Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=XII%20ZR%20221/02
Timestamp: 2020-02-24 11:08:11
Document Index: 81777924

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 138', '§ 242', '§ 1408', '§ 138', '§ 242', 'BGH', 'BGH', '§ 1578', '§ 1570', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 242', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 138']

BGH, 25.05.2005 - XII ZR 221/02 - dejure.org
https://dejure.org/2005,929
BGH, 25.05.2005 - XII ZR 221/02 (https://dejure.org/2005,929)
BGH, Entscheidung vom 25.05.2005 - XII ZR 221/02 (https://dejure.org/2005,929)
BGH, Entscheidung vom 25. Mai 2005 - XII ZR 221/02 (https://dejure.org/2005,929)
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BGB § 138 Abs. 1, § 242
BGB §§ 1408, 138 Abs. 1, 242, 1569 ff.
Rang des Krankenvorsorge- und Altersvorsorgeunterhalts bei Inhaltskontrolle von Eheverträgen
Inhaltskontrolle von Eheverträgen; Vergleichbarkeit des Rangs von Krankenvorsorgeunterhalt und Altersvorsorgeunterhalt mit dem Rang des Elementarunterhalts; Vereinbarung von Gütertrennung und wechselseitigem Verzicht auf Unterhalt; Nichtigkeit des Ehevertrages wegen ...
Eheverträge - Inhaltskontrolle: Krankenvorsorge Altersvorsorge und Elementarunterhalt
BGB § 138 Abs. 1 § 242
Familienrecht - Rangfolge bei Inhaltskontrolle von Eheverträgen
Familienrecht - Krankenvorsorge- und Altersvorsorgeunterhalt - Rang des Elementarunterhalts?
Eheverträge - Schutzwürdigkeit von Alters- und Krankenvorsorgeunterhalt
Zusammenfassung von "Anmerkung zur Entscheidung des BGH vom 25.05.2005, XII ZR 221/02 (Ausgleich ehebedingter Nachteile im Rahmen der ehevertraglichen Inhaltskontrolle)" von RA Dr. Ludwig Bergschneider FAFamR, original erschienen in: FamRZ 2005, 1452 - 1453.
Kurznachricht zu "Anmerkung zur Entscheidung des BGH vom 25.05.2005, XII ZR 221/02 (Wirksamkeitskontrolle von Eheverträgen)" von Ri OLG Dr. Jürgen Soyka, original erschienen in: FuR 2005, 410 - 413.
NJW 2005, 2391
MDR 2005, 1355
DNotZ 2005, 857
FamRZ 2005, 1449
Ihr folgen Krankenvorsorge- und Altersvorsorgeunterhalt (§ 1578 Abs. 2 1. Variante, Abs. 3 BGB), die allerdings - je nach Fallgestaltung - als Bestandteile des Lebensbedarfs gleichen Rang mit dem jeweiligen Unterhaltsanspruch, z.B. aus § 1570 BGB, haben, wenn damit ehebedingte Nachteile ausgeglichen werden sollen (vgl. Senatsurteil vom 25. Mai 2005 - XII ZR 221/02 - zur Veröffentlichung bestimmt).
Dies käme nur in Betracht, wenn die Beteiligten bei ihrer Lebensplanung im Zeitpunkt des Abschlusses des Ehevertrags davon ausgegangen wären, dass ein Ehegatte sich dauerhaft oder doch langfristig völlig aus dem Erwerbsleben zurückziehen und der Familienarbeit widmen sollte (BGH FamRZ 2005, 1449).
Im Übrigen wird man eine Rangabstufung vornehmen können, die sich vor allem danach bemisst, welche Bedeutung die einzelnen Scheidungsfolgeregelungen für den Berechtigten in seiner jeweiligen Lage haben (…vgl. etwa Senatsurteile BGHZ 158 aaO, 97 ff. und vom 25. Mai 2005 - XII ZR 221/02 - FamRZ 2005, 1449, 1450 und - XII ZR 296/01 - FamRZ 2005, 1444, 1446).
