Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F28-11-2013-5A_822-2013
Timestamp: 2016-10-27 15:17:36
Document Index: 265086746

Matched Legal Cases: ['BGE', 'Art. 72', 'BGE', 'Art. 7', 'Art. 75', 'Art. 90', 'Art. 76', 'Art. 100', 'Art. 95', 'Art. 106', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 95', 'Art. 97', 'BGE', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 12', 'Art. 12', 'Art. 12', 'Art. 12', 'Art. 12', 'Art. 13', 'Art. 5', 'Art. 12', 'Art. 12', 'Art. 13', 'Art. 13', 'Art. 26', 'Art. 26', 'Art. 26', 'Art. 21', 'Art. 66', 'Art. 68', 'BGE', 'Art. 64', 'Art. 64', 'Art. 64', 'BGE', 'Art. 10']

5A_822/2013 (28.11.2013)
5A_822/2013 � � Urteil vom 28. November 2013
vertreten durch Rechtsanw�ltin Julia Gschwend,
vertreten durch Rechtsanwalt Rolf Besser,
vertreten durch Rechtsanwalt Rolf Besser.
R�ckf�hrung von Kindern,
Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Z�rich, II. Zivilkammer, vom 16. Oktober 2013.
X.________ (Ehemann; geb. 1983) und Y.________ (Ehefrau; geb. 1982) heirateten am 3. Mai 2004 in D.________ (USA). Sie sind die Eltern der gemeinsamen Kinder A.________ (geb. xx.xx.2005) und B.________ (geb. xx.xx.2010). Seit dem Eheschluss lebte die Familie zusammen an verschiedenen Orten in den USA. Beide Eltern sind US-Staatsb�rger; die Mutter ist zudem portugiesische Staatsangeh�rige.
Am 27. Mai 2012 reiste Y.________ zusammen mit ihren zwei Kindern von C.________ (USA) �ber Spanien nach Italien. Der R�ckflug war f�r den 6. August 2012 vorgesehen. In Italien besuchte Y.________ vorerst ihre (kranke) Mutter. Mit ihr und den Kindern reiste sie anschliessend zur Erholung nach Portugal und von dort am 26. Juli 2012 zu medizinischen Abkl�rungen in die Schweiz.
C.a.�Mit Schreiben vom 16. Januar 2013 gelangte der Kl�ger an die Zentralbeh�rde der USA und stellte ein Begehren um R�ckf�hrung der Kinder A.________ und B.________ in die USA. Die US-amerikanische Zentralbeh�rde �bermittelte den Antrag mit Schreiben vom 24. Januar 2013 an das Bundesamt f�r Justiz als schweizerische Zentralbeh�rde.
C.b.�Mit Eingabe vom 2. August 2013 machte X.________ beim Obergericht des Kantons Z�rich ein R�ckf�hrungsverfahren betreffend seine beiden Kinder A.________ und B.________ anh�ngig. Das Obergericht wies das R�ckf�hrungsbegehren mit Urteil vom 16. Oktober 2013 ab. Das begr�ndete Urteil ging am 21. Oktober 2013 bei X.________ ein.
X.________ (Beschwerdef�hrer) gelangt mit Beschwerde vom 31. Oktober 2013 an das Bundesgericht. Er verlangt die Aufhebung des vorinstanzlichen Urteils (Ziff. 1) und die Feststellung, dass Y.________ (Beschwerdegegnerin) die gemeinsamen Kinder A.________ und B.________ seit dem 6. August 2012 widerrechtlich in der Schweiz zur�ckh�lt (Ziff. 2). Zudem sei die R�ckf�hrung der Kinder innert f�nf Tagen ab Rechtskraft des bundesgerichtlichen Entscheides in die USA anzuordnen (Ziff. 3) und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, die Kinder in die USA zur�ckzubringen (Ziff. 4). Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen (Ziff. 5). Ferner verlangt der Beschwerdef�hrer superprovisorisch die Hinterlegung der Ausweispapiere der Kinder (Ziff. 6 und 6a). Schliesslich beantragt er, ihm f�r das bundesgerichtliche Verfahren Rechtsanw�ltin Julia Geschwend als unentgeltliche Rechtsvertreterin zu bestellen.
