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Timestamp: 2018-07-18 18:52:14
Document Index: 340643260

Matched Legal Cases: ['BGE', 'Art. 394', 'Art. 394', 'Art. 402', 'Art. 402', 'Art. 402', 'Art. 402', 'Art. 402', 'Art. 402', 'Art. 402', 'Art. 37', 'Art. 6', 'Art. 399', 'Art. 138', 'Art. 138', 'Art. 138', 'BGE', 'BGE', 'Art. 138', 'Art. 29', 'Art. 172', 'BGE', 'BGE', 'Art. 138', 'Art. 158', 'Art. 662', 'Art. 957', 'Art. 402', 'Art. 158', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 158', 'BGE', 'BGE', 'Art. 12', 'Art. 12']

6B_446/2010 14.10.2010
1.2 Im März 2003 schloss der Beschwerdeführer namens der Z.________ mit der F.________ Ltd., vertreten durch G.________, eine Joint Venture-Vereinbarung ab im Hinblick auf die vermeintliche Erlangung einer handelbaren Bankgarantie der I.________ Bank in Rom über EUR 60 Mio. Die Aufgabe der F.________ Ltd. bestand darin, die Bankgarantie zu beschaffen. Der eigentlichen Errichtung der Bankgarantie sollte eine Vorankündigung der ausgebenden Bank vorausgehen, bei deren Vorliegen eine von der Z.________ an die Bank zu bezahlende Gebühr von EUR 1,5 Mio. fällig wurde. Die Bankgarantie sollte auf ein auf die Z.________ lautendes Konto bei der Bank J.________ in Rom überwiesen werden. G.________ teilte dem Beschwerdeführer Ende März 2003 mit, die F.________ Ltd. habe die Bankspesen von EUR 1,5 Mio. für die Errichtung der Bankgarantie vorgeschossen, und er erwarte nun die Rückzahlung durch die Z.________. Er wies den Beschwerdeführer an, die EUR 1,5 Mio., angeblich aus steuerlichen Gründen, nicht wie ursprünglich vereinbart auf das Konto der F.________ Ltd., sondern auf sein Privatkonto in Griechenland zu überweisen. Gestützt auf ein mutmasslich von G.________ gefälschtes Bestätigungsschreiben der I.________ Bank vom 1. April 2003, wonach die Bankgebühren von EUR 1,5 Mio. für die Errichtung der Bankgarantie eingegangen und dem Konto der F.________ Ltd. belastet worden seien, überwies der Beschwerdeführer EUR 1'495'000.-- auf das Privatkonto von G.________. Dieser tauchte in der Folge unter, ohne die versprochene Leistung zu erbringen oder den überwiesenen Betrag zurückzuerstatten (angefochtenes Urteil S. 25 f. und 30 f.).
Der Beschwerdeführer erfuhr durch die Vermittlung von K.________ nur wenige Tage vor Abschluss der Joint Venture-Vereinbarung erstmals von G.________. Zuvor war ihm dieser gänzlich unbekannt. Die F.________ Ltd., für welche G.________ tätig war, hatte ihren Sitz in Liberia und eine Niederlassung in H.________ (Griechenland). Der Beschwerdeführer reiste zweimal nach Athen, um Abklärungen zu treffen und sich von seinem Geschäftspartner ein Bild zu machen, wobei die Aufenthalte jeweils von sehr kurzer Dauer waren. Seine Überprüfungen in Bezug auf die F.________ Ltd. bzw. G.________ beschränkten sich dabei auf die äusseren Eindrücke. Informationen, die aktuelle objektive Rückschlüsse auf die Seriosität, die wirtschaftliche Potenz von G.________ und der F.________ Ltd. sowie das Geschäftsmodell "Handel mit Bankgarantie" ermöglicht hätten, holte er nicht ein. Ebenso wenig verlangte er von G.________ oder der I.________ Bank die Originaldokumente der Bankgarantie, sondern begnügte sich mit der Angabe G.________s, die Garantie werde deponiert (angefochtenes Urteil S. 29 f.). Das Landgericht München verurteilte K.________ am 25. Oktober 2007 wegen Betrugs zum Nachteil des Beschwerdeführers bzw. der Z.________. G.________ konnte in Deutschland nicht verfolgt werden, da Griechenland dessen Auslieferung an Deutschland für diese Tat verweigert hatte (Urteil des Landgerichts München S. 11 ff.; angefochtenes Urteil S. 32 und 35 f.).
