Source: https://www.juraforum.de/forum/t/schenkung-von-todes-wegen-forderungskauf-vormerkung.557128/
Timestamp: 2018-07-20 20:26:50
Document Index: 96423511

Matched Legal Cases: ['§530', '§516', '§2301', '§453', '§894', '§888']

ᐅ Schenkung von Todes wegen / Forderungskauf / Vormerkung - Bürgerliches Recht allgemein - JuraForum.de
JuraForum.de Foren > Spezielle Juraforen > Bürgerliches Recht allgemein > Schenkung von Todes wegen / Forderungskauf / Vormerkung >
Schenkung von Todes wegen / Forderungskauf / Vormerkung
Dieses Thema "ᐅ Schenkung von Todes wegen / Forderungskauf / Vormerkung - Bürgerliches Recht allgemein" im Forum "Bürgerliches Recht allgemein" wurde erstellt von YanPan, 28. Mai 2016.
YanPan Forum-Interessierte(r) 28.05.2016, 13:34
Ich befinde mich momentan in meiner Examensvorbereitung und schlage mich gerade mit einem Zivilrechtsfall herum, den wir im Repetitorium (Hemmer Bochum) gestellt bekommen haben! Ich finde einfach keinen richtigen Einstieg, möchte aber unbedingt was einigermassen gangbares zur Korrektur abgeben! Ich versuche mal den SV zu schildern:
A schenkt Sohn S (nichtehelich, volljährig, verheiratet, 2 Kinder) ein Grundstück, S soll allerdings erst mit Tod des A Eigentümer werden, daher noch keine Auflassung. Zweck ist "wirtschaftliche Absicherung des S". Notarielle Beurkundung erfolgt, ebenso Vormerkung zugunsten des S (02.02.). Tage darauf (06.02.) heftiger Streit zw. A und S (A missfällt das S in Religionsgemeinschaft eintreten möchte, deren Mitglieder regelmäßig eigenes Vermögen an Gemeinschaft übertragen), S wird tätlich gegenüber seinem Vater. Dies ist Anlass für A zu widerrufen. A schickt (eingeschriebenen) Brief zu S (13.02.) an S. S ist im Urlaub, daher gibt Postbote Brief am 14.02 an die im selben Haus wohnenden Vermieterin des S. A verstirbt am (16.02.). S kehrt am 17.02 zurück und bekommt Brief ausgehändigt.
Witwe des A beerbt diesen allein, ist in Kenntnis der Vorfälle, veräußert Grundstück an F. Dieser wird am 24.02 als Eigentümer ins Grundbuch eingetragen.
Firma M meldet sich bei F (02.03), legt schriftlichen Vertrag vor. Sohn S hatte Anspruch aus Schenkung für 2/3 des Grundstückswerts an Firma M übertragen (10.02.). Den Betrag hat S unverzüglich der Religionsgemeinschaft zukommen lassen!
F hält Abtretung von S auf Firma M für nicht möglich. Firma M begehrt Eigentum am Grundstück und ggfs Ansprüche gegen S!
Von mir erkannte Probleme:
- Zugang Widerruf an S --> vermutlich (+) bereits vor Tod des A, weil unter gewöhnlichen Umständen damit zu rechnen; Widerruf nach §530 auch möglich
- Schenkung nach §§516,518, nicht nach §2301, weil nicht bedingt durch Überleben des Beschenkten
- Übertragung den Anspruchs S an M --> §§453,398
- gutgläubiger Erwerb des Grundstücks durch F...?!
Ich finde einfach keinen richtigen Einstieg in die Prüfung. Dachte an eine Grundbuchberichtigungsanspruch aus §894 oder evtl §888...
Was meint Ihr? Hat jemand einen Tipp?
Danke bereits im Vorfeld, beste Grüße und einen hoffentlich schönen Samstag!