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Timestamp: 2016-10-22 11:53:50
Document Index: 349525655

Matched Legal Cases: ['Art. 10', 'Art. 46', 'Art. 97', 'Art. 46', 'Art. 103', 'Art. 106', 'Art. 104', 'Art. 104', 'Art. 105', 'Art. 2', 'BGE', 'BGE', 'Art. 18', 'Art. 13', 'BGE', 'BGE', 'Art. 13', 'BGE', 'BGE', 'Art. 3', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 2', 'BGE', 'Art. 2', 'Art. 1', 'Art. 1', 'BGE', 'BGE', 'Art. 1', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 1', 'BGE', 'Art. 1', 'Art. 98', 'Art. 105', 'Art. 156', 'Art. 159']

Bundesamt f�r Umwelt, Wald und Landschaft,
Gegen den Detailplan erhob die Firma X.________ als Eigent�merin der Parzelle Nr. 252 Einsprache, welche das Departement mit Entscheid vom 5. April 2002 abwies. Es erwog, die Waldzunge, die als Ausl�ufer r�umlich und funktional mit einem unbestrittenen, gr�sseren Wald zusammenh�nge, habe als Wald im Sinne der Waldgesetzgebung des Bundes zu gelten.
Auf Beschwerde der Firma X.________ hin entschied das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau am 15. Januar 2003, dass es sich bei der Waldzunge nicht um Waldareal handle. Im Wesentlichen wurde dies damit begr�ndet, dass die Waldzunge weder Schutz- noch Wohlfahrtsfunktion aus�be. Der Eigent�mer habe unter diesen Umst�nden nicht damit rechnen m�ssen, dass die Fl�che als Wald im Rechtssinne deklariert werde, bevor die Mindestanforderungen von � 2 Abs. 1 des kantonalen Waldgesetzes vom 14. September 1994 erf�llt seien.
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 7. M�rz 2003 beantragt das Bundesamt f�r Umwelt, Wald und Landschaft, der Entscheid des Verwaltungsgerichts vom 15. Januar 2003 sei aufzuheben und es sei festzustellen, dass die Bestockung gem�ss Waldfeststellungsplan vom 19. Oktober 2001 (orange umrandete Fl�che) betreffend die Grundst�cke Nrn. 1 und 252, B�rglen/TG, Wald im Sinne der eidgen�ssischen Waldgesetzgebung darstelle.
Das Verwaltungsgericht beantragt, die Verwaltungsgerichtsbeschwerde abzuweisen. Die Firma X.________ stellt den Antrag, auf die Beschwerde des Bundesamts sei nicht einzutreten, eventualiter sei sie abzuweisen. Das Departement f�r Bau und Umwelt schliesst in Absprache mit dem kantonalen Forstamt auf Gutheissung der Beschwerde.
Der kantonal letztinstanzliche Entscheid des Verwaltungsgerichts �ber eine Waldfeststellung nach Art. 10 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 4. Oktober 1991 �ber den Wald (Waldgesetz, WaG, SR 921.0) unterliegt der Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht (Art. 46 Abs. 1 WaG in Verbindung mit Art. 97 und 98 lit. g OG).
1.1 Das Bundesamt f�r Umwelt, Wald und Landschaft ist berechtigt, gegen Verf�gungen der kantonalen Beh�rden die Rechtsmittel des eidgen�ssischen und kantonalen Rechts zu ergreifen (Art. 46 Abs. 2 WaG in Verbindung mit Art. 103 lit. b OG).
1.2 Der Entscheid des Verwaltungsgerichts vom 15. Januar 2003 wurde dem BUWAL am 6. Februar 2003 er�ffnet. Mit Einreichung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde am 7. M�rz 2003 hat das Bundesamt die 30-t�gige Beschwerdefrist gem�ss Art. 106 Abs. 1 OG eingehalten. Auf die formgerecht eingereichte Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist einzutreten.
1.3 Der Beschwerdef�hrer kann mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde die Verletzung von �ffentlichem Recht des Bundes, einschliesslich �berschreitung oder Missbrauch des Ermessens r�gen (Art. 104 lit. a OG), ferner die unrichtige oder unvollst�ndige Feststellung des Sachverhalts (Art. 104 lit. b OG). An den dem angefochtenen Urteil zugrunde liegenden Sachverhalt ist das Bundesgericht allerdings gebunden, soweit er vom Verwaltungsgericht nicht offensichtlich unrichtig, unvollst�ndig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen festgestellt wurde (Art. 105 Abs. 2 OG).
1.4 Aus den nachfolgenden Erw�gungen ergibt sich, dass der Sachverhalt offensichtlich unvollst�ndig abgekl�rt wurde, weshalb die Sache an das Verwaltungsgericht zur�ckgewiesen wird. Ein Augenschein durch das Bundesgericht erscheint somit nicht erforderlich.
Das Verwaltungsgericht f�hrt im angefochtenen Entscheid aus, die auf dem Waldfeststellungsplan orange eingef�rbte Fl�che, die in der Bauzone liege, habe vor zehn Jahren noch nicht als Wald gegolten. Es sei unbestritten, dass die heutige Eigent�merin das Land als Bauland gekauft habe. F�r die Frage, ob die Waldqualit�t zu bejahen sei, sei zwar nicht entscheidend, ob es sich bei der Fl�che um Bau-, Landwirtschafts- oder sonstiges Land handle, doch m�sse sich ein Grundeigent�mer auch im Waldfeststellungsverfahren grunds�tzlich auf den Vertrauensschutz und insbesondere auf die rechtsgleiche Behandlung berufen k�nnen. Zudem d�rften erlassene Richtlinien nicht dazu f�hren, dass einmal durch den Gesetzgeber festgelegte Kriterien aufgeweicht w�rden. Die zur Diskussion stehende Fl�che erf�lle keine qualitative Waldfunktion, insbesondere - entgegen der Auffassung der kantonalen Vorinstanz - keine besondere Wohlfahrts- oder Schutzfunktion. Unter diesen Umst�nden habe die Grundeigent�merin nicht damit rechnen m�ssen, dass die zu verwildern beginnende Fl�che als Wald deklariert werde, bevor die Mindestanforderungen von � 2 Abs. 1 des kantonalen Waldgesetzes erf�llt seien. Daran �ndere auch nichts, dass hier grunds�tzlich ein Zusammenhang zu bereits bestehendem Wald gesehen werden k�nne. Es komme letztlich nicht darauf an, ob eine Fl�che, die zu verwildern beginne, isoliert sei oder an einen Wald anschliesse. Die Kriterien nach � 2 Abs. 1 des kantonalen Waldgesetzes m�ssten auch dazu dienen, einem Grundeigent�mer eine gewisse Rechtssicherheit zu geben, inwieweit er sein Grundst�ck verwildern lassen k�nne, bevor er mit der Pflege beginnen m�sse, unabh�ngig davon, ob sein Land an Wald grenze oder nicht. Aufgrund dieser Erw�gungen gelangte das Verwaltungsgericht zur Auffassung, dass der umstrittene Bereich noch nicht als Wald im Sinne der Waldgesetzgebung zu bezeichnen sei.
2.1 Bei einer Waldfeststellung ist einzig auf die tats�chlichen Verh�ltnisse (Wuchs, Dichte, Alter, Ausmasse und Funktion der Bestockung), den bundesrechtlichen Waldbegriff und die allenfalls nach Art. 2 Abs. 4 WaG durch kantonales Ausf�hrungsrecht bestimmten Waldkriterien abzustellen. Eine Abw�gung der ber�hrten privaten und �ffentlichen Interessen ist nicht vorzunehmen (BGE 124 II 85 E. 3e S. 89 mit Hinweisen). Nicht massgebend ist somit im vorliegenden Waldfeststellungsverfahren, dass die zur Diskussion stehende Fl�che in der Bauzone liegt und dass die Grundeigent�merin das Land als Bauland gekauft hat.
