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Timestamp: 2016-10-27 05:00:38
Document Index: 59598709

Matched Legal Cases: ['Art. 132', 'Art. 132', 'Art. 104', 'Art. 132', 'Art. 132', 'Art. 8', 'Art. 4', 'Art. 7', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 16', 'Art. 28', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 29', 'Art. 6', 'Art. 6', 'Art. 17', 'BGE', 'Art. 29', 'BGE', 'Art. 6', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 29', 'Art. 29', 'Art. 6', 'Art. 29', 'Art. 22', 'Art. 29', 'BGE', 'Art. 159', 'Art. 135']

I 520/06 (18.04.2007)
F.________, 1958, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Josef Flury, Hirschmattstrasse 62, 6003 Luzern,
F.________, geboren 1958, ist gelernter Maurer und arbeitete seit 1987 selbstst�ndigerwerbend als Akkordmaurer; seit 1992 war er in dieser Eigenschaft f�r seine Firma "F.________AG" t�tig. Am 14. November 2002 meldete er sich wegen seit Juni 2001 anhaltenden R�ckenbeschwerden bei der IV-Stelle Luzern zum Rentenbezug an. Ab 19. November 2001 attestierte ihm sein Hausarzt Dr. med. V.________, bei anf�nglich konservativer Behandlung eine volle Arbeitsunf�higkeit als Akkordmaurer (Bericht vom 15. April 2003). Zur Sanierung der degenerativen Diskopathie mit bereits fortgeschrittenem Segmentkollaps diskutierte Dr. med. S.________, Neurochirurgie FMH, im Juni 2002 die Aufrichtung L4/5 mittels PLIF (posterior lumbar interbody fusion; Versteifungsoperation der Wirbels�ule), f�hrte dann aber am 3. September 2002 auf Wunsch des Versicherten den minimal invasiven Eingriff einer Mikrodiskektomie L4/5 links durch (Operationsbericht vom 3. September 2002). Bereits im November 2002 beklagte sich F.________ erneut �ber vermehrte Schmerzen im linken Bein, so dass der Hausarzt gem�ss Bericht vom 18. November 2002 eine zweite Operation als sehr wahrscheinlich erforderlich erachtete. Dr. med. S.________ best�tigte am 17. Dezember 2002 im angestammten Beruf als Maurer eine volle Arbeitsunf�higkeit, wies auf seinen Vorschlag einer operativen "Aufrichtung und Stabilisation L3 bis S1" hin und sch�tzte die zeitliche Zumutbarkeit einer angepassten T�tigkeit auf 50%, wobei der Versicherte infolge der verminderten axialen Belastbarkeit gewisse T�tigkeiten nicht aus�ben k�nne und eine "Einschr�nkung um je 50-70%" zu ber�cksichtigen sei. Am 21. M�rz 2003 f�hrte Dr. med. S.________ die Versteifungsoperation L3 bis S1 durch und setzte den Beginn einer aufbauenden Heilgymnastik fr�hestens auf einen Zeitpunkt drei bis vier Wochen nach der Operation fest. Am 6. Juni 2030 (recte: 2003) berichtete Dr. med. V.________ von persistierenden respektive postoperativ nach der Reoperation vom 21. M�rz 2003 erneut heftig auftretenden Beinschmerzen links. Der Hausarzt hielt eine R�ckkehr des Versicherten an seinen Arbeitsplatz als Selbstst�ndigerwerbender f�r fragw�rdig und empfahl eine berufliche Neuorientierung, ohne sich bez�glich einer allf�lligen Arbeitsf�higkeit in einer leidensangepassten T�tigkeit zu �ussern. Eine f�r die Zeit vom 12. Januar bis 6. Februar 2004 geplante Abkl�rung der beruflichen Eingliederungsm�glichkeiten in der Beruflichen Abkl�rungsstelle Stiftung X.