Source: https://mietspiegel-berechnen.de/esslingen2018/
Timestamp: 2020-01-18 08:59:10
Document Index: 849468

Matched Legal Cases: ['§558', '§ 558', '§ 558', '§ 2', '§ 557', '§ 558']

Online-Mietspiegel Esslingen 2018
Der vorliegende Mietspiegel wurde auf Grundlage einer repräsentativen Umfrage bei Mietern von nicht preislich gebundenen Wohnungen im Stadtgebiet von Esslingen am Neckar neu erstellt. Er basiert auf 825 Datensätzen, die im Zeitraum von Juli bis August 2017 bei zufällig ausgewählten mietspiegelrelevanten Haushalten nur zum Zweck der Mietspiegelerstellung schriftlich erhoben wurden.
An der Erstellung des Mietspiegels hat ein begleitender Arbeitskreis aus Wohnungsmarktexperten mitgewirkt. In diesem Gremium waren vertreten:
Haus & Grund Esslingen e.V.
Mieterbund Esslingen Stadt und Kreis e.V.
Stadt Esslingen am Neckar, Amt für Soziales und Sport sowie Geschäftsstelle Gutachterausschuss
Die repräsentative Datenerhebung 2017 wurde von diesem Arbeitskreis unter wissenschaftlicher Begleitung des ALP Instituts für Wohnen und Stadtentwicklung GmbH aus Hamburg organisiert. Die Auswertung der Daten und die Konzeption des Mietspiegels erfolgten durch das ALP Institut. Das dem Mietspiegel zugrundeliegende regressionsanalytische Auswertungsverfahren ermöglicht detaillierte und mathematisch abgesicherte Ergebnisse für den Mietwohnungsmarkt: Der Mietspiegel wurde nach anerkannten wissenschaftlichen Grundsätzen errechnet.
Der Mietspiegel in der vorliegenden Form wurde gemäß den Bestimmungen des §558d Abs. 1 BGB von den Interessenvertretern der Vermieter und der Mieter und von der Stadt Esslingen am Neckar als qualifizierter Mietspiegel anerkannt. Er tritt am 1. Januar 2018 in Kraft.
Der Mietspiegel stellt keine Preisempfehlung dar. Es dürfen durchaus niedrigere, jedoch aufgrund gesetzlicher Bestimmungen nicht wesentlich höhere Mieten gefordert werden. In diesem Sinne erwarten die an der Erstellung Beteiligten, dass der Mietspiegel weiterhin Vermietern und Mietern, Verbänden, Gutachtern und Gerichten eine praktikable und realitätsgerechte Entscheidungshilfe sein wird.
Esslingen am Neckar, im Dezember 2017
Ein Mietspiegel ist gemäß §§ 558 c und 558 d BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) eine Übersicht über die gezahlten Mieten für nicht preisgebundenen Wohnraum vergleichbarer Art, Größe, Ausstattung, Beschaffenheit und Lage einschließlich der energetischen Ausstattung und Beschaffenheit (= ortsübliche Vergleichsmiete). Die ortsübliche Vergleichsmiete setzt sich aus Mieten zusammen, die in den letzten vier Jahren neu vereinbart oder, von Betriebskostenerhöhungen abgesehen, geändert worden sind.
Der Mietspiegel liefert Informationen über die ortsübliche Vergleichsmiete verschiedener Wohnungskategorien. Er trägt dazu bei, das Mietpreisgefüge im nicht preisgebundenen Wohnungsbestand transparent zu machen, Streitigkeiten zwischen Mietvertragsparteien zu vermeiden, Kosten der Beschaffung von Informationen über Vergleichsmieten im Einzelfall zu verringern und den Gerichten die Entscheidung in Streitfällen zu erleichtern. Er dient ferner der Begründung eines Erhöhungsverlangens zur Anpassung an die ortsübliche Vergleichsmiete und der Überprüfung der Angemessenheit gezahlter Mieten.
