Source: https://anti-laerm-initiative.performancelife.com/bisher/
Timestamp: 2019-10-14 15:13:49
Document Index: 335085152

Matched Legal Cases: ['§8', '§8', '§8', '§ 24', '§ 24', '§ 24', '§24']

Anti Lärm Initiative Köln Ehrenfeld - Bisher
11.06.2018 - aus aktuellem Anlaß :
Zitate aus einem Brief des Ordnungsamtes Köln vom 14.06.2017
an die Anti-Lärm-Initiative Ehrenfeld - c/o Siglinde Kallnbach:
„Lärmproblematik im Bereich Ehrenfeld (= Überschrift)
… Bei Einzelstörungen wie Schreien, Grölen, aufgedrehte Verstärker handelt es sich um übermäßigen Lärm in Form von Lärmspitzen, der geeignet ist, eine Vielzahl von Nachbarn und auch Passanten (Allgemeinheit) namentlich in den Abend- und Nachtstunden zu stören. Hier wird die Lärmbelästigung vor Ort festgestellt und auf der Grundlage des §8 der Kölner Stadtordnung ohne Begehung in der Wohnung des Gestörten geahndet. Nach §8 KSO ist ein übermäßiges und vermeidbares Erzeugen von Lärm, welcher geeignet ist, die Allgemeinheit, die Nachbarschaft oder Einzelne zu belästigen oder zu stören, untersagt.
Auch bei Störungen durch Gaststätten mit überlauter Musik und geöffnetem Fenster, die von den Mitarbeitern des Ordnungs- und Verkehrsdienstes mit der notwendigen Sicherheit der eigenen Wahrnehmung auf der Straße festgestellt werden können, handelt es sich um Lärm, der geeignet ist, die Allgemeinheit zu stören. Hier wird ebenfalls auf der Grundlage des §8 KSO ohne Begehung in der Wohnung des Gestörten die Lärmbelästigung geahndet …
gez. Engelbert Rummel, Leiter des Amtes für öffentliche Ordnung
Der Club Bahnhof Ehrenfeld wirbt im Mai (2017) zusammen mit Yuca und anderen für die Veranstaltung "5 LOCATIONS,7 FLOORS, 20+ ACTS". Dabei ist auch der Club "TOPIC DRIFT" auf Plakaten mit ausgewiesen. Schon wieder ein neuer Clubableger, ene bespielte Dependance des Plattenladens? Eine neue Abspaltung wie der Yuca vom CBE Club Bahnhof Ehrenfeld? Geht das so einfach, daß man in einem Club noch einen zweiten macht? Es wachsen Clubs wie Pilze aus dem Boden. Und das Ordnungsamt braucht 2 Monate und länger um festzustellen, daß ein Club gar keine Genehmigung hat.
??? Auf jeden Fall sehen Einige diese Art von Veranstaltungen als ein weiteres Indiz in Richtung Party-Meile.
Die Politiker, auch Bürgermeister Wirges, hatten uns doch zugesagt, daß auch sie keine Party-Meile wollen!
20.März, 2017: Eine Lärmbeschwerde von 24 Anwohnern wegen des Club Bahnhof Ehrenfeld/Yuca an das Ordnungsamt
Wir hofften auf Nachhaltigkeit ... Immer wieder Probleme, alte und neue ...
(vergl. unter "Sonstiges")
In der13. Sitzung der Bezirksvertretung Ehrenfeld
am Montag, 14.12.2015, erfolgte
- Einmal sollte Jemand von der Verwaltung dazukommen und Stellung nehmen. Es kam aber niemand. Beim nächsten Mal war dafür Jemand von der Polizei eingeladen. Er winkte gleich ab, nein, er sei dafür nicht zuständig. Bei einer weiteren Bezirksvertreter-Sitzung war Jemand vom Ordnungsamt zur Sitzung eingeladen, der sich dazu äußern sollte. Aber auch diese Frau, obwohl dafür eingeladen, erklärte, daß das nicht ihr Bereich sei und sie nichts dazu sagen kann ... ... ...
schließlich die Abstimmung:
wird unsere Eingabe gem. § 24 Gemeinde-Ordnung (s.u.)
von a l l e n P o l i t i k e r n a n g e n o m m e n !
Ein schönes Weihnachtsgeschenk: Also Allen friedliche Weihnachten
und Allen gute Wünsche für 2016!
Am 10.Dez. 2015, 19.00 Uhr, Bezirksrathaus Ehrenfeld, Sitzungssaal, 1. Etage: auf Einladung und unter Moderation von Bezirksbürgermeister Josef Wirges Besprechung der Anti-Lärm-Initiative Ehrenfeld mit dem Clubbahnhof Ehrenfeld; eine lebendige Diskussion: Die Anti-Lärm-Initiative Ehrenfeld war mit sechs Mitgliedern aus der Marienstrasse und aus der Senefelderstrasse vertreten, die aktiv diskutierten und ihre Erfahrungen vortrugen. Zwei der Betreiber des Clubbahnhofs waren anwesend, Politiker der versch. in der Bezirksvertretung Ehrenfeld vertretenen politischen Fraktionen, ein Vertreter der Polizei und der Caritas
(siehe dazu das Protokoll unter "Sonstiges").
