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Timestamp: 2019-10-22 05:38:43
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Matched Legal Cases: ['§ 1', '§19', '§19', '§ 19', '§19', '§ 14']

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Dieser Beitrag behandelt den Unterschied zwischen Kleinstgewerbe, Kleingewerbe und Kleinunternehmen und gehört zu unserer 12-teiligen Serie für Kleingewerbetreibende. Hier geht's zur Übersicht aller Ratgeber.
Was genau ist eigentlich ein Kleinstgewerbe und wo kann man es anmelden? Gründer werden gerade zu Beginn der Selbstständigkeit mit einer Vielzahl an Begriffen aus der Businesswelt konfrontiert, die es zu verstehen und in den Gesamtkontext einzuordnen gilt. Bestimmt haben auch Sie schon einmal von den Begriffen Kleinstgewerbe, Kleingewerbe und Kleinstunternehmen gehört. Doch was genau bedeuten diese und wie unterscheiden sie sich eigentlich?
Klärung der Definition von Kleinstgewerbe, Kleingewerbe und Kleinstunternehmer
Die Begriffe Kleinstgewerbe, Kleingewerbe und Kleinstunternehmer werden umgangssprachlich und insbesondere von Laien oftmals vermischt eingesetzt. Dies ist allerdings auch nicht verwunderlich, da die einzelnen Varianten wesentlich durch den Sprachgebrauch geprägt wurden. Sie stellen den umgangssprachlichen Versuch dar, die kleinsten der Unternehmen in Größen einzuteilen.
Offiziell finden sich auf den Seiten der EU folgende Einteilungen:
Definition Kleingewerbe
Nach der vorherigen Definition ist die kleinste Form das „Kleinstunternehmen“, womit dieser Begriff also bereits definiert wäre. Das Handelsgesetzbuch (§ 1 Abs. 2 HGB) unterteilt die kleineren Gewerbe jedoch noch einmal mit folgendem Satz:
„das Unternehmen [das] nach Art oder Umfang einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb nicht erfordert“
Weiterhin wird beim Anmelden eines Kleinstgewerbes der Fragebogen zur steuerlichen Erfassung vom Finanzamt übermittelt. Bei diesem ist es möglich, die Kleinunternehmerregelung in Anspruch zu nehmen, um bei einem Jahresumsatz von weniger 17500€ auf das Ausweisen der Umsatzsteuer auf den Rechnungen zu verzichten. Wer zur Kleinunternehmerregelung votiert, wird umgangssprachlich als Kleingewerbe bezeichnet, vermutlich wurde dieser Begriff entworfen, um eine Abgrenzung zum Kleinstunternehmen mit Umsatzsteuer zu schaffen.
Kleinstgewerbe: Die Definition ist gleich dem Kleingewerbe, welches ebenfalls umgangssprachlich für ein Kleinstunternehmen angewendet wird, dass die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nimmt.
Definition Kleinstgewerbe
Das Kleinstgewerbe ist sprachlich am verworrensten, da es eine Mischung aus Kleingewerbe und Kleinstunternehmen bildet. Es wird jedoch im Normalfall genau so verwendet, wie das Kleingewerbe und beschreibt ein Kleinstunternehmen, das von der Kleinunternehmerregelung Gebrauch macht.
Definition zum Kleinstgewerbe in eigenen Worten: Alles unter 2 Millionen Jahresumsatz und mit weniger als 10 Mitarbeitern ist ein Kleinstunternehmen. Wird beim Anmelden die Kleinunternehmerregelung bei weniger als 17500€ Jahresumsatz in Anspruch genommen, dann ist umgangssprachlich von einem Kleingewerbe oder Kleinstgewerbe die Rede.
So können Sie Ihr Kleinstgewerbe anmelden
Beim örtlichen Gewerbeamt können Einzelunternehmer oder auch mehrere Gründer (beispielsweise als GbR) ein Kleinstgewerbe anmelden. Hierfür wird lediglich der Personalausweis, sowie die Anmeldegebühr benötigt. Idealerweise denken Sie sich vor dem Anmelden noch einen Namen für Ihr Gewerbe aus und welche Tätigkeiten verrichtet werden. Dies spart Zeit. Beachten Sie, dass bei einer GbR alle Geschäftspartner die Gebühr für das Anmelden in Höhe von ca. 20-60€ (abhängig vom Bundesland) bezahlen müssen. Der ganze Vorgang dauert etwa 15 Minuten. Alle weiteren Schritte die noch zum Anmelden erforderlich sind erfolgen im Anschluss auf postalischem Wege.
Die Kleinunternehmerregelung ist eine Regelung die es Gewerbebetrieben mit geringem Umfang ermöglicht, Vereinfachungen hinsichtlich der Buchführung und der Rechnungsstellung in Anspruch zu nehmen. Dies betrifft neben Einzelunternehmen und Freiberuflern auch die Geschäftsform der GbR und der haftungsbeschränkten UG. Die gesetzliche Grundlage bildet §19 des Umsatzsteuergesetzes. Hier sind die finanziellen Grenzen, sowie die Hinweise zur Mehrwertsteuer und zur Rechnung geregelt. Sie können jederzeit zur Regelbesteuerung wechseln, verpflichten sich dann aber für fünf Jahre dazu die Mehrwertsteuer abzuführen.
Welche Umsatzgrenze gilt bei der Kleinunternehmerregelung?
Der Umsatz (Achtung: NICHT Gewinn!) eines Kleingewerbes darf im ersten Jahr die Grenze von 17500€ nicht überschreiten. Im Jahr der Gründung wird dieser Wert auf das ganze Jahr hochgerechnet. Starten Sie also zur Jahresmitte, dann darf der Umsatz in diesem Jahr eine Grenze von 8750€ nicht überschreiten. Für das darauf folgende Jahr besagt die Kleinunternehmerregelung, dass der der Kleingewerbetreibende nicht mehr als 50000€ erwirtschaften darf. Wer die Umsatzgrenze überschreitet oder freiwillig dazu tendiert Umsatzsteuer abzuführen, bindet sich für mindestens fünf Jahre an diese Entscheidung.
