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Timestamp: 2017-04-30 03:12:27
Document Index: 149409237

Matched Legal Cases: ['§ 128', '§ 88', '§ 89', '§ 66', '§ 66', '§ 67', '§ 66', '§ 915', '§ 1168', '§ 1168', '§ 1447', '§ 26', '§ 27', '§ 31', '§ 32', '§ 76', '§ 77', '§ 78', '§ 79', '§ 89', '§ 1426', '§ 26', '§ 89', '§ 31', '§ 922', '§ 932', '§ 933', '§ 1295', '§ 1296', '§ 1297', '§ 1298', '§ 1323', '§ 932', '§ 43', '§ 50', '§ 496', '§ 510', '§ 513', '§ 932', '§ 3', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 364', '§ 364', '§ 176', '§ 176', '§ 918', '§ 99', '§ 99', '§ 896', '§ 1302', '§ 1313', '§ 1313', '§ 1313']

ZRB 2014/1 - Heft 1 - 2014 - ZRB - Zeitschrift für Recht des Bauwesens - e-Journals
Volltext Cover Download EditorialZRB 2014/1, Jahrgang 2014, Heft 1, S. 1–1
Wenusch, Hermann Die sinnloseste aller Fragen – und das häufige Antreffen einer Seelenverwandten in der Bauwirtschaft
ZRB 2014, 1 „Lügen Sie?“ Aus Gründen der Logik kann diese Frage nur verneint werden: Der Ehrliche wird... „Lügen Sie?“ Aus Gründen der Logik kann diese Frage nur verneint werden: Der Ehrliche wird wahrheitsgemäß verneinen und der Lügner wird verneinen, weil er eben ein Lügner ist. Die Frage könnte also getrost durch die Aufforderung „Sagen Sie: Nein!“ ersetzt werden – das Ergebnis ist in beiden Fällen dasselbe.So weit, so gut – nur was hat das mit der Baubranche zu tun?Viele öffentliche Bauvorschriften sehen ein „privatisiertes“ („vereinfachtes“) Baubewilligungsverfahren vor, an dessen Ende irgend jemand der Baubehörde bestätigt, dass das errichtete Gebäude den Vorschriften entspricht – zB gemäß § 128 WrBauO eine Bestätigung eines Ziviltechnikers „über die bewilligungsgemäße und den Bauvorschriften entsprechende Bauausführung“. Das ist natürlich alles andere als einfach, weil die Anforderungen an ein Gebäude gar nicht so ohne sind: „Bauwerke [...] müssen so geplant und ausgeführt sein, dass sie [...] die [...] bautechnischen Anforderungen erfüllen. Diese Anforderungen müssen entsprechend dem Stand der Technik [...] erfüllt werden“ (§ 88 Abs 1 WrBauO); „Bauwerke und alle ihre Teile müssen entsprechend dem Stand der Technik so geplant und ausgeführt sein, dass sie bei Errichtung und Verwendung tragfähig sind“ (§ 89 Abs 1 WrBauO) – um nur zwei einer Vielzahl zu nennen. Volltext	AufsätzeZRB 2014/1, Jahrgang 2014, Heft 1, S. 3–6
Seeber, Thomas Die Streitanmerkung nach § 66 GBG im Liegenschaftsverkehr
Grundbucheintragungen, Liegenschaftskaufvertrag, Rangordnung(serklärung), Einverleibung des Eigentumsrechts, Abwicklungsstörungen, Treuhandbedingungen, Streitanmerkung (mit strafrechtlichem Hintergrund), Wiederaufleben von Belastungen, rangwahrende Wirkung, Lastenfreiheit, „Geldlast“, ZRB 2014, 3, § 66 GBG, § 67 GBG Speziell im Zusammenhang mit der Abwicklung von Immobilientransaktionen können... Speziell im Zusammenhang mit der Abwicklung von Immobilientransaktionen können Abwicklungsstörungen vermieden werden, wenn möglichst für alle denkbaren Eventualitäten vertragliche Vorkehrungen getroffen wird. Eine „strafrechtliche“ Streitanmerkung nach § 66 GBG – die während der Abwicklung eines Immobilienprojekts erfolgt – ist ein Ereignis, das zu Problemen führen kann, wenn die Vorgaben betreffend die Lastenfreistellung und die Weiterleitung des Kaufpreises im Kauf- und