Source: http://ra-grasse.de/arbeitsrecht/Tarifvertraege/Entgelttarifvertrag_Friseurhanderk_Niedersachsen1.htm
Timestamp: 2017-04-25 22:15:19
Document Index: 260797433

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 8', '§ 5', '§ 1', '§ 17', '§ 7']

Arbeitsrecht Tarifverträge - Entgeltrahmentarifvertrag Friseurhandwerk Niedersachsen - 2009
Rechtsanwalt Grasse Hannover
Arbeitsrecht - Tarifverträge
Entgelttarifvertrag- Friseurhandwerk - Niedersachsen - 2009
E n t g e l t
für Arbeitnehmer/innen (Arbeiter/innen und Angestellte)
räumlich einerseits für das Land Niedersachsen in den Landesgrenzen am 1. April 2009 mit Ausnahme der Gemeinden Langen, Loxstedt, Nordholz, Schiffdorf sowie der Samtgemeinden Bederkesa, Beverstedt, Hagen, Land Wurste
b) fachlich für alle Betriebe und Betriebsabteilungen des Friseurhandwerks im Damenfach und im Herrenfach sowie im Theaterfach, in der Schönheitspflege (Kosmetik), der Fußpflege, der Haarbearbeitung und –verarbeitung;
persönlich für alle in Friseurbetrieben und Betriebsabteilungen beschäftigten Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen (Arbeiter, Arbeiterinnen und Angestellte) einschließlich der Teilzeitbeschäftigten des Friseurhandwerks, die mit
friseurwerklichen Arbeiten beschäftigt werden.
(2) Dieser Tarifvertrag gilt nicht für Auszubildende.
Bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 38 Stunden betragen die Stunden- bzw. Wochenentgelte sowie die pauschalierten Monatsentgelte (165 Stunden je Monat)
für Arbeitnehmer/innen mit bestandener Gesellenprüfung des Friseurhandwerks, Ecklohn ist das Entgelt in Entgeltstufe 3.
1. Mindestentgelttabelle ab 1. April 2009 bis 31. März 2010
pausch. Monat
1 Young Stylist
€ 1.341,45
3 Top Stylist
4 Master Stylist
plus 15 % auf das eingruppierte Tarifentgelt
5 Master Stylist
2. Mindestentgelttabelle ab 1. April 2010 bis 31. März 2010
1. Young Stylist
€ 1.367,85
3. Mindestentgelt ab 1. April 2011 bis 31. Dezember 2011
3 Top Stylist 100 v. H.
€ 1.549,35
Nach einer Berufstätigkeit von zwei Jahren besteht Anspruch auf Höherstufung in Entgeltstufe 2. Zeiten außerhalb der Entgeltfortzahlung (Mutterschutzurlaub, Krankheit mit einer Dauer von mehr als sechs Wochen) zählen nicht zur Berufstätigkeit. 2. Entgeltstufe 5
für Arbeitnehmer/innen, die die Voraussetzungen der Entgeltstufe 4 erfüllen und als betriebsleitende Meister/innen in Friseursalons beschäftigt werden, deren Inhaber/innen nicht die Meisterprüfung abgelegt haben oder nicht im Besitz der Befugnis zur Ausbildung der Auszubildenden sind. Sie erhalten einen Zuschlag von 40 v. H. Zu dem Entgelt der Entgeltstufe 3 (Ecklohn).
Entgelterhöhungen, di sich aus der Umstellung auf diesen Tarifvertrag ergeben, können auf bisher bezahlte übertarifliche Zulagen angerechnet werden. Im Übrigen wird aus Anlass dieses Tarifabschlusses kein bisheriges Entgelt herabgesetzt. § 4
(1) Ein hohes Qualifikationsniveau und lebenslanges Lernen liegen im gemeinsamen Interesse von Arbeitnehmern/Arbeitnehmerinnen und Arbeitgebern. Qualifizierung dient der Steigerung von Effektivität und Effizienz der Nachwuchsförderung und der Steigerung von beschäftigungsbezogenen Kompetenzen. Die Tarifvertragsparteien verstehen Qualifizierung auch als Teil der Personalentwicklung. (2) Vor dem Hintergrund stellt Qualifizierung nach diesem Tarifvertrag ein Angebot dar, aus dem für die Arbeitnehmer/innen ein individueller Anspruch entsteht.
Insbesondere haben Arbeitnehmer/innen gegenüber ihrem Arbeitgeber einen Anspruch auf eine vom Arbeitgeber finanzierte Qualifizierungsmaßnahme geltend machen, um sich vom Stylisten zum Top-Stylisten zu qualifizieren. (3) Qualifizierungsmaßnahmen sind
c) die Einarbeitung bei oder nach längerer Abwesenheit (Wiedereinstiegsqualifizierung).
(4) Arbeitnehmer/innen haben Anspruch auf ein regelmäßiges Gespräch mit der jeweiligen Führungskraft, in dem festgestellt wird, ob und welcher Qualifizierungsbedarf besteht. Ist nichts anderes geregelt, ist das Gespräch jährlich zu führen. (5) Die Übernahme von Qualifizierungsmaßnahmen richtet sich nach § 8 (5) MTV.
(6) Zeiten von vereinbarten Qualifizierungsmaßnahmen gelten als Arbeitszeit. (7) Gesetzliche Förderungsmöglichkeiten können in die Qualifizierungsplanung einbezogen werden.
(8) Für Arbeitnehmer/innen mit individuellen Arbeitszeiten sollen Qualifizierungsmaßnahmen so angeboten werden, dass ihnen eine gleichberechtigte Teilnahme ermöglicht wird. § 5
Die Entgeltumwandlung von tariflichen Vergütungsansprüchen oder sonstigen Zuwendungen zur Verwendung für die betriebliche Altersvorsorge der Arbeitnehmer/innen gem. § 1 a des Gesetzes zur Verbesserung der betrieblichen Altersvorsorge (BetrAVG), ist zugelassen. Der Tarifvorbehalt gem. § 17 BetrAVG ist damit aufgehoben.
Mit Zustimmung der Tarifvertragsparteien können Innungen dem Tarifvertrag beitreten, wenn sie im räumlichen Geltungsbereich des Tarifvertrages nicht genannt sind. § 7
Dieser Entgelttarifvertrag tritt am 1. April 2009 in Kraft. Er kann mit einer Frist von 2 Monaten zum Monatsende, erstmals zum 31. Dezember 2011 schriftlich gekündigt werden.
Mit Inkrafttreten dieses Tarifvertrages tritt der Entgelttarifvertrag für das Friseurhandwerk in Niedersachsen und der Stadt Bremen vom 5. März 2007 außer Kraft.
Hannover, den 18. Mai 2009
Bitte beachten Sie, dass Übertragungsfehler trotz sorgfältiger Erstellung nicht ausgeschlossen werden können. Für verbindliche und aktuelle Informationen wenden Sie sich daher bitte an die Tarifvertragsparteien. Arbeitsrecht - Übersicht Tarifverträge
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