Source: https://www.rechtslupe.de/strafrecht/betrug-berechnung-vermoegensschadens-3127402
Timestamp: 2019-10-23 21:10:05
Document Index: 332847515

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 263', 'BGH', '§ 263', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 263']

Betrug – und die Berech­nung des Ver­mö­gens­scha­dens | Rechtslupe
Ein Ver­mö­gens­scha­den tritt ein, wenn die Ver­mö­gens­ver­fü­gung des Getäusch­ten bei wirt­schaft­li­cher Betrach­tungs­wei­se unmit­tel­bar zu einer nicht durch Zuwachs aus­ge­gli­che­nen Min­de­rung des Gesamt­werts sei­nes Ver­mö­gens führt (Prin­zip der Gesamt­sal­die­rung) 2.
Wel­che Ver­mö­gens­po­si­tio­nen im Ein­zel­nen in die Gesamt­sal­die­rung ein­zu­stel­len sind, bestimmt sich letzt­lich danach, auf wel­ches unmit­tel­bar ver­mö­gens­min­dern­de Ver­hal­ten des im Irr­tum befind­li­chen Täu­schungs­op­fers (Ver­mö­gens­ver­fü­gung) abge­stellt wird.
Spä­te­re Ent­wick­lun­gen, wie Scha­dens­ver­tie­fung oder Scha­dens­aus­gleich (Scha­dens­wie­der­gut­ma­chung), berüh­ren den tat­be­stand­li­chen Scha­den nicht. Wie sich die Din­ge spä­ter ent­wi­ckeln, ist für die straf­recht­li­che Wer­tung ohne Belang 3. Dies hat nur noch für die Straf­zu­mes­sung Bedeu­tung 4.
Betrug – und die Berech­nung des Ver­mö­gens­scha­dens Maß­geb­lich für die Berech­nung des Ver­mö­gens­scha­dens ist der Zeit­punkt der Ver­mö­gens­ver­fü­gung, also der Ver­gleich des Ver­mö­gens­werts unmit­tel­bar vor und unmit­tel­bar nach der Ver­fü­gung ((vgl. BGH,…
st. Rspr.; vgl. BGH, Urtei­le vom 02.02.2016 – 1 StR 435/​15, BGHSt 61, 149; vom 08.10.2014 – 1 StR 359/​13, BGHSt 60, 1; und vom 27.06.2012 – 2 StR 79/​12, BGHR StGB § 263 Abs. 1 Ver­mö­gens­scha­den 77; Beschlüs­se vom 16.06.2014 – 4 StR 21/​14, BGHR StGB § 263 Abs. 1 Ver­mö­gens­scha­den 83; vom 19.02.2014 – 5 StR 510/​13, wis­tra 2014, 270; vom 29.01.2013 – 2 StR 422/​12, NStZ 2013, 711; vom 25.01.2012 – 1 StR 45/​11, BGHSt 57, 95, 113 f.; und vom 18.02.2009 – 1 StR 731/​08, BGHSt 53, 199, 201, jeweils mwN[↩]
vgl. BGH, Urtei­le vom 07.03.2006 – 1 StR 379/​05, BGHSt 51, 10, 17; und vom 21.04.2016 – 1 StR 456/​15, BGHR StGB § 263 Abs. 1 Ver­mö­gens­scha­den 89[↩]
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