Source: https://issuu.com/bbf.ch/docs/financial-statements_de_2011
Timestamp: 2018-05-26 12:08:12
Document Index: 108161358

Matched Legal Cases: ['Art. 728', 'Art. 11', 'Art. 728', 'Art. 663', 'Art. 728', 'Art. 11', 'Art. 728']

Siegfried Finanzbericht 2011 by BBF.CH - issuu
Gesamt端berblick 1
Konzernrechnung der Siegfried Holding AG
Jahresrechnung der Siegfried Holding AG
Informationen f端r Investoren
Konzernrechnung der Siegfried Holding AG 2 Finanzkommentar 2011 4 Konsolidierte Bilanz 5 Konsolidierte Erfolgsrechnung 6 Konsolidierte Gesamtergebnisrechnung 7 Konsolidierte Geldflussrechnung 8 Konsolidierte Eigenkapitalveränderungsrechnung 9 Anhang zur Konzernrechnung 9
Änderungen bei den Grundsätzen der Rechnungslegung
2. Entwicklung der Sachanlagen
3. Entwicklung des Immateriellen Anlagevermögens
4. Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften und Joint Ventures
5. Finanzinstrumente
6. Finanzanlagen und übrige langfristige Anlagen
7. Ertragssteuern
8. Warenvorräte
9. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
10. Sonstige Forderungen
11. Derivative Finanzinstrumente
13. Zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte
14. Eigene Aktien
15. Bedingtes Kapital – Kapitalerhöhung – Pflichtwandelanleihe
16. Finanzverbindlichkeiten
18. Sonstige langfristige Verbindlichkeiten
19. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
20. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
21. Personalvorsorgeeinrichtungen und Personalaufwand
22. Anteilsbasierte Vergütungen
23. Übriger betrieblicher Ertrag
25. Aufgegebene Geschäftsbereiche
26. Reingewinn/-verlust pro Aktie
27. Ausschüttung je Aktie
28. Eventualverbindlichkeiten
29. Fälligkeit der Miet- und Leasingzahlungen
30. Transaktionen mit verbundenen Parteien
32. Segmentinformationen
Konzernrechnung der Siegfried Holding AG Finanzkommentar 2011
Zweistelliges Umsatzwachstum in Lokalwährungen Im Geschäftsjahr 2011 erzielte Siegfried einen Umsatz von CHF 328.1 Mio. Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Zuwachs von 15.6% in Lokalwährungen. Trotz des starken Schweizer Frankens verblieb auch in CHF ein Wachstum von 4.4%. Der Umsatzzuwachs ist auf eine überdurchschnittliche Umsatzzunahme des Bereichs Drug Substances von 22.2% in Lokalwährung bzw. 9.9% in CHF auf CHF 277.1 Mio. zurückzuführen. In diesem Bereich profitierte Siegfried von einer starken Kundennachfrage. Hingegen verringerten sich die Umsätze im Bereich Drug Products in Lokalwährungen um 11.4% bzw. um 18.0% in CHF auf CHF 51.0 Mio. Dieser Rückgang entspricht angesichts starker Vorjahreszahlen den Erwartungen. Für Drug Products geht Siegfried für das Jahr 2012 wieder von steigenden Umsätzen aus. Deutliche Steigerung der operativen Ergebnisse Siegfried erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen EBITDA von CHF 41.0 Mio., was einer EBITDAMarge von 12.5% entspricht. Der EBITDA verbesserte sich somit um CHF 4.4 Mio. bzw. 11.9%. Die EBITDA-Marge konnte um beinahe einen Prozentpunkt gesteigert werden. Auch auf Stufe EBIT wurde eine deutliche Verbesserung erzielt. Der EBIT erhöhte sich um CHF 6.2 Mio. auf CHF 11.6 Mio. bei einer EBIT-Marge von 3.5%. Damit konnte der EBIT mehr als verdoppelt werden und liegt zum ersten Mal seit mehreren Jahren wieder im zweistelligen Millionenbereich.
Auch Siegfried war in 2011 – wie zahlreiche andere Unternehmungen – vom starken Schweizer Franken betroffen. Die Firma verfügt aber in den beiden Währungen – US-Dollar und Euro – über einen starken natürlichen Hedge. Dieser betrug im US-Dollar rund 80%, im Euro sogar knapp 95%. So war es möglich, EBITDA und EBIT trotz eines negativen Währungsumfelds zu steigern. Dennoch sind die Belastungen auf das operative Ergebnis nicht unerheblich. Auf Stufe EBITDA belief sich der negative Währungseffekt auf CHF 6.2 Mio. und auf Stufe EBIT auf CHF 5.1 Mio. Die Kosten der verkauften Produkte beliefen sich in 2011 auf CHF 262.7 Mio. bzw. 80.1% des Umsatzes. Somit resultierte ein Bruttogewinn von CHF 65.4 Mio. im Vergleich zu CHF 54.5 Mio. im Vorjahr, was einer Erhöhung um CHF 11.0 Mio. bzw. 20.2% entspricht. Die Bruttogewinnmarge konnte um beinahe drei Prozentpunkte auf 19.9% verbessert werden. Die Marketing- und Vertriebskosten betrugen in 2011 CHF 8.1 Mio. und lagen CHF 2.6 Mio. unter Vorjahr. Die Forschungs- und Entwicklungskosten verringerten sich von CHF 22.7 Mio. auf CHF 21.4 Mio. Bei den Administrationskosten resultierte unter Ausklammerung der im Vergleich zum Vorjahr zusätzlichen Belastung durch den Equity Ownership Plan (EOP) und der Kosten für die Strategieumsetzung eine Erhöhung um 1.9 Mio. auf CHF 22.0 Mio. Inklusive dieser Positionen betrugen die Administrationskosten CHF 27.9 Mio. Der übrige betriebliche Ertrag, welcher Lizenzeinnahmen und weitere kleinere Ertragspositionen umfasst, blieb mit CHF 3.5 Mio. leicht unter Vorjahresniveau.
Rückkehr in die Reingewinnzone Im Vorjahr resultierte noch ein Reinverlust aus fortgeführten Geschäftsbereichen von CHF 4.2 Mio. Auf Basis der stark verbesserten operativen Ergebnisse und des deutlich besseren Finanzergebnisses erreichte Siegfried in 2011 erstmals seit drei Jahren wieder einen Reingewinn. Dieser belief sich auf CHF 9.6 Mio. bei einer Reingewinnmarge von 2.9%. Dies ist gleichbedeutend mit einer Verbesserung des Reinergebnisses um CHF 13.8 Mio. Das Finanzergebnis betrug in 2011 CHF –2.0 Mio. und setzt sich aus Finanzaufwendungen von CHF 2.7 Mio., Finanzerträgen von CHF 1.8 Mio. sowie einem Fremdwährungsergebnis von CHF –1.1 Mio. zusammen. Die Finanzaufwendungen beziehen sich primär auf den Neuabschluss des Konsortialkredits, entsprechende Bereitstellungsgebühren sowie generelle Bankgebühren. Das Ergebnis aus assoziierten Gesellschaften steuerte CHF 0.9 Mio. zum Ergebnis bei, und der Steueraufwand belief sich auf CHF 0.9 Mio. Starker operativer Cashflow Der operative Cashflow vor Veränderung des Nettoumlaufvermögens hat in 2011 um CHF 9.0 Mio. bzw. 26.3% auf CHF 43.3 Mio. zugelegt. Die im Verhältnis zum Wachstum des operativen Ergebnisses überproportionale Zunahme rührt daher, dass einige grössere Aufwandpositionen nicht Cashwirksam sind. Der operative Cashflow inklusive Veränderung des Nettoumlaufvermögens verringerte sich in 2011, da zum einen der starke Abbau des Nettoumlaufvermögens von 2010 nicht wiederholt werden konnte und sich das Nettoumlaufvermögen in 2011 wieder erhöhte. Siegfried erachtet das Niveau des im Jahresverlauf durchschnittlichen Nettoumlaufvermögens als angemessen. Die wesentlichen und notwendigen Abbaumassnahmen wurden in den Vorjahren durchgeführt.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beinhaltet zum einen Investitionen in Sach- und immaterielle Anlagen von CHF 15.9 Mio. Auf der Gegenseite flossen durch den Verkauf von Sachanlagen CHF 11.8 Mio. zu. Davon stammen CHF 11.4 Mio. aus dem Outsourcing mit der EBM Industriecontracting AG, welches im Januar 2011 umgesetzt wurde. Die EBM übernahm dabei Anlagen im Bereich Ver- und Entsorgung von Siegfried und ist seitdem als Outsourcing-Partner für Siegfried am Standort Zofingen tätig. Inklusive weiterer Positionen belief sich der Cashflow aus Invesititonstätigkeit somit auf CHF 2.3 Mio. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit von gesamthaft CHF 15.1 Mio. setzt sich aus dem Zins auf der Pflichtwandelanleihe sowie der Emissionsabgabe von gesamthaft CHF 4.1 Mio., dem Aufbau von eigenen Aktien im Umfang von CHF 8.4 Mio. sowie Finanzaufwendungen von CHF 2.6 Mio. zusammen. Durch den starken operativen Cashflow und einem netto sehr geringen Cashflow aus Investitionstätigkeit erhöhte sich der Cashbestand um CHF 11.4 Mio., unter Ausklammerung des Aufbaus eigener Aktien sogar um CHF 19.8 Mio. Zusammen mit den neu ausgehandelten Kreditlinien verfügt Siegfried damit über die notwendige finanzielle Flexibilität. Michael Hüsler, CFO
Konsolidierte Bilanz In 1000 CHF (per 31. Dezember)
Aktiven Anlagevermögen Sachanlagen Immaterielles Anlagevermögen Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften und Joint Ventures Finanzanlagen und übrige langfristige Anlagen Vermögenswerte aus Vorsorgeplänen Latente Steuerforderungen Total Anlagevermögen Umlaufvermögen Warenvorräte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Sonstige Forderungen Laufende Ertragssteuern Wertschriften Flüssige Mittel Total Umlaufvermögen Zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte Total Aktiven Passiven Eigenkapital Aktienkapital Eigene Aktien Konzernreserven Total Eigenkapital Langfristiges Fremdkapital Langfristige Rückstellungen Latente Steuerverbindlichkeiten Sonstige langfristige Verbindlichkeiten Rückstellungen für Leistungen aus Personalvorsorge Total langfristiges Fremdkapital Kurzfristiges Fremdkapital Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten Derivative Finanzinstrumente Rückstellungen für Leistungen aus Personalvorsorge Kurzfristige Rückstellungen Laufende Ertragssteuerverbindlichkeiten Total kurzfristiges Fremdkapital Total Fremdkapital Total Passiven *
Die Erläuterungen im Anhang auf den Seiten 9–57 sind Bestandteil der Konzernrechnung.
2 3 4 5, 6 21 7
8 5, 9 5, 10 7 5, 6 12
17 7 18 21
19 20 5 11 21 17 7
184 616 34 552 6 773 1 495 – 1 118 228 554
194 792 37 367 6 912 7 262 6 636 – 252 969
111 279 47 627 5 890 7 2 076 52 566 219 445 – 447 999
105 091 42 326 9 997 4 2 430 41 176 201 024 10 058 464 051
7 600 –17 191 379 280 369 689
5 859 –10 985 378 839 373 713
9 020 328 5 656 4 970 19 974
8 377 1 134 5 910 2 329 17 750
36 663 17 964 – 135 174 3 060 339 58 335 78 309 447 999
42 694 22 090 3 156 – 198 4 267 183 72 588 90 338 464 051
Konsolidierte Erfolgsrechnung in 1000 CHF (für das am 31. Dezember endende Geschäftsjahr)
Fortgeführte Geschäftsbereiche Nettoumsatz Herstellkosten der verkauften Produkte und Leistungen Bruttogewinn Marketing und Vertrieb Forschung und Entwicklung Administration und allgemeine Kosten Übriger betrieblicher Ertrag Operatives Ergebnis Anteile am Ergebnis assoziierter Gesellschaften Finanzertrag Finanzaufwand Währungsdifferenzen Gewinn/(Verlust) vor Ertragssteuern Ertragssteuern Reingewinn/(-verlust) aus fortgeführten Geschäftsbereichen Reinverlust aus aufgegebenen Geschäftsbereichen Reinverlust aus aufgegebenen Geschäftsbereichen Reingewinn/(-verlust) Gruppe (fortgeführte und aufgegebene Geschäftsbereiche)
Reingewinn/(-verlust) je Aktie (fortgeführte Geschäftsbereiche) Unverwässerter Reingewinn/(-verlust) je Aktie (CHF) Verwässerter Reingewinn/(-verlust) je Aktie (CHF)
Reingewinn/(-verlust) je Aktie (aufgegebene Geschäftsbereiche) Unverwässerter Reingewinn/(-verlust) je Aktie (CHF) Verwässerter Reingewinn/(-verlust) je Aktie (CHF)
Reingewinn/(-verlust) je Aktie (fortgeführte und aufgegebene Geschäftsbereiche) Unverwässerter Reingewinn/(-verlust) je Aktie (CHF) Verwässerter Reingewinn/(-verlust) je Aktie (CHF) *
328 095 –262 654 65 441 –8 060 –21 365 –27 924 3 522 11 614 876 1 805 –2 699 –1 085 10 511 –912 9 599 – –
314 409 –259 953 54 456 –10 646 –22 691 –20 073 4 316 5 362 1 061 998 –10 058 –2 288 –4 925 686 –4 239 –12 004 –12 004
–16 243
2.61 2.55
-3.55 -3.55
-4.81 -4.81
Konsolidierte Gesamtergebnisrechnung In 1000 CHF (für das am 31. Dezember endende Geschäftsjahr)
–4 239
151 –30 – – –11 635 2 338 –331 –3 877
– – 1 935 –152 5 851 –1 257 326 –14 879
Sonstiges Ergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen Total Gesamtergebnis des Jahres aus fortgeführten Geschäftsbereichen
–13 384
–8 176
–3 785
–12 415
Reinverlust aus aufgegebenen Geschäftsbereichen Sonstiges Ergebnis Umrechnungsdifferenzen
–12 004
–10 585
Reingewinn/(-verlust) aus fortgeführten Geschäftsbereichen Sonstiges Ergebnis Zur Veräusserung verfügbare finanzielle Vermögenswerte – im Eigenkapital erfasste Gewinne – latente Steuern darauf – in die Erfolgsrechnung transferierte Verluste – latente Steuern darauf Aktuarielle Gewinne/(Verluste) aus leistungsorientierten Vorsorgeplänen – latente Steuern darauf Siegfried Anteil an Eigenkapitaländerungen bei assoziierten Gesellschaften Umrechnungsdifferenzen
Sonstiges Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen Total Gesamtergebnis des Jahres aus aufgegebenen Geschäftsbereichen Total Gesamtergebnis des Jahres Gruppe *
Konsolidierte Geldflussrechnung in 1 000 CHF (für das am 31. Dezember endende Geschäftsjahr)
Reingewinn/(-verlust) aus fortgeführten Geschäftsbereichen Anpassungen: Abschreibungen und Wertminderungen von Sachanlagen und immaterielles Anlagevermögen Veränderung von Rückstellungen Andere nicht geldwirksame Veränderungen 1 Aufwand für anteilsbasierte Vergütungen Währungsergebnis Finanzertrag Finanzaufwand Ertragssteuern Ergebnisanteil an assoziierten Gesellschaften Nettoergebnis aus Verkauf von Anlagevermögen Cashflow aus operativer Tätigkeit vor Veränderung des Netto-Umlaufvermögens Veränderung Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Veränderung sonstige Forderungen Veränderung Warenvorräte Veränderung Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Veränderung sonstiger kurzfristiger Verbindlichkeiten Zahlungen aus Rückstellungen Bezahlte Ertragssteuern Cashflow aus operativer Tätigkeit
2, 3 17
22 24 24 24 7 4 23
Investitionen in Sachanlagen Einnahmen aus Verkauf von Sachanlagen Investitionen in immaterielles Anlagevermögen Einnahmen aus Verkauf von immateriellen Anlagen Verkauf von zur Veräusserung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten Erhaltene Zinsen Dividendenerträge Cashflow aus Investitionstätigkeit Ausgabe Pflichtwandelanleihe Rückzahlung langfristiger Finanzverbindlichkeiten Rückzahlung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten Veränderung sonstiger langfristiger Verbindlichkeiten Kauf/Verkauf eigener Aktien, netto Bezahlte Zinsen und Bankspesen Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
Cashflow aus aufgegebenen Geschäftsbereichen Nettoveränderung der flüssigen Mittel Flüssige Mittel am Jahresanfang Auswirkungen von Wechselkursänderungen auf flüssige Mittel Flüssige Mittel am Jahresende
29 436 –564 –4 141 8 394 1 085 –1 805 2 699 912 –876 –1 419
31 327 –39 –7 233 4 873 2 288 –998 10 058 –686 –1 061 –
43 320 –7 739 10 055 –4 666 –5 673 –2 654 –515 –318 31 810
34 290 2 179 3 415 4 235 18 170 –2 499 –2 533 420 57 677
–12 800 11 797 –3 107 – 1 356 64 394 –2 296
–9 803 180 –3 224 23 – 155 483 –12 186
– – –4 126 –1 170 –8 423 –1 338 –15 057
76 343 –74 979 – –412 –7 063 –8 751 –14 862
– 14 457 41 176 –3 067 52 566
3 910 34 539 8 083 –1 446 41 176
Die Erläuterungen im Anhang auf den Seiten 9–57 sind Bestandteil der Konzernrechnung. Andere nicht geldwirksame Veränderungen beinhalten im Wesentlichen Auflösungen aus Ertragsabgrenzungen aus Projekten sowie Teile aus der Verbuchung der Pensionsverpflichtung.
Konsolidierte Eigenkapitalveränderungsrechnung
Stand 1.1.2010 Gesamtergebnis aus Erfolgsrechnung Gesamtergebnis aus sonstigem Ergebnis Gesamtergebnis Mitarbeiteraktienplan Veränderung Bestand eigener Aktien Kapitalerhöhung Transaktionskosten der Kapitalerhöhung Veränderung Beteiligungsverhältnis Assoziierte Stand 31.12.2010 Gesamtergebnis aus Erfolgsrechnung Gesamtergebnis aus sonstigem Ergebnis Gesamtergebnis Mitarbeiteraktienplan Veränderung Bestand eigener Aktien Kapitalerhöhung Transaktionskosten der Kapitalerhöhung Veränderung Beteiligungsverhältnis Assoziierte Kapitalveränderungen Stand 31.12.2011 *
WertAgio und schwankungen gesetzliche auf Finanz* * instrumenten Reserven
Kumulierte Gewinn- Umrechnungs* * Reserven differenzen
5 600 – – – – – 259 –
–4 867 – – – – –6 118 – –
18 483 – – – – – 75 858 –4 119
–1 783 – 1 783 1 783 – – – –
358 967 –16 243 4 920 –11 322 4 328 –596 – –
–49 054 – –13 460 –13 460 – – – –
327 346 –16 243 –6 757 –23 000 4 328 –6 714 76 117 –4 119
– 5 859
– –10 985
– 90 222
– –62 514
– – – 1 741 –
– – –6 206 – –
– – – –1 741 –122
121 121 – – – –
–245 351 131 9 599 –9 628 –29 8 394 –2 217 – –
–3 877 –3 877 – – – –
–245 373 713 9 599 –13 384 –3 785 8 394 –8 423 – –122
– – 7 600
– – –17 191
– –18 950 69 409
–88 18 950 376 141
– – –66 391
–88 – 369 689
Diese Positionen werden in der Bilanz unter der Position Konzernreserven ausgewiesen.
Das Aktienkapital der Siegfried Holding AG beträgt CHF 7.6 Mio. (2010: CHF 5.9 Mio.). Es ist eingeteilt in 3 800 000 Namenaktien zu je CHF 2 Nennwert (2010: 2 929 410 Namensaktien). Die Erhöhung des Aktienkapitals erfolgte durch die Wandlung der Pflichtwandelanleihe (vergleiche Note 15). Bei sämtlichen Beteiligungen die vollkonsolidiert werden, handelt es sich um 100% Beteiligungen. Daher bestehen zum Jahresende wie im Vorjahr keine Minderheiten von Dritten.
Allgemeine Informationen Konzernrechnung Die finanzielle Berichterstattung der Siegfried Gruppe erfolgt in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS). Die Konzernrechnung basiert auf historischen Kosten, mit Ausnahme der Neubewertung bestimmter Finanzanlagen und Verbindlichkeiten wie derivativer Finanzinstrumente. Diese werden, wie in den nachstehenden Grundsätzen dargestellt, zum Marktwert bewertet. Die Konzernrechnung der Siegfried Gruppe wurde vom Verwaltungsrat am 27. Februar 2012 verabschiedet. Informationen zum Konzern Die Siegfried Gruppe ist ein weltweit als Pharma-Zulieferer tätiges Unternehmen mit Produktionsstandorten in der Schweiz, Malta und in den USA. Siegfried entwickelt im Auftragsverhältnis der pharmazeutischen Industrie Herstellverfahren für pharmazeutische Wirkstoffe (Drug Substances) beziehungsweise deren Zwischenprodukte und produziert diese. Zudem produziert die Siegfried Gruppe fertig formulierte Medikamente (Drug Products). Die Siegfried Holding AG (Hauptsitz in Zofingen AG) ist an der Schweizer Börse SIX kotiert. Konsolidierungsmethode und -kreis Die Konzernrechnung umfasst die Jahresabschlüsse aller in- und ausländischen Gesellschaften, bei denen die Siegfried Holding AG direkt oder indirekt die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftstätigkeit innehat; dies ist in der Regel bei einer Beteiligung von mehr als 50% der Fall. Nach der Methode der Vollkonsolidierung werden Aktiven und Passiven sowie Aufwand und Ertrag zu 100% erfasst. Anteile von Drittaktionären am Nettovermögen und am Geschäftsergebnis von Konzerngesellschaften werden sowohl in der konsolidierten Bilanz als auch in der konsolidierten Erfolgsrechnung gesondert als Minderheitsanteile ausgewiesen. Die Gruppe verfügt per Jahresende über keine Minderheitsanteile. Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften werden nach der Equity-Methode konsolidiert. Dies sind Gesellschaften, welche die Gruppe nicht kontrolliert, auf die jedoch ein bedeutender Einfluss ausgeübt wird. Im Allgemeinen ist dies bei einem Stimmrechtsanteil von 20% bis 50% der Fall. Eine Ausnahme bildet die Beteiligung SCI Pharmatech Inc. Diese wird bei einem Stimmrechtsanteil von 15.6% (2010: 15.8%) seit 1. April 2007 nach der Equity-Methode konsolidiert, weil aufgrund der Vertretung im Verwaltungsrat die Möglichkeit zu bedeutender Einflussnahme besteht. Beteiligungen an Joint Ventures werden ebenfalls nach der Equity-Methode konsolidiert. Im Laufe des Berichtsjahres erworbene oder veräusserte Konzerngesellschaften werden ab Erwerbs- bzw. Veräusserungszeitpunkt in die Konzernrechnung einbezogen bzw. daraus entfernt. Die der Konzernrechnung zugrunde liegenden Einzelabschlüsse werden gemäss konzernweit einheitlichen Bilanzierungsgrundsätzen erstellt. Alle konzerninternen Transaktionen sowie Forderungen und Verbindlichkeiten wie auch aus Konzernsicht noch nicht realisierte Gewinne auf internen Lieferungen und Leistungen werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Die jährliche Berichtsperiode der Konzerngesellschaften endet jeweils am 31. Dezember.
