Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=05.09.2006&Aktenzeichen=VI%20ZB%207/06
Timestamp: 2019-07-21 12:00:02
Document Index: 193310466

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 151', 'BGH', '§ 151']

BGH, 05.09.2006 - VI ZB 7/06 - dejure.org
BGH, 05.09.2006 - VI ZB 7/06
https://dejure.org/2006,1647
BGH, 05.09.2006 - VI ZB 7/06 (https://dejure.org/2006,1647)
BGH, Entscheidung vom 05.09.2006 - VI ZB 7/06 (https://dejure.org/2006,1647)
BGH, Entscheidung vom 05. September 2006 - VI ZB 7/06 (https://dejure.org/2006,1647)
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Folgen der unvollständigen Übermittlung einer Berufungsbegründung per Fax vor Fristablauf; Wiedereinsetzung in den vorigen Stand; An die Berufungsbegründung zu stellende Darlegungsanforderungen
Wahrung von Fristen bei unvollständiger Übermittlung von Schriftsätzen per Telefax
Verfahrensrecht - Berufung durch Fax nur unvollständig übermittelt
Unvollständige Übermittlung einer Berufungsbegründungsschrift per Telefax
LG Hamburg, 16.06.2005 - 323 O 43/05
NJW 2006, 3500
MDR 2007, 354
FamRZ 2006, 1835
VersR 2007, 271
BB 2006, 2664 (Ls.)
BGH, 21.09.2010 - VIII ZB 9/10
Mindestanforderungen an eine Berufungsbegründungsschrift
Insbesondere ist für die Zulässigkeit der Berufung ohne Bedeutung, ob die Ausführungen des Berufungsklägers schlüssig, hinreichend substantiiert und rechtlich haltbar sind (Senatsbeschluss vom 21. Mai 2003 - VIII ZB 133/02, NJW-RR 2003, 1580 unter II 3 b aa; BGH, Beschluss vom 5. September 2006 - VI ZB 7/06, NJW 2006, 3500 Rn. 7).
Für eine ordnungsgemäße Berufungseinlegung per Telefax ist nicht der Ausdruck beim Empfänger entscheidend, vielmehr reicht es aus, dass das Faxgerät des Empfängers die gesendeten Signale vor Fristablauf vollständig empfangen hat (vgl. etwa BGH, Beschluss vom 5. September 2006 - VI ZB 7/06, NJW 2006, 3500 Rn. 6 m. w. N.).
Unschädlich ist, dass auf jeder Seite der Begründung einige Zeilen fehlen, denn für die Zulässigkeit der Berufung ist es ohne Bedeutung, ob die Ausführungen in sich schlüssig oder rechtlich haltbar sind (BGH NJW 2006, 3500).
Dementsprechend ist von einem im Zeitpunkt der Telefaxübermittlung erfolgten Eingang des Schriftsatzes auszugehen (BGH 05.09.2006 - VI ZB 7/06).
BSG, 03.05.2011 - B 1 KR 25/10 BH
6 Insbesondere ist - wovon auch das LSG ausgegangen ist - durch die höchstrichterliche Rechtsprechung geklärt, dass es für die Wahrung der Rechtsmittelfrist - wie hier der Frist zur Einlegung der Berufung nach § 151 SGG - bei Übermittlung durch Telefax entscheidend auf den rechtzeitigen Empfang der gesendeten Signale durch die Geräte des Gerichts ankommt (vgl BGH NJW 2006, 3500;… vgl auch Leitherer in Meyer-Ladewig/Keller/Leitherer, SGG, 9. Aufl 2008, § 151 RdNr 10b mwN).