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Timestamp: 2016-10-24 12:28:42
Document Index: 92937508

Matched Legal Cases: ['Art. 38', 'BGE', 'Art. 38', 'Art. 38', 'Art. 6', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 6', 'Art. 39', 'Art. 25', 'Art. 33', 'Art. 97', 'Art. 98', 'Art. 5', 'BGE', 'BGE', 'Art. 39', 'BGE', 'BGE', 'Art. 38', 'Art. 1', 'Art. 4', 'BGE', 'Art. 33', 'BGE', 'Art. 33', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 38', 'Art. 38', 'Art. 3', 'BGE', 'Art. 38', 'Art. 38', 'Art. 38', 'BGE', 'Art. 38', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 38', 'Art. 38', 'BGE', 'Art. 19', 'Art. 17', 'Art. 6', 'Art. 38', 'Art. 19', 'Art. 17', 'Art. 38', 'Art. 38', 'Art. 38', 'BGE', 'Art. 38', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 38', 'Art. 4', 'Art. 4', 'Art. 4', 'Art. 6', 'Art. 38', 'Art. 6', 'Art. 38', 'Art. 19', 'Art. 6', 'Art. 38', 'Art. 2', 'Art. 6', 'Art. 38', 'Art. 6', 'Art. 39', 'BGE', 'Art. 38', 'Art. 6', 'Art. 38', 'Art. 6', 'Art. 6', 'Art. 6', 'Art. 6', 'Art. 38', 'Art. 38', 'BGE', 'Art. 38', 'Art. 39', 'BGE', 'BGE', 'Art. 38', 'BGE', 'Art. 39', 'Art. 8', 'Art. 25', 'Art. 20', 'Art. 25', 'Art. 38', 'Art. 1', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 38', 'BGE', 'Art. 38', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 38', 'Art. 38', 'BGE', 'BGE', 'Art. 38', 'BGE', 'Art. 38', 'BGE', 'in fine', 'Art. 38', 'Art. 38', 'BGE', 'Art. 38', 'BGE', 'Art. 38', 'Art. 38', 'Art. 38', 'Art. 38', 'Art. 38', 'Art. 23', 'BGE', 'Art. 38', 'Art. 23', 'BGE', 'Art. 38', 'BGE', 'Art. 156', 'Art. 159', 'Art. 38', 'Art. 6']

126 II 12614. Auszug aus dem Urteil der II. �ffentlichrechtlichen Abteilung vom 1. Mai 2000 i.S. X. u. Mitb. gegen Eidgen�ssische Bankenkommission (Verwaltungsgerichtsbeschwerde)
Art. 38 al. 2 et 39 LBVM; art. 1, art. 2 al. 2 let. c, art. 6 al. 1, art. 17, art. 19 et art. 25 al. 5 en relation avec l'art. 33 al. 1 LPD; art. 96 al. 2 OJ, respectivement art. 8 PA; entraide administrative selon la loi sur les bourses en faveur de la Securities and Exchange Commission (SEC) am�ricaine en raison d'un soup�on de d�lit d'initi�. Comp�tence de la Commission f�d�rale de la protection des donn�es. Le Tribunal f�d�ral ne m�ne en principe une proc�dure d'�change de vues que si la comp�tence d'une autre autorit� de derni�re instance pourrait exister (consid. 3). La loi f�d�rale sur la protection des donn�es et ses dispositions de proc�dure sont applicables � la Commission f�d�rale des banques dans la mesure o� l'int�ress� fait valoir des pr�tentions ind�pendantes en mati�re de droit de protection des donn�es. S'agissant de l'entraide administrative en mati�re de bourses, le l�gislateur a toutefois �tabli une r�glementation sp�cifique dont l'appr�ciation n�cessite une vue d'ensemble du droit des bourses et de celui de la protection des donn�es, de sorte que les d�cisions en la mati�re doivent �tre attaqu�es directement et exclusivement devant le Tribunal f�d�ral (consid. 4 et 5). Les assurances donn�es par la SEC � la Commission f�d�rale des banques en rapport avec la confidentialit� des informations et des documents re�us dans la proc�dure d'entraide administrative ne satisfont pas aux exigences de l'art. 38 al. 2 LBVM, de sorte que l'entraide administrative doit actuellement �tre refus�e (consid. 6). Faits � partir de page 127
Am 14. Oktober 1998 informierten die ABB Asea Brown Boveri (ABB) und die Elsag Bailey Process Automation N.V. (Elsag Bailey) �ber ein �ffentliches �bernahmeangebot. Danach bot die ABB pro Elsag-Bailey-Aktien US-Dollar 39.30 (normale Aktie) bzw. 61.21 (Vorzugsaktie). Insgesamt bezog sich das Gesch�ft auf etwa 1,5 Milliarden US-Dollar. Der Wert der Elsag-Bailey-Aktien stieg tags darauf um rund 90 Prozent.
Im Vorfeld dieser �bernahme kam es vom 2. bis zum 13. Oktober 1998 zu auff�lligen K�ufen von Elsag-Bailey-Aktien und Optionen; das Gesamtvolumen der Investitionen betrug rund 8 Millionen US-Dollar. Unter den K�ufern befand sich auch die Y.-Bank, welche am 12. Oktober 1998 9700 Elsag-Bailey-Aktien zu einem Gesamtpreis von US-Dollar 198'899.- erwarb, wobei der damalige Kurs 20.25 BGE 126 II 126 S. 128US-Dollar betrug, was in der Folge einem potentiellen Gewinn von etwa 153'000.- US-Dollar entsprach.
Am 21. Oktober 1998 ersuchte die amerikanische "Securities and Exchange Commission (SEC)" die Eidgen�ssische Bankenkommission (im Weiteren: Bankenkommission oder EBK) bez�glich dieses Kaufs um Amtshilfe (Art. 38 des Bundesgesetzes vom 24. M�rz 1995 �ber die B�rsen und den Effektenhandel [B�rsengesetz, BEHG; SR 954.1]). Die Bankenkommission entsprach diesem Ersuchen am 27. Mai 1999 und verf�gte, dass die ihr von der Y.-Bank, �bermittelten Informationen und Unterlagen �ber den Aktienkauf herausgegeben w�rden (Ziff. 3 des Dispositivs). Die Unterlagen d�rften in dem von der SEC beim US District Court for the Southern District of New York anh�ngig gemachten Verfahren verwendet werden, falls die SEC nach genauerer Pr�fung zur Auffassung gelangen sollte, dass die gelieferten Informationen geeignet erschienen, dieses Verfahren zu erg�nzen oder zu beeinflussen (Ziff. 4 des Dispositivs). Im �brigen rief die Bankenkommission der SEC in Erinnerung, dass die freigegebenen Informationen und Dokumente nur zur direkten �berwachung der B�rsen und des Handels mit Effekten verwendet werden d�rften (Ziff. 5 des Dispositivs). F�r die Weitergabe an andere als die unter Ziffer 4 genannten Beh�rden m�sse vorg�ngig ihre ausdr�ckliche Zustimmung eingeholt werden (Ziff. 6 des Dispositivs).
