Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%202006,%20446
Timestamp: 2019-06-26 15:12:48
Document Index: 324532161

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 91', '§ 91', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 20.10.2005 - VII ZB 53/05 - dejure.org
https://dejure.org/2005,1177
BGH, 20.10.2005 - VII ZB 53/05 (https://dejure.org/2005,1177)
BGH, Entscheidung vom 20.10.2005 - VII ZB 53/05 (https://dejure.org/2005,1177)
BGH, Entscheidung vom 20. Januar 2005 - VII ZB 53/05 (https://dejure.org/2005,1177)
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Erstattungsfähigkeit von anfallenden Mehrkosten durch die Beauftragung eines Rechtsbeistands in einem Mahnverfahren; Notwendigkeit eines Anwaltswechsels wegen der Versagung von Rechtsbeistand in einem Anwaltsverfahren; Pflicht eines Prozessbeteiligten zur Wahl einer kostengünstigen Rechtsverfolgungsmaßnahme
Rechtsbeistand statt Rechtsanwalt
LG Stuttgart, 01.02.2005 - 39 O 40/04
OLG Stuttgart, 16.02.2005 - 8 W 61/05
NJW 2006, 446
AnwBl 2006, 144
Rpfleger 2006, 166
Maßstab dafür ist, ob eine verständige und wirtschaftlich vernünftige Partei die die Kosten auslösende Maßnahme im damaligen Zeitpunkt als sachdienlich ansehen durfte (BGH, Beschluss vom 11. November 2003 - VI ZB 41/03 - NJW-RR 2004, 430; Beschluss vom 20. Oktober 2005 - VII ZB 53/05 - Rn. 12).
Sie trifft lediglich die Obliegenheit, unter mehreren gleichgearteten Maßnahmen die kostengünstigere auszuwählen (…vgl. Senatsbeschlüsse vom 4. April 2006 - VI ZB 66/04, VersR 2006, 1089 Rn. 6 …und vom 13. Juli 2010 - VI ZB 61/09, VersR 2010, 1470 Rn. 6;… BGH, Beschlüsse vom 26. Januar 2006 - III ZB 63/05, BGHZ 166, 117 Rn. 20; vom 16. Oktober 2002 - VIII ZB 30/02, NJW 2003, 898, 900 und vom 20. Oktober 2005 - VII ZB 53/05, NJW 2006, 446 Rn. 12).
Sie trifft lediglich die Obliegenheit, unter mehreren gleichgearteten Maßnahmen die kostengünstigere auszuwählen (vgl. BGH, Beschluss vom 20. Oktober 2005 - VII ZB 53/05, NJW 2006, 446 Rn. 12; BGH…, Beschluss vom 10. Juli 2012 - VI ZB 7/12, NJW 2012, 2734 Rn. 9, jeweils mwN).
cc) Für den Fall eines Anwaltswechsels zwischen Mahn- und streitigem Verfahren kann nichts anderes gelten (vgl. bereits BGH, Beschluss vom 23. März 2004 - VIII ZB 145/03, FamRZ 2004, 866; vom 20. Oktober 2005 - VII ZB 53/05, NJW 2006, 446 Rn. 9 f;… Gerold/Schmidt/Müller-Rabe, RVG, 23. Aufl., Nr. 3305-3308 VV RVG Rn. 86a;… Thomas/Putzo/Hüßtege, ZPO, 38. Aufl., § 91 Rn. 38).
Zwar beurteilt sich die Frage, ob aufgewendete Prozesskosten zu einer zweckentsprechenden Rechtsverteidigung im Sinne von § 91 Abs. 1 Satz 1 ZPO notwendig waren, grundsätzlich danach, ob eine verständige und wirtschaftlich vernünftige Partei eine die Kosten auslösende Maßnahme im Zeitpunkt ihrer Veranlassung als sachdienlich ansehen durfte (vgl. BGHZ 166, 117, 124; BGH, Beschlüsse vom 20. Oktober 2005 - VII ZB 53/05 - NJW 2006, 446, 447; vom 11. November 2003 - VI ZB 41/03 - NJW-RR 2004, 430 und vom 16. Oktober 2002 - VIII ZB 30/02 - FamRZ 2003, 441, 443).
Entgegen der Auffassung der Klägerin ist auf die vorliegende Fallkonstellation die Entscheidung des BGH vom 20. Oktober 2005, Az. VII ZB 53/05, (NJW 2006, 446) anwendbar.