Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=24.02.1997&Aktenzeichen=II%20ZR%209/96
Timestamp: 2019-06-24 14:53:15
Document Index: 320003206

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 125', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 125', '§ 70', 'BGH', 'BGH', '§ 177', 'BGH']

BGH, 24.02.1997 - II ZR 9/96 - dejure.org
BGH, 24.02.1997 - II ZR 9/96
https://dejure.org/1997,6572
BGH, 24.02.1997 - II ZR 9/96 (https://dejure.org/1997,6572)
BGH, Entscheidung vom 24.02.1997 - II ZR 9/96 (https://dejure.org/1997,6572)
BGH, Entscheidung vom 24. Februar 1997 - II ZR 9/96 (https://dejure.org/1997,6572)
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Möglichkeit der Erledigungserklärung in der Hauptsache in der zulässigen Revision - Schriftformerfordernis der gemeindlichen Verpflichtungserklärungen als materielle Vorschrift über die Beschränkung der Vertretungsmacht des Bürgermeisters - Nichtigkeit gemäß § 125 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) auf Grund fehlender Schriftform - Berufung auf den Verstoß gegen die Formvorschrift bei Billigung des Vertragsabschlusses durch das zuständige Organ
Einen derartigen Ausnahmefall hat der Bundesgerichtshof zum einen dann als gegeben angesehen, wenn der mit der Formvorschrift bezweckte Schutz deshalb bedeutungslos geworden ist, weil das nach der Gemeindeordnung für die Willensbildung zuständige Organ den Abschluss des Verpflichtungsgeschäfts gebilligt hat (vgl. BGH NJW 1994, 1528 ff. Tz. 12; DtZ 1997, 222 f. Tz. 8; BGHZ 147, 381 ff. Tz. 18; jeweils zit. nach juris).
Dies kann etwa dann der Fall sein, wenn das nach der Gemeindeordnung für die Willensbildung zuständige Organ den Abschluss des Verpflichtungsgeschäfts gebilligt hat (BGH, Beschluss vom 24.02.1997 - II ZR 9/96 - DtZ 1997, 222; BGH, Urteil vom 20.01.1994 - VII ZR 174/92 - NJW 1994, 1528, BGH, Urteil vom 06.07.1995 - III ZR 176/94 - NJW 1995, 3389; BGH, Urteil vom 10.05.2001 - III ZR 111/99 - NJW 2001, 2626;… siehe auch Palandt-Ellenberger, aaO., § 125 Rn. 14 ff.).
Rechtsfolgen des Verstoßes gegen § 70 Abs. 1 GO LSA bei einem Grundstücksgeschäft …
Es entspricht ständiger Rechtsprechung, dass landesrechtliche Vorschriften über die Schriftform, die Beifügung des Dienstsiegels und die Art der Unterzeichnung hinsichtlich privatrechtlicher Willenserklärungen nicht als bürgerlich-rechtliche Vorschriften über die Form von Rechtsgeschäften aufgefasst werden können, weil sich die landesrechtliche Kompetenz, soweit es privatrechtliche Willenserklärungen juristischer Personen des öffentlichen Rechts betrifft, auf die Regelung der Vertretungsmacht ihrer Organe beschränkt (BGH…, Urteil vom 28.09.1966, Aktenzeichen Ib ZR 141/64, Rn. 24; BGH, Beschluss vom 24.02.1997, Aktenzeichen II ZR 9/96, Rn. 8;… OLG Frankfurt, a.a.O. , Rn. 42; jeweils zitiert nach juris.) Vielmehr war die Neufassung schwebend unwirksam; der Vertragsschluss konnte gemäß § 177 BGB durch die Beschlussfassung des Gemeinderates genehmigt werden (vgl. BGH…, Urteil vom 18.07.2001, Aktenzeichen XII ZR 183/98, Rn. 9, zitiert nach juris.).