Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=MDR%201996,%20958
Timestamp: 2019-12-14 17:00:16
Document Index: 184809157

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 181', '§ 178', '§ 7', '§ 234', '§ 237', '§ 237', '§ 238', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 237', 'BGH', '§ 237', '§ 237', '§ 237', '§ 237', '§ 238', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 237', '§ 237', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 418', 'BGH', 'BGH', '§ 212', 'BGH', '§ 174', 'BGH', '§ 174', 'BGH', '§ 212', 'BGH', '§ 212', 'BGH', '§ 416', '§ 418', '§ 174', 'BGH', '§ 212', 'BGH', '§ 174', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 174', '§ 88', '§ 85', '§ 57', '§ 88', '§ 85', '§ 57', '§ 88', '§ 88', '§ 57', '§ 88', '§ 85', '§ 85', '§ 85', '§ 88', '§ 85', '§ 85', '§ 88', '§ 57', '§ 57', '§ 5']

Rechtsprechung: MDR 1996, 958 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: BGH, 13.06.1996 | OLG Hamm, 02.02.1996 | OLG Stuttgart, 18.03.1996
BGH, 19.06.1996 - XII ZB 89/96
https://dejure.org/1996,1080
BGH, 19.06.1996 - XII ZB 89/96 (https://dejure.org/1996,1080)
BGH, Entscheidung vom 19.06.1996 - XII ZB 89/96 (https://dejure.org/1996,1080)
BGH, Entscheidung vom 19. Juni 1996 - XII ZB 89/96 (https://dejure.org/1996,1080)
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Kenntnis vom Urteil durch "Gerichtskostenabrechnung"
§ 181 ZPO <Fassung bis 30.6.02> (Hinweis: vgl. nun § 178 Abs. 1 Nr. 1 ZPO), "Wohnung", Anforderungen an die Darlegung der Aufgabe der Wohnung, vgl. § 7 Abs. 3 BGB;
§ 234 Abs. 2 ZPO, Kenntnis vom Vorhandensein eines Urteils durch Zugang eines Kostenfestsetzungsbeschlusses;
§§ 237, 238 Abs. 3 ZPO, Zulässigkeit ...
Wiedereinsetzung - Weitere Beschwerde - Versäumnisurteil - Einspruchsfrist
ZPO § 237, § 238 Abs. 2, 3
Entscheidungskompetenz bei weiterer Beschwerde gegen die Verwerfung einer Beschwerde betreffend die Verwerfung des Einspruchs gegen ein Versäumnisurteil
NJW 1996, 2581
MDR 1996, 958
FamRZ 1996, 1278
Aufgabewille und Aufgabeakt müssen, wenn auch nicht gerade für den Absender eines zuzustellenden Schriftstücks oder den mit der Zustellung beauftragten Postbediensteten, so doch jedenfalls für einen mit den Verhältnissen vertrauten Beobachter erkennbar sein (BGH, Urteil vom 27. Oktober 1987 - VI ZR 268/86, VersR 1988, 415 m.w.Nachw.; BGH, Beschluß vom 19. Juni 1996 - XII ZB 89/96, NJW 1996, 2581).
b) Die urkundliche Erklärung des Postbediensteten, der Beklagte sei "in der Wohnung" nicht angetroffen worden, begründet zwar ein beweiskräftiges Indiz, das nur durch eine plausible Gegendarstellung entkräftet werden kann (BGH, Beschluß vom 19. Juni 1996, aaO m.w.Nachw.).
Hierauf kann nicht verzichtet werden, weil sonst Möglichkeiten zur Manipulation eröffnet würden (…BGH, Urt. v. 27. Oktober 1987 - VI ZR 268/86, NJW 1988, 713; v. 13. Oktober 1993 - XII ZR 120/92, NJW-RR 1994, 564, 565; Beschl. v. 19. Juni 1996 - XII ZB 89/96, NJW 1996, 2581;… v. 14. September 2004 a.a.O.).
bb) Als Ausnahmefall ist anerkannt, dass anstelle des nach § 237 ZPO zuständigen Gerichts das Rechtsmittelgericht die Wiedereinsetzung aussprechen kann, wenn die Wiedereinsetzung nach dem Aktenstand ohne weiteres zu gewähren ist (vgl. Senat, Beschluss vom 9. Juli 1985 - VI ZB 8/85, NJW 1985, 2650, 2651; BGH, Urteil vom 4. November 1981 - IVb ZR 625/80, NJW 1982, 1873, 1874; Beschluss vom 19. Juni 1996 - XII ZB 89/96, NJW 1996, 2581; BAG NJW 2004, 2112, 2113;… MünchKommZPO/Gehrlein, 4. Aufl. § 237 Rn. 4;… Hk-ZPO/Saenger, 5. Aufl., § 237 Rn. 3;… BeckOK ZPO/Wendtland § 237 Rn. 6 (Stand: 15. März 2014);… Zöller/Greger, ZPO, 30. Aufl., § 237 Rn. 2).
In einem solchen Fall sei die Sache an das Ausgangsgericht zurückzuverweisen, weil dem Antragsteller die Möglichkeit nicht entzogen werden dürfe, eine aufgrund der Regelung in § 238 Abs. 3 ZPO nicht anfechtbare Wiedereinsetzung durch das Ausgangsgericht zu erwirken (vgl. BGH…, Urteil vom 3. Juni 1987 - VIII ZR 154/86, aaO;… Beschluss vom 7. Oktober 1981 - IVb ZB 825/81, aaO; vom 19. Juni 1996 - XII ZB 89/96, aaO;… BAG NJW 2004, 2112, 2113 Rn. 47;… MünchKommZPO/Gehrlein, aaO;… Hk-ZPO/Saenger, aaO;… BeckOK ZPO/Wendtland, aaO Rn. 7).
In einem solchen Fall ist das mit der Sache befasste Revisionsgericht ausnahmsweise befugt, selbst zu entscheiden und dem für den Berufungsrechtszug gestellten Wiedereinsetzungsantrag stattzugeben (vgl. BGH…, Urteil vom 20. Mai 2014 - VI ZR 384/13, NJW-RR 2014, 1532 Rn. 12;… Beschluss vom 26. Februar 2013 - VI ZR 374/12, NJW-RR 2013, 702 Rn. 2; Beschluss vom 19. Juni 1996 - XII ZB 89/96, NJW 1996, 2581; Beschluss vom 22. September 1992 - VI ZB 22/92, VersR 1993, 500, 501; Beschluss vom 9. Juli 1985 - VI ZB 8/85, NJW 1985, 2650, 2651; Urteil vom 4. November 1981 - IVb ZR 625/80, NJW 1982, 1873, 1874).
In einem solchen Fall ist das mit der Sache befasste Revisionsgericht ausnahmsweise befugt, selbst zu entscheiden und dem für den Berufungsrechtszug gestellten Wiedereinsetzungsantrag stattzugeben (vgl. Senatsbeschluss vom 22. September 1992 - VI ZB 22/92, VersR 1993, 500, 501 mwN; BGH, Beschluss vom 19. Juni 1996 - XII ZB 89/96, NJW 1996, 2581;… BeckOK ZPO/Wendtland, § 237 Rn. 6 [Stand: 30. Oktober 2012];… HK-ZPO/Saenger, 5. Aufl., § 237 Rn. 3 mwN).
Diese Mängel führen jedoch nicht zur Aufhebung der Beschwerdeentscheidung vom 10.2.1997 und zur Zurückverweisung der Sache an das Landgericht, da der Senat die erforderlichen Feststellungen, ohne daß es weiterer Ermittlungen bedarf, aus den Akten treffen und selbst in der Sache entscheiden kann (vgl. BGHZ 35, 135, 142 f.; BGH NJW 1996, 2581 ; BayObLGZ 1985, 63, 66).
Sie zwingen aber nicht zur Zurückverweisung der Sache, da der Senat die erforderlichen Feststellungen selbst treffen und selbst in der Sache entscheiden kann (vgl. BGHZ 35, 135 /142 f.; BGH NJW 1996, 2581 ; BayObLGZ 1985, 63/66).
Dies vermag der Senat selbst zu entscheiden, da er, soweit die Feststellungen des Landgerichts unvollständig sind, ergänzend auf den Inhalt der Akten zurückgreifen kann (vgl. BGHZ 35, 135 /142 f.; BGH NJW 1996, 2581 ; BayObLGZ 1985, 63/66).
