Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VIII%20R%2076/05
Timestamp: 2019-12-12 03:13:41
Document Index: 221486182

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 9', '§ 9', '§ 34', '§ 34', '§ 118', '§ 115']

BFH, 10.06.2008 - VIII R 76/05 - dejure.org
https://dejure.org/2008,1195
BFH, 10.06.2008 - VIII R 76/05 (https://dejure.org/2008,1195)
BFH, Entscheidung vom 10.06.2008 - VIII R 76/05 (https://dejure.org/2008,1195)
BFH, Entscheidung vom 10. Juni 2008 - VIII R 76/05 (https://dejure.org/2008,1195)
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EStG § 4 Abs. 4, § 9 Abs. 1, § 9a Satz 1 Nr. 1 Buchst. a
Keine Kürzung des Arbeitnehmer-Pauschbetrages - Verhältnis von Betriebsausgabenabzug und Werbungskostenpauschale bei vergleichbaren Aufwendungen für zwei Einkunftsarten
Betriebsausgaben- und Werbungskostenabzug bei einem als angestellter Assessor und als selbständiger Rechtsanwalt tätigen Juristen
Werbungskosten versus Betriebsausgaben - Arbeitnehmer-Pauschbetrag wird nicht gekürzt
Rechtliche Ausgestaltung des Rechtsanspruchs eines Steuerpflichtigen mit Einnahmen aus nichtselbstständiger Arbeit auf Erstattung des ungekürzten Arbeitnehmer-Pauschbetrages; Steuerrechtliche Geltendmachung eines Pauschbetrages bei Anfall lediglich geringerer ...
Finanzämter dürfen Arbeitnehmer-Pauschbetrag nicht kürzen
Bundesfinanzhof spricht Machtwort - Aufwendungen bei vergleichbarer Tätigkeit als Arbeitnehmer und auf selbstständiger Basis
Werbungskosten- und Betriebsausgabenabzug bei Überschuss- und Gewinneinkünften eines Steuerpflichtigen
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BFH vom 10.06.2008, Az.: VIII R 76/05 (Aufteilung von Aufwendungen bei vergleichbaren Tätigkeiten)" von Dipl.-Finw. Hermann-Josef Meurer, original erschienen in: EStB 2008, 349 - 350.
Die nach § 34c Abs. 1 Satz 4 EStG erforderliche Zuordnung von Betriebsausgaben, die in mehreren Veranlassungszusammenhängen stehen, ist mangels unmittelbarer Zurechnungskriterien zu schätzen oder zu quoteln (vgl. Gosch in Kirchhof, EStG, 15. Aufl., § 34c Rz 15; Senatsurteil in BFHE 183, 114, BStBl II 1997, 657; BFH-Urteil in BFHE 222, 313, BStBl II 2008, 937).
Da die Entscheidung der Vorinstanz zudem durch die von ihr getroffenen Feststellungen gedeckt ist und sich insofern als schlüssig darstellt, liegt auch kein materiell-rechtlicher Fehler vor, der revisionsrechtlich unabhängig von der Erhebung entsprechender Verfahrensrügen beachtlich wäre (vgl. zu einer derartigen Konstellation BFH-Urteil vom 10. Juni 2008 VIII R 76/05, BFHE 222, 313, BStBl II 2008, 937, unter II.2. vor a).
Der BFH hat zudem bereits wiederholt entschieden, dass das Verhältnis der Einnahmen als Maßstab für die Aufteilung gemischt veranlasster Aufwendungen ausscheidet (BFH-Urteil vom 10. Juni 2008 VIII R 76/05, BFHE 222, 313, BStBl II 2008, 937, m.w.N.).
Das Fehlen ausreichender Feststellungen stellt einen materiell-rechtlichen Mangel des Urteils dar, der zur Aufhebung der Vorentscheidung führt (vgl. Urteile des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 27. April 1999 III R 21/96, BFHE 189, 255, BStBl II 1999, 670; vom 10. Juni 2008 VIII R 76/05, BFHE 222, 313, BStBl II 2008, 937).
Anders als im Umsatzsteuerrecht können die erzielten oder erzielbaren Miet- oder Pachtzinsen für die Nutzungsüberlassung des privaten Anteils auf der einen Seite und des betrieblichen Anteils auf der anderen Seite nicht als Aufteilungskriterien herangezogen werden, da nach ständiger Rechtsprechung des BFH gemischt veranlasste Betriebsausgaben bzw. Werbungskosten im Ertragsteuerrecht nicht im Verhältnis der Einnahmen aufgeteilt werden können (BFH-Urteil vom 10. Juni 2008 VIII R 76/05, BFHE 222, 313, BStBl II 2008, 937, m.w.N.).
Das Fehlen ausreichender Feststellungen stellt einen materiell-rechtlichen Mangel des Urteils dar, der --auch ohne Rüge-- zur Aufhebung der Vorentscheidung führt (BFH-Urteile vom 27. April 1999 III R 21/96, BFHE 189, 255, BStBl II 1999, 670; vom 10. Juni 2008 VIII R 76/05, BFHE 222, 313, BStBl II 2008, 937;… Senatsurteil vom 12. August 2015 I R 2/13, BFH/NV 2016, 47).
Sind Aufwendungen durch mehrere Einkunftsarten veranlasst, sind sie nach Maßgabe ihrer jeweiligen Veranlassung auf die Einkunftsarten aufzuteilen (BFH-Urteil vom 10. Juni 2008 VIII R 76/05, BFHE 222, 313, BStBl II 2008, 937).
Das Fehlen ausreichender Feststellungen stellt einen materiell-rechtlichen Mangel des Urteils dar, der --auch ohne Rüge-- zur Aufhebung der Vorentscheidung führt (z.B. Urteil des Bundesfinanzhofs vom 10. Juni 2008 VIII R 76/05, BFHE 222, 313, BStBl II 2008, 937, m.w.N.; Gräber/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7. Aufl., § 118 Rz 41 a.E. und § 115 Rz 81, jeweils m.w.N.).