________ (nachfolgend: BEFAS) brach der Versicherte am 21. Januar 2004 schmerzbedingt ab. Die BEFAS wertete sein Verhalten als Verweigerung der Abkl�rung. Nachdem Dr. med. S.________ mit Bericht vom 29. M�rz 2004 die Zumutbarkeit der Durchf�hrung einer beruflichen Abkl�rung bejaht und die IV-Stelle das Mahn- und Bedenkzeitverfahren eingeleitet hatten, konnte vom 17. Mai bis 11. Juni 2004 die BEFAS-Abkl�rung durchgef�hrt werden. Gest�tzt auf deren Ergebnisse verf�gte die IV-Stelle am 8. Oktober 2004, dass der Versicherte keinen Anspruch auf Arbeitsvermittlung habe, weil er an seiner Auffassung festhalte, infolge Schmerzen nicht arbeiten zu k�nnen. Diese Verf�gung blieb unangefochten. Bei einem ermittelten Invalidit�tsgrad von 19% verneinte die IV-Stelle sodann den Anspruch auf eine Invalidenrente (Verf�gung vom 16. November 2004). Die dagegen gerichtete Einsprache vom 9. Dezember 2004 basierte auf dem Bericht des Dr. med. S.________ vom 22. November 2004, woraus hervor geht, dass die Computertomographie vom 27. September 2004 eine Zunahme der kn�chernen Verblockung bei etwas engen Neuroforamina beidseits L5/S1 zeigte und der Versicherte nach Einsch�tzung des Neurochirurgen "noch zu 100% im Krankenstand" war. Mit Einspracheentscheid vom 30. Mai 2005 hielt die IV-Stelle an der Verf�gung vom 16. November 2004 fest.
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde l�sst der nunmehr anwaltlich vertretene F.________ beantragen, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und die Invalidenversicherung habe ihm eine Invalidenrente auszurichten. Eventualiter sei die Sache zur weiteren Abkl�rung und Neubeurteilung des Anspruchs auf eine Invalidenrente an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Zudem sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege zu gew�hren.
Am 17. August 2006 l�sst der Versicherte eine weitere Stellungnahme einreichen.
1.2 Der angefochtene Entscheid betrifft Leistungen der Invalidenversicherung. Nach Art. 132 Abs. 1 OG (vgl. Art. 132 Abs. 1 des Bundesgesetzes �ber das Bundesgericht [BGG]), in der Fassung gem�ss Ziff. III des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 �ber die �nderung des IVG (in Kraft seit 1. Juli 2006) kann das Bundesgericht in Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen in Abweichung von den Art. 104 und 105 OG auch die Unangemessenheit der angefochtenen Verf�gung beurteilen und ist an die vorinstanzliche Feststellung des Sachverhalts nicht gebunden. Gem�ss Art. 132 Abs. 2 OG gelten diese Abweichungen nicht, wenn der angefochtene Entscheid Leistungen der Invalidenversicherung betrifft. Nach Ziff. II lit. c des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 ist indessen auf die im Zeitpunkt des Inkrafttretens der �nderung beim Eidgen�ssischen Versicherungsgericht h�ngigen Beschwerden bisheriges Recht anwendbar. Da die hier zu beurteilende Verwaltungsgerichtsbeschwerde am 1. Juli 2006 h�ngig war, richtet sich die Kognition des Bundesgerichts nach der bis Ende Juni 2006 g�ltigen Fassung von Art. 132 OG, welche dem neuen Abs. 1 entspricht (Urteil des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts I 337/06 vom 14. Juli 2006, E. 1).
2.1 Hinsichtlich der massgebenden Rechtsgrundlagen st�tzte sich die Vorinstanz auf die Ausf�hrungen im Einspracheentscheid vom 30. Mai 2005, worin die IV-Stelle die Bestimmungen und Grunds�tze �ber die Invalidit�t (Art. 8 Abs. 1 ATSG; Art. 4 Abs. 1 IVG), die Erwerbsunf�higkeit (Art. 7 ATSG), die Voraussetzungen und den Umfang des Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 1 und 1bis IVG in der bis 31. Dezember 2003 g�ltig gewesenen sowie Art. 28 Abs. 1 IVG in der ab 1. Januar 2004 geltenden Fassung) sowie die Invalidit�tsbemessung bei erwerbst�tigen Versicherten nach der Einkommensvergleichsmethode (Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28 Abs. 2 IVG in der seit 1. Januar 2004 geltenden Fassung; BGE 130 V 343 E. 3.4 S. 348 mit Hinweisen) zutreffend dargelegt hat. Gleiches gilt f�r die Hinweise zur Aufgabe des Arztes bei der Invalidit�tsbemessung und zur praxisgem�ssen Bedeutung �rztlicher Ausk�nfte im Rahmen der Invalidit�tssch�tzung (BGE 125 V 256 E. 4 S. 261; vgl. auch AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc, I 82/01), zum ausgeglichenen Arbeitsmarkt (BGE 110 V 273 E. 4b S. 276 mit Hinweisen; ZAK 1991 S. 320 f. E. 3b, I 350/89), zur Beweisw�rdigung sowie zum Beweiswert von medizinischen Berichten und Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352, 122 V 157 E. 1c S. 160 f. mit Hinweisen). Darauf wird verwiesen.
2.2 Zu erg�nzen ist, dass gem�ss Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG der Rentenanspruch nach Artikel 28 IVG fr�hestens in dem Zeitpunkt entsteht, in dem der Versicherte w�hrend eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40 Prozent arbeitsunf�hig (Art. 6 ATSG) gewesen war. Nach Art. 6 ATSG ist Arbeitsunf�higkeit die durch eine Beeintr�chtigung der k�rperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unf�higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare T�tigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich ber�cksichtigt. Anzuf�gen bleibt, dass die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin f�r die Zukunft entsprechend erh�ht, herabgesetzt oder aufgehoben wird, wenn sich der Invalidit�tsgrad einer Rentenbez�gerin oder eines Rentenbez�gers erheblich �ndert (Art. 17 Abs. 1 ATSG).
2.3 In BGE 130 V 97 E. 3.2 S. 99 hielt das Eidgen�ssische Versicherungsgericht in diesem Zusammenhang fest:
Die Rechtsprechung hat die Arbeitsunf�higkeit im Sinne von Art. 29 Abs. 1 IVG definiert als "Einbusse an funktionellem Leistungsverm�gen im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich" (BGE 105 V 156 E. 2a S. 159, 97 V 226 E. 2 S. 231; vgl. Art. 6 ATSG). Bei erwerbst�tigen Versicherten wird diese Einbusse ohne R�cksicht darauf bestimmt, wie sich die gesundheitliche Beeintr�chtigung auf das erzielbare Einkommen auswirkt. Darin besteht ein wesentlicher Unterschied zur f�r die Bemessung des Invalidit�tsgrades massgebenden Erwerbsunf�higkeit, welche umschrieben wurde als "die Unf�higkeit, auf dem gesamten in Frage kommenden Arbeitsmarkt und nach Durchf�hrung allf�lliger Eingliederungsmassnahmen die verbliebene Arbeitsf�higkeit wirtschaftlich zu verwerten" (BGE 97 V 226 E. 2 S. 231). W�hrend bei der Beurteilung der Erwerbsunf�higkeit ausserdem die Schadenminderungspflicht (vgl. dazu BGE 123 V 230 E. 3c S. 233, 117 V 275 S. 278 E. 2b, je mit Hinweisen; AHI 2001 S. 282 f. Erw. 5a/aa, I 11/00) u.a. in dem Sinne eine erhebliche Rolle spielt, als von der versicherten Person im Rahmen des Zumutbaren verlangt wird, eine andere als die angestammte T�tigkeit auszu�ben, sofern sich dadurch die verbleibende Arbeitsf�higkeit finanziell besser verwerten l�sst (BGE 113 V 22 E. 4a S. 28 mit Hinweisen), bildet einzig der bisherige Beruf den Bezugspunkt der f�r den Rentenbeginn relevanten Arbeitsunf�higkeit (BGE 121 V 264 S. 274 E. 6b/cc; Urteile des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts I 392/02 vom 23. Oktober 2003, E. 4.2.2, und I 305/00 vom 8. April 2002, E. 3). Diese ist auf der Grundlage der medizinischen Stellungnahmen zu beurteilen. Die Arbeitsunf�higkeit gem�ss Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG entspricht somit bei Erwerbst�tigen der medizinisch festgestellten Einschr�nkung im bisherigen Beruf.
