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Timestamp: 2016-10-28 06:18:49
Document Index: 12217760

Matched Legal Cases: ['BGE', 'Art. 2', 'BGE', 'Art. 82', 'BGE', 'Art. 6', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'in fine', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 36', 'Art. 36', 'Art. 36', 'Art. 36', 'BGE', 'BGE', 'Art. 36', 'Art. 37', 'BGE', 'Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'Art. 134', 'Art. 159', 'Art. 152', 'Art. 135', 'BGE', 'Art. 152']

U 66/04 (14.10.2004)
U 66/04
Pr�sident Ferrari, Bundesrichter Ursprung und nebenamtlicher Richter B�hler; Gerichtsschreiber Hochuli
C.________, 1961, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanwalt Marco Untern�hrer, Sempacherstrasse 6 (Schillerhof), 6003 Luzern,
Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft, Bleicherweg 19, 8022 Z�rich, Beschwerdegegnerin
Die 1961 geborene C.________ war ab 1. M�rz 2000 als Aussendienstmitarbeiterin bei der Firma Q.________ t�tig und gest�tzt auf dieses Arbeitsverh�ltnis bei der Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft, Z�rich (im Folgenden: Allianz; vormals ELVIA Schweizerische Versicherungs-Gesellschaft, Z�rich) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunf�llen versichert. Am 13. M�rz 2000 wurde sie als Lenkerin eines Personenwagens auf der Autobahn A1 in eine Auffahrkollision verwickelt, weil ein nachfolgendes Fahrzeug das in einer Kolonne stehende Auto der Versicherten von hinten rammte und in den vor ihr stehenden PW schob. C.________ begab sich am n�chsten Tag (14. M�rz 2000) in �rztliche Behandlung bei ihrem Hausarzt Dr. med. A. F.________, der eine HWS-Distorsion diagnostizierte. Die Allianz anerkannte ihre Leistungspflicht und erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung und Taggeld). In der Folge zog sie ausser von Hausarzt Dr. med. F.________, von sechs weiteren �rzten, der Rehaklinik X.________ sowie vom Psychologen Dr. phil. H.________ und von der Neuropsychologin Dr. phil. O.________ Verlaufs-, Abkl�rungs- und Arbeitsf�higkeitsberichte bei und stellte mit Verf�gung vom 21. August 2002 ihre Leistungen per 31. Juli 2002 ein. Daran hielt sie mit Einspracheentscheid vom 31. Juli 2003 fest.
Beschwerdeweise liess C.________ die Zusprechung der gesetzlichen Leistungen "r�ckwirkend und f�r die Zukunft" beantragen. Ausserdem ersuchte sie um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege sowohl f�r das Beschwerde- als auch das Einspracheverfahren. Das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz wies die Beschwerde mit Entscheid vom 14. Januar 2004 ab, gew�hrte der Beschwerdef�hrerin die unentgeltliche Verbeist�ndung f�r das verwaltungsgerichtliche Beschwerdeverfahren und sprach Rechtsanwalt Marco Untern�hrer eine Entsch�digung von Fr. 1400.- zu.
C.________ und Rechtsanwalt Marco Untern�hrer f�hren Verwaltungsgerichtsbeschwerde, mit welcher C.________ ihr vorinstanzliches Rechtsbegehren erneuern l�sst und Rechtsanwalt Marco Untern�hrer R�ckweisung der Sache an die Vorinstanz zur Neubeurteilung des Anspruchs auf unentgeltliche Rechtspflege beantragt. Ferner ersucht C.________ um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege f�r das Verfahren vor dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht.
Vorinstanz und Allianz schliessen in ihren Vernehmlassungen auf Abweisung der beiden Verwaltungsgerichtsbeschwerden.
Nach Abschluss des ordentlichen Schriftenwechsels l�sst C.________ mit Eingabe vom 27. Juli 2004 unaufgefordert ein Schreiben der IV-Stelle Schwyz vom 13. Juli 2004 einreichen, wonach ihr mit Wirkung ab 1. M�rz 2001 bei einem Invalidit�tsgrad von 73 % eine ganze Invalidenrente ausgerichtet wird.
Die beiden Verwaltungsgerichtsbeschwerden der C.________ und des Rechtsanwalts Marco Untern�hrer sind voneinander zu trennen und durch selbstst�ndige Urteile zu erledigen.
2.2.1 Die dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht in Leistungsstreitigkeiten zustehende Kognition hat u.a. zur Konsequenz, dass auch neue, erstmals im letztinstanzlichen Verfahren vorgebrachte Tatsachenbehauptungen und Beweismittel zu ber�cksichtigen sind (BGE 109 I b 248 f. Erw. 3b, 103 I b 196 Erw. 4a, 102 I b 127 Erw. 2a; RKUV 1988 Nr. K 769 S. 244 Erw. 5a). Das (Noven-)Recht, den rechtserheblichen Sachverhalt noch im Verfahren vor dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht durch neue Tatsachenbehauptungen und Beweismittel zu erg�nzen, steht allerdings wie jede Rechtsaus�bung unter dem Vorbehalt des Rechtsmissbrauchs (Art. 2 Abs. 2 ZGB). Ein solcher liegt namentlich dann vor, wenn es sich bei den neuen Beweismitteln um so genannte unechte Noven handelt, die von der Beschwerdef�hrerin ohne weiteres bereits im vorinstanzlichen Rechtsmittelverfahren h�tten eingebracht werden k�nnen und deren versp�tete Auflage im letztinstanzlichen Verfahren einzig zum Zweck hat, Vorinstanz und Gegenpartei zu verunm�glichen, zur Rechtserheblichkeit, Beweistauglichkeit und Beweiskraft der neuen Beweismittel bereits im Zuge des erstinstanzlichen Rechtsmittelverfahrens Stellung nehmen zu k�nnen.
2.2.2 Die Versicherte liess mit ihrer Verwaltungsgerichtsbeschwerde folgende sechs neuen Beweisurkunden auflegen:
- "simultane Sachverhaltsdarstellung Beruf/Privat" vom 16. Februar 2004, verfasst von Dr. phil. H.________;
- nicht datierter Lebenslauf mit zehn Arbeits- und Schulzeugnissen;
- Gutachten des Dr. phil. H.________ vom 27. August 2002 im Umfang von 51 Seiten;
- Schreiben des Dr. med. F.________ vom 6. September 2002 an Dr. phil. H.________;
- Schreiben der Dr. med. A.________, Fach�rztin f�r Gyn�kologie und Geburtshilfe, vom 13. Februar 2004;
- Schreiben des Dr. phil. H.________ vom 7. August 2002.
2.2.3 Die Beschwerdef�hrerin hat sich bereits in ihrer vorinstanzlichen Beschwerdeschrift auf das Gutachten des Dr. phil. H.________ vom 27. August 2002 und ihre darin detailliert dargelegte Biographie berufen, dieses Beweismittel aber im erstinstanzlichen Rechtsmittelverfahren nicht verurkundet, sondern an seiner Stelle die Einvernahme von sechs Zeugen beantragt. In ihrer Verwaltungsgerichtsbeschwerde wirft sie dem kantonalen Gericht und der Beschwerdegegnerin diesbez�glich willk�rliche Sachverhaltsfeststellung und eine Verletzung der aus dem Untersuchungsgrundsatz fliessenden Pflicht zu amtswegiger Abkl�rung des rechtserheblichen Sachverhaltes vor. Aus dieser Art der Prozessf�hrung geht klar hervor, dass die Beschwerdef�hrerin mit der Auflage des fraglichen Gutachtens erst im letztinstanzlichen Rechtsmittelverfahren einzig bezweckte, der Beschwerdegegnerin hinsichtlich dieses Gutachtens die Geh�rsrechte abzuschneiden oder zu verk�rzen und dem kantonalen Gericht dessen Beweisw�rdigung zu verunm�glichen. Denn das Gutachten vom 27. August 2002 ist vor Ablauf der Beschwerdefrist f�r die Anfechtung des Einspracheentscheides vom 31. Juli 2003 und entgegen seiner Adressierung (an die Beschwerdegegnerin) von der Beschwerdef�hrerin selbst veranlasst worden. Das prozessuale Vorgehen der Beschwerdef�hrerin stellt daher ein widerspr�chliches sowie zweckwidriges und daher rechtsmissbr�uchliches Verhalten dar (vgl. BGE 121 II 103 Erw. 4 und 120 II 108 Erw. 3c, je mit Hinweisen), das verfahrensrechtlich unbeachtlich bleiben muss. Da es sich bei den beiden Schreiben von Dr. phil. H.________ vom 7. August 2002 und Dr. med. F.________ vom 6. September 2002 in zeitlicher Hinsicht gleich verh�lt, sind sie ebenfalls unbeachtlich.
Die anderen, von der Beschwerdef�hrerin mit ihrer Verwaltungsgerichtsbeschwerde neu aufgelegten Beweisurkunden sind von ihr teilweise bereits im Verwaltungsverfahren verurkundet worden (Arbeits- und Schulzeugnisse) und im �brigen - wie in den nachfolgenden Erw�gungen darzulegen ist - nicht rechtserheblich. Auf deren Inhalt ist daher ebenfalls nicht n�her einzugehen.
2.3 Erg�nzend ist darauf hinzuweisen, dass das am 1. Januar 2003 in Kraft getretene Bundesgesetz �ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 und die damit auf dem Gebiet des Unfallversicherungsrechts verbundenen �nderungen hier nicht anwendbar sind. Denn nach dem noch nicht in der Amtlichen Sammlung ver�ffentlichten Urteil M. vom 5. Juli 2004 (I 690/03) ist - abgesehen von den in Art. 82 Abs. 1 ATSG spezifisch normierten Tatbest�nden - von den allgemeinen �bergangsrechtlichen Regeln auszugehen. Danach sind in zeitlicher Hinsicht - auch bei einer �nderung der gesetzlichen Grundlage - grunds�tzlich diejenigen materiellen Rechtss�tze relevant, die bei der Verwirklichung des zu Rechtsfolgen f�hrenden Sachverhaltes in Geltung standen (BGE 129 V 4 Erw. 1.2, 169 Erw. 1, 356 Erw. 1, je mit Hinweisen). Da sich der hier zu beurteilende Sachverhalt (Einstellung s�mtlicher gesetzlicher Versicherungsleistungen aus dem Unfallereignis vom 13. M�rz 2000 per Ende Juli 2002) vollst�ndig und abschliessend vor dem In-Kraft-Treten des ATSG verwirklicht hat, sind hier die Bestimmungen in der bis Ende 2002 g�ltig gewesenen Fassung anwendbar.
