Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=3%20StR%20136/83
Timestamp: 2019-03-26 17:14:20
Document Index: 44943778

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 251', '§ 148', '§ 148', '§ 148', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 100', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 24.08.1983 - 3 StR 136/83 - dejure.org
Grenzen der Fernwirkung von Verfahrensfehlern - Verwertbarkeit von aus einer unzulässigen Telefonüberwachung gewonnenen Erkenntnissen - Zum Begriff des nicht zu beseitigenden Hindernisses i.S.d. § 251 Abs. 1 Strafprozessordnung (StPO) bei ausländischen Zeugen - Definition des "Amtliches Wertzeichen" i.S.d. § 148 Strafgesetzbuch (StGB) - Einordnung ausländischer Versicherungsmarken als Wertzeichen i.S.d. § 148 Strafgesetzbuch (StGB) - Einordnung von der Stichting herausgebener Versicherungsmarken als Wertzeichen i.S.d. § 148 Strafgesetzbuch (StBG) - Grundsätze der Strafzumessung bei Zeitsoldaten
Zu den prozessualen Folgewirkungen eines rechtswidrigen Abhörbeschlusses
BGHSt 32, 68
NJW 1984, 2772
MDR 1983, 1040
NStZ 1984, 275
StV 1984, 1
JR 1984, 387
Ein Beweisverwertungsverbot ist in der Rechtsprechung etwa angenommen worden für Bekundungen von Beschuldigten, die unter dem Eindruck des Vorhalts von unzulässig gewonnenen Erkenntnissen aus einer Telefonüberwachung gemacht worden sind (vgl. BGH, Urteil vom 24. August 1983 - 3 StR 136/83 -, juris, Rn. 10;… OLG Köln a.a.O., Rn. 12).
Eine solche Begrenzung der Auswirkung eines Verfahrensfehlers ist zu einer wirksamen Verbrechensbekämpfung und auch deshalb erforderlich, weil sich kaum jemals feststellen läßt, ob die Polizei den Zeugen ohne den Verstoß nicht auch gefunden hätte (vgl.BGHSt 32, 68 [71]).
(bb) Damit ist die Frage angesprochen, ob ein als solches zulässiges Erkenntnis- und Beweismittel einem prozessualen Verwertungsverbot unterliegen kann, wenn es seinerseits ohne eine weitere, zuvor rechtswidrig gewonnene Information nicht hätte erlangt werden können (vgl. BGH 1. März 2006 - XII ZR 210/04 - Rn. 18 f., BGHZ 166, 283; für den Strafprozess: BGH 24. August 1983 - 3 StR 136/83 - BGHSt 32, 68; 18. April 1980 - 2 StR 731/79 - BGHSt 29, 244).
b) Die Rechtswidrigkeit der Anordnung der Telefonüberwachung führt regelmäßig zu einem Verwertungsverbot, wenn die Voraussetzungen nach § 100a StPO bei ihrem Erlaß nicht vorlagen (BGHSt 31, 304, 308; 32, 68, 70).
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