Source: https://www.internationale-ba.com/Die-iba/Karriere/Detailliertere-Hinweise
Timestamp: 2017-12-11 18:48:16
Document Index: 65188420

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 62', '§ 62', '§ 62', '§ 62', '§62', '§ 62', '§ 62', '§ 62', '§ 62', '§ 62', '§ 3', '§ 62', '§ 3']

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Detailliertere Hinweise (Voraussetzungen für das Anstellungsverhältnis)
Ausführungen zum Gesetz über die staatliche Anerkennung von Berufsakademien in der Fassung vom 1. Juli 2006 (BA Gesetz), Ausführungserlass Nr.2 des Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Wiesbaden.
Bedingung für die Zuerkennung der Professorabilität (Stand 06.06.2013)
2. Bedingungen für die Zuerkennung der Professorabilität
Gem. § 3 Abs. 2 S.1 BA-Gesetz i. V. m. § 62 Abs. 2 HHG müssen Lehrkräfte in der Regel die für eine Lehrtätigkeit als Professor/Professorin oder als Lehrbeauftragter/Lehrbeauftragte an einer Fachhochschule erforderliche Qualifikation besitzen. Daraus folgt, dass sich das Kriterium der Professorabilität an der Berufsakademie nach der entsprechenden Anwendung des HHG bestimmt. Demnach gelten für die Erfüllung/Zuerkennung der Professorabilität an Berufsakademien die folgenden Voraussetzungen:
­Es muss ein abgeschlossenes Hochschulstudium vorliegen (§ 62 Abs. 1 HHG).
Die Befähigung zu wissenschaftlicher Arbeit oder künstlerische Arbeit muss gegeben sein (§ 62 Abs. 1 HHG). Die Befähigung zu wissenschaftlicher Arbeit wird durch die Qualität der Promotion nachgewiesen (§ 62 Abs. 2 Halbsatz HHG). In der Regel zeigt sich die Qualität der Promotion durch eine gute Note, es sei denn ein diesbezüglicher Mangel kann durch andere wissenschaftliche Veröffentlichungen ausgeglichen werden. Anstelle der Promotion kann ein gleichwertiger wissenschaftlicher Qualitätsnachweis treten, wenn in der ensprechenden Fachrichtung eine Promotion nicht üblich ist (§62 Abs. 3 HHG). Die Befähigung zu künstlerischer Arbeit wird durch besondere künstlerische Leistungen während einer mehrjährigen, den Aufgaben einer Professur förderlichen und erfolgreichen beruflichen Tätigkeit nachgewiesen; je nach den Anforderungen der Stelle sind darüber hinaus zusätzliche künstlerische Leistungen nachzuweisen (§ 62 Abs. 2 S. 2 HHG).
Die pädagogische Eignung (§ 62 Abs. 1 HHG) wird gem. § 62 Abs. 2 Ziffer 2 Satz 3 HHG durch selbständige Lehre nachgewiesen, deren Qualität durch Evaluierung oder auf andere Weise festgestellt ist. Dabei zählt die selbständige Lehre, in der die durch den Hochschulabschluss erworbenen Kenntnisse vermittelt werden. Dies umfasst insbesondere die Lehre an Einrichtungen des tertiären Bereichs, an denen eine hochschulrechtlich gleichgestellte Abschlussbezeichnung verliehen wird.
Abhängig von dem Profil der ausgeschriebenen Stelle muss alternativ eine der folgenden Voraussetzungen gegeben sein:
zusätzliche wissenschaftliche Leistungen (§ 62 Abs. 2 Ziffer 1 HHG, d. h. eine Habilitation oder ein Habilitationsäquivalent.
besondere Leistungen bei der Anwendung oder Entwicklung wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden in einer mindestens fünfjährigen beruflichen Praxis, davon mindestens drei Jahre außerhalb des Hochschulbereichs (§ 62 Abs. 2 Ziffer 2 HHG).
Diese besonderen Leistungen werden grundsätzlich angenommen, wenn die berufliche Praxis in einer Position auf Leitungsebene erworben wurde, bei der die Umsetzung der durch einen Hochschulabschluss nachgewiesenen Kenntnisse und Fähigkeiten gefordert ist.
5. Bedingungen für die Verleihung der Professorenbezeichnung an Berufsakademien
Gem. § 3 Abs. 2 letzter Satz BA-Gesetz handelt es sich bei der Verleihung der Bezeichnung „Professorin an“/„Professor an“ unter Zusatz der Bezeichnung der Berufsakademie um eine Ermessensentscheidung, die nur für die Dauer der Bestellung als hauptberufliche Lehrkraft der Berufsakademie wirksam wird. Sie kommt im Einzelfall für Persönlichkeiten in Betracht, die die Voraussetzungen nach § 62 HHG als hauptberufliche Lehrkraft erfüllen und sich i. S. v. § 3 Abs. 2 letzter Satz BA-Gesetz durch entsprechende besondere Qualifikationen vom durchschnittlichen Niveau einer hauptberuflichen Lehrkraft bemerkenswert abheben.
Ein Hinweis hierfür sind besondere Leistungen in der pädagogischen Eignung, besonderes Engagement im Studienbetrieb zugunsten der Studierenden sowie Anzahl und Qualität von Veröffentlichungen in einschlägigen Medien.
Mit der Reduzierung der Lehrverpflichtung auf weniger als 11 Lehrveranstaltungsstunden oder einem Ausscheiden als Lehrkraft aus dem Studienbetrieb der Berufsakademie endet die Verleihung der Bezeichnung „Professorin an“/„Professor an der Berufsakademie …“, d. h. diese Bezeichnung darf nicht mehr geführt werden.