Source: https://dejure.org/BGBl/2008/BGBl._I_S._306
Timestamp: 2018-09-19 09:59:03
Document Index: 203964489

Matched Legal Cases: ['§ 19', '§ 3', '§ 29', '§ 3', '§ 19', '§ 19', '§ 3', '§ 29', '§ 3', '§ 19', '§ 19', 'Art. 3', '§ 19', '§ 29', '§ 3', '§ 19', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 6']

BGBl. I 2008 S. 306 - Gesetz zur Neuregelung des Grundstoffüberwachungsrechts - dejure.org
BGBl. I 2008 S. 306
Bundesgesetzblatt Jahrgang 2008 Teil I Nr. 9, ausgegeben am 18.03.2008, Seite 306
10.12.2007 BT Grundstoffüberwachungsrecht
Die Strafbarkeit nach § 19 Abs. 1 Nr. 1, §§ 3, 1 Nr. 1 GÜG (BGBl. I 2008, S. 306 ff.), § 29 Abs. 1 Nr. 1, §§ 3, 2 Nr. 1 GÜG aF (…BGBl. I 2005, S. 2686, 2689 f.) setzt u.a. voraus, dass es sich bei den Ephedrin-Tabletten um Grundstoffe handelt.
Das Landgericht hat das Verhalten der Angeklagten N. jeweils als Straftat gemäß § 19 Abs. 1 Nr. 1 GÜG ("Gesetz zur Überwachung des Verkehrs mit Grundstoffen, die für die unerlaubte Herstellung von Betäubungsmitteln missbraucht werden können" in der Fassung vom 11. März 2008; BGBl. I S. 306) gewertet.
Die Strafbarkeit des Angeklagten wegen Handeltreibens mit Grundstoffen setzt nach § 19 Abs. 1 Nr. 1, §§ 3, 1 Nr. 1 GÜG (BGBl. I 2008 S. 306 ff.), § 29 Abs. 1 Nr. 1, §§ 3, 2 Nr. 1 GÜG aF (BGBl. I 2005 S. 3686, 3689 f.) voraus, dass es sich bei den Ephedrin-Tabletten um Grundstoffe handelt.
Das Landgericht hat das Verhalten der Angeklagten N. jeweils als Straftat gemäß § 19 Abs. 1 Nr. 1 GÜG ("Gesetz zur Überwachung des Verkehrs mit Grundstoffen, die für die unerlaubte Herstellung von Betäubungsmitteln missbraucht werden können' in der Fassung vom 11. März 2008, BGBl. I S. 306) gewertet.
Das Landgericht hat das Verhalten der gesondert Verfolgten N. jeweils als Straftat gemäß § 19 Abs. 1 Nr. 1 GÜG ("Gesetz zur Überwachung des Verkehrs mit Grundstoffen, die für die unerlaubte Herstellung von Betäubungsmitteln missbraucht werden können' in der Fassung vom 11. März 2008, BGBl. I S. 306) gewertet.
Durch die Neufassung des GÜG sollte eine bei Strafvorschriften als problematisch angesehene gleitende Verweisung auf die jeweils geltende Fassung von Normen anderer Gesetzgeber vermieden werden (vgl. BT-Drucks. 16/7414 S. 21).
Dies wird bestätigt durch die nachfolgende vollständige Überarbeitung des Gesetzes, die mit dem seit dem 19. März 2008 geltenden Gesetz zur Neuregelung des Grundstoffüberwachungsrechts vom 11. März 2008 (BGBl. I S. 306) ihren Abschluss gefunden hat.
Diese gilt indes nur für die Verwendung von Drogenaustauschstoffen "im Rahmen des amtlichen Aufgabenbereiches" der Apotheken (vgl. Art. 3 Abs. 2 Satz 3 der Verordnung), d. h., solange sich die Tätigkeiten auf apothekenübliche Grundstoffmengen beziehen (vgl. Begründung zu § 19 GÜG n. F. im Gesetzentwurf der Bundesregierung, BT-Drs. 16/7414, S. 21).
Entsprechendes gilt auch für die von § 29 Abs. 1 Nr. 1 i.V.m. §§ 3, 2 Nr. 1 GÜG i.d.F. vom 22. Dezember 2005 (BGBl. I S. 3686) und § 19 Abs. 1 Nr. 2 GÜG vom 11. März 2008 (BGBl. I S. 306) (GÜG n.F.) in Bezug genommene Verordnung (EG) Nr. 273/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. Februar 2004 betreffend Drogenausgangsstoffe (vgl. Art. 3 Abs. 2, Anhang I Kategorie 1; Art. 3 Abs. 2 Satz 3: "im Rahmen des amtlichen Aufgabenbereich"); dort sind in Art. 6 Ausnahmen von den Pflichten gemäß den Artikeln 3, 4 und 5 nur für Vorgänge mit erfassten Stoffen der Kategorie 2 des Anhangs I vorgesehen, wenn die betreffenden Mengen in einem Zeitraum von einem Jahr die in Anhang II angegebenen Mengen nicht überschreiten.