Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerwG&Datum=23.04.2015&Aktenzeichen=5%20C%202.14
Timestamp: 2020-08-08 21:38:43
Document Index: 190500638

Matched Legal Cases: ['§ 127', '§ 66', '§ 8', '§ 11', '§ 24', '§ 25', '§ 31', '§ 2', '§ 22', '§ 2', '§ 9', '§ 10', '§ 17', '§ 18', '§ 6', '§ 323', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 11', '§ 24', '§ 7', '§ 8', '§ 101', '§ 78', 'Art. 8', '§ 5', '§ 26', '§ 24']

BVerwG, 23.04.2015 - 5 C 2.14 - dejure.org
https://dejure.org/2015,14896
BVerwG, 23.04.2015 - 5 C 2.14 (https://dejure.org/2015,14896)
BVerwG, Entscheidung vom 23.04.2015 - 5 C 2.14 (https://dejure.org/2015,14896)
BVerwG, Entscheidung vom 23. April 2015 - 5 C 2.14 (https://dejure.org/2015,14896)
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BRRG § 127 Nr. 2; BeamtStG § ... 63 Abs. 3 Satz 2; LBG RP § 66 Abs. 1 und 5; BVO RP § 8 Abs. 1 und 2, Abs. 3 Satz 1 Nr. 1, § 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, § 24 Abs. 2 Nr. 2, Abs. 3, §§ 25, 26 Abs. 1 und 2 Nr. 1, Abs. 3 Nr. 1, § 31 Nr. 1; BPflV § 2 Abs. 1 Satz 1 und 2, § 22; KHEntgG § 2 Abs. 1 Satz 1 und 2, § 9 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, § 10 Abs. 9, § 17 Abs. 1 bis 3, § 18 Abs. 1 Satz 1; GoÄ § 6a Abs. 1 Satz 2; StGB § 323c
Allgemeine Krankenhausleistungen; ärztliche Leistungen; Basisfallwert; Beihilfe; Beihilferecht; Beihilfefähigkeit; Beihilfeausschluss; Beihilfefähigkeit in privaten Krankenhäusern; Belegabteilung; Belegarzt; Belegarztmodell; belegärztliche Leistungen; Fallpauschale; ...
§ 8 Abs 1 BhV RP 2011, § 8 Abs 2 BhV RP 2011, § 8 Abs 3 S 1 Nr 1 BhV RP 2011, § 11 Abs 1 S 1 Nr 1 BhV RP 2011, § 24 Abs 2 Nr 2 BhV RP 2011
Beihilfefähigkeit von Aufwendungen in privaten Krankenhäusern nach rheinland-pfälzischem Landesrecht; Erstattungsfähigkeit belegärztlicher Leistungen nicht ausgeschlossen
Bestimmen der Beihilfefähigkeit belegärztlicher Leistungen im Zusammenhang mit der Behandlung in privaten Krankenhäusern nach den allgemeinen Regelungen über ärztliche Leistungen; Beihilfefähigkeit von Aufwendungen i.R.e. stationären Behandlung eines Ruhestandsbeamten in ...
Privatbehandlung/Private Krankenversicherung/Beihilfe | Beihilfe | Stationäre Behandlung | BVerwG: Beihilfefähigkeit gesondert in Rechnung gestellter ärztlicher Leistungen
NVwZ-RR 2015, 748
Für die rechtliche Beurteilung beihilferechtlicher Streitigkeiten ist grundsätzlich die Sach- und Rechtslage im Zeitpunkt des Entstehens der Aufwendungen, für die Beihilfe verlangt wird (hier: Mai bis Dezember 2013), maßgeblich (vgl. VGH Bad.-Württ., Urteil vom 24.03.2017 - 2 S 1723/16 -, juris; BVerwG, Urteil vom 23.04.2015 - 5 C 2.14 -, juris Rn. 10).
Mangels eines ausdrücklichen Ausschlusses der Beihilfefähigkeit von Leistungen eines Belegarztes richtet sich die Beihilfefähigkeit der Aufwendungen auch für geltend gemachte Auslagen (hier: Materialkosten) nach den allgemeinen Regelungen des § 7 Abs. 1 Satz 1, § 8 Satz 1 Nr. 1 BayBhV (in Fortführung BVerwG, U. v. 23.4.2015 - 5 C 2.14 - ZBR 2015, 384).
Nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 23. April 2015 - 5 C 2.14 - (ZBR 2015, 384) stehe fest, dass sich die Beihilfefähigkeit von belegärztlichen Leistungen bei Operationen in privaten Krankenhäusern nach den allgemeinen Regelungen über ärztliche Leistungen bestimme.
Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 23. April 2015 - 5 C 2.14 - (ZBR 2015, 384) stehe dem nicht entgegen.
