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Timestamp: 2016-10-26 00:39:45
Document Index: 214803762

Matched Legal Cases: ['Art. 17', 'BGE', 'Art. 87', 'BGE', 'Art. 87', 'Art. 87', 'BGE', 'Art. 87', 'BGE', 'Art. 9', 'Art. 90', 'BGE', 'Art. 27', 'Art. 8', 'Art. 17', 'BGE', 'Art. 10', 'Art. 13', 'Art. 9', 'Art. 29', 'Art. 30', 'Art. 5', 'Art. 10', 'Art. 13', 'Art. 36', 'BGE', 'Art. 29', 'Art. 9', 'Art. 5', 'Art. 10', 'Art. 13', 'Art. 30', 'Art. 29', 'Art. 9', 'Art. 30', 'Art. 58', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 58', 'Art. 30', 'BGE', 'Art. 29', 'Art. 30', 'Art. 9', 'Art. 156', 'Art. 153', 'Art. 153']

2P.170/2000 (27.10.2000)
X.________, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Urs Hess-Odoni, Bellerivematte 5, Luzern,
Gesundheitsdirektion des Kantons Z�rich, Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich,
Art. 17 UNO-Pakt II (Bewilligung zur selbst�ndigen
Berufsaus�bung als �rztin), hat sich ergeben:
A.- Dr. med. X.________, Fach�rztin FMH f�r Kinderkrankheiten und seit dem 7. Dezember 1982 zur Aus�bung der �rztlichen Praxis im Kanton Z�rich berechtigt, teilte ihren Patientinnen und Patienten bzw. deren Eltern mit Schreiben vom 10. Juni 1996 mit, dass sie den Praxisbetrieb aufgrund zahlreicher Behinderungen voraussichtlich bis zum 9. September 1996 einstelle, 1996/97 keine neuen Patienten aufnehme sowie Eltern bzw. Patienten, welche wie mehrmals vorgekommen unter falschem Namen in ihre Praxis eingeschmuggelt w�rden, insk�nftig abweisen werde. In der Folge fand am 5. Juli 1996 ein Gespr�ch mit dem hier�ber orientierten Kantonsarzt Dr. med. U. Gabathuler statt. In einer Aktennotiz hielt dieser fest, X.________ werde ihren behandelnden Analytiker auffordern, mit der Gesundheitsdirektion des Kantons Z�rich Kontakt aufzunehmen, sowie die Wiederaufnahme der Praxist�tigkeit vorg�ngig melden. Am 3. September 1996 k�ndigte X.________ zun�chst an, sie werde ihre Arbeit per
17. September 1996 wieder aufnehmen, orientierte aber bereits am 6. Januar 1997 �ber die (neuerliche) Schliessung der Praxis bis Juni 1997 zwecks intensiver pers�nlicher Weiterbildung.
Dr. A.________ der Gesundheitsdirektion des Kantons Z�rich mit, X.________ habe ab 1997 dem Kinderspital Z�rich Kinder mit abwegigen Diagnosen �berwiesen, wobei ihre Aktivit�ten mindestens zeitweise wahnhaften Charakter h�tten. Der in der Folge mit der �berpr�fung ihrer Berufsaus�bung bzw. der Einweisungspraxis in das Kinderspital Z�rich betraute Gutachter Prof. Dr. med. B.________ gelangte am 10. Juni 1999 zum Schluss, X.________ k�nne nicht als psychisch gesund betrachtet werden. Vielmehr werde sie seit zwei bis drei Jahren durch paranoid-anankastische Wahnvorstellungen behindert, so dass eine realit�tsbezogene, verantwortbare �rztliche Berufsaus�bung gegenw�rtig nicht m�glich sei. Mit Schreiben vom 22. Juni 1999 orientierte die Gesundheitsdirektion X.________ hier�ber sowie �ber die Absicht, sie im Zusammenhang mit der �berpr�fung ihrer Praxisbewilligung durch Dr. med. C.________, Psychiatrische Universit�tsklinik Z�rich, fach�rztlich auf das Vorliegen einer Krankheit sowie auf ihre Praxisf�higkeit begutachten zu lassen. In ihrer Vernehmlassung hiezu beanstandete X.________ das Vorgehen des Gutachters Prof. Dr. med.
B.________, bestritt dessen Schlussfolgerungen und erkl�rte den vorgeschlagenen Gutachter Dr. med. C.________ f�r befangen.
B.- Mit Verf�gung vom 4. Februar 2000 beauftragte die Gesundheitsdirektion des Kantons Z�rich Dr. med. C.________ im Rahmen des Verfahrens betreffend die �berpr�fung der Praxisbewilligung mit der Erstellung eines Gutachtens zur Praxisf�higkeit von X.________. Gleichzeitig drohte sie an, aufgrund der Akten �ber die Aufrechterhaltung, die Einschr�nkung oder den Entzug der Bewilligung zu entscheiden, soweit sich X.________ der Begutachtung widersetze. Auf Beschwerde hin hob das Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich am 5. Juni 2000 diesen Entscheid insofern auf, als die schriftliche Mitteilung an den Krankenkassenverband des Kantons Z�rich, die �rztegesellschaft, das Gesundheitsamt der Stadt Z�rich sowie das Bundesamt f�r Gesundheit vorgesehen war, best�tigte ihn aber im �brigen. Es bestehe ein hinreichender Verdacht, dass bei X.________ eine ernsthafte, die Praxisf�higkeit beeintr�chtigende psychische Erkrankung vorliege, weshalb die psychiatrische Begutachtung ein zul�ssiges und angemessenes Mittel zur weiteren Sachverhaltsabkl�rung sei. Eine Befangenheit des vorgesehenen Gutachters liege nicht vor.
C.- Hiergegen hat X.________ am 24. August 2000 beim Bundesgericht staatsrechtliche Beschwerde eingereicht mit den Antr�gen, den angefochtenen Entscheid aufzuheben, soweit damit die Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht gutgeheissen worden sei, und die Sache zur Fortsetzung des Verfahrens sowie zur Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Verwaltungsgericht zur�ckzuweisen.
Die Gesundheitsdirektion und das Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich schliessen auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei.
D.- Mit Verf�gung vom 12. September 2000 erkannte der Pr�sident der II. �ffentlichrechtlichen Abteilung der Beschwerde aufschiebende Wirkung zu.
1.- Das Bundesgericht pr�ft die Zul�ssigkeit der bei ihm eingereichten Beschwerden von Amtes wegen und mit freier Kognition (BGE 125 II 293 E. 1 a S. 299, mit Hinweisen).
a) Gegenstand des angefochtenen Entscheides sind vorab die Anordnung der psychiatrischen Begutachtung der Beschwerdef�hrerin sowie die Best�tigung des beauftragten Gutachters.
Gem�ss Art. 87 Abs. 1 OG in der seit 1. M�rz 2000 geltenden Fassung vom 8. Oktober 1999 ist die staatsrechtliche Beschwerde gegen selbst�ndig er�ffnete Vor- und Zwischenentscheide �ber die Zust�ndigkeit und �ber Ausstandsbegehren zul�ssig. Diese Entscheide k�nnen sp�ter nicht mehr angefochten werden. Gegen andere selbst�ndig er�ffnete Vor- und Zwischenentscheide ist sie nur zul�ssig, wenn dadurch ein nicht wiedergutzumachender Nachteil bewirkt wird. Nach der Rechtsprechung zur fr�heren Regelung wurde als Endentscheid jeder Entscheid qualifiziert, der ein Verfahren vorbeh�ltlich der Weiterziehung an eine h�here Instanz abschliesst, sei es durch einen Entscheid in der Sache selbst (Sachentscheid), sei es aus prozessualen Gr�nden (Prozessentscheid). Als Zwischenentscheide galten dagegen jene Entscheide, die das Verfahren nicht abschliessen, sondern bloss einen Schritt auf dem Weg zum Endentscheid darstellen, gleichg�ltig, ob sie eine Verfahrensfrage oder vorausnehmend eine Frage des materiellen Rechts zum Gegenstand haben (BGE 123 I 325 E. 3b S. 327; 117 Ia 251 E. 1a S. 253; 116 Ia 181 E. 3a S. 183). Art. 87 OG in der revidierten Fassung vom 8. Oktober 1999 spricht nicht mehr nur von Zwischenentscheiden, sondern zus�tzlich von Vorentscheiden, ohne dass damit eine �nderung der bisherigen Rechtslage beabsichtigt gewesen w�re. Es sollte vielmehr nur zum Ausdruck gebracht werden, dass derartige Entscheide, die nur eingeschr�nkt mit staatsrechtlicher Beschwerde anfechtbar sind, materielle oder prozessuale Fragen zum Gegenstand haben k�nnen (BBl 1999, 7922/7938).