Kleinunternehmerregelung: Die jährliche Umsatzgrenze von 17500€ ist entscheidend dafür, ob man als Kleingewerbe Umsatzsteuer abführen muss oder nicht.
Wie sieht eine Muster Rechnung zum Umsatz aus?
Die Grenze beim Umsatz muss mit Bruttowerten berechnet werden. Die Konsequenz einer Grenzüberschreitung tritt immer im darauf folgenden Jahr ein, außer es ist bereits im Gründungsjahr bekannt, dass der Umsatz zu hoch ist. Die Muster Rechnung für ein Praxisbeispiel könnte demnach so aussehen:
Muster Rechnung 1:
Jahr: 500€ Umsatz monatl. = 6000€ pro Jahr + 19% Mehrwertsteuer = 7140€ Brutto
Jahr: 1100€ Umsatz monatl. = 13200€ pro Jahr + 19% Mehrwertsteuer = 15708€ Brutto
Jahr: 2500€ Umsatz monatl. = 30000€ pro Jahr + 19% Mehrwertsteuer = 35700€ Brutto
Jahr: Kleinunternehmerregelung kann nicht mehr weiter beansprucht werden.
Muster Rechnung 2:
Jahr: 2500€ Umsatz monatl. = 30000€ pro Jahr + 19% Mehrwertsteuer = 35700€ Brutto Kleinunternehmerregelung kann gar nicht in Anspruch genommen werden.
Muster Rechnung 3:
Jahr: 5000€ Umsatz monatl. = 60000€ pro Jahr + 19% Mehrwertsteuer = 71400€ Brutto Kleinunternehmerregelung kann nur im ersten Jahr in Anspruch genommen werden, wenn sich vor dem zweiten Jahr bereits abschätzen lässt, dass mehr als 50000€ Umsatz erfolgen.
Muss bei der Kleinunternehmerregelung Umsatzsteuer abgeführt werden?
Nein, das ist ja das Gute an der Regelung. Wer ein Kleingewerbe anmeldet, muss bei der Steuer am Jahresende keine Umsatzsteuer abführen. Natürlich darf man als Kleingewerbetreibender diese bei der Steuererklärung dann auch nicht als Vorsteuer geltend machen. Bedeutet, dass beim Einkauf von Anschaffungen für gewerbliche Zwecke, wie Büromöbeln, Autos, etc. nicht die Umsatzsteuer auf der Rechnung beim Finanzamt eingereicht und erstattet werden kann. Sie zahlen also den vollen Bruttobetrag auf der Rechnung. Umgekehrt haben Sie bei Ihren Einnahmen keine Umsatzsteuer, die Sie abführen müssen, sodass Sie den vollen Rechnungsbetrag erhalten. Wenn Sie hohe Anfangsinvestitionen bei Ihrem Kleingewerbe haben, dann sollten Sie mit einem Steuerberater darüber sprechen, ob es Sinn macht auf die Kleinunternehmerregelung zu verzichten und von Anfang an Umsatzsteuer abzuführen.
Welche Hinweise gehören auf die Rechnung von Kleingewerbetreibenden?
Wenn Ihr Umsatz die Grenze von 17500€ nicht überschreitet und Sie daher keine Umsatzsteuer abführen, dann müssen Sie darauf auch auf Ihrer Kleingewerbe Rechnung hinweisen. Genauere Hinweise, wie eine Rechnung auszusehen hat, erfahren Sie in unserem separaten Ratgeber. Wichtig ist, dass der Bezug auf §19 UStG vorhanden ist und das Sie wegen der Kleinunternehmerregelung keine Umsatzsteuer ausweisen. Somit weiß auch Ihr Geschäftspartner, dass er bei Ihnen keine Umsatzsteuer abführen kann.
Dieser Beitrag behandelt das Thema Kleingewerbeschein und gehört zu unserer 12-teiligen Serie für Kleingewerbetreibende. Hier geht's zur Übersicht aller Ratgeber.
Dieser Beitrag beschreibt die Kosten, welche beim Kleingewerbe anfallen und gehört zu unserer 12-teiligen Serie für Kleingewerbetreibende. Hier geht's zur Übersicht aller Ratgeber.
Wenn Sie sich selbstständig machen wollen, dann ist das Kleingewerbe die Gründungsform bei der die geringsten Kosten anfallen. Weder Geld noch bürokratischer Aufwand sollten bei dieser Unternehmensform ein Hindernis darstellen und darüber hinaus den Machern von Morgen einen leichten Zugang zur (ersten) Selbstständigkeit gewähren. Dieser Beitrag listet die Kosten fürs Kleingewerbe bei der Gründung auf und zeigt welche Stolperfallen Sie beachten sollten.
Wie hoch sind die Kosten für ein Kleingewerbe?
Zunächst einmal gilt: Die Kosten fürs Kleingewerbe sind gering und sollten kein Hindernis auf dem Weg in die Selbstständigkeit darstellen. Nichtsdestotrotz ist es wichtig aus Kalkulationsgründen vorab darüber Bescheid zu wissen. Die ersten Kosten fallen beim Kleingewerbe anmelden für den Kleingewerbeschein an und schlagen je nach Bundesland mit ca. 15-60€ zu Buche. Positiv ist, dass Sie kein Eigenkapital, wie Beispielsweise bei einer GmbH mit einbringen müssen. Dafür haften Sie allerdings auch mit Ihrem Privatvermögen, falls etwas schief geht. Für die Einkommenssteuer am Jahresende sollten Sie Rücklagen bilden, damit Sie nicht von einer Nachzahlung überrascht werden. Näheres dazu finden Sie in den Beiträgen zur Steuer und zur Buchführung.
Was kostet der IHK Beitrag?
Eine weiterer finanzieller Posten ist der IHK Beitrag. IHK steht für Industrie und Handelskammer und ist ein verpflichtender Beitrag für alle Selbständigen. Diese Kosten fürs Kleingewerbe sind aber ebenfalls überschaubar, da Sie jährlich 50€ betragen (sofern der Umsatz zwischen 5200€ und 25000€ liegt). Dafür bekommen Sie einmal monatlich das IHK-Heft (welches bei mir meist den direkten Weg zur Mülltonne findet), sowie die Möglichkeit die IHK als Anlaufstelle bei rechtlichen und wirtschaftlichen Fragen kostenlos zu konsultieren. Diese Option kann mitunter interessant werden, falls man mal derartige Probleme hat. Ich selbst habe diesen Service in ca. 10 Jahren ganze zweimal in Anspruch genommen und wurde wegen der Komplexität der Fragen jeweils weiter verwiesen. Allerdings war mein Anliegen auch echt fies und es hat bis zur Beantwortung noch einige weitere Spezialisten gefordert 🙂
Sonstige Kosten beim Kleingewerbe
Aufpassen sollten Sie, wenn Sie bei Ihrer Krankversicherung in einer Familienversicherung mitversichert sind beispielsweise als Student. Hier gelten bestimmte Verdienstgrenzen, die jährlich nicht überschritten werden dürfen, um nicht aus der Familienversicherung zu fliegen. Wenn das passiert müssen Sie sich rückwirkend selbst versichern, sodass diese Kosten den Kleingewerbe Gewinn zu einem Großteil auffressen. Sollten Sie familienversichert sein, dann sprechen Sie am besten mit Ihrer Krankenversicherung über die Modalitäten.
Kleingewerbe Kosten: Die Ausgaben bei der Gründung sind sehr überschaubar.
Sonstige individuelle Kosten die beim Kleingewerbe anfallen, können beispielsweise Mietkosten für Räumlichkeiten oder Leasinggebühren fürs Auto sein. Auch die Anschaffungskosten von Bürozubehör, Möbeln, Software, Laptop, Verpackungsmaterial, Smartphones, etc. sollte man als Kleingewerbetreibender bei der Gründung mit einbeziehen. Gleiches gilt auch für eine etwaige Warenbeschaffung. Glücklicherweise haben Sie als Selbstständiger die Möglichkeit, bestimmte Kosten im Rahmen Ihrer Steuererklärung wieder abzusetzen und mit den Gewinnen verrechnen zu lassen.
Motivationstipp fürs erste Kleingewerbe: Denken Sie immer an den alten Unternehmerleitsatz – ein Unternehmer ist jemand, der etwas unternimmt! In diesem Sinne lassen Sie sich nicht aufhalten oder von anderen trägen Personen bremsen. Gehen Sie raus und verändern Sie die Welt! Glauben Sie an sich und Ihre Ideen und Sie können alles schaffen!
Dieser Beitrag beschäftigt sich mit der Formalie der Steuererklärung und gehört zu unserer 12-teiligen Serie für Kleingewerbetreibende. Hier geht's zur Übersicht aller Ratgeber.
Die Steuererklärung fürs Kleingewerbe ist für die meisten Selbstständigen ein notwendiges Übel am Ende des Geschäftsjahres. Glücklicherweise ist der Umfang und die Anforderung deutlich geringer als bei „richtigen Unternehmern“. Wie man die Steuererklärung fürs Kleingewerbe richtig ausfüllt zeigt dieser Beitrag anhand einer Muster-Anleitung.
Welche Steuerart ist bei der Steuererklärung fürs Kleingewerbe relevant?
Zunächst einmal ist es wichtig zu wissen, welche Steuern bei der Steuererklärung fürs Kleingewerbe abgeführt werden müssen. Im Wesentlichen kommt hierbei die Einkommenssteuer zum tragen, da man als Kleingewerbetreibender in aller Regel wohl von der Kleinunternehmerregelung Gebrauch machen und sich gegen einen Ausweis der Umsatzsteuer entscheiden wird. Dies ist möglich, wenn der jährliche Umsatz eine Grenze von 17500€ und im folgenden Jahr 50000€ nicht übersteigt. Lohnsteuer und Gewerbesteuer fallen nur bei Mitarbeitern oder einem Gewinn von mehr als 25000€ an, sodass diese beiden Varianten in den meisten Fällen auch bedeutungslos bleiben.
Weiterführende Informationen hierzu gibt es in den Artikeln zur Buchführung, Steuer und zur Erstellung der Rechnung. Dort gibt es ebenfalls Beispiele und Muster (Excelsheets, Worddokumente, etc.) zum kostenlosen Download. In jedem Fall müssen Sie im Rahmen Ihrer Steuererklärung fürs Kleingewerbe die Einkommenssteuererklärung abgeben. Hierzu müssen Sie eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung anfertigen, bei der alle jährlichen Ausgaben von Ihren Einnahmen abgezogen werden, um so den Gewinn Ihres Kleinunternehmens zu ermitteln. Wichtig ist, dass alle Belege zu dieser Rechnung in korrekter Form mit eingereicht werden, sodass diese vom Finanzamt auch anerkannt werden.
Tipp: Machen Sie möglichst alle Werbungskosten und Sonderausgaben geltend, die Sie bei der Steuererklärung fürs Kleingewerbe absetzen möchten und nachweisbar belegen können. Das Finanzamt, kann diese im schlimmsten Fall nicht anerkennen und wieder aus der Auflistung streichen.
Einkommenssteuererklärung fürs Kleingewerbe
Die Steuererklärung fürs Kleingewerbe wird mit Anlage S erledigt. Diese enthält alle Einkünfte aus selbständiger Arbeit. Wird zusätzlich noch ein Hauptberuf ausgeübt, dann ist darüber hinaus die Anlage N für nichtselbstständige Arbeit erforderlich. Als Kleingewerbetreibender mit Einnahmen von weniger als 17500€ können Sie die geforderte Einnahmen-Überschuss-Rechnung formlos abgeben. Übersteigen die Einkünfte diesen Wert, dann muss die Bilanzierung mit Hilfe der Anlage EÜR (Einnahmen-Überschuss-Rechnung) erfolgen.
Kleingewerbe Steuererklärung: Die Einkommenssteuererklärung ist am Jahresende fällig und muss mittels Einnahmen-Überschuss-Rechnung erledigt werden.
Um die Einkommenssteuererklärung online durchzuführen, nutzen Sie bitte das Portal ELSTER. Dies ist die offizielle Webpräsenz der deutschen Finanzämter zur Durchführung der elektronischen Steuerübermittlung und somit auch zur Steuererklärung beim Kleingewerbe. Dort finden Sie auch Anwenderforum in dem Ihnen bei Fragen zur Software geholfen werden kann. Die Elster dient dem Finanzamt u.a. dazu, um mit Hilfe der elektronischen Datenerfassung Kleinbetriebe besser auf Unregelmäßigkeiten überprüfen zu können. Den entsprechenden statistischen Verfahren und Algorithmen sein Dank. Statistisch gesehen kommt es zwar nur alle 50-100 Jahre zu einer Überprüfung eines Kleingewerbes, allerdings kann es Ihnen bei entsprechenden Unregelmäßigkeiten auch passieren, dass Sie innerhalb eines kurzen Zeitraums zweimal Besuch vom Betriebsprüfer erhalten. Versuchen Sie daher Ihre Buchhaltung vollständig, akkurat und zeitnah zu führen.
Hinweis in eigener Sache: Die Erläuterung zur Steuererklärung beim Kleingewerbe spiegelt meine Rechercheergebnisse wieder und ist um eigene Erfahrungen und praktische Tipps ergänzt. Da ich jedoch kein Steuerberater bin, kann ich für die Richtigkeit der Angaben keine Haftung übernehmen. Bitte wenden Sie sich daher in steuerlichen Fragen an einen Steuerberater.
Dieser Beitrag erklärt die Steuer Vorgaben beim Kleingewerbe und gehört zu unserer 12-teiligen Serie für Kleingewerbetreibende. Hier geht's zur Übersicht aller Ratgeber.
Das Thema Kleingewerbe und Steuer betrifft alle Selbstständigen und ist in meinen Augen der wichtigste Bereich bzw. der mit dem größten Konfliktpotential, wenn etwas schief geht. Zwar sind bei Kleingewerbetreibenden die Regularien nicht ganz so straff, wie bei großen Unternehmen, dennoch gilt, dass das Finanzamt keinen Spaß versteht. Oder frei nach Brad Pitt: „Die erste Regel des Fightclubs lautet – Leg dich nie mit dem Finanzamt an!“. Um die Steuer beim Kleingewerbe ordnungsgemäß abzuführen, habe ich nachfolgend die wichtigsten Regeln und Steuerarten, sowie deren Steuerfreibetrag beschrieben.
Welche Steuer fällt beim Kleingewerbe an?
Hinweis in eigener Sache: Die nachfolgende Auflistung zur Steuer beim Kleingewerbe spiegelt meine Rechercheergebnisse wieder und ist um eigene Erfahrungen und praktische Tipps ergänzt. Da ich jedoch kein Steuerberater bin, kann ich für die Richtigkeit der Angaben keine Haftung übernehmen. Bitte wenden Sie sich daher in steuerlichen Fragen an einen Steuerberater.
Gemäß Definition darf ein Kleinunternehmer nicht mehr als 17500€ Umsatz pro Jahr generieren. Wenn dies der Fall ist, so kann er beim Kleingewerbe anmelden von der Kleinunternehmerregelung Gebrauch machen und sich für eine steuerliche Veranlagung ohne Umsatzsteuer entscheiden. Dies hat den Vorteil, dass er die Umsatzsteuer von 19%, welche in Deutschland auf die meisten Waren anfallen, nicht abführen muss.
Man hat als Kleingewerbe durch diese Steuer quasi 19% mehr Einnahmen gegenüber anderen großen Unternehmen die Umsatzsteuer abführen. Ein nicht ganz unwichtiger Preisfaktor, wenn man beispielsweise im Onlinehandel (Amazon, Ebay, Onlineshop, etc.) mit anderen Wettbewerbern konkurriert, die das gleiche Produkt wegen der Steuer teurer anbieten müssen, als jemand mit einem Kleingewerbe dies kann. Große Unternehmen können dafür durch die Masse günstigere Einkaufspreise erzielen, weshalb Kleingewerbetreibende insbesondere in Nischen mit kleinen Absatzzahlen Ihre Vorteile ausspielen können. Ein Nachteil beim Verzicht auf Umsatzsteuer ist, dass dadurch natürlich auch keine Umsatzsteuer geltend gemacht werden kann, wenn beispielsweise teure Einkäufe wie Büromöbel angeschafft werden. Letztlich dürfte dies bei einem Kleinunternehmen allerdings nicht so sehr ins Gewicht fallen wie die Vorteile. Wer zur Umsatzsteuer votiert, muss diese bei der Buchführung und auf der Rechnung ausweisen, monatlich abführen und bindet sich für fünf Jahre daran, sodass dieser Schritt wohl durchdacht sein sollte.
Kleingewerbe Steuer: Hier erfahren Sie, wann Kleingewerbetreibende Einkommenssteuer, Gewerbesteuer und Umsatzsteuer zahlen müssen.
Die Einkommenssteuer ist am Jahresende fällig und muss von jeder Person, unabhängig ob diese Selbstständig oder eine Privatperson ist, getragen werden. Die Einkünfte aus Ihrem Kleingewerbe machen bei dieser Steuer einen separaten Teil aus (Einkünfte aus selbstständiger/gewerblicher Tätigkeit) und werden zu den Gesamteinnahmen des Jahres hinzu addiert. Zur Feststellung der Einkommenssteuer werden beispielsweise noch Einkünfte aus Land- und forstwirtschaftlichem Betrieb, Mieteinnahmen, Zinsen, beruflicher Tätigkeit, etc. ermittelt. Welchen Betrag die Einkommenssteuer am Ende umfasst lässt sich nicht pauschal sagen, da hier viele weitere individuelle Faktoren wie Familienstand, Kinder, Einkünfte des Ehepartners, usw. mit rein spielen. Der Steuerfreibetrag liegt bei knapp über 8000€ (Wert jährlich ändernd), erst ab diesem Betrag fällt die Einkommenssteuer überhaupt an.
