Source: https://www.elster.de/eportal/helpGlobal?themaGlobal=help_euer_ufa_77_2013
Timestamp: 2018-11-20 16:21:52
Document Index: 60197741

Matched Legal Cases: ['§ 11', '§ 4', '§ 19', '§13', '§ 7', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 4', '§ 4', '§ 7', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 8', '§ 3', '§ 8', '§ 3', '§ 8', '§ 6', '§6', '§ 4', '§ 4', '§ 7', '§ 4']

Anleitung zur EÜR 2013
Für die einzelnen Beteiligten sind gegebenenfalls die Ermittlungen der Sonderbetriebseinnahmen und -ausgaben sowie die Ergänzungsrechnungen zusätzlich zur für die Gesamthand der Gesellschaft/Gemeinschaft elektronisch übermittelten Anlage EÜR gesondert
Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte (Zeile 8)
Betriebseinnahmen (Zeilen 9 bis 20)
Betriebseinnahmen sind grundsätzlich im Zeitpunkt des Zuflusses zu erfassen. Ausnahmen ergeben sich aus § 11 Absatz 1 EStG und § 4 Absatz 3 Satz EStG.
Umsatzsteuerlicher Kleinunternehmer (Zeile 9)
Nicht steuerbare Umsätze sowie Umsätze nach § 19 Absatz 3 Satz 1 Nummer 1 und 2 UStG (Zeile 10)
Land- und Forstwirt (Zeile 11)
Diese Zeile ist nur von Land- und Forstwirten auszufüllen, deren Umsätze nicht nach den allgemeinen Vorschriften des UStG zu versteuern sind. Einzutragen sind die Bruttowerte (ohne Beträge aus Zeilen 15 bis 19). Umsätze, die nach den allgemeinen Vorschriften des UStG zu versteuern sind, sind in den Zeilen 12 bis 18 einzutragen.
Umsatzsteuerpflichtige Betriebseinnahmen (Zeile 12)
Umsatzsteuerfreie, nicht umsatzsteuerbare Betriebseinnahmen, sowie Betriebseinnahmen, für die der Leistungempfänger die Umsatzsteuer nach §13b UStG schuldet (Zeile 13)
Die vereinnahmten Umsatzsteuerbeträge auf die Betriebseinnahmen der Zeilen 12 und 16 gehören im Zeitpunkt ihrer Vereinnahmung sowie die Umsatzsteuer auf unentgeltliche Wertabgaben der Zeilen 17 und 18 im Zeitpunkt ihrer Entstehung zu den Betriebseinnahmen und sind in dieser Zeile einzutragen.
Hier sind die vom Finanzamt erstatteten und gegebenenfalls verrechneten Umsatzsteuerbeträge einzutragen. Die entsprechenden erstatteten steuerlichen Nebenleistungen (Verspätungszuschlag, Säumniszuschlag und andere) sind in Zeile 13, bei Kleinunternehmern in den Zeilen 9 und 10, zu erfassen.
Begrenzt wird dieser Betrag durch die sogenannte Kostendeckelung (vergleiche Ausführungen zu Zeile 62). Für Umsatzsteuerzwecke kann aus Vereinfachungsgründen von dem Nutzungswert für die nicht mit Vorsteuern belasteten Kosten ein Abschlag von 20 Prozent vorgenommen werden. Die auf den restlichen Betrag entfallende Umsatzsteuer ist in Zeile 14 mit zu berücksichtigen.
Alternativ hierzu können Sie den tatsächlichen privaten Nutzungsanteil an den Gesamtkosten des/der jeweiligen Kfz (vergleiche Zeilen 28, 46 und 58 bis 60) durch Führen eines Fahrtenbuches ermitteln. Der private Nutzungswert eines Fahrzeugs, das nicht zu mehr als 50 Prozent betrieblich genutzt wird, ist mit dem auf die nicht betrieblichen Fahrten entfallenden Anteil an den Gesamtaufwendungen für das Kfz zu bewerten.
Betriebsausgaben (Zeilen 21 bis 64)
Soweit Betriebsausgaben nicht zu den sachlichen Bebauungskosten gehören und in den Zeilen 23 fortfolgende nicht aufgeführt sind, können diese in Zeile 51 eingetragen werden. Hierunter fallen zum Beispiel Aufwendungen für Flurbereinigung und Wegebau, sonstige Grundbesitzabgaben, Aufwendungen für den Vertrieb der Erzeugnisse oder Hagelversicherungsbeiträge.
Die tatsächlich angefallenen Betriebsausgaben (vergleiche Zeilen 23 bis 63) sind dann um diese (mit der Pauschale abgegoltenen) Betriebsausgaben zu kürzen.
Hier sind die Herabsetzungbeträge nach § 7g Absatz 2 EStG einzutragen (siehe auch Ausführungen zu Zeile 73).
In Zeile 33 sind Aufwendungen für GWG nach § 6 Absatz 2 EStG und in Zeile 34 ist
die Auflösung eines Sammelpostens nach § 6 Absatz 2a EStG einzutragen. Nach
§ 6 Absatz 2 EStG können die Anschaffungs-/Herstellungskosten beziehungsweise der Einlagewert von abnutzbaren, beweglichen und einer selbständigen Nutzung fähigen
Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens in voller Höhe als Betriebsausgaben abgezogen werden, wenn die um einen enthaltenen Vorsteuerbetrag verminderten Anschaffungs-/Herstellungskosten beziehungsweise deren Einlagewert für das einzelne Wirtschaftsgut 410 Euro nicht übersteigen (GWG).
Für abnutzbare, bewegliche und selbständig nutzungsfähige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs-/Herstellungskosten beziehungsweise deren Einlagewert 150 Euro, aber nicht 1000 Euro übersteigen, kann nach § 6 Absatz 2a EStG im Wirtschaftsjahr der Anschaffung/Herstellung oder Einlage auch ein Sammelposten gebildet werden. Dieses Wahlrecht kann nur einheitlich für alle im Wirtschafsjahr angeschafften/hergestellen beziehungsweise eingelegten Wirtschaftsgüter in Anspruch genommen werden. Im Fall der Bildung eines Sammelpostens können daher im Wirtschaftsjahr lediglich die Aufwendungen für Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 150 Euro als GWG (Zeile 33) berücksichtigt werden; bei Anschaffungs- oder Herstellungskosten von über 1000 Euro sind die Aufwendungen über die voraussichtliche Nutzungsdauer zu verteilen (vergleiche Zeile 28).
Weitere Erläuterungen zur bilanzsteuerlichen Behandlung von GWG und zum Sammelposten sowie dessen jährlicher Auflösung mit einem Fünftel finden Sie in dem BMF–Schreiben vom 30.09.2010, BStBl I S. 755.
Hier sind nur die Übernachtungs- und Reisenebenkosten bei Geschäftsreisen des Steuerpflichtigen einzutragen. Verpflegungsmehraufwendungen sind in Zeile 54, Fahrtkosten in den Zeilen 58 fortfolgende zu berücksichtigen. Aufwendungen für Reisen von Arbeitnehmern sind in Zeile 25 zu erfassen.
Bei der Ermittlung der Überentnahmen ist vom Gewinn/Verlust vor Anwendung des § 4 Absatz 4a EStG (Zeile 80) auszugehen. Der Hinzurechnungsbetrag nach § 4 Abs. 4a EStG ist in Zeile 81 einzutragen.
Beispiel: Die Umsatzsteuer-Vorauszahlung für den Monat Dezember 2013 ist am
2013 als Betriebsausgabe zu berücksichtigen. Wenn Sie einen Last-
Tragen Sie hier die übrigen unbeschränkt abziehbaren Betriebsausgaben ein, soweit diese nicht in den Zeilen 21 bis 50 berücksichtigt worden sind.
Verpflegungsmehraufwendungen anlässlich einer Geschäftsreise oder einer betrieblich veranlassten doppelten Haushaltsführung sind hier zu erfassen. Die Fahrtkosten sind in den Zeilen 58 bis 53 zu berücksichtigen. Sonstige Reise- und Reisenebenkosten tragen sie bitte in Zeile 40 ein. Aufwendungen für die Verpflegung sind unabhängig vom tatsächlichen Aufwand nur in Höhe der Pauschbeträge abziehbar.
Pauschbeträge (für Reisen im Inland) bis 31.12.2013:
Pauschbeträge (für Reisen im Inland) ab 01.01.2014:
bei mindestens 8 Stunden Abwesenheit 12 Euro
Kosten für die betriebliche Nutzung eines privaten Kraftfahrzeuges können entweder pauschal mit 0,30 Euro je km oder mit den anteiligen tatsächlich entstandenen Aufwendungen angesetzt werden. Dies gilt entsprechend für Kraftfahrzeuge, die zu einem anderen Betriebsvermögen gehören.
Deshalb werden hier zunächst die tatsächlichen Aufwendungen, die auf Wege zwischen Wohnung und Betriebsstätte entfallen, eingetragen. Sie mindern damit Ihre tatsächlich ermittelten Gesamtaufwendungen (Betrag aus Zeile 58 bis 60 zuzüglich AfA und Zinsen). Nutzen Sie ein Fahrzeug für Fahrten zwischen Wohnung und Betriebsstätte, für das die Privatnutzung nach der 1 Prozent-Regelung ermittelt wird (vergleiche Zeile 17 sowie BMF-Schreiben vom 18.11.2009, BStBl I Seite 1326), ist der Kürzungsbetrag wie folgt zu berechnen:
Es ist höchstens der Wert einzutragen, der sich aus der Differenz der tatsächlich ermittelten Gesamtaufwendungen (Betrag aus Zeile 58 bis 60 zuzüglich AfA und Zinsen) und der Privatentnahme (Betrag aus Zeile 17) ergibt (sogenannte Kostendeckelung).
Hinzurechnung der Investitionsabzugsbeträge nach § 7g Absatz 2 EStG (Zeile 73)
Gewinnzuschlag nach § 6b Absatz 7 und 10 EStG (Zeile 74)
Investitionsabzugsbeträge nach § 7g Absatz 1 EStG (Zeile 75)
Hinzu-/und Abrechnungen bei Wechsel der Gewinnermittlungsart (Zeile 76)
Ergebnisanteile aus Beteiligungen an Personengesellschaften (Zeile 77)
Hier sind die gesondert und einheitlich festgestellten Ergebnisanteile aus Beteiligungen an Personengesellschaften (Mitunternehmerschaften, vermögensverwaltende Personengesellschaften und Kostenträgergemeinschaften wie zum Beispiel Bürogemeinschaften) einzutragen. Die in der gesonderten und einheitlichen Feststellung berücksichtigten Betriebseinnahmen und –ausgaben dürfen nicht zusätzlich in den Zeilen 9 bis 76 angesetzt werden.
Soweit Ergebnisanteile dem Teileinkünfteverfahren beziehungsweise § 8b KStG unterliegen, sind sie hier in voller Höhe (einschl. steuerfreier Anteile) einzutragen. Die entsprechende Korrektur erfolgt in Zeile 79.
Bereits berücksichtigte Beträge, für die das Teileinkünfteverfahren beziehungsweise § 8b KStG gilt (Zeile 79)
Nach § 3 Nummer 40 EStG und § 8b KStG werden die dort aufgeführten Erträge (teilweise) steuerfrei gestellt. Damit in Zusammenhang stehende Aufwendungen sind nach § 3c Absatz 2 EStG und § 8b KStG (teilweise) nicht zum Abzug zugelassen. Der Saldo aus den Erträgen und den Aufwendungen ist als Gesamtbetrag zu erklären. Ein steuerfreier Betrag ist abzuziehen und ein steuerlich nicht abzugsfähiger Betrag ist als Korrekturbetrag hinzuzurechnen.
Rücklagen nach § 6c in Verbindung mit §6b EStG (Zeile 83)
Bei der Veräußerung von Anlagevermögen ist der Erlös in Zeile 16 als Einnahme zu erfassen. Sie haben dann die Möglichkeit, bei bestimmten Wirtschaftsgütern (zum Beispiel Grund und Boden, Gebäude, Aufwuchs) den entstehenden Veräußerungsgewinn (sogenannte Stille Reserven) von den Anschaffungs-/Herstellungskosten angeschaffter oder hergestellter Wirtschaftsgüter abzuziehen (vergleiche Zeile 84). Soweit Sie diesen Abzug nicht im Wirtschaftsjahr der Veräußerung vorgenommen haben, können Sie den Veräußerungsgewinn in eine steuerfreie Rücklage einstellen, die als Betriebsausgabe behandelt wird. Die Anschaffung/Herstellung muss innerhalb von vier (bei Gebäuden sechs) Wirtschaftsjahren nach Veräußerung erfolgen. Anderenfalls ist eine Verzinsung der Rücklage vorzunehmen (vergleiche Zeile 74). Die Rücklage ist in diesen Fällen gewinnerhöhend aufzulösen.
Ausgleichsposten nach § 4g EStG (Zeile 85)
Entnahmen und Einlagen (Zeilen 87 und 88)
Hier sind die Entnahmen und Einlagen einzutragen, die nach § 4 Absatz 4a EStG gesondert aufzuzeichnen sind. Dazu zählen nicht nur die durch die private Nutzung betrieblicher Wirtschaftsgüter oder Leistungen entstandenen Entnahmen, sondern auch die Geldentnahmen und –einlagen (zum Beispiel privat veranlasste Geldabhebung vom betrieblichen Bankkonto oder Auszahlung aus der Kasse). Entnahmen und Einlagen, die nicht in Geld bestehen, sind grundsätzlich mit dem Teilwert – gegebenenfalls zuzüglich Umsatzsteuer - anzusetzen (vergleiche Zeile 16).
Im Feld „Zugänge“ sind die Wirtschaftsgüter mit den Anschaffungs-/Herstellungskosten oder dem Einlagewert, gegebenenfalls vermindert um übertragene Rücklagen, Zuschüsse oder Herabsetzungsbeträge nach § 7g Absatz 2 EStG, einzutragen. Die Minderung durch einen Zuschuss ist als negativer Zugangsbetrag im Wirtschaftsjahr der Bewilligung und nicht im Wirtschaftsjahr der Vereinnahmung zu berücksichtigen. Auch andere nachträgliche Minderungen der Anschaffungs- und Herstellungskosten sind als negative Zugangsbeträge zu erfassen.
Hier sind die Schuldzinsen zur Finanzierung des Anlagevermögens laut Zeile 46 der Anlage EÜR, die übrigen Schuldzinsen laut Zeile 47 der Anlage EÜR und solche Schuldzinsen, die in anderen Beträgen (zum Beispiel Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer) enthalten sind, einzutragen, soweit sie keinen steuerlichen Abzugsbeschränkungen (mit Ausnahme der Vorschrift des § 4 Absatz 4a EStG) unterliegen.
Hier ist grundsätzlich der Betrag der Schuldzinsen laut Zeile 46 der Anlage EÜR einzutragen. Sofern in anderen Zeilen (zum Beispiel Zeile 55 der Anlage EÜR zum häuslichen Arbeitszimmer) weitere Schuldzinsen für Investitionsdarlehen enthalten sind, sind diese ebenfalls zu berücksichtigen. Korrekturen können sich auch hier auf Grund steuerlicher Abzugsbeschränkungen ergeben (vergleiche Erläuterungen zu Zeile 22).