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Timestamp: 2016-10-25 13:57:20
Document Index: 77652875

Matched Legal Cases: ['Art. 29', 'BGE', 'Art. 82', 'Art. 83', 'Art. 86', 'Art. 89', 'Art. 90', 'Art. 146', 'Art. 95', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 42', 'BGE', 'Art. 106', 'Art. 105', 'Art. 9', 'BGE', 'BGE', 'Art. 95', 'Art. 105', 'Art. 97', 'BGE', 'Art. 150', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 147', 'BGE', 'Art. 131', 'Art. 131', 'BGE', 'Art. 52', 'BGE', 'Art. 141', 'Art. 189', 'Art. 190', 'Art. 135', 'Art. 147', 'Art. 51', 'Art. 147', 'Art. 51', 'Art. 150', 'Art. 52', 'Art. 151', 'Art. 53', 'Art. 150', 'Art. 52', 'Art. 52', 'Art. 150', 'BGE', 'Art. 141', 'Art. 145', 'Art. 50', 'Art. 189', 'Art. 190', 'Art. 127', 'BGE', 'Art. 127', 'Art. 105', 'Art. 132', 'Art. 135', 'Art. 132', 'Art. 5', 'Art. 35', 'Art. 5', 'Art. 1', 'Art. 104', 'Art. 131', 'Art. 135', 'BGE', 'Art. 49', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 150', 'Art. 150', 'Art. 105', 'Art. 106', 'BGE', 'BGE', 'Art. 65', 'Art. 68']

2C_596/2012 (19.03.2013)
Beschwerde gegen das Urteil des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, vom 14. M�rz 2012.
Die Eheleute A.X.________ und B.X.________ geb. Y.________ deklarierten in ihrer Steuererkl�rung "2001 B" namentlich ein Einkommen aus selbst�ndiger Erwerbst�tigkeit des Ehemannes in der H�he von insgesamt Fr. 5'306'911.--. Neben weiteren Abz�gen beanspruchten sie die Anrechnung noch nicht verrechneter Vorjahresverluste. Im Juni 2005 nahm die Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft bei der X.________ & Co. T.________, deren unbeschr�nkt haftender Gesellschafter A.X.________ ist, eine Buchpr�fung vor. Die Pr�fung ergab, dass der geltend gemachte Vorjahresverlust bereits mit Einkommen aus einem fr�heren Jahr hatte verrechnet werden k�nnen.
Am 31. Oktober 2005 erliess die Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft die Veranlagungsverf�gung �ber die direkte Bundessteuer 2001. Darin rechnete sie gegen�ber der Selbstschatzung einen Zins von Fr. 129'010.-- auf. Auf diese Weise ergab sich ein Einkommen aus selbst�ndiger Erwerbst�tigkeit von nunmehr Fr. 5'435'921.--, das unter den Positionen "selbst�ndige Erwerbst�tigkeit" (Fr. 2'480'513.--) und "gewerbsm�ssiger Liegenschaftenhandel" (Fr. 2'955'408.--) ausgewiesen wurde. Den geltend gemachten Vorjahresverlust schloss die Steuerverwaltung vom Abzug aus. Bei einem steuerbaren und satzbestimmenden Einkommen von je Fr. ... und dem Maximalsatz von 11,5 Prozent resultierte eine Steuerschuld von Fr. ....
Im Anschluss an eine Besprechung mit der Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft erhoben die Eheleute X.________-Y.________ am 30. November 2005 Einsprache und beantragten sinngem�ss, der Vorjahresverlust sei zu ber�cksichtigen und die Aufrechnung des Zinses sei r�ckg�ngig zu machen.
L�ngere Zeit sp�ter, am 20. Mai 2010, erliess die Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft unter dem Titel "Veranlagungsverf�gung - ersetzt Verf�gung vom 31.10.2005" einen Hoheitsakt, dessen Charakter bis vor Bundesgericht umstritten ist. Unstreitig wurde die Position "selbst�ndige Erwerbst�tigkeit" von zuvor Fr. 2'480'513.-- um Fr. 129'010.-- auf Fr. 2'351'503.-- herabgesetzt. Die Position "gewerbsm�ssiger Liegenschaftenhandel" (Fr. 2'955'408.--) erschien hingegen nicht mehr. Entsprechend diesem Hoheitsakt betrugen das steuerbare und satzbestimmende Einkommen nunmehr Fr. ... und die Steuerschuld belief sich auf Fr. ..., mithin rund Fr. 350'000.-- weniger als zuvor. Der Rechtsmittelbelehrung liess sich entnehmen, "gegen die vorliegende Veranlagung [sei] kein Rechtsmittel gegeben, da sie auf einem bereits rechtskr�ftigen Einspracheentscheid basier[e]".
Die Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft wandte sich in der Folge mit Schreiben vom 20. September 2010 an die Eheleute X.________-Y.________. Im Wesentlichen f�hrte sie aus, die Veranlagungsverf�gung vom 20. Mai 2010 sei irrt�mlich ergangen und habe die urspr�ngliche Verf�gung vom 31. Oktober 2005 nicht ersetzt. Es fehle [noch] an einem Einspracheentscheid, womit "die Basis f�r diese irrt�mlich ausgel�ste Veranlagungsverf�gung gar nicht gegeben" sei. Die Position "gewerbsm�ssiger Liegenschaftenhandel" von Fr. 2'955'408.-- sei in der Einsprache unangefochten geblieben. Bei einem um rund Fr. 350'000.-- verminderten Steuerbetrag habe sofort klar werden m�ssen, "dass etwas offensichtlich nicht ber�cksichtigt worden ist, d. h. die Veranlagung fehlerhaft ausgel�st worden ist". Die Veranlagungsverf�gung vom 20. Mai 2010 k�nne deshalb "gar keine Rechtsg�ltigkeit erlangen" und sei als gegenstandslos zu betrachten.
