Source: http://www.anwalt24.de/rund-ums-recht/BVerwG_06_01_2011_BVerwG_4_B_51_10_Revisibilitaet_des_Begehr-d4206084.html
Timestamp: 2016-12-09 22:15:27
Document Index: 364458071

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 1', '§ 6', '§ 6', '§ 86', '§ 96', '§ 98', '§ 108', '§ 132', '§ 398', '§ 6', '§ 6']

BVerwG, 06.01.2011 - BVerwG 4 B 51.10 - Revisibilität des Begehrens der Aufhebung einer allein gegen die Abstandsvorschriften des § 6 Bauordnung (BauO) NRW verstoßenden Baugenehmigung; Angriffe gegen die Beweiswürdigung als Verfahrensmangel | Urteile auf anwalt24.de
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BVerwG, 06.01.2011 - BVerwG 4 B 51.10 - Revisibilität des Begehrens der Aufhebung einer allein gegen die Abstandsvorschriften des § 6 Bauordnung (BauO) NRW verstoßenden Baugenehmigung; Angriffe gegen die Beweiswürdigung als Verfahrensmangel
BundesverwaltungsgerichtBeschl. v. 06.01.2011, Az.: BVerwG 4 B 51.10Gericht: BVerwGEntscheidungsform: BeschlussDatum: 06.01.2011Referenz: JurionRS 2011, 10040Aktenzeichen: BVerwG 4 B 51.10 Verfahrensgang:vorgehend:OVG Nordrhein-Westfalen - 02.09.2010 - AZ: 10 A 2616/08Rechtsgrundlagen:§ 6 BauO NRW§ 86 Abs. 1 VwGO§ 96 Abs. 1 VwGO§ 98 VwGO§ 108 Abs. 1 VwGO§ 132 Abs. 2 Nr. 3 VwGO§ 398 Abs. 1 ZPORedaktioneller Leitsatz:1.Ob ein Nachbar die Aufhebung einer unter Verstoß gegen die Abstandsvorschrift des § 6 BauO NRW erteilten Baugenehmigung verlangen kann, ergibt sich aus nicht revisiblem Landesrecht. Das gilt auch für die Frage, unter welchen Voraussetzungen die Berufung auf § 6 BauO NRW gegen Treu und Glauben verstößt, weil ein Voreigentümer des Nachbarn in einer Vereinbarung mit dem Bauherrn auf seine Rechte verzichtet hat.2.Das Berufungsgericht darf sein Urteil grundsätzlich ohne erneute Vernehmung auf das Ergebnis der erstinstanzlichen Beweisaufnahme stützen.In der Verwaltungsstreitsachehat der 4. Senat des Bundesverwaltungsgerichtsam 6. Januar 2011durchden Vorsitzenden Richter am Bundesverwaltungsgericht Prof. Dr. Rubel,den Richter am Bundesverwaltungsgericht Dr. Jannasch unddie Richterin am Bundesverwaltungsgericht Dr. Philippbeschlossen:Tenor:Die Beschwerde der Kläger gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des Oberverwaltungsgerichts für das Land Nordrhein-Westfalen vom 2. September 2010 wird zurückgewiesen.Die Kläger tragen die Kosten des Beschwerdeverfahrens als Gesamtschuldner mit Ausnahme der außergerichtlichen Kosten der Beigeladenen, die diese selbst trägt.Der Wert des Streitgegenstandes wird für das Beschwerdeverfahren auf 5 000 EUR festgesetzt.