Der angefochtene Entscheid stellt einen Schritt im Rahmen des Verfahrens betreffend die �berpr�fung der an die Beschwerdef�hrerin erteilten Bewilligung zur selbst�ndigen �rztlichen T�tigkeit dar. Soweit damit die Befangenheit des von der Gesundheitsdirektion bestimmten Gutachters verneint wird, ist nach Art. 87 Abs. 1 OG ein anfechtbarer Zwischenentscheid gegeben. Diese Bestimmung f�hrt im �brigen die Praxis zur altrechtlichen Regelung weiter, wonach die staatsrechtliche Beschwerde gegen Zwischenentscheide gerichtsorganisatorischer Natur, namentlich Entscheide �ber die Zusammensetzung der entscheidenden Beh�rde, ohne weiteres zugelassen wurde (BGE 124 I 255 E. 1b S. 259 f.). Hierzu geh�rten auch Entscheide betreffend die Ablehnung eines Gerichtsexperten (vgl. Walter K�lin, Das Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde, Bern 1994, S. 345; Thomas Geiser/Peter M�nch, Prozessieren vor Bundesgericht, 2. Auflage, Basel 1998, N 2.18 S. 65).
Die Anordnung des Gutachtens selber kann demgegen�ber nur insofern selbst�ndig angefochten werden, als dadurch ein nicht wieder gutzumachender Nachteil rechtlicher Natur bewirkt werden kann, d.h. es muss ein Nachteil vorliegen, der auch durch einen der Beschwerdef�hrerin g�nstigen (bundesgerichtlichen) Endentscheid nicht mehr zu beheben w�re (Art. 87 Abs. 2 OG; BGE 123 I 325 E. 3b S. 327 f.; 117 Ia 247 E. 3 S. 249). Dies ist vorliegend zu bejahen: Die psychiatrische Begutachtung ist als schwerer Eingriff in die Pers�nlichkeit der betroffenen Person einzustufen, um so mehr, wenn sie wie vorliegend gegen deren Willen angeordnet wird. Wohl k�nnte sich die Beschwerdef�hrerin einer Untersuchung widersetzen, doch h�tte dies, wie im �brigen ausdr�cklich angedroht, zur Folge, dass aufgrund der bestehenden Aktenlage �ber ihre berufliche Zukunft entschieden w�rde. Zu ber�cksichtigen ist dabei insbesondere auch, dass dem Bundesgericht im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde gegen einen nachteiligen kantonalen Endentscheid vorab in tats�chlicher Hinsicht nur eine eingeschr�nkte �berpr�fungsbefugnis zusteht (Art. 9 BV).
b) Nach Art. 90 Abs. 1 lit. b OG muss die Beschwerdeschrift die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung dar�ber enthalten, welche verfassungsm�ssigen Rechte bzw. welche Rechtss�tze und inwiefern sie durch den angefochtenen Erlass oder Entscheid verletzt worden sind. Das Bundesgericht pr�ft nur klar und detailliert erhobene und, soweit m�glich, belegte R�gen (BGE 110 Ia 1 E. 2a S. 3f; 125 I 71 E. 1c S. 76). Soweit die Beschwerdef�hrerin auf die Wirtschaftsfreiheit (Art. 27 BV) verweist, stellt sie selber in Abrede, dass sich im vorliegenden Verfahren hieraus etwas zu ihren Gunsten ableiten lasse, und verzichtet auf weitere Ausf�hrungen. Auf die Beschwerde ist daher in diesem Punkt nicht einzutreten.
Gleiches gilt in Bezug auf die lediglich pauschal erhobenen R�gen der Verletzung der Privatsph�re nach Art. 8 EMRK sowie Art. 17 UNO-Pakt II, zumal die Beschwerdef�hrerin es insbesondere unterl�sst darzulegen, inwiefern sich aus diesen Bestimmungen ein weitergehender Schutz ergeben sollte als aus den angerufenen Verfassungsbestimmungen.
c) Auf die Beschwerde ist aber auch insofern nicht einzutreten, als die Beschwerdef�hrerin mehr verlangt als die Aufhebung des angefochtenen Entscheides. Die staatsrechtliche Beschwerde ist, von hier nicht in Betracht fallenden Ausnahmen abgesehen, rein kassatorischer Natur (BGE 125 I 104 E. 1b S. 107).
2.- Die Beschwerdef�hrerin r�gt im Wesentlichen, die Anordnung ihrer psychiatrischen Begutachtung sowie die Wahl des Gutachters verstiessen gegen das Recht auf pers�nliche Freiheit (Art. 10 BV), den Schutz der Privatsph�re (Art. 13 BV), das Willk�rverbot sowie den Grundsatz von Treu und Glauben (Art. 9 BV), den Anspruch auf ein faires und gerechtes Verfahren (Art. 29 BV), den Anspruch auf eine unparteiische Beurteilung (Art. 30 BV) sowie das Verh�ltnism�ssigkeitsprinzip (Art. 5 BV). F�r eine psychiatrische Untersuchung fehle es sowohl an einer gesetzlichen Grundlage, an einem hinreichenden �ffentlichen Interesse als auch an der Verh�ltnism�ssigkeit einer solchen Massnahme. Ihre Anordnung auf der Grundlage des bereits bestehenden Gutachtens zur bisherigen Berufsaus�bung sei �berdies willk�rlich.
Zudem sei mit der Wahl eines letztlich der Gesundheitsdirektion als erstinstanzlich verf�gender Beh�rde unterstellten Gutachters die n�tige Unabh�ngigkeit nicht gew�hrleistet, was vorab als willk�rlich und treuwidrig einzustufen sei.
3.- a) Die Anordnung einer psychiatrischen Begutachtung ist ein schwerwiegender Eingriff in die pers�nliche Sph�re des Betroffenen, namentlich in dessen individuelle Selbstbestimmung, und tangiert entsprechend, wie die Beschwerdef�hrerin r�gt und bereits das Verwaltungsgericht festgehalten hat, sowohl das Schutzobjekt der pers�nlichen Freiheit gem�ss Art. 10 Abs. 2 BV als auch dasjenige der nach Art. 13 BV gesch�tzten Privatsph�re (vgl. BBl 1997 I 147 f. und 152). Ein solcher Eingriff muss demnach gem�ss Art. 36 BV in einem formellen Gesetz vorgesehen sein, durch ein �ffentliches Interesse oder durch den Schutz von Grundrechten Dritter gerechtfertigt sowie verh�ltnism�ssig sein. Angesichts der Schwere des Eingriffs pr�ft das Bundesgericht vorliegend nebst den Kriterien des �ffentlichen Interesses sowie der Verh�ltnism�ssigkeit auch die Frage der klaren und eindeutigen gesetzlichen Grundlage frei und nicht bloss darauf, ob sich die umstrittene Anordnung ohne Willk�r darauf st�tzen l�sst (BGE 120 Ia 147 E. 2b S. 150; 118 Ia 473 E. 6c S. 483; 113 Ia 437 E. 2 S. 440; Walter K�lin, Das Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde, 2. Auflage, Bern 1994, S. 164 ff., 175 ff. und 183. f.).
