Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=AGS%202014,%20527
Timestamp: 2019-06-19 04:29:35
Document Index: 126561777

Matched Legal Cases: ['§ 48', '§ 76', '§ 114', '§ 114', '§ 48', '§ 76', '§ 114', '§ 48', '§ 76', '§ 114', 'BGH']

OLG Koblenz, 16.09.2014 - 13 WF 810/14 - dejure.org
OLG Koblenz, 16.09.2014 - 13 WF 810/14
https://dejure.org/2014,41562
OLG Koblenz, 16.09.2014 - 13 WF 810/14 (https://dejure.org/2014,41562)
OLG Koblenz, Entscheidung vom 16.09.2014 - 13 WF 810/14 (https://dejure.org/2014,41562)
OLG Koblenz, Entscheidung vom 16. September 2014 - 13 WF 810/14 (https://dejure.org/2014,41562)
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§ 48 Abs 3 RVG, § 76 FamFG, § 114 ZPO, §§ 114 ff ZPO
Vergütungsanspruch des beigeordneten Rechtsanwalts in Familiensachen: Auslegung des Verfahrenskostenhilfebewilligungsbeschlusses hinsichtlich der infolge des Mehrvergleichs anfallenden Differenzverfahrensgebühr und Terminsgebühr
RVG § 48; FamFG § 76 f; ff ZPO § 114
Vergütung des im Wege der Verfahrenskostenhilfe beigeordneten Rechtsanwalts; Umfang der Bewilligung der Verfahrenskostenhilfe bei Abschluss eines Vergleichs auch über nicht rechtshängige Ansprüche
RVG § 48 ; FamFG § 76 f; ff ZPO § 114
Vergütung des im Wege der Verfahrenskostenhilfe beigeordneten Rechtsanwalts
AG Bad Neuenahr-Ahrweiler, 26.08.2014 - 61 F 135/14
FamRZ 2015, 434
AGS 2014, 527
OLG Koblenz, 26.01.2015 - 13 WF 67/15
Verfahrenskostenhilfe im Sorgerechtsverfahren: Vergütung des beigeordneten …
Der Vergütungsanspruch des im Wege der Verfahrenskostenhilfe beigeordneten Rechtsanwalts richtet sich nach dem Beschluss, durch den Verfahrenskostenhilfe bewilligt und der Rechtsanwalt beigeordnet worden ist; dieser entfaltet für das Kostenfestsetzungsverfahren Bindungswirkung (Festhaltung an Senatsbeschlüssen vom 19.05.2014 - 13 WF 369/14 - FamRZ 2014, 1877 = AGS 2014, 348 und vom 16.09.2014 - 13 WF 810/14 - AGS 2014, 527).
Die für das Sorgerechtsverfahren bewilligte Verfahrenskostenhilfe umfasst daher bei Abschluss einer Sorgerechts- und Umgangsvereinbarung im Rahmen des anhängigen Sorgerechtsverfahrens nicht ohne Weiteres auch die auf den Gegenstand des (Umgans-)Mehrvergleichs entfallende Differenzverfahrens- und Terminsgebühr (Abgrenzung zu Senatsbeschluss vom 16.09.2014 - 13 WF 810/14 - AGS 2014, 527).
Zwar sind nach der Rechtsprechung des Senat Sachzusammenhangsgesichtspunkte bei der Auslegung des Bewilligungsbeschlusses heranzuziehen (vgl. Senatsbeschluss vom 16.09.2014 - AGS 2014, 527).
vorhandener Zusammenhang zwischen den Verfahrensgegenständen Sorgerecht und Umgang ist jedoch nicht mit jenem zwischen Trennungs- und Nachscheidungsunterhalt - so die Konstellation in Senat AGS 2014, 527 - vergleichbar.
Vergütungsanspruch des beigeordneten Rechtsanwalts im Sorgerechtsverfahren: …
Soweit sich die Bewilligung ohne eine ausdrückliche Erstreckung auf die genannten Gebühren auf den Vergleich richtet, reiche dies allein nicht aus, um auch die weiteren Gebühren zu umfassen (vgl. OLG Koblenz Beschluss vom 19. Mai 2014 - 13 WF 369/14, zitiert in FamRZ 2014, 1877; AGS 2014, 527; OLG Dresden Beschluss vom 07. Mai 2015 - 19 WF 1424/14).
Von einer Erstreckung der Bewilligung für den Mehrvergleich auch auf diese Gebühren kann nämlich auszugehen sein, wenn zwischen dem eigentlichen Verfahrensgegenstand und dem zusätzlichen Gegenstand des Mehrvergleichs ein enger Zusammenhang besteht (vgl. OLG Koblenz AGS 2014, 527 für Trennungsunterhalt und nachehelichen Unterhalt; Senat Beschluss vom 08. Juni 2015 - 6 WF 123/15 für anhängigen Unterhalt im eA-Verfahren und Vergleich über endgültigen Unterhalt; Senat Beschluss vom 03. Juli 2015 - 6 WF 40/15 für Vollstreckung einer Umgangsregelung und Vereinbarung über Neuregelung des Umgangs).
Ferner wird vertreten, dass der beigeordnete Rechtsanwalt nur die Festsetzung einer Einigungsgebühr verlangen kann, wenn Verfahrens- oder Prozesskostenhilfe für einen Vergleich über nicht rechtshängige Ansprüche bewilligt wurde (BGH NJW 2004, 2595; OLG Köln FamRZ 2015, 1825; OLG Dresden FamRZ 2015, 1826; 2014, 1879; OLG Koblenz JurBüro 2015, 315; OLG Celle JurBüro 2011, 196; OLG Bamberg FamRZ 2011, 1605; OLG Oldenburg FamRZ 2010, 400).