Source: http://www.verwaltung.uni-halle.de/KANZLER/ZGST/ABL/2003/03'5'05.htm
Timestamp: 2018-01-23 09:45:34
Document Index: 1082395

Matched Legal Cases: ['§ 17', '§ 77', '§ 3', '§ 3', '§ 16', '§ 5', '§ 4', '§ 3', '§ 34', '§ 11', '§ 7', '§ 9', '§ 30', '§ 18', '§ 8', '§ 13', '§ 30', '§ 18']

13. Jahrgang, Nr. 5 vom 22. Juli 2003, S. 17
Diplomprüfungsordnung für den Studiengang Medizinische Physik
Aufgrund des § 17 Abs. 1 sowie der §§ 77 Abs. 3 Nr. 11 und 88 Abs. 2 Nr. 1 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt (HSG LSA) in der Fassung vom 1. Juli 1998 (GVBl. LSA S. 300), zuletzt geändert durch Anlage laufende Nr. 219 zum Vierten Rechtsbereinigungsgesetz vom 19.03.2002 (GVBl. LSA S. 130) hat die Martin-Luther-Universität Halle–Wittenberg die folgende Diplomprüfungsordnung für den Studiengang Medizinische Physik des Fachbereiches Physik erlassen.
Die Diplomprüfung bildet den ersten berufsqualifizierenden Abschluss des Diplomstudienganges Medizinische Physik. Die Studieninhalte ergeben sich aus der Studienordnung des Fachbereiches Physik vom 25.10.2002. Durch die Diplomprüfung soll festgestellt werden, ob der Kandidat bzw. die Kandidatin die Zusammenhänge des Faches überblickt, die Fähigkeit besitzt, wissenschaftliche Methoden und Erkenntnisse anzuwenden und die für den Übergang in die Berufspraxis notwendigen gründlichen Fachkenntnisse und praktische Fähigkeiten als Partner bzw. Partnerin der Mediziner bzw. der Medizinerin erworben hat.
Aufgrund der bestandenen Diplomprüfung wird der akademische Grad "Diplom-Physiker (Medizinphysik)" bzw. "Diplom-Physikerin (Medizinphysik)" (abgekürzt: "Dipl.-Phys. (Med.)“) verliehen.
(4) Der zeitliche Gesamtumfang der für den erfolgreichen Abschluss des Studiums erforderlichen Lehrveranstaltungen im Pflicht- und Wahlpflichtbereich beträgt innerhalb von acht Semestern höchstens 164 Semesterwochenstunden.
(1) Die Diplomprüfung folgt auf die Diplom-Vorprüfung. Die Diplom-Vorprüfung besteht aus Fachprüfungen, die Diplomprüfung aus Fachprüfungen und der Diplomarbeit. Die Fachprüfungen der Diplom-Vorprüfung bestehen jeweils aus einer mündlichen oder schriftlichen Prüfungsleistung; die Fachprüfungen der Diplomprüfung bestehen jeweils aus einer mündlichen Prüfungsleistung.
(4) Macht ein Kandidat bzw. eine Kandidatin durch ein ärztliches Attest glaubhaft, dass er bzw. sie wegen länger andauernder oder ständiger körperlicher Behinderung nicht in der Lage ist, die Prüfung ganz oder teilweise in der vorgesehenen Form abzulegen, hat der bzw. die Vorsitzende des Prüfungsausschusses dem Kandidaten bzw. der Kandidatin zu gestatten, gleichwertige Prüfungs- und Studienleistungen in einer anderen Form zu erbringen. Die entsprechende Inanspruchnahme der Schutzbestimmungen der §§ 3, 4, 6 und 8 des Mutterschutzgesetzes sowie der Fristen entsprechend des Bundeserziehungsgeldgesetzes über die Elternzeit ist möglich.
(5) Überschreitet der bzw. die Studierende aus von ihm bzw. ihr zu vertretenden Gründen die im Abs. 2 i.V.m. § 3 Abs. 2 genannte Frist bei der Diplomvorprüfung um mehr als zwei Semester, bei der Diplomprüfung um mehr als vier Semester, oder legt er bzw. sie eine Prüfung zu der er bzw. sie sich gemeldet hat, aus von ihm bzw. ihr zu vertretenden Gründen nicht ab, so gilt diese Prüfung als abgelegt und nicht bestanden.
