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Timestamp: 2016-10-24 07:01:55
Document Index: 274696304

Matched Legal Cases: ['Art. 132', 'BGE', 'Art. 132', 'BGE', 'Art. 104', 'Art. 105', 'Art. 132', 'Art. 132', 'Art. 132', 'Art. 114', 'BGE', 'Art. 61', 'BGE', 'Art. 61', 'Art. 105', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 4', 'Art. 28', 'Art. 28', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 6', 'Art. 7', 'Art. 4', 'Art. 8', 'BGE', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 28', 'Art. 16', 'BGE', 'Art. 28', 'Art. 27', 'Art. 27', 'BGE', 'Art. 134', 'Art. 156', 'Art. 135', 'Art. 159', 'Art. 135', 'BGE']

I 713/06 (10.09.2007)
I 713/06
V.________, 1949, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanw�ltin Ursula Engelberger-Koller, Winkelriedstrasse 35, 6002 Luzern,
Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern vom 28. Juni 2006.
Die 1949 geborene V.________ war vom 6. Mai 1991 bis 31. Mai 2001 bei der Firma M.________ als Restaurantmitarbeiterin angestellt. Am 2. September 1998 zog sie sich bei einem Treppensturz eine direkte Thoraxkontusion rechts zu. Am 28. November 2001 meldete sie sich bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Mit Verf�gung vom 9. April 2002 sprach ihr die IV-Stelle des Kantons Luzern Beratung und Unterst�tzung bei der Stellensuche zu. Vom 4. bis 25. Juni 2002 war sie in der Rheuma- und Rehabilitationsklinik (nachfolgend Rehaklinik) X.________ hospitalisiert. Zur Abkl�rung der Verh�ltnisse holte die IV-Stelle des Kantons Luzern diverse Arztberichte, ein psychiatrisches Gutachten des Dr. med. K.________, Chefarzt, Spital Y.________, vom 4. Dezember 2003 und einen Abkl�rungsbericht Haushalt vom 26. Juli 2004 ein. Mit Verf�gung vom 24. Januar 2005 verneinte sie einen Leistungsanspruch. Die dagegen erhobene Einsprache wies sie ab, da kein Gesundheitsschaden im Sinne des Gesetzes vorliege (Entscheid vom 5. April 2005).
Die hiegegen eingereichte Beschwerde, mit der die Versicherte diverse neue Arztberichte auflegte, wies das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern mit Entscheid vom 28. Juni 2006 ab.
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragt die Versicherte, in Aufhebung des kantonalen Entscheides sei ihr ab 3. Dezember 2001 eine halbe und ab 24. Mai 2003 eine ganze ordentliche Invalidenrente zuzusprechen; es sei ein Gerichtsgutachten �ber ihren Gesundheitszustand zu erstellen; eventuell sei eine gerichtlich angeordnete Haushaltsabkl�rung vorzunehmen. Ferner verlangt sie die Gew�hrung der unentgeltliche Rechtspflege f�r das letztinstanzliche Verfahren.
Am 1. Januar 2007 ist das Bundesgesetz �ber das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 (BGG; SR 173.110) in Kraft getreten (AS 2006 1205, 1243). Damit wurden das Eidgen�ssische Versicherungsgericht und das Bundesgericht Lausanne zu einem einheitlichen Bundesgericht (an zwei Standorten) zusammengef�gt (Seiler/von Werdt/G�ngerich, Bundesgerichtsgesetz [BGG], Bern 2007, S. 10 N 75). Dieses Gesetz ist auf die nach seinem Inkrafttreten eingeleiteten Verfahren des Bundesgerichts anwendbar, auf ein Beschwerdeverfahren jedoch nur dann, wenn auch der angefochtene Entscheid nach dem Inkrafttreten dieses Gesetzes ergangen ist (Art. 132 Abs. 1 BGG). Da der kantonale Entscheid am 28. Juni 2006 erlassen wurde, richtet sich das Verfahren nach dem bis 31. Dezember 2006 in Kraft gestandenen Bundesgesetz �ber die Bundesrechtspflege (OG) vom 16. Dezember 1943 (vgl. BGE 132 V 393 E. 1.2 S. 395).
