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Timestamp: 2016-10-21 14:56:22
Document Index: 124540952

Matched Legal Cases: ['Art. 58', 'Art. 58', 'Art. 93', 'BGE', 'Art. 93', 'BGE', 'Art. 93', 'Art. 42', 'Art. 58', 'Art. 65', 'Art. 58', 'BGE', 'Art. 45', 'Art. 47', 'BGE', 'BGE', 'in casu', 'Art. 122', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 45', 'Art. 45', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 41', 'Art. 45', 'Art. 46', 'Art. 47', 'Art. 45', 'Art. 47', 'Art. 41', 'Art. 47', 'Art. 1', 'Art. 41', 'BGE', 'Art. 58', 'Art. 58', 'Art. 58', 'Art. 45', 'BGE', 'Art. 58', 'Art. 64', 'Art. 45', 'Art. 58', 'BGE', 'Art. 64', 'BGE', 'Art. 58', 'Art. 58', 'BGE', 'Art. 64', 'BGE', 'Art. 58', 'BGE', 'Art. 58', 'Art. 58', 'Art. 58', 'Art. 58', 'Art. 64', 'Art. 64', 'Art. 58', 'Art. 64', 'Art. 64', 'Art. 58', 'Art. 64', 'Art. 58', 'BGE', 'Art. 58', 'Art. 41', 'BGE', 'Art. 239', 'Art. 122', 'Art. 28', 'BGE', 'Art. 41', 'BGE']

4A_364/2011 (07.02.2012)
4A_364/2011
Haftpflichtrecht; Vorfrage,
Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Zug, I. Zivilabteilung, vom 10. Mai 2011.
Am 1. November 2002 starb der 17-j�hrige C. Y.________ bei einem von D.________ verursachten Verkehrsunfall auf der Autobahn A 14 in Z.________. Die Eltern des Unfallopfers, A. und B. Y.________ (Beschwerdegegner), wurden noch in der Unfallnacht von Bekannten �ber den Unfalltod ihres Sohnes informiert.
Am 20. Mai 2009 erhoben die Beschwerdegegner beim Kantonsgericht Zug eine Teilklage gegen die X.________ Versicherung AG (Beschwerdef�hrerin), den Haftpflichtversicherer des Unfallverursachers. Mit pr�zisiertem Rechtsbegehren vom 10. Mai 2010 beantragten sie unter Vorbehalt des Nachklagerechts sowie der Pr�zisierung nach dem Beweisverfahren, die Beschwerdef�hrerin sei zu verpflichten, f�r die 12 Monate vom 1. Januar 2005 bis zum 31. Dezember 2005 dem Beschwerdegegner Fr. 37'436.55 zu bezahlen (Fr. 17'783.95 f�r Erwerbsausfall, Fr. 15'616.25 f�r Haushaltschaden, Fr. 4'036.35 als Genugtuungsrente) und der Beschwerdegegnerin Fr. 38'544.70 (Fr. 22'995.65 f�r Erwerbsausfall, Fr. 12'451.70 f�r Haushaltschaden, Fr. 3'097.35 als Genugtuungsrente), je nebst Zins zu 5 % seit 30. Juni 2005. Zur Begr�ndung f�hrten sie im Wesentlichen aus, der schmerzhafte und unvermittelte Verlust ihres Sohnes und die aufw�hlenden Begleitumst�nde h�tten bei ihnen zu einem Schock gef�hrt, von dessen Folgen sie sich bis heute nicht mehr h�tten erholen k�nnen. Sie seien beide in eine Depression gefallen, arbeitsunf�hig geworden und w�rden heute eine IV-Rente beziehen.
Die Beschwerdef�hrerin stellte sich u.a. auf den Standpunkt, Art. 58 SVG, auf den die Beschwerdegegner ihre Anspr�che st�tzen, verlange eine direkte Sch�digung durch den Betrieb eines Motorfahrzeuges. Damit werde der Kreis der Schadenersatzberechtigten vom SVG auf die direkt Unfallbeteiligten beschr�nkt. Denn nur sie k�men in die Reichweite der Betriebsgefahr. Die Sch�digung durch die Nachricht vom Tod eines Angeh�rigen reiche im Strassenverkehrsrecht nicht, um eine Haftpflicht zu begr�nden.
Das Kantonsgericht machte die Frage der Haftung "im Sinne der Einrede der Beschwerdef�hrerin" zum Gegenstand eines Vorentscheids und stellte mit Urteil vom 25. Oktober 2010 fest, dass die Beschwerdef�hrerin gem�ss Art. 58 Abs. 1 SVG f�r einen allf�lligen Schockschaden der Beschwerdegegner hafte.
Eine von der Beschwerdef�hrerin gegen dieses Urteil erhobene Berufung wies das Obergerichts des Kantons Zug am 10. Mai 2011 ab, best�tigte den erstinstanzlichen Entscheid und wies die Sache zur weiteren Entscheidung an das Kantonsgericht zur�ck.
Die Beschwerdef�hrerin beantragt mit Beschwerde in Zivilsachen, das Urteil des Obergerichts vom 10. Mai 2011 aufzuheben und die Klage abzuweisen.
Die Vorinstanz schliesst auf Abweisung der Beschwerde. Die Beschwerdegegner beantragen, die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei.
Der angefochtene Beschluss weist die Sache zur weiteren Pr�fung der mit der Teilklage verfolgten Anspr�che an das Kantonsgericht zur�ck. Ein R�ckweisungsentscheid schliesst das Verfahren nicht ab; es handelt sich dabei um einen selbst�ndig er�ffneten Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG (BGE 137 V 314 E. 1 S. 315; 135 III 212 E. 1.2, 329 E. 1.2; 135 V 141 E. 1.1 mit Hinweis).
Gegen selbst�ndig er�ffnete Zwischenentscheide, die weder die Zust�ndigkeit noch den Ausstand betreffen, ist die Beschwerde zul�ssig, wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeif�hren und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten f�r ein weitl�ufiges Beweisverfahren ersparen w�rde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Die erste Voraussetzung, dass das Bundesgericht, sollte es die Rechtsauffassung der Beschwerdef�hrerin teilen, einen verfahrensabschliessenden Endentscheid f�llen k�nnte, ist im vorliegenden Fall erf�llt. Die Beschwerdef�hrerin verlangt die Abweisung der Klage der Beschwerdegegner, indem sie die von der Vorinstanz im kantonalen Verfahren gepr�ften und bejahten Haftungsvoraussetzungen bestreitet. Bei Gutheissung ihres Standpunkts w�re die Klage in einem Endurteil abzuweisen.
Die Vorinstanz sprach sich im angefochtenen Entscheid nicht �ber die Anspruchsvoraussetzungen des Bestehens und des Umfangs des behaupteten (Schock)Schadens und des nat�rlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem sch�digenden Ereignis und dem Schaden aus. Die Beschwerdef�hrerin tut �berzeugend dar, dass nach den seitens der Beschwerdegegner zu diesen Fragen gestellten Beweisantr�gen bei einer Weiterf�hrung des Prozesses voraussichtlich ein umfangreiches Beweisverfahren mit Gutachten und Zeugeneinvernahmen durchzuf�hren w�re (vgl. BGE 133 IV 288 E. 3.2). Die Beschwerdegegner bestreiten dies nicht substanziiert und r�umen zumindest f�r das bisherige Verfahren ein, dass die F�llung eines Zwischenentscheids �ber die grunds�tzliche Frage der Haftung durch die Vorinstanz prozess�konomisch sinnvoll gewesen sei, um ein aufw�ndiges Beweisverfahren zu vermeiden. Die Voraussetzungen nach Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG sind demnach zu bejahen.
Da auch die �brigen Sachurteilsvoraussetzungen erf�llt sind, ist auf die Beschwerde unter Vorbehalt ihrer rechtsgen�glichen Begr�ndung (Art. 42 BGG) einzutreten.
Prozessthema des angefochtenen Entscheids bildet einzig, ob es sich bei der behaupteten gesundheitlichen Beeintr�chtigung (Sch�digung) der Beschwerdegegner um einen direkten Schaden handelt, f�r den der Unfallverursacher bzw. die Beschwerdef�hrerin als dessen Versicherung nach Art. 58 in Verbindung mit Art. 65 SVG grunds�tzlich ersatzpflichtig ist, oder ob ein blosser Reflexschaden aus der Sch�digung des Sohnes behauptet ist, f�r den keine Ersatzpflicht besteht. Noch nicht entschieden ist dagegen, ob der behauptete Schaden tats�chlich besteht und die ad�quat-kausale Folge des f�r den Sohn der Beschwerdegegner t�dlichen Unfalls ist.
2.1 Nach der Beschwerdef�hrerin ist die angebliche gesundheitliche Beeintr�chtigung bzw. der daraus resultierende Verm�gensschaden der Beschwerdegegner ein indirekter Schaden bzw. ein Reflexschaden, da er nicht Folge einer direkten Beteiligung der Beschwerdegegner am Unfall sei, sondern bloss Folge der Nachricht �ber den Tod ihres Sohnes. Daf�r habe der Halter des unfallverursachenden Fahrzeugs nicht aufzukommen.
Die Vorinstanz verwarf diese Auffassung und folgte dem gegenteiligen Standpunkt der Beschwerdegegner, diese seien, da in ihrer Gesundheit und damit in einem absolut gesch�tzten Rechtsgut beeintr�chtigt, als durch den Betrieb eines Motorfahrzeuges im Sinne von Art. 58 SVG direkt Gesch�digte anzusehen, so dass die Beschwerdef�hrerin hafte. Sie st�tzte sich dabei massgeblich auf das in BGE 112 II 118 ff. publizierte Urteil des Bundesgerichts (sog. "Hunterurteil").
