Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=3%20StR%20505/01
Timestamp: 2019-07-17 15:55:30
Document Index: 115508464

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 265', '§ 224', '§ 250', '§ 25', '§ 265', 'BGH', 'BGH', '§ 265', 'BGH', '§ 265', 'BGH', 'BGH', '§ 265', 'BGH', '§ 61', '§ 265', 'BGH', '§ 265', 'BGH', '§ 258', '§ 265']

BGH, 23.04.2002 - 3 StR 505/01 - dejure.org
BGH, 23.04.2002 - 3 StR 505/01
https://dejure.org/2002,3780
BGH, 23.04.2002 - 3 StR 505/01 (https://dejure.org/2002,3780)
BGH, Entscheidung vom 23.04.2002 - 3 StR 505/01 (https://dejure.org/2002,3780)
BGH, Entscheidung vom 23. April 2002 - 3 StR 505/01 (https://dejure.org/2002,3780)
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§ 265 StPO; § 224 StGB; § 250 StGB; § 25 StGB
Hinweispflicht (Änderung eines rechtlichen Gesichtspunkts); Beruhen; Zurechnung; Mittäterschaft
Gefährliche Körperverletzung - Nötigung - Schwere räuberische Erpressung - Verletzung formellen Rechts - Verletzung materiellen Rechts
StV 2002, 588
Eines rechtlichen Hinweises nach § 265 Abs. 1 StPO bedarf es beim Wegfall einer Qualifikation nicht (vgl. BGH Beschluss vom 23. April 2002 - 3 StR 505/01, BGHR StPO, § 265 Abs. 1 Hinweispflicht 16).
Zwar ist der Revision darin zuzustimmen, dass die Anklageschrift nicht vorgetragen werden muss, da diese von Amts wegen vom Revisionsgericht zur Kenntnis zu nehmen ist (BGH, Beschlüsse vom 6. Mai 2014 - 3 StR 131/14; vom 2. Dezember 2008 - 3 StR 441/08, StraFo 2009, 115 und vom 23. April 2002 - 3 StR 505/01, StV 2002, 588, 589).
§ 265 StPO steht im Hinblick darauf nicht entgegen, dass ihm - bei unveränderten Tatumständen (vgl. hierzu etwa BGH, Beschluss vom 23. April 2002 - 3 StR 505/01, BGHR StPO § 265 Abs. 1 Hinweispflicht 16) - mit der Anklage das umfassende Verbrechen einer (besonders schweren) räuberischen Erpressung zur Last gelegt worden war.
BGH, 06.05.2014 - 3 StR 131/14
Anordnung von Führungsaufsicht (fehlender richterlicher Hinweis auf eine mögliche …
Sie ist auch begründet, da weder die Anklageschrift noch der Eröffnungsbeschluss, die vom Revisionsgericht von Amts wegen zur Kenntnis zu nehmen sind (Senat StraFo 2002, 261), noch das Hauptverhandlungsprotokoll die notwendigen Hinweise darauf enthalten, dass die Anordnung der Führungsaufsicht als Maßregel der Sicherung und Besserung nach § 61 Nr. 5 StGB in Betracht kommt.
Zum notwendigen Revisionsvorbringen gehört bei der Rüge einer Verletzung von § 265 Abs. 2 Nr. 1 StPO die Mitteilung, welchen Inhalt die zugelassene Anklage insoweit gehabt hat, und die Angabe, dass der Angeklagte ohne den erforderlichen Hinweis anders verurteilt worden ist (vgl. BGH, Beschluss vom 23. April 2002 - 3 StR 505/01, StV 2002, 588, 589).
Zum Inhalt der Anklageschrift muss die Revision nicht vortragen, denn diesen hat das Revisionsgericht von Amts wegen zur Kenntnis zu nehmen (Senat, Beschlüsse vom 2. Dezember 2008 - 3 StR 441/08, StraFo 2009, 115; vom 23. April 2002 - 3 StR 505/01, StV 2002, 588, 589).
OLG Hamm, 02.03.2004 - 1 Ss 75/04
Veränderung des rechtlichen Gesichtpunkts; rechtlicher Hinweis; Verfahrensrüge; …
Zum notwendigen Revisionsvorbringen bei der Rüge der Verletzung des § 265 Abs. 1 StPO gehört die Mitteilung, welchen Inhalt die zugelassene Anklage insoweit gehabt hat, und die Angabe, dass der Angeklagte ohne den erforderlichen Hinweis anders verurteilt worden ist (vgl. BGH StraFo 2002, 261; OLG Koblenz, OLGSt § 258 S. 5;… Meyer-Goßner, StPO, 46. Aufl., § 265 Rdnr. 47).