Source: https://m.hausarbeiten.de/document/4003
Timestamp: 2019-12-07 11:06:42
Document Index: 381567581

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§2', '§2', '§2', '§5', '§1', '§3', '§12', '§2', '§6', '§5', '§5', '§8']

Rechtliche Relevanz von Datenschutz, Strafrecht und Urheberrecht ...
von Andreas Wobst (Autor)
2. Wichtige Begriffe im Internet
2.1 Homepage und Web-Site
2.2 Inhaltsanbieter
2.3 Diensteanbieter
2.4 Netzbetreiber
3. Datenschutzrechtliche Regelungen für Homepage und Provider
3.1 Das Informations- und Kommunikationsdienste-Gesetz des Bundes
3.1.1 Der Anwendungsbereich des Teledienstegesetzes
3.1.2 Der Anwendungsbereich des Teledienstedatenschutzgesetzes
3.2 Der Mediendienste-Staatsvertrag
4. Strafrechtliche Regelungen
4.1 Unzulässige Inhalte von Homepages
4.2 Haftung für fremde Inhalte
5. Urheberrechtliche Regelungen für Homepages und deren Anbieter
5.1 Geltungsbereich des Urhebergesetzes
5.2 Urheberrechtliche Einordnung der Übernahme von Links auf die eigene Homepage
In unserem modernen Zeitalter der globalen Kommunikation ist es heutzutage fast unumgänglich, einen Internetanschluss zu besitzen, da man sowohl das Neueste aus aller Welt erfährt als auch seinen persönlichen Interessen nachgehen kann. Das Internet bietet für alles und jeden ein nahezu unendliches Angebotspotential.
Für den privaten oder dienstlichen Benutzer besteht außerdem die Möglichkeit, selbst im Netz präsent zu sein. Um dieses Ziel zu erreichen, erstellt man einfach eine Homepage, die man leicht und schnell zu einer Web-Site erweitern kann. Allerdings sind vielen, vor allem privaten Benutzern die rechtlichen Anforderungen und Pflichten an ein solches Unterfangen nicht oder nur teilweise bekannt, da das Internet immer noch zu häufig als rechtsfreier Raum angesehen wird.
Diese Seminararbeit soll vor allem auf strafrechtliche, datenschutzrechtliche und urheber-rechtliche Probleme und Gefahren hinweisen.
Eine Homepage ist die erste Seite eines Informationsangebots im World Wide Web. Sie ist die einführende Seite für eine Web-Site, die wiederum aus vielen anderen Seiten mit Informationen besteht.
Der Inhaltsanbieter ist der Schöpfer der Homepage. Er ist für den Inhalt verantwortlich und würde sich durch rechtswidrige Inhalte wie z.B. rassistische Texte strafbar machen. Abhängig vom Inhalt gelten für ihn der Mediendienstestaatsvertrag oder das Teledienste(datenschutz)gesetz (TDDSG).
Der Diensteanbieter, auch Provider genannt, stellt dem Inhaltsanbieter seinen Server zur Verfügung und ist für diesen auch verantwortlich. Außerdem vergibt er den Netzzugang (Account).
Gemäß § 3 Nr.1 des Teledienstegesetzes (TDG) definiert sich der Diensteanbieter so: „Im Sinne des Gesetzes sind
1. ’’Diensteanbieter’’ natürliche oder juristische Personen oder Personen-
vereinigungen, die eigene oder fremde Teledienste zur Nutzung
bereithalten oder den Zugang zur Nutzung vermitteln, ...“
Der Netzbetreiber soll nur der Vollständigkeit halber erwähnt werden. Auf ihn wird in der Arbeit nicht näher eingegangen. Er ist verantwortlich für die Kabel, die die Verbindungen zum Internet herstellen.
Das Informations- und Kommunikationsdienste-Gesetz ist Bundesgesetz und besteht aus einzelnen Artikeln. Der erste Artikel, das Teledienstegesetz, enthält Vorschriften über Rechte und Pflichten von Diensteanbietern und Nutzern von Telediensten. Artikel 2 beinhaltet das Teledienstedatenschutzgesetz, welches bereichsspezifische Datenschutzvorschriften für Diensteanbieter enthält. Im dritten Artikel findet sich das Gesetz zur digitalen Signatur. Des weiteren regelt das IuKDG Änderungen des Straf- und Ordnungswidrigkeitenrechts, des Urheber- und Fernunterrichtsrechts, des Jugendschutzes und des Preisangabengesetzes, die nicht Thema dieser Arbeit sind und auf die somit nicht eingegangen wird.