2.2 Bei der Pr�fung, ob eine Bestockung Wald darstellt, sind die tats�chlichen Verh�ltnisse im Zeitpunkt des (erstinstanzlichen) Entscheids massgebend (BGE 124 II 85 E. 4d S. 92). Abzustellen ist daher vorliegend auf die Verh�ltnisse im Oktober 2001, als das Departement f�r Bau und Umwelt den Waldfeststellungsplan auflegte und damit die fragliche Fl�che als Wald bezeichnete.
2.3 Ein Waldgrundst�ck, das sich innerhalb einer Bauzone befindet, bleibt forstrechtlich Wald (Art. 18 Abs. 3 RPG). Die Regelung von Art. 13 WaG zur Abgrenzung von Wald und Bauzonen kommt erst bei der �berpr�fung der Waldgrenzen im Rahmen des Erlasses neuer oder der Revision bestehender Nutzungspl�ne zur Anwendung (BGE 118 Ib 433 E. 3a S. 435; Hans-Peter Jenni, Vor lauter B�umen den Wald noch sehen: Ein Wegweiser durch die neue Waldgesetzgebung, Bern 1993, S. 48; Stefan Jaissle, Der dynamische Waldbegriff und die Raumplanung, Diss. Z�rich 1994, S. 100 und 233 f.). Das Bundesgericht hat somit im vorliegenden Verfahren zu pr�fen, ob die streitige Bestockung Wald im Sinne der Waldgesetzgebung ist, nach welcher auch in den geltenden Bauzonen eingewachsene, fr�her unbewaldete Fl�chen zum gesch�tzten Waldareal geh�ren, wenn dort (eventuell von selbst) Waldb�ume und -str�ucher wachsen, z.B. weil der Eigent�mer nicht alles zur Verhinderung der Bewaldung vorgekehrt hat, was unter den gegebenen Umst�nden von ihm vern�nftigerweise erwartet werden konnte (BGE 124 II 85 E. 4d S. 92; 118 Ib 614 E. 4 S. 618 mit Hinweisen). Die Auffassung des Verwaltungsgerichts, wonach es darauf ankomme, dass die Bestockung 10 Jahren fr�her noch nicht als Wald zu gelten hatte, geht fehl. Vielmehr kommt hier der dynamische Waldbegriff zum Tragen, da bis zum vorliegenden Verfahren noch keine Abgrenzung von Wald und Bauzone im Sinne von Art. 13 WaG vorgenommen wurde.
2.4 Im Rahmen des Waldfeststellungsverfahrens kann der Eigent�mer der Parzelle unter bestimmten Voraussetzungen verlangen, dass diese als unbewaldet behandelt wird, auch wenn die Waldkriterien der Waldgesetzgebung erf�llt sind (BGE 116 Ib 185 ff.; Urteil des Bundesgerichts 1A.107/1996 vom 25. Februar 1997, E. 4a mit Hinweisen, in ZBl 99/1998 S. 123 und Pra 86/1997 Nr. 140; anderer Meinung Stefan Jaissle, a.a.O., S. 83 f. und Peter M. Keller, Rechtliche Aspekte der neuen Waldgesetzgebung, AJP 1993 S. 146). Das Verwaltungsgericht f�hrt aus, die Grundeigent�merin habe nicht damit rechnen m�ssen, dass die zu verwildern beginnende Fl�che als Wald deklariert werde, bevor die Mindestanforderungen von � 2 Abs. 1 des kantonalen Waldgesetzes erf�llt seien. Im vorliegenden Verfahren liegen indessen keine beh�rdlichen Zusicherungen vor, welche dazu f�hren w�rden, dass die bestockte Fl�che als unbewaldet behandelt werden m�sste, auch wenn die Waldkriterien der Waldgesetzgebung erf�llt sein sollten (zum Schutz berechtigten Vertrauens in ein Verhalten der Beh�rde, s. BGE 126 II 377 E. 3a S. 387; 122 II 113 E. 3b/cc S. 123; 121 II 473 E. 2c S. 479, je mit Hinweisen).