4.1 Der Beschwerdeführer rügt, mit der Gründung der Z.________ habe sich die Rolle der Y.________ AG geändert. Diese sei nicht mehr mit den einzelnen Investoren über einen Vermögensverwaltungsvertrag verbunden gewesen, sondern habe nunmehr die Funktion einer Fondsmanagerin erfüllt. Im Rahmen von auftragsrechtlichen "Fonds-Asset-Management-Verträgen" sei es in der Finanzindustrie branchenüblich, dass die direkten Kosten (Gründungskosten, jährliche Betriebs- und Buchhaltungskosten) und indirekten Kosten (Spesen des Fondsmanagers und sonstige mit den Investments anfallende Kosten) des Investmentvehikels sowie Provisionen und eine allfällige Gewinnbeteiligung des Fondsmanagers durch die Einlage der Investoren mit abgedeckt werden müssten (Beschwerde S. 13 f.). Zwar sei nach der Gründung der Z.________ hinsichtlich der allgemeinen Verwaltungskosten, der Management-Fees sowie der Aufwanddeckung seitens der Y.________ AG keine zusätzliche schriftliche Vereinbarung getroffen worden. Dass diese Posten jeweils den Konten der Z.________ belastet werden würden, habe für ihn - da im Fondsmanagement absoluter Standard - jedoch festgestanden, zumal auch die Gründungskosten der Z.________ unwidersprochen anteilig dem Zivilkläger als Investor mitbelastet werden sollten (und worden seien). Dies sei aufgrund der neuen Struktur, dem ausgeweiteten Tätigkeitsgebiet und dem daraus folgenden Mehraufwand seitens der Y.________ AG als Fondsmanagerin logischerweise geboten und für alle Investoren, mit Ausnahme des Zivilklägers, auch ohne zusätzliche schriftliche Vereinbarung von vornherein klar gewesen (Beschwerde S. 7 f.). Die Investoren L.________ und M.________ hätten dies je in einem Schreiben bestätigt, welche von der Vorinstanz ohne weitere Begründung als reine Gefälligkeitsschreiben taxiert worden seien (Beschwerde S. 9). Er habe für seine Tätigkeit als Honorar und Kostendeckung pro Monat USD 6'413.-- bezogen, was nicht exorbitant sei (Beschwerde S. 12 Ziff. 25). Die durchschnittliche jährliche Belastung habe damit rund 6 % betragen. Bringe man den im Privat Equity-Fondsgeschäft branchenüblichen Standard für Management-Fees von 3 % p.a. in Anschlag und rechne man die ebenfalls branchenüblichen zusätzlich zu verrechnenden direkten und indirekten jährlichen Kosten eines solchen Fonds hinzu, würden sich diese 6 % p.a. exakt im üblichen Rahmen bewegen (Beschwerde S. 13).
4.2 Die Vorinstanz führt dazu aus, nach den von der Y.________ AG mit den Investoren abgeschlossenen Verwaltungsverträgen sei Erstere an den erzielten Gewinnen mit 30 % beteiligt gewesen. Honorar- oder Auslagenersatz zugunsten der Y.________ AG bzw. des Beschwerdeführers sei nicht vereinbart worden. Die Verwaltungsverträge hätten auch keine dahingehende Vereinbarung enthalten, dass die Spesen und Aufwendungen dem Investitionskapital zu belasten seien. Diese seien daher von der Y.________ AG aus ihrem Gewinnanteil zu bezahlen gewesen. Eine derart wichtige Abmachung wäre erwartungs- und erfahrungsgemäss schriftlich im Verwaltungsvertrag festgehalten worden. Eine lediglich mündliche oder gar nur konkludente Abmachung über einen derart folgenschweren und zentralen Punkt widerspreche jeglichen Geschäftsgepflogenheiten. Die Verwaltungsverträge seien durch die spätere Beauftragung des Beschwerdeführers zur Gründung der Z.________ nicht aufgehoben worden. Die Schreiben der Investoren N.________, L.________ und M.________, wonach die mit dem Investment verbundenen Kosten aufgrund einer mündlichen bzw. konkludenten Vereinbarung dem Einlagekapital zu belasten gewesen seien, würden auffälligerweise vom gleichen Tag datieren und seien auf Veranlassung des Beschwerdeführers erfolgt. Der darin bestätigte Inhalt weiche zudem markant von den schriftlich getroffenen Vereinbarungen und den Aussagen des Zivilklägers ab. Auffallend sei sodann, dass es sich bei N.________, L.________ und M.________ um Investoren handle, mit denen der Beschwerdeführer eine aussergerichtliche Rückzahlungsvereinbarung getroffen habe. Insgesamt würden die geschilderten Umstände keinen anderen Schluss zulassen, als dass es sich dabei um Gefälligkeitsschreiben handle. Anfallende Spesen oder andere Aufwandbemühungen, insbesondere auch Lohnaufwand der Y.________ AG bzw. des Beschwerdeführers, seien nach dem Willen der Vertragsparteien daher aus der pauschalen Beteiligung der Y.________ AG im Umfang von 30 % am Gewinn der Z.________ zu decken gewesen (angefochtenes Urteil S. 14-20).
4.3.2 Die Vermögensverwaltung untersteht nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung den auftragsrechtlichen Regeln (BGE 132 III 460 E. 4.1; 124 III 155 E. 2b). Durch die Annahme eines Auftrags verpflichtet sich der Beauftragte, die ihm übertragenen Geschäfte oder Dienste vertragsgemäss zu besorgen (Art. 394 Abs. 1 OR). Der Beauftragte hat Anspruch auf eine Vergütung, wenn eine solche verabredet oder üblich ist (Art. 394 Abs. 3 OR). Der Auftraggeber muss dem Beauftragten die Auslagen und Verwendungen, die dieser in richtiger Ausführung des Auftrags gemacht hat, samt Zinsen ersetzen und ihn von den eingegangenen Verbindlichkeiten befreien (Art. 402 Abs. 1 OR). Zu ersetzen sind nur Auslagen, die in richtiger Ausführung des Auftrags entstanden sind. Ein sorgfältiges Tätigwerden setzt neben der Befolgung von Weisungen auch voraus, dass nur ein objektiv sinnvoller Aufwand betrieben wird und unnötige Kosten vermieden werden (Rolf H. Weber, Basler Kommentar, 3. Aufl. 2003, N. 6 zu Art. 402 OR). Die Abgrenzung der Auslagen von den im Honorar einkalkulierten Generalunkosten kann im Einzelfall schwierig sein. Keine Auslagen im Sinne von Art. 402 Abs. 1 OR, sondern bei der Bestimmung der Honoraransätze zu berücksichtigende Generalunkosten stellen beispielsweise Lohnkosten dar (Rolf H. Weber, a.a.O., N. 5 zu Art. 402 OR; Walter Fellmann, Berner Kommentar, Bern 1992, N. 27 zu Art. 402 OR). Art. 402 Abs. 1 OR ist dispositiver Natur und lässt Raum für eine abweichende einzelvertragliche Regelung (Urteil 4C.17/2003 vom 28. Januar 2004 E. 3.3.1 mit Hinweisen). Eine von Art. 402 Abs. 1 OR abweichende Regelung, wonach dem Fondsvermögen nur die im Fondsvertrag ausdrücklich vorgesehenen Nebenkosten belastet werden dürfen, enthalten die Bestimmungen über die kollektiven Kapitalanlagen (vgl. Art. 37 und 38 der Verordnung vom 22. November 2006 über die kollektiven Kapitalanlagen; SR 951.311; vgl. auch Art. 6 der per 1. Januar 2007 aufgehobenen Verordnung vom 19. Oktober 1994 über die Anlagefonds), welche vorliegend allerdings nicht zur Anwendung gelangen.
4.4 Die Investoren und die Y.________ AG waren bereits vor der Gründung der Z.________ über schriftliche Vermögensverwaltungsverträge verbunden, wobei die Parteien jeweils vereinbarten, dass der Y.________ AG eine Beteiligung von 30 % am Anlagegewinn zusteht. Dem Beschwerdeführer ist zwar beizupflichten, dass die Parteien mit der Gründung der Z.________ in ein neues Vertragsverhältnis eintraten, welches sich u.a. dadurch auszeichnete, dass das Investitionskapital in die Z.________ eingebracht wurde und der Y.________ AG nicht mehr nur die Investoren, sondern auch die Z.________, deren Aktionäre diese waren, als Vertragspartnerin gegenüberstand. Dies ändert allerdings nichts daran, dass die Tätigkeit der Y.________ AG bzw. des Beschwerdeführers auch nach der Gründung der Z.________ in der Verwaltung der Anlagegelder bestand. Der Beschwerdeführer geht, wie auch der Zivilkläger, davon aus, dass er Anspruch auf 30 % des erzielten Gewinns aus dem Devisengeschäft hatte. Eine entsprechende Honorarvereinbarung ist auch im "Treuhandvertrag" zwischen M.________ und der Y.________ AG vom 6. Mai 2003 vorgesehen, welcher sich ausdrücklich auf die Vermögensverwaltung im Rahmen der Z.________ bezieht. Danach stand der Y.________ AG für ihre Tätigkeit eine Beteiligung von 30 % des erzielten Gewinns zu, womit auch die Honorare der Vermittler abgegolten waren (kant. Akten, Urk. 43/404). Nicht ersichtlich ist, weshalb diese Honorarvereinbarung, wie vom Beschwerdeführer behauptet (Beschwerde S. 13 f.), ausschliesslich für Devisengeschäfte gegolten und er darüber hinaus zusätzlich Anspruch auf eine branchenübliche Vergütung gehabt haben sollte. Die Vorinstanz durfte ohne Willkür annehmen, die Gewinnbeteiligung von 30 % sei auch für die Vermögensverwaltung nach der Gründung der Z.________ vereinbart gewesen. Der Y.________ AG standen neben der erfolgsabhängigen Vergütung somit keine weiteren Honoraransprüche zu. Der Beschwerdeführer war folglich nicht befugt, für die Vermögensverwaltungstätigkeit dem investierten Kapital über die vereinbarte Gewinnbeteiligung hinausgehende Vergütungen in Form von Management-Fees oder Provisionen für sich und Dritte (Angestellte oder Unterbeauftragte im Rahmen von Art. 399 OR) zu belasten. Ebenso wenig durfte er sich selber ohne Genehmigung durch die Aktionäre ein Honorar für seine Direktorentätigkeit auszahlen (vgl. kant. Akten, Urk. 41/205 Ziff. 9.7). Die Barbezüge und Überweisungen unter dem Titel Management-Fees, Provisionen oder anderweitige Vergütungen durch den Beschwerdeführer an sich selber und Dritte waren daher unrechtmässig.
