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Timestamp: 2016-10-27 10:54:54
Document Index: 12349039

Matched Legal Cases: ['Art. 24', 'BGE', 'Art. 82', 'Art. 82', 'BGE', 'Art. 6', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 1', 'BGE', 'Art. 48', 'BGE', 'Art. 134', 'Art. 135', 'Art. 159']

U 190/05 (28.04.2006)
U 190/05
V.________, 1958, Beschwerdef�hrerin, vertreten
durch F�rsprecher Daniel Buchser, Bahnhofstrasse 3, 5734 Reinach,
Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft, Bundesgasse 35, 3011 Bern, Beschwerdegegnerin, vertreten durch F�rsprecher Ren� W. Schleifer, Stampfenbachstrasse 42, 8006 Z�rich
Die 1958 geborene V.________, gelernte Floristin, war seit 1. Juli 1995 bei der Konditorei Q.________ als Verk�uferin/Dekorateurin t�tig und in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen Mobiliar Versicherungsgesellschaft (nachfolgend: Mobiliar) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunf�llen versichert. Bereits am 31. Juli 1994 hatte sie sich bei einem Fahrradunfall eine Claviculafraktur und eine Rotatorenmanschettenruptur rechts zugezogen; die Unfallfolgen dieses Ereignisses sind abgeheilt.
Am 23. September 1995 ereignete sich ein weiterer Unfall, als sie anl�sslich eines Betriebsfestes von den beiden Arbeitskollegen I.________ und S.________, beide bei der Mobiliar privathaftpflichtversichert, zum Spass an den Beinen gezogen wurde, als sie auf einem Stuhl sass. Der V.________ am 9. Oktober 1995 erstbehandelnde Arzt Dr. med. N.________, Facharzt FMH f�r orthop�dische Chirurgie, diagnostizierte im Arztzeugnis UVG vom 2. November 1995 eine Commotio cerebri sowie eine HWS-Kontusion. Frau Dr. med. O.________, Neurologische Klinik des Spitals X.________, beurteilte die gesundheitlichen Beschwerden am 27. Oktober 1995 als cervicocephales Syndrom mit Tr�mmelbeschwerden bei Status nach Kontusion am Hinterkopf/Nackenbereich. Am 29. April 1996 wurde das Arbeitsverh�ltnis mit V.________ vom Arbeitgeber per 31. Mai 1996 aufgel�st. Die Mobiliar nahm verschiedene Abkl�rungen in erwerblicher Hinsicht sowie bez�glich des Unfallherganges vor, holte verschiedene Arztberichte ein (unter anderem des Dr. med. T.________, Facharzt FMH f�r physikalische Medizin und Rehabilitation, speziell Rheumaerkrankungen, vom 31. Juli 1996 und der Dres. A.________ und L.________, Rheuma- und Rehabilitationsklinik Y.________, vom 16. Oktober 1996, unter Beilage einer psychologischen Stellungnahme der Frau F.________, Diplom-Psychologin, vom 30. September 1996) und veranlasste am 4. April 1997 eine Begutachtung durch Dr. med. H.________, Facharzt FMH f�r Neurologie (Expertise vom 9. Februar 1998). Am 23. August 1997 wurde von der Mobiliar als Privathaftpflichtversicherung die Haftung von I.________ und S.________ f�r das Ereignis vom 23. September 1995 anerkannt.
