Source: https://www.smart-rechner.de/wohngeld/rechner.php
Timestamp: 2019-11-14 19:29:01
Document Index: 199540843

Matched Legal Cases: ['§ 12', '§ 12', '§ 9', '§ 10', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 15', '§ 14', '§ 16', '§ 17', '§ 18', '§ 17', '§ 17', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 19', '§ 17', '§ 12', '§ 12', '§ 19', '§ 19', '§ 21']

Wohngeldrechner 2020 und 2021 - Wohngeld berechnen
Wohngeldrechner 2019 / 2020 - berechnen Sie Ihr Wohngeld
Der Wohngeldrechner für 2019 und 2020 berechnet das Wohngeld gemäß Wohngeldgesetz anhand der Haushaltsgröße, dem Einkommen, der Miethöhe und dem Mietniveau an Ihrem Wohnort. Alle Zwischenberechnungen werden im Ergebnis des Wohngeldrechners nach­vollziebar hergeleitet. Der generierte Chart veranschaulicht das Verhältnis des berechneten Wohngeldes zur Miete bzw. monatlichen Belastung.
Beispiel für die Berechnung des Wohngeldes
Berechnung der Anzahl zu berück­sichtigender Haushalts­­mitglieder
Berechnung des Nettoeinkommens Bewohner 1
Berechnung des Nettoeinkommens Bewohner 2
Berechnung der Summe der Nettoeinkommen
Abzug von Freibeträgen oder Unterhaltspflichten
Berechnung der zuschussfähigen Miete
Berechnung der Kaltmiete
Berechnung der Mietstufe
Berechnung des zuschussfähigen Höchstbetrags
Allgemeine Berechnung der Wohngeldes
Konkrete Wohngeldberechnung
Berechnung von "M"
Berechnung von "Y"
Einsetzen von "M", "Y" und "a, b, c" in die Wohngeldformel
Berechnetes Wohngeld größer Wohngeld-Mindestbetrag?
Grund­sätzliche Vorgehens­weise des Wohngeldrechners
Das Wohngeld dient laut Wohngeldgesetz der wirtschaftlichen Sicherung angemessenen und familien­gerechten Wohnens. Das Wohngeld wird per Antrag als Zuschuss zur Miete (Mietzuschuss) oder zur Belastung (Lastenzuschuss) für den selbst genutzten Wohnraum geleistet.
Die Berechnung von Wohngeld beruht dabei haupt­sächlich auf der Größe des Haushalts, dem Gesamteinkommen, der Miete bzw. monatlichen Belastung sowie dem Mietniveau am Wohnort. Hierfür liefert das Wohngeldgesetz (WoGG) exakte Vorschriften.
Eingabehilfe und Hintergrundinformation zum Wohngeldrechner
Die Basis für die Berechnung des Wohngeldes ist das Wohngeldgesetz (WoGG). Hierin sind alle Regelungen für das Wohngeld, also u.a. die Voraussetzungen, die Höhe und die Berechnung des Wohngeldes aufgeführt.	Im folgenden erklären wir Ihnen die einzelnen Eingabefelder des Wohngeldrechners.
Bewilligungs­zeitraum
Wählen Sie bitte den Zeitraum aus, ab dem das Wohngeld bewilligt werden soll.
Neues Wohngeld ab 1. Januar 2020
Ab 2020 erfolgen mit der Wohngeldreform zahlreiche Änderungen des Wohngeld­gesetzes (WoGG) und damit in vielen Fällen eine Erhöhung des Wohngeldes.	Mehr dazu finden Sie in unserem Ratgeberartikel zur Wohngeldreform 2020.
Der Wohngeldrechner berücksichtigt sämtliche Änderungen, die ab 2020 in Kraft treten. So können Sie Ihr Wohngeld "vorher" und "nachher" berechnen und vergleichen, wie sich die Änderungen des Wohngeldgesetzes auf Ihr Wohngeld auswirken.
