Source: https://gesetze-in-app.de/ZPO/120
Timestamp: 2019-09-15 09:42:05
Document Index: 222596168

Matched Legal Cases: ['§ 120', '§ 119', 'BGH', '§ 120', '§ 124', 'BGH', '§ 120', 'BGH', '§ 120', 'BGH', 'BGH', '§ 120', '§ 571', '§ 120', '§ 120', 'BGH', '§ 120', '§ 571', '§ 120', '§ 571', '§ 124', '§ 120', '§ 124', '§ 120', '§ 124', '§ 120', '§ 120', '§ 124', '§ 124', '§ 121', '§ 120', '§ 124', '§ 117', '§ 120', '§ 120', '§ 117', '§ 120', 'BGH', '§ 120', '§ 117', '§ 120', 'BGH', '§120', 'BGH', '§ 120', '§ 120', '§ 120', '§ 120', 'BGH', '§ 115', '§ 90', '§ 120', '§ 90', 'BGH', '§ 120', '§ 115', '§ 115', '§ 114', '§ 120', '§ 124', '§ 120', '§ 120', '§ 120', 'BGH', '§ 120', '§ 120', '§ 115']

§ 120 ZPO: Festsetzung von Zahlungen
1.wenn die Zahlungen der Partei die voraussichtlich entstehenden Kosten decken;
2.wenn die Partei, ein ihr beigeordneter Rechtsanwalt oder die Bundes- oder Landeskasse die Kosten gegen einen anderen am Verfahren Beteiligten geltend machen kann.
§ 119 ZPO
BGH, BESCHLUSS vom 4.6.2013, Az. IX ZR 68/11 Die seit der Antragstellung im Juni 2011 eingetretene Massemehrung kann im Blick auf die gesetzlichen Möglichkeiten nach § 120 Abs.4 ZPO und § 124 Nr. 3 ZPO nicht unberücksichtigt bleiben (vgl. BGH, Beschluss vom 10. Januar 2006 -VI ZB 26/05, NJW 2006, 1068 Rn. 19).
VGH München, Beschluss vom 5.4.2013, Az. 22 C 13.74 20 Eine Verwertung der Grundstücke innerhalb von eineinhalb Jahren dürfte bei dem derzeitigen Nachfrageüberhang auf dem Immobilienmarkt möglich sein, so dass dahinstehen kann, ob die Verpflichtung zur Zahlung von Verfahrenskosten bei gleichzeitiger Stundung ausnahmsweise nicht in Betracht käme, wenn Immobilienvermögen nicht innerhalb der Vierjahresfrist des § 120 Abs.4 Satz 3 ZPO verwertet werden könnte (vgl. OLG Bremen, B. v. 26.10.2010 - 4 WF 133/10 - juris Rn. 7).
BGH, BESCHLUSS vom 3.8.2012, Az. XII ZB 587/11 b) Ziel einer solchen Beschwerde kann allerdings nur sein, eine Zahlungsanordnung nach § 120 ZPO zu erreichen, nicht aber die Versagung der Verfahrenskostenhilfe an sich (im Anschluss an BGH Beschlüsse vom 17. November 2009 - VIII ZB 44/09 - NJW RR 2010, 494 und BGHZ 119, 372).
LAG Köln, Beschluss vom 4.7.2012, Az. 1 Ta 246/12 Es entspricht höchstrichterlicher Rechtsprechung, der sich das erkennende Gericht anschließt, dass es sich bei den Fristen gemäß § 120 Abs.4 Satz 2 ZPO nicht um Ausschlussfristen handelt und die Erklärung nebst Vorlage von Belegen gemäß § 571 Abs. 2 Satz 1 ZPO in der Beschwerdeinstanz nachgeholt werden kann (BAG v. 18.11.2003 – 5 AZB 46/03 – NZA 2004, 1062).
