Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=26.04.2018&Aktenzeichen=III%20R%205/16
Timestamp: 2019-07-22 04:47:39
Document Index: 217609022

Matched Legal Cases: ['§ 164', '§ 4', '§ 252', '§ 84', '§ 87', '§ 87', '§ 158', '§ 5', '§ 5', '§ 252', '§ 4', '§ 4', '§ 118', '§ 670', '§ 677', '§ 87', '§ 5', '§ 135', '§ 5', '§ 266', '§ 92', '§ 87', '§ 670', '§ 677']

BFH, 26.04.2018 - III R 5/16 - dejure.org
https://dejure.org/2018,20910
BFH, 26.04.2018 - III R 5/16 (https://dejure.org/2018,20910)
BFH, Entscheidung vom 26.04.2018 - III R 5/16 (https://dejure.org/2018,20910)
BFH, Entscheidung vom 26. April 2018 - III R 5/16 (https://dejure.org/2018,20910)
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§ 164 Abs. 2 der Abgabenordnung, § ... 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung (FGO), § 4 Abs. 1 des Einkommensteuergesetzes, § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 des Handelsgesetzbuchs (HGB), § 84 Abs. 1 HGB, § 87a Abs. 1 Satz 2 HGB, § 87a Abs. 1 Satz 1 HGB, § 158 Abs. 1 des Bürgerlichen Gesetzbuchs, § 5 Abs. 1 EStG, § 5 EStG, § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB, § 4 Abs. 1 EStG, §§ 4 ff. EStG, § 118 Abs. 2 FGO, § 670, §§ 677, 683 BGB, § 87d HGB, § 5 Abs. 2 EStG, § 135 Abs. 2 FGO
Provisionsvorauszahlungen und dazugehörige Aufwendungen
Zur Bilanzierung von Provisionsvorauszahlungen und von damit im Zusammenhang stehenden Aufwendungen
Keine Aktivierung von Aufwendungen im Zusammenhang mit Provisionsvorschüssen
Keine Aktivierung von Aufwendungen im Zusammenhang mit schwebendem Geschäft
Steuertipp: Bilanzierung von Vorauszahlungen bei Provisionen
Bilanzierung von Provisionsleistungen
EStG § 5 Abs 1, HGB § 266 Abs 2
Aktivierung, Leistung, Vermittlung
BFHE 261, 326
BFH, 29.08.2018 - XI R 32/16
Zur Passivierung stornobehafteter Vermittlungsprovisionen und Aktivierung des …
a) Die Aktivierung von Aufwendungen --von Rechnungsabgrenzungsposten abgesehen-- setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Wirtschaftsguts voraus, dass also Aufwendungen zum Erwerb eines Wirtschaftsguts durch Anschaffung oder Herstellung geführt haben müssen (vgl. dazu BFH-Urteil vom 26. April 2018 III R 5/16, BFHE 261, 326, BStBl II 2018, 536, Rz 18, m.w.N.).
HGB setzt die Wirtschaftsguteigenschaft voraus (vgl. dazu BFH-Urteil in BFHE 261, 326, BStBl II 2018, 536, Rz 19, m.w.N.).
Der III. Senat des BFH hat mit Urteil in BFHE 261, 326, BStBl II 2018, 536 entschieden, dass der Bilanzposten der "unfertigen Leistungen" nicht vorrangig der Aufwandsstornierung im Rahmen der Erstellung von Dienstleistungen dient, weil nicht Aufwendungen zu aktivieren sind, sondern lediglich das durch die Aufwendungen erlangte Wirtschaftsgut (Rz 20 f.).
Es sind vielmehr ins Gewicht fallende, eindeutig und klar abgrenzbare Ausgaben erforderlich, die sich von laufenden Ausgaben erkennbar unterscheiden (vgl. dazu BFH-Urteil in BFHE 261, 326, BStBl II 2018, 536, Rz 23, m.w.N.).
Laufende Betriebsausgaben, die sich aber --wie hier-- nicht eindeutig bestimmten Vermittlungen zurechnen lassen und sich nicht von den laufenden Aufwendungen abheben, sind nicht geeignet, ein selbständig bewertungsfähiges Wirtschaftsgut zu begründen (vgl. dazu BFH-Urteile vom 6. März 1970 III R 20/66, BFHE 99, 50, BStBl II 1970, 489; vom 2. Juni 1978 III R 8/75, BFHE 126, 478, BStBl II 1979, 235; jeweils m.w.N.; in BFHE 261, 326, BStBl II 2018, 536, Rz 25).
Den Aufwendungen steht gemäß § 92 Abs. 2, § 87d HGB im Falle der Stornierung einer vermittelten Versicherung kein Aufwendungsersatzanspruch nach § 670 oder §§ 677, 683 des Bürgerlichen Gesetzbuchs gegenüber (vgl. dazu BFH-Urteil in BFHE 261, 326, BStBl II 2018, 536, Rz 26, m.w.N.).
Dies ist derzeit Gegenstand auch eines anderen anhängigen Revisionsverfahrens beim BFH (III R 5/16).
Revision eingelegt - BFH-Az.: III R 5/16.