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Timestamp: 2016-10-23 08:03:22
Document Index: 114173804

Matched Legal Cases: ['Art. 10', 'Art. 16', 'Art. 18', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 36', 'BGE', 'Art. 108']

U 277/05 (19.01.2006)
U 277/05
Pr�sident Ferrari, Bundesrichter Meyer und Lustenberger; Gerichtsschreiber Hochuli
P.________, 1961, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch die Beratungsstelle f�r Ausl�nder, Sch�tzengasse 7,
SWICA Versicherungen AG, R�merstrasse 38,
8400 Winterthur, Beschwerdegegnerin
(Entscheid vom 10. Juni 2005)
Die 1961 geborene P.________ war seit 1991 als K�chengehilfin und "M�dchen f�r alles" im Restaurant Z.________ erwerbst�tig und in dieser Eigenschaft bei den SWICA Versicherungen (nachfolgend: SWICA) obligatorisch gegen die Folgen von Unf�llen und Berufskrankheiten versichert. Am 2. November 2002 st�rzte sie beim Reinigen des Dampfabzuges �ber der Herdplatte in der K�che des Restaurants. Dabei klemmte sie sich den linken Fuss zwischen Herd und Abdeckplatte ein und verbr�hte sich den rechten Unterschenkel und Fuss mit verdampfender Reinigungslauge, welche aus dem umgekippten Putzeimer �ber die heisse Herdplatte floss. Die Verbrennungen zweiten Grades am rechten Unterschenkel und Fuss sowie die H�matome am linken Ober- und Unterschenkel wurden vom 2. bis 18. November 2002 ambulant am Spital T.________ behandelt. Die SWICA erbrachte die gesetzlichen Leistungen. Mit Verf�gung vom 14. Januar 2004 stellte sie diese auf 31. Januar 2004 ein und hielt daran auf Einsprache hin fest (Einspracheentscheid vom 8. Juli 2004).
Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich ab (Entscheid vom 10. Juni 2005).
P.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren mit dem Rechtsbegehren, die SWICA sei zu verpflichten, "die zu Unrecht abgestellten Versicherungsleistungen vollumf�nglich zu erbringen" sowie eine Unfallrente gest�tzt auf eine Erwerbseinbusse von mindestens 50% und eine Integrit�tsentsch�digung zuzusprechen.
Das kantonale Gericht hat die gesetzlichen Voraussetzungen �ber den Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung im Allgemeinen, namentlich auf zweckm�ssige Heilbehandlung (Art. 10 Abs. 1 UVG), Taggeld (Art. 16 Abs. 1 UVG) und Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG), sowie die praxisgem�sse Einstellung der Versicherungsleistungen mit Erreichen desjenigen Zustandes, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (status quo ante; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 Erw. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 75 Erw. 4b, mit Hinweisen), zutreffend dargelegt. Richtig wiedergegeben sind ferner die Grunds�tze �ber den f�r die Leistungspflicht des Unfallversicherers vorausgesetzten nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidit�t, Tod) (BGE 129 V 181 Erw. 3.1, 119 V 337 Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b, je mit Hinweisen) sowie �ber das Erfordernis des ad�quaten Kausalzusammenhangs (BGE 129 V 181 Erw. 3.2, 125 V 461 f. Erw. 5a, 123 V 103 Erw. 3d, 139 Erw. 3c, 122 V 416 Erw. 2a, 121 V 49 Erw. 3a; RKUV 1997 Nr. U 272 S. 172 Erw. 3a), namentlich bei psychischen Unfallfolgen (BGE 115 V 138 ff. Erw. 6f.; vgl. auch BGE 120 V 355 f. Erw. 5b/aa). Darauf wird verwiesen.