LAG Düsseldorf, Beschluss vom 1.1.2012, Az. 3 Ta 52/12 10Wesentlich ist nur eine Verbesserung, die den wirtschaftlichen und sozialen Lebensstandard nachhaltig trägt und verändert, insbesondere wenn sich hierdurch die monatliche Rate um mindestens eine Ratenstufe dauerhaft verändert (vgl. Zöller/Geimer, § 120 ZPO Rz. 21; LAG Bremen, Beschluss v. 26.05.1993 - 4 Ta 18/93, Rpfleger 93, 453; OLG Hamm, Beschluss v. 28.08.1990 - 26 W 2/90, MDR 1991, 62; Zimmermann, PKH, 3. Aufl., Rz. 410, 513, Kalthoener/Büttner/Wrobel-Sachs, Rz. 391).
LAG Düsseldorf, Beschluss vom 2.10.2011, Az. 3 Ta 597/11 Aus § 120 Abs.4 ZPO folgt, dass auch durch Prozesserfolg erworbenes Vermögen einzusetzen ist, wenn der entsprechende Geldbetrag dem Arbeitnehmer tatsächlich zugeflossen ist (vgl. BGH vom 22.08.2001, FamRZ 2002, 1704; Kalthöhner/Büttner/Wrobel/Sachs, Prozesskosten- und Verfahrenskostenhilfe, 5. Aufl., Rz. 390).
LAG Köln, Beschluss vom 5.9.2010, Az. 1 Ta 134/10 Denn es entspricht höchstrichterlicher Rechtsprechung, der sich das Gericht anschließt, dass die Fristen gemäß § 120 Abs.4 Satz 2 ZPO keine Ausschlussfristen darstellen und die Erklärung daher gemäß § 571 Abs. 2 Satz 1 ZPO in der Beschwerdeinstanz nachgeholt werden kann (BAG v. 18.11.2003 – 5 AZB 46/03 – NZA 2004, 1062).
LAG Köln, Beschluss vom 3.6.2010, Az. 1 Ta 161/10 Es ist anerkannt, dass die Fristen des § 120 Abs.4 Satz 2 ZPO keine Ausschlussfristen darstellen und daher gemäß § 571 Abs. 2 Satz 1 ZPO eine Erklärung auch in der Beschwerdeinstanz nachgeholt bzw. geändert werden kann (BAG v. 18.11.2003 – 5 AZB 46/03 NZA 2004, 1062; LAG Köln v. 19.08.2008 – 7 Ta 181/08 – bei juris; Zöller-Geimer, ZPO, 28.Aufl. 2010, § 124 Rn 10 a m.w.N.).
LAG Hamm, Beschluss vom 1.3.2010, Az. 14 Ta 657/09 Nach überwiegender Auffassung sowohl in der arbeitsgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. LAG Bremen, 12. Juni 1990, 1 Ta 68/90, BB 1990, 2196; Hessisches LAG, 24. September 2002, 16 Ta 443/02, juris; LAG Köln, 23. Juni 2003, 3 Ta 115/03, juris; LAG Rheinland-Pfalz, 23. Januar 1998, 4 Ta 237/97, NZA-RR 1998, 560; 20. Februar 2009, 1 Ta 17/09, juris) als auch in der Rechtsprechung der ordentlichen Gerichte (vgl. OLG Brandenburg, 22. Januar 1996, 10 WF 97/95, FamRZ 1996, 806; 24. Juli 2007, 10 WF 187/07, MDR 2007, 1391; OLG Braunschweig, 31. März 2009, 3 WF 31/09, FamRZ 2009, 1507; OLG Dresden, 30. Juni 1997, 20 WF 165/97, FamRZ 1998, 250; OLG Karlsruhe, 12. Oktober 2005, 1 W 60/05, OLGR Karlsruhe 2006, 609; OLG Koblenz, 9. Dezember 1998, 1 W 815/98, FamRZ 1999, 1144; 6. Mai 2009, 5 W 287/09, MDR 2009, 825; OLG Köln, 9. Juni 2006, 4 WF 93/06, OLGR K4 2006, 875; OLG Saarbrücken, 26. März 2009, 6 WF 34/09, OLGR Saarbrücken 2009, 581; OLG Sachsen-Anhalt, 8. Juni 1999, 3 WF 76/99, FamRZ 2000, 761; 6. August 1999, 3 WF 90/99, FamRZ 2000, 1224; a.A. nur OLG Koblenz, 23. August 1996, 15 WF 741/96, JurBüro 1997, 368) sowie der Verwaltungsgerichte (vgl. OVG NRW, 23. Oktober 2008, 14 E 1158/08, juris) und in der Literatur (vgl. Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann, ZPO, 68. Auflage, 2010, § 120 ZPO Rn. 29, § 124 Rn. 39; HK-ZPO/Pukall, 3. Auflage, 2009, § 120 Rn. 18, § 124 Rn. 8; MüKoZPO/Motzer, 3. Auflage, 2008, § 120 Rn. 19; Musielak/Fischer, ZPO, 7. Auflage, 2009, § 120 Rn. 14, § 124 Rn. 6; Schoreit/Groß, Beratungshilfe, Prozesskostenhilfe, 9. Auflage, 2008, § 124 ZPO, Rn. 17; Stein/Jonas/Bork, ZPO, 22. Auflage, 2004, § 121 Rn. 34; Zöller/Geimer, ZPO, 28.Auflage, 2010, § 120 ZPO Rn. 28a, § 124 Rn. 10a; a.A. Kalthoener/Büttner/Wrobel-Sachs, Prozess- und Verfahrenskostenhilfe, Beratungshilfe, 5. Auflage, 2010, Rn. 400) besteht keine Verpflichtung der Partei zur Verwendung des nach § 117 Abs.3 ZPO eingeführten Formulars im Rahmen der Erklärung nach § 120 Abs.4 Satz 2 ZPO.
LAG Hamm, Beschluss vom 1.3.2010, Az. 14 Ta 657/09 Die Erklärung nach § 120 Abs.4 Satz 2 ZPO ist nicht identisch mit der Formularerklärung gemäß § 117 Abs.4 ZPO (vgl. OLG Hamm, 2. August 2004, a.a.O.).
LAG Düsseldorf, Beschluss vom 2.0.2010, Az. 3 Ta 581/09 Aus § 120 Abs.4 ZPO folgt, dass auch durch Prozesserfolg erworbenes Vermögen einzusetzen ist, wenn der entsprechende Geldbetrag dem Arbeitnehmer tatsächlich zugeflossen ist (vgl. BGH v. 22.08.2001, FamRZ 2002, 1704; Kalthöhner/Büttner/Wrobel-Sachs, PKH und BerH, 4. Aufl., Rz. 390).
LAG Köln, Beschluss vom 5.0.2009, Az. 5 Ta 18/09 Im Rahmen der Überprüfung der Einkommens- und Vermögensverhältnisse nach § 120 Abs.4 ZPO besteht kein Formularzwang im Sinne von § 117 Abs.4 ZPO (s. LAG Köln, Beschluss vom 23.06.2003 – 3 Ta 115/03 -; Zöller/Philippi, Zivilprozessordnung 27. Auflage, § 120 ZPO, Rz. 28 a m.w.W.).
BGH, BESCHLUSS vom 3.10.2007, Az. III ZB 50/07 Auch die aus dem Prozess erlangten Vermögensvorteile sind bei einer Änderungsentscheidung nach §120 Abs.4 ZPO zu berücksichtigen (vgl. BGH, Beschluss vom 21. September 2006 -IXZB 305/05- NJW-RR 2007, 628; MünchKommZPO/Wachs, 2. Aufl., § 120 Rn. 18; Zöller/Philippi, ZPO, 26. Aufl., § 120 Rn. 24).
LAG Köln, Beschluss vom 4.8.2007, Az. 11 Ta 254/07 23 Selbst wenn zu Gunsten des Klägers unterstellt würde, dass bei ihm eine Verschlechterung seiner Vermögensverhältnisse eingetreten wäre, ist nicht ersichtlich, dass sich die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse des Klägers 'wesentlich' zu seinem Nachteil verändert haben (zu diesem Erfordernis siehe etwa OLG Karlsruhe, Beschluss vom 13.12.2005 – 19 W 62/05, MDR 2006, 649 f.), was eine Reduzierung oder den Wegfall der monatlich zu zahlenden Raten nach § 120 Abs.4 Satz 1 ZPO rechtfertigt.
