Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_13/vo/1/81270000037.htm
Timestamp: 2018-11-19 10:15:23
Document Index: 257825368

Matched Legal Cases: ['§ 22', '§ 58', '§ 2', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 22', '§ 4', '§ 5', '§ 1']

1.27.037 Hirtenbuck
Verordnung des Landratsamtes Schwäbisch Hall als untere Naturschutzbehörde über das Landschaftsschutzgebiet "Hirtenbuck" vom 14.08.1987 (Mitteilungsblatt der Gemeinde Kreßberg Nr. 14 vom 20.08.1987).
Auf Grund von § 22 und § 58 Abs. 3 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz - NatSchG -) vom 21. Oktober 1975 (GBl. S. 654), geändert durch das Gesetz zur Bereinigung des baden-württembergischen Ordnungswidrigkeitenrechts vom 06. Juni 1983 (GBl. S. 199) wird mit Zustimmung des Regierungspräsidiums Stuttgart verordnet:
Die in § 2 näher bezeichnete Fläche auf dem Gebiet der Gemeinde Kreßberg wird zum Landschaftsschutzgebiet erklärt. Das Landschaftsschutzgebiet führt die Bezeichnung "Hirtenbuck".
(1) Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von rund 10,5 ha.
1. im Norden durch die südliche Grenze der Flst. 2574, 2575, 2576, der Landesstraße 2218 Crailsheim-Dinkelsbühl und der Flst. 2578 (Teilstrecke des Weges), 2581, 2590 und 2591;
2. im Westen durch die Flst. 2574 und 2567 Gemarkung Waldtann;
3. im Süden durch den FW 2556 im Gewann Saufeld und Brunnenwiesen, die GV 2577 und den Weg 2468 nordöstlich von Mistlau;
4. im Osten durch den Weg 2468 von Mistlau zur Landesstraße 2218.
Es umfaßt nach dem Stand vom Oktober 1985 folgende Landschaftsteile:
· Gewann Hirtenbruck und angrenzende Gebiete bei Mistlau, Gemarkung und Flur Waldtann, Gemeinde Kreßberg.
(3) Die Grenzen des Schutzgebietes sind in einer Karte des Landratsamtes Schwäbisch Hall im Maßstab 1 : 2 500 und in einer Karte im M 1 : 25 000 grün eingetragen. Die Karten sind Bestandteil dieser Verordnung. Die Verordnung mit Karten wird beim Bürgermeisteramt Kreßberg in Waldtann zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Dienststunden niedergelegt.
Schutzzweck ist die Erhaltung eines Eichenhains, Heideflächen, naturnahen Gehölzbeständen und einer Obstwiese am landschaftlich beherrschenden Hang über dem oberen Reiglersbachtal.
3. eine geschützte Flächennutzung, z.B. Heideflächen, Gehölzbestände oder Obstbaumwiesen, auf Dauer geändert,
(1) Handlungen, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem besonderen Schutzzweckzuwiderlaufen können, bedürfen der schriftlichen Erlaubnis der unteren Naturschutzbehörde.
8. Betrieb von Modellmotorflugzeugen sowie von Hängegleitern;
15. Neuaufforstungen, Umwandlung von Wald, Anlage von Kleingärten oder die wesentliche Änderung der Bodennutzung auf andere Weise;
16. Beseitigung und Änderung von wesentlichen Landschaftsbestandteilen die zur Zierde oder Belebung des Landschaftsbildes beitragen oder im Interesse der Tierwelt Erhaltung verdienen, wie z.B. Bäume, Hecken, Gebüsche, Feld- und Ufergehölze, Schilf- und Rohrbestände, Felsen und ähnliche Naturerscheinungen.
1. für die Nutzung im Rahmen einer ordnungsmäßigen Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Grundstücke in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang, ausgenommen Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Ziff. 16;
2. für die Nutzung im Rahmen einer ordnungsmäßigen Bewirtschaftung forstwirtschaftlicher Grundstücke in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang, ausgenommen Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Ziff. 14, 15 und 16;
4. für die ordnungsmäßige Unterhaltung der Straßen, Wege, Plätze und Gewässer, ausgenommen Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Ziff. 16;
3. entgegen § 22 Abs. 3 NatSchG in Verbindung mit § 4 dieser Verordnung Handlungen vornimmt, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen,
4. entgegen § 5 dieser Verordnung ohne vorherige schriftliche Erlaubnis Handlungen vornimmt, die den Charakter dieses Gebietes verändern oder dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen können.
Mit Inkrafttreten dieser Verordnung wird § 1 Abs. 1 Ziff. 3 der Verordnung des Landratsamtes Crailsheim vom 11.02.1971 zum Schutz von Landschaftsteilen im Landkreis Crailsheim über das Landschaftsschutzgebiet "Eichenhain im Hirtenbuck bei Neuhaus, Markung Waldtann" aufgehoben.
Schwäbisch Hall, den 14.08.1987