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Timestamp: 2019-10-16 21:06:28
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Rechtsprechung: MDR 2006, 1188 - dejure.org
https://dejure.org/2006,690
BGH, 09.02.2006 - IX ZB 218/04 (https://dejure.org/2006,690)
BGH, Entscheidung vom 09.02.2006 - IX ZB 218/04 (https://dejure.org/2006,690)
BGH, Entscheidung vom 09. Februar 2006 - IX ZB 218/04 (https://dejure.org/2006,690)
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Annahme grober Fahrlässigkeit im Falle der Aushändigung eines Merkblatts zur Wohlverhaltensperiode; Pflicht des Insolvenzschuldner zur Mitteilung eines Vermögensanfalls aus einer Erbschaft gegenüber dem Treuhänder; Verschuldensgrad der groben Fahrlässigkeit i.S.d. § ...
Keine Versagung der Restschuldbefreiung allein wegen Entnahme aus einem Nachlass während des Insolvenzverfahrens bei nicht eindeutigem Merkblatt des Gerichts
Zur Annahme grober Fahrlässigkeit im Falle der Aushändigung eines Merkblatts zur Wohlverhaltensperiode
Aushändigung eines Merkblatts zur Wohlverhaltensperiode
LG Göttingen, 24.08.2004 - 10 T 94/04
NZI 2006, 299
WM 2006, 1438
Rpfleger 2006, 335
aa) Der Begriff der groben Fahrlässigkeit (vgl. BGH, Beschluss vom 9. Februar 2006 - IX ZB 218/04, ZInsO 2006, 370 Rn. 9 mwN;… vom 19. März 2009 - IX ZB 212/08, ZInsO 2009, 786 Rn. 7;… vom 2. Juli 2009 - IX ZB 63/08, NZI 2009, 562 Rn. 13;… vom 17. März 2011 - IX ZB 174/08, ZInsO 2011, 836 Rn. 9) ist ein Rechtsbegriff.
Der Nachprüfung unterliegt aber, ob der Tatrichter den Rechtsbegriff der groben Fahrlässigkeit verkannt oder bei der Beurteilung des Grades der Fahrlässigkeit wesentliche Umstände außer Betracht gelassen hat (BGH, Beschluss vom 9. Februar 2006, aaO).
Bei der groben Fahrlässigkeit handelt es sich um eine subjektiv schlechthin unentschuldbare Pflichtverletzung (BGHZ 10, 12, 16; 89, 153, 161;… BGH, Urt. v. 13. Dezember 2004 - II ZR 17/03, ZIP 2005, 345, 347; Beschl. v. 9. Februar 2006 - IX ZB 218/04, ZVI 2006, 258, 259).
Der Nachprüfung unterliegt aber, ob der Tatrichter den Rechtsbegriff der groben Fahrlässigkeit verkannt oder bei der Beurteilung des Grades der Fahrlässigkeit wesentliche Umstände außer Betracht gelassen hat (…vgl. BGH, Urt. v. 8. Oktober 1991 - XI ZR 238/90, WM 1991, 1946, 1948;… Urt. v. 29. September 1992 - IX ZR 265/91, NJW 1992, 3235, 3236; Beschl. v. 9. Februar 2006 aaO).
Bei der groben Fahrlässigkeit handelt es sich um eine auch subjektiv schlechthin unentschuldbare Pflichtverletzung (BGH, Beschl. v. 9. Februar 2006 - IX ZB 218/04, WM 2006, 1438 Rn. 10; v. 27. September 2007 - IX ZB 243/06, NZI 2007, 733, 734).
Der Nachprüfung durch das Rechtsbeschwerdegericht unterliegt es, ob der Tatrichter den Rechtsbegriff der groben Fahrlässigkeit verkannt oder bei der Beurteilung des Grades der Fahrlässigkeit wesentliche Umstände außer Acht gelassen hat (BGH, Beschl. v. 9. Februar 2006, aaO Rn. 9;… v. 27. September 2007, aaO Rn. 10).
Da die Schuldnerin annahm, das Auskunftsbegehren zutreffend erfasst zu haben, war sie, wie der Senat für den Fall eines mehrdeutigen gerichtlichen Merkblatts entschieden hat (vgl. BGH, Beschl. v. 9. Februar 2006, aaO), nicht gehalten, sich bei dem Insolvenzverwalter über den genaueren Inhalt des Auskunftsverlangens zu erkundigen.