Dabei ist entscheidend, nunmehr - im Zeitpunkt des Scheiterns der ehelichen Lebensgemeinschaft - aus dem vereinbarten Ausschluss der Scheidungsfolge eine evident einseitige und durch die individuelle Gestaltung der ehelichen Lebensverhältnisse nicht gerechtfertigte Lastenverteilung entstünde, die hinzunehmen für den belasteten Ehegatten - bei angemessener Berücksichtigung der Belange des anderen Ehegatten und seines Vertrauens in die Geltung der getroffenen Abrede - bei verständiger Würdigung des Wesens der Ehe unzumutbar erscheint (BGH, Urteil vom 11.02.2004, aaO, BGH Urteil vom 25.05.2005, XII ZR 221/02, FamRZ 2005, S. 1449 ff; BGH Urteil vom 17.10.2007, XII ZR 96/05, FamRZ 2008 S. 386 ff).
Das kann sich insbesondere aus einer salvatorischen Klausel ergeben (BGH, Urteil vom 25.05.2005, aaO,), - so wie sie auch im vorliegenden Fall in den Vertrag mit aufgenommen worden ist.
Die Frage, ob der Antragsteller sich heute, nachdem die Antragsgegnerin drei Kinder aus der Ehe betreut und versorgt, auf die Begrenzung des Unterhalts berufen kann oder ob gem. § 242 BGB der Ehevertrag an den "mutmaßlichen, den (nach Vertragsschluss) geänderten Umständen Rechnung tragenden Parteiwillen" (BGH Urt. v. 25. Mai 2006 XII ZR 221/02 S. 11 und XII ZR 296/01 S. 11) anzupassen ist, bedarf hier nicht der Erörterung.
Werde diese Aufgabe von einem Ehegatten wahrgenommen, müsse dieser so gestellt werden, dass ihm auch bei einer Scheidung keine Nachteile aus dieser Aufgabe entstehen (BGH, NJW 2005, 2391).
Der Umstand, dass der die Kinderbetreuung übernehmende Ehegatte eine Altersversorgung nicht so auf- und ausbauen könne, wie dies im Falle der Berufstätigkeit möglich wäre, sei im Rahmen der Wirksamkeitskontrolle zu berücksichtigen (BGH, NJW 2005, 2391; 2008, 3426 ff.).
OLG Köln, 18.05.2006 - 10 WF 90/06
Unzulässige Zwischenfeststellungsklage zu ehevertraglicher Regelung bei fehlender …
Die von der Antragsgegnerin zur Frage der Zulässigkeit der Zwischenfeststellungsklage herangezogene Rechtsprechung (BGH FamRZ 2005, 1449; OLG Frankfurt, FamRZ 1983, 176, 178; die weiter angegebene Fundstelle BGH FamRZ 2005, 651 beruht offensichtlich auf einem Irrtum) rechtfertigt keine abweichende Beurteilung der Rechtslage.
Denn bei der gegebenen Sachlage und unter Berücksichtigung der geänderten höchstrichterlichen Rechtsprechung (BVerfG, FamRZ 2001, 985 ff u. 343 ff; BGH, FamRZ 2004, 601 ff, FamRZ 2005, 26 f, 185 ff u. 691 ff; auch BGH, Urteile vom 25. Mai 2005 - XII ZR 221/02 u. 296/01; vgl. hierzu auch: Dauner-Lieb, FF 2004, 65 ff) - wie in dem hiermit in Bezug genommenen Senatsbeschluss vom 26. Mai 2004 - 9 WF 35/04 - im Einzelnen dargestellt - ist davon auszugehen, dass der in der notariellen Urkunde vom 11. September 1991 erklärte Unterhaltsverzicht gemäß § 138 Abs. 1 BGB nichtig ist.
OLG Naumburg, 23.08.2007 - 3 WF 257/07
Fehlendes Rechtsschutzinteresse für Feststellungsklage zur Unwirksamkeit eines …