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Timestamp: 2019-06-16 04:33:18
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Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 30', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Nachweis von Brandbeschleunigern - Allgemeine Chemie - ChemieOnline Forum
Liebe Gemeinde wir brauchen HILFE
im Hause meines Schwiegervaters brach Feuer aus, bei dem Brand kam er ums Leben,
meine Schwegerin wurde der Brandstiftung und des Mordes beschuldigt
und zu Lebenslang verurteilt. Das Urteil wurde von BGH aufgehoben.
BrStV § 30 Vergällung
a) 1,0 l Methylethylketon, bestehend aus
95 bis 96% mas MEK, (2-Butanon)
2,5 bis 3% mas Methylisopropylketon (3-Methyl-2-butanon) und
1,5 bis 2% mas Ethylisoamylketon (5-Methyl-3-heptanon),
Wie aus der Brantwein Steuer Verordnung zu sehen ist, sind neben dem Ethanol noch 3 Vergällungsmittel vorhanden.
Chemiker des LKA Berlin Dr. A behauptet, dass er den Brandbeschleuniger Spiritus fand,
durch auffinden von 3-Methyl-2-butanon und 2-Butanon.
In neuesten Behauptungen in Vorbereitung zum neuen Prozess vor der Grossen Strafkammer des LG Berlin,
geht Chemiker Dr. A. so weit, dass er behauptet für ihn ist ausreichend wenn er nur 3-Methyl-2-butanon findet,
Für nicht auffinden von Ethanol, behauptet er, dass Ethanol durch Löschwasser ausgespült wird,
da mit Wasser in jedem Verhältnis mischbar, 5-Methyl-3-heptanon ist in so kleinen Mengen vorhanden - ist nicht zu finden.
Schon der Gedanke, dass in 1 Liter Spiritus den 930 ml Ethanol nur 0,27 ml 3-Methyl-2-butanon gegeüber stehen,
oder auf 1 Molekül 3-Methyl-2-butanon fast 6.400 Moleküle von Ethanol vorkommen sagt mir, dass es nicht sein kann
das für Nachweis von Spiritus nur auffinden von 3-Methyl-2-butanon ausreicht.
Da ich Maschinenbauer bin und kein Chemiker, habe ich schon meine Probleme.
In über 2.000 Stunden habe ich schon vieles recherchiren können.
z.B. ist 3-Methyl-2-butanon in großen Mengen beim Brand von Kiefernholz (bei uns der Fall),
in der Atmosphäre durch Bäume bei über 25°C und UV Licht, Zigarettenrauch, Hartkäse usw. zu finden.
Jetzt habe ich große Bitte an alle Chemiker? Ich brauche (Literaturnachweis)
1. Abbaurate für Ethanol an der Luft bei 15 - 25 °C, die Proben wurden 1 Tag und 5 Tage nach dem Brand genommen.
2. Kann Ethanol zu 100% aus der Brandschuttprobe durch Wasser ausgespüllt werden.
Hier ist der Urteil des BGH nachzulesen:
juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&Datum=2006&Seite=4&nr=35284&pos=125&anz=161&Blank=1.pdf
Ich bitte um Hilfe, da es um sehr viel geht, alleine komme ich nicht weiter trotz aller Bemühungen
Gesundheitlich kürzlich durch zwei Herzinfarkte ein bischen angeschlagen.
20.10.2006, 15:15 #2
Was meinen Sie mit "Abbaurate"? Ich denke da spielt vor allem die Verdunstungsgeschwindigkeit des Ethanols eine Rolle. Die liegt größenordnungsmäßig etwa bei dem 10fachen von Wasser.
23.10.2006, 01:44 #3
Unter Abbau verstehe ich Verflüchtigung. Da zweite Proben nach 4 Tagen genommen wurden.
Also ist es möglich dass nach 4 Tagen nur Ethanol nicht mehr da ist.
Mir ist nicht klar, dass Ethanol der azeotropische Mischung mit Vergällungmitteln
2-Butanon und 3-Methyl-2-butanon bildet, mit Wasser ausgespüllt werden kann, dann könnte ich auf die einfache Art mir aus Spiritus den Schnaps machen.
Grafik für 1280 x 1024
Bei der Nummerierung wiederholen sich die Zahlen (1-7), da die Proben zwei mal genommen wurden, leider immer wieder ab 1 Nummeriert.
Hier sind Probeentnahmestellen eingezeichnet.
Bei allen Stellen wurden 2-Butanon und 3-Methyl-2-butanon gefunden, nur bei den ROT war auch noch Ethanol gefunden worden.
Ich frage mich, wenn Ethanol vom Löschwasser ausgespült wird, wieso ist im OG bei Probe 8 und 9 (auf dem Bett noch da, aber am Boden um Bett nicht).
Was ausgespült wird muss nach unten fallen. Die Feuerwehr löscht immer die Decke, da oben die Hitze am größten ist - Abkühlung am bessten.
Ich bin der Meinung, dass Alkohol im EG aus dem Wein und im OG von Desinfektionmittel stammt und nicht vom Spiritus.
2-Butanon und 3-Methyl-2-butanon vom verbrennen des Kieferholzes.
25.10.2006, 21:00 #4
Ich dachte bei einem so bekannten Forum wie ChemieOnline,
könnte ich mehr Unterstützung bekommen.
25.10.2006, 21:05 #5
Du kannst keine rechtsverbindlichen Gutachten hier erwarten. Dafür ist das Forum nicht gedacht. Hier liegt ev. ein Tötungsdelikt vor, bei dem die Staatsanwaltschaft ermittelt.
25.10.2006, 21:25 #6
Es ist richtig, dass die StA ermittelt, es ist auch richtig die die 22 Große Strafkammer schon Urteil gesprochen hat,
aber es ist auch richtig, dass der BGH das Urteil (wie oben zu lesen) aufgehoben hat, unter anderem und insbesonderem wegen Chemie.
Ich erwarte keine Gutachten, sondern evtl. Meinungen und Ideen.
Hätte ich mich auf StA und LKA verlassen, wäre meine Schwägerin schon rechtskräftig zur Lebenslang verurteilt.
25.10.2006, 21:29 #7
Zuerst einmal: Deine Frage ist sehr speziell. Wir haben hier meines Wissens nach keine Brandgutachter. Ausserdem handelt es sich um einen Wohnungsbrand, um Löschwassereinbruch, nicht genau bekannte Vergällungsmittel... da ist es unmöglich, übers Internet so etwas zu bewerkstelligen. Die Chemie bei sowas ist sowas von komplex: wurde das gesamte Ethanol verbrannt? Gibt es Reste? Was ist davon im Löschmittel? Und selbst wenn die Vergällungsmittel noch da sind, ist das auch fraglich. Für einen Laien ist die Problematik sicherlich schwer verständlich, aber wir können da nicht viel tun. Schon gar nicht vom Heimcomputer aus.
Als Brandgutachter geht man vor Ort, schaut sich die Sache an, nimmt Proben, analysiert. Das können wir nicht.
Ich würde dir wirklich gern weiterhelfen, aber ich kann nicht. Ich kann dir nur raten, nimm dir einen Gutachter...
Chemiker Dr. A. so weit, dass er behauptet für ihn ist ausreichend wenn er nur 3-Methyl-2-butanon findet,
Das halte ich, mit Verlaub, für engstirnig. Brandermittlungen sind nicht gerade einfach, und gerade bei einem Tötungsdelikt kann ich das doch nicht auf irgendwelche Vergällungsmittel reduzieren.
Kann Ethanol zu 100% aus der Brandschuttprobe durch Wasser ausgespüllt werden.
Ethanol ist ziemlich gut mit Wasser mischbar, und bei dem rießigen Umsatz an Löschwasser (bin selbst bei der Feuerwehr) plus die Temperaturen ist es durchaus möglich, davon kaum/nichts mehr zu finden. Es gibt immer wieder Brände, beid denen die Brandursache nicht ermittelt werden kann, weil Löschwasser/Hitze alle Beweise vernichtet haben.
25.10.2006, 21:39 #8
Ich würd ja gern helfen, aber das Verdunstungs- bzw Auswaschungsverhalten von Lösungsmitteln in Spurenmengen ist nun mal ein sehr kompliziertes Thema, da kann man auf der Basis "allgemeiner Chemiekenntnisse" schlicht keine Aussage drüber machen; das ist ne Sache für Spezialisten.
Auf die Gefahr hin, mir die Zunge zu verbrennen:
Naja, wenn ich übers ganze Haus Spuren eines Vergällungsmittels finden würde, wäre ich auch skeptisch, was eine einzelne lokale Quelle angeht.
Mir erscheint das durchaus plausibel. Ethanol siedet niedriger, das Vergällungsmittel dürfte eine wesentlich höhere Affinität zu Ruß o.ä. haben und der Dampf ist schwerer als Luft, d.h. das Zeug bleibt auch nach dem Verdampfen mehr oder weniger vor Ort.
Dazu kommt noch die Wasserlöslichkeit von Ethanol.
Was ausgespült wird muss nach unten fallen.
Halt ich auch für nen Trugschluss. im Gegenteil, wenn irgendwo noch leichtflüchtiges Ethanol ist, dann besonders in voluminösen saugfähigen Materialien, wie sie in Betten ja vorkommen sollen.
25.10.2006, 22:17 #10
Liebe Freunde ich kann nicht alles wie ich möchte, ich darf nicht hier einiges veröffentlichen was ich herausgefunden habe,
bevor das Gericht darüber in seiner Sitzung erörtet hat. Siehe StGB 353d abs. 3
1. entgegen einem gesetzlichen Verbot über eine Gerichtsverhandlung, bei der die Öffentlichkeit ausgeschlossen
war, oder über den Inhalt eines die Sache betreffenden amtlichen Schriftstücks öffentlich eine Mitteilung macht,
2. entgegen einer vom Gericht auf Grund eines Gesetzes auferlegten Schweigepflicht Tatsachen unbefugt offenbart,
die durch eine nichtöffentliche Gerichtsverhandlung oder durch ein die Sache betreffendes amtliches Schriftstück zu seiner Kenntnis gelangt sind, oder
3. die Anklageschrift oder andere amtliche Schriftstücke eines Strafverfahrens, eines Bußgeldverfahrens oder eines Disziplinarverfahrens,
ganz oder in wesentlichen Teilen, im Wortlaut öffentlich mitteilt, bevor sie in öffentlicher Verhandlung erörtert worden sind oder das Verfahren abgeschlossen ist.
Dadurch bin ich eingeengt, und bitte um Verständnis, aber was solls.
Staatsanwaltschaft darf Pressemitteilungen schreiben, die Zeitungen alles schreiben was sie wollen,
nur der in die Enge getriebene darf nichts.
Aber ich werde euch einige Feststellungen gleich schreiben.
25.10.2006, 23:45 #11
ich bin Ausländer, ich bitte um Gnade wegen Schreibfehler.
Ja wir haben 3 Brandsachverständige, die aussagen es war keine Brandstiftung,
ja wir haben einen Prof. Dr. für GC/MS der sagt, so kann man das nicht machen,
aber die 22 Große Strafkammer hat sie verurteilt. Punkt, Bastaaaaaa, Lebenslang.
Darauf geht ja der BGH in seinem Urteil ein.
Jetzt haben wir noch zusätzlich einen akkreditierten Chemie Labor was LKA nicht ist,
die noch weitere Untersuchungen machen.
Aber wie ich dass sehe, Problem ist die Recherche, da sind alle schwach (Zeitaufwand).
In meiner Not habe ich damals, Dezember 2004 über 60 Professoren und Insitutsleiter angeschrieben
mit der Bitte um Hilfe und es haben mir viele geholfen.
Jetzt habe ich aus den Bibliotheken Fachartikel die Beweisen, dass 3-Methyl-2-butanon wie auch 2-Butanon entstehen
- aus Holzbrand (Kiefer, Fichte, Eiche) 4 x
- aus Zigaretten 2 x
- aus der Umwelt bei Temperaturen über 25 °C mit UV-Strahlung durch Bäume und noch weitere.
Diese Feststellung ist eindeutig und nicht verrückbar, aber von LKA nicht untersucht worden.
Als ich die gesammelten Nachweise (über 1.000 Seiten) einem Prof. Dr. für Chemie, der mir sehr geholfen hat zugestellt habe,
hat er mir im tel. Gespräch gesagt: "So wie ich dass sehe, sind sie für dieses Thema, der in der BR Deutschland der am bessten informierte"
Ich kann sogar hier aussagen, dass die Verbrennung von 2-3 kg Kiefernholz (Trockenmasse) in Erzeugung von 3-Methyl-2-butanon
1 Liter Spiritus entspricht.
Für unseren Fall wo über 300 kg Kiefernholz (Trockenmasse) verbrannt worden sind, sind es ca. 100 - 150 l Spiritus.
Leider muss ich feststellen, dass habe ich herausgefunden sonst keiner. Das macht mich fertig. Ich bin kein Fachmann.
Mir liegt ein Gutachten vor, der sich auf ChemieOnlein beruft, dass da schon 2003 dieses Thema diskutiert wurde, aber auch keine Fundstelle
gefunden worden ist. Alle Achtung für ChemieOnline, aber, 6 setzen für den Gutachter, leider ein Brandsachverständiger eines Institutes.
Persönlich hat er eine Menge veröffentlicht.
Ich war Berechnungsingenieur für Festigkeitsberechnungen - von mir berechnete Anlagen (Petrochemie, Chemie, Kraftwerke) stehen immer noch auf der ganzen Welt.
Ich bitte um Verständnis, ich verstehe es nicht, wo der wissenschftliche Ehrgeiz, die wissenschaftliche Wahrheit und Ehre geblieben sind.
so wie ich es verstanden habe, sind die Vergällungsmittel AZEOTROP, nicht einfach zu trennen,
es ist falsch anzunehmen die Komponentenn in Spiritus werden für sich aleine verdampfen,
sie bilden einen gemeinsamen Siedepunkt, beim Spiritus sind es ca, 84 °C
26.10.2006, 00:02 #12
Deine Orthographie ist uns, wenn überhaupt, nur positiv aufgefallen.
Wir dagegen haben 0 Brandsachverständige und 0 Professoren für GC/MS, das dürfte unsere Zurückhaltung bezüglich absoluter Aussagen erklären...
Wo also ist das - chemische - Problem? Der Kern des Problems ist doch, dass der durchschnittliche Richter sowas kein Stück beurteilen kann und im Ernstfall dem Sachverständigen glaubt. Oder nicht?
Das wiederum ist einfach: Wissenschaftlicher Ehrgeiz bezieht sich auf das Gebiet, auf dem man selbst arbeitet. Die wissenschaftliche Wahrheit ist ein Widerspruch in sich, weil die Wissenschaft für Wahrheit nicht zuständig ist, und Ehre ist ein derart dehnbares, interpretierbares und missbrauchtes nicht-Objekt, dass es mir schwerfällt, jemanden ernstzunehmen, der diesen Begriff benutzt.
26.10.2006, 00:11 #13
Das Azeotrop hast du auf jeden Fall richtig verstanden. Sie sind schwer trennbar und ich würde denken, dass auch die Wasserlöslichkeit recht ähnlich ist, so dass ein selektives Auswaschen des Ethanols unwahrscheinlich ist.
Und was dein Ärger angeht: Kann ich verstehen. Leider ist es aber Tatsache, dass "anerkannten" Personen eher getraut wird, als den Neulingen bzw. Unerfahrenen. Wobei gerade bei letzteren häufig noch mehr Ehrgeiz herrscht, Sachen zu ergründen. Aber wenn man nicht Kenner des Faches ist (wie ein Richter z.B.), muss man eine Entscheidung treffen, wem man eher glaubt.
26.10.2006, 07:23 #14
Also allein wenn amn Spiritus findet, heißt das doch nicht, dass man ein Brandstifter ist. bei uns ist auch eine Flasche Spiritus daheim.
26.10.2006, 11:21 #15
Ich habe gerade mal eher eine grundsätzliche Frage:
Das Landgericht hat deine Schwägerin aufgrund des Gutachtens von A verurteilt.
Das BGH hat eben dieses Gutachten völlig in der Luft zerissen, als unzureichend erklärt und das Urteil daraufhin aufgehoben (und geht nebenbei bemerkt in seiner Urteilsbegündung darauf ein, daß die angesprochenen Vergällungsmittel auch bei Holzbränden entstehen können, S. 5).
Die Frage ist jetzt also: Spielt dieses Gutachten überhaupt noch irgendeine Rolle?