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Timestamp: 2017-10-19 04:06:01
Document Index: 200335074

Matched Legal Cases: ['Art. 7', 'Art. 5', '§ 35', 'Art. 7', 'Art. 3', 'Art. 10', 'Art. 5', 'Art. 29', 'Art. 6', '§ 35', 'Art. 397', 'BGE', 'BGE', 'Art. 86', 'Art. 88', 'Art. 88', 'BGE', 'Art. 88', '§ 13', '§ 22', 'Art. 29', 'BGE', 'Art. 91', 'Art. 6', '§ 25', 'Art. 29', 'BGE', 'Art. 6', 'BGE', 'EuG', 'Art. 5', 'BGE', 'EuG', 'EuG', '§ 25', 'Art. 29', 'Art. 5', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 22', '§ 22', '§ 13', '§ 7', '§ 31', '§ 22', '§ 32', '§ 37', '§ 43', 'BGE', 'Art. 10', 'BGE', 'Art. 31', 'Art. 5', 'BGE', 'Art. 11', 'Art. 10', 'BGE', 'Art. 13', 'BGE', 'BGE', 'Art. 10', 'Art. 10', 'Art. 10', 'Art. 31', 'Art. 13', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 13', 'Art. 10', 'Art. 3', 'Art. 3', 'EuG', 'EuG', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'EuG', 'Art. 8', 'BGE', 'EuG', 'Art. 10', 'BGE', 'Art. 7', 'Art. 4', 'Art. 7', 'Art. 7', 'Art. 7', 'Art. 5', 'Art. 6', 'Art. 7', 'Art. 9', 'Art. 10', 'BGE', 'EuG', 'Art. 36', 'BGE', 'Art. 397', 'BGE', '§ 22', '§ 13', 'BGE', 'BGE', 'EuG', 'Art. 16', 'Art. 16', 'Art. 16', 'Art. 16', '§ 13', '§ 22', '§ 22', '§ 13', '§ 22', 'Art. 36', '§ 22', 'Art. 36', 'Art. 12', 'BGE', 'Art. 41', 'Art. 7', 'Art. 36', 'BGE', '§ 22', '§ 13', '§ 13', 'Art. 36', '§ 22', '§ 13', 'BGE']

1P.103/2001 22.03.2001
1P.103/2001/bie
Aeschlimann, Bundesrichter Féraud, Bundesrichter Catenazzi, Bundesrichter Favre und Gerichtsschreiber Steinmann.
P.________, z.Zt. Psychiatrische Universitätsklinik, Basel, Beschwerdeführer, vertreten durch Advokat Dr. Peter Zihlmann, Aeschenvorstadt 57, Postfach 519, Basel,
Psychiatrische Universitätsklinik B a s e l (PUK), Wilhelm Klein-Strasse 27, Basel, Psychiatrie-Rekurskommission Basel-Stadt,
Art. 7, 10 und 29 BV, Art. 5 und 6 EMRK
(Zwangsmedikation in psychiatrischer Klinik), hat sich ergeben:
A.- P.________, Jahrgang 1971, befand sich wegen einer schweren katatonen Schizophrenie schon mehrmals in der Psychiatrischen Universitätsklinik Basel (PUK). Die Klinikaufenthalte erfolgten teils freiwillig aus eigenem Antrieb, teils auf Anordnung von fürsorgerischen Freiheitsentzügen hin, wiesen kurze ebenso wie lange Zeitabschnitte auf und nahmen einen wesentlichen Teil der letzten Lebensjahre von P.________ ein. Während dieser Aufenthalte wurde er grösstenteils mit Neuroleptika (Leponex, Clopixol) behandelt; teils willigte er in diese Medikation ein, teils wurde sie ihm entgegen seinem Willen verabreicht. Die Austritte erfolgten jeweilen unter sehr unterschiedlichen Umständen.
B.- Ein Arzt des Gesundheitsamtes wies P.________ am 25. Dezember 2000 wegen auffälligen Verhaltens in die Psychiatrische Universitätsklinik Basel ein und ordnete fürsorgerischen Freiheitsentzug an. P.________ hatte bei einem Polizeiposten Anzeige gegen seinen Vater erhoben, weil ihm dieser angeblich einen gestohlenen Computer geschenkt habe.
Am 28. Dezember 2000 nahm der behandelnde Oberarzt der Klinik gestützt auf § 35 des baselstädtischen Psychiatriegesetzes einen Rekurs von P.________ gegen die Anordnung des fürsorgerischen Freiheitsentzuges zu Protokoll und leitete ihn an die Psychiatrie-Rekurskommission Basel-Stadt (Rekurskommission) weiter. Gleichentags beantragte die Universitätsklinik die Abweisung des Rekurses und die Fortsetzung des fürsorgerischen Freiheitsentzuges bis Ende Februar 2001. Sie ersuchte die Rekurskommission ferner um Prüfung und Ermächtigung, P.________ auch gegen dessen Willen medikamentös zu behandeln.
Das mit der Begutachtung beauftragte ärztliche Mitglied der Rekurskommission empfahl in seinem Bericht vom 2. Januar 2001 die Ermächtigung zur weiteren unfreiwilligen stationären Behandlung von P.________ bis Ende Januar 2001 und wies insbesondere auf die massive Selbstgefährdung im Falle einer Verschlechterung des Zustandes und eines katatonen Zustandes hin. Eine medikamentöse Zwangsbehandlung werde indessen zur Zeit als ungerechtfertigt betrachtet.
Die Rekurskommission hörte P.________ an. Dieser gab anlässlich der Verhandlung an, er wolle aus der Klinik austreten und fühle sich trotz früherer psychotischer Momente mit Verfolgungswahn imstande, sein Leben auch ohne Hilfe der Klinik, aber mit Begleitung seines privaten Psychiaters zu bewältigen. Er bestätigte seinen Rekurs gegen den fürsorgerischen Freiheitsentzug und erhob sinngemäss Beschwerde gegen eine Zwangsmedikation. Vor der Rekurskommission sagte ferner die Mutter von P.________ aus.
Schliesslich kam ein Assistenzarzt zu Worte. Dieser wies auf Wahnvorstellungen, Unruhe und aktive Störung der Mitpatienten hin. Zur Verhinderung eines katatonen Zustandes benötige P.________ Neuroleptika, die nach bisherigen Erfahrungen gute Wirkung gezeigt und jeweilen eine Stabilisierung des maniformen Zustandes herbeigeführt hätten.
Mit Entscheid vom 4. Januar 2001 wies die Rekurskommission den Rekurs gegen die Einweisung ab (Dispositiv Ziff. 1) und bewilligte die Zurückbehaltung von P.________ in der Klinik längstens bis zum 28. Februar 2001 (Dispositiv Ziff. 2). Ferner wies die Rekurskommission die Beschwerde gegen die Durchführung der medikamentösen Behandlung ab (Dispositiv Ziff. 3).
C.- Am 8. Januar 2001 entwich P.________ aus der Klinik, kehrte am 13. Januar 2001 in Begleitung seiner Mutter zurück.
Einer Medikation von Clopixol-Actuard stimmte er am 14. Januar 2001 zu. Am 7. und 8. Februar 2001 wurde ihm intramuskulär Haloperidol verabreicht. Aufgrund seines Einverständnisses erhielt er am 9. Februar 2001 eine Depot-Behandlung mit Clopixol.
D.- Mit Eingabe vom 8. Februar 2001 erhebt der anwaltlich vertretene P.________ gegen Dispositiv Ziffer 3 des Entscheides der Rekurskommission staatsrechtliche Beschwerde.
