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Timestamp: 2016-09-27 15:33:27
Document Index: 108988913

Matched Legal Cases: ['Art. 29', 'BGE', 'Art. 90', 'Art. 58', 'Art. 74', 'Art. 74', 'Art. 5', 'Art. 75', 'Art. 74', 'Art. 74', 'Art. 100', 'Art. 76', 'Art. 42', 'Art. 106', 'Art. 95', 'Art. 42', 'Art. 42', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 95', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 97', 'Art. 99', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 99', 'Art. 58', 'Art. 9', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 31', 'Art. 32', 'Art. 58', 'Art. 58', 'Art. 233', 'Art. 228', 'Art. 233', 'BGE', 'e contrario', 'Art. 233', 'Art. 233', 'Art. 232', 'Art. 2', 'Art. 52', 'BGE', 'BGE', 'Art. 233', 'Art. 58', 'Art. 58', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 58', 'BGE', 'BGE', 'Art. 58', 'BGE', 'Art. 58', 'Art. 58', 'Art. 5', 'Art. 58', 'Art. 66']

4A_479/2015 (02.02.2016)
{T�0/2} 4A_479/2015 � � Urteil vom 2. Februar 2016
handelnd durch das Bundesamt f�r Strassen (ASTRA), Rechtsanwalt Thierry Vauthey,
Werkeigent�merhaftung,
A.________ (Kl�gerin, Beschwerdegegnerin) verunfallte am 17. Juli 2011 mit ihrem Motorrad auf der Autobahn A2 in Fahrtrichtung Norden in einer Linkskurve zwischen dem Tunnel Sonnenberg und dem Tunnel Reussport. Der Unfall ereignete sich im Bereich einer Baustelle und bei Regen. Die Kl�gerin erlitt dabei leichte Verletzungen. Mit Urteil des Bezirksgerichts Luzern vom 9. Mai 2012 wurde die Kl�gerin vom Vorwurf des Nichtbeherrschens des Fahrzeugs freigesprochen.
Mit Eingabe vom 5. November 2014 machte die Kl�gerin eine Klage beim Kantonsgericht Luzern anh�ngig und beantragte, die Schweizerische Eidgenossenschaft (Beklagte, Beschwerdef�hrerin) sei als Werkeigent�merin der Strasse zu verpflichten, ihr den Betrag von Fr. 17'349.40 zuz�glich Zins zu 5 % ab 17. Juli 2011 zu bezahlen.
Mit Urteil vom 4. August 2015 verpflichtete das Kantonsgericht die Beklagte, der Kl�gerin den Betrag von Fr. 13'012.05 zuz�glich 5 % Zins ab 17. Juli 2011 zu bezahlen.
Die Beschwerdef�hrerin verlangt mit Beschwerde in Zivilsachen, der Entscheid des Kantonsgerichts sei aufzuheben und die Forderung von Fr. 17'349.40 zuz�glich Zins zu 5 % seit dem 17. Juli 2011 sei vollumf�nglich abzuweisen. Eventualiter sei die Sache der Vorinstanz zur Neubeurteilung zur�ckzuweisen.
Die Beschwerdegegnerin und die Vorinstanz beantragen die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei.
Das Bundesgericht pr�ft von Amtes wegen und mit freier Kognition, ob ein Rechtsmittel zul�ssig ist (Art. 29 Abs. 1 BGG; BGE 140 IV 57 E. 2; 139 III 133 E. 1; je mit Hinweisen).
Die Beschwerde richtet sich gegen einen verfahrensabschliessenden Endentscheid (Art. 90 BGG). In der Streitsache wird gegen�ber der Schweizerischen Eidgenossenschaft Schadenersatz gest�tzt auf die Werkeigent�merhaftung nach Art. 58 OR verlangt. Es handelt sich um eine verm�gensrechtliche Angelegenheit, weshalb die Beschwerde in Zivilsachen u.a. zul�ssig ist, sofern der Streitwert mindestens Fr. 30'000.- betr�gt (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG) oder ein Bundesgesetz eine einzige kantonale Instanz vorsieht (Art. 74 Abs. 2 lit. b BGG). F�r Klagen gegen den Bund sieht das Bundesrecht (Art. 5 Abs. 1 lit. f ZPO) eine einzige kantonale Instanz vor (Art. 75 Abs. 2 lit. a BGG). Die Beschwerde ist daher in diesem Fall unabh�ngig vom Erreichen der Streitwertgrenze nach Art. 74 Abs. 1 BGG zul�ssig (Art. 74 Abs. 2 lit. b BGG) Die Beschwerde ist sodann innert der Beschwerdefrist (Art. 100 Abs. 1 BGG) von der mit ihren Rechtsbegehren unterlegenen Partei (Art. 76 Abs. 1 BGG) eingereicht worden. Auf die Beschwerde ist somit - unter Vorbehalt einer hinreichenden Begr�ndung (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG; vgl. nachfolgend Erw�gung 2) - einzutreten.
2.1.�Mit Beschwerde in Zivilsachen k�nnen Rechtsverletzungen nach Art. 95 und 96 BGG ger�gt werden. Gem�ss Art. 42 Abs. 1 BGG hat die Rechtsschrift die Begehren und deren Begr�ndung zu enthalten; im Rahmen der Begr�ndung ist in gedr�ngter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG), andernfalls wird darauf nicht eingetreten (BGE 134 II 244 E. 2.1). Unerl�sslich ist, dass die Beschwerde auf die Begr�ndung des angefochtenen Entscheids eingeht und im Einzelnen aufzeigt, worin eine Verletzung von Bundesrecht liegt. Die beschwerdef�hrende Partei soll in der Beschwerdeschrift nicht bloss die Rechtsstandpunkte, die sie im kantonalen Verfahren eingenommen hat, erneut bekr�ftigen, sondern mit ihrer Kritik an den als rechtsfehlerhaft erachteten Erw�gungen der Vorinstanz ansetzen (BGE 140 III 86 E. 2 S. 89, 115 E. 2 S. 116). Die Begr�ndung hat ferner in der Beschwerdeschrift selbst zu erfolgen und der blosse Verweis auf Ausf�hrungen in anderen Rechtsschriften oder auf die Akten reicht nicht aus. F�r die Beschwerdeantwort gelten dieselben Begr�ndungsanforderungen (BGE 140 III 115 E. 2 S. 116).
2.3.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Dazu geh�ren sowohl die Feststellungen �ber den Lebenssachverhalt, der dem Streitgegenstand zugrunde liegt, als auch jene �ber den Ablauf des vor- und erstinstanzlichen Verfahrens, also die Feststellungen �ber den Prozesssachverhalt (BGE 140 III 16 E. 1.3.1). Das Bundesgericht kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz nur berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG). "Offensichtlich unrichtig" bedeutet dabei "willk�rlich" (BGE 140 III 115 E. 2 S. 117; 135 III 397 E. 1.5). Entsprechende R�gen sind �berdies bloss zul�ssig, wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Neue Tatsachen und Beweismittel d�rfen nur soweit vorgebracht werden, als der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG).
Die Partei, welche die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz anfechten will, muss klar und substanziiert aufzeigen, inwiefern diese Voraussetzungen erf�llt sein sollen (BGE 140 III 16 E. 1.3.1 S. 18, 264 E. 2.3 S. 266; je mit Hinweisen). Wenn sie den Sachverhalt erg�nzen will, hat sie zudem mit Aktenhinweisen darzulegen, dass sie entsprechende rechtsrelevante Tatsachen und taugliche Beweismittel bereits bei den Vorinstanzen prozesskonform eingebracht hat (BGE 140 III 86 E. 2 S. 90). Auf eine Kritik an den tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz, die diesen Anforderungen nicht gen�gt, ist nicht einzutreten (BGE 140 III 16 E. 1.3.1 S. 18).
Diese Grunds�tze verkennt die Beschwerdef�hrerin, wenn sie in ihrer Beschwerde unter dem Titel "Sachverhalt" eine Sachverhaltsdarstellung vortr�gt, in der sie die Geschehnisse aus eigener Sicht schildert, ohne darin Sachverhaltsr�gen nach den oben genannten Grunds�tzen zu erheben und hierf�r sogar teilweise neue Beweismittel vorbringt (vgl. Art. 99 Abs. 1 BGG). Gleiches gilt, wenn die Beschwerdef�hrerin lediglich behauptet, dass sich zwischen der Autobahnspur und dem neu geteerten Mittelstreifen eine Vertiefung befunden habe, dass sich eine mit �l verwechselbare Schicht auf dem Betonbelag der Fahrbahn gar nicht h�tte bilden k�nnen, oder dass eine �lige oder schmierige Substanz auf der Baustelle nicht verwendet wurde, ohne dass sie mit Aktenhinweisen aufzeigt, dass sie diese Tatsachen bereits vor der Vorinstanz prozesskonform eingebracht h�tte. Die Kritik erweist sich in dieser Form als unzul�ssig und auf die Beschwerde ist insoweit nicht einzutreten.