Abgesehen davon, dass die Vorschrift schon nicht den erforderlichen ausdrücklichen Ausschluss für belegärztliche Leistungen bzw. Auslagen enthält, stellt sie auch keine spezielle Regelung über die Beihilfefähigkeit von Krankenhausleistungen in nicht zugelassenen Krankenhäusern dar, die den Rückgriff auf die Regelungen über die Beihilfefähigkeit von ärztlichen Leistungen bzw. Auslagen sperren würde (vgl. BVerwG, U. v. 23.4.2015 - 5 C 2.14 - ZBR 2015, 384 Rn. 34 für die im Wesentlichen gleich lautenden Regelungen in der Beihilfenverordnung Rheinland-Pfalz vom 22. Juni 2011).
Für die rechtliche Beurteilung beihilferechtlicher Streitigkeiten ist grundsätzlich die Sach- und Rechtslage im Zeitpunkt des Entstehens der Aufwendungen, für die Beihilfe verlangt wird (hier: 1. Halbjahr 2011), maßgeblich (vgl. VGH Bad.-Württ., Urteil vom 24.03.2017 - 2 S 1723/16 -, juris; BVerwG, Urteil vom 23.04.2015 - 5 C 2.14 -, juris Rn. 10) und damit die auf der gesetzlichen Grundlage des § 101 LBG (seit dem 01.01.2011: § 78 LBG) erlassene Verordnung des Finanzministeriums über die Gewährung von Beihilfe in Geburts-, Krankheits-, Pflege- und Todesfällen vom 28.07.1995 (GBl. S. 561; im Folgenden: Beihilfeverordnung - BVO -) in der zum Zeitpunkt des Entstehens der Aufwendungen geltenden Fassung des - rückwirkend zum 01.01.2011 in Kraft getretenen - Art. 8 des Gesetzes zur Einbeziehung von Lebenspartnerschaften in ehebezogene Regelungen des öffentlichen Dienstrechts und zu weiteren Änderungen des Landesbesoldungsgesetzes Baden-Württemberg, des Landesbeamtenversorgungsgesetzes Baden-Württemberg und des Versorgungsrücklagegesetzes vom 24.07.2012 (GBl. S. 482).
Maßgebend für die Beihilfegewährung ist die Sach- und Rechtslage im Zeitpunkt des Entstehens der Aufwendungen, für die Beihilfe verlangt wird (BVerwG, Urteil vom 23.04.2015 - 5 C 2.14 -, juris Rdnr. 10;… VGH Bad.-Württ., Urteil vom 24.03.2017 - 2 S 701/16 -, juris Rdnr. 26).
24 Für die rechtliche Beurteilung beihilferechtlicher Streitigkeiten ist grundsätzlich die Sach- und Rechtslage im Zeitpunkt des Entstehens der Aufwendungen, für die Beihilfe verlangt wird, maßgeblich (vgl. BVerwG, Urteil vom 23.04.2015 - 5 C 2.14 -, juris, Rn. 10;… Senatsurteil vom 24.03.2017 - 2 S 1723/16 -, juris, Rn. 17).
Rechtsgrundlage für die Gewährung der von der Klägerin begehrten Beihilfe ist § 5 Abs. 1 Satz 1 der Verordnung des Finanz- und Wirtschaftsministeriums über die Gewährung von Beihilfe in Geburts-, Krankheits-, Pflege- und Todesfällen vom 28.07.1995 (GBl. 1995, 561; im Folgenden: BVO), wobei es für die rechtliche Beurteilung beihilferechtlicher Streitigkeiten auf die Sach-und Rechtslage zum Zeitpunkt des Entstehens der Aufwendungen, für die Beihilfe verlangt wird, ankommt (vgl. BVerwG, Urteil vom 23.04.2015 - 5 C 2.14 -, juris Rn. 10).
Für die rechtliche Beurteilung beihilferechtlicher Streitigkeiten ist grundsätzlich die Sach- und Rechtslage im Zeitpunkt des Entstehens der Aufwendungen (hier: Juli/August 2016) maßgeblich, für die Beihilfe verlangt wird (vgl. Senat…, Urteil vom 24.03.2017 - 2 S 1723/16 - juris Rn. 17; BVerwG, Urteil vom 23.04.2015 - 5 C 2.14 - juris Rn. 10).
Die Klägerin erhob Widerspruch, das Widerspruchsverfahren wurde vom Beklagten ausgesetzt im Hinblick auf das beim Bundesverwaltungsgericht anhängige Verfahren 5 C 2.14.
In diesem Fall sind die allgemeinen Krankenhausleistungen gemäß § 26 Abs. 2 Satz 1 BVO in begrenzter Höhe und daneben die belegärztlichen Leistungen im Sinne des § 24 Abs. 2 Nr. 3 BVO beihilfefähig (vgl. im Einzelnen BVerwG, Urteil vom 23. April 2015 - 5 C 2.14 -, juris).
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