstochter der SOH GmbH, die zu 100 % im Eigentum der Stadt Offenbach steht. Die Stadt Offenbach hat mit der OPG einen Rahmenvertrag über die Betreuung von Baumaßnahmen in und an öffentlich genutzten Gebäuden der Stadt abgeschlossen. Danach werden sämtliche nach Projektbeschluss noch erforderlichen Planungs- und Beratungsleistungen treuhänderisch an die OPG vergeben, welche diese Leistungen in der Regel an die bereits befassten Büros mit den noch zu erbringenden Leistungsphasen nach HOAI beauftragt.
Der Auftragnehmer ist auf Dauer von 3 Jahren zur Annahme der Beauftragung der Auftragsstufe II, III, & IV auf der Grundlage seines Vertrages verpflichtet, sobald der Auftraggeber dies schriftlich verlangt. Die Frist beginnt mit der Abnahme der jeweils letzten Auftragsstufe. Einen Rechtsanspruch auf Beauftragung der Auftragsstufe II, III & IV hat der Auftragnehmer nur, wenn dies gesondert vereinbart ist.
Der Auftraggeber behält sich vor, Bieter welche keine Aussicht auf einen Zuschlag haben, nicht zu Verhandlungs-/Bietergesprächen einzuladen. Dies ist der Fall wenn sich bereits nach der Angebotsöffnung zeigt, dass der Abstand zum Angebot mit der höchsten Punktzahl mindestens 30 Prozent beträgt.
Geforderte Eignungsnachweise, die in Form anerkannter Präqualifikationsnachweise (u. a. HPQR) vorliegen, werden zugelassen und anerkannt, wenn die Präqualifikationsnachweise in Form und Inhalt den geforderten Eignungsnachweisen entsprechen.
Bei Bewerbergemeinschaften sind die in III.2.1 und III.2.2 geforderten Nachweise und Erklärungen von mindestens einem Mitglied zu erbringen.
Geforderte Erklärungen sind von einem bevollmächtigten Vertreter stellvertretend für alle Mitglieder abzugeben.
Folgende aktuelle Nachweise/Erklärungen sind zwingend gefordert:
— Eigenerklärung, dass kein Ausschlussgrund nach § 123 (1) GWB vorliegt,
— Eigenerklärung, dass kein fakultativer Ausschlussgrund nach § 124 (1) GWB vorliegt, da diesbezüglich unter Berücksichtigung des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit ein Unternehmen zu jedem Zeitpunkt des Vergabeverfahrens von der Teilnahme am Vergabeverfahren ausgeschlossen werden kann,
— auf gesonderte Anforderung ist vom Bewerber/von jedem Mitglied der Bewerbergemeinschaft ein Auszug aus dem Berufs- oder Handelsregister, sofern der Bewerber/das Mitglied nach den Vorschriften des Herkunftslandes eintragungspflichtig ist, vorzulegen.
Geforderte Eignungsnachweise die in Form anerkannter Präqualifikationsnachweise (u. a. HPQR) vorliegen, werden zugelassen und anerkannt, wenn die Präqualifikationsnachweise in Form und Inhalt den geforderten Eignungsnachweisen entsprechen.
Folgende aktuelle Nachweise/Erklärungen sind zwingend gefordert; bei Bewerbergemeinschaften von jedem Mitglied der Bewerbergemeinschaft:
1) Nachweis über eine projektbezogene Haftpflichtversicherung mit Deckungssummen von min. 3,0 Mio. EUR für Personenschäden und min. 2,0 Mio. EUR für Sach- und Vermögensschäden, die jeweils zweifach pro Jahr zur Verfügung stehen müssen, und für die gesamte Dauer des Vertrages aufrechtzuerhalten sind.
2) Eine Erklärung über den Gesamtumsatz und den Umsatz in dem Tätigkeitsbereich des Auftrags; für die letzten 3 Geschäftsjahre (2016, 2017, 2018) muss vorgelegt werden.
3) Eigenerklärung, dass der Bewerber im Auftragsfall die Versicherung gemäß III.1.1 mit den dort genannten Deckungssummen für die gesamte Vertragslaufzeit zur Verfügung stellt. Im Fall einer Bewerbergemeinschaft muss darüber hinaus erklärt werden, dass die Versicherung im Auftragsfall für jedes Mitglied nachgewiesen und für die Dauer der Vertragslaufzeit aufrechterhalten wird.
(Ober-)Kriterium wirtschaftliche Leistungsfähigkeit:
Abgefragt wird der Durchschnitt der Umsatzzahlen für die letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre (2016-2018).
Bei Bewerbergemeinschaften werden die Umsatzzahlen aller Mitglieder addiert.
Tragwerksplanung: 0,5 Mio. EUR netto
1) geeignete Referenzen über früher ausgeführte Dienstleistungsaufträge in Form einer Liste der in den letzten höchstens 6 Jahren erbrachten wesentlichen Dienstleistungen. Siehe Vorgaben zu den Referenzprojekten unter B;
2) Angabe der technischen Fachkräfte, die im Zusammenhang mit der Leistungserbringung eingesetzt werden sollen;
3) Erklärung, aus der die durchschnittliche jährliche Beschäftigtenzahl des Unternehmens und die Zahl seiner Führungskräfte in den letzten 3 Jahren ersichtlich ist,
(Ober-)Kriterium Fachliche Eignung (Pkt. 9.3):
Jährliches Mittel der festangestellten und mit vergleichbaren Leistungen betrauten Ingenieure/Architekten der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre
>= 5 Personen als Mindesteignung,
4) Angabe, welche Teile des Auftrags das Unternehmen unter Umständen als Unteraufträge zu vergeben beabsichtigt.
Bewerber/Bewerbergemeinschaften müssen min. 3 wertungsfähige Referenzen angeben. Es werden alle eingereichten Referenzen bewertet, der erzielte Durchschnittswert der wertbaren Referenzen fließt in die Bewertung ein. Aus Sicht des Auftraggebers sind 5 Referenzen ausreichend. Hierfür ist der Nachweis von Projekten (als Fertigstellung gilt die erfolgte Inbetriebnahme) in der Größenordnung wie im folgenden Absatz angegeben und vergleichbarer Aufgabenstellung zu erbringen.
Mit mehr als 5 Referenzen können keine zusätzlichen Punkte erreicht werden. Bei der Einreichung der Referenzen ist daher vorrangig auf die Erreichung aller Punkte pro Referenz abzuzielen.
Allein über die Angaben in der Wertungsmatrix können Punkte generiert werden. Darüber hinaus bleiben weitere eingereichte Unterlagen wirkungslos im Hinblick auf das Ergebnis. Ebenso bitten wir darum, die im Eignungsantrag vorbereiteten Erklärungen nicht abgeschrieben auf eigenem Briefpapier einzureichen.
Der Bewerber muss die abgefragten Angaben zu Referenzleistungen jeweils als verantwortliches Büro erbracht haben. Im Falle einer Bewerbergemeinschaft ist es ausreichend, wenn eines der Mitglieder die Referenzleistung hauptverantwortlich erbracht hat. Hat ein Drittunternehmen die Referenzleistung hauptverantwortlich erbracht, so sind diese als Nachunternehmerleistungen zu benennen.
Folgende Angaben sind mind. zu machen (Fehlende Angaben werden mit 0 Punkten bewertet):
– Angabe der Referenzbezeichnung/Kurzbeschreibung – Unternehmen, das die Leistung hauptverantwortlich erbracht hat – Auftraggeber, Ansprechpartner beim Auftraggeber mit Telefonnummer (Mindestbedingung, ansonsten wird die Referenz nicht gewertet),
– Angabe der Referenzbezeichnung/Kurzbeschreibung – Unternehmen, das die Leistung hauptverantwortlich erbracht hat – Auftraggeber, Ansprechpartner beim Auftraggeber mit Telefonnummer (Mindestbedingung, ansonsten wird die Referenz nicht gewertet).
a) Objektart: Nachweis von vergleichbaren Referenzprojekte
(maximal 10 Punkte pro Referenzprojekt).
Schule/Kita, Kinderbetreuungseinrichtung: liegt vor = 10 Punkte
Sonstige Nutzungen oder fehlende Angaben =0 Punkte;
b) Projektart Neubauten in Holzbauweise (keine Mindestbedingung, fehlende Angaben werden mit 0 Punkten bewertet)
15 Punkte pro Referenzprojekt, begrenzt auf 2 Referenzen;
c) Energetischer Standard: Nachweis dass bei den Referenzobjekten ein besonderer energetischer Standard umgesetzt wurde
5 Punkte pro Referenzprojekt;
d) BIM: Referenzen für Anwendung der Planungsmethode BIM
5 Punkte pro Referenz, begrenzt auf 2 Referenzen;
e) Öffentlicher Auftraggeber i. S. d. § 98 GWB oder bezüglich der Anwendung des Vergaberechts vergleichbarer Art (VOB/A im Anwendungsbereich des EU Vergaberechts); 5 Punkte pro Referenzprojekt.
Maximal sind 140 Punkte für alle 5 Referenzprojekte insgesamt erreichbar. Bei Gleichstand entscheidet das Los.
Zur besseren Veranschaulichung ist die Bewertungsmatrix der Stufe I des Verhandlungsverfahrens zum Download beigefügt.
1) Zur Bewerbung sind zugelassen alle natürlichen Personen, die gemäß Rechtsvorschriften ihres Heimatstaates zur Führung der Berufsbezeichnung Architekt/Architektin und/oder Ingenieur/Ingenieurin und/oder „Beratender Ingenieur/Beratende Ingenieurin" und/oder „M.Sc" und/oder „Master Architecture" berechtigt sind. Ist in den jeweiligen Heimatstaaten die Berufsbezeichnung gesetzlich nicht geregelt, so erfüllt die Anforderungen als Ingenieur, wer über ein Diplom, Prüfungszeugnis oder sonstige Befähigungsnachweise verfügt, dessen Anerkennung nach der Richtlinie 2005/36/EG in der geänderten Fassung 2013/55/EU gewährleistet ist. Dies gilt für den/die Projektleiter(in) (PL) und den/die Bauleiter/in (BL);
2) Juristische Personen werden zugelassen, wenn die Durchführung der Aufgabe durch einen verantwortlichen Berufsangehörigen gemäß dem vorstehenden Absatz erfolgt;
3) Bei Bewerbergemeinschaften muss mindestens ein Mitglied die Anforderungen erfüllen, die an natürliche oder juristische Personen gestellt werden.
— der Auftragnehmer hat für den gesamten Leistungszeitraum eine/n qualifizierte/n Projektleiter/in (und für die Leistungsphase 8 eine/n Bauleiter/in nach HBO) zu benennen welche/r gegenüber Auftraggeber und den sonstigen Planungsbeteiligten eigenverantwortlich als Ansprechpartner/in zur Verfügung steht. Es ist sicherzustellen, dass diese Person nach den Gesetzen der Länder berechtigt ist, die Berufsbezeichnung „Architekt" oder „Ingenieur" zu tragen oder nach der EG-Richtlinie über eine allgemeine Regelung zur Anerkennung der Hochschuldiplome (EG-Berufsanerkennungsrichtlinie 2005/36/EG) bzw. nach dem Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz (Bundesgesetzblatt 2011, Teil I Nr. 63) berechtigt ist, in der Bundesrepublik Deutschland als Architekt oder Ingenieur tätig zu werden,
— die örtliche Bauüberwachung ist ebenfalls durch den Einsatz einer qualifizierten Person, nach vorgenannten Bedingungen, sicherzustellen,
— Unterbeauftragungen sind nur mit Zustimmung des Bauherrn zulässig,
— eine Erklärung zur Verpflichtung zur Tariftreue und Mindestentgelt bei öffentlichen.
Aufträgen nach dem Hessischen Vergabe- und Tariftreuegesetz (HVTG) vom 19.12.2014, GVBl. S. 354 ist vor Auftragsvergabe abzugeben. Es wird darauf hingewiesen, dass sich die Verpflichtungserklärung zu Tariftreue und Mindestentgelt entsprechend den Vorgaben der §§ 4 und 6 des Hessischen Vergabe- und Tariftreuegesetzes (HVTG) zur Zahlung des Mindestlohns gemäß § 20 des Mindestlohngesetzes (MiLoG) bzw. des Tariflohns nach dem Arbeitnehmer- Entsendegesetz (AEntG) nicht auf Beschäftigte bezieht, die bei einem Bieter oder Nachunternehmer im EU-Ausland beschäftigt sind und die Leistung im EU-Ausland erbringen.
Zur Bildung oder Erweiterung einer Bewerber-/Bietergemeinschaft, zur Eignungsleihe oder Nachunternehmen verweisen wir auf das beigefügte Blatt.
Internet-Adresse: www.rp-darmstadt.de