Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=FG%20Hamburg&Datum=24.09.2012&Aktenzeichen=2%20K%2031%2F11
Timestamp: 2019-04-26 07:06:41
Document Index: 78004266

Matched Legal Cases: ['§ 38', '§ 38', '§ 38', '§ 180', '§ 180', '§ 180', '§ 180', '§ 180', '§ 180', '§ 34']

FG Hamburg, 24.09.2012 - 2 K 31/11 - dejure.org
Körperschaftsteuererhöhungsbetrag nach § 38 KStG 2002 n. F. ist nicht verfassungswidrig
§ 38 KStG 2002 i. d. F. des JStG 2008 verfassungskonform
KStG 2002 n. F. § 38
Gibt es den EK 02-Topf wirklich? - Verfassungsmäßigkeit der zwangsweisen Besteuerung des EK 02
BB 2013, 149
EFG 2013, 155
FG Berlin-Brandenburg, 14.02.2019 - 13 K 13229/16
Gesonderter und einheitlicher Feststellung von Besteuerungsgrundlagen nach § 180 …
In Betracht kommt nur eine gesondert und einheitliche Gewinnfeststellung nach § 180 Abs. 2 AO i.V.m. der Verordnung über die gesonderte Feststellung von Besteuerungsgrundlagen nach § 180 Abs. 2 AO vom 19.12.1986 (vgl. Urteil des FG München vom 30.4.2013, 13 K 1953/10, EFG 2013, 155;… Kunz in Gosch, AO, § 180 Rn. 26.1;… Söhn in Hübschmann/Hepp/Spitaler, AO, § 180 Rn. 274a;… Brandis in Tipke/Kruse, AO, § 180 Rn. 27).
Soweit in den Gesetzesmaterialien und in der (bislang vereinzelten) finanzgerichtlichen Rechtsprechung die Antragsberechtigung bestimmter Körperschaften der Wohnungswirtschaft damit begründet wird, diese Unternehmen seien dadurch gekennzeichnet, dass eine Besteuerung einer Ausschüttung systemfremd wäre, weil das EK 02 bei Wohnungsbauunternehmen, die die Antragsvoraussetzungen erfüllten, in der Regel auf eine ehemals gemeinnützige Tätigkeit zurückgehe (vgl. FG Hamburg, Gerichtsbescheid vom 24. September 2012 - 2 K 31/11, Entscheidungen der Finanzgerichte [EFG] 2013, 155, nicht rechtskräftig), treffen diese Erwägungen deshalb in gleicher Weise auch auf die Klägerin zu.
Gleiches gilt im Grundsatz für die Erwägung, dass bei sämtlichen in § 34 Abs. 16 KStG n.F. genannten Antragsberechtigten deren öffentlicher oder gesetzlich festgelegter Zweck auch Auswirkungen auf die Möglichkeit zur Ausschüttung und auf das Ausschüttungsverhalten habe (vgl. Bundestags-Drucksache [BT-Drucks.] 16/6290, S. 74; BT-Drucks. 16/7036, S. 21; vgl. auch FG Hamburg, Gerichtsbescheid vom 24. September 2012 - 2 K 31/11, a.a.O.), wenngleich im Fall der Klägerin derartige Bindungen nicht gesetzlicher, sondern vertraglicher Natur sind.
Nach Auffassung des Gerichts verliert hingegen die Klägerin durch die Neuregelung keine verfestigte Rechtsposition und die Absicht auf ein zukünftiges Ausschüttungsverhalten stellt sich in der Abwägung nicht als besonders schützenswürdig dar (so auch Finanzgericht Hamburg, Urteil vom 24. September 2012 2 K 31/11, Entscheidungen der Finanzgerichte - EFG - 2013, 155).