Source: http://blog.fernuni-hagen.de/blawg/2015/11/30/eins-zwei-drei-immer-schoen-im-ringelreih/
Timestamp: 2019-02-15 18:58:41
Document Index: 242972306

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 818', '§ 818', '§ 812', '§ 812', '§ 812']

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Der Beitrag wurde am Montag, den 30. November 2015 um 23:21 Uhr veröffentlicht und wurde unter General BGBLawG abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Kommentare und Pings sind derzeit nicht erlaubt.
2 Reaktionen zu “Eins, zwei, drei. Immer schön im Ringelreih.”
Am 3. Dezember 2015 um 11:46 Uhr
… unterscheidet sich doch von der so genannten (abgesehen vom BGH eher vorherrschenden) Mindermeinung gar nicht. Wo der Zahler (nur) eine Leistungskondiktion gegen den Empfänger erlangt hat, kann auch nur diese seitens des Zahlungsdienstleisters kondiziert werden. Hat der Zahler dagegen Befreiung von einer im Valutaverhältnis bestehenden Verbindlichkeit erlangt und somit auch keinen Rückzahlungsanspruch gegen den Empfänger, schuldet er dem Zahlungsdienstleister Wertersatz nach § 818 Abs. 2.
Mit besten Grüßen aus dem fernen Bochum ins nahe Hagen
Am 3. Dezember 2015 um 13:16 Uhr
Tja, da bin ich anderer Meinung. Der von mir sog. „dritte Weg“ schließt jedenfalls die von Canaris, Köndgen und Lieb, Lorenz, meinem Fakultätskollegen v. Sachsen – Gessaphe und anderen vertretene (mittlerweile wohl in der Literatur herrschende) Auffassung aus, nach der die Bank in Fällen des Doppelmangels statt der Kondiktion der Kondiktion in aller Regel sofort Wertersatz gem. § 818 Abs. 2 BGB vom Zahler verlangen könnte (siehe dazu am aktuellsten mit Nachweisen MüKo Schwab § 812 BGB Rn. 73 ff.; vgl. auch Staudinger/Lorenz § 812 Rn. 55, NK-v. Sachsen-Gessaphe § 812 Rn. 142). Offenbar, das entnehme ich Ihrem Kommentar, sind Sie insoweit aber ein Befürworter der Kondiktion der Kondiktion mit sämtlichen Konsequenzen. Dann unterscheiden sich unsere Auffassungen vermutlich nicht.
Ihnen Dank für den Kommentar und herzliche Grüße von der fernen an die präsente Uni…