Treuhandvertrag nicht klar sind.In dieser Abhandlung werden die möglichen Szenarien einer Streitanmerkung geprüft. Dabei werden vor allem folgende Fragen geklärt:Wie ist die strafrechtliche Streitanmerkung rechtlich zu qualifizieren und welche Auswirkung hat die strafrechtliche Streitanmerkung auf die Abwicklung von Immobilientransaktionen?Wie kann der Vertragserrichter für diesen Fall Vorsorge treffen und Abwicklungsstörungen vermeiden? Volltext	AufsätzeZRB 2014/1, Jahrgang 2014, Heft 1, S. 6–15
Krejci, Heinz Leistungsstörung durch Schlechtwetter – Einige Fragen zur ÖNORM B 2118
Bauvertrag, Behinderung, Erschwernis, Gefahrtragung, höhere Gewalt, Mehrkosten, Schlechtwetterrisiko, Unabwendbarkeit, Unmöglichkeit, Verzögerung, Vorhersehbarkeit, Witterungsverhältnisse, ÖNORM B 2110, ÖNORM B 2118, ZRB 2014, 6, § 915 ABGB, § 1168 ABGB, § 1168a ABGB, § 1447 ABGB Während das ABGB das Schlechtwetterrisiko dem Werkunternehmer auflastet und die ÖNORM B 2110... Während das ABGB das Schlechtwetterrisiko dem Werkunternehmer auflastet und die ÖNORM B 2110 in allgemeinen Formeln das Risiko auf die Vertragsparteien aufteilt, kennt die ÖNORM B 2118, dem Modell der ÖNORM B 2110 folgend, detailliertere Regelungen. Sie bereiten Probleme. Einigen ist dieser Beitrag gewidmet. Volltext	JudikaturZRB 2014/1, Jahrgang 2014, Heft 1, S. 15–22
Seeber, Thomas | Seeber-Grimm, Diana Die Unmöglichkeit der Vertragserfüllung im Doppelvermietungsfall
Vertragserfüllung, Doppelverkauf, Doppelvermietung, Unmöglichkeit der Leistung, Redlichkeit, Bankgarantie, Erfüllungsanspruch, Mietvertrag, Verzug, Beweislast, 8 Ob 108/12h, ZRB 2014, 15 Eine Verurteilung zur Leistung setzt eine ernst zu nehmende Chance voraus, dass die Leistung... Eine Verurteilung zur Leistung setzt eine ernst zu nehmende Chance voraus, dass die Leistung (wenigstens) später erbracht werden kann. Steht hingegen praktisch mit Sicherheit fest, dass die Leistung auch in Zukunft nicht mehr erbracht werden kann, kann der Gläubiger nicht auf dem Erfüllungsanspruch beharren.Eine Leistung kann im Fall einer Doppelveräußerung nicht mehr begehrt werden, wenn sich der Dritte endgültig weigert, die Sache überhaupt oder anders als gegen ein übermäßiges Entgelt herauszugeben.Wenn und insoweit noch die ernstzunehmende Chance besteht, dass die Beklagte mit redlichem und zumutbarem Bemühen imstande ist, ihren Vertragspflichten alternativ nachzukommen, kann von einer Unmöglichkeit der Leistung nicht ausgegangen werden.Die Behauptung, ein Dritter sei nicht bereit auf seine Rechte aus dem Doppelverkauf zu verzichten, genügt nicht, um die behauptete Unmöglichkeit der Leistung darzutun. Derjenige, der die Unmöglichkeit einer Leistung behauptet, muss in einem solchen Fall vorbringen und beweisen, dass er alles ihm redlicherweise Zumutbare unternommen hat, um den Dritten zur Ermöglichung der Leistung zu bewegen, dies allenfalls durch ein noch nicht übermäßiges finanzielles Angebot.Vertragserfüllung kann nur begehren, wer eine seinerseits vertragsgemäß zu stellende Bankgarantie erlegt oder zumindest deren Erlag konkret angeboten hat. Volltext	JudikaturZRB 2014/1, Jahrgang 2014, Heft 1, S. 22–26
Seeber, Thomas | Seeber-Grimm, Diana Kaufpreiserlag als Bedingung im Kaufvertrag; Nachweis im Grundbuchsverfahren durch eine Amtsbestätigung des Notars?