In den unterschied­lichen wählbaren Zeiträumen sorgen u.a. Änderungen des Wohngeld­gesetzes für eine jeweils andere Berechnung des Wohngeldes. Wohngeld wird in der Regel für 12 Monate bewilligt. Beginnt der zwölf­monatige Bewilligungs­­zeitraum in einem der wählbaren Kalenderjahre und endet erst im nächsten hier wählbaren Zeitraum, erfolgt eine Übergangs­­regelung. Gemäß dieser Regelung wird zum Beginn des neuen Zeitraums bis zum Ende des bisherigen Bewilligungs­­zeitraums neu über die Höhe des Wohngeldes entschieden. Ergibt sich aus dieser neuen Entscheidung kein höheres Wohngeld, verbleibt es bis zum Ende des bisherigen Bewilligungs­zeitraums bei dem bereits bewilligten Wohngeld. Erfolgte eine Bewilligung des Wohngeldes beispiels­weise ab dem 1. November 2019, wird das Wohngeld für die letzten beiden Monate in 2019 sowie für die ersten 10 Monate in 2020 berechnet. Liegt es für den zweiten Zeitraum, also für die 10 Monate in 2020 unterhalb des Wohngeldes für die beiden Monate in 2019, so bleibt die Höhe des Wohngeldes auch für die ersten 10 Monate 2020 bei der Höhe von 2019.
Wählen Sie bitte das Bunsdesland aus, in dem Sie wohnen. Anhand Ihres Bundeslandes filtert der Wohngeldrechner die Liste der dortigen Gemeinden und Kreise und ermittelt deren Mietstufen. Denn für die Höhe des Wohngeldes wird das örtliche Mietniveau gem. § 12 Wohngeldgesetz berück­sichtigt.
Geben Sie bitte Ihren Wohnort an. Geben Sie als Heimbewohner bitte "Pflegeheim" im Wohngeldrechner an. Sie finden hier nur größere Gemeinden. Sollte Ihre Gemeinde nicht enthalten sein, geben Sie bitte den Landkreis an, in dem sich Ihr Wohnort befindet. Alle Landkreise Ihres Bundeslandes finden Sie, indem Sie "Kreis" eingeben. Für die Höhe des Wohngeldes wird das örtliche Mietniveau berücksichtigt. Für Heimbewohner im Sinne des Heimgesetzes ist unabhängig vom Wohnort die höchste Mietstufe zur Berechnung des Wohngeldes zu Grunde zu legen. Bitte hierzu im Rechner als Wohnort "Pflegeheim" eingeben. Wohngeld wird nur für den Teil der Miete oder Belastung geleistet, der bestimmte monatliche Miet­höchst­­beträge gem. § 12 Wohngeldgesetz nicht übersteigt. Die Mieh­höchst­beträge sind in Deutschland für alle Gemeinden ab 10.000 Einwohner nach sechs Mietstufen gestaffelt: Die Mietstufen eins und zwei befinden sich unter dem Bundes­durch­schnitt der Mieten, die Mietstufe drei spiegelt den Durchschnitt wider, und die Mietstufen vier bis sechs liegen oberhalb des Bundes­durch­schnitts. Seit 2020 wurde mit Mietstufe 7 eine weitere Mietstufe für die Berechnung des Wohngeldes zugrunde gelegt, die der Wohngeldrechner bei entsprechender Auswahl des Bewilligungs­zeitraums berücksichtigt.
¹) Mietstufe 7 neu seit 2020 (siehe Wohngeldreform 2020)
Die Mietstufen von Gemeinden mit zum Stichtag weniger als 10.000 Einwohnern und von gemeinde­­freien Gebieten sind nach Kreisen zusammen­­gefasst.
Kaltmiete / Belastung
Geben Sie bitte als Mieter die monatliche Bruttokaltmiete bzw. als Eigentümer die monatliche Belastung für den Wohnraum im Wohngeldrechner an. Wohngeld hängt von der Höhe der zuschuss­fähigen Miete bzw. Belastung und im weiteren von der Anzahl zu berücksichtigender Haushalts­mitglieder und von der Höhe des Gesamteinkommens ab.
