Source: https://kanzleihoess.de/strafsacheniminternet
Timestamp: 2019-06-26 17:12:30
Document Index: 291898859

Matched Legal Cases: ['§ 303', '§ 269', '§ 284', '§ 106', '§ 107', '§ 108', '§ 108', '§ 203', '§ 201', '§ 184', '§ 185', '§ 100']

Rechtsgebiete > Strafrecht > Strafsachen im Internet
Die landläufige Ansicht, wonach es sich beim World Wide Web (www), dem Internet, um einen rechtsfreien Raum handeln würde, ist bereits begriffsnotwendig falsch. Rechtsfreie Räume existieren nicht.
Computersabotage (§ 303b StGB),
Fälschung beweiserheblicher Daten (§ 269 StGB),
unerlaubte Veranstaltung eines Glückspiels (§ 284 StGB),
urheberrechtliche Straftaten, so insbesondere die unerlaubte Verwertung urheberrechtlich geschützter Werke (§ 106 UrHG),
unzulässiges Anbringen der Urheberbezeichnung (§ 107 UrhG),
unerlaubter Eingriff in verwandte Schutzrechte (§ 108 UrhG),
unerlaubte Eingriffe in technische Schutzmaßnahmen und zur Rechtwahrnehmung erforderliche Informationen (§ 108b UrhG);
Straftaten gegen persönliche Rechte und Geheimnisse, wie die Offenbarung und Verwertung fremder Geheimnisse (§§ 203, 204 StGB) und die Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen (§ 201a StGB);
Äußerungs- und Verbreitungsdelikte in Form der Verbreitung und dem Besitz pornografischer Schriften (§ 184 StGB),
ehrverletzende Äußerungen (§ 185ff StGB) sowie Delikte gegen den demokratischen Rechtsstaat und die öffentliche Ordnung.
In letzter Zeit in den Fokus des öffentlichen Interesses trat insbesondere jedoch auch das prozessuale Internetstrafrecht in Form der zulässigen polizeilichen Recherchen, wie der verdachtsunabhängigen Recherche und der verdeckten Ermittlung sowie der Möglichkeit der Auskunftser- langung über die §§ 100g, 100h und 100i StPO.