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Timestamp: 2016-10-27 05:07:34
Document Index: 243608209

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'Art. 129', 'Art. 13', 'Art. 13', 'Art. 51', 'Art. 90', 'Art. 51', 'Art. 129', 'BGE', 'Art. 13', 'Art. 13', 'Art. 1', 'Art. 13', 'Art. 1', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 51', 'Art. 90', 'Art. 51', 'Art. 51', 'Art. 90', 'Art. 90', 'Art. 90', 'Art. 51', 'Art. 51', 'Art. 90', 'Art. 13', 'Art. 51', 'Art. 90', 'Art. 2', 'BGE', 'Art. 13', 'Art. 13', 'Art. 13', 'Art. 51', 'Art. 51', 'Art. 51', 'Art. 13', 'Art. 13', 'Art. 90', 'Art. 2', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 7', 'BGE', 'Art. 7', 'Art. 32', 'Art. 68', 'BGE', 'Art. 159']

I 628/99 (25.10.2001)
Pr�sident Lustenberger, Bundesrichter Sch�n, Borella, Spira und R�edi; Gerichtsschreiberin Keel Baumann
Z.________, 1997, Mittelasien, Beschwerdegegnerin, vertreten durch ihre Eltern, gleiche Adresse, diese vertreten durch die Schweizerische Rettungsflugwacht (REGA), 8058 Z�rich, und diese vertreten durch Rechtsanwalt Prof. Dr. Ernst Zeller, L�wenstrasse 2, 8001 Z�rich,
Z.________, 1997, Mittelasien, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch ihre Eltern, gleiche Adresse, diese vertreten durch die Schweizerische Rettungsflugwacht (REGA), 8058 Z�rich, und diese vertreten durch Rechtsanwalt Prof. Dr. Ernst Zeller, L�wenstrasse 2, 8001 Z�rich,
IV-Stelle f�r Versicherte im Ausland, Avenue Edmond- Vaucher 18, 1211 Genf, Beschwerdegegnerin,
A.- Die bei der schweizerischen Invalidenversicherung versicherte Z.________ kam am 4. Dezember 1997 in einem Staat in Mittelasien, wo ihr Vater im Rahmen eines Entwicklungsprojektes t�tig war, in der 32. Schwangerschaftswoche mit einem Geburtsgewicht von 1610 Gramm zur Welt. Wegen eines postnatal aufgetretenen Atemnotsyndromes erhielt sie im dortigen Spital Sauerstoff �ber einen vor die Nase gehaltenen Trichter, w�hrend gegen die sich entwickelnde Hypoglyk�mie offenbar nichts vorgekehrt werden konnte. Da neonatologische Behandlungsm�glichkeiten vor Ort fehlten, wurde die Versicherte mit der Schweizerischen Rettungsflugwacht (REGA) in einem Ambulanz-Jet nach Z�rich/ Kloten und von dort mit einem Helikopter in die Medizinische Kinderklinik des Spitals X.________(CH) geflogen, wo sie 20 Stunden nach der Geburt eintraf. Bereits w�hrend des Fluges wurde sie in einer Isolette notfallm�ssig durch ein Neonatologen-Team des Spitals X.________ betreut, wobei ihr ein Nasen-SPAP zur Behandlung des Atemnotsyndromes und eine Infusion zur Behebung der Hypoglyk�mie gegeben wurden.
Am 9. Februar 1998 meldete der Vater seine Tochter wegen der Geburtsgebrechen Ziff. 494 (Neugeborene mit einem Geburtsgewicht unter 2000 Gramm bis zur Erreichung eines Gewichtes von 3000 Gramm) und Ziff. 497 GgV-Anhang (schwere respiratorische Adaptionsst�rungen [wie Asphyxie, Atemnotsyndrom, Apnoen], sofern sie in den ersten 72 Lebensstunden manifest werden und eine Intensivbehandlung begonnen werden muss) bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an, wobei er medizinische Massnahmen und die �bernahme der Kosten f�r den von der REGA durchgef�hrten Transport in der H�he von Fr. 35'791. 35 beantragte.
