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Timestamp: 2016-10-27 20:57:07
Document Index: 185704550

Matched Legal Cases: ['Art. 16', 'Art. 17', 'BGE', 'BGE', 'Art. 59', 'BGE', 'BGE', 'Art. 109', 'BGE', 'BGE', 'Art. 61', 'Art. 42', 'Art. 109', 'Art. 102', 'Art. 65', 'Art. 66']

8C_920/2014 (12.05.2015)
8C_920/2014 � � Urteil vom 12. Mai 2015
A.a.�A.________, geboren 1969, arbeitete seit Dezember 1990 als kaufm�nnische Angestellte f�r B._________ und war in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen Mobiliar Versicherungsgesellschaft (nachfolgend: Mobiliar oder Beschwerdegegnerin) gegen die Folgen von Unf�llen und Berufskrankheiten versichert. Nachdem sie am 30. Juni 1992 ihr erstes Kind geboren hatte, fiel sie noch w�hrend des Aufenthaltes im Spital C.________ am 3. Juli 1992 anl�sslich eines Schw�cheanfalls in der Dusche auf den R�cken. Dabei zog sie sich eine Impressionsfraktur des Lendenwirbelk�rpers (LWK) 1 zu. Die Behandlung erfolgte medikament�s und mit physikalischen Therapiemassnahmen. Die Versicherte blieb bis zum 11. Dezember 1992 voll arbeitsunf�hig. Seit der Geburt des zweiten Kindes am 6. Februar 1994 klagte die Versicherte �ber zunehmende thorakale R�ckenschmerzen, weshalb sie sich ab 15. M�rz 1994 wieder in Behandlung des Dr. med. D.________ begab. Mit unangefochten in Rechtskraft erwachsener Verf�gung vom 4. September 2000 sprach die Mobiliar der Versicherten f�r die ihr aus dem Unfall dauerhaft verbleibende Beeintr�chtigung der gesundheitlichen Unversehrtheit (wesentliche Ver�nderung der Form der Wirbels�ule) eine Integrit�tsentsch�digung auf Grund einer Integrit�tseinbusse von 25 % zu. Nachdem die Mobiliar eine unfallbedingte Erwerbsunf�higkeit verneint (Verf�gung vom 7. November 2000) und dies mit Einspracheentscheid vom 30. Januar 2002 best�tigt hatte, hob das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern (heute: Kantonsgericht Luzern) den Einspracheentscheid auf und wies die Sache zur weiteren Abkl�rung und Neuverf�gung an die Mobiliar zur�ck (Entscheid vom 4. Dezember 2003). Diese veranlasste beim medizinischen Abkl�rungszentrum E.________ die Erstellung des interdisziplin�ren Gutachtens vom 13. Mai 2004. Gest�tzt darauf sprach die Mobiliar der Versicherten f�r die Dauer vom 1. August 2001 bis 31. Mai 2004 ein Taggeld basierend auf einer Arbeitsunf�higkeit von 67 % und mit Wirkung ab 1. Juni 2004 eine Invalidenrente auf Grund einer unfallbedingten Erwerbsunf�higkeit von 71 % zu (unangefochten in Rechtskraft erwachsene Verf�gung vom 12. Juli 2006).
A.b.�Im Rahmen einer im Mai 2010 eingeleiteten Rentenrevision beauftragte die Mobiliar das interdisziplin�re Abkl�rungsinstitut F.________ mit der Durchf�hrung einer polydisziplin�ren Begutachtung. Das interdisziplin�re Abkl�rungsinstitut F.________ erstattete das Gutachten am 15. Juli 2011. Die Mobiliar teilte zudem der Versicherten mit, dass sie eine �berwachung in Auftrag gegeben habe. Mit Verf�gung vom 16. April 2012 - best�tigt durch Einspracheentscheid vom 31. August 2012 - stellte die Mobiliar die Heilbehandlung auf den Zeitpunkt der Erstattung des Gutachtens des interdisziplin�ren Abkl�rungsinstituts F.________ hin ein und hob die Invalidenrente per Ende Mai 2012 auf.
Die hiegegen erhobene Beschwerde der A.________ wies das Kantonsgericht Luzern, 3. Abteilung, mit Entscheid vom 5. November 2014 ab.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten l�sst A.________ unter Aufhebung des kantonalen Gerichts- und des Einspracheentscheides beantragen, die Mobiliar habe die Heilbehandlung auch nach dem 15. Juli 2011 zu �bernehmen und �ber den 31. Mai 2012 hinaus die Invalidenrente zu erbringen.
Die Vorinstanz hat die Grundlagen �ber die Ermittlung des Invalidit�tsgrades bei erwerbst�tigen Versicherten nach der Einkommensvergleichsmethode (Art. 16 ATSG) und �ber die Rentenrevision (Art. 17 Abs. 1 ATSG; BGE 134 V 131 E. 3 S. 132, 133 V 108) richtig dargelegt. Gleiches gilt f�r die Ausf�hrungen zu den massgebenden Vergleichszeitpunkten (BGE 133 V 108 E. 5 S. 110 ff.), zur Zul�ssigkeit von privatdetektivlichen Observationen (Art. 59 Abs. 5 IVG; BGE 137 I 327) sowie zum Beweiswert und zur W�rdigung �rztlicher Berichte und Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3a S. 352). Darauf wird verwiesen.
