Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ%20142,%20208
Timestamp: 2019-12-14 13:31:44
Document Index: 210236491

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 7', '§ 88', '§ 648', '§ 7', '§ 9', '§ 894', 'BGH', '§ 7', 'BGH', '§ 7', 'BGH', 'BGH', '§ 80', '§ 7', 'BGH', '§ 7', 'BGH', '§ 89', '§ 88', 'Art. 14', 'BGH', 'BGH', '§ 7', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 9', '§ 2', '§ 9', '§ 9', '§ 24', 'BGH', '§ 7', 'BGH', 'BGH', '§ 9', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 22', '§ 88', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 648', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 15.07.1999 - IX ZR 239/98 - dejure.org
https://dejure.org/1999,548
BGH, 15.07.1999 - IX ZR 239/98 (https://dejure.org/1999,548)
BGH, Entscheidung vom 15.07.1999 - IX ZR 239/98 (https://dejure.org/1999,548)
BGH, Entscheidung vom 15. Juli 1999 - IX ZR 239/98 (https://dejure.org/1999,548)
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DDR: GesO §§ 7 Abs. 3 Satz 1, 9 Abs. 1 Satz 3; InsO §§ 88, 106 Abs. 1
DDR - Vormerkung - Grundstück - Einstweilige Verfügung - Vollstreckung
Unwirksamkeit von auf Grund einstweiliger Verfügung eingetragenen Vormerkungen in der Gesamtvollstreckung
Vormerkung in der Gesamtvollstreckung
Löschung einer Vormerkung nach § 648 BGB
GesO § 7 Abs. 3 Satz 1, § 9 Abs. 1 Satz 3; BGB § 894
Gesamtvollstreckung; Vormerkung durch einstweilige Verfügung
Keine "Konkursfestigkeit" der Vormerkung für Bauhandwerker-Hypothek!
Keine "Konkursfestigkeit" der Vormerkung für Bauhandwerker-Hypothek! (IBR 1999, 472)
BGHZ 142, 208
NJW 1999, 3122
ZIP 1999, 1490
MDR 1999, 1283
DNotZ 1999, 1006
NZI 1999, 407
NJ 1999, 601
WM 1999, 1786
Rpfleger 1999, 556
BauR 1999, 1326
Diese Ausführungen hat der Senat später dahin klargestellt, dass die gemäß § 7 Abs. 3 Satz 1 GesO eingetretene Unwirksamkeit des Sicherungsrechts absolut wirke, jedoch nur insofern und solange, als sie zum Schutze der Gesamtvollstreckungsgläubiger erforderlich sei (BGHZ 142, 208, 213).
bb) Einem relativen Verwertungsverbot zum Schutze der Insolvenzgläubiger als Folge der Rückschlagsperre hat der Senat bereits zu § 7 Abs. 3 Satz 1 GesO widersprochen (vgl. BGHZ 130, 347, 353; 142, 208, 213).
Würde man statt auf die Entstehung der Rückschlagsperre auf den Rückwirkungszeitpunkt der Vollstreckungsbeschränkung abstellen (vgl. BGHZ 142, 208, 212), so wäre eine relative Rückschlagsperre schon mit § 80 Abs. 2 Satz 1 InsO unvereinbar.
Für die Wirkungsdauer der Rückschlagsperre hat der Senat diesen Grundsatz in seinen Entscheidungen zu § 7 Abs. 3 Satz 1 GesO ebenfalls betont (vgl. BGHZ 130, 347, 355; 142, 208, 213).
Bereits der Auslegung von § 7 Abs. 3 Satz 1 GesO durch den Senat (vgl. BGHZ 142, 208, 213) ist der Gedanke zu entnehmen, dass die massebezogene Rückschlagsperre nach einer Freigabe des Sicherungsgegenstandes keine Verlängerung im Übersprung auf das sonstige Vermögen des Schuldners nach § 89 Abs. 1 InsO rechtfertigen kann.
cc) Wie der Bundesgerichtshof bereits zur Wirkungsdauer der Rückschlagsperre des § 88 InsO ausgeführt hat, darf der Gesetzgeber den durch Art. 14 Abs. 1 GG erfassten Rechtsschutzanspruch des Vollstreckungsgläubigers und seine durch die Zwangsvollstreckung erlangte Rechtsposition nur beschränken, so weit und so lange überwiegende Gründe dies zwingend erfordern (BGH, Urteil vom 15. Juli 1999 - IX ZR 239/98, BGHZ 142, 208, 213 zu § 7 GesO;… vom 19. Januar 2006 - IX ZR 232/04, BGHZ 166, 74, Rn. 23 mwN).
a) Damit sich eine - rechtsgeschäftlich begründete (zu Vormerkungen aufgrund einstweiliger Verfügung vgl. BGHZ 142, 208, 212; auch Senat, BGHZ 144, 181, 183) - Vormerkung nach § 9 Abs. 1 Satz 3 GesO in der Gesamtvollstreckung durchsetzen kann, ist es grundsätzlich erforderlich, daß sie vor der Eröffnung des Verfahrens sowie ggf. vor Erlaß eines vorläufigen richterlichen Veräußerungs- und Verfügungsverbotes (§ 2 Abs. 3 GesO) im Grundbuch eingetragen worden ist (…vgl. Smid, GesO, 3. Aufl., § 9 Rdn. 79;… Hess/Binz/Wien-berg, aaO, § 9 Rdn. 92h;… Jaeger/Henckel, aaO, § 24 Rdn. 19).