Nach Durchf�hrung des Vorbescheidverfahrens sprach die IV-Stelle f�r Versicherte im Ausland mit Verf�gung vom 17. September 1998 medizinische Massnahmen zur Behandlung des Geburtsgebrechens Ziff. 494 zu, lehnte aber das Gesuch um �bernahme des REGA-Einsatzes gest�tzt auf eine beim Bundesamt f�r Sozialversicherung (BSV) eingeholte Stellungnahme ab mit der Begr�ndung, die Invalidenversicherung komme nicht f�r die Kosten einer aus medizinischen Gr�nden notwendigen Repatriierung von Versicherten aus Drittweltl�ndern auf.
B.- Beschwerdeweise liess Z.________, vertreten durch ihre Eltern und diese vertreten durch die REGA, beantragen, die IV-Stelle sei zu verpflichten, die Kosten der medizinisch notwendigen Massnahme zur Behandlung des Geburtsgebrechens im Betrage von Fr. 35'791. 35 gem�ss Rechnung der REGA zus�tzlich zu den in der angefochtenen Verf�gung anerkannten Leistungen zu �bernehmen.
Mit Entscheid vom 21. September 1999 hiess die Eidgen�ssische Rekurskommission der AHV/IV f�r die im Ausland wohnenden Personen die Beschwerde im Sinne der Erw�gungen teilweise gut mit der Feststellung, dass die Kosten f�r den REGA-Einsatz vom 4./5. Dezember 1997 dem Grundsatz nach zulasten der Invalidenversicherung gingen, wobei der zu verg�tende Betrag im Sinne der Erw�gungen noch zu bestimmen sei; im Umfange der K�rzung des Rechnungsbetrages wurde die Beschwerde abgewiesen (Dispositiv-Ziff. 1). Die Akten wurden zur Festlegung des im Sinne der Erw�gungen zu reduzierenden Rechnungsbetrages an die IV-Stelle zur�ckgewiesen (Dispositiv-Ziff. 2). Die Rekurskommission gelangte zum Schluss, die Repatriierung stelle eine medizinische Massnahme zur Behandlung des Geburtsgebrechens der Versicherten dar; indessen sei infolge Verletzung der Schadenminderungspflicht der Transport von Z�rich ins Spital X.________ nicht von der Invalidenversicherung zu �bernehmen.
C.- Gegen diesen Entscheid f�hren sowohl das BSV als auch die Versicherte Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Das BSV stellt die Antr�ge, in Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde sei der Entscheid der Rekurskommission aufzuheben und die IV-Stelle anzuweisen, eine neue Verf�gung zu erlassen (Prozess-Nr. I 628/99). Z.________ l�sst in ihrer Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragen, Dispositiv- Ziff. 1 des angefochtenen Entscheides sei aufzuheben und dahingehend zu �ndern, dass die IV-Stelle die vollen Kosten des REGA-Einsatzes zu verg�ten habe; Dispositiv-Ziff. 2 sei ersatzlos aufzuheben (Prozess-Nr. I 630/99).
Z.________ l�sst sich mit dem Antrag auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde des BSV vernehmen. Die IV- Stelle schliesst sich in diesem Verfahren dem Rechtsbegehren und der Auffassung des BSV an. Das BSV stellt das Begehren um Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde der Versicherten und die IV-Stelle den Antrag, die Verwaltungsgerichtsbeschwerde der Versicherten sei in dem Sinne teilweise gutzuheissen, als die Kosten der medizinischen Vorkehren in vollem Umfang der Invalidenversicherung zu �berbinden seien.
D.- Am 25. Oktober 2001 hat das Eidgen�ssische Versicherungsgericht eine partei�ffentliche Beratung durchgef�hrt.
1.- Da den beiden Verwaltungsgerichtsbeschwerden derselbe Sachverhalt zugrunde liegt, sich die gleichen Rechtsfragen stellen und die Rechtsmittel den n�mlichen vorinstanzlichen Entscheid betreffen, rechtfertigt es sich, die beiden Verfahren zu vereinigen und in einem einzigen Urteil zu erledigen (BGE 123 V 215 Erw. 1, 120 V 466 Erw. 1 mit Hinweisen; Poudret, Commentaire de la loi f�d�rale d'organisation judiciaire, Bd. 1, S. 343 unten f.).
2.- Zun�chst stellt sich die - als Prozessvoraussetzung von Amtes wegen zu pr�fende (BGE 118 V 17 Erw. 1, 116 V 50 Erw. 7b) - Eintretensfrage unter dem Gesichtspunkt von Art. 129 Abs. 1 OG, nach dessen lit. c die Verwaltungsgerichtsbeschwerde unzul�ssig ist gegen Verf�gungen �ber die Bewilligung oder Verweigerung verm�gensrechtlicher Zuwendungen, auf die das Bundesrecht keinen Anspruch einr�umt, ausser Stundung oder Erlass von Versicherungsbeitr�gen.