"1. Ziff. 3 des Entscheides betr. Durchführung der
medikamentösen Zwangsbehandlung des Patienten
P.________ sei aufzuheben, und die medikamentöse
Zwangsbehandlung sei abzusetzen. Eventualiter sei
körperlicher Zwang zur Medikation zu verbieten.
2. Es sei festzustellen, dass die Durchführung der
medikamentösen Zwangsbehandlung rechtswidrig ist.
Eventualiter sei festzustellen, dass körperlicher
Zwang zur Erzwingung der Medikation rechtswidrig
3. Es sei der Beschwerde aufschiebende Wirkung zuzuerkennen;
von weiterer Zwangsmedikation und Androhung
von Zwang und Anwendung von körperlichem
Zwang zur Durchführung der Medikation sei sofort
4. Dem Rekurrenten sei die unentgeltliche Rechtspflege
Zur Begründung seiner Beschwerde beruft sich der Beschwerdeführer auf die Menschenwürde (Art. 7 BV und Art. 3 EMRK), die persönliche Freiheit (Art. 10 BV und Art. 5 Ziff. 1 EMRK) sowie auf die Garantien für ein faires Verfahren (Art. 29 BV und Art. 6 EMRK). Im Einzelnen macht er geltend, die Zwangsmedikation nach dem kantonalen Psychiatriegesetz sei bei urteilsfähigen Personen nicht zulässig; seine Urteilsunfähigkeit sei ohne nähere Abklärung angenommen worden; demnach sei die medikamentöse Behandlung unzulässig. Die Zwangsmediktion dürfe auch als letztes ausserordentliches Mittel nicht angewendet werden, da damit das Selbstbestimmungsrecht des Patienten aufgehoben werde.
Mangels einer Fremdgefährdung fehle es bei der angefochtenen Anordnung an einem überwiegenden öffentlichen Interesse. In Anbetracht des nunmehr 13. Klinikaufenthaltes und der bisher ohne Heilerfolg angewendeten Medikamente sei die Massnahme auch nicht verhältnismässig. Schliesslich beanstandet er, dass er im Verfahren vor der Rekurskommission nicht anwaltlich vertreten gewesen sei.
Mit Schreiben vom 19. Februar 2001 hat die Psychiatrische Universitätsklinik Basel ihre Vernehmlassung eingereicht, sinngemäss die Abweisung der Beschwerde beantragt und um eine mündliche Anhörung ersucht. Sie macht verschiedene sachverhaltliche Ergänzungen, legt eine Zusammenfassung der Krankengeschichten zu den Akten und nimmt zur diagnostischen Beurteilung und zur Urteilsunfähigkeit des Beschwerdeführers Stellung. Sie erachtet die Neuroleptikabehandlung als notwendig und verhältnismässig und weist darauf hin, dass frühere Applikationen jeweilen zu Entspannungen des Zustandes geführt hätten. Schliesslich verweist sie auf einen Bericht der Mutter des Beschwerdeführers. - Die Psychiatrie-Rekurskommission beantragt die Abweisung der Beschwerde. Sie weist auf die ambivalente Haltung des Beschwerdeführers gegenüber Neuroleptika-Behandlungen hin, erachtet diesen hinsichtlich der Frage der Medikation als urteilsunfähig und fügt an, dieser habe anlässlich der Verhandlung keine anwaltliche Verbeiständung gewünscht.
Mit Replik vom 27. Februar 2001 hält der Beschwerdeführer an seinen Anträgen fest. Er beantragt, gewisse Akten aus dem Recht zu weisen. Der Rechtsvertreter hat dem Bundesgericht mit seiner Replik eine neue Vollmacht eingereicht.
E.- Mit Präsidialverfügung vom 15. Februar 2001 wurde der staatsrechtlichen Beschwerde hinsichtlich der angefochtenen Zwangsmedikation aufschiebende Wirkung beigelegt.
F.-Auf Antrag der Psychiatrischen Universitätsklinik vom 19. Februar 2001 entschied die Psychiatrie-Rekurskommissison am 27. Februar 2001, dass der fürsorgerische Freiheitsentzug verlängert werde und P.________ bis längstens am 4. April 2001 in der Klinik zurückbehalten werden dürfe (Dispositiv Ziff. 1 und 2). Ferner hat sie die Beschwerde gegen die medikamentöse Behandlung abgewiesen (Dispositiv Ziff. 3). - Gegen diesen Entscheid hat der Beschwerdeführer am 28. Februar 2001 direkt beim Bundesgericht Berufung eingereicht und beantragt, die Verlängerung des fürsorgerischen Freiheitsentzuges abzuweisen und ihn sofort aus der geschlossenen Abteilung zu entlassen. Die II. Zivilabteilung des Bundesgerichts hat das Gesuch um sofortige Entlassung am 1. März 2001 und schliesslich die Berufung am 20. März 2001 abgewiesen, soweit darauf einzutreten war. - Gegen Dispositiv Ziff. 3 betreffend die medikamentöse Behandlung ist keine Beschwerde ergriffen worden.
1.- Im angefochtenen Entscheid der Psychiatrie-Rekurskommission ist unter Ziff. 1 des Sachverhalts davon die Rede, dass der Beschwerdeführer am 25. Dezember 2000 von einem Arzt des Gesundheitsdienstes in die Psychiatrische Universitätsklinik Basel (PUK) eingewiesen wurde und dass ein Oberarzt der Klinik am 28. Dezember 2000 im Namen des Beschwerdeführers Rekurs erhob. In gleicher Weise ist in der Präsidialverfügung vom 15. Februar 2001 betreffend aufschiebende Wirkung ausgeführt worden, dass ein Oberarzt der Klinik den Rekurs für den Beschwerdeführer eingelegt habe.
Aus der Vernehmlassung der Klinik und den Akten ist ersichtlich, dass der betreffende Oberarzt den Rekurs für den Beschwerdeführer nicht aus eigenem Antrieb und nicht wegen Missbilligung der in Aussicht genommenen Massnahmen erhoben hat, sondern vielmehr im Sinne von § 35 Abs. 1 Satz 2 des Gesetzes über Behandlung und Einweisung psychisch kranker Personen vom 18. September 1996 (Psychiatriegesetz, PG; kantonale Gesetzessammlung 323. 100) vorgegangen ist.
Danach ist ein Rekurs zu Protokoll zu nehmen, soweit ein Patient nicht in der Lage ist, ihn selbst schriftlich einzureichen.
Im Rekurs heisst es, der Beschwerdeführer habe den klaren Willen geäussert, aus der Klinik auszutreten, habe den Rekurs aber aus Misstrauen nicht unterschreiben wollen.
Für die Behandlung der vorliegenden Beschwerde ist der Sachverhalt in diesem Sinne zu präzisieren.
2.- a) Der Entscheid der Psychiatrie-Rekurskommission stützt sich hinsichtlich des fürsorgerischen Freiheitsentzuges auf Art. 397a ff. ZGB. Diese Bestimmungen des Zivilgesetzbuches stellen keine Grundlage für die Anordnung einer medikamentösen Behandlung in einer Klinik dar (BGE 125 III 169; vgl. BGE 126 I 112). Der angefochtene Entscheid betreffend die medikamentöse Behandlung des Beschwerdeführers beruht daher ausschliesslich auf dem kantonalen Psychiatriegesetz. Er kann demnach in dieser Hinsicht beim Bundesgericht mit staatsrechtlicher Beschwerde wegen Verletzung verfassungsmässiger Rechte angefochten werden. Er ist letztinstanzlich im Sinne von Art. 86 OG.
b) In prozessulaler Hinsicht ist ferner zu prüfen, ob der Beschwerdeführer immer noch ein aktuelles Interesse im Sinne von Art. 88 OG an der Behandlung seiner Beschwerde hat oder ob diese gegenstandslos geworden ist. Nach dem angefochtenen Entscheid der Psychiatrie-Rekurskommission wird die Zurückbehaltung des Beschwerdeführers in der Klinik nämlich bis zum 28. Februar 2001 beschränkt. Damit ist davon auszugehen, dass auch die Bewilligung zur zwangsweisen medikamentösen Behandlung auf diesen Zeitraum begrenzt ist. Der angefochtene Entscheid entfaltet daher im Zeitpunkt des bundesgerichtlichen Urteils - nachdem das Einholen einer Replik unumgänglich war - keine Wirkung mehr; gleichermassen hat die Verfügung betreffend Gewährung der aufschiebenden Wirkung am 28. Februar 2001 ihre Bedeutung verloren.
