Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=VGH%20Baden-W%C3%BCrttemberg&Datum=26.06.2002&Aktenzeichen=10%20S%201559/01
Timestamp: 2020-02-29 13:19:24
Document Index: 82135133

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 22', '§ 4', '§ 10', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 12', 'BGH', '§ 5', '§ 5']

VGH Baden-Württemberg, 26.06.2002 - 10 S 1559/01 - dejure.org
https://dejure.org/2002,2797
VGH Baden-Württemberg, 26.06.2002 - 10 S 1559/01 (https://dejure.org/2002,2797)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 26.06.2002 - 10 S 1559/01 (https://dejure.org/2002,2797)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 26. Juni 2002 - 10 S 1559/01 (https://dejure.org/2002,2797)
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§ 3 Abs 1 BImSchG, § 22 Abs 1 BImSchG, § 4a BauNVO, BImSchV 18, § 10 Abs 2 GemO BW
Freizeitlärm, Lärmimmission, Lärmrichtwerte, erhebliche Belästigung, kommunale Einrichtung, integratives Konzept, seltene Ereignisse, Schutzwürdigkeit, besonderes Wohngebiet
Öffentlich-rechtlicher Anspruch auf Unterlassung von Lärmimmissionen aus kommunalen Einrichtungen; Schutzwürdigkeit eines Wohngrundstücks in einem besonderen Wohngebiet ; Lärm aus "herangerückten" kommunalen Einrichtungen; Einschränkung des Abwehranspruchs auf die ...
VG Stuttgart, 25.06.1997 - 16 K 2297/95
BVerwG, 19.11.2002 - 7 B 137.02
VBlBW 2002, 483
BauR 2002, 1748
Es verbietet sich aber auch eine entsprechende Anwendung dieses Regelwerks (vgl. VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 26.06.2002 - 10 S 1559/01 - VG Hamburg, Beschluss vom 30.12.2005 - 11 E 3265/05 - BT-Drs. 15/5993, S. 69 f.; Böhm, "Schutz vor Kinderlärm?" in: LKRZ 2007, 411; Rojahn "Kinderlärm zwischen Immissionsschutz und Sozialadäquanz", ZfBR 2010, 752 ff.).
Damit aber kann die "Lästigkeit" der von Kindern ausgehenden (Spiel- und Sport-)Geräusche, die gerade darin besteht, dass diese Geräusche von unterschiedlichen, ständig wechselnden Ereignissen ausgehen und von ganz unterschiedlicher Art und Intensität sind, nicht bzw. nur unzureichend erfasst werden (vgl. VGH Baden- Württemberg, Urteil vom 26.06.2002, a. a. O.; VG Hamburg…, Beschluss vom 30.12.2005, a. a. O.).
Da diese Richtwerte als Anhalt, als Orientierungs- und Entscheidungshilfe dienen (vgl. BVerwG, Urteil vom 16. Mai 2001, NVwZ 2001, 1167; BGH, Urteil vom 26. September 2003, NJW 2003, 3699), durfte die Beklagte die streitgegenständlichen Veranstaltungen nur dann gestatten, wenn sie als sehr seltene Ereignisse privilegiert waren, also trotz der mit ihnen verbundenen erheblichen Belästigungen den Nachbarn wegen ihrer Herkömmlichkeit, ihrer Bedeutung für die örtliche Gemeinschaft oder ihrer sozialen Adäquanz zumutbar waren (vgl. BVerwG, Beschluss vom 9. April 2003, GewArch 2003, 300 f.; BGH…, Urteil vom 26. September 2003, a.a.O.; VGH Mannheim, Urteil vom 26. Juni 2002, VBlBW 2002, 483 [486]).
Da diese Richtwerte als Anhalt, als Orientierungs- und Entscheidungshilfe dienen (BVerwG, Urteil vom 16. Mai 2001, NVwZ 2001, 1167; BGH, Urteil vom 26. September 2003, NJW 2003, 3699), war die Antragsgegnerin gehalten, nur Veranstaltungen gemäß § 12 Abs. 1 GastG zu gestatten, die als sehr seltene Ereignisse privilegiert sind, also trotz der mit ihnen verbundenen erheblichen Belästigungen den Nachbarn wegen ihrer Herkömmlichkeit, ihrer Bedeutung für die örtliche Gemeinschaft oder ihrer sozialen Adäquanz zumutbar sind (vgl. BVerwG, Beschluss vom 9. April 2003, GewArch 2003, 300 f.; BGH…, Urteil vom 26. September 2003, a.a.O.; VGH Mannheim, Urteil vom 26. Juni 2002, VBlBW 2002, 483 ).
VGH Baden-Württemberg, 04.08.2016 - 8 S 136/14
Zur Sonderfallbeurteilung bei seltenen Veranstaltungen nach der …
Diese Regelung sowie die vergleichbaren Regelungen in Nr. 7.2 TA Lärm sowie § 5 Abs. 5 18. BImSchV sind das Ergebnis einer dem Gebot wechselseitiger Rücksichtnahme entsprechenden Abwägung zwischen den Interessen der störenden und der gestörten Nutzung (VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 26.6.2002 - 10 S 1559/01 - VBlBW 2002, 483).
BVerwG, Urteile vom 19.1.1989 - 7 C 77.87 -, BVerwGE 81, 197 (199 f.), und vom 29.4.1988 - 7 C 33.87 -, BVerwGE 79, 254 (257); OVG NRW, Beschluss vom 28.2.2001 - 21 B 1889/00 - NVwZ 2001, 1181; VGH Bad.-Württ., Urteil vom 26.6.2002 - 10 S 1559/01 -, UPR 2003, 76, m.w.N. .
Ob diese ggf. zu einer Einheit zusammengefasst werden können und gewissermaßen einen einheitlichen "Freizeitbereich" darstellen - wenngleich der Schulbetrieb nicht ohne Weiteres als Freizeitanlage qualifiziert werden kann und auch Sportanlagen gesondert geregelt sind -, mit der möglichen Folge einer Heranziehung auch der LAI-Freizeitlärmrichtlinie (NVwZ 1997, 469), kann hier offen bleiben (vgl. dazu BVerwG, Urteil vom 16.05.2001 - 7 C 16.00 -, NVwZ 2001, 1167; Beschluss vom 19.11.2002 - 7 B 137.02 - VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 26.06.2002 - 10 S 1559/01 -, VBlBW 2002, 483; vgl. etwa auch VG Minden, Urteil vom 11.03.2003 - 1 K 1111/01 - zur Annahme eines engen funktionalen Zusammenhangs; VG Ansbach, Beschluss vom 16.03.2010 - AN 3 S 09.02103 -).
vgl. VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 26.06.2002 - 10 S 1559/01 -, BRS 65 Nr. 181; VG Köln, Urteil vom 05.03.2009 - 1 K 1485/08 -, NWVBl. 2009, S. 233.
vgl. VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 26.06.2002 - 10 S 1559/01 -.
vgl. OVG NRW, Urteil vom 28.05.1993 - 21 A 1532/90 - VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 26.06.2002 - 10 S 1559/01 - Landmann/Rohmer, Umweltrecht, Kommentar, Loseblatt Stand 01.04.2009, Band II, § 5 der 18. BImSchV, Rdnr. 66.
VG Minden, 23.06.2010 - 3 K 46/10
Anspruch auf Festsetzung eines "Frühjahrsmarktes 2010"; Voraussetzung für die …
VG München, 10.10.2018 - M 9 K 18.2946
Nachbarklage wegen Getränkekühlcontainer ohne Einhausung