2.2 In diesem Entscheid beurteilte das Bundesgericht den Fall eines Vaters, der wegen der Nachricht �ber den Unfalltod zweier S�hne und die Verletzung seiner Ehefrau und eines weiteren Sohnes infolge des Absturzes eines Milit�rflugzeugs vom Typ "Hunter" in den Obstgarten, in dem diese arbeiteten, einen Nervenschock erlitten hatte und darob 50 % invalid geworden war. Es kam zum Schluss, dass der Vater durch das Unfallereignis bzw. die Nachricht �ber dieses in seiner k�rperlichen Integrit�t, mithin widerrechtlich, verletzt worden und damit ein direkt aus dem Unfallereignis Gesch�digter sei, auch wenn der Schockschaden nicht die unmittelbare Folge des sch�digenden Ereignisses sei. Demzufolge sprach es ihm �ber die Genugtuung f�r den Verlust der zwei S�hne hinaus Schadenersatz f�r seinen Erwerbsausfall und eine Genugtuung f�r seine eigene psychische Beeintr�chtigung zu.
In der Begr�ndung erinnerte das Bundesgericht zun�chst daran, dass nach den Grunds�tzen des schweizerischen Haftpflichtrechtes, die der Haftung vern�nftige Grenzen setzen wollen, nur derjenige einen ersatzpflichtigen Schaden erlitten hat, der durch eine unerlaubte Handlung direkt betroffen ist und dem dadurch ein direkter Schaden in seinem Verm�gen zugef�gt worden ist; der Dritte, der nur aufgrund einer besonderen Beziehung zum Direktgesch�digten einen Reflexschaden - bzw. indirekten Schaden - erleidet, besitzt grunds�tzlich keinen Anspruch gegen den Schadensverursacher. Ausnahmen bestehen zum einen hinsichtlich der gesetzlichen Anspr�che auf Versorgerschaden (Art. 45 Abs. 3 OR) und auf Genugtuung (Art. 47 OR) bei Tod oder K�rperverletzung eines Angeh�rigen. Zum anderen hat der Drittbetroffene einen Ersatzanspruch, wenn der Urheber der sch�digenden Handlung eine Verhaltensnorm verletzt hat, die Dritte nach ihrem Zweck vor Beeintr�chtigungen der eingetretenen Art sch�tzen soll; die Frage, ob ein direkter (ersatzf�higer) oder ein indirekter Schaden (Reflexschaden, nicht ersatzf�higer Schaden) vorliegt, deckt sich insoweit mit der Frage nach der Widerrechtlichkeit der Sch�digung (vgl. BGE 112 II 118 E. 5b/c S. 124 f. mit Hinweisen; ferner: BGE 131 III 306 E. 3.1.1; 127 III 403 E. 4b/aa S. 407; 126 III 521 E. 2a; 125 III 86 E. 3b).
Im zu beurteilenden Fall erkannte das Bundesgericht, dass der mittelbar Gesch�digte prinzipiell als widerrechtlich und mithin direkt Gesch�digter betrachtet werden m�sse, wenn er durch ein Schreckerlebnis in seinen absoluten, von der Rechtsordnung gesch�tzten Rechten verletzt sei, wie in casu seiner psychischen bzw. k�rperlichen Integrit�t, die in allgemeiner Weise durch die den Art. 122 ff. StGB zugrunde liegenden Verbote gesch�tzt sei; in einem solchen Fall m�sse nicht abgekl�rt werden, ob ein Verstoss gegen eine spezifische Verhaltensnorm vorliege (BGE 112 II 118 E. 5e; vgl. dazu auch BGE 112 II 220 E. 2a; ferner BGE 119 II 127 E. 3 S. 128; 115 Ia 175 E. 2b S. 181). Es verwies zuvor auf ein Urteil aus dem Jahre 1897 (BGE 23 II 1033 E. 6), in dem es bereits in �hnlichem Sinn entschieden hatte, indem es bei der Schadenersatzbemessung ber�cksichtigte, dass die Ehefrau des Kl�gers als Folge eines t�dlichen Unfalls ihres einzigen Kindes einen Nervenschock erlitten hatte, der einen materiellen und einen immateriellen Schaden nach sich ziehe (BGE 112 II 118 E. 5b S. 124). Sodann f�hrte es aus, es k�nne nicht an einen Entscheid aus dem Jahre 1928 (BGE 54 II 138 E. 3) angekn�pft werden, in dem eine Entsch�digung f�r einen entsprechenden Schaden mit dem Argument verweigert worden war, es handle sich dabei nicht um einen nach Art. 45 (und 47) OR ersatzf�higen Schaden. Denn die Beschr�nkung ersatzf�higer Sch�den nach Art. 45 OR beziehe sich nicht auf Sch�den als Folge der Beeintr�chtigung Dritter in ihrer eigenen k�rperlichen Integrit�t, die durch die Rechtsordnung gesch�tzt sei, sondern nur auf reine Verm�genssch�den Dritter, die nur ersatzf�hig seien, wenn der Urheber der sch�digenden Handlung eine Verhaltensnorm verletzt hat, die nach ihrem Zweck vor derartigen Sch�digungen sch�tzen soll (BGE 112 II 118 E. 5e S. 128; vgl. auch BGE 119 II 127 E. 3 S. 128 f.; 125 III 86 E. 3b). Die Person, die als Folge des Unfalls in ihrer k�rperlichen Integrit�t und damit in einem absolut gesch�tzten Rechtsgut verletzt ist, sei im Lichte der allgemeinen Grunds�tze des Haftpflichtrechts direkt durch eine widerrechtliche Handlung Gesch�digter und k�nne vom Verursacher des daraus resultierenden Schadens Ersatz verlangen, unabh�ngig davon, ob die Kausalkette k�rzer oder l�nger sei, d.h. ob die Beeintr�chtigung direkt durch den Unfall verursacht sei oder bloss indirekt eine Person betreffe, die mit dem direkten Unfallopfer verbunden sei (BGE 112 II 118 E. 5e S. 127 f.).
