Source: https://anwaltsblog.wordpress.com/2013/10/18/wer-bestimmt-ausbildung-und-beruf/
Timestamp: 2017-10-16 22:01:40
Document Index: 333969227

Matched Legal Cases: ['§ 1626', '§ 1631', '§ 1626', '§ 1629', '§ 1626', '§ 1631', '§ 1626', '§ 1629', '§ 1628']

Wer bestimmt Ausbildung und Beruf? – elfstricheins
Wer bestimmt Ausbildung und Beruf?
Veröffentlicht am 18. Oktober 2013 18. Oktober 2013 Katgeorien Familienrecht, Nicht kategorisiert, Sorgerecht, was Recht ist...
Wenn es um die Berufswahl geht, stellt sich häufig die Frage, wer das letzte Wort haben darf.
Bei Minderjährigen bestimmen die Sorgeberechtigten im Rahmen der Personensorge die Ausbildung und den Beruf (§§ 1626 Abs. 1 und 2, 1626a, 1629 Abs. 1 und 2 BGB).
Dabei sind die Sorgeberechtigten aber nicht gänzlich frei, das Gesetz leitet hier insofern an.
§ 1631a BGB bestimmt nämlich, dass auf die Eignung und Neigung der Kinder Rücksicht zu nehmen ist. Wenn hier nun Zweifel bestehen sollten, verweist das Gesetz darauf, dass der Rat eines Lehrers oder einer anderen geeigneten Person eingeholt werden soll. Die Eltern haben schließlich die Wahl der Ausbildung mit dem Kind in gemeinsamer verantwortlicher Entscheidung zu treffen (§ 1626 Abs. 2 BGB).
Bei dieser gemeinsam Entscheidung kommt es auf die persönlichen Umstände an. Entscheidend sind hierbei die individuellen Fähigkeiten und Neigungen des Kindes. Wenn die Eltern nun die Eignung und Neigung des Kindes nicht und besteht dadurch die Gefahr, dass die Entscheidung des Kindes nachhaltig und schwer beeinträchtigt wird, kann nach §§ 1629 Abs. Bei Minderjährigen bestimmen die Sorgeberechtigten im Rahmen der Personensorge die Ausbildung und den Beruf (§§ 1626 Abs. 1 und 2, 1626a, 1629 Abs. 1 und 2 BGB). Nach § 1631a BGB ist insb. auf Eignung und Neigung der Kinder Rücksicht zu nehmen; bestehen Zweifel, soll der Rat eines Lehrers oder einer anderen geeigneten Person eingeholt werden. Die Eltern haben die Wahl der Ausbildung mit dem Kind in gemeinsamer verantwortlicher Entscheidung zu treffen (§ 1626 Abs. 2 BGB), wobei den individuellen Umständen, insb. den beim Kinde vorhandenen persönlichen Voraussetzungen maßgebliche Bedeutung zukommt.50 Berücksichtigen sie Eignung und Neigung des Kindes außer Acht lassen und dadurch die Gefahr besteht, dass die Entscheidung des Kindes nachhaltig und schwer beeinträchtigt wird, kann nach §§ 1629 Abs. 2, 1796 BGB entschieden werden.
Dies bedeutet, dass das Familiengerichts dem oder den Sorgeberechtigten insoweit die gesetzliche Vertretung des Kindes entziehen kann.
Für den Fall, dass zwischen den Eltern über den Ausbildungsweg Streit besteht und sie sich nicht einigen können werden, gilt § 1628 BGB. Das Familiengericht kann dann auf Antrag einem Elternteil die Alleinentscheidungsbefugnis geben.
Volljährige Entscheiden gänzlich autonom.
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