Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=II%20ZR%20250/12
Timestamp: 2019-11-20 09:08:43
Document Index: 326708523

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 2212', '§ 50', '§ 119', '§ 2205', '§ 2211', '§ 2212', '§ 2216', '§ 47', '§ 2205', '§ 47', '§ 119', '§ 47', '§ 2216', '§ 2211', '§ 47', '§ 50', '§ 119', '§ 2205', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 241', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 47', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 47', 'BGH', 'BGH', '§ 2205', 'BGH', 'BGH']

BGH, 13.05.2014 - II ZR 250/12 - dejure.org
BGH, 13.05.2014 - II ZR 250/12
https://dejure.org/2014,17019
BGH, 13.05.2014 - II ZR 250/12 (https://dejure.org/2014,17019)
BGH, Entscheidung vom 13.05.2014 - II ZR 250/12 (https://dejure.org/2014,17019)
BGH, Entscheidung vom 13. Mai 2014 - II ZR 250/12 (https://dejure.org/2014,17019)
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§§ 2212, 2216, 2205, 2211 BGB; §§ 50, 47 Abs. 4 GmbHG; § 119 HGB
§ 2205 BGB, § 2211 BGB, § 2212 BGB, § 2216 BGB, § 47 Abs 4 GmbHG
BGB §§ 2205, 2211, 2212, 2216; GmbHG §§ 47 Abs. 4, 50; HGB § 119
Ausschluss der Erben von der Ausübung der Gesellschafterbefugnisse bei Anordnung einer unbeschränkten Testamentvollstreckung
Zur Ausübung der Gesellschafterbefugnisse bei unbeschränkter Testamentsvollstreckung
Zur Ausübung der Gesellschafterbefugnisse durch einen unbeschränkten Testamentsvollstrecker, der selbst kein Gesellschafter ist, wenn dieser bei einer Beschlussfassung über einen bestimmten Beschlussgegenstand wegen eines Stimmverbots ausgeschlossen wäre
Anordnung der unbeschränkten Testamentsvollstreckung hinsichtlich einer zum Nachlass gehörenden Beteiligung an einer Gesellschaft
GmbHG § 47 Abs. 4; BGB § 2216 Abs. 2; BGB § 2211
Einberufungsrecht des Testamentsvollstreckers
Ausübung der Gesellschafterbefugnisse kann Testamentsvollstrecker obliegen
Testamentsvollstreckung bei Gesellschaften
Ausübung der Gesellschafterbefugnisse durch Testamentsvollstrecker
GmbHG § 47 Abs. 4, § 50; HGB § 119; BGB §§ 2205, 2211, 2212, 2216
Testamentsvollstreckung an Kommanditanteilen; Trennung zwischen gesellschafts- und erbrechtlicher Ebene
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 13.05.2014, Az.: II ZR 250/12 (Gesellschafterbeschluss: Ausübung der Gesellschafterbefugnisse bei Anordnung einer unbeschränkten Testamentsvollstreckung und Stimmverbot)" von RA/FAStR Rüdiger Werner, original erschienen in: GmbHR ...
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 13.05.2014, Az.: II ZR 250/12 (Anordnung der unbeschränkten Testamentsvollstreckung hinsichtlich einer zum Nachlass gehörenden Beteiligung an einer Gesellschaft)" von Dr. Thomas Wachter, original erschienen in: BB 2014, 2061 ...
Kurznachricht zu "Ausübung von Gesellschafterrechten bei Testamentsvollstreckung über GmbH-Geschäftsanteile" von RA/StB Dr. Joachim Krämer, original erschienen in: GmbH-StB 2014, 256 - 257.
Kurznachricht zu "Testamentsvollstreckung und Gesellschaftsrecht" von Notar Dr. Oliver Vossius, original erschienen in: NotBZ 2014, 417 - 418.
Kurznachricht zu "Ausübung der Gesellschafterbefugnisse bei unbeschränkter Testamentsvollstreckung hinsichtlich einer zum Nachlass gehörenden Gesellschaftsbeteiligung" von Prof. Dr. Wolfgang Reimann, original erschienen in: ZEV 2014, 662 - 668.
LG Hamburg, 04.10.2010 - 415 HKO 71/10
OLG Hamburg, 04.07.2012 - 11 U 187/10
BGHZ 201, 216
ZIP 2014, 1422
MDR 2014, 1036
NJ 2014, 384
WM 2014, 1426
BB 2014, 2061
DB 2014, 1670
JR 2015, 429
NZG 2014, 945
Fehlt dem Einberufenden die Befugnis zur Einberufung einer Gesellschafterversammlung, führt dies zur Unwirksamkeit der Einladung und Nichtigkeit der auf der Gesellschafterversammlung gefassten Beschlüsse analog § 241 Nr. 1 AktG (vgl. BGH, Urteil vom 7. Februar 1983 - II ZR 14/82, BGHZ 87, 1, 2; Urteil vom 13. Mai 2014 - II ZR 250/12, BGHZ 201, 216 Rn. 12 mwN).
Bei der Kommanditgesellschaft - ebenso wie bei der Aktiengesellschaft und der GmbH - führt die Einberufung durch einen Unbefugten zur Nichtigkeit der gefassten Beschlüsse (BGH, Urteil vom 13. Mai 2014 - II ZR 250/12, BGHZ 201, 216 Rn. 12).
Die Ladung zur Gesellschafterversammlung ist, wenn die Testamentsvollstreckung auch das Stimmrecht erfasst, zwar an den Testamentsvollstrecker zu richten, weil er auch zur Ausübung des Stimmrechts befugt ist, solange ihn kein Stimmverbot trifft (BGH, Urteil vom 13. Mai 2014 - II ZR 250/12, BGHZ 201, 216 Rn. 22 f.).
Er ist auch Träger des Stimmrechts; lediglich die Ausübung des Stimmrechts kann Sache des Amtswalters sein (vgl. BGH, Urteil vom 13. Mai 2014 - II ZR 250/12, BGHZ 201, 216 Rn. 22;… zum Insolvenzverwalter Urteil vom 31. Mai 2011 - II ZR 109/10, BGHZ 190, 45 Rn. 7;… K. Schmidt/Scholz, GmbHG, 11. Aufl., § 47 Rn. 16).
Die Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 13. Mai 2014 - II ZR 250/12, BGHZ 201, 216 stehe nicht entgegen.
Auch der BGH zeigt in neueren Entscheidungen eine deutliche Tendenz gegen gesellschaftsrechtliche Einschränkungen der Befugnisse des Testamentsvollstreckers (vgl. insb. BGH, Urt. v. 13.05.2014, II ZR 250/12, juris Rz. 14).
Dem liegt der allgemein geltende Grundsatz - vgl. § 47 Abs. 4 GmbH - zugrunde, dass niemand Richter in eigener Sache sein darf (BGH, Urteil vom 07.02.2012, II ZR. 230/09, juris Tz. 16; BGH, NZG 2014, S. 945 Tz. 23).
Zwar hat die Anordnung einer Testamentsvollstreckung hinsichtlich einer Beteiligung an einer Gesellschaft zur Folge, dass die Erben gemäß §§ 2205, 2211 BGB grundsätzlich von der Ausübung der Gesellschafterbefugnisse ausgeschlossen sind, welche stattdessen dem Testamentsvollstrecker obliegt (BGH ZIP 2014, 1422 ff.).
BGH, 07.02.2017 - II ZR 232/15