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Timestamp: 2016-10-27 03:23:19
Document Index: 112706229

Matched Legal Cases: ['Art. 78', 'BGE', 'Art. 95', 'Art. 113', 'Art. 32', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 44', 'Art. 45', 'Art. 100', 'Art. 81', 'BGE', 'Art. 81', 'e contrario', 'Art. 84', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 97', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 48', 'Art. 48', 'BGE', 'Art. 107', 'BGE', 'Art. 48', 'Art. 48', 'Art. 29', 'Art. 6', 'Art. 14', 'BGE', 'Art. 47', 'Art. 51', 'BGE', 'BGE', 'Art. 51', 'Art. 51']

6B_396/2011 (10.10.2011)
Mehrfacher Raub etc.; Willk�r, rechtliches Geh�r etc.,
Beschwerde gegen den Entscheid des Kantonsgerichts St. Gallen, Strafkammer, vom 16. M�rz 2011.
Die Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen legt X.________ in der Anklageschrift vom 10. Juni 2008 zur Last, er habe am 2. Juni 2004 und am 12. September 2006 zusammen mit einem weiteren T�ter die Poststellen Jona-Kempraten bzw. Kappel am Albis �berfallen. Aufgrund mehrerer Indizien ermittelte die Polizei X.________ als Tatverd�chtigen. Dieser bestreitet eine Beteiligung an den �berf�llen.
Das Kantonsgericht St. Gallen verurteilte X.________ am 16. Juni 2009 zweitinstanzlich wegen mehrfachen Raubes und mehrfachen Hausfriedensbruchs zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren. Die dagegen erhobene Beschwerde hiess das Bundesgericht am 6. Januar 2010 gut und wies die Sache zur Durchf�hrung von Konfrontationseinvernahmen mit diversen Zeugen an die Vorinstanz zur�ck (Urteil 6B_781/2009 vom 6. Januar 2010). Am 16. M�rz 2011 best�tigte das Kantonsgericht die Schuldspr�che vom 16. Juni 2009 und bestrafte X.________ mit einer Freiheitsstrafe von dreidreiviertel Jahren. Es rechnete die Auslieferungs- bzw. Untersuchungshaft mit 900 Tagen und die Ersatzmassnahmen mit 86 Tagen an die Freiheitsstrafe an.
X.________ erhebt Beschwerde in Strafsachen und subsidi�re Verfassungsbeschwerde. Er beantragt, das Urteil vom 16. M�rz 2011 sei aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an das Kantonsgericht zur�ckzuweisen, unter Kosten- und Entsch�digungsfolgen zulasten der Staatskasse. Er ersucht um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung.
Mit Beschwerde in Strafsachen gem�ss Art. 78 ff. BGG kann grunds�tzlich jede Rechtsverletzung geltend gemacht werden, die bei der Anwendung von materiellem Strafrecht oder Strafprozessrecht begangen wird (BGE 134 IV 36 E. 1.4.3 S. 41). Dies gilt auch f�r die Verletzung von Verfassungsrecht (Art. 95 BGG). Die subsidi�re Verfassungsbeschwerde ist somit ausgeschlossen (Art. 113 BGG; Urteil 6B_99/2007 vom 30. Mai 2007 E. 1 mit Hinweisen). Soweit der Beschwerdef�hrer dieses Rechtsmittel erhebt, ist die Eingabe als Beschwerde in Strafsachen entgegenzunehmen.
2.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt, die Vorinstanz verletze sein Recht auf Verteidigung. Er sei am 30. Mai 2011 in Ausschaffungshaft versetzt und am 3. Juni 2011 ausgeschafft worden. Dies habe ihm die geh�rige Instruktion seines Verteidigers vor Ablauf der Rechtsmittelfrist nahezu verunm�glicht.
2.2 Die Bundesverfassung garantiert das Recht der angeschuldigten Person, die ihr zustehenden Verteidigungsrechte geltend zu machen (Art. 32 Abs. 2 BV). Wird die Verletzung von Grundrechten (einschliesslich der willk�rlichen Anwendung von kantonalem Recht und Willk�r bei der Sachverhaltsfeststellung) ger�gt, gelten qualifizierte Anforderungen an die Begr�ndung. Eine solche R�ge pr�ft das Bundesgericht nicht von Amtes wegen, sondern nur, wenn sie in der Beschwerde vorgebracht und substanziiert begr�ndet worden ist. Das bedeutet, dass klar und detailliert anhand der Erw�gungen des angefochtenen Entscheids darzulegen ist, inwiefern verfassungsm�ssige Rechte verletzt worden sein sollen (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 136 I 65 E. 1.3.1 S. 68 mit Hinweisen).
