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Timestamp: 2016-10-26 13:22:48
Document Index: 352068413

Matched Legal Cases: ['Art. 641', 'Art. 75', 'Art. 90', 'Art. 641', 'Art. 74', 'Art. 76', 'Art. 42', 'Art. 107', 'BGE', 'Art. 667', 'Art. 667', 'Art. 641', 'Art. 42', 'BGE', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 95', 'Art. 29', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 97', 'in fine', 'BGE', 'Art. 99', 'BGE', 'Art. 106', 'Art. 42', 'Art. 641', 'BGE', 'Art. 641', 'Art. 641', 'Art. 9', 'Art. 667', 'Art. 667', 'BGE', 'Art. 667', 'Art. 667', 'BGE', 'BGE', 'Art. 641', 'Art. 641', 'BGE', 'Art. 641', 'Art. 641', 'BGE', 'Art. 18', 'Art. 66', 'Art. 68']

5A_639/2010 (07.03.2011)
A.a X.________, Y.________ und Z.________ sind je Miteigent�mer der in U.________ gelegenen Parzelle Nr. 2735. Die an diese Parzelle grenzende Nachbarparzelle Nr. 646 befindet sich im Eigentum der KW.________ AG (nachfolgend: AG).
A.b Die AG plante auf ihrer Parzelle einen mehrst�ckigen Bau mit einem gedeckten Pausenplatz im Erdgeschoss, gesamthaft f�nf Schulzimmern im ersten, zweiten und dritten Obergeschoss sowie B�ror�umen im Dachgeschoss. Mit Verf�gungen der Gemeinde U.________ vom 25. Mai und 28. Juni 2004 wurde der geplante Neubau bewilligt mit der Auflage der Verankerung des Geb�udes in der angrenzenden Felswand der Parzellen Nrn. 2735 und 2892.
A.c Die Fixierung des Geb�udes der AG an die angrenzende Felswand der Parzellen Nrn. 2735 und 2892 erfolgte durch 14 Vorspannanker. Dabei wurden in drei Vertikalen, die 10.60 Meter resp. 7.70 Meter auseinanderliegen, jeweils vier Anker (A1-A4, B1-B4 und C1-C4) in unterschiedlichen H�henlagen gesetzt. Die oberste Ankerreihe, die nach Angaben der AG keine aktive St�tzfunktion hat und nur in Form leerer Bohrl�cher im Fels existiert, liegt in einer Tiefe von etwa 6 Metern unter dem gewachsenen Terrain, die zweite in einer Tiefe von etwa 8 Metern, die Dritte in einer Tiefe von rund 11.20 Metern, die unterste schliesslich in einer Tiefe von etwa 15 Metern. Auf der H�he der zweiten Reihe wurden zwei Anker (D2 und E2) zur Stabilisierung zwischen den drei Ankerreihen gesetzt. Die f�nf Anker C1-C4 sowie E2 ragen in die Parzelle Nr. 2735 hinein.
A.d X.________, Y.________ und Z.________ beabsichtigen, die Parzelle Nr. 2735 mit einem mehrst�ckigen Appartementhaus samt unterirdischen Anlagen (Keller, Bar, Pool, Ruher�ume usw.) zu �berbauen. Gem�ss den Feststellungen des angefochtenen Entscheides liegen die f�nf in die Parzelle Nr. 2735 gesetzten Anker C1-C4 und E2 im Bereich der geplanten und bewilligten unterirdischen R�umlichkeiten.
Am 30. Mai 2005 klagten X.________, Y.________ und Z.________ beim Bezirksgericht Visp gegen die AG mit den Begehren, die AG sei zu verpflichten, die Verankerungen auf der Parzelle Nr. 2735 zu entfernen (1); ferner sei sie zu verpflichten, die n�tigen Vorkehren zu treffen, damit X.________, Y.________ und Z.________ ihr Durchfahrtsrecht von 3.00 m Breite gem�ss Vertrag vom 9. April 2004 betreffend Parzellierung, Grenz�nderung und Begr�ndung von Dienstbarkeiten aus�ben k�nnen (2); schliesslich sei die AG zu verhalten, ihnen als Entsch�digung f�r die widerrechtliche Abtragung des Terrains einen w�hrend des Verfahrens noch zu beziffernden Betrag zu bezahlen (3). Die AG schloss in ihrer Klageantwort vom 3. Oktober 2005 auf Abweisung der Klage. Anl�sslich der Schlussverhandlung liessen X.________, Y.________ und Z.________ die Rechtsbegehren 2 und 3 fallen. Mit Urteil vom 27. Mai 2010 hiess das Kantonsgericht des Kantons Wallis die Klage gut. Es befand, dass die Kl�ger gest�tzt auf Art. 641 Abs. 2 ZGB berechtigt seien, von der AG die Entfernung der in ihr Grundst�ck Nr. 2735 hineinragenden 5 Verankerungen zu verlangen.
Die AG (Beschwerdef�hrerin) hat mit einem am 13. September 2010 der Post aufgegebenen Schriftsatz beim Bundesgericht Beschwerde in Zivilsachen erhoben. Sie beantragt, das Urteil des Kantonsgerichts des Kantons Wallis vom 27. Mai 2010 aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Ferner sei der Kostenentscheid unabh�ngig vom Entscheid in der Hauptsache aufzuheben und die Angelegenheit zur Neubeurteilung bez�glich der Kosten an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
1.1 Angefochten ist ein letztinstanzlicher (Art. 75 Abs. 1 BGG) Endentscheid (Art. 90 BGG) betreffend den Abwehranspruch gest�tzt auf Art. 641 Abs. 2 ZGB. Es liegt somit eine verm�gensrechtliche Zivilsache vor (vgl. Urteil 5A_173/2010 15. Juli 2010 E. 1), deren Streitwert von Fr. 1.2 Mio. Franken den Betrag von Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG bei Weitem �bersteigt. Die Beschwerdef�hrerin hat am kantonalen Verfahren teilgenommen und ist mit ihrem Antrag auf Abweisung der Klage unterlegen und somit zur Beschwerde in Zivilsachen legitimiert (Art. 76 Abs. 1 lit. a und b BGG).
1.2 Die Beschwerdeschrift hat ein Rechtsbegehren zu enthalten (Art. 42 Abs. 1 BGG). Die Beschwerde in Zivilsachen ist reformatorischer Natur (vgl. Art. 107 Abs. 2 BGG), weshalb sich die Beschwerdef�hrerin grunds�tzlich nicht darauf beschr�nken darf, die Aufhebung des angefochtenen Entscheids zu beantragen; vielmehr hat sie einen Antrag zur Sache zu stellen. Ein blosser R�ckweisungsantrag reicht allerdings aus, wenn das Bundesgericht im Fall einer Gutheissung der Beschwerde wegen Fehlens der erforderlichen Sachverhaltsfeststellungen nicht selbst entscheiden k�nnte (BGE 133 III 489 E. 3.1 S. 489 f. mit Hinweisen).
Die Beschwerdef�hrerin wirft der Vorinstanz vor, sie habe sich im Zusammenhang mit dem Beherrschungsinteresse gem�ss Art. 667 Abs. 1 ZGB nicht zur wirtschaftlichen Realisierbarkeit des Bauprojekts der Beschwerdegegner sowie zu den Kosten der Entfernung der Anker aus deren Grundst�ck ge�ussert und keine entsprechenden Feststellungen getroffen. F�r den Fall, dass sich im Zusammenhang mit der Realisierbarkeit des Projektes der Beschwerdegegner bzw. mit den Kosten der Entfernung der Anker die Frage der Verletzung von Art. 667 Abs. 1 ZGB bzw. der rechtsmissbr�uchlichen Aus�bung des Abwehranspruchs nach Art. 641 Abs. 2 ZGB stellte, k�nnte das Bundesgericht den Streit mangels relevanter tats�chlicher Feststellungen nicht abschliessend beurteilen. Der blosse R�ckweisungsantrag erweist sich damit als zul�ssig. Auf die Beschwerde in Zivilsachen ist somit einzutreten.