Nach Art. 3 WaG soll die Waldfl�che der Schweiz nicht vermindert werden. Mit der Waldgesetzgebung soll der Wald in seiner Fl�che und seiner r�umlichen Verteilung erhalten sowie als naturnahe Lebensgemeinschaft gesch�tzt werden (Art. 1 Abs. 1 lit. a und b WaG). Zudem wird mit dem Waldgesetz daf�r gesorgt, dass der Wald seine Funktionen, namentlich seine Schutz-, Wohlfahrts- und Nutzfunktion (Waldfunktionen) erf�llen kann (Art. 1 Abs. 1 lit. c WaG). Art. 2 WaG umschreibt den Begriff des Waldes. Als Wald gilt jede Fl�che, die mit Waldb�umen oder Waldstr�uchern bestockt ist und Waldfunktionen aus�ben kann. Entstehung, Nutzungsart und Bezeichnung im Grundbuch sind nicht massgebend (Abs. 1). Auch als Wald gelten u.a. Weidw�lder, bestockte Weiden (Wytweiden) und Selven (Abs. 2). Nicht als Wald gelten u.a. isolierte Baum- und Strauchgruppen, Hecken, Garten-, Gr�n- und Parkanlagen sowie Baumkulturen, die auf offenem Land zur kurzfristigen Nutzung angelegt worden sind (Abs. 3). Die Aufz�hlung von bestimmten Baumbest�nden mit speziellen Funktionen in Abs. 3 dient der Abgrenzung des Waldbegriffs (BGE 124 II 85 E. 4d/aa S. 92).
Gem�ss Art. 2 Abs. 4 Satz 1 WaG k�nnen die Kantone innerhalb des vom Bundesrat festgelegten Rahmens bestimmen, ab welcher Breite, welcher Fl�che und welchem Alter eine einwachsende Fl�che sowie ab welcher Breite und welcher Fl�che eine andere Bestockung als Wald gilt. Diesen Rahmen legte der Bundesrat in Art. 1 Abs. 1 der Verordnung vom 30. November 1992 �ber den Wald (WaV, SR 921.01) fest. Den quantitativen Kriterien (Fl�che, Breite, Alter) kommt bei der qualitativen Begriffsbestimmung indessen lediglich eine Hilfsfunktion zu. Eine Bestockung braucht zwar eine gewisse Gr�sse und Breite sowie ein gewisses Alter, damit sich ein Waldinnenklima, ein abgestufter Waldsaum und ein charakteristischer Waldboden ausbilden k�nnen; entscheidend ist aber nicht in erster Linie die Erf�llung der quantitativen Kriterien, sondern ob die qualitativen Waldmerkmale vorliegen, so dass die Bestockung Waldfunktionen erf�llen kann. Die quantitativen Kriterien, welche die Kantone innerhalb des ihnen nach Art. 1 Abs. 1 WaV zur Verf�gung stehenden Rahmens in ihrer Ausf�hrungsgesetzgebung zum Waldgesetz festlegen, dienen dazu, den unbestimmten, qualitativen Rechtsbegriff des Waldes bei kleineren Bestockungen zu konkretisieren (vgl. BGE 122 II 72 E. 3b S. 79). Erf�llt die Bestockung in besonderem Masse Wohlfahrts- oder Schutzfunktionen, so sind die kantonalen Kriterien nicht massgebend, und sie gilt unabh�ngig von ihrer Fl�che, ihrer Breite oder ihrem Alter als Wald (BGE 124 II 165 E. 2a S. 170; 125 II 440 E. 2b S. 445).