3.1 Diese Rechtsprechung stellt die Beschwerdef�hrerin nicht grunds�tzlich in Frage. Insoweit ist denn auch zu bemerken, dass das Hunterurteil in der Lehre einhellig begr�sst oder zumindest kritiklos gebilligt wurde. Soweit dar�ber eine Diskussion stattfindet, betrifft diese praktisch ausschliesslich die Begrenzung der Haftung in verschiedenen Konstellationen, die sich von derjenigen im Hunterfall unterscheiden (vgl. ERNST A. KRAMER, Schocksch�den mit Krankheitswert - noch offene Fragen?, in: Festschrift f�r Helmut Koziol, Peter Apathy und weitere [Hrsg.], Wien 2010, S. 743 ff., 744; derselbe, Die Kausalit�t im Haftpflichtrecht, ZBJV 1987 S. 289 ff., 310 ff., 312; PETER GAUCH, Grundbegriffe des ausservertraglichen Haftpflichtrechts, recht 1996 S. 225 ff., 231; ROLAND BREHM, Berner Kommentar, 3. Aufl. 2006, N. 24, 33a f. zu Art. 41 OR, N. 39c f. zu Art. 45 OR, N. 5b zu Art. 46 OR, N. 147a f. zu Art. 47 OR; HARDY LANDOLT, Z�rcher Kommentar, 3. Aufl. 2007, N. 114 in Vorbem. zu Art. 45/46 OR, N. 137 zu Art. 47 OR; derselbe, Ersatzpflicht f�r Schocksch�den, in: Innovatives Recht, Festschrift f�r Ivo Schwander, 2011, S. 361 ff., 364, 377; derselbe, Angeh�rigenschaden, Reflex- oder Direktschaden - oder sogar beides?, HAVE 1/2009 S. 3 Rn. 34; HEINZ REY, Ausservertragliches Haftpflichtrecht, 4. Aufl. 2008, Rz. 225, 353; OFTINGER/STARK, Schweizerisches Haftpflichtrecht, Besonderer Teil, Bd. II/1, 4. Aufl. 1987, � 16 Fn. 151, Bd. II/2, 4. Aufl. 1989, � 25 Fn. 525; ALFRED KELLER, Haftpflicht im Privatrecht, Bd. I, 6. Aufl. 2002, S. 74 und Bd. II, 2. Aufl. 1998, S. 53; INGEBORG SCHWENZER, Schweizerisches Obligationenrecht, Allgemeiner Teil, 5. Aufl. 2009, Rz. 14.21; ALFRED KOLLER, in: Guhl/Koller/Schnyder/Druey, Das Schweizerische Obligationenrecht, 9. Aufl. 2000, � 24 Rz. 17; HEIERLI/SCHNYDER, in: Basler Kommentar, Obligationenrecht, Bd. I, 5. Aufl. 2011, N. 9 zu Art. 41 OR, N. 1 zu Art. 47 OR; BEAT SCH�NENBERGER, in: Kurzkommentar Obligationenrecht Art. 1-529, 2008, N. 11 zu Art. 41 OR; VITO ROBERTO, Schweizerisches Haftpflichtrecht, 2010 S. 34 f. Rz. 116 ff.; LANDOLT/ROBERTO, Haftpflichtrecht, 2010, S. 17 f.; KIESER/LANDOLT, Unfall - Haftung - Versicherung, 2012, S. 528; SCHNYDER/PORTMANN/M�LLER-CHEN, Ausservertragliches Haftpflichtrecht, 2008, S. 23 f. Rz. 63; HEINRICH HONSELL, Schweizerisches Haftpflichtrecht, 4. Aufl. 2005, � 1 Rz. 46, � 3 Rz. 31, � 4 Rz. 12; FRANZ WERRO, La responsabilit� civile, 2. Aufl. 2011, � 2 Rz. 305; BEATRICE GURZELER, Beitrag zur Bemessung der Genugtuung, 2005, S. 198 f.; WILLI FISCHER, Ausservertragliche Haftung f�r Schocksch�den Dritter, 1988, S. 7 f.; ROLAND SCHAER, Schocksch�den und psychische �berlagerungen, in: relazioni tra diritti civile e assicurazione sociali, Giordano Beati und andere [Hrsg.], 1993, S. 30 ff., der ein Begr�ndungsdefizit in BGE 112 II 118 beklagt und die Frage aufwirft, wie ersatzf�hige und nicht ersatzf�hige psychische Einwirkungen abzugrenzen w�ren [vgl. auch die Gegenmeinung dazu bei GURZELER, a.a.O., S. 145 ff. und 199 ff.]; SCHAFFHAUSER/ZELLWEGER, Grundriss des schweizerischen Strassenverkehrsrechts, Bd. II, 1988, Rz. 954; CHRISTOPH KARCZEWSKI, Die Haftung f�r Schocksch�den, Frankfurt am Main 1992, S. 116; vgl. ferner: WIDMER/WESSNER, Erl�uternder Bericht zur Revision und Vereinheitlichung des Haftpflichtrechts, 1999, S. 75 f., 98 f.).
