Source: https://rhotham.de/hilfe.html
Timestamp: 2018-10-16 03:58:07
Document Index: 95163889

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 31', '§ 14', '§ 31', '§ 36', '§ 33', '§ 18', '§1', '§ 32', '§ 242', '§ 823']

Finanz Lexikon - Fachbegriffe Wissen aus der Vermögensverwaltung Börse Vermögensberatung Wertpapiere
Finanzdienstleistung im Glossar
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Agio (auch Aufgeld genannt) in Prozent oder Geldeinheit ausgedrückter Preisaufschlag, z.B. auf den Nennwert eines Wertpapiers.
Gegensatz: Disagio
[München, 20.05.2013] Am 16. Mai 2013 hat der Deutsche Bundestag das Gesetz zur Umsetzung der AIFM-Richtlinie (vgl. unser Legal Update „AIFM-Richtlinie“ vom 4. Juli 2011) beschlossen. Wesentliches und mit Abstand umfangreichstes Element des Gesetzes ist das neue Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB). Mit diesem über 300 Paragrafen starken Gesetzbuch werden offene und geschlossene Fonds gleichermaßen reguliert. Daneben werden zur Umsetzung der AIFM-Richtlinie noch eine Vielzahl weiterer Gesetze angepasst bzw. aufgehoben (z.B. Investmentgesetz, WpHG, GewO).
Das neue KAGB sieht einen umfassenden Anwendungsbereich vor. Zukünftig ist jede Art von Fonds einer Regulierung durch das KAGB unterworfen (sog. materieller Fondsbegriff). So bedarf nach dem Gesetzentwurf der Geschäftsbetrieb einer Gesellschaft, die offene oder geschlossene Fonds verwaltet (Kapitalverwaltungsgesellschaft), der schriftlichen Erlaubnis durch die BaFin. Kapitalverwaltungsgesellschaften sind Unternehmen, deren Geschäftsbetrieb darauf gerichtet ist, inländische Investmentvermögen, EU-Investmentvermögen oder ausländische AIF zu verwalten. Zentraler Begriff des KAGB ist das Investmentvermögen. Darunter ist jeder Organismus für gemeinsame Anlagen zu verstehen, der von einer Anzahl von Anlegern Kapital einsammelt, um es gemäß einer festgelegten Anlagestrategie zum Nutzen dieser Anleger zu investieren. Operativ tätige Unternehmen außerhalb des Finanzsektors bilden kein Investmentvermögen. Investmentvermögen sind entweder Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapiere (OGAW – bislang als sog. richtlinienkonforme Sondervermögen im Investmentgesetz geregelt) oder Alternative Investmentfonds (AIF – dazu zählen insbesondere die bislang unregulierten geschlossenen Fonds). Bereits zwei Anleger reichen für die Begründung eines Invest-mentvermögens aus. Somit wird bis auf abschließend aufgelistete Ausnahmen (z.B. Holdinggesellschaften, Arbeitnehmerbeteiligungssysteme) die Auflage und die Verwaltung aller Arten von Fonds - einschließlich der geschlossenen Fonds - einer Regulierung unterstellt. Da der Begriff des Investmentvermögens bereits im Vorfeld zu einer Vielzahl von Zweifelsfragen geführt hat, hat die BaFin den Entwurf eines Auslegungsschreibens zum Begriff des Investmentvermögens veröffentlicht. Nach Ansicht der BaFin fallen etwa Energiegenossenschaften, die ihre Energieerzeugungsanlage selbst betreiben, nicht unter das KAGB. Das Auslegungsschreiben eröffnet eine Reihe weiterer Ausnahmen.
Auch die bisher unregulierten geschlossenen Fonds dürfen zukünftig nur noch von durch die BaFin zugelassenen Kapitalverwaltungsgesellschaften verwaltet werden. Das Gesetz unterscheidet zwischen OGAW-Kapitalverwaltungsgesellschaften und AIF-Kapitalver-waltungsgesellschaften, je nach Art der verwalteten Fonds. Eine Kapitalverwaltungsgesellschaft kann auch eine Zulassung für beide Fondsarten erhalten. Die Verwaltung kann von einer externen oder einer internen Kapitalverwaltungsgesellschaft durchgeführt werden. Eine externe Verwaltung entspricht dem derzeit gängigen Modell für geschlossene Fonds, bei dem der Initiator oder eine mit ihm verbundene Gesellschaft die Verwaltung durchführt. Wenn der Fonds sich selbst verwaltet, bildet der Fonds selbst eine (interne) Kapitalverwaltungsgesellschaft. Für die Zulassung als externe Kapitalverwaltungsgesellschaft ist unter anderem ein liquides Anfangskapital von mindestens EUR 125.ooo erforderlich. Interne Kapitalverwaltungsgesellschaften müssen über mindestens EUR 300.000 liquides Anfangskapital verfügen. Während der Laufzeit ihres Geschäftsbetriebs muss jede externe Kapitalverwaltungsgesellschaft liquide Eigenmittel in einer Höhe vorhalten, die mindestens einem Viertel der Kosten des Vorjahres entspricht. Wenn die Kapitalverwaltungsgesellschaft keine Haftpflichtversicherung hat, muss sie zusätzliche Eigenmittel in angemessener Höhe vorhalten. Die dem Fonds gehörenden Vermögensgegenstände sind von einer Verwahrstelle zu verwahren. Diese Verwahrstelle ist in der Regel eine Depotbank. Unter bestimmten Voraussetzungen können aber auch etwa Wirtschaftsprüfer, Steuerberater oder Rechtsanwälte die Verwahrstelle bilden.
Das KAGB unterscheidet ferner nach der Art der Anleger. So können Spezial-Sondervermögen und Spezial-AIF nur von sog. professionellen und semi-professionellen Anlegern gezeichnet werden. Dazu zählen neben Banken und Pensionskassen auch größere Unternehmen und Family Offices sowie Anleger, die mindestens EUR 200.000 investieren und schriftlich erklären, dass sie sich über die besonderen Risiken des Investments bewußt sind. Publikums-Sondervermögen und Publikums-AIF können dagegen von jedermann gezeichnet werden.
Geschlossene Spezial-AIF, d.h. AIF deren Anteile lediglich von professionellen und semi-professionellen Anlegern gehalten werden dürfen, sind in der Auswahl ihrer Anlagegegenstände weitgehend frei. Einzige Bedingung ist, dass der Verkehrswert der erworbenenen Vermögensgegenstände ermittelbar ist. Für die Bewertung gilt das gleiche wie für Publikums-AIF. Auch für Spezial-AIF gilt die Pflicht zur Erstellung von Anlagebedingungen, die der BaFin vorgelegt werden müssen, und zur Einholung einer Vertriebserlaubnis durch die BaFin. Allerdings ist die Erstellung eines Prospekts wie bei Publikums-AIF nicht erforderlich. Jedoch verlangen die Vertriebsvorschriften vom Spezial-AIF die Erfüllung so umfangreicher Informationspflichten, dass die Aufstellung eines zumindest prospektähnlichen Private Placement Memorandums unumgänglich werden wird. Die Fremdkapitalaufnahme des Spezial-AIF muss angemessen sein und die Angemessenheit muss gegenüber der BaFin begründet dargelegt werden. Eine feste Grenze besteht aber nicht. Die Belastung von Vermögensgegenständen des Spezial-AIF muss marktüblich sein.
Das KAGB ist rechtzeitig zum 22. Juli 2013 in Kraft getreten. Wann die weiteren Gesetzgebungsmaßnahmen auf europäischer Ebene (Level II Maßnahmen) erfolgen, ist derzeit noch unklar. Da das KAGB jetzt in seiner Endfassung vorliegt, ist es höchste Zeit für Anbieter geschlossener Fonds, sich dem Thema zu widmen und indiviuelle Strategien für die Umsetzung der vielfältigen Regulierungsvorgaben zu entwickeln.
Quelle: Görg Anwälte
Anlagerichtlinien dienen zum Schutz des Anlegers. Anlagerichtlinien stellen die individuellen Grundsätze für die Betreuung des Vermögens dar. Sie enthalten z. B. Informationen über:
• Anlageuniversum
• Anlagestruktur (Asset Allokation)
• Zulässige Risiken (Risikostreuung)
Anlagerichtlinien für Investmentfonds sind im Gesetz für Kapitalanlagegesellschaften (KAGG) geregelt.
Unter Anlageklassen wird die Einteilung des Kapitalmarktes in unterschiedliche Anlagesegmente verstanden, die ähnlichen Risikoeinflussfaktoren unterliegen. Zu den wichtigsten Anlageklassen gehören
• Geldmarkt (Liquide Mittel)
• Rohstoffe (Edelmetalle, Öl)
• Alternative Investments (Private Equity, Derivate)
Die Klassen unterscheiden sich untereinander unterschiedlich stark bezüglich des Verhältnisses der Wertentwicklung zueinander und zu anderen Einflussfaktoren wie beispielsweise der Konjunkturentwicklung. Häufig werden Anlageklassen weiter unterteilt. So teilt sich z. B. die Anlageklasse „Aktien“ weiter auf in Regionen, Branchen, wirtschaftlich / politisch verfassten Ordnungen und danach, ob die vernetzte Welt realwirtschaftlich in der Lage sein wird, z. B. in den Schwellenländern, finanzpolitischen Verwerfungen zu begegnen! Hier ist unser Finger am „Puls des Geschehens“.
BaFin ist die Abkürzung für Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Die BaFin vereint die Geschäftsbereiche der ehemaligen Bundesaufsichtsämter für das Kreditwesen, für das Versicherungswesen sowie für den Wertpapierhandel in sich und führt diese weiter. Sie untersteht der Rechts- und Fachaufsicht des Bundesministeriums der Finanzen.
Wir als Rhotham Vermögensverwaltungsgesellschaft unterliegen der Kontrolle der BaFin als auch der Aufsicht durch die Deutsche Bundesbank.
Bail-In ist ein junger Begriff aus der Finanzwirtschaft. Er bezeichnet die Beteiligung von Gläubigern einer Bank bei wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Instituts. Die Bezeichnung ist von Bail-out, also der Schuldenübernahme und Tilgung oder Haftungsübernahme durch Dritte, abgeleitet.
Beim Beraterhonorar wird ausschließlich die Beratungsleistung inkl. der Lösungsbeschaffung verbunden mit dem hierfür aufgewendeten Zeitaufwand des Beraters vom Kunden vergütet. In einer schriftlichen Vereinbarung zwischen Kunde und Berater wird im Vorfeld der Stundensatz festgelegt und der voraussichtliche Gesamtaufwand fixiert. Bei einer etwaigen Überschreitung des Gesamtaufwandes bedarf es frühzeitig einer Zustimmung des Kunden. Sollte die Beratungsleistung mit einen Produktabschluss verbunden sein, sind dem Kunden alle damit verbundenen Zahlungen des Produktanbieters an den Berater offen zu legen und anschließend vom Berater an den Kunden zu erstatten. Viele Produktanbieter gehen dazu über, auch Produkte ausschließlich für die Honorarberatung anzubieten. Hierbei entfällt die Provisionszahlung an den Berater gänzlich. Siehe auch Honorarberatung
Das Wettbewerbsrecht fordert Preisklarheit und Preiswahrheit (§ 1 Abs. 6 Preisangabenverordnung). Als Institut unterliegen wir aufsichtsrechlich (Aufsichtsbehörden Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht und Deutsche Bundesbank) zudem der Regelung des § 31d Abs.1 Satz 1 Nr.1 WphG i.V.m. § 14 Abs.2 Nr. 5 WpDVerOV und der Institutsvergütungsverordnung (InstitutsVergV), wonach falsche Anreize zur Beratung und Vermittlung von Finanzinstrumenten mit besonders attraktiver Vergütung zu vermeiden sind. Wir legen daher sämtliche Vergütungen gegenüber unseren Beratungskunden offen und weisen Alternativen auf. Damit weiß jeder Kunde, welche Vergütung wir für unsere Beratungsdienstleistung erhalten, und kann den Wettbewerb vergleichen. Wir gehen bei entsprechender Verfügbarkeit im Rahmen der Gesamtprovision auf Nachlässe ein, die der Wettbewerb bietet, auch wenn diese dort ohne Beratungsaufwand erfolgen, z.B., weil man nicht der Finanzaufsicht unterliegt, den Aufwand ohnehin scheut und das schnelle Geld ohne Haftungskonsequenzen sucht. Unsere Best-Preis-Garantie bietet damit mehr: nachprüfbare, günstige Provisionsaufwendungen, aber mit Beratung und der Haftung für die Ordnungsgemäßheit und Geeignetheit des Anlageproduktes gemessen an der Individualsituation des Anlegers. Wir agieren nicht als Honorar-Anlageberater, mithin schuldet der Beratungskunde kein Honorar. Fragen Sie einfach an!
Privatanleger haben mehrere Möglichkeiten, sich an Unternehmen oder Investitionen zu beteiligen:
• Direktbeteiligung ( z. B. an einem börsennotierten oder nicht börsennotierten Unternehmen):
Zu berücksichtigen sind hier nicht selten hohen Einstiegshürden (oft 2-stelliger Millionenbetrag).
• Fondsbeteiligung für einen kleinen Anlegerkreis:
Über einen Private Equity Fonds, der nur wenigen Anlegern (häufig aufgrund der hohen Einstiegshürden
nur institutionelle Anleger) die Möglichkeit zur Beteiligung ermöglicht. In der Regel sind es nicht
börsennotierten Unternehmen. Alternativ können Privatanleger über ein Private Placement sich an
Investitionen wie Immobilien, Schiffe oder Flugzeuge beteiligen.
• Fondsbeteiligungen für einen größeren bzw. großen Anlegerkreis:
Über (Einzel) Aktien oder Investmentfonds kann sich der Anleger bereits mit geringen Beträgen am
(Grundkapital) von (börsennotierten) Unternehmen beteiligen. Geschlossene Fonds bieten die
Möglichkeit mit Beträgen von z. B. ab 10.000 € sich an (Sachwert) Investitionen wie Immobilien,
Schiffen oder Flugzeugen zu beteiligen. Ein Private Equity Dachfonds beteiligt sich wiederum häufig
Der Bundesschatzbrief, im Volksmund auch Bundesschätzchen genannt, ist ein festverzinsliches Wertpapier, welches vom Bund als Daueremission in 2 Varianten ausgegeben wird. Typ A besitzt eine Laufzeit von 6 Jahren mit steigendem Zinssatz und jährlichen Ausschüttungen. Die Rückzahlung erfolgt zum Nominalbetrag. Typ B besitzt eine Laufzeit von 7 Jahren. Die Zinsen werden während der Laufzeit akkumuliert (angesammelt) und mit dem Kapital bei Fälligkeit in einer Summe ausgezahlt. Bundesschatzbriefe sind mündelsichere Wertpapiere aufgrund der Haftung durch den Bund, unterliegen aber auf dem Hintergrund von Staatsverschuldungskrisen im Euro-Raum, für die Deutschland mithaftet, Fragwürdigkeiten zur "Mündelsicherheit".
Courtage ist die Vergütung an den Börsenmakler / den Vermittler für die Vermittlung von Börsengeschäften / Immobilientransaktionen o.ä.
Credit Default Swaps werden am ungeregelten Markt gehandelten. Ein Sicherheitsnehmer schließt mit einem Sicherheitsgeber einen Sicherungsvertrag ab, wonach der Sicherungsgeber entstehende Verluste ausgleicht. Verluste entstehen dabei regelmäßíg, sonst gäbe es solche „Wetten“ nicht, die auch bei Staatsanleihen zur Absicherung von Zahlungsverzögerungen, Totalausfall der Rückzahlung oder teilweiser Nichtleistung abgeschlossen werden.
Disagio (auch Abgeld genannt) in Prozent oder Geldeinheit ausgedrückter Preisabschlag, z.B. auf den Nennwert eines Wertpapiers
Unter Diversifikation versteht man die Streuung des Vermögens über verschiedene Anlageformen. Hintergrund ist der Versuch, das Risiko zu reduzieren bzw. zu minimieren.
Bei uns wird in Abstimmung mit dem Kunden bei der Depotbetreuung eine feste Verlustschwelle je Anlageform im Vermögensverwaltungsvertrag definiert, deren Überwachung und Einhaltung oberste Priorität besitzt.
Dreispartenkonzept
Sparte 1: Geringes Risiko, höchstmögliche Verfügbarkeit
Sparte 2: Mittleres Risiko, Anlagehorizont ca. 5 Jahre
Sparte 3 Bei vertretbar höherem Risiko, in der Durchmischung bis hin zur Risikoklasse 5,
beträgt der Anlagehorizont 10 Jahre
Diese Vorgehensweise berücksichtigt in der finanziellen Gewichtung der Sparten die unterschiedlichen Individualitäten unserer Klienten. Siehe auch Konzept für Vermögensschutz
Diese Art der Honorarvereinbarung, das Erfolgshonorar, kommt häufig bei Investmentfonds zum Einsatz. Die Vereinbarung mit der Fondsgesellschaft bezieht sich in der Regel auf einen %-Satz des Erfolges. Hierbei ist der Erfolg näher zu definieren. Reicht es bereits aus, wenn der Fonds seine Benchmark um 5% übertrifft, die aber eine negative Performance von beispielsweise 10% im lfd. Jahr erzielt hat. In diesem Fall würde ein anteiliges Erfolgs-honorar auf eine insgesamt negative Performance fällig. Sinnvoller ist natürlich der Erfolgsbezug auf eine positive Performance.
Auch bei Rechtsanwälten ist unter bestimmten Umständen seit 1. Juli 2008 die Vereinbarung eines Erfolgshonorars möglich.
Grundlage für die Investitionsentscheidung ist der zu erwartende Ertrag aus der Kapitalanlage. Basis für die Betrachtung sind Vergangenheitswerte, die nicht für die Zukunft prognostiziert werden können. Bei der Produktauswahl ist daher von großer Bedeutung, die Entscheidungsgrundlage anhand breiter, nachvollziehbarer Kriterien zu treffen.
Wir von der Rhotham Vermögensverwaltung Deutschland haben detaillierte Kriterien für eine Investition in die verschiedenen Anlageklassen entwickelt, die sich bewährt haben und von uns regelmäßig hinterfragt werden.
