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Timestamp: 2016-10-24 18:25:04
Document Index: 84385261

Matched Legal Cases: ['Art. 292', 'Art. 72', 'Art. 75', 'Art. 90', 'BGE', 'Art. 76', 'Art. 76', 'Art. 98', 'BGE', 'Art. 98', 'Art. 106', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 95', 'Art. 29', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 97', 'in fine', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 276', 'BGE', 'Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'Art. 29', 'Art. 29', 'Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 66']

5A_69/2016 (14.03.2016)
5A_69/2016 � � Urteil vom 14. M�rz 2016
A.________, vertreten durch Rechtsanw�ltin Brigitte Bitterli,
B.________, vertreten durch Rechtsanw�ltin Daniela Fischer,
C.________, c/o D.________, Erziehungsbeist�ndin, Sozialdienst K�ttigen.
Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Aargau, Zivilgericht, 5. Kammer, vom 20. Januar 2016.
A.a.�A.________ (Ehemann/Vater) und B.________ (Ehefrau/Mutter) sind die verheirateten Eltern ihres Sohnes namens C.________ (2009). Die Eltern leben seit Juni 2012 getrennt. Mit Eheschutzentscheid des Gerichtspr�sidiums Aarau vom 26. Oktober 2012 wurde die Obhut �ber den Sohn der Mutter zugewiesen und dem Vater ein gerichts�bliches Besuchsrecht zugesprochen. Die eheliche Liegenschaft wurde der Mutter zur Benutzung zugewiesen und der Vater/Ehemann verpflichtet, Beitr�ge an den Unterhalt des Sohnes und an jenen der Ehefrau zu leisten.
A.b.�Am 6. Juni 2014 leitete der Ehemann am Bezirksgericht Aarau das Scheidungsverfahren ein. Im Rahmen der Klagebegr�ndung ersuchte er um Erlass vorsorglicher Massnahmen f�r die Dauer des Scheidungsverfahrens. Konkret beantragte er, den Sohn unter seine Obhut zu stellen, das Besuchsrecht der Mutter zu regeln und die eheliche Liegenschaft ihm zur ausschliesslichen Benutzung zuzuweisen; ferner sei festzustellen, dass er auf Unterhaltsbeitr�ge f�r den Sohn verzichte und kein Anspruch der Ehefrau auf pers�nliche Unterhaltsbeitr�ge bestehe.
A.c.�Am 7. Juli 2015 �nderte das Gerichtspr�sidium Aarau das Urteil der n�mlichen Instanz vom 26. Oktober 2012 ab: Es verpflichtete die Mutter bis zum 1. Januar 2016 aus der ehelichen Liegeschaft auszuziehen und wies die Liegenschaft ab diesem Zeitpunkt dem Vater sowie dem Sohn zu. Zudem verbot es der Mutter unter Androhung der Strafen nach Art. 292 StGB, genau bezeichnete Gegenst�nde mitzunehmen (2). Ferner stellte es den Sohn unter die Obhut des Vaters (3.1), regelte das Besuchsrecht der Mutter (3.2) und stellte des weiteren fest, dass der Vater auf Unterhaltsbeitr�ge f�r den Sohn verzichtet (3.4 [recte wohl 3.3]). Schliesslich erkannte es, dass die vom Ehemann an die Ehefrau zu leistenden Unterhaltsbeitr�ge ab 1. Januar 2016 dahinfallen (4).