Die Vorinstanz kam zum Schluss, dass es sich bei der Strasse, auf der die Beschwerdegegnerin gest�rzt sei, unbestrittenermassen um ein Werk im Sinne von Art. 58 Abs. 1 OR handle und die Beschwerdef�hrerin deren Eigent�merin sei. Nach den "�bereinstimmenden Feststellungen" s�mtlicher damals vor Ort Anwesender sei die Fahrbahn im Bereich der Unfallstelle aufgrund eines (zumindest wie �l aussehenden) Films sehr rutschig gewesen bzw. habe man dort nur schwer stehen k�nnen bzw. sei es wie Schmierseife gewesen. Die Baustelle am Unfallort sei mit dem Signal "Baustelle" gekennzeichnet worden. Das Signal "Baustelle" warne gem�ss Art. 9 Abs. 1 der Signalisationsverordnung (SSV; SR 741.21) vor Arbeiten auf der Fahrbahn und den damit verbundenen Hindernissen, Unebenheiten und Verengungen der Fahrbahn. Es warne aber nicht vor �berm�ssig glattem Belag der Fahrbahn. Hierf�r w�re nach Art. 5 Abs. 1 SSV das Signal "Schleudergefahr" aufzustellen gewesen. Da es um eine Autobahn gehe, w�rden f�r die Beschaffenheit der Fahrbahn h�here Anforderungen gelten. So besage Art. 5 Abs. 1 des Bundesgesetzes �ber die Nationalstrassen (NSG; SR 725.11), dass Autobahnen hohen Sicherheitsanforderungen zu gen�gen haben. Bei der Autobahn A2 handle es sich zudem um eine Hauptverkehrsachse, die stark befahren werde. Sei eine Gefahrenquelle auf der Fahrbahn, die vom Verkehrsteilnehmer bei zumutbarer Aufmerksamkeit nicht rechtzeitig erkannt werden k�nne, und er nach den Umst�nden nicht damit h�tte rechnen m�ssen, m�sse die Gefahr mindestens hinreichend signalisiert werden, sofern sie nicht mit zumutbaren Aufwand beseitigt werden k�nne. Unter diesen Umst�nden h�tte zumindest das Signal "Schleudergefahr" angebracht werden m�ssen, um auf die entsprechende Gefahr hinzuweisen. Diese Schutzvorkehrung w�re zumutbar und g�nstig gewesen.
Die Beschwerdegegnerin habe bei den vorliegenden Gegebenheiten nicht mit einer derart rutschigen Fahrbahn rechnen m�ssen und k�nnen. Auch bei Anwendung der nach Art. 31 Abs. 1 und Art. 32 Abs. 1 des Strassenverkehrsgesetzes (SVG; SR 741.01) gebotenen Vorsicht habe der Unfall eintreten k�nnen. Die Fahrbahn habe nicht diejenige Griffigkeit geboten, die ein Verkehrsteilnehmer, namentlich ein Motorradfahrer, auch bei Regen und im Bereich der Baustelle habe erwarten d�rfen. Daraus folge, dass ein Werkmangel im Sinne von Art. 58 Abs. 1 OR zu bejahen sei. Da auch die Kausalit�t zu bejahen sei und von einem groben Selbstverschulden der Beschwerdegegnerin keine Rede sein k�nne, sei die Beschwerdef�hrerin gegen�ber der Beschwerdegegnerin aus Art. 58 Abs. 1 OR haftbar. Unter Anrechnung der Betriebsgefahr des Motorrads verbleibe zu Lasten der Beschwerdef�hrerin eine Haftungsquote von 75 %. Entsprechend sei die Klage in der H�he von Fr. 13'012.05 (75 % des in der H�he unstrittigen Schadensbetrags von Fr. 17'349.40) gutzuheissen.
