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Timestamp: 2016-10-22 11:54:32
Document Index: 386918369

Matched Legal Cases: ['Art. 82', 'Art. 86', 'Art. 90', 'Art. 89', 'Art. 42', 'Art. 106', 'Art. 95', 'Art. 29', 'BGE', 'Art. 42', 'Art. 95', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 42', 'Art. 95', 'Art. 19', 'Art. 22', 'Art. 22', 'Art. 19', 'Art. 4', 'Art. 19', 'BGE', 'BGE', 'Art. 19', 'Art. 42', 'Art. 19', 'Art. 99', 'Art. 22', 'Art. 47', 'Art. 22', 'Art. 22', 'Art. 133', 'Art. 133', 'Art. 133', 'Art. 133', 'Art. 9', 'Art. 47', 'Art. 47', 'Art. 9', 'Art. 46', 'Art. 42', 'Art. 42', 'Art. 46', 'Art. 53', 'Art. 42', 'Art. 46', 'Art. 9', 'Art. 66', 'Art. 68']

1C_147/2015 � � Urteil vom 17. September 2015
A.________, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Josef Wicki,
�B.________ beabsichtigt, auf dem in seinem Eigentum liegenden Grundst�ck Nr. xxx in der zweigeschossigen Wohnzone W2B der Gemeinde Weggis das bestehende Geb�ude abzubrechen und zwei neue Einfamilienh�user (Haus A und Haus B) zu bauen. W�hrend die Zufahrt zum tiefer gelegenen Haus A �ber die s�dlich gelegene Riedsortstrasse erfolgen soll, ist vorgesehen, dass das h�her gelegene Haus B �ber die n�rdlich gelegene Rigistrasse angefahren wird.
�Am 18. Dezember 2013 erteilte der Gemeinderat Weggis f�r das Vorhaben unter verschiedenen Auflagen und Bedingungen eine Baubewilligung. Bestandteil der Baubewilligung bilden je eine Ausnahmebewilligung f�r eine reduzierte Garagenvorplatzl�nge, f�r eine punktuelle Abweichung von der Gel�ndenorm sowie f�r eine teilweise Unterschreitung des ordentlichen Geb�udeabstands. Mit der Erteilung der Baubewilligung wies der Gemeinderat die von A.________ als Eigent�merin eines benachbarten Grundst�cks erhobene Einsprache ab, soweit er darauf eintrat. A.________ erhob gegen die Baubewilligung des Gemeinderats Beschwerde, welche vom Kantonsgericht des Kantons Luzern am 5. Februar 2015 abgewiesen wurde.
�Gegen das Urteil des Kantonsgerichts hat A.________ am 13. M�rz 2015 Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ans Bundesgericht erhoben. Sie beantragt die Aufhebung des angefochtenen Urteils und sinngem�ss die Verweigerung der Baubewilligung. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Der Beschwerdegegner sowie der Gemeinderat beantragen, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Die Vorinstanz hat auf eine Vernehmlassung verzichtet und beantragt unter Hinweis auf das angefochtene Urteil die Abweisung der Beschwerde.
�Beim angefochtenen Urteil handelt es sich um einen kantonal letztinstanzlichen Endentscheid in einer �ffentlich-rechtlichen Angelegenheit im Sinne von Art. 82 lit. a, Art. 86 Abs. 1 lit. d und Abs. 2 sowie Art. 90 BGG. Als Adressatin des angefochtenen Urteils und Eigent�merin eines zum Baugrundst�ck unmittelbar benachbarten Grundst�cks ist die Beschwerdef�hrerin zur Beschwerde legitimiert (vgl. Art. 89 Abs. 1 BGG). Auf die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist vorbehaltlich zul�ssiger und gen�gend begr�ndeter R�gen (vgl. Art. 42 Abs. 2 sowie Art. 106 Abs. 2 BGG) einzutreten.
2.2.�Die Vorinstanz ging in tats�chlicher Hinsicht davon aus, das Verkehrsaufkommen auf der Rigistrasse im Bereich der Zufahrt zum geplanten Haus B sei verh�ltnism�ssig gering. Die Rigistrasse werde zwar auch von Wanderern und Bikern auf dem Weg zur Rigi Kaltbad begangen bzw. befahren. Der �berblick �ber die n�here und weitere �berbauung entlang der Rigistrasse lasse indessen nichts erkennen, was auf ein bedeutendes Verkehrsaufkommen hindeuten w�rde. Der Verkehr auf der Rigistrasse werde auch mit der Realisierung des als Einfamilienhaus konzipierten Hauses B nicht bedeutend erh�ht.
