Source: https://www.competitionline.com/de/ergebnisse/226178
Timestamp: 2018-05-21 18:39:13
Document Index: 50510650

Matched Legal Cases: ['§ 19', '§ 39', '§ 39', '§ 47', '§ 47', '§ 1', '§ 4', '§4', '§ 5', '§ 5', '§5', '§ 5', '§ 107', '§ 101']

Diashow Liverpooler Platz, © Rendering: Adrian Calitz
(ID 3-226178)
Entscheidung 06.09.2016
Die Stadt Köln, vertreten durch das Dezernat VI, Stadtentwicklung, Planen, Bauen und Verkehr, beabsichtigt, 3 zentrale Plätze in Chorweiler Mitte neu zu gestalten und sucht hierzu ein interdisziplinäres Planungsteam. Ergänzend zur Platzgestaltung soll das Team für das erweiterte Umfeld der Baumaßnahme in Zusammenarbeit mit einem externen, durch die Stadt zu beauftragenden Moderator ein Gestaltungskonzept Freiraum und Umfeld erarbeiten, welches Lösungen für die zukünftige städtebauliche Entwicklung Chorweilers hinsichtlich der Freiraumgestaltung als auch der potentiellen Nachverdichtungsmöglichkeiten aufzeigen soll.
Der Bund fördert das Projekt im Rahmen der Fördermaßnahme „Nationale Projekte des Städtebaus“ unter dem Arbeitstitel „Lebenswertes Chorweiler – ein Zentrum im Wandel“. Zielvorgabe der Förderung ist eine Premiumqualität der Maßnahme sowohl hinsichtlich der Gestaltung und Ausführung als auch in Bezug auf die Art und Weise der Einbeziehung der Öffentlichkeit in die Planung. Aus diesem Grund soll die Fördermaßnahme als Werkstattverfahren mit einer öffentlichen Auftaktveranstaltung, einem Zwischenkolloqium sowie einer Endpräsentation erfolgen, in dem die Öffentlichkeit in einem moderierten Prozess Anregungen und Wünsche in die Planung einbringen kann. Aufgabe des interdisziplinären Planungsteam soll es sein, diese Anregungen in eine konkrete Planung zu überführen und diese für die drei o. g. Plätze baulich umzusetzen.
Die umzugestaltenden Plätze befinden sich im Stadtteil Köln – Chorweiler und bilden den zentralen Bereich der in den 70–ger Jahren als „Neue Stadt Chorweiler“ errichteten Großsiedlung. Das im direkten Anschluss an die Platzanlagen angrenzende Einkaufszentrum setzt den öffentlichen Raum im Inneren fort, bildet jedoch überwiegend unzureichende Raumkanten zu den Plätzen aus. Ergänzt wird die Platzeinfassung durch das Bezirksrathaus, einem Gebäudekomplex der Volkshochschule sowie mehr oder weniger mindergenutzte Grünflächen.
Der erweiterte Umfelduntersuchungsraum umfasst den städtebaulich problematischten Siedlungsteil Chorweilers, welcher überwiegend durch eine unmaßstäbliche Hochhausbebauung geprägt ist. Vergleichsweise gut geführte Wohnanlagen wechseln sich hier mit durch teilweise jahrzehntelange Misswirtschaft heruntergewirtschafteten Wohnblöcken ab. Letztere sollen deshalb zeitnah durch eine städtische Wohnungsgesellschaft aufgekauft und saniert werden. Die erweiterte Umfelduntersuchung soll unter anderem dazu dienen, diesen Erneuerungsprozess durch ergänzende Vorschläge für den umgebenden öffentlichen Raum zu unterstützen und Rückbau- und/oder Nachverdichtungsmöglichkeiten aufzuzeigen.
Für die Umsetzung der Gesamtmaßnahme (Gestaltungskonzept Freiraum und Umfeld sowie Umgestaltung der Plätze inklusive Beteiligungsverfahren) beläuft sich die vorläufige Kostenannahme auf 8,8 Millionen Euro netto. Der Kostenanteil für die Kostengruppe 200 bis 600 nach DIN 276 wird mit circa 6 500 000 EUR angenommen.
Flächengröße zentraler Planbereich: circa 35 000 m2 (Realisierungsmaßnahme)
Flächengröße erweiterter Untersuchungsraum: circa 325 000 m2 (Gestaltungskonzept)
Aufgabenstellung / Besonderheiten:
Aufgabe ist zum einen die Entwicklung einer Planung zur Neugestaltung der drei wichtigen öffentlichen Plätze Liverpooler Platz, Pariser Platz und Lyoner Platz unter Mitwirkung der Öffentlichkeit sowie die anschließende Umsetzung und Abrechnung der baulichen Maßnahmen.