Die gegen den Einspracheentscheid gerichtete Beschwerde der Eheleute X.________-Y.________ wies das Steuer- und Enteignungsgericht des Kantons Basel-Landschaft, Abteilung Steuergericht, am 27. Mai 2011 ab. Es hielt die Veranlagungsverf�gung vom 20. Mai 2010 f�r nichtig, da das Einspracheverfahren mit einem Einspracheentscheid h�tte beendet werden m�ssen. Die Beschwerde an das Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, blieb ebenso erfolglos. Anders als das Steuer- und Enteignungsgericht verwarf das Kantonsgericht in seinem Urteil vom 14. M�rz 2012 einen Nichtigkeitsgrund, bejahte aber die Berichtigungsf�higkeit des Hoheitsakts vom 20. Mai 2010. Mit dem Einspracheentscheid vom 2. November 2010 habe die Steuerverwaltung "implizit" die Verf�gung vom 20. Mai 2010 berichtigt. Dies sei nicht zu beanstanden.
Mit Eingabe vom 18. Juni 2012 erheben die Eheleute X.________-Y.________ (hiernach: die Steuerpflichtigen) beim Bundesgericht Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten. Ihr Hauptantrag lautet auf Aufhebung des Urteils vom 14. M�rz 2012 und Feststellung, dass der Einspracheentscheid vom 2. November 2010 nichtig sei. Eventualiter beantragen sie, das Urteil vom 14. M�rz 2012 sowie der Einspracheentscheid vom 2. November 2010 seien aufzuheben und es sei festzustellen, dass die Steuerpflichtigen f�r die Steuerperiode 2001 bereits veranlagt worden seien.
W�hrend das Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, auf eine Vernehmlassung verzichtet, nehmen die Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft und die Eidgen�ssische Steuerverwaltung, Hauptabteilung DVS, je gesondert Stellung und beantragen die Abweisung der Beschwerde. Dies veranlasst die Steuerpflichtigen zur Einreichung abschliessender Bemerkungen.
1.1 Das Bundesgericht pr�ft seine Zust�ndigkeit bzw. die Zul�ssigkeit des Rechtsmittels von Amtes wegen (Art. 29 Abs. 1 BGG) und mit freier Kognition (BGE 138 I 475 E. 1 S. 476; 138 III 471 E. 1 S. 475; 138 IV 258 E. 1.4 S. 262; 137 III 417 E. 1 S. 417).
1.2 Die Beschwerde richtet sich gegen einen (End-)Entscheid einer letzten kantonalen Instanz in einer Angelegenheit des �ffentlichen Rechts. Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist grunds�tzlich gegeben (Art. 82 lit. a, Art. 83, Art. 86 Abs. 1 lit. d und Abs. 2, Art. 89 Abs. 1 und Art. 90 BGG i.V.m. Art. 146 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 �ber die direkte Bundessteuer [DBG; SR 642.11]). Die Sachurteilsvoraussetzungen geben zu keinen Bemerkungen Anlass. Auf die Beschwerde ist einzutreten.
1.3 Mit der Beschwerde kann eine Rechtsverletzung nach Art. 95 und 96 BGG geltend gemacht werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist folglich weder an die in der Beschwerde vorgebrachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden; es kann die Beschwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen, und es kann eine Beschwerde mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begr�ndung abweisen (Motivsubstitution; BGE 138 III 537 E. 2.2 S. 540; 137 III 385 E. 3 S. 386; 133 III 545 E. 2.2. S. 550).
Trotz der Rechtsanwendung von Amtes wegen pr�ft das Bundesgericht, unter Ber�cksichtigung der allgemeinen Begr�ndungspflicht der Beschwerde (Art. 42 BGG), grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen, sofern die rechtlichen M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind (BGE 135 II 384 E. 2.2.1 S. 389; 134 III 102 E. 1.1 S. 104; 133 II 249 E. 1.4.1 S. 254). Die Verletzung von Grundrechten und von kantonalem und interkantonalem Recht untersucht es in jedem Fall nur, soweit eine solche R�ge in der Beschwerde vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG). Fragen des Bundesrechts kl�rt das Bundesgericht mit freier Kognition (Urteile 2C_708/2012 vom 21. Dezember 2012 E. 1.4; 2C_711/2012, 2C_712/2012 vom 20. Dezember 2012 E. 1.4).
1.4 Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Die tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz k�nnen nur berichtigt werden, sofern sie entweder offensichtlich unrichtig, d. h. willk�rlich ermittelt worden sind (Art. 9 BV; BGE 137 II 353 E. 5.1 S. 356; zum Willk�rbegriff: BGE 138 I 49 E. 7.1 S. 51; 137 I 1 E. 2.4 S. 5) oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruhen (Art. 105 Abs. 2 BGG). Zudem hat die beschwerdef�hrende Partei aufzuzeigen, dass die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG; BGE 137 III 226 E. 4.2 S. 234).
