Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=05.11.2007&Aktenzeichen=II%20ZR%20230%2F06
Timestamp: 2020-07-07 10:37:26
Document Index: 309459271

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 707', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 05.11.2007 - II ZR 230/06 - dejure.org
https://dejure.org/2007,305
BGH, 05.11.2007 - II ZR 230/06 (https://dejure.org/2007,305)
BGH, Entscheidung vom 05.11.2007 - II ZR 230/06 (https://dejure.org/2007,305)
BGH, Entscheidung vom 05. November 2007 - II ZR 230/06 (https://dejure.org/2007,305)
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Begrenzung zusätzlicher Beitragspflichten eines Gesellschafters durch Angabe des Höchstbetrages in der Beitrittserklärung ist hinreichend bestimmt
Anforderungen an die Bestimmtheit bzw. Bestimmbarkeit weiterer neben die Einlagepflicht tretender Beitragslasten; Bestehen einer Nachschusspflicht vor Auflösung einer Gesellschaft über die vereinbarte Einlage hinaus; Vereinbarung einer sogen. gespaltenen Beitragspflicht
Anforderungen an die Bestimmtheit einer "gespaltenen Beitragspflicht" in der GbR
Bestimmtheit oder Bestimmbarkeit weiterer neben die Einlagepflicht tretender Beitragslasten; Immobilienfonds; gespaltene Beitragspflicht; Höhenbegrenzung der Beitragspflicht; Netto-Gesamtaufwand; Nachschußpflicht; Schrottimmobilien
"Gespaltene Beitragspflicht" - Maximalbelastung kann sich aus einer Gesamtschau von Gesellschaftsvertrag und Bei-trittserklärung ergeben
Zur Bestimmtheit bzw. Bestimmbarkeit von neben die Einlagepflicht der Gesellschafter eines geschlossenen Immobilienfonds tretenden Beitragslasten ("gespaltene Beitragspflicht")
Bestimmtheit von neben die Einlagepflicht tretenden Beitragslasten
"Gespaltene Beitragspflicht"
"Gespaltene Beitragspflicht" bei einem geschlossenen Immobilienfonds
Gespaltene Beitragspflicht bei einem geschlossenen Immobilienfonds
Immobilienfonds können Gesellschafter auch in Beitrittserklärung auf maximale Belastung durch gespaltete Beitragspflicht hinweisen
Nachschusspflicht beim GbR-Fonds
NJW-RR 2008, 419
ZIP 2007, 2413
DNotZ 2008, 464
NZM 2008, 102
WM 2007, 2381
BB 2008, 235
DB 2007, 2828
NZG 2008, 65
Gesellschaftsverträge von Publikumsgesellschaften sind zum Schutz später beitretender Gesellschafter nach dem objektiven Erklärungsbefund nur anhand des schriftlichen Vertrages auszulegen (BGH, Urteil vom 16. November 1981 - II ZR 213/80, ZIP 1982, 54, 55; Urteil vom 7. Juni 1999 - II ZR 278/98, ZIP 1999, 1391, 1393; Urteil vom 4. Juli 2005 - II ZR 354/03, ZIP 2005, 1455, 1456;… Urteil vom 11. Januar 2011 - II ZR 187/09, ZIP 2011, 322 Rn. 12;… Urteil vom 1. März 2011 - II ZR 16/10, ZIP 2011, 957 Rn. 8), wobei der Text der Beitrittserklärung Berücksichtigung findet (BGH, Urteil vom 5. November 2007 - II ZR 230/06, NJW-RR 2008, 419 Rn. 19).
Den Anforderungen an die Bestimmtheit bzw. Bestimmbarkeit weiterer neben die Einlagepflicht tretender Beitragslasten (sog. "gespaltene Beitragspflicht") trägt eine Vertragsgestaltung Rechnung, nach der sich aus dem Gesellschaftsvertrag i.V.m. der zugehörigen Beitrittserklärung die maximale Höhe (hier: durch Angabe eines "Netto-Gesamtaufwands") der den Gesellschafter treffenden Beitragspflicht ergibt (Bestätigung Sen.Urt. v. 5. November 2007 - II ZR 230/06, ZIP 2007, 2413 ff.).