b) aa) Nach � 8 in Verbindung mit � 16 des Gesetzes vom 4. November 1962 �ber das Gesundheitswesen des Kantons Z�rich (Gesundheitsgesetz) erteilt die Direktion des Gesundheitswesens die Bewilligung, gegen Entgelt oder berufsm�ssig medizinische Verrichtungen vorzunehmen bzw. eine selbst�ndige �rztliche T�tigkeit auszu�ben, wenn der Gesuchsteller die durch dieses Gesetz verlangten fachlichen Anforderungen erf�llt, vertrauensw�rdig ist und nicht an einem geistigen oder k�rperlichen Gebrechen leidet, das ihn zur Berufsaus�bung offensichtlich unf�hig macht. Die Bewilligung kann entzogen werden, wenn deren Voraussetzungen nicht mehr vorhanden sind oder wenn den Beh�rden nachtr�glich Tatsachen zur Kenntnis gelangen, auf Grund derer die Bewilligung h�tte verweigert werden m�ssen. Als Entzugsgr�nde gelten insbesondere die schwere, die Patienten gef�hrdende Verletzung der Berufspflichten, die missbr�uchliche Ausn�tzung der beruflichen Stellung, ernstliche sittliche Verfehlungen an Patienten und die offensichtliche �berforderung von Patienten (� 9 des Gesundheitsgesetzes). Wie im Falle der nachtr�glichen �berpr�fung einer Bewilligung zur Berufsaus�bung in verfahrensrechtlicher Hinsicht vorzugehen ist, wird durch das Gesundheitsgesetz nicht geregelt. Es sind daher, mit dem Verwaltungsgericht, die Bestimmungen des Gesetzes vom 24. Mai 1959 �ber den Rechtsschutz in Verwaltungssachen (Verwaltungsrechtspflegegesetz; VRG) heranzuziehen, zumal � 4 VRG ausdr�cklich statuiert, dass f�r das Verfahren vor Verwaltungsbeh�rden der Gemeinden, der Bezirke und des Kantons die Regeln gem�ss � 4a VRG massgebend sind, soweit nicht abweichende Vorschriften bestehen.
bb) Entsprechend dem im Verwaltungsrecht allgemein geltenden Untersuchungsgrundsatz hat die Verwaltungsbeh�rde nach � 7 VRG den Sachverhalt von Amtes wegen durch Befragen der Beteiligten und von Auskunftspersonen, durch Beizug von Amtsberichten, Urkunden und Sachverst�ndigen, durch Augenschein oder auf andere Weise festzustellen. Die am Verfahren Beteiligten haben dabei mitzuwirken, soweit sie ein Begehren gestellt haben, oder wenn ihnen nach gesetzlicher Vorschrift eine Auskunfts- oder Mitteilungspflicht obliegt.
Ist ein Gesuch um Erteilung einer Bewilligung zur selbst�ndigen �rztlichen T�tigkeit zu beurteilen, trifft den Gesuchsteller ohne weiteres die Pflicht, bei der Ermittlung der hief�r verlangten Voraussetzungen mitzuwirken, insbesondere soweit ein zu kl�rendes Sachverhaltselement in seiner Person liegt. Die Bewilligungsbeh�rde kann daher bei ernsthaften Zweifeln �ber die geistige Gesundheit bereits in diesem Zeitpunkt im Rahmen von � 7 Abs. 2 VRG eine psychiatrische Begutachtung verlangen (Alfred K�lz/J�rg Bosshart/Martin R�hl, VRG, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Z�rich, 2. Auflage, Z�rich 1999, � 7 N 62), um so mehr, als der Sachverhalt in einem solchen Fall auf andere Weise kaum zuverl�ssig abzukl�ren w�re. Ist wie vorliegend zu pr�fen, ob die Bewilligungsvoraussetzungen entsprechend � 9 des Gesundheitsgesetzes weiterhin gegeben sind, muss grunds�tzlich das Gleiche gelten, zumal die vom Verfahren betroffene Person ausdr�cklich oder implizit das Begehren stellt, die ihr einmal erteilte Bewilligung zur Berufsaus�bung zu belassen. Entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrerin bildet demnach � 7 Abs. 2 VRG auch im �berpr�fungsverfahren eine ausreichende gesetzliche Grundlage f�r die Anordnung einer psychiatrischen Untersuchung.
c) aa) Die Beschwerdef�hrerin bestreitet das Vorliegen einer Verdachtslage hinsichtlich ihrer geistigen Gesundheit. Sie kritisiert dabei insbesondere, das im Auftrag der Gesundheitsdirektion von Prof. Dr. med. B.________ zu ihrer Berufsaus�bung bzw. zu ihrer Einweisungspraxis in das Kinderspital Z�rich erstellte Gutachten sei willk�rlich sowie mit einem gerechten und fairen Verfahren nicht vereinbar, um so weniger als der Gutachter sie nie pers�nlich kontaktiert habe. Entgegen diesen Vorbringen st�tzte das Verwaltungsgericht indessen den Verdacht auf das Vorliegen einer relevanten geistigen Erkrankung der Beschwerdef�hrerin nicht allein auf die erw�hnte Expertise, sondern zog diesen Schluss nach Abw�gen der gesamten Umst�nde: Abgestellt wurde zun�chst auf das Patientenrundschreiben der Beschwerdef�hrerin vom 10. Juni 1996 mit dem problematischen Hinweis, es seien wiederholt Patienten oder Eltern unter falschem Namen in die Praxis eingeschmuggelt worden, sowie auf den anl�sslich des Gespr�chs vom 5. Juli 1996 vom Kantonsarzt gewonnenen Eindruck, wonach die Beschwerdef�hrerin zeitweise hintergr�ndig wahnhaft sei. Den gleichen Verdacht �usserte auch Prof. Dr. med. A.________, Kinderspital Z�rich, als er die Gesundheitsdirektion am 18. Februar 1999 �ber die auff�llige Diagnose- sowie die Spitaleinweisungspraxis der Beschwerdef�hrerin orientierte. Das hierzu eingeholte Gutachten von Prof. Dr. med. B.________ best�tigte denn auch, wie das Verwaltungsgericht zu Recht ausf�hrt, stereotype Verdachtsdiagnosen, den Mangel an eigenen Befunden sowie eine diesbez�glich fehlende Differenzierung und ein systematisches Abweichen von den Befunden des Kinderspitals.
Entgegen der Kritik der Beschwerdef�hrerin durfte das Gutachten in diesen Punkten ohne weiteres als Entscheidgrundlage verwertet werden. Diesbez�glich schadet die fehlende pers�nliche Befragung der Beschwerdef�hrerin durch den Gutachter nicht, zumal die von ihr verfassten Krankengeschichten in ihrer Detailtreue ein ausreichendes Bild �ber ihre Berufsaus�bungspraxis ergaben. Eine Verletzung der Garantien eines fairen Verfahrens nach Art. 29 BV ist daher nicht zu sehen (vgl. BBl 1997 I 181 f.; J�rg Paul M�ller, Grundrechte in der Schweiz, 3. Auflage, Bern 1999, S. 493 ff.).
bb) Durfte das Verwaltungsgericht somit angesichts der gesamten Umst�nde den f�r die Anordnung einer fach�rztlichen Untersuchung erforderlichen Verdacht einer psychischen Erkrankung der Beschwerdef�hrerin annehmen, ist auch ohne weiteres ein �ffentliches Interesse an einer solchen Massnahme zu bejahen. Sie erweist sich �berdies als verh�ltnism�ssig, da der Gesundheitszustand sowie die damit zusammenh�ngende Praxisf�higkeit der Beschwerdef�hrerin anderweitig kaum festgestellt werden k�nnten. Die angeordnete psychiatrische Begutachtung der Beschwerdef�hrerin ist demnach weder willk�rlich (Art. 9 BV) noch unverh�ltnism�ssig (Art. 5 BV) und ist mit der pers�nlichen Freiheit (Art. 10 BV) bzw. dem Anspruch auf Achtung der Privatsph�re der Beschwerdef�hrerin (Art. 13 BV) vereinbar.
