Source: https://gesetze-in-app.de/ZPO/66
Timestamp: 2019-09-15 05:47:16
Document Index: 238687052

Matched Legal Cases: ['§ 66', '§ 66', '§ 65', '§ 67', 'BGH', '§ 67', '§ 66', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 66', 'BGH', 'BGH', '§ 66', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 66', '§ 71', '§ 485', '§ 421', 'BGH', 'BGH', '§ 66', 'BGH', '§ 66', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 66', '§ 91', '§ 104', 'BGH', 'BGH', '§ 66', '§ 66', 'BGH', 'BGH', '§ 66', 'Art. 103', '§66', 'BGH', 'BGH', '§ 66', '§ 248', 'BGH', 'BGH', '§ 66', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 66', '§ 66', 'BGH', '§ 66', '§ 248', '§246', '§ 246', '§ 66', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 66', 'BGH', '§ 66', '§ 67', 'BGH', '§ 66', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 66', '§ 1599', '§ 640', '§ 66', '§ 640', '§ 640', '§ 640']

§ 66 ZPO: Nebenintervention
§ 66 ZPO
Titel 3: Beteiligung Dritter am Rechtsstreit
(1) Wer ein rechtliches Interesse daran hat, dass in einem zwischen anderen Personen anhängigen Rechtsstreit die eine Partei obsiege, kann dieser Partei zum Zwecke ihrer Unterstützung beitreten.
(2) Die Nebenintervention kann in jeder Lage des Rechtsstreits bis zur rechtskräftigen Entscheidung, auch in Verbindung mit der Einlegung eines Rechtsmittels, erfolgen.
§ 65 ZPO
§ 67 ZPO
BGH, BESCHLUSS vom 2.7.2016, Az. VIII ZB 96/15 Daher kann er frei von den für den einfachen Nebenintervenienten geltenden Beschränkungen (vgl. § 67 Halbs. 2 ZPO) Prozesshandlungen selbst im Widerspruch zu der von ihm unterstützten Partei vornehmen und damit selbständig, auch durch Einlegung eines Rechtsmittels (vgl. § 66 Abs. 2 ZPO), auf eine nach seiner Ansicht richtige Entscheidung hinwirken (BGH, Urteile vom 18. Februar 2009 - XII ZR 156/07, BGHZ 180, 51 Rn. 13; vom 23. November 1983 - IX ZR 93/82, BGHZ 89, 121, 123 f.).
BGH, URTEIL vom 4.3.2016, Az. I ZR 198/13 Ein rechtliches Interesse im Sinne von § 66 Abs. 1 ZPO setzt voraus, dass der Nebenintervenient zu der unterstützten Partei oder dem Gegenstand des Rechtsstreits in einem Rechtsverhältnis steht, auf das die Entscheidung des Rechtsstreits durch ihren Inhalt oder ihre Vollstreckung unmittelbar oder auch nur mittelbar rechtlich einwirkt (BGH, Beschluss vom 10. Februar 2011 -1 ZB 63/09, GRUR 2011, 557 Rn. 10 = WRP 2011, 900, mwN).
BGH, BESCHLUSS vom 3.10.2015, Az. VII ZB 57/12 13	aa) Der Begriff des rechtlichen Interesses in § 66 Abs. 1 ZPO ist nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs weit auszulegen (vgl. BGH, Beschlüsse vom 10. Februar 2011 -1 ZB 63/09, NJW-RR 2011, 907 Rn. 10; vom 17. Januar 2006 -XZR 236/01, BGHZ 166, 18 Rn. 7).
BGH, BESCHLUSS vom 3.10.2015, Az. VII ZB 2/15 ZPO § 66 Abs.1, § 71, § 485; BGB § 421 a)	Wer zu einem Gläubiger in einem Rechtsverhältnis steht, aufgrund dessen er diesem möglicherweise als Gesamtschuldner mit einem weiteren Schuldner haftet, hat ein rechtliches Interesse daran, dass eine Klage des Gläubigers gegen den weiteren Schuldner Erfolg hat (Fortführung von BGH, Urteile vom 22. Juli 2009 - XII ZR 77/06, BGHZ 182, 116 Rn. 38; vom 21. Juni 1951 - III ZR 5/50, LM Nr. 1 zu § 66 ZPO).