Zum anderen ist eine Gesamtkonzeption für das erweiterte Umfeld im Zentrum Chorweilers zu erarbeiten. Hierzu soll das interdisziplinäre Planungsteam in Zusammenarbeit mit einem externen, von der Stadt separat zu beauftragendes Moderationsbüro in einem moderierten Planungsprozess ein Entwicklungskonzept erarbeiten, welches Vorschläge für eine Verbesserung der Freiräume sowie der Bebauungs- und Infrastruktur beinhaltet. Hierbei ist auch zu untersuchen, welche Nachverdichtungs- oder Rückbaupotentiale im erweiterten Untersuchungsraum vorhanden sind. Dieses Entwicklungskonzept soll die Grundlage für die weitere Entwicklung der Mitte Chorweilers sowie für die Beantragung weiterer Fördermaßnahmen bilden.
Gesucht wird ein interdisziplinäres Planungsteam, welches in der Lage ist, die geforderte komplexe Aufgabenstellung über alle Leistungsphasen der HOAI in hoher Qualität zu betreuen, eine umfangreiche Erfahrung in der Öffentlichkeitsbeteiligung in Form von Werkstattverfahren oder ähnlichem nachweisen kann und die Fähigkeit besitzt ist, Anregungen und Wünsche aus Öffentlichkeit und Politik entwurflich in der geforderten Premiumqualität umzusetzen. Das Planungsteam soll aus Freiraumplanern/Stadtplanern sowie Straßen- undVerkehrsplanern bestehen. Während die Freiraumplaner insbesondere in der Entwurfsphase eine hohe Kompetenz nachweisen müssen, wird seitens derStraßen- und Verkehrsplaner ein besonders hohes Maß an Umsetzungskompetenz und Kenntnisse der deutschen technischen Regelwerke und Normen erwartet. Eine Vorortpräsenz insbesondere in der Bauphase bezüglich der Bauleitung ist Bedingung.
Anforderungen an die Planung: Die genannten Maßnahmen sind unter Einhaltung des Budgets sowie unter der Prämisse der standortspezifischen Anforderungen im Rahmen eines Gesamtkonzepts zu entwickeln. Es werden Planungsvorschläge erwartet, die ein optimales Verhältnis zwischen Funktion, nachhaltigen Materialien, niedrigen Betriebskosten, ansprechende Gestaltung und wirtschaftlichen Bauweisen aufweisen. Umweltrelevante sind zu beachten.
Die Planung soll ein vielfältiges Angebot an alle Bevölkerungsgruppen Chorweilers ergeben. Hierbei sind insbesondere der multikulturelle Hintergrund sowie die geschlechter- und altersgerechten Bedürfnisse der Anwohner Rechnung zu tragen.
Darüber hinaus sind die Anforderungen der Barrierefreiheit sowie der Bau-, Qualitäts- und Ausstattungsstandards für Freianlagen und Verkehrsanlagen der Stadt Köln zu erfüllen. Die Einhaltung aktueller Richtlinien, Normen und DIN- Vorschriften, darüber hinaus der CAD-Richtlinien der Stadt Köln, sowie die Möglichkeiten und den Willen zur Nutzung eines internetbasierten Projektraums zur optimalen Abwicklung des Bauvorhabens mit allen Projektbeteiligten, werden vorausgesetzt.
Besondere Leistungen / Termine / Vertragslaufzeit: Besondere Leistungen bezüglich des übergeordneten Gestaltungskonzeptes Freiraum und Umfeld beinhalten in einem moderierten Verfahren zu entwicklende rahmensetzende Konzepte und Pläne sowie städtebauliche Entwurfstudien für das direkte Umfeld der Plätze.
Als besondere Leistungen zur Umgestaltung der Plätze werden unter anderem die Erstellung einer Parkraumbilanz, die Planvereinbarung, die örtliche Bauüberwachung, die Fotodokumentation, eine ergänzende Bestandsaufnahme der vorhandenen Vegetation, die Überwachung der zweijährigen Entwicklungspflege, sowie Beurteilung und Bewertung der zu schützenden oder zu erhaltenden Gehölze und Vegetationsbestände, die Erarbeitung besonderer Darstellungen sowie die Mitwirkung bei Beteiligungsverfahren und der Vorstellung in politischen Gremien gefordert.
