Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=1%20StR%20346/67
Timestamp: 2019-10-22 00:22:28
Document Index: 395182729

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 264', 'BGH', '§ 53', '§ 264', 'BGH', 'BGH', '§ 53', '§ 264', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 22.08.1967 - 1 StR 346/67 - dejure.org
https://dejure.org/1967,3047
BGH, 22.08.1967 - 1 StR 346/67 (https://dejure.org/1967,3047)
BGH, Entscheidung vom 22.08.1967 - 1 StR 346/67 (https://dejure.org/1967,3047)
BGH, Entscheidung vom 22. August 1967 - 1 StR 346/67 (https://dejure.org/1967,3047)
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Strafklageverbrauch hinsichtlich der Anstiftung zum schweren Diebstahl durch Verurteilung wegen Sachhehlerei - Auslegung des Begriffs der "Tat" im Sinne des § 264 Strafgesetzbuch (StGB) - Kriterien für die Einstufung mehrerer Handlungen als eine Tat
Das kann auch so sein, wenn der Täter die hehlerische Abnahme der Beute bei der Anstiftung des Diebes oder des Räubers zur Wegnahme zugesagt hat (vgl. BGH, Urt. vom 22. August 1967 - 1 StR 346/67).
Auch mehrere Handlungen im Sinne des § 53 StGB sind demnach als eine Tat gemäß § 264 StPO zu werten, wenn zwischen ihnen ein enger sachlicher Zusammenhang besteht; dieser ist in der Regel gegeben, wenn die mehreren Handlungen unmittelbar und dergestalt innerlich verknüpft sind, daß keine von ihnen für sich allein verständlich abgehandelt werden kann und ihre getrennte Würdigung und Aburteilung als unnatürliche Aufspaltung eines einheitlichen Lebensvorgangs empfunden würde (BGHSt 13, 21, 26; 23, 141, 145; BGH, Urteile vom 22. August 1967 - 1 StR 346/67 - und vom 10. Dezember 1974 - 5 StR 578/74).
Das bedeutet, daß auch mehrere Handlungen im Sinne des § 53 StGB als eine Tat im Sinne des § 264 StPO zu werten sind, wenn zwischen ihnen ein enger sachlicher Zusammenhang besteht; dieser ist aber in der Regel nur gegeben, wenn die mehreren Handlungen unmittelbar und dergestalt innerlich verknüpft sind, daß ihre getrennte Würdigung und Aburteilung als unnatürliche Aufspaltung eines einheitlichen Lebensvorganges empfunden würde (BGHSt 13, 21, 26; 23, 141, 145; BGH, Urteile vom 22. August 1967 - 1 StR 346/67 - und vom 10. Dezember 1974 - 5 StR 578/74).
Das ist bei einer Hehlerei im Verhältnis zu der Haupttat mindestens dann nicht der Fall, wenn zwischen beiden kein längerer Zeitabstand besteht (vgl. BGH Urt. vom 22. August 1967 - 1 StR 346/67;… RG GA 38, 343, 344;… GA 68, 352).
Der Tatidentität steht nicht entgegen, daß das Landgericht zwei Straftaten im sachlichrechtlichen Sinne angenommen hat (BGHSt 16, 200, 202 [BGH 28.06.1961 - 2 StR 83/61]; Urteil vom 22. August 1967 - 1 StR 346/67 -).