Source: https://quovadis-jugendhilfe.de/betreuungsstellen2.html?id=1
Timestamp: 2018-04-24 02:39:48
Document Index: 218748383

Matched Legal Cases: ['§34', '§35', '§35', '§41', '§35', '§35']

Mehrgenerationenbauernhof "Walnusshof"
Individualpädagogische Betreuungsstellen Walnusshof und Lichtenplatz
Die Betreuungsangebote des Walnusshofes bieten, ebenso wie die möglichen Freizeitangebote, aufgrund ihrer besonderen Konstellation und außergewöhnlich reizarmen Lage, Jugendlichen mit verschiedenen Problematiken eine Chance, sich zu regenerieren und zu stabilisieren.
Die Betreuungsangebote des Walnusshofes richten sich an weibliche und männliche Jugendliche ab 16 Jahren und werden im Konzept nachfolgend beschrieben. Sie sind ausgerichtet an der Entwicklung der Jugendlichen und bieten eine Perspektive zum Verbleib in der Betreuungsstelle mit der Möglichkeit, verschiedene Betreuungsformen zu durchlaufen in Abhängigkeit von der Entwicklung und vom Bedarf der Jugendlichen.
Auf dem Bauernhof selber befinden sich zwei Einzelappartements zur Betreuung von Jugendlichen ab 16 Jahren.
Die weiteren Angebote der individualpädagogischen Betreuung Lichtenplatz, entweder in den beiden Wohngemeinschaften (mit bis zu 3 Plätzen) oder der Trainingswohnung, bieten Wohnformen für Jugendliche ab 16 Jahren. In den Wohngemeinschaften werden homogene Gruppen entweder weiblicher oder männlicher Jugendlicher betreut.
Die Jugendlichen können in dieser Betreuungsstelle mit Betriebserlaubnis nach §34, §35, §35a und §41 SGB VIII untergebracht werden.
Die Unterbringung nach §35a findet ihre Grundlage in langjähriger interdisziplinärer Zusammenarbeit mit niedergelassenen Psychiatern, Therapeuten und Trägern der Rehabilitation und zusätzlichen Qualifikationen der Pädagogen in den Bereichen tiergestützte Therapien, psychiatrische Fachpflege und Kreativtherapie. In dieser Kooperation kann der besondere Hilfebedarf dieser jungen Menschen zusammenführend gedeutet und ein individuelles Betreuungs- und Hilfekonzept erstellt werden. Eine Aufnahme nach §35a kann nur nach eingehender Abwägung des Falles und der Passung mit dem belegenden Jugendamt und dem Helfersystem erfolgen.
Voraussetzung für eine Aufnahme ist, dass die seelische Störung der Jugendlichen eine soziale Inklusion in die vorliegenden Betreuungsangebote zulässt sowie eine pädagogische Ansprechbarkeit und Moderierbarkeit durch erzieherische Intervention.
Abweichende seelische Störungen, die diese Voraussetzungen nicht erfüllen sowie das Vorliegen einer psychiatrisch-therapeutischen Betreuungsempfehlung schließen die Betreuung durch die Angebote dieser Stelle aus. Jugendliche, die stark aggressives Verhalten, sexualisiertes Gewaltverhalten oder stark selbst- und fremdgefährdendes Verhalten zeigen, können in den Angeboten des Walnusshofes nicht betreut werden.
Weitere Ausschlusskriterien für die Aufnahme in diese Betreuungsstelle sind vorliegende Tierhaarallergien und starke allergische Reaktionen auf Gräser, Blüten und Ähnliches in der naturnahen Umgebung.
Ausschlusskriterien für eine Betreuung sind ebenfalls Zündeln sowie das Quälen von Tieren.
Der Walnusshof ist idyllisch gelegen im Ortsteil Lichtscheid in Wuppertal. Der Hof mit dem alten Bauernhaus ist ein ehemaliger Reitstall, auf dem heute Ponys, Esel, Lamas, Ziegen, Hunde, Katzen und diverse Kleintiere ihr Zuhause finden - eine idealer Ort, Tiere hautnah zu erleben, Beziehungen und Empathie aufzubauen und Verantwortungsgefühl für Tiere zu entwickeln.
Durch Weiterbildungen in tiergestützten Therapien mit Lamas und anderen Tieren, gehören tiergestützte, pädagogische Projekte auf dem Hof in das Spektrum der Angebote für die Jugendlichen aller Betreuungsformen.
Das weitläufige Gelände bietet Gelegenheit für Spiel und Sport, genauso wie genügend Rückzugsmöglichkeiten, um allein zu sein.
So ist der Walnusshof ein Ort der Ressource der Einrichtung, Ort für Lernerfahrungen unterschiedlicher Art und natürlich beliebter, sozialer Treffpunkt. Auf dem Walnusshof können die Jugendlichen bei Interesse artgerechte Haltung sowie Versorgung und Pflege der Tiere erlernen, Einblicke in die Bewirtschaftung erlangen sowie ihr technisches und handwerkliches Geschick erproben.
Appartements Walnusshof
Auf dem Hof selber stehen zwei Einzelappartements zur Verfügung, welche sich direkt am Haupthaus befinden. Der Betreuungsschlüssel in dieser Wohnform beträgt 1:2. Da die langjährig erfahrene Pädagogin auch auf dem Hof lebt, ist nach Absprache mit dem Jugendamt in Abhängigkeit vom Entwicklungsstand sowie nach erfolgter Genehmigung durch das Landesjugendamt, auch eine Aufnahme etwas jüngerer Jugendlicher möglich.
Neben dem Angebot schulischer und beruflicher Orientierung, wird hier eine vielseitige, individuelle Betreuung vor dem Hintergrund einer professionell stützenden und liebevollen sozialen Struktur geboten.
Die Integration der Jugendlichen in die Gemeinschaft des Mehrgenerationenhofes hat zum Ziel, eine professionelle, authentisch erfahrbare und familienergänzende Beziehung zu ermöglichen.
Betreuung mit klaren Strukturen und individueller pädaggischer Passungsmöglichkeit
Personelle Stabilität durch gleichbleibende Fachkräfte
Aufbau einer positiven, tragfähigen Beziehung zum Erziehenden und Übertragung dieser Beziehung auf das persönliche
Umfeld der Jugendlichen (Lernen aus Erfahrung)
Einüben des Einhaltens von Absprachen und Regeln, einschließlich der verantwortungsbezogenen Übernahme übertragener Aufgaben
Erlernen eines verantwortungsbewussten Umgangs mit der eigenen Person
Regelmäßiger Schulbesuch und Einhalten von Arbeitszeiten bei Berufstätigkeit
Konsequentes Erziehungsverhalten mit Probier- und Orientierungsphase unter Berücksichtigung der Belastbarkeit der Betreuten
Aufbau einer positiven Erlebnisfähigkeit
Aufbau und Pflege von sozialen Kontakten im Hinblick auf sozial-emotionale Bindungsfähigkeit
Erlernen des Umgangs mit Geld, persönlichem und gemeinschaftlichem Eigentum
Entwickeln und Erproben sinnvoller Verhaltensweisen, Handlungsmöglichkeiten und Problemlösungsstrategien gemeinsames Planen und Gestalten von Gruppenaktivitäten
Individualpädagogische Betreuungsangebote Lichtenplatz
Diese Angebote befinden sich in fußläufig erreichbarer Nähe des Walnusshofes und bieten den Jugendlichen eine altersadäquate Lebensform.
Der Wohnkomplex Obere Lichtenplatzer Straße liegt sehr zentral mit direkter Verkehrsanbindung in die Innenstadt und Einkaufsmöglichkeiten, die fußläufig zu erreichen sind.
Die Angebote der individualpädagogischen Wohngemeinschaften (mit je 3 Plätzen) und der Trainingswohnung (mit einem Platz) richten sich an Heranwachsende im Alter von 16 bis maximal 27Jahren, mit einem Betreuungsschlüssel von 1:2. Das erfahrene Pädagogenteam arbeitet langjährig zusammen und besteht aus 3 Erzieherinnen und einem Erzieher mit unterschiedlichen therapeutischen Zusatzqualifikationen. Durch die frühere Tätigkeit des Erziehers als Hockeytrainer und Schiedsrichter, ist die Unterstützung und Begleitung sportlich ausgerichteter Aktivitäten hier ebenfalls ein Schwerpunkt.
Die Heranwachsenden werden individuell und in 24-stündiger Rufbereitschaft betreut.
Es finden regelmäßig gemeinsame Aktivitäten und individuelle Besuchskontakte statt. Alle Leistungen dieser individualpädagogischen Betreuung entsprechen der Beschreibung und dem Konzept des Walnusshofes und sind mit diesem sowohl personell als auch durch gemeinsame Angebote und Aktivitäten aller Betreuten eng verbunden. Die enge Verbindung zum Betreuungssetting auf dem Bauernhof und die bestehende Zusammenarbeit mit den Pädagoginnen stärkt die soziale Einbettung in bestehende, bereits vertraute und Sicherheit gebende Strukturen.
Ziel dieser Angebote, ist eine individualpädagogische Betreuung in einem geschützten Rahmen und langfristig eine Verselbständigung. Die betreuten Jugendlichen sollen zunehmend lernen, Verantwortung zu übernehmen, ihre sozialen Kompetenzen erweitern und lebenspraktische Fertigkeiten der Haushaltsführung und des Erwachsenenlebens einüben. Dabei werden sie ihrem Bedürfnis entsprechend mit individuell erforderlicher Intensität begleitet und gefördert.
In dieser Wohnform gelingt es, realistische Zukunftsperspektiven zu entwickeln und Selbstwirksamkeit zu erfahren. Hier können wertvolle Erfahrungen mit Unterstützung gesammelt werden, die schließlich den Schritt in ein eigenständiges Leben erheblich erleichtern.
Die Jugendlichen werden in allen Lebensbereichen angeleitet und pädagogisch unterstützt und sollten in der Lage sein, grundlegende lebenspraktische Fertigkeiten umsetzen zu können. Weiterhin wird eine emotional-soziale Entwicklung vorausgesetzt, die beinhaltet, dass die Bewohnerinnen sich an Absprachen halten können und die gemeinsam erstellten Regeln in WG und Wohnung respektieren.
Dazu gehören sowohl Grundsätze des Zusammenlebens, wie Rücksichtnahme, angemessene Formen der Kommunikation und abgesprochene Umsetzung hauswirtschaftlicher Inhalte, als auch die Bereitschaft, die Wohnform als Teil der Einrichtung zu akzeptieren und damit Grundsatzregeln des Walnusshofes zuverlässig einzuhalten, wie beispielsweise die Anmeldung von Besuch. Als Anschlussmaßnahme, nach der Betreuung in einem der Appartements auf dem Walnusshof, besteht bereits ein gewachsenes Vertrauensverhältnis zwischen Betreuten und Erziehern, so dass ein solides Fundament für eine Verselbständigung zu Grunde liegt.
Suchterkrankungen und/ oder psychische Störungen, die zu einer Eigen- und Fremdgefährdung in einer solchen Wohnform führen können, werden als Ausschlusskriterien eingestuft.
Ebenso schließen starke Entwicklungsverzögerungen im sozial- emotionalen Bereich sowie im Bereich lebenspraktischer Fähigkeiten die Verselbständigung in dieser Wohnformen aus.
Die Wohnformen Lichtenplatz sind jedoch für Allergiker geeignet.
Zentraler pädagogischer Mittel- und Treffpunkt der Angebote Lichtenplatz ist eine Wohnung, die benachbart im Erdgeschoss liegt.
Die modernen und ansprechenden Räumlichkeiten bieten in der Kombination: Büro und Besprechungsraum, Wohnzimmer und Küche sowie eine Übernachtungsmöglichkeit für Betreuer.
Es bietet sich hier die Möglichkeit, zu Einzel- und Gruppenaktivitäten außerhalb der Wohnräume der Jugendlichen: Kochen, Spiele, kreative Angebote sowie Hausaufgabenbegleitung und Vermitteln von Medienkompetenzen finden hier Raum.
Individualpädagogische Betreuung in der Wohngemeinschaft Lichtenplatz I
Die Wohngemeinschaft bietet auf ca. 90m² Wohnraum für zurzeit drei Mädchen. Die liebevoll und modern eingerichtete Wohnung besteht aus insgesamt fünf Zimmern, einer voll ausgestatteten Küche, einem Bad mit Dusche, einem gemeinsamen Wohnraum mit Balkon sowie drei individuell gestaltbaren Zimmern für die betreuten Jugendlichen. Auf diese Weise erhält jede Jugendliche ihr eigenes Zimmer als persönlichen Schutz- und Schonraum, welches Rückzugsmöglichkeit bietet. Geeignet ist diese Wohnform vor allem für Mädchen, die soziale Kontakte benötigen und fähig sind, im Rahmen einer kleinen Gruppenkonstellation zu leben.
Individualpädagogische Betreuung in der Wohngemeinschaft Lichtenplatz II
Die Wohnung ist ebenfalls 90m² groß und bietet 3 Jugendlichen die Möglichkeit, der individuellen pädagogischen Betreuung, in der jeder Betreute seinen eigenen Raum erhält, aber genauso die Möglichkeit hat, den Gemeinschaftsraum sowie gemeinsame Angebote zu nutzen. Auch diese Wohnung hat einen Balkon zur Rückseite des Hauses und liegt in unmittelbarer Nachbarschaft.
Verselbständigung in der Trainingswohnung
Die Trainingswohnung bietet auf ca. 45m² eine Betreuungsmöglichkeit für einen Jugendlichen. Die nach Wünschen der Bewohner mitgestaltete Wohnung verfügt über zwei Zimmer (ein Schlafraum und eine große Wohnküche mit Wohnbereich) sowie Bad mit Dusche. Die Betreuten können hier im geschützten Rahmen Erfahrungen im Hinblick auf das Führen eines eigenständigen Lebens in einer eigenen Wohnung sammeln und ihre Selbstständigkeit erproben. Diese Wohnform eignet sich zum Einen als Anschlussangebot, aufbauend auf die Erfahrungen in der WG, zum Anderen ist sie sehr geeignet für junge Volljährige, die nicht befähigt sind, in einer Gruppe zu leben. Es gelten die gleichen Ausschlusskriterien, die auch in der WG zu Grunde liegen.
Personelle Stabilität durch feste Zuständigkeiten und täglichen, engen Kontakt zu den Jugendlichen der Wohngemeinschaften und der Trainingswohnung (regelmäßige Aktionen, WG-interne Abende, gemeinsame pädagogische Abende)
Steigerung der Kommunikationsfertigkeiten bezüglich Terminabsprachen, Regeleinhaltung und Regulierung des Alltags
Aufbau und Pflege von sozialen Kontakten im Hinblick auf sozialemotionale Bindungsfähigkeit
Realitätsbezogener Umgang mit Geld, persönlichem und gemeinschaftlichem Eigentum
Entwickeln und Erproben von Handlungsmöglichkeiten und Problemlösungsstrategien
Verselbständigung und Nachbetreuung:
Aktionstermine (Kochen, Einkauf, gemeinsame Freizeit/ Ausflüge)
gemeinsame Strukturierung des Alltags und anstehender Termine
Unterstützung des regelmäßigen, selbstständigen Schulbesuches oder die Einhaltung von Arbeitszeiten bei Berufstätigkeit
Pädagogische Arbeit mit der Herkunftsfamilie
Die Herkunftsfamilie stellt einen prägenden und identitätsstiftenden Teil in der Vita der Jugendlichen dar. Dieses Bezugssystem erfährt einen sensiblen und respektvollen Umgang durch die Erzieher.
Förderung und Unterstützung des Kontaktes zur Herkunftsfamilie, bis hin zur Begleitung von Besuchskontakten werden im individuell angepassten Rahmen zuverlässig umgesetzt. Dabei stehen die Erzieher in regelmäßigem Austausch mit den Sorgeberechtigten, um durch effektive Gespräche, Erziehungsziele umzusetzen und eine Atmosphäre der Transparenz zu ermöglichen, die den Entwicklungsverlauf konstruktiv unterstützt, aber auch mögliche Ängste und Vorbehalte abbauen kann.
Die Jugendlichen werden auf dem Weg ihrer sexuellen Entwicklung und Reifung dahingehend unterstützt, eine gesunde und verantwortungsbewusste Haltung zur eigenen Sexualität zu entwickeln.
Dabei helfen Gesprächsangebote, Aufklärungsarbeit, Begleitung zu Beratungsstellen und zu Fachärzten sowie geschlechtsspezifische Projekte.
Partizipation und Beschwerdemöglichkeit / Qualitätssicherung
Die Jugendlichen sind in die Mitgestaltung der Betreuung, der Lebenswelt und des Alltags altersentsprechend und je nach Entwicklungsstand einbezogen, so dass diese selbst erfahrbar und wirksam werden. Bereits beim Einzug in der Jugendhilfestelle Walnusshof werden den Jugendlichen die Funktionen der am Hilfeprozess beteiligten Personen altersentsprechend und verständlich erklärt und Schritte sowie Möglichkeiten und Ansprechpartner für den Fall einer vorliegenden Beschwerde aufgezeigt, zudem werden sie in künftige Planungsprozesse integriert. Externe und interne Ansprechpartner sowie deren Kontaktdaten sind den Betreuten benannt und schriftlich vorliegend.
Die Mitbestimmung der Jugendlichen, als selbstverständlicher Anteil des pädagogischen Prozesses und Vorbereitung auf ein selbstbestimmtes Leben, ist von Beginn an in der Jugendhilfestelle verankert.
Bei Interesse der Jugendlichen am Betreuungsangebot kann ein gemeinsam vereinbartes Kennenlernen und / oder Probewohnen eingeräumt werden, als zusätzliche Möglichkeit, sich ein genaueres Bild über den Alltag in der Jugendhilfestelle zu verschaffen. Das geäußerte Einverständnis des Kindes/ der Jugendlichen zu dieser Maßnahme ist die erste Grundvoraussetzung zur Aufnahme in die Betreuungsstelle.
Die Gestaltung des eigenen Zimmers, Wünsche zur Gestaltung der Freizeit sowie beispielsweise das Erstellen gemeinsamer Essenspläne bieten jedem Betreuten die Möglichkeit, den Alltag aktiv mitzugestalten.
Auch die wöchentlichen gemeinsamen pädagogischen Abende sowie WG internen- Abende sind an den Wünschen der Jugendlichen orientiert und beinhalten ein breites Angebotsspektrum.
Es stehen auf dem Hof und im Büro Lichtenplatz Briefkästen zur Verfügung, die die Möglichkeit bieten, auf dem schriftlichen Weg, Nachrichten aller Art an die Betreuer des Hauses zu schicken. Kritik und Beschwerden sind hier ausdrücklich erwünscht.
Die Räumlichkeiten jeder Wohneinheit sind mit einem Notfall-Ordner ausgestattet, in welchem die Jugendlichen wichtige Telefonnummern, Broschüren und Ansprechpartner nachschlagen können. Aufgeführt werden hier die entsprechenden Ansprechpartner des Jugendamtes und der Betreuung, Telefonnummern und Sprechzeiten von Ärzten sowie hilfreiches Informationsmaterial wie beispielsweise die Kontaktdaten der Frauenberatung, des Sorgentelefones oder der Schwangerschaftsberatung.
Allen Betreuten des Walnusshofes stehen die Telefonanschlüsse der Einrichtung für Telefonate mit Behörden, Ärzten, Beratungsstellen etc. zur Verfügung, damit keine Abhängigkeit vom eigenen Handyguthaben besteht.
Die Jugendlichen haben die Möglichkeit, regelmäßig persönliche Gespräche mit der Koordinatorin zu führen, die mindestens 14- tägig in der Betreuungsstelle vor Ort ist. Die Kontaktaufnahme zur Koordinatorin/ pädagogischen Leitung der Einrichtung bei möglichen Problemen ist jederzeit auch durch die Betreuer gewährleistet.
Die Betreuungsstelle wird vor Ort fachlich eng durch die Koordinatorin betreut, um in Teamsettings den Entwicklungsverlauf zu reflektieren und anzupassen.
Die Betreuer nehmen regelmäßige Supervisionen und Fortbildungen wahr.