Weitere besondere Leistungen beinhalten unter anderem. die Teilnahme und Unterstützung des während der Förderperiode jährlich stattfindenden Tag des Städtebaus, welcher der Vorstellung der Maßnahme in der Öffentlichkeit dient. Weiterhin sind die das Bauvorhaben betreffenden Berichte an die Oberfinanzdirektion über den Maßnahmensachstand zu erarbeiten, ein detaillierter ZBau-Antrag, eventuell mit Antrags-Nachträgen sowie den Verwendungsnachweisen oder ähnlichem zu erstellen sowie an Verwaltungsvorlagen für die politischen Gremien mitzuwirken.
Die Leistungen sind sofort nach Vertragsschluss zu beginnen und spätestens bis zum 31.6.2019 endabzurechnen.
Bezüglich der Umgestaltung der Plätze sind die Leistungen der Grundlagenermittlung, Vorplanung, Entwurfsplanung und Genehmigungsplanung der Freianlagen bis Ende des vierten Quartals 2016 zu erbringen. Die Ausführungsplanung ist bis Mitte 2017 abzuschließen, die Ausschreibung, Auswertung und Vergabe muss bis Ende des ersten Quartals 2018 erfolgen. Die Bauausführung ist von Ende des ersten Quartals 2018 bis Ende des ersten Quartals 2019 vorgesehen. Letzte Rechnungslegung muss Mitte 2019 erfolgen, um den Abrechnungszeitraum der Fördermaßnahme einhalten zu können.
Bezüglich der Erarbeitung des Gestaltungskonzeptes Freiraum und Umfeld ist die Phase der Bürgerbeteiligung und der Planungswerkstatt bis Ende des vierten Quartals 2016 vorgesehen. Die Überarbeitung des Konzeptes unter Abstimmung mit der Öffentlichkeit und Privateigentümern ist bis Mitte 2017 vorgesehen. Die weitere Umsetzung der Konzeption ist bis Ende des ersten Quartals 2019 in Form einer regelmäßigen Teilnahme an Abstimmungsgesprächen (maximal zweimal jährlich) mit Privateigentümern und der Öffentlichkeit zu begleiten.
Der Honorarvertragsentwurf wird vor der Verhandlung den jeweiligen ausgewählten Bietern zur Verfügung gestellt.
Vertragslaufzeit beziehungsweise Beginn und Ende der Auftragsausführung:
Laufzeit in Monaten: 42 Monate (ohne Leistungsphase 9) ab Auftragsvergabe
Beginn: sofort nach Vertragsabschluss.
Besondere Leistungen zur Flächenplanung gemäß § 19 HOAI in Verbindung mit Anlage 9:
— rahmensetzende Pläne und Konzepte
— städtebaulicher Entwurf.
Sonstige besondere Leistungen:
— Teilnahme am Tag des Städtebaus
— Weitere Begleitung des weiteren Entwicklungsprozesses im erweiterten Untersuchungsraum (maximal 2 Termine jährlich bis Ende 2019)
Leistungsbild Freianlagen gemäß § 39 Absatz 3 und 4 HOAI 2013 in Verbindung mit Anlage 11
Honorarstufe IV: Fußgängerbereiche und Stadtplätze mit hoher Ausstattungsintensität, Mindestsatz
2 Vorplanung,
7 Mitwirkung bei der Vergabe (teilweise)
8 Objektüberwachung – Bauüberwachung und Dokumentation
9 Objektbetreuung.
Besondere Leistungen Freianlagen gemäß § 39 HOAI 2013 in Verbindung mit Anlage 11:
— zur vorhandenen Situation;
— örtlicher Zustand vor Baubeginn;
— während der Bauausführung;
— zum Bauende (Abnahmezeitpunkt).
Beurteilung und Bewerten der vorhandenen Bausubstanz, Bauteile, Materialien, Einbauten oder der zu schützenden oder zu erhaltenden Gehölze oder Vegetationsbestände
Mitwirken bei Beteiligungsverfahren und Workshops
Fertigen von Vorlagen für politische oder andere Gremien
Fertigen von Berichten an den Zuschussgeber pro Quartal
Überwachung der zweijährigen Entwicklungspflege
Weitere Besondere Leistungen Freianlagen, sofern diese nicht bereits inhaltlich und räumlich bei den Leistungen zu Verkehrsanlagen berücksichtigt werden:
Planvereinbarung (als Teil der Leistungsphase 3: Entwurfsplanung)
— ist im Rahmen der Entwurfsplanung durchzuführen;
— bestehende und zu verlegende Leitungen und sonstige Versorgungseinrichtungen sind in Planvereinbarungspläne
eintragen (Ist- und Sollzustände);
— Abstimmungen mit Dritten (zum Beispiel Versorgungsträgern) durchführen.
