Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=21.04.2005&Aktenzeichen=III%20ZR%20264/04
Timestamp: 2020-01-28 13:23:58
Document Index: 121412749

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 34', '§ 839', '§ 2', '§ 839', 'Art. 34', '§ 304', 'Art. 34', '§ 839', '§ 2', '§ 839', 'Art. 34', '§ 2', '§ 839', 'BGH', '§ 839', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 21.04.2005 - III ZR 264/04 - dejure.org
https://dejure.org/2005,1365
BGH, 21.04.2005 - III ZR 264/04 (https://dejure.org/2005,1365)
BGH, Entscheidung vom 21.04.2005 - III ZR 264/04 (https://dejure.org/2005,1365)
BGH, Entscheidung vom 21. April 2005 - III ZR 264/04 (https://dejure.org/2005,1365)
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GG Art. 34 Satz 1; BGB § 839; BBesG § 2 Abs. 2 Satz 1
Voraussetzungen eines Amtshaftungsanspruchs wegen einer unrichtigen Auskunft über die Höhe der Besoldung; Amtspflicht zur zutreffenden und vollständigen Unterrichtung über die Rechtslage; Haftungsrechtliche Folgen der Inanspruchnahme eines weiteren Amtsträgers durch ...
Amtshaftung (§ 839 Abs. 1 BGB i.V.m. Art. 34 Satz 1 GG) bei falscher Gehaltsauskunft vor Beamtenernennung; Vertretenmüssen bei Rechtsirrtum; keine Berufung auf "schuldloses Alternativverhalten"; Voraussetzungen eines Grundurteils (§ 304 ZPO)
GG Art. 34 S. 1; BGB § 839; BBesG § 2 Abs. 2 S. 1
Amtshaftung wegen unrichtiger Auskunft über das zukünftige Gehalt eines Beamtenbewerbers; Haftung eines hinzugezogenen weiteren Amtsträgers
§ 839 BGB; Art. 34 GG; § 2 BBesG
Amtshaftung in den neuen Ländern wegen unrichtiger Auskunft über Besoldungshöhe (PD Dr. Hans Lühmann; Neue Justiz 9/2005, S. 410-411)
MDR 2005, 1166
NVwZ 2006, 245
NJ 2005, 410
VersR 2005, 1584
DÖV 2005, 924
Die Fachbehörde ist dann ebenso wie die nach außen hin tätig werdende Behörde gehalten, bei der Ausübung des Amtsgeschäfts auch die Interessen des betroffenen Bürgers zu wahren (Senatsurteile vom 21. April 2005 - III ZR 264/04 - NVwZ 2006, 245, 247 und vom 1. Februar 2001 - III ZR 193/99 - NVwZ 2001, 1074 f jeweils m.w.N.;… Staudinger/Wurm, BGB, Bearbeitung 2002, § 839 Rn. 80).
Die insoweit erforderliche Kenntnis beziehungsweise grob fahrlässige Unkenntnis ist vorhanden, wenn der Geschädigte aufgrund der ihm bekannten Tatsachen gegen eine bestimmte Person eine Schadensersatzklage, sei es nur eine Feststellungsklage, erheben kann, die bei verständiger Würdigung so viel Erfolgsaussicht hat, dass sie ihm zumutbar ist (…st. Rspr., siehe nur Senatsurteile vom 23. Juli 2015 - III ZR 196/14, NVwZ 2016, 708 Rn. 15; vom 21. April 2005 - III ZR 264/04, NVwZ 2006, 245, 248 und vom 6. Mai 1993 - III ZR 2/92, BGHZ 122, 317, 325).
a) Besteht die Amtspflichtverletzung, wie hier, in einer dem Geschädigten günstigen Auskunft, ist es ihm regelmäßig vor Abschluss des von ihm auf der Grundlage der erhaltenen Auskunft betriebenen verwaltungsrechtlichen Verfahrens nicht zuzumuten, eine Amtshaftungsklage zu erheben, da erst der Ausgang des verwaltungs- oder - wie hier - sozialgerichtlichen Prozesses dem Geschädigten die erforderliche Kenntnis verschafft, ob überhaupt eine Amtspflichtverletzung vorgelegen hat und ein Schaden entstanden ist (vgl. Senat, Urteile vom 21. April 2005 aaO …und vom 6. Mai 1993 aaO S. 324 f;… Staudinger/Wöstmann, BGB § 839 [Neubearbeitung 2013] Rn. 382).