Änderungen bei den Grundsätzen der Rechnungslegung Für die Jahresrechnung 2011 waren folgende Änderungen der International Financial Reporting Standards (IFRS) und Interpretationen erstmals anzuwenden: IFRS 7 (revidiert) «Finanzinstrumente» – in Kraft ab 1. Juli 2011 Die Änderungen von IFRS 7 regeln die Angaben zu Finanzinstrumenten und gelten sowohl für solche Finanzinstrumente, die nach IAS 39 in der Bilanz anzusetzen sind, als auch für solche, die diese Ansatzkriterien nicht erfüllen. Diese Änderungen haben keine wesentliche Auswirkung auf die Siegfried Gruppe. IAS 24 (revidiert) «Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen» – in Kraft ab 1. Januar 2011 Die Änderung von IAS 24 präzisiert die Offenlegung betreffend Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen. Die Gruppe hat nur geringe Transaktionen zwischen nahestehenden Unternehmungen, daher hat diese Änderung keine wesentlichen Auswirkungen auf die Siegfried Gruppe. IFRIC 14 (revidiert) «Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswertes, Mindestfinanzierungsvorschriften und ihre Wechselwirkung» – in Kraft ab 1. Januar 2011 Die Änderung gilt unter den begrenzten Umständen, unter denen ein Unternehmen Mindestfinanzierungsvorschriften unterliegt und eine Vorauszahlung der Beiträge leistet, die diesen Anforderungen genügen. Nach der Änderung wird nun gestattet sein, dass ein Unternehmen den Nutzen aus einer solchen Vorauszahlung als Vermögenswert darstellt. Die Siegfried Gruppe unterliegt keiner Mindestfinanzierungsvorschrift und hat in diesem Zusammenhang auch keine Vorauszahlungen von Beiträgen geleistet, daher hat diese Änderung keine wesentlichen Auswirkungen auf die Siegfried Gruppe. Annual Improvements 2010 (Jährliche Änderungsverfahren) Die ab dem 1. Januar 2011 anzuwendenden Annual Improvements 2010 betreffen die Beseitigung von Inkonsistenzen und die Klarstellung von Formulierungen diverser Standards (wie zum Beispiel IFRS 1, IFRS 3, IFRS 7, IAS 1, IAS 27, IAS 34, IFRIC 13). Diese Änderungen hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf die Siegfried Gruppe. Noch nicht angewendet wurden die folgenden Änderungen von bestehenden oder neuen Standards und Interpretationen, welche für die Siegfried Gruppe ab dem Geschäftsjahr 2012 oder später verpflichtend anzuwenden sind: IFRS 9 «Finanzinstrumente» – in Kraft ab 1. Januar 2015 Der neue Standard wird den Standard IAS 39 sukzessive ersetzen. Der neue Standard sieht für die Bewertung und Gliederung von Finanzinstrumenten lediglich zwei statt bisher vier Kategorien vor: Zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert. Es gibt das unwiderrufliche Wahlrecht, Fair-Value Änderungen entweder in der Erfolgsrechnung oder erfolgsneutral im sonstigen Gesamtergebnis (Other Comprehensive Income, OCI) zu erfassen. Beträge, die im sonstigen Gesamtergebnis erfasst werden, dürfen nicht später in das Periodenergebnis umgebucht werden. Das Unternehmen darf die kumulierten Bewertungsergebnisse nur innerhalb des Eigenkapitals umgliedern. Für die Bewertung von Hedges und Impairments gelten weiterhin die Weisungen von IAS 39. Diese Änderung wird Auswirkungen auf die Siegfried Gruppe haben, welche von der Gruppe noch zu prüfen sind.
IFRS 10 «Konzernabschlüsse» – in Kraft ab 1. Januar 2013 Der Standard gibt Richtlinien zur Erarbeitung und Darstellung von konsolidierten Abschlüssen vor, wenn eine Unternehmung mehr als eine Gesellschaft kontrolliert. IFRS 10 definiert den Begriff Kontrolle, der für alle Unternehmen und Wirtschaftseinheiten gilt. Der neue Standard ersetzt IAS 27 und SIC-12. Diese Änderung hat keine wesentliche Auswirkung auf die Siegfried Gruppe, da sich bei Einführung des neuen Standards der aktuelle Konsolidierungskreis der Siegfried Gruppe nicht verändern würde. IFRS 11 «Gemeinsame Vereinbarungen» – in Kraft ab 1. Januar 2013 Der Standard regelt die Bilanzierung von Sachverhalten, in denen ein Unternehmen gemeinschaftliche Führung (Joint Control) über ein Gemeinschaftsunternehmen (Joint Operation) ausübt und ersetzt den Standard IAS 31 und SIC-13. Mit dem Standard soll die Bilanzierung von Joint Arrangements konsistenter und vergleichbarer als bisher geregelt werden. Die bedeutendste Änderung gegenüber IAS 31 ist die Abschaffung der Quotenkonsolidierung. Diese Änderung hat keine Auswirkung auf die Siegfried Gruppe, da die Quotenkonsolidierung in der Gruppe nicht verwendet wird. IFRS 12 «Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen» – in Kraft ab 1. Januar 2013 Der Standard legt die erforderlichen Angaben für Unternehmen fest, die in Übereinstimmung mit den beiden neuen Standards IFRS 10 und IFRS 11 sowie Assoziierte und nicht konsolidierte strukturierte Unternehmen (Zweckgesellschaften) offenzulegen sind. Dieser Standard regelt nur die Offenlegung zu Beteiligungen und wird keine wesentlichen Auswirkungen auf die Siegfried Gruppe haben. IFRS 13 «Bemessung des beizulegenden Zeitwerts» – in Kraft ab 1. Januar 2013 Mit dem neuen Standard wird der Begriff des beizulegenden Zeitwertes einheitlich definiert und der Umfang der Offenlegung umschrieben. Diese Änderung hat auf die Bewertung der Bestände keine wesentliche Auswirkung, jedoch auf die Offenlegung der Bestände. IAS 1 (revidiert) «Darstellung des Abschlusses» – in Kraft ab 1. Juli 2012 Die Änderungen von IAS 1 betreffen primär die Klassifizierung der erfassten Beträge in der Gesamtergebnisrechnung. Demnach sind sie danach zu gruppieren, ob sie möglicherweise durch die Erfolgsrechnung recycelt werden können mit Zwischensummen für beide Gruppen. Die dazugehörigen Steuern müssen für jede Gruppe im sonstigen Gesamtergebnis getrennt dargestellt werden. Siegfried wird diese Änderung umsetzen, sobald sie in Kraft tritt. IAS 19 (revidiert) «Vorsorgeverpflichtungen» – in Kraft ab 1. Januar 2013 Eine wesentliche Änderung ist die Abschaffung der Korridormethode, welche Siegfried aber nicht anwendet. Ein weiteres Novum stellt der Ansatz des Nettozinsaufwands/-ertrags dar. Der erwartete Ertrag des Planvermögens basiert neu auf dem Diskontsatz zur Barwertberechnung der Pensionsverpflichtung. Diese Änderung wird einen Einfluss auf die Jahresrechnung der Gruppe haben. Siegfried evaluiert zurzeit die Auswirkung auf die Jahresrechnung. Änderungen in den Grundsätzen der Rechnungslegung IFRS 8 «Geschäftssegmente» Siegfried hat per 1. März 2010 die divisionale Organisationsstruktur abgelöst und eine funktionale Organisation eingeführt. Erst in der ersten Jahreshälfte 2011 wurden wichtige Schritte zur vollständigen Integration der Bereiche Drug Substances und Drug Products umgesetzt. In diesem Zusammenhang wurde auch die interne Berichterstattung an den Chief Operating Decision Maker (CODM) angepasst, indem die operativen Ergebnisse nicht mehr getrennt nach Drug Substances und Drug Products ausgewiesen werden. Es konnten
auch keine weiteren Segmente nach IFRS 8 identifiziert werden (z.B. nach geografischen Aspekten oder Funktionsbereichen). Das einzige «reportable Segment» ist «Siegfried Gruppe». Daher entfällt im Rahmen der Segmentberichterstattung fortan die Aufteilung in die bisherigen zwei operativen Segmente Drug Substances und Drug Products.
Grundsätze der Rechnungslegung Unternehmenszusammenschlüsse Akquisitionen von Tochtergesellschaften werden nach der Erwerbsmethode (Purchase Method) bilanziert. Die Anschaffungskosten eines Unternehmenszusammenschlusses beinhalten die Summen der Fair Values der akquirierten Vermögenswerte zuzüglich Goodwill, übernommener Schulden und Eventualschulden und emittierten Eigenkapitalinstrumente zum Akquisitionszeitpunkt. Ein Überschuss der Anschaffungskosten über den Fair Value der identifizierbaren Netto-Vermögenswerte des erworbenen Unternehmens wird als Goodwill bilanziert. Falls der Fair Value der identifizierbaren Netto-Vermögenswerte die Anschaffungskosten übersteigt, wird der Überschuss erfolgswirksam erfasst. Im Berichtsjahr fanden keine Unternehmenszusammenschlüsse statt. Segmentberichterstattung Die Segmentinformationen basieren auf den Informationen, welche die verantwortliche Unternehmensinstanz (Chief Operating Decision Maker, CODM) zur Führung des Geschäfts verwendet. Bei Siegfried übt die Geschäftsleitung die Funktion des CODM aus. Die Geschäftssegmente wurden aus der Organisationsstruktur und dem internen Reporting abgeleitet. Nach dem erfolgreichen Abschluss der in 2010 eingeleiteten Reorganisation wurden die beiden Segmente Drug Substances und Drug Products im Reporting an den CODM zusammengelegt. Durch die operative Zusammenlegung der Segmente ist die Aufteilung in Drug Substances und Drug Products hinfällig. Der CODM misst die Leistung der Unternehmung anhand vollständig konsolidierter Ergebnisse des «reportable Segment Siegfried Gruppe». Der Umsatz wird weiterhin separat rapportiert. Währungsumrechnung Die Posten der Abschlüsse werden auf Basis der funktionalen Währung bewertet. Die Siegfried Konzernrechnung wird in Schweizer Franken dargestellt. Die funktionale Währung der Gruppengesellschaften ist die jeweilige lokale Währung. Die Umrechnung der in den lokalen Bilanzen enthaltenen Aktiven und Passiven in Schweizer Franken erfolgt zu den Jahresendkursen (Stichtagsmethode). Aufwendungen und Erträge der in Fremdwährung erstellten Erfolgsrechnungen werden zu Jahresdurchschnittskursen umgerechnet, welche nicht wesentlich von den Wechselkursen am Tag des Geschäftsvorfalls abweichen sollten. Die aus der Umrechnung von Abschlüssen in Fremdwährung resultierenden Umrechnungsdifferenzen werden direkt in der konsolidierten Gesamtergebnisrechnung gutgeschrieben bzw. belastet. Währungsumrechnungsdifferenzen auf Darlehensforderungen an Konzerngesellschaften, welche wirtschaftlich als Teil einer Nettoinvestition in diese Gesellschaften anzusehen sind, werden ebenfalls erfolgsneutral in der Gesamtergebnisrechnung erfasst. Darlehen sind grundsätzlich dann als Nettoinvestition in die Tochtergesellschaft anzusehen, wenn eine Rückzahlung in einem absehbaren Zeitraum weder geplant noch wahrscheinlich ist. Alle übrigen Kursdifferenzen sind in der Erfolgsrechnung erfasst. Umrechnungsdifferenzen auf nicht monetären Vermögenswerten und Verbindlichkeiten wie Eigenkapitalinstrumenten der Kategorie «at fair value through profit or loss» werden in der Erfolgsrechnung als Teil des Gewinns oder Verlustes aus der Fair-Value-Bewertung ausgewiesen. Umrechnungsdifferenzen auf nicht
monetären Vermögenswerten und Verbindlichkeiten wie Eigenkapitalinstrumenten der Kategorie «availablefor-sale» werden als Teil der Reserven für Wertschwankungen auf Finanzinstrumenten in der Gesamtergebnisrechnung erfasst. Für die wichtigsten Währungen der Gruppe wurden folgende Kurse angewendet: Bilanz Jahresendkurse
0.942 1.218
0.949 1.263
0.887 1.234
1.043 1.383
Erfolgsrechnung Durchschnittskurse
Sachanlagen Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- oder zu Herstellkosten abzüglich der aufgelaufenen betriebswirtschaftlich notwendigen Abschreibungen. Grundstücke werden grundsätzlich nicht abgeschrieben. Die Abschreibungen erfolgen linear über den Zeitraum der geschätzten Nutzungsdauer des Anlagegutes gemäss folgender Aufstellung: Gebäude Maschinen, Einrichtungen Fahrzeuge IT-Anlagen
10–45 Jahre 8–15 Jahre 8–10 Jahre 3–5 Jahre
Sofern Teile einer Sachanlage unterschiedliche wirtschaftliche Nutzungsdauern aufweisen, werden diese als separate Objekte geführt und abgeschrieben. Die Nutzungsdauern von Sachanlagen werden mindestens einmal pro Jahr zum Bilanzstichtag überprüft und sofern notwendig angepasst. Sachanlagen werden zum Zeitpunkt ihres Abganges oder wenn kein Nutzungswert mehr erwartet werden kann, nicht mehr bilanziert. Gewinne oder Verluste aus der Veräusserung von Sachanlagen werden in der Erfolgsrechnung berücksichtigt. Wenn Ereignisse oder sich verändernde Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert eines Vermögensgegenstandes nicht zu erzielen ist, wird dessen Werthaltigkeit überprüft. Sollte dies der Fall sein, schätzt Siegfried den zukünftigen Geldfluss, der voraussichtlich aus der Verwendung der Sachanlage und ihrer möglichen Veräusserung resultieren wird. Ist die Summe dieser erwarteten Geldflüsse niedriger als der Buchwert des Vermögensgegenstandes, wird eine Wertberichtigung im Umfang der Differenz zwischen Buchwert und realisierbarem Wert verbucht. Unterhalt und Reparaturkosten werden laufend der Erfolgsrechnung belastet. Nachträgliche Anschaffungs-/Herstellkosten werden nur aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass daraus dem Konzern zukünftig wirtschaftlicher Nutzen zufliessen wird und die Kosten des Vermögenswertes zuverlässig ermittelt werden können.
Leasing Geleaste Sachanlagen, bei denen alle mit dem Eigentum verbundenen wesentlichen Risiken und Chancen an die Gruppe übergehen, werden als Finanzierungsleasing ausgewiesen. Alle übrigen Leasingvereinbarungen werden als Operating-Leasing klassifiziert. Finanzierungsleasingverhältnisse werden zu Beginn des Leasingverhältnisses zum tieferen Wert aus dem Fair Value und dem Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert. Die entsprechende Leasingverpflichtung, nach Abzug der Finanzierungskosten, wird in den Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. Die Abschreibungsdauer für Leasinggegenstände richtet sich nach den dargestellten Grundsätzen zur Abschreibung von Sachanlagen oder allenfalls kürzerer Leasingdauer. Die Leasingraten werden in einen Tilgungs- und einen Zinsanteil aufgeteilt. Der Zinsanteil der Leasingraten wird dem Finanzergebnis so belastet, dass über die Perioden ein konstanter Zinssatz auf die verbleibende Schuld entsteht. Immaterielles Anlagevermögen Die immateriellen Werte beinhalten Lizenzen, Patente, Marken, Technologie, Kundenstamm, Software sowie aktivierte Entwicklungskosten für Siegfried Produkte und generische Dossiers. Entwicklungskosten werden aktiviert, sofern die Fertigstellung des immateriellen Vermögenswertes technisch realisiert und der immaterielle Vermögenswert genutzt oder verkauft werden kann. Zudem muss der immaterielle Vermögenswert voraussichtlich einen künftigen wirtschaftlichen Nutzen erzielen und die technischen, finanziellen und sonstigen Ressourcen müssen vorhanden sein, um das Projekt erfolgreich abschliessen zu können. Zur Aktivierung des Immateriellen Anlagevermögens müssen die Aufwendungen zur Fertigstellung des Vermögenswertes zuverlässig geschätzt werden können. Goodwill aus einer Akquisition wird zum Zeitpunkt der Akquisition der oder denjenigen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units) zugeordnet, welche von den zukünftigen Cashflows im Zusammenhang mit dieser Akquisition profitieren werden. Der bilanzierte Goodwill entspricht der Differenz zwischen den Akquisitionskosten und den «Fair values» der akquirierten identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden. Er wird in der jeweiligen Gruppengesellschaft in derjenigen lokalen Währung geführt, in welcher der Kauf erfolgt ist. Zugänge von durch Akquisitionen erworbenen Lizenzen, Patenten, Marken und sonstigen immateriellen Vermögensgegenständen werden zu ihrem Fair Value zum Akquisitionszeitpunkt erfasst oder, falls separat gekauft, zu ihren Anschaffungswerten. Sie werden zu ihren historischen Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Amortisationen sowie allfälliger Wertminderungen bilanziert. Die Amortisation erfolgt linear über die Nutzungsdauer. Sofern Anzeichen für eine Wertminderung bestehen, werden immaterielle Vermögenswerte auf ihre Werthaltigkeit geprüft. Software wird zu ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten zuzüglich Kosten für die Versetzung in einen nutzungsbereiten Zustand abzüglich kumulierter Amortisationen sowie allfälliger Wertminderungen bilanziert. Sie wird linear über die geschätzte Nutzungsdauer amortisiert. Sofern Anzeichen für eine Wertminderung bestehen, wird die Software auf ihre Werthaltigkeit geprüft. Immaterielle Vermögenswerte mit unbeschränkter Nutzungsdauer sowie Goodwill werden nicht abgeschrieben. Die Werthaltigkeit dieser Vermögenswerte wird stattdessen jährlich, oder wenn Anzeichen für eine mögliche Wertminderung bestehen, überprüft. Siegfried verfügt über keine Vermögenswerte mit unbeschränkter Nutzungsdauer.
Alle immateriellen Vermögenswerte mit beschränkter Lebensdauer werden planmässig über die kürzere rechtliche oder ökonomische Nutzungsdauer abgeschrieben: Lizenzen, Patente Marken, Technologie, Kundenstamm Aktivierte Entwicklungskosten Software
Kürzere rechtliche oder ökonomische Nutzungsdauer, in der Regel 5–20 Jahre Kürzere rechtliche oder ökonomische Nutzungsdauer, in der Regel 5–20 Jahre 5–10 Jahre 3–5 Jahre
Werthaltigkeitstests (Impairment Tests) werden immer dann durchgeführt, wenn Anzeichen für eine mögliche Wertminderung des immateriellen Wertes erkennbar sind. Liegt der Buchwert über dem erzielbaren Betrag, entsprechend dem höheren der beiden Beträge aus Verkehrswert abzüglich Veräusserungskosten und Nutzungswert des Vermögenswertes, dann wird der Buchwert auf den erzielbaren Betrag vermindert. Diese Minderung wird in der Konzernerfolgsrechnung als Aufwand erfasst. Das Immaterielle Anlagevermögen beinhaltet auch aktivierte Entwicklungskosten für Siegfried Produkte und Projekte. Forschungskosten werden im Zeitpunkt ihrer Entstehung direkt der Erfolgsrechnung belastet. Aktivierungen werden nur vorgenommen, wenn die Aktivierungskriterien gemäss IFRS erfüllt sind. Folglich ist ein immaterieller Vermögenswert nur dann anzusetzen, wenn es wahrscheinlich ist, dass der Siegfried Gruppe der erwartete künftige wirtschaftliche Nutzen aus dem Vermögenswert zufliessen wird und die Anschaffungs- oder Herstellkosten des Vermögenswertes verlässlich bewertet werden können. Wenn dies zutrifft, erfolgt die Aktivierung gemäss dem Projektfortschritt. Die Werthaltigkeit des Nettobuchwertes der aktivierten Entwicklungskosten wird regelmässig überprüft und, falls nicht einbringbar, auf den erzielbaren Betrag wertberichtigt. Abschreibungen von aktivierten Entwicklungskosten werden in der Erfolgsrechnung unter Forschung und Entwicklung erfasst. Wertminderungen des nicht finanziellen Anlagevermögens Die Werthaltigkeit von Sachanlagen und übrigem Anlagevermögen mit beschränkter Nutzungsdauer wird immer dann überprüft, wenn aufgrund von Ereignissen oder veränderten Umständen eine Überbewertung der Buchwerte möglich scheint. Wenn der Buchwert den erzielbaren Wert übersteigt, erfolgt eine Sonderabschreibung auf diesen Wert. Der erzielbare Wert ist der höhere aus Nettoveräusserungswert und Nutzungswert. Im Falle einer Wertminderung wird auch die wirtschaftliche Nutzungsdauer des Vermögenswertes überprüft und, sofern zutreffend, der verringerte Buchwert über die verbleibende kürzere Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Werthaltigkeit von Vermögenswerten mit unbeschränkter Nutzungsdauer wird mindestens einmal jährlich überprüft. Finanzielle Vermögenswerte Die finanziellen Vermögenswerte sind in folgende Kategorien unterteilt: – Finanzaktiven, die erfolgswirksam zum Fair Value bewertet werden, «at fair value through profit and loss». Dazu gehören finanzielle Vermögenswerte, die zu Handelszwecken gehalten werden, sowie Derivate und finanzielle Vermögenswerte, die bei ihrer erstmaligen Erfassung als erfolgswirksam zum «fair value» designiert werden. Ein finanzieller Vermögenswert wird zu Handelszwecken gehalten, wenn er mit der Absicht erworben wurde, einen Gewinn aus kurzfristigen Preisschwankungen zu erzielen. Die erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerte werden im Umlaufvermögen bilanziert, wenn sie zu Handelszwecken gehalten werden oder voraussichtlich innerhalb von 12 Monaten realisiert werden.
