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Timestamp: 2016-09-28 01:44:33
Document Index: 148757052

Matched Legal Cases: ['Art. 119', 'Art. 119', 'Art. 119', 'Art. 20', 'Art. 40', 'Art. 40', 'Art. 78', 'Art. 40', 'Art. 42', 'Art. 106', 'Art. 372', 'Art. 372', 'Art. 372', 'Art. 372', 'Art. 372', 'BGE', 'Art. 92', 'Art. 92', 'Art. 92', 'BGE', 'Art. 92', 'Art. 123', 'Art. 119', 'Art. 119', 'Art. 119', 'Art. 20', 'Art. 92', 'Art. 119', 'Art. 74', 'Art. 75', 'Art. 92', 'Art. 119', 'Art. 66']

6B_941/2015 � � Urteil vom 2. M�rz 2016
Strafvollzug, Willk�r,
Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich, 3. Abteilung, Einzelrichterin, vom 26. August 2015.
X.________ wurde mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Z�rich-Sihl vom 30. Mai 2015 wegen Missachtung einer Ein- oder Ausgrenzung nach Art. 119 Abs. 1 AuG verurteilt. Er wurde mit einer unbedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von 30 Tagen bestraft. X.________ wurde der vorzeitige Strafvollzug bewilligt. Zwecks Strafvollzug (abz�glich zwei Tage Untersuchungshaft) wurde er in das Flughafengef�ngnis UHS Z�rich versetzt.
B.a.�Das Amt f�r Justizvollzug des Kantons Z�rich (JUV) teilte X.________ mit Verf�gung vom 2. Juni 2015 mit, es erachte es als sinnvoll, im Anschluss an den Vollzug der Strafe gem�ss Strafbefehl vom 30. Mai 2015 die unbedingten Freiheitsstrafen gem�ss den rechtskr�ftigen Strafbefehlen der Staatsanwaltschaften Z�rich-Limmat und Z�rich-Sihl vom 7. Dezember 2014, 15. Februar 2015, 23. M�rz 2015, 15. April 2015 sowie 19. April 2015 zu vollziehen. Zur Sicherstellung eines geordneten und sofortigen Vollzugs werde dem Lauf der Rekursfrist und einer allf�lligen Rekurseinreichung die aufschiebende Wirkung entzogen. Mit den Strafbefehlen wurden �berwiegend Widerhandlungen von X.________ gegen die Ein- oder Ausgrenzung im Sinne von Art. 119 Abs. 1 AuG sanktioniert. Die damit ausgef�llte Freiheitsstrafe bel�uft sich auf insgesamt 495 Tage (unter Anrechnung der Haft).
B.b.�Auf Einsprache einer Migrationsfachfrau im Namen von X.________ gegen einen (weiteren) Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Z�rich-Limmat vom 13. M�rz 2015 wegen Missachtung einer Ein- oder Ausgrenzung im Sinne von Art. 119 Abs. 1 AuG hin sistierte das Bezirksgericht Z�rich mit Verf�gung vom 15. Juni 2015 das entsprechende Verfahren und verlangte in Bezug auf die Frage der Schuldf�higkeit von X.________ eine sachverst�ndige Begutachtung im Sinne von Art. 20 StGB.
B.c.�Den von X.________ eingereichten Rekurs gegen die Verf�gung des JUV vom 2. Juni 2015 wies die Direktion der Justiz und des Inneren des Kantons Z�rich am 7. Juli 2015 ab, soweit sie darauf eintrat. Dem Lauf der Beschwerdefrist und der Einreichung der Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich wurde die aufschiebende Wirkung entzogen.
B.d.�Das Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich wies die Beschwerde von X.________ am 26. August 2015 ab.
