Source: https://www.recht-freundlich.de/beschaeftigtendatenschutz/beschaeftigtendatenschutz-und-ds-gvo
Timestamp: 2020-07-05 03:21:45
Document Index: 248112398

Matched Legal Cases: ['Art. 88', '§ 26', '§ 26', '§ 26', '§ 32', '§ 26', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 30', 'Art. 5', 'Art. 83', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 5']

Auch im Bereich des Beschäftigtendatenschutzes sieht die EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) Neuregelungen vor. Hier ist in Art. 88 DSGVO nur in Form von Leitlinien beschrieben, welche Erwartungshaltung der europäische Gesetzgeber zukünftig an den Beschäftigen Datenschutz hat.
Beschäftigtendatenschutz in § 26 BDSG
DSGVO gilt für Beschäftigtendatenschutz
Rechenschaftpflicht für Unternehmer
Geschäftsprozesse dokuemntieren
Datenschutz und Personalrat oder Betriebsrat
§ 26 BDSG in seiner Neufassung legt dann die weiteren Einzelheiten national fest. Die aktuelle neue Fassung des § 26 BDSG ähnelt der alten Fassung des § 32 in vielen Bereichen.
Grundlegend neue Aussagen enthält die Vorschrift nicht. Die gesetzlichen Regelungen zum Beschäftigtendatenschutz waren bisher eher als Generalklauseln gefasst. Hier bleibt der Gesetzgeber seiner Linie treu.
Deutlich ist aber in § 26 Abs. 5 BDSG klargestellt, dass die allgemeinen Grundsätze der DSGVO, wie diese in Art. 5 DSGVO beschrieben sind, auch im Beschäftigtendatenschutz uneingeschränkt zu beachten sind.
Hier ergibt sich aus Art. 5 Abs. 2 DSGVO die Besonderheit, dass ein Verantwortlicher, sprich das Unternehmen oder die Behörde, für die Einhaltung der in Abs. 1 DSGVO beschriebenen Grundsätze verantwortlich ist und dessen Einhaltung nachweisen muss.
Der Gesetzgeber hat hier bewusst die Überschrift „Rechenschaftspflicht“ gewählt, um deutlich zu machen, dass im Zweifel eine ausreichende Dokumentation vorhanden sein muss, die die Einhaltung der neuen Datenschutzvorschriften belegt.
Es empfiehlt sich bei allen Geschäftsprozessen, die im Personalbereich anfallen, ein Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten gem. Art. 30 DSGVO anzulegen und zu führen. In diesen Verzeichnissen sollte dann mit der notwendigen Detailtiefe dargelegt werden, wie im Einzelnen im Rahmen der Geschäftsprozesse die Grundsätze aus Art. 5 DSGVO eingehalten sind.
Dass dem Gesetzgeber die Einhaltung der Grundsätze ernst ist, wird auch aus den Bußgeldvorschriften des Art. 83 DSGVO deutlich. Die Einhaltung des Art. 5 DSGVO unterliegt der zweiten Bußgeldstufe. Aus der Abstufung ist deutlich zu erkennen, welche Regelungen dem europäischen Gesetzgeber besonders wichtig sind.
Hier ergeben sich für Betriebsräte und Personalräte auch neue Aufgabenfelder. Personalräte und Betriebsräte sollten sich dem Thema „Datenschutz“ annehmen und mit überwachen, ob die Grundsätze aus Art. 5 DSGVO eingehalten sind.
Zu den in Art. 5 DSGVO festgelegten Grundsätzen gehört u. a. die Zweckbindung. Eine Verarbeitung personenbezogener Daten darf nur für festgelegte, eindeutige und legitime Zwecke erfolgen. Weitere Grundsätze sind: