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Timestamp: 2016-10-26 09:22:46
Document Index: 126563868

Matched Legal Cases: ['BGE', 'Art. 18', 'BGE', 'Art. 18', 'Art. 16', 'Art. 18', 'Art. 18', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 7', 'Art. 18', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE']

U 42/06 (23.10.2006)
S.________, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Advokat Dr. Marco Biaggi, Aeschenvorstadt 71, 4051 Basel,
Mit Verf�gung vom 7. Juli 2004 sprach die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) der 1948 geborenen S.________ f�r die Restfolgen der am 27. Februar 1995 und 11. April 1996 erlittenen Arbeitsunf�lle (mit Supinationstraumen im rechten oberen Sprunggelenk [OSG]) eine Integrit�tsentsch�digung aufgrund einer Integrit�tseinbusse von 7,5 % sowie eine Invalidenrente auf der Grundlage einer Erwerbseinbusse von 25 % zu. Daran hielt sie mit Einspracheentscheid vom 22. Februar 2005 fest.
Die hiegegen erhobene Beschwerde der S.________ mit dem Antrag auf R�ckweisung der Sache an die Beschwerdebeklagte zwecks Neubeurteilung, hiess das Kantonsgericht Basel-Landschaft mit Entscheid vom 7. September 2005 in dem Sinne gut, als der angefochtene Einspracheentscheid der SUVA vom 22. Februar 2005 aufgehoben und festgestellt wurde, dass die Beschwerdef�hrerin ab 1. Januar 1999 Anspruch auf eine Invalidenrente der SUVA entsprechend einem Invalidit�tsgrad von 28 % hat.
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde erneuert S.________ ihr Rechtsbegehren um R�ckweisung der Sache an die Beschwerdebeklagte. Die SUVA schliesst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Das Bundesamt f�r Gesundheit hat auf eine Vernehmlassung verzichtet.
Die Vorinstanz hat die Grunds�tze und Bestimmungen �ber die Anwendbarkeit der materiellrechtlichen Normen des Bundesgesetzes �ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 (ATSG; BGE 130 V 445 mit Hinweisen), den Anspruch auf eine Invalidenrente der Unfallversicherung (Art. 18 UVG; BGE 129 V 472, 126 V 76 Erw. 3b, je mit Hinweisen) sowie den f�r die Ermittlung des Invalidit�tsgrades vorzunehmenden Einkommensvergleich (Art. 18 Abs. 2 UVG, Art. 16 ATSG) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen.
Letzt- wie bereits vorinstanzlich zu pr�fen ist der Umfang der den Anspruch auf eine Invalidenrente begr�ndenden Invalidit�t (Art. 18 Abs. 1 UVG).
Bei der Beurteilung der Arbeitsf�higkeit hat sich die Vorinstanz, was von der Beschwerdef�hrerin nicht beanstandet wird, auf die diesbez�gliche Einsch�tzung des Dr. med. T.________, Facharzt FMH f�r Chirurgie, Abteilung Versicherungsmedizin der SUVA, in den Berichten vom 3. Februar 2003 und 21. Juni 2004, gest�tzt. Mit dem kantonalen Gericht ist demgem�ss davon auszugehen, dass der ungelernten, bisher im Reinigungsdienst des Kantonsspitals X.________ t�tig gewesene Beschwerdef�hrerin nach erfolgreich durchgef�hrter OSG-Arthrodese rein sitzende T�tigkeiten ebenso wie wechselbelastende T�tigkeiten (h�lftig sitzend, h�lftig stehend oder zu 50 % sitzend und zu 50 % in stehender und gehender Position) vollschichtig zumutbar sind. Arbeiten, die ein l�ngeres Umhergehen in unebenem Gel�nde mit sich bringen oder ein l�ngeres Kauern erfordern w�rden, sind hingegen nicht mehr ausf�hrbar.
Damit stellt sich in erwerblicher Hinsicht die Frage nach der wirtschaftlichen Verwertbarkeit dieser verbliebenen Arbeitsf�higkeit.
3.1 Die Beschwerdef�hrerin bringt im Wesentlichen vor, kantonales Gericht und Verwaltung h�tten es vers�umt, zumutbare Verweisungst�tigkeiten zu nennen. Zudem sei sie der Ansicht, die Rechtsprechung beachte die gesetzliche Vorgabe der konkreten Bestimmung des im Einzelfall offen stehenden Arbeitsmarktes ungen�gend, womit die Invalidit�tsbemessung unrichtig sei.
3.2.1 Bei der Bestimmung des trotz gesundheitlicher Beeintr�chtigung zumutbarerweise erzielbaren Einkommens darf nicht von realit�tsfremden Einsatzm�glichkeiten ausgegangen werden. Insbesondere kann von einer Arbeitsgelegenheit im Sinne von Art. 18 Abs. 2 UVG dort nicht gesprochen werden, wo die zumutbare T�tigkeit nur in so eingeschr�nkter Form m�glich ist, dass sie der allgemeine Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder dass sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers m�glich w�re und das Finden einer entsprechenden Stelle deshalb zum Vornherein als ausgeschlossen erscheint (ZAK 1991 S. 320 Erw. 3b, 1989 S. 321 Erw. 4a). Ferner umfasst der Begriff des ausgeglichenen Arbeitsmarktes nicht nur ein gewisses Gleichgewicht zwischen dem Angebot und der Nachfrage nach Stellen, sondern bezeichnet auch einen Arbeitsmarkt, der von seiner Struktur her einen F�cher verschiedenartiger Stellen offen h�lt, und zwar sowohl bez�glich der daf�r verlangten beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des k�rperlichen Einsatzes (BGE 110 V 276 Erw. 4b mit Hinweisen; ZAK 1991 S. 321 Erw. 3b; vgl. BGE 130 V 346 Erw. 3.2). Nach diesen Gesichtspunkten bestimmt sich im Einzelfall, ob eine invalide Person die M�glichkeit hat, ihre restliche Erwerbsf�higkeit zu verwerten und ob sie ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen vermag oder nicht (BGE 110 V 276 Erw. 4b; AHI 1998 S. 291 Erw. 3b, ZAK 1991 S. 320 Erw. 3b). Weder gest�tzt auf die Pflicht zur Selbsteingliederung noch im Rahmen der der versicherten Person auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt offen stehenden M�glichkeiten zur Verwertung ihrer Resterwerbsf�higkeit d�rfen von ihr Vorkehren verlangt werden, die unter Ber�cksichtigung der gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalles nicht zumutbar sind (vgl. BGE 113 V 28 Erw. 4a mit Hinweisen; Urteile E. vom 16. Dezember 2003 Erw. 3.1, I 537/03, und K. vom 17. M�rz 2005, U 156/04).
3.2.2 Zun�chst ist festzustellen, dass der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhobene Einwand, die (h�chstrichterliche) Rechtsprechung beachte den im Einzelfall offen stehenden Arbeitsmarkt ungen�gend, fehl geht. In Einklang mit der Bestimmung des Invalidit�tsgrades gem�ss Art. 7 und 16 ATSG und Art. 18 Abs. 2 UVG (in der bis Ende 2002 g�ltig gewesenen Fassung) ist gerade massgebend, inwiefern sich das der versicherten Person verbliebene Leistungsverm�gen auf dem f�r ihn in Frage kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt wirtschaftlich verwerten l�sst. Der ausgeglichene Arbeitsmarkt ist sodann durch ein gewisses Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage nach Arbeitskr�ften und zudem dadurch gekennzeichnet, dass er einen F�cher verschiedenartiger Stellen offen h�lt, und zwar sowohl bez�glich der daf�r verlangten beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des k�rperlichen Einsatzes. Letzteres gilt auch im Bereich der un- und angelernten Arbeitnehmer (BGE 127 V 298 Erw. 4c, 110 V 276 Erw. 4b; AHI 1998 S. 290 Erw. 3b, ZAK 1991 S. 320 Erw. 3b). Nach diesen Gesichtspunkten bestimmt sich im Einzelfall, ob die invalide Person die M�glichkeit hat, ihre restliche Erwerbsf�higkeit zu verwerten und ob sie ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen vermag oder nicht (BGE 110 V 276 Erw. 4b; ZAK 1991 S. 320 Erw. 3b; vgl. BGE 130 V 346 Erw. 3.2).
3.2.3 Nach der Rechtsprechnung obliegt es es grunds�tzlich der SUVA, konkrete Arbeitsm�glichkeiten zu bezeichnen, welche aufgrund der �rztlichen Angaben (zur Rolle der von der Invalidenversicherung �bernommenen Berufsberatung vgl. im vorinstanzlichen Entscheid zitiertes Urteil S. vom 18. Mai 2005 [U 31/05] Erw. 3.2.2) und unter Ber�cksichtigung der �brigen F�higkeiten der Versicherten in Frage kommen. Wie die Vorinstanz bereits zutreffend erwog, d�rfen dabei jedoch nicht �berm�ssige Anforderungen an die Konkretisierung von Verweisungst�tigkeiten und Verdienstaussichten gestellt werden. Die Sachverhaltsermittlung hat nur soweit zu gehen, dass im Einzelfall eine zuverl�ssige Ermittlung des Invalidit�tsgrades gew�hrleistet ist (in Nr. 3 der Rechtsprechungsbeilage zum SUVA-Jahresbericht 1989 auszugsweise ver�ffentlichtes Urteil R. vom 7. April 1989 [U 96/88] mit Hinweis; nicht publizierte Erw. 4c des Urteils BGE 115 V 416; Peter Omlin, Die Invalidit�t in der obligatorischen Unfallversicherung, Diss. Fribourg 1995, S. 208; vgl. auch SVR 2003 IV Nr. 11 S. 33 Erw. 2.5; Urteil V. vom 23. Juni 2006 [I 332/06] Erw. 4.2). Je restriktiver die medizinischen Vorgaben gefasst sind, desto pr�ziser ist in der Regel die Verwertbarkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt abzukl�ren und nachzuweisen.
3.2.4 Wie das kantonale Gericht ebenfalls richtig erkannte, steht der Beschwerdef�hrerin auf Grund der �rztlichen Aussagen trotz Einschr�nkungen ein weites Bet�tigungsfeld im in Frage kommenden Arbeitsmarkt offen, das unter Ber�cksichtigung der objektiven und subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalles zumutbar erscheint. In Betracht fallen etwa Kontroll- und �berwachungst�tigkeiten in Industrie und Gewerbe, einfache Maschinenbedienungsfunktionen sowie Hilfsarbeiten, wie Montage-, Sortierungs- Pr�f- und Verpackungst�tigkeiten in Produktions- und Dienstleistungsbetrieben. Dies gilt umso mehr, als in Industrie und Gewerbe Arbeiten, welche physische Kraft erfordern, in zunehmendem Mass durch Maschinen verrichtet werden, w�hrend den k�rperlich weniger belastenden Bedienungs- und �berwachungsfunktionen eine stetig wachsende Bedeutung zukommt (SVR 1999 IV Nr. 6 S. 15 Erw. 2b/aa; ZAK 1991 S. 318; vgl. auch Urteil V. vom 27. April 2001, I 259/00, je mit Hinweisen). Bei einer derart betr�chtlichen Restarbeitsf�higkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt (BGE 110 V 276 Erw. 4b) ist die zumutbare Verwertbarkeit auch ohne erg�nzende Abkl�rungen in beruflich-erwerblicher Hinsicht zu bejahen (vgl. SVR 2001 IV Nr. 10 S. 28 Erw. 4a).
Unter diesen Umst�nden durfte das kantonale Gericht - ausgehend von der �rztlichen Beurteilung der Restarbeitsf�higkeit des Dr. med. T.________ (vom 3. Februar 2003 und 21. Juni 2004) - ohne n�here Konkretisierung von Arbeitsstellen f�r die Festsetzung des Invalideneinkommens auf die statistischen Lohnverh�ltnisse im gesamten privaten Sektor (einfache und repetitive T�tigkeiten, Anforderungsniveau 4) gem�ss der vom Bundesamt f�r Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebung (LSE) abstellen (vgl. RKUV 2001 Nr. U 439 S. 347). Der unter Ber�cksichtigung eines leidensbedingten Abzugs von 10 % vom Tabellenlohn und mit Blick auf das Valideneinkommen gest�tzt auf die Lohnauskunft des fr�heren Arbeitsgebers vom 25. Januar 1999 ermittelte Invalidit�tsgrad von 28 % ist auf Grund der Aktenlage nicht zu beanstanden, weshalb der vorinstanzliche Entscheid zu best�tigen ist.