Source: http://steuerberatung-ratingen.com/news.html
Timestamp: 2018-05-21 16:25:02
Document Index: 21552908

Matched Legal Cases: ['§ 33', '§ 33', '§ 34', '§ 3', '§ 3', '§ 9', '§ 9', '§15', '§ 9', '§ 9', '§ 37', '§ 37']

Steuerberatung & Unternehmensberatung Ratingen ::: News & Infos
Sofortabschreibung wird auf 800 € erhöht
Ab dem 01.01.2018 wird die Grenze für geringwertige Wirtschaftsgüter von bisher 410 auf 800 € angehoben. Bei allen Anschaffungs- oder Herstellungskosten können die Kosten bis zu diesem Betrag (ohne Umsatzsteuer) sofort als Betriebsausgaben abgesetzt werden. Weiterhin wird die Aufzeichnungspflicht für Wirtschaftsgüter von 150 auf 250 € herauf gesetzt. Erst ab diesem Betrag müssen die Wirtschaftsgüter in einem Anlagenverzeichnis aufgeführt werden.
Mit dem neuen Gesetz zur Stärkung der betrieblichen Altersversorgung wird der steuerliche Förderrahmen auf 6.240 € (= 8% der Beitragsbemessungsgrenze) angehoben. Die Beiträge sind allerdings nur - wie bisher - bis zu 4% der BBG in der Sozialversicherung beitragsfrei. Auch Abfindungen können in die betriebliche Altersvorsorge eingebracht werden. Steuer- und sozialversicherungsfei können 4% der Beitragsbemessungsgrenze, multipliziert mit der Anzahl der Beschäftigungsjahre eingebracht werden.
KFZ-Versteuerung: Abzug der vom Arbeitnehmer getragenen Kosten bei der Ein-Prozent-Regelung - neues günstiges BFH-Urteil
Darf ein Arbeinehmer einen Dienstwagen privat nutzen und führt er kein Fahrtenbuch, muss er für die Privatnutzung sowie für die Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte einen geldwerten Vorteil nach der Ein-Prozent-Regelung versteuern. Hat er mit dem Arbeitgeber vereinbart, dass er die Betriebskosten (Benzin und Versicherung) für den Dienstwagen selbst zahlt, muss dieser geldwerte Vorteil nach dem Urteil des BFH vom 30.11.2016 entsprechend gemindert werden.
Übermittlung von Spendenquittungen
Flexirente ab 01. Juli 2017: Altersrente und Hinzuverdienst neu geregelt
Die Möglicheiten, eine Altersrente durch eine Beschäftigung zu ergänzen, werden vom 1. Juli 2017 an verbessert. Rentner können nun 6.300 € im Kalenderjahr anrechnungsrfrei hinzu verdienden. Ein über diesen Betrag hinaus gehender Verdienst wird grundsätzlich zu 40% auf die Rente angerechnet.
Aufwendungen für Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen gehören zu den Herstellungskosten eines Gebäudes, wenn diese innerhalb von 3 Jahren nach der Anschaffung des Gebäudes durchgeführt werden und die Nettokosten 15% der Anschaffungskosten des Gebäudes übersteigen. Gemäß einem BFH-Urteil vom 14.06.2016 müssen auch reine Schönheitsreparaturen in die Berechnung mit einbezogen werden. Es kann sich daher lohnen, einzelne Renovierungsmaßnahmen bzw. Schönheitsreparaturen erst nach Ablauf von 3 Jahren durchzuführen.
Rentenerhöhung: Immer mehr Rentner werden abgabepflichtig
Zum 1. Juli 2016 steigen die Renten im Westen um 4,25 Prozent und im Osten um 5,95 Prozent steigen. Die Rentensteigerungen betreffen alle Renten unabhängig davon, ob es sich um eine Altersrente, eine Berufsunfähigkeitsrente, eine Hinterbliebenenrente oder eine Waisenrente handelt.