1.5 Die Steuerpflichtigen machen eine Verletzung von Art. 150 DBG (Berichtigung) sowie von Art. 8 und 9 BV geltend. Als willk�rlich ger�gt werden die Sachverhaltserhebung und die Rechtsanwendung. Mit der Vorinstanz gehen die Steuerpflichtigen davon aus, dass der Hoheitsakt vom 20. Mai 2010 rechtswirksam sei. Abweichend von der Vorinstanz, die dem Einspracheentscheid die "implizite" Berichtigung der Verf�gung vom 20. Mai 2010 zuschreibt und dies billigt, halten sie die Berichtigung indessen f�r ausgeschlossen. Wie die Vorinstanz verwerfen sie einen Rechnungsfehler, �berdies aber auch ein Schreibversehen.
2.1 Fehlerhafte Verwaltungsakte sind in aller Regel nicht nichtig, sondern bloss anfechtbar, und sie erwachsen dementsprechend durch Nichtanfechtung in Rechtskraft. Nichtigkeit der Verf�gung oder des Entscheids tritt nach st�ndiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung ein, wenn:
Als Nichtigkeitsgr�nde fallen vorab funktionelle und sachliche Unzust�ndigkeit der entscheidenden Beh�rde sowie krasse Verfahrensfehler in Betracht. Inhaltliche M�ngel einer Verf�gung oder eines Entscheids f�hren nur ausnahmsweise zur Nichtigkeit. Fehlt einer Verf�gung oder einem Entscheid zufolge Nichtigkeit jegliche Rechtsverbindlichkeit, so ist das durch die Beh�rde, die mit der Sache befasst ist, jederzeit und von Amtes wegen zu beachten (vgl. BGE 138 II 501 E. 3.1 S. 503 f.; 137 I 273 E. 3.1 S. 275; 137 III 217 E. 2.4.3 S. 225; 136 II 489 E. 3.3 S. 495 f.; 133 II 366 E. 3.1 und 3.2 S. 367; 132 II 342 E. 2.1 S. 346; HUGO CASANOVA, in: Danielle Yersin/Yves No�l [Hrsg.], Commentaire romand, LIFD, 2008, N. 4 der Einf�hrung zu Art. 147-153 DBG; THOMAS ZIEGLER, in: Peter B. Nefzger/Madeleine Simonek/Thomas P. Wenk [Hrsg.], Kommentar zum Steuergesetz des Kantons Basel-Landschaft, 2004, N. 2 zu � 132 StG/BL).
2.2 Auf eine nicht nichtige, (noch) unangefochtene Verf�gung kann die (Steuer-)Beh�rde w�hrend der laufenden Rechtsmittelfrist zur�ckkommen, ohne dass die nach Eintritt der formellen Rechtskraft erforderlichen Voraussetzungen der Wiedererw�gung oder der prozessualen Revision erf�llt sein m�ssten (Widerruf pendente lite; Urteil 4A_447/2009 vom 9. November 2009 E. 2.1, nicht publ. in: BGE 135 III 656; 134 V 257 E. 2.2 S. 261; 129 V 110 E. 1.2.1 S. 111; 124 V 246 E. 2 S. 247 f.; 121 II 273 E. 1a/bb S. 278; Urteil 2A.108/2007 vom 22. Februar 2007 E. 2; ANNETTE GUCKELBERGER, Der Widerruf von Verf�gungen im schweizerischen Verwaltungsrecht, in: ZBl 108/2007 S. 293, insb. 309 f.; ULRICH H�FELIN/GEORG M�LLER/FELIX UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. Aufl., 2010, N. 995; PATRICK M. M�LLER, Aspekte der Verwaltungsrechtspflege, 2006, S. 8; FELIX RICHNER/WALTER FREI/STEFAN KAUFMANN/HANS ULRICH MEUTER, Handkommentar zum DBG, 2. Aufl., 2009, N. 26 zu Art. 131 DBG; MARTIN ZWEIFEL, in: Martin Zweifel/Peter Athanas [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Band I/2b, DBG, 2. Aufl., 2008, N. 3 zu Art. 131 DBG; ZIEGLER, a.a.O., N. 2 zu � 132 StG/BL). Macht die Beh�rde vom Widerrufsrecht Gebrauch und erl�sst sie eine neue Verf�gung (Zweitverf�gung), so wird die rektifizierte Erstverf�gung in gleicher Weise von Gesetzes wegen durch die Zweitverf�gung ersetzt, wie ein Einspracheentscheid die mit Einsprache angefochtene Verf�gung ersetzt (zum Einspracheentscheid BGE 132 V 368 E. 6.1 S. 375; Urteil 9C_877/2010 vom 28. M�rz 2011 E. 3.1; HANSJ�RG SEILER, Rechtsfragen des Einspracheverfahrens in der Sozialversicherung [Art. 52 ATSG], in: Ren� Schaffhauser/Franz Schlauri [Hrsg.], Sozialversicherungsrechtstagung 2007, 2007, S. 65, insb. 100).
Die Praxis zur Frage der Wiedererw�gung von Amtes wegen ("Widerruf") unter dem seinerzeitigen Bundesratsbeschluss vom 9. Dezember 1940 �ber die Erhebung einer direkten Bundessteuer (BdBSt; BS 6 390; insb. BGE 121 II 273 E. 1a/bb S. 278) gilt im Bereich des DBG und des harmonisierten kantonalen Steuerrechts entsprechend weiter (Urteile 2C_637/2012 vom 4. Oktober 2012 E. 5.1; 2C_519/2011 vom 24. Februar 2012, in: RDAF 2012 II 418, StE 2012 B 97.3 Nr. 9, StR 67/2012 S. 367). W�hrend laufender Rechtsmittelfrist hat die steuerpflichtige Person ohnehin mit einer Beh�rdenbeschwerde zu rechnen (Art. 141 DBG; auf kantonaler Ebene etwa Art. 189 Abs. 1 i.V.m. Art. 190 Abs. 2 des Steuergesetzes des Kantons Bern vom 21. Mai 2000 [StG/BE; BSG 661.11]; Urteil 2A.459/2000 vom 23. Februar 2001 E. 2).
�hnlich verh�lt es sich in der Folge hinsichtlich des nicht angefochtenen Einspracheentscheids: Ihn kann die Steuerbeh�rde w�hrend laufender Beschwerdefrist in Wiedererw�gung ziehen (PIERRE TSCHANNEN/ ULRICH ZIMMERLI/MARKUS M�LLER, Allgemeines Verwaltungsrecht, 3. Aufl., 2009, N. 23; RICHNER/FREI/KAUFMANN/MEUTER, a.a.O., N. 12 zu Art. 135 DBG).
2.3 Was die bereits formell rechtskr�ftigen Veranlagungsverf�gungen und Einsprachentscheide anbelangt, kennt das Recht der direkten Bundessteuer einen numerus clausus von Rechtsgr�nden, die es der Steuerbeh�rde - aus eigenem Antrieb oder auf Antrag hin - erlauben, darauf zur�ckzukommen (XAVIER OBERSON, Droit fiscal suisse, 4. Aufl., 2012, � 24 passim; MARKUS REICH, Steuerrecht, 2. Aufl., 2012, � 26 N. 114; RICHNER/FREI/KAUFMANN/MEUTER, a.a.O., N. 13 zu den Vorbemerkungen zu Art. 147-153a DBG). Dieselben Gr�nde bestehen im Bereich des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 �ber die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden (StHG; SR 642.14). Auch dort herrscht ein strikter numerus clausus (KLAUS A. VALLENDER, in: Martin Zweifel/Peter Athanas [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Band I/1, StHG, 2. Aufl., 2002, N. 5 zu den Vorbemerkungen zu Art. 51-53 StHG; vgl. Urteil 2C_337/2012 vom 19. Dezember 2012 E. 2.6, zur Publ. bestimmt).
Bei diesen R�ckkommensgr�nden handelt es sich um die Revision (zugunsten der steuerpflichtigen Person; Art. 147 ff. DBG bzw. Art. 51 StHG), die Berichtigung (zugunsten der steuerpflichtigen Person oder der �ffentlichen Hand; Art. 150 DBG bzw. Art. 52 StHG) und schliesslich die Nachsteuer (zugunsten der �ffentlichen Hand; Art. 151 ff. DBG bzw. Art. 53 f. StHG). Weitere Aufhebungs- oder Ab�nderungsgr�nde bestehen nicht (zum Ganzen Urteil 2C_519/2011 vom 24. Februar 2012, in: RDAF 2012 II 418, StE 2012 B 97.3 Nr. 9, StR 67/2012 S. 367).
2.4 Der Berichtigungstatbestand im Sinne von Art. 150 DBG und Art. 52 StHG bzw. auf kantonaler Ebene � 140 des Gesetzes [des Kantons Basel-Landschaft] �ber die Staats- und Gemeindesteuern (StG/BL; SGS 331) in der Fassung vom 8. Dezember 2004, in Kraft seit 1. Januar 2005, soll sicherstellen, dass rechtskr�ftige Verf�gungen und Entscheide, die aufgrund eines Kanzleifehlers den wirklichen Willen der betreffenden Steuer- oder Steuergerichtsbeh�rde unzutreffend zum Ausdruck bringen, m�glichst formlos korrigiert werden k�nnen (OBERSON, a.a.O., � 24 N. 14; REICH, a.a.O., � 26 N. 134; VALLENDER, a.a.O., N. 4 zu Art. 52 StHG). Der Tatbestand r�umt der Verwaltungs- oder Gerichtsbeh�rde das Recht ein, auf eine rechtskr�ftige Verf�gung oder einen rechtskr�ftigen Einspracheentscheid zur�ckzukommen, begrenzt diese Befugnis indessen in zeitlicher (absolute Verwirkungsfrist von f�nf Jahren) wie sachlicher (Kanzleifehler) Hinsicht. Die Bestimmung tr�gt damit auch den Charakter einer Schutznorm zugunsten der steuerpflichtigen Person (zitiertes Urteil 2C_519/2011 vom 24. Februar 2012 E. 3.4.1; so schon Urteil A.316/1977 vom 5. Mai 1978 E. 3d, in: ASA 48 S. 188).
Berichtigungsf�hige Kanzleifehler haben den Ausdruck des Verf�gungsinhalts und des beh�rdlichen Willens, also die Willens�usserung zum Gegenstand (MARTIN ZWEIFEL/HUGO CASANOVA, Schweizerisches Steuerverfahrensrecht - Direkte Steuern, 2008, � 26 N. 63). Bei der Berichtigung geht es damit um die Klarstellung eines Erkl�rungsirrtums, in welchem sich die Steuerbeh�rde befand. Kennzeichnend f�r Kanzleifehler ist, dass sie bei der beh�rdlichen "Handarbeit" auftreten (Urteil 2C_519/2011 vom 24. Februar 2012 E. 3.4.3; RICHNER/FREI/KAUFMANN/MEUTER, a.a.O., N. 4 zu Art. 150 DBG; CONRAD WALTHER, in: Kl�ti-Weber/Siegrist/Weber [Hrsg.], Kommentar zum Aargauer Steuergesetz, 3. Aufl., 2009, N. 6 zu � 205 StG/AG).
2.5 Die von den Kanzleifehlern abzugrenzenden Verf�gungsfehler entspringen dagegen der "Kopfarbeit". Ein inhaltlicher Fehler der Verf�gung und damit der Willensbildung der Beh�rde liegt vor, wenn die Verf�gung auf einer unzutreffenden tatbest�ndlichen oder rechtlichen W�rdigung beruht, ungeachtet dessen, ob f�r die steuerpflichtige Person erkennbar ist, dass sich die Beh�rde in einem Sach- oder Rechtsirrtum und damit einem eigentlichen Grundlagenirrtum befand. Veranlagungsfehler sind nicht berichtigungsweise, sondern im Rechtsmittelweg geltend zu machen (grundlegend zum Ganzen BGE 82 I 18 E. 1 S. 20; erw�hntes Urteil A.316/1977 vom 5. Mai 1978 E. 2; ferner Urteile A.495/1984 vom 24. Juli 1985 E. 1, in: ASA 55 S. 512, StE 1987 B 92.11 Nr. 1; 2A.251/1988 vom 10. August 1989 E. 3; 2A.96/1992 vom 29. Juni 1993 E. 3; 2A.283/1996 vom 10. Dezember 1998 E. 2a, in: NStP 53/1999 S. 63). Hierzu verf�gt auch die �ffentliche Hand �ber die erforderlichen Rechtsmittelm�glichkeiten (Art. 141 Abs. 1, Art. 145 Abs. 2 DBG; Art. 50 Abs. 3 StHG) und sehen die Kantone mitunter die M�glichkeit der "Staatseinsprache" vor (so der bereits zitierte Art. 189 Abs. 1 i.V.m. Art. 190 Abs. 2 StG/BE oder � 122 Abs. 1 StG/BL in der Fassung vom 18. Mai 2000, in Kraft seit 1. Januar 2001).
2.6 Zum Anwendungsbereich des Berichtigungstatbestandes besteht eine reiche h�chstrichterliche Praxis, die auf Art. 127 BdBSt zur�ckgeht. Als berichtigungsf�hig, wenn auch unter der fr�heren Rechtslage erst im Ergebnis, beurteilte das Bundesgericht im Urteil A.316/1977 vom 5. Mai 1978 eine Situation, bei welcher anl�sslich der Ermittlung des Durchschnittseinkommens zweier Jahre ein Kommafehler aufgetreten war (rund Fr. 300'000.-- anstelle, wie geboten, Fr. 3'000'000.--). Angesichts der konkreten Umst�nde hielt das Bundesgericht die Berufung der steuerpflichtigen Person auf die Bestandskraft der Verf�gung in der Folge f�r rechtsmissbr�uchlich. Denselben Korrekturmechanismus wandte es im Urteil A.495/1984 vom 24. Juli 1985 (Fehlmanipulation am Computer durch den Veranlagungsbeamten) an und analog, mit Bezug auf das kantonale Steuerrecht, im Urteil 2P.401/1996 vom 19. Februar 1996, in: SJ 1996 S. 655 ("d�fectuosit� du programme informatique contenant le bar�me applicable"). Im bereits mehrfach zitierten Urteil 2C_519/2011 vom 24. Februar 2012 befasste sich das Bundesgericht mit den Auswirkungen der heutigen Veranlagungst�tigkeit am Bildschirm auf den Berichtigungstatbestand. Angesichts der Wandlung der Veranlagungst�tigkeit greift danach die bisher rein ablaufbezogene Betrachtung - Fehler schon in der Willensbildung oder erst in der Willens�usserung? - heute zu kurz (E. 3.5.1). In allgemeiner Weise lasse sich kaum sagen, ob ein Versehen in der Jahreszahl einen berichtigungsf�higen Tatbestand darstellt (E. 3.5.2). Es konnte die Frage aus prozessualen Gr�nden offenlassen.
Als nicht berichtigungsf�hig erachtete das Bundesgericht eine Konstellation, bei welcher es um die Ablesung eines unzutreffenden Tarifs ging (BGE 82 I 21; mangels Vorliegens eines Rechnungsfehlers i.S.v. Art. 127 Abs. 1 BdBSt) oder im Fall eines fehlerhaften Buchpr�fungsberichts (Urteil 2A.251/1988 vom 10. August 1989; Grundlagenirrtum der Beh�rde und nicht Rechnungsfehler). Ebenso wenig war eine Berichtigung am Platz, als es beim "Fehler" um die �bernahme einer falschen Selbstveranlagung ging. Dabei handelte es sich bloss um einen "Folgefehler" und nicht einen origin�ren Fehler der Beh�rde (Urteil 2A.283/1996 vom 10. Dezember 1998).
3.1 Nach den f�r das Bundesgericht verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz (Art. 105 Abs. 1 BGG) trug der Hoheitsakt vom 20. Mai 2010 den Titel "Veranlagungsverf�gung - ersetzt Verf�gung vom 31.10.2005". Aus den Akten ergibt sich, dass die Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft darin die Position "selbst�ndige Erwerbst�tigkeit" von Fr. 2'480'513.-- um den strittigen Zinsanteil (Fr. 129'010.--) auf Fr. 2'351'503.-- herabsetzte, wogegen sie die Anrechnung angeblich noch nicht verrechneter Vorjahresverluste weiterhin verweigerte. Von der Position "gewerbsm�ssiger Liegenschaftenhandel" (gem�ss Selbstschatzung Fr. 2'955'408.--) war, wie aus dem angefochtenen Urteil weiter hervorgeht, im Hoheitsakt vom 20. Mai 2010 keine Rede mehr - wenngleich der Position kein Widerspruch seitens der Steuerpflichtigen erwachsen war. Die Nichtber�cksichtigung des gewerbsm�ssigen Liegenschaftenhandels schlug sich im steuerbaren und satzbestimmenden Einkommen, mithin auch im Steuerbetreffnis nieder. Schliesslich war der Rechtsmittelbelehrung die Formulierung zu entnehmen, "gegen die vorliegende Veranlagung [sei] kein Rechtsmittel gegeben, da sie auf einem bereits rechtskr�ftigen Einspracheentscheid basier[e]".
3.2 Es fragt sich vorab, ob die Rektifikation der Veranlagungsverf�gung vom 31. Oktober 2005 (Widerruf pendente lite) unter den gegebenen Umst�nden �berhaupt zul�ssig war. Dies ist zu verneinen. Das Recht zur Wiedererw�gung entsteht und erlischt im Gleichschritt mit dem Recht zur Einsprache. Auf diese Weise wird im Steuerverfahren, das wesensgem�ss ein Massenverfahren ist, "Waffengleichheit" zwischen der Veranlagungsbeh�rde und der steuerpflichtigen Person herbeigef�hrt und gleichzeitig der Eintritt der formellen Rechtskraft unzweideutig geregelt. Mit Blick auf die gebotene Rechtssicherheit ist dies unabdingbar, ansonsten Zweifel �ber die Rechtskraft aufkommen k�nnten.
3.3 Nach den zitierten Feststellungen der Vorinstanz erging der fragliche Hoheitsakt am 20. Mai 2010, also l�ngst nach Ablauf der dreissigt�tigen Einsprachefrist (Art. 132 Abs. 1 DBG), welche die Veranlagungsverf�gung vom 31. Oktober 2005 ausgel�st hatte. Aus dem zeitlichen Ablauf ergibt sich ohne Weiteres, dass der Hoheitsakt am 20. Mai 2010 eine Reaktion der Beh�rde auf die Einsprache darstellte. Die von Amtes wegen vorgenommene Wiedererw�gung der Veranlagungsverf�gung setzt freilich das Fehlen einer Einsprache voraus. Wurde eine solche erkl�rt, verf�gt die Einsprachebeh�rde ohnehin �ber alle M�glichkeiten zur Ab�nderung (Art. 135 DBG). Sie kann, nach Anh�rung der steuerpflichtigen Person, selbst zur reformatio in peius schreiten, wenngleich beschr�nkt auf den durch die Rechtsbegehren umschriebenen Streitgegenstand (SEILER, a.a.O., S. 96 f.). Da Art. 132 DBG allerdings im Regelfall keine Begr�ndung verlangt, ist davon auszugehen, dass eine Veranlagungsverf�gung ohne thematische Eingrenzung gepr�ft werden kann, wenn sich aus Rechtsbegehren und etwaiger Begr�ndung nichts Gegenteiliges ergibt.
3.4 Beabsichtigte die Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft eine Wiedererw�gung "pendente lite", wof�r die Titelwahl und die Rechtsmittelbelehrung sprechen, musste dies schon daran scheitern, dass fristgerecht Einsprache erkl�rt worden war. Damit entfiel die M�glichkeit des Widerrufs. Der Veranlagungsbeh�rde ist bei der Handhabung des Verfahrensrechts damit ein krasser Fehler im Sinne der bundesgerichtlichen Praxis zu den Nichtigkeitsgr�nden unterlaufen. Der Hoheitsakt vom 20. Mai 2010 erweist sich, soweit in ihm eine Rektifikationsverf�gung erblickt wird, als nichtig. Aufgrund der Nichtigkeit kann die Veranlagungsverf�gung vom 31. Oktober 2005 nicht verdr�ngt worden sein und besteht grunds�tzlich weiter.
