Source: https://www.vetion.de/gesetze/Gesetzestexte/TierimpfstkostVO.htm?mainPage=1
Timestamp: 2019-07-20 16:58:30
Document Index: 307738134

Matched Legal Cases: ['Art. 2', 'Art.2', 'Art.34', 'Art.2', 'Art.2', '§ 42', '§ 8', '§ 22', '§ 24', '§ 24', '§ 26', '§ 33', '§ 33', '§ 26', '§ 29', '§ 32', '§ 33', '§ 27']

TierimpfstkosVO
Vom 24. November 2010, Bundesgesetzblatt Jahrgang 2010 Teil I Nr. 59, S.1637 vom 30. November 2010 geändert am 29. September 2011 durch Bundesgesetzblatt Jahrgang 2011 Teil I Nr. 50, S.1976, Art. 2 vom 6. Oktober 2011, geändert am 07. August 2013 durch Bundesgesetzblatt Jahrgang 2013 Teil I Nr. 48, S.3154, Art.2 (113) vom 14. August 2013, geändert am 17. April 2014 durch Bundesgesetzblatt Jahrgang 2014 Teil I Nr. 16, S. 388, Art.34 vom 25. April 2014 und zuletzt geändert am 24. September 2014 durch Bundesgesetzblatt Jahrgang 2014 Teil I Nr. 45, S. 1558, Art.2 vom 2. Oktober 2014 (Änderungen rot markiert)
Die Aufhebung dieser Verordnung durch Bundesgesetzblatt Jahrgang 2013 Teil I Nr. 48, S.3154, Art.2 (113) vom 14. August 2013 zum 14.08.2018 ist aufgehoben durch Artikel 4 (86) des Gesetzes Bundesgesetzblatt Jahrgang 2016 Teil I Nr. 35, S. 1666 vom 22. Juli 2016. Durch Artikel 4 (86) des Gesetzes Bundesgesetzblatt Jahrgang 2016 Teil I Nr. 35, S. 1666 wird die Tierimpfstoff-Verordnung mit Wirkung vom 1.10.2021 aufgehoben.
Das Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, und das Paul-Ehrlich-Institut, Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel, erheben nach dieser Verordnung Gebühren und Auslagen für
die Entscheidung über die Zulassung der in § 42 Absatz 1 Nummer 1 Buchstabe a des Tiergesundheitsgesetzes genannten Mittel,
die Entscheidung über die Freigabe von Chargen der Mittel nach Nummer 1,
andere Prüfungen und Untersuchungen nach dem Tiergesundheitsgesetz.
Die gebührenpflichtigen Tatbestände und die Höhe der Gebühren ergeben sich aus dem Gebührenverzeichnis der Anlage.
(1) Die Gebühren für eine individuell zurechenbare öffentliche Leistung nach der Anlage können auf Antrag des Gebührenschuldners
bis auf ein Viertel des vorgesehenen Satzes oder Mindestsatzes ermäßigt werden, soweit
a) ein öffentliches Interesse an dem Inverkehrbringen des Mittels auf Grund des Anwendungsgebietes besteht und der Antragsteller infolge der Seltenheit der Anwendungsfälle einen im Verhältnis zu der nach der Anlage vorgesehenen Gebühr angemessenen wirtschaftlichen Wert oder sonstigen Nutzen nicht erwarten kann, oder
b) im Falle der Änderung der Zulassung eines Mittels ein öffentliches Interesse an der Änderung zur Vermeidung von Tierversuchen besteht,
bis auf die Hälfte des vorgesehenen Satzes oder Mindestsatzes ermäßigt werden, soweit die Bedeutung, der wirtschaftliche Wert und der sonstige Nutzen der Leistung für den Gebührenschuldner dies rechtfertigen.
(2) Von einer Erhebung der Gebühren kann abgesehen werden, soweit in den Fällen des Absatzes 1 Nummer 1 Buchstabe a der zu erwartende wirtschaftliche Wert oder sonstige Nutzen besonders gering ist.
(3) Betragen die für eine individuell zurechenbare	öffentliche Leistung voraussichtlich zu erhebenden Gebühren insgesamt nicht mehr als 30 Euro, so kann aus Gründen der Wirtschaftlichkeit des Verwaltungshandelns auf die Erhebung der Gebühren verzichtet werden.
Gebühren und Auslagen für individuell zurechenbareöffentliche Leistungen vor Inkrafttreten
Die Vorschriften dieser Verordnung sind auch anzuwenden auf Fälle, in denen vor dem Inkrafttreten dieser Verordnung eine den individuell zurechenbaren	öffentlichen Leistungen nach Abschnitt 1 Nummer 3, 5.3 oder 5.4 der Anlage entsprechende Leistung vorgenommen worden ist, soweit eine Gebührenerhebung vorbehalten und der Antragsteller vor Abschluss der Leistung über die voraussichtliche Gebührenhöhe informiert worden ist.
Diese Verordnung tritt am Tag nach der Verkündung in Kraft. Gleichzeitig tritt die Tierimpfstoff-Kostenverordnung vom 15. Mai 1998 (BGBl. I S. 941), die zuletzt durch Artikel 3 § 8 des Gesetzes vom 22. Juni 2004 (BGBl. I S. 1248) geändert worden ist, außer Kraft.
Gebühren für individuell zurechenbare öffentliche Leistungen des Paul-Ehrlich-Instituts im Hinblick auf Mittel, die zur Anwendung am Tier bestimmt sind
Für die Entscheidung über die Zulassung nach § 22 der Tierimpfstoff-Verordnung
für monovalente Impfstoffe und Immunmodulatoren, Sera und Tuberkuline mit einer Zieltierart
für monovalente Impfstoffe und Immunmodulatoren, Sera und Tuberkuline mit einer Zieltierart, wenn die Entscheidung die Durchführung eines Belastungsversuchs erfordert
26 000 bis 32 500
zusätzlich zu Nummer 1.1 oder 1.2 je weiterer Komponente (Stamm- oder Serotyp)
zusätzlich zu Nummer 1.1 oder 1.2 je weiterer Komponente (Stamm- oder Serotyp), wenn die Entscheidung hinsichtlich dieser weiteren Komponente die Durchführung eines Belastungsversuchs erfordert
9 200 bis 15 700
zusätzlich zu Nummer 1.1 oder 1.2 je weiterer Zieltierart
zusätzlich zu Nummer 1.1 oder 1.2 je weiterer Zieltierart, wenn die Entscheidung hinsichtlich dieser weiteren Zieltierart die Durchführung eines Belastungsversuchs erfordert
8 500 bis 15 000
Für die Entscheidung über die Zulassung im Verfahren der gegenseitigen Anerkennung, wenn die Bundesrepublik Deutschland nach § 24 Absatz 2 der Tierimpfstoff-Verordnung
Referenzmitgliedstaat im Sinne des Artikels 32 Absatz 1 der Richtlinie 2001/82/EG1) ist, unbeschadet der Gebühr nach Nummer 1,
betroffener Mitgliedstaat ist und die Entscheidung auf der Grundlage des Beurteilungsberichts eines anderen Mitgliedstaats ergeht,
zusätzlich zu Nummer 2.2.1 je weiterer Komponente
zusätzlich zu Nummer 2.2.1 je weiterer Zieltierart
Für die Entscheidung über die Zulassung im dezentralisierten Verfahren, wenn die Bundesrepublik Deutschland nach § 24 Absatz 3 der Tierimpfstoff- Verordnung
Referenzmitgliedstaat ist,
36 600 bis 43 100
zusätzlich zu Nummer 3.1.1 oder 3.1.2 je weiterer Komponente (Stamm- oder Serotyp)
zusätzlich zu Nummer 3.1.1 oder 3.1.2 je weiterer Komponente (Stamm- oder Serotyp), wenn die Entscheidung hinsichtlich dieser weiteren Komponente die Durchführung eines Belastungsversuchs erfordert
zusätzlich zu Nummer 3.1.1 oder 3.1.2 je weiterer Zieltierart
zusätzlich zu Nummer 3.1.1 oder 3.1.2 je weiterer Zieltierart, wenn die Entscheidung hinsichtlich dieser weiteren Zieltierart die Durchführung eines Belastungsversuchs erfordert
betroffener Mitgliedstaat ist,
zusätzlich zu Nummer 3.2.1 je weiterer Komponente
zusätzlich zu Nummer 3.2.1 je weiterer Zieltierart
Für die Entscheidung über die Verlängerung der Dauer einer Zulassung nach § 26 der Tierimpfstoff-Verordnung, wenn das Mittel
nur in der Bundesrepublik Deutschland zugelassen ist
1 700 bis 11 000
nur in der Bundesrepublik Deutschland zugelassen ist und die Entscheidung die Durchführung eines Belastungsversuchs erfordert
8 700 bis 15 200
im Verfahren der gegenseitigen Anerkennung oder im dezentralisierten Verfahren zugelassen ist und die Bundesrepublik Deutschland
Referenzmitgliedstaat ist
Referenzmitgliedstaat ist und die Entscheidung die Durchführung eines Belastungsversuchs erfordert
betroffener Mitgliedstaat ist
1 100 bis 2 500
betroffener Mitgliedstaat ist und die Entscheidung die Durchführung eines Belastungsversuchs erfordert
7 800 bis 14 300
Für die Entscheidung über die Änderung einer Zulassung
bei einer größeren Änderung im Sinne des Artikels 2 Nummer 3 der Verordnung (EG) Nr. 1234/20082) – Typ II-Änderung –,
wenn das Mittel nur in der Bundesrepublik Deutschland zugelassen ist
wenn das Mittel nur in der Bundesrepublik Deutschland zugelassen ist und die Entscheidung die Durchführung eines Belastungsversuchs erfordert
9 000 bis 15 000
wenn die Bundesrepublik Deutschland Referenzmitgliedstaat ist
wenn die Bundesrepublik Deutschland Referenzmitgliedstaat ist und die Entscheidung die Durchführung eines Belastungsversuchs erfordert
9 700 bis 16 200
wenn die Bundesrepublik Deutschland betroffener Mitgliedstaat ist
bei einer geringfügigen Änderung im Sinne des Artikels 2 Nummer 5 der Verordnung (EG) Nr. 1234/2008 – Typ IB Änderung –,
bei einer geringfügigen Änderung im Sinne des Artikels 2 Nummer 2 der Verordnung (EG) Nr. 1234/2008 – Typ IA Änderung –,
bei einer Erweiterung der Zulassung im Sinne des Artikels 2 Nummer 4 in Verbindung mit Anhang I der Verordnung (EG) Nr. 1234/2008,
23 500 bis 30 000
25 500 bis 32 000
wenn bei einem Mittel mehrere Änderungen nach Nummer 5.1 bis 5.4 gleichzeitig beantragt oder mitgeteilt werden und dadurch ein wesentlich geringerer Aufwand entsteht,
für diejenige Änderung, für die nach Nummer 5.1 bis 5.4 die höchste Gebühr vorgesehen ist
die in Nummer 5.1 bis 5.4 vorgesehene Gebühr
für jede weitere Änderung
ein Viertel bis drei Viertel der jeweils in Nummer 5.1 bis 5.4 vorgesehenen Gebühr
wenn für mehrere Mittel eines pharmazeutischen Unternehmers inhaltlich gleiche Änderungen nach 5.1 bis 5.3 beantragt oder mitgeteilt werden,
für diejenige Änderung, für die nach Nummer 5.1 bis 5.3 die höchste Gebühr vorgesehen ist
die in Nummer 5.1 bis 5.3 vorgesehene Gebühr
ein Viertel bis drei Viertel der jeweils in Nummer 5.1 bis 5.3 vorgesehenen Gebühr
wenn eine Änderung nach 5.1 bis 5.4 eine Änderung der Zulassung in Bezug auf die Kennzeichnung oder die Packungsbeilage nach sich zieht, für diese Änderung
Für die Freigabe einer Charge, auch auf Grund eines Antrags auf Erteilung eines Zertifikats,
für die Freigabe auf Grund der Prüfung der eingereichten Unterlagen
für monovalente Impfstoffe, Seren, Immunmodulatoren und Tuberkuline
zusätzlich zu Nummer 6.1.1 je weiterer Komponente
für die Freigabe auf Grund eigener Untersuchungen der Charge, soweit der Umfang der experimentellen Prüfung nach § 33 Absatz 2 Satz 2 der Tierimpfstoff- Verordnung beschränkt ist, zusätzlich zu Nummer 6.1
je In-vitro-Test 1 100 6.2.2 je In-vivo-Test
für die Freigabe auf Grund der Durchführung der nach § 33 Absatz 2 Satz 1 der Tierimpfstoff-Verordnung vorgesehenen Untersuchungen
500 bis zu der für eine Zulassung nach Nummer 1 jeweils vorgesehenen Gebühr
für die Freigabe einer Charge, für die bereits ein Zertifikat durch das Paul-Ehrlich-Institut erteilt worden ist
für die Freigabe auf Grund der Prüfergebnisse der zuständigen Stelle eines anderen Mitgliedstaats
wenn mehrere Chargen gleichzeitig freigegeben werden, die sich voneinander nur in der Chargenbezeichnung, durch das Volumen des Endbehälters oder durch die Bezeichnung des Mittels unterscheiden,
für die erste Charge
die in Nummer 6.1 bis 6.3 vorgesehene Gebühr
für jede weitere Charge
unter Berücksichtigung der Prüfergebnisse bereits erfolgter Chargenfreigaben
ein Viertel bis drei Viertel der in Nummer 6.1 bis 6.3 vorgesehenen Gebühr
1) Richtlinie 2001/82/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 6. November 2001 zur Schaffung eines Gemeinschaftskodexes für Tierarzneimittel (ABl. L 311 vom 28.11.2001, S. 1) in der jeweils geltenden Fassung.
2) Verordnung (EG) Nr. 1234/2008 der Kommission vom 24. November 2008 über die Prüfung von Änderungen der Zulassungen von Human- und Tierarzneimitteln (ABl. L 334 vom 12.12.2008, S. 7) in der jeweils geltenden Fassung.
Gebühren für individuell zurechenbare öffentliche Leistungen des Friedrich-Loeffler-Instituts im Hinblick auf Mittel, die nicht zur Anwendung am Tier bestimmt sind, sowie für die Untersuchung von Tieren und Erzeugnissen von Tieren, die zur Einfuhr oder Ausfuhr bestimmt sind
für die Zulassung bei geringem bis durchschnittlichem Aufwand
für die Zulassung bei erhöhtem Aufwand, insbesondere auf Grund umfangreicher Prüfungen oder Mehrfachprüfungen
Für die Entscheidung über die Verlängerung der Dauer einer Zulassung nach § 26 der Tierimpfstoff-Verordnung
Für die Entscheidung über die Zustimmung zu einer Änderung nach§ 29a der Tierimpfstoff-Verordnung
bei geringem bis durchschnittlichem Aufwand
bei erhöhtem Aufwand, insbesondere auf Grund umfangreicher Prüfungen
Für die Entscheidung über die Freigabe einer Charge nach § 32 Absatz 3 der Tierimpfstoff-Verordnung
für ein Prüfungsverfahren bei geringem bis durchschnittlichem Aufwand
für ein Prüfungsverfahren bei erhöhtem Aufwand, insbesondere auf Grund umfangreicher Prüfungen oder Mehrfachprüfungen
für die Freistellung von der Chargenprüfung nach § 33 Absatz 3 der Tierimpfstoff- Verordnung
Für die Untersuchung von Tieren oder Erzeugnissen von Tieren, die zur Einfuhr oder Ausfuhr bestimmt sind, nach § 27 Absatz 3 Satz 1 Nummer 2 des Tiergesundheitsgesetzes
für den Nachweis von Antikörpern im Mikroneutralisationstest
gegen ein Virus
für jede weitere Probe
für jede weitere Probe bei vereinfachter Probenerfassung
gegen jedes weitere Virus im gleichen Testsystem, pro Probe zusätzlich zu den Gebühren nach Nummer 4.1.1
für die Auswertung eines Mikroneutralisationstests mittels Fluoreszenzverfahren, Immunperoxidasefärbung oder einer ähnlichen Methode, pro Probe zusätzlich zu den Gebühren nach Nummer 4.1.1 und 4.1.2
für den Nachweis von Antikörpern in einem ELISA-System
gegen ein Antigen 4.2.1.1 für eine Probe
gegen jedes weitere Antigen im gleichen Testsystem, pro Probe zusätzlich zu den Gebühren nach Nummer 4.2.1
für den Nachweis von Antikörpern gegen ein Antigen oder von Antigenen gegen ein Antiserum im Immunopräzipitationstest
für den Nachweis von Antikörpern gegen ein Antigen im Immunoblotverfahren
für den Nachweis von Antikörpern im Hämagglutinations-Hemmtest
gegen ein Antigen
gegen jedes weitere Antigen
für den Nachweis von Antikörpern in der Komplement-Bindungsreaktion
für den Nachweis von Antikörpern in der Serumlangsamagglutination
für den Nachweis von Antikörpern im Rose-Bengal-Test
für den Virusnachweis in Einschicht-Zellkulturen
für den MKS-Virusnachweis aus Tiersamen, pro Charge
für den spezifischen Nachweis einer Nukleinsäure
für die Nukleinsäurecharakterisierung