Source: https://www.kbw.de/tagungen/fachtagung-tarifrechtbildungscontrolling/2016
Timestamp: 2017-03-28 06:13:35
Document Index: 297208404

Matched Legal Cases: ['§ 16', '§ 16', '§ 16', '§ 11', '§ 33', '§ 33']

2016-1	2015
Arbeitswelt 2025 - wie sich Globalisierung und Digitalisierung auf die Arbeitswelt auswirken. Worauf muss sich der öffentliche Dienst einstellen? Ergebnisse der Studie von Ernst & Young zu Motivation, Gehalt und Arbeitszufriedenheit Herr Markus K. Reif
In seinem Vortrag stellt der Referent die Herausforderungen dar, die sich für Unternehmen und die öffentliche Verwaltung in den nächsten Jahren ergeben. Die Erwartungshaltungen der jüngeren Mitarbeiter (Generation Y)
unterscheiden sich grundlegend von denjenigen älterer Mitarbeiter. Sie ziehen die Konsequenz, wenn diese in der Realität nicht eingetreten sind. Diese Erwartungen richten sich insbesondere an die Führungs- und Behördenkultur.
Die Globalisierung veränderte die Arbeitswelt schon fundamental. Mit der Digitalisierung und den unterschiedlichen Anspruchsgruppen wachsen die Herausforderungen für die Veränderung. In den kommenden Jahren entsteht zusätzlich eine Wettbewerbssituation um die besten Fachkräfte. Die Wirtschaftsgesellschaft Ernst & Young hat im Rahmen einer breit angelegten Befragung zu Motivation, Gehalt und Arbeitszufriedenheit diese Prozesse untersucht. Im Rahmen des Vortrags erfolgt die Darstellung der Herausforderungen zusammen mit der Präsentation der Ergebnisse der Studie.
Die Stufenzuordnung im TVöD/TV-L spielt bei Einstellungen und bei Höher- und Herabgruppierungen eine große Rolle und ist in den §§ 16, 17 TVöD/TV-L normiert. Durch die Stufenzuordnung wird die Vergütung der Beschäftigten
maßgeblich bestimmt. Die tarifrechtlichen Vorschriften sind durch zahlreiche Ausnahmeregelungen ergänzt worden. So sehen sich die öffentlichen Arbeitgeber oft vor den Herausforderungen, die Vorgaben der §§ 16 und 17 TVöD/TV-L mit den täglichen Einstellungs- und Umgruppierungsvorgängen in Einklang zu bringen. Für die Anwender in den Dienststellen und den öffentlichen Unternehmen stellen sich dazu immer wieder Fragen aus der täglichen Praxis. Der Vortrag soll die wesentlichen Schwerpunkte zur Stufenzuordnung aufgreifen und die Entwicklung in der Rechtsprechung
beleuchten sowie aufzeigen, wie die vorhandenen Möglichkeiten flexibel genutzt werden können. Auch soll auf die jüngst ergangenen Entscheidungen mit europarechtlichem Einschlag eingegangen werden. Verstößt § 16 TVöD/TV-L gegen die Freizügigkeits-Richtlinie der EU? Abschließend wird ein kurzes Résumé gezogen sowie ein Ausblick in die Zukunft gewagt.
Bei jeder Pflichtverletzung des Arbeitnehmers muss der Arbeitgeber
unverzüglich entscheiden, mit welcher arbeitsrechtlichen Maßnahme
reagiert werden soll. Die Kenntnis der Voraussetzungen von Abmahnungen
und verhaltensbedingten Kündigungen ist daher unerlässlich, zumal
die Abmahnung gesetzlich nicht geregelt ist und die Kündigung von
Arbeitsverhältnissen im öffentlichen Dienst zahlreichen Besonderheiten
unterliegt, z. B. bei tariflich unkündbaren Arbeitnehmern. Der Vortrag
behandelt die rechtssichere Gestaltung von Abmahnungen sowie die
aktuellen Anforderungen der Rechtsprechung an eine verhaltensbedingte
Kündigung. Dabei werden auch spezielle Fragestellungen bei der
Kündigung von leistungsschwachen Arbeitnehmern und der Kündigung von
Schwerbehinderten behandelt. Es handelt sich um ein praxisorientierten
Vortrag, der helfen soll, unnötige (formale) Fehler zu vermeiden und die
Erfolgsaussichten richtig einzuschätzen. Das dargestellte rechtliche Wissen
wird durch taktische Überlegungen sowie konkrete Tipps für die betriebliche
Praxis umsetzbar gemacht.
