Source: https://anwalt-kg.de/insolvenzrecht/privatinsolvenz/fragen-und-antworten/?s=
Timestamp: 2020-08-03 18:12:26
Document Index: 286503563

Matched Legal Cases: ['§ 309', '§850', '§ 97', '§ 850', '§ 300', '§ 89', '§ 174', '§ 850', '§ 130', '§ 60', '§ 287']

Privatinsolvenz FAQ - Fragen und Antworten - Anwalt-KG
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Wichtige Fragen und Antworten zur Privatinsolvenz / Verbraucherinsolvenz
Lesen Sie hier unsere aus unserer alltäglichen Praxis stammenden Antworten zu vielen wichtigen Fragen. Vor allem zählen hierzu Fragen zu:
dem richtigen Umgang mit Ihrer Schuldensituation (Mahnungen, Vollstreckung, Klagen der Gläubiger)
der Vorbereitung einer Entschuldung
dem Verfahren der Privatinsolvenz
sowie den Kosten und Gebühren einer Verbraucherinsolvenz
Vorbereitung Ihrer Entschuldung
Im Privatinsolvenzverfahren
Zwangsvollstreckung: Pfändung, eidesstattliche Versicherung, Gerichtsvollzieher
Wie viel darf man bei mir pfänden? Ändert sich etwas durch die Insolvenz?
Mein Konto ist gepfändet, was kann ich tun?
Muss ich die eidesstattliche Versicherung abgeben?
Was kann ich gegen die Vollstreckung tun?
Darf bei meinem Ehegatten/Lebensgefährten gepfändet werden?
Bürgschaft des Ehegatten bei Privatinsolvenz, was passiert?
Was sind die Folgen von nicht gezahltem Unterhalt / Unterhaltsschulden?
Vorbereitung Ihrer Entschuldung – Privatinsolvenz
Was ist eine Privatinsolvenz / Verbraucherinsolvenz?
Wer darf eine Privatinsolvenz / Verbraucherinsolvenz anmelden?
Kann ich als Selbständiger auch Privatinsolvenz beantragen oder muss ich zwangsweise in die Regelinsolvenz?
Wie hoch müssen meine Schulden sein, damit ich ein Insolvenzverfahren beantragen kann?
Wie gehe ich mit Steuerschulden / Schulden beim Finanzamt um?
Soll ich weiterhin die Schulden an meine Gläubiger bezahlen?
Kann ich Vermögen vor Insolvenz retten?
Ich weiß nicht mehr alle meine Gläubiger!
Ich habe den Überblick über meine Schulden verloren!
Erfährt mein Arbeitgeber von der Insolvenz?
Was passiert nach dem Antrag als nächstes?
Was ist der gerichtliche Vergleich und die Zustimmungsersetzung nach § 309 InsO?
Was ist ein Insolvenzverwalter bzw. Treuhänder?
Darf ich mein Auto in der Insolvenz behalten?
Wie viel muss ich in der Insolvenz zurückzahlen?
Wie lange dauert das Insolvenzverfahren? Wurde es auf drei Jahre verkürzt?
Kreditkarte in der Insolvenz?
Was kann zu einer Versagung der Restschuldbefreiung führen?
Was passiert mit den Schulden, die im Insolvenzverfahren neu entstanden sind?
Bei mir liegt ein Versagungsgrund vor. Was kann ich tun?
Gebühren und Kosten der Privatinsolvenz
Was für Kosten fallen für meinen Rechtsanwalt an?
Bekomme ich Beratungshilfe für die Privatinsolvenz?
Was tun bei „Schrottimmobilien“?
Umfangreiche Informationen zur Privatinsolvenz
Sie haben eine allgemeine Frage zum Thema „Fragen und Antworten zur Privatinsolvenz und Verbraucherinsolvenz“? Wir beantworten sie hier kostenlos!
Jutta Freitag says:
19. Juli 2020 um 16:10
Hallo, ich arbeite derzeit als Angestellte als Dienstleisterin im internet. Ich befinde mich in der Wohlverhaltensphase und würde gerne ein Kleinunternehmen anmelden und selbstständig diesen Beruf weiter ausüben.
Was genau wird dann erwartet von meiner Treuhänderin? Gehaltsabrechnungen habe ich in dieser Zeit dann nicht mehr. Reichen Kontoauszüge aus? Oder reiche ich zu Anfang des jahres meine Steuererklärung der Vorjahres ein?
Ach ja, und zählt der Krankenkassenbeitrag dann trotzdem mit zum „Nettogehalt“ da ich den Beitrag ja vom Einkommen monatlich abziehe. Der aber trotzdem erst mal im Gehalt mit auf dem Konto zu sehen ist. (ich hoffe die können mir folgen)
Für eine kleine Hilfe im Voraus wäre ich sehr dankbar bevor ich Nägel mit Köpfen mache.
Freundliche Grüße Jutta Freitag
20. Juli 2020 um 11:15
grundsätzlich besteht in der Wohlverhaltensphase die Möglichkeit, sich selbstständig zu machen. In diesem Fall wird das zuständige Gericht die Beträge festsetzen, die als Ihr monatlich pfändbares Einkommen gewertet werden. Dabei wird zunächst Betrachtet, wie hoch Ihr pfändbares Einkommen bei einer „angemessenen“ angestellten Beschäftigung wäre. Dieses pfändbare Einkommen muss dann abgeführt werden, dabei kommt es nicht darauf an, wie viel Sie tatsächlich verdienen.
Um dies beurteilen zu können, kann das Gericht Nachweise über Ihre Ausbildung und Berufserfahrung verlangen.
Der Treuhänder kann Nachweise über das Einkommen anfordern, aber er kann diese nicht zur Bemessung des pfändbaren Einkommens heranziehen, dies geschieht nur durch Festlegung des Gerichts. Problematisch ist, dass teilweise das Gericht erst kurz vor Erteilung der Restschuldbefreiung mitteilt, wie hoch seiner Meinung nach das angemessene Einkommen ist, insbesondere wenn man während der Wohlverhaltensphase von einer angestellten zu einer selbstständigen Tätigkeit wechselt. Man weiß also unter Umständen erst zum Ende der Insolvenz, ob man „genug“ abgeführt hat.
