Source: https://www.rechtslupe.de/stichworte/insolvenzverfahren/page/2
Timestamp: 2019-12-06 01:43:09
Document Index: 390514940

Matched Legal Cases: ['§ 295', '§ 296', '§ 296', '§ 93', '§ 55', '§ 203']

Insolvenzverfahren 2 | Rechtslupe
Soweit bei der Auf­he­bung des Insol­venz­ver­fah­rens die Nach­trags­ver­tei­lung vor­be­hal­ten wird, besteht der Insol­venz­be­schlag auch nach der Auf­he­bung des Insol­venz­ver­fah­rens fort . Der Insol­venz­ver­wal­ter behält inso­weit die allei­ni­ge Ver­­­wal­­tungs- und Ver­fü­gungs­be­fug­nis ein­schließ­lich der Pro­zess­füh­rungs­be­fug­nis . Der Schuld­ner ist nicht berech­tigt, über den betref­fen­den Gegen­stand zu ver­fü­gen. Ziel der Nach­trags­ver­wal­tung ist es,
Im Fall des § 295 Abs. 2 InsO genügt der Gläu­bi­ger sei­ner Pflicht zur Glaub­haft­ma­chung der Beein­träch­ti­gung der Befrie­di­gung der Insol­venz­gläu­bi­ger bereits dann, wenn er dar­legt, dass der Schuld­ner an den Treu­hän­der nicht den Betrag abge­führt hat, den er bei Aus­übung einer ver­gleich­ba­ren abhän­gi­gen Tätig­keit hät­te abfüh­ren müs­sen. Der antrag­stel­len­de Gläu­bi­ger
Gibt das Insol­venz­ge­richt dem Schuld­ner gemäß § 296 Abs. 2 Satz 1 InsO nur Gele­gen­heit, sich zum Ver­sa­gungs­an­trag des Gläu­bi­gers zu äußern, han­delt es sich bei der Stel­lung­nah­me des Schuld­ners nicht um eine Aus­kunft nach § 296 Abs. 2 Satz 2 InsO. Zwar hat das Insol­venz­ge­richt – sofern ein statt­haf­ter Antrag eines Gläu­bi­gers vor­liegt
Der Insol­venz­ver­wal­ter ist berech­tigt, sich mit einem Gesell­schaf­ter über die Höhe sei­ner Haf­tung zu ver­glei­chen. Ein sol­cher Ver­gleich kommt den betrof­fe­nen Gesell­schaf­tern auch zugu­te, wenn das Insol­venz­ver­fah­ren auf­ge­ho­ben ist . Nach § 93 InsO kann im Insol­venz­ver­fah­ren über das Ver­mö­gen einer Gesell­schaft des bür­ger­li­chen Rechts die per­sön­li­che Haf­tung des Gesell­schaf­ters
Ist dem Insol­venz­ver­wal­ter oder Treu­hän­der das Zustel­lungs­we­sen über­tra­gen, kön­nen die ihm dadurch ent­ste­hen­den per­so­nel­len Mehr­kos­ten durch die Erstat­tung eines Betrags von 1, 80 € je Zustel­lung gedeckt sein. ent­schie­den, dass abwei­chend von frü­he­rer Recht­spre­chung künf­tig für jede vom Insol­venz­ver­wal­ter oder Treu­hän­der auf­grund einer Über­tra­gung vor­ge­nom­me­nen Zustel­lung der hier­für erfor­der­li­che Per­­so­­nal- und
Ver­sa­gungs­an­trä­ge kön­nen alle Gläu­bi­ger stel­len, die For­de­run­gen im Insol­venz­ver­fah­ren ange­mel­det haben; dass die ange­mel­de­te For­de­rung bestrit­ten wor­den ist oder der Schuld­ner ihr wider­spro­chen hat, hin­dert die Antrags­be­fug­nis nicht . Dies ent­schied jetzt der Bun­des­ge­richts­hof in einem Insol­venz­ver­fah­ren, auf das noch die Vor­schrif­ten der Insol­venz­ord­nung in der bis zum 1.07.2014 gel­ten­den
Nach § 55 Abs. 2 Satz 1 InsO gel­ten nach der Eröff­nung des Ver­fah­rens auch sol­che Ver­bind­lich­kei­ten als Mas­se­ver­bind­lich­kei­ten, die von einem vor­läu­fi­gen Insol­venz­ver­wal­ter begrün­det wor­den sind, auf den die Ver­fü­gungs­be­fug­nis über das Ver­mö­gen des Schuld­ners über­ge­gan­gen ist. Die Rechts­stel­lung die­ses "star­ken" vor­läu­fi­gen Insol­venz­ver­wal­ters unter­schei­det sich deut­lich von der des sog. "schwa­chen"
Wird die Nach­trags­ver­tei­lung ange­ord­net, weil nach­träg­lich Gegen­stän­de der Mas­se ermit­telt wor­den sind (§ 203 Abs. 1 Nr. 3 InsO), wer­den die betrof­fe­nen Gegen­stän­de mit der Anord­nung vom Insol­venz­be­schlag erfasst. Die Ver­fü­gungs­be­fug­nis geht vom Schuld­ner auf den Insol­venz­ver­wal­ter über . Wegen die­ser Wir­kun­gen müs­sen die betrof­fe­nen Gegen­stän­de im Anord­nungs­be­schluss selbst aus­rei­chend bestimmt bezeich­net