Hiergegen gelangten A., B., C. und D.X. am 2. Juli 1999 an die Eidgen�ssische Datenschutzkommission. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom gleichen Tag beantragten sie zudem beim Bundesgericht, die angefochtene Verf�gung aufzuheben. Sie machen geltend, der Entscheid der Bankenkommission verletze Art. 38 Abs. 2 BEHG und Art. 6 des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1992 �ber den Datenschutz (Datenschutzgesetz; DSG; SR 235.1), da es st�ndiger Praxis der SEC entspreche, Finanzdelikte durch Einleitung einer sogenannten "enforcement action" auf dem Zivilweg zu verfolgen (in dem die Akten �ffentlich einsehbar seien) und bereits die Klageeinreichung durch einen sogenannten "litigation release" unter Nennung s�mtlicher Beteiligter auf ihrer Webseite im Internet zu ver�ffentlichen.
Am 12. Januar 2000 bejahte die Eidgen�ssische Datenschutzkommission ihre allf�llige Zust�ndigkeit zur Behandlung der R�ge einer Verletzung des Datenschutzgesetzes, worauf sie am 1. Februar 2000 mit dem Bundesgericht "einen Meinungsaustausch nach Art. 8 VwVG" er�ffnete. Dieses teilte ihr hierauf mit, dass es nach Abschluss des Schriftenwechsels in seinem Verfahren in geeigneter Form auf das entsprechende Schreiben zur�ckkommen werde.BGE 126 II 126 S. 129
3. Die Eidgen�ssische Datenschutzkommission hat um einen Meinungsaustausch zur Frage ersucht, wer zur Beurteilung der gest�tzt auf das Datenschutzgesetz erhobenen Einw�nde (Art. 6 DSG) zust�ndig sei. Die Durchf�hrung eines solchen Verfahrens er�brigt sich indessen: Sowohl in Anwendung des B�rsengesetzes erlassene Verf�gungen der Bankenkommission als auch gest�tzt auf den verwaltungsrechtlichen Teil des Datenschutzgesetzes ergangene Entscheide der Datenschutzkommission unterliegen im Rahmen des Bundesrechtspflegegesetzes der Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht (Art. 39 BEHG bzw. Art. 25 Abs. 5 2. Satz in Verbindung mit Art. 33 Abs. 1 DSG und Art. 97 und Art. 98 lit. f bzw. lit. e OG und Art. 5 VwVG; BGE 125 II 65 E. 1 S. 69; BGE 123 II 534 E. 1a S. 535 f.). Dieses f�hrt in der Regel keinen Meinungsaustausch mit Vorinstanzen zu formell- oder materiellrechtlichen Fragen, die es auf Verwaltungsgerichtsbeschwerde hin noch in einem ordentlichen Verfahren zu beurteilen haben k�nnte, liefe dies im Resultat doch auf ein dem schweizerischen Recht unbekanntes "Vorabentscheidverfahren" hinaus. Die Vorinstanz hat �ber ihre Zust�ndigkeit von Amtes wegen zu entscheiden (vgl. MOSER, in: Moser/Uebersax, Prozessieren vor Eidgen�ssischen Rekurskommissionen, Basel/Frankfurt a.M. 1998, Rzn. 3.6 ff.; K�LZ/H�NER, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, Z�rich 1998, Rzn. 231 ff.), wogegen anschliessend das Bundesgericht angerufen werden kann. Diese Praxis rechtfertigt sich allein schon mit Blick darauf, dass die Parteien am Meinungsaustausch an sich nicht beteiligt sind und damit ihr Anspruch auf rechtliches Geh�r tangiert sein k�nnte; so �usserte sich das Bundesgericht zu Handen der Vorinstanz bereits verbindlich zu der ihm unterbreiteten Frage (vgl. MOSER, a.a.O., Rz. 3.8 mit Hinweisen). Das Bundesgericht f�hrt einen Meinungsaustausch grunds�tzlich nur, soweit neben seiner eigenen eine allf�llige andere letztinstanzliche Zust�ndigkeit gegeben sein k�nnte. Nachdem die Sache vorliegend gest�tzt auf Art. 39 BEHG bei ihm h�ngig ist und die Datenschutzkommission als Vorinstanz des Gerichts handeln w�rde, kann direkt und verbindlich im Rahmen des vorliegenden Urteils vorfrageweise �ber ihre BGE 126 II 126 S. 130Zust�ndigkeit entschieden werden (vgl. BGE 122 II 204 ff.). Da die Beschwerde - wie zu zeigen sein wird - bereits gest�tzt auf Art. 38 BEHG gutzuheissen und der angefochtene Entscheid aufzuheben ist, widerspr�che es der Verfahrenseffizienz, eine Zwischenverf�gung der Datenschutzkommission abzuwarten und erst hernach unter Vereinigung der Verfahren die Frage nach deren Zust�ndigkeit zu pr�fen, zumal alle Beteiligten zur Problematik inzwischen umfassend Stellung genommen haben.
4. Das Datenschutzgesetz dient dem Schutz der Pers�nlichkeit und der Grundrechte von Personen, �ber die Daten bearbeitet werden (Art. 1 DSG). Es sieht hierf�r gewisse Bearbeitungsgrunds�tze und eigenst�ndige Rechtsanspr�che vor (Art. 4 ff. DSG). Datenschutzrechtliche Fragen k�nnen sich im Rahmen eines bestimmten Verfahrens stellen, das haupts�chlich andere, beispielsweise sozialversicherungsrechtliche, Anspr�che zum Gegenstand hat. Die entsprechenden Aspekte sind dann in der Regel mit den jeweiligen spezialgesetzlich geregelten Fragen in den dortigen Verfahren zu behandeln (BGE 123 II 534 E. 1b S. 536 mit weiteren Hinweisen; RENATA JUNGO, in: MAURER/VOGT, Kommentar zum schweizerischen Datenschutzgesetz, Basel 1995, N. 14 zu Art. 33 DSG). Soweit sich die datenschutzrechtlichen Probleme dagegen als selbst�ndige Sachentscheide hiervon unabh�ngig stellen, fallen sie in die Zust�ndigkeit der Eidgen�ssischen Datenschutzkommission (vgl. BGE 123 II 534 E. 1b S. 536 mit Hinweis; JUNGO, a.a.O., N. 13 zu Art. 33 DSG). Entscheidend ist, ob der Gesuchsteller im konkreten Fall einen eigenst�ndigen datenschutzrechtlichen Aspekt verfolgt bzw. eine datenschutzrechtliche Frage aufwirft, welcher gegen�ber der spezialgesetzlichen Regelung (materiell) eigenst�ndige Bedeutung zukommt (so unver�ffentlichte E. 1b von BGE 125 II 473 ff.). Der Gesetzgeber hat sich f�r die Einrichtung einer Rekurskommission f�r den Datenschutz als Querschnittmaterie entschieden und damit eine gewisse Gabelung des Rechtswegs in Kauf genommen, um eine einheitliche Auslegung und Handhabung des Datenschutzrechts durch die Bundesbeh�rden zu erreichen (BBl 1988 II 483). Es ist indessen nicht Aufgabe der Datenschutzkommission, Rechtsfragen aus s�mtlichen Gebieten des Verwaltungsrechts zu beurteilen, die sich im Zusammenhang mit datenschutzrechtlichen Problemen stellen k�nnen. Beschreitet der Beschwerdef�hrer den datenschutzrechtlichen Weg, kann er dort ausschliesslich datenschutzrechtliche Probleme zum Verfahrensgegenstand machen, denen eigenst�ndiger Charakter zukommt (unver�ffentlichte E. 1c von BGE 125 II 473 ff.).BGE 126 II 126 S. 131
5. Vor diesem Hintergrund sind die sich im vorliegenden Fall stellenden materiell- und verfahrensrechtlichen Datenschutzfragen zu pr�fen:
a) aa) Das Datenschutzgesetz gilt generell f�r das Bearbeiten von Daten nat�rlicher und juristischer Personen durch Bundesorgane (vgl. Art. 2 Abs. 1 lit. b DSG; MARC BUNTSCHU, in: MAURER/VOGT, a.a.O., Rzn. 23 ff. zu Art. 2), wozu die Bankenkommission z�hlt; es ist deshalb grunds�tzlich auf deren T�tigkeit, soweit datenschutzrechtlich relevant, anwendbar. Das Gesetz schliesst h�ngige Zivilprozesse, Strafverfahren, Verfahren der internationalen Rechtshilfe sowie staats- und verwaltungsrechtliche Verfahren mit Ausnahme erstinstanzlicher Verwaltungsverfahren von seinem Anwendungsbereich aus (Art. 2 Abs. 2 lit. c DSG). Diese Sonderregelung beruht auf der Idee, dass hier der P-ers�nlichkeitsschutz durch die Spezialbestimmungen der entsprechenden Verfahren selber hinreichend gesichert und geregelt erscheint (vgl. BBl 1988 II 443; MARC BUNTSCHU, a.a.O., Rz. 39 zu Art. 2 DSG). Das gilt f�r die Amtshilfe nicht im gleichen Masse: Sie kann nicht einfach aus Praktikabilit�tsgr�nden mit der Internationalen Rechtshilfe in Zivil- und Strafsachen gleichgesetzt werden. Der Gesetzgeber hat die Rechtshilfe verfahrens- und datenschutzm�ssig als hinreichend ausgebaut erachtet, um die datenschutzrechtlichen Interessen der Betroffenen wirksam zu sch�tzen. Entsprechendes ergibt sich f�r die Amtshilfe weder aus den Materialien noch aus dem Wortlaut oder der Systematik des B�rsengesetzes. Dieses regelt die Amtshilfe wenig detailliert; zudem kann die Bankenkommission Amtshilfe je nach der Natur der Informationen auch ohne weitere F�rmlichkeiten leisten (vgl. HANS-PETER SCHAAD, in: VOGT/WATTER, Kommentar zum schweizerischen Kapitalmarktrecht, Basel 1999, Rz. 120 zu Art. 38 BEHG). Ein Anspruch auf ein formelles Verfahren besteht grunds�tzlich nur, soweit Kundendaten ("kundenbezogene Informationen") des beaufsichtigten H�ndlers �bermittelt werden (vgl. SCHAAD, a.a.O., Rz. 124 zu Art. 38 BEHG) oder dieser sich weigert, andere nicht allgemein zug�ngliche Informationen, die keine Kunden betreffen ("nichtkundenbezogene Informationen"), der Aufsichtsbeh�rde zur Verf�gung zu stellen. Solche k�nnen jedoch ebenfalls Personendaten im Sinne von Art. 3 lit. a DSG bilden.
bb) Auch wenn die Abgrenzung von Amts- und Rechtshilfe dogmatisch nicht immer leicht f�llt, unterscheiden sich die beiden Rechtsinstitute doch sowohl nach Sinn und Zweck wie nach dem anwendbaren Verfahren (vgl. SCHAAD, a.a.O., Rzn. 17 ff., 23, 111 ff. BGE 126 II 126 S. 132zu Art. 38 BEHG; THIERRY AMY, Entraide administrative internationale en mati�re bancaire, boursi�re et financi�re, Diss. Lausanne 1998, S. 235 ff.; K�NG/HUBER/KUSTER, Kommentar zum B�rsengesetz, Bd. II, Z�rich 1998, Rzn. 5 ff. zu Art. 38; HELENA INGRID GLASER, Amtshilfe und Bankgeheimnis, Diss. Basel 1996, S. 24 ff.; RICCARDO SANSONETTI, L'entraide administrative internationale dans la surveillance des march�s financiers, Z�rich 1998, S. 10 ff. und S. 43 ff.; ANNETTE ALTHAUS, Amtshilfe und Vor-Ort-Kontrolle, Bern 1997, S. 3/4; ROBERT ZIMMERMANN, La coop�ration judiciaire internationale en mati�re p�nale, Bern 1999, N. 1 S. 8). Die internationale Amtshilfe zur �berwachung des B�rsen- und Effektenhandels erfolgt zwischen administrativen Markt- bzw. Handelsaufsichtsbeh�rden im Rahmen eines nicht streitigen Verwaltungsverfahrens (vgl. jedoch die Kritik bei GLASER, S. 24 ff.). Das B�rsengesetz selber trennt die Rechtshilfe an Strafuntersuchungsbeh�rden insofern hiervon ab, als die Weiterleitung von in Amtshilfe erhaltenen Informationen an Strafbeh�rden unzul�ssig ist, "wenn die Rechtshilfe in Strafsachen ausgeschlossen w�re" (Art. 38 Abs. 2 lit. c BEHG). Die einfacher erh�ltliche Amtshilfe unter Aufsichtsbeh�rden darf nicht zu einer Umgehung der Regeln �ber die Internationale Rechtshilfe in Straf- und Zivilsachen f�hren (BGE 125 II 450 E. 3b S. 457; vgl. SCHAAD, a.a.O., Rz. 80 ff. zu Art. 38 BEHG). Es kann deshalb nicht generell gesagt werden, das Datenschutzgesetz sei auf die Amtshilfe - analog der Ausnahme von Art. 2 Abs. 2 lit. c DSG f�r die Rechtshilfe - zum Vornherein nicht anwendbar. W�rde der Katalog von Art. 2 Abs. 2 DSG �ber seinen Wortlaut hinaus nach den Grunds�tzen "lex specialis derogat legi generali" bzw. "lex posterior derogat legi priori" leichthin ausgedehnt, verl�re der Datenschutz relativ schnell seine Natur als Querschnittmaterie mit einheitlichen Grunds�tzen und allgemeinen Prinzipien. Erstinstanzliche Verwaltungsverfahren, auf die, wie nach Art. 38 Abs. 3 BEHG f�r das Amtshilfeverfahren betreffend kundenbezogener Daten, das Verwaltungsverfahrensgesetz anwendbar ist, fallen unter das Datenschutzgesetz; dies muss umso mehr f�r Daten�bergaben gelten, die m�ndlich und ohne weitere F�rmlichkeiten erfolgen. Das Datenschutzgesetz gilt deshalb grunds�tzlich auch im b�rsenrechtlichen Amtshilfeverfahren (so auch SCHAAD, a.a.O., Rz. 116 zu Art. 38 BEHG; SANSONETTI, a.a.O., S. 541; ALTHAUS, a.a.O., S. 104).
