Source: https://www.jusmeum.de/gesetz/indelekausbv
Timestamp: 2019-01-21 21:59:50
Document Index: 304381988

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 1', '§ 6', '§ 8', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4']

Der Ausbildungsberuf Industrieelektriker/Industrieelektrikerin wird nach § 4 Absatz 1 des Berufsbildungsgesetzes staatlich anerkannt.
Betriebstechnik oder
Geräte und Systeme.
(2) Die Berufsausbildung zum Industrieelektriker/zur Industrieelektrikerin gliedert sich wie folgt (Ausbildungsberufsbild):
Bearbeiten, Montieren und Verbinden mechanischer Komponenten und elektrischer Betriebsmittel,
Installieren und Konfigurieren von IT-Systemen;
Weitere berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Betriebstechnik:
Technische Auftragsanalyse,
Instandhalten von Anlagen und Systemen;
Weitere berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Geräte und Systeme:
Herstellen und Inbetriebnehmen von Geräten und Systemen;
Planen und Organisieren der Arbeit, Bewerten der Arbeitsergebnisse.
(1) Die in dieser Verordnung genannten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten (berufliche Handlungsfähigkeit) sollen so vermittelt werden, dass die Auszubildenden zur Ausübung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit im Sinne von § 1 Absatz 3 des Berufsbildungsgesetzes befähigt werden, die insbesondere selbstständiges Planen, Durchführen und Kontrollieren einschließt. Diese Befähigung ist auch in den Prüfungen nach den §§ 6 und 7 nachzuweisen.
(2) Die Zwischenprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage 2 (Zeitliche Gliederung) für das erste Ausbildungsjahr aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie auf den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.
(3) Die Zwischenprüfung findet im Prüfungsbereich Messen, Analysieren und Bewerten von elektrischen Funktionen und Systemen statt.
Der Prüfling soll nachweisen, dass er auf Grundlage messtechnischer Unterlagen und unter Zuhilfenahme technischer Dokumentationen die Funktionsfähigkeit und Sicherheit eines Anlagenteils analysieren und bewerten kann,
der Prüfling soll Aufgaben schriftlich bearbeiten,
Schaltungs- und Funktionsanalyse sowie
In der Fachrichtung Betriebstechnik soll der Prüfling zeigen, dass er
kann; diese Anforderungen sollen an einem funktionsfähigen Anlagenteil der elektrischen Betriebstechnik nachgewiesen werden;
in der Fachrichtung Geräte und Systeme soll der Prüfling zeigen, dass er
kann; diese Anforderungen sollen an einer funktionsfähigen Komponente oder einem Gerät nachgewiesen werden;
der Prüfling soll eine komplexe Arbeitsaufgabe, die situative Gesprächsphasen und schriftliche Aufgabenstellungen beinhaltet, ausführen;
die Prüfungszeit beträgt höchstens acht Stunden, wobei die situativen Gesprächsphasen insgesamt höchstens zehn Minuten umfassen sollen; die Aufgabenstellungen sollen einen zeitlichen Umfang von höchstens 90 Minuten haben.
(5) Für den Prüfungsbereich Elektrische Sicherheit bestehen folgende Vorgaben:
Auftragsabläufe planen und abstimmen, Schaltpläne nutzen, Teilaufgaben festlegen, Arbeitsabläufe und Zuständigkeiten am Einsatzort berücksichtigen,
eine Erst- oder Wiederholungsprüfung an einem elektrischen Gerät durchführen und
eine Erst- oder Wiederholungsprüfung an einer elektrischen Anlage durchführen,
Fehler und Mängel systematisch suchen und feststellen,
Mess- und Prüfprotokolle anfertigen und die Sicherheit elektrischer Anlagen und Geräte bewerten
der Prüfling soll einen betrieblichen Auftrag durchführen und mit praxisbezogenen Unterlagen dokumentieren sowie auf der Grundlage der praxisbezogenen Unterlagen darüber ein auftragsbezogenes Fachgespräch führen; dem Prüfungsausschuss ist vor der Durchführung des betrieblichen Auftrags die Aufgabenstellung einschließlich eines geplanten Bearbeitungszeitraums zur Genehmigung vorzulegen; nach Abschluss des betrieblichen Auftrags werden die praxisbezogenen Unterlagen dem Prüfungsausschuss zur Vorbereitung des auftragsbezogenen Fachgesprächs zugestellt;
die Prüfungszeit für die Durchführung des betrieblichen Auftrags einschließlich Dokumentation beträgt fünf Stunden; für das auftragsbezogene Fachgespräch höchstens 20 Minuten.
