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Timestamp: 2018-06-23 13:51:42
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Matched Legal Cases: ['§ 675', '§ 675', '§ 675', '§ 675', '§ 675', '§675', '§ 675', '§ 675']

Dauer Überweisung auf KREDITKARTENkonto Bankrecht Forum 123recht.net
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Dauer Überweisung auf KREDITKARTENkonto
8.1.2013 Thema abonnieren Zum Thema: Überweisung
Frage vom 8.1.2013 | 17:29
wie lange darf die GUTSCHRIFT einer Überweisung auf ein Kreditkartenkonto (sog. Guthabenkonto, kein Zahlungskonto??) dauern?
Ich habe am Freitag,04.01. online (Uhrzeit leider unbekannt) von meiner Hausbank auf das andere Kreditinstitut unter Angabe meiner Kreditkartennummer im Verw.Zweck überwiesen. Laut Hausbank (mündlich) ist die Überweisung noch am 4. 'rausgegangen. Alle Pflcihten nach § 675s BGB wurden somit vonmeiner Hausbank (über-)erfüllt.
Mein Ansprechpartner bei der Targobank, wo ich meine Kredikarte habe, meinte, dass der § 675 BGB nicht auf ein Kreditkartenkonto anzuwenden sei und dass der Vorgang daher 3 Werktage dauern könne.
Meiner Einschätzung nach unter Bezugnahme des § 675t BGBmüsste das Geld nach Eingang (Eingang war dann Montag oder SPÄTESTENS heute) unverzüglich gutgeschrieben werden. Heute ist es aber nicht 'drauf!
§ 675t BGB (1):
Der Zahlungsdienstleister des Zahlungsempfängers ist verpflichtet, dem Zahlungsempfänger den Zahlungsbetrag unverzüglich verfügbar zu machen, nachdem er auf dem Konto des Zahlungsdienstleisters eingegangen ist. Sofern der Zahlungsbetrag auf einem Zahlungskonto des Zahlungsempfängers gutgeschrieben werden soll, ist die Gutschrift, auch wenn sie nachträglich erfolgt, so vorzunehmen, dass der Zeitpunkt, den der Zahlungsdienstleister für die Berechnung der Zinsen bei Gutschrift oder Belastung eines Betrags auf einem Zahlungskonto zugrunde legt (Wertstellungsdatum), spätestens der Geschäftstag ist, an dem der Zahlungsbetrag auf dem Konto des Zahlungsdienstleisters des Zahlungsempfängers eingegangen ist. Satz 1 gilt auch dann, wenn der Zahlungsempfänger kein Zahlungskonto unterhält.
Insbesondere der letzte Satz belegtfür mich eindeutig, dass auch ein Kreditkartenkonto diesem Gesetz untersteht.
-- Editiert anonstar am 08.01.2013 17:32
Antwort vom 8.1.2013 | 20:23
Sehe ich in dem Fall auch so, da du nicht auf ein dir gehörendes Konto überweist, sondern auf ein Sammelkonto der Bank und darüber wird dir dann das Guthaben zur Verfügung gestellt. Du bist also genaugenommen nicht Zahlungsempfänger und eine Prepaid-Kreditkarte ist keine Kreditkarte, sondern eine Guthabenkarte analog zur Prepaidkarte bei Handys. Auf der Targobank-Seite findet man dazu im übrigen zu Überweisungen für Prepaid Kreditkarten:
Die Überweisung von Ihrem TARGOBANK Konto dauert i.d.R. 2-3 Tage, von anderen Bankkonten i.d.R. 5-7 Tage.
-- Editiert florian3011 am 08.01.2013 20:29
Antwort vom 8.1.2013 | 21:28
danke für Deinen Beitrag, florian. Es handelt sich nicht um eine Prepaid-Kreditkarte. Ich habe nur derzeit (noch) einen geringen Kreditrahmen. Und ich überweisee auf ein Sammelkonto der Bank, das ist korrekt. Aber auch dann müsste doch der § 675t BGB zutreffen, oder etwa nicht?
Antwort vom 8.1.2013 | 21:49
sveny80
Beginner (146 Beiträge, 85x hilfreich)
lieber TE, zunächst einmal bitte nicht den Firmennamen nennen (->Forumsregeln).
Ich sehe das ähnlich wie florian. Ein Kreditkartenkonto ist kein Zahlungsverkehrkonto in dem Sinne des BGB §675. Ein Kreditkartenkonto dient in erster Linie dem Abwickeln von Zahlungen (nicht Gutschriften).
Auch wenn du keine Prepaid-Karte hast. Du kannst ja aus dem Verfügungsrahmen verfügen, bzw. die Bank bitten, diesen zu erhöhen.
Antwort vom 10.1.2013 | 17:06
Danke für den Hinweis mit dem Firmennamen. Leider kann ich den Beitrag nicht mehr bearbeiten.
Auch bei Deinem Beitrag, sveny, meinst Du, dass § 675 BGB nur für Zahlungsverkehrskonten gilt. Ich habe nochmal nachgeguckt.. Aber ich finde nichts dazu? Wo steht denn das?
Und was ist ein Zahlungskonto? Wie gesagt, § 675t Abs. 1 Satz 1 gilt auch für nicht-Zahlungskonten.
Antwort vom 10.1.2013 | 17:21
Mag sein, aber da ist wie schon erwähnt die Rede vom Zahlungsempfänger. Der bist aber nicht du, sondern die Bank als Inhaberin des Sammelkontos.
Und daher habe ich eben meine Zweifel, dass du dich darauf berufen kannst, wenn es darum geht, wann dir das Geld zur Verfügung stehen muss.
Antwort vom 10.1.2013 | 17:35
@florian: Vielen Dank für die Einschätzung. Aber, ob sich eine Bank wirklich damit vor dem GEsetz drücken kann.. Das werde ich wahrshceinlich juristisch prüfen lassen.
Also bereite ich einfach einmal eine Klage vor - kostet ja nichts und ich habe endlich Rechtssicherheit.
Antwort vom 10.1.2013 | 18:17
Aber, ob sich eine Bank wirklich damit vor dem GEsetz drücken kann
Das würde sie doch nur tun, wenn der angesprochene Paragraph auf diesen Fall anwendbar ist.
Kostet nichts? Für diese Materie wirst du einen Anwalt brauchen, ebenso wird die Gegenseite das einen Anwalt erledigen lassen. Dazu kommen Gerichtsgebühren, etc. Das ergibt ganz schnell eine ganz schöne Summe, die du bezahlen darfst, wenn du unterliegst. Und dass du unterliegst musst du mit einkalkulieren.
Das Risiko solltest du nur wagen, wenn du rechtsschutzversichert bist und eine Deckungszusage hast.
Der einfachere und vor allem günstigere Weg wäre eine Erstberatung beim Anwalt.
Antwort vom 10.1.2013 | 21:38
Hast du denn mal schriftlich in der Zentrale nachgefragt? Manchmal wissen Sachbearbeiter auch nicht alles... Vielleicht solltest du deshalb einfach ein zweites Mal nachfragen? Ist auf jeden Fall günstiger als eine Erstberatung beim Anwalt. Schreibe doch eine Mail oder so, dann ist es kostengünstig
Antwort vom 11.1.2013 | 01:12
Ja klar bin ich rechtsschutzversichert und habe eine Deckungszusage. Ich werde euch dann das Ergebnis mitteilen. Vielleicht bleibt's ja auch bei der Erstberatung
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