�Die Beschwerdef�hrerin macht in diesem Zusammenhang geltend, die Vorinstanz habe nicht ber�cksichtigt, dass auf der Rigistrasse ein reges Verkehrsaufkommen bestehe. Sie habe das Verkehrsaufkommen ungen�gend abgekl�rt. Die Rigistrasse werde im Bereich des Grundst�cks des Beschwerdegegners von Anst�ssern h�her gelegener Liegenschaften, von Wanderern und von Bikern rege genutzt. Soweit die Beschwerdef�hrerin damit eine willk�rliche Sachverhaltsfeststellung durch die Vorinstanz �berhaupt in gen�gender Weise r�gt, vermag sie damit nicht durchzudringen. Dass die Rigistrasse auch von Wanderern und Bikern benutzt wird, hat die Vorinstanz ber�cksichtigt. Den in den Akten liegenden Pl�nen kann entnommen werden, dass im Gebiet oberhalb des Grundst�cks des Beschwerdegegners zwar noch einige Geb�ude liegen, die Siedlungsdichte aber rasch abnimmt und gr�ssere zusammenh�ngende Siedlungen durch die Rigistrasse nicht erschlossen werden. Unter diesen Umst�nden ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz von einem relativ geringen Verkehrsaufkommen auf der Rigistrasse ausgegangen ist, ohne dazu weitere Abkl�rungen zu treffen.
2.3.�Weiter hielt die Vorinstanz im angefochtenen Urteil in tats�chlicher Hinsicht fest, der bewilligte verk�rzte Vorplatz zur Garage des Hauses B erm�gliche eine Ausfahrt auf die Rigistrasse in Vorw�rtsrichtung, zumal ein leichtes Abdrehen des Fahrzeugs bereits in der Garage m�glich sei. Damit werde die Man�vrierf�higkeit auf dem Vorplatz vergr�ssert, wodurch ein ausreichender Einlenkradius bez�glich des Fahrbahnrands der Rigistrasse resultiere. Die Beschwerdef�hrerin bezeichnet diese Annahmen als faktenwidrig. Darauf ist nicht weiter einzugehen, weil f�r den Ausgang des Verfahrens nicht wesentlich ist, ob der bewilligte verk�rzte Vorplatz zur Garage des Hauses B eine Ausfahrt auf die Rigistrasse in Vorw�rtsrichtung erm�glicht oder nicht (vgl. E. 6.3 nachfolgend).
2.4.�Die Beschwerdef�hrerin bezeichnet die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung in weiteren Punkten als falsch. Soweit sie sich insoweit �berhaupt auf f�r den Ausgang des Verfahrens wesentliche Tatsachen bezieht, legt sie nicht substanziiert dar, inwiefern die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung geradezu willk�rlich oder im Sinne von Art. 95 BGG rechtsverletzend sein soll, weshalb darauf nicht weiter einzugehen ist.
�Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, die Vorinstanz habe sich im angefochtenen Urteil nicht mit ihrer R�ge auseinandergesetzt, wonach die Ausnahmebewilligung f�r die Abweichung von der Gel�ndenorm nicht h�tte erteilt werden d�rfen. Soweit die Beschwerdef�hrerin damit eine Verletzung der aus Art. 29 Abs. 2 BV fliessenden beh�rdlichen Begr�ndungspflicht (vgl. BGE 139 V 496 E. 5.1 S. 503 f.; 139 IV 179 E. 2.2 S. 183; 138 IV 81 E. 2.2 S. 84; 136 I 229 E. 5.2 S. 236) r�gen will, vermag sie damit nicht durchzudringen. Die Vorinstanz hat sich in gen�gender Weise mit den wesentlichen Vorbringen der Beschwerdef�hrerin auseinandergesetzt, sodass diese in der Lage war, den Entscheid sachgerecht anzufechten.
�In der Sache r�gt die Beschwerdef�hrerin neben der Verletzung von Bundesrecht auch die willk�rliche Anwendung von kantonalem Recht. Ob der angefochtene Entscheid kantonales Recht verletzt, pr�ft das Bundesgericht nur auf Willk�r hin und nur insoweit, als eine solche R�ge in der Beschwerde pr�zise vorgebracht und begr�ndet worden ist (vgl. Art. 42 Abs. 2 i.V.m. Art. 95 und Art. 106 Abs. 2 BGG). Willk�rlich ist ein Entscheid, wenn er offensichtlich unhaltbar ist, zur tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtssatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft. Das Bundesgericht hebt einen Entscheid jedoch nur auf, wenn nicht bloss die Begr�ndung, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist. Dass eine andere L�sung ebenfalls als vertretbar oder gar zutreffender erscheint, gen�gt nicht (BGE 141 I 70 E. 2.2 S. 72; 141 I 49 E. 3.4 S. 53; 140 I 201 E. 6.1 S. 205; je mit Hinweisen).
