Source: https://www.bvou.net/dossiers/eu-datenschutzrecht/
Timestamp: 2019-01-22 15:46:10
Document Index: 8845279

Matched Legal Cases: ['Art. 5', 'Art. 6', 'Art. 12', 'Art.17', 'Art. 24', 'Art. 28', 'Art. 35']

EU-Datenschutzrecht – BVOU Netzwerk
21.01.2019	Politik
Neues Transplantationsgesetz: Breite Zustimmung
16.01.2019	Politik
Ergänzende Stellungnahme des SpiFa zum TSVG
14.01.2019	Nachrichten
Umfrage Gesundheitswesen: Ist das noch gesund?
09.01.2019	Berufsalltag
Videosprechstunde: Erfahrungsbericht eines Anwenders
08.01.2019	Arztbewertung
Auf tönernen Füßen: Jameda und die Neutralität
Negative Arztbewertungen: Fragen an den Verbandsjustitiar
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Beratungsangebot für BVOU-Mitglieder
Rechtzeitig gewappnet für die EU-DSGVO
Am 25. Mai 2018 endet die Übergangsfrist für die Umsetzung der neuen europäischen Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) und das bisherige Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) verliert seine Gültigkeit. Spätestens dann müssen die Vorgaben des neuen europäischen Datenschutzrechts umgesetzt sein.
Mit diesem Dossier informiert der BVOU seine Mitglieder über die wichtigsten Regelungen und gibt Tipps für die Umsetzung der EU-DSGVO in Praxis, Klinik oder MVZ. Darüber hinaus hat der BVOU für seine Mitglieder einen Rahmenvertrag zur externen Beratung und Erstellung eines Datenschutzkonzeptes abgeschlossen.
Dossier EU-Datenschutzrecht
BVOU-Geschäftsstelle
Tel.: 030/797 444-44
E-Mail: office@bvou.net
Das ändert sich durch die EU-DSGVO
Von der neuen EU-Datenschutz-Grundverordnung sind Praxen und MVZ ebenso betroffen wie Kliniken, Krankenkassen und Kassenärztliche Vereinigungen. Sie alle verarbeiten die besonders schützenswerten Gesundheitsdaten ihrer Patienten bzw. Versicherten.
Rechtmäßigkeit der Verarbeitung (Art. 5f)
Für die Verarbeitung von personenbezogenen Daten ist weiterhin eine Einwilligung nötig. Neu sind etliche Sonderregelungen, zum Beispiel für Kinder.
Recht auf Weiterverarbeitung (Art. 6)
Die EU-DSGVO unterscheidet zwischen der Erst- und der Weiterverarbeitung. Letztere ist nur zulässig, wenn sie mit dem ursprünglichen Zweck der Datenerhebung vereinbar ist.
Transparenz- und Informationspflichten (Art. 12ff.)
Durch die Verordnung steigen die Informationspflichten, wenn personenbezogene Daten beim Betroffenen erhoben werden.
Recht auf Löschung – „Vergessenwerden“ (Art.17)
Personenbezogene Daten sind zu löschen, wenn der Zweck weggefallen ist. Unternehmen müssen zukünftig auch andere Unternehmen darüber informieren, dass der Betroffene die Löschung der Daten verlangt.
Verantwortung des für die Verarbeitung Verantwortlichen (Art. 24)
Zukünftig hat der Verantwortliche für die Verarbeitung geeignete Maßnahmen zu treffen, dass die personenbezogenen Daten rechtskonform verarbeitet werden.
Auftragsdatenverarbeitung (Art. 28)
Die bisher bekannte „Auftragsdatenverarbeitung“ wird zur „Auftragsverarbeitung“. Dies beinhaltet wesentliche Veränderungen. Eine ist die Gewährung von bestimmten Garantien.
Datenschutz-Folgenabschätzung (Art. 35)
Die Verpflichtung zur Datenschutz-Folgenabschätzung ist ebenfalls neu. Dafür sind alle geplanten Verarbeitungsvorgänge systematisch zu beschreiben.
