Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_20170704_OGH0002_0030OB00012_17M0000_000&IncludeSelf=False
Timestamp: 2019-08-25 09:45:38
Document Index: 64122661

Matched Legal Cases: ['OGH', '§19', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 30', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 502', '§ 30', '§ 30', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§14', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 30', 'OGH', '§ 30', 'OGH', '§ 30', '§ 30', '§ 30', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 30', 'OGH', '§ 30', '§ 30', 'OGH', '§ 30', '§ 30', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§502', '§ 30', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 502', 'OGH', 'OGH', 'OGH']

RIS - Rechtssätze für 3Ob12/17m - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 2Ob81/56 6Ob44/63 5Ob35...
RS0068679
2Ob81/56; 6Ob44/63; 5Ob350/63; 7Ob239/63; 5Ob311/65; 6Ob94/66; 8Ob176/66; 5Ob251/66; 8Ob309/66; 1Ob318/66; 7Ob119/68; 8Ob536/77; 5Ob510/79; 7Ob545/81; 8Ob575/82; 1Ob528/88; 7Ob527/88; 1Ob596/92; 1Ob631/94; 9Ob2072/96p; 4Ob1511/96; 6Ob333/98h; 3Ob31/98t; 3Ob174/14f; 6Ob91/15y; 3Ob12/17m; 7Ob189/17w; 10Ob85/18z
MG §19 Abs2 Z13 B
Befriedigung eines regelmäßigen Wohnbedürfnisses nur dann, wenn der Bestandnehmer wenigstens während eines beachtlichen Zeitraumes im Jahre die Wohnung als wirtschaftlichen und familiären Mittelpunkt ausnützt.
2 Ob 81/56
Entscheidungstext OGH 02.03.1956 2 Ob 81/56
Veröff: MietSlg 5236(9)
6 Ob 44/63
Entscheidungstext OGH 07.03.1963 6 Ob 44/63
Veröff: MietSlg 15428
5 Ob 350/63
Entscheidungstext OGH 07.11.1963 5 Ob 350/63
7 Ob 239/63
Entscheidungstext OGH 18.09.1963 7 Ob 239/63
5 Ob 311/65
Entscheidungstext OGH 02.12.1965 5 Ob 311/65
Veröff: ImmZ 1966,103 = MietSlg 17530 = MietSlg 17532
6 Ob 94/66
Entscheidungstext OGH 06.04.1966 6 Ob 94/66
Veröff: MietSlg 18482
8 Ob 176/66
Entscheidungstext OGH 05.07.1966 8 Ob 176/66
Veröff: MietSlg 18483
5 Ob 251/66
Entscheidungstext OGH 27.10.1966 5 Ob 251/66
Veröff: MietSlg 18486
8 Ob 309/66
Entscheidungstext OGH 15.11.1966 8 Ob 309/66
Veröff: MietSlg 18487
1 Ob 318/66
Entscheidungstext OGH 12.01.1967 1 Ob 318/66
Veröff: MietSlg 19361
7 Ob 119/68
Entscheidungstext OGH 05.06.1968 7 Ob 119/68
Beisatz: Für den wirtschaftlichen Schwerpunkt ist es unentscheidend, ob die Zweitwohnung des Gekündigten geräumiger und besser ausgestattet ist als die aufgekündigte Wohnung. (T1) Veröff: MietSlg 20471
8 Ob 536/77
Entscheidungstext OGH 07.09.1977 8 Ob 536/77
Veröff: MietSlg 29356
5 Ob 510/79
Entscheidungstext OGH 06.02.1979 5 Ob 510/79
7 Ob 545/81
Entscheidungstext OGH 29.07.1981 7 Ob 545/81
8 Ob 575/82
Entscheidungstext OGH 20.01.1983 8 Ob 575/82
7 Ob 527/88
Entscheidungstext OGH 24.03.1988 7 Ob 527/88
Beisatz: Hier: Regelmäßige Benützung der Wohnung zu Wohnzwecken während einer Dauer von dreieinhalb bis vier Monaten im Jahr. (T2)
Beisatz: Oder während mehrerer Tage in der Woche. (T3) Veröff: WoBl 1993,138
1 Ob 631/94
Entscheidungstext OGH 23.11.1994 1 Ob 631/94
Auch; Beis wie T3; Beisatz: Die regelmäßige Verwendung nur zur Freizeitgestaltung oder nur zu geschäftlichen Zwecken genügt nicht. (T4)
4 Ob 1511/96
Entscheidungstext OGH 30.01.1996 4 Ob 1511/96
6 Ob 333/98h
Entscheidungstext OGH 28.01.1999 6 Ob 333/98h
3 Ob 31/98t
Entscheidungstext OGH 15.09.1999 3 Ob 31/98t
Vgl; Beisatz: Die regelmäßige Verwendung zu Wohnzwecken wird angenommen, wenn der Mieter die Wohnung wenigstens während eines beachtlichen Zeitraums im Jahr (zB 3-4 Tage in der Woche) als wirtschaftlichen und familiären Mittelpunkt ausnützt oder wenn eintrittsberechtigte Personen dies tun. (T5)
3 Ob 174/14f
Entscheidungstext OGH 22.10.2014 3 Ob 174/14f
Auch; Beis wie T2; Beisatz: Bejahung der regelmäßigen Verwendung der Wohnung zu Wohnzwecken, wenn sich der Mieter etwa ein halbes Jahr in Ungarn und ein halbes Jahr in der aufgekündigten Wohnung zu Wohnzwecken aufhält und ein- oder zweimal pro Woche bei seiner Freundin übernachtet. (T6)
Beisatz: Untermieter einer Wohnung in Wien mit Wohnsitz in der Schweiz, der beabsichtigt, sich die Hälfte jedes Monats beruflich in Wien aufzuhalten. (T7)
Beisatz: Die regelmäßige Verwendung wurde bei täglichem Aufenthalt unter der Woche von etwa 9:30 Uhr bis abends zur Ausübung der selbstständigen Erwerbstätigkeit und Arbeiten im Zusammenhang mit der politischen Funktion und der Tätigkeit als Hausvertrauensmann, welche den wesentlichen Lebensinhalt des Mieters darstellen, bejaht. (T8)
ECLI:AT:OGH0002:1956:RS0068679
JJR_19560302_OGH0002_0020OB00081_5600000_001
Rechtssatz für 1Ob559/78 7Ob699/82 1Ob...
RS0068874
1Ob559/78; 7Ob699/82; 1Ob596/92; 10Ob516/95; 3Ob2275/96x; 6Ob333/98h; 10Ob370/99f; 8Ob349/99b; 9Ob26/03v; 9Ob96/03p; 3Ob186/03d; 7Ob234/04v; 8Ob4/06f; 7Ob273/06g; 8Ob46/09m; 1Ob157/11m; 5Ob187/13f; 3Ob174/14f; 3Ob153/14t; 5Ob77/15g; 5Ob180/16f; 3Ob12/17m; 7Ob220/17d; 6Ob58/18z; 7Ob189/17w
Es genügt für die Aufrechterhaltung des Mietverhältnisses, wenn die aufgekündigte Wohnung zumindest in mancher Beziehung noch Mittelpunkt der wirtschaftlichen Tätigkeit und des Familienlebens des Mieters ist; nicht entscheidend ist es hingegen, ob dem Mieter im Hinblick auf das Vorhandensein der Zweitwohnung die Aufgabe der aufgekündigten Wohnung unter Umständen zugemutet werden könne.