Das Gericht der weiteren Beschwerde kann in der Sache selbst entscheiden, weil weitere Ermittlungen nicht erforderlich sind (vgl. BGH NJW 1996, 2581; BayObLG NJW-RR 1998, 294/295; OLG, Zweibrücken NJWE- FER 1999, 240).
BayObLG, 09.12.1997 - 3Z BR 468/97
Unzulässige Abschiebungshaft bei Identitätsverschleierung
BayObLG, 19.12.1997 - 3Z BR 500/97
Unanfechtbarkeit der Ablehnung einer Außervollzugsetzung von Abschiebungshaft
BGH, 13.06.1996 - VII ZB 12/96
https://dejure.org/1996,1252
BGH, 13.06.1996 - VII ZB 12/96 (https://dejure.org/1996,1252)
BGH, Entscheidung vom 13.06.1996 - VII ZB 12/96 (https://dejure.org/1996,1252)
BGH, Entscheidung vom 13. Juni 1996 - VII ZB 12/96 (https://dejure.org/1996,1252)
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Empfangsbekenntnis - Beweis für Entgegennahme - Entkräftung des Beweises
Entkräftung des durch ein Empfangsbekenntnis erbrachten Beweises
NJW 1996, 2514
VersR 1997, 86
Nach ständiger und verfassungsrechtlich unbedenklicher Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs erbringt das datierte und unterschriebene Empfangsbekenntnis aber als öffentliche Urkunde (§ 418 ZPO) Beweis nicht nur für die Entgegennahme des darin bezeichneten Schriftstücks als zugestellt, sondern auch dafür, dass der darin genannte Zustellungszeitpunkt der Wirklichkeit entspricht (…vgl. BGH, VersR 1987, S. 385; BGH, NJW 1996, S. 2514 ).
Der Gegenbeweis ist vollständig erst dann erbracht, wenn die Beweiswirkungen des § 212 a ZPO entkräftet sind und jede Möglichkeit ausgeschlossen ist, dass die Angabe auf dem Empfangsbekenntnis richtig sein könnte (vgl. BGH, NJW 1996, S. 2514;… BayObLG, NJW-RR 2000, S. 606).
Er setzt voraus, dass die Beweiswirkung des § 174 ZPO vollständig entkräftet und jede Möglichkeit ausgeschlossen ist, dass die Angaben des Empfangsbekenntnisses richtig sein können; hingegen ist dieser Gegenbeweis nicht schon dann geführt, wenn lediglich die Möglichkeit der Unrichtigkeit besteht, die Richtigkeit der Angaben also nur erschüttert ist (BVerfG , NJW 2001, 1563, 1564; BGH, Beschluss vom 13. Juni 1996 - VII ZB 12/96, NJW 1996, 2514, 2515;… Urteil vom 18. Januar 2006, aaO, Rn. 9;… Zöller/Stöber, ZPO, 29. Aufl., § 174 Rn. 20 mwN).
Das Berufungsgericht geht mit Recht davon aus, daß ein derartiges Empfangsbekenntnis grundsätzlich Beweis nicht nur für die Entgegennahme des darin bezeichneten Schriftstücks als zugestellt, sondern auch für den Zeitpunkt der Entgegennahme durch den Unterzeichner und damit der Zustellung erbringt (st. Rspr., vgl. z.B. BGH, Beschlüsse vom 16. September 1993 - VII ZB 20/93 - VersR 1994, 371; vom 13. Juni 1996 - VII ZB 12/96 - NJW 1996, 2514, 2515 und vom 15. Juli 1998 - XII ZB 37/98 - NJW-RR 1998, 1442, 1443 m.w.N.).
Dieser setzt voraus, daß die Beweiswirkung des § 212 a ZPO vollständig entkräftet und jede Möglichkeit ausgeschlossen ist, daß die Angaben des Empfangsbekenntnisses richtig sein können; hingegen ist dieser Gegenbeweis nicht schon dann geführt, wenn lediglich die Möglichkeit der Unrichtigkeit besteht, die Richtigkeit der Angaben also nur erschüttert ist (vgl. z.B. BGH, Beschlüsse vom 13. Juni 1996 - VII ZB 12/96 - aaO …und vom 15. Juli 1998 - XII ZB 37/98 - aaO).
