Source: http://akkreditierungsrat.de/index.php?id=faq&contrast=1%27%60%28%5B%2525257b%2525255e~
Timestamp: 2019-02-18 02:27:44
Document Index: 388945497

Matched Legal Cases: ['§ 26', '§ 12', '§ 12', '§ 20', '§ 23', '§ 29', '§ 29', '§ 29']

Für Absolventinnen und Absolventen ist wichtig, dass sie ihren Abschluss in einem Semester erlangt haben, in dem der Studiengang akkreditiert war. Da intern akkreditierte Studiengänge an systemakkreditierten Hochschulen nicht von einem zwischenzeitigen Wegfall der Systemakkreditierung tangiert werden, können die Absolventen solcher Studiengänge den positiven Akkreditierungsstatus ohnehin ohne Probleme nachweisen. Für programmakkreditierte Studiengänge gilt: Schließen Absolventen, um im o.g. Beispiel zu bleiben, im Sommersemester vor Auslaufen der Akkreditierungsfrist ab, so war der Studiengang ohnehin akkreditiert. Schließen sie im Wintersemester ab, werden die Zeugnisse, Urkunden und weiteren Studienabschlussdokumente zumeist erst gegen Semesterende ausgestellt. Bis dahin sollte die Entscheidung des Akkreditierungsrates in der Regel vorliegen, so dass der positive Akkreditierungsstatus entsprechend verzeichnet werden kann. Andernfalls wären die Absolventinnen und Absolventen im Nachgang zu informieren.
Bei einer Antragstellung
bis 8 Wochen vor der Sitzung: Der Antrag wird behandelt.
bis 4 Wochen vor der Sitzung: Es wird nicht mehr gewährleistet, dass der Antrag auf der Sitzung behandelt wird.
bis 2 Wochen vor der Sitzung: Eine Entscheidung auf der kommenden Sitzung ist nicht zu erwarten.
0 bis 2 Wochen vor der Sitzung: Eine Behandlung ist ausgeschlossen.
Die Qualitätsberichte der systemakkreditierten Hochschulen müssen sich nicht zwangsläufig vollständig an dem vom Akkreditierungsrat vorgegebenen Berichtsraster für die Pro-grammakkreditierung orientieren. Mit Blick auf die unterschiedliche Ausgestaltung ihrer QM-Systeme können die systemakkreditierten Hochschulen über eine angemessene Berichtsform entscheiden.
Die Option der Fristverlängerung im Rahmen eines Verwaltungsverfahrens bei dem Akkreditierungsrat wurde zusätzlich dafür geschaffen, die Studiengänge, deren Akkreditierungsfrist später ausläuft, bis zum Abschluss des Verfahrens vorläufig zu verlängern, um sämtliche Akkreditierungslücken zu vermeiden. Auf die Begründung zu § 26 Abs. 3 Satz 3 der MRVO wird verwiesen.
06/2018, geändert 07/2018
7.8 Welche Regelungen gelten nach neuem Recht für die Programmakkreditierung von Studiengängen, die zu Doppelabschlüssen (double degrees) oder Mehrfachabschlüssen (multiple degrees) führen?
Für Studiengänge, die zu Doppel- oder Mehrfachabschlüssen führen, also nicht die Anforderungen an Joint-Degree-Programme erfüllen, gelten im Grundsatz die normalen deutschen Akkreditierungskriterien nach Teil 2 und Teil 3 der MRVO.
Zu beachten sind allerdings die Pflicht zur Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen für studentische Mobilität und die Geltung der Lissabon-Konvention (§ 12 Abs. 1 MRVO), die Anforderungen an Studiengänge mit besonderem Profilanspruch (§ 12 Abs. 6 MRVO) sowie das Kriterium zu hochschulischen Kooperationen (§ 20 MRVO).
Für die Programmakkreditierung solcher Studiengänge gelten im Grundsatz die normalen Verfahrensregeln nach Teil 4 der MRVO. Sie sind allerdings im Lichte der Besonderheiten des Programms auszulegen, zum Beispiel hinsichtlich der internationalen Expertise der Gutachter und der Ausgestaltung der Begehung sowie der Gespräche. Gemeinsam mit ausländischen Agenturen durchgeführte Akkreditierungsverfahren sind, unter Beachtung der Verfahrensregeln in der MRVO, weiterhin möglich. Im Gutachten sind Besonderheiten hinsichtlich der Verfahrensgestaltung darzulegen und zu begründen.
7.9 Welche Regelungen gelten nach neuem Recht für systemakkreditierte Hochschulen, die Studiengänge anbieten, die zu Doppelabschlüssen (double degrees) oder Mehrfachabschlüssen (multiple degrees) führen?
Systemakkreditierte Hochschulen haben für die Anwendung der deutschen Akkreditierungskriterien nach Teil 2 und 3 der MRVO über ihr internes Qualitätsmanagementsystem zu sorgen (siehe zu den Bewertungsmaßstäben im Detail Frage 7.8).
Stattdessen können sie auch auf eine Programmakkreditierung zurückzugreifen. § 23 Abs. 1 Nr. 4 schreibt als Regelfall („grundsätzlich“) fest, dass Studiengänge an systemakkreditierten Hochschulen vom internen QM-System zu behandeln sind, aber in begründeten Ausnahmefällen wie z.B. bei Doppel- und Mehrfachabschlüssen ist es zulässig, sich der Programmakkreditierung zu bedienen.
Wenn an einer Partnerhochschule die Anwendung des European Approach, anders als in Deutschland, auch für Studiengang mit Doppel- oder Mehrfachabschlüssen zulässig ist und dort eine Programmakkreditierung oder interne Akkreditierung nach dessen Kriterien erfolgt ist, kann die deutsche Hochschule (nach vorab definierter Kriterien und Verfahrensregeln) die dortigen Bewertungsergebnisse teilweise übernehmen; die Erfüllung der nationalen deutschen Vorgaben muss in diesem Fall zusätzlich geprüft werden.
7.10 Welche Regelungen gelten nach bisherigem Recht für Joint Programmes bzw. Studiengänge die zu gemeinsamen Abschlüssen (joint degrees) oder zu Doppel- oder Mehrfachabschlüssen (double/multiple degrees) führen?
Nach § 29 Satz 2 MRVO beruht die Veröffentlichung der Daten auf der Einwilligung der Gutachterinnen und Gutachter. Hochschulen müssen bei der Antragstellung in ELIAS erklären, dass ihnen die Einwilligungen vorliegen.
Agenturen und Hochschulen sollten also in ihren Verträgen regeln, dass die Agenturen, wie bislang, die entsprechenden Einwilligungen der Gutachterinnen und Gutachter einholen. Die Einwilligung sollte sich nicht nur auf die Veröffentlichung, sondern auch auf die Verarbeitung der Daten im Übrigen beziehen.
Neben Daten über Gutachterinnen und Gutachter (siehe dazu FAQ 12.2) dürfen nach § 29 Satz 2 MRVO weitere personenbezogene Daten in den Gutachten nur enthalten sein, wenn
die Einholung der Einwilligung nicht oder nur mit unverhältnismäßigem Aufwand möglich und zudem offensichtlich ist, dass die Offenbarung im Interesse der betroffenen Person liegt.
Die Hochschulen müssen bei der Antragstellung in ELIAS bestätigen, dass sie dies geprüft haben.
Dies gilt auch für die internen Akkreditierungsberichte systemakkreditierter Hochschulen (vgl. § 29 Satz 3 MRVO).