Berechnungs­grundlage für das Wohngeld ist bei Mietern gem. § 9 Wohngeldgesetz die Bruttokaltmiete, die sich zusammen­setzt aus der Nettokaltmiete und den kalten Betriebskosten wie z.B. der Kosten für
die Abwasser- und Müll­beseitigung
die Treppen­beleuchtung
Nicht zur Kaltmiete zählen demnach Heizkosten, Kosten für die Wasser­erwärmung oder z.B. die Vergütung für einen Garagen- oder Stellplatz.
Miete für Heimbewohner
Für Heimbewohner im Sinne des Heimgesetzes ist unabhängig vom Wohnort die höchste Mietstufe zur Berechnung des Wohngeldes zu Grunde zu legen. Bitte hierzu im Rechner als Wohnort "Pflegeheim" eingeben.
Bei Eigentümern von Eigenheimen oder Eigentums­wohnungen gelten als Berechnungs­grundlage für das Wohngeld gem. § 10 Wohngeldgesetz die Aufwendungen für Kredite (für Bau, Kauf und Renovierung) und die Bewirtschaftung des Eigentums. Im einzelnen sind dies:
Kreditilgung
Pauschale für Instandhaltungs- und Betriebskosten in Höhe von 36 Euro je Quadratmeter im Jahr
zu entrichtende Verwaltungs­kosten
Haushalts­­mitglieder
Geben Sie bitte die Anzahl der Haushalts­mitglieder im Wohngeld-Rechner an. Haushalts­mitglied ist gem. § 5 Wohngeldgesetz zum einen die wohngeld­berechtigte Person. Weitere Haushalts­mitglieder können sein:
der Ehegatte eines Haushalts­mitgliedes
der eingetragene Lebenspartner eines Haushalts­mitgliedes
Eltern und Kinder (auch Adoptiv- und Stiefkinder) eines Haushalts­mitgliedes
Geschwister, Onkel, Tante, Schwieger­eltern, Schwieger­kinder, Schwägerin und Schwager eines Haushalts­mitgliedes
Pflegekinder und Pflegeeltern eines Haushaltsmitgliedes
Personen, die mit einem Haushalts­mitglied in einer Verantwortungs- und Einstehens­gemeinschaft leben
Nicht als Haushalts­mitglied im wohngeld­rechtlichem Sinne gelten z.B. Freunde oder entfernte Verwandte.
Vom Wohngeld ausgeschlossene Haushalts­mitglieder
Geben Sie bitte im Wohngeldrechner die Anzahl der Haushalts­mitglieder an, die vom Wohngeld ausgeschlossen sind. Bei der Berechnung des Wohngeldes sind gem. § 6 Wohngeldgesetz sämtliche Haushalts­mitglieder zu berücksichtigen, sofern sie nicht vom Wohngeld ausgeschlossen sind. Ausgeschlossen vom Wohngeld sind gem. § 7 Wohngeldgesetz Empfänger solcher Transfer­leistungen, bei denen die Unterkunfts­kosten bereits berücksichtigt sind. Auch die Mitglieder der für die entsprechende Transfer­leistung angegebenen Bedarfs­gemeinschaft sind ausgeschlossen. Da die Unterkunfts­kosten für diese Personen bereits berück­sichtigt werden, wirkt sich der Ausschluss vom Wohngeld nicht nachteilig aus. Vom Wohngeld ausgeschlossen sind demnach Empfänger von
Arbeitslosen­geld II
ergänzender Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem Bundes­versorgungs­gesetz
Leistungen in besonderen Fällen und Grundleistungen nach dem Asyl­bewerber­leistungs­gesetz
wenn bei deren Berechnung Kosten der Unterkunft berücksichtigt worden sind.