3.2 Die Beschwerdef�hrerin bestreitet indessen, dass sich ihre Haftung im vorliegenden Fall auf das Hunterurteil abst�tzen l�sst. Sie r�gt im Wesentlichen, die Vorinstanz habe Art. 58 SVG verletzt, indem sie den Beschwerdegegnern den "Direktgesch�digten-Status" gew�hrt habe. Art. 58 SVG statuiere nur dann eine Haftung des Halters, wenn und soweit der Schaden "durch den Betrieb" eines Motorfahrzeugs verursacht werde, was eine direkte Beziehung im Dreieck Betrieb - Opfer - Schaden voraussetze. Die Vorinstanz habe nicht Art. 58 SVG angewandt, sondern aus Art. 45 Abs. 3 OR und BGE 112 II 118 ff. direkt auf eine generelle Haftpflicht f�r Schocksch�den im Strassenverkehr geschlossen und dabei die in Art. 58 SVG vorausgesetzte Betriebsurs�chlichkeit �bergangen; diese Betriebsurs�chlichkeit sei im Hunterfall aufgrund des Wortlauts von Art. 64 des Bundesgesetzes vom 21. Dezember 1948 �ber die Luftfahrt (Luftfahrtgesetz, LFG; SR 748.0) nicht erforderlich gewesen. Die Vorinstanz habe zu Unrecht keine Differenzierung zwischen der Luftfahrt- und Motorfahrzeughaftpflicht vorgenommen.
Diese Argumentation �berzeugt nicht. Zun�chst trifft es nicht zu, dass die Vorinstanz ihr Urteil auch auf Art. 45 Abs. 3 OR gest�tzt h�tte. Vielmehr zog sie als Haftungsnorm einzig Art. 58 SVG heran und bejahte in Anlehnung an BGE 112 II 118, dass nach den allgemeinen Grunds�tzen des schweizerischen Haftpflichtrechts das Widerrechtlichkeitserfordernis und damit die grunds�tzliche Ersatzf�higkeit des geltend gemachten Schockschadens gegeben sei.
Dies ist nicht zu beanstanden. Im Hunterfall bestanden keinerlei Zweifel daran, dass der Tod der prim�r gesch�digten S�hne des Kl�gers im Sinne von Art. 64 Abs. 1 LFG vom herabgest�rzten Luftfahrzeug verursacht worden war und damit grunds�tzlich die Schadenersatzpflicht der Eidgenossenschaft als Halterin des Luftfahrzeugs begr�ndete. Die zu entscheidende Frage war, ob die Ersatzpflicht des Halters des Luftfahrzeuges gegen�ber dem damaligen Kl�ger auch f�r dessen eigene, ihm �ber die wegen des Verlusts seiner Kinder erlittene immaterielle Unbill hinaus zugef�gte Beeintr�chtigung in seiner psychischen Gesundheit bestand, obwohl diese nicht direkt durch den Flugunfall, bei dem er nicht zugegen war, verursacht wurde, sondern bloss mittelbar durch die Nachricht �ber das schreckliche Ereignis der T�tung seiner zu ihm in einer besonders nahen Beziehung (Eltern - Kind) stehenden Angeh�rigen bei diesem Unfall. Dies bejahte das Bundesgericht, wie dargelegt, da der Kl�ger als Folge des Flugunfalls in seinen durch die Rechtsordnung gesch�tzten absoluten Rechten verletzt und damit widerrechtlich und direkt gesch�digt worden sei (vgl. BGE 112 II 118 E. 5e S. 128).