4.5.1 Den Tatbestand der Veruntreuung nach Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB erfüllt, wer ihm anvertraute Vermögenswerte unrechtmässig in seinem oder eines anderen Nutzen verwendet. Die Veruntreuung im Sinne von Art. 138 Ziff. 1 StGB wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft. Wer die Tat als berufsmässiger Vermögensverwalter begeht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren oder Geldstrafe bestraft (Art. 138 Ziff. 2 StGB). Als anvertraut gilt, was jemand mit der Verpflichtung empfängt, es in bestimmter Weise im Interesse des Treugebers zu verwenden, insbesondere es zu verwahren, zu verwalten oder einem anderen abzuliefern (BGE 133 IV 21 E. 6.2). Die tatbestandsmässige Handlung besteht bei der Veruntreuung von Vermögenswerten in einem Verhalten, durch welches der Täter eindeutig seinen Willen bekundet, den obligatorischen Anspruch des Treugebers zu vereiteln (BGE 133 IV 21 E. 6.1.1). Das Organ und der Angestellte einer juristischen Person, welche gemäss ihrem Zweck Vermögen verwaltet, gelten als berufsmässige Vermögensverwalter im Sinne von Art. 138 Ziff. 2 StGB, wenn sie intern für die Verwaltung von Kundenvermögen verantwortlich sind (vgl. Art. 29 StGB bzw. Art. 172 aStGB; BGE 120 IV 182 E. 1b mit Hinweisen). In subjektiver Hinsicht erfordert der Tatbestand der Veruntreuung Vorsatz und ein Handeln in unrechtmässiger Bereicherungsabsicht (BGE 133 IV 21 E. 6.1.2). Der Tatbestand der Veruntreuung durch unrechtmässige Verwendung anvertrauten Gutes (Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB) geht dem Tatbestand der ungetreuen Geschäftsbesorgung in Bereicherungsabsicht (Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 und 3 StGB) im Falle der Konkurrenz vor (Urteil 6P.183/2006 vom 19. März 2007 E. 15.5).
5.2.1 Die Vorinstanz erwägt in der Eventualbegründung (S. 21), selbst wenn der Beschwerdeführer berechtigt gewesen wäre, den geschäftlichen Aufwand dem Investitionskapital zu belasten, so wären die namens der Y.________ AG erfolgten Bezüge und Überweisungen nur rechtmässig, wenn sie ordnungsgemäss belegt wären und gesamthaft in einem angemessenen Verhältnis zum bewirkten Geschäftserfolg stünden. Dies sei weitgehend zu verneinen. Der Beschwerdeführer habe seinen Aufwand nicht ordnungsgemäss (im Sinne von Art. 662a ff. und Art. 957 ff. OR) ausweisen können. Auch die geltend gemachten Reisespesen seien nicht genügend spezifiziert. Die Z.________ habe zudem erstaunlicherweise keine Buchhaltung geführt. Selbst wenn man davon ausgehen würde, der Beschwerdeführer sei berechtigt gewesen, den geschäftlichen Aufwand dem Investitionskapital zu belasten, so könnten "bestenfalls" Reisespesen von rund Fr. 43'300.-- als nachgewiesen erachtet werden. Weitergehende, vom Beschwerdeführer geltend gemachte Auslagen wie "Beratungshonorare und Löhne" blieben unbelegt.