Die Mutter gelangte gegen diesen Entscheid mit Berufung an das Obergericht des Kantons Aargau mit dem Begehren, den angefochtenen Entscheid des Gerichtspr�sidiums aufzuheben und das Gesuch des Vaters um Erlass vorsorglicher Massnahmen abzuweisen. �berdies beantragte sie den Aufschub der Vollstreckung des erstinstanzlichen Entscheids. Der Vater schloss auf Abweisung des eingelegten Rechtsmittels. Am 19. Oktober 2015 wies der Instruktionsrichter das Gesuch der Mutter um Aufschub der Vollstreckung ab. In Gutheissung der Berufung hob das Obergericht am 20. Januar 2016 den angefochtenen Entscheid auf und wies "die Klage" ab (Ziff.1). Des Weiteren wies es die Mutter an, alles zu unterlassen, was geeignet ist, den Sohn gegen�ber seinem Vater negativ zu beeinflussen (negative �usserungen in Bezug auf den Vater in Anwesenheit des Sohnes). Es aufregte die Gerichtskosten von Fr. 1'500.-- dem Vater und verpflichtete diesen, der Mutter ihre richterlich festgesetzten Parteikosten von Fr. 2'970.-- zu bezahlen.
Der Vater (Beschwerdef�hrer) hat am 27. Januar 2016 (Postaufgabe) gegen den obergerichtlichen Entscheid beim Bundesgericht Beschwerde in Zivilsachen erhoben; er beantragt die Aufhebung des angefochtenen Entscheids. Im Weiteren ersuchte er um superprovisorische Gew�hrung der aufschiebenden Wirkung. Ferner hat er am 28. Januar 2016 (Postaufgabe) einen Zusatz eingereicht. Darin beantragte er den Erlass vorsorglicher Massnahmen. Am 8. Februar 2016 (Postaufgabe) stellte er ein weiteres Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen. Die Mutter (Beschwerdegegnerin) hat sich am 15. Februar 2016 (Postaufgabe) zum Gesuch um aufschiebende Wirkung vernehmen lassen.
Mit Verf�gung vom 17. Februar 2016 trat der Pr�sident der erkennenden Abteilung auf das Massnahmegesuch vom 8. Februar 2016 nicht ein und schrieb jenes vom 28. Januar 2016 als gegenstandslos geworden ab; ferner erteilte er der Beschwerde in teilweiser Gutheissung des Gesuchs des Beschwerdef�hrers aufschiebende Wirkung f�r die vom Obergericht der Beschwerdegegnerin zugesprochene Parteientsch�digung und wies das Gesuch im �brigen ab.
1.1.�Es geht um vorsorgliche Massnahmen f�r die Dauer des Scheidungsverfahrens; betroffen sind die Kinderbelange, mithin eine Zivilsache im Sinn von Art. 72 Abs. 1 BGG nicht verm�gensrechtlicher Natur. Angefochten ist ein Entscheid einer oberen kantonalen Instanz als Rechtsmittelinstanz (Art. 75 Abs. 2 BGG); dabei handelt es sich um einen Endentscheid (Art. 90 BGG; BGE 134 III 426 E. 2.2 S. 431). Der Beschwerdef�hrer war Partei im kantonalen Verfahren (Art. 76 Abs. 1 lit. a BGG) und verf�gt �ber ein sch�tzenswertes Interesse an der Beschwerde (Art. 76 Abs. 1 lit. b BGG). Auf die Beschwerde ist grunds�tzlich einzutreten.
1.2.�Gegenstand des Verfahrens sind vorsorgliche Massnahmen im Sinn von Art. 98 BGG (BGE 133 III 393 E. 5.1 S. 397). Liegen vorsorgliche Massnahmen im Streit, kann einzig die Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte ger�gt werden (Art. 98 BGG). Das Bundesgericht wendet dabei das Recht nicht von Amtes wegen an, sondern pr�ft die Verletzung von verfassungsm�ssigen Rechten nur insofern, als eine solche R�ge in der Beschwerde vorgebracht und hinreichend begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG). In der Beschwerde ist folglich klar und detailliert anhand der Erw�gungen des angefochtenen Entscheides darzulegen, inwiefern verfassungsm�ssige Rechte verletzt worden sein sollen (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 133 III 393 E. 6 S. 397; 134 I 83 E. 3.2. S. 88 mit Hinweisen). Wird eine Sachverhaltsfeststellung beanstandet, muss in der Beschwerdeschrift dargelegt werden, inwiefern diese Feststellung willk�rlich oder durch eine andere Rechtsverletzung im Sinn von Art. 95 BGG (z.B. Art. 29 Abs. 2 BV oder Art. 8 ZGB) zustande gekommen ist (vgl. BGE 133 II 249 E. 1.2.2 und 1.4.3 S. 255) und inwiefern die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 in fine BGG; BGE 135 I 19 E. 2.2.2 S. 22). Auf rein appellatorische Kritik am Sachverhalt tritt das Bundesgericht nicht ein.
