Source: https://gesetze-in-app.de/BGB/547
Timestamp: 2019-02-23 06:22:13
Document Index: 336097042

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§ 547 BGB: Erstattung von im Voraus entrichteter Miete
BGH, URTEIL vom 3.10.1995, Az. XII ZR 202/94 Wolf/Eckert Handbuch des gewerblichen Miet-, Pacht- und Leasingsrechts 7. Aufl. Rdn. 1279; Scheuer in Bub/Treier Handbuch der Geschäftsund Wohnraummiete 2. Aufl. Kap. V Rdn. 279? MünchKomm/Voelskow 3. Aufl. § 547a Rdn. 9), noch hat er einen Anspruch auf Ersatz von Verwendungen gemäß § 547 BGB, unabhängig davon, ob es sich um notwendige oder nützliche Verwendungen handelt (vgl. BGH, Urteile vom 14. Februar 1968 - VIII ZR 2/66 - NJW 1968, 888 und vom 24. Februar 1982 - IVa ZR 306/80 - NJW 1982, 1752; Wolf/Ek-kert aaO Rdn. 1236; Scheuer in Bub/Treier aaO Kap. V Rdn. 410; Stemel Mietrecht 3. Aufl. Teil II Rdn. 23; Emme-rich/Sonnenschein Miete 6. Aufl. § 547 Rdn. 8).
BGH, URTEIL vom 3.10.2015, Az. XII ZR 114/14 Im Übrigen setzt ein verlorener Baukostenzuschuss entgegen der Annahme des Berufungsgerichts nicht zwingend eine Zuschusszahlung des Mieters voraus, sondern kann auch etwa in Bauleistungen auf Kosten des Mieters bestehen (vgl. BGH Urteil vom 22. Mai 1967 - VIII ZR 25/65 - NJW 1967, 2255, 2256; Ghassemi-Tabar/Guhling/Weitemeyer/Guhling Gewerberaummiete § 547 BGB Rn. 6; Schmidt-Futterer/Streyl Mietrecht 12. Aufl. § 547 Rn. 13).
BGH, URTEIL vom 3.9.2005, Az. XII ZR 43/02 22	a)	Richtig	ist zwar, dass sich Ansprüche des Mieters wegen Verwendun- gen auf die Mietsache, soweit sie auf § 547 Abs. 1 BGB a.F. gestützt werden und nicht nur als Bereicherungsansprüche gegeben sind, grundsätzlich im Zeitpunkt der Vornahme der Verwendungen entstehen (BGHZ 5, 197, 199) und sich nicht gegen den (neuen) Vermieter richten, der erst nach deren Vornahme in das Mietverhältnis eintritt.
BGH, Urteil vom 6.9.1953, Az. Pas Berufungsgericht wird also zunächst prüfen müssen, ob eine vertragliche Regelung über eine Beteiligung der Beklagten an den Aufbaukosten vorliegt und welchen Inhalt sie hat« Wird eine vertragliche Verpflichtung der Beklagten verneint, so ist zu prüfen, ob nicht die-&ägerir eine Verwendung auf das ge---- mietete Grundstück gemacht hat, deren Erstattung nach den Vorschriften über Geschäftsführung ohne Auftrag verlangt werden kann (§ 547 Abs 2 in Verb mit § 683 BGB), Pa..vorhandene Trümmerreste zur Wiedererrichtung des Gebäudes benutzt worden sind und die bisherige Zweckbestimmung des Grundstücks, soweit erkennbar, nicht verändert worden ist, würden die in der Entscheidung BGHZ 10, 171 /T777 hervorgehobenen Rechtsgründe der Annahme einer Verwendung nicht entgegenstehen« Paß die Klägerin mit dem Wiederaufbau des Gebäudes, das' nach Beendigung der Mietzeit stehen bleiben sollte, auch ein Geschäft der Beklagten führen wollte, liegt nahe und wird gegebenenfalls vom Berufungsgericht*zu prüfen und festzustellen sein» Es steht der Anwendung der Bestimmungen über die Geschäftsführung ohne Auftrag nicht entgegen, wenn der Geschäftsführer neben Interessen des Geschäftsherrn auch eigene Interessen wahrnehmen will (RGZ 126, 287 /?9RG HRR 1934, 1668).
BGH, URTEIL vom 4.6.1967, Az. 1.) Ba zunächst, wie auch das Berufungsgericht nicht bezweifelt, Mietvertragsrecht maßgebend ist, so war nicht nur nach einer besonderen Vereinbarung über die Entschädigung zu fragen, sondern auch die ergänzend in den Mietvertrag eingreifende Bestimmung des § 547 BGB einschließlich der Vorschriften, auf die er verweist, zu beaohten (BGH VIII ZR 25/65 von 22. Mai 1967' = WM *1967, 750).
BGH, URTEIL , Az. VIII ZR 25/65 b)	Aber auch § 547 BGB gewährt der Beklagten keinen Ersatzanspruch, weil die von ihr auigewandten Kosten zu dem Um-, bau des Eadenlokals jedenfalls nicht notwendige Verwendungen gewesen sind, wolcho sie im Interesse des Klägers zur Erhaltung seines Hauses gemacht hatte (Senatsurteil vom 12. Mai 1959 - VIII ZK 43/58 = NJW 1959, 1629).
BGH, vom 3.9.1963, Az. VIII ZR 214/61 Die Rechtsprechung hat zwar angenommen, daß Aufwendungen«des Mieters, die nur den Zustand des gemieteten Grundstücks verändern, keine Verwendungen nach § 547 BGB sind, sondern nur solche, die das Grundstück in seinem Bestand verbessern (BGHZ 10,171).
BGH, Urteil vom 2.4.1957, Az. VIII ZR 224/56 f* daß das Wegnahmerecht des Beklagten aus § 547 BGB sich nicht auf solche Einrichtungen erstrecke, die wesentlicher Bestandteil des Grundstücks seien (Palandt BGB 16. Aufl § 547 Anm 3)*
BGH, BESCHLUSS vom 2.11.2008, Az. VIII ZR 306/06 Auch zu einem - wie hier - auf der Grundlage von § 547 Abs. 2 BGB aF, §§ 677, 684 Satz 1, §818 Abs. 2 BGB geltend gemachten Bereicherungsanspruch hat der Senat bereits entschieden, dass auf die durch die Verwendungen bewirkte Erhöhung des Verkehrswerts des Gebäudes abzustellen ist (Senatsurteil vom 20. Januar 1993 - VIII ZR 22/92, NJW-RR 1993, 522, unter II 4).
BGH, Urteil vom 5.5.2001, Az. § 547 BGB schließt daher einen bereicherungsrechtlichen Anspruch der Beklagten aus §812 Abs. 1 Satz 2 2. Alternative, §818 Abs. 2 BGB auf Ausgleich der Wertsteigerung, welche die Grundstücke durch die Baumaßnahmen erfahren haben, nicht aus (vgl. BGHZ 44, 321, 323; 108, 256, 261; Emmerich, JuS 1990, 143, 144).
BGH, , Az. Notwendige Verwendungen bei der Landpacht sind - wie im Mietrecht nach § 547 Abs. 1 Satz 1 BGB -solche, die zur Erhaltung oder Wiederherstellung des Bestandes der Pachtsache erforderlich sind (vgl. zur Miete: BGH, Urt. v. 13. Februar 1974, VIII ZR 233/72, NJW 1974, 743).
BGH, Urteil vom 5.5.2001, Az. § 547 BGB schließt daher einen bereicherungsrechtlichen Anspruch der Klägerin aus § 812 Abs. 1 Satz 2 2. Alternative, §818 Abs. 2 BGB auf Ausgleich der Wertsteigerung, welche die Grundstücke durch die Baumaßnahmen erfahren haben, nicht aus (vgl. BGHZ 44, 321, 323; 108, 256, 261; Emmerich, JuS 1990, 143, 144).
AG Bonn, Urteil vom 1.2.2009, Az. 8 C 540/08 Umfasst sind alle Entgelte, die der Mieter als Gegenleistung für den Gebrauch der Mietsache zahlt, die aber nicht vereinbarungsgemäß zu Bau- und Instandsetzungsarbeiten an der vermieteten Sache geleistet werden (BGH NJW 2008, 2256; NJW 2000, 2987; Gather, in: Schmidt/Futterer, MietR, 9. Aufl., § 547 BGB Rz, 13; Palandt/Weidenkaff, BGB, 67. Auf., Einf v § 535 Rz. 112).
AG Bonn, Urteil vom 1.2.2009, Az. 8 C 540/08 Insofern kann eine Mietleistung im Sinne des § 547 Abs. 1 BGB allerdings nur dann vorliegen, wenn es sich bei dieser überhaupt um zurückzahlbare Vorleistungen handelt (BGH NJW 2008, 2256).
LG Augsburg, vom 5.11.2012, Az. 92 O 1640/10 Übertragen auf die vorliegende Konstellation bedeutet dies, dass der Vollzug der Schenkung nichts anderes darstellt, als den im Wege der Schenkung erklärten Verzicht auf eine Abfindung durch den Aufbaumieter gegenüber dem Mietnachfolger verbunden mit der Berechtigung sich auf die erfolgten Mietvorauszahlungen zu berufen (vgl. auch Staudinger-Rolfs, 2011, §547 BGB Rz. 21).