Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=GRUR%202007,%20987
Timestamp: 2017-06-29 08:57:07
Document Index: 361442798

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 3', '§ 3', '§ 4', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 2', '§ 2', '§ 1', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 2', '§ 1', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 4', '§ 4', 'BGH', 'BGH', '§ 4']

Rechtsprechung BGH, 29.03.2007 - I ZR 164/04 Volltextveröffentlichungen (13)
Änderung der VoreinstellungUWG §§ 3, 4 Nr. 10
Voraussetzung für die Annahme einer unlauteren gezielten Mitbewerberbehinderung; Objektiv zielgerichtetes Abfangen oder Zurückhalten von Kunden; Nachteilige Auswirkung der Verletzung der vertraglichen Pflicht der Zuführung von Kunden
UWG § 3 § 4 Nr. 10"Änderung der Voreinstellung"; Begriff der unlauteren gezielten Mitbewerberbehinderung
Wird zitiert von ... (46) BGH, 13.09.2012 - I ZR 230/11 BiomineralwasserErweist sich der Unterlassungsantrag zu a mit dem in erster Linie verfolgten Klageziel als unbegründet, bedarf es keiner Erörterung mehr, ob dieser Antrag auch deswegen unbegründet ist, weil er auch Verhaltensweisen erfasst, die mangels eines Verstoßes nicht untersagt werden können (vgl. BGH, Urteil vom 29. März 2007 - I ZR 164/04, GRUR 2007, 987 Rn. 22 = WRP 2007, 1341 - Änderung der Voreinstellung;… Urteil vom 29. April 2010 - I ZR 202/07, GRUR 2010, 749 Rn. 32 = WRP 2010, 1030 - Erinnerungswerbung im Internet).
BGH, 22.01.2014 - I ZR 164/12 Zur wettbewerbsrechtlichen Zulässigkeit sogenannter "Tippfehler-Domains"a) Ein Klageantrag ist unbegründet, wenn er aufgrund seiner zu weiten Fassung die vom Kläger geltend gemachte konkrete Verletzungsform verfehlt, weil er auch erlaubte Verhaltensweisen erfasst (BGH, Urteil vom 29. März 2007 - I ZR 164/04, GRUR 2007, 987 Rn. 19 = WRP 2007, 1341 - Änderung der Voreinstellung I;… Urteil vom 18. Oktober 2012 - I ZR 137/11, GRUR 2013, 409 Rn. 21 = WRP 2013, 496 - Steuerbüro, mwN;… Urteil vom 15. August 2013 - I ZR 188/11, GRUR 2013, 1161 Rn. 53 ff. = WRP 2013, 1465 - Hard Rock Café).
BGH, 19.02.2009 - I ZR 135/06 ahd. deDiese Beurteilung gilt sowohl hinsichtlich der gezielten Behinderung als solcher als auch für das Erfordernis einer Wettbewerbshandlung (§ 2 Abs. 1 Nr. 1 UWG 2004) oder einer geschäftlichen Handlung (§ 2 Abs. 1 Nr. 1 UWG 2008) sowie eines Handelns zu Zwecken des Wettbewerbs i.S. von § 1 UWG a.F. (vgl. BGHZ 171, 73 Tz. 12 - Außendienstmitarbeiter; BGH, Urt. v. 29.3.2007 - I ZR 164/04, GRUR 2007, 987 Tz. 32 = WRP 2007, 1341 - Änderung der Voreinstellung I).
BGH, 13.01.2011 - I ZR 125/07 Bananabay IIEine solche Einwirkung wird insbesondere dann angenommen, wenn sich der Abfangende gewissermaßen zwischen den Mitbewerber und dessen Kunden stellt, um diesem eine Änderung seines Kaufentschlusses aufzudrängen (BGH, Urteil vom 29. März 2007 - I ZR 164/04, GRUR 2007, 987 Rn. 25 = WRP 2007, 1341 - Änderung der Voreinstellung, mwN).
BGH, 05.02.2015 - I ZR 240/12 Kinderhochstühle im Internet III - Unterlassungsprozess wegen Markenverletzung im …Ein solcher zu weit gefasster Unterlassungsantrag ist unbegründet (BGH, Urteil vom 29. März 2007 - I ZR 164/04, GRUR 2007, 987 Rn. 22 = WRP 2007, 1341 - Änderung der Voreinstellung I).
BGH, 22.01.2009 - I ZR 30/07 Beta LayoutEine solche unangemessene Einwirkung auf den Kunden liegt nach der Rechtsprechung insbesondere dann vor, wenn sich der Abfangende gewissermaßen zwischen den Mitbewerber und dessen Kunden stellt, um diesem eine Änderung seines Entschlusses, die Waren oder Dienstleistungen des Mitbewerbers in Anspruch zu nehmen, aufzudrängen (BGH, Urt. v. 29.3.2007 - I ZR 164/04, GRUR 2007, 987 Tz. 25 = WRP 2007, 1341 - Änderung der Voreinstellung, m.w.N.).
BGH, 17.08.2011 - I ZR 134/10 Auftragsbestätigungaa) Das Berufungsgericht ist mit Recht davon ausgegangen, dass die Rechtsprechung des Senats, nach der eine vom Kundenauftrag abweichende Auftragsbestätigung nur dann wettbewerbsrechtlich relevant war, wenn sie zielgerichtet und systematisch als Mittel des Wettbewerbs eingesetzt wurde (vgl. BGH, Urteil vom 29. März 2007 - I ZR 164/04, GRUR 2007, 987 Rn. 36 = WRP 2007, 1341 - Änderung der Voreinstellung I, mwN), infolge der Änderungen durch das am 30. Dezember 2008 in Kraft getretene Erste Gesetz zur Änderung des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb überholt ist.Da der abstrakt gefasste Antrag die Unterlassung der konkreten Verletzungsform als Minus umfasst, ist der Klage daher in diesem Umfang unter Bezugnahme auf die konkret beanstandeten Auftragsbestätigungen stattzugeben; im Übrigen ist sie abzuweisen (vgl. BGH, Urteil vom 16. November 2000 - I ZR 186/98, GRUR 2001, 446, 447 = WRP 2001, 392 - 1-Pfennig-Farbbild; BGH, GRUR 2007, 987 Rn. 23 - Änderung der Voreinstellung I).
BGH, 25.04.2012 - I ZR 105/10 DAS GROSSE RÄTSELHEFTEin zu weit gefasster Unterlassungsantrag ist zwar unbegründet (vgl. BGH, Urteil vom 29. März 2007 - I ZR 164/04, GRUR 2007, 987 Rn. 22 = WRP 2007, 1341 - Änderung der Voreinstellung I, mwN).
BGH, 07.10.2009 - I ZR 150/07 RufumleitungDer Senat hat deshalb eine gezielte Behinderung bejaht, wenn der Kundenauftrag, eine Telekommunikationsdienstleistung in der Form der Voreinstellung des Telefonanschlusses derart zu erbringen, dass (auch) Telekommunikationsdienstleistungen eines anderen Anbieters in Anspruch genommen werden können, auftragswidrig so ausgeführt wird, dass nicht die Dienstleistung des anderen Anbieters, sondern die eigene Leistung in Anspruch genommen wird (vgl. BGH, Urt. v. 29.3. 2007 - I ZR 164/04, GRUR 2007, 987 Tz. 32 = WRP 2007, 1341 - Änderung der Voreinstellung I; BGH GRUR 2009, 876 Tz. 22 - Änderung der Voreinstellung II).
BGH, 05.02.2009 - I ZR 119/06 Änderung der Voreinstellung IIDiese Beurteilung trifft sowohl hinsichtlich der gezielten Behinderung als solche als auch hinsichtlich des Erfordernisses der Vornahme einer Wettbewerbshandlung (§ 2 Abs. 1 Nr. 1 UWG) sowie eines Handelns zu Zwecken des Wettbewerbs i.S. von § 1 UWG a.F. zu (vgl. BGHZ 171, 73 Tz. 12 - Außendienstmitarbeiter; BGH, Urt. v. 29.3.2007 - I ZR 164/04, GRUR 2007, 987 Tz. 32 = WRP 2007, 1341 - Änderung der Voreinstellung I).Eine unangemessene Einwirkung auf den Kunden ist deshalb gegeben, wenn dessen Auftrag, eine Telekommunikationsdienstleistung (hier: Voreinstellung des Telefonanschlusses) derart zu erbringen, dass (auch) Telekommunikationsdienstleistungen eines anderen Anbieters in Anspruch genommen werden können (hier: Fernsprechverbindungen über die Klägerin), auftragswidrig bewusst so ausgeführt wird, dass nicht die Dienstleistungen des anderen Anbieters, sondern die eigenen in Anspruch genommen werden (vgl. BGH GRUR 2007, 987 Tz. 32 - Änderung der Voreinstellung I;… Köhler in Hefermehl/Köhler/ Bornkamm, UWG, 27. Aufl., § 4 Rdn. 10.25;… Omsels in Harte/Henning, UWG, 2. Aufl., § 4 Nr. 10 Rdn. 84).Das vom Berufungsgericht ausgesprochene Verbot geht auch nicht deshalb zu weit, weil die Umschreibung der der Beklagten nach dem Unterlassungstenor verbotenen Verhaltensweisen nicht darauf abstellt, ob die auftragswidrige Voreinstellung auf die Beklagte bewusst - und nicht bloß versehentlich (vgl. BGH GRUR 2007, 987 Tz. 24 f. - Änderung der Voreinstellung I) - erfolgt.
BGH, 18.10.2012 - I ZR 137/11 Steuerbüro
OLG Frankfurt, 23.10.2008 - 6 U 176/07 Wettbewerbsverstoß durch Telekommunikationsunternehmen: Weiterleitung von …
OLG Düsseldorf, 25.08.2016 - 20 U 107/15 OLG Düsseldorf, 27.11.2014 - 15 U 56/14 Wettbewerbswidrigkeit der zweiten Übermittlung eines Portierungsauftrages durch …
OLG München, 16.03.2017 - 29 U 3285/16 Unterbliebene Rabattberücksichtigung
LG Bonn, 25.11.2008 - 11 O 110/07 Zulässigkeit von Werbeanrufen bei Verbrauchern auf deren privaten …
LG Bonn, 09.10.2007 - 11 O 61/07 OLG Köln, 08.01.2010 - 6 U 106/09 Behinderung eines Wettbewerbers durch Aufhebung einer Preselection-Voreinstellung …
OLG Schleswig, 19.03.2014 - 6 U 31/13 (Irreführende Werbeaussage bei der Bezeichnung "SMS Flat" für einen auf 3.000 SMS …
OLG Frankfurt, 07.02.2008 - 6 U 166/07 Gezielte Behinderung eines Mitbewerbers: Versendung einer Auftragsbestätigung und …
KG, 26.06.2009 - 5 W 59/09 Systematischer Behinderungswettbewerb: Übernahme von Kunden eines Mitbewerbers …
OLG Köln, 07.02.2008 - 6 W 12/08 "TV-Premiere" - Irreführende Programmwerbung
KG, 21.10.2011 - 5 U 93/11 Zur vertragskonstituierende Bedeutung der Unterschrift im Rahmen der Übersendung …
OLG Düsseldorf, 25.11.2008 - 20 U 202/07 Begriff der gezielten Behinderung i.S. von § 4 Nr. 10 UWG; Wettbewerbswidrigkeit …
LG Bonn, 15.09.2009 - 11 O 55/09 LG Bonn, 08.09.2009 - 11 O 56/09 Unzumutbare Belästigung durch E-Mail-Versand an einen Geschäftskunden
LG Freiburg, 02.05.2011 - 12 O 118/10 Wettbewerbsverstoß: Gezielte Behinderung eines Wettbewerbers durch Abwerbung von …
OLG München, 21.10.2010 - 29 U 2921/10 Senderwerbung mit dem Umfang der Übertragung von Fußballspielen durch die …