Source: https://www.amt-crivitz.de/buergerservice/verwaltungsleistungen-a-z/detailansicht/erbschein.html
Timestamp: 2018-12-11 10:46:46
Document Index: 286401569

Matched Legal Cases: ['§ 2353', '§ 2354', '§ 2355', '§ 2356', '§ 2357', '§ 3', '§ 352']

Erbschein - Amt Crivitz
Als Nachweis Ihres Erbrechts können Sie einen Erbschein beantragen. Mit dem Erbschein wird amtlich beurkundet, wer Erbe des Verstorbenen ist und welchen Umfang die Erbschaft des einzelnen Erben hat. Haben Sie nicht den gesamten Nachlass geerbt, wird Ihnen ein Teilerbschein über Ihre Erbschaft ausgestellt. Auf Antrag können Sie auch einen gemeinschaftlichen Erbschein erhalten.
§ 2353 Bürgerliches Gesetzbuch - BGB - (Zuständigkeit des Nachlassgerichts, Antrag)
§ 2354 Bürgerliches Gesetzbuch - BGB - (Angaben des gesetzlichen Erben im Antrag)
§ 2355 Bürgerliches Gesetzbuch - BGB - (Angaben des gewillkürten Erben im Antrag)
§ 2356 Bürgerliches Gesetzbuch - BGB - (Nachweis der Richtigkeit der Angaben)
§ 2357 Bürgerliches Gesetzbuch - BGB - (Gemeinschaftlicher Erbschein)
Anlage 1 zu § 3 Abs. 2 Gerichts- und Notarkostengesetz - GnotKG (Kostenverzeichnis, Vorbemerkung Nrn. 23300, 23301)
§ 352 Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten
der freiwilligen Gerichtsbarkeit - FamFG - (Entscheidung des Nachlassgerichts über Erbscheinsanträge durch Beschluss)
Hinweis: Die erforderlichen Unterlagen müssen im Original oder in beglaubigter Abschrift vorgelegt werden. Beim Nachlassgericht erhalten Sie Auskunft darüber, welche Urkunden Sie beizubringen haben und welche Erklärungen Sie gegebenenfalls noch abgeben müssen.
Eine automatische Erbscheinserteilung durch das Nachlassgericht für die Erben eines Erblassers scheidet aus. Ein Antrag ist damit unverzichtbare Voraussetzung jeder Erbscheinserteilung. Das Nachlassgericht ist im Erbscheinsverfahren auf die Mitwirkung des Antragstellers angewiesen, dieser ist auch zur Mitwirkung verpflichtet. Der Erbschein wird nur erteilt, wenn das Nachlassgericht die zur Begründung des Antrags erforderlichen Tatsachen für festgestellt erachtet. Stellt das Nachlassgericht in Bezug auf die Erteilungsvoraussetzungen Lücken oder Mängel fest und werden behebbare Mängel des Antrags vom Antragsteller nicht beseitigt oder fehlende Unterlagen nicht vorgelegt, und führt die Prüfung des Erbscheinsantrags endgültig zu einem negativen Ergebnis, so weist das Nachlassgericht den Antrag durch Beschluss zurück.
Die Gebühren richten sich nach dem Geschäftswert. Maßgeblich ist in aller Regel das nach Abzug der Nachlassverbindlichkeiten verbleibende Nachlassvermögen. Wird mit der Niederschrift über die Abnahme der eidesstattlichen Versicherung zugleich ein Antrag an das Nachlassgericht beurkundet, wird mit der Gebühr insoweit auch das Beurkundungsverfahren abgegolten.
Nähere Auskunft erteilt der Notar.