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Timestamp: 2017-11-25 07:46:03
Document Index: 346980086

Matched Legal Cases: ['§ 4', 'Art. 65', 'Art. 45', 'Art. 337', 'Art. 268', 'Art. 11', 'Art. 64', 'Art. 57', 'Art. 64']

Metze (Deutsches Rechtswörterbuch - DRW)
1Metze, 2Matte
Wortklasse: Femininum Maskulinum
sprachliche Erläuterung: obd. und md., auch Metzen, Metz m., Matz f., und daneben nd. 2Matte auch Mette f., seltener Matt n.; ahd. mezza f. mezzo m., mhd. metze m., mnd. matte, mette f., mat n., ae. mitta m.; z. Etym. vgl. Kluge22 476; bei nd. Matte mit den zugehörigen Kompositen handelt es sich um eigenständige Formen, die jedoch in der Metze-Reihe mitbehandelt werden.
1Metze (I)
Erklärung: ein Hohlmaß, meist für Getreide, auch zur Abmessung von anderen Feldfrüchten und Flüssigkeiten.
vgl. Meste.
Sachhinweis: zur Umrechnung Kahnt,Maße 185.
Belegtext: (and) xxx. ombra godes uuelesces aloð þet limpað to xv. mittum (and) mittan fulne huniges oðða tuegen uuines
Datierung: 804/829 Fundstelle: DiplAngl. 460
Belegtext: bata mittan
Datierung: Mitte 10. Jh (Hs.) Fundstelle: Wright-Wülcker I 359, 8
Belegtext: chori mittan
Datierung: Mitte 10. Jh (Hs.) Fundstelle: Wright-Wülcker I 367, 10
Belegtext: sub modio under mittan
Datierung: Mitte 10. Jh (Hs.) Fundstelle: Wright-Wülcker I 508, 7
Belegtext: emina mezza
Datierung: 11. Jh. Fundstelle: AhdGl. III 658, 33
Belegtext: eminus mezzo
Datierung: 11./12. Jh. Fundstelle: AhdGl. III 629, 29
Belegtext: [Abgabe] v mensuras tritici, quod mezzun vocant
Datierung: 1110/30 Fundstelle: PassauTrad. 154
Belegtext: der ander hof ... giltet: 6 mutte ân 1 schoet, daz ist 8 metzen [Getreide]
Datierung: 1288 Fundstelle: UrbMeinh. 19
Belegtext: haben jn gegeben ... sechzehen metzzen habern geltes, die man dient alle wege von ainem acher
Datierung: 1314 Fundstelle: OÖUB. V 130
Belegtext: da man von der selben mvol alle iar dienet nêvnzehn metzen charns chasten mazze
Datierung: 1343 Fundstelle: OÖUB. VI 442
Belegtext: der metzen gent vii an einen hofmvtt
Datierung: 1. Hälfte 14. Jh. Fundstelle: PfarrkirchenUrb. 80
Datierung: 1353 Fundstelle: JenaUB. I 236
Belegtext: drittich unde twey metten weytes
Datierung: 1429 Fundstelle: HildeshUB. VI 429
Belegtext: ayn gütel zu H. ... dient ... aynen metzen aiblinger mazz öls
Datierung: 1431 Fundstelle: MBoica 21 S. 100
Belegtext: machen zehen gassen ein metzen und vier metzen ein somerin und vier somerin ein scheffel beyderley getreyde, habern und korns
Datierung: 1464 Fundstelle: CadolzburgSalB. 297
Belegtext: soll der muller zu molter vom malter nemen zwo metzen, und das nit mit halben metzen, sunder mit gantzen metzen moltern
Datierung: 1492 Fundstelle: Walldürn 264
Belegtext: von ainem sackh khas, da ain Murauer metzen in get, dauon zu mawt 2 phening
Datierung: um 1500 Fundstelle: Wimbersky 33
Datierung: 1502 Fundstelle: QFürstentBayreuth I 61
Belegtext: ein metz ist ein dritteil eins scheffels
Datierung: 1516 Fundstelle: ErbbLangensalza 91
Belegtext: dat is eine wisse matte, dar gan twölf matten up einen schepel. oldinges is it das 16. deel vam schepel de matte gewesen
Datierung: vor 1531 Fundstelle: RügenLR. Kap. 97 § 4
Belegtext: einen metzen kalk
Datierung: 1536 Fundstelle: MHungJurHist. V 2 S. 25
Belegtext: 1/2 metze salz
Datierung: 1538 Fundstelle: MittGotha 1904 S. 114
Belegtext: wenn irgendt einer wär, der kauffmannschafft trieb, es wär mit waitz, korn oder allerley traid undt nehm ein grossen metzen ein, undt geb ein kleinern wider auss, solcher soll nach aller billichkeit verwandelt werden, alss die weissen erkennen können im rath
Datierung: 1604 Fundstelle: ArchÖG. 17 (1857) 59
Belegtext: burgerlich gwin vom mez traidt 3 kreyzer
Datierung: 1625 Fundstelle: ArchÖG. 89 (1901) 639
Belegtext: die rotenburgische kleine metze, womit die glatten fruechte gemessen werden, haelt 4 muehlmetzlein
Datierung: 1790 Fundstelle: JournDeutschl. 7, 2 (1790) 74
Datierung: 1805 Fundstelle: Nelkenbrecher,MünzTschb. 42
Belegtext: alle die da siczen zu A. die eigen rauch han, iglich feuer gibt nun mezen habern der werunge daselbst
Region/Autor/Textsorte: Hessen Fundstelle: GrW. V 727
1Metze (II)
Erklärung: geeichtes Meßgefäß mit dem Fassungsvermögen einer 1Metze (I), auch das obrigkeitlich hergestellte und als Norm gesetzte Urbild davon.