Im Bereiche der Überprüfung von strafrechtlicher Untersuchungshaft im staatsrechtlichen Beschwerdeverfahren geht das Bundesgericht davon aus, dass Beschwerden nicht gegenstandslos werden, wenn die konkret angefochtene Haft im Laufe des bundesgerichtlichen Verfahrens zwar abläuft, indessen durch eine neue, die Haft aufrecht erhaltende Verfügung ersetzt wird; das praktische Anfechtungsinteresse im Sinne von Art. 88 OG entfällt erst, wenn der Betroffene aus der Haft entlassen wird (vgl. nicht publizierte Urteile vom 31. August 1993 i.S. U., vom 20. September 1995 i.S. D. und vom 6. Juni 1995 i.S. W.; vgl. BGE 125 I 394 E. 4 S. 396, mit Hinweisen).
In gleicher Weise ist im vorliegenden Fall betreffend die medikamentöse Behandlung des Beschwerdeführers im Rahmen des fürsorgerischen Freiheitsentzuges vorzugehen.
Nachdem die Universitätsklinik eine Verlängerung der Massnahmen beantragt und die Psychiatrie-Rekurskommission den fürsorgerischen Freiheitsentzug und die Befugnis zur medikamentösen Behandlung erstreckt hat, ist dem Beschwerdeführer gemäss der dargelegten Praxis nach wie vor ein aktuelles praktisches Interesse im Sinne von Art. 88 OG an der Überprüfung des angefochtenen Entscheides auf seine Verfassungsmässigkeit hin zuzuerkennen. Auch unter diesem Gesichtswinkel kann daher auf die Beschwerde eingetreten werden. Diese Legitimationserwägung ändert indessen in prozessualer Hinsicht nichts am Umstand, dass ausschliesslich der angefochtene Entscheid der Rekurskommisson vom 4. Januar 2001 Gegenstand der vorliegenden Prüfung darstellt.
c) In der Vernehmlassung der Universitätsklinik wird Wert darauf gelegt, dass die zwangsweise NeuroleptikaBehandlung vom 7. Februar 2001 nach § 13 Abs. 4 PG erfolgt sei und nicht im Rahmen der Behandlung nach § 22 PG. Wie es sich damit verhält, braucht nicht näher untersucht zu werden. Denn die Behandlung vom 5. Februar 2001 ist nicht Gegenstand der vorliegenden Beschwerde. Zu prüfen ist vielmehr, ob die von der Klinik geplante und von der Psychiatrie-Rekurskommission bewilligte zwangsweise Durchführung einer medikamentösen Behandlung (vgl. E. 5b des angefochtenen Entscheids) mit dem Psychiatriegesetz und der Bundesverfassung im Einklang steht.
d) Der Beschwerdeführer rügt in seiner Replik an mehreren Stellen sinngemäss eine Verletzung der Begründungspflicht durch die Psychiatrie-Rekurskommission. Damit macht er eine Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV geltend, woraus u.a. folgt, dass Behörden ihre Entscheide zu begründen und darzulegen haben, von welchen Motiven sie sich leiten liessen (BGE 126 V 130 E. 2a; 124 II 146 E. 2a S. 149; 124 V 180 E. 1a S. 181; 123 I 31 E. 2c S. 34, mit Hinweisen).
Diese Rügen - erst in der Replik erhoben - sind neu und nicht durch die Vernehmlassungen veranlasst. Deshalb ist auf sie nicht einzutreten. Im Übrigen ergeben sich die Motive für die Abweisung der Beschwerde durch die Rekurskommission sehr wohl aus dem angefochtenen Entscheid, wie bereits die Ausführungen des Beschwerdeführers in der Beschwerdeschrift zeigen.
e) Der Beschwerdeführer beantragt, gewisse Akten aus dem Recht zu weisen. Zum einen betrifft dieser Antrag die "Zusammenfassung der Krankengeschichten". Dieses Dokument bildet einen Anhang zur Vernehmlassung der Universitätsklinik, ist offensichtlich vom behandelnden Oberarzt verfasst und gibt die Krankengeschichte des Beschwerdeführers wieder. Es ist kein Grund ersichtlich, dieses Dokument, zu dem der Beschwerdeführer hat Stellung nehmen können, aus dem Recht zu weisen. Daran ändert auch der Umstand nichts, dass es nach Ergehen des angefochtenen Entscheides erstellt worden ist. Dasselbe trifft auf den Bericht der Mutter des Beschwerdeführers zu, der Teil der Krankengeschichte bildet; zudem darf berücksichtigt werden, dass sie von der Rekurskommission angehört worden ist. Das prozessuale Begehren ist daher abzuweisen.
f) Die Psychiatrische Universitätsklinik ersucht darum, anlässlich einer Verhandlung vor Bundesgericht angehört zu werden. Eine solche Massnahme erweist sich angesichts der vorhandenen Akten sowie der auf Fragen von Verfassungsverletzungen beschränkten Kognition des Bundesgerichts als entbehrlich. Die Voraussetzungen für eine ausnahmsweise mündliche Schlussverhandlung im Sinne von Art. 91 Abs. 2 OG sind nicht gegeben.
3.- Der Beschwerdeführer macht in formeller Hinsicht eine Verletzung des Anspruches auf rechtliches Gehör und von Art. 6 EMRK geltend, weil er entgegen § 25 Psychiatriegesetz vor der Psychiatrie-Rekurskommission nicht anwaltlich vertreten gewesen sei.
Nach Art. 29 Abs. 2 BV haben Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör. Dazu gehört grundsätzlich die Möglichkeit des Beizugs eines Rechtsvertreters (vgl. BGE 119 Ia 260 E. 6a S. 261, mit Hinweisen). Die Verfassungsbestimmung verlangt indessen nicht eine obligatorische Rechtsvertretung vor Gerichtsinstanzen für sämtliche Verfahren. Für Strafverfahren ist der Beizug eines Rechtsvertreters gestützt auf Art. 6 Ziff. 3 lit. c EMRK geboten (vgl. BGE 109 Ia 239).
In zivilrechtlichen Angelegenheiten wie etwa Arbeitsstreitigkeiten sind Beschränkungen der anwaltlichen Vertretung mit Verfassung und Europäischer Menschenrechtskonvention vereinbar (Urteil des Bundesgerichts vom 12. März 1990, in:
EuGRZ 1990 S. 215, mit Hinweisen). Schliesslich gilt für den Freiheitsentzug im Verfahren nach Art. 5 Ziff. 4 EMRK, dass die grundlegenden Verfahrensgarantien beachtet werden, welche der konkret streitigen Freiheitsentziehung sowie den besondern Umständen des Prozesses angepasst sind (BGE 114 Ia 182 E. 3b S. 186; 116 Ia 60 E. 2 S. 63, mit Hinweisen auf die Praxis des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte; vgl. Urteile des Gerichtshofes i.S. Nikolova gegen Bulgarien vom 25. März 1999, Ziff. 58 = EuGRZ 1999 S. 320, i.S. Assenov gegen Bulgarien vom 28. Oktober 1999, Ziff. 162, i.S. Megyeri gegen Deutschland vom 12. Mai 1992, Ziff. 22, Serie A Nr. 237-A = EuGRZ 1992 S. 347, mit Hinweisen).
