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Timestamp: 2016-10-26 02:16:07
Document Index: 360270710

Matched Legal Cases: ['Art. 132', 'Art. 17', 'Art. 965', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 54', 'BGE', 'Art. 54', 'Art. 55', 'BGE', 'Art. 54', 'Art. 63', 'BGE', 'Art. 63', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 8', 'BGE']

4C.93/2007 (13.08.2007)
vertreten durch Rechtsanwalt Franz D�rig.
Mit Zahlungsbefehl vom 8. Juli 2004 liess die Y.________ AG (Beklagte) die Z.X.________ AG (Kl�gerin) f�r Fr. 104'769.75 nebst Zins zu 6 % seit 1. Oktober 2002 und Verzugsschaden von Fr. 5'855.-- betreiben und erlangte am 7. Oktober 2004 provisorische Rechts�ffnung f�r Fr. 104'769.75 nebst Zins zu 5 % seit 1. Oktober 2002. Dabei st�tzte sie sich auf folgende, von der einzelzeichnungsberechtigten Gesch�ftsf�hrerin der Kl�gerin, A.________, unterzeichnete Schuldanerkennung:
"Z.X.________ AG, vertreten durch Frau A.________, best�tigt hiermit, dass der Betrag von CHF 104'769.75 (...) gem�ss beiliegender Zusammenstellung geschuldet wird an Herrn B.________, ... "
Die der Schuldanerkennung zu Grunde liegende Forderung hatte B.________ als urspr�nglicher Gl�ubiger der Beklagten abgetreten.
Am 22. November 2004 erhob die Kl�gerin beim Kantonsgericht Nidwalden Aberkennungsklage und beantragte, es sei festzustellen, dass die gesamte von der Beklagten in Betreibung gesetzte Forderung nicht bestehe. Das Kantonsgericht wies die Klage ab. Es kam zum Ergebnis, gem�ss der Schuldanerkennung schulde die Kl�gerin, vertreten durch A.________, B.________ den Betrag von Fr. 104'769.75. Ein Verpflichtungsgrund werde nicht genannt, so dass es sich um ein abstraktes Schuldbekenntnis handle, welches mit Bezug auf den Schuldgrund zu einer Umkehr der Beweislast f�hre. In materiellrechtlicher Hinsicht seien nur zwei Punkte zu pr�fen. Erstens stelle sich die Frage, ob B.________ gest�tzt auf den Eintrag im Handelsregister von A.________ als alleinzeichnungsberechtigter Gesch�ftsf�hrerin auf deren Berechtigung, die Kl�gerin zu vertreten, habe schliessen d�rfen. Daraus folge dann ohne Weiteres, ob sich die Beklagte auf die im Namen der Kl�gerin unterzeichnete Schuldanerkennung berufen d�rfe. Nur wenn die Kl�gerin im vorliegenden Verfahren den vollen Beweis erbracht h�tte, dass A.________ die Kl�gerin entgegen dem Handelsregisterauszug nicht oder nicht in vollem Umfang h�tte vertreten d�rfen, m�sste sie die Schuldanerkennung nicht gegen sich gelten lassen. Dieser Beweis sei der Kl�gerin indessen nicht gegl�ckt.
In einem n�chsten Schritt sei das der Schuldanerkennung zugrunde liegende Rechtsverh�ltnis zu pr�fen. Mit Datum vom 31. Januar 2000 sei zwischen der Kl�gerin und B.________ eine Vereinbarung abgeschlossen worden, welche von diesem und A.________ als einzelzeichnungsberechtigter Gesch�ftsf�hrerin unterzeichnet worden sei. Basis der Vereinbarung bildete ein E-Mail, welches A.________ am 18. Januar 2000 an B.________ gesandt habe. Darin ging es um einen Vorschlag f�r die beabsichtigte Zusammenarbeit. Es werde eine Zahlung von Fr. 50'000.-- erw�hnt, die B.________ zur Sicherung seiner Loyalit�t zu leisten habe. A.________ schrieb in ihrem E-Mail, sie habe die Angelegenheit mit ihrem Verwaltungsrat der X.________ AG besprochen. Nach Auffassung des Kantonsgerichts ist nicht ersichtlich, inwiefern B.________ an der Berechtigung der Gesch�ftsf�hrerin zu diesem Vorgehen h�tte zweifeln m�ssen. Er habe in der Zeugenbefragung glaubhaft ausgesagt, dass er die Gesch�ftsf�hrerin mit der Kl�gerin gleichgesetzt habe. Die Gesch�ftsf�hrerin habe den Eindruck erweckt, die Kl�gerin sei ihre Gesellschaft. Sie selbst - die Gesch�ftsf�hrerin - sei nur wegen der Nationalit�tsvorschriften nicht Verwaltungsr�tin. Aus dem Umstand, dass seine Zahlungen teilweise auf das Konto der Gesch�ftsf�hrerin geflossen seien oder im Namen der Gesch�ftsf�hrerin erfolgten, kann die Kl�gerin nach Auffassung des Kantonsgerichts nichts ableiten, da das Konto in der urspr�nglichen Vereinbarung ausdr�cklich als Gesch�ftskonto angegeben werde. Auf die der Schuldanerkennung zugrunde liegenden Einzelpositionen sei nicht einzugehen, da aufgrund der unterzeichneten Vereinbarung hinreichend erstellt sei, dass zwischen B.________ und der Kl�gerin ein Zusammenarbeitsverh�ltnis bestand und er in guten Treuen habe davon ausgehen d�rfen, alle Zahlungen zu Gunsten der Kl�gerin vorzunehmen und nicht f�r die Gesch�ftsf�hrerin pers�nlich. Damit habe die Kl�gerin den Beweis, dass die der Schuldanerkennung zugrunde liegenden Forderungen nicht best�nden, nicht erbringen k�nnen, weshalb die Forderung ausgewiesen sei. Selbst wenn man davon ausgehe, durch die Schuldanerkennung habe die Kl�gerin pers�nliche Schulden ihrer Gesch�ftsf�hrerin �bernommen, so dass eine Doppelvertretung vorliege, helfe dies der Kl�gerin nicht, da B.________ immer der Ansicht gewesen sei, seine Leistungen zu Gunsten der Kl�gerin zu erbringen und nicht f�r die Gesch�ftsf�hrerin pers�nlich.
Die gegen das Urteil des Kantonsgerichts gerichtete Appellation wies das Obergericht des Kantons Nidwalden ab. Es erkannte, die Schuldanerkennung sei dann nicht wirksam, wenn ein Interessenkonflikt vorlag, der f�r B.________ erkennbar gewesen sei oder h�tte erkennbar sein m�ssen. Allein aus der Tatsache, dass A.________ einzelzeichnungsberechtigte Gesch�ftsf�hrerin der Kl�gerin gewesen sei, habe B.________ zwar noch nicht darauf schliessen k�nnen, dass sie Alleineigent�merin der Aktien sei. Dadurch, dass sie als solche auftrat, sich gegen�ber Dritten als solche ausgab und der Verwaltungsrat nie in Erscheinung trat, habe sie den Eindruck erweckt, sie habe in der Firma die volle Kompetenz und auch das Sagen. Aus dem Umstand allein, dass B.________ Zahlungen, insbesondere den Betrag von Fr. 50'000.--, auf ein privates Konto der Gesch�ftsf�hrerin get�tigt hatte, k�nne keine B�sgl�ubigkeit abgeleitet werden. Er habe, wie das Kantonsgericht richtig ausgef�hrt habe, davon ausgehen d�rfen, diese Zahlungen an die Kl�gerin zu leisten. Nur wenn die Kl�gerin den vollen Beweis erbringe, dass B.________ gewusst habe, dass die Gesch�ftsf�hrerin die Kl�gerin nicht oder nicht in vollem Umfang h�tte vertreten d�rfen, m�sste sie die Schuldanerkennung nicht gegen sich gelten lassen. Die Argumentation des Kantonsgerichts, insbesondere was die Glaubw�rdigkeit der Zeugenaussage des B.________ betreffe, sei insgesamt schl�ssig und nachvollziehbar, weshalb darauf, zus�tzlich zu den eigenen Erw�gungen des Obergerichts, abgest�tzt werden k�nne.
