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Timestamp: 2019-09-15 13:22:13
Document Index: 197478833

Matched Legal Cases: ['Art. 15', 'Art. 16', 'Art. 32', 'Art. 20', 'Art. 17', 'Art. 16']

SR 412.101.220.49 Verordnung des SBFI vom 20. Dezember 2006 über die berufliche Grundbildung Automobil-Assistentin/Automobil-Assistent mit eidgenössischem Berufsattest (EBA)
[412.101.220.49]
Verordnung des SBFI1 über die berufliche Grundbildung Automobil-Assistentin/Automobil-Assistent mit eidgenössischem Berufsattest (EBA)
vom 20. Dezember 2006 (Stand am 1. Januar 2013)
Assistante en maintenance d'automobiles AFP/
Assistant en maintenance d'automobiles AFP
gestützt auf Artikel 19 des Berufsbildungsgesetzes vom 13. Dezember 20022 (BBG), auf Artikel 12 der Berufsbildungsverordnung vom 19. November 20033 (BBV) und auf Artikel 50 der Verordnung 1 vom 10. Mai 20004 zum Arbeitsgesetz (ArGV1),
1 Die Berufsbezeichnung ist Automobil-Assistentin EBA oder Automobil-Assistent EBA.
2 Die Automobil-Assistentinnen und Automobil-Assistenten EBA zeichnen sich insbesondere durch folgende Kenntnisse, Fähigkeiten und Haltungen aus:
Rechnen, Physik, Elektrotechnik, Stoffkunde, Fertigungstechnik, Vorschriften, Ersatzteildienst, Informatik.
Automobiltechnik;
Elektrik, Motor, Antrieb, Fahrwerk.
Informationsbeschaffung, Bildungsbuchhaltung, Lernformen, Transferfähigkeit, Lernprozess, Lernstrategien.
Beratungstätigkeiten, Kommunikationsstrategien.
Problemlösungsstrategien, vernetztes Denken, Geschäftssinn, Pünktlichkeit, Flexibilität, ökologisches Verhalten, Arbeitsplanung, Arbeitstechnik, Arbeitsdokumentation.
Belastbarkeit, Selbständigkeit, Eigeninitiative, Selbstkritik, Interesse, Berufsmotivation.
Kooperationsfähigkeit, Kritikfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, Toleranz.
Zuverlässigkeit, Entscheidungsfähigkeit, Umgangsformen, Geschäftssinn.
3 In Abweichung von Artikel 47 Buchstabe a, b und d ArGV 1 können die Lernenden entsprechend ihrem Ausbildungsstand herangezogen werden für die Bedienung und den Unterhalt von Betriebseinrichtungen, wie Maschinen, Antrieben und Transporteinrichtungen, und die Handhabung von Werkzeugen, die mit einer erheblichen Unfallgefahr verbunden sind.
Für Arbeiten, bei denen eine erhebliche Brand-, Explosions-, Unfall-, Erkrankungs- oder Vergiftungsgefahr besteht.
Für die Bedienung und den Unterhalt von Druckbehältern mit gesundheitsschädlichem, brand- oder explosionsgefährlichem Inhalt.
Voraussetzung dafür ist eine der erhöhten Unfallgefahr angepasste verstärkte Ausbildung, Anleitung und Überwachung; diese sollen sich in Leistungszielen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz niederschlagen.
2 Die schulische Bildung im obligatorischen Unterricht umfasst 720 Lektionen. Davon entfallen
auf den berufskundlichen Unterricht 400 Lektionen;
auf den allgemein bildenden Unterricht 240 Lektionen;
auf den Sportunterricht 80 Lektionen.
4 Dem Bildungsplan angefügt ist die Liste der Unterlagen zur Umsetzung der beruflichen Grundbildung für die Automobil-Assistentin/für den Automobil-Assistent EBA mit Titel, Datum und Bezugsquelle.
Einschlägiger Abschluss der höheren Berufsbildung auf der Tertiärstufe, wie z.B. Automobildiagnostikerin/Automobildiagnostiker, dipl. Automobilkauffrau/Automobilkaufmann, dipl. Automechanikerin/Automechaniker, dipl. Fahrzeug-Elektrikerin-Elektronikerin/Fahrzeug-Elektriker-Elektroniker, dipl. Autoelektrikerin/Autoelektriker und Automobil-Ingenieurin/Ingenieur FH;
gelernte Automechanikerin/gelernter Automechaniker, Automobil-Mechatronikerin EFZ/Automobil- Mechatroniker EFZ, gelernte Automonteurin, gelernter Automonteur, Automobil-Fachfrau EFZ/Automobil-Fachmann EFZ, gelernte Autoelektrikerin/gelernter Autoelektriker, gelernte Fahrzeug-Elektrikerin-Elektronikerin/gelernter Fahrzeug-Elektriker-Elektroniker mit mindestens 3-jähriger beruflicher Praxis im Lehrgebiet.
4 Als Fachkraft gilt, wer über ein eidgenössisches Berufsattest im Fachbereich der lernenden Person oder über eine gleichwertige Qualifikation verfügt.
Die Berufsbildnerin oder der Berufsbildner hält den Bildungsstand in einem Bildungsbericht fest und bespricht diesen mindestens einmal pro Semester mit der lernenden Person.
Art. 15 In den überbetrieblichen Kursen
Die Anbieter überbetrieblicher Kurse dokumentieren während den besuchten Kursen die erbrachten Leistungen der Lernenden.
Art. 16 In der schulischen Bildung und in der schulisch organisierten Grundbildung
2 Für die Zulassung zum Qualifikationsverfahren nach Abs. 1c sind während der fünfjährigen Berufserfahrung gem. Art. 32 BBV mindestens zwei Jahre im Tätigkeitsgebiet der Automobil- Assistentinnen, bzw. Automobil- Assistenten nachzuweisen.
praktische Arbeit;
Die Prüfung dauert 6-7 Stunden. Die lernende Person muss im Rahmen einer vorgegebenen Arbeit oder in gestellten Situationen zeigen, dass sie fähig ist, die geforderten Tätigkeiten fachlich korrekt sowie bedarfs- und situationsgerecht auszuführen.
Berufskenntnisse;
Die Berufskenntnisse werden mittels einer 3 Stunden dauernden Prüfung, geprüft; davon insgesamt höchstens 1/2 Stunden mündlich.
Allgemeinbildung;
5 Die Note für die überbetrieblichen Kurse ist das auf eine ganze oder halbe Note gerundete Mittel aus der Summe der bewerteten Kurse.
Art. 20 Wiederholungen, Nichtbestehen des Qualifikationsverfahrens
2 Wird das Qualifikationsverfahren ohne erneuten Besuch des berufskundlichen Unterrichts und der überbetrieblichen Kurse wiederholt, so werden die bisherigen Noten für die Berechnung der Erfahrungsnote beibehalten. Werden der berufskundliche Unterricht während mindestens 2 Semestern sowie die letzten zwei überbetrieblichen Kurse wiederholt, so zählen die neuen Noten.
3 Wird das Qualifikationsverfahren auch in der Wiederholung nicht bestanden, so weist die Berufsbildnerin oder der Berufsbildner die vorhandenen Kompetenzen der lernenden Person in schriftlicher Form aus.
Hat eine lernende Person die Vorbildung ausserhalb der geregelten beruflichen Grundbildung nach dieser Verordnung erworben, so wird so wird statt der Erfahrungsnote der Qualifikationsbereich Berufskenntnisse doppelt gewichtet.
1 Wer das Qualifikationsverfahren erfolgreich durchlaufen hat, erhält das eidgenössische Berufsattest EBA.
2 Das Berufsattest berechtigt, den gesetzlich geschützten Titel «Automobil-Assistentin/Automobil-Assistent EBA» zu führen.
10. Abschnitt: Schweizerische Kommission für Berufsentwicklung und Qualität für Automobil-Assistentin/Automobil-Assistent EBA
1 Die Schweizerische Kommission für Berufsentwicklung und Qualität für Automobil-Assistentin/Automobil-Assistent EBA setzt sich zusammen aus:
7-9 Vertreterinnen oder Vertretern des Auto Gewerbe Verbandes Schweiz (AGVS);
mindestens 1 Vertreterin oder 1 Vertreter des Verbands Schweizerischer Werkstattlehrer (VSW);
mindestens 1 Vertreterin oder 1 Vertreter der Schweizerischen Vereinigung der Berufsschullehrer für Automobiltechnik (SVBA-ASETA-ASITA);
Sie passt den Bildungsplan nach Artikel 10 den wirtschaftlichen, technologischen und didaktischen Entwicklungen laufend, mindestens aber alle 5 Jahre an. Dabei trägt sie allfälligen neuen organisatorischen Aspekten der beruflichen Grundbildung Rechnung. Die Anpassungen bedürfen der Zustimmung der Vertreterinnen und Vertreter des Bundes und der Kantone (nach Absatz 1 Buchstabe e);
Über die Gleichwertigkeit bisheriger Pilotausbildungen und der entsprechenden Abschlüsse sowie über die Anrechnung solcher Bildungsleistungen an die Grundbildung zur Automobil-Assistentin oder zum Automobil-Assistenten EBA entscheidet die zuständige kantonale Behörde.
2 Die Bestimmungen über Qualifikationsverfahren, Ausweise und Titel (Art. 17-22) treten am 1. Januar 2009 in Kraft.
1 Die Bezeichnung der Verwaltungseinheit wurde in Anwendung von Art. 16 Abs. 3 der Publikationsverordnung vom 17. Nov. 2004 (SR 170.512.1) auf den 1. Jan. 2013 angepasst.2 SR 412.103 SR 412.1014 SR 822.111