Festgeld ist bei einem Kreditinstitut eingezahltes Geld auf einem Konto, das für einen zuvor vereinbarten Zeitraum angelegt wird. Die Dauer beträgt mindestens 30 Tage, der Zinssatz ist festgelegt. Oft muss der Anleger vor dem Rückzahlungstermin kündigen, ansonsten verlängert sich die Anlagedauer entsprechend automatisch, ggf. zu dann geringeren Zinsen.
Finanzmarkt ist der Oberbegriff für alle Märkte auf denen Handel mit Kapital betrieben wird. Er gliedert sich einerseits in nationale und internationale Finanzmärkte und andererseits, je nach dem Gegenstand der gehandelten Finanzkontrakte in Geld-, Kredit-, Kapital- und den Devisenmarkt für den Austausch von Währungen. Finanzmärkte sind somit spezielle Märkte, auf denen Kapital in Form von Geld, Wertpapieren und weiteren Finanzkontrakten gehandelt werden.
Siehe Vermögensverwaltung
Fungibilität ist die Liquidität des Anlagegutes. Von hoher Fungibilität spricht man z. B. bei an den Börsen gehandelten Wertpapieren wie Aktien oder Anleihen. Dagegen sind Immobilien oder physische Rohstoffe von geringer Fungibilität.
Geldwertstabilität liegt vor, wenn die Kaufkraft einer Geldeinheit im Inland (der Binnenwert) stetig gleich bleibt, in Abhängigkeit vom Angebot, der Nachfrage und der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes. Eine Aufgabe der Europäischen Zentralbank ist es, die Geldwertstabilität zu gewährleisten. Unter realen Bedingungen ist eine absolute Geldwertstabilität nicht zu erreichen, da der Binnenwert von zahlreichen, von der Zentralbank vielfach nicht zu beeinflussenden Faktoren mitbestimmt wird. Liegt keine Geldwertstabilität vor, neigen Menschen dazu, mittels anderer Güter, die Funktion des Geldes zu ersetzen (Zigarettenwährung, Gold).
Man spricht von Geldwertstabilität, wenn die Geldmenge sich an der Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes orientiert. Betrachtet man des Außenwert des Geldes und bezieht also den Wechselkurs mit ein, spricht man von Preisniveaustabilität.
Honorar-Anlageberatung gem. §§ 31 Abs. 4b, c, d und 33 Abs. 3a WpHG
Mit dem Gesetz zur Förderung und Regulierung einer Honorarberatung über Finanzinstrumente (Honoraranlageberatungsgesetz) vom 15 Juli 2013 will/wollte der Gesetzgeber erreichen, dass den Beratungskunden nicht Anlageprodukte "angehangen" werden, die besonders hoch verprovisioniert werden und die ausgehend vom Anlegerinteresse womöglich ungeeignet sind.
Vielmehr soll der Kunde Klarheit gewinnen, ob eine abhängige Beratung erfolgt, die damit gleichgesetzt wird, dass der Berater für seine Tätigkeit Provisionen erhält, oder eine unabhängige Beratung erfolgt, die damit gleichgesetzt wird, dass der Berater keinerlei Zuwendungen durch Dritte erhalten darf.
Es mag dahin stehen, ob sich Abhängigkeit oder Unabhängigkeit definitorisch so abgrenzen lässt und ob sich nur noch größere Vermögen Beratung leisten können, wenn ausschließlich die Honorar-Anlageberatung erlaubt sein soll. Honorarsätze eines qualifizierten Beraters von bis zu EURO 300/Stunde werden kleinere Vermögen sich nicht leisten wollen bzw. können.
Die EU-Finanzmarktrichtlinie Mifid II, die mit delegierten Rechtsakten weitere Festlegungen in o.g. Zusammenhang ab Januar 2018 treffen will, wird Provisionen nur noch zu sehr geringen Anteilen und unter engen Voraussetzungen, die einen hohen Bürokratieaufwand erfordern, erlauben. Generell wird gelten, dass ein "unabhängiger" Anlageberater keine Provisionen behalten darf.
Erfahrungen zum Provisionsverbot liegen z.B. in Großbritannien vor. Es hat sich gezeigt, dass seit dessen Einführung kleinere Vermögen nicht mehr beraten werden.
So hat z.B. der britische Finanzminister George Osborne angekündigt, dass ab April 2016 jeder Bürger Anspruch auf eine persönliche, kostenlose Rentenberatung haben soll, z.B. über den Pension Advisory Service oder eine sog. Bürgerberatung. Für diesen Service streckte die britische Regierung bereits 20 Millionen Pfund vor.
Auch in Deutschland wird die Einführung eines Provisionsverbotes dieselben Auswirkungen auf die private Altersvorsorge haben. Hierzulande wird wegen des demographischen Faktors und der längeren Lebenserwartung die private Altersvorsorge immer wichtiger. Schließlich wird die staatliche Rente nach gegenwärtigen Berechnungsgrundlagen in ihrer derzeitigen Kapitalisierung durch die Beitragszahler nicht ausreichen. Ohne entsprechende Maßnahmen droht eine erhebliche Altersarmut, die die Rentenbezüge unter die Hartz IV Grenze rutschen lassen dürfte.
Zu denken gibt, dass seit Inkrafttreten des Honoraranlageberatungsgesetzes im Juli 2013 per 19. April 2016 in das öffentliche Register der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Eintrag verpflichtend, § 36c Abs.1 WpHG!) bundesweit nur 20 (!) Honorar-Anlageberater eingetragen waren.
Trägt der Gesetzgeber in seinen Regulierungsmaßnahmen dem Marktgeschehen ausreichend Rechnung? Sind hier die Kräfte des Marktes nicht eher ein wirkungsvolles Regulativ? Weiß der Verbraucher nicht selbst die Spreu vom Weizen zu trennen?
In Deutschland sind beide Beratungsformen (Honorar-Anlageberatung nach WpHG bzw.Honorar-Finanzanlageberatung nach Finanzanlagenvermittlungsverordnung und "Provisionsberatung") noch zulässig, jedoch in Ausschließlichkeit.
Bietet ein Berater beide Entgeltformen nebeneinander an, muss er die Honorar-Anlageberatung "organisatorisch, funktional und personell von der übrigen Anlageberatung trennen" (§ 33 Abs. 3a WpHG). Es versteht sich von selbst, dass kleinere Unternehmen oder Einzelberater diesen Aufwand nicht betreiben können.
Es steht zu befürchten, dass durch bereits bestehende Regelungen, die durch die Mifid II ab 01.01.2018 noch verschärft werden, das Beratersterben fortschreitet und für den Normalverbraucher qualifizierte Beratung nur noch unter erheblichem Kostenaufwand möglich ist, der im Verhältnis zur Substanz eines durchschnittlichen Vermögens kaum tragbar sein dürfte.
Unter Hypothekenfinanzierung versteht man einen Kredit, der zum Erwerb einer Immobilie aufgenommen wird. Die darlehensgebende Bank sichert ihr Risiko durch Eintragung der Darlehenssumme im Grundbuch ab. Im Falle der Zahlungsunfähigkeit des Kreditnehmers, hat die Bank vollen Zugriff auf die finanzierte Immobilie. Aufgrund der grundbuchlichen Absicherung ist der Zinssatz für ein Hypothekendarlehen geringer als vergleichbare Verbraucherkredite, die in der Regel ohne Sicherheiten gewährt werden. Der Zinssatz orientiert sich am Beleihungsauslauf der Immobilie. Je Höhe die Immobilie im Verhältnis zum Schätzwert (Beleihungswert) belastet wird, desto höher ist der Zinssatz. Die Tilgung einer Hypothekenfinanzierung erstreckt sich häufig über mehrere Jahrzehnte.
Im vorstehenden Zusammenhang wird zwischen Realkredit und Personalkredit unterschieden. Aktuell geht es wegen der Staatsverschuldungskrise / Staatsanleihen, die bislang zum "Kerneigenkapital" der Banken gehörten, um ein neu zu definierendes "Kerneigenkapital". In den Fokus geraten sind somit auch Personalkreditanteile, die sich durch verschärfende Beleihungsgrundsätze der Banken kritisch darstellen, erst recht Projektkredite in der Unternehmensfinanzierung.
Deutschland hat, insbesondere wegen der Regelung im § 18 Kreditwesengesetz, nicht die Blessuren wie die USA (Immobilienblase) oder in z.B. Spanien davon getragen.
Investmentfonds ist ein von einer Kapitalanlagegesellschaft bzw. Investmentgesellschaft verwaltetes Sondervermögen, das aus Wertpapieren oder Immobilien besteht, die durch die von Fondsanlegern eingezahlten Gelder finanziert werden. Die Anteile der Anleger am Sondervermögen sind durch Anteilsscheine (Investmentzertifikate) verbrieft. Investmentfonds haben den Vorteil, dass Anleger schon mit kleinen Beträgen Anteile an einer Vielzahl verschiedener Papiere erwerben und so das Anlagerisiko streuen können. Investmentfonds lassen sich in 2 Gruppen unterteilen. Publikumsfonds für die breite Öffentlichkeit und Spezialfonds, die ausschließlich für institutionelle Anleger zugänglich sind.
Über die Rhotham Vermögensverwaltungsgesellschaft Deutschland können alle in Deutschland zugelassenen Investmentfonds erworben werden.
Junkbonds, auch Ramschanleihen genannt, sind hochverzinsliche und sehr risikoreiche Anleihen. Hier wird nach undurchsichtigen Methoden "gezockt".
Als Kapitalmarkt bezeichnet man den Teil des Finanzmarktes der Angebot und Nachfrage langfristig über angebotene Finanzprodukte zusammen bringt. Das Angebot auf der einen Seite besteht aus Personen und Organisationen (Kapitalgeber), die Geld anlegen möchten. Auf der anderen Seite besteht die Nachfrage vorwiegend aus dem Staat, der seine Defizite decken möchte und Firmen, die Geld für Investitionen benötigen (Kapitalnehmer). Die vertragliche Laufzeit der Kapitalüberlassungen im Kapitalmarkt beträgt in der Regel mehr als 1 Jahr. Transaktionen mit kürzeren Laufzeiten werden über den Geldmarkt abgewickelt. Die Kapitalgeber können ihr Geld am Rentenmarkt investieren, indem sie als Kreditnehmer fungieren oder am Aktienmarkt investieren, wo ihr Geld als Beteiligungskapital angelegt ist. Der Kapitalmarkt ist für eine Volkswirtschaft von großer Bedeutung. Gleichzeitig ist der Kapitalmarkt ein Spiegelbild der wirtschaftlichen und politischen Lage eines Landes und lässt sich an der Entwicklung der Wertpapierkurse ablesen. Privatpersonen sollten vor Investitionen in den Renten- und Kapitalmarkt aufgrund der Vielzahl von Anlagemöglichkeiten und den damit verbundenen Risiken Experten befragen, der sich ständig mit den Chancen und Risiken am Kapitalmarkt beschäftigen, so wie die Rhotham Vermögensverwaltungsgesellschaft Deutschland.
Konzept für Vermögensschutz
Ein Konzept für Vermögensschutz will jeder, aber es bedarf steter Nachbesserung. Bei Privatanlegern ist die Vermögensverteilung (Diversifikation) von großer Bedeutung. Bei der Auswahl der Anlageklassen ist wichtig, die aktuelle wirtschaftliche und politische Situation weltweit zu berücksichtigen. Weiter ist zu beachten, dass die Anlageklassen untereinander nicht oder nur gering miteinander korrelieren.
Damit Vermögensschutz auch im Notfall greift, sollen Anlageexperten bei der Produktauswahl hinzugezogen werden und der Anleger seine Vermögenslage vertrauensvoll offenlegen, sonst funktioniert engagierte Beratung nicht.
Die Rhotham Vermögensverwaltung Deutschland ist hierfür ausschließlich kundenbezogen aufgestellt.
Limit ist eine vom Anleger angegebene Preisgrenze beim Kauf oder Verkauf von Wertpapieren. Steigt der Kurs beim beabsichtigten Kauf an der Börse über das Limit oder sinkt er bei einem geplanten Verkauf unter das Limit, wird der Kauf- oder Verkaufauftrag nicht ausgeführt. Limits gelten in der Regel entweder für einen Handelstag oder bis zum jeweiligen Monatsende.
Mezzanine-Kapital ist eine Finanzierungsform, die im Rahmen des Finanzierungs-Mix, ergänzend neben Eigen- und Fremdkapital zur Verfügung gestellt werden kann. Hierbei werden die Details der Finanzierungsform individuell und flexibel auf die Bedürfnisse des kapitalsuchenden Unternehmens ausgerichtet. Gebräuchliche Formen von Mezzanine-Kapital sind u. a. nachrangige Darlehen, stille Beteiligungen, Genussscheine oder Vorzugsaktien.
Unter Mittelstandsförderung versteht man alle öffentlichen und privaten Anstrengungen und Maßnahmen, die auf eine Stärkung der mittleren Bevölkerungsschichten und speziell des gewerblichen Mittelstandes abzielen. Die Förderung besteht zumeist in Begünstigungen in Form von zinsvergünstigten Krediten, Zuschüssen oder Bürgschaften an Unternehmen im Rahmen definierter Größenkriterien wie Umsatz bzw. der Zahl der Beschäftigten im Unternehmen.
Damit ist die Nachfolgeregelung im Unternehmen gemeint und beschreibt den Prozess der Übergabe der Leitung eines typischerweise mittelständischen Unternehmens an einen Nachfolger. In den meisten Fällen wird von einer Nachfolgeregelung bei der Unternehmensübergabe aus Altersgründen gesprochen, seltener auch bei einem Verkauf aus anderen Gründen.
Mit Hilfe unseres Beratungsnetzwerkes ist die Rhotham Vermögensverwaltung Deutschland in der Lage, Sie bei der Umsetzung dieser Maßnahme professionell zu unterstützen.
Rhotham ist international aufgestellt und verfügt über ein Beraternetzwerk im angelsächsischen und ostasiatischen Raum. Einfach fragen!
Order wird auch Börsenauftrag genannt ist ein Auftrag zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren. In der Order kann der Käufer neben der Menge der Wertpapiere auch Preisgrenzen (Limits), den Börsenplatz und die Gültigkeitsdauer der Order angeben, "stop loggers" and "take money"!
Im Zusammenhang mit Geldanlagen bei Privatpersonen wird der Begriff Portfolio oft als Synonym für Depot gebraucht. Bei Investmentfonds bezeichnet dieser Begriff den Wertpapierbestand, bei Immobilienfonds den Bestand an Anlagewerten.
Bei der für den Aufbau und der lfd. Betreuung eines Portfolio bei Privatpersonen erforderlichen Analyse bei der Produktwahl und Überwachung der gewünschten Strategie kann das Expertenteam der Rhotham Vermögensverwaltung in der Gesellschafterschaft auf eine langjährige, erfolgreiche Historie verweisen.
Unter einem Private Placement (Privatplatzierung) versteht man den privaten, nicht öffentlicher Verkauf von Vermögensgegenständen. Private Placements finden immer unter Ausschluss einer Börse (öffentlichen Handelsplatzes) statt, indem einige wenige Privatpersonen oder Institutionen direkt angesprochen werden. Privatplatzierungen entbinden teilweise von Publikationspflichten wie zum Beispiel dem Prospekt bei Wertpapieren. Meist müssen sich die potenziellen Käufer durch gesetzliche Mindestvorschriften qualifizieren, um an dem Verkauf teilnehmen zu können, immer müssen die beteiligten Investoren jedoch über ein großes Vermögen verfügen, da Private Placements meist einen sehr hohen Preis pro Vermögensgegenstand haben. Der Verkauf eines Private Placements bedarf nicht einer Zulassung durch die Finanzaufsichtsbehörde BaFin. Meist wird der Vermögensgegenstand vom Emittenten – eventuell auf dem Weg über eine Investmentbank, direkt an den Investor verkauft. Ein Zweitmarkt im Sinne einer Börse existiert meist nicht für privat platzierte Vermögensgegenstände.
Die Handlungsfähigkeiten sind je nach "Verpackungsstruktur" (z.B. GmbH & Co KG) wegen der hohen Mindestbeteiligungen (ab ca. € 250.00) individueller als Publikumsgesellschaften.
Unter Projektentwicklung versteht man die Summe aller technischen, juristischen und wirtschaftlichen Maßnahmen, die darauf abzielen, dass ein Projekt innerhalb eines vorgegebenen Kosten-, Qualitäts- und Zeitrahmens realisierbar ist. In der Immobilienbranche wird unter Projektentwicklung die Konzeption und Erstellung von in der Regel größeren Projekten verstanden. Die Projektentwicklung besteht aus der Summe aller Untersuchungen, unternehmerischen Entscheidungen, Planungen und anderen bauvorbereitenden Maßnahmen, die erforderlich oder zweckmäßig sind, um eines oder mehrere Grundstücke zu überbauen oder eine sonstige Nutzung vorzubereiten. Dazu gehört die Absicherung der baulichen und sonstigen Nutzung im wirtschaftlichen Bereich. Die Projektentwicklung zielt meist auf die Einbindung umfassender Leistungen, vom Grundstückerwerb über nachfolgend die Planung, die Finanzierung und den Bau von schlüsselfertigen Bauten sowie entweder, deren anschließenden Verkauf oder Betrieb. Projektentwickler können sein Projektgesellschaften, Eigentümer, Bauunternehmen oder als beratende Dienstleister Architekten, Makler. Entsprechend einer Definition nach ihrer Aufgabe ist die Projektentwicklung die Kombination der Faktoren Standort, Kapital und Projektidee.
