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Timestamp: 2016-10-21 23:57:25
Document Index: 359804586

Matched Legal Cases: ['Art. 8', 'Art. 9', 'Art. 29', 'Art. 71', 'Art. 24', 'BGE', 'Art. 82', 'Art. 73', 'Art. 146', 'Art. 89', 'Art. 86', 'Art. 95', 'Art. 106', 'Art. 42', 'BGE', 'Art. 106', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 105', 'Art. 97', 'Art. 42', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'Art. 16', 'Art. 26', 'Art. 25', 'Art. 26', 'Art. 9', 'Art. 9', 'Art. 9', 'Art. 26', 'Art. 26', 'Art. 26', 'Art. 26', 'Art. 105', 'BGE', 'in fine', 'Art. 26', 'Art. 26', 'in fine', 'Art. 26', 'Art. 26', 'BGE', 'Art. 107', 'Art. 9', 'Art. 65', 'Art. 68']

X.________ (geb. 1985) wohnt in A.________/SO und absolviert einerseits an der Universit�t Basel ein Masterstudium in den F�chern Sportwissenschaft und Geographie und erteilt andererseits bei zwei Basler Arbeitgebern Sportunterricht. Vom September 2008 bis Juli 2009 arbeitete sie als freie Vikarin f�r Fachunterricht Sport bei der Y.________ und ab dem 1. August 2009 war sie dort befristet bis 31. Juli 2010 in einem Teilpensum von 54.8% angestellt. Daneben arbeitet X.________ seit Oktober 2007 als Instruktorin auf Stundenbasis f�r die Z.________ GmbH (in der Regel mindestens 10 Stunden monatlich). Sie wohnt w�hrend der Woche zusammen mit anderen Personen in einer 4-Zimmerwohnung in der Stadt Basel und ist dort als Wochenaufenthalterin gemeldet.
In ihrer Steuererkl�rung 2009 machte X.________ Berufsauslagen von Fr. 16'991.-- geltend, darunter u.a. Fr. 6'400.-- notwendige Mehrkosten der ausw�rtigen Verpflegung und Fr. 4'800.-- f�r die ausw�rtige Unterkunft. In der Veranlagungsverf�gung vom 27. September 2010 anerkannte die Veranlagungsbeh�rde Solothurn die genannten Mehrkosten f�r ausw�rtigen Wochenaufenthalt nicht und veranlagte X.________ f�r die Staats- und Gemeindesteuern auf ein steuerbares Einkommen von Fr. 25'851.-- (Verm�gen: Fr. 0.--) und f�r die direkte Bundessteuer 2009 auf ein steuerbares Einkommen von Fr. 26'600.--. Die hiergegen erhobenen Einsprachen wurden am 8. Juni 2011 abgewiesen. In den Begr�ndungen ging das Steueramt allerdings von einer teilzeitlichen Erwerbst�tigkeit der Beschwerdef�hrerin ab 1. August 2009 aus und ber�cksichtigte die anteiligen Mehrkosten f�r ausw�rtige Verpflegung (Fr. 1'350.--) sowie den Pauschalabzug f�r 5 Monate Erwerbst�tigkeit (Fr. 834.--). Obwohl die so ermittelten Berufskosten tiefer waren als die Auslagen, die in der definitiven Veranlagung anerkannt wurden, verzichtete das Steueramt auf eine reformatio in peius und liess es bei einer Abweisung der Einsprachen bewenden. Rekurs und Beschwerde hiergegen wies das Steuergericht des Kantons Solothurn am 24. Oktober 2011 ab.
Vor Bundesgericht beantragt X.________ sinngem�ss, die Urteile des Steuergerichts des Kantons Solothurn vom 24. Oktober 2011 sowie die Einspracheentscheide des Steueramtes des Kantons Solothurn vom 8. Juni 2011 betreffend die direkte Staats-, Gemeinde- und Bundessteuer aufzuheben und die Berufsauslagen um den Wochenaufenthalterabzug von Fr. 11'607.-- bzw. Fr. 11'400.-- zu erh�hen; eventualiter sei der Wochenaufenthalterabzug anteilsm�ssig im Verh�ltnis zum tats�chlichen Besch�ftigungsgrad zuzulassen oder die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Die Beschwerdef�hrerin r�gt Verletzungen von Bundesrecht, des Gleichbehandlungsgebotes (Art. 8 Abs. 1 BV), des Willk�rverbots (Art. 9 BV), des rechtlichen Geh�rs (Art. 29 Abs. 2 BV) sowie von kantonalen verfassungsm�ssigen Rechten.
