Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F29-05-2015-8C_275-2015
Timestamp: 2016-10-27 10:59:00
Document Index: 341275131

Matched Legal Cases: ['Art. 106', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 97', 'Art. 105', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 66', 'Art. 64']

} � � Urteil vom 29. Mai 2015
A.a.�Die 1959 geborene A.________ arbeitete bei der B.________ AG und f�hrte Kabinenreinigungen in Flugzeugen aus. Sie meldete sich am 5. M�rz 2009 unter Hinweis auf einen am 11. September 2008 erlittenen Unfall bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Z�rich (IV-Stelle) zum Leistungsbezug an. W�hrend die Invalidenversicherung ihre Leistungspflicht abkl�rte, erlitt A.________ am 19. Januar 2010 eine Subarachnoidalblutung bei rupturiertem Aneurysma der Arteria communicans anterior. In der Folge wurde zudem ein Hydrocephalus malresorptivus diagnostiziert, welcher mittels eines ventrikulo-peritonealen Shunt-Implantats therapiert wurde. Dr. med. C.________, Facharzt FMH f�r Neurologie, bescheinigte in seinem Gutachten vom 13. April 2011 eine volle Arbeitsunf�higkeit in jeglicher T�tigkeit. Der Heilungsprozess sei noch nicht abgeschlossen. Mit Verf�gung vom 7. Juli 2011 sprach die IV-Stelle der Versicherten eine ganze Invalidenrente ab dem 1. April 2010 zu.
A.b.�Die IV-Stelle �berpr�fte im Jahre 2012 die gesundheitliche Situation von A.________ im Rahmen einer Rentenrevision. Sie holte daf�r insbesondere eine neurologische Verlaufsbegutachtung durch Dr. med. C.________ vom 19. Februar 2013 und einen Bericht der behandelnden Dr. med. D.________, Fach�rztin f�r Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 11. M�rz 2013 ein. Mit Verf�gung vom 30. September 2013 teilte sie der Versicherten mit, der Rentenanspruch erl�sche auf Ende des der Zustellung der Verf�gung folgenden Monats.
Das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich wies die gegen die Verf�gung vom 30. September 2013 erhobene Beschwerde mit Entscheid vom 26. Februar 2015 ab.
A.________ f�hrt Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten. Sie l�sst beantragen, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und die Sache sei zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Zudem ersucht sie um Gew�hrung der unentgeltlichen Prozessf�hrung.
1.1.�Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Seinem Urteil legt es den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz, auf R�ge hin oder von Amtes wegen, berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht, und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 105 Abs. 2 BGG). Das Vorliegen dieser Voraussetzungen hat die Beschwerde f�hrende Person genau darzulegen. Dazu gen�gt es nicht, einen von den tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz abweichenden Sachverhalt zu behaupten oder die eigene Beweisw�rdigung zu erl�utern (BGE 137 II 353 E. 5.1 S. 356; SVR 2012 BVG Nr. 11 S. 44, 9C_779/2010 E. 1.1.2 [nicht publiziert in BGE 137 V 446]).
1.2.�Dem kantonalen Versicherungsgericht steht als Sachgericht im Bereich der Beweisw�rdigung ein erheblicher Ermessensspielraum zu (vgl. BGE 120 Ia 31 E. 4b S. 40). Das Bundesgericht greift auf Beschwerde hin nur ein, wenn das Sachgericht diesen missbraucht, insbesondere offensichtlich unhaltbare Schl�sse zieht, erhebliche Beweise �bersieht oder solche willk�rlich ausser Acht l�sst (BGE 132 III 209 E. 2.1 S. 211; zum Begriff der Willk�r BGE 137 I 1 E. 2.4 S. 5 mit Hinweisen). Inwiefern das kantonale Gericht sein Ermessen missbraucht haben soll, ist in der Beschwerde klar und detailliert aufzuzeigen (BGE 130 I 258 E. 1.3 S. 261). Auf ungen�gend begr�ndete R�gen oder bloss allgemein gehaltene appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246 mit Hinweis).
Streitig und zu pr�fen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente ab dem 1. Dezember 2013.
Die Vorinstanz stellte gest�tzt auf einen undatierten Bericht von �rzten der Neurochirurgischen Klinik des Spitals E.________ �ber eine Untersuchung der Beschwerdef�hrerin am 21. Juni 2012, das Verlaufsgutachten des Dr. med. C.________ vom 19. Februar 2013 und einen Bericht der Dr. med. D.________ vom 11. M�rz 2013 fest, weder aus neurologischer noch aus psychiatrischer Sicht bestehe ein Gesundheitsschaden, welcher die Arbeitsf�higkeit in der angestammten oder einer vergleichbaren T�tigkeit einschr�nke.
3.1.�Die Beschwerdef�hrerin l�sst einzig vorbringen, das kantonale Gericht habe den Untersuchungsgrundsatz und damit Bundesrecht verletzt, weil es der Empfehlung des Neurologen C.________, ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag zu geben, nicht nachgekommen sei. Sie setzt sich dabei nicht mit den Erw�gungen und der Begr�ndung im angefochtenen Entscheid auseinander. Die Versicherte beschr�nkt sich bez�glich des materiellen Gehalts der Begr�ndung �ber weite Teile auf Wiederholungen der Vorbringen im kantonalen Verfahren.
3.2.1.�Dr. med. C.________ berichtet in der Expertise vom 19. Februar 2013, ausser einer leichten Unsicherheit bei den erschwerten Gangarten (Strichgang und Blindstrichgang) seien keine somatisch-neurologischen Defizite mehr nachweisbar. Auch seien vom klinischen Eindruck her keine alltagsrelevante oder h�hergradige kognitive Einschr�nkungen festzustellen. Die Explorandin berichte aktuell vielmehr von Angst- und Panikattacken mit vegetativen Begleitsymptomen. Aus rein neurologischer Sicht sei sie seit mindestens dem 21. Juni 2012 in der zuletzt ausge�bten T�tigkeit uneingeschr�nkt arbeitsf�hig. Ob die geltend gemachte psychische Problematik zu einer massgeblichen Einschr�nkung f�hre, m�sste mittels einer erg�nzenden versicherungspsychiatrischen Untersuchung gekl�rt werden. Damit legt Dr. med. C.________ indessen einzig dar, dass er sich als Neurologe nicht zur Relevanz der geltend gemachten Angst- und Panikattacken �ussern will. Es ist entgegen der Darstellung in der Beschwerde nicht so, dass dieser Arzt psychiatrische Defizite gefunden h�tte, die seines Erachtens einer Abkl�rung bed�rften.
3.2.2.�Die IV-Stelle ist ihrer Abkl�rungspflicht ausreichend nachgekommen. Sie holte bei der behandelnden Psychiaterin einen Bericht �ber den Gesundheitszustand und die Arbeitsf�higkeit aus psychiatrischer Sicht ein. Dr. med. D.________ h�lt fest, es f�nden sporadisch Sitzungen in Form von unterst�tzenden Gespr�chen in der Muttersprache statt. Die psychiatrische Medikation habe bereis seit September 2011 gestoppt werden k�nnen. Sie stellt die Diagnose einer leichten depressiven Episode. Aus psychiatrischer Sicht best�nde bez�glich der angestammten T�tigkeit keine Einschr�nkung; die konkrete Arbeitsf�higkeit m�sste durch einen Arbeitsversuch festgestellt werden.
3.3.�Dass sich bei dieser medizinischen Aktenlage weder die IV-Stelle noch das kantonale Gericht veranlasst sahen, eine eigentliche psychiatrische Begutachtung in Auftrag zu geben ist nicht zu beanstanden. Es gibt keinen Hinweis f�r eine invalidenversicherungsrechtlich relevante psychische Erkrankung der Beschwerdef�hrerin. Die Vorinstanz durfte in antizipierter Beweisw�rdigung ohne Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes auf die vorhandene Aktenlage abstellen, da keine sich widersprechenden Arztberichte oder medizinische Gutachten vorliegen.
Der Einkommensvergleich, den die Vorinstanz gest�tzt auf das Zumutbarkeitsprofil gem�ss Gutachten vom 19. Februar 2013 und dem Bericht der Dr. med. D.________ vom 11. M�rz 2013 vorgenommen hat, wird nicht beanstandet und gibt keinen Anlass zu Weiterungen.
5.2.�Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend hat die Beschwerdef�hrerin die Gerichtskosten zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Das Gesuch um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege wird infolge Aussichtslosigkeit der Beschwerde abgewiesen (Art. 64 Abs. 1 und 2 BGG).