Source: https://www.bankzweiplus.ch/internet/bziech/iech_index/iech_download/iech_download_sonstigenews/iech_download_steuerlichehinweise?fontsize=small
Timestamp: 2019-06-24 12:04:40
Document Index: 100548036

Matched Legal Cases: ['§ 20', '§ 23', '§ 20', '§ 23', '§ 20', '§ 20', '§ 20', '§ 23', '§ 17']

Steuerliche Hinweise - Sonstige News - Download - bankzweiplus.ch
Bank Dokumente
Die nachfolgenden steuerlichen Hinweise gelten nur für in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtige Anleger, bei denen die Erträge zu den Einkünften aus Kapitalvermögen im Sinne des § 20 EStG zu rechnen sind (der «Anleger»). Es werden daher keine Besonderheiten berücksichtigt, die sich bei einem betrieblichen Anleger oder einer juristischen Person ergeben könnten. Soweit die in der Aufstellung enthaltenen Kapitalerträge zu den Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb, selbständiger Arbeit oder Vermietung und Verpachtung gehören, sind sie diesen Einkünften und nicht den Einkünften aus Kapitalvermögen zuzurechnen, was zu einer abweichenden steuerlichen Beurteilung führen kann. Zu den Einkünften aus privaten Veräusserungsgeschäften im Sinne des § 23 n.F. EStG wird nur punktuell und nicht vollumfänglich Stellung genommen.
Die Darstellung in den Ausfüllhilfen Anlage KAP und Anlage KAP-INV und diesen Hinweisen orientiert sich an den für den Anleger erforderlichen Angaben und ist in der Erträgnisaufstellung nach den verschiedenen Ertragsarten gegliedert. Dabei werden nur Ereignisse behandelt, die steuerlich dem Jahr 2018 zuzurechnen sind.
Um Ihnen die Erklärung der Kapitaleinkünfte in der Einkommensteuererklärung zu erleichtern, erhalten Sie neben der sich am amtlichen Formular der Anlage KAP und Anlage KAP-INV orientierenden Bescheinigungen (Ausfüllhilfe Anlage KAP und/oderAnlage KAP-INV) eine detaillierte Erträgnisaufstellung, mit der die einzelnen Kapitalerträge der Höhe nach besser nachvollzogen werden können. Die jeweiligen Beträge wurden unter Berücksichtigung des deutschen Steuerrechts ermittelt und werden soweit nicht anders angegeben in EUR ausgewiesen.
Soweit Sie Wertpapiere aus Ihrem Depot veräussert haben, welche Sie vor dem 1. Januar 2009 angeschafft haben (sog. Altbestände), werden die hieraus resultierenden Veräusserungsgewinne/-verluste grundsätzlich nicht unter den Kapitalerträgen im Sinne des § 20 Abs. 2 EStG aufgeführt. Die Veräusserung von Altbeständen unterliegt grundsätzlich nur dann der Besteuerung, wenn der Verkauf der Wertpapiere innerhalb eines Jahres nach ihrem Erwerb erfolgt (§ 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 EStG a.F.) oder es sich bei dem veräusserten Wertpapier um eine sog. Finanzinnovation handelt. Besonderheiten gelten für sog. Vollrisikozertifikate, die nach dem 14. März 2007 und vor dem 1. Januar 2009 erworben wurden und für Investmentfonds.
Der Einkommensteuererklärung des Anlegers sind eventuell weitere Nachweise wie Kontoauszüge und Kauf-/Verkaufsabrechnungen beizufügen. Dies gilt insbesondere für Nachweise und für Steuerbescheinigungen über deutsche Kapitalertragsteuer (inkl. Solidaritätszuschlag), ferner auch dann, wenn die Ermittlung des Kapitalertrags aufgrund fehlender Informationen unterblieben ist (siehe die entsprechenden Ausführungen unten). Die in bestimmten Konstellationen vorzunehmende Anrechnung von deutscher Kapitalertragsteuer (und Solidaritätszuschlag) ist nur dann möglich, wenn eine entsprechende Steuerbescheinigung im Original vorgelegt werden kann.