Er verlangt, daß die Beweiswirkung des § 212 a ZPO a.F. vollständig entkräftet und jede Möglichkeit ausgeschlossen ist, daß die Angaben des Empfangsbekenntnisses richtig sein können; hingegen ist der Beweis des Gegenteils nicht schon dann geführt, wenn lediglich die Möglichkeit der Unrichtigkeit besteht, die Richtigkeit der Angaben also nur erschüttert ist (vgl. z.B. BGH, Beschlüsse vom 13. Juni 1996 - VII ZB 12/96 - aaO …und vom 15. Juli 1998 - XII ZB 37/98 - aaO sowie Senatsurteil vom 24. April 2001 - VI ZR 258/00 - aaO).
a) Richtig ist zwar, dass das Empfangsbekenntnis eines Anwalts, obgleich Privaturkunde (§ 416 ZPO), wie eine Zustellungsurkunde gemäß § 418 ZPO Beweis für die Entgegennahme des bezeichneten Schriftstücks als zugestellt und für den Zeitpunkt dieser Entgegennahme erbringt (§ 174 Abs. 1, Abs. 4 Satz 1 ZPO; vgl. BVerfG, NJW 2001, 1563, 1564; BGH, Beschluss vom 13. Juni 1996 - VII ZB 12/96 - VersR 1997, 86).
Das ist für den insoweit wortlautgleichen § 212a ZPO ständige Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs --BGH-- (vgl. z.B. Beschluss vom 13. Juni 1996 VII ZB 12/96, Neue Juristische Wochenschrift --NJW-- 1996, 2514).
Er setzt aber voraus, dass die Beweiswirkung des § 174 ZPO vollständig entkräftet und jede Möglichkeit ausgeschlossen ist, dass die Angaben des Empfangsbekenntnisses richtig sein können; wenn lediglich die Möglichkeit der Unrichtigkeit besteht, die Richtigkeit der Angaben also nur erschüttert ist, ist der Gegenbeweis noch nicht geführt (…BGH NJW 2012, 2117 Rn. 6; BVerfG NJW 2001, 1563, 1564; BGH NJW 1996, 2514, 2515;… BGH NJW 2006, 1206 Rn. 9;… Zöiler/Stöber, ZPO, 31. Aufl. 2016, § 174 Rn. 20).
Widerlegung des Zustellungsnachweises bei Zustellung mittels Empfangsbekenntnis …
BSG, 16.11.2005 - B 2 U 342/04 B
BVerwG, 11.10.2017 - 1 WNB 3.17
Beweis zur Widerlegung des aus einem Empfangsbekenntnis ersichtlichen …
Beweiswirkung eines Empfangsbekenntnisses
LSG Sachsen-Anhalt, 18.10.2018 - L 6 U 158/14
Sozialgerichtliches Verfahren - unzulässige Berufung wegen Fristversäumnis - …
OLG Zweibrücken, 02.01.2014 - 2 WF 236/13
Anforderungen an den Nachweis der Unrichtigkeit eines anwaltlichen …
OLG Hamm, 02.02.1996 - 3 Ws 40/96, 3 Ws 41/96
https://dejure.org/1996,1804
OLG Hamm, 02.02.1996 - 3 Ws 40/96, 3 Ws 41/96 (https://dejure.org/1996,1804)
OLG Hamm, Entscheidung vom 02.02.1996 - 3 Ws 40/96, 3 Ws 41/96 (https://dejure.org/1996,1804)
OLG Hamm, Entscheidung vom 02. Februar 1996 - 3 Ws 40/96, 3 Ws 41/96 (https://dejure.org/1996,1804)
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Bedingte Entlassung, Erstverbüßer, Jugendstrafe, Vollzug im Erwachsenenvollzug, anzuwendendes Recht
JGG § 88, § 85 Abs. 6; StGB § 57
MDR 1996, 958 (Ls.)
NStZ 1996, 405 (Ls.)
