Source: http://m.hensche.de/Geschaeftsfuehrervertrag_Mustervertrag_Geschaeftsfuehrervertrag.html
Timestamp: 2017-04-30 22:39:04
Document Index: 250139142

Matched Legal Cases: ['§ 5', '§ 4', '§ 5', '§ 5', '§ 7', '§ 12']

HENSCHE Arbeitsrecht: Mustervertrag: Geschäftsführervertrag
Im fol­gen­den fin­den Sie ein Ver­trags­mus­ter „Ge­schäfts­füh­rer­ver­trag“. Wenn Sie sich an die­sem Mus­ter­ver­trag „Ge­schäfts­füh­rer­ver­trag“ ori­en­tie­ren möch­ten oder die­sen über­neh­men wol­len, soll­ten Sie dar­auf ach­ten, dass Ih­nen sei­ne Be­deu­tung als Bei­spiels­text in al­len Ein­zel­hei­ten wirk­lich klar ist. Be­den­ken Sie bit­te, dass Sie mit der Ent­schei­dung für ei­nen be­stimm­ten Ver­trags­text Rechts­fol­gen her­bei­füh­ren, die in Ih­rem kon­kre­ten Fall aber viel­leicht nicht die rich­ti­gen sind. Soll­te Ih­nen da­her ir­gend et­was un­klar sein, las­sen Sie lie­ber vor­her an­walt­lich be­ra­ten.
zwi­schen der Mus­ter-GmbH, ver­tre­ten durch ih­re al­lei­ni­gen Ge­sell­schaf­ter Max und Ma­xi­mi­lia­ne Mus­ter,Mus­ter­stra­ße 1, 11111 Mus­ter­stadt- im fol­gen­den: „Ge­sell­schaft“ -
(2) Der Ge­schäfts­füh­rer führt die Ge­schäf­te der Ge­sell­schaft nach Maß­ga­be der Ge­set­zes, des Ge­sell­schafts­ver­trags so­wie der Wei­sun­gen der Ge­sell­schaf­ter­ver­samm­lung. (3) Der Ge­schäfts­füh­rer übt sei­ne Tä­tig­keit in ers­ter Li­nie in Mus­ter­stadt aus. So­weit es die Er­fül­lung sei­ner Auf­ga­ben er­for­dert oder falls ent­spre­chen­de Wei­sun­gen der Ge­sell­schaf­ter­ver­samm­lung vor­lie­gen, ver­pflich­tet sich der Ge­schäfts­füh­rer da­zu, vor­über­ge­hend oder auch dau­er­haft an an­de­ren Or­ten, auch im Aus­land, tä­tig sein.
(3) Das Dienst­ver­hält­nis en­det, oh­ne dass es ei­ner Kün­di­gung be­darf, spä­tes­tens mit Ab­lauf des Mo­nats, in dem der Ge­schäfts­füh­rer die Re­gel­al­ters­gren­ze in der ge­setz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung er­reicht. (4) Ist der Ge­schäfts­füh­rer ent­spre­chend ei­ner ärzt­li­chen Be­schei­ni­gung dau­er­haft nicht mehr in der La­ge, sei­ne Dienst­pflich­ten aus die­sem Ver­trag zu er­fül­len, en­det das Dienst­ver­hält­nis mit Ab­lauf des Mo­nats, in dem ein Arzt die­se Fest­stel­lung ge­trof­fen hat. Die dau­ern­de Dienst­un­fä­hig­keit wird un­wi­der­leg­lich ver­mu­tet, wenn ei­ne krank­heits­be­ding­te Ar­beits­un­fä­hig­keit oh­ne Un­ter­bre­chung neun Mo­na­te oder län­ger an­dau­ert. Im Fal­le ei­ner Be­en­di­gung des Dienst­ver­hält­nis­ses we­gen dau­ern­der Ar­beits­un­fä­hig­keit hat der Ge­schäfts­füh­rer An­spruch auf ei­ne Ab­fin­dung in Hö­he ei­nes hal­ben Jah­res­grund­ge­hal­tes im Sin­ne von § 5 Abs.1.
Der Ge­schäfts­füh­rer stellt sei­ne ge­sam­te Ar­beits­kraft in den Dienst der Ge­sell­schaft. § 4 Recht zur Frei­stel­lung, Ver­gü­tung nach Ab­be­ru­fung
(1) Nach Aus­spruch ei­ner au­ßer­or­dent­li­chen Kün­di­gung so­wie im Fal­le der Ab­be­ru­fung als Ge­schäfts­füh­rer kann die Ge­sell­schaft den Ge­schäfts­füh­rer un­ter Fort­zah­lung der Ver­gü­tung von der Pflicht zur Dienst­leis­tung frei­stel­len. (2) Im Fal­le der Ab­be­ru­fung steht dem Ge­schäfts­füh­rer ab dem auf die Ab­be­ru­fung fol­gen­den Mo­na­te kei­ne va­ria­ble Ver­gü­tung ge­mäß § 5 Abs.2 mehr zu. § 5 Jah­res­grund­ge­halt, Ziel­ver­ein­ba­rungs­prä­mie, Son­der­zah­lun­gen, Dienst­wa­gen, Ab­füh­rung von Lohn­steu­er und So­zi­al­ab­ga­ben
(1) Der Ge­schäfts­füh­rer er­hält ein Jah­res­grund­ge­halt von _________ EUR brut­to, das in zwölf gleich gro­ßen Ra­ten je­weils am Mo­nats­letz­ten zu zah­len ist. (2) Dar­über hin­aus hat der Ge­schäfts­füh­rer An­spruch auf ei­ne va­ria­ble er­folgs­ab­hän­gi­ge Ziel­ver­ein­ba­rungs­prä­mie in Hö­he ei­nes Ma­xi­mal­be­trags von jähr­lich _________ EUR brut­to auf der Grund­la­ge ei­ner Ziel­ver­ein­ba­rung, die die Par­tei­en je­weils für ein Ka­len­der­jahr tref­fen. Die Ziel­ver­ein­ba­rung um­fasst mit je hälf­ti­gem Ge­wicht Un­ter­neh­mens­zie­le und per­sön­li­che Zie­le und ist spä­tes­tens bis zum 15. De­zem­ber mit Gel­tung für das fol­gen­de Ka­len­der­jahr schrift­lich ab­zu­schlie­ßen. Auf der Grund­la­ge ei­ner Be­wer­tung der Ziel­er­rei­chung im ab­ge­lau­fe­nen Jahr, die von der Ge­sell­schaft bis spä­tes­tens En­de März des Fol­ge­jah­res vor­zu­neh­men ist, wird die Ziel­ver­ein­ba­rungs­prä­mie mit dem Ge­halt für April des Fol­ge­jah­res ab­ge­rech­net und aus­be­zahlt.
b) Weih­nachts­geld oder in Hö­he ei­nes hal­ben Mo­nats­ge­halts, zahl­bar mit der Ver­gü­tung für No­vem­ber. (4) Die Ge­sell­schaft stell­te dem Ge­schäfts­füh­rer ei­nen Dienst­wa­gen, der auch für pri­va­te Fahr­ten ge­nutzt wer­den kann. Das Recht zur Pri­vat­nut­zung des Dienst­wa­gens wird ent­spre­chend den steu­er­recht­li­chen Vor­ga­ben ge­mäß der Ein-Pro­zent-Re­ge­lung ver­steu­ert. Das nä­he­re re­gelt ei­ne ge­son­der­te Dienst­wa­gen­ver­ein­ba­rung.
(1) Der Ge­schäfts­füh­rer hat An­spruch auf be­zahl­ten Ur­laub im Um­fang von 30 Ar­beits­ta­gen pro Ka­len­der­jahr. (2) Kann der Ur­laub im lau­fen­den Jahr auf­grund drin­gen­der be­trieb­li­cher oder in der Per­son des Ge­schäfts­füh­rers lie­gen­den Grün­den nicht ge­nom­men wer­den, wird er auf das nächs­te Ka­len­der­jahr über­tra­gen. Der über­tra­ge­ne Ur­laub ist dann spä­tes­tens bis zum 31. März des Fol­ge­jah­res zu neh­men; an­dern­falls ver­fällt er. Der über­tra­ge­ne Ur­laubs­an­spruch ver­fällt am 31. März des Fol­ge­jah­res auch dann, wenn der Ur­laub in­fol­ge ei­ner Er­kran­kung nicht ge­nom­men wer­den kann. § 7 Krank­heits­be­ding­te Ar­beits­un­fä­hig­keit
(1) Der Ge­schäfts­füh­rer darf ei­ne - selb­stän­di­ge oder un­selb­stän­di­ge - be­zahl­te Ne­ben­tä­tig­keit nur nach vor­he­ri­ger schrift­li­cher Ge­neh­mi­gung der Ge­sell­schaft auf­neh­men. Dies gilt auch für un­be­zahl­te Ne­ben­tä­tig­kei­ten, wenn die­se üb­li­cher­wei­se nur ge­gen Ver­gü­tung aus­ge­übt wer­den. (2) Un­be­zahl­te Ne­ben­tä­tig­kei­ten hat der Ge­schäfts­füh­rer vor Auf­nah­me der Ge­sell­schaft an­zu­zei­gen. Die Ge­sell­schaft kann dem Ge­schäfts­füh­rer die Aus­übung un­be­zahl­ter Ne­ben­tä­tig­keit bei be­rech­tig­ten In­ter­es­sen un­ter­sa­gen.
Der Ge­schäfts­füh­rer ist da­zu ver­pflich­tet, über al­le Be­triebs- und Ge­schäfts­ge­heim­nis­se so­wie über An­ge­le­gen­hei­ten, die die Ge­sell­schaft als ver­trau­lich be­zeich­net hat, drit­ten Per­so­nen ge­gen­über Still­schwei­gen zu be­wah­ren. Die­se Pflicht gilt auch über die Be­en­di­gung des Dienst­ver­hält­nis­ses hin­aus. § 12 Nach­ver­trag­li­ches Wett­be­werbs­ver­bot
____________________ (Un­ter­schrift Ge­sell­schaft) ____________________ (Un­ter­schrift Ge­schäfts­füh­rer) Letzte Überarbeitung: 16. März 2017
Bewertung: Mus­ter­ver­trag: Ge­schäfts­füh­rer­ver­trag