X.________ wendet sich mit Beschwerde in Strafsachen an das Bundesgericht. Er beantragt, es sei der Entscheid des Verwaltungsgerichts aufzuheben und die Angelegenheit zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Verfahrensgegenstand bildet die Anordnung des Vollzugs der Freiheitsstrafen gem�ss den Strafbefehlen vom 7. Dezember 2014, 15. Februar 2015, 23. M�rz 2015, 15. April 2015 sowie 19. April 2015 im Anschluss an den Vollzug der Strafe gem�ss Strafbefehl vom 30. Mai 2015 durch Verf�gung vom 2. Juni 2015. In der Sache geht es um Strafvollzug bzw. Strafvollstreckung und mithin um eine Strafsache im Sinne des BGG. Vor Bundesgericht gilt insofern das Anwaltsmonopol (Art. 40 Abs. 1 BGG; siehe auch Urteile 6B_845/2013 vom 9. Oktober 2013 E. 2 sowie 6B_391/2012 vom 14. Juli 2012 E. 1; vgl. FLORENCE AUBRY GIRARDIN, in Commentaire de la LTF, 2. Aufl. 2014, Art. 40 N. 8 ff.; s.a. MARC THOMMEN, Basler Kommentar, Bundesgerichtsgesetz, 2. Aufl. 2011, Art. 78 N. 38; a.M. LAURENT MERZ, Basler Kommentar, Bundesgerichtsgesetz, 2. Aufl. 2011, Art. 40 N. 31). Die Beschwerde wurde durch einen vor Bundesgericht insoweit nicht zugelassenen Vertreter verfasst. Der Beschwerdef�hrer hat diese jedoch pers�nlich unterzeichnet. Auf die Beschwerde kann deshalb grunds�tzlich eingetreten werden (vgl. act. 5 und 7).
Soweit der Beschwerdef�hrer mit seinen R�gen �ber den vorliegenden Verfahrensgegenstand hinausgeht, ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. Das gilt auch, soweit er im bundesgerichtlichen Verfahren ein Haftentlassungsgesuch stellt (act. 10). Ebenfalls nicht einzutreten ist auf die Beschwerde, soweit sie den Begr�ndungsanforderungen im Sinne von Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG nicht gen�gt.
2.1.�Die Vorinstanzen betonen in ihren Entscheiden die Bindung der Vollzugsbeh�rden an rechtsk�ftige Strafurteile. Die f�nf Strafbefehle, die mit Verf�gung vom 2. Juni 2015 in Vollzug gesetzt wurden, seien rechtskr�ftig und vollziehbar. Materielle Einwendungen in der Sache h�tten in den jeweiligen Strafverfahren erhoben werden m�ssen. Die Verf�gung des Bezirksgerichts vom 15. Juni 2015, mit welcher Zweifel an der Schuldf�higkeit des Beschwerdef�hrers ge�ussert wurden, richte sich gegen einen Strafbefehl vom 13. M�rz 2015 und somit nicht gegen einen hier in Vollzug gesetzten Strafbefehl. Aus den Akten erg�ben sich �berdies keine Nichtigkeitsgr�nde, die zu beachten w�ren. Der Beschwerdef�hrer sei schon in der Vergangenheit vor den hier in Vollzug gesetzten Strafbefehlen verurteilt worden (u. a. wegen T�tlichkeit, Beschimpfung, Sachbesch�digung, Drohung sowie Gewalt gegen Beh�rden und Beamte). Von Schuldunf�higkeit seien die verschiedenen Beh�rden dabei nicht ausgegangen. Auch wenn sich in den Akten Hinweise auf psychische Probleme, teilweise �berm�ssigen Alkoholkonsum und Minderintelligenz f�nden, sei es dem Beschwerdef�hrer doch m�glich gewesen, selbstst�ndig zu leben, in den Kantonen umherzureisen, gemeinn�tzige Arbeit zu leisten und als Teilzeitangestellter zu arbeiten. Er sei im �brigen Vater einer Tochter. Die rechtskr�ftigen Strafbefehle seien mithin nach wie vor vollziehbar. Ab�ndernde gerichtliche Anordnungen dazu seien nicht ergangen. Der Vollzug der Freiheitsstrafen gem�ss den Strafbefehlen vom 7. Dezember 2014, 15. Februar 2015, 23. M�rz 2015, 15. April 2015 sowie 19. April 2015 sei damit nicht zu beanstanden. Dass der Beschwerdef�hrer an psychischen oder geistigen St�rungen leide, so dass von Hafterstehungsunf�higkeit auszugehen w�re, mache er nicht geltend und ergebe sich auch nicht aus den Akten. Einzig mit der Wiedergabe von Bestimmungen der BV und der EMRK werde im �brigen nicht hinl�nglich dargetan, weshalb er aus dem Strafvollzug entlassen werden m�sste.
2.2.�Wie bereits vor den kantonalen Instanzen r�gt der Beschwerdef�hrer auch vor Bundesgericht sinngem�ss namentlich eine Verletzung des Gebots des fairen Verfahrens. Er beruft sich auf zahlreiche Bestimmungen der BV und der EMRK. Die Freiheit sei ihm willk�rlich entzogen worden. Er befinde sich seit �ber vier Monaten im Gef�ngnis und m�sse dort noch �ber ein Jahr bleiben. Er wisse aber nicht weshalb. Das Bezirksgericht Z�rich sei am 15. Juni 2015 zum Schluss gelangt, dass ernsthafte Zweifel an seiner Schuldf�higkeit best�nden. Die ohne Offizialverteidigung und Lingala-�bersetzung durchgef�hrten (Straf-) Verfahren erwiesen sich als unfair. Er habe aufgrund seiner aktenkundigen Intelligenzverminderung nicht verstanden, um was es gehe bzw. was ihm vorgeworfen werde (vgl. sinngem�ss Beschwerde, S. 1, 2, 4, 5, 7, 8).
3.1.�Das Bundesrecht regelt die Grunds�tze des Strafvollzugs. Die Kantone m�ssen danach die von ihren Strafgerichten auf Grund des StGB ausgef�llten Strafurteile vollziehen (Art. 372 Abs. 1 StGB). Die Vollzugsbeh�rden sind an die Strafentscheide gebunden (Urteile 6B_46/2007 vom 29. Mai 2007 E. 5.2.3 sowie 6A.86/2002 vom 20. Januar 2003 E. 5.2.2; MARTINO IMPERATORI, Basler Kommentar, Strafrecht, Band II, 3. Aufl. 2013, Art. 372 N. 6; VICTOR LIEBER, in: Trechsel/Pieth [Hrsg.], Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 2. Aufl. 2013, Art. 372 N. 1). Eine �berpr�fung der Urteile ist ihnen verwehrt (Urteil 6A.147/1994 vom 6. M�rz 1995 E. 2, publiziert in Pra 1996 Nr. 175 S. 643). Sie haben weder ein Nachpr�fungsrecht noch eine Nachpr�fungspflicht; die zu vollstreckenden rechtskr�ftigen Urteile tragen die Vermutung der Rechtswirksamkeit in sich (RETO ANDREA SURBER, Das Recht der Strafvollstreckung, Diss. ZH 1997, S. 227).
Daraus ergibt sich, dass die Vollzugsbeh�rden selbst Entscheide vollziehen m�ssen, die allenfalls unrichtig sind oder auf einem fehlerhaften Verfahren beruhen (IMPERATORI, a.a.O., Art. 372 N. 7; siehe auch HAUSER/SCHWERI/HARTMANN, Schweizerisches Strafprozessrecht, 6. Aufl., Z�rich 2005, � 83 N. 2). Als Ausweg bietet sich diesbez�glich eine Wiederaufnahme des Verfahrens zugunsten des Bestraften als Korrektur fehlerhafter Strafentscheide an, allenfalls ein Gesuch um (Teil) -Begnadigung (IMPERATORI, a.a.O., Art. 372 N. 8 und 9). Nur in den �ussersten Ausnahmef�llen, in denen ein fehlerhaftes Strafurteil als geradezu nichtig anzusehen w�re, kann (bzw. muss) die Vollzugsbeh�rde von dessen Vollstreckung absehen (vgl. SURBER, a.a.O., S. 227). Nichtigkeit kann jedoch von vornherein �berhaupt nur in Betracht gezogen werden, wenn wegen schwerster M�ngel oder gr�bster Verst�sse gegen fundamentale prozessuale Vorschriften, die offen zu Tage liegen oder zumindest leicht erkennbar sind, die Aufrechterhaltung eines Urteils schlechthin unertr�glich w�re (zur Nichtigkeit: BGE 138 II 501 E. 3.1 S. 503; 137 I 273 E. 3.1 S. 275; Urteil 6B_339/2012 vom 11. Oktober 2012 E. 1.2.1; je mit Hinweisen).