2.2 Im Hinblick darauf, dass die Verwaltungsgerichtsbeschwerde am 30. August 2006 der Post �bergeben wurde und am 31. August 2006 beim Eidgen�ssischen Versicherungsgericht einging, ist Art. 132 Abs. 2 OG anwendbar, obwohl der angefochtene Entscheid vom 28. Juni 2006 datiert und somit vor dem Inkrafttreten der Gesetzes�nderung ergangen ist. Die massgebliche �bergangsbestimmung (lit. c von Ziff. II der Gesetzes�nderung vom 16. Dezember 2005) erkl�rt bisheriges Recht f�r die im Zeitpunkt des Inkrafttretens beim Eidgen�ssischen Versicherungsgericht anh�ngigen Beschwerden f�r anwendbar. Das trifft hier nicht zu (BGE 132 V 393 E. 1.2 S. 395).
2.3 Es ist aufgrund der Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu pr�fen, ob der angefochtene Gerichtsentscheid in der Anwendung der massgeblichen materiell- und beweisrechtlichen Grundlagen Bundesrecht verletzt (Art. 104 lit. a OG), einschliesslich einer allf�lligen rechtsfehlerhaften Tatsachenfeststellung (Art. 105 Abs. 2 OG). Hingegen hat eine freie �berpr�fung des vorinstanzlichen Entscheides in tats�chlicher Hinsicht (alt Art. 132 lit. b OG) ebenso zu unterbleiben wie eine Pr�fung der Ermessensbet�tigung (alt Art. 132 lit. a OG) nach den Grunds�tzen zur Angemessenheitskontrolle. Auch besteht (entgegen alt Art. 132 lit. c OG) Bindung an die Parteiantr�ge, handelt es sich doch nicht um eine Abgabestreitigkeit (Art. 114 Abs. 1 OG; BGE 132 V 393 E. 2.2 S. 396 mit Hinweis).
3.1 Bei der Feststellung des Gesundheitsschadens (Befund, Diagnose, Prognose etc.) und der (Rest-)Arbeitsf�higkeit der versicherten Person handelt es sich grunds�tzlich um Tatfragen. Gleiches gilt f�r die auf einen Abkl�rungsbericht an Ort und Stelle gest�tzten Feststellungen �ber die Einsatzf�higkeit im Haushalt. Ebenfalls stellt die richtige Beweisw�rdigung eine Tatfrage dar. Dagegen ist die Beachtung des Untersuchungsgrundsatzes (E. 3.2 hienach) und der Beweisw�rdigungsregeln nach Art. 61 lit. c ATSG Rechtsfrage (BGE 132 V 393 E. 3 f. S. 397 ff.; Urteile des Bundesgerichts I 639/06 vom 5. Januar 2007, E. 4.2, und des Eidg. Versicherungsgerichts I 693/06 vom 20. Dezember 2006, E. 6.3, sowie I 697/06 vom 23. November 2006, E. 1).
3.2 Gem�ss Art. 61 lit. c ATSG stellt das kantonale Versicherungsgericht unter Mitwirkung der Parteien die f�r den Entscheid erheblichen Tatsachen fest; es erhebt die notwendigen Beweise und ist in der Beweisw�rdigung frei. Der damit statuierte Untersuchungsgrundsatz z�hlt zu den in Art. 105 Abs. 2 OG erw�hnten wesentlichen Verfahrensvorschriften (SZS 2001 S. 560 E. 2a, B 61/00; Urteile 2A.271/2005 vom 12. August 2005, E. 2.3, und C 93/00 vom 25. Juli 2000, E. 2b/cc; nicht ver�ffentlichtes Urteil 2A.166/1989 vom 18. Mai 1990; vgl. auch RKUV 2003 Nr. U 495 S. 394 E. 5.3.2 f., U 243/00). Er verpflichtet Verwaltung und kantonales Gericht - unter Vorbehalt der Mitwirkungspflichten der Parteien - von sich aus f�r die richtige und vollst�ndige Abkl�rung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (BGE 125 V 193 E. 2 S. 195, 122 V 157 E. 1a S. 158, je mit Hinweisen; vgl. auch BGE 130 I 180 E. 3.2 S. 183). Insbesondere sind (weitere) Massnahmen zur Kl�rung des rechtserheblichen Sachverhalts vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn dazu auf Grund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 281 E. 4a S. 282; AHI 1994 S. 210 E. 4a; SVR 1999 IV Nr. 10 S. 27 E. 2c; Urteil K 11/06 vom 11. Juli 2006, E. 3.1, mit Hinweisen). Im Geltungsbereich des Untersuchungsgrundsatzes d�rfen Verwaltung und Gericht rechtserhebliche Parteivorbringen nicht einfach mit der Bemerkung abtun, sie seien nicht belegt worden (AHI 1994 S. 210 E. 4a mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts I 110/07 vom 25. Juni 2007, E. 4.2.2).
4.1 Streitig und zu pr�fen ist der Anspruch auf Leistungen ab 3. Dezember 2001. Der Einspracheentscheid erging am 5. April 2005. Damit ist teilweise ein Sachverhalt zu beurteilen, der sich vor dem In-Kraft-Treten des ATSG und der ATSV am 1. Januar 2003 sowie der �nderungen des IVG vom 21. M�rz 2003 und der IVV vom 21. Mai 2003 (4. IV-Revision) am 1. Januar 2004 verwirklicht hat. Demnach ist f�r die Zeit bis 31. Dezember 2002 sowie bis 31. Dezember 2003 auf die damals geltenden Bestimmungen und ab diesen Zeitpunkten auf die neuen Normen des ATSG bzw. der 4. IV-Revision und deren Ausf�hrungsverordnungen abzustellen (BGE 130 V 445 ff.).
4.2 Weiter hat die Vorinstanz die Bestimmungen und Grunds�tze �ber die Invalidit�t (Art. 8 Abs. 1 ATSG; Art. 4 IVG), die Voraussetzungen und den Umfang des Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 1 und 1bis IVG in der bis Ende 2003 g�ltig gewesenen Fassung; vgl. auch Art. 28 Abs. 1 IVG in der seit 1. Januar 2004 geltenden Fassung) und den invalidit�tsbegr�ndenden Charakter psychischer Gesundheitssch�den und der zu diesen geh�renden somatoformen Schmerzst�rungen (BGE 131 V 49 ff., 130 V 352 ff., 396 ff., 127 V 294 ff.) zutreffend dargelegt. Gleiches gilt zur Aufgabe des Arztes im Rahmen der Invalidit�tsbemessung (BGE 125 V 256 E. 4 S. 261) und zum Beweiswert von Arztberichten (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2006 IV Nr. 27 S. 92 E. 3.2.4, I 3/05). Richtig ist auch, dass das ATSG hinsichtlich des Begriffs und der Bemessung der Invalidit�t keine substantiellen �nderungen gebracht hat, weshalb die davor hiezu ergangene Rechtsprechung weiterhin massgebend ist (BGE 130 V 393 ff., 343 ff.). Darauf wird verwiesen.
4.3 Zu erg�nzen ist, dass Arbeitsunf�higkeit die durch eine Beeintr�chtigung der k�rperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unf�higkeit ist, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare T�tigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich ber�cksichtigt (Art. 6 ATSG). Erwerbsunf�higkeit ist der durch Beeintr�chtigung der k�rperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsm�glichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG).
5.1 Frau Dr. med. W.________, Physikalische Medizin FMH speziell Rheumaerkrankungen, diagnostizierte im Bericht vom 21. Februar 2000 einen wahrscheinlich multifaktoriell bedingten Thoraxschmerz rechts. Aus rheumatologischer Sicht sei die Versicherte als K�chengehilfin zu 100 % arbeitsunf�hig.
5.2 Im Bericht vom 10. Juli 2002 diagnostizierten Dres. med. E.________, Oberarzt Neurologie, und S.________, Assistenz�rztin, Rehaklinik X.________, ein chronisches rechtsthorakales Schmerzsyndrom mit/bei Symptomausweitung auf die gesamte rechte K�rperh�lfte und Diskusprotrusion C4/5 und C5/6 mit m�ssiger Foraminalstenose (MRI 4/00, 3/01); depressive Stimmungslage. Medizinisch-theoretisch scheine eine 50%ige Arbeitsf�higkeit im Rahmen des Besch�ftigungsprogramms wie bisher ab 1. Juli 2002 gegeben.
5.3 Der Psychiater Dr. med. F.________, diagnostizierte im Bericht vom 26. M�rz 2003 eine �ngstlich depressive Anspassungsst�rung bei Schmerzsyndrom. Wichtig sei, dass die Versicherte den K�rper wieder belaste, was am besten im Rahmen einer physiotherapeutischen Behandlung erfolgen k�nnte.
5.4 Dr. med. K.________, Chefarzt, Spital Y.________, f�hrte im psychiatrischen Gutachten vom 4. Dezember 2003 aus, bei der Versicherten bestehe keine psychiatrische St�rung im engeren Sinn; es k�nne keine begr�ndbare Arbeitsunf�higkeit attestiert werden. Die zeitweise auftretenden depressiven Stimmungslagen seien durch die soziale Situation mit Arbeitslosigkeit und den Aufenthalt des Ehemannes in Mazedonien erkl�rbar. Diese Verstimmungszust�nde reichten nicht aus, um als invalidisierender psychischer Gesundheitszustand zu gelten. Es best�nden deutliche Hinweise f�r eine Aggravation. Ob die Arbeitsunf�higkeitsattestierungen beispielsweise der Rehaklinik X.________ (50 %) oder auch des Dr. med. R.________, Innere Medizin FMH, auf Grund der k�rperlichen oder der vermeintlichen psychischen Situation zu Stande gekommen seien, k�nne er nicht absch�tzen.
5.5 Der Hausarzt Dr. med. R.________, Innere Medizin FMH, beschrieb im Verlaufsbericht vom 11. Februar 2004 einen chronifizierten Zustand; die Versicherte sei ab 24. Mai 2003 ausserh�uslich zu 100 % arbeitsunf�hig. Der Zweipersonenhaushalt (die Versicherte lebe mit dem Sohn) k�nne bew�ltigt werden.
5.6 Dr. med. Z.________, Leitender Arzt, Rehaklinik X.________ diagnostizierte im Bericht vom 12. M�rz 2004 den Verdacht auf eine somatoforme Schmerzst�rung bei erheblicher psychosozialer Belastungssituation sowie eine klinisch sensible Hemisymptomatik im Bereich der rechten K�rperh�lfte. Vom rheumatologischen Standpunkt aus finde er bei der Versicherten zur Zeit keine Hinweise f�r eine entz�ndlich/rheumatologische Systemerkrankung im engeren Sinne. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine organisch strukturelle Erkrankung des zentralen Nervensystems vorliege, sei als sehr gering einzustufen. Inwieweit die von der Versicherten geschilderte Migr�nesymptomatik beim Beschwerdebild mitspielen k�nnte, m�sste seines Erachtens nach eventuell neurologisch weiter abgekl�rt werden.
5.7 Gem�ss Bericht des Spitals Y.________, Chirurgische Klinik, vom 10. September 2004 st�rzte die Versicherte am 9. September 2004 auf das rechte Mittelgesicht. Diagnostiziert wurden eine Kontusion Mittelgesicht rechts sowie eine Clavicula rechts. Der Versicherten sei erkl�rt worden, die Schmerzen k�nnten w�hrend 1-2 Tagen progredient sein und danach langsam bessern. Bei blandem Verlauf sei eine Kontrolle nicht vorgesehen.
5.8 Im Bericht vom 16. Februar 2005 diagnostizierte das Spital Y.________, Chirurgische Klinik, ein radio-palmares Handgelenksganglion links, Verdacht auf beginnende Tendovaginitis stenosans Dig I links sowie �tiologisch unklare Kribbelpar�sthesien Dig I links palmar. Die Handgelenksschmerzen links seien nach zwei St�rzen am 21. August 2004 und drei Wochen sp�ter aufgetreten. Die Versicherte habe deswegen erstmals Ende September 2004 das Spital aufgesucht. Hinsichtlich des radio-palmaren Handgelenksganglions sei der Versicherten der Ablauf der Operation, die Komplikationsm�glichkeiten und Risiken sowie die Nachbehandlung (10-14-t�gige Gipsruhigstellung) geschildert worden. Sie habe sich f�r die Operation nicht entscheiden k�nnen; offensichtlich sei der Leidensdruck doch nur m�ssig. Bez�glich der Tendovaginitis stenosans am Ringband A1 sei der Versicherten zu einer Lokalinfiltration geraten worden, wovon sie aber ebenfalls habe absehen wollen. Die Tendovaginitis de Quervain sei mindestens aktuell nicht mehr sicher nachzuweisen. In dieser Situation werde dem Wunsch der Versicherten entsprechend weiter zugewartet.
