Source: http://www.core-partner.ch/de/aktuell/2009/80-neues-mehrwertsteuergesetz-nmwstg.html
Timestamp: 2018-01-20 15:20:02
Document Index: 320071667

Matched Legal Cases: ['Art. 8', 'Art. 10', 'Art. 22', 'Art. 23', 'Art. 25', 'Art. 28', 'Art. 31', 'Art. 33', 'Art. 36']

Neues Mehrwertsteuergesetz (nMWSTG) - CORE Partner AG - Bern, Düdingen, Fribourg, Liebefeld
(Freiburger Nachrichten vom 26. November 2009)
Die Änderungen sollen den steuerpflichtigen Personen Vereinfachungen und mehr Rechtssicherheit bringen. Sie können aber auch sofortigen Handlungsbedarf bewirken. Unternehmen sollten deshalb (Aufzählung nicht abschliessend):
bei grenzüberschreitenden Dienstleistungen prüfen, ob sich der Ort der Dienstleistung geändert hat (Art. 8);
bei Umsätzen von weniger als CHF 250'000 die Steuerpflicht überprüfen (Art. 10 und 11; Steuerbefreiung bis CHF 100'000 Umsatz, Verzicht auf Steuerbefreiung);
bei von der Steuer ausgenommenen Umsätzen die Option (freiwillige Abrechnung der MWST) prüfen (Art. 22; Option für alle Leistungen möglich ausser im Bereich Versicherungen, Geld- und Kapitalverkehr, Wetten, Lotterien und Glückspiele, Grundstücke zwecks privater Nutzung);
bei Vermietung von Gegenständen ins Ausland sicherstellen, dass die Nutzung im Ausland nachgewiesen und somit steuerfrei berechnet werden kann (Art. 23 Abs. 2 Ziff. 2);
bei Verkauf von Lebensmitteln und nicht alkoholischen Getränken ab Automaten Umsätze zum reduzierten Satz abrechnen, sofern Verkauf ohne Mitwirkung von Personal erfolgt (Art. 25 Abs. 3);
bei Handel mit Gebrauchtgegenständen sicherstellen, dass der fiktive Vorsteuerabzug vorgenommen wird (Art. 28 Abs. 3; anstelle der Margenbesteuerung);
bei Ausgaben für Verpflegung und Getränke sicherstellen, dass der Vorsteuerabzug zu 100% erfolgt;
bei auf eigene Rechnung ausgeführten baugewerblichen Leistungen, die der Erzielung von von der Steuer ausgenommenen Umsätzen oder privaten Zwecken dienen, sicherstellen, dass keine Vorsteuerabzüge mehr erfolgen (Art. 31; kein baugewerblicher Eigenverbrauch; kein Vorsteuerabzugsrecht);
bei Erhalt von Spenden, Einlagen in Unternehmen und Dividenden sicherstellen, dass keine Kürzung des Vorsteuerabzugs vorgenommen wird (Art. 33);
bei Umsätzen von weniger als 5 Mio. CHF und einer Steuerzahllast von weniger als CHF 100'000 prüfen, ob sich ein Wechsel der Abrechnungsmethode von effektiv zu Saldosteuersatz oder umgekehrt lohnt (Art. 36 und 37);
Anpassungen bei der Datenerfassung (Buchhaltung) und der Software infolge zusätzlich benötigter Angaben für die MWST-Abrechnung (neue Formulare!) prüfen.
Fazit: Die Unternehmen müssen sich jetzt schon auf die Umstellung auf das nMWSTG vorbereiten und die dafür nötigen Massnahmen ergreifen. Bei dieser Herausforderung sind wir gerne behilflich.