Dazu gehört auch ein Anspruch, sich anwaltlich vertreten zu lassen (Urteil Megyeri, a.a.O., Ziff. 23 ff.).
Diesen Anforderungen vermag § 25 des Psychiatriegesetzes zu genügen, welcher es den Patienten freistellt, einen Rechtsbeistand beizuziehen. Im vorliegenden Fall ergibt sich aus den Akten kein Hinweis, dass sich der Beschwerdeführer im Verfahren vor der Rekurskommission hätte vertreten lassen wollen. Zum einen wurde kein entsprechender Antrag gestellt. Zum andern hat der Beschwerdeführer in der Verhandlung vor der Rekurskommission zwar erwähnt, dass er einen Anwalt eingeschaltet habe. Diese Äusserung erfolgte indessen im Zusammenhang mit einem Computer, den ihm die Staatsanwaltschaft weggenommen hatte, und brauchte nicht als Antrag für das Verfahren vor der Rekurskommission verstanden zu werden. Ferner verweist der Beschwerdeführer auf einen per FAX übermittelten Brief an seinen Anwalt, aus dem ein Wille auf anwaltliche Verbeiständung anlässlich der Verhandlung vor der Rekurskomission herausgelesen werden könnte.
Es ist indessen aus den Akten nicht ersichtlich, dass der Beschwerdeführer dieses Schreiben der Rekurskommission tatsächlich vorgelegt hat. Schliesslich war die Rekurskommission weder nach Psychiatriegesetz noch aufgrund des Verfassungsrechts gehalten, dem Beschwerdeführer von Amtes wegen einen Rechtsvertreter beizuordnen. Bei dieser Sachlage hat die Rekurskommission weder die Verfahrensbestimmungen im Psychiatriegesetz willkürlich angewendet noch Art. 29 Abs. 2 BV oder Art. 5 Ziff. 4 EMRK verletzt. Die Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs mangels anwaltlicher Vertretung erweist sich daher als unbegründet.
Untersuchungen, Behandlungen und individuelle Rehabilitations- und Pflegemassnahmen bedürfen der Einwilligung des Patienten (§ 13 Abs. 1 PG). Ist eine Person urteilsunfähig und innert nützlicher Frist nicht in der Lage einzuwilligen, entscheiden die behandelnden Ärzte nach deren mutmasslichem Willen, wobei vorhandenen Willenserklärungen wie sog. Patientenverfügungen Rechnung getragen wird (§ 13 Abs. 2 PG). Von der Einwilligung kann in Notfällen abgesehen werden, wenn eine sofortige Intervention dringlich und unerlässlich ist, um das Leben des Patienten zu erhalten oder die unmittelbare Gefahr einer schweren Gesundheitsschädigung abzuwenden (§ 13 Abs. 4 PG).
Besondere Regeln gelten nach § 22 Psychiatriegesetz im Falle des Widerstandes gegen eine Behandlung. Widersetzt sich eine urteilsunfähige Person im fürsorgerischen Freiheitsentzug einer dringend notwendigen Behandlung, kann diese dennoch durchgeführt werden, wenn die betroffene Person nicht innert nützlicher Frist in der Lage ist einzuwilligen.
Die Ärzte handeln dabei nach dem mutmasslichen Willen des Betroffenen und berücksichtigen allfällige Willenserklärungen (wie beispielsweise Patientenverfügungen). Weiter ist erforderlich, dass die persönliche Freiheit durch die Behandlung eindeutig weniger eingeschränkt wird als durch die sonst erforderlichen Ersatzmassnahmen (§ 22 Abs. 2 i.V.m. § 13 Abs. 2 und 3 PG).
In verfahrensrechtlicher Hinsicht kann gegen eine Einweisung in die Klinik bei der Psychiatrie-Rekurskommission rekurriert werden (§ 7 Abs. 2 sowie § 31 PG).
Beschwerde an die Rekurskommission ist möglich gegen eine gegen den Willen des Betroffenen durchgeführte Behandlung (§ 22 Abs. 2 sowie § 32 PG). Die Rekurskommission hört den Betroffenen und allenfalls Ärzte der Klinik an und entscheidet so rasch als möglich, in der Regel längstens innert zehn Tagen (§ 37 und 38 PG). Wird einer Person die Freiheit in einer gegen das Gesetz verstossenden Weise entzogen oder erheblich beschränkt, hat sie Anspruch auf Schadenersatz und allenfalls Genugtuung (§ 43 PG).
Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung garantierte die persönliche Freiheit alle Freiheiten, die elementare Erscheinungen der Persönlichkeitsentfaltung darstellen; sie umfasste "toutes les libertés élémentaires dont l'exercice est indispensable à l'épanouissement de la personne humaine", ein Mindestmass an persönlicher Entfaltungsmöglichkeit und die dem Bürger eigene Fähigkeit, eine gewisse tatsächliche Begebenheit zu würdigen und danach zu handeln.
Das Bundesgericht hat indessen auch auf die Grenzen des ungeschriebenen Grundrechts hingewiesen und darin keine allgemeine Handlungsfreiheit erblickt, auf die sich der Einzelne gegenüber jedem staatlichen Akt, der sich auf seine persönliche Lebensgestaltung auswirkt, berufen könne; die persönliche Freiheit schütze nicht vor jeglichem physischen oder psychischen Missbehagen (BGE 124 I 85 E. 2a S. 86; 122 I 153 E. 6b/bb S. 162; 119 Ia 460 E. 5a S. 474, mit Hinweisen).
Ein Vergleich der bisherigen Umschreibung der persönlichen Freiheit mit dem neuen Verfassungstext zeigt, dass einzelne Elemente der bisherigen persönlichen Freiheit in spezielle Bestimmungen der Bundesverfassung Eingang gefunden haben. So enthalten die Abs. 1 und 3 von Art. 10 BV das Recht jedes Menschen auf Leben (sowie das Verbot der Todesstrafe) und das Verbot von Folter und jeder anderen Art grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Bestrafung (vgl. BGE 116 Ia 420 E. 1b S. 421). Art. 31 BV umschreibt - in Anlehnung an Art. 5 EMRK - die Voraussetzungen des Freiheitsentzuges, welcher stets als schwerer Eingriff in die persönliche Freiheit betrachtet worden ist (vgl. BGE 123 I 221 E. 4 und 4a S. 226). Der Anspruch von Kindern und Jugendlichen auf besonderen Schutz ihrer Unversehrtheit (und auf Förderung ihrer Entwicklung) nach Art. 11 BV weist einen unmittelbaren Zusammenhang mit der persönlichen Freiheit nach Art. 10 Abs. 2 BV auf (vgl. BGE 126 II 377 E. 5d S. 390). Der Schutz auf Privatsphäre im Sinne von Art. 13 BV war ebenfalls Teil der ungeschriebenen persönlichen Freiheit (vgl. BGE 126 I 7 E. 2a S. 10; 109 Ia 273 E. 4a S. 279). Schliesslich bildete die Anerkennung der Menschenwürde die Grundlage der bisherigen persönlichen Freiheit (vgl. BGE 97 I 45 E. 3 S. 49). Dies führt zur Frage, wie weit der Schutzbereich der persönlichen Freiheit im Sinne von Art. 10 Abs. 2 BV tatsächlich reicht (vgl. hierzu Andreas Kley, Der Grundrechtskatalog der nachgeführten Bundesverfassung, in: ZBJV 135/1999 S. 319 ff.; vgl. auch die Übersicht der umfassend verstandenen persönlichen Freiheit bei Ulrich Häfelin/Walter Haller, Schweizerisches Bundesstaatsrecht,
5. Aufl. 2001, S. 105 ff. Rz. 336 ff.; ferner Jörg P. Müller, Grundrechte in der Schweiz, 3. Aufl. 1999, S. 10, der für die erwähnten Erscheinungen zusammenfassend den Ausdruck des "Persönlichkeitsschutzes des Verfassungsrechts" verwendet).