Die Versicherte beantragt beschwerdeweise die �bernahme der vollen Kosten gest�tzt auf Art. 13 IVG (vgl. Erw. 3 hienach), weshalb auf ihre Verwaltungsgerichtsbeschwerde ohne weiteres einzutreten ist. Das BSV macht in seiner Eingabe geltend, im angefochtenen Entscheid sei zu Unrecht Art. 13 IVG statt Art. 51 Abs. 2 IVG in Verbindung mit Art. 90bis IVV (vgl. Erw. 4 hienach) zur Anwendung gebracht worden. Auch dabei handelt es sich um eine vom Eidgen�ssischen Versicherung zu pr�fende Rechtsfrage, was unabh�ngig davon gilt, ob die als Kann-Vorschrift formulierte Bestimmung des Art. 51 Abs. 2 IVG im Sinne von Art. 129 Abs. 1 lit. c OG einen bundesrechtlichen Anspruch auf Beitr�ge der Invalidenversicherung einr�umt (vgl. BGE 118 V 19 Erw. 3a, 116 V 319 Erw. 1c mit Hinweisen), welche Frage - wie sich aus dem Folgenden (Erw. 6c/bb und cc hienach) ergibt - vorliegend nicht entschieden zu werden braucht. Aus diesem Grunde sind auch mit Bezug auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde des BSV die Eintretensvoraussetzungen erf�llt.
3.- a) Nach Art. 13 IVG haben Versicherte bis zum vollendeten 20. Altersjahr Anspruch auf die zur Behandlung von Geburtsgebrechen notwendigen medizinischen Massnahmen (Abs. 1). Der Bundesrat bezeichnet die Gebrechen, f�r welche diese Massnahmen gew�hrt werden; er kann die Leistung ausschliessen, wenn das Gebrechen von geringf�giger Bedeutung ist (Abs. 2).
Als Geburtsgebrechen im Sinne von Art. 13 IVG gelten Gebrechen, die bei vollendeter Geburt bestehen (Art. 1 Abs. 1 GgV). Die Geburtsgebrechen sind in der Liste im Anhang aufgef�hrt; das Eidgen�ssische Departement des Innern kann eindeutige Geburtsgebrechen, die nicht in der Liste im Anhang enthalten sind, als Geburtsgebrechen im Sinne von Art. 13 IVG bezeichnen (Art. 1 Abs. 2 GgV).
Als medizinische Massnahmen, die f�r die Behandlung eines Geburtsgebrechens notwendig sind, gelten s�mtliche Vorkehren, die nach bew�hrter Erkenntnis der medizinischen Wissenschaft angezeigt sind und den therapeutischen Erfolg in einfacher und zweckm�ssiger Weise anstreben (Art. 2 Abs. 3 GgV). Der Anspruch beginnt mit der Einleitung von medizinischen Massnahmen, fr�hestens jedoch nach vollendeter Geburt (Art. 2 Abs. 1 GgV).
b) In Ziff. 494 des Anhangs zur GgV sind unter dem Titel "XX. Weitere Gebrechen" Neugeborene mit einem Geburtsgewicht unter 2000 Gramm bis zur Erreichung eines Gewichts von 3000 Gramm aufgef�hrt.
4.- Gem�ss Art. 51 Abs. 2 IVG k�nnen ausnahmsweise
Beitr�ge an die Reisekosten im Ausland gew�hrt werden. Dem Bundesrat wird aufgetragen, die n�heren Bedingungen zu ordnen, was er in Art. 90bis IVV getan hat. Bei einem Vergleich mit Art. 51 Abs. 1 IVG (Reisekosten im Inland) f�llt auf, dass im Zusammenhang mit den Reisekosten im Ausland in Art. 51 Abs. 2 IVG nicht von der Verg�tung der notwendigen Reisekosten gesprochen wird, sondern nur von - ausnahmsweisen - Beitr�gen an diese. Im Unterschied zur detaillierten Regelung der Reisekosten im Inland gem�ss Art. 90 IVV, hat sich der Bundesrat in Art. 90bis IVV (Reisekosten im Ausland) seinerseits darauf beschr�nkt, zu bestimmen, die Beitr�ge an die Aufwendungen f�r Fahrten vom Inland nach dem Ausland, vom Ausland nach dem Inland und im Ausland w�rden durch das Bundesamt im Einzelfall festgesetzt. Art. 90bis IVV ist gesetzeskonform, indem der Bundesrat lediglich die ihm in Art. 51 Abs. 2 IVG einger�umte Kompetenz hinsichtlich Festsetzung von ausnahmsweisen Beitr�gen an die Reisekosten im Ausland dem Bundesamt f�r den jeweiligen Einzelfall �bertr�gt. Im Unterschied zu den Reisekosten im Inland, die - soweit notwendig - als solche verg�tet werden (Art. 51 Abs. 1 IVG; Art. 90 IVV), sind bei Reisekosten im Ausland aufgrund der genannten Bestimmungen im Einzelfall ausnahmsweise lediglich Beitr�ge an die Kosten zu entrichten. Eine volle Kostendeckung ist daf�r weder durch Gesetz noch Verordnung vorgesehen (Urteil A. und B. vom 7. Februar 2001, I 539/99).
5.- Nicht angefochten sind die der Versicherten zugesprochenen medizinischen Massnahmen zur Behandlung des Geburtsgebrechens Ziff. 494 GgV-Anhang ab Geburt bis zum Erreichen eines Gewichts von 3000 Gramm. Streitig und zu pr�fen ist einzig, ob und gegebenenfalls in welchem Umfang die Invalidenversicherung den REGA-Einsatz von Mittelasien �ber Z�rich/Kloten ins Spital X.________ als medizinische Massnahme gem�ss Art. 13 IVG zu �bernehmen oder Beitr�ge an den Transport gem�ss Art. 51 IVG in Verbindung mit Art. 90bis IVV zu leisten hat.
6.- a) Der Anspruch auf Behandlung des Geburtsgebrechens begann im vorliegenden Fall mit der Einleitung der Intensivbehandlung im Anschluss an die Geburt (Art. 2 Abs. 1 GgV). Es steht fest, dass die bei der Versicherten nach der Fr�hgeburt - in Fortsetzung der im Spital in Taschkent begonnenen Behandlung - w�hrend des R�cktransportes in die Schweiz durch das Neonatologen-Team des Spitals X.________ notwendigerweise vorgenommenen therapeutischen Vorkehren - im Wesentlichen Verbringung in eine Isolette, Behebung des Atemnotsyndromes und der neonatalen Hypoglyk�mie - als medizinische Massnahmen zur Behandlung des Geburtsgebrechens Ziff. 494 GgV-Anhang zu qualifizieren sind. Wie sich namentlich aus den von den �rzten des Spitals X.________ erstellten medizinischen Unterlagen ergibt, waren diese Massnahmen angesichts der Fr�hgeburtlichkeit, des mit dem Atemnotsyndrom verbundenen Morbidit�tsrisikos und der aus der Hypoglyk�mie resultierenden Gefahr einer Hirnsch�digung nach bew�hrter Erkenntnis der medizinischen Wissenschaft angezeigt und zweckm�ssig (Berichte des Prof. Dr. med. B.________ vom 29. Oktober 1998 und des Dr. med. V.________ vom 9. April 1998). Dabei m�ssen die einzelnen Behandlungsabschnitte - d.h. die �rztlich indizierte Intensivbehandlung in Mittelasien, w�hrend des Fluges und schliesslich auf der Intensivstation im Spital X.________ - als einheitlicher Massnahmenkomplex betrachtet werden (nicht ver�ffentlichtes Urteil A. vom 25. Januar 1993,
b) Das BSV bestreitet nicht, dass es sich bei der w�hrend des Fluges vorgenommenen intensivmedizinischen Notfallbetreuung um eine medizinische Massnahme handelt, macht aber geltend, diese Eingliederungsvorkehr sei vom Transport zu unterscheiden. Der Gesetzgeber habe die beiden Leistungsanspr�che - medizinische Behandlung von Geburtsgebrechen einerseits und Verg�tung von Reisekosten andererseits - gesetzessystematisch klar auseinander gehalten. Gem�ss st�ndiger Praxis des Bundesamtes w�rden die Kosten f�r die Repatriierung von versicherten Personen aus Drittweltl�ndern aus medizinischen Gr�nden nicht verg�tet. Das Risiko, einen solchen Flug beanspruchen zu m�ssen, sei in einem Drittweltland vergleichsweise relativ hoch, weil in diesen L�ndern selbst Minimalanforderungen an medizinische Infrastrukturen nicht gew�hrleistet seien. Insbesondere k�nnten bei einem Aufenthalt in schwangerem Zustand ziemlich harmlose Geburtskomplikationen oder wenig problematische Fr�hgeburten, welche in der Schweiz ohne grossen Aufwand beherrscht werden, zu erheblichen Problemen f�hren. Eine Schwangerschaft in einem Drittweltland stelle einen Risikofaktor dar, auch wenn es sich beim Schwangerschaftsablauf nicht um eine Risikoschwangerschaft im medizinischen Sinne handle. Eine schwangere Frau, die sich in ein Drittweltland begebe, gehe auf eigene Verantwortung ein erh�htes Risiko ein, wof�r nicht die Invalidenversicherung mit der Bezahlung von erheblichen Transportkosten aufzukommen habe.
c) aa) Bei der erw�hnten Praxis des BSV handelt es sich um die von der Aufsichtsbeh�rde f�r richtig befundene Auslegung von Gesetz und Verordnung. Diese Verwaltungsweisungen sind ihrer Natur nach keine Rechtsnorm, sondern eine im Interesse der gleichm�ssigen Gesetzesanwendung abgegebene Meinungs�usserung der sachlich zust�ndigen Aufsichtsbeh�rde. Sie sind wohl f�r die Durchf�hrungsorgane, nicht aber f�r die Gerichtsinstanzen verbindlich. Diese sollen sie bei ihren Entscheidungen mitber�cksichtigen, sofern sie eine dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen zulassen. Sie weichen anderseits insoweit von den Weisungen ab, als diese mit den anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen nicht vereinbar sind (BGE 127 V 61 Erw. 3a, 126 V 427 Erw. 5a, 68 Erw. 4b, 125 V 379 Erw. 1c, je mit Hinweisen).
bb) Der R�ckflug von Mittelasien in die Schweiz samt der dazugeh�rigen, unbestrittenermassen notwendigen medizinischen Anlage und Betreuung durch ein Neonatologen-Team des Spitals X.________ bildet integrierenden Bestandteil der von der Invalidenversicherung �bernommenen Behandlung des Geburtsgebrechens Ziff. 494 GgV-Anhang (vgl. dazu auch ZAK 1985 S. 321 Erw. 2b und nicht ver�ffentlichtes Urteil A. vom 25. Januar 1993, I 274/92). Denn im vorliegenden Fall stehen diese Vorkehren sachlich und zeitlich in einem derart engen und unmittelbaren Zusammenhang mit den von der Invalidenversicherung �bernommenen medizinischen Massnahmen, dass sie sich von ihnen nicht trennen lassen. Im �brigen wird der Anwendungsbereich von Art. 13 IVG mit dieser Betrachtungsweise nicht derart ausgeweitet, dass der Begriff der medizinischen Massnahme einen Sinn bek�me, den weder Gesetzestext noch Umgangssprache ihm beimessen (vgl. dazu ZAK 1974 S. 297 Erw. 1b). Ein Anspruch auf �bernahme der Kosten des R�ckfluges samt der dazugeh�rigen medizinischen Anlage und Betreuung ist demnach grunds�tzlich wegen Massnahmeneinheit gest�tzt auf Art. 13 IVG zu bejahen.
cc) An diesem Ergebnis vermag der vom BSV zur St�tzung seines Standpunktes angef�hrte Hinweis auf die gesetzessystematische Ordnung der Regelung des Anspruches auf medizinische Massnahmen einerseits (Art. 13 IVG) und desjenigen auf �bernahme der Reisekosten anderseits (Art. 51 Abs. 2 IVG) nichts zu �ndern. Vorab erscheint zweifelhaft, ob der vorliegende Fall von Art. 51 Abs. 2 IVG �berhaupt erfasst w�rde, dies mit Blick darauf, dass nicht Aufwendungen f�r einen Transport vom Ausland ins Inland, d.h. von einem Behandlungsort zu einem andern mit Behandlung am Abreise- und anschliessend am Ankunftsort im Sinne dieser Bestimmung, in Frage stehen (vgl. auch Rz 1248 des bundesamtlichen Kreisschreibens �ber die medizinischen Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung [KSME]). Selbst wenn Art. 51 Abs. 2 IVG anwendbar w�re, f�hrte sodann die Bejahung des streitigen Anspruches der Versicherten unter dem Titel des Art. 13 IVG unter den besonderen Umst�nden des vorliegenden Falles nicht dazu, dass die erstgenannte Bestimmung ihres Gehaltes entleert w�rde.
Ist nach dem Gesagten vorliegend ein Anspruch der Versicherten auf �bernahme der Kosten des R�ckfluges aufgrund von Art. 13 IVG zu bejahen, kann schliesslich auch offen gelassen werden, wie es sich mit dem Einwand der Versicherten verh�lt, wonach die Argumentation des BSV bez�glich der Verg�tung von R�ckf�hrungsfl�gen aus Drittweltl�ndern unter dem Aspekt von Art. 90bis IVV rechtswidrig sei. Ebenso wenig muss entschieden werden, ob die Weisung des BSV, was �usserst zweifelhaft erscheint, vor anderen �bergeordneten rechtlichen Bestimmungen standh�lt.
7.- a) Gem�ss Art. 2 Abs. 3 GgV m�ssen die medizinischen Massnahmen den therapeutischen Erfolg in einfacher und zweckm�ssiger Weise anstreben. Die versicherte Person hat in der Regel nur Anspruch auf die dem jeweiligen Eingliederungszweck angemessenen, notwendigen Massnahmen, nicht aber auf die nach den gegebenen Umst�nden bestm�glichen Vorkehren; Eingliederungsmassnahmen sind nur insoweit zu gew�hren, als dies im Einzelfall notwendig, aber auch gen�gend ist. Ferner muss der voraussichtliche Erfolg einer Eingliederungsmassnahme in einem vern�nftigen Verh�ltnis zu ihren Kosten stehen (BGE 124 V 110 Erw. 2a, 122 V 214 Erw. 2c, je mit Hinweisen; zum Prinzip der Verh�ltnism�ssigkeit siehe auch BGE 125 I 223 Erw. 10d/aa, 482 Erw. 3, 125 V 242 Erw. 6b, je mit Hinweisen).
b) Wie im angefochtenen Entscheid zutreffend ausgef�hrt wird, ist auch die Verh�ltnism�ssigkeit der Massnahme zu bejahen. Eine betragsm�ssige Begrenzung der Verg�tung f�r den REGA-Einsatz k�me mangels einer ausdr�cklichen gegenteiligen gesetzlichen Bestimmung nur in Frage, wenn zwischen der Massnahme und dem Eingliederungszweck ein derart krasses Missverh�ltnis best�nde, dass sich die �bernahme der Flugkosten schlechthin nicht verantworten liesse (BGE 107 V 87 Erw. 2). Da dies angesichts der Aktenlage und des Charakters der auf die Behandlung eines Geburtsgebrechens gerichteten medizinischen Massnahme nicht der Fall ist, f�llt eine Reduktion der von der Invalidenversicherung zu �bernehmenden Kosten unter dem Gesichtspunkt der Verh�ltnism�ssigkeit ausser Betracht.
8.- a) Die Vorinstanz verpflichtete die IV-Stelle nur zur �bernahme der Kosten des REGA-Einsatzes Z�rich-Mittelasien-Z�rich sowie der hypothetischen Kosten im Fall, dass die Versicherte von Z�rich/Kloten in die Kinderklinik des Spital Y.________ in Z�rich transportiert worden w�re, nicht aber der Aufwendungen aus der �berf�hrung ins Spital X.________. Zur Begr�ndung st�tzte sie sich auf den Grundsatz der Schadenminderungspflicht (BGE 123 V 233 Erw. 3c, 117 V 278 Erw. 2b, 400, je mit Hinweisen), welcher vorliegend insofern verletzt worden sei, als die Versicherte nach Ankunft des Ambulanz-Jets in Z�rich/Kloten mit einem Helikopter noch ins Spital X.________ geflogen worden war, obwohl die Behandlung im Kinderspital Y.________ in Z�rich angemessen h�tte fortgef�hrt werden k�nnen.
b) Zu Recht wehrt sich die Versicherte in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen die von der Vorinstanz wegen Verletzung der Schadenminderungspflicht vorgenommene K�rzung des zu verg�tenden Betrages. Denn die von ihr im letztinstanzlichen Verfahren aufgelegten Einsatzprotokolle der REGA zeigen auf, dass trotz entsprechender Bem�hungen kein n�herer Behandlungsort zur Verf�gung stand und eine andere Transportart als per Helikopter aus �rztlicher Sicht (namentlich wegen der damit einhergehenden Ersch�tterungen) nicht in Frage kam. Demnach steht fest, dass der Weitertransport der Versicherten samt der damit verbundenen medizinischen Notfallmassnahmen von Z�rich/Kloten ins Spital X.________ unumg�nglich war, wie auch die IV-Stelle in ihrer Vernehmlassung zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde der Versicherten einr�umt. Eine Verletzung der Schadenminderungspflicht mit der Konsequenz der Leistungseinschr�nkung liegt somit nicht vor, auch nicht unter dem Gesichtspunkt, dass nach der Rechtsprechung die Anforderungen an die Schadenminderungspflicht zul�ssigerweise dort strenger sind, wo eine erh�hte Inanspruchnahme der Invalidenversicherung in Frage steht (BGE 113 V 32 unten f.).
9.- Insoweit die Vorinstanz den Einwand der Verwaltung hinsichtlich des Risikos von Schwangerschaften in so genannten Drittweltl�ndern schliesslich unter dem Gesichtspunkt der Leistungsk�rzung wegen Grobfahrl�ssigkeit gepr�ft hat, kann ihr nicht gefolgt werden. Eine W�rdigung unter diesem Blickwinkel entf�llt nicht nur, weil - welches Problem das kantonale Gericht richtig erkannt hat - ein allf�lliges Verschulden nicht der Leistungsansprecherin vorgeworfen werden k�nnte, sondern bei deren Mutter zu suchen w�re (bei welcher es im �brigen klar verneint werden m�sste, wollte sie doch gerade am 4. Dezember 1997 nach Deutschland und dann in die Schweiz zur�ckkehren und musste sie, weil der Flug wegen schlechten Wetters abgesagt worden war, mit einem Gel�ndefahrzeug von ihrem Arbeitsort in die Hauptstadt fahren, was vorzeitige Wehen ausl�ste und schliesslich zur Geburt f�hrte). Vielmehr ist eine Pr�fung unter diesem Gesichtspunkt in grunds�tzlicher Hinsicht zum einen bereits deshalb nicht ang�ngig, weil Art. 7 IVG nur Geldleistungen und somit nicht die als Sachleistungen konzipierten medizinischen Eingliederungsmassnahmen (BGE 100 V 181, 99 V 155) betrifft. Zum andern w�re eine K�rzung wegen Grobfahrl�ssigkeit aufgrund der v�lkerrechtlichen Einschr�nkungen von Art. 7 IVG (Art. 32 Abs. 1 lit. e des �bereinkommens Nr. 128 der Internationalen Arbeitsorganisation [IAO] und Art. 68 lit. f der Europ�ischen Ordnung der Sozialen Sicherheit [EOSS]) nicht zul�ssig, wie das Eidgen�ssische Versicherungsgericht in BGE 119 V 171 erkannt hat.
Das mit seiner Verwaltungsgerichtsbeschwerde unterliegende BSV hat der Versicherten eine Parteientsch�digung (Art. 159 Abs. 2 OG) zu bezahlen (Prozess-Nr. I 628/99), ebenso die IV-Stelle, die im Verfahren der Verwaltungsgerichtsbeschwerde der Versicherten als Gegenpartei unterliegt (Prozess-Nr. I 630/99).
II.Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde des Bundesamtes f�r Sozialversicherung wird abgewiesen.
III. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde der Z.________ wird gutgeheissen und der Entscheid der Rekurskommission der AHV/IV f�r die im Ausland wohnenden Personen vom 21. September 1999 in dem Sinne abge�ndert, als die IV-Stelle f�r Versicherte im Ausland verpflichtet wird, die Kosten f�r den REGA-Einsatz vom 4./5. Dezember 1997 zu �bernehmen.
V.Das Bundesamt f�r Sozialversicherung hat der Versicherten f�r das Verfahren vor dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht eine Parteientsch�digung von Fr. 2500. - (einschliesslich Mehrwertsteuer), die IV- Stelle f�r Versicherte im Ausland eine solche von Fr. 1000. - (einschliesslich Mehrwertsteuer) zu bezahlen.
VI.Dieses Urteil wird den Parteien, der Schweizerischen Ausgleichskasse und der Rekurskommission der AHV/IV f�r die im Ausland wohnenden Personen zugestellt.