Leistungen Verkehrsanlagen gemäß § 47 Absatz1 HOAI 2013 in Verbindung mit Anlage 13
Honorarstufe IV: Verkehrsberuhigte Bereiche mit hohen städtebaulichen Anforderungen, Mindestsatz
8 Bauoberleitung
Besondere Leistungen Verkehrsanlagen gemäß § 47 HOAI 2013 in Verbindung mit Anlage 13:
— Parkraumbilanz erstellen
— Planvereinbarung
(als Teil der Leistungsphase 3: Entwurfsplanung)
— ist im Rahmen der Entwurfsplanung durchzuführen
— bestehende und zu verlegende Leitungen und sonstigeVersorgungseinrichtungen sind in Planvereinbarungspläne eintragen (Ist- und Sollzustände)
Abstimmungen mit Dritten (z. B. Versorgungsträgern) durchführen
(als Teil der Leistungsphase 8: Bauoberleitung)
— Plausibilätskontrolle der Absteckung
— Überwachen der Ausführung der Bauleistungen
— Mitwirken beim Einweisen des Auftragnehmers in die Baumaßnahme (Bauanlaufbesprechung)
— Überwachen der Ausführung des Objekts auf Übereinstimmung mit den zur Ausführung freigegebenen Unterlagen, dem
Bauvertrag und den Vorgaben des Auftraggebers
— Prüfen und Bewerten der Berechtigung von Nachträgen
— Durchführen oder Veranlassen von Kontrollprüfungen
— Überwachen der Beseitigung der bei der Abnahme der Leistungen festgestellten Mängel
— Dokumentation des Bauablaufs
— Mitwirken beim Aufmaß mit den ausführenden Unternehmen und Prüfen der Aufmaße
— Mitwirken bei behördlichen Abnahmen
— Mitwirken bei der Abnahme von Leistungen und Lieferungen
— Rechnungsprüfung, Vergleich der Ergebnisse der Rechnungsprüfungen mit der Auftragssumme
— Mitwirken beim Überwachen der Prüfung der Funktionsfähigkeit der Anlagenteile und der Gesamtanlage
Weitere besondere Leistungen für Verkehrsanlagen, sofern diese nicht bereits inhaltlich und räumlich bei den Leistungen zu Freianlagen berücksichtigt werden:
— zur vorhandenen Situation
— örtlicher Zustand bei Baubeginn
— während der Bauausführung (quartalsweise)
— zum Bauende (Abnahmezeitpunkt)
Erarbeiten besonderer Darstellungen, zum Beispiel Modelle, Perspektiven, Animationen, Visualisierungen
Fertigung von Vorlagen für politische oder andere Gremien
Fertigung von Berichten für den Zuschussgeber pro Quartal
Erstellung eines detaillierte ZBau-Antrags inkl. Antrags-Nachträge, Verwendungsnachweise
optional: Baugrunduntersuchung.
Kontaktstelle(n): 271/4 – Submissionsdienst
Zu Händen von: Frau Kreutz
Telefon: +49 22122126884
E-Mail: MjIwUFteW2BUUU0aV15RYWBmLF9gTVBgGVdbUVhaGlBR
Fax: +49 22122123653
Hauptadresse des öffentlichen Auftraggebers: http://www.stadt-koeln.de
Fördermaßnahme „Lebenswertes Chorweiler – ein Zentrum im Wandel“ Erstellung einer Planungs- und Entwicklungskonzeption im Rahmen eines prozessbegleitenden moderierten Beteiligungsverfahrens in Köln-Chorweiler sowie Realisierungsmaßnahme Planung und Umbau von 3 zentralen Plätzen in Köln Chorweiler.
Hauptort der Ausführung, Lieferung oder Dienstleistungserbringung: Köln.
Siehe unter III.2.2).
Honorarzahlungen erfolgen nach Leistungsstand.
Die Vergütung erfolgt unter Zugrundelegung der Honorarvorschriften der HOAI 2013.
Mehrfachbewerbungen sind nicht zulässig und führen automatisch zum Ausschluss. Mehrfachbewerbungen sind auch Bewerbungen unterschiedlicher Niederlassungen eines Bewerberbüros, sowie mehrerer Mitglieder ständiger Büro- und Arbeitsgemeinschaften.
Jedes Mitglied der Bietergemeinschaft hat die in den Teilnahmebedingungen (Bewerbungsbogen) geforderten Angaben und Unterlagen vorzulegen.
Darlegung der besonderen Bedingungen: — Die örtliche Präsenz in Köln während der Bauzeit ist sicherzustellen.
— Die Objektüberwachung ist durch den Einsatz eines Fachingenieurs (mit Qualifikation Fachrichtung Landschaftsarchitektur) sicherzustellen.
— Die örtliche Bauüberwachung ist durch den Einsatz eines Fachingenieurs (mit Qualifikation Fachrichtung Verkehrswesen) sicherzustellen.