�Die Beschwerdef�hrerin bringt vor, die Vorinstanz habe es unterlassen, das umstrittene Bauprojekt einer Gesamtschau zu unterziehen. Damit habe sie die Bau- und Zonenbestimmungen der Gemeinde Weggis vom 12. Juni 1994 (nachfolgend BZR Weggis) sowie das Planungs- und Baugesetz vom 7. M�rz 1989 des Kantons Luzern (PBG; SRL 735) in willk�rlicher Weise falsch angewendet. Die �berbauung k�nne wie geplant nur realisiert werden, weil gleich mehrere, aufeinander abgestimmte Ausnahmebewilligungen erteilt worden seien. Ein solches Vorgehen ziele insgesamt an den Planungsgrunds�tzen und Planungszielen des RPG (SR 700) und am PBG vorbei.
�Darauf ist nicht weiter einzugehen, weil die Beschwerdef�hrerin nicht in gen�gender Weise begr�ndet (vgl. Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG) und nicht ersichtlich ist, inwiefern das angefochtene Urteil �ber ihre weiteren, nachfolgend noch zu behandelnden R�gen hinaus im Sinne von Art. 95 BGG rechtsverletztend sein soll. Insbesondere nennt die Beschwerdef�hrerin keine konkreten Bestimmungen, wonach die Erteilung von mehreren Ausnahmebewilligungen f�r ein Bauvorhaben zu untersagen w�re, wenn das Projekt ansonsten nicht wie geplant realisiert werden k�nnte.
�Die Beschwerdef�hrerin r�gt eine Verletzung von Art. 19 i.V.m. Art. 22 Abs. 2 RPG sowie eine willk�rliche Anwendung von � 119 PBG. Sie macht geltend, die umstrittene Baubewilligung h�tte nicht erteilt werden d�rfen, weil es an einer hinreichenden Zufahrt zum projektierten Haus B fehle. Die Zufahrt zu den auf dem Grundst�ck des Beschwerdegegners geplanten Bauten m�sse ausschliesslich �ber die Riedsortstrasse erfolgen, w�hrend eine Zufahrt �ber die tiefer klassierte Rigistrasse nicht zul�ssig sei. Die geplante Zufahrt zum Haus B sei sodann mit der Verkehrssicherheit nicht zu vereinbaren. Zudem seien die Voraussetzungen f�r die gest�tzt auf � 119 Abs. 3 PBG erteilte Ausnahmebewilligung zur Verk�rzung des zur Garage des Hauses B f�hrenden Vorplatzes nicht erf�llt.
6.1.1.�Eine Baubewilligung darf nur erteilt werden, wenn das Baugrundst�ck erschlossen ist (Art. 22 Abs. 1 und Abs. 2 lit. b RPG). Land ist erschlossen, wenn unter anderem eine f�r die betreffende Nutzung hinreichende Zufahrt besteht (Art. 19 Abs. 1 RPG; f�r den Wohnungsbau vgl. auch Art. 4 f. des Wohnbau- und Eigentumsf�rderungsgesetzes vom 4. Oktober 1974 [WEG; SR 843]). Die einzelnen Anforderungen an die Erschliessung ergeben sich im Detail haupts�chlich erst aus dem kantonalen Recht und der kantonalen Gerichts- und Verwaltungspraxis, die sich am bundesrechtlichen Rahmen zu orientieren haben. Das entsprechende kantonale Recht kann insbesondere das Ausmass der Erschliessungsanlagen und die Anforderungen an die gen�gende Zug�nglichkeit in abstrakter Weise festlegen (Urteil 1C_736/2013 vom 28. Juli 2014 E. 3.2 mit Hinweis).
