Source: http://www.gomopa.net/Finanzforum/fonds-informationen/midas-p942876234.html
Timestamp: 2017-04-25 18:20:50
Document Index: 256157817

Matched Legal Cases: ['§ 916', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

MIDAS - Fonds - Informationen - Finanznachrichten
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Handelsregister: HRB 35161, Amtsgericht Köln
Geschäftleitung: Dr. Axel Bauer (Vorstand)
Webseite: www.midasgruppe.de
Bisher emittierte Fonds: 3
Betreute Anleger: 300
Stamm- / Eigenkapital: 50.000 €
Platziertes Eigenkapital: 5.000.000 €
Platziertes Gesamtkapital: 51.500.000 € Signatur
MIDAS investiert als "stiller" Gesellschafter. Dies geschieht mit sog. Mezzanine-Kapital als stille Beteiligung oder als Genussrecht. In jedem Fall mit einer unbedingten Nachrangabrede (Rangrücktritt). Für Sie als Unternehmen dient unser Geld als Eigenkapital auf Zeit.
Details der Zusammenarbeit:
Wir begleiten Ihre Unternehmensentwicklung indem wir uns monatlich mit Ihren betriebswirtschaftlichen Auswertungen beschäftigen. Außerdem führen wir quartalsweise ein Managementgespräch mit Ihnen oder nehmen an Sitzungen Ihres Beirats / Aufsichtsrats teil. Ziel ist es, Ihnen Hilfestellung bei der Bewältigung Ihrer unternehmerischen Aufgaben zu geben, ohne aber das Tagesgeschäft zu beeinflussen. Bei Geschäftsvorfällen von besonderer Bedeutung hingegen lassen wir uns einen Zustimmungsvorbehalt einräumen. Dies ist z.B. der Fall bei der Aufnahme neuer Gesellschafter, dem Verkauf von Anteilen, bei Änderungen des Geschäftszwecks oder beim Erwerb oder der Veräußerung von Beteiligungen. Ihr Vorteil: Wir nehmen auf die laufende Geschäftsführung keinen Einfluss. Ihre Freiheit als Unternehmer bleibt vollkommen unberührt. Aber: Wir sind kompetente Berater und Sie können dieses Know-how kostenlos nutzen und dadurch sogar Geld sparen.
Wir sind hier flexibel und stellen uns ganz auf Ihre Bedürfnisse ein. Normalerweise beteiligen wir uns für 5 Jahre. Wenn Sie aber schon vorzeitig in der Lage sind, unsere Beteiligung ganz oder teilweise zu tilgen, so haben Sie hierzu die Möglichkeit.
Kündigung der Beteiligung:
Von unserer Seite kann die Beteiligung nur aus wichtigem Grund außerordentlich gekündigt werden. Sie als Unternehmen können Beteiligung jederzeit ganz oder teilweise kündigen. Sofern Sie also überschüssige Liquidität haben, können Sie die Beteiligung zum Beispiel teilweise tilgen.
Sie als Unternehmen und auch als Unternehmer benötigen keine Sicher- heiten für eine MIDAS-Beteiligung. Insbesondere müssen Sie auch nicht für die Beteiligung bürgen. Zur teilweisen Deckung des Risikos beantragen MIDAS und das Beteiligungsunternehmen gemeinsam eine Landesgarantie auf die Beteiligung. Im Fall der Insolvenz des Unternehmens erhält MIDAS dann vom Land eine quotale Erstattung der Beteiligungssumme. Signatur
Die Frankfurter S&K Unternehmensgruppe übernimmt die Kölner Midas Unternehmensgruppe. Darauf haben sich Stephan Schäfer und Dr. Jonas Köller als Vorstände von S&K sowie Midas-Vorstand Dr. Axel Bauer verständigt. Die Übertragung der Anteile soll in den kommenden Wochen erfolgen.
„S&K bietet uns mit ihren erstrangig besicherten Immobilien die einmalige Chance, freie und noch nicht in Beteiligungen investierte Liquidität sicher zu parken – und dies zu lukrativen Konditionen, die deutlich über dem Kapitalmarktniveau liegen. Dieses Angebot wollten wir insbesondere im Interesse unserer Anleger annehmen, auch wenn dies jetzt mit einer Übernahme unserer Gesellschaft einhergeht“, erklärt Dr. Bauer die Beweggründe für den Zusammenschluss. „Wir halten die Beteiligung an Midas für einen intelligenten Schritt, unsere Schlagkraft zu erweitern, um somit in einem engen Markt schneller wachsen zu können“, unterstreicht Stephan Schäfer als Vorstand der S&K den strategischen Ansatz für die Frankfurter Unternehmensgruppe. Gemeinsam will man den eingeschlagenen Wachstumskurs fortsetzen und die Möglichkeiten nutzen, die der deutsche Immobilienmarkt sowie Finanzierungen von prosperierenden deutschen mittelständischen Unternehmen bieten. Synergien ergeben sich insbesondere im Bereich der Beteiligungsprodukte sowie deren Vertrieb.
Künftig wollen beide Gesellschaften die gegenseitigen Vorteile nutzen und somit ein breiteres Angebot von Investitionsmöglichkeiten unter dem einheitlichen Dach S&K bieten. An der Mehrmarkenstrategie will das Management zunächst festhalten. Damit erwachsen den Anlegern der Mittelstandsfonds weitere attraktive Alternativen im Bereich der Sachwertinvestitionen. Dr. Bauer bleibt auch weiterhin im Rahmen seiner Mittelstandsfinanzierungs-Aktivitäten mit an Bord
S&K zählt mit ihren seit 2006 durchgehandelten Immobilien zum Verkehrswert von über 300 Millionen Euro - und einem Immobilienbestand zum Verkehrswert von weit über einhundert Millionen Euro - in diesem Segment zu den Marktführern in Deutschland. Sämtliche Angaben und insbesondere der hohe Ertrag des Geschäftsmodells wurden durch den TÜV Süd im Detail bestätigt. Die Midas Unternehmensgruppe als Spezialist für Mittelstandsfinanzierungen hat seit ihrer Gründung im Jahr 2000 bislang sechs Fonds mit einem Volumen von 100 Millionen Euro initiiert und gilt als Pionier und kompetenter Ansprechpartner in diesem Bereich. Seit 2005 hat MIDAS insgesamt 16 Investitionen getätigt. Davon wurden inzwischen drei mit Gewinn zurückgeführt oder weiterveräußert. In drei Fällen sind Insolvenzen eingetreten. In zwei der drei Fälle entstand aber für MIDAS kein Schaden: Die Beteiligungen waren durch Landesgarantien abgesichert.
Weitere Informationen unter www.sk-holding.de Zitieren
Zitat	Dr. Jonas Köller - Vorstand der Deutsche S&K Sachwert AG
Bereits im Jahr 2000 gründeten die Unternehmer Stephan Schäfer und Dr. Jonas Köller die heutige S&K Gruppe, damals zunächst als Gesellschaft bürgerlichen Rechts, also als eine GbR. In 2007 war die S&K Real Estate GmbH als exklusiver Dienstleister für eine internationale Fondsgesellschaft tätig und erwarb Liegenschaften im dreistelligen Millionenbereich, in 2008 legte S&K den ersten eigenen Fonds auf. Bis dato hat die Firmengruppe fünf Fonds aufgelegt, beschäftigt über 70 festangestellte Mitarbeiter und zählt zu den Top 5 der deutschen Immobilienbranche. Mittlerweile kann die Deutsche S&K Sachwert AG also auf eine über 10 Jahre andauernde Erfolgsgeschichte zurückblicken.
Wir danken Herrn Dr. Köller für die uns geschenkte Zeit und die offenen Antworten. Wir wünschen Herrn Dr. Köller, der Deutschen S&K Sachwert AG und allen „Kleinanlegern“ weiterhin viel Erfolg mit grundbuchabgesicherten Sachwertanlagen. Quelle: Lebensversicherung-verkaufen Signatur
S&K kaufte mittlerweile MIDAS. Aus diesem Kauf ergeben sich Fragen, die von Stephan Appel, Jaspersdiek 7, 22399 Hamburg an die Vorstände der Midas, u.a. den angeblichen Dr. Köller so gestellt wurden:
Zitat	Gemäß der mit der gemeinsamen mit MIDAS und der S&K verfassten Erklärung vom 07.11.2011 zum Gesellschafterwechsel (Homepage) ist geplant worden, dass die MIDAS-liquiden, nicht gebundenen Mittel – „in der eigenen Familie investiert“ werden sollen (gemeint ist die S&K-Gruppe). Ihren Ausführungen zufolge haben die MIDAS-Fonds ca. EUR 100 Mio. in Beteiligungen gebunden. Aus diesen Betei- ligungen erfolgen nach und nach Rückflüsse auf die MIDAS-Fondskonten in Form von verfügbarer Liquidität. Dies bedeutet, dass Liquidität, die – bis zur neuerlichen Investition (wann wird das sein?) - vorher sicher in Festgeld angelegt wurde, nun in riskanten S&K-Immobilieninvestitionen „geparkt“ wird. Über die reduzierte Si- cherheit der „erstrangigen Besicherung“ haben wir an anderer Stelle unterrichtet. Ein Beschluss des MIDAS-Anlageausschusses (der angeblich anlässlich des Gesell- schafterwechsels komplett zurückgetreten ist) scheint dafür nicht notwendig zu sein?
Was bedeutet das für die S&K Sachwert 2-Anleger?: Die „erheblich bessere Verzinsung“ (S&K-Terminus, MIDAS-Erklärung) zugunsten der MIDAS kann da- zu führen, dass „..die Erträge der Deutschen S&K Sachwert Nr. 2 GmbH über Di- videnden zur Weiterleitung an die S&K Holding GmbH entzogen werden“ (S. 18). Denn die S&K Holding GmbH soll auf jeden Fall liquide bleiben. Denn die Hol- ding steht per Patronatserklärung „gegenüber diesen Gesellschaften“ für Zahlungen ein, die unter anderem „in zweistelliger Millionenhöhe“ (S.18) in den nächsten Jahren noch zu leisten sind. Die Holding soll so gestellt werden, dass sie „stets in der Lage ist, den Kaufpreis (von Lebensversicherungspolicen) bei Fälligkeit zu zah- len“ (S.18). Allein dieser Auszahlungsvorrang gegenüber anderen S&K- Unternehmen (welchen Rang hat der Fonds?) erhöht das mögliche Ausfallrisiko für den Fonds beträchtlich.
Woher kommen die etwa EUR 7 Mio. Kaufpreis für die MIDAS-Unternehmen inkl. Treuhänderin (Gesamtpreis gemäß Jahresabschluss S&K Assets GmbH per Ende 2011, der uns vorliegt). Wirtschaftlich betrachtet könnte die der S&K-Gruppe zufließende MIDAS-Liquidität den überteuerten Kaufpreis „ausgeglichen“ haben. Der Kaufpreis für die MIDAS-Unternehmen betrug gemäß Anlagenliste der S&K Assets GmbH, EUR 4.768.190,16, die Anschaffungskosten allein für die MIDAS Management AG. Könnten Sie uns den Weg des Geldes plausibel darlegen?
Welche Wirtschaftlichkeitsrechnung lag dem MIDAS-Ankauf zugrunde?
Wie wird der unseres Erachtens unrealistisch hohe Kaufpreis für die MIDAS- Management AG (MMAG) von ca. EUR 4,8 Mio. aus Käufersicht begründet? Der Jahresabschluss der MMAG per Ende 2010 weist unter „sonstige Verbindlichkei- ten“ ca. EUR 1 Mio. auf, die nur deshalb nicht zur „Überschuldung der Gesell- schaft“ geführt haben, weil diese Summe per „unbedingtem Rangrücktritt“ faktisch dem Eigenkapital gleichgestellt wurde (Bilanz 2010, Bundesanzeiger). Der „Wert“ der MMAG kann es nicht gewesen sein, der eine solche Kaufsumme rechtfertigt?
Aus unserer Sicht könnte der Weg des Geldes wie folgt vollzogen worden sein: Die liquiden MIDAS-Gelder von deutlich über 7 Mio. wurde in S&K-Unternehmen "geparkt", z. B. als verzinsliches Darlehen zur Verfügung gestellt. Dort wird es als Beteiligung einem S&K-Unternehmen als Unterdarlehen zur Verfügung gestellt, das auch den Zweck hat, Beteiligungen zu erwerben und das nicht ausschließlich in Immobilieninvestitionen fließen muss, sondern im "weitest gehenden Zusammen- hang mit Immobilien" gewährt werden kann. So lautet z. B. der Gesellschaftszweck der United Investors (Darlehensgeberin) in der "Vorbemerkung Darlehensvertrag". Von dort könnte es u. B. als Darlehen für Beteiligungen an die S&K Assets GmbH verzinslich ausgereicht worden sein. Bei der S&K Assets GmbH wird es als An- schaffungskosten für die Beteiligung an der MIDAS Management AG geführt und könnte zugleich als verzinsliche Verbindlichkeit unter den "sonstigen Verbindlich- keiten" von ca. EUR 16,635 Mio. auf der Passivseite gelistet worden sein. Dazu würden auch die "Kostenumlagen von verbundenen Unternehmen" in Höhe von ./. EUR 1.071.000 in der G&V der S&K Assets GmbH passen. Es kann unsere Erach- tens nicht ausgeschlossen werden, dass die nicht in Beteiligungen investierten MIDAS-KG-Gelder - siehe unten - (in)direkt für Kosten des Erwerbs der MIDAS- Unternehmen verwendet worden sind.
Weitere Risiken aus den MIDAS-Zahlungsverpflichtungen:
Zur Sicherheit der MIDAS-Kapitalübernahmen in die S&K-Gruppe wurden „erst- rangige Sicherheiten“ in Aussicht gestellt: diese könnten Vorrang gegenüber der Bedingung der Fonds-Darlehen haben.
Da auf die, die möglichen Risiken erhöhenden Sachverhalte hingewiesen werden muss, ein Nachtrag zum Prospekt MIDAS 6 aber nicht existiert, sehen wir einen Verstoß gegen die Aufklärungspflichten der Initiatorin. Wie sehen Sie diesen Sachverhalt? Hinzu kommt, dass MIDAS falsche Prospekte verschickt: Die alten Geschäftsführer und Gesellschafter sind nach wie vor unkommentiert im Prospekt und in den Anschreiben. Warum?
Ferner sind unseres Erachtens die neuen und alten Anleger, die diesen Fonds noch zeichnen können (gezeichnet haben), zwingend auf die neuen Gesellschafter und Geschäftsführer (MIDAS und Aurator) per Nachtrag hinzuweisen. Dies ist nach unserer Kenntnis bisher nicht geschehen, obwohl von einem neuerlich entstande- nen, erheblichen Risiko auszugehen ist: Sowohl die MIDAS Komplementärin und die Treuhänderin sind in der Hand von S&K-Unternehmen. Außerdem ist der bis- herige MIDAS-Anlageausschuss sowie der Aufsichtsrat der MIDAS-Management AG nach unseren Informationen „komplett zurückgetreten“.
Wer ist außer dem geschäftsführenden Kommanditisten zurzeit im MIDAS- Anlageausschuss (z.B. MIDAS 6)?	[Quelle: Stephan Appel Signatur
Für eine ganze Reihe sogenannter geschlossener Fonds sind die angeblich lukrativen Geschäfte jetzt geschlossen: Staatsanwälte haben bei einer Großrazzia in den Geschäftsräumen der Deutsche S&K Sachwerte AG und anderer Firmen vermutetes Beweismaterial beschlagnahmen lassen und Personen inhaftiert. „Betroffen sind tausende Anleger, die auf hohe Verzinsungsversprechen mehrere 100 Mio. € in verschiedenste Fonds mit schillernden Namen eingezahlt haben“, weiß Anwalt Joachim Schweiger von der Kanzlei DSKP.de in Düsseldorf.
Deutsche S&K Sachwerte, S&K-Finance, United Investors und Midas sind nur drei der Fonds-Namen, die im Zusammenhang mit den S&K-Initiatoren Stephan Schäfer und Jonas Köller stehen. Häufig ging es bei den Fonds um Ankäufe von bereits laufenden Lebensversicherungen anderer Personen oder um Immobilien und Beteiligungen an mittelständischen Unternehmen. Die Fonds haben u.a. Darlehen an S&K herausgelegt, die grundbuchrechtlich zu besichern waren.
Die Staatsanwälte vermuten ein umfangreiches Schneeballsystem hinter den zunächst wohlklingenden Firmen. Der Schaden wird auf mehrere 100 Mio. € geschätzt. Anfang 2012 tauchte S&K als Käufer der WGF-Immobilie „Torgauer Platz“ in Leipzig auf. Im Mai 2012 wurde gemeldet, der Deal sei geplatzt: mangels Finanzierung. Die beiden Meldungen tauchen 2013 nicht mehr in den Pressemeldungen der inzwischen insolventen WGF AG auf. WGF-Anleger haben mit grundbuchbesicherten WGF-Hypothekenanleihen Kursschäden von mehr als 100 Mio. € erlitten.