BGH, BESCHLUSS vom 3.10.2015, Az. VII ZB 2/15 11	aa) Der Begriff des rechtlichen Interesses in § 66 Abs. 1 ZPO ist nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs weit auszulegen (vgl. BGH, Beschlüsse vom 10. Februar 2011 -1 ZB 63/09, NJW-RR 2011, 907 Rn. 10; vom 17. Januar 2006 -XZR 236/01, BGHZ 166, 18 Rn. 7).
BGH, BESCHLUSS vom 2.4.2013, Az. II ZB 12/12 BGHR:	ja GKG § 66; ZPO § 91 Abs. 1 Satz 1, § 104 Sollen im Kostenfestsetzungsverfahren gegenüber dem Erstattungsschuldner vom Erstattungsgläubiger gezahlte Gerichtskostenvorschüsse geltend gemacht werden, kann der Erstattungsschuldner regelmäßig einwenden, dass die Gerichtskosten nicht notwendig waren, weil der sie betreffende Kostenansatz überhöht ist, es sei denn, dass nur der Erstattungsschuldner als alleiniger Kostenschuldner des Ausgangsrechtsstreits den Kostenansatz überprüfen lassen kann (im Anschluss an BGH, Beschluss vom 7. September 2011 -VIII ZB 22/10, NJW-RR2012, 311).
BGH, BESCHLUSS vom 3.6.2012, Az. IV ZR 233/09 Zu diesen besonderen Voraussetzungen gehört neben der Anhängigkeit des Rechtsstreits (Zöller/Vollkommer, ZPO 29. Aufl. § 66 Rn. 15) die Frage des rechtlichen Interesses des Nebenintervenienten am Obsiegen einer Hauptpartei (§ 66 ZPO) und die unmittelbar damit zusammenhängende Frage, ob die Nebenintervention rechtsmissbräuchlich ist (BGH aaO).
BGH, BESCHLUSS vom 3.5.2009, Az. XII ZB 75/07 ZPO §§ 66, 67, 321 a; GG Art. 103 Abs. 1 a)	Tritt der potenzielle biologische Vater der beklagten Partei eines Vaterschaftsanfechtungsverfahrens mit dem Ziel bei, eine spätere Feststellung der eigenen Vaterschaft zu verhindern, hat er lediglich die Stellung eines unselbstständigen Nebenintervenienten gemäß §66 ZPO inne, nicht aber die Stellung eines streitgenössischen Nebenintervenienten (im Anschluss an die Senatsbeschlüsse BGHZ 173, 90, 92 und vom 4. Juli 2007 -XII ZB 68/04-FamRZ 2007, 1731).
BGH, BESCHLUSS vom 1.4.2008, Az. II ZB 23/07 8	a) Im Falle der aktienrechtlichen Anfechtungsklage kann - wie auch das Oberlandesgericht nicht verkennt - der auf Klägerseite beitretende Aktionär nach der Rechtsprechung des erkennenden Senats sein gemäß § 66 ZPO erforderliches Interventionsinteresse am Obsiegen der unterstützten Partei schon allein damit begründen, dass ein stattgebendes Anfechtungsurteil gemäß § 248 Abs. 1 Satz 1 AktG ihm gegenüber Rechtskraft- und Gestaltungswirkung entfaltet (vgl. nur Sen.Beschl. v. 23. April 2007 - II ZB 29/05, ZIP 2007, 1528 Tz. 9, 10 m.w.Nachw. - z.V.b. in BGHZ 172, 136).
BGH, BESCHLUSS vom 3.6.2007, Az. XII ZB 68/04 -12- Möglichkeit gewahrt, dem Rechtsstreit als unselbständiger Nebenintervenient gemäß § 66 ZPO beizutreten (vgl. zu dem alten Kindschaftsrecht BGHZ 76, 299, 302 ff. = FamRZ 1980, 559, 560; BGHZ 83, 391, 395 = FamRZ 1982, 692, 693; BGHZ 92, 275, 276 ff. = FamRZ 1985, 61; BGH Urteil vom 29. Oktober 1981 - IX ZR 83/80- FamRZ 1982, 47, 48; OLG Hamm FamRZ 1984, 810, 811).
BGH, BESCHLUSS vom 3.6.2007, Az. XII ZB 224/03 Anders als das weit auszulegende, auch bei mittelbaren Beeinträchtigungen gegebene 'rechtliche Interesse' nach § 66 ZPO (Zöller/Vollkommer aaO § 66 Rdn. 8) setzt er voraus, dass eine gerichtliche Entscheidung unmittelbar in die Rechtsstellung einer Person eingreift (vgl. BVerfGE 21, 132, 137 = FamRZ 1967, 135; und 65, 227, 233 = NJW 1984, 719; Keidel/Schmidt aaO
BGH, BESCHLUSS vom 1.3.2007, Az. II ZB 29/05 10	Im	Falle der aktienrechtlichen Anfechtungsklage kann der auf Klägerseite beitretende Aktionär sein nach § 66 ZPO erforderliches Interventionsinteresse am Obsiegen der unterstützten Partei schon allein damit begründen, dass ein stattgebendes Anfechtungsurteil gemäß § 248 Abs. 1 Satz 1 AktG ihm gegenüber Rechtskraft- und Gestaltungswirkung entfaltet (vgl. Austmann ZHR 158 (1994), 495, 497; K. Schmidt aaO §246 Rdn. 43; Zöllner in Kölner Komm.z.AktG § 246 Rdn. 89; insoweit auch: Waclawik, WM 2004, 1361, 1366; Zöller/Vollkommer, ZPO 26. Aufl. § 66 Rdn. 11; vgl. schon Senat, BGHZ 68, 81, 85; ferner BGH, Beschl. v. 17. Januar 2006 -XZR 236/01, BGHReport 2006, 748 - z. Patentnichtigkeitsverfahren).
BGH, BESCHLUSS vom 2.0.2006, Az. X ZR 236/01 Insbesondere wird es zur Begründung des rechtlichen Interesses im Sinne von § 66 Abs. 1 ZPO für ausreichend gehalten, wenn der Nebenintervenient von der Gestaltungswirkung eines Urteils betroffen wird (BGHZ 68, 81, 85; Zöller, aaO Rdn. 11; Musielak, aaO Rdn. 7).
BVerfG, Urteil vom 4.2.1998, Az. 1 BvR 825/98 Die Beschwerdeführerin zu 1) hätte vorliegend die Möglichkeit gehabt, sich gemäß § 66 ZPO bis zur Rechtskraft des angegriffenen Urteils auf Seiten der Beschwerdeführerin zu 2) am Ausgangsverfahren zu beteiligen, ihre möglicherweise verfassungsrechtlich begründeten Rechtspositionen geltend zu machen und die ihr als Nebenintervenientin zustehenden prozessualen Mittel (§ 67 ZPO) auszuschöpfen (vgl. BVerfGE 81, 97 <102 f.>; Beschluss der 3. Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts vom 28. Mai 1998, 1 BvR 329/98, NJW 1998, S. 2663 f.).
BGH, URTEIL vom 4.3.1982, Az. IX ZR 55/81 8 § 66 ZPO zulässige Nebenintervention (BGHZ 76, 299» BGH FamRZ 1982, 47; vgl. ferner BVerfG 21, 132, 138).
BGH, Urteil vom 3.1.1980, Az. IV ZR 167/78 Dies entspricht auch der in Rechtsprechung und Literatur herrschenden Auffassung (OLG Oldenburg NJW 1975, 883; OLG Celle, FamRZ 1976, 158; Baumbach/Lauterbach/Hart-mann, aaO § 66 ZPO An. 2 E; MünchKomm/Mutschler, BGB § 1599 Rdn. 16; Roth-Stielow, Der Abstammungsprozeß 2. Aufl. Rdn. 71 ff.; Thomas/Putzo, ZPO 10. Aufl. An. zu § 640 h; Zöller/Vollkommer, ZPO 12. Aufl. § 66 An. II 2 c; noch weitergehend: Stein/Jonas/Schlosser, ZPO 20. Aufl. § 640 e Rdn. 7 und § 640 h Rdn. 12 sowie Zöller/Karch, aaO § 640 e ZPO An. I, die unter dem Gesichtspunkt des rechtlichen Gehörs sogar eine Pflicht zur Beiladung des (dem Gericht bekannt gewordenen) Dritten annehmen, der als Erzeuger des Kindes in Betracht kommt).