�Art. 19 Abs. 1 RPG will mit dem Erfordernis der ausreichenden Erschliessung vor allem polizeiwidrige Zust�nde verhindern. Es soll sichergestellt sein, dass keine Bauten entstehen, die wegen fehlender Zufahrten sowie Versorgungs- und Entsorgungseinrichtungen feuer- und gesundheitspolitische Gefahren bieten oder sonstige �ffentliche Interessen gef�hrden. Die Zufahrt muss die Verkehrssicherheit der Ben�tzer gew�hrleisten und den Anforderungen des Natur- und Heimatschutzes, des Umweltschutzes sowie weiteren wichtigen Anforderungen der Raumplanung gen�gen. Soweit der Ausbaustandard von Strassen zu beurteilen ist, sind hierf�r in der Regel die Normen des Schweizerischen Verbands der Strassen- und Verkehrsfachleute (VSS-Normen) heranzuziehen, die indes nicht allzu schematisch und starr gehandhabt werden d�rfen (Urteil 1C_597/2014 vom 1. Juli 2015 E. 4.1 mit Hinweisen). Was als hinreichende Zufahrt gilt, h�ngt von der beanspruchten Nutzung des Grundst�cks sowie von den massgeblichen (namentlich �rtlichen) Umst�nden des Einzelfalls ab (BGE 116 Ib 159 E. 6b S. 166). Bei deren Beurteilung steht den zust�ndigen kantonalen und kommunalen Beh�rden ein erhebliches Ermessen zu (BGE 121 I 65 E. 3a S. 68).
6.1.2.�� 119 PBG regelt die Ausgestaltung von Ausfahrten und Ausg�ngen auf Strassen und Pl�tze. Gem�ss dieser Bestimmung sind Ausfahrten und Ausg�nge so anzulegen, dass die Verkehrsteilnehmer nicht behindert oder gef�hrdet werden (Abs. 1). Garagenvorpl�tze m�ssen so gross sein, dass die Fahrzeuge vor der Garage abgestellt werden k�nnen, ohne das Trottoir oder die Fahrbahn in Anspruch zu nehmen. Die Vorplatzl�nge muss grunds�tzlich 6 m betragen und die Vorpl�tze sind so anzulegen, dass die ungehinderte Zu- und Wegfahrt bei allen Garagen jederzeit gew�hrleistet ist (Abs. 2). Bei Strassen, die keinen Durchgangsverkehr und nur geringen Lokalverkehr aufweisen, k�nnen Ausnahmen von der Vorschrift �ber die L�nge der Vorpl�tze von Garagen gestattet werden (Abs. 3).
6.2.�Wie die Vorinstanz zu Recht ausgef�hrt hat, erscheint es angesichts der Situierung des Grundst�cks des Beschwerdegegners in Hanglage grunds�tzlich sachgerecht, dass die Zufahrt zum projektierten Haus B �ber die bestehende Rigistrasse erfolgt, zumal diese unmittelbar am Baugrundst�ck vorbeif�hrt und im betroffenen Abschnitt zwar relativ schmal, aber asphaltiert ist. Daraus, dass sie tiefer klassiert ist als die Riedsortstrasse und dass die Zufahrt zu anderen Grundst�cken zwischen der Riedsortstrasse und der Rigistrasse teilweise ausschliesslich �ber die Riedsortstrasse erfolgt, kann nicht geschlossen werden, die Zufahrt �ber die Rigistrasse zum projektierten Haus B sei nicht hinreichend im Sinne von Art. 19 Abs. 1 RPG.
6.3.1.�Die Vorinstanz pr�fte im angefochtenen Urteil, ob sich die projektierte Zufahrt zum Haus B mit der Verkehrssicherheit vereinbaren lasse. Sie orientierte sich hierf�r unter anderem an den VSS-Normen SN 640 050 "Grundst�ckzufahrten" sowie SN 640 273a "Knoten". Aufgrund der konkreten Umst�nde sei nicht zwingend, dass die Fahrzeuge aus der Garage des Hauses B vorw�rts auf die Rigistrasse ausfahren w�rden, zumal es sich bei der Rigistrasse nicht um eine Hauptsammel- bzw. eine Regionalverbindungs- oder um eine Hauptverkehrsstrasse handle. Bei der Ausfahrt auf die Rigistrasse resultiere unter Annahme einer Distanz des Beobachtungspunkts zum Strassenrand von 3 Metern in beide Richtungen eine Sichtweite von mehr als 20 Metern. Damit werde - unter Ber�cksichtigung der auf der Rigistrasse im betreffenden Bereich zul�ssigen H�chstgeschwindigkeit von 30 km/h sowie des Strassentyps - die Mindestvorgabe �berschritten. Eine weitere Erh�hung der Knotensichtweite sei nicht erforderlich, zumal die Rigistrasse im betroffenen Bereich trotz ihrer L�ngsneigung insbesondere auch f�r bergabfahrende Verkehrsteilnehmer �bersichtlich sei. Die weitere Sichtweiten fordernde VSS-Norm SN 640 060 "Leichter Zweiradverkehr" sei nicht einschl�gig, weil diese sich auf Verkehrsanlagen beschr�nke, die wie Radrouten, Radstreifen und Radwege speziell f�r den leichten Zweiradverkehr bestimmt seien und vom �brigen Verkehr mehr oder weniger abgegrenzt seien.
6.3.2.�Bei der am Grundst�ck des Beschwerdegegners vorbeif�hrenden Rigistrasse handelt es sich um einen untergeordneten Strassentyp und - wie die Vorinstanz zu Recht angenommen hat - jedenfalls nicht um eine Hauptverkehrsstrasse oder eine Hauptsammel- bzw. Regionalverbindungsstrasse im Sinne von Ziff. 5 der VSS-Norm SN 640 050. Damit stellt die geplante Zufahrt zur Doppelgarage des Hauses B eine vortrittsbelastete Grundst�ckszufahrt dar, aus welcher gem�ss Ziff. 6 der VSS-Norm SN 640 050 ausnahmsweise auch r�ckw�rts ausgefahren werden darf, wobei diesfalls die ehemals f�r die Berechnung der Sichtweiten massgebende Beobachtungsdistanz von innerorts mindestens 2.5 Metern (vgl. Ziff. 6 der bis zum Jahr 2010 massgebenden VSS-Norm SN 640 273) entsprechend zu vergr�ssern ist. Dass die Vorinstanz f�r die Berechnung der Sichtweiten vorliegend eine Beobachtungsdistanz von 3 Metern anwendete, was seit dem Jahr 2010 bei neuen Knoten mit signalisierter Vortrittsregelung innerorts generell empfohlen wird (vgl. Ziff. 11 der VSS-Norm SN 640 273a), ist nicht zu beanstanden, zumal die VSS-Norm SN 640 050 ausdr�cklich auf die �ltere VSS-Norm 640 273 verweist und sich den einschl�gigen Bestimmungen nicht entnehmen l�sst, dass bei einer neu erstellten Grundst�ckszufahrt, aus welcher ausnahmsweise r�ckw�rts ausgefahren werden darf, die f�r die Berechnung der Sichtweiten massgebende Beobachtungsdistanz innerorts zwingend auf mehr als 3 Meter vergr�ssert werden m�sste.
6.3.3.�Soweit die Beschwerdef�hrerin die VSS-Norm SN 640 060 "Leichter Zweiradverkehr" angewendet haben will, setzt sie sich mit den �berzeugenden Ausf�hrungen der Vorinstanz, weshalb diese Norm nicht einschl�gig sei, nicht in gen�gender Weise auseinander (vgl. Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG). Auch sonst vermag die Beschwerdef�hrerin nicht darzutun, dass die Knotensichtweiten der Zufahrt zur Doppelgarage des Hauses B ungen�gend w�ren. Gem�ss den Ausf�hrungen der Vorinstanz sowie den in den Akten liegenden Pl�nen betr�gt die Sichtweite bei der Ausfahrt auf die Rigistrasse unter Annahme einer Beobachtungsdistanz von 3 Metern auch bergw�rts immerhin 22 Meter, was unter Ber�cksichtigung der einschl�gigen VSS-Normen und den von der Vorinstanz nachvollziehbar gew�rdigten konkreten Verh�ltnissen gen�gend ist.
6.3.4.�Die Vorinstanz hat weder Art. 19 Abs. 1 RPG noch in willk�rlicher Weise � 119 Abs. 1 PBG verletzt, indem sie zum Schluss gekommen ist, die projektierte Grundst�ckzufahrt lasse sich mit der Verkehrssicherheit vereinbaren. Soweit es sich dabei nicht ohnehin um ein unzul�ssiges neues Vorbringen im Sinne von Art. 99 Abs. 1 BGG handelt, �ndert daran auch der Einwand der Beschwerdef�hrerin nichts, dass sich das Verkehrsaufkommen auf der Rigistrasse in Zukunft vergr�ssern k�nnte.
6.4.�Die Vorinstanz wies im angefochtenen Urteil darauf hin, dass die Tore der Garage des Hauses B gem�ss Baubewilligung �ber Funk ge�ffnet werden k�nnen m�ssen, damit die Fahrzeuge rasch in die Garage fahren k�nnen. Mit dieser Auflage und unter den gegebenen Umst�nden erachtete sie eine Vorplatzl�nge von 5.4 bis 5.8 Metern zur Garage des Hauses B gest�tzt auf � 119 Abs. 3 PBG als ausnahmsweise bewilligungsf�hig, was nachvollziehbar und im Ergebnis jedenfalls nicht unhaltbar ist. Die vorinstanzlichen Ausf�hrungen, wonach es sich bei der am Grundst�ck des Beschwerdegegners vorbeif�hrenden Rigistrasse um eine Strasse im Sinne von � 119 Abs. 3 PBG handle, welche keinen Durchgangsverkehr und nur geringen Lokalverkehr aufweise, sind nachvollziehbar, zumal oberhalb des Grundst�cks des Beschwerdegegners zwar noch einige Geb�ude liegen, die Siedlungsdichte aber rasch abnimmt und gr�ssere zusammenh�ngende Siedlungen durch die Rigistrasse nicht erschlossen werden (vgl. E. 2.2 hiervor). Zu ber�cksichtigen ist sodann, dass die Differenz der bewilligten Vorplatzl�nge zu der nach � 119 Abs. 2 PBG grunds�tzlich geforderten Mindestl�nge von 6 Metern relativ gering ist, sodass ein Fahrzeug von 5 Metern L�nge auf dem Garagenvorplatz mit einem Sicherheitsabstand zur Garage vor�bergehend abgestellt werden kann, ohne die Fahrbahn in Anspruch zu nehmen.
�Weiter r�gt die Beschwerdef�hrerin, die Vorinstanz habe Art. 22 Abs. 2 lit. a RPG verletzt und Bestimmungen des PBG willk�rlich angewandt, indem sie die vom Gemeinderat erteilte Ausnahmebewilligung f�r eine teilweise Unterschreitung des ordentlichen Geb�udeabstands best�tigt habe. Der Abstand zwischen den beiden auf dem Grundst�ck des Beschwerdegegners geplanten Geb�uden (Haus A und Haus B) betrage auf der Westseite der Geb�ude nur rund 1 Meter anstatt - wie grunds�tzlich verlangt - 8 Meter. Wegen des geringen Abstands und weil das Haus B h�henm�ssig da beginne, wo das Haus A ende, nehme der Betrachter die beiden Geb�ude von Westen her als f�nfst�ckiges Wohnhaus wahr, womit das Bauprojekt in der Wohnzone W2B nicht zonenkonform sei und zu � 140 Abs. 1 PBG im Widerspruch stehe, weil es sich nicht in die Umgebung eingliedere und das Orts- und Landschaftsbild beeintr�chtige. Auch weil die beiden Geb�ude als Terassenhaus im Sinne von Art. 47 BZR Weggis wahrgenommen w�rden, h�tte eine Ausnahmebewilligung f�r eine teilweise Unterschreitung des ordentlichen Geb�udeabstands nicht erteilt werden d�rfen.
7.1.�Die Erteilung einer Baubewilligung setzt unter anderem voraus, dass die Bauten und Anlagen dem Zweck der Nutzungszone entsprechen (Art. 22 Abs. 1 und Abs. 2 lit. a RPG). Bei den beiden geplanten Geb�uden (Haus A und Haus B) handelt es sich um zwei eigenst�ndige, getrennte Bauk�rper, die weder ober- noch unterirdisch miteinander verbunden sind. Sie d�rfen deshalb je f�r sich nicht mehr als die in der Wohnzone W2B maximal zul�ssige Anzahl Geschosse aufweisen. Auch wenn der Abstand zwischen dem Haus A und dem Haus B auf der Westseite gering ist, kann der Ansicht der Beschwerdef�hrerin nicht gefolgt werden, wonach die beiden Bauk�rper hinsichtlich der in der Wohnzone W2B zul�ssigen Geschosszahl als ein Geb�ude betrachtet werden m�ssten. Inwiefern die beiden Geb�ude ansonsten nicht zonenkonform im Sinne von Art. 22 Abs. 2 lit. a RPG sein sollten, ist weder dargetan noch ersichtlich.
7.2.�Gem�ss � 140 Abs. 1 PBG sind Bauten in die bauliche und landschaftliche Umgebung einzugliedern und zu untersagen, wenn sie durch ihre Gr�sse, Proportion, Gestaltung, Bauart, Dachform oder Farbe das Orts- und Landschaftsbild beeintr�chtigen. Der Gemeinderat hat in seinem Entscheid vom 18. Dezember 2013 ausgef�hrt, im betroffenen Gebiet best�nden unter anderem zahlreiche Reihenh�user, Doppelh�user, Terrassenh�user und gr�ssere Mehrfamilienh�user. Es resultiere ein Siedlungsgef�ge, welches bez�glich Dichte und Typus von Heterogenit�t gepr�gt sei. Die gute Eingliederung in das Orts- und Landschaftsbild sei beim vorliegenden Bauvorhaben auch unter Ber�cksichtigung des Farb- und Materialkonzepts einwandfrei gew�hrleistet. Dadurch, dass sich das Haus A nach der Riedsortstrasse ausrichte, w�hrend sich das Haus B an der Rigistrasse orientiere, sowie aufgrund des H�henversatzes ergebe sich trotz teilweiser Geb�udeunterdistanz eine insgesamt ruhige, selbstverst�ndliche Gesamtwirkung.
