Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=VG%20Oldenburg&Datum=21.05.2008&Aktenzeichen=11%20A%20485/06
Timestamp: 2020-02-20 10:29:14
Document Index: 36659593

Matched Legal Cases: ['§ 104', '§ 25', 'Art. 8', '§ 104', 'Art. 3', '§ 104', '§ 104', 'Art. 6', '§ 104', '§ 104', '§ 104', '§ 104']

VG Oldenburg, 21.05.2008 - 11 A 485/06 - dejure.org
https://dejure.org/2008,11569
VG Oldenburg, 21.05.2008 - 11 A 485/06 (https://dejure.org/2008,11569)
VG Oldenburg, Entscheidung vom 21.05.2008 - 11 A 485/06 (https://dejure.org/2008,11569)
VG Oldenburg, Entscheidung vom 21. Mai 2008 - 11 A 485/06 (https://dejure.org/2008,11569)
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Zur (Un-) Möglichkeit der freiwilligen Ausreise einer Roma aus dem Kosovo.Zur Zurechnungsregel des § 104 a Abs. 3 Satz 1 AufenthG.
AufenthG § 25 Abs. 5; EMRK Art. 8; AufenthG § 104 a Abs. 3; GG Art. 3 Abs. 1
D (A), Aufenthaltserlaubnis, Ausreisehindernis, freiwillige Ausreise, Kosovo, Kosovaren, Roma, Laissez-Passer, Reiseausweis für Ausländer, Erlasslage, Europäische Menschenrechtskonvention, EMRK, Privatleben, Integration, Straftaten, Familienangehörige, Ehegatte, ...
Zur Verfassungsmäßigkeit des § 104a Abs. 3 Satz 1 AufenthG
Aufenthaltstitel; Versagung wegen Straftat einer in häuslicher Gemeinschaft …
Verfassungsmäßigkeit der Vorschrift nehmen auch andere Verwaltungsgerichte an (vgl. VG Düsseldorf, Beschl. v. 10.05.2007 - 27 L 297/07 - VG Oldenburg, Urt. v. 21.05.2008 - 11 A 485/06 -, VG Wiesbaden, Urt. v. 03.09.2008 - 4 K 503/08.WI - VG Göttingen, Urt. v. 27.08.2008 - 1 A 78/08 -, diese Entscheidungen sind bei Juris veröffentlicht).
VG Göttingen, 27.08.2008 - 1 A 78/08
Aufenthaltserlaubnis nach § 104 a AufenthGAltfallregelung
Ferner ist zu berücksichtigen, dass andernfalls im Hinblick auf Art. 6 GG häufig auch ein abgeleitetes Aufenthaltsrecht des an sich nach § 104 Abs. 1 Nr. 6 AufenthG ausgeschlossenen Ausländers entstehen würde; die Vorschrift also teilweise leer laufen würde (vgl. VG Oldenburg, Urteil vom 21.05.2008, 11 A 485/06 m. w .N., juris).
VG Wiesbaden, 03.09.2008 - 4 K 503/08
Bleiberecht aus humanitären Gründen bei Straftat eines Familienangehörigen
Der Beklagte teilt die verfassungsrechtlichen Bedenken der Kläger hinsichtlich § 104 a Abs. 3 Satz 1 AufenthG nicht und verweist diesbezüglich auf Urteile des VG Oldenburg vom 21.05.2008 (Az: 11 A 485/06), des Verwaltungsgerichts des Saarlandes vom 06.05.2008 (Az: 2 K 946/07) und des VG Wiesbaden vom 06.08.2008 (Az: 4 E 1348/07).
Zwar weist der Klägerbevollmächtigte zu Recht darauf hin, dass ein Amtsgericht (Amtsgericht Bernau, Beschluss vom 03.08.2007 - 5 Ls 212 Js 18621/06(21/07), abgedruckt in InfAuslR 2008, 179, 182), die Verfassungsmäßigkeit der Regelung des § 104 a Abs. 3 AufenthG bezweifelt, das Verwaltungsgericht Oldenburg hat aber mit überzeugender Begründung durch Urteil vom 21.05.2008 (11 A 485/06) entschieden, dass die Zurechnungsregel des § 104 a Abs. 3 AufenthG mit höherrangigem Recht vereinbar ist (i.d.S. auch OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 18.01.2008 - 12 S 6/08).
VG Darmstadt, 13.10.2008 - 5 K 556/08
Versagung einer Aufenthaltserlaubnis bei Verurteilung wegen Diebstahls und …
Es ist daher verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden, wenn der Gesetzgeber der Wahrung der Familieneinheit Vorzug vor einem Aufenthaltsrecht auch von Straftätern gibt (im Ergebnis wie hier die Verfassungsmäßigkeit der Regelung bejahend: OVG Berlin-Brandbg., Beschl. v. 18.01.2008 - 12 S 6.08 - juris; VG Oldenburg, Urt. v. 21.05.2008 - 11 A 485/06 - juris).