1 Ob 559/78
Entscheidungstext OGH 17.03.1978 1 Ob 559/78
7 Ob 699/82
Entscheidungstext OGH 16.12.1982 7 Ob 699/82
Auch; nur: Es genügt für die Aufrechterhaltung des Mietverhältnisses, wenn die aufgekündigte Wohnung zumindest in mancher Beziehung noch Mittelpunkt der wirtschaftlichen Tätigkeit und des Familienlebens des Mieters ist. (T1)
Veröff: WoBl 1993,139
Beisatz: Zu § 30 Abs 2 Z 6 MRG. (T2)
3 Ob 2275/96x
Entscheidungstext OGH 11.03.1998 3 Ob 2275/96x
nur T1; Beis wie T2; Beisatz: Sie darf nur nicht als Absteigquartier oder nur aus Bequemlichkeit tagsüber benützt werden. (T3)
10 Ob 370/99f
Entscheidungstext OGH 15.02.2000 10 Ob 370/99f
9 Ob 96/03p
Entscheidungstext OGH 27.08.2003 9 Ob 96/03p
Vgl auch; Beisatz: In der Verwendung der Wohnung nur 1-2 mal monatlich zu Nächtigungszwecken liegt keine regelmäßige Verwendung zu Wohnzwecken. (T4)
Auch; nur T1; Beis wie T3 nur: Sie darf nur nicht als Absteigquartier benützt werden. (T5)
Beisatz: Eine vom Mieter nicht zu Wohnzwecken angeschaffte, von ihm nicht bewohnte Eigentumswohnung an einem anderen Ort schließt sein schutzwürdiges Interesse am Mietgegenstand nicht aus. Es muss auch Mietern gestattet sein, Eigentumswohnungen oder allenfalls Häuser zur Vermögensanlage anzuschaffen, ohne dass dies - soweit nicht Rechtsmissbrauch vorliegt - zum Verlust des schutzwürdigen Interesses an der Mietwohnung führen würde. (T6)
8 Ob 4/06f
Entscheidungstext OGH 23.02.2006 8 Ob 4/06f
Auch; nur T1; Beisatz: Bei einem Junggesellen kann naturgemäß kein allzu strenger Maßstab angelegt werden. (T7)
Beisatz: Die Beurteilung der Frage, ob von einer regelmäßigen Verwendung zu Wohnzwecken gesprochen werden kann, ist von den Umständen des konkreten Einzelfalles abhängig und daher regelmäßig keine erhebliche Rechtsfrage iSd § 502 Abs 1 ZPO, soweit nicht eine krasse Fehlbeurteilung vorliegt. (T8)
Auch; nur T1; Beis wie T5; Beis wie T7, Beisatz: Die regelmäßige Verwendung zu Wohnzwecken im Sinne des § 30 Abs 2 Z 6 MRG setzt zwar voraus, dass die Wohnung vom Gekündigten wenigstens während eines beträchtlichen Zeitraums im Jahr als Mittelpunkt seiner Lebenshaltung benützt wird, jedoch kann an die Anforderungen dieses Lebensschwerpunkts bei einem Junggesellen naturgemäß kein allzu strenger Maßstab angelegt werden, weil doch ein „familiärer Mittelpunkt" nicht in Betracht kommt, sondern im Ergebnis nur ein Ort der Haushaltsführung. (T9)
Beisatz: Allein eine Benützung als „Absteigquartier" oder Freizeitwohnung reicht allerdings nicht aus. (T10)
Auch; nur T1; Beis wie T2; Beis wie T8; Beis wie T9 nur: Die regelmäßige Verwendung zu Wohnzwecken im Sinne des § 30 Abs 2 Z 6 MRG setzt zwar voraus, dass die Wohnung vom Gekündigten wenigstens während eines beträchtlichen Zeitraums im Jahr als Mittelpunkt seiner Lebenshaltung benützt wird, jedoch kann an die Anforderungen dieses Lebensschwerpunkts bei einem Junggesellen naturgemäß kein allzu strenger Maßstab angelegt werden. (T11)
Vgl; nur T1; Beis wie T4; Beis wie T8; Beis wie T11
Auch; Ähnlich nur T1; Beis ähnlich wie T8
Vgl auch; Beis wie T5; Beis ähnlich wie T9; Beis wie T10; Beis wie T11
5 Ob 180/16f
Entscheidungstext OGH 25.10.2016 5 Ob 180/16f
Beis wie T7; Beisatz: Untermieter einer Wohnung in Wien mit Wohnsitz in der Schweiz, der beabsichtigt, sich die Hälfte jedes Monats beruflich in Wien aufzuhalten. (T12)
Auch; Beis wie T3; Beis wie T5; Beis wie T10; Beis wie T8
Auch; nur T1; Beis ähnlich wie T3; Beis wie T10
ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0068874
JJR_19780317_OGH0002_0010OB00559_7800000_001
Rechtssatz für 8Ob665/86 8Ob96/04g 3Ob...