2.1.�F�r die Zuteilung der Obhut an einen Elternteil gelten grunds�tzlich die gleichen Kriterien wie im Scheidungsfall. Nach der Rechtsprechung hat das Wohl des Kindes Vorrang vor allen anderen �berlegungen, insbesondere vor den W�nschen der Eltern. Vorab muss deren Erziehungsf�higkeit gekl�rt werden. Ist sie bei beiden Elternteilen gegeben, sind vor allem Kleinkinder und grundschulpflichtige Kinder demjenigen Elternteil zuzuteilen, der die M�glichkeit hat und dazu bereit ist, sie pers�nlich zu betreuen. Erf�llen beide Elternteile diese Voraussetzung ungef�hr in gleicher Weise, kann die Stabilit�t der �rtlichen und famili�ren Verh�ltnisse ausschlaggebend sein. Schliesslich ist - je nach Alter der Kinder - ihrem eindeutigen Wunsch Rechnung zu tragen. Diesen Kriterien lassen sich die weiteren Gesichtspunkte zuordnen, so die Bereitschaft eines Elternteils, mit dem anderen in Kinderbelangen zusammenzuarbeiten und insbesondere die Beziehung zum andern Elternteil zuzulassen und aktiv zu f�rdern (sog. Bindungstoleranz; zum Begriff Urteil 5A_138/2012 vom 26. Juni 2012 E. 3-5), der Grundsatz, Geschwister nach M�glichkeit nicht zu trennen, oder die Forderung, dass eine Zuteilung der Obhut von einer pers�nlichen Bindung und echter Zuneigung getragen sein sollte (zum Ganzen: Urteil 5A_720/2013 vom 4. M�rz 2014 E. 2 mit Hinweisen).
2.2.�Bei der Beurteilung der f�r die Obhutszuteilung massgebenden Kriterien verf�gt das Sachgericht �ber grosses Ermessen (BGE 115 II 317 E. 2 und E. 3 S. 319 ff.). Auf Willk�rbeschwerde hin greift das Bundesgericht deshalb nur ein, wenn das Sachgericht grundlos von in Lehre und Rechtsprechung anerkannten Grunds�tzen abgewichen ist, wenn es Gesichtspunkte ber�cksichtigt hat, die keine Rolle h�tten spielen d�rfen, oder wenn es umgekehrt rechtserhebliche Umst�nde ausser Acht gelassen hat. Der Ermessensentscheid muss sich als im Ergebnis offensichtlich unbillig, als in stossender Weise ungerecht erweisen (BGE 132 III 97 E. 1 S. 99 mit weiteren Hinweisen; vgl. zum Ganzen: Urteile 5A_720/2013 vom 4. M�rz 2014 E. 2 und 5A_157/2012 vom 23. Juli 2012 E. 3.1, in: FamPra.ch 2012 S. 1094).
