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Timestamp: 2016-10-27 10:58:57
Document Index: 247659603

Matched Legal Cases: ['Art. 34', 'Art. 82', 'Art. 83', 'Art. 33', 'Art. 55', 'Art. 89', 'Art. 50', 'Art. 109', 'BGE', 'BGE', 'Art. 42', 'Art. 106', 'Art. 86', 'BGE', 'Art. 15', 'Art. 15', 'Art. 15', 'Art. 15', 'Art. 36', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 15', 'BGE', 'BGE', 'Art. 15', 'BGE', 'Art. 15', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 1', 'Art. 66', 'Art. 68']

Beschwerdef�hrer, alle vertreten durch F�rsprecher Georg Friedli,
Am 22. Mai 2008 beschloss die Gemeindeversammlung der Einwohnergemeinde (EG) Brienz den ersten Teil der Ortsplanungsrevision. Dabei wies sie u.a. die bisher in der Landwirtschaftszone gelegenen Parzellen Brienz Gbbl. Nrn. 3031, 2881, 3563, 2896 und einen Teil von Nr. 2882 der Bauzone zu (Einzonung Nr. 3/34 "Stockmatte"). Nachdem das Amt f�r Gemeinden und Raumordnung des Kantons Bern (AGR) in Aussicht gestellt hatte, die Genehmigung f�r diese Einzonung zu verweigern, erhoben die Eigent�merinnen und Eigent�mer der betroffenen Grundst�cke sowie die EG Brienz Einsprache. Mit Verf�gung vom 26. Mai 2009 best�tigte das AGR die angek�ndigte Verweigerung und wies die Einsprachen ab.
Das daraufhin von s�mtlichen unterlegenen Beschwerdef�hrern angerufene Verwaltungsgericht des Kantons Bern sch�tzte den angefochtenen Entscheid mit Urteil vom 28. Juni 2011, nachdem es am 29. M�rz 2011 eine Augenscheins- und Instruktionsverhandlung vor Ort durchgef�hrt hatte.
In ihrer Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 5. September 2011 beantragen die EG Brienz, die A.________AG, B. und C.________, D. und E.________ sowie F. und G.________ die Aufhebung des verwaltungsgerichtlichen Urteils. Desgleichen sei die Nichtgenehmigung der Einzonung durch das AGR aufzuheben und der Einzonungsentscheid der Gemeindeversammlung Brienz zu genehmigen.
Das Bundesamt f�r Raumentwicklung (ARE) hat sich ebenfalls zur Angelegenheit vernehmen lassen und beantragt dem Bundesgericht, die Beschwerde abzuweisen.
Die Beschwerdef�hrer halten in einer weiteren Eingabe vom 9. Januar 2012 sinngem�ss an ihren Antr�gen und deren Begr�ndung fest.
1.1 Dem angefochtenen Urteil liegt eine Streitigkeit �ber planungsrechtliche Fragen zugrunde. Nach Art. 34 Abs. 1 RPG (SR 700) gelten f�r die Rechtsmittel an die Bundesbeh�rden die allgemeinen Bestimmungen �ber die Bundesrechtspflege. Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 lit. a BGG steht auf dem Gebiet des Raumplanungs- und Baurechts zur Verf�gung. Das Bundesgerichtsgesetz enth�lt keinen Ausschlussgrund (Art. 83 BGG). Die vom abweisenden Entscheid des Verwaltungsgerichts betroffenen Grundeigent�mer und -eigent�merinnen sind ohne Weiteres zur Beschwerde legitimiert.
1.2 Die Gemeinde wird durch den angefochtenen Entscheid als Tr�gerin der kommunalen Nutzungsplanung (Art. 33 der Kantonsverfassung vom 6. Juni 1993 [KV/BE; BSG 101.1] und Art. 55 des kantonalen Baugesetzes vom 9. Juni 1985 [BauG/BE; BSG 721.0]) in ihren hoheitlichen Befugnissen betroffen. Damit ist sie nach Art. 89 Abs. 2 lit. c BGG berechtigt, unter Berufung auf Art. 50 Abs. 1 BV und Art. 109 KV/BE Beschwerde wegen Verletzung der Gemeindeautonomie zu erheben (BGE 135 I 302 E. 1.1 S. 304 mit Hinweisen). Ob ihr die beanspruchte Autonomie tats�chlich zukommt, ist eine Frage der materiellen Beurteilung (BGE 135 I 43 E. 1.2 S. 45 mit Hinweisen).