5.9.1 Im Bericht vom 11. Mai 2005 gab Dr. med. A.________, FMH Radiologie, auf Grund seiner Untersuchung (3-Phasen Szintigraphie des Gesichtssch�dels, Spect und GK) zu Handen des Dr. med. G.________ folgende Beurteilung ab: positive zweite und dritte Phase mandibul�r: Befund vereinbar mit einer Osteomyelitis. Rippenuptake links: DD Kontusion, Metastase, Fraktur, Osteoidosteom, brauner Tumor. Die �brigen Zonen mit erh�htem oss�ren Umbau seien degenerativen Ver�nderungen zuzuordnen.
5.9.2 Im Bericht vom 12. Juni 2006 legte Dr. med. G.________, Innere Medizin FMH/Manuelle Medizin SAMM/Akupunktur-TCM ASA, dar, am 2. September 1998 sei die Versicherte auf einer Treppe gest�rzt. Seither klage sie vor allem �ber Schmerzen im rechten oberen Hemithorax mit Ausstrahlungen im Bereich der ganzen rechten K�rperseite. Unter Schmerzmedikation habe sich der Zustand �ber Jahre verschlechtert. Mehrere Sturzereignisse h�tten zu Notfallkonsultationen im Spital gef�hrt. Klinisch falle eine teigige Schwellung der ganzen Halswirbels�ule (HWS) auf, die sich bis in den oberen Hemithorax ausdehne. Der lokale Befund sei mit einer Kieferosteomyelitis vereinbar. Die entsprechend positiven szintigraphischen Befunde l�gen bei. Unter antibiotischer Behandlung habe der lokale Befund langsam gebessert, die teigige Schwellung der HWS nehme ab. Im Sinne einer kraniomandibul�ren Dysfunktion finde sich ein myofasciales Schmerzsyndrom der ganzen rechten K�rperseite. Es sei praktische Erfahrung, dass bei chronischer Kieferosteomyelitis die kraniomandibul�re Dysfunktion schlecht behandelt werden k�nne. Eine langsame Zustandsverbesserung lasse sich unter Therapie erst nach ein bis zwei Jahren beobachten. In Anbetracht der obigen Ausf�hrungen und der Tatsache, dass keine weiteren relevanten Krankheitsfaktoren identifizierbar seien, m�ssten Unfallfolgen als wahrscheinlich angenommen werden. Eine Aggravation oder Somatisierungsst�rung l�gen nicht vor. Die Versicherte sei zu 100 % arbeitsunf�hig; der Haushalt k�nne nur teilweise bew�ltigt werden.
6.1 Die Vorinstanz hat im Wesentlichen erwogen, auf das psychiatrische Gutachten des Dr. med. K.________ vom 4. Dezember 2003 k�nne vollumf�nglich abgestellt werden. Demnach liege kein psychisches Leiden mit Krankheitswert vor. Die Leistungseinschr�nkung der Versicherten beruhe im Wesentlichen auf Aggravation. Es sei ihr bei Aufbietung allen guten Willens im Lichte der Schadenminderungspflicht zumutbar, einer Arbeitst�tigkeit nachzugehen und den Haushalt zu besorgen. Die somatoforme Schmerzst�rung verm�ge keine dauerhafte Arbeitsunf�higkeit zu begr�nden, weshalb es an einem Gesundheitsschaden nach Art. 4 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG fehle. Der Bericht des Dr. med. G.________ vom 12. Juni 2006 k�nne nicht ber�cksichtigt werden, da er nach Erlass des Einspracheentscheides (5. April 2005; BGE 129 V 167 E. 1 S. 169) ergangen sei. Die �brigen medizinischen Akten und die Vorbringen der Versicherten �nderten an diesem Ergebnis nichts.