Trotz des Umstandes, dass die erwähnten Aspekte der bisherigen Formulierung Eingang in spezifischen Grundrechtsbestimmungen der neuen Bundesverfassung gefunden haben, kann die persönliche Freiheit im Sinne von Art. 10 Abs. 2 BV nach wie vor als das grundlegende Freiheitsrecht bezeichnet werden.
Darauf deuten zum einen die Materialien hin: Nach der Botschaft des Bundesrates sollten die traditionellen Elemente der persönlichen Freiheit in die neue Bundesverfassung überführt werden und umfasst diese nicht ein einheitliches Objekt, sondern verschiedene Rechtsgüter (BBl 1997 I 147).
Zum andern kommt mit der Formulierung, dass "insbesondere" ein Recht auf körperliche und geistige Unversehrtheit und auf Bewegungsfreiheit eingeräumt wird, zum Ausdruck, dass über diese ausdrücklich genannten Verbürgungen hinaus weitere Bereiche bestehen und garantiert werden. Die persönliche Freiheit im Sinne von Art. 10 Abs. 2 BV stellt daher eine Grundgarantie zum Schutze der Persönlichkeit dar. Sie umfasst weiterhin auch all jene Freiheiten, die elementare Erscheinungen der Persönlichkeitsentfaltung darstellen und ein Mindestmass an persönlicher Entfaltungsmöglichkeit erlauben.
Was im Einzelnen dazugezählt werden kann, ist im Einzelfall unter Auslegung und Fortbildung des Verfassungstextes zu entscheiden (vgl. Kley, a.a.O., S. 322).
Dabei kann nicht übersehen werden, dass die genannten Teilbereiche in andern Verfassungsbestimmungen spezifische Ausprägungen der persönlichen Freiheit darstellen.
Diese rufen im Einzelfall nach einer Abgrenzung und differenzierten Fortentwicklung. Die Abgrenzung dürfte etwa gegenüber dem Schutz vor Freiheitsentzug nach Art. 31 BV mit seinen spezifischen Garantien nicht allzu schwer fallen. Heikler hingegen ist die Differenzierung gegenüber dem Anspruch auf Achtung des Privat- und Familienlebens nach Art. 13 Abs. 1 BV. Denn auch hier werden - etwa bei Überwachungsmassnahmen (vgl. BGE 109 Ia 273 E. 4a S. 279) - Persönlichkeitserscheinungen zentral betroffen; und zudem überschneiden sich die Garantien der persönlichen Freiheit und der Privatsphäre aus der Sicht von Art. 8 EMRK, welcher beide Bereiche umfasst. Soweit ersichtlich, hat sich die Doktrin nicht um eine klare Abgrenzung bemüht und das die beiden Bestimmungen Verbindende hervorgehoben (vgl. etwa den Ausdruck der "individuellen Selbstbestimmung" bei Jörg P. Müller, a.a.O., S. 42 ff., oder den Hinweis auf den sozialen Charakter des Schutzes der Privatsphäre bei Andreas Auer/Giorgio Malinverni/Michel Hottelier, Droit constitutionnel suisse, Bd. II, Bern 2000, Rz. 307 ff.). Dennoch kann gesagt werden, dass die persönliche Freiheit in unmittelbarerer Weise die Integrität des Menschen in ihren verschiedenen Erscheinungsformen betrifft als der Schutz der Privatsphäre mit ihren spezifischen Bedrohungsformen. Wie es sich mit der Abgrenzung im Allgemeinen und dem Grundrechtsschutz nach Art. 13 BV im Speziellen verhält, braucht im vorliegenden Fall nicht abstrakt geprüft zu werden, da die Privatsphäre vom Beschwerdeführer nicht angerufen wird und die angefochtenen Massnahmen dem Bereich der physischen und psychischen Integrität im Sinne von Art. 10 Abs. 2 BV zugeordnet werden können (unten E. 5f).
Die Garantie von Art. 3 EMRK gilt auch für Internierte, gegenüber denen Zwangsmassnahmen wie Isolierung bzw.
Medikationen vorgenommen werden. Widerstand der Betroffenen entbindet die Behörden und staatlichen Organe nicht von der Beachtung von Art. 3 EMRK (DR 28, 5 [67]; 55, 5 [Ziff. 121], mit weitern Hinweisen; Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte i.S. Herczegfalvy vom 24. September 1992, Ziff. 82, Serie A Nr. 242-B = EuGRZ 1992 S. 535 sowie Bericht der Kommission vom 1. März 1991, Ziff. 242, ebenfalls in Serie A Nr. 242-B = EuGRZ 1992 S. 583). Medikamentöse Zwangsbehandlungen können bei einer gewissen Schwere in den Bereich von Art. 3 EMRK fallen, insbesondere bei solchen experimenteller Natur mit erniedrigendem Charakter (DR 20, 193; 32, 282; Jacques Velu/Rusen Ergec, La Convention européenne des droits de l'homme, Bruxelles 1990, N. 263 S. 215 f.). Die Bestimmung wird indessen nicht als verletzt betrachtet, wenn die Behandlung unter medizinischen Gesichtspunkten notwendig oder angebracht erscheint und nach ärztlichen Regeln durchgeführt wird (Urteil Herczegfalvy, a.a.O., Ziff. 82 sowie Bericht Herczegfalvy, a.a.O., Ziff. 242; DR 10, 5 [34]; 20, 193 [197]; 55, 5 [Ziff. 125]). Selbst bei gerechtfertigter Zwangsbehandlung sind darüber hinaus die gesamten Umstände der Freiheitsentziehung und die Art und Weise der Behandlung und Unterbringung mitzuberücksichtigen (Urteil Herczegfalvy, a.a.O., Ziff. 82 ff. sowie Bericht Herczegfalvy, a.a.O., Ziff. 245 ff.; DR 10, 37 [98 f.]; Urteil i.S. Aerts gegen Belgien vom 30. Juli 1998, Ziff. 61 ff., Recueil 1998-V S. 1939; vgl. auch Mark E. Villiger, Handbuch der Europäischen Menschenrechtskonvention, 2. Aufl.
1999, Rz. 290).
Im vorliegenden Fall leidet der Beschwerdeführer nach ärztlicher Diagnose an einer katatonen Schizophrenie.
Diese kann zu Realitätsverlust, Erregung und in katatonem Zustand mit dem Risiko einer Starre (stupor) zu ernsthafter Eigengefährdung führen. Bei dieser Sachlage darf die Medikation mit Neuroleptika aus ärztlicher Sicht als angezeigt betrachtet werden. Sie beschränkte sich bisher im Wesentlichen auf eine temporäre Behandlung, bis beim Beschwerdeführer Beruhigung eintrat und er in (teil-)remittiertem Zustand wieder aus der Klinik entlassen werden konnte. Diese Umstände der Medikation sind unter dem Gesichtswinkel von Art. 3 EMRK nicht zu beanstanden. Es kommt darin keine erniedrigende und herabsetzende, gegen die Grundrechtsgarantie verstossende Behandlung zum Ausdruck. Auch ergeben sich keine Hinweise darauf, dass die Umstände des Freiheitsentzuges zu Kritik Anlass geben könnten. Daher ist in Anwendung der von den Strassburger Organen entwickelten Kriterien eine Verletzung von Art. 3 EMRK von vornherein zu verneinen. Die Beschwerde erweist sich daher in dieser Hinsicht als unbegründet (vgl. auch Urteil vom 7. Oktober 1992, in: ZBl 94/1993 S. 504 = EuGRZ 1993 S. 396).
d) Art. 8 EMRK wird vom Beschwerdeführer nicht angerufen.