Weitere Informationen erhalten Sie in unserem Beitrag: https://anwalt-kg.de/newsbeitrag/privatinsolvenz-recht/wie-berechnet-der-insolvenzverwalter-den-pfaendbaren-betrag-bei-selbststaendigen-und-freiberuflern/
16. Juli 2020 um 08:07
Ich hätte da eine Frage bezüglich der Bank bzw des verfügbaren Geldes.
Und zwar wird der festgelegte Satz schon im Vorfeld an den Anwalt überwiesen. Kurz gesagt….Ich habe demnach schon den pfändbaren Teil abgegeben und es kommt auch weniger auf meinem P-Konto an. Nun behält die Bank aber zusätzlich noch Betrag X ein. Ich würde gerne wissen bzw verstehen was es damit auf sich hat. Habe ich denn nicht schon den maximalen Betrag abgegeben?
17. Juli 2020 um 09:53
wenn der Arbeitgeber den abzuführenden Betrag bereits berechnet und nicht an Sie auszahlt, so kommen tatsächlich auf Ihrem Konto nur unpfändbare Beträge an. In diesem Fall sollte der Insolvenzverwalter das Konto freigeben. Dies können Sie notfalls auch beim Insolvenzgericht beantragen.
13. Juli 2020 um 12:15
Meine Frau befindet sich in der Wohlverhaltensphase nach Insolvenz.
Sie hat einen Midijob in der Gastronomie in dem sie ca. 900 – 1000€ Netto verdient hat.
Während der Corona-Pandemie hat sie Kurzarbeitergeld bezogen (100% kurzarbeit).
Damit kommt sie in dem Job zur Zeit auf ca. 700€, ihr fehlen also ca. 300€
Um das wieder auszugleichen hat sie einen Minijob in einer Tankstelle begonnen in dem sie ca 400€ verdient.
Das hat sie der Insolvenzverwalterin auch gemeldet.
Jetzt hat sie die Mitteilung bekommen, das die Insolvenzverwalterin die Zusammenrechnung beider Einkommen beantragt.
Außerdem regt die Insolvenzverwalterin an die unpfändbaren Beträge gem. ³ 850c ZPO aus dem Einkommen in der Gastronomie zu entnehmen.
13. Juli 2020 um 12:33
vielen Dank für Ihre Frage. Dies bedeutet nichts weiter, als dass zur Ermittlung des pfändbaren Einkommens beide Einkommen zusammengezählt werden. Da es sich Ihren Angaben zufolge dabei um ein Einkommen in Höhe von etwa 1.100 Euro handelt, wäre laut der aktuellen Pfändungstabelle davon nichts pfändbar.
Sollte das Gesamteinkommen jedoch an einem Monat 1.169,99 Euro übersteigen, so wäre der genannte Arbeitgeber aus der Gastronomie dafür verantwortlich, den pfändbaren Betrag an den Insolvenzverwalter abzuführen. Daher muss der Arbeitgeber sich stets das Einkommen des Zweitjobs mitteilen lassen.
S. Anonym says:
6. Juli 2020 um 12:53
ich befinde mich noch bis August 2022 in der Wohlverhaltensphase. Ich habe seit November nur Kontoauszüge als Gehaltsnachweis einreichen können weil meine Arbeitgeberin (sie ist seit 1.6.20 nicht mehr meine Arbeitgeberin) keine Gehaltsabrechnungen hat, bzw aushändigt. Seit Dezember habe ich immer wieder um diese gebeten, aber sie äußert sich nur mit dem Grund sie habe noch Probleme mit dem Steuerberater und alles sei so kompliziert. Nur hilft mir das nicht weiter, da ich diese ja in der Kanzlei einreichen muss.
Wenn ich diese weiterhin nicht bekomme, habe ich Angst das die Kanzlei mein RSB Verfahren einstellt. Würde das im schlimmsten Fall denn wirklich passieren? Schließlich ist es die Pflich der Arbeitgeberin sie mir auszuhändigen. Auch die Jahresabrechnung habe ich noch nicht erhalten. Ich bin echt verzweifelt, da ich ja meiner Pflicht unbedingt nachkomemn will.
Freundliche Grüße S.
7. Juli 2020 um 11:25
eine Versagung der Restschuldbefreiung kommt grundsätzlich nur in Betracht, wenn eine Beeinträchtigung der Gläubiger gegeben ist. Solange also der korrekte Betrag abgeführt wurde, droht in der Regel keine derartige Konsequenz.
Der Insolvenzverwalter kann auch anhand der Kontoauszüge erkennen, dass die Beträge korrekt abgeführt wurden und Sie kein Einkommen verheimlicht haben. Zudem trifft Sie kein Verschulden daran, dass Sie die Abrechnungen nicht erhalten haben, Sie sollten jedoch dokumentieren, dass Sie diese verlangt haben.
Konstantina F. says:
26. Juni 2020 um 06:16
ich befinde mich im 5. Jahr einer privaten Insolvenz. Ich habe meinem Insolvenzverwalter angeschrieben mit der Bitte mir mitzuteilen, ob die Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind bzw. ob der mir eine Auflistung schicken kann, damit ich die frühzeitige Restschuldbefreiuung nach 5 Jahren beantragen kann. Das war seine Antwort:
„unter Bezugnahme auf Ihre E-Mail vom 24.06.2020 teile ich mit, dass aufgrund der aktuellen Lage kein Besuch im Büro empfangen werden darf.
Sie haben jedoch grundsätzlich die Möglichkeit Ihr Insolvenzverfahrens bereits nach 5 Jahren zum 25.01.2021 zu beenden, wenn die Verfahrenskosten gedeckt sind.