Doch bei dem einen oder anderen Rentenbezieher wird sich nicht nur Freude einstellen: Denn mit der Rentenerhöhung müssen wieder einige Steuerpflichtige mehr eine Steuererklärung abgeben und Einkommensteuer zahlen, denn auch Renten unterliegen grundsätzlich der Einkommensteuer. Die Höhe des steuerpflichtigen Anteils hängt dabe vom Rentenbeginn ab.
wer wegen eines ärztlichen Behandlungsfehlers auf Schmerzensgeld klagt, kann seine Kosten für diesen Zivilprozess nicht als außergewöhnliche Belastungen abziehen (BFH- Urteil vom 17.12.15, VI R 7/14).
Nach der langjährigen Rechtsprechung des BFH können Zivilprozesskosten grundsätzlich nicht als außergewöhnliche Belastungen abgezogen werden. Wer einen Zivilprozess verloren hat, muss zwar aus rechtlichen Gründen die Prozesskosten zahlen. Das reicht aber für den Abzug der Prozesskosten als außergewöhnliche Belastung nicht aus. Steuerlich ist hinsichtlich der Zwangsläufigkeit auf die wesentliche Ursache abzustellen, die zu den Aufwendungen geführt haben. Zivilprozesskosten sind folglich nur dann als zwangsläufig anzusehen, wenn auch das Ereignis, das die Prozessführung ausgelöst hat, zwangsläufig war. Abziehbar sind nämlich nur zwangsläufige Mehraufwendungen für den existenznotwendigen Grundbedarf. Zivilprozesskosten gehören in der Regel nicht hierzu. Was der BFH hier entschieden hat, ist seit 2013 in § 33 Abs. 2 Satz 4 EStG gesetzlich geregelt. Danach sind Aufwendungen für die Führung eines Rechtsstreits (Prozesskosten) vom Abzug als außergewöhnliche Belastungen ausgeschlossen.
Ausnahme: Es handelt sich um Aufwendungen, ohne die der Betroffene Gefahr liefe, seine Existenzgrundlage zu verlieren und seine lebensnotwendigen Bedürfnisse im üblichen Rahmen nicht mehr befriedigen zu können.Konsequenz: Prozesskosten, um Ansprüche wegen immaterieller Schäden (Schmerzensgeld) durchzusetzen, gehören nicht dazu.
Die Bundesregierung hat am 10.12.2015 beschlossen, dass künftig ein Verspätungszuschlag von Mindestens 50 Euro pro verspäteten Monat an das Finanzamt zu zahlen ist. Egal, ob sich aus der Steuererklärung eine Erstattung oder eine Nachzahlung ergibt. Momentan liegt der Verspätungszuschlag im Ermessen des jeweiligen Finanzbeamten. So wurde meist bisher bei sonst pünktlichen Steuerzahlern ein Auge zugedrückt. Dies entfällt nun kraft Gesetzes.Dies gilt sowohl für die jährliche Einkommensteuererklärung, als auch für gewerbliche Erklärungen wie die für Umsatzsteuer- oder Körperschaftsteuer.
Die Steuererklärungen müssen bis zum 31. Mai des Folgejahres eingereicht werden. Personen, die einen Steuerberater beauftragen, haben künftig eine Frist bis längstens Februar des übernächsten Jahres. Die Finanzverwaltung behält sich das Recht bei, Erklärungen auch früher zu verlangen.
