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Timestamp: 2019-04-20 08:37:29
Document Index: 9047799

Matched Legal Cases: ['Art. 20', '§ 3', '§ 3', '§ 3', 'Art. 20', '§ 4', 'Art. 58', '§ 4', '§ 4', 'Art. 66', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 7', 'Art. 20', 'Art. 20', '§ 51', '§ 51', 'Art. 20', 'Art. 20', '§ 3', '§ 30', 'Art. 70']

VV-FachV-btuD: Konzept zur modularen Qualifizierung in der Fachlaufbahn Naturwissenschaft und Technik, fachlicher Schwerpunkt bautechnischer und umweltfachlicher Verwaltungsdienst - Bürgerservice
Bereich reduzierenKonzept zur modularen Qualifizierung in der Fachlaufbahn Naturwissenschaft und Technik, fachlicher Schwerpunkt bautechnischer und umweltfachlicher Verwaltungsdienst
Bereich erweitern2. Teilnahme
Bereich erweitern3. Inhalt und Dauer der Maßnahme
Bereich erweitern4. Prüfung und Teilnahmebescheinigung
Bereich erweitern5. Übergangsregelungen
VV-FachV-btuD
Gemeinsame Bekanntmachung der Bayerischen Staatsministerien des Innern und für Umwelt und Gesundheit
vom 9. Januar 2012, Az. IIZ3-0621-001/09
(AllMBl. S. 3)
Auf Grund von Art. 20 des Gesetzes über die Leistungslaufbahn und die Fachlaufbahnen der bayerischen Beamten und Beamtinnen (Leistungslaufbahngesetz – LlbG) vom 5. August 2010 (GVBl S. 410, 571, BayRS 2030-1-4-F) in Verbindung mit §§ 3 bis 10 und 30 der Verordnung über den fachlichen Schwerpunkt bautechnischer und umweltfachlicher Verwaltungsdienst (FachV-btuD) vom 6. Dezember 2011 (GVBl S. 654, BayRS 2038-3-1-8-I) erlassen die Oberste Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern und das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit mit Genehmigung des Landespersonalausschusses folgende Verwaltungsvorschrift zur Durchführung der modularen Qualifizierung:
1Die Zuständigkeit für die Organisation und Durchführung der Lehrveranstaltungen und Prüfungen zum Abschluss von Maßnahmen der modularen Qualifizierung ergibt sich aus den Übersichten der Nr. 3.2 (§ 3 Abs. 2 Satz 2, Abs. 3 Satz 1 FachV-btuD). 2In den Fällen der Nr. 3.2 Satz 4 sind die Behörden nach § 3 Abs. 2 FachV-btuD zuständig; sie können die Organisation und Durchführung von einzelnen Maßnahmen, Lehrinhalten oder Prüfungen auf öffentlich-rechtliche Fortbildungseinrichtungen, Behörden oder sonstige geeignete öffentlich-rechtliche Einrichtungen übertragen.
1Jede Teilnehmerin oder jeder Teilnehmer legt der zuständigen Behörde den Entwurf eines persönlichen Qualifizierungsplans zur Genehmigung vor. 2Dieser soll auf der Aus- und Vorbildung und der Berufserfahrung basieren und auf den künftigen Einsatzbereich der Teilnehmerin oder des Teilnehmers vorbereiten. 3Die zuständige Behörde nach Nr. 1.3 genehmigt den persönlichen Qualifizierungsplan und informiert die Teilnehmerinnen und Teilnehmer schriftlich über die Terminierung der zu absolvierenden Maßnahmen. 4Sie informiert den Landespersonalausschuss mindestens zwei Wochen im Voraus über Zeit und Ort der mündlichen Prüfung.
2. Teilnahme
1Beamtinnen und Beamte können an der modularen Qualifizierung unter den Voraussetzungen von Art. 20 Abs. 4 LlbG und § 4 Abs. 1 FachV-btuD teilnehmen. 2Die notwendige positive Feststellung in der Beurteilung nach Art. 58 Abs. 5 Nr. 2 LlbG darf nur erteilt werden, wenn die Voraussetzungen nach § 4 Abs. 1 FachV-btuD erfüllt sind.