3.1 IV-Stelle und Vorinstanz gingen gest�tzt auf den BEFAS-Bericht vom 29. Juni 2004 davon aus, dem Versicherten sei eine leichte bis mittelschwere T�tigkeit ohne Positionsmonotonie im Stehen und nur mit seltenem Tragen und Heben von Lasten bis 25 kg zumutbar. Die Angaben der BEFAS seien schl�ssig und nachvollziehbar. Die im Einspracheverfahren aufgelegten Berichte des Dr. med. S.________ vom 22. November 2004 und 31. Mai 2005 enthielten keine neuen Diagnosen, sondern br�chten zum Ausdruck, dass der Neurochirurg im Vergleich zu den fr�heren Berichten von einer Verbesserung des Gesundheitszustandes ausgehe. Wenn er trotzdem angenommen habe, der Beschwerdef�hrer sei noch zu 100% im Krankenstand, so k�nne sich dieses Attest nur auf die angestammte T�tigkeit im bisherigen Beruf als Maurer beziehen. Bei erwerblicher Verwertung der zu 100% zumutbaren leichten angepassten T�tigkeit resultiere eine invalidit�tsbedingte Erwerbseinbusse von 19% und somit jedenfalls ein anspruchausschliessender Invalidit�tsgrad von weniger als 40%.
3.2 Demgegen�ber macht der Versicherte mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde sinngem�ss geltend, bei Ablauf der einj�hrigen Wartezeit nach Eintritt der Arbeitsunf�higkeit sei der Anspruch auf eine mindestens halbe Invalidenrente sp�testens im November 2002 entstanden. Der im ersten BEFAS-Bericht vom 30. Januar 2004 erhobene Vorwurf, der Beschwerdef�hrer habe die Abkl�rung verweigert, sei haltlos. Vielmehr habe es die BEFAS damals vers�umt, die Berichte des Dr. med. W.________, Facharzt FMH f�r Neurologie, Luzern, vom 6. August 2003 und des Dr. med. S.________ vom 15. Dezember 2003 einzuholen. Demzufolge sei die BEFAS �ber den Verlauf der medizinischen Behandlung nicht informiert gewesen. Zudem habe der BEFAS-Arzt auch keine medizinische Untersuchung durchgef�hrt, weshalb nicht auf den BEFAS-Bericht vom 30. Januar 2004 abzustellen sei. Auch der zweite, in medizinischer Hinsicht auf dem ersten basierende BEFAS-Bericht vom 29. Juni 2004 liefere keine zuverl�ssigen, medizinisch schl�ssig und nachvollziehbar begr�ndeten Angaben zu den dem Versicherten trotz seines objektivierbaren R�ckschadens noch zumutbaren T�tigkeiten. Bevor ihm ein Berufswechsel nahe gelegt werden k�nne, sei medizinisch gr�ndlich abzukl�ren, welche konkreten Einschr�nkungen er in den einzelnen Verweisungst�tigkeiten infolge seines Gesundheitsschadens hinzunehmen habe.
