Source: https://www.arcguide.de/ausschreibung/deutschland-langenfeld-auftragsbekanntmachung/
Timestamp: 2020-02-17 12:31:47
Document Index: 147987578

Matched Legal Cases: ['§ 33', '§ 49', '§ 53', '§ 53', '§ 38', '§ 41', '§ 45', '§ 123', '§ 124', '§ 75', '§ 75', '§ 160', '§ 135', '§ 134']

Dienstleistungen von Architektur-, Konstruktions- und Ingenieurbüros und Prüfstellen Deutschland, Langenfeld: Auftragsbekanntmachung - arcguide.de
Deutschland, Langenfeld: Auftragsbekanntmachung
Deutschland-Langenfeld: Dienstleistungen von Architektur-, Konstruktions- und Ingenieurbüros und Prüfstellen
2020/S 031-072514
Offizielle Bezeichnung: Stadt Langenfeld Rhld. – ZVS
Postanschrift: Konrad-Adenauer-Platz 1
E-Mail: vergabestelle@langenfeld.de
Telefon: +49 2173/794-1250
Fax: +49 2173 / 794-91255
Hauptadresse: https://www.langenfeld.de
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: https://www.vmp-rheinland.de/VMPSatellite/notice/CXS0Y6LYY4C/documents
Angebote oder Teilnahmeanträge sind einzureichen elektronisch via: https://www.vmp-rheinland.de/VMPSatellite/notice/CXS0Y6LYY4C
Neubau eines Feuerwehrgerätehauses in Langenfeld (Rhld.) – Architektur- und Ingenieurleistungen als Generalplanung
Referenznummer der Bekanntmachung: 20-016-e
Neubau eines Feuerwehrgerätehauses in Langenfeld (Rhld.) – Architektur- und Ingenieurleistungen als Generalplanung.
Durch das Vergabeverfahren soll ein Planungsbüro gefunden werden, das als Generalplaner die folgenden Planungs- und Beratungsleistungen erbringt:
— Leistungen gemäß Teil 3, Abschnitt 1, §§ 33 ff. HOAI (Objektplanung Gebäude und Innenräume),
— Leistungen gemäß Teil 4, Abschnitt 1, §§ 49 ff. HOAI (Fachplanung Tragwerksplanung), einschließlich besonderer Leistungen (konstruktiver Brandschutz, Nachweis der Erdbebensicherung),
— Leistungen gemäß Anlage 1.2 Bauphysik (Wärmeschutz und Energiebilanzierung) einschließlich besonderer Leistungen (Mitwirken bei der Baustellenkontrolle, Messtechnisches Überprüfen der Qualität der Bauausführung und von Bauteil- oder Raumeigenschaften),
— Leistungen gemäß Teil 4, Abschnitt 2, §§ 53 ff. HOAI (Fachplanung Technische Ausrüstung Anlagengruppen 1, 2, 3, 7 und 8 („HLS")),
— Leistungen gemäß Teil 4, Abschnitt 2, §§ 53 ff. HOAI (Fachplanung Technische Ausrüstung Anlagengruppen 4, 5 und 8 („Elektro")),
— Leistungen gemäß Teil 3, Abschnitt 2, §§ 38 ff. HOAI (Objektplanung Freianlagen),
— Leistungen gemäß Teil 3, Abschnitt 3, §§ 41 ff. HOAI (Objektplanung Ingenieurbauwerke),
— Leistungen gemäß Teil 3 Abschnitt 4, §§ 45 ff. HOAI (Objektplanung Verkehrsanlagen),
— Erstellen des Brandschutzkonzeptes unter Berücksichtigung der Bauordnung NRW.
Es ist vorgesehen, jeweils bei den Leistungsbildern Gebäude und Innenräume, Freianlagen, Ingenieurbauwerke, Verkehrsanlagen, TGA „HLS" und TGA „Elektro" die Leistungsphasen 1 bis 9 stufenweise zu beauftragen. Zunächst werden die Leistungsphasen 1 bis 3 beauftragt. Die Leistungsphasen 4 bis 9 werden jeweils optional durch Bestimmung der Stadt Langenfeld beauftragt.
Es ist vorgesehen, beim Leistungsbild Tragwerksplanung die Leistungsphasen 1 bis 6 stufenweise zu beauftragen. Zunächst werden die Leistungsphase 1 bis 3 beauftragt. Die Leistungsphasen 4 bis 6 werden jeweils optional durch Bestimmung der Stadt Langenfeld beauftragt.
Gegenstand des Auftrags ist die Planung des Neubaus eines Feuerwehrgerätehauses in Langenfeld. Ziel ist es, das Feuerwehrgerätehaus im 4. Quartal 2022 fertigzustellen.
Das zu bebauende, ca. 4 650 m2 große Grundstück liegt im Stadtgebiet der Stadt Langenfeld – Haus Gravener Straße/Ecke Schneiderstraße.
Die zurzeit noch auf dem Grundstück befindlichen Gebäude werden abgerissen. Der Abbruch ist nicht Gegenstand der hier ausgeschriebenen Leistungen.
Es wird ein baureifes Grundstück zur Verfügung gestellt.
Die Bruttogeschossfläche für einen in Teilen zweigeschossigen Neubau beträgt nach derzeitigen Überlegungen rd. 2 020 m2. Die erforderlichen Freiflächen/Außenanlagen betragen rd. 3 250 m2.
Zielsetzung ist es, ein Kostenbudget vom rd. 2,6 Mio. EUR netto einzuhalten (Kostengruppen 300 bis 500, inkl. Kostengruppe 470).
Das bereits vorliegende Raumkonzept mit Funktionsplanung der Feuerwehr wird den Teilnehmern im Rahmen der Aufforderung zur Abgabe eines Erstangebotes als Information zur Verfügung gestellt.
Zunächst werden sämtliche Teilnahmeanträge auf Vollständigkeit geprüft und sodann wird geprüft, welche Bewerber grundsätzlich die Eignungsanforderungen anhand der vorgelegten Unterlagen erfüllen.
Für den Fall, dass mehr vollständige Teilnahmeanträge grundsätzlich geeigneter Bewerber vorliegen, als vor dem Hintergrund des Aufwands des Verfahrens am weiteren Verfahren beteiligt werden können, findet eine Auswahl einer begrenzten Zahl von Bewerbern statt. Sofern die Zahl geeigneter Bewerber geringer ist als vier, findet keine Begrenzung statt, sondern werden alle Bewerber am weiteren Verfahren beteiligt. Bei der Auswahl der begrenzten Zahl von Bewerbern finden folgende Kriterien Anwendung:
1) Durchschnittlicher Umsatz des Bewerbers in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren, soweit er Planungs- und Beratungsleistungen betrifft, die mit den zu vergebenden Planungs- und Beratungsleistungen vergleichbar sind: max. 10 Punkte;
2) Personalstruktur: max. 20 Punkte;
3) Referenzen für die Planung vergleichbarer Projekte (insgesamt max. 70 Punkte):
— Vergleichbare Planungsanforderungen (in etwa: (Neu-) Bau eines Feuerwehrgerätehaus) – max.30 Punkte,
— vergleichbare Baukosten (2,6 Mio. EUR netto) – max. 25 Punkte,
— Planungsleistungen für öffentliche Auftraggeber im Sinne des GWB-Vergaberechts – max. 15 Punkte.
Die für eine mögliche Auswahl erforderlichen Angaben sind entsprechend dem beigefügten Formular „Teilnahmeantrag" mitzuteilen.
In Form von Eigenerklärungen wird gefordert:
— Erklärung über das Nichtvorliegen von Ausschlussgründen gemäß §§ 123 des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB),
— Erklärung über das Nichtvorliegen von Ausschlussgründen gemäß § 124 GWB.
Für vorstehende Erklärungen soll das für den Teilnahmewettbewerb beigefügte Formular „Teilnahmeantrag" verwendet werden.
— In Form von Eigenerklärungen:
— Erklärung über den Gesamtumsatz des Bewerbers in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren,
— Erklärung über die Umsätze des Bewerbers in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren, soweit sie Planungs- und Beratungsleistungen betreffen, die mit der zu vergebenden Leistung vergleichbar sind.
Für vorstehende Erklärungen soll das für den Teilnahmewettbewerb beigefügte Formular „Teilnahmeantrag" verwendet werden;
— In Form von Fremdnachweisen:
— Nachweis (nicht älter als 3 Monate zum Zeitpunkt des Ablaufs der Teilnahmefrist) der Berufshaftpflichtversicherung (mind. 3 Mio. EUR für Personenschäden, mind. 2 Mio. EUR für sonstige Schäden). Die schriftliche Bestätigung der Versicherung der Bewerber, die Berufshaftpflicht im Auftragsfall auf die geforderten Höhen anzuheben, ist als Nachweis ausreichend. Es ist der Nachweis zu erbringen, dass die Maximierung der Ersatzleistung mindestens das Zweifache der Versicherungssumme beträgt.
Bezieht sich ein Bewerber bei der Darlegung seiner wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit auf die Kapazitäten anderer Unternehmen, so muss er nachweisen, dass ihm die für den Auftrag erforderlichen Mittel tatsächlich zur Verfügung stehen, z. B. durch Vorlage einer Verpflichtungserklärung des anderen Unternehmens. In diesen Fällen haben der Bewerber und das Unternehmen, auf dessen Kapazitäten sich der Bewerber bezieht, eine Erklärung vorzulegen, dass sie gemeinsam für die Auftragsausführung haften. Hierfür soll die beigefügte Anlage 2 (Formblatt bei Einbeziehung von Unterauftragnehmern) verwendet werden.
— Erklärung zu den in den letzten 3 abgeschlossenen Kalenderjahren (2017, 2018, 2019) im Jahresdurchschnitt beschäftigten Arbeitskräften und Führungskräften,
— Referenzen der letzten 3 Jahre, deren Planungs- und Beratungsanforderungen mit denen der zu vergebenden Planungs- und Beratungsleistung vergleichbar sind. Die Stadt Langenfeld wird nur dann Referenzen, die mehr als 3 Jahre zurückliegen, berücksichtigen, soweit dies erforderlich ist, um einen ausreichenden Wettbewerb sicherzustellen.
Bezieht sich ein Bewerber bei der Darlegung seiner technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit auf die Kapazitäten anderer Unternehmen, so muss er nachweisen, dass ihm die für den Auftrag erforderlichen Mittel tatsächlich zur Verfügung stehen, z. B. durch Vorlage einer Verpflichtungserklärung des anderen Unternehmens. Hierfür soll die beigefügte Anlage 2 (Formblatt bei Einbeziehung von Unterauftragnehmern) verwendet werden.
Soweit vorliegend als Berufsqualifikation der Beruf des Architekten bzw. des Ingenieurs gefordert wird, ist nach § 75 Abs. 1 und 2 VgV zugelassen, wer nach den Architektengesetzen oder Ingenieurgesetzen der Länder berechtigt ist, die Berufsbezeichnung Architekt oder beratender Ingenieur/Ingenieur zu tragen oder nach EG-Richtlinien, insbesondere der Richtlinien für die gegenseitige Anerkennung der Diplome berechtigt ist, in der Bundesrepublik Deutschland als Architekt oder als beratender Ingenieur/Ingenieur tätig zu werden.
Juristische Personen sind als Auftragnehmer zugelassen, wenn sie für die Durchführung der Aufgabe einen verantwortlichen Berufsangehörigen gemäß § 75 Abs. 1 S. 1 oder 2 VgV benennen.
Im Auftragsfall werden die Besonderen Vertragsbedingungen des Landes Nordrhein-Westfalen zur Einhaltung des Tariftreue- und Vergabegesetzes Nordrhein-Westfalen (BVB TVgG NRW) Vertragsbestandteil.
— Bietergemeinschaften:
Bei der Beteiligung von Bietergemeinschaften haben diese mit ihrem Angebot eine Aufstellung der Mitglieder der Bietergemeinschaft mit Bezeichnung des bevollmächtigten Vertreters für den Abschluss und die Durchführung des Vertrages sowie eine von allen Mitgliedern unterzeichnete Erklärung einzureichen, dass der bevollmächtigte Vertreter alle weiteren Mitglieder der Bietergemeinschaft vertritt und alle Mitglieder bei der Auftragsausführung als Gesamtschuldner haften. Hierfür soll das beigefügte Formblatt für Bietergemeinschaften (Anlage 1) verwendet werden. Die Erklärungen und Nachweise nach Abschnitt III. sind für jedes Mitglied der Bietergemeinschaft zu erbringen.
Die Stadt Langenfeld behält sich vor, gegebenenfalls Fremdnachweise für die unter Abschnitt III. geforderten Eigenerklärungen nachzufordern, um die Eigenerklärungen zu verifizieren;
— Unterauftragnehmer:
Soweit Bewerber beabsichtigen, Teile des Auftrages an Unterauftragnehmer zu vergeben, ist – soweit der Unterauftragnehmer bereits benannt werden kann – das Formblatt bei Einbeziehung von Unterauftragnehmern (Anlage 2 – Teil 1 und Teil 2) mit dem Angebot einzureichen.
Soweit beabsichtigt ist, Teile des Auftrages an Unterauftragnehmer zu vergeben, diese aber noch nicht benannt werden können, ist das Formblatt bei Einbeziehung von Unterauftragnehmern (Anlage 2 – Teil 1) mit dem Angebot einzureichen. In diesem Fall wird vor Zuschlagserteilung von den Bietern, deren Angebote in die engere Wahl kommen, verlangt werden, die Unterauftragnehmer zu benennen und nachzuweisen, dass die erforderlichen Mittel des Unterauftragnehmers im Rahmen der Auftragsausführung zur Verfügung stehen. Hierfür stellt der Auftraggeber das Formblatt bei Einbeziehung von Unterauftragnehmern (Anlage 2 – Teil 2) zur Verfügung.
— Präsentation der konkreten Herangehensweise und Projektorganisation bezogen auf das hiesige Projekt/Gewichtung: maximal 40 Punkte,
— Qualität, Kompetenzen und Erfahrung des konkret mit der Planungsaufgabe befassten Projektteams/Gewichtung: maximal 25 Punkte,
— Kosten-, Qualitäts-, Termin- und Nachtragsmanagement/Gewichtung: maximal 20 Punkte.
Kostenkriterium:
Gesamthonorarangebot/Gewichtung: maximal 15 Punkte
Bekanntmachungs-ID: CXS0Y6LYY4C
Internet-Adresse: http://www.bezreg-koeln.nrw.de/brk/internet/vergabekammer/
Die Vergabestelle weist ausdrücklich auf die Rügeobliegenheiten der Unternehmen/ Bewerber/ Bieter sowie auf die Präklusionsregelungen gemäß § 160 Abs. 3 Nr. 1 bis Nr. 4 GWB hinsichtlich der Behauptung von Verstößen gegen die Bestimmungen über das Vergabeverfahren hin.
2) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,
4) mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind. Satz 1 gilt nicht bei einem Antrag auf Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrags nach § 135 Abs. 1 Nr. 2 GWB. § 134 Abs. 1 S. 2 GWB bleibt unberührt.