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Timestamp: 2019-05-24 14:01:41
Document Index: 48292504

Matched Legal Cases: ['BGer', 'BGer', 'BGer', 'BGE', 'BGer', 'BGer']

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4A_212/2013: trotz Konkurrenzverbot erlaubte Vorbereitungshandlungen (hier des Agenten)
David Vasella	• 19. November 2013
Vertrags- u. Handelsrecht, Arbeitsrecht
Das BGer hat­te im vor­liegen­den Fall eine frist­lose Kündi­gung eines Agen­turver­hält­niss­es durch eine IT-Ser­vicege­sellschaft zu beurteilen. Die Qual­i­fika­tion des Ver­tragsver­hält­niss­es war vor BGer nicht mehr strit­tig.
OR 418r erlaubt die frist­lose Beendi­gung des Agen­turver­hält­niss­es aus wichtigem Grund, wobei auf den Arbeitsver­trag ver­wiesen wird. Hier war die Kündi­gung wegen ange­blich konkur­ren­zieren­der Tätigkeit erfol­gt. Zwar ist der Agent ist ohne ander­slau­t­ende Vere­in­barung berechtigt, auch für andere Auf­tragge­ber tätig zu wer­den (OR 418c II), doch war hier für die Dauer des Ver­trags ein Konkur­ren­zver­bot vere­in­bart wor­den. Strit­tig war aber, ob sich die konkur­ri­eren­den Tätigkeit­en des ent­lasse­nen Agen­ten auf Hand­lun­gen zur Vor­bere­itung der späteren Grün­dung ein­er konkur­ri­eren­den Gesellschaft beschränkt hat­ten — für solche hat das BGer in BGE 138 III 67 entsch­ieden, dass sie die (arbeitsver­tragliche) Treuepflicht nicht ver­let­zen.
Das BGer bejaht die Anwend­barkeit dieser Recht­sprechung im vor­liegen­den Fall. Der Agent hat­te bei ein­er von ihm für Mitar­beit­er gegebe­nen Ein­ladung erwäh­nt, dass er die Agen­tur kündi­gen und in Zukun­ft über eine eigene Gesellschaft eine andere (konkur­ri­erende) Tätigkeit ausüben werde. Damit hat er sein Konkur­ren­zver­bot auf­grund der konkreten Umstände laut BGer nicht ver­let­zt:
Il est de jurispru­dence que le tra­vailleur, avant la
fin de son con­trat, peut entre­pren­dre des pré­parat­ifs pour se met­tre à
son compte à l’issue des rela­tions con­tractuelles. Cela doit val­oir
d’autant plus pour l’agent qui agit, à la dif­férence du tra­vailleur, à
titre indépen­dant, sans être soumis au man­dant par un rap­port de
dépen­dance étroit. […] le recourant, avant
d’être con­gédié, n’a pas débuté une activ­ité pou­vant con­cur­rencer
l’intimée ni approcher les clients de celle-ci pour les enjoin­dre à le
suiv­re dans sa société. Et il n’a pas ten­té de débauch­er des employés.
Il n’a remis une carte de vis­ite de sa société qu’à ceux qui le
souhaitaient, sans met­tre en avant les avan­tages économiques qu’ils
pour­raient en retir­er en se faisant engager par celle-ci.
5A_338/2013: Fortführung der einseitigen Scheidungsklage als Scheidung auf gemeinsames Begehren nach andernorts vorgebrachtem eigenen Scheidungsbegehren (amtl. Publ.)
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