Die Beschwerdef�hrerin r�gt zun�chst eine "falsche Sachverhaltsfeststellung" in drei Punkten, n�mlich bez�glich der Fahrbahnunterlage auf der Fahrbahn, des angeblichen schmierigen bzw. �ligen Films auf der Fahrbahn und der angeblichen Vertiefung zwischen Mittelstreifen und Autobahnspur. Auf die dritte R�ge kann dabei nicht eingetreten werden (dazu Erw�gung 2.3).
4.1.�Die erste R�ge betrifft die Fahrbahnunterlage. Die Vorinstanz habe in widerspr�chlicher Art und entgegen der Aktenlage einerseits festgestellt, dass sich auf der Fahrbahn ein Betonbelag und andererseits am "Unfallort neuer Gussasphalt" befunden habe. Sie gehe daher in widerspr�chlicher Weise davon aus, dass die Unterlage am Unfallort aus Beton oder aus Gussasphalt bestanden habe.
Die Vorinstanz erwog zun�chst, dass aus dem Polizeirapport hervor gehe, dass sich Ausgangs des Tunnels Sonnenberg "auf der Fahrbahn kein Teerbelag, sondern ein Betonbelag" befunden habe. Dieser sei im "Bereich der Unfallstelle" sehr rutschig gewesen und es seien auch R�ckst�nde von �l auf der Fahrbahn ersichtlich gewesen. Zwei Zeugen h�tten weiter ausgesagt, dass durch den Regen eine "�lige Substanz von der Baustelle, konkret von einem daneben liegenden frisch geteerten Streifen bzw. Spickel, auf die Fahrbahn" gesp�lt worden sei. Sodann w�rde aus dem E-Mail vom 12. Dezember 2014 der B.________ AG hervorgehen, dass am "Unfallort neuer Gussasphalt eingebaut worden sei". Schliesslich sei es hier nicht entscheidend, ob es sich um eine �lspur oder um Regenwasser gehandelt habe, das aufgrund der Konsistenz von Gussasphalt auf dessen Oberfl�che abperle und somit eine gl�nzende Schicht erhalte. Entscheidend sei vielmehr, dass nach den �bereinstimmenden Aussagen s�mtlicher damals vor Ort Anwesenden, die Fahrbahn im Bereich der Unfallstelle aufgrund eines (zumindest wie �l aussehenden) Films sehr rutschig gewesen sei bzw. man dort nur schwer habe stehen k�nnen bzw. es wie Schmierseife gewesen sei.
Die Vorinstanz stellte nach dem Gesagten fest, dass sich Ausgangs des Tunnels Sonnenberg kein Teerbelag, sondern ein Betonbelag befand. Dieser, also der Betonbelag, sei im Bereich der "Unfallstelle", also dort, wo die Beschwerdegegnerin st�rzte, sehr rutschig gewesen. Sodann stellte sie fest, dass am "Unfallort", hier zu verstehen als an der Baustelle im Generellen, ein neuer Gussasphalt eingebaut worden sei. Von diesem neu mit Gussasphalt versehenen Streifen sei ein sehr rutschiger Film auf die Fahrbahn, wo die Beschwerdegegnerin st�rzte, gesp�lt worden. Dabei liess sie offen, ob es sich bei diesem Film um eine �lspur oder um Regenwasser gehandelt habe, das aufgrund der Konsistenz von Gussasphalt auf dessen Oberfl�che abperle und somit eine gl�nzende Schicht erhalte. Ein Widerspruch ist nicht erkennbar. Vielmehr gehen die Vorinstanz als auch die Beschwerdef�hrerin �bereinstimmend davon aus, dass sich auf der Fahrbahn an der Stelle, wo die Beschwerdegegnerin st�rzte, ein Betonbelag befand.
4.2.�Die Beschwerdef�hrerin r�gt sodann eine fehlerhafte Sachverhaltsfeststellung, da die Vorinstanz festgestellt habe, dass an der Unfallstelle ein "schmieriger bzw. �liger" Film vorhanden gewesen sei. Sie habe nicht ber�cksichtigt, dass �l nicht wasserl�slich sei und damit nicht durch Wasser auf die Fahrbahn gesp�lt werden k�nne.