Joachim K. Schweiger, Rechtsanwalt für Kapitalanlegerrecht Zitieren
Die Kölner Midas etwa hatte mit sechs Fonds 100 Millionen Euro eingesammelt, einige davon lagen noch ungenutzt auf den Konten. Eigentlich sollten damit Mittelständler finanziert werden. Nach Übernahme durch S&K jubelte Midas Ende 2011: „Mit dem neuen Gesellschafter S&K besteht künftig für die Midas Mittelstandsfonds die Möglichkeit, freie, nicht in Beteiligungen investierte Liquidität mit einer erheblich besseren Verzinsung in erstrangig besicherten Hypothekendarlehen zu parken.“ Mit Maik Carsten S.* übernahm ein neuer Geschäftsführer. * Auszug WiWo Zitieren
Der Skandal um S&K - wo sind die Millionen? Eine Spurensuche
Zitat	27 beschriftete Messingtafeln sind am Briefkasten der Kennedyallee 123 angebracht. Ein sehr undurchsichtiges Netz haben Stephan Schäfer und Jonas Köller aufgebaut, ein verschlungenes Firmen-Wirrwarr, wie bei so vielen Anbietern auf dem Grauen Markt. Manche von ihnen hantieren mit Genussscheinen, andere investieren in Hollywood-Filme oder bündeln das Geld der Anleger in Schiffsfonds und kaufen davon Frachter. Welche Geschäftsidee Firmen auch immer verfolgen, eines eint sie: Sie werden sehr lax überwacht.	Kanzlei Göddecke - Rechtsanwalt Marc Gericke .. Es war vor einem Dreivierteljahr, als er das erste Mal von der Immobilienfirma hörte. Eine Anlegerin fragte bei ihm an, ob es sinnvoll sei, ihre Anteile bei einem Fonds namens Midas zu verkaufen. Midas ist eine Private-Equity-Firma mit angeschlossenem Fonds in Köln. Das Management erwirbt Unternehmen, restrukturiert oder zerschlägt und verkauft die Firmen dann mit Gewinn weiter. Anleger können sich über den Fonds daran beteiligen.
Im September 2012 hatte Gericke gemeinsam mit einem Kollegen aus der Kanzlei und einem Immobiliensachverständigen einen Termin in der Kennedyallee 123. "Aufgrund meiner Recherchen hatte ich erhebliche Zweifel an der Werthaltigkeit der von S&K getätigten Investitionen. Ich habe hier eine große Gefahr für Anleger gesehen. Wir wollten uns daher ein eigenes Bild machen. Damals hätte man eventuell noch korrigierend eingreifen können." Am Eingang der Stadtvilla empfing sie ein Sicherheitsmann mit Headset am Ohr, eine Frau mit kurzem Rock geleitete sie ins Foyer. Dort hängen Porträts von Stephan Schäfer und Jonas Köller in Öl. An der Besprechung nahmen Köller und seine beiden Anwälte, Igor Petri und Gero Kollmer, teil. Nach zehn Minuten war alles vorbei. Die beiden Juristen unterbrachen irgendwann das Gespräch und sagten: "Du sagst jetzt nichts mehr. Alles, was du jetzt sagst, wird sowieso irgendwann gegen dich verwendet." Dann verließen Köller und die S&K-Anwälte das Büro und ließen Gericke und seinen Kollegen sitzen, in den schweren, mit schwarzem Samt bezogenen Stühlen. Zitieren
Kanzlei Dr. Becker erwirkt dinglichen Arrest gegen Midas Management AG
Für eine Anlegerin, die sich als typisch stille Gesellschafterin an der Midas Management AG beteiligte, hat die auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierte Kanzlei Dr. Becker einen Arrestbefehl erwirkt (AG Köln, Entscheidung vom 18.03.2013, Az. 124 C 138/13). Das Gericht sah die zivilprozessualen Voraussetzungen gemäß §§ 916 ff. ZPO für gegeben an, um einen Arrest anzuordnen. Insbesondere habe die Antragstellerin ihren gegenüber der Midas Management AG bestehenden Zahlungsanspruch aufgrund der eingereichten Vertragsunterlagen zur außerordentlich gekündigten Beteiligung und ihres rechtlichen Vortrags glaubhaft gemacht. Auch habe die Anlegerin glaubhaft die Gefahr dargelegt, die Antragsgegnerin könne sich durch eine Veräußerung von Vermögenswerten der Erfüllung des Anspruchs auf das Auseinandersetzungsguthaben entziehen.
„Auch wenn die Staatsanwaltschaft bereits Vermögenswerte sichergestellt hat, können diese durch dinglichen Arrest zu Gunsten des jeweiligen Gläubigers im Wege der sog. Rückgewinnungshilfe gesichert werden“, erläutert die bankrechtlich spezialisierte Rechtsanwältin Dr. Ina Becker, Hamburg. Weitere Arrestanträge hat die Kanzlei Dr. Becker beim Landgericht Köln eingereicht Zitieren
Die geschlossenen Mittelstandsfonds des Kölner Initiators Midas haben S&K-Firmen Kredite gegeben. Die ausgereichten Darlehen haben die Fonds nun abgeschrieben. Vier Mittelstandsfonds des Kölner Initiators Midas sind von dem Skandal rund um die S&K Gruppe massiv betroffen. Die Fondsgesellschaften Nr. 2 bis 5 haben an S&K-Unternehmen Darlehen ausgegeben, insgesamt verliehen die Fonds 24,25 Millionen Euro, teilte Fondsmanager Peter Goeke Ende September den Midas-Anlegern mit. Zins- und Darlehensrückzahlungen habe es nicht gegeben. Nachdem offenbar gültige Gesellschafterbeschlüsse für die Kredite gefasst wurden, erfolgte die Darlehensvergabe ohne Abstimmung mit den Midas-Mitarbeitern, beklagte Goeke.
Zu den Transaktionen zwischen den Midas-Fonds und S&K kam es, nachdem die S&K Gruppe im Sommer 2011 das Emissionshaus Midas und die Treuhandgesellschaft Aurator übernommen hatte. Bei Midas übernahm der S&K-Vertraute Marc-Christian S. im Dezember 2011 die Führung. Geschäftsführer der Treuhand wurde Thomas G., der auch Geschäftsführer beim Fondsinitiator United Investors ist, der die S&K-Fonds auflegte. Beide Herren sitzen ebenso wie die S&K-Vorstände Stephan S. und Jonas K. in Untersuchungshaft. Die Kreditsicherheiten sind nicht eingebracht worden
Nach Angaben von Goeke wurde der Beschluss zur Kreditvergabe mit den von der Treuhänderin gehaltenen Stimmen im Dezember 2011 und März 2012 herbeigeführt. Weil die S&K-Konten von den Ermittlungsbehörden gesperrt wurden und die Midas-Fonds vorläufig keine Zahlungen aus ihren Darlehens erwarten können, werden die Kredite samt Zinsforderungen in den Jahresabschlüssen komplett abgeschrieben. Allein die Fonds Nr. 2 und 3 verliehen 12 und sieben Millionen Euro an S&K-Gesellschaften. Das entspricht im Fonds Nr. 2 etwas mehr als der Hälfte und im Fonds Nr. 3 rund zwei Drittel des per Ende 2011 gezeichneten Investorenkapitals. Interessant ist dabei, dass die versprochenen Darlehenssicherheiten laut Wirtschaftsprüfer Wilhelm Andermahr nicht vorgelegt wurden. Gegenwärtig sind die Midas-Fonds nur bedingt handlungsfähig. Während Marc-Christian S. Midas-Mitarbeitern Vollmachten erteilt hat, liegen von Thomas G. laut Fondsmanger Goeke keine Vollmachten vor. Demzufolge bestehe keine Verfügungsgewalt über die Fondskonten. Goeke hat die Einberufung von Gesellschafterversammlungen angekündigt, sobald die Prüfberichte für die Jahresabschlüsse 2012 vorliegen. Zitieren
Für eine stille Gesellschafterin hat die bankrechtlich spezialisierte Kanzlei Dr. Becker ein rechtskräftiges Versäumnisurteil gegen die Midas Management AG erstritten (Amtsgericht Köln, Urteil vom 11.02.2014, Aktenzeichen 124 C 456/13. Wegen strafrechtlicher Ermittlungen gegen die S&K Gruppe, die gesellschaftsrechtlich mit der Midas Management AG verflochten ist, kündigte die Kanzlei Dr. Becker die Beteiligung einer typisch stillen Gesellschafterin rechtswirksam fristlos. Nachdem die Midas Management AG das fällige Auseinandersetzungsguthaben nicht ausgezahlt hatte, setzte die Hamburger Kanzlei die Ansprüche der stillen Gesellschafterin sowohl im Wege einstweiligen Rechtsschutzes als auch im Hauptsacheverfahren durch. In Höhe des nun rechtskräftig ausgeurteilten Betrages war zunächst ein so genannter dinglicher Arrest gerichtlich angeordnet worden (Amtsgericht Köln, Beschluss vom 18.03.2013, Aktenzeichen 124 C 138/13). Wie die auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierte Rechtsanwältin Dr. Becker, Hamburg, erläutert, diente das Arrestverfahren der vorläufigen Sicherung bestehender Ansprüche gegen die Midas Management AG, um einen endgültigen Verlust des Beteiligungsbetrages zu verhindern (siehe hierzu auch die Pressemitteilung vom 09.04.2013). Der gerichtliche Arrestbefehl wurde erfolgreich im Wege der Zwangsvollstreckung gegen die Midas Management AG vollzogen. Im späteren Hauptsacheverfahren ließ sich die Midas Management AG zwar gerichtlich durch eine größere überörtliche Kanzlei vertreten. Ihr Prozessbevollmächtigter teilte jedoch im Termin zur mündlichen Verhandlung mit, die Gesellschaft wolle „keine begründete Entscheidung des Gerichts riskieren“ und verzichtete darauf, einen Antrag zu stellen. Vor diesem