Source: http://gesetze.berlin.de/jportal/?quelle=jlink&query=LatGraHebPrV+BE&psml=bsbeprod.psml&max=true&aiz=true
Timestamp: 2019-10-20 00:29:07
Document Index: 358793321

Matched Legal Cases: ['§ 17', '§ 20', '§ 23', '§ 24', '§ 1', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 7', '§ 8', '§ 9', '§ 10', '§ 11', '§ 12', '§ 13', '§ 14', '§ 15', '§ 16', '§ 17', '§ 18', '§ 19', '§ 20', '§ 21', '§ 22', '§ 23', '§ 24', '§ 28', '§ 60', '§ 39', '§ 58', '§ 2', '§ 8', '§ 14', '§ 39', '§ 40', '§ 3', '§ 3', '§ 19', '§ 3', '§ 3', '§ 11', '§ 11', '§ 24']

VIS BE LatGraHebPrV BE | Landesnorm Berlin | Gesamtausgabe | Verordnung über die Prüfung zum Erwerb des Latinums, Graecums und Hebraicums (PrüfV O-Latinum/Graecum/Hebraicum) vom 10. Februar 2010 | gültig ab: 21.02.2010
Verordnung über die Prüfung zum Erwerb des Latinums, Graecums...
§ 17 - § 20 Abschnitt IV - Abschluss der Prüfung
§ 23 - § 24 Abschnitt VI - Schlussbestimmungen
juris-Abkürzung: LatGraHebPrV BE
Gültig ab: 21.02.2010
Fundstelle: GVBl. 2010, 53
Gliederungs-Nr: 2230-1-24
über die Prüfung zum Erwerb des Latinums, Graecums und Hebraicums
(PrüfV O-Latinum/Graecum/Hebraicum)
Stand: letzte berücksichtigte Änderung: zuletzt geändert durch Artikel 7 der Verordnung vom 28.09.2016 (GVBl. S. 803, 805)
Verordnung über die Prüfung zum Erwerb des Latinums, Graecums und Hebraicums (PrüfV O-Latinum/Graecum/Hebraicum) vom 10. Februar 2010 21.02.2010
Eingangsformel 21.02.2010
Inhaltsverzeichnis 21.02.2010
Abschnitt I - Allgemeine Bestimmungen 21.02.2010
§ 1 - Zweck und Teile der Prüfung 21.02.2010
§ 2 - Prüfungsnoten und Leistungsbewertung 21.02.2010
§ 3 - Prüfungsanforderungen 21.02.2010
§ 4 - Zuhörerinnen und Zuhörer 21.02.2010
§ 5 - Protokolle 21.02.2010
Abschnitt II - Prüfungsorgane 21.02.2010
§ 7 - Prüfungsausschuss 21.02.2010
§ 8 - Teilnahmepflicht, Ausschluss 21.02.2010
§ 9 - Beschlussfassung 21.02.2010
Abschnitt III - Prüfungsverfahren 21.02.2010
§ 10 - Zulassung zur Prüfung und Antragstellung 01.06.2013
§ 11 - Prüfungsaufgaben für die schriftliche Prüfung 21.02.2010
§ 12 - Dauer und Durchführung der schriftlichen Prüfung 21.02.2010
§ 13 - Beurteilung der schriftlichen Arbeiten 21.02.2010
§ 14 - Ausschluss von der mündlichen Prüfung 21.02.2010
§ 15 - Durchführung der mündlichen Prüfung 21.02.2010
§ 16 - Beurteilung der mündlichen Leistungen 21.02.2010
Abschnitt IV - Abschluss der Prüfung 21.02.2010
§ 17 - Prüfungsergebnis 21.02.2010
§ 18 - Zeugnis 21.02.2010
§ 19 - Wiederholung der Prüfung 21.02.2010
§ 20 - Einsichtnahme in die Prüfungsunterlagen 21.02.2010
Abschnitt V - Unregelmäßigkeiten bei der Prüfung 21.02.2010
§ 21 - Nichtteilnahme an Prüfungen 21.02.2010
§ 22 - Täuschungen und andere Unregelmäßigkeiten 21.02.2010
Abschnitt VI - Schlussbestimmungen 21.02.2010
§ 23 - Übergangsregelungen 21.02.2010
§ 24 - Inkrafttreten 21.02.2010
Auf Grund des § 28 Absatz 6 Nummer 8 und § 60 Absatz 4 in Verbindung mit § 39 und § 58 Absatz 8 des Schulgesetzes vom 26. Januar 2004 (GVBl. S. 26), das zuletzt durch Gesetz vom 25. Januar 2010 (GVBl. S. 14) sowie durch Artikel I des Gesetzes vom 25. Januar 2010 (GVBl. S. 22) geändert worden ist, wird verordnet:
§ 2 Prüfungsnoten und Leistungsbewertung
§ 8 Teilnahmepflicht, Ausschluss
§ 14 Ausschluss von der mündlichen Prüfung
Prüfungsnoten und Leistungsbewertung
Prüfungsnoten sind die Noten der schriftlichen und der mündlichen Prüfung. In den Notenstufen 1 bis 5 werden die Noten bei Leistungen, die im oberen oder unteren Drittel der jeweiligen Notenstufe liegen, durch Angabe der Notentendenzen plus (+) oder minus (-) ergänzt. Für die Ermittlung des Prüfungsergebnisses werden die Noten in Punkte nach folgendem Schlüssel umgerechnet:
(2) Mit der Zuerkennung des Graecums wird die Fähigkeit bestätigt, griechische Originaltexte im sprachlichen Schwierigkeitsgrad inhaltlich anspruchsvollerer Platon-Stellen mit Hilfe eines zweisprachigen Wörterbuchs in Inhalt, Aufbau und Aussage zu erfassen. Dieses Verständnis ist durch eine sachlich richtige und treffende Übersetzung in angemessenem Deutsch nachzuweisen. Hierzu sind Sicherheit in der für die Texterschließung notwendigen Formenlehre und Syntax, ein ausreichender Wortschatz und die erforderlichen Kenntnisse aus den Bereichen griechische Politik, Geschichte, Philosophie und Literatur Voraussetzung.
(1) Prüflinge mit festgestelltem sonderpädagogischen Förderbedarf erhalten bei Bedarf einen ihrer Behinderung entsprechenden individuellen Nachteilsausgleich. Festgesetzt werden können die in § 39 Absatz 1 der Sonderpädagogikverordnung vom 19. Januar 2005 (GVBl. S. 57), die zuletzt durch Artikel 3 der Verordnung vom 28. September 2016 (GVBl. S. 803) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung aufgeführten besonderen Hilfsmittel oder methodischen Unterstützungsmaßnahmen. Über Art und Umfang des individuell zu gewährenden Nachteilsausgleichs entscheidet bis spätestens vier Wochen vor Beginn der ersten Prüfung die oder der Prüfungsvorsitzende entsprechend dem in § 40 der Sonderpädagogikverordnung geregelten Verfahren; dabei sind die generellen Vorgaben der Schulaufsichtsbehörde zu beachten. Findet die Prüfung bei der Schulaufsichtsbehörde oder einer von dieser beauftragten Schule statt, ist ein Antrag auf Festsetzung eines Nachteilsausgleichs erforderlich. Dieser muss in der Regel mit dem Antrag auf Zulassung zur Prüfung schriftlich gestellt werden. Wurde durch die Schulaufsichtsbehörde ein sonderpädagogischer Förderbedarf festgestellt, ist dies im Antrag anzugeben. Andernfalls kann die Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung verlangt werden.
(1) Für die Durchführung der Prüfung wird ein Prüfungsausschuss gebildet. Der Prüfungsausschuss besteht aus einer oder einem Beauftragten der Schulaufsichtsbehörde als Vorsitzende oder Vorsitzendem und zwei weiteren Mitgliedern. Die oder der Vorsitzende muss Lehrkraft mit der Laufbahnbefähigung als Studienrätin oder Studienrat sein. Die weiteren Mitglieder müssen befähigt sein, in der jeweils geprüften Sprache zu unterrichten; sie werden von der oder dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses berufen.
(2) Kann ein Mitglied des Prüfungsausschusses seine Aufgaben wegen Krankheit oder aus einem anderen zwingenden Grund nicht wahrnehmen, so bestimmt die oder der Vorsitzende, wer die Vertretung übernimmt.
Der Prüfungsausschuss ist beschlussfähig, wenn alle Mitglieder anwesend sind. Der Ausschuss beschließt mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Stimmenthaltung ist nicht zulässig.
(1) Schülerinnen und Schüler der Berliner Schule sind zur Prüfung zuzulassen, wenn sie sich auf die Prüfung in Orientierung an den in § 3 genannten Anforderungen angemessen vorbereitet haben.
(2) Nichtschülerinnen und Nichtschüler sind zur Prüfung zuzulassen, wenn sie
sich auf die Prüfung in Orientierung an den in § 3 genannten Anforderungen angemessen vorbereitet haben und
ihren Wohnsitz im Land Berlin haben oder an einer Hochschule in Berlin als Studierende eingeschrieben sind oder einen Schulabschluss in Berlin erworben haben.
(3) Abweichend von den Absätzen 1 und 2 wird nicht zur Prüfung zugelassen, wer die angestrebte Qualifikation bereits nachgewiesen oder wer eine entsprechende Prüfung endgültig nicht bestanden hat. Für Bewerberinnen und Bewerber, die diese Prüfung oder eine entsprechende Prüfung bereits einmal nicht bestanden haben, gilt die Prüfung als Wiederholungsprüfung im Sinn des § 19 Absatz 2 .
(4) Die Prüfung findet
für Schülerinnen und Schüler der Berliner Schule in der von ihnen besuchten oder einer von der Schulaufsichtsbehörde beauftragten Schule im organisatorischen Zusammenhang mit der an dieser Schule durchgeführten Abiturprüfung statt oder
für Nichtschülerinnen und Nichtschüler bei der Schulaufsichtsbehörde statt, die eine Schule mit der Durchführung der Prüfung beauftragen kann.
(5) Die Zulassung zu einer Prüfung gemäß Absatz 4 Nummer 1 ist bis zu dem von der Schule, an der die Prüfung stattfindet, festgesetzten Termin im zweiten Schulhalbjahr (Ausschlussfrist) bei der Schulleiterin oder dem Schulleiter dieser Schule schriftlich zu beantragen. Im Antrag sind Art und Umfang der Vorbereitung, soweit sie über die Teilnahme am Unterricht hinausgeht, gegebenenfalls unter Angabe der Autoren, mit denen sich die Bewerberin oder der Bewerber besonders beschäftigt hat, anzugeben.
(6) Die Prüfung gemäß Absatz 4 Nummer 2 wird zweimal jährlich durchgeführt. Spätestens bis zum 1. März oder 1. September eines Jahres (Ausschlussfrist) ist von den Bewerberinnen oder Bewerbern die Zulassung zu der jeweils folgenden Prüfung bei der Schulaufsichtsbehörde schriftlich zu beantragen. Dem Antrag sind beizufügen
ein tabellarischer Lebenslauf, aus dem insbesondere hervorgeht, an welchen Einrichtungen und gegebenenfalls in welchen Jahrgangsstufen die Bewerberin oder der Bewerber in der zu prüfenden Sprache unterrichtet worden und mit welchem Erfolg dies geschehen ist,
ein eingehender Bericht über die Vorbereitung auf die Prüfung, aus dem insbesondere hervorgeht, welche Texte die Bewerberin oder der Bewerber gelesen hat,
eine Erklärung über bereits unternommene Prüfungsversuche zum Nachweis entsprechender Kenntnisse in der zu prüfenden Sprache,
ein Nachweis über das Vorliegen einer der in Absatz 2 Nummer 2 genannten Zulassungsvoraussetzungen,
bei Bewerberinnen und Bewerbern, die an einer Hochschule in einem anderen Bundesland immatrikuliert sind, eine von der am Studienort zuständigen Schulaufsichtsbehörde ausgestellte Bestätigung, dass die Hinderungsgründe des Absatz 3 Satz 1 nicht vorliegen.
(7) Über die Zulassung entscheidet der Prüfungsausschuss. Die Entscheidung ist der Bewerberin oder dem Bewerber spätestens zwei Wochen vor dem Beginn der schriftlichen Prüfung unter Angabe des Termins der schriftlichen Prüfung und des Prüfungsortes mitzuteilen.
(1) Die schriftliche Prüfung besteht aus der Übersetzung eines Originaltextes in der zu prüfenden Sprache von
in Latein etwa 180 Wörtern,
in Altgriechisch etwa 195 Wörtern und
in Hebräisch von etwa 10 bis 12 Versen
in die deutsche Sprache. Als Hilfsmittel stehen ein zweisprachiges Wörterbuch für die zu prüfende Sprache und ein Wörterbuch zur deutschen Rechtschreibung zur Verfügung. Seltene Wörter werden sprachlich und sachlich erläutert; der Text wird, soweit erforderlich, sachlich erläutert.
(2) Die oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses reicht der Schulaufsichtsbehörde spätestens vier Wochen vor dem Beginn der schriftlichen Prüfung zwei Aufgabenvorschläge in doppelter Ausfertigung zur Auswahl und Genehmigung ein. Die Aufgabenvorschläge sind in der Regel von einem von der oder dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses bestimmten Mitglied zu erstellen; sie sind von der oder dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses auf Vollständigkeit und formale Richtigkeit zu prüfen. Den Prüfungsaufgaben sind erläuternde Bemerkungen, die den Prüflingen zusammen mit der Aufgabe mitgeteilt werden sollen, im Wortlaut hinzuzufügen sowie Quellen, Hilfsmittel und Prüfungstag anzugeben.
(3) Die Schulaufsichtsbehörde kann die Aufgabenvorschläge abändern oder durch neue ersetzen oder neue Aufgabenvorschläge anfordern. Sie wählt je Fach einen Vorschlag aus.
(4) Die Aufgaben dürfen den Prüflingen erst bei Beginn der jeweiligen Arbeit bekannt werden. Jedes vorzeitige Bekanntwerden sowie jede vorzeitige Andeutung der Themen oder Aufgaben führen zur Ungültigkeit dieses Prüfungsteils.
(1) Die Dauer der schriftlichen Prüfung beträgt in Latein und Altgriechisch 180 Minuten, in Hebräisch 240 Minuten.
(2) In der bei der Schulaufsichtsbehörde oder von dieser beauftragten Schule durchzuführenden Prüfung haben sich die Prüflinge vor Beginn der Prüfung auszuweisen.
(3) Die schriftliche Prüfung findet unter Aufsicht statt. Es dürfen nur die bei den Aufgaben angegebenen Hilfsmittel benutzt werden. Stellt sich während der Prüfung heraus, dass weitere Hilfen unentbehrlich sind, können diese gegeben werden. Hilfen für einzelne Prüflinge sind nicht zulässig.
(1) Jede Arbeit einschließlich der Entwürfe wird von einem von der oder dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses bestimmten Mitglied des Prüfungsausschusses durchgesehen und beurteilt.
(2) Die oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses beauftragt in der Regel das weitere Mitglied des Prüfungsausschusses mit der Beurteilung der Arbeit, wenn sie oder er dies zur Wahrung einheitlicher Bewertungsmaßstäbe für erforderlich hält oder wenn die Beurteilung eine nicht mindestens ausreichende Note (5 Punkte) ergeben hat. Weichen die beiden Bewertungen voneinander ab, so entscheidet die oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses nach Anhörung der beiden Lehrkräfte über die endgültige Note.
(1) Ein Prüfling ist von der mündlichen Prüfung auszuschließen, wenn die Note der schriftlichen Prüfungsarbeit „ungenügend“ lautet. Die Prüfung gilt dann als nicht bestanden. Die oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses stellt das Nichtbestehen der Prüfung fest.
(2) Das Ergebnis der schriftlichen Prüfungsarbeit, der Ausschluss von der mündlichen Prüfung oder Ort und Zeit der mündlichen Prüfung sind den Prüflingen, die die Prüfung im Zusammenhang mit ihrer eigenen Abiturprüfung ablegen, zusammen mit den entsprechenden Angaben für die Abiturprüfung mitzuteilen; alle anderen Prüflinge erhalten rechtzeitig eine entsprechende schriftliche Mitteilung.
(1) Die mündliche Prüfung findet vor dem Prüfungsausschuss statt. Die Prüflinge werden einzeln geprüft. Die Prüflinge der bei der Schulaufsichtsbehörde oder der von dieser beauftragten Schule durchgeführten Prüfung haben sich vor Beginn der mündlichen Prüfung auszuweisen.
(2) In der mündlichen Prüfung soll sich der Prüfungsausschuss ein Bild von dem Leistungsstand des Prüflings machen. Die Prüfung soll nicht länger als 20 Minuten dauern. Den Prüflingen ist eine Vorbereitungszeit von in der Regel 30 Minuten unter Aufsicht zu gewähren.
(3) Vor Beginn der mündlichen Prüfung wird von der oder dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses im Benehmen mit den übrigen Mitgliedern festgelegt, welches Mitglied die mündliche Prüfung durchführt (Prüferin oder Prüfer) und welches Mitglied Protokoll führt. Die oder der Vorsitzende ist berechtigt, Fragen zu stellen oder im Verlauf der Prüfung die Funktion der Prüferin oder des Prüfers zu übernehmen, wenn dies für den ordnungsgemäßen Ablauf der Prüfung erforderlich ist. Den Mitgliedern des Prüfungsausschusses, die nicht die Funktion der Prüferin oder des Prüfers wahrnehmen, ist Gelegenheit zu geben, Zusatzfragen in angemessenem Umfang zu stellen.
(4) Grundlage der mündlichen Prüfung ist ein Text, der den Prüflingen zu Beginn der Vorbereitungszeit vorzulegen ist. Der Text soll in Latein einen Umfang von etwa 50 Wörtern, in Altgriechisch von etwa 60 Wörtern, in Hebräisch von etwa fünf Versen haben. Sein Schwierigkeitsgrad soll den in § 3 genannten Anforderungen entsprechen. Eine Einführung in den Kontext kann gegeben werden. In der Prüfung ist der Text vom Prüfling ganz oder teilweise vorzulesen. Formen werden nur dann bestimmt, wenn dies zum Verständnis des Textes notwendig ist. Der Prüfling hat den Text in die deutsche Sprache zu übersetzen. An die Übersetzung schließt sich ein Prüfungsgespräch an, das dem Nachweis eines vertieften sprachlichen und inhaltlichen Textverständnisses, dem Nachweis der in § 3 geforderten Kenntnisse und erforderlichenfalls dem Nachweis hinreichender Kenntnisse in der Elementargrammatik dient.
Für die Leistung in der mündlichen Prüfung schlägt die Prüferin oder der Prüfer eine Note und die sich daraus ergebende Punktzahl vor; der Prüfungsausschuss setzt die Note und die Punktzahl fest.
(1) Nach Abschluss der mündlichen Prüfung stellt der Prüfungsausschuss das Prüfungsergebnis fest, das „bestanden“ oder „nicht bestanden“ lautet.
(2) Schriftliche und mündliche Prüfung werden im Verhältnis 1 zu 1 gewichtet. Die Prüfung ist bestanden, wenn die Gesamtnote aus schriftlicher und mündlicher Prüfung mindestens „ausreichend“ (5 Punkte) lautet und die Summe der Punkte der schriftlichen und der mündlichen Prüfung mindestens 10 Punkte beträgt. Kein Prüfungsteil darf mit der Note „ungenügend“ abgeschlossen werden.
(3) Die oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses kann bei Beschlüssen des Prüfungsausschusses, die nach ihrer oder seiner Auffassung gegen Prüfungsrecht verstoßen, die Schulaufsichtsbehörde unter Vorlage sämtlicher Prüfungsunterlagen um Überprüfung bitten. Der Prüfling ist hierüber zu unterrichten; das Prüfungsergebnis ist ihm erst nach der Entscheidung der Schulaufsichtsbehörde mitzuteilen.
(4) Nach Abschluss der Beratungen werden den Prüflingen die Ergebnisse der mündlichen Prüfung und das Gesamtergebnis der Prüfung mitgeteilt.
Wer die Prüfung bestanden hat, erhält ein Zeugnis über die nachgewiesenen Kenntnisse. Über eine nicht bestandene Prüfung stellt die oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses eine Bescheinigung aus.
(2) Wer die Prüfung nicht bestanden hat, kann sie frühestens im Rahmen der nächsten Prüfung wiederholen; dies gilt auch für eine nur bei Vorliegen besonderer Umstände mit Zustimmung der Schulaufsichtsbehörde zulässige zweite Wiederholung. Wer die Prüfung wiederholt, hat alle Prüfungsleistungen erneut zu erbringen.
(1) Die Prüfungsteilnehmer und -teilnehmerinnen können auf schriftlichen Antrag innerhalb eines Jahres nach Abschluss ihrer Prüfung Einsicht in die von ihnen angefertigten Prüfungsarbeiten und in die Protokolle über ihre mündlichen Prüfungen nehmen. Die Einsicht darf nur den Betroffenen selbst sowie bei nicht Volljährigen deren Erziehungsberechtigten gewährt werden; die Einsichtnahme anderer Personen ist nur mit schriftlicher Vollmacht der oder des zur Einsicht Berechtigten zulässig. Nehmen die oder der Betroffene selbst oder deren oder dessen Erziehungsberechtigte Einsicht, so ist die Begleitung durch eine andere Person zulässig; dieser ist dann ebenfalls Einsicht zu gewähren.
(1) Tritt ein Prüfling aus von ihm zu vertretenden Gründen von der Prüfung zurück oder nimmt er aus von ihm zu vertretenden Gründen nicht an der Prüfung teil, so gilt die Prüfung als nicht bestanden. Einzelne Prüfungsleistungen, die der Prüfling verweigert oder aus von ihm zu vertretenden Gründen nicht erbringt, werden mit „ungenügend“ bewertet.
(2) Kann ein Prüfling aus von ihm nicht zu vertretenden Gründen an der gesamten Prüfung oder an einem Teil der Prüfung nicht teilnehmen, so hat er dies unverzüglich nachzuweisen; bei Prüfungsunfähigkeit aus gesundheitlichen Gründen ist spätestens am dritten Tag nach dem ersten Fehltag ein ärztliches Attest vorzulegen.
(3) Der Prüfungsausschuss entscheidet, ob die Voraussetzungen des Absatzes 1 oder Absatzes 2 vorliegen. Ist die Nichtteilnahme nicht zu vertreten, wird der fehlende Prüfungsteil zu einem von der oder dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu bestimmenden Zeitpunkt nachgeholt; kann die gesamte Prüfung nicht innerhalb von 18 Monaten abgeschlossen werden, so gilt sie als nicht erfolgt. Als Prüfungsaufgabe der schriftlichen Prüfung wird der nicht gewählte Aufgabenvorschlag genommen; ist dies nicht möglich, so wird gemäß § 11 Absatz 2 eine neue Aufgabe gestellt.
(2) Steht ein Prüfling in dem begründeten Verdacht, eine Täuschung begangen zu haben oder wird er beim Begehen einer Täuschung bemerkt, wird die Prüfung bis zur Entscheidung des Prüfungsausschusses unterbrochen; die Entscheidung über die Unterbrechung trifft die oder der Aufsichtsführende während des Verlaufs der mündlichen Prüfung der Prüfungsausschuss. Die oder der Prüfungsvorsitzende und die Schulaufsichtsbehörde sind unverzüglich zu informieren.
(4) Wer durch eigenes Verhalten die Prüfung so schwerwiegend behindert, dass die ordnungsgemäße Durchführung der eigenen Prüfung oder die anderer gefährdet ist, kann von der weiteren Prüfung ausgeschlossen werden. Die Prüfung gilt dann als nicht bestanden.
(5) Die Entscheidungen gemäß den Absätzen 3 und 4 trifft der Prüfungsausschuss. Zuvor soll er die aufsichtsführende Lehrkraft sowie den Prüfling hören. Die Entscheidungen gemäß Absatz 3 Satz 2 und Absatz 4 sind der Schulaufsichtsbehörde unverzüglich mitzuteilen.
(6) Wird innerhalb eines Jahres nach Abschluss der Prüfung eine Täuschung festgestellt, so entscheidet die Schulaufsichtsbehörde, ob die Prüfung als nicht bestanden und das Zeugnis über die bestandene Prüfung für ungültig erklärt werden.
(7) Werden Aufgabenstellungen vor Beginn der schriftlichen oder mündlichen Prüfung Unberechtigten bekannt oder stellt sich innerhalb eines Jahres nach der schriftlichen oder mündlichen Prüfung heraus, dass die Aufgabenstellung für die schriftliche oder mündliche Prüfung Unberechtigten bekannt gewesen ist, entscheidet die Schulaufsichtsbehörde unter Berücksichtigung des § 11 Absatz 4 über das weitere Verfahren.
Wer die Prüfung auf der Grundlage der Verordnung gemäß § 24 Satz 2 begonnen hat, beendet sie nach deren Bestimmungen.
Diese Verordnung tritt am Tage nach der Verkündung im Gesetz- und Verordnungsblatt für Berlin in Kraft. Gleichzeitig tritt die Verordnung über die Ergänzungsprüfung zum Erwerb des Latinums, Graecums und Hebraicums vom 5. Februar 1986 (GVBl. S. 398, 552) außer Kraft.