Im vorliegenden Fall verh�lt es sich nicht anders. Auch vorliegend bestehen keine Zweifel und ist unbestritten, dass der t�dliche Verkehrsunfall des Sohnes der Beschwerdegegner durch den Betrieb des Motorfahrzeuges im Sinne von Art. 58 SVG verursacht wurde, dessen Halter bei der Beschwerdef�hrerin versichert ist, und dass der Halter nach Art. 58 SVG grunds�tzlich f�r den daraus ad�quat-kausal entstandenen Schaden haftet. Die hier strittige Frage, ob die Beschwerdef�hrerin auch f�r den geltend gemachten Schockschaden haftet, den die beim Unfall nicht anwesenden Beschwerdegegner durch die Nachricht �ber den Unfalltod ihres Sohnes, mithin als mittelbare Folge des Unfalls, erlitten haben sollen, stellt sich damit in genau gleicher Weise wie beim Hunterfall und ist nach den allgemeinen Grunds�tzen des Haftpflichtrechts auch in gleicher Weise zu beantworten, was die Vorinstanz zutreffend erkannte. Wenn die Beschwerdef�hrerin geltend macht, aus BGE 112 II 118 k�nne f�r den vorliegenden Fall nichts abgeleitet werden, weil sich die Haftung damals auf Art. 64 LFG abgest�tzt habe, vermischt sie die Frage der grunds�tzlichen Haftung f�r die Folgen des Unfalls mit derjenigen, ob eine Haftung auch f�r einen Schockschaden von nicht unmittelbar unfallbeteiligten Angeh�rigen besteht. Indem die Vorinstanz die Grunds�tze, die im Hunterfall zur Bejahung der Haftung f�r den Schockschaden des Vaters f�hrte, auf den vorliegenden Fall anwandte, nahm sie entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrerin keine "fundamentale Praxis�nderung in der Motorfahrzeughaftpflicht" vor. So wird denn auch in der Literatur zum SVG davon ausgegangen, dass im Lichte der Rechtsprechung in BGE 112 II 118 E. 5 eine Haftung des Motorfahrzeughalters nach Art. 58 SVG auch f�r Schocksch�den von Angeh�rigen unmittelbarer Unfallopfer in Betracht kommt (SCHAFFHAUSER/ZELLWEGER, a.a.O., Rz. 954; HARDY LANDOLT, Immaterielle Unbill nach Verkehrsunfall, in: Jahrbuch zum Strassenverkehrsrecht 2011, S. 67 ff., 72; OFTINGER/STARK, a.a.O., Bd. II/2, � 25 Fn. 525).
In diesem Zusammenhang ist auf den von der Beschwerdef�hrerin angerufenen BGE 106 II 75 einzugehen. In diesem Urteil war ein Fall zu beurteilen, in dem ein Traktor die Leitung einer �ffentlichen Elektrizit�tsversorgung besch�digt hatte. Dies f�hrte zu einem Stromausfall, der in zwei Unternehmen verschiedene Sch�den zur Folge hatte, f�r welche die Unternehmen als mittelbar aus dem sch�digenden Ereignis Gesch�digte gest�tzt auf Art. 58 Abs. 1 SVG Ersatz verlangten. Im vorangegangenen kantonalen Verfahren war die Haftung f�r den von einem der beiden Unternehmen erlittenen Sachschaden, mithin ein Schaden aus der mittelbaren Beeintr�chtigung absoluter Rechtsg�ter des Unternehmens, anerkannt worden, so dass dieser Punkt nicht mehr strittig und nicht mehr zu beurteilen war (dies wird von SCHAFFHAUSER/ZELLWEGER, a.a.O., Rz. 955 wohl �bersehen). Das Bundesgericht verneinte eine Haftung f�r den weiteren, aus dem Betriebsausfall resultierenden Schaden mit der Begr�ndung, es handle sich dabei um einen reinen Verm�gensschaden bzw. "sonstigen Schaden", f�r den nach Art. 58 Abs. 1 SVG angesichts der darin vorgesehenen Beschr�nkung auf Personen- und Sachsch�den keine Haftung bestehe (kritisch dazu: ERNST A. KRAMER, "Reine Verm�genssch�den" als Folge von Stromkabelbesch�digungen, recht 1984 S. 128 ff.; WIDMER/WESSNER, a.a.O., S. 76). Bemerkenswert und im vorliegenden Zusammenhang von Interesse ist, dass das Bundesgericht eine Haftung f�r den Schaden aus Betriebsausfall allein mit dieser Begr�ndung ablehnte, und nicht etwa weil Art. 58 SVG eine Haftung f�r die mittelbare Sch�digung Dritter, die nicht unmittelbar vom auf den Betrieb des Motorfahrzeugs zur�ckzuf�hrenden Unfallereignis betroffen waren, prinzipiell ausschliessen w�rde. Die Beschwerdef�hrerin kann demnach aus diesem Urteil nichts f�r ihren Standpunkt ableiten. Im Gegenteil spricht dieser Entscheid eher daf�r, eine Haftung im vorliegenden Fall grunds�tzlich zu bejahen.
Der Beschwerdef�hrerin kann nicht gefolgt werden, wenn sie aus dem Wortlaut von Art. 58 SVG eine Beschr�nkung der Haftung auf Sch�den, die den direkt am Unfallgeschehen Beteiligten erwachsen sind, herleiten will, die sich aus dem Wortlaut von Art. 64 LFG im Vergleich nicht ergebe, zumal sie dabei nur einen Teil des Wortlauts von Art. 64 LFG zitiert; eine entsprechende Beschr�nkung l�sst sich aus dem Wortlaut von Art. 58 SVG genauso wenig entnehmen wie aus demjenigen von Art. 64 LFG. Entgegen den Vorbringen der Beschwerdef�hrerin ist auch f�r eine Haftung nach Art. 64 LFG schon dem Wortlaut dieser Bestimmung nach eine "Betriebsurs�chlichkeit" erforderlich. So verlangt dieser, was die Beschwerdef�hrerin �bergeht, dass der Schaden von einem im Fluge befindlichen Luftfahrzeug (...) zugef�gt wird. Darauf weiter einzugehen er�brigte sich im Hunterurteil, da keine Zweifel daran bestanden, dass die T�tung der unmittelbar bzw. prim�r gesch�digten Kinder durch ein im Flug befindliches Luftfahrzeug, mithin durch den Betrieb eines solchen zugef�gt worden war, und dass damit auch die weitere Folge des Schockschadens ihres Vaters indirekt auf den Betrieb des Luftfahrzeugs zur�ckzuf�hren war.