2.3.�Massnahmen, die das Eheschutzgericht angeordnet hat, dauern �ber die Rechtsh�ngigkeit des Scheidungsverfahrens an; f�r die Aufhebung oder �nderung ist allerdings das Scheidungsgericht zust�ndig (Art. 276 Abs. 2 ZPO). Massnahmen zum Schutz der ehelichen Gemeinschaft bzw. vorsorgliche Massnahmen f�r die Dauer des Scheidungsverfahrens k�nnen abge�ndert werden, wenn nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils eine wesentliche und dauernde �nderung eingetreten ist oder die tats�chlichen Umst�nde, die dem Massnahmeentscheid zu Grunde lagen, sich nachtr�glich als unrichtig erwiesen haben. Eine �nderung ist ferner angebracht, wenn sich der Entscheid nachtr�glich im Ergebnis als nicht gerechtfertigt herausstellt, weil dem Massnahmegericht die Tatsachen nicht zuverl�ssig bekannt waren. Andernfalls steht die formelle Rechtskraft des Eheschutz- bzw. des Massnahmeentscheides einer Ab�nderung entgegen. Eine Ab�nderung ist ferner ausgeschlossen, wenn die Sachlage durch eigenm�chtiges, widerrechtliches, mithin rechtsmissbr�uchliches Verhalten herbeigef�hrt worden ist (BGE 141 III 376 E. 3.3.1 S. 378 mit Hinweisen betreffend Ab�nderung vorsorglicher Massnahmen; Urteile 5A_117/2010 vom 5. M�rz 2010 E. 3.3 in: FamPra.ch 2010 S. 705 und 5P.473/2006 vom 19. Dezember 2006 E. 3 in: FamPra.ch 2007 S. 373 betreffend Ab�nderung von Eheschutzmassnahmen).
Der Beschwerdef�hrer wirft der Vorinstanz verschiedentlich eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs sowie Willk�r vor:
Das rechtliche Geh�r nach Art. 29 Abs. 2 BV verlangt, dass das Gericht die Vorbringen des vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen auch tats�chlich h�rt, pr�ft und in der Entscheidfindung ber�cksichtigt. Daraus folgt unter anderem die grunds�tzliche Pflicht der Beh�rden, ihren Entscheid zu begr�nden. Die Begr�ndung muss so abgefasst sein, dass der Betroffene den Entscheid gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann. Die Begr�ndung muss kurz die wesentlichen �berlegungen nennen, von denen sich das Gericht hat leiten lassen und auf die sich sein Entscheid st�tzt. Nicht erforderlich ist hingegen, dass sich der Entscheid mit allen Parteistandpunkten einl�sslich auseinander setzt und jedes einzelne Vorbringen ausdr�cklich widerlegt (BGE 141 I 60 E. 3.3 S. 64; 141 III 28 E. 3.2.4 S. 41; 138 I 332 E. 5.1).
Willk�r liegt nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts nicht schon dann vor, wenn eine andere L�sung ebenfalls vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen w�re; willk�rlich ist ein Entscheid, wenn er offensichtlich unhaltbar ist, zur tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderlauft. Willk�r liegt erst vor, wenn nicht bloss die Begr�ndung eines Entscheides, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist (BGE 140 III 167 E. 2.1 S. 168; 139 III 334 E. 3.2.5 S. 339; 138 I 305 E. 4.3 S. 319 mit Hinweis).
3.1.�Der Beschwerdef�hrer weist auf die angebliche kriminelle Energie der Beschwerdegegnerin hin und macht in diesem Zusammenhang geltend, er habe bei der Vorinstanz die Verf�gung der Staatsanwaltschaft vom 17. September 2015 eingereicht, wonach gegen die Beschwerdegegnerin strafrechtliche Anklage wegen verschiedener Verm�gensdelikte erhoben worden sei; damit habe er darauf aufmerksam machen wollen, dass die Beschwerdegegnerin mit den ihr anvertrauten Geldern nicht verantwortungsvoll umzugehen wisse. Er habe in diesem Zusammengang mehrfach den Antrag gestellt, die Strafakten beizuziehen; diesen entscheidrelevanten Beweisantr�gen habe die Vorinstanz nicht stattgegeben und damit Art. 29 Abs. 2 BV sowie den Anspruch auf ein faires Verfahren verletzt. Gleichzeitig erweise sich der Vorwurf des Obergerichts, er habe nicht aufgezeigt, dass die Beschwerdegegnerin rechtskr�ftig verurteilt worden sei, als willk�rlich.
Der Vorwurf der Verletzung des Anspruchs auf ein faires Verfahren ersch�pft sich in jenem der Verletzung des rechtlichen Geh�rs und hat somit keine selbst�ndige Bedeutung. Dem angefochtenen Entscheid ist zu entnehmen, dass der Beschwerdef�hrer nicht behauptet hat, die Beschwerdegegnerin sei rechtskr�ftig verurteilt worden. In der Berufungsschrift war denn auch nur von h�ngigen Strafverfahren die Rede, wobei auf die Verf�gung der Staatsanwaltschaft vom 17. September 2014 (recte 2015) Bezug genommen wurde. War aber nicht von rechtskr�ftigen Verurteilungen die Rede, so dr�ngte sich ein Beizug der Strafakten nicht auf. Der Vorwurf der Verletzung des rechtlichen Geh�rs erweist sich als unbegr�ndet. Angesichts der Ausf�hrungen des Beschwerdef�hrers in der Berufungsschrift liegt auch keine willk�rliche Sachverhaltsfeststellung vor.
3.2.�Der Beschwerdef�hrer weist sodann auf die Betreibungsausst�nde der Beschwerdegegnerin von Fr. 500'000.-- und auf ihre (angebliche) Spielsucht hin, die von der Beschwerdegegnerin nie bestritten worden sei. Sie habe lediglich eine unglaubw�rdige Geschichte vorgetragen, wonach er (der Beschwerdef�hrer) einen spiels�chtigen Freund damit beauftragt habe, sich an die Beschwerdegegnerin "ranzumachen", um diese dazu zu bringen, im Spielcasino zu "zocken". Der Beschwerdef�hrer verweist in diesem Zusammenhang auf seinen im Berufungsverfahren gestellten Beweisantrag, l�ckenlose Ausz�ge der Konten der Beschwerdegegnerin einzuholen. Das Obergericht habe diesem Antrag in Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV nicht entsprochen und den Sachverhalt willk�rlich festgestellt.
Die Vorinstanz f�hrt dazu aus, die Beschwerdegegnerin bestreite ihre Spielsucht, habe sich aber ihren Angaben zufolge im Spielcasino Laufenburg aufgehalten. Das Obergericht bemerkt sodann, die Beschwerdegegnerin sei im Spielkasino Luzern zuerst provisorisch, danach definitiv gesperrt worden, wobei die Sperre aufgrund der �bermittlung des Betreibungsregisterauszuges der Beschwerdegegnerin durch Dritte erfolgt sei. Das Obergericht h�lt sodann aufgrund der erfolgten Abkl�rung fest, dass die Beschwerdegegnerin bei den Baden-W�rttembergischen Spielbanken nicht verzeichnet sei. Aus den Abkl�rungen hat die Vorinstanz geschlossen, der Beschwerdef�hrer habe die behauptete Spielsucht nicht gen�gend glaubhaft gemacht. Im �brigen vermag der Beschwerdef�hrer auch nicht rechtsgen�gend den Zusammenhang zwischen der behaupteten Spielsucht und der angeblichen Kindeswohlgef�hrdung darzutun. Insbesondere ist nicht erstellt, dass infolge der angeblichen Spielsucht das Kindeswohl gef�hrdet ist. Der Beschwerdef�hrer zeigt denn auch nicht rechtsgen�gend auf, dass er den entsprechenden Zusammenhang im kantonalen Verfahren sachgerecht vorgetragen hat. Insoweit ist weder eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs noch eine willk�rliche Sachverhaltsfeststellung auszumachen.
3.3.�Der Beschwerdef�hrer macht weiter geltend, er habe auf den R�ckstand bei der Bezahlung der Krankenkassenpr�mien f�r den Sohn von Fr. 4'775.05 hingewiesen und auch dargetan, dass die Beschwerdegegnerin die Unterhaltsbeitr�ge f�r einen anderen Zweck verwende. Die Vorinstanz habe dies ignoriert und damit das rechtliche Geh�r des Beschwerdef�hrers (Art. 29 Abs. 2 BV) verletzt und den Sachverhalt willk�rlich festgestellt.
Der Vorinstanz sind die Ausst�nde der Versicherungspr�mie f�r den Sohn nicht entgangen. Sie weist aber darauf hin, der Beschwerdef�hrer habe nicht dargetan dass der Sohn in der Folge keine ausreichende medizinische Betreuung erhalten habe. Das Obergericht hat sich mit den Argumenten des Beschwerdef�hrers auseinandergesetzt, hat sie aber nicht in seinem Sinn gew�rdigt. Ist aber eine als Folge nicht bezahlter Krankenkassenbeitr�ge eingetretene Gef�hrdung des Kindeswohls nicht erstellt, erweist sich die unterbliebene Ber�cksichtigung der Ausst�nde nicht geradezu als willk�rlich. Ebensowenig ist eine willk�rliche Sachverhaltsfeststellung anzunehmen.
3.4.�Der Beschwerdef�hrer macht weiter geltend, die Beschwerdegegnerin habe im Verfahren immer wieder behauptet, der Sohn leide an einer schweren Krankheit, die einer besonderen Betreuung bed�rfe, die nur sie �bernehmen k�nne. Er habe eine entsprechende Krankheit des Sohnes bestritten und habe daf�r zwei Schreiben von E.________ ins Recht gelegt, wonach beim Sohn keine schwere Krankheit vorliege. Die Vorinstanz habe diese Schreiben nicht beachtet. Zudem habe er detailliert dargelegt, dass F.________ (die behandelnde �rztin des Sohnes) befangen sei. Die Vorinstanz sei darauf nicht eingegangen und habe erneut das rechtliche Geh�r verletzt und unhaltbare Schlussfolgerungen gezogen.
Die Vorinstanz hat aufgrund der behandelnden �rztin F.________ ausf�hrlich begr�ndet, dass entgegen der Behauptung des Beschwerdef�hrers sehr wohl Hinweise f�r eine Krankheit des Sohnes bestehen. Sie hat dieser �rztin namentlich deshalb Glauben geschenkt, weil sie den Sohn seit dessen Kindesalter behandelt und ihn somit kennt. Zu den Ausf�hrungen dieser �rztin hat sie bemerkt, ihre medizinischen Feststellungen seien sachlich begr�ndet und auf die Behauptung des Beschwerdef�hrers, F.________ sei befangen, sei nicht weiter einzugehen, nachdem daf�r keine Anhaltspunkte best�nden. Die Vorinstanz hat damit ausf�hrlich begr�ndet, weshalb sie auf die Aussagen von F.________ abstellt. Damit hat sie zumindest implizit in vorweggenommener Beweisw�rdigung (Urteil 5P.322/2001 vom 30. November 2001 E. 3c, nicht publiziert in BGE 128 II 4 mit Hinweisen) die Angaben von E.________ als nicht entscheidwesentlich erachtet. In diesem Zusammenhang ist weder das rechtliche Geh�r verletzt noch der Sachverhalt willk�rlich festgestellt worden.
3.5.�Der Beschwerdef�hrer macht geltend, die Vorinstanz komme wie die erste Instanz zum Schluss, dass die Beschwerdegegnerin den Sohn instrumentalisiere und in den Elternkonflikt einbeziehe. Aus nicht nachvollziehbaren Gr�nden weiche sie aber von der Feststellung des Familiengerichts ab, dass das Wohl des Sohnes bei der Beschwerdegegnerin gef�hrdet sei. Die Vorinstanz stelle sich dabei auf den Standpunkt, die Erkenntnisse der Kindesanh�rung d�rften nicht �berbewertet werden; sie begr�nde aber nicht, weshalb dem so sein soll. Dabei lasse sie ebenso die Auffassung der Fachleute der universit�ren psychiatrischen Dienste Basel ausser Acht, wonach der psychische Zustand der Kindseltern sowie dessen Auswirkungen auf das Kindeswohl nicht absch�tzbar seien, die Situation und Dynamik aber besorgniserregend sei. Die Feststellung der Vorinstanz sei daher willk�rlich. Schliesslich habe G.________ in seinem Schreiben vom 2. November 2015, ausgef�hrt, dass sich der Sohn beim Vater positiv entwickle. Dennoch habe das Obergericht daf�rgehalten, daraus k�nne keine Schlussfolgerung auf die Gef�hrdung des Kindeswohls gezogen werden, wenn die Obhut bei der Beschwerdegegnerin belassen werde. Nicht beachtet worden sei ferner die Erziehungsf�higkeit des Beschwerdef�hrers.
Das Obergericht hat darauf hingewiesen, das Bundesgericht habe als Richtlinie die Grenze f�r die Anh�rung des Kindes auf sechs Jahre festgesetzt. Jedenfalls komme den Aussagen eines Kindes in diesem Alter nur beschr�nkter Beweiswert zu; es k�nne bei solchen �usserungen nur darum gehen, dass sich das Gericht ein pers�nliches Bild machen k�nne und �ber ein zus�tzliche Element bei der Sachverhaltsfeststellung und Entscheidfindung verf�ge. Die aus der Anh�rung des im Zeitpunkt der Anh�rung rund f�nfeinhalb-j�hrigen Sohnes gewonnenen Erkenntnisse zum strittigen Sachverhalt d�rften entsprechend diesen Grunds�tzen nicht �berbewertet werden. Ber�cksichtigt hat das Obergericht sodann die Aussage von H.________, die den Sohn der Parteien schon sehr lange und sehr gut kennt; deren Aussage zufolge, handelt es sich beim Sohn der Parteien um ein introvertiertes und verschlossenes Kind. Das Obergericht f�hrt dazu aus, jedenfalls k�nne allein gest�tzt auf den anl�sslich der Kindesanh�rung hinterlassenen traurigen Eindruck des Sohnes keine Einsch�tzung seiner Allgemeinbefindlichkeit abgegeben werden; angesichts der abweichenden Einsch�tzung Aussenstehender k�nne auch nicht auf eine ernsthafte Gef�hrdung des Kindeswohls f�r den Fall geschlossen werden, dass das Kind unter der Obhut der Mutter verbleibe. Das Obergericht hat damit ausreichend und nachvollziehbar begr�ndet, weshalb es nicht entscheidend auf die Kindesanh�rung abstellt. Eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs sowie eine willk�rliche Sachverhaltsfeststellung liegen nicht vor. Ferner erweist sich der Entscheid auch im Ergebnis nicht als geradezu willk�rlich (zum Willk�rbegriff: BGE 140 III 16 E. 2.1 S. 18). Sodann ergibt sich einerseits aus den Ausf�hrungen des Beschwerdef�hrers zu den Angaben der Fachleute der universit�ren psychiatrischen Dienste Basel nicht, dass diese ausschliesslich die Beschwerdegegnerin betreffen; anderseits ist den Ausf�hrungen des Beschwerdef�hrers zu diesem Punkt nichts Konkretes zur Kindeswohlgef�hrdung im Zusammenhang mit der Obhutszuteilung zu entnehmen. Dass schliesslich auch der Beschwerdef�hrer �ber ausreichende Erziehungsf�higkeit verf�gt, ist nicht entscheidend, kommt es doch im Rahmen eines Ab�nderungsverfahrens nur darauf an, ob aufgrund ver�nderter Verh�ltnisse das Kindeswohl im Fall der Beibehaltung der bisherigen Obhutsregelung gef�hrdet ist. Das Obergericht hat Entsprechendes verneint.
Die Vorinstanz hat erwogen, bei der beantragten Obhuts�nderung sei zu beachten, dass die Stabilit�t der Verh�ltnisse f�r eine harmonische Entwicklung der Kinder von erheblicher Bedeutung sei. Der Beschwerdef�hrer macht geltend, die erste Instanz habe seine Bedenken mit Bezug auf die Obhut der Beschwerdegegnerin ernst genommen und daher die Obhut �ber den Sohn mit sofortiger Wirkung ihm (dem Beschwerdef�hrer) �bertragen. Die Vorinstanz habe in ihrem Entscheid vom 19. Oktober 2015 das Gesuch der Beschwerdegegnerin um Aufschub der Vollstreckung abgewiesen und sinngem�ss ausgef�hrt, der Sohn sei zwischenzeitlich seit rund drei Monaten beim Vater und habe nunmehr diesen als Hauptbezugsperson. Vor diesem Hintergrund sei nicht nachvollziehbar, weshalb die Vorinstanz drei weitere Monate sp�ter zum Schluss gelange, die bisherige Regelung (Obhut der Mutter) schade trotz gewisser Defizite der Beschwerdegegnerin dem Sohn nicht mehr, als der mit der �nderung der bisherigen Hauptbezugsperson zweifellos verbundene Verlust an Kontinuit�t und Stabilit�t. Das Urteil der Vorinstanz f�hre zu einem Wechsel der Hauptbetreuungsperson und stehe somit in einem krassen Widerspruch zu ihrer Argumentation, wonach im Sinne der Stabilit�t und Kontinuit�t zu entscheiden sei. Der angefochtene Entscheid sei daher als willk�rlich aufzuheben.
Die erste Instanz hat die vom Eheschutzgericht getroffene Obhutsregelung abge�ndert und die Obhut dem Beschwerdef�hrer zugeteilt. Die Vorinstanz hat einem Gesuch der Beschwerdegegnerin und damaligen Berufungskl�gerin um Aufschub der Vollstreckung nicht stattgegeben, sodass das erstinstanzliche Urteil als vollstreckbar galt. Ob der Entscheid betreffend Verweigerung des Aufschubs den in dieser Sache vom Bundesgericht entwickelten Grunds�tzen entsprochen hat (BGE 138 III 565 E. 4.3), ist fraglich, bildet aber nicht Gegenstand des Verfahrens. Im �brigen kommt es auch nicht auf den Ausgang des besagten Zwischenverfahrens an: Massgebend ist, wie dargelegt, die Frage, ob sich seit dem Entscheid betreffend Eheschutzmassnahmen f�r das Kindeswohl erhebliche �nderungen der Verh�ltnisse ergeben haben, welche eine �nderung der urspr�nglichen Obhutsregelung erheischen. Das Obergericht ist aufgrund zahlreicher Abkl�rungen zum Schluss gelangt, einerseits seien bei der Beschwerdegegnerin gewisse, in ihrer negativen Beeinflussung des Sohnes begr�ndete Vorbehalte bez�glich ihrer Erziehungsf�higkeit angebracht. Anderseits sei aufgrund des Beweisverfahrens keine Gef�hrdung des Kindeswohls ersichtlich, welche allein die �bertragung der Obhut an den Beschwerdef�hrer zu rechtfertigen verm�chte. Das Obergericht hat damit die f�r eine Ab�nderung der urspr�nglichen Massnahme geltenden Grunds�tze angewendet. Im �brigen hat es der ung�nstigen Beeinflussung durch die Beschwerdegegnerin besondere Aufmerksamkeit geschenkt, indem es sie im Urteilsdispositiv anwies, in Zukunft jegliche negative Beeinflussung des Sohnes zu unterlassen. Angesichts des Umstandes, dass die Beschwerdegegnerin trotz der festgestellten Schw�chen um das Wohl des Kindes bem�ht ist, l�sst sich die vom Obergericht ausgesprochene Weisung anstelle der Umteilung der Obhut unter dem Gesichtswinkel der Willk�r im Ergebnis vertreten (BGE 140 III 16 E. 2.1 S. 18).
Damit ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdef�hrer kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG). Er hat die Gegenpartei f�r das bundesgerichtliche Verfahren nicht zu entsch�digen, zumal dem Gesuch um aufschiebende Wirkung teilweise entsprochen wurde. In der Sache sind keine Vernehmlassungen eingeholt worden und daher auch keine Parteientsch�digungen geschuldet.
Dieses Urteil wird den Parteien, C.________ und dem Obergericht des Kantons Aargau, Zivilgericht, 5. Kammer, schriftlich mitgeteilt.