Source: http://www.rechtslupe.de/strafrecht/221-promille-und-schuldfaehig-3113353?pk_campaign=feed&pk_kwd=missbrauch-berufsbezeichnungen-nazi
Timestamp: 2016-09-30 13:29:26
Document Index: 52868193

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 2']

2,21 Promille – und schuldfähig | Rechtslupe
Rechtslupe » Strafrecht » 2,21 Promille – und schuldfähig
2,21 Promille – und schuldfähig	29. August 2016 | StrafrechtGeschätzte Lesezeit: 2 Minuten	Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs gibt es keinen gesicherten medizinischen Erfahrungssatz darüber, dass ohne Rücksicht auf psychodiagnostische Beurteilungskriterien allein wegen einer bestimmten Blutalkoholkonzentration zur Tatzeit in aller Regel vom Vorliegen einer alkoholbedingt erheblich verminderten Steuerungsfähigkeit ausgegangen werden muss1.
Für die Beurteilung der Schuldfähigkeit maßgeblich ist eine Gesamtschau aller wesentlichen objektiven und subjektiven Umstände, die sich auf das Erscheinungsbild des Täters vor, während und nach der Tat beziehen2. Dabei kann die – regelmäßig deshalb zu bestimmende3 – Blutalkoholkonzentration ein je nach den Umständen des Einzelfalls sogar gewichtiges, aber keinesfalls allein maßgebliches Beweisanzeichen (Indiz) sein4.
näher BGH, Beschluss vom 29.05.2012 – 1 StR 59/12, BGHSt 57, 247, 250 Rn.19; BGH, Urteil vom 14.10.2015 – 2 StR 115/15, NStZ-RR 2016, 103 f. mwN; siehe auch BGH, Beschluss vom 02.07.2015 – 2 StR 146/15, NJW 2015, 3525 f.↩
BGH, Urteil vom 29.04.1997 – 1 StR 511/95, BGHSt 43, 66 ff.; BGH, Beschluss vom 29.05.2012 – 1 StR 59/12, BGHSt 57, 247, 252 Rn. 22, siehe auch BGH, Beschluss vom 05.04.2000 – 3 StR 114/00, NStZ-RR 2000, 265; BGH, Urteil vom 22.01.1997 – 3 StR 516/96, NStZ-RR 1997, 162 aber auch BGH, Beschluss vom 02.07.2015 – 2 StR 146/15, NJW 2015, 3525 f.↩
vgl. BGH, Beschlüsse vom 28.03.2012 – 5 StR 49/12; und vom 08.10.1997 – 2 StR 478/97, NStZ-RR 1998, 68↩
vgl. BGH, Urteile vom 22.10.2004 – 1 StR 248/04, NStZ 2005, 329; vom 06.06.2002 – 1 StR 14/02, NStZ 2002, 532; und vom 03.12 2002 – 1 StR 378/02, NStZ-RR 2003, 71; BGH, Beschluss vom 29.05.2012 – 1 StR 59/12, BGHSt 57, 247, 252 Rn. 22; vgl. auch BGH, Urteile vom 11.09.2003 – 4 StR 139/03, NStZ 2004, 690; und vom 22.04.1998 – 3 StR 15/98, NJW 1998, 3427↩
Weitere Informationen:3 Promille – und das herabgesetzte Hemmungsvermögen3,5 l Bier – und noch voll schuldfähig?Die Lücken in der BeweiswürdigungDer fehlgeschlagene Versuch – bei mehraktigen…Verfall – und die erlangten VermögenswerteZeugnisverweigerungsrecht des Mittäters – und das…	Weiterlesen auf der Rechtslupe:
Leser dieses Artikels lasen auch:3,5 l Bier – und noch voll schuldfähig? Der Tatrichter muss Angaben eines Angeklagten zum Alkoholgenuss, für deren Richtigkeit oder Unrichtigkeit es keine Beweise gibt, nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs nicht ohne weiteres…Ärger mit dem Urlaubsflug Sommerzeit ist Urlaubszeit und Reisezeit. Ein beachtlicher Anteil der Reisen sind Flugreisen. Besonders ärgerlich ist es, wenn der Urlaub bereits mit Flugverspätungen oder Annullierungen beginnt.…Unternehmerische Tätigkeit bei Erwerbs- und… Unternehmer ist gemäß § 2 Abs. 1 UStG, wer eine gewerbliche oder berufliche Tätigkeit selbstständig ausübt. Gewerblich oder beruflich ist jede nachhaltige Tätigkeit zur Erzielung…