Source: https://findok.bmf.gv.at/findok/ilink?bereich=RL&id=63300&ida=UStR2000&gueltig=20071024&hz_gz=09+4501%2F58-IV%2F9%2F00&dz_VonRandzahl=2611
Timestamp: 2020-08-15 21:19:26
Document Index: 393779759

Matched Legal Cases: ['§ 17', '§ 17', '§ 14', '§ 69', '§ 17', '§ 17', '§ 17', '§ 39']

Zahlungen die vor Ausführung der Leistung entrichtet werden, sind auch bei der Sollversteuerung jedenfalls im Zeitpunkt ihrer Vereinnahmung zu versteuern (Mindest - Istbesteuerung). Diese Regelung ist nicht anzuwenden, wenn die Zahlung des Entgeltes auf einem Vertrag beruht, der vor dem 1. Jänner 1995 abgeschlossen worden ist und keine Rechnung mit gesondertem Ausweis der Steuer erteilt wurde.
Gutschein: Das Entgelt für die Veräußerung eines Gutscheines ist keine Anzahlung. Ausnahme: Die Veräußerung des Gutscheines erfolgt in Bezug auf eine konkrete Leistung.
Beispiel für Anzahlung:
Telefonwertkarten: Der Verkauf von Telefonwertkarten eines Telekomunternehmens, die ausschließlich zum Telefonieren bei einer bestimmten Telekomgesellschaft berechtigen, unterliegt der Anzahlungsbesteuerung.
Aufgrund der Wohnrechtsnovelle 2000 wurde der jährliche Abschreibungssatz für Miet- (oder sonstige Nutzungs-)Verhältnisse in Baulichkeiten, die ab 1. Juli 2000 bezogen worden sind, mit 1% festgesetzt (§ 17 Abs. 4 WGG). Eine Aufwertung der Finanzierungsbeiträge für Zwecke des Mieterwechsels hat nicht mehr zu erfolgen. Daraus ergibt sich, dass für solche Mietverhältnisse eine jährliche Verwohnung und somit Versteuerung der Finanzierungsbeiträge in Höhe von 1% zu erfolgen hat. Im Falle einer Auflösung des Mietverhältnisses hat der ausscheidende Mieter Anspruch auf die von ihm geleisteten Finanzierungsbeiträge abzüglich der jährlichen 1-prozentigen Abschreibung. Vom Neumieter darf dieser Betrag verlangt werden (§ 17 Abs. 1 und 2 WGG). Die Rückzahlung dieser nicht verwohnten Finanzierungsbeiträge hat - da sie bisher nicht versteuert wurden - keine umsatzsteuerliche Konsequenz. Die vom Neumieter in derselben Höhe bezahlten Finanzierungsbeiträge sind nach Maßgabe der jährlichen 1%igen Verwohnung zu versteuern (1% vom ursprünglichen Finanzierungsbeitrag).
§ 14 WGG, Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz, BGBl. Nr. 139/1979
§ 69 WWFSG 1989, Wiener Wohnbauförderungs- und Wohnhaussanierungsgesetz, LGBl. Nr. 18/1989
§ 17 Abs. 4 WGG, Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz, BGBl. Nr. 139/1979
VwGH 22.06.1967, 0153/65
§ 17 Abs. 1 WGG, Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz, BGBl. Nr. 139/1979
§ 17 Abs. 2 WGG, Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz, BGBl. Nr. 139/1979
§ 39 Abs. 27 WGG, Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz, BGBl. Nr. 139/1979
Umsatzsteuer, Zeitpunkt der Vereinnahmung, Einzelfälle für Anzahlungen, Einzelfall für Anzahlungen, Grundkostenbeiträge, Grundkostenbeitrag, Baukostenbeitrag, Baukostenbeiträge, Entstehung der Steuerschuld, Lieferungen, sonstige Leistungen, Anzahlungen, Mindest - Istbesteuerung, Anzahlungen - Einzelfälle, Anzahlung - Einzelfall, Beherbergungsgewerbe, Reiseleistungen, Gutschein, Kautionen, Rücklage zum Instandhaltungsfonds, Telefonwertkarten, Zeitpunkt der Leistungserbringung, Leistungsabgrenzung, Übergabe des fertigen Werkes, Leistungen aus einem Bestandvertrag, Leistungen aus Bestandverträgen, Finanzierungsbeiträge, Finanzierungsbeitrag, Maßgabe der Verwohnung, Neumieten, Altmieten, Teilleistungen in der Bauwirtschaft, Werklieferung in der Bauwirtschaft, Verfügungsmacht am fertigen Werk, Teillieferungen, Pauschalpreis, Gewährleistungsfristen, Teilbarkeit von Werklieferungen, Teilbarkeit von Werkleistungen.
Findok-Nr: 19969.1, aufgenommen am: 20.04.2006 12:46:34, zuletzt geändert am: 14.09.2006, Dokument-ID: e0cc1620-d232-4ebf-9949-b3c109f0f97f, Segment-ID: 9f008eec-15f2-4de4-805c-c1961871434f