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Timestamp: 2016-10-22 01:59:38
Document Index: 273298629

Matched Legal Cases: ['Art. 292', 'Art. 400', 'Art. 400', 'Art. 6', 'Art. 394', 'Art. 8', 'Art. 2', 'BGE', 'BGE', 'Art. 55', 'BGE', 'Art. 63', 'BGE', 'Art. 394', 'Art. 63', 'Art. 64', 'Art. 55', 'BGE', 'BGE', 'Art. 2', 'BGE', 'Art. 400', 'Art. 400', 'Art. 400', 'Art. 400', 'Art. 400', 'Art. 400', 'Art. 400', 'BGE', 'Art. 400', 'Art. 400', 'Art. 400', 'Art. 400', 'Art. 400', 'Art. 400', 'Art. 400', 'Art. 400', 'Art. 400', 'BGE', 'Art. 394', 'BGE', 'Art. 10', 'Art. 7', 'Art. 396', 'Art. 400', 'Art. 400', 'Art. 64', 'Art. 400', 'Art. 156', 'Art. 159', 'Art. 64']

vertreten durch Rechtsanwalt Franco Tram�r.
Berufung gegen das Urteil des Kantonsgerichts von Graub�nden, Zivilkammer, vom 23. Mai 2005.
Die Stiftung U.________ (Kl�gerin und Berufungskl�gerin), wurde im Jahre 1993 gegr�ndet; sie wurde wirtschaftlich von B.________ und dessen Ehefrau beherrscht. A.________ (Beklagter und Berufungsbeklagter) verwaltete das Stiftungsverm�gen seit der Gr�ndung bis im Sommer 1998 als Angestellter verschiedener Banken. Im Jahre 1998 nahm er eine selbst�ndige Erwerbst�tigkeit auf und f�hrte die Verwaltung des Verm�gens der Stiftung in eigener Verantwortung und auf eigene Rechnung weiter. Das Stiftungsverm�gen wuchs auf �ber 100 Millionen Franken an.
Anfangs Februar 2000 wurde B.________ von der Staatsanwaltschaft Mannheim verhaftet und in der Folge wegen Verm�gensdelikten in Milliardenh�he, die er �ber seine Gesellschaft "D.________ GmbH" begangen hatte, zu einer mehrj�hrigen Gef�ngnisstrafe verurteilt. �ber die "D.________ GmbH" er�ffnete das Amtsgericht Karlsruhe am 4. Februar 2000 das Insolvenzverfahren; am 1. Mai 2000 wurde das Insolvenzverfahren �ber das Verm�gen von B.________ er�ffnet. Im Rahmen eines Rechtshilfeverfahrens wies die Bezirksanwaltschaft Z�rich am 10. Februar 2000 unter anderem auch den Beklagten an, ihr s�mtliche Dokumente betreffend B.________ herauszugeben und belegte die B.________ zuzurechnenden Verm�genswerte einstweilen mit einem Verf�gungsverbot.
Am 14. Februar 2000 stellte der Beklagte der Kl�gerin eine Honorarrechnung f�r seine Verm�gensverwaltung �ber den Betrag von Fr. 847'500.--, den er am 16. Februar 2000 auf seinem Bankkonto gutgeschrieben erhielt. Am 15. Februar 2000 erstattete der Beklagte der Meldestelle f�r Geldw�scherei eine Verdachtsmeldung betreffend die Kl�gerin. Auf Strafanzeige der Bezirksanwaltschaft Z�rich vom 21. Februar 2000 er�ffnete die Staatsanwaltschaft Graub�nden am 7. M�rz 2000 ein Strafverfahren wegen Geldw�scherei gegen den Beklagten und dehnte dieses Verfahren im Fr�hjahr 2001 auf den Tatbestand der Veruntreuung aus. Das Strafverfahren wurde in der Folge im November 2002 teilweise eingestellt; im �brigen wurde der Beklagte am 30. Oktober 2003 vom Bezirksgerichtsausschuss Maloja freigesprochen; der Kantonsgerichtsausschuss von Graub�nden best�tigte dieses Urteil am 9. Juni 2004.
Am 14. Mai 2002 stellte die Kl�gerin beim Vermittleramt des Kreises Oberengadin folgende Rechtsbegehren:
1. Der Beklagte sei unter Androhung der �berweisung an den Strafrichter zur Bestrafung nach Art. 292 StGB zu verpflichten, der Kl�gerin umfassend Rechenschaft �ber seine T�tigkeit als Beauftragter der Kl�gerin abzugeben und insbesondere s�mtliche Aufzeichnungen, B�cher und Belege herauszugeben, welche �ber die von ihm im Zusammenhang mit der Verwaltung des Verm�gens der Kl�gerin bezogenen Honoraranspr�che und Provisionen (Retrozessionen), �ber s�mtliche vom Beklagten get�tigten Barbez�ge und weitere erhaltene Verm�genswerte sowie �ber deren Verwendung, umfassend Aufschluss zu geben.