— Eine Erklärung nach § 1 des Verpflichtungsgesetzes ist abzugeben.
— Die personelle Kontinuität – insbesondere in der Phase der Objektüberwachung und Bauoberleitung, örtliche Bauüberwachung – ist sicher zu stellen.
— Unterbeauftragungen sind nur mit Zustimmung des Bauherrn zulässig.
— Projekt- und Planungsbesprechungen finden in Köln statt.
— Mindestens je eine Person aus den jeweiligen Planungsdisziplinen Freiraumplanung, Stadtplanung und Verkehrsplanung muss über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen, um aktiv die Werkstattverfahren begleiten zu können.
— Die Planer müssen mit den deutschen Normen und technischen Regelwerken ihrer jeweiligen Fachsparte vertraut sein.
Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Einhaltung der Auflagen zu überprüfen: Bieter sowie deren Nachunternehmer und Verleiher von Arbeitskräften, soweit diese bei Angebotsabgabe bekannt sind, haben mit dem Angebot die gemäß Gesetz über die Sicherung von Tariftreue und Sozialstandards sowie fairen Wettbewerb bei der Vergabe öffentlicher Aufträge (Tariftreue- und Vergabegesetz Nordrhein-Westfalen – TVgG – NRW) vom 10.1.2012 (Gesetz- und Verordnungsblatt Ausgabe 2012 Nummer 2 vom 26.1.2012 Seite 15 bis 26) erforderliche Verpflichtungserklärung abzugeben (insbesondere zur Gewährung von Tarif- beziehungsweise Mindestlohn, Beachtung der ILO-Kernarbeitsnormen); ein Vordruck ist den Vergabeunterlagen beigefügt.
— Befähigungsnachweis der einschlägigen Fachrichtung
— Nachweis einer Berufshaftpflichtversicherung in Höhe von 2 000 000 EUR für Personen- und in Höhe von 2 000 000 EUR für Sach- und sonstige Schäden. Mindestanforderung ist die Erklärung des Bieters, dass im Auftragsfall die vorgenannten Versicherungen abgeschlossen werden.
— Nachweis der Unterschriftenberechtigung (Handelsregisterauszug nicht älter als 6 Monate ab Bekanntgabetermin)
— Erklärung (inklusive rechtsgültiger Unterschrift) über wirtschaftliche Verknüpfungen mit dem Unternehmen, insbesondere Beteiligungen / sonstige Interessensverflechtungen (§ 4 VOF)
— Erklärung (inklusive rechtsgültiger Unterschrift) darüber, dass die (in §4 VOF) genannten Kriterien für den Ausschluss von Bewerbern/Bewerberinnen vom Vergabeverfahren nicht zutreffen.
Für den Teilnahmeantrag ist ein Bewerbungsformular zu verwenden, das bei der unter I.1) Name, Adresse und Kontaktstelle genannten Kontaktstelle der Stadt Köln, 27/ Zentrales Vergabeamt, beantragt werden kann. Zur Angabe der vollständigen Nachweise ist der Bewerbungsbogen vollständig ausgefüllt und rechtskräftig unterschrieben einzureichen. Bewerbungen sind nur mit diesem Bewerbungsbogen möglich. Nicht rechtskräftig unterschriebene Teilnahmeanträge werden nicht berücksichtigt.
Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Einhaltung der Auflagen zu überprüfen: — Nachweis zur persönlichen Lage des Wirtschaftsteilnehmers (Bankerklärung zur finanziellen und wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit gemäß § 5 (4) VOF);
— Gesamtumsatz und Umsatz für die ausgeschriebene Dienstleitung bezogen auf die letzten 3 Jahre 2013, 2014, 2015, gemäß § 5 (4) VOF;
— Eigenerklärung zum Jahr der Bürogründung
(Abgabe sämtlicher Nachweise, in deutscher Sprache, erfolgt mit dem Teilnahmeantrag.).
1) Erklärung zur Anzahl und Qualifikation der an der Leistungserbringung beteiligten Personen, gemäß des Ausschreibungstextes.
Es wird gefordert, dass je Disziplin Freiraumplanung sowie Verkehrsplanung des interdisziplinären Planungsteams mindestens einer der beschäftigten projektverantwortlichen Diplom-Ingenieure oder Ingenieurinnen (Büroinhaber /-inhaberin und/ oder festangestellter Beschäftigter / Beschäftigte), mindestens 5 Jahre Berufserfahrung nach Abschluss einer Hochschul- oder Fachhochschulausbildung in der Bearbeitung der ausgeschriebenen Leistungsphasen aufweist. Der Nachweis der Eintragung (von mindestens einem/einer projektverantwortlichen Landschaftsarchitekten / Landschaftsarchitektin / Stadtplaner / Stadtplanerin) bei einer Architektenkammer ist zu erbringen. Mindestens ein Mitglied des Planungsteams soll Erfahrungen in der Bearbeitung von Förderprojekten nachweisen können.