Hintergrund ist das Versäumnisurteil vom 11.02.2014 ergangen, mit dem die Midas Management auch dazu verurteilt wurde, der Gesellschafterin entstandene anwaltliche Kosten zu ersetzen. Die innerhalb der Midas-Gruppe durch S&K direkt eingesetzten Vorstände und Geschäftsführer befinden sich teils bis heute in Untersuchungshaft. Wegen höchst intransparenter geschäftlicher Aktionen und einer möglichen Insolvenzgefahr bei allen Midas-Gesellschaften sollten betroffene Anleger unverzüglich anwaltlich prüfen lassen, ob auch sie ihre Zahlungsansprüche zeitnah durchsetzen können, empfiehlt Rechtsanwältin Dr. Ina Becker, Hamburg Zitieren
Nach 22 Monaten Untersuchungshaft in der JVA Kassel meldete sich der S&K-Finanzierungsguru Marc-Christian Schraut (40) aus Röllbach (Bayern) endlich live aus dem Knast. Am 25. und 28. November 2014 hatte Schraut für die von ihm gemanagten MIDAS Mittelstandsfonds 2 bis 5 GmbH & Co. KGs aus Köln (Else-Lang-Straße 1) auch hinter Gittern seine Pflicht als Geschäftsführer erfüllt und die Jahresabschlüsse für 2012 fertiggestellt und unterschrieben... Lesen Sie unsere Pressemeldungzum Thema. Signatur
Gegenstand der „MIDAS Mittelstandsfonds” war die direkte oder indirekte Anlage in Beteiligungen an mittelständischen Unternehmen. Durch die Investition in sog. „Zielunternehmen” sollten Erträge von bis zu 15,0 % erzielt werden. Ferner sollten die Investitionen zu 70-80 % durch öffentliche Garantien abgesichert werden.
Insgesamt wurden nach diesem Muster u.a. die folgenden geschlossenen Fonds aufgelegt:
Tatsächlich haben die Anleger mit ihrer Investition zur „Finanzierung des Mittelstands” erhebliche Verluste erlitten. Dies lässt sich am Beispiel des MIDAS Mittelstandsfonds Nr.3 wie folgt verdeutlichen: Dort konnten die prognostizierten Erträge von bis zu 15,0 % mit den Zielunternehmen nicht erwirtschaftet werden. Auf welcher gefestigten Grundlage diese Prognose beruhte, kann nicht nachvollzogen werden. Offensichtlich wurden die Anleger hier mit überhöhten Renditeversprechungen eingeworben.
Auch die im Prospekt dargestellte Absicherung (öffentliche Garantien in Höhe von 70-80 % der Investitionssumme) bestand tatsächlich nicht. Ausweislich des Geschäftsberichts 2010 vom November 2011 wurden lediglich Garantien zwischen 6,62 % (!) und 70 % gewährt. Die im Prospekt zugesicherte Absicherung zu 80 % bestand in keinem einzigen der dort genannten Fälle. Eine Absicherung zu 70 % bestand nur in einem einzigen Fall. Dementsprechend war auch das tatsächliche Risiko der Beteiligung deutlich höher, als im Prospekt dargestellt.
Im Jahre 2011 wurde die MIDAS-Gruppe schließlich von der S&K-Gruppe übernommen. Unter der Geschäftsführung von Herrn Marc-Christian Schraut wurden bis Mitte 2012 erhebliche Mittel der MIDAS Mittelstandsfonds als Darlehen an die S&K-Gruppe ausgezahlt. Über 24 Millionen Euro wurden auf diese Art und Weise aus den Midas Mittelstandsfonds abgezogen. Zu welchen Konditionen und mit welchen Sicherheiten dies erfolgte, blieb für die Midas-Anleger nicht nachvollziehbar. Ob dies dem Motto entsprach: „Wir finanzieren den Mittelstand.” darf bezweifelt werden.
Im Zuge der Insolvenz der S&K Gruppe haben sich die vorgenannten Darlehn als praktisch wertlos erwiesen. Eine hinreichende Absicherung der Darlehn über werthaltige Immobilien bestand nicht. Nach Auskunft der Fondsverwaltung beläuft sich der heutige Wert der Fondsanteile des MIDAS Mittelstandsfonds Nr.3 auf weniger als 20 % der Zeichnungssumme.
