Source: http://www.juramagazin.de/99104.html
Timestamp: 2019-06-26 02:38:49
Document Index: 331977814

Matched Legal Cases: ['§ 13', '§ 14', '§ 5', '§ 13', '§ 13', '§ 14']

﻿ Der ESFAnteil für das Projekt KICKSchulteam beträgt 220000 für die
Etliche Bezirke beteiligen sich durch die teilweise unentgeltliche Bereitstellung von Räumlichkeiten oder Betriebskosten.
Der ESF-Anteil für das Projekt KICK-Schulteam beträgt 220.000 für die gesamte Laufzeit.
Was fehlt: langfristige gesicherte Finanzierung, um die sportorientierte Jugendsozialarbeit fest ins Gesamtkonzept Kooperation Schule ­ Jugendhilfe einbeziehen zu können.
2. Leistungsangebot Schulstationen (§ 13 Abs. 1 SGB VIII, § 14 Abs. 2 AG ­ KJHG; § 5 Abs. 1 Schulgesetz) Ziel/Aufgabenstellung: Individueller Zuwachs an psychischer und sozialer Stabilität von sozial benachteiligten und individuell beeinträchtigten Schülern/innen. Bessere Bewältigung der Anforderungen im Lern- und Leistungsbereich. Ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung, um Motivations-, Lern- und Verhaltensschwierigkeiten zu überwinden.
Methodischer Ansatz ist die lebensweltorientierte, sozialpädagogische Beratung von Schülerinnen und Schülern und ihrer Familien sowie der pädagogischen Fachkräfte der Schule.
Schulstationen sind Jugendhilfe in eigener Verantwortung und mit eigener sozialpädagogischer Zielsetzung im Schnittbereich zwischen allgemeiner Jugendarbeit und individueller Erziehungshilfe.
Die positiven Ergebnisse des unter wissenschaftlicher Begleitung durchgeführten Wirkungscontrollings von Schulstationen wurden dem Abgeordnetenhaus 2005 zur Kenntnis gegeben.
Standardvorgaben: Fachliche Standards: Konzeptionsentwicklung, Kooperationsvertrag, Leitung und Koordination, Dokumentation und Evaluation, Fortbildung und Supervision, Qualitätsentwicklung, enge Zusammenarbeit mit Eltern, Jugendämtern und anderen Jugendhilfeträgern bzw. -angeboten, sozialräumliche Vernetzung Grundausstattung: zwei sozialpädagogische Fachkräfte unterschiedlichen Geschlechts mit insgesamt mindestens 1,5 Stellenanteilen, möglichst Sozialarbeiterin und Sozialarbeiter, mindestens 1 Sozialarbeiter/in und 1 Erzieher/in, Sachmittel, mindestens zwei geeignete Räume in der Schule Verbindlichkeitsgrad: mittel (Rundschreiben Jug 2/2004, vergleichende Leistungsbeschreibung mit empfehlendem Charakter) Finanzierung: Unterschiedliche Umfänge, je nach Zielstellung, Personalausstattung und eventuellen Kooperationen mit anderen Trägern oder Schulen, sowie Kofinanzierungen laut Bezirksangaben.
Mittelherkunft: Die Beträge für die 31 Schulstationen, die aus dem Modellprojekt des Senats zuwendungsfinanziert wurden, sind nun in der Produktzuweisung (Produkt: Nr. 79379) der Sen Fin an die Bezirke enthalten. Darüber hinaus existieren in den Bezirken 32 Schulstationen, die nach § 13 Abs. 1 SGB VIII eingerichtet und aus bezirklichen Mitteln finanziert werden - im Allgemeinen entweder aus dem Titel 68466 (Zuschüsse an Freie Träger) oder aus dem Titel 67101 (Ersatztitel für erstattungsfähige Ist-Ausgaben) entsprechend der erbrachten Angebotsstunden)
Was fehlt: Festlegungen zur Bezugsgröße (Schulgröße) für die Personalausstattung und Migrationskompetenz als fachlicher Standard
- Jugendsozialarbeit an Schulen (§ 13 Abs. 1 SGB VIII, § 14 Abs. 2 AGKJHG
- Schulsozialarbeit als professionell durchgeführte soziale Arbeit an Schule und in Trägerschaft von Schule erfolgt auf Grundlage des Schulgesetzes Aufgabenstellung:
Das Programm „Jugendsozialarbeit an Berliner Schulen" ist eine intensive und systematische Kooperation von Schule und Jugendhilfe im Sinne einer gemeinsamen Verantwortung für die Entwicklung und den Schulerfolg aller Schüler/innen. Aufgrund des steigenden Anteils von Schüler/innen mit Unterstützungsbedarf an allen Schulformen geht es um die Weiterentwicklung von Bildungsangeboten und ­formen vor allem für benachteiligte Schüler/innen. Dazu gehören Hilfen zur Bewältigung schulischer Anforderungen, beim Übergang in weiterführende Schulen und zur Erlangung der Ausbildungsreife.
Zur Umsetzung des Programms werden über Zuwendungsmittel Sozialarbeiter/innen auf Basis von Kooperationsvereinbarungen zwischen Schulen und Trägern der freien Jugendhilfe beschäftigt. Die Zusammenarbeit mit einer Lehrkraft der Schule (Tandempartner/in) bzw. Tridem bei Grundschule (Erzieher/innen, Sozialarbeiter/innen, Lehrkräfte) und die gemeinsame Teilnahme an Fortbildungen ist verpflichtend in der Kooperationsvereinbarung geregelt. Diese Fortbildung und die Begleitung der Schulen und der Träger im Rahmen eines Fortbildungskonzeptes werden vom LISUM Berlin-Brandenburg, der regionalen Fortbildung und den Sozialpädagogischen Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg gemeinsam entwickelt, modifiziert und durchgeführt.
- Förderung der Lernmotivation und Stärkung des Selbstvertrauens zur Motivation schwieriger Schüler/innen zu verändertem Sozial- und Lernverhalten
- Abbau von Schuldistanz und ­verweigerung
- Senkung der Zahl der Schüler/innen ohne Schulabschluss, Stärkung der Ausbildungsreife und Steigerung der Zahl der Schüler/innen mit Ausbildungsplatz
- Unterstützung bei Schuleinstieg und Übergängen in andere Schulen
- Unterstützung der Erziehungs- und Bildungsarbeit
- Stärkung der Erziehungsverantwortung der Eltern durch Eltern- und Familienarbeit
- Abbau von Gewaltvorkommnissen
- Öffnung der Schulen in den Sozialraum durch Vernetzung u.a. mit sonstigen Bildungsakteuren und zivilgesellschaftlichen Einrichtungen (Bildungsverbünde)
Standardvorgaben:
- Kooperationsvertrag zwischen der Schule, einem Träger der freien Jugendhilfe, dem Jugendamt, der Schulaufsicht und dem Schulträger
- Sachmittelzusicherung
- Fachliche Eignung des Personals des Trägers der freien Jugendhilfe
- Umsetzung des Tandemkonzepts durch Beteiligung aus der Lehrerschaft
- Wahrnehmung verbindlicher gemeinsamer Fortbildungsmodule Fortbildungskonzept
- Auswertungsgespräche aller Beteiligter
- Begleitung durch einen beratenden Beirat (Sen BildWiss Abt. Schule und Jugend, SPI, Schule, Träger der freien Jugendhilfe, wissenschaftliche Begleitung, Bezirksjugendämter)
- Wahrnehmung operativer Aufgaben durch Programmagentur des SPI
- Qualitätsmanagement durch Kontrolle der Zielerreichung und der Fortbildung
- Zwischenberichte der Träger der freien Jugendhilfe
- Datenerhebung bzgl. Abbrecher/innenquote bei Schuldistanz
- Beratung und Begleitung der Schulen
- Monitorring und Controlling durch Programmagentur SPI Umsetzung:
Das im Mai 2006 für 20 Hauptschulen gestartete Programm wurde im September 2006 auf alle Hauptschulstandorte ausgedehnt und seit 2007 auf Förderzentren erweitert. Zum Schuljahr 2009/10 erfolgt die Ausweitung des Programms auf 74 Grundschulen. Zum Jahresbeginn 2010 werden zudem 12 berufliche Schulen ins Programm aufgenommen.
Verbindlichkeit: hoch durch Programmvorgaben, Musterverträge Finanzierung:
Die Finanzierung des Programms erfolgt durch den Landeshaushalt, unterstützt durch Mittel des ESF. Die Steuerbarkeit liegt bei 100 % bzgl. der Landesmittel, soweit sie nicht zur Kofinanzierung der ESF-Mittel notwendig sind. Die ESF-Mittel sind zweckgebunden und damit nicht steuerbar. Ungefährer Umfang: 50.000 je Schule bei einer vollen Stelle Jugendsozialarbeit Optimierungsbedarf:
Das Programm ist entsprechend der vorliegenden Auswertungen sehr erfolgreich.
Eine Ausweitung auf alle Berliner Schulen erscheint deshalb sinnvoll und notwendig.
- die Ausweitung des Programms auf alle Schulen; auch alle Schultypen
- an Gesamtschulen auch unter Berücksichtigung der Sozialarbeiterstellen an diesen Schulen
- an jeder Schule eine volle Stelle, auch in sonderpädagogischen Förderzentren
Erforderlich ist auch die Verstetigung von Angebotsinhalte der interkulturellen Moderation als Strategie der Integration an Schulen mit einem hohen Migrationsanteil bei