2.1 Gest�tzt auf die Berichte des Spitals T.________ vom 18. November 2002 und 8. August 2003 sowie des nachbehandelnden Dr. med. S.________ vom 3. Dezember 2002 klagte die Beschwerdef�hrerin in den ersten Wochen nach dem Unfall nicht �ber Kopf- und R�ckenschmerzen. Soweit die Versicherte anl�sslich der Befragung zum Unfall am 17. Juli 2003 behauptete, bis am 2. November 2002 "nie" unter R�ckenbeschwerden gelitten, jedoch bereits eine Stunde nach dem Unfall R�ckenschmerzen gesp�rt zu haben, kann darauf nicht abgestellt werden. Dr. med. N.________ best�tigte am 15. Dezember 2003, die Beschwerdef�hrerin seit mehreren Jahren wegen rezidivierenden myalgischen Schmerzen im Schulterg�rtel beidseits und gelegentlichen occipitalen Kopfschmerzen zu behandeln. Insbesondere stand sie bei ihm wegen einem zervikozephalen Schmerzsyndrom und einem Nacken-Schulter-Syndrom sowie myofascialen Triggerpunkten in diesem Bereich bei segmentalen Blockierungen interskapul�r und zervikozephal zuletzt von Mai bis Oktober 2002, also bis unmittelbar vor dem Unfall vom 2. November 2002, in therapeutischer Behandlung. Kam es in Bezug auf Kopfschmerzen und R�ckenbeschwerden anl�sslich des Unfalles zu einer vor�bergehenden Verschlimmerung des krankhaften Vorzustandes, ist gest�tzt auf die Beurteilungen der Dres. med. A.________ vom 30. Dezember 2002, M.________ vom 16. April 2003, R.________ vom 27. August 2003 und O.________ vom 10. Dezember 2003 mit dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 360 Erw. 5b mit Hinweisen) davon auszugehen, dass jedenfalls im Verlauf des Jahres 2003 derjenige Zustand erreicht wurde, welcher unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (status quo ante).
2.2 Mit ausf�hrlicher Begr�ndung, worauf verwiesen wird (Art. 36a Abs. 3 OG), erkannte die Vorinstanz zutreffend, dass im Zeitpunkt der Leistungseinstellung zum 31. Januar 2004 keine objektivierbaren somatischen Unfallfolgen mehr vorhanden waren, welche weiterer Heilbehandlungsmassnahmen bedurft oder zu fortgesetzter unfallbedingter Arbeitsunf�higkeit gef�hrt h�tten. Gem�ss Beurteilung des Dr. med. O.________ vom 10. Dezember 2003 liegt in Bezug auf die Verbrennungen am rechten Unterschenkel bei sehr guter Prognose ein reizloser Zustand vor, welcher keine funktionelle Beeintr�chtigung zur Folge hat. Angesichts der Erfahrungstatsache, dass Haus�rzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsf�llen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 353 Erw. 3b/cc), kann nicht auf die Angaben der behandelnden Frau Dr. med. F.________ abgestellt werden, da sie sich - obwohl das subjektive Empfinden der versicherten Person praxisgem�ss nicht allein massgebend ist (vgl. Urteile W. vom 17. Februar 2005 [I 560/04] Erw. 5.1 und T. vom 28. Mai 2004 [I 677/03] Erw. 2.3.1) - auf die Wiedergabe der geklagten Schmerzen der Versicherten beschr�nkte, ohne auf die hiezu im Widerspruch stehenden spezial�rztlichen Beurteilungen der Dres. med. M.________ und O.________ sowie die blanden spezial�rztlichen Untersuchungsbefunde des Neurologen Dr. med. D.________ einzugehen.
Soweit sich die Beschwerdef�hrerin �berhaupt sachbez�glich mit der Begr�ndung des angefochtenen Entscheids auseinander setzt (vgl. Art. 108 Abs. 2 OG), bringt sie mit Blick auf die psychischen Beschwerden einzig vor, beim Sturz "mit R�cken und Kopf gegen die Wand und den Boden" geprallt zu sein und dabei gef�rchtet zu haben, "bei leiblichem Leben verbrennen" zu m�ssen oder "vom Strom get�tet zu werden", so dass sich dieser schwere Unfall als besonders dramatisches Erlebnis "bei ihr einbetoniert" habe und sie nicht dar�ber hinweg komme. In der detaillierten Unfallbeschreibung der Versicherten vom 21. Januar 2003 ist von all diesen angeblich lebensbedrohlichen Umst�nden mit keinem Wort die Rede. Der eingehenden, in allen Teilen zutreffenden Begr�ndung des kantonalen Gerichts, womit dieses die Ad�quanz des Kausalzusammenhangs allf�lliger psychischer Beschwerden mit dem h�chstens als mittelschwer zu qualifizierenden Unfall vom 2. November 2002 verneint, ist nichts beizuf�gen.
Nach dem Gesagten ist der von der SWICA verf�gte und vorinstanzlich mit angefochtenem Entscheid best�tigte folgenlose Fallabschluss mit Einstellung s�mtlicher Unfallversicherungsleistungen zum 31. Januar 2004 nicht zu beanstanden.