StV 1996, 277
Es ist daran festzuhalten, daß auch nach der Neufassung des § 88 Abs. 1 JGG nach Abgabe der Vollstreckung einer nach den Vorschriften des Strafvollzugs für Erwachsene vollzogenen Jugendstrafe an die Staatsanwaltschaft gem. § 85 Abs. 5 JGG die Strafvollstreckungskammer die Prüfung, ob die Aussetzung einer Reststrafe zur Bewährung in Betracht kommt, nicht nach § 57 StGB, sondern weiterhin nach Maßgabe des § 88 JGG vorzunehmen hat (Fortführung von OLG Hamm StV 1996, 277).
Allerdings wäre die Aussetzungsentscheidung bezüglich der jetzt im Erwachsenenvollzug vollstreckten Jugendstrafe auf der Grundlage der Bestimmungen des § 88 JGG und nicht nach § 57 StGB zu treffen gewesen (vgl. hierzu die ausführliche Begründung des hiesigen 3. Strafsenats im Beschluss vom 2. Februar 1996 = StV 1996, 277 = NStZ 1996, 405 (LS) = MDR 1996, 958 (LS) auch unter Bezugnahme auf die Rechtsprechung des erkennenden Senats - Beschlüsse vom 6. Januar 1995 in 2 Ws 469/94 und vom 28. Oktober 1992 in 2 Ws 238 u. 239/92; ferner OLG Frankfurt NStZ-RR 1999, 91;… Ostendorf JGG, 4. Aufl., § 88 Rnr. 1;… Diemer-Schoreit-Sonnen, JGG, 3. Aufl., § 85 Rnr. 16;… Brunner, JGG, 10. Aufl., § 85 Rnr. 14).
Nach der ständigen Rechtsprechung des Senats ist ein Verurteilter, der sich erstmals im Strafvollzug befindet, bei mehreren nacheinander zu vollstreckenden Freiheitsstrafen, aus denen eine Gesamtstrafe nicht gebildet werden kann, nur hinsichtlich der in der Reihenfolge der Vollstreckung an erster Stelle stehenden Freiheitsstrafe als Erstverbüßer im Sinne der vorgenannten Vorschrift anzusehen (zu vgl. OLG Hamm, MDR 1987, 512; StV 1996, 277, 278).
Die Gegenauffassung, wonach auch nach Abgabe der Vollstreckung einer im Erwachsenenstrafvollzug vollzogenen Jugendstrafe an die Staatsanwaltschaft nach § 85 Abs. 6 JGG die Prüfung einer Reststrafenaussetzung nach den Maßstäben des § 88 JGG vorzunehmen ist (OLG Hamm, StV 96, 277; NStZ-RR 00, 92; OLG Frankfurt, NStZ-RR 99, 91; OLG Dresden, NStZ-RR 00, 381;… Eisenberg JGG, 12. Aufl., Rdnr. 17 a zu § 85 m.w.N.) überzeugt demgegenüber aus rechtlich-systematischen wie aus praktischen Gründen nicht.
Entgegen der Auffassung der herrschenden Meinung (OLG Hamm, StV 96, 277, Eisenberg, JGG, 12. Aufl., Rdnr. 17 zu § 85, m.w.N.) ist auch die Aussetzungsregelung nach § 88 Abs. 2 JGG im Vergleich zu derjenigen nach § 57 StGB keineswegs ausnahmslos günstiger für den Verurteilten.
OLG Hamm, 18.08.2009 - 2 Ws 209/09
Begriff der erstmaligen Verbüßung einer Freiheitsstrafe i.S. von § 57 Abs. 2 Nr. …
KG, 11.11.1996 - 1 HEs 160/96
https://dejure.org/1996,7263
OLG Stuttgart, 18.03.1996 - 2 Ss 93/96 (https://dejure.org/1996,7263)
OLG Stuttgart, Entscheidung vom 18.03.1996 - 2 Ss 93/96 (https://dejure.org/1996,7263)
OLG Stuttgart, Entscheidung vom 18. März 1996 - 2 Ss 93/96 (https://dejure.org/1996,7263)
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Vereinbarung einer Nebenkostenpauschale, mit der die Aufwendungen des Vermieters für Warmwasser, Müllbeseitigung, Wasser- und Stromversorgung sowie Heizung entgolten werden; Höhe der Nebenkostenpauschale im Verhältnis zu den tatsächlichen Aufwendungen des Vermieters; ...
WiStrG § 5
AG Ulm, 23.10.1995 - 6 AK 315/95