Vielen Dank an Alle, die sich dafür Zeit genommen und sich eingebracht haben!
Ein erneuter Anfang eines Dialogs ist gemacht.
Unsere Bürgereingabe gem. § 24 GO - bezügl. Lärmproblematik und Zukunft der Bahnbögen - wurde in der Sitzung der Bezirksvertretung Ehrenfeld am 28.Sept.2015 (siehe dazu Ausführungen unten) vertagt, ebenso war es in der darauffolgenden nächsten Sitzung der Bezirksvertretung.
Vorankündigung der Sitzung der Bezirksvertretung im Kölner Stadtanzeiger:
„Verkehr und Lärm in Ehrenfeld
Die Bahnbögen an der Bartholomäus-Schink-Straße stehen einmal mehr auf der Tagesordnung der Bezirksvertretung Ehrenfeld. Bei ihrer nächsten Sitzung am Montag, 17 Uhr, im Bezirksrathaus,Venloer Straße 419-421, müssen sich die Politiker mit einem Bürgerantrag befassen, der darauf abzielt, die nächtliche Lärmentwicklung durch die Gastronomiebetriebe in den Bahnbögen zu reduzieren. ...“
28.Sept. 2015: Aufgrund unseres Bürgerantrags ist
die Anti-Lärm-Initiative Köln Ehrenfeld im Bezirksrathaus zu Gast
bei der Sitzung der Bezirksvertretung Ehrenfeld:
Den Vortrag hält Jürgen Raap.
Zusätzliche Mitteilungen anderer Mitglieder werden von S. Kallnbach eingebracht.
Anti-Lärm-Initiative Köln Ehrenfeld
c/o S. Kallnbach /J. Raap
Senefelderstr. 5 - 50825 Köln
Stellungnahme von Jürgen Raap zum Bürgerantrag gem. § 24 GO
– Bahnbögen in Köln-Ehrenfeld- vor der Bezirksvertretung Köln-Ehrenfeld am 28. Sept. 2015
sehr geehrte Damen und Herren in der Bezirksvertretung,
wir haben mit Anwohnern in der Senefelder Str, Schönstein Str. und Marien Str.
eine Anti-Lärm-Bürgerinitiative gegründet.
Für eine Beschwerde an das Amt für öffentliche Ordnung der Stadt Köln im Juni 2015 sammelte Frau Kallnbach 39 Unterschriften in der Nachbarschaft.
Der Grund ist eine Zunahme der nächtlichen Lärmbelästigung, seit im Frühsommer dieses Jahres der Club Bahnhof Ehrenfeld an den Ehrenfelder Bahnbögen auch noch den Yuca-Biergarten in Betrieb genommen hat.
In unserer unmittelbaren Nachbarschaft wohnen z.B. ein Krankenpfleger und ein Sanitäter, die in Wechselschicht arbeiten und auch am Wochenende zur Frühschicht antreten müssen.
Nicht nur diese Anwohner fühlen sich durch den nächtlichen Club- und Partytourismus im Einzugsbereich des Bahndamms in ihrer Nachtruhe gestört und beklagen sich, von der Politik und der Verwaltung im Stich gelassen zu werden:
Das heutige Ehrenfeld wird oftmals in sehr einseitiger Weise nur als „hippes Szeneviertel“ wahrgenommen, aber dies ist eben nur eine Facette des Stadtteils unter vielen: für viele andere Einwohner hat diese Entwicklung eher zu einem Verlust an Lebensqualität geführt.
Deshalb haben wir diesen Bürgerantrag formuliert, um von den zuständigen Stellen mehr Unterstützung in Sachen Lärmschutz zu erreichen.
Der Darstellung der Verwaltung, wie sie in der Begründung zu der heutigen Beschlussvorlage nachzulesen ist, möchte ich widersprechen:
Denn für unsere Anti-Lärm-Initiative ergibt sich nämlich ein völlig anderes Stimmungsbild:
Dass sich von den Anwesenden am damaligen „Runden Tisch“ (26.1. 2011) „fast alle“ positiv über den Club Bahnhof Ehrenfeld geäussert hätten, ist nicht repräsentativ für die Stimmung unter den Anwohnern im benachbarten Häuserblock.
Denn andere, die nicht anwesend waren, fühlen sich sehr wohl durch den Clubbetrieb gestört.
Die bisher erfolgten Maßnahmen und Auflagen an den Club Bahnhof Ehrenfeld, welche die Verwaltung auflistet, werden nach unserer Beobachtung nicht immer eingehalten:
Die Unterstützer unserer Anti-Lärm-Initiative nehmen mit Erstaunen wahr, dass bei den zuständigen Behörden in letzter Zeit keine Beschwerden mehr aktenkundig sein sollen:
In mindestens einem Fall hat nämlich nach unserer Kenntnis das Ordnungsamt vor einigen Wochen auf eine Beschwerde aus unserem Nachbarhaus Senefelder Str. 3 gar nicht reagiert,
und ein anderer Nachbar wurde im Juli 2015 mit seiner Beschwerde wegen Lärm auf der Straße von der Polizei abgewimmelt.
Eine Beschwerde aus der Marienstr. 1 a vom 31. Juli 2015 müsste beim Ordnungsamt aktenkundig sein, da nämlich zwei Damen vom Ordnungsamt bei der Anwohnerin und auch beim Club Bahnhof Ehrenfeld vorbeischauten:
Obwohl nach den erwähnten Auflagen „keine Beschallung der Außenflächen“ stattfinden darf, waren dennoch an jenem Abend des 31. Juli 2015 von dort Mikrofondurchsagen auf spanisch und extrem laute Musik einen Häuserblock weit zu hören. Auch am vergangenen Donnerstag haben wir uns beim Ordnungsamt telefonisch und schriftlich wegen lauter Musikbeschallung aus dem Außenbereich beschwert.
Die Verwaltung verweist auf das Ergebnis einer Umfrage, dass die meisten der Befragten sich „durch Personen auf der Straße“ gestört fühlten:
Dies ist in der Tat ein Problem: der Club Bahnhof Ehrenfeld lockt viel Publikum an, das sich nicht nur im Biergarten, sondern auch vor dem Eingangsbereich, auf dem Spielplatz und an der Straßenkreuzung aufhält.
Ohne den Club Bahnhof Ehrenfeld gäbe es diesen lautstarken Publikumsverkehr nicht, so dass der Club nach Lage der Dinge polizei- und ordnungsrechtlich als sogenannter Zustandsstörer zur Verantwortung zu ziehen ist.
Wir haben beobachten können, dass Straßenfeste überall in Köln normalerweise Punkt 22 Uhr beendet sein müssen und dass andere gastronomische Betriebe hier im Viertel ebenfalls angehalten sind, ihre Außengastronomie um 23 Uhr einzustellen. Dies sollte eigentlich auch für die Gastronomie am Bahndamm gelten.
Was die Verwaltung in ihrer Stellungnahme an erfolgten Kontrollen erwähnt, ist jedoch nicht ausreichend.
Die Anti-Lärm-Initiative wünscht sich daher ein rigoroseres ordnungsrechtliches Vorgehen durch strengere Kontrollen, auch durch das Verhängen von Ordnungsgeldern und das Erteilen von Platzverweisen, um den Bestimmungen des Immissionsschutzgesetzes Geltung zu verschaffen.
Dies betrifft eben nicht nur die Musikbeschallung, sondern vor allem auch das Verhalten des Publikums auf den Außenflächen nach 24 Uhr.
Es geht uns dabei nicht um das andere Extrem der viel zitierten „Friedhofsruhe“.
Wir halten aber auch in einem Mischgebiet wie Ehrenfeld in der politischen Diskussion eine Aufrechnung der Geräusche durch den Eisenbahnbetrieb gegen den Partylärm für unzulässig,
denn ein Güterzug ist in 30 oder 45 Sekunden vorbei gerattert, während der Partytourismus am Bahndamm oft erst gegen Mitternacht beginnt und dann ohne Unterbrechung stundenlang bis in den frühen Morgen anhält.
Es geht uns bei diesem Bürgerantrag auch gar nicht um eine Diskussion unterschiedlicher Lebensstile, wohl aber um die berechtigten Interessen der Anwohner, nicht durch ständige Schlafstörungen wegen vermeidbaren Lärms eine permanente Beeinträchtigung ihres Wohlbefindens oder gar gesundheitliche Störungen zu erleiden.
Uns ist durchaus bewusst, dass die Möglichkeit einer gewerberechtlichen Reglementierung sehr eingeschränkt sind, was die Nutzung der Bahnbögen nach der ab 2016 anstehenden Sanierung angeht. Aber wir wünschen uns nach den bisherigen leidvollen Erfahrungen auf keinen Fall nach Abschluss der Sanierung dort eine nächtliche gastronomische Intensivnutzung.
Deshalb erteilen wir auch allen Überlegungen, zu diesem Zwecke die Hüttenstraße eventuell in eine Fußgängerzone zu verwandeln, jetzt schon eine Absage.
Uns wäre es lieber, wenn nach Auslaufen der Interimslösung der Club Bahnhof Ehrenfeld nicht wieder an seinen alten Ort zurück kehrt, sondern andere Bahnbögen nutzt, die auch in baurechtlicher Hinsicht dazu vielleicht besser geeignet sind – s. hierzu die Anfrage der CDU-Fraktion.
Jedenfalls wünschen wir uns in den angekündigten Arbeitsgruppen eine stärkere Bürgerbeteiligung seitens der betroffenen Anwohner.
Unsere Anti-Lärm-Initiative ist jedenfalls zu einem konstruktiven Mitwirken bereit.
Nach den Vortrag von Jürgen Raap:
Statements von Mitgliedern der Bürgerinitiative "Anti-Lärm-Initiative Ehrenfeld" in ihrer jeweiligen Sprache mitgegeben für die Bezirksregierung Ehrenfeld, in Auszügen vorgelesen bzw. teilweise gezeigt von Siglinde Kallnbach:
auch in Deutsch: "Ich, Ilse Schaenzler, als Mitglied der Bürgerinitiative "Anti-Lärm-Initiative Ehrenfeld", bin froh und dankbar, daß unser Sprecher Herr Jürgen Raap unsere Anliegen und Wünsche hinsichtlich der ständigen nächtlichen Lärmbelästigungen seitens der Gaststätte/des Biergartens Yuca/Club Bahnhof Ehrenfeld auch in meinem Namen formuliert, vertritt und durchzusetzen versucht. Bezeugen kann ich, daß im Club und dessen Garten nach wie vor Veranstaltungen mit Aussenbeschallung stattgefunden haben und stattfinden, so wie am 24.9.15 gegen 18.00 Uhr abends. Ilse Schaenzler, Anwohnerin (Marienstrasse)"
auf dem Weg zur Bezirksregierung
ES hat sich dank der Anti-Lärm-Initiative-Initiative bisher schon Einiges getan!
Wir haben begonnen, ein öffentliches Problembewußtsein bei Politik und Verwaltung
für unsere Anliegen zu schaffen - mit Erfolg.
So waren wir von der CDU-Fraktion im Bezirk Ehrenfeld am 1.Sept. 2015 zu einer Sitzung eingeladen, bei der Lärmbelästigung auf der Tagesordnung stand.
Am 21.Sept. 2015 waren wir ebenfalls eingeladen von der Fraktion der Grünen im Bezirk Ehrenfeld zu einer Sitzung, die u.a. dieses Thema behandelte, anwesend auch ein Gast von Meine Freunde.
Am 28.09.2015, 17.00 Uhr sind wir zur Sitzung der Bezirksvertretung Ehrenfeld ins Bezirksrathaus Ehrenfeld (Sitzungsraum 116, Venloer Strasse 419-421, 50825 Köln) eingeladen. Hier wird unsere Bürgereingabe gem. §24 GO/Bahnbögen in Köln-Ehrenfeld
Erfolge, die wir vorweisen können:
- Das Ordnungsamt wollte die Betreiber des Club Bahnhof Ehrenfeld vorladen.
- Der Club CBE hat ein Transparent am Spielplatz angebracht,
daß dieser nicht mitbenutzt werden soll.
- Die Sauberkeit ist viel besser geworden, die Strassenreinigung arbeitet sichtbarer.
- Das Ordnungsamt hat seine Erreichbarkeit verbessert:
Dem Journalisten (siehe unter "Presse") wurde eine Tel.Nr. genannt, die immer für Lärmbelästigungen zuständig ist:
Tel.: 221 - 32000 bei Ruhestörungen
Im Brief des Ordnungsamts an uns (vom 23.6.15) heißt es noch sehr viel komplizierter::
"Das Servicetelefon des Ordnungs- und Verkehrsdienstes ist Mo - Do von 7.00 - 24.00 Uhr
Fr von 7.00 - 1.00 Uhr
Sa von 9.00 - 1.00 Uhr
So von 9.00 - 24 Uhr
zu erreichen, danach wenden Sir sich bitte an die zuständige Polizeidienststelle."
- Bei einer Veranstaltung gab es massive Anwohner-Beschwerden über die Musiklautstärke
des Clubs. Wir bewirkten, daß der Club das später in einem Schreiben in den Briefkästen umliegender Anwohner eingestand und dafür um Entschuldigung bat.
"Weniger Feiernde auf dem Brüsseler Platz" vom 28.07.2015 im Kölner Stadtanzeiger
Weniger Beschwerden heißt nicht gleich weniger Anlässe zu Beschwerden.
Es gibt verschiedene Gründe, warum Anwohner sich nicht bzw. nicht mehr beschweren.
Der Rückgang oder das Fehlen von Beschwerden ist "nicht gleichbedeutend mit dem Nichtvorhandensein einer etwaigen Lärmproblematik" (Brief vom Ordnungsamt, 23.6.15) ), gibt man sogar beim Ordnungsamt zu. Auf ein Beschwerdeschreiben über die Lärmbelästigungen des Club Bahnhof Ehrenfeld hin, unterzeichnet von 39 Anwohnern, stellte ein Beamter verwundert fest, daß "... keinerlei Beschwerden seitens der Anwohnerschaft hier eingegangen sind". Dazu die Widerlegung, als Beispiel die Begebenheit, die eine Nachbarin (eine der 39 Unterzeichnerinnen des Briefs) erzählte, als sie unterschrieb: Sie wandte sich an einem Samstag wegen unterträglichem und lange andauerndem Lärm einer Veranstaltung im Biergarten des CBE zunächst an die Polizei. Die verwies sie an das Ordnungsamt. Auch dort wußte man nichts von einer (Aussen-)Veranstaltung im CBE. Meinte aber, nach Insistieren der Frau, man würde zu ihr nach Hause kommen und das Ganze überprüfen. Die Frau wartete viele Stunden, leider vergeblich, es kam niemand. Am 31.07.15 beschwerte sich eine Anwohnerin aus der Marienstrasse wegen anhaltender extrem lauter Lautsprecheransagen (in Spanisch od. ähnlich klingender Sprache) im CBE-Garten. Sie hatte Erfog, ihrer Meinung nach jedoch war es wichtig, daß sie nach einer Stunde nochmals beim Ordnungsamt anrief.
Siglinde Kallnbach, Gründungsmitglied der Anti-Lärm-Initiative Ehrenfeld
Anmerkung: Interessanterweise scheinen auch diese aktuellen Beschwerdeanrufe vom 31.07.15 der im Leserbrief genannten Marienstr.-Anwohnerin nicht registriert worden zu sein. Denn im Artikel "Vielen ist es nachts zu laut/Lärmbeschwerden - Nachbarn des Club Bahnhof Ehrenfeld fordern mehr Ruhe" (siehe unter "Presse") sagt Herr Dieter Lüdemann vom Gewerbeamt, daß es im Bereich des Club Bahnhof Ehrenfeld seit 2013 keine Beschwerden mehr gegeben habe.
offizielle GRÜNDUNG am Montag, 29. Juni 2015, um 19 Uhr
im Haus Tutt, Fridolinstr. 72 / Ecke Landmannstr.
Im Juni haben sich 39 Nachbarn mit ihrer Unterschrift an einem Protestbrief ans Ordnungsamt
wegen wiederholter nächtlicher Ruhestörung durch den Club Bahnhof Ehrenfeld beteiligt.
Von der Politik und der Verwaltung fühlen wir uns im Stich gelassen.
Deswegen rufen wir zur Gründung einer Bürgerinitiative auf und laden interessierte Nachbarn herzlich ein,
zur Gründungsversammlung zu kommen.
Gemeinsam wollen wir mit den betroffenen Nachbarn durch die Bürgerinitiative erreichen:
1. Sensibilisierung von Politik und Verwaltung für die Interessen der lärmgeplagten Anwohner.
2. Strengere Kontrollen durch das Ordnungsamt
Konsequente Durchsetzung der Bestimmungen des Landesimmissionsschutzgesetzes
Strikte Begrenzung der Außengastronomie beim Club Bahnhof Ehrenfeld auf max. 24 Uhr
3. Für die Zeit nach der Sanierung der Bahnbögen:
-Keine gastronomische Intensivnutzung der Bahnbögen an der Bartholomäus-Schink-Str.
durch noch mehr Clubs mit nächtlichem Musikbetrieb
– Anwohner fordern daher „Milieuschutz“ für die angrenzenden Wohnstraßen – wir wollen
nicht, dass sich der Einzugsbereich der Bahnbögen noch mehr zum Kneipen- und
Vergnügungsviertel entwickelt.
-Keine nächtliche weitere Belebung der Bahnhofsumgebung
durch noch mehr Publikumsverkehr und „Partytourismus“.
-Berücksichtigung der Anwohner-Interessen (Lärmschutz, Schallschutzauflagen ...)
bei der Erteilung einer Betriebsstättenerlaubnis für die Bahnbögen-Nutzung
Lärmbelästigung durch Gastronomie und Partytourismus in Ehrenfeld Juni 2015
Seit sich Ehrenfeld in den letzten Jahren zu einem pulsierenden „Szene-Viertel“ entwickelt hat, herrscht rund um den Ehrenfeldgürtel an den Wochenenden regelmäßiger „Partytourismus“. Für die einen ist dies ein Ausdruck weltläufiger Urbanität, Aufgeschlossenheit und Lebensfreude („The City never sleeps“), doch andere sind durch Lärm und Schmutz genervt: Die Anwohner im Einzugsbereich Schönsteinstraße-Senefelderstr.-Marienstr. hadern vor allem mit dem „Club Bahnhof Ehrenfeld“, seit dieser im Frühjahr 2015 auch noch den YUCA-Biergarten in Betrieb genommen hat.
39 Anwohner haben im Juni 2015 eine Beschwerde an das Amt für öffentliche Ordnung der Stadt Köln unterzeichnet – vom jungen Mann bis zur Rentnerin, vom Arbeitslosen bis zur Geschäftsinhaberin, Nachbarn mit und ohne Migrationshintergrund: türkische Mitbürger beklagen sich über die nächtliche Lärmbelästigung durch den Club und durch den regen nächtlichen Publikumsverkehr ebenso wie deutsche, italienische oder asiatische.
An manchen Samstagen sind bereits am Nachmittag „Soundchecks“, Live-Moderationen im YUCA-Biergarten und Musikbeschallung in unangenehmer Lautstärke einen Häuserblock weit zu hören. Obwohl das Landesimissionsschutzgesetz eine Sperrstunde für die Außengastronomie spätestens ab 24 Uhr vorsieht, herrscht dennoch bis spät in die Nacht im Biergarten des Club Bahnhof Ehrenfeld weiterhin reger Betrieb. Woanders im Veedel räumen die Wirte Punkt 23 Uhr auf der Terrasse die Tische und Stühle zusammen, weil sie sonst Ärger mit dem Ordnungsamt fürchten müssen. Doch obwohl auch in der Schönsteinstraße nur 50 m entfernt Wohnhäuser stehen, beginnen Musikveranstaltungen bzw. Disco-Betrieb im Club Bahnhof Ehrenfeld oft erst ab 22 oder 23 Uhr; bis in die Morgenstunden dröhnt dann die Musikbeschallung bis in die Senefelderstr. und die Marienstraße, obwohl die Clubbetreiber nach der Eröffnung ihres Etablissements nicht zuletzt aufgrund von Anwohnerbeschwerden Schallschutzauflagen erfüllen mussten und auch bauliche Veränderungen vornahmen.
Herr Gladbach in der Senefelderstr. ist Rettungssanitäter und fühlt sich regelmäßig um den Schlaf gebracht, ebenso der Nachbar Erol Emre, der ebenfalls in der Senefelderstr. wohnt. Lästig sind für manche Anwohner desgleichen die Begleiterscheinungen dieses Partytourismus: Frau Müller aus der Marienstraße, die hier ihre Kinder und auch ihre Enkel großzog, geht heute mit ihren Urenkeln nur noch äusserst ungern auf den Spielplatz Ecke Schönsteinstraße/Bartholomäus-Schink-Straße, weil dieser an den Wochenenden von den Partygängern häufig als Toilette missbraucht wird, und erst vor kurzem hat sie dort wieder eine Spritze gefunden. Jacqueline Schaak aus der Marienstraße fürchtet, ihr Hund könne sich verletzen, weil dort an den Wochenenden häufig der Gehweg und ebenfalls das Gebüsch mit Glasscherben verunreinigt sind. Andere Nachbarn leiden unter dem Gegröle von Passanten, die dort nachts angeheitert um die Häuser ziehen.
Von den Bezirkspolitikern und der Verwaltung fühlen sich die Anwohner im Stich gelassen. „Der Veedels-Bürgermeister tut nichts“, beklagt sich z.B. Frau Müller. Der Anwohner Michael Rennert, der sich auch schon nachts bei der Polizei bzw. beim Ordnungsamt über den Lärm beschwerte, wunderte sich, warum er keine Einladung zu der „Bahnkonferenz“ im Mai 2015 bekam. Dort konferierten Politiker und Vertreter der Deutschen Bahn AG über die anstehende Sanierung der Bahnbögen; ab 2020 könne dann die Bahnbögen Köln GmbH eine Neuvermietung der Bögen vornehmen, so heißt es. Die Interessen der Anwohner, vor allem in Sachen Lärmschutz, blieben bei dieser nunmehr dritten Bahnkonferenz jedoch außen vor. Eine Einladung zu einer Informationsveranstaltung der Ehrenfelder SPD im Club Bahnhof Ehrenfeld für Mai 2015 erblickte z.B. Michael Reinert erst dann an einem Laternenpfahl und als Plakatierung am Edelweißpiratendenkmal, als die Veranstaltung längst vorbei war.
Nach der Eröffnung des Club Bahnhof Ehrenfeld 2010 hatte der Bezirksbürgermeister Josef Wirges wegen der damaligen Lärmbeschwerden immerhin zweimal zu einem „Runden Tisch“ eingeladen. Bei der ersten dieser beiden Veranstaltungen verwies der Vertreter der Polizei auf die Zuständigkeiten des Ordnungsamtes, und Wirges machte kein Hehl daraus, dass aus seiner Sicht eine „Belebung“ des Areals am Bahndamm „politisch erwünscht“ sei. Das Ordnungsamt ließ auch einen „Lärmbus“ Streife fahren, und es wurden bei einigen Anwohnern in deren Wohnungen Lärmmessungen vorgenommen. Doch die jüngste Unterschriftenaktion für den Beschwerdebrief vom Juni 2015 beweist, dass sie weiterhin und wieder unter nächtlicher Ruhestörung leiden.
Auch die Anwohner empfinden die jetzige verwahrloste und vermüllte Situation an den Ehrenfelder Bahnbögen als optischen Schandfleck, aber nach ihren leidvollen Erfahrungen mit dem Club Bahnhof Ehrenfeld wünschen sie dort nach Abschluss der Sanierungsarbeiten keinesfalls eine gastronomische Intensivnutzung durch Ansiedlung weiterer Musikclubs oder ähnlicher nächtlicher Vergnügungsstätten. Aber anders als die Nutzer des benachbarten Helios-Geländes, die mit Erfolg gegen die Pläne für den Bau eines Einkaufszentrums dort opponierten, haben im feierfreudigen „Szene-Viertel“ Ehrenfeld die Anwohner mit ihrem legitimen Bedürfnis nach ungestörter Nachtruhe keine politische Lobby. Jürgen Raap
Bereits als der Club Bahnhof Ehrenfeld 2010 an den Start ging, gab es viele Proteste:
2010/2011 gab es auf der inzwischen nicht mehr existierenden Internetplatform "Ehrenfeld-Reporter" eine Diskussions- und Beschwerdedebatte, nachdem dort vermeldet worden war, daß es einen neuen Club in Ehrenfeld gäbe, nämlich den Club Bahnhof Ehrenfeld CBE (ehrenfeld-reporter.de/neuer-club-in-ehrenfeld).
Die Clubbetreiber bedankten sich öffentlich beim Ordnungsamt dafür, daß sie den Club aufmachen durften - auch ohne daß sie bis zu diesem Zeitpunkt alle notwendigen Schallschutzmaßnahmen durchgeführt hatten. Wir Anwohner wurden fast 3 Tage und Nächte "dauerdurchbeschallt".
In der Folge entwickelte sich auf dieser Webseite eine rege Diskussionsplattform,
wo Unzählige ihre Lärm-Beschwerden durch die Clubdisco auflisteten.
Vom 17. Mai 2010 - 18.April 2011 fanden sich dort183 fast ausnahmslos sehr kritische Kommentare und extrem viele Lärmbeschwerden der Anwohner.
Wir danken auch noch im Nachhinein dem "Ehrenfeldreporter" dafür,
und auch dafür, daß er uns die Postings in Kopie zur Verfügung stellte.
Einen Teil davon hatten wir auf unserer damaligen Webseite online gestellt. Hier war auch
der im Blog "Bär aktuell" veröffentlichte Text von Jürgen Raap (s.u.: ) zu lesen, der viel Zuspruch bekam. Auch der "Ehrenfeldreporter" kommentierte positiv und setzte einen Link zu unserer Webseite, auf der wir wiederum auch Postings von der "Ehrenfeldreporter"-Seite eingestellt hatten, eigene, die von Freunden und vielen anderen Mitbetroffenen.
Leider haben wir damals die Gründung einer offiziellen Bürgerinitiative versäumt.
30 Leute waren damals schon zusammen, die eine Petition an Bürgermeister Wirges unterzeichneten.
Bär aktuell Nr. 102 3. Juni 2010
Empirische Lärmforschung am lebenden Objekt
Da jüngst die Kolonisatoren des Lärms eingefallen sind, zumindest in die Hohlräume des Bahndamms von Köln-Ehrenfeld, und dies in Form einer Diskothek, die nächtens für die Anbeter wummernd-vibrierender Bässe dort in der Krypta des Eisenbahnzeitalters ein lautstarkes Hochamt zelebriert, weiß man, warum der Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler die Krankenkassenbeiträge auf eine Kopfpauschale umstellen will: für künftige Generationen sind die Hörgeräte nämlich nicht mehr bezahlbar. Von all den vielen anderen Amüsiertempeln im Szene-Wallfahrtsort Ehrenfeld weiß man bereits, dass manchem Gemeindemitglied die Kollekte am Eingang und der anschließende Obolus fürs Abendmahlsgetränk zu hoch ist, weshalb die minderbemittelten Zaungäste dieser Club-Rituale sich dann lieber vorher am Kiosk mit Bierflaschen eindecken und anschließend das Leergut auf der Straße hinterlassen, dies zur Freude der Pfandflaschensammler, und ebenso zur Freude der Fahrradreparaturwerkstätten, die sich angesichts der vielen Glasscherben auf der Straße über Aufträge zum Austausch durchlöcherter Fahrradschläuche nicht zu beklagen haben. So können die Kolonisatoren des Lärms sogar mit einer gewissen Dreistigkeit behaupten, sie trügen gar zur Wirtschaftsförderung in diesem Pilgerort der Club-Sekten bei. Weihrauchschwenker werden bei den neuzeitlichen Szene-Zeremonien allerdings nicht eingesetzt. Es bewahrheitet sich zwar der Ausspruch des römischen Kaisers Vespasian, „pecunia non olet“, Geld stinkt nicht (s. „Wirtschaftsförderung“), Urin aber schon, vor allem jener, der in der Innenkabine des Aufzugs zu Gleis 3 des Ehrenfelder Bahnhofs angetrocknet ist – wobei der Fairness halber zu sagen wäre, dass diese Aufzugkabine auch schon früher gerne von der Spezies des mitteleuropäischen Wildpinklers als Urinal zweckentfremdet wurde, bevor die Kolonisatoren des Lärms brutal eine Schneise der monoton-rhythmischen Beschallung in die Baulücken zwischen den Häusern zu schlagen begannen. „Brutal“ hängt etymologisch übrigens mit dem französischen Wort „bruit“=Lärm zusammen. Platz 2 in der Liste der inoffiziellen „Vespasiani“, wie man in Italien öffentliche Toiletten nennt, hat in Herrn Bärs Rankingliste am Vorplatz des Kölner Hauptbahnhofs der ebenfalls stets übel riechende Aufzug an der rechten Seite der Treppe, die zur Domplatte führt, und Platz drei nimmt der Treppenaufgang zur Deutzer Brücke an der Rückseite des Maritim Hotels ein. Da man in Köln einen gewissen Stolz auf historische Traditionen hegt, verteidigen eben jene Traditionalisten dies gerne mit dem Hinweis, schon im Jahre 1714 habe es in Köln recht streng gerochen, weshalb der neu hinzugezogene Johann Maria Marina sich anschickte, ein Duftwasser zu komponieren, das ihn eben nicht an die Vespasiani, sondern an den Duft eines italienischen Frühlingsmorgens erinnern sollte.
Dass „nächtlicher Lärm bereits bei Einzelpegeln von unter 45 dB(A) zu Gesundheitsgefährdungen“ führt, „wenn sich die Einzelpegel um mehr als 3 dB vom Geräuschhintergrund unterscheiden“, wusste man auch schon vorher, weil es bei „Wikipedia“ nachzulesen ist. Dazu muss man keine Diskothek eröffnen, bei deren Inbetriebnahme erst einmal auf den nötigen Schallschutz verzichtet wurde, bloß um mittels empirischer Lärmforschung am lebenden Objekt herauszufinden, ob es a) im Umfeld des Bahndamms überhaupt noch Anwohner gibt, und wenn ja, b) ob auch diese dann die „übereinstimmenden wissenschaftlichen Untersuchungen“ (Wikipedia) bestätigen, nachdem „eine Erhöhung um 10 dB als Verdopplung der Lautstärke empfunden“ wird. Die Opfer der empirischen Lärmforschung wissen daher weniger den Duft eines Frühlingsmorgens zu schätzen, sondern viel mehr die himmlische Ruhe, die um 6 Uhr endlich einkehrt, wenn nur noch Vogelzwitschern zu hören ist, weil dann der Küster in der Eisenbahnkathedrale, die zur Lärmhölle pervertiert ist, die Pforten schließt und auch der Gemeindevorstand sich nach Hause trollt, wie an jedem Morgen mit einem vollen Opferstock unter dem Arm, der all die klimpernden milden Gaben enthält, für die man sich dort die Seele aus dem Leib tanzen darf.
Es ist jedoch nicht zu erwarten, dass eine Gegenmaßnahme zu den diabolischen Umtrieben in der Lärmhölle am Ehrenfelder Bahndamm jemals zu solch einem Welterfolg würde wie die Erfindung des Kölnisch Wassers durch Johann Maria Farina. Vom heute noch weltweiten Bekanntheitsgrad des „Eau de Cologne“ kann die Hörgeräteindustrie jedenfalls nur träumen – oder kennt jemand vielleicht doch einen einprägsamen Markennamen, vielleicht „Modell Ehrenfelder Bahnhof – mit Extraverstärker für Bassgeräusche“? Manchmal wünscht sich Herr Bär, der Kardinal Meisner möge auch in diesem Falle mal mit markigen Worten den Verfall der Sitten anprangern, als Kolonisatoren des Lärms einfach in die nächtliche Ruhe im Indianerreservat einzufallen und sich mit akustischem Terror die saftigen Weiden der Prärie erobern zu wollen wie seinerzeit die Viehbarone in South Dakota und Oklahoma. Das Leiden muss wirklich schon sehr groß sein, wenn man sich ausgerechnet den Kardinal Meisner als Teufelsaustreiber herbei wünscht, er möge in dieser Lärmhölle ein Exorzisten-Ritual durchführen, aber ganz streng nach dem „Rituale Romanum Pauli Quinti Pontifici Maximi Iussu editum“ aus dem Jahre 1614, damit es auch nachhaltig wirkt und die Gemeindemitglieder ihre entäusserten Seelen wieder zurückgewinnen, vor allem aber, damit dann die babylonischen Zustände in den Gewölben des Bahndamms ein Ende haben mögen, tonal zumindestens. Aber da sich in diesem Falle eben nicht der Kardinal Meisner den Sheriffstern anheftet, breitbeinig als Rächer der Schlaflosen auftritt und mit einem harten Blick, der keinerlei Widerspruch duldet, den Regler am Mischpult runterdreht (vielleicht, weil er fürchtet, dass der Kabarettist Jürgen Becker dann wieder Witze über ihn macht), wünscht sich Herr Bär, dann möge stattdessen eben Clint Eastwood als einsamer bleicher und schweigsamer Reiter, ausgestattet mit einer Vollmacht vom Ordnungsamt, in die Stadt kommen und tun, was zu tun ist. © Raap/Bär 2010
Zeitungsartikel aus dem Jahr 2010:
Proteste gegen die Lärmbelästigung des Club Bahnhof Ehrenfeld, cbe-cologne, CBE
in den Bahnbögen Köln-Ehrenfeld:
Artikel "Amt will Lärmpegel messen - Bahnbögen: Anwohner fühlen sich durch eine Diskothek und ihre Gäste gestört"
Kölner Stadtanzeiger, 22.07.2010
"Bezirksbürgermeister Josef Wirges erhielt kürzlich eine Petition mit 30 Unterschriften. Darin wird unter anderem der Verlust an Wohn- und Lebensqualität in Ehrenfeld beklagt."
---------------------------------------------------------------------------------Artikel "Den Bogen überspannt - Bahnbögen Lärm einer Clubdiskothek stört Anwohner"
Kölner Stadtanzeiger vom 24.06.2010
Artikel "Schallmauer soll helfen:
Bahnbögen-Anwohner klagen über Lärm des "Club Bahnhofs",
Kölnische Rundschau, 3.06.2010