Dieser Mietspiegel gilt nur für Mietwohnungen und vermietete Häuser auf dem freien, also dem nicht preisgebundenen Wohnungsmarkt im Wohnflächenbereich zwischen 30 m² und 150 m². Aufgrund rechtlicher Bestimmungen fallen nicht in den Anwendungsbereich des Mietspiegels:
Preisgebundener Wohnraum, für den ein Berechtigungsschein notwendig ist oder Wohnraum mit einer Mietobergrenze (§ 558 Abs. 2 Satz 2 BGB), z. B. Sozialwohnungen;
Nicht unmittelbar anwendbar ist der Mietspiegel auf nachfolgend aufgelistete besondere Wohnraumverhältnisse, die bei der Datenerhebung nicht erfasst wurden:
Wohnraum, der verbilligt oder kostenlos überlassen wird (z. B. Dienst- oder Werkswohnungen, deren Mietvertrag/Miethöhe an ein Beschäftigungsverhältnis gebunden ist);
Möbliert oder teilmöbliert vermieteter Wohnraum (ausgenommen Kücheneinrichtung und /oder Einbauschränke);
Einzelzimmer, die Teil einer kompletten Wohnung sind oder Wohnungen ohne eigenen Eingang;
Nettokaltmiete und Nebenkosten
Bei den Mietpreisangaben im Mietspiegel handelt es sich um monatliche Nettokaltmieten in Euro pro Quadratmeter Wohnfläche (€/m²). Unter der Nettokaltmiete versteht man das Entgelt für die Überlassung der Wohnung, das Mietausfallrisiko, die Verwaltungskosten sowie Aufwendungen für Instandhaltung, jedoch ohne sämtliche Betriebskosten gemäß § 2 BetrKV (Betriebskostenverordnung).
Nicht enthalten sind somit folgende Betriebskosten:
Laufende öffentliche Lasten des Grundstücks (Grundsteuer), Kosten der Wasserversorgung und Entwässerung, der zentralen Heizung und Warmwasserversorgung, des Aufzugs, der Straßenreinigung, der Müllabfuhr, des Hausmeisters, der Hausreinigung und der Gartenpflege, der Hausbeleuchtung, der Schornsteinreinigung, der hausbezogenen Versicherungen, der laufenden Kosten für Kabelfernsehen bzw. Gemeinschaftsantenne und der sonstigen laufenden Betriebskosten.
Der Mietpreis für eine Garage bzw. einen Stellplatz sowie etwaige Möblierungs- und Untermietzuschläge sind in der Nettokaltmiete ebenfalls nicht enthalten.
Mietverträge sind in der Praxis unterschiedlich gestaltet. Sind beispielsweise Betriebskosten in der Mietzahlung enthalten (= Brutto-/Inklusivmiete oder Teilinklusivmiete), muss der geleistete Mietbetrag vor der Anwendung des Mietspiegels um die entsprechend enthaltenen Betriebskosten bereinigt werden.
Nach den mietrechtlichen Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuchs (§§ 557 ff. BGB) kann der Vermieter die Zustimmung zu einer Mieterhöhung verlangen, wenn
die bisherige Miete zu dem Zeitpunkt, zu dem die Erhöhung eintreten soll, seit mindestens 15 Monaten unverändert ist, und
die verlangte Miete die ortsübliche Vergleichsmiete nicht übersteigt, die in der Gemeinde oder in einer vergleichbaren Gemeinde für Wohnraum vergleichbarer Art, Größe, Ausstattung, Beschaffenheit und Lage einschließlich der energetischen Ausstattung und Beschaffenheit in den letzten vier Jahren vereinbart oder (von Betriebskostenerhöhungen abgesehen) geändert worden sind, und
die Miete sich innerhalb eines Zeitraums von drei Jahren nicht um mehr als 20 % erhöht.
Die vorgenannten Bestimmungen gelten nicht für Mieterhöhungen infolge Modernisierung sowie gestiegener Betriebskosten. Für diese sind besondere Bedingungen maßgebend. Der Vermieter muss das Mieterhöhungsverlangen dem Mieter gegenüber schriftlich geltend machen und begründen. Als Begründungsmittel gesetzlich anerkannt sind Gutachten eines öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen, die Benennung der Mietpreise von mindestens drei Vergleichswohnungen oder von Mietdatenbanken sowie einfache und qualifizierte Mietspiegel. Ein qualifizierter Mietspiegel gemäß § 558 d BGB setzt voraus, dass er nach anerkannten wissenschaftlichen Grundsätzen erstellt ist, von der Gemeinde oder den Interessenvertretern von Vermietern und Mietern anerkannt wurde, nach zwei Jahren durch Stichprobe oder Preisindex fortgeschrieben und alle 4 Jahre neu erstellt wird.
Der qualifizierte Mietspiegel gilt als vorrangiges Begründungsmittel im Mieterhöhungsverfahren. Zwar kann der Vermieter, auch wenn ein qualifizierter Mietspiegel vorliegt, der Angaben für die betreffende Wohnung enthält, weiterhin ein anderes der angeführten Begründungsmittel wählen. In diesem Fall muss er dennoch auf die Ergebnisse des qualifizierten Mietspiegels im Erhöhungsschreiben hinweisen.
Der Mieter hat zur Prüfung, ob er der verlangten Mieterhöhung zustimmen soll, eine Überlegungsfrist bis zum Ende des zweiten Kalendermonats, der auf den Zugang des Mieterhöhungsverlangens folgt. Stimmt der Mieter der geforderten Erhöhung innerhalb der Frist zu, muss er die erhöhte Miete ab Beginn des dritten Monats zahlen, der auf den Zugang des Erhöhungsverlangens folgt. Bei Nichtzustimmung kann der Vermieter auf Erteilung der Zustimmung klagen und das Gericht befindet dann über das Mieterhöhungsverlangen.
Bei Neuvermietungen kann die Miete grundsätzlich frei vereinbart werden. Hierbei sind jedoch die Vorschriften des Wirtschaftsstrafgesetzes und des Strafgesetzbuches hinsichtlich Mietpreisüberhöhung und Mietwucher zu beachten. Der Mietspiegel kann dabei als Orientierungshilfe herangezogen werden.
Bei dem ermittelten Vergleichswert handelt es sich um die durchschnittliche ortsübliche Vergleichsmiete, die für eine Wohnung bestimmter Größe, Art, Ausstattung, Beschaffenheit und Lage im Schnitt pro Monat gezahlt wird. Die wissenschaftliche Auswertung zeigt, dass die Mietpreise von gleichen Wohnungen erheblich differieren. Dies liegt zum einem am freien Wohnungsmarkt und zum anderen an qualitativen und nicht erfassten Unterschieden der Wohnwertmerkmale, die den Mietpreis mitbestimmen.
Die Miete einer konkreten Wohnung gilt im Allgemeinen als ortsüblich, wenn sie innerhalb einer Spannbreite von Mietpreisen liegt, in der sich zwei Drittel aller Mieten dieser Wohnungsklasse befinden. Diese 2/3-Spanne beläuft sich in Esslingen am Neckar im Schnitt auf ±15% um die ermittelte durchschnittliche ortsübliche Vergleichsmiete.
Weicht man von dem ermittelten Durchschnittswert im Rahmen der Spannenbehandlung nach oben ab, so sollte auf Empfehlung des Arbeitskreises Mietspiegel hin mindestens die Hälfte dieser Abweichung anhand von nicht im Mietspiegel aufgeführten Wohnwertmerkmalen begründet werden.
Stadt Esslingen am Neckar, Amt für Soziales und Sport
Michael Tilp
Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung (auch auszugsweise) und Speicherung in elektronische Systeme nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Herausgebers
Mietspiegel erstellt in Zusammenarbeit mit:
Haus und Grund Esslingen e.V.
Auskunft und Beratung zum Mietspiegel
Tel: 0711 / 35 90 35
E-Mail: info@mieterbund-es-gp.de
Internet: http://www.mieterbund-es-gp.de
Tel: 0711 / 35 92 72
E-Mail: haus-und-grund-esslingen@t-online.de
Internet: http://www.hug-esslingen.de
Tel: 0711 / 35 42 35
E-Mail: info@mieterschutz-es.de
Internet: http://www.mieterschutz-es.de
Tel: 0711 / 35 12 - 24 42
E-Mail: soziales.sport@esslingen.de
Internet: http://www.esslingen.de
Objektname bzw. Adresse
Dieser Mietspiegel gilt nur für Mietwohnungen und vermietete Häuser auf dem freien, also dem nicht preisgebundenen Wohnungsmarkt im Wohnflächenbereich zwischen 30 m² und 150 m².
Vom Vermieter durchgeführte Modernisierung bei mindestens 5 der nachfolgenden Einzelmaßnahmen:
Außenwanddämmung (seit 1995)
Fensteraustausch (alle Fenster, seit 1995)
Austausch des Wärmeerzeugers (z.B. Heizkessel, Gastherme, Anschluss an Fernwärme, seit 1995)
Modernisierung (wesentliche Gebrauchswerterhöhung im Vergleich zum ursprünglich Zustand der Wohnung) (jeweils seit 2002):
Außenanlagen, Spielflächen
Wohnungsgrundrissverbesserung
Treppenhaussanierung mit Sanierung der Wohnungseingangstür
Art des Gebäudes und der Wohnung
Mehrfamilienhaus mit mehr als 10 vom Hauseingang aus erreichbaren Wohnungen und mindestens 5 Geschossen (Erdgeschoss und ausgebautes Dachgeschoss sind als Geschosse mitzuzählen, bei Hanglage auch Gartengeschoss)
Wohnung liegt im Keller/Souterrain/Untergeschoss bzw. bei Hanglage: im Gartengeschoss
überdurchschnittliche Sanitärausstattung*
(es müssen mindestens 2 der nachfolgenden Merkmale vorliegen: mindestens 2 Waschbecken im Bad, bodengleiche Dusche (ohne Schwelle), WC im Bad und zusätzlich zweites WC (Gäste-WC) vorhanden, Badewanne und separate Einzelduschkabine vorhanden, Handtuchheizkörper oder Fußbodenheizung)
unterdurchschnittliche Sanitärausstattung*
(es müssen mindestens 2 der nachfolgenden Merkmale vorliegen: Fußboden nicht gefliest, Wände im Spritzwasserbereich nicht geschützt (z. B. durch Fliesen), kein Fenster, keine zentrale Warmwasserversorgung)
*liegt gemäß den Bezeichnungen sowohl eine überdurchschnittliche als auch eine unterdurchschnittliche Sanitärausstattung vor, werden der Zu- und der Abschlag gegeneinander aufgerechnet.
Besondere Wohnungsausstattung
Bodenbelag vom Vermieter gestellt und überwiegend…*
... Parkett, Kork oder Vinyl-/Designboden
... Kachel-, Fliesen-, Stein,- oder Marmorboden
... Laminatboden
... Teppichboden, PVC oder Linoleum
Kein vom Vermieter gestellter Bodenbelag/Rohboden
Einzelöfen mit manueller Befeuerung oder keine vom Vermieter gestellte Heizung (auch, wenn Heizung auf Kosten des Mieters beschafft wurde)
Entweder kein Balkon, (Dach-)Terrasse, Loggia oder Wintergarten vorhanden oder vorhandene Fläche nicht gut nutzbar (z. B. keine Überdachung vorhanden, zu wenig Platz für Tisch/Stühle, nicht sonnig)
Komplette Einbauküche (Herd, Spüle, Schränke und Einbaukühlschrank)
Einbauschränke außerhalb der Küche
Zur Wohnung gehöriger Stellplatz auf dem Grundstück in einer Tiefgarage vorhanden
Stadtteilzone*
Stadtteilzone 1: Innenstadt
Stadtteilzone 2: Hegensberg, Hohenkreuz, Krummenacker, Liebersbronn, Neckarhalde, Oberesslingen, Rüdern, Serach, Sulzgries, Wiflingshausen
Stadtteilzone 3: Berkheim, Brühl, Kennenburg, Kimmichsweiler/ Oberhof, Mettingen, Obertal, Pliensauvorstadt, Sirnau, St. Bernhardt, Wäldenbronn, Weil, Zell, Zollberg
Freizeiteinrichtungen (z. B. Schwimmbad, Stadion, Theater) sind in maximal 1.000 m fußläufig erreichbar (300 m ≈ 5 Gehminuten)
Lärmpegel (z. B. Straßen-, Bahn-, Flug-, Industrielärm usw.) ist sehr niedrig
Qualifizierter Mietspiegel 2018 der Stadt Esslingen
Basismiete pro m²:
Bis 1918 -11 %
1919 bis 1945 -7 %
1946 bis 1960 -10 %
1961 bis 1977 -7 %
1978 bis 1994 -2 %
1995 bis 2001 +4 %
2002 bis 2009 +6 %
2010 bis 2013 +12 %
2014 bis 2017 +15 %
Vom Vermieter durchgeführte Modernisierung bei mindestens 5 der nachfolgenden Einzelmaßnahmen:
Austausch des Wärmeerzeugers (z. B. Heizkessel,
Gastherme, Anschluss an Fernwärme, seit 1995)
Modernisierung (wesentliche Gebrauchswerterhöhung im Vergleich zum ursprünglichen Zustand der Wohnung) (jeweils seit 2002):
Treppenhaussanierung mit Sanierung der Wohnungseingangstür
überdurchschnittliche Sanitärausstattung
unterdurchschnittliche Sanitärausstattung
Bodenbelag vom Vermieter gestellt und überwiegend Parkett, Kork oder
Bodenbelag vom Vermieter gestellt und überwiegend Kachel-, Fliesen-, Stein- oder Marmorboden
Bodenbelag vom Vermieter gestellt und überwiegend Laminatboden
Bodenbelag vom Vermieter gestellt und überwiegend Teppichboden, PVC oder Linoleum
Stadtteilzone:
Lärmpegel (z.B. Straßen-, Bahn-, Flug-, Industrielärm usw.) ist sehr niedrig
Die Summe der Prozente ist:
Endergebnis der Vergleichsmietenberechnung
Durchschnittliche ortsübliche Vergleichsmiete pro m²:
Durchschnittliche ortsübliche Vergleichsmiete:
– 15 %:
+ 15 %:
Durchschnittliche ortsübliche Vergleichsmiete pro qm: