Source: https://www.rechtslupe.de/wirtschaftsrecht/schutz-der-einzelnen-bilder-eines-films-der-fall-peter-fechter-374009
Timestamp: 2020-02-16 21:28:44
Document Index: 145094546

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 72', '§ 72', '§ 242', '§ 102', '§ 195', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Schutz der ein­zel­nen Bil­der eines Films – der Fall Peter Fech­ter | Rechtslupe
Schutz der einzelnen Bilder eines Films - der Fall Peter Fechter
Schutz der ein­zel­nen Bil­der eines Films – der Fall Peter Fech­ter
Die ein­zel­nen Bil­der eines Films sind unab­hän­gig vom Schutz des Films als Film­werk oder Lauf­bild­fol­ge, wenn nicht als Licht­bild­wer­ke nach § 2 Abs. 1 Nr. 5 UrhG, so doch jeden­falls als Licht­bil­der nach § 72 UrhG geschützt. Der Licht­bild­schutz ein­zel­ner Film­bil­der aus § 72 UrhG erstreckt sich nicht nur auf die Ver­wer­tung der Bil­der in Form von Fotos, son­dern auch auf die Ver­wer­tung der Bil­der in Form des Films.
Rechts­fol­ge der Ver­wir­kung nach § 242 BGB ist im Urhe­ber­recht wie auch sonst im Imma­te­ri­al­gü­ter­recht und im Wett­be­werbs­recht allein, dass der Rechts­in­ha­ber sei­ne Rech­te im Hin­blick auf bestimm­te kon­kre­te bereits began­ge­ne oder noch andau­ern­de Rechts­ver­let­zun­gen nicht mehr durch­zu­set­zen ver­mag; ein Frei­brief für künf­ti­ge Rechts­ver­let­zun­gen ist damit nicht ver­bun­den 1.
Ver­hält sich ein Rechts­in­ha­ber gegen­über Zuwi­der­hand­lun­gen gegen sei­ne Rech­te län­ge­re Zeit untä­tig, obwohl er den Ver­let­zungs­tat­be­stand kann­te oder doch ken­nen muss­te, kön­nen dadurch allen­falls die­je­ni­gen Ansprü­che auf Scha­dens­er­satz und Berei­che­rungs­aus­gleich ver­wirkt wer­den, die bis zu einer Abmah­nung des Ver­let­zers durch den Rechts­in­ha­ber ent­stan­den waren; nach einer Abmah­nung durch den Ver­letz­ten muss der Ver­let­zer wie­der damit rech­nen, wegen künf­ti­ger Ver­let­zungs­hand­lun­gen auf Scha­dens­er­satz oder Berei­che­rungs­aus­gleich in Anspruch genom­men zu wer­den 2.
Eine Abkür­zung der für Ansprü­che wegen Ver­let­zung eines nach dem Urhe­ber­rechts­ge­setz geschütz­ten Rechts oder wegen Ein­griffs in den Zuwei­sungs­ge­halt eines sol­chen Rechts gemäß § 102 Satz 1 UrhG, §§ 195, 199 Abs. 1 BGB gel­ten­den drei­jäh­ri­gen Ver­jäh­rungs­frist durch Ver­wir­kung kann nur unter ganz beson­de­ren Umstän­den ange­nom­men wer­den 3.
Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 6. Febru­ar 2014 – I ZR 86/​12
Das Foto im Inter­net­auf­tritt – fik­ti­ve Lizenz­ge­bühr und ihre… Eine rechts­ver­let­zen­de Dau­er­hand­lung (hier das unbe­fug­te öffent­li­che Zugäng­lich­ma­chen von Foto­gra­fi­en im Inter­net) ist zur Bestim­mung des Beginns der Ver­jäh­rung gedank­lich in Ein­zel­hand­lun­gen (also in Tage)…
Anschluss an BGH, Urteil vom 18.01.2012 – I ZR 17/​11, GRUR 2012, 928 = WRP 2012, 1104 – Hon­da-Grau­im­port; Urteil vom 15.08.2013 – I ZR 188/​11, GRUR 2013, 1161 = WRP 2013, 1465 – Hard Rock Café [zur Ver­öf­fentl. in BGHZ bestimmt]; Fort­füh­rung von BGH, Urteil vom 30.06.1976 – I ZR 63/​75, BGHZ 67, 56 – Schmal­film­rech­te[↩]
Bestä­ti­gung von BGH, Urteil vom 15.11.1957 – I ZR 83/​56, BGHZ 26, 52 Sher­lock Hol­mes; BGHZ 67, 56 – Schmal­film­rech­te[↩]
Anschluss an BGH, Urteil vom 20.07.2010 EnZR 23/​09, NJW 2011, 212 – Strom­netz­nut­zungs­ent­gelt IV; Urteil vom 11.10.2012 – VII ZR 10/​11, NJW 2012, 3569; Urteil vom 29.01.2013 – EnZR 16/​12 13[↩]
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