Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%201982,%20178
Timestamp: 2019-03-23 07:27:27
Document Index: 216088864

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 9', '§ 10', '§ 13', 'BGH', '§ 307', 'BGH', '§ 307', '§ 307', '§ 9']

BGH, 07.10.1981 - VIII ZR 214/80 - dejure.org
Zur Wirksamkeit von Weiterverkaufs-, Zulassungs- und Rücktrittsklauseln beim Neuwagenkauf
AGBG § 9 § 10 Nr. 3 § 13
Allgemeine Geschäftsbedingungen - Gesonderte Wirksamkeitsprüfung - Trennbare Bestimmungen - Zusammenfassung mehrerer Bestimmungen - Unangemessene Benachteiligung - Verbot des Weiterverkaufs
NJW 1982, 178
ZIP 1981