Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerwG&Datum=14.11.1996&Aktenzeichen=7%20B%20286.96
Timestamp: 2019-07-17 05:39:45
Document Index: 115205808

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 1', 'Art. 3', '§ 1', '§ 1', 'Art. 3', '§ 1', '§ 1', 'Art. 3', '§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 1', 'Art. 3', '§ 1', '§ 144']

BVerwG, 14.11.1996 - 7 B 286.96 - dejure.org
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BVerwG, 14.11.1996 - 7 B 286.96 (https://dejure.org/1996,7566)
BVerwG, Entscheidung vom 14.11.1996 - 7 B 286.96 (https://dejure.org/1996,7566)
BVerwG, Entscheidung vom 14. November 1996 - 7 B 286.96 (https://dejure.org/1996,7566)
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Nichtzulassungsbeschwerde - Anforderungen an den Nachweis des verfolgungsbedingten Vermögensverlustes im Falle der Zwangsversteigerung - Anscheinsbeweis und Beweiserleichterung bei verfolgungsbedingtem Vermögensverlust durch Zwangsversteigerung - Anforderungen an die Darlegung der Aufklärungsrüge
VG Leipzig, 05.06.1996 - 3 K 353/95
Die Regelung erfasst nur "Rechtsgeschäfte" und die "Aufgabe" der Vermögensgegenstände (Beschluss vom 14. November 1996 - BVerwG 7 B 286.96 - Buchholz 428 § 1 VermG Nr. 95 = juris Rn. 4 f.).
Die Vermutungsregelung des § 1 Abs. 6 Satz 2 VermG i.V.m. Art. 3 Abs. 1 REAO erfasst, wie oben bereits in anderem Zusammenhang dargelegt, nur "Rechtsgeschäfte" und die "Aufgabe" der Vermögensgegenstände (Beschluss vom 14. November 1996 - BVerwG 7 B 286.96 - Buchholz 428 § 1 VermG Nr. 95 = juris Rn. 4 f.).
BVerwG, 22.02.2007 - 5 C 4.06
Abführungsbetrag; Einheitswert, vor der Schädigung zuletzt festgestellter ~; …
Der Gesetzgeber hat selbst für eine - hier erst im Jahre 1939 erfolgte - Zwangsversteigerung bewusst davon abgesehen, die gesetzliche Vermutung eines verfolgungsbedingten Eigentumsverlusts (§ 1 Abs. 6 Satz 2 VermG i.V.m. Art. 3 REAO) auf Zwangsversteigerungen von im Eigentum Verfolgter stehenden Grundstücken zu erstrecken (Beschluss vom 14. Juli 2005 - BVerwG 7 B 17.05 - ZOV 2005, 371 f.; s.a. Beschlüsse vom 22. Juni 2005 - BVerwG 7 B 51.05 - und vom 14. November 1996 - BVerwG 7 B 286.96 - Buchholz 428 § 1 VermG Nr. 95).
So fallen Vermögensverluste im Rahmen einer Zwangsversteigerung von vornherein aus dem Anwendungsbereich der Vermutung § 1 Abs. 6 S. 2 VermG heraus, da insoweit kein "Rechtsgeschäft" oder keine "Aufgabe" i. S. des Art. 3 REAO vorliegt (vgl.: BVerwG, Beschluss vom 14. November 1996 - 7 B 286.96- in Buchholz 428 § 1 VermG Nr. 95).
Das Bundesverwaltungsgericht hat diese gesetzgeberische Unterscheidung dadurch gerechtfertigt gesehen, dass es dem Vollstreckungsgläubiger nicht zuzumuten war, auf die Befriedigung seiner Forderung zu verzichten, nur weil der Schuldner Verfolgungsmaßnahmen ausgesetzt war (BVerwG, Beschluss vom 14. November 1996 - 7 B 286.96- in Buchholz 428§ 1 VermG Nr. 95).
BVerwG, 30.06.2014 - 8 B 94.13
Vermutung bezüglich eines Vermögensverlustes bei feststehender …
Die Regelung erfasst nach ständiger Rechtsprechung aber nur "Rechtsgeschäfte" und die "Aufgabe" der Vermögensgegenstände (vgl. u.a. Beschlüsse vom 14. November 1996 - BVerwG 7 B 286.96 - Buchholz 428 § 1 VermG Nr. 95 = juris Rn. 4 f. …und vom 16. Dezember 2010 - BVerwG 8 B 17.10 - ZOV 2011, 81 = juris Rn. 11).
Wie der Senat in seinem Beschluß vom 14. November 1996 - BVerwG 7 B 286.96 - unter Berufung auf die Gesetzesmaterialien (BTDrucks 12/2944, S. 49 f.) dargelegt hat, hat der Gesetzgeber bei der Einfügung des § 1 Abs. 6 Satz 2 VermG bewußt davon abgesehen, die Vermutungsregel des Art. 3 der Anordnung BK/O (49) 180 auf den Vermögensverlust aufgrund von Zwangsversteigerungen zu erstrecken; ein Anscheinsbeweis und die damit verbundene Beweiserleichterung bei einem derartigen Vermögensverlust kämen daher allenfalls für besondere Fallgruppen in Betracht.
BVerwG, 22.06.2005 - 7 B 51.05
Anscheinsbeweis; Avisierung; Eigentumsverlust; Grundstück; Kausalität; …
Auf der darin von der Beschwerde erblickten Abweichung von dem Beschluss vom 14. November 1996 BVerwG 7 B 286.96 - (Buchholz 428 § 1 VermG Nr. 95) könnte das angegriffene Urteil aber schon deshalb nicht beruhen, weil die oben zur Grundsatzrüge dargelegten Gründe in einem Revisionsverfahren dazu führen müssten, dass sich die Entscheidung des Verwaltungsgerichts aus anderen Gründen als richtig erweisen würde (§ 144 Abs. 4 VwGO).
Dies sei nur dann anders zu beurteilen, wenn die Zwangsvollstreckung zur Schädigung oder Diskriminierung des verfolgten Vollstreckungsschuldners betrieben wurde, was aber nicht generell vermutet werden kann (BT-Drucks 12/2944, S. 49 f.; BVerwG, Beschluss vom 14. November 1996 - 7 B 286.96 - zitiert nach Juris).