Source: http://www.familienservice.uni-kiel.de/de/beruf/beschaeftigte-beamte
Timestamp: 2018-01-18 01:53:05
Document Index: 172776758

Matched Legal Cases: ['§15', '§ 29', '§ 28', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 3', '§2', '§ 2', '§ 2']

Informationen für Beschäftigte, Beamte und Beamtinnen — Familien-Service
Informationen für Beschäftigte, Beamte und Beamtinnen
Personalrat-W (wissenschaftliches Personal)
Broschüre: Elterngeld und Elternzeit ab 01.01.2016
Broschüre: Elterngeld Plus ab 1.7.2015
Planer: Elterngeld, Elterngeld Plus, Elternzeit
Elternzeit Mitteilung ab 01.07.2015
Info WissZeitVG
Bedarfsanmeldung Kinderbetreuung
Vor der Geburt (Schwangerschaft, Mutterschutz)
Eine gesetzliche Verpflichtung, der Arbeitgeberin oder dem Arbeitgeber eine Schwangerschaft mitzuteilen, gibt es nicht. Dennoch sollten Schwangere ihre Vorgesetzte beziehungsweise ihren Vorgesetzten sowie den Geschäftsbereich Personal der CAU über die Schwangerschaft und den voraussichtlichen Geburtstermin informieren, damit diese die entsprechenden Schutzbestimmungen einhalten und die vorgesehenen Maßnahmen treffen können.
Soll Elternzeit in Anspruch genommen werden, sollten sich die Eltern rechtzeitig überlegen, wie diese in den ersten beiden Lebensjahren des Kindes gestaltet werden kann. Lesen Sie dazu bitte in der Rubrik Elternzeit weiter.
Schwangere dürfen keine Tätigkeiten ausführen, bei denen sie ihre eigene oder die Gesundheit des ungeborenen Kindes gefährden könnten. Die Universität ist bei Kenntnis der Schwangerschaft dazu verpflichtet, entsprechende Maßnahmen, wie die Gefährdungsbeurteilung des Arbeitsplatzes, einzuleiten (siehe auch „Informationen für Vorgesetzte“).
Auf der Seite des Betriebsärztlichen Dienstes können Sie sich über den Mutterschutz am Arbeitsplatz informieren: Mutterschutz
Außerdem befindet sich im Uni Hochhaus (Christian-Albrechts-Platz 4, R. 707a) ein Ruhe-/Liegeraum, der von allen Beschäftigten im Uni Hochhaus genutzt werden kann.
Für werdende Mütter, ganz gleich in welchem Beschäftigungsverhältnis sie stehen, gilt ein Kündigungsverbot bis zu vier Monate nach der Entbindung und während der gesamten Elternzeit. Der Kündigungsschutz setzt voraus, dass der Universität die Schwangerschaft zum Zeitpunkt der Kündigung bekannt ist oder sie innerhalb von zwei Wochen nach der Kündigung schriftlich über die Schwangerschaft informiert wird. Die Schwangerschaft muss bei Zugang der Kündigung bereits bestehen.
Bei befristeten Verträgen endet das Arbeitsverhältnis jedoch mit Fristablauf. Allerdings gibt es Ausnahmen für Beamtinnen und für wissenschaftliche Mitarbeiterinnen, die nach dem Wissenschaftszeitvertragsgesetzes befristet sind.
Die Bestimmungen des Mutterschutzgesetzes gelten für alle Frauen, die an der CAU beschäftigt sind. Die Mutterschutzfristen werden durch den voraussichtlichen Geburtstermin vorläufig festgelegt: sechs Wochen vor der Geburt und acht Wochen (bei Frühgeburten und Mehrlingen zwölf Wochen) nach der Geburt. Während der Schutzfrist vor der Geburt darf eine werdende Mutter nur dann arbeiten, wenn sie sich ausdrücklich dazu bereit erklärt hat. Diese Erklärung kann jederzeit widerrufen werden. Während der Schutzfrist nach der Geburt besteht ein absolutes Beschäftigungsverbot.
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bietet Informationen unter folgendem Link: Mutterschutz
Während des Mutterschutzes kann in der Regel Mutterschaftsgeld bezogen werden (siehe Finanzielle Unterstützung).
Nach der Geburt (Elternzeit, Kinderbetreuung, Kind krank usw.)
Anmeldung des neugeborenen Kindes
Neugeborene müssen innerhalb einer Woche nach der Geburt beim Standesamt des Geburtsorts angemeldet werden. Hier wird auch die Geburtsurkunde ausgestellt, die für viele weitere Anträge (wie zum Beispiel den Antrag auf das Kindergeld) erforderlich ist. Die dafür notwendige Geburtsbescheinigung wird in der Klinik ausgestellt. Immer mehr Kliniken übernehmen inzwischen die Anmeldung für ihre Patientinnen und unterstützen damit die junge Familie.
Auf dem Finanzamt können Eltern auf ihrer Lohnsteuerkarte einen Kinderfreibetrag eintragen lassen. Auch sollten sich junge Eltern Gedanken über einen möglichen Lohnsteuerklassenwechsel während der Elternzeit machen. Auskunft geben der Steuerberater oder das Finanzamt.
Bevor Sie wieder zu arbeiten beginnen ist es sinnvoll sich mit seinem Vorgesetzten / seiner Vorgesetzten, der Arbeitsgruppe etc. zu einem Rückkehrgespräch zu treffen. So kann der Ablauf des Wiedereinstiegs konkret geplant werden.
Nach Ablauf der Schutzfrist beziehungsweise der Elternzeit können Mütter an der CAU, zusätzlich zu den festgesetzten Ruhepausen, Stillzeiten verlangen. Diese belaufen sich laut Mutterschutzgesetz beziehungsweise Mutterschutzverordnung auf zweimal eine halbe Stunde beziehungsweise einmal eine ganze Stunde täglich. Die Stillzeiten dürfen nicht vor- oder nachgearbeitet werden oder auf die vorgeschriebenen Ruhepausen angerechnet werden. Auch darf der Mutter durch die Stillzeiten kein finanzieller Nachteil entstehen.
Nach der Geburt sollten sich Eltern zeitnah um eine Krankenversicherung für ihr Kind bemühen und sich frühzeitig bei Ihrer Krankenkasse beraten lassen.
Bei Inanspruchnahme von Elternzeit können sich Änderungen in der Krankenversicherung ergeben.
Elternzeit wird beim Arbeitgeber (CAU) beantragt und ist somit nur für Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen möglich (z.B. nicht für Studierende oder Stipendiaten). Anspruch auf Elternzeit besteht auch bei befristeten Arbeitsverhältnissen und für Hilfskräfte.
Bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres eines Kindes muss die Elternzeit spätestens sieben Wochen vor ihrem Beginn angemeldet werden.
Zwischen dem dritten und achten Geburtstag des Kindes muss die Elternzeit spätestens 13 Wochen vor ihrem Beginn angemeldet werden. Die Mitteilung über Elternzeit wird formlos über die Vorgesetzte oder den Vorgesetzten an die jeweils zuständige Stelle im Geschäftsbereich Personal gestellt (normaler Dienstweg).
Pro Kind können maximal 36 Monate Elternzeit genommen werden. Davon können 24 Monate zwischen dem dritten und achten Geburtstag des Kindes eingesetzt werden. Die Elternzeit kann pro Elternteil in drei Zeitabschnitte aufgeteilt werden.
Eltern müssen verbindlich festlegen, für welche Zeiträume innerhalb der ersten beiden Lebensjahre des Kindes Elternzeit genommen werden soll. Dabei kann jeder Elternteil Elternzeit beanspruchen – unabhängig davon, in welchem Umfang der Partner oder die Partnerin Elternzeit nutzt (zum Beispiel könnten beide Elternteile ab der Geburt für ein Jahr parallel Elternzeit nehmen).
Während der Elternzeit ruht das Arbeitsverhältnis, besteht aber unverändert fort. Bestehen zum Beispiel Verpflichtungen in Gremien der Universität, ruhen diese bei 100 prozentiger Elternzeit ebenfalls. Auch die Laufzeit zum Erwerb einer höheren Erfahrungsstufe im Tarifvertrag (Stufenlaufzeit) ruht bei 100 prozentiger Elternzeit. Die Arbeitgeberin oder der Arbeitgeber zahlt, außer bei der Wahrnehmung von Teilzeitarbeit, keine Bezüge. Als Einkommensersatz kann für eine gewisse Zeit Elterngeld bezogen werden (siehe unter Finanzieller Unterstützung).
Nach §15 Abs. 4 bis 7 BEEG ist Teilzeitarbeit während der Elternzeit im Umfang von bis zu 30 Wochenstunden möglich. Besteht vor der Elternzeit bereits Teilzeitarbeit, so kann diese unverändert fortgesetzt werden. Während der Inanspruchnahme der “Partnerschaftsbonusmonate des Elterngelds Plus”, falls diese beantragt werden, muss die Teilzeitarbeit zwischen 25 und 30 Wochenstunden liegen. Wird in Teilzeit gearbeitet, läuft die Stufenlaufzeit vollumfänglich weiter, auch wenn die Arbeitszeit reduziert wird.
Ab dem Zeitpunkt der Anmeldung der Elternzeit, frühestens jedoch acht Wochen vor Beginn und bis zu deren Ablauf gelten besondere Kündigungsregelungen. Während der Elternzeit kann die Arbeitgeberseite grundsätzlich keine Kündigung aussprechen.
Unvallversichert während der Elternzeit
Wird während der Elternzeit (unbezahlte Freistellung) ausnahmsweise gearbeitet, z.B. auf Bitte des Arbeitgebers, besteht Unfallversicherungsschutz durch den Arbeitgeber. Dazu hat die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) eine Mitteilung herausgegeben: weitere Informationen
Wer unmittelbar nach der Schutzfrist wieder in den Beruf zurückkehren möchte oder nur eine sehr kurze Elternzeit nehmen will, sollte sich so früh wie möglich um eine Kinderbetreuung bemühen. Zwar hat seit dem 1. August 2013 jedes Kind in Deutschland ab einem Alter von 12 Monaten einen Rechtsanspruch auf Betreuung, der durch einen Platz in einer Kindertageseinrichtung oder in der Kindertagespflege erfüllt werden kann. Doch das bedeutet noch lange nicht, dass jedes Kind auch den Betreuungsplatz bekommt, den sich seine Eltern wünschen. Das Problem: Nach wie vor gibt es zu wenige Plätze.
Bitte denken Sie auch rechtzeitig daran, Ihr Kind für einen Elementarplatz anzumelden. Freie Plätze nach der Sommerschließung werden in der Regel im Winter davor vergeben, bitte erkundigen Sie sich in den für Sie in Frage kommenden Einrichtungen; die Universität verfügt nur über sehr wenige Elementarplätze, Sie sollten daher schwerpunktmäßig außerhalb der Universität suchen.
Detaillierte Informationen zu den Kinderbetreuungsmöglichkeiten an der CAU
Freistellung/ Kind krank
Gesetzlich Krankenversicherte mit Kindern, die ebenfalls gesetzlich versichert sind, haben Anspruch auf unbezahlte Arbeitsbefreiung bei gleichzeitigem Bezug von Krankengeld (hier auch Kinderkrankengeld genannt), wenn nach ärztlichem Zeugnis eine Beaufsichtigung, Betreuung oder Pflege ihres erkrankten und versicherten Kindes notwendig ist, welches das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet hat oder behindert und auf Hilfe angewiesen ist. Zudem darf keine andere im Haushalt lebende Person das Kind während dessen beaufsichtigen, betreuen oder pflegen.
Das Kinderkrankengeld kann im Kalenderjahr für höchstens 10, bei Alleinerziehenden für höchstens 20 Tage pro Kind beansprucht werden. Insgesamt darf der oder die Versicherte die unbezahlte Arbeitsbefreiung für maximal 25 Arbeitstage, bei Alleinerziehenden für höchstens 50 Arbeitstage in Anspruch nehmen. In bestimmten schwerwiegenden Fällen kann der Anspruch verlängert werden.
Sollte obiger Anspruch im laufenden Kalenderjahr nicht bestehen, greift in der Regel der Anspruch auf bezahlte Freistellung vom Dienst (nach § 29 TV-L) für bis zu vier Tage bei schwerer Erkrankung eines Kindes, dass das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, falls eine andere Person zur Pflege oder Betreuung nicht sofort zur Verfügung steht und ein Arzt die notwendige Anwesenheit der/des Beschäftigten zur Betreuung bescheinigt. Bei Kindern unter 8 Jahren kann auch die schwere Erkrankung einer Betreuungsperson (z.B. nicht erwerbstätiger Partner, Tagesmutter) eine Arbeitsbefreiung nach sich ziehen.
Beschäftigte, die kein Kinderkrankengeld erhalten, haben die Möglichkeit, sich ohne Fortzahlung des Entgeltes freistellen zu lassen. Die Dauer ist analog zum oben beschriebenen Bezug des Kinderkrankengelds. Die Freistellung erfolgt durch die Personalabteilung.
Kind krank nach Dienstantritt
Müssen an der CAU an der Zeiterfassung teilnehmende Erziehungsberechtigte wegen ihres erkrankten Kindes den Dienst abbrechen, so können diese in der Zeiterfassung "Kind krank nach Dienstantritt" eintragen. Bei Vorlage eines ärztlichen Attests (siehe unter Kind krank) wird der Stundenausfall an diesem Tag gut geschrieben.
In der Woche vor Beginn des Mutterschutzes – also frühestens sieben Wochen vor dem errechneten Geburtstermin, spätestens jedoch sechs Wochen vorher – stellt die Schwangere Antrag auf Mutterschaftsgeld bei der gesetzlichen Krankenkasse, sofern sie freiwillig oder pflichtversichert ist. Privatversicherte und in einer gesetzlichen Krankenkasse Familienversicherte stellen den Antrag auf Mutterschaftsgeld beim Bundesversicherungsamt.
Während der Zeit des Mutterschutzes zahlt die Krankenkasse einen festen Betrag an Mutterschaftsgeld als Lohnersatzleistung. Den Differenzbetrag zum letzten Nettoeinkommen erstattet die CAU (Arbeitgeberzuschuss zum Mutterschaftsgeld). Bei einer freiwilligen Versicherung in der gesetzlichen Krankenkasse erhalten Sie pro Tag Mutterschaftsgeld nur dann, wenn Sie eine entsprechende Zusatzversicherung abgeschlossen haben.
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bietet Informationen unter folgendem Link: Mutterschaftsgeld
Grundsätzlich: Lassen Sie sich bei der zuständigen Elterngeldstelle vor der Beantragung auf Elterngeld persönlich beraten!
Sowohl Mütter als auch Väter haben nach der Geburt ihres Kindes Anspruch auf Elterngeld, wenn sie ihr Kind in dieser Zeit selbst betreuen und erziehen, nicht mehr als dreißig Stunden in der Woche erwerbstätig sind, mit ihren Kindern in einem Haushalt leben und einen Wohnsitz beziehungsweise ihren gewöhnlichen Aufenthaltsort in Deutschland haben. Der Antrag auf Elterngeld sollte unmittelbar nach der Geburt des Kindes gestellt werden, denn rückwirkende Zahlungen werden nur für die letzten drei Monate vor Beginn des Antragsmonats geleistet. Jeder Elternteil kann für sich einmal einen Antrag stellen. Mit diesem Antrag werden die Anzahl und die Lage der Bezugsmonate festgelegt. Diese können nur in besonderen Härtefällen geändert werden. Es macht Sinn Elternzeit nach Lebensmonaten des Kindes und nicht nach Kalendermonaten zu beantragen, damit keine Finanzierungslücke entsteht (endet das Elterngeld zum Beispiel am 17. Oktober, die Elternzeit jedoch erst am 31. Oktober, entsteht für die Zeit dazwischen eine Einkunftslücke).
Erwerbstätige Eltern, die ihr Berufsleben unterbrechen oder ihre Arbeitszeit auf höchstens dreißig Stunden in der Woche reduzieren, können Elterngeld in Höhe von mindestens 65 Prozent des wegfallenden Nettoeinkommens erhalten (maßgebend ist grundsätzlich das Durchschnittseinkommen der letzten zwölf Monate vor der Geburt des Kindes). Dabei beträgt das Elterngeld stets mindestens 300 Euro und höchstens 1.800 Euro monatlich. Bei Teilzeitarbeit während der Elternzeit wird das Einkommen auf das Elterngeld angerechnet.
Ebenso wird das Mutterschaftsgeld einschließlich der von der CAU gezahlten Zuschüsse auf das Elterngeld voll angerechnet. Elterngeld für Mütter, die Mutterschaftsgeld beziehen, wird also erst dann gezahlt, wenn die Schutzfrist nach der Geburt des Kindes vorbei ist.
Ein Elternteil alleine kann Elterngeld für mindestens zwei und maximal zwölf Monate beziehen. Für zusätzliche zwei Monate wird das Elterngeld gezahlt, wenn auch der Partner vom Angebot des Elterngeldes Gebrauch macht und das Erwerbseinkommen der Eltern für mindestens zwei Monate ganz oder teilweise wegfällt. Alleinerziehende, die das Elterngeld als Ausgleich für das wegfallende Einkommen beziehen, bekommen es 14 Monate lang. Letzteres gilt auch für Elternteile, deren Partnerin oder Partner das Kind, zum Beispiel aufgrund einer schweren Krankheit oder einer Schwerstbehinderung, nicht betreuen kann. Bei Familien mit mehr als einem Kind kann sich das Elterngeld erhöhen.
Eltern können statt Elterngeld auch Elterngeld Plus beziehen. Dann halbiert sich der Betrag des Elterngeldes, wird aber doppelt so lange ausgezahlt. Auch Kombinationen sind möglich. Es kann für einige Monate Elterngeld und für andere Monate Elterngeld Plus bezogen werden.
Bei nicht-EU-Bürgern ist die Berechtigung auf Elterngeld vom Aufenthaltsstatus abhängig.
Ausführliche Informationen zum Elterngeld finden sich in der Broschüre „Elterngeld, ElterngeldPlus und Elternzeit“ des Bundes, die Sie rechts im Downloadbereich herunterladen oder im Familien-Servicebüro erhalten können.
Außerdem erhalten Sie viele Informationen -zum Beispiel auch für Adoptiveltern- auf den Seiten des Familien Wegweisers
Ab dem 01.01.2016 muss der Familienkasse für die Auszahlung von Kindergeld die Steueridentifikationsnummer vorgelegt werden. Dies gilt für Neuanträge genauso wie für bereits laufende Zahlungen. Bei bereits laufenden Zahlungen werden die Eltern von der Familienkasse im Laufe des Jahres 2016 direkt kontaktiert, sollte dort noch keine Steueridentifikationsnummer vorliegen. Bis dahin wird die Zahlung auch ohne Vorliegen der Nummer fortgesetzt. Hier können Sie sich informieren.
Jedes Kind in Deutschland unter 18 Jahren hat einen Anspruch auf Kindergeld – und das ab der Geburt. Das Kindergeld beläuft sich ab 2017 auf 192 € für das erste und zweite, auf 198 € für das dritte und auf 223 € für das vierte Kind.
Bezugsempfänger des Landes Schleswig-Holstein können Kindergeld beim Dienstleistungszentrum Personal des Landes Schleswig-Holstein beantragen. Ein entsprechendes Antragsformular kann von der Familienkasse des Dienstleistungszentrums Personal angefordert oder heruntergeladen werden.
Hier geht es zur Familienkasse des Dienstleistungszentrums Personal .
Ansonsten ist die Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit zuständig, für Kiel ist das die Familienkasse Flensburg.
Download: Antrag Kindergeld und Kindergeld: Anlage Kind
Hier finden Sie beide Anträge in anderen Sprachen: Antrag Kindergeld (andere Sprachen) und Anlage Kind (andere Sprachen) oder Sie füllen den Antrag direkt online bei der Bundesagentur für Arbeit aus.
Das Land Schleswig-Holstein führt ab 01.01.2017 das sogenannte Kita-Geld ein. Das Kita-Geld unterstützt Eltern von bis zu drei Jahre alten Kindern mit einem Zuschuss zu den Betreuungsgebühren des Kindes, wenn das Kind in Schleswig-Holstein gemeldet ist und in einer öffentlich geförderten Kindertagesstätte oder von einer öffentlich geförderten Tagespflegeperson betreut wird. Der Zuschuss hängt von den tatsächlich gezahlten Betreuungskosten ab und kann bis zu 100 Euro betragen. Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten des Landes Schleswig-Holstein und unter Kita-Geld: FAQ.
Die gesetzliche Rentenversicherung sichert die Zeiten der Kindererziehung ab. Bleibt ein Elternteil zunächst zu Hause und zahlt keine eigenen Beiträge mehr ein, erfolgt dennoch eine Anrechnung der Kindererziehungszeit auf die Rente.
Hier gelangen Sie auf die Seite der Deutschen Rentenversicherung
und erhalten weitere Informationen.
Wenn das Kind keinen, beziehungsweise zu wenig oder zu spät Unterhalt vom anderen Elternteil erhält, kann ggf. der Unterhaltsvorschuss in Anspruch genommen werden.
Informationen zum Unterhaltsvorschuss finden Sie auf den Seiten des Familien-Wegweisers.
Änderungen für den Unterhaltsvorschuss im Jahr 2017 finden Sie hier.
Finanzielle Unterstützung für ausländische Beschäftigte
Ausländische Beschäftigte der CAU haben aufgrund Ihres Aufenthaltstitels nicht immer die Möglichkeit, finanzielle Leistungen zu beantragen. Sie sollten daher eine persönliche Beratung durch den Familien-Service oder das International Center in Anspruch nehmen.
Informationen zum Elterngeld für ausländische Eltern finden Sie auf den Seiten des Familien-Wegweisers
Flexible Arbeitszeitmodelle an der CAU
Zur variablen Arbeitszeit wurde an der CAU eine Dienstvereinbarung für das technisch-administrative Personal geschlossen. Die variable Arbeitszeit ermöglicht eine flexiblere Gestaltung des Arbeitsalltags und unterstützt dadurch wesentlich die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Unter dem Punkt „Dienstvereinbarungen“ können sich Beschäftigte auf der Seite des Geschäftsbereichs Personal dazu informieren.
An der CAU können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die länger als sechs Monate beschäftigt sind, einen Antrag auf Teilzeitarbeit stellen, wenn sie ein Kind unter 18 Jahren betreuen. Der Antrag auf Verringerung der Arbeitszeit wird über die Vorgesetzte oder den Vorgesetzten an die jeweils zuständige Stelle im Geschäftsbereich Personal gestellt.
Bei der Teilzeitregelung muss die Verteilung der Arbeitszeit schriftlich mit der Universität vereinbart werden. Hierbei soll der Arbeitgeber nach Möglichkeit den Wünschen der Beschäftigten entsprechen – es sei denn, es sprechen dringende betriebliche oder dienstliche Gründe gegen eine Teilzeitregelung (zum Beispiel wenn die Tätigkeit nicht in Teilzeit erbracht werden kann).
Auf Wunsch der Arbeitnehmerin oder des Arbeitnehmers kann die Dauer der Teilzeitbeschäftigung aus familiären Gründen auf bis zu fünf Jahre befristet werden. Nach Ablauf dieser Zeit entsteht automatisch wieder ein Beschäftigungsverhältnis im vorherigen Umfang. Ist die Teilzeitbeschäftigung nicht befristet vereinbart, ist die Rückkehr zum ursprünglichen Umfang der Beschäftigung nur mit Zustimmung der Universität möglich (Stellenhülse muss vorhanden sein!).
Beschäftigte sollten beachten, dass Teilzeitarbeit Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung und der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) verringert.
Für Beamtinnen und Beamte gelten andere Regelungen.
Für das technisch-administrative Personal der CAU besteht unter Umständen die Möglichkeit zur so genannten alternierenden Wohnraumarbeit als Alternative zur bestehenden Form der Arbeitsgestaltung. Alternierende Wohnraumarbeit bedeutet, regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit zu einem gewissen Anteil zu Hause zu erbringen, vorausgesetzt, die häusliche Arbeitsstätte ist durch elektronische Kommunikationsmittel mit der Dienststelle verbunden und die Dienstaufgaben lassen eine entsprechende Verlagerung der Tätigkeiten zu.
Unter dem Punkt „Dienstvereinbarungen“ können sich Beschäftigte über die Voraussetzungen und Möglichkeiten informieren. Mehr...
Die Dienstvereinbarung zwischen dem Präsidium, dem Personalrat, sowie dem Personalrat (W) der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel regelt die Beanspruchung von Sonderurlaub gemäß § 28 TV-L.
Hier finden Sie die Dienstvereinbarung zur Beanspruchung von Sonderurlaub zur Betreuung von Kindern unter 18 Jahren oder zur Pflege von Angehörigen.
Sabbatjahr-Modell
An der CAU haben unbefristet Beschäftigte, die nach dem Tarifvertrag für die Länder (TV-L) beschäftigt sind, die Möglichkeit Zeit anzusparen, um ein „Sabbatjahr“ zu nehmen, wenn dienstliche oder personalwirtschaftliche Gründe dem nicht entgegenstehen. Das Sabbatjahr muss arbeitsvertraglich vereinbart werden. Eine individuelle Beratung im Geschäftsbereich Personal ist erforderlich.
Die Regelungen für Beamtinnen und Beamte, die an der CAU beschäftigt sind, stimmen im Wesentlichen mit den Regelungen für Beschäftigte überein. Folgende Abweichungen gilt es dennoch zu beachten:
Während der Schutzfristen vor und nach der Geburt bekommen Beamtinnen kein Mutterschaftsgeld, sondern ihre regulären Bezüge. Beamtinnen auf Zeit können an der CAU eine Verlängerung ihres Dienstverhältnisses um die Zeit der Beschäftigungsverbote vor und nach der Geburt im Geschäftsbereich Personal beantragen.
Anspruch auf Elternzeit besteht für alle Beamtinnen und Beamte. Auch ist eine Reduzierung der Arbeitszeit während der Elternzeit möglich (siehe Teilzeitarbeit).
Für Beamtinnen und Beamte gelten in puncto Elternzeit im Wesentlichen dieselben Regelungen wie für Beschäftigte (siehe dort). Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer sowie wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in einem Beschäftigungsverhältnis als Beamtinnen oder Beamte auf Zeit stehen können darüber hinaus, ähnlich wie beim Mutterschutz, eine Verlängerung ihres Dienstverhältnisses im Geschäftsbereich Personal beantragen. Diese Verlängerung erfolgt in dem Umfang, in dem die Beamtin oder der Beamte aufgrund der Elternzeit nicht erwerbstätig war. Auch muss die Arbeitszeit um mindestens ein Fünftel der regelmäßigen Arbeitszeit verringert worden sein. Insgesamt darf die Verlängerung nicht länger sein als vier Jahre, auch dann nicht, wenn sie mit anderen Verlängerungen zusammentrifft (wie zum Beispiel der Beurlaubung für eine wissenschaftliche Tätigkeit).
Auch Beamtinnen und Beamte sollten frühzeitig klären, ob sich durch Mutterschutz und Elternzeit eine Veränderung bei ihrer Krankenversicherung oder Beihilfe ergibt. Ebenso muss die Krankenversicherung des Kindes geklärt werden. Eine Beratung durch die Krankenkasse sollte in jedem Fall in Anspruch genommen werden.
Bei schwerer Erkrankung von Angehörigen, die im selben Haushalt wohnen, ist ein Tag Sonderurlaub im Kalenderjahr (bei erkrankten Kindern unter zwölf Jahren oder mit Behinderung 10 Tage; bei Alleinerziehenden 20 Tage) möglich. Die unerlässliche Pflege oder Betreuung des oder der Erkrankten muss dabei ärztlich bescheinigt werden und eine andere Person darf zu diesem Zweck nicht zur Verfügung stehen.
Sonderurlaub soll auch zur Betreuung eines Kindes, welches das achte Lebensjahr noch nicht vollendet hat oder wegen Behinderung pflegebedürftig ist, bis zu zwei Arbeitstagen im Kalenderjahr bewilligt werden. Eine andere Person darf zur Betreuung nicht zur Verfügung stehen.
Auch bei der Erkrankung der Betreuungsperson soll unter bestimmten Voraussetzungen Sonderurlaub gewährt werden.
Während des Sonderurlaubs werden die Bezüge in der Regel weiter gezahlt.
Beamtinnen und Beamte, die Angehörige pflegen und / oder ein Kind unter 18 Jahren betreuen, können bis zu 15 Jahre Urlaub ohne Dienstbezüge beantragen. Bei der Pflege von Angehörigen ist ein ärztliches Gutachten der Pflegebedürftigkeit der zu betreuenden Person vorzulegen. Zwingende dienstliche Belange dürfen der Beurlaubung nicht entgegenstehen.
Beamtinnen und Beamten mit Dienstbezügen soll auf Antrag eine Teilzeitbeschäftigung mit mindestens der Hälfte der regelmäßigen Arbeitszeit bewilligt werden, soweit dienstliche Belange nicht entgegenstehen. Diese Teilzeitbeschäftigung kann auch aus anderen als familiären Gründen beantragt werden und ist ohne zwingende zeitliche Beschränkung.
Darüber hinaus ist auf Antrag bei Betreuung oder Pflege eines Kindes unter 18 Jahren oder eines pflegebedürftigen Angehörigen eine Teilzeitbeschäftigung zwischen dreißig und fünfzig Prozent der regelmäßigen Arbeitszeit zu gewähren, wenn dienstliche Belange nicht entgegenstehen und eine Teilzeitbeschäftigung von 50% oder mehr der regelmäßigen Arbeitszeit zu gewähren, wenn zwingende dienstliche Belange nicht entgegenstehen. Die Teilzeitbeschäftigung aufgrund familiärer Belange kann für maximal 15 Jahre gewährt werden.
Beamtinnen und Beamten auf Widerruf mit Anwärterbezügen kann aufgrund der Betreuung oder Pflege eines Kindes unter 18 Jahren oder eines pflegebedürftigen Angehörigen für maximal 15 Jahre eine Teilzeitbeschäftigung mit mindestens der Hälfte der regelmäßigen Arbeitszeit bewilligt werden, wenn dienstliche Belange nicht entgegenstehen.
Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer sowie wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in einem Dienstverhältnis auf Zeit stehen und die ihre Arbeitszeit um mindestens ein Fünftel der regelmäßigen Arbeitszeit aufgrund der Betreuung oder Pflege eines Kindes unter 18 Jahren oder eines pflegebedürftigen Angehörigen verringert haben, können ihr Dienstverhältnis um die verringerte Zeit verlängern. Eine Verlängerung ist maximal um bis zu zwei Jahre möglich. Der Antrag wird im Geschäftsbereich Personal gestellt.
Familienpflegezeit für Beamtinnen und Beamte
Zurzeit ist es für Landesbeamtinnen und Landesbeamte nicht möglich, Familienpflegezeit für nahe Angehörige in Anspruch zu nehmen. Es gibt jedoch Bestrebungen des Landes Schleswig-Holstein, diesbezüglich für die Beamtinnen und Beamten etwas zu ändern.
Weitere Informationen für Beamte und Beamtinnen bietet der Geschäftsbereich Personal.
Verschiebung der Zwischenevaluation
Juniorprofessorinnen und Juniorprofessoren, die an der CAU als Beamtinnen und Beamte auf Zeit angestellt sind, haben einen Anspruch auf Verlängerung ihres Dienstverhältnisses um die Ausfallzeiten durch Mutterschutz, Elternzeit und Teilzeit aufgrund der Betreuung oder Pflege eines Kindes unter 18 Jahren oder eines pflegebedürftigen Angehörigen (siehe oben). Sie können selbst entscheiden, ob Sie den Anspruch umsetzen wollen. Bei einer Verlängerung kann an der CAU zudem der Zeitpunkt der Zwischenevaluation parallel bis zum Ende des Verlängerungsvertrags verschoben werden. Voraussetzung ist die Absprache mit dem zuständigen Dekanat.
Befristete Arbeitsverträge und Option zur Verlängerung der Qualifikationszeit
Regelungen bei befristeten Arbeitsverträgen
Ist ihr Arbeitsverhältnis befristet und Sie haben Ausfallzeiten wegen Familienaufgaben ist entscheidend nach welchem Gesetz und Befristungsgrund Ihr Arbeitsverhältnis abgeschlossen wurde. Manche Verträge können um die Ausfallzeiten verlängert werden, andere nicht.
Verlängert werden können folgende Verträge / Dienstverhältnisse
1. Dienstverhältnis der Beamten und Beamtinnen
Siehe unter der Rubrik Mutterschutz und Elternzeit bei Informationen für Beamte und Beamtinnen.
2. Verträge die nach § 2 Abs.1 Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG) befristet sind
Der Vertrag wird verlängert, wenn aus unten genannten Gründen Ausfallzeiten entstanden sind. Dies gilt sowohl für Voll- als auch für Teilzeitbeschäftigte.
Mutterschutz oder ein Beschäftigungsverbot nach dem Mutterschutzgesetz
Elternzeit (Verlängerung in dem Umfang in dem eine Erwerbstätigkeit nicht erfolgt ist)
Beurlaubung oder Arbeitszeitreduzierung um mindestens ein Fünftel der regelmäßigen Arbeitszeit zur Pflege oder Betreuung eines oder mehrer Kinder unter 18 Jahren,
Beurlaubung oder Arbeitszeitreduzierung um mindestens ein Fünftel der regelmäßigen Arbeitszeit zur Pflege oder Betreuung eines sonstigen Angehörigen
Freistellung im Umfang von mindestens einem Fünftel der regelmäßigen Arbeitszeit zur Wahrnehmung von Aufgaben in einer Personal- oder Schwerbehindertenvertretung oder von Aufgaben einer/s Frauen- bzw. Gleichstellungsbeauftragten oder zur Ausübung eines mit dem Arbeitsverhältnis zu vereinbarenden Mandats
Beurlaubung für eine wissenschaftliche oder künstlerische Tätigkeit oder eine außerhalb des Hochschulbereichs oder im Ausland durchgeführte wissenschaftliche, künsterische oder berufliche Aus-, Fort- oder Weiterbildung
Auf die Verlängerung des Vertrags um die zuvor ausgefallenen Zeiten besteht ein Rechtsanspruch nach § 2 Abs. 5 WissZeitVG. Achtung: Voraussetzung für die Vertragsverlängerung ist, dass die Beschäftigten ihr Einverständnis bis zum vereinbarten regulären Vertragsende dem Arbeitgeber bekannt geben. Die Verlängerungen sollen, außer zum Beispiel bei Ausfallzeiten durch Beschäftigungsverbote nach dem Mutterschutzgesetz und Elternzeit, die Dauer von zwei Jahren nicht überschreiten. Sie werden nicht auf die zulässige Höchstbefristungsdauer angerechnet.
Treten während der Vertragsverlängerung erneut Ausfallzeiten aus den oben genannten Gründen auf, hat die Mitarbeiterin beziehungsweise der Mitarbeiter Anspruch auf eine weitere Verlängerung des Arbeitsvertrags.
Ein Beschäftigter ist nach § 2 Abs. 1 WissZeitVG an der CAU befristet angestellt. Sein Vertrag endet regulär am 31. Juli. Er möchte sechs Monate Elternzeit nehmen, vom 1. April bis zum 30. September.
Zunächst wird ihm Elternzeit für seinen bestehenden Vertrag für vier Monate, vom 1. April bis zum 31. Juli gewährt. Mit seinem Einverständnis wird sein Vertrag um die ausgefallene Zeit bis zum 30. November um vier Monate verlängert. Während dieser Verlängerung ist er die ersten beiden Monate außerdem noch in Elternzeit. Er hat also erneut zwei Monate Ausfallzeit, um die sein Vertrag noch einmal bis zum 31. Januar des Folgejahres verlängert wird.
Vertragsverlängerungen durch familienbedingte Ausfallzeiten nach dem WissZeitVG können mit Verlängerungszeiten auf Grundlage der familienpolitischen Komponente (siehe unten) kombiniert werden.
Der Geschäftsbereich Personal der CAU hat ein Informationsangebot für wissenschaftliches Personal bereitgestellt.
Alle anderen befristeten Arbeitsverträge, darunter auch Verträge für drittmittelbeschäftigtes wissenschaftliches Personal mit Befristungsgrund nach § 2 Abs. 2 Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG) und andere Verträge nach TV-L, z.B. nach Teilzeit- und Befristungsgesetz. Das Arbeitsverhältnis endet zum Vertragsende, auch dann, wenn das Ende innerhalb der Schwangerschaft, des Mutterschutzes oder innerhalb der Elternzeit liegt.
Wird eine Frau, deren Arbeitsverhältnis beendet war, innerhalb eines Jahres nach der Entbindung in ihrem alten Betrieb erneut eingestellt, gilt das Arbeitsverhältnis hinsichtlich der Betriebs- oder Berufszugehörigkeit als nicht unterbrochen.
Anschlussverträge bei Vorliegen von Schwangerschaft, Mutterschutz oder Elternzeit
Enden befristete Arbeitsverhältnisse während einer Schwangerschaft, des Mutterschutzes oder einer Elternzeit, kann ungeachtet dessen ein Anschlussvertrag geschlossen werden. Es ist unzulässig, einen Anschlussvertrag nur aufgrund einer bestehenden Schwangerschaft, eines Mutterschutzes oder einer Elternzeit nicht zu gewähren (§ 3 Absatz 1 AGG).
Verlängerung der Qualifikationszeit (familienpolitische Komponente)
Die mögliche Befristungsdauer während der Qualifikationszeit ist nach dem Wissenschaftszeitvertragsgesetz wie folgt definiert: Die Befristung von Arbeitsverträgen mit wissenschaftlichem Personal , das nicht promoviert ist, ist bis zu einer Dauer von sechs Jahren möglich (im Bereich der Medizin neun Jahre). Nach abgeschlossener Promotion ist ebenfalls eine Befristung bis zu sechs Jahren (im Bereich der Medizin bis zu neun Jahren) zulässig; die zulässige Befristungsdauer verlängert sich in dem Umfang, in dem Zeiten einer Beschäftigung vor Promotion und Promotionzeiten ohne Beschäftigung zusammen weniger als sechs Jahre betragen haben (sog. Bonuszeit).
Zur oben genannten Befristungsdauer gibt es für Eltern die Option auf Verlängerung durch die familienpolitische Komponente. Mit der familienpolitischen Komponente soll der Dreifachbelastung mit Dienstleistung im Arbeitsverhältnis, wissenschaftlicher Qualifizierung und Kinderbetreuung Rechnung getragen werden. Sie gilt nur für Angestellte nach §2 Abs. 1 WissZeitVG. Sie erlaubt beiden Elternteilen eine Verlängerung der Qualifikationszeit und damit der Befristung um höchstens zwei Jahre pro Kind für dessen Betreuung im gemeinsamen Haushalt. Dies gilt für neu abgeschlossene Beschäftigungsverhältnisse genauso wie für bereits bestehende.
Die Regelung ist eine Verlängerungsoption für die Universität und das beschäftigte wissenschaftliche Personal über die Regelhöchstfrist hinaus und setzt das Einverständnis beider Vertragsparteien voraus („Kann-Regelung“). Eine automatische Verlängerung erfolgt nicht. Auch liegt es im Ermessen der Universität, die Dauer der Verlängerung festzulegen. Diese muss nicht volle zwei Jahre betragen! Nach Sinn und Zweck der gesetzlichen Regelung sollte der Zusammenhang zwischen der zeitlichen Belastung durch die Kinderbetreuung und der Verlängerung des Arbeitsverhältnisses allerdings angemessen sein, es besteht aber kein direkter Zusammenhang zu tatsächlichen Ausfallzeiten.
Eine nach ihrer Promotion Beschäftigte (Postdoc) hat das Ende ihrer Qualifikationszeit (12 beziehungsweise in der Medizin 15 Jahre) erreicht. Als Doktorandin hat sie ein Kind mehrere Jahre im eigenen Haushalt erzogen. Wenn sowohl Arbeitgeber als auch Beschäftigte einverstanden sind, kann die Mitarbeiterin für bis zu zwei Jahre weiter befristet beschäftigt werden.
Vertragsverlängerungen durch familienbedingte Ausfallzeiten nach dem WissZeitVG (siehe oben) können mit Verlängerungszeiten auf Grundlage der familienpolitischen Komponente kombiniert werden.
In Zusammenhang mit dem oben genannten Beispiel bedeutet das, dass bei Einverständnis der Beschäftigten der Arbeitsvertrag in der Promotionsphase zunächst um die Ausfallzeit durch die Elternzeit verlängert wurde. Zusätzlich kann der aktuelle Arbeitsvertrag der Beschäftigten in der Postdoc-Phase am Ende der Qualifikationszeit noch um bis zu zwei Jahre verlängert werden, wenn Mitarbeiterin und Arbeitgeber einverstanden sind.
Zu bedenken ist, dass auf die Höchstbefristungsdauer auch Zeiten nach § 2 Abs. 2 WissZeitVG anzurechnen sind, so dass eine Verlängerung der Höchstbefristungsdauer aufgrund der familienpolitischen Komponente gegebenenfalls nicht zum Tragen kommt, wenn nach Ablauf der 12 beziehungsweise
15 Jahre bereits Befristungen aufgrund von § 2 Abs. 2 WissZeitVG stattfanden.
Ein Antragsformular zur Erklärung der Verlängerung der Qualifikationsphase finden sie auf den Seiten des Geschäftsbereichs Personal unter
Formulare Tarifangelegenheiten.
UNESCO und L'Oréal Deutschland
Die deutsche UNESCO-Kommission und L'Oréal Deutschland fördern in Partnerschaft mit der Christiane Nüsslein-Volhard-Stiftung jährlich exzellente Nachwuchswissenschaftlerinnen mit Kindern.
Weitere Informationen finden Sie unter www.fwis-programm.de
Die im Jahre 2004 gegründete Christiane Nüsslein-Volhard Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Forschung unterstützt begabte junge Wissenschaftlerinnen mit Kindern, um ihnen die für eine wissenschaftliche Karriere erforderliche Freiheit und Mobilität zu verschaffen. Sie richtet sich an Doktorandinnen in einem Fach der experimentellen Naturwissenschaften oder der Medizin.
Weitere Informationen finden Sie unter www.cnv-stiftung.de