Das Ergebnis, zu dem er gelangt ist, kann vom Rechtsbeschwerdegericht lediglich daraufhin überprüft werden, ob der Rechtsbegriff der groben Fahrlässigkeit verkannt worden ist oder bei der Beurteilung des Grades der Fahrlässigkeit wesentliche Umstände außer Betracht gelassen hat (BGH, Beschl. v. 9. Februar 2006 - IX ZB 218/04, NZI 2006, 299 Rn. 9;… v. 27. September 2007 - IX ZB 243/06, NZI 2007, 733, 734 Rn. 10;… v. 2. Juli 2009 - IX ZB 63/08, NZI 2009, 562, 563 Rn. 13).
"Grobe Fahrlässigkeit" beschreibt ein Verhalten, bei dem die im Verkehr erforderliche Sorgfalt in ungewöhnlich hohem Maße verletzt worden ist, ganz nahe liegende Überlegungen nicht angestellt oder beiseite geschoben worden sind und dasjenige unbeachtet geblieben ist, was im gegebenen Fall sich jedem aufgedrängt hätte; es handelt sich um eine subjektiv schlechthin unentschuldbare Pflichtverletzung (BGH, Beschl. v. 9. Februar 2006, aaO Rn. 10;… v. 27. September 2007, aaO Rn. 9;… v. 2. Juli 2009, aaO; jeweils mit weiteren Nachweisen).
Es bestehen bereits Bedenken, ob der Verstoß als grob fahrlässig zu bewerten ist, weil die F. GmbH tatsächlich von dem Beteiligten zu 1 in der Vergangenheit mit der Beitreibung von Mietforderungen betraut worden war und der Irrtum der Schuldnerin vor diesem Hintergrund schwerlich auf einer auch subjektiv schlechthin unentschuldbaren Pflichtverletzung (vgl. BGH, Beschl. v. 9. Februar 2006 - IX ZB 218/04, WM 2006, 1438 Rn. 10;… v. 27. September 2007 - IX ZB 243/06, NZI 2007, 733, 734 Rn. 9;… Beschl. v. 19. März 2009 - IX ZB 212/08, ZInsO 2009, 786, 787 Rn. 7) beruht.
Die Anforderungen an die Annahme grober Fahrlässigkeit im Sinne des § 290 Abs. 1 Nr. 5 InsO sind in der Rechtsprechung des Senats geklärt (BGH, Beschl. v. 9. Februar 2006 - IX ZB 218/04, ZVI 2006, 258, 259; vgl. auch Beschl. v. 21. Juli 2005 - IX ZB 80/05, ZVI 2005, 503 zu § 290 Abs. 1 Nr. 2 InsO).
BGH, 05.06.2008 - IX ZB 37/06
Versagung der Restschuldbefreiung wegen Nichtangabe mietfreien Wohnens
Bei der groben Fahrlässigkeit handelt es sich um eine subjektiv schlechthin unentschuldbare Pflichtverletzung (BGH, Beschl. v. 9. Februar 2006 - IX ZB 218/04, ZVI 2006, 258, 259 Rn. 9;… v. 27. September 2007 - IX ZB 243/06, ZInsO 2007, 1150 Rn. 9).
Bei der groben Fahrlässigkeit handelt es sich um eine auch subjektiv schlechthin unentschuldbare Pflichtverletzung (BGHZ 10, 12; 89, 153; BGH, Beschl. v. 19.3.2009, IX ZB 212/08; Beschl. v. 9.2.2006, IX ZB 218/04;… Urt. v. 13.12.2004, NJW 2005, 981).
Auf die Rechtsbeschwerde hin hat der BGH (ZInsO 2006, 370) die Sache aufgehoben und zur erneuten Entscheidung an das Beschwerdegericht zurückverwiesen, das bislang noch keine Entscheidung getroffen hat.
Der Nachprüfung unterliegt lediglich, ob der Tatrichter den Rechtsbegriff der groben Fahrlässigkeit verkannt oder bei der Beurteilung des Grades der Fahrlässigkeit wesentliche Umstände außer Betracht gelassen hat (BGH, Beschluss vom 9. Februar 2006 - IX ZB 218/04, WM 2006, 1438 Rn. 9;… vom 19. März 2009 - IX ZB 212/08, WM 2009, 857 Rn. 7;… D. Fischer in Ahrens/Gehrlein/Ringstmeier, aaO Rn. 41).
BGH, 20.01.2011 - IX ZA 32/10
Ablehnung der Bewilligung von Prozesskostenhilfe für das Verfahren der …
LG Mühlhausen, 12.03.2012 - 2 T 40/12
Aufhebung der Verfahrenskostenstundung kann unwirksam sein
LG Mühlhausen, 12.10.2007 - 2 T 256/07
AG Erfurt, 30.06.2006 - 171 IN 24/01
Antrag auf Erteilung der Restschuldbefreiung; Grob fahrlässige Verletzung der …