2. Es sei der Beklagte zu verpflichten, der Kl�gerin s�mtliche von ihm im Zusammenhang mit seiner T�tigkeit als Beauftragter der Kl�gerin vereinnahmten Provisionen (Retrozessionen) der Bank X.________, der Bank Y.________ sowie der Bank Z.________, alle Niederlassungen in St. Moritz, herauszugeben und es sei der Beklagte �berdies zu verpflichten, der Kl�gerin s�mtliche von ihm als Beauftragter der Kl�gerin erlangten Verm�genswerte, �ber deren auftragsgem�sse Verwendung und/ oder Weiterleitung der Beklagte keine Rechenschaft ablegen kann, zur�ckzuerstatten bzw. zu bezahlen, und zwar in der H�he des nach erfolgter Rechenschaftsablegung des Beklagten festgestellten Herausgabeanspruchs der Kl�gerin, mindestens jedoch in der H�he von Fr. 1'392'500.--, zuz�glich Zins ab Datum der Klageeinleitung an".
Die Kl�gerin erh�hte ihre Forderung in der Folge auf Fr. 2'783'873.28.
Der Beklagte beantragte die Abweisung der Klage und verlangte widerklageweise noch ein Honorar f�r seine Verwaltungst�tigkeit von Februar 2000 bis Februar 2001 in H�he von Fr. 565'000.--.
Das Bezirksgericht Maloja wies die Klage mit Urteil vom 3. November 2004 ab. Die Widerklage wurde gutgeheissen und die Kl�gerin/ Widerbeklagte verpflichtet, dem Beklagten/Widerkl�ger Fr. 565'000.-- zuz�glich 5% Zins seit 4. Juli 2002 zu bezahlen. Das Gericht kam zum Schluss, der Beklagte habe den wirtschaftlich Berechtigten regelm�ssig �ber seine Verwaltungst�tigkeit informiert, die vorhandenen Akten seien im Strafverfahren beschlagnahmt worden und st�nden der Kl�gerin zur Verf�gung, weshalb eine erneute Rechenschaftslegung des Beklagten nicht geschuldet sei. Das Gericht stellte sodann fest, die Parteien seien sich �ber die Entgeltlichkeit des Auftrags zur Verm�gensverwaltung einig; da keine der Parteien eine Vereinbarung �ber die H�he des Entgelts beweisen konnte, setzte das Gericht die Entsch�digung nach Verkehrs�bung auf 0,5% des verwalteten Verm�gens pro Jahr fest und schloss, die dem Beklagten von Banken ausgerichteten Retrozessionen st�nden ihm gem�ss Branchen�bung und der mit B.________ stillschweigend getroffenen Vereinbarung zu. Das Bezirksgericht kam sodann zum Schluss, dass der Verwaltungsauftrag des Beklagten auch f�r die Zeit von Februar 2000 bis Februar 2001 weiterhin bestand und sprach ihm daf�r den in der Widerklage begehrten Betrag zu.
Das Kantonsgericht von Graub�nden wies die von der Kl�gerin gegen dieses Urteil erhobene Berufung am 23. Mai 2005 ab. Das Gericht hielt zun�chst fest, die Kl�gerin habe ihr Rechtsbegehren auf Rechenschaftsablegung nicht mehr erneuert, weshalb dar�ber nicht mehr zu befinden sei; auch sei die nachtr�gliche Zeugeneinvernahme von Dr. E.________ zu Recht erfolgt. Das Gericht verneinte sodann die Pflicht des Beklagten zur Herausgabe der Retrozessionen und Finder's Fees mit der Begr�ndung, die Parteien h�tten dies vereinbart; eventuell habe sie der Beklagte auf eigene Rechnung erhalten und nach Art. 400 Abs. 1 OR daher nicht herauszugeben; schliesslich stehe der Ablieferungspflicht auch die Verkehrs�bung entgegen. Das Kantonsgericht wies die Forderung der Kl�gerin auf R�ckzahlung angeblich zu viel bezogenen Honorars mit der Begr�ndung ab, es sei eine Entsch�digung von 0,5% des verwalteten Verm�gens vereinbart worden und dass dies jedenfalls die �bliche Entsch�digung w�re. Ob die Erh�hung des Klagebegehrens vor Kantonsgericht zul�ssig sei, liess das Gericht bei diesem Verfahrensausgang offen. Schliesslich best�tigte das Gericht den Honoraranspruch des Beklagten f�r die Zeit von M�rz 2000 bis Februar 2001.
Die Kl�gerin hat gegen das Urteil des Kantonsgerichts von Graub�nden sowohl staatsrechtliche Beschwerde wie auch eidgen�ssische Berufung eingereicht. In der Berufung stellt sie folgende Rechtsbegehren:
1. Die Ziffern 1 bis 2 des Urteilsdispositivs des Urteils des Kantonsgerichts von Graub�nden vom 23. Mai 2005 seien aufzuheben.