Geben Sie bitte die Summe der monatlichen Bruttoeinkünfte jedes zu berück­sichtigenden Haushalts­mitgliedes im Wohngeldrechner an. Hierzu sind zunächst die gesamten zu erwartenden Einkünfte der nächsten 12 Monate zu bestimmen und diese durch 12 zu teilen. Es sind § 15 Wohngeldgesetz alle Einkünfte zu summieren, die im Bewilligungszeitraum (i.d.R. in den nächsten 12 Monaten) zu erwarten sind. Für das Wohngeld maßgebend sind gem. § 14 Wohngeldgesetz die steuer­pflichtigen positiven Einkünfte (also keine Verrechung negativer Einkommen möglich) im Sinne des EStG, ergänzt um einen Katalog steuerfreier Einnahmen:
Arbeitseinkommen (brutto)
Löhne, Gehälter, Urlaubs- und Weihnachtsgeld
Pauschal besteuerte Einnahmen oder Einnahmen aus einer gering­fügigen Beschäftigung (Minijob)
Abfindungen zu einem Drittel, wenn sie innerhalb von drei Jahren vor der Antrag­stellung zugeflossen sind
Lohnersatz­leistungen (Auszug)
Mutterschafts­geld sowie der Zuschuss zum Mutterschafts­geld
Sonstige Einkommen (Auszug)
Renten, Pensionen, Versorgungs­bezüge (alles brutto)
Unterhalts­zahlungen des geschiedenen oder dauernd getrennt lebenden Ehegatten
Einkünfte aus Kapitalvermögen (soweit sie 100 Euro übersteigen)
Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung abzüglich dafür erbrachte Werbungskosten
Nicht zu berücksichtigen (Auszug)
Elterngeld bis zu 300 Euro pro Monat
Steuerrück­zahlungen
Was sie abziehen können (Auszug)
Kinder­betreuungs­kosten in Höhe von zwei Dritteln der Aufwendungen, maximal 4.000 Euro je Kind
Die Werbungskosten von Arbeitnehmern und Rentnern können im folgenden angegeben werden.
Geben Sie bitte als Arbeitnehmer oder Rentner die monatlichen Werbungskosten für jedes zu berücksichtigende Haushalts­mitglied an. Arbeitnehmer können hier monatlich pauschal 83,33 Euro angeben. Dies ist ein Zwölftel des Arbeitnehmer-Pauschbetrages von jährlich 1.000 Euro. Rentner mit steuer­pflichtigen Rentenbezügen können hier monatlich pauschal 8,50 Euro angeben. Dies ist ein Zwölftel der Werbungs­kosten­­pauschale für Rentner von jährlich 102 Euro. Nachweisbar höhere Werbungskosten können geltend gemacht und hier eingetragen werden. Werbungskosten sind insbesondere Aufwendungen der Arbeitnehmer für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte, Beiträge zu Berufsverbänden sowie Aufwendungen für Arbeitsmittel. Der Wohngeldrechner zieht diese Werbungskosten vom angegebenen Einkommen ab.
Pauschale Abzüge für Steuern und Sozial­versicherung
Wählen Sie bitte im Wohngeldrechner aus, ob für das Einkommen oder Teile des Einkommens
Einkommensteuer (ESt) entrichtet wurde
Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung (KV) entrichtet wurden
Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung (RV) entrichtet wurden
Alternativ können auch laufende Beiträge angegeben werden, die dem Zweck der Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Kranken- und Rentenversicherung entsprechen. Dies sind zum Beispiel freiwillige Beiträge zur gesetzlichen Kranken- oder Rentenversicherung, Beiträge zu privaten Kranken­versicherungen oder Beiträge für Lebens­versicherungen.
Pauschale Abzüge gem. Wohgeldgesetz
Für der Berechnung des Jahreseinkommens jedes wohngeld­­berechtigten Haushalts­­mitglieds werden gem. § 16 Wohngeldgesetz pauschale Abzüge für Steuern und Sozial­­versicherungs­­beiträge vom Einkommen vorgenommen. Damit wird berücksichtigt, dass die summierten Bruttoeinkünfte nicht komplett zur freien Verfügung stehen, da noch Steuern und Sozialabgaben zu leisten sind. Der Abzug beträgt jeweils zehn Prozent für jede der drei oben aufgeführten Abgaben, wenn diese im Bewilligungs­zeitraum zu leisten sind. Maximal können also 30 Prozent abgezogen werden.