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs darf ein Grundurteil nur ergehen, wenn ein Anspruch nach Grund und Höhe streitig ist, alle Fragen, die zum Grund des Anspruchs gehören, erledigt sind und wenn nach dem Sach- und Streitstand der Anspruch mit hoher Wahrscheinlichkeit in irgendeiner Höhe besteht (Urteil des III. Zivilsenats des Bundesgerichtshofs vom 21. April 2005, Az.: III ZR 264/04, zitiert nach Juris, Rn. 10).
Verletzt der Dienstherr diese Pflicht schuldhaft und ruft die unrichtige oder irreführende Auskunft bei dem Beamten einen Irrtum hervor, der ihn veranlasst, eine rechtserhebliche Handlung vorzunehmen zu unterlassen, und erleidet der Beamte dadurch einen Vermögensschaden, hat der Dienstherr diesen Schaden zu ersetzen (st. Rspr., vgl. BVerwG, Urteil vom 21. September 2006, 2 C 6/06 -, juris, VG Wiesbaden, Urteil vom 20. Juni 2011 - 3 K 1349/09.WI, juris; BGH, Urteil vom 21. April 2004 - III ZR 264/04 - und vom 10. Juli 2003 - III ZR 155/02 = BGHZ 155, 354 ff., juris, letzterer zum Schadensersatzanspruch wegen einer unrichtigen Auskunft über die Höhe der Besoldung).
Anspruch eines Beamten auf Schadenersatz wegen fehlerhafter Auskuft bezüglich der …
BGH, Urteile vom 21.4.2005 - III ZR 264/04 -, DÖD 2006, 63, und vom 5.7.1954 - III ZR 29/53 -, BGHZ 14, 122.
Die Beklagte hätte sich im Sinne eines entschuldbaren Rechtsirrtums entlasten können; dazu hätte sie indessen vortragen müssen, dass die letztlich als unzutreffend erkannte Rechtsmeinung nicht nur vertretbar, sondern auch aufgrund sorgfältiger rechtlicher und tatsächlicher Prüfung gewonnen worden war (vgl. BGH VersR 2005, 1584 ff. [juris-Rn. 19 f.]; BGHZ 119, 365, 370).
Denn wenn die nach sorgfältiger Prüfung unter Inanspruchnahme der zu Gebote stehenden Hilfsmittel gewonnene Rechtsansicht des Amtsträgers vertretbar ist, kann aus der späteren Missbilligung dieser Rechtsauffassung durch die Gerichte ein Schuldvorwurf nicht hergeleitet werden (BGH MDR 2005, 1166-1167; BGHZ 119, 365.).
LG Köln, 05.06.2012 - 5 O 384/11
Aufwendungsersatz gegen die öffentliche Hand bei Entstehen von Aufwendungen …
VGH Bayern, 12.09.2017 - 6 ZB 17.587
Übernahme in das Dienstverhältnis eines Berufssoldaten
OLG Zweibrücken, 28.05.2009 - 6 U 1/08
Haftung der Industrie- und Handelskammer: Amtspflichtverletzung durch …
VGH Bayern, 14.02.2018 - 6 ZB 17.2186
Keine Übernahme in das Dienstverhältnis eines Berufssoldaten
VG Ansbach, 30.10.2013 - AN 11 K 13.01017
Im Einzelfall unbegründete beamtenrechtliche Schadensersatzklage aus …