1.3 Auf die Beschwerde ist darum grunds�tzlich - unter Vorbehalt der rechtsgen�glichen Begr�ndung (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG) - einzutreten.
1.4 Nicht zu h�ren sind die Beschwerdef�hrer allerdings mit ihrem Antrag, der Entscheid des AGR sei aufzuheben. Die dem angefochtenen Urteil vorangegangenen Entscheide gelten aufgrund des Devolutiveffekts der Beschwerde als inhaltlich mit angefochten (vgl. Art. 86 Abs. 1 lit. d BGG; BGE 134 II 142 E. 1.4 S. 144).
Unbestritten ist, dass sich die "Stockmatte" grunds�tzlich als Bauland eignet. Die kantonalen Beh�rden haben dem Gebiet aber die Eigenschaft des weitgehend �berbauten Landes i.S.v. Art. 15 lit. a RPG abgesprochen und auch die Voraussetzungen von Art. 15 lit. b RPG verneint.
2.1 Gem�ss Art. 15 RPG umfassen Bauzonen Land, das sich f�r die �berbauung eignet und entweder weitgehend �berbaut ist (lit. a) oder voraussichtlich innert 15 Jahren ben�tigt und erschlossen wird (lit. b).
2.1.1 Der Begriff des weitgehend �berbauten Gebiets im Sinne von Art. 15 lit. a RPG bzw. Art. 36 Abs. 3 RPG wird in der Rechtsprechung eng verstanden. Er umfasst im Wesentlichen den geschlossenen Siedlungsbereich mit eigentlichen Baul�cken (BGE 132 II 218 E. 4.1 S. 222 f; 122 II 455 E. 6a S. 462; 121 II 417 E. 5a S. 424; je mit Hinweisen). Ob ein Grundst�ck im weitgehend �berbauten Gebiet liegt, beurteilt sich gebietsbezogen, Parzellen �bergreifend, anhand der gesamten bestehenden Siedlungsstruktur und nicht allein in Bezug auf einen Ortskern (132 II 218 E. 4.1 S. 223; Urteil des Bundesgerichts 1A.41/2002 vom 26. November 2002, E. 4 in: ZBl 104/2003 S. 383). Immerhin muss die vorhandene H�usergruppe Siedlungscharakter aufweisen, wenn es um die Beurteilung bisher nicht �berbauter Grundst�cke am Rande von Siedlungen oder in Baul�cken geht (BGE 132 II 218 E. 4.1 S. 223; 122 II 455 E. 6a S. 463; 121 II 417 E. 5a S. 424; Urteil 1P.465/2002 vom 23. Dezember 2002, E. 6.3.1, in: ZBl 105/2004 S. 161).
2.1.2 Baul�cken sind einzelne un�berbaute Parzellen, die unmittelbar an das �berbaute Land angrenzen, in der Regel bereits erschlossen sind und eine relativ geringe Fl�che aufweisen. Die Nutzung der Baul�cke wird vorwiegend von der sie umgebenden �berbauung gepr�gt; das un�berbaute Land muss also zum geschlossenen Siedlungsbereich geh�ren, an der Siedlungsqualit�t teilhaben und von der bestehenden �berbauung so stark gepr�gt sein, dass sinnvollerweise nur die Aufnahme in die Bauzone in Frage kommt (BGE 132 II 218 E. 4.2.1 S. 223 mit Pr�zisierung der Rechtsprechung zur Baul�cke und der gr�sseren un�berbauten Fl�che im Siedlungsgebiet). �berbautes Gebiet in diesem Sinn liegt ferner nur vor, soweit die bereits vorhandene �berbauung allgemeinen Siedlungsbau darstellt. Landwirtschaftliche oder andere prim�r f�r die Freilandnutzung bestimmte Bauten geben in der Regel kein oder nur ein wenig gewichtiges Argument f�r eine Zuteilung zur Bauzone ab (BGE 116 Ia 197 E. 2b S. 201; 132 II 218 E. 4.1 S. 223; Urteil 1P.580/1994 vom 3. Februar 1995, E. 7c/aa, in: ZBl 97/1996 S. 272; vgl. auch erw�hntes Urteil 1P.465/2002, E. 6.3.1).