C.________, Psychiatrische Universit�tsklinik Z�rich, mit ihrer Untersuchung macht die Beschwerdef�hrerin geltend, dieser sei in Bezug auf das aktuelle Arbeitsverh�ltnis sowie seine weitere berufliche Karriere direkt und unmittelbar der Gesundheitsdirektion unterstellt, weshalb es ihm an der notwendigen Unabh�ngigkeit fehle. Zur gleichen Universit�tsklinik geh�re �berdies auch das Kinderspital Z�rich, welches bei der Gesundheitsdirektion vorstellig geworden sei und damit das Verfahren betreffend �berpr�fung der Berufsaus�bungsbewilligung ausgel�st habe. Verletzt sei demnach nicht nur der Anspruch auf eine unparteiische Behandlung (Art. 30 BV), sondern auch der Anspruch auf ein faires und gerechtes Verfahren (Art. 29 BV), das Willk�rverbot sowie der Grundsatz von Treu und Glauben (Art. 9 BV)
b) aa) Nach Art. 30 BV hat jede Person, deren Sache in einem gerichtlichen Verfahren beurteilt werden muss, Anspruch auf ein durch Gesetz geschaffenes, zust�ndiges, unabh�ngiges und unparteiisches Gericht. Entsprechend der zu Art. 58 Abs. 1 aBV entwickelten, in diese Verfassungsbestimmung eingeflossenen Rechtsprechung (vgl. BBl 1997 I 183) hat der Einzelne Anspruch darauf, dass seine Sache von einem unparteiischen, unvoreingenommenen und unbefangenen Richter ohne Einwirken sachfremder Umst�nde entschieden wird. Befangenheit ist danach anzunehmen, wenn Umst�nde vorliegen, die geeignet sind, Misstrauen in die Unparteilichkeit eines Richters zu erwecken. Bei der Befangenheit handelt es sich allerdings um einen inneren Zustand, der nur schwer bewiesen werden kann. Es braucht daher f�r die Ablehnung eines Richters nicht nachgewiesen zu werden, dass dieser tats�chlich befangen ist. Vielmehr gen�gt, dass Umst�nde vorliegen, die den Anschein der Befangenheit und die Gefahr der Voreingenommenheit zu begr�nden verm�gen. Bei der Beurteilung des Anscheins der Befangenheit und der Gewichtung solcher Umst�nde kann jedoch nicht auf das subjektive Empfinden einer Partei abgestellt werden. Das Misstrauen in den Richter muss vielmehr in objektiver Weise als begr�ndet erscheinen (BGE 126 I 68 E. 3a S. 73; 120 V 357 E. 3a S. 365, mit Hinweisen).
F�r Sachverst�ndige gelten grunds�tzlich die gleichen Ausstands- und Ablehnungsgr�nde, wie sie f�r den Richter vorgesehen sind, weshalb die dargelegte Rechtsprechung zur richterlichen Unabh�ngigkeit und Unparteilichkeit sinngem�ss auf das Erfordernis der Unvoreingenommenheit des Sachverst�ndigen angewendet wird (BGE 120 V 357 E. 3a S. 364).
