Source: http://www.anwalt24.de/rund-ums-recht/BFH_07_09_2015_IX_B_44_15_Zurueckweisung_der_Nichtzulassungs-d7424553.html
Timestamp: 2016-10-23 12:46:13
Document Index: 124113907

Matched Legal Cases: ['§ 173', '§ 2', '§ 173', '§ 115', '§ 173', '§ 173', '§ 115', '§ 173', '§ 116', '§ 135']

BFH, 07.09.2015 - IX B 44/15 - Zurückweisung der Nichtzulassungsbeschwerde betreffend die Begriff des Verschuldens i.S. von § 173 Abs. 1 Nr. 2 AO mangels Darlegung eines Divergenzfalls | Urteile auf anwalt24.de
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BFH, 07.09.2015 - IX B 44/15 - Zurückweisung der Nichtzulassungsbeschwerde betreffend die Begriff des Verschuldens i.S. von § 173 Abs. 1 Nr. 2 AO mangels Darlegung eines Divergenzfalls
BundesfinanzhofBeschl. v. 07.09.2015, Az.: IX B 44/15Gericht: BFHEntscheidungsform: BeschlussDatum: 07.09.2015Referenz: JurionRS 2015, 27093Aktenzeichen: IX B 44/15 Verfahrensgang:vorgehend:FG Düsseldorf - 27.03.2015 - AZ: 13 K 3844/13 ERechtsgrundlagen:§ 115 Abs. 2 Nr. 2 Alt. 2 FGO§ 173 Abs. 1 Nr. 2 AOFundstelle:BFH/NV 2015, 1668Redaktioneller Leitsatz:Der Begriff des Verschuldens i.S. von § 173 Abs. 1 Nr. 2 AO ist hinsichtlich der notwendigen Differenzierung zwischen einfachem und schwerem Pflichtverstoß einer tatrichterlichen Prüfung zu unterwerfen, so dass Anlass zu einer revisionsgerichtlichen Überprüfung nicht besteht.Tenor:Die Beschwerde des Beklagten wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts Düsseldorf vom 27. März 2015 13 K 3844/13 E wird als unbegründet zurückgewiesen. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens hat der Beklagte zu tragen.Gründe1Die Beschwerde hat keinen Erfolg. Die Revision ist nicht zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung (§ 115 Abs. 2 Nr. 2 2. Alternative der Finanzgerichtsordnung —FGO—) zuzulassen.2Der in der Beschwerdebegründung herausgearbeitete, vorgeblich von anderen Entscheidungen des Bundesfinanzhofs und des Finanzgerichts Münster divergierende —vom Beklagten und Beschwerdeführer (Finanzamt) aber lediglich "sinngemäß" wiedergegebene— Rechtssatz des Finanzgerichts (FG) ist den Gründen der angefochtenen Entscheidung nicht zu entnehmen. Im Übrigen sind die behaupteten Divergenzen zum Teil auch nicht, wie erforderlich, durch das Gegenüberstellen einander widersprechender abstrakter Rechtssätze aus der Entscheidung der Vorinstanz einerseits und den behaupteten Divergenzentscheidungen andererseits erkennbar gemacht worden.3Lediglich ergänzend weist der Senat darauf hin, dass das FG die rechtlichen Maßstäbe, nach denen der Begriff des Verschuldens i.S. von § 173 Abs. 1 Nr. 2 der Abgabenordnung hinsichtlich der notwendigen Differenzierung zwischen einfachem Pflichtverstoß —als Ausdruck leichter Fahrlässigkeit— und schwerem Pflichtverstoß —als Ausdruck grober Fahrlässigkeit— einer tatrichterlichen Prüfung zu unterwerfen ist (Senatsurteil vom 10. Februar 2015 IX R 18/14, BFHE 249, 195), seiner Entscheidung in jeder Hinsicht zutreffend zugrunde gelegt hat, so dass der Streitfall auch in dieser Hinsicht keinen Anlass zu einer revisionsgerichtlichen Überprüfung bietet.4Von einer weiter gehenden Begründung wird gemäß § 116 Abs. 5 Satz 2 FGO abgesehen.5Die Kostenentscheidung beruht auf § 135 Abs. 2 FGO.Hinweis: Das Dokument wurde redaktionell aufgearbeitet und unterliegt in dieser Form einem besonderen urheberrechtlichen Schutz. Eine Nutzung über die Vertragsbedingungen der Nutzungsvereinbarung hinaus - insbesondere eine gewerbliche Weiterverarbeitung außerhalb der Grenzen der Vertragsbedingungen - ist nicht gestattet.
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