Source: https://www.weka.at/wohnrecht/Judikatur/5-Ob-208-11s-OGH-24.-April-2012
Timestamp: 2020-04-08 10:24:02
Document Index: 38517227

Matched Legal Cases: ['OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 16', 'OGH']

5 Ob 208/11s; OGH; 24. April 2012 - Wohnrecht online
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Dokument-ID: 452938
5 Ob 208/11s; OGH; 24. April 2012
GZ: 5 Ob 208/11s | Gericht: OGH vom 24.04.2012
Der Antragsteller ist Wohnungseigentumsbewerber, zu dessen Gunsten eine Zusage der Einräumung des Wohnungseigentums bücherlich angemerkt ist, und zwar hinsichtlich der Wohnung Top Nr 1 samt Gartenanteil Nr 1. Die Wohnung wurde ihm bereits übergeben und von ihm bezogen. Er errichtete auf dem Gartenanteil Nr 1 der Wohnung Top Nr 1 eine ca 20 m² große Holzhütte mit Betonfundament und begehrt, die Zustimmung der widersprechenden Wohnungseigentumsbewerber gemäß § 16 Abs 2 Z 1 WEG zu ersetzen. Vom Wohnungseigentumsorganisator sei ihm die Zustimmung erteilt worden.
5. Nach den maßgeblichen Feststellungen und den aussagekräftigen Lichtbildern kommt dem vom Antragsteller errichteten, ca 20 m² großen und über 4 m hohen hölzernen Gartenhaus beim Zufahren und Zugehen zur Liegenschaft eine erhebliche Auffälligkeit zu. Der Anblick des im Vordergrund stehenden, aufragenden Gartenhauses in der beschriebenen Form steht im störenden Gegensatz zum Konzept des mit klaren Formen horizontal gegliederten, in Terrassen dem Hang folgenden Baukörpers. Die Beurteilung der Vorinstanzen, dass dadurch eine negative Beeinträchtigung des Erscheinungsbilds der Wohnhausanlage bewirkt wird (S 10 der rekursgerichtlichen Entscheidung: „auffallender Fremdkörper im Verhältnis zur übrigen Wohnanlage“), ist daher nicht zu beanstanden.
Gartenhaus – Beeinträchtigung des Erscheinungsbildes
Iman Torabia | Judikatur | Leitsatz | 5 Ob 208/11s | OGH vom 24.04.2012 | Dokument-ID: 452921