Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BFHE%20134,%20270
Timestamp: 2020-02-18 06:09:04
Document Index: 316538270

Matched Legal Cases: ['§ 16', '§ 34', '§ 22', '§ 24', '§ 18', '§ 16', '§ 34', '§ 24', '§ 22', '§ 22', '§ 22', '§ 16']

BFH, 29.07.1981 - I R 2/78 - dejure.org
BFH, 29.07.1981 - I R 2/78
https://dejure.org/1981,809
BFH, 29.07.1981 - I R 2/78 (https://dejure.org/1981,809)
BFH, Entscheidung vom 29.07.1981 - I R 2/78 (https://dejure.org/1981,809)
BFH, Entscheidung vom 29. Juli 1981 - I R 2/78 (https://dejure.org/1981,809)
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EStG § 16 Abs. 1 Nr. 1, § 34 Abs. 2 Nr. 1; UmwStG 1969 § 22 Abs. 3
Einzelunternehmer - Teilbetrieb - Veräußerungsgewinn - Tarifbegünstigung - Stille Reserve
BFHE 134, 270
BStBl II 1982, 62
Auch für diesen Einbringungsvorgang gegen Zuzahlung in das Privatvermögen des Einbringenden hat indes die bisherige BFH-Rechtsprechung die steuerliche Begünstigung des durch die Einbringung entstandenen Gewinns nach § 24 Abs. 3 Satz 2 UmwStG i.V.m. § 18 Abs. 3, § 16 Abs. 4 und § 34 Abs. 1 EStG für den Fall angenommen, daß das eingebrachte Betriebsvermögen bei der aufnehmenden Gesellschaft mit seinem Teilwert angesetzt worden ist und damit sämtliche, d.h. also auch die anteilig beim Einbringenden verbleibenden, stillen Reserven aufgelöst worden sind (Urteile in BFHE 133, 186, BStBl II 1981, 568, 569; in BFHE 135, 551, BStBl II 1982, 622, 623; vom 29. Juli 1981 I R 2/78, BFHE 134, 270, BStBl II 1982, 62, und in BFHE 141, 27, BStBl II 1984, 518, 520).
Die Rechtsprechung des BFH hat diesen Grundsatz deshalb auch zur Beurteilung von Ausgleichszahlungen anläßlich der Einbringung eines Betriebs in eine Personengesellschaft herangezogen (BFH-Urteile vom 26. Februar 1981 IV R 98/79, BFHE 133, 186, BStBl II 1981, 568; vom 25. November 1980 VIII R 32/77, BFHE 132, 425, BStBl II 1981, 419, und vom 29. Juli 1981 I R 2/78, BFHE 134, 270, BStBl II 1982, 62).
Die Tarifbegünstigung des § 24 Abs. 3 UmwStG setzt --ebenso wie die Vorgängervorschrift des § 22 UmwStG 1969-- nicht voraus, dass für die Einbringung des Betriebs ausschließlich Gesellschaftsrechte gewährt werden (so zu § 22 UmwStG 1969 Urteil des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 23. Juni 1981 VIII R 138/80, BFHE 135, 551, BStBl II 1982, 622; vgl. auch BFH-Urteile vom 29. Juli 1981 I R 2/78, BFHE 134, 270, BStBl II 1982, 62, und in BFHE 141, 27, BStBl II 1984, 518, die ebenfalls davon ausgehen, dass bei einem Teilwertansatz unbeschadet einer Zuzahlung in das Privatvermögen eine Tarifbegünstigung des gesamten Einbringungsgewinns möglich ist).
Voraussetzung für die steuerliche Begünstigung des Einbringungsgewinns ist jedoch, daß das eingebrachte Betriebsvermögen bei der aufnehmenden Gesellschaft mit seinem Teilwert angesetzt worden ist und damit sämtliche stillen Reserven aufgelöst worden sind (ständige Rechtsprechung des BFH - vgl. Urteile in BFHE 132, 425, BStBl II 1981, 419; vom 23. Juni 1981 VIII R 138/80, BFHE 135, 551, BStBl II 1982, 622; vom 5. April 1984 IV R 88/80, BFHE 141, 27, BStBl II 1984, 518; vom 29. Juli 1981 I R 2/78, BFHE 134, 270, BStBl II 1982, 62).
Voraussetzung für die steuerliche Begünstigung nach § 22 Abs. 2 UmwStG 1969 i. V. m. §§ 16 Abs. 4 und 34 Abs. 1 EStG ist, daß das eingebrachte Betriebsvermögen bei der aufnehmenden Gesellschaft mit seinem Teilwert angesetzt worden ist und damit sämtliche stillen Reserven aufgelöst worden sind (ständige Rechtsprechung des BFH, vgl. Urteile in BFHE 133, 186, BStBl II 1981, 568; vom 23. Juni 1981 VIII R 138/80, BFHE 135, 551, BStBl II 1982, 622, und vom 29. Juli 1981 I R 2/78, BFHE 134, 270, BStBl II 1982, 62).
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Dies gilt schließlich auch für den o.g. Fall der Einbringung gegen Zuzahlung in das Privatvermögen des Einbringenden, wenn das eingebrachte Betriebsvermögen bei der aufnehmenden Gesellschaft mit seinem Teilwert angesetzt worden ist und damit sämtliche, d.h. auch die anteilig beim Einbringenden verbleibenden, stillen Reserven aufgelöst werden (BFH-Urteile vom 26. Februar 1981 IV R 98/79, BStBl II 1981, 568 und vom 29. Juli 1981 I R 2/78, BStBl II 1982, 62).