Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%202002,%20442
Timestamp: 2020-02-27 15:29:53
Document Index: 97380925

Matched Legal Cases: ['§ 9', 'BGH', '§ 9', 'BGH', '§ 9', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 9', 'BGH']

Rechtsprechung: NJW 2002, 442 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: OLG Koblenz, 18.11.2002
VG Potsdam, 18.04.2019 - 1 K 4654/16
https://dejure.org/2002,2129
OLG Koblenz, 18.11.2002 - 12 U 566/01 (https://dejure.org/2002,2129)
OLG Koblenz, Entscheidung vom 18.11.2002 - 12 U 566/01 (https://dejure.org/2002,2129)
OLG Koblenz, Entscheidung vom 18. November 2002 - 12 U 566/01 (https://dejure.org/2002,2129)
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Schmerzensgeld bei sofortiger Bewusstlosigkeit und alsbaldigem Tod
Zubilligung eines Schmerzensgeldes bei schwerster Unfallverletzung mit Wahrnehmungslosigkeit; Kriterien für die Bemessung eines Schmerzensgeldanspruchs; Höhe eines Schmerzensgeldes für die Hinterbliebenen bei Tod einer Person auf Grund eines Unfalls
Schadensersatz und Schmerzensgeld: Haftung für die Verursachung eines Verkehrsunfalls ohne Mitverschulden des Geschädigten, sofortige Bewusstlosigkeit eines Unfallopfers bis zum wenige Tage später eintretenden Tod
Verkehrsrecht - Schmerzensgeld auch bei Bewusstlosigkeit bis zum Tod?
Schmerzensgeld bei Bewusstlosigkeit vom Unfall bis zum Tode
Deliktsrecht (Schmerzensgeldbemessung), Schmerzensgeldbemessung bei Bewusstlosigkeit vom Unfall bis zum Tode
NJW 2003, 442
Nicht außer Betracht bleiben kann dabei zur Wahrung eines allgemeinen Niveaus ein Vergleich zu derjenigen Schmerzensgeldsumme, die gewährt worden wäre, wenn das Opfer das schädigende Ereignis überlebt, infolge der Körperverletzung aber schwere Dauerschäden davongetragen hätte (OLG Koblenz, NJW 2003, 442).
Nach der ständigen Rechtsprechung des XI. Zivilsenates des Bundesgerichtshofes, der sich der Senat anschließt, ist § 9 VerbrKrG a.F. nicht auf Realkreditverträge anzuwenden (BGH ZIP 2003, 1741 ff.; NJW 2003, 1390; 2003, 442 ff.; 2002, 1881 ff.); zumindest im Anwendungsbereich des HWiG a. F. gebietet auch eine "richtlinienkonforme Auslegung" der genannten Bestimmungen keine hiervon abweichende Interpretation (…vgl. Entscheidungen des Gerichtshofes der Europäischen Gemeinschaften vom 25.10.2005 in den Rechtssachen C-350/03, Rn. 81 und 104, und C-229/04, Rn. 48 f.).
Nach der ständigen Rechtsprechung des XI. Zivilsenates des Bundesgerichtshofes, der sich der Senat anschließt, ist § 9 VerbrKrG a.F. nicht auf Realkreditverträge anzuwenden (BGH ZIP 2003, 1741 ff.; NJW 2003, 1390; 2003, 442 ff.; 2002, 1881 ff.); auch eine "richtlinienkonforme Auslegung" der genannten Bestimmungen gebietet keine hiervon abweichende Interpretation (…vgl. Entscheidungen des Gerichtshofes der Europäischen Gemeinschaften vom 25.10.2005 in den Rechtssachen C-350/03, Rn. 81 und 104, und C-229/04, Rn. 48 f.).
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes, der sich der Senat anschließt, ist § 9 VerbrKrG a.F. nicht auf Realkreditverträge anzuwenden (BGH, Urteil vom 28.10.2003, XI ZR 263/02; BGH, Urteil vom 23.9.2003, XI ZR 135/02; BGH, Beschluss vom 23.9.2003, XI ZR 325/02; BGH, Urteil vom 15.7.2003, ZIP 2003, 1741; BGH, Urteil vom 21.1.2003, NJW 2003, 1390; BGH, Urteil vom 12.11.2002, NJW 2003, 442; BGH, Urteil vom 9.4.2002, NJW 2002, 1881).
Bedenkt man, dass in prima facie vergleichbaren Fällen deutlich geringere Schmerzensgelder ausgeurteilt worden sind (vgl. etwa OLG Oldenburg, Urteil vom 04.02.1994 - 11 U 84/93 -, juris: DM 8.000,00; OLG Koblenz, Urteil vom 18.11.2002 - 12 U 566/01 -, NJW 2003, 442: DM 12.000,00; OLG Frankfurt am Main, Urteil vom 14.09.2009 - 1 U 309/08 -, NJOZ 2009, 4715, 4717: € 6.000,00; OLG Karlsruhe, Urteil vom 26.02.2014 - 7 U 30/11 -, juris: € 5.000,00; OLG Hamm, Urteil vom 16.02.2016 - I-26 U 18/15 -, GesR 2016, 252: € 5.000,00) stellt ein Schmerzensgeld in Höhe von € 10.000,00 die obere Grenze des (derzeit) denkbaren Rahmens dar.
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes, der sich der Senat anschließt, ist § 9 VerbrKrG a.F. nicht auf Realkreditverträge anzuwenden (BGH, Urteil vom 28.10.2003, XI ZR 263/02; Urteil vom 23.9.2003, XI ZR 135/02; Beschluss vom 23.9.2003, XI ZR 325/02; Urteil vom 15.7.2003, ZIP 2003, 1741; Urteil vom 21.1.2003, NJW 2003, 1390; Urteil vom 12.11.2002, NJW 2003, 442; Urteil vom 9.4.2002, NJW 2002, 1881).