Auf der Internetseite der Adresse: www.online-recht.de wird der Inhalt des IuKDG wie folgt beschrieben: „Die im IuKDG enthaltenen bereichsspezifischen Gesetze werfen Abgrenzungsprobleme in mehrfacher Hinsicht auf und beleuchten die Probleme, denen der moderne Gesetzgeber bei der Regelung der digitalen Kommunikationsformen unterworfen ist. Das Teledienstegesetz (TDG) und das Teledienstedatenschutzgesetz (TDDSG) sind in ihrem Anwendungsbereich sowohl gegenüber den Vorschriften des TKG als auch des Landes-Medienrechts (Rundfunkstaatsvertrag, Mediendienstestaatsvertrag, Pressegesetze) abzu-grenzen.“ ( Internetseite www.onlinerecht.de)
Der Geltungsbereich ist im §2 Abs.1 abstrakt umschrieben. Im zweiten Absatz wird dieser noch präzisiert. Ziel des Teledienstegesetzes ist es also, die Nutzung individuell erbrachter Online-Dienste zu regeln. Dazu gehören Wetterberichte, Telebanking oder auch Börsendatenberichte. Eine genauere Definition was Teledienste sind, findet sich im §2 Abs.2 in den Nummern 1 bis 5. Demzufolge fallen alle Homepages, die nicht in erster Linie zur Meinungsbildung der Allgemeinheit beitragen unter das TDG, i.S.v. §2 Abs.4 Nr.3. Weiterhin ist im Teledienstegesetz die Verantwortlichkeit für Inhalte einer Homepage im §5 geregelt. Gemäß diesem Paragraph sind Diensteanbieter nur für eigene oder für fremde Inhalte einer Homepage die er kannte und deren Nutzung er hätte verhindern können, verantwortlich zu machen.[1]
Der Geltungsbereich ergibt sich aus §1 Abs.1, welcher besagt, dass die Vorschriften des TDDSG für den Schutz personenbezogener Daten bei Telediensten im Sinne des TDG gelten. In diesem Gesetz wird also der Diensteanbieter angesprochen, da er ja für den Schutz eben dieser Daten verantwortlich ist. Das TDDSG gilt nicht für die Nutzung von nicht-personenbezogenen Daten. Außerdem wird dem Inhaltsanbieter einer Homepage ein sparsamer Umgang mit personenbezogenen Daten im §3 Abs.4 TDDSG vorgeschrieben, welcher lautet: „Die Gestaltung und Auswahl technischer Einrichtungen für Teledienste hat sich an dem Ziel auszurichten, keine oder so wenige personenbezogene Daten wie möglich zu erheben, zu verarbeiten und zu nutzen.“[2]
Parallel zum Teledienstedatenschutzgesetz des Bundes haben die Länder zur Regelung der Bestimmungen bei Mediendiensten den Mediendienste-Staatsvertrag aufgenommen. Allerdings sind beide Vorschriften im Bezug auf den Datenschutz im Netz weitgehend identisch. Jedoch ist die Zielrichtung dieser Vorschrift eine andere. Im Gegensatz zum Teledienstedatenschutzgesetz regelt der Mediendienstestaatsvertrag an die Allgemeinheit gerichtete Veröffentlichungen, die zur Meinungsbildung beitragen könnten. Ein Beispiel dafür wäre eine Homepage, die redaktionelle Beiträge veröffentlicht, so wie vielleicht eine Zeitung oder ein Fernsehsender. Demzufolge kann man feststellen, dass der Mediendienste-Staatsvertrag eine Ergänzung zum Presserecht und zum Rundfunkstaatsvertrag darstellt und aus diesem Grund genau wie im Presserecht das Recht auf Gegendarstellung enthält. Auch im MDStV ist im §12 Abs.5 vorgeschrieben, personenbezogene Daten kaum oder nur wenn nötig zu erheben, zu nutzen und zu verarbeiten. Außerdem muss der Anbieter von Mediendiensten im Sinne des §2 Abs.2 MDStV[3] seine Homepage mit seinem Namen und seiner Anschrift gemäß §6 MDStV versehen.
Im Mediendienste-Staatsvertrag sind ähnlich wie im Teledienstedatenschutzgesetz die Pflichten und Rechte der Anbieter geregelt. Die Vorschrift der Verantwortlichkeit aus §5 MDStV ist nahezu mit dem §5 TDG identisch. Detaillierter in den Vertrag aufgenommen sind die unzulässigen Mediendienste und der Jugendschutz aus §8 MDStV. Dieser regelt genau, welche Angebote nicht zulässig sind und somit das Strafrecht tangieren. Genaue Aussagen und Wertungen dazu sollen im Kapitel 4 (Strafrechtliche Regelungen) dieser Arbeit dargelegt werden.
[1] liegt als Anlage bei
[2] liegt ebenfalls bei
[3] als Anlage beigefügt
9783638124898
9783638932141
Fachhochschule der Sächsischen Verwaltung Meißen – Verwaltung
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Andreas Wobst (Autor)