3.1.�Das kantonale Gericht hat nach einl�sslicher W�rdigung der Aktenlage mit in allen Teilen �berzeugender Begr�ndung - worauf verwiesen wird (Art. 109 Abs. 3 BGG) - zutreffend dargelegt, weshalb die von der Mobiliar angeordnete und im Zeitraum zwischen 17. Juni und 2. Juli 2010 durchgef�hrte Observation zul�ssig war und deren Ergebnisse verwertbar sind. Laut angefochtenem Entscheid ist hinsichtlich des somatischen Gesundheitszustandes auf Grund des diesbez�glich beweiskr�ftigen Gutachtens des interdisziplin�ren Abkl�rungsinstituts F.________ insbesondere unter Mitber�cksichtigung der Observationsergebnisse im Vergleich zur unbestritten massgebenden Ausgangslage bei Rentenzusprache gem�ss Gutachten des medizinischen Abkl�rungszentrums E.________ mit dem Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit von einer rentenanspruchserheblichen Verbesserung des Gesundheitsschadens auszugehen. In Bezug auf den psychischen Gesundheitszustand stellte die Vorinstanz auf das von der Invalidenversicherung veranlasste, 90-seitige psychiatrische Gutachten des Dr. med. G.________ vom 20. September 2012, ab, welchem das kantonale Gericht ebenfalls volle Beweiskraft zuerkannte. Dr. med. G.________ setzte sich nicht nur ausf�hrlich mit der medizinischen Aktenlage, sondern auch eingehend mit den Observationsergebnissen auseinander und vermochte einzig einen Verdacht auf eine chronische Schmerzst�rung mit somatischen und psychischen Faktoren (F45.41 nach ICD-10) zu diagnostizieren. Differentialdiagnostisch schloss er auf eine Entwicklung k�rperlicher Symptome aus psychischen Gr�nden (F68.0 nach ICD-10). In Anwendung der Rechtsprechung zu den pathogenetisch-�tiologisch unklaren syndromalen Beschwerdebildern ohne organisch nachweisbare Grundlage (BGE 136 V 279 E. 3.2.3 S. 283) verneinte die Vorinstanz eine - nur ausnahmsweise anzunehmende - Un�berwindbarkeit der geklagten psychischen Beeintr�chtigungen, weshalb der Versicherten trotz dieser Beschwerden die erwerbliche Verwertung der Arbeitskraft im Rahmen der angestammten B�rot�tigkeit oder einer anderen k�rperlich leichten Arbeit ohne Einschr�nkungen zumutbar sei.
3.2.�Was die Beschwerdef�hrerin hiegegen vorbringt, ist offensichtlich unbegr�ndet.
3.2.1.�Die Einw�nde, weshalb die Observationsergebnisse aus dem �ffentlichen Einkaufszentrum entgegen dem angefochtenen Entscheid und der einschl�gigen Rechtsprechung (Urteile 9C_631/2014 vom 12. M�rz 2015 E. 3.1, 8C_192/2013 vom 16. August 2013 E. 5.2) nicht verwertbar sein sollten, beruhen auf Mutmassungen �ber den Willen der Betreibergesellschaft und sind nicht nachvollziehbar, zumal die Einschr�nkungen gem�ss BGE 137 V 327 E. 5.6 S. 334 f., welche im Bereich des UVG analog anwendbar sind (SVR 2013 UV Nr. 32 S. 111, 8C_192/2013 E. 3.2 mit Hinweis auf Urteil 8C_830/2011 vom 9. M�rz 2012 E. 6.2 i.f.), hier offensichtlich unstrittig eingehalten wurden.