Hinsichtlich einer abschließenden Berechnung der offenen Kosten darf ich Sie bitten, sich Ende diesen Jahres erneut mit meinem Büro in Verbindung zu setzen. Es kann gegenwärtig nicht ausgeschlossen werden, ob sich die Verfahrenskosten noch erhöhen.„
Meine Frage an Sie: müsste er mir zumindest nicht sagen müssen wie der aktuelle Stand ist? Welcher ist der Gesamtbetrag und wieviel noch offen bleibt?
Für eine Rückantwort wäre och Ihnen sehr dankbar.
26. Juni 2020 um 09:50
grundsätzlich ist der Treuhänder Vertreter der Gläubiger und hat Ihnen gegenüber daher nur sehr wenige bzw. keine Pflichten.
Die Verfahrenskosten erhöhen sich unter anderem, je größer die Insolvenzmasse ist. Allerdings kann man ab einem eingezahlten Betrag von rund 2.200 Euro davon ausgehen, dass die Verfahrenskosten gedeckt sind. Den eingezahlten Betrag können Sie auch ermitteln, indem Sie berechnen, wie hoch Ihr monatlich pfändbares Einkommen ist. Bei ca. 35 bis 40 Euro monatlich sollten die Verfahrenskosten gedeckt sein.
Sollten Sie kein pfändbares Einkommen haben, so sollten Sie gut überlegen, ob eine Verkürzung auf fünf Jahre mit Fremdmitteln sinnvoll ist oder ob es nicht doch besser ist, auch das sechste Jahr noch abzuwarten.
13. Juni 2020 um 08:13
ich befinde mich in einer Privatinsolvenz seit 4J.
Wegen der Corona-Krise erhalte ich schon seit 2 Monaten
ein Kurzarbeitergeld Null von rund 1200€. Zusätzlich
bekomme ich eine Aufstockung vom Jobcenter in Höhe
von ca. 500€ u.a für Wohngeld. Ich bin für ein Kind
unterhaltspflichtig. Die Pfändungsfreigrenze liegt
in meinem Fall bei 1620€. Darf nun die Aufstockung
vom Jobcenter zu dem KUG angerechnet werden, sodass ich
dann über der Pfändungsfreigrenze liege?
das von Ihnen genannte Einkommen ist in der Regel gemäß §850e Nr. 2a ZPO wie Arbeitseinkommen pfändbar.
28. Mai 2020 um 23:31
Sehr geehrter Dr. Ghendler,
ich bin seit Januar 2020 in Verbraucherprivatinsolvenz. Ich hätte 2 Fragen:
1.) Mein Insolvenzverwalter verlangt von mir die Kontaktdaten von meinen Vermietern. ich ben seit 15.12.2018 in dieser Wohnung. Wie soll/muss ich verhalten?
2.) Ich bin privat krankenversichert. Ich muss also bei Arztrechnungen in Vorlage treten. Sind die Erstattungen von der Kk auch pfändbar?
29. Mai 2020 um 15:17
– Ihr Insolvenzverwalter hat gemäß § 97 InsO das Recht, von Ihnen Auskunft zu verlangen, sofern die Angaben hierüber für das Insolvenzverfahren relevant sind;
– grundsätzlich ist Ihre Ausgleichsforderung gegen die Private Krankenversicherung wegen § 850b Abs. 1 Nr. 4 ZPO unpfändbar.
23. Mai 2020 um 18:06
Mein (Ex)Mann befindet sich seit 2016 in der Insolvenz. Er ist, seit einiger Zeit seiner Meldepflicht nicht nachgekommen bezüglich Auszug von Frau u. Kind, Arbeitswechsel etc. Er baut neue Schulden auf bspw Kindesunterhalt. Er bekommt mittlerweile Inkassoschreiben. Was kann ihm passieren? Kann eine Insolvenz aufgrund sowas „aufgelöst“ werden da er sich höchstwahrscheinlich noch in der Wohlverhaltensphase befindet? Mit was ist zu rechnen?
Es stehen Vermutungen im Raum, dass sich jmd an die jeweilige Staatsanwaltschaft gewendet hat und ihn „hingehängt“ hat.
25. Mai 2020 um 16:07
wenn Ihr ehemaliger Ehemann gegen seine Obliegenheiten während der Wohlverhaltensphase verstößt, kann ihm die Restschuldbefreiung versagt werden.
Asir B. says:
15. Mai 2020 um 05:17
Hallo ich befinde mich im 4 privatinsolvenz Jahr.und Nov. 2020 sollen es 5 jahren um sein Februar habe ich Antrag gestellt um zu beenden nach 5jährigen Variante. dachdem ich vom Insolvenz Verwalter Rechnung erhalten habe das Gericht kosten und verwaltung kosten bedeckt sind.
Jetzt habe ich von Amtsgericht Brief erhalten habe nicht so genau verstanden aber irgendwas steht es mit aufhebung der insolvenzverfahren.
Weiss überhaupt nicht was das sein soll eine Versagung Antrag gibt es nicht zum Glück.
Jetzt mache ich mir Sorgen ob es für mich negativ oder doch noch positiv ist
18. Mai 2020 um 13:17
wenn Ihnen mitgeteilt wurde, dass Sie Ihre Verfahrenskosten beglichen haben, ist dies positiv. Falls das Schreiben noch weitere Aussagen enthält, kann ich dazu erst nach Lektüre dessen Genaueres sagen.
6. Mai 2020 um 18:02
Hallo, ich habe aktuell eine kleine Sorge.
Ich befinde mmich aktuell noch in einer Wohlverhaltensphase. Nun wurde ich im März aufgefordert meine Steuererklärung für 2018 abzugeben. Das habe ich bis Ende April auch getan.
Nun ist meine Frage ,hätte ich das denn selbst machen dürfen? Ein Bekannter teilte mir mit das es die Pflicht der Insolvenzverwaltung sei. Und ich habe ohne nachdenken gehandelt. Bisher habe ich noch nichts weiter vom Finanzamt gehört, nur eine Onlinebestätigung das ich es Dato über Elster abgeschickt habe. Jetzt habe ich Angst das das meiner Wohlverhaltensphase schade.
