Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%202000,%201185
Timestamp: 2019-07-22 10:56:01
Document Index: 181552053

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 767', '§ 132', '§ 132', '§ 132', '§ 138', '§ 132', '§ 2', 'BGH', '§ 133', 'BGH', '§ 132', '§ 121', '§ 132', '§ 132', 'BGH', 'BGH']

BGH, 15.02.2000 - XI ZR 10/98 - dejure.org
https://dejure.org/2000,1174
BGH, 15.02.2000 - XI ZR 10/98 (https://dejure.org/2000,1174)
BGH, Entscheidung vom 15.02.2000 - XI ZR 10/98 (https://dejure.org/2000,1174)
BGH, Entscheidung vom 15. Februar 2000 - XI ZR 10/98 (https://dejure.org/2000,1174)
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Bürgschaft - Sittenwidrigkeit - Finanzielle Überbelastung - Vorlagen an den Großen Senat - Divergenzvorlage - Grundsatzvorlage - Zulässigkeit - Entscheidungserheblichkeit - Zweckmäßigkeit - Streit zwischen Senaten
IX. BGH-Senat: Unzulässigkeit der Anrufung des Großen Senats durch den XI. Senat zur Sittenwidrigkeit von Bürgschaftsübernahmen durch finanziell krass überforderte Bürgen mangels Entscheidungserheblichkeit der vorgelegten Fragen
Zur Frage der Sittenwidrigkeit einer Bürgschaft oder Mithaftungsübernahme
Zulässigkeit einer Vorlage des XI. Senats
BGB § 767; GVG § 132
GVG §§ 132, 138
Unzulässigkeit der Anrufung des Großen Senats durch den XI. Senat zur Sittenwidrigkeit von Bürgschaftsübernahmen durch finanziell kraß überforderte Bürgen mangels Entscheidungserheblichkeit der vorgelegten Fragen
GVG §§ 132, 138; BGB §§ 138, 242, 607, 765
IX. Senat: Unzulässigkeit der Anrufung des Großen Senats durch den XI. Senat zur Sittenwidrigkeit von Bürgschaftsübernahmen durch finanziell krass überforderte Bürgen mangels Entscheidungserheblichkeit der vorgelegten Fragen
schauwienold.de (Entscheidungsbesprechung)
(RA Schauwienold; MDR 2000, 532-533)
NJW 2000, 1185
ZIP 2000, 404
MDR 2000, 530
NZI 2000, 214 (Ls.)
NZI 2001, 24
WM 2000, 470
Eine Vorlage der Entscheidung über die Frage der Teilrechtsfähigkeit der Wohnungseigentümergemeinschaft an den Großen Senat nach § 132 Abs. 3 und 4 GVG oder an den Gemeinsamen Senat der obersten Gerichtshöfe des Bundes nach § 2 Abs. 1 RsprEinhG kam nicht in Betracht, weil die Voraussetzungen hierfür jeweils nicht vorliegen (vgl. BGH, IX. Zivilsenat, Beschl. v. 15. Februar 2000 in XI ZR 10/98, NJW 2000, 1185; Beschl. v. 19. Mai 1993, GSSt 1/93, MDR 1993, 776, 777;… Kissel, GVG, 4. Aufl., § 133 Rdn. 38).
Daher ist es unstatthaft, den Vereinigten Großen Senaten Fragen vorzulegen, deren Beantwortung lediglich die Begründung einer Entscheidung, nicht jedoch deren Ergebnis beeinflußt (BGH NJW 2000, 1185 f.;… Kissel GVG 3. Aufl. § 132 Rdn. 20 i.V. mit § 121 Rdn. 21;… zustimmend Zöller/Gummer ZPO 23. Aufl. § 132 GVG;… Albers in Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann ZPO 61. Aufl. § 132 GVG Rdn. 7).
Bei fehlender Entscheidungserheblichkeit ist eine Vorlage an den Großen Senat für Zivilsachen nicht zulässig (vgl. BGH, Beschl. v. 15. Februar 2000, XI ZR 10/98, NJW 2000, 1185 m.w.N.).
Sie verkennen dabei, dass die Rechtsprechung zur Sittenwidrigkeit von Bürgschaften und Schuldmitübernahmen naher Familienangehöriger und unverheirateter Lebenspartner (vgl. aus jüngster Zeit BGH, ZIP 2001, 189; ZIP 2000, 404; ZIP 1999, 2584, jeweils m.w.N.) auf die Finanzierung von Steuersparmodellen nicht übertragbar ist.