Bei Rentnern können pauschal zehn Prozent abgezogen werden, da sie von ihrer Rente Beiträge zur Krankenversicherung abführen müssen.
Bei Beamten können 20 Prozent abgezogen werden, da von ihrem Gehalt Steuern und Beiträge zur Krankenversicherung abgehen.
Bei Arbeitnehmern, die sowohl Steuern zahlen als auch Beiträge zur Kranken- und Rentenversicherung leisten, beträgt der Abzug 30 Prozent.
Geben Sie bitte an, ob Sie alleinerziehend sind. Alleinerziehend sind Sie, wenn Sie ausschließlich mit Kindern zusammen wohnen und mindestens eines dieser Kinder noch nicht 18 Jahre alt ist. Für diesen Fall wird gem. § 17Abs. 3 Wohngeldgesetz vom Wohngeldrechner ein Freibetrag in Höhe von 1.320 Euro, also monatlich 110 Euro vom Einkommen abgezogen.
Unterhaltpflichten
Geben Sie bitte im Wohngeldrechner die monatlichen gesetzlichen Unterhalts­pflichten der zu berück­sichtigenden Haushalts­mitglieder an. Diese können bis zu dem in einer notariell beurkundeten Unterhalts­vereinbarung festgelegten oder in einem Unterhalts­titel oder Bescheid festgestellten Betrag abgezogen werden. Ansonsten bis zu den gemäß § 18 Wohngeldgesetz bestimmten Höchstbeträgen:
bis zu 3.000 Euro jährlich für ein zu berücksichtigendes Haushalts­mitglied, das wegen Berufs­ausbildung auswärts wohnt, soweit es nicht von Nummer 2 erfasst ist;
bis zu 3.000 Euro jährlich für ein Kind, das Haushalts­mitglied; dies gilt nur für Aufwendungen, die an das Kind als Haushalts­mitglied bei dem anderen Elternteil geleistet werden;
bis zu 6.000 Euro jährlich für einen früheren oder dauernd getrennt lebenden Ehegatten oder Lebenspartner, der oder die kein Haushalts­mitglied ist;
bis zu 3.000 Euro jährlich für eine sonstige Person, die kein Haushalts­mitglied ist.
Erwerbstätige Kinder U25
Geben Sie bitte die Anzahl der Kinder von Haushalts­mitgliedern an, die
Eigene Einnahmen aus Erwerbstätigkeit haben
Jünger als 25 Jahre sind
Selbst zu berücksichtigende Haushalts­mitglieder sind
Für diesen Fall wird gem. § 17 Abs. 4 Wohngeldgesetz vom Wohngeldrechner ein Freibetrag in Höhe der eigenen Einnahmen ¹) aus Erwerbstätigkeit, höchstens jedoch jährlich 1.200 Euro je zutreffender - also hier angegebender - Person vom Jahres­einkommen abgezogen. Monatlich sind dies 100 Euro.
¹) Bitte beachten Sie, dass der Wohngeldrechner automatisch diese monatlichen 100 Euro zur Berechnung des Gesamteinkommens in Abzug bringt, auch wenn die tatsächlichen monatlichen Einnahmen aus Erwerbs­tätigkeit geringer sind. In der Praxis würden in diesem Fall jedoch nur die niedrigeren tatsäch­lichen monatlichen Einnahmen aus Erwerbs­tätigkeit abgezogen.
Geben Sie bitte hier an, wieviele der zu berücksich­tigenden Haushalts­mitglieder eine Schwerbehinderung mit einem Grad von
100 Prozent haben oder
unter 100 Prozent haben bei Pflege­bedürftigkeit (SGB X) und gleichzeitiger häuslicher oder teil­stationärer Pflege bzw. Kurzzeit­pflege
Für diesen Fall wird gem. § 17 Abs. 1 Wohngeldgesetz vom Wohngeldrechner 2020 ein Freibetrag in Höhe von 1.800 Euro, also monatlich 150 Euro je zutreffender - also hier angegebender - Person vom Einkommen abgezogen. Vor der Wohngeldreform 2020 betrug der Freibetrag für Schwerbehinderte 1.500 Euro jährlich, also 125 Euro monatlich.
Im folgenden zeigen wir Ihnen, wie der Wohngeldrechner im Detail das Wohngeld gemäß Wohngeldgesetz berechnet. Hierzu werden zunächst die drei grundlegenden Größen
Haushalts­mitglieder,
Gesamteinkommen und die
zuschussfähige Miete
berechnet. Diese Werte werden dann unter 4. in die Wohngeldformel eingesetzt, um schließlich gesetzeskonform daraus das Wohngeld zu berechnen.
Grundlagen für das Berechnungsbeispiel
Familie Roth kann die Miete nicht mehr aus eigenen Mitteln stemmen und möchte wissen, wieviel Wohngeld ihr 2019 monatlich als Mietzuschuss zusteht.
Familie Roth wohnt in Köln und zahlt eine monatliche Kaltmiete in Höhe von 800 Euro.
Herr Roth ist berufstätig und hat ein monatliches Bruttogehalt in Höhe von 2.500 Euro.
Max Roth, der 16jährige Sohn trägt Zeitungen aus und verdient damit 200 Euro im Monat.
Frau Roth und Moritz Roth, der jüngere Sohn beziehen keine eigenen Einkünfte.
1. Berechnung der Anzahl zu berück­sichtigender Haushalts­­mitglieder
Haushalts­mitglied ist gem. § 5 WoGG zum einen die wohngel­dberechtigte Person. Weitere Haushalts­mitglieder sind u.a. die Ehegattin sowie die Kinder eines Haushalts­mitglieds. Bei der Berechnung des Wohngeldes sind gem. § 6 WoGG sämtliche Haushalts­mitglieder zu berücksichtigen, sofern sie nicht vom Wohngeld ausge­schlossen sind. Ausgeschlossen vom Wohngeld sind gem. § 7 WoGG Empfänger solcher Transfer­leistungen, bei denen die Unterkunfts­kosten bereits berück­sichtigt sind, wie z.B. bei Arbeitlosengeld II oder bei Grundsicherung.
Zu berücks­ichtigende Haushalts­mitglieder bei Familie Roth
4 Haushalts­mitglieder sind für das Wohngeld zu berück­sichtigen.
Für diese wird das monatliche Gesamt­einkommen und die zuschuss­fähige Miete vom Wohngeldrechner berechnet. Die Anzahl zu berück­­sich­tigender Haushalts­­mitglieder fließt schließlich auch in die Formel zur Berechnung des Wohngeldes gemäß § 19 WoGG ein.
2. Berechnung des Gesamteinkommens
Für die Berechnung des Wohngeldes ist das monatliche Gesamteinkommen, also die Summe der monat­lichen Netto­einkünfte abzüglich etwaiger Freibeträge und Unterhalts­pflichten aller für das Wohngeld zu berück­­sich­tigenden Haushalts­­mitglieder zu berechnen.
2.1 Berechnung des Nettoeinkommens von Herrn Roth
Für das Wohngeld wird ein pauschales Netto berechnet, indem vom Bruttoeinkommen die Werbungskosten sowie eine jeweils 10prozentige Pauschale für Einkommensteuer, Kranken- und Pflege­versicherung sowie für die Renten­ersicherung abgezogen wird, sofern diese vom Bruttoeinkommen oder von Teilen des Bruttoeinkommens geleistet werden.
Als Arbeitnehmer kann Herr Roth monatlich pauschal 83,33 Euro angeben. Dies ist ein Zwölftel des Arbeitnehmer-Pauschbetrages von jährlich 1.000,00 Euro.
