Source: https://m.grin.com/document/231539
Timestamp: 2019-07-22 18:42:44
Document Index: 392710326

Matched Legal Cases: ['§1', '§1', '§1', '§1', '§1', '§1', '§5', '§2', '§1', '§1', '§2', '§2', '§1', '§1', '§3', '§1', '§1', '§1', '§2', '§2', '§2', '§1', '§1', '§3', '§1']

von Stefan Würges (Autor)
Lizentiatsarbeit 2012 166 Seiten
2 Terminologische Vorfragen
3 Die Systematik des Ius canonicum religiosorum im CIC/
3.1 Die rechtlichen Kennzeichen des status religiosus
3.1.1 Der status religiosus als status
3.1.2 Das Gemeinschaftsleben
3.1.3 Die professio religiosa
3.1.4 Die Anerkennung durch die kirchliche Autorität
3.2 Exkurs: Die verschiedenen Formen der vota im CIC/
3.2.1 Öffentliche und private vota
3.2.2 Feierliche und einfache vota
3.2.3 Zuständigkeit zur Dispenserteilung
3.2.4 Persönliche und sachliche vota
3.2.5 Ewige und zeitliche vota
3.2.6 Der Eid als weitere Form der Verpflichtung im CIC/
3.3 Formen der Religiones
3.3.1 Die Religio
3.3.2 Ordo
3.3.3 Congregatio(religiosa)
3.3.4 Congregatio monastica
3.3.5 Religio exempta
3.3.6 Rechtsstellung der Religio
3.3.7 Religio clericalis, Religio laicalis
3.4 Societas
3.5 Weitere Formen von kanonische Vereinigungen nach dem CIC/
4 Instituta saecularia
4.1 Die Apostolische Konstitution Provida Mater
4.1.1 Neuordnung des status religiosus
4.1.2 Instituta saecularia als „societas“
4.1.3 Rechtliche Einordnung
4.1.4 Apostolat in saeculo
4.1.5 Die Form der Bindung in den Instituta saecularia
4.1.6 Grade an Zugehörigkeit zum Institutum saeculare
4.2 Das Motu proprio Primo feliciter
4.3 Die Instruktion Cum Sanctissimus
5 Die Systematik des status perfectionis in den Texten des Zweiten Vatikanischen Konzils
5.1 Die Lehre des Zweiten Vatikanischen Konzils über die rechtliche Einordnung und Systematik des statusperfectionis
5.1.1 Die allgemeine Berufung zur Heiligkeit
5.1.2 Bezeichnungen für den status
5.1.3 Das Kapitel De Religiosis
5.1.4 Der status als kanonischer Stand
5.1.5 Der Bezug zu den Ständen in der Kirche
5.2 Die professio consiliorum evangelicorum
5.3 Formen der gemeinsamen, kanonischen geregelten Lebensweisen
5.4 Die konziliare Einteilung
5.4.1 Instituta quae integre ad contemplationem ordinantur
5.4.2 Instituta variis apostolatus operibus dedita
5.4.3 Institutumvenerabile vitae monasticae
5.4.4 Vita religiosa laicalis
5.4.5 Instituta saecularia
6 Die Systematik des Ius canonicum religiosorum in den Diskussionen zur Kodex-Reform
6.1 Das Schema
6.2 Wertung des Entwurfs
6.2.1 Der status religiosus im Schema
6.2.2 Einordnung der Instituta saecularia
6.2.3 Die Form der Bindung
6.2.4 Terminologie und Sprache des Schemas
6.2.5 Regeln und Konstitutionen
6.2.6 Gliederung
6.2.7 Fehlende Materie
6.3 Das Schema
6.3.1 Der Status im Schema
6.3.2 Einordnung der verschiedenen Formen der kanonischen Lebensverbände
6.3.3 Normae communes omnibus Institutis vitae consecratae
