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Timestamp: 2016-10-27 14:54:12
Document Index: 41565827

Matched Legal Cases: ['Art. 10', 'BGE', 'BGE', 'Art. 132', 'Art. 1', 'Art. 20', 'Art. 21', 'Art. 22', 'Art. 13', 'Art. 22', 'Art. 24', 'BGE', 'Art. 10', 'Art. 4', 'Art. 26', 'Art. 26', 'Art. 1', 'Art. 10', 'Art. 26', 'Art. 10', 'Art. 10', 'Art. 10', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 26', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 31', 'Art. 31', 'Art. 32', 'BGE', 'Art. 26', 'Art. 31', 'Art. 31', 'Art. 32', 'BGE', 'Art. 10', 'Art. 10', 'Art. 10', 'BGE', 'BGE', 'Art. 10', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'in fine', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'in fine', 'BGE', 'BGE', 'Art. 10', 'in fine', 'BGE', 'Art. 51', 'Art. 3', 'BGE', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 51', 'Art. 3', 'BGE', 'Art. 51', 'Art. 51', 'Art. 51', 'Art. 3', 'Art. 51', 'Art. 51', 'Art. 51', 'Art. 3', 'Art. 51', 'Art. 12', 'BGE', 'Art. 51', 'Art. 12', 'Art. 3', 'BGE', 'Art. 51', 'Art. 67', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 16', 'Art. 51', 'Art. 10', 'Art. 51', 'Art. 10', 'Art. 22', 'Art. 13', 'Art. 22', 'Art. 24', 'Art. 4', 'Art. 26', 'Art. 26', 'Art. 26', 'Art. 31', 'Art. 31', 'Art. 51', 'Art. 16']

141 II 44734. Auszug aus dem Urteil der II. �ffentlich-rechtlichen Abteilung i.S. Eidgen�ssische Steuerverwaltung gegen X. Bank und vice versa (Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten)
Art. 10 al. 1 de la Convention entre la Conf�d�ration suisse et le Royaume du Danemark en vue d'�viter les doubles impositions en mati�re d'imp�ts sur le revenu et sur la fortune (CDI-DK, dans sa version d'origine); b�n�ficiaire effectif. Selon l'interpr�tation commune de la Suisse et du Danemark, le crit�re du "b�n�ficiaire effectif" est implicitement contenu dans la version d'origine de l'art. 10 al. 1 CDI-DK (consid. 4). Il faut nier la qualit� de b�n�ficiaire effectif (et par cons�quent le droit au remboursement de l'imp�t anticip� suisse � une banque danoise), lorsque la demanderesse encaisse certes le dividende distribu� par une soci�t� suisse, mais qu'elle est tenue de le transf�rer en ex�cution d'une obligation contractuelle existant d�j� au moment de la distribution ou de restrictions effectives de son pouvoir de disposition. Il y a restriction effective lorsque deux conditions cumulatives sont remplies: d'une part, il existe un lien de d�pendance entre le fait de recevoir les revenus et l'obligation de les transf�rer; d'autre part, l'obligation de transf�rer les revenus d�pend de l'existence m�me des revenus (consid. 5). Concr�tement: obligation de transf�rer et "Total Return Swaps" (consid. 6). Demande de restitution par l'AFC de montants d'imp�t anticip� d�j� rembours�s (consid. 8). Faits � partir de page 448
A. Die X. Bank (nachfolgend auch: die Bank oder Beschwerdegegnerin) mit Sitz in Kopenhagen beantragte bei der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung die R�ckerstattung der Verrechnungssteuer im Zusammenhang mit Dividendenzahlungen von schweizerischen Gesellschaften in den Jahren 2006 bis 2008. Sie machte geltend, als in BGE 141 II 447 S. 449D�nemark ans�ssige Gesellschaft, Empf�ngerin und effektive Nutzungsberechtigte der genannten Dividenden sei sie gem�ss dem Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der schweizerischen Eidgenossenschaft und D�nemark zur R�ckerstattung berechtigt.
B. Mit Entscheid vom 29. Juli 2010 wies die Eidgen�ssische Steuerverwaltung den R�ckerstattungsantrag der Bank f�r 2007 in der H�he von Fr. 45'060'313.- und denjenigen f�r 2008 in der H�he von Fr. 8'505'000.- ab. Am gleichen Tag forderte die EStV gegen�ber der X. Bank f�r 2006 einen Betrag von Fr. 37'856'735.88 (zuz�glich eines Verg�tungszinses von 5 %) zur�ck, mit der Begr�ndung, diese Summe entspreche dem Gesamtbetrag von R�ckerstattungsgesuchen der Bank f�r das Jahr 2006, denen zu Unrecht stattgegeben worden sei. In allen F�llen sei die X. Bank nicht die effektive Nutzungsberechtigte gewesen, weshalb sie kein Anrecht auf R�ckerstattung der Verrechnungssteuer gem�ss dem Doppelbesteuerungsabkommen habe. Dieses nehme die Bank zudem missbr�uchlich in Anspruch.
C. Am 13. September 2010 erhob die X. Bank Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht. Dieses hiess das Rechtsmittel mit Urteil vom 7. M�rz 2012 (A-6537/2010) teilweise im Sinne der Erw�gungen gut: Die R�ckerstattungsantr�ge f�r 2007 und 2008 (im jeweiligen Gesamtbetrag von Fr. 45'060'313.- und Fr. 8'505'000.-) seien rechtskonform, so dass ihnen stattzugeben sei; die R�ckforderung der EStV in der H�he von Fr. 37'856'735.88 hinsichtlich der f�r 2006 bereits erfolgten R�ckerstattung sei unbegr�ndet und abzuweisen. Das Gericht wies die Beschwerde jedoch insoweit ab, als die Bank einen Verzugszins auf ihren R�ckerstattungsanspr�chen verlangte.
D. Am 24. April 2012 hat die EStV Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht erhoben (Verfahren 2C_364/2012). Sie beantragt, das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 7. M�rz 2012 aufzuheben und ihren Entscheid vom 29. Juli 2010 zu best�tigen. (...)
E. Am 27. April 2012 hat die X. Bank ihrerseits Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten eingereicht (Verfahren 2C_377/ 2012). Sie beantragt, das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 5. M�rz 2012 in dem Sinne zu erg�nzen, dass die Eidgen�ssische Steuerverwaltung verpflichtet werde, f�r die R�ckerstattungen der Verrechnungssteuer in Bezug auf die Betr�ge von Fr. 45'060'313.- und Fr. 8'505'000.- seit dem 29. Juli 2010 (eventuell ab dem 13. September 2010) zum Satz von 5 %, eventuell 3,5 %, subeventuell 3 % einen Verzugszins zu entrichten. (...) BGE 141 II 447 S. 450
F. Das Bundesgericht hat die Sache am 5. Mai 2015 �ffentlich beraten. Es heisst die Beschwerde 2C_364/2012 gut und weist die Beschwerde 2C_377/2012 ab.
2. 2.1 Der Bund erhebt gest�tzt auf Art. 132 Abs. 2 BV eine Verrechnungssteuer u.a. auf dem Ertrag beweglichen Kapitalverm�gens (Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 13. Oktober 1965 �ber die Verrechnungssteuer [VStG; SR 642.21]). Steuerbarer Ertrag von Aktien, Stammanteilen an Gesellschaften mit beschr�nkter Haftung und Genossenschaften ist nach Art. 20 Abs. 1 der Verrechnungssteuerverordnung vom 19. Dezember 1966 (VStV; SR 642.211) jede geldwerte Leistung der Gesellschaft oder Genossenschaft an die Inhaber gesellschaftlicher Beteiligungsrechte oder an ihnen nahestehende Dritte, die sich nicht als R�ckzahlung der im Zeitpunkt der Leistung bestehenden Anteile am einbezahlten Grund- oder Stammkapital darstellt (u.a. Gratisaktien). Art. 21 Abs. 1 lit. a VStG bestimmt, dass ein nach Art. 22-28 VStG Berechtigter Anspruch auf R�ckerstattung der ihm vom Schuldner abgezogenen Verrechnungssteuer hat, wenn er bei F�lligkeit der steuerbaren Leistung das Recht zur Nutzung des den steuerbaren Ertrag abwerfenden Verm�genswertes besass. Die Steuer betr�gt 35 Prozent der steuerbaren Leistung (Art. 13 Abs. 1 lit. a VStG).
2.2 Die Verrechnungssteuer f�hrt bei ausl�ndischen Empf�ngern schweizerischer Dividenden grunds�tzlich zu einer endg�ltigen, an der Quelle erhobenen steuerlichen Belastung (Art. 22 Abs. 1 und Art. 24 Abs. 2 VStG). Personen, die bei F�lligkeit der steuerbaren Leistung Sitz oder Wohnsitz im Ausland hatten, k�nnen die R�ckerstattung der Verrechnungssteuer nur insoweit verlangen, als ihnen ein zwischenstaatliches Abkommen Anspruch darauf vermittelt (vgl. u.a. die Urteile 2C_818/2011 vom 18. Januar 2012 E. 2.2, in: ASA 81 S. 402; 2C_333/2007 vom 22. Februar 2008 E. 7.3, in: StR 63/2008 S. 475; 2A.239/2005 vom 28. November 2005 E. 2.2, in: StR 61/2006 S. 217; siehe auch JAUSSI/GHIELMETTI/PFIRTER, Allgemeiner �berblick �ber die R�ckerstattung der eidg. Verrechnungssteuer, StR 67/ 2012 S. 651 f.). BGE 141 II 447 S. 451
2.2.1 Gem�ss Art. 10 Abs. 1 des Abkommens vom 23. November 1973 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und dem K�nigreich D�nemark zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiete der Steuern vom Einkommen und vom Verm�gen (DBA-DK; SR 0.672.931.41; in der hier anwendbaren urspr�nglichen Fassung [AS 1974 1720]) k�nnen Dividenden, die eine in einem Vertragsstaat ans�ssige Gesellschaft an eine in dem anderen Vertragsstaat ans�ssige Person zahlt, nur in dem anderen Staat besteuert werden. Laut Art. 4 Abs. 1 DBA-DK ist mit dem Ausdruck "eine in einem Vertragsstaat ans�ssige Person" eine Person gemeint, die nach dem Recht dieses Staates dort auf Grund des Wohnsitzes, ihres st�ndigen Aufenthaltes, des Ortes ihrer Gesch�ftsleitung oder eines anderen �hnlichen Merkmals steuerpflichtig ist.
2.2.2 Nach Massgabe von Art. 26 Abs. 1 DBA-DK darf die Schweiz die Dividenden an der Quelle besteuern; die so einbezogene Steuer ist aber auf Antrag hin zu erstatten, soweit ihre Erhebung durch das Abkommen eingeschr�nkt wird (Art. 26 Abs. 2 DBA-DK). Art. 1 der Verordnung vom 18. Dezember 1974 zum schweizerisch-d�nischen Doppelbesteuerungsabkommen (SR 672.931.41; nachfolgend: V DBA-DK) f�hrt dazu aus, dass die in Art. 10 DBA-DK vorgesehene Entlastung von Steuern von Dividenden und Zinsen von Schweizer Seite durch die volle Entlastung der Verrechnungssteuer gew�hrt wird. Laut Art. 26 Abs. 4 DBA-DK m�ssen die Antr�ge auf Entlastung stets eine amtliche Bescheinigung des Staates enthalten, in dem der Steuerpflichtige ans�ssig ist, �ber die Erf�llung der Voraussetzungen f�r die unbeschr�nkte Steuerpflicht in diesem Staat (vgl. u.a. das Urteil 2A.239/2005 vom 28. November 2005 E. 2.3, in: StR 61/2006 S. 217).
3. 3.1 Die Vorinstanz hat erwogen, die Beschwerdegegnerin habe unter den gegebenen Umst�nden Anspruch auf R�ckerstattung der Verrechnungssteuer hinsichtlich der von den Schweizer Gesellschaften des Aktienkorbes bezogenen Dividenden. Das Bundesverwaltungsgericht hat seine Beurteilung wie folgt begr�ndet: Die Bank habe die effektive Nutzungsberechtigung an diesen Dividenden gehabt und sich auch nicht missbr�uchlich auf die Garantien des Doppelbesteuerungsabkommens berufen. Somit k�nne offenbleiben, ob sich Art. 10 Abs. 1 DBA-DK implizit auf das Kriterium der effektiven Nutzungsberechtigung st�tze oder ob diese Bestimmung die Abkommensberechtigung nur von der Ans�ssigkeit des Dividenden-Empf�ngers in D�nemark abh�ngig mache.
3.2 Dagegen vertritt die Beschwerdef�hrerin die Auffassung, die X. Bank habe bei richtiger Beurteilung der Sach- und Rechtslage nicht �ber die effektive Nutzungsberechtigung an den Dividenden verf�gt; in Wirklichkeit sei die Bank verpflichtet gewesen, die entsprechenden Ertr�ge an ihre jeweiligen Gegenparteien der Swap-Vertr�ge weiterzuleiten. Zudem m�sse die R�ckerstattung der Verrechnungssteuer ausscheiden, weil die Beschwerdegegnerin sich missbr�uchlich auf Art. 10 Abs. 1 DBA-DK berufe.
3.3 Die Bank erachtet das angefochtene Urteil im Wesentlichen als rechtskonform (vgl. dazu n�her unten E. 7), beansprucht aber einen Verzugszins im Zusammenhang mit den aus ihrer Sicht zu Unrecht verweigerten R�ckerstattungsantr�gen 2007 und 2008 (vgl. unten E. 9).
4. Zu pr�fen ist vorab die - vom Bundesverwaltungsgericht offengelassene - Frage, ob das Beurteilungskriterium der "effektiven Nutzungsberechtigung" implizit im DBA-DK enthalten ist (vgl. oben E. 2.2.1 u. 3.1).
4.1 Gem�ss den meisten von der Schweiz mit anderen Staaten abgeschlossenen Doppelbesteuerungsabkommen wird die Dividendenbesteuerung zwischen dem Staat der Einkommensquelle und dem Wohnsitzstaat des Empf�ngers verteilt. Art. 10 DBA-DK in der hier noch g�ltigen Fassung (vgl. dazu oben E. 2.2.1) stellt im internationalen Vergleich insoweit eine Besonderheit dar, als er die ausschliessliche Besteuerung im Wohnsitzstaat des Dividendenempf�ngers vorsieht (vgl. oben E. 2.2.1 u. 2.2.2). Die Bestimmung bezieht sich ausserdem zumindest nicht ausdr�cklich auf das Kriterium der effektiven Nutzungsberechtigung, sondern verlangt f�r die vollumf�ngliche R�ckerstattung der schweizerischen Verrechnungssteuer nur eine "Zahlung" an eine im anderen Staat "ans�ssige Person". Es liegt auf der Hand, dass eine solche Regelung zur ungerechtfertigten Inanspruchnahme der damit verbundenen Abkommensvorteile verleiten kann. Wenn sich die steuerliche Entlastung der Dividendenempf�nger f�r in D�nemark ans�ssige Kapitalgesellschaften auf den vollen Betrag der Verrechnungssteuern bel�uft, in anderen L�ndern aber geringer ist oder - mangels eines Doppelbesteuerungsabkommens - �berhaupt nicht gew�hrt wird, besteht ein besonderer Anreiz, die Beteiligung an einer schweizerischen Gesellschaft rein zur Steuerersparnis �ber eine in D�nemark ans�ssige Kapitalgesellschaft zu halten (sog. "treaty shopping"; vgl. BGE 110 Ib 287 E. 3b und c S. 290 f.; zum Ganzen siehe das Urteil 2A.239/2005 vom BGE 141 II 447 S. 45328. November 2005 E. 3.1, in: StR 61/2006 S. 217; REN� MATTEOTTI, Die Verweigerung der Entlastung von der Verrechnungssteuer wegen Treaty Shoppings, ASA 75 S. 770 u. 773 ff.; XAVIER OBERSON, La notion de b�n�ficiaire effectif en droit fiscal international [nachfolgend: 2004], in: Festschrift SRK zum 10. Geburtstag der Eidgen�ssischen Steuerrekurskommission, 2004, S. 215; GEORG LUTZ, Beschr�nkungen der Nutzung von Niedrigsteuersystemen durch multinationale Unternehmen, L�nderbericht Schweiz, Cahiers de droit fiscal international 86b/2011 S. 841 ff., 841 f. u. 848 f.; HANS PETER HOCHREUTENER, Die R�ckerstattung der Verrechnungssteuer an holl�ndische Empf�nger schweizerischer Dividenden, ASA 54 S. 357 ff., 359).
4.2 Namentlich mit Blick auf eine m�glicherweise ungerechtfertigte Inanspruchnahme von Abkommensvorteilen erweist es sich gem�ss der grossen Mehrheit der schweizerischen Lehre als statthaft und sogar notwendig, wenn bei der Auslegung von Doppelbesteuerungsabkommen auf ein implizites Beurteilungskriterium der effektiven Nutzungsberechtigung zur�ckgegriffen wird (vgl. dazu E. 3.3.2 des angefochtenen Urteils; siehe u.a. HOCHREUTENER, a.a.O., S. 360; ROBERT DANON, Le concept de b�n�ficiaire effectif dans le cadre du MC OCDE, IFF Forum f�r Steuerrecht 2007 S. 40; MARCEL REN� JUNG, Tax treaties and tax avoidance, L�nderbericht Schweiz, Cahiers de droit fiscal international 95a/2010 S. 788; PETER M�USLI, Die Ans�ssigkeit von Gesellschaften im internationalen Steuerrecht, 1993, S. 224; WALTER RYSER, Rapports de trust et conventions pr�ventives de la double imposition conclues par la Suisse, in: Steuerrecht, Festschrift zum 65. Geburtstag von Ernst H�hn, Cagianut/Vallender [Hrsg.], 1995, S. 357; ADRIANO MARANTELLI, Die Verrechnungssteuer-Entlastung im Spannungsfeld der verdeckten Gewinnaussch�ttung, Jusletter 19. Juli 2010 Rz. 5; contra: u.a. RAPHA�L GANI, Note sur l'arr�t du Tribunal f�d�ral 2A.239/2005 du 28 novembre 2005, RDAF 2006 II S. 254; siehe zum Ganzen auch OESTERHELT/WINZAP, Abkommensmissbrauch - D�nemark-Entscheid zum Treaty-Shopping, Schweizer Treuh�nder 2006 S. 775; DE BROE/VON FRENCKELL, La notion de "b�n�ficiaire effectif" et la question d'abus de convention en mati�re de swaps sur rendement total [total return swaps] - Quelques r�flexions � propos du jugement du tribunal administratif f�d�ral du 7 mars 2012, ASA 81 S. 257 ff., insb. 260 f. u. 264; MATTEOTTI, a.a.O., S. 789; BEAT BAUMGARTNER, Das Konzept des beneficial owner im internationalen Steuerrecht der Schweiz, 2010, S. 229). BGE 141 II 447 S. 454
Gem�ss LOCHER versteht es sich, dass nur der wahre Berechtigte (der nutzungsberechtigte Empf�nger oder Eigent�mer) die DBA-Vorteile beanspruchen kann; einige DBA enthalten diesen Grundsatz ausdr�cklich; aber auch ohne ausdr�ckliche Bestimmung gilt das generell f�r alle DBA, da es sich um die Verdeutlichung eines Punktes handelt, welcher der st�ndigen Auffassung aller Abkommensstaaten entspricht (vgl. PETER LOCHER, Einf�hrung in das internationale Steuerrecht der Schweiz [nachfolgend: 2005], 3. Aufl. 2005, S. 152; ders., Die Auslegung von Doppelbesteuerungsabkommen, L�nderbericht Schweiz, Cahiers de droit fiscal international 78a/1993 S. 564). Gem�ss der genannten Mehrheit gilt ein solches implizites Kriterium nicht nur, wenn ein Abkommen das Erfordernis des "Nutzungsberechtigten" enth�lt, wobei dieser dann als der effektiv Berechtigte aufzufassen ist (vgl. dazu XAVIER OBERSON, Pr�cis de droit fiscal international [nachfolgend: 2014], 4. Aufl. 2014, Rz. 514 S.165); es kommt vielmehr f�r alle von der Schweiz abgeschlossenen Abkommen zur Anwendung, sogar f�r diejenigen (meist aus �lterer Zeit), welche sich nur auf eine "Zahlung" an eine im anderen Staat "ans�ssige Person" beziehen. Ansonsten w�rde einem solchen Abkommen eine bloss formal-juristische Sichtweise zugrunde liegen.
4.3 In den vergangenen Jahren haben in der Lehre einige Autoren einen restriktiveren Standpunkt ge�ussert:
4.3.1 Der Standpunkt ist in Zusammenhang mit der allgemeinen Rechtsprechung des Bundesgerichts zur Auslegung von Doppelbesteuerungsabkommen zu sehen. Gem�ss dieser Rechtsprechung richten sich Auslegung und Anwendung eines Doppelbesteuerungsabkommens nach V�lkervertragsrecht und V�lkergewohnheitsrecht, namentlich nach den Grunds�tzen des Wiener �bereinkommens vom 23. Mai 1969 �ber das Recht der Vertr�ge (VRK; SR 0.111; vgl. BGE 140 II 167 E. 5.5.2 S. 180; BGE 139 II 404 E. 7.2.1 S. 422; siehe auch die Urteile 2A.239/2005 vom 28. November 2005 E. 3.4.1, in: StR 61/2006 S. 217; 2A.233/1996 vom 6. Dezember 1996 E. 8a, in: RDAF 1998 II S. 73 unter Hinweis auf BGE 122 II 234 E. 4c S. 238). Ein in Kraft stehender Vertrag bindet gem�ss Art. 26 VRK die Vertragsparteien und ist von ihnen nach Treu und Glauben zu erf�llen. Treu und Glauben sowie Ziel und Zweck des Vertrages sind somit bei jeder Anwendung von internationalen Abkommen zu ber�cksichtigen. Jeder Vertragsstaat kann vom anderen erwarten, dass er in Beachtung der genannten Grunds�tze handeltBGE 141 II 447 S. 455 (vgl. BGE 140 II 167 E. 5.5.2 S. 180; BGE 139 II 404 E. 7.2.1 S. 422; BGE 113 Ib 195 E. 4c S. 201; Urteile 2C_436/2011 vom 13. Dezember 2011 E. 3.3, in: StR 67/2012 S. 172; 2A.239/2005 vom 28. November 2005 E. 3.4.1 u. 3.4.3, in: StR 61/2006 S. 217). Laut Art. 31 Abs. 1 VRK ist ein Vertrag nach Treu und Glauben in �bereinstimmung mit der gew�hnlichen, seinen Bestimmungen in ihrem Zusammenhang zukommenden Bedeutung und im Licht seines Ziels und Zwecks auszulegen (vgl. dazu insb. das Urteil 2A.233/1996 vom 6. Dezember 1996 E. 8a, in: RDAF 1998 II S. 73; zu den Auslegungsgrunds�tzen gem�ss Art. 31 Abs. 2 u. 3 VRK sowie Art. 32 VRK: vgl. BGE 139 II 404 E. 7.2.1 S. 422 mit Hinweisen).
4.3.2 Mit dieser Rechtsprechung setzt sich die genannte Lehrmeinung wie folgt auseinander: Der Grundsatz von Treu und Glauben gem�ss Art. 26 und Art. 31 Abs. 1 VRK unterwirft das Auslegungsergebnis einem "Absurdit�tstest". F�hrt die mit grammatikalischer, systematischer und teleologischer Auslegung (Art. 31 VRK) sowie mit erg�nzenden Auslegungsmitteln (Art. 32 VRK) ermittelte gew�hnliche Bedeutung einer Bestimmung in einem konkreten Fall zu einem offensichtlich sinnwidrigen oder unvern�nftigen Ergebnis, das die Abkommensparteien nach Treu und Glauben nicht haben herbeif�hren wollen, ist dieses Ergebnis gest�tzt auf den genannten Grundsatz zu korrigieren. So kann eine nicht in einem Vertragsstaat eines DBA ans�ssige Person nicht die Abkommensvorteile f�r Dividenden beanspruchen. Ein offensichtlich sinnwidriges und unvern�nftiges Ergebnis, das die Vertragsparteien nach Treu und Glauben nicht haben herbeif�hren wollen, liegt dann vor, wenn ein bloss formal zwischengeschalteter, aber nicht effektiv nutzungsberechtigter Empf�nger der Dividende vorgeschoben wird, um die Vorteile des Doppelbesteuerungsabkommens in Anspruch zu nehmen (vgl. u.a. MATTEOTTI, a.a.O., S. 793 f.; BAUMGARTNER, a.a.O., S. 200 f. u. 227 f.; siehe dazu auch DE BROE/VON FRENCKELL, a.a.O., S. 263 f.; RUTH BLOCH-RIEMER, Doppelbesteuerungsabkommen Schweiz/USA: Limitation on Benefits und Nutzungsberechtigung [Beneficial Ownership], 2012, S. 141 ff.).
4.4 Auf diesen Meinungsstreit braucht vorliegend nur insoweit eingegangen zu werden, als es um das Doppelbesteuerungsabkommen mit D�nemark geht. Diesbez�glich kann festgehalten werden, dass die Auffassung, wonach die Nutzungsberechtigung Voraussetzung f�r die Quellensteuerentlastung ist, in beiden Vertragsstaaten offensichtlich dem Verst�ndnis der zust�ndigen Instanzen entspricht. BGE 141 II 447 S. 456
4.4.1 Auf Schweizer Seite ergibt sich das u.a. aus dem Protokoll vom 21. August 2009, mit dem in Art. 10 DBA-DK ausdr�cklich die Nutzungsberechtigung aufgenommen wurde, und aus der Botschaft des Bundesrates zu diesem Protokoll: Es kann ohne weiteres angenommen werden, dass dasselbe Verst�ndnis seit jeher dem Abkommen zugrunde lag und mit der �nderung im Protokoll, folgend der Pr�zisierung im OECD-Musterabkommen, im Sinne einer Kl�rung lediglich explizit gemacht wurde. In seiner Botschaft erw�hnt der Bundesrat die Einf�gung des Begriffs der Nutzungsberechtigung denn auch mit keinem Wort; die Einf�gung wurde offensichtlich nicht als materielle �nderung verstanden (vgl. BBl 2010 89; BAUER-BALMELLI/VOCK, in: Internationales Steuerrecht, Zweifel/Beusch/ Matteotti [Hrsg.], 2015, Rz. 17 u. 57 vor Art. 10-12 OECD-MA; siehe auch DE BROE/VON FRENCKELL, a.a.O., S. 260 ff. sowie E. 3.3.2 des angefochtenen Urteils; zur �nderung des DBA-DK ausserdem: OESTERHELT/HEUBERGER, in: Internationales Steuerrecht, Zweifel/Beusch/ Matteotti [Hrsg.], 2015, Rz. 151 zu Art. 10 OECD-MA).
4.4.2 Damit �bereinstimmend vertrat die Lehre in D�nemark w�hrend langen Jahren die Auffassung, dass dem Beurteilungskriterium der effektiven Nutzungsberechtigung nur geringe Bedeutung zukomme und dasselbe Ergebnis durch die Anwendung der seit jeher g�ltigen allgemeinen Gesetzesgrunds�tze erreicht werden k�nne (vgl. JAKOB BUNDGAARD, The Notion of Beneficial Ownership in Danish Tax Law [nachfolgend: Ownership], in: Beneficial Ownership: Recent Trends [nachfolgend: Beneficial], Michael Lang und andere[Hrsg.], Wien 2013, S. 94; ders., Danish Case Law Developments on Beneficial Ownership [nachfolgend: Developments], Tax Notes International, October 1, 2012 S. 64).
Soweit ersichtlich haben sich die d�nischen Beh�rden und Gerichte erst in j�ngeren Jahren auf das Kriterium der effektiven Nutzungsberechtigung gest�tzt (vgl. BUNDGAARD, Ownership, a.a.O., S. 94 ff.; ders., Developments, a.a.O., S. 65; siehe u.a. auch DAVID DUFF, Beneficial Ownership: Recent Trends, in: Beneficial, a.a.O., S. 7 ff., 22 f.), dann aber in einem Sinne, der mit dem Schweizer Verst�ndnis und demjenigen der genannten d�nischen Lehre - soweit hier massgeblich - �bereinzustimmen scheint. So brachte der Danish Eastern High Court im Fall ISS ohne Weiteres die Umschreibung des Beneficial Owners in der aktuellsten Fassung des Kommentars zum OECD-MA zur Anwendung; das ungeachtet darum, dass es beim betroffenen Verh�ltnis mit Luxemburg um ein DBA ging, BGE 141 II 447 S. 457welches vor Publikation der erg�nzenden Kommentierung abgeschlossen wurde (vgl.BUNDGAARD, Ownership, a.a.O., S. 96 f.). Dabeiging das Gericht davon aus, dass die zuvor im Abkommen enthaltenen Voraussetzungen im neuesten Kommentar verdeutlicht wurden, ohne eigentliche �nderungen zu bewirken. 4.4.3 Das �bereinstimmende Verst�ndnis in den beiden hier betroffenen Staaten steht weiter im Einklang damit, was im internationalen Bereich als (kleinster) gemeinsamer Nenner zum Beurteilungskriterium der effektiven Nutzungsberechtigung bezeichnet werden kann: Die hier massgeblichen Probleme wurden sp�testens seit der Mitte des vergangenen Jahrhunderts diskutiert (vgl. dazu insb. RICHARD VANN, Beneficial Ownership: What Does History [and Maybe Policy] Tell Us, in: Beneficial, a.a.O., S. 267 ff.). Von Anfangan machte sich zwischen den verschiedenen Staaten die Erkenntnis breit, dass es nicht dem Sinn von Doppelbesteuerungsabkommen entsprechen konnte, deren Vorteile auch solchen Personen bzw. Gesellschaften zukommen zu lassen, die z.B. zum Ans�ssigkeitsstaat eine bloss formelle Beziehung aufwiesen und somit zur Inanspruchnahme dieser Vorteile nur vorgeschoben bzw. zwischengeschaltet waren. Als Beispiele f�r ein derartiges Vorschieben wurden in den fr�heren Jahren zwar vor allem Treuhandverh�ltnisse oder �hnliche, damals g�ngige Konstrukte diskutiert (gem�ss der angels�chsischen Terminologie: nominees, agents, trustees) und nicht die erst sp�ter aufgekommenen, komplexen Instrumente der internationalen Finanzm�rkte. Als die Diskussionen dann auf solche Instrumente ausgedehnt und nun unter dem Gesichtspunkt der effektiven Nutzungsberechtigung gef�hrt wurden, blieb doch klar, dass es sich dabei nicht um die Neueinf�hrung eines unterschiedlichen oder strengeren Beurteilungskriteriums handelte. Vielmehr ging es um die Verdeutlichung und allenfalls Verfeinerung des schon zuvor implizit bestehenden Erfordernisses, dass ein nur formelles Nutzungsrecht auch in internationalen Belangen nicht als ausreichend eingestuft werden konnte (vgl. dazu u.a. Model Convention on Income and Capital, Condensed Version 28 January 2003, OECD Committee on Fiscal Affairs [nachfolgend: OECD-Kommentar], Commentaryon Article 10, Ziff. 12; siehe auch KLAUS VOGEL UND ANDERE, on double taxation conventions: a commentary to the OECD-, UN- and US-model conventions for the avoidance of double taxation on income and capital, 3. Aufl., London 1998, S. 561; VANN, a.a.O., S. 267 ff.; JOHN F. AVERY JONES, The Beneficial Ownership Concept Was Never Necessary in the Model, in: Beneficial, a.a.O., S. 333 ff.). BGE 141 II 447 S. 458
4.5 Es er�brigt sich, hier zu pr�fen, in welchem Verh�ltnis ein solches Kriterium zu dem vom Bundesgericht ebenfalls als implizites Instrument zur Auslegung von Doppelbesteuerungsabkommen anerkannten Missbrauchsvorbehalt (vgl. das Urteil 2A.239/2005 vom 28. November 2005 E. 3.4, in: StR 61/2006 S. 217; siehe auch MATTEOTTI, a.a.O., S. 773 f.) steht bzw. inwieweit das Kriterium der effektiven Nutzungsberechtigung der Missbrauchsabwehr dienen soll.
5. 5.1 Die "effektive Nutzungsberechtigung" (vgl. zur Herkunft und Entwicklung des Begriffs: VANN, a.a.O., S. 267 ff.; siehe auch BAUER-BALMELLI/VOCK, a.a.O., Rz. 13 f.) ist demnach Anspruchsvoraussetzung f�r die Geltendmachung von Abkommensvorteilen (vgl. u.a. BAUER-BALMELLI/VOCK, a.a.O., Rz. 19, 34 u. 57, mit weiteren Hinweisen). Nach zutreffender Auffassung des Bundesverwaltungsgerichts dient der Begriff dazu, die Intensit�t der Beziehung zwischen einem Steuersubjekt und einem Steuerobjekt zu beurteilen (vgl. auch BAUER-BALMELLI/VOCK, a.a.O., Rz. 19, 45 u. 57), gem�ss dem Umfang der Entscheidungsbefugnisse hinsichtlich der Verwendung der Eink�nfte (vgl. E. 3.4.1 des angefochtenen Urteils).
5.2 Allgemein wird das Recht auf das Merkmal der Verf�gungsberechtigung (hier bez�glich der ausgesch�tteten Dividenden) als das wesentliche Element der effektiven Nutzungsberechtigung eingestuft:
5.2.1 Der "effektiv Nutzungsberechtigte" ("beneficial owner") einer von einer Gesellschaft im Quellenstaat ausgesch�tteten Dividende ist demgem�ss in erster Linie derjenige, dem die Verf�gungsberechtigung hinsichtlich dieser Dividende zukommt. Somit ist der Dividenden-Empf�nger dann effektiv nutzungsberechtigt, wenn er die Dividende voll verwenden kann und deren vollen Genuss hat, ohne durch eine gesetzliche oder vertragliche Verpflichtung in dieser Verwendung eingeschr�nkt zu sein. Nach einer oft zitierten Definition von VOGEL ist der "beneficial owner" die Person, welche �ber die Hingabe des Kapitals oder Wirtschaftsgutes zur Nutzung oder �ber die Verwendung der Nutzungen, gegebenenfalls �ber beides, entscheiden kann (vgl. KLAUS VOGEL, in: Doppelbesteuerungsabkommen der Bundesrepublik Deutschland auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und Verm�gen: Kommentar auf der Grundlage der Musterabkommen, Vogel/Lehner [Hrsg.], 5. Aufl., M�nchen 2008,N. 18 vor Art. 10-12, S. 824; siehe dazu u.a. auch XAVIER BGE 141 II 447 S. 459OBERSON, Le r�gime d'imposition des dividendes, int�r�ts et redevances, selon la Convention de double imposition entre la France et la Suisse, suite � l'avenant du 22 juillet 1997, RDAF 2000 II S. 163 ff., 168; ders., 2004, a.a.O., S. 226; ders., 2014, a.a.O., Rz. 517 S. 166, Rz. 525 S. 169; BAUER-BALMELLI/VOCK, a.a.O., Rz. 29, 33 u. 46).
Wie aus der englischsprachigen Bezeichnung deutlich wird, geht es also um Merkmale des Eigentums und der wirtschaftlichen Kontrolle bzw. der tats�chlich ausge�bten Befugnisse (vgl. DANON, a.a.O., S. 40; OBERSON, 2014, a.a.O., Rz. 525 S. 169; DANIEL DE VRIES REILINGH, Manuel de droit fiscal international, 2. Aufl. 2014, Rz. 218 S. 75). Der deutsche Begriff betont sodann, dass die Nutzungsberechtigung nicht in einem engen technischen bzw. formaljuristischen Sinn, sondern unter Einbezug der wirtschaftlichen Umst�nde zu verstehen ist (vgl. u.a. DE VRIES REILINGH, a.a.O., Rz. 182 S. 65).
Das gilt namentlich f�r allf�llige Einschr�nkungen der Berechtigung. Die eine volle Verwendung begrenzende Verpflichtung ergibt sich zwar allgemein aus rechtlichen Dokumenten, kann aber auch auf Tatsachen oder Umst�nden beruhen, aus denen deutlich wird, dass der Empf�nger nicht die volle Verf�gungs- und Nutzungsberechtigung hat (vgl. OBERSON, 2014, a.a.O., Rz. 465 S. 150 f.). Die Berufung auf die effektive Nutzungsberechtigung soll verhindern, dass eine Person oder Gesellschaft mit nur beschr�nkten Befugnissen zwischengeschaltet wird, um in den Genuss der Vorteile des Doppelbesteuerungsabkommens zu kommen (vgl. OECD-Kommentar, Ziff. 12.1 u. 22; OBERSON, 2004, a.a.O., S. 226 ff.; DANON, a.a.O., S. 43; OBERSON, 2014, a.a.O., Rz. 516 S. 166). Dabei ist indessen unbeachtlich, ob die Zwischenschaltung im anderen Staat tats�chlich zu einem Steuervorteil f�hrt (vgl. MATTEOTTI, a.a.O., S. 780).
5.2.2 Die Vorinstanz geht wesentlich von der k�rzlich durch BAUMGARTNER erarbeiteten bzw. dargestellten Begriffsbestimmung aus: Gem�ss diesem ist die Berechtigung zu bejahen, wenn die Empf�ngerin der massgeblichen Eink�nfte im Zeitpunkt ihrer Zahlung nicht nur sehr begrenzte Entscheidungen, sondern zumindest gewisse Entscheidungen selbst�ndig treffen kann. Diese Entscheidungsbefugnis ist einer Person abzusprechen, wenn sie die Eink�nfte aufgrund von bereits im Zeitpunkt der Zahlung bestehenden vertraglichen Leistungsverpflichtungen oder tats�chlichen Einschr�nkungen weiterleiten muss. Eine tats�chliche Einschr�nkung ist dann anzunehmen, wenn die beiden folgenden Merkmale kumulativ gegeben sind: BGE 141 II 447 S. 460Einerseits muss die Erzielung der Eink�nfte von der Pflicht zur Weiterleitung dieser Eink�nfte abh�ngig sein; andererseits muss die Pflicht zur Weiterleitung der Eink�nfte von der Erzielung dieser Eink�nfte abh�ngen (vgl. BAUMGARTNER, a.a.O., S. 130 ff., insb. 150; E. 3.4.2 des angefochtenen Urteils). BAUMGARTNER und nach ihm das Bundesverwaltungsgericht gehen somit von einer Abh�ngigkeit nicht nur dann aus, wenn eine (direkte) rechtliche Pflicht zur Weiterleitung der streitigen Betr�ge besteht, sondern auch bei einer "faktischen Verpflichtung" zur Weiterleitung. Bei der zweitgenannten geht es regelm�ssig um wirtschaftliche Indizien, aus denen auf eine (indirekte) rechtliche (insb. vertragliche) Pflicht zur Weiterleitung zu schliessen ist; dies ist insbesondere dann der Fall, wenn die Weiterleitungsverpflichtung nicht direkt als solche stipuliert wird, sich jedoch aus den tats�chlichen Gegebenheiten ergibt. Gem�ss der Lehre ist die Verf�gungsberechtigung zumindest dort nicht gegeben, wo - unter Ber�cksichtigung der rechtlichen wie auch der tats�chlichen und wirtschaftlichen Dimension - die ausgesch�ttete Dividende in einer Form und in einem Ausmass aus dem Ans�ssigkeitsstaat wieder abgeleitet wird, die es nicht (mehr) rechtfertigen, dass der Quellenstaat seine Besteuerungshoheit zugunsten des anderen Staates einschr�nkt oder sogar aufgibt (vgl. zum Ganzen u.a. BAUMGARTNER, a.a.O., S. 130 ff., mit weiteren Hinweisen).
Unter Einbezug der Gesamtheit der Umst�nde (substance over form) ist die Anspruchsberechtigung dann nicht gegeben, wenn dem Dividendenempf�nger der ihm ausgesch�ttete Kapitalertrag nicht verbleibt, weil er rechtlich oder wirtschaftlich zur Weiterleitung gezwungen ist. Das ist dann der Fall, wenn der Ans�ssige die Einnahmen nicht selber beh�lt, sondern diese - aufgrund einer vertraglichen, gesellschaftsrechtlichen oder wirtschaftlichen Gestaltung der Verh�ltnisse - an den tats�chlich wirtschaftlich Berechtigten ausserhalb des Ans�ssigkeitsstaates (und steuerfrei bzw. -reduziert durch diesen hindurch) weiterleitet (vgl. zum Ganzen auch: DANON, a.a.O., S. 43 u. 45 f.; ders., Clarification de la notion de b�n�ficiaire effectif: remarques sur le projet de modification du commentaire OCDE d'avril 2011, S. 581 ff., 589; OBERSON, 2004, a.a.O., S. 221).
Gem�ss einer anderen Formulierung ist der Dividenden-Empf�nger insoweit nicht der effektiv Nutzungsberechtigte, als sein Verf�gungs- und Nutzungsrecht bez�glich der Dividende aufgrund einer vertraglichen oder rechtlichen Verpflichtung, die empfangenen Eink�nfte weiterleiten zu m�ssen, eingeschr�nkt ist und diese Pflicht zur BGE 141 II 447 S. 461Weiterleitung urs�chlich mit der Erzielung des Ertrags verkn�pft ist; eine Weiterleitung schr�nkt die Nutzungsberechtigung hingegen dann nicht ein, wenn es sich bloss um eine nachmalige Verwendung des Ertrags ohne urspr�ngliche bzw. kausale Verbindung mit der Erzielung des Ertrags handelt (vgl. dazu u.a. BAUER-BALMELLI/VOCK, a.a.O., Rz. 33, 45 u. 57, mit weiteren Hinweisen).
5.2.3 Zu den heute g�ngigen Formen der Weiterleitung geh�ren namentlich die zwei folgenden:
Zum einen werden verschiedene Varianten von "direct conduit" bzw. "Durchlauf" gew�hlt: Aus dem Ans�ssigkeitsstaat werden die ausgesch�tteten Dividenden sofort und als Dividenden (bzw. Ertr�ge) in andere Staaten weitergeleitet, d.h. ausschliesslich aufgrund des Gesellschaftsverh�ltnisses, das die zwischengeschaltete Gesellschaft mit ihren Aktion�ren verbindet; damit die Durchlaufstrategie wirksam ist, setzt sie zweierlei voraus: erstens, dass die aus dem Quellenstaat fliessenden Ertr�ge im Staat der zwischengeschalteten Gesellschaft nicht besteuert werden; zweitens, dass dieser Ans�ssigkeitsstaat die an die Aktion�re weitergeleiteten Eink�nfte nicht an der Quelle besteuert oder mit dem Staat des Endempf�ngers ein Doppelbesteuerungsabkommen abgeschlossen hat, das vorteilhafter ist als dasjenige mit dem Quellenstaat (vgl. StR 61/2006 S. 217 ff.; JUNG, a.a.O., S. 786 f., 789 f.; OBERSON, 2004, a.a.O., S. 220 f.; DE VRIES REILINGH, a.a.O., Rz. 186 ff. S. 66 ff.; weiterer Anwendungsfall bei DE BROE/VON FRENCKELL, a.a.O., S. 267 f.)
Zum anderen erfolgt die Weiterleitung aus dem Ans�ssigkeitsstaat oft aufgrund einer sog. "stepping stone"- oder "Sprungbrett"-Strategie: Dabei geschieht die Weiterleitung nicht in der Form von Ertrag, sondern von Aufwand: Der im Ans�ssigkeitsstaat eingenommene Ertrag wird durch die (an Nichtans�ssige gezahlten) Zinsen, Provisionen, Dienstleistungsverg�tungen oder �hnliche Ausgaben sofort wieder gemindert oder annulliert. Ein zweiter Unterschied zum Durchlauf besteht darin, dass die Ertr�ge im Zwischenstaat an sich besteuert werden, aber aufgrund des geltend gemachten Aufwandes nur in beschr�nktem Ausmass (vgl. zum Ganzen DANON/ STORCKMEIJER, Le concept de b�n�ficiaire effectif et les structures de relais directs, ASA 77 S. 105 ff., 106; MATTEOTTI, a.a.O., S. 780 f.; siehe auch den Anwendungsfall bei DANON, a.a.O., S. 44 f.; OBERSON, 2014, a.a.O., Rz. 519 S. 167; DE VRIES REILINGH, a.a.O., Rz. 196 ff. S. 69 f.; vollst�ndig zitiert in LOCHER, 2005, a.a.O., S. 153 ff.). BGE 141 II 447 S. 462
5.2.4 In Bezug auf das Ausmass der Weiterleitung wird als Regel angenommen: je st�rker die Abh�ngigkeit zwischen Einkunft und Pflicht zur Weiterleitung, desto schw�cher die Nutzungsberechtigung (vgl. u.a. BAUMGARTNER, a.a.O., S. 139 ff.; vgl. auch DE BROE/ VON FRENCKELL, a.a.O., S. 273). Gegen die Verf�gungsberechtigung eines Ans�ssigen spricht es, wenn er die ihm ausgesch�ttete Dividende zu 100 % weiterleitet bzw. weiterleiten muss (vgl. z.B. den von DE BROE/VON FRENCKELL, a.a.O., auf S. 264 zitierten Fall). Gleichzeitig erscheint es - entgegen der Auffassung gewisser Autoren (vgl. BAUMGARTNER, a.a.O., S. 142 ff.; DANON, a.a.O., S. 46) - nicht zutreffend, die Nutzungsberechtigung schon dann zu bejahen, wenn er nicht die uneingeschr�nkte Gesamtheit der von ihm aus dem Quellenstaat vereinnahmten Ertr�ge an einen Nichtans�ssigen weiter�bertr�gt; das gilt insbesondere dann, wenn ein kleiner, nicht weitergeleiteter Prozentsatz gerade als Verg�tung oder Entlohnung f�r die Weiterleitung eingestuft werden muss (vgl. zu dieser Problematik u.a. den von DE BROE/VON FRENCKELL, a.a.O., auf S. 265 zitierten Fall).
5.2.5 Das Bundesverwaltungsgericht hat zutreffend die Auffassung �bernommen, dass die Frage der Verf�gungsberechtigung in einer (wirtschaftlichen) Gesamtbeurteilung der konkreten Umst�nde ("substance over form") zu pr�fen ist (vgl. oben E. 5.2.2; siehe E. 3.4.2 u. 6.2.1 des angefochtenen Urteils). Daraus hat die Vorinstanz geschlossen, es k�nne nicht darauf abgestellt werden, ob der Dividendenertrag bei der d�nischen Bank verbleibe oder weitergeleitet werde; das sei eine reine Ex-Post-Betrachtung; es sei aber ausschliesslich auf den Zeitpunkt der Zahlung der Eink�nfte (d.h. hier auf denjenigen der Dividendenaussch�ttung) abzustellen (vgl. E. 6.2.1 des angefochtenen Urteils).
Das ist an sich richtig. Wenn aber die sich im Zeitpunkt der Dividendenaussch�ttung ergebende Situation im Gesamtzusammenhang aller relevanten Umst�nde zu pr�fen ist, dann geh�rt zu diesen Umst�nden auch die sp�tere Weiterleitung der (Dividenden-)Ertr�ge, zumindest insoweit, als diese Weiterleitung schon vor der F�lligkeit vereinbart wurde (vgl. dazu insb. unten E. 6.3-6.5).
5.3 Die zweite Abh�ngigkeit gem�ss BAUMGARTNER und der Vorinstanz (wonach die Weiterleitung der vereinnahmten Betr�ge von deren Erzielung abh�ngen muss; vgl. oben E. 5.2.2) erm�glicht insbesondere die sachgerechte Differenzierung in Konzernverh�ltnissen: Nicht jede Finanzierungst�tigkeit im Konzern kann dazu f�hren, BGE 141 II 447 S. 463dass der finanzierten Gesellschaft per se die Nutzungsberechtigung - f�r durch andere Konzerngesellschaften finanzierte Ertragsquellen - abzusprechen ist. Problematisch sind lediglich diejenigen Konstellationen, in welchen die Gegenleistung f�r die Finanzierung abh�ngig davon zu erbringen ist, ob und in welchem Umfang Dividendenertr�ge vereinnahmt werden.
Mit diesem zweiten Kriterium wird die Frage angesprochen, wer die mit den Aktiengesch�ften verbundenen Risiken zu tragen hat. So erw�hnen einige Autoren diesen Gesichtspunkt der eingegangenen Risiken als Konkretisierungsmerkmal der effektiven Nutzungsberechtigung. Das gilt im hier massgeblichen Zusammenhang insbesondere f�r das Risiko, dass die im Quellenstaat ans�ssige Gesellschaft �berhaupt keine Dividende aussch�ttet (vgl. dazu u.a. BAUMGARTNER, a.a.O., S. 123 ff. u. 146 ff.).
Neben diesem Dividenden-Risiko sind aber alle anderen Risiko-Faktoren (insb. das Kreditrisiko oder dasjenige eines Kursverlustes) daraufhin zu pr�fen, ob Zahlungen selbst dann zu leisten sind, wenn in Wirklichkeit gar nichts eingenommen wurde, womit es sich gerade nicht um die "Weiterleitung" vereinnahmter Betr�ge handeln w�rde. Weiter ist der Hypothese, dass die Weiterleitungspflicht sich nur auf tats�chlich vereinnahmte Betr�ge beschr�nkt, der Fall gleichzustellen, dass ein bestimmtes Risiko im Voraus in einem als zumindest gen�gend gedachten Ausmass abgegolten wird (vgl. dazu unten E. 6.3.4 in fine).
6. 6.1 Im vorliegenden Fall schloss die Beschwerdegegnerin mit nicht in D�nemark oder der Schweiz ans�ssigen Gesellschaften sog. Total-Return-Swaps ab, die sich auf die Aktien schweizerischer Gesellschaften als Basiswerte bezogen.
6.1.1 Die hier zu beurteilenden Vereinbarungen bezogen sich gem�ss Angaben der X. Bank auf Aktienvolumen zwischen Fr. 189'008'750.- und Fr. 1'483'126'600.- (mit Ausnahme einer Vereinbarung �ber Fr. 38'927'500.-). Die Gegenparteien (soweit ersichtlich jeweils eine einzige Gesellschaft f�r jede Vereinbarung) waren der d�nischen Bank bekannt; es handelte sich um steuerpflichtige Unternehmungen bzw. Banken, die in Deutschland, Grossbritannien, den Vereinigten Staaten, den Niederlanden oder Frankreich ans�ssig waren (vgl. Mitteilungen der X. Bank vom 10. Dezember 2008 und vom 26. Juni 2009). BGE 141 II 447 S. 464
6.1.2 Bei F�lligkeit der jeweiligen Swap-Vereinbarung war die Bank verpflichtet, die gesamte Wertentwicklung (Kursgewinn und volle Dividenden) auf dem Basiswert an die Gegenpartei zu leisten. Diese entrichtete der X. Bank im Gegenzug eine variable Zinsentsch�digung (Libor) zuz�glich einer Marge. In einer solchen Vereinbarung wird also der Ertrag der zugrunde liegenden Aktie (bzw. eines Aktienkorbes) gegen einen anderen Ertrag (Zins und eine Marge) "getauscht"; der Zins dient der Finanzierung der Wertschriftenk�ufe, d.h. als Entsch�digung f�r die der Bank zum Aktienerwerb notwendigen Mittel (vergleichbar mit einem Darlehenszins).
6.1.3 Die Beschwerdegegnerin sicherte s�mtliche hier massgeblichen Swap-Gesch�fte zeitgleich durch den Kauf der entsprechenden Basiswerte des Aktienkorbs ab, wobei die Aktien jeweils zu Marktpreisen von einem professionellen B�rsenmakler erworben wurden. Somit war die d�nische Bank zwar verpflichtet, der Swap-Gegenpartei Betr�ge in der H�he der Kursgewinne und der Dividenden als Teil der Wertentwicklung zu zahlen, erzielte aber ihrerseits dank der Absicherung Dividenden (welche ihr unter Abzug von 35 % Verrechnungssteuer ausbezahlt wurden) und Kursgewinne in gleicher H�he.
6.1.4 S�mtliche Swap-Vereinbarungen und Aktien-Transaktionen wurden vor der Dividendenf�lligkeit abgeschlossen. Nach der Dividendenaussch�ttung bzw. mit dem Auslaufen der Swap-Vereinbarungen wurden die Aktien wieder ver�ussert. Gesamthaft betrug das betroffene Dividendenvolumen Fr. 262'205'854.- (vgl. zum Ganzen auch E. 6.1 des angefochtenen Urteils sowie BAUER-BALMELLI/ VOCK, a.a.O, Rz. 53 ff.; siehe auch MATTEOTTI/SUTTER, Switzerland: Broad vs Narrow Interpretation of the Beneficial Owner Concept, in: Beneficial, a.a.O., S. 55 f.).
6.2 Das Bundesverwaltungsgericht hat sich bei seiner Beurteilung des konkreten Falls im Wesentlichen auf die beiden von BAUMGARTNER hervorgehobenen Urteilskriterien gest�tzt (vgl. oben E. 5.2.2 u. 5.3) und erwogen, dass zumindest die erste der genannten zwei Abh�ngigkeiten nicht gegeben sei. Deshalb komme der Bank die effektive Nutzungsberechtigung an den vereinnahmten Dividenden zu.
6.2.1 Zwischen den von ihr abgeschlossenen Swap-Gesch�ften und denjenigen hinsichtlich der Basiswerte des Aktienkorbs habe keine rechtliche Interdependenz bestanden; aus den Swap-Vereinbarungen lasse sich n�mlich weder eine Verpflichtung zur Absicherung durch Kauf der entsprechenden Basiswerte ableiten noch eine Pflicht zur BGE 141 II 447 S. 465Weiterleitung der ausgesch�tteten Dividenden. Gem�ss der erw�hnten wirtschaftlichen Betrachtungsweise ("substance over form") habe auch keine faktische Weiterleitungspflicht f�r die Beschwerdegegnerin bestanden. Die beiden von der Bank abgeschlossenen Gesch�fte seien unabh�ngig voneinander gewesen, denn einerseits h�tte die X. Bank die Dividenden auch ohne die Pflicht zur Bezahlung des Dividendenbetrags an die Gegenpartei vereinnahmt; andererseits h�tte die Beschwerdegegnerin die Pflicht zur Bezahlung des Dividendenbetrags an die Gegenpartei auch ohne Vereinnahmung der Dividenden gehabt. So m�sse in beide Richtungen eine fehlende Interdependenz angenommen werden (vgl. E. 3.4.2 u. 6.2.1 des angefochtenen Urteils; siehe auch DE BROE/VON FRENCKELL, a.a.O., S. 269 f. u. 283 ff.).
6.2.2 Hier ist einerseits n�her auf die vorinstanzliche Einsch�tzung einzugehen, die Beschwerdegegnerin sei nicht verpflichtet gewesen, die von ihr abgeschlossenen Swap-Vereinbarungen durch den Erwerb der zugrundeliegenden Aktien(k�rbe) abzusichern (vgl. unten E. 6.3). Andererseits wird zu pr�fen sein, ob - wie das Bundesverwaltungsgericht erwogen hat - die d�nische Bank nicht dazu verpflichtet war, die aufgrund ihrer Aktiengesch�fte vereinnahmten Dividenden an ihre Swap-Gegenparteien weiterzuleiten (vgl. unten E. 6.4).
6.3 Es trifft zwar zu, dass die Beschwerdegegnerin weder rechtlich noch "faktisch" verpflichtet war, die von ihr abgeschlossenen Swap-Vereinbarungen durch den Erwerb der jeweiligen Aktienwerte abzusichern. Das Fehlen einer solchen Verpflichtung kann sich indessen aus mehreren Gr�nden nicht als massgeblich erweisen:
6.3.1 Trotz fehlender Verpflichtung ist massgeblich, dass die Beschwerdegegnerin das betreffende Aktien-Absicherungsgesch�ft jeweils abschloss - und zwar ausnahmslos, zeitgleich mit der Swap-Vereinbarung sowie in deren vollumf�nglichem Ausmass (vgl. oben E. 6.1.3). Dieselbe �bereinstimmung bestand in jedem Fall hinsichtlich der Aufl�sung der Swaps und des Wiederverkaufs der Aktien (vgl. oben E. 6.1.4).
6.3.2 Der Grund f�r eine solche ausnahmslose, zeitgleiche und vollumf�ngliche Absicherung liegt nahe: Wenn die Beschwerdegegnerin sich im Rahmen der Swap-Vereinbarung schon dazu verpflichtete, einen mit der Dividende und dem Kursgewinn auf Schweizer Aktien �bereinstimmenden Betrag an ihre Gegenpartei BGE 141 II 447 S. 466weiterzuleiten, dann entsprach es ihrem unmittelbaren Eigeninteresse, sich durch den Erwerb der betreffenden Basiswerte abzusichern, um den Betrag, welcher den Gegenstand des Swaps bildete, auch tats�chlich zu vereinnahmen.
6.3.3 Durch die Ausgestaltung der Swap-Vereinbarungen wurde der Abschluss der Aktien-Transaktionen aber nicht nur zwingend nahegelegt, sondern konkret erm�glicht: Die der X. Bank durch den Zins und die Marge zur Verf�gung gestellten Betr�ge konnten als Passivzinsen f�r den Erwerb von Fremdkapital verwendet werden, wodurch sich der Aktienerwerb und die Dividendenvereinnahmung verwirklichen liessen.
Zwar kann diesbez�glich nicht von einer (rechtlichen oder "faktischen") Verpflichtung der Beschwerdegegnerin gesprochen werden, war doch der fremdfinanzierte Erwerb der entsprechenden Basiswerte wohl durch die Ausgestaltung der Swap-Vereinbarungen erm�glicht, nicht aber in einer auf der Beschwerdegegnerin lastenden vertraglichen Pflicht begr�ndet, sondern in einer ihr gegen�ber durch die Gegenpartei eingegangenen Verpflichtung. Dennoch muss in Ber�cksichtigung der wirtschaftlichen Abl�ufe zweifellos von einer massgeblichen Interdependenz zwischen der Finanzierung und dem Erwerb der Basiswerte ausgegangen werden.
6.3.4 Ein weiterer gewichtiger Grund f�r den Abschluss der jeweiligen Absicherungsgesch�fte bestand darin, dass diese Gesch�fte f�r die Beschwerdegegnerin aufgrund der konkreten Ausgestaltung der Swap-Vereinbarungen mit keinerlei (nennenswerten) Risiken verbunden waren.
Die Vorinstanz hat hervorgehoben, dass nicht die Beschwerdegegnerin, sondern letztlich die jeweilige Swap-Gegenpartei wirtschaftlich die mit den Eink�nften verbundenen Risiken trug (vgl. E. 6.2.2 des angefochtenen Urteils). Gem�ss den TRS-Vereinbarungen �bernahm die Bank die Verpflichtung zur Bezahlung/Weiterleitung eines allf�lligen Kursgewinns (auf dem betreffenden Aktienkorb) an die Gegenpartei; dagegen war diese verpflichtet, einen allf�lligen Kursverlust (auf dem Aktienkorb) gegen�ber der X. Bank zu �bernehmen. Das Gleiche galt f�r das Risiko eines etwaigen Dividendenausfalls.
Damit stimmt �berein, dass die Bank sich nur mit einem Zins und einer Marge als Entgelt begn�gte. Das konnte sie, weil ihre Risiken abgesichert waren. Ohne diese Absicherung durch den Kauf der BGE 141 II 447 S. 467Basiswerte h�tten die Swap-Vereinbarungen nicht zu den konkret eingegangenen Bedingungen abgeschlossen werden k�nnen, im Gegensatz zu einer eigenst�ndigen Gesch�ftsgestaltung mit entsprechenden Risiken.
Die Beschwerdegegnerin hat behauptet, zahlreiche Risiken getragen zu haben, insbesondere auch das Kreditrisiko (d.h. das Risiko, dass die Gegenpartei ihrer Verpflichtung zur Zahlung des Zinses und eines allf�lligen Kursverlustes nicht nachkommen w�rde). Zu diesem konkreten Risiko hat sie indessen mehrfach selber einger�umt, dass der ihr im Rahmen der Swaps geschuldete Zins zu Markts�tzen belastet wurde und die Marge das eingegangene Kreditrisiko bei weitem kompensierte. Somit wurden allf�llige Rest-Absicherungsrisiken durch die im Rahmen der Swap-Vereinbarungen der Beschwerdegegnerin geschuldeten Leistungen in durchaus gen�gendem Ausmass entlohnt (vgl. dazu schon oben E. 5.3).
6.3.5 Gesamthaft ist hinsichtlich einer allf�lligen "Verpflichtung" zum Abschluss der Aktien-Absicherungsgesch�fte festzuhalten, dass die Swap-Vereinbarungen aus Sicht der Beschwerdegegnerin mehrere geradezu zwingende Gr�nde daf�r enthielten, sich ausnahmslos, zeitgleich und vollumf�nglich abzusichern. Zumindest zwei dieser Gr�nde (d.h. der Zins als Finanzierungsgrundlage f�r den Aktienerwerb und die von den Swap-Gegenparteien �bernommenen oder auf jeden Fall gen�gend kompensierten Risiken) stellten zwar vertragliche Verpflichtungen dar, die nicht auf der d�nischen Bank lasteten, sondern auf deren jeweiliger Gegenpartei. Ohne die genannten Elemente der Ausgestaltung der Swap-Vereinbarungen w�ren jedoch die Absicherungsgesch�fte kaum abgeschlossen oder zumindest nicht auf die hier massgebliche Art und Weise get�tigt worden. Insofern kann auf jeden Fall von einer "Abh�ngigkeit" der Aktien-Transaktionen (bzw. der dort vereinnahmten Leistungen) gegen�ber den Swap-Vereinbarungen gesprochen werden.
6.4 Es kann dem Bundesverwaltungsgericht bei einer eng zivilrechtlichen Betrachtungsweise beigepflichtet werden, dass die Swap-Vereinbarungen die Beschwerdegegnerin nicht dazu verpflichteten, ihren Gegenparteien die Dividenden der betreffenden Schweizer Aktien weiterzuleiten, sondern vielmehr Betr�ge, welche diesen Dividenden vollumf�nglich entsprachen. Doch vermag eine solche Betrachtungsweise weder den verschiedenen Elementen der Swap-Vereinbarungen noch deren Verbindung mit den im Rahmen der Aktien-Transaktionen erzielten Leistungen gen�gend Rechnung zu BGE 141 II 447 S. 468tragen. Sie fokussiert auf zivilrechtliche �berlegungen anstatt auf den wirtschaftlichen Konnex der verschiedenen Mittelfl�sse.
6.4.1 Auch in Bezug auf diese Dividenden(betr�ge) sind unter den Einzelelementen der Swap-Vereinbarungen namentlich die zwei folgenden hervorzuheben: Einerseits erm�glichten die der Bank ausgerichteten Zins- und Marge-Betr�ge nicht nur allgemein den Abschluss der Aktien-Transaktionen (vgl. oben E. 6.3.3), sondern ganz spezifisch die Vereinnahmung der sich aus diesen Transaktionen ergebenden Dividenden. Andererseits f�hrte die in den Swap-Vereinbarungen vorgesehene Risiko-Regelung (vgl. oben E. 6.3.4) u.a. dazu, dass die an die Gegenparteien weiterzuleitenden Dividenden(betr�ge) auch im Falle eines Dividendenausfalls oder eines Kursverlustes vollumf�nglich dem Ausmass der tats�chlich vereinnahmten Ertr�ge aus den Aktien-Transaktionen entsprachen. In der notwendigen - rechtlichen wie auch wirtschaftlichen - Gesamtbetrachtung bezogen sich die aufgrund der Swap-Vereinbarungen weiterzuleitenden Betr�ge somit nicht nur in entfernter oder loser Verbindung auf die aufgrund der Aktien-Transaktionen vereinnahmten Dividenden, sondern stimmten ausnahmslos und vollumf�nglich mit ihnen �berein. Zudem bestand diese uneingeschr�nkte �bereinstimmung nicht nur faktisch, sondern wurde durch die Swap-Vereinbarungen explizit so bestimmt und benannt.
6.4.2 Die Vereinnahmung der Dividenden war damit mit der vertraglichen Verpflichtung zur Leistung an die Swap-Gegenparteien wirtschaftlich gesehen in derartiger Weise verkn�pft, dass von einer tats�chlichen Verpflichtung der Weiterleitung von Dividenden auszugehen ist. Es liegt damit auch die erw�hnte Interdependenz (vgl. oben E. 5.2.2 in fine) zwischen Dividendenvereinnahmung und Weiterleitung des vereinnahmten Betrages vor. Die Aktien wurden systematisch vor den Dividendenf�lligkeiten erworben, mit dem Ziel, die Dividenden aus den erworbenen Wertschriften vollumf�nglich und verrechnungssteuerfrei an die Swap-Gegenparteien ausserhalb von D�nemark oder der Schweiz weiterzuleiten: Wie die Beschwerdegegnerin selber einger�umt hat, waren diese Gegenparteien allesamt in Staaten ans�ssig, f�r welche die jeweiligen Doppelbesteuerungsabkommen eine Sockelbelastung in Form der Verrechnungssteuer von 15 % vorsahen (vgl. oben E. 6.1.1).