3.2.2.�Wenn sich die Vorinstanz in Bezug auf den somatischen Gesundheitszustand auf das Gutachten des interdisziplin�ren Abkl�rungsinstituts F.________ abst�tzte und die Versicherte dagegen beanstandet, dies sei rechtsfehlerhaft, weil auch im somatischen Teil des Gutachtens des interdisziplin�ren Abkl�rungsinstituts F.________ die Observationsergebnisse nicht ber�cksichtigt worden seien, dann ist diese Argumentation insofern haltlos, als sich diesfalls die somatisch begutachtenden �rzte des interdisziplin�ren Abkl�rungsinstituts F.________ - ungeachtet des scharf kontrastierenden tats�chlichen Verhaltens der Beschwerdef�hrerin w�hrend der Observation - offenbar allein auf die von der Versicherten w�hrend der Begutachtung pr�sentierten, vollst�ndig invalidisierenden Symptome konzentrierten und sich dies folglich zu Gunsten der Beschwerdef�hrerin h�tte auswirken m�ssen. Das kantonale Gericht hat demgegen�ber in nicht zu beanstandender Beweisw�rdigung nicht nur die Observationsergebnisse, sondern auch die im somatischen Teil des Gutachtens des interdisziplin�ren Abkl�rungsinstituts F.________ in aller Deutlichkeit festgestellten Hinweise auf eine erhebliche Symptomausweitung, ausgepr�gte Selbstlimitierung und sogar Leistungsverweigerung mitber�cksichtigt und hernach bundesrechtskonform darauf geschlossen, dass sich der Schweregrad der chronischen Thorakolumbalgie, welche gem�ss Gutachten des medizinischen Abkl�rungszentrums E.________ bei Rentenzusprache f�r die Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit noch miturs�chlich war, auch mit Blick auf die Diagnose laut Gutachten des interdisziplin�ren Abkl�rungsinstituts F.________ in revisionsrechtlich rentenanspruchserheblichem Ausmass reduziert hat. Von einer vorinstanzlichen Verletzung der Begr�ndungspflicht (Art. 61 lit. h ATSG) kann keine Rede sein.
3.2.3.�Spekulationen �ber die Medikamenteneinnahme hat sich die Versicherte selbst zuzuschreiben, nachdem unbestritten feststeht, dass sie sowohl anl�sslich der Begutachtung des interdisziplin�ren Abkl�rungsinstituts F.________ als auch im Rahmen der psychiatrischen Exploration des Dr. med. G.________ eine laborchemische Blutuntersuchung zwecks Bestimmung des Medikamentenspiegels ausdr�cklich verweigert hat. Auch die Einw�nde der Beschwerdef�hrerin gegen die Beweiskraft des Gutachtens des Dr. med. G.________ sind nicht stichhaltig. Ausgehend vom vorinstanzlich zutreffend erkannten Revisionsgrund einer rentenanspruchsrelevanten Verbesserung des somatischen Gesundheitszustandes kommt dem Gutachten des Dr. med. G.________ hier in erster Linie die Bedeutung einer fach�rztlich-psychiatrischen Beurteilung der von der Versicherten (sp�testens) seit der Begutachtung des medizinischen Abkl�rungszentrums E.________ subjektiv geklagten, angeblich vollst�ndig invalidisierenden Leistungsf�higkeitseinschr�nkung zu. Dies, nachdem die Beschwerdef�hrerin im Vergleich zu ihren Angaben anl�sslich der Begutachtung durch das medizinische Abkl�rungszentrum E.________ gem�ss ihren Antworten vom 26. Mai 2010 auf dem Revisionsfragebogen der Beschwerdegegnerin sogar noch eine Ausweitung der Leistungsunf�higkeit und damit eine weitere Verschlechterung des Gesundheitszustandes geltend machte. Vor diesem Hintergrund und mit Blick auf die medizinischen Vorakten sowie die aktuellen Observationsergebnisse beruhen die Schlussfolgerungen des Dr. med. G.________ zu den psychiatrisch lege artis begr�ndbaren Einschr�nkungen der Leistungsf�higkeit im Revisionszeitpunkt auf umfassender Aktenlage und sind nachvollziehbar, schl�ssig und �berzeugend begr�ndet, weshalb die Vorinstanz zu Recht darauf abgestellt hat. Weiterungen hiezu er�brigen sich, zumal die Versicherte anl�sslich der Begutachtung des Dr. med. G.________ nicht nur die Laboruntersuchung zur Erhebung des Medikamentenspiegels, sondern auch einzelne testpsychologische Untersuchungen verweigert hat.
3.2.4.�Hinsichtlich der per 15. Juli 2011 (Zeitpunkt der Erstattung des Gutachtens des interdisziplin�ren Abkl�rungsinstituts F.________) verf�gten Einstellung der Heilbehandlung und der per Ende Mai 2012 erfolgten Aufhebung der Invalidenrente nach UVG erhebt die Beschwerdef�hrerin - soweit sie sich in Bezug auf diese Punkte �berhaupt sachbez�glich mit der Begr�ndung des angefochtenen Entscheides auseinandersetzt (Art. 42 Abs. 2 BGG) - offensichtlich keine stichhaltigen Einw�nde. Bei uneingeschr�nkter Leistungsf�higkeit in der angestammten oder einer anderen k�rperlich leichten T�tigkeit erleidet die Versicherte keine unfallbedingte Erwerbseinbusse.
3.2.5.�Nach dem Gesagten ist die vorinstanzliche Best�tigung der Heilbehandlungseinstellung und der Rentenaufhebung nicht zu beanstanden.
Die offensichtlich unbegr�ndete Beschwerde ist im vereinfachten Verfahren nach Art. 109 Abs. 2 lit. a BGG - ohne Durchf�hrung eines Schriftenwechsels (Art. 102 Abs. 1 und 3 BGG) - abzuweisen. Die Gerichtskosten (Art. 65 Abs. 1 und Abs. 4 lit. a BGG) sind von der Beschwerdef�hrerin als unterliegender Partei zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG).