Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=IV%20ZR%2043/75
Timestamp: 2019-06-24 09:51:26
Document Index: 224307548

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 61', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 61', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 02.03.1977 - IV ZR 43/75 - dejure.org
https://dejure.org/1977,918
BGH, 02.03.1977 - IV ZR 43/75 (https://dejure.org/1977,918)
BGH, Entscheidung vom 02.03.1977 - IV ZR 43/75 (https://dejure.org/1977,918)
BGH, Entscheidung vom 02. März 1977 - IV ZR 43/75 (https://dejure.org/1977,918)
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Ansprüche gegen einen Feuerversicherer - Voraussetzungen für das Vorliegen grober Fahrlässigkeit - Anforderungen an die Beweiswürdigung
MDR 1977, 651
VersR 1977, 465
Grob fahrlässige Schadensverursachung liegt vor, wenn die verkehrserforderliche Sorgfalt in besonders schwerem Maße verletzt wird und schon einfachste, ganz naheliegende Überlegungen nicht angestellt werden und das nicht beachtet wird, was im gegebenen Fall jedem einleuchten muss (BGH in NJW 2005, 981; NJW 1992, 3236), z.B. auch die Außerachtlassung allgemeingültiger Sicherheitsregeln, wenn die Kenntnis dieser Sicherheitsregeln nach dem Grad ihrer Verbreitung allgemein vorausgesetzt werden muss (BGH in VersR 1977, S. 465;… Prölss/Martin VVG, 27. A., § 61, Rn. 14).
Es muß sich um ein auch subjektiv unentschuldbares Fehlverhalten handeln, welches das gewöhnliche Maß erheblich übersteigt (BGH VersR 1976, 649, 650; 1977, 465).
Insoweit ist es anerkannt, dass die Außerachtlassung allgemein gültiger Sicherheitsregeln grundsätzlich grob fahrlässig ist, wenn die Kenntnis der Regel nach dem Grad ihrer Verbreitung allgemein vorausgesetzt werden muss (Vgl. BGH, Urteil vom 02.03.1977 - IV ZR 43/75, juris Rdnr. 13, VersR 1907, 74, 75 f.).
Anspruch auf Zahlung aus einer Gebäudeversicherung zur Deckung eines …
Die Außerachtlassung allgemein gültiger Sicherheitsregeln ist grob fahrlässig, wenn die Kenntnis der Regeln nach dem Grad ihrer Verbreitung allgemein vorausgesetzt werden muss (vgl. BGH, VersR 77, 465;… Prölss/Martin, 26. Aufl. 1998, § 61 VVG , Rn. 14).
Die Unkenntnis des Versicherungsnehmers ist nicht entschuldbar, wenn eine gefahrenträchtige Anlage wegen der gebotenen Schutzmaßnahme nicht ohne Mitwirkung Sachkundiger installiert oder erstmals in Betrieb genommen werden darf und dies allgemein bekannt ist (vgl BGH VersR 77, 465 (466)).
LG Kleve, 27.04.2007 - 5 S 48/06
Hausratversicherung - Nichtbeachten der Bedienungsanleitung eines Elektrogeräts - …
Die völlige Außerachtlassung allgemeingültiger Sicherheitsregeln oder Sicherheitsvorschriften, die zur Verhütung typischer Gefahren aufgestellt sind, begründet den Vorwurf grober Fahrlässigkeit, wenn der Versicherer nach der Art der Sicherungsbestimmungen und des versicherten Risikos ihre Beachtung erwarten durfte, also mit solchem Fehlverhalten im Rahmen des kalkulierten Nachlässigkeitsrisikos nicht zu rechnen brauchte (BGH, VersR 1977, 465).
In subjektiver Hinsicht muss es sich um ein schlechthin unentschuldbares Fehlverhalten gehandelt haben, das das gewöhnliche Maß erheblich übersteigt (vgl. BGH VersR 1989, 840; BGH VersR 1977, 465; OLG Köln Recht und Schaden 2000, 296; vgl. auch OLG Köln VersR 1991, 1266).
Denn grobe Fahrlässigkeit setzt voraus, daß die im Verkehr erforderliche Sorgfalt in besonders schwerem Maße verletzt wird, weil einfachste, ganze naheliegende Erwägungen nicht angestellt werden oder das nicht beachtet wird, was im gegebenen Fall jedem einleuchten muß, wobei auch subjektive Umstände zu berücksichtigen sind, so daß dem Handelnden ein besonders schweres Verschulden anzulasten ist (ständige Rechtsprechung, z.B. BGH VersR 1977, 465; VersR 1985, 1060; VersR 1988, 474; MDR 1989, 337 und 617).
OLG München, 17.01.1986 - 8 U 3884/85
Versicherungsnehmers; Repräsentant