�Die beiden auf dem Grundst�ck des Beschwerdegegners geplanten Geb�ude sind nicht parallel zueinander ausgerichtet, sondern seitlich abgedreht. Im Bereich der westlichen Geb�udeh�lfte unterschreiten sie den nach � 131 PBG grunds�tzlich geforderten Geb�udeabstand. Unter anderem bei schwierigem Baugel�nde und in ausserordentlichen F�llen k�nnen Ausnahmen von den Grenz- und Geb�udeabstandsvorschriften gestattet werden (Art. 133 Abs. 1 lit. f und l PBG). Voraussetzung f�r eine entsprechende Ausnahmebewilligung ist, dass die �ffentlichen Interessen und schutzw�rdige private Interessen nicht wesentlich beeintr�chtigt werden (Art. 133 Abs. 2 PBG). Die Vorinstanz kam im angefochtenen Urteil zum Schluss, die Voraussetzungen f�r eine Ausnahmebewilligung zur Unterschreitung des ordentlichen Geb�udeabstands seien vorliegend erf�llt. Sie erwog, dass das Baugel�nde an der Hanglage steil beschaffen sei, was die M�glichkeit der Anordnung von zwei Bauk�rpern auf dem Grundst�ck in nord-s�dlicher Richtung einschr�nke. Vor diesem Hintergrund habe der Gemeinderat von schwierigem Baugel�nde im Sinne von Art. 133 Abs. 1 lit. f PBG ausgehen d�rfen. Der Bauherr habe ein erhebliches Interesse an der Ausnahmebewilligung, weil diese es ihm erm�gliche, das Grundst�ck bedeutend besser auszun�tzen. Wesentliche �ffentliche oder private Interessen st�nden der Ausnahmebewilligung nicht entgegen, zumal die Geb�udeversicherung aus feuerpolizeilicher Sicht keine Einw�nde gegen die Gew�hrung der Ausnahmebewilligung gehabt habe und nicht ersichtlich sei, dass Anliegen des Ortsbildschutzes dagegen sprechen sollten.
�Aufgrund des steilen Gel�ndes durfte die Vorinstanz, ohne in Willk�r zu verfallen, von schwierigem Baugel�nde im Sinne von Art. 133 Abs. 1 lit. f PBG ausgehen. Die Ausf�hrungen des Gemeinderats zur Eingliederung des umstrittenen Bauprojekts in die bauliche und landschaftliche Umgebung sind nachvollziehbar und jedenfalls nicht offensichtlich unvertretbar. Die von der Vorinstanz im Hinblick auf die Unterschreitung des ordentlichen Geb�udeabstands vorgenommene Abw�gung der verschiedenen Interessen l�sst sich nachvollziehen und ist im Ergebnis jedenfalls nicht unhaltbar. Indem die Vorinstanz die Erteilung der Bewilligung zur Unterschreitung des ordentlichen Geb�udeabstands best�tigt hat, hat sie � 133 PBG sowie � 140 Abs. 1 PBG nicht willk�rlich im Sinne von Art. 9 BV angewandt.
7.3.�Die Vorinstanz f�hrte im angefochtenen Urteil aus, Art. 47 BZR Weggis, der spezielle Bestimmungen f�r Terrassenh�user aufstellt, sei auf die beiden auf dem Grundst�ck der Beschwerdef�hrerin geplanten Geb�ude nicht anwendbar. Als zentrales Attribut eines Terassenhauses erweise sich die gleichzeitige Verwendung eines horizontalen Bauelements durch zwei Wohneinheiten, das der einen als Dach, der anderen als (Terrassen-) Boden diene, womit die beiden Wohneinheiten des Terrassenhauses begriffsnotwendig baulich verbunden und Teile eines einzigen Bauk�rpers seien. Vorliegend handle es sich um zwei eigenst�ndige, getrennte Bauk�rper, die nicht miteinander verbunden seien. Hinzu komme, dass die beiden Geb�ude mit gegen Osten hin gr�sser werdendem Abstand voneinander abgedreht seien und daher jedenfalls von Osten betrachtet nicht als Einheit wahrgenommen w�rden. Diese Ausf�hrungen der Vorinstanz sind wiederum nachvollziehbar und nicht offensichtlich unhaltbar. Soweit sich die Beschwerdef�hrerin mit ihnen �berhaupt in gen�gender Weise auseinandersetzt, vermag sie nicht darzutun, inwiefern die Nichtanwendung von Art. 47 BZR Weggis auf die beiden auf dem Grundst�ck des Beschwerdegegners geplanten Geb�ude geradezu willk�rlich im Sinne von Art. 9 BV sein sollte.
�Die Beschwerdef�hrerin macht sodann geltend, die Ausnahmebewilligung f�r die punktuelle Abweichung von der Gel�ndenorm h�tte nicht erteilt werden d�rfen. Indem die Vorinstanz diese Ausnahmebewilligung best�tigt habe, habe sie Art. 46 Abs. 2 i.V.m. Art. 42 Abs. 2 BZR Weggis willk�rlich angewendet.
8.1.�Gem�ss Art. 42 Abs. 2 BZR Weggis darf unter anderem in der Zone W2B die maximal zul�ssige Zahl von sichtbaren Geschossen in Hanglagen mit einer Neigung von mehr als 10 % nicht �berschritten werden. Darunter liegende Geschosse, Geb�udeteile innerhalb des Geb�udegrundrisses (Fundamente, St�tzen usw.) oder vorspringende Geb�udeteile (Balkone, Veranden, Erker) d�rfen talseits maximal 1 Meter �ber das gewachsene Terrain hinausragen und von bestimmten Ausnahmen abgesehen nicht sichtbar sein. Gem�ss Art. 46 BZR Weggis sind Terrainver�nderungen zu minimieren und darf das gestaltete Terrain das gewachsene nicht um mehr als 1.5 Meter �berragen (Abs. 2). Dementsprechend d�rfen St�tzmauern und mauerartige B�schungen nicht h�her als 1.5 Meter ab gewachsenem Terrain sein (Abs. 4). Bei Vorliegen besonderer Umst�nde kann der Gemeinderat bei architektonisch guter Umsetzung und gut in die Landschaft eingepasster Umgebungsgestaltung h�here St�tzmauern und mauerartige B�schungen zulassen (Abs. 8). Unter dem Vorbehalt der Verletzung �ffentlicher Interessen und in Ber�cksichtigung der Interessen der Nachbarn sind bei ausserordentlichen Verh�ltnissen allgemein Ausnahmen von den Vorschriften der BZR Weggis m�glich, wobei die �ffentlichen und die privaten Interessen abzuw�gen sind (Art. 53 BZR Weggis i.V.m. � 37 PBG).
8.2.�Im Bereich der S�dwestecke ragt das Untergeschoss des geplanten Hauses B �ber das gewachsene Terrain hinaus. Eine Aufsch�ttung soll an dieser Stelle verhindern, dass das Untergeschoss sichtbar ist, wobei das gestaltete Terrain das gewachsene um bis zu 2.3 Meter �berragt. Der Gemeinderat hat das Baugel�nde willk�rfrei als schwierig eingestuft und einleuchtend dargelegt, dass sich das Bauprojekt gut in die bauliche und landschaftliche Umgebung eingliedert (vgl. E. 7.2 hiervor). Hinzu kommt, dass der Bereich, in welchem die umstrittene Aufsch�ttung das gewachsene Terrain um mehr als 1.5 Meter �berragt, relativ klein ist. Inwiefern die kantonalen Beh�rden in diesem Zusammenhang �ffentliche oder private Interessen in willk�rlicher Weise nicht ber�cksichtigt haben sollten, ist nicht ersichtlich. Dass der Gemeinderat f�r die mit dem Bauprojekt verbundene Abweichung von Art. 42 Abs. 2 bzw. Art. 46 Abs. 2 BZR Weggis eine Ausnahmebewilligung erteilt hat bzw. dass die Vorinstanz die Erteilung der Ausnahmebewilligung best�tigt hat, ist unter den gegebenen Umst�nden im Ergebnis jedenfalls nicht willk�rlich im Sinne von Art. 9 BV.
�Nach dem Ausgef�hrten ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die Beschwerdef�hrerin kostenpflichtig (vgl. Art. 66 Abs. 1 BGG). Die Beschwerdef�hrerin hat dem Beschwerdegegner f�r das bundesgerichtliche Verfahren eine angemessene Parteientsch�digung zu bezahlen (vgl. Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG).
�Die Gerichtskosten von Fr. 3'000.-- werden der Beschwerdef�hrerin auferlegt.
�Die Beschwerdef�hrerin hat dem Beschwerdegegner f�r das bundesgerichtliche Verfahren eine Parteientsch�digung von Fr. 3'500.-- zu bezahlen.
�Dieses Urteil wird den Parteien, dem Gemeinderat Weggis und dem Kantonsgericht Luzern, 4. Abteilung, schriftlich mitgeteilt.