Die Mobiliar zog verschiedenste weitere medizinische Berichte bei. Mit Schreiben vom 26. Oktober 2000 ging sie in �bereinstimmung mit der Invalidenversicherung von einem Invalidit�tsgrad von 100 % aus. Sie verneinte aber die Ausrichtung einer Komplement�rrente, da die von der Invalidenrente ausgerichtete Rente 90 % des massgebenden Jahresverdienstes �bersteige. V.________ war damit nicht einverstanden, sondern wies darauf hin, dass seit dem Unfallereignis mehr als f�nf Jahre verstrichen seien und somit der Jahresverdienst gem�ss Art. 24 Abs. 2 UVV an die seitherige Lohnentwicklung anzupassen sei. Gest�tzt auf ein daraufhin bei Dr. med. Z.________, Facharzt f�r Neurochirurgie FMH, eingeholtes Aktengutachten vom 23. Februar 2001 lehnte die Mobiliar mit Schreiben vom 9. April 2001 die Ausrichtung von Versicherungsleistungen ab, da kein ad�quater Kausalzusammenhang gegeben sei, wogegen V.________ opponierte. Nach Einholung eines weiteren Aktengutachtens des Dr. med. K.________, Facharzt FMH f�r Chirurgie, vom 18. Juli 2001 lehnte die Mobiliar mit Verf�gung vom 20. Juli 2001 die Ausrichtung von Versicherungsleistungen ab, wogegen V.________ Einsprache erhob. Die Mobiliar beabsichtigte darauf am 23. Oktober 2001 das Einholen eines polydisziplin�ren Gutachtens bei der MEDAS. V.________ schlug demgegen�ber ein interdisziplin�res Gutachten durch einen Neurologen und einen Manualmediziner sowie Prof. D.________ von der Klinik B.________ als Gutachter vor. Vom 10. Juni bis 20. Juli 2002 hielt sie sich zur station�ren Rehabilitation in der Klinik C.________ auf. Eine �bernahme der Kosten des Aufenthalts von V.________ in der Klinik C.________ wurde von der Mobiliar abgelehnt. V.________ hielt am 20. August 2002 das Einholen eines Obergutachtens durch die MEDAS weiterhin als nicht angebracht. Die Mobiliar hiess darauf die Einsprache von V.________ mit Entscheid vom 7. November 2002 teilweise gut, indem sie als Zeitpunkt der Leistungseinstellung neu den 31. M�rz 1996 annahm. Im �brigen wurde die Einsprache abgewiesen.
Die hiegegen von V.________ erhobene Beschwerde hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Aargau nach Einholung einer Expertise beim �rztlichen Begutachtungsinstitut ABI vom 8. September 2004, teilweise gut und stellte fest, dass die Mobiliar bis zum 30. September 2000 f�r die Folgen des Unfalls vom 23. September 1995 leistungspflichtig sei.
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde l�sst V.________ beantragen, ihr sei ab 1. April 1996 eine Invalidenrente auf der Basis einer Erwerbsunf�higkeit von 100 % sowie eine Integrit�tsentsch�digung f�r eine Integrit�tseinbusse von 40 % auszurichten. In prozessualer Hinsicht beantragt sie eine Parteiverhandlung. Sodann seien die Dres. med. H.________, T.________, G.________, E.________, D.________ sowie L.________ als sachverst�ndige Zeugen zu befragen. Eventualiter sei ein Gutachten bez�glich ihrer Einschr�nkungen im Haushalt einzuholen.
Die Beschwerdef�hrerin stellt Antrag auf Durchf�hrung einer Parteiverhandlung und einer Befragung der Dres. med. H.________, T.________, G.________, E.________, D.________ sowie L.________ als sachverst�ndige Zeugen. Die Durchf�hrung einer �ffentlichen Verhandlung im Sozialversicherungsprozess setzt nach der Rechtsprechung des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts grunds�tzlich einen - im erstinstanzlichen Verfahren zu stellenden - Parteiantrag voraus. Fehlt es an einem solchen, l�sst sich in der Regel gegen ein ausschliesslich schriftliches Verfahren nichts einwenden, es sei denn, wesentliche �ffentliche Interessen w�rden eine m�ndliche Verhandlung gebieten. Insbesondere in Verfahren, die nach der Praxis des betroffenen Kantons �blicherweise ausschliesslich in Schriftform durchgef�hrt werden, muss sich die Partei, die eine �ffentliche Verhandlung w�nscht, der Notwendigkeit eines entsprechenden Antrags bewusst sein, weshalb dessen Fehlen als Verzicht zu werten ist (vgl. Urteil K. vom 26. Juli 2004, U 311/03, Erw. 1.1 mit Hinweisen). Von der Beschwerdef�hrerin wurde im vorinstanzlichen Verfahren kein Antrag auf eine Parteiverhandlung gestellt. Den Akten ist ebenso zu entnehmen, dass das beim Versicherungsgericht des Kantons Aargau abgehandelte Verfahren auf schriftlichem Weg erfolgte. Daher ist auf Grund des Verhaltens der Beschwerdef�hrerin im vorinstanzlichen Verfahren ein Verzicht auf die Durchf�hrung einer �ffentlichen Verhandlung anzunehmen; der Anspruch auf eine Parteiverhandlung im Verfahren vor dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht ist damit zufolge nicht rechtzeitiger Geltendmachung verwirkt (BGE 122 V 55 f. Erw. 3a und 3b/bb; SVR 2002 ALV Nr. 4 S. 10 Erw. 3; siehe zum Ganzen das in SJZ 100/2004 S. 421 auszugsweise publizierte Urteil A. vom 8. April 2004, I 573/03).
