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Timestamp: 2016-10-24 07:01:30
Document Index: 291085567

Matched Legal Cases: ['Art. 6', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 6', 'Art. 9', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 108', 'Art. 132', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 108', 'Art. 132', 'Art. 113']

U 422/00 (10.10.2001)
Pr�sident Lustenberger, Bundesrichter Meyer und Ferrari; Gerichtsschreiberin Riedi Hunold
W.________, 1966, Beschwerdef�hrer, vertreten durch den Rechtsdienst X.________,
A.- W.________ (geboren 1966) war bei der A.________ AG angestellt und in dieser Eigenschaft bei der La Suisse Unfall-Versicherungs-Gesellschaft (nachfolgend: La Suisse) gegen die Folgen von Unf�llen versichert. Er verletzte sich am 27. August 1994 beim Fussballspiel den rechten Fuss. Am 8. Oktober 1994 zog er sich eine Supinationsdistorsion des rechten Fusses zu. Anl�sslich der in der Folge notwendigen Neurolyse des Nervus tibialis rechts wurde am 2. Februar 1995 auch eine Arthroskopie mit Teilmeniskektomie links vorgenommen. Am 17. Oktober 1995 und 29. Januar 1997 zog er sich weitere Verletzungen des rechten Knies zu. Nachdem er �ber erneut zunehmende Beschwerden im linken Knie klagte, wurde am 29. November 1997 eine Arthroskopie mit Restmeniskektomie links durchgef�hrt.
Mit Verf�gung vom 25. M�rz 1999, best�tigt mit Einspracheentscheid vom 20. April 1999, lehnte die La Suisse die �bernahme der Arthroskopien am linken Knie ab.
B.- Die hiegegen erhobene Beschwerde wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich mit Entscheid vom 13. September 2000 ab.
C.- W.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren mit dem Antrag, es seien der vorinstanzliche Entscheid aufzuheben und ihm die gesetzlichen Leistungen auszurichten; eventualiter sei die Sache an die La Suisse zur Vornahme weiterer Abkl�rungen zur�ckzuweisen.
Die La Suisse schliesst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Das Bundesamt f�r Sozialversicherung l�sst sich nicht vernehmen.
1.- Die Vorinstanz hat die Grunds�tze und Bestimmungen �ber den Unfallbegriff (Art. 6 Abs. 1 UVG, Art. 9 Abs. 1 UVV; BGE 122 V 232 Erw. 1 mit Hinweisen), die unfall�hnlichen K�rpersch�digungen (Art. 6 Abs. 2 UVG in Verbindung mit Art. 9 Abs. 2 UVV in der bis 31. Dezember 1997 g�ltigen Fassung; BGE 123 V 43 mit Hinweisen), die Pflicht des Versicherten, die Umst�nde der erlittenen unfall�hnlichen K�rpersch�digung glaubhaft zu machen (BGE 116 V 140 Erw. 4b mit Hinweis), sowie den Beweiswert �rztlicher Berichte (BGE 125 V 352 Erw. 3a mit Hinweis) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen.
2.- Streitig ist, ob die Meniskusrisse am linken Knie auf ein unfall�hnliches Ereignis zur�ckzuf�hren sind und demzufolge die La Suisse f�r deren Folgen aufzukommen hat.
a) Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach haben Versicherungstr�ger und Sozialversicherungsrichter von sich aus und ohne Bindung an die Parteibegehren f�r die richtige und vollst�ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen (BGE 122 V 158 Erw. 1a). Im Bereich der Unfallversicherung ergibt sich dieser Grundsatz f�r das erstinstanzliche Beschwerdeverfahren aus Art. 108 Abs. 1 lit. c UVG und f�r das Verfahren vor dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht aus Art. 132 lit. b in Verbindung mit Art. 105 OG.
Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel zu w�rdigen sind. F�r das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der freien Beweisw�rdigung. Danach haben Versicherungstr�ger und Sozialversicherungsrichter die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an f�rmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgem�ss zu w�rdigen. F�r das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass der Sozialversicherungsrichter alle Beweismittel, unabh�ngig davon, von wem sie stammen, objektiv zu pr�fen und danach zu entscheiden hat, ob die verf�gbaren Unterlagen eine zuverl�ssige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten (BGE 125 V 352 Erw. 3a; vgl. f�r das kantonale Beschwerdeverfahren Art. 108 Abs. 1 lit. c UVG und f�r das Verfahren vor dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht Art. 132 in Verbindung mit Art. 113 und 95 Abs. 2 OG).
