Source: https://www.kreis-stormarn.de/freizeit-und-tourismus/naturschutzgebiete/nsgvo/talwald-hahnenkoppel.html
Timestamp: 2020-07-10 15:55:54
Document Index: 265195102

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 12', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 2']

Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Talwald Hahnenkoppel" – Kreis Stormarn
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Talwald Hahnenkoppel"
Gl.-Nr.: 791-4-212
Fundstelle: GVOBl. Schl.-H. 2004 S. 276
(2) Das Naturschutzgebiet wird mit der Bezeichnung "Talwald Hahnenkoppel" unter Nummer 197 in das im Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Landwirtschaft geführte Verzeichnis der Naturschutzgebiete eingetragen.
(3) In dem Naturschutzgebiet befinden sich natürliche Lebensräume im Sinne des Anhangs I der Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen (ABl. EG Nr. 206 S. 7), zuletzt geändert durch die Richtlinie 97/62/EG vom 27. Oktober 1997 (ABl. EG Nr. L 305 S. 42).
Das Naturschutzgebiet ist rund 33 ha groß und umfasst unterschiedlich breite Waldbereiche auf beiden Seiten der den Forst Hahnenkoppel durchquerenden Hahnenbek.
(2) In der dieser Verordnung als Anlage beigefügten Übersichtskarte im Maßstab 1: 25.000 ist die Grenze des Naturschutzgebietes als schwarze Linie dargestellt.
(3) Die Grenze des Naturschutzgebietes ist in der Abgrenzungskarte im Maßstab 1: 5.000 rot eingetragen. Sie verläuft auf der dem Gebiet zugewandten Seite der roten Linie. Die Ausfertigung der Karte ist im Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Landwirtschaft, 24106 Kiel, verwahrt. Die Karte ist Bestandteil dieser Verordnung.
der Landrätin oder dem Landrat
des Kreises Stormarn
der Bürgermeisterin oder dem Bürgermeister
der Stadt Reinbek,
(1) Das Naturschutzgebiet dient der Sicherung, dem Schutz, der Erhaltung und Entwicklung regional seltener Edellaubholz- Mischwaldbestände mit Hainsimsen-Buchenwald (Lebensraumtyp "Hainsimsen-Buchenwald", 9110, nach Anhang I der Richtlinie 92/43/EWG), Waldmeister-Buchenwald (Lebensraumtyp "Waldmeister-Buchenwald", 9130, nach Anhang I der Richtlinie 92/43/EWG) und Sternmieren-Eichen-Hainbuchenwald (Lebensraumtyp "Sternmieren-Eichen-Hainbuchenwald", 9160, nach Anhang I der Richtlinie 92/43/EWG) einschließlich einzelner Feuchtwaldbestände entlang eines naturnahen, unverbauten Waldbaches als Lebensraum einer charakteristischen, teilweise gefährdeten Pflanzen- und Tierwelt.
1. die ungestörte Entwicklung der geologischen und ökologischen Prozesse auch zur Dokumentation für natur- und forstwissenschaftliche Forschungen,
2. den ungestörten Wasserhaushalt der naturnahen und unverbauten Hahnenbek,
3. die Lebensgemeinschaften des Waldes mit den typischen, teilweise gefährdeten Pflanzen- und Tierarten
4. natürliche Waldgesellschaften auf den nadelbaumbestandenen Flächen unter Berücksichtigung der standörtlichen Verhältnisse
10. die Lebensräume der Pflanzen und der Tiere zu beseitigen oder nachteilig zu verändern, insbesondere durch chemische Stoffe oder mechanische Maßnahmen;
11. Pflanzen, Pflanzenteile oder sonstige Bestandteile des Naturschutzgebietes zu entnehmen oder Pflanzen einzubringen;
12. wildlebenden Tieren nachzustellen, sie durch Lärm oder mutwillig anderweitig zu beunruhigen, sie zu fangen, zu verletzen oder zu töten oder Tiere auszusetzen oder anzusiedeln;
13. gentechnisch veränderte Organismen einzubringen;
14. Flugmodelle, Modellflugkörper mit Eigenantrieb, Frei- und Fesselballone, Drachen aufsteigen oder landen zu lassen oder mit Luftsportgeräten zu starten oder zu landen;
15. die Gewässer mit Wasserfahrzeugen jeder Art zu befahren;
16. in den Gewässern zu baden oder mit Tauchgeräten zu tauchen oder auf den Gewässern Schiffsmodelle fahren zu lassen;
17. Zelte oder Wohnwagen aufzustellen, Gegenstände jeder Art zu lagern, Feuer zu machen oder Hunde nicht angeleint mitzuführen;
18. das Naturschutzgebiet außerhalb der Wege zu betreten oder im Naturschutzgebiet außerhalb der dafür bestimmten Wege zu reiten oder zu fahren.
