Source: https://www.klimakoenner.de/erfuellungsoptionen/holzzentralheizung
Timestamp: 2018-08-20 08:44:15
Document Index: 356368256

Matched Legal Cases: ['§ 5', '§ 3', '§ 11', '§ 3', '§ 20', '§ 11']

Holzheizung im EWärmeG in Baden-Württemberg einsetzen
Vollständige Erfüllung
Anteilige Erfüllung: Berechnung …
Anerkennung: § 5.1
Definition Biomasse: § 3 Nr. 10
Kombinationen: § 11.1, 11.2 Satz 1, 11.4
Sachkundiger: § 3 Nr. 11
Nachweiserbringung nach § 20:
Vorlage für untere Baurechtsbehörde
Holzzentralheizung im EWärmeG
Wenn eine neue zentrale Holzheizung – beispielsweise mit Scheitholz, Holzhackschnitzeln oder Holzpellets – im Altbau betrieben wird, setzt man voll­ständig auf feste Biomasse. Der Einsatz von 15 % Erneuerbaren Energien, und damit die Anforderung nach dem EWärmeG, wird weit übertroffen und somit (über)­erfüllt. Mit dem ausschließlichen Heizen mit Holz ist man in der Regel auf der sicheren Seite.
Besteht eine Anlage jedoch aus mehreren Kesseln, z. B. wenn eine Holzheizung mit einem Gas- oder Ölkessel kombiniert wird, muss der Holzkessel zur vollständigen Erfüllung des Gesetzes 15 % des Wärme­energiebedarfs decken.
Wird weniger als 15 % des Energiebedarfs erreicht, ist eine anteilige Anrechnung in Kombi-nation mit einer an­deren Er­fül­lungs­option möglich. Denkbar wäre bspw. eine solarthermische Unter­stützung. In der Praxis deckt eine zentrale Holz­heizung in der Regel aber den gesamten Wärme­bedarf ab – zumindestens deutlich mehr als die geforderten 15 %.
Gängige Kombinationen: Solarthermie
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PelletheizungScheitholz gewünschte Heizung 1-23-45-6Mehr als 6Nicht bekannt Personen Haushalt Wohnfläche (m²) 2002 oder später1995-20011978-1994vor 1978Baujahr nicht bekannt Baujahr Gebäude UmgehendIn den nächsten 3 MonatenIn 3 bis 6 MonatenIn 6 bis 12 MonatenIn mehr als 12 Monaten Wunschtermin Installation Kommentar / Nachricht
Stand der Technik – Zentralbefeuerung mit Holz
Eine Holzzentralheizung ist von den Eigen­schaften im Gegensatz zu Einzelraumfeuerungen dafür ausgelegt, den Wärme­bedarf für die Beheizung des gesamten Wohn­raums und auch der Trink­wasser­erwärmung zu liefern. Unter­schieden werden kann nach drei Kessel­arten: dem Natur­zug­kessel, dem Holz­vergaser­kessel und dem Hack­schnitzel- oder Pellet­kessel. Alle Kessel­typen geben über einen einge­bauten Wärmetauscher, die bei der Ver­brennung entstandene Wärme an das Heizungs­wasser ab. Aufgrund des trägen Regel­verhaltens von Holz­heizungen (Holz brennt weiter, auch wenn genug Wärme vorhanden ist), wird ein Pufferspeicher benötigt, welcher die über­schüssige Wärme zwischen­speichert. Dieser Puffer­speicher kann ebenfalls mit einem Trinkwasserspeicher kombiniert werden, um so auch die Warm­wasser­bereitung durch die Holz­heizung durchzuführen.
Kesseltypen der Holzheizung
Naturzugkessel werden in der Regel mit Stück­holz beheizt und lassen sich über eine Zug­luft­klappe, welche mit einem Thermostat gesteuert oder per Hand eingestellt werden kann, regeln. Von allen Holz­zentral­heizungen haben Natur­zug­kessel aufgrund ihrer nur schwierigen Regel­barkeit den schlechtesten Wirkungs­grad. Holz­vergaser­kessel sind daher zu bevorzugen.
Aufgrund einer voll­ständigeren Ver­brennung gegenüber den Natur­zug­kesseln, haben die Holzvergaserkessel einen deutlich höheren Wirkungs­grad und zudem noch geringere Emissions­werte. Der Holz­vergaser­kessel arbeitet ebenfalls mit Stückholz als Brenn­stoff. Die Ver­brennung läuft allerdings in ver­schiedenen Prozess­schritten ab. Zunächst kommt es zu einer Brenn­stoff­vergasung, wobei die flüch­tigen Stoffe aus dem Holz ausgasen. Die zweite Stufe ist die Gas­verbrennung, bei der die aus­getriebenen Gase des Holzes verbrannt werden.
Pelletkessel werden nahezu automatisch betrieben
Der Verbrennungs­prozess findet unter Einsatz eines elektronisch gesteuerten Gebläses statt, welches die vollständige Verbrennung ermöglicht und somit einen sparsamen Betrieb ge­währ­leistet. In Kombination mit einem Puffer­speicher kann ein Holz­vergaser­kessel ideal als alleiniges Heiz­system eingesetzt werden.
Hackschnitzel- und Pelletkessel werden wie Öl- oder Gas­heizungen nahezu automatisch be­trie­ben. Mithilfe einer Förder­schnecke oder einer Saug­verbindung wird der Brennstoff (Hack­schnitzel oder Pellets) automatisch aus dem Lager­raum in den Kessel befördert. Wie auch bei dem Pellet­ofen für die Einzel­raum­befeuerung arbeitet der Holz­hack­schnitzel- bzw. Pellet­kessel mit einem Zünd­draht und einem elektronisch geregelten Gebläse. Lediglich die Wärme­übertragung unter­schei­det sich. Die entstehende Wärme wird nun nicht über Strahlung und Konvektion an die Um­ge­bungs­luft abgegeben, sondern über einen Wärme­tauscher an das Wasser im Heizungs­system übertragen. Auch bei den Hack­schnitzel- oder Pellet­kesseln empfiehlt sich die Kopplung mit einem Puffer­speicher, um einen effizienten Betrieb der Anlage zu gewährleisten.
Auch moderne Holz­heizungen sind in der Regel mit Brenn­wert­technik ausgestattet. Mehr zur Brennwerttechnik …
Hinweis: Die durch­schnittlichen Preise einer Pellet­heizung liegen je nach Ausstattung zwischen 12.000 € und 20.000 €. Holz­hack­schnitzel-Heizungen kosten zwischen 15.500 € und 25.000 € und Holz­vergaser-Heizungen zwischen 8.000 € und 13.000 €. Zu beachten sind neben Förder­gelder aber auch noch die Montage­kosten. Angebot für eine Holzzentralheizung kostenlos anfragen …
Der Brenn­stoff Holz wird als Stückholz, als Hackschnitzel oder auch als gepresste Pellets eingesetzt. Im Erneuerbare-Wärme-Gesetz muss das einge­setzte Holz der Biomasseverordnung entsprechen.
Als Stückholz (auch Scheitholz genannt) wird Brenn­holz bezeichnet, welches bereits fertig auf eine in der Regel einheitliche Länge von 25 cm oder 33 cm geschnitten und gespalten ist. Für größere Holz­heizungen wird natürlich auch ein längeres Stück­holz angeboten. Unterschieden wird hierbei nach frischem Holz und bereits getrocknetem. Je nach Holz­sorte und Lager­ort, benötigt frisch geschlagenes Holz etwa 1 bis 2 Jahre zum Trocknen, wobei der Feuchtig­keits­gehalt dann unter 20 % liegen sollte. Angeboten wird Stück­holz in der Regel als gestapelter Raummeter oder auch als Schütt­raummeter. Ein Schütt­raummeter entspricht in etwa dem 0,7-fachen eines Raummeters (zu beachten beim Preisvergleich).
Hackschnitzel werden mit schneidenden Werk­zeugen maschinell hergestellt. Produziert werden Holz­hack­schnitzel aus Wald- und Industrie­rest­holz, Sägenebenprodukten, aber auch aus Holz von Durch­forstungs- und Landschafts­pflege­maßnahmen. Sie lassen sich nur gut lagern wenn sie ausreichend trocken sind, da sie sich sonst mit der Zeit zersetzen. Um die Qualität und Kennwerte der Hack­schnitzel wie bspw. den Wasser­gehalt oder die Schnitzel­größe zu gewährleisten, gilt für Hack­schnitzel die Europäische Norm EN 14961.
Wie die Holzhackschnitzel unterliegen auch die Holzpellets einer Norm und zwar der ISO 17225-2. Diese Norm regelt alle wichtigen Eigenschaften wie Länge, Durch­messer, Heizwert oder Wassergehalt der Pellets. Das Roh­material zur Herstellung von Holz­pellets sind in der Regel Abfall­produkte aus der Holzverarbeitung, bspw. in Säge- oder Hobelwerken. Die Holz­reste werden zunächst getrocknet und der Feuchtig­keits­gehalt wird dabei auf ca. 8 % gesenkt. Anschließend werden die einheitlich zerkleinerten Späne in der Pelletier­anlage unter hohem Druck zusammen­gepresst. Der Haupt­bestand­teil Lignin des Holzes ermöglicht das Verpressen des Holzes ohne Zugabe von chemischen Binde­mitteln. Während des Press­vorgangs entsteht aufgrund des hohen Drucks Wärme. In Kombination mit der restlichen Feuchtig­keit im Holz wird das Lignin klebfähig und sorgt somit für die Form­stabilität. Die Lieferung von Holz­pellets kann je nach Bedarfs­menge als Sackware oder aber bei großer Abnahme mit einem speziellen Silo­wagen erfolgen. Im Internet finden Sie zahlreiche Händler die Sie regional, aber auch deutschland­weit mit Stück­holz, Hack­schnitzeln und auch mit Holz­pellets beliefern.
Hinweis: Durch die Befeuerung mit Holz kann viel Feinstaub freigesetzt werden. Der Brennstoff sollte demnach immer richtig gelagert und eingesetzt werden.
Anteilige Gesetzeserfüllung durch eine Holzzentralheizungen
Wenn nicht der gesamte Wärmeenergiebedarf durch die Holzheizung gedeckt wird, ist auch eine anteilige Anrechnung nach § 11.4 durch die folgenden Formeln möglich:
\[\frac{Nennwärmeleistung \: zentrale \: Holzheizung \: [kW]}{gesamte \: installierte \: Heizleistung \: der \: Anlage \: [kW]}\times100\:\%=Anteil \: Erneuerbare \: Energien\:[\%]\]
Ist der Wert größer oder gleich 15 %, sind die Vorschriften vollständig erfüllt. Ansonsten ist die anteilige Erfüllung folgendermaßen zu berechnen:
\[ \frac{Anteil \: Erneuerbare \: Energien\:[\%]}{15 \: \: \% \:}\times100\:\%=Erfüllungsgrad\:[\%]\]
Um die Feinstaubproblematik nicht noch weiter zu ver­schär­fen, gilt es einiges bei der Befeuerung mit…
Brennstoffe und ihre Preise
In einer kurzen Themenreihe beschäftigen wir uns mit der Wirtschaftlichkeit einiger Erfüllungsoptionen. Der er…