7. Mai 2020 um 15:13
Sie können unbesorgt sein. In der Wohlverhaltensphase obliegt die Pflicht, die Steuererklärung abzugeben, nicht mehr dem Insolvenzverwalter, sondern wieder Ihnen. Sie haben also korrekt gehandelt.
Mansour Bebjin says:
3. Mai 2020 um 04:14
aufgrund der Vorbereitung meiner Privatinsolvenz aufgrund eines Schicksalsschlags habe ich eine Frage über das pfändbare Einkommen.
Meine Frau studiert im Ausland und erhält einen Studienkredit in Höhe von 800 Euro monatlich. Wir haben 2 Kinder, die während des Studiums ebenfalls bei meiner Frau im Ausland leben. Für die Kinder entstehen deshalb erhöhte Kinderbetreuungskosten in Form von Kindergarten und private Kinderbetreuung Zuhause. Ich bin privat krankenversichert, meine 2 Kinder sind ebenfalls über meine PKV versichert.
Welcher Betrag wäre bei einem Nettoeinkommen von ca. 4200 Euro pfändbar?
Wie viele unterhaltsberechtigte werden für die Pfändungstabelle gezählt?
Gibt es eine Möglichkeit wegen den erhöhten (nachweisbaren) Kinderbetreuungskosten eine Erhöhung des Pfändungsfreibetrages zu beantragen?
Wie ist es mit den Beiträgen zur PKV in einer Privatinsolvenz geregelt?
Erhöhen die PKV-Beiträge meinen Pfändungsfreibetrag?
Ich bin Ihnen für die Beantwortung im Voraus dankbar.
4. Mai 2020 um 16:25
grundsätzlich besteht durch erhöhten Aufwand für die Betreuung der Kinder im Ausland kein Anspruch auf eine weitere Erhöhung des Pfändungsfreibetrags. Anhand Ihrer Angaben würde ich jedoch von drei Unterhaltspflichten ausgehen.
Dadurch, dass Sie privat krankenversichert sind, erhöht sich außerdem Ihr Nettoeinkommen im Vergleich zu einem gesetzlich Versicherten. Dies wird ebenfalls bei der Bestimmung des Pfändungsfreibetrags berücksichtigt.
PhlippPlopp says:
vielen Dank für Ihre Hilfestellung, auch in einer schwierigen Zeit.
Wenn ich während meines Privat-Insolvenzverfahren, eine Abfindung aus einem Aufhebungsvertrag bekomme, die wesentlich höher ausfällt, als die gesamte Insolvenzforderung, wird der „Überschuss“ dann auch gepfändet bzw. geht komplett in die Insolvenzmasse?
Frage 2 die mich beschäftigt wäre, meine Insilvenzdauer wurde auf 6 Jahre beschlossen, obwohl die Gerichtskosten sowie die Insolvenzverwalter-Kosten schon aus der Masse beglichen/entnommen wurden… Wie, wo und wann kann/sollte ich eine verkürzung auf 5 Jahre beantragen? Ich bin durchgehend Berufstätig…
Herzlichen Dank schon im Voraus für Ihre professionelle Unterstützung!
17. April 2020 um 14:39
zur Insolvenzmasse wird maximal ein Betrag herangezogen, der so hoch ist wie alle Insolvenzforderungen sowie die Verfahrenskosten und die Vergütung des Insolvenzverwalters. Das Insolvenzverfahren wird dann gemäß § 300 Abs. 1 Nr. 1 InsO beendet. Ein darüber hinaus gehender Betrag verbleibt bei Ihnen bzw. wird Ihnen wieder erstattet.
Die Dauer der Insolvenz beträgt zunächst immer sechs Jahre, auch wenn bereits aus dem zu Beginn gepfändeten Vermögen die Verfahrenskosten gedeckt sein sollten. Bei Vorliegen der Voraussetzungen ist es empfehlenswert, den Antrag auf Verkürzung auf fünf Jahre etwa 8 Wochen vor Ablauf der fünf Jahre beim zuständigen Amtsgericht zu stellen. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Beitrag zur Verkürzung der Insolvenz.
21. März 2020 um 09:27
mein Insolvenzverwalter hat mich gestern angeschrieben das das fünfte Jahr der sog. Restschuldbefreihungsphase vorüber ist..
Durch sein einverständnis hab ich mich im 07/2019 in der Gastronomie Selbständig gemacht. Mit erfolg.
Nun habe ich seitdem kein kontakt mehr mit dem I-Anwalt gehabt und jetzt verlangt er meine finanziellen überblick.
ich habe seit meiner Selbständigkeit 07/2019 keine Pfändbare beträge an ihn überwiesen weil ich dachte ich werde aufgefordert.
Wie kann ich nun angehen damit meine Restschuldbefreihung nicht gefährtet wird?
Ich verdiene all die ca 8 Monate ca 8000 Euro in Monat.
Hab eine Familie , ( kleines kind 8 jahre und grosse Tochter die in Griechenland Studiert und mir 1000 Euro in Monat kostet).
Meine Ehefrau ist Hausfrau ohne Einkommen.
Wieviel müsste ich dem Insolvenzverwalter Monatlich ca abgeben?
da eine Versagung der Restschuldbefreiung drohen könnte, würde ich Ihnen empfehlen, schnellstmöglich dem Insolvenzverwalter die angefragten Informationen zukommen zu lassen. Der pfändbare Betrag richtet sich nach dem Einkommen, welches Sie in einem Ihren Qualifikationen angemessenen Angestelltenverhältnis erzielen könnten. Die Bestimmung dieses sogenannten fiktiven Einkommens kann problematisch sein. Ich kann von dieser Stelle aus dazu keine Einschätzung abgeben. Unterhaltspflichten werden berücksichtigt, dass Sie Ihre Tochter mit 1000 Euro im Monat unterstützen wird allerdings nicht in voller Höhe berücksichtigt werden. Hier ist Rücksprache mit dem Insolvenzverwalter dringend zu empfehlen.
Es ist aber üblich, dass die pfändbaren Beträge nur einmal jährlich abgeführt werden, insofern sind Sie vermutlich noch nicht im Verzug.
ich habe ein Anliegen und hoffe das Sie mir weiterhelfen können.
