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Timestamp: 2016-10-26 07:37:41
Document Index: 266253680

Matched Legal Cases: ['in dubio', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 97', 'Art. 105', 'Art. 97', 'BGE', 'BGE', 'Art. 42', 'Art. 106', 'BGE', 'BGE', 'Art. 66', 'Art. 65']

Mord, Willk�r,
Am 13. August 2003 fand eine Spitexangestellte A.________ leblos im Bett seiner Wohnung in Roggwil/BE vor. An der S�dfassade der Liegenschaft lehnte eine Holzleiter, und ein Fenster stand offen. Die Vorinstanz wirft X.________ vor (Urteil, S. 51 f.), zusammen mit B.________ in der Nacht vom 12. auf den 13. August 2003 in die Wohnung eingestiegen zu sein. X.________ habe seinen Kollegen nach der Beute suchen lassen und selber massgeblich auf das Opfer eingewirkt. Er habe insbesondere mitgeholfen, das Opfer zu fesseln und dessen Mund zu verkleben. Dabei habe er es mit seinem beschuhten Fuss mehrmals in den R�cken getreten bzw. sei er auf das Opfer gestanden. Die massiven inneren Verletzungen h�tten zum Tod von A.________ gef�hrt. Er sei sich bewusst gewesen, dass B.________ den in der Wohnung vermuteten Tresor leeren und die Beute mitnehmen w�rde. Die beiden T�ter seien zwar nicht in die Wohnung eingedrungen, um einen Menschen zu t�ten, sie h�tten jedoch nicht gez�gert, massiv auf das Opfer einzuwirken, um den Standort des Tresorschl�ssels herauszufinden.
Das Obergericht des Kantons Bern verurteilte X.________ zweitinstanzlich am 31. Juli 2012 wegen Mordes an A.________, gemeinsam begangen mit B.________, des bandenm�ssigen Raubes zum Nachteil von A.________, des banden- und gewerbsm�ssig begangenen Diebstahls, der F�lschung von Ausweisen sowie der Widerhandlung gegen das Ausl�ndergesetz zu einer Freiheitsstrafe von 15 Jahren, teilweise als Zusatzstrafe zu den Urteilen der Staatsanwaltschaft Solothurn vom 16. Februar 2006, des Untersuchungsrichteramtes I Berner Jura-Seeland vom 29. November 2007 und des Bezirksamtes Zofingen vom 3. September 2008.
X.________ erhebt Beschwerde in Strafsachen. Er beantragt, das angefochtene Urteil sei aufzuheben, und er sei von den Tatvorw�rfen des Mordes und des qualifizierten Raubes freizusprechen. X.________ ersucht ausserdem um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung.
1.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt, die Vorinstanz habe den Grundsatz "in dubio pro reo" als Beweislast- und Beweisw�rdigungsregel verletzt. Ein direkter Beweis liege nicht vor. Die Vorinstanz habe ihn mittels Indizienprozess verurteilt. Es best�nden keine klaren Indizien f�r eine Mitt�terschaft. Ihre Schlussfolgerung, dass zweifelsfrei zwei T�ter erforderlich gewesen seien, gehe fehl. Er habe mehrfach ausgesagt, dass noch weitere T�ter an der Tat beteiligt waren, was nicht ausgeschlossen werden k�nne. Auch wenn feststehen sollte, dass zwei T�ter die inkriminierten Handlungen begangen h�tten, sei damit noch nicht bewiesen, dass er in der fraglichen Wohnung gewesen sei (Beschwerde, S. 3). Die Vorinstanz st�tze ihre Argumentation auf die Aussagen von B.________, obwohl dieser zum Tatortgeschehen nachweislich falsch ausgesagt habe. Trotzdem stufe sie seine Aussagen zur Mitt�terschaft als sehr glaubhaft und verl�sslich ein. Eine derartige Beweisw�rdigung sei v�llig unhaltbar und verfassungswidrig. Rechtsstaatlich bedenklich seien auch die vom Untersuchungsrichter in Aussicht gestellten Hafterleichterungen und ein Revisionsverfahren, wenn B.________ den Mitt�ter nenne (Beschwerde, S. 4). Die Vorinstanz behafte ihn zu Unrecht auf seinem Teilgest�ndnis, obwohl er wichtige Punkte nicht habe nennen k�nnen und keine Tatortkenntnisse gehabt habe. Die Vorinstanz w�rdige seine Emotionalit�t beim Gest�ndnis falsch. Er habe Emotionen gezeigt, weil er Angst gehabt habe und unter Druck gesetzt worden sei. Es sei unhaltbar, dass sie den Widerruf seines Gest�ndnisses nicht gelten lassen wolle. Obwohl die Fesselung und Knebelung die Handschrift von B.________ trage, beharre die Vorinstanz darauf, dass zwei T�ter auf das Opfer eingewirkt h�tten; ungeachtet der Tatsache, dass es alt und schwach gewesen sei und von einer Person h�tte �berw�ltigt werden k�nnen. Weiter gebe es zahlreiche Unklarheiten der Schuhspuren am Tatort. Es sei nicht ausgeschlossen, dass sie zu einem Drittt�ter geh�rten. Schliesslich stufe die Vorinstanz den Entlastungszeugen C.________ ohne Begr�ndung als unglaubw�rdig ein (Beschwerde, S. 4 f.).
1.2 Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zu Grunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung kann nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG; Art. 105 Abs. 2 BGG). Offensichtlich unrichtig im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG ist die Sachverhaltsfeststellung, wenn sie willk�rlich ist (BGE 137 III 226 E. 4.2 mit Hinweisen; zum Begriff der Willk�r BGE 138 I 49 E. 7.1; 136 III 552 E. 4.2; je mit Hinweisen). Eine entsprechende R�ge muss klar und substantiiert begr�ndet werden (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 137 IV 1 E. 4.2.3; 136 I 65 E. 1.3.1; je mit Hinweisen). Auf eine rein appellatorische Kritik tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 137 IV 1 E. 4.2.3; 136 II 489 E. 2.8; je mit Hinweisen).
1.3 Der Beschwerdef�hrer legt in seiner Sachverhaltsr�ge lediglich die eigene Sicht der Dinge dar. Er zeigt jedoch nicht auf, inwiefern die vorinstanzlichen Erw�gungen geradezu unhaltbar w�ren. Dies betrifft etwa seine Vorbringen, B.________ k�nne nicht gleichzeitig unglaubhaft und glaubhaft aussagen, es h�tten nicht zwei T�ter auf das Opfer eingewirkt oder es gebe zahlreiche Unklarheiten der Schuhspuren am Tatort.
Auf die umfangreichen und sorgf�ltigen Erw�gungen der Vorinstanz kann verwiesen werden. Sie stellt den bestrittenen Sachverhalt minuti�s fest (Urteil, S. 22-51) und leitet daraus ein willk�rfreies Beweisergebnis ab (Urteil, S. 51 f.), das der Beschwerdef�hrer mit seiner appellatorischen Kritik nicht in Frage stellen kann. Auf seine Kritik an den vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen ist nicht einzutreten.
Auf die Beschwerde ist nicht einzutreten. Bei diesem Verfahrensausgang sind die bundesgerichtlichen Kosten dem Beschwerdef�hrer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Sein Gesuch um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege ist abzuweisen, da die Beschwerde von vornherein aussichtslos erschien. Seiner finanziellen Lage ist mit herabgesetzten Gerichtskosten Rechnung zu tragen (Art. 65 Abs. 2 BGG).