TIPP: Wichtig ist, dass Sie monatliche Rücklagen für die Einkommenssteuer bilden. Es hat schon manchen Selbstständigen bzw. dessen Kleingewerbe gebeutelt, wenn die Steuer am Jahresende auf einen Schlag nachgezahlt werden musste und keine Reserven vorhanden waren. Gleiches gilt übrigens für die Nachzahlung der Umsatzsteuer 😉
Diese Steuer fällt beim Kleingewerbe normalerweise nicht an. Gewerbesteuer wird erst fällig, wenn der jährliche Gewinn mehr als 25000€ beträgt, weshalb an dieser Stelle nicht weiter darauf eingegangen wird.
Auch diese Steuer fällt beim Kleingewerbe normalerweise nicht an. Lohnsteuer wird nur abgeführt, wenn der Betrieb weitere Mitarbeiter beschäftigt. Dies dürfte bei Kleingewerbetreibenden in aller Regel nicht der Fall sein.
Dieser Beitrag behandelt die Buchführung beim Kleingewerbe und gehört zu unserer 12-teiligen Serie für Kleingewerbetreibende. Hier geht's zur Übersicht aller Ratgeber.
Kleingewerbe und Buchführung – für viele Selbstständige ist diese Kombination ein leidiges Thema. Insbesondere jungen Gründern fehlt häufig Erfahrung mit der Buchführungspflicht und Fehler bei der Rechnungsstellung können teure Folgen bewirken.
Dieser Ratgeber zeigt an einem Beispiel, wie Sie die Buchhaltung mit einer einfachen Einnahmen-Überschuss-Rechnung kostenlos bewältigen können und was bei der Buchführungspflicht beachtet werden muss. Weiterhin finden Sie ein Muster Excel Sheet zum gratis Download, mit dem Sie die Buchführung Ihres Kleingewerbes bequem automatisieren und die Kostenübersicht im Nebengewerbe oder Hauptgewerbe behalten können.
Wer darf die vereinfachte Buchführung beim Kleingewerbe anwenden?
Für die vereinfachte Buchhaltung müssen Kleingewerbetreibende beim Finanzamt zur Kleinunternehmerregelung votieren und folgende Umsatzgrenzen einhalten:
Im vorangegangenen Geschäftsjahr darf der Umsatz 17.500€ nicht übersteigen.
Im aktuellen Geschäftsjahr darf der Umsatz 50.000€ nicht übersteigen.
Der Unternehmer erhält dadurch eine Arbeitserleichterung und muss nicht mehr:
den richtigen Umsatzsteuersatz herausrechnen
die eigene Vorsteuer ermitteln
monatlich eine Umsatzsteuer-Voranmeldung beim Finanzamt einreichen
Auch darf auf Rechnungen gemäß Kleinunternehmerregelung keine Umsatzsteuer mehr ausgewiesen werden, weshalb der Satz „Gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet“ auf jede Rechnung gehört. Aufgrund der einfachen Buchhaltung gelten die Grundsätze der ordnungsgemäßen Buchführung (GoB) nicht. Eine Inventur, die Bewertung des Vorratsvermögens oder das Erstellen von Bilanzen entfällt für das Kleingewerbe.
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Wenn Sie die Buchführung beim Kleingewerbe mit der Einnahmen-Überschuss-Rechnung durchführen, dann müssen Sie lediglich Ihre Einnahmen auflisten und davon die Ausgaben abziehen, um auf Ihren Gewinn oder Verlust zu kommen.
Dieses vereinfachte Verfahren erspart die aufwendige Prozedur der doppelten Buchhaltung und kann bei Kleinunternehmen jederzeit eingesetzt werden. Bei den Posten müssen Sie neben dem Verwendungszweck zusätzlich das Datum auflisten und eine fortlaufende, lückenlose Nummerierung vergeben.
Mittlerweile gilt zur Buchführungspflicht im Kleingewerbe die standardisierte Einnahmen-Überschuss-Rechnung. Dabei müssen Kostenarten, wie Reisekosten, Fortbildungskosten, Verpflegungsaufwendungen, etc. detailliert angegeben und aufsummiert werden.
Das nachfolgende Bild zeigt ein Beispiel für die Buchführung beim Kleingewerbe mittels einer fiktiven Einnahmen-Überschuss-Rechnung. Wie man eine ordnungsgemäße Rechnung fürs Kleingewerbe erstellt, erfahren Sie in einem gesonderten Artikel:
Bei Durchführung einer Einnahmen-Überschuss-Rechnung zur Ermittlung der Steuern am Jahresende sind folgende Punkte zu beachten:
Die Anschaffung teurer Güter im Jahresverlauf, beispielsweise Büroausstattung oder ein Auto, ist oftmals nur über mehrere Jahre abzuschreiben.
Die Abschreibung muss man zuerst aktivieren.
Aus diesem Grund kann beim Kauf eines teuren Artikels in der Buchführung des Kleingewerbes oftmals weniger an Kosten geltend gemacht werden, als man denkt.
Die Verwendung des Gewinns für private Ausgaben, darf nicht zu den gewerblichen Ausgaben zugefügt werden und gehört somit auch nicht in die Einnahmen-Überschuss-Rechnung. Kaufen Sie beispielsweise für 50€ Kleidung, die Sie für 200€ in Ihrem Gewerbe weiter verkaufen, dann beträgt Ihr Gewinn 150€. Wenn Sie sich von diesen 150€ bei einem Elektrogeschäft privat mit einer neuen Mikrowelle für 120€ eindecken, dann beträgt Ihr gewerblicher Gewinn weiterhin 150€ und nicht 30€.
