Source: https://www.biel-bienne.ch/de/pub/services/rechtssammlung/suche.cfm?fuseaction_law=detail&doc=%2F700%2F721.2.htm&changefontsize=1
Timestamp: 2019-07-15 18:16:25
Document Index: 390772679

Matched Legal Cases: ['Art. 1', 'Art. 2', 'Art. 3', 'Art. 4', 'Art. 5', 'Art. 6', 'Art. 7', 'Art. 8', 'Art. 6', 'Art. 9', 'Art. 10', 'Art. 11', 'Art. 12', 'Art. 13', 'Art. 90', 'Art. 10', 'Art. 10', 'Art. 68']

SGR 721.2
gestützt auf Artikel 40 Ziffer 5 Buchstabe a der Stadtordnung vom 9. Juni 1996 [1],
1. Baulinien
Art. 1 - Baulinien
1 Baulinien bestimmen den gegenüber Strassen, Geleisen, Wald, Gewässern und benachbarten Gebäuden einzuhaltenden Bauabstand [2].
2 Baulinien gehen den allgemeinen Abstandsvorschriften vor. Vorbehalten bleiben zwingende Bestimmungen (Ortsbildschutz, Denkmalpflege, etc.) des übergeordneten Rechts.
Art. 2 - Baulinien mit Anbaupflicht
Baulinien mit Anbaupflicht bezwecken die Bildung durchlaufender Baufluchten. Bauten sind mit ihren räumlich wirksamen Fassadenteilen auf die Baulinie zu stellen.
Art. 3 - Baulinien mit beschränkter Anbaubefugnis
Gebäude dürfen nur mit einer Länge von 15 m auf die Baulinie gestellt werden. Zwischen den auf die Baulinie mit beschränkter Anbaubefugnis gestellten Bauten sind die Gebäudeabstände einzuhalten.
Art. 4 - Höhenbaulinien
1 Höhenbaulinien bestimmen im Plan die in teilweiser Abweichung von den Bauzonenvorschriften zulässige Gebäudehöhe.
2 Bei abgestuften, zusammenhängenden Bauten werden die Gebäudehöhe, die Grenz- und Gebäudeabstände sowie allfällige Gebäudelängen und -breiten für die einzelnen Stufen gesondert ermittelt.
3 Der höchste Punkt des Daches darf die zulässige Gebäudehöhe nach Absatz 1 um max. 1.50 m überschreiten.
Art. 5 - Erdgeschossbaulinien
Erdgeschossbaulinien legen die maximale Ausdehnung von Erdgeschossen fest. Statisch bedingte Bauteile dürfen die Erdgeschossbaulinien überschreiten, solange die Bildung von Arkaden oder Passagen gewährleistet bleibt.
Art. 6 - Baulinien für Bauten und Anlagen im Strassen- und Geleiseabstand
1 Die Baulinien A legen die Abstände von unbewohnten Bauten und Anlagen gemäss Artikel 21 Absatz 3 Baureglement Biel gegenüber Strassen und Geleisen fest.
2 Innerhalb der Baulinien B sind unbewohnte Bauten und Anlagen auch mit einer Grundfläche von mehr als 60 m2 gestattet, sofern sie den andern Vorgaben von Artikel 21 Absatz 3 Baureglement Biel entsprechen. Bauten sind gegenüber dem öffentlichen Verkehrsraum mit einer Fassade oder Umfassungsmauer abzuschliessen.
3 Die Gebäudehöhe von Bauten nach Absatz 1 und 2 wird von der Achse der am nächsten liegenden Strasse aus gemessen. Der Höhenzuschlag gemäss Artikel 23 Absatz 2 Baureglement Biel ist nicht anwendbar.
4 Kleine Nebenanlagen, wie überdeckte Gartensitzplätze, Pergolen, Fahrradunterstände und dergleichen sind im Bereich zwischen Baulinien gemäss Artikel 1 - 4 und öffentlichem Verkehrsraum gestattet, nicht aber Garagen oder offene Überdeckungen von Abstellplätzen für Motorfahrzeuge. Überdeckte Kleinbauten dürfen eine Grundfläche von 20 % der Fläche zwischen Baulinie und öffentlichem Verkehrsraum nicht übersteigen.
5 Artikel 62 Stassenbaugesetz [3] bleibt in jedem Falle vorbehalten.
Art. 7 - Optionale Baulinien
Von optionalen Baulinien kann bei gemeinsamer Projektierung nach Artikel 75 Baugesetz [4] abgewichen werden.
Art. 8 - Vorspringende Bauteile
1 Soweit Baulinien mit keiner weiteren Signatur belegt sind, gelten unter Vorbehalt von Absatz 3 die Bestimmungen der Grundordnung [5].
2 Baulinien mit einer Beschränkung vorspringender Gebäudeteile dürfen nur überschritten werden, solange solche Teile keine fassadenähnliche Wirkung haben.
3 Baulinien für Bauten und Anlagen im Strassen- und Geleiseabstand (Art. 6 Baulinienreglement) dürfen mit vorspringenden Bauteilen gemäss Absatz 1 nur überschritten werden, wenn deren Abstand zum öffentlichen Verkehrsraum noch mindestens 1 m beträgt.
2. Ergänzende Festlegungen
Art. 9 - Vorgartenbereiche
1 Vorgartenbereiche dürfen im Rahmen von Artikel 6 Absatz 4 Baulinienreglement und innerhalb der ausgeschiedenen Baulinien überbaut werden.
2 Die Vorgartenbereiche A sind grösstenteils als Grünräume im Sinne von Artikel 25 Absatz 2 Baureglement Biel zu gestalten. Oberirdische, offene Abstellflächen für Motorfahrzeuge sind untersagt. Zirkulationsflächen für Motorfahrzeuge sind auf das notwendige Minimum zu beschränken.
3 Die Vorgartenbereiche B sind soweit zu begrünen, als dies die Abstimmung mit dem vorhandenen Strassenraumcharakter erfordert. Oberirdische, ungedeckte Abstellflächen und Zirkulationsflächen für Motorfahrzeuge sind in diesem Rahmen erlaubt.
4 Die im Plan nicht bezeichneten Vorgartenbereiche sind zu überwiegenden Teilen zu begrünen. Oberirdische, offene Abstellflächen und Zirkulationsflächen für Motorfahrzeuge sind soweit erlaubt, als sie gesamthaft 2/5 der an den öffentlichen Verkehrsraum anstossenden Länge der Parzelle nicht übersteigen, wobei das sich ergebende Mass auf ganze Parkplatzeinheiten auf- oder abzurunden ist.
Art. 10 - Öffentlicher Verkehrsraum
Der Plan bezeichnet öffentlichen Verkehrsraum im Sinne von Artikel 15 Baureglement Biel.
Art. 11 - Private Verkehrsflächen
1 Die privaten Verkehrsflächen gelten als öffentliche Strassen privater Eigentümer [6]. Sie sind von den Grundeigentümern im Rahmen von Artikel 7 Absatz 4 Baugesetz [7] zu erstellen, zu betreiben und zu unterhalten. Private Verkehrsflächen dürfen verkleinert werden, sofern dies die baupolizeilichen Verhältnisse zulassen.
2 Die Oberfläche privater Verkehrsflächen ist entsprechend dem zu erwartenden Fahrverkehr zu befestigen. Es gilt das Lichtraumprofil gemäss Strassenbaugesetz [8].
Art. 12 - Baumpflanzungen
Bezeichnete Bäume oder Baumstandorte dürfen nicht durch bauliche oder andere Massnahmen gefährdet oder beeinträchtigt werden, soweit sich dies nicht als unverhältnismässig erweist.
1 Diese Vorschriften und der dazugehörende Baulinienplan treten mit der rechtskräftigen Genehmigung in Kraft.
2 Mit ihrer rechtskräftigen Genehmigung werden die im Anhang aufgeführten Spezialordnungen ganz oder teilweise aufgehoben.
Biel, 18. März 2004
Genehmigt durch das Amt für Gemeinden und Raumordnung des Kantons Bern am 20. Oktober 2004.
Anhang: Aufgehobene Spezialordnungen gemäss Art. 13 Abs. 2
Genehmigungsinstanzen (Abkürzungen)
1. Aufgehobene Spezialordnungen
Die nachfolgend aufgeführten Spezialpläne werden aufgehoben:
Alignementsplan
12. 07.1917
Mett - alt
Madretsch - alt
Molzgasse
(vorm. Hintergasse)
Alignementsabänderung
Alig.- und Zonenänderung
Güterstrasse-Zentralstrasse
Logengasse
(vorm. Friedhofweg)
Alignementsänderung
(vorm. Promenadenweg)
Neues Alignement
Oberer Blumenrain
Unterer Blumenrain
Wildermethmatte
Alig.- und Zonenplan
(zum Güterbahnhof)
Nidaugasse-Molzgasse
Bürenstrasse (Teilstück)
Baulinienänderung
Baulinie am Waldrand
Elfenaustrasse
Büttenbergstrasse
(Unterführung)
Hinter den Bündten (Mett)
Forstges. Bauverbotszone
Bürenstrasse-Jakobstrasse
(La Champagne)
Seegartenquartier
Nidaumatten
(Champagnefeld)
Floraquartier
Alig-und Zonenplan
Mettfeld
Dufourstrasse-Schleusenweg
Mühlefeld-Madretschmoos
Spitalstrasse-Hallerstrasse
Madretsch-Dorf
Möösliacker-Mettmoos
Rebberggebiet
Ländtestrasse-Aarbergstrasse
(Staatsstrasse)
Elfenaustrasse-Dammweg
Viaduktstrasse-Dammweg
Strassenaufhebung
Mühlefeld-Süd, 1.Teil
Mühlefeld-Süd, 2.Teil
Tschärisplatz-Alpenstrasse
Rebberg / Beaumontweg
Tscheneyweg-Reuchenettestrasse
Fusswegverbindung
Solothurnstrasse (Staatsstrasse)
Orpundstrasse, 2. Teil
Blöschweg
(vorm. Bierkellerweg)
Plänke-Quartier
Schüsspromenade
Heilmannplatz
Walkermatte
Baulinien- und Zonenplan
Aebistrasse
Battenberg-Heidensteinweg
Mettlenweg-Orpundstrasse
Weidstrasse-Zihlstrasse
Ganguilletweg-Aegertenstrasse
Beaumontweg-Weissenrain
(heute Schulhaus)
Höheweg-Grausteinweg
Zentralstrasse-Rüschlistrasse
Florastrasse (Passerelle)
Kanalgasse-Marktgasse
Zentralstrasse-Neuengasse
Zollhausquartier
Zollhausstrasse-Feldschützenweg
Lindenweg-Dählenweg
Büttenberg-Bischofkänelweg
Bözingenfeld (Bergfeld)
Brüggstrasse-Nord
Schwadernauweg
19. 9.1979
18. 2.1981
Murtenstrasse-Güterstrasse
Erguelweg
Dufourstrasse-Oberer Quai
Mühlestrasse-Propsteiweg
Unterer-Quai - Seegässli
Cristal II Erlacher-/Lischenw.
Üb.Ordnung mit ÜV
Parkweg-Bankgässli
Bergfeld I (Dunantstrasse)
Orpundstrasse-Südstrasse
Rebberg (Höheweg)
2. Teilweise aufgehobene Spezialordnungen
Die nachfolgend aufgeführten Spezialpläne werden teilweise aufgehoben:
Planbezeich-
Aufgehoben mit Ausnahme Parzelle 5309
Alter Bahnhofplatz (Kongresshaus)
Aufgehoben mit Ausnahme der Parzelle 2500
Erlacherweg-Lischenweg
Hochhausüberbauung
Aufgehoben mit Ausnahme Parzelle 7612.
La Champagne (Hochhaus)
Aufgehoben mit Ausnahme der Parzelle 3878.
Linde-Madretsch
Aufgehoben mit Ausnahme Parzelle 9310.
Battenberg-Mettmoos
Aufgehoben mit Ausnahme der Sonderbauvorschriften
Aufgehoben mit Ausnahme der Überbauungsvorschriften
Brüggstrasse-Nord-Paulusweg
Aufgehoben für Parzelle 5363.
Aufgehoben für die Sektoren B.
Aufgehoben für das Gebiet südlich der Florastrasse.
Sägefeld
Aufgehoben mit Ausnahme des Wirkungsbereichs Überbauungsvorschriften und der Detailerschliessung (Strasse ab Länggasse).
Madretsch-Ried Nr.1
Überbauungsordnung mit ÜV
Mit Ausnahme der Parz. 9862, 9863, 9864 und 9865 aufgehoben.
vgl. Art. 90 des Baugesetzes vom 9.6.1985 (BauG; BSG 721.0)
Gesetz vom 2.2.1964 über Bau und Unterhalt der Strassen (SBG; BSG 732.11)
BSG 721.0
Art. 10 und 11 Bauverordnung vom 2.10.1998 (SGR 721.12)
vgl. Art. 10 des Gesetzes vom 2.2.1964 über Bau und Unterhalt der Strassen (SBG; BSG 732.11)
vgl. Art. 68 des Gesetzes vom 2.2.1964 über Bau und Unterhalt der Strassen (SBG; BSG 732.11)