Kaufpreiserlag, Bedingung, Bedingungseintritt, Eintragungsbegehren, Nachweis, Notar, Kontoauszug, Treuhandkonto, Privaturkunde, 5 Ob 120/13b, ZRB 2014, 22, § 26 GBG, § 27 GBG, § 31 GBG, § 32 GBG, § 76 NO, § 77 NO, § 78 NO, § 79 NO, § 89b NO, § 1426 ABGB Aufschiebend bedingte Rechte können vor Eintritt der Bedingung im Grundbuch nicht eingetragen... Aufschiebend bedingte Rechte können vor Eintritt der Bedingung im Grundbuch nicht eingetragen werden.Wird der Rechtserwerb von einer aufschiebenden Bedingung, insbesondere der Erbringung einer Gegenleistung abhängig gemacht, ist für die Einverleibung auch der Eintritt der Bedingung urkundlich nachzuweisen; dieser Nachweis hat durch eine den §§ 26 ff GBG entsprechende Urkunde zu erfolgen. Eine davon abweichende Parteiendisposition ist ausgeschlossen.Eine Bestätigung über Tatsachen, die sich aus Privaturkunden ergeben, die nicht Teil von Gerichts- oder Verwaltungsakten sind, ist von § 89b NO nicht erfasst. Daraus ergibt sich, dass einer Privaturkunde keine größere Glaubwürdigkeit zukommt, nur weil aufgrund einer solchen eine notarielle Bestätigung ausgestellt wird.Wurde eine Zahlung des Kaufpreises zur aufschiebenden Bedingung gemacht, dann muss die darüber ausgestellte Quittung im Sinne des § 31 GBG beglaubigt sein. Volltext	JudikaturZRB 2014/1, Jahrgang 2014, Heft 1, S. 26–29
Der mangelhaft Planende haftet auch für Mangelfolgeschäden
Adäquanz, Geldersatz, Gewährleistung, Kausalverlauf, Kausalzusammenhang, mangelhafte Planung, Mangelschaden, Mangelfolgeschaden, Naturalrestitution, Planungsfehler, Planungsleistung, Planungsmangel, Schadenersatz, Schadenersatz statt Gewährleistung, Verbesserung, Werkleistung, Werkvertrag, Wiederherstellung, GZ 9 Ob 31/13v, ZRB 2014, 26, § 922 ABGB, § 932 ABGB, § 933a ABGB, § 1295 ABGB, § 1296 ABGB, § 1297 ABGB, § 1298 ABGB, § 1323 ABGB Der Besteller kann Rechte wegen der Mangelhaftigkeit einer Werkleistung nur gegen jenen... Der Besteller kann Rechte wegen der Mangelhaftigkeit einer Werkleistung nur gegen jenen Unternehmer geltend machen, der ihm aus dem Werkvertrag zu dieser Leistung verpflichtet ist. Es haftet jeder Unternehmer nur für die bei seiner Werkleistung auftretenden Mängel.Mängel, wie hier Planungsmängel, die sich bereits in der Funktionsuntüchtigkeit des geplanten Objekts realisiert haben, sind grundsätzlich nicht verbesserungsfähig.Da der Anspruch auf Ersatz von Mangelfolgeschäden keine Parallele zu den Gewährleistungsrechten des § 932 ABGB aufweist, gilt für ihn allgemeines Schadenersatzrecht. Mangelfolgeschäden sind hier all jene Schäden, die infolge der mangelhaften Planung an anderen Rechtsgütern des Werkbestellers entstanden sind.Das Dazwischentreten eines Dritten in den Kausalverlauf, durch dessen Verhalten ein Schaden entsteht oder sich vergrößert, unterbricht dann den Kausalzusammenhang, wenn mit einer derartigen Handlung eines Dritten und mit dem dadurch bedingten Geschehensablauf nach der Lebenserfahrung nicht zu rechnen war. Volltext	JudikaturZRB 2014/1, Jahrgang 2014, Heft 1, S. 29–31
Bei einem Einheitspreisvertrag kommt es auf die Angemessenheit des Werklohns nicht an
Angemessenheit, Beweismittel, Einheitspreis, Interessenabwägung, Prozessvorbringen, Schlussrechnung, Urkunden, Verhältnismäßigkeit, Wandlung, Werklohn, 6 Ob 97/13b, ZRB 2014, 29, § 43 ZPO, § 50 ZPO, § 496 ZPO, § 510 ZPO, § 513 ZPO, § 932 ABGB, § 3 Elektrotechnikgesetz 1992 Angesichts der Vereinbarung einer Abrechnung zu Einheitspreisen nach erbrachten Ausmaßen kommt... Angesichts der Vereinbarung einer Abrechnung zu Einheitspreisen nach erbrachten Ausmaßen kommt es auf die Angemessenheit des Werklohns nicht an.Urkunden sind Beweismittel, die kein Prozessvorbringen darstellen und solches nicht ersetzen können.Ob ein Mangel als geringfügig anzusehen ist oder nicht, ergibt eine Interessenabwägung, bei der sowohl die Verhältnismäßigkeit und Angemessenheit der Aufhebung des Vertrags im Hinblick auf die damit verbundenen Folgen für die Parteien als auch die „Schwere“ des Mangels zu berücksichtigen sind. Die Behebbarkeit und der Behebungsaufwand sind (für sich genommen) nicht ausschlaggebend; dies ist vielmehr gleichermaßen im Rahmen der Interessenabwägung bedeutsam. Volltext	JudikaturZRB 2014/1, Jahrgang 2014, Heft 1, S. 32–36
Seeber, Thomas Eigentumsbeschränkungen am KfZ-Abstellplatz: Des Rätsels endgültige Lösung
KFZ-Stellplatz, Eigentumsbeschränkung, Wohnungseigentumsanlage, Liegenschaftsfremde, 5 Ob 124/13s, 5 Ob 125/13p, 5 Ob 126/13k, (jeweils gleicher Rechtssatz), ZRB 2014, 32, § 5 Abs 2 Z 1 WEG Die Beschränkung des § 5 Abs 2 Satz 1 WEG gilt sowohl für die erstmalige Begründung von... Die Beschränkung des § 5 Abs 2 Satz 1 WEG gilt sowohl für die erstmalige Begründung von Wohnungseigentum als auch für derivative Erwerbsvorgänge innerhalb der Dreijahresfrist. Die in den Entscheidungen 5 Ob 151/08d und 5 Ob 164/12x enthaltenen gegenteiligen obiter dicta werden nicht aufrecht gehalten. Volltext	JudikaturZRB 2014/1, Jahrgang 2014, Heft 1, S. 37–39
Hagen, Christian Nachbarrechtliche Verantwortung ohne relevante Gefahrenerhöhung durch eine gefährliche Nutzungsart
Genehmigte Anlagen, Nachbarrechte, Emissionen, Naturereignisse, grobkörperliche Immissionen, 8 Ob 79/13w, ZRB 2014, 37, § 364 Abs 2 ABGB, § 364a ABGB, § 176 Abs 2 ForstG, § 176 Abs 3 ForstG Nachbarrechtliche Ansprüche sind ausgeschlossen, wenn es sich um Elementarereignisse handelt,... Nachbarrechtliche Ansprüche sind ausgeschlossen, wenn es sich um Elementarereignisse handelt, die ohne menschliches Zutun eintreten. Es löst auch nicht schon jegliche Waldbewirtschaftung eine Immissionshaftung für Steinschlaggefahr oder Lawinengefahr aus. Wird aber eine im Hinblick auf das Naturwirken besonders gefährliche Nutzungsart gewählt, kann eine nachbarrechtliche Verantwortlichkeit bestehen.Im Anlassfall hat die Beklagte keine Veränderungen an der Felswand vorgenommen. Beim „Hinnehmen“ eines ohne menschlichen Zutuns ausschließlich natürlich entstandenen „ungebremsten Wildwuchses“ handelt es sich entgegen der Ansicht des Klägers um keine Nutzungsart der Felswand. Vielmehr liegt ein bloßes Naturwirken vor.Unmittelbare Immissionen, wie direkte Zuleitungen oder das Eindringen grob körperlicher Stoffe, können mit Eigentumsfreiheitsklage abgewehrt werden. Auch solche Einwirkungen setzen – mangels besonderer Rechtswidrigkeit – ein begünstigendes menschliches Handeln voraus. Auswirkungen der natürlichen Beschaffenheit des Nachbargrundstücks, also bloße Natureinwirkungen, müssen daher grundsätzlich hingenommen werden. Nur bei relevanter Gefahrenerhöhung durch eine gefährliche Nutzungsart besteht für das dadurch begünstigte Naturwirken eine nachbarrechtliche Verantwortlichkeit. Auch eine Haftung nach dem Ingerenzprinzip setzt ohne sonderrechtliche Anknüpfung eine geschaffene Gefahrenquelle durch eine verpflichtende menschliche Vorhandlung voraus. Volltext	JudikaturZRB 2014/1, Jahrgang 2014, Heft 1, S. 40–41
Wenusch, Hermann Umbauarbeiten zu einem Pauschalpreis mit nachfolgendem (Teil-)Rücktritt wegen Verzugs: Preisminderung, Pönale
Werkvertrag, Teilbarkeit, Rücktritt, 4 Ob 112/13v, ZRB 2014, 40, § 918 ABGB Die Frage der Teilbarkeit oder Unteilbarkeit der Erfüllung ist nach dem Willen beider Parteien... Die Frage der Teilbarkeit oder Unteilbarkeit der Erfüllung ist nach dem Willen beider Parteien bzw nach dem den Kontrahenten bei Vertragsabschluss bekannten oder erkennbaren Willen einer Partei zu beurteilen. Volltext	JudikaturZRB 2014/1, Jahrgang 2014, Heft 1, S. 42–44
Wenusch, Hermann Es besteht keine ÖNORM-Bindung öffentlicher Besteller
Normenbindung, Preisgleitung, Baukostenindex, 6 Ob 70/13g, ZRB 2014, 42, § 99 Abs 2 BVergG Einer sachlichen Begründung, Notwendigkeit oder Rechtfertigung bedürfen Abweichungen der... Einer sachlichen Begründung, Notwendigkeit oder Rechtfertigung bedürfen Abweichungen der Ausschreibungsbedingungen von den in § 99 Abs 2 BVergG genannten Leitlinien nicht. Volltext	JudikaturZRB 2014/1, Jahrgang 2014, Heft 1, S. 45–50
Wenusch, Hermann Sind Lieferanten Erfüllungsgehilfen?
Gehilfenhaftung, Erfüllungsgehilfen, Lieferanten, Drittschäden, Regress, Quotierung, 2 Ob 4/13x, ZRB 2014, 45, § 896 ABGB, § 1302 ABGB, § 1313a ABGB Für die Beurteilung der Gehilfenhaftung nach § 1313a ABGB ist maßgebend, ob der Gehilfe in... Für die Beurteilung der Gehilfenhaftung nach § 1313a ABGB ist maßgebend, ob der Gehilfe in das Interessenverfolgungsprogramm des Schuldners und damit in seinen Risikobereich einbezogen war.Bedient sich ein Erfüllungsgehilfe eines Schuldners seinerseits eines Erfüllungsgehilfen (Erfüllungsgehilfenkette), so bedient sich auch der Schuldner dieser zweiten Person als seines Erfüllungsgehilfen und haftet für dessen Verschulden, wenn er mit der Betrauung eines weiteren Erfüllungsgehilfen einverstanden war.Ein Zulieferer von Rohstoffen oder Bestandteilen wird regelmäßig nicht als Erfüllungsgehilfe des Produzenten angesehen – dies ist jedoch dann der Fall, wenn die Anlieferung des Materials allein Sache des Werkunternehmers ist und als Bestandteil des Werkvertrags zu erachten ist.Ob ein Dritter, dessen sich ein Schuldner bedient, als Erfüllungsgehilfe anzusehen ist, richtet sich nach dem Inhalt des Vertrages zwischen Schuldner und Gläubiger.Bestehen Schutz- und Sorgfaltspflichten einer Vertragspartei aus einem Vertrag mit Dritten und ist dies der anderen Partei bei Abschluss des Vertrags mit ihrem Gegenüber erkennbar, so treffen die andere Partei auch Schutzpflichten zugunsten der Dritten. Volltext	GedankensplitterZRB 2014/1, Jahrgang 2014, Heft 1, S. 51–51
Wenusch, Hermann Zu den „Ereignissen“ der ÖNORM B 2110
ZRB 2014, 51 Die ÖNORM B 2110 ordnet bestimmte Ereignisse den Sphären von WB und WU zu: Ereignisse, welche... Die ÖNORM B 2110 ordnet bestimmte Ereignisse den Sphären von WB und WU zu: Ereignisse, welche die vertragsgemäße Ausführung objektiv unmöglich machen, oder – was hier vorrangig interessiert – zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses nicht vorhersehbar waren und vom WU nicht in zumutbarer Weise abwendbar sind, werden der Sphäre des WB zugeordnet.Die Frage ist, was als Ereignis zu verstehen ist. Da keine Definition geboten wird, ist insbesondere fraglich, ob darunter nur Naturereignisse zu verstehen sind. Bis zur Ausgabe 2002 wurden Arbeitskämpfe und Krieg in Zusammenhang mit Naturereignissen als Ereignisse genannt (dies zwar nicht explizit, aber immerhin durch die Anfügung „sonstige unabwendbare Ereignisse“). Es ist wohl davon auszugehen, dass diese nach wie vor vom Begriff umfasst sein sollen.Aber Naturereignisse, Krieg und Arbeitskämpfe sind nicht die einzigen von den Parteien (insbesondere dem WU) nicht zu beeinflussenden Geschehnisse, die sie bei der Errichtung eines Gebäudes betreffen können. Zu denken ist beispielsweise an gesetzliche Änderungen: Die Einführung eines Mindestlohns (bzw dessen Erhöhung), die Verkürzung der Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich, die Vorschreibung von neuen Sicherheitsmaßnahmen, die Einführung von Tonnagenbeschränkung oder Fahrverbote für LKW verteuern zweifelsfrei die Bauleistung. Abgesehen von gesetzlichen Änderungen ist eine Veränderung des Geldwertes ein weiteres sicher beachtliches Geschehnis. Trifft eine Verteuerung aufgrund der beschriebenen Geschehnisse – soweit sie nicht vorhersehbar war – den WB, oder handelt es sich dabei um das „allgemeine“ Geschäftsrisiko des WU? Volltext	VeranstaltungsankündigungZRB 2014/1, Jahrgang 2014, Heft 1, S. 52–52
ZRB 2014, 52 Örtliche Bauaufsicht I-III
Kurzlehrgang. Leistungsbild und Aufgaben, Organisation und... Örtliche Bauaufsicht I-III
Kurzlehrgang. Leistungsbild und Aufgaben, Organisation und Abwicklung,	21. + 28. Mai und 4. + 18. Juni 2014 in 1040 Wien;
26. + 27. Juni 2014 in Dornbirn;
Vortragender: Arch. Dipl.-Ing. Berndt Simlinger;
nähere Informationen unter www.archingakademie.at
Bauarbeitenkoordinationsgesetz I-II	Kurzlehrgang. BauKG in der Praxis, 26. Mai + 2. Juni 2014 in 1040 Wien;
Vortragende: Dipl.-Ing. Peter Bernsteiner, RA Dr. Peter Vcelouch, Dipl.-Ing. Björn Wagenknecht;
Mein Vertrag mit dem Bauherrn – Worauf es ankommt	27. Mai 2014 in 1040 Wien;
RA Mag. Wilfried Opetnik LL.M., Mag. Christoph Tanzer;
Volltext	PersonenverzeichnisZRB 2014/1, Jahrgang 2014, Heft 1, S. 54–54
ZRB 2014, 54 Dipl.-Ing. Margit Bammer (FCP ZT GmbH), Dr. Thomas Seeber, MASCI (Master, Universität Padova) Dipl.-Ing. Margit Bammer (FCP ZT GmbH), Dr. Thomas Seeber, MASCI (Master, Universität Padova) Volltext	PersonenverzeichnisZRB 2014/1, Jahrgang 2014, Heft 1, S. 55–55
ZRB 2014, 55 Em.o. Univ.-Prof. Dr. Heinz Krejci, Univ.-Prof. i.R. Dr. Manfred P. Straube, Univ.-Prof. Dr.... Em.o. Univ.-Prof. Dr. Heinz Krejci, Univ.-Prof. i.R. Dr. Manfred P. Straube, Univ.-Prof. Dr. Alexander Schopper, RA Ing. DDr. Hermann Wenusch Volltext	PersonenverzeichnisZRB 2014/1, Jahrgang 2014, Heft 1, S. 55–55
ZRB 2014, 55 Ing. Dr. Gerhard Hartmann, Prof. Horst Franke Ing. Dr. Gerhard Hartmann, Prof. Horst Franke Volltext	PersonenverzeichnisZRB 2014/1, Jahrgang 2014, Heft 1, S. 55–55
ZRB 2014, 55 Univ.-Prof. Dr. Alexander Schopper (siehe oben), RA Ing. DDr. Hermann Wenusch (siehe oben),... Univ.-Prof. Dr. Alexander Schopper (siehe oben), RA Ing. DDr. Hermann Wenusch (siehe oben), Ass.-Prof. DDr. Thomas Ratka, LL.M. Volltext	PersonenverzeichnisZRB 2014/1, Jahrgang 2014, Heft 1, S. 55–55
ZRB 2014, 55 Dr. Wolfgang Berger (ASFINAG), RA Dr. Wolfgang Breyer (Uni Wien), Dr. Diana Seeber-Grimm (BM... Dr. Wolfgang Berger (ASFINAG), RA Dr. Wolfgang Breyer (Uni Wien), Dr. Diana Seeber-Grimm (BM für Justiz), Dr. Christian Hagen (ÖBB), Mag. Günter Hayek (ELIN), Mag. Florian Skarics (Uni Innsbruck), Mag. Claudius Weingrill (BIG), Mag. Matthias Wohlgemuth (BWK) Volltext	PraktischesZRB 2014/1, Jahrgang 2014, Heft 1, S. I–II
Wenusch, Hermann Stand der Technik
Immer wieder ins Treffen geführt und trotzdem ein Grund ewiger Diskurse ... ZRB 2014, I Häufig wird in der Baubranche über die Bedeutung der „Technikklauseln“ diskutiert,... Häufig wird in der Baubranche über die Bedeutung der „Technikklauseln“ diskutiert, nämlich den „Stand der Technik“, die „Regeln der Technik“ und den „Stand der Wissenschaft“ (die Klausel „Regeln der Wissenschaft“ ist – soweit ersichtlich – nicht zu finden).Bei der Erörterung der Bedeutung der Technikklauseln ist zu unterscheiden, ob diese in Gesetzen oder Verträgen Verwendung finden.Die Technikklauseln werden in verschiedenen Gesetzen gebraucht. Trotz identischer Formulierung ist damit aber nicht unbedingt immer dasselbe gemeint (jedenfalls ist nicht krampfhaft nach einem Unterschied zwischen den verschiedenen Klauseln zu suchen). Volltext	PraktischesZRB 2014/1, Jahrgang 2014, Heft 1, S. III–III