Bitte beachten Sie: Sofern Sie über weitere steuerpflichtige Einkünfte verfügen, die in den Erträgnisaufstellungen nicht erfasst sind (z. B. realisierte Gewinne und Verluste von sogenannten «Forex OTC-Optionen») und bisher nicht der Abgeltungsteuer unterlegen haben, sind Sie verpflichtet, diese ebenfalls in Ihre Einkommensteuererklärung aufzunehmen. Der Steuerpflichtige muss nicht zwingend mit dem Konto-/Depotinhaber identisch sein (z. B. bei Treuhandvermögen). In Treuhandfällen sind die Kapitalerträge regelmässig nicht dem Treuhänder, sondern dem Treugeber zuzurechnen.
In bestimmten Fällen, insbesondere bei externen Depoteingängen oder Depotübertragungen ohne Lieferung der ursprünglichen Anschaffungswerte, können wir die erhaltenen Wertpapiere in unserem Bankensystem nicht mit den Anschaffungswerten anreichern. Entsprechend können auch keine realisierten Kursgewinne und –Verluste ermittelt werden, so dass entsprechende Angaben in den Erträgnisaufstellungen fehlen, ein entsprechender Ausweis erfolgt deshalb in der Spalte «Unbestimmbare Bemessungsgrundlage». Werden hingegen die ursprünglichen Anschaffungswerte (z. B. durch die vorherige Bank, dem Kunden selbst oder seinem externen Vermögensverwalter) geliefert, werden diese in unser Bankensystem ohne weitere Überprüfung eingepflegt. Entsprechend können dann auch auf dieser Datengrundlage realisierte Kursgewinne und Verluste ermittelt werden. Die bank zweiplus nimmt keine spezifischen Prüfungshandlungen hinsichtlich der übermittelten Anschaffungsdaten vor und übernimmt keine Haftung für deren Richtigkeit und Vollständigkeit. Wir dürfen Sie bitten, diese Anschaffungsdaten und etwaige Kursgewinne bzw. -Verluste anhand weiterer Belege zu überprüfen und mit Ihrem persönlichen Steuerberater zu erörtern.
Für den Ausweis ist zu unterscheiden, ob die Erträge bereits dem deutschen Steuerabzug (mit Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag) unterlegen haben. Wenn dies der Fall ist, werden sie unter der Rubrik «Kapitalerträge, die dem inländischen Steuerabzug unterlegen haben» ausgewiesen. Mit dieser Angabe korrespondieren dann die Angaben unter «Steuerabzugsbeträge» hinsichtlich Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag. Haben die Erträge bisher noch nicht dem deutschen Steuerabzug unterlegen, werden sie gesondert unter der Rubrik «Kapitalerträge, die nicht dem inländischen Steuerabzug unterlegen haben» ausgewiesen.
Unter «Höhe der Kapitalerträge» werden in den beiden Kategorien die Erträge aller Konten und Depots ausgewiesen, die unter der in dieser Aufstellung vermerkten Stammnummer geführt werden. Damit beinhalten diese Beträge sowohl die laufenden Erträge als auch Erträge aus Veräusserungsgeschäften (§ 20 Abs. 1 und Abs. 2 EStG). Entstandene Verluste wurden dabei grundsätzlich als Ertragsminderung bereits berücksichtigt. Soweit Verluste auf die Veräusserung von Aktien zurückzuführen sind, dürfen diese nur mit Gewinnen aus Aktienverkäufen verrechnet werden. Eine Verrechnung dieser Verluste mit sonstigen positiven Erträgen aus Kapitalvermögen ist nicht möglich. Nach Auffassung der Finanzverwaltung werden Veräusserungsgeschäfte grundsätzlich nicht anerkannt, wenn der Veräusserungspreis die tatsächlichen Verkaufstransaktionskosten nicht übersteigt. Der hieraus realisierte Verlust wird steuerlich grundsätzlich nicht anerkannt. Der Bundesfinanzhof hat gegen die Auffassung der Finanzverwaltung entschieden, dass Veräusserungsgeschäfte weder von der Höhe der Gegenleistung noch der Höhe der anfallenden Veräusserungskosten abhängig sind, vgl. BFH-Urteil vom 12.06.2018 (BFH / NV 2018, 1184). Bitte kontaktieren Sie hierzu Ihren persönlichen Steuerberater. Bei einem wertlosen Verfall von Zertifikaten (z. B. bei Eintritt des schädlichen Ereignisses bei Knock-Out-Zertifikaten) ist der Verlust nach Auffassung des Bundesfinanzhofs steuerlich zu berücksichtigen, vgl. BFH-Urteil vom 20.11.2018 (BFH / NV 2019, 450).