1. die ordnungsgemäße forstwirtschaftliche Bodennutzung
a) der bei Inkrafttreten dieser Verordnung als Nadelwald genutzten Flächen mit der Maßgabe, dass diese Bestände spätestens nach Hiebreife oder Kalamitätennutzung zu einem Naturwald im Sinne des Schutzzweckes zu entwickeln sind;
b) der im Verzeichnis der Generhaltungsobjekte in der Försterei Reinbek, Forstort Hahnenkoppel, eingetragenen Baumarten Esche und Vogelkirsche einschließlich der erforderlichen Pflegemaßnahmen;
2. die erforderlichen Maßnahmen der Verkehrssicherungspflicht auf den übrigen Waldflächen. Zur Erhaltung ungestörter Naturabläufe sollen dort alle forstwirtschaftlichen Maßnahmen unterlassen werden;
3. die ordnungsgemäße Ausübung des Jagdrechtes im Sinne des § 1 des Bundesjagdgesetzes;
4. der Betrieb und die Unterhaltung von Rohrleitungen und Einlaufbauwerken an den Gewässern oder offenen Gräben zur ordnungsgemäßen Einleitung von Niederschlagswasser oder Abwasser aus genehmigten Anlagen;
5. die erforderliche Unterhaltung der Gewässer, die der Vorflut dienen
a) auf der Grundlage eines von der Wasserbehörde im Einvernehmen mit der unteren Naturschutzbehörde zu genehmigenden Gewässerpflegeplanes, in dem Art, Umfang und Zeitpunkt der Unterhaltungsmaßnahme anzugeben sind oder
6. die erforderlichen Maßnahmen zur Erhaltung und Sicherung der Straßen, Wege, Plätze oder sonstiger Verkehrsflächen unter Beachtung des § 12 Abs. 1 des Landesnaturschutzgesetzes mit folgender Einschränkung:
7. der Betrieb und die Unterhaltung der im Gebiet verlaufenden Erdgasleitungen der Hamburger Gaswerke GmbH, der BEB Erdgas und Erdöl GmbH, der Abwasserdruckrohrleitung der Gemeinde Reinbek und der Ver- und Entsorgungsleitungen der ehemaligen Försterei Hahnenkoppel;
8. das Betreten oder Befahren
9. Maßnahmen zum Schutz und zur Pflege der im Denkmalbuch eingetragenen Kulturdenkmale, die die Denkmalschutzbehörde im Einvernehmen mit dem Landesamt für Natur und Umwelt als obere Naturschutzbehörde und der zuständigen Forstbehörde durchführt oder durchführen lässt;
10. Untersuchungen und Maßnahmen zum Schutz und zur Entwicklung des Naturschutzgebietes, die die untere Naturschutzbehörde im Einvernehmen mit der zuständigen Forstbehörde durchführt oder durchführen lässt;
11. Untersuchungen und Maßnahmen zum Schutz und zur Entwicklung der Naturwaldparzelle in Abteilung 97, die die Landesforstverwaltung und die Niedersächsische Forstliche Versuchsanstalt im Einvernahmen mit der unteren Naturschutzbehörde durchführen oder durchführen lassen.
5. das Nachstellen wildlebender, nicht dem Jagdrecht unterliegender und nicht besonders geschützter Tierarten sowie das Fangen oder Töten dieser Tierarten.
10. § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 10 die Lebensräume der Pflanzen und der Tiere beseitigt oder nachteilig verändert, insbesondere durch chemische Stoffe oder mechanische Maßnahmen;
11. § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 11 Pflanzen, Pflanzenteile oder sonstige Bestandteile des Naturschutzgebietes entnimmt oder Pflanzen einbringt;
12. § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 12 wildlebenden Tieren nachstellt, sie durch Lärm oder mutwillig anderweitig beunruhigt, sie fängt, verletzt oder tötet oder Tiere aussetzt oder ansiedelt;
13. § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 13 gentechnisch veränderte Organismen einbringt;
14. § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 14 Flugmodelle, Modellflugkörper mit Eigenantrieb, Frei- und Fesselballone, Drachen aufsteigen oder landen lässt oder mit Luftsportgeräten startet oder landet;
15. § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 15 die Gewässer mit Wasserfahrzeugen jeder Art befährt;
16. § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 16 in den Gewässern badet oder mit Tauchgeräten taucht oder auf den Gewässern Schiffsmodelle fahren lässt;
17. § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 17 Zelte oder Wohnwagen aufstellt, Gegenstände jeder Art lagert, Feuer macht oder Hunde nicht angeleint mitführt;
18. § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 18 das Naturschutzgebiet außerhalb der Wege betritt oder im Naturschutzgebiet außerhalb der dafür bestimmten Wege reitet oder fährt.
(2) Gleichzeitig tritt die Verordnung zur Unterschutzstellung von Landschaftsteilen in der Gemeinde Schönningstedt vom 3. April 1970 (Amtsbl. Schl.-H./ AAz. S. 71), zuletzt geändert durch Kreisverordnung vom 26. August 1992 (Stormarner Tageblatt und Lübecker Nachrichten vom 3. 9. 1992), außer Kraft, soweit sie das in § 2 Abs. 1 dieser Verordnung beschriebene Gebiet betrifft.