2.2 Aus Sicht des Verwaltungsgerichts kommt den drei Geb�udekomplexen der "Stockmatte" keine Siedlungsqualit�t zu. Es handle sich um den Gewerbebetrieb der A.________AG mit B�ro und Wohnhaus n�rdlich des Mittelwegs sowie zwei Wohnh�user mit angebauten �konomieteilen s�dlich davon. Letztere w�rden nicht (mehr) landwirtschaftlich genutzt, sondern dienten als Lager des Holzbaubetriebs. Die �berbaute Fl�che betrage rund 0.6 ha, dazwischen l�gen 0.4 ha un�berbautes Land. Die "Stockmatte" liege ausserhalb von Brienz, auf der gegen�berliegenden Seite der Autobahn. Sie sei umgeben von Kulturland mit einigen verstreuten landwirtschaftlich genutzten Geb�uden. In E. 3.2 des angefochtenen Entscheids h�lt die Vorinstanz fest, die Geb�ude der "Stockmatte" w�rden nicht mehr landwirtschaftlich genutzt. Zwischen den beiden Geb�uden entlang des Mittelwegs und dem dritten Geb�ude weiter s�dlich bestehe ein deutlicher Abstand. Die Bauten w�rden nicht als zusammenh�ngende H�usergruppe wahrgenommen, die sich deutlich vom Umland abheben und einen Siedlungsansatz begr�nden w�rde. Art und Anordnung der Geb�ude glichen den umliegenden landwirtschaftlichen Bauten. Ein Siedlungszusammenhang bestehe jedoch auch mit diesen nicht, da diese weit verstreut l�gen und selber keine zusammenh�ngende Siedlung bildeten. F�r nicht relevant erachtet es das Verwaltungsgericht, dass das Areal theoretisch Platz f�r zehn bis zw�lf Einfamilienh�user b�te. Zu ber�cksichtigen seien allein die bestehenden Bauten. Diese seien zwar gross, aber nicht derart, dass sie wegen ihrer Gr�sse oder der Art ihrer Nutzung auf ihre Umgebung einen besonders pr�genden Einfluss aus�bten und die planerische Festlegung auch einer gr�sseren Fl�che weitgehend bestimmen w�rden. Deshalb dr�nge sich die Aufnahme in die Bauzone nicht auf. Ebenso fehle aufgrund der r�umlichen Distanz der geltend gemachte Bezug zur bestehenden Gewerbezone im S�den von Brienz. Nicht entscheidend f�r die Frage des Siedlungscharakters sei schliesslich die Erschliessung durch die nahe gelegene Autobahnauffahrt.
2.3 Ein Blick in die Akten - insbesondere in die Fotodokumentation des Verwaltungsgerichts vom Augenschein (act. 9) - best�tigt diese Schilderung und auch die rechtliche Einsch�tzung durch die Vorinstanz. Eine nicht landwirtschaftliche H�usergruppe verdient nur dann Aufnahme in die Bauzone, wenn sie die Qualit�t einer Siedlung besitzt (dazu einl�sslich BGE 113 Ia 444 E. 4d/da S. 450 f.; BERNHARD WALDMANN/PETER H�NNI, Kommentar RPG, Bern 2006, N. 23 zu Art. 15). Selbstst�ndiger Siedlungscharakter kommt den zwei Geb�uden, die aus je einem Wohn- und einem �konomieteil bestehen, und dem Wohnhaus, das an eine mehrmals erweiterte Gewerbebaute angebaut ist, nicht zu. Entscheidrelevant ist dabei nicht in erster Linie die Anzahl der Geb�ude, sondern der qualitative Aspekt der �berbauung (BGE 132 II 218 E. 4.2.3 S. 224 mit Hinweis). Der vorhandene Zustand auf einem Grundst�ck ist in seiner Gesamtheit und in seinem Zusammenhang mit den Verh�ltnissen auf benachbarten Parzellen zu betrachten. Dabei ist der Siedlungscharakter vor allem aufgrund der �rtlichen N�he der H�user sowie der vorhandenen Infrastruktur feststellbar (BGE 121 II 417 E. 5a S. 424 mit weiteren Hinweisen; WALDMANN/H�NNI, a.a.O., N. 23 zu Art. 15). Dagegen sind peripher gelegene Gebiete, selbst wenn dort schon eine gewisse Baut�tigkeit eingesetzt hat, sowie un�berbaute Fl�chen, denen im Verh�ltnis zu dem sie umgebenden Land eine eigenst�ndige Bedeutung zukommt, nicht als weitgehend �berbaute Gebiete zu betrachten (BGE 121 II 417 E. 5a S. 424). Die Anbindung an die Autobahn gen�gt aber vorliegend nicht, um den drei Geb�udekomplexen Siedlungscharakter zu verleihen. Auch besteht kein erkennbarer Zusammenhang zwischen der "Stockmatte" und den sie umgebenden landwirtschaftlichen Geb�uden, die selber ebenfalls �ber eine grosse Fl�che verstreut sind (siehe auch den Entscheid der JGK vom 6. September 2010 E. 5.2). Die umstrittene Einzonung von insgesamt 1 ha l�sst sich denn auch nicht als Baul�cke qualifizieren, da sie nicht unmittelbar ans �berbaute Land grenzt (siehe E. 2.1.1 hiervor). Auch wenn die geringe Besiedlung des Haslitals zu dessen Charakteristik geh�rt, kommt nicht jeder Ansammlung einzelner nicht mehr landwirtschaftlich genutzter H�user Siedlungsqualit�t zu. Ebenso wenig begr�ndet der Umstand, dass von der Gesamtfl�che bereits 0.6 ha �berbaut sind, einen Anspruch auf Einzonung.
2.4 Insgesamt ist die Beurteilung der kantonalen Instanzen, wonach die "Stockmatte" nicht zum weitgehend �berbauten Gebiet zu z�hlen ist, nicht zu beanstanden.
Kann einer H�usergruppe �berhaupt keine Siedlungsqualit�t zugesprochen werden, so ist sie von der Bauzone auszuschliessen, es sei denn, es bestehe ein hinl�nglicher Baulandbedarf (Art. 15 lit. b RPG; BGE 113 Ia 444 E. 4d/da S. 451). Das Konzentrationsprinzip und der Grundsatz der haush�lterischen Nutzung des Bodens gebieten, die Reserven innerhalb bestehender Bauzonen zu nutzen, bevor das Siedlungsgebiet ausgedehnt wird. Bei der Bedarfsprognose m�ssen daher auch bisher unausgesch�pfte Nutzungsm�glichkeiten im �berbauten Gebiet mitber�cksichtigt werden. Dies gilt jedenfalls insoweit, als das Verdichtungspotenzial innerhalb des Planungshorizonts realisierbar und erw�nscht ist (BGE 136 II 204 E. 6.2.2 S. 208 mit Hinweisen zur Literatur). Aus dem Konzentrationsprinzip ergibt sich sodann, dass Grundst�cke grunds�tzlich nur dann neu einzuzonen sind, wenn sie an bestehende �berbauungen mit Siedlungscharakter angrenzen. Andernfalls k�nnten neue Bauten in unzul�ssigen Kleinstbauzonen ausserhalb von Siedlungen erm�glicht werden. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind Kleinstbauzonen im Allgemeinen unzul�ssig, wenn sie gegen das raumplanerische Ziel verstossen, die Siedlungst�tigkeit in Bauzonen zusammenzufassen und die Streubauweise f�r nicht freilandgebundene Bauten zu verhindern. Erm�glicht eine Kleinstbauzone jedoch keine zus�tzliche Streubauweise, sondern einzig eine geringf�gige Erweiterung bereits bebauten Gebiets oder die massvolle Erweiterung bestehender Bauten, ist sie zul�ssig, sofern sie auch sonst auf einer sachlich vertretbaren Interessenabw�gung beruht (BGE 124 II 391 E. 3a S. 395; 119 Ia 300 E. 3b S. 303; 116 Ia 339 E. 4 S. 343; Urteile 1A.271/2005 vom 26. April 2006, E. 3.1 und 1C_153/2007 vom 6. Dezember 2007 E. 3.1).
3.1 Wie bereits gesehen, liegen die fraglichen Parzellen abseits der Bauzone und k�nnen nicht als selbstst�ndiges Siedlungsgebiet bezeichnet werden. Nachdem die JGK zum Schluss gelangt war, die Einzonung komme der Schaffung einer unzul�ssigen Kleinbauzone gleich, hat sich das Verwaltungsgericht nochmals eingehend mit der Problematik auseinander gesetzt. Zun�chst hat es darauf hingewiesen, dass die mit der Einzonung verbundene M�glichkeit, 0.4 ha neu zu �berbauen, keine geringf�gige Erweiterung von bereits �berbautem Gebiet darstelle; die bereits �berbaute Fl�che werde doch um zwei Drittel vergr�ssert. Wohl k�nnten sachlich begr�ndete Bed�rfnisse der Ortsplanung in Berggebieten mit traditioneller Streubauweise allenfalls f�r eine beschr�nkte bauliche Entwicklung abgelegener Gemeindegebiete sprechen. Um ein solches handle es sich aber bei der "Stockmatte" nicht. Die Einzonung werde denn auch nicht mit ortsplanerischen Bed�rfnissen begr�ndet, zumal die bestehende Industrie- und Gewerbezone andernorts liege, bereits erweitert worden und noch nicht vollst�ndig �berbaut sei. Aus raumplanerischer Sicht best�nden vielmehr Alternativen zur Neueinzonung. Der Ortsplaner habe am Augenschein vom 29. M�rz 2011 ausgef�hrt, die EG Brienz beabsichtige nicht, die umstrittene Bauzoneninsel "Stockmatte" sp�ter zu erweitern. Nach seinen Angaben sei das Entwicklungspotenzial dieser Zone beschr�nkt; das Industriegebiet der Gemeinde befinde sich schwergewichtig im Bereich Museumsstrasse. Die Gemeinde habe diese Angaben in ihren Anmerkungen zum Augenschein relativiert und auf ihre Eingabe im Regionalen Gesamtverkehrs- und Siedlungskonzept (RGSK) hingewiesen. Dies �ndert jedoch nach Auffassung des Verwaltungsgerichts an der Beurteilung nichts. Das RGSK Oberland-Ost sei noch nicht genehmigt. Zudem sei offen, inwieweit die Eingabe der EG Brienz darin aufgenommen werde. Sollte der Industriestandort "Stockmatte" dereinst im genehmigten RGSK enthalten sein, k�nne dies zu einer neuen Ausgangslage f�hren. Derzeit befinde sich die "Stockmatte" isoliert abseits des Gewerbe- und Industriegebiets. Mit der vorgesehenen Einzonung werde eine grunds�tzlich unzul�ssige Kleinbauzone geschaffen.
3.2 Diese Beurteilung des Verwaltungsgerichts steht in �bereinstimmung mit den bundesgesetzlichen Vorgaben und der entsprechenden Rechtsprechung. Weitere Ausf�hrungen hierzu er�brigen sich, auch wenn die Beschwerdef�hrer geltend machen, die "Stockmatte" sei lediglich "etwas mehr als 500 m Luftlinie vom n�chsten gr�sseren �berbauten und planungsrechtlich nicht als problematisch beurteilten Gebiet" entfernt. Diese Argumentation �berzeugt nicht, denn die Einzonung l�uft dem Konzentrationsprinzip zuwider, findet sich doch keine Anbindung an bestehende Bauten mit Siedlungscharakter; dies best�tigt ein Blick auf den von der Gemeinde anl�sslich des Augenscheins eingereichten Entwurf zur Ortsplanungsrevision (Zonenplanausschnitt 1:2'500 vom M�rz 2011). Die umstrittene Einzonung liegt nicht nur ausserhalb des eigentlichen Siedlungsgebiets, sondern auch fernab der restlichen Industrie- und Gewerbezone. Daran �ndert der Zubringer an die unmittelbar angrenzende Autobahn nichts. Die Beschwerdef�hrer verweisen denn auch auf "volkswirtschaftliche Gesichtspunkte", da bestehende Gewerbebetriebe f�r die Gemeinde wirtschaftlich von gr�sster Bedeutung seien. Das Verwaltungsgericht hat diese privaten und �ffentlichen Interessen sehr wohl gewichtet und sie in Relation zu den raumplanerischen Vorgaben gesetzt.
3.3 Dazu zieht die Vorinstanz in Erw�gung, die Einzonung solle dazu dienen, den Ausbau der bestehenden Produktionsst�tte zu erm�glichen. Es sei unbestritten, dass das Land, welches die EG Brienz als Industrie- und Gewerbezone eingezont habe oder angrenzend allenfalls einzonen k�nnte, f�r die A.________AG nicht zur Verf�gung stehe und f�r einen Betrieb ihrer Art und Gr�sse derzeit wohl auch nicht gen�gend erschlossen w�re. K�me eine Umsiedlung doch in Frage, w�re diese teuer und w�rde mehr Land beanspruchen als die blosse Erweiterung des Betriebs am bestehenden Standort in der "Stockmatte". Insofern bestehe ein gewichtiges privates Interesse an der Einzonung. Das Verwaltungsgericht verkennt auch nicht das �ffentliche Interesse der Gemeinde, sei doch der Holzbaubetrieb als Arbeitgeber von Bedeutung. Zudem sehe das Umsetzungsprogramm des Kantons Bern zur Neuen Regionalpolitik (NRP) f�r die Region Oberland Ost die St�rkung der Verarbeitungskette in der Wald- und Holzwirtschaft vor.