Die Wiederholung einer Fachprüfung ist nur innerhalb von zwölf Monaten nach der Mitteilung über das Nichtbestehen der Prüfung nach Satz 1 zulässig, sofern nicht dem Prüfungsteilnehmer bzw. der Prüfungsteilnehmerin wegen besonderer, von ihm bzw. ihr nicht zu vertretender Gründe eine Nachfrist gewährt wird. Eine zweite Wiederholung kann nur im begründeten Einzelfall auf Antrag des Kandidaten bzw. der Kandidatin vom Prüfungsausschuss genehmigt werden.
(1) Der Fachbereichsrat wählt einen Prüfungsausschuss, bestehend aus vier Mitgliedern aus der Gruppe der Professoren und Professorinnen und jeweils einem Vertreter aus der Gruppe der wissenschaftlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bzw. der Gruppe der Studenten und Studentinnen. Die Amtszeit des Studenten bzw. der Studentin beträgt ein Jahr, die der übrigen Mitglieder drei Jahre. Der Prüfungsausschuss wählt aus der Gruppe der Professoren und Professorinnen einen Vorsitzenden bzw. eine Vorsitzende. Der Prüfungsausschuss ist beschlussfähig, wenn einschließlich des bzw. der Vorsitzenden mindestens vier Mitglieder anwesend sind. Er beschließt mit einfacher Mehrheit.
(4) Der Prüfungsausschuss kann die Erledigung seiner Aufgaben für alle Regelfälle auf den Vorsitzenden bzw. die Vorsitzende übertragen; dieses gilt nicht für Entscheidungen über Widersprüche und den Bericht an den Fachbereichsrat.
(5) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses unterliegen der Amtsverschwiegenheit. Sofern sie nicht im öffentlichen Dienst stehen, sind sie durch den Vorsitzenden bzw. die Vorsitzende zur Verschwiegenheit zu verpflichten.
(1) Der Prüfungsausschuss bestellt die Prüfenden und die Beisitzenden. Er kann die Bestellung dem bzw. der Vorsitzenden übertragen. Zur Abnahme der Prüfungen sind Prüfer und Prüferinnen nach § 16 Abs. 4 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt berechtigt.
(3) Der bzw. die Vorsitzende des Prüfungsausschusses sorgt dafür, dass dem Kandidaten bzw. der Kandidatin die Namen der Prüfenden rechtzeitig, spätestens jedoch eine Woche vor Beginn der jeweiligen Prüfung mitgeteilt werden.
Für die Prüfenden und die Beisitzenden gilt § 5 Abs. 5 entsprechend.
(1) Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen werden ohne Gleichwertigkeitsprüfung angerechnet, wenn sie an einer Universität oder einer gleichgestellten Hochschule in der Bundesrepublik Deutschland erbracht wurden. Dasselbe gilt für Diplom-Vorprüfungen, mit Ausnahme des Nebenfaches Naturwissenschaftliche Grundlagen der Medizin, das es in dieser Form nur an der Martin-Luther-Universität Halle–Wittenberg gibt.
(2) Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen in Studiengängen, die nicht unter Abs. 1 fallen, werden angerechnet, soweit die Gleichwertigkeit gegeben ist. Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen sind gleichwertig, wenn sie im Inhalt, Umfang und in den Anforderungen denjenigen des entsprechenden Studiums an der Martin-Luther-Universität Halle–Wittenberg im Wesentlichen entsprechen. Dabei ist kein schematischer Vergleich, sondern eine Gesamtbetrachtung und Gesamtbewertung vorzunehmen. Bei der Anerkennung von Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen, die außerhalb der Bundesrepublik Deutschland erbracht wurden, sind die von Kultusministerkonferenz und Hochschulrektorenkonferenz gebilligten Äquivalenzvereinbarungen sowie Absprachen im Rahmen von Hochschulkooperationsvereinbarungen zu beachten.
(3) Für Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen in staatlich anerkannten Fernstudien gelten die Abs. 1 und 2 entsprechend; Abs. 2 gilt außerdem auch für Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen an anderen Bildungseinrichtungen, insbesondere an staatlichen oder staatlich anerkannten Berufsakademien sowie Fachschulen, Ingenieurschulen und Offiziershochschulen der ehemaligen DDR.
(4) Einschlägige berufspraktische Tätigkeiten (§ 4 Abs. 1 Nr. 2) werden angerechnet.
(5) Werden Studien- und Prüfungsleistungen angerechnet, sind die Noten - soweit die Notensysteme vergleichbar sind - zu übernehmen und nach Maßgabe der Prüfungsordnung in die Berechnung der Gesamtnote einzubeziehen. Bei unvergleichbaren Notensystemen wird der Vermerk "bestanden" aufgenommen. Eine Kennzeichnung ist zulässig.
(6) Bei Vorliegen der Voraussetzungen der Abs. 1 bis 3 besteht ein Rechtsanspruch auf Anerkennung. Die Anrechnung von Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen, die in der Bundesrepublik Deutschland erbracht wurden, erfolgt von Amts wegen. Die Studierenden haben die für die Anrechnung erforderlichen Unterlagen vorzulegen.
(2) Die für einen Rücktritt oder ein Versäumnis geltend gemachten Gründe müssen dem Prüfungsausschuss unverzüglich schriftlich angezeigt und glaubhaft gemacht werden. Bei Krankheit kann die Vorlage eines ärztlichen Attestes verlangt werden. Werden die Gründe anerkannt, so wird ein neuer Termin anberaumt. Die bereits vorliegenden Prüfungsergebnisse sind in diesem Fall anzurechnen. Die entsprechende Inanspruchnahme der Schutzbestimmungen der §§ 3, 4, 6 und 8 des Mutterschutzgesetzes sowie der Fristen entsprechend des Bundeserziehungsgeldgesetzes über die Elternzeit ist möglich.
das Zeugnis der Hochschulreife (allgemeine oder einschlägige fachgebundene Hochschulreife) oder ein durch Rechtsvorschrift oder von der zuständigen staatlichen Stelle als gleichwertig anerkanntes Zeugnis besitzt;
sofern er kein Zeugnis gemäß Ziffer 1 besitzt, seine Studienberechtigung durch einen anderen, im § 34 des HSG LSA geregelten Qualifikationsnachweis besitzt;
ein Schein für Physikalisches Grundpraktikum über drei Semester,
ein Schein für Naturwissenschaftliche Grundlagen der Medizin für die erfolgreiche Teilnahme am Physiologischen Praktikum. Außerdem werden die erfolgreiche Teilnahme am Mikroskopiekurs in der Anatomie (Testat) und an der Vorlesung Grundlagen der Biochemie (Testat) gefordert;
mindestens das letzte Semester vor der Diplom-Vorprüfung im Studiengang Medizinische Physik an der Martin-Luther-Universität Halle–Wittenberg eingeschrieben war;
der Nachweis über das Vorliegen der in Abs. 1, Ziffer 1 oder 2 genannten Zulassungsvoraussetzung,
der Kandidat bzw. die Kandidatin die Diplom-Vorprüfung oder die Diplomprüfung im Studiengang Medizinische Physik oder Physik an einer Hochschule im Geltungsbereich des Hochschulrahmengesetzes endgültig nicht bestanden hat oder
der Kandidat bzw. die Kandidatin sich im Studiengang Medizinische Physik in einem Prüfungsverfahren befindet.
Naturwissenschaftliche Grundlagen der Medizin (Prüfungsfach Physiologie).
(3) Die mündlichen Prüfungen der Fächer Experimentalphysik, Theoretische Physik und Mathematik müssen innerhalb von vier Wochen abgelegt werden. Die vierte Fachprüfung kann auf Antrag bis zu 4 Monate nach Abschluss des Physiologiepraktikums absolviert werden. Wird diese Möglichkeit nicht genutzt, gehört die vierte Fachprüfung mit in den Prüfungsblock im Zeitumfang von vier Wochen.
(2) Mündliche Prüfungen werden vor einem Prüfer bzw. einer Prüferin in Gegenwart eines sachkundigen Beisitzers bzw. einer sachkundigen Beisitzerin in den Fächern 1 bis 3 gemäß § 11 Abs. 2 als Einzelprüfungen abgelegt. Die Physiologieprüfung wird im Regelfall als Gruppenprüfung durchgeführt.
(3) Die Dauer der mündlichen Einzelprüfung darf 60 Minuten nicht überschreiten. Die Gruppenprüfung wird auf maximal 2 Stunden begrenzt.
(4) Die wesentlichen Gegenstände und Ergebnisse der mündlichen Prüfungen sind in einem Protokoll festzuhalten. Das Ergebnis ist dem Kandidaten bzw. der Kandidatin im Anschluss an die mündlichen Prüfungen bekannt zu geben.
(5) Studenten und Studentinnen, die sich zu einem späteren Prüfungstermin der gleichen Prüfung unterziehen wollen, können als Zuhörer bzw. Zuhörerin zugelassen werden, es sei denn, der Kandidat bzw. die Kandidatin widerspricht. Die Zulassung erstreckt sich jedoch nicht auf die Beratung und die Bekanntgabe der Prüfungsergebnisse an die Kandidaten und Kandidatinnen.
(2) Ist der mündliche Teil der Diplom-Vorprüfung in zwei Fächern nicht bestanden, so ist die gesamte mündliche Vorprüfung zu wiederholen. Wurde dabei den ersten Prüfungen das Fach Naturwissenschaftliche Grundlagen der Medizin bestanden, so kann die Wiederholung des vierten Faches auf Antrag erlassen werden.
(1) Über die bestandene Diplom-Vorprüfung ist unverzüglich, spätestens jedoch in vier Wochen ein Zeugnis auszustellen, das die in den Fachprüfungen erzielten Noten und gegebenenfalls die Gesamtnote enthält. Das Zeugnis ist von dem bzw. der Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu unterzeichnen. Als Datum des Zeugnisses ist der Tag anzugeben, an dem die letzte Prüfungsleistung erbracht ist.
(2) Ist die Diplom-Vorprüfung nicht bestanden oder gilt sie als nicht bestanden, so erteilt der bzw. die Vorsitzende des Prüfungsausschusses dem Kandidaten bzw. der Kandidatin hierüber einen schriftlichen Bescheid, der auch darüber Auskunft gibt, ob und gegebenenfalls in welchem Umfang und innerhalb welcher Frist Prüfungsleistungen der Diplom-Vorprüfung wiederholt werden können.
die Diplom-Vorprüfung im Studiengang Medizinische Physik bestanden hat, bzw. die Voraussetzungen gemäß § 7 Abs. 1 erfüllt sind;
durch Scheine die erfolgreiche Teilnahme an folgenden neun Lehrveranstaltungen nachgewiesen hat:
Praktikum Medizintechnik,
Strahlentherapie/Dosimetrie,
Im übrigen gelten die §§ 9 (ohne Abs. 1, Satz 1) und 10 entsprechend.
einem interdisziplinären Wahlpflichtfach, in der Regel aus dem mathematisch-naturwissenschaftlichen und medizinischen Bereich, im Umfang von sechs SWS. Regelabweichungen sind auf Antrag möglich. Sie richten sich im Stoffumfang (SWS) nach den Anforderungen des Fachgebietes, für das der Abschluss erteilt wird.
(3) Mindestens drei der mündlichen Fachprüfungen (1.-3. gemäß Abs. 2) sollen in der Regel vor Beginn des neunten Fachsemesters innerhalb einer Frist von vier Wochen abgelegt werden.
(5) Die Prüfung in Medizinischer Physik beinhaltet gleichzeitig den Nachweis über Kenntnisse im Strahlenschutz, wie sie gemäß § 30 Abs. 3 der Verordnung über den Schutz vor Schäden durch ionisierende Strahlung (Strahlenschutzverordnung -StrlSchV) vom 20. Juli 2001 - veröffentlicht als Verordnung für die Umsetzung von EURATOM - Richtlinien zum Strahlenschutz (BGBl. Teil I, S. 1713) - und gemäß § 18a Abs. 4 der Verordnung über den Schutz vor Schäden durch Röntgenstrahlung (Röntgenverordnung - RöV) / Neufassung vom 30. April 2003 (BGBl. Teil I, S. 573) in anerkannten Kursen im Strahlenschutz vermittelt werden und Voraussetzung für den Fachkundeerwerb eines Medizinphysikexperten entsprechend Anlage A 2 der Richtlinie Strahlenschutz in der Medizin (Bundesanzeiger 2002, Nr. 207a) und entsprechend Anlage 4 der Richtlinie Fachkunde nach Röntgenverordnung / Medizin - 8. u. 9. Bek. des BMA vom 01.05.1990 (BArbBl 9/1990, S. 67) und vom 01.07.1991 (BArbBl. 9/1991, S. 88) für Medizin-Physiker enthalten.
(6) Die Prüfung im interdisziplinären Wahlpflichtfach kann auf Antrag nach Vorlage der Diplomarbeit abgelegt werden.
(1) In der zweisemestrigen Abschlussphase des Studiums der Medizinischen Physik soll der Kandidat bzw. die Kandidatin zeigen, dass er bzw. sie in der Lage ist, ein definiertes medizin-physikalisches Problem innerhalb einer vorgegebenen Frist mit wissenschaftlichen Methoden weitgehend selbständig zu bearbeiten und schriftlich und mündlich darzustellen. Die Abschlussphase besteht aus einer dreimonatigen Vorbereitungs- und Einarbeitungszeit in die spezielle Arbeitsrichtung und aus einer anschließenden neunmonatigen Bearbeitungszeit, der Diplomarbeit, die die Prüfungsleistung ist.
(2) Die Diplomarbeit kann von jedem Mitglied aus den Gruppen der Professoren und Professorinnen bzw. habilitierten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die im Fachbereich Physik und an der Medizinischen Fakultät in Forschung und Lehre tätig sind, ausgegeben und betreut werden. Die Ausgabe und damit der Beginn der Bearbeitungszeit ist durch den Kandidaten bzw. die Kandidatin beim Prüfungsausschuss schriftlich anzuzeigen. Diese Anzeige muss spätestens sechs Monate nach der dritten Fachprüfung der Diplomprüfung erfolgen. Soll die Diplomarbeit in einem anderen Fachbereich oder einer Einrichtung außerhalb der Martin-Luther-Universität Halle–Wittenberg angefertigt werden, bedarf es hierzu der Zustimmung des bzw. der Vorsitzenden des Prüfungsausschusses. Im Fall der Ablehnung kann beim Prüfungsausschuss Einspruch erhoben werden. Dem Kandidaten bzw. der Kandidatin ist Gelegenheit zu geben, für das Thema der Diplomarbeit Vorschläge zu machen.
(3) Auf Antrag sorgt der bzw. die Vorsitzende des Prüfungsausschusses dafür, dass ein Kandidat bzw. eine Kandidatin rechtzeitig ein Thema für eine Diplomarbeit erhält.
(1) Die Diplomarbeit ist fristgemäß bei dem bzw. der Vorsitzenden des Prüfungsausschusses in drei Exemplaren abzuliefern. Der Abgabezeitpunkt ist aktenkundig zu machen. Bei Fristüberschreitung gilt § 8 der Prüfungsordnung.
(2) Die Diplomarbeit ist von zwei Prüfern und Prüferinnen aus dem Kreis der Professoren und Professorinnen und habilitierten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu bewerten. Einer der Prüfer bzw. eine der Prüferinnen soll derjenige bzw. diejenige sein, der bzw. die das Thema der Diplomarbeit ausgegeben hat. Der zweite Prüfer bzw. die zweite Prüferin wird von dem bzw. der Vorsitzenden des Prüfungsausschusses bestimmt und sollte bei einem Betreuer bzw. Betreuerin des Fachbereiches Physik ein Mitglied der Medizinischen Fakultät bzw. bei einem Betreuer bzw. einer Betreuerin der Medizinischen Fakultät ein Mitglied des Fachbereiches Physik sein. Der Betreuer bzw. die Betreuerin und der Kandidat bzw. die Kandidatin können den zweiten Prüfer bzw. die zweite Prüferin vorschlagen. Der zweite Prüfer bzw. die zweite Prüferin ist bereits bei der Vergabe der Diplomarbeit mit einzubeziehen und sollte in regelmäßigen Abständen über den Fortgang der Arbeit unterrichtet sein. Das Bewertungsverfahren soll vier Wochen nicht überschreiten. Bei nicht übereinstimmender Bewertung erfolgt die Mittelwertsbildung gemäß § 13 Abs. 3. Wenn die Bewertungen um mehr als eine Note differieren bzw. bei einer Bewertung schlechter als "ausreichend" (4,0) muss ein dritter Prüfer bzw. eine dritte Prüferin bestellt werden. Der Prüfungsausschuss legt die Note im Rahmen der durch die Prüfer und Prüferinnen festgelegten Noten fest. Bei zwei Bewertungen schlechter als "ausreichend" ist die Diplomarbeit nicht bestanden. Dies wird dem Kandidaten bzw. der Kandidatin von dem bzw. der Vorsitzenden mitgeteilt.
(3) Die Diplomprüfung ist bestanden, wenn sämtliche Fachprüfungen und die Diplomarbeit mindestens mit der Note "ausreichend" (4,0) bewertet worden sind. Bei mehr als zwei Prüfern und Prüferinnen für die Diplomarbeit geht der Mittelwert der Bewertungsnoten doppelt ein.
(4) Bei überragenden Leistungen (Gesamtnote: 1,0) wird das Gesamturteil "mit Auszeichnung bestanden" erteilt.
(2) Auf der Basis der Prüfung in Medizinischer Physik und einer im 9. bzw. 10. Semester abzulegenden Prüfung zu den jeweils aktuellen rechtlichen Grundlagen des Strahlenschutzes erhält der Kandidat bzw. die Kandidatin eine Bescheinigung, welche einer Bescheinigung über die erfolgreiche Teilnahme an anerkannten Kursen im Strahlenschutz gemäß § 30 Abs. 3 der Verordnung über den Schutz vor Schäden durch ionisierende Strahlung (Strahlenschutzverordnung - StrlSchV) vom 20. Juli 2001 - veröffentlicht als Verordnung für die Umsetzung von EURATOM - Richtlinien zum Strahlenschutz - vom 26. Juli 2001 (BGBl. Teil I, S. 1713) und § 18a Abs. 4 der Verordnung über den Schutz vor Schäden durch Röntgenstrahlung (Röntgenverordnung - RöV) / Neufassung vom 30. April 2003, BGBl. Teil I, S. 573 am 5. Mai 2003 entspricht und in der nach Anlage A 3, Nr. 2.1 und Nr. 2.2 der Richtlinie -Strahlenschutz in der Medizin - vom 24. Juni 2002 (Bundesanzeiger, 2002, Nr. 207a) und nach Anlage 4 der Richtlinie - Fachkunde nach Röntgenverordnung / Medizin - 8. u. 9. Bek. des BMA vom 01.05.1990 (BArbBl 9/1990, S. 67) und vom 01.07.1991 (BArbBl. 9/1991, S. 88), die Lehrinhalte im Strahlenschutz für Medizinphysikexperten / Medizin-Physiker aufgeführt sind.
(3) Das Zeugnis und die Strahlenschutzbescheinigungen tragen das Datum des Tages, an dem die letzte Prüfungsleistung erbracht worden ist.
(2) Die Diplomurkunde und das Zeugnis werden von dem Dekan bzw. der Dekanin des Fachbereiches und von dem bzw. der Vorsitzenden des Prüfungsausschusses unterzeichnet und mit dem Siegel des Fachbereiches versehen.
(1) Studenten und Studentinnen, die vor dem Inkrafttreten dieser Ordnung für den Diplomstudiengang Medizinische Physik an der Martin-Luther-Universität Halle–Wittenberg immatrikuliert worden sind, können ihr Studium nach den Regelungen der zum Zeitpunkt ihrer Einschreibung gültigen Prüfungsordnung zu Ende führen, es sei denn, sie beantragen schriftlich die Anwendung der neuen Prüfungsordnung bei der Zulassung zur Prüfung. Der Antrag auf Anwendung der neuen Prüfungsordnung ist unwiderruflich.
Diese Ordnung tritt nach der Genehmigung durch den Rektor der Martin-Luther-Universität Halle–Wittenberg am Tage nach ihrer Bekanntmachung im Amtsblatt der Martin-Luther-Universität Halle–Wittenberg in Kraft. Gleichzeitig tritt die Prüfungsordnung für den Studiengang Medizinische Physik an der Martin-Luther-Universität Halle–Wittenberg vom 14.04.1998 und 21.04.1998 (MBl. LSA 2000, S. 219) außer Kraft.