Source: http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/53691,0.html
Timestamp: 2019-10-19 10:22:36
Document Index: 294352865

Matched Legal Cases: ['§107', '§ 107', '§ 107', 'Art. 14', '§ 107', '§ 107']

schenkung eines grundstückes an minderjährigen
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Verfasst am: 05 Feb 2006 - 12:14:14 Titel: schenkung eines grundstückes an minderjährigen
s ( 16 jahre) bekommt von seinem onkel ein grundstück geschenkt! nach §107 ohne einwilligung der eltern erlaubt, oder lieg ich da falsch? da kein rechtlicher nachteil entsteht. was wäre dann mit folgekosten?
Verfasst am: 05 Feb 2006 - 12:17:31 Titel:
Ausführliche Übersicht zu der Frage hier:
http://www.verlag-rolf-schmidt.de/fileadmin/vrs/wissen/wissen-2006-I.pdf
Verfasst am: 05 Feb 2006 - 12:25:38 Titel:
also wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, ist die schenkung einwilligungsfrei...aber was ist mit den folgekosten, kannst du mir das nich kurz erklären seh da in dem doc nich durch:(
Verfasst am: 05 Feb 2006 - 15:15:45 Titel:
Die Folgekosten sind nicht eine direkte Folge der Schenkung, sondern eine Folge des Eigentums.
Verfasst am: 05 Feb 2006 - 15:20:50 Titel:
ja angenommen es müssen ausbesserungsarbeiten an dem haus gemacht werden! wie ist dann die rechtslage???
Verfasst am: 08 Feb 2006 - 14:08:40 Titel:
Ich bin erst im ersten semester, deswegen kann ich nicht wirklich für ne korrekte Antwort garantieren,
aber meines wissens entsteht dem minderjährigen durch die schenkung lediglich ein rechtlicher vorteil und nur auf diesen kommt es an.
Wirtschaftlich könntest du jedoch auch argumentieren dass ihm wahrscheinlich immernoch kein finanzieller nachteil entstehen würde, weil die reparatur wohl kaum den wert des Grundstücks übersteigen würde und selbst für den fall dass es so sei kann er es ja selbst weiterverkaufen / verschenken.
Verfasst am: 24 Feb 2006 - 18:02:41 Titel:
dem Jungen entsteht ein lediglich rechtlicher Vorteil. Er muss ja auch Steuern bezahlen bzw. das Haus reparieren und trotzdem bleibt es ein lediglich rechtlicher VOrteil.
Die Rechtssprechung sieht Grund und Boden als wirtschftlich wichtiges Gut.
Verfasst am: 02 März 2006 - 17:41:48 Titel:
Steuern und öffentliche Abgaben werden nicht als rechtlicher Nachteil i.S.v. § 107 BGB gewertet.
Gedachtes Argument: Sonst koennten wir den § 107 BGB ja nie anwenden und haetten nix fuer den BGB AT- Fall!
Gefuehltes Argument: Der Staat ist nicht so boese, dass er mit seinen Steuern mir das ganze Eigentum abnimmt.
Geschriebenes Argument: Steuern und Öffentliche Abgaben sind Inhalts- und Schrankenbestimmung des Eigentums im Sinne von Art. 14 I 2 BGB. Der Gesetzgeber hat diese in § 107 BGB nicht gemeint.
Lies mal im Palandt unter § 107 BGB nach, da muesste was zu stehen.