Source: https://www.raklinger.de/glossar/T_Testamentsvollstreckung.html
Timestamp: 2019-08-19 22:59:03
Document Index: 223996868

Matched Legal Cases: ['§ 2215', '§ 2218', '§ 2216', '§ 2205', '§ 181', '§ 2219', '§ 2368']

Testamentsvollstreckung | Erbrecht München
Arbeitsentlastung für die Erben Friedensstiftung Durchsetzung des Erblasserwillens Minderjährigenschutz Schutz Behinderter Schutz des Erben vor seinen eigenen Gläubigern.
Damit sich die Erben einen Überblick über den Nachlass verschaffen können, muss der Testamentsvollstrecker unverzüglich ein Nachlassverzeichnis erstellen (§ 2215 BGB). Während seiner Tätigkeit als Testamentsvollstrecker ist er den Erben auskunfts- und rechenschaftspflichtig (§ 2218 BGB). Der Testamentsvollstrecker muss sein Amt gewissenhaft und sorgfältig führen und das ihm anvertraute Vermögen nicht nur erhalten, sondern möglichst auch vermehren (§ 2216 BGB). Schenkungen darf der Testamentsvollstrecker nicht vornehmen, es sei denn, es handelt sich um Anstands- oder Pflichtschenkungen (§ 2205 Satz 3 BGB). Der Testamentsvollstrecker darf auch keine Geschäfte mit sich selbst abschließen, also keine Gegenstände aus dem Nachlass käuflich erwerben (§ 181 BGB). Fügt der Testamentsvollstrecker den Erben vorsätzlich oder fahrlässig Schaden zu, so haftet er hierfür mit seinem Privatvermögen (§ 2219 BGB). Auf Antrag erteilt das Nachlassgericht dem Testamentsvollstrecker ein Zeugnis (§ 2368 BGB), damit dieser sich im Rechtsverkehr gegenüber Dritten legitimieren kann.