Source: https://www.anwalt24.de/urteile/bgh/2009-09-14/v-zb-106_09
Timestamp: 2017-09-20 06:18:47
Document Index: 205595442

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 568', '§ 574', 'Art. 101']

BGH, 14.09.2009 - V ZB 106/09 - Statthaftigkeit einer Rechtsbeschwerde wegen objektiv willkürlicher Bejahung der Zuständigkeit der Einzelrichterin | anwalt24.de
Beschl. v. 14.09.2009, Az.: V ZB 106/09
Statthaftigkeit einer Rechtsbeschwerde wegen objektiv willkürlicher Bejahung der Zuständigkeit der Einzelrichterin
Referenz: JurionRS 2009, 22273
Aktenzeichen: V ZB 106/09
AG Amberg - 29.04.2009 - AZ: 4 K 200/08
LG Amberg - 12.06.2009 - AZ: 31 T 472/09
LG Amberg - 28.10.2009 - AZ: 31 T 472/09
BGH - 22.07.2010 - AZ: V ZB 178/09
Auf die Rechtsbeschwerde der Gläubigerin wird der Beschluss der Einzelrichterin des Landgerichts Amberg, 3. Zivilkammer, vom 12. Juni 2009 aufgehoben.
Der Gegenstandswert des Rechtsbeschwerdeverfahrens beträgt 419,14 EUR.
Die Rechtsbeschwerde ist nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (Beschl. v. 13. März 2003, IX ZB 134/02, NJW 2003, 1254; Senat, Beschl. v. 18. September 2003, V ZB 53/02, NJW 2004, 223) unbeschadet des Umstands, dass die Einzelrichterin einerseits Grundsatzbedeutung im weitesten Sinn (vgl. BGH, Beschl. v. 11. September 2003, XII ZB 188/02, NJW 2003, 3712) verneint und die Sache nicht gemäß § 568 Satz 2 Nr. 2 ZPO dem Beschwerdegericht (Kammer) übertragen, andererseits die Rechtsbeschwerde zugelassen hat, statthaft (§ 574 Abs. 1 Nr. 2, Abs. 3 und 2 ZPO). Die Zulässigkeitsvoraussetzungen sind auch im Übrigen gegeben.
Der Widerspruch führt unter dem Gesichtspunkt der objektiv willkürlichen Bejahung der Zuständigkeit der Einzelrichterin zur Aufhebung der Entscheidung und zur Zurückverweisung der Sache an das Beschwerdegericht (Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG).