Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGH+NJW+1983,+1903
Timestamp: 2018-11-18 02:56:58
Document Index: 250776122

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 133', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 23.03.1983 - VIII ZR 335/81 - dejure.org
Vereinbarung eines Gewährleistungsausschluss - Abtretung eines Teilanspruchs - Verzicht auf Einwendungen wegen Schlechtlieferung - Geltendmachung von Kaufpreisansprüchen aus abgetretenem Recht - Einwendungen des Schuldners - Nicht- oder Schlechtlieferung von Software
"Einwendungsverzicht" des Schuldners gegenüber dem Zessionar nach der Teilabtretung einer Forderung aus einem einheitlichen Hard- und Softwarevertrag
NJW 1983, 1903
ZIP 1983, 695
WM 1983, 685
Von einem einheitlichen Kaufvertrag im Fall des Erwerbs eines Computers nebst vorgefertigter Standardsoftware ist der Senat in seinem Urteil vom 23. März 1983 (VIII ZR 335/81 = WM 1983, 685) ausgegangen, wobei dort der rechtlichen Einordnung der Softwareleistung keine entscheidende Bedeutung zukam.
Entscheidend ist, wie der Gläubiger die Erklärung unter Berücksichtigung der ihm bekannten Interessen des Schuldners verstehen muß (BGH 23. März 1983 - VIII ZR 335/81 - NJW 1983, 1903; 18. Oktober 1972 - VIII ZR 110/71 - NJW 1973, 39).
Deshalb kommt es letztlich in diesem Zusammenhang auch nicht darauf an, dass dann, wenn für eine Erklärung ein Formular des Verwenders benutzt wird, richtigerweise darauf abzustellen ist, wie der Erklärende bei verständiger Würdigung das Formular verstehen durfte (vgl. BGH, Urteil vom 17. Juli 1997 - I ZR 40/95 - NJW 1997, 3087, 3088; siehe auch BGH, Urteil vom 23. März 1983 - VIII ZR 335/81 - NJW 1983, 1903, 1904;… Palandt/Ellenberger, BGB, 69. Aufl., § 133, Rn. 10).
Daß eine solche einem Neugläubiger gegenüber abgegebene Schuldbestätigung die Wirkung eines Verzichts des Erklärenden zumindest auf die ihm bekannten Einwendungen haben kann, ist in der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs anerkennt (vgl. Urt. v. 16. März 1983 - VIII ZR 346/81, NJW 1983, 1903, 1904 m.w.N.).
Deshalb muß die Klägerin die Bürgschaftserklärung so gegen sich gelten lassen, wie sie bei Berücksichtigung der für sie erkennbaren Umstände objektiv zu verstehen ist (vgl. BGH, Urt. v. 23. März 1983 - VIII ZR 335/81, NJW 1983, 1903, 1904).
Deshalb muß die Beklagte den Antrag so gegen sich gelten lassen, wie er bei Berücksichtigung der für den Kläger erkennbaren Umstände objektiv zu verstehen ist (vgl. BGH, Urteile vom 23. März 1983 - VIII ZR 335/81 - NJW 1983, 1903 unter II 2 b bb;… 12. März 1992 aaO NJW 1992, 1446 unter II 1 b).
Das hat der Bundesgerichtshof teils ausdrücklich ausgesprochen (so für einen Fall mit individuell herzustellender Software Senatsurteil vom 23. Februar 1977 - VIII ZR 312/75 = WM 1977, 390 unter II 2), teils unausgesprochen seinen Entscheidungen zugrunde gelegt (vgl. Senatsurteile vom 5. Oktober 1981 a.a.O., vom 23. März 1983 - VIII ZR 335/81 = NJW 1983, 1903 = WM 1983, 685 unter III 1 und vom 6. Juni 1984 - VIII ZR 83/83 = WM 1984, 1092 unter I).
Vielmehr ist die Interessenlage beim Beklagten vergleichbar mit der des Schuldners, der eine Abtretungsbestätigung erteilt, die in der Regel ebenfalls ein kausales Schuldanerkenntnis darstellt (vgl. BGH NJW 83, 1903, 1904).
BGH, 30.03.2006 - III ZR 187/05
Voraussetzung eines deklaratorischen Schuldanerkenntnisses
Ausschluß von Einwendungen gegenüber einen mit einem Nichteinlösungsvermerk …
OLG Saarbrücken, 06.02.2007 - 4 U 538/05
Ersatzanspruch gegen Mieter eines Kfz bei anlässlich Fahrzeugrückgabe erfolgter …
OLG Dresden, 07.06.2006 - 6 U 195/06
Bereicherungsrechtlicher Rückgewähranspruch eines Werkbestellers gegen einen …
FG Niedersachsen, 07.07.1999 - III 357/91
Zurückweisung einer Lebensversicherung
OLG Frankfurt, 24.09.1991 - 5 U 207/90
Akkreditiv als Schuldversprechen im Sinne des Bürgerlichen Gesetzbuches; Anspruch …
OLG Saarbrücken, 06.02.2007 - 5 U 538/05
Kfz-Versicherung - Risikoausschluss - Schaden an eigenen Fahrzeugen - Schaden an …