Source: https://www.haufe.de/steuern/kanzlei-co/verpflegungspauschale-bei-erster-taetigkeitsstaette_170_497250.html
Timestamp: 2020-04-03 08:18:20
Document Index: 239826012

Matched Legal Cases: ['§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9']

Verpflegungspauschale bei erster Tätigkeitsstätte | Steuern | Haufe
News 27.08.2019 Praxis-Tipp
Bild: Cara-Foto - Fotolia Ein Arbeitgeber stellte an Bord unentgeltlich Mahlzeiten zur Verfügung.
Nach Auffassung des FG Niedersachsen schließt aber die Verweisung in § 9 Abs. 4a Satz 4 EStG auf die Sätze 2 und 3 auch eine Kürzung nach § 9 Abs. 4a Satz 8 EStG ein. Dies folge bereits aus § 9 Abs. 4a Satz 2 EStG, auf den § 9 Abs. 4a Satz 4 EStG für Arbeitnehmer ohne erste Tätigkeitsstätte ausdrücklich verweist. Nach Satz 2 ist eine Verpflegungspauschale nur „zur Abgeltung der“ dem Arbeitnehmer „tatsächlich entstandenen beruflich veranlassten Mehraufwendungen“ anzusetzen. Diese Vorschrift wird von der Finanzverwaltung (BMF vom 24.10.2014, BStBl. 2014 I S. 1412 Tz. 73) und der Literatur übereinstimmend dahingehend verstanden, dass im Zusammenwirken mit der Vorschrift des § 9 Abs. 4a Satz 8 EStG kein Abzug eines Verpflegungsmehraufwands möglich ist, wenn der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer unentgeltlich Frühstück, Mittag- und Abendessen zur Verfügung stellt, so das FG. Aus dieser Fassung des Gesetzes ergäbe sich, dass - auch ohne ausdrückliche Verweisung auf § 9 Abs. 4a Satz 8 EStG in Satz 4 dieser Vorschrift - auch bei Arbeitnehmern ohne erste Tätigkeitsstätte ein Abzug von Verpflegungsmehraufwendungen nicht möglich ist, wenn sie in vollem Umfang unentgeltlich von ihrem Arbeitgeber verpflegt werden.
Schlagworte zum Thema: Verpflegungspauschale, Erste Tätigkeitsstätte, Arbeitnehmer, Mahlzeitengestellung