Streitig und zu pr�fen ist, ob die Beschwerdef�hrerin auf Grund des Unfalles vom 13. M�rz 2000 Anspruch auf eine Invalidenrente und eine Integrit�tsentsch�digung sowie allenfalls �ber den Zeitpunkt der von der Allianz auf den 31. Juli 2002 festgesetzten Leistungseinstellung hinaus Anspruch auf weitere Leistungen (Heilbehandlung und Taggeld) hat.
3.1 Die Vorinstanz hat die gesetzlichen Bestimmungen �ber den Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung (Art. 6 Abs. 1 UVG) sowie die Rechtsprechung zu dem f�r die Leistungspflicht des Unfallversicherers vorausgesetzten nat�rlichen (BGE 129 V 181 Erw. 3.1, 406 Erw. 4.3.1, 119 V 337 Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b, je mit Hinweisen) und ad�quaten Kausalzusammenhanges (BGE 129 V 181 Erw. 3.2, 405 Erw. 2.2, 125 V 461 Erw. 5a mit Hinweisen) zutreffend wiedergegeben. Darauf wird verwiesen.
3.2 Zu erg�nzen ist Folgendes: Ist die Unfallkausalit�t einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, entf�llt die deswegen anerkannte Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht mehr die nat�rliche und ad�quate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzteres nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Ebenso wie der leistungsbegr�ndende nat�rliche Kausalzusammenhang (BGE 117 V 360 Erw. 4a, 376 Erw. 3a, je mit Hinweisen) muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein �blichen Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse M�glichkeit nunmehr g�nzlich fehlender urs�chlicher Auswirkungen des Unfalles gen�gt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die entsprechende Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegr�ndender nat�rlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht beim Versicherten, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 327 f. Erw. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 76 Erw. 4b).
Diese Beweislastregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unm�glich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes und der Beweisw�rdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die �berwiegende Wahrscheinlichkeit f�r sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 264 Erw. 3b mit Hinweisen). Sodann muss der Beweis des Wegfalls des nat�rlichen Kausalzusammenhanges nicht durch den Nachweis unfallfremder Ursachen erbracht werden. Ebenso wenig geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliegt oder dass die versicherte Person nun bei voller Gesundheit ist. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen eines Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind, oder nicht (Urteile I. vom 7. Juli 2004, U 15/04, Erw. 2.2 und B. vom 31. August 2001, U 285/00, Erw. 5a).
Das kantonale Gericht hat den Wegfall des nat�rlichen Kausalzusammenhanges zwischen dem Unfall vom 13. M�rz 2000 und der "danach eingetretenen Arbeits- bzw. Erwerbsunf�higkeit" verneint, weil von verschiedenen �rzten in der Zeit von Oktober 2000 bis Juni 2003 best�tigt worden sei, dass die Beschwerdef�hrerin an Symptomen leide, wie sie nach einem HWS-Distorsionstrauma mit protrahiertem Verlauf typisch seien.
4.1 Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers kann bei einem Schleudertrauma der HWS oder einer �quivalenten Verletzung wie einer Distorsion der HWS unter Umst�nden auch ohne organisch nachweisbare Sch�digung gegeben sein. Nach den Ergebnissen der medizinischen Forschung k�nnen bei solchen Verletzungen auch ohne klar ausgewiesene pathologische Befunde noch Jahre nach dem Unfall funktionelle Ausf�lle verschiedenster Art auftreten (BGE 117 V 363 Erw. 5d/aa mit Hinweisen). Der Umstand, dass die nach einem Schleudertraum h�ufig beobachteten und deshalb von der Rechtsprechung als typisch bezeichneten Beschwerden wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Ged�chtnisst�rungen, �belkeit, rasche Erm�dbarkeit, Visusst�rungen, Reizbarkeit, Affektlabilit�t, Depression oder Wesensver�nderung (BGE 117 V 360 Erw. 4b) in manchen F�llen mit den heute verwendeten bildgebenden Untersuchungsmethoden nicht objektivierbar sind, darf nicht dazu verleiten, sie als rein "subjektive" Beschwerden zu qualifizieren und damit deren Relevanz f�r die Unfallversicherung in Abrede zu stellen.
Ob in solchen F�llen ein nat�rlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, �ber welche die Verwaltung und im Beschwerdefall der Richter im Rahmen der Beweisw�rdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht �blichen Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden haben. Auch in diesem Bereich ist aber f�r die Leistungspflicht des Unfallversicherers unerl�sslich, dass die geklagten Beschwerden medizinisch einer fassbaren gesundheitlichen Beeintr�chtigung zugeschrieben werden k�nnen und diese Gesundheitssch�digung mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit in einem urs�chlichen Zusammenhang mit dem versicherten Unfallereignis steht (BGE 119 V 340 Erw. 2b/bb).
4.2 Im vorliegenden Fall enthalten - mit einer Ausnahme - alle �rztlichen Berichte, auf welche die Vorinstanz die fortbestehende nat�rliche Unfallkausalit�t des Gesundheitsschadens der Beschwerdef�hrerin gest�tzt hat, lediglich die Diagnose der beim Unfall vom 13. M�rz 2000 erlittenen HWS-Distorsion sowie eine Darstellung der hief�r typischen Beschwerden oder Symptome. Damit wurden �rztlicherseits jeweils lediglich das bei der Versicherten vorhandene Beschwerdebild beschrieben, ohne aber dieses objektiv fassbaren Untersuchungsbefunden zuzuordnen. Hingegen ist damit eine organische Grundlage f�r den Fortbestand der festgehaltenen somatischen Gesundheitsst�rungen nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen. Einzig Dr. med. S.________ hat in seinem Bericht vom 23. Oktober 2000 objektive klinische Befunde als organisch fassbare unfallbedingte Ursachen der geklagten Beschwerden festgehalten. Sein Bericht datiert allerdings nahezu zwei Jahre vor dem f�r die Kausalit�tsbeurteilung massgebenden Zeitpunkt des angefochtenen Einspracheentscheides vom 31. Juli 2003. Abgesehen davon enth�lt einzig noch der Abkl�rungsbericht des Spezialarztes f�r Psychiatrie und Psychotherapie Dr. med. E.________ vom 3. Januar 2002 kursorische Angaben zur Unfallkausalit�t der bei der Beschwerdef�hrerin eingetretenen psychischen Gesundheitsst�rung.
4.3 Gest�tzt auf die zur Verf�gung stehenden medizinischen Akten kann daher die Frage, ob es sich bei den am 31. Juli 2003 und seither bestehenden Gesundheitsst�rungen der Beschwerdef�hrerin zumindest teilweise um nat�rlich kausale Folgen des versicherten Unfalles handelt, nicht mit dem im Sozialversicherungsrecht �blichen Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit beantwortet werden. Dennoch er�brigt sich eine R�ckweisung der Sache zwecks weiterer Abkl�rung dieser Frage. Selbst wenn auf Grund erg�nzender medizinischer Abkl�rungen der nat�rliche Kausalzusammenhang zu bejahen w�re, fehlt es - wie die nachstehenden Erw�gungen zeigen - jedenfalls an der Ad�quanz des Kausalzusammenhanges.
5.1 Bei der Beurteilung des ad�quaten Kausalzusammenhanges zwischen dem Unfall vom 13. M�rz 2000 und den hernach andauernden Beschwerden mit Einschr�nkung der Arbeits- und Erwerbsf�higkeit der Beschwerdef�hrerin ist die Vorinstanz zutreffend davon ausgegangen, dass hief�r nicht entscheidend ist, ob die im Anschluss an ein Schleudertrauma oder eine �quivalente Verletzung der HWS (SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 Erw. 2) auftretenden Beschwerden medizinisch eher als organischer oder als psychischer Natur bezeichnet werden (BGE 117 V 364 Erw. 5d/aa mit Hinweis). Diese Unterscheidung ist jedoch insoweit von Belang, als die Ad�quanzbeurteilung nicht nach den f�r Schleudertraumen der HWS und �quivalente Verletzungen, sondern nach den f�r psychische Unfallfolgen geltenden Regeln (BGE 115 V 138 ff.) zu erfolgen hat, wenn die zum typischen Beschwerdebild einer solchen Verletzung geh�renden Beeintr�chtigungen zwar teilweise vorliegen, im Vergleich zur psychischen Problematik aber ganz in den Hintergrund treten (BGE 123 V 99 Erw. 2a).
Erg�nzend dazu ist festzuhalten, dass der Rechtsprechung gem�ss BGE 123 V 99 Erw. 2a der Sachverhalt zu Grunde liegt, dass sehr bald nach einem Unfall mit Schleudertrauma, gleichsam an diesen anschliessend, die psychische Problematik derart �berwiegt, dass die mit dem Schleudertrauma einhergehenden, k�rperlichen Beeintr�chtigungen (buntes Beschwerdebild) v�llig in den Hintergrund treten. Soll die Rechtsprechung zur Ad�quanz von psychischen Fehlentwicklungen nach einem Unfall hingegen in einem sp�teren Zeitpunkt angewendet werden, so ist die Frage, ob die psychische Problematik die �brigen Beschwerden nach einem Unfall mit Schleudertrauma der HWS ganz in den Hintergrund treten l�sst nicht nur auf Grund einer Momentaufnahme zu entscheiden. Vielmehr ist in einem solchen Fall zu pr�fen, ob im Verlaufe der ganzen Entwicklung vom Unfall bis zum Beurteilungszeitpunkt die k�rperlichen Beschwerden gesamthaft nur eine sehr untergeordnete Rolle gespielt haben und damit ganz in den Hintergrund getreten sind. Nur wenn dies zutrifft, ist f�r die Beurteilung der Ad�quanz psychischer Fehlentwicklungen nach einem Schleudertrauma der HWS abweichend von BGE 117 V 367 Erw. 6a in fine und in �bereinstimmung mit BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa lediglich auf das Unfallereignis als solches und die dabei erlittenen k�rperlichen Gesundheitssch�den sowie deren objektive Folgen abzustellen (RKUV 2002 U 466 S. 438 Erw. 3a und b).
