Source: https://gesetze-in-app.de/HGB/253
Timestamp: 2019-05-25 17:53:43
Document Index: 19737943

Matched Legal Cases: ['§ 253', 'BGH', '§ 253', 'BGH', '§ 253', 'BGH', 'BGH', '§ 253', 'BGH', '§ 253', 'BGH', '§ 253', '§ 253', '§ 253', '§ 253', 'BGH', '§ 253', '§ 253', 'BGH', '§ 47', '§ 47', '§ 42']

§ 253 HGB: Zugangs- und Folgebewertung
BGH, BESCHLUSS vom 3.2.2016, Az. XII ZB 540/14 Es ist somit nicht erforderlich, die Restlaufzeit für jede einzelne Altersversorgungsverpflichtung zu ermitteln; hierin liegt eine Ausnahme vom Grundsatz der Einzelbewertung, die der Vereinfachung dienen soll (vgl. MünchKommBilanzrecht/Tiedchen § 253 HGB Rn. 63 mwN).
BGH, BESCHLUSS vom 3.2.2016, Az. XII ZB 540/14 Auch der Senat hat in der Vergangenheit die Verwendung des BilMoG-Zinssatzes nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB für die Diskontierung künftiger Versorgungsleistungen nicht beanstandet (vgl. Senatsbeschluss BGHZ 191, 36 = FamRZ 2011, 1785 Rn. 28).
BGH, BESCHLUSS vom 3.2.2016, Az. XII ZB 540/14 60	Allerdings ist für die Barwertermittlung monatsgenau derjenige Zinssatz heranzuziehen, der sich für den Stichtag des Ehezeitendes aus den monatlich von der Deutschen Bundesbank bekannt gemachten Rechnungszinssätzen gemäß § 253 Abs. 2 HGB ergibt (vgl. BT-Drucks. 16/11903 S. 56; teilweise abweichend OLG München FamRZ 2012, 130; OLG Stuttgart FamRZ 2015, 1109, 1110: Zeitpunkt des letzten Bilanzstichtages vor dem Ende der Ehezeit).
BGH, BESCHLUSS vom 3.8.2016, Az. XII ZB 447/14 b)	Zieht der Versorgungsträger für die Ermittlung des versicherungsmathematischen Barwerts der Versorgung der ausgleichspflichtigen Person den handelsbilanziellen Abzinsungsfaktor nach § 253 Abs. 2 HGB in Verbindung mit der Rückstellungsabzinsungsverordnung heran, ist dieser Zinssatz auch für die gegenläufige Verzinsung des Ausgleichswerts zwischen dem Ende der Ehezeit und der Rechtskraft der Entscheidung über den Versorgungsausgleich maßgeblich (im Anschluss an Senatsbeschluss BGHZ191, 36 = FamRZ 2011, 1785).
FG Münster, Urteil vom 5.0.2005, Az. 9 K 1564/03 Zum Teil wird vertreten, das Imparitätsprinzip und die kaufmännische Vorsicht forderten einen kürzeren Prognosezeitraum von maximal 5 Jahren (Küting/Weber, Handbuch der Rechnungslegung 3. Auflage 1990, § 253 HGB Rz. 153; Dietrich DStR 2000, 1629; Münchener Kommentar zu dem HGB § 253 Rz. 67).
OLG Nürnberg, Beschluss vom 5.0.2014, Az. 11 UF 1498/13 Das OLG Bremen (FamRZ 2012, 637) billigt zwar ebenfalls die Anwendung des Zinssatzes nach § 253 Abs. 2 HGB, nicht aber die Vereinfachung nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB.
OLG Nürnberg, Beschluss vom 2.3.2014, Az. 7 UF 1115/13 Andernfalls muss entweder wie bei der Prüfung der Dynamik nach früherem Recht auf den Durchschnitt der Anpassungen in den zehn Jahren vor dem Stichtag (vgl. etwa BGH NJW 2004, 2676) oder entsprechend der Regelung in § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB auf den Durchschnitt der letzten sieben Jahre abgestellt werden (so Höfer a. a. O. Rn. 164).
AG Bayreuth, Beschluss vom 4.0.2012, Az. 3 F 1296/08 Schon der Rückgriff auf den bilanzrechtlich vorgegebenen Rechnungszins nach § 253 Abs. 2 HGB (errechnet gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung nach dem Durchschnittszinssatz der letzten 7 Jahre von Staatsanleihen (Null-Kupon-Euro-Zinsswapkurve) mit Restlaufzeit von 15 Jahren erhöht um die Differenz des gemittelten Zinssatzes von Unternehmensanleihen mit AA- oder Aa-Rating (Anleihe mit leichtem Ausfallrisiko) und Staatsanleihen - wird monatlich von Bundesbank ab Dezember 2008 veröffentlicht) führt allerdings regelmäßig zu erheblichen Wertverlusten für die Beteiligten, weil eine Geldanlage mit vergleichbarer Sicherheit und Verzinsung am Kapitalmarkt nicht zu finden ist (auf diesen Zinssatz verweist allerdings auch der RA-Bericht, BT-Drs. 16/11903, S. 112 und die Entscheidung des BGH FamRZ 2011, 1785 ff., Rz. 28; für seine Anwendung auch: Ruland, Versorgungsausgleich, 3. Aufl., Rz. 327, Höfer, Der Versorgungsausgleich in der betrieblichen Altersversorgung, Rz. 154; Bergmann in OK-BGB, § 47 VersAusglG, Rz. 5 (eingeschränkt auf Direktzusagen und Unterstützungskassen); kritisch: Jaeger, FamRZ 2010, 1714; Hauß, FamRZ 2011, 88; Dörr/Glockner in MünchKomm-BGB § 47 VersAusglG Rz. 14; Bergner/Schnabel, Sonderbeilage zu Heft 7/2011 von „Die Rentenversicherung“, S. 44; für den Ansatz eines „sachgerechten“ Zinssatzes und eine hierauf folgende Barwertberechnung durch Sachverständigengutachten: Erman/Norpoth, 13. Aufl., § 42 VersAusglG, Rz. 8).