Source: https://findok.bmf.gv.at/findok?segmentId=2799efa2-0349-4e68-901f-4c28f2f743bd
Timestamp: 2020-08-08 18:26:49
Document Index: 113200926

Matched Legal Cases: ['§ 120', '§ 42', '§ 43', '§ 120', '§ 200', '§ 120', '§ 121', '§ 108', '§ 121', '§ 120', '§ 200', '§ 120', '§ 120']

10.4. Anzeige- und Erklärungspflichten
Wandelt sich eine als Liebhaberei anzusehende Betätigung ab einem bestimmten Zeitpunkt in eine betriebliche Einkunftsquelle, besteht eine Anzeigepflicht gemäß § 120 Abs. 2 BAO.
Wandelt sich eine als Liebhaberei anzusehende Betätigung ab einem bestimmten Zeitpunkt in eine nichtbetriebliche Einkunftsquelle, kann lediglich die Verpflichtung bestehen, gemäß § 42 EStG 1988 bzw. § 43 EStG 1988 Steuererklärungen einzureichen.
Nach § 120 Abs. 3 BAO ist die Beseitigung der Ungewissheit nur anzeigepflichtig,
wenn die Ungewissheit im vorläufigen Bescheid angeführt ist,
wenn die angeführte Ungewissheit tatsächlich eine Ungewissheit im Sinne des § 200 Abs. 1 erster Satz BAO ist.
Die gemäß § 120 Abs. 2 und 3 BAO vorzunehmenden Anzeigen haben binnen einem Monat, gerechnet vom Eintritt des anzeigepflichtigen Ereignisses, zu erfolgen (nach § 121 BAO). § 108 Abs. 4 BAO (Nichteinrechnung der Tage des Postenlaufes) gilt auch für die Anzeigefrist des § 121 BAO.
Nach § 120 BAO erfolgte Anzeigen unterliegen nicht der Entscheidungspflicht (VwGH 21.7.1998, 94/14/0089). Hingegen sind auf Endgültigerklärung (§ 200 Abs. 2 BAO) gerichtete Anbringen entscheidungspflichtig.
§ 120 Abs. 3 BAO, Bundesabgabenordnung, BGBl. Nr. 194/1961
§ 120 Abs. 2 und 3 BAO, Bundesabgabenordnung, BGBl. Nr. 194/1961
VwGH 21.07.1998, 94/14/0089
Liebhaberei, Voluptuar, Voluptuarbetrieb, Erklärungspflichten, Anzeigepflicht, Ungewissheit
Findok-Nr: 57125.1, aufgenommen am: 19.01.2012 15:56:32, Dokument-ID: ab709056-6733-4758-9722-b249cd61f900, Segment-ID: 2799efa2-0349-4e68-901f-4c28f2f743bd