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Timestamp: 2019-12-06 18:42:55
Document Index: 12232912

Matched Legal Cases: ['Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 8', 'Art. 9', 'Art. 9', 'Art. 3', 'Art. 10', 'Art. 12', 'Art. 9', '§14', '§13', '§19']

Ihre Bestattungsplanung in Bayern | Drupal
Ihre Bestattungsplanung in Bayern
Sie wollen Ihre Bestattung selbst planen? Das ist ein guter Gedanke, denn so helfen Sie Ihren Angehörigen in einer schweren Zeit. Wir haben Ihnen im Folgenden die wichtigsten Details der Grabgestaltung, der Trauertexte und der Trauerfeier zusammengetragen. Die Bestattung ist in den einzelnen Bundesländern gesetzlich unterschiedlich geregelt. In dieser Checkliste sind die Regelungen von Bayern berücksichtigt. Der Freistaat ist eines der wenigen Bundesländer, das Beerdigungen auch außerhalb von Friedhöfen gestattet.
In Bayern gibt das Bestattungsgesetz (BestG) aus dem Jahr 1970 (zuletzt geändert am 2. August 2016) den rechtlichen Rahmen für Beerdigungen und Feuerbestattungen.
In Bayern gilt Bestattungszwang. Eine Leiche muss in einer Grabstätte (Erdbestattung) beerdigt oder durch Einäscherung in einem Krematorium und Beisetzung der Asche in einer Urne in einer Grabstätte (Feuerbestattung) oder durch Einäscherung und Beisetzung der Urne auf hoher See (Seebestattung). Abs. 2 fordert hierbei den Willen des Verstorbenen (soweit rechtlich möglich) zu berücksichtigen. Bei unter 16-jährigen, nicht mündigen sowie wenn der Wille des Verstorbenen nicht bekannt ist entscheidet der Personensorgeberechtigte (nächster Verwandter , Ehepartner oder Lebensgefährte aus eingetragener Partnerschaft).
Zur Feststellung von Tod, Todesart (natürlicher oder nicht natürlicher Tod) sowie Todesursache muss ein Arzt eine Leichenschau vornehmen. Abs. 2 definiert, dass und welcher Arzt hierzu verpflichtet ist. Dieser hat nach Art. 3 ein Betretungs- und Auskunftsrecht zur Durchführung desselben. Er darf den Ort des Todes betreten und Auskunft von den Angehörigen, Zeugen und Ärzten des Verstorbenen fordern, um seine Aufgabe zu erfüllen. Als Folge der Leichenschau erstellt der Arzt nach Art. 3a eine Todesbescheinigung. Diese wird bei der unteren Behörde für Gesundheit, Veterinärwesen, Ernährung und Verbraucherschutz, in deren Bezirk der Sterbeort liegt, aufbewahrt. Abs. 3 regelt, wer in den vertraulichen Teil der Todesbescheinigung Einsicht hat, etwa zu Forschungs- oder Polizeilichen Zwecken.
Dieser Artikel fordert die Würde des Verstorbenen zu achten, das sittliche Empfinden der Allgemeinheit nicht verletzen - was immer das heißen mag - und mit der Leiche so zu verfahren, dass keine gesundheitliche Gefahr von ihr ausgeht.
Für Tot- oder Fehlgeborene Föten gelten ab 500 Gramm Gewicht dieselben Regeln wie für andere Leichen. Föten unter 500 Gramm dürfen nach Abs. 1 bestattet werden.
Bestattungsplanung: Friedhöfe
Art. 8 regelt, dass Friedhöfe in Bayern von juristischen Personen des öffentlichen Rechts betrieben werden dürfen (etwa Gemeinden oder anerkannte religiöse Gemeinschaften). Abs. 4 bestimmt, dass Friedhöfe von Kirchen oder Religionsgemeinschaften auch die Beisetzung Andersgläubiger zulassen müssen, "wenn eine andere geeignete Grabstätte nicht vorhanden ist". Art. 9 fordert von den Betreibern, den Gewässerschutz zu beachten (Schutz vor Seuchen, Umweltbelange), dass die Gemeinden Friedhöfe genehmigen. Der recht moderne Art. 9a verlangt zudem, dass Grabsteine nicht aus "ausbeuterischer Kinderarbeit" stammen dürfen, und präzisiert: "nachweislich ohne schlimmste Formen von Kinderarbeit im Sinne von Art. 3 des Übereinkommens Nr. 182 der Internationalen Arbeitsorganisation vom 17. Juni 1999 über das Verbot und unverzügliche Maßnahmen zur Beseitigung der schlimmsten Formen der Kinderarbeit (BGBl. 2001 II S. 1290, 1291)". Im Umkehrschluss sind Grabsteine aus Kinderhand gestattet, wenn die Kinder nicht übermäßig ausgenutzt wurden - sehr seltsam!
Art. 10 Ruhezeiten: Die Ruhezeiten von Friedhöfen werden von den jeweiligen Friedhofsträgern bestimmt. In Bayern sind nach Art. 12 Beisetzungen aber auch außerhalb von Friedhöfen gestattet. Hierfür gilt, dass
ein wichtiger Grund das rechtfertigt oder wenn es dem Herkommen entspricht
der Bestattungsplatz den nach Art. 9 Abs. 1 für Friedhöfe geltenden Anforderungen entspricht
Bestattungsplanung: Bestattungsarten
Die Art der Beerdigung richtet sich nach §14 nach dem Willen des Verstorbenen. Ist dieser nicht bekannt, haben die geschäftsfähigen Angehörigen (§13 Abs. 2) diese zu bestimmen. Für die Bestattung von Tot- und Fehlgeburten, die vor Ablauf des sechsten Schwangerschaftsmonats geboren wurden sind die in Abs. 1 genannten Unterlagen nicht erforderlich und eine Sammelbestattung ist zulässig.
Erdbestattung. Hierfür müssen nach §19 folgende Unterlagen vorliegen:
I. Leichenschauschein
II. amtliche Sterbeurkunde oder eine Bescheinigung über die Rückstellung der Beurkundung
III. erforderlichenfalls eine gerichtliche oder staatsanwaltschaftliche Erlaubnis zur Bestattung
Feuerbestattung (Urnenbestattung mit Grab, Wasserbestattung, Friedwald etc.). Hierfür sind folgende Unterlagen zu beschaffen:
I. amtliche Sterbeurkunde oder eine Bescheinigung über die Rückstellung der Beurkundung
II. eine nach einer zweiten Leichenschau ausgestellte, mit Angabe der Todesursache versehene ärztliche Bescheinigung, dass sich kein Verdacht ergeben hat, die verstorbene Person sei eines nicht natürlichen Todes gestorben.
Bestattungsplanung: Worin bestatten
Leichentuch (nur zulässig, wenn dies die Religion des Verstorbenen fordert)
Bestattungsplanung: Bestattungskosten
Bestattungsplanung: Bestattungskosten en détail
Bestattungsplanung: Trauerfeier
Bestattungsplanung: Nach der Bestattung
Planen Sie in Ihrem Mein easyleaving-Profil Bestattung und Trauerfeier. Melden Sie sich an, hinterlassen Sie den Angehörigen Ihre Wünsche und informieren Sie sie über Ihre Bestattungsplanung, die Sie zu Lebzeiten bereits veranlasst haben. Sie können die Angaben natürlich jederzeit aktualisieren und ergänzen.
Checkliste Beerdigungs­planung Bremen