5.2 Im vorliegenden Fall hat der erstbehandelnde Hausarzt Dr. med. F.________ bereits am 8. Mai 2000, also rund zwei Monate nach dem Unfall, im "Zusatzfragebogen bei HWS-Verletzungen" als Begleitdiagnose eine Depression und vegetative Dystonie angegeben. In der Folge litt die Beschwerdef�hrerin ab Februar 2001, also rund 11 Monate nach dem Unfall, unter einer massiven depressiven Reaktion "bei ausgepr�gter psychosozialer Belastungssituation" (Bericht Dr. med. G.________, Leiter Sozialpsychiatrischer Dienst, vom 12. Februar 2001 und Verlaufsberichte des Dr. med. S.________ vom 14. Februar und 7. M�rz 2001). Danach diagnostizierten der neue Hausarzt der Versicherten, Dr. med. N.________ und der Neurologe Dr. med. F.________ als psychischen Gesundheitsschaden der Beschwerdef�hrerin eine "posttraumatische Belastungsst�rung" (Verlaufsbericht vom 26. M�rz 2001 und Abkl�rungsbericht vom 29. Mai 2001), w�hrend die �rzte der Rehaklinik X.________ im September 2001 den psychischen Zustand der Beschwerdef�hrerin als "depressive Krisensituation bei multiplen psychosozialen Belastungsfaktoren" beschrieben. Der Psychiater Dr. med. E.________ schloss in seinem Abkl�rungsbericht vom 3. Januar 2002 "am ehesten" auf das Vorliegen einer chronischen und reaktiven Anpassungsst�rung bei Pers�nlichkeitsstruktur mit "zumindest teilweise histrionischem Charakter". Die Neuropsychologin Dr. phil. O.________ fand bei ihrer Untersuchung vom 24. April 2002 schliesslich einerseits ein mittelschwer bis schwer reduziertes kognitives Leistungsdefizit, das auf ungew�hnlichen und f�r ein erlittenes HWS-Distorionstrauma atypischen Fehlleistungen beruhte, sowie anderseits ausser der persistierenden massiven Schmerzproblematik vor allem einen "psychisch stark auffallenden Zustand". Das tats�chliche Ausmass der kognitiven Funktionsst�rung konnte sie auf Grund der massiven psychischen �berlagerung aber nicht feststellen.
5.3 Gesamthaft ergibt sich aus den medizinischen Akten ein Beschwerdebild, bei dem �rztlicherseits der psychischen Gesundheitsst�rung der Versicherten ab Februar 2001 dominierende Bedeutung beigemessen wurde, f�r die geklagten somatischen Beschwerden aber ab jenem Zeitpunkt von keinem Arzt mehr ein objektiver klinischer Befund erhoben wurde, der einer fassbaren organischen Gesundheitssch�digung h�tte zugeordnet werden k�nnen (vgl. vorne Erw. 4.2). Bei einer solchen Entwicklung der medizinischen Sachlage bis zum sozialversicherungsrechtlich massgebenden Zeitpunkt des angefochtenen Einspracheentscheides, der hier rund zweieinviertel Jahre nach dem Unfallereignis vom 13. M�rz 2000 liegt, ist die Ad�quanz nach der f�r psychische Fehlentwicklungen nach einem Unfall geltenden Rechtsprechung (BGE 123 V 98, 115 V 133 ff.) zu beurteilen.
6.1 Der Auffahrunfall vom 13. M�rz 2000 als solcher ist in den Akten nur mit dem von den beteiligten Fahrzeuglenkern selbst erstellten, im Wesentlichen vorformulierten Unfallprotokoll dokumentiert. Dieses enth�lt keine Angaben, die R�ckschl�sse auf die Schwere des Unfallereignisses zuliessen. Die Beschwerdegegnerin war indessen nach dem Untersuchungsgrundsatz verpflichtet, die �usseren Umst�nde und technischen Daten des Unfallherganges soweit als m�glich abzukl�ren. Sie tr�gt �berdies die Beweislast f�r das Dahinfallen des nat�rlichen Kausalzusammenhanges (Erw. 3.2 hievor). Demgem�ss ist zu ihren Ungunsten bei der Ad�quanzpr�fung davon auszugehen, dass es sich beim Auffahrunfall vom 13. M�rz 2000 nicht um einen leichten, sondern um einen mittelschweren Unfall gehandelt hat, der weder dem unteren noch dem oberen Grenzbereich dieser Unfallkategorie zuzuordnen ist. Die objektiven Ad�quanzkriterien m�ssen daher in geh�ufter oder auffallender Weise erf�llt sein, damit die Ad�quanz der bei der Beschwerdef�hrerin eingetretenen psychischen Fehlentwicklung bejaht werden kann (BGE 115 V 140 Erw. 6c/bb).
6.2 Von besonders dramatischen Begleitumst�nden oder einer besonderen Eindr�cklichkeit des Unfalles kann nicht gesprochen werden.
6.3 Ist die Ad�quanz einer psychischen Fehlentwicklung nach einem Schleudertrauma - wie hier - allein nach dem erlittenen k�rperlichen Gesundheitsschaden und dessen objektiven Folgen zu beurteilen, f�llt das Ad�quanzkriterium der besonderen Art der erlittenen Verletzung sachlogisch ausser Betracht. Denn ein Schleudertrauma der HWS oder eine ihm gleichgestellte �quivalente Verletzung stellt in solchen F�llen �berhaupt keine unfallkausale Teilursache oder nur eine solche von ganz untergeordneter Bedeutung f�r die eingetretene psychische Fehlentwicklung dar.
