Source: https://www.onlinesteuerportal.at/
Timestamp: 2020-08-12 03:25:54
Document Index: 110766217

Matched Legal Cases: ['§ 5', '§ 30', '§ 30', '§ 30', '§ 4', '§ 27', '§ 30', '§ 4', '§ 7', '§ 27', '§ 27']

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22/08/2016 steuertipps	1 Kommentar
Laufen die Zeiten für die Berechnung des Inflationsabschlags teilweise im Privat- und im Betriebsvermögen an, so sind diese Zeiten zu addieren. Im folgenden Beispiel (in enger Anlehnung an Rz. 6667, aber durchgerechnet) befindet sich der Grund und Boden jeweils 8 Jahre (das begonnene 8. Jahr gilt zu diesem Zweck zur Gänze) im Privat- und im Betriebsvermögen:
Anschaffung Boden*
Einlage in 5 (1) Ermittler
(nach 17 Jahren 8 Monaten)
Stichtag 31.3.2012
(steuerverfangen in § 5 Ermittlung)
31.12.2015 +200
(genau 8 Jahre im BV)
§ 30 (3) im PV § 30 (3) im BV
+50 (150 -100) Vorläufige Einkünfte +50 (200 - 150)
-16 (=32%) 8 Jahre Inflationsabschlag 32 (!) %** 8 Jahre -16 (=32%)
(2000 - 2008);
bis 2000 kein Abschlag (2008 - 2015)
Einkünfte § 30 EStG
* Boden deshalb, weil nur dieser nach § 4 Abs 3a Z. 3 lit. b im betrieblichen Bereich einem Inflationsabschlag zugänglich ist.
** Der Abschlag errechnet sich eben nicht durch 8*2% einmal im PV und einmal im BV, sondern durch (8+8)x2% für beide Vermögenssphären.
03/08/2016 steuertipps	Schreibe einen Kommentar
Als Eselsbrücke gilt, dass alle Einkünfte, die bei Privatpersonen einem Sondersteuerabzug (§ 27a, § 30a) unterliegen, mit der Zwischen-KÖSt zwischenbesteuert werden.
Was bei Privatpersonen aber dem „Normal“-Tarif unterliegt, wird mit dem „normalen“ KÖSt-Satz zwischenbesteuert.
Bei Einlagenrückzahlungen (analog zu § 4 Abs 12 EStG) gilt konträr zu Körperschaften gem. § 7 Abs 3 KStG, dass Zuwendungen an Begünstigte immer zuerst aus dem Ertrag stammen (§ 27 Abs 5 Z, 8 EStG).
Zuwendungen gelten gemäß § 27 Abs 5 Z. 8 lit. a erst bei kumuliertem Vorliegen dreier Tatbestände als Substanzauszahlung:
Insoweit die Zuwendung den maßgeblichen Wert (lit. b leg.cit.) übersteigt,
sie im Evidenzkonto der Privaststiftung gem. lit. c. Deckung findet und
das Vermögen ab 1.8.2008 gestiftet oder zugestiftet wurde.
Insoweit steuerneutrale Substanzzuwendungen vorliegen sind diese in die KESt-Anmeldung einzubeziehen.
Körperschaftsteuer, Meinung
26/07/2016 steuertipps	4 Kommentare
Manche akademischen Ergüsse bringen einfach keine Erkenntnisse für die Beurteilung in der steuerlichen Praxis. So bspw. viele Beiträge initiiert durch die Urteile, die zur „Ausschüttung an der Wurzel“ geführt haben. Aber, ja diese akademischen Auseinandersetzungen machen Sinn, weil sie die Abgrenzungen von – dann immer regelmäßíg überschießenden – Konstruktionen manifestieren. Die darauf reagierenden Höchstgerichtsurteile in diesen außergewöhnlichen Fällen mögen die Grenzen des Rechtsverständnisses ausloten, aber sie sind für die Praxis im täglichen Beruf IMHO Verwirrung stiftend.
Eine ausserbetriebliche Sphäre einer Kapitalgesellschaft ist denkunmöglich
Aus der richtigen Richtung gedacht – nämlich aus der Sicht der Kapitalgesellschaft, weil ja ihr die „ausser ihr“ bestehende ausserbetriebliche Sphäre angedichtet wird – kennt sie keine private Sphäre, weil sie auch kein Schnitzel bestellen und sich auch am Wörther See Grundstück nicht in die Sonne legen kann. Es kommt ja auch niemand auf die Idee, einer GmbH ein Mindesteinkommen frei zu stellen, um ihre Grundbedürfnisse zu sichern, um sie nach dem Leistungsfähigkeitsprinzip zu besteuern. Das Gegenteil ist der Fall. Selbst im Verlustfall wird der juristischen Person eine Mindestkörperschaftsteuer abverlangt, deren Einführung seinerzeit durch den durch sie entstandenen Schaden am Gemeinwohl gerechtfertigt wurde, der aber auch schon damals causa sociecatis verursacht wurde.
Viel später ist die Jurisdiktion diesem Problem beigekommen, indem man die „zwischengeschaltete“ GmbH als Übel erkannt hat. Die Mindestkörperschaftsteuer haben wir aber noch immer.
Alle diese Absonderlichkeiten, die richtigerweise auch das BMF nicht ernst nimmt, haben ihren Ursprung regelmäßig einzig und allein in gesellschaftsrechtlichen Beziehungen. Diesbezüglichen Diskrepanzen begegnete man aus steuerlicher Sicht traditionell mit verdeckten Ausschüttungen und – in Ausnahmefällen – Einlagen. Es gibt keinen Grund, darüber neu zu sinnieren.