Gegen das Urteil des Obergerichts f�hrt die Kl�gerin beim Bundesgericht staatsrechtliche Beschwerde und eidgen�ssische Berufung. Auf die Beschwerde ist das Bundesgericht nicht eingetreten. Mit der Berufung verlangt die Kl�gerin im Wesentlichen die Gutheissung der Klage. Die Beklagte schliesst auf kostenf�llige Abweisung der Berufung, soweit darauf einzutreten sei.
Am 1. Januar 2007 ist das Bundesgesetz �ber das Bundesgericht (SR 173.110; BGG) in Kraft getreten (AS 2006 1205, 1243). Nach Art. 132 BGG ist dieses Gesetz auf die nach seinem Inkrafttreten eingeleiteten Verfahren des Bundesgerichts anwendbar, auf ein Beschwerdeverfahren jedoch nur dann, wenn auch der angefochtene Entscheid nach dem Inkrafttreten dieses Gesetzes ergangen ist. Massgebend ist das Urteilsdatum, also der Tag, an dem der angefochtene Entscheid gef�llt worden ist, und nicht das fristausl�sende Er�ffnungsdatum. Da der angefochtene Entscheid vor dem 1. Januar 2007 erging, richtet sich das Verfahren noch nach dem Bundesgesetz �ber die Organisation des Bundesgerichts (Bundesrechtspflegegesetz [OG]).
Die Kl�gerin macht zun�chst geltend, die Schuldanerkennung sei f�r sie unverbindlich, da sie durch die Gesch�ftsf�hrerin in einem f�r den Gl�ubiger erkennbaren Interessenkonflikt unterzeichnet worden sei. Den Interessenkonflikt sieht die Kl�gerin insbesondere darin, dass die Betr�ge, welche der Gl�ubiger zur�ckfordere, nicht an die Kl�gerin gegangen seien, sondern an die Gesch�ftsf�hrerin pers�nlich oder an Dritte. Wenn eine Forderung der Aktiengesellschaft durch Zahlung auf das private Konto der Gesch�ftsf�hrerin erf�llt werden solle, erzeuge dies ein Dreipersonenverh�ltnis. Damit sei die Frage des Interessenkonflikts bereits verbindlich beantwortet. Die Kl�gerin beruft sich aber auch darauf, dass B.________ die Abrechnungen zun�chst an die Gesch�ftsf�hrerin pers�nlich gerichtet habe, und leitet daraus ab, er habe urspr�nglich die Gesch�ftsf�hrerin pers�nlich als Vertragspartnerin betrachtet und nicht die Kl�gerin. Mit Bezug auf die Relevanz eines allf�lligen Interessenkonflikts ist nach Auffassung der Kl�gerin nicht massgeblich, ob B.________ nach Treu und Glauben davon habe ausgehen d�rfen, die Gesch�ftsf�hrerin sei Alleinaktion�rin der Kl�gerin oder beherrsche diese zumindest wirtschaftlich. Da die Gesch�ftsf�hrerin tats�chlich nicht Alleinaktion�rin sei, w�re ein erkennbarer Interessenkonflikt nur unbeachtlich, wenn eine Genehmigung der einzigen Verwaltungsr�tin vorl�ge, welche gem�ss den Vorbringen der Kl�gerin im kantonalen Verfahren auch s�mtliche Aktien der Kl�gerin besitzt.
2.1 Vorab ist festzuhalten, dass entgegen der Auffassung des Kantonsgerichts keine abstrakte Schuldanerkennung vorliegt, verweist die Schuldanerkennung doch ausdr�cklich auf die beiliegende "Zusammenstellung", welche beispielsweise auf die Vereinbarung vom 31. Januar 2000 Bezug nimmt. Diese nennt als Grund f�r die Zahlung von Fr. 50'000.-- die Loyalit�tssicherung und regelt die Voraussetzung der R�ckzahlung. Insoweit ergibt sich der Rechtsgrund der Forderung unter Ber�cksichtigung der gesamten Umst�nde aus der Schuldanerkennung, die damit nicht abstrakt im Sinne von Art. 17 OR ist (J�ggi, Z�rcher Kommentar, N. 70 f. zu Art. 965 OR).
2.2 W�hrend beim Selbstkontrahieren und der Doppelvertretung die Vertretungsmacht grunds�tzlich fehlt und nur ausnahmsweise aufgrund besonderer Umst�nde besteht, schliesst der blosse Interessenkonflikt aus Gr�nden der Verkehrssicherheit die Vertretungsmacht nicht von vornherein aus, sondern l�sst sie nur entfallen, wenn der Dritte den Interessenkonflikt auch erkannt hat bzw. h�tte erkennen m�ssen. Dann aber fehlt es an der Vertretungsmacht, selbst wenn sich der Interessenkonflikt im konkreten Fall nicht zum Nachteil der vertretenen Person ausgewirkt hat (BGE 126 III 361 E. 3a S. 363 f. mit Hinweisen). Ein Schutzbed�rfnis entf�llt aber, wenn der sich im Interessenkonflikt befindliche Vertreter zugleich Alleinaktion�r ist, da unter diesen Umst�nden zwingend zu folgern ist, der Abschluss des betreffenden Gesch�ftes entspreche zugleich dem Willen der Generalversammlung und werde deshalb von der Vertretungsmacht des Organs gedeckt. Sind neben dem handelnden Organ keine weiteren Aktion�re vorhanden, fehlt es von vornherein an gegenl�ufigen Interessen. Anders verh�lt es sich, wenn das Organ nicht Allein-, sondern bloss Mehrheitsaktion�r ist. Ein Interessenkonflikt ist diesfalls nicht ausgeschlossen. Zum Schutze der Minderheit muss eine Erm�chtigung bzw. Genehmigung mittels eines anfechtbaren Beschlusses erteilt werden (BGE 126 III 361 E. 5a S. 366).
2.3 Die Kl�gerin macht geltend, die Vorinstanz sei zu Unrecht davon ausgegangen, es liege kein erkennbarer Interessenkonflikt vor, wenn B.________ in guten Treuen davon habe ausgehen d�rfen, A.________ sei Alleinaktion�rin der Gesellschaft.
2.3.1 Das Vertrauen auf die Vertretungsbefugnis wird nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nur gesch�tzt, soweit der Vertragspartner den Interessenkonflikt nicht erkannt hat oder h�tte erkennen m�ssen (BGE 126 III 361 E. 3a S. 363 mit Hinweisen). Ist kein Interessenkonflikt ersichtlich, soll sich der Vertragspartner auf die Vertretungsbefugnis gem�ss Handelsregistereintrag verlassen k�nnen. Erkennt er aber den Interessenkonflikt oder h�tte er ihn erkennen k�nnen, muss er grunds�tzlich davon ausgehen, dass das unter einem Interessenkonflikt handelnde Organ nicht zur Vertretung der Gesellschaft befugt ist (vgl. Claire Huguenin, Basler Kommertar, 3. Aufl., N. 26 zu Art. 54/55 ZGB). Von einer Genehmigung durch ein �ber- oder gleichgeordnetes Organ kann unter diesen Umst�nden nur abgesehen werden, wenn das handelnde Organ tats�chlich Alleinaktion�r ist. Dass der Vertragspartner gutgl�ubig davon ausgeht, gen�gt nicht.
2.3.2 B.________ wusste, dass die Gesch�ftsf�hrerin nicht Verwaltungsr�tin war. Damit h�tte er auch wissen m�ssen, dass die Verwaltungsr�tin zumindest �ber eine Pflichtaktie verf�gen musste und die Gesch�ftsf�hrerin formell nicht Alleinaktion�rin sein konnte. Ob es zur Beseitigung eines Interessenkonflikts gen�gt, dass das handelnde Organ wirtschaftlicher Eigent�mer des gesamten Aktienkapitals ist und nur wegen der Nationalit�tsbestimmungen dem Verwaltungsrat nicht angeh�rt, erscheint zweifelhaft, da die Verwaltungsr�te allf�lligen Gl�ubigern verantwortlich sind (BGE 126 III 361 E. 5a S. 367) und daher ein Interesse daran haben, dass mit Interessenkonflikten belastete Gesch�fte nicht ohne formelle Genehmigung durchgef�hrt werden. Die Frage braucht aber nicht vertieft behandelt zu werden, da nicht festgestellt ist, dass die Gesch�ftsf�hrerin die Kl�gerin tats�chlich wirtschaftlich beherrscht h�tte, und es auf die diesbez�glichen Annahmen von B.________ nicht ankommt.
2.3.3 Die Vorinstanz h�lt zwar fest, B.________ habe davon ausgehen d�rfen, die Gesch�ftsf�hrerin habe im Unternehmen das Sagen. Sie pr�fte aber dennoch, ob er nicht aus anderen Umst�nden, namentlich der auf ein Privatkonto erfolgten Zahlung der Fr. 50'000.-- auf das Vorliegen eines Interessenkonfliktes schliessen musste. Die Vorinstanz hat das Vorliegen eines Interessenkonflikts entgegen den Ausf�hrungen der Kl�gerin nicht allein gest�tzt darauf verneint, dass B.________ davon habe ausgehen d�rfen, die Gesch�ftsf�hrerin beherrsche die Kl�gerin wirtschaftlich. Als nicht bundesrechtskonform erweist sich allerdings die Annahme der Vorinstanz, die Kl�gerin m�sse die Schuldanerkennung gegen sich gelten lassen, sofern sie nicht beweise, B.________ habe gewusst, dass die Gesch�ftsf�hrerin die Kl�gerin nicht oder nicht in vollem Umfang h�tte vertreten d�rfen. Es gen�gt nach dem Gesagten vielmehr, wenn es der Kl�gerin gelingt nachzuweisen, dass bez�glich der Schuldanerkennung objektiv ein Interessenkonflikt bestand, den B.________ erkannt hat oder h�tte erkennen m�ssen. Vorbehalten bleibt eine allf�llige Genehmigung (oder ein Verhalten, welches B.________ nach Treu und Glauben als Genehmigung interpretieren durfte) durch die Gesellschaft beziehungsweise ein gleich- oder �bergeordnetes Organ.
Damit bleibt zu pr�fen, ob f�r B.________ ein erkennbarer Interessenkonflikt vorlag. Dies w�re der Fall, wenn das fragliche Rechtsgesch�ft f�r die Gegenpartei ersichtlich das handelnde Organ pers�nlich in wirtschaftlicher Hinsicht positiv oder negativ betrifft und die Interessen der Gesellschaft mit denjenigen des handelnden Organs kollidieren (Huguenin, a.a.O., N. 26 zu Art. 54/55 ZGB).
3.1 Vorliegend ist ein Interessenkonflikt auf zwei Ebenen denkbar. Einerseits kann bez�glich der Schuldanerkennung selbst ein Interessenkonflikt bestehen. Diesfalls w�re die Schuldanerkennung als solche unwirksam. Erkennbare Interessenkonflikte k�nnen aber auch mit Bezug auf die einzelnen anerkannten Forderungen bestehen. Der Nachweis eines erkennbaren Interessenkonflikts bez�glich einer einzelnen Forderung h�tte prim�r zur Folge, dass die Schuldanerkennung bez�glich dieser Forderung entkr�ftet w�re und die Kl�gerin diesbez�glich nichts schuldet. Nur wenn der Interessenkonflikt bez�glich des Einzelgesch�fts zu einem Interessenkonflikt bez�glich der Schuldanerkennung f�hren w�rde, w�ren auch die �brigen Positionen betroffen.
3.2 In ihren Vorbringen vermengt die Kl�gerin die unterschiedlichen Ebenen, auf denen Interessenkonflikte entstehen k�nnen. Wenn sie ausf�hrt, B.________ habe urspr�nglich A.________ als Vertragspartnerin angesehen, kann der behauptete Interessenkonflikt nur die Schuldanerkennung als solche betreffen. Soweit die Kl�gerin den Interessenkonflikt dagegen damit begr�ndet, dass die Zahlungen auf das Privatkonto von A.________ oder an Dritte erfolgten, betrifft dies die einzelnen anerkannten Positionen, was voraussetzt, dass die Kl�gerin diesbez�glich Vertragspartnerin ist. Mit dieser Problematik setzt sich die Kl�gerin nicht auseinander und legt auch nicht im Einzelnen dar, inwiefern ein Interessenkonflikt hinsichtlich einzelner der anerkannten Posten die Schuldanerkennung als solche mit einem Interessenkonflikt belasten. Ob die Berufungsschrift in diesem Punkt den Begr�ndungsanforderungen gen�gt (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG; BGE 121 III 397 E. 2a S. 400; 116 II 745 E. 3 S. 748 f.), erscheint daher fraglich, kann aber offen bleiben.
3.2.1 F�r die Annahme der Erkennbarkeit eines Interessenkonfliktes gen�gt es entgegen der Auffassung der Kl�gerin nicht, dass Zahlungen auf ein Privatkonto der Gesch�ftsf�hrerin erfolgten. Mit Blick auf einen m�glichen Interessenkonflikt ist grunds�tzlich nicht massgeblich, auf welche Art die Zahlung geleistet wurde, sondern ob die Zahlung f�r die Gesellschaft oder das handelnde Organ pers�nlich bestimmt war. Ein massgeblicher Interessenkonflikt liegt vor, wenn Geldleistungen, zu deren R�ckzahlung sich die Gesellschaft verpflichtet, erkennbar nicht f�r die Gesellschaft sondern f�r private Zwecke des handelnden Organs bestimmt sind.
3.2.2 Die Fr. 50'000.-- wurden im Rahmen einer im Namen der Kl�gerin eingegangenen Vereinbarung bezahlt und sollten nach deren klarem Wortlaut der Kl�gerin als Sicherheit f�r die Loyalit�t von B.________ dienen. Dass die Zahlung auf das private Konto der Gesch�ftsf�hrerin erfolgte, �ndert nichts daran, dass das Geld nach dem in der Vereinbarung genannten Zweck der Kl�gerin zukommen sollte. Daraus ergibt sich ohne Weiteres, dass die Gesch�ftsf�hrerin nicht befugt war, das Geld f�r sich selbst zu verwenden, und daher als Privatperson vom Gesch�ft nicht betroffen war (vgl. Huguenin, a.a.O. N. 26 zu Art. 54/55 ZGB). Verbrauchte die Gesch�ftsf�hrerin das ihr �bergebene Geld f�r private Zwecke, handelte sie jedenfalls ihren Pflichten gegen�ber der Kl�gerin zuwider. Auch unter strafrechtlichen Gesichtspunkten erscheint ein derartiges Vorgehen nicht unbedenklich. Der Vertragspartner muss aber grunds�tzlich nicht damit rechnen, dass die Gesch�ftsf�hrerin das Geld zweckentfremdet. Er darf davon ausgehen, dass sie das Geld vereinbarungsgem�ss der Vertragspartnerin zukommen lassen wird. Die Gefahr der Zweckentfremdung besteht auch, wenn das Geld der Gesch�ftsf�hrerin in bar �bergeben w�rde. Diese Gefahr begr�ndet aber noch keinen Interessenkonflikt.
3.2.3 Die Kl�gerin behauptet, die Gelder seien teilweise als Mietzinszahlungen im Namen der Gesch�ftsf�hrerin �berwiesen worden. Auch diesbez�glich wird ein allf�lliger Interessenkonflikt indessen nur relevant, wenn B.________ aufgrund der gesamten Umst�nde h�tte erkennen m�ssen, dass die Mietzinszahlung mit der Kl�gerin nichts zu tun hatte und den privaten Interessen der Gesch�ftsf�hrerin diente. Entsprechende Umst�nde sind nicht festgestellt, und die Kl�gerin erhebt bez�glich der angeblichen Mietzinszahlungen keine rechtsgen�glich begr�ndete Sachverhaltsr�ge, die dem Bundesgericht eine Erg�nzung des Sachverhalts in tats�chlicher Hinsicht erlauben w�rde (Art. 63 Abs. 2, 64 und 55 Abs. 1 lit. d OG; BGE 130 III 102 E. 2.2 S. 106; 115 II 484 E. 2a S. 485 f., je mit Hinweisen).
3.3 Was die Schuldanerkennung selbst anbelangt, verweist die Kl�gerin zwar auf eine Empfangsbest�tigung vom 7. September 2000 (�ber Zahlungen von insgesamt Fr. 44'419.65), aus welcher hervorgehen soll, dass B.________ A.________ f�r diese Betr�ge pers�nlich als Schuldnerin ansah. Sie f�hrt aber selbst fort, die Vorinstanz habe dieser Zusammenstellung mangels Unterzeichnung durch A.________ die Beweiskraft abgesprochen. Der Kl�gerin erscheint dies zwar willk�rlich, nachdem die Beklagte die Beweiskraft dieser Urkunde nicht bestritten habe. Ihre Ausf�hrungen belegen aber, dass die Vorinstanz die entsprechende Zusammenstellung nicht etwa �bersehen (Art. 63 Abs. 2 OG), sondern in ihre Beweisw�rdigung einbezogen hat, welche das Bundesgericht im Berufungsverfahren nicht �berpr�ft (BGE 127 III 73 E. 6a S. 81; 126 III 10 E. 2b S. 13; 119 II 84 E. 3 S. 85).
3.3.1 Die Kl�gerin r�gt diesbez�glich allerdings eine Verletzung von Art. 8 ZGB. Sie beruft sich darauf, dass auch die Abrechnung vom 27. Januar 2002 an die Privatadresse von A.________ gerichtet worden sei, was ein klares Indiz daf�r bilde, dass B.________ diese pers�nlich als Schuldnerin betrachtet habe. Die Beklagte habe behauptet, B.________ habe dies getan, weil die Post auf ihn umgeleitet worden sei, und ein an die Kl�gerin adressiertes Schreiben wieder an ihn zur�ckgekommen w�re. Die Umleitung bei der Post habe die Kl�gerin bestritten und Beweismittel genannt. Diese habe die Vorinstanz nicht abgenommen und dadurch Art. 8 ZGB verletzt.
3.3.2 Die erste Instanz, auf deren Erw�gungen die Vorinstanz verweist, h�lt fest, B.________ habe in guten Treuen annehmen d�rfen, dass er s�mtliche Zahlungen und Leistungen zu Gunsten der Kl�gerin vornahm und nicht zu Gunsten von A.________ pers�nlich. Die kantonalen Instanzen hielten mithin f�r erwiesen, dass B.________ selbst annahm, an die Kl�gerin zu leisten. Diesbez�glich liegt daher keine Beweislosigkeit vor, deren Folgen Art. 8 ZGB regelt. Eine Verletzung dieser Bestimmung kommt insoweit nicht in Betracht (BGE 130 III 591 E. 5.4 S. 601 f.; 119 II 114 E. 4c S. 117; 118 II 142 E. 3a S. 147, je mit Hinweisen).
Eine weitere Verletzung von Art. 8 ZGB sieht die Kl�gerin darin, dass die Vorinstanz die beantragte Parteibefragung ihrer Verwaltungsr�tin betreffend die �berwachung der Gesch�ftsf�hrerin abgelehnt habe. Sie f�hrt jedoch selbst zutreffend aus, dem Mangel an �berwachung komme f�r die Frage des Vorliegens eines Interessenkonfliktes keine Bedeutung zu. Die Vorbringen der Kl�gerin sind nicht prozessrelevant, weshalb keine Verletzung von Art. 8 ZGB vorliegt (BGE 133 III 295 E. 7.1 S. 299 mit Hinweisen).
Da den tats�chlichen Feststellungen keine Umst�nde zu entnehmen sind, aus denen auf das Vorliegen eines erkennbaren Interessenkonflikts geschlossen werden k�nnte, erweist sich der angefochtene Entscheid im Ergebnis als bundesrechtskonform. Die Berufung ist daher abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend wird die Kl�gerin kosten- und entsch�digungspflichtig.