�Am 4. November 2013 verf�gte das Bundesgericht superprovisorisch, dass die Ausweispapiere f�r die beiden Kinder w�hrend des bundesgerichtlichen Verfahrens hinterlegt zu bleiben haben. Nach Einholung von Vernehmlassungen erteilte der Instruktionsrichter am 20. November 2013 der Beschwerde im Umfang der superprovisorisch verf�gten Massnahme aufschiebende Wirkung.
�Das Obergericht hat darauf verzichtet, sich zur Sache vernehmen zu lassen. Der Kindesvertreter beantragt in seiner Eingabe vom 14. November 2013, die Beschwerde vollumf�nglich abzuweisen. Den gleichen Standpunkt nimmt die Beschwerdegegnerin in ihrer Stellungnahme vom 18. November 2013 ein. F�r den Fall einer Gutheissung der Beschwerde beantragt die Beschwerdegegnerin die R�ckweisung an die Vorinstanz, damit zus�tzlich die M�glichkeiten der Mutter gepr�ft werden, mit ihren Kindern in den USA zu leben. Sowohl der Kindesvertreter als auch die Beschwerdegegnerin haben zus�tzlich f�r das bundesgerichtliche Verfahren die unentgeltliche Rechtspflege beantragt. Die in der Vernehmlassung eingegangenen Stellungnahmen sind dem Beschwerdef�hrer am 20. November 2013 zur Wahrung seines Replikrechts zugestellt worden.
1.1.�Bei R�ckf�hrungsentscheiden nach dem Haager �bereinkommen �ber die zivilrechtlichen Aspekte internationaler Kindesentf�hrung vom 25. Oktober 1980 (HK�, SR 0.211.230.02) geht es um die Regelung der Rechtshilfe zwischen den Vertragsstaaten (BGE 120 II 222 E. 2b S. 224), die in unmittelbarem Zusammenhang mit der Respektierung und Durchsetzung ausl�ndischen Zivilrechts steht (Art. 72 Abs. 2 lit. b Ziff. 1 BGG; Urteil 5A_446/2007 vom 12. September 2007 E. 1.2, nicht publ. in: BGE 133 III 584). Gegen den Endentscheid des Obergerichts des Kantons Z�rich, das als einzige kantonale Instanz entschieden hat (Art. 7 Abs. 1 des Bundesgesetzes �ber internationale Kindesentf�hrung und die Haager �bereinkommen zum Schutz von Kindern und Erwachsenen vom 21. Dezember 2007, BG-KKE, SR 211.222.32), steht deshalb die Beschwerde in Zivilsachen offen (Art. 75 Abs. 2 lit. a und Art. 90 BGG). Der Beschwerdef�hrer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen; er ist durch den angefochtenen Entscheid besonders ber�hrt und hat ein schutzw�rdiges Interesse an dessen Aufhebung (Art. 76 BGG). Die Beschwerdefrist von zehn Tagen ist eingehalten (Art. 100 Abs. 2 lit. c BGG). Auf die Beschwerde in Zivilsachen ist somit einzutreten.
1.2.�In sachlicher Hinsicht kann mit der Beschwerde in Zivilsachen nebst der Verletzung von Bundesrecht insbesondere die Verletzung von Staatsvertr�gen geltend gemacht werden (Art. 95 lit. a und b BGG). Dem Bundesgericht steht diesbez�glich freie Kognition zu (Art. 106 Abs. 1 BGG). Demgegen�ber sind die kantonalen Sachverhaltsfeststellungen f�r das Bundesgericht grunds�tzlich verbindlich (Art. 105 Abs. 1 BGG). Die Feststellung des Sachverhalts kann nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig, das heisst willk�rlich ist (BGE 133 II 249 E. 1.2.2 S. 252) oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Wird eine willk�rliche Feststellung von Tatsachen geltend gemacht, ist neben der Erheblichkeit der ger�gten Tatsachenfeststellung f�r den Ausgang des Verfahrens klar und detailliert darzutun, inwiefern diese offensichtlich unhaltbar sein soll, das heisst mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch stehe, auf einem offenkundigen Versehen beruhe oder sich sachlich in keiner Weise rechtfertigen lasse (BGE 133 III 393 E. 7.1 S. 398). Die Parteien k�nnen sich mit anderen Worten nicht darauf beschr�nken, den kantonalen Sachverhaltsfeststellungen die eigene Sicht der Dinge gegen�berzustellen. Auf eine explizite oder implizite Kritik an den tats�chlichen Feststellungen der kantonalen Instanz, die den dargelegten Anforderungen nicht gen�gt, ist nicht einzutreten, unter Vorbehalt offensichtlicher Sachverhaltsm�ngel im Sinne von Art. 105 Abs. 2 BGG, die dem Richter geradezu ins Auge springen (BGE 133 II 249 E. 1.4.3 S. 255).
2.1.�Wird ein Kind widerrechtlich zur�ckgehalten und ist bei Eingang des Antrags auf R�ckf�hrung eine Frist von weniger als einem Jahr seit dem Zur�ckhalten verstrichen, so ordnet das zust�ndige Gericht die sofortige R�ckgabe des Kindes an (Art. 12 Abs. 1 HK�). Umstritten ist, wann die Jahresfrist zu laufen begonnen hat. Das Obergericht stellt auf den Zeitpunkt ab, in dem f�r den Beschwerdef�hrer klar sein musste, dass seine beiden Kinder nicht wie abgemacht am 6. August 2012 in die USA zur�ckgebracht w�rden. Es begr�ndet dies haupts�chlich mit dem Kindeswohl. Dieses lasse es als geboten erscheinen, nicht erst auf den Zeitpunkt der planm�ssigen R�ckkehr abzustellen. Im vorliegenden Fall sei dem Beschwerdef�hrer bereits im Juli 2012 bekannt gewesen, dass die Beklagte nicht wie urspr�nglich vereinbart am 6. August 2012 in die USA zur�ckkehren werde. Entsprechend sei davon auszugehen, dass die am 2. August 2013 erfolgte Eingabe beim Obergericht nicht binnen Jahresfrist erfolgt sei. Der Beschwerdef�hrer ist anderer Meinung. F�r ihn stellt der vereinbarte R�ckkehrtermin vom 6. August 2012 den fristausl�senden Zeitpunkt dar. Seine am 2. August 2013 gemachte Eingabe sei daher vor Ablauf der Jahresfrist von Art. 12 Abs. 1 HK� erfolgt.
2.2.�Das Bundesgericht hat sich bis heute noch nie explizit mit der Frage befasst, wann die Frist nach Art. 12 Abs. 1 HK� zu laufen beginnt, wenn sich ein Elternteil vor dem vereinbarten R�ckreisetermin entschliesst, ein Kind nicht zur�ckzubringen (vgl. immerhin das Urteil 5P.310/2002 vom 18. November 2002 E. 2.4). Der Wortlaut von Art. 12 Abs. 1 HK� l�sst Raum f�r verschiedene Interpretationen. Insbesondere systematische und teleologische Argumente sprechen aber f�r den Standpunkt des Beschwerdef�hrers, der auf den vereinbarten R�ckreisetermin abstellen will. Das HK� dient der Vereinfachung und Beschleunigung m�glicher R�ckf�hrungen. Dieses Ziel wird in Frage gestellt, wenn zuerst in einem aufwendigen Beweisverfahren dar�ber befunden werden muss, wann sich der entf�hrende Elternteil entschlossen hat, das Kind nicht wie vereinbart zur�ckzubringen, bzw. wann dieser Entschluss nach aussen hin sichtbar wurde. Haben sich die Eltern wie hier darauf verst�ndigt, dass die Kinder am 6. August 2012 in die USA zur�ckkehren, kann fr�hestens dieser Termin f�r den Beginn der Einjahresfrist von Art. 12 Abs. 1 HK� massgebend sein (in diesem Sinn auch Lucie Mazenauer, Internationale Kindesentf�hrungen und R�ckf�hrungen - Eine Analyse im Lichte des Kindeswohls, 2012, S. 101 mit Hinweisen). Dass die Beschwerdegegnerin bereits im Juli 2012 die Absicht bekundete, den Termin des 6. August 2012 nicht einzuhalten, ist ebenso wenig von Belang wie die Tatsache, dass der Beschwerdef�hrer die entsprechenden Absichten der Mutter erkennen konnte. Bis zu diesem Datum hatte der Beschwerdef�hrer weder die M�glichkeit noch war er dazu veranlasst, gegen die Beschwerdegegnerin gest�tzt auf das HK� vorzugehen. Gegen diese Fristberechnung kommen auch �berlegungen des Kindeswohls nicht auf. Sie entscheiden �ber die Opportunit�t einer R�ckf�hrung (Art. 13 Abs. 1 lit. b HK� und Art. 5 BG-KKE), nicht aber �ber die Tatbestandsm�ssigkeit der Kindesentf�hrung bzw. dar�ber, ob die Frist von einem Jahr nach Art. 12 Abs. 1 HK� eingehalten ist.
3.1.�Steht fest, dass das R�ckf�hrungsgesuch innert der Jahresfrist von Art. 12 Abs. 1 HK� eingereicht wurde, kann die R�ckf�hrung immer noch daran scheitern, dass die das Gesuch stellende Person der Zur�ckhaltung zugestimmt oder diese nachtr�glich genehmigt hat (Art. 13 Abs. 1 lit. a HK�). Die Vorinstanz ist in einer Eventualerw�gung zum Schluss gekommen, dass dies hier der Fall sei. Aus den im Recht liegenden Facebook-Eintr�gen ergebe sich, dass der Beschwerdef�hrer bereits im Juli 2012 von den l�ngerfristigen, aber hinsichtlich der Dauer unbestimmten Verbleibeabsichten der Beklagten in der Schweiz wusste. Damals seien die erweiterten M�glichkeiten der Kinder in Europa ausdr�cklich erw�hnt worden und es sei insbesondere auch von der Einschulung der Kinder in der Schweiz die Rede gewesen. Die erstmals im Schlusswort des Kl�gers ge�usserte Vorstellung, seine Gedanken seien dahin gegangen, dass die Kinder nach Hause kommen und die Beschwerdegegnerin mehr Zeit und M�glichkeiten h�tte, sich um ihre Mutter zu k�mmern, erscheine zwar m�glich. Dass er diese Ansicht auch gegen�ber der Beschwerdegegnerin ge�ussert habe, lasse sich aufgrund der Akten aber nicht �berpr�fen und m�sse als umstritten gelten. Die Facebook-Korrespondenz zeige hingegen �usserungen des Kl�gers, die wesentliche Anhaltspunkte daf�r bilden k�nnten, dass er sich mit einem Verbleib der Beklagten und der Kinder in der Schweiz jedenfalls konkludent einverstanden erkl�rt habe, auch wenn sich daraus keine ausdr�ckliche Zustimmung des Beschwerdef�hrers zum langfristigen Verbleib der Beschwerdegegnerin mit den Kindern in Europa bzw. der Schweiz ergebe. So habe der Beschwerdef�hrer die Beschwerdegegnerin in ihrem Vorgehen unterst�tzt, indem er die Vorteile eines Verbleibs in Europa best�tigte, indem er ihr Geld zur Verf�gung stellte und indem er ihr s�mtliche von ihr gew�nschten Dokumente zukommen liess, die sie f�r die Weiterverfolgung ihrer Vorhaben brauchte. Hinzu komme, dass ab August 2012 bis im Dezember 2012 der Kontakt zwischen den Parteien abflachte. Auch dies deute auf eine Genehmigung hin und unterscheide sich von einem zeitweiligen Hinnehmen im Fall, wo sich der in seinem Sorgerecht verletzte Elternteil eine gewisse Zeit nicht �ussere oder nicht reagiere.
3.2.�Der Beschwerdef�hrer h�lt daf�r, dass bis Ende Juli 2012 ein dauerhafter Verbleib in Europa bzw. in der Schweiz gar nicht zur Diskussion gestanden habe. In diesem Lichte sei auch das sp�tere Verhalten zu verstehen, sich zun�chst nicht gegen den sich fortlaufend ausdehnenden Aufenthalt der Beschwerdegegnerin und der Kinder in der Schweiz zu wehren, sondern diese weiterhin finanziell zu unterst�tzen. Die Wertung dieser Tatsachen als konkludente Zustimmung widerspreche dem Grundsatz von Treu und Glauben; so werde im Endeffekt ein Vater, der sich um das (materielle) Wohl seiner Kinder sorge, schlechter gestellt als ein Vater, der sich keinen Deut darum k�mmere. Gegen Ende des zweiten Halbjahres 2012 sei eine Trennung der Parteien wahrscheinlicher geworden. In dieser Situation sei der Entscheid, einen dauernden Aufenthalt der Beschwerdegegnerin und der Kinder in der Schweiz zu genehmigen, �usserst weitreichend. Eine solche Genehmigung k�nne sich nicht auf die vorherige, in einer paardynamisch ganz anderen Situation abgegebenen Zustimmung zum vor�bergehenden Verbleib st�tzen.
3.3.�Die Beweislast f�r einen die R�ckf�hrung hindernden Umstand im Sinn von Art. 13 Abs. 1 HK� liegt bei der Person, die sich der R�ckgabe der Kinder widersetzt, vorliegend also bei der Beschwerdegegnerin. Mit Bezug auf die Zustimmung bzw. Genehmigung gilt nach Rechtsprechung und Lehre ein strenger Beweismassstab; der Wille des zustimmenden bzw. genehmigenden Sorgerechtsinhabers muss sich klar manifestiert haben, wobei er sich aus expliziten m�ndlichen oder schriftlichen �usserungen wie auch aus den Umst�nden ergeben kann (vgl. Urteile 5A_436/2010 vom 8. Juli 2010 E. 3.1 und 5A_446/2007 vom 12. September 2007 E. 3; RASELLI/HAUSAMMANN/ M�CKLI/URWYLER, Ausl�ndische Kinder und andere Angeh�rige, in: Ausl�nderrecht, 2. Aufl., Basel 2009, Rz. 16.162 m.w.H.). Die Beweisw�rdigung mit Bezug auf die Willens�usserung geh�rt zur Sachverhaltsfeststellung; in dieser Hinsicht k�nnen nur Willk�rr�gen vorgebracht oder andere verfassungsm�ssige Rechte als verletzt ger�gt werden (vgl. E. 1.2).
�Die �berlegungen, die der Beschwerdef�hrer anstellt, weshalb er mit dem l�ngerfristigen Verbleib der Kinder in der Schweiz nicht einverstanden war, sind verst�ndlich und nachvollziehbar. Der Vorinstanz ist aber keine Willk�r vorzuwerfen, wenn sie sein Verhalten so bewertet, dass er dem Aufenthalt seiner Kinder in der Schweiz zugestimmt bzw. diesen Aufenthalt genehmigt und so seinen R�ckf�hrungsanspruch verwirkt hat. Auf die einmal erteilte Zustimmung bzw. Genehmigung konnte der Beschwerdef�hrer nicht sp�ter zur�ckkommen. Dies gilt auch dann, wenn sich die Beziehung zur Beschwerdegegnerin und den Kindern anders entwickelt hat, als sich der Beschwerdef�hrer dies anf�nglich erhofft hat, oder sich sein Plan nicht realisieren liess, der Familie ins Ausland zu folgen. Der Beschwerdef�hrer irrt, wenn er darin eine Bestrafung des verantwortlich handelnden Elternteils erblickt. Der Elternteil, der seine im Ausland lebenden Kinder unterst�tzt, kann dies auch in einer Art und Weise tun, die deutlich macht, dass seine Unterst�tzung nicht als Zustimmung bzw. Genehmigung eines zeitlich unbeschr�nkten Aufenthalts im Ausland zu bewerten ist.
Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde in Zivilsachen abzuweisen ist, soweit auf sie eingetreten werden kann.
4.1.�In R�ckf�hrungsverfahren werden gest�tzt auf Art. 26 Abs. 2 HK� grunds�tzlich keine Gerichtskosten erhoben und den Parteien - abgesehen von der Ausnahme bei einer R�ckf�hrungsverpflichtung (vgl. Art. 26 Abs. 4 HK�) - keine gegenseitigen Parteikosten auferlegt. Nun haben die Vereinigten Staaten aber einen Vorbehalt im Sinne von Art. 26 Abs. 3 HK� angebracht. Sie erkl�ren, zur Bezahlung von Kosten und Ausgaben, die durch die Beteiligung eines Anwalts oder Rechtsberaters oder aufgrund von Gerichts- und rechtlichen Verfahren im Zusammenhang mit Bem�hungen zur R�ckf�hrung eines Kindes aus den Vereinigten Staaten entstehen, nur so weit verpflichtet zu sein, als diese Kosten durch ein Programm der unentgeltlichen Rechtspflege gedeckt sind. In einem solchen Fall wendet die Schweiz das Prinzip der Gegenseitigkeit an (Art. 21 Abs. 1 lit. b des Wiener �bereinkommens �ber das Recht der Vertr�ge vom 23. Mai 1969 [SR 0.111]) und garantiert die Kostenlosigkeit nur im Rahmen der unentgeltlichen Rechtspflege nach dem innerstaatlichen Recht (Urteil 5A_504/2013 vom 5. August 2013 E. 5.2 mit Hinweisen).
4.2.�Angesichts des Verfahrensausgangs hat der Beschwerdef�hrer als unterliegende Partei f�r die Gerichtskosten aufzukommen (Art. 66 Abs. 1 BGG) und die Beschwerdegegnerin f�r das bundesgerichtliche Verfahren zu entsch�digen (Art. 68 Abs. 1 BGG). Der Beschwerdef�hrer stellt formell einen Antrag um unentgeltliche Verbeist�ndung, nicht aber einen solchen um Befreiung von den Gerichtskosten. Der Begr�ndung seiner Beschwerde, die f�r die Auslegung der Begehren beizuziehen ist (BGE 136 V 131 E. 1.2 S. 136) l�sst sich aber entnehmen, dass er f�r den - nun eingetretenen (E. 4.1) - Fall, dass das Verfahren kostenpflichtig ist, im umfassenden Sinne um das Armenrecht ersucht. Die Voraussetzungen hierf�r (Art. 64 Abs. 1 und 2 BGG) sind erf�llt. Damit sind die Gerichtskosten, zu denen auch Kosten der Vertretung der Kinder geh�ren (Urteil 5A_674/2011 vom 31. Oktober 2011), einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen. Rechtsanw�ltin Julia Gschwend wird als Rechtsvertreterin bestellt. Der Beschwerdef�hrer wird darauf hingewiesen, dass er der Gerichtskasse Ersatz zu leisten hat, wenn er sp�ter dazu in der Lage ist (Art. 64 Abs. 4 BGG).
�Auch die Beschwerdegegnerin ersucht um unentgeltliche Verbeist�ndung. Die gesetzlichen Voraussetzungen hierf�r sind erf�llt. Zwar wird dem Rechtsanwalt der Beschwerdegegnerin eine Parteientsch�digung zugesprochen. Falls diese sich aber als uneinbringlich erweisen sollte, w�re der Rechtsanwalt aus der Bundesgerichtskasse zu entsch�digen (Art. 64 Abs. 2 BGG; BGE 122 I 322 E. 3d S. 326 f.). Unter dem Vorbehalt der Uneinbringlichkeit ist dem unentgeltlichen Rechtsbeistand der Beschwerdegegnerin somit eine Entsch�digung zuzusprechen (Art. 10 des Reglements vom 31. M�rz 2006 �ber die Parteientsch�digung und die Entsch�digung f�r die amtliche Vertretung im Verfahren vor dem Bundesgericht [SR 173.110.210.3]).
Das Gesuch des Beschwerdef�hrers um unentgeltliche Rechtspflege f�r das bundesgerichtliche Verfahren wird gutgeheissen und es wird dem Beschwerdef�hrer Rechtsanw�ltin Julia Gschwend als Rechtsbeist�ndin beigegeben.
Das Gesuch der Beschwerdegegnerin um unentgeltliche Rechtspflege f�r das bundesgerichtliche Verfahren wird gutgeheissen und es wird der Beschwerdegegnerin Rechtsanwalt Rolf Weidmann als Rechtsbeistand beigegeben.
Die Gerichtskosten von Fr. 3'000.-- (einschliesslich der Kosten f�r die Vertretung der Kinder) werden dem Beschwerdef�hrer auferlegt, indes vorl�ufig auf die Gerichtskasse genommen.
Der Beschwerdef�hrer hat Rechtsanwalt Rolf Weidmann f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 2'000.-- zu entsch�digen. F�r den Fall der Uneinbringlichkeit der Parteientsch�digung wird Rechtsanwalt Rolf Weidmann als amtlicher Vertreter der Beschwerdegegnerin aus der Bundesgerichtskasse ein Honorar von Fr. 2'000.-- ausgerichtet.
Rechtsanw�ltin Julia Geschwend wird aus der Gerichtskasse mit Fr. 2'000.-- und Rechtsanwalt Rolf Besser, Vertreter der Kinder, mit Fr. 500.-- entsch�digt.
Dieses Urteil wird den Parteien, A.________, B.________, dem Obergericht des Kantons Z�rich, II. Zivilkammer, und dem Bundesamt f�r Justiz, Zentralbeh�rde f�r Kindesentf�hrungen, schriftlich mitgeteilt.