3.1 In tats�chlicher Hinsicht ergibt sich im vorliegenden Verfahren, dass die umstrittene Bestockung nordwestlich an ein grosses Waldgebiet grenzt, dessen Waldqualit�t unbestritten ist. Die hier umstrittene, vom Beschwerdef�hrer und den kantonalen Verwaltungsbeh�rden als Waldzunge bezeichnete Fl�che besteht nach den Angaben der kantonalen Forstbeh�rden aus einer etwa 60-j�hrigen Ulme, einer 40-j�hrige Esche, zwei B�umen mit deutlich �ber 15 Jahren, Str�nke bedeutend �lterer B�ume sowie Brombeer‑ und Haselstauden. Die gesamte Bestockung �ber die Grundst�cksgrenze hinweg werde als Einheit wahrgenommen. Zudem best�nden auf Parzelle Nr. 1 weitere B�ume, die deutlich �ber 15-j�hrig seien. In der �stlichen Ecke befinde sich schliesslich eine Gruppe von Tannen, welche ein Alter von ca. 30 Jahren aufwiesen. Das Verwaltungsgericht stellte zudem fest, dass ein Zusammenhang zum bereits bestehenden Wald gesehen werden k�nne.
3.2 Das Bundesamt legt in seiner Beschwerde dar, dass es betreffend der Mindestfl�che und -breite bzw. der Ausdehnung einer Bestockung Sonderf�lle gebe, die in den meisten Kantonen in Waldfeststellungsrichtlinien behandelt w�rden. Dazu geh�rten Waldzungen.
Der Kanton Thurgau hat in � 2 Abs. 1 des kantonalen Waldgesetzes die quantitativen Kriterien des Waldbegriffs innerhalb des Rahmens gem�ss Art. 1 Abs. 1 WaV zwar festgelegt, doch d�rfen diese Kriterien nach der vorne wiedergegebenen Rechtsprechung nicht schematisch gehandhabt werden. Ob eine Bestockung Wald darstellt oder nicht, entscheidet sich nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts danach, ob sie die qualitativen Waldmerkmale aufweist oder nicht. Den quantitativen Waldkriterien kommt nur eine Hilfsfunktion zu: wo sie erf�llt sind, ist in der Regel Waldqualit�t zu bejahen. Sind sie nicht erf�llt, so ist eine Bestockung im Lichte der qualitativen Kriterien zu beurteilen (BGE 122 II 72 E. 3b S. 79 f.; 125 II 440 E. 2c S. 446). Zu dieser Beurteilung geh�rt bei der gegebenen Sachlage die Pr�fung, ob ein funktionaler Bezug, mithin ein Wuchszusammenhang der Waldzunge mit dem angrenzenden grossen Wald vorliegt sowie die Untersuchung der Frage, ob die Bestockung Waldfunktionen erf�llt (vgl. BGE 113 Ib 357 E. 2a S. 359 mit Hinweis).
Nach Ziff. 3.3.4 der Waldfeststellungsrichtlinien des Kantons Thurgau vom 19. Juli 1996 gelten Waldzungen mit einer Breite unter 12 m als Wald, wenn die Fl�che - r�umlich und funktionell zusammenh�ngend - mindestens einreihig bestockt ist. Ein r�umlicher Zusammenhang besteht dann, wenn ein Kronenschluss der im Moment mindestens 15-j�hrigen B�ume im ausgewachsenen Zustand m�glich und eine Strauchschicht oder Bodenvegetation mit Waldcharakter vorhanden ist.
3.3 Das Verwaltungsgericht nimmt im angefochtenen Entscheid keine klare Sachverhaltsfeststellung zum r�umlichen und funktionellen Zusammenhang zwischen der umstrittenen Fl�che und dem angrenzenden Wald vor. Es f�hrt lediglich aus, an seiner rechtlichen Beurteilung der umstrittenen Bestockung k�nne nichts �ndern, dass hier grunds�tzlich ein Zusammenhang zum bereits bestehenden Wald gesehen werden k�nne. Dieser Auffassung kann nach den Ausf�hrungen in E. 3.2 hiervor nicht gefolgt werden. Vielmehr ist von entscheidender Bedeutung, ob ein Wuchszusammenhang mit der Bestockung des benachbarten gr�sseren Waldes besteht (vgl. BGE 124 II 165 E. 9 S. 176 f.).
Die Grundeigent�merin hat im gesamten Verfahren geltend gemacht, dass zwischen der hier umstrittenen Waldzunge und dem angrenzenden Wald kein Wuchszusammenhang bestehe, weil ein solcher durch eine Elektrizit�tsfreileitung verhindert w�rde. Diese Meinung wiederholt sie auch im bundesgerichtlichen Verfahren. Sie f�hrt insbesondere aus, die Freileitung verhindere einen Kronenschluss zwischen dem unbestrittenen Waldareal und der streitigen Fl�che.
Der Verlauf und die H�he der Freileitung, auf die sich die Grundeigent�merin beruft, sowie deren Einfluss auf den Wuchszusammenhang ist in den Akten nicht ersichtlich. Zwar kann nicht ohne weiteres auf den - angeblich verunm�glichten - Kronenschluss abgestellt werden, da ein Wuchszusammenhang auch bei Niederwald vorliegen k�nnte (vgl. BGE 124 II 165 E. 11 S. 178 f.). Trotzdem erscheint es nicht von vornherein unm�glich, dass eine Freileitung den Wuchszusammenhang von zwei Waldst�cken unterbrechen kann. Das Verwaltungsgericht hat zu dieser Frage wie erw�hnt keine hinreichend klare Sachverhaltsfeststellung getroffen, obwohl es sich hier um eine rechtlich erhebliche Tatsache handelt.
3.4 Das Verwaltungsgericht geht weiter ohne eingehende Begr�ndung unter Hinweis auf seinen Augenschein davon aus, dass die zur Diskussion stehende Bestockung keine Waldfunktionen erf�lle. Sowohl das Bundesamt als auch das kantonale Departement f�r Bau und Umwelt machen geltend, die umstrittene Fl�che erf�lle die gesetzlichen Waldfunktionen gem�ss Art. 1 Abs. 1 lit. c WaG.
3.4.1 Aus den Ausf�hrungen der zust�ndigen kantonalen Forstbeh�rden ergibt sich, dass die Waldzunge mit ihrem Fichtenbestand zur Holzerzeugung geeignet erscheint, weshalb sie grunds�tzlich eine Nutzfunktion erf�llen k�nne. F�r die Nutzfunktion kommt es nicht auf die Gr�sse oder Art der Holzerzeugung an. Ob das Holz regelm�ssig, in kurzen oder langen Intervallen oder �berhaupt nicht genutzt wird, ist nicht entscheidend. Vorausgesetzt wird nur, dass eine rechtlich als Wald zu qualifizierende Bestockung an sich geeignet sein muss, Holz zu erzeugen (Stefan Jaissle, a.a.O., S. 69 mit Hinweis auf das Urteil des Bundesgerichts 1A.109/1988 vom 14. Februar 1989, E. 3b). Es ist nicht ersichtlich, aus welchen Gr�nden das Verwaltungsgericht das Vorliegen einer Nutzfunktion verneinte, nachdem die Bestockung geeignet erscheint, Nutzholz zu erzeugen.
3.4.2 Zur Schutzfunktion f�hrt das BUWAL aus, die Waldzunge befinde sich auf der Hangseite einer isolierten, aus der Mor�nendecke ragenden Rippe der oberen S�sswassermolasse (vgl. Geologische �bersichtskarte des Kantons Thurgau 1:50'000, Frauenfeld 1999). Ihr komme Schutzfunktion zu, indem sie stabilisierend auf den Hang wirke.
F�r die Bejahung der Schutzfunktion unerheblich ist, ob tats�chlich Rutschungen vorgekommen sind (BGE 113 Ib 357 E. 2c S. 360). Die Hanglage und die sichernde Wirkung der Waldzunge wurde am Augenschein, den das Verwaltungsgericht am 10. Juli 2002 an Ort und Stelle durchf�hrte, erw�hnt. Indessen verneint das Verwaltungsgericht im angefochtenen Entscheid das Vorliegen einer Schutzfunktion ohne n�here Begr�ndung und ohne klare Feststellung zu den herrschenden tats�chlichen Verh�ltnissen.
3.4.3 Weiter kommt der fraglichen Bestockung nach den Ausf�hrungen des Bundesamts und des Departements f�r Bau und Umwelt eine gewisse �kologische und landschaftssch�tzerische Funktion zu. Sie verl�ngere als Waldzunge den �kologisch wertvollen Waldrand. Auch soll sie das Wohngebiet optisch gegen die Thur und teilweise gegen die Kantonsstrasse nach Wil auf nat�rliche Weise abschliessen, was die Grundeigent�merin allerdings bestreitet. Die Bejahung einer �kologischen und landschaftssch�tzerischen Funktion ist indessen aufgrund der Akten nachvollziehbar und steht nicht im Widerspruch zu den tats�chlichen Feststellungen des Verwaltungsgerichts, was f�r die Annahme der Wohlfahrtsfunktion gem�ss Art. 1 Abs. 1 lit. c WaG grunds�tzlich gen�gen w�rde.
3.5 Es ergibt sich zusammenfassend, dass das Verwaltungsgericht in Bezug auf den r�umlichen und funktionellen Zusammenhang der Waldzunge mit dem bestehenden gr�sseren Wald rechtserhebliche Tatsachenfeststellungen unterliess und zudem zu Unrecht davon ausging, die umstrittene Bestockung erf�lle �berhaupt keine Waldfunktionen.
Da im verwaltungsgerichtlichen Verfahren eine umfassende Auswertung der verf�gbaren Unterlagen nicht vorgenommen wurde, wurde der Sachverhalt offensichtlich unvollst�ndig ermittelt. Unter diesen Umst�nden ist die Beschwerde gutzuheissen und eine R�ckweisung der Angelegenheit zur Erg�nzung des Verfahrens vorzunehmen. Sollte sich ergeben, dass die Bestockung keinen r�umlichen und funktionellen Zusammenhang mit dem bestehenden gr�sseren Wald aufweist, so stellt sich weiter die Frage, ob die Bestockung trotz der Anhaltspunkte, die f�r die Bejahung der Waldfunktionen sprechen, aus bestimmten Gr�nden keinen Wald im Rechtssinn darstellt. Diese Fragen sind zun�chst durch das Verwaltungsgericht zu pr�fen, das als kantonale richterliche Beh�rde (Art. 98a OG) den rechtserheblichen Sachverhalt mit f�r das Bundesgericht grunds�tzlich verbindlicher Wirkung feststellt (Art. 105 Abs. 2 OG) und die umstrittenen Rechtsfragen aufgrund der ordnungsgem�ss festgestellten tats�chlichen Verh�ltnisse zu beurteilen hat.
Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist somit gutzuheissen, der angefochtene Entscheid aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung im Sinne der Erw�gungen an das Verwaltungsgericht zur�ckzuweisen.
Entsprechend dem Ausgang des bundesgerichtlichen Verfahrens sind die Gerichtskosten der unterliegenden Grundeigent�merin aufzuerlegen (Art. 156 Abs. 1 OG). Dem BUWAL ist nach Art. 159 Abs. 2 OG keine Parteientsch�digung zuzusprechen.
Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird gutgeheissen und das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Thurgau vom 15. Januar 2003 aufgehoben. Die Angelegenheit wird zur Weiterf�hrung des Verfahrens im Sinne der Erw�gungen an das Verwaltungsgericht zur�ckgewiesen.
Dieses Urteil wird den Parteien, der Politischen Gemeinde B�rglen sowie dem Forstamt, dem Departement f�r Bau und Umwelt und dem Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau schriftlich mitgeteilt.