Ich befinde mich seit 4 Jahren in der Privatinsolvenz. Nun möchte ich gerne das Konto wechseln. Bei der Bank wo wieder hinwechseln möchte diese ist einer meiner Gläubiger (etwas über 50€).
Wenn ich den Betrag zahle dann könnte ich dort ein Konto bekommen. Kann meine Freundin oder ich den Betrag bezahlen oder wäre Gläubigerbevorzugung und somit könnte die Restschuldbefreiung versagt werden. Im web habe ich gelesen das man es von seinen pfändungsfreien Einkommen darf und ich habe auch gelesen das man es nicht darf.
Sie dürfen die Zahlung aus Ihrem unpfändbaren Vermögen leisten. Dann liegt keine Gläubigerbegünstigung vor.
J. Meister says:
3. März 2020 um 09:19
Mein Mann befindet sich in Vorbereitung in die Privatinsolvenz.
Während der Ehe wurde ein Kleinkredit von ihm alleine für den Kauf von diversen Möbeln aufgenommen und nur zum Teil bedient. Mahnungen sowie ein Pfüb an den Arbeitgeber liefen nur auf seinen Namen. Greift hier Paragraph 1357bgb?
Wenn der Gläubiger den Betrag von mir als Ehefrau fordern würde müsste er mich persönlich anschreiben oder könnte er einfach mein Konto pfänden? Mein Mann und ich haben getrennte Konten, er ein P- Konto und ich ein normales.
Der Gläubiger hat nur meinen Mann angeschrieben, nicht mich als Ehefrau.
Auch wurde der Kreditvertrag nur von meinem Mann unterschrieben.
19. Februar 2020 um 21:00
Ich habe eine Frage zum Thema Insolvenz und Scheidung und zwar.
Habe ich vor ca. 3Jahren einen Kredit mit bzw. für meine Ex Frau aufgenommen um ihre Schulden zu Tilgen. Wir haben diesen zusammen aufgenommen. Jetzt haben wir uns kurz darauf Scheiden lassen und meine Ex Frau hat den Kredit nicht weiter abgelöst. Ca. 5 Monate später erhielt ich ein Schreiben ich solle die volle Summe zahlen daraufhin habe ich gesagt das ich den nicht alleine bezahlen muss da meine Ex Frau ja auch mit drin steht. Ich habe danach meine Hälfte bezahlt. Jetzt ist es so dass meine Ex Frau in die Privatinaolvenz gegangen ist. Nun habe ich ein Schreiben erhalten dass ich die andere Hälfte auch zahlen muss ist das Richtig?
20. Februar 2020 um 15:20
leider ist dies so korrekt, Sie haften gesamtschuldnerisch für den Kredit. Das bedeutet, dass jeder Kreditnehmer einzeln in voller Höhe haftbar ist. Mittlerweile kann die Forderung gegen Ihre Frau nicht mehr durchgesetzt werden, aber das hat eine Auswirkung auf die Forderung gegen Sie.
Wünschmann says:
Bin gerade in der Insolvenz
Laut pfändungsrabelle dürfen mir bei 2000 netto ( 2 Kinder nur gut 50 Euro abgezogen werden ich werde aber bis auf die 1860 runter gepfändet
Gibt es da zwischen normalen pfändunhen und der inso einen Unterschied??
auch in der Insolvenz gilt der Freibetrag gemäß Pfändungstabelle.
Möglicherweise wurde nur ein Kind als Freibetrag anerkannt, dies kann der Fall sein, wenn der andere Elternteil Unterhalt für beide Kinder gewährt. In diesem Fall hat das Insolvenzgericht zu entscheiden, ob beide Freibeträge anerkannt werden.
11. Februar 2020 um 18:22
Bin verheiratet und verdiene ca 1600 euro netto meine frau dagegen 1200 euro
Ich bin dieses jahr Privatinsolvenz gegangen
durch durch eine Schuldnerberatung
es hies das meine frau als unterhaltspflichtige person zaehlt
Und meine pfandungsfreigrenze 1622 euro betragen
Jetzt habe ich von meinem insolvenzverwalter ein schrieben bekommen da drinn steht: *da sie im insolvenzantrag angegeben haben dass ihre frau über hinreichend eigenes Einkommen verfügt haben wir ihren arbeitgeber aufgefordert bei der berechnung des unpfaendbaren Einkommens 0 Unterhaltspflichten zu berücksichtigen
sollten sie ihre ehefrau als unterhaltspflichtigt berücksichtigt haben wollen bitten wir um schriftliche Auskunft
zu folgenden fragen?
WOHNT IHRE EHEFRAU IN IHREM HAUSHALT?
BEZIEHT IHRE EHEFRAU EIGENES EINKOMMEN?
IN WELCHER HÖHE BEZIEHT IHRE EHEFRAU EIGENES EINKOMMEN ?
BITTE ÜBERSENDEN SIE UNS DIE EINKOMMENSNACHWEISE IHRER EHEFRAU
Hat der iv das recht Über sowas
da es meine eigenen schulden sind
wieso wird meine frau nicht berücksichtigt
da ihr geld ihres ist und genauso iwelche ausgaben hat
13. Februar 2020 um 15:58
grundsätzlich hat der Insolvenzverwalter durchaus das Recht dazu. Er darf alle Informationen abfragen, die im Zusammenhang mit der Insolvenz von Bedeutung sein könnten.
Bei der Berücksichtigung einer Unterhaltspflicht wird auch das Einkommen der unterhaltsberechtigten Person geprüft. Es handelt sich um eine Ermessensentscheidung des zuständigen Gerichts, ob die Person ganz oder teilweise unberücksichtigt bleibt.
8. Februar 2020 um 19:19
bei mir stellt sich die Frage nach Privat- oder Regelinsolvenz. Ich habe ein Unternehmen, welches sich immer getragen hat. Habe ein zweites aufgemacht, welches alle Gewinne und Rücklagen gefressen hat. Beides Einzelunternehmen. Leider habe ich das viel zu spät bemerkt – Jetzt habe ich auf Anraten meines Anwalts beide Unternehmen geschlossen und abgemeldet. Es bestehen keine Verbindlichkeiten bei KK oder FA, ausschließlich Banken und wenige Lieferanten. Dazu kommt, dass ich eine Eigentumswohnung habe, die aber noch in Höhe ihres Wertes belastet ist, sonst keinerlei Rücklagen oder Ähnliches mehr habe. Normalerweise wäre es doch sinnvoll, das Unternehmen welches Gewinne abwirft weiterzuführen?! Die Möglichkeit wäre da, weil ich selbst durch Teile der kleineren Gläubiger die Unterstützung hätte. Ich habe den Anwalt jetzt gebeten diese Möglichkeit zu prüfen. Wie sehen Sie die Chancen die Wohnung zu halten und ist es ratsam das Ziel Regelinsolvenz mit Insolvenzplan zu verfolgen, anstatt der Privatinsolvenz?
grundsätzlich besteht bei einer voll belasteten Wohnung die Möglichkeit einer Freigabe durch den Insolvenzverwalter, zumal bei einer Zwangsversteigerung weniger Erlös zu erwarten ist, als bei freihändigem Verkauf.
Bezüglich Ihrer zweiten Frage würde ich Ihnen gerne eine kostenlose Beratung bei unserer Kanzlei anbieten, denn eine umfassende Antwort erfordert die Beachtung der Umstände des Einzelfalles. Rufen Sie uns einfach unter 0221 – 6777 0055 an und lassen Sie sich einen Termin geben.
15. Januar 2020 um 15:36
ich befinde mich in der Privatinsolvenz und würde gerne umziehen. Meine Mutter hatte für die Kaution meiner Wohnung eine Überweisung von ihrem Konto auf das Konto der Vermieter vorgenommen. Besteht die Möglichkeit, dass sie ihr Geld zurückerhält? Da es ihr Geld ist?
grundsätzlich ist der Rückzahlungsanspruch auf die Kaution pfändbar. Dieser Anspruch steht Ihnen selbst als Mieterin zu. Ihre Mutter wäre dann Insolvenzgläubigerin und müsste die Forderung zur Insolvenztabelle anmelden. Die Zahlung der Kaution würde als Darlehen Ihrer Mutter an Sie betrachtet werden, es sei denn, Ihre Mutter stünde auch als Mieterin im Mietvertrag. Dann hätte jeder zur Hälfte einen Rückzahlungsanspruch.
Es könnte sein, dass der Treuhänder eine Enthaftungserklärung bezüglich des Mietverhältnisses abgegeben hat. In diesem Fall würde die Kaution Ihnen zustehen. Dies können Sie beim Treuhänder erfragen.
Rüdiger Bürger says:
3. Januar 2020 um 15:11
Ich bin noch bis August in der privat Insolvenz . Vor Weihnachten wurde mein Konto gepfändet trotz P – Konto und Privatinsolvenz. Die Sparkasse hat uns Name und das Aktenzeichen gegeben damit ich mich mit den in Verbindung setzen kann. Da ich überhaupt keine Mitteilung werde von der Sparkasse bekommen noch von dem Inkasso Unternehmen. Haber beim Inkasso Unternehmen angerufen das Aktenzeichen ist nicht richtig den bei den geht jedes Aktenzeichen mit einem Bustabe an und danach 04 bei unserem 7st kein Bustabe und die 17 zu erst so aber sie haben mich auch nicht bei ihnen im Computer ich habe keine Akte bei dem Inkasso Unternehmen. Ich komme nicht mehr weiter Sparkasse sagt ohne daß das Inkasso Unternehmen seine Pfändung zurückzieht können sie das Konto nicht freigeben das Inkasso Unternehmen sagt wir haben nicht gepfändet und somit können wir auch nichts freigeben . Was kann uns soll ich noch tun habe kein geld zum Leben und ans Konto komme ich ohne aufheben auch nicht .
in diesem Fall müssen Sie sich an das Gericht wenden, das für Ihr Insolvenzverfahren zuständig ist. Gemäß § 89 der Insolvenzordnung besteht ein Vollstreckungsverbot während der Dauer der Privatinsolvenz.
3. Januar 2020 um 08:50
zwar läuft meiner PrivatInsovenz noch nicht lange.
Da mein Schuldnerberater und mein I-VBerwalter sagten das es sehr gut aussieht das ich nach 3 Jahren meine Insovenz bendigt wäre.
Ab wann komme ich in die Wohlverhaltensperiode bzw, wann kann ich eine Restschuldbefreiung beantragen. Werden die 3 Jahre ab dem Beschuluss des Amtsgericht berechnet oder ab dem Tag wo alle Gläubiger den Insovenzverwalter ihre Forderungen abgeben haben. Beschluss des Amtsgericht war am 19.06.2019. Die Forderungen müßten bis zum 19.09.2019 unter Beachtung des § 174 InsO beim Insolvenzverwalter angemeldet werden.
die 3 Jahre bis zur Restschuldbefreiung laufen ab dem Tage Ihres Eröffnungsbeschlusses des Insolvenzverfahrens. Die Wohlverhaltensperiode beginnt in der Regel etwa ein Jahr danach. Hinsichtlich der Verkürzung auf 3 Jahre müssen Sie tatsächlich einen Antrag auf vorzeitige Restschuldbefreiung bei Ihrem Insolvenzgericht stellen. Dort erhalten Sie auch den entsprechenden Antrag. Sie können diesen stellen, sobald Sie die dazu nötigen Zahlungen (Verfahrenskosten + 35 % der Schuldensumme) auch tatsächlich bezahlt haben.
29. Dezember 2019 um 15:23
Hallo ich bin seit 06.02.2017 Provatinsolvenz.
06.02.2020 kann ich nach 3 Jahren raus weil ich 35% das Gesamtschulden und die ganzen Gericht + Treuhänder kosten von meinem Abfindung schon bezahlt habe so der Beschluss von InsoGericht.
