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Timestamp: 2016-10-24 14:14:56
Document Index: 3652661

Matched Legal Cases: ['in dubio', 'Art. 9', 'Art. 95', 'Art. 97', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'BGE', 'in dubio', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'Art. 29', 'Art. 122', 'Art. 122', 'Art. 105', 'Art. 12', 'Art. 12', 'BGE', 'Art. 47', 'Art. 47', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 55', 'BGE', 'Art. 46', 'BGE', 'Art. 46', 'Art. 49', 'Art. 46', 'Art. 49', 'Art. 42', 'Art. 42', 'Art. 42', 'Art. 46', 'BGE', 'BGE', 'Art. 42', 'BGE', 'BGE', 'Art. 42']

6B_203/2010 (27.05.2010)
X.________, vertreten durch Advokat Philippe H�ner,
Das Strafgericht Basel-Stadt verurteilte X.________ am 19. Juni 2008 wegen schwerer und einfacher K�rperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren. In Bezug auf einen weiteren Anklagesachverhalt sprach es ihn vom Vorwurf der versuchten einfachen K�rperverletzung mit einem gef�hrlichen Gegenstand frei. Gleichzeitig erkl�rte es die am 19. M�rz 2007 vom Strafgericht Basel-Stadt wegen versuchter schwerer K�rperverletzung bedingt ausgesprochene Freiheitsstrafe von zw�lf Monaten f�r vollziehbar.
Auf Appellation von X.________ hin best�tigte das Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt am 14. Oktober 2009 das erstinstanzliche Urteil.
X.________ beantragt mit Beschwerde in Strafsachen, das Urteil des Appellationsgerichts vom 14. Oktober 2009 aufzuheben, ev. die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Der Beschwerdef�hrer geriet am Abend des 26. Januar 2008 im Regionalzug zwischen Kaiseraugst und Basel mit dem bald 76 Jahre alten A.________ in einen Streit. Noch im Zug versuchte er, auf diesen loszugehen. Nach Ankunft in Basel schlug er ihm auf dem Bahnsteig zumindest einmal in den Stirnbereich, wodurch er einen Sturz des Opfers und als Folge davon ein Sch�del-Hirn-Trauma mit einer Sch�delknochenfraktur sowie eine Anosmie verursachte. Er verletzte auch B.________, welcher A.________ zu Hilfe kam, durch Schl�ge.
Der Beschwerdef�hrer r�gt Willk�r bei der Sachverhaltsfeststellung und eine Verletzung des Grundsatzes in dubio pro reo.
2.1 Die Feststellung des Sachverhalts kann nur ger�gt werden, wenn sie willk�rlich im Sinne von Art. 9 BV ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG; BGE 134 IV 36 E. 1.4.1). Die R�ge der Willk�r muss in der Beschwerdeschrift anhand des angefochtenen Entscheids pr�zise vorgebracht und begr�ndet werden, ansonsten darauf nicht eingetreten wird (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 134 II 244 E. 2.2).
Willk�r bei der Beweisw�rdigung liegt vor, wenn der angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar ist oder mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht. Dass eine andere L�sung oder W�rdigung ebenfalls vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen w�re, gen�gt f�r die Annahme von Willk�r nicht (BGE 134 I 140 E. 5.4 mit Hinweisen). Dem Grundsatz in dubio pro reo kommt in seiner vom Beschwerdef�hrer angerufenen Funktion als Beweisw�rdigungsregel keine �ber das Willk�rverbot von Art. 9 BV hinausgehende selbst�ndige Bedeutung zu (BGE 127 I 38 E. 2a; 124 IV 86 E. 2a; je mit Hinweisen).
