Source: http://www.online-law.de/anwalt/multimediarecht/elearning.html
Timestamp: 2017-09-20 07:22:22
Document Index: 222914108

Matched Legal Cases: ['§ 87', 'BGH', '§ 52', '§ 52', 'BGH', 'BGH']

eLearning - Lernen im Web 2.0 wirt Fragen im Arbeits-, Urheber- und Datenschutzrecht auf.
Das digitale Zeitalter macht auch vor der Aus- und Weiterbildung nicht halt. Die Auswirkungen für das Arbeits-, Urheber- und Datenschutzrecht werden noch teilweise recht offen diskutiert.
Die Angebote reichen von digitalen bzw. digitalisierten Lernkursen (inkl. eingebetteter Videos) bis zu Online-Kursen, -Seminaren und sogar Online-Tests.
Digitale Lern-Medien
Digitale Lernmedien bringen sehr viele Schutzbereiche des Urheberrechts zur Anwendung.
Digitale Lern-Medien nutzen Text-, Bild-, Film-, Software-, Datenbank-, Titelschutz- und das neue und sehr umstrittene Verleger-Leistungsschutzrecht für Presseverleger nach § 87f UrhG.
App-Vertrag
Tablett-Leasing für Schulungen
Lizenz Schulungssoftware
Rechtsschutz für Lehr-Filme
Bei Verletzung von Rechten der Urheber an Texten, Bldern oder Lehrfilmen
Foren als Hilfe zur Selbsthilfe oder ein effizientes Mittel für Crowd-Sourcing
Gestaltung von AGB bzw. Nutzungsregeln für Lern-Portale und -Dienste
Bei Online-Learing wächst das Online-Angebot. Vielfach wird mit besonders günstigen Preisen oder allgemein annerkannten Zertifikaten geworben.
Die Realität sieht oftmals anders aus. In einem über zwei Instanzen geführten Verfahren konnte RA Exner eine Kündigung bzw. fehlerhaften Vertrag bei einer Coaching-Fortbildung geltend machen.
Das Landgericht Kiel (II. Instanz) hat dabei auch auf ein ausgelobtes Stipendium abgestellt, dass trotz Voraussetzung bei der Mandantin niemandem gewährt worden war.
Der Fall wurde in die Urteilssammlung Schleswig-Holstein aufgenommen.
Folgende Fragen werden in der Online-Lerngesellschaft kontrovers diskutiert und sind in Literatur und Rechtsprechung umstritten:
Datenschutz und -sicherheit von Teilnehmerdaten und Ergebnissen
Einbindung von Drittunternehmen (Plattformen, Providern, SaaS)
Arbeitsrechtliche Bewertung von Zeiten und Kosten der Online-Fort- und Weiterbildungen
Rechte an Online-Lernmaterial
Einsatz eigener Hardware (z. B. Bring Your Own Device = BYOD)
BGH: Das Hochschulprivileg (§ 52a Abs. 1 Nr. 1 UrhG)
Das Öffentlich-Zugänglichmachen ist nicht zu dem jeweiligen Zweck im Sinne von § 52a Abs. 1 Nr. 1 UrhG geboten und damit unzulässig, wenn der Rechtsinhaber die Werke oder Werkteile in digitaler Form für die Nutzung im Netz der jeweiligen Einrichtung zu angemessenen Bedingungen anbietet. Das setzt allerdings nicht nur voraus, dass die geforderte Lizenzgebühr angemessen ist, sondern auch, dass das Lizenzangebot unschwer aufzufinden ist und die Verfügbarkeit des Werkes oder der Werkteile schnell und unproblematisch gewährleistet ist (Anschluss an BGH, Urteil vom 20. März 2013 I ZR 84/11, GRUR 2013, 1220 = WRP 2013, 1627 - Gesamtvertrag Hochschul-Intranet).
Quelle: BGH, Urteil vom 28. November 2013, Az. I ZR 76/12 - Meilensteine der Psychologie
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