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Timestamp: 2019-06-19 15:49:04
Document Index: 10604037

Matched Legal Cases: ['§ 27', '§ 3', '§ 30', '§ 1', '§ 3', '§ 4', '§ 4']

Landesrecht Sachsen-Anhalt § 27 LVO-Lehramt | Landesnorm Sachsen-Anhalt | - Sonderregelungen für die Ausbildung von Quereinsteigern | Verordnung über den Vorbereitungsdienst und die Laufbahnprüfung für ein Lehramt im Land Sachsen-Anhalt (LVO-Lehramt) vom 13. Juli 2011 | gültig ab: 30.05.2019
von Quereinsteigern
(1) Als Quereinsteiger gelten Personen, die gemäß § 3 Abs. 5 in den Vorbereitungsdienst eingestellt werden.
(2) Die Anzahl der Ausbildungsplätze, die für eine Ausbildung im Quereinstieg zur Verfügung steht, wird gemäß § 30 Abs. 5b des Schulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt ermittelt. Das für Lehrerausbildung zuständige Ministerium gibt den Einstellungstermin für die Ausbildung im Quereinstieg bekannt.
(3) Der Vorbereitungsdienst dauert in der Regel 24 Monate.
(4) Dem Vorbereitungsdienst wird eine achtmonatige Ausbildung in den Bildungswissenschaften unter Berücksichtigung der Bezüge zu Ausbildungsfächern vorangestellt. Diese findet an einem wöchentlichen Seminartag im Umfang von sechs Stunden statt. Anschließend erfolgt die Ausbildung im regulären Vorbereitungsdienst nach Maßgabe dieser Verordnung. Es erfolgt eine Eingliederung in die Ausbildungsgruppen, die gemäß § 1 gebildet und nach § 3 Abs. 2 oder 3 eingestellt werden.
(5) Die curricularen Schwerpunkte der Ausbildung in Bildungswissenschaften unter Berücksichtigung der Bezüge zu den Fächern basieren auf den von der Kultusministerkonferenz ausgewiesenen Kompetenzen und Standards für die Lehrerbildung. Das Ausbildungskonzept dafür wird vom Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt im Einvernehmen mit dem für Lehrerausbildung zuständigen Ministerium erstellt.
(6) Die Ausbildung gemäß Absatz 4 schließt mit einer Prüfung in den Bildungswissenschaften im Rahmen einer 45-minütigen mündlichen Prüfung ab.
(7) Das Landesprüfungsamt bestimmt für jeden Prüfling einen Prüfungsausschuss und einen Prüfungstermin. Dem Prüfungsausschuss gehören zwei Ausbilder in den Bildungswissenschaften an.
(8) Die Prüfung gilt als bestanden, wenn mindestens ausreichende Leistungen nachgewiesen werden. Über die bestandene Prüfung stellt das Landesprüfungsamt eine Bescheinigung aus. Eine nicht bestandene Prüfung kann einmal innerhalb von drei Monaten wiederholt werden. Wird die Wiederholungsprüfung nicht bestanden, gilt die Prüfung als endgültig nicht bestanden.
(9) Beginnend mit dem zweiten Ausbildungsmonat sollen wöchentlich sechs bis acht Stunden eigenverantwortlich unterrichtet werden. Dieser Stundenumfang ist unter Anwendung der übrigen Regelungen dieser Verordnung zur Erteilung von Ausbildungsunterricht bis zum zweiten Monat des Eintritts in die Vertiefungsphase zu absolvieren.
(10) Der achte Monat der Ausbildung gemäß Absatz 4 ersetzt den ersten der flexiblen Einführungsphase gemäß § 4 Abs. 2. Er dient der Absolvierung der Prüfung gemäß Absatz 6.
(11) Die Qualifizierungsphase umfasst abweichend von den Festlegungen in § 4 Abs. 2 in der Regel neun Monate.
(12) Im Übrigen gelten die Vorschriften dieser Verordnung.
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