Eine Medikation entgegen dem Willen des Betroffenen greift indessen auch in das Privat- und Familienleben im Sinne des Konventionsrechts ein, wie das Bundesgericht und der Gerichtshof in entsprechenden Angelegenheiten festgehalten haben (vgl. BGE 126 I 112 E. 3a S. 115; 118 Ia 427 E. 4c S. 435 betreffend zwangsmedizinische Zahnbehandlung; Urteil vom 7. Oktober 1992 E. 4b, in: ZBl 94/1993 S. 504 = EuGRZ 1993 S. 396, je mit Hinweisen). Dieser Schutz reicht indessen, wie neuere Entscheidungen zeigen (Urteil des Gerichtshofes i.S. Matter gegen Slovakei vom 5. Juli 1999, Ziff. 62 betreffend zwangsweise Untersuchung in einer Klinik; Urteil i.S. Herczegfalvy, a.a.O., Ziff. 85 ff. betreffend Zwangsbehandlung), hinsichtlich der hier streitigen Medikation nicht über den Gehalt von Art. 10 Abs. 2 BV hinaus (BGE 126 I 112 E. 3a S. 115).
e) Art. 7 des Internationalen Paktes über bürgerliche und politische Rechte (UNO-Pakt II, SR 0.103. 2) verbietet - nach Art. 4 ebenfalls ohne Einschränkungsmöglichkeit - Folter und grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung und Strafe; zusätzlich darf niemand ohne seine freiwillige Zustimmung medizinischen oder wissenschaftlichen Versuchen unterworfen werden. Der Zweck der letztgenannten Garantie besteht darin, kriminelle und menschenunwürdige Experimente an Menschen zu verbieten. Nach ärztlichen Regeln vorgenommene medizinische Eingriffe im Interesse der Gesundheit des Patienten stellen keine erniedrigende Behandlung dar und fallen nicht unter den Begriff der Versuche. Sie bedürfen unter dem Gesichtswinkel von Art. 7 UNO-Pakt II keiner Einwilligung des Betroffenen (Manfred Nowak, Kommentar zum UNO-Pakt über bürgerliche und politische Rechte und Fakultativprotokoll, 1989, Rz. 29 ff. zu Art. 7; vgl. auch die Allgemeinen Bemerkungen des Menschenrechtsausschusses zu Art. 7 UNO-Pakt II, in: Walter Kälin/Giorgio Malinverni/ Manfred Nowak, Die Schweiz und die UNO-Menschenrechtspakte,
2. Aufl. 1997, S. 364 ff. Ziff. 7). Eine Verletzung verfassungsmässiger Rechte ist daher unter dem Gesichtswinkel der vor Bundesgericht nicht angerufenen UNO-Paktes II nicht ersichtlich.
f) Schliesslich kann auf das im Rahmen des Europarates beschlossene Übereinkommen zum Schutz der Menschenrechte und der Menschenwürde im Hinblick auf die Anwendung von Biologie und Medizin, das sog. Übereinkommen über Menschenrechte und Biomedizin vom 4. April 1997, verwiesen werden. Nach Art. 5 dürfen Interventionen im Gesundheitsbereich nur erfolgen, wenn die betroffene Person frei eingewilligt hat; diese kann ihre Einwilligung jederzeit frei widerrufen. Die Konvention umschreibt in Art. 6 den Schutz von einwilligungsunfähigen Personen. Die Bestimmung von Art. 7 ordnet die Behandlung von psychischen Störungen im Zusammenhang mit der Gefahr ernstlicher gesundheitlicher Schäden. Schliesslich hält Art. 9 fest, dass bei urteilsunfähigen Personen deren frühere Wünsche zu berücksichtigen sind. - Diese Konvention ist von der Schweiz unterzeichnet, indessen noch nicht ratifiziert worden. Die Botschaft des Bundesrates für die Ratifikation steht noch aus.
g) Die gegenüber dem Beschwerdeführer verordnete medikamentöse Zwangsbehandlung stellt einen schweren Eingriff in die persönliche Freiheit dar und berührt ihn in seiner Menschenwürde. Die Psychopharmaka haben - und bezwecken - tiefgreifende Auswirkungen auf den körperlichen und geistigen Zustand, beabsichtigen als Heilbehandlung Bewusstseinsveränderungen und beeinflussen die Beurteilungsfähigkeit und Freiheit, eine gewisse tatsächliche Begebenheit eigenverantwortlich zu würdigen und danach zu handeln; ferner zeitigen die Psychopharmaka auch unterschiedlich bewertete Nebenwirkungen. Die Medikation greift daher in schwerwiegender Weise in die persönliche Freiheit im Sinne der körperlichen und geistigen Integrität nach Art. 10 Abs. 2 BV ein (BGE 126 I 112 E. 3b S. 115; Urteil vom 7. Oktober 1992 E. 4a in: ZBl 94/1993 S. 504 = EuGRZ 1993 S. 396).
Schliesslich wird die Menschenwürde durch den Umstand, dass die Medikation entgegen dem Willen des Beschwerdeführers durchgeführt wird und daher das Gefühl der Fremdbestimmung und des Ausgeliefertseins hinterlässt, zentral betroffen.
6.- Das Grundrecht auf persönliche Freiheit kann wie andere Freiheitsrechte unter den Voraussetzungen von Art. 36 BV eingeschränkt werden. Vorbehältlich ernster, unmittelbarer und nicht anders abwendbarer Gefahr im Sinne des polizeilichen Notrechts bedürfen Einschränkungen einer gesetzlichen Grundlage; soweit sie wie im vorliegenden Fall schwer sind, müssen sie in einem formellen Gesetz vorgesehen sein.
Darüber hinaus muss der Grundrechtseingriff durch ein öffentliches Interesse oder durch den Schutz von Grundrechten Dritter gerechtfertigt und verhältnismässig sein. Schliesslich darf der Kerngehalt nicht angetastet werden.
Angesichts der Schwere des vorliegend zu prüfenden Eingriffs in die persönliche Freiheit prüft das Bundesgericht die Anwendung des kantonalen Rechts mit freier Kognition.
Frei prüft es ebenfalls, ob ein überwiegendes Interesse die Zwangsmedikation rechtfertigt und ob diese verhältnismässig erscheint und den Kerngehalt der angerufenen Grundrechte wahrt (vgl. zum Prüfungsprogramm BGE 126 I 112 E. 3b und 3c S. 116, mit Hinweisen). Demgegenüber sind Fragen des Sachverhalts lediglich unter dem Gesichtswinkel der Willkür zu untersuchen.
a) In abstrakter Hinsicht ist die Rüge, es fehle an einer hinreichenden gesetzlichen Grundlage, unbegründet.
Das Psychiatriegesetz des Kantons Basel-Stadt stellt eine auf die Behandlung von geisteskranken Personen ausgerichtete Gesetzgebung dar. Da die Bestimmungen von Art. 397a ff. ZGB, wie dargetan, keine Normen über die Behandlung von Personen im fürsorgerischen Freiheitsentzug enthalten (BGE 125 III 169), obliegt es den Kantonen, hierfür eine gesetzliche Grundlage zu schaffen. Dem kam der basel-städtische Gesetzgeber mit dem Psychiatriegesetz nach und ordnete mit einer eingehenden Gesetzesregelung insbesondere die psychiatrische Behandlung von Personen im fürsorgerischen Freiheitsentzug.
Das Psychiatriegesetz sieht in § 22 und § 13 klarerweise auch Behandlungen entgegen dem Widerstand des Betroffenen bzw. ohne Einwilligung vor und spricht sich damit für gewisse Zwangsmassnahmen aus. Der Beschwerdeführer macht nicht geltend, das Psychiatriegesetz genüge hinsichtlich der umstrittenen Behandlung den Bestimmtheitsanforderungen an gesetzliche Grundlagen nicht (vgl. BGE 126 I 112 E. 3c, mit Hinweisen). Es ist daher davon auszugehen, dass mit dem Psychiatriegesetz grundsätzlich eine hinreichende gesetzliche Grundlage vorhanden ist. Das vorliegende Verfahren unterscheidet sich daher von andern Verfahren, in denen insbesondere der Bestand einer entsprechenden gesetzlichen Grundlage als solcher umstritten war (vgl. BGE 126 I 112; Urteil vom 7. Oktober 1992, in: ZBl 94/1993 S. 504 = EuGRZ 1993 S. 396).
b) Es ist daher im Einzelnen zu prüfen, ob die Voraussetzungen nach den Bestimmungen des Psychiatriegesetzes für eine Zwangsmedikation des Beschwerdeführers vorliegen.
Streitig ist in dieser Hinsicht vorerst, ob der Beschwerdeführer als urteilsunfähig betrachtet werden dürfe.
aa) Der Begriff der Urteilsfähigkeit bzw. Urteilsunfähigkeit im Psychiatriegesetz ist kantonalrechtlicher Natur. Es kann davon ausgegangen werden, dass der kantonale Gesetzgeber auf die Umschreibung im Zivilgesetzbuch (Art. 16 ZGB) Bezug nahm. Dafür spricht auch der Umstand, dass die Universitätsklinik in ihrer Vernehmlassung den Beschwerdeführer als urteilsunfähig im Sinne von Art. 16 ZGB bezeichnet.
Es rechtfertigt sich daher, die Auslegung des Begriffs der Urteilsfähigkeit bzw. Urteilsunfähigkeit im Sinne von Art. 16 ZGB vorzunehmen.
Eine solche Ambivalenz weist nicht zwingend auf einen krankhaften Zustand mit psychotischem Hintergrund und auf Urteilsunfähigkeit hin. Jedermann ist vielmehr frei, einmal eingenommene Meinungen wieder in Zweifel zu ziehen und zu ändern, ohne Gefahr laufen zu müssen, als urteilsunfähig bezeichnet zu werden. Die Ambivalenz bzw. Ablehnung einer medikamentösen Behandlung ist im vorliegenden Fall zudem vor dem Hintergrund der konkreten Umstände zu betrachten:
Zum einen mag der Beschwerdeführer die Erfahrung gemacht haben, dass - unabhängig von kurzfristigen Besserungen seines Zustandes - die Medikamente keine anhaltende Heilungswirkung zeitigten und zusätzlich zu Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen bzw. Konzentrationsschwierigkeiten führten.
Zum andern lehnt sein privater Therapeut eine Behandlung mit Neuroleptika aus grundsätzlichen Überlegungen ab. Der Umstand, dass der Beschwerdeführer Vertrauen in seinen Therapeuten hat und auch mit dessen Unterstützung einer Medikation ablehnend begegnet, kann demnach nicht ohne weiteres als Hinweis auf Urteilsunfähigkeit verstanden werden.
Auch vor diesem Hintergrund kann allein daraus, dass der Beschwerdeführer eine aus der Sicht der Klinikärzte "vernünftige" Massnahme ablehnt, nicht auf dessen Urteilsunfähigkeit geschlossen werden (vgl. Beatrice Mazenauer, Psychisch krank und ausgeliefert? Diss. Bern 1985, S. 148; Dominique Manaï, Les droits du patient face à la médecine contemporaine, Basel 1999, S. 174). Ebenso wenig kann in genereller Weise aus dem Umstand, dass der Beschwerdeführer anlässlich früherer Klinikaufenthalte Medikamente in remittiertem Zustand freiwillig zu sich nahm, geschlossen werden, dass er auch heute in remittiertem Zustand mit einer medikamentösen Behandlung einverstanden wäre. Umgekehrt kann auch nicht unbesehen der konkreten Umstände auf Lehrmeinungen abgestellt werden, wonach im Falle einer Zustimmung zu einer Heilbehandlung höhere Anforderungen an die Urteilsfähigkeit zu stellen sind als im Falle einer Ablehnung.
Zum einen wird es stark auf die konkrete Situation und die tatsächlich geplanten Eingriffe ankommen, deren Auswirkungen unterschiedlich schwer abzuschätzen sind (vgl. Bucher, a.a.O., Rz. 105 zu Art. 16 ZGB). Zum andern kann kaum gesagt werden, dass die Auswirkungen einer Neuroleptika-Behandlung in medizinischer Hinsicht weit schwerer abzuschätzen und zu erfassen seien als die Beurteilung der krankheitsbedingten Folgen einer Nichtbehandlung auf den Gesundheitszustand (vgl. Thomas Geiser, Die fürsorgerische Freiheitsentziehung als Rechtsgrundlage für eine Zwangsbehandlung?, in: Festschrift Bernhard Schnyder, Freiburg 1995, S. 294; Mazenauer, a.a.O., S. 187; Manaï, a.a.O., S. 174 f.).
aa) Eine urteilsfähige Person kann nach § 13 PG gültig auf eine Behandlung im Sinne von § 22 Abs. 1 PG verzichten.
Sie kann ihren diesbezüglichen Willen im Moment einer allfälligen Behandlung oder aber in einem früheren Zeitpunkt zum Ausdruck bringen. Eine vorgängige Willensäusserung, wonach von einer entsprechenden Behandlung abgesehen werden soll, kann insbesondere in einer so genannten, an keine besondere Form gebundenen Patientenverfügung erfolgen (vgl. Manaï, a.a.O., S. 180 ff.).
dd) Daraus ergibt sich, dass die Universitätsklinik davon ausgehen konnte, dass kein massgebender Verzicht auf eine Behandlung vorliege. Umgekehrt durfte sie annehmen, dass der Beschwerdeführer in (teil-)remittiertem Zustand jeweilen mit Neuroleptika-Behandlungen einverstanden war und daraus schliessen, dass dies bei gegebener Urteilsfähigkeit auch Ende 2000 der Fall gewesen wäre. Ihre Annahme eines potenziellen Einverständnisses des Beschwerdeführers verstösst daher nicht gegen § 22 Abs. 1 i.V.m. § 13 Abs. 2 PG.
Die Beschwerde erweist sich daher auch in dieser Hinsicht als unbegründet.
Das Kriterium der dringenden Notwendigkeit nach § 22 Abs. 1 PG kann vor dem Hintergrund der Systematik der Gesetzesbestimmung nicht völlig isoliert betrachtet werden, sondern ist zusätzlich in Beziehung zu setzen mit der darin ebenfalls enthaltenen Forderung nach Verhältnismässigkeit:
die Behandlung entgegen dem Willen des Patienten soll nur erfolgen, soweit die persönliche Freiheit dadurch eindeutig weniger eingeschränkt wird als durch sonst erforderliche Ersatzmassnahmen.
Insofern überschneidet sich die Rüge, es fehle an der dringenden Notwendigkeit, mit derjenigen, die Behandlung als Eingriff in die persönliche Freiheit sei unverhältnismässig im Sinne von Art. 36 Abs. 3 BV (siehe unten E. 9).
Aufgrund der Krankengeschichte kann ohne weiteres angenommen werden, dass der Beschwerdeführer an einer katatonen Schizophrenie leidet. Er selber stellt diese Diagnose nicht in Abrede. Ist aber von einem derartigen Krankheitsbild auszugehen, so kann eine Behandlungsbedürftigkeit bejaht werden. Was als "dringend notwendig" betrachtet werden darf, hängt mit den möglichen Folgen zusammen, die eintreten könnten, wenn von einer Behandlung abgesehen wird. Ein beim Beschwerdeführer möglicher katatoner Zustand kann insbesondere zu einer sog. Starre (stupor) führen, welche eine eigentliche Lebensgefährdung bzw. eine klare physische Gesundheitsgefährdung oder -schädigung bewirken kann. Vor diesem Hintergrund betrachtet, kann nicht in Abrede gestellt werden, dass der Beschwerdeführer im Falle einer Verschlechterung seines Zustandes tatsächlich auf Hilfe angewiesen ist und sich eine Medikation als "dringend notwendig" im Sinne von § 22 Abs. 2 PG erweist. Die Bewilligung für eine zwangsweise medikamentöse Behandlung ist denn auch nicht generell erteilt worden, sondern lediglich im Hinblick auf eine Verschlechterung des Zustandes und die höchstens bis Ende Februar 2001 zulässige Zurückbehaltung des Beschwerdeführers im fürsorgerischen Freiheitsentzug (vgl. angefochtener Entscheid, E. 4d).
8.- Der Beschwerdeführer macht nicht ausdrücklich geltend, für den Eingriff in die persönliche Freiheit durch eine zwangsweise Medikation fehle es an einem überwiegenden öffentlichen oder zum Schutz Dritter gerechtfertigten Interesse im Sinne von Art. 36 Abs. 3 BV. Wie es sich damit verhält, braucht daher nicht im Einzelnen geprüft zu werden.
Immerhin ist anzufügen, dass dem Gemeinwesen das Schicksal von kranken Personen nicht gleichgültig sein kann. Die persönliche Freiheit, die die elementaren Erscheinungen der Persönlichkeitsentfaltung sichern soll, kann für eine minimale Sorgepflicht ebenso herangezogen werden wie der Anspruch auf minimale Hilfe und Betreuung nach Art. 12 BV (BGE 121 I 367 E. 2b und 2c S. 371 ff.) oder die Verpflichtung des Gemeinwesens zur Leistung der für die Gesundheit notwendigen Pflege gemäss Art. 41 Abs. 1 lit. b BV. Diesen Ansatzpunkten liegt letztlich das Gebot der Achtung und des Schutzes der Menschenwürde im Sinne von Art. 7 BV zugrunde.
Schliesslich können nach Art. 36 Abs. 3 BV die Interessen Dritter für einen Eingriff in die persönliche Freiheit angerufen werden, insbesondere zur Verhinderung oder Einschränkung von Drittgefährdungen (vgl. BGE 126 I 112 E. 4c und 5 S. 118 ff.). In abstrakter Weise kann daher ein den Eingriff in die persönliche Freiheit rechtfertigendes Interesse an einer zwangsweisen Behandlung nicht grundsätzlich verneint werden. Wie weit dieses reicht und wo die Grenzen zwischen Selbstbestimmung und staatlicher Fürsorge liegen, ist im Rahmen der Interessenabwägung und Prüfung der Verhältnismässigkeit nachfolgend zu prüfen.
Ferner gilt es zu berücksichtigen, dass die Behandlung nach § 22 Abs. 1 PG einen andern Charakter aufweist als der Eingriff gemäss § 13 Abs. 4 PG. Im ersten Fall geht es um eine dringend notwendige eigentliche Heilbehandlung. Sie kann trotz Widerstand der betroffenen urteilsunfähigen Person vorgenommen werden. Umgekehrt kann auf sie auch gültig verzichtet werden: Eine urteilsfähige Person kann sich durch eine entsprechende Willensäusserung unmittelbar vor der geplanten Intervention oder in einem früheren Zeitpunkt (etwa mittels einer so genannten Patientenverfügung) dagegen zur Wehr setzen und auf eine Behandlung verzichten. Diesfalls ist von einer Behandlung abzusehen und der freie Wille des Betroffenen zu respektieren. - Demgegenüber sieht § 13 Abs. 4 PG auch ohne (direkte oder indirekte) Einwilligung in "Notfällen" eine "sofortige dringliche und unerlässliche Intervention" vor, um das Leben des Patienten zu erhalten oder die unmittelbare Gefahr einer schweren Gesundheitsschädigung abzuwenden. Auf eine solche Massnahme kann der Patient nach dem Psychiatriegesetz nicht verzichten. Die Klinik ist hier aufgrund der staatlichen Fürsorgepflicht zur Intervention aufgerufen. Es handelt sich dabei um eine Notkompetenz zur Aufrechterhaltung von Leben und Abwendung einer unmittelbaren Gefahr von schwerer Gesundheitsschädigung im Sinne der polizeilichen Generalklausel bzw. von Art. 36 Abs. 1 Satz 2 BV. - Mit der Gegenüberstellung dieser beiden Massnahmen gibt der Gesetzgeber ebenfalls dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit Ausdruck. Es gilt zu berücksichtigen, dass auf eine eigentliche Heilbehandlung nach § 22 Abs. 1 PG verzichtet werden kann und die Voraussetzungen hierfür geringer sind als bei der Notbehandlung nach § 13 Abs. 4 PG.
b) Es ist bereits ausgeführt worden, dass die umstrittene Behandlung als dringend notwendig bezeichnet werden kann, da der Beschwerdeführer an einer schweren Schizophrenie leidet. Unter dem Gesichtswinkel der Verhältnismässigkeit ist weiter von Bedeutung, dass frühere Behandlungen mit Neuroleptika deutliche Beruhigung und Besserung des momentanen Zustandes bewirkten. Der Beschwerdeführer konnte bisweilen in teil-remittiertem Zustand wieder aus der Klinik entlassen werden. Die Nebenwirkungen zur Medikation als solche werden anerkannt; von Seiten der Universitätsklinik werden sie als nicht schwerwiegend bezeichnet, während sich der Beschwerdeführer darüber beklagt und vorbringt, sie würden es ihm nicht erlauben, sich auf eine Prüfung vorzubereiten.
Auch in Anbetracht dieser Nebenwirkungen kann die medikamentöse Behandlung nicht als ungeeignet und damit als unverhältnismässig betrachtet werden (vgl. Mazenauer, a.a.O., S. 185). Daran vermag auch der Umstand nichts zu ändern, dass die Medikation nur vorübergehende Wirkung zeitigt und - soweit ersichtlich - nicht zu einer eigentlichen Heilung führt. Insofern kann demnach nicht von einer Verletzung des Psychiatriegesetzes gesprochen werden.
10.- Demnach ist die staatsrechtliche Beschwerde abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann.
Der Beschwerdeführer ersucht um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege. Seine Bedürftigkeit kann aufgrund der Akten angenommen werden. Materiell handelt es sich um eine Materie, in der er ohne Zweifel auf anwaltliche Hilfe angewiesen war (vgl. BGE 124 I 304). Dem Gesuch ist daher stattzugeben.
b) Dr. Peter Zihlmann wird als amtlicher Rechtsvertreter bezeichnet und für das bundesgerichtliche Verfahren aus der Bundesgerichtskasse mit Fr. 2'500.-- entschädigt.
3.- Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer sowie der Psychiatrischen Universitätsklinik und der Psychiatrie-Rekurskommission Basel-Stadt schriftlich mitgeteilt.