Diese R�ge der fehlenden L�slichkeit von �l in Wasser ist unbehelflich, hat doch die Vorinstanz ausdr�cklich offengelassen, ob �l oder ein wie �l aussehender Film auf die Fahrbahn gesp�lt worden sei (gerade oben Erw�gung 4.1). Entscheidend sei vielmehr gewesen, dass nach den �bereinstimmenden Aussagen s�mtlicher damals vor Ort Anwesenden, die Fahrbahn im Bereich der Unfallstelle aufgrund eines (zumindest wie �l aussehenden) Films sehr rutschig gewesen sei. Die R�ge geht insoweit fehl.
Sodann bringt die Beschwerdef�hrerin vor, dass gegen das Vorliegen von �l bzw. einer anderen rutschigen Substanz das Unt�tigwerden der Polizei an der Unfallstelle spreche. Aus der Unt�tigkeit k�nne gefolgert werden, dass der Zustand der Strasse besser gewesen sei, als die Vorinstanz angenommen habe. Die Vorinstanz habe sich aber nicht mit diesem Vorbringen auseinandergesetzt.
Die Beschwerdef�hrerin r�gt damit - richtig gesehen - eine willk�rliche Beweisw�rdigung. Sie meint, wegen der dagegen sprechenden Indizien (Unt�tigkeit der Polizei gem�ss Polizeibericht, fehlende L�slichkeit von �l in Wasser) h�tte die Vorinstanz nicht als bewiesen annehmen d�rfen, dass an der Unfallstelle eine schmierige bzw. �lige Substanz war.
Auch diese R�ge ist unbegr�ndet. Die vorinstanzliche Beweisw�rdigung ist selbst bei Einbezug dieser Vorbringen angesichts der �bereinstimmenden und klaren Zeugenaussagen, die alle eine rutschige Fahrbahn bezeugen, keineswegs willk�rlich.
4.3.�Nach dem Gesagten wird im Folgenden einzig auf den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt abgestellt.
5.1.�Die Beschwerdef�hrerin r�gt sodann eine Verletzung von Art. 233 ZPO bzw. ihres Anspruchs auf rechtliches Geh�r. Sie h�tte aufgrund der "noch erforderlichen Beweisabnahmen" nicht g�ltig auf die Hauptverhandlung verzichten k�nnen. Es habe auch kein Antrag der Parteien auf Verzicht auf die Hauptverhandlung vorgelegen, sondern dieses Vorgehen sei vom Gericht vorgeschlagen worden.
5.2.�Nach Art. 228 ff. ZPO haben die Parteien Anspruch auf die Durchf�hrung einer m�ndlichen Hauptverhandlung (Urteil 4A_47/2015 vom 2. Juli 2015 E. 3.2). Art. 233 ZPO gibt den Parteien aber die M�glichkeit, gemeinsam auf die Durchf�hrung einer solchen zu verzichten (dazu: BGE 140 III 450 E. 3.2 S. 454). Die Parteien k�nnen sowohl auf die gesamte Hauptverhandlung als auch auf nur einen Teilabschnitt - Parteivortr�ge, Beweisabnahme oder Schlussvortr�ge - verzichten, wobei ein pauschal erkl�rter Verzicht nicht per se als Gesamtverzicht zu werten ist (Urteil 4A_47/2015 vom 2. Juli 2015 E. 3.2). Da nur die Parteien gemeinsam auf die Hauptverhandlung verzichten k�nnen, kann das Gericht e contrario nicht von sich aus von einer Hauptverhandlung absehen. Es ist aber zul�ssig, dass das Gericht den Parteien einen solchen Verzicht anregt (Christoph Leuenberger, in: Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], Sutter-Somm/Hasenb�hler/Leuenberger [Hrsg.], 2. Aufl. 2013, N. 1a zu Art. 233 ZPO; Eric Pahud, in: Schweizerische Zivilprozessordnung [ZPO], Kommentar, Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], 2011, N. 9 zu Art. 233 ZPO).
Mit dem als "Beweisverf�gung / Verzicht auf Hauptverhandlung" �berschriebenen Schreiben vom 18. Mai 2015 teilte die Vorinstanz den Parteien nach einem doppelten Schriftenwechsel mit, dass die aufgelegten Urkunden zu den Akten genommen worden seien. Es seien keine weiteren Beweiserhebungen vorgesehen und das Gericht erachte eine Hauptverhandlung als nicht notwendig. Die Parteien seien gebeten mitzuteilen, ob sie auf die Durchf�hrung der Hauptverhandlung verzichten wollen. In diesem Fall w�rden die Parteien mit sp�terer Verf�gung Frist zur Einreichung eines einmaligen schriftlichen Schlussvortrags und der Kostennoten erhalten. Mit Eingabe vom 26. bzw. 28. Mai 2015 verzichteten beide Parteien auf eine Hauptverhandlung und reichten in der Folge je einen schriftlichen Schlussvortrag ein.
Die Vorinstanz regte nach dem Gesagten den Parteien mit dem genannten Schreiben an, auf die Durchf�hrung einer Hauptverhandlung zu verzichten, insbesondere auf den Teilabschnitt des Parteivortrags und auf das Beweisverfahren. Der Schlussvortrag sei schriftlich einzureichen (Art. 232 Abs. 2 ZPO). Dieser Vorschlag der Vorinstanz an die Parteien, auf die Hauptverhandlung im erw�hnten Sinn zu verzichten, ist nach dem oben Gesagten nicht zu beanstanden. Insoweit geht die R�ge der Beschwerdef�hrerin fehl.
Sodann verzichtete die Beschwerdef�hrerin mit ihrem Schreiben vom 26. Mai 2015 auf die Hauptverhandlung aufgrund des genannten Schreibens der Vorinstanz in Kenntnis des Umstands, dass die Vorinstanz - abgesehen von den bereits mit den Schriftenwechseln abgenommenen Beweise - keine weiteren Beweismittel mehr abnehmen werde, und bat die Vorinstanz ausdr�cklich, einen "Aktenentscheid zu f�llen". Inwiefern ihr Verzicht nicht g�ltig sein soll, vermag die Beschwerdef�hrerin nicht aufzuzeigen. Insbesondere gen�gt es hierf�r nicht, lediglich zu behaupten, dass im Rahmen des Beweisverfahrens noch weitere Beweismittel abgenommen und Widerspr�che durch eine Einvernahme der Zeugen gekl�rt werden m�ssten und daher ihr Verzicht ung�ltig sei. In der genannten Beweisverf�gung der Vorinstanz vom 18. Mai 2015 wurde ausdr�cklich erw�hnt, dass keine weiteren Beweiserhebungen mehr vorgesehen seien. Da es nach st�ndiger Rechtsprechung des Bundesgerichts gegen Art. 2 ZGB (respektive Art. 52 ZPO) verst�sst, formelle R�gen, die in einem fr�heren Prozessstadium h�tten geltend gemacht werden k�nnen, bei ung�nstigem Ausgang noch sp�ter vorzubringen (BGE 141 III 210 E. 5.2 S. 216; 135 III 334 E. 2.2; je mit Hinweisen), w�re es nach Treu und Glauben an der Beschwerdef�hrerin gewesen, handelnd durch Rechtsanw�lte ihres Rechtsdienstes, die Vorinstanz darauf hinzuweisen, dass sie auf weiteren Beweisabnahmen bestehe (vgl. Urteil 4D_5/2015 vom 2. Oktober 2015 E. 2.2; BGE 138 III 374 E. 4.3.2 S. 376). Dies unterliess sie jedoch und stimmte im Gegenteil mit Schreiben vom 26. Mai 2015 dem von der Vorinstanz vorgeschlagenen Verzicht auf die Hauptverhandlung zu. Damit verwirkte sie das Recht, dies vor Bundesgericht zu r�gen. Der Vorinstanz ist daher weder eine Geh�rsverletzung noch eine Verletzung von Art. 233 ZPO vorzuwerfen.
Die Beschwerdef�hrerin r�gt eine Verletzung von Art. 58 OR, indem die Vorinstanz zu Unrecht einen Werkmangel angenommen und die ad�quate Kausalit�t bejaht habe.
6.1.�Ob ein Werk im Sinne von Art. 58 Abs. 1 OR fehlerhaft angelegt oder mangelhaft unterhalten ist, h�ngt vom Zweck ab, den es zu erf�llen hat. Ein Werkmangel liegt vor, wenn das Werk beim bestimmungsgem�ssen Gebrauch keine gen�gende Sicherheit bietet (BGE 130 III 736 E. 1.3 S. 741 f.; 126 III 113 E. 2a.cc; je mit Hinweisen). Diese Grunds�tze gelten auch f�r �ffentliche Strassen. Strassen m�ssen wie alle anderen Werke so angelegt und unterhalten sein, dass sie den Benutzern hinreichende Sicherheit bieten. Im Vergleich zu anderen Werken d�rfen bez�glich Anlage und Unterhalt von Strassen aber nicht allzu strenge Anforderungen gestellt werden. Das Strassennetz kann nicht in gleichem Mass unterhalten werden wie zum Beispiel ein einzelnes Geb�ude (BGE 130 III 736 E. 1.4 S. 742; 102 II 343 E. 1c S. 346; Urteil 4A_286/2014 vom 15. Januar 2015 E. 5.3; je mit Hinweisen).
Es kann vom Strasseneigent�mer, bei dem es sich meistens um das Gemeinwesen handelt, nicht erwartet werden, jede Strasse so auszu-gestalten, dass sie den gr�sstm�glichen Grad an Verkehrssicherheit bietet. Es gen�gt, dass die Strasse bei Anwendung gew�hnlicher Sorgfalt ohne Gefahr ben�tzt werden kann. In erster Linie ist es deshalb Sache des einzelnen Verkehrsteilnehmers, die Strasse mit Vorsicht zu ben�tzen und sein Verhalten den Strassenverh�ltnissen anzupassen (BGE 130 III 736 E. 1.4 S. 743; 129 III 65 E. 1.1 S. 67; Urteil 4A_286/2014 vom 15. Januar 2015 E. 5.3; je mit Hinweisen). Dadurch wird das vom Strasseneigent�mer zu vertretende Sorgfaltsmass herabgesetzt (BGE 130 III 736 E. 1.4 S. 743; Urteil 4A_286/2014 vom 15. Januar 2015 E. 5.3; je mit Hinweisen).
Sodann muss in jedem einzelnen Fall gepr�ft werden, ob der Strasseneigent�mer nach den zeitlichen, technischen und finanziellen Gegebenheiten in der Lage war, seine Aufgabe zu erf�llen. Die Frage der Zumutbarkeit von Sicherheitsvorkehren wird zudem unterschiedlich beurteilt, je nachdem, ob es sich um eine Autobahn, eine verkehrsreiche Hauptstrasse oder einen Feldweg handelt (BGE 130 III 736 E. 1.4 S. 743; 129 III 65 E. 1.1 S. 67; Urteil 4A_286/2014 vom 15. Januar 2015 E. 5.3; je mit Hinweisen).
Bestehen verwaltungsrechtliche Vorschriften �ber Anlage und Unterhalt von Strassen, bedeutet deren Verletzung in der Regel einen Werkmangel im Sinne von Art. 58 OR. Umgekehrt kann die Befolgung solcher Vorschriften nur ein Indiz f�r die Einhaltung der erforderlichen Sorgfaltspflicht darstellen und schliesst einen Werkmangel nicht von vornherein aus (BGE 130 III 736 E. 1.4 S. 743; Urteil 4A_286/2014 vom 15. Januar 2015 E. 5.3; je mit Hinweisen).
Ein Strassenverkehrsteilnehmer darf nach dem Gesagten grunds�tzlich von einer guten und sicheren Strasse ausgehen. Ist ein Hindernis auf der Fahrbahn, welches vom Verkehrsteilnehmer bei zumutbarer Aufmerksamkeit nicht rechtzeitig erkannt werden kann und hat er nach den Umst�nden nicht damit rechnen m�ssen, muss ein derartiges Hindernis mindestens hinreichend signalisiert werden, sofern es nicht mit zumutbarem Aufwand beseitigt werden kann (Urteile 4A_286/2014 vom 15. Januar 2015 E. 6.3.1; 4C.272/1998 vom 27. April 1999 E. 4; BGE 84 II 265 S. 266). Das Fehlen einer notwendigen Signalisation von Gefahren kann daher einen Werkmangel im Sinne von Art. 58 OR darstellen (Urteil 4C.314/1992 vom 21. November 2000 E. 9c.aa; BGE 108 II 51 E. 2; 103 II 240 E. 2b; Willi Fischer / Marc' Antonio Iten, in: Haftpflichtkommentar, 2016, N. 55 zu Art. 58 OR; Christoph M�ller, in: Handkommentar zum Schweizerischen Privatrecht, Obligationenrecht, Allgemeine Bestimmungen, 2. Aufl. 2012, N. 44 zu Art. 58 OR; Heinz Rey, Ausservertragliches Haftpflichtrecht, 4. Aufl. 2007, Rz. 1088; Karl Oftinger / Emil W. Stark, Schweizerisches Haftpflichtrecht, Band II/1, 4. Aufl. 1987, � 19 Rz. 127).
6.2.�Vorliegend stellte die Vorinstanz fest, dass die Baustelle nur mit dem Signal "Baustelle" gekennzeichnet war. Die Strasse habe aber, so die Vorinstanz weiter, nicht die notwendige Griffigkeit geboten, die ein Verkehrsteilnehmer, namentlich ein Motorradfahrer, auch bei Regen und im Bereich einer Baustelle erwarten d�rfe. Die Strasse sei vielmehr "sehr rutschig" und es sei schwierig gewesen auf der Strasse zu stehen; "es sei wie Schmierseife gewesen". Nach den unbestrittenen Erw�gungen der Vorinstanz habe die Beschwerdegegnerin sodann bei den vorliegenden Gegebenheiten nicht mit einer derart rutschigen Fahrbahn rechnen m�ssen und k�nnen.
Ist aber nach den Feststellungen der Vorinstanz davon auszugehen, dass die Strasse an der Stelle, wo die Beschwerdegegnerin st�rzte, sehr rutschig war und konnte die Beschwerdegegnerin diese Gefahr bei zumutbarer Aufmerksamkeit nicht rechtzeitig erkennen und musste sie damit nach den Umst�nden auch nicht rechnen, h�tte die Beschwerdef�hrerin an dieser Stelle zumindest das Signal "Schleudergefahr", das vor �berm�ssig glattem Belag der Fahrbahn warnt (Art. 5 Abs. 1 SSV), anbringen m�ssen, um auf diese Gefahr hinzuweisen. Das Anbringen dieser Signalisation war denn der Beschwerdef�hrerin nach den unangefochtenen Feststellungen der Vorinstanz "zumutbar und g�nstig". Die Vorinstanz erblickte damit in der fehlenden Signalisation zu Recht einen Werkmangel nach Art. 58 Abs. 1 OR.
6.3.�Die Beschwerdef�hrerin beanstandet schliesslich, dass die Vorinstanz die ad�quate Kausalit�t bejaht habe.
Die Vorinstanz erwog dazu, dass es entscheidend sei, ob der Werkmangel nach dem gew�hnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet sei, den von der Beschwerdegegnerin geltend gemachten Schaden herbeizuf�hren. Diese Frage sei zu bejahen. Eine rutschige Fahrbahn sei nach dem gew�hnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung zweifellos geeignet, den Sturz einer Motorradfahrerin und die daraus resultierenden Aufwandspositionen zu verursachen. Dies umso mehr, als sich die rutschige Stelle in einer Linkskurve befunden habe. Die ad�quate Kausalit�t sei damit zu bejahen.
Diese Erw�gungen der Vorinstanz sind bundesrechtlich nicht zu beanstanden. Die Beschwerdef�hrerin st�tzt ihre Kritik, die sie dagegen vorbringt, nur auf tats�chliche Elemente, die im vorinstanzlichen Entscheid keine St�tzen finden, so namentlich, dass die schmierige Substanz maximal 33 1/3 % der Fahrbahn ausgemacht habe, ohne hierf�r Sachverhaltsr�gen nach den oben genannten Grunds�tzen zu erheben (vgl. Erw�gung 2.3). Damit ist sie nicht zu h�ren. Sie zeigt jedoch in keiner Weise auf, dass und inwiefern die Vorinstanz auf der Grundlage des massgeblichen Sachverhalts eine rechtsfehlerhafte Beurteilung der Ad�quanz vorgenommen h�tte.
Die Kostenbefreiung f�r den Bund nach Art. 66 Abs. 4 BGG kommt nicht zur Anwendung, da die Streitsache Verm�gensinteressen der Beschwerdef�hrerin betrifft. Die Parteientsch�digung wird sodann nicht nach der vom Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin eingereichten Kostennote, sondern nach der Praxis des Bundesgerichts auf Fr. 2'500.-- festgelegt.