LAG Köln, Beschluss vom 3.8.2007, Az. 7 Ta 115/07 Eine (Selbst-)Korrektur des Beschlusses kommt vielmehr nur in Betracht, wenn auf eine Beschwerde der Staatskasse oder des Antragstellers hin eine Abhilfeentscheidung zu treffen ist (LAG Köln vom 15.10.2002, 6 Ta 322/02; OLG Celle FamRZ 91, 207 f.; OLG Köln FamRZ 99, 1144 f.; OLG Karlsruhe FamRZ 99, 1145 f.; Zöller/Philippi, § 120 ZPO Rdnr. 20).
BGH, BESCHLUSS vom 3.6.2007, Az. XII ZA 11/07 ZPO §§ 115 Abs.3; 120 Abs.4; SGB XII § 90 Abs. 2 Nr. 3 und 8 Der bedürftigen Partei ist es auch im Rahmen einer Änderung der Prozesskostenhilfebewilligung nach § 120 Abs.4 ZPO zuzu demuten, ein (durch den Zugewinnausgleich) erlangtes Vermögen für die Prozesskosten einzusetzen, selbst wenn sie damit ein angemessenes Hausgrundstück i.S. von § 90 Abs. 2 Nr. 8 SGB XII erworben hat (Fortführung von BGH Beschluss vom 21. September 2006 - IX ZB 305/05 - NJW-RR 2007, 628).
LAG Köln, Beschluss vom 1.1.2006, Az. 3 Ta 403/05 Vielmehr ist zunächst Prozesskostenhilfe zu gewähren und bei Obsiegen im Deckungsprozess gemäß § 120 Abs.4 ZPO wieder aufzuheben (vgl. LAG Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 28.04.1988 - 1 Ta 76/88 - LAGE § 115 ZPO Nr. 31; Stein/Jonas/Bork, ZPO, 21. Aufl., § 115 Rz 131; Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann, ZPO, 64. Aufl., § 114 Rz. 67; Sieg, NJW 1992, 2992, 2995).
LAG Köln, Beschluss vom 1.5.2003, Az. 3 Ta 115/03 Eine weitergehende Verpflichtung zur erneuten Vorlage im Überprüfungsverfahren gemäß § 120 ZPO kann hieraus nicht abgeleitet werden (LAG Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 23.01.1998 - 4 Ta 237/97 -, LAGE § 124 ZPO Nr. 12; OLG Koblenz, Beschluss vom 09.12.1998 - 1 W 815/98 -, FamRZ 2000, 104; OLG Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 06.08.1999 - 3 WF 90/99 -, FamRZ 2000, 1224; Musielak-Fischer, ZPO, 2. Aufl., § 120 Randziffer 14; Zöller-Philippi, ZPO, 23. Aufl., § 120 Randziffer 28).
BVerfG, Beschluss vom 3.2.2003, Az. 1 BvR 901/03 Bei fehlenden Angaben über Vermögen sind Zahlungen nach § 120 Abs. 1 Satz 1 ZPO festzusetzen (vgl. OLG Koblenz, Rpfleger 1999, S. 133).
BGH, vom 2.5.1953, Az. V-ZR-42/53 Dabei geben folgende Erwägungen den Ausschlag: In den Entscheidungen, welche die Gewährung des 'Ratenarmenrechts' für zulässig halten, ist ausgesprochen, daß, wenn das 'Ra-tenarmenrecht' dem Kläger,Berufungskläger oder Revisionskläger bewilligt wird, die in § 120 2P0 vorgesehene Rückwirkung auf den nichtarmen Gegner nicht eintritt (OLG Köln NJW 1949, 513; OLG Bamberg aaO) d.in daß die Bewilligung des 'Ratenarmenrechts' bei Anwendung des § 120 ZPO nicht als eine Art der beschränkten Bewilligung des Armenrechts (§ 115 Abs 2 ZPO), sondern als unbeschränkte Bewilligung des Armenrechts zu behandeln ist.