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Timestamp: 2016-10-23 11:59:22
Document Index: 35506831

Matched Legal Cases: ['Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 97', 'BGE', 'Art. 99', 'Art. 106', 'Art. 99', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 4', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE']

4A_444/2010 (22.03.2011)
4A_444/2010
vertreten durch Rechtsanwalt Michael Bader und Rechtsanw�ltin Esther Scheitlin,
Haftpflichtrecht; Schadensberechnung,
Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Bern, Appellationshof, 1. Zivilkammer, vom 3. M�rz 2010.
Am 28. Juni 1996 kam es auf dem Z�richsee zu einer Kollision zwischen zwei Motorbooten. Ein ruhendes Boot, auf dem sich A.________ (Beschwerdef�hrer), geb. 1965, mit seiner damaligen Freundin befand, wurde von einem anderen Motorboot in voller Fahrt gerammt. Der f�r den Unfall verantwortliche Lenker, der das Motorboot des Beschwerdef�hrers �bersehen hatte, war bei der Rechtsvorg�ngerin der X.________ AG (Beschwerdegegnerin) haftpflichtversichert. Der Beschwerdef�hrer und seine damalige Freundin retteten sich durch einen Sprung ins Wasser. Der Beschwerdef�hrer sprang vom Heck des Bootes ab. Ob er mit dem rammenden Boot zusammenstiess und eine Hirnersch�tterung erlitt, ist umstritten.
Gem�ss dem Arztbericht der Klinik, in welche der Beschwerdef�hrer direkt nach dem Unfall verbracht wurde, kam es auf der Notfallstation zu generalisierten tonisch-klonischen Krampfanf�llen sowie zu intermitierenden Absenzen (Bewusstlosigkeit) kurzer Dauer. Diagnostiziert wurde ein akutes HWS-Schleudertrauma. Nach der �berf�hrung in eine andere Klinik und von dort aufgrund eines Schw�chezustandes in ein anderes Spital wurde eine commotio cerebri (Gehirnersch�tterung) diagnostiziert. Daneben kam es zu stupor�sen Anf�llen mit initial L�hmungserscheinungen an beiden Armen, welche von einem weiteren beigezogenen Arzt als posttraumatische Stressreaktion klassifiziert wurden. Ab dem 2. Dezember 1996 bis zum 24. Juni 1999 arbeitete der Beschwerdef�hrer zun�chst wieder 100 %. Im Fr�hjahr 1999, also fast drei Jahre nach dem Bootsunfall, meldete sich der Beschwerdef�hrer bei seinem Hausarzt wegen einer massiven Zunahme der Schmerzen. In der Folge kam es zu Klinikaufenthalten und einer Operation. Der Beschwerdef�hrer wurde zu 100 % arbeitsunf�hig geschrieben. Versuche, die Arbeit wieder aufzunehmen, scheiterten.
Am 17. Oktober 2007 erhob der Beschwerdef�hrer Klage gegen die Beschwerdegegnerin und verlangte Fr. 4'000'000.-- nebst Zins. W�hrend der Gerichtspr�sident des Gerichtskreises VIII Bern-Laupen die Klage im Umfang von Fr. 3'370'193.-- guthiess, wies das Obergericht des Kantons Bern die Klage mit Urteil vom 3. M�rz 2010 ab. Der Beschwerdef�hrer war vor dem Bootsunfall bereits Opfer eines Autounfalls geworden (28. Oktober 1994), bei welchem er gem�ss Bericht der Notfallstation ein mittelschweres Halswirbels�ulen-Schleudertrauma erlitten hat. Eine MRI-Untersuchung habe eine Diskushernie auf der H�he C5/6 links mit fraglicher Beeintr�chtigung der Wurzel C6 gezeigt. Am 29. April 1996 war der Beschwerdef�hrer sodann auf dem Parkett ausgerutscht und mit der linken Schulter auf der Treppenkante aufgeschlagen. Am 8. Mai 1996, also rund eineinhalb Monate vor dem Bootsunfall, musste er sich der Operation einer Diskushernie unterziehen. Es wurde ihm empfohlen, f�r 6-8 Wochen einen steifen Kragen (sog. Schanzkragen) zu tragen. Diesen Kragen hatte der Beschwerdef�hrer im Zeitpunkt der Kollision vor�bergehend abgelegt. Vor diesem Hintergrund kam das Obergericht zum Schluss, der Nachweis des nat�rlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall und den zur Arbeitsunf�higkeit f�hrenden Beschwerden sei nicht gelungen.