Herr Roth zahlt von seinem Einkommen Einkommensteuer sowie Kranken- und Renten­versicherungs­beiträge. Damit können pauschal insgesamt 30 Prozent für die Berechn8ung des wohngeldrechtlichen Nettoeinkommenn abgezogen werden.
Brutto 2.500,00 Euro
− Werbungskosten 83,33 Euro
= zu verst. Eink. 2.416,67 Euro
− Pauschale 30,00 % 725,00 Euro
= Nettoeinkommen von Herrn Roth 1.691,67 Euro
2.2 Berechnung des Nettoeinkommens von Max Roth
Max Roth kann für seinen Job als Zeitungs­zusteller keinen Arbeitnehmer-Pauschbetrag absetzen. Er ist weder einkommen­steuer­pflichtig noch zahlt er Beiträge zur Sozial­versicherung.
Brutto 200,00 Euro
− Werbungskosten 0,00 Euro
= zu verst. Eink. 200,00 Euro
− Pauschale 0,00 % 0,00 Euro
= Nettoeinkommen von Max Roth 200,00 Euro
2.3 Berechnung der Summe der Nettoeinkommen
Dies ist die Summe der Netto­einkünfte aller zu berück­sich­tigenden Haushalts­mitglieder. Sie wurden gemäß Wohngeld­gesetz zur Bestimmung des Wohngeldes pauschal berechnet.
Die Summe der Nettoeinkommen beträgt 1.891,67 Euro.
2.4 Berechnung von Abzügen aufgrund von Freibeträgen oder Unterhaltspflichten
Max Roth verdient nebenher etwas Geld. Er ist also erwerbstätig. Zudem ist er unter 25 Jahre alt. Demnach steht ihm gemäß § 17 WoGG ein Freibetrag in Höhe der eigenen Einnahmen aus Erwerbs­tätigkeit, höchstens jedoch jährlich 1.200,00 Euro jährlich bzw. monatlich 100,00 Euro zu.
100,00 Euro von der Summe der Nettoeinkommen als Freibetrag abziehbar.
Gesamt­einkommen von Familie Roth
beträgt 1.791,67 Euro.
3. Berechnung der zuschussfähigen Miete
Die mit Wohngeld höchstens zu bezuschussende Miete bzw. monatliche Belastung entspricht der Miete / Belastung, maximal aber dem von Haushalts­­größe und Mietstufe abhängigen Höchstbetrag.
3.1 Berechnung der Kaltmiete
Dies ist die anteilige Miete bzw. monatliche Belastung, die von den zu berück­s­ich­tigenden Haushalts­­mitgliedern im Verhältnis zu allen Haushalts­­mitgliedern zu leisten ist. Da im Haushalt der Familie Roth alle vier für das Wohngeld zu berück­sichtigen sind, übernimmt der Wohngeldrechner hier einfach die monatliche Miete der Roths.
Die monatliche Kaltmiete beträgt 800 Euro.
3.2 Berechnung der Mietstufe für Familie Roth
Wohngeld wird nur für den Teil der Miete oder Belastung geleistet, der bestimmte monatliche Miet­höchst­­beträge gem. § 12 WoGG nicht übersteigt. Die Mieh­höchst­­beträge sind in Deutschland für alle Gemeinden ab 10.000 Einwohner nach sechs Mietstufen gestaffelt: Die Mietstufen eins und zwei befinden sich unter dem Bundes­­durch­­schnitt der Mieten, die Mietstufe drei spiegelt den Durch­schnitt wider, und die Mietstufen vier bis sechs liegen oberhalb des Bundes­durch­schnitts. Ab 2020 wird mit Mietstufe 7 eine weitere Mietstufe für die Berechnung des Wohngeldes zugrunde gelegt. Die Mietstufen von Gemeinden mit zum Stichtag weniger als 10.000 Einwohnern und von gemeinde­­freien Gebieten sind nach Kreisen zusammen­­gefasst.
Für Köln in Nordrhein-Westfalen gilt Mietstufe 6.
3.3 Berechnung des zuschussfähigen Höchstbetrags
Der für das Wohngeld zuschuss­fähige Höchstbetrag für Miete bzw. für die monatliche Belastung bei 4 Haushalts­­mitgliedern und Mietstufe 6 beträgt gemäß § 12 Wohngeldgesetz 879 Euro. Das Wohngeld wird nur für den Teil der Miete oder Belastung berechnet, der diesen Höchst­betrag nicht übersteigt.
Der Höchstbetrag beträgt 879 Euro.
Zuschuss­fähige Miete für Familie Roth
Die zuschussfähige Miete beträgt 800,00 Euro.
4. Allgemeine Berechnung der Wohngeldes
Nach § 19 WoGG berechnet sich das Wohngeld anhand folgender Formel, in die die zuvor ermittelten Werte eingesetzt werden: Das ungerundete monatliche Wohngeld für bis zu zwölf zu berück­­sichtigende Haushalts­­mitglieder beträgt
Wohngeld-Formel nach § 19 WoGG
1,15 × (M − (a + b × M + c × Y) × Y) €
"M" ist die zu berück­­sichtigende monatliche Miete oder Belastung in Euro. "Y" ist das monatliche Gesamteinkommen in Euro. "a", "b" und "c" sind nach der Anzahl der zu berück­­sichtigenden Haushalts­­mitglieder unterschiedene Werte. Die zur Berechnung des Wohngeldes erforderlichen Rechenschritte und Rundungen sind in einer fest vorgegebenen Reihenfolge auszuführen. Sind mehr als zwölf Haushalts­­mitglieder zu berücksichtigen, erhöht sich für das 13. und jedes weitere zu berück­sichtigende Haushalts­­mitglied das hier berechnete monatliche Wohngeld um jeweils 47 Euro, höchstens jedoch bis zur Höhe der zuschuss­­fähigen Miete bzw. monatlichen Belastung.
5 Konkrete Wohngeldberechnung für Familie Roth
Das Wohngeld für Familie Roth wird folgender­maßen berechnet:
5.1. Berechnung von "M"
Für "M" ist die zuschuss­fähige monatliche Miete/Belastung einzusetzen, gemäß Anlage 2 des Wohngeldgesetzes bei 4 zu berück­sich­tigenden Haushalts­mitgliedern jedoch mindestens 81 Euro.
5.2 Berechnung von "Y"
Für "Y ist das monatliche Gesamteinkommen einzusetzen, gemäß Anlage 2 bei 4 zu berück­sich­tigenden Haushalts­mitgliedern jedoch mindestens 389 Euro.
5.3 Einsetzen von "M", "Y" und "a, b, c" in die Wohngeldformel
Gemäß Anlage 1 des Wohnbgeld­gesetzes gelten die Werte a=0,01, b=0,00034 und c=0,000043. Es werden nun gemäß Anlage 1 nacheinander folgende Terme der obigen Formel mit je 10 Nachkomma­stellen berechnet:
z1 = a + b × M + c × Y,
z2 = z1 × Y,
z3 = M − z2,
z4 = 1,15 × z3
Vorliegend ist also
z1 = 0,01 + 0,00034 × 800,00 + 0,000043 × 1.791,67,
z2 = 0,3590416667 × 1.791,67
z3 = 800,00 − 643,2829861708
z4 = 1,15 × 156,7170138292
z4 ist mit 180,22 Euro das ungerundete monatliche Wohngeld und wird noch ab 0,50 Euro auf volle Euro aufgerundet, sonst abgerundet (⇒ 180 Euro).
5.4 Check, ob berechnetes Wohngeld größer Wohngeld-Mindestbetrag
Das berechnete Wohngeld von 180 Euro ist größer als der erforderliche Wohngeld-Mindestbetrag von 10 Euro. Denn gemäß § 21 WoGG bestünde kein Wohngeldanspruch, wenn das Wohngeld weniger als 10 € monatlich betragen würde.
Berechnetes Wohngeld für Familie Roth
Das monatliche Wohngeld beträgt 2019 schließlich 180 Euro.
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