3.1 Der Einspracheentscheid ist zwar am 7. November 2002 vor In-Kraft-Treten des ATSG am 1. Januar 2003 ergangen. Jedoch kann nicht von rechtskr�ftig festgelegten Leistungen im Sinne von Art. 82 Abs. 1 ATSG ausgegangen werden. Daher sind in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechts�tze relevant, die bei der Verwirklichung des zu Rechtsfolgen f�hrenden Sachverhalts in Geltung standen. Rechtskr�ftige laufende Leistungen oder festgesetzte Forderungen im Sinne von Art. 82 Abs. 1 ATSG liegen nicht vor. Daher ist entsprechend den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln der Rentenanspruch f�r die Zeit bis 31. Dezember 2002 auf Grund der bisherigen und ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Normen zu pr�fen (BGE 130 V 445 Erw. 1.2.1 und 1.2.2).
3.2 Die Vorinstanz hat die gesetzliche Bestimmung �ber den Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung (Art. 6 Abs. 1 UVG) sowie die Grunds�tze zu dem f�r die Leistungspflicht des Unfallversicherers vorausgesetzten nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidit�t, Tod; BGE 129 V 181 Erw. 3.1, 406 Erw. 4.3.1, 123 V 45 Erw. 2b, 119 V 337 Erw. 1, 117 V 360 Erw. 4, je mit Hinweisen), zur vorausgesetzten Ad�quanz des Kausalzusammenhangs im Allgemeinen (BGE 129 V 181 Erw. 3.2, 127 V 102 Erw. 5b/aa, 125 V 461 Erw. 5a, je mit Hinweisen) sowie bei psychischen Unfallfolgen (BGE 123 V 99 Erw. 2a, 115 V 133 ff.), Folgen eines Unfalls mit Schleudertrauma der HWS (BGE 122 V 415, 117 V 359 ff.) bzw. einer diesem �quivalenten Verletzung (SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 Erw. 2) oder mit Sch�del-Hirntrauma (BGE 117 V 369 ff.) ohne organisch nachweisbare Funktionsausf�lle im Besonderen zutreffend dargelegt. Gleiches gilt zu dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 129 V 153 Erw. 2.1 mit Hinweisen) sowie zum Beweiswert �rztlicher Berichte und Gutachten (BGE 125 V 352 ff. Erw. 3; RKUV 2003 Nr. U 487 S. 345 Erw. 5.1). Darauf wird verwiesen.
In Frage steht der Anspruch der Beschwerdef�hrerin auf eine Invalidenrente sowie auf eine Integrit�tsentsch�digung. Dabei ist insbesondere streitig, ob die im Zeitpunkt der Leistungseinstellung noch geklagten Beschwerden unfallkausal sind.
4.1 Vorab ist festzuhalten, dass eine Bindungswirkung des Entscheids der Invalidenversicherung f�r das Verfahren der Unfallversicherung nicht gegeben ist (vgl. AHI-Praxis 2004 S. 181; Urteil B. vom 7. April 2005, U 141/04). Der Entscheid der Invalidenversicherung liegt denn auch nicht bei den Akten. Lediglich im Schreiben vom 22. Dezember 1999 und in der �berentsch�digungsberechnung vom 26. Oktober 2000 der Beschwerdegegnerin erw�hnt diese, die Beschwerdef�hrerin gelange in den Genuss einer vollen Rente der Invalidenversicherung und die Rentenbemessung basiere auf einer 100%igen Erwerbst�tigkeit der Beschwerdef�hrerin. Da keine Akten der Invalidenversicherung vorliegen, kann auch keine Beurteilung zur Komplement�rrentenberechnung vom 26. Oktober 2000 abgegeben werden, wobei jene Berechnung im anschliessenden Verfahren bei der Beschwerdegegnerin keine Rolle mehr gespielt hat, da diese den ad�quaten Kausalzusammenhang generell bestritt und die Komplement�rrentenberechnung somit gar nicht Verfahrensgegenstand bildet.
4.2 In den Akten findet sich eine Vielzahl �rztlicher Beurteilungen. Was zun�chst die beiden Aktengutachten der Dres. med. Z.________ und K.________ betrifft, gen�gen diese - wie die Vorinstanz bereits zutreffend und einl�sslich dargelegt hat - den Anforderungen an beweiskr�ftige medizinische Stellungnahmen (BGE 125 V 352 Erw. 3a, 122 V 60 Erw. 1c) nicht. Dies gilt mit Bezug auf das Gutachten des PD Dr. med. K.________ auch deshalb, weil dieses vor allem Kritik an anderen Gutachten beinhaltet (beispielsweise massive Kritik am - ausserhalb des Fachgebiets des Chirurgen Dr. med. K.________ liegenden - Gutachten des Neurologen Dr. med. H.________), ohne eigene Befunde zu erheben oder Feststellungen zu treffen. Nebst diesen Aktengutachten sind noch zus�tzliche Berichte der die Beschwerdef�hrerin behandelnden �rzte aktenkundig. Bei diesen �rzten ist jedoch wie bei Haus�rzten zu ber�cksichtigen, dass sie im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsf�llen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (vgl. BGE 125 V 353 Erw. 3b/cc). Es rechtfertigt sich daher, zur Beurteilung der Anspr�che der Beschwerdef�hrerin einerseits auf die Expertise des Dr. med. H.________ vom 9. Februar 1998 und andererseits auf das polydisziplin�re Gutachten des ABI vom 8. September 2004 abzustellen. Diese Gutachten gen�gen den Anforderungen an eine beweiskr�ftige medizinische Stellungnahme (BGE 125 V 352 Erw. 3a, 122 V 160 Erw. 1c), beruhen beide auf allseitigen, einl�sslichen Untersuchungen und ber�cksichtigen die geklagten Beschwerden ebenso wie die umfangreichen Vorakten, zudem sind die Schlussfolgerungen der Experten begr�ndet und nachvollziehbar. Durch diese beiden Gutachten erscheint die Angelegenheit hinl�nglich dokumentiert und es besteht keine Veranlassung, noch weitere medizinische Abkl�rungen zu t�tigen oder, wie von der Beschwerdef�hrerin beantragt, die Dres. med. H.________, T.________, G.________, E.________, D.________ sowie L.________ als sachverst�ndige Zeugen zu befragen. Nicht von Relevanz ist im �brigen im Verfahren bei der Beschwerdegegnerin als obligatorischer Unfallversicherung die Einschr�nkung der Versicherten im Haushaltbereich, versichert doch die Unfallversicherung nur die Arbeitnehmert�tigkeit (Art. 1a Abs. 1 UVG), sodass auch der diesbez�gliche Antrag auf eine entsprechende Begutachtung der Beschwerdef�hrerin obsolet ist.
4.3 Sowohl auf Grund des Gutachtens des Dr. med. H.________ wie auch des ABI ist zu schliessen, dass der nat�rliche Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und den bei der Beschwerdef�hrerin gegebenen gesundheitlichen Beeintr�chtigungen als vorhanden betrachtet werden muss. Zu pr�fen ist daher im Folgenden, ob nebst dem nat�rlichen auch der ad�quate Kausalzusammenhang vorliegt. Korrekt ist das Vorgehen der Vorinstanz, f�r die Beurteilung der Ad�quanz die Rechtsprechung des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts heranzuziehen, die im Zusammenhang mit der Ad�quanzbeurteilung des Schleudertraumas entwickelt wurde (BGE 117 V 382 Erw. 4b). Die Beschwerdef�hrerin erlitt eine Contusio cerebri, wobei sich das gleiche Beschwerdebild wie bei einem Schleudertrauma zeigt, sodass neurologisch vom ABI nebst dem Cervicalsyndrom auch m�ssige St�rungen im mittleren und oberen HWS-Bereich diagnostiziert wurden.
4.4 Das Unfallereignis ist mit der Vorinstanz dem mittleren Bereich im Grenzbereich zu den leichten Unf�llen zuzuordnen.
Hinsichtlich der einzelnen Ad�quanzkriterien ergibt sich jedenfalls Folgendes:
4.4.1 Unbestrittenermassen liegt mit der erlittenen Contusio cerebri und dem Trauma der HWS keine schwere Verletzung oder eine solche von einer besonderen Art vor. Ebenso sind besonders dramatische Begleitumst�nde oder eine besondere Eindr�cklichkeit des Unfalls zu verneinen. Schliesslich kann auch nicht von einer �rztlichen Fehlbehandlung die Rede sein.
4.4.2 Bei der Versicherten ist mit der Vorinstanz eine ungew�hnlich lange Dauer der �rztlichen Behandlung anzunehmen. Da auch keine psychische �berlagerung der Beschwerden gem�ss dem Gutachten des ABI angenommen werden kann, sind die �rztlichen Behandlungen, die seit dem Unfallereignis ohne wesentlichen Unterbruch andauerten, auf das Unfallereignis zur�ckzuf�hren. Der vom Aktengutachter PD Dr. med. K.________ erhobene Einwand der Symptomausweitung wurde im polydisziplin�ren Gutachten des ABI ausdr�cklich verworfen. Die Vorinstanz h�lt in diesem Zusammenhang der Beschwerdef�hrerin vor, dass sie sich nicht einer Operation zum Anbringen eines Fixateur externe unterzogen habe, obwohl diese Massnahme von Prof. Dr. med. D.________ in Erw�gung gezogen worden war. Dieser Vorwurf ist nicht gerechtfertigt: Wenn die Beschwerdegegnerin der Auffassung gewesen w�re, eine solche operative Massnahme sei notwendig, so h�tte sie das Verfahren gem�ss Art. 48 Abs. 2 UVG einschlagen und die Beschwerdef�hrerin auffordern m�ssen, sich dieser Massnahme zu unterziehen. Derartiges ist aber nicht aktenkundig.
4.4.3 Das Kriterium der Dauerbeschwerden ist sowohl durch das Gutachten des Dr. med. H.________ vom 9. Februar 1998 wie auch das Gerichtsgutachten des ABI vom 8. September 2004 erstellt.
4.4.4 Der Heilungsverlauf ist unter Verweis auf die ungew�hnlich lange Dauer der �rztlichen Behandlung als schwierig und mit Komplikationen behaftet zu qualifizieren.
4.4.5 Die Vorinstanz sieht das Kriterium der lange andauernden Arbeitsunf�higkeit nicht gegeben, da diese nur 50 % betrage und die Beschwerdef�hrerin nur ein 50 %-Pensum ausge�bt habe. Sinngem�ss geht die Vorinstanz davon aus, dass die Beschwerdef�hrerin die bei ihr gegebene 50%ige Arbeitsf�higkeit im Rahmen ihrer ebenfalls nur 50 % im erwerblichen Bereich gelegenen T�tigkeit vollumf�nglich verwerten k�nne. Diese Betrachtungsweise k�nnte allenfalls im Bereich der Invalidenversicherung unter Verweis auf BGE 125 V 146 zutreffend sein. Jedoch ist dieses Vorgehen im Verfahren der Unfallversicherung nicht korrekt, nachdem durch diese, wie bereits ausgef�hrt, nur die Arbeitnehmert�tigkeit versichert ist: Deshalb wird hier das Valideneinkommen auch bei Teilerwerbst�tigkeiten nach Massgabe einer Vollerwerbst�tigkeit berechnet, und es wird dieses dann dem zumutbarerweise noch erzielbaren Einkommen gegen�bergestellt. Deshalb schliesst im Bereich der Unfallversicherung der Umstand, dass eine teilerwerbst�tige Person noch in der Lage ist, im gleichen Umfang und zum gleichen Lohn wie vor dem Unfall zu arbeiten, die Annahme einer Invalidit�t nicht aus (vgl. Ueli Kieser, Die Ermittlung des Invalidit�tsgrades von Teilerwerbst�tigen; in: Ren� Schaffhauser/Frank Schlauri, Sozialversicherungsrechtstagung 2002, S. 31). Dies bedeutet, dass auch die Arbeitsunf�higkeit der Beschwerdef�hrerin basierend auf einer Vollerwerbst�tigkeit zu ermitteln ist. Diese Arbeitsunf�higkeit betrug daher nicht 0 %, wie die Vorinstanz anzunehmen scheint, sondern (gem�ss Gutachten des ABI vom 8. September 2004) 50 % oder (gem�ss Gutachten des Dr. med. H.________ vom 9. Februar 1998) 60 %. Damit wird aber das Kriterium der lange andauernden Arbeitsunf�higkeit erf�llt und es ist irrelevant, in welchem Umfange die Beschwerdef�hrerin eine Steigerung ihres Arbeitspensums mit dem R�ckgang ihrer Betreuungsfunktionen f�r ihre Kinder ausgedehnt h�tte.
4.5 Damit sind vier unfallbezogene Kriterien erf�llt und der ad�quate Kausalzusammenhang der von der Beschwerdef�hrerin geltend gemachten gesundheitlichen Beeintr�chtigungen und dem Unfallereignis vom 23. September 1995 gem�ss Rechtsprechung auch bei einem mittelschweren Unfall im Grenzbereich zu den leichten Unf�llen gegeben.
Was sodann den Rentenanspruch betrifft, wurde im Gutachten des ABI vom 8. September 2004 festgehalten, der Beschwerdef�hrerin seien medizinisch-theoretisch k�rperlich leichte und adaptierte Leistungen zu 80 % zumutbar. Auf diesen Wert kann f�r die Beurteilung des Invalidit�tsgrades abgestellt werden, da die Begutachtung durch das ABI umfassend ist und den Anforderungen an eine beweiskr�ftige medizinische Stellungnahme gen�gt (vgl. Erw. 4.2 hievor). Demgegen�ber �ussert sich der Gutachter Dr. med. H.________ nur zur Arbeitsf�higkeit der Versicherten im angestammten T�tigkeitsbereich und nicht in einer Verweisungst�tigkeit. Damit ist auf die Beurteilung des ABI abzustellen, wonach in einer angepassten T�tigkeit mit wechselnd sitzender/stehender K�rperhaltung ohne Kopfzwangshaltung eine Einschr�nkung von 20 % besteht. Diese Angaben erlauben es jedoch nicht, eine korrekte Ermittlung des Invalidit�tsgrades vorzunehmen. Insbesondere fehlen detaillierte Angaben f�r das Validen- wie auch f�r das Invalideneinkommen der Versicherten. Die Beschwerdegegnerin wird daher im Rahmen der Festlegung der Anspr�che der Beschwerdef�hrerin seit 1. April 1996 die diesbez�glichen Abkl�rungen, die es erlauben, den Invalidit�tsgrad nach Massgabe einer vollen Erwerbst�tigkeit zu berechnen, noch vorzunehmen haben.
Angesichts der erforderlichen R�ckweisung er�brigt es sich, bereits zur H�he der Integrit�tsentsch�digung und den entsprechenden Vorbringen der Beschwerdef�hrerin Stellung zu nehmen; vielmehr wird die Beschwerdegegnerin dar�ber noch verf�gungsweise zu befinden haben.
Im vorliegenden Verfahren geht es um die Bewilligung von Versicherungsleistungen, weshalb von der Erhebung von Gerichtskosten abzusehen ist (Art. 134 UG). Dem Prozessausgang entsprechend ist der Beschwerdef�hrerin eine Parteientsch�digung zuzusprechen (Art. 135 in Verbindung mit Art. 159 OG).
In Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde werden der Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau vom 16. M�rz 2005 und der Einspracheentscheid der Mobiliar vom 7. November 2002 aufgehoben und es wird festgestellt, dass die Beschwerdef�hrerin gegen�ber der Mobiliar �ber den 31. M�rz 1996 hinaus Anspruch auf die gesetzlichen Leistungen hat.
Die Mobiliar hat der Beschwerdef�hrerin f�r das Verfahren vor dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht eine Parteientsch�digung von Fr. 2'500.- (einschliesslich Mehrwertsteuer) zu bezahlen.
Luzern, 28. April 2006