Source: https://www.gleichstellungsgesetz.ch/html_de/126.html
Timestamp: 2019-07-17 20:59:41
Document Index: 169637217

Matched Legal Cases: ['Art. 204', 'Art. 204', 'Art. 10', 'Art. 113', 'Art. 66', 'Art. 66', 'Art. 66']

Das Schlichtungsverfahren steht nur privatrechtlich Angestellten zur Verfügung. Für öffentlich-rechtlich Angestellte gibt es kein Schlichtungsverfahren.
Für Streitigkeiten gemäss Gleichstellungsgesetz ist die kantonale Schlichtungsbehörde für Gleichstellungssachen in Chur zuständig.
Das Schlichtungsverfahren richtet sich bei privatrechtlicher Anstellung nach den Bestimmungen der Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO).
An der Verhandlung müssen die Parteien persönlich teilnehmen (Ausnahmen siehe Art. 204 Abs. 3 Zivilprozessordnung), können sich aber von einer Rechtsbeiständin, einem Rechtsbeistand oder einer Vertrauensperson begleiten lassen (Art. 204 Zivilprozessordnung).
Frauen und Männern im privatrechtlichen Arbeitsverhältnis, die sich über bestehende Diskriminierungen gemäss Gleichstellungsgesetz (GlG) beschweren, darf während des Verfahrens und in den darauffolgenden sechs Monaten nicht gekündigt werden (Art. 10 Abs. 2 Gleichstellungsgesetz).
Das Schlichtungsverfahren ist grundsätzlich kostenlos (Art. 113 Abs. 2 lit. a Zivilprozessordnung).
Kommt bei Streitigkeiten aus einem öffentlich-rechtlichen Arbeitsverhältnis keine Einigung zustande, erlässt die zuständige Instanz auf Verlangen eine anfechtbare Verfügung (Art. 66 Abs. 1 PG). Verfügungen der Dienststellen können an das vorgesetzte Departement und Verfügungen der Departemente, der Standeskanzlei und der Finanzkontrolle an die Regierung weitergezogen werden. Verfügungen und Beschwerdeentscheide der Regierung und Beschwerdeentscheide der Departemente können an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (Art. 66 Abs. 2 und 3 PG).
Die Verfahren sind grundsätzlich kostenlos (vgl. Art. 66 Abs. 4 PG).
Personen im privatrechtlichen Arbeitsverhältnis müssen sich an das Regionalgericht
als 1. Instanz wenden (in den zuständigen 11 Regionen). Wird die Klage abgewiesen, kann sie an das Kantonsgericht in Chur weitergezogen werden. Gerichtsinstanz für alle Personen im öffentlich-rechtlichen Arbeitsverhältnis ist das Verwaltungsgericht in Chur. Kantonale Angestellte müssen vorgängig Verwaltungsbeschwerde beim zuständigen Departement oder der Standeskanzlei einreichen und deren Entscheide an den Regierungsrat weiterziehen. Die Beschwerdeentscheide der Departemente sind in Verfahren betreffend arbeitsvertraglichen Streitigkeiten, sowie solchen nach dem Bundesgesetz über die Gleichstellung von Frau und Mann, direkt innerhalb von 30 Tagen an das Verwaltungsgericht weiterzuziehen.
als 1. Instanz wenden (in den zuständigen 11 Regionen). Wird die Klage abgewiesen, kann sie an das Kantonsgericht in Chur weitergezogen werden.
Schlichtungsstelle für Gleichstellungssachen
c/o Regionalgericht Plessur
Tel. 081 257 59 00
Stabsstelle für Chancengleichheit von Frau und Mann
Loëstrasse 37
Tel. 081 257 35 70
info@chancengleichheit.gr.ch
Tel. 081 284 80 75
info@beratungszentrum-gr.ch
Kantonsunabhängiger Ratgeber
Vollziehungsverordnung zum Bundesgesetz über die Gleichstellung von Frau und Mann (VVzGlG)