Source: http://archaeologik.blogspot.de/2015_09_01_archive.html
Timestamp: 2017-03-25 11:34:52
Document Index: 75997317

Matched Legal Cases: ['§ 28', '§ 29', '§ 30', '§ 32', '§ 28', '§ 30', '§ 32', '§ 40', '§ 32', '§ 41', '§ 42', '§42', '§ 41', '§ 44', '§ 42', '§ 42', '§ 32']

Vergl. Archaeologik 27.8.2015 Labels:
Timbuktu - Extremist wegen Zerstörung von Heiligtümern in Haft. Deutschlandfunk (26.9.2015). Weltstrafgericht Zerstörung von Timbuktu: Verdächtiger verhaftet. heute.de‎ (26.9.2015) - Zusammenstellung von Berichten zu den Zerstörungen in Mali Tuareg leader sent to ICC for Timbuktu crimes. AlJazeera (26.9.2015). - http://www.aljazeera.com/news/2015/09/tuareg-leader-icc-timbuktu-crimes-150926075226347.html Interner Link Blogposts zu Mali
Eine Presseschau des CEFAS - Centre Français d’Archéologie et de Sciences Sociales: http://cefas.cnrs.fr/spip.php?rubrique20&lang=fr Herausgegriffen seien:
(22.9.2015). - http://www.helene-aecherli.ch/index.php/blog/item/stop-gambling-with-our-lives Das 2002 erbaute Museum von Dhamar mit zahlreichen Grabungsfunden aus der Umgebung wurde bei Luftangriffen am 26.Mai.2015 zerstört (siehe Archaeologik 24.6.2015): https://www.facebook.com/theantiquitiescoalition/posts/704287396339573 (neue Bilder)
'Saudi Warplanes Fully Destroy Dhamar Museum'. Fars News (26.52015). - http://english.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13940305000505 Das Grabungshaus des DAI in Marib wurde bereits im Juni beschädigt:
https://en.unesco.org/news/unesco-director-general-deplores-destruction-parts-pre-islamic-walled-city-baraqish-and-calls (undatiert) Interne Links
von Jutta Zerres Er wurde lange erwartet und bereits im Vorfeld heiß diskutiert. Am 14. September 2015 ging der „Entwurf eines Gesetzes zur Neuregelung des Kulturgutschutzrechtes“ der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien Monika Grütters online. http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Pressemitteilungen/BPA/2015/09/2015-09-15-bkm-kulturgut.html Anstoß zum Relaunch war der Bericht der Bundesregierung vom April 2013, in dem festgestellt wurde, dass das bisher geltende Gesetz sich als kaum wirksames Instrument zum Kulturgüterschutz erwiesen hatte (vergl. Problem erkannt - der Bericht der Bundesregierung. Archaeologik [22.9.2013]). Hiermit soll nun Abhilfe geschaffen werden. Die neue Regelung schlägt gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe: Einerseits zielt sie darauf ab, nationales Kulturgut besser vor der Ausführung ins Ausland zu schützen, ohne Berechtigung exportiertes nationales Kulturgut zurückzubringen und bessere Grundlagen für die Rückgabe illegal nach Deutschland gelangten Kulturgutes anderer Staaten zu schaffen. Der neue Gesetzentwurf soll außerdem Richtlinien der EU umsetzen. Es geht vor allem um die Einschränkung des globalen illegalen Handels mit Kulturgut, dessen Schädlichkeit für den Erhalt und die Erforschung des kulturellen Gedächtnisses der Menschheit ausdrücklich betont wird. Dieses erscheint vor allem notwendig, da der dringende Verdacht besteht, dass Terrororganisationen sich an Raubgrabungen beteiligen und sich durch den Verkauf von Kulturgut Finanzquellen erschlossen haben. Mit Veröffentlichung dieses Entwurfes beginnt die zweite Runde der Ressortabstimmung. Frau Grütters bittet die Länder, die kommunalen Spitzenverbände, die Fachkreise und die Verbände bis zum 7. Oktober ihre Meinungen zu äußern. Die Erwartungen der Archäologie Der Deutsche Verband für Archäologie (DVA) erhob in seiner Stellungnahme vom 12. August 2015 die Forderung, dass die neuen Einfuhrregelungen einen Nachweis der legalen Herkunft des Stückes (Stichworte: Lückenloser Provenienznachweis, Antikenpass, „Fahrzeugbrief“ für Antiken) und eine Ausfuhrgenehmigung des Ursprungslandes vorsehen sollten.
http://www.dvarch.de/positionen.php Dieses entspricht - etwas verkürzt - den Handlungsempfehlungen des Glasgower Archäologen Neil Brodie, der seit Jahren zum Thema des illegalen Handels mit Kulturgütern forscht. Politik, die einen nachhaltigen Schutz zum Ziel hat, sollte 1. Den Markt am Ende der Kette bekämpfen, 2. proaktiv und nachhaltig sein, 3. global - nicht auf einzelne Staaten - organisiert sein, 4. kriminelle Händler verfolgen. http://archaeologik.blogspot.de/2015/09/es-ist-wichtiger-die-handler-aus-dem.html Auch die Berliner Tagung vom Dezember 2014 hat einige Grundpositionen der Archäologie sichtbar gemacht. Dazu zählt beispielsweise, wie von Hermann Parzinger gefordert, ein lückenloser Provenienznachweis.
Die Paragrafen zur Einfuhrregelung Einfuhrregelungen
§ 28 Die Einfuhr von Kulturgut ist verboten, wenn es 1. als nationales Kulturgut von einem Mitglied- oder Vertragsstaat eingestuft oder definiert worden ist und unter Verstoß gegen dessen Rechtsvorschriften aus dessen Hoheitsgebiet verbracht worden ist, 2. unter Verstoß gegen eine im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlichten unmittelbar geltenden Rechtsakte der Europäischen Union, die die grenzüberschreitende Verbringung von Kulturgut ausdrücklich einschränken oder verbieten, verbracht worden ist oder 3. unter Verstoß gegen Abschnitt I Nummer 1 des Protokolls zur Haager Konvention aufgrund eines bewaffneten Konflikts verbracht worden ist. § 29 Ausnahmen vom Einfuhrverbot Das Einfuhrverbot ist nicht anzuwenden auf Kulturgut, das 1. sich zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Gesetzes nachweislich rechtmäßig im Bundesgebiet befindet oder befunden hat oder 2. zum Schutz vor den Gefahren eines bewaffneten Konflikts im Sinne des Abschnitts II Nummer 5 des Protokolls zur Haager Konvention im Bundesgebiet deponiert werden soll, um es vorübergehend zu verwahren. § 30 Nachweis der Rechtmäßigkeit der Einfuhr Wer Kulturgut einführt, hat geeignete Unterlagen mitzuführen, mit denen die rechtmäßige Einfuhr nachgewiesen werden kann. Geeignete Unterlagen sind insbesondere Ausfuhrgenehmigungen des Herkunftsstaates, sofern sie nach dem Recht des jeweiligen Herkunftsstaates erforderlich sind. § 32 Unrechtmäßige Einfuhr von Kulturgut (1) Die Einfuhr von Kulturgut ist unrechtmäßig, 1. wenn das Kulturgut bei der Ausfuhr aus einem anderen Staat entgegen den in diesem Staat geltenden Rechtsvorschriften zum Schutz nationalen Kulturgutes verbracht worden ist a) nach dem 31. Dezember 1992 aus dem Hoheitsgebiet eines anderen Mitgliedstaates oder b) nach dem 26. April 2007 aus dem Hoheitsgebiet eines Vertragsstaates oder 2. wenn die Einfuhr gegen § 28 oder sonstige in der Bundesrepublik Deutschland geltenden Rechtsvorschriften verstößt. (2) Kann die Herkunft von Kulturgut in mehreren heutigen Staaten liegen und lässt sich keine eindeutige Zuordnung vornehmen, so ist das Kulturgut unrechtmäßig eingeführt, wenn nach dem Recht jedes in Frage kommenden Staates das Kulturgut nicht ohne Ausfuhrgenehmigung hätte ausgeführt werden dürfen und eine solche nicht vorliegt. In § 30 wird der Nachweis einer Ausfuhrgenehmigung des Exportlandes vorgeschrieben. So weit, so gut. Von einem lückenlosen Provenienznachweis ist aber nichts mehr zu finden. Allein die Ausfuhrgenehmigung aus einem Staat ist jedenfalls keine "klare Angabe zur Herkunft und Provenienz eines Objektes", wie sie Monika Grütters selbst als das A und O der neuen Regelungen bezeichnet hat (http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2015/04/2015-04-22-kulturgutschutz.html). Höchst problematisch ist die Definition des unrechtmäßigen Importes von Kulturgut in § 32. Er enthält eine Stichtagsregelung, wie sie der DVA in seiner Stellungnahme ausdrücklich ablehnt: Als illegal importiert gelten also nur solche Kulturgüter, die nach dem 31. Dezember 1992 aus einem EU-Land und nach dem 26. April 2007 aus einem Vertragsstaat (für den die UNESCO-Konvention von 1970 bindend ist) eingeführt wurden. Im Klartext: Alle Objekte, die vor diesen Stichtagen nach Deutschland verbracht wurden, sind legal - auch wenn sie aus Raubgrabungen stammen.
Befürchtungen, dass genau eine solche Fristenregelung das neue Gesetz ruinieren werde: Kulturgüterschutzgesetz ins Gegenteil verkehrt: eine Legalisierung von Raubgrabungen!? Archäologik (20.7.2015). - http://archaeologik.blogspot.de/2015/07/kulturguterschutzgesetz-ins-gegenteil.html
Antikenhandel und Terror - eine Podiumsdiskussion. Archaeologik (11.7.2015). - http://archaeologik.blogspot.de/2015/07/antikenhandel-und-terror-eine.html Regelungen für den Handel Pflichten beim Inverkehrbringen von Kulturgut § 40 Verbot des Inverkehrbringens (1) Verboten ist das Inverkehrbringen von Kulturgut, das abhandengekommen ist, rechtswidrig ausgegraben oder unrechtmäßig eingeführt worden ist. (...) Hier stellt sich die Frage, wie dies praktisch umgesetzt werden soll. Wird in einem solchen Fall pauschal von einer Herkunft aus einer illegalen Quelle ausgegangen? Ungeklärt ist an dieser Stelle auch, wer den Nachweis der legalen oder illegalen Herkunft erbringen muss. Der Handel oder der Herkunftstaat? Wer weisst nach, dass Funde aus einer Raubgrabung stammen. Bei der großen Masse, die sich heute auf dem Markt befindet muss davon ausgegangen werden, dass dies die Regel ist. Dieser Paragraph dürfte aber so zu lesen sein, dass aktiv die Raubgrabung nachgewiesen werden muss. Das ist unmöglich und unsinnig.
Ist die Befristung aus § 32 unwirksam, wenn der Nachweis doch ausnahmsweise einmal geführt werden kann? Wenn die Umkehr der Beweislast eine Leitlinie dieses neuen Gesetzes sein soll, dann ist dieses die Aufgabe des Importeurs bzw. Veräußerers. Der Handel mit legalem Kulturgut setzt die Wahrung detaillierter Sorgfaltsvorschriften voraus: § 41 Allgemeine Sorgfaltspflichten (1) Wer Kulturgut in Verkehr bringt, ist verpflichtet, zuvor mit der erforderlichen Sorgfalt zu prüfen, ob das Kulturgut 1. abhandengekommen ist, 2. unrechtmäßig eingeführt worden ist oder 3. rechtswidrig ausgegraben worden ist. (2) Die allgemeine Sorgfaltspflicht nach Absatz 1 ist von jedem oder jeder, der oder die Kulturgut in Verkehr bringt, anzuwenden, wenn sich einer vernünftigen Person aufdrängen müsste, dass einer der in Absatz 1 genannten Tatbestände in Betracht kommt. Dies gilt insbesondere, wenn bei einem früherem Erwerb des Kulturgutes, das in Verkehr gebracht werden soll, 1. ein außergewöhnlich niedriger Preis ohne nähere Begründung gefordert wurde, 2. der Verkäufer bei einem Kaufpreis von mehr als 5 000 Euro Barzahlung verlangt hat oder 3. ein besonders wertvolles Kulturgut von privater Hand verkauft wurde. (3) Die erforderliche Sorgfalt umfasst die Prüfung einschlägiger Informationen, die mit zumutbarem Aufwand zu beschaffen sind, oder jede andere Prüfung, die eine vernünftige Person unter denselben Umständen des Inverkehrbringens unternehmen würde. In § 42 wird erläutert, welche Maßnahmen diese Sorgfaltspflicht beinhaltet: §42
Sorgfaltspflichten beim gewerblichen Inverkehrbringen Wer in Ausübung seiner gewerblichen Tätigkeit Kulturgut in Verkehr bringt, ist verpflichtet, zuvor zu den Pflichten nach § 41 1. Name und Anschrift des Veräußerers, des Einlieferers, des Erwerbers oder des Auftraggebers festzustellen, 2. eine Beschreibung und eine Abbildung anzufertigen, die geeignet sind, die Identität des Kulturgutes festzustellen, 3. die Provenienz des Kulturgutes zu prüfen, 4. Dokumente, die eine rechtmäßige Ein- und Ausfuhr belegen, zu prüfen, 5. Verbote und Beschränkungen zur Ein- und Ausfuhr sowie zum Handel zu prüfen, 6. zu prüfen, ob das Kulturgut in öffentlich zugänglichen Verzeichnissen und Datenbanken eingetragen ist, 7. eine schriftliche oder elektronisch übermittelte Erklärung des Einlieferers oder Veräußerers einzuholen, dass dieser berechtigt ist, über das Kulturgut zu verfügen. Die Pflichten nach Satz 1 Nummer 2 lassen urheberrechtliche Vorschriften unberührt. Die Pflichten nach Satz 1 Nummer 3 bis 6 sind nach Maßgabe des zumutbaren Aufwandes, insbesondere der wirtschaftlichen Zumutbarkeit, zu erfüllen. (2) Die zusätzlichen Sorgfaltspflichten nach Absatz 1 gelten nicht (...) (3) Die zusätzlichen Sorgfaltspflichten nach Absatz 1 gelten ferner nicht 1. für archäologisches Kulturgut als Einzelstück, dessen Wert 100 