Habe 119000€ Abfindung bekommen davon hat Finanzamt natürlich 34000€ abgezogen. Soviel ich weis kriege ich ja 10% von dem Abzug bei Steuerausgleich zurück.. soll ich lieber bis 06.02.2020 warten oder kann ich das jetzt schon machen. Weiß Finanzamt das ich im insolvenz bin?
30. Dezember 2019 um 17:30
der Insolvenzverwalter wird zweifellos davon erfahren, dass eine Steuerrückerstattung erfolgt. Dies wäre dann ein Fall für eine Nachtragsverteilung. Es dürfte also keinen Unterschied machen, zu welchem Datum Sie die Steuerrückerstattung erhalten bzw. Ihre Steuererklärung machen.
Susanne Haslauer says:
6. Dezember 2019 um 21:57
Sehr geehrter Hr.Dr.V.Ghendler,
ich befinde mich im 4.Jahr der Wohlverhaltensphase und habe mich gerade von meinem Mann getrennt.Nun soll ich Trennungsunterhalt bekommen.Muss ich diesen meinem Insolvenzverwalter angeben und ist dieser pfändbar?Bisher habe ich nur eine Gehaltspfändung.
S.Haslauer
9. Dezember 2019 um 11:38
Sehr geehrte Frau Haslauer,
ja, es würde sich um bedingt pfändbares Einkommen gemäß § 850b Abs. 1 ZPO handeln, das Sie dem Insolvenzverwalter mitteilen müssen.
Dieser kann dann beim Gericht beantragen, dass die Pfändung dieses Einkommens einer sogenannten Billigkeitsprüfung unterzogen wird. Wenn das Gericht entscheidet, die Pfändung sei zumutbar, so ist der Trennungsunterhalt wie Arbeitseinkommen gemäß der Pfändungstabelle pfändbar.
2. Dezember 2019 um 18:47
Hallo,meine Frage:Am Anfang meiner Inso war ja die öffentliche Ausschreibung.Alle Gläubiger meldeten sich und keiner hatte etwas gegen die Restschuldbefreiung.Nun habe ich nach der Jahren die 35 %Quote erreicht und mein Insoberater sagt,ich habe alles erfüllt.Ich habe also einen erneuten Antrag ans Gericht gestellt zur Restschuldbefreiung nach der Jahren.Werden nun noch einmal alle Gläubiger dazu befragt und kommt es noch einmal zu einem Schlusstermin oder entscheidet das Gericht ohne Gläubiger?Vielen Dank für ihre Antwort.Simone
es ist sehr erfreulich, dass Sie Ihr Verfahren auf drei Jahre verkürzen konnten. Den Gläubigern wird vor Erteilung der Restschuldbefreiung erneut Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben. Sollte ein Gläubiger Kenntnis von einer Tatsache erlangt haben, die eine Versagung der Restschuldbefreiung zur Folge hätte, so kann er innerhalb eines Jahres nachdem er davon Kenntnis erlangt hat den Antrag stellen, anschließend nicht mehr.
Für Sie gilt jedoch, dass die Abtretungsfrist nach drei Jahren beendet ist. Alle nach Ablauf der drei Jahre geleisteten Zahlungen können Sie zurückfordern.
18. November 2019 um 00:12
Ich selber bin noch in der Insolvenz aber bald ein Familienmitglied. Ich habe Ihm Geld geliehen, wegen eines Unfallschadens , die vereinbarten Raten konnte er mir nicht zurück zahlen. Nun haben wir es so gemacht, dass ich das Auto bekommen habe anstatt der vereinbarten Raten. Die Insolvenz ist noch nicht eröffnet , wie verhält sich dieser ‚kauf‘ mit einer Anfechtung ?
19. November 2019 um 14:49
wenn die Überschreibung des Autos in den letzten drei Monaten vor Eröffnung der Insolvenz erfolgt ist, könnte eine Anfechtung gemäß § 130 InsO in Betracht kommen.
Weitergehende Auskünfte kann ich nur nach genauerer Betrachtung des Einzelfalls erteilen, ich bitte Sie um Verständnis.
Britta Kurlemann says:
7. November 2019 um 11:49
Ich bin in der Insolvenz und mir wurde Mitte des Jahres gesagt das ich nach 3 Jahren die im Dezember ist die restschuldbefreiung beantragen kann . Es fehlte nur eine kleine Summe x die mir meine Familie leihen würde. Jetzt wurde mir gesagt das es versagt werden könnte da ich mich nicht um eine Vollzeitstelle oder Aufstockung meiner Stunden gekümmert hätte. Dazu gibt es folgendes zu sagen . In meinem erlernten Beruf gibt es keine Vollzeitverträge. Es war nicht immer möglich auf 160 Stunden zu kommen ,eigentlich so gut wie gar nicht und zwar aus gesundheitlichen Gründen ich war sehr oft krank Durchschnitt 3 Tage im Monat . Jetzt meine Frage kann ich trotzdem die restschuldbefreiung bekommen auf meinen Abrechnungen sieht man das ich oft krank war und was muss ich machen
Britta Kurlemann
Sehr geehrte Frau Kurlemann,
hier ist es am besten, das Gespräch mit dem Treuhänder zu suchen. Meiner Auffassung nach haben Sie plausible Gründe vorzubringen, warum Sie der Erwerbsobliegenheit nicht in vollem Maße nachkommen konnten. Näheres kann ich aber ohne genauere Kenntnis des Einzelfalles nicht beurteilen. Ein anwaltlicher Beistand wäre sicherlich hilfreich, dies kann jedoch nur im Rahmen einer kostenpflichtigen Mandatierung erfolgen.