RS0069693
8Ob665/86; 8Ob96/04g; 3Ob62/13h; 3Ob12/17m
MRG §14
Das Vorliegen des geltend gemachten Kündigungsgrundes ist nach den Verhältnissen im Zeitpunkt der Zustellung der Aufkündigung zu beurteilen.
8 Ob 665/86
Entscheidungstext OGH 12.03.1987 8 Ob 665/86
Veröff: ZfRV 1988,295 = ImmZ 1988,272
ECLI:AT:OGH0002:1987:RS0069693
JJR_19870312_OGH0002_0080OB00665_8600000_002
6Ob599/87; 6Ob661/87; 8Ob1503/88; 7Ob565/88 (7Ob566/88); 3Ob507/89; 3Ob148/89; 1Ob705/89; 3Ob548/90; 1Ob576/90; 2Ob541/90; 7Ob574/90; 9Ob702/91; 7Ob634/91; 8Ob586/93; 2Ob577/93; 6Ob634/94; 2Ob2371/96g; 4Ob26/98x; 7Ob374/97v; 4Ob307/98w; 3Ob331/98t; 10Ob22/00h; 3Ob40/00d; 6Ob239/00s; 6Ob347/04d; 8Ob103/07s; 5Ob4/08m; 1Ob208/08g; 8Ob36/09s; 8Ob138/09s; 4Ob231/10i; 3Ob62/13h; 3Ob43/14s; 3Ob153/14t; 6Ob50/15v; 1Ob156/15w; 10Ob10/16t; 8Ob115/15t; 3Ob160/16z; 3Ob12/17m; 5Ob98/18z; 6Ob129/18s; 4Ob63/19x
Rechtssatz für 3Ob502/92 4Ob1560/92 1O...
RS0070217
3Ob502/92; 4Ob1560/92; 1Ob596/92; 5Ob564/94; 4Ob1597/95; 3Ob565/95; 10Ob516/95; 4Ob1668/95 (4Ob1669/95); 6Ob52/97h; 9Ob234/97w; 3Ob225/97b; 3Ob2275/96x; 8Ob112/98y; 6Ob333/98h; 10Ob143/99y; 10Ob370/99f; 10Ob46/00p; 6Ob239/00s; 2Ob121/02m; 9Ob26/03v; 1Ob278/03v; 3Ob186/03d; 7Ob234/04v; 8Ob4/06f; 6Ob100/09p; 1Ob157/11m; 5Ob187/13f; 3Ob43/14s; 8Ob84/14g; 3Ob153/14t; 6Ob91/15y; 10Ob54/15m; 3Ob14/16d; 3Ob12/17m; 7Ob220/17d; 4Ob174/18v
Der Kündigungsgrund des § 30 Abs 2 Z 6 MRG setzt in gewisser Abweichung zum Gesetzestext das Fehlen einer regelmäßigen Verwendung zu Wohnzwecken (durch wen immer - SZ 23/214) und den Mangel eines dringenden Wohnbedürfnisses des Mieters oder eintrittsberechtigter Personen voraus. Wenn daher eine regelmäßige Verwendung zu Wohnzwecken (noch dazu durch eintrittsberechtigte Personen) erfolgt, ist der dringende Wohnbedarf des Mieters oder der eintrittsberechtigten Personen gar nicht mehr zu prüfen.
3 Ob 502/92
Entscheidungstext OGH 11.03.1992 3 Ob 502/92
nur: Wenn daher eine regelmäßige Verwendung zu Wohnzwecken erfolgt, ist der dringende Wohnbedarf des Mieters nicht mehr zu prüfen. (T1)
Veröff: ImmZ 1992,297
nur: Der Kündigungsgrund des § 30 Abs 2 Z 6 MRG setzt in gewisser Abweichung zum Gesetzestext das Fehlen einer regelmäßigen Verwendung zu Wohnzwecken (durch wen immer - SZ 23/214) und den Mangel eines dringenden Wohnbedürfnisses des Mieters oder eintrittsberechtigter Personen voraus. (T2)
4 Ob 1597/95
Entscheidungstext OGH 11.07.1995 4 Ob 1597/95
nur: Der Kündigungsgrund des § 30 Abs 2 Z 6 MRG setzt in gewisser Abweichung zum Gesetzestext das Fehlen einer regelmäßigen Verwendung zu Wohnzwecken (durch wen immer - SZ 23/214) voraus. (T3)
Beisatz: Im Falle einer derartigen Verwendung liegt der Tatbestand des § 30 Abs 2 Z 6 MRG nicht vor; bei Verwendung durch einen nicht Eintrittsberechtigten ist zwar dem Wortlaut nach der Tatbestand der Z 6 verwirklicht, gleichzeitig aber auch derjenige der Z 4, welcher der speziellere ist. (T4)
nur: Der Kündigungsgrund des § 30 Abs 2 Z 6 MRG setzt das Fehlen einer regelmäßigen Verwendung zu Wohnzwecken und den Mangel eines dringenden Wohnbedürfnisses des Mieters oder eintrittsberechtigter Personen voraus. (T5)
4 Ob 1668/95
Entscheidungstext OGH 05.12.1995 4 Ob 1668/95
9 Ob 234/97w
Entscheidungstext OGH 27.08.1997 9 Ob 234/97w
3 Ob 225/97b
Entscheidungstext OGH 17.09.1997 3 Ob 225/97b
8 Ob 112/98y
Entscheidungstext OGH 08.06.1998 8 Ob 112/98y
Auch; nur: Wenn daher eine regelmäßige Verwendung zu Wohnzwecken (noch dazu durch eintrittsberechtigte Personen) erfolgt, ist der dringende Wohnbedarf des Mieters oder der eintrittsberechtigten Personen gar nicht mehr zu prüfen. (T6)
Beisatz: Die bloße Möglichkeit einer anderweitigen Befriedigung des Wohnbedürfnisses eines Wohnungsmieters reicht zur Erfüllung des Kündigungstatbestandes des § 30 Abs 2 Z 6 MRG nicht aus. (T7)
nur T3; Beis ähnlich wie T4
2 Ob 121/02m
Entscheidungstext OGH 23.05.2002 2 Ob 121/02m
nur T5; Beis ähnlich wie T7; Beisatz: Ob von einer regelmäßigen Verwendung für Wohnzwecke gesprochen werden kann, hängt von den Umständen des konkreten Einzelfalls ab. (T8)
Vgl auch; Beisatz: Auch wenn in § 30 Abs 2 Z 6 MRG nur vom Wohnbedürfnis "des Mieters oder der eintrittsberechtigten Personen" die Rede ist, entspricht es doch herrschender Auffassung, dass - gerade in Fällen einer zulässigen Untervermietung - die regelmäßige Verwendung zu Wohnzwecken auch durch andere Personen, insbesondere einen Untermieter, erfolgen kann. (T9)
nur: Der Kündigungsgrund des § 30 Abs 2 Z 6 MRG setzt das Fehlen einer regelmäßigen Verwendung zu Wohnzwecken voraus. (T10)
6 Ob 100/09p
Entscheidungstext OGH 02.07.2009 6 Ob 100/09p
Beisatz: Der Kündigungsgrund des § 30 Abs 2 Z 6 MRG das Fehlen einer regelmäßigen Verwendung der Wohnung zu Wohnzwecken „durch wen immer" voraussetzt. (T11)
Beisatz: Auf die Eintrittsberechtigung der Tochter käme es somit gar nicht an. Zu prüfen wäre in einem solchen Fall lediglich (ergänzend), ob ein dringender Wohnbedarf des Mieters gegeben ist. (T12)
Beisatz: Der Kündigungsgrund des § 30 Abs 2 Z 6 MRG ist jedoch dann nicht gegeben, wenn feststeht, der Mieter werde die Wohnung mit Sicherheit in naher Zukunft wieder benötigen. Der Mieter hat zu beweisen, dass die Wohnung in nächster Zukunft wieder benützt werden wird und die Nichtbenützung eine absehbare, nur vorübergehende Unterbrechung darstellt. Dabei sind auch die während des Kündigungsverfahrens eingetretenen Entwicklungen zu berücksichtigen (vgl zu all dem die Nachweise in 1 Ob 278/03v). (T13)
8 Ob 84/14g
Entscheidungstext OGH 29.09.2014 8 Ob 84/14g
10 Ob 54/15m
Entscheidungstext OGH 30.06.2015 10 Ob 54/15m
4 Ob 174/18v
Entscheidungstext OGH 25.09.2018 4 Ob 174/18v
ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0070217
JJR_19920311_OGH0002_0030OB00502_9200000_001
Rechtssatz für 4Ob1560/92 1Ob596/92 1O...
RS0079240
4Ob1560/92; 1Ob596/92; 1Ob631/94; 3Ob552/95; 10Ob516/95; 9Ob2072/96p; 4Ob75/97a; 9Ob234/97w; 3Ob21/98d; 3Ob2275/96x; 10Ob370/99f; 10Ob46/00p; 3Ob165/00m; 9Ob96/03p; 3Ob186/03d; 8Ob4/06f; 1Ob77/06i; 7Ob273/06g; 5Ob233/07m; 8Ob46/09m; 3Ob43/14s; 3Ob153/14t; 6Ob91/15y; 3Ob14/16d; 3Ob12/17m; 6Ob54/18m; 6Ob58/18z; 7Ob189/17w; 10Ob85/18z
Eine regelmäßige Verwendung der Wohnung ist anzunehmen, wenn der Mieter die aufgekündigte Wohnung wenigstens während eines beachtlichen Zeitraums im Jahr als wirtschaftlichen und familiären Mittelpunkt ausnützt.
Auch; Veröff: WoBl 1993,139
Auch; Beisatz: Bei der Beurteilung des Vorliegens einer regelmäßigen Benützung der Wohnung ist nicht nur auf den Nutzungszeitraum abzustellen, sondern auch darauf, ob die Wohnung in dieser Zeit als wirtschaftlicher und familiärer Mittelpunkt genützt wird. (T1)
4 Ob 75/97a
Entscheidungstext OGH 22.04.1997 4 Ob 75/97a
3 Ob 21/98d
Entscheidungstext OGH 23.02.1998 3 Ob 21/98d
Beisatz: Wird eine Wohnung nur als "Freizeitwohnung", wenn auch in einem beachtlichen Ausmaß genützt, ist der Kündigungsgrund verwirklicht. (T2)
Vgl auch; Beisatz: In der Verwendung der Wohnung nur 1-2 mal monatlich zu Nächtigungszwecken liegt keine regelmäßige Verwendung zu Wohnzwecken. (T3)
1 Ob 77/06i
Entscheidungstext OGH 11.07.2006 1 Ob 77/06i
Beis wie T2; Beisatz: Hier: Fehlen wesentlicher Voraussetzungen für eine -wenngleich auf Minimalerfordernisse eingeschränkte - Haushaltsführung (fehlende Kochmöglichkeit, nur Kaltwasser, kein Strom und Gas). (T4)
Vgl auch; Beisatz: Bei einem Junggesellen kann naturgemäß kein allzu strenger Maßstab angelegt werden. (T5); Beisatz: Die Beurteilung der Frage, ob von einer regelmäßigen Verwendung zu Wohnzwecken gesprochen werden kann, ist von den Umständen des konkreten Einzelfalles abhängig und daher regelmäßig keine erhebliche Rechtsfrage iSd §502 Abs1 ZPO, soweit nicht eine krasse Fehlbeurteilung vorliegt. (T6)
Beis wie T3; Beisatz: Das gilt auch dann, wenn dies aus gesundheitlichen Gründen (Behandlung, Medikamentenbeschaffung) notwendig ist. (T7)
Auch; Beis wie T5; Beisatz: Die regelmäßige Verwendung zu Wohnzwecken im Sinne des § 30 Abs 2 Z 6 MRG setzt zwar voraus, dass die Wohnung vom Gekündigten wenigstens während eines beträchtlichen Zeitraums im Jahr als Mittelpunkt seiner Lebenshaltung benützt wird, jedoch kann an die Anforderungen dieses Lebensschwerpunkts bei einem Junggesellen naturgemäß kein allzu strenger Maßstab angelegt werden, weil doch ein „familiärer Mittelpunkt" nicht in Betracht kommt, sondern im Ergebnis nur ein Ort der Haushaltsführung. (T8)
Auch; Beisatz: Dass der Mieter in der Wohnung keine funktionsfähige Waschmaschine hat, indiziert für sich allein nicht, dass der Lebensschwerpunkt nicht (mehr) in der Wohnung liegt. Vgl 7 Ob 273/06g. (T9)
Beisatz: Untermieter einer Wohnung in Wien mit Wohnsitz in der Schweiz, der beabsichtigt, sich die Hälfte jedes Monats beruflich in Wien aufzuhalten. (T10)
6 Ob 54/18m
Entscheidungstext OGH 28.03.2018 6 Ob 54/18m
Beisatz: Die regelmäßige Verwendung wurde bei täglichem Aufenthalt unter der Woche von etwa 9:30 Uhr bis abends zur Ausübung der selbstständigen Erwerbstätigkeit und Arbeiten im Zusammenhang mit der politischen Funktion und der Tätigkeit als Hausvertrauensmann, welche den wesentlichen Lebensinhalt des Mieters darstellen, bejaht. (T11)
ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0079240
JJR_19920707_OGH0002_0040OB01560_9200000_001
Rechtssatz für 4Ob1560/92 1Ob631/94 3O...
RS0079252
4Ob1560/92; 1Ob631/94; 3Ob552/95; 10Ob516/95; 8Ob2056/96b; 3Ob225/97b; 3Ob2275/96x; 10Ob370/99f; 10Ob46/00p; 8Ob349/99b; 3Ob165/00m; 2Ob121/02m; 9Ob26/03v; 3Ob186/03d; 7Ob234/04v; 8Ob46/09m; 1Ob157/11m; 8Ob84/14g; 10Ob54/15m; 6Ob172/15k; 3Ob12/17m; 7Ob220/17d; 7Ob189/17w
Selbst die Benützung mehrerer Wohnungen erfüllt noch nicht den Kündigungstatbestand, solange der Mittelpunkt der Lebenshaltung zumindest zum Teil in der aufgekündigten Wohnung liegt.
Auch; Beisatz: Liegt in der aufgekündigten Wohnung nicht einmal partiell der Schwerpunkt der Lebenshaltung und geht das Interesse an der Wohnung nicht über bloße Bequemlichkeit hinaus, ist der Kündigungsgrund auch bei zeitlich regelmäßiger Benützung verwirklicht. (T1)
Auch; Beis wie T1; Veröff: SZ 69/32
8 Ob 2056/96b
Entscheidungstext OGH 29.08.1996 8 Ob 2056/96b
Auch; Beisatz: Wird eine Wohnung nur als "Freizeitwohnung", wenn auch in einem beachtlichen Ausmaß genützt, ist der Kündigungsgrund verwirklicht. (T2)
Auch; Beisatz: Bei Benützung der aufgekündigten Wohnung bloß zu geschäftlichen Zwecken liegt dort kein Lebensschwerpunkt des Mieters. (T3)
Beisatz: Untermieter einer Wohnung in Wien mit Wohnsitz in der Schweiz, der beabsichtigt, sich die Hälfte jedes Monats beruflich in Wien aufzuhalten. (T4)
ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0079252
JJR_19920707_OGH0002_0040OB01560_9200000_003
Rechtssatz für 1Ob596/92 3Ob552/95 10O...
RS0079253
1Ob596/92; 3Ob552/95; 10Ob516/95; 4Ob75/97a; 3Ob2275/96x; 3Ob402/97g; 10Ob370/99f; 3Ob165/00m; 3Ob186/03d; 9Ob144/04y; 8Ob4/06f; 5Ob233/07m; 1Ob157/11m; 5Ob187/13f; 3Ob43/14s; 5Ob77/15g; 3Ob12/17m; 7Ob220/17d; 7Ob189/17w
Beweispflichtig für das Fehlen einer regelmäßigen Verwendung ist der Vermieter.
9 Ob 144/04y
Entscheidungstext OGH 15.12.2004 9 Ob 144/04y
ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0079253
JJR_19920825_OGH0002_0010OB00596_9200000_001
Rechtssatz für 8Ob2056/96b 6Ob207/97b...
RS0103931
8Ob2056/96b; 6Ob207/97b; 3Ob2275/96x; 10Ob370/99f; 8Ob349/99b; 3Ob165/00m; 3Ob186/03d; 1Ob77/06i; 7Ob273/06g; 1Ob157/11m; 6Ob134/14w; 5Ob77/15g; 3Ob12/17m; 6Ob58/18z; 7Ob189/17w
Es besteht kein dringendes Wohninteresse des Mieters, der nur ein gelegentliches Absteigquartier in der Nähe jenes Ortes haben will, an dem er einen Teil seiner geschäftlichen Tätigkeit ausübt (7 Ob 685/79).
6 Ob 207/97b
Entscheidungstext OGH 17.07.1997 6 Ob 207/97b
Vgl auch; Beisatz: Das Interesse an der Wohnung muss über das der bloßen Bequemlichkeit hinausgehen.(T1)
Vgl auch; Beisatz: Weil es auf die Benützung zu Wohnzwecken ankommt, liegt der Kündigungsgrund bei bloßer Benützung der Wohnung als Absteigequartier vor. (T2)
Vgl auch; Beisatz: Hier: Fehlen wesentlicher Voraussetzungen für eine -wenngleich auf Minimalerfordernisse eingeschränkte - Haushaltsführung (fehlende Kochmöglichkeit, nur Kaltwasser, kein Strom und Gas). (T3)
Vgl aber; Beisatz: Bei einem Junggesellen kann naturgemäß kein allzu strenger Maßstab angelegt werden. (T4); Beisatz: Die Beurteilung der Frage, ob von einer regelmäßigen Verwendung zu Wohnzwecken gesprochen werden kann, ist von den Umständen des konkreten Einzelfalles abhängig und daher regelmäßig keine erhebliche Rechtsfrage iSd § 502 Abs 1 ZPO, soweit nicht eine krasse Fehlbeurteilung vorliegt. (T5)
6 Ob 134/14w
Entscheidungstext OGH 17.09.2014 6 Ob 134/14w
Auch; Beis wie T1; Beis wie T2; Beisatz: Untermieter einer Wohnung in Wien mit Wohnsitz in der Schweiz, der beabsichtigt, sich die Hälfte jedes Monats beruflich in Wien aufzuhalten. (T6)
ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0103931
JJR_19960829_OGH0002_0080OB02056_96B0000_001