Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=HRRS%202016%20Nr.%201020
Timestamp: 2018-12-17 15:50:56
Document Index: 67508575

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 212', '§ 222', '§ 15', '§ 221', '§ 212', '§ 261', '§ 267', 'BGH', 'BGH']

BGH, 11.10.2016 - 1 StR 248/16 - dejure.org
§ 212 Abs. 1 StGB; § 222 StGB; § 15 StGB; 261 StPO
Überspannte Anforderungen an die Beweiswürdigung des Tatgerichts bei der Ablehnung des Tötungsvorsatzes nach einer Lebendgeburt (Anforderungen an die Überzeugung des Tatrichters); Voraussetzungen bedingt vorsätzlichen Handelns (Wissenselement; Wollenselement; Kindstötung; erforderliche Gesamtbetrachtung; Bejahung des Eventualvorsatzes auch bei aufgrund psychischer oder alkoholischer Beeinträchtigung fehlendem Risikobewusstseins; Annahme des bedingten Tötungsvorsatzes bei Gleichgültigkeit gegenüber dem Tod des Opfers)
§ 221 Abs. 1, 3 StGB
§ 212 StGB, § 261 StPO, § 267 StPO
Bedingter Tötungsvorsatz: Anforderungen an die Urteilsfeststellungen und die tatrichterliche Überzeugungsbildung bei einer Kindestötung nach einer Lebendgeburt
Anforderungen an die gerichtliche Beweiswürdigung im Rahmen der Annahme eines bedingten Tötungsvorsatzes
Die Geburt in der Kloschüssel - oder: die Abgrenzung zwischen bedingtem Vorsatz und Fahrlässigkeit
LG Deggendorf, 11.02.2016 - 1 Ks 8 Js 5691/15
NStZ 2017, 25
HRRS 2016 Nr. 1020
Vielmehr genügt ein nach der Lebenserfahrung ausreichendes Maß an Sicherheit, das vernünftige Zweifel nicht aufkommen lässt (BGH, 1 StR 248/16, a.a.O., 26).
Ihre Bejahung oder Verneinung kann nur auf der Grundlage einer Gesamtbetrachtung aller objektiven und subjektiven Umstände erfolgen (vgl. BGH, Urteile vom 23. Februar 2012 - 4 StR 608/11, NStZ 2012, 443, 444 und vom 11. Oktober 2016 - 1 StR 248/16, NStZ 2017, 25; Beschluss vom 21. Dezember 2016 - 1 StR 112/16, NStZ 2017, 337).