Holger W. says:
2. November 2019 um 11:35
seit 2015 bin ich in einer Privatinsolvenz und bin alle meiner Pflichten nach gekommen auch der das melden meiner Arbeitsstelle gegenüber meines Insolvenzverwalters. 9 Monate lang arbeitete ich in dem Betrieb und wunderte mich weshalb ich immer den vollen Lohn ausbezahlt bekommen habe und nichts von gepfändet wurde .Nun ich ging davon aus das alles seine Richtigkeit hatte und lies alles so laufen. Mittlerweile arbeite ich nicht mehr in der Firma. Jetzt 1 Jahr später nach dem damaligen Arbeitsantritt bekam ich ein Schreiben von meinem Insolvenzverwalter das ich diese Arbeitsstelle nicht bei Ihm gemeldet hätte und ich 5500 Euro nachzahlen solle. Ich konnte Ihm aber widerlegen das ich wohl die Arbeitsstelle gemeldet hatte , seine Kanzlei aber es versäumt hat sich darum zu kümmern. Trotzdem verlangt er von mir einen Ratenzahlungsvorschlag um den ausstehenden Betrag zu begleichen. Jedoch kann ich das nicht da ich kein Geld habe. Nun droht er mir damit das er mir die Restschuldbefreiung nächsten Jahres verweigert. Darf er denn sowas? Ich meine es ist doch nicht meine Schuld wenn er versäumt hat bei meinem damaligen Arbeitgeber den Pfändbaren Betrag anzufordern. Ich freue mich wenn mir jemand einen Rat geben könnte.
3. November 2019 um 12:16
gemäß § 60 InsO haftet der Insolvenzverwalter, wenn er seinen Pflichten nicht nachkommt.
Allerdings haben Sie gemäß § 287 Abs. 2 InsO eine Abtretungserklärung abgegeben und sich damit verpflichtet, den pfändbaren Teil Ihres Einkommens abzuführen. Dem sind Sie anhand Ihrer Angaben nicht nachgekommen. Es handelt sich also eher nicht um eine Pflichtverletzung des Insolvenzverwalters.
ich befinde mich seit April 2015 in der Privatinsolvenz aus einer GbR.
Ich trete aufgrund meines recht guten Einkommens seit dem monatlich 1000 Euro an den Insolvenzverwalter ab.
Ich habe auch schon einen Antrag auf Verkürzung auf 5 Jahre beim Amtsgericht eingereicht…dann wäre die Insolvenz im Mai 2020 beendet.
Nun ist es so, dass mein freigegebenes Auto den Geist aufgibt und mein Vater mir einen viel hochwertigeren Neuwagen kaufen möchte.
Kann ich diesen Neuwagen auf meinen Namen anmelden oder muss ich dann Angst haben, dass dieser mir angerechnet wird?
sofern Sie sich bereits in der Wohlverhaltensphase befinden, dürften sie Sach- und Geldgeschenke annehmen und behalten. Aufgrund des weit fortgeschrittenen Verfahrens würde ich davon ausgehen, dass dies bei Ihnen der Fall ist. Sie sollten eine Mitteilung über die Aufhebung des Insolvenzverfahrens erhalten haben.
Karin D'Avis says:
1. November 2019 um 18:36
Ich befinde mich in der Wohlverhaltensphase. Ich würde gerne ein zweites Auto auf meinen Namen anmelden, da für meinen 21jährigen Sohn, dem das Auto gehört, die Versicherung billiger wäre. Ist das sinnvoll oder wäre davon abzuraten?
2. November 2019 um 15:37
in der Wohlverhaltensphase unterliegt Ihr Vermögen nur noch eingeschränkt bzw. gar nicht mehr der Pfändung, daher ist es kein Problem, das Auto auf Ihren namen anzumelden.
28. Oktober 2019 um 13:40
Guten Tag. Ich befinde mich in der privatinsolvenz, vor zwei Jahre hat mein Sohn eine Oma verletzt mit sein Fahrrad… mein Sohn war leider nicht versichert. Und heute kriege ich Brief von Krankenkasse das ich soll über 5000€ zahlen. Meine Frage ist ob ich das in Insolvenz rein machen darf? Oder ich muss das trotzdem Zahlen? Mit freundlichen Grüßen
28. Oktober 2019 um 14:45
grundsätzlich haften Eltern nur dann für ihre Kinder, wenn sie die Aufsichtspflicht verletzt haben. Es ist einem Elternteil aber nicht zumutbar, das Kind rund um die Uhr zu beaufsichtigen. Es kommt aber immer auf den Einzelfall an. Unter Umständen haftet das Kind auch selbst für den Unfall.
In dem von Ihnen genannten Fall dürfte es sich um eine Forderung handeln, die bereits vor der Eröffnung des Insolvenzverfahrens begründet war und somit eine Insolvenzforderung ist, wenn der Unfall vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens geschehen ist.
21. Oktober 2019 um 10:54
Ich befinde mich in der privatinsolvenz. Zum Beginn befand sich mein volljähriger Sohn in der Wehrpflicht, sodass dieser nicht mit berücksichtigt wurde. Jetzt ist er Arbeitssuchend und ohne lehrausbildung. Zu dem bleibt mir im Monat mit Kleinkind nur knapp 1100€ von meinem Gehalt. Was läuft da falsch?
21. Oktober 2019 um 11:43
wenn Sie ein kleines Kind haben und für dieses sorgen, so muss das beim Pfändungsfreibetrag berücksichtigt werden. Hierzu beantragen Sie die Erhöhung des Pfändungsfreibetrags beim zuständigen Gericht und legen die entsprechenden Nachweise vor.
Bezüglich Ihres volljährigen Sohnes, der in Ihrem Haushalt ohne eigenes Einkommen lebt, könnte ebenfalls eine Berücksichtigung erfolgen. Gerne können Sie auch von unserer Kanzlei eine entsprechende Bescheinigung erhalten. Wenden Sie sich dafür per E-Mail an info@anwalt-kg.de.
8. Oktober 2019 um 14:26
aktuell befinde ich mich in der Wohlverhaltensphase im dritten Jahr. Welche Möglichkeiten gibt es, um die Privatinsolvenz zeitnah zu beenden? Also, wie komme ich da wieder raus?
es gibt durchaus Möglichkeiten, wie etwa einen Vergleich im Insolvenzverfahren, um die Restschuldbefreiung früher zu erhalten.
Gerne wird sich ein Mitarbeiter bei Ihnen melden. Ihre Telefonnummer habe ich aus Datenschutzgründen entfernt.