Streitig ist, ob der Beschwerdef�hrer Anspruch auf eine Invalidenrente hat. Verwaltung und Vorinstanz verneinten dies, ohne sich jedoch - wie bereits im Falle des Urteils des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts I 379/06 vom 7. September 2006 E. 3 beanstandet - explizit mit der Frage zu befassen, ob allenfalls dem seit 19. November 2001 als Maurer voll arbeitsunf�higen Versicherten (Bericht des Dr. med. V.________ vom 15. April 2003) gest�tzt auf die in Erw�gung Ziffer 2.2 hievor dargelegten Rechtsgrundlagen nicht zumindest eine befristete Rente auszurichten w�re. Dr. med. V.________ vertrat bei anhaltender 100%-iger Arbeitsunf�higkeit in der angestammten T�tigkeit nach der erfolglosen konservativen Behandlung und der ersten R�ckenoperation vom 3. September 2002 die Auffassung, die damals bereits geplante zweite neurochirurgische R�ckenoperation vom 21. M�rz 2003 k�nne zur Wiedererlangung der Arbeitsf�higkeit als Akkordmaurer f�hren (Bericht vom 18. November 2002). In den Akten findet sich keine medizinisch nachvollziehbar und schl�ssig begr�ndete Einsch�tzung der Arbeitsf�higkeit, woraus zu schliessen w�re, dass dem Beschwerdef�hrer eine konkret bezeichnete Verweisungst�tigkeit bei voller Arbeitsf�higkeit ganztags uneingeschr�nkt zumutbar sei. Insbesondere kann abweichend vom angefochtenen Entscheid aus den Angaben des Dr. med. S.________ vom 17. Dezember 2002 nicht geschlossen werden, dem Versicherten sei damals die erwerblich uneingeschr�nkte Verwertung einer angepassten T�tigkeit bei einer Arbeitsf�higkeit von mindestens 50% zumutbar gewesen. Vielmehr hielt Dr. med. S.________ fest, dass der zumutbare zeitliche Rahmen einem 50%-Pensum entspreche. Gleichzeitig wies er ausdr�cklich darauf hin, dass dabei zus�tzlich eine verminderte axiale Belastbarkeit zu ber�cksichtigen sei, welche "gewisse T�tigkeiten" verbiete, sodass innerhalb des zumutbaren zeitlichen Rahmens mit einer Einschr�nkung der Leistungsf�higkeit um 50 bis 70% zu rechnen sei. Aus dem Gesagten folgt, dass der Beschwerdef�hrer am 19. November 2002 das gesetzlich vorgeschriebene Wartejahr bis zu einem Rentenanspruch zur�ckgelegt hatte, weil er w�hrend dieser Zeit ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40 Prozent im bisherigen Beruf arbeitsunf�hig war (Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG in Verbindung mit Art. 6 ATSG). Da er keine IV-Taggelder bezog, konnte somit grunds�tzlich ab 19. November 2002 ein Rentenanspruch entstehen (Art. 29 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 22 IVG), und w�re damit ab 1. November 2002 eine Rente auszurichten gewesen (Art. 29 Abs. 2 IVG).
5.1 Angesichts der weiteren, medizinisch unklaren gesundheitlichen Entwicklung bei wiederholten operativen Eingriffen an der Wirbels�ule zog die Invalidenversicherung erst im Sommer 2003 berufliche Eingliederungsmassnahmen in Betracht. Dies, obgleich der Gesundheitszustand auch in jenem Zeitpunkt weder stabilisiert noch ausreichend abgekl�rt war. Dr. med. V.________ wies darauf hin, dass sich die Befindlichkeit im Zusammenhang mit dem R�ckenleiden nach der Operation vom 21. M�rz 2003 nur vor�bergehend verbessert, dann allerdings seit Mai 2003 verschlechtert habe; auch nach diesem zweiten Eingriff tr�ten nunmehr wieder heftige Schmerzen im linken Bein auf (Bericht vom 6. Juni 2030 [recte: 2003]). Der Hausarzt ging diesbez�glich von einer Diskrepanz zwischen den objektivierbaren Befunden und den subjektiv geklagten Beschwerden aus (Bericht vom 11. M�rz 2004). Dr. med. S.________ bezeichnete den Gesundheitszustand angeblich als "verbessert", hielt aber gleichzeitig ausdr�cklich fest, dass die "rechts akut aufgetretene Peronaeusparese" im Juli 2003 notfallm�ssig habe computertomographisch untersucht und bei Dr. med. W.________, neurologisch-neurophysiologisch abgekl�rt werden m�ssen (Bericht vom 29. M�rz 2004). Dieser habe dabei Hinweise auf eine periphere L�hmung gefunden. Im Gegensatz zu den aktenm�ssig belegten, teilweise widerspr�chlichen medizinischen Aussagen zum Gesundheitsschaden des Versicherten, sind die vom BEFAS-Arzt angeblich eingeholten Berichte des Dr. med. W.________ vom 6. August 2003 sowie des Dr. med. S.________ vom 15. Dezember 2003 (vgl. BEFAS-Bericht vom 30. Januar 2004 S. 2) bei den Akten nicht auffindbar.
5.2 Auch die weiteren Ausf�hrungen des Dr. med. S.________ vom 22. November 2004 und 31. Mai 2005 sind nicht �berzeugend und widerspruchsfrei. Entgegen dem angefochtenen Entscheid (S. 6) kann jedenfalls nicht mit dem im Sozialversicherungsrecht �blichen Beweisgrad (BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181 mit Hinweisen) der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit darauf geschlossen werden, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdef�hrers nach Erstellen des zweiten BEFAS-Abkl�rungsberichts vom 29. Juni 2004 sogar verbessert habe und bereits vor der zweiten Operation vom 21. M�rz 2003 hinsichtlich einer angepassten T�tigkeit eine Arbeitsf�higkeit von mindestens 50% erwerblich dauerhaft verwertbar gewesen sei. Zwar betonte Dr. med. S.________ am 22. November 2004, dass der Zustand "verglichen zu den fr�heren Berichten [...] doch deutlich besser" sei. Gleichzeitig f�hrte er jedoch aus, dass die CT-Untersuchung vom 27. September 2004 (ein entsprechender Bericht fehlt bei den Akten) offenbar "etwas enge, m�glicherweise mit einem Restreiz der Wurzel L5 korrelierende [...] Neuroforamina beidseits L4/5" gezeigt habe. Im Gegensatz zur Feststellung gem�ss Einspracheentscheid vom 30. Mai 2005 (S. 4 oben) handelt es sich dabei sehr wohl um neue Befunde. Dies belegt auch der Bericht des Dr. med. S.________ vom 31. Mai 2005 zu seinen Untersuchungen des Versicherten vom 18. April und 30. Mai 2005. Obwohl myelographisch keine neurokompressive Wirkung objektiviert werden konnte, hielt Dr. med. S.________ fest, dass epifusionell proximal L2/3 eine "breitbasige Bandscheibenprotrusion bewegungs- und belastungsabh�ngig" exacerbiere und den Duralsack nach dorsal abdr�nge. In Bezug auf diese neu nach den beiden bisherigen R�ckenoperationen aufgetretene Gesundheitsst�rung erw�hnte Dr. med. S.________ bereits eine dritte operative Massnahme, riet jedoch vor einer allf�lligen weiteren R�ckenoperation zu einem "vorerst abwartenden Verhalten". Unzutreffend ist ferner die von der IV-Stelle und vom kantonalen Gericht vertretene Auffassung, die Beurteilung der Arbeitsf�higkeit des Dr. med. S.________ gem�ss Bericht vom 22. November 2004, wonach der Beschwerdef�hrer "wohl noch zu 100% im Krankenstand" sei, beziehe sich ausschliesslich auf die T�tigkeit im bisherigen Beruf als Maurer. Vielmehr ergibt sich aus den zitierten Angaben des Dr. med. S.________, dass er hinsichtlich der Arbeitsf�higkeit "bislang keine neuen Aspekte" erkannte und somit implizit an seine Beurteilung vom 17. Dezember 2002 ankn�pfte. Daraus folgt, dass der Neurochirurg den Versicherten nicht nur als Maurer f�r dauerhaft arbeitsunf�hig hielt, sondern auch mit Blick auf eine leidensangepasste T�tigkeit von einem invalidit�tsbedingt in zeitlicher Hinsicht auf 50% limitierten Pensum ausging, wobei er zus�tzlich die Ber�cksichtigung erheblicher belastungsabh�ngiger Einschr�nkungen der Leistungsf�higkeit von 50 bis 70% empfahl (vgl. hievor E. 4).
