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Timestamp: 2013-05-21 22:30:24
Document Index: 309509716

Matched Legal Cases: ['Art 20', 'BVerG', 'BVerG', 'BVerG', 'BVerG', 'BVerG', 'Art. 20', 'Art. 20']

Rechtsprechung: 2 BvR 748/05
Rechtsprechung BVerfG, 07.07.2010 - 2 BvR 748/05; 2 BvR 753/05; 2 BvR 1738/05 Volltextver�ffentlichungen (6)
�� 52 Abs. 1 Satz 1, 17 Abs. 1 EStGR�ckwirkung im Steuerrecht II: Absenkung der Beteiligungsquote bei der Besteuerung privater Ver�u�erungen von Kapitalanteilen teilweise verfassungswidrig
Verfassungsm��igkeit des � 17 Abs. 1 i.v.m. � 52 Abs. 1 S. 1 Einkommensteuergesetz ( EStG ) i.d.F. des Steuerentlastungsgesetzes 1999/2000/2002; Verfassungsm��igkeit der Absenkung der Beteiligungsquote bei der Besteuerung privater Ver�u�erungen von Kapitalanteilen im EStG unter dem Gesichtspunkt des Vorliegens einer unechten R�ckwirkung
R�ckwirkende Absenkung der Beteiligungsquote bei privater Kapitalanteilsver�u�erung teilweise verfassungswidrig
R�ckwirkung im Steuerrecht II: Absenkung der Beteiligungsquote bei der Besteuerung privater Ver�u�erungen von Kapitalanteilen teilweise verfassungswidrig
Absenkung der Beteiligungsquote bei der Besteuerung privater Ver�u�erungen von Kapitalanteilen teilweise verfassungswidrig
Besteuerung privater Ver�u�erungen von Kapitalanteilen
R�ckwirkung im Steuerrecht II - Absenkung der Beteiligungsquote bei der Besteuerung privater Ver�u�erungen von Kapitalanteilen teilweise verfassungswidrig
Absenkung der Beteiligungsquote bei der Besteuerung privater Anteilsver�u�erungen war teilweise verfassungswidrig
EStG � 17 Abs 1, EStG � 17 Abs 2, AO � 42, GG Art 20 Abs 3Kapitalgesellschaft; Ver�u�erungsgewinn; Wesentliche Beteiligung; Wesentlichkeitsgrenze
Kurznachricht zu "Auswirkungen des Beschlusses des BVerfG zur Absenkung der Beteiligungsgrenze i.S.d. � 17 EStG auf die Nachfolgeplanung" von StB Prof. Dr. Andreas S�ffing, original erschienen in: BB 2011, 817 - 822.
Kurznachricht zu "Handlungsbedarf bei � 17 EStG - Absenkung der Beteiligungsquote teilweise verfassungswidrig" von RA/FAStR Dr. Heinz-Willi Kamps, original erschienen in: Stbg 2010, 551 - 552.
Kurznachricht zu "R�ckwirkende Absenkung der Beteiligungsgrenze des � 17 EStG - Offene Fragen nach BVerfG vom 7.7.2010 und BMF vom 20.12.2010 -" von RA/StB/FAStR J�rgen E. Milatz und RAin Catarina Herbst, original erschienen in: GmbHR 2011, 574 - 579.
Kurznachricht zu "R�ckwirkende Gesetzgebung - Die Beschl�sse des BVerfG vom 07.07.2010 und ihre verfahrensrechtlichen Folgen" von RiFG/Dipl.-Kfm. Dr. iur. Gregor N�cker, original erschienen in: AO-StB 2010, 369 - 371.
Kurznachricht zu "R�ckwirkung der Absenkung der Beteiligungsgrenze in � 17 Abs. 1 Satz 4 EStG" von Dipl.-Finw. Katja Gragert, original erschienen in: StuB 2011, 43 - 47.
Zusammenfassung von "Vertrauensschutz bei der Ver�u�erung von Anteilen i. S. des � 17 EStG" von StB Prof. Dr. Guido F�rster, original erschienen in: DB 2011, 259 - 265.
Kurznachricht zu "R�ckwirkende Absenkung der Beteiligungsgrenze in � 17 EStG - Analoge Anwendung des BVerfG-Beschlusses vom 7.7.2010 auf Einlagef�lle" von Dipl.-Finw. Katja Gragert, original erschienen in: NWB 2012, 474 - 483.
Kurznachricht zu "Zweifelsfragen im Zusammenhang mit dem BVerfG-Beschluss vom 07.07.2010 zu � 17 EStG" von StB Prof. Dr. Andreas S�ffing und StB Dr. Jan F. Bron, LL.M., original erschienen in: DB 2012, 1585 - 1592.
FG Baden-W�rttemberg, 19.03.2002 - 1 K 63/00
FG N�rnberg, 15.09.2003 - IV 229/02
BVerfG, 07.07.2010 - 2 BvR 748/05; 2 BvR 753/05; 2 BvR 1738/05
BVerfG, 07.07.2010 - 2 BvR 753/05
Wird zitiert von ... (64) BVerfG, 10.10.2012 - 1 BvL 6/07 Vertrauensschutz in den Fortbestand einer steuerrechtlichen Regelungc) Bei der verfassungsrechtlichen W�rdigung geht das vorlegende Gericht in seinem neuen Vorlagebeschluss nun von den Beschl�ssen des Bundesverfassungsgerichts vom 7. Juli 2010 (BVerfGE 127, 1; 127, 31; 127, 61) aus.Den Beschl�ssen vom 7. Juli 2010 (BVerfGE 127, 1 [22]; 127, 61 [80]) sei auch darin zu folgen, dass es nicht auf die konkrete Motivations- und Entscheidungslage der einzelnen Steuerpflichtigen bei der Disposition und ihrer Umsetzung ankomme, sondern f�r die Frage der Verfassungsm��igkeit die generalisierende Sicht des Gesetzgebers ma�geblich sei.b) Im Steuerrecht liegt eine echte R�ckwirkung nur vor, wenn der Gesetzgeber eine bereits entstandene Steuerschuld nachtr�glich ab�ndert (vgl. BVerfGE 127, 1 [18 f.]; 127, 31 [48 f.]; 127, 61 [77 f.]).Freilich ist auch in diesem Fall eine unechte R�ckwirkung nicht grunds�tzlich unzul�ssig (vgl. BVerfGE 127, 1 [17]; 127, 31 [47 f.]; 127, 61 [76]).Soweit daher an zur�ckliegende Sachverhalte innerhalb des nicht abgeschlossenen Veranlagungs- oder Erhebungszeitraums angekn�pft wird, ist diese unechte R�ckwirkung mit den Grunds�tzen grundrechtlichen und rechtsstaatlichen Vertrauensschutzes nur vereinbar, wenn sie zur F�rderung des Gesetzeszwecks geeignet und erforderlich ist und wenn bei einer Gesamtabw�gung zwischen dem Gewicht des entt�uschten Vertrauens und dem Gewicht und der Dringlichkeit der die Rechts�nderung rechtfertigenden Gr�nde die Grenze der Zumutbarkeit gewahrt bleibt (vgl. BVerfGE 127, 1 [17 f.]; 127, 31 [47 f.]; 127, 61 [76 f.]).
FG D�sseldorf, 15.11.2012 - 11 K 2312/11 Veranlagungszeitraumbezogenheit der WesentlichkeitsgrenzeDas Einspruchsverfahren ruhte im Hinblick auf die Verfassungsbeschwerdeverfahren 2 BvR 748/05 und 2 BvR 753/05.Nach Ergehen der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts - BVerfG - vom 7. Juli 2010 (2 BvR 748/05, 2 BvR 753/05, 2 BvR 1738/05, BGBl I 2010, 1296) machte die Kl�gerin geltend, dass die Wertsteigerung der Aktien bis zum 31. M�rz 1999 nicht besteuert werden d�rfe.Auf die Entscheidung des BVerfG vom 7. Juli 2010 (2 BvR 748/05, 2 BvR 753/05, 2 BvR 1738/05, BGBl I 2010, 1296) werde Bezug genommen.Nach dem Beschluss des BVerfG vom 7. Juli 2010 (2 BvR 748/05, 2 BvR 753/05, 2 BvR 1738/05, BGBl I 2010, 1296) sei die Wesentlichkeitsgrenze von 10 % auch hinsichtlich des retrograden f�nfj�hrigen Betrachtungszeitraumes anzuwenden.Zwar hat das BVerfG mit Beschluss vom 7. Juli 2010 (2 BvR 748/05, 2 BvR 753/05, 2 BvR 1738/05, BGBl I 2010, 1296) entschieden, dass � 17 Abs. 1 Satz 4 in Verbindung mit � 52 Abs. 1 Satz 1 EStG i. d. F. des StEntlG 1999/2000/2002 gegen die verfassungsrechtlichen Grunds�tze des Vertrauensschutzes verst��t und nichtig ist, soweit in einem Ver�u�erungsgewinn Wertsteigerungen steuerlich erfasst werden, die bis zur Verk�ndung des StEntlG 1999/2000/2002 am 31. M�rz 1999 entstanden sind und die entweder - bei einer Ver�u�erung bis zu diesem Zeitpunkt - nach der zuvor geltenden Rechtslage steuerfrei realisiert worden sind oder - bei einer Ver�u�erung nach Verk�ndung des Gesetzes - sowohl zum Zeitpunkt der Verk�ndung als auch zum Zeitpunkt der Ver�u�erung nach der zuvor geltenden Rechtslage steuerfrei h�tten realisiert werden k�nnen.Die Vorschrift ist in dem aus dem Tenor des BVerfG-Beschlusses vom 7. Juli 2010 (2 BvR 748/05, 2 BvR 753/05, 2 BvR 1738/05, BGBl I 2010, 1296) hervorgehenden Umfang nichtig und daher verfassungskonform auszulegen.Nach dem Urteil des VIII. Senats des BFH vom 1. M�rz 2005 (VIII R 25/02, BFHE 209, 275, BStBl II 2005, 436), das das BVerfG mit Beschluss vom 7. Juli 2010 (2 BvR 748/05, 2 BvR 753/05, 2 BvR 1738/05, BGBl I 2010, 1296) aufgehoben hat, ist eine Anteilsver�u�erung auch dann steuerpflichtig, wenn der Steuerpflichtige zu irgendeinem Zeitpunkt in den f�nf Vorjahren zu 10 % beteiligt war.Zudem habe das BVerfG im Beschluss vom 7. Juli 2010 (2 BvR 748/05, 2 BvR 753/05, 2 BvR 1738/05, BGBl I 2010, 1296) den Zweck der Ver�u�erungsgewinnbesteuerung hervorgehoben: Die Besteuerung sei nicht deshalb auf die Realisation bezogen, weil erst zu diesem Zeitpunkt der Wertzuwachs bestehe, sondern obwohl er bereits vorher beim Steuerpflichtigen entstanden sei.Zudem trifft es zu, dass das BVerfG in seiner Entscheidung vom 7. Juli 2010 (2 BvR 748/05, 2 BvR 753/05, 2 BvR 1738/05, BGBl I 2010, 1296) nicht zur Auslegung der Tatbestandsmerkmale des � 17 Abs. 1 EStG Stellung genommen, sondern allgemeine Ma�st�be zu den Grunds�tzen des verfassungsrechtlichen Vertrauensschutzes entwickelt hat.Dementsprechend geht die Einsch�tzung des Nieders�chsischen FG, aus der Entscheidungsformel des BVerfG-Beschlusses folge im Umkehrschluss, dass - bezogen auf das vom Sachverhalt her auch mit dem hier anh�ngigen Klageverfahren vergleichbare Verfassungsbeschwerdeverfahren 2 BvR 748/05 - die Wertsteigerungen, die vom 31. M�rz 1999 bis zum Zeitpunkt der Ver�u�erung entstanden sind, sehr wohl von � 17 EStG erfasst werden d�rfen, fehl.
FG M�nster, 01.09.2011 - 9 K 5772/03 Best�tigung des Vorlagebeschlusses des Gerichts v. 2.3.2007 an das BVerfG: …Die �u�erung des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) vom 29. M�rz 2011 und die Stellungnahme des I. Senats des Bundesfinanzhofs (BFH) sowie die zeitlich nach dem vorgenannten Vorlagebeschluss ergangene neuere Rechtsprechung des BVerfG (ins-besondere Beschl�sse vom 7. Juli 2010 2 BvL 14/02, 2/04, 13/05, Entscheidungen des BVerfG - BVerfGE - 127, 1; vom 7. Juli 2010 2 BvL 1/03, 2 BvL 57/06, 2 BvL 58/06, BVerfGE 127, 31; vom 7. Juli 2010 2 BvR 748/05, 2 BvR 753/05, 2 BvR 1738/05, BVerfGE 127, 61) gaben Anlass, den Vorlagebeschluss zu �berpr�fen.Insbesondere ist weder ersichtlich, weshalb unter dem Gesichtspunkt des Charakters der Gewerbesteuer als Objektsteuer eine Differenzierung zwischen strategischen Beteiligungen und Streubesitz erforderlich bzw. sachgem�� sein sollte noch weshalb f�r die Gewerbesteuer dem f�r die Einf�hrung der Befreiung von Ver�u�erungsgewinnen (� 8b Abs. 2 KStG) ma�gebenden Argument der Gleichwertigkeit von Ertr�gen aus Gewinnaussch�ttungen und Ver�u�erungsgewinnen aus thesaurierten Ertr�gen (…vgl. Begr�ndung des Gesetzentwurfs der Fraktionen SPD und B�NDNIS 90/Die Gr�nen, BT-Drs. 14/2683, S. 96; BVerfG-Beschluss vom 12. Oktober 2010 1 BvL 12/07, BVerfGE 127, 224 [228]; s.a. BVerfG-Beschluss vom 7. Juli 2010 2 BvR 748/05 u.a., BVerfGE 127, 61 [84]) keine Bedeutung zukommen soll.Im Sachbereich des Steuerrechts liegt eine echte R�ckwirkung (R�ckbewirkung von Rechtsfolgen) daher nur vor, wenn der Gesetzgeber eine bereits entstandene Steuerschuld nachtr�glich ab�ndert (BVerfG-Beschl�sse vom 7. Juli 2010 2 BvL 14/02 u.a., BVerfGE 127, 1 [16 ff.]; vom 7. Juli 2010 2 BvR 748/05 u.a., BVerGE 127, 61 [75 ff.]; vom 7. Juli 2010 2 BvL 1/03 u.a., BVerGE 127, 31 [46 ff.]).In den F�llen einer unechten R�ckwirkung gilt zwar kein allgemeiner Grundsatz unzul�ssiger R�ckwirkung, jedoch bed�rfen die belastenden Wirkungen einer Entt�uschung schutzw�rdigen Vertrauens auch insoweit stets einer hinreichenden Begr�ndung nach den Ma�st�ben der Verh�ltnism��igkeit (BVerfG-Beschl�sse vom 7. Juli 2010 2 BvL 14/02 u.a., BVerfGE 127, 1 [19 ff.]; vom 7. Juli 2010 2 BvR 748/05 u.a., BVerGE 127, 61 [76 ff.]; vom 7. Juli 2010 2 BvL 1/03 u.a., BVerGE 127, 31 [48 ff.]).W�re dies anders, so fehlte den Normen des Ertragsteuerrechts als Rahmenbedingung wirtschaftlichen Handelns ein Mindestma� an grundrechtlich und rechtsstaatlich gebotener Verl�sslichkeit (vgl. BVerfG-Beschl�sse vom 7. Juli 2010 2 BvL 14/02 u.a., BVerfGE 127, 1 [20]; vom 7. Juli 2010 2 BvR 748/05 u.a., BVerfGE 127, 61 [78]; vom 7. Juli 2010 2 BvL 1/03 u.a., BVerfGE 127, 31 [49]).Den gleichen Grunds�tzen folgt der Beschluss des BVerfG vom 7. Juli 2010 2 BvR 748/05 (BVerfGE 127, 61), in dem die r�ckwirkende Absenkung der Beteiligungsquote bei der Besteuerung privater Ver�u�erungen von Kapitalanteilen durch � 17 Abs. 1 i.V.m. � 52 Abs. 1 Satz 1 EStG i.d.F. des Steuerentlastungsgesetzes 1999/2000/2002 (u.a.) insoweit als verfassungswidrig angesehen wurde, als damit Wertsteigerungen steuerlich erfasst wurden, die bis zum Zeitpunkt der Verk�ndung des vorgenannten �nderungsgesetzes durch eine Anteilsver�u�erung realisiert wurden.Der erkennende Senat folgt den BVerfG-Beschl�ssen vom 7. Juli 2010 2 BvL 14/02 u.a. (BVerfGE 127, 1 [22]) und vom 7. Juli 2010 2 BvR 748/05 u.a. (BVerfGE 127, 61 [80]) auch darin, dass es nicht auf die konkrete Motivations- und Entscheidungslage des einzelnen Steuerpflichtigen bei der Disposition und ihrer Umsetzung ankommt, sondern f�r die Frage der