2.3 Der Vertreter des Beschwerdef�hrers nahm den angefochtenen Entscheid am 3. Mai 2011 entgegen, weshalb die Rechtsmittelfrist bis am 3. Juni 2011 lief (Art. 44 Abs. 1, Art. 45 Abs. 1 und Art. 100 Abs. 1 BGG). Der Beschwerdef�hrer befand sich bis am letzten Tag der Frist in der Schweiz. Auch wenn er inhaftiert war, hatte er das Recht, mit seinem Rechtsvertreter m�ndlich und schriftlich zu verkehren (Art. 81 Abs. 1 AuG [SR 142.20]). Es ist aus den Akten nicht ersichtlich und wird vom Beschwerdef�hrer nicht dargetan, dass das Kommunikationsrecht verweigert wurde. Weshalb es unter diesen Umst�nden unm�glich gewesen sein soll, den Verteidiger innert der Rechtsmittelfrist ordnungsgem�ss zu instruieren, legt der Beschwerdef�hrer nicht hinreichend dar. Seine R�ge erweist sich als unbegr�ndet, soweit darauf einzutreten ist.
3.1 Der Beschwerdef�hrer macht geltend, die Vorinstanz verkenne die Bindungswirkung des R�ckweisungsentscheids. Durch die Ablehnung diverser Beweisantr�ge verletze sie seinen Anspruch auf rechtliches Geh�r und seine Verteidigungsrechte (Beschwerde S. 19 ff.).
3.2 Im Falle eines bundesgerichtlichen R�ckweisungsentscheids hat die mit der Neubeurteilung befasste kantonale Instanz die rechtliche Beurteilung, mit der die Zur�ckweisung begr�ndet wird, ihrer Entscheidung zugrunde zu legen. Diese Beurteilung bindet auch das Bundesgericht, falls ihm die Sache erneut unterbreitet wird. Aufgrund der Bindungswirkung ist es den nochmals mit der Sache befassten Gerichten wie den Parteien verwehrt, der �berpr�fung einen anderen als den bisherigen Sachverhalt zu unterstellen oder die Sache unter rechtlichen Gesichtspunkten zu pr�fen, die im R�ckweisungsentscheid ausdr�cklich abgelehnt oder �berhaupt nicht in Erw�gung gezogen worden sind (BGE 135 III 334 E. 2 und E. 2.1 S. 335 f. mit Hinweisen).
3.3 Soweit der Beschwerdef�hrer die Frage der Bindungswirkung des R�ckweisungsentscheids als abstrakte Rechtsfrage r�gt, ohne auf das angefochtene Urteil einzugehen (vgl. Beschwerde S. 19 ff.), ist auf seine Beschwerde nicht einzutreten. Es fehlt ihm diesbez�glich an einem rechtlich gesch�tzten Interesse (Art. 81 Abs. 1 lit. b BGG e contrario; vgl. zur Praxis unter Art. 84 aOG BGE 104 Ia 487 E. 2 S. 488).
3.4 Das Bundesgericht verpflichtete die Vorinstanz im R�ckweisungsentscheid, Konfrontationseinvernahmen mit den Zeugen A.________, B.________, C.________, D.________, E.________, dem Vermieter (F.________), dem Vater (G.________), dem Stiefbruder (H.________), der fr�heren Ehefrau (I.________), dem Cousin (J.________) und dem Onkel des Beschwerdef�hrers (K.________) durchzuf�hren (Urteil 6B_781/2009 vom 6. Januar 2010 E. 1.1 und E. 1.2). Hingegen lehnte es eine Befragung von L.________ und M.________ sowie ein weiteres Gutachten zu den DNA-Spuren ab (a.a.O. E. 2.1 S. 4 f. und E. 2.3 S. 6 f.).
3.5 Entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers (Beschwerde S. 27 f.) durfte die Vorinstanz in ihrem Entscheid auf die fr�her abgelehnten Beweisantr�ge um Befragung von L.________ und M.________ und die Erstellung eines Gutachtens zu den DNA-Spuren nicht zur�ckkommen.
3.6 Der Beschwerdef�hrer verlangt, die Akten des Verfahrens gegen N.________ seien beizuziehen (Beschwerde S. 23 f.). N.________, O.________ und P.________ seien zu befragen (Beschwerde S. 23 und S. 26).
Der Beschwerdef�hrer listete im ersten Verfahren vor Bundesgericht seine vor Vorinstanz gestellten Beweisantr�ge in der Beschwerdeschrift auf. Darunter befinden sich auch die Antr�ge auf Befragung von O.________ und den Beizug der Akten gegen N.________. Gegen diese im kantonalen Verfahren abgewiesenen Beweisantr�ge erhob der Beschwerdef�hrer vor Bundesgericht jedoch keine R�gen (vgl. Beschwerde an das Bundesgericht im ersten Verfahren S. 7 ff.). In der vorliegenden Beschwerde legt er nicht dar, weshalb er die Ablehnung der Beweisantr�ge nicht schon im ersten Verfahren vor Bundesgericht beanstandet hatte.
Ebenso fehlt eine Begr�ndung f�r den Umstand, weshalb er die Befragung von P.________ erstmals im zweiten vorinstanzlichen Verfahren beantragte. Insbesondere behauptet er nicht, diesen Antrag erst aufgrund der im R�ckweisungsverfahren erhobenen Beweise gestellt zu haben. R�gen, die der Beschwerdef�hrer bereits gegen das erste kantonale Urteil h�tte erheben k�nnen und deren Geltendmachung ihm nach Treu und Glauben zumutbar war, darf er gegen das zweite kantonale Urteil nicht mehr vorbringen (BGE 117 IV 97 E. 4a S. 104 mit Hinweisen). Darauf ist nicht einzutreten. Jedenfalls �nderte sich nichts am Beweisergebnis, selbst wenn die Zeugen P.________ und O.________, wie der Beschwerdef�hrer darlegt, aussagen w�rden, sie h�tten ihn im Tatzeitraum nicht getroffen. Denn daraus l�sst sich in Bezug auf seine Anwesenheit in der Schweiz nichts ableiten.
Im �brigen substanziiert der Beschwerdef�hrer nicht n�her, welche neuen Erkenntnisse er aus der wiederholten Einvernahme des Tatbeteiligten N.________, dieses Mal in der Eigenschaft als Zeuge, erwartet. Da die Vorinstanz das Verfahren nicht vollst�ndig neu durchf�hren muss, sondern sich auf den Gegenstand der R�ckweisung beschr�nken kann, verletzt die Abweisung des Beweisantrages kein Bundesrecht (vgl. BGE 135 III 334 E. 2 und E. 2.1 S. 335 f. mit Hinweisen).
4.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt, die Vorinstanz habe Nachforschungen zur Person "Q.________" im Restaurant "R.________" unter Verletzung seiner Verteidigungsrechte abgelehnt. Die Zeugenbefragungen der Eheleute F.________ und J.________s h�tten Hinweise darauf ergeben, dass vor dem Einzug seines Nachmieters eine Drittperson die Wohnung benutzt habe. Dies betreffe den Zeitraum, in welchem sich der Raub auf die Poststelle Jona-Kempraten ereignet habe. Es sei deshalb unerl�sslich, bei den Eigent�mern, den Betreibern und den "Benutzern" des Restaurants nach "Q.________" zu forschen. Nicht ausgeschlossen sei zudem, dass sich der Nachmieter an "Q.________" erinnere.
4.2 Nach den vorinstanzlichen Erw�gungen ist dem Vermieterehepaar F.________, dem Vater, dem Stiefbruder und dem Cousin des Beschwerdef�hrers kein "Q.________" bekannt (angefochtenes Urteil S. 15). Der Beschwerdef�hrer legt nicht dar, dass und weshalb die Vorinstanz diese Aussagen willk�rlich gew�rdigt h�tte. Soweit er in Widerspruch zum angefochtenen Urteil davon ausgeht, die Aussagen enthielten Hinweise auf eine Drittperson, ist auf seine R�ge nicht einzutreten (Art. 106 Abs. 2 BGG; vgl. E. 2.2). Gest�tzt auf dieses Beweisergebnis durfte die Vorinstanz in antizipierter Beweisw�rdigung auf die Befragung weiterer Zeugen, so etwa des Nachmieters S.________ oder Personen aus dem Lokal "R.________" verzichten (vgl. zur antizipierten Beweisw�rdigung BGE 136 I 265 E. 3.2 S. 272, 136 I 229 E. 5.3 S. 236 f.; je mit Hinweisen).
5.1 Der Beschwerdef�hrer erachtet die vorinstanzliche W�rdigung der Aussagen der Zeuginnen A.________ und B.________ als willk�rlich. Die Zeugin A.________ habe entgegen der Auffassung der Vorinstanz ihre fr�heren Aussagen zu den Kleidungsst�cken der T�ter nicht best�tigt. Sie habe ausgef�hrt, sie k�nne nicht mehr mit hundertprozentiger Sicherheit sagen, ob es sich bei den auf Fotos vorgezeigten Textilien um die Kleidung des T�ters handle. Die Kleider entspr�chen mehr oder weniger denjenigen des T�ters. Das Grau sei aber nicht so hell, wie sie es beschrieben habe. Die Zeugin B.________ habe sich anl�sslich der Konfrontationseinvernahme nicht mehr an die Kleider erinnern k�nnen. Es sei willk�rlich, gest�tzt auf ihre fr�heren Aussagen eine Identifikation der Kleider anzunehmen.
5.2 Die Feststellung des Sachverhalts kann nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf eine Rechtsverletzung im Sinne von Artikel 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1, Art. 105 Abs. 2 BGG). Willk�rlich ist ein Entscheid nicht schon, wenn eine andere L�sung ebenfalls vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen w�re, sondern erst, wenn er offensichtlich unhaltbar ist, zur tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft. Willk�r liegt nur vor, wenn nicht bloss die Begr�ndung eines Entscheides, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist (BGE 136 III 552 E. 4.2 S. 560 mit Hinweisen).
5.3 Die Vorinstanz gelangt aufgrund einer umfassenden Beweisw�rdigung der Aussagen des Beschwerdef�hrers und der Zeugen/innen A.________, B.________, C.________, D.________, E.________, T.________, U.________, F.________, G.________, J.________, H.________ sowie des Spurenbildes zum Schluss, der Beschwerdef�hrer sei der T�ter. Sie stellt nicht alleine auf die Zeuginnen A.________ und B.________, sondern auch auf weitere Zeugen ab (angefochtenes Urteil S. 9 ff.). Die Einw�nde des Beschwerdef�hrers gegen die W�rdigung der Aussagen der beiden Zeuginnen verm�gen das Beweisergebnis als solches nicht umzustossen. Die Vorinstanz durfte ohne Willk�r f�r gewisse Details auf die tatn�heren Zeugenaussagen abstellen, weil seit den �berf�llen lange Zeit vergangen war und die Aussagen nicht grunds�tzlich anders ausfielen.
Die Zeugin A.________ konnte anl�sslich der Konfrontationseinvernahme (act. Z/50g) die Kleider des einen T�ters identifizieren. Auch wenn sie das Grau der zweiten Kleidergarnitur heller in Erinnerung hatte, durfte die Vorinstanz aus ihren Aussagen und den Angaben der weiteren Tatzeugen schliessen, dabei handle es sich um die Sachen des zweiten T�ters. Denn diese wurden am selben Ort gefunden, und die Zeugin war grunds�tzlich in der Lage, den Farbton zu beschreiben.
Nicht zutreffend ist die vom Beschwerdef�hrer vertretene Ansicht, die Zeugin B.________ h�tte sich gar nicht mehr an die Garderobe der T�ter bzw. weitere Details erinnert. Jedenfalls war sie in der Lage, �ber die Farbe und die Art der Kleidungsst�cke (M�tze mit Sehschlitzen aber ohne Loch beim Mund, Handschuhe), den Dialekt der T�ter (Deutsch mit jugoslawischem Akzent) und deren Statur Auskunft zu geben (act. Z/50h). Ihre Angaben stehen in Einklang mit den in der N�he des Fluchtfahrzeugs aufgefundenen Kleidungsst�cken. Zudem erg�nzten weitere Zeugen die T�terbeschreibung. Aufgrund dieser Beobachtungen konnte die Tatkleidung, darunter eine auff�llige gr�ne M�tze mit bunten Streifen, eindeutig identifiziert werden (vgl. angefochtenes Urteil S. 10 ff.). Die R�gen erweisen sich als unbegr�ndet.
6.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt, die vorinstanzliche Strafzumessung verletze in verschiedener Hinsicht Bundesrecht.
6.2 Die Vorinstanz setzt im angefochtenen Entscheid eine "Einsatzstrafe" von dreieinviertel Jahren f�r die beiden Raubdelikte anhand der objektiven und subjektiven Tatkomponenten fest. Die Mehrheit der Straftaten, die verschiedenen einschl�gigen Freiheitsstrafen und den bisherigen Strafvollzug ber�cksichtigt sie im Umfang von einem Jahr als straferh�hend. Sie gelangt auf ein Strafmass von viereinviertel Jahren. Die Verz�gerungen aufgrund "mehrerer Rechtsmittelverfahren", welche der Beschwerdef�hrer nicht zu verantworten hat, wertet sie zusammen mit der langen Zeit seit der Tat (Art. 48 lit. e StGB) im Umfang von sechs Monaten als strafreduzierend. Insgesamt spricht sie eine Freiheitsstrafe von dreidreiviertel Jahren aus (angefochtenes Urteil S. 19).
Gegen�ber ihrem ersten Urteil vom 16. Juni 2009 stellt dies insoweit eine Abweichung dar, als sie dort das Beschleunigungsgebot weder hinsichtlich der einzelnen Verfahrensabschnitte noch in Bezug auf die Gesamtdauer als verletzt erachtete. Sie senkte damals die Strafe bloss wegen des langen Zeitablaufs nach Art. 48 lit. e StGB um drei Monate auf insgesamt vier Jahre (vgl. Urteil vom 16. Juni 2009 S. 17).
6.3 Es liegt im Ermessen des Sachgerichts, in welchem Umfang es die verschiedenen Strafzumessungsfaktoren ber�cksichtigt. Das Bundesgericht greift auf Beschwerde hin nur in die Strafzumessung ein, wenn die Vorinstanz den gesetzlichen Strafrahmen �ber- oder unterschritten hat, wenn sie von rechtlich nicht massgebenden Kriterien ausgegangen ist oder wesentliche Gesichtspunkte ausser Acht gelassen bzw. in �berschreitung oder Missbrauch ihres Ermessens falsch gewichtet hat (BGE 135 IV 130 E. 5.3.1 S. 134 f. mit Hinweisen).
Im Verfahren vor dem Bundesgericht gilt das Verbot der reformatio in peius (vgl. Art. 107 Abs. 1 BGG; BGE 111 IV 51 Ziff. 2 S. 55). Im Falle einer R�ckweisung bindet das bundesrechtliche Verschlechterungsverbot auch die kantonalen Beh�rden. Das Bundesgericht pr�ft frei, ob das Verschlechterungsverbot verletzt ist (Urteil 6B_165/2011 vom 19. Juli 2011 E. 3.1 mit Hinweisen). Eine unzul�ssige reformatio in peius liegt vor, wenn die neue Sanktion bei objektiver Betrachtung schwerer wiegt als die im fr�heren Entscheid ausgef�llte (a.a.O. E. 3.2).
6.4 Entgegen der in der Beschwerde vertretenen Auffassung (Beschwerde S. 30 f.) erh�ht die Vorinstanz das Strafmass gegen�ber ihrem ersten Urteil weder bei der Festsetzung der "Einsatzstrafe" noch bei den weiteren Strafzumessungsschritten. Insbesondere wertet sie die lange Zeitdauer seit den Taten in Anwendung von Art. 48 lit. e StGB nach wie vor als strafmindernd. Dass sie die H�he dieser Strafreduktion neu zusammen mit der Verletzung des Beschleunigungsgebots auf insgesamt sechs Monate beziffert, verst�sst nicht gegen das Verschlechterungsverbot. Insgesamt setzt sie die Strafe in gr�sserem Mass herab als in ihrem ersten Entscheid, in welchem sie die Strafe gest�tzt auf Art. 48 lit. e StGB um lediglich drei Monate senkte.
6.5.1 Der Beschwerdef�hrer macht geltend, die Vorinstanz reduziere die Strafe wegen Verletzung des Beschleunigungsgebots um lediglich drei Monate. Das erste Urteil der Vorinstanz datiere vom 16. Juni 2009, das zweite vom 16. M�rz 2011. W�hrend des Verfahrens habe er sich in Untersuchungshaft befunden. Die Haftbedingungen seien gegen�ber dem ordentlichen Strafvollzug versch�rft. Die Vorinstanz h�tte eine Strafreduktion um mindestens eineinhalb Jahre vornehmen m�ssen.
6.5.2 Das Beschleunigungsgebot verpflichtet die Beh�rde, das Strafverfahren z�gig voranzutreiben, um die beschuldigte Person nicht unn�tig �ber die gegen sie erhobenen Vorw�rfe im Ungewissen zu lassen (Art. 29 Abs. 1 BV, Art. 6 Ziff. 1 EMRK und Art. 14 Ziff. 3 lit. c UNO-Pakt II). Es gilt f�r das ganze Verfahren. Welche Verfahrensdauer angemessen ist, h�ngt von den konkreten Umst�nden ab, die in ihrer Gesamtheit zu w�rdigen sind. Kriterien hierf�r bilden etwa die Schwere des Tatvorwurfs, die Komplexit�t des Sachverhaltes, die dadurch gebotenen Untersuchungshandlungen, das Verhalten des Beschuldigten und dasjenige der Beh�rden sowie die Zumutbarkeit f�r den Beschuldigten (BGE 130 IV 54 E. 3.3.3 S. 54 ff.; 130 I 269 E. 3.1 S. 273; je mit Hinweisen).
6.5.3 Das Bundesgericht sch�tzte im ersten Verfahren die vorinstanzliche W�rdigung hinsichtlich des Beschleunigungsgebotes (Urteil 6B_781/2009 vom 6. Januar 2010 E. 4.4.2; vgl. E. 6.2). An diese Beurteilung sind die beteiligten Instanzen gebunden (vgl. vorstehend E. 3.2). Auf Verfahrensstadien, die bereits Gegenstand der fr�heren Beurteilung waren, darf nicht zur�ckgekommen werden. Ob das Beschleunigungsgebot eingehalten wurde, ist somit nur f�r die durch den R�ckweisungsentscheid vom 6. Januar 2010 verursachte Verz�gerung und f�r die gesamte Verfahrensdauer zu pr�fen.
6.5.4 Die Vorinstanz h�tte aufgrund der Bindungswirkung des R�ckweisungsentscheides die beiden fr�heren vom Bundesgericht gutgeheissenen Rechtsmittel im gleichen Verfahren (Urteile 1B_296/2008 vom 11. Dezember 2008 und 1B_206/2008 vom 15. Januar 2009) nicht in Abweichung von ihrem ersten Urteil unter dem Aspekt "mehrerer Rechtsmittelverfahren" als Verletzung des Beschleunigungsgebotes ber�cksichtigen d�rfen. Damit verst�sst sie gegen Bundesrecht. Indessen f�llt eine Ab�nderung des vorinstanzlichen Urteils zulasten des Beschwerdef�hrers ausser Betracht, weshalb es beim Ergebnis des angefochtenen Entscheids bleibt.
6.5.5 Die Ermittlungen wurden aufgrund des �berfalls auf die Poststelle Jona-Kempraten am 2. Juni 2004 eingeleitet. Das kantonale Verfahren nahm sieben Jahre in Anspruch. Vom ersten Hinweis auf die T�terschaft des Beschwerdef�hrers durch die DNA-Spur im Mai 2007 bis zum zweiten vorinstanzlichen Entscheid vergingen rund vier Jahre. Es handelt sich um ein umfangreiches Verfahren mit internationalem Bezug. Der Beschwerdef�hrer musste von �sterreich ausgeliefert und weitere Personen rechtshilfeweise befragt werden. Angesichts der konkreten Umst�nde verletzt die vorinstanzliche W�rdigung, die Gesamtdauer des Verfahrens stehe mit dem Beschleunigungsgebot in Einklang, kein Bundesrecht.
Aufgrund der R�ckweisung vom 6. Januar 2010 verl�ngerte sich das Verfahren um zwei Jahre, d.h. vom 16. Juni 2009 bis am 16. M�rz 2011. Auch wenn die Vorinstanz die Strafe wegen dieser Verz�gerung nur in geringem Umfang senkt, liegen sowohl die Strafreduktion als auch die Strafh�he angesichts der massgebenden Strafzumessungskriterien (Art. 47 StGB, E. 6.5.2) innerhalb ihres Ermessens. Die R�ge ist unbegr�ndet.