Nach ständiger Rechtsprechung des BGH muss der Anleger ferner über Vertriebsprovisionen, die über 15 % der Zeichnungssumme liegen, ausdrücklich aufgeklärt werden (BGH, Urteil vom 06.02.2006, II ZR 329/04; Anschluss an BGH vom 17.11.2005, III ZR 350/04). Ist der Anleger in einem solchen Fall nicht hinreichend über die Höhe der Provision aufgeklärt worden, hat er die Möglichkeit, auf Schadensersatz zu klagen.
Nach Auffassung des Bundesgerichtshofs (BGH, Urteil vom 19.10.2006, Az. III ZR 122/05) liegt ein Aufklärungs- und Beratungsfehler auch dann vor, wenn der Anlageberater, auf dessen Erfahrungen der Anleger vertraut, diesem gegenüber die von ihm empfohlene Kapitalanlage als „sicher” bezeichnet hat, obwohl diese mehr oder weniger spekulativer Natur, bzw. mit einem Totalverlustrisiko behaftet ist.
Eine Haftung des Anlageberaters oder der Bank kann schließlich daraus resultieren, dass der Anleger keine ausreichende Möglichkeit hatte, die Risikohinweise des Fondsprospekts zur Kenntnis zu nehmen (BGH, Urteil vom 08.05.2012 - XI ZR 262/10, Rn. 21 m. w. Nachw.). Ein Anleger, dem ein Prospekt nicht rechtzeitig übergeben wurde, darf diesen unbeachtet lassen; er muss ihn insbesondere nach der getroffenen Anlageentscheidung nicht mehr durchlesen.
Midas Mittelstandfonds Nr. 2: Nur für risikobereite Anleger geeignet. Unternehmensbeteiligungen sind nicht zur Altersvorsorge geeignet
Midas Mittelstandfonds:
2000 wurde die MIDAS-Gruppe gegründet. Die MIDAS-Gruppe legte seitdem u.a. die
Midas Mittelstandsfonds Nr.1, - Midas Mittelstandsfonds Nr.2, - Midas Mittelstandsfonds Nr.3,
Midas Mittelstandsfonds Nr.4, - Midas Mittelstandsfonds Nr.5, - Midas Mittelstandsfonds Nr.6,
Der Midas Mittelstandfonds Nr. 2 wurde 2005 aufgelegt und ist als Private Equity-Fonds ausgestaltet. Der Fonds investiert in verschiedene Unternehmen.
Midas Mittelsandfonds Nr. 2 und die S&K Gruppe
Die Razzia bei der S&K Gruppe im Februar 2013 beunruhigte viele Anleger S&K-naher Fonds. Die S&K Gruppe wird zusammen mit einigen anderen Personen beschuldigt, ein Schneeballsystem entwickelt zu haben und die hohen Provisionen vor allem für eigene Zwecke verwendet zu haben. Die S&K-Gruppe beteiligte sich an dem Fondanbieter MIDAS, der den Mittelstandfonds Nr. 2 auflegte. Dieses Verhalten kann viele Anleger schädigen, auch die Anleger des Midas Mittelstandfonds Nr. 2.
Risiken eines geschlossenen Unternehmens-Fonds
Private Equity-Fonds, wie der Midas Mittelstandfonds Nr. 2, verlangen aufgrund ihrer Investitionen in Unternehmen eine höhere Risikobereitschaft beim Anleger. Trotz breit gestreuter Beteiligungen an verschiedenen Unternehmen birgt der Midas Mittelstandsfonds Nr. 2 aufgrund seiner Konstruktion als geschlossener Fonds höhere Risiken wie Verlustrisiken für die Anleger oder gesellschaftsrechtliche Risiken.
Anlageberater müssen Midas Mittelstandsfonds Nr. 2 Anleger richtig aufklären. Aufgrund der Risiken sollten nur risikobereite Anleger in den Midas Mittelstandfonds Nr. 2 investieren. Vor allem müssen die Anlageberater über diese speziellen Risiken vollständig aufklären und sich nach den Zielen des Anlegers richten. Beachtet der Anlageberater die Ziele des Anlegers nicht oder unterlässt er eine Aufklärung über die hohen Risiken des Mittelstandfonds Nr. 2, dann stehen dem Anleger Schadensersatzansprüche wegen fehlerhafter Anlageberatung gegen den Anlageberater zu.
Anleger der Midas Mittelstandfonds sollten einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht aufsuchen, um ihre Ansprüche innerhalb der Verjährungsfristen prüfen zu lassen.
Aktuell werden vom Midas Mittelstandsfonds Nr. 2 Ausschüttungen von den Anlegern zurückgefordert. Die Anleger sollten durch einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht prüfen lassen, ob sie die Rückforderungen erfüllen.
Quelle: Kanzlei Steffens Signatur