Nach wie vor sind letzte Fragen aus dem Überleitungsrecht zu klären,
insbesondere im Zusammenhang mit der Besitzstandszulage nach § 11 der
Überleitungstarifverträge. Bei der Stufenzuordnung sind die Grundsätze
geklärt. Es bleiben noch Einzelfragen zu entscheiden. Auch ergeben sich
immer wieder Probleme hinsichtlich der Vereinbarkeit tariflicher Regelungen
mit dem Recht der Europäischen Union und dem Grundgesetz. Dauerbrenner
bei den vom BAG zu entscheidenden Fragestellungen sind auch arbeitszeitund
urlaubsrechtliche Probleme. Die aktuellen Entscheidungen aus diesen
Themenbereichen werden vorgestellt und ein Ausblick auf kommende
Entscheidungen gegeben.
Vereinbarkeit des § 33 TVöD mit dem GG - Ruhen des Arbeitsverhältnisses nach § 33 Abs. 2 Satz 6 TVöD bei Gewährung einer Rente wegen Erwerbsminderung auf Zeit Arbeits- und tarifrechtliche Spannungsfelder der Personalführung im öffentlichen Dienst
Personalverantwortliche und Führungskräfte in der öffentlichen Verwaltung arbeiten in ständiger Spannung, die Grenzen des Direktions- und Weisungsrechts bei der Personalführung zu überschreiten. Eine Vielzahl an Vorschriften und Gesetzen sowie neuen Entwicklungen im Arbeitsrecht des öffentlichen Dienstes sind zu beachten, um auch haftungsrechtliche
Ansprüche zu verhindern. In diesem Vortrag werden Probleme und Konflikte bei der Führung von Mitarbeitern erläutert und praxisbezogenen Lösungen zugeführt. Es wird aufgezeigt, was für eine sichere Personalführung zu beachten ist.
Wikipedia oder Online-Datenbank statt Fachbuch, youtube statt Präsenzseminare? Wenn wir diese Instrumente auf ihre Nutzbarkeit für die Personalentwicklung untersuchen, ergeben sich neue Möglichkeiten, aber auch Gefahren. Das Web 2.0 bietet für Verwaltungen durchaus Chancen, um neue Wege in der Personalentwicklung zu gehen. Doch inwieweit kann Wissen über ein Netzwerk verbreitet werden? Wo sind die Grenzen? Wie kann das Web 2.0 als sinnvolle Ergänzung bestehender didaktischer Konzepte genutzt werden? Der Referent stellt in seinem Vortrag einige dieser Möglichkeiten,
aber auch einige Grenzen und Gefahren vor.
Umgang mit Firmen-Bewertungsportalen und öffentlichen Profilen von Mitarbeitern Social Media und Personalentwicklung – welche Strategie ist erfolgversprechend? Vernetztes Lernen in der öffentlichen Verwaltung – welche Möglichkeiten bieten Wiki & Co?
Die Auswirkungen des demografischen Wandels erfordern nicht nur die Neuausrichtung der zukünftigen Aufgaben einer Kommune, sondern betreffen auch direkt die strategische Positionierung der Handlungsfelder des Personalmanagements. Der Wettbewerb um Fachkräfte ist bereits in den Kommunen präsent und es müssen langfristig ausgerichtete Maßnahmen
implementiert werden, um die Leistungsfähigkeit der Kommunen mit dem Eintreten der Verrentungswellen der Baby-Boomer-Generation aufrecht zu erhalten. Im Mittelpunkt des Vortrags stehen die Vorstellung der Untersuchungsergebnisse sowie die Ableitung der wichtigsten Beiträge für die Praxis. Ziel des Vortrags ist es, konkrete Handlungsfelder aufzuzeigen, die das Personalmanagement der Kommunen umsetzen sollte. Die Untersuchungsergebnisse werden anhand von Best-Practice-Beispielen aus der Stadt Kassel untermauert. So wird die praktische Umsetzung eines demografieorientierten Personalmanagements anhand der folgenden Handlungsfelder vorgestellt.
Wettbewerbssituation mit der Privatwirtschaft bei der Gewinnung von Nachwuchskräften Mehrwert der Nutzung einer Altersstrukturanalyse
Die Notwendigkeit lebenslangen Lernens ist heute in aller Munde. Unternehmen und auch öffentliche Verwaltungen stecken große Summen in die Personalentwicklung der Mitarbeiter und speziell in deren Weiterbildung. Die
konsequente Qualifizierung des bestehenden Personals wird insbesondere im öffentlichen Dienst auch zunehmend als die wirksamste Strategie zur Bewältigung des Fachkräftemangels identifiziert. Wie wirksam aber sind die gängigen Förder- und Qualifizierungsprogramme? Lohnen sich die Investitionen wirklich? Führen die eingesetzten Mittel nicht nur zur Erfüllung von Mitarbeiterbedürfnissen, sondern auch zu nachhaltigen Verbesserungen und Veränderungen im Verwaltungsalltag? Diese Fragen sind insbesondere virulent, wenn es um die Vermittlung persönlicher und sozialer Kompetenzen, etwa im Bereich von Führungskräfteprogrammen geht. Was sind die Bedingungen dafür, dass die Vermittlung von Führungswissen und „Soft Skills“ nicht nur zu einem Mehr an Wissen, sondern vor allem zu einem Mehr
an Kompetenz im Sinne von Handlungs- und Ergebnisorientierung führt?
Der Referent spürt die Antworten auf diese Fragen auf und geht auch der
Frage nach, welche Fortbildungsformate den Transfer des Gelernten in den
Arbeitskontext fördern.
Referenten Herr Dr. Joachim Benedix
Herr Dr. Joachim Benedix absolvierte eine technische Ausbildung, bevor er an der Georg-August Universität in Göttingen Psychologie und Sozialwissenschaften studierte. Nach seinem Abschluss als Dipl.-Psychologe bearbeitet er am Institut für Arbeitswissenschaft der Universität Kassel mehrere Forschungs- und Betriebsprojekte und promovierte als Assistent am Lehrstuhl von Prof. Dr. Frieling. Er war beim AOK Landesverband Niedersachsen als Referatsleiter für Personal- und Organisationsentwicklung tätig. Seit 1996 ist Herr Dr. Benedix Amtsleiter der Stadt
Kassel und verantwortet die Bereiche Personal, Organisation und EDV. Er ist überregional in mehreren Gutachterausschüssen und Gremien tätig und hat an verschiedenen Publikationen mitgewirkt.
Herr Sebastian Günther studierte Jura in Marburg und Bonn mit dem Wahlfach Arbeitsrecht (Abschluss 2004). Danach absolvierte er sein Referendariat am Landgericht Heidelberg, bevor er anschließend 2007 seine Tätigkeit in einer mittelständischen, auf das Arbeitsrecht spezialisierten, Heidelberger Kanzlei aufnahm. Im Jahr 2008 wechselte Rechtsanwalt Günther zur Verlagsgruppe Hüthig-Jehle-Rehm und betreute im Produktmanagement den Sponer/Steinherr-Kommentar zum TVöD/TV-L, bevor er Anfang 2012 als Justiziar zum Kommunalen Arbeitgeberverband Berlin ging. Er ist Partner der auf das öffentliche Dienstrecht spezialisierten Kanzlei HAHN | KROLL |GÜNTHER Rechtsanwälte und betreute im Verband (bis Februar 2016) als auch in der Kanzlei
Mandanten überwiegend im Bereich des TVöD und TV-L.
Frau Dana Noack, M. Sc., hat nach ihrer Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten acht Jahre in verschiedenen Abteilungen einer Kreisverwaltung gearbeitet. Seit 2008 ist sie beim KBW e. V. tätig. Nachdem sie sieben Jahre im Inhouse-Bereich für die Angebotserstellung und Vorbereitung von Seminaren beim Kunden vor Ort zuständig war, ist sie seit 2016 Bereichsleiterin Seminarkonzeption. Nebenberuflich hat sie an der University of Southwales ihren Mastertitel erworben und schreibt aktuell ihre Dissertation zum Thema „Die Auswirkungen des demografischen
Wandels und die aktuellen Herausforderungen an das Personalmanagement in deutschen Kommunen mit dem Schwerpunkt Wissensmanagement“.
Herr Markus Reif verantwortet bei EY (Ernst & Young) das Recruiting und Employer-Branding für die Länder Deutschland, Schweiz und Österreich. Nach Stationen bei der Unternehmensberatung Accenture, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, TMP Worldwide und jobpilot ist er seit Januar 2011 bei EY mit seinem Team zuständig für die gesamte Wertschöpfungskette der Personalbeschaffung, angefangen beim Employer-Branding, dem Strategischen
Personalmarketing, Hochschulmarketing bis hin zur Rekrutierung für die Länderorganisation Deutschland, Schweiz, Österreich.
Herr Stefan Scholer, Dipl.-Soziologe, leitet das Aus- und Fortbildungszentrum der Landeshauptstadt München und arbeitet nebenberuflich als Trainer und Coach für Führungskräfte im öffentlichen Dienst. Er ist Autor zahlreicher Fachbeiträge und Publikationen aus den Themenbereichen innovative Lernformen, Führungskompetenz und Veränderungsmanagement. Er ist Herausgeber der Reihe „Erfolgreiches Verwaltungsmanagement“ (Verlag Weka Medien) und hat zusammen mit seinem Kollegen Alexander Lendner das Fachbuch „Wirksam weiterbilden
- Praxishilfen für ein Bildungscontrolling im öffentlichen Sektor“ im Rehm-Verlag veröffentlicht.
Nach Abschluss ihrer juristischen Ausbildung trat sie 1990 in den Richterdienst des
Landes Niedersachsen ein und wurde als Richterin am Arbeitsgericht an mehreren Arbeitsgerichten
eingesetzt. Von 1993 bis 1997 war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin
an das Bundesverfassungsgericht abgeordnet. 1998 wurde sie zur Direktorin am Arbeitsgericht
Nienburg ernannt. Von 2000 bis 2008 war Frau Spelge Vorsitzende Richterin am
Landesarbeitsgericht Niedersachsen. Mit Wirkung vom 01. Juni 2008 hat der Bundespräsident
Frau Spelge zur Richterin am Bundesarbeitsgericht ernannt. Sie ist Mitglied des 6. Senats, der
für die Auslegung der Tarifverträge des öffentlichen Dienstes zuständig ist.
Abfahrt 16:45 Uhr vom ABACUS Hotel. Die Führung beginnt 17:30 Uhr und dauert ca. 2 Stunden. Vor dem Besuch muss eine personalisierte Teilnehmerliste mit vollständigen Vor- und Zunamen aller Besucher eingereicht werden, damit eine Anmeldung bei der Bausicherheit vorgenommen werden kann. Bitte achten Sie auf festes und geschlossenes Schuhwerk. Die Rückfahrt zum Hotel erfolgt um 19:30 Uhr.
Sie erhalten zunächst eine etwa halbstündige filmische Einführung. Dabei geht es um die 44-jährige Geschichte des Haftgeländes und seine Rolle im System der politischen Verfolgung in der DDR. Anschließend werden Sie in das Kellergefängnis, das sogenannte U-Boot geführt. Hier steht die Repression der frühen Jahre im Vordergrund. Danach erfolgt die Besichtigung des 1960 fertiggestellten neuen Gefängnisses. Hier können die Besucher alle Stationen der Untersuchungshaft – von der Einlieferung über die erkennungsdienstliche Behandlung bis zur Vernehmung – nachvollziehen. Der Rundgang endet im Bereich der sogenannten Tigerkäfige, wo die Praxis des überwachten ”Freigangs” erklärt wird. Die in der Regel 90-minütige Führung wird, je nach Verfügbarkeit, von einem Zeitzeugen durchgeführt.
Abfahrt 16:30 Uhr vom ABACUS Hotel. Die Führung beginnt 17:15 Uhr und dauert ca. 1,5 Stunden. Die Rückfahrt zum Hotel erfolgt um 19:00 Uhr.