5.2.2 Der Beschwerdeführer setzt sich mit dieser Eventualbegründung nicht auseinander. Wohl verkennt die Vorinstanz, dass eine Veruntreuung erst vorliegt, wenn feststeht, dass die behaupteten Auslagen tatsächlich nicht in der geltend gemachten Höhe oder nicht im Zusammenhang mit der Tätigkeit für die Z.________ angefallen sind oder hierfür von der Z.________ bzw. von den Investoren kein Ersatz geschuldet war. Dass Buchführungsregeln verletzt wurden oder tatsächlich angefallene und zu vergütende Auslagen nicht oder ungenügend belegt sind, reicht für die Annahme einer Veruntreuung nicht. Dies entbindet den Beschwerdeführer jedoch nicht davon, in der Beschwerde an das Bundesgericht zumindest im Ansatz aufzuzeigen, dass und gegebenenfalls welche konkreten Auslagen oder Kosten Dritter von der Vorinstanz zu Unrecht als nicht ersatzfähig qualifiziert wurden. Die Vorinstanz wie auch das Bezirksgericht, auf dessen Ausführungen im angefochtenen Urteil verwiesen wird, setzen sich ausführlich mit den geltend gemachten Auslagen auseinander. Aus den vorinstanzlichen Erwägungen ergibt sich, dass die vom Beschwerdeführer in Rechnung gestellten Auslagen, bei welchen es sich hauptsächlich um Reisekosten handelte, weitgehend anerkannt wurden und sich der Vorwurf des fehlenden Nachweises in erster Linie auf die Beratungshonorare und Löhne bezieht, bei welchen es sich nicht um Auslagen im Sinne von Art. 402 Abs. 1 OR handelt und welche nach dem zuvor Gesagten (supra E. 4.4) ohnehin nicht dem Investitionskapital belastet werden durften. Die allgemeinen Ausführungen des Beschwerdeführers, wonach im Fondsmanagement direkte und indirekte Kosten immer aus dem Investitionskapital bezahlt würden, genügen den Begründungsanforderungen nicht, nachdem er nicht einmal ansatzweise behauptet, er hätte zusätzliche Auslagen gehabt, welche von der Vorinstanz im Sinne der Eventualbegründung hätten berücksichtigt werden müssen.
6.2 Die Vorinstanz führt dazu aus (E. 2.3.2 S. 22 f.), bei der Z.________ habe es sich um eine so genannte Investment-Gesellschaft gehandelt, welche die Zusammenfassung des Investitionskapitals verschiedener Geldgeber zur Privatplatzierung bezweckt habe. Die Investoren seien anteilsmässig am Gesellschaftskapital der Z.________ beteiligt gewesen. Auch wenn unter den Anlegern kein eigentlicher (persönlicher) Kontakt bestanden habe, so seien sie bzw. ihr Kapital doch in der Z.________ gesellschaftlich vereint gewesen. Die Vermögenswerte der Investoren seien auf die Z.________ übertragen worden, damit man "gemeinsam bzw. mit der Summe" habe auftreten können. Unter diesen Umständen seien die Investoren keineswegs als unabhängig nebeneinander bestehende Kapitalgeber zu qualifizieren, mit deren Einlage die Y.________ AG bzw. der Beschwerdeführer losgelöst von der Struktur innerhalb der Z.________ hätten machen können, was ihnen (oder einzelnen Investoren) beliebe. Das Kapital der einzelnen Investoren habe Gesellschaftskapital gebildet, und dieses sei als solches gänzlich gebunden gewesen. Wie den Akten zu entnehmen sei, sollten die "Darlehen" von den Darlehensnehmern zudem nicht mehr zurückbezahlt werden, sondern endgültig mit dem Anteil der C.________ an der Z.________ verrechnet werden. Dies habe in der Konsequenz eine Herabsetzung bzw. eine Reduktion des Gesellschaftskapitals bedeutet.
Eine Vermögensdisposition des geschäftsführenden Organs kann nach der Rechtsprechung sodann pflichtwidrig im Sinne von Art. 158 StGB sein, wenn dadurch das Reinvermögen der Gesellschaft im Umfang von Grundkapital und gebundenen Reserven berührt wird (BGE 117 IV 259 E. 5b). Eine Schädigung der Gesellschaft und damit eine ungetreue Geschäftsbesorgung kann bei einer Gewährung von Darlehen an Dritte überdies mangels einer marktüblichen Verzinsung (BGE 122 IV 279 E. 2e) bzw. mangels der vereinbarten renditebringenden Anlage der Vermögenswerte gegeben sein. Der Schaden liegt dabei in der Differenz zwischen den vom Darlehensnehmer zu entrichtenden Zinsen und der Rendite, welche mit der vereinbarten Anlage der Vermögenswerte erzielt worden wäre. Ob sich der Beschwerdeführer in diesem Sinne der ungetreuen Geschäftsbesorgung strafbar machte, muss offen bleiben, da dieser Vorwurf nicht Gegenstand der Anklage bildet. Weder äussert sich die Anklageschrift dazu, inwiefern durch die Darlehensgewährung bzw. die Kapitalrückerstattung das Grundkapital und die gebundenen Reserven der Z.________ angegriffen wurden, noch wird dem Beschwerdeführer darin vorgeworfen, der Gesellschaft einen Vermögensschaden in Form eines entgangenen Gewinns zugefügt zu haben.
7.2 Die Vorinstanz geht von einer Deliktssumme von über Fr. 3 Mio. aus (angefochtenes Urteil S. 36). Diese setzt sich aus dem Verlust aus der Zahlung an G.________ über Fr. 2'175'000.-- (EUR 1'500'000.-- zum Wechselkurs von Fr. 1.461) und den Überweisungen und Barbezügen des Beschwerdeführers an sich selber und Dritte in Höhe von Fr. 1'257'126.45 (USD 487'107.76, EUR 124'637.46 und Fr. 438'855.--), abzüglich die Gewinnbeteiligung von Fr. 49'500.-- und die in der Eventualbegründung der Vorinstanz anerkannten Auslagen von Fr. 43'300.--, zusammen. Entgegen dem Einwand in der Beschwerde berücksichtigt sie, dass zahlreiche Anleger ihr Investment zurückzogen. Nach den Berechnungen der Vorinstanz waren in der Z.________ nach den erfolgten Rückzahlungen noch Vermögenswerte von USD 2'423'148.60 zusammengefasst, darin inbegriffen die Einlage der C.________ von USD 500'000.--, was bei dem von der Vorinstanz verwendeten Wechselkurs einen Betrag von Fr. 3'540'220.10 ergibt (vgl. Entscheid des Bezirksgerichts S. 48 und S. 73, auf welchen im angefochtenen Urteil verwiesen wird). Eine Veruntreuung in der Höhe des von der Vorinstanz festgestellten Deliktsbetrags wäre daher möglich gewesen. Keine Veruntreuung liegt nach dem zuvor Gesagten (supra E. 6.3) allerdings bezüglich der Einlage der C.________ von USD 500'000.-- vor.
8.1 Der Beschwerdeführer rügt, die Verurteilung wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung sei bundesrechtswidrig und basiere auf einer willkürlichen Sachverhaltsfeststellung. G.________ habe den Eindruck eines höchst erfolgreichen Geschäftsmanns vermittelt und einen vollkommen vertrauenswürdigen Eindruck gemacht. Vor dem perfekt inszenierten Hintergrund hätten nur wenige - auch umsichtige Geschäftsleute - weitere Abklärungen getätigt, wobei auch jene nicht notwendigerweise ein anderes Bild von G.________ erhalten hätten. Die von diesem unterbreitete Joint Venture-Partnerschaft sei absolut plausibel erschienen. Dass es sich bei der Bestätigung der I.________ Bank um eine Fälschung handelte, sei für ihn nicht erkennbar gewesen. Ihm könne daher keine Pflichtverletzung vorgeworfen werden. Er sei vielmehr ein klassisches Opfer eines hochprofessionellen Wirtschaftskriminellen gewesen. Die Einschätzung der Vorinstanz stehe auch in klarem Widerspruch mit dem Urteil des Landgerichts München vom 25. Oktober 2007 (Beschwerde S. 26 ff.). An das Vorliegen von Eventualvorsatz seien bei der ungetreuen Geschäftsbesorgung strenge Anforderungen zu stellen (Beschwerde S. 32 Ziff. 81). Ihm vorzuwerfen, er habe mit dem Verlust der EUR 1,5 Mio. gerechnet und sei damit einverstanden gewesen, sei absurd, zumal er auch um die Rückführung des Geldes gekämpft und bei der Strafverfolgung von G.________ aktiv mitgewirkt habe (Beschwerde S. 32 ff.).
8.4.1 Die Tathandlung der ungetreuen Geschäftsbesorgung wird im Gesetz nicht näher umschrieben. Sie besteht in der Verletzung jener spezifischen Pflichten, die den Täter in seiner Stellung als Geschäftsführer generell, aber auch bezüglich spezieller Geschäfte zum Schutz des Auftraggebers bzw. Geschäftsherrn treffen (BGE 120 IV 190 E. 2b; 118 IV 244 E. 2b). Die entsprechenden Pflichten ergeben sich aus dem jeweiligen Grundverhältnis. Massgebliche Basis sind insbesondere gesetzliche und vertragliche Bestimmungen, aber auch Statuten, Reglemente oder Beschlüsse der Generalversammlung, der Gesellschaftszweck oder branchenspezifische Usanzen (Urteil 6B_66/2008 vom 9. Mai 2008 E. 6.3.3). Pflichtwidrig im Sinne von Art. 158 StGB handelt, wer als Vermögensverwalter ein unerlaubtes Geschäftsrisiko eingeht, indem er Weisungen des Klienten missachtet (BGE 120 IV 190 E. 2b S. 193). Nicht tatbestandsmässig sind hingegen Massnahmen, die sich im Rahmen der ordnungsmässigen Geschäftsführung bewegen. Dies gilt auch, wenn dem Geschäftsherrn zu einem späteren Zeitpunkt ein Vermögensschaden erwächst. Es ist daher im konkreten Fall ex ante zu bestimmen, ob die eingegangenen Risiken den getroffenen Vereinbarungen oder Weisungen des Auftraggebers zuwiderlaufen (Urteil 6S.430/2006 vom 13. Februar 2007 E. 3.2 mit Hinweisen).
8.4.2 Der Beschwerdeführer durfte nach den mit den Anlegern getroffenen Vereinbarungen nur Investitionen tätigen, die keine Risiken eines Kapitalverlusts beinhalteten (angefochtenes Urteil S. 27). Dennoch überwies er einen Grossteil des damals noch vorhandenen Investitionskapitals von rund EUR 1,7 Mio. (angefochtenes Urteil S. 29) auf das Privatkonto einer ihm nicht näher bekannten Person im Ausland, angeblich als Gebühr für die Erstellung einer Bankgarantie. Er tat dies, ohne die Originaldokumente der Bankgarantie gesehen zu haben und überhaupt jemals direkt mit der I.________ Bank in Kontakt getreten zu sein, die angeblich die EUR 1,5 Mio. von G.________ erhalten und die Bankgarantie über USD 60 Mio. zu seinen Gunsten ausstellen sollte. Damit ging er für einen umsichtigen Geschäftsführer unerlaubte Risiken ein. Die Vorinstanz weist zutreffend darauf hin (angefochtenes Urteil S. 30), dass der Beschwerdeführer zumindest hätte Recherchen anstellen müssen zum Geschäftsmodell "Handel mit Bankgarantie", welche ihm zur Erkenntnis verholfen hätten, dass im Internet vielfach vor Betrügereien im Zusammenhang mit dem angeblichen Handel mit Bankgarantien gewarnt wird, und dass das von G.________ beschriebene, hochrentable Geschäft gar nicht existiert. Solche drängten sich geradezu auf, zumal er selber nicht in der Lage war zu erläutern, wie mit einer Bankgarantie eine Rendite in Millionenhöhe erzielet werden kann. Die Vorinstanz geht daher zu Recht von einem pflichtwidrigen Handeln aus. Auf ihre zutreffenden Ausführungen (S. 28 ff.) kann verwiesen werden.
8.5.3 Die Vorinstanz erwägt, die Z.________ habe sich in einer finanziell kritischen Situation befunden. Die Gesellschaft habe im Frühling 2002 mit einem Anfangskapital von über EUR 10 Mio. begonnen. Schon rund ein Jahr später sei das Kapital, u.a. durch den Rückzug einiger Investoren, auf etwa EUR 1,7 Mio. geschrumpft. Es sei ein Gewinn von ungefähr Fr. 165'000.-- zu verzeichnen gewesen. Eine eigentliche, gelungene Anlage im Sinne einer Investition sei aber ausgeblieben. Der Beschwerdeführer sei dadurch massiv unter Druck geraten, da er innert nützlicher Frist einen Anlageerfolg habe ausweisen müssen, insbesondere auch um die zu Unrecht bezogenen Aufwendungen, Spesen usw. kompensieren zu können. Entsprechend habe das "F.________-Investment" für ihn die Rettung aus seiner misslichen Situation dargestellt, und wohl mit dem Mut der Verzweiflung habe er daran festgehalten, trotz der Vielzahl der erkennbaren negativen Vorzeichen, aufgrund derer er als Finanzfachmann ernsthaft damit rechnen musste, dass das Projekt scheitern und sein Verhalten zur Vermögensschädigung der Anleger im Umfang von insgesamt EUR 1,5 Mio. führen könnte. Wer wie der Beschwerdeführer in der gegebenen Situation die besagte Überweisung an G.________ vornehme, wisse um das hohe Risiko des Misserfolgs bzw. des Eintritts des Vermögensschadens. Diese mögliche, geradezu wahrscheinliche Folge sei somit vom Vorsatz des Beschwerdeführers mitumfasst. Die Schädigung der Anleger durch das Geschäft mit G.________ habe sich dem Beschwerdeführer als derart wahrscheinlich aufgedrängt, dass sein Handeln vernünftigerweise nur als Billigung des Erfolgs gedeutet werden könne (angefochtenes Urteil S. 34 f.).
