Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BFHE%20148,%20474
Timestamp: 2019-12-11 15:07:28
Document Index: 277490831

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 1', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4']

BFH, 28.11.1986 - III B 54/85 - dejure.org
https://dejure.org/1986,1811
BFH, 28.11.1986 - III B 54/85 (https://dejure.org/1986,1811)
BFH, Entscheidung vom 28.11.1986 - III B 54/85 (https://dejure.org/1986,1811)
BFH, Entscheidung vom 28. November 1986 - III B 54/85 (https://dejure.org/1986,1811)
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EStG § 4 Abs. 5 Nr. 1 und Abs. 6 (nunmehr Abs. 7); ZugabeVO § 1
Zugabe - Geschenk - Betriebsausgaben - Werbeaufwendungen
Solche Zugaben seien nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) keine Geschenke i.S. des § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 1 EStG (…BFH-Entscheidungen vom 4. Februar 1987 I R 132/83, BFH/NV 1988, 352, und vom 28. November 1986 III B 54/85, BFHE 148, 474, BStBl II 1987, 296).
Nach dem in BStBl II 1987, 296 veröffentlichen Beschluss des BFH scheidet eine unentgeltliche Zuwendung aus, wenn der Zuwendende zur Zuwendung rechtlich verpflichtet ist.
Entsprechende (Werbe-)Aufwendungen sind daher auch ohne Beachtung der besonderen Aufzeichnungsvorschriften des § 4 Abs. 6 (nunmehr Abs. 7) EStG als Betriebsausgaben abziehbar (Bestätigung der Entscheidungen vom 28. November 1986 III B 54/85, BFHE 148, 474, BStBl II 1987, 296, …und vom 4. Februar 1987 I R 132/83, BFH/NV 1988, 352).
Weiter wies der I. Senat darauf hin, daß nach dem Beschluß des III. Senats des BFH vom 28. November 1986 III B 54/85 (BFHE 148, 474, BStBl II 1987, 296) Zugaben im Sinne der Zugabeverordnung (ZugabeVO) allerdings keine Geschenke i. S. des § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 1 EStG seien.
Wegen dieser akzessorischen Verknüpfung mit der Hauptleistung kann die Zugabe im Sinne der ZugabeVO für sich allein nicht als Geschenk angesehen werden (so schon der Beschluß des erkennenden Senats in BFHE 148, 474, BStBl II 1987, 296).
b) Diese Grundsätze entsprechen zum überwiegenden Teil der bereits im Beschluß in BFHE 148, 474, BStBl II 1987, 296 geäußerten Auffassung des erkennenden Senats.
e) Ob die vom Kläger gewährten Zugaben wettbewerbsrechtlich erlaubt oder verboten waren, ist nicht zu prüfen (s. hierzu schon den Beschluß des Senats in BFHE 148, 474, BStBl II 1987, 296).
dd) Für die Beurteilung als entgeltliche Zuwendung ist es nicht von Belang, ob die gewährten Zugaben wettbewerbsrechtlich erlaubt oder verboten sind (BFH-Beschluss in BFHE 148, 474, BStBl II 1987, 296; BFH-Urteil in BFHE 172, 434, BStBl II 1994, 170).
Nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung des BFH scheidet das Vorliegen eines Geschenks aus, wenn der Zuwendende zur Zuwendung rechtlich verpflichtet ist (BFH, Beschluss vom 28. November 1986 III B 54/85, BStBl II 1987, 296).
Nach dem BFH-Beschluß vom 28. November 1986 III B 54/85 (BFHE 148, 474, BStBl II 1987, 296) sind Zugaben i. S. der Zugabenverordnung (ZugabeVO) keine Geschenke i. S. des § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 1 EStG.
Wegen dieser akzessorischen Verknüpfung mit der Hauptleistung kann die Zugabe i. S. der ZugabeVO für sich allein nicht als Geschenk angesehen werden (BFH-Beschluß III B 54/85).
Danach ist dann kein Geschenk anzunehmen, wenn auch nur eine Seite der beiden schuldrechtlichen Vertragsparteien von der Entgeltlichkeit der Zuwendung ausgeht; denn die Unentgeltlichkeit einer Schenkung setzt objektiv das Fehlen einer Gegenleistung und subjektiv die Einigung der Parteien hierüber voraus (BFH Urteile vom 23. Juni 1993 I R 14/93, Bundessteuerblatt - BStBl - II 1993, 806;… vom 4. Februar 1987 I R 132/83, Sammlung amtlich nicht veröffentlichter Entscheidungen des BFH - BFH/NV - 1988, 352; vom 18. Februar 1982 IV R 46/78, BStBl II 1982, 394; vgl. ferner BFH Urteil vom 26. November 1985 IX R 64/82, BStBl II 1986, 161 m. w. N.; BFH-Beschluss vom 28. November 1986 III B 54/85, BStBl II 1987, 296).
An einer Verknüpfung einer Zuwendung mit einer Gegenleistung fehlt es zum Beispiel, wenn die Zuwendung den Zweck hat, Geschäftsverbindungen zu sichern oder zu verbessern (BFH-Urteile vom 28.11.1986 III B 54/85, BStBl II 1987, 296; 23.06.1993 I R 14/93, BStBl II 1993, 806 und vom 05.07.1996 VI R 10/96, BStBl II 1996, 545 mit weiteren Nachweisen).