5.3 Schliesslich ist festzuhalten, dass entgegen Vorinstanz und Verwaltung betreffend Beurteilung der trotz des Gesundheitsschadens zumutbaren Leistungsf�higkeit nicht auf den zweiten BEFAS-Bericht vom 29. Juni 2004 abgestellt werden kann. Zum einen beruht diese Einsch�tzung auf den Grundlagen des ersten BEFAS-Berichts, also auf den bei den Akten fehlenden Angaben der Dres. med. W.________ und S.________ (hievor E. 5.1 i.f.) sowie auf den im �brigen - wie dargelegt (hievor E. 5.1) - teilweise widerspr�chlichen Ausf�hrungen der behandelnden �rzte. Zum anderen ist dem zweiten BEFAS-Bericht keine medizinisch nachvollziehbare Begr�ndung daf�r zu entnehmen, weshalb dem Beschwerdef�hrer infolge seines R�ckenschadens einzig "Positionsmonotonien im Stehen" nicht zumutbar sein sollen, er jedoch eine gerichtsnotorisch �berwiegend sitzend auszuf�hrende T�tigkeit als Taxi- oder Bus-Chauffeur angeblich ohne invalidit�tsbedingte Einschr�nkungen ganztags mit voller Arbeitsf�higkeit verrichten k�nnen soll. Dr. med. S.________ berichtete demgegen�ber bereits am 17. Dezember 2002, dass dem Versicherten - unabh�ngig von der K�rperposition, also auch bei einer vorwiegend sitzend auszu�benden Besch�ftigung - keine Haltungsmonotonien zumutbar sind.
5.4 Unter diesen Umst�nden kann - zumindest nicht ohne zus�tzliche, medizinisch nachvollziehbar und schl�ssig begr�ndete Beurteilung der Arbeitsf�higkeit - die Zumutbarkeit der Aufnahme einer leidensangepassten Besch�ftigung nicht r�ckwirkend bis zum Ablauf des Wartejahres am 19. November 2002 bejaht werden.
Demnach ist dem Eventualantrag in dem Sinne Folge zu geben, dass die Sache zur Einholung eines orthop�disch/rheumatologischen Gutachtens mit Darstellung des genauen Krankheitsverlaufs und unter Angabe der jeweiligen Arbeitsf�higkeit in Verweisungst�tigkeiten auf Grund der zum Teil noch zu beschaffenden medizinischen Akten (R�ngten, CT, etc. sowie die hievor genannten fehlenden Berichte) der Jahre 2001 bis 2005 (ab Beginn der Arbeitsunf�higkeit als Maurer bis zum Einspracheentscheid) an die Verwaltung zur�ckgewiesen wird. Gest�tzt auf diese Expertise wird sie �ber den Rentenanspruch ab dem 1. November 2002 (vgl. vorne E. 3) und dessen allf�llige Abstufung und Befristung neu entscheiden.
Dem Prozessausgang entsprechend ist dem Beschwerdef�hrer eine Parteientsch�digung zuzusprechen (Art. 159 in Verbindung mit Art. 135 OG). Das Gesuch um unentgeltliche Verbeist�ndung erweist sich demnach als gegenstandslos.
In teilweiser Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde werden der Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern vom 27. April 2006 und der Einspracheentscheid der IV-Stelle Luzern vom 30. Mai 2005 aufgehoben und die Sache wird an die IV-Stelle Luzern zur�ckgewiesen, damit sie, nach erfolgter Abkl�rung im Sinne der Erw�gungen, �ber den Rentenanspruch des Beschwerdef�hrers ab 1. November 2002 und dessen allf�llige Abstufung und Befristung neu verf�ge.
Die IV-Stelle Luzern hat dem Beschwerdef�hrer f�r das Verfahren vor dem Bundesgericht eine Parteientsch�digung von Fr. 2500.- (einschliesslich Mehrwertsteuer) zu bezahlen.