6.3.3.1 Rechtsstellung der Instituta vitae consecratae
6.3.3.2 Klerikale und laikale Instituta vitae consecratae
6.3.4 Apostolat
6.3.5 Regeln und Konstitutionen
6.3.6 Sonstige Normen
6.3.7 Terminologie des Schemas
6.3.8 Die Arten der Bindung im Schema
6.3.9 Instituta religiosa
6.3.9.1 Bezeichnungen für die Instituta religiosa
6.3.9.2 Das Verhältnis zum Ordinarius loci
6.3.9.3 Die Bindungsform in den Instituta religiosa
6.3.9.4 Gemeinschaftsleben
6.3.9.5 domus religiosa
6.3.9.6 Provincia
6.3.9.7 Leitung der Instituta religiosa
6.3.9.8 Apostolat der Instituta religiosa
6.3.10 Instituta saecularia
6.3.11 Societates vitae apostolicae
6.3.12 Andere Consociationes von Christgläubigen
6.4 Das Schema
6.4.1 Einordnung der Instituta vitae consecratae und der Societates vitae apostolicae
6.4.2 Terminologie des Schemas
6.4.3 Der status im Schema
6.4.4 Die Arten der Bindung im Schema
6.4.5 Institutareligiosa
6.4.6 Instituta saecularia
7 Die Systematik des Ius canonicum religiosorum im CIC/
7.1 Der status im CIC/
7.2 Formen der Instituta vitaeconsecratae und Societates vitae apostolicae
7.2.1 Rechtsstatus, Exemtion und Autonomie
7.2.2 Klerikale und laikale Instituta vitae consecratae
7.3 Codex fundamentalis seu Constitutiones
7.4 Instituta religiosa
7.5 Monasteria sui iuris
7.6 Die Form der Bindung
7.7 Instituta saecularia
7.8 Societates vitae apostolicae
7.9 Form der Bindung
7.10 Vita eremitica seu anachoretica, ordo virginum
7.11 Consociatio fidelium
8 Zusammenfassung und Ergebnisse
8.1 Die Aufgabe des Gesetzgebers
8.2 Status perfectionis
8.2.1 Der status nach Provida Mater
8.2.2 Der status im CIC/
8.2.3 Status perfectionis
8.2.4 Der Öffentlichkeitscharakter des status
8.3 Formen der Bindung
8.4 Systematik
8.4.1 Normae communes
8.4.2 Religio oder Institutum religiosum
8.4.3 Ordo
8.4.4 Congregatio
8.4.5 Societates
8.4.6 Praelatura personalis
8.4.7 Instituta saecularia
8.4.8 Besondere Formen der kanonischen Lebensweisen
8.4.9 Consociationes fidelium
8.6 Schluss
9.1 Theologische/kanonistische Literatur
9.2 Allgemeine Abkürzungen
10.1 Codices und Schemata
10.2 Dokumente des Zweiten Vatikanischen Konzils
10.3 Sonstige Veröffentlichungen des Apostolischen Stuhls
10.4 Periodica
10.5 Sammelwerke und Lexika
Aufgabe der zuständigen kirchlichen Autorität ist es, die Lebensweisen nach den evangelischen Räten, ein göttliches Geschenk an die Kirche,[1] gesetzlich zu regeln und in festen Lebensformen kanonisch anzuerkennen.[2] Der Gesetzgeber fördert zugleich die Vielfalt in ihren Entfaltungsformen in ihrer Lebensweise und in ihren Charismen.[3] Diese Aufgabe erstreckt sich damit auch auf die Normierung der Mannigfaltigkeit dieser Formen mit ihren spezifischen Merkmalen, die rechtliche Darlegung mit einer eindeutigen Terminologie und die Gliederung in eine von den rechtlichen Differenzen und Gemeinsamkeiten her zu definierende Systematik.