Wenusch, Hermann ÖNORMen
ZRB 2014, III ÖNORMen sind Richtlinien, die vom Österreichischen Normungsinstitut (ÖNI) herausgegeben... ÖNORMen sind Richtlinien, die vom Österreichischen Normungsinstitut (ÖNI) herausgegeben werden (der genaue Name des ÖNI lautet übrigens „Austrian Standards Institute/Österreichisches Normungsinstitut“).Das ÖNI ist ein ganz „gewöhnlicher“ Verein, wie zigtausend andere auch – das ÖNI ist keine Behörde und wird auch nicht behördlich tätig (das ÖNI kann also weder Verordnungen noch Bescheide erlassen). Per se bedeutet auch die Bezeichnung „ÖNORM“ nichts – sie ist bloß eine gesetzlich geschützte Marke – niemand sonst darf sie für Richtlinien benutzen (theoretisch könnte dieses Recht auch einem anderen Verein übertragen werden, solange dieser bestimmte Voraussetzungen erbringt). Über diesen Schutz hinaus kommt dem Namen an sich keinerlei Bedeutung zu.ÖNORMen sind also keine „Vorschriften“ und sie sind auch sonst nicht verbindlich. Sie erhalten faktische Bedeutung allenfalls dadurch, dass sie inhaltlich überzeugen. Volltext	PraktischesZRB 2014/1, Jahrgang 2014, Heft 1, S. IV–IV
Bammer, Margit Stahlbeton
ZRB 2014, IV Stahlbeton ist – wie der Name sagt – ein kombinierter Baustoff aus Stahl und Beton. Dabei... Stahlbeton ist – wie der Name sagt – ein kombinierter Baustoff aus Stahl und Beton. Dabei werden die Eigenschaften beider Materialien in sehr guter Weise genützt: Stahl hat allgemein eine sehr hohe Festigkeit und Elastizität, Beton hat auch eine hohe Festigkeit, aber nur auf Druck, ist dafür im Vergleich zum Stahl billig herzustellen.Warum kann mit Beton allein oft nicht das Auslangen gefunden werden? Durch die Belastung eines Bauteils kann eine Biegebeanspruchung entstehen. Zum Beispiel bei einem Balken („Träger“), der links und rechts auf einem Lager („Stütze“) aufliegt und der in der Mitte von oben belastet wird. Mit steigender Belastung biegt sich der Träger nach unten durch. Dabei kommt es auf der Unterseite des Trägers zu einer Dehnung, durch welche das Material auf Zug belastet wird. Die Oberseite wird hingegen gestaucht, wodurch eine Druckbelastung entsteht.Beton allein ist kaum zugfest, es kommt schnell zu einem Riss. Ein Träger aus Beton allein versagt daher sehr früh, oft genügt dafür schon sein eigenes Gewicht. Durch das Einlegen von Stahlstäben in den Beton, die sogenannte Bewehrung, wird die sonst fehlende Zugfestigkeit erzielt – die Bewehrung muss natürlich dort sein, wo die Zugbelastung auftritt (im dargestellten Beispiel also unten). Der Träger versagt erst bei sehr hohen Lasten, welche entweder durch übergroßen Druck die Oberseite „zerbröseln“ lassen oder durch extremen Zug auch den Stahl zum Reißen bringen. Im Gebrauch zeigen Stahlbetonträger tatsächlich oft kleine Risse. Diese sind meist unbedenklich, sie weisen aber darauf hin, dass der Träger, wäre er aus Beton allein („unbewehrt“), bereits versagen würde. Volltext	Fachgebiete