Source: https://www.brennecke-rechtsanwaelte.de/Einfuehrung-ins-Erbrecht-Uebersicht_217940
Timestamp: 2017-10-22 10:10:05
Document Index: 117218832

Matched Legal Cases: ['§ 1992', '§1932', '§ 10', '§ 1936', '§ 1969', '§ 2229', '§ 1937', '§ 1941', '§1923', '§ 90', '§ 2064', '§ 2254', '§2258', '§2255', '§ 2256', '§ 2079', '§ 2078', '§ 1922', '§ 2028', '§ 1967', '§ 1968', '§ 1967', '§1981', '§ 1980', '§ 2038', '§ 2038', '§ 2058', '§ 2060', '§ 2096', '§ 2147', '§ 2169', '§ 2191', '§ 2190', '§ 1940', '§ 2194', '§ 2202', '§ 2209', '§ 2221', '§ 2361', '§ 2306', '§ 1953', '§ 2333', '§ 2050', '§ 2057']

Einführung ins Erbrecht – Übersicht
Sie kamen von hier: 217940/Einfuehrung-ins-Erbrecht-Uebersicht
1.1 Die gesetzliche Erbfolge, §§ 1992-1936 BGB
Die gesetzliche Erbfolge tritt ein, wenn der Verstorbene kein Testament oder Erbvertrag hinterlassen hat, die Erbeinsetzung unwirksam ist oder der Erbe nicht zur Erbfolge gelangt.
Die gesetzliche Erbfolge orientiert sich dabei an dem Verwandtschaftsgrad des Erblassers und der Erben. Sie nimmt dabei eine Einstufung in 5 Ordnungen vor.
http://www.brennecke-rechtsanwaelte.de/175469/Einfuehrung-ins-Erbrecht-Teil-1-Gesetzliche-Erbfolge---Einfuehrung
1.2 Gesetzliches Erbrecht des Ehegatten
Dem gesetzlichen Erbrecht des Ehegatten kommt eine besondere Bedeutung zu.
Der Güterstand regelt dabei die Folgen im Erbfall.
Unabhängig vom Güterstand erhält der Ehegatte als gesetzlicher Erbe gemeinschaftlich genutzte Haushaltsgegenstände und Hochzeitsgeschenke nach §1932 BGB als sogenannten „Voraus“ um seinen bisherigen häuslichen Lebensstandard aufrechterhalten zu können.
Ob das gesetzliche Erbrecht des Ehegatten anzuwenden ist, hängt davon ab, ob eine Ehe bestand hat. Sie darf zum Zeitpunkt des Erbfalls weder geschieden, nichtig noch aufgehoben worden sein.
http://www.brennecke-rechtsanwaelte.de/175479/Einfuehrung-ins-Erbrecht-Teil-1-Die-gesetzliche-Erbfolge-5-Ehegatten
1.3 Das gesetzliche Erbrecht der eingetragenen Lebenspartnerschaft
Nach § 10 LPartG steht dem überlebenden einer eingetragenen Lebenspartnerschaft ein gesetzliches Erbe zu, das weitgehend übereinstimmend mit dem gesetzlichen Erbrecht für Ehegatten ist.
http://www.brennecke-rechtsanwaelte.de/175485/Einfuehrung-ins-Erbrecht-Teil-1-Die-gesetzliche-Erbfolge-6-Eingetragene-Lebenspartnerschaft
1.4 Das gesetzliche Erbrecht des Staates
Für den Fall, dass weder überlebende Ehegatten noch Verwandte vorhanden oder zu ermitteln sind, der Erblasser durch Testament oder Ehevertrag keine anderen Erben eingesetzt hat oder die Erben die Erbschaft aufgrund von Überschuldung oder anderen Gründen ausgeschlagen haben, tritt der Bundesstaat an deren Stelle und wird gesetzlicher Erbe (§ 1936 BGB).
http://www.brennecke-rechtsanwaelte.de/175487/Einfuehrung-ins-Erbrecht-Teil-1-Die-gesetzliche-Erbfolge-7-Erbrecht-des-Staates-und-Dreissigster
1.5 Der sog. Dreißigste
Nach § 1969 BGB haben Familienangehörige des Erblassers, die zum Zeitpunkt des Todes des Erblassers mit diesem in einem Hausstand gelebt haben und Unterhalt von ihm bezogen haben für die ersten 30 Tage nach dem Erbfall Anspruch auf Unterhalt.