Mit Beschwerde in Zivilsachen wiederholt der Beschwerdef�hrer im Wesentlichen das vor erster Instanz gestellte Rechtsbegehren. Seinem Gesuch um Gew�hrung der aufschiebenden Wirkung gab das Bundesgericht am 22. September 2010 statt. Die Beschwerdegegnerin schliesst auf kostenf�llige Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten ist, w�hrend das Obergericht auf Vernehmlassung verzichtet. Das Bundesgericht hat die Angelegenheit an einer Sitzung beraten.
In seiner umfangreichen Beschwerdeschrift r�gt der Beschwerdef�hrer mit einl�sslichen Aktenhinweisen offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellungen, Rechtsverletzungen bei der Sachverhaltsfeststellung und Willk�r in der Beweisw�rdigung. Er thematisiert dabei allerdings oft dieselben Aspekte mehrfach.
1.1 Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Die Feststellung des Sachverhaltes kann nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). "Offensichtlich unrichtig" bedeutet dabei "willk�rlich" (BGE 135 III 127 E. 1.5 S. 130, 397 E. 1.5 S. 401; 133 II 249 E. 1.2.2 S. 252). Unter der Geltung des BGG besteht mithin entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers kein relevanter Unterschied zwischen offensichtlich unrichtigen Tatsachenfeststellungen und Willk�r in der Beweisw�rdigung. Unter diesen Gesichtspunkt erweisen sich die Vorbringen des Beschwerdef�hrers als unn�tig repetitiv.
1.2 Soweit die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid abgekl�rt hat, ob eine Behauptung beweism�ssig erstellt ist, liegt Beweisw�rdigung vor. Ist der Beschwerdef�hrer mit dem Ergebnis dieser Beweisw�rdigung nicht einverstanden, hat er darzulegen, dass das Ergebnis offensichtlich unhaltbar und damit willk�rlich ist. Ist er der Auffassung, die Vorinstanz habe bei der Beweisw�rdigung prozesskonform angebotene Beweismittel zu Unrecht nicht abgenommen oder abgenommene Beweismittel zu Unrecht nicht ber�cksichtigt, hat er dies mit Aktenhinweisen aufzuzeigen. Neue Beweismittel k�nnen nur ber�cksichtigt werden, soweit erst der angefochtene Entscheid zu deren Vorbringen Anlass gab (Art. 99 Abs. 1 BGG). Ob die Vorinstanz aus dem Beweisergebnis in rechtlicher Hinsicht die richtigen Schl�sse gezogen hat, ist dagegen Rechtsfrage, welche das Bundesgericht frei und von Amtes wegen pr�fen kann (Art. 106 Abs. 1 BGG).
1.3 Nicht hinreichend festgestellt ist der Sachverhalt, wenn die Vorinstanz zufolge falscher Rechtsanwendung nicht abgekl�rt hat, ob rechtlich wesentliche, korrekt in den Prozess eingef�hrte Behauptungen, f�r welche prozesskonform Beweise angeboten wurden, beweism�ssig erstellt sind. Die rechtliche Relevanz einer Tatsache ist Rechtsfrage, welche das Bundesgericht frei pr�ft. Es ist grunds�tzlich aber Sache der Parteien, mit Aktenhinweis darzutun, dass im kantonalen Verfahren prozesskonform entsprechende Behauptungen aufgestellt wurden, oder aufzuzeigen, dass erst der angefochtene Entscheid zum Vorbringen der Behauptungen Anlass gegeben hat (Art. 99 BGG).
Die Feststellung dar�ber, ob ein nat�rlicher Kausalzusammenhang besteht, beschl�gt die tats�chlichen Verh�ltnisse und beruht auf Beweisw�rdigung (BGE 132 III 715 E. 2.2 S. 718; 130 III 591 E. 5.3 S. 601 mit Hinweisen). Als Rechtsfrage pr�ft das Bundesgericht aber frei, ob die Vorinstanz ihren Feststellungen den korrekten Begriff des nat�rlichen Kausalzusammenhangs zu Grunde gelegt hat (BGE 128 III 22 E. 2d S. 25; Urteil des Bundesgerichts 4C.106/2005 vom 7. Oktober 2005 E. 5), was der Beschwerdef�hrer in Abrede stellt.
2.1 Ein nat�rlicher Kausalzusammenhang ist gegeben, wenn das schadensstiftende Verhalten eine notwendige Bedingung (conditio sine qua non) f�r den eingetretenen Schaden ist (BGE 132 III 715 E. 2.2 S. 718; 128 III 180 E. 2d S. 184 mit Hinweisen), d.h. das fragliche Verhalten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch der eingetretene Erfolg entfiele bzw. nicht als in gleicher Weise bzw. zur gleichen Zeit als eingetreten gedacht werden k�nnte. Entsprechend dieser Umschreibung ist f�r die Bejahung des nat�rlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher St�rungen ist; es gen�gt, dass das sch�digende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die k�rperliche oder geistige Integrit�t der versicherten Person beeintr�chtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche St�rung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181 mit Hinweisen). Soweit der Kausalzusammenhang nicht mit wissenschaftlicher Genauigkeit nachgewiesen werden kann, gen�gt, dass er als �berwiegend wahrscheinlich erscheint (BGE 107 II 269 E. 1b S. 272 f.; 128 III 271 E. 2b/aa S. 275 f.; je mit Hinweisen). Dies ist zu verneinen, wenn nach den besonderen Umst�nden des Falles neben den behaupteten weitere Ursachen ebenso ernst in Frage kommen oder sogar n�her liegen (BGE 107 II 269 E. 1b S. 272 f.; vgl. auch BGE 130 III 321 E. 3.3 S. 325).
2.2 Eine Wertungsgesichtspunkten unterliegende Rechtsfrage ist demgegen�ber, ob zwischen der Ursache und dem Schadenseintritt ein ad�quater Kausalzusammenhang besteht (BGE 132 III 715 E. 2.2 S. 718 mit Hinweisen). Ein Ereignis gilt als ad�quate Ursache eines Erfolgs, wenn es nach dem gew�hnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuf�hren, der Eintritt des Erfolgs also durch das Ereignis als allgemein beg�nstigt erscheint. Rechtspolitischer Zweck der Ad�quanz bildet die Begrenzung der Haftung; es soll aufgrund s�mtlicher Umst�nde im Einzelfall (Art. 4 ZGB) entschieden werden, ob eine Sch�digung billigerweise noch dem Haftpflichtigen zugerechnet werden kann (BGE 123 III 110 E. 3a S. 112 mit Hinweisen). Dabei gen�gt haftpflichtrechtlich, dass der Sch�diger eine Ursache gesetzt hat, die nach dem gew�hnlichen Lauf der Dinge geeignet war, den Schaden herbeizuf�hren, und ohne die es nicht zum Schaden gekommen w�re, w�hrend Mitursachen wie etwa die konstitutionelle Pr�disposition der gesch�digten Person den ad�quaten Kausalzusammenhang in der Regel weder zu unterbrechen noch auszuschliessen verm�gen (BGE 123 III 110 E. 3c S. 114 f.; 113 II 86 E. 1b S. 89 f.).
Aufgrund der fehlenden �usserlichen Verletzungen und des Absprungorts des Beschwerdef�hrers am Heck des Bootes erachtete es die Vorinstanz als nicht erwiesen, dass der Beschwerdef�hrer mit dem rammenden Boot kollidierte, sondern ging davon aus, der Beschwerdef�hrer habe sich mit einem Standsprung ins Wasser gerettet. Aus diesem Grund stellte sie grunds�tzlich nicht auf jene medizinischen Gutachten ab, welche auf einem anderen Sachverhalt beruhten. Eine commotio cerebri direkt nach dem Bootsunfall erachtete die Vorinstanz nicht als erwiesen.
