Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=StV%202019,%20818
Timestamp: 2020-04-07 01:28:37
Document Index: 10088487

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 206', '§ 249', '§ 250', '§ 263', '§ 264', '§ 264', '§ 264', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 265', '§ 265', '§ 265', '§ 265', 'Art. 103', '§ 265', '§ 265', '§ 265', 'Art. 103', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: StV 2019, 818 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 09.05.2019
https://dejure.org/2019,6309
BGH, 13.02.2019 - 4 StR 555/18 (https://dejure.org/2019,6309)
BGH, Entscheidung vom 13.02.2019 - 4 StR 555/18 (https://dejure.org/2019,6309)
BGH, Entscheidung vom 13. Februar 2019 - 4 StR 555/18 (https://dejure.org/2019,6309)
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Gegenstand des Urteils (prozessualer Tatbegriff; Änderung im Verlauf des Verfahrens)
§ 206a StPO, § 249 Abs. 1, § 250 Abs. 2 Nr. 1 StGB, § 263 Abs. 1 StGB, § 264 Abs. 1 StPO, § 264 StPO
Identität zwischen der abgeurteilten Tat und dem von der Anklageschrift erfassten Lebenssachverhalt i.R.d. Verurteilung wegen Betrugs zum Nachteil ...
§§ 264, 265, 266 StPO
Raub rein - Betrug raus-Fall
LG Detmold, 27.08.2018 - 23 KLs 5/18
NJW 2019, 2787
NStZ 2020, 46
StV 2019, 818 (Ls.)
Die prozessuale Tat wird in der Regel durch Tatort, Tatzeit und das Tatbild umgrenzt und insbesondere durch das Täterverhalten sowie die ihm innewohnende Angriffsrichtung sowie durch das Tatopfer bestimmt (st. Rspr., vgl. nur BGH, Beschluss vom 13. Februar 2019 - 4 StR 555/18, NStZ 2019, 428 mwN).
BGH, 10.10.2019 - 1 StR 632/18
Ohne Kenntnisnahme des verkündeten Urteils wäre auch die amtswegig gebotene Prüfung, ob das Urteil den angeklagten und vom Eröffnungsbeschluss umgrenzten Sachverhalt betrifft und erschöpft (vgl. dazu nur BGH, Beschluss vom 13. Februar 2019 - 4 StR 555/18 Rn. 8;… Urteil vom 21. Januar 2010 - 4 StR 518/09 Rn. 1, 3, 6), unmöglich.
https://dejure.org/2019,22936
BGH, 09.05.2019 - 1 StR 688/18 (https://dejure.org/2019,22936)
BGH, Entscheidung vom 09.05.2019 - 1 StR 688/18 (https://dejure.org/2019,22936)
BGH, Entscheidung vom 09. Mai 2019 - 1 StR 688/18 (https://dejure.org/2019,22936)
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§ 265 Abs. 2 Nr. 3 StPO
Hinweispflicht des Gerichts auf eine geänderte Sachlage (lediglich Kodifizierung vorheriger richterrechtlicher Grundsätze)
§ 265 Abs. 2 Nr. 3 StPO, § 265 StPO, § 265 Abs. 1 StPO, Art. 103 Abs. 1 GG
StPO § 265 Abs. 2 Nr. 3
Richterliche Hinweispflicht auf eine geänderte Sachlage bei einer wesentlichen Veränderung des Tatbildes
StPO: Rechtlicher Hinweis - Wenn die Tatzeit erweitert wird
LG Heidelberg, 10.08.2018 - 330 Js 15072/17
StV 2019, 818
aa) Mit dem Gesetz zur effektiveren und praxistauglicheren Ausgestaltung des Strafverfahrens vom 17. August 2017 (BGBl. I S. 3202, 3210) hat der Gesetzgeber in § 265 Abs. 2 Nr. 3 StPO die Hinweispflicht des § 265 Abs. 1 StPO auf Fälle erweitert, in denen sich in der Hauptverhandlung die Sachlage gegenüber der Schilderung des Sachverhalts in der zugelassenen Anklage ändert und dies zur genügenden Verteidigung vor dem Hintergrund des Gebots rechtlichen Gehörs (Art. 103 Abs. 1 GG) und des rechtsstaatlichen Grundsatzes des fairen Verfahrens (vgl. BVerfG, Beschluss vom 8. Dezember 2005 - 2 BvR 1769/04) einen Hinweis erforderlich macht (vgl. BT-Drucks. 18/11277, S. 37 sowie BGH, Urteil vom 9. Mai 2019 - 1 StR 688/18 Rn. 14).
Die durch den Bundesgerichtshof hierzu entwickelten Gesichtspunkte wollte der Gesetzgeber kodifizieren, weitergehende Hinweispflichten hingegen nicht einführen (vgl. BGH, Urteil vom 9. Mai 2019 - 1 StR 688/18 Rn. 15).
Ebenso wenig muss das Gericht unter dem Gesichtspunkt des fairen Verfahrens vor der Urteilsberatung seine Beweiswürdigung offenlegen oder sich zum Inhalt und Ergebnis einzelner Beweiserhebungen erklären (vgl. BGH, Urteil vom 9. Mai 2019 aaO mwN).