Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=20.11.1997&Aktenzeichen=IX%20ZR%20286%2F96
Timestamp: 2019-06-24 14:37:54
Document Index: 273649718

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 20.11.1997 - IX ZR 286/96 - dejure.org
https://dejure.org/1997,783
BGH, 20.11.1997 - IX ZR 286/96 (https://dejure.org/1997,783)
BGH, Entscheidung vom 20.11.1997 - IX ZR 286/96 (https://dejure.org/1997,783)
BGH, Entscheidung vom 20. November 1997 - IX ZR 286/96 (https://dejure.org/1997,783)
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Anspruch auf Ersatz von Aufwendungen zur Tilgung und Verzinsung eines Teilkredits zur Durchführung eines Bauvorhabens gegen den Steuerberater - Vorliegen einer Pflichtverletzung des Steuerberaters aufgrund eines Beratungsfehlers bezüglich der Erstattungsfähigkeit von Vorsteuern - Begrenzung des Anspruchs auf Ersatz des Vertrauensschadens bei Verletzung von Beratungs- und Auskunftspflichten durch das Interesse an der Richtigkeit der Auskunft - Ermittlung eines Vermögensschaden - Maßgeblich ist, dass sich die Vermögenslage "unter dem Strich" als schlechter darstellt, als wenn der Beratungsfehler unterblieben wäre
NJW 1998, 982
MDR 1998, 244
VersR 1998, 598
WM 1998, 142
BB 1998, 449
ZfBR 1998, 93
Wer dagegen einem Anlageinteressenten Beratung oder Aufklärung nur hinsichtlich eines bestimmten für das Vorhaben bedeutsamen Einzelpunkts schuldet, braucht nur für diejenigen Risiken einzustehen, für deren Einschätzung die erbetene Auskunft maßgeblich war (BGHZ 116, 209, 212 f mit weiteren Nachweisen; 146, 235, 239 f; BGH, Urt. v. 20. November 1997 - IX ZR 286/96, WM 1998, 142, 143;… v. 13. Februar 2003 - IX ZR 62/02, aaO S. 1036).
Das erfordert einen Gesamtvermögensvergleich, der alle von dem haftungsbegründenden Ereignis betroffenen finanziellen Positionen umfasst (BGH, Urt. v. 20. November 1997 - IX ZR 286/96, WM 1998, 142 f; v. 20. Januar 2005 - IX ZR 416/00, WM 2005, 999, 1000 unter II.3.a; v. 21. Juli 2005 - IX ZR 49/02, ZIP 2005, 1925, 1927 unter II.4.).
Das erfordert einen Gesamtvermögensvergleich, der alle von dem haftungsbegründenden Ereignis betroffenen finanziellen Positionen umfasst (BGH, Urt. v. 20. November 1997 - IX ZR 286/96, WM 1998, 142 f.; v. 20. Januar 2005 - IX ZR 416/00, WM 2005, 999, 1000;… v. 19. Januar 2006 - IX ZR 232/01, aaO).
Bei Kapitalanlagen folgt daraus, daß jemand, der nicht Partner des Anlagegeschäfts ist und dem Anlageinteressenten nur hinsichtlich eines bestimmten für das Vorhaben bedeutsamen Einzelpunktes Aufklärung schuldet, im Falle eines Fehlers lediglich für die Risiken einzustehen braucht, für deren Einschätzung die geschuldete Aufklärung maßgeblich war (vgl. BGHZ 116, 209, 213; BGH, Urt. v. 20. November 1997 - IX ZR 286/96, NJW 1998, 982, 983; v. 19. Dezember 2000 - XI ZR 349/99, WM 2001, 297, 298; v. 6. Juni 2002 - III ZR 206/01, WM 2002, 1440, 1441).
Im Rahmen eines späteren Betragsverfahrens müßten die Vor- und die Nachteile, welche die Vereinbarung mit sich gebracht hat, darunter auch die von der Beklagten behaupteten Steuervorteile, in den erforderlichen "Gesamtvermögensvergleich" (vgl. BGH, Urt. v. 20. November 1997 - IX ZR 286/96, WM 1998, 142 f;… Zugehör/Fischer, Handbuch der Anwaltshaftung Rn. 1087) eingestellt werden.
Eine Vorteilsausgleichung kommt erst in Betracht, wenn feststeht, dass - und in welcher Höhe - ein Schaden entstanden ist (BGH, Urt. v. 20. November 1997 - IX ZR 286/96, WM 1998, 142, 143).
BGH, 15.03.2001 - IX ZR 57/00