2.2 Was der Beschwerdef�hrer gegen die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung vorbringt, ersch�pft sich in einer unzul�ssigen appellatorischen Kritik. Er r�gt einerseits, er sei von A.________ noch im Zug durch einen Schlag ins Gesicht provoziert worden, andererseits bestreitet er, diesen auf dem Bahnsteig in den Stirnbereich geschlagen zu haben. Er macht zudem geltend, der bleibende Verlust des Geruchssinns durch das Opfer sei nicht erstellt. Die Vorinstanz setzt sich mit diesen Vorbringen auseinander. Gest�tzt insbesondere auf die Krankenunterlagen von A.________, die rechtsmedizinischen Gutachten, verschiedene Zeugenaussagen sowie die Aufzeichnungen der �berwachungskameras der SBB kommt sie zum Schluss, der Beschwerdef�hrer habe die bei A.________ festgestellte Sch�delfraktur und die Anosmie durch einen Schlag an dessen Stirnbereich verursacht. Sie begr�ndet, weshalb eine Provokation durch das Opfer zu verneinen sei und nicht davon ausgegangen werden k�nne, dass dieses dem Beschwerdef�hrer zuvor absichtlich einen Schlag ins Gesicht versetzt habe. Sie legt sodann dar, weshalb f�r die Diagnose der posttraumatischen Anosmie auf den Bericht des Universit�tsspitals Basel vom 7. Juli 2008 abgestellt werden k�nne und sich eine zus�tzliche Olfaktometer-Untersuchung er�brige. Der Beschwerdef�hrer zitiert einzelne Aussagen der Zeugen sowie Passagen aus den Gutachten, welche er zu seinen Gunsten anders gew�rdigt haben will. Weshalb die vorinstanzliche Beweisw�rdigung im Ergebnis offensichtlich falsch sein soll, legt er nicht dar. Seine Vorbringen sind nicht geeignet Willk�r darzutun.
Der Beschwerdef�hrer macht eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh�r geltend.
3.1 Der Anspruch auf rechtliches Geh�r nach Art. 29 Abs. 2 BV umfasst die Rechte der Parteien auf Teilnahme am Verfahren und auf Einflussnahme auf den Prozess der Entscheidfindung. Bevor die Beh�rde einen Entscheid trifft, der in die Rechtsstellung des Einzelnen eingreift, hat sie ihn davon in Kenntnis zu setzen und ihm Gelegenheit zu geben, sich vorg�ngig zu �ussern (BGE 126 V 130 E. 2b mit Hinweis). Aus dem Anspruch auf rechtliches Geh�r ergibt sich sodann eine Pflicht der Beh�rde, ihren Entscheid zu begr�nden. Die Beh�rde muss wenigstens kurz die �berlegungen nennen, von denen sie sich leiten liess und auf welche sich ihr Entscheid st�tzt. Dies bedeutet indessen nicht, dass sie sich ausdr�cklich mit jeder tatbest�ndlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen muss. Vielmehr kann sie sich auf die f�r den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschr�nken (BGE 134 I 83 E. 4.1; 129 I 232 E. 3.2; 126 I 97 E. 2b).
3.2 Der Beschwerdef�hrer sieht seinen Anspruch auf rechtliches Geh�r verletzt, da er angeblich erst mit dem Entscheid des Appellationsgerichts erfahren habe, dass die handschriftliche Anmerkung auf Seite 5 des Einvernahmeprotokolls des Zeugen C.________ nicht vom Zeugen selber, sondern von seiner eigenen Verteidigerin angebracht wurde (Beschwerde S. 6 f.).
Dass die betreffende Anmerkung nicht vom Zeugen stammt, ergibt sich ohne Weiteres aus dem K�rzel der damaligen Verteidigerin des Beschwerdef�hrers neben der handschriftlichen Anmerkung. Eine Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV ist nicht ersichtlich.
3.3 Das Appellationsgericht geht entgegen den Vorbringen des Beschwerdef�hrers auf die Ausf�hrungen in dessen schriftlichen Appellationsbegr�ndung ein, wobei sie im zul�ssigen Umfang auf die Erw�gungen des Strafgerichts verweist. Der Beschwerdef�hrer legt nicht dar, welche R�gen oder Einw�nde angeblich nicht behandelt wurden. Die R�ge ist unbegr�ndet, soweit darauf mangels einer rechtsgen�glichen Begr�ndung eingetreten werden kann.
Der Beschwerdef�hrer beanstandet, es sei h�chstens von einer fahrl�ssigen einfachen K�rperverletzung auszugehen.
4.1 Den Tatbestand der schweren K�rperverletzung nach Art. 122 StGB erf�llt u.a., wer vors�tzlich ein wichtiges Organ eines Menschen unbrauchbar macht, einen Menschen bleibend arbeitsunf�hig, gebrechlich oder geisteskrank macht oder wer vors�tzlich eine andere schwere Sch�digung des K�rpers oder der k�rperlichen oder geistigen Gesundheit eines Menschen verursacht.
4.2 Soweit der Beschwerdef�hrer geltend macht, es liege keine schwere Sch�digung des K�rpers im Sinne von Art. 122 StGB vor, legt er seiner rechtlichen W�rdigung von der verbindlichen Sachverhaltsfeststellung (Art. 105 Abs. 1 BGG) abweichende Tatsachenbehauptungen zugrunde (Beschwerde S. 10 f.). Darauf ist nicht einzutreten.
4.3.1 Der Beschwerdef�hrer argumentiert, die Verletzungen seien haupts�chlich durch den Sturz entstanden, welcher von ihm - auch wenn man davon ausgehe, dass er A.________ absichtlich geschlagen habe - nicht beabsichtigt gewesen sei (Beschwerde S. 11).
4.3.2 Vors�tzlich begeht ein Verbrechen oder Vergehen, wer die Tat mit Wissen und Willen ausf�hrt. Vors�tzlich handelt bereits, wer die Verwirklichung der Tat f�r m�glich h�lt und in Kauf nimmt (Art. 12 Abs. 2 StGB). Eventualvorsatz im Sinne von Art. 12 Abs. 2 Satz 2 StGB liegt vor, wenn der T�ter den Eintritt des Erfolgs beziehungsweise die Verwirklichung des Tatbestands f�r m�glich h�lt, aber dennoch handelt, weil er den Erfolg f�r den Fall seines Eintritts in Kauf nimmt, mag er ihm auch unerw�nscht sein. Ob der T�ter die Tatbestandsverwirklichung in diesem Sinne in Kauf genommen hat, muss der Richter aufgrund der Umst�nde entscheiden. Das Gericht darf vom Wissen des T�ters auf den Willen schliessen, wenn sich dem T�ter der Eintritt des Erfolgs als so wahrscheinlich aufdr�ngte, dass die Bereitschaft, ihn als Folge hinzunehmen, vern�nftigerweise nur als Inkaufnahme des Erfolgs ausgelegt werden kann (BGE 133 IV 222 E. 5.3 mit Hinweisen).
4.3.3 Der zur Tatzeit 29 � Jahre alte Beschwerdef�hrer ging gem�ss der verbindlichen Feststellung der Vorinstanz zielgerichtet auf den fast 76 Jahre alten, ihm physisch weit unterlegenen A.________ los. Die Vorinstanz erw�gt unter Verweis auf die Ausf�hrungen des Strafgerichts, wer unter diesen Umst�nden heftig auf den Kopf eines �lteren Menschen einschlage, der wisse, dass dies regelm�ssig zu einem Sturz des Betroffenen f�hre, was bei �lteren Menschen bekanntlich verheerende Folgen haben k�nne. Bei dieser Sachlage geht die Vorinstanz zu Recht von Eventualvorsatz aus, da der Beschwerdef�hrer um die Wahrscheinlichkeit einer schweren gesundheitlichen Sch�digung des Opfers wusste und diese zumindest in Kauf nahm. Sein Einwand, die Verletzungen seien durch den Sturz entstanden, und er habe diese nicht beabsichtigt, ist unbegr�ndet.
Der Beschwerdef�hrer wendet sich gegen die Strafzumessung (Beschwerde S. 11 ff.).
5.1 Das Gericht misst die Strafe nach dem Verschulden des T�ters zu. Es ber�cksichtigt das Vorleben und die pers�nlichen Verh�ltnisse sowie die Wirkung der Strafe auf das Leben des T�ters (Art. 47 Abs. 1 StGB). Das Verschulden wird nach der Schwere der Verletzung oder Gef�hrdung des betroffenen Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit des Handelns, den Beweggr�nden und Zielen des T�ters sowie danach bestimmt, wie weit der T�ter nach den inneren und �usseren Umst�nden in der Lage war, die Gef�hrdung oder Verletzung zu vermeiden (Art. 47 Abs. 2 StGB). Die Strafrechtliche Abteilung des Bundesgerichts greift auf Beschwerde in Strafsachen hin nur ein, wenn die Vorinstanz den gesetzlichen Strafrahmen �ber- oder unterschritten hat, wenn sie von rechtlich nicht massgebenden Kriterien ausgegangen ist oder wesentliche Gesichtspunkte ausser Acht gelassen bzw. durch �berschreitung oder Missbrauch ihres Ermessens falsch gewichtet hat (BGE 135 IV 130 E. 5.3.1; 134 IV 17 E. 2.1; 129 IV 6 E. 6.1).
5.2 Der Beschwerdef�hrer st�tzt auch diese R�ge in weiten Bereichen auf seine eigene Darstellung der Ereignisse, welche von der verbindlichen Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz in wesentlichen Punkten abweicht. Darauf ist nicht einzutreten (Art. 105 Abs. 1 BGG).
5.3.1 Der Beschwerdef�hrer argumentiert, er sei zum Tatzeitpunkt alkoholisiert gewesen. Zudem weise er eine erh�hte Strafempfindlichkeit auf, da ihm aufgrund der ausgesprochenen Freiheitsstrafe die Wegweisung aus der Schweiz drohe. Auch seine durchaus erfolgreichen therapeutischen Bem�hungen seien nicht in die Strafzumessung eingeflossen (Beschwerde S. 13).
5.3.2 Die Atemalkoholkonzentration des Beschwerdef�hrers von 1,51 Promillen wird im angefochtenen Entscheid erw�hnt und zusammen mit den �brigen Tatumst�nden ber�cksichtigt. Eine erhebliche Strafminderung kann sich der Beschwerdef�hrer daraus allerdings nicht erhoffen, zumal er nicht darlegt, inwiefern seine Steuerungs- oder Einsichtsf�higkeit durch den Alkoholkonsum negativ beeinflusst und die Tat dadurch in entschuldbarer Weise beg�nstigt wurde. Das Strafgericht weist zutreffend darauf hin, dass der Beschwerdef�hrer bereits fr�her unter dem Einfluss von Alkohol aus nichtigem Anlass die Beherrschung verlor, was zur Verurteilung wegen versuchter schwerer K�rperverletzung vom 19. M�rz 2007 f�hrte. Er kannte demnach die m�glichen Folgen seines Alkoholkonsums und h�tte sich danach richten k�nnen. Es rechtfertigt sich, diesen Tatumstand h�chstens in geringem Masse strafmindernd zu ber�cksichtigen.
5.3.3 Eine erh�hte Strafempfindlichkeit liegt vor, wenn die Verb�ssung der Freiheitsstrafe f�r den Betroffenen aufgrund der aussergew�hnlichen Umst�nde mit einer besonderen H�rte verbunden ist, welche �ber die mit jedem Vollzug von Freiheitsstrafen unmittelbar verbundenen Folgen der Sanktion hinausgeht. Solche sind vorliegend weder in beruflicher noch famili�rer Hinsicht ersichtlich. Die drohende Wegweisung aus der Schweiz alleine begr�ndet keine erh�hte Strafempfindlichkeit (Urteil des Bundesgerichts 6B_1027/2009 vom 18. Februar 2010 E. 4.1.4 und 4.5). Die Landesverweisung als Nebenstrafe (Art. 55 aStGB) ist seit der auf den 1. Januar 2007 in Kraft getretenen Revision des Allgemeinen Teils des Strafgesetzbuches nicht mehr vorgesehen (Ziff. 1 Abs. 2 der Schlussbestimmungen der �nderung vom 13. Dezember 2002). Im Schrifttum wird teilweise die Auffassung vertreten, auch der fremdenpolizeilichen Wegweisung gest�tzt auf das Bundesgesetz vom 16. Dezember 2005 �ber die Ausl�nderinnen und Ausl�nder (AuG; SR 142.20) m�sse bei der Bemessung von Freiheitsstrafen Rechnung getragen werden, da diese eine zus�tzliche Sanktion darstelle und sich ebenfalls auf das Leben des T�ters auswirke. Damit wird jedoch �bersehen, dass der Entscheid �ber eine allf�llige Wegweisung des Straft�ters regelm�ssig eine Folge der strafrechtlichen Verurteilung ist und erst im Anschluss an diese ergeht, wobei die zust�ndige Beh�rde im Einzelfall eine Interessenabw�gung vorzunehmen hat. Sieht die Fremdenpolizeibeh�rde aus Gr�nden, welche in ihrem Ermessen liegen, von einer Wegweisung ab, w�re damit eine Besserstellung des T�ters verbunden. Dies im Vergleich zu T�tern, gegen welche eine solche Massnahme von vornherein nicht zul�ssig ist. Ebensowenig rechtfertigt sich eine mildere und damit eine Unterschreitung der schuldangemessenen Strafe einzig mit dem Argument, diese w�rde noch einen Verzicht auf eine fremdenpolizeiliche Massnahme erm�glichen, was zur Folge h�tte, dass gewisse T�ter, um administrative Sanktionen zu vermeiden, weniger hart ins Recht gefasst werden d�rften. Eine drohende Wegweisung stellt daher jedenfalls keinen zwingenden Strafminderungsgrund dar. Der Vorinstanz kann nicht zum Vorwurf gemacht werden, dass sie diesen Umstand nicht in die Strafzumessung einfliessen liess. Die Folgen einer Wegweisung auf das Leben des Beschwerdef�hrers sind damit in erster Linie im allf�lligen Wegweisungsentscheid selber zu ber�cksichtigen.
5.3.4 F�r die Strafzumessung von Bedeutung ist grunds�tzlich auch das Verhalten des T�ters nach der Tat, soweit dieses R�ckschl�sse auf den T�ter und seine Einstellung zur Tat zul�sst (Urteile des Bundeserichts 6B_974/2009 vom 18. Februar 2010 E. 5.5; 6S.348/2004 vom 20. Januar 2005 E. 4.1). Strafmindernd im Sinne eines entlastenden Nachtatverhaltens wirken vor allem Einsicht und Reue (BGE 121 IV 202 E. 2d/cc). Der Entschluss des Beschwerdef�hrers, sein Gewaltproblem therapeutisch anzugehen, ist begr�ssenswert. Eine besondere Einsicht oder Reue l�sst sich daraus allerdings noch nicht ableiten, zumal dieser nach wie vor behauptet, es treffe ihn kein Verschulden. Ein Strafminderungsgrund liegt damit nicht vor.
5.4 Die Vorinstanz setzt sich in ihren Erw�gungen zur Strafzumessung mit den wesentlichen schuldrelevanten Komponenten auseinander und w�rdigt s�mtliche Zumessungsgr�nde zutreffend. Dass sie sich dabei von rechtlich nicht massgeblichen Gesichtspunkten h�tte leiten lassen oder wesentliche Gesichtspunkte nicht ber�cksichtigt h�tte, ist nicht ersichtlich. Die ausgesprochene Freiheitsstrafe von zwei Jahren h�lt sich im Rahmen des dem Sachgericht zustehenden Ermessens.
