Source: http://www.anwalt24.de/rund-ums-recht/BGH_24_02_2011_V_ZB_202_10_Erforderlichkeit_des_Einvernehmen-d4274021.html
Timestamp: 2016-12-11 03:02:56
Document Index: 338944800

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', '§ 72', '§ 72', '§ 72', 'BGH', 'BGH']

BundesgerichtshofBeschl. v. 24.02.2011, Az.: V ZB 202/10Gericht: BGHEntscheidungsform: BeschlussDatum: 24.02.2011Referenz: JurionRS 2011, 12137Aktenzeichen: V ZB 202/10 Verfahrensgang:vorgehend:LG Osnabrück - 28.07.2010 - AZ: 11 T 440/10BGH - 04.11.2010 - AZ: V ZB 202/10Rechtsgrundlage:§ 72 Abs. 4 S. 1 AufenthGFundstellen:FGPrax 2011, 146-148InfAuslR 2011, 253-255NVwZ-RR 2011, 422ZAR 2011, 14Amtlicher Leitsatz:AufenthG § 72 Abs. 4 Satz 1a)Das Einvernehmen der Staatsanwaltschaft nach § 72 Abs. 4 Satz 1 AufenthG ist auch bei der Zurückschiebung erforderlich. b)Das Einvernehmen kann nur durch die Staats- oder Amtsanwälte der Staatsanwaltschaft und ihre Vorgesetzten, nicht durch ihre Ermittlungspersonen erteilt werden. Der V. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 24. Februar 2011 durch den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Krüger, die Richter Dr. Lemke, Dr. Schmidt-Räntsch und Dr. Czub und die Richterin Weinland beschlossen:Tenor:Auf die Rechtsbeschwerde des Betroffenen wird festgestellt, dass der Beschluss des Amtsgerichts Nordhorn vom 14. Juni 2010 (11 XIV 4356/ - B -) und der Beschluss der 11. Zivilkammer des Landgerichts Osnabrück vom 28. Juli 2010 den Betroffenen in seinen Rechten verletzt haben. Gerichtskosten werden nicht erhoben. Die zur Rechtsverfolgung notwendigen Auslagen des Betroffenen in sämtlichen Instanzen werden der Bundesrepublik Deutschland auferlegt. Der Gegenstandswert des Rechtsbeschwerdeverfahrens beträgt 3.000 EUR. BGH, 24.02.2011BGH, 24.02.2011