8.5.4 Die Feststellung der Vorinstanz, der Beschwerdeführer habe gewusst, dass mit seinem Handeln ein erhebliches Risiko verbunden war, welches von den Investoren nicht gebilligt worden wäre, hält einer Willkürprüfung stand. Die Vorinstanz geht zutreffend von einem sehr riskanten Geschäft aus. Dies bereits deshalb, weil der Beschwerdeführer annähernd das gesamte noch verbleibende Kapital in den Handel mit einer Bankgarantie investierte, von welchem er keine konkrete Vorstellung hatte, wie damit eine Rendite in Millionenhöhe erzielt werden sollte. Er selber war als Finanzfachmann nicht in der Lage, dies zu erläutern, und konnte damit jedenfalls nicht mit ausreichender Sicherheit davon ausgehen, dass er mit diesem Geschäft einen über den investierten Betrag von EUR 1,5 Mio. hinausgehenden Gewinn erzielen wird. Da der Betrag von EUR 1,5 Mio. angeblich als "Gebühr" an die Bank zu entrichten war, hätte bereits das Ausbleiben dieser Rendite zwingend den Verlust des Kapitals bedeutet. Wie die Vorinstanz richtig bemerkt, gibt es den von G.________ beschriebenen, hochrentablen Handel mit einer "isolierten Bankgarantie" nicht (S. 28 und 34). Der Beschwerdeführer behauptet in seiner Beschwerde (S. 29) das Gegenteil und macht geltend, der Begriff "Bankgarantie" sei weit auszulegen. Wie genau die erhoffte Rendite in Millionenhöhe erzielt werden sollte, legt er erneut nicht dar.
8.5.5 Fraglich ist, ob mit der Vorinstanz davon ausgegangen werden kann, der Beschwerdeführer habe aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit im Bank- und Finanzsektor gewusst, dass es sich beim angeblichen Handel mit Bankgarantien um ein Betrugsinstrument handelt (angefochtenes Urteil S. 28 f.), nachdem ihm im angefochtenen Urteil andererseits auch vorgeworfen wird, er habe sich naiv verhalten (S. 29), sich von einem Gewinn in Millionenhöhe verleiten lassen (S. 28), zu Unrecht keine Informationen zum Geschäftsmodell "Handel mit Bankgarantie" eingeholt (S. 30) und sich von G.________ blenden und manipulieren lassen (S. 30 und 32). Soweit sich der Beschwerdeführer den Schadenseintritt nicht genau so vorstellte, wie er sich schliesslich aufgrund der Täuschung durch G.________ verwirklichte, befand er sich allenfalls in einem Irrtum über den Kausalverlauf. Ein solcher ist nach der Rechtsprechung für die strafrechtliche Beurteilung nur wesentlich, wenn die irrige Vorstellung die Schwere der Tat und das Mass des Verschuldens des Täters in einem anderen Licht erscheinen lässt. Wollte der Täter den Taterfolg bzw. nahm er diesen im Sinne des Eventualvorsatzes in Kauf, verwirklichte sich der Taterfolg aber nicht genau so, wie er sich dies vorgestellt hatte, so ist der Irrtum unerheblich, da für das Mass der Schuld ohne Bedeutung (BGE 109 IV 94 E. 3c). Diese Rechtsprechung ist im Schrifttum zum Teil auf Kritik gestossen (vgl. Guido Jenny, Basler Kommentar, 2. Aufl. 2007, N. 29 zu Art. 12 StGB; Günter Stratenwerth, Schweizerisches Strafrecht, Allgemeiner Teil I, 3. Aufl. 2005, N. 82 S. 182). Einigkeit besteht, dass ein Irrtum über den Kausalverlauf nur unerheblich sein kann, wenn der tatsächliche Geschehensablauf nicht derart aussergewöhnlich war, dass mit ihm nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung schlechthin nicht zu rechnen war (Urteil 6S.1/2008 vom 26. August 2009 E. 2.4; José Hurtado Pozo, Droit pénal, Partie générale, 2. Aufl. 2008, N. 607 S. 202 f.; Guido Jenny, a.a.O., N. 27 zu Art. 12 StGB; Stratenwerth, a.a.O., N. 82 S. 181 f.).