Euro nicht übersteigt, 2. für archäologisches Kulturgut als Einzelstück, dessen Wert 2 500 Euro nicht übersteigt, wenn der Besitzer nachweist, dass es sich seit mindestens 20 Jahren im Besitz der Familie befunden hat oder in diesem Zeitraum mehrfach den Eigentümer gewechselt hat, 3. für alles andere Kulturgut, dessen Wert 2 500 Euro nicht übersteigt. Maßgeblicher Wert ist bei einem Kauf der gezahlte Preis, in sonstigen Fällen ein begründeter inländischer Schätzwert Die Einhaltung der Sorgfaltspflichten und die Ausfuhrregelung sind also an den Geldwert des Kulturgutes gebunden. Aus archäologischer Sicht ist das inakzeptabel: Eine Raubgrabung ist und bleibt eine Raubgrabung, die wichtige Erkenntnismöglichkeiten aus dem Fundkontext vernichtet. Es ist gleichgültig, ob dabei "nur" eine stark korrodierte "Schrottmünze" oder eine Himmelsscheibe von Nebra geborgen wurde. Wenn mit diesem neuen Gesetz konsequent verhindert werden soll, dass Artefakte aus illegalen Quellen nach Deutschland eingeführt und verkauft werden, dann müssen alle Objekte der Sorgfaltspflicht unterliegen. Den Wert eines archäologischen Objekts mit Geld zu beziffern, ist grundsätzlich unsinnig. Er liegt in seiner Aussagekraft und der hat mit Geldwert überhaupt nichts zu tun. Hier werden die Prioritäten falsch gesetzt. § 44 Erhöhte Sorgfaltspflichten beim gewerblichen Inverkehrbringen Bei Anwendung der Sorgfaltspflichten gilt der Maßstab der wirtschaftlichen Zumutbarkeit nach § 42 Absatz 1 Satz 3 nicht für Kulturgut, 1. bei dem nachgewiesen oder zu vermuten ist, dass es zwischen 1933 und 1945 NS verfolgungsbedingt entzogen worden ist, es sei denn, das Kulturgut ist an seinen ursprünglichen Eigentümer oder dessen Erben zurückgegeben worden oder diese haben eine andere abschließende Regelung im Hinblick auf den Entzug getroffen, 2. das unter eine der Kategorien gefährdeter Kulturgüter der Roten Listen des Internationalen Museumsrates fällt oder 3. für das ein Verbot zur Ein- und Ausfuhr sowie zum Inverkehrbringen nach einer Verordnung der Europäischen Union maßgebend ist. Auf Kulturgut nach Satz 1 findet § 42 Absatz 3 keine Anwendung. Fazit Oberflächlich betrachtet sind die zentralen Forderung der Archäologie nach dem Herkunftsnachweis und der Exportgenehmigung des Herkunftslandes erfüllt. In der Tat geht das Gesetz mit den Einfuhrregelungen und den detaillierten Sorgfaltspflichten (Umkehr der Beweislast) schon deutlich weiter als das bisherige Gesetz (was nicht wirklich schwer ist). Schaut man dann allerdings in die Details, dann entpuppt sich dieser Entwurf als eine stark ausgehöhlte Ruine des ursprünglichen Vorhabens. Vor allem die Stichtagsregelung in § 32, die faktisch alle Objekte, deren Einfuhr vor dem Datum erfolgte, legalisiert und handelbar macht, sollte für archäologische Funde unbedingt gestrichen werden. Durch die Hintertür wird der Markt hier reingewaschen und es gibt keinerlei Möglichkeit, kriminelle Raubgräber und Hehler zu verfolgen - und sicher zu stellen, dass das Gesetz - wie eigentlich beabsichtigt - auch dem Kampf gegen den Terrorismus nutzt.
Die Sorgfaltspflicht muss für alle Objekte unabhängig von ihrem Geldwert gelten. Hier wurden zu viele Konzessionen an den Handel gemacht, die auf Kosten des Kulturgüterschutzes gehen. Ruinenbesichtigung
Man muss konstatieren, dass Frau Grütters - wenn der Gesetzesentwurf denn so umgesetzt werden sollte - die selbstgesteckten, hohen Ansprüche, nämlich gegen den weltweiten illegalen Handel mit Kulturgut vorzugehen oder gar dem Terrorismus einige Finanzquellen abzudrehen, kaum erfüllen wird. Erst recht werden damit keine internationalen Massstäbe gesetzt. Sicher ist mit diesem Beitrag der Gesetzentwurf aus archäologischer Sicht noch nicht ausdiskutiert. Für den Nicht-Juristen ist es schwer, zu erfassen, wie sich die Paragraphen in der Praxis und vor Gericht auswirken werden. Der jetztige Gesetzesentwurf wird aber sicher seinen Zielen nicht gerecht.
Deutschlandfunk, 15.9.2015: http://www.deutschlandfunk.de/schutz-von-kulturguetern-eigentlich-ist-das-kein-schlechtes.694.de.html?dram%3Aarticle_id=331233 Die Welt, 16.9.2015: http://www.welt.de/kultur/article146461434/Der-Relaunch-einer-Ministerin.html Interne Links
Auf Twitter können Kommentare unter den Hashtag #KultgSchG hinterlassen werden. Labels:
Ground-Based Observations of Cultural Heritage Incidents in Syria and Iraq (pp. 132-141) Michael D. Danti DOI: 10.5615/neareastarch.78.3.0132 Stable URL: http://www.jstor.org/stable/10.5615/neareastarch.78.3.0132 Satellite Imagery-Based Analysis of Archaeological Looting in Syria (pp. 142-152) Jesse Casana DOI: 10.5615/neareastarch.78.3.0142 Stable URL: http://www.jstor.org/stable/10.5615/neareastarch.78.3.0142 Responding to a Cultural Heritage Crisis: The Example of the Safeguarding the Heritage of Syria and Iraq Project (pp. 154-160) Salam Al Quntar, Katharyn Hanson, Brian I. Daniels and Corine Wegener DOI: 10.5615/neareastarch.78.3.0154 Stable URL: http://www.jstor.org/stable/10.5615/neareastarch.78.3.0154 Mapping the Heart of Mesopotamia: A Bittersweet Legacy in the Landscape of War (pp. 162-168) Suzanne E. Bott DOI: 10.5615/neareastarch.78.3.0162 Stable URL: http://www.jstor.org/stable/10.5615/neareastarch.78.3.0162 ISIS, Heritage, and the Spectacles of Destruction in the Global Media (pp. 170-177) Ömür Harmanşah DOI: 10.5615/neareastarch.78.3.0170 Stable URL: http://www.jstor.org/stable/10.5615/neareastarch.78.3.0170 An Update on the Looting of Archaeological Sites in Iraq (pp. 178-186) Elizabeth C. Stone DOI: 10.5615/neareastarch.78.3.0178 Stable URL: http://www.jstor.org/stable/10.5615/neareastarch.78.3.0178 The War-Ravaged Cultural Heritage of Afghanistan: An Overview of Projects of Assessment, Mitigation, and Preservation (pp. 187-195) Gil J. Stein DOI: 10.5615/neareastarch.78.3.0187 Stable URL: http://www.jstor.org/stable/10.5615/neareastarch.78.3.0187 Archaeological Looting in Egypt: A Geospatial View (Case Studies from Saqqara, Lisht, and el Hibeh) (pp. 196-203) Sarah Parcak DOI: 10.5615/neareastarch.78.3.0196 Stable URL: http://www.jstor.org/stable/10.5615/neareastarch.78.3.0196 Archaeology and Cultural Heritage in Post-Revolution Libya (pp. 204-211) Susan Kane DOI: 10.5615/neareastarch.78.3.0204 Stable URL: http://www.jstor.org/stable/10.5615/neareastarch.78.3.0204 “Why Is No One Talking about Libya's Cultural Destruction?” (pp. 212-217) Neil Brodie DOI: 10.5615/neareastarch.78.3.0212 Stable URL: http://www.jstor.org/stable/10.5615/neareastarch.78.3.0212 Labels:
Problematisch ist Bestimmung als neue Art (mehrfach werden Stimmen laut, die homo naledi in der Variationsbreite des homo erectus sehen) und die Behauptung, es würde sich um eine Bestattung handeln. Die Finanzierung und Präsentation des Fundes durch die südafrikanische Regierung und die Beteiligung von National Geographic haben sicherlich zur Medialiserung beigetragen. Für Verwunderung sorgt die wissenschaftliche Publikation, die nicht ein einer hochgerankten Zeitschrift erschienen ist. Lee Berger erklärt, die Zeitschrift "nature" habe mit ihrem Artikelformat nicht genug Platz geboten, um den Fund angemessen zu beschreiben. Schließlich ist die Publikation in der Zeitschrift eLife erschienen, die bewusst auf Open Access und ein Ranking verzichtet, das mehr vom Namen der Zeitschrift als vom Inhalt bestimmt sei. Auch hier hat der Artikel ein peer review durchlaufen. In der Wissenschaft wird es teils positiv aufgenommen, dass die Publikation sich nicht am Geschäftsmodell von 'Nature' orientiert, sondern den eigenen Bedürfnissen Rechnung trägt.
M. Scheufens, Anthropologie: Verschlusssache Homo naledi. Spiegel online (19.9.2015). - http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/homo-naledi-wie-der-fund-unter-anthropologen-einen-streit-entfachte-a-1053162.html Der homo naledi konfrontiert uns also mit der Frage:
R. Joyce, Family Reunion. The ancestral human family expands, putting a spotlight on treatment of the dead. Psychology Today (10.9.2015). - https://www.psychologytoday.com/blog/what-makes-us-human/201509/family-reunion Labels:
[see also English blogpost] Angesichts von Zerstörungen, Plünderungen und andauernden Angeboten von Raubgrabungsgut im Handel, bei ebay und auf Auktionen stellt sich die Lage des internationalen Kulturgutschutzes mehr als deprimierend dar. Prinzipiell sind die bisherigen Bemühungen gescheitert!
Session bei der EAA in Glasgow Bei der Tagung der European Association of Archaeologists (EAA) in Glasgow widmete sich am 2.9.2015 eine Sektion dem "Culture Trafficking: Research into the global traffic in cultural objects at the University of Glasgow (Illegaler Kulturguthandel - Forschungen zum illegalen Handel mit Kulturgütern an der Universität Glasgow" dem Thema. Vor allem wurden hier die Einblicke in das Dunkelfeld des illegalen Handel mit Kulturgütern präsentiert, die das Glasgower Projekt Culture Trafficking, für die Jahre 2012-16 finanziert mit ERC-Mitteln, erarbeiten konnte.
Beispiel Kambodscha Tempel von Koh Ker
S. Mackenzie / T. Davis, Temple Looting in Cambodia: Anatomy of a Statue Trafficking Network. British Journal of Criminology 54(5), 2014, 722-740 - doi:10.1093/bjc/azu038 Schutz vor Ort ist unrealistisch! Calakmul, Mexiko: Die Stele wurde von Plünderer seitlich abgearbeitet,
(Foto: Donna Yates [CC BY NC SA 4.0] via WikimediaCommons)
Der Weg der Objekte Weitere Beiträge der Session zeigten auf, wie auch heute noch Kollegen aus der Archäologie von Raubgrabungen profitieren: Noch immer gibt es dicke akademische Monographien, die völlig unkritisch Funde aus dem Kunsthandel editieren, insbesondere Keilschrifttexte. Die auch wissenschaftlich quellenkritisch notwendige Aufklärung dubioser Provenienzen fehlt dabei häufig. In der Diskussion wurde mehrfach die Meinung vertreten, dass Archäologen sehr wohl Funde aus Raubgrabungen bearbeiten und publizieren sollten - allerdigs eben nur mit einer kritischen Dokumentation und klaren Darstellung der fragwürdigen Provenienzen. Dadurch werden Möglichkeiten für ein Markt-Monitoring geschaffen, dessen Bedeutung der Beitrag von Christos Tsirogiannis aufgezeigt hat. Aus dem Vergleich aktueller Auktionskataloge und den Abbildungen aus verschiedenen Publikationen ist es gelungen, den Weg einiger Funde durch den Markt aufzuklären und einen Beitrag zu leisten, zu verstehen, welche Rolle einzelne Händler und große Auktionshäuser in dem Geschäft spielen. Konkret konnte gezeigt werden, wie Funde, die schon einmal im Rahmen des Medici-Falls 1995 von der Polizei sichergestellt worden waren, nun wieder im Kunsthandel mit verschlüsselten Provenienzen auftauchen.
Scheitern auf ganzer Breite Vor allem Neill Brodies Vortrag brachte eine umfassende Problemanalyse und damit auch einige konkrete Handlungsempfehlungen für die Politik - die gerade auch bei der deutschen Gesetzesnovellierung berücksichtigt werden müssten. Die Politik verfolgte mit ihren Maßnahmen bisher zwei Ziele: Zum einen den Schutz der Fundstellen vor Ort und zum anderen eine Rückführung von Raubgütern in die Herkunftsstaaten. Für Brodie ist die Kulturgüterpolitik der letzten Jahrzehnte gescheitert, da diese Ziele weder zu erreichen, noch sinnvoll sind. Konkret benennt er vier Gründe: Schutz vor Ort
Eckpunkte einer künftigen Politik Aus dieser Problemlage folgen Brodies Handlungsempfehlungen.