1Für Oberstraßenmeisterinnen und -meister mit einer der Fußnote 4 und Oberflussmeisterinnen und -meister mit einer der Fußnote 3 zur Besoldungsgruppe A 10 des Bayerischen Besoldungsgesetzes (BayBesG) entsprechenden Funktion ist eine Beförderung in ein Amt der Besoldungsgruppe A 10 ohne die Teilnahme an der modularen Qualifizierung nach § 4 Abs. 2 FachV-btuD möglich. 2Voraussetzung für die Beförderung in ein Amt der Besoldungsgruppe A 11 ist die Teilnahme an zwei überfachlichen Modulen und dem fachlichen Prüfungsmodul der modularen Qualifizierung.
1Für die Beförderung in die Besoldungsgruppe A 12 ist eine dauerhafte Verwendung im technischen Verwaltungsdienst in einem Staatlichen Bauamt, an einer Autobahndirektion, an einem Wasserwirtschaftsamt oder an einer Kreisverwaltungsbehörde und ein erfolgreicher Abschluss des Moduls „Controlling, Organisation, Projektmanagement“ sowie des zweiten Fachmoduls erforderlich. 2Nr. 2.1 gilt entsprechend.
3. Inhalt und Dauer der Maßnahme
für Ämter ab der Besoldungsgruppe A 10 drei überfachliche Module und zwei Fachmodule des entsprechenden Fachgebietes (Gesamtdauer zwischen 120 und 160 UE),
für Ämter ab der Besoldungsgruppe A 14 drei überfachliche Module und drei Fachmodule des entsprechenden Fachgebietes (Gesamtdauer zwischen 160 und 200 UE).
2Zusätzlich ist eine fakultative Teilnahme an bis zu zwei weiteren Modulen als Fortbildungsmaßnahme nach Art. 66 LlbG freigestellt.
1Die folgenden Übersichten enthalten die Wahl- und Pflichtmodule, aus denen – entsprechend den individuellen fachlichen Vorkenntnissen – der persönliche Qualifizierungsplan gemäß Nr. 1 zusammengestellt wird. 2Das in den folgenden Übersichten festgelegte Prüfungsmodul kann in Ausnahmefällen im Einvernehmen mit der zuständigen Behörde nach Nr. 1.3 durch ein anderes Fachmodul ersetzt werden, z.B. wenn dies im Hinblick auf die künftige Verwendung geboten erscheint. 3Darüber hinaus wird geregelt, in welchen Ämtern die Teilnahme an den jeweiligen Modulen frühestens möglich ist.
4Für Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der modularen Qualifizierung nach § 5 Abs. 1 Satz 4 FachV-btuD, soweit nicht im Rahmen dieses Konzepts geregelt, werden individuelle Vereinbarungen über die Inhalte der Module getroffen, deren Schwierigkeitsgrad sich an dem der Module der folgenden Übersichten orientiert; Nr. 1.4 Sätze 2 und 3 sowie Nr. 3.1 gelten entsprechend. 5Der Qualifizierungsplan dieser Teilnehmerinnen und Teilnehmer wird dem Landespersonalausschuss zur Genehmigung vorgelegt.