3.2.�Der Vollzug kann aus wichtigen Gr�nden unterbrochen werden (Art. 92 StGB). Was unter wichtigen Gr�nden zu verstehen ist, umschreibt das StGB nicht. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung kommt eine Verschiebung des Vollzuges einer rechtskr�ftigen Strafe auf unbestimmte Zeit nur ausnahmsweise in Frage. Hinsichtlich der wichtigen Gr�nde stehen grunds�tzlich solche medizinischer Art, die in der Person des Verurteilten liegen, im Vordergrund (zu anderen denkbaren wichtigen Gr�nden: YASMINA BENDANI, in: Commentaire romand, Code p�nal I, 2009, Art. 92 N 20 ff.; ANDREA BAECHTOLD, Basler Kommentar, Strafrecht I, 2. Aufl. 2007, Art. 92 N. 15 f.). F�r den Entscheid �ber eine Vollzugsunterbrechung sind die im Einzelfall wichtigen Gr�nde den �ffentlichen Interessen an einer Aufrechterhaltung der Haft gegen�berzustellen, wozu namentlich das Schutzbed�rfnis der Allgemeinheit, die Effektivit�t und S�hnefunktion der Strafe, die Rehabilitation und Resozialisierung sowie das Gleichbehandlungsgebot, aber auch die Glaubw�rdigkeit des Strafsystems z�hlen (vgl. BGE 136 IV 97 E. 5.2.2 ff.; s.a. CORNELIA KOLLER, in: Basler Kommentar, Strafrecht, Band I, 3. Aufl. 2013, Art. 92 N. 10). Eine Unterbrechung des Vollzugs setzt grunds�tzlich voraus, dass jegliche �berwachung und jeglicher Zwang des Betroffenen wegf�llt. Dennoch sollte es nach dem Grundsatz "in maiore minus" zul�ssig sein, einen Strafunterbruch mit Auflagen oder Weisungen, zum Beispiel mit der Aufsicht durch ein Schutzaufsichtsorgan, zu verbinden (SURBER, a.a.O., S. 330)
4.1.�Der Beschwerdef�hrer lebt als vorl�ufig Aufgenommener (Status F) seit rund 14 Jahren in der Schweiz. Mit Verf�gung des Migrationsamts des Kantons Z�rich vom 23. Juli 2014 wurde ihm verboten, das Gebiet der Stadt Z�rich bis zum 23. Juli 2016 zu betreten. Am 7. Dezember 2014 wurde der Beschwerdef�hrer im Strafbefehlsverfahren wegen einfacher K�rperverletzung gem�ss Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB und Missachtung einer Ein- oder Ausgrenzung im Sinne von Art. 119 Abs. 1 AuG schuldig gesprochen und mit einer unbedingten Freiheitsstrafe von sechs Monaten bestraft. Am 15. Februar 2015, 23. M�rz 2015, 15. April 2015 sowie 19. April 2015 wurde er jeweils wegen Missachtung einer Ein- oder Ausgrenzung nach Art. 119 Abs. 1 AuG zu unbedingten Freiheitsstrafen von 45, 60, 90 und 120 Tagen verurteilt (unter Anrechnung von jeweils 1 bis 2 Tagen Untersuchungshaft). Die Strafbefehle wurden dem Beschwerdef�hrer m�ndlich er�ffnet und sogleich - zusammen mit schriftlichen "Erl�uterungen zum Strafbefehl" in deutscher und (vereinzelt) in franz�sischer Sprache - pers�nlich ausgeh�ndigt (kantonale Akten, Haft- und Vollzugstitel, act. 2/1 bis 2/5). Soweit ersichtlich, wurde dem Beschwerdef�hrer einzig der Strafbefehl vom 23. M�rz 2015 (inkl. Erl�uterungen) durch einen Dolmetscher in die franz�sische Sprache �bersetzt. Der Beschwerdef�hrer war in den Verfahren nicht anwaltlich vertreten. Er hat keinen der fraglichen Strafbefehle angefochten. Die darin ausgesprochenen Freiheitsstrafen, welche am 2. Juni 2015 zum Vollzug angeordnet wurden, belaufen sich auf insgesamt 495 Tage (unter Anrechnung der Haft). Es geht folglich um einen relativ langen Freiheitsentzug und mithin um einen empfindlichen Eingriff in die pers�nliche Freiheit des Beschwerdef�hrers.
