Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=22%20U%2092/92
Timestamp: 2020-07-13 09:22:18
Document Index: 363892670

Matched Legal Cases: ['§ 833', 'BGH', '§ 254', '§ 254', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

OLG Düsseldorf, 28.05.1993 - 22 U 92/92 - dejure.org
OLG Düsseldorf, 28.05.1993 - 22 U 92/92
https://dejure.org/1993,9037
OLG Düsseldorf, 28.05.1993 - 22 U 92/92 (https://dejure.org/1993,9037)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 28.05.1993 - 22 U 92/92 (https://dejure.org/1993,9037)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 28. Mai 1993 - 22 U 92/92 (https://dejure.org/1993,9037)
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NJW-RR 1994, 92
Wenn ein Rüde insofern Hündinnen gegenüber imponieren will und zudem einen anderen Rüden als "Rivalen" ansieht, ist das Verhalten dieses Rüden insoweit also nicht nur als Ausdruck der Unberechenbarkeit zu werten, sondern es stellt auch eine Reaktion auf die Wirkung dar, die die Hündinnen und der andere Rüde aufgrund ihrer jeweiligen tierischen Eigenart bei diesem Rüden erzeugt haben (OLG Hamm, Urteil vom 17.12.2012, Az.: 6 U 53/12, u.a. in: BeckRS 2014, Nr.: 19663 = "juris"; OLG München, Urteil vom 11.04.2011, Az.: 21 U 5534/10, u.a. in: VersR 2011, Seiten 1412 f.; OLG Frankfurt/Main, Urteil vom 12.01.2007, Az.: 19 U 217/06, u.a. in: NJW-RR 2007, Seiten 748 f.; OLG Celle, Urteil vom 29.03.1995, Az.: 20 U 50/94, u.a. in: OLG-Report 1995, Seite 153; OLG Hamm, Urteil vom 24.11.1994, Az.: 6 U 236/93, u.a. in: NJW-RR 1995, Seiten 598 f.; OLG Düsseldorf, Urteil vom 28.05.1993, Az.: 22 U 92/92, u.a. in: NJW-RR 1994, Seiten 92 f.; OLG Düsseldorf, Urteil vom 21.07.1992, Az.: 22 U 26/92, u.a. in: VersR 1993, Seite 1496).
Mit der wohl herrschenden Rechtsprechung (OLG Jena, Urteil vom 16.07.2015, Az.: 1 U 652/14, u.a. in: r + s 2015, Seiten 625 f.; OLG Celle, Urteil vom 17.03.2014, Az.: 20 U 60/13, u.a. in: r + s 2014, Seiten 524 f.; OLG Hamm, Urteil vom 17.12.2012, Az.: 6 U 53/12, u.a. in: BeckRS 2014, Nr.: 19663 = "juris"; OLG München, Urteil vom 11.04.2011, Az.: 21 U 5534/10, u.a. in: VersR 2011, Seiten 1412 f.; OLG Frankfurt/Main, Urteil vom 12.01.2007, Az.: 19 U 217/06, u.a. in: NJW-RR 2007, Seiten 748 f.; OLG Celle, Urteil vom 29.03.1995, Az.: 20 U 50/94, u.a. in: OLG-Report 1995, Seite 153; OLG Hamm, Urteil vom 24.11.1994, Az.: 6 U 236/93, u.a. in: NJW-RR 1995, Seiten 598 f.; OLG Düsseldorf, Urteil vom 28.05.1993, Az.: 22 U 92/92, u.a. in: NJW-RR 1994, Seiten 92 f.; OLG Düsseldorf, Urteil vom 21.07.1992, Az.: 22 U 26/92, u.a. in: VersR 1993, Seite 1496) ist das erkennende Gericht insofern aber der Auffassung, dass in einem solchen Falle alle beteiligten Hundehalter dem Grunde nach gemäß § 833 Satz 1 BGB für Schäden ersatzpflichtig sind, die einer der Hunde dann einem der bei dieser Auseinandersetzung beteiligten Hund zufügen.
Dies allein rechtfertigt es dann aber auch, den Beklagten hier mit einer höheren Quote als 50 % zu belasten (OLG Hamm, Urteil vom 17.12.2012, Az.: 6 U 53/12, u.a. in: BeckRS 2014, Nr.: 19663 = "juris"; OLG München, Urteil vom 11.04.2011, Az.: 21 U 5534/10, u.a. in: VersR 2011, Seiten 1412 f.; OLG Frankfurt/Main, Urteil vom 12.01.2007, Az.: 19 U 217/06, u.a. in: NJW-RR 2007, Seiten 748 f.; OLG Celle, Urteil vom 29.03.1995, Az.: 20 U 50/94, u.a. in: OLG-Report 1995, Seite 153; OLG Hamm, Urteil vom 24.11.1994, Az.: 6 U 236/93, u.a. in: NJW-RR 1995, Seiten 598 f.; OLG Düsseldorf, Urteil vom 28.05.1993, Az.: 22 U 92/92, u.a. in: NJW-RR 1994, Seiten 92 f.; OLG Düsseldorf, Urteil vom 21.07.1992, Az.: 22 U 26/92, u.a. in: VersR 1993, Seite 1496).
Insoweit müssen vielmehr die jeweiligen Tiergefahren hinsichtlich ihres Verursachungsanteils für den hier streitigen konkreten Schaden grundsätzlich durch das Gericht mit abgewogen werden (BGH, Urteil vom 05.03.1985, Az.: VI ZR 1/84, u.a. in: NJW 1985, Seiten 2416 f.; OLG Hamm, Urteil vom 24.11.1994, Az.: 6 U 236/93, u.a. in: NJW-RR 1995, Seiten 598 f.; OLG Düsseldorf, Urteil vom 28.05.1993, Az.: 22 U 92/92, u.a. in: NJW-RR 1994, Seiten 92 f.; OLG Düsseldorf, Urteil vom 21.07.1992, Az.: 22 U 26/92, u.a. in: VersR 1993, Seite 1496; Bocianiak, VersR 2011, Seiten 981 ff.).
Wenn insofern eine Hündin gegenüber der anderen Hündin imponieren will und zudem die andere Hündin als "Rivalin" ansieht, ist das Verhalten dieser Hündinnen aber nicht nur als Ausdruck der Unberechenbarkeit zu werten, sondern es stellt auch eine Reaktion auf die Wirkung dar, die die Hündinnen aufgrund ihrer jeweiligen tierischen Eigenart bei einer anderen Hündin erzeugen (OLG Hamm, Urteil vom 17.12.2012, Az.: 6 U 53/12, u.a. in: BeckRS 2014, Nr.: 19663 = "juris"; OLG München, Urteil vom 11.04.2011, Az.: 21 U 5534/10, u.a. in: VersR 2011, Seiten 1412 f.; OLG Frankfurt/Main, Urteil vom 12.01.2007, Az.: 19 U 217/06, u.a. in: NJW-RR 2007, Seiten 748 f.; OLG Celle, Urteil vom 29.03.1995, Az.: 20 U 50/94, u.a. in: OLG-Report 1995, Seite 153; OLG Hamm, Urteil vom 24.11.1994, Az.: 6 U 236/93, u.a. in: NJW-RR 1995, Seiten 598 f.; OLG Düsseldorf, Urteil vom 28.05.1993, Az.: 22 U 92/92, u.a. in: NJW-RR 1994, Seiten 92 f.; OLG Düsseldorf, Urteil vom 21.07.1992, Az.: 22 U 26/92, u.a. in: VersR 1993, Seite 1496).
OLG Saarbrücken, 14.07.2005 - 8 U 283/04
Tierhalterhaftung: Typische Tiergefahr durch beteiligtes Hunderudel
Insoweit findet eine entsprechende Anwendung des § 254 BGB nicht nur dann statt, wenn Tiere verschiedener Halter sich gegenseitig verletzen, sondern auch, wenn ein fremdes und ein eigenes Tier zusammen einen Schaden an einem anderen Rechtsgut als dem eigenen Tier, etwa an der eigenen Gesundheit, verursacht haben (vgl. OLG Düsseldorf NJW-RR 1994, 92/93 m.w.N.).
OLG Düsseldorf, 11.12.1998 - 22 U 110/98
Ursächlichkeit bei Verletzung von jungen Pferden untereinander
Diese Vorschrift ist nicht nur dann anzuwenden, wenn ein fremdes und ein eigenes Tier zusammen einen Schaden an einem anderen Rechtsgut verursacht haben, sondern auch dann, wenn Tiere verschiedener Halter sich gegenseitig verletzen oder wenn - wie hier - eines der beiden Tiere verletzt wird und dabei die Tiergefahr des verletzten Tieres als mitverursachender Umstand mitgewirkt hat (vgl. Senat, Urteil vom 28.5.1993 - 22 U 92/92 - NJW-RR 1994, 92, 93 = OLGR Düsseldorf 1994, 19).
OLG Hamm, 17.12.2012 - 6 U 53/12
Berücksichtigung eines Mitverschuldens bei der gegenseitigen Verletzung von …
§ 254 BGB ist auch dann entsprechend anzuwenden, wenn nur ein Tier verletzt wird, dabei aber seine spezifische Tiergefahr mitgewirkt hat (BGHZ 67, 129; OLG Düsseldorf, NJW-RR 1994, 92).
Ein Sekundäranspruch entsteht nämlich mit der Vollendung der Verjährung des Primäranspruchs (BGH NJW-RR 1994, 92), und zwar auch dann, wenn zu diesem Zeitpunkt das Mandat noch fortbesteht (BGH NJW 1985, 2250).
So kann das Mitverschulden bei einer direkten Auseinandersetzung unter Tieren zu einer Reduzierung eines Schadensersatzanspruchs um die Hälfte führen (siehe OLG Düsseldorf, NJW-RR 1994, 92; OLG Düsseldorf, NJW-RR 1999, 1256; OLG Rostock, NJW-RR 2011, 820; OLG Hamm, 17.12.2012; OLG Koblenz, r+s 2016, 313).