Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VIII%20R%2021/97
Timestamp: 2019-12-06 17:36:43
Document Index: 233615405

Matched Legal Cases: ['§ 24', '§ 34', '§ 89', '§ 24', '§ 34', '§ 89', '§ 24', '§ 89', '§ 24', '§ 34', '§ 89', '§ 4', '§ 24', '§ 89', '§ 24', '§ 89', '§ 17', '§ 34']

BFH, 12.10.1999 - VIII R 21/97 - dejure.org
https://dejure.org/1999,1175
BFH, 12.10.1999 - VIII R 21/97 (https://dejure.org/1999,1175)
BFH, Entscheidung vom 12.10.1999 - VIII R 21/97 (https://dejure.org/1999,1175)
BFH, Entscheidung vom 12. Januar 1999 - VIII R 21/97 (https://dejure.org/1999,1175)
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EStG § 24 Nr. 1 Buchst. c, § 34; HGB § 89b
Kfz-Vertragshändler - Ausgleichszahlungen - Analoge Anwendung
EStG § 24 Nr. 1 lit. c, § 34; HGB § 89b
Einkommensteuer; Ausgleichszahlungen an Eigenhändler und Kommissionsagenten
BFHE 190, 343
NJW-RR 2000, 913
BB 2000, 545
DB 2000, 552
BStBl II 2000, 220
Ob eine Regelungslücke oder lediglich ein sog. rechtspolitischer Fehler vorliegt, ist unter Heranziehung des Gleichheitsgrundsatzes zu ermitteln, wobei auf die Wertungen und die Entstehungsgeschichte des Gesetzes zurückzugreifen ist (BFH-Urteil in BFHE 190, 343, BStBl II 2000, 220, unter II.2.b aa; ebenso BFH-Urteile in BFHE 111, 329, BStBl II 1974, 295, unter 2.b; in BFHE 175, 406, BStBl II 1995, 382, unter II.3.;… in BFHE 199, 374, BStBl II 2002, 697, unter 2.b aa, und in BFH/NV 2006, 1641, unter II.3.b aa).
Ob eine Regelungslücke oder lediglich ein sog. rechtspolitischer Fehler vorliegt, ist unter Heranziehung des Gleichheitsgrundsatzes zu ermitteln, wobei auf die Wertungen und die Entstehungsgeschichte des Gesetzes zurückzugreifen ist (BFH 12. Oktober 1999 VIII R 21/97, a.a.O.;… BFH vom 11. Februar 2010 V R 38/08, a.a.O.).
§ 24 Nr. 1 Buchst. c EStG wird darüber hinaus auch bei Ausgleichszahlungen, die an Vertragshändler in sinngemäßer Anwendung des § 89b HGB geleistet werden, analog angewendet (BFH-Urteil vom 12. Oktober 1999 VIII R 21/97, BFHE 190, 343, BStBl II 2000, 220).
Im Übrigen steht Versicherungsvertretern, die Vertragsbeziehungen zu zwei oder mehreren Versicherungsgesellschaften unterhalten, --bei Vorliegen der weiteren Voraussetzungen-- ein gemäß § 24 Nr. 1 Buchst. c EStG i.V.m. § 34 EStG ermäßigt zu besteuernder Ausgleichsanspruch in unmittelbarer Anwendung des § 89b HGB zu, wenn die Verbindung mit einer Gesellschaft gelöst wird (vgl. BFH-Urteile in BFHE 95, 497, BStBl II 1969, 485; in BFHE 190, 343, BStBl 2000, 220).
Arbeitslosenhilfeanspruch - Erlöschen wegen Eintritt einer Sperrzeit - …
Der erkennende Senat kann deshalb den Vergleich selbst auslegen, da die zur Auslegung erforderlichen Tatsachen vom LSG festgestellt, oder aus den Akten ersichtlich sind (vgl zur Befugnis des Revisionsgerichts einen Vergleich bei fehlender oder widersprüchlicher Auslegung durch das Tatsachengericht selbst auszulegen Bundesgerichtshof Urteil vom 17. September 1980, IVb ZR 550/80 = NJW 1981, 51; Bundesfinanzhof Urteil vom 12. Oktober 1999, VIII R 21/97 = BFHE 190, 343).
Davon zu unterscheiden ist ein sog. rechtspolitischer Fehler, der vorliegt, wenn sich eine gesetzliche Regelung zwar als rechtspolitisch verbesserungsbedürftig, aber --gemessen an dem mit ihr verfolgten Zweck-- nicht als planwidrig unvollständig und ergänzungsbedürftig erweist (vgl. BFH-Urteil vom 12. Oktober 1999 VIII R 21/97, BFHE 190, 343, BStBl II 2000, 220, 221, m.w.N.; ferner Tipke/Kruse, Abgabenordnung-Finanzgerichtsordnung, § 4 AO 1977 Tz. 345, m.umf.N.).
Ob es sich um eine Regelungslücke oder lediglich um einen sog. rechtspolitischen Fehler handelt, ist unter Heranziehung des Gleichheitsgrundsatzes zu ermitteln, wobei für den danach erforderlichen Vergleich auf die Wertungen des Gesetzes, insbesondere die Entstehungsgeschichte des Gesetzes zurückzugreifen ist (BFH-Urteil vom 12. Oktober 1999 VIII R 21/97, BFHE 190, 343, BStBl II 2000, 220, m.w.N.;… Canaris, Die Feststellung von Lücken im Gesetz, 2. Aufl., S. 71 f.).
Unter Hinweis auf die Rechtsprechung des BFH (BStBl. 2000 II S. 220) führt die Klägerin aus, dass sie umfassend in die Organisation der Fa. F mit einbezogen gewesen sei.
§ 24 Nr. 1c EStG findet nach der Rechtsprechung entsprechende Anwendung, wenn der Ausgleichszahlungsanspruch zivilrechtlich auf analoger Anwendung des § 89b HGB beruht (vgl. BFH, Urteil vom 12.10.1999 - VIII R 21/97 , BStBl 2000 II S. 220; Urteil vom 24.01.1974 - IV R 76/70 , BStBl 1974 II S. 295).
§ 24 Nr. 1c EStG findet entsprechende Anwendung, wenn eine Ausgleichszahlung auf analoger Anwendung der § 89b HBG beruht, sei es, dass an andere Kaufleute als Handelsvertreter unter Heranziehung dieser Norm eine Zahlung erfolgt oder an Handelsvertreter aufgrund einer entsprechenden Norm ausländischen Rechts geleistet wird ( BFH, Urteil vom 12.10.1999 - VIII R 21/97 , BStBl 2000 II S. 220 m.w.N.).
Eine solche Lücke liegt vor, wenn eine Regelung gemessen an ihrem Zweck unvollständig, d. h. ergänzungsbedürftig ist und wenn ihre Ergänzung nicht einer vom Gesetzgeber beabsichtigten Beschränkung auf bestimmte Tatbestände widerspricht (BFH-Urteil vom 12. Oktober 1999 - VII R 21/97, BStBl II 2000, 220).
aa) Eine Gesetzeslücke liegt vor, wenn das Gesetz, gemessen an seinem eigenen Ziel und Zweck, unvollständig, also ergänzungsbedürftig ist und eine Ergänzung nicht einer vom Gesetz gewollten Beschränkung auf bestimmte Tatbestände widerspricht (BFH-Urteile vom 21. Oktober 1999 I R 66/98, BFHE 190, 390, BStBl II 2000, 288; vom 12. Oktober 1999 VIII R 21/97, BFHE 190, 343, BStBl II 2000, 220).
FG Niedersachsen, 22.12.2004 - 3 K 582/03
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