1.3 Nach Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Begr�ndung in gedr�ngter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt. Dies setzt voraus, dass sich die Beschwerdef�hrerin wenigstens kurz mit den Erw�gungen des angefochtenen Entscheids auseinandersetzt. Allgemein gehaltene Einw�nde, die ohne aufgezeigten oder erkennbaren Zusammenhang mit bestimmten Entscheidgr�nden vorgebracht werden, gen�gen nicht (BGE 116 II 745 E. 3 S. 749; Urteil 5A_92/2008 vom 25. Juni 2008, E. 2.3). Ebenso wenig gen�gt, wenn die Beschwerdef�hrerin in der Beschwerdeschrift bloss die Rechtsstandpunkte, die sie im kantonalen Verfahren eingenommen hat, erneut bekr�ftigt (vgl. BGE 134 II 244 E. 2.3 S. 246) oder wenn sie im Wesentlichen einfach das Gegenteil von dem behauptet, was die Vorinstanz erwogen hat (Urteil 5A_90/2009 vom 24. August 2009, E. 3.2). Verfassungsverletzungen werden nur gepr�ft, wenn sie ger�gt und geh�rig begr�ndet werden (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 133 IV 286 E. 1.4 S. 287; BGE 134 I 83 E. 3.2. S. 88 mit Hinweisen). Aufgrund des f�r behauptete Verfassungsverletzungen geltenden R�geprinzips sind neue rechtliche Vorbringen unzul�ssig (BGE 133 III 638 E. 2 S. 640). Wird eine Sachverhaltsfeststellung beanstandet, muss in der Beschwerdeschrift dargelegt werden, inwiefern diese Feststellung offensichtlich unrichtig oder durch eine andere Rechtsverletzung im Sinn von Art. 95 BGG (z.B. Art. 29 Abs. 2 BV oder Art. 8 ZGB) zustande gekommen ist (vgl. BGE 133 II 249 E. 1.2.2 und 1.4.3 S. 255) und inwiefern die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 in fine BGG; BGE 135 I 19 E. 2.2.2 S. 22). Auf rein appellatorische Kritik am Sachverhalt tritt das Bundesgericht nicht ein. In der Beschwerde in Zivilsachen d�rfen �berdies keine neuen Tatsachen und Beweismittel vorgebracht werden, es sei denn, erst der Entscheid der Vorinstanz habe dazu Anlass gegeben (Art. 99 Abs. 1 BGG). In der Beschwerde ist darzutun, inwiefern die Voraussetzung f�r eine nachtr�gliche Einreichung von Tatsachen und Beweismitteln erf�llt sein soll (BGE 133 III 393 E. 3 S. 395). Zwar wendet das Bundesgericht das Recht grunds�tzlich von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG); dies setzt aber voraus, dass auf die Beschwerde �berhaupt eingetreten werden kann, diese also wenigstens die minimalen Begr�ndungsanforderungen von Art. 42 Abs. 2 BGG erf�llt. Gen�gt die Beschwerdeschrift diesen Begr�ndungsanforderungen nicht, so ist darauf nicht einzutreten.
2.1 Strittig ist im vorliegenden Fall, ob die Beschwerdegegner von der Beschwerdef�hrerin die Entfernung der f�nf in das Grundst�ck Nr. 2735 hineinragenden Anker verlangen k�nnen. Der Eigent�mer einer Sache hat nach Art. 641 Abs. 2 ZGB das Recht, jede ungerechtfertigte Einwirkung abzuwehren. Ungerechtfertigt ist eine Einwirkung, wenn keine auf �ffentlichem oder privatem Recht gr�ndende Pflicht ihrer Duldung besteht. Nicht vorausgesetzt ist, dass der Eingriff sch�digend ist. Als Einwirkung gilt jeder st�rende k�rperliche oder immaterielle Eingriff in das Eigentum (BGE 132 III 651 E. 7 S. 654 mit zahlreichen Hinweisen).
2.2 Nach dem angefochtenen Entscheid ragen f�nf von der Parzelle Nr. 646, Eigentum der Beschwerdef�hrerin, ausgehende Anker in das Erdreich der Parzelle Nr. 2735, Eigentum der Beschwerdegegner, hinein, wobei die Einsetzung der Anker nach Auffassung des Kantonsgerichts im ersten Baugesuch der Beschwerdef�hrerin nicht vorgesehen gewesen und ein zweites abge�ndertes Baugesuch, das die Ankersetzung erw�hnt, nicht eingereicht worden sei. Das Kantonsgericht wertet dies als unmittelbaren und direkten Eingriff der Beschwerdef�hrerin in fremdes Eigentum, der einen Beseitigungsanspruch gest�tzt auf Art. 641 Abs. 2 ZGB begr�ndet, und verneint eine auf �ffentlichem Recht gr�ndende Pflicht zur Duldung dieses Eingriffs. Im Weiteren h�lt es daf�r, eine privatrechtliche Duldungspflicht aufgrund obligatorischer bzw. dinglicher Vertr�ge, Dienstbarkeiten oder �hnlichem sei von der Beschwerdef�hrerin weder geh�rig vorgebracht noch bewiesen worden.