3.1 Der Beschwerdef�hrer beanstandet diese Annahmen als willk�rlich und macht �berdies geltend, die Vorinstanz habe gegen die bundesrechtliche Regelung des Beweismasses verstossen. Was er zur Begr�ndung der R�gen anf�hrt, gen�gt indessen nicht, um eine Verletzung von Bundesrecht oder Willk�r in der Beweisw�rdigung aufzuzeigen. Angesichts der Tatsache, dass beim Beschwerdef�hrer keine �usseren Verletzungen festgestellt wurden, ist es nicht willk�rlich, davon auszugehen, es habe keine Kollision mit dem rammenden Boot, welches sich in voller Fahrt befand, stattgefunden. Die erste Instanz mass insoweit einem Uhrglas, das besch�digt wurde, entscheidende Bedeutung zu. Es ist aber nicht offensichtlich unhaltbar, wenn die Vorinstanz es f�r unwahrscheinlich h�lt, dass von einem Zusammenstoss pr�zis die Armbanduhr erfasst worden w�re, ohne dass sonst am K�rper des Beschwerdef�hrers Spuren eines Zusammenstosses festgestellt worden w�ren. Damit ist der Schluss, die Uhr k�nne auch erst bei der Rettung besch�digt worden sein, im Ergebnis nicht willk�rlich, so dass den Ausf�hrungen der Vorinstanz, der Beschwerdef�hrer, habe die Uhr allenfalls gar nicht getragen, keine Entscheidrelevanz zukommt.
3.2 Der Beschwerdef�hrer macht zwar geltend, der Zusammenstoss h�tte auch zwischen ihm und seinem eigenen Boot stattfinden k�nnen oder mit abgeborstenen Bootsteilen. Auch bei einer derartigen Kollision, der gen�gend Kraft innewohnt, um die Uhr zu besch�digen, w�re zu erwarten, dass den behandelnden �rzten am K�rper des Beschwerdef�hrers Spuren des Aufpralls aufgefallen w�ren. Da in den Arztberichten nichts Derartiges festgehalten ist, erweist sich die Beweisw�rdigung der Vorinstanz im Ergebnis nicht als willk�rlich.
3.3 Auch bez�glich der von einem Arzt diagnostizierten, von der Vorinstanz aber nicht als erwiesen erachteten commotio cerebri h�lt der angefochtene Entscheid dem Willk�rvorwurf stand. Die Vorinstanz st�tzte sich auf die Stellungnahme der Rheumaklinik Y.________ vom 20. September 2002, gem�ss welcher als Ursache f�r die Bewusstlosigkeit in erster Linie ein Hyperventilationssyndrom in Frage komme, und eine commotio cerebri nach dem Bootsunfall wenig wahrscheinlich sei. Vor diesem Hintergrund ist es nicht offensichtlich unhaltbar, den Beweis einer commotio cerebri nicht als erbracht anzusehen.
Mit Bezug auf den Unfallhergang ist die Beweisw�rdigung der Vorinstanz nicht zu beanstanden. Ihre Beurteilung des nat�rlichen Kausalzusammenhangs erweist sich dagegen als problematisch:
4.1 Die Vorinstanz st�tzte sich auf die im Sozialversicherungsrecht ergangene Rechtsprechung zum Schleudertrauma (BGE 134 V 109 E. 9.4 f.) und dabei unter dem Titel "Eingehende medizinische inter- bzw. polydisziplin�re Abkl�rung durch Gutachter, welche �ber zuverl�ssige Vorakten verf�gen" auf diverse Gutachten.
4.1.1 In diesem Sinne zitierte die Vorinstanz ein Gutachten von Dr. B.________ vom 9. Februar 2001, welches die Situation nach dem Unfall allgemein als posttraumatische Belastungsst�rung beschrieb, die nach einem Jahr abgeklungen sei. Die heutige Anpassungsst�rung sei Folge der Schmerzen und neuropsychologischen Beeintr�chtigungen und somit nur indirekte Unfallfolge der Bootskollision.
4.1.2 Die Vorinstanz f�hrt weiter ein neurologisches Gutachten von Dr. C.________ vom 25. September 2001 an, welches den Kausalzusammenhang zwischen den Beschwerden und dem Treppensturz klar bejaht. Bez�glich Bootsunfall sei der Kausalzusammenhang nur bedingt unmittelbar (an der genannten Stelle unterschl�gt die Vorinstanz das Wort unmittelbar, was der Beschwerdef�hrer beanstandet; zuvor gibt sie das Zitat indessen korrekt wieder) auf jenes Ereignis zur�ckzuf�hren, weil weder Verletzungen des zentralen noch des peripheren Nervensystems vorhanden seien. Zur weiteren Kl�rung bed�rfe es einer rheumatologischen Beurteilung.