Tipp: Achten Sie darauf die Buchhaltung zeitnah durchzuführen. Damit Sie die Buchführung für Ihr Kleingewerbe im Griff haben, sollten Sie täglich oder wöchentlich alle Belege sorgfältig abheften und fortlaufend durchnummerieren. Sammeln Sie bis dahin alle Belege in einer abschließbaren Box oder Schublade, damit keine wichtigen Unterlagen verloren gehen. Sollte dies doch einmal passieren, dann können Sie sich zur Not einen Eigenbeleg ausstellen. Wobei das Finanzamt diese aus nachvollziehbaren Gründen nicht gerne sieht und zum Teil auch nicht anerkennt. Gehen Sie akribisch vor und denken Sie an den alten Leitsatz „keine Buchung ohne Beleg“. Jeder Geldfluss ist schließlich für mehrere Jahre nachweisbar und entsprechend archiviert!
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Ihre Eingaben werden automatisch aufsummiert und mit den Ausgaben gegengerechnet, sodass Sie alle Werte direkt ausgegeben bekommen. Bitte beachten Sie, dass das Finanzamt beim Kleingewerbe die Abgabe einer Buchführung in Excel wegen der leichten Manipulierbarkeit der Daten nicht anerkennt. Die Bilanz hat nur in ausgedruckter Fassung Gültigkeit. Weiterhin versuche ich das Excel Sheet und die Einnahmen-Überschuss-Rechnung so aktuell und fehlerfrei wie möglich zu halten und Ihnen dieses als Hilfe zur Verfügung zu stellen. Ich übernehme jedoch keine Haftung für die Richtigkeit der Daten, heißt die Benutzung erfolgt auf eigene Gefahr. Anregungen zur Verbesserung dürfen Sie mir gerne zukommen lassen.
Die Buchführungspflicht und Kostenübersicht für das Kleingewerbe lässt sich prima in unserem kostenlosen Excel Sheet erledigen. Allerdings gibt es auch einige Vorteile die dafür sprechen, die Buchhaltung mit einer speziellen Buchhaltungssoftware zu erledigen.
Die Einnahme-Überschuss-Rechnung muss in elektronischer Form eingereicht werden. Verfügt die Buchhaltungssoftware über Direktanbindung ans Finanzamt, reichen Sie die Daten mit nur einem Klick ein.
Mittels App oder Kameraanbindung lassen sich Belege in der Buchhaltungssoftware einfach digitalisieren und sogar automatisiert auslesen. Dies spart Zeit bei der Datenerfassung.
Schnittstellen zu Finanzamt, Steuerberater oder Bank erleichtern Datentransfer und Kommunikation.
Viele Kleingewerbe oder Nebengewerbe verlieren Zeit bei der Buchhaltung durch Angebot, Auftrag und Rechnung. Eine moderne Buchhaltungssoftware erleichtert den Prozess.
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Buchführung als Trader
Wenn Sie Chancen und Risiken mögen und professionell mit Aktien oder CFDs traden, dann dient die Buchführung bei diesem Kleingewerbe auch der eigenen Übersicht und einfachen Depotverwaltung. Hier empfiehlt sich als Tabellenkalkulationsprogramm ebenfalls die Verwendung von Excel. Das handschriftliche Anlegen von Aktientagebüchern ist hingegen nicht zu empfehlen. Dies dient bestenfalls zur eigenen Übersicht, denn zur Vorbereitung der Kleingewerbe Steuererklärung.
Mit der Buchführung sollten Sie beim Traden alle wichtigen Informationen zu Ankauf und Verkauf der Finanzprodukte erfassen und auch die Handelszeiten notieren. Eine Spalte für den Handelsgrund und eine Spalte für persönliche Notizen sind ebenfalls empfehlenswert. Bei Handelsabschluss ist eine kurze Gewinn- und Verlustrechnung sinnvoll, welche man um anfallende Dividendenzahlungen und Kosten für zusammenhängende Trades ergänzt. Mit dieser Buchführung hat der Trader den Kontostand bei seinem Kleingewerbe immer im Blick. Er kann im Zweifelsfall über anfallende Rückfragen schnell Auskunft geben.
Dieser Artikel zeigt wie man beim Kleingewerbe eine Rechnung richtig stellt und gehört zu unserer 12-teiligen Serie für Kleingewerbetreibende. Hier geht's zur Übersicht aller Ratgeber.
Sobald Sie selbstständig sind, müssen Sie fürs Finanzamt Ihre gewerblichen Geldströme auflisten, dies gilt auch fürs Kleingewerbe, bei dem Sie eine Rechnung für jede Transaktion schreiben müssen. In diesem Ratgeber stelle ich die Unterschiede zwischen einer Rechnung mit Mehrwertsteuer und einem Beleg ohne Umsatzsteuer, gemäß der Kleinunternehmerregelung, dar. Hierzu gehen wir einzelne Schritte anhand einer kostenlosen Musterrechnung im PDF-Format durch und bieten zusätzlich eine Rechnungvorlage in Excel, die Sie ebenfalls kostenlos downloaden dürfen.
Am Jahresende müssen Sie als Selbstständiger bzw. Kleingewerbetreibender dem Finanzamt Rechenschaft ablegen und Ihre Jahresaktivitäten für die Steuern belegen. Dies bedeutet konkret, dass Sie für Ihr Kleingewerbe eine Rechnung zu jeder Transaktion nachweisen müssen. Dies ist die Grundlage für die Einnahme-Überschuss-Rechnung (EÜR) mit der Sie Ihre Gewinn-Verlust-Rechnung erstellen um dem Finanzamt mitzuteilen, auf welcher Basis Ihre Einkommenssteuer berechnet wird. Natürlich gibt es auch noch einen weiteren naheliegenden Grund, warum man mit einem Kleingewerbe eine Rechnung schreiben muss: Ihr Kunde kauft bei Ihnen ein und möchte (sofern er gewerblich handelt) seine Kosten natürlich ebenfalls beim Finanzamt absetzen und braucht dafür von Ihnen einen Nachweis.