vgl. Mahlmetze (III), Metzengefäß, Metzenkopf, Metzenmaß, Metzenschüssel, Metzlein.
Belegtext: swa man unrehte maetzen vindet, da ist man dem burggrafen schuldic funf schillinge
Datierung: 1276 Fundstelle: AugsbStR. Art. 65
Belegtext: in der molen schal wesen en matte also grot, dat der be holden achtehalf enen schepel
Datierung: Ende 13. Jh. Fundstelle: LübMndStR. Art. 45
Belegtext: wo ein mensch mit unrechten meczen und unrechter ellen wegriffen wiert, der schol verpuezzen mit einer marck
Datierung: um 1330 Fundstelle: BrünnRQ. 362
Belegtext: de mette scal ere rechten olden mate hebben
Datierung: 1334 Fundstelle: HildeshUB. I 501
Belegtext: de molre scullet hebben lutteke metten, dere scullet sesse ene grote strekene metten don ...
Belegtext: swas scheffele ader bescheidener meczin ist in den molin, ... do sullet ir ewer stadtkoere obir haben
Datierung: vor 1352 Fundstelle: MagdebR. II 1 S. 36
Belegtext: diß ist der kornmesser eydt, den sie dem rat gesworen haben. zü messen dem armen als dem reichen und mit maßen zü messen, die dasselbe jar geeychet und getzeichent worden sein, und besünder unser metzen alle vierteljars lassen eychen. und auch unser keiner getreyde kauffen, daz wir widder verkauffen wollen, noch auch mit nymant teyl nach gemeyn zu haben mit getreyde. und auch von einen malter korns zu messen nicht mer nemen dann 1 h
Datierung: 1434 Fundstelle: WürzbPol. 117
Belegtext: es sol auch im markcht nuer ain metzen sein und ain halber metz und ain viertail datz dem richter die gerecht sein und geprennt und darnach sullen die aussern gefächt und geprant werden
Datierung: 1435 Region/Autor/Textsorte: Oberösterreich Fundstelle: ÖW. XII 181
Belegtext: wenn ein herr siz und paw dingen will, so soll man für in bringen die mazz, ellen, gewicht und metzen
Datierung: um 1435 Region/Autor/Textsorte: Bayern Fundstelle: GrW. III 649
Datierung: 1438/52 Region/Autor/Textsorte: Niederösterreich Fundstelle: ÖW. VIII 10
Belegtext: die stainen metzen am markt
Datierung: 1440/47 Region/Autor/Textsorte: Oberösterreich Fundstelle: ÖW. XII 424
Belegtext: es sollen auch die kornmesser ire metzen brennen und zeichen lassen mit dem hertzogtum eysen, das darzu gmacht ist, umb des willen, das ein jederman sehe, das sie recht metzen furen
Datierung: 1475 Fundstelle: WürzbPol. 158
Belegtext: kchainer sol kchainen metzen nicht ausleichen dann der richter
Datierung: 2. Hälfte 15. Jh. Region/Autor/Textsorte: Niederösterreich Fundstelle: ÖW. VII 20
Datierung: 1512 Region/Autor/Textsorte: Niederösterreich Fundstelle: ÖW. VIII 81
Belegtext: des müllers eid ... du schwerst ... [daß du] jederman das ... wa si mit dem metzen gelassen habent, ... ungeverlich metzest und nit mer niemest denn die zugehör
Datierung: 1560 Fundstelle: WürtLändlRQ. II 873
Datierung: 1578 Fundstelle: ZWirtFrk. 7 (1865/67) 133
Belegtext: alle die, so auf wagen ruebe feihle bringen, sollen mit den metzen messen, welche der zolner zu dero behuef in verwarung hat
Datierung: 1597 Fundstelle: PeineStat. 262
Datierung: 18. Jh. Region/Autor/Textsorte: Niederösterreich Fundstelle: ÖW. VII 599
1Metze (III)
Erklärung: im Mühlenwesen.
vgl. Immat, 1Mahlgeld (I), Mahllohn (I), Mahlmetze, Metzenrecht, Metzgefälle, Metzgeld, Metzgetreide, Metzkorn.
1Metze (III 1)
Erklärung: nach der 1Metze (I) gemessener Teil des zu mahlenden Getreides als Mahllohn (I) für den Müller oder den Betreiber der Mühle, später als Geldablösung (auch zur Befreiung vom Mahlzwang).
Belegtext: super mensura molendinariis precii, que matta vocatur
Datierung: 1219 Fundstelle: HalleUB. I 157
Belegtext: mollendinarius recipiet mensuram de singulis modiis institutam, que matta wlgariter nominatur
Datierung: 1228 Fundstelle: MecklUB. I 344
Belegtext: absque aliquo penso, quod vulgariter mecza vocatur, libere molere debeamus
Datierung: 1258 Fundstelle: MecklUB. X 478
Belegtext: annonam ... noster molabit molendinarius sine matta et in ciuitate ad eorum libitum presentabit
Datierung: 1292 Fundstelle: MecklUB. III 455
Datierung: nach 1292 Fundstelle: HambStR. 154
Datierung: 1306 Fundstelle: SamlandUB. 121
Datierung: 1309 Fundstelle: Strals.1.StB. 163
Belegtext: ez sol ein iglich mùlner noch mùlknecht nimer ze lon haben noch nemen, dann den dreizzigisten metzen
Fundstelle: BairLR.(Schlosser/Schwab) Art. 337
Datierung: 1349 Fundstelle: HildeshUB. II 24
Belegtext: keyn moller sal mer nemen czu lone, wen ome czu rechte geboret. von eyme gehufften scheffele eyne gehuffte meccze
Datierung: nach 1358 Fundstelle: Rb.n.Dist. V 4 Dist. 18
Belegtext: daz ain ieglichiu muilin ... nit mer denne ainen muiller haben sol, der den metzen neme
Datierung: 1376/1445 Fundstelle: UlmRotB. Art. 268
Belegtext: wo man ... molgelt gibt, da sol man keine metze nemen
Datierung: vor 1386 Fundstelle: SspLehnr. 359 (Wurmsche Gl. zu Art. 11)
Belegtext: wil imands selbir molen mit seyme gesynde, der male umbe die blosze metcze
Datierung: 1441 Fundstelle: HanseRez.2 II 399
Datierung: 1. Hälfte 15. Jh. Fundstelle: BrschwUB. I 92
Belegtext: daß sie [Rat der Stadt Strausberg] ... auch von dem korn, so daselbs [Windmühle] gemalen werdt, ... ein gewonliche matten nemen
Datierung: 1533 Fundstelle: HistBeitrPreuß. II 422
Belegtext: de möler schall nehmen van itlichen schepel de gesettete mathe, de jtzund genomet ward de matte
Datierung: vor 1558 (Übs.) Fundstelle: SchwerinStR. 282
Belegtext: de mullers scholen ock de gemene nicht beschatten, sondern sick begnogen laten an dat olde matt
Datierung: 1562 Fundstelle: Schiller-Lübben III 46
Datierung: 1599 Fundstelle: LauenburgStR. 295
Belegtext: wird in der mühlen die matte genommen, nemblichen das 12. oder 16. korn, oder so vil geld an stat desselbigen
Datierung: 1609 Fundstelle: Rigafahrer 245
Belegtext: die in dieser ... stadt geordnete accise und matten
Datierung: 1643 Fundstelle: ZHambG. 8 (1889) 507
Belegtext: die geestleute ... sollen in des rahts jurisdiction mahlen lassen oder die matte zahlen
Datierung: 1644 Fundstelle: Voigt,BeitrHambVwg. I 32
Belegtext: [Verbot,] daß er einzigen mühlgast in der matz und maaß befortlen thäte
Datierung: 1682 Fundstelle: MittNordbExk. 18 (1895) 61
Datierung: 1762 Fundstelle: HambMandSamml. IV 2192ff.
Belegtext: soll auch nicht die metze in natur dem mueller entrichtet, sondern mit gelde bezahlt werden
Datierung: 1793 Fundstelle: Schwarz,LausWB. III 260
Datierung: 1799 Fundstelle: ArchSchleswH. 1 (1842) 170
1Metze (III 2)
Erklärung: Metzeinnahme als Mahlpacht.
vgl. Metzmüller, Metzkontrakt.
Belegtext: die muhle giebt die halbe matte
Datierung: 1599/1601 Region/Autor/Textsorte: Livland Fundstelle: AbhStaatswStraßb. VII 24 Anm. 7
1Metze (IV)
Erklärung: in Hamburg: Einnahmestelle des Metzgelds für das Malz der Bierbrauer; aM.: Lasch-Borchling II 926.
vgl. Metzzettel.
Belegtext: [Verbot des Mißbrauchs von Brauzetteln] die eigendomer oftmals die bruzedele to schinbarem schaden und vorfank der rentenere up der matten losen und to afleggung erer schulde gebruken
Datierung: 1588 Fundstelle: HambBurspr. 465
Belegtext: dat ein jeder ... beerbrouwer, de sin orlofzettel ... nicht vort brouwen ... wil, dat erste orlof up der matten schal laten uptekenen
Datierung: 1594/1603 Fundstelle: HambBurspr. 510
1Metze (V)
Erklärung: im Elsaß: Verkaufssteuer auf Lebensmittel.
Belegtext: des zols halp genant die matz, den bishar ein burgvogt im schloß zu S. alle wochenmerkt von gmus, krut, zibeln gries, mel und andern essenden dyngen uffgnomen hat
Datierung: 1525 Region/Autor/Textsorte: Elsass Fundstelle: Franz,BauernkrAkt. 223
1Metze (VI)
Erklärung: österreichisches Landmaß, auch im angrenzenden Allgäu, in Böhmen und Schlesien gebräuchlich; zur Umrechnung vgl. Kahnt,Maße 185.
Datierung: 1606 Region/Autor/Textsorte: Steiermark Fundstelle: ÖW. VI 74
Belegtext: 32 wiener mezen und 24 mezen crembßer landmaaß treffen in quantitate zusamben
Datierung: 1667 Fundstelle: ÖLOProt. 134
Belegtext: ein joch wird 4 nö, jedoch kleine metzen gerechnet; nach denen böhm. ruralstrichen aber zu 2 strich
Datierung: 1770 Fundstelle: Archiv c�esk� 24 (1908) 425
1Metze (VII)
Erklärung: in besonderen Wendungen.
1Metze (VII 1)
Erklärung: mit Metzen gelten als Unfreier Zins leisten.
Datierung: um 1275 Fundstelle: Schwsp.(L.)LR. Art. 64
Belegtext: vber swen man anders gezivg leiten sol die mag man vberzeugen mit allen levten die ir recht niht verlorn habent an die mit den metzen gelten. die mugen an dem niht gezivg sein
Datierung: 1275/76 Fundstelle: Dsp.(Eckh.1971) LR. Art. 57
Datierung: um 1410 Fundstelle: Schwsp.(Kurzform/Gr.) Art. 64
1Metze (VII 2)
Erklärung: mit dem Metzen kaufen oder verkaufen Kleinhandel treiben.
Belegtext: daz alle die, die mit den metzen kauffen oder verkauffen, furbaz dheinerley moezz ... niht haben sullen, sie sein danne gezaichent mit der burger zaichen
Datierung: 1380/1424 Fundstelle: NürnbSatzB. 286
1Metze (VII 3)
Erklärung: zur, auf der Metze sitzen das Recht auf Erhebung der 1Metze (III) innehaben.
Belegtext: dieweil der mueller seine maetze, darauff er sitzet, ohn allen zweifel in guter acht haben wird, so soll auch mit allem fleiß darauff gesehen werden, damit der mueller seinen pfennig wegen der unkosten darlege, nachdem wie er zur maetze sitzet
Datierung: 1642 Fundstelle: CCPrut. II 245
Wort davor: Metzblank - Wort danach: 2Metze