Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F20-09-2002-2A-443-2002
Timestamp: 2016-10-28 10:36:20
Document Index: 134805599

Matched Legal Cases: ['Art. 10', 'Art. 11', 'Art. 16', 'Art. 10', 'Art. 11', 'Art. 16', 'Art. 8', 'Art. 36', 'Art. 36', 'Art. 156', 'Art. 153']

Beschwerdef�hrer, vertreten durch Herrn Martin Ilg, Rechtsberatung, R�mistrasse 5, Postfach 464, 8024 Z�rich,
Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich, 2. Abteilung, 2. Kammer, vom 29. Mai 2002.
Der am ... 1976 geborene X.________ ist mazedonischer Staatsangeh�riger. Er wuchs, zusammen mit drei Geschwistern, in seiner Heimat auf, wo er auch acht Jahre die Volksschule besuchte. Am 17. August 1991, als F�nfzehnj�hriger, reiste er in den Kanton Z�rich ein, wo er noch w�hrend zwei Jahren die Realschule besuchte. Am 17. Januar 1992 erhielt er im Familiennachzug, gest�tzt auf die Niederlassungsbewilligung seiner Eltern, seinerseits die Niederlassungsbewilligung.
Mit Strafbefehl vom 30. Januar 1996 der Bezirksanwaltschaft Z�rich wurde X.________ der fahrl�ssigen K�rperverletzung, der mehrfachen Verletzung von Verkehrsregeln, des pflichtwidrigen Verhaltens bei Unfall, des F�hrens eines nicht betriebssicheren Fahrzeugs, des mehrfachen Fahrens ohne F�hrerausweis sowie der Widerhandlung gegen die Verordnung �ber Erwerb und Tragen von Schusswaffen durch jugoslawische Staatsangeh�rige schuldig gesprochen und zu einer bedingten Gef�ngnisstrafe von drei Monaten bei einer Probezeit von drei Jahren verurteilt. Am 6. M�rz 1996 wurde er von der Fremdenpolizei des Kantons Z�rich verwarnt. Am 23. April 1998 verurteilte das Bezirksgericht Lenzburg X.________ wegen qualifizierter und einfacher Widerhandlungen gegen das Bet�ubungsmittelgesetz, F�lschung von Ausweisen, Hehlerei, mehrfachen Lenkens von Personenwagen trotz Entzug des Lernfahrausweises, mehrfacher �berschreitung der signalisierten H�chstgeschwindigkeit mit Personenwagen und mehrfacher Widerhandlung gegen die Bestimmungen �ber Erwerb und Tragen von Schusswaffen durch jugoslawische Staatsangeh�rige zu sechseinhalb Jahren Zuchthaus sowie zu einer unbedingten Landesverweisung von zehn Jahren. Auf Berufung hin reduzierte das Obergericht des Kantons Aargau mit Urteil vom 24. Februar 2000 die Strafe auf f�nfeinhalb Jahre Zuchthaus; den Vollzug der Landesverweisung schob es bei einer Probezeit von drei Jahren bedingt auf.
Nach Anh�rung durch die Fremdenpolizei (heute: Migrationsamt) des Kantons Z�rich ordnete der Regierungsrat des Kantons Z�rich mit Beschluss vom 19. September 2001 die Ausweisung von X.________ aus der Schweiz f�r die Dauer von zehn Jahren an. Das Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich wies am 29. Mai 2002 die gegen den Ausweisungsbeschluss erhobene Beschwerde ab.
2.1 Gem�ss Art. 10 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes �ber Aufenthalt und Niederlassung der Ausl�nder (ANAG; SR 142.20) kann der Ausl�nder aus der Schweiz oder einem Kanton weggewiesen werden, wenn er wegen eines Verbrechens oder Vergehens gerichtlich bestraft wurde. Art. 11 Abs. 3 ANAG bestimmt, dass die Ausweisung nur dann verf�gt werden soll, wenn sie nach den gesamten Umst�nden angemessen erscheint. F�r die Beurteilung der Angemessenheit sind nach Art. 16 Abs. 3 der Vollziehungsverordnung zum Bundesgesetz �ber Aufenthalt und Niederlassung der Ausl�nder (ANAV; SR 142.201) namentlich wichtig: die Schwere des Verschuldens des Ausl�nders; die Dauer seiner Anwesenheit in der Schweiz; die ihm und seiner Familie drohenden Nachteile.
2.2 Der Beschwerdef�hrer ist mehrfach strafrechtlich verurteilt worden, und Art. 10 Abs. 1 lit. a ANAG kann als Grundlage f�r den Ausweisungsentscheid dienen. Was die Angemessenheit der Ausweisung im Sinne von Art. 11 Abs. 3 ANAG und Art. 16 Abs. 3 ANAV (unter Ber�cksichtigung von Art. 8 Ziff. 2 EMRK) betrifft, kann vollumf�nglich auf die Erw�gungen des Verwaltungsgerichts verwiesen werden (vgl. Art. 36a Abs. 3 OG):
Das Verwaltungsgericht legt zutreffend dar, dass mit "Angemessenheit" Verh�ltnism�ssigkeit gemeint ist (E. 1b des angefochtenen Entscheids). Auf was bei der Interessenabw�gung zu achten ist, zeigt das Verwaltungsgericht in E. 2 korrekt auf. Nicht zu beanstanden sind die Erw�gungen des angefochtenen Entscheids zur Beurteilung der Schwere des Verschuldens (E. 3a und E. 4a), betreffend die Einsch�tzung der Beziehungen des Beschwerdef�hrers zur Schweiz (E. 3b und c sowie E. 4b), hinsichtlich der famili�ren Verh�ltnisse des vollj�hrigen Beschwerdef�hrers sowie hinsichtlich der von ihm im Heimatland zu erwartenden Schwierigkeiten (E. 4c). Keiner Erg�nzung bed�rfen die Ausf�hrungen zum Verh�ltnis zwischen den vom Strafrichter zu ber�cksichtigenden Kriterien beim Entscheid �ber den Aufschub der strafrechtlichen Landesverweisung und den Kriterien, die im fremdenpolizeirechtlichen Verfahren Anwendung finden (E. 4b). Das Verwaltungsgericht hat bei seiner Verh�ltnism�ssigkeitspr�fung s�mtliche massgeblichen Interessen ber�cksichtigt und sorgf�ltig gegeneinander abgewogen. Die Darlegungen in der Beschwerdeschrift sind in keiner Weise geeignet, den auf dieser Grundlage gezogenen Schluss des Verwaltungsgerichts, die Ausweisung sei verh�ltnism�ssig, als bundesrechtswidrig erscheinen zu lassen.
2.3 Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde erweist sich damit als offensichtlich unbegr�ndet und ist im vereinfachten Verfahren (Art. 36a OG) abzuweisen.
Diesem Ausgang entsprechend sind die bundesgerichtlichen Kosten dem Beschwerdef�hrer aufzuerlegen (Art. 156 i.V. mit Art. 153 und 153a OG).