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Matched Legal Cases: ['BGH', 'de lege lata', 'de lege ferenda', '§ 7', '§ 15', '§ 3', '§7', '§ 15', '§ 3']

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Quelle, Lm, Einsele 1996	Quelle:Lm/Einsele 1996
Mit Formular bearbeiten	Versionen	Diskussion (0)	Angaben zur Quelle [Bearbeiten] Autor Dorothee Einsele
Titel Rechtswahlfreiheit im Internationalen Privatrecht
Seiten 417-447
[1.] Lm/Fragment 203 09 - DiskussionZuletzt bearbeitet: 2012-09-20 14:57:39 PlagProf:-)BauernOpfer, Einsele 1996, Fragment, Gesichtet, Lm, SMWFragment, Schutzlevel sysop
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Quelle: Einsele 1996Seite(n): 419, Zeilen: 8-12
Nach der Lehre vom fakultativen Kollisionsrecht[FN 97] sollen die Kollisionsnormen nicht von Amts wegen[FN 98] zu beachten sein, sondern nur dann, wenn sich eine der Prozeßparteien auf die Anwendung fremden Rechts beruft.[FN 99] Vorausgeschickt sei, daß sich die Literatur überwiegend kritisch zu dieser Lehre äußert.[FN 100]
[FN 97] FLESSNER, Fakultatives Kollisionsrecht, RabelsZ 34 (1970), S. 547-584; ZWEIGERT, Zur Armut des IPR an sozialen Werten, RabelsZ 37 (1973), S. 435-452, 445-451; RAAPE/STURM, IPR, S. 306-308; SIMITIS, Über die Entscheidungsfindung im IPR, StAZ 1976, S. 6-15, 15 (ohne die prozessualen Komponente); STURM, Fakultatives Kollisionsrecht: Notwendigkeit und Grenzen, FS Zweigert, 1981, S. 329-351, 330-345; KOERNER, Fakultatives Kollisionsrecht in Frankreich und Deutschland, Tübingen 1995; REICHERT-FACILIDES, Fakultatives und zwingendes Kollisionsrecht, Tübingen 1995; EINSELE, Rechtswahlfreiheit im IPR, RabelsZ 60 (1996), S. 417-447, 419-421; DIES., Besprechung von Koerner und Reichert-Facilides, RabelsZ 60 (1996), S. 509-516.
[FN 98] Vgl. z.B. BGH, Urt. v. 6.3.1995 - II ZR 84)94, JZ 1995, S. 784-786; BHG, Urt. v. 21.9.95 - VII ZR 284/94,, RIW 1995, S. 1027f. Anders, wegen des adversarial Verfahrenssystems in common law Ländern; vgl. z.B. Busch v Stevens [1962] 1 All ER 412-416 (QBD); Bumper Development Corp. Ltd. v Commissioner of Police of the Metropolis and others (Union of India and Others, claimants) [1991] 4 All ER 638-649(C.A.); im letzen [sic] Fall ging es um die Prozeßfähigkeit eines Hindu-Tempels und der Court of Appeal hat entsprechend dem Antrag des Klägers nach Hindu Recht qualifiziert. Vgl. auch wieder aus deutscher Perspektive OLG München 25.1.1989 - 15 U 4470/87, JZ 1991, 370 mit Anm. von EBKE, Internationale Kreditverträge und das internationale Devisenrecht, JZ 1991, 335-342, 338, 341.
[FN 99] Cf. FLESSNER, a.a.O. (Fn. 97), S. 582. So auch mit beachtenwerter [sic] Präzision, de lege lata und de lege ferenda, EINSELE, a.a.O. (97), S. 417-447. Der Lehre von FLESSNER folgen auch STURM und ZWEIGERT.
[FN 100] Vgl. SCHURIG, Kollisionsnorm und Sachrecht, S. 343-350; v. OVERBECK, La théorie des „règles de conflits facultatives“ et l'autonomie de la volonté, FS Vischer, 1983, S. 257-262, 259-262; KROPHOLLER, IPR3, § 7 II 2; KEGEL, IPR7, § 15 II; von BAR, IPR I, Rn. 541; [Firsching/ von Hoffmann, IPR5, § 3, Rn. 131; Koerner, a.a.O. (Fn. 97), S. 42-63, 73-80, 99-115, 121-130.]
Inhalt des fakultativen Kollisionsrechts ist die Lehre, wonach Kollisionsnormen
nicht von Amts wegen zu beachten sein sollen, sondern nur dann, wenn sich eine der Parteien auf die Anwendung fremden Rechts beruft[FN 6]. Vorausgeschickt sei, daß sich die Literatur überwiegend kritisch zu dieser Lehre äußerte[FN 7].
[FN 6] Vgl. so insbesondere Flessner (vorige Note) 582; ihm folgend Fritz Sturm, Fakultatives Kollisionsrecht: Notwendigkeit und Grenzen, in: FS Zweigert (1981) 329-351 (330-345); Konrad Zweigert, Zur Armut des IPR an sozialen Werten: RabelsZ 37 (1973) 435-452 (445-451).
[FN 7] Vgl. etwa Alfred E. v. Overbeck, La théorie des »règles de conflits facultatives« et l’autonomie de la volonté, in: FS Vischer (1983) 257-262 (259-262); Kropholler §7 II 2 (S. 45); Kegel § 15 II; v. Bar, IPR I Rz. 541 ; Neuhaus (oben N. 4) 66; Firsching/v. Hoffmann § 3 Rz. 131; Dörthe Koerner, Fakultatives Kollisionsrecht in Frankreich und Deutschland (1995) insbesondere 42-63, 73-80, 99-115, 121-130, 135ff. (Studien zum ausländischen und internationalen Privatrecht, 44) (siehe dazu meine Besprechung in diesem Heft S. 509-512); vgl. auch Erik Jayme, Bespr. von Raape/Sturm, IPR I6 (1977): RabelsZ 43 (1979) 566-571 (569f.), der die Ansicht Sturms für widersprüchlich hält; vgl. auch Gerhard Bolka, Zum Parteieneinfluß auf die richterliche Anwendung des IPR: ZRvgl. 13 (1972) 241-256 (248f.).
Einsele wird neben vielen anderen Namen in Fußnote 97 erwähnt, als weiterführender Verweis ("mit beachtenwerter [sic] Präzision") nochmals in Fußnote 99.
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