Modulare Qualifizierung für Ämter ab der dritten Qualifizierungsebene
Modulare Qualifizierung für Ämter ab der Besoldungsgruppe A 10 bzw. A 11
Dauer der Maßnahme*
Abschluss der Maßnahme, Wahl- oder Pflichtmodul
Bescheinigung der erfolgreichen Teilnahme,
Controlling und Organisation, Projektmanagement
Kommunikation, Konflikte, Besprechungen, Führungspraxis, Präsentation
Überfachliches Seminar 5, Führung
(Besprechungstechnik, Führungspraxis, Gesprächsführung, Kundenorientierung)
* UE: Unterrichtseinheit zu je 45 Minuten
fachliche Module, Fachgebiet Straßen- und Brückenbau
Fachpraktischer Lehrgang
(erste Woche):
Fachrecht, Planung, Straßenverwaltung
30 bis 36 UE
(zweite Woche):
Fachrecht, Planung, Bauvorbereitung und Durchführung, Unterhaltungs- und Betriebsdienst
A 9, für Beamtinnen und Beamte nach Nr. 2.2 A 10
(dritte Woche):
Fachrecht, Planung, Zuwendung, Unterhaltungs- und Betriebsdienst
Mündliche Prüfung durch Fachabteilung Straßenbau,
fachliche Module, Fachgebiet Wasserwirtschaft und Fachgebiet Technische Gewässeraufsicht
Fachrecht, Staatliche Wasserwirtschaft
Oberste Baubehörde mit Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit
Fachrecht, Planung und Beurteilung von Wasserbauvorhaben, Gewässerunterhaltung
Fachrecht, Technische Gewässeraufsicht, Haushalts- und Wirtschaftsführung
Mündliche Prüfung durch Fachabteilung Wasserwirtschaft,
fachliche Module, Fachgebiet Technischer Umweltschutz
Technischer Umweltschutz – Fachrecht
Technischer Umweltschutz in der Praxis 1
Technischer Umweltschutz in der Praxis 2
Mündliche Prüfung durch Fachabteilung,
A 11, A 12, A 13
Verwaltungsmanagement, Haushaltsrecht, Recht des öffentlichen Dienstes
Vertiefung Führungskompetenzen
fachliche Module, Fachgebiet Hochbau und Fachgebiet Städtebau
(bzw. auch in A 11, A 12, wenn kein Pflichtmodul)
Fachseminar 8:
Fachrecht, Hochbau 1
Mündliche Prüfung durch Fachabteilung Hochbau,
Pflichtmodul**
Fachseminar 2:
Mündliche Prüfung durch Fachabteilungen Städtebau,
Fachseminar 6:
Mündliche Prüfung durch Fachabteilung Wohnungswesen,
Fachseminar 3:
Fachseminar 4:
Vergabe, Organisation
Fachseminar 5:
** Prüfungs-/Pflichtmodul je nach späterem Einsatzgebiet
fachliche Module, Fachgebiet Maschinenwesen und Elektrotechnik
Fachseminar 7:
Maschinenwesen 2
Maschinenwesen 1
Projektmanagement, Elektrotechnik
Technik, Planung und Bau, Vergabewesen
fachliche Module, Fachgebiet Straßenbau
Verkehrstechnik, Straßenwesen, Ingenieurbau
Straßenplanung, Controlling
fachliche Module, Fachgebiet Wasserwirtschaft
Wasserbau, integriertes Wasserressourcenmanagement, Finanzierung staatlicher Vorhaben
Controlling, Qualitätsmanagement, Projektmanagement und Organisation im Wasserbau
Monitoring, Wasserhaushalt, Warndienste, Umgang wassergefährdende Stoffe
Gewässerschutz und Abwasserentsorgung
Wasserversorgung, Grundwasser- und Bodenschutz, Abfall
Wasserrecht des Bundes und des FS Bayern, EU-Richtlinie (z.B. WRRL, HWRM-RL)
Grundzüge und rechtliche Grundlagen des Technischen Umweltschutzes am Ministerium
Technischer Umweltschutz am Ministerium
Konkrete Einzelfallbearbeitung
Mündliche Prüfung*** durch Fachabteilung,
Grundzüge und rechtliche Grundlagen des Technischen Umweltschutzes an einer Regierung
Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit mit Regierung
Technischer Umweltschutz an einer Regierung
Grundzüge und rechtliche Grundlagen des Technischen Umweltschutzes am Landesamt für Umwelt
Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit mit Landesamt für Umwelt
Technischer Umweltschutz am Landesamt für Umwelt
Fortbildungsmaßnahmen oder Fachtagungen, Seminare zu Themen des technischen Umweltschutzes
8 bis 40 UE
Teilnahmebestätigung durch externen Veranstalter,
** Durchführungsbehörde der Module (Ministerium, Regierung oder Landesamt für Umwelt) und Prüfungsmodul je nach späterem Einsatzgebiet
*** Die Thematik ergibt sich im Einzelfall aus dem späteren Einsatzgebiet. Eine Hospitation an der entsprechenden Durchführungsbehörde ist dafür Voraussetzung.
fachliche Module, Fachgebiet Naturschutz und Landschaftspflege
Grundzüge des Naturschutzes und der Landschaftspflege am Ministerium
Naturschutz und Landschaftspflege am Ministerium
Grundzüge des Naturschutzes und der Landschaftspflege an einer Regierung
Naturschutz und Landschaftspflege an einer Regierung
Grundzüge des Naturschutzes und der Landschaftspflege am Landesamt für Umwelt
Naturschutz und Landespflege am Landesamt für Umwelt
mit Landesamt für Umwelt
Fortbildungsmaßnahmen oder Fachtagungen, Seminare zu Themen des Naturschutzes und der Landschaftspflege
Teilnahmebestätigung durch externen
4. Prüfung und Teilnahmebescheinigung
1Die Bescheinigung über die erfolgreiche Teilnahme (§ 6 Abs. 2 in Verbindung mit § 7 Abs. 4 FachV-btuD) ist den Teilnehmerinnen und Teilnehmern spätestens vier Wochen nach Abschluss der jeweiligen Maßnahme durch die zuständige Behörde zu übermitteln. 2Im Falle einer nicht erfolgreichen Teilnahme gilt Nr. 4.1 Satz 2 entsprechend.
1Die nach § 7 Abs. 5 FachV-btuD zuständige Behörde stellt den Abschluss der modularen Qualifizierung fest. 2Ein erfolgreicher Abschluss kann nur dann festgestellt werden, wenn die mündliche Prüfung mit „bestanden“ beurteilt wurde und sämtliche Bescheinigungen der erfolgreichen Teilnahme vorliegen. 3Die Feststellung über einen erfolgreichen Abschluss ist eine Voraussetzung für Beförderungen in Ämter ab A 12 bzw. A 14.
1Beamtinnen und Beamte nach Nr. 2.2, die sich für Ämter ab der dritten Qualifizierungsebene modular qualifizieren, erhalten nach erfolgreichem Abschluss von zwei überfachlichen Modulen und dem fachlichen Prüfungsmodul eine Teilfeststellung über den erreichten Stand (Art. 20 Abs. 5 Satz 2 LlbG). 2Für diese ist sie Voraussetzung für eine Beförderung nach A 11. 3Für eine Beförderung in Ämter ab der Besoldungsgruppe A 12 sind die Voraussetzungen nach Nr. 2.3 zu erbringen; zudem bedarf es der Feststellung über den erfolgreichen Abschluss der modularen Qualifizierung. 4Die Feststellung sowie die Teilfeststellung ist den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu übermitteln.
1Beamtinnen und Beamte, die nicht unter die Regelung von Nr. 2.2 fallen, erhalten nach erfolgreichem Abschluss von zwei überfachlichen Modulen und dem fachlichen Prüfungsmodul eine Teilfeststellung über den erreichten Stand (Art. 20 Abs. 5 Satz 2 LlbG). 2Sie ist Voraussetzung für eine Beförderung nach A 10. Nr. 4.4 Sätze 3 und 4 gelten entsprechend.
5. Übergangsregelungen
1Beamtinnen und Beamte, die sich am 31. Dezember 2011 in der Einführung nach § 51 Abs. 3 LbV befinden, können zwischen der Durchführung des Aufstiegsverfahrens nach § 51 LbV und der Durchführung im Rahmen der modularen Qualifizierung gemäß Art. 20 LlbG wählen. 2Die Ausübung des Optionsrechts auf einen Wechsel in das System der modularen Qualifizierung ist der obersten Dienstbehörde gegenüber schriftlich bis spätestens zwei Monate nach Veröffentlichung dieser Bekanntmachung zu erklären. 3Beamtinnen und Beamte, die in das System der modularen Qualifizierung optieren, absolvieren dieses nach den Vorgaben in Art. 20 LlbG, §§ 3 bis 10, § 30 FachV-btuD sowie in diesem Konzept. 4Die im Rahmen des Aufstiegsverfahrens durchgeführten Fortbildungsmaßnahmen können auf die Maßnahmen der modularen Qualifizierung angerechnet werden, soweit diese inhaltlich vergleichbar sind und nicht mit einer Prüfung abschließen.
Für eine Beförderung von Beamtinnen und Beamten, auf die Art. 70 Abs. 4 Satz 4 LlbG anwendbar ist, in die Besoldungsgruppe A 12 gelten die Voraussetzungen der Nr. 2.3 entsprechend.