(6) Für den Prüfungsbereich Schaltungs- und Funktionsanalyse bestehen folgende Vorgaben:
Sicherheitsregeln und Unfallverhütungsvorschriften anwenden,
die Prüfung von Schutzmaßnahmen an einer elektrischen Anlage und an einem elektrischen Gerät darstellen und bewerten,
Schaltungsunterlagen und Dokumentationen auswerten, funktionelle Zusammenhänge analysieren,
Signale an Schnittstellen funktionell zuordnen und
Der Prüfling soll nachweisen, dass er allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und Arbeitswelt darstellen und beurteilen kann,
§ 8 Gewichtung und Bestehensregelung
Arbeitsauftrag 50 Prozent,
Elektrische Sicherheit 20 Prozent,
Schaltungs- und Funktionsanalyse 20 Prozent,
im Prüfungsbereich Elektrische Sicherheit mindestens „ausreichend“,
im Prüfungsbereich Schaltungs- und Funktionsanalyse mindestens „ausreichend“ und
(3) Auf Antrag des Prüflings ist die Prüfung in einem der in der Abschlussprüfung mit schlechter als „ausreichend“ bewerteten Prüfungsbereiche, in denen Prüfungsleistungen mit eigener Anforderung und Gewichtung schriftlich zu erbringen sind, durch eine mündliche Prüfung von etwa 15 Minuten zu ergänzen, wenn dies für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann. Bei der Ermittlung des Ergebnisses für diesen Prüfungsbereich sind das bisherige Ergebnis und das Ergebnis der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis von 2 : 1 zu gewichten.
(1) Die erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung zum Industrieelektriker/zur Industrieelektrikerin kann in der
Fachrichtung Betriebstechnik im Ausbildungsberuf Elektroniker für Betriebstechnik/Elektronikerin für Betriebstechnik,
Fachrichtung Geräte und Systeme im Ausbildungsberuf Elektroniker für Geräte und Systeme/Elektronikerin für Geräte und Systeme
nach den Vorschriften des dritten und vierten Ausbildungsjahres dieser Berufe fortgesetzt werden.
(2) Die erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung zum Industrieelektriker/zur Industrieelektrikerin kann in den Ausbildungsberufen
nach den Vorschriften des zweiten, dritten und vierten Ausbildungsjahres dieser Berufe fortgesetzt werden.
Anlage 1 (zu § 4)Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Industrieelektriker/zur Industrieelektrikerin – Sachliche Gliederung –
(Fundstelle: BGBl. I 2009, 1205 - 1209)
1 Bearbeiten, Montieren
und Verbinden mechanischer
Komponenten und elektrischer
Leitungswege und Gerätemontageorte unter Beachtung technischer Auftragsvorgaben und der elektromagnetischen Verträglichkeit festlegen
Kabel und Leitungen installieren
2 Messen und Analysieren
3 Beurteilen der Sicherheit
4 Installieren und Konfigurieren
Abschnitt B: Weitere berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Betriebstechnik
1 Technische Auftragsanalyse
2 Installieren und Inbetriebnehmen
3 Instandhalten von Anlagen
Abschnitt C: Weitere berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Geräte und Systeme
mechanische, elektrische und elektronische Komponenten auswählen
die für die Fertigungs- und Prüfprozesse typischen Abläufe und Verfahren im Hinblick auf die Anforderungen der Aufgabe analysieren
2 Fertigen von Komponenten
Entwürfe und Layouts erstellen
Bauteile und Baugruppen beschaffen
Hardwarekomponenten, Geräte und Systeme anpassen, montieren, anschließen und prüfen
komponentenspezifische Software installieren, konfigurieren und anpassen
Komponenten prüfen und in Betrieb nehmen
Produktdokumentationen erstellen
