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Timestamp: 2019-09-18 12:36:57
Document Index: 352431541

Matched Legal Cases: ['§ 118', '§ 7', '§ 121', '§ 39', '§ 195', '§ 195', '§ 34', '§ 191', '§ 102']

BFH, 03.02.1981 - VII R 86/78 - dejure.org
https://dejure.org/1981,82
BFH, 03.02.1981 - VII R 86/78 (https://dejure.org/1981,82)
BFH, Entscheidung vom 03.02.1981 - VII R 86/78 (https://dejure.org/1981,82)
BFH, Entscheidung vom 03. Februar 1981 - VII R 86/78 (https://dejure.org/1981,82)
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AO § 118; StAnpG § 7 Abs. 3; AO 1977 § 121; VwVfG § 39
Begründungszwang bei Ermessensentscheidung über die Auswahl eines unter mehreren Haftungsschuldnern
BFHE 133, 1
NJW 1981, 2600
ZIP 1981, 776
BStBl II 1981, 493
Dabei müssen die bei der Ausübung des Verwaltungsermessens angestellten Erwägungen --die Abwägung des Für und Wider der Inanspruchnahme des Haftungsschuldners-- aus der Entscheidung erkennbar sein (Senatsurteile vom 3. Februar 1981 VII R 86/78, BFHE 133, 1, BStBl II 1981, 493, und vom 30. April 1987 VII R 48/84, BFHE 149, 511, BStBl II 1988, 170).
Einer weitergehenden Begründung, insbesondere einer Offenlegung der Verhältnisse der Steuerpflichtigen und der einzelnen Vollstreckungsmaßnahmen, die die Finanzverwaltung gegenüber den Vollstreckungsschuldnern ergriffen hat, bedurfte es zur Wahrung der Rechte der Klägerin nicht (vgl. zur Darlegung der Ermessenserwägungen auch Senatsurteile vom 3. Februar 1981 VII R 86/78, BFHE 133, 1, BStBl II 1981, 493, und in BFH/NV 1993, 76, 77).
Dabei müssen die bei der Ausübung des Verwaltungsermessens angestellten Erwägungen - hier die Abwägung des Für und Wider der Inanspruchnahme des Haftungsschuldners - aus der Entscheidung erkennbar sein (BFHE 133, 1, BStBl II 1981, 493).
Die ermessensleitenden Gründe seien anzugeben (…Hübschmann/Hepp/Spitaler-Eckhoff, § 195 AO Rn. 29 mit Hinweis auf die BFH-Urteile vom 10. Dezember 1987 IV R 77/86, BStBI II 1988, 322, BFHE 142, 24 und vom 3. Februar 1981 VII R 86/78, BStBI II 1981, 493, BFHE 133, 1).
Die Rechtmäßigkeit einer Ermessensentscheidung setze außerdem voraus, dass sie mit Gründen versehen sei, die die Ermessenserwägungen der Behörde erkennen ließen (BFH-Urteil vom 3. Februar 1981 VII R 86/78, BStBl II 1981, 493 m.w.N.) In dem innerdienstlichen Auftrag oder in dem Verwaltungsakt, durch den die Beauftragung nach außen hin wirksam werde, müsse ferner der Prüfungsauftrag (Steuerart, zeitlicher Prüfungsumfang) genau angegeben werden (BFH-Urteil vom 10. Dezember 1987 IV R 77/86, BStBl II 1988, 322).
Die Rechtmäßigkeit einer Ermessensentscheidung setzt voraus, dass sie mit Gründen versehen ist, die die Ermessenserwägungen der Behörde erkennen lassen (BFH-Urteil vom 3. Februar 1981 VII R 86/78, BStBl II 1981, 493 m.w.N.).
BFH, 21.02.1989 - VII R 165/85
Verfügungsberechtigter - GmbH - Geschäftsverteilung - Unternehmensgruppe - …
a) Die bei der Ausübung des Ermessens angestellten Erwägungen müssen aus der Verwaltungsentscheidung grundsätzlich ersichtlich sein (Senatsurteil vom 3. Februar 1981 VII R 86/78, BFHE 133, 1, BStBl II 1981, 493).
Die ermessensleitenden Gründe seien anzugeben (…Hübschmann/Hepp/Spitaler-Eckhoff, § 195 AO, Rn. 29 mit Hinweis auf BFH-Entscheidungen vom 10. Dezember 1987 IV R 77/86, BStBI II 1988, 322, BFHE 142, 24 und vom 3. Februar 1981 VII R 86/78, BStBI II 1981, 493, BFHE 133, 1).
Die Rechtmäßigkeit einer Ermessensentscheidung setze außerdem voraus, dass sie mit Gründen versehen sei, die die Ermessenserwägungen der Behörde erkennen ließen (BFH-Urteil vom 3. Februar 1981 VII R 86/78, BStBl II 1981, 493 m.w.N.).
Zwar trifft es zu, dass der beschließende Senat in ständiger Rechtsprechung eine Begründung von Ermessensentscheidungen verlangt, in der die angestellten Überlegungen und der Gang des Abwägungsprozesses erkennbar werden (Senatsentscheidungen vom 3. Februar 1981 VII R 86/78, BFHE 133, 1, BStBl II 1981, 493; vom 29. September 1987 VII R 54/84, BFHE 151, 111, BStBl II 1988, 176, …und vom 22. September 1992 VII R 73-74/91, BFH/NV 1993, 215), jedoch gilt dieser Grundsatz nicht uneingeschränkt und ausnahmslos.
Vielmehr kann in Ausnahmefällen von einer Begründung abgesehen werden, wenn dem Betroffenen die Auffassung der Finanzbehörde über die Sach- und Rechtslage bereits bekannt oder auch ohne schriftliche Begründung für ihn ohne weiteres erkennbar ist (Senatsentscheidung in BFHE 133, 1, BStBl II 1981, 493).
Ermessensentscheidungen der Verwaltung sind zu begründen; anderenfalls sind sie im Regelfall fehlerhaft (vgl. Urteil des erkennenden Senats vom 3. Februar 1981 VII R 86/78 , BFHE 133, 1, BStBl II 1981, 493 ).
a) Bei der Inanspruchnahme eines nach den §§ 34, 69 AO 1977 Haftenden handelt es sich um eine Ermessensentscheidung (§ 191 Abs. 1 AO 1977), die nach § 102 FGO darauf zu überprüfen ist, ob der Haftungsbescheid deshalb rechtswidrig ist, weil die gesetzlichen Grenzen des Ermessens überschritten sind oder von dem Ermessen in einer dem Zweck der Ermächtigung nicht entsprechenden Weise Gebrauch gemacht worden ist (vgl. BFH-Urteile vom 13. April 1978 V R 109/75, BFHE 125, 126, BStBl II 1978, 508, und vom 3. Februar 1981 VII R 86/78, BFHE 133, 1, BStBl II 1981, 493).
Dabei müssen die bei der Ausübung des Verwaltungsermessens angestellten Erwägungen - die Abwägung des Für und Wider der Inanspruchnahme des Haftungsschuldners - aus der Entscheidung erkennbar sein (BFHE 133, 1, BStBl II 1981, 493).
BFH, 14.06.1983 - VII R 4/83
Ermessenserwägung - Steuerberaterprüfung - Zulassungsausschuß
Es genügt nicht, wenn erst das FG diese Erwägungen anstellt (Anschluß an BFH-Urteil vom 3. Februar 1981 VII R 86/78, BFHE 133, 1, BStBl II 1981, 493).
Der erkennende Senat hat mit Urteil vom 3. Februar 1981 VII R 86/78 (BFHE 133, 1, BStBl II 1981, 493) entschieden, daß eine nicht begründete Ermessensentscheidung der Verwaltung im Regelfall fehlerhaft ist.
Deswegen müssen bei Ausübung des Verwaltungsermessens die angestellten Erwägungen, die Abwägung des Für und Wider der sich gegenüberstehenden Belange aus der Entscheidung erkennbar sein (vgl. Urteil in BFHE 133, 1, BStBl II 1981, 493 und die dort angegebene Rechtsprechung).
Einkünfte aus Kapitalvermögen - Besonderes Entgelt - Begriff der Einnahme - …
BFH, 29.02.2012 - III B 235/11
BFH, 22.08.2000 - III B 104/98
Begründung einer Prüfungsanordnung - Begründungsmangel - Heilung eines …
BFH, 28.01.2002 - VII B 41/01
BFH, 30.06.1995 - VII R 87/94
FG Düsseldorf, 10.12.2003 - 4 K 7195/99
Zollflugplatzzwang; Besondere Landeplätze; Widerruf; Begünstigender …
FG Hamburg, 18.11.2002 - II 42/02
Zur Zulässigkeit einer Auftragsprüfung:
BFH, 12.12.1996 - VII E 8/96
Auswahlermessen eines Kostenbeamten bei der Möglichkeit mehrere Schuldner in …
FG Rheinland-Pfalz, 25.04.1988 - 5 K 351/87
Pflicht zur Vorlage von Auszügen und Unterlagen eines privaten Bankgirokontos im …
FG Berlin-Brandenburg, 14.12.2017 - 9 K 9057/16
FG Sachsen, 30.06.1999 - 2 K 151/97
Getrennte oder zusammen mit dem übrigen Lohn nach der Lohnsteuertabelle …
BFH, 27.01.1987 - VII R 81/82
Rechtmäßigkeit eines Mineralölsteuerhaftungsbescheids - Hinterziehung von …