Wie bereits die Erstinstanz zutreffend erwogen hat, weisen die Gef�hrdungshaftungen nach Art. 58 SVG und nach Art. 64 LFG identische Z�ge auf, indem damit dem Umstand Rechnung getragen wird, dass sich der Mensch beim Betrieb von Motorfahrzeugen und von Luftfahrzeugen grosse Energien dienstbar macht, um grosse Massen fortzubewegen, wodurch bedeutende Sch�den verursacht werden k�nnen (OFTINGER/STARK, a.a.O., Bd. II/2, 4. Aufl. 1989, � 24 Rz. 9). Die Beschwerdef�hrerin zeigt keinerlei Gr�nde auf, die eine grunds�tzliche Beschr�nkung der "Betriebshaftung" nach SVG im Gegensatz zu derjenigen nach dem LFG auf Sch�den von unmittelbar Unfallbeteiligten rechtfertigen k�nnten; solche k�nnen namentlich nicht darin gesehen werden, dass das Risiko, einen Angeh�rigen bei einem Verkehrsunfall zu verlieren, statistisch gesehen viel h�her ist als dasjenige, dass ein Angeh�riger durch die Auswirkungen eines Flugunfalls auf der Erde den Tod findet.
3.3 Zuzugestehen ist der Beschwerdef�hrerin, dass der Betriebsbegriff nach Art. 58 SVG nicht so weit geht, dass dem Betrieb des unfallverursachenden Fahrzeugs auch die behaupteten Vorg�nge in Q.________ und auf dem Polizeiposten R.________ zuzurechnen w�ren, womit sie wohl die von der Vorinstanz wiedergegebenen Behauptungen der Beschwerdegegner �ber belastende Begleitumst�nde meint, die �ber die blosse Nachricht vom Tod des Kindes hinausgehen und die psychische Sch�digung der Beschwerdegegner mitverursacht haben sollen. Diese Vorg�nge w�ren als weitere Teilursachen f�r die Sch�digung zu betrachten, f�r die der Verursacher des Verkehrsunfalls nicht zur Verantwortung gezogen werden kann. Das Bestehen solcher weiterer Teilursachen ist indessen f�r die von der Vorinstanz entschiedene Frage �ber die grunds�tzliche Haftung des Unfallverursachers f�r die geltend gemachten gesundheitlichen Beeintr�chtigungen der Beschwerdegegner ohne Belang. Denn f�r eine solche gen�gt es, dass der durch den Betrieb des Fahrzeugs verursachte Tod des Kindes der Beschwerdegegner und die Nachricht dar�ber eine Teilursache f�r den behaupteten Schockschaden ist (BGE 134 V 109 E. 9.5 S. 125 f.; 133 III 462 E. 4.4.2 S. 470; 129 V 177 E. 3.1 S. 181; 115 V 359 E. 4b S. 360).
3.4 Zusammenfassend ist es nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz die Haftung des Unfallverursachers f�r den von den Beschwerdegegnern behaupteten Schockschaden nach Art. 58 SVG nicht schon deshalb ausschloss, weil diese nicht unmittelbar vom Verkehrsunfall betroffen waren. Die Beschwerde erweist sich als unbegr�ndet.
Bei der Qualifizierung eines "reflektorischen" Schockschadens der vorliegenden Art als grunds�tzlich ersatzf�higer Schaden ist - wie von der Beschwerdef�hrerin mehrfach angesprochen - die Gefahr einer Ausuferung der Haftung nicht von der Hand zu weisen und stellt sich die Frage nach einer vern�nftigen Haftungsbegrenzung. In der Lehre wird bei der Ausdehnung der Haftung f�r indirekte (reflektorische) Sch�digungen Dritter bzw. f�r Sch�den von bloss mittelbar durch ein sch�digendes Ereignis Betroffenen allgemein zur Vorsicht gemahnt, um eine Ausuferung der Haftung zu vermeiden (BREHM, a.a.O., N. 24a zu Art. 41 OR). Entsprechende Stimmen wurden in der Lehre insbesondere im Anschluss an zwei Urteile erhoben, in denen das Bundesgericht die Haftung f�r reine Verm�genssch�den Dritter bejaht hatte, die indirekt als Folge der Besch�digung von Stromleitungen entstanden waren (BGE 101 Ib 252 E. 2; 102 II 85 E. 6). Diese Entscheide stiessen in der Lehre allerdings namentlich deshalb auf Kritik, weil das Bundesgericht die Bestimmung von Art. 239 StGB als Norm qualifiziert hatte, die Dritte vor den Folgen der Besch�digung einer Stromleitung sch�tzen will (vgl. insbesondere ERNST A. KRAMER, recht 1984, a.a.O., S. 133 f.; HANS MERZ, Obligationenrecht, Allgemeiner Teil, SPR Bd. VI/1, 1984, S. 191 f.; derselbe in: ZBJV 1978 S. 129 ff.; PIERRE GIOVANNONI, Le dommage indirect en droit suisse de la responsabilit� civile, compar� aux droits allemand et fran�ais, ZSR 1977 I 31 ff., 60; PIERRE TERCIER, La r�paration du pr�judice r�fl�chi en droit suisse de la responsabilit� civile, in: Gauch/Schyder [Hrsg.], Ged�chtnisschrift Peter J�ggi, 1977, S. 262 f.; ROBERTO, a.a.O., Rz. 145; REY, a.a.O., Rz. 700). Die Frage der Verletzung einer spezifischen Schutznorm stellt sich indessen im vorliegenden Fall, in dem eine Beeintr�chtigung der k�rperlichen Integrit�t als mittelbare Folge des sch�digenden Ereignisses geltend gemacht wird, nicht; auch ist in der Lehre im Anschluss an das Hunterurteil unbestritten geblieben, dass bei einer mittelbaren Sch�digung Dritter in ihrer k�rperlichen Integrit�t, die in allgemeiner Weise durch die Rechtsordnung, namentlich durch die den Art. 122 ff. StGB zugrunde liegenden Verbote und durch Art. 28 ZGB gesch�tzt ist, ohne weiteres ein Schutznormverstoss anzunehmen ist.