Der Beschwerdef�hrer wendet ein, die Vorinstanz h�tte aus der neuen Strafe und der f�r vollziehbar erkl�rten Vorstrafe in Anwendung des Asperationsprinzips nach Art. 46 Abs. 1 StGB eine Gesamtstrafe bilden m�ssen (Beschwerde S. 14 f.).
Das Bundesgericht setzte sich in BGE 134 IV 241, auf welchen die Vorinstanz verweist, ausf�hrlich mit der Bestimmung von Art. 46 Abs. 1 StGB auseinander, wobei es zum Schluss kam, die Bildung einer Gesamtstrafe in sinngem�sser Anwendung von Art. 49 StGB komme nicht in Betracht, wenn die widerrufene Strafe und die neue Strafe gleichartig seien. Es erwog, soweit Art. 46 Abs. 1 Satz 2 StGB in Verbindung mit Art. 49 StGB zum Ausdruck bringen sollte, dass das Gericht f�r die Gegenstand der fr�heren Verurteilung bildenden Straftaten einerseits und die w�hrend der Probezeit begangenen neuen Straftaten andererseits eine Gesamtstrafe nach dem Asperationsprinzip bilden k�nne, erscheine dies als wenig sachgerecht, weil damit der straferh�hend zu wertende Umstand, dass der T�ter einen Teil der Taten w�hrend der Probezeit nach einer rechtskr�ftigen Verurteilung zu einer bedingten Strafe begangen habe, bei der Strafzumessung zu Unrecht unber�cksichtigt bliebe (E. 4.3 und 4.4). Diese Rechtsprechung wurde seither verschiedentlich best�tigt.
Da vorliegend sowohl die widerrufene bedingte als auch die Strafe f�r die w�hrend der Probezeit begangenen Taten Freiheitsstrafen sind, sah die Vorinstanz zu Recht von der Bildung einer Gesamtstrafe ab.
7.1 Weiter wird in der Beschwerde ger�gt, es h�tte gepr�ft werden m�ssen, ob ein schwerer Fall vorliege, der zum Widerruf des bedingten Strafvollzugs f�r die Vorstrafe berechtige (Beschwerde S. 15). Indem sich die Vorinstanz �ber seine therapeutischen Bem�hungen sowie die Empfehlung seines Therapeuten hinweggesetzt habe, welche die besonders positive Ver�nderung in den Lebensumst�nden geradezu untermauern w�rden und einen (teil-)bedingten Vollzug gerechtfertigt h�tten, habe sie zudem Art. 42 Abs. 2 StGB verletzt (Beschwerde S. 16).
7.2.1 Das Gericht schiebt den Vollzug einer Freiheitsstrafe von mindestens sechs Monaten und h�chstens zwei Jahren in der Regel auf, wenn eine unbedingte Strafe nicht notwendig erscheint, um den T�ter von der Begehung weiterer Verbrechen oder Vergehen abzuhalten (Art. 42 Abs. 1 StGB). Wurde der T�ter innerhalb der letzten f�nf Jahre vor der Tat zu einer bedingten oder unbedingten Freiheitsstrafe von mindestens sechs Monaten oder zu einer Geldstrafe von mindestens 180 Tagess�tzen verurteilt, so ist der Aufschub nur zul�ssig, wenn besonders g�nstige Umst�nde vorliegen (Art. 42 Abs. 2 StGB).
7.2.2 W�hrend der Probezeit begangene Vergehen oder Verbrechen bilden nicht zwingend einen Widerrufsgrund. Der Widerruf hat gem�ss Art. 46 Abs. 1 StGB aber zu erfolgen, wenn wegen der Begehung des neuen Delikts zu erwarten ist, dass der T�ter weitere Straftaten ver�ben wird, d.h. wenn wegen der erneuten Straff�lligkeit eine eigentliche Schlechtprognose besteht (BGE 134 IV 140 E. 4.2 und 4.3). Die Pr�fung der Bew�hrungsaussichten des T�ters ist anhand einer Gesamtw�rdigung aller wesentlichen Umst�nde vorzunehmen (BGE 134 IV 140 E. 4.4). In die Beurteilung der Bew�hrungsaussichten miteinzubeziehen ist im Falle des Widerrufs auch, ob die neue Strafe bedingt oder unbedingt ausgesprochen wird. Liegt allerdings ein Fall von Art. 42 Abs. 2 StGB vor und sind keine besonders g�nstigen Umst�nde im Sinne dieser Bestimmung gegeben, so muss die neue Strafe vollzogen werden. Ferner wird die Prognose f�r den Entscheid �ber den Widerruf umso eher negativ ausfallen, je schwerer die w�hrend der Probezeit begangenen Delikte wiegen (BGE 134 IV 140 E. 4.5).
7.2.3 Dem Sachrichter steht bei der Pr�fung der Prognose des k�nftigen Legalverhaltens ein Ermessensspielraum zu. Das Bundesgericht greift nur ein, wenn jener sein Ermessen �ber- bzw. unterschreitet oder missbraucht und damit Bundesrecht verletzt (BGE 134 IV 140 E. 4.2 mit Hinweis).
7.3 Die Vorinstanz f�hrt dazu aus, der Beschwerdef�hrer sei am 19. M�rz 2007 zu einer Freiheitsstrafe von zw�lf Monaten verurteilt worden. Besonders g�nstige Umst�nde im Sinne von Art. 42 Abs. 2 StGB l�gen nicht vor. Dass im Gegenteil von einer sehr schlechten Prognose ausgegangen werden m�sse, habe sich inzwischen noch best�tigt, indem sich der Beschwerdef�hrer selbst durch eine Untersuchungshaft von 13 Monaten nicht habe beeindrucken lassen, sondern am 3. M�rz 2009 nach altbekanntem Muster einen Mith�ftling, der ihn angeblich verbal provoziert haben soll, zwei Mal ins Gesicht geschlagen habe, wodurch er diesen leicht verletzt habe (vgl. die Disziplinarverf�gung des Untersuchungsgef�ngnisses Basel-Stadt, Akten S. 709). Dieses Verhalten w�hrend der Untersuchungshaft mache deutlich, dass der Vollzug der neuen Strafe nicht gen�ge, um den Beschwerdef�hrer von neuer Delinquenz abzuhalten (angefochtener Entscheid S. 9 f.).
7.4 Die Ausf�hrungen der Vorinstanz lassen keine Bundesrechtsverletzung erkennen. Der Beschwerdef�hrer wurde nach kurzer Zeit erneut einschl�gig straff�llig, wobei die w�hrend der Probezeit begangene Tat schwer wiegt. Der Vorfall im Untersuchungsgef�ngnis Basel-Stadt zeigt zudem, dass er aus seiner erneuten Tat, welche zum damaligen Zeitpunkt bereits erstinstanzlich beurteilt war, und der seit rund 13 Monaten andauernden Haft keine Lehre gezogen hatte. Dass die Vorinstanz dem Beschwerdef�hrer unter diesen Umst�nden eine negative Prognose f�r das k�nftige Legalverhalten stellt, ist nicht zu beanstanden. Daran vermag auch die im August 2009 in Angriff genommene therapeutische Behandlung nichts zu �ndern. Es lag daher im Ermessen der Vorinstanz, die neue Strafe unbedingt auszusprechen und gleichzeitig den f�r die Vorstrafe gew�hrten bedingten Vollzug zu widerrufen.