Nach den in Deutschland seit dem 1. Januar 2009 geltenden steuerlichen Vorschriften sind Werbungskosten, die in wirtschaftlichem Zusammenhang mit den laufenden Erträgen aus Kapitalvermögen stehen, grundsätzlich nicht mehr abziehbar. Daher können auch Depot- und Vermögensverwaltungsgebühren grundsätzlich nicht mehr als Werbungskosten geltend gemacht werden (Ausnahme: Bei Glattstellungsgeschäften mit closing-Vermerk können die in diesem Zusammenhang gezahlten Stillhalterprämien wie bisher zum Abzug gebracht werden). Jedoch wirken sich Anschaffungsnebenkosten und Veräusserungskosten (Aufwendungen, die im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Veräusserungsgeschäft stehen) gewinnmindernd bei der Ermittlung von Veräusserungsgewinnen aus.
Die Ermittlung der Gewinne (und gegebenenfalls Verluste) aus der Veräusserung/Einlösung von Kapitalanlagen erfolgt unter Berücksichtigung der entsprechenden Anschaffungs(neben)kosten und der direkt zurechenbaren Veräusserungskosten.
Der in einer «all-in-fee» bzw. Pauschalgebühr enthaltene Transaktionskostenanteil kann unter bestimmten Voraussetzungen abziehbaren Aufwand darstellen; diese Kosten werden in der vorliegenden Erträgnisaufstellung nicht ausgewiesen und müssen durch den Anleger selbst geltend gemacht werden. Wir dürfen Sie bitten, insoweit Ihren steuerlichen Berater zu kontaktieren. Wird der Transaktionskostenanteil steuerlich geltend gemacht, können Einzelveräusserungskosten des Anlegers grundsätzlich nicht mehr berücksichtigt werden, es sei denn, es handelt sich um weiterberechnete Spesen von dritter Seite.
Falls der tatsächliche Kapitalertrag nicht ermittelt werden konnte, da uns hierzu benötigte Daten (insbesondere die jeweiligen Anschaffungskosten) nicht zur Verfügung standen, haben wir die betroffenen Geschäftsvorfälle regelmässig entsprechend gekennzeichnet. Hier muss im Rahmen der Veranlagung unter Berücksichtigung weiterer Informationen (z. B. Wertpapierabrechnungen, aus denen die Anschaffungsdaten entnommen werden können) der jeweilige Kapitalertrag ermittelt werden, um eine zutreffende Besteuerung sicherzustellen.
Bei Fragen in diesem Zusammenhang wenden Sie sich bitte an Ihren steuerlichen Berater.
Stückzinsen, die bei Erwerb von Wertpapieren bezahlt wurden, werden als negative Kapitalerträge gem. § 20 Abs. 1 Nr. 7 EStG erfasst. Erhaltene Stückzinsen bei Veräusserung werden als Kapitalerträge im Sinne des § 20 Abs. 2 Satz 1 Nr. 7 EStG erfasst. Dies gilt nach Auffassung der Finanzverwaltung auch bei Veräusserung von Wertpapieren, die vor dem 01.01.2009 erworben wurden (sog. Altbestände).
Erträge aus privaten Veräusserungsgeschäften (§ 23 EStG in der vor dem 1. Januar 2009 geltenden Fassung) werden nicht in der Ausfüllhilfe Anlage KAP ausgewiesen.
Nach geänderter Auffassung der Finanzverwaltung sind die bei dem Erwerb von Optionen entstandenen Aufwendungen im Falle des Verfalls dieser Option steuerlich zu berücksichtigen. Die sich hieraus ergebenden steuerlichen Folgen sind in der Erträgnisaufstellung ausgewiesen.
Gewinne aus der Anschaffung und Veräusserung von Fremdwährungsbeträgen (einschliesslich Anschaffung und Veräusserung von Wertpapieren gegen Fremdwährung) können unter Umständen auch nach Einführung der Abgeltungsteuer als «privates Veräusserungsgeschäft» steuerpflichtig sein. Die Ermittlung von Wechselkursgewinnen und -verlusten ist in der Ausfüllhilfe Anlage KAP bzw. der Erträgnisaufstellung nicht enthalten. Dies gilt nach neuer Rechtslage auch für Leerverkäufe (d. h. bei Verkauf vor Anschaffung) bestimmter Wirtschaftsgüter (z. B. Gold, Fremdwährungen). Wir empfehlen, für die Ermittlung und den Ausweis dieser Geschäfte Ihren steuerlichen Berater zu konsultieren.
Bitte beachten Sie, dass möglicherweise nicht alle steuerpflichtigen Erträge aus Kapitalanlagen in der Ausfüllhilfe Anlage KAP bzw. der Erträgnisaufstellung enthalten sind. Dies ist der Fall, wenn uns z. B. keine Angaben bei Kapitalmassnahmen vorliegen, die zum Teil unter Schweizer Recht abgerechnet worden sind.
Wurde ein Vollrisikozertifikat nach dem 14. März 2007 erworben und wurde dieses in 2018 veräussert, stellt der erzielte Ertrag einen steuerpflichtigen Kapitalertrag dar, der in der Anlage KAP anzugeben ist. Besonderheiten können sich bei Vollrisikozertifikate mit Andienungsrecht im Falle der Ausübung des Andienungsrechts ergeben, wenn das Andienungsrecht nach dem 31. Dezember 2009 ausgeübt wird.
Wurde das Vollrisikozertifikat demgegenüber vor dem 15. März 2007 erworben, ist ein Verkauf in 2018 grundsätzlich steuerfrei.
In 2018 erzielte Erträge aus sog. Finanzinnovationen unterliegen in jedem Fall der Besteuerung nach dem System der Abgeltungsteuer und sind in der Anlage KAP anzugeben, soweit sie noch nicht dem deutschen Steuerabzug unterlagen. Zu diesen Erträgen zählen insbesondere auch Einnahmen aus sog. Garantiezertifikaten, bei denen dem Anleger entweder eine Verzinsung und/oder eine (teilweise) Kapitalrückzahlung zugesichert werden.
Bei Ausübung des Rechts wird für steuerliche Zwecke fingiert, dass die Forderung mit dem Entgelt als veräussert gilt, zu dem die Forderung erworben wurde. Dieses Entgelt ist gleichzeitig als Anschaffungskosten der erlangten Wertpapiere anzusetzen. Die erlangten Wertpapiere gelten dabei regelmässig im Zeitpunkt der Rechtsausübung, bzw. im Zeitpunkt, in dem nach den Emittentenbedingungen feststeht, dass es zur Lieferung kommt, als angeschafft.
Bei Kapitalmassnahmen handelt es sich um gesellschafts- und wertpapierrechtliche Vorgänge, die Auswirkungen auf den Depotbestand und die Vermögenssituation eines Wertpapierinhabers haben.
Die steuerliche Behandlung von Kapitalmassnahmen ist uneinheitlich und bedarf einer genauen Würdigung im Einzelfall. Mit Einführung des Systems der Abgeltungsteuer in 2009 hat der deutsche Gesetzgeber jedoch verschiedene Vereinfachungsregelungen eingeführt, die nachstehend kurz skizziert werden sollen:
Kommt es aufgrund einer gesellschaftsrechtlichen Massnahme zu einem Tausch von Unternehmensanteilen (z. B. in Folge einer Verschmelzung von Kapitalgesellschaften), erfolgt der Anteilstausch grundsätzlich steuerneutral, sofern keine Einschränkung des deutschen Besteuerungsrechts besteht und die Anteile weder zu einem Betriebsvermögen gehören noch eine wesentliche Beteiligung i. S. d. § 17 Einkommensteuergesetz besteht.
Werden Bezugsrechte veräussert, die im Rahmen einer Kapitalerhöhung gegen Einlagen zugeteilt wurden, sind die Anschaffungskosten für die Bezugsrechte mit 0 Euro anzusetzen, wenn die Altaktien nach dem 31.12.2008 angeschafft wurden. Die früher erforderliche Aufteilung der (einheitlichen) Anschaffungskosten der Altaktien auf die Altaktien und die zugeteilten Bezugsrechte entfällt.
Wurden dem Depot Anteile an einer Körperschaft (insb. Aktien und aktienähnliche Genussrechte) oder ähnliches zugeteilt, werden der Ertrag und die Anschaffungskosten dieser Anteile grundsätzlich mit 0 Euro angesetzt, wenn es sich bei den zugewiesenen Anteilen nicht um Bezugsrechte aus einer Kapitalerhöhung gegen Einlage, nicht um eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln, nicht um eine Sachausschüttung und auch nicht um Anteile aus der Ausübung eines Rechts aus einer Wandel-, Umtausch oder Aktienanleihe handelt und die Ermittlung der Höhe des Kapitalertrages nicht möglich ist. Ermittlungsschwierigkeiten hinsichtlich der Höhe des Kapitalertrages sind regelmässig bei solchen Kapitalmassnahmen anzunehmen, die von ausländischen Gesellschaften ausgehen, es sei denn, dem Anleger steht nach ausländischem Recht ein Wahlrecht zwischen Dividende und Freianteilen zu. Soweit es für die steuerliche Würdigung auf die steuerliche Wirksamkeit einer der oben beschriebenen Kapitalmassnahmen ankommt, ist auf den Zeitpunkt der Einbuchung in das Depot des Steuerpflichtigen abzustellen.
Bitte beachten Sie, dass es sich bei der hier vorgenommenen kurzen Beschreibung der steuerlichen Handhabung von Kapitalmassnahmen lediglich um einen knappen Überblick handelt, der keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Wir bitten Sie daher, sich für die Beurteilung im Einzelfall an Ihren steuerlichen Berater zu wenden.
3.Informationen zu den jeweiligen Angaben in der Ausfüllhilfe Anlage KAP_INV
Bitte beachten Sie, falls unter Punkt 9. «Gewinne und Verluste aus der Veräusserung von Investmentfonds» in der Spalte «Fikt. Veräuss. 01.01.2018» kein Gewinn/Verlust ausgewiesen wird, dann wurden die Investmentfonds-Anteile entweder nach dem 01.01.2018 angeschafft oder uns wurden für Depoteingänge von Investmentfonds keine Anschaffungswerte zur Verfügung gestellt. Letztere sind grundsätzlich einkommenssteuerrelevant und wären entsprechend in der Anlage KAP INV zu ergänzen.
Mit der fiktiven Anschaffung zum 01.01.2018 entfällt allerdings der Bestandsschutz für diese Anteile. Bei der tatsächlichen Veräusserung von bestandsgeschützten Alt-Anteilen nach dem 01.01.2018 ist demzufolge nur derjenige Teil des Gewinns steuerbar, der ab dem 01.01.2018 entstanden ist. Zum Ausgleich kann dieser Gewinn mit einem Freibetrag in Höhe von EUR 100.000 im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung verrechnet werden. Das Finanzamt verrechnet die Gewinne mit dem Freibetrag und stellt einen verbleibenden Freibetrag gesondert fest. Ein möglicher Zwischengewinn aus der fiktiven Veräusserung zum 31.12.2017 ist aber auch bei bestandsgeschützten Alt-Anteilen weiterhin steuerpflichtig.
In Fällen von geringer Bedeutung, insbesondere weil die Höhe des festgestellten Betrages und die Aufteilung feststehen, kann auf die gesonderte und einheitliche Feststellung der Kapitalerträge verzichtet werden. Dies trifft regelmässig bei Gemeinschaftskonten von Ehegatten zu. Ob in Ihrem Fall eine gesonderte und einheitliche Gewinnfeststellung erforderlich oder entbehrlich ist, sollten Sie durch Ihren steuerlichen Berater klären lassen.