4.1.3 Schliesslich erw�hnt die Vorinstanz ein rheumatologisches Gutachten der Rheumaklinik Y.________ vom 15. Mai 2002, in welchem der Anteil des Treppensturzes mit 70 % (was gem�ss Zusatzauskunft vom 20. September 2002 noch tief bemessen sei), jener des Bootsunfalls mit 30 % bemessen wurde. Die 1999 nachgewiesene Diskushernie C6/7 ist nach diesem Gutachten mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Treppensturz zur�ckzuf�hren, die heutigen Beschwerden vor allem auf die Schmerzen mit Chronifizierung der Diskushernie C6/7 rechts.
4.2 Nachdem die Vorinstanz gest�tzt auf die Stellungnahme der Rheumaklinik vom 20. September 2002 festgehalten hat, eine commotio cerebri direkt nach dem Bootsunfall sei nicht nachgewiesen (vgl. E. 3.3. hiervor), schliesst sie mit der Feststellung, eine zweite Diskushernie sei unmittelbar nach dem Unfall nicht festgestellt, sondern erst drei Jahre sp�ter diagnostiziert worden. Ihr Auftreten werde in den Gutachten mehrheitlich mit dem Treppensturz in Verbindung gebracht. Nach dem Abklingen der posttraumatischen Belastungsst�rung, ein halbes Jahr nach dem Bootsunfall, sei der Beschwerdef�hrer beschwerdefrei und voll arbeitsf�hig gewesen. Da auch andere M�glichkeiten f�r die heutigen Beschwerden ernsthaft in Betracht fielen, misslinge der Beweis der nat�rlichen Kausalit�t, selbst wenn man vom Beweismass der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit ausgehe.
4.3 Mit Bezug auf die Frage, ob der Beschwerdef�hrer nach dem Unfall beschwerdefrei war, widerspricht die Vorinstanz zum einen den eigenen Feststellungen, wonach der Beschwerdef�hrer sich im Fr�hjahr 1999 bei seinem Hausarzt mit einer massiven Zunahme der Schmerzen meldete. Dies impliziert, dass bereits Schmerzen vorhanden waren. �berdies h�lt, wie der Beschwerdef�hrer zutreffend geltend macht, das Gutachten B.________ fest: "Anfangs versuchte A.________, seine damals noch leichteren Beeintr�chtigungen 'nicht wahrzunehmen'. Er forcierte, bis er zusammenbrach." Dies widerspricht der These, der Beschwerdef�hrer sei beschwerdefrei gewesen. Obwohl die Vorinstanz auf das Gutachten abstellt, setzt sie sich mit dieser Aussage in keiner Weise auseinander.
4.4 Auch in ihrer �brigen Beweisw�rdigung betreffend den Beweis des Kausalzusammenhangs setzt sich die Vorinstanz nicht hinreichend mit den vor ihr herangezogenen Gutachten auseinander. Dass die heutigen Beschwerden auch oder sogar �berwiegend auf vor dem Bootsunfall eingetretene Ereignisse zur�ckzuf�hren sind, ist mit Blick auf die nat�rliche Kausalit�t nicht massgeblich, da nicht verlangt wird, dass der Bootsunfall alleinige Ursache der Beschwerden ist (vgl. BGE 134 V 109 E. 9.5 S. 125 f. mit Hinweisen). Die Gewichtung mehrerer zusammenwirkender Ursachen ist f�r die Frage des nat�rlichen Kausalzusammenhanges nicht relevant. Jede Ursache, deren Mitwirkung zum Erreichen des Endzustandes nicht hinweggedacht werden kann, ist nat�rlich kausal. Die Kausalit�t entf�llt nur, soweit derselbe Schaden auch ohne die betreffende Ursache (den Bootsunfall) eingetreten w�re. Denn nur wenn der Schaden in vollem oder geringerem Umfang auch ohne den Unfall eingetreten w�re, ist er insoweit keine Folge davon, dem Haftpflichtigen folglich nicht zurechenbar und von der Schadensberechnung auszunehmen (BGE 113 II 86 E. 3b S. 93 mit Hinweisen).
4.4.1 Nun h�lt das Gutachten B.________ fest, die heutige Anpassungsst�rung sei Folge der Schmerzen und neuropsychologischen Beeintr�chtigungen und somit nur indirekt Unfallfolge der Bootskollision. F�r den nat�rlichen Kausalzusammenhang gen�gt indessen, dass der Schaden mittelbare, also indirekte Folge des Unfalls ist (BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181 mit Hinweisen). Auf diesen Punkt geht die Vorinstanz nicht ein.