Damit dieser anerkannt wird, muss das Rechnungsmuster nach einem bestimmten Schema erstellt werden. Das nachfolgende Bild zeigt die notwendigen Bestandteile einer Rechnung fürs Kleingewerbe mit und ohne Umsatzsteuer. Je nachdem wofür Sie sich beim Anmelden Ihres Unternehmens entschieden haben, müssen Sie die Umsatzsteuer ausweisen oder per Hinweis auf die Umsatzsteuerbefreiung nach §19 Umsatzsteuergesetz hinweisen.
Es ist empfehlenswert sich eine Vorlage bzw. eine Musterrechnung fürs Kleingewerbe zuzulegen, da somit einerseits Arbeit gespart wird und andererseits die Vorgaben des Finanzamtes leichter umgesetzt werden können. In § 14 des Umsatzsteuergesetzes stehen alle Bestandteile, die Sie auf die Rechnung schreiben müssen. Für Kleingewerbetreibende ist es vor Erstellung der Musterrechnung sicher nicht schädlich, dem Link zu folgen und sich den Paragraphen in Gänze anzutun. Für alle anderen, denen das Paragraphendeutsch ein Dorn im Auge ist, habe ich die Bestandteile der Rechnung fürs Kleingewerbe nachfolgend in eigenen und hoffentlich verständlicheren Worten zusammengefasst:
Hinweis auf Umsatzsteuerbefreiung (nur bei Rechnung fürs Kleingewerbe)
Excel Rechnungsvorlage fürs Kleingewerbe
Für alle Selbstständigen, denen die Word- und PDF-Vorlagen zu statisch und unkomfortabel sind, habe ich noch eine Rechnungsvorlage in Excel (rechnungsvorlage-kleingewerbe.xlsx) entworfen. Dieses Rechnungsmuster ist auf DIN-A4 genormt und kann einzelne Rechenschritte formelbasiert durchführen. So berechnet die Rechnungsvorlage fürs Kleingewerbe beispielsweise die Umsatzsteuer und summiert die Rechnungsbeiträge automatisiert auf. Sie können bis zu zehn unterschiedliche Einträge bzw. Artikel mit der jeweiligen Stückzahl auf die Vorlage schreiben. Sollten Sie mehr verkaufen, dann müssen Sie sich weitere Zeilen in das Muster rein kopieren. Der Download und die Benutzung des Excelsheets mit der Rechnungsvorlage sind natürlich ebenfalls gratis.
Dieser Beitrag zeigt Ihnen, wie Sie ein Kleingewerbe anmelden und gehört zu unserer 12-teiligen Serie für Kleingewerbetreibende. Hier geht's zur Übersicht aller Ratgeber.
Wenn Sie ein Kleingewerbe anmelden möchten, dann gibt es vorab bereits viele Fallstricke, die Sie ordentlich Lehrgeld kosten können. Dieser Ratgeber zeigt nicht nur die gängigen Fehler sondern liefert auch eine Anleitung zum Anmeldeprozess und Tipps wie Sie das Formular beim Gewerbeamt ausfüllen. Außerdem werden die (versteckten) Kosten beim Kleingewerbe anmelden thematisiert.
Anleitung zum Kleingewerbe anmelden
Um ein Kleingewerbe anmelden zu können, dürfen Sie im ersten Jahr nicht mehr als 17500€ Umsatz erwirtschaften und im Folgejahr 50000€ Umsatz nicht übersteigen. Die Anmeldung ist relativ simpel und lässt sich auch ohne umfangreiche Anleitung ausführen. Allen Lesern, die Zweifel daran hegen, dass der Prozess zu komplex ist, sei gesagt: „Es ist wirklich kein großes Ding, fangen Sie einfach mit an!“. Die nachfolgende Anleitung soll dies kurz und knackig illustrieren:
Gehen Sie zum örtlichen Gewerbeamt (Personalausweis nicht vergessen) und füllen dort das Formular zur Datenerfassung aus.
TIPP: Als rechtliche Grundlage dient die Gewerbeordnung. Wenn Sie also eine umfangreiche Anleitung mit allen rechtlichen Spielregeln benötigen, dann sollten Sie dort einmal nachschlagen. 😉
Diese Kosten fallen beim Kleingewerbe anmelden an
„Umsonst ist nichtmal der Tod, denn selbst der kostet das Leben“ ist ein bekanntes Sprichtwort. Selbiges gilt auch für die meisten deutschen Behörden und deren „Dienstleistungen“. Wenn Sie Ihr Kleingewerbe anmelden, dann fallen Kosten an, die im Bereich von ca. 15€-60€ schwanken. Dies ist abhängig vom Bundesland und hat bei meiner letzten Neugründung in Hessen mit einem Preis von ca. 25€ zu Buche geschlagen. Dies ist deutlich teurer als die Kosten einer Gewerbeummeldung, welche ca. 10€-15€ beträgt. Zusätzlich zu den Kosten beim Kleingewerbe anmelden fällt auch noch der Beitrag für die Pflichtmitgliedschaft in der IHK an. Dieser ist bis 5200€ Jahresumsatz kostenfrei und schlägt bis zu einem Jahresumsatz von 25000€ mit ca. 50€ Gebühr pro Jahr zu Buche. Vorausgesetzt Sie sind nicht im Handelsregister eingetragen, was bei Kleingewerben aber normal sein dürfte, da eine Eintragung keinen großen Sinn macht. Beachten Sie auch, dass die Gewinne am Jahresende bei der Einkommensteuererklärung versteuert werden müssen, wenn der Freibetrag von ca. 8472€ (kann jährlich variieren) überschritten wird. In diese Summe fallen alle Ihre Einkünfte im Kalenderjahr, also auch Zinsen, Mieteinnahmen, etc.
TIPP: Beim Kleingewerbe anmelden werden Sie gebeten, den zu erwartenden Jahresumsatz zu schätzen. Wenn Sie mit Umsätzen rechnen, die ungefähr bei der Schwelle von 5200€ liegen, dann schätzen Sie lieber defensiv. Sollten Sie einen Gewinn erwarten der über 5200€ liegt, aber am Jahresende weniger erwirtschaftet haben, dann müssen Sie der IHK hinterher rennen, um die Kosten für den Jahresbeitrag zurück zu bekommen.
Formular zum Kleingewerbe anmelden
Um Ihr Kleingewerbe anmelden zu können, müssen Sie ein Formular zur Datenerhebung ausfüllen. Diese Formular umfasst neben den persönlichen Daten zur Person auch Art und Umfang des Gewerbes und dient als erster Schritt der steuerlichen Erfassung. Die Daten werden nämlich u.a. an das Finanzamt weiter geleitet, welches Ihnen kurze Zeit nach der Anmeldung beim Gewerbeamt das Formular zur steuerlichen Erfassung zusendet. Nachfolgend finden Sie einen Auszug aus dem Datenblatt:
Kleingewerbe anmelden: Das Formular muss ausgefüllt und abgegeben werden, die Kosten für den Gewerbeschein betragen ca. 15€-60€.
TIPP: Das Formular um Ihr Kleingewerbe anmelden zu können, finden Sie normalerweise online beim jeweiligen Gewerbeamt zum Download. So können Sie es bereits Zuhause ausfüllen und sparen Ihnen und dem zuständigen Sachbearbeiter wertvolle Zeit vor Ort. Es ist aktuell leider nicht möglich, dass Kleingewerbe online anzumelden, da eine Unterschrift und die Vorlage des Personalausweises nötig sind.
Wenn Sie volljähriger Schüler oder Student sind und noch Kindergeld beziehen, dann gilt es gewisse Verdienstgrenzen und Regeln zu beachten um nicht die Subventionen gestrichen zu bekommen. Alle Hinweise und Regeln zur Bemessungsgrenze finden Sie hier. Gleiches gilt für Studenten die bei der Krankenkasse einen Familienversicherungstarif besitzen. Hierbei dürfen nur ca. 400-450€ verdient werden um sich nicht teuer selbst versichern zu müssen. ACHTUNG: Wenn Sie bei der Kleingewerbe Anmeldung Ihre zu erwartenden Einkünfte höher als diese Bemessungsgrenze angeben, dann können Sie aus dem Versicherungstarif raus fliegen, auch wenn Sie später gar nicht zuviel verdient haben! Nähere Infos zu den Bemessungsgrenzen gibt es hier.
Dieser Artikel behandelt die Krankenversicherung beim Kleingewerbe und gehört zu unserer 12-teiligen Serie für Kleingewerbetreibende. Hier geht's zur Übersicht aller Ratgeber.
Sie sind Existenzgründer oder Gewerbetreibender und suchen nach Informationen zur richtigen Krankenversicherung fürs Kleingewerbe? Dann sind Sie hier genau richtig! Wir erläutern, wann man eine Krankenversicherung beim Kleingewerbe benötigt, was der Unterschied zwischen privater und gesetzlicher Krankenkasse ist, welche Kosten anfallen und was man als Student oder Ehepartner in der Familienversicherung beachten muss.
Die Krankenversicherung ist in Deutschland nicht nur bei Kleingewerbetreibenden eine Pflichtversicherung, sondern für alle Personen. Dies bedeutet, dass jeder Bürger die Pflicht hat, einer privaten oder gesetzlichen Versicherung beizutreten. Selbstständige Gewerbetreibende können sich die Art der Gesundheitsversicherung aussuchen. Angestellte sind normalerweise gesetzlich (GKV) versichert und können erst bei hohen Einkünften zur privaten Versicherung (PKV) votieren.
Die Kosten einer Krankenversicherung fürs Kleingewerbe sind von vielen Faktoren abhängig. Während es in der gesetzlichen Versicherung klare Tabellen und Regeln für den Beitragssatz gibt, ist dies in der PKV von den individuell vereinbarten Leistungen und Faktoren wie Alter und Gesundheitszustand abhängig. Prinzipiell gilt, je jünger Sie eintreten (bspw. als Student) und je gesünder Sie sind, desto weniger Kosten fallen für die Krankenversicherung im Kleingewerbe an. Wichtiger Faktor ist auch die Zukunftsprognose der Gesundheitsentwicklung. Rauchern, Leuten mit früheren Verletzungen oder genetischen Vorbelastungen werden für den gleichen Leistungsumfang andere Kosten auferlegt, als gesunden Sportlern mit normalem Body-Mass-Index. Wichtig ist, dass Sie bei der Gesundheitsprüfung wahrheitsgemäß antworten, da Sie andernfalls später fristlos gekündigt werden können, wenn der Bluff auffliegt.
Kleingewerbe & Krankenversicherung: Wir geben Tipps zu den Kosten für Existenzgründer und Gewerbetreibende, sowie zur Familienversicherung und Studenten.
Selbstständige und Kleingewerbetreibende sollten bedenken, dass es bei der Wahl der Krankenversicherung wichtig ist, die Kosten für den langfristigen Krankheitsfall einzukalkulieren, da hier kein Arbeitgeber vorhanden ist, der weiter Gehalt zahlt. Tarife die ab dem 42. Krankheitstag eine Ausfallentschädigung bzw. Krankentagegeld bezahlen, sind zwar teurer, können im Extremfall aber die Kosten wert sein. Um Geld (50€-100€ monatlich sind locker möglich!) bei der Wahl einer Versicherung zu sparen, empfiehlt sich ein Preisvergleich über den Verband deutscher Versicherungsmakler oder in Onlinegeneratoren. Bei letzteren geben Sie bequem Ihre Daten ein und werden dann von einem günstigen Anbieter in Ihrer Nähe zurück gerufen und (ohne das dafür Kosten anfallen) passgenau auf Ihre Bedürfnisse beraten: