Source: https://www.haufe.de/finance/jahresabschluss-bilanzierung/csr-richtlinie-umsetzungsgesetz-berichterstattung/pruefung-der-csr-erklaerung_188_409130.html
Timestamp: 2019-01-20 17:21:43
Document Index: 304474965

Matched Legal Cases: ['§ 289', '§ 315', '§ 317', '§ 334', '§ 334', '§ 334']

Prüfung der CSR-Erklärung | Finance | Haufe
Bild: iStockphoto Die inhaltliche Prüfung ist freiwillig, kann jedoch die Glaubwürdigkeit der Berichterstattung erhöhen.
Wird eine nichtfinanzielle Erklärung inhaltlich geprüft, so ist nach den neu eingefügten § 289b Abs. 4 und § 315b Abs. 4 HGB das Ergebnis der Prüfung ebenfalls offenzulegen. Es bleibt gemäß § 317 Abs. 2 Satz 4 HGB insofern bei einer Überprüfung der Vorlage der nichtfinanziellen (Konzern-) Erklärung oder des gesonderte nichtfinanziellen (Konzern-)Berichts durch den Abschlussprüfer. Da der Hinweis auf die Auslagerung der Erklärung im Lagebericht zu erfolgen hat, muss eine ausgelagerte nichtfinanzielle Erklärung stets vorher oder zumindest gleichzeitig mit dem Lagebericht vorliegen, da der Prüfer ansonsten in seinem Bestätigungsvermerk das Vorhandensein der Erklärung nicht bestätigen kann.
Praxis-Tipp: Glaubwürdigkeit durch eine freiwillige inhaltliche Prüfung untermauern
Eine freiwillige inhaltliche Prüfung kann vorgenommen werden, um die Glaubwürdigkeit der eigenen Berichterstattung zu steigern und sich so ggf. von anderen Unternehmen bei den Adressaten zu differenzieren.
In § 334 HGB werden die Bußgeldvorschriften behandelt. Dieser Passus wird um die nichtfinanziellen Angaben/Berichte erweitert. Neu ist, dass die bislang auf 50.000 EUR begrenzte Geldbuße für alle aufgeführten Ordnungswidrigkeiten, d. h. nicht nur für die im Zusammenhang mit der nichtfinanziellen Erklärung, für alle kapitalmarktorientierten Kapitalgesellschaften gemäß § 334 Abs. 3 HGB für eine entsprechende Ordnungswidrigkeit auf Ebene des vertretungsberechtigten Organs oder des Aufsichtsrats einer kapitalmarktorientierten Kapitalgesellschaft höchstens auf den höheren Betrag aus zwei Mio. EUR oder dem Zweifachen des aus der Ordnungswidrigkeit gezogenen wirtschaftlichen Vorteils. Auf Ebene der Gesellschaft beläuft sich die Geldbuße maximal auf den höchsten Betrag aus 10 Mio. EUR, fünf Prozent des jährlichen Gesamtumsatzes oder dem Zweifachen des aus der Ordnungswidrigkeit gezogenen wirtschaftlichen Vorteils (§ 334 Abs. 3a HGB).
Wichtig: Striktere Ahndung von Ordnungswidrigkeiten
Mit dem Gesetz werden alle Ordnungswidrigkeiten im Zusammenhang mit Jahresabschluss, Lagebericht und nichtfinanzieller Erklärung erheblich intensiver geahndet als bisher!
Schlagworte zum Thema: CSR, Lagebericht, Berichterstattung