4.4.2 Aus dem neurologischen Gutachten kann zum Kausalzusammenhang in der Tat nichts Entscheidendes abgeleitet werden, da es rheumatologische Abkl�rungen ausdr�cklich vorbeh�lt. Dass der Gutachter die Beschwerden nur "bedingt" unmittelbar auf den Bootsunfall zur�ckf�hrt, schliesst allerdings eine mittelbare, f�r die Annahme des Kausalzusammenhangs gen�gende Beeinflussung nicht aus.
4.4.3 Das rheumatologische Gutachten schliesslich beziffert den Anteil des Bootsunfalles mit 30 %, wobei in den Zusatzerkl�rungen einger�umt wird, dass dies hoch gegriffen sei.
4.4.3.1 F�r die Frage der nat�rlichen Kausalit�t ist massgeblich, wie sich der Gesundheitszustand beziehungsweise die Arbeitsunf�higkeit des Gesch�digten ohne Bootsunfall entwickelt h�tte. Selbst wenn die eine Ursache der Beschwerden zu weniger als 30 % und die andere zu �ber 70 % beziehungsweise vorwiegend f�r einen Schaden urs�chlich war, bleibt dies f�r die Frage der nat�rlichen Kausalit�t (beziehungsweise die Verantwortlichkeit des Sch�digers; BGE 131 III 12 E. 4 S. 14) ohne Relevanz, es sei denn, die vorwiegend verantwortliche Ursache h�tte auch f�r sich allein denselben Schaden bewirkt.
4.4.3.2 Mit Bezug auf den Kausalzusammenhang f�hrt das rheumatologische Gutachten gem�ss den Feststellungen der Vorinstanz aus, die objektiven Befunde des Beschwerdef�hrers seien �berwiegend wahrscheinlich auf jeden der beiden Unf�lle (i.e. Treppensturz und Bootsunfall) zur�ckzuf�hren. Im Gutachten wird zudem festgehalten: "Der Status quo sine wird nicht mehr erreicht, da sich durch die beiden Unf�lle eine richtungsgebende Verschlimmerung des Vorzustandes ergeben hat". Das Gutachten geht mithin davon aus, die Chronifizierung der Beschwerden sei Folge des Zusammenspiels beider Unf�lle.
4.5 Zwar �ussern sich die Gutachten nicht mit der w�nschbaren Deutlichkeit zur Frage, ob der Beschwerdef�hrer auch ohne den Bootsunfall heute an denselben Beeintr�chtigungen leiden w�rde oder nicht. Die Vorinstanz verneint aber den Kausalzusammenhang, ohne sich mit den Passagen der Gutachten, die den Bootsunfall als (indirekte) Teilursache der heutigen Probleme zu betrachten scheinen, auseinanderzusetzen. Insoweit beanstandet der Beschwerdef�hrer die Beweisw�rdigung zu Recht. Die Sache ist daher an die Vorinstanz zur�ckzuweisen, damit sie die von ihr herangezogenen Gutachten bez�glich der Frage, ob der Bootsunfall allenfalls eine (indirekte) Teilursache f�r die heutigen Beschwerden bildet, einl�sslich w�rdigt. Sofern sie die Gutachten nicht f�r beweiskr�ftig h�lt oder davon abweicht, ist dies im Einzelnen zu begr�nden. Es steht der Vorinstanz auch frei, allf�llige Zweifel �ber die Tragweite der Gutachten auszur�umen, indem sie den Gutachtern die konkrete Frage unterbreitet, ob der Beschwerdef�hrer heute auch ohne den Bootsunfall unter denselben Beschwerden leiden w�rde. Nur diesfalls w�re der nat�rliche Kausalzusammenhang zu verneinen.
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen und die Sache an die Vorinstanz zu neuer Entscheidung zur�ckzuweisen. Sollte der nat�rliche Kausalzusammenhang gegeben sein, wird die Vorinstanz die weiteren Haftungsvoraussetzungen zu pr�fen haben. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend erscheint es gerechtfertigt, die Gerichtskosten den Parteien je zur H�lfte aufzuerlegen und die Parteikosten wettzuschlagen.
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen, das angefochtene Urteil aufgehoben und die Sache zur Erg�nzung des Sachverhalts und zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckgewiesen.
Die Gerichtskosten von Fr. 23'000.-- werden den Parteien je zur H�lfte auferlegt.