Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VI%20ZR%20206/80
Timestamp: 2020-06-06 18:36:37
Document Index: 97947360

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BGH, 29.06.1982 - VI ZR 206/80 - dejure.org
BGH, 29.06.1982 - VI ZR 206/80
https://dejure.org/1982,747
BGH, 29.06.1982 - VI ZR 206/80 (https://dejure.org/1982,747)
BGH, Entscheidung vom 29.06.1982 - VI ZR 206/80 (https://dejure.org/1982,747)
BGH, Entscheidung vom 29. Juni 1982 - VI ZR 206/80 (https://dejure.org/1982,747)
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Indiztatsachen - Aufklärungsbedürftigkeit
NJW 1982, 2447
VersR 1982, 972
Ein solcher typischer Geschehensablauf kann anzunehmen sein, wenn die Kontaminierung eines verwendeten Blutprodukts feststeht und keine weiteren Ursachen außerhalb des Verantwortungsbereichs der Behandlungsseite für die der Kontaminierung entsprechende Erkrankung ersichtlich sind (vgl. Senatsurteile BGHZ 114, 290; vom 29. Juni 1982 - VI ZR 206/80 - VersR 1982, 972).
Einen Indizienbeweis muss der Richter nur erheben, wenn er davon ausgehen kann, dass die Gesamtheit der Sachverhaltsumstände und der vorgetragenen Indizien, ihre Richtigkeit unterstellt, ihn von der Wahrheit der Haupttatsache überzeugen würden (BGH, Urteil vom 17. Februar 1970 - III ZR 139/67, BGHZ 53, 245, 260 f.; Urteil vom 29. Juni 1982 - VI ZR 206/80, NJW 1982, 2447).
6 Der Beweis des ersten Anscheins greift bei typischen Geschehensabläufen ein, d.h. in Fällen, in denen ein bestimmter Sachverhalt feststeht, der nach der allgemeinen Lebenserfahrung auf eine bestimmte Ursache oder auf einen bestimmten Ablauf als maßgeblich für den Eintritt eines bestimmten Erfolges hinweist (vgl. BGHZ 100, 31; BGH, Urt. v. 29.6.1982 - VI ZR 206/80, NJW 1982, 2447, 2448;… BGH, Urt. v. 22.9.1982 - VIII ZR 246/81, VersR 1982, 1145).
Ist diese Frage aber - wie hier - zu bejahen, so ist die Beweisaufnahme zur Ausschöpfung aller zu Gebote stehender Beweismöglichkeiten erforderlich (vgl. BGH, Urt. v. 29. Juni 1982, VI ZR 206/80, NJW 1982, 2447, 2448).
Ein solcher typischer Geschehensablauf kann bei einer Infektion eines Empfängers einer Blutspende z. B. anzunehmen sein, wenn die Kontaminierung des verwendeten Blutprodukts feststeht und keine weiteren Ursachen außerhalb des Verantwortungsbereichs der Behandlungsseite für die der Kontaminierung entsprechende Erkrankung ersichtlich sind (vgl. Senatsurteile BGHZ 114, 290; vom 29. Juni 1982 - VI ZR 206/80 - VersR 1982, 972).
aa) Der Anscheinsbeweis erlaubt bei typischen Geschehensabläufen den auf der Lebenserfahrung beruhenden Schluss, dass ein Ereignis auf einer bestimmten Ursache oder einem bestimmten Ablauf beruht (st. Rspr. BGHZ 100, 31, 33; vgl. BGH, Urt. v. 29.6.1982 - VI ZR 206/80, NJW 1982, 2447, 2448;… Urt. v. 22.9.1982 - VIII ZR 246/81, VersR 1982, 1145).
Der Beweis des ersten Anscheins greift nur bei typischen Geschehensabläufen ein, d. h. in Fällen, in denen ein bestimmter Sachverhalt feststeht, der nach der allgemeinen Lebenserfahrung auf eine bestimmte Ursache oder auf einen bestimmten Ablauf als maßgeblich für den Eintritt eines bestimmten Erfolges hinweist (st. Rspr., vgl. BGH Urt. v. 29. Juni 1982 - VI ZR 206/80, NJW 1982, 2447, 2448;… BGH Urt. v. 22. September 1982 - VIII ZR 246/81, VersR 1982, 1145).
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