1. Es sei der Berufungsbeklagte und Widerkl�ger zu verpflichten, der Berufungskl�gerin die von ihm im Zusammenhang mit seiner T�tigkeit als Beauftragter der Berufungskl�gerin vereinnahmten Verg�tungen und Provisionen der Bank X.________, der Bank Y.________ sowie der Bank Z.________, alle Niederlassungen in St. Moritz, im Umfang von CHF 2'301'246.77, EUR 496.68 (=CHF 768.80) und USD 4'980.17 (=CHF 6'253.60) herauszugeben bzw. zu bezahlen, zuz�glich 5% Zins ab 14. Mai 2002, sowie der Berufungskl�gerin die Forderungen "Depotgeb�hren" und "Treuhandanlagen" im Betrag von CHF 9'381.85 und CHF 747.66 abzutreten.
2. Es sei die Sache in Bezug auf den Honoraranspruch zur neuen Beurteilung an das Kantonsgericht von Graub�nden zur�ckzuweisen.
4. Eventualiter sei die Sache gesamthaft zur neuen Beurteilung an das Kantonsgericht von Graub�nden zur�ckzuweisen."
Die Kl�gerin r�gt, die Vorinstanz habe Art. 400 und Art. 6 OR verletzt, indem sie die Verpflichtung des Beklagten zur Herausgabe der Retrozessionen und Finder's Fees abgewiesen habe; die Vorinstanz habe Art. 394 Abs. 3 OR falsch ausgelegt und Art. 8 ZGB verletzt, indem sie ein �bliches Honorar von 0,5% des verwalteten Verm�gens pro Jahr als massgebend erachtet habe; sie habe Art. 2 ZGB verletzt, indem sie die Honorarforderung gem�ss Widerklage nicht als rechtsmissbr�uchlich qualifiziert habe.
Das Bundesgericht verlangt im Berufungsverfahren in st�ndiger Rechtsprechung die Bezifferung der Geldsumme, zu deren Zahlung die Gegenpartei verpflichtet werden soll. Antr�ge auf R�ckweisung der Sache an die Vorinstanz sind grunds�tzlich ungen�gend und haben das Nichteintreten auf die Berufung zur Folge. Immerhin ist ein R�ckweisungsantrag zul�ssig - und auch allein angezeigt -, wenn das Bundesgericht im Falle der Gutheissung ohnehin in der Sache nicht selbst entscheiden k�nnte, weil die erforderlichen Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz fehlen (BGE 125 III 412 E. 1b S. 414 mit Verweisen). Dies trifft hier mindestens teilweise zu, hat doch die Vorinstanz die Klage abgewiesen, ohne die Art und H�he der vom Beklagten im Rahmen der Verwaltung des kl�gerischen Verm�gens eingenommenen Retrozessionen und Finder's Fees festzustellen. Insoweit fehlen die tats�chlichen Voraussetzungen, die dem Bundesgericht im Falle der Gutheissung der Berufung erlauben w�rden, einen Entscheid in der Sache zu treffen, womit allein der Antrag auf R�ckweisung zul�ssig ist.
Beruht der angefochtene Entscheid auf mehreren selbst�ndigen Erw�gungen, ist in der Berufung oder allenfalls mit einer parallel erhobenen staatsrechtlichen Beschwerde (BGE 115 II 300 E. 2a S. 302) f�r jede einzeln kurz darzulegen, inwiefern Bundesrechtss�tze durch den angefochtenen Entscheid verletzt sind (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG; BGE 111 II 397 E. 2; 122 III 43 E. 3) oder inwiefern er gegen verfassungsm�ssige Rechte verst�sst. Denn st�tzt eine unangefochten gebliebene Begr�ndung den angefochtenen Entscheid, so entf�llt das Rechtsschutzinteresse an der Beurteilung der beanstandeten Erw�gungen. Gegen die tats�chliche Feststellung, dass die Parteien �bereinstimmend ein Honorar f�r die Verm�gensverwaltung von 0,5% des verwalteten Verm�gens pro Jahr vereinbart haben, wendet die Kl�gerin zu Recht im vorliegenden Verfahren nichts ein; denn an die Feststellung des subjektiven Parteiwillens ist das Bundesgericht im vorliegenden Verfahren grunds�tzlich gebunden (Art. 63 Abs. 3 OG; vgl. BGE 118 II 365 E. 1; 125 III 435 E. 2a S. 436 mit Verweisen). Da die Beweisw�rdigung der Vorinstanz zur Vereinbarung der H�he des Honorars im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde nicht aufgehoben worden ist, bleibt die Abweisung der Klage in Bezug auf die von der Kl�gerin beanspruchte Honorardifferenz auch dann bestehen, wenn ihren Vorbringen zur Auslegung von Art. 394 Abs. 3 OR Erfolg beschieden w�re. Auf die Berufung ist mangels Rechtsschutzinteresses nicht einzutreten, soweit die Kl�gerin die R�ckweisung der Sache zur Neubeurteilung der H�he des Honoraranspruchs des Beklagten beantragt.
Im Berufungsverfahren ist das Bundesgericht an die tats�chlichen Feststellungen der letzten kantonalen Instanz gebunden, wenn sie nicht offensichtlich auf Versehen beruhen, unter Verletzung bundesrechtlicher Beweisvorschriften zustande gekommen (Art. 63 Abs. 2 OG) oder im Hinblick auf den Tatbestand einer anwendbaren Sachnorm erg�nzungsbed�rftig sind (Art. 64 OG). Werden solche Ausnahmen geltend gemacht, so hat die Partei, welche den Sachverhalt berichtigt oder erg�nzt wissen will, dar�ber genaue Angaben mit Aktenhinweisen zu machen (Art. 55 Abs. 1 lit. c und d OG; BGE 130 III 102 E. 2.2 S. 106 mit Hinweisen). Blosse Kritik an der vorinstanzlichen Beweisw�rdigung ist im Berufungsverfahren unzul�ssig (BGE 127 III 73 E. 6a; 126 III 10 E. 2b S. 13 mit Hinweisen).
Die Kl�gerin r�gt (sinngem�ss) die Vorinstanz habe Art. 2 ZGB verletzt, indem sie die Weitergeltung des Verm�gensverwaltungsauftrags mitsamt der Honorarvereinbarung bis zur K�ndigung im Februar 2001 bejaht und die Einforderung des Honorars durch den Beklagten nicht als rechtsmissbr�uchlich qualifiziert habe. Nach den Feststellungen der Vorinstanz f�hrte der Beklagte die Verm�gensverwaltung bis Februar 2001 im Interesse der Kl�gerin (bzw. der Insolvenzverwaltung) weiter und wurden die Banken seitens der Untersuchungsbeh�rde angewiesen, die mittlerweile gesperrten Verm�genswerte weiterhin nach bank�blichen Grunds�tzen zu verwalten. Den Vorbringen der Kl�gerin ist nicht zu entnehmen und es ist auch nicht erkennbar, inwiefern die Geltendmachung der Honorarforderung durch den Beklagten unter diesen Umst�nden rechtsmissbr�uchlich sein sollte. Die Vorbringen in der Berufung ersch�pfen sich insoweit in einer von den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz abweichenden Sachverhaltsschilderung, was im vorliegenden Verfahren unzul�ssig ist. Ein rechtsmissbr�uchliches Verhalten ist weder dargetan noch ersichtlich. Die R�ge ist abzuweisen, soweit darauf �berhaupt eingetreten werden kann.
Die Kl�gerin r�gt haupts�chlich, die Vorinstanz habe in Verletzung von Bundesrecht verneint, dass der Beklagte zur Herausgabe der von ihm im Rahmen der Verwaltung des Verm�gens der Kl�gerin eingenommenen Retrozessionen und Finder's Fees verpflichtet sei. In der Bankenbranche wird unter Retrozession der Vorgang bezeichnet, dass eine Bank gest�tzt auf eine entsprechende Vereinbarung einem Dritten (insbesondere einem Vermittler im Verm�gensverwaltungs- und Kapitalanlagegesch�ft) einen Anteil einer vereinnahmten Kommission weitergibt (vgl. die Definition bei Boemle/Gsell et al., Geld-, Bank- und Finanzmarkt-Lexikon der Schweiz, Z�rich 2002, S. 903; Emch/Renz/Arpagaus, Das Schweizerische Bankgesch�ft, 6. Aufl. 2004, N.1691 S. 553). Die Kl�gerin versteht unter dem Ausdruck "Finder's Fee" eine einmalige Entsch�digung, welche der Verm�gensverwalter von einer Bank f�r die Zuf�hrung von neuen Verm�genswerten bzw. neuer Kunden(gelder) erh�lt (vgl. Hess, Zur Stellung des externen Verm�gensverwalters im Finanzmarktrecht, AJP 1999 S. 1432; Emch/Renz/Arpagaus, a.a.O., N. 1693 S. 554).
4.1 Auf den Verm�gensverwaltungsvertrag finden die auftragsrechtlichen Regeln Anwendung (BGE 124 III 155 E. 2b S. 161; 115 II 62 E. 1; Urteil 4C.97/1997 vom 29. Oktober 1997, E. 3a, publ. in: SJ 1998 S. 200). Nach Art. 400 Abs. 1 OR ist der Beauftragte schuldig, auf Verlangen jederzeit �ber seine Gesch�ftsf�hrung Rechenschaft abzulegen und alles, was ihm infolge derselben aus irgendeinem Grund zugekommen ist, zu erstatten. Die Ablieferungspflicht betrifft nicht nur diejenigen Verm�genswerte, die der Beauftragte direkt vom Auftraggeber zur Erf�llung des Auftrags erh�lt, sondern auch indirekte Vorteile, die dem Beauftragten infolge der Auftragsausf�hrung von Dritten zukommen. Der Beauftragte soll durch den Auftrag - abgesehen von einem allf�lligen Honorar - weder gewinnen noch verlieren; er muss daher alle Verm�genswerte herausgeben, welche in einem inneren Zusammenhang zur Auftragsausf�hrung stehen; behalten darf er nur, was er lediglich bei Gelegenheit der Auftragsausf�hrung, ohne inneren Zusammenhang mit dem ihm erteilten Auftrag, von Dritten erh�lt (Fellmann, Berner Kommentar, N. 115, 117, 127 zu Art. 400 OR; Weber, Basler Kommentar, N. 12 zu Art. 400 OR; Tercier, Les contrats sp�ciaux, 3. Aufl. 2003, N. 4705 f.). Zu den indirekten Vorteilen, die der Beauftragte herausgeben muss, z�hlen beispielsweise Rabatte, Provisionen, Schmiergelder usw. (Fellmann, a.a.O., N. 128 und 132 zu Art. 400 OR; Weber, a.a.O., N. 14 zu Art. 400 OR). Dabei spielt es keine Rolle, ob die Zuwendung nach dem Willen des Dritten ausschliesslich dem Beauftragten zugute kommen soll oder nicht (Urteil 4C.125/2002 vom 27. September 2002, E. 3.1; Fellmann, a.a.O., N. 131 zu Art. 400 OR mit weiteren Hinweisen). Retrozessionen - und wohl regelm�ssig auch Finder's Fees, sofern der Beauftragte dem Auftraggeber im Rahmen des Vertrags geraten hat, die zur Verwaltung �berlassenen Verm�genswerte bei einer bestimmten Bank (neu) zu deponieren (a.M. offenbar de Capitani, Retrozessionen an externe Verm�gensverwalter, Festschrift Jean-Paul Chappuis, Z�rich 1998, S. 29 Ziff. 13) - werden dem Beauftragten ausgerichtet, weil er im Rahmen des Auftrags bestimmte Verwaltungshandlungen vornimmt oder veranlasst; sie fallen im Zusammenhang mit der Verwaltung des Verm�gens an und unterliegen der Herausgabepflicht nach Art. 400 Abs. 1 OR (vgl. Emch/Renz/Arpagaus, a.a.O., N. 1694 S. 554; J�rg/Arter, Herausgabe- und Rechenschaftspflicht des unabh�ngigen Verm�gensverwalters, Der Schweizer Treuh�nder 2004, S. 297 f.; Hess, a.a.O., S. 1432; Watter, �ber die Pflichten der Bank bei externer Verm�gensverwaltung, AJP 1998 S. 1177 Rn. 27). Aus BGE 112 III 90 E. 4e S. 97 ergibt sich entgegen der Ansicht der Vorinstanz nichts Gegenteiliges.
4.2 Die auftragsrechtliche Ablieferungspflicht kann die Hauptpflicht sein oder eine Nebenpflicht bilden (Fellmann, a.a.O., N. 151 f. zu Art. 400 OR; Weber, a.a.O., N. 10 zu Art. 400 OR). Ob der Auftraggeber auf die Ablieferung �berhaupt oder nur unter bestimmten Voraussetzungen g�ltig verzichten kann, ist in der Lehre umstritten. W�hrend eine �ltere Lehrmeinung die Pflicht zur Herausgabe im Sinne von Art. 400 OR f�r zwingend h�lt und einen Verzicht auf die Ablieferung erst zul�sst, wenn der Verzichtende weiss, was und wieviel er erl�sst (Gautschi, Berner Kommentar, N. 38 d/f zu Art. 400 OR), wird die G�ltigkeit einer Verzichtsvereinbarung in der neueren Lehre �berwiegend bejaht (vgl. Werro, Commentaire Romand, N. 20 zu Art. 400 OR; Fellmann, a.a.O., N. 154 zu Art. 400 OR; de Capitani, a.a.O., S. 27; Watter, a.a.O., S. 1177 Rn. 27; Emch/Renz/Arpagaus, a.a.O., S. 554; vgl. allerdings Weber, Basler Kommentar, N. 10/21 zu Art. 400 OR; differenzierend Hofstetter, Der Auftrag und die Gesch�ftsf�hrung ohne Auftrag, Schweizerisches Privatrecht, Bd. VII/6, Basel 2000, S. 119). Art. 400 OR enth�lt kein ausdr�ckliches Verzichtsverbot und es sind auch keine Gr�nde erkennbar, welche gegen die dispositive Natur der Ablieferungspflicht sprechen. Mit der �berwiegenden neueren Lehre ist daher grunds�tzlich die G�ltigkeit einer Vereinbarung zu bejahen, wonach der Auftraggeber auf die Ablieferung bestimmter, auch k�nftig anfallender Werte verzichtet. Immerhin ergeben sich Schranken aus der eigentlichen Fremdn�tzigkeit des Auftrags, welche durch eine entsprechende Vereinbarung nicht aufgehoben werden kann (vgl. Fellmann, a.a.O., N. 154 zu Art. 400 OR). Die Fremdn�tzigkeit als solche wird zwar nicht ber�hrt, wenn die Ablieferung von Einnahmen wie sog. Retrozessionen im Verm�gensverwaltungsvertrag eine Nebenpflicht bildet und dem Beauftragten dadurch im Ergebnis ein - zus�tzliches - Entgelt f�r seine T�tigkeit zukommen soll. Die Pflicht zur Ablieferung bildet aber auch hier ein zentrales Element der Fremdn�tzigkeit des Auftrags und ist mit der Rechenschaftspflicht des Beauftragten so eng verbunden, dass sie als deren Folge erscheint (vgl. BGE 110 II 181 E. 2 S. 182; Guhl/Schnyder, Das Schweizerische Obligationenrecht, 9. Aufl. 2000, S. 553 Rz. 20). Von der Lehre wird daher zutreffend verlangt, dass der Auftraggeber �ber zu erwartende Retrozessionen vollst�ndig und wahrheitsgetreu informiert sein muss, und dass sein Wille, auf deren Ablieferung zu verzichten, aus der Vereinbarung entsprechend klar hervorgehen muss (Emch/Renz/Arpagaus, a.a.O., S. 554 f.; de Capitani, a.a.O., S. 27; vgl. auch Lombardini, Droit bancaire suisse, Z�rich 2002, S. 506). Diese Anforderung rechtfertigt sich zus�tzlich aus der Erw�gung, dass eine solche Vereinbarung zu Interessenkonflikten f�hren kann, da durch (zu) h�ufige Transaktionen ein nennenswertes Zusatzeinkommen erzielt werden kann (zum sog. Churning vgl. Watter, a.a.O., S. 1177).
4.3 Der Vorinstanz kann nicht gefolgt werden, wenn sie annimmt, ein Verzicht auf die Ablieferung von im Rahmen der Verm�gensverwaltung anfallenden Retrozessionen ergebe sich auch daraus, dass entsprechende Vereinbarungen als �blich gelten k�nnten. Nach der Feststellung im angefochtenen Urteil leiten 81% der Verm�gensverwalter Retrozessionen nicht an ihre Kunden weiter und bestehen 28,5% ihrer Einnahmen aus Retrozessionen. Aus der allgemeinen tats�chlichen Verbreitung der Einbehaltung von Retrozessionen allein kann weder in Bezug auf den Grundsatz noch die H�he derartiger Einnahmen eine �bliche Verg�tung nach Handels- oder Ortsgebrauch im Sinne von Art. 394 Abs. 3 OR abgeleitet werden (vgl. BGE 120 V 515 E. 4b/bb S. 520). Abgesehen davon, dass die entsprechenden Einnahmen von der Art und H�ufigkeit von Verm�genstransaktionen abh�ngen, bildet die Vereinbarung �ber die Einbehaltung der umstrittenen Retrozessionen und �hnlicher Einnahmen keine Honorarabrede, auch wenn damit im Ergebnis die Entsch�digung des Verm�gensverwalters f�r seine T�tigkeit erh�ht wird. Denn es kann nicht als �blich unterstellt werden, dass ein Auftraggeber unbesehen auf Rechenschaft verzichte und mit Einnahmen des Beauftragten einverstanden sei, deren Ausmass er weder kennen noch kontrollieren kann. Die Standesregeln des Verbandes Schweizerischer Verm�gensverwalter verlangen denn auch im Gegenteil, dass der Verm�gensverwalter gegen�ber dem Kunden s�mtliche derartigen Leistungen offen legt und im Vertrag mit dem Kunden festh�lt, wem die R�ckverg�tungen zukommen sollen (Emch/Renz/Arpagaus, a.a.O., N. 1694 S. 554; vgl. Art. 10 i.V.m. Art. 7 Anhang B Standesregeln VSV). Derartige Standesregeln k�nnen nach der Rechtsprechung als Ausdruck einer Berufs�bung zur Auslegung und Erg�nzung eines Vertrags beigezogen werden (Urteil 4C.236/1997 vom 31. Oktober 1997, publ. in: SJ 1998 S. 379, E. 3b mit Verweis auf Bertschinger, Sorgfaltspflichten des Verm�gensverwalters bei Derivaten - Bemerkung zum Urteil des Bundesgerichts vom 28. Juli 1995 [4C.467/1994] in SZW 1996 S. 240 ff.; vgl. auch Fellmann, a.a.O., N. 71 zu Art. 396 OR; Lombardini, a.a.O., S. 503). Sie stehen hier einer Auslegung entgegen, wonach der Beauftragte mangels gegenteiliger Absprache die im Rahmen der Verm�gensverwaltung eingenommenen Retrozessionen nicht abliefern m�sse. Es bedarf einer Vereinbarung der Parteien, aus der sich der Wille des informierten Mandanten eindeutig ergibt, auf die Ablieferung der dem Mandatar im Rahmen des Auftrags bezahlten Retrozessionen (ganz oder teilweise) zu verzichten.
4.4 Die Vorinstanz hat im vorliegenden Fall eine entsprechende Vereinbarung bejaht. Die Vorinstanz erwog zun�chst in W�rdigung der Beweise, dass auf die widerspr�chliche Aussage des an der Kl�gerin wirtschaftlich Berechtigten B.________ (�ber die konkrete Kenntnis bzw. Unkenntnis von bezogenen Retrozessionen und Finder's Fees) nicht abgestellt werden k�nne. Die Vorinstanz stellte hingegen auf die Aussage des Stiftungsratspr�sidenten der Kl�gerin (Dr. E.________) ab. Aus dem Umstand, dass der Stiftungsratspr�sident wusste, dass Retrozessionen und Finder's Fees an den Beklagten bezahlt wurden, k�nne - so die Vorinstanz - nur geschlossen werden, dass "sich die Parteien stillschweigend, aber zumindest durch konkludentes Handeln dar�ber einig waren, dass die Retrozessionen und Finder's Fees beim Beklagten verbleiben sollen." Die Vorinstanz hat angenommen, dass der Beklagte angesichts s�mtlicher Umst�nde davon ausgehen durfte, die Kl�gerin sei damit einverstanden gewesen, dass der Beklagte die Entsch�digungen behalte, zumal sie Stillschweigen bewahrte.
Die Vorinstanz erwog sodann in Anlehnung an die Begr�ndung der ersten Instanz, dass der wirtschaftlich Berechtigte B.________ durch sein Stillschweigen betreffend die (allgemeine) Gesch�ftsabwicklung der Kl�gerin, "wozu auch die ihm allgemein bekannte Usanz der Auszahlung von Retrozessionen und Finder's Fees z�hlt", sein Einverst�ndnis erkl�rte; denn ohne das Vorliegen einer solchen "Einigung" w�re nicht nachvollziehbar, weshalb die Kl�gerin trotz Kenntnis des Bezugs von Retrozessionen und Finder's Fees nicht eingeschritten sei; ausserdem deute eine Besprechungsnotiz des Beklagten darauf hin, dass zwischen dem wirtschaftlich Berechtigten der Kl�gerin (B.________) und dem Beklagten sogar ausdr�cklich vereinbart worden sei, dass dem Beklagten auch die Kommissionen als Honorar verbleiben sollten. Die Vorinstanz leitete jedoch aus diesen Feststellungen nichts ab und traf insbesondere keine Feststellungen �ber eine allf�llige Befugnis des wirtschaftlich Berechtigten zur Vertretung der Kl�gerin bzw. zur Genehmigung ihrer Gesch�fte. Sie hielt es vielmehr f�r das zwischen den Parteien geltende Vertragsverh�ltnis f�r letztlich belanglos, ob die wirtschaftlich berechtigten Personen der (Nicht-)Ablieferung von Retrozessionen und Finder's Fees zugestimmt h�tten oder nicht.
Die Vorinstanz erwog schliesslich, dass der damalige Stiftungsratspr�sident der Kl�gerin (Dr. E.________) zwar nicht um die konkrete H�he der Auszahlungen, aber immerhin darum gewusst habe, dass solche Auszahlungen in der Schweiz �blich seien; ausserdem sei ihm die Gr�ssenordnung der verwalteten Verm�genswerte bekannt gewesen; ebenso sei er �ber deren Stand per Ende Jahr jeweils informiert worden und habe Kenntnis vom konkreten Verwaltungshonorar gehabt; folglich habe er auch die H�he der Retrozessionen und Finder's Fees "fassbar absch�tzen" k�nnen.
Das von der Vorinstanz festgestellte Wissen des Organs der Kl�gerin �ber die Gr�ssenordnung der vom Beklagten eingenommenen Retrozessionen und Finder's Fees gen�gt nicht f�r einen rechtswirksamen Verzicht auf Rechenschaftslegung und Ablieferung mit dem die Herausgabepflicht nach Art. 400 Abs. 1 OR wegbedungen wird. Die von der Vorinstanz festgestellte Sch�tzbarkeit der H�he der Retrozessionen aufgrund der Gr�ssenordnung des verwalteten Verm�gens, des vereinbarten Verwaltungshonorars und der �blichkeit solcher Einnahmen vermittelte der Kl�gerin keine hinreichend genaue Kenntnis �ber die tats�chlich anfallenden Retrozessionen und Finder's Fees; denn diese h�ngen von weiteren Faktoren wie insbesondere der Anzahl get�tigter Gesch�fte und der Vereinbarung �ber die H�he derartiger Entsch�digungen an den Verm�gensverwalter durch Dritte ab. �ber die genaue H�he der konkreten Einnahmen des Beklagten hatte die Kl�gerin (bzw. ihr Stiftungsratspr�sident) nach den Feststellungen der Vorinstanz keine Kenntnis. Auch wenn daher der Beklagte wusste, dass dem Stiftungsratspr�sidenten als Organ der Kl�gerin die �blichkeit derartiger Entsch�digungen bekannt war und dass er um die Gr�ssenordnung des verwalteten Verm�gens wusste, durfte er nach Treu und Glauben aus dem blossen Stillschweigen der Kl�gerin bzw. deren Organe nicht ableiten, er sei von der Rechenschaftsablegung und Ablieferung der ihm im Rahmen der Verwaltung des Verm�gens der Kl�gerin von Dritten bezahlten Retrozessionen und �hnlichen Einnahmen befreit. Angesichts der Bedeutung der Rechenschaftspflicht f�r den fremdn�tzigen Auftrag h�tte es vielmehr dem Beklagten oblegen, die Kl�gerin bzw. deren zust�ndige Organe �ber die konkret anfallenden Retrozessionen und Finder's Fees in Kenntnis zu setzen. Ohne ausdr�ckliche und eindeutige Verzichtserkl�rung der Kl�gerin auf Rechenschaftslegung und Ablieferung h�tte sich der Beklagte zumindest vergewissern m�ssen, dass die Auftraggeberin ihm die im Rahmen der Verm�gensverwaltung anfallenden Einnahmen als zus�tzliche Entsch�digung f�r seine T�tigkeit in Kenntnis der konkreten Vereinbarung mit den Banken �ber deren H�he sowie der mutmasslichen H�ufigkeit der entsch�digungspflichtigen Transaktionen �berlassen wollte. Aus dem blossen Stillschweigen der Kl�gerin durfte der Beklagte nach den im angefochtenen Urteil festgestellten Umst�nden nicht auf einen Verzicht der Kl�gerin auf Herausgabe dieser der Kl�gerin zustehenden Einnahmen schliessen.
4.6 Die Vorinstanz hat bundesrechtswidrig angenommen, dass die umstrittenen Retrozessionen nicht der Ablieferungspflicht gem�ss Art. 400 OR unterfallen und bundesrechtswidrig aus dem blossen Stillschweigen der Auftraggeberin geschlossen, dass der Beauftragte nach Treu und Glauben davon ausgehen durfte, die Kl�gerin sei mit der Nicht-Ablieferung von Retrozessionen und �hnlichen im Rahmen der Verm�gensverwaltung anfallender Entsch�digungen einverstanden. Die Berufung ist in diesem Punkt begr�ndet. Da dem angefochtenen Urteil keine Feststellungen dar�ber zu entnehmen sind, welche Betr�ge aus welchen Rechtsgesch�ften der Beklagte im Zusammenhang mit der Verwaltung des Verm�gens der Kl�gerin von Dritten eingenommen hat, ist das angefochtene Urteil entsprechend dem Eventualantrag der Kl�gerin aufzuheben. Die Sache ist zur Erg�nzung der massgebenden Feststellungen im Rahmen der rechtsgen�genden Vorbringen in diesem Punkt und zu neuem Entscheid im Rahmen der prozessual zul�ssigen Rechtsbegehren gem�ss den vorstehenden Erw�gungen an die Vorinstanz zur�ckzuweisen (Art. 64 Abs. 1 OG).
Die Berufung ist unzul�ssig bzw. unbegr�ndet, soweit die Kl�gerin die Honorarforderung des Beklagten im Umfang von 0,5% des verwalteten Verm�gens bis zur K�ndigung des Auftrags im Februar 2001 bestreitet. Die Berufung ist dagegen insoweit teilweise gutzuheissen, als im angefochtenen Urteil angenommen wird, Retrozessionen und �hnliche im Rahmen der Verm�gensverwaltung anfallende Entsch�digungen unterl�gen nicht der Rechenschafts- und Herausgabepflicht nach Art. 400 OR oder verblieben bei Stillschweigen des Auftraggebers dem Beauftragten. Bei diesem Verfahrensausgang rechtfertigt es sich, die Gerichtsgeb�hr den Parteien je zur H�lfte zu auferlegen (Art. 156 Abs. 3 OG) und die Parteikosten wettzuschlagen (Art. 159 Abs. 3 OG).
Die Berufung wird teilweise gutgeheissen, soweit darauf einzutreten ist. Das Urteil des Kantonsgerichts von Graub�nden vom 23. Mai 2005 wird aufgehoben und die Streitsache wird gest�tzt auf Art. 64 OG an die Vorinstanz zur�ckgewiesen.
Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 16'000.-- wird den Parteien je zur H�lfte auferlegt.