Der Zulassungsgrund der grundsätzlichen Bedeutung liegt nicht - mehr - vor, nachdem der Senat mit Urteil vom 5. November 2007 (II ZR 230/06, z.V.b.) die sich bei dem - auch - dieser Sache zugrunde liegenden Gesellschaftsvertrag stellenden Rechtsfragen geklärt hat.
Zudem muss auch im Falle einer derartigen Aufspaltung der Beitragspflicht die Höhe der laufenden Beiträge im Gesellschaftsvertrag zumindest in objektiv bestimmbarer Weise ausgestaltet sein (Sen.Urt. v. 5. November 2007 aaO m.w.Nachw.;… MünchKommBGB/Ulmer 4. Aufl. § 707 Rdn. 2 f.).
BGH, 03.12.2007 - II ZR 36/07
Zustimmung eines Gesellschafters zu weiteren Beitragspflichten
Gesellschaftsverträge von Publikumsgesellschaften sind zum Schutz später beitretender Gesellschafter nach dem objektiven Erklärungsbefund nur anhand des schriftlichen Vertrages auszulegen (BGH, Urteil vom 16. November 1981 - II ZR 213/80, ZIP 1982, 54, 55; Urteil vom 7. Juni 1999 - II ZR 278/98, ZIP 1999, 1391, 1393; Urteil vom 4. Juli 2005 - II ZR 354/03, ZIP 2005, 1455, 1456;… Urteil vom 11. Januar 2011 - II ZR 187/09, ZIP 2011, 322 Rn. 12;… Urteil vom 1. März 2011 - II ZR 16/10, ZIP 2011, 957 Rn. 8), wobei der Text der Beitrittserklärung Berücksichtigung findet (BGH, Urteil vom 5. November 2007 - II ZR 230/06, NJW-RR 2008, 419 Rn.19).
Steht die Beitrittserklärung eines Kommanditisten , mit der er sich zur "Zahlung des die Pflichteinlage übersteigenden Betrages bis zur Höhe der Hafteinlage nach schriftlicher Aufforderung durch die Geschäftsführung" verpflichtet, im Widerspruch zu dem Gesellschaftsvertrag statt diesen - wie in dem vom Bundesgerichtshof (Urteil vom 5. November 2007 - II ZR 230/06, ZIP 2007, 2413 ff.) entschiedenen Fall - zu präzisieren, ergibt sich keine Verpflichtung des Kommanditisten zur Zahlung einer über die von ihm geleisteten Pflichteinlage hinausgehenden Einlage.
Voraussetzung dafür ist, dass sich bei einer Gesamtschau von Beitrittserklärung und Gesellschaftsvertrag mit ausreichender Klarheit ergibt, dass und in welcher maximalen Höhe die Gesellschafter über die betragsmäßig festgelegte Einlageschuld hinausgehende (etwa laufende) Beitragspflichten treffen (BGH, Urteil vom 5. November 2007 - II ZR 230/06, ZIP 2007, 2413 ff.).
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs - BGH - (Urteil vom 05.11.2007 II ZR 230/06, DStR 2007, 2078) seien feste Einlagen, laufende Beiträge und Kombinationen daraus zulässig.
Insoweit liegt der Fall anders als bei der Klage einer Gesellschaft auf Zahlung von Nachschüssen, bei der nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zu berücksichtigen ist, dass der Grundsatz der Treuepflicht einen Gesellschafter regelmäßig nicht zu neuen, zum Zeitpunkt des Beitritts nicht vorhersehbaren Vermögensopfern zwingen kann (BGH Urteil vom 05.11.2007 - II ZR 230/06 - in DB 2007, 2828 ff.).