Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerwG&Datum=03.11.2006&Aktenzeichen=5%20B%2040.06
Timestamp: 2019-07-22 17:26:54
Document Index: 246118706

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 16', '§ 67', '§ 86', '§ 132', '§ 86', '§ 67', '§ 86', '§ 132', '§ 86']

BVerwG, 03.11.2006 - 5 B 40.06 - dejure.org
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BVerwG, 03.11.2006 - 5 B 40.06 (https://dejure.org/2006,9618)
BVerwG, Entscheidung vom 03.11.2006 - 5 B 40.06 (https://dejure.org/2006,9618)
BVerwG, Entscheidung vom 03. November 2006 - 5 B 40.06 (https://dejure.org/2006,9618)
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Aufwendungsersatz; Dritter; Erziehungshilfe; Geschäftsführung ohne Auftrag; GoA; Jugendhilfe; Kostentragung; Kostenübernahme; Privater; Träger; Verbleibensanordnung; öffentliches Interesse
Anwendbarkeit der Grundsätze über die Geschäftsführung ohne Auftrag im öffentlichen Recht - Anforderungen an die Darlegung eines Verfahrensmangels in einem verwaltungsgerichtlichen Verfahren im Falle der Vertretung des Verfahrensbeteiligten durch eine postulationsfähige Person - Anforderungen an die Revsionszulassung wegen Divergenz oder wegen grundsätzlicher Bedeutung der Rechtssache
VG Dresden, 24.07.2003 - 6 K 294/99
OVG Sachsen, 26.10.2005 - 5 B 926/04
In der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts ist geklärt, dass der Anspruch aus Geschäftsführung ohne Auftrag u.a. davon abhängt, dass der Geschäftsführer ein zumindest auch fremdes Geschäft wahrgenommen und mit Fremdgeschäftsführungswillen gehandelt hat (vgl. BVerwG, Urteil vom 28. August 2003 - 4 C 9.02 - Buchholz 407.4 § 6 FStrG Nr. 2 S. 5; Beschluss vom 3. November 2006 - 5 B 40.06 - juris Rn. 3 f.).
OVG Nordrhein-Westfalen, 05.12.2007 - 13 A 931/05
BVerwG, Urteil vom 6.9.1988 - 4 C 5.86 -, BVerwGE 80, 170 sowie Beschluss vom 3.11.2006 - 5 B 40.06 -, juris; OVG NRW Urteil vom 16.2.2007 - 9 A 4239/04 -, juris.
OVG Nordrhein-Westfalen, 05.12.2007 - 13 A 932/05
§ 16 Abs. 7 S. 4 Infektionsschutzgesetz (IfSG) als Ausnahmeregelung gegenüber den …
BVerwG, Urteil vom 6.9.1988 - 4 C 5.86 -, BVerwGE 80, 170, sowie Beschluss vom 3.11.2006 - 5 B 40.06 -, juris; OVG NRW Urteil vom 16.2.2007 - 9 A 4239/04 -, juris.
Wer die Rüge der Verletzung der Aufklärungspflicht erhebt, obwohl er - durch eine nach § 67 Abs. 1 VwGO postulationsfähige Person sachkundig vertreten - in der Vorinstanz keinen förmlichen Beweisantrag gestellt hat (vgl. § 86 Abs. 2 VwGO), muss, um den gerügten Verfahrensmangel prozessordnungsgemäß zu bezeichnen, substanziiert darlegen, warum sich dem Tatsachengericht aus seiner für den Umfang der verfahrensrechtlichen Sachaufklärung maßgebenden materiellrechtlichen Sicht die Notwendigkeit einer weiteren Sachaufklärung in der aufgezeigten Richtung hätte aufdrängen müssen (…vgl. Beschlüsse vom 2. März 1978 - BVerwG 6 B 24.78 - Buchholz 310 § 132 VwGO Nr. 164 S. 43 f., vom 19. August 1997 a.a.O. sowie vom 3. November 2006 - BVerwG 5 B 40.06 - juris); die Aufklärungsrüge stellt kein Mittel dar, um - vermeintliche - Versäumnisse eines Prozessbeteiligten in der Tatsacheninstanz, vor allem das Unterlassen von förmlichen Beweisanträgen, zu kompensieren (vgl. Beschlüsse vom 6. März 1995 - BVerwG 6 B 81.94 - Buchholz 310 § 86 Abs. 1 VwGO Nr. 265 und vom 10. Oktober 2001 - BVerwG 9 BN 2.01 - Buchholz 401.65 Hundesteuer Nr. 7).
5 Wer die Rüge der Verletzung der Aufklärungspflicht erhebt, obwohl er - durch eine nach § 67 Abs. 1 VwGO postulationsfähige Person sachkundig vertreten - in der Vorinstanz keinen förmlichen Beweisantrag gestellt hat (vgl. § 86 Abs. 2 VwGO), muss, um den gerügten Verfahrensmangel prozessordnungsgemäß zu bezeichnen, substantiiert darlegen, warum sich dem Tatsachengericht aus seiner für den Umfang der verfahrensrechtlichen Sachaufklärung maßgebenden materiellrechtlichen Sicht die Notwendigkeit einer weiteren Sachaufklärung in der aufgezeichneten Richtung hätte aufdrängen müssen (vgl. Beschlüsse vom 2. März 1978 - BVerwG 6 B 24.78 - Buchholz 310 § 132 VwGO Nr. 164 S. 43 f., vom 1. April 1997 - BVerwG 4 B 206.96 - NVwZ 1997, 890 , vom 19. August 1997 - BVerwG 7 B 261.97 - NJW 1997, 3328 sowie vom 3. November 2006 - BVerwG 5 B 40.06 -); die Aufklärungsrüge stellt kein Mittel dar, um - vermeintliche - Versäumnisse eines Prozessbeteiligten in der Tatsacheninstanz, vor allem das Unterlassen von förmlichen Beweisanträgen, zu kompensieren (vgl. Beschlüsse vom 6. März 1995 - BVerwG 6 B 81.94 - Buchholz 310 § 86 Abs. 1 VwGO Nr. 265 und vom 10. Oktober 2001 - BVerwG 9 BN 2.01 - NVwZ-RR 2002, 140).
vgl. BVerwG, Beschluss 3. November 2006 - 5 B 40.06 -, juris, Rn. 3, sowie Urteil vom 28. August 2003 - 4 C 9.02 -, NVwZ-RR 2004, 84 = juris, Rn. 14; OVG NRW, Urteil vom 14. März 2013 - 6 A 1760/11 -, juris, Rn. 36.
Im Verwaltungsrecht ist die Geschäftsführung ohne Auftrag als eigenständiges Rechtsinstitut in Rechtsprechung und Literatur anerkannt (vgl. BVerwG, B. v. 03.11.2006 - 5 B 40.06 -, juris, Rdnr. 3; U. v. 28.08.2003 - 4 C 9.02 -, NVwZ-RR 2004, 84, 85; U. v. 28.10.1999 - 7 A 1.98 -, BVerwGE 110, 9, 12, U. v. 11.06.1991 - 7 C 1.91 -, DVBl. 1991, 1156, 1157 r.Sp.; U. v. 06.09.1988 - 4 C 5.86 -, BVerwGE 80, 170, 172 f.) und kommt deshalb auch im Verhältnis von Trägern öffentlicher Verwaltung zueinander in Betracht (vgl. BVerwG, U. v. 22.11.1985 - 4 A 1.83 -, NJW 1986, 2524 f.; Nds. OVG, U. v. 28.10.1998 - 13 L 4668/96 -, OVGE 48, 335, 340).
OVG Nordrhein-Westfalen, 13.05.2013 - 13 A 2787/10
Übernahme von Kosten für Rentenzahlungen an fiktiv nachversicherte frühere …
vgl. BVerwG, Beschluss vom 3. November 2006 - 5 B 40.06 -, juris, Rn. 3, sowie Urteil vom 28. August 2003 - 4 C 9.02 -, Rn. 14. OVG NRW, Urteil vom 14. März 2013 - 6 A 1760/11 -, juris, Rn. 36.
VG Oldenburg, 20.09.2007 - 2 A 16/05
Öffentliche-rechtliche Geschäftsführung ohne Auftrag: Erstattung von …