Außergewöhnliche Belastung: Abzug von Unterhaltsleistungen an im Ausland lebende Eltern bleibt kompliziert
Wer seine im Ausland lebenden Eltern finanziell unterstützt, kann diese Unterhaltsleistungen als außergewöhnliche Belastung abziehen (§ 33a Abs. 1 EStG). Man muss dem Finanzamt aber glaubhaft nachweisen, dass die Eltern tatsächlich bedürftig sind und dass tatsächlich Zahlungen geflossen sind. Ein neues BFH-Urtei verdeutlicht, welche Anforderungen „Unterhaltsbescheinigungen“ der ausländischen Behörden erfüllen müssen. Lücken in der durch die ausländische Behörde (hier: Indonesien) führen dazu, dass die Unterhaltsleistungen nicht anerkannt werden (BFH, Urteil vom 7.5.2015, Az. VI R 32/14)
Einspruchsstatistik: Mehr als zwei Drittel aller Einsprüche waren erfolgreich
Haben Sie Zweifel an der Richtigkeit eines Steuerbescheids, ist ein Einspruch immer eine gute Option. Das zeigt auch die Statistik zur Einspruchsbearbeitung im Jahr 2014, die das BMF veröffentlicht hat. In mehr als zwei Drittel aller Einspruchsverfahren (67,8 Prozent) haben Steuerzahler Recht bekommen.
Ab 2015 kann der Arbeitgeber Betreuungsleistungen steuerfrei bezuschussen
Mit dem Zollkodex-Anpassungsgesetz hat der Gesetzgeber das Instrumentarium an steuerfreien Arbeitgeberleistungen um ein weiteres Modul erhöht: Seit diesem Jahr besteht die Möglichkeit, Aufwendungen des Arbeitnehmers für kurzfristige Betreuungsleistungen für Kinder und pflegebedürftige Angehörige steuerfrei zu bezuschussen.
Der neue § 34a EStG
Die Neuregelung in § 3 Nr. 34a EStG soll es Arbeitnehmern mit Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen erleichtern, Arbeit und Familie besser unter einen Hut zu bringen. § 3 Nr. 34a EStG hat zwei Bestandteile:
1. Steuerfrei sind Zahlungen des Arbeitgebers an ein Dienstleistungsunternehmen, das den Arbeitnehmer hinsichtlich der Betreuung von Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen berät oder hierfür Betreuungspersonen vermittelt (keine Begrenzung der Höhe nach).
2. Steuerfrei sind Zahlungen an den Arbeitnehmer für die kurzfristige Betreuung von Kindern und pflegebedürftigen Angehörigen. Die Steuerfreiheit ist auf 600 Euro pro Jahr gedeckelt.
Riester-Vertrag: Mindestbeitrag 2015 überprüfen
Die volle Grundzulage von 154 Euro sowie die volle Kinder-Zulage von 185 Euro (bei Geburt ab 2008: 300 Euro) erhalten Riester-Sparer im Jahr 2015 nur, wenn sie den vorgeschriebenen Mindestbeitrag einzahlen. Überprüfen Sie deshalb frühzeitig, ob Ihre Beitragszahlungen hoch genug sind.
Anpassungen bei den Beitragszahlungen sind vor allem dann notwendig, wenn Sie 2014 eine Gehaltserhöhung bekommen haben, den Job gewechselt haben, von einem Mini-Job in eine Festanstellung gewechselt sind oder wenn bei Ihnen die Kinderzulage ab 2015 wegfällt.
Höhere Besteuerung für Neurentner 2015
Rentner, die 2015 ihren Ruhestand antreten und erstmals eine gesetzliche Rente bzw. eine vergleichbare Rente beziehen, müssen mehr versteuern. Der steuerpflichtige Teil der Rente steigt 2015 auf 70 Prozent.
Sachzuwendungen an Mitarbeiter: Ab 2015 steuerfrei bis 60€ möglich
Die Möglichkeit, Mitarbeiter mit anlassbezogenen Geschenken/ Aufmerksamkeiten zu bedenken, ohne Lohnsteuer auszulösen, erhöht sich ab 2015. Der bisherige Grenzwert steigt von 40 auf 60€.
Steuerklassenwahl 2014: Neus Merkblatt des BMF
Das BMF hat ein Merkblatt zur Steuerklassenwahl veröffentlicht. Ehegatten und Lebenspartner im Rahmen einer eingetragenen Lebenspartnerschaft erfahren darin, welche Steuerklassenkombination für sie am günstigsgten ist. Sprechen Sie mich gerne dazu an.
Spendenbestätigungen 2014: Gemeinnützige Organisationen müssen neue Formulare verwenden
Das BMF hat neue Muster für Zuwendungsbestätigungen veröffentlicht. Gemeinnützige Organisationen, die im Jahr 2014 Spendenbescheinigungen ausstellen wollen, müssen diese verwenden.
Das neue Reisekostenrecht ab 1. Januar 2014
Zum 1. Januar 2014 traten die Neuregelungen im steuerlichen Reisekostenrecht in Kraft. Von zentraler Bedeutung bei den Änderungen ist zukünftig die gesetzliche Definition der ersten Tätigkeitsstätte in § 9 Abs. 4 EStG n. F. Diese ersetzt den Begriff der regelmäßigen Arbeitsstätte und ist damit ausschlaggebend für die Entscheidung, ob die Entfernungspauschale bzw. die 0,03 %-Regelung oder Reisekosten berücksichtigt werden können. Zu den Reisekosten, die als Werbungskosten/ Betriebsausgaben geltend gemacht bzw. steuerfrei erstattet werden können, zählen wie bisher Fahrtkosten, Verpflegungsmehraufwand, Übernachtungskosten und Reisenebenkosten.
Für Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte kann weiterhin nur derbeschränkte Werbungskostenabzug in Form der Entfernungspauschale in Höhe von 0,30 € geltend gemacht werden. Für alle Fahrten zu anderen bzw. weiteren Tätigkeitsstätten können die tatsächlichen Aufwendungen oder pauschale Kilometersätze nach dem Bundesreisekostengesetz angesetzt werden.
Mit dem Begriff „erste Tätigkeitsstätte“ wird der Begriff „regelmäßige Arbeitsstätte“ ersetzt und im § 9 Abs. 4 Satz 1 EStG n. F. erstmalig definiert.
Erste Tätigkeitsstätte ist danach jede ortsfeste betriebliche Einrichtung eines Arbeitgebers, eines verbundenen Unternehmens nach §15 AktG oder eines vom Arbeitgeber bestimmten Dritten, der der Arbeitnehmer dauerhaft zugeordnet ist. Festgelegt wird zugleich, dass je Dienstverhältnis nur eine erste Tätigkeitsstätte vorliegen kann (§ 9 Abs. 4 Satz 5 EStG n. F.). Neu ist, dass zukünftig auch betriebliche Einrichtungen, die nicht dem Arbeitgeber gehören, erste Tätigkeitsstätte sein und damit zum beschränkten Werbungskostenabzug führen können, zum Beispiel Tätigkeiten beim Kunden oder eines Tochterunternehmens.
Folgende Pauschalen können gemäß § 9 Abs. 4a EStG n. F. künftig steuerfrei gezahlt werden für:
Eintägige Auswärtstätigkeitenab einer Abwesenheit
von mehr als 8 Stunden 12 €
Mehrtägige Auswärtstätigkeitenfür den An- und Abreisetag 12 €
für Kalendertage mit 24-stündiger Abwesenheit 24 €
Neue Beitragsbemessungsgrenzen in den Sozialversicherungen: Ab dem 1. Januar 2014 steigt die Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung West von derzeit 5.800 Euro auf 5.950 Euro im Monat. Die Beitragsbemessungsgrenze Ost steigt von 4.900 auf 5.000 Euro. Die Versicherungspflichtgrenze in der Gesetzlichen Krankenversicherung erhöht sich 2014 auf 53.550 Euro jährlich. Wer mit seinem Einkommen über dieser Grenze liegt, kann eine private Krankenversicherung abschließen.
