Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=VGH%20Baden-W%C3%BCrttemberg&Datum=15.12.2015&Aktenzeichen=DB%2013%20S%201634/15
Timestamp: 2019-05-20 23:50:28
Document Index: 195642963

Matched Legal Cases: ['§ 77', '§ 12', '§ 14', '§ 15', '§ 23', '§ 57', '§ 176', '§ 176', 'Art 50', 'Art 54', '§ 47']

VGH Baden-Württemberg, 15.12.2015 - DB 13 S 1634/15 - dejure.org
https://dejure.org/2015,42036
VGH Baden-Württemberg, 15.12.2015 - DB 13 S 1634/15 (https://dejure.org/2015,42036)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 15.12.2015 - DB 13 S 1634/15 (https://dejure.org/2015,42036)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 15. Dezember 2015 - DB 13 S 1634/15 (https://dejure.org/2015,42036)
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Aberkennung des Ruhegehalts eines wegen Kindesmissbrauchs im Ausland verurteilten ehemaligen Beamten
§ 77 Abs 1 S 2 BBG 2009, § 12 BDG, § 14 BDG, § 15 BDG, § 23 Abs 1 BDG, § 57 Abs 1 BDG, § 176 StGB, § 176a StGB, Art 50 EUGrdRCh, Art 54 SchÜbkDÜbk
Bindungswirkung des rechtskräftigen Urteils eines ausländischen Strafgerichts hinsichtlich Strafklageverbrauchs in der BRD; Aberkennung des Ruhegehalts eines Ruhestandsbeamten aufgrund außerdienstlichen Dienstvergehens (hier: schwerer sexueller Missbrauch von Kindern)
VG Freiburg, 22.03.2013 - DB 8 K 1252/12
BVerwG, 30.11.2016 - 2 B 27.16
Zugleich greift er in den Reifeprozess des Kindes ein und gefährdet die Entwicklung seiner Gesamtpersönlichkeit nachhaltig (…vgl. BVerwG, Urt. v. 25.03.2010 - 2 C 83.08 -, Juris Rn. 19; VGH Mannheim, Urt. v. 15.12.2015 - DB 13 S 1634/15 -, Juris Rn. 52).
Vorsätzlich begangene schwere Straftaten, die mit einer Freiheitsstrafe geahndet worden sind, erfüllen in der Regel auch ohne Bezug auf das konkrete Amt die qualifizierenden Voraussetzungen des § 47 Abs. 1 Satz 2 BeamtStG für die Annahme eines außerdienstlichen Dienstvergehens (vgl. BVerwG, Urteil vom 25.03.2010 - 2 C 83.08 -, BVerwGE 136, 173; Urteil des Senats vom 15.12.2015 - DB 13 S 1634/15 -, juris).
Soweit der Beklagte schriftsätzlich vorgetragen hat, dass fehlerhafte bzw. doppelte Buchungen zu dem festgestellten Kassendefizit geführt haben könnten, legt er bereits deshalb keinen offenkundigen Fehler im Sinne der vorzitierten Rechtsprechung dar, weil allein die bloße Möglichkeit, dass das Geschehen ganz oder teilweise anders gewesen sein könnte, für einen Lösungsbeschluss nicht ausreicht (vgl. VGH BW, U.v. 15.12.2015 - DB 13 S 1634/15 - juris Rn. 33).