Allerdings wurde in der Lehre auch im Anschluss an den Hunterfall �ber eine vern�nftige Haftungsbegrenzung bei Schockschadenf�llen mit Hilfe der Ad�quanztheorie, d.h. mittels Pr�fung der Ad�quanz des Kausalzusammenhangs zwischen dem unfallverursachenden Verhalten und dem eingetretenen Erfolg diskutiert. Im Vordergrund der Diskussion steht dabei insbesondere, wie eng die Beziehung zwischen dem direkten Unfallopfer und dem Schockgesch�digten sein muss (bzw. wie weit der Kreis der Ersatzberechtigten gezogen werden darf), wie schwer die Betroffenheit des direkten Unfallopfers sein muss (gen�gt nur eine T�tung oder reicht auch eine blosse Verletzung oder Bedrohung desselben aus?) und wie nahe das schockausl�sende Miterleben sein muss (unmittelbares Miterleben des prim�ren Schadensereignisses durch den Dritten, allenfalls mit Selbstgef�hrdung desselben [vgl. dazu BGE 51 II 73 E. 2 S. 79 f.] oder blosse Benachrichtigung dar�ber, allenfalls auch �ber die Medien), damit der vom Dritten erlittene Schaden dem Unfallverursacher billigerweise zugerechnet werden kann (vgl. GAUCH, a.a.O., recht 1996 S. 231; KRAMER, a.a.O., ZBJV 1987 S. 312 ff.; SCHAER, a.a.O., S. 32 ff.; FISCHER, a.a.O., S. 17 ff., 43; SCHWENZER, a.a.O., Rz. 50.10; vgl. zur Begrenzung der Haftung mit dem "Ad�quanzkriterium" bei indirekten Sch�digungen Dritter bzw. bei Schocksch�den ferner: BREHM, a.a.O., N. 31g zu Art. 41 OR; KOLLER, a.a.O., � 24 Rz. 17; KELLER, a.a.O., Bd. I, S. 81; GURZELER, a.a.O., S. 198 ff.; TERCIER, a.a.O., S. 266; HONSELL, a.a.O., � 3 Rz. 31; ERNST A. KRAMER, a.a.O., recht 1984 S. 128 ff., 134; PIERRE CAVIN, Le dommage indirect dans le droit de la responsabilit� civile, Revue g�n�rale d'assurances terrestres 1975 S. 101 ff., 111; MERZ, ZBJV 1978 S. 131).
Im Hunterfall war weder der Schaden noch die nat�rliche Kausalit�t bestritten; das Bundesgericht bejahte die Ad�quanz in der Folge angesichts der besonderen Umst�nde des Falles ohne eingehende Erw�gungen dar�ber anzustellen (BGE 112 II 118 E. 5e S. 127 unten; der Entscheid wurde insoweit durch SCHAER, a.a.O., S. 31 f. und 35, kritisiert). Vorliegend zieht die Beschwerdef�hrerin in ihrer Argumentation verschiedentlich in Zweifel, ob bei den Beschwerdegegnern �berhaupt ein Schaden mit Krankheitswert vorliegt, der ad�quat-kausal auf den t�dlichen Verkehrsunfall ihres Sohnes zur�ckzuf�hren ist, wenn auch diese Fragen noch nicht Thema des angefochtenen Entscheids und damit der bundesgerichtlichen Beurteilung bilden. Dem wird die Vorinstanz bzw. die Erstinstanz im Rahmen des fortzuf�hrenden Verfahrens geb�hrend Rechnung zu tragen haben.
Die Gerichtskosten von Fr. 3'500.-- werden der Beschwerdef�hrerin auferlegt.
Die Beschwerdef�hrerin hat die Beschwerdegegner f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit insgesamt Fr. 4'000.-- zu entsch�digen.