Verfassungsm��igkeit die generalisierende Sicht des Gesetzgebers ma�geblich ist (s.a. BFH-Urteil vom 21. September 2000 IV R 54/99, BFHE 193, 301, BStBl II 2001, 178).Etwas anderes folgt auch nicht daraus, dass mit den Mehreinnahmen an anderer Stelle gew�hrte Steuererleichterungen gegenfinanziert werden sollen (BVerfG-Beschluss vom 7. Juli 2010 2 BvR 748/05 u.a., BVerfGE 127, 61 [83]).Selbst eine angestrebte Schlie�ung von Besteuerungsl�cken f�hrt grunds�tzlich nur zu einem generellen, nicht aber zu einem spezifisch die R�ckwirkung legitimierenden �nderungsinteresse (BVerfG-Beschluss vom 7. Juli 2010 2 BvR 748/05 u.a., BVerfGE 127, 61 [84]).
FG D�sseldorf, 30.08.2011 - 13 K 200/03 Die Klage wurde auf den �bereinstimmenden Antrag der Beteiligten mit Beschluss vom 11.7.2005 bis zum Ergehen einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) in den Verfahren 2 BvR 748/05 und 2 BvR 753/05 ruhend gestellt.Nach dem Beschluss des BVerfG vom 07. Juli 2010 (2 BvR 748/05 u.a., Bundessteuerblatt - BStBl- II 2011, 86) versto�e � 17 Abs. 1 Satz 4 EStG i. V. m. � 52 Abs. 1 Satz 4 in der Fassung des StEntlG 1999/2000/2002 gegen die verfassungsrechtlichen Grunds�tze des Vertrauensschutzes und sei daher nichtig, soweit Wertsteigerungen steuerlich erfasst w�rden, die bis zur Verk�ndung des StEntlG 1999/2000/2002 am 31.03.1999 entstanden seien und die bei einer Ver�u�erung nach Verk�ndung des Gesetzes sowohl zum Zeitpunkt der Verk�ndung als auch zum Zeitpunkt der Ver�u�erung nach der zuvor geltenden Rechtslage steuerfrei h�tten realisiert werden k�nnen.Der dem Verfahren 2 BvR 748/05 zugrunde liegende Sachverhalt habe dem hier zu beurteilenden entsprochen.Das BVerfG hat in den Verfahren 2 BvR 748/05, 2 BvR 753/05 und 2 BvR 1738/05 (Entscheidungssammlung des BVerfG - BVerfGE - 127, 61) �ber Verfassungsbeschwerden (Artikel 93 Abs. 1 Nr. 4 a des Grundgesetzes - GG -) der Steuerpflichtigen entschieden und � 17 EStG in der Fassung des StSenkG 1999/2000/2002 teilweise als mit dem Grundgesetz f�r unvereinbar erkl�rt.� 17 Abs. 1 Satz 4 EStG in Verbindung mit � 52 Abs. 1 Satz 1 EStG in der Fassung des StEntlG 1999/2000/2002 ist n�mlich nur nichtig, "soweit" in einem Ver�u�erungsgewinn Wertsteigerungen erfasst werden, die bis zum 31. M�rz 1999 entstanden waren und die entweder - bei einer Ver�u�erung bis zu diesem Zeitpunkt - nach der zuvor geltenden Rechtslage steuerfrei realisiert worden sind oder - bei einer Ver�u�erung nach Verk�ndung des Gesetzes - sowohl zum Zeitpunkt der Verk�ndung als auch zum Zeitpunkt der Ver�u�erung nach der zuvor geltenden Rechtslage steuerfrei h�tten realisiert werden k�nnen (Beschluss des BVerfG vom 7. Juli 2010, 2 BvR 748/05, 2 BvR 753/05, 2 BvR 1738/05, BVerfGE 127, 61).Das BVerfG hat n�mlich f�r alle den Verfassungsbeschwerden (2 BvR 748/05, 2 BvR 753/05, 2 BvR 1738/05) zugrunde liegenden Sachverhalte entschieden, dass (nur) die bis zum 31.3.1999 eingetretenen "Wertsteigerungen" nicht besteuert werden d�rfen.Da der Verfassungsbeschwerde im Verfahren 2 BvR 748/05 ein gleicher Sachverhalt wie dem Streitfall zugrunde gelegen hat, ist nach dem Tenor der Entscheidung des BVerfG auch in einem solchen Fall nicht "die Besteuerung" verfassungswidrig, sondern nur die Besteuerung der im Ver�u�erungsgewinn enthaltenen, bis zum 31.3.1999 eingetretenen "Wertsteigerungen".Derartige F�lle sollten durch den in der Entscheidungsformel formulierten Vorbehalt als nicht schutzw�rdig von der Nichtigkeitsfolge ausgenommen werden (BVerfG - Beschluss vom 7. Juli 2010 2 BvR 748/05, 2 BvR 753/05, BvR 1738/05, BVerfGE 127, 61, unter B I. 2 b) aa) der Entscheidungsgr�nde).
BFH, 05.05.2011 - IV R 32/07 Ansammlung und Abzinsung von R�ckstellungen f�r Deponie-Rekultivierung und …Dies werde durch die aktuelle Rechtsprechung des BVerfG zur R�ckwirkung best�tigt (Beschl�sse vom 7. Juli 2010 2 BvL 14/02, 2 BvL 2/04, 2 BvL 13/05, Deutsches Steuerrecht - DStR - 2010, 1727; 2 BvR 748/05, 2 BvR 753/05, 2 BvR 1738/05, DStR 2010, 1733).Soweit belastende Rechtsfolgen einer Norm erst nach ihrer Verk�ndung eintreten, tatbestandlich aber von einem bereits ins Werk gesetzten Sachverhalt ausgel�st werden ("tatbestandliche R�ckankn�pfung") liegt eine "unechte" R�ckwirkung vor, die nicht grunds�tzlich unzul�ssig ist (u. a. BVerfG-Beschl�sse in DStR 2010, 1727, unter C. II. 1. b bis d der Gr�nde; in DStR 2010, 1733, unter B. I. 1. b bis d der Gr�nde).Eine unechte R�ckwirkung ist daher mit den Grunds�tzen grundrechtlichen und rechtsstaatlichen Vertrauensschutzes nur vereinbar, wenn sie zur F�rderung des Gesetzeszwecks geeignet und erforderlich ist und wenn bei einer Gesamtabw�gung zwischen dem Gewicht des entt�uschten Vertrauens und dem Gewicht und der Dringlichkeit der die Rechts�nderung rechtfertigenden Gr�nde die Grenze der Zumutbarkeit gewahrt bleibt (BVerfG-Beschl�sse in DStR 2010, 1727, unter C. II. 1. c der Gr�nde; in DStR 2010, 1733, unter B. I. 1. c der Gr�nde).(3) Die Entscheidung des BVerfG in DStR 2010, 1733 zur r�ckwirkenden Absenkung der Beteiligungsquote bei der Besteuerung privater Ver�u�erungen von Kapitalanteilen rechtfertigt - entgegen der Auffassung der Kl�gerin - keine andere Beurteilung.Denn dabei ging es um im Privatverm�gen entstandene, nach altem Recht steuerfreie Wertzuw�chse, die bei rechtzeitiger Ver�u�erung steuerfrei geblieben w�ren (vgl. BVerfG in DStR 2010, 1733, unter B. I. 2. b bb der Gr�nde).
FG Niedersachsen, 28.02.2012 - 12 K 10250/09 Einkommensteuer 2002W�hrend des laufenden Klageverfahrens erging der Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 7. Juli 2010 �ber die teilweise Verfassungswidrigkeit der Absenkung der Beteiligungsgrenze in � 17 EStG von 25 % auf 10 % (2 BvR 748/05, 2 BvR 753/05 und 2 BvR 1738/05, BStBl II 2011, 86).a) Das BVerfG hat mit Beschluss vom 7. Juli 2010 (2 BvR 748/05, 2 BvR 753/05, 2 BvR 1738/05, BVerfGE 127, 61) entschieden, dass � 17 Absatz 1 Satz 4 EStG in Verbindung mit � 52 Absatz 1 Satz 1 EStG in der Fassung des Steuerentlastungsgesetzes 1999/2000/2002 vom 24. M�rz 1999 (BGBl. I S. 402) gegen die verfassungsrechtlichen Grunds�tze des Vertrauensschutzes verst��t und nichtig ist, soweit in dem Ver�u�erungsgewinn Wertsteigerungen steuerlich erfasst werden, die bis zur Verk�ndung des Steuerentlastungsgesetzes 1999/2000/2002 am 31. M�rz 1999 entstanden sind und die entweder - bei einer Ver�u�erung bis zu diesem Zeitpunkt - nach der zuvor geltenden Rechtslage steuerfrei realisiert worden sind oder - bei einer Ver�u�erung nach Verk�ndung des Gesetzes - sowohl zum Zeitpunkt der Verk�ndung als auch zum Zeitpunkt der Ver�u�erung nach der zuvor geltenden Rechtslage steuerfrei h�tten realisiert werden k�nnen.Dies ergibt sich aus dem Lebenssachverhalt in dem Verfahren 2 BvR 748/05, welcher dem Beschluss vom 7. Juli 2010 zugrunde lag.Im Umkehrschluss bedeutet diese Entscheidungsformel - bezogen auf den Fall 2 BvR 748/05 -, dass die Wertsteigerungen, die vom 31. M�rz 1999 bis zum 28. Juni 1999 entstanden waren, sehr wohl von � 17 EStG erfasst werden durften.Denn dann h�tte in dem Verfahren 2 BvR 748/05 die gesamte Ver�u�erungsgewinnbesteuerung als verfassungswidrig angesehen werden m�ssen und nicht nur die Wertsteigerungen bis zum 31. M�rz 1999.Es komme darauf an, ob eine solche verm�gensrechtliche Position bereits im Zeitpunkt der Verk�ndung des Gesetzes objektiv vorhanden gewesen ist (BVerfG-Beschluss vom 7. Juli 2010 2 BvR 748/05, 2 BvR 753/05, 2 BvR 1738/05, BVerGE 127, 61).
BFH, 24.02.2012 - IX B 146/11 Wesentliche Beteiligung innerhalb der letzten f�nf Jahre i. S. des � 17 …Nachdem das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) dieses Urteil mit Beschluss vom 7. Juli 2010 2 BvR 748/05, 2 BvR 753/05, 2 BvR 1738/05 (BVerfGE 127, 61 ff., BGBl I 2010, 1296, BStBl II 2011, 86) aufgehoben und � 17 Abs. 1 Satz 4 i. V. m. � 52 Abs. 1 Satz 1 EStG i. d. F. des Steuerentlastungsgesetzes 1999/2000/2002 (StEntlG 1999/2000/2002) vom 24. M�rz 1999 (BGBl I 1999, 402) teilweise als nichtig erkannt hatte, hob das FA auf den Antrag des Antragstellers im November 2010 die Vollziehung des Einkommensteuerbescheides teilweise auf.Das BVerfG hat dieses Urteil aber mit seinem Beschluss in BVerfGE 127, 61 ff., BStBl II 2011, 86 aufgehoben.cc) Diese Zweifel an der vom BFH in BFHE 209, 275, BStBl II 2005, 436 vertretenen Auffassung gewinnen eine zus�tzliche Dimension durch den vom BVerfG in BVerfGE 127, 61 ff., BStBl II 2011, 86 hervorgehobenen Zweck der Ver�u�erungsgewinnbesteuerung: Die Besteuerung ist danach nicht deshalb auf die Realisation bezogen, weil erst zu diesem Zeitpunkt der Wertzuwachs entsteht, sondern obwohl er bereits vorher beim Steuerpflichtigen entstanden ist.Auf die blo� formale Zuordnung des Ver�u�erungsgewinns zu einem bestimmten Veranlagungszeitraum kommt es daher nicht an, sondern ma�geblich ist, dass sich die h�here Leistungsf�higkeit, auf die mit der steuerlichen Erfassung des Ver�u�erungsgewinns zugegriffen wird, materiell auf den gesamten Zeitraum zwischen Anschaffung und Ver�u�erung bezieht (so der Beschluss des BVerfG in BVerfGE 127, 61 ff., BStBl II 2011, 86, unter B. I. 2. b, bb).ee) Entgegen der Auffassung des FA hat das BVerfG in seinem Beschluss in BVerfGE 127, 61 ff., BStBl II 2011, 86 keine Stellung zu dem Tatbestandsmerkmal des � 17 Abs. 1 EStG bezogen, um das es hier geht.
BVerfG, 30.10.2010 - 1 BvR 1993/10 R�ckwirkende Neuregelung zur Besteuerung von Wohnmobilen verfassungsgem��Im Bereich des Steuerrechts liegt eine echte R�ckwirkung dann vor, wenn der Gesetzgeber eine bereits entstandene Steuerschuld nachtr�glich ab�ndert (BVerfG, Beschluss des Zweiten Senats vom 7. Juli 2010 - 2 BvR 748/05, 2 BvR 753/05, 2 BvR 1738/05 -, DStR 2010, S. 1733 ff., juris, Rn. 48).Die Verl�sslichkeit der Rechtsordnung ist eine der Grundbedingungen freiheitlicher Verfassungen (vgl. BVerfG, Beschluss des Zweiten Senats vom 7. Juli 2010, a. a. O. unter Rn. 44).Bis zu diesem Zeitpunkt, zumindest aber bis zum endg�ltigen Gesetzesbeschluss (vgl. BVerfGE 97, 67 [79] m. w. N.), muss der von einem Gesetz Betroffene grunds�tzlich darauf vertrauen k�nnen, dass seine auf geltendes Recht gegr�ndete Rechtsposition nicht durch eine zeitlich r�ckwirkende �nderung der gesetzlichen Rechtsfolgenanordnung ver�ndert wird (vgl. BVerfG, Beschluss des Zweiten Senats vom 7. Juli 2010, a. a. O. unter Rn. 45).Das verfassungsrechtliche R�ckwirkungsverbot gilt allerdings nur f�r belastende Regelungen (vgl. BVerfGE 38, 61 [83]; 105, 17 [37]; BVerfG, Beschluss des Zweiten Senats vom 7. Juli 2010, a. a. O. unter Rn. 45 f.;… Schulze-Fielitz, in: Dreier, GG, 2. Aufl. 2006, Art. 20 (Rechtsstaat) Rn. 152;… Robbers, in: Dolzer/ Vogel/ Gra�hof, Bonner Kommentar zum Grundgesetz, Art. 20 Abs. 1 Rn. 2356 und Rn. 2372 [Oktober 2009]).
BAG, 19.06.2012 - 3 AZR 558/10 Betriebliche Altersversorgung - Reduzierung der Sonderzahlung eines …g�ltig geworden ist (…vgl. BVerfG 7. Dezember 2010 - 1 BvR 2628/07 - Rn. 45, BVerfGE 128, 90;… 21. Juli 2010 - 1 BvL 11/06, 1 BvL 12/06, 1 BvL 13/06, 1 BvR 2530/05 - Rn. 71, BVerfGE 126, 369; 7. Juli 2010 - 2 BvR 748/05, 2 BvR 753/05, 2 BvR 1738/05 - Rn. 45, BVerfGE 127, 61).aa) Eine unechte R�ckwirkung oder tatbestandliche R�ckankn�pfung liegt vor, wenn eine Norm auf gegenw�rtige, noch nicht abgeschlossene Sachverhalte und Rechtsbeziehungen f�r die Zukunft einwirkt und damit zugleich die betroffene Rechtsposition nachtr�glich entwertet oder wenn die Rechtsfolgen einer Norm zwar erst nach ihrer Verk�ndung eintreten, deren Tatbestand aber Sachverhalte erfasst, die bereits vor der Verk�ndung "ins Werk gesetzt" worden sind (…vgl. BVerfG 29. Februar 2012 - 1 BvR 2378/10 - Rn. 48, NZA 2012, 788;… 7. Dezember 2010 - 1 BvR 2628/07 - Rn. 47, BVerfGE 128, 90;… 30. November 2010 - 1 BvL 3/07 - Rn. 49, ZfWG 2011, 33; 7. Juli 2010 - 2 BvR 748/05, 2 BvR 753/05, 2 BvR 1738/05 - Rn. 46, BVerfGE 127, 61).Soweit nicht besondere Momente der Schutzw�rdigkeit hinzutreten, genie�t die blo�e allgemeine Erwartung, das geltende Recht werde zuk�nftig unver�ndert fortbestehen, keinen besonderen verfassungsrechtlichen Schutz (BVerfG 7. Juli 2010 - 2 BvR 748/05, 2 BvR 753/05, 2 BvR 1738/05 - Rn. 46, BVerfGE 127, 61).Folglich ist eine unechte R�ckwirkung mit den Grunds�tzen grundrechtlichen und rechtsstaatlichen Vertrauensschutzes nur vereinbar, wenn sie zur F�rderung des Gesetzeszwecks geeignet und erforderlich ist und wenn bei einer Gesamtabw�gung zwischen dem Gewicht des entt�uschten Vertrauens und dem Gewicht und der Dringlichkeit der die Rechts�nderung rechtfertigenden Gr�nde die Grenze der Zumutbarkeit gewahrt bleibt (…vgl. BVerfG 29. Februar 2012 - 1 BvR 2378/10 - Rn. 49 ff., NZA 2012, 788;… 30. November 2010 - 1 BvL 3/07 - Rn. 49, ZfWG 2011, 33; 7. Juli 2010 - 2 BvR 748/05, 2 BvR 753/05, 2 BvR 1738/05 - Rn. 47, BVerfGE 127, 61).
FG Berlin-Brandenburg, 02.10.2008 - 7 V 7111/07 (Ernstliche Zweifel wegen Verfassungswidrigkeit der r�ckwirkenden Absenkung der …
FG K�ln, 11.03.2011 - 15 K 4663/06 BFH, 07.12.2010 - IX R 70/07 Zur verfassungsrechtlich unzul�ssigen r�ckwirkenden Anwendung des � 11 Abs. …
BFH, 25.11.2010 - IX R 47/10 Zur r�ckwirkenden Herabsetzung der Beteiligungsquote - Feststellungslast des FA …
VerfGH Saarland, 28.03.2011 - Lv 3/10 FG M�nchen, 14.10.2011 - 8 K 103/11 Beginn der Spekulationsfrist bei Verschmelzung
BVerfG, 07.07.2010 - 2 BvR 753/05 BFH, 23.03.2011 - X R 33/05 Im Wesentlichen inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 23. 03. 2011 X R 28/09 - Keine …
FG K�ln, 13.11.2012 - 13 K 539/04 FG M�nster, 05.11.2008 - 8 V 2419/08 "Ver�u�erung" einer wesentlichen Beteiligung im Privatverm�gen
FG D�sseldorf, 14.02.2012 - 13 K 5851/03 FG D�sseldorf, 17.06.2011 - 16 K 2791/09 FG Baden-W�rttemberg, 28.12.2011 - 6 K 3822/11 Anwendbarkeit von � 17 Abs. 1 Satz 4 EStG i.d.F. des StEntlG 1999/2000/2002 …
BFH - IX R 7/12 (anh�ngig) Kurzlink:
Rechtsprechung BVerfG, 17.02.2011 - 2 BvR 753/05; 2 BvR 748/05 und; 2 BvR 1738/05 Volltextver�ffentlichungen
Festsetzung des Gegenstandswertes einer anwaltlichen T�tigkeit auf 200.000 EUR
Verfassungsbeschwerden zu der Frage, ob es verfassungswidrig war, durch das am 31. M�rz 1999 verk�ndete Steuerentlastungsgesetz 1999/2000/2002 vom 24. M�rz 1999 (BGBl I S. 402) solche Ver�u�erungen von Beteiligungen vollumf�nglich nach � 17 EStG der Besteuerung zu unterwerfen, die vor der Gesetzes�nderung keine steuerpflichtige wesentliche Beteiligung waren (Beteiligung nicht mehr als 25 v.H.), aber durch Absenken der Beteiligungsgrenze auf mindestens 10 v.H. seit dem 1. Januar 1999 zu einer steuerpflichtigen wesentliche Beteiligung (Beteiligung ab 10 v.H.) geworden sind.
BVerfG, 17.02.2011 - 2 BvR 753/05; 2 BvR 748/05 und; 2 BvR 1738/05
Wird zitiert von ... (5) BFH, 06.04.2009 - IX B 204/08 AdV-Beschwerde: keine verfassungsrechtlichen Zweifel zur erneuten Herabsetzung …Zum einen best�nden mit Blick auf die anh�ngigen Verfassungsbeschwerden (Az.: 2 BvR 753/05 und 2 BvR 1738/05) verfassungsrechtliche Bedenken gegen die Herabsenkung der Wesentlichkeitsgrenze von 10% auf 1% durch das Steuersenkungsgesetz (StSenkG 2001/2002) vom 23. Oktober 2000 (BGBl. I 2000, 1433, BStBl I 2000, 1428).Zwar stellt sich die verfassungsrechtliche Problematik der erneuten Herabsetzung der Beteiligungsgrenze bei � 17 EStG durch das Steuersenkungsgesetz (von 10% auf 1%) im Grundsatz �hnlich dar wie in den beim Bundesverfassungsgericht (BVerfG) anh�ngigen Verfassungsbeschwerden 2 BvR 753/05 (gegen BFH-Urteil vom 1. M�rz 2005 VIII R 92/03, BFHE 209, 285, BStBl II 2005, 398) und 2 BvR 1738/05 (…gegen BFH-Urteil vom 10. August 2005 VIII R 22/05, BFH/NV 2005, 2188), die sich zur Herabsetzung der Beteiligungsgrenze von 25% auf 10% verhalten.
FG M�nster, 12.06.2007 - 8 V 882/07 Erfassung eines Ver�u�erungsgewinns durch Einbringung von Anteilen an einer AG in …Sie meinen, an der durch das FA zugrunde gelegten Rechtsansicht des VIII. Senats des BFH (vgl. BFH-Urteile vom 01.03.2005 VIII R 25/02 BStBl. II 2005, 436, Verfassungsbeschwerde eingelegt: BVerfG 2 BvR 748/05; vom 01.03.2005 VIII R 92/03 BStBl. II 2005, 398, Verfassungsbeschwerde eingelegt: BVerfG 2 BvR 753/05;… vom 10.08.2005 VIII R 22/05 BFH/NV 2005, 2188, Verfassungsbeschwerde eingelegt: BVerfG 2 BvR 1738/05) best�nden begr�ndete rechtliche Zweifel, die eine AdV erforderlich machen w�rden.an der FAG in die I GmbH auf die vom VIII. Senat des BFH in seinen Urteilen vom 01.03.2005 VIII R 25/02 BStBl. II 2005, 436 (Verfassungsbeschwerde eingelegt: 2 BvR 748/05) und VIII R 92/03 BStBl. II 2005, 398 (Verfassungsbeschwerde eingelegt: 2 BvR 753/05) und vom 10.08.2005 VIII R 22/05 BFH/NV 2005, 2188 (Verfassungsbeschwerde eingelegt: 2 BvR 1738/05) vertretenen Rechtsgrunds�tzen.
FG Hamburg, 24.09.2012 - 2 K 31/11 (K�rperschaftsteuererh�hungsbetrag nach � 38 KStG 2002 n. F. ist nicht …a) Das BVerfG hat auch in seiner neueren Rechtsprechung trotz der ge�u�erten Kritik an der Unterscheidung zwischen der verfassungsrechtlich regelm��ig unzul�ssigen echten R�ckwirkung und der unechten R�ckwirkung festgehalten (vgl. BVerfG-Beschl�sse vom 07.07.2010, 2 BvL 14/02, 2 BvL 2/04, 2 BvL 13/05, BStBl II 2011, 77; 2 BvR 753/05, 2 BvR 1738/05, BStBl. II 2011, 87;… 2 BvL 1/03, 2 BvL 57/06, 2 BvL 58/06, BFH/NV 2010, 1968).Eine unechte R�ckwirkung ist mit den Grunds�tzen grundrechtlichen und rechtsstaatlichen Vertrauensschutzes daher nur vereinbar, wenn sie zur F�rderung des Gesetzeszwecks geeignet und erforderlich ist und wenn bei der Gesamtw�rdigung zwischen dem Gewicht des entt�uschten Vertrauens und dem Gewicht und der Dringlichkeit der die Rechts�nderung rechtfertigenden Gr�nde die Grenze der Zumutbarkeit gewahrt bleibt (BVerfG, Beschl�sse vom 07.07.2010 - 2 BvL 14/02, 2 BvL 2/04, 2 BvL 13/05; BvR 753/05, 2 BvR 1738/05;… 2 BvL 1/03, 2 BvL 57/06, 2 BvL 58/06, a. a. O, m. w. N.).
FG M�nster, 02.03.2007 - 9 K 5772/03 Zurechnung einer nach dem K�rperschaftsteuergesetz (KStG) bei der …Der erkennende Senat ist in seiner Entscheidung vom 28. Januar 2005 9 K 1514/02 K, F (DStRE 2005, 712, EFG 2005, 1225; Rev. eingelegt, Az. BFH: I R 33/05) den Rechtsausf�hrungen des IX. Senats des BFH gefolgt und h�lt hieran - auch an der Unterscheidung zwischen echter und unechter R�ckwirkung - fest (so auch BFH-Urteil vom 1. M�rz 2005 VIII R 92/93, BFHE 209, 285, BStBl II 2005, 398; Verfassungsbeschwerde eingelegt, Az. BVerfG 2 BvR 753/05).
FG M�nster, 05.11.2008 - 8 V 2419/08 "Ver�u�erung" einer wesentlichen Beteiligung im Privatverm�genDie Beschwerde wird im Hinblick auf die noch anh�ngigen Verfassungsbeschwerdeverfahren 2 BvR 753/05 (gegen BFH-Urteil vom 1. M�rz 2005 VIII R 92/03, BFHE 209, 285 , BStBl II 2005, 398 ) und 2 BvR 1738/05 (…gegen BFH-Urteil vom 10. August 2005 VIII R 22/05, BFH/NV 2005, 2188 ) gem. � 128 Abs. 3 i.V.m. � 115 Abs. 2 Nr. 1 und 2 FGO zugelassen.