In direkter Anlehnung an das "stepping stone"- oder "Sprungbrett"-Modell (vgl. oben E. 5.2.3) waren die ausgesch�tteten Aktienertr�ge von der X. Bank zu 100 % als Aufwand an die Gegenparteien BGE 141 II 447 S. 469weiterzuleiten; und diese Weiterleitung an Nichtans�ssige war schon vor der Dividendenf�lligkeit so geplant. Selbst die (als zu streng bezeichnete) Forderung von BAUMGARTNER, die effektive Nutzungsberechtigung k�nne nur bei einer vollumf�nglichen Weiterleitung(spflicht) verneint werden (vgl. oben E. 5.2.4), ist hier erf�llt.
6.5 Damit ist sowohl die erste wie auch die zweite f�r die Annahme einer tats�chlichen Weiterleitungsverpflichtung erforderliche "Abh�ngigkeit" (vgl. oben E. 5.2.2) gegeben. Die Gesamtgestaltung der beiden Gesch�fte sollte der Beschwerdegegnerin dabei weder die Verf�gungsberechtigung noch irgendwelche (nennenswerte) Risiken �bertragen. Ist der Beschwerdegegnerin deshalb die effektive Nutzungsberechtigung an den massgeblichen Dividendenertr�gen abzusprechen, er�brigt sich, weiter zu pr�fen, ob zus�tzlich noch ein Abkommensmissbrauch anzunehmen ist.
7. Was die Beschwerdegegnerin dagegen einwendet (vgl. auch DESAX/BUSENHART, Swiss tribunal rules on ownership and treaty abuse issues regarding total return swaps, Tax Notes International 2012, S. 557 ff.), vermag nicht zu einem anderen Ergebnis zu f�hren:
7.1 So kann es im hier massgeblichen konkreten Zusammenhang nicht von Belang sein, dass der globale Swap-Markt betr�chtlich ist und es durchaus nichtsteuerliche Gr�nde f�r Aktien-Swaps geben kann. Ebenso mag durchaus zutreffen, dass die Beschwerdegegnerin die in ihren Swap-Vereinbarungen enthaltenen Aktienbaskets nicht immer vollst�ndig absichert und sie Swap-Vereinbarungen �ber das ganze Jahr abschliesst.
Vorliegend geht es ausschliesslich um kurzfristige und vollumf�nglich abgesicherte TRS-Gesch�fte in Zusammenhang mit Aktien, in deren Zeitspanne die Dividendenaussch�ttung fiel; im Verh�ltnis zwischen der Schweiz und D�nemark wird die effektive Nutzungsberechtigung hier bei solchen Swap-Ausgestaltungen verneint, welche all diese Merkmale kumulativ aufwiesen und durch weitere spezifische Einzelelemente (vgl. insb. oben E. 6.3.3, 6.3.4, 6.4.1 u. 6.4.2) gepr�gt waren. Somit kann auch nicht gesagt werden, die R�ckerstattung der Verrechnungssteuer werde bei TRS-Gesch�ften allgemein und ausnahmslos verweigert. Relevant ist die tats�chliche Ausgestaltung der abgeschlossenen Gesch�fte.
7.2 Aus dem gleichen Grund trifft auch nicht zu, dass die effektive Nutzungsberechtigung hier nur schon deshalb abgesprochen werde, weil der Betrag der vereinnahmten Dividenden nicht bei der BGE 141 II 447 S. 470Beschwerdegegnerin in D�nemark verblieben sei. Zum blossen Umstand der Weiterleitung kamen hier kumulativ all die eben genannten Merkmale der konkreten Gesch�ftsgestaltung hinzu (vgl. oben E. 7.1 und die dortigen Verweise); wegen dieser Merkmale dr�ngt sich zudem der Schluss auf, dass die von der Beschwerdegegnerin geschaffene Gesch�ftskonstruktion gerade nicht mit den Sachverhalten �bereinstimmte, f�r welche die beiden Staaten bewusst eine ausschliessliche Besteuerung im Ans�ssigkeitsstaat vorsahen; hier geht es nicht um die abkommensgerechte Inanspruchnahme von Art. 10 DBA-DK, sondern vielmehr um eine davon entscheidend abweichende.
7.3 Die Beschwerdegegnerin macht weiter geltend, die Gegenparteien der Swap-Vereinbarungen seien in DBA-L�ndern ans�ssig gewesen; angesichts der m�glichen Anrechnung der schweizerischen Verrechnungssteuer an deren Gewinnsteuern h�tten die Gegenparteien durch den Total-Return-Swap gar keine Steuerersparnis erzielt. Die Bank hat diese Behauptung aber weder vor Bundesgericht noch in einer vorherigen Verfahrensphase (gen�gend) substantiiert. Wesentlich ist jedoch in erster Linie, dass es hinsichtlich der effektiven Nutzungsberechtigung nicht auf die Erzielung eines Steuervorteils ankommen kann (vgl. oben E. 5.2.1 in fine). Im konkreten Fall ist diese Berechtigung schon deshalb nicht gegeben, weil die den ausgesch�tteten Dividenden entsprechenden Betr�ge in direkter Anwendung des "stepping stone"- bzw. "Sprungbrett"-Modells und vollumf�nglich in andere Staaten weitergeleitet wurden.
7.4 Die Beschwerdegegnerin argumentiert ausserdem, die Beurteilung der EStV f�hre sich selbst ad absurdum; wenn die Nutzungsberechtigung nicht der X. Bank zugerechnet werde, sondern der Gegenpartei, dann m�sse die Berechtigung im Falle einer Verkettung verschiedener Gesch�fte am Ende der Kette angenommen werden; das stelle ein geradezu widersinniges Ergebnis dar. Diese Argumentation l�sst aber ausser Acht, dass solche Hypothesen hier nicht relevant und so auch nicht zu pr�fen sind. Ist der Beschwerdegegnerin die effektive Nutzungsberechtigung abzusprechen, so muss nicht noch weiter gepr�ft werden, wem sonst diese Berechtigung zukommt.
7.5 Die Beschwerdegegnerin beruft sich weiter darauf, dass die Vorinstanz festgehalten habe, zwischen den zu beurteilenden Aktienk�ufen bzw. -verk�ufen und den jeweiligen Zweitgesch�ften bestehe "keine Interdependenz" (vgl. dazu auch die Parteigutachter der BGE 141 II 447 S. 471Bank, DE BROE/VON FRENCKELL, a.a.O., S. 269 f. u. 283 ff.). Die Bank vertritt die Auffassung, dabei handle es sich um eine Sachverhaltsfeststellung, welche nicht als geradezu offensichtlich unzutreffend eingestuft werden k�nne und somit f�r das Bundesgericht verbindlich sei (vgl. nicht publ. E. 1.4). In Wirklichkeit handelt es sich bei den geltend gemachten Elementen um Aspekte der rechtlichen W�rdigung. Dieser W�rdigung kann - wie bereits dargestellt (vgl. u.a. oben E. 6.3-6.5) - hier insofern nicht gefolgt werden, als sie auf einer zu strikt formaljuristischen bzw. zivilrechtlichen Sichtweise beruht. Soweit die hier als wesentlich bezeichneten wirtschaftlichen Indizien (vgl. oben E. 5.2.2., 5.2.5 u. insb. 6.3-6.5) durch die Vorinstanz nicht im erforderlichen Sinne und Ausmass ber�cksichtigt worden sind, ist allenfalls ein unvollst�ndig ermittelter Sachverhalt (vgl. nicht publ. E. 1.4) anzunehmen.
7.6 In ihrer Beschwerdeantwort f�hrt die Bank zahlreiche Urteile aus verschiedenen L�ndern an (vgl. auch DE BROE/VON FRENCKELL, a.a.O., S. 274 ff.; BAUMGARTNER, a.a.O., S. 390 ff.; und BAUER-BALMELLI/VOCK, a.a.O., Rz. 36 ff.). Indessen vermag sie keinen gen�gend spezifischen Bezug zwischen diesen Urteilen und dem vorliegend zu beurteilenden Fall herzustellen.
8. F�r das Jahr 2006 erstattete die EStV der Bank am 29. September 2006 Verrechnungssteuer-Betr�ge in der H�he von Fr. 37'856'735.88 zur�ck, nachdem sich die X. Bank auch bez�glich der entsprechenden Dividendenertr�ge als nutzungsberechtigt bezeichnet hatte. Mit ihrem Entscheid vom 29. Juli 2010 stufte die Beschwerdef�hrerin diese R�ckerstattung als unbegr�ndet ein und verf�gte, der ausbezahlte Betrag sei (zuz�glich Verzugszins ab dem Zeitpunkt der Auszahlung) zur�ckzuerstatten. Dagegen wendet die Beschwerdegegnerin ein, es bestehe keine rechtliche Grundlage f�r eine solche R�ckzahlung bereits erstatteter Verrechnungssteuern.
8.1 Gegen�ber R�ckerstattungsantr�gen von in der Schweiz ans�ssigen Dividendenempf�ngern sieht Art. 51 Abs. 2 VStG die sp�tere Nachpr�fung ausdr�cklich vor. Eine solche Nachpr�fung ist aber weder im Doppelbesteuerungsabkommen mit D�nemark noch in der Vollzugsverordnung dazu geregelt. Gem�ss Art. 3 Abs. 1 V DBA- DK pr�ft die Eidgen�ssische Steuerverwaltung den Antrag auf seine Berechtigung und seine Richtigkeit; notwendige erg�nzende Ausk�nfte und Beweismittel holt sie direkt beim Antragsteller ein. Abs. 2 desselben Artikels betrifft die Vorgehensweise in dem Fall, BGE 141 II 447 S. 472dass die EStV die R�ckerstattung gew�hrt und sieht diesbez�glich an sich einen formellen Entscheid vor, ohne aber die Hypothese einer nachfolgenden R�ckforderung zu erw�hnen. Art. 3 Abs. 3 V DBA-DK befasst sich mit der Verweigerung der R�ckerstattung und bestimmt, dass die EStV dann ihren (ganz oder teilweise) abweisenden Entscheid mit einer Begr�ndung und einer Rechtsmittelbelehrung durch eingeschriebenen Brief er�ffnet.
8.2 Vor dem Hintergrund des hier anwendbaren Art. 3 V DBA-DK w�re es f�r die EStV auf jeden Fall nicht zul�ssig gewesen, die am 29. September 2006 geleistete R�ckerstattung auf einen formellen Entscheid (z.B. auch nur anhand eines Standardformulars ohne Unterschrift) zu st�tzen, einen solchen Entscheid dann aber mit einer zweiten Verf�gung zu widerrufen. Das w�rde selbst dann gelten, wenn - wie hier der Entscheid vom 29. Juli 2010 - die zweite Verf�gung auf einer eingehenden Pr�fung beruhen w�rde und sorgf�ltig begr�ndet w�re.
Dagegen h�tte es mit dieser Bestimmung durchaus im Einklang gestanden, wenn die EStV die R�ckerstattung vom 29. September 2006 anhand eines Formulars get�tigt h�tte, aus dem deutlich hervorgegangen w�re, dass die an die Beschwerdegegnerin geleistete Zahlung nach einer bloss summarischen ersten Beurteilung und nur unter Vorbehalt einer nachmaligen gr�ndlicheren �berpr�fung erfolgte, d.h. Akonto und ohne Anerkennung einer Rechtspflicht.
8.3 Stattdessen traf die EStV anl�sslich der R�ckerstattung vom 29. September 2006 einen form-, aber auch vorbehaltlosen Entscheid: Aus den Akten geht kein f�rmlicher Entscheid hervor. Es befinden sich dort die R�ckerstattungsantr�ge der Beschwerdegegnerin, jeweils versehen mit einem Stempel: "EStV [Datum]". Das bedeutet aber offenbar keinen Entscheid �ber die R�ckerstattung, denn den gleichen Stempel tragen auch die sp�teren Formulare, deren R�ckerstattung verweigert wurde.
8.3.1 Wenn aber die R�ckerstattung ohne f�rmlichen Entscheid erfolgte, so geht es an der Sache vorbei, wenn die Beschwerdegegnerin argumentiert, es seien keine Gr�nde f�r eine Revision der in Rechtskraft erwachsenen R�ckerstattungsverf�gungen ersichtlich.
8.3.2 Die von der EStV gew�hlte Vorgehensweise stimmt zwar mit Art. 51 Abs. 2 VStG �berein (vgl. oben E. 8.1), nicht aber mit Art. 3 V DBA-DK: BGE 141 II 447 S. 473
In Art. 51 VStG steht nicht ausdr�cklich, dass diese Bestimmung nur f�r die R�ckerstattung an in der Schweiz Ans�ssige anwendbar w�re. Zwar gilt der zweite Abschnitt des Gesetzes (Steuerr�ckerstattung) nur f�r die R�ckerstattung in der Schweiz, aber Art. 51 steht im dritten Abschnitt, der generell gilt, nicht nur f�r die innerschweizerische Steuer.
Aber Art. 51 VStG und Art. 3 V DBA-DK weisen entscheidende unterschiedliche Konzeptionen auf: Nach Art. 51 Abs. 1 VStG trifft die EStV - welche f�r die R�ckerstattung der Verrechnungssteuer an juristische Personen zust�ndig ist - einen Entscheid, wenn sie einem Antrag nicht oder nur teilweise entspricht und sich der Anstand nicht auf andere Weise erledigen l�sst. F�rmliche Entscheide in R�ckerstattungsverfahren sind eher selten. Kein Entscheid ergeht, wenn der R�ckerstattungsanspruch als begr�ndet erscheint und dem Antrag durch �berweisung des geltend gemachten R�ckerstattungsguthabens an den Antragsteller entsprochen wird (vgl. u.a. K�PFER/OESCH-BANGERTER, in: Bundesgesetz �ber die Verrechnungssteuer, 2. Aufl. 2012, N. 1 zu Art. 51 VStG). Als Korrektiv zu dieser nicht auf einem Entscheid beruhenden R�ckerstattung der Verrechnungssteuer sieht Abs. 2 von Art. 51 VStG den Vorbehalt einer sp�teren Nachpr�fung vor. Diese kommt nur zum Zuge, wenn zuvor kein f�rmlicher Entscheid ergangen ist.
Nach der f�r das Verh�ltnis mit D�nemark in Art. 3 V DBA-DK festgehaltenen Konzeption gibt es somit - anders als im landesinternen Verh�ltnis - keine R�ckerstattung der Verrechnungssteuer ohne vorhergehenden Entscheid der EStV. Diese muss den Antrag auf seine Berechtigung und Richtigkeit pr�fen, dann dem Antragsteller ihren Entscheid schriftlich er�ffnen (vgl. oben E. 8.1). Deshalb kann eine R�ckforderung erstatteter Verrechnungssteuer im Verh�ltnis mit einem in D�nemark ans�ssigen R�ckerstattungsberechtigten nicht auf Art. 51 Abs. 2 VStG gest�tzt werden.
8.4 Ebenso wenig l�sst sich die Praxis der EStV auf Art. 12 VStrR (SR 313.0) zur�ckf�hren. Die Anwendung dieser Bestimmung w�rde voraussetzen, dass der unrechtm�ssige Vorteil, der korrigiert werden soll, seinen Grund in einer objektiv strafbaren Verletzung der Verwaltungsgesetzgebung des Bundes hat, d.h. beispielsweise im objektiven Tatbestand der Hinterziehung der Verrechnungssteuer. Hier geht es jedoch klarerweise nicht um eine solche strafbare Widerhandlung, sondern nur darum, ob der Beschwerdegegnerin f�r BGE 141 II 447 S. 474ihre R�ckerstattungsantr�ge des Jahres 2006 die effektive Nutzungsberechtigung abzusprechen ist.
8.5 Wenn die EStV eine R�ckforderung nach bereits erfolgter formloser Erstattung nicht auf Art. 51 VStG oder Art. 12 VStrR st�tzen kann und die Voraussetzungen von Art. 3 V DBA-DK nicht erf�llt sind, so bedeutet dies noch nicht, dass ein solcher R�ckforderungsanspruch ohne Rechtsgrundlage w�re. Eine solche Grundlage besteht im Gesichtspunkt der ungerechtfertigten Bereicherung, der als allgemeiner Grundsatz auch im �ffentlichen Recht gilt (vgl. u.a. BGE 138 V 426 E. 5 S. 430 ff.; Urteil 2C_678/2012 vom 17. Mai 2013 E. 2.3).
8.5.1 Wie vom Bundesgericht erwogen wurde, ist eine Leistung nicht ohne Rechtsgrund erbracht worden, wenn sie aufgrund einer materiellrechtlich falschen, aber rechtskr�ftigen Verf�gung erfolgt ist und kein Grund besteht, auf diese Verf�gung zur�ckzukommen (vgl. das Urteil 2C_114/2011 vom 26. August 2011 E. 2.1). Hier ist jedoch im September 2006 gerade kein f�rmlicher Entscheid ergangen (vgl. oben E. 8.1 u. 8.3 einleitend), so dass nichts dagegen spricht, den Entscheid der EStV vom 29. Juli 2010 als R�ckforderung einer ungerechtfertigten Bereicherung der Beschwerdegegnerin einzustufen.
8.5.2 Es fragt sich indessen, ob eine solche R�ckforderung nicht bereits verj�hrt war. Die V DBA-DK erh�lt zu dieser Frage keine Regelung. Art. 51 VStG sieht eine dreij�hrige Verj�hrungsfrist vor, die hier als solche im internationalen Bereich nicht zur Anwendung kommen kann (vgl. oben E. 8.1 u. 8.3, insb. 8.3.2). Auf die Dreijahresfrist kann jedoch im Sinne eines allgemeinen Rechtsgrundsatzes zur�ckgegriffen werden, als die dem Verrechnungssteuerrecht eigene und den hier zu beurteilenden Fallgestaltungen deshalb naheliegende Regelung, im Gegensatz zu der in privatrechtlichen Belangen geltenden, hier aber wenig sachgerechten Einjahresfrist gem�ss Art. 67 Abs. 1 OR. Ein solcher R�ckgriff auf die Dreijahresfrist beg�nstigt weder den Quellen- gegen�ber dem Ans�ssigkeitsstaat, noch benachteiligt sie den R�ckerstattungsantragsteller im Verh�ltnis zu den Schweizer Beh�rden.
Die Dreijahresfrist wurde hier zumindest mit dem Schreiben vom 11. M�rz 2009 unterbrochen, in dem die Beschwerdef�hrerin der Bank mitteilte, dass die EStV betreffend die Antr�ge des Jahres 2006 von missbr�uchlichen Transaktionen ausgehe und die BGE 141 II 447 S. 475R�ckerstattung somit zu Unrecht erfolgt sei. Eine Verj�hrung ist somit zu verneinen.
8.6 Aus diesem letzten Punkt ist auch zu schliessen, dass der EStV nicht vorgeworfen werden kann, sie habe mit ihrem Entscheid vom 29. Juli 2010 ihre Untersuchungen, welche sich bis dahin ausschliesslich mit den Transaktionen der Jahre 2007 und 2008 auseinandergesetzt h�tten, ohne gen�gende sachverhaltliche und rechtliche Grundlage auf die R�ckerstattungsantr�ge von 2006 ausgedehnt. Zutreffend hat das Bundesverwaltungsgericht in rechtlicher Hinsicht festgehalten, dass der Entscheid vom 29. Juli 2006 den Anspruch der Beschwerdegegnerin auf rechtsgen�gliche Begr�ndung nicht verletzt habe (vgl. E. 5.2 des angefochtenen Urteils). Sachverhaltlich unterliess es die Beschwerdegegnerin in allen Verfahrensstadien, substantiiert darzutun, dass die von der EStV eingehend untersuchten Transaktionen (inkl. diejenige aus dem Jahr 2006) sich von den anderen, nach standardisiertem Modell abgeschlossenen Swap-Vereinbarungen massgeblich unterschieden h�tten.
Es wird aus den Akten jedoch nicht restlos klar, inwieweit die EStV die Transaktionen des Jahres 2006 vor ihrem R�ckforderungsentscheid vollumf�nglich oder nur teilweise bzw. stichprobenhaft einer genauen Nachpr�fung unterworfen hat. Nicht zuletzt angesichts der finanziellen Tragweite der betroffenen Gesch�fte rechtfertigt es sich deshalb, die Sache zwecks (allenfalls nochmaliger) vollst�ndiger Abkl�rung der Gesch�fte 2006 im Sinne der vorstehenden Erw�gungen an die EStV zur�ckzuweisen.
8.7 Auf jeden Fall l�sst sich eine Verzinsungspflicht der Beschwerdegegnerin nicht ab dem Zeitpunkt der ungerechtfertigt erfolgten Auszahlung von September 2006, sondern erst ab demjenigen des R�ckforderungsentscheids vom 29. Juli 2010 rechtfertigen (vgl. Art. 105 OR analog; Art. 16 VStG ist f�r diesen Fall nicht anwendbar).
9. Aufgrund der vorstehenden Erw�gungen erweisen sich die R�ckerstattungsantr�ge der Bank f�r 2007 und 2008 als unbegr�ndet. F�r eine Verzinsung - zu welchem Satz oder ab welchem Zeitpunkt auch immer - besteht somit kein Raum.
140 II 167,
110 IB 287,
113 IB 195,
Art. 51 VStG,
Art. 10 DBA-DK,
Art. 51 Abs. 2 VStG,
Art. 10 Abs. 1 DBA-DK suite... ,
Art. 22-28 VStG,
Art. 13 Abs. 1 lit. a VStG,
Art. 22 Abs. 1 und Art. 24 Abs. 2 VStG,
Art. 4 Abs. 1 DBA-DK,
Art. 26 Abs. 1 DBA-DK,
Art. 26 Abs. 2 DBA-DK,
Art. 26 Abs. 4 DBA-DK,
Art. 31 Abs. 2 u. 3 VRK,
Art. 31 VRK,
Art. 51 Abs. 1 VStG,
Art. 16 VStG