Analog verh�lt es sich mit den �brigen unfallbezogenen Ad�quanzkriterien, soweit die ihnen zu Grunde liegenden Unfallfolgen durch die psychische Fehlentwicklung bestimmt oder beeinflusst worden sind. Mit Bezug auf die Ad�quanzkriterien der Dauer der unfallbedingten Beschwerden, der �rztlichen Behandlung und der Arbeitsunf�higkeit ist deshalb in F�llen wie dem vorliegenden allein massgebend, wie lange die Unfallfolgen durch den erlittenen k�rperlichen Gesundheitsschaden in erheblichem Ausmass mitverursacht worden sind.
Die somatischen Unfallfolgen der Beschwerdef�hrerin wurden zuletzt von Chiropraktor Dr. M.________ behandelt und zwar in der Zeit vom 5. M�rz bis 19. Juli 2001. Im Zeitpunkt des Behandlungsabschlusses erachtete er die Beschwerdef�hrerin wieder als arbeitsf�hig. Bei allen sp�teren �rztlichen und (neuro-)psychologischen Berichten handelt es sich um Verlaufs- oder Abkl�rungsberichte, denen nicht eine regelm�ssige, zielgerichtete �rztliche Behandlung zu Grunde lag. Somit betrug die wenigstens teilweise durch k�rperliche Beschwerden bedingte Behandlungsdauer rund sechzehn Monate. In dieser Zeit war die Versicherte w�hrend rund zweieinhalb Monaten (4. Dezember 2000 bis 21. Februar 2001) unter somatischen Gesichtspunkten zur H�lfte und danach wieder vollst�ndig arbeitsf�hig (ab 19. Juli 2001). Auswirkungen eines unfallbedingten k�rperlichen Gesundheitsschadens von dieser Dauer erf�llen die Ad�quanzkriterien - auch nicht in besonders auffallender Weise - nicht, die auf den zeitlichen Verlauf der objektiven Unfallfolgen abstellen.
6.4 Zusammenfassend haben somit Vorinstanz und Allianz sowohl das Vorliegen von mehreren objektiven Ad�quanzkriterien in geh�ufter oder auffallender Weise als auch die Verwirklichung eines einzigen Kriteriums in besonders ausgepr�gter oder auffallender Weise zu Recht verneint. Demgem�ss fehlt es an einem ad�quaten Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 13. M�rz 2000, dem dadurch ausgel�sten psychischen Gesundheitsschaden der Versicherten und ihrer darauf zur�ckzuf�hrenden Arbeits- und Erwerbsunf�higkeit. Die Allianz hat daher ihre weitere Leistungspflicht mit Wirkung ab 1. August 2002 zu Recht verneint. Da sich an diesem Ergebnis auch unter Einbezug der Eingabe vom 27. Juli 2004 nichts �ndert, kann offen bleiben, wie es sich mit der prozessualen Zul�ssigkeit dieser nachtr�glich eingereichten Mitteilung der IV-Stelle vom 13. Juli 2004 verh�lt (vgl. hiezu BGE 127 V 353). Anlass f�r erg�nzende Beweisvorkehren besteht nach dem Gesagten nicht.
Die Beschwerdef�hrerin r�gt, das kantonale Gericht habe nicht ber�cksichtigt, dass sie vor dem Unfallereignis vom 13. M�rz 2000 w�hrend �ber zehn Jahren vollst�ndig arbeits- und erwerbsf�hig gewesen sei. Darin liege eine Verletzung von Art. 36 UVG.
7.1 Gem�ss Art. 36 Abs. 1 UVG werden Pflegeleistungen und Kostenverg�tungen sowie Taggelder und Hilflosenentsch�digungen nicht gek�rzt, wenn die Gesundheitssch�digung nur teilweise Folge eines Unfalles ist. Nach Abs. 2 dieser Bestimmung werden die Invalidenrenten, Integrit�tsentsch�digungen und Hinterlassenenrenten angemessen gek�rzt, wenn die Gesundheitssch�digung oder der Tod nur teilweise die Folge eines Unfalles ist (Satz 1). Gesundheitssch�digungen vor dem Unfall, die zu keiner Verminderung der Erwerbsf�higkeit gef�hrt haben, werden dabei nicht ber�cksichtigt (Satz 2).
7.2.1 Bei der Beschwerdef�hrerin lagen im massgebenden Zeitpunkt des angefochtenen Einspracheentscheides ausweislich der medizinischen Akten gar keine objektivier- und fassbaren k�rperlichen Unfallfolgen mehr vor, die auf Grund ihres Zusammentreffens mit einem unfallfremden Gesundheitsschaden der Beschwerdef�hrerin das Recht auf Gew�hrung weiterer Heilbehandlungen oder auf Ausrichtung von zus�tzlichen Taggeldleistungen in Anwendung von Art. 36 Abs. 1 UVG h�tten verschaffen k�nnen (vgl. auch vorne Erw. 4.2).
7.2.2 Hinsichtlich des psychischen Gesundheitsschadens der Beschwerdef�hrerin ist festzuhalten, dass sich die Frage einer K�rzung von Invalidenrenten oder Integrit�tsentsch�digungen gem�ss Art. 36 Abs. 2 UVG erst stellt, wenn �berhaupt ein leistungsbegr�ndender ad�quater Kausalzusammenhang zwischen einem Unfall und einer Gesundheitssch�digung besteht (BGE 115 V 415 Erw. 12c/bb; Maurer, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. Auflage, Bern 1989, S. 403 und 464). Im Rahmen der Ad�quanzpr�fung sind die psychischen Unfallfolgen �berdies getrennt von den somatischen als je selbstst�ndige Gesundheitssch�digungen zu beurteilen (BGE 126 V 118 f. Erw. 3c).
Da es im vorliegenden Fall an der Ad�quanz der psychischen Gesundheitsst�rung der Beschwerdef�hrerin fehlt, hat die Vorinstanz die Anwendbarkeit von Art. 36 Abs. 2 UVG zu Recht nicht gepr�ft. Ebenso wenig hat sie dabei die uneingeschr�nkte k�rperliche Arbeits- und Erwerbsf�higkeit der Beschwerdef�hrerin vor dem Unfall vom 13. M�rz 2000 rechtsfehlerhaft nicht ber�cksichtigt.
8.1 Die Beschwerdef�hrerin ersuchte mit ihrer Einsprache vom 10. September 2002 die Allianz um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege f�r das Einspracheverfahren. Im Einspracheentscheid vom 31. Juli 2003 erwog die Allianz, die Versicherte habe ihr gegen�ber mehrfach erw�hnt, dass sie �ber eine Rechtsschutzversicherung verf�ge, mache aber nicht geltend, dass ihr f�r das vorliegende Verfahren keine Kostengutsprache geleistet werde. Das Gesuch um unentgeltliche Verbeist�ndung sei daher abzuweisen und es sei dar�ber neu zu entscheiden, falls sich "der Sachverhalt wider Erwarten anders darstellen" sollte. Eine f�rmliche Abweisung des Gesuchs im Dispositiv des Einspracheentscheides unterblieb.
C.________ liess gegen den Einspracheentscheid Beschwerde f�hren u.a. mit dem sinngem�ssen Begehren, es sei ihr unter Aufhebung des diesbez�glichen Einspracheentscheides f�r das Einspracheverfahren die unentgeltliche Verbeist�ndung zu bewilligen. Zusammen mit ihrer vorinstanzlichen Beschwerde legte C.________ eine Kopie ihrer Rechtsschutzversicherungspolice mit Versicherungsbeginn am 16. M�rz 2000 ins Recht. Die Vorinstanz trat auf dieses Rechtsbegehren nicht ein mit der Begr�ndung, die Beschwerdef�hrerin habe nicht dargelegt, dass sie der Allianz ein neues Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen Verbeist�ndung im Einspracheverfahren gestellt habe und dieses abgewiesen worden sei.
8.2 Nach Gesetz (Art. 37 Abs. 4 ATSG) und der - bereits vor In-Kraft-Treten des ATSG geltenden - Rechtsprechung (BGE 125 V 34 Erw. 2 mit Hinweisen) besteht im unfallversicherungsrechtlichen Einspracheverfahren unter bestimmten Voraussetzungen ein Anspruch des Versicherten auf unentgeltliche Verbeist�ndung. Die sachlichen Bedingungen, unter denen dieser Anspruch besteht, sind im vorliegenden Fall nicht streitig. Es geht einzig um die Frage, ob und unter welchen Umst�nden der Unfallversicherer die unentgeltliche Verbeist�ndung f�r das Einspracheverfahren auf Grund einer vom Versicherten abgeschlossenen Rechtsschutzversicherung verweigern darf.
8.3 Hat der Versicherte gegen�ber einer Rechtsschutzversicherung Anspruch auf die Erbringung von rechtskundigen Dienstleistungen oder auf �bernahme der f�r einen Rechtsstreit notwendigen Gerichts-, Anwalts- oder Expertisekosten, so stellt dieser Anspruch ein verm�genswertes Aktivum im Verm�gen des Versicherten dar, welches seine prozessuale Bed�rftigkeit ausschliesst. Das trifft aber erst dann zu, wenn die Rechtsschutzversicherung die entsprechenden Leistungen zugesichert hat. Verweigert diese hingegen eine Kostengutsprache, sodass der Versicherte seinen vertraglichen Anspruch auf dem Prozessweg geltend machen muss, so erweist sich dieses Aktivum als nicht gen�gend liquid, um das Begehren um unentgeltliche Verbeist�ndung deswegen abzuweisen. Dies deshalb, weil der Versicherte dann einzig �ber eine "Prozesschance" verf�gt, n�mlich �ber diejenige, in einem m�glicherweise aufw�ndigen Zivilprozess gegen die Rechtsschutzversicherung das Gericht von seinem versicherungsvertraglichen Anspruch auf die versicherten Rechtsschutzleistungen zu �berzeugen. Ein solcher erst noch durchzusetzender Anspruch ist nicht gen�gend liquid, um die prozessuale Bed�rftigkeit eines Versicherten zu verneinen und sein Gesuch um unentgeltliche Verbeist�ndung begr�ndeterweise abzuweisen. M�sste der Versicherte zuerst den Prozessweg bestreiten, w�rde ihm zudem der von Art. 29 Abs. 1 BV gew�hrleistete Zugang zum Gericht erschwert oder gar verunm�glicht (in diesem Sinne das nicht ver�ffentlichte Urteile V. vom 29. Dezember 1997, I 380/97; vgl. auch RKUV 2001 Nr. U 415 S. 93 Erw. 3c zu dem von einer Gewerkschaft ihren Mitgliedern geleisteten Rechtsschutz).
8.4.1 Das Verfahren betreffend Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege wird vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht, der allerdings auch hier mit den Mitwirkungspflichten des Gesuchstellers korreliert (vgl. BGE 125 V 195 Erw. 2, 122 V 158 Erw. 1a, je mit Hinweisen). Der Untersuchungsgrundsatz befreit daher den Gesuchsteller namentlich nicht von der Pflicht, seine Einkommens- und Verm�gensverh�ltnisse umfassend darzulegen und soweit m�glich zu belegen (B�hler, Die Prozessarmut, in: Sch�bi [Hrsg.], Gerichtskosten, Parteikosten, Prozesskaution, Unentgeltliche Prozessf�hrung, Bern 2001, S. 188). An diese (Mitwirkungs-)Pflicht zur Substanziierung der Bed�rftigkeit und zur Beibringung sowie Benennung der f�r den Bed�rftigkeitsnachweis geeigneten Beweismittel d�rfen umso h�here Anforderungen gestellt werden, je komplexer die �konomischen Verh�ltnisse eines Gesuchstellers sind (BGE 125 IV 164 f. Erw. 4a, 120 Ia 181 f. Erw. 3a).
8.4.2 Ist unklar, ob ein Versicherter gegen�ber einer Rechtsschutzversicherung Anspruch auf �bernahme der Kosten f�r einen Rechtsbeistand hat, liegt keine besonders komplexe Sachfrage vor, die es rechtfertigen w�rde, ein Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen Verbeist�ndung wegen Verletzung der Mitwirkungspflicht durch den Gesuchsteller abzuweisen. Vielmehr ist das Gericht oder der Richter diesfalls gehalten, dem Gesuchsteller eine Nachfrist anzusetzen, binnen welcher er eine Kostengutsprache oder deren Ablehnung durch die Rechtsschutzversicherung beizubringen hat (in diesem Sinne das nicht ver�ffentlichte Urteil M. vom 7. Dezember 1998, I 142/98, betreffend den Nachweis von fehlendem Einkommen).
8.5 Nach dem Gesagten hat die Allianz den Untersuchungsgrundsatz und damit Bundesrecht verletzt, indem sie der Beschwerdef�hrerin f�r das Einspracheverfahren die unentgeltliche Verbeist�ndung verweigerte, ohne ihr Gelegenheit zu geben, die fehlende Deckung der Rechtsverbeist�ndungskosten nachzuweisen. Der angefochtene Entscheid der Vorinstanz und der Einspracheentscheid vom 31. Juli 2003 sind daher in diesem Punkt aufzuheben und die Sache an die Allianz zur�ckzuweisen, damit sie �ber die unentgeltliche Verbeist�ndung im Einspracheverfahren neu befinde.
9.1 Das Verfahren ist kostenlos (Art. 134 OG). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege im Sinne der Befreiung von den Gerichtskosten erweist sich daher als gegenstandslos.
9.2 Die Beschwerdef�hrerin obsiegt im nebens�chlichen Punkt der Verweigerung der unentgeltlichen Verbeist�ndung f�r das Einspracheverfahren, weshalb ihr eine reduzierte Parteientsch�digung zuzusprechen ist (Art. 159 Abs. 3 OG). Im �brigen kann die unentgeltliche Verbeist�ndung f�r das Verfahren vor dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht gew�hrt werden (Art. 152 in Verbindung mit Art. 135 OG), da die Bed�rftigkeit der Beschwerdef�hrerin aktenkundig ist, die Beschwerde nicht als aussichtslos zu bezeichnen und die Vertretung geboten war (BGE 125 V 202 Erw. 4a und 372 Erw. 5b, je mit Hinweisen). Es wird jedoch ausdr�cklich auf Art. 152 Abs. 3 OG hingewiesen, wonach die beg�nstigte Partei der Gerichtskasse Ersatz zu leisten haben wird, wenn sie sp�ter dazu im Stande ist.
In teilweiser Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde werden der Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Schwyz vom 14. Januar 2004 und der Einspracheentscheid der Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft vom 31. Juli 2003 aufgehoben, soweit damit das Gesuch um unentgeltliche Verbeist�ndung f�r das Einspracheverfahren abgewiesen wurde, und es wird die Sache an die Verwaltung zur�ckzuweisen, damit sie dar�ber im Sinne von Erw�gung 8 neu entscheide.
Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdef�hrerin f�r das Verfahren vor dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht eine Parteientsch�digung von Fr. 500.- (einschliesslich Mehrwertsteuer) zu bezahlen.
Zufolge Gew�hrung der unentgeltlichen Verbeist�ndung wird Rechtsanwalt Marco Untern�hrer, Luzern, f�r das Verfahren vor dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht aus der Gerichtskasse eine Entsch�digung von Fr. 2000.- (einschliesslich Mehrwertsteuer) ausgerichtet.
Das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz wird die Parteikosten f�r das vorinstanzliche Verfahren, entsprechend dem Ausgang des Prozesses vor dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht, neu verlegen.