Weiter ist sich das Verwaltungsgericht bewusst, dass der mit einer Umsiedlung verbundene gr�ssere Landverbrauch unter dem Gesichtspunkt der gebotenen haush�lterischen Bodennutzung nicht unproblematisch w�re. Dennoch �berwiegt f�r die Vorinstanz das �ffentliche Interesse an einer geordneten Besiedlung des Landes. W�rde das private Interesse des bestehenden Betriebs h�her gewichtet, m�ssten in der Landwirtschaftszone gelegene nicht landwirtschaftliche Betriebe, die einen Erweiterungsbedarf h�tten, konsequenterweise immer der Bauzone zugewiesen werden, sobald alle in der Landwirtschaftszone zul�ssigen Ausbaum�glichkeiten ausgesch�pft seien. Darin sieht das Verwaltungsgericht zu Recht eine unerw�nschte Zersiedelung. Dasselbe gelte f�r das �ffentliche Interesse am Erhalt des Betriebs am bisherigen Standort und der St�rkung der Wald- und Holzwirtschaft. Auch dieses verm�ge die Schaffung einer grunds�tzlich unzul�ssigen Kleinbauzone nicht zu rechtfertigen. Was das Gebot der haush�lterischen Bodennutzung anbelange, d�rfe dieses nicht auf das Erfordernis des sparsamen Fl�chenverbrauchs reduziert werden. Zu Art. 1 Abs. 1 RPG geh�re vielmehr auch das zentrale Anliegen der Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet. W�rde in F�llen wie dem vorliegenden einzig der eigentliche Bodenverbrauch gewichtet, h�tte dies nach Meinung des Verwaltungsgerichts eine Zersiedelung zur Folge, die dem Konzentrationsprinzip zuwiderliefe.
3.4 Diese Darlegungen belegen, dass das Verwaltungsgericht den nachvollziehbaren Interessen der Beschwerdef�hrer wie auch der Gemeinde - entgegen der Behauptung der Beschwerdef�hrer - umfassend Rechnung getragen hat. Dabei hat es auch ber�cksichtigt, dass eine Umsiedlung mit Problemen sowohl in planerischer wie auch in finanzieller Hinsicht verbunden w�re. Es ist der Vorinstanz aber darin zuzustimmen, dass Sachzw�nge - namentlich die Aussch�pfung der zul�ssigen Erweiterungsm�glichkeiten in der Landwirtschaftszone - nicht dazu f�hren d�rfen, Grunds�tze des Raumplanungsrechts ausser Kraft zu setzen. Offensichtlich besteht auch von Seiten der Gemeinde keine Absicht, die nun geplante Kleinzone in absehbarer Zeit zu erweitern und zu einer eigentlichen Industrie- und Gewerbezone auszubauen (Aussage des Ortsplaners anl�sslich des Augenscheins vom 29. M�rz 2011, Augenscheinprotokoll S. 6 oben). Dies best�tigt den Charakter der "Stockmatte" als eigentliche Bauzonen-"Insel" inmitten von landwirtschaftlich genutzten Einzelbetrieben. Auch wenn die Gemeinde verifizierend erg�nzt hat, sie habe im Mitwirkungsverfahren zum RGSK den Industriestandort "Stockmatte" eingegeben, �ndert dies nichts an der aktuellen Situation. Es kann auf die zutreffenden Erw�gungen des Verwaltungsgerichts verwiesen werden (E. 4.3 des angefochtenen Urteils). Unbehelflich ist die Absicht der Beschwerdef�hrer, die neu zu erstellenden Geb�ude optimal ins Landschaftsbild einzuordnen. Dies vermag nicht dar�ber hinwegzut�uschen, dass mit dieser Einzonung eine Kleinstbauzone zur Rettung des bestehenden Betriebs geschaffen w�rde. Die vom Verwaltungsgericht vorgenommene Interessenabw�gung ist sachgerecht und �berzeugend. Weder liegt eine Verletzung von Bundesrecht vor, noch wurde die Gemeinde in unzul�ssiger Weise in ihrer Autonomie beschr�nkt.
Entsprechend ist die Beschwerde abzuweisen. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend haben die Beschwerdef�hrer f�r die bundesgerichtlichen Kosten aufzukommen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Parteientsch�digungen sind in Anwendung von Art. 68 Abs. 3 BGG keine zuzusprechen.
Dieses Urteil wird den Beschwerdef�hrern, der Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion und dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern sowie dem Bundesamt f�r Raumentwicklung schriftlich mitgeteilt.