Um den Sachverhalt feststellen und die Beweise frei w�rdigen zu k�nnen, m�ssen dem Sozialversicherungsgericht s�mtliche Akten vorliegen, damit es entscheiden kann, welche Unterlagen f�r die Beurteilung des streitigen Falles wesentlich und welche nicht wesentlich sind. Es liegt demnach nicht im Belieben des Versicherers, im Beschwerdeverfahren dem Gericht nur diejenigen Akten einzureichen, welche er als notwendig und f�r die Beurteilung des Falles entscheidend betrachtet. Andernfalls w�rden die dargelegten Beweisgrunds�tze ihres Gehalts entleert.
In einigen Kantonen ergibt sich die Pflicht zur Einreichung der vollst�ndigen Akten seitens der Verwaltung auch aus dem kantonalen Prozessrecht (vgl. etwa Z�nd, Kommentar zum Gesetz �ber das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich, Diss. Z�rich, Z�rich 1999, N 4 zu � 19 und N 2 zu � 21 GSVGer sowie Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum Gesetz vom 23. Mai 1989 �ber die Verwaltungsrechtspflege des Kantons Bern, Bern 1997, N 10 zu � 69 VRPG).
b) Die Vorinstanz hat auf Grund der ihr zur Verf�gung stehenden Unterlagen zutreffend festgestellt, dass gest�tzt darauf kein unfall�hnliches Ereignis als Ausl�ser f�r die erlittenen Meniskusl�sionen glaubhaft gemacht ist. Zu beachten ist jedoch, dass die La Suisse dem kantonalen Gericht - entgegen dessen Aufforderung durch prozessleitende Verf�gung vom 15. Juni 1999 - nur einen Teil der Akten zusammen mit ihrer Stellungnahme eingereicht hat. Namentlich finden sich weder die Operationsberichte bez�glich des rechten Knies noch das erste Gutachten des Prof. Dr. med. G.________, Facharzt f�r Chirurgie und Orthop�die, vom 6. Februar 1996 (nunmehr letztinstanzlich seitens des Beschwerdef�hrers eingereicht) sowie jenes des Spitals Y.________ bei den Akten der La Suisse; auch liegen die in den vorhandenen Unterlagen erw�hnten kontroversen Stellungnahmen des Dr. med. V.________ nicht vor. Zudem f�llt auf, dass sich keinerlei Notizen �ber Telefonate mit dem Versicherten oder Berichte der Schadensinspektorin (z.B. jener vom 31. August 1995) bei den Akten befinden.
Insgesamt erwecken die dem Gericht zur Verf�gung stehenden Unterlagen den Eindruck, dass die La Suisse nur jene Berichte und Schreiben aufgelegt hat, welche nach ihrem Daf�rhalten f�r die Beurteilung massgeblich sind. Da jedoch nicht auszuschliessen ist, dass sich in den �brigen Unterlagen Hinweise auf die Behauptung des Versicherten finden lassen und die Sachverhaltsfeststellung von Amtes wegen durch das Gericht zu erfolgen hat, steht es nicht im Belieben der La Suisse, lediglich jene Akten dem Gericht zu �bermitteln, welche sie f�r die Beurteilung des Falles als wesentlich erachtet. Mit diesem Vorgehen wird nicht nur das kantonale Prozessrecht (vorab � 21 GSVGer) verletzt, sondern auch die Anwendung der bundesrechtlichen Grunds�tze der freien Beweisw�rdigung sowie der Feststellung des Sachverhalts von Amtes wegen vereitelt.
Auf Grund der erkennbaren Unvollst�ndigkeit der eingereichten Akten w�re das kantonale Gericht gehalten gewesen, dem Untersuchungsgrundsatz zum Durchbruch zu verhelfen. Die Sache ist deshalb an die Vorinstanz zur�ckzuweisen, damit diese die La Suisse auffordere, s�mtliche Akten im Verfahren aufzulegen, und hernach �ber die Beschwerde neu entscheide.
2000 aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz zur�ckgewiesen
wird, damit sie im Sinne der Erw�gungen
III.Die La Suisse hat dem Beschwerdef�hrer f�r das Verfahren