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Timestamp: 2016-10-27 16:44:02
Document Index: 190868743

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 71', 'Art. 71', 'Art. 73', 'BGE', 'BGE', 'Art. 53', 'Art. 159']

I 429/05 (06.03.2006)
I 429/05
K.________, 1949, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Bruno H�fliger, Schwanenplatz 7, 6004 Luzern,
A.a Der 1949 geborene K.________ erlitt im Dezember 1988 bei einer Auffahrkollision ein Schleudertrauma der Halswirbels�ule. Die Medizinische Abkl�rungsstelle (MEDAS) Zentralschweiz kam in einem am 20. Januar 1994 erstatteten Gutachten zum Schluss, es sei ihm keine berufliche T�tigkeit mehr zumutbar. Mit Verf�gungen vom 7. Juli 1994 sprach die Ausgleichskasse des Kantons Obwalden dem Versicherten gest�tzt auf einen Rentenbeschluss der IV-Kommission des Kantons Obwalden f�r die Zeit vom 1. Juli 1991 bis zum 31. Dezember 1991 eine halbe einfache Invalidenrente auf Grund eines Invalidit�tsgrades von 59 % und mit Wirkung ab 1. Januar 1992 eine ganze einfache Invalidenrente auf Grund eines Invalidit�tsgrades von 95 % zu. Mit Schreiben vom 23. Dezember 1996 teilte ihm die IV-Stelle Nidwalden mit, die �berpr�fung des Invalidit�tsgrades habe keine rentenbeeinflussende �nderung ergeben, sodass er weiterhin Anspruch auf die bisherige Rente habe.
A.b Mit Verf�gung Nr. 9389 vom 24. April 1998 hob die IV-Stelle Nidwalden die Rente unter Feststellung einer Erwerbseinbusse von 35 % per 31. Mai 1998 revisionsweise auf. Mit einer weiteren Verf�gung Nr. 9714 vom 13./24. Juli 1998 stellte sie die Rente r�ckwirkend per 1. Juli 1991 ein und teilte dem Versicherten mit, die zu Unrecht bezogenen Leistungen seien zur�ckzuerstatten, wor�ber er eine separate Verf�gung erhalten werde. Zur Begr�ndung f�hrte sie an, die Verf�gungen der Ausgleichskasse Obwalden vom 7. Juli 1994 basierten auf falschen Invalidit�tsbemessungsgrundlagen, weil der Versicherte der Verwaltung von ihm erzieltes Erwerbseinkommen nicht gemeldet habe.
B.a K.________ liess sowohl die Verf�gung vom 24. April 1998 als auch jene vom 13./24. Juli 1998 beim Verwaltungsgericht des Kantons Nidwalden anfechten. Nachdem dieses das die Verf�gung vom 24. April 1998 betreffende Beschwerdeverfahren sistiert hatte, wies es das gegen die Verf�gung vom 13./24. Juli 1998 gerichtete Rechtsmittel mit Entscheid vom 12. April 1999 ab.
B.b Das Eidgen�ssische Versicherungsgericht hiess die gegen den kantonalen Gerichtsentscheid vom 12. April 1999 erhobene Verwaltungsgerichtsbeschwerde in dem Sinne teilweise gut, dass es diesen Entscheid und die Verf�gung Nr. 9714 vom 13./24. Juli 1998 aufhob und die Sache an die IV-Stelle Nidwalden zur�ckwies, damit sie, nach erfolgter Abkl�rung im Sinne der Erw�gungen, neu verf�ge. Im �brigen wies es das Rechtsmittel ab (Urteil vom 17. Januar 2001, I 73/00).
B.c Nach Vornahme von Aktenerg�nzungen verf�gte die IV-Stelle des Kantons Nidwalden am 6. Februar 2002 erneut die r�ckwirkende Aufhebung der Rente ab dem 1. Juli 1991, weil zu keinem Zeitpunkt ein rentenbegr�ndender Invalidit�tsgrad bestanden habe. Der Versicherte liess auch diese neue Verf�gung beim Verwaltungsgericht des Kantons Nidwalden anfechten, wobei er in Ziff. 4 der Beschwerdeantr�ge um Durchf�hrung einer �ffentlichen Verhandlung ersuchte.
B.d Nachdem es die Sistierung des die Verf�gung vom 24. April 1998 betreffenden Beschwerdeverfahrens durch Vornahme einer Prozesshandlung aufgehoben und dieses mit dem die Verf�gung vom 6. Februar 2002 betreffenden Verfahren vereinigt hatte, wies das Verwaltungsgericht des Kantons Nidwalden die gegen die Verf�gungen vom 24. April 1998 und vom 6. Februar 2002 erhobenen Beschwerden mit Entscheid vom 2. Dezember 2002 (versandt am 2. Juli 2003) ohne Durchf�hrung einer �ffentlichen Verhandlung ab.
B.e Das Eidgen�ssische Versicherungsgericht hiess die gegen den kantonalen Gerichtsentscheid vom 2. Dezember 2002 erhobene Verwaltungsgerichtsbeschwerde in dem Sinne teilweise gut, dass es diesen Entscheid aus formellen Gr�nden (wegen Verletzung des rechtlichen Geh�rs und wegen Missachtung des Anspruchs auf eine �ffentliche Verhandlung) aufhob und die Sache an die Vorinstanz zur�ckwies, damit sie im Sinne der Erw�gungen verfahre und �ber die Beschwerden gegen die Verf�gungen der IV-Stelle Nidwalden vom 24. April 1998 und vom 6. Februar 2002 neu entscheide (Urteil vom 8. April 2004, I 573/03).
B.f Am 25. November 2004 f�hrte das Verwaltungsgericht des Kantons Nidwalden eine �ffentliche Verhandlung durch und befragte F.________ als Zeugin und K.________ als Partei zur Sache. Mit Entscheid vom 14. Dezember 2004 (versandt am 12. Mai 2005) wies es die gegen die Verf�gungen vom 24. April 1998 und vom 6. Februar 2002 erhobenen Beschwerden erneut ab.
K.________ l�sst hiegegen mit folgenden Rechtsbegehren Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren: Der kantonale Gerichtsentscheid vom 14. Dezember 2004 und die Verf�gungen der IV-Stelle Nidwalden vom 24. April 1998 und vom 6. Februar 2002 seien aufzuheben; der Rentenausschluss per 1. Juli 1991 sei aufzuheben und es sei ihm die verf�gte Rente zu belassen; es sei ihm per 1. Juni 1998 bis 31. Dezember 2001 weiterhin eine ganze Rente zu entrichten; per 1. Januar 2002 sei die IV-Rente in Revision zu ziehen und es sei der Anspruch auf eine halbe oder Viertelsrente zu pr�fen; ab 1. Februar 2004 sei wiederum revisionsweise der Anspruch auf eine ganze IV-Rente zu best�tigen.
Streitgegenstand im System der nachtr�glichen Verwaltungsrechtspflege ist das Rechtsverh�ltnis, welches - im Rahmen des durch die Verf�gung bestimmten Anfechtungsgegenstandes - den auf Grund der Beschwerdebegehren effektiv angefochtenen Verf�gungsgegenstand bildet. Streitgegenstand ist damit hier das mit den Beschwerden an das kantonale Verwaltungsgericht vom 8. Mai 1998 (Verfahren V 1998 65) und vom 15. M�rz 2002 (Verfahren V 2002 23) Verlangte. Damit wurden die Verf�gungen der IV-Stelle Nidwalden vom 24. April 1998 und vom 6. Februar 2002 angefochten. Nach R�ckweisung der Sache durch Urteil des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts vom 8. April 2004, I 573/03, an das kantonale Gericht war das Verfahren (nunmehr Verfahren V 2004 36) wieder auf diesem Stand. Dieser Streitgegenstand kann nicht ausgedehnt werden. Auf die Begehren, per 1. Januar 2002 die IV-Rente in Revision zu ziehen und den Anspruch auf eine halbe oder Viertelsrente zu pr�fen sowie ab 1. Februar 2004 wiederum revisionsweise den Anspruch auf eine ganze IV-Rente zu best�tigen, ist damit nicht einzutreten. Der zur Begr�ndung dieser Begehren in Ziff. III.4 der Verwaltungsgerichtsbeschwerde gemachte Hinweis, das Eidgen�ssische Versicherungsgericht habe im Urteil I 573/03 festgestellt, die vorliegende Streitsache k�nne bez�glich des Rentenanspruches nur als Gesamtheit beurteilt werden, interpretiert die dort in Erw. 1 in einem anderen Kontext gemachte Aussage falsch.
2.1 Am 1. Januar 2003 ist das Bundesgesetz �ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 in Kraft getreten. Mit ihm sind zahlreiche Bestimmungen im Invalidenversicherungsbereich ge�ndert worden. Weil in zeitlicher Hinsicht grunds�tzlich diejenigen Rechtss�tze massgebend sind, die bei der Erf�llung des zu Rechtsfolgen f�hrenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 127 V 467 Erw. 1), sind die bis zum 31. Dezember 2002 geltenden Bestimmungen anwendbar.
2.2 Ferner stellt das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles grunds�tzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verf�gung eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 121 V 366 Erw. 1b), und nicht auf die Verh�ltnisse, wie sie sich bis zum Entscheid des kantonalen Gerichts entwickelt haben. Die in diesem Zusammenhang vom Beschwerdef�hrer angerufenen Entscheide des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts betreffen Streitigkeiten der beruflichen Vorsorge, wo der Rechtsstreit anders ausgestaltet und direkt beim kantonalen Gericht Klage zu erheben ist.
Bei der Beurteilung der vorliegenden Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist von den Urteilen des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts vom 17. Januar 2001, I 73/00, und 8. April 2004, I 573/03, auszugehen.
3.1 Nach dem Urteil I 73/00 steht fest, dass die Neubeurteilung des Invalidit�tsgrades wegen Verletzung der Meldepflicht zul�ssig ist. Dabei ist das Valideneinkommen gem�ss den urspr�nglichen Rentenverf�gungen (angepasst an Teuerung und Lohnentwicklung) immer noch massgebend (Erw. 4b/ee). Das Gericht beanstandete, dass der Einkommensvergleich nicht in allen Jahren zu einer rentenausschliessenden Invalidit�t f�hrt, auch wenn man das tats�chlich erzielte Erwerbseinkommen als Invalideneinkommen betrachtet (Erw. 4b/bb). Auch wurde das erzielte Erwerbseinkommen nicht korrekt festgestellt, indem Einkommen aus der T�tigkeit f�r die Firma X.________ Treuhand und die Firma Y.________ Treuhand nicht ber�cksichtigt wurden. Zudem wurde das Einkommen nur bis Mitte 1997 ermittelt, statt bis zum Zeitpunkt der Verf�gung im Juli 1998. Des Weitern wurden keine Gewinnungskosten ber�cksichtigt und die Mitarbeit von F.________ ausser Acht gelassen (Erw. 4b/cc). Auch war zu pr�fen, ob sich auf Grund der medizinischen Akten aus dem in einzelnen Jahren erzielten Einkommen R�ckschl�sse auf auch in anderen Jahren zumutbarerweise erzielbares Einkommen ziehen lassen (Erw. 4b/dd).
3.2 Trotz wiederholter Aufforderung durch die IV-Stelle reichte der Beschwerdef�hrer in der Folge keine Unterlagen �ber Erwerbseinkommen und Gewinnungskosten ein. Deshalb setzte die Verwaltung in der Verf�gung vom 6. Februar 2002 die Roheinkommen 1991 bis Mitte 1997 gest�tzt auf den Einspracheentscheid der SUVA vom 3. September 1999 fest. Dies ergab einen Durchschnitt von Fr. 53'116.80 pro Jahr. Diese Zahlen umfassen auch die Einkommen bei der Firma X.________ Treuhand und der Firma Y.________ Treuhand. Die IV-Stelle erachtete es als �berwiegend wahrscheinlich, dass nicht alle Einkommen hatten nachgewiesen werden k�nnen, und verzichtete deshalb im Gegenzug darauf, Gewinnungskosten abzuziehen. Bei einem an Teuerung und Lohnentwicklung angepassten Valideneinkommen gem�ss den urspr�nglichen Rentenverf�gungen vom 7. Juli 1994 von Fr. 63'390.- f�r das Jahr 1991 und Fr. 67'236.- f�r das Jahr 1992 ergab sich so im Einkommensvergleich f�r alle Jahre 1991-1998 ein rentenausschliessender Invalidit�tsgrad.
3.3 Das kantonale Verwaltungsgericht befand bei seinem Entscheid vom 2. Dezember 2002, die vom Beschwerdef�hrer nicht dokumentierten Gewinnungskosten liessen sich nicht ohne unverh�ltnism�ssigen Aufwand ermitteln. Sie seien pauschal mit 15 % zu veranschlagen. Auch sei die Mitarbeit von F.________ nicht nachgewiesen. Die Einkommensfluktuationen seien aber nicht auf eine solche zur�ckzuf�hren, sondern auf konjunkturelle Schwankungen. Sodann sei der Verzicht der IV-Stelle auf weitere medizinische Abkl�rungen nicht zu beanstanden, da der Beschwerdef�hrer trotz der medizinisch ausgewiesenen Arbeitsunf�higkeit mit seinem Einkommen in den Jahren 1991-1997 den Tatbeweis seiner tats�chlichen Arbeitsf�higkeit erbracht habe. Auch mit dem Gewinnungskostenabzug sei kein rentenbegr�ndender Invalidit�tsgrad gegeben.
3.4 Mit Urteil I 573/03 vom 8. April 2004 stellte das Eidgen�ssische Versicherungsgericht fest, dass das kantonale Gericht F.________ h�tte als Zeugin einvernehmen und eine �ffentliche Verhandlung durchf�hren m�ssen (Erw. 3.8.3 und 4). Zu den anderen in der damaligen Verwaltungsgerichtsbeschwerde beanstandeten Punkten �usserte sich das Urteil nicht (Erw. 4).
3.5 Am 25. November 2004 f�hrte die Vorinstanz eine �ffentliche Verhandlung mit Einvernahme der Zeugin F.________ und des Beschwerdef�hrers durch. Dabei kam sie zum Schluss, F.________ habe dem Beschwerdef�hrer bloss unbedeutend Mitarbeit geleistet. Mit Entscheid vom 14. Dezember 2004 wies sie die Beschwerde erneut ab.
Der Beschwerdef�hrer r�gt, obwohl die Annahme einer stark reduzierten Erwerbst�tigkeit ab Mitte 1997 auf Grund der Akten und der Parteibefragung nahe liege, seien f�r die Zeit ab dem zweiten Halbjahr 1997 keine weiteren Einkommensabkl�rungen getroffen worden.
4.1 Vorab ist festzuhalten, dass vom Beschwerdef�hrer unabh�ngig davon, ob er buchf�hrungspflichtig ist oder nicht, erwartet wird, dass er sich an der Ermittlung des Sachverhaltes beteiligt. Auch wenn das Verfahren von der Offizialmaxime beherrscht wird, die Beh�rde und das Gericht also gehalten sind, von Amtes wegen f�r die richtige und vollst�ndige Abkl�rungen des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen, so trifft den Beschwerdef�hrer eine Mitwirkungspflicht (BGE 125 V 195 Erw. 2, 122 V 158 Erw. 1a, je mit Hinweisen). Auch bestimmt der vorliegend anwendbare (vgl. oben Erw. 2.1) altArt. 71 Abs. 1 IVV, dass der Versicherte �ber die f�r die Anspruchsberechtigung und die Festsetzung der Leistung massgebenden Verh�ltnisse wahrheitsgetreu und unentgeltlich Auskunft zu geben hat. Verweigert er schuldhaft Ausk�nfte im Sinne von altArt. 71 Abs. 1 IVV, so kann die IV-Stelle, unter Ansetzung einer angemessenen Frist und Darlegung der S�umnisfolgen, auf Grund der Akten beschliessen (altArt. 73 IVV). Es ist somit nicht statthaft, dass der Beschwerdef�hrer der Beh�rde keine der Sachverhaltsermittlung dienende Unterlagen einreicht und ihr dann vorwirft, sie habe die Untersuchungspflicht verletzt. Dies umso mehr, als nicht belegte Angaben des Beschwerdef�hrers kaum verl�sslich sind, hat er doch sowohl der Versicherung als auch den Steuerbeh�rden gegen�ber Erwerbseinkommen anerkanntermassen nicht deklariert.
4.2 Es steht aber fest, dass der Beschwerdef�hrer jedenfalls bis Mitte 1997 und dann wieder ab September 2001 arbeitete. Bei den Akten finden sich keine Unterlagen, aus denen hervorgeht, dass der Gesundheitszustand in der dazwischen liegenden Zeit signifikant schlechter als vor- oder nachher gewesen ist. Eine nachtr�gliche medizinische Beurteilung erg�be kein aussagekr�ftiges Bild. Denn obwohl der Beschwerdef�hrer aus medizinischer Sicht zu 100 % arbeitsunf�hig erkl�rt worden war (MEDAS-Gutachten vom 20. Januar 1994), hat er f�r die Jahre bis 1997 den Tatbeweis f�r seine Arbeits- und Leistungsf�higkeit erbracht. Auch war er ab September 2001 bei der Firma T.________ als Bohrmeister und Gruppenf�hrer voll t�tig und bezog daf�r Leistunglohn. Eine in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erneut vorgebrachte geistig/psychische Gesundheitsbeeintr�chtigung ist im Urteil I 73/00 bereits als Schutzbehauptung taxiert worden (Erw. 3a). Es ist mit der Vorinstanz zum Schluss zu kommen, dass allf�llige Einkommenseinbussen des Beschwerdef�hrers ab 1997 �berwiegend wahrscheinlich nicht gesundheitlich bedingt, sondern andere, beispielsweise konjunkturelle Gr�nde daf�r gegeben waren, so etwa der Verlust von Auftr�gen langj�hriger Gesch�ftspartner. Sollte der Beschwerdef�hrer bei konstant anhaltender Leistungsf�higkeit seine Erwerbst�tigkeit eingeschr�nkt haben, weil er sich des andernfalls m�glichen Verlustes von Versicherungsanspr�chen bewusst geworden ist, w�re dies im �brigen als Verstoss gegen die ihm obliegende Schadenminderungspflicht zu werten.
Entgegen den Ausf�hrungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist das Valideneinkommen vom Eidgen�ssischen Versicherungsgericht mit dem Urteil I 73/00 verbindlich festgelegt worden (Erw. 4b/ee). Vorliegend geht es um eine prozessuale Revision. Das Rechtsinstitut der prozessualen Revision dient der Korrektur von Verf�gungen, die auf von Anfang an fehlerhaften tats�chlichen Grundlagen beruhen (BGE 115 V 313 Erw. 4a/aa; AHI 1998 S. 295 Erw. 3; SVR 1997 EL Nr. 36 S. 108 Erw. 3b/bb); die Verwaltung ist verpflichtet, unter diesem Titel auf eine formell rechtskr�ftige Verf�gung zur�ckzukommen, wenn neue Tatsachen oder neue Beweismittel entdeckt werden, die geeignet sind, bei zutreffender rechtlicher W�rdigung (Urteile F. vom 7. Juli 2003, I 263/03, Erw. 5.1, und B. vom 18. September 2002, I 183/02, Erw. 2.1) zu einer andern rechtlichen Beurteilung zu f�hren (BGE 129 V 202 Erw. 1.1, 127 V 469 Erw. 2c; vgl. nun auch Art. 53 Abs. 1 ATSG). Hier sind keine neuen Tatsachen oder Beweismittel entdeckt worden, die auf die H�he des urspr�nglich festgelegten Valideneinkommens einen Einfluss haben, sondern die Revisionsgr�nde sind hinsichtlich der H�he des im Einkommensvergleich ber�cksichtigten Invalideneinkommen gegeben, war dieses doch in einem erheblichen Ausmass h�her, als es der urspr�nglichen Berechnung und der sp�teren �berpr�fung des Invalidit�tsgrades zu Grunde gelegt worden war.
6.1 Gem�ss dem Urteil I 73/00 war bei der Bestimmung des Invalidit�tsgrades zu pr�fen, ob sich in Anbetracht der den medizinischen Akten zu entnehmenden Informationen �ber eine Ver�nderung oder ein Gleichbleiben des Gesundheitszustandes aus dem in einzelnen Jahren erzielten Einkommen R�ckschl�sse auf auch in anderen Jahren zumutbarerweise erzielbares Einkommen ziehen lassen (Erw. 4d/dd). Dass Verwaltung und Vorinstanz f�r dieses Invalideneinkommen trotzdem den Jahresdurchschnittslohn des gesamten hier zu betrachtenden Zeitraums angenommen haben, ist nicht grunds�tzlich abzulehnen. Ein solches Durchschnittseinkommen ist nur problematisch und nicht im Einklang mit den Vorgaben im Urteil des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts, wenn erhebliche Einkommensschwankungen und m�gliche andere erkl�rbare Faktoren mit Einfluss auf den Invalidenlohn auftraten, die bei Verwendung eines Durchschnittswertes nicht oder nur verzerrt ber�cksichtigt werden. So hat das Einkommen des Beschwerdef�hrers ab 1995 gegen�ber den Vorjahren auff�llig und markant zugenommen. Es ist zu vermuten, dass dies durch vermehrte Mitarbeit von F.________ und die Anschaffung des Transporters ab Januar 1995 zu erkl�ren w�re, weil dies darauf schliessen l�sst, dass der Betrieb des Beschwerdef�hrers ab 1995 intensiviert wurde. Deshalb ist es gerechtfertigt, hier die Jahre 1991-1994 und ab 1995 je separat zu betrachten. Innerhalb dieser Zeitepochen kann auf Durchschnittswerte abgestellt werden, da auf Grund der Akten davon auszugehen ist, dass Einkommensschwankungen prim�r konjunkturell bedingt sind und nicht durch gesundheitliche Ver�nderungen.
6.2 F�r die Jahre 1991-1994 betrug das vom Beschwerdef�hrer in der Befragung vor Vorinstanz zu Protokoll gegebene und nicht bestrittene durchschnittliche Invalideneinkommen Fr. 36'326.-. Dass das kantonale Gericht Gewinnungskosten in der H�he von 15 % ber�cksichtigte, ist angemessen, da der Beschwerdef�hrer selber angibt, keine Verwaltungskosten gehabt zu haben. Bei einem durchschnittlichen auf ein Jahr umgerechneten Valideneinkommen von Fr. 67'492.- f�r die Jahre 1991-1992 sowie einem durchschnittlichen Invalideneinkommen von Fr. 36'326.- f�r die Jahre 1991-1994 und einem Einkommensabzug f�r Gewinnungskosten von 15 % errechnet sich ein Invalidit�tsgrad von 54 % f�r die Jahre 1991-1994. Deshalb beh�lt der Beschwerdef�hrer ab 1. Juli 1991 bis 31. Dezember 1994 den Anspruch auf eine halbe Invalidenrente.
6.3 Die Anschaffung des Transporters im Januar 1995 und der dadurch bedingte erh�hte Abschreibungsbedarf rechtfertigen es, f�r die Jahre 1995-1998 h�here Gewinnungskosten von 20 % zu ber�cksichtigen. Die Beschwerdegegnerin hat zutreffend begr�ndet, warum hier nicht ein vom Beschwerdef�hrer f�r das Transportgewerbe geltend gemachter Wert ber�cksichtigt werden k�nnte. So hat der Beschwerdef�hrer auch Hauswart-, Reinigungs- und Umgebungsarbeiten ausgef�hrt und seine beiden Fahrzeuge privat benutzt, ohne das Ausmass dieser Verwendung aufzuzeichnen. Entgegen der vorinstanzlichen W�rdigung ist aber die Mitarbeit von F.________ f�r die Erwerbst�tigkeit des Beschwerdef�hrers nicht als weitgehend unbedeutend einzusch�tzen, erfolgte sie doch w�hrend eines halben Jahres an f�nf Tagen pro Woche. Der Beschwerdef�hrer �bernahm w�hrend dieser Zeit Kosten f�r Wohnen (Fr. 4'200.-), Lebenshaltung (Fr. 6'000.-) und Taschengeld (Fr. 3'000.- bis 4'000.-). Darum sind vom Invalideneinkommen des Jahres 1995 rund Fr. 13'000.- als Anteil F.________ abzuziehen. Allerdings erzielte der Beschwerdef�hrer auch 1996, als F.________ nicht mehr intensiv mithalf, immer noch ein beinahe doppelt so hohes Einkommen wie das Durchschnittseinkommen der Jahre 1991-1994. Die Mitarbeit von F.________ fiel beim Einkommen also nicht entscheidend ist Gewicht. Auch bei deren Ber�cksichtigung (nur 1995) und trotz Anschaffung des Transporters liegt damit der Invalidit�tsgrad ab 1995 bei Anrechnung der vom Beschwerdef�hrer in der Befragung vor Vorinstanz nicht bestrittenen Einkommen jeweils deutlich unter der Anspruchsgrenze von 40 % (1995: 27 %; 1996: 26 %; 1997 [Invalideneinkommen aufgerechnet auf das ganze Jahr]: 18 %). Dies ist auch unter der Annahme von Gewinnungskosten im Umfang von 25 % der Fall. Aus diesem Grunde f�llt der Anspruch auf eine Invalidenrente ab dem 1. Januar 1995 f�r den vorliegend zu beurteilenden Zeitraum (revisionsweise Aufhebung per 31. Mai 1998 gem�ss Verf�gung Nr. 9389 der IV-Stelle Nidwalden vom 24. April 1998; vgl. oben Erw. 1) dahin.
Nachdem der Beschwerdef�hrer ab 1. Juli 1991 bis 31. Dezember 1994 eine halbe Invalidenrente beh�lt (vgl. oben Erw. 6.2), obsiegt er teilweise und hat Anspruch auf eine reduzierte Parteientsch�digung f�r das bundesgerichtliche Verfahren (Art. 159 Abs. 2 und 3 OG) sowie eine zus�tzliche Parteientsch�digung f�r das kantonale Verfahren, wobei f�r beide Instanzen ein Gesamtbetrag festgesetzt wird.
In teilweiser Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird, soweit darauf einzutreten ist, der Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Nidwalden, Abteilung Versicherungsgericht, vom 14. Dezember 2004 insoweit abge�ndert, als der Beschwerdef�hrer ab 1. Juli 1991 bis 31. Dezember 1994 eine halbe Invalidenrente beh�lt. Im �brigen wird die Beschwerde abgewiesen.
Die IV-Stelle Nidwalden hat dem Beschwerdef�hrer f�r das gesamte Verfahren eine Parteientsch�digung von Fr. 2000.- (einschliesslich Mehrwertsteuer) zu bezahlen.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Nidwalden, Abteilung Versicherungsgericht, der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) und dem Bundesamt f�r Sozialversicherung zugestellt.