Der Erblasser kann entweder durch Testament oder Erbvertrag seine Erben frei bestimmen und ist an verwandtschaftliche Beziehungen nicht gebunden.
http://www.brennecke-rechtsanwaelte.de/175490/Einfuehrung-ins-Erbrecht-Teil-2-Die-gewillkuerte-Erbfolge-1-Der-Erblasser
2.1 der Erblasser
Damit der Erblasser ein Testament errichten kann, muss er testierfähig sein. Testierfähig im Sinne des § 2229 BGB ist, wer die Einsichtsfähigkeit besitzt, ein Testament zu errichten und dessen Rechtsfolgen zu wollen.
2.2 Das Testament und der Erbvertrag
Der Erblasser kann entweder durch Testament (§ 1937 BGB) oder Erbvertrag (§ 1941 BGB) einen Erben einsetzen. Das Testament ist eine einseitige Verfügung und kann vom Erblasser bis zu seinem Tod frei wiederrufen werden. Der Erbvertrag wird vom Erblasser mit einer oder mehreren Personen abgeschlossen und bewirkt eine vertragliche Bindung. Die in einem Erbvertrag getroffenen Verfügungen können nur unter strengen Voraussetzungen abgeändert werden.
http://www.brennecke-rechtsanwaelte.de/175491/Einfuehrung-ins-Erbrecht-Teil-2-Die-gewillkuerte-Erbfolge-2-Testament-und-Erbvertrag
2.3 Testierfreiheit
Der Erblasser ist in seiner Entscheidung, ob und wie er ein Testament errichtet, ändert oder aufhebt, frei.
http://www.brennecke-rechtsanwaelte.de/175492/Einfuehrung-ins-Erbrecht-Teil-2-Die-gewillkuerte-Erbfolge-3-Die-Testierfreiheit
2.3.1 Die Auslegung einer letztwilligen Verfügung
Lässt sich aus einem Testament der Wille des Erblassers nicht zweifelsfrei erkennen, wird es ausgelegt. Hierbei wird auf den tatsächlichen hypothetischen Willen des Erblassers abgestellt. Ausgangspunkt ist der Wortlaut der Verfügung. Sollte sich dadurch keine eindeutige Rechtsfolge ergeben, sind Nebenumstände, die außerhalb der Verfügung liegen, heranzuziehen.
http://www.brennecke-rechtsanwaelte.de/175493/Einfuehrung-ins-Erbrecht-Teil-2-Die-gewillkuerte-Erbfolge-3-1-Die-Testamentsauslegung
2.3.2 Grenzen der Testierfreiheit
Die Testierfreiheit des Erblassers unterliegt gewissen Grenzen, wie z.B.:
dem Pflichtteil oder
gesetzlichen Verboten
http://www.brennecke-rechtsanwaelte.de/175494/Einfuehrung-ins-Erbrecht-Teil-2-Die-gewillkuerte-Erbfolge-3-2-Grenzen-der-Testierfreiheit
2.4 Der Erbe
2.4.1 Der Alleinerbe
Jede natürliche Person kann Erbe sein, wenn sie zum Zeitpunkt des Erbfalls bereits lebte oder noch lebte (§1923 I BGB).
Bei bereits gezeugten aber noch nicht geborenen Kindern macht das Gesetz eine Ausnahme. Sie gelten als vor dem Erbfall zur Welt gekommen, wenn sie lebend zur Welt kommen.
Auch juristische Personen können als Erben eingesetzt werden, wenn sie im Zeitpunkt des Todes bereits bestanden hat.