2) Nach VOF §5 „Nachweis der Eignung“, (5) b) ist je Leistungsbild Verkehrsanlagen, Freianlagen sowie der besonderen Leistung Flächenplanung, (hier rahmensetzende Pläne und Konzepte und/oder städtebaulicher Entwurf) ein vergleichbares Referenzprojekt zu benennen. Je Referenzprojekt der Leistungsbilder Verkehrsplanung und Freiraumplanung sind mindestens die Leistungsphasen 2-8, mindestens ab der Honorarzone II der HOAI 2013 nachzuweisen.
Es sind ausschließlich Referenzprojekte darzustellen, die von mindestens einem der unter Absatz 1 benannten projektverantwortlichen Diplomingenieuren oder Ingenieurinnen in den letzten 5 Jahren ausgeführt wurden.
Die Referenzprojekte Freiraumplanung müssen mindestens eine Größenordnung von 300 000 EUR netto, die Referenzprojekte Verkehrsplanung mindestens eine Größenordnung von 500 000 EUR netto für die Kosten (Kostengruppe 500 nach DIN 276 oder gleichwertige landesspezifische Kostengruppe) aufweisen.
Mindestens ein Projekt Freiraumplanung, Straßen-/Verkehrsplanung oder Flächenplanung muss für einen öffentlichen Auftraggeber erbracht worden sein.
Mindestens ein Projekt Freiraumplanung, Straßen-/Verkehrsplanung oder Flächenplanung muss in einem öffentlichen Beteiligungsprozess (Werkstattverfahren oder ähnlichem) erbracht worden sein.
Je Leistungsbild Freianlagen und Verkehrsanlagen muss durch die vorgelegten Referenzprojekte die Bearbeitung mindestens der Leistungsphasen 2 bis 6, teilweise 7, sowie die Bearbeitung der Leistungsphase 8, gemäß HOAI in der zu der Zeit gültigen Fassung, oder gleichwertigen landesspezifischen Leistungen, nachgewiesen werden, entsprechend der in der Auftragsbeschreibung genannten Leistungsphasen (Leistungsphase 2 Vorentwurf, Leistungsphase 3 Entwurfsplanung, Leistungsphase 4 Genehmigungsplanung, Leistungsphase 5 Ausführungsplanung, Leistungsphase 6 Vorbereitung der Vergabe, Leistungsphase 7 Mitwirkung bei der Vergabe, Leistungsphase 8 Oberbauleitung/Objektüberwachung – Bauüberwachung und Dokumentation).
Es ist jeweils ein Referenzschreiben des Bauherrn und/oder des Auftraggebers beizufügen.
Für Aufträge, die für einen öffentlichen Auftraggeber durchgeführt wurden, ist eine Bescheinigung der zuständigen Behörde erforderlich.
Ist von einem privaten Auftraggeber eine derartige Bescheinigung nicht erhältlich, so kann eine Eigenerklärung des Bewerbers anerkannt werden.
Der Bewerber muss die einzelnen Projekte auf jeweils maximal drei DIN A 4 Seiten in Form von Text sowie Fotos oder Skizzen darstellen, mit Angaben der Projektbezeichnung, des Auftraggebers mit Adresse, Ansprechpartner und Telefonnummer, Planungs- und Realisierungszeitraum, Projektumfang / Kosten, und Angabe der vollständig bearbeiteten Leistungsphasen sowie der Honorarzone.
Die Auftraggeberin behält sich vor, gemäß VOF § 5 „Nachweis zur Erbringung der Eignung“ (5) g) eine Kontrolle der unter 5.1 bis 5.5 gemachten Angaben zu den Referenzprojekten 1 bis 3 durchzuführen.
Verweis auf die einschlägige Rechts- oder Verwaltungsvorschrift: Zur Bewerbung sind zugelassen alle natürlichen Personen, die gemäß Rechtvorschriften ihres Herkunftsstaates zur Führung der Berufsbezeichnung Ingenieur (Landschaftsarchitektur, Stadtplanung, Verkehrswesen) berechtigt sind. Ist in dem jeweiligen Herkunftsstaat die Berufsbezeichnung gesetzlich nicht geregelt, so erfüllt die fachlichen Anforderungen, wer über ein Diplom, Prüfzeugnis oder sonstigen Befähigungsnachweis der Fachrichtung, die der Aufgabenstellung entspricht, verfügt, dessen Anerkennung nach der Richtlinie 2005/36/EG des Europäischen Parlaments und Rates vom 7.9.2005 über die Anerkennung von Berufsqualifikationen gewährleistet ist.
Juristische Personen sind zugelassen, wenn der Projektverantwortliche die an die natürliche Person gestellten Anforderungen erfüllt.
Objektive Kriterien für die Auswahl der begrenzten Zahl von Bewerbern: 1. Die fristgerechte Vorlage (Abgabe mit Teilnahmeantrag) der geforderten Nachweise, Erklärungen und das vollständig ausgefüllte Bewerbungsformular (rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle, technische Leistungsfähigkeit, Teilnahmebedingungen). Nicht rechtskräftig unterschriebene Teilnahmeanträge werden nicht berücksichtigt. 2. Die Auswahl der Bewerber erfolgt auf Grundlage der zum Nachweis der Eignung geforderten Angaben, Erklärungen und Unterlagen mit einem Schwerpunkt bei den unter der technischen Leistungsfähigkeit III.2.3) geforderten drei Referenzprojekten. Soweit die Mindestanforderungen erfüllt sind, wird die Rangfolge zur Teilnahme am Verhandlungsgespräch über die Bewertung der geforderten drei Referenzprojekte ermittelt. Die Bewertung erfolgt nach folgender Aufstellung: maximale Punktzahl / Wertung / gewichtete Punktzahl Größenordnung des benannten Referenzprojektes des Leistungsbildes Freianlagenplanung: 10 Punkte für ein Referenzprojekt größer/gleich 1,5 Millionen EURO (netto, für die Kosten der Kostengruppe 500 nach DIN 276 oder gleichwertige landesspezifische Kostengruppe). Bei Projekten kleiner als 1,5 Millionen EUR (netto) für die vor genannten Kosten, verringert sich die Punktzahl entsprechend linear bis zur Mindestanforderung von 300.000 EUR netto. Größenordnung des benannten Referenzprojektes des Leistungsbildes Verkehrsplanung: 10 Punkte für ein Referenzprojekt größer/gleich 1,5 Millionen EUR (netto, für die Kosten der Kostengruppe 500 nach DIN 276 oder gleichwertige landesspezifische Kostengruppe). Bei Projekten kleiner als 1,5 Millionen EUR (netto) für die vor genannten Kosten, verringert sich die Punktzahl entsprechend linear bis zur Mindestanforderung von 500 000 netto. Größenordnung des benannten Referenzprojektes des Leistungsbildes Flächenplanung, besondere Leistungen rahmensetzende Pläne und Konzepte und/oder städtebaulicher Entwurf: 0 Punkte bei einem Referenzprojekt kleiner gleich 3ha, 5 Punkte bei einem Referenzprojekt größer 3ha und kleiner 10ha, 10 Punkte bei einem Referenzprojekt größer gleich 10 ha Komplexität des benannten Referenzprojektes des Leistungsbildes Freianlagenplanung: 0 Punkte für Honorarzone II HOAI 2013, da dies der geforderte Mindeststandart ist, 5 Punkte für Honorarzone III HOAI 2013, 10 Punkte für Honorarzone IV HOAI 2013 Komplexität des benannten Referenzprojektes des Leistungsbildes Verkehrsplanung: 0 Punkte für Honorarzone II HOAI 2013, da dies der geforderte Mindeststandart ist, 5 Punkte für Honorarzone III HOAI 2013, 10 Punkte für Honorarzone IV HOAI 2013 Nachweis, dass benannte Referenzprojekte Ergebnis eines Qualifizierungsverfahrens (zum Beispiel Wettbewerb, Mehrfachbeauftragung) sind: 10 Punkte für ein Projekt, 20 Punkte für zwei Projekte, 30 Punkte für drei Projekte Nachweis, dass benannte Referenzprojekte für einen öffentlichen Auftraggeber bearbeitet wurden: 0 Punkte für ein Projekt, da dies der geforderte Mindeststandard ist, 5 Punkte für zwei Projekte und 10 Punkte für drei Projekte. Nachweis, dass benannte Referenzprojekte in einem Öffentlichkeitsbeteiligungsverfahren erarbeitet wurden: 0 Punkte für ein Projekt, da dies der geforderte Mindeststandart ist, 5 Punkte für zwei Projekte und 10 Punkte für drei Projekte. Maximal sind 100 Punkte erreichbar. Bei Gleichstand entscheidet das Los.
1. Darstellung der Abwicklung des Projektes/Herangegehensweise an das Projekt. Gewichtung 30
2. Darstellung des Zeit- und Kostencontrollings, Terminsicherung, Nachtragsabwehr und Bewältigung von Leistungsstörungen. Gewichtung 15
3. Darstellung des möglichen Umgangs mit Anregungen aus der Bürgerbeteiligung und des Werkstattverfahrens. Gewichtung 10
4. Darstellung von Planungsansätzen für eine attraktive, umwelt- und nutzungsgerechte Außenraumgestaltung. Gewichtung 15
5. Honorarvertrag. Gewichtung 30
2016-0065-3-q
Schlusstermin für die Anforderung von Unterlagen oder die Einsichtnahme: 18.4.2016
A) Fragen zur Ausschreibung können die Bieter bis maximal zehn Werktage vor Ende der Angebotsfrist über den Vergabemarktplatz an den Auftraggeber richten.
1.Darstellung der Abwicklung des Projektes / Herangehensweise an das Projekt
1.1.Projektorganisation mit Darstellung der projektspezifischen Kapazitäten in personeller und zeitlicher Hinsicht sowie des vorgesehenen Ablaufs der interdisziplinären Zusammenarbeit.
1.2.Maßnahmen zur Sicherung der Qualität der anstehenden Planungsleistungen, insbesondere im Hinblick auf die Abstimmungsprozesse mit dem Auftraggeber und anderen Projektbeteiligten / Fachplanern.
1.3.Maßnahmen zur Sicherung der Qualität der Bauausführung, Darstellung der Bauleitertätigkeiten / örtliche Bauüberwachung / Präsenz vor Ort.
2. Darstellung des Zeit- und Kostencontrollings, Terminsicherung, Nachtragsabwehr und Bewältigung von Leistungsstörungen.
3. Darstellung des möglichen Umgangs mit Anregungen aus der Bürgerbeteiligung und des Werkstattverfahrens.
4. Darstellung von Planungsansätzen für eine attraktive, umwelt- und nutzungsgerechte Außenraumgestaltung.
5. Honorarvertrag:
Der Vertragsentwurf wird den ausgewählten Teilnehmern mit der Einladung zum Verhandlungsgespräch zugesandt.
Hier sind Honorarsatz, Nebenkosten und gegebenenfalls erforderliche besondere Leistungen und deren Honorierung zu ergänzen. Der Vertrag ist vor der Verhandlung an das Zentrale Vergabeamt zu übersenden, damit vorab das Honorar ermittelt werden kann. (Honorarzone IV sowohl für Freiraumplanung als auch für Straßen- und Verkehrsplanung)
Handouts werden nicht Gegenstand der Wertung sein.
2 Handouts zur Nachvollziehbarkeit der Angaben sind jedoch erforderlich.
zu 1.: maximal 30 Punkte
(maximal 3 x je 10 Punkte)
(nicht erfüllt: 0 Punkte, teilweise erfüllt: 5 Punkte, erfüllt: 10 Punkte)
zu 2.: maximal 15 Punkte
(nicht erfüllt: 0 Punkte, teilweise erfüllt: 8 Punkte, erfüllt: 15 Punkte)
zu 3.: maximal 10 Punkte
zu 4.: maximal 15 Punkte
Zu 5.: maximal 30 Punkte
(günstigstes Angebot: 30 Punkte, bei höherem Angebot anteilige Punktereduzierung im Verhältnis – linear)
Maximal sind 100 Punkte erreichbar.
Vergabekammer bei der Bezirksregierung Köln/Nachprüfungsstelle für behauptete Vergabeverstöße
E-Mail: MjExa1pnXFZXWmBWYmJaZzVXWm9nWlwiYGRaYWMjY2dsI1la
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen: Siehe § 107 Absatz 3 Nummer 1 bis 4 GWB:
— unverzüglich gegenüber der Stadt Köln nach Erkennen des Verstoßes gegen Vergabevorschriften im Vergabeverfahren;
— spätestens bis Ablauf der Angebots-/Bewerbungsfrist bei Verstößen gegen Vergabevorschriften in der Bekanntmachung;
— spätestens bis Ablauf der Angebots-/Bewerbungsfrist bei Verstößen gegen Vergabevorschriften in den Vergabeunterlagen;
— innerhalb von 15 Tagen nach Eingang der Mitteilung der Stadt Köln, der Rüge nicht abhelfen zu wollen;
— siehe § 101b Absatz 2 GWB;
— 30 Kalendertage ab Kenntnis des Rechtsverstoßes, spätestens jedoch sechs Monate nach Vertragsschluss.
Ausschreibung veröffentlicht 21.03.2016
Ergebnis veröffentlicht 19.12.2016
Wettbewerbs-ID 3-226178
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