6.2 Die Versicherte bestreitet, an somatoformen Schmerzst�rungen zu leiden. Durch die von Dr. med. G.________ am 12. Juni 2006 diagnostizierte chronische Kieferosteomyelitis seien ihre Schmerzen erkl�rbar; sein Bericht betreffe auch den Zeitraum vor Erlass des Einspracheentscheides. Die Rehaklinik X.________ gehe im Bericht vom 10. Juli 2002 von 50%iger, Frau Dr. med. W.________ im Bericht vom 21. Februar 2000 und Dr. med. R.________ im Bericht vom 11. Februar 2004 von 100%iger Arbeitsunf�higkeit aus. Das psychiatrische Gutachten vom 4. Dezember 2003 widerspreche den anderen Arztberichten und sei nicht nachvollziehbar, weshalb darauf nicht abgestellt werden k�nne.
7.1.1 Weder im Bericht des Psychiaters Dr. med. F.________ vom 26. M�rz 2003 noch im psychiatrischen Gutachten des Dr. med. K.________ vom 4. Dezember 2003 wurde eine somatoforme Schmerzst�rung diagnostiziert. Im Letzteren wurde sie vielmehr ausdr�cklich verneint. Dr. med. Z.________, der nicht Psychiater ist und dem diesbez�glich die Fachkompetenz fehlt, diagnostizierte am 12. M�rz 2004 lediglich den Verdacht auf ein somatoformes Schmerzsyndrom.
Nach dem Gesagten ist es nicht nachvollziehbar, wenn die Vorinstanz, die selber das Vorliegen einer psychischen St�rung negierte, ausf�hrte, die somatoforme Schmerzst�rung verm�ge keine dauerhafte Arbeitsunf�higkeit in der Erwerbst�tigkeit zu begr�nden.
7.1.2 Die Vorinstanz verneinte eine Arbeitsunf�higkeit allein auf Grund des psychiatrischen Gutachtens des Dr. med. K.________ vom 4. Dezember 2003. Demgegen�ber gingen Frau Dr. med. W.________ am 21. Februar 2000, Dr. med. R.________ am 11. Februar 2004 sowie Dr. med. G.________ am 12. Juni 2006 (hiezu vgl. E. 7.1.4 hienach) von 100%iger Arbeitsunf�higkeit sowie die Rehaklinik X.________ am 10. Juli 2002 von 50%iger Arbeitsunf�higkeit aus. Dr. med. F.________ gab am 26. M�rz 2003 an, die Versicherte k�nne den K�rper am besten im Rahmen einer Physiotherapie wieder belasten.
Betreffend die Arbeits(un)f�higkeit der Versicherten ist die Aktenlage mithin widerspr�chlich. Dr. med. K.________ f�hrte am 4. Dezember 2003 zu Recht aus, es sei unklar, ob die Arbeitsunf�higkeitsattestierungen beispielsweise der Rehaklinik X.________ oder auch des Dr. med. R.________ auf der k�rperlichen oder der vermeintlichen psychischen Situation basierten.
7.1.3 Gem�ss Bericht des Dr. med. R.________ vom 20. Dezember 2001 leidet die Versicherte auch an Migr�ne. Im Bericht vom 12. M�rz 2004 f�hrte Dr. med. Z.________, Rehaklinik X.________, aus, inwieweit die Migr�nesymptomatik beim Beschwerdebild mitspielen k�nnte, m�sste eventuell neurologisch weiter abgekl�rt werden; zur Frage der Arbeits(un)f�higkeit �usserte er sich nicht. Im Bericht des Spitals Y.________ vom 1. Oktober 2005 wurde best�tigt, dass bei der Versicherten starke Migr�neanf�lle bekannt seien; gleichentags sei sie im Migr�neanfall gest�rzt, was zu einer Schulter und Ges�sskontusion rechts sowie kleinen Rissquetschwunde am Hinterkopf gef�hrt habe. Eine neurologische Kl�rung der bereits vor Erlass des Einspracheentscheides (5. April 2005) bestehenden Migr�neproblematik erfolgte indessen nicht.
7.1.4 Der Bericht des Dr. med. A.________, wonach die Versicherte an Unterkiefer-Osteomyelitis leidet, wurde am 11. Mai 2005 und damit nur etwas mehr als einem Monat nach dem Einspracheentscheid erstattet. Gest�tzt hierauf ging Dr. med. G.________ im Bericht vom 12. Juni 2006 davon aus, die chronische Kieferosteomyelitis habe schon vor Erlass des Einspracheentscheides bestanden. Diese Berichte sind mithin geeignet, die Beurteilung bezogen auf diesen Zeitpunkt zu beeinflussen (BGE 129 V 167 E. 1 S. 169, 121 V 362 E. 1b S. 366, 99 V 102, je mit Hinweisen), weshalb sie entgegen der Auffassung Vorinstanz in die Beurteilung miteinzubeziehen sind.
7.2 Auf Grund dieser hinsichtlich der Diagnose und Arbeits(un)f�higkeit insgesamt unklaren und widerspr�chlichen Aktenlage w�ren IV-Stelle und kantonales Gericht kraft des Untersuchungsrundsatzes gehalten gewesen, weitere medizinische Abkl�rungen zu treffen. Die Versicherte wurde ihrer Mitwirkungspflicht gerecht, indem sie vorinstanzlich alle relevanten Arztberichte auflegte. Nach dem Gesagten enth�lt der kantonale Entscheid nicht rechtsgen�gliche Feststellungen, denen mit Blick auf Art. 105 Abs. 2 OG Verbindlichkeit beigemessen werden kann (vgl. auch erw�hntes Urteil I 110/07, E. 4.2.4 f.). Die IV-Stelle, an welche die Sache zur�ckzuweisen ist, hat daher eine erneute polydisziplin�re Begutachtung zum psychischen und physischen Gesundheitszustand und seinen Auswirkungen auf die Arbeitsf�higkeit zu veranlassen.
Die Versicherte macht geltend, im Rahmen der Invalidit�tsbemessung komme nicht die gemischte Methode, sondern der Einkommensvergleich zur Anwendung.
Die IV-Stelle liess zwar eine Abkl�rung im Haushalt vom 30. Juni 2004 durchf�hren; in einem internen Papier vom 5. August 2004 berechnete die Abkl�rungsperson den Invalidit�tsgrad nach der gemischten Methode. Die IV-Stelle nahm jedoch weder in der Verf�gung vom 24. Januar 2005 noch im Einspracheentscheid vom 5. April 2005 zur Frage der anwendbaren Methode der Invalidit�tsbemessung Stellung. Dies tat auch die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid nicht. Sie hatten hiezu keinen Anlass, da sie einen Leistungsanspruch bereits mangels Vorliegens eines Gesundheitsschadens verneinten.
Sollten die erg�nzenden Abkl�rungen ergeben, dass ein Gesundheitsschaden mit relevanter Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit bzw. Einsatzf�higkeit im Haushalt vorliegt, wird die IV-Stelle verf�gungsweise auch die Frage nach der anwendbaren Methode der Invalidit�tsbemessung (vgl. zur Einkommensvergleichsmethode Art. 28 Abs. 2 IVG in Verbindung mit Art. 16 ATSG [BGE 130 V 343 E. 3.4 S. 348] sowie zur gemischten Methode Art. 28 Abs. 2bis und 2ter IVG [alt Art. 27 und alt Art. 27bis IVV]; BGE 130 V 97 ff., 125 V 146 ff.) zu beantworten haben.
Das Verfahren ist kostenpflichtig (Art. 134 Satz 2 OG in der vom 1. Juli bis 31. Dezember 2006 g�ltig gewesenen Fassung). Die Gerichtskosten sind der unterliegenden IV-Stelle aufzuerlegen (Art. 156 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 135 OG). Die Versicherte hat Anspruch auf Parteientsch�digung (Art. 159 Abs. 1 und 2 in Verbindung mit Art. 135 OG; BGE 132 V 215 E. 6.1 S. 235). Ihr Gesuch um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege ist daher gegenstandslos.
Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird gutgeheissen. Der Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern vom 28. Juni 2006 und der Einspracheentscheid der IV-Stelle des Kantons Luzern vom 5. April 2005 werden aufgehoben. Die Sache wird an die IV-Stelle des Kantons Luzern zur�ckgewiesen, damit sie, nach erfolgter Abkl�rung im Sinne der Erw�gungen, �ber den Leistungsanspruch neu verf�ge.
Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdef�hrerin f�r das Verfahren vor Bundesgericht eine Parteientsch�digung von Fr. 2500.- (einschliesslich Mehrwertsteuer) zu bezahlen.
Dieses Urteil wird den Parteien, der Ausgleichskasse Grosshandel und Transithandel, Reinach BL, dem Verwaltungsgericht des Kantons Luzern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, und dem Bundesamt f�r Sozialversicherungen zugestellt.