Der Emittent eines Wertpapiers und das Konsortium haften für entstandene Schäden, wenn der Emissionsprospekt eines Wertpapiers oder eines geschlossenen Fonds unwahre oder irreführende Angaben zum Nachteil von Käufern der Emission enthält. Dies ist in Deutschland unter anderem im Börsengesetz geregelt. Ein Wertpapierprospekt ist eine schriftliche Zusammenstellung von Informationen über die Art, den Gegenstand und die Risiken von Wertpapieren. Die Regelungen zur Erstellung von Wertpapierprospekten sind durch die Prospektrichtline für den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) harmonisiert worden. Da das Prospekt wichtige Grundlage für die Anlageentscheidung des Käufers ist, soll er alle wesentlichen Angaben enthalten, die jenem ein zutreffendes Urteil über den Emittenten und die Wertpapiere ermöglichen. Der Haftungsumfang ist sehr weit gestaltet worden: Es haften Gründer, Initiatoren, Hintermänner, die übrigen Garanten des Prospekts, ggf. auch Treuhänder, allerdings nicht die Beiratsmitglieder. Der Prospekt, insbesondere etwaige unrichtige oder unvollständige Angaben über relevante Risikofaktoren, kann als Grundlage für zivilrechtliche Haftungsansprüche herangezogen werden. Siehe auch Verkaufsprospekt
Als Provision bezeichnet man die Vergütung für die Vermittlung eines Geschäfts, welches zwischen meist zwei Geschäftspartnern geschlossen wird, durch einen Dritten (Vermittler, Makler, Handelsvertreter). Die Auszahlung der Provision kann bei Abschluss des Vertrages oder später erfolgen. Zu diesem Zeitpunkt ist der vermittelte Vertrag zwischen den beiden Vertragspartnern noch nicht erfüllt. Erst wenn der Vertrag erfüllt ist, ist die Provision komplett verdient. Im Bankgeschäft bezeichnet man die Provision als Entgelt für das Ausführen von Börsenaufträgen. Bei Wertpapieren beträgt die Provision oft einen Prozentsatz vom Ordervolumen, wobei jedoch ein Mindestentgelt verlangt wird. Das Entgelt von Maklern wird dagegen gewöhnlich als Courtage bezeichnet.
Bei uns werden sämtliche Provisionen vor Vertragsabschluss offengelegt.
Quellensteuer ist eine spezielle Erhebungsform der Einkommensteuer für bestimmte Einkünfte, die am Ort und zum Zeitpunkt des Entstehens steuerpflichtiger Vergütungen von der auszahlenden Stelle einbehalten und an das Finanzamt abgeführt wird. In Deutschland übliche Quellensteuern sind, Lohn-, Kirchen- und Abgeltungssteuer.
Risikoaufschlag bezeichnet einen Zinsaufschlag, den Anleger für ein Investment in risikobehaftete Kapitalanlagen fordern. Je größer das Verlust- oder Ausfallrisiko ist, desto höher wird der Aufschlag sein. Als Ausgangspunkt dient die Verzinsung von Bundesanleihen. Emittenten mit einer geringeren Bonität müssen, wenn sie Anleihen herausgeben, eine entsprechend höhere Verzinsung zahlen, weil Anleger ansonsten die sichere Bundesanleihe vorziehen würden.
Unter der Risikoklasse versteht man die Einschätzung der Risikobereitschaft einer Person, die ihr Geld in eine Kapitalanlage investiert. Risikoklassen werden durch Banken und Broker definiert, um anhand der Anlageerfahrung und der Risikobereitschaft des Anlegers den Beratungsbedarf abzuschätzen. Hierzu sind sie laut Wertpapierhandelsgesetz verpflichtet. Wertpapiere in höheren Risikoklassen bergen aufgrund ihrer unterschiedlichen Anlagepolitik ein größeres Verlustrisiko. Deshalb wird vom Anleger zu seinem Schutz eine entsprechende Anlageerfahrung erwartet. Die bestehenden Risikoklassen für Kapitalanlagen werden von ihren Erstellern frei definiert, da keine genauen gesetzlichen Vorgaben bestehen. Sie weichen somit in Details voneinander ab. Üblich ist eine Aufteilung in fünf Klassen, wobei in der Risikoklasse 1 die Anlageformen mit dem geringsten Risiko vereint sind und in der Risikoklasse 5 die Kapitalanlagen mit dem höchsten Risiko. Nachfolgend ein Beispiel für die mögliche Zusammensetzung der Risikoklassen
Risikoklasse 1: Festgeld, Tagesgeld, Spareinlagen, Pfandbriefe, europäische Geldmarktfonds
Risikoklasse 2: Anleihen mit guter Bonität, Rentenfonds Europa, Geldmarktnahe Fonds
Risikoklasse 3: Mischfonds, internationale Rentenfonds, Genussscheine, Garantiezertifikate
Risikoklasse 4: Währungsanleihen, Aktien und Aktienfonds mit nationalen und internationalen
Standartwerten, Zertifikate
Risikoklasse 5: hochspekulative Anleihen, Optionsscheine, Futures, Optionen, Aktien und
Aktienfonds aus Emerging Markets, Aktien und Aktienfonds Nebenwerte
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Bei Investmentfonds spricht man auch vom Nettoinventarwert, Anteilwert oder inneren Wert. Ein Fondsanteil entspricht hierbei dem durch die Anzahl der ausgegebenen Fondsanteile geteilten Nettofondsvermögen. Dieser Wert stellt die Basis von Kauf oder Verkauf von Fondsanteilen dar. Bei Vermögenswerten allgemein spricht man von einem Substanzwert, wenn z. B. das Unternehmen, die Immobilie oder das Wirtschaftsgut nach Abzug von Verbindlichkeiten einen hohen Marktwert oder Wiederbeschaffungswert hat. Insbesondere bei Marktsituationen mit steigender Inflation oder aufkommender Inflationsangst bzw. Wirtschaftsnachrichten über hochverschuldete Industrienationen erhöht sich die Nachfrage nach solchen Wirtschaftsgütern stark. Sie stellen im Gegensatz zu Buch- oder Papiergeld reale Werte dar, die auch in einem wirtschaftlich schwierigem Umfeld wertstabil bleiben. Siehe auch substanzwertorientiert
Substanzwertorientiert
Bei substanzwertorientierten Anlagen steht nicht z. B. die Ertragskraft eines Unternehmens im Vordergrund, sondern der Substanzwert. Das Orientierungskriterien ist hierbei das Kurs-Buchwert-Verhältnis. Der Substanzwert ist die Summe aller Vermögenswerte abzüglich Verbindlichkeiten. Siehe auch Substanzwert
Schwarzer Freitag ist die Bezeichnung eines Freitags, der wegen eines an diesem Tag vorgefallenen Unglücks als besonders denkwürdig erachtet wird. Als Schwarze Freitage wurden im deutschsprachigen Raum der Wiener Börsenkrach vom 9. Mai 1873 (Gründerkrach) und der Kurssturz der Berliner Börse vom 13. Mai 1927 bezeichnet, als der Aktienindex des Statistischen Reichsamtes um 31,9 Prozent einbrach. Der Schwarzen Freitag vom 25. Oktober ist heute noch besonders als der Zusammenbruch der amerikanischen Börse 1929 bekannt, der die Weltwirtschaftskrise auslöste.
target longer term refinancing operations = zielgerichtete langfristige Finanzierungsgeschäfte
Transaktionskosten sind sämtliche Kosten, die im Zusammenhang mit einem Geschäftsabschluss anfallen. Bei Börsengeschäften sind dies vor allen Aufwendungen für Bankspesen wie Courtage und Provisionen.