Bei medizinischen Gerichtsgutachten weicht der Richter in der Praxis nicht ohne zwingende Gr�nde von der Einsch�tzung des Gutachters ab, zumal es gerade dessen Aufgabe ist, durch seine Fachkenntnisse sicherzustellen, dass ein medizinischer Sachverhalt richtig erfasst wird (BGE 118 V 286 E. 1b S. 290).
bb) Wird mit der staatsrechtlichen Beschwerde eine Verletzung des Anspruchs auf den verfassungsm�ssigen Richter geltend gemacht, so �berpr�ft das Bundesgericht die Auslegung und Anwendung des kantonalen Verfahrensrechts unter dem Gesichtswinkel der Willk�r. Mit freier Kognition pr�ft es dagegen, ob die als vertretbar erkannte Auslegung des kantonalen Prozessrechts mit den Garantien von Art. 58 Abs. 1 aBV bzw. von Art. 30 Abs. 1 BV vereinbar ist (BGE 126 I 68 E. 3b S. 73).
cc) Das Verwaltungsgericht stellte zun�chst fest, es liege keiner der in � 5a Abs. 1 VRG beispielhaft aufgez�hlten Ausstandsgr�nde vor, und pr�fte in der Folge, ob nach einer objektiven Betrachtungsweise allgemein Umst�nde vorl�gen, die den Gutachter als pers�nlich befangen erscheinen liessen. Es verneinte dies, da allein die Tatsache, dass Dr. med. C.________ in seiner Funktion als "Leitender Arzt forensisch-psychiatrischer Dienst" und somit als Angestellter der Psychiatrischen Universit�tsklinik Z�rich administrativ in die Gesundheitsdirektion eingegliedert sei, f�r sich aus objektiver Sicht nicht den Anschein der Befangenheit zu erwecken verm�ge; um so weniger, als er in seiner T�tigkeit als Gutachter zur Wahrheit verpflichtet und nicht weisungsgebunden sei.
Diese Auffassung ist vorliegend verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden: Dr. med. C.________ hat sich, soweit ersichtlich, bis anhin mit der streitigen Sache nicht befasst. Es wird ihm denn auch nicht eine konkrete �usserung oder Haltung gegen�ber der Beschwerdef�hrerin vorgeworfen, welche seine Unbefangenheit und Unabh�ngigkeit in Frage stellen w�rde. Zu Recht hat das Verwaltungsgericht es abgelehnt, allein aus seiner T�tigkeit an der Psychiatrischen Universit�tsklinik Z�rich und der damit verbundenen hierarchischen Zuordnung zur Gesundheitsdirektion, welche im Verfahren betreffend die �berpr�fung der Praxisbewilligung der Beschwerdef�hrerin als erste Instanz wirkt, auf das Vorliegen einer Befangenheit zu schliessen. Als leitender Arzt des forensisch-psychiatrischen Dienstes ist er weder in Bezug auf sein aktuelles Arbeitsverh�ltnis noch hinsichtlich seiner weiteren beruflichen Karriere derart von der Gesundheitsdirektion abh�ngig, dass dadurch seine �rztliche Unabh�ngigkeit und Vertrauensw�rdigkeit als gef�hrdet erscheint.
Die bereits in der Eingabe an die Gesundheitsdirektion vom 14. September 1999 ge�usserte Bef�rchtung, Dr. med. C.________ werde zu Handen der Gesundheitsdirektion ein Gef�lligkeitsgutachten erstellen, entbehrt bei objektiver Betrachtung jeglicher Grundlage. Gleiches gilt, soweit der Umstand, dass auch das anzeigeerstattende Kinderspital Z�rich der Gesundheitsdirektion angegliedert ist, als Hinweis auf eine Voreingenommenheit des bestellten Gutachters herangezogen wird. Insgesamt h�lt demnach der angefochtene Entscheid vor den angerufenen verfassungsrechtlichen Verfahrensgarantien nach Art. 29 und Art. 30 BV sowie vor dem Willk�rverbot und dem Grundsatz von Treu und Glauben (Art. 9 BV) stand.
5.- Nach dem Gesagten erweist sich die staatsrechtliche Beschwerde als unbegr�ndet, soweit darauf einzutreten ist.
Entsprechend dem Verfahrensausgang sind die bundesgerichtlichen Kosten der Beschwerdef�hrerin aufzuerlegen (Art. 156 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 153 und Art. 153a OG).
3.- Dieses Urteil wird der Beschwerdef�hrerin und der Gesundheitsdirektion sowie dem Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich schriftlich mitgeteilt.