Künftige Politik für den Kulturgutschutz muss: den Markt am Ende der Kette bekämpfen!
proaktiv und nachhaltig sein global - nicht auf einzelne Staaten - orientiert sein und
Chair: Dr. Christos Tsirogiannis Organiser(s): Dr. Christos Tsirogiannis, Prof. Simon Mackenzie, Dr. Neil Brodie, Dr. Donna Yates, Ms. Terressa Davis
Als Hauptproblem bei der wissenschaftlichen Auswertung der ›Fundmassen‹ erweist sich somit – wenig überraschend – einmal mehr die Bereitstellung einer adäquaten finanziellen und personellen Ausstattung für Aufarbeitungsprojekte." (N. Hofer, S. 8)
Nikolaus Hofer:Tagungsbericht zum Fachgespräch »Massenfunde – Fundmassen« am 21. August 2014 in der
Kartause Mauerbach / Alice Kaltenberger:Scherbenmassen und kein Ende – eine nicht verrottende Hinterlassenschaft. Keramische Massenfunde und Fundmassen als wissenschaftliches Potenzial
Daniela Kern:Gedanken zur Auswertung großer Siedlungsmaterialien anhand von Beispielen aus Ostösterreich
Maria Windholz-Konrad:Die Verwaltung der enormen Fund- und Datenmengen aus 20 Jahren archäologischer Forschung im steirisch-oberösterreichischen Salzkammergut
Hauke Jöns: Überlegungen zur wissenschaftlichen Analyse von Fundmassen. Forschungsstrategien zwischen Desideraten und Machbarkeiten im Grenzbereich von Natur- und Kulturwissenschaften
Claudia Theune:Archäologische Fundmassen und Massenfunde aus ehemaligen Konzentrationslagern
Andreas Heege:Keramische Fundmassen und Massenfunde. Bearbeitungsbeispiele aus Liechtenstein, Labels:
Zerstörung mit EU-Mitteln und guten Freunden Eingestellt von
Sanierungsarbeiten unter Vernichtung historischer Substanz und ohne begleitende archäologische Untersuchungen. Kirchenburg von Viscri
Leitstelle Kirchenburgen: http://kirchenburgen.org/die-leitstelle-stellt-sich-vor/
http://kirchenburgen.org/eu-projekt/ (leider wird auf den Seiten nicht ganz deutlich, wie aktuell die Informationen sind)
19.8. - Der Mord an Khaleed al-Asaad(siehe Archaeologik 19.8.2015)
Inzwischen gibt es Nachrichten über Leichenschändung, aber auch Spekulationen über die Mordmotive des Daesh. Offenbar verstösst für die Verbrecher des Daesh jede Auseinandersetzung mit der heidnischen Vergangenheit gegen ihre engstirnigen Glaubensvorstellungen. Oder wie soll man den bestialischen Mord am pensionierten Leiter der Grabungsstätte von Palmyra Khaleed al-Asaad verstehen? http://www.dgam.gov.sy/index.php?d=314&id=1773
Eine Erklärungsmöglichkeit stellt TheAtlantic dar. Khaleed al-Asaad war von Daesh schon vor einem Monat gefangen genommen worden. Möglicherweise wollten sie in Erfahrung bringen, wo die Funde aus dem Museum versteckt worden sind, um Kapital daraus zu schlagen. Diesen Verdacht äußert jedenfalls The Atlantic, der in diesem Zusammenhang auf die Rolle des Antikenhandels für die Finanzierung des Terrorregimes verweist. Mord also, um Ware für den illegalen Antikenhandel zu beschaffen?Global Why ISIS Killed an Antiquities Scholar. The Atlantic (19.8.2015). - http://www.theatlantic.com/international/archive/2015/08/isis-killed-antiquities-scholar/401798/ Auch die Welt verweist darauf, dass Asaad dafür verantwortlich ist, dass die Museumsbestände vor Daesh vor deren Einmarsch in Sicherheit gebracht werden konnten - und auf die Rolle solcher Funde für die Finanzierung des Terrors. Die Welt spricht von einem "Krieg gegen die Archäologie" Die Welt, : http://www.welt.de/geschichte/article145437635/Zynisches-Kalkuel-fuehrte-zur-Koepfung-des-Archaeologen.html (Zelidar [CC BY SA 3.0] via Wikimedia Commons)
Die Familie des Ermordeten, darunter sein Sohn (Whalid al-Asaad, derzeitiger Direktor der Ausgrabungsstätte) und seine Mutter, konnten inzwischen aus Palmyra fliehen, nachdem Daesh Sippenhaftung angedroht hat.http://dgam.gov.sy/?d=314&id=1780 Schon am 12.8. wurde ein Restaurator der syrischen Denkmalpflege getötet, als er bei Arbeiten an der Zitadelle in Damaskus unter Beschuß geraten ist:http://www.dgam.gov.sy/index.php?d=314&id=1764
http://www.unesco.org/new/en/media-services/single-view/news/unesco_director_general_irina_bokova_deplores_the_loss_of_two_leading_scholars_of_syrian_antiquity/ Meldungen in deutschsprachigen Medien
SPIEGEL ONLINE, 25.8. 2015: Islamischer Staat: "Palmyra war ein kultureller Schmelztiegel" http://www.focus.de/politik/ausland/islamischer-staat/isis-terror-im-news-ticker-islamischer-staat-ruft-zum-aufstand-gegen-teufel-erdogan-auf_id_4887840.html http://www.welt.de/politik/ausland/article145367255/IS-koepft-Chef-Archaeologen-von-antiker-Stadt-Palmyra.html
http://www.wochenblatt.de/nachrichten/welt/IS-Extremisten-schaenden-Leichnam-von-Palmyra-Archaeologen;art29,323199 Widerhall in den internationalen Medien Islamic State militants behead archaeologist in Palmyra: Syrian official. Reuters (18.8.2015). - http://www.reuters.com/article/2015/08/18/us-mideast-crisis-archaeology-idUSKCN0QN24K20150818
http://www.publico.pt/mundo/noticia/estado-islamico-decapita-arqueologo-sirio-responsavel-pelas-ruinas-de-palmira-1705405 (portugies.) http://www.theguardian.com/world/2015/aug/19/khaled-al-asaads-enthusiasm-palmyra-inextinguishable
The Guardian, 19.8.2015: http://www.theguardian.com/world/2015/aug/18/isis-beheads-archaeologist-syria BBC, 19.8.2015: http://www.bbc.co.uk/programmes/p02yv3jv
http://ilfattostorico.com/2015/08/23/la-morte-di-khaled-asaad-e-i-pericoli-per-gli-archeologi/ (italien.) The History Blog, 19.8.2015: http://www.thehistoryblog.com/archives/38037
http://www.aljazeera.com/indepth/opinion/2015/08/scholar-killing-isil-steps-war-history-syria-beheading-palmyra-150819084022734.html Stellungnahmen:Deutsches Archäologisches Institut: www.dainst.org/dai/presse/pressemitteilung/-/asset_publisher/nZcCAiLqg1db/content/nachruf - sehr nüchterner Nachruf des DAI
aus dem Iran: http://iranfrontpage.com/news/homeland/cultural-heritage/2015/08/society-for-iranian-archeology-denounces-murder-of-syrian-archeologist/ Eine Petition der Italienerin Anna Murmura will erreichen, dass Khaleed al-Assaad für den Friedensnobelpreis nominiert wird. Eine andere Petition, von Mark Watson aus Dorchester fordert von der UNESCO eine Auszeichnung für Khaleed al-Assaad. https://www.change.org/p/candidatura-al-nobel-per-la-pace-alla-memoria-per-l-archeologo-khaled-asaad
https://www.change.org/p/unesco-honour-khaled-alas-ad-for-his-defence-of-archaeology Der am 23.8.2015 gesprengte Tempel des Baal Schamin, 1993
23.8. - erste Sprengungen in Palmyra: der Baal Schamin-TempelNach dem Mord sprengt Daesh nun die Tempel von Palmyra, erst der Ball-Schamin-Tempel und nun wohl auch der größere Baal-Tempel (in ersten Meldungen waren beide verwechselt worden).
Palmyra: Satellite image of IS destruction. BBC News (28.8.2015). - http://www.bbc.com/news/science-environment-34090536 mit Vorher/Nachher-Bildern Zerstörungen in Palmyra durch Daesh (rot) und frühere Zerstörungen durch militärische Aktivitäten der syrischen Armee
deutschsprachige Medienberichte Islamischer Staat jagt Tempel in antiker Stätte Palmyra in die Luft. Focus (23.8.2015). - http://www.focus.de/politik/ausland/zerstoerungswut-geht-weiter-islamischer-staat-jagt-tempel-in-antiker-staette-palmyra-in-die-luft_id_4898360.html
Islamischer Staat jagt Tempel in antiker Stätte Palmyra in die Luft. N24 (23.8.2015). - http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Politik/d/7177594/islamischer-staat-jagt-tempel-in-die-luft.html http://www.tagesschau.de/ausland/palmyra-137.html http://www.bbc.com/news/world-middle-east-34036644
Die Welt, 25.8.2015: http://www.welt.de/politik/ausland/article145625565/Bilder-zeigen-zerstoerte-Tempelanlagen-in-Palmyra.html Die Welt, 25.8.2015: http://www.welt.de/kultur/kunst-und-architektur/article145592450/Lasst-uns-nun-wenigstens-die-Fragmente-sichern.html Deutschlandfunk, 25.8.2015: Palmyra-Zerstörung "Wir müssen das Schlimmste befürchten" Neue Zürcher Zeitung, 25.8.2015: Zerstörungen in Palmyra: Dynamit gegen Multikulturalität
Tagesspiegel, 25.8.2015: Baal-Tempel in Palmyra gesprengt: Die Götter wehren sich nich Tempel-Zerstörung durch IS: "Palmyra war eine Weltstadt, ein kultureller Schmelztiegel". Spiegel online (25.8.2015). - http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/is-zerstoert-tempel-in-palmyra-interview-mit-markus-hilgert-a-1049576.html - Interview mit Markus Hilgert Ein Interview mit dem Direktor der syrischen Antikenbehörde Mamoun Abdulkarim: IS bedroht Palmyra „Wir sind vom IS jetzt schon zum Tode verurteilt“. Tagesspiegel (26.8.2015). - http://www.tagesspiegel.de/kultur/is-bedroht-palmyra-wir-sind-vom-is-jetzt-schon-zum-tode-verurteilt/12240356.html und ausführlicher Antiken-Direktor Abdulkarim zu Palmyra und IS "Wir sind alle zum Tode verurteilt". Tagesspiegel (27.8.2015). - http://www.tagesspiegel.de/kultur/antiken-direktor-abdulkarim-zu-palmyra-und-is-wir-sind-alle-zum-tode-verurteilt/12236592.html NZZ (28.8.2015): http://www.nzz.ch/feuilleton/mit-der-systematik-blinder-wut-1.18603583
ISIL destroys ancient temple in Syria's Palmyra. Aljazeera (24.8.2015). - http://www.aljazeera.com/news/2015/08/isil-destroys-ancient-temple-syria-palmyra-unesco-world-heritage-isis-baal-shamin-150823212050325.html http://www.lemonde.fr/proche-orient/article/2015/08/23/l-etat-islamique-a-fait-exploser-un-celebre-temple-dans-la-ville-antique-de-palmyre_4734525_3218.html http://www.rts.ch/info/monde/7022776-le-groupe-ei-fait-exploser-un-celebre-temple-de-la-ville-antique-de-palmyre.html
ISIL has blown up Palmyra’s ancient Baalshamin Temple, Syrian activists say. National Post (24.8.2015). - http://news.nationalpost.com/news/world/isil-has-blown-up-palmyras-ancient-baalshamin-temple-syrian-activists-say Destruction of Palmyra's Baalshamin temple 'a war crime'. BBC Nes (24.8.2015). - http://www.bbc.com/news/world-middle-east-34043676
L'Etat islamique détruit des vestiges à Palmyre. Liberation Monde (24.8.2015). - http://www.liberation.fr/monde/2015/08/24/palmyre-detruit-par-une-bande-d-imbeciles_1368826 Tolerant and multicultural, Palmyra stood for everything Isis hates. The Guardian (25.8.2015). - http://www.theguardian.com/commentisfree/2015/aug/25/palmyra-tolerant-multicultural-isis-ancient-city-migrants-savagery
The Crimes of Palmyra. The New York Times (25.8.2015). - http://www.nytimes.com/2015/08/26/opinion/the-crimes-of-palmyra.html "L'Etat islamique veut éradiquer tout ce qui représente la culture et la connaissance". RCF Radio (25.8.2015). - https://rcf.fr/actualite/letat-islamique-veut-eradiquer-tout-ce-qui-represente-la-culture-et-la-connaissance
http://www.breitbart.com/national-security/2015/08/25/nyt-isis-irreversible-destruction-of-antiquities-has-reached-staggering-levels/ ISIS accelerates destruction of Antiquities in Syria. New York Times (25.8.2015). - http://www.nytimes.com/2015/08/25/world/isis-accelerates-destruction-of-antiquities-in-syria.html
Indiana Jones with a 3-D camera? Hi-tech fight to save antiquities from ISIS. CNN News (28.8.2015). - http://edition.cnn.com/2015/08/28/middleeast/3d-mapping-ancient-monuments/ Die übliche ohnmächtige Stellungnahme der UNESCO: Director-General of UNESCO Irina Bokova firmly condemns the destruction of Palmyra's ancient temple of Baalshamin, Syria. UNESCO Press Releases (24.8.2015) verurteilt die Zerstörung als Kriegsverbrechen
Kommentare aus Blogs: http://lootingmatters.blogspot.de/2015/08/palmyra-temple-of-baal-shamin.html
http://www.burgerbe.de/2015/08/23/is-sprengt-baaltempel-in-palmyra-28617/ http://art-crime.blogspot.it/2015/08/un-training-and-research-agency-unitar.html
Am 30.8. meldete die syrische Antikenverwaltung die Sprengung des Baal-Tempels. Allerdings konnten die Berichte, die sich auf einen tweed eines Einwohners aus Palmyra berufen, zunächst nicht bestätigt werden. Am Montag kam dann auch ein Dementi. Es habe eine Explosion in der Cella des Tempels gegeben, das Bauwerk aber nicht zum Einsturz gebracht. Laut dem Direktor der syrischen Altertumsbehörde Maamoun Abdulkarim sei der Bau aus der Ferne noch zu sehen.http://dgam.gov.sy/index.php?d=314&id=1792 (mit Update) laufende Updates zum Kenntnisstand bei ARCA Blog:
Breaking - Islamic State has Destroyed a Part of the Ancient Temple of Bel in Syria's Palmyra . ARCABlog (30.8.2015). - http://art-crime.blogspot.it/2015/08/unverified-islamic-state-has-destroyed.html Nachtrag (1.9.2015): Ein Luftbild belegt die vollständige Planierung des Baal-Tempels: Palmyra's Temple of Bel 'destroyed'. BBC News (1.9.2015). - http://www.bbc.com/news/world-middle-east-34111092
Frankfurter Rundschau (30.8.2015): http://www.fr-online.de/terrorgruppe-islamischer-staat/stadt-palmyra-is-zerstoert-teile-eines-weiteren-tempels,28501302,31632412.html via dpa Die Welt (30.8.2015): http://www.welt.de/politik/ausland/article145805582/Islamisten-zerstoeren-weiteren-historischen-Tempel.html
Zerstörte Tempel in Palmyra: "Ein Totalverlust für die gesamte Menschheit". Spiegel online (31-8.2015). - http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/is-terror-in-palmyra-experte-zur-sprengung-des-baal-tempels-a-1050643.html Internationale Medienberichte
http://www.aljazeera.com/news/2015/08/isil-blows-part-bel-temple-syria-palmyra-150830195420900.html mit eigenen Quellen Lageberichte von einzelnen Fundorten in Syrien und IrakZusammenfassend der Damage Newsletter für Syrien:
Newsletter vom 26.8.2015 - noch nicht online verfügbar Die Seite der Gruppe APSA 2011 wurden neu gestaltet. Hier finden sich Berichte zu einzelnen Fundorten aus Syrien, aufgeteilt nach Regionen: http://apsa2011.com/apsanew/ Syrian Heritage Initiative publiziert nun in rascher Folge ihre Berichte für den Juli:
Weekly Report 47–48 (July 7, 2015) Weekly Report 49 (July 14, 2015) Weekly Report 50 (July 21, 2015)
Weekly Report 51–52 (August 4, 2015) Übersicht über die bisher vorgelegten Berichte: http://www.asor-syrianheritage.org/weekly-reports/
http://www.dgam.gov.sy/index.php?d=314&id=1766 http://www.dgam.gov.sy/index.php?d=314&id=1753
http://apsa2011.com/apsanew/idlib-limestone-massif-illicit-excavations-at-tell-adeh/ Idlib - Massif Calcaire: fouilles clandestines àTell Adeh. APSA2011 (22.8.2015). - https://www.youtube.com/watch?v=LeI22GyYg4M via YouTube http://paul-barford.blogspot.de/2015/08/illegal-excavations-at-tell-adeh.html Aleppo
http://apsa2011.com/apsanew/aleppo-state-of-the-mosque-nour-eddin/ Damaskus (Syrien) Zerstörung der Eliyahu Hanabi Synagoge: http://www.dgam.gov.sy/?d=314&id=1293
Das Kloster Mar Elian des 5.Jh. wurde von Daesh mit schwerem Baugerät abgerissen. Die Stadt war am 6.8. von Daesh erobert worden:http://dgam.gov.sy/?d=314&id=1777 Kulturstätten in Syrien: "Islamischer Staat" zerstört jahrhundertealtes Kloster. Tagesschau (21.8.2015). IS zerstört jahrhundertealtes Kloster. FAZ (21.8.2015)
Director-General of UNESCO Irina Bokova condemns the destruction of the Mar Elian Monastery in Syria. UNESCO Press releases (21.8.2015) Raqqa (Syrien)
Raubgrabungen und Zerstörungen durch DaeshDas FBI warnt Inzwischen warnt das FBI davor, dass illegale archäologiesche Funde aus dem kriegsgeboet in Irak und Syrien den US-Markt erreichen:
https://www.fbi.gov/news/stories/2015/august/isil-and-antiquities-trafficking/isil-and-antiquities-trafficking Flyer des FBI - https://www.fbi.gov/news/stories/2015/august/isil-and-antiquities-trafficking/isil-antiquities-trafficking
Das FBI warnt Kunstsammler und -händler besonder vorsichtig beim Handel mit Antiken aus dem nahen Osten zu sein und warnt davor, dass Raubgrabungsgüter von Terrororganisatíonen wie ISIL den Markt erreichen "Wir haben nun glaubwürdige Berichte, dass US-Amerikanern Kulturgüter zum Kauf angeboten wurde, dass offensichtlich vor kurzen aus Syrien und Irak verbracht wurde."Just what is Isil looting in Syria?. The Art Newspaper (26.8.2015). - http://www.theartnewspaper.com/news/conservation/158773/
IS-Video von Raubgrabungen Bereits Ende Juli ist in buzzfeed ein Artikel erschienen, der Raubgrabungen und Schmuggel durch Daesh darstellt und dabei auf drei Videos verweist, die angeblich Grabungen des Daesh zeigen.Inside the Underground Trade to sell off Syria's History (buzzfeed 30.7.2015). - http://www.buzzfeed.com/mikegiglio/the-trade-in-stolen-syrian-artifacts
Am 3.8. hat buzzfeed die angeführten Videos mit Raubgrabungen in Dura Europos separat publiziert: M. Giglio, Exclusive Video Shows Illicit Archaeological Dig In ISIS Stronghold. buzzfeed (3.8.2015). - http://www.buzzfeed.com/mikegiglio/exclusive-video-shows-an-illicit-archaeological-dig-in-isis Da diese Videos ein wichtiges Argument sein könnten, um die - eigentlich außer Zweifel stehenden und nur durch den Kunsthandel vehement bestrittenen - Raubgrabungen des Daesh genauer beurteilen und auch beweisen zu können, hat sich eine Diskussion um die Einschätzung dieser Videos ergeben. Paul Barford hat einige wichtige Beobachtungen gemacht, die nahelegen, dass die Videos gestellt sind. Überraschend sind die großen und relativ sauberen Grabungsschnitte.The "ISIL Excavation Videos". PACHI (4.8.2015). - http://paul-barford.blogspot.de/2015/08/the-isil-excavation-videos.html
"The men are mimicking what they've seen archaeologists do - probably they are local villagers, maybe even took part in this excavation earlier. " "To be clear, I am pretty sure this film shows young men acting out looting for the benefit of journalists or 'activists'. The satellite photos show that some open excavation trenches dug by pre-Civil-War expeditions on a number of sites in Syria (see my posts on this last year) have had random opportunistic holes dug in their sides and bases. I think that's what we see here. The young men we see did not dig these holes in the side of the trench, they are acting out the digging that had been done earlier. The satellite photos however show a different type of looting going on / has been going on, with systematic blanket hole-digging right across whole areas of sites like Apamea and Dura Europos. These are organized looting projects, and it would be useful to have some better (closer range) drone surveillance of these holes."In den vergangenen Monaten war mehrfach über die Erkenntnisse berichtet worden, die bei der US-Operation am 16.5. gegen den Daesh-Führer Abu Sayyaf gewonnen. wurden. Neben Funden, die aus Raubgrabungen aber auch länger zurückliegenden Museumsplünderungen stammen, waren auch archäologische Fachbücher gefunden worden. Dazu nun:The Bizarre Tale of 'ISIS Book Club'. Atlas Obscura (4.8.2015). - http://www.atlasobscura.com/articles/the-bizarre-tale-of-isis-book-club
Eine Zusammenstellung aktueller Angebote auf dem Schwarzmarkt: Raubgrabungsfunde und Fälschungenhttp://www.buzzfeed.com/mikegiglio/13-exclusive-photos-of-looted-and-fake-syrian-artifacts-for#.tcjBN54P MaßnahmenDon't buy! http://culturalheritagelawyer.blogspot.de/2015/07/steering-clear-of-isis-loot-dont-buy.html
Wall Street Journal stimmt für Boykott von IS-Angeboten, hält den Antikenhandel sonst aber für notwendig: http://www.wsj.com/articles/the-case-for-buying-antiquities-to-save-them-1440024491 Leider steht bei den Angeboten mit Sicherheit als Provenienz nie "Terroristen, nach 2011". Ein Problem sind die Markt-Preise, die es lukrativ machen, Raubgrabungen systematisch zu betreiben. Gegen Finderlohn wäre ja nichts einzuwenden. Als Sicherung gegen die Bedrohung des Daesh/IS digitalisiert (oder verfilmt?) der Irak seine Nationalbibliothek: Iraq is rushing to digitize its national library under the threat of ISIS. Business Insider UK (4.8.2015) via AP - http://uk.businessinsider.com/iraq-is-rushing-to-digitize-its-national-library-under-the-threat-of-isis-2015-8?r=US&IR=T Sicherungsmaßnahmen für archäologische Funde in Museen: http://www.smithsonianmag.com/smart-news/academics-outracing-outwitting-isis-180956193/
https://www.facebook.com/newshour/videos/10153569395328675/?fref=nf "Business as usual" als Aktion gegen Daesh? Archaeological excavations in Iraq continue despite security chaos. Al Monitor (3.8.2015). - http://www.al-monitor.com/pulse/originals/2015/07/iraq-ur-ruins-excavation-heritage-historical-mall-complex.html
Eine wichtige wünschenswerte Maßnahme: Sammler fragen endlich nach Provenienz und Terrorgeld: http://culturalheritagelawyer.blogspot.de/2015/07/steering-clear-of-isis-loot-dont-buy.html
Aufklärungsarbeit http://www.lhm-lounge.de/downloads/standardbeitrag/613143/lh_1508_ex.pdf
Die deutsche Initiative ILLICID steht nicht allein: Ein Artikel zu einer Gruppe in Glasgow: http://m.heraldscotland.com/news/13635178.Scotland_s_elite_archaeologists_target_global_tomb_raiders/
Video-Serie einer Konferenz der Antiquities Coalition im Mai 2015 in Kairo: mit Beteiligung der Kulturminister aus Staaten Afrikas und des Nahen Osten, organisert u.a. durch Ägypten, dem Middle East Institute und UNESCO (via youtube):Culture Under Threat: Terrorism and Profiteering - Iraqi Minister of Tourism and Antiquities. - https://www.youtube.com/watch?v=d2D7_Kd_vyk&list=PLfqpDYGgaVRQ2_dhn233-nYuK7PVZLZO6&index=1
Culture Under Threat: Law Enforcement Solutions for Cultural Racketeering. - https://www.youtube.com/watch?v=scAl8Gr2yJY&list=PLfqpDYGgaVRQ2_dhn233-nYuK7PVZLZO6&index=3 - Masood Karimipour, the regional representative of the Middle East for the United Nations Office on Drugs "Black Market Trafficking Tactics and Ways to Combat Them". The Antiquities Coalition (13.8.2015). - https://www.youtube.com/watch?v=oVOBjLBAJnY&list=PLfqpDYGgaVRQ2_dhn233-nYuK7PVZLZO6&index=4 - Colonel Matthew Bogdanos mit Erfahrungsberichten von Strafverfolgungsbehörden aus New York City
Der ehemalige australische Außenminister Bob Carr fordert eine Militäraktion und beruft sich auf die UN-Konvention von 1972, die zwar keine Intervention zulässt, aber Hilfestellung zum Schutz des Kulturerbes.Destruction of world heritage site justifies military action. UNSW Australia (27.8.2015). - http://www.law.unsw.edu.au/news/2015/08/destruction-world-heritage-site-justifies-military-action
Kulturgüterschutzgesetz in DeutschlandDas deutsche Ringen um einen vernünftigen Kulturgüterschutz wird im Ausland aufmerksam beobachtet. Deutschland darf sich nicht mit einer Fristenregelung, wie sie der Kunsthandel fordert, erneut blamieren! Looted in Mosul, sold in Munich? Germany's clampdown on illicit trade. Dalje.com (30.7.2015). - http://dalje.com/en-world/looted-in-mosul-sold-in-munich-germanys-clampdown-on-illicit-trade/551803
Looted in Mosul, sold in Munich?. News24 (31.7.2015). - http://www.news24.com/World/News/Looted-in-Mosul-sold-in-Munich-20150731 via dpa In Deutschland kommt nun zu der gezielten Stimmungsmache des Kunsthandels gegen das neue Gesetz noch die absurde These, Kunstraub sei notwendig im Kampf gegen IS: http://www.welt.de/debatte/article144802083/Nur-im-Westen-ist-Kunst-sicher-vor-Zerstoerung.html
Wie überheblich die Idee ist, in Europa seien Kunstobjekte grundsätzlich sicher, zeigt eine aktuelle Meldung aus St. Petersburg, wo christlich-othodoxe Fanatiker einen Bildersturm veranstaltet haben:Proteste in St. Petersburg: Orthodoxe Extremisten zerstören Mephistopheles-Relief. Spiegel online (30.8.2015). - http://www.spiegel.de/politik/ausland/orthodoxe-in-st-petersburg-zerstoeren-mephistopheles-relief-a-1050612.html Friederike Fless, Präsidentin des DAI kommentiert im Feuilleton der FAZ:
"Die hiesige Kampagne gegen das neue Kulturgutschutzgesetz muss vielen im Ausland wie Hohn erscheinen: Deutschlands internationales Ansehen als Kulturnation steht auf dem Spiel."Friederike Fless betont hier die Bedeutung einer klaren Definition, welche Antiken tatsächlich illegal sind. Sie meint, dass der Kunsthandel selbst doch daran "interessiert sein müsste, vom illegalen Markt unterscheidbar zu sein, und er dies in seinen Verbandskodizes auch immer wieder beteuert." Und weiter: "Es geht bei dem Gesetzentwurf also nicht darum, den „Kunsthandel mit dem illegalen Markt mit Objekten aus Raubgrabungen“ gleichzusetzen, sondern Klarheit zu schaffen, wann eigentlich legaler und illegaler Handel vorliegen, nicht zuletzt, damit auch die Käufer eine Chance bekommen, den illegalen Markt überhaupt zu erkennen, um nicht ein Teil dieses illegalen Handels zu werden. Das ist grundlegender Verbraucherschutz."
http://www.dvarch.de/positionen.php?a=22 Pressemitteilung des Deutschen Kulturrats: http://www.kulturrat.de/detail.php?detail=3185&rubrik=2
Weitere MedienberichteFuture Tense: Archaeology: current threats, future possibilities ABC Radio National (27.7.2015). - https://player.fm/series/future-tense-full-program-podcast/archaeology-current-threats-future-possibilities - Audio ca. 30 min - "industrial style heritage destruction"
http://edition.cnn.com/2015/08/19/middleeast/syria-antiquities-damascus/index.html Islamic State's path of destruction through Syria and Iraq. The Telegraph (21.8.2015). - http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/islamic-state/11817394/Islamic-States-path-of-destruction-through-Syria-and-Iraq.html
J. Bischoff, Die Propaganda der Zerstörung. NZZ (28.8.2015). - http://www.nzz.ch/meinung/kommentare/die-propaganda-der-zerstoerung-1.18603329 Zur Zukunftsbedeutung des Kulturgutschutzes für Syrien: