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Timestamp: 2018-05-20 13:54:30
Document Index: 130063108

Matched Legal Cases: ['§116', '§116', '§116', '§ 116', '§ 116', '§116', '§ 116', '§ 116', '§116']

Rente wegen voller Erwerbsminderung sei nach §116 Abs.2 Nr. SGB VI "so gut wie durch" - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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11.08.2012, 22:57 #1
frank63->Emailproblem
Rente wegen voller Erwerbsminderung sei nach §116 Abs.2 Nr. SGB VI "so gut wie durch"
ich bin wirklich froh das elo-forum gefunden zu haben! Hut ab für die Arbeit hier!
Sorry, falls ich 1. im falschen Thread poste (Admins und Mods: bitte dann verschieben) und 2. falls meine Fragen schon beantwortet wurden. Eine Suche z.B. nach § 116 z.B. brachte nix.
Ich habe vor kurzem die EM-Rente wegen voller Erwerbsminderung beantragt. Ich wurde dazu von der Arbeitsagentur aufgefordert. Eigentlich wollte ich eine Berufs-Reha von der DRV Bund. Diese wurde aber abgelehnt. "Ich sei voll erwerbsfähig" Die ARGE beurteilt mich als 100% nicht erwerbsfähig und hat mich quasi gezwungen den EM-Rentenantrag zu stellen. Dies habe ich auch getan. Die Beraterin bei der DRV Bund hier bei mir vor Ort hat mir geholfen und war wirklich sehr nett. Als Sie den Stempel auf den mir von der DRV Bund zugesandten Original-EM-Antrag "§ 116, Abs.2, Nr.2 SGB VI" sah, meinte Sie nur lapidar der "Antrag sei so gut wie durch, nur noch eine Formalie".
Eine weitere Frage dazu: Ich soll einen Selbsteinschätzungsbogen ausfüllen, müsse dies aber nicht tun, dies sei meine Entscheidung, und das Nicht-Ausfüllen hätte auch keine Konsequenzen.
Soll ich den Bogen ausfüllen oder nicht?
Im EM-Renten-Antrag selber wurde "nur" die Depression, gestörter Tag- Nacht-Rhythmus und "permanente Erschöpfungszustände" notiert. Ich habe noch viel mehr Einschränkungen, die ich in diesem Bogen auflisten könnte. (Z.B. dass ich an diesem Mail schon ein paar Stunden schreibe, heul...), Wasser im Bein und thrombotisches Bein usw.
50 Jahre jung :-) Im Nov. 2010 nach 21 Jahren im Betrieb gekündigt, eine Woche später im Krankenhaus wegen schwerer Lungenembolie, Embolie rechtes Bein, und Beinvenenthrombose, Nierenteilinfarkt, Rechtsherzbelasung. Dazu gesellten sich dann im Laufe der letzten 2 Jahre eine schwere Depression, Benzo-Abhängigkeit, Alkoholabhängigkeit. Vorher bereits Diabetes Typ 2, Adipositas, 2 Bandscheibenvorfälle. Im Ergebnis habe ich immer öfter Erschöpfungszustände schon bei einfachen Tätigkeiten. Heftige Merk- und Konzentrationsfähigkeiten und ein "Dia-Schau-Sehen" (wenn ich z.B. 1 KM laufe, sehe ich alles, als ob man jede 1/2 Sek. ein Foto macht, grauslich) Ergebnis: 5 Rehas und Klinik-Aufenthalte, Krankengeld (nunmehr ausgesteuert) und zur Zeit ALG1.
Meinen ursprünglichen Antrag zur Berufs-Reha (Antrag Teilhabe Leistungen am Arbeitsleben) hat ja die DRV Bund abgelehnt und eben mit diesem EM-Rentenantrag beantwortet. Ich habe seinerzeit formell widersprochen (Begründung nachschicken) Bis Ende August sollte ich eigentlich die Begründung nachreichen. Soll ich das wg. dem EM-Rentenantrag einfach vergessen, also keine Begründung schicken?
Ich bin hin- und hergerissen. Bis vor kurzem habe ich noch überall verkündet ich packe das (irgendwann) wieder, Job und so... So langsam macht sich aber ein Gefühl der Ohnmacht breit und das Sofa tröstet mich mit Depris. Der Alk. ist Gottseidank grad kein Thema. Ich muss wohl nach 30 Jahren Arbeit (in den letzten Jahren 6 Tage-Woche, 10-14 Stunden und mehr) doch einsehen dass es so nicht mehr geht... Beim ausfüllen des Antrags kamen mir die Tränen, also doch abgestempelt. Ich weiss, habe es hier gelesen, viele kämpfen um die Rente, aber ich war 31 Jahre lang immer ein Arbeitstier...
Ich hoffe, ihr habt ein paar Ratschläge und freue mich auf Antworten.
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11.08.2012, 23:26 #2
AW: Rente wegen voller Erwerbsminderung sei nach §116 Abs.2 Nr. SGB VI "so gut wie du
ich habe Anfang Juli 2012 auch einen Bescheid erhalten, in dem meine beantragte REHA (war schon im Widerspruch) abgelehnt wurden ist, weil mit einer REHA meine Erwerbsfähigkeit nicht wesentlich gebessert oder wiederhergestellt werden kann.
Es wurde auch auf den § 116, Abs.2, Nr.2 SGB VI hingewiesen und dem Bescheid lag der Rentenantrag (Formular R 100) und der Antrag für die KVdR bei. Habe beides umgehend ausgefüllt und sofort bei der RV abgegeben. Wenn dein Rentenkonto bereits geklärt ist, dauert die Bearbeitungszeit 3 - 4 Wochen. Mir wurde eine befristete volle Erwerbsminderungsrente von April 2011 bis Juli 2013 anerkannt.
Wenn von der RV auf den genannten § hingewiesen wird, ist alles tatsächlich nur noch eine Formsache.
12.08.2012, 01:47 #3
Wenn der Antrag auf EM-Rente bewilligt wird, dann nutze die Gelegenheit, um langsam aus dem Arbeitsprozess auszuscheiden. Das du ..." 31 Jahre lang immer ein Arbeitstier" warst, ehrt dich. Aber was nützt das, wenn du z.B. die EM-Rente ausschlägst und deine 45 Arbeitsjahre vollmachst, aber deinen Ruhestand nicht genießen kannst, weil du ständig beim Arzt sitzt oder schlimmer noch vor Rentenantritt tot umfällst?
Dann "s....ß auf die 45 Beitragsjahre und mache aus jedem Tag, der dir noch bleibt, das Beste. Ich denke mal, das deine EM-Rente bewilligt und noch dazu unbefristet sein wird. Solltest du trotz allem von der Arbeit nicht loskommen, kannst du als EM-Rentner bis zu 400,-Euro hinzuverdienen 2 x im Jahr sogar 800,- Euro. Wenn du dann die Regelaltersrente erhältst, darfst du sogar unbegrenzt hinzuverdienen.
Du siehst also, daß eine EM-Rente nicht "das Ende der Welt" ist.
12.08.2012, 18:01 #4
Hallo Mikrobi und maday,
Ja, inzwischen denke ich auch ein bisschen so wie es Mikrobi schreibt! Trotzdem bleibt so ein "Restgefühl" und Scham "Jetzt arbeiten andere für Dein Geld"
Was ich jetzt immer noch nicht einschätzen kann, ist ob ich den Selbsteinschätzungs-Bogen ausfüllen soll oder besser nicht und ob ich den Widerspruch einfach vergesse... Ich denke mal den Widerspruch vergesse ich, aber den Bogen??
Vielleicht habt ihr noch einen Rat für mich...
12.08.2012, 18:10 #5
Trotzdem bleibt so ein "Restgefühl" und Scham "Jetzt arbeiten andere für Dein Geld".
Wir leben in einer Solidargemeinschaft. Du hast über Jahrzehnte eingezahlt und erwirbst damit einen Rechtsanspruch auf Leistungen. Es ist dein Recht; also nichts wofür du dich "schämen" mußt.
..."Die Sozialversicherung beruht auf dem Prinzip der Solidarität. Das Solidaritätsprinzip (auch Solidarprinzip genannt) ist die strukturelle Basis der gesetzlichen Kranken-, Unfall-, Renten-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung. Es besagt, dass sich der Leistungsanspruch in der Regel nach der Bedürftigkeit und nicht nach dem individuellen Risiko der Versicherten richtet. Das Solidaritätsprinzip lässt sich kurz durch den Grundsatz „Einer für alle, alle für einen“ charakterisieren."...
Den Widerspruch vergessen. Den Selbsteinschätzungsbogen auf jeden Fall ausfüllen; am besten mit Angabe aller gesundheitlichen Einschränkungen in chronologischer Reihenfolge (seit wann?) und wie sich diese auf deinen Alltag auswirken. Je mehr umso besser.
Bei Erstbeantragung einer EM-Rente bist du in der Beweispflicht! Wenn es um eine mögliche Weiterbewilligung (z.B. bei befristeter EM-Rente)geht,
ist der "Gegenüber" (Gutachter+DRV) in der Beweispflicht.
12.08.2012, 18:30 #6
Frank, ich habe diesen Bogen nicht erhalten und brauchte ihn nicht ausfüllen.
Auch ich habe über 30 Jahre im Berufsleben gestanden und wollte nicht in Rente gehen, deshalb hatte ich ja auch nur einen REHA-Antrag gestellt. Das einzige was mich jetzt etwas zufriedener macht, ist die Höhe meiner Erwerbsminderungsrente. Ich brauche keinerlei Zuschüsse und kann davon leben.
Wahrscheinlich könnte Doppeloma darauf eine Antwort wissen?
Kannst ihr einfach mal eine Nachricht schicken - aber sie wird erst Nachts / gegen Morgen antworten
13.08.2012, 01:20 #8
Ja. Ihr habt da wohl Recht. Werde den Bogen wohl ausfüllen. Da brauch ich glatt 2 DINA4-Seiten.
Leider kann ich Doppeloma nicht direkt anschreiben, da laut Forum-Sofware neuen Mitgliedern ein direktes schreiben per PM erst ab 12 Beiträgen erlaubt ist. Vielleicht kann es ja jemand von euch an Doppeloma weiterleiten...
Du wurdest mir als Ansprechpartnerin empfohlen. Es geht insbesondere um den Selbsteinschätzungs-Bogen beim Antrag einer EM-Rente...
Vielleicht hast Du hier Erfahrungen dazu. Wäre sehr nett. Vielen dank vorab und schöne Grüße Frank. Hier mein Thread:
http://www.elo-forum.org/schwerbehin...ml#post1202814
13.08.2012, 06:54 #9
diesen Bogen, den du meinst, den gibt es noch nicht so lange. Ich glaube seit Anfang diesen Jahres. Deshalb hat unsere Doma auch keine Erfahrungen damit, denn Doma hat seit ca. 5 Jahren der RV den Kampf angesagt, erst für ihren Dopa und dann für sich.
Der Selbsteinschätzungsbogen ist freiwillig. In deinem Fall sehe ich es so, dass du ihn überhaupt nicht benötigst, da die Rentenversicherung dich ja indirekt aufgefordert hat, die Rente zu beantragen und das machen sie nur, wenn für sie die Erwerbsunfähigkeit bereits vorliegt. Wie schon erwähnt, ist Rente wegen voller Erwerbsminderung nach § 116 Abs.2 Nr. SGB VInur noch eine Formsache und wenn du den Antrag (R 100) und den Antrag der KVdR abgegeben hast, hast du bei geklärtem Konto spätestens 4 Wochen den Rentenbescheid. Hier mal meine Daten. Am 09.07. habe ich direkt in der Höhle des Löwens meinen Antrag abgegeben (ohne Selbsteinschätzungsbogen) und am 30.07. wurde der Bescheid geschrieben. Am 04.08. ist der Rentenbescheid mir per Post zugegangen.
Wichtig bei dir wäre, dass du der RV noch mitteilst, dass du bei einem posiven Rentenbescheid deinen Widerspruch zur Teilhabe am Arbeitsleben als erledigt betrachtest, denn wenn du dies nicht machst, wird die Bearbeitung des Antrages mit Sicherheit länger dauern. Bei mir hat man nämlich mit dem Bescheid genau die Zeit abgewartet, in der ich noch Klage beim Sozialgericht hätte einreichen können. Das hat man mir auch am Telefon so gesagt, als ich nach dem Ablauf nach dem Einreichen des Rentenantrages gefragt habe. Wenn man schriftlich mitteilt, dass man keine weiteren Rechtsmittel gegen bereits getroffenenen Bescheide (bei dir Ablehnung zur Teilhabe am Arbeitsleben) anstrebt, bearbeiten die den Antrag sofort. Dann ist alles in 3 Wochen erledigt.
Habe Doppeloma eine PN geschickt, sie meldet sich bestimmt im Laufe des Tages oder heute abend.
Tut mir leid aber ich kenne diesen Bogen überhaupt nicht, kann mich aber da nur anschließen den NICHT auszufüllen, wenn die DRV dir praktisch schon die EM-Rente "vor die Füße legt", sehe ich da persönlich keinen Sinn drin.
Habe nur von anderen aktuellen Antragstellern schon davon gehört, dass man darin wohl viele Angaben dazu machen soll, warum man glaubt nicht mehr arbeiten zu können, wie man selbst so die Prognosen sieht für die Zukunft...
Einige Angaben dazu werden ja auch im Formular-Antrag abfgefragt (Was und wie lange können Sie noch arbeiten), da hatte ich schon meine Schwierigkeiten entsprechend "diplomatische" Erklärungen zu finden...
Man will ja auch nicht als "arbeitsscheu" rüberkommen, am liebsten hätte ich NUR hingeschrieben "GAR NICHTS MEHR"...
Diesen Bogen dazu gab es bei unseren Antragstellungen (2009 /2010) noch nicht, das kommt mir genauso "blöde" vor wie die Zusatz-Erklärung, die von manchen JobCentern verlangt wird, "Bitte erklären sie hier warum sie Leistungen nach dem SGB II beantragen", JA WARUM wohl..."weil ich keine Knete mehr habe"...
Wenn ich gesundheitlich NICHT mehr KANN und deswegen die EM-Rente beantrage, was soll man dazu noch für Erklärungen abgeben und bei dir hat doch offenbar schon die DRV SELBER festgestellt, dass es (zumindest vorerst) NICHT mehr geht...soweit ich weiß, ist dieses Formular freiwillig, also würde ICH es NICHT ausfüllen...
14.08.2012, 07:41 #11
also zunächst mal vielen Dank nochmal an alle für die ausführlichen Tipps und Statements! Ich bin echt überwältigt! Das nenn ich Solidarität!
Ich denke ich werde den Bogen also nicht ausfüllen, den Widerspruch aber noch schriftlich zurücknehmen, da EM-Antrag.
Letztendlich halte ich es wie Mikrobi: Abwarten und Tee trinken.
Nur mal am Rande erwähnt: Heute war wieder so eine Nacht wo ich überhaupt nicht geschlafen habe... Ich bekomme meinen Tag- Nacht Rhythmus seit nunmehr fast 2 Jahren einfach nicht in den Griff. Und ich habe fast 2 Jahre nach meiner Entlassung (nach 21 Jahren im Betrieb) immer noch fast jede Woche Alpträume über ein Jahr Mobbing im Geschäft. Das ist doch nicht normal... Seit Entlassung Ende April aus meiner letzten Reha bemühe ich mich um einen Therapie-Platz. Nix geht alles voll. Stöhn...
Ich bin echt gespannt wie mein EM-Rentenantrag ausgeht. Halt euch dann mit Infos hier auf dem laufenden.
Gute Nacht, ähhh guten Morgen!
04.11.2014, 17:58 #12
Finley->Emailproblem
Hallo ich bin neu hier ,danke für die Aufnahme. Meine Situation ist etwas schwieriger. Ich habe 3 Kinder und die letzten 23 Jahre meine Eltern gepflegt. Zusätzlich war ich noch als Teilzeitkraft arbeiten.Gelenke und Bandscheiben sind schon lange kaputt,aber als mein mittlerer Sohn auch noch sexuell missbraucht worden ist bin ich letzen Jahres total zusammengebrochen. Pswychisch war ich schon seit 2006 in Behandlung. Meine Mutter gab ich ins Heim weil gar nichts mehr ging. Also riet mir mein Arzt Antrag auf EWM Rente.Natürlich zuerst Ablehnung.Gleichzeitig musste ich aber von DRV zur Reha. Widerspruch eingereicht und mir wurde gesagt Reha vor Rente. Soweit so gut. Reha bestätigte Em Rente. Aber das dauert. Wieder zum Gutachter geladen. Dann kam Anruf Von DRV, ich solle meinen Widerspruch zurückziehen. Ich fragte was das zu bedeuten hatte und der Herr sagte ich würde EM Rente bekommen. Ich war so nervös weil ich mitlerweilen echt in einer finanziellen Zwickmühle stecke. Er sagte ich würde ein Schreiben erhalten dass ich den Widerspruch zurückziehe. Nun frage ich mich ständig warum. Entstehen mir dann Nachteile oder wird Rente nicht Rückwirkent gezahlt?Oder wollen die sich absichern dass ich nicht klage? Sollange noch kein Bescheid da ist bin ich einfach unsicher. Ich habe 50% Behinderung. Wäre schön wenn jemand in der Zeit des wartens mir etwas darüber sagen könnte. Ich weiß bischen blöde Situation. Grüße
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04.11.2014, 18:53 #13
Am Besten wäre es, wenn Du einen neuen Thread aufmachst. Bitte mit dem kleinen Warndreick unten links die Redaktion, das zu tun.
Ich würde auf ein Telefonat nicht reagieren. Nur wenn eine schriftliche Aufforderung kommt.
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