Im CIC/1917 und CIC/1983 liegen zwei unterschiedliche Modelle für die Systematik der kanonisierten Lebensweisen und Lebensverbände vor. Im Zeitraum zwischen diesen beiden Kodifikationen befinden sich die AK Provida Mater und das Zweite Vatikanische Konzil, mit seiner wirkungsgeschichtlichen Dynamik, die sich im Kodifikationsprozess niedergeschlagen hat, und in der Promulgation des CIC/1983 seinen vorläufigen Endpunkt fand.
Im Rahmen dieser Lizentiatsarbeit kann das Ius canonicum religiosorum des CCEO nicht angemessen behandelt werden. Um das „orientalische Recht“ berücksichtigen zu können, müsste das MP Postquam apostolicis litteris, die Arbeiten der CCEO-Kom­mission und das Schema CICO 1986 in die kritische Darstellung und Behandlung des orientalischen Ius canonicum religiosorum mit den ihm eigenen Besonderheiten einbezogen werden. Dem müsste sich ein systematischer Vergleich anschließen, was Umfang und Anspruch einer Lizentiatsarbeit überschreiten würde, wenn auch eine solche Untersuchung den Vorzug einer kritischen Darstellung des gesamten katholischen Ius canonicum religiosorum hätte.
Im Folgenden werden die Themenfelder innerhalb des Ius canonicum religiosorum über das hinaus, was zur kritischen Untersuchung der Systematik erforderlich ist, nur insofern einbezogen, als sie inhaltlich damit zusammenhängen. Dies gilt für die Normen De capitulis, De bonis temporalibus eorumque administratione, De admissione in novitiatum, De novitiatu et novitiorum institutione, De religiosorum i nstitutione, De separatione sodalium ab instituto, De religiosis ad episcopatum evectis und De conferentiis superiorum maiorum.
Die Constitutiones der verschiedenen Formen der kanonisch geregelten Lebensweisen werden im Folgenden nicht berücksichtigt.
Die Terminologie innerhalb des Ius canonicum religiosorum im lateinischen Originaltext wirft bestimmte kanonistische Schwierigkeiten auf, vor allem aber in der deutschen Übersetzung. Um diese Unschärfen der technischen Bezeichnungen wie „Ordensrecht“[4] (ius canonicum religiosorum), „Ordensstand“[5] (status religiosus) und „geweihtes Leben“[6] (vita consecrata), die einer kanonistischen Unterscheidung bedürfen, zu vermeiden, bleiben im Folgenden die lateinischen Termini bestehen, wie sie in den Codices bzw. amtlichen Dokumenten vorliegen. Die Begriffe werden im Folgenden vom entsprechenden Gegenstand her dargestellt und im Wortlaut des gegebenen Textes verwendet. Damit ist auch die authentische Widergabe des lat. Originaltextes[7] gewährleistet.
3 Die Systematik des Ius canonicum religiosorum im CIC/1917
Pars secunda des zweiten Buches des CIC/1917 umfasst den Teil des „Sonderrechts“ (ius speciale)[8], der innerhalb des CIC/1917[9] in den cc. 487 bis 681 CIC/1917 dargestellt wurde und für die R eligiones und die S ocietates als solche generell, neben dem „allgemeinen Recht“ (ius generale bzw. lex generalis)[10] gilt, insofern es auf sie anzuwenden ist.[11] Dieser Teil des Rechts ist eingebettet in den Rechtsbereich „Hierarchie der Kirche“, zwischen Klerikern und Laien.[12]
Status kommt vom lateinischen Wort sistere bzw. stare, was neben anderen Bedeutungen stellen, stehen, feststehen bedeutet.[13] Status meint hier eine dauerhafte Lebensweise unter bleibenden moralischen und juristischen Festlegungen.[14]
Der Gesetzgeber definiert mit einer rechtlich-theologischen Erklärung den status religiosus: „Der status religiosus ist jene dauer­hafte Weise gemein­schaftlichen Lebens, in der die Gläubigen außer den allgemeinen Ge­boten auch die Beobachtung der evangelischen Räte durch die Gelübde des Gehor­sams, der Keuschheit[15] und der Armut auf sich nehmen. Er ist von allen in Ehren zu halten.“[16]
Die Definition beinhalt das Charaktermerkmal eines status über­haupt: „Status religiosus seu stabilis [ … ] vivendi modus“.[17] Es muss sich von der Natur der Sache her um eine dauerhafte (stabilis) Lebensweise handeln.[18]
Die Ge­samt­­heit der Religiosi bildet einen Personenstand (status personarum)[19], wie ihn der Gesetzgeber im CIC/1917 an anderer Stelle nennt.[20] Die Kirche ist als Gemeinschaft mit ver­schiedenen Ständen von Mitgliedern (societas inaequalis) gemäß göttlichem Recht aus dem Kleriker- und Laienstand konstituiert.[21] Personen beider Stände können dem status religiosus angehören.[22] Der status religiosus ist nicht Teil der kirchlichen Hierarchie,[23] kommt ihr aber sehr nahe[24] und ist ein kirchlicher Stand.[25] Es handelt sich beim status religiosus um einen Stand im Sinn einer Gruppe mit gleichen persönlichen Lebensverhältnissen und gemeinschaftlicher Lebensordnung.[26]
Als weiteres Merkmal nennt der CIC/1917 die gemeinschaftliche Lebens­weise:[27] in communi vivendi modus . Mit societas [28] wird in c. 488 n. 1 CIC/1917 dieses Charakteristikum beschrieben. Societas ist hier nicht die technische Bezeich­nung für die S ocietates sive virorum sive mulierum in communi viventium sine votis,[29] sondern Beschreibung für die reale Lebensgemeinschaft der R eligio. Sie ist diejenige societas, im Sinn einer konkreten Gemeinschaft, deren Mitglieder „öffentliche Gelübde“ (vota pub ­ lica) ablegen.[30]
[1] C. 575 CIC/1983.
[2] Vgl. c. 576 CIC/1983.
[3] Vgl. Pius XI., EA Unigenitus Dei, hier: 133; vgl. LG 44; vgl. c. 577 CIC/1983.
[4] Diese Bezeichnung bezieht sich im strengen Sinn nur auf das Recht der Ordines. Das „Ordensrecht“ im Gebrauch der Lehr- und Handbücher meint den gesamten Rechtsbereich der Religiones und Societates (vgl. Primetshofer, Ordensrecht 2003, 21).
[5] Diese Übersetzung ist nicht zufriedenstellend, denn status religiosus betrifft mehr als die Gesamtheit der Mitglieder der Orden (Ordines), im Sinn des c. 488 n.2 u.7 CIC/1917 (vgl. Primetshofer, Kongregation, 248; vgl. Jone, Gesetzbuch, 429; vgl. Schäfer, Ordensrecht, 14; vgl. Hanstein, Ordensrecht, 18; vgl. Mörsdorf, Lehrbuch, 488; vgl. Mörsdorf, Rechtssprache, 167, Fn. 16; vgl. Perathoner, Gesetzbuch, 215; vgl. Primetshofer, Orden und Kongregationen, 383; vgl. Primetshofer, Religiosenverbände, 604).
Der status religiosus zeigt sich in seiner konkreten, lebenswirklichen und rechtlich geregelten Entfaltung in den vielfältigen Gemeinschaftsformen, die der Gesetzgeber unter dem Begriff Religio als die Grundform der Gemeinschaft des status religiosus summiert (vgl. Larraona, Commentarium Codicis CRM 2, 172, 201).
Die Einschränkung „In canonibus qui sequuntur, veniunt nomine“ (c. 488 CIC/1917) weist auf Bedeutungsunterschiede der Termini in einem anderen Zusammenhang hin. Religio wird hier mit societas beschrieben, nicht im technischen Sinn für die societas sive virorum sive mulierum in communi viventium sine votis identifiziert. Religio (vgl. cc. 488 nn.1-7 u.a. CIC/1917) bedeutet im CIC/1917 auch Religion im Sinn von Glaube, Glaubenslehre, Gottesverehrung (cc. 1307 §1, 1317 §1 CIC/1917) u. religiöser Kult (cc. 1169 §1, 1309 §1 u. 1317 §1 CIC/1917) (vgl. Köstler, Wörterbuch, 304). Der Begriff „familia religiosa“ wird gleichbedeutend mit Religio in den cc. 256 §1, 454 §5, 464 §2, 995 §1, 1291 §1, 1376 §2 oder auch „familia“ in cc. 509 §2 n.2, 2373 n.4 CIC/1917 verwendet.
Im Römischen Recht wurde Religio u. a. als Gewissenhaftigkeit in öffentlichen Ämtern gebraucht (vgl. Encyclo­pedic, 673).
[6] Vita consecrata ist eine spezifische Form der kanonisch geregelten Lebensweise und damit begrifflich auf die vita consecrata im technischen Sinn eingeschränkt (vgl. Aymans-Mörsdorf, 2, 546; vgl. Gerosa, Recht, 324).
[7] Vgl. Heimerl / Pree, Kirchenrecht, 25.
[8] Das Sonderrecht (ius speciale) umfasst die cc. „ D e religiosis“(cc. 487-725 CIC/1917), die regulae und Constitutiones der Religiones bzw. Societates (vgl. Mörsdorf, Lehrbuch 1, 478). Constitutiones im Sinn der eigentümlichen Satzungen (regulae und constitutiones) der Religio bzw. S ocietas(vgl. cc. 534 §1, 535 §1 n.1, 537, 675, 676 §3, 677, 679, 681 u.a.; vgl. Mörsdorf, Rechtssprache, 165-166; vgl. Larraona, Commentarium Codicis CRM 4, 111-112, 134-139, 168-170) werden im Folgenden nicht berück­sichtigt. Weitere Bezeichnungen für das Ius speciale sind: lex particularis (vgl. c. 507 §1 mit cc. 163, 168 CIC/1917), statuta (cc. 22, 160 CIC/1917), ius (cc. 101, 172, 179 CIC/1917) und ius particulare (c. 167 §1 n.5 CIC/1917).
[9] Heriber Schmitz skizziert einen historischen Abriss zur Vorgeschichte des CIC/1917 in: Ders., Codex Iuris Canonici, 51-52.
[10] Vgl. cc. 13 §1, 14 §2 n.3 §2, 20, 22, 30, 71, 81, 83 CIC/1917; vgl. Mörsdorf, Rechtssprache, 43-46.
[11] Die bereits approbierten Constitutiones blieben in Kraft, wenn sie den Bestimmungen des CIC/1917 nicht widersprechen; insofern sie den Normen des CIC/1917 entgegenstanden, waren sie aufgehoben (vgl. cc. 6 n.1, 489 CIC/1917).
[12] Kleriker haben nach dem CIC/1917 Präzedenz sowohl vor den Religiosi als auch den Laien (vgl. c. 491 §2 CIC/1917). Vor den Laien sind die Religiosi gemäß der Präzedenzregelung eingefügt (vgl. c. 491 §1 CIC/1917; vgl. Larraona, Commentarium Codicis CRM 4, 172-173, 210-218, 273-280).
[13] Vgl. Stowasser 472, 481, 483; vgl. Schäfer, De Religiosis, n. 113, S.45. Ausführungen zur Etymologie und Gebrauch des Begriffs „Status“ s. Goyeneche, De transitu, 22-23.
[14] Vgl. ebd, 25.
[15] Keuschheit ist im Sinn von Ehelosigkeit um des Himmelreiches willen zu verstehen (vgl. MKCIC 573/5).
[16] C. 487 CIC/1917: „Status religiosus seu stabilis in communi vivendi modus, quo fideles, praeter communia praecepta, evangelica quoque consilia servanda per vota obedientiae, castitatis et paupertatis suscipiunt, ab omnibus in honore habendus est.”
[17] C. 487 CIC/1917.
[18] Vgl. c. 102 §1 CIC/1917; vgl. Gillet, La Personnalité, 266-267; vgl. Hochwalt, The Concept, 62.
[19] Zum vielseitigen Gebrauch des Wortes status im CIC/1917 s. Köstler, Wörterbuch, 336. Die Religiones erhalten Rechtspersönlichkeit. Sie sind als Rechts­einrichtung „juristische Personen“. (vgl. Strigl, Rechts­personalität, 3-5).
[20] Vgl. cc. 1701, 1903 CIC/1917. Den technischen Namen „status religiosus“ verwendet der Gesetzgeber auch für den „kirchlichen Stand“ (vgl. cc. 1757 §3 n.3; 1830 §1 CIC/1917).
[21] Vgl. cc. 107, 948 CIC/1917; vgl. Hilling, Personenrecht, 13; vgl. Rösser, Stellung des Laien, 5-7; vgl. Ottaviani, Institutiones, 348-349; vgl. Congar, Laie, 18; vgl. Hochwalt, The Concept, 7-8.
[22] Vgl. c. 107 CIC/1917; vgl. Hochwalt, The Concept, 8-9.
Mörsdorf vergleicht den status religiosus mit einer Klammer, „welche die beiden Grundstände der Kirche miteinander verbindet.“ (Mörsdorf, Lehrbuch 1, 187).
[23] Vgl. Hilling, Personenrecht, 13.
[24] Vgl. Larraona, Commentarium codicis CRM 2 168-172, hier: 171: „religiosi […] secundam canonicarum personarum categoriam constituent, quae ad hierachiam proxime accredit.”
[25] Arcadius Lar­ra­ona nennt den „status religiosus“ einen wahren Stand, status iuridicus und status cardinalis(vgl. Larraona, Commentarium codicis CRM 2, 137).
[26] Vgl. Mörsdorf, Rechtssprache, 126. In Anlehnung an die For­mu­lierung evangelica perfectio kam auch die Bezeichnung „status perfectionis christianae“ (Stand der christlichen Vollkommenheit) unter den Kanonisten zur An­wendung. Papst Pius XII. greift in der AK PM den Begriff „Vollkommenheitsstand“ (canonicus status perfectionis) auf; vgl. PM 5; vgl. Socha, Ordens­apostolat, 129.
[27] Der Gesetzgeber rät den Klerikern unabhängig von der spezifischen Lebensweise der Religiosi bzw. sodales Societatis in Gemeinschaft zu leben (vgl. c. 134 CIC/1917; vgl. Wernz-Vidal, Ius Canonicum, 2, 157; vgl. Rothoff, Le Droit, 23-24; vgl. Hochwalt, The Concept, 134-135). Diese Lebensweise ist nicht näher rechtlicht geregelt. Diese Kleriker legten in keiner Form eine gemeinsame Bindung fest, mit der das Gemeinschaftsleben, die Besitzverhältnisse, die apostolischen Aufgaben usw. geregelt werden müsste (vgl. Rothoff, Le Droit, 24-25).
[28] Vgl. Societas ist ein Begriff, der bereits im Römischen Recht gebraucht wurde (vgl. Berger, Encyclopedic, 708-709).
[29] Vgl. Fn. 5.
[30] Vgl. c. 488 n.1 CIC/1917; vgl. Larraona, Commentarium codicis CRM 2, 137; vgl. Hochwalt, The Concept, 77.
9783656471516
v231539
Universität Augsburg – Katholisch-theologische Fakultät - Fach Kirchenrecht
Kirchenrecht Ordensrecht ius religiosorum
Stefan Würges (Autor)
Filmische Umsetzung der Rachethematik nach dem "ius talionis" in Park Chan-wooks "Oldboy"