3 Herstellen und Inbetriebnehmen
konstruktiven Aufbau herstellen
Leitungen der Kommunikationstechnik konfektionieren und Komponenten verbinden
elektrische Geräte herstellen
Baugruppen hard- und softwareseitig einstellen, prüfen und in Betrieb nehmen
Geräte und Systeme nach Checkliste prüfen
Mess- und Prüfprotokolle erstellen, Dokumentationen erstellen und anpassen, Geräte oder Systeme übergeben
(§ 4 Absatz 2 Abschnitt D Nummer 4) Zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbelastungen im beruflichen Einwirkungsbereich beitragen, insbesondere
(§ 4 Absatz 2 Abschnitt D Nummer 5)
Informationen recherchieren, beschaffen und bewerten
technische Zeichnungen und Schaltungsunterlagen auswerten und anwenden sowie Skizzen anfertigen
Dokumente sowie technische Regelwerke und berufsbezogene Vorschriften, auch englischsprachige, anwenden
Dokumentationen zusammenstellen und ergänzen, Standardsoftware anwenden
Störungen feststellen, bewerten und Störungsmeldungen weiterleiten
Kunden beraten, Leistungen und Produkte erklären und an Kunden übergeben
(§ 4 Absatz 2 Abschnitt D Nummer 6)
betriebsübliche Qualitätssicherungssysteme anwenden
Anlage 2 (zu § 4)Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Industrieelektriker/zur Industrieelektrikerin – Zeitliche Gliederung –
(Fundstelle: BGBl. I 2009, 1210 - 1219)
Abschnitt 1: Gemeinsame Qualifikationen
(vgl. Anlage 1, Sachliche Gliederung) Zeitliche Richtwerte
Abschnitt D Nummer 4) Zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbelastungen im beruflichen Einwirkungsbereich beitragen, insbesondere
6 Planen und
Organisieren der Arbeit, Bewerten der
Abschnitt 2: Erstes und Zweites Ausbildungsjahr Industrieelektriker/Industrieelektrikerin Fachrichtung Betriebstechnik
Zeitrahmen 1: Komponenten herstellen, Baugruppen montieren
1 Bearbeiten, Montieren und Verbinden mechanischer Komponenten und elektrischer Betriebsmittel
2 Messen und
elektrischen Funktionen und Systemen
Zeitrahmen 2: Leitungen und Betriebsmittel montieren und anschließen
Inbetriebnehmen von elektrischen Anlagen
3 Beurteilen der
elektrischen Anlagen und Betriebsmitteln
Zeitrahmen 3: Schalt- und Steuerelemente integrieren, Funktionen prüfen, systematische Fehlersuche durchführen
1 Messen und
3 Installieren und
Zeitrahmen 4: IT-Systeme installieren und konfigurieren
1 Beurteilen der
Zeitrahmen 5: Energietechnische Anlagen und Geräte installieren, prüfen und Sicherheit beurteilen
Einhaltung der Brandschutzbestimmungen beim Errichten und Betreiben elektrischer Geräte und Anlagen beurteilen
Zeitrahmen 6: Anlagen in Betrieb nehmen und betreiben
2 Beurteilen der
4 Installieren und
Zeitrahmen 7: Anlagen und Systeme warten
1 Instandhalten
Abschnitt 3: Erstes und Zweites Ausbildungsjahr Industrieelektriker/Industrieelektrikerin Fachrichtung Geräte und Systeme
Zeitrahmen 2: Komponenten und Baugruppen montieren und anschließen
Abschnitt C Nummer 1
4 Herstellen und
Inbetriebnehmen von Geräten und Systemen
Zeitrahmen 3: Elektronische Schaltungen erstellen; Funktionen prüfen, systematische Fehlersuche durchführen
3 Fertigen von
Mess- und Prüfprotokolle erstellen, Dokumentation erstellen und anpassen, Geräte oder Systeme übergeben
Zeitrahmen 5: Funktionen von Geräten und Systemen prüfen und Sicherheit beurteilen
Zeitrahmen 6: Elektronische Geräte und Systeme fertigen, konfigurieren und in Betrieb nehmen
2 Fertigen von
Zeitrahmen 7: Geräte und Systeme kundenspezifisch anpassen
2009, 1201: BGBl I