Source: https://gesetze-in-app.de/FamFG/239
Timestamp: 2019-03-20 08:53:29
Document Index: 275322031

Matched Legal Cases: ['§ 239', 'BGH', 'BGH', '§ 239', 'BGH', '§239', '§323', '§ 239', '§ 239']

§ 239 FamFG: Abänderung von Vergleichen und Urkunden
BGH, URTEIL vom 3.4.2010, Az. XII ZR 143/08 -6- 13	Abgesehen davon, dass sich auch aus einem Urteil ergeben kann, dass die Frage einer künftigen Befristung vom Gericht nicht abschließend geprüft worden ist (vgl. Senatsurteil vom 17. Mai 2000 - XII ZR 88/98- FamRZ 2000, 1499, 1501) und auch dem Urteil in diesem Fall nur eine eingeschränkte Rechtskraftwirkung zukommt, richtet sich die Abänderung eines Prozessvergleichs allein nach materiellrechtlichen Kriterien (Senatsurteil vom 25. November 2009 - XII ZR 8/08 - FamRZ 2010, 192 Tz. 13; BGHZ 85, 64, 73 = FamRZ 1983, 22, 24; Senatsurteil vom 19. März 1997 - XII ZR 277/95 - FamRZ 1997, 811, 813; klarstellend zu Senatsurteil vom 9. Juni 2004 - XII ZR 308/01 -FamRZ 2004, 1357, 1360; vgl. § 239 Abs. 2 FamFG).
BGH, URTEIL vom 3.6.2012, Az. XII ZR 72/10 Es kann daher dem Parteiwillen entsprechen, dass der Unterhalt im Falle einer Abänderung von vornherein ohne jede Bindung an Vergleichsgrundlagen in freier Neuberechnung bemessen werden soll (OLG Zweibrücken FamRZ 2004, 1884, 1885; Keidel/Meyer-Holz FamFG 17. Aufl. §239 Rn. 54; MünchKommZPO/Gottwald 3. Aufl. §323 Rn. 102; Johannsen/Henrich/Brudermüller Familienrecht 5. Aufl. § 239 FamFG Rn. 15; Haußleiter/Fest FamFG § 239 Rn. 30).