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Timestamp: 2018-02-19 09:24:30
Document Index: 340195841

Matched Legal Cases: ['§ 174', '§ 174', '§ 174', '§ 174', '§ 174', '§ 174', '§ 174', '§ 174', '§ 174', '§ 174', '§ 174', '§ 174']

Sexueller Missbrauch unter Ausnutzung eines Beratungs-, Behandlungs- oder Betreuungsverhältnisses - § 174 c StGB – - Ihr Anwalt Hamburg - Rechtsanwälte Lauenburg & Kopietz
§ 174 c StGB – Sexueller Missbrauch unter Ausnutzung eines Beratungs-, Behandlungs- oder Betreuungsverhältnisses
Gemäß § 174 c StGB sollen die Personen, die sich in Beratungs-. Behandlungs- oder Betreuungsverhältnissen befinden, vor sexuellem Missbrauch geschützt werden. Der Täter muss an einer Person, die ihm wegen einer geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung einschließlich einer Suchtkrankheit oder wegen einer körperlichen Krankheit oder Behinderung zur Beratung, Behandlung oder Betreuung anvertraut ist, unter Missbrauch des Beratungs-, Behandlungs- oder Betreuungsverhältnisses sexuelle Handlungen vornehmen oder an sich von ihr vornehmen lassen. Eine Einwilligung des Opfers ist insbesondere bei therapeutischer Behandlung in der Regel unwirksam.
Voraussetzungen des § 174 c Abs. 1 StGB – Ausnutzen eines Beratungs-, Behandlungs- oder Betreuungsverhältnisses
Nach § 174 c Abs. 1 StGB nutzt der Täter das spezifische Abhängigkeits- und Vertrauensverhältnis oder die Umstände der Behandlung aus, um vorsätzlich sexuelle Handlungen am Opfer vorzunehmen oder an sich vom Opfer vornehmen lässt.
Unter “sexuellen Handlungen” grundsätzlich körperliche Berührungen verstanden, die nicht sozialadäquat, d.h. der Person und den Umständen nach angemessen sind.
§ 174 c Abs. 1 StGB soll die Personen schützen, die wegen einer geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung einschließlich einer Suchtkrankheit oder wegen einer körperlichen Krankheit oder Behinderung dem Täter zur Beratung, Behandlung oder Betreuung anvertraut ist.
Eine Krankheit ist jede chronische oder vorübergehenden nicht ganz unerheblichen Beeinträchtigung des Wohlbefindens.
Behindert im Sinne des § 174 c Abs. 1 StGB ist ein Mensch, wenn seine körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweicht und aufgrund dessen die Teilhabe an dem Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist.
§ 174 c Abs. 2 StGB setzt ein ebenso vorsätzliches, tatbestandliches Missbrauchshandeln voraus.
Gemäß § 174 c Abs. 2 StGB werden die Personen, die sich in ein psychotherapeutisches Behandlungsverhältnis begeben haben, besonders geschützt.
Ein psychotherapeutisches Behandlungsverhältnis liegt auch bei Behandlungen nur leichter oder vorübergehender psychischen Beeinträchtigung vor.
§ 174 c Abs. 1, Abs. 2 StGB sieht eine Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren vor. Nach § 174 c Abs. 1 StGB ist der Versuch des sexuellen Missbrauchs unter Ausnutzung eines Beratungs-, Behandlungs- oder Betreuungsverhältnisses strafbar.
Rechtsschutz bei sexuellen Übergriffen in Behandlungsverhältnissen und Therapie – Rechtsanwalt J. Lauenburg aus Hamburg
Der Vorwurf des sexuellen Missbrauchs ist für behandelnde und therapeutische Berufsgruppen – etwa Psychiater, Psychologen oder Ärzte – existenzbedrohend. Nur die sorgfältige akribische Vorbereitung, Faktensammlung und strategische Koordination der Verteidigung durch einen Fachanwalt für Strafrecht von Beginn an, wird zum Erfolg durch Einstellung des Verfahrens, Freispruch oder des besten möglichen Ergebnisses führen.
Als Opfer ist eine anwaltliche Vertretung eine psychische Entlastung und Garant der Wahrung und Durchsetzung ihrer Rechte durch einen im Sexualstrafrecht spezialisierten Rechtsanwalt einen entscheidenden Vorteil bedeuten.
§ 174 c StGB
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