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Timestamp: 2019-10-17 10:58:05
Document Index: 322782781

Matched Legal Cases: ['Art. 1', '§ 1', '§ 5', 'Art. 122', 'Art. 5', 'Art. 10', '§ 1', 'Art. 3']

Gesetz über den Bayerischen Kommunalen Prüfungsverband Vom 24. April 1978 (BayRS II S. 462) BayRS 2023-5-I (Art. 1–7) - Bürgerservice
Gesetz über den Bayerischen Kommunalen Prüfungsverband1)
Vom 24. April 1978
BayRS 2023-5-I
Vollzitat nach RedR: Gesetz über den Bayerischen Kommunalen Prüfungsverband in der in der Bayerischen Rechtssammlung (BayRS 2023-5-I) veröffentlichten bereinigten Fassung, das zuletzt durch § 1 Abs. 52 der Verordnung vom 26. März 2019 (GVBl. S. 98) geändert worden ist
1) [Amtl. Anm.:] Vom 24. April 1978 (GVBl. S. 131, 139). Das Gesetz wurde als § 5 des Gesetzes über das kommunalwirtschaftliche Prüfungswesen und zur Änderung anderer kommunalrechtlicher Vorschriften erlassen und trat am 1. Mai 1978 in Kraft.
Rechtsform, Bedienstete
(1) 1Der Bayerische Kommunale Prüfungsverband (Prüfungsverband) ist eine rechtsfähige Körperschaft des öffentlichen Rechts. 2Er hat seinen Sitz in München.
(2) 1Der Prüfungsverband kann Dienstherr von Beamten sein. 2Mit Zustimmung des Staatsministeriums des Innern, für Sport und Integration (Staatsministerium) können Bedienstete, die keine Beamten sind, Berufsbezeichnungen führen.
(1) Mitglieder des Prüfungsverbands sind
die kommunalen Spitzenverbände,
die kreisfreien Städte und die Großen Kreisstädte,
die Gemeinden und die Verwaltungsgemeinschaften, die das Staatsministerium bestimmt,
die Zweckverbände und sonstigen öffentlich-rechtlichen kommunalen Zusammenschlüsse mit eigener Rechtspersönlichkeit, die das Staatsministerium bestimmt,
die kommunalen Stiftungen, soweit sie von Mitgliedern nach Nummern 2 bis 5 verwaltet werden.
(2) 1Juristische Personen des öffentlichen Rechts, die nicht nach Absatz 1 Mitglieder sind, können als Mitglieder aufgenommen werden. 2Für Gemeinden und juristische Personen der in Absatz 1 Nrn. 3 und 6 bezeichneten Art bedarf es dazu der Genehmigung des Staatsministeriums. 3Eine solche Genehmigung ist auch erforderlich, wenn eine der in Satz 2 genannten Körperschaften die Mitgliedschaft beenden will.
(3) 1Bei der Bestimmung nach Absatz 1 Nrn. 3 und 6 ist auf den Umfang und die Schwierigkeit der anfallenden Prüfungsgeschäfte besondere Rücksicht zu nehmen. 2Gemeinden mit mehr als 5000 Einwohnern sind in der Regel dem Bayerischen Kommunalen Prüfungsverband zuzuweisen. 3Für die Einwohnerzahl ist Art. 122 Abs. 1 GO2) maßgeblich. 4Die Bestimmung der Mitgliedschaft wird mit der Bekanntmachung im Ministerialamtsblatt der Bayerischen Inneren Verwaltung oder einem dort bestimmten anderen Zeitpunkt wirksam. 5Der Prüfungsverband ist vorher zu hören; zusätzlich sind vor allgemeinen Regelungen die kommunalen Spitzenverbände, vor Bestimmungen im Einzelfall die betroffenen Körperschaften zu hören.
(1) Organe des Prüfungsverbands sind
der Landesausschuß,
(2) 1Der Prüfungsverband unterhält eine Geschäftsstelle. 2Der Leiter der Geschäftsstelle und sein Stellvertreter müssen Beamte auf Lebenszeit sein. 3Sie müssen die Befähigung für das Richteramt haben sowie die für ihr Amt erforderliche Erfahrung und Eignung besitzen.
(3) Der Prüfungsverband regelt seine Rechtsverhältnisse durch Satzung; soweit die Satzung keine Regelung enthält, gilt die Gemeindeordnung2) sinngemäß.
(1) 1Der Prüfungsverband erhebt von seinen Mitgliedern Beiträge und für seine Tätigkeit Gebühren. 2Bei außerordentlichem Bedarf können Umlagen erhoben werden. 3Das Nähere regelt die Satzung.
(2) Der Prüfungsverband erhält nach Maßgabe des Staatshaushalts jährlich eine Zuweisung, die aus der jährlichen Schlüsselzuweisungsmasse des Finanzausgleichs vorweg entnommen wird.
5) [Amtl. Anm.:] Art. 5 Abs. 2 neugefaßt mit Wirkung vom 1. Januar 1983 durch Art. 10 § 1 des Gesetzes vom 21. Juli 1983 (GVBl. S. 508)
(1) 1Die Aufsicht über den Prüfungsverband führt das Staatsministerium. 2Die Vorschriften über die Rechtsaufsicht über Gemeinden gelten entsprechend.
(2) Das Staatsministerium bestellt einen ständigen Beauftragten (Staatsbeauftragter), der zu allen Sitzungen des Landesausschusses und des Vorstands des Prüfungsverbands einzuladen ist und dort beratende Stimme hat.
(3) Die Satzung des Prüfungsverbands bedarf der Genehmigung des Staatsministeriums; sie ist im Ministerialamtsblatt der Bayerischen Inneren Verwaltung zu veröffentlichen.
Bei Inkrafttreten dieses Gesetzes bestehende Mitgliedschaften juristischer Personen des öffentlichen Rechts bleiben bestehen; für Mitglieder der in Art. 3 Abs. 1 Nrn. 3 und 6 genannten Art gilt das über den 31. Dezember 1978 hinaus nur mit Genehmigung des Staatsministeriums.