Die Beschwerdef�hrerin richtet sich im Zusammenhang mit der Anwendung von Art. 641 Abs. 2 ZGB gegen diverse tats�chliche Feststellungen im angefochtenen Urteil.
3.1 Sie macht einmal geltend, die Vorinstanz gehe f�lschlicherweise davon aus, dass sie f�r das geplante Vorhaben und die Verlegung der Anker kein zweites Baugesuch eingereicht habe. Sie f�hre denn auch an anderer Stelle selbst aus, dass die Gemeinde U.________ mit Verf�gungen vom 25. Mai und 28. Juni 2004 den geplanten Neubau mit der Auflage der Verankerung des Geb�udes in der angrenzenden Felswand der Parzellen Nr. 2735 und 2862 bewilligt habe. Die offensichtlich falsche Sachverhaltsfeststellung habe die Rechts- und Entscheidfindung massgeblich beeinflusst. Die Beschwerdegegner bestreiten im Wesentlichen die Aktenwidrigkeit der Feststellung.
Die Beschwerdef�hrerin legt nicht dar, inwiefern die Korrektur des angeblichen Mangels in der Sachverhaltsfeststellung f�r die Entscheidfindung massgebend sein soll. Den vom angefochtenen Entscheid zitierten Verf�gungen kann lediglich entnommen werden, dass die Baubewilligung mit der Auflage der Verankerung des geplanten Geb�udes bewilligt worden ist. Diese Feststellung sagt aber weder etwas �ber ein Einverst�ndnis der Beschwerdegegner zur Verlegung der Anker in ihre Parzelle aus noch kann daraus eine beh�rdliche Erm�chtigung zu dem von der Beschwerdef�hrerin vorgenommenen Eingriff in das Eigentum der Beschwerdegegner entnommen werden. Insoweit ist nicht ersichtlich, inwiefern sich die kantonsgerichtliche Feststellung, falls sie denn aktenwidrig sein sollte, auf den Entscheid in der Sache ausgewirkt haben k�nnte.
3.2 Die Beschwerdef�hrerin macht des Weiteren geltend, das Kantonsgericht gehe davon aus, dass die Beschwerdegegner mit einer Verlegung der Anker in ihre Parzelle Nr. 2735 nicht einverstanden gewesen seien, und st�tze seine Auffassung insbesondere auch auf die Aussage der verurkundenden Notarin. Diese Zeugin habe erkl�rt, die Ablehnung einer Verlegung der Anker sei nicht derart strikte gewesen; vielmehr sei es um die Bedingungen gegangen, unter denen eine Verlegung der Anker h�tte zugestimmt werden k�nnen. Die Beschwerdegegner w�ren mit einer Verlegung der Anker in ihre Parzelle einverstanden gewesen, wenn sie entsprechend entsch�digt worden w�ren oder die verlorene Fl�che durch eine Neueinzonung kompensiert worden w�re. Aus der Aussage der Zeugin lasse sich somit nicht schliessen, die Beschwerdegegner seien mit einer Verlegung der Anker �berhaupt nicht einverstanden gewesen. Die Beschwerdegegner bestreiten in diesem Zusammenhang eine willk�rliche Sachverhaltsfeststellung.
Der besagten Zeugenaussage kann nicht entnommen werden, dass sich die Parteien hinsichtlich der Bedingungen f�r die Benutzung des beschwerdegegnerischen Untergrundes geeinigt h�tten. Allein schon deshalb l�sst sich die Feststellung des Kantonsgerichts, die Beschwerdegegner h�tten einer Verlegung der Anker nicht zugestimmt, im Lichte von Art. 9 BV nicht beanstanden. Abgesehen davon zeigt die Beschwerdef�hrerin auch nicht durch einen entsprechenden Hinweis auf die Akten auf, dass die Beschwerdegegner nachtr�glich ihr bedingungsloses Einverst�ndnis zur Verlegung der Anker in ihre Parzelle erteilt haben oder zwischen den Parteien eine diesbez�gliche vertragliche Einigung �ber allf�llige Entsch�digungsleistungen zustanden gekommen ist. Die Ausf�hrungen ersch�pfen sich im Wesentlichen in einer appellatorischen Kritik am angefochtenen Entscheid und sind nicht geeignet, Willk�r in der Feststellung des Sachverhalts zu belegen.
3.3 Das Kantonsgericht h�lt im angefochtenen Entscheid daf�r, die Beschwerdegegner beabsichtigten die Parzelle Nr. 2735 mit einem mehrst�ckigen Appartementhaus samt unterirdischen Anlagen (Keller, Bar, Pool, Ruheraum usw.) zu �berbauen. Da die f�nf von der Beschwerdef�hrerin in die Parzelle der Beschwerdegegner Nr. 2735 hineingesetzten Anker C1-C4 und E2 im Bereich der geplanten und bewilligten unteririschen R�umlichkeiten liegen, sei die unterirdische �berbauung nicht m�glich.
Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, diese Sachverhaltsbehauptung sei aktenwidrig und willk�rlich und lege die in der Begutachtung gezogene Schlussfolgerung falsch aus. Dass ein so tief ins Erdreich reichendes Bauprojekt einzelne Anker tangieren k�nne, sei offensichtlich. Dies verunm�gliche aber keineswegs eine Verwirklichung des Projekts. Vor den Schranken sei behauptet und substanziiert worden, dass einzelne Anker jederzeit von aussen mechanisch entspannt werden k�nnten. Diese Tatsache (gemeint sind wohl das Verlegen der Anker) habe offenbar die Gemeinde nicht daran gehindert, das Projekt zu bewilligen, sodass nicht gesagt werden k�nne, die Ankersetzung habe die Baute verunm�glicht. Die Beschwerdegegner bestreiten auch in diesem Zusammenhang eine aktenwidrige bzw. willk�rlich Sachverhaltsfeststellung.
Mit ihren Vorbringen zeigt die Beschwerdef�hrerin nicht substanziiert auf, inwiefern die Feststellung des Kantonsgerichts willk�rlich sein soll. Sie beschr�nkt sich vielmehr darauf, eine eigene Sicht der Dinge zu schildern, ohne aber durch klaren und nachvollziehbaren Verweis auf die Akten darzulegen, welchen anderen Tatsachenfeststellungen die kantonsgerichtliche W�rdigung widerspricht. Insbesondere wird nicht er�rtert, inwiefern die Schlussfolgerungen des Gutachters willk�rlich ausgelegt worden sein sollen. Darauf ist insgesamt nicht einzutreten.
3.4 Unter dem Titel der fehlerhaften Sachverhaltsfeststellung bringt die Beschwerdef�hrerin schliesslich vor, im Urteil des Kantonsgerichts fehle jeder Bezug zur Thematik des Massnahmeentscheids des Bezirksgerichts Visp vom 2. September 2004. Die entsprechenden ordnungsgem�ss vorgebrachten und zum Beweis verstellten Tatsachen seien vom Kantonsgericht nicht gew�rdigt worden, womit sich die Sachverhaltsfeststellung auch insoweit als unvollst�ndig erweise. Die Beschwerdef�hrerin verweist sodann an anderer Stelle auf die im Entscheid des Massnahmerichters enthaltene Feststellung, wonach die Anker f�r die Beschwerdegegner keine oder nur eine minime Behinderung darstellten. Die Beschwerdegegner machen im Wesentlichen geltend, der Massnahmeentscheid sei ausserhalb des Hauptprozesses gef�llt worden und somit f�r die Beurteilung des Prozessgegenstandes nicht kausal.
Die Feststellung des Bezirksgerichts Visp im Rahmen seines Entscheides �ber vorsorgliche Massnahmen war f�r das Kantonsgericht als in der Sache zust�ndiges Gericht nicht massgebend. Das Kantonsgericht ist aufgrund des im ordentlichen Verfahren durchgef�hrten Beweisverfahrens zum Schluss gelangt, die geplanten und bewilligten unterirdischen R�umlichkeiten k�nnten infolge der eingesetzten Anker nicht verwirklicht werden. Unter diesen Umst�nden war die Vorinstanz nicht gehalten, zu den Ausf�hrungen des Bezirksgerichts im Verfahren der vorsorglichen Massnahmen Stellung zu nehmen. Eine unvollst�ndige Sachverhaltsfeststellung ist nicht auszumachen.
4.1 Das Kantonsgericht hat im Weiteren angenommen, die Beschwerdegegner verf�gten angesichts eines geplanten und beh�rdlich bewilligten Projektes auf ihrer Parzelle 2735, das auch unterirdische Anlagen umfasse und daher weit in den Untergrund reiche, �ber ein Beherrschungsinteresse im Sinn von Art. 667 Abs. 1 ZGB bis in die angegebene Tiefe von 22.40 bzw. 23.50 Metern.
4.2 Die Beschwerdef�hrerin beruft sich auf eine Verletzung von Art. 667 Abs. 1 ZGB und macht zur Begr�ndung im Wesentlichen geltend, die Beschwerdegegner sch�ben ihr mehrfach angepasstes Bauvorhaben nur vor, um ihr Eigentumsrecht in unbeschr�nkte Tiefe aus�ben zu k�nnen. Das Kantonsgericht verfalle daher in Willk�r, indem es ein bis weit in die Tiefe des Grundst�cks reichendes Beherrschungsinteresse der Beschwerdegegner bejahe. Sodann macht die Beschwerdef�hrerin unter Berufung auf BGE 99 II 333 E. 2 S. 338 (recte 97 II 333 E. 2 S. 338) geltend, im Zusammenhang mit dem Beherrschungsinteresse sei der finanzielle Aufwand von Bedeutung, der mit der Beherrschung des Untergrundes verbunden sei. Das Kantonsgericht habe den mit dem Projekt der Beschwerdegegner verbundenen finanziellen Aufwand nicht ber�cksichtigt und damit Art. 667 Abs. 1 ZGB verletzt. Nicht in die Betrachtung aufgenommen worden sei ferner, dass die entsprechende Baubewilligung bereits abgelaufen sei.
Die Beschwerdegegner stellen sich sinngem�ss auf den Standpunkt, das geplante Vorhaben auf ihrer Parzelle entspreche der orts�blichen Bauweise und trage insbesondere auch dem Umstand Rechnung, dass das teure Bauland auch in die Tiefe genutzt werden m�sse.
4.2.1 Nach Art. 667 Abs. 1 ZGB erstreckt sich das Eigentum an Grund und Boden nach oben und unten auf den Luftraum und das Erdreich, soweit f�r die Aus�bung des Eigentums ein Interesse besteht. Wie gross diese r�umliche Ausdehnung ist, l�sst sich nicht in allgemeing�ltiger Weise festlegen, sondern bestimmt sich von Fall zu Fall nach den konkreten Umst�nden und dem schutzw�rdigen Interesse des Eigent�mers, diesen Raum selbst zu nutzen oder zu beherrschen und das Eindringen anderer abzuwehren (vgl. BGE 131 II 137 E. 3.1.2 S. 146 den �berflug einer Parzelle betreffend). Aus den Erw�gungen der zitierten Rechtsprechung BGE 97 II 333 E. 2 S. 338 l�sst sich somit nichts allgemein Verbindliches f�r den vorliegenden Fall herauslesen.
4.2.2 Nach dem angefochtenen Entscheid beabsichtigen die Beschwerdegegner, ihre Parzelle mit Appartementwohnungen zu �berbauen und auch unter dem gewachsenen Terrain bis auf das Niveau der Parzelle der Beschwerdef�hrerin diverse unterirdische R�ume wie Keller, Bar, Pool Ruheraum usw. sowie einen Tunnelzugang zu erstellen. Gem�ss den der Expertise zugrundeliegenden Pl�nen beansprucht das Projekt den Untergrund bis in eine Tiefe von 22.40 Metern unter dem gewachsenen Terrain; die Beschwerdef�hrerin geht ihrerseits von einer Tiefe von 23.50 Metern aus. Das diesbez�gliche Baugesuch samt Pl�nen ist von der Munizipalgemeinde bewilligt worden. Nach den weiteren Erw�gungen der Vorinstanz ist eine derartige Ausnutzung des Grundst�cks, insbesondere dessen Erschliessung durch Tunnel und Stollen in den Hanglagen von U.________ durchaus orts�blich. Gem�ss Expertise gilt das Projekt als schwierig, aber technisch realisierbar. Unter den geschilderten tats�chlichen Umst�nden hat das Kantonsgericht ein schutzw�rdiges Interesse an der Beherrschung des Untergrundes bis in die vorgenannte Tiefe zu Recht bejaht. Insbesondere ergeben sich keine Anhaltspunkte daf�r, dass das Projekt lediglich vorgeschoben worden w�re, um dem Nachbarn zu schaden. Die entsprechenden Ausf�hrungen in der Beschwerde ersch�pfen sich in einer appellatorischen Kritik am angefochtenen Entscheid.
Da die Beschwerdegegner, wie bereits erw�hnt, �ber eine Baubewilligung f�r das Projekt verf�gen, durfte die Vorinstanz im Einklang mit dem Bundesrecht ohne weitere Abkl�rungen davon ausgehen, die Realisierung des Projekts sei auch in finanzieller Hinsicht gesichert. Weil das Projekt im �brigen der orts�blichen �berbauungsweise entspricht und eine Baubewilligung erteilt worden ist, war die Vorinstanz auch nicht gehalten, Abkl�rungen dar�ber vorzunehmen, ob die Durchf�hrung mit noch vertretbaren Kosten m�glich ist. Soweit die Beschwerdef�hrerin behauptet, die Baubewilligung sei erloschen, l�sst sich dem angefochtenen Entscheid nichts Derartiges entnehmen. Darauf ist nicht einzutreten.
5.1 Das Kantonsgericht hat erwogen, die Zustimmung der Beschwerdegegner zur Ankerlegung habe zu keinem Zeitpunkt vorgelegen. Die Beschwerdef�hrerin habe dies von Anfang an gewusst und sei damit b�sgl�ubig gewesen, weshalb ihr der Einwand der Unverh�ltnism�ssigkeit der Entfernung der Anker verwehrt sei. Das Kantonsgericht hat aber immerhin bejaht, dass eine Entfernung der Anker technisch m�glich sei und realisiert werden k�nne.
5.2 Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, das Kantonsgericht erachte die Entfernung der Anker als technisch m�glich. Die Expertise best�tige indes lediglich, falls eine Entfernung der Anker m�glich sei, w�re die Einsturzsicherheit des Geb�udes der Beschwerdef�hrerin nicht gef�hrdet, hingegen der Erdbebennachweis kompromittiert, sodass dieser durch andere Massnahmen garantiert werden m�sste. Zur Frage der technischen Realisierbarkeit der Ankerentfernung sei damit nichts gesagt. Das Kantonsgericht gehe zu Unrecht davon aus, sie k�nne sich wegen angeblicher B�sgl�ubigkeit nicht auf den Einwand der Unverh�ltnism�ssigkeit der Kosten f�r die Entfernung der Anker berufen, sei sie doch nachgewiesenermassen gutgl�ubig gewesen. �berdies enthalte das Urteil weder Feststellungen zu den Kosten der beantragten Entfernung, noch ber�cksichtige es deren unverh�ltnism�ssige H�he; verkannt werde schliesslich, dass die gegebenenfalls entspannten Anker ohne Schaden f�r die Beschwerdegegner im Fels bleiben k�nnten. Die Beschwerdegegner schliessen sich im Wesentlichen der vorinstanzlichen Auffassung an.
5.3 Im vorliegenden Fall gilt aufgrund der zu Unrecht als willk�rlich beanstandeten und somit f�r das Bundesgericht verbindlichen tats�chlichen Feststellungen als erwiesen, dass die Beschwerdegegner nicht in den Eingriff in ihre Parzelle eingewilligt haben. Ferner ist dargetan worden, dass der Beseitigungsanspruch auch in Bezug auf die �brigen Voraussetzungen bejaht werden kann. Der Beseitigungsanspruch gem�ss Art. 641 Abs. 2 ZGB richtet sich gegen jede Art der Einwirkung. Ob der Nachteil im Verh�ltnis zu den Kosten, die der St�rer zu seiner Beseitigung aufwenden muss, als geringf�gig anzusehen ist, spielt dabei unter Vorbehalt des Rechtsmissbrauchs grunds�tzlich keine Rolle, l�sst doch Art. 641 ZGB f�r derartige Abw�gungen keinen Raum (vgl. BGE 68 II 369 E. 4; (Arthur Meier-Hayoz, Berner Kommentar 1981, N. 105 und 117 zu Art. 641 ZGB; Wolfgang Wiegand, Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch II, 3. Aufl. 2007, N. 65 und 67 je zu Art. 641 ZGB). Die Beschwerdef�hrerin hat nicht vorgebracht, im kantonalen Verfahren frist- und formgerecht Tatsachen geltend gemacht zu haben, welche rechtsmissbr�uchliches Handeln seitens der Beschwerdegegner erkennen liessen (BGE 121 II 60 E. 3d S. 63, 132 II 503 E. 3.3 S. 508/509). Sodann hat sie vor Bundesgericht auch nicht rechtsgen�glich behauptet, fristgerecht geltend gemachte Tatsachen seien willk�rlich nicht ber�cksichtigt worden. Damit ist Rechtsmissbrauch nicht dargetan und ist darauf nicht weiter einzugehen.
Zusammenfassend hat die Beschwerdef�hrerin somit nichts vorgetragen, was das kantonsgerichtliche Urteil in der Begr�ndung bzw. im Ergebnis als bundesrechtswidrig erscheinen liesse. Die Klage der Beschwerdegegner ist daher zu Recht gutgeheissen worden.
6.1 Die Beschwerdef�hrerin beanstandet schliesslich die Festsetzung des Streitwertes auf 1.2 Mio. Franken. Die Beschwerdegegner h�tten die urspr�nglichen Begehren 2 und 3 der Klageschrift zur�ckgezogen, sodass es nur noch um das Rechtsbegehren 1, also um die Entfernung der Anker, gegangen sei, wobei der Wert dieses Begehrens von ihr schriftlich mit Fr. 2'500.-- pro Anker und damit auf gesamthaft Fr. 12'500.-- veranschlagt worden sei. Die Feststellung der Vorinstanz sowie der Gegenpartei, der Minderwert von Fr. 1.2 Mio. Franken sei nicht bestritten worden, erweise sich daher als falsch. Dass die Vorinstanz f�r die Bemessung der Gerichtsgeb�hr und der Parteientsch�digung von einem Streitwert von 1.2 Mio. Franken ausgehe, sei daher unhaltbar falsch und offensichtlich aktenwidrig. Die Beschwerdegegner best�tigen die Ausf�hrungen der Vorinstanz und machen insbesondere geltend, der Streitwert sei anl�sslich der Vorverhandlung auf 1.2 Mio. Franken reduziert worden, was von der Beschwerdef�hrerin unbeanstandet geblieben sei.
6.2 F�r die Festsetzung des massgebenden Streitwertes hat sich das Kantonsgericht auf Art. 18 ZPO/VS berufen, wonach bei Dienstbarkeiten und Eigentumsbeschr�nkungen an Grundst�cken in der Regel der Wert zuerkannt wird, den sie f�r den Berechtigten oder das berechtigte Grundst�ck haben, dass aber die Werteinbusse des belasteten Grundst�cks als Streitwert gilt, wenn diese gr�sser ist. Die Beschwerdef�hrerin zeigt nicht durch Auseinandersetzung mit den Erw�gungen des angefochtenen Entscheids auf, inwiefern das Kantonsgericht bei der Bemessung des Streitwertes kantonales Recht willk�rlich angewendet hat. Von daher l�sst sich auch nicht vertreten, dass sich der Streitwert im Lichte dieser Bestimmung auf die Kosten f�r die Entfernung der Anker beschr�nke. Die Beschwerdegegner haben anl�sslich der Vorverhandlung die Rechtsbegehren 2 und 3 zur�ckgezogen, den Streitwert mit 2 Mio. Franken beziffert und zudem pr�zisiert, dass es sich dabei um den Minderwert der Parzelle handle. Mit Eingabe vom 23. Februar 2006 haben sie schliesslich den Streitwert auf 1.2 Mio. herabgesetzt. Unter den gegebenen Umst�nden l�sst sich nicht vertreten, das Kantonsgericht sei bei der Ermittlung des Streitwertes in Willk�r verfallen. Die Beschwerde erweist sich als unbegr�ndet, soweit darauf eingetreten werden kann.
Damit ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Bei diesem Verfahrensausgang wird die Beschwerdef�hrerin kosten- und entsch�digungspflichtig (Art. 66 Abs. 1 und Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG).
Die Beschwerdef�hrerin hat die Beschwerdegegner f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 10'000.-- zu entsch�digen.