Tiere gelten nach § 90 a BGB vor dem Gesetz als Sachen und können deshalb nicht als Erben eingesetzt werden.
http://www.brennecke-rechtsanwaelte.de/175496/Einfuehrung-ins-Erbrecht-Teil-2-Die-gewillkuerte-Erbfolge-4-Der-Alleinerbe
2.4.2 Die Erbengemeinschaft
Der Erblasser kann mehrere Personen als seine Erben einsetzte. Diese bilden eine Erbengemeinschaft und können nur gemeinsam über den Nachlass verfügen.
http://www.brennecke-rechtsanwaelte.de/175497/Einfuehrung-ins-Erbrecht-Teil-2-Die-gewillkuerte-Erbfolge-5-Die-Erbengemeinschaft
2.4.3 Der Vor- und Nacherbe und das Berliner Testament
Der Erblasser kann Vor- und Nacherben einsetzt. Der Vorerbe ist bis zum Eintritt eines gewissen Ereignisses oder Zeitpunkts Erbe. Ab diesem Zeitpunkt treten der/die Nacherbe(n) die Erbschaft an. Bei einem Berliner Testament wird der überlebende Ehepartner zuerst Alleinerbe und die gemeinsamen Kinder werden Erben des zuletzt verstorbenen Ehepartners.
http://www.brennecke-rechtsanwaelte.de/175498/Einfuehrung-ins-Erbrecht-Teil-2-Die-gewillkuerte-Erbfolge-6-Vor-und-Nacherben-und-Berliner-Testament
2.4.4 Der Ersatzerbe und Vermächtnisnehmer
Die Einsetzung eines Ersatzerben ist möglich. Sinnvoll ist dies, wenn zu erwarten ist, dass der eingesetzte Erbe aus einem bestimmten Grund wegfällt.
Der Erblasser kann anordnen, dass eine bestimmte Person einzelne Nachlassgegenstände als Vermächtnis erhalten soll. Der Vermächtnisnehmer erhält mit dem Erbfall nicht das Eigentum an dem Gegenstand, sondern einen schuldrechtlichen Anspruch auf Herausgabe dieses Gegenstands.
http://www.brennecke-rechtsanwaelte.de/175499/Einfuehrung-ins-Erbrecht-Teil-2-Die-gewillkuerte-Erbfolge-7-Ersatzerben-und-Vermaechtnisnehmer
2.5 Der Nachlass und Nachlassverbindlichkeiten
Es wird stets der gesamte Nachlass vererbt und nicht einzelnen Gegenstände. Die Erben treten wegen allen Rechten und Pflichten in die Stellung des Erblassers (sog. Gesamtrechtsnachfolge) ein.
http://www.brennecke-rechtsanwaelte.de/176061/Einfuehrung-ins-Erbrecht-Teil-2-Die-gewillkuerte-Erbfolge-8-Der-Nachlass
http://www.brennecke-rechtsanwaelte.de/176062/Einfuehrung-ins-Erbrecht-Teil-2-Die-gewillkuerte-Erbfolge-9-Nachlassverbindlichkeiten
3.1 Die Errichtung
Das Testament kann entweder persönlich oder mithilfe eines Notars errichtet werden. Das persönliche Testament muss handgeschrieben (§ 2064 BGB) und unterschrieben sein. Das notarielle Testament bietet gegenüber dem persönlichen Testament einige Vorteile und zeichnet sich durch eine höhere Sicherheit aus.
http://www.brennecke-rechtsanwaelte.de/176063/Einfuehrung-ins-Erbrecht-Teil-3-Das-Testament-1-Das-eigenhaendige-Testament
3.2 Die Aufbewahrung
Das persönliche Testament kann an jedem beliebigen Ort aufbewahrt werden. Zu empfehlen ist jedoch eine Hinterlegung bei einem Amtsgericht. Das notarielle Testament wird durch den Notar bei dem Amtsgericht hinterlegt, in dessen Bereich er seine Geschäftsräume hat.
3.3 Der Widerruf eines Testaments
Der Erblasser kann sein Testament jeder Zeit ohne Grund widerrufen. Möglichkeiten für den einseitigen Widerruf durch den Erblasser sind:
das Widerrufstestament § 2254 BGB
das widersprechende Testament §2258 BGB
die Abänderung und Vernichtung eines Testaments §2255 BGB
die Rücknahme aus der amtlichen Verwahrung § 2256 BGB
Falls Ehegatten ein gemeinschaftliches Testament errichten haben, kann dies nicht einseitig aufgehoben werden. Um die Verfügung aufheben zu können, muss eine entsprechende notariell beurkundete Verfügung dem Ehegatten zugestellt werden.
http://www.brennecke-rechtsanwaelte.de/176066/Einfuehrung-ins-Erbrecht-Teil-3-Das-Testament-3-Widerruf-eines-Testaments
4. Der Erbvertrag- Errichtung und Änderung
Für einen Erbvertrages sind mindestens zwei Personen notwendig. Er muss vor einem Notar geschlossen werden. Derjenige, der die letztwillige Verfügung trifft, muss voll geschäftsfähig sein. Wie bei einem Testament, ist auch bei einem Erbvertrag ein Widerruf möglich. Der Erblasser kann sich darüber hinaus im Erbvertrag ein Rücktrittsrecht vorbehalten. Eine Anfechtung durch einen Pflichtteilsberechtigten (§ 2079 BGB) oder durch die Parteien des Erbvertrags (§ 2078 BGB) ist möglich.
http://www.brennecke-rechtsanwaelte.de/176067/Einfuehrung-ins-Erbrecht-Teil-4-Der-Erbvertrag-1-Errichtung
http://www.brennecke-rechtsanwaelte.de/176069/Einfuehrung-ins-Erbrecht-Teil-4-Der-Erbvertrag-2-Aenderung-eines-Erbvertrags
5. Der Alleinerbe
5.1 Vom Erblasser übertragene Rechte
Der Erbe übernimmt mit Annahme der Erbschaft als Rechtsnachfolger alle Rechte und Pflichten des Erblassers (§ 1922 BGB). Mit der Annahme gehen alle Aktiva (z.B. Bankguthaben, Eigentum an Gegenständen oder Grundstücken des Erblassers) auf den Erben über.
http://www.brennecke-rechtsanwaelte.de/176802/Einfuehrung-ins-Erbrecht-Teil-5-Der-Alleinerbe-1-Vom-Erblasser-uebertragene-Rechte
5.2 Aus der Erbstellung resultierende Rechte
Dem Erben steht nach § 2028 BGB ein Auskunftsrecht zu, damit er sich ein Überblick über den Nachlass verschaffen kann.
http://www.brennecke-rechtsanwaelte.de/176804/Einfuehrung-ins-Erbrecht-Teil-5-Der-Alleinerbe-2-Aus-der-Erbenstellung-resultierende-Rechte
5.3 Arten der Haftung für Verbindlichkeiten
Der Erbe übernimmt die Pflichten des Erblassers gegenüber Dritten. So können auf den Erben z.B. Erblasserschulden (§ 1967 II BGB), Erbfallschulden (§ 1968 BGB) oder Nachlasserbenschulden zukommen.
http://www.brennecke-rechtsanwaelte.de/176805/Einfuehrung-ins-Erbrecht-Teil-5-Der-Alleinerbe-3-Arten-der-Haftung-fuer-Verbindlichkeiten
5.4 Erbenhaftung
Mit der Annahme des Erbes, haftet der Erbe unbeschränkt (§ 1967 I BGB), d.h. auch mit seinem eigenen Vermögen.
http://www.brennecke-rechtsanwaelte.de/176806/Einfuehrung-ins-Erbrecht-Teil-5-Der-Alleinerbe-4-Erbenhaftung
5.5 Haftungsbeschränkung
Das Gesetz zieht jedoch eine Haftungsbeschränkung vor. So hat der Erbe die Möglichkeit die Haftung auf die Höhe des Nachlasses zu beschränken. Er muss dazu bei dem örtlich zuständigen Nachlassgericht einen Antrag auf Nachlassverwaltung (§1981 I BGB) oder einen Antrag auf Eröffnung der Nachlassinsolvenz (§ 1980 BGB) stellen. Beide Möglichkeiten haben ähnliche Auswirkungen. Der Erbe verliert hierbei seine Verfügungsberechtigung gegenüber dem Nachlass.
http://www.brennecke-rechtsanwaelte.de/176808/Einfuehrung-ins-Erbrecht-Teil-5-Der-Alleinerbe-5-Nachlassinsolvenz
6. Die Erbengemeinschaft
Bestimmt der Erblasser mehrere Erben, bilden diese eine Erbengemeinschaft. Diese Erbengemeinschaft kann nur gemeinschaftlich über den Nachlass verfügen (§ 2038 I BGB).
Damit die Erbengemeinschaft handlungsfähig ist, kann der Erblasser eine Handlungsvollmacht zugunsten eines Erben anordnen. Dieser kann damit alleine handeln und bedarf keiner Zustimmung der anderen Erben.
Des Weiteren kann jedes Mitglied einer Erbgemeinschaft notwendige Erhaltungsmaßnahmen alleine tätigen, sofern diese der Sicherung des Nachlasses dienen (§ 2038 I 2 BGB).
Bei der Haftung der Erbengemeinschaft ist der Zeitpunkt entscheiden. Es ist dabei zwischen der Haftung vor der Nachlassteilung (§ 2058 BGB) und nach der Nachlassteilung (§ 2060 BGB) zu unterscheiden.
http://www.brennecke-rechtsanwaelte.de/176810/Einfuehrung-ins-Teil-6-Die-Erbengemeinschaft-2-Haftung-der-Erbengemeinschaft
7. Die Vor- und Nacherbschaft
Durch die Vor- und Nacherbschaft kann der Erblasser die Vermögensverhältnisse über mehrere Generationen regeln.
http://www.brennecke-rechtsanwaelte.de/176893/Einfuehrung-ins-Erbrecht-Teil-7-Vor-und-Nacherbschaft-1-Begriffe
8. Der Ersatzerbe
Der Erblasser kann für den Fall, dass ein Erbe wegfallen sollte einen Ersatzerben benennen. (§ 2096 BGB).
http://www.brennecke-rechtsanwaelte.de/176898/Einfuehrung-ins-Erbrecht-Teil-8-Der-Ersatzerbe
9. Der Pflichtteil
9.1 Pflichtteilsberechtigte
Pflichtteilsberechtigte sind Personen, die zum Kreis der gesetzlichen Erben gehören (z.B. Kinder, Enkelkinder, Ehegatten). Sie sind jedoch nur Pflichtteilsberechtigt, wenn sie durch den Erblasser enterbt wurden.
http://www.brennecke-rechtsanwaelte.de/176908/Einfuehrung-ins-Erbrecht-Teil-9-Der-Pflichtteil-1-Pflichtteilsberechtigte
9.2 Pflichtteilsanspruch
Der Pflichtteilsberechtigte wird nicht Miterbe neben den anderen Erben, sondern erhält einen Anspruch auf Zahlung einer Geldsumme in Höhe des Pflichtteils gegen die Erben.
http://www.brennecke-rechtsanwaelte.de/176909/Einfuehrung-ins-Erbrecht-Teil-9-Der-Pflichtteil-2-Pflichtteilsanspruch
9.3 Pflichtteilshöhe
Die Höhe des Pflichtteils berechnet sich nach der Anzahl der Erben und in welchem Verhältnis sie zum Erblasser stehen.
http://www.brennecke-rechtsanwaelte.de/176910/Einfuehrung-ins-Erbrecht-Teil-9-Der-Pflichtteil-3-Pflichtteilshoehe
9.4 Entziehung des Pflichtteils
Der Pflichtteil kann unter bestimmten Voraussetzungen entzogen werden.
http://www.brennecke-rechtsanwaelte.de/176913/Einfuehrung-ins-Erbrecht-Teil-9-Der-Pflichtteil-6-Restpflichtteil-und-Entziehung-des-Pflichtteils
9.5 Umgehungen durch Schenkung oder Gegenleistung
Eine Umgehung des Pflichtteilanspruchs ist z.B. durch eine zeitlich vorgezogene Schenkung oder Gegenleistungsverträge möglich. Auf diese Weise ist es möglich, dass der Pflichtteilsberechtigte völlig leer ausgeht.
http://www.brennecke-rechtsanwaelte.de/176914/Einfuehrung-ins-Erbrecht-Teil-9-Der-Pflichtteil-7-Umgehung-durch-Schenkung-oder-Gegenleistungsvertrag
10. Das Vermächtnis §§ 2147 ff BGB
10.1 Vermächtnis und Vermächtnisnehmer
Der Erblasser kann einer bestimmten Person einen bestimmten Gegenstand vermachen. Vermächtnisnehmer kann jede natürliche Person sein. Da der Vermächtnisnehmer kein Erbe wird, tritt er auch nicht direkt an die Stelle des Erblassers. Das Vermächtnis geht jedoch nicht automatisch auf den Vermächtnisnehmer über. Der Vermächtnisnehmer erhält lediglich einen Herausgabeanspruch gegen den Erben.
http://www.brennecke-rechtsanwaelte.de/177452/Einfuehrung-ins-Erbrecht-Teil-10-Das-Vermaechtnis---Vermaechtnis-und-Vermaechtnisnehmer
10.2 Erscheinungsformen
Es gibt unterschiedliche Vermächtnisformen:
Verschaffungsvermächtnis §§ 2169,2170 BGB
http://www.brennecke-rechtsanwaelte.de/177454/Einfuehrung-ins-Erbrecht-Teil-10-Das-Vermaechtnis---Untervermaechtnis-und-Verschaffungsvermaechtnis
Daneben gibt es als weitere Vermächtnisse noch das
Vor- und Nachvermächtnis §§ 2191,2177 BGB
Ersatzvermächtnis § 2190 BGB
http://www.brennecke-rechtsanwaelte.de/177453/Einfuehrung-ins-Erbrecht-Teil-10-Das-Vermaechtnis-2-Erscheinungsformen
11. Die Auflage §§ 1940, 2192 ff BGB
Aufgrund der Testierfreiheit steht es dem Erblasser, Auflagen in sein Testament oder Erbvertrag aufzunehmen. Diese können verschiedene Inhalte haben. Damit die Auflagen umgesetzt werden, kann der Erblasser einen Vollziehungsberechtigten bestimmen. Hat er dies nicht getan, kann jeder Miterbe die Vollziehung verlangen (§ 2194 BGB).
http://www.brennecke-rechtsanwaelte.de/177456/Einfuehrung-ins-Erbrecht-Teil-11-Die-Auflage
12. Testamentsvollstrecker
12.1 Berufung
Der Erblasser kann in seinem Testament oder Erbvertrag einen oder mehrere Testamentsvollstrecker berufen um die Ausführung seines letzten Willens zu gewährleisten.
http://www.brennecke-rechtsanwaelte.de/177457/Einfuehrung-ins-Erbrecht-Teil-12-Der-Testamentsvollstrecker-1-Die-Berufung-des-Testamentsvollstreckers
12.2 Die Annahme und Ablehnung des Amtes
Der Testamentsvollstrecker muss sein Amt durch ausdrückliche Erklärung gegenüber dem Nachlassgericht erklären (§ 2202 BGB). Es besteht jedoch keine Pflicht zur Annahme des Amtes.
http://www.brennecke-rechtsanwaelte.de/177458/Einfuehrung-ins-Erbrecht-Teil-12-Der-Testamentsvollstrecker-2-Die-Annahme-und-Ablehnung-des-Amtes
12.3 Formen der Testamentsvollstreckung
Die Testamentsvollstreckung kann durch zwei verschiedene Möglichkeiten erfolgen:
die Dauertestamentsvollstreckung § 2209 BGB
http://www.brennecke-rechtsanwaelte.de/177460/Einfuehrung-ins-Erbrecht-Teil-12-Der-Testamentsvollstrecker-4-Formen-der-Testamentsvollstreckung
12.4 Grenzen der Handlungsbefugnis
Die Handlungsbefugnis ist zum Schutz der Erben an gesetzliche Vorgaben gebunden. Aus diesem Grund kann er Schenkungen und Rechtsgeschäfte nur in einem bestimmten Rahmen vornehmen.
http://www.brennecke-rechtsanwaelte.de/177461/Einfuehrung-ins-Erbrecht-Teil-12-Der-Testamentsvollstrecker-5-Die-Grenzen-der-Handlungsbefugnis-des-Testamentsvollstreckers
12.5 Vergütung des Testamentsvollstreckers
Der Testamentsvollstrecker kann nach § 2221 BGB eine Vergütung von den Erben verlangen.
http://www.brennecke-rechtsanwaelte.de/177465/Einfuehrung-ins-Erbrecht-Teil-12-Der-Testamentsvollstrecker-9-Die-Verguetung-des-Testamentsvollstreckers
13. Der Erbschein
Der Erbschein ist ein amtliches Zeugnis über das Erbrecht und wird auf Antrag der Erben vom Nachlassgericht ausgestellt. Er wird oftmals benötigt um den Nachweis über eine Erbschaft zu erbringen.
www.brennecke-rechtsanwaelte.de/177466/Einfuehrung-ins-Erbrecht-Teil-13-Der-Erbschein-1-Einfuehrung
13.1. Antragsverfahren und Antragsberechtigte
Auf Antrag des Erben erteilt das zuständige Nachlassgericht einen Erbschein über dessen Erbrecht oder - bei Miterben - über die Größe des Erbteils.
www.brennecke-rechtsanwaelte.de/177467/Einfuehrung-ins-Erbrecht-Teil-13-Der-Erbschein-2-Antragsverfahren-und-Antragsberechtigte
13.2. Urkunden im Antragsverfahren
Beim Antrag auf Erteilung eines Erbscheines müssen bestimmte Angaben gemacht und zudem bestimmte Urkunden dem Nachlassgericht vorgelegt werden. Für die Erteilung eines Erbscheins reicht die beglaubigte Kopie des Testaments oder des Erbvertrags aus, wenn die entsprechenden originalen Schriftstücke fehlen.
www.brennecke-rechtsanwaelte.de/177468/Einfuehrung-ins-Erbrecht-Teil-13-Der-Erbschein-3-Vorlage-verschiedener-Urkunden-im-Antragsverfahren
13.3. Antragsgebühren
Die Gebühr für die Beurkundung und für die Erteilung des Erbscheins richtet sich nach dem Wert des Nachlasses abzüglich der jeweiligen Nachlassverbindlichkeiten.
www.brennecke-rechtsanwaelte.de/177469/Einfuehrung-ins-Erbrecht-Teil-13-Der-Erbschein-4-Antragsgebuehren
13.4. Inhalt des Erbscheins
Inhaltich weist der Erbschein den Antragssteller oder im Falle einer Erbengemeinschaft die jeweiligen Erben, als rechtmäßige Erben des Vorverstorbenen aus.
www.brennecke-rechtsanwaelte.de/177492/Einfuehrung-ins-Erbrecht-Teil-13-Der-Erbschein-5-Inhalt-des-Erbscheins
13.5. Unrichtiger Erbschein
Sollte der Erbschein zwar unrichtig sein, wurde dieser jedoch weder eingezogen noch für kraftlos erklärt, kann sich der Erbscheininhaber auf den öffentlichen Glauben des Erbscheines berufen.
Gem. § 2361 I S. 1 BGB zieht das Nachlassgericht den Erbschein im Nachhinein wieder ein, wenn entweder zum Zeitpunkt der Erteilung die Voraussetzungen für den Erlass des Erbscheins nicht gegeben waren oder nun nicht mehr vorhanden sind.
www.brennecke-rechtsanwaelte.de/177493/Einfuehrung-ins-Erbrecht-Teil-13-Der-Erbschein-6-Der-unrichtige-Erbschein
14. Die Erbausschlagung
Grundsätzlich kann jeder Erbe das Erbe ausschlagen. Unter bestimmten Voraussetzungen ist es möglich, dass Pflichtteilsberechtigte ihr Erbe ausschlagen und trotzdem ihren Pflichtteil erhalten (§ 2306 I 2 BGB).
Als Folge der Ausschlagung gilt das Erbe als nicht angetreten. Die Erbschaft fällt daraufhin demjenigen zu, der berufen wäre, wenn der Ausschlagende zum Zeitpunkt der Erbschaft nicht gelebt hätte (§ 1953 BGB).
http://www.brennecke-rechtsanwaelte.de/177494/Einfuehrung-ins-Erbrecht-Teil-14-Die-Erbausschlagung-1-Erbausschlagung-des-pflichtteilsberechtigten-Erben
14.2. Modalitäten der Ausschlagung
Bei der Ausschlagung müssen bestimmte Fristen und Formen eingehalten werden.
http://www.brennecke-rechtsanwaelte.de/177495/Einfuehrung-ins-Erbrecht-Teil-14-Die-Erbausschlagung-2-Modalitaeten-der-Ausschlagung
Die Höhe des Pflichtteils hängt von der Höhe des Vermögens des Erblassers und dem Verwandtschaftsgrad des Pflichtteilsberechtigten zum Erblasser ab.
http://www.brennecke-rechtsanwaelte.de/177496/Einfuehrung-ins-Erbrecht-Teil-14-Die-Erbausschlagung-3-Folgen-der-Erbausschlagung
15. Die Enterbung, Erbunwürdigkeit und der Erbverzicht
15.1 Die Enterbung
Der Erblasser kann einen gesetzlichen Erben von der Erbfolge ausschließen. Dies kann entweder durch einen Zusatz in der letztwilligen Verfügung oder durch Einsetzung eines Alleinerben erfolgen. Der gesetzliche Erbe hat allerdings einen Pflichtteilsanspruch, den er nur in besonderen Ausnahmefällen (§ 2333 BGB) verliert.
http://www.brennecke-rechtsanwaelte.de/177497/Einfuehrung-ins-Erbrecht-Teil-15-Enterbung-Erbunwuerdigkeit-und-Erbverzicht-1-Die-Enterbung
15.2 Die Erbunwürdigkeit
Ist der Erbe erbunwürdig, steht ihm nicht einmal der Pflichtteil zu.
http://www.brennecke-rechtsanwaelte.de/177498/Einfuehrung-ins-Erbrecht-Teil-15-Enterbung-Erbunwuerdigkeit-und-Erbverzicht-2-Erbunwuerdigkeit
15.3 Der Erbverzichtsvertrag
In einem Erbverzichtsvertrag kann auf das vollständige spätere Erbe (in der Regel wird hierbei eine Abfindung vereinbart), auf den Pflichtteil oder zugunsten einer anderen Person verzichtet werden.
http://www.brennecke-rechtsanwaelte.de/177499/Einfuehrung-ins-Erbrecht-Teil-15-Enterbung-Erbunwuerdigkeit-und-Erbverzicht-3-Erbverzichtsvertrag
16. Die Zuwendung zu Lebzeiten
Es kommt im Alltag oftmals vor, dass Eltern oder Großeltern zu Lebzeiten ihren Nachkommen erhebliche Zuwendungen zukommen lassen. Dies führt oftmals zu Benachteiligungen unter den Nachkommen, weshalb das Gesetz hierfür eine Ausgleichspflicht vorsieht (§ 2050 BGB). Diese Ausgleichspflicht besteht nur unter gesetzliche Erben, die gleichgestellt sind. Hierbei sind nicht nur finanzielle Aufwendungen ausgleichspflichtig, sondern auch die Mitarbeit im Haushalt, im Unternehmen und die Pflege des Erblassers, soweit sie unter Verzicht auf die Erzielung eines eigenen Einkommens erfolgen (§ 2057 a BGB).
http://www.brennecke-rechtsanwaelte.de/177500/Einfuehrung-ins-Erbrecht-Teil-16-Die-Zuwendung-zu-Lebzeiten-des-Erblassers