Das Steueramt des Kantons Solothurn sowie das Steuergericht des Kantons Solothurn beantragen, die Beschwerden abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Die Eidgen�ssische Steuerverwaltung schliesst auf Abweisung der Beschwerde betreffend die direkte Bundessteuer und verzichtet auf eine Stellungnahme betreffend die Staats- und Gemeindesteuern.
1.1 Die weitgehend gleich lautenden Beschwerden betreffen die gleichen Parteien, richten sich gegen praktisch �bereinstimmende Entscheide und werfen dieselben Rechtsfragen auf. Es rechtfertigt sich deshalb, die Verfahren zu vereinigen und die Beschwerden in einem einzigen Urteil zu erledigen (vgl. Art. 71 BGG in Verbindung mit Art. 24 BZP [SR 273]; BGE 131 V 59 E. 1 S. 60 f. mit Hinweis).
1.2 Bei den angefochtenen Entscheiden handelt es sich um kantonale letztinstanzliche Entscheide �ber die direkten Steuern des Kantons und des Bundes. Dagegen steht gem�ss Art. 82 ff. BGG in Verbindung mit Art. 73 StHG (SR 642.14) sowie mit Art. 146 DBG (SR 642.11) die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht offen. Auf die form- und fristgerecht eingereichten Beschwerden der gem�ss Art. 89 Abs. 1 BGG legitimierten Beschwerdef�hrerin ist grunds�tzlich einzutreten.
Nicht einzutreten ist aber insoweit, als sich die Beschwerden auch gegen die Einspracheentscheide richten, bildet doch nach dem Devolutiveffekt das angefochtene Urteil alleiniger Anfechtungsgegenstand (vgl. Art. 86 BGG; Urteil 2C_785/2011 vom 1. M�rz 2012 E. 1.1).
1.3 Mit der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann namentlich die Verletzung von Bundesrecht und von kantonalen verfassungsm�ssigen Rechten ger�gt werden (Art. 95 BGG). Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG), doch pr�ft es unter Ber�cksichtigung der allgemeinen R�ge- und Begr�ndungspflicht (Art. 42 Abs. 2 BGG) grunds�tzlich nur die geltend gemachten Rechtswidrigkeiten (BGE 133 II 249 E. 1.4.1 S. 254). Die Verletzung von Grundrechten und von kantonalem Recht ist ausdr�cklich zu r�gen (Art. 106 Abs. 2 BGG). Das Bundesgericht legt sodann seinem Urteil den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt zugrunde (Art. 105 Abs. 1 BGG), es sei denn, dieser sei offensichtlich unrichtig oder beruhe auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG (Art. 105 Abs. 2 bzw. Art. 97 Abs. 1 BGG).
Eine diesen Anforderungen (Art. 42 Abs. 2 bzw. Art. 106 Abs. 2 BGG) gen�gende Begr�ndung ist hier nur teilweise zu erkennen. Insbesondere wird nicht ausgef�hrt, inwiefern die kantonalen verfassungsm�ssigen Rechte �ber die entsprechenden Gew�hrleistungen der Bundesverfassung hinausgehen (zum eigenst�ndigen Gehalt kantonaler verfassungsm�ssiger Rechte vgl. BGE 121 I 196 E. 2d S. 200). Soweit eine solche Begr�ndung fehlt, kann auf die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht eingetreten werden.