– Darlehen und Forderungen beinhalten gewährte Darlehen, Guthaben aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Guthaben und Flüssige Mittel mit fixen Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Sie zählen zu den kurzfristigen Vermögenswerten, soweit ihre Fälligkeit nicht 12 Monate nach dem Bilanzstichtag übersteigt, andernfalls werden sie zum Barwert im Anlagevermögen ausgewiesen. – Zur Veräusserung verfügbare finanzielle Vermögenswerte «available-for-sale» sind nicht derivative Vermögenswerte, die entweder dieser Kategorie zugeordnet wurden oder keiner der übrigen Kategorien angehören. Sie sind im Anlagevermögen unter der Position Finanzanlagen und übrige langfristige Anlagen ausgewiesen, ausser ihre Veräusserung ist innerhalb der nächsten 12 Monate geplant. Die Kategorisierung der Finanzanlagen wird zu jedem Bilanzstichtag überprüft. Alle Käufe und Verkäufe werden am Tag erfasst, an dem sich die Gruppe zum Kauf oder Verkauf des Vermögenswerts verpflichtet. Die erstmalige Bewertung der finanziellen Vermögenswerte erfolgt zum Fair Value inklusive Transaktionskosten, mit Ausnahme von Vermögenswerten der Kategorie «fair value through profit and loss», bei denen die Transaktionskosten erfolgswirksam verbucht werden. Veränderungen des Fair Value von erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzaktiven werden im Finanzergebnis der betreffenden Periode ausgewiesen. Zur Veräusserung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden nach der erstmaligen Erfassung zum Fair Value bilanziert, wobei die Änderungen des Fair Value (nach Steuern) in der Gesamtergebnisrechnung erfasst werden. Bei Verkauf, Wertminderung oder anderweitigem Abgang der zur Veräusserung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte werden die seit dem Kauf in der Gesamtergebnisrechnung erfassten kumulierten Gewinne und Verluste im Ergebnis der laufenden Periode ausgewiesen. Der Fair Value von finanziellen Vermögenswerten basiert grundsätzlich auf aktuellen Marktwerten. Falls der Markt für eine Finanzanlage nicht aktiv ist und keine aktuellen Marktwerte verfügbar sind, wird der Fair Value mittels geeigneter Bewertungstechniken wie Bezugnahme auf vergleichbare Instrumente und Transaktionen oder Anwendung von Discounted-Cashflow-Analysen ermittelt. Die finanziellen Vermögenswerte werden an jedem Bilanzstichtag auf Wertminderungen überprüft. Eine Wertminderung auf finanziellen Vermögenswerten wird nur erfasst, wenn die Wertminderung aufgrund von Ereignissen, welche nach der erstmaligen Erfassung stattgefunden haben, nachgewiesen werden kann. Wenn der Buchwert den realisierbaren Wert übersteigt, erfolgt eine Abschreibung auf jenen Wert, der aufgrund der diskontierten zukünftigen Geldflüsse realisierbar erscheint. Verschiedene Kriterien werden angewendet, um eine Wertminderung nachzuweisen. Diese Kriterien beinhalten z.B. wesentliche finanzielle Schwierigkeiten des Emittenten, einen Vertragsbruch, die Gefahr eines Konkurses, den Wegfall eines aktiven Marktes usw. Bei Eigenkapitalinstrumenten der Kategorie «available-for-sale» gilt eine wesentliche oder anhaltende Reduktion des Fair Value gegenüber dem Einstandswert als Nachweis für eine Wertminderung. Warenvorräte Die Warenvorräte umfassen Rohmaterialien, Hilfsmaterialien, Produkte in Arbeit und Fertigprodukte. Sie werden zum tieferen Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellkosten und Nettoveräusserungswert bilanziert. Die Herstellkosten umfassen sämtliche Produktionskosten inklusive anteiliger Produktionsgemeinkosten. Die Bewertung erfolgt mittels FIFO-Methode (First In First Out) zu Standardkosten. Für Vorräte mit geringem Lagerumschlag und tieferen Marktpreisen und für unkurante Waren werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Der Nettoveräusserungswert ist der geschätzte im normalen Geschäftsgang erziel-
bare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten notwendigen Verkaufskosten. Die Zwischengewinne auf Vorräten aus Konzernproduktion werden ergebniswirksam eliminiert. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden anfänglich zum Fair Value erfasst und anschliessend zu amortisierten Kosten; dies entspricht den fakturierten Beträgen nach Abzug von Wertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen. Anzeichen für eine mögliche Wertminderung liegen vor, wenn eine Zahlungsverzögerung vorliegt, wenn sich der Kunde in finanziellen Schwierigkeiten befindet beziehungsweise eine Sanierung oder ein Konkurs wahrscheinlich ist. Die Wertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen werden aufgrund der Differenz zwischen dem Barwert des Nennwertes der Forderungen und dem geschätzten einbringbaren Nettobetrag ermittelt. Der entsprechende erwartete Verlust wird erfolgswirksam in der Position «Marketing und Vertrieb» erfasst. Sobald eine Forderung uneinbringlich wird, erfolgt deren Ausbuchung zulasten der Wertberichtigung. Sonstige Forderungen Diese Position beinhaltet Vorauszahlungen für Waren oder Dienstleistungen, Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige Forderungen. Diese sind zum realisierbaren Nettowert ausgewiesen. Flüssige Mittel Die flüssigen Mittel umfassen Kassenbestände, Post- und Bankguthaben sowie kurzfristige Geldanlagen mit einer Laufzeit bis zu drei Monaten. Die flüssigen Mittel bilden den Fonds der konsolidierten Geldflussrechnung. Zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte und nicht weitergeführte Geschäftsbereiche Langfristige Vermögenswerte werden als zur Veräusserung gehalten bilanziert, wenn ihr Buchwert überwiegend durch Veräusserung und nicht durch fortgeführte Nutzung realisiert wird. Langfristige Vermögenswerte oder Veräusserungsgruppen, die zur Veräusserung gehalten werden, werden unter den kurzfristigen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten separat ausgewiesen. Die Vermögenswerte oder Vermögensgruppen werden zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräusserungskosten bewertet und allfällige Wertminderungen aus der erstmaligen Klassifizierung als «zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte» in der Erfolgsrechnung erfasst. Zur Veräusserung gehaltene Vermögenswerte und Veräusserungsgruppen werden nicht mehr abgeschrieben. Eigenkapital/Eigene Aktien Wenn ein Unternehmen der Gruppe eigene Aktien kauft (Treasury Shares), wird der Wert der bezahlten Gegenleistung einschliesslich direkt zurechenbarer Kosten (netto nach Steuern) vom Eigenkapital abgezogen, bis die Aktien eingezogen, wieder ausgegeben oder weiterverkauft werden. Werden solche Anteile nachträglich wieder ausgegeben oder verkauft, wird die erhaltene Gegenleistung netto nach Abzug direkt zurechenbarer Transaktionskosten und zusammenhängender Ertragssteuern im Eigenkapital erfasst. Transaktionen mit Minderheiten werden nach der Economic-Entity-Methode behandelt wie Transaktionen mit eigenen Aktien. Somit werden alle Zahlungen für den Zukauf von Minderheitsanteilen oder Verkaufserlöse für den Verkauf von Minderheitsanteilen über das Eigenkapital gebucht. Allfällige Differenzen zu den entsprechend ausgewiesenen Minderheitsanteilen in der Bilanz werden über die Reserven ausgeglichen. In der Berichtsperiode sind keine Minderheiten vorhanden.
Pflichtwandelanleihe In 2011 erfolgte die vollständige Wandlung der Pflichtwandelanleihe. Die Pflichtwandelanleihe war ab Emissionsdatum unter Abzug der abdiskontierten Zinsen im Eigenkapital ausgewiesen. Der abdiskontierte Zins der Wandelanleihe wurde in der Bilanz als sonstige verzinsliche Verbindlichkeit ausgewiesen. Finanzverbindlichkeiten Alle Finanzschulden werden im Fremdkapital unter den langfristigen bzw. kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt zu amortisierten Kosten, indem eine allfällige Differenz zwischen dem Auszahlungsbetrag (abzüglich Transaktionskosten) und dem Rückzahlungsbetrag über die Laufzeit der Ausleihung unter Anwendung der Effektivzinsmethode in der Erfolgsrechnung erfasst wird. Als langfristige Finanzverbindlichkeiten werden alle Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit über einem Jahr bezeichnet. Als kurzfristige Finanzverbindlichkeiten werden alle Verbindlichkeiten bezeichnet, die innert Jahresfrist fällig sind. Dazu zählen auch die Jahresfälligkeiten der langfristigen Finanzverbindlichkeiten. Liegt zum Bilanzstichtag eine verbindliche Zusage für die Verlängerung eines auslaufenden Darlehens vor, so wird die neue Laufzeit für die Klassierung mit berücksichtigt. Rückstellungen Rückstellungen werden nach einheitlichen, gleichbleibenden betriebswirtschaftlichen Kriterien ermittelt. Sie dienen der Abdeckung der nach IAS 37 definierten Verlustrisiken und Leistungsverpflichtungen. Rückstellungen werden gebildet, sobald der Firma eine rechtliche oder faktische Verpflichtung erwächst («legal» oder «constructive»), die aus einem vergangenen Ereignis resultiert, sofern es wahrscheinlich ist «more likely than not», dass die Begleichung der Verpflichtung zu einer Vermögensbelastung führen wird, und wenn die Höhe der Rückstellung verlässlich ermittelt werden kann. Die Rückstellungen werden auf den Barwert der erwarteten Ausgaben abgezinst. Eine Erhöhung von Rückstellungen aufgrund des Zinseffektes wird erfolgswirksam im Zinsaufwand erfasst. Mögliche Verpflichtungen, deren Existenz von zukünftigen Ereignissen abhängt, oder Verpflichtungen, deren Höhe nicht zuverlässig geschätzt werden kann, werden den Eventualverbindlichkeiten zugeordnet und nicht zurückgestellt. Leistungen an Arbeitnehmer – Personalvorsorgeeinrichtungen Der Aufwand und der Barwert der Vorsorgeverpflichtungen für die wesentlichen leistungsorientierten Pensionspläne und für die anderen langfristigen Leistungen an Arbeitnehmer werden auf der Basis von verschiedenen wirtschaftlichen und demografischen Annahmen mittels der Methode der laufenden Einmalprämie «Projected-Unit-Credit-Methode» bestimmt. Dabei werden die bis zum Bewertungsstichtag zurückgelegten Versicherungsjahre berücksichtigt. Zu den Annahmen gehören unter anderem Erwartungen über die zukünftige Gehaltsentwicklung, über den Ertrag auf dem Planvermögen, zur Personalfluktuation und zur Lebenserwartung. Die Bewertung der Vorsorgeverpflichtungen erfolgt für die wesentlichen Vorsorgepläne jährlich von unabhängigen Experten. Die letzte Bewertung der Vorsorgeverpflichtungen für die materiellen Vorsorgepläne wurde per 31.12.2011 durchgeführt. Die Bewertung des Vorsorgevermögens erfolgt jährlich zu Marktwerten. Laufende Vorsorgeansprüche werden in derjenigen Periode der Erfolgsrechnung erfasst, in welcher sie entstehen. Rückwirkende Leistungsverbesserungen durch Planänderungen werden linear über den durchschnittlichen Zeitraum bis zum Eintritt der Unverfallbarkeit als erfolgswirksam erfasst. Soweit Anwartschaften sofort unverfallbar sind, werden diese sofort erfolgswirksam erfasst.
Abweichungen zwischen dem tatsächlichen Verlauf und dem erwarteten Verlauf führen zu aktuariellen Gewinnen und Verlusten. In Anwendung der Wahlmöglichkeit für die Erfassung von solchen aktuariellen Gewinnen und Verlusten werden diese von der Gruppe direkt in der Gesamtergebnisrechnung erfasst. Überschüsse in Vorsorgeplänen werden im Umfang ihres künftigen wirtschaftlichen Nutzens für die Siegfried Gruppe bilanziert. – Andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer Andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer beinhalten zu einem späteren Zeitpunkt anfallende gesetzliche oder reglementarische Vergütungen, welche die Konzerngesellschaften zu erbringen haben. Bei der Siegfried Gruppe sind dies hauptsächlich Leistungen im Zusammenhang mit Dienstjubiläen. Die durch den Experten berechneten Verpflichtungen sind in den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Der Aufwand für diese Leistungen wird periodisch der Erfolgsrechnung belastet. – Anteilsbasierte Vergütungen Im Mai 2010 hat die Siegfried Gruppe einen neuen Beteiligungsplan (Equity Ownership Plan, – EOP) für die Mitglieder des Verwaltungsrats und das Management lanciert. Dieser Plan sieht vor, dass die Mitglieder des Verwaltungsrats sowie das Management einen Teil ihres Honorars bzw. Bonus in Aktien erhalten sowie bei Erreichung von definierten Zielen in den Jahren 2014 und 2016 Hebelaktien zugeteilt werden. Bei den mit Eigenkapitalinstrumenten abgegoltenen Plänen wird der Aufwand der gewährten Vergütungen als Zunahme des Eigenkapitals erfasst. Die entsprechenden Kosten werden als Personalaufwand in der Periode erfasst, in welcher der Anspruch entstanden ist. Die Siegfried Gruppe hat im September 2005 einen Mitarbeiteraktienplan aufgelegt, welcher es Mitarbeitenden, die nicht am Equity Ownership Plan teilnehmen, ermöglicht, Aktien zu einem gegenüber dem Marktpreis um 30% reduzierten Betrag «Plankurs» zu erwerben. Der Mitarbeiteraktienplan wird als anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente definiert und mit dem Fair Value zum Zeitpunkt der Gewährung bewertet. Der Aufwand für den Mitarbeiteraktienplan wird in den Perioden als Personalaufwand erfasst, in denen die Mitarbeiter die damit verbundenen Arbeitsleistungen erbracht haben. Die Differenz vom Plankurs zum Fair Value der gezeichneten Aktien am Tag der Gewährung wird ebenfalls im Personalaufwand erfasst. – Gewinnbeteiligungen/Bonuspläne Bonusansprüche in Cash und Gewinnbeteiligungen werden periodengerecht als Verbindlichkeit und Aufwand erfasst, wenn eine vertragliche Verpflichtung besteht oder sich aufgrund der Geschäftspraxis der Vergangenheit eine faktische Verpflichtung ergibt. Steuern Der Steueraufwand der Periode beinhaltet laufende und latente Ertragssteuern. Die Steuern werden in der Erfolgsrechnung erfasst, ausser sie beziehen sich auf Positionen, welche in der Gesamtergebnisrechnung oder dem Eigenkapital erfasst wurden. In diesem Fall werden die Steuern ebenfalls dort erfasst. Alle Steuerverpflichtungen zum Zeitpunkt des Bilanzstichtages werden unabhängig von der Fälligkeit periodengerecht zurückgestellt. Rückstellungen für latente Steuern werden auf allen temporären Differenzen zwischen Steuer- und Konzernwerten zu den voraussichtlich zur Anwendung kommenden lokalen effektiven Steuersätzen gebildet (Liability-Methode), es sei denn, die temporäre Differenz bezieht sich auf Beteiligungen an Konzerngesellschaften, bei denen die Terminierung der Aufhebung durch die Gruppe gesteuert werden
kann und es wahrscheinlich ist, dass diese in absehbarer Zukunft nicht erfolgen wird. Die temporären Differenzen entstehen vor allem durch die Anwendung von steuerlich zugelassenen degressiven Abschreibungsmethoden und Reservebildung auf Vorräten und Forderungen. Aktive latente Steuern auf zeitlich befristeten Differenzen sowie auf steuerlichen Verlustvorträgen werden berücksichtigt, wenn wahrscheinlich ist, dass sie in Zukunft durch genügend steuerliche Gewinne realisiert werden können. Veränderungen der latenten Steuern werden ergebniswirksam erfasst, ausser die Steuer bezieht sich auf Posten, welche direkt in der Gesamtergebnisrechnung oder direkt im Eigenkapital erfasst werden. Für Steuern auf möglichen zukünftigen Ausschüttungen von zurückbehaltenen Gewinnen werden keine Rückstellungen für latente Ertragssteuern gebildet, da diese Beträge als permanent reinvestiert betrachtet werden. Per Bilanzstichtag erlassene Anpassungen der Steuergesetze bzw. der Steuerraten werden bei der Festlegung der anwendbaren Steuerrate berücksichtigt, sofern deren Anwendung im Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steuerguthaben bzw. Steuerverbindlichkeiten wahrscheinlich ist. Produktverkäufe und Serviceleistungen Die Erträge entsprechen den erhaltenen Zahlungen und Forderungen für an Kunden erbrachte Lieferungen und Leistungen nach Abzug von Preisnachlässen, Mengenrabatten, Umsatz- und Mehrwertsteuern. Der Erlös aus Lieferungen wird mit dem Übergang von Chancen und Risiken auf den Käufer realisiert. Dies entspricht dem Zeitpunkt des Eigentumsüberganges auf den Käufer. Beigestellte Rohmaterialien oder Rohmaterialien, bei welchen das Risiko beim Kunden verbleibt, werden nicht umsatzwirksam erfasst. Serviceleistungen werden in Übereinstimmung mit den zugrunde liegenden Service-Agreements periodengerecht erfasst. Herstellkosten der verkauften Produkte und Serviceleistungen Die Herstellkosten der verkauften Produkte und Leistungen beinhalten die direkten Produktionskosten sowie die damit verbundenen Produktionsgemeinkosten der verkauften Produkte und der erbrachten Serviceleistungen. Übriger betrieblicher Ertrag Lizenzeinnahmen werden periodengerecht in Übereinstimmung mit den Bestimmungen des zugrunde liegenden Vertrages im übrigen betrieblichen Ertrag erfasst. Der übrige betriebliche Ertrag beinhaltet ausserdem Gewinne aus Anlageverkäufen sowie Erträge aus Aktivitäten, welche nicht zum Kerngeschäft der Siegfried Gruppe zählen. Forschung und Entwicklung Die Kosten für Forschung und Entwicklung enthalten Löhne und Gehälter, Materialkosten, Abschreibungen auf Sachanlagen und aktivierten Entwicklungskosten sowie Gemeinkosten. Entwicklungskosten für eigene Produkte und Entwicklungskosten im Rahmen von Projektleistungen werden im immateriellen Anlagevermögen erfasst. Nur wenn die Aktivierungskriterien nach IFRS kumulativ erfüllt sind, werden Aktivierungen vorgenommen. Forschungskosten werden nicht aktiviert, sondern im Zeitraum, in dem sie anfallen, der Erfolgsrechnung belastet. Finanzierungskosten Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierenden Vermögenswertes zugeordnet werden können, werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten dieses Vermögenswertes aktiviert. Die Abschlussgebühren für den Konsortialkredit werden aktiviert und über die Laufzeit abgeschrieben. Alle übrigen Kredit- und Finanzierungskosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind.
Dividenden Die Ansprüche der Aktionäre auf Dividendenausschüttungen werden in der Periode als Verbindlichkeit erfasst, in der die entsprechende Beschlussfassung erfolgt ist. Zuwendungen der öffentlichen Hand Im Zusammenhang mit Investitionsprojekten erhalten ausländische Tochtergesellschaften der Siegfried Gruppe teilweise Zuwendungen der öffentlichen Hand. Eine Erfassung von Zuwendungen der öffentlichen Hand zum beizulegenden Zeitwert erfolgt nur dann, wenn eine grosse Sicherheit darüber besteht, dass die damit verbundenen Auflagen erfüllt werden. Erhaltene Zuwendungen der öffentlichen Hand für Sachanlagen werden bei der Feststellung des Buchwertes der Sachanlagen abgezogen. Die Zuwendung wird mittels eines reduzierten Abschreibungsbetrags über die Lebensdauer der abschreibungsfähigen Sachanlagen als Ertrag erfasst. Transaktionen mit nahestehenden Personen Als Transaktionen mit nahestehenden Personen werden Geschäftsbeziehungen mit Aktionären der Gesellschaft, mit Gesellschaften, die von diesen vollkonsolidiert werden, sowie mit weiteren nach IAS 24 als nahestehend geltenden Personen ausgewiesen.
Risikomanagement Das Geschäft von Siegfried ist mit Risiken verbunden, welche im Rahmen des Risikomanagements transparent gemacht werden sollen. Durch das frühzeitige Erkennen von Risiken können diese proaktiv angegangen werden. Der Verwaltungsrat hat die Verantwortung für den Aufbau und den Unterhalt eines systematischen Risikomanagements an das Management delegiert. Als wesentliche Risikoklassen werden «operative Risiken» und «Risiken aus strategischen Projekten» unterschieden. Die operativen Risiken wurden gesondert für die einzelnen Funktionsbereiche erhoben. Die Verantwortung für die Erfassung, Kommunikation und Bewirtschaftung der laufenden operativen Risiken liegt bei den Leitern der Funktionsbereiche. Die operativen Risiken werden in den Dimensionen Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadensausmass bewertet und klassiert. Die wichtigsten Risiken je Bereich werden regelmässig verfolgt. Grössere Projekte strategischer Natur werden innerhalb der Siegfried Gruppe im Rahmen des Projektmanagements geführt. Teil des Projektmanagements bildet die laufende Erkennung, Überwachung und proaktive Korrektur von Risiken. Risiken aus strategischen Projekten werden in den Dimensionen External Risk (Market/Regulatory) und Internal Risk (Execution/Technology Risk) beurteilt. Die Verantwortung für strategische Projekte und damit auch für das Risikomanagement liegt immer bei einem Mitglied der Geschäftsleitung. Erwartete oder eingetretene operative Risiken werden im Rahmen des monatlichen Reportings an die Geschäftsleitung kommuniziert. Bei Risiken grösserer Tragweite wird im Rahmen des monatlichen Reportings auch der Verwaltungsrat informiert. Projektfortschritte strategischer Projekte werden monatlich an die Geschäftsleitung und mindestens quartalsweise auch an den Verwaltungsrat kommuniziert. Diese Berichterstattung enthält auch eine laufende Risikobeurteilung.
Der Verwaltungsrat hat sich anlässlich seiner Strategiesitzung vom 20. und 21. Juni 2011 vertieft mit den strategischen Projekten und inhärenten Risiken auseinandergesetzt. Er hat sich bei wesentlichen Veränderungen auch an den übrigen Sitzungen über Risiken strategischer Projekte informieren lassen und entsprechende Beschlüsse gefasst. Operative Risiken wurden im Verwaltungsrat anlässlich der ordentlichen Sitzungen laufend besprochen und beurteilt und die wichtigsten operativen Risiken je Bereich in der Sitzung vom 28. November 2011 definiert. Der jährliche Bericht zum internen Kontrollsystem inkl. dessen Assessment wurden ebenfalls in der Sitzung vom 28. November 2011 verabschiedet. Das Risk Management und das IKS Reporting wurden zusätzlich im Audit Committee vom 16. November 2011 vorbesprochen.
Finanzielles Risikomanagement Das finanzielle Risikomanagement erfolgt innerhalb der Siegfried Gruppe gemäss den vom Management festgelegten Grundsätzen und Richtlinien. Diese regeln die Absicherung von Wechselkurs-, Zinssatz-, Markt-, Kredit- und Liquiditätsrisiken. Ebenso bestehen Richtlinien zur Bewirtschaftung liquider Mittel und zur Beschaffung von Darlehen. Die Bewirtschaftung nicht betriebsnotwendiger Liquidität sowie die Beschaffung von kurz- und langfristigen Darlehen sind zentralisiert. Das Risikomanagement zielt darauf ab, potenziell negative Auswirkungen auf die Finanzlage zu minimieren. Marktrisiken Siegfried ist Marktrisiken ausgesetzt, welche vorwiegend Wechselkurs-, Zinssatz- und Kursrisiken betreffen. Wechselkursrisiken Siegfried ist weltweit tätig und deshalb Wechselkursschwankungen ausgesetzt, die Auswirkungen auf die Berichterstattung in Schweizer Franken haben. Fremdwährungsrisiken entstehen bei Geschäftstransaktionen, die nicht in der funktionalen Währung des Unternehmens getätigt werden. Die Währungsrisiken werden laufend überwacht. Es wird angestrebt, den Wechselkursrisiken so weit als möglich durch Natural Hedges zu begegnen. Darüber hinaus werden falls angebracht Forward Contracts, Swaps oder Währungsoptionen eingesetzt. Die Siegfried Gruppe ist in erster Linie dem Währungsrisiko in Bezug auf den US-Dollar und in geringerem Mass auf den Euro ausgesetzt. Die folgende Darstellung illustriert die Sensitivität des Erfolgs nach Steuern sowie anderer Komponenten des Eigenkapitals auf Veränderung der Wechselkurse (alle anderen Variablen konstant gehalten).
Anstieg/ Senkung des Wechselkurses
Auswirkung auf Erfolg nach Steuern (in CHF 1000)
Auswirkung auf andere Komponenten des Eigenkapitals (in CHF 1000)
+ 10% – 10% + 10% – 10%
+ 8% – 8% + 8% – 8%
507 –507 1 731 –1 731
419 –419 111 –111
Zinssatzrisiken Zinssatzrisiken ergeben sich aus Zinssatzänderungen, welche Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage der Gruppe haben. Zinssatzänderungen führen zu Veränderungen des Zinsertrages und -aufwandes der verzinslichen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Zusätzlich können sie sich, wie nachfolgend unter den Kursrisiken dargelegt, auf den Marktwert gewisser finanzieller Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und auf Finanzinstrumente auswirken. Das Zinssatzmanagement wird in der Siegfried Gruppe zentral wahrgenommen. Die Siegfried Gruppe verfügt über wesentliche verzinsliche Vermögenswerte in Form von Cash. Auswirkungen von Änderungen des Marktzinssatzes haben einen mässigen Einfluss auf die Zinserträge. Die Siegfried Gruppe ist per 31. Dezember 2011, wie zum Vorjahresende, schuldenfrei. Die folgende Darstellung illustriert die Sensitivität einer möglichen Veränderung der Zinssätze im CHF-, Euro- und USD- Umfeld auf den Erfolg nach Steuern sowie auf andere Komponenten des Eigenkapitals (alle anderen Variablen konstant gehalten).
Anstieg/Senkung des Zinssatzes (in Basispunkten)
+ 50bp – 50bp + 50bp – 50bp + 50bp – 50bp
225 –225 –8 8 7 –7
55 –55 106 –106 14 –14
Zur teilweisen Absicherung der Risiken aus Zinssatzänderungen kann die Gruppe Finanzinstrumente wie Interest Rate Swaps einsetzen, mit denen feste und variable Zinssätze ausgetauscht werden. Kursrisiken Veränderungen der Marktwerte von finanziellen Vermögenswerten und derivativen Finanzinstrumenten können Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage der Gruppe haben. Langfristige Finanzanlagen wie Beteiligungen werden vorwiegend aus strategischen Gründen gehalten. Risiken des Wertverlustes werden durch gründliche Analysen vor dem Kauf sowie durch laufende Überwachung der Performance und der Risiken der Investitionen minimiert. Die finanziellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen die Aktien der Arena Pharmaceuticals Inc., San Diego, USA. Diese sind an der NASDAQ kotiert und unterliegen neben den allgemeinen Marktschwankungen den unternehmensspezifischen Risiken (insbesondere Zulassung des «lead compounds Lorcaserin»). Liquiditätsrisiken Die Konzerngesellschaften benötigen ausreichende liquide Mittel zur Erfüllung ihrer finanziellen Verpflichtungen. Für die Beschaffung von kurz- und langfristigen Darlehen ist die zentrale Finanzabteilung zuständig. Cashflow-Vorausberechnungen werden durch die operativen Gesellschaften der Gruppe erstellt und durch Group Finance aggregiert und überwacht. Die Bewirtschaftung der nicht betriebsnotwendigen Liquidität erfolgt ebenfalls zentral.
Liquiditätsreserven und Kreditlimiten Flüssige Mittel Kreditrahmen des Konsortialkredites ./. Beanspruchung des Kreditrahmens Total Liquiditätsreserven und nicht beanspruchter Kreditrahmen
(in 1’000 CHF) 52 566 150 000 – 202 566
(in 1’000 CHF) 41 176 120 000 – 161 176
Mit dem in 2011 abgeschlossenen Konsortialkredit mit einem Volumen von CHF 150 Mio. und einer Laufzeit von fünf Jahren und den vorhandenen flüssigen Mitteln sind die Mittel für die ordentliche Unternehmenstätigkeit in ausreichendem Masse vorhanden. Weiter konnte im Mai 2010 erfolgreich eine Pflichtwandelanleihe ausgegeben werden, welche im Mai 2011 vollständig in Aktienkapital umgewandelt wurde. Dadurch sind der Gruppe im Vorjahr brutto CHF 80 Mio. zugeflossen. Nachstehende Tabelle beinhaltet eine Übersicht der Fälligkeiten der Finanzverbindlichkeiten. Die verzinslichen Finanzverbindlichkeiten sowie Hinweise zur Einhaltung der Covenants sind in Note 16 weiter erläutert. 2011
Fälligkeiten Finanzverbindlichkeiten Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten Sonstige langfristige Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
17 964 2010
Kreditrisiken/Gegenparteirisiken Kreditrisiken ergeben sich aus der Möglichkeit, dass die Gegenpartei einer Transaktion nicht in der Lage oder nicht willens ist, ihre Verpflichtungen zu erfüllen, und der Gruppe daraus ein finanzieller Schaden entsteht. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird ein aktives Risikomanagement im Sinne einer laufenden Überwachung und Überprüfung der Kreditrisiken durchgeführt. Das Geschäftsmodell der Siegfried Gruppe beinhaltet vorwiegend Projektgeschäfte. Als Partner bei der Entwicklung und Herstellung von Medikamenten arbeitet Siegfried über einen gewissen Zeitraum intensiv mit einzelnen Kunden zusammen. Dadurch können sich bezogen auf einen Stichtag Konzentrationen von Kreditrisiken ergeben. Bezogen auf den 31.12.2011 betrugen die Forderungen gegenüber den grössten zwei Kunden 34.0% (2010: 25.2%) und 7.0% (2010: 6.0%) der gesamten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Bei den betreffenden Kunden handelt es sich durchwegs um grosse Pharmaunternehmen mit guter Bonität. Die Kreditrisiken der übrigen finanziellen Vermögenswerte werden durch die Politik der Beschränkung auf institutionelle Kontrahenten minimiert und wo möglich durch laufende Überprüfung der Bonitätseinstufungen und die Limitierung aggregierter Einzelrisiken kontrolliert. Weiter wurde festgelegt, dass maximal 30% der flüssigen Mittel bei einem Kreditinstitut angelegt werden dürfen. Per 31.12.2011 waren CHF 14.8 Mio./28% der flüssigen Mittel bei einem einzelnen Kreditinstitut angelegt (2010: CHF 22.0 Mio./53%). Kapitalrisiko Die Bewirtschaftung des Kapitals der Siegfried Gruppe erfolgt im Hinblick auf die Gewährleistung der Fortführung der operativen Tätigkeit, auf die Erzielung einer angemessenen Rendite für die Aktionäre und auf die Optimierung der Kapitalstruktur zur Senkung der Kapitalkosten. Die Kapitalstruktur kann durch Veränderung der Dividendenausschüttung, durch Kapitalrückzahlungen, Kapitalerhöhungen, durch Verkäufe von Vermögenswerten und Veränderungen des Nettoumlaufvermögens beeinflusst werden. Die Siegfried Gruppe überwacht die Kapitalstruktur auf Basis des Nettoverschuldungsgrades und des Eigenfinanzierungsgrades. Der Nettoverschuldungsgrad wird definiert als Nettoverschuldung dividiert durch EBITDA. Der Eigenfinanzierungsgrad wird definiert als Eigenkapital dividiert durch die Bilanzsumme. In 1 000 CHF
Nettoverschuldungsgrad Flüssige Mittel Finanzverbindlichkeiten Netto Flüssige Mittel EBITDA Nettoverschuldungsgrad Eigenfinanzierungsgrad Eigenkapital Bilanzsumme Eigenfinanzierungsgrad (Prozent)
52 566 – 52 566 41 049 -1.28
41 176 –3 156 38 020 36 689 -1.04
369 689 447 999 82.5%
373 713 464 051 80.5%
Derivative Finanzinstrumente Zur Absicherung von Zins- und Wechselkursrisiken kann die Siegfried Gruppe Terminkontrakte, Zinssatzund Fremdwährungs-«Swaps» oder «Put-Optionen» einsetzen. Alle derivativen Finanzinstrumente werden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses und bei Folgebewertungen zum «Fair Value» bilanziert. Bei derivativen Finanzinstrumenten, welche die Anforderungen eines «effective cash flow hedge»-Geschäftes erfüllen, wird der für das Sicherungsgeschäft wirksame Teil in der Gesamtergebnisrechnung erfasst, der verbleibende unwirksame Teil im Finanzergebnis. Die in der Gesamtergebnisrechnung erfassten Gewinne und Verluste auf «cash flow hedge»-Geschäften werden in denjenigen Berichtsperioden in die Erfolgsrechnung übertragen, in denen die abgesicherte Transaktion die Erfolgsrechnung beeinflusst. Verkehrswertänderungen auf den übrigen eingesetzten Finanzinstrumenten werden im Finanzergebnis der betreffenden Berichtsperiode erfasst. Fair-Value-Bewertung Der Fair Value von in einem aktiven Markt gehandelten Finanzinstrumenten basiert auf den notierten Marktpreisen (Level 1). Der Fair Value von nicht in einem aktiven Markt gehandelten Finanzinstrumenten wird unter Verwendung anderer Bewertungstechniken bestimmt. Dabei wird beobachtbaren Marktdaten gegenüber firmenspezifischen Informationen der Vorzug gegeben. Wenn alle wesentlichen Informationen beobachtbar sind, wird das Instrument dem Level 2 zugeordnet. Wenn eine oder mehrere Angaben nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren, gelangen andere Bewertungstechniken, wie Discounted CashflowAnalysen, zur Anwendung, und das Instrument wird dem Level 3 zugeordnet. In der folgenden Tabelle sind die zum Fair Value bilanzierten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Gruppe per 31. Dezember 2011 aufgeführt: In 1000 CHF
Vermögenswerte Zur Veräusserung verfügbare finanzielle Vermögenswerte – Wertschriften und Finanzanlagen
Verbindlichkeiten Finanzverbindlichkeiten – erfolgswirksam zum Fair Value – Fremdwährungskontrakte (CHF)
135 Total 2010
Schätzungen, Annahmen und Beurteilungen Die Aufstellung von im Einklang mit den IFRS stehenden Konzernabschlüssen erfordert Annahmen, Beurteilungen und Schätzungen. Nachstehend sind die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen dargelegt, durch die ein beträchtliches Risiko entstehen kann, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden erforderlich wird. – Wertüberprüfung auf dem nicht finanziellen Anlagevermögen In Übereinstimmung mit den vorstehend beschriebenen Grundsätzen zur Rechnungslegung wird die Werthaltigkeit der Nettoaktiven überprüft, falls Indizien für ein Impairment bestehen. Der erzielbare Wert (recoverable amount) der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wird nach der «discounted cash flow»-Methode ermittelt, basierend auf genehmigten Mittelfristplanzahlen. Diese Berechnungen erfordern vom Management zukunftsbezogene Annahmen und Schätzungen. Nach erfolgter Umsetzung der Reorganisation auf die funktionale Organisationsstruktur wurden auf die Halbjahresberichterstattung 2011 die beiden Segmente Drug Substances und Drug Products zusammengelegt (siehe dazu Note 32 im Anhang der Konzernrechnung). Dieses vereinte Segment ist daher auch die Cash Generating Unit für die Impairment-Berechnungen 2011, welche aufgrund von Verlusten in den Vorperioden wieder vorgenommen wurden. Aus den basierend auf der Mittelfristplanung 2012-2016 durchgeführten «Value in use»-Berechnungen, mit einem Diskontierungssatz (vor Steuern) von 9.1% (Vorjahr 9.5%) sowie mit einem zum Vorjahr unverändertem Endwert-Wachstum von 1.25 % gerechnet, resultierte in 2011 ein Überschuss von CHF 97.8 Mio. Ein Wachstum auf dem Endwert von lediglich 0.25% ergäbe einen Überschuss von CHF 61.3 Mio. Das Wachstum über die Jahre 2012–2016 beträgt im Schnitt 2.5%. Wäre der gewichtete durchschnittliche Kapitalkostensatz (WACC) um 0.5% höher, ergäbe dies einen Überschuss von CHF 69.0 Mio. In der Mittelfristplanung sind prognostizierte Markteinführungen miteinbezogen, die stark vom derzeitigen Marktumfeld abhängig sind. – Aktivierte Entwicklungskosten Entwicklungen für eigene Produkte wie auch für Kundenprojekte werden aktiviert, wenn die Aktvierungskriterien gemäss IFRS eingehalten sind. Am 31. Dezember 2011 betrugen die unter dem Immateriellen Anlagevermögen aktivierten Entwicklungskosten CHF 26.3 Mio. (2010: CHF 27.6 Mio.). Das Management überprüft die aktivierten Entwicklungskosten regelmässig auf allfällige Wertminderungen. Zu diesem Zweck werden «discounted cash-flow»-Analysen erstellt. Diese basieren auf Annahmen wie dem Diskontsatz und Erwartungen bezüglich künftiger Erträge, Kosten und Investitionen im Zusammenhang mit den einzelnen Projekten. Aufgrund von Veränderungen des wirtschaftlichen Umfelds und der Marktbedingungen können die bei der Berechnung verwendeten Annahmen von den tatsächlichen Ergebnissen abweichen. Diese Abweichungen können einen wesentlichen Einfluss auf die bilanzierten Entwicklungskosten in zukünftigen Perioden haben. – Latente Steueransprüche Per 31. Dezember 2011 verfügt die Gruppe über nicht erfasste steuerliche Verluste und Steuergutschriften im Betrag von CHF 280.9 Mio. Eine wesentliche Verbesserung der finanziellen Lage der Tochtergesellschaften, vor allem in den USA, würde diese nicht berücksichtigten Steueransprüche für die Gruppe nutzbar machen und eine Aktivierung der entsprechenden Steuerforderungen erlauben. Das Management nimmt die Beurteilung der Aktivierbarkeit von steuerlichen Verlusten und Steuergutschriften auf einer jährlichen Basis aufgrund der für die Zukunft zu erwartenden steuerlichen Gewinne vor (siehe auch Note 7).
– Umweltrückstellungen Die Rückstellungen beziehen sich auf Verpflichtungen zur Beseitigung schädlicher Auswirkungen auf die Umwelt. Ob solche Dekontaminationskosten in Zukunft getragen werden müssen, hängt von den Entwicklungen im Bereich der gesetzlichen Vorschriften und von den Entscheidungen des Managements im Zusammenhang mit geplanten Bauprojekten ab. Abhängig von Art und Umfang der ausgelösten Bauprojekte wird die Verpflichtung zur Beseitigung schädlicher Auswirkungen auf die Umwelt erhöht oder reduziert. Der Betrag von CHF 10.2 Mio. für die Umweltrückstellung würde dementsprechend höher oder tiefer ausfallen (siehe auch Note 17). – Pensionsverpflichtungen Die Berechnungen der Guthaben und Verbindlichkeiten gegenüber diesen Einrichtungen basieren auf statistischen und versicherungsmathematischen Annahmen wie Diskontierungssatz, zukünftigen Gehaltssteigerungen und Rentenanpassungen. Zusätzlich verwenden die Aktuare für ihre Annahmen statistische Daten wie Austrittswahrscheinlichkeit und Lebenserwartung der Versicherten. Die bei den Berechnungen verwendeten Annahmen können wegen Änderungen der Marktbedingungen, des wirtschaftlichen Umfelds oder aufgrund anderer Faktoren von den tatsächlichen Ergebnissen abweichen. Diese Abweichungen können einen wesentlichen Einfluss auf die zukünftigen bilanzierten Guthaben und Verbindlichkeiten gegenüber Personalvorsorgeeinrichtungen haben (siehe auch Note 21). – Equity Ownership Plan – EOP Das Management nimmt die Beurteilung der erwarteten Zielerreichung des EOP auf einer periodischen Basis vor und überprüft die Höhe der Abgrenzung der Hebelaktien (siehe auch Note 22).
1. Konsolidierungskreis Die Konsolidierung umfasst folgende Gesellschaften: Gruppengesellschaften
Operativ Siegfried AG, Zofingen (Schweiz) Siegfried (USA), Inc., Pennsville, NJ (USA) Penick Corporation, Pennsville, NJ (USA) Siegfried International AG, Zofingen (Schweiz) Siegfried Malta Ltd., Valletta (Malta) Siegfried GmbH, München (Deutschland) Siegfried Hong Kong Ltd., Hong Kong (China)
20 000 000 500 000 – 2 000 000 100 000 25 000 1
CHF USD USD CHF EUR EUR HKD
Finanzen und Verwaltung Siegfried Holding AG, Zofingen (Schweiz) Siegfried Finance AG, Zofingen (Schweiz) Sigamed AG, Zug (Schweiz) Siegfried Deutschland Holding GmbH, Lörrach (Deutschland) Penick Holding Company, Pennsville, NJ (USA)
7 600 000 14 000 000 500 000 1 790 000 2
CHF CHF CHF EUR USD
Assoziierte Gesellschaft SCI Pharmtech Inc., Taoyuan (Taiwan)
491 662 690
Joint Venture Alpine Dragon Pharmaceuticals Ltd., Huangyang, Gansu Province (China)
10 542 708
Im Berichtsjahr wurde die Siegfried Pharma International AG in die Siegfried Generics International AG fusioniert. Zudem wurde die Siegfried Hong Kong Ltd. gegründet, die zu 100% der Siegfried Gruppe angehört. Ansonsten blieb der Konsolidierungskreis unverändert zum Vorjahr. Der Anteil an der SCI Pharmtech Inc. hat sich aufgrund des Management-Beteiligungsprogramms der SCI Pharmtech Inc. mit einem entsprechenden Verwässerungseffekt im Vergleich zum Vorjahr von 15.8% auf 15.6% verringert. Zwei Gesellschaften der Siegfried Gruppe wurden in 2011 umbenannt: Die Siegfried Generics International AG wurde in Siegfried International AG und die Siegfried Generics (Malta) Ltd. in Siegfried Malta Ltd. umbenannt.
2. Entwicklung der Sachanlagen In 1000 CHF
Grundstücke, Maschinen, Gebäude Einrichtungen
Anschaffungskosten Stand am 1.1.2010 Umrechnungsdifferenzen Änderungen im Konsolidierungskreis Zugänge Abgänge Umbuchungen Zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte Stand am 31.12.2010 Umrechnungsdifferenzen Zugänge Abgänge Umbuchungen Zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte Stand am 31.12.2011
170 043 –4 211 – 74 –601 3 689 –1 876 167 118 –396 – –703 1 832 – 167 851
501 356 –11 617 –13 017 1 203 –5 554 14 469 –39 619 447 221 –1 294 953 –6 661 10 614 – 450 833
16 609 –438 –40 9 472 – –18 158 – 7 445 –157 12 251 –81 –12 446 – 7 012
688 008 –16 266 –13 057 10 749 –6 155 – –41 495 621 784 –1 847 13 204 –7 445 – – 625 696
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen Stand am 1.1.2010 Umrechnungsdifferenzen Änderungen im Konsolidierungskreis Abschreibungsaufwand Abgänge Umbuchungen Stand am 31.12.2010 Umrechnungsdifferenzen Abschreibungsaufwand Abgänge Zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte Stand am 31.12.2011
97 707 –2 230 – 3 473 –767 –1 460 96 723 –173 3 201 –707 – 99 044
354 688 –7 164 –3 418 21 317 –5 176 –29 978 330 269 –704 18 887 –6 416 – 342 036
452 395 –9 394 –3 418 24 790 –5 943 –31 438 426 992 –877 22 088 –7 123 – 441 080
68 807 70 395
108 797 116 952
7 012 7 445
184 616 194 792 839 597 863 622
Nettobuchwert am 31.12.2011 Nettobuchwert am 31.12.2010 Versicherungswert am 31.12.2011 Versicherungswert am 31.12.2010
Am 31.12.2011 betrugen die Verpflichtungen zum Kauf von Sachanlagen CHF 4.1 Mio. (2010: CHF 2.7 Mio.). Siegfried Malta Ltd. erhielt 2008 staatliche Investitionszulagen von CHF 6.0 Mio. für Investitionen in Sachanlagen. Diese waren teilweise mit Auflagen verbunden wie Mindestanzahl an Beschäftigten oder Mindestdauer der operativen Tätigkeit. Die Zulagen wurden direkt vom Anschaffungswert der Sachanlagen abge-
zogen und gehen in Form reduzierter Abschreibungen über die Nutzungsdauer in die Erfolgsrechnung ein. Per 31.12.2011 waren Zulagen von CHF 4.9 Mio. (31.12.2010: CHF 5.1 Mio.) direkt von den Anschaffungswerten und CHF 2.1 Mio. (31.12.2010: CHF 1.7 Mio.) von den kumulierten Abschreibungen abgezogen. Die Abschreibungen wurden 2011 um CHF 0.4 Mio. (2010: CHF 0.5 Mio.) reduziert. 2011 erhielt Siegfried keine weiteren staatlichen Investitionszulagen.
Marken, Technologie, Kundenstamm
Aktivierte Entwicklungskosten
Anschaffungswerte Stand am 1.1.2010 Umrechnungsdifferenzen Änderungen im Konsolidierungskreis 1 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2010 Umrechnungsdifferenzen Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2011
14 551 –964 –4 220 968 – 10 335 –85 – – 10 250
6 871 –586 – – – 6 285 –52 – – 6 233
64 666 –1 569 – 4 889 –194 67 792 –138 4 131 – 71 785
9 732 –217 –270 731 –59 9 917 –19 652 –570 9 980
95 820 –3 336 –4 490 6 588 –253 94 329 –294 4 783 –570 98 248
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen Stand am 1.1.2010 Wertminderungen 2 Umrechnungsdifferenzen Änderungen im Konsoliderungskreis 1 Abschreibungsaufwand Abgänge Stand am 31.12.2010 Wertminderungen 2 Umrechnungsdifferenzen Abschreibungsaufwand Abgänge Stand am 31.12.2011
4 484 – –426 – 462 – 4 520 – –12 393 – 4 901
3 997 – –394 – 588 – 4 191 – –3 500 – 4 688
35 972 1 938 –990 – 3 454 –194 40 180 2 544 –36 2 839 – 45 527
7 119 – –156 –140 1 277 –29 8 071 – 7 1 072 –570 8 580
51 572 1 938 –1 966 –140 5 781 –223 56 962 2 544 –44 4 804 –570 63 696
Nettobuchwert am 31.12.2011 Nettobuchwert am 31.12.2010
5 349 5 815
1 545 2 094
26 258 27 612
1 400 1 846
34 552 37 367
Per 30. September 2010 wurde das Patent des Trockenpulverinhalators PulmoJet an sanofi-aventis verkauft. Aufgrund veränderter Markteinschätzungen und entsprechender Anpassung desr Planzahlen auf Basis von Nutzwertberechnungen (Diskontierungssatz 9.1%) mussten Wertminderungen auf Entwicklungsprojekten vorgenommen werden.
In 2011 wurde der bereits vollständig abgeschriebene Goodwill ausgebucht.
4. Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften und Joint Ventures Der Anteil der Siegfried Gruppe an den Aktiven, Verbindlichkeiten und Ergebnissen ist in der folgenden Tabelle dargestellt: 2011 In 1000 CHF
Assoziierte SCI Pharmtech Inc. Joint Ventures Alpine Dragon Pharmaceuticals Ltd. Total
Gewinn/ (Verlust)
–27 876
687 6 773 2010
Assoziierte SCI Pharmtech Inc. Joint Ventures Alpine Dragon Pharmaceuticals Ltd. Total 1
– 1 061
713 6 912
Aufgrund geschätzter Ergebnisse
Veränderung der Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften und Joint Ventures Beteiligungen assoziierte Gesellschaften und Joint Ventures, per 1.1. Anteile am Ergebnis Sonstige Eigenkapitalveränderungen Veränderung Beteiligungsverhältnis Währungsumrechnung Beteiligungen assoziierte Gesellschaften und Joint Ventures, per 31.12.
6 912 876 –718 –88 –209
5 971 1 061 –67 –245 192
Die Beteiligung an SCI Pharmtech Inc. wird als assoziierte Gesellschaft geführt, weil aufgrund der Vertretung im Verwaltungsrat die Möglichkeit zu bedeutender Einflussnahme besteht. Die Aktien dieser Gesellschaft sind an der Börse in Taiwan kotiert. Bewertet zum Börsenkurs betrug der Fair Value des Anteils von Siegfried an dieser Gesellschaft per 31.12.2011 rund CHF 12.0 Mio. (31.12.2010: CHF 15.7 Mio.). Da der definitive Jahresabschluss der SCI Pharmtech Inc. zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Geschäftsberichtes noch nicht vorlag, wurden Ergebnisschätzungen verwendet. Diese basieren auf der öffentlich zugänglichen Berichterstattung und den Schätzungen von unabhängigen Finanzanalysten.
Die Alpine Dragon Pharmaceuticals Ltd. wurde in 2007 als Joint Venture mit der chinesischen Firma Gansu Medical Alkaloids, Inc. gegründet. Die Joint-Venture-Gesellschaft befindet sich im Aufbau; entsprechend wurden noch keine Umsätze erzielt und der Einfluss auf die Jahresrechnung ist nicht wesentlich. Im Zusammenhang mit dem Joint Venture bestehen keine Eventualverbindlichkeiten oder sonstigen Zahlungsverpflichtungen. Die Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften und Joint Ventures beinhalten zum Bilanzstichtag keinen Goodwill.
5. Finanzinstrumente Die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sind folgenden Kategorien zugeordnet:
47 627 6 959 52 566 107 152
42 326 16 278 41 176 99 780
36 663 4 661 – – 41 324
42 694 5 805 3 156 – 51 655
Finanzielle Vermögenswerte Darlehen und Forderungen – Forderungen aus Lieferungen und Leistungen – Sonstige Forderungen – Flüssige Mittel Total Darlehen und Forderungen Zur Veräusserung verfügbare finanzielle Vermögenswerte – Wertschriften Total zur Veräusserung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Finanzielle Verbindlichkeiten Zu amortisierten Kosten – Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen – Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten – Verzinsliche Verbindlichkeiten – Langfristige Finanzverbindlichkeiten Total Finanzverbindlichkeiten zu amortisierten Kosten Finanzverbindlichkeiten – erfolgswirksam zum Fair Value – Fremdwährungskontrakte (CHF) Total Finanzverbindlichkeiten – erfolgswirksam zum Fair Value
6. Finanzanlagen und übrige langfristige Anlagen Die finanziellen Vermögenswerte sind folgenden Kategorien zugeordnet: In 1000 CHF
Aktien Arena Pharmaceuticals Inc., San Diego, USA Burill Life Sciences Capital Fund, San Francisco, USA Sonstige langfristige Forderungen Sonstige langfristig gehaltene Wertschriften Total Finanzanlagen und übrige langfristige Anlagen
2 076 426 1 069 – 3 571
2 430 971 6 281 10 9 692
Die zur Veräusserung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte sind zum Fair Value bewertet. Im Zusammenhang mit der Verkaufstransaktion mit Arena Pharmaceuticals GmbH im Jahre 2008 erhielt die Siegfried Gruppe 1 488 482 Aktien der Gesellschaft. Die Bewertung der Arena-Aktien erfolgt zum Fair Value, dieser wird aufgrund des Börsenkurses zum Bilanzstichtag ermittelt. Die Arena-Aktien sind als Finanzaktiven der Kategorie «available-for-sale» zugeordnet. In 2011 wurden 309 477 Aktien verkauft. Der aktivierte Betrag des Burrill Fund entspricht dem Verkehrswert des Kapitalanteils gemäss den vom Fonds erhaltenen Bewertungsunterlagen. Weitere Investitionen im Betrag von USD 0.03 Mio. (2010: USD 0.1 Mio.) können vom Fonds noch abgerufen werden. Der Wert wird laufend der aktuellen Bewertung angepasst und daraus resultierte in der Berichtsperiode ein Verlust von CHF 0.4 Mio. Die diversen Wertschriften beinhalten verschiedene langfristige Beteiligungen, welche teilweise nicht in einem aktiven Markt gehandelt werden. In diesen Fällen bestimmt das Management des Fonds den Fair Value unter Anwendung bestimmter Bewertungsmethoden. Dazu gehören vergleichbare Transaktionen zu marktüblichen Bedingungen sowie «discounted cash flow»-Analysen. In 2011 erhielt die Gruppe Ausschüttungen aus realisierten Investitionen aus dem Fonds in der Höhe von CHF 1.1 Mio., welche im Finanzerfolg erfasst wurden. Die sonstigen langfristigen Forderungen in 2010 beinhalteten CHF 6.3 Mio. gegenüber Arena Pharmaceuticals GmbH, welche im Zusammenhang mit der Verkaufstransaktion 2008 erfasst wurden. Die Forderungen waren in drei Tranchen geschuldet wobei die erste Tranche unter den kurzfristigen Forderungen ausgewiesen wurde. Die Tranchen waren ursprünglich in den Jahren 2011, 2012 und 2013 fällig. Nach Neuverhandlungen mit dem Schuldner wurde der Gesamtbetrag von CHF 10.0 Mio. in 2011 beglichen.
7. Ertragssteuern Ertragssteuern in der konsolidierten Erfolgsrechnung In 1000 CHF
Laufender Steueraufwand Latenter Steueraufwand/(-ertrag) Total
464 448 912
18 –704 –686
10 511 23.8 2 504 –242 469 –2 450 490 141 912 8.7
–4 925 46.0 –2 265 2 2 515 –615 –339 16 –686 13.9
Analyse der erwarteten und effektiven Ertragssteuern In 1000 CHF
Gewinn/(Verlust) vor Ertragssteuern Erwarteter Ertragssteuersatz (Prozent) Erwarteter Steueraufwand/(-ertrag) Nicht steuerbarer Ertrag Auswirkung nicht erfasster latenter Steueransprüche Verrechnung mit nicht erfassten Verlustvorträgen Änderung anwendbarer Steuersätze Anpassungen Vorjahr und übrige Positionen Effektiver Steueraufwand/(-ertrag) In Prozenten vom Ergebnis vor Steuern
Der erwartete durchschnittliche Ertragssteuersatz berechnet sich durch Multiplikation der Ergebnisse vor Steuern der einzelnen Gruppengesellschaften mit dem anzuwendenden Steuersatz. Der hohe erwartete Steuersatz im Vorjahr war auf Verluste in Ländern mit hohen Steuersätzen zurückzuführen. Der effektive Steueraufwand in der Berichtsperiode unterscheidet sich vom erwarteten Steueraufwand hauptsächlich durch Verrechnungen mit nicht erfassten Verlustvorträgen aus lokalen steuerlichen Erträgen.
Die latenten Steuerforderungen und -verbindlichkeiten setzen sich aus folgenden wesentlichen Elementen zusammen: In 1000 CHF
Latente Steuerguthaben (-verbindlichkeiten) 2011 Sachanlagen Immaterielles Anlagevermögen Finanzanlagen Vorräte Rückstellungen Pensionsvermögenswerte/(-verbindlichkeiten) Übrige Total Guthaben/(Verbindlichkeiten) Davon latente Ertragssteuerguthaben Davon latente Ertragssteuerschulden In 1000 CHF
Latente Steuerguthaben/(-verbindlichkeiten) 2010 Sachanlagen Immaterielles Anlagevermögen Finanzanlagen Vorräte Zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte Rückstellungen Pensionsvermögenswerte/(-verbindlichkeiten) Übrige Total Guthaben/(Verbindlichkeiten) Davon latente Ertragssteuerguthaben Davon latente Ertragssteuerschulden
3 10 – – 2 194 725 4 213 7 145
–874 –1 943 –245 –1 206 –1 202 – –885 –6 355
–871 –1 933 –245 –1 206 992 725 3 328 790 1 118 –328
5 106 6 – – 2 461 – 6 005 8 583
–1 292 –1 966 – –1 385 –2 012 –1 067 –1 008 –987 9 717
–1 287 –1 860 6 –1 385 –2 012 1 394 –1 008 5 018 –1 134 – –1 134
Die übrigen latenten Steuerguthaben beinhalten im Wesentlichen aktivierte Verlustvorträge in der Höhe von CHF 1.8 Mio. (2010: CHF 5.4 Mio.) sowie CHF 1.6 Mio. (2010: CHF 0.3 Mio.) für die Aufwandserfassung der Hebelaktien im Rahmen des Equity Ownership Plans – EOP, welcher steuerrechtlich noch nicht erfasst wurde.
Die latenten Ertragsteuerguthaben und –verbindlichkeiten haben sich wie folgt verändert: Erfasst in der Erfasst in der
Veränderung der latenten Steuerguthaben/ (-verbindlichkeiten) 2011 Sachanlagen Immaterielles Anlagevermögen Finanzanlagen Vorräte Zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte Rückstellungen Pensionsvermögenswerte/(-verbindlichkeiten) Übrige Total Guthaben/(Verbindlichkeiten)
–1 287 –1 860 6 –1 385
416 –73 –221 179
– – –30 –
–871 –1 933 –245 –1 206
–2 012 1 394 –1 008 5 018 –1 134
2 012 –402 –605 –1 755 –449
– – 2 338 – 2 308
– – – 65 65
– 992 725 3 328 790
Erfasst in der Erfasst in der
Veränderung der latenten Steuerguthaben/ (-verbindlichkeiten) 2010 Sachanlagen Immaterielles Anlagevermögen Finanzanlagen Vorräte Zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte Rückstellungen Pensionsvermögenswerte/(-verbindlichkeiten) Übrige Total Guthaben/(Verbindlichkeiten)
–3 785 –980 217 –1 428
2 498 –880 –59 43
– – –152 –
– 1 342 655 3 550 –429
–2 012 52 –406 1 468 704
– – –1 257 – –1 409
Die latenten Steuerverbindlichkeiten 2011 werden im Wesentlichen nach mehr als 12 Monaten realisiert. Nicht erfasste steuerliche Verluste Steuerliche Verlustvorträge, Steuergutschriften und aktive latente Steuern auf zeitlich befristeten Differenzen werden nur berücksichtigt, wenn es wahrscheinlich ist, dass die aktivierten Steuerforderungen in Zukunft durch genügend steuerliche Gewinne realisiert werden können. Das Management überprüft jährlich die finanzielle Lage und die Gewinnerwartungen der betreffenden Konzerngesellschaften.
Steuern auf einbehaltenen Gewinnen von Konzerngesellschaften Per 31. Dezember 2011 betrugen die einbehaltenen Gewinne von Konzerngesellschaften CHF 76.3 Mio. (2010: CHF 72.2 Mio.). Die Gruppe verfügt über folgende nicht erfasste steuerliche Verluste: In 1000 CHF
Verfall nicht erfasster steuerlicher Verluste und Steuergutschriften Innerhalb 1 Jahres Zwischen 1 und 5 Jahren In mehr als 5 Jahren Total nicht erfasste steuerliche Verluste
519 122 632 157 770 280 921
8 678 125 681 157 984 292 343
29 793 51 864 29 622 111 279
14 817 38 331 51 943 105 091
8. Warenvorräte In 1 000 CHF
Rohmaterial Ware in Arbeit Fertigprodukte und Handelswaren Total Warenvorräte
Per 31. Dezember 2011 enthalten die Waren in Arbeit keine aktivierten Projektleistungen für Auftragsentwicklungen des Bereichs Siegfried Drug Substances (2010: CHF 1.1 Mio.). Die Wertberichtigungen für Warenvorräte betragen CHF 11.6 Mio. (2010: CHF 10.7 Mio.) und sind in den oben ausgewiesenen Werten enthalten. In der Erfolgsrechnung wurden CHF 1.0 Mio. (2010: CHF 3.8 Mio.) für Wertminderungen auf Vorräten als Teil der Herstellkosten der verkauften Produkte und Leistungen erfasst.
9. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen In 1000 CHF
Forderungen Wertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen Total Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
47 734 –107 47 627
42 336 –10 42 326
Die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar: In 1000 CHF
Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Nicht überfällig Überfällig bis zu 1 Monat Überfällig zwischen 1 und 3 Monaten Überfällig zwischen 3 und 6 Monaten Überfällig zwischen 6 und 12 Monaten Überfällig mehr als 12 Monate Total Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Wertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen Total Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
44 309 2 958 339 85 26 17 47 734 –107 47 627
37 650 4 208 313 63 68 34 42 336 –10 42 326
Die Wertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen werden aufgrund der Differenz zwischen dem Nennwert der Forderungen und dem geschätzten einbringbaren Nettobetrag ermittelt. Die Schätzung des einbringbaren Nettobetrages basiert auf Erfahrungswerten. Die über sechs Monate überfälligen Forderungen sind um CHF 0.1 Mio. (2010: CHF 0.01 Mio.) wertberichtigt. Im Berichtsjahr wurden keine bereits wertberichtigten Forderungen ausgebucht (2010: CHF 0.2 Mio.). In 1000 CHF
Veränderung der Wertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen Wertberichtigung per 1.1. Inanspruchnahme von Wertberichtigungen Zahlungseingänge wertberichtigter Forderungen aus Vorjahren Erfolgswirksame Veränderung der Wertberichtigungen Währungsumrechnung Wertberichtigung per 31.12.
–10 – – –97 – –107
–289 201 88 –9 –1 –10
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lauten auf folgende Währungen: In 1000 CHF
Währung CHF USD EUR Total Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
14 102 26 174 7 351 47 627
17 872 17 169 7 285 42 326
2 414 3 476 5 890
6 372 3 625 9 997
10. Sonstige Forderungen In 1 000 CHF
Sonstige Forderungen Rechnungsabgrenzungen Total sonstige Forderungen
Die sonstigen Forderungen beinhalten Mehrwertsteuerforderungen von CHF 1.5 Mio. (2010: CHF 2.6 Mio.) sowie Rechnungsabgrenzungen, welche verschiedene zeitliche Abgrenzungen beinhalten.
11. Derivative Finanzinstrumente Die Richtlinien zum finanziellen Risikomanagement sind in den Grundsätzen zur Rechnungslegung erläutert. Im Rahmen dieser Richtlinien setzt die Siegfried Gruppe zur Absicherung der Wechselkurs- und Zinssatzrisiken derivative Finanzinstrumente ein. Der Kontraktwert gibt Auskunft über das ausstehende Transaktionsvolumen. Zum Bilanzstichtag bestehen Fremdwährungskontrakte. Mittels Fremdwährungs-Termingeschäften wurden Nettozahlungsflüsse für das Geschäftsjahr 2012 im Umfang von USD 3.5 Mio. und EUR 3.0 Mio. abgesichert. Die Verkehrswertänderungen dieser Fremdwährungskontrakte sind im Finanzergebnis ausgewiesen. Per Jahresende bestehen keine Instrumente für die Zinssatzabsicherung. Derivative Finanzinstrumente Kontraktwert In 1000 CHF
Fremdwährungskontrakte Total
8 016 8 016
12. Flüssige Mittel Die Gruppe verfügt über einen Cash-Pooling-Vertrag, bei dem Verrechnungen untereinander erlaubt sind. Daher wird der Cashbestand netto ausgewiesen. Die flüssigen Mittel entsprechen dem Fonds zur Darstellung der Geldflussrechnung und setzen sich aus folgenden Währungen zusammen: In 1 000 CHF
CHF EUR USD Sonstige Total netto flüssige Mittel
51 624 –2 485 3 136 291 52 566
10 952 3 950 26 088 186 41 176
13. Zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte Per 14. Januar 2011 wurde ein mit der EBM Industriecontracting AG abgeschlossener Zusammenarbeitsvertrag rechtswirksam. Die EBM Industriecontracting AG übernahm dabei die Aufgaben im Bereich Ver- und Entsorgung. In diesem Zusammenhang gingen Sachanlagen und Betriebsmaterialien im Wert von CHF 11.4 Mio. über. Daraus resultierte ein übriger betrieblicher Ertrag von CHF 1.4 Mio.
14. Eigene Aktien Eigene Aktien werden zum Transaktionswert direkt vom Eigenkapital in Abzug gebracht. Der Buchwert der eigenen Aktien betrug per 31.12.2011 CHF 17.2 Mio. (2010: CHF 11.1 Mio.).
Eigene Aktien Aktien reserviert für Mitarbeiteraktienplan Nicht reservierte eigene Aktien Total eigene Aktien Total Siegfried-Aktien Total ausstehende Aktien
18 887 92 096 110 983 2 929 410 2 818 427
–6 041 77 733 71 692 870 590 798 898
12 846 169 829 182 675 3 800 000 3 617 325
15. Bedingtes Kapital – Kapitalerhöhung – Pflichtwandelanleihe Am 5. Mai 2011 erfolgte die vollständige Wandlung der Pflichtwandelanleihe. Das Aktienkapital der Siegfried Holding AG beträgt neu CHF 7.6 Mio., aufgeteilt in 3.8 Mio. Aktien mit je einem Nennwert von zwei Franken. Mit der Wandlung der Anleihe erfolgte gleichzeitig die Zahlung des Coupons von 5% p.a., welcher in der Bilanz als sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten ausgewiesen war. Vom bedingten Kapital von CHF 2.8 Mio., welches in 2010 für die Ausgabe von 1.4 Mio. Aktien geschaffen wurde, wurden im Rahmen der Wandlung der Pflichtwandelanleihe CHF 1.74 Mio. für die Schaffung von 870 590 neuen Aktien verwendet. Somit bleibt ein bedingtes Kapital von CHF 0.8 Mio. für die Schaffung von 400 000 neuen Aktien.
Bedingtes Kapital (Anzahl Aktien)
Pflichtwandelanleihe (MCN) Management-Beteiligungsplan (EOP) Total 1
920 590 350 000 1 270 590
–870 590 –870 590
50 000 1 350 000 400 000
Wird für Pflichtwandelanleihe nicht benötigt, da vollständig gewandelt.
16. Finanzverbindlichkeiten Die Gesellschaft konnte im ersten Halbjahr des Berichtsjahres die bestehende Konsortialkreditvereinbarung vorzeitig kündigen und durch eine neu verhandelte Kreditlinie ersetzen. Diese wird wiederum im Konsortialverbund zur Verfügung gestellt und hat ein Volumen von neu CHF 150 Mio. bei einer Laufzeit von fünf Jahren. Sie ist entsprechend der aktuellen Bedürfnisse der Gruppe strukturiert. Ein kleinerer Teil der Kreditlinie ist für die Finanzierung des laufenden Geschäfts vorgesehen, der grössere Teil steht auf Abruf für die Umsetzung der Strategie «Transform» bereit. Die vereinbarten finanziellen Covenants bestehen zum einen aus einem maximalen Verschuldungsgrad von 2.5 mal EBITDA vor Belastungen für das Beteiligungsprogramm EOP (bzw. einer elevated ratio von 3.25 während eines zusammenhängenden Zeitraums von 18 Monaten). Als zweiter finanzieller Covenant ist ein minimaler Eigenfinanzierungsgrad von 50% definiert. Die Gruppe erfüllte die beiden Covenants per Jahresende. Per 31. Dezember 2011 wurde wie im Vorjahr kein Kredit beansprucht.
17. Rückstellungen In 1000 CHF
Nachweis Stand am 31.12.2010 Angefallene Kosten Bildung, Zinsen Auflösung nicht mehr benötigter Rückstellungen Währungsumrechnung Stand am 31.12.2011 davon kurzfristig davon langfristig
9 417 – 734 – 30 10 181 1 161 9 020
3 227 –515 – –813 – 1 899 1 899 –
12 644 –515 734 –813 30 12 080 3 060 9 020
Umweltrückstellungen: Die Siegfried Gruppe produziert an verschiedenen Standorten Chemikalien. Der Produktionsprozess bringt mit sich, dass auch unerwünschte Ereignisse auftreten können, welche zu einer Verpflichtung zur Beseitigung schädlicher Auswirkungen auf die Umwelt führen. Diese Verpflichtungen werden in der Rechnungsperiode erfasst, in welcher die Verpflichtung ersichtlich wird. Dabei muss sie sowohl vernünftig quantifizierbar wie auch in mittelfristiger Zukunft wahrscheinlich sein. Die benötigten Mittel und der Zeitpunkt des Mittelabflusses sind nur schwer abschätzbar. Im Zusammenhang mit geplanten Bauprojekten wurden Umweltgutachten erstellt. Insgesamt wurden Verpflichtungen zur Beseitigung schädlicher Auswirkungen auf die Umwelt im Umfang von CHF 10.1 Mio. als Rückstellungen berücksichtigt. Die Auslösung der geplanten Bauvorhaben wird innerhalb der nächsten 15 Jahre erwartet. Die Umweltrückstellung wurde auf den Barwert der erwarteten Ausgaben mit 4% abgezinst. Das Management überprüft jährlich die Notwendigkeit einer Anpassung bei den Umweltrückstellungen aufgrund geänderter Gesetzesvorgaben oder aufgrund von Änderungen bei geplanten Investitionen. Die übrigen Rückstellungen betreffen Transferkosten sowie weitere Kosten im direkten Zusammenhang mit der Verkaufstransaktion mit Arena Pharmaceuticals GmbH in 2008 sowie Rückstellungen für sonstige betriebliche Verpflichtungen. Im Berichtsjahr wurden für die entstandenen Transferkosten im Zusammenhang mit Arena Pharmaceuticals GmbH CHF 0.5 Mio verwendet.
18. Sonstige langfristige Verbindlichkeiten In 1000 CHF
Leistungen an Arbeitnehmer Sonstige langfristige Verbindlichkeiten Total sonstige langfristige Verbindlichkeiten
1 136 4 520 5 656
1 234 4 676 5 910
Die Verpflichtungen für Leistungen an Arbeitnehmer betreffen reglementarische Leistungen im Zusammenhang mit Dienstjubiläen. Die sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Abgrenzungen aus Zahlungen für die Entwicklung von generischen Dossiers (Downpayments). Die Auflösung erfolgt über die Zeitdauer des Produktionsvertrages.
19. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen In 1000 CHF
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Total
36 663 36 663
42 694 42 694
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen lauten auf folgende Währungen: In 1000 CHF
Währung CHF USD EUR Übrige Total Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
10 920 21 425 4 267 51 36 663
34 397 4 297 3 818 182 42 694
13 303 4 661 17 964
16 285 5 805 22 090
20. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten In 1000 CHF
Rechnungsabgrenzungen Übrige Verbindlichkeiten Total sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
Die Rechnungsabgrenzungen beinhalten noch nicht fakturierte Wareneingänge, Verkaufsprovisionen, zeitliche Abgrenzungen für Personalkosten und Sozialleistungen sowie verschiedene Aufwand- und Ertragsabgrenzungen. Unter den übrigen Verbindlichkeiten sind Rückerstattungen an Kunden, Mehrwertsteuerverpflichtungen und sonstige Verpflichtungen verbucht.