Aus- und Fortbildung: Neue Regeln zur ersten Tätigkeitsstätte gelten auch hier
Nimmt ein Arbeitnehmer an einer Bildungsmaßnahme in Vollzeit teil oder absolviert er ein Vollzeitstudium, stellt die Bildungseinrichtung eine erste Tätigkeitsstätte dar. Diese Änderung führt dazu, dass sich der Werbungskosten- bzw. Sonderausgabenabzug halbiert!
Zwei Gesetze mit Steuerentlastungen beschlossen
Bei Steuererleichterungen bzw. -vereinfachungen mahlen die Mühlen des Gesetzgebers bekanntlich langsam. Doch in den letzten Wochen wurden zumindest zwei Gesetze beschlossen, die steuerliche Entlastungen mit sich bringen.
Weniger Steuern für alle. Die Entlastung fällt zwar geringer aus, als ursprünglich geplant war. Doch immerhin wird der steuerliche Grundfreibetrag in 2013 von bisher 8.004 EUR auf 8.130 EUR und im nächsten Jahr auf 8.354 EUR angehoben. Der Eingangs-steuersatz bleibt weiterhin bei 14 %, der Spitzensteuersatz bei 42 %. Ab einem zu versteuernden Einkommen von 250.731 EUR sind 45 % Einkommensteuer zu entrichten. Eine Anpassung des Tarifverlaufs zu Verhinderung der sogenannten „kalten Progression“ wurde nicht realisiert.
Übungsleiter- und Ehrenamtspauschale werden aufgestockt
Wer sich ehrenamtlich in Vereinen, Stiftungen oder gemeinnützigen Organisationen engagiert, wird steuerlich entlastet. Übungsleiter, Ausbilder oder Pfleger kranker oder behinderter Menschen können ab 2013 Vergütungen von bis zu 2.400 EUR pro Jahr steuer- und sozialabgabenfrei vereinnahmen. Der Übungsleiterfreibetrag wurde um 300 EUR aufgestockt. Voraussetzung ist allerdings, dass die Tätigkeit im Dienst oder Auftrag einer juristischen Person des öffentlichen Rechts (z. B. Landkreis, Gemeindeverband, Ärztekammer, IHK) oder eines Vereins, der gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke verfolgt, ausgeübt wird. Auch ehrenamtliche Betreuer, Vormünder und Pfleger können sich über einen erhöhten Steuerfreibetrag in Höhe von 2.400 EUR freuen. Allerdings werden Aufwandspauschalen der ehrenamtlichen Betreuer und Einnahmen für eine nebenberufliche Tätigkeit als Übungsleiter etc. insgesamt nur zu 2.400 EUR steuerbefreit.
Angehoben wird auch die sogenannte Ehrenamtspauschale. Diese kann für jede Tätigkeit beansprucht werden, die für einen gemeinnützigen Verein oder kirchliche Einrichtungen ausgeübt wird, z. B. als Vereinsvorstand, Schatzmeister, Platzwart, Gerätewart, Reinigungsdienst oder auch für den Fahrdienst von Eltern zu Auswärtsspielen von Kindern. Die Ehrenamtspauschale wurde von jährlich 500 EUR auf 720 EUR angehoben.
Ausblick: Weitere geplante steuerliche Änderung 2013/2014
Der Gesetzentwurf sieht einschneidende Kürzungen bei bisher steuerfreien Vergütungsteilen vor. So soll ab 2014 die monatliche Freigrenze für Sachbezüge von 44 EUR auf 20 EUR gesenkt werden. Tankgutscheine, Monatstickets oder Beiträge zu betrieblichen Krankenversicherungen der Arbeitnehmer können dann nur noch monatlich in Höhe von 20 EUR zusätzlich zum vereinbarten Arbeitslohn steuerfrei gewährt werden. Damit ein Arbeitnehmer nicht schlechter gestellt wird als bisher, muss der Arbeitgeber tiefer in die Tasche greifen. So müsste der Bruttolohn bei einem Steuersatz von 30 % beispielsweise um 41 EUR erhöht werden, damit der Arbeitnehmer zusätzlich 24 EUR netto erhält, insgesamt also weiterhin 44 EUR monatlich.
Auch die steuerfreien Arbeitgeberzuschüsse für die Kinderbetreuung sollen ab 2014 begrenzt werden. Konnten bisher die gesamten Kindergartenkosten zusätzlich zum vereinbarten Arbeitslohn vom Arbeitgeber steuerfrei gezahlt werden, so sind es zukünftig nur noch 2/3 der Aufwendungen. 1/3 der Aufwendungen muss der Arbeitnehmer selbst tragen. Jährlich dürfen maximal (2/3 von 6.000 EUR =) 4.000 EUR steuerfrei bezuschusst werden.
Arbeitnehmer und Unternehmer, denen für die berufliche oder betriebliche Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht, können Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer geltend machen. Bisher sind jährlich maximal 1.250 EUR abziehbar. Allerdings müssen die Aufwendungen für Miete, Strom, Heizung etc. einzeln nachgewiesen werden. Zukünftig soll es eine monatliche Pauschale von 100 EUR geben. Pro Jahr können somit maximal 1.200 EUR abgezogen werden. Zwar entfällt der lästige Einzelnachweis der Kosten. In Einzelfällen sind zukünftig jedoch weniger Werbungskosten bzw. Betriebsausgaben abziehbar. Entstehen hohe Kosten für das Arbeitszimmer (z. B. monatlich in Höhe von 250 EUR) und nutzt ein Arbeitnehmer oder Unternehmer das Arbeitszimmer beispielsweise nur sechs Monate, kann er nur noch 600 EUR abziehen. Nach der bisherigen Regelung wären in diesem Fall (6 Monate * 250 EUR, max.) 1.250 EUR abziehbar. Hinweis: Bildet das häusliche Arbeitszimmer den Mittelpunkt der gesamten beruflichen oder betrieblichen Tätigkeit, dürfen nach wie vor die gesamten Aufwendungen abgezogen werden.
Aufwendungen für haushaltsnahe Dienst- und Handwerkerleistungen im eigenen Haushalt werden steuerlich besonders begünstigt. Im Rahmen der Höchstbeträge sind 20 % der Kosten direkt von der Steuerschuld abziehbar. Handwerkerleistungen für Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen können die Steuer maximal in Höhe von 1.200 EUR mindern (20 % der Aufwendungen von bis zu 6.000 EUR). Doch wer nur Kleinstreparaturen durchführen lässt und geringe Aufwendungen hat, soll künftig keinen Steuerbonus erhalten. Denn die Steuermäßigung für Handwerkerleistungen soll es ab 2014 nur noch für jährliche Aufwendungen von mehr als 300 EUR geben.
Mit einer Rundverfügung vom 10.10.2012 über Zweifelsfragen zur Pauschalierung der Einkommensteuer gemäß § 37b EStG (Aktenzeichen: S 2297b A-1St 222) schafft die Oberfinanzdirektion Frankfurt eine deutliche Erleichterung für die Praxis: Ab sofort soll die für Arbeitnehmer für Sachbezüge unter 40 € geltende Begünstigung (R 19.6 LStR 2011) auch für Zuwendungen des Steuerpflichtigen an Dritte gelten. Danach müssen bloße Aufmerksamkeiten, deren Wert 40 € (inklusive Umsatzsteuer) nicht übersteigt, beispielsweise an einen Kunden anlässlich eines besonderen persönlichen Anlasses, nicht mehr mit in die Bemessungsgrundlage der Pauschalsteuer einbezogen werden. Diese Regelung soll lt. Bundesministerium der Finanzen (BMF) bundesweit gelten. Eine entsprechende Änderung des BMF-Schreibens zu § 37b EStG vorgesehen.