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Timestamp: 2019-05-25 09:39:08
Document Index: 134696330

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 9', '§ 10', '§ 11', '§ 12', '§ 13', '§ 14', '§ 15', '§ 16', '§ 11', '§ 60', '§ 10', '§ 4', '§ 9', '§ 11', '§ 13', '§ 8', '§ 11', '§ 96', '§ 11']

VORIS VO-GO | Landesnorm Niedersachsen | Gesamtausgabe | Verordnung über die gymnasiale Oberstufe (VO-GO) vom 17. Februar 2005 | gültig ab: 01.08.2005
Ausfertigungsdatum: 17.02.2005
Fundstelle: Nds. GVBl. 2005, 51
Stand: letzte berücksichtigte Änderung: mehrfach geändert durch Verordnung vom 04.09.2018 (Nds. GVBl. S. 188)
Verordnung über die gymnasiale Oberstufe (VO-GO) vom 17. Februar 2005 01.08.2005
§ 2 - Aufnahme 01.08.2018
§ 3 - Verweildauer 01.08.2018
§ 4 - Schulbesuch im Ausland 01.08.2016
§ 5 - Unterrichtsangebot 01.08.2005
§ 6 - Ergänzende Teilnahmepflicht 01.08.2005
§ 7 - Studienbuch, Leistungsbewertung, Versäumnis 01.08.2016
§ 8 - Organisation des Unterrichts und Teilnahmeverpflichtungen in der Einführungsphase 01.08.2016
§ 9 - Versetzung in die Qualifikationsphase 01.08.2018
§ 10 - Organisation des Unterrichts in der Qualifikationsphase 01.08.2018
§ 11 - Aufgabenfelder, Prüfungsfächer 01.08.2018
§ 12 - Belegungsverpflichtungen 01.08.2016
§ 13 - Freiwilliges Zurücktreten 01.08.2018
§ 14 - Abgangszeugnis, Abschluss des Sekundarbereichs I 01.08.2016
§ 15 - Übergangsregelungen 01.08.2018
§ 16 - In-Kraft-Treten 01.08.2005
Anlage 1 - Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe 01.08.2018
Anlage 2 - Qualifikationsphase der gymnasialen Oberstufe: Schwerpunkte und Unterrichtsfächer sowie Belegungsverpflichtungen 01.08.2018
Anlage 3 - Qualifikationsphase der gymnasialen Oberstufe; Zuordnung der Fächer zu den Aufgabenfeldern und Anforderungsniveau der Prüfungsfächer 01.08.2016
Aufgrund des § 11 Abs. 9 und des § 60 Abs. 1 Nrn. 1 und 2 des Niedersächsischen Schulgesetzes (NSchG) in der Fassung vom 3. März 1998 (Nds. GVBl. S. 137), zuletzt geändert durch Artikel 11 des Gesetzes vom 17. Dezember 2004 (Nds. GVBl. S. 664), wird verordnet:
Diese Verordnung gilt für die gymnasiale Oberstufe des Gymnasiums und der Gesamtschule.
(2) 1 Zum Besuch der Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe ist nicht berechtigt, wer zu Beginn des Schuljahres, in dem die Aufnahme erfolgt, das 20. Lebensjahr vollendet hat. 2 Die Schule kann in Härtefällen Ausnahmen zulassen.
(3) Wer nach § 10 der Verordnung über den Wechsel zwischen Schuljahrgängen und Schulformen der allgemein bildenden Schulen (WeSchVO) oder einer entsprechenden Regelung in einem anderen Land die Einführungsphase übersprungen hat, ist zum Besuch der gymnasialen Oberstufe berechtigt und beginnt dort mit der Qualifikationsphase.
(1) 1 Die Verweildauer in der gymnasialen Oberstufe beträgt in der Einführungsphase ein Schuljahr und in der Qualifikationsphase zwei Schuljahre, soweit sich aus § 4 Abs. 1 Satz 1, § 9 Abs. 4, § 11 Abs. 7 Satz 3 und § 13 sowie aus den Sätzen 2 bis 4 nichts anderes ergibt. 2 Zur Wiederholung einer nicht bestandenen Abiturprüfung verlängert die Schule die Verweildauer um ein weiteres Schuljahr. 3 Die Schule kann in Härtefällen, die nicht von der Schülerin oder dem Schüler zu vertreten sind, eine weitere Verlängerung um ein weiteres Schuljahr zulassen. 4 Zeiten des Besuchs eines Beruflichen Gymnasiums werden auf die Verweildauer in der gymnasialen Oberstufe angerechnet.
(1) 1 Das Unterrichtsangebot muss an den Anforderungen der §§ 8 und 10 ausgerichtet sein und soll für die Schülerinnen und Schüler Wahlmöglichkeiten vorsehen. 2 Die Schule stellt sicher, dass die Belegungsverpflichtungen erfüllt werden können. 3 Ein Anspruch auf ein bestimmtes Angebot an Fächern und Schwerpunkten besteht nicht.
1 Eine Teilnahmepflicht besteht auch für Unterricht, für den sich die Schülerin oder der Schüler über die Verpflichtungen und die Pflichtwochenstundenzahl hinaus angemeldet hat. 2 In Ausnahmefällen kann die Schule von der Teilnahmepflicht befreien. 3 Dieser Unterricht wird dann als „nicht teilgenommen“ gewertet.
Studienbuch, Leistungsbewertung, Versäumnis
(1) Jede Schülerin und jeder Schüler führt in der gymnasialen Oberstufe ein Studienbuch, in das die Unterrichtsfächer und die Leistungsbewertungen für die Schulhalbjahre einzutragen sind.
(2) 1 In jedem Fach wird die Leistung der Schülerin oder des Schülers je Schulhalbjahr mit 0 bis 15 Punkten bewertet. 2 Die Punkte sind wie folgt Noten zugeordnet:
(4) 1 Hat die Schülerin oder der Schüler aus einem selbst zu vertretenden Grund Unterricht versäumt und kann deshalb die Leistung in einem Fach nicht bewertet werden, so gilt der Unterricht als mit der Note „ungenügend“ abgeschlossen. 2 Ist der Grund nicht selbst zu vertreten, so steht die fehlende Möglichkeit der Bewertung in der Einführungsphase der Versetzung nicht entgegen, wenn die Konferenz eine erfolgreiche Mitarbeit im nächsthöheren Schuljahrgang erwartet; in der Qualifikationsphase wird der Unterricht als „nicht teilgenommen“ gewertet.
Organisation des Unterrichts und
Teilnahmeverpflichtungen in der Einführungsphase
(1) 1 Der Unterricht in der Einführungsphase wird in Pflicht- und Wahlfächern sowie nach Maßgabe des Absatzes 3 in Wahlpflichtfächern erteilt. 2 Die Pflicht- und Wahlpflichtfächer werden in der Anlage 1 den in § 11 Abs. 1 Satz 1 genannten Aufgabenfeldern zugeordnet. 3 Aus der Anlage 1 ergeben sich außerdem die Kennzeichnung der Fächer als Pflicht-, Wahlpflicht- und Wahlfächer, Wahlangebote, Wahlmöglichkeiten und der Umfang der Pflicht zur Teilnahme am Unterricht (Wochenstunden).
(3) 1 Der Schulvorstand kann beschließen, dass die Schülerinnen und Schüler, die ab dem 6. Schuljahrgang durchgehend Unterricht in einer weiteren Fremdsprache besucht haben, am Unterricht in einer weiteren Fremdsprache abweichend von Absatz 2 nicht teilnehmen müssen, wenn sie am Unterricht in zwei Wahlpflichtfächern mit insgesamt drei Wochenstunden teilnehmen; die Möglichkeit der Teilnahme am Unterricht in einer weiteren Fremdsprache muss sichergestellt bleiben. 2 Der Schulelternrat ist vor dieser Entscheidung zu hören (§ 96 Abs. 3 Satz 1 NSchG). 3 Welche Fächer als Wahlpflichtfächer angeboten werden können und deren Zuordnung zu den in § 11 Abs. 1 Satz 1 genannten Aufgabenfeldern ergibt sich aus Anlage 1.
(4) 1 In der Einführungsphase sollen zusätzlich Projekte und zusätzlicher Unterricht angeboten werden, um den Schülerinnen und Schülern zu ermöglichen, Kenntnisdefizite in den Fächern auszugleichen. 2 An Schulen, an denen Sport als Prüfungsfach gewählt werden kann, ist in einem Schulhalbjahr der Einführungsphase zusätzlich Unterricht in Sporttheorie anzubieten.
(1) 1 Wer die Einführungsphase nicht wiederholt hat, kann nach dem ersten Schulhalbjahr der Qualifikationsphase in das zweite Schulhalbjahr der Einführungsphase zurücktreten. 2 Der Wiedereintritt in die Qualifikationsphase bedarf nicht einer erneuten Versetzungsentscheidung.
(2) 1 Wer nicht nach Absatz 1 zurückgetreten ist, kann in der Qualifikationsphase am Ende des zweiten Schulhalbjahres in das erste Schulhalbjahr oder am Ende des dritten Schulhalbjahres in das zweite Schulhalbjahr zurücktreten. 2 Die Schule kann in Härtefällen, die nicht von der Schülerin oder dem Schüler zu vertreten sind, ein weiteres Zurücktreten zulassen. 3 Die Schule kann ein Zurücktreten nach Satz 2 auch zulassen, wenn die Schülerin oder der Schüler bereits nach Absatz 1 zurückgetreten ist.
(3) 1 Vor dem Zurücktreten erzielte Fachergebnisse werden nicht angerechnet. 2 Aus dem Angebot der Schule können Prüfungsfächer und andere Fächer nach dem Zurücktreten neu gewählt werden.
1 Wer die Schule ohne bestandene Abiturprüfung verlässt, erhält ein Abgangszeugnis mit den in den einzelnen Schulhalbjahren der Einführungsphase oder der Qualifikationsphase erreichten Leistungsbewertungen. 2 Ist die Schülerin oder der Schüler berechtigt, die Qualifikationsphase zu besuchen, so erhält sie oder er den Erweiterten Sekundarabschluss I. 3 Hat die Schülerin oder der Schüler im Sekundarbereich I einen Abschluss weder erworben noch erhalten, so erhält sie oder er den Abschluss, den sie oder er aufgrund der Leistungsbewertungen am Ende des 10. Schuljahrgangs erhalten hätte, wenn sie oder er die Schule nach dem 10. Schuljahrgang verlassen hätte. 4 Der Abschluss wird durch einen Gleichstellungsvermerk im Abgangszeugnis bescheinigt. 5 Der Erwerb eines Latinums, des Graecums oder des Hebraicums wird auf dem Abgangszeugnis bescheinigt.
(2) Gleichzeitig tritt die Verordnung über die gymnasiale Oberstufe vom 26. Mai 1997 (Nds. GVBl. S. 139), zuletzt geändert durch Verordnung vom 2. Dezember 2002 (Nds. GVBl. S. 764), außer Kraft.
Hannover, den 17. Februar 2005