21. Personalvorsorgeeinrichtungen und Personalaufwand In 1000 CHF
Löhne und Gehälter Anteilsbasierte Vergütungen Pensionsaufwand beitragsorientierte Pläne Pensionsaufwand leistungsorientierte Pläne (Ertrag) / Aufwand für andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer Sozial- und übriger Personalaufwand Total Personalaufwand
69 175 8 394 537 3 433
74 185 4 873 531 4 211
124 14 500 96 163
–214 13 527 97 113
Der Personalbestand (umgerechnet in Vollzeitstellen) betrug per Jahresende 715 (Vorjahr: 696). Personalvorsorgeeinrichtungen und andere langfristige Leistungen an Mitarbeiter Die Gruppe unterhält in der Schweiz und im Ausland eine Anzahl von Vorsorgeplänen für Mitarbeitende, welche die entsprechenden Kriterien für die Aufnahme erfüllen. Dazu gehören sowohl leistungs- als auch beitragsorientierte Pläne, welche die meisten der Mitarbeiter der Gruppe für die Risiken Tod, Invalidität resp. Pensionierung versichern. Daneben bestehen Pläne für Dienstjubiläen oder andere von der Dienstzeit abhängige Leistungen, welche als Pläne für andere langfristige fällige Leistungen an Arbeitnehmer qualifizieren. Die Vorsorgeleistungen basieren auf den Versicherungsjahren, dem Alter, dem versicherten Lohn und dem angesparten Kapital. Das Vermögen der Vorsorgepläne mit ausgesondertem Vermögen ist in separate Stiftungen oder an Versicherungen ausgesondert und kann nicht an den Arbeitgeber zurückfliessen. In der Schweiz besteht neben der autonomen Pensionskasse Siegfried noch ein weiterer Vorsorgeplan bei einer Sammelstiftung. Sowohl die Pensionskasse als auch der verbleibende Anschluss an die Sammelstiftung qualifizieren unter IAS 19 als leistungsorientierte Vorsorgepläne. In den USA wurden im Jahr 2011 die Vorsorgeansprüche aus dem leistungsorientierten Vorsorgeplan abgegolten. Aus dieser Abgeltung entstand ein Aufwand von CHF 0.2 Mio. IFRIC 14 «Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswerts, Mindestdotierungsverpflichtungen und ihre Wechselwirkung», anwendbar auf alle «Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses» und auf «andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer», regelt die Frage eines wirtschaftlichen Nutzens aus Rückzahlungen oder zukünftigen Beitragsreduktionen sowie die Entstehung einer Verpflichtung aus einer Mindestfinanzierungsanforderung. Per 31.12.2011 hatte diese Interpretation wie bereits im Vorjahr keine Auswirkung auf das Eigenkapital der Gruppe.
Folgende Beträge wurden in der Erfolgsrechnung erfasst: Vorsorgeaufwand der Periode Andere langfristig fällige Leistungen
Vorsorgepläne In Mio. CHF
Laufender Dienstaufwand Zinsaufwand der Verpflichtungen Erwarteter Ertrag aus Planvermögen Planabgeltungen Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses Erfasster nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand Erfassung von aktuariellen Verlusten Total Vorsorgeaufwand/(-ertrag) der Periode
5.1 6.5 –8.8 0.2
6.5 8.0 –10.1 –0.4
0.1 0.1 – –
0.2 0.1 – –0.2
0.1 0.3 – 3.4
– 0.2 – 4.2
– – –0.3 –0.2
Die folgende Zusammenstellung zeigt die in der «Konsolidierten Aufstellung aller in der Gesamtergebnisrechnung erfassten Erträge und Aufwendungen» verbuchten Gewinne und Verluste für die Vorsorgepläne. Entwicklung der in der «Konsolidierten Gesamtergebnisrechnung» verbuchten Beträge Vorsorgepläne
Erfasste Verluste per 1.1. Aktuarielle (Gewinne)/Verluste des Jahres Verluste aus Vermögensanlagen Wechselkursdifferenzen Total in der Gesamtergebnisrechnung verbuchte Beträge
11.2 2.8 8.9 –0.2 22.7
17.2 –6.2 0.4 –0.2 11.2
Erfasste Verluste per 1.1 Total in der Gesamtergebnisrechnung verbuchte Beträge Wechselkursdifferenzen Erfasste Verluste per 31.12.
11.2 11.7 –0.2 22.7
17.2 –5.8 –0.2 11.2
Entwicklung der Vorsorgeverpflichtungen Andere langfristig fällige Leistungen
Vorsorgepläne 2011
227.9 5.1 3.1 6.5
248.9 6.5 3.2 8.0
1.2 0.1 – 0.1
1.7 0.2 – 0.1
–11.5 –0.1 –3.7 2.8 –0.3 229.8
–12.9 –0.2 –18.7 –6.2 –0.7 227.9
– –0.2 – – – 1.2
– –0.3 –0.2 –0.3 – 1.2
Vorsorgeverpflichtungen per 1.1. Laufender Dienstzeitaufwand Beiträge der Arbeitnehmer Zinsaufwand der Verpflichtungen Vorsorgeleistungen und netto Freizügigkeitsleistungen aus Vorsorgevermögen Vorsorgeleistungen des Arbeitgebers Planabgeltungen Aktuarielle (Gewinne)/Verluste Wechselkursdifferenzen Vorsorgeverpflichtungen per 31.12.
Entwicklung des Vorsorgevermögens Vorsorgepläne In Mio. CHF
Vorsorgevermögen per 1.1. Beiträge der Arbeitnehmer Beiträge des Arbeitgebers Vorsorgeleistungen und Netto Freizügigkeitsleistungen aus Vorsorgevermögen Planabgeltungen Erwarteter Vermögensertrag Effektiver Vermögensertrag abzüglich erwarteter Vermögensertrag Wechselkursdifferenzen Vorsorgevermögen per 31.12.
230.9 3.1 5.6
244.1 3.2 5.3
–11.5 –3.9 8.8 –8.9 –0.3 223.8
–12.9 –18.2 10.1 –0.4 –0.3 230.9
Das Vorsorgevermögen umfasst per 31.12.2011 Aktien der Gruppe mit einem Marktwert von CHF 1.3 Mio. (Vorjahr CHF 1.4 Mio.). Im Vorsorgevermögen befinden sich keine von der Gruppe selbst genutzten Immobilien oder anderen genutzten Vermögenswerte. Der erwartete Arbeitgeberbeitrag und der erwartete Aufwand für vom Arbeitgeber direkt ausbezahlte Vorsorgeleistungen betragen für das Jahr 2012 CHF 4.6 Mio. für Vorsorgepläne und CHF 0.1 Mio. für die anderen langfristig fälligen Leistungen.
Die in der Bilanz erfasste Nettoposition aus Pensionsverbindlichkeiten lässt sich wie folgt zusammenfassen: In der Bilanz erfasste Nettoposition aus Pensionsverbindlichkeiten
In Mio. CHF Stichtag 31.12.
Barwert der über einen Fonds finanzierten Vorsorgeverpflichtungen Marktwert des Vermögens Unter-/(Über-)deckung Barwert der nicht über einen Fonds finanzierten Vorsorgeverpflichtungen Nicht erfasster nachzuverrechnender Dienstaufwand Erfasste Pensionsverbindlichkeiten/-(aktiven) Betrag in der Bilanz Erfasste Pensionsaktiven Erfasste Pensionsverbindlichkeiten davon kurzfristig davon langfristig
228.0 –223.8 4.2
225.9 –230.9 –5.0
1.8 –0.9 5.1
2.0 –1.1 –4.1
– 5.1 0.2 4.9
–6.6 2.5 0.2 2.3
– 1.2 – 1.2
Folgende Annahmen wurden der versicherungsmathematischen Berechnung zugrunde gelegt:
2.5 2.0 –
3.0 2.0 –
Bestimmung des Jahresaufwandes
Technischer Zinssatz Erwarteter Vermögensertrag 1
Bestimmung der Verpflichtungen Technischer Zinssatz Künftige Gehaltssteigerungen Künftige Rentenanpassungen Durchschnittliche Lebenserwartung eines Mannes im Alter von 65 Jahren Durchschnittliche Lebenserwartung einer Frau im Alter von 65 Jahren
Die Bestimmung des erwarteten Vermögensertrags basiert auf den aktuellen Zinssätzen von Obligationen und historischen Risikoprämien für die anderen Vermögenskategorien.
Das Vorsorgevermögen setzt sich aus folgenden wesentlichen Wertschriftenkategorien zusammen: Kategorien der Vorsorgevermögen In %
Aktien Obligationen Immobilien Qualifizierte Versicherungspolicen Flüssige Mittel und andere Finanzanlagen
18.0 34.0 20.0 2.0 26.0
19.0 38.0 20.0 1.0 22.0
Die folgende Tabelle zeigt die Abweichungen des effektiven vom angenommenen Verlauf der Verpflichtungen und des Vermögens für die Vorsorgepläne. In Mio. CHF, Stichtag 31.12.
Vorsorgeverpflichtungen Marktwert des Vermögens Unter-/(Über-)deckung Erfahrungsabweichungen der Verpflichtungen Gewinn/(Verlust) auf dem Vermögen
229.8 –223.8 6.0 2.0 –8.9
227.9 –230.9 –3.0 2.5 –0.4
248.9 –244.1 4.8 3.1 15.2
248.2 –226.7 21.5 1.9 –43.9
256.7 –266.3 –9.6 –4.8 –2.9
Vorsorgepläne nach dem Beitragsprimat Die Vorsorgepläne in den USA gelten nach IFRS als beitragsorientierte Pläne. Für das Geschäftsjahr 2011 betrug der Arbeitgeberbeitrag im Zusammenhang mit diesen Vorsorgeplänen CHF 0.5 Mio. (Vorjahr CHF 0.6 Mio.).
22. Anteilsbasierte Vergütungen Anfang Juni 2010 wurde für die Mitglieder des Verwaltungsrats, der Geschäftsleitung sowie des Managements ein neuer Beteiligungsplan (Equity Ownership Plan – EOP) aufgelegt. Der Plan besteht aus drei Komponenten: – Basis Aktien (sog. Initial Shares), die mit einer Anfangsinvestition seitens des Verwaltungsrats, des Geschäftsleitungsmitglieds oder des Mitarbeitenden erworben werden können. – Bonusaktien (sog. Bonus Shares), die sich aus der Auszahlung eines Teils des VR-Honorars resp. des Bonus des Geschäftsleitungsmitglieds oder des Mitarbeiters in gesperrten Aktien (eben Bonus Shares) ergeben. – Zuteilung von Hebelaktien in den Jahren 2014 und 2016 (sog. Leverage Shares) bei Erreichung spezifischer definierter Leistungsziele in den Jahren 2013 und 2015.
Im Detail sieht der EOP folgendermassen aus: Verwaltungsrat Die Mitglieder des Verwaltungsrats konnten sich mit maximal CHF 300 000 in das Programm einkaufen. Dieses Initial Investment ist für einen Zeitraum von vier Jahren gesperrt. Weiter erhalten sie 80% des Basishonorars für die Jahre 2010 bis 2014 in gesperrten Aktien, mit einer Sperrfrist von drei Jahren. Nicht miteinbezogen werden Zuschüsse für das Präsidium, Vizepräsidium sowie für den Vorsitz der Ausschüsse. Weiter werden die Spesenvergütungen nicht mitberücksichtigt. Die Zuteilung der investierten sowie der erworbenen Aktien erfolgt über den gesamten Zeitraum mit einem Umrechnungsfaktor von CHF 80 pro Aktie. Der Anrechnungswert der Aktien wurde am Tag der Zuteilung auf Basis des Börsenschlusskurses festgelegt. Weiter erhalten die Mitglieder des Verwaltungsrats in Abhängigkeit von vordefinierten Finanzkennzahlen (Unternehmenswert und Rendite auf dem eingesetzten Kapital bzw. ROCE) sowie der Umsetzung vorgegebener strategischer Ziele in den Jahren 2014 und 2016 Hebelaktien bei einer Planteilnahme von mindestens 12 Monaten. Die Anzahl Aktien wird weiter durch die Höhe und Dauer des investierten Kapitals sowie die Anzahl während der Jahre erworbener Aktien beeinflusst. Bei der ersten Zuteilung wird dem Planteilnehmer im März 2014 für jede bis Ende 2013 im Rahmen des EOP erworbene Basis- und Bonusaktie – je nach Zielerreichungsgrad – pro Ziel zwischen 0 und 1.5, für Initial Investment und zwischen 0 und 1.2, für Basisaktien zugeteilt. Gesamthaft ergibt sich damit pro Zuteilungsperiode ein Hebel zwischen 0 und 4.5 Aktien resp. zwischen 0 und 3.6 Aktien. Bei der zweiten Zuteilung werden einem Teilnehmer im März 2016 für jede in den Jahren 2014 und 2015 erworbene Basisaktie je Ziel zwischen 0 und 1.5 Hebelaktien zugeteilt. Beim Enterprise Value kommt es erst bei einer Zielerreichung von 75% und beim ROCE ab einer Zielerreichung von 73% überhaupt zu einer Zuteilung von Leverage Shares. Liegt die Zielerreichung unterhalb dieser Werte, werden keine Leverage Shares zugeteilt. In beiden Zuteilungsperioden muss mindestens je eine strategische Massnahme umgesetzt werden. Die Hebelaktien sind je zur Hälfte ein bzw. zwei Jahre gesperrt. Erworbene und zugeteilte Aktien verbleiben bei Ausscheiden im Eigentum des Begünstigten, wobei die Sperrfrist weiterläuft. Geschäftsleitung und Management Die Mitglieder der Geschäftsleitung konnten sich im Umfang von 40%–100% des Basis-Jahressalärs in das Programm einkaufen, das Management mit 0%–50% des Basis-Jahressalärs. Dieses Initial Investment ist für einen Zeitraum von vier Jahren gesperrt. Die Boni der Mitglieder der Geschäftsleitung der Jahre 2010 bis 2014 werden zu je 70% in für einen Zeitraum von 3 Jahren gesperrten Siegfried-Aktien vergütet, diejenigen des Managements zu 40%. Die Zuteilung der investierten sowie der erworbenen Aktien erfolgt über den gesamten Zeitraum mit einem Umrechnungsfaktor von CHF 80. Der Anrechnungswert der Aktien, bemessen am Tag der Zuteilung, wurde auf Basis des Börsenschlusskurses festgelegt. Weiter erhalten die Mitglieder der Geschäftsleitung sowie des Managements in Abhängigkeit von vordefinierten Finanzkennzahlen (Unternehmenswert und Rendite auf dem eingesetzten Kapital bzw. ROCE) sowie der Umsetzung vorgegebener strategischer Ziele in den Jahren 2014 und 2016 Hebelaktien, unter der Bedingung, dass die Anstellung per 31. Dezember des vorherigen Jahres ungekündigt war (Ausnahmen: vorzeitiger Austritt aufgrund von Pensionierung, Tod/Invalidität bei einer Planteilnahme von mindestens 12 Monaten). Die Anzahl Aktien wird weiter durch die Höhe und Dauer des investierten Kapitals sowie der Anzahl während der Jahre erworbener Aktien beeinflusst. Bei der ersten Zuteilung wird dem Planteilnehmer im März 2014 für jede bis Ende 2013 im Rahmen des EOP erworbene Basis- und Bonusaktie – je nach Zielerreichungsgrad – pro Ziel zwischen 0 und 1.5, zugeteilt. Gesamthaft ergibt sich damit pro Zuteilungsperiode ein Hebel zwischen 0 und 4.5 Aktien. Bei der zweiten Zuteilung werden einem Teilnehmer im März 2016 für jede in den Jahren 2014 und 2015 erworbene Bonusaktie je Ziel zwischen 0 und 1.5, Hebelaktien zugeteilt. Beim Enterprise Value
kommt es erst bei einer Zielerreichung von 75% und beim ROCE ab einer Zielerreichung von 73% überhaupt zu einer Zuteilung von Leverage Shares. Liegt die Zielerreichung unterhalb dieser Werte, werden keine Leverage Shares zugeteilt. In beiden Zuteilungsperioden muss mindestens je eine strategische Massnahme umgesetzt werden. Die Hebelaktien sind je zur Hälfte ein bzw. zwei Jahre gesperrt. Erworbene und zugeteilte Aktien verbleiben bei Ausscheiden im Eigentum des Begünstigten, wobei die Sperrfrist weiterläuft. Für das Berichtsjahr wurden 22 425 Aktien im Rahmen der Bonuszuteilung bzw. des Verwaltungsratshonorars abgegrenzt, welche den Planteilnehmern 2012 zugeteilt werden. Dadurch entstand ein Aufwand von CHF 2.0 Mio (2010: CHF 1.6 Mio.). Für die Hebelaktien, welche gegebenenfalls in den Jahren 2014 und 2016 zugewiesen werden, wurde ein Aufwand von CHF 6.2 Mio. berücksichtigt (2010: CHF 2.9 Mio.). Siegfried geht aktuell davon aus, dass den Planteilnehmern für die Laufzeit des EOP über die nächsten fünf Jahre rund 330 000 Hebelaktien zugeteilt werden. Diese Zahl basiert auf Annahmen betreffend die Zielerreichung des Planes, welche jedes Jahr neu vom Management beurteilt wird. Ab 1. Januar 2012 besteht für das untere Management die Möglichkeit, am EOP teilzunehmen. Der Plan für das untere Kader beinhaltet einen reduzierten Hebel. Im Berichtsjahr ist für den EOP für das untere Management kein Aufwand erfasst worden. Neben dem Beteiligungsplan für Verwaltungsrat, Geschäftsleitung und Management (EOP) besteht weiterhin ein Aktiensparplan für Mitarbeiter (Employee Share Purchase Plan – ESPP). Der Gesamtaufwand für den Mitarbeiteraktienplan betrug im Berichtsjahr CHF 0.2 Mio. (2010: CHF 0.1 Mio.). Aus dem ESPP wurden im Berichtsjahr 6 041 (2010: 9 184) Aktien erworben. Die im ESPP per 31.12.2011 durch die Planteilnehmer angesparten Mittel berechtigen diese zum Bezug von 632 Aktien (2010: 623 Aktien).
23. Übriger betrieblicher Ertrag In 1000 CHF
Lizenzeinnahmen Erträge aus Feuerwehrschulungen Diverser übriger Ertrag Total übriger betrieblicher Ertrag
559 – 2 963 3 522
1 070 789 2 457 4 316
Im übrigen betrieblichen Ertrag sind CHF 0.3 Mio für Verwaltungsdienstleistungen, CHF 0.6 Mio. für Lizenzeinnahmen und CHF 0.4 Mio für Umweltentschädigungen enthalten. Weiter wurde der Gewinn aus der Transaktion mit der EBM Industriecontracting AG von CHF 1.4 Mio. im übrigen Ertrag erfasst.
Zinsertrag aus Bankguthaben Zinsertrag aus langfristigen Forderungen Zinsertrag aus vorzeitigen Wandlungen Pflichtwandelanleihe Beteiligungsertrag Finanzertrag Zinsaufwand auf Finanzverbindlichkeiten Zinsaufwand auf langfristigen Rückstellungen Impairment auf available-for-sale Finanzanlagen Aufwendungen Derivate Bankspesen und Abschlussgebühren Finanzaufwand Währungsdifferenzen Total Finanzergebnis
64 406 87 1 248 1 805 –996 –255 –469 – –979 –2 699 –1 085 –1 979
224 370 354 50 998 –3 671 –255 –3 109 –2 100 –923 –10 058 –2 288 –11 348
Die Abschlussgebühren für die Erneuerung des Konsortialkredites werden über die Laufzeit des Kredites der Erfolgsrechnung belastet.
25. Aufgegebene Geschäftsbereiche Per 30. September 2010 verkaufte die Siegfried Gruppe den Geschäftsbereich Inhalation an die deutsche Firma sanofi-aventis Deutschland GmbH, Frankfurt am Main. Im Berichtsjahr wurden keine Geschäftsbereiche aufgegeben. Die Resultate des aufgegebenen Geschäftsbereiches Inhalation präsentieren sich wie folgt: in 1000 CHF
Nettoumsatz Herstellkosten der verkauften Produkte und Leistungen Bruttogewinn Marketing und Vertrieb Forschung und Entwicklung Administration und allgemeine Kosten Übriger betrieblicher Ertrag Verlust aus Verkauf Inhaler Operatives Ergebnis Finanzergebnis Verlust vor Ertragssteuern Ertragssteuern Reinverlust aus aufgegebenen Geschäftsbereichen
– – – – –9 064 – – –701 –9 765 –2 239 –12 004 – –12 004
Cashflow aus operativer Tätigkeit Cashflow aus Investitionstätigkeit Cashflow aus Finanzierungstätigkeit Cashflow aus aufgegebenen Geschäftsbereichen vor Verkaufserlös Cashflow aus Verkauf Total Cashflow aus aufgegebenen Geschäftsbereichen
–8 208 –139 –73
–8 420 12 330 3 910
26. Reingewinn/-verlust pro Aktie Zur Berechnung des unverwässerten Gewinns bzw. Verlustes je Aktie wird die Anzahl Aktien um die vom Konzern gehaltene gewichtete durchschnittliche Anzahl Aktien reduziert. Für die Berechnung des verwässerten Gewinns bzw. Verlustes je Aktie werden die potenziellen neu geschaffenen Aktien aufgrund des Management-Beteiligungsprogramms hinzugezählt. Bei potenziellen Aktien liegt ein Verwässerungsschutz vor, wenn ihre Umwandlung in Stammaktien das Ergebnis je Aktie aus dem fortzuführenden Geschäft erhöhen bzw. den Verlust je Aktie reduzieren würde. Daher entspricht in 2010 das verwässerte dem unverwässerten Ergebnis je Aktie, obwohl aufgrund des Management-Beteiligungsprogramms ein Verwässerungseffekt besteht.
Den Inhabern von Siegfried Aktien zuzurechnender Reingewinn (in 1000 CHF) Gewichtete durchschnittliche Anzahl Aktien im Umlauf Unverwässerter Reingewinn/(-verlust)
Den Inhabern von Siegfried Aktien zuzurechnender Reingewinn aus fortgeführten Bereichen (in 1000 CHF) Gewichtete durchschnittliche Anzahl Aktien im Umlauf Unverwässerter Reingewinn/(-verlust) für fortgeführte Bereiche
Den Inhabern von Siegfried Aktien zuzurechnender Reingewinn (in 1000 CHF) Gewichtete durchschnittliche Anzahl Aktien im Umlauf Anpassung für angenommene Ausübung von anteilsbasierten Vergütungsplänen, die den Gewinn verwässern Für die Berechnung des verwässerten Gewinns je Titel verwendete gewichtete durchschnittliche Anzahl Aktien Verwässerter Reingewinn/(-verlust)
9 599 3 671 024 2.61
–16 243 3 378 970 –4.81
9 599 3 671 024
–4 239 3 378 970
–16 243 3 378 970
3 768 586 2.55
3 378 970 –4.81
Den Inhabern von Siegfried Aktien zuzurechnender Reingewinn aus fortgeführten Bereichen (in 1000 CHF) Gewichtete durchschnittliche Anzahl Aktien im Umlauf Anpassung für angenommene Ausübung von anteilsbasierten Vergütungsplänen, die den Gewinn verwässern Für die Berechnung des verwässerten Gewinns je Titel verwendete gewichtete durchschnittliche Anzahl Aktien Verwässerter Reingewinn/(-verlust) für fortgeführte Geschäftsbereiche
3 768 586
3 378 970
27. Ausschüttung je Aktie An der Generalversammlung der Siegfried Holding AG vom 24. Mai 2011 wurde wie im Vorjahr dem Vorschlag, für das Geschäftsjahr 2010 keine Bruttodividende auszuschütten, zugestimmt. Für das Geschäftsjahr 2011 beantragt der Verwaltungsrat eine Ausschüttung aus der Kapitaleinlagereserve von CHF 1.00 je Aktie. Falls diese durch die Generalversammlung vom 20. April 2012 genehmigt wird, führt dies zu einer gesamthaften Auszahlung von CHF 3.6 Mio. an die Aktionäre. Der im Antrag des Verwaltungsrats genannte Ausschüttungsbetrag wurde aufgrund der Anzahl ausschüttungsberichtigter Aktien im Zeitpunkt der Beschlussfassung durch den Verwaltungsrat berechnet. Die Anzahl ausschüttungsberechtigter Aktien kann sich bis zur Generalversammlung vom 20. April 2012 durch die Ausgabe von Aktien an Mitarbeitende oder den Zu- bzw. Verkauf eigener Aktien noch verändern.
28. Eventualverbindlichkeiten Die Konzerngesellschaften sind im Rahmen ihrer operativen Tätigkeit Risiken durch politische, gesetzliche, steuerliche oder regulatorische Entwicklungen inklusive Umweltschutzgesetzgebung ausgesetzt. Art und Häufigkeit entsprechender Entwicklungen und Ereignisse, die nicht durch Versicherungsverträge gedeckt sind, sind nicht vorhersehbar. Mögliche Verpflichtungen, deren Existenz von zukünftigen Ereignissen abhängt, werden den Eventualverbindlichkeiten zugeordnet. Diese betragen per Bilanzstichtag CHF 0.9 Mio. (2010: CHF 0.9 Mio.). Per 31. Dezember 2011 bestehen Bürgschaften der Siegfried Holding AG zugunsten von Banken in der Höhe von USD 4.0 Mio. Diese dienen zur Sicherstellung von Leasinggeschäften. Am 30. April 2007 hat die Siegfried Gruppe den Bereich Sidroga an die in Zollikon (Schweiz) ansässige Santo Holding AG verkauft. Im Anschluss an das Closing sind zwischen den Parteien Differenzen entstanden. Am 30. November 2007 hat die Santo Holding AG ein Schiedsverfahren eingeleitet und verschiedene Forderungen vorgebracht. Der Fall ist durch das Schiedsgerichtsurteil vom 14. Januar 2011 abgeschlossen worden. Aus dem Urteil ging für die Siegfried Gruppe kein wesentlicher Ergebniseffekt hervor. Im Zusammenhang mit der Akquisition der Penick Corporation, NJ, USA, im Mai 2005 wurden folgende mögliche Kaufpreisnachzahlungen und Royalty-Ansprüche vereinbart: Sollte vor dem Jahr 2013 mit der akquirierten Produktpalette ein jährlicher Umsatz grösser als USD 30 Mio. erzielt werden, würden zusätzlich
USD 14 Mio. Zahlungen an die Verkäufer fällig. Für jährliche Umsätze grösser als USD 45 Mio. haben die Verkäufer bis zum Jahr 2014 einen Anspruch auf Royalty-Zahlungen von 5%. Es wird nicht erwartet, dass diese Umsätze überschritten werden.
Fällig unter 1 Jahr Fällig zwischen 1 und 2 Jahren Fällig zwischen 2 und 3 Jahren Fällig zwischen 3 und 4 Jahren Fällig zwischen 4 und 5 Jahren Fällig später als 5 Jahre Total Zahlungen
648 625 587 147 32 – 2 039
355 480 480 442 – – 1 757
Von den Leasingzahlungen betreffen CHF 1.0 Mio. (2010: CHF 1.3 Mio.) die Produktionsstätte in Malta.
30. Transaktionen mit verbundenen Parteien Die zu Siegfried gehörenden Gesellschaften sind in Erläuterung 1 «Konsolidierungskreis» aufgeführt. Von der assoziierten Gesellschaft SCI Pharmtech Inc., Taiwan, wurden im Berichtsjahr Produkte im Gegenwert von CHF 0.6 Mio. (2010: CHF 1.0 Mio.) bezogen. Alle Transaktionen zwischen vollkonsolidierten Gesellschaften wurden im Rahmen des Konsolidierunsprozesses eliminiert und sind in dieser Erläuterung nicht dargestellt. Entschädigungen an Mitglieder des Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung Im Berichtsjahr wurden für die Mitglieder des Verwaltungsrates Honorare im Betrag von CHF 0.9 Mio. verbucht (2010: 0.6 Mio.), davon werden CHF 0.6 Mio. im Jahr 2012 in Aktien ausbezahlt. In der Gesamtentschädigung sind die Beträge an die Pensionskasse von CHF 0.07 Mio. enthalten. Zusätzlich wurde für das Management-Beteiligungsprogramm ein Aufwand von CHF 1.9 Mio. (2010: CHF 0.8 Mio.) für die in den Jahren 2014 und 2016 zuzuteilenden Aktien verbucht (siehe Note 22). Die Mitglieder der Geschäftsleitung wurden für das Jahr 2011 mit CHF 4.6 Mio (2010: CHF 4.2 Mio.) entschädigt, davon werden CHF 1.1 Mio. im Jahr 2012 in Aktien ausbezahlt (2010: CHF 0.7 Mio., siehe Note 22). In der Gesamtentschädigung sind die Beiträge an die Pensionskasse von CHF 0.5 Mio. (2010: CHF 0.4 Mio.) enthalten. Zusätzlich wurde für das Management-Beteiligungsprogramm ein Aufwand von CHF 3.0 Mio. (2010: CHF 1.4 Mio.) für die in 2014 und 2016 zuzuteilenden Aktien verbucht (siehe Note 22). Wie im Vorjahr bestanden per Jahresende keine Vorschüsse gegenüber den Mitgliedern der Geschäftsleitung, ausserdem bestanden keine Forderungen oder Verbindlichkeiten aus Transaktionen mit verbundenen Parteien.
31. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Die Siegfried AG, die Stadt Zofingen und die StWZ Energie AG beabsichtigen, einen Landabtausch im Gebiet des Siegfried Areals vorzunehmen. Die drei Parteien haben zu diesem Zweck am 16. Januar 2012 eine entsprechende Absichtserklärung (Letter of Intent) unterzeichnet.
32. Segmentinformationen Siegfried hat per 1. März 2010 die divisionale Organisationsstruktur abgelöst und eine funktionale Organisation eingeführt. Erst in der ersten Jahreshälfte 2011 konnten wichtige Schritte zur vollständigen Integration der Bereiche Drug Substances und Drug Products umgesetzt werden. In diesem Zusammenhang wurde auch die interne Berichterstattung an den Chief Operating Decision Maker (CODM) angepasst, indem die operativen Ergebnisse nicht mehr getrennt nach Drug Substances und Drug Products ausgewiesen werden. Es konnten auch keine weiteren Segmente nach IFRS 8 identifiziert werden (z.B. nach geografischen Aspekten oder Funktionsbereichen). Das einzige «reportable Segment» ist «Siegfried Gruppe». Daher enfällt im Rahmen der Segmentsberichterstattung fortan die Aufteilung in die bisherigen zwei operativen Segmente Drug Substances und Drug Products. Neben Produktverkäufen beinhaltet der Nettoumsatz Entschädigungen für Serviceleistungen aus Zusammenarbeitsverträgen mit Kunden sowie Lizenzeinnahmen. Nettoumsatz mit Dritten In Mio. CHF
Produktverkäufe Serviceleistungen Total Nettoumsatz
320.0 8.1 328.1
306.4 8.0 314.4
277.1 51.0 328.1
252.2 62.2 314.4
Nettoumsatz nach Produktegruppen In Mio. CHF
Drug Substance Drug Products Total
Der Bereich Siegfried Drug Substances erreichte 2011 mit einem einzelnen Kunden Umsätze von CHF 99.9 Mio. (2010: mit einem Kunden CHF 86.0 Mio.).
Geografische Informationen1 Die bedeutendsten Produktionsstandorte befinden sich in der Schweiz und in den USA. Die wesentlichsten Absatzregionen sind Westeuropa und die USA. In Mio. CHF
USA Schweiz Ă&#x153;brige Gebiete Total 1
151.2 66.4 110.5 328.1
150.9 61.0 102.5 314.4
298.8 113.3 24.4 11.5 448.0
353.0 68.8 19.0 23.2 464.0
nach Standort der Kunden
Segmentaktiven1 In Mio. CHF
Schweiz USA Europa (ohne Schweiz) Nicht segmentierte Aktiven Total 1
nach Produktionsstandort
An die Generalversammlung der Siegfried Holding AG, Zofingen
Bericht der Revisionsstelle zur Konzernrechnung Als Revisionsstelle haben wir die Konzernrechnung der Siegfried Holding AG, bestehend aus Bilanz, Erfolgsrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Geldflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Anhang (Seiten 4 bis 57) für das am 31. Dezember 2011 abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft. Verantwortung des Verwaltungsrates Der Verwaltungsrat ist für die Aufstellung der Konzernrechnung in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den gesetzlichen Vorschriften verantwortlich. Diese Verantwortung beinhaltet die Ausgestaltung, Implementierung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems mit Bezug auf die Aufstellung einer Konzernrechnung, die frei von wesentlichen falschen Angaben als Folge von Verstössen oder Irrtümern ist. Darüber hinaus ist der Verwaltungsrat für die Auswahl und die Anwendung sachgemässer Rechnungslegungsmethoden sowie die Vornahme angemessener Schätzungen verantwortlich. Verantwortung der Revisionsstelle Unsere Verantwortung ist es, aufgrund unserer Prüfung ein Prüfungsurteil über die Konzernrechnung abzugeben. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit dem schweizerischen Gesetz und den Schweizer Prüfungsstandards sowie den International Standards on Auditing vorgenommen. Nach diesen Standards haben wir die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass wir hinreichende Sicherheit gewinnen, ob die Konzernrechnung frei von wesentlichen falschen Angaben ist. Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen für die in der Konzernrechnung enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemässen Ermessen des Prüfers. Dies schliesst eine Beurteilung der Risiken wesentlicher falscher Angaben in der Konzernrechnung als Folge von Verstössen oder Irrtümern ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Prüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung der Konzernrechnung von Bedeutung ist, um die den Umständen entsprechenden Prüfungshandlungen festzulegen, nicht aber um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems abzugeben. Die Prüfung umfasst zudem die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsmethoden, der Plausibilität der vorgenommenen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtdarstellung der Konzernrechnung. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise eine ausreichende und angemessene Grundlage für unser Prüfungsurteil bilden. Prüfungsurteil Nach unserer Beurteilung vermittelt die Konzernrechnung für das am 31. Dezember 2011 abgeschlossene Geschäftsjahr ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und entspricht dem schweizerischen Gesetz.
Berichterstattung aufgrund weiterer gesetzlicher Vorschriften Wir bestätigen, dass wir die gesetzlichen Anforderungen an die Zulassung gemäss Revisionsaufsichtsgesetz (RAG) und die Unabhängigkeit (Art. 728 OR und Art. 11 RAG) erfüllen und keine mit unserer Unabhängigkeit nicht vereinbare Sachverhalte vorliegen. In Übereinstimmung mit Art. 728a Abs. 1 Ziff. 3 OR und dem Schweizer Prüfungsstandard 890 bestätigen wir, dass ein gemäss den Vorgaben des Verwaltungsrates ausgestaltetes internes Kontrollsystem für die Aufstellung der Konzernrechnung existiert. Wir empfehlen, die vorliegende Konzernrechnung zu genehmigen.
Gerd Tritschler Revisionsexperte Leitender Revisor
Martin Unseld Revisionsexperte
Basel, 27. Februar 2012
Jahresrechnung der Siegfried Holding AG 62 Bilanz der Siegfried Holding AG 63 Erfolgsrechnung der Siegfried Holding AG 64 Anhang zur Jahresrechnung der Siegfried Holding AG 64
Entsch채digung der Verwaltungsrats- und der Gesch채ftsleitungsmitglieder
Antrag des Verwaltungsrates 체ber die Verwendung von Bilanzerfolg und Kapitaleinlagereserven Bericht der Revisionsstelle
Jahresrechnung der Siegfried Holding AG Bilanz der Siegfried Holding AG In CHF (per 31. Dezember)
Aktiven Anlagevermögen Sachanlagen Immaterielle Anlagen Beteiligungen Darlehen an Konzerngesellschaften Total Anlagevermögen
2 547 22 265 89 846 375 244 493 694 334 364 881
3 752 37 108 58 064 251 303 600 942 361 706 053
Umlaufvermögen Forderungen Dritte Forderungen Konzerngesellschaften Aktive Rechnungsabgrenzungen Wertschriften Flüssige Mittel Total Umlaufvermögen Total Aktiven
1 192 265 617 1 232 387 12 375 172 10 723 773 24 598 141 358 963 022
76 486 813 761 2 172 036 4 028 697 300 389 7 391 369 369 097 422
Passiven Eigenkapital Aktienkapital Gesetzliche, allgemeine Reserve Reserve aus Kapitaleinlagen Reserve für eigene Aktien Freie Reserve Bilanzverlust Total Eigenkapital
7 600 000 2 800 000 74 111 338 17 185 682 270 992 675 –19 851 177 352 838 518
5 858 820 2 800 000 9 951 330 10 863 483 277 314 873 –19 672 885 287 115 621
Fremdkapital Pflichtwandelanleihe Finanzverbindlichkeiten Dritte Finanzverbindlichkeiten Konzerngesellschaften Andere Verbindlichkeiten Dritte Passive Rechnungsabgrenzungen Total Fremdkapital Total Passiven
– 613 309 4 511 274 47 235 952 686 6 124 504 358 963 022
69 647 200 – 6 504 725 103 176 5 726 700 81 981 801 369 097 422
Erfolgsrechnung der Siegfried Holding AG In CHF
Ertrag Finanzertrag Dienstleistungsertrag Ausserordentlicher Ertrag Total Ertrag
5 741 240 7 277 597 1 223 887 14 242 724
3 943 097 9 709 721 – 13 652 818
Aufwand Verwaltungsaufwand Finanzaufwand Steuern Abschreibungen Wertminderung Beteiligungen Total Aufwand Reinverlust
2 539 428 2 150 709 47 453 16 050 9 667 376 14 421 016 –178 292
2 416 318 28 707 950 26 182 26 583 20 000 000 51 177 033 –37 524 215
Anhang zur Jahresrechnung der Siegfried Holding AG
Allgemeines Die Siegfried Holding AG hält direkt und indirekt alle Beteiligungen der Siegfried Gruppe. Die Rechnungslegung der Siegfried Holding AG erfolgt nach den Vorschriften des schweizerischen Aktienrechts. Garantie- und Bürgschaftsverpflichtungen Die Garantie- und Bürgschaftsverpflichtungen belaufen sich per Jahresende auf CHF 165.0 Mio. (2010: CHF 138.0 Mio.). Zur Sicherstellung des Konsortialkredites werden von der Siegfried Holding AG Forderungen gegenüber Tochtergesellschaften zugunsten der kreditgebenden Banken abgetreten. Am 31.12.2011 wurde durch die Siegfried Holding AG kein Kredit beansprucht und somit wurden keine Forderungen abgetreten. Per 31. Dezember 2011 bestehen Bürgschaften der Siegfried Holding AG zugunsten von Banken in der Höhe von USD 4.0 Mio. Diese dienen zur Sicherstellung von Leasinggeschäften von Tochtergesellschaften der Siegfried Holding AG. Brandversicherungswert Sachanlagen CHF 0.1 Mio. (2010: CHF 0.1 Mio.).
Bilanz Beteiligungen Im Berichtsjahr wurde die Siegfried Pharma International AG in die Siegfried Generics International AG fusioniert. Zudem wurde die Siegfried Hong Kong Ltd. gegründet und die Siegfried Generics International AG in Siegfried International AG umbenannt. Ansonsten blieb der Konsolidierungskreis unverändert gegenüber dem Vorjahr. Per 31. Dezember 2011 hielt die Siegfried Holding AG folgende wesentliche Beteiligungen:
Aktienkapital 31.12.2011
Aktienkapital 31.12.2010
CHF 100% USD 100% CHF 100%
20 000 000 500 000 2 000 000
HKD 100%
CHF 100%
EUR 100%
Siegfried AG Zofingen (CH) Produktion Siegfried (USA), Inc. Pennsville, NJ (USA) Produktion Siegfried International AG Zofingen (CH) Produktion Handel, Gestion Siegfried Hong Kong Ltd. Hong Kong (CN) und Finanzen Finanzen und Siegfried Finance AG Zofingen (CH) Verwaltung Finanzen und Sigamed AG Zug (CH) Verwaltung Siegfried Deutschland Finanzen und Holding GmbH Lörrach (D) Verwaltung
Anlagevermögen Die Beteiligungen umfassen direkt gehaltene Konzerngesellschaften, an denen die Siegfried Holding AG zu mehr als 20% beteiligt ist. Die Beteiligungen sind zum Anschaffungswert abzüglich Wertberichtigungen bilanziert. Die langfristigen Darlehen an Konzerngesellschaften werden zur Finanzierung der Investitionen ins Anlagevermögen sowie übriger betrieblicher Projekte und Aktivitäten gewährt. Das immaterielle Anlagevermögen beinhaltet aktivierte Software.
Umlaufvermögen Die Wertschriften werden zum Anschaffungswert bzw. – falls tiefer – zum aktuellen Kurswert per Bilanzstichtag ausgewiesen. Eigenkapital Das Aktienkapital von CHF 7.6 Mio. ist in 3 800 000 Namenaktien zu je CHF 2 Nennwert eingeteilt. Die Erhöhung in 2011 um CHF 1.7 Mio. erfolgte durch die vollständige Wandlung der Pflichtwandelanleihe. Die gesetzlichen Reserven betragen unverändert CHF 2.8 Mio. Zudem wurden CHF 64.2 Mio. Reserven aus Kapitaleinlagen im Rahmen der Kapitalerhöhung (Wandlung Pflichtwandelanleihe) gebildet. Der Bilanzverlust des Vorjahres von 19.7 Mio. wurde auf neue Rechnung vorgetragen. Zudem wurden die Reserven für eigene Aktien um CHF 6.3 Mio. zulasten der freien Reserven erhöht. Dieser Betrag entspricht dem Nettowert der Käufe und Verkäufe von eigenen Aktien im Berichtsjahr, bewertet zum Anschaffungswert. Bedingtes Kapital – Kapitalerhöhung – Pflichtwandelanleihe Am 5. Mai 2011 erfolgte die vollständige Wandlung der Pflichtwandelanleihe. Das Aktienkapital der Siegfried Holding AG beträgt neu CHF 7.6 Mio., aufgeteilt in 3.8 Mio. Aktien mit je einem Nennwert von zwei Franken. Mit der Wandlung der Anleihe erfolgte gleichzeitig die Zahlung des Coupons von 5% p.a. Vom bedingten Kapital von CHF 2.8 Mio., welches in 2010 für die Ausgabe von 1.4 Mio. Aktien geschaffen wurde, wurden im Rahmen der Wandlung der Pflichtwandelanleihe CHF 2.0 Mio. für die Schaffung von 1.0 Mio. Aktien verwendet. Somit bleibt ein bedingtes Kapital von CHF 0.8 Mio. für die Schaffung von 400 000 neuen Aktien, wovon 350 000 für den Beteiligungsplan EOP vorgesehen sind. Eigene Aktien Die Siegfried Holding AG und eine Tochtergesellschaft haben im Berichtsjahr verschiedene Käufe und Verkäufe von Siegfried-Aktien getätigt. Per Saldo ergab sich eine Zunahme des Bestandes um 71 692 Aktien. CHF
Bestand am 1. Januar 2010 Käufe Januar bis Dezember 2010 Verkäufe Januar bis Dezember 2010 Bestand am 31. Dezember 2010 Käufe Januar bis Dezember 2011 Verkäufe Januar bis Dezember 2011 Bestand am 31. Dezember 2011
32 738 197 464 119 219 110 983 179 542 –107 850 182 675
148.7 89.4 87.4 97.7 91.4 89.4 94.0
Fremdkapital Der Konsortialkredit der Siegfried Gruppe mit einem Kreditrahmen von CHF 150 Mio. (2010: CHF 120 Mio.) wurde per 31.12.2011 nicht beansprucht, weder durch die Tochtergesellschaften noch durch die Siegfried Holding AG. Die Laufzeit des Konsortialkredites endet in 2016. Die passiven Rechnungsabgrenzungen beinhalten die zeitlichen Aufwands- und Ertragsabgrenzungen.
Erfolgsrechnung Im Berichtsjahr und im Vorjahr erfolgten keine Dividendenausschüttungen von Tochtergesellschaften. Der Finanzertrag beinhaltet Zinserträge auf Guthaben bei Konzerngesellschaften, Kursgewinne und Wertschriftenerträge. Die Erlöse aus der internen Leistungsverrechnung an Konzerngesellschaften sind unter der Position Dienstleistungsertrag ausgewiesen. Der Finanzaufwand beinhaltet die Verzinsung der Darlehen von Dritten und Gruppengesellschaften sowie Kursverluste und Wertberichtigungen auf Darlehen gegenüber Gruppengesellschaften. Zudem wurde im Berichtsjahr die Beteiligung an der Siegfried Deutschland Holding GmbH um CHF 9.7 Mio. wertberichtigt. Mit dem Verlustvortrag aus dem Vorjahr von CHF 19.7 Mio. und dem Jahresverlust von CHF 0.2 Mio. beläuft sich der Bilanzverlust auf CHF 19.9 Mio.
Entschädigung der Verwaltungsrats- und Geschäftsleitungsmitglieder Der Verwaltungsrat ernennt die Mitglieder des Human Resources Committee (HRC), legt dessen Verantwortlichkeiten fest und genehmigt dessen Beschlüsse in Bezug auf das Entschädigungssystem der Gruppe. Das HRC ist zuständig für die Ausarbeitung des Entschädigungssystems der Verwaltungsräte und der obersten Führungsebene des Unternehmens. Es beurteilt die Entschädigungsgrundsätze und –systeme und stellt sicher, dass die vom Unternehmen geleisteten Vergütungen auf marktgerechten und leistungsabhängigen Kriterien basieren. Mindestens einmal im Jahr erstattet das HRC dem Verwaltungsrat Bericht über die Entschädigungsverfahren sowie über die Entschädigung von Führungskräften und beantragt falls erforderlich Änderungen des Entschädigungssystems. Die Mitglieder des Verwaltungsrats erhalten ein Jahreshonorar, welches sich aus einem Basishonorar für das Verwaltungsratsmandat sowie zusätzlichen Honoraren für eine individuelle Funktion als Präsident, Vizepräsident oder Vorsitzende eines Verwaltungsratsausschusses zusammensetzt. Das Basishonorar wird zu 80% in Siegfried-Aktien ausbezahlt. Hinzukommen Inkonvenienz-Entschädigungen in Form von Pauschalspesen in der Grössenordnung der effektiven Auslagen. Die Mitglieder der Geschäftsleitung einschliesslich des CEO erhalten Saläre, Boni und andere Elemente entsprechend den Vergütungsgrundsätzen. Hinzu kommen Inkonvenienz-Entschädigungen in Form von Pauschalspesen in der Grössenordnung der effektiven Auslagen. Die höchste Gesamtvergütung erhielt wie im Vorjahr der CEO. Anfang Juni 2010 wurde für die Mitglieder des Verwaltungsrats, der Geschäftsleitung sowie des Managements ein neuer Beteiligungsplan (Equity Ownership Plan – EOP) aufgelegt. Der Plan besteht aus einem Initial Investment, Bonusaktien und Hebelaktien, die bei entsprechender Zielerreichung in den Jahren 2014 und 2016 zugeteilt werden. Die Aktien des Initial Investments sind mit einer Sperrfrist von 4 Jahren und die Bonusaktien mit einer Sperrfrist von 3 Jahren belegt. Die Hebelaktien sind hälftig für 1 Jahr bzw. für 2 Jahre gesperrt. Für weitere Details zum EOP siehe Note 22 der Konzernrechnung sowie den separaten Entschädigungsbericht der Siegfried Gruppe.
Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Entschädigungen von Verwaltungsrat und Geschäftsleitung gemäss Art. 663bbis OR.
Entschädigung in bar
Präsident Vizepräsident Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied
152 000 54 000 14 000 14 000 14 000 14 000 34 000
159 817 53 272 53 272 53 272 53 272 53 272 53 272
36 366 7 360 5 116 5 116 5 116 5 116 5 320
348 183 114 632 72 388 72 388 72 388 72 388 92 592
– – – 296 000
– – – 479 449
– – – 69 510
– – – 844 959 1
Aktienbasierte Aufwendungen Vergütung für Vorsorge
Amtierende Verwaltungsräte per 31. Dezember 2011
Gilbert Achermann (ab 24. Mai 2011) Dr. Thomas Staehelin Dr. Andreas Casutt Reto Garzetti (ab 24. Mai 2011) Dr. Beat In-Albon (ab 24. Mai 2011) Dr. Felix K. Meyer Dr. Thomas Villiger (ab 24. Mai 2011)
Ausgeschiedene Verwaltungsräte per 31. Dezember 2011
Dr. Markus Altwegg (bis 24. Mai 2011) Susy Brüschweiler (bis 24. Mai 2011) Dr. Felix Gutzwiler (bis 24. Mai 2011) Total 1
Präsident Mitglied Mitglied
Bei den ausgewiesenen Gesamtentschädigungen des Verwaltungsrats handelt es sich um annualisierte Beträge.
Entschädigung Entschädigung in bar fix in bar variabel
Höchste Einzelentschädigung: Dr. Rudolf Hanko (CEO) 565 000 Übrige Mitglieder der Geschäftsleitung 1 892 236 Total Entschädigung Geschäftsleitung 2 457 236
87 124 329 299 416 423
Aktienbasierte Vergütung Aufwendungen variabel für Vorsorge
368 134 580 880 949 014
124 230 376 701 500 931
1 144 488 3 179 116 4 323 604
Dr. Markus Altwegg Präsident Dr. Thomas Staehelin Vizepräsident Susy Brüschweiler Mitglied Dr. Felix Gutzwiller Mitglied Dr. Felix K. Meyer Mitglied Dr. Andreas Casutt (ab 14. April 2010) Mitglied
50 000 12 000 10 000 10 000 10 000 10 000
205 391 50 506 40 085 39 590 42 079 39 590
12 131 3 844 3 080 3 050 3 203 3 050
267 522 66 350 53 165 52 640 55 282 52 640
– – 102 000
– – 417 241
– – 28 358
– – 547 599 1
Amtierende Verwaltungsräte per 31. Dezember 2010
Ausgeschiedene Verwaltungsräte per 31. Dezember 2010
Dr. Bernard A. Siegfried (bis 14. April 2010) Malcolm Perkins (bis 14. April 2010) Total 1
Ehrenpräsident und Mitglied Mitglied
Höchste Einzelentschädigung: Dr. Rudolf Hanko (CEO) 574 004 Übrige Mitglieder der Geschäftsleitung 1 925 026 Total Entschädigung Geschäftsleitung 2 499 030
112 880 483 410 596 290
290 695 460 796 751 491
105 236 322 023 427 259
1 082 815 3 191 255 4 274 070
Organdarlehen Die Mitglieder des Verwaltungsrates oder der Geschäftsleitung bzw. diesen nahestehende Personen sind oder waren nicht an Geschäften ausserhalb der normalen Geschäftstätigkeit der Siegfried Holding AG oder einer ihrer Konzerngesellschaften oder an anderen der Form und der Sache nach ungewöhnlichen, aber für die Siegfried Holding AG wesentlichen Geschäften während des laufenden oder während des vorhergegangenen Geschäftsjahres beteiligt. Die Siegfried Holding AG und ihre Konzerngesellschaften haben per 31.12.2011 keine Sicherheiten, Darlehen, Vorschüsse oder Kredite an die Mitglieder des Verwaltungsrates oder der Geschäftsleitung bzw. diesen nahestehende Personen gewährt.
Beteiligungen Wesentliche Aktionäre Bezogen auf die per Ende Jahr geschaffene Anzahl Aktien von 3 800 000 (2010: 2 929 410) hatten folgende Parteien mehr als 3.0% der Aktien der Siegfried Holding AG: – Rainer-Marc Frey hält 12.1% (2010: 13.0%) der Aktien der Siegfried Holding AG. – Die Tweedy, Browne Company LLC, New York, USA, hält nach eigenen Angaben 9.8% (2010: 9.2%) der Aktien der Siegfried Holding AG. – SE Swiss Equities hält 8.2% Aktien der Siegfried Holding AG. Im Vorjahr bildete SE Swiss Equities gemeinsam mit Frederike Knapp eine Aktionärsgruppe, welche 11.7% der Aktien der Siegfried Holding AG hielt. Die Gruppe wurde in 2011 aufgelöst. – Die Kreissparkasse Biberach, Biberach, Deutschland (Bayerninvest Kapitalgesellschaft mbH, München sowie LBBW Asset Management Investment GmbH, Stuttgart) hält nach eigenen Angaben 3.4% (2010: 3.6%) der Aktien der Siegfried Holding AG. Aktienbesitz von Verwaltungsrat und Geschäftsleitung Die nicht exekutiven Mitglieder des Verwaltungsrates sowie diesen nahestehende Personen hielten am 31. Dezember 2011 insgesamt 41 135 Namenaktien der Siegfried Holding AG (2010: 31 289). Dies entspricht 1.1% des gesamten Aktienkapitals der Siegfried Holding AG (2010: 1.1%). Die Mitglieder der Geschäftsleitung (inkl. diesen nahestehende Personen) hielten zum gleichen Zeitpunkt 34 225 Namenaktien (2010: 28 659), das heisst 0.9% des Aktienkapitals der Siegfried Holding AG (2010: 1.0%). 31. Dezember 2011 Verwaltungsrat
Gilbert Achermann Dr. Thomas Staehelin Dr. Andreas Casutt Reto Garzetti Dr. Beat In-Albon Dr. Felix K. Meyer Dr. Thomas Villiger
davon 1 gesperrt
13 750 12 763 4 920 3 750 1 500 4 452 –
3 750 5 060 4 250 3 750 1 500 4 081 –
CEO CFO CCO Head Technical Operations Head HR Head Business Development & Sales Head Strategy & M&A und Head Research & Development
13 231 4 475 4 180 3 114 1 500 4 881
12 641 4 445 4 159 3 114 1 500 4 397
Dr. Rudolf Hanko Michael Hüsler Peter A. Gehler Dr. Walter Kittl Arnoud Middel Marianne Späne Dr. Wolfgang Wienand 1
gesperrte Aktien im Zusammenhang mit dem Management-Beteiligungsprogramm sowie dem Mitarbeiter-Aktiensparplan
Dr. Markus Altwegg Dr. Thomas Staehelin Susy Brüschweiler Dr. Felix Gutzwiller Dr. Felix K. Meyer Dr. Andreas Casutt
Anzahl Pflichtwandel2 anleihen
Präsident Vizepräsident Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied
102 – 10 20 25 17
10 031 11 583 531 1 192 3 702 4 250
5 598 4 603 293 886 3 627 3 750
CEO CFO Head HR CCO Head Business Development & Sales Head Technical Operations Head Research & Development
59 3 40 – 24 20 –
8 709 3 339 3 579 3 387 3 434 3 711 2 500
8 709 3 339 3 229 3 387 3 319 3 519 2 500
Dr. Rudolf Hanko Michael Hüsler Hanspeter Brun Peter A. Gehler Marianne Späne Dr. Hubert Stückler Dr. Wolfgang Wienand 1 2
gesperrte Aktien im Zusammenhang mit dem Management-Beteiligungsprogramm sowie dem Mitarbeiter-Aktiensparplan Eine Anleihe entspricht 10 Aktien der Siegfried Holding AG
Risikomanagement Der Verwaltungsrat und das Management sind für den Risikomanagementprozess der Siegfried Gruppe verantwortlich, in welchen die Risiken der Siegfried Holding AG einbezogen sind. In diesem Zusammenhang werden die unternehmensweiten Risiken und deren Entwicklungen analysiert, und es wird sichergestellt, dass die erforderlichen Massnahmen zu ihrer Begrenzung getroffen werden. Besondere Aufmerksamkeit kommt den Risiken der Finanzberichterstattung zu. Eine weitergehende Beschreibung der Risikobeurteilung findet sich im Anhang der Konzernrechnung unter «Risikomanagement» auf Seite 21.
Antrag des Verwaltungsrates an die ordentliche Generalversammlung vom 20. April 2012 über die Verwendung von Bilanzerfolg und Kapitaleinlagereserven
Reinverlust Vortrag vom Vorjahr Bilanzverlust Verrechnung Bilanzverlust mit freien Reserven Vortrag Bilanzverlust auf neue Rechnung
Kapitaleinlagereserven per 31. Dezember 2011 Ausschüttung von CHF 1.00 pro Namenaktie auf 3 626 188 ausschüttungsberechtigten Aktien Vortrag Kapitaleinlagereserven
–178 292 –19 672 885 –19 851 177 19 851 177 0
74 111 338 –3 626 188 70 485 150
Der im Antrag des Verwaltungsrats genannte Ausschüttungsbetrag wurde aufgrund der Anzahl ausschüttungsberechtigter Aktien im Zeitpunkt der Beschlussfassung durch den Verwaltungsrat berechnet. Die Anzahl ausschüttungsberechtigter Aktien kann sich bis zur Generalversammlung vom 20. April 2012 durch die Ausgabe von Aktien an Mitarbeitende oder den Zu- bzw. Verkauf eigener Aktien noch verändern.
Bericht der Revisionsstelle zur Jahresrechnung Als Revisionsstelle haben wir die Jahresrechnung der Siegfried Holding AG, bestehend aus Bilanz, Erfolgsrechnung und Anhang (Seiten 62 bis 70), für das am 31. Dezember 2011 abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft. Verantwortung des Verwaltungsrates Der Verwaltungsrat ist für die Aufstellung der Jahresrechnung in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Statuten verantwortlich. Diese Verantwortung beinhaltet die Ausgestaltung, Implementierung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems mit Bezug auf die Aufstellung einer Jahresrechnung, die frei von wesentlichen falschen Angaben als Folge von Verstössen oder Irrtümern ist. Darüber hinaus ist der Verwaltungsrat für die Auswahl und die Anwendung sachgemässer Rechnungslegungsmethoden sowie die Vornahme angemessener Schätzungen verantwortlich. Verantwortung der Revisionsstelle Unsere Verantwortung ist es, aufgrund unserer Prüfung ein Prüfungsurteil über die Jahresrechnung abzugeben. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit dem schweizerischen Gesetz und den Schweizer Prüfungsstandards vorgenommen. Nach diesen Standards haben wir die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass wir hinreichende Sicherheit gewinnen, ob die Jahresrechnung frei von wesentlichen falschen Angaben ist. Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen für die in der Jahresrechnung enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemässen Ermessen des Prüfers. Dies schliesst eine Beurteilung der Risiken wesentlicher falscher Angaben in der Jahresrechnung als Folge von Verstössen oder Irrtümern ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Prüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung der Jahresrechnung von Bedeutung ist, um die den Umständen entsprechenden Prüfungshandlungen festzulegen, nicht aber um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems abzugeben. Die Prüfung umfasst zudem die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsmethoden, der Plausibilität der vorgenommenen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtdarstellung der Jahresrechnung. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise eine ausreichende und angemessene Grundlage für unser Prüfungsurteil bilden. Prüfungsurteil Nach unserer Beurteilung entspricht die Jahresrechnung für das am 31. Dezember 2011 abgeschlossene Geschäftsjahr dem schweizerischen Gesetz und den Statuten.
Berichterstattung aufgrund weiterer gesetzlicher Vorschriften Wir bestätigen, dass wir die gesetzlichen Anforderungen an die Zulassung gemäss Revisionsaufsichtsgesetz (RAG) und die Unabhängigkeit (Art. 728 OR und Art. 11 RAG) erfüllen und keine mit unserer Unabhängigkeit nicht vereinbare Sachverhalte vorliegen. In Übereinstimmung mit Art. 728a Abs. 1 Ziff. 3 OR und dem Schweizer Prüfungsstandard 890 bestätigen wir, dass ein gemäss den Vorgaben des Verwaltungsrates ausgestaltetes internes Kontrollsystem für die Aufstellung der Jahresrechnung existiert. Ferner bestätigen wir, dass der Antrag über die Verwendung von Bilanzerfolg und Kapitaleinlagereserven dem schweizerischen Gesetz und den Statuten entspricht, und empfehlen, die vorliegende Jahresrechnung zu genehmigen. PricewaterhouseCoopers AG
Informationen für Investoren 75 Fünf-Jahres-Übersicht 2007–2011, konsolidierte Werte 76 Börsendaten 77 Aktionärsbasis 78 Publikationen und Kalender
Fünf-Jahres-Übersicht 2007–2011, konsolidierte Werte1 2011
Mio. CHF in %
328.1 4.4
314.4 11.1
283.0 –2.2
289.3 –9.1
318.3 –1.1
EBITDA Wachstum EBITDA-Marge
Mio. CHF in % in %
41.0 11.9 12.5
36.7 11.5 11.7
32.9 –36.7 11.6
52.0 –24.6 18.0
69.0 –0.1 21.7
EBITDA exkl. Kosten für den EOP Wachstum EBITDA-Marge
47.6 19.0 14.5
40.0 21.7 12.7
Operatives Ergebnis (EBIT) Wachstum Marge des operativen Ergebnisses
11.6 116.6 3.5
5.4 n/a 1.7
–14.3 n/a –5.1
–84.7 –377.7 –29.3
30.5 –4.2 9.6
Jahresergebnis Reingewinn/(-verlust)-Marge
–4.2 –1.3
–21.8 –7.7
–74.9 –25.9
22.4 7.0
Net Cash/(Nettoverschuldung)
Nettoumlaufvermögen 2 In % vom Umsatz
122.2 37.3
104.7 33.3
132.9 47.0
172.3 59.6
214.1 67.3
Bilanzsumme Eigenkapital Eigenkapitalquote
Mio. CHF Mio. CHF in %
448.0 369.7 82.5
464.1 373.7 80.5
477.1 327.3 68.6
539.5 352.0 65.2
654.6 487.6 74.5
Unternehmenswert (Enterprise Value, EV) 3
Durchschnittlich eingesetztes Kapital 4 Mio. CHF Rendite auf dem durchsch. eingesetzten Kapital (ROCE) 5 in %
328.0 14.5
384.0 10.4
412.8 8.0
Geldfluss aus operativer Tätigkeit In % vom Umsatz
31.8 9.7
57.7 18.3
61.2 21.6
26.8 9.3
9.2 2.9
Free Cashflow In % vom Umsatz
30.9 10.9
–16.1 –5.6
–29.9 –9.4
13.0 4.1
42.9 14.8
39.1 12.3
47.2 16.7
136.8 47.3
38.5 12.1
Personalbestand 6 Veränderung zu Vorjahr
715 2.7
696 –8.9
764 –8.6
836 –3.6
867 5.9
Umsatz pro Mitarbeiter Veränderung zu Vorjahr
CHF Prozent
458 900 1.6
451 700 24.7
362 300 3.4
350 300 –4.6
367 000 6.6
Investitionen in Sachanlagen und Immaterielles Anlagevermögen In % vom Umsatz Abschreibungen/Wertminderungen In % vom Umsatz
ab 2007 fortgeführte Geschäftsbereiche ohne Biologics und Sidroga, ab 2009 ohne Inhalation Das Nettoumlaufvermögen setzt sich aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen + Warenvorräte – Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zusammen Berechnung Unternehmenswert: EBITDA exkl. Kosten für den Equity Ownership Plan * EBITDA Marge * 45; Berechnung EV 2011: CHF 47.6 Mio * (0.1452*45) = CHF 312 Mio. Das eingesetzte Kapital berechnet sich wie folgt: Sachanlagen + Immaterielles Anlagevermögen + Nettoumlaufsvermögen Berechnung ROCE: EBITDA exkl. Kosten für den EOP im Verhältnis zum durchschnittlichen eingesetzten Kapital. Jahresendwerte
Anzahl Namenaktien nom. CHF 2.00 Aktienkapital Bruttodividende pro Namenaktie 1 Dividendensumme Börsenkurse Namenaktie
höchst tiefst
Jahresende Bruttorendite pro Namenaktie 2 Earnings per share – EPS 3 Cashflow aus operativer Tätigkeit pro Namenaktie 3 Gruppen-Eigenkapital pro Namenaktie 3 Kurs/Gewinn-Verhältnis (Jahresende) 2 Börsenkapitalisierung per Ende Jahr 3 1 2 3
Mio. CHF CHF CHF CHF CHF CHF % CHF
3 800 000 7.6 1.0 3 800 000 110.0 80.0 89.8 1.1 2.6
2 929 410 5.9 0 – 102.0 86.1 90.5 0 –1.3
2 800 000 5.6 0 – 107.0 54.4 93.5 0 –12.8
8.5 100.7 34 325
16.5 110.6 n/a 344
16.5 118.7 n/a 262
CHF CHF Mio. CHF
2 800 000 2 800 000 5.6 5.6 2.1 4.2 5 880 000 11 760 000 183.0 206.9 84.0 173.0 91.0 193.0 2.5 2.4 –27.0 18.0 8.0 127.0 n/a 255
3.3 176.5 10.7 540
Für 2011 Antrag an die Generalversammlung Berechnet auf Basis des Jahresendkurses Berechnet auf der durchschnittlichen Anzahl der ausstehenden Aktien, unter Abzug der eigenen Aktien
Die Siegfried Namenaktien sind an der Schweizer Börse SIX kotiert: Valor ISIN Ticketsymbole
Reuters Telekurs
Aktienkursentwicklung von 1.1.2007 bis 31.12.2011 11000
50 2007 Siegfried
1 428 449 CH 0014 284 498 SFFZn SFZN
Per 31. Dezember 2011 waren 2 204 Aktionäre im Aktienregister der Siegfried Holding AG eingetragen. Sie hielten insgesamt 75.02% des gesamten Aktienkapitals Der Aktienbesitz verteilte sich wie folgt: Verteilung der Aktien
1–10 11–100 101–1000 1001–10000 10001–100000 100001–1000000
Eigene und nicht eingetragene Aktien Total Aktien
266 942 802 158 32 4 2 204
12.07 42.74 36.39 7.17 1.45 0.18 100.00
1 656 52 299 267 516 487 689 918 557 1 122 992 2 850 709
0.06 1.84 9.38 17.11 32.22 39.39 100.00
949 291 3 800 000
Die Beteiligungen am 31. Dezember 2011 nach Segmenten teilten sich wie folgt auf: Beteiligungen am 31.12.2011 nach Segmenten
Wichtige Aktionäre (über 3%) Natürliche Personen Insitutionelle Anleger Eigene und nicht registrierte Aktien
4 2 020 180 n.a n.a
1 276 020 746 459 828 212 949 309 3 800 000
33.58 19.64 21.80 24.98 100.00
Die Siegfried Gruppe ist einer offenen und kontinuierlichen Informationspolitik verpflichtet. Die Medien, die Finanzanalysten und weitere Interessengruppen werden laufend über wichtige Entwicklungen und Ereignisse informiert. Die Aktionäre werden halbjährlich über den Geschäftsgang orientiert und erhalten auf Verlangen den Geschäftsbericht und den Halbjahresbericht zugestellt. Unter www.siegfried.ch sind der Geschäftsbericht, das Protokoll der Generalversammlung, die Medienmitteilungen, alle wichtigen Informationen und die aktuellen Aktienkurse abrufbar. Jährlich findet eine Konferenz für die Medien und die Finanzanalysten statt. Die Siegfried Holding AG orientiert sich bei kursrelevanten Ereignissen konsequent an der Bekanntgabepflicht (Ad-hoc-Publizität) der SIX Swiss Exchange. Über den Geschäftsverlauf wird im Jahr 2012 wie folgt berichtet: – 6. März 2012: Veröffentlichung der Ergebnisse des Geschäftsjahres 2011 mit Medienkonferenz in Zofingen und Finanzanalystenkonferenz in Zürich – 20. April 2012: Generalversammlung – 30. August 2012 (provisorisch): Veröffentlichung der Halbjahresergebnisse 2012
Hinweis betreffend zukunftsgerichtete Aussagen Dieser Geschäftsbericht enthält gewisse zukunftsgerichtete Aussagen. Diese können unter anderem erkennbar sein an Ausdrücken wie «sollen», «annehmen», «erwarten», «rechnen mit», «beabsichtigen», «anstreben», «zukünftig», «Ausblick» oder ähnlichen Ausdrücken sowie der Diskussion von Strategien, Zielen, Plänen oder Absichten usw. Die künftigen tatsächlichen Resultate können wesentlich von den zukunftsgerichteten Aussagen in diesem Bericht abweichen, dies aufgrund verschiedener Faktoren wie zum Beispiel: (1) Preisstrategien und andere Produkteinitiativen von Konkurrenten; (2) legislative und regulatorische Entwicklungen sowie Veränderungen des allgemeinen wirtschaftlichen Umfelds; (3) Verzögerung oder Nichteinführung neuer Produkte infolge Nichterteilung behördlicher Zulassungen oder anderer Gründe; (4) Währungsschwankungen und allgemeine Entwicklung der Finanzmärkte; (5) Risiken in der Forschung, Entwicklung und Vermarktung neuer Produkte oder neuer Anwendungen bestehender Produkte, einschliesslich (nicht abschliessend) negativer Resultate von klinischen Studien oder Forschungsprojekten, unerwarteter Nebenwirkungen von vermarkteten oder Pipeline-Produkten; (6) erhöhter behördlicher Preisdruck; (7) Produktionsunterbrechungen; (8) Verlust oder Nichtgewährung von Schutz durch Immaterialgüterrechte; (9) rechtliche Auseinandersetzungen und behördliche Verfahren; (10) Abgang wichtiger Manager oder anderer Mitarbeitender sowie (11) negative Publizität und Medienberichte. Die Aussage betreffend das Wachstum des Gewinns ist keine Gewinnprognose und darf nicht dahingehend interpretiert werden, dass der Gewinn von Siegfried für 2012 oder eine spätere Periode die in der Vergangenheit veröffentlichten Zahlen für den Gewinn erreichen oder übertreffen wird.
Impressum Dieser Geschäftsbericht erscheint auch in englischer Sprache. Massgebend ist die deutschsprachige Originalversion. 109. ordentliche Generalversammlung Freitag, 20. April 2012, 10.00 Uhr Stadtsaal, Zofingen Siegfried Holding AG Untere Brühlstrasse 4 CH-4800 Zofingen Telefon + 41 62 746 11 11 Telefax + 41 62 746 11 03 www.siegfried.ch Redaktion: Peter A. Gehler Marianne Oberli-Abderhalden Idee, Konzept, Gestaltung: BBF AG, Basel Fotos: Marion Nitsch, Zürich Roger Resele, Gelterkinden Julian Salinas, Basel Markus Senn, Winterthur Albert Zimmermann, Zürich Produktion: MDD Management Digital Data AG, Lenzburg Druck: Swissprinters Zürich AG, Schlieren
Siegfried Finanzbericht 2011