4.1 Zu pr�fen bleibt, ob die missratene Widerrufsverf�gung in einen Einspracheentscheid umzudeuten ist. Auch zu den Anforderungen an einen Einspracheentscheid enth�lt das Recht der direkten Bundessteuer keine abschliessende Regelung. Mit Blick auf Art. 5 in Verbindung mit Art. 35 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 �ber das Verwaltungsverfahren (VwVG; SR 172.021) ergibt sich, dass eine schriftliche Verf�gung, worunter auch Einspracheentscheide fallen (Art. 5 Abs. 2 VwVG), als solche zu bezeichnen, zu begr�nden und mit einer Rechtsmittelbelehrung zu versehen ist. Daran �ndert nichts, dass das Verwaltungsverfahrensgesetz auf Verf�gungen zugeschnitten ist, die von Bundesverwaltungsbeh�rden ausgehen (Art. 1 Abs. 1 VwVG), wogegen die direkte Bundessteuer durch die kantonale Verwaltung f�r die direkte Bundessteuer vollzogen wird (Art. 104 Abs. 1 DBG). Als "begr�ndet" gilt eine Veranlagungsverf�gung oder ein Einspracheentscheid von Steuerrechts wegen, wenn die Abweichungen von der Steuererkl�rung bekannt gegeben werden (Art. 131 Abs. 2 DBG, was analog auch f�r Art. 135 Abs. 2 DBG gilt). Eine weitergehende Begr�ndungspflicht sieht das DBG weder f�r die Veranlagungsverf�gung noch f�r die Einsprache vor (Urteil 2A.62/2001 vom 9. August 2001 E. 1b, in: ASA 71 S. 623, RDAF 2003 II 285, StE 2002 B 93.4 Nr. 5).
4.2 F�r den Fall, dass eine Veranlagungsverf�gung von �berhaupt keiner Begr�ndung begleitet ist, erkannte das Bundesgericht schon vor l�ngerer Zeit, die fehlende Begr�ndung ziehe keine Nichtigkeit der Verf�gung nach sich, setze unter Umst�nden aber einen Revisionsgrund (Urteil 2A.288/1993 vom 21. Februar 1995, in: ASA 65 S. 472, RDAF 1997 II 618 und StE 1996 B 93.6 Nr. 15).
Im vorliegenden Fall ist unstreitig, dass der Hoheitsakt vom 20. Mai 2010 zur Begr�ndung lediglich auf die Verf�gung betreffend die Kantonssteuer verwies. Es kann offenbleiben, ob dies unter den gegebenen Umst�nden als hinreichende Begr�ndung eines Einspracheentscheids betrachtet werden k�nnte. Mit Blick auf die dargestellte Praxis, von der abzuweichen kein Anlass besteht, l�sst der Verweis auf die Kantonssteuerverf�gung jedenfalls keine Nichtigkeit eintreten. Im Hoheitsakt vom 20. Mai 2010 kam die Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft den Steuerpflichtigen ohnehin zu einem gewissen Teil entgegen. Sie machte die Aufrechnung der Zinskomponente r�ckg�ngig, liess hingegen die Verlustverrechnung weiterhin nicht zu. Die Steuerpflichtigen haben dies hingenommen und keine weiteren Schritte unternommen.
4.3 Den Parteien d�rfen aus unrichtiger Rechtsmittelbelehrung keine Nachteile erwachsen (BGE 135 III 374 E. 1.2.2.1 S. 376 zu Art. 49 BGG). Nach den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz (Art. 105 Abs. 1 BGG) enthielt der Hoheitsakt vom 20. Mai 2010 keine (positive) Rechtsmittelbelehrung. Vielmehr hielt er (negativ) fest, dass keine Rechtsmittelm�glichkeit bestehe. Begr�ndet wurde dies damit, dass "die vorliegende Veranlagung" auf einem bereits rechtskr�ftigen Einspracheentscheid" beruhe. Dieser Hinweis war freilich unzutreffend. Ein eigentlicher Einspracheentscheid, auf den gegebenenfalls h�tte Bezug genommen werden k�nnen, lag nach den Feststellungen der Vorinstanz tats�chlich erst am 2. November 2010 vor. Dessen ungeachtet kann nicht davon gesprochen werden, den Steuerpflichtigen sei aufgrund der unzutreffenden Rechtsmittelbelehrung ein (nicht wieder gutzumachender) Nachteil entstanden.
Tatsache ist, dass die Steuerpflichtigen von Schritten gegen den Hoheitsakt vom 20. Mai 2010 absahen. Mit ihrem Rechtsmittel gegen den als "Einspracheentscheid" titulierten Hoheitsakt vom 2. November 2010 wandten sie sich denn auch nicht gegen das vermeintliche Rektifikat vom 20. Mai 2010, sondern versuchten gegenteils, dessen Weitergeltung sicherzustellen. Der Hoheitsakt fiel f�r sie ausserordentlich g�nstig aus, blieb doch - aus Gr�nden, die sich auch dem vorinstanzlichen Entscheid nicht entnehmen lassen - ein betr�chtlicher Teil des Einkommens aus selbst�ndiger Erwerbst�tigkeit unber�cksichtigt. Die Rechtsmittelm�glichkeit gegen die versagte Verlustverrechnung, so sie diese h�tten anfechten wollen, blieb den Steuerpflichtigen gewahrt, wenn auch erst gegen den pr�sumptiven Einspracheentscheid vom 2. November 2010.
4.4 Selbst wenn der Hoheitsakt vom 20. Mai 2010 weder eine eigenst�ndige Darstellung der Abweichungen von der Steuererkl�rung noch eine zutreffende Rechtsmittelbelehrung enthielt, ist sein Bestand mit Blick auf die geschilderte Praxis nicht in Frage zu stellen. Es liegt kein ausserordentlich schwerwiegender inhaltlicher Mangel vor, der die Nichtigkeit des Einspracheentscheids nach sich ziehen m�sste (BGE 137 I 273 E. 3.1 S. 275). Materiell erf�llt er die Anforderungen an einen Einspracheentscheid, wenn auch knapp. Dementsprechend ist eine Umdeutung als Einspracheentscheid am Platz, zumal es der Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft darum ging, auf die Einsprache vom 30. November 2005 zu reagieren.
5.1 Der Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft war es damit benommen, einen (weiteren) Einspracheentscheid zu erlassen. Der Hoheitsakt vom 20. Mai 2010, der materiell einen Einspracheentscheid darstellt, war am 2. November 2010 l�ngst in Rechtskraft erwachsen. Unbenommen war es ihr hingegen, eine Berichtigungsverf�gung im Sinne von Art. 150 DBG zu erlassen. Anlass dazu bot ihr die Tatsache, dass die Position "gewerbsm�ssiger Liegenschaftenhandel" (Fr. 2'955'408.--), wenngleich von den Steuerpflichtigen unbestritten, keinen Eingang in den Einspracheentscheid vom 20. Mai 2010 gefunden hatte.
5.2 Mit der Vorinstanz handelte es sich beim vorliegenden Vers�umnis um einen klassischen �bertragungsfehler ("erreur de transcription"; ausf�hrlich dazu CASANOVA, a.a.O., N. 6 zu Art. 150 DBG), mithin um einen Fehler bei der "Handarbeit" (E. 2.4 hiervor). Die vorinstanzlichen Feststellungen, wonach die Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft nicht beabsichtigt habe, von der Position "gewerbsm�ssiger Liegenschaftenhandel" (Fr. 2'955'408.--) abzusehen, ist jedenfalls nicht willk�rlich. Das Bundesgericht hat keinen Anlass von dieser tats�chlichen Beurteilung abzuweichen (Art. 105 Abs. 2 BGG). Den Steuerpflichtigen oblag diesbez�glich eine qualifizierte Begr�ndungspflicht (Art. 106 Abs. 2 BGG). Ihre R�gen w�ren klar und detailliert anhand der Erw�gungen des angefochtenen Entscheids darzulegen gewesen (BGE 136 II 489 E. 2.8 S. 494; Urteile 2C_545/2012 vom 22. Februar 2013 E. 2.2; 2C_72/2012 vom 7. Dezember 2012 E. 2.1). Dies ist unterblieben. Das Bundesgericht hat folglich davon auszugehen, dass seitens der Steuerverwaltung keine Absicht bestand, den gewerbsm�ssigen Liegenschaftshandel nicht (mehr) zu erfassen.
5.3 F�r ein solches Vorgehen w�ren ohnehin keine vern�nftigen Gr�nde ersichtlich, zumal die Steuerpflichtigen diese Position nach den Feststellungen der Vorinstanz auch nie beanstandet hatten. Das Legalit�tsprinzip, welches das Steuerrecht beherrscht (BGE 138 V 32 E. 3.1.1 S. 35; 136 II 337 E. 5.1 S. 348 f.; 132 I 157 E. 2.2 S. 159; 131 II 562 E. 3.1; Urteil 2C_798/2011 vom 24. August 2012 E. 3.1), gebietet, eine Steuer zu erheben, wo deren Tatbestand erf�llt ist. Die Nichterhebung der gesetzlich geschuldeten Steuer im Einzelfall bedarf einer gesetzlichen Grundlage (zum Einzelfallverzicht MICHAEL BEUSCH, Der Untergang der Steuerforderung, 2012, S. 259; PETER ST�HLI, Das Steuergrundpfandrecht, 2006, N. 4.630 S. 278). Fehlt es an einem Entschliessungsermessen der Steuerbeh�rde dar�ber, ob die Steuer geltend zu machen sei, hat sie die nachgewiesenen Einkommens- und Verm�gensbestandteile zwingend zu erfassen.
5.4 Dem als Einspracheentscheid zu deutenden Hoheitsakt vom 20. Mai 2010 wohnt ein Fehler in der Willens�usserung inne. Die Berichtigung zufolge des �bertragungsfehlers ist gesetzlich geboten. Ihr stehen keine Hindernisse entgegen (Urteil 2C_519/2011 vom 24. Februar 2012 E. 3.4). Mit Recht hat die Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft das m�ngelbehaftete "Rektifikat" (recte: Einspracheentscheid) vom 20. Mai 2010 mit dem "Einspracheentscheid" (recte: Berichtigungsverf�gung) vom 2. November 2010 richtig gestellt.
5.5 Die Beschwerde erweist sich damit als unbegr�ndet. Sie ist abzuweisen und der angefochtene Entscheid im Sinne der Erw�gungen zu best�tigen.
Die Steuerpflichtigen haben aufgrund ihres Unterliegens die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens zu tragen (Art. 65 und 66 Abs. 1 BGG). Dem Kanton Basel-Landschaft, der in seinem amtlichen Wirkungskreis obsiegt, ist keine Parteientsch�digung zuzusprechen (Art. 68 Abs. 3 BGG).
Die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens von Fr. 4'000.-- werden den Beschwerdef�hrern auferlegt.