Haftung des Datenschutzbeauftragten
Die Haftung der Datenschutzbeauftragten wird stark erweitert.
Sanktionen und Bußgelder
Die EU-DSGVO bringt hier deutliche Verschärfungen: Der Bußgeldrahmen beläuft sich auf bis zu 20.000.000 Euro beziehungsweise 2 bis 4 Prozent des Jahresumsatzes.
Das können Sie tun, um die EU-DSGVO umzusetzen
Einen Datenschutzbeauftragten bestellen.
Alle Datenverarbeitungsvorgänge im Detail beschreiben und in ein Datenschutz-Konzept aufnehmen. Erfinden Sie das Rad nicht neu: Vieles existiert bereits im QM-Handbuch.
Ein Verfahren implementieren, um die Datenschutz-Folgenabschätzung sicherzustellen.
Alle Dienstleistungs- und Lieferantenverträge gründlich überprüfen und darin die Anforderungen an den Datenschutz ergänzen. Gegebenenfalls Verträge zur Auftragsdatenverarbeitung (ADV) abschließen.
Alle Datenschutz-Erklärungen aktualisieren.
Das Löschen von Daten in Routinen festlegen und Maßnahmen verankern, um nicht mehr benötigte Daten sicher zu vernichten.
Ein Verfahren für die Benachrichtigung bei Datenschutzverletzungen implementieren.
Mitarbeiter dezidiert unterweisen.
Webinar und Informationsmaterial
Über die Neuerungen der EU-DSGVO informiert der BVOU seine Mitglieder in verschiedenen Medien. Unter anderem fand am 2. Mai ein Live-Webinar im BVOU Study Club statt, das Mitglieder weiterhin im Webinararchiv abrufen können. Zugang zum Webinar sowie ergänzende Unterlagen und Muster für Arztpraxen erhalten Sie hier.
Einschätzung des BVOU-Justitiars
Der BVOU-Justitiar Dr. jur. Jörg Heberer hat die wichtigsten Regelungen zur neuen EU-Datenschutz-Grundverordnung zusammengetragen und rät, sich schon jetzt auf die Änderungen vorzubereiten. Welche Auswirkungen hat die neue EU-DSGVO auf die Rechtslage? Und welche neuen Pflichten kommen auf die Praxisbetreiber zu?
Datenschutzpaket für kleine Praxen
Gemeinsam mit der Designery Health GmbH hat der BVOU ein Datenschutzpaket geschnürt, das insbesondere für kleine Praxen interessant ist, die keinen eigenen Datenschutzbeauftragten benötigen.
BVOU-Rahmenvertrag zur externen Beratung
Sollten Sie sich als BVOU-Mitglied für eine externe Unterstützung bei der Umsetzung der Datenschutzanforderungen nach der neuen EU-DSGVO entscheiden, haben wir für Sie einen Rahmenvertrag mit der Firma WENZA EWIV abgeschlossen, die einen Rundumservice anbietet.
Die neue EU-DSGVO im Überblick
Neben neuen Rechten für Verbraucher entstehen neue Pflichten für alle Personen, Firmen und Institutionen, die personenbezogene Daten verarbeiten. Davon sind alle Praxen und MVZ ebenso betroffen wie Kliniken, Krankenkassen und Kassenärztliche Vereinigungen.
Hintergrund: Folge des digitalen Wandels
Als die bislang gültige EU-Datenschutzrichtlinie 1995 in Kraft trat, existierten heutige Smartphones noch nicht und unter Cloud Computing oder mobilen Apps konnte sich niemand etwas vorstellen. Nun löst die neue EU-DSGVO die alte Richtlinie ab und beendet zudem einen Flickenteppich von nationalen Regelungen zum Datenschutz in der Europäischen Union.
EU-Datenschutzrecht: Abmahnungen vermeiden
DSGVO: Abmahnmissbrauch verhindern
BVOU-Rahmenvertrag zur externen Beratung beim Datenschutz
Rechtzeitig gewappnet für die EU-Datenschutz-Grundverordnung
Informationen der KBV
Datensicherheit in der Praxis