7.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt, die Vorinstanz rechne die Ersatzmassnahmen, welche sie nach der Haftentlassung am 1. Juli 2010 angeordnet habe, lediglich zu einem Drittel statt zu 80 % auf die Strafe an. Er habe wegen der Passsperre bzw. der Meldepflicht bei seinem Vater leben m�ssen und nicht arbeiten d�rfen. Es sei ihm verwehrt gewesen, seine Tochter in Wien zu besuchen. Die Einschr�nkungen seien erheblicher als in Halbgefangenschaft, wo er tags�ber h�tte arbeiten k�nnen.
7.2 Die Staatsanwaltschaft entliess den Beschwerdef�hrer am 1. Juli 2010 mit der Auflage einer w�chentlichen Meldepflicht und einer Passsperre aus der Untersuchungshaft. Sie verpflichtete ihn, bei seinem Vater in Eschenbach zu wohnen (vgl. Vorakten act. RW/18). Die Vorinstanz rechnet die Dauer dieser Einschr�nkungen von insgesamt 258 Tagen zu einem Drittel mit 86 Tagen auf die Strafe an (angefochtenes Urteil S. 20).
7.3 Das Gericht rechnet die Untersuchungshaft, die der T�ter w�hrend dieses oder eines anderen Verfahrens ausgestanden hat, auf die Strafe an (Art. 51 Satz 1 StGB). Anstelle der Untersuchungshaft angeordnete freiheitsentziehende Ersatzmassnahmen sind analog der Untersuchungshaft auf die zu verb�ssende Freiheitsstrafe anzurechnen. Bei der Bestimmung der anrechenbaren Dauer der Ersatzmassnahme hat der Richter den Grad der Beschr�nkung der pers�nlichen Freiheit im Vergleich zum Freiheitsentzug bei Untersuchungshaft zu ber�cksichtigen (BGE 130 IV 6 E. 4 S. 6 f. mit Hinweisen). Ist der Vollzug der Ersatzmassnahme mit jenem der Untersuchungshaft ungef�hr gleichzusetzen, so ist grunds�tzlich die ganze Dauer anrechenbar. Wird die Ersatzmassnahme hingegen in einer Institution vollzogen, welche die pers�nliche Freiheit wesentlich weniger beschr�nkt, kann nur eine entsprechend gek�rzte Dauer in Rechnung gestellt werden (BGE 124 IV 1 E. 2a S. 3 mit Hinweis). Diese unter altem Recht entwickelte Rechtsprechung bleibt grunds�tzlich auch auf die Strafzumessung bzw. den -vollzug nach dem neuen allgemeinen Teil des Strafgesetzbuches anwendbar (CHRISTOPH METTLER, in: Basler Kommentar Strafrecht I, 2. Aufl. 2007, N. 20 und N. 26 zu Art. 51 StGB).
7.4 Die dem Beschwerdef�hrer auferlegten Ersatzmassnahmen sind entgegen seiner Auffassung nicht mit der Halbgefangenschaft vergleichbar. Er konnte sich innerhalb des schweizerischen Staatsgebietes frei bewegen und war lediglich hinsichtlich der Ausreise und des Wohnortes eingeschr�nkt. Hingegen musste er keinen Eingriff in seinen Tagesablauf oder in sein Kontaktrecht zu Drittpersonen hinnehmen. Dass er gewisse Verwandte im Ausland nicht besuchen konnte, rechtfertigt keinen h�heren Anrechnungsgrad. Seiner Tochter stand es frei, ihn jederzeit zu besuchen. Der Umstand, dass der Beschwerdef�hrer keiner Arbeit nachgehen durfte, ist nicht den Ersatzmassnahmen, sondern dem aufenthaltsrechtlichen Status zuzuschreiben. Als Verfahrensbeteiligter hatte der Beschwerdef�hrer gewisse Einschr�nkungen seiner Rechte hinzunehmen. Die Anrechnung der Ersatzmassnahmen zu einem Drittel der Gesamtdauer, d.h. mit 86 Tagen, ist mit Art. 51 StGB vereinbar, weil die Beschr�nkung der pers�nlichen Freiheit geringf�gig war.