Usancen sind Handelsbräuche und –regeln, die sich im Geschäftsverkehr an den Waren- und Wertpapierbörsen entwickelt haben und praktiziert werden. Sie haben gewohnheitsrechtlichen Charakter und sind in der Regel weder gesetzlich noch vertraglich festgelegt.
Bei Emissionen ist der Verkaufsprospekt eine kurze Veröffentlichung, die zur Zeichnung des neu ausgegebenen Wertpapiers auffordert und die wichtigsten Angaben über die Gesellschaft und die Emissionsbedingungen enthält. Siehe auch Prospekthaftung
Rhotham versteht unter Vermögensstrukturierung die umfassende und institutsunabhängige Analyse und Optimierung Ihrer Vermögensbestände über alle Anlageklassen hinweg. Die Strukturierung erfolgt über die Bereiche Rendite, Risiko und Liquidität und richtet diese an den Zielen, Wünschen und der persönlichen Lebenssituation von ihnen aus. Die Darstellung wird ihnen transparent und in verständlicher Form präsentiert. In regelmäßigen Abständen sollte die Zusammensetzung des Vermögens an die aktuellen Gegebenheiten (persönlich, steuerlich, rechtlich) angepasst werden.
In der Vermögensverwaltung werden im Rahmen eines Vermögensverwaltungsvertrages die Parameter wie Rendite, Risiko und Anlagehorizont des Kundenvermögens definiert. Vor der Investition muss der Kunde detailliert über die Risiken und Kosten der Investition aufgeklärt werden. Während der Verwaltungsphase müssen die vereinbarten Parameter, insbesondere die Risiken, lfd. überwacht werden. Zu vorher fest definierten Zeitpunkten erhält der Kunde eine Übersicht der Vermögenssituation und in regelmäßigen Abständen wird die Anlagestrategie wieder besprochen.
Die Definition der Begrifflichkeit "Vermögensverwaltung" geht oftmals auseinander. Vermögensverwalter darf sich jeder nennen, solange er nicht zu Finanzinstrumenten berät. Daran kommt er aber nicht vorbei! Dann muss er aber nach §1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 3 KWG die Genehmigungslage (Rechtsdeutsch) des Finanzportfolioverwalters haben.
Rhotham hat diese Genehmigung. . Siehe auch Vermögensverwaltungsvertrag
Der Vermögensverwaltungsvertrag ist das Kernstück der rechtlichen Beziehung zwischen Anleger und Vermögensverwalter. Der Vermögensverwaltungsvertrag sollen deshalb klar und verständlich, übersichtlich und vollständig gefasst sein. Ein Vermögensverwalter betreut und verwaltet das Vermögen des Kunden und berät ihn in Geld- und Vermögensfragen. Die Vergütung des Vermögensverwalters erfolgt häufig über ein festes Verwaltungsentgelt in Abhängigkeit vom verwalteten Vermögen. Durch den Vertrag räumt der Kunde dem Vermögensverwalter die Verfügungsmacht über sein Vermögen oder Teile davon ein. Er ist zwingend in schriftlicher Form abzufassen. Unter anderem muss er die Punkte: Umfang der Befugnisse, Anlageziele oder –beschränkungen und Häufigkeit der Rechenschaftlegung beinhalten. Siehe auch Vermögensverwaltung
Wechselkoffer sind austauschbare Transportbehälter mit ausklappbaren Stützbeinen, die mit oder auch ohne Kran verladen werden können. Sie sind überwiegend aus Stahl gefertigt, damit sehr stabil und wenig reparaturanfällig. Wechselkoffer werden für den Transport von Gütern auf Schiene und Straße eingesetzt. Der gesamte Versand- und Internethandel wird durch Kurier-, Express- und Paketdienste abgewickelt. Ohne Wechselbrücken wäre das heute nicht möglich.
Ein Wertpapier ist eine Urkunde, die bestimmte Rechte, wie etwa die Miteigentümerschaft an einem Unternehmen, verbrieft.Die Ausübung der Rechte ist an den Besitz der Urkunde gebunden.
Unter den Weichkosten versteht man bei einer geschlossenen Beteiligung die Kosten, die während der Investitionsphase eines Fonds anfallen. Sie werden in Prozent angegeben und dabei immer ins Verhältnis zum gesamten Investitionsvolumen und zum Eigenkapital gesetzt. Auch das beim Kauf von Fondsanteilen in der Regel erhobene Agio zählt dabei rein rechnerisch zu den Weichkosten eines Fonds. Die für eine geschlossene Beteiligung kalkulierten Weichkosten müssen im Verkaufsprospekt des Fonds vollständig und klar ausgewiesen werden. Unter Weichkosten versteht man die Nebenkosten eines Fonds, welche nicht substanzbildend sind. Die Kosten für die Eigenkapitalbeschaffung, die Platzierungsgarantie und die Finanzierungsvermittlung sind Beispiele für diese Kostengattung.
Abkürzung für Exchange Electronic Trading. 1997 von der Deutschen Börse AG eingeführtes vollelektronisches Handelssystem für alle an der Frankfurter Wertpapierbörse notierten Aktien, Optionsscheine und Rentenwerte. Geschäftsabschluss und Geschäftsabwicklung werden automatisch durchgeführt.
Im Zusammenhang mit Wertpapieren die Erlaubnis zum Handeln an der Börse. Je nach Marktsegment gelten für die Zulassung zum Börsenhandel unterschiedlich strenge Voraussetzungen. Über die Zulassung entscheidet die Zulassungsstelle der entsprechenden Börse anhand der eingereichten Unterlagen und vor dem Hintergrund der im Börsengesetz im Einzelnen festgelegten Bedingungen.
§ 32 KWG - Erlaubnis
§ 242 BGB - Leistung nach Treu und Glaub
§ 823 Abs. 2 BGB - Schadenersatzpflicht
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