4.2.�Den Akten und vorinstanzlichen Entscheiden ist zu entnehmen, dass die Muttersprache des Beschwerdef�hrers Lingala ist. Er spricht und versteht franz�sisch. Wie es sich in dieser Hinsicht hingegen mit der deutschen Sprache verh�lt, steht offenbar nicht abschliessend und zweifelsfrei fest (vgl. Entscheid der Justizdirektion vom 7. Juli 2015, E. 4 S. 4). Aus den Akten ergeben sich zudem konkrete Hinweise auf psychische Probleme des Beschwerdef�hrers, teilweise �berm�ssigen Alkoholkonsum und eine Minderintelligenz (vgl. Entscheid der Justizdirektion vom 7. Juli 2015, E. 3.1 S. 4). Ein �rztlicher Bericht vom 8. Februar 2011 attestiert dem Beschwerdef�hrer deutlich eingeschr�nkte intellektuelle F�higkeiten, wobei der Intelligenzquotient nach Zahlenverbindungstest bei knapp 60 liege. Gem�ss dem psychologischen Befund der psychiatrischen Klinik Zugersee vom 12. Juli 2011 ist die aktualisierte Intelligenz des Beschwerdef�hrers aufgrund der Verhaltensbeobachtung und der problematischen Herangehensweise an die Aufgaben unterdurchschnittlich (vgl. kantonale Akten, Haft- und Vollzugstitel, act. 2/7/1, Verf�gung des Bezirksgerichts Z�rich vom 15. Juni 2015). Namentlich gest�tzt darauf gelangte das Bezirksgericht Z�rich am 15. Juni 2015 zum Schluss, dass ernsthafter Anlass bestehe, an der Schuldf�higkeit des Beschwerdef�hrers zu zweifeln, zumal dessen Aussagen anl�sslich der staatsanwaltlichen Einvernahme vom 11. Mai 2015 zum Vorwurf der Missachtung einer Ein- oder Ausgrenzung im Sinne von Art. 119 Abs. 1 AuG darauf hindeuteten, dass er nicht verstanden habe, was ihm vorgeworfen wird. Das Bezirksgericht Z�rich sistierte das Verfahren und wies die Sache an die zust�ndige Staatsanwaltschaft zur Vervollst�ndigung der Untersuchung (Einholung einer sachverst�ndigen Begutachtung im Sinne von Art. 20 StGB) zur�ck (vgl. kantonale Akten, a.a.O).
4.3.�Die geschilderten Umst�nde legen nahe, dass sich der m�glicherweise schuldunf�hige Beschwerdef�hrer in den fraglichen f�nf Strafbefehlsverfahren nicht zurechtgefunden hat. Aufgrund der im Raume stehenden sprachlichen und insbesondere intellektuellen Defizite muss jedenfalls davon ausgegangen werden, dass er den Regelungsgehalt und die Tragweite der die Missachtung der Ausgrenzung sanktionierenden Strafbefehle vom 7. Dezember 2014, 15. Februar 2015, 23. M�rz 2015, 15. April 2015 sowie 19. April 2015 nicht verstanden hat und er mithin auch nicht in der Lage war, seine Interessen alleine auf sich gestellt sachgerecht wahrzunehmen und sich in den fraglichen Verfahren wirksam zu verteidigen. Unter den gegebenen Umst�nden kann nicht (mehr) von rechtsstaatlichen und fairen Verfahren gesprochen werden. Der Beschwerdef�hrer wurde vielmehr zum Objekt im Verfahren gemacht.
4.4.�Die den f�nf Strafbefehlsverfahren anhaftenden Verfahrensm�ngel wiegen sehr schwer. Die Grundlagen eines gerechten Verfahrens scheinen in Frage gestellt. Soweit die Vorinstanzen Nichtigkeit pr�fen und verneinen, verm�gen jedenfalls ihre Begr�ndungen nicht zu �berzeugen. Entgegen ihrer Auffassung ist nicht entscheidend, dass der Beschwerdef�hrer schon fr�her wegen anderer Delikte (wie u.a. T�tlichkeit und Beschimpfung) verurteilt wurde und die Beh�rden dabei nicht von Schuldunf�higkeit ausgingen. Ebenso wenig kommt es darauf an, ob es jenem m�glich war/ist, selbstst�ndig zu leben, in den Kantonen umherzureisen, gemeinn�tzige Arbeit zu leisten und als Teilzeitangestellter zu arbeiten. Die Vorinstanzen verkennen, dass allf�llige (minimale) Resourcen in der Alltagsbew�ltigung keine R�ckschl�sse auf die Fragen erlauben, ob ein Beschuldigter in der Lage ist, einen konkreten strafrechtlichen Vorwurf inhaltlich zu verstehen, den Regelungsgehalt eines Strafbefehls zu �berblicken und seine Rechte im Strafverfahren wirksam wahrzunehmen. Vorschnell ist schliesslich der Standpunkt, der Beschwerdef�hrer w�re bei Schuldunf�higkeit nicht vom Massnahmevollzug befreit. Die Vorinstanzen verkennen, dass Freiheitsentzug infolge Strafvollzugs offensichtlich nicht dasselbe ist wie Freiheitsentzug infolge Massnahmevollzugs. Im �brigen ist ohnehin offen, ob vorliegend die Voraussetzungen f�r eine station�re Massnahme �berhaupt erf�llt w�ren.
4.5.�Ist wie hier von Verfahrensm�ngeln auszugehen, die hinsichtlich ihrer Schwere jedenfalls an Nichtigkeit denken lassen, erscheint es stossend, wenn die in den n�mlichen Strafverfahren angeordneten unbedingten Freiheitsstrafen dennoch unbesehen vollzogen werden. Zwar trifft zu, dass Vollzugsbeh�rden an rechtskr�ftige Strafurteile gebunden sind und diese zu vollziehen haben. Vorliegend stellt sich aus augenscheinlichen Gr�nden jedoch die Frage, ob nicht ausnahmsweise eine Unterbrechung des Strafvollzugs aus wichtigem Grund in (allenfalls analoger) Anwendung von Art. 92 StGB zul�ssig sein muss. Die rein formelle Betrachtungsweise der Vorinstanzen, die verh�ngten Freiheitsstrafen seien in jedem Fall zu vollziehen, scheint unter den gegebenen Umst�nden als problematisch, wenn nicht gar als verfehlt, da Strafe gegen Schuldunf�hige nicht stattfinden darf. Wie bereits ausgef�hrt, hat das Bezirksgericht Z�rich am 15. Juni 2015 ernsthafte Zweifel an der Schuldf�higkeit des Beschwerdef�hrers in Bezug auf den Vorwurf der Missachtung der Ein- oder Ausgrenzung im Sinne von Art. 119 Abs. 1 AuG ge�ussert. Es sei fraglich, ob der Beschwerdef�hrer verstanden habe, was ihm vorgeworfen werde. Art. 74 und 75 StGB schreiben einen namentlich auf Wiedereingliederung und Resozialisierung des Insassen ausgerichteten Strafvollzug vor. Gefangene sollen im Vollzug dazu bef�higt werden, k�nftig straffrei zu leben (Art. 75 Abs. 1 StGB). Dass der Gefangene f�r diese Strafzwecke ansprechbar ist, setzt voraus, dass er weiss, strafbare Schuld auf sich geladen zu haben. Dies steht in Bezug auf den Beschwerdef�hrer aber gerade nicht fest und bildet Gegenstand von Abkl�rungen (vgl. Verf�gung des Bezirksgerichts Z�rich vom 15. Juni 2015, a.a.O.).
Bei dieser Sach- und Rechtslage l�sst sich der angefochtene Entscheid nicht aufrechterhalten. Er ist aufzuheben. Die Sache geht an die Vorinstanz zur�ck, welche ernsthaft wird pr�fen m�ssen, ob der Strafvollzug nicht im Sinne von Art. 92 StGB unterbrochen werden muss, bis die Frage der Schuldf�higkeit des Beschwerdef�hrers gekl�rt und ein allf�lliges Revisionsverfahren durchgef�hrt worden ist. Die Vorinstanz wird bei ihrer Abw�gung ber�cksichtigen m�ssen, dass es vorliegend zur Hauptsache um strafrechtliche Vorw�rfe im unteren, wenn nicht gar untersten Bereich der Kriminalit�t geht, n�mlich um Widerhandlungen gegen Art. 119 Abs. 1 AuG. Eine Vollzugsunterbrechung w�re daher mit dem Schutz der Allgemeinheit vereinbar. Die Vorinstanz wird weiter beurteilen m�ssen, ob die Unterbrechung des Strafvollzugs mit Weisungen oder Auflagen zu verbinden sein wird oder allf�llige erwachsenenschutzrechtliche Massnahmen zu treffen sein werden. Aus den Akten ergibt sich in dieser Hinsicht, dass der Beschwerdef�hrer zwischenzeitlich sein Zimmer/seine Wohnung und seine Arbeit als Teilzeitangestellter verloren hat (kantonale Akten, Disziplinarisch relevante Vorkommnisse, act. 15/1 S. 4).
Die Vorinstanz wird dem Beschwerdef�hrer im Verfahren zur Wahrung seiner Rechte einen (in Straf[verfahrens]sachen rechtskundigen) unentgeltlichen Rechtsvertreter (also einen Anwalt) zur Seite stellen, zumal jener offensichtlich nicht im Stande ist, sich im Verfahren alleine zurechtzufinden, es um den Vollzug einer l�ngeren Freiheitsstrafe von insgesamt 495 Tagen geht und sich nicht leicht zu beantwortende Rechtsfragen im Zusammenhang mit der Unterbrechung des Strafvollzugs stellen.
Die Beschwerde ist gutzuheissen, soweit darauf eingetreten werden kann. Der angefochtene Entscheid ist aufzuheben und die Angelegenheit an die Vorinstanz zur neuen Entscheidung zur�ckzuweisen.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Gerichtskosten zu erheben (Art. 66 Abs. 1 und 4 BGG). Der Beschwerdef�hrer ist im bundesgerichtlichen Verfahren nicht verbeist�ndet (vgl. E. 1). Dass ihm im bundesgerichtlichen Verfahren selbst ein entsch�digungspflichtiger Aufwand entstanden w�re, macht er nicht geltend. Eine Parteientsch�digung ist ihm folglich nicht zuzusprechen. Es liegen keine besonderen Verh�ltnisse vor, die eine Entsch�digung f�r weitere Umst�nde rechtfertigen w�rden.
Die Beschwerde wird gutgeheissen, soweit darauf einzutreten ist. Der Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich vom 26. August 2015 wird aufgehoben. Die Angelegenheit wird an die Vorinstanz zur neuen Entscheidung zur�ckgewiesen.