b) Der Gesetzgeber kann aber gewissen im Datenschutzgesetz vorgesehenen Prinzipien, Grunds�tzen oder Anspr�chen bereits BGE 126 II 126 S. 133beim Erlass der spezialgesetzlichen Regelung derart Rechnung tragen, dass einzelnen Bestimmungen des Datenschutzgesetzes daneben (materiell) keine eigenst�ndige Bedeutung mehr zukommt und die Gesamtproblematik deshalb - wie hier - von den im jeweiligen Sachbereich zust�ndigen Organen zu beurteilen ist. Dies ist jeweils im Einzelnen noch zus�tzlich zu pr�fen.
aa) Nach Art. 19 DSG d�rfen Bundesorgane Personendaten unter anderem bekannt geben, wenn hierzu eine gesetzliche Grundlage besteht; besonders sch�tzenswerte Personendaten oder Pers�nlichkeitsprofile k�nnen sie bearbeiten, soweit ein formelles Gesetz dies ausdr�cklich vorsieht (vgl. Art. 17 DSG). Die Bekanntgabe ins Ausland ist ausgeschlossen, wenn dadurch die Pers�nlichkeit der Betroffenen schwerwiegend gef�hrdet w�rde, namentlich weil ein Datenschutz fehlt, der dem schweizerischen gleichwertig ist (Art. 6 Abs. 1 DSG). Art. 38 Abs. 2 BEHG seinerseits enth�lt die von Art. 19 in Verbindung mit Art. 17 DSG geforderte gesetzliche Grundlage f�r die Weitergabe von Personendaten an ausl�ndische B�rsenaufsichtsbeh�rden. Danach kann die Eidgen�ssische Bankenkommission diesen unter gewissen Voraussetzungen nicht �ffentlich zug�ngliche Ausk�nfte und sachbezogene Unterlagen �bermitteln. Es muss sich dabei um "Aufsichtsbeh�rden �ber B�rsen- und Effektenh�ndler" handeln, die solche Informationen ausschliesslich zur direkten Beaufsichtigung des B�rsen- und Effektenhandels verwenden (Art. 38 Abs. 2 lit. a BEHG; "Spezialit�tsprinzip" bzw. "permitted uses") und zudem "an das Amts- und Berufsgeheimnis gebunden" sind (Art. 38 Abs. 2 lit. b BEHG; "Grundsatz der Vertraulichkeit" bzw. "confidentiality"). Die Informationen d�rfen "nicht ohne vorg�ngige Zustimmung der schweizerischen Aufsichtsbeh�rde oder aufgrund einer generellen Erm�chtigung in einem Staatsvertrag an zust�ndige Beh�rden und Organe, die mit im �ffentlichen Interesse liegenden Aufsichtsaufgaben betraut sind", weitergeleitet werden (Art. 38 Abs. 2 lit. c Satz 1 BEHG; "Prinzip der langen Hand"; BGE 125 II 65 E. 9a S. 76, 450 E. 3 S. 455 f.). Die Weiterleitung an Strafbeh�rden ist untersagt, wenn die Rechtshilfe in Strafsachen ausgeschlossen w�re. Die Aufsichtsbeh�rde entscheidet hier�ber im Einvernehmen mit dem Bundesamt f�r Polizeiwesen (Art. 38 Abs. 2 lit. c S�tze 2 und 3 BEHG; BGE 125 II 450 E. 3b S. 457; BERNHARD WEIGL, Schweizer B�rsenrecht, Baden-Baden 1997, S. 109). Im �brigen muss die Amtshilfe als solche verh�ltnism�ssig sein (BGE 125 II 65 E. 6 S. 73 ff.; "Verbot der Beweisausforschung" und "�bermassverbot").BGE 126 II 126 S. 134
bb) Art. 38 Abs. 2 BEHG legt damit die Voraussetzungen fest, unter denen Personendaten an ausl�ndische B�rsenaufsichtsbeh�rden weitergegeben werden d�rfen; er regelt insbesondere die vom Gesetzgeber bereichsspezifisch aufgestellten Anforderungen zur Gew�hrleistung der Vertraulichkeit und der Zweckbindung der �bermittelten Informationen. Zum einen konkretisiert er insofern die allgemeinen Grunds�tze des Datenschutzes (z.B. Art. 4 Abs. 2 DSG [Verh�ltnism�ssigkeit; vgl. URS MAURER, in: MAURER/VOGT, a.a.O., Rz. 10 ff. zu Art. 4] oder Art. 4 Abs. 3 DSG [Zweckbindung]), zum anderen modifiziert er sie jedoch auch. Art. 6 Abs. 1 DSG verlangt grunds�tzlich einen dem schweizerischen gleichwertigen Datenschutz im Empf�ngerstaat; Art. 38 Abs. 2 BEHG hingegen stellt selbst abschliessend spezifische Kriterien auf, welche die Vertraulichkeit der �bermittelten Daten und deren zweckgebundene Verwendung im Einzelfall gew�hrleisten sollen (Spezialit�tsprinzip, Bindung der ersuchenden Beh�rde an das Amts- und Berufsgeheimnis, Zustimmungsvorbehalt f�r die Weiterleitung an andere Beh�rden). Das Gleichwertigkeitserfordernis bezweckt, dass die Bekanntgabe von Personendaten ins Ausland sich nicht nachteilig auf die Rechtsposition des Betroffenen auswirkt (vgl. MAURER, a.a.O., Rz. 18 zu Art. 6 DSG). Die zur entsprechenden Beurteilung erforderliche Interessenabw�gung hat der Gesetzgeber in Art. 38 BEHG grunds�tzlich bereits selber vorgenommen (vgl. zu den Erfordernissen an die Amtshilfe allgemein nach Datenschutzgesetz JEAN-PHILIPPE WALTER, in: MAURER-/VOGT, a.a.O., Rzn. 5 ff. zu Art. 19 DSG). F�r eine eigenst�ndige Anwendung von Art. 6 DSG verbleibt deshalb bei der b�rsengesetzlichen Amtshilfe grunds�tzlich kein Raum. Art. 38 BEHG enth�lt insofern eine spezifische Datenschutzregelung, welche dem Datenschutzgesetz vorgeht (vgl. BUNTSCHU, a.a.O., Rz. 9 zu Art. 2 DSG). Zumindest vermag die Anrufung von Art. 6 DSG vorliegend keine verfahrensrechtliche Aufspaltung der Rechtswege zu rechtfertigen. Diese Bestimmung kann vern�nftigerweise nur im Rahmen der Auslegung der Schutzbestimmungen von Art. 38 BEHG sinnvoll ber�cksichtigt werden. Ist die Datenschutzkommission jedoch nicht befugt, das b�rsengesetzliche Amtshilferecht als solches auszulegen, muss davon ausgegangen werden, dass ausschliesslich der amtshilferechtliche Rechtsweg offensteht, in dessen Rahmen den im Datenschutzgesetz vorgesehenen Wertentscheiden Rechnung zu tragen ist.
c) Hierf�r sprechen auch Art. 6 DBG selber sowie der Wortlaut bzw. Sinn und Zweck von Art. 39 BEHG: BGE 126 II 126 S. 135
aa) Sind die Voraussetzungen f�r eine Amtshilfe nach Art. 38 Abs. 2 BEHG gegeben, darf die �bermittlung grunds�tzlich auch in ein Land erfolgen, das ein niedrigeres Datenschutzniveau aufweist, weil - bei Einhaltung der b�rsengesetzlichen Kriterien, im Rahmen von deren Auslegung Art. 6 DSG mitzuber�cksichtigen ist - eine "schwerwiegende Gef�hrdung der Pers�nlichkeit der betroffenen Personen" praktisch ausgeschlossen werden kann (so auch SCHAAD, a.a.O., Rz. 117 zu Art. 38 BEHG; ALTHAUS, a.a.O., S. 104 f.; SANSONETTI, S. 548). Soweit Art. 6 DSG die Herausgabe von Daten etwa mit Blick auf eine allf�llige Missachtung von Menschenrechten durch den ersuchenden Staat in Frage stellen k�nnte (vgl. BBl 1988 II 451, MAURER, a.a.O., Rz. 2 zu Art. 6 DSG), ist diesem Aspekt im Rahmen der Spezialit�t und der Verh�ltnism�ssigkeit des Amtshilfeentscheids Rechnung zu tragen; im �brigen kann Art. 6 DSG allgemein subsidi�r als Massstab f�r die Handhabung des der Bankenkommission bei der Amtshilfe zustehenden Ermessens dienen. Zu Unrecht weist die Datenschutzkommission f�r die selbst�ndige Bedeutung von Art. 6 DSG darauf hin, dass Art. 38 Abs. 2 BEHG nur den Schutz des Kapitalmarktunternehmens betreffe, nicht aber jenen der Kunden, die deshalb nur verfahrensrechtlich - nicht aber auch materiellrechtlich - durch Art. 38 Abs. 3 BEHG gesch�tzt seien. Die b�rsenrechtliche Amtshilfe dient nicht nur der Aufsicht �ber die Institute (B�rsen und Effektenh�ndler), sondern der Kontrolle des Marktgeschehens schlechthin, weshalb zu administrativen Aufsichtszwecken auch Informationen �ber Kunden von Effektenh�ndlern �bermittelt werden d�rfen (BGE 125 II 65 E. 5 S. 72 f.). Die besonderen Vorschriften �ber die Vertraulichkeit und die Zweckbindung der gelieferten Informationen gem�ss Art. 38 Abs. 2 BEHG sch�tzen damit auch datenschutzrechtliche Interessen der Kunden, �ber die Informationen weitergeleitet werden (so auch unver�ffentlichtes Urteil vom 24. November 1999 i.S. X. c. EBK, E. 3b).
bb) Nach Art. 39 BEHG unterliegen die Verf�gungen der Aufsichtsbeh�rde "unmittelbar" der Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht. Bereits der Wortlaut des B�rsengesetzes weist damit klar darauf hin, dass gegen Amtshilfeentscheide der Bankenkommission - direkt und ohne Einschaltung einer Zwischeninstanz - an das Bundesgericht gelangt werden soll. Anhaltspunkte daf�r, dass dieser Wortlaut nicht den wahren Sinn und Zweck der Bestimmung wiedergeben k�nnte, bestehen nicht (vgl. BGE 118 Ib 187 E. 5a S. 191). Im BGE 126 II 126 S. 136Gegenteil: Der Gesetzgeber war sich beim Erlass der Amtshilfebestimmungen der datenschutzrechtlichen Problematik bewusst, unterliegen die dadurch betroffenen, nicht �ffentlich zug�nglichen Informationen bez�glich einzelner Kunden doch nicht nur dem Datenschutzgesetz, sondern in erster Linie auch dem Bank- und dem Effektenh�ndlergeheimnis. Der Gesetzgeber wollte mit Art. 38 BEHG eine Amtshilfebestimmung schaffen, die es der Schweiz erlauben soll, im Rahmen einer effizienten Zusammenarbeit mit den ausl�ndischen Aufsichtsbeh�rden Informationen "rasch" austauschen zu k�nnen (BGE 125 II 450 E. 2b S. 454: "int�r�t � pouvoir acc�l�rer la proc�dure"; BBl 1993 I 1424); diesem Ziel liefe eine Aufspaltung des Rechtswegs in F�llen wie dem vorliegenden jedoch gerade zuwider. Das bedeutet nicht, dass Art. 39 BEHG jegliche Zust�ndigkeit der Datenschutzkommission gegen Verf�gungen der Bankenkommission ausschl�sse. Soweit der Betroffene selbst�ndige datenschutzrechtliche Anspr�che verfolgt, ist deren Geltendmachung bei der Datenschutzkommission insofern m�glich, als - losgel�st von einem Amtshilfeverfahren - das datenschutzgesetzliche Einsichtsrecht (Art. 8 DSG), der Anspruch auf Berichtigung oder Vernichtung von Personendaten (Art. 25 Abs. 3 DSG) oder der Antrag auf generelle Sperrung der Bekanntgabe bestimmter Personendaten (Art. 20 und Art. 25 Abs. 3 DSG) tangiert ist; gegen�ber Amtshilfeentscheiden bleibt indessen ausschliesslich und unmittelbar das Bundesgericht zust�ndig.
6. a) aa) Das Bundesgericht hat j�ngst im Zusammenhang mit einem amerikanischen Amtshilfeersuchen entschieden, dass die "Securities and Exchange Commission (SEC)" eine Aufsichtsbeh�rde im Sinne von Art. 38 BEHG sei, der grunds�tzlich Amtshilfe gew�hrt werden k�nne (Urteil vom 24. November 1999 i.S. X. c. EBK, E. 2b; vgl. auch THIERRY AMY, a.a.O., S. 154-160). Einer solchen stehe weder der Staatsvertrag vom 25. Mai 1973 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und den Vereinigten Staaten von Amerika �ber gegenseitige Rechtshilfe in Strafsachen entgegen (SR 0.351.933.6; vgl. Art. 1 Ziff. 3) noch der Briefwechsel vom 3. November 1993 zwischen der Schweiz und den Vereinigten Staaten betreffend die Rechtshilfe in erg�nzenden Verwaltungsverfahren bei strafbaren Handlungen im Zusammenhang mit dem Angebot, dem Kauf und Verkauf von Effekten und derivativen Finanzprodukten ("futures" und "options") (SR 0.351.933.66; vgl. zur Internationalen BGE 126 II 126 S. 137Rechtshilfe mit den Vereinigten Staaten: BGE 120 Ib 251 E. 4 S. 253; f�r die Zeit vor dem Briefwechsel vom 3. November 1993: BGE 118 Ib 547 E. 2 S. 550 f.; BGE 115 Ib 186 E. 3 S. 191; BGE 109 Ib 47 E. 3a S. 50 f.; ROBERT ZIMMERMANN, a.a.O., N. 334). Die SEC k�nne heute auf dem einen oder anderen Weg um die Mitarbeit der schweizerischen Beh�rden ersuchen. Die Amtshilfe nach Art. 38 BEHG d�rfe aber nicht dazu dienen, die Bestimmungen �ber die Internationale Rechtshilfe in Strafsachen zu umgehen, weshalb die Bankenkommission darauf achten m�sse, dass die SEC vor einer Weiterleitung zu Zwecken der Strafverfolgung die nach schweizerischem Recht erforderlichen Bewilligungen einhole. Zudem habe die SEC Garantien daf�r zu bieten, dass einem negativen Entscheid der schweizerischen Beh�rden nachgelebt werde (unver�ffentlichtes Urteil vom 24. November 1999 i.S. X., E. 2c u. 4c).
bb) Das Ersuchen der SEC stand vorliegend im Zusammenhang mit auff�lligen Kursverl�ufen im Vorfeld der �bernahme der Elsag Bailey Process Automation N.V. durch die ABB. Hierin lag ein hinreichender Hinweis auf eine allenfalls unzul�ssige Marktbeeinflussung, der die Erteilung von Amtshilfe unter Aufsichtsbeh�rden rechtfertigte. Die verschiedenen Transaktionen lassen sich �usserlich nicht in verd�chtige und unverd�chtige aufteilen. Es ist Aufgabe der SEC und ihres Sekretariats, auf Grund eigener Untersuchungen und gest�tzt auf die eingeholten Ausk�nfte die entsprechende Ausscheidung zu treffen. Es bestand somit ein aufsichtsrechtlich relevanter Grund, die schweizerischen Beh�rden um Amtshilfe nach dem B�rsengesetz zu ersuchen (vgl. BGE 125 II 65 E. 6b/bb S. 74). Ob die Beschwerdef�hrer tats�chlich von Insiderinformationen profitiert haben, bildet nicht Gegenstand des Amtshilfeverfahrens. Nachdem der verd�chtige Kauf �ber ihr Konto erfolgt ist, handelt es sich bei ihnen auch nicht um offensichtlich unbeteiligte Dritte (Art. 38 Abs. 3 letzter Satz BEHG; vgl. BGE BGE 120 Ib 251 E. 5 S. 254/255; BGE 115 Ib 68 E. 4c S. 84; K�NG/HUBER/KUSTER, a.a.O., Rz. 16 zu Art. 38 BEHG; SCHAAD, a.a.O., Rz. 133 zu Art. 38 BEHG; unver�ffentlichtes Urteile vom 24. November 1999 i.S. X. c. EBK, E. 5c, und nicht publizierte E. 4 von BGE 125 II 83 ff.).
b) Zu Recht wenden die Beschwerdef�hrer jedoch ein, der Grundsatz der Vertraulichkeit sei vorliegend nicht hinreichend gew�hrleistet, soweit die Bankenkommission in Ziffer 6 des Dispositivs der SEC lediglich in Erinnerung rufe, dass eine Weitergabe an Dritte nicht ohne ihre Zustimmung erfolgen d�rfe, weshalb die Amtshilfe nicht gew�hrt werden k�nne: BGE 126 II 126 S. 138
aa) Die Bankenkommission darf ausl�ndischen Aufsichtsbeh�rden �ber B�rsen- und Effektenh�ndler nicht �ffentlich zug�ngliche Ausk�nfte und sachbezogene Unterlagen nur �bermitteln, soweit die Empf�nger an das Amts- oder Berufsgeheimnis gebunden sind (Art. 38 Abs. 2 lit. b BEHG) und die Einhaltung des "Spezialit�tsprinzips" und des "Prinzips der langen Hand" gesichert erscheinen. Dies ist zurzeit im Verh�ltnis zu den Vereinigten Staaten von Amerika - wie das Bundesgericht bereits festgehalten hat (unver�ffentlichtes Urteil vom 24. November 1999 i.S. X. c. EBK) - (noch) nicht der Fall: Zwar sind die von der SEC im Rahmen h�ngiger Verfahren erhaltenen Informationen und Unterlagen an sich vertraulich und kann die Verletzung der entsprechenden Geheimhaltungspflichten durch deren Mitarbeiter zu einer maximalen Busse von 1'000'000 US-Dollar oder einer Freiheitsstrafe von bis zu 10 Jahren f�hren (unver�ffentlichtes Urteil vom 24. November 1999 i.S. X. c. EBK, E. 3a), doch ist die Vertraulichkeit der Informationen und Dokumente ansonsten nicht gen�gend gew�hrleistet. Soweit die Informationen sich einmal in den H�nden der SEC befinden, deren Anh�rungen grunds�tzlich �ffentlich stattfinden (Section 21 des Securities Act bzw. Section 22 des Securities Exchange Act), k�nnen sie einem breiteren Publikum zug�nglich werden. Section 24 (d) (1) des Securities Exchange Act erlaubt hiervon zwar eine Ausnahme, wenn die SEC Informationen von einer ausl�ndischen Aufsichtsbeh�rde erhalten hat, falls diese in nachvollziehbarer Weise dartut, dass die Ver�ffentlichung ihr eigenes Recht verletzen w�rde. Das Bundesgericht hat jedoch entschieden, dass mit Blick auf eine allf�llige Beschwerde gegen einen solchen Entscheid (Section 25 [a] [1] des Securities Exchange Act) noch Unklarheiten best�nden, die von der Bankenkommission auszur�umen seien, bevor allf�llige nicht �ffentlich zug�ngliche Ausk�nfte und Unterlagen weitergeleitet werden d�rften (Urteil vom 24. November 1999 i.S. X. c. EBK, E. 3b). Entgegen der Ansicht der Bankenkommission in ihrer Duplik rechtfertigt es sich nicht, auf diese Ausf�hrungen zur�ckzukommen. Die Tatsache, dass - so die Bankenkommission - vorliegend absehbar sei, dass die Informationen nach eingehender Pr�fung durch die SEC selber allenfalls im Rahmen einer "amended complaint" im h�ngigen Verfahren vor dem US District Court of New York ben�tzt w�rden, und die Bankenkommission in Ziffer 4 des Dispositivs nur dies bewilligt habe, �ndert nichts daran, dass eine weitere, durch die Aufsichtszwecke nicht gedeckte Verwendung gest�tzt auf die nicht eindeutigen Ausf�hrungen der SEC in ihrem BGE 126 II 126 S. 139Schreiben vom 17. november 1997 - auch hier - noch nicht hinreichend ausgeschlossen erscheint.
bb) Art. 38 Abs. 2 BEHG will die Amtshilfe zwischen den Aufsichtsbeh�rden soweit erleichtern, als dies mit den Voraussetzungen der Internationalen Rechtshilfe vereinbar ist; diese darf aber nicht umgangen werden. Die Bankenkommission muss die Kontrolle �ber die herausgegebenen Informationen behalten ("Prinzip der langen Hand"). Sind die aufsichtsrechtlichen Ermittlungen im Empf�ngerstaat gen�gend fortgeschritten und zeichnet sich gest�tzt darauf die Notwendigkeit einer Weiterleitung an einen Zweitempf�nger ab, kann die Bankenkommission ihre Zustimmung hierzu bereits unmittelbar in ihrem Amtshilfeentscheid geben. Umgekehrt muss sie bei einer unklaren Ausgangslage von der ausl�ndischen Aufsichtsbeh�rde ausdr�cklich verlangen, dass eine Weitergabe ohne ihre Zustimmung unterbleibt (BGE 125 II 65 E. 9b/aa). Fehlen hinreichende Zusicherungen hierzu, hat sie (vorerst) von der Amtshilfe abzusehen (vgl. K�NG/HUBER/LUTZ, a.a.O., Rz. 14 in fine zu Art. 38 BEHG). Die Erkl�rungen der ausl�ndischen Aufsichtsbeh�rde haben hinreichende Garantien daf�r zu bieten, dass auf die Einhaltung des Spezialit�tsgrundsatzes und jenes der "langen Hand" vertraut werden kann. Nach der Rechtsprechung ist nicht erforderlich, dass der ersuchende Staat v�lkerrechtlich verbindlich garantiert, dass er sich an die Bedingungen h�lt, unter denen die Schweiz Amtshilfe leistet. Das schweizerische Recht verlangt in Art. 38 Abs. 2 BEHG lediglich, dass die ersuchende Beh�rde die Informationen ausschliesslich zur direkten Beaufsichtigung der B�rsen bzw. des Effektenhandels verwendet und die erhaltenen Angaben nicht ohne vorg�ngige Zustimmung der schweizerischen Aufsichtsbeh�rde weiterleitet. Das Gesetz sieht nicht vor, dass Amtshilfe nur geleistet werden d�rfte, falls die Gesetzgebung des ersuchenden Staates ihrerseits ausdr�ckliche Garantien enth�lt und die ersuchende Beh�rde eine entsprechende f�r ihren Staat v�lkerrechtlich verbindliche Erkl�rung abgibt. Solange ein ersuchender Staat sich effektiv an den Spezialit�tsvorbehalt h�lt und auch sonst keine Anzeichen bestehen, dass er dies im konkreten Fall nicht tun w�rde, steht der Amtshilfe unter diesem Gesichtspunkt nichts entgegen. Bloss falls die ausl�ndische Aufsichtsbeh�rde tats�chlich nicht in der Lage ist, dem Spezialit�tsvorbehalt nachzukommen, ist die Bankenkommission nicht mehr befugt, ihr Amtshilfe zu leisten (unver�ffentlichtes Urteil vom 29. Oktober 1998 i.S. X. c. EBK, E. 7). Wie das Bundesgericht im Urteil vom 24. November 1999 BGE 126 II 126 S. 140festgehalten hat, bestehen insofern bei der Zusicherung der SEC vom 17. November 1997, auf welche die Bankenkommission auch im vorliegenden Fall Bezug nimmt, noch Unklarheiten, wenn deren Pr�sident erkl�rt:
"We confirm that we will ask the SFBC's [d.h. der Eidgen�ssische Bankenkommission] prior consent before disclosing non-public information received from the SFBC, except in the unlikely instance where seeking prior consent is not possible, such as where it is prohibited or an immediate reponse is required. If the SFBC withholds its consent to the disclosure where disclosure is mandatory, the SEC will take all reasonable steps to resist disclosure including, if possible and appropriate, by employing legal means to challenge the order or by explaining to the requesting authority the reasons for the SFBC not consenting and the negative consequences disclosure might have on future cooperation"
cc) Die SEC beh�lt sich mit dieser Formulierung ausdr�cklich vor, in jenen F�llen, in denen eine Zustimmung nicht m�glich oder nach dem amerikanischen Recht unzul�ssig w�re bzw. die nachsuchende Beh�rde eine sofortige Antwort verlangen w�rde, von der Einholung der Zustimmung abzusehen. Die SEC legt nicht weiter dar, um welche konkreten Situationen es sich dabei handeln k�nnte und an wen in diesem Rahmen die Unterlagen weitergegeben w�rden. Ihre Beurteilung, dass solche F�lle kaum eintreten d�rften ("except in the unlikely instance where..."), garantiert der Bankenkommission keinen gen�genden Handlungsspielraum und k�nnte sie auf eine weite amerikanische Auslegung des Verzichts auf das Zustimmungserfordernis verpflichten (unver�ffentlichtes Urteil vom 24. November 1999 i.S. X., E. 4d). Das Schreiben vom 17. November 1997 bildet in seiner Formulierung damit keine eindeutige, der SEC gegen�ber anrufbare Erkl�rung auf "best efforts" oder "best endeavour". Sie ist auch hinsichtlich der von der SEC einsetzbaren Zwangsmittel so unklar, dass die vorliegend verlangten Informationen auf dem Amtshilfeweg bis zur weiteren Kl�rung nicht herausgegeben werden d�rfen. Die Erkl�rungen hinsichtlich der Verwendung der von der Bankenkommission zur Weiterleitung an die SEC beschafften Informationen und Unterlagen in ihrem eigenen Verfahren, aber auch hinsichtlich einer allf�lligen Mitteilung an Zweitempf�nger gen�gen den Anforderungen von Art. 38 Abs. 2 BEHG nicht.
c) Hieran �ndert nichts, dass bereits eine "enforcement action" beim United States District Court of the Southern District of New BGE 126 II 126 S. 141York h�ngig ist und nur insofern in Ziffer 4 des Dispositivs nach vertieften Abkl�rungen durch die SEC eine Weiterleitung bewilligt worden sei, womit klar erscheine, inwiefern eine Weiterverwendung beabsichtigt werde.
aa) Nach Art. 38 Abs. 2 lit. c BEHG d�rfen die nicht �ffentlich zug�nglichen Informationen nicht ohne vorg�ngige Zustimmung der schweizerischen Aufsichtsbeh�rde oder aufgrund einer generellen Erm�chtigung in einem Staatsvertrag "an zust�ndige Beh�rden und an Organe, die mit im �ffentlichen Interesse liegenden Aufsichtsaufgaben betraut sind", weitergeleitet werden; das Gesetz schliesst damit jegliche Weitergabe durch den Zweitempf�nger an einen Dritten aus (unver�ffentlichtes Urteil vom 24. November 1999 i.S. X. c. EBK, E. 4a; SCHAAD, a.a.O., Rz. 101 zu Art. 38 BEHG; ALTHAUS, a.a.O., S. 91). Sollten die in Amtshilfe gelieferten Informationen tats�chlich im amerikanischen Verfahren nicht nur partei�ffentlich sein, sondern generell dem Publikum zug�nglich gemacht werden, w�rde Art. 38 BEHG missachtet. Selbst wenn mit der Bankenkommission davon auszugehen w�re, dass es sich bei der Erg�nzung der "enforcement action" beim United States Court of the Southern District of New York um eine Weitergabe im Sinne von Art. 38 Abs. 2 lit. c BEHG an eine andere mit �ffentlichen Aufsichtsaufgaben betraute Beh�rde handelt, w�re eine solche doch an das Bestehen eines Amts- (oder Berufsgeheimnisses) auch f�r diese gebunden. Zwar hat das Bundesgericht die Frage bisher offen gelassen, ob die Zweitbeh�rde einer entsprechenden Geheimhaltungspflicht unterworfen sein muss (unver�ffentlichtes Urteil vom 23. Juli 1999 i.S. X. c. EBK, E. 2); dies ist jedoch - mit der Doktrin - wohl eher zu bejahen (AMY, a.a.O., S. 399; SCHAAD, a.a.O., Rz. 92 zu Art. 38 BEHG; unklar: PETER NOBEL, Schweizerisches Finanzmarktrecht, Bern 1997, S. 208 Rz. 298; BEAT KLEINER, in: BODMER/KLEINER/LUTZ, Kommentar zum schweizerischen Bankengesetz, Rz. 14 zu Art. 23sexies). Die Frage braucht aber auch hier nicht abschliessend entschieden zu werden. Auf jeden Fall ist nicht ersichtlich, wie die Prinzipien der Vertraulichkeit, der langen Hand und der Spezialit�t eingehalten werden k�nnten, wenn die �bermittelten Daten unmittelbar durch ein �ffentliches Verfahren vor der Zweitbeh�rde ohne weiteres allgemein zug�nglich werden.
bb) Das Gleiche gilt, soweit sich die SEC nach ihrem Schreiben vom 15. M�rz 1999 vorbeh�lt, die von der Bankenkommission gelieferten Informationen im Falle eines "litigation release" �ber Internet dem Publikum zu �ffnen, wenn sie ausf�hrt: BGE 126 II 126 S. 142
Werden die von der SEC verlangten Informationen jedermann - und somit etwa auch in- und ausl�ndischen Steuerbeh�rden - �ber Internet weltweit zug�nglich gemacht, ist nicht erkennbar, inwiefern die Bankenkommission ohne zus�tzliche Zusicherungen der SEC, wie sie das Bundesgericht im Entscheid vom 24. November 1999 gefordert hat, die Kontrolle �ber die Verwendung der gelieferten Daten wahren und das Prinzip der langen Hand realisieren k�nnte. Dieses Vorgehen f�hrt zu einer Weitergabe an jegliche Dritte, was das Parlament ausdr�cklich ausschliessen wollte, als es bei der Beratung der Amtshilfe im Bankenbereich die entsprechende M�glichkeit aus dem Gesetzestext strich (vgl. ALTHAUS, a.a.O., S. 91 mit Hinweis auf die Materialien; SCHAAD, a.a.O., Rz. 101 zu Art. 38 BEHG; KLEINER, a.a.O, Rz. 12 zu Art. 23sexies BankG). Daf�r, dass es im B�rsengesetz einen anderen Wertentscheid getroffen h�tte, bestehen keine Anhaltspunkte.
cc) Der Hinweis der Bankenkommission auf die Internationale Rechtshilfe in Strafsachen, in deren Rahmen trotz des vom europ�ischen abweichenden amerikanischen Rechtssystems der SEC bereits bisher Unterlagen �bermittelt worden seien (BGE 109 Ib 47 ff.), verkennt, dass nach dem Rechtshilfeabkommen von 1973 und dem darauf ergangenen Briefwechsel von 1993 andere, von beiden Vertragsparteien akzeptierte Grunds�tze gelten, welche mit der Amtshilfe nach Art. 38 BEHG nicht umgangen werden d�rfen. Bei der hier vorgesehenen Verwendung best�nde unter den von der SEC bisher erteilten Zusicherungen ein nicht zu untersch�tzendes Risiko, dass die entsprechenden �bereinkommen verfahrens- wie materiellrechtlich ausgeh�hlt werden k�nnten. W�rde die Amtshilfe - wie von der Bankenkommission gefordert - generell grossz�giger gew�hrt als die Rechtshilfe, liesse sich wegen der �ffentlichkeit des amerikanischen "enforcement-action"-Verfahrens und den von der SEC im Hinblick hierauf erlassenen "litigation releases" die BGE 126 II 126 S. 143Verwendung der �bermittelten Unterlagen f�r die vom Gesetzgeber innerstaatlich im Rahmen der banken-, b�rsen- und anlagerechtlichen Amtshilfebestimmungen verfolgten Zwecke nicht mehr realisieren. Dass letztlich auch im Rechtshilfeverfahren ausgeh�ndigte Unterlagen zu einem bestimmten Zeitpunkt �ffentlich und damit allgemein zug�nglich werden k�nnen - beispielsweise durch eine in den Medien ver�ffentlichte strafrechtliche Verurteilung, welche in einem Drittstaat zu einem Steuerverfahren Anlass gibt - darf nicht dazu f�hren, dass �ber die Amtshilfe das Rechtshilfeverfahren, das dem Betroffenen qualifizierte Garantien bietet, unterlaufen wird. Eine Amtshilfe an die SEC ist in F�llen wie dem vorliegenden damit nicht grunds�tzlich ausgeschlossen, doch m�ssen die n�tigen Voraussetzungen gegeben sein, was spezifische Ausk�nfte und Zusicherungen der SEC hinsichtlich der Vertraulichkeit beispielsweise des "enforcement-action"-Verfahrens bedingt, ansonsten der Rechtshilfeweg gem�ss dem entsprechenden Abkommen und dem Schriftenwechsel einzuschlagen ist.
7. Da nach dem Gesagten die M�glichkeit der Wahrung des Spezialit�tsgrundsatzes, des Prinzips der langen Hand und der Vertraulichkeit im Verh�ltnis zur ersuchenden Beh�rde gest�tzt auf die vorliegenden Ausk�nfte zurzeit (noch) nicht hinreichend sichergestellt erscheinen, ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde gutzuheissen und der angefochtene Entscheid aufzuheben, ohne dass die weiteren Vorbringen der Beschwerdef�hrer noch zu pr�fen w�ren. Diesem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind keine Kosten zu erheben (Art. 156 Abs. 2 OG). Die Eidgen�ssische Bankenkommission hat die Beschwerdef�hrer f�r das bundesgerichtliche Verfahren angemessen zu entsch�digen (vgl. Art. 159 OG).
Art. 38 des Bundesgesetzes vom 24. M�rz 1995 �ber die B�rsen und den Effektenhandel [B�rsengesetz, BEHG; SR 954.1],
Art. 6 des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1992 �ber den Datenschutz (Datenschutzgesetz; DSG; SR 235.1),