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Timestamp: 2019-11-19 03:42:28
Document Index: 98063177

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'Art. 10', 'Art. 31', 'Art. 36', 'Art. 369', 'Art. 10', 'Art. 31', 'Art. 36', 'Art. 369', 'Art. 369', 'Art. 10', 'Art. 10', 'Art. 10', 'Art. 31', '§ 58', 'Art. 369', '§ 58', '§ 72', '§ 58', 'Art. 10', 'Art. 31', 'Art. 36', 'Art. 10', 'Art. 31', 'Art. 36', 'Art. 369', 'Art. 369']

BGE-135-I-71 - 2009-01-20 - BGE - Verfassungsrecht - Art. 10 Abs. 2, Art. 31 Abs. 1 und Art. 36 BV; Art. 369 StGB; Vortatenerfordernis beim...
Art. 10 Abs. 2 , Art. 31 Abs. 1 und Art. 36 BV; Art. 369 StGB; Vortatenerfordernis beim strafprozessualen Haftgrund der Wiederholungsgefahr. Art. 369 StGB ist auch vom Haftrichter zu beachten mit der Wirkung, dass aus dem Strafregister entfernte Vorstrafen bei der Prüfung des strafprozessualen Haftgrundes der Wiederholungsgefahr grundsätzlich nicht zu berücksichtigen sind (E. 2).
Art. 10 al. 2, art. 31 al. 1 et art. 36 Cst.; art. 369 CP; exigences relatives aux infractions antérieures pour admettre un motif de détention préventive fondé sur le risque de récidive. Le juge de l'arrestation doit également respecter l'art. 369 CP, ce qui a pour conséquence que les peines antérieures éliminées du casier judiciaire ne doivent en principe pas être prises en compte lors de l'examen du risque de récidive (consid. 2).
Art. 10 cpv. 2, art. 31 cpv. 1 e art. 36 Cost.; art. 369 CP; esigenza riguardo ai reati pregressi per fondare il rischio di recidiva nell'ambito della carcerazione preventiva. L'art. 369 CP deve essere rispettato anche dal giudice dell'arresto, con la conseguenza che condanne anteriori eliminate dal casellario giudiziale non devono di principio essere prese in considerazione nell'esame del rischio di recidiva quale motivo di carcerazione preventiva (consid. 2).
Die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl führt eine Strafuntersuchung gegen X. wegen qualifizierten Drogendelikten, mehrfachen Diebstahls und weiteren mutmasslichen Straftaten (begangen zwischen 2006 und 2007). Am 23. Januar 2007 wurde er verhaftet und in Untersuchungshaft versetzt. Nachdem der Angeschuldigte am 23. März 2007 aus der Haft entlassen worden war, wurde er am 18. Juni 2007 erneut inhaftiert. Seit dem 2. September 2008 befindet er sich im vorzeitigen Strafvollzug. Am 27. November 2008 stellte er letztmals ein Gesuch um Entlassung aus der strafprozessualen Haft, welches der Haftrichter des Bezirksgerichtes Zürich am 4. Dezember 2008 abwies. Gegen die haftrichterliche Verfügung gelangte X. mit Beschwerde vom 26. Dezember 2008 an das Bundesgericht. Er beantragt in der Hauptsache die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und seine sofortige Haftentlassung. Das Bundesgericht weist die Beschwerde ab.
2.5 Bei Beschwerden, die gestützt auf das Recht der persönlichen Freiheit (Art. 10 Abs. 2 , Art. 31 BV) wegen der Ablehnung eines Haftentlassungsgesuches erhoben werden, prüft das Bundesgericht im Hinblick auf die Schwere des Eingriffes die Auslegung und Anwendung des kantonalen Prozessrechtes frei. Soweit jedoch reine
Ebenso wenig habe er auf eine am Gesetz und an der Rechtsprechung orientierte Anwendung von § 58 Abs. 1 Ziff. 3 StPO/ZH verzichtet. Es könne ihm keine Verübung von zahlreichen Verbrechen oder erheblichen Vergehen im Sinne des Gesetzes vorgehalten werden. Art. 369 Abs. 7 StGB sehe für Vorstrafen, die aus dem Strafregister entfernt wurden, ein absolutes Verwertungsverbot vor. Die Vorinstanz berufe sich indessen auf zwei Verurteilungen (vom 20. November 1984 und 22. April 1986), welche schon vor etlichen Jahren aus dem Strafregister gelöscht worden seien. Was die (von § 58 Abs. 1 StPO/ZH) zusätzlich verlangte "ernsthafte Befürchtung" betreffe, dass er, der Beschwerdeführer, neuerlich schwere Delikte verüben könnte, seien die restriktiven Voraussetzungen der bundesgerichtlichen Praxis nicht erfüllt. Aber selbst wenn Wiederholungsgefahr vorläge (was bestritten werde), könne dieser mit strafprozessualen Ersatzmassnahmen für Haft (im Sinne von §§ 72-73 i.V.m. § 58 Abs. 4 StPO/ZH) ausreichend begegnet werden. Der angefochtene Entscheid verletze insofern Art. 10 Abs. 2 i.V.m. Art. 31 und Art. 36 Abs. 2 -3 BV.
Entscheid : 135 I 71
Status : 135 I 71
Regeste : Art. 10 Abs. 2, Art. 31 Abs. 1 und Art. 36 BV; Art. 369 StGB; Vortatenerfordernis beim...
StGB: 369
StGB Art. 369 Entfernung des Eintrags SR 311.0 Schweizerisches Strafgesetzbuch
105-IA-26 • 121-IV-3 • 123-I-221 • 123-I-268 • 124-I-208 • 125-I-60 • 126-I-172 • 132-I-21 • 133-I-270 • 135-I-71
1B_344/2008 • 1B_44/2008 • 1P.370/2000 • 6B_538/2008
wiederholungsgefahr • bundesgericht • strafregister • haftrichter • haftgrund • vorinstanz • diebstahl • untersuchungshaft • monat • verurteilter • freiheitsstrafe • verurteilung • strafuntersuchung • staatsanwalt • strafbare handlung • stelle • brille • frist • verhalten • persönliche freiheit
1999/1977 • 1999/2168