BGH, 06.04.2000 - V ZB 56/99
Vormerkung zur Sicherung des Anspruchs auf Eintragung einer Sicherungshypothek in …
Vormerkungen, die in der Vollziehung einer einstweiligen Verfügung eingetragen worden sind, stellen nicht beendete Zwangsvollstreckungsmaßnahmen dar und verlieren deshalb in der Gesamtvollstreckung nach § 7 Abs. 3 Satz 1 GesO ihre Wirksamkeit (BGHZ 130, 347, 349 ff; BGH, Urt. v. 15. Juli 1999, IX ZR 239/98, NJW 1999, 3122, 3124).
Diese Rechtsfolge geht der in § 9 Abs. 1 Satz 3 GesO getroffenen Anordnung vor (BGH, Urt. v. 15. Juli 1999, IX ZR 239/98, NJW 1999, 3122, 3124).
Soweit die Rechtsprechung annimmt, daß die Unwirksamkeit zwar absolut, jedoch nur insofern und solange wirkt, als sie zum Schutz der Gesamtvollstreckungsgläubiger erforderlich ist (BGH, Urt. v. 15. Juli 1999, aaO, S. 3124), und der Gesamtvollstreckungsverwalter von einer Löschungsbewilligung nur dann Gebrauch machen darf, wenn die Berichtigung im Zusammenhang mit einer infolge der Verwertung des Grundstücks in das Grundbuch einzutragenden Rechtsänderung steht (BGHZ 130, 347, 355), bedarf es keiner Entscheidung, ob dementsprechend eine Berichtigung nach § 22 GBO nur dann verfolgt werden kann, wenn mit der Vorlage des Eröffnungsbeschlusses zugleich die Eintragung einer Rechtsänderung beantragt wird.
Damit werden - ähnlich wie mit der zeitlich allerdings beschränkten Vorschrift des § 88 InsO - lediglich solche Vollstreckungshandlungen erfaßt, die vor Eröffnung der Gesamtvollstreckung nicht vollständig durchgeführt wurden, insbesondere nicht zur Befriedigung des Gläubigers geführt haben (vgl. BGHZ 128, 365, 368; 130, 347, 351 f; 140, 253, 257; BGH, Urt. v. 15. Juli 1999 - IX ZR 239/98, ZInsO 1999, 528, z.V.b. in BGHZ).
BGH, 18.01.2007 - IX ZR 202/05
Rechtsstellung des Kautionsversicherers in der Gesamtvollstreckung
Ein solches hat der Senat beispielsweise bei der Rückschlagsperre angenommen, bei der die Regelung der Gesamtvollstreckungsordnung erheblich über diejenigen der Konkursordnung und der im Werden begriffenen Insolvenzordnung hinausging (vgl. BGHZ 142, 208, 210).
Einräumung einer Bauhandwerkersicherungshyptohek bei Arbeiten des Unternehmes an …
§ 648 Abs. 1 BGB enthält eine allein auf das Vertragsgefüge zwischen Besteller und Unternehmer ausgerichtete Regelung (vgl. BGH, Urteil vom 15. Juli 1999 - IX ZR 239/98, BauR 1999, 1326; 1328 = NJW 1999, 3122, 3124).
Gleiches gilt, soweit bei der Änderung und Ergänzung der Gesamtvollstreckungsverordnung wichtige Grundgedanken der Insolvenzrechtsreform, die zu jenem Zeitpunkt bereits in einem Referentenentwurf niedergelegt waren, in das für die neuen Bundesländer geschaffene Übergangsrecht übernommen worden sind (vgl. BGH, Urteil vom 15. Juli 1999 - IX ZR 239/98, BGHZ 142, 208, 210).
Das Landgericht verweist in diesem Zusammenhang auf die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zur Gesamtvollstreckungsordnung (BGH, Urteil vom 15. Juli 1999, IX ZR 239/98, BGHZ 142, 208 ff.).
Dies hatte auch der Bundesgerichtshof in seinem Urteil vom 15. Juli 1999 (IX ZR 239/98, BGHZ 142, 208 ff.) bereits ausgeführt.
BayObLG, 15.06.2000 - 2Z BR 46/00
Dies gilt auch für eine auf Grund einstweiliger Verfügung erlangte Vormerkung (BGH ZIP 1999, 1490, 1492 = ZfIR 1999, 698 = NJW 1999, 3122, 3124, dazu EWiR 2000, 81 (Gerhardt); BGH ZIP 2000, 931 = ZfIR 2000, 458).
OLG Düsseldorf, 11.07.2003 - 3 Wx 302/02
Anspruch des Insolvenzverwalters auf Berichtigung des Grundbuchs nach …
LG Hamburg, 19.07.2006 - 322 O 37/06
Die Parteien streiten um die Verteilung des Erlöses für ein vom Amtsgericht …
LG Meiningen, 10.02.2000 - 4 T 277/99
Vormerkung für Bauhandwerkersicherungshypothek: insolvenzfest?
LG Hamburg, 19.07.2006 - 322 O 37/05
Verteilung des Erlöses für ein vom Amtsgericht versteigertes Grundstück; …