2.1 Vorab ist die R�ge der Verletzung des rechtlichen Geh�rs (Art. 29 Abs. 2 BV) zu pr�fen. Der Anspruch auf Gew�hrung des rechtlichen Geh�rs ist nach feststehender Rechtsprechung formeller Natur, mit der Folge, dass seine Verletzung grunds�tzlich zur Aufhebung des mit dem Verfahrensmangel behafteten Entscheids f�hrt (Urteil 2C_356/2010 vom 18. Februar 2011 E. 2.2 mit Hinweisen, in: StE 2011 A 21.13 Nr. 9). Der verfassungsrechtliche Anspruch auf rechtliches Geh�r umfasst das Recht des Betroffenen, dass das Gericht seine Vorbringen tats�chlich h�rt, ernsthaft pr�ft und in seiner Entscheidfindung angemessen ber�cksichtigt (BGE 136 I 184 E. 2.2.1 S. 188 mit Hinweis). Die Begr�ndung muss so abgefasst sein, dass der Betroffene den Entscheid gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann. Sie muss kurz die wesentlichen �berlegungen nennen, von denen sich das Gericht hat leiten lassen und auf die es seinen Entscheid st�tzt. Nicht erforderlich ist, dass sich die Begr�ndung mit allen Parteistandpunkten einl�sslich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdr�cklich widerlegt (BGE 133 III 439 E. 3.3. S. 445 mit Hinweisen).
2.2 Die Beschwerdef�hrerin r�gt, die Vorinstanz habe wesentliche und entscheidrelevante Vorbringen im Zusammenhang mit der Zumutbarkeit der t�glichen Reise zwischen Wohn- und Arbeitsort mit keinem Wort erw�hnt und in ihrer Entscheidfindung nicht ber�cksichtigt. Die Vorinstanz setzt sich mit dieser Problematik zwar nur sehr knapp, aber doch hinreichend auseinander (E. 2.3). Die Beschwerdef�hrerin war jedenfalls durchaus in der Lage, das Urteil der Vorinstanz sachgerecht anzufechten. Wenn die Vorinstanz und die Beschwerdef�hrerin die Frage der Zumutbarkeit einer t�glichen R�ckkehr unterschiedlich beurteilen, liegt darin eine divergierende rechtliche W�rdigung, aber nicht eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs.
3.1 Der Einkommenssteuer unterliegen alle wiederkehrenden und einmaligen Eink�nfte mit Ausnahme der Kapitalgewinne aus der Ver�usserung von Privatverm�gen (Art. 16 - 23 DBG). Von den gesamten steuerbaren Eink�nften sind die Aufwendungen und die allgemeinen Abz�ge nach den Art. 26 - 33 DBG absetzbar (Art. 25 DBG). Von den Eink�nften aus unselbst�ndiger Erwerbst�tigkeit k�nnen als Gewinnungskosten u.a. "die �brigen f�r die Aus�bung des Berufes erforderlichen Kosten" abgezogen werden (Art. 26 Abs. 1 lit. c DBG). N�heres regelt die Verordnung des EFD vom 10. Februar 1993 �ber den Abzug von Berufskosten der unselbst�ndigen Erwerbst�tigkeit bei der direkten Bundessteuer (Berufskostenverordnung; SR. 642.118.1; nachfolgend: BKV; vgl. auch das diesbez�gliche Kreisschreiben Nr. 26 der Eidg. Steuerverwaltung [ESTV] vom 22. September 1995, ASA 64 S. 692 ff.). Gem�ss Art. 9 Abs. 1 BKV k�nnen Steuerpflichtige, die an den Arbeitstagen am Arbeitsort bleiben und dort �bernachten m�ssen (sog. Wochenaufenthalt), jedoch regelm�ssig f�r die Freitage an den steuerlichen Wohnsitz zur�ckkehren, die Mehrkosten f�r den ausw�rtigen Aufenthalt abziehen. F�r den Abzug der notwendigen Mehrkosten der ausw�rtigen Verpflegung werden nach Art. 9 Abs. 2 BKV feste Pauschalans�tze bestimmt (gem�ss Anhang zur BKV Fr. 6'400.-- [Fassung vom 21. Juli 2008 f�r die hier massgebende Steuerperiode 2009, AS 2008 4077]), und f�r den Abzug der notwendigen Mehrkosten der Unterkunft sind nach Art. 9 Abs. 3 BKV die orts�blichen Auslagen f�r ein Zimmer abziehbar. Entsprechend sind Wochenaufenthalter steuerpflichtige Personen, die an den Arbeitstagen am Arbeitsort bleiben und nur �bers Wochenende regelm�ssig an den steuerlichen Wohnsitz zur�ckkehren (PETER LOCHER, Kommentar zum DBG, I. Teil, 2001, N. 22 zu Art. 26 DBG; FELIX RICHNER UND ANDERE, Handkommentar zum DBG, 2. Aufl. 2009, N. 16 zu Art. 26 DBG; vgl. auch JEAN-BLAISE ECKERT, in: Commentaire romand, Imp�t f�d�ral direct, 2008, N. 33 ff. zu Art. 26 DBG; BRUNO KN�SEL, in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht I/2a, 2. Aufl. 2008, N. 21 zu Art. 26 DBG).
3.2.1 Hier ist das Hauptsteuerdomizil der Beschwerdef�hrerin in A.________/SO an sich unbestritten und wird auch von der Steuerverwaltung des Kantons Basel-Stadt anerkannt (Best�tigung vom 16. Oktober 2010). Nachdem die (im Jahre 2009) 24-j�hrige Beschwerdef�hrerin in Basel eine unm�blierte 4-Zimmerwohnung gemietet hat (aber zusammen mit anderen Personen nutzt) und diese Stadt ein reichhaltiges Unterhaltungs- und Kulturangebot offeriert, d�rften an der Regelm�ssigkeit der allw�chentlichen R�ckkehr Zweifel angebracht sein. Daran vermag auch die polizeiliche Anmeldung als "Wochenaufenthalterin" nichts zu �ndern. Darauf ist jedoch nicht n�her einzugehen, da die Vorinstanz von einem Wochenaufenthalt ausgegangen ist und darin kein offensichtlicher Sachverhaltsmangel liegt (Art. 105 BGG; BGE 133 II 249 E. 1.4.3 S. 254 f.).
3.2.2 Hingegen stellt sich hier die Frage, ob es f�r die Beschwerdef�hrerin m�glich und zumutbar war, den Weg von A.________/SO nach Basel-Stadt t�glich zur�ckzulegen. Die Vorinstanz bejaht dies, indem sie sich haupts�chlich auf das ebenfalls den Kanton Solothurn betreffende Urteil des Bundesgerichts 2A.224/2004 vom 26. Oktober 2004 bezieht. Dieses von der Lehre einhellig begr�sste Urteil (HUGO CASANOVA, Die steuerrechtliche Rechtsprechung des Bundesgerichts im Jahre 2004, Kantonale Abgaben [inkl. Steuerharmonisierung], ASA 75 S. 73 ff., 78 ff.; URS R. BEHNISCH, Die steuerrechtliche Rechtsprechung des Bundesgerichts im Jahre 2004, ZBJV 142/2006 S. 185 ff., 198 f.; MARKUS REICH/MICHAEL BEUSCH, Entwicklungen im Steuerrecht, SJZ 101/2005 S. 262 ff., 265) stellt klar, dass die Dauer des Arbeitsweges nicht allein massgebend ist: "Im Einzelfall ist zu pr�fen, ob der Zeitpunkt von Arbeitsbeginn und -ende eine t�gliche R�ckkehr zumutbar macht, wie lange die Arbeit dauert, ob die Arbeitszeiten (fix oder gleitend, Blockzeiten) dem Steuerpflichtigen in Bezug auf die R�ckkehr an den Wohnort einen gewissen Spielraum lassen, ob Teilzeitarbeit vorliegt, oder wie der Arbeitsweg zumutbarerweise bew�ltigt (�ffentliche oder private Transportmittel; h�ufiger Wechsel von Tram/Bus/Zug) und ob ein Teil davon als Ruhe- oder Arbeitszeit (l�ngere Zugsreisen) genutzt werden kann" (Urteil 2A.224/2004 vom 26. Oktober 2004 E. 8.2, in: ASA 75 S. 253 ff., 259).
3.3.1 Vorliegend ist unbestritten, dass die Beschwerdef�hrerin f�r den Arbeitsweg die �ffentlichen Verkehrsmittel ben�tzt (entsprechend wurden ihr die effektiven Abonnementskosten sowie die Pauschale f�r die Fahrradben�tzung als Gewinnungskosten anerkannt). Die von der Vorinstanz ermittelten Fahrzeiten differieren etwas von denjenigen der Beschwerdef�hrerin, bewegen sich aber im Bereich von plus/minus 100 Minuten pro Arbeitsweg, je nachdem ob zwei- oder dreimal umgestiegen werden muss (Basel-Olten; Olten-Solothurn; Solothurn-A.________ oder direkt A.________-Olten; Olten-Basel). Dabei bleibt die behauptete Inanspruchnahme eines Fahrrades unber�cksichtigt. Eine Ben�tzung der �ffentlichen Verkehrsmittel ist der Beschwerdef�hrerin durchwegs m�glich; sie ist ihr sogar dann m�glich, wenn sie - montags - bis 20.30 Uhr Kletterunterricht erteilt und anderntags bereits wieder ab 8.00 Uhr Sportkurse leitet.
3.3.2 Fraglich ist aber, ob diese t�gliche R�ckkehr an den Wohnort f�r die Beschwerdef�hrerin auch zumutbar ist. Die Vorinstanz h�lt daf�r, eine t�gliche R�ckkehr w�re kaum zumutbar, falls die Beschwerdef�hrerin einen Besch�ftigungsgrad von 100% h�tte. In der massgebenden Steuerperiode 2009 war die Beschwerdef�hrerin jedenfalls bis Ende Juli in Basel eine Werkstudentin. Bei solchen ist der Aufenthalt am Universit�tsstandort vorab studien- und nicht erwerbsbedingt, weshalb Werkstudierende keine Mehrkosten f�r die Unterkunft und Verpflegung am ausw�rtigen Studien- und Arbeitsort geltend machen k�nnen (LOCHER, a.a.O., N. 24 in fine zu Art. 26 DBG; RICHNER UND ANDERE, a.a.O., N. 51 zu Art. 26 DBG). Ab August �bte die Beschwerdef�hrerin aber - ohne Ber�cksichtigung des Kletterunterrichts - ein Teilpensum von 54.8% aus. Damit kann nicht mehr davon gesprochen werden, dass die Erwerbst�tigkeit gegen�ber dem Studium in zeitlicher Hinsicht von untergeordneter Bedeutung war. Vielmehr ist davon auszugehen, dass der Aufenthalt in Basel ab August 2009 erwerbs- wie studienbedingt war und die Mehrkosten f�r den ausw�rtigen Wochenaufenthalt ab diesem Zeitpunkt als (zumindest teilweise) erwerbsbedingt einzustufen sind. Eine t�gliche R�ckkehr an den Wohnort war der Beschwerdef�hrerin aufgrund der genannten Umst�nde (Arbeitsweg von plus/minus 100 Minuten; Kombination von Vollzeitstudium und Erwerbst�tigkeit(en) mit Besch�ftigungsgrad von �ber 50%) nicht mehr zumutbar, worauf auch das Steueramt des Kantons Solothurn in der Vernehmlassung hingewiesen hat.
3.3.3 Wenn ab August 2009 die t�gliche R�ckkehr an den Wohnort als unzumutbar erachtet wird, m�ssen f�r das in diesem Zeitraum erzielte Erwerbseinkommen die entsprechenden Berufskosten anerkannt werden, d.h. die anteiligen Auslagen bei ausw�rtigem Wochenaufenthalt. Es handelt sich um die Kosten der notwendigen Unterkunft und die Mehrkosten der ausw�rtigen Verpflegung. Allerdings werden dort, wo eine K�chenben�tzung m�glich ist, richtigerweise nur diejenigen f�r eine Hauptmahlzeit anerkannt (LOCHER, a.a.O., N. 22 in fine zu Art. 26 DBG; RICHNER UND ANDERE, a.a.O., N. 27 zu Art. 26 DBG; vgl. auch CASANOVA, a.a.O., S. 80 oben). Demgegen�ber will das Steueramt des Kantons Solothurn in seiner Vernehmlassung in diesem Fall gest�tzt auf � 5 Abs. 1 lit. a der Steuerverordnung Nr. 13: Abz�ge f�r Berufskosten vom 19. Mai 1987 (BGS 614.159.13; nachfolgend: Steuerverordnung Nr. 13) �berhaupt keine Mehrkosten der ausw�rtigen Verpflegung anerkennen, weil der Beschwerdef�hrerin eine Kochgelegenheit zur Verf�gung stand. Es erscheint jedoch angesichts des zeitlichen Engagements der Beschwerdef�hrerin durch Teilzeiterwerbst�tigkeit(en) und Vollzeitstudium sachgerechter, ihr (nebst den anteiligen Kosten der notwendigen Unterkunft) f�r den massgebenden Zeitraum zumindest die Mehrkosten f�r eine Hauptmahlzeit zum Abzug zuzulassen. Damit d�rften die insgesamt anrechenbaren Berufskosten h�her ausfallen als der im Veranlagungsverfahren anerkannte Betrag, selbst wenn noch ein Anteil Lebenshaltungskosten ber�cksichtigt werden sollte. Die konkreten Kostenberechnungen sind aber von der fachkompetenten Steuerbeh�rde vorzunehmen, wobei die Beschwerdef�hrerin gegen�ber dem Entscheid des Steuergerichts nicht schlechtergestellt werden darf (Verbot der reformatio in peius; BGE 116 II 220 E. 4a S. 222; Urteil 2C_123/2012, 2C_124/2012 vom 8. August 2012 E. 7.3; BERNARD CORBOZ, in: Commentaire de la LTF, 2009, N. 27 zu Art. 107 BGG).
Die massgebenden Normen im Steuerharmonisierungsgesetz (Art. 9 StHG) und im kantonalen Steuerrecht (vgl. insb. � 33 Abs. 1 lit. c des Gesetzes vom 1. Dezember 1985 �ber die Staats- und Gemeindesteuern [Steuergesetz, BGS 614.11] sowie � 5 der Steuerverordnung Nr. 13) stimmen mit der Regelung bei der direkten Bundessteuer �berein. Das zur direkten Bundessteuer Ausgef�hrte gilt mithin gleichermassen.
Die Beschwerden sind daher zumindest im Eventualstandpunkt teilweise begr�ndet und insoweit gutzuheissen; die angefochtenen Urteile sind aufzuheben und die Sache zur Neuveranlagung im Sinne der Erw�gungen an das Steueramt des Kantons Solothurn sowie zur Neuregelung der Kostenfolgen im kantonalen Verfahren an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens zu sieben Zw�lfteln der Beschwerdef�hrerin und zu f�nf Zw�lfteln dem Kanton Solothurn, der Verm�gensinteressen verfolgt, aufzuerlegen (Art. 65 f. BGG). Der nicht anwaltlich vertretenen Beschwerdef�hrerin ist keine Parteientsch�digung zuzusprechen (Art. 68 BGG). Zur Regelung der Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens ist die Sache an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten betreffend die direkte Bundessteuer 2009 (2C_178/2012) wird teilweise gutgeheissen, soweit darauf einzutreten ist, das Urteil des Steuergerichts des Kantons Solothurn vom 24. Oktober 2011 aufgehoben und die Sache zur Neuverf�gung im Sinne der Erw�gungen an das kantonale Steueramt Solothurn und zur Neuregelung der Kostenfolgen im kantonalen Verfahren an die Vorinstanz zur�ckgewiesen.
Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten betreffend die Staats- und Gemeindesteuern 2009 (2C_177/2012) wird teilweise gutgeheissen, soweit darauf einzutreten ist, das Urteil des Steuergerichts des Kantons Solothurn vom 24. Oktober 2011 aufgehoben und die Sache zur Neuverf�gung im Sinne der Erw�gungen an das kantonale Steueramt Solothurn und zur Neuregelung der Kostenfolgen im kantonalen Verfahren an die Vorinstanz zur�ckgewiesen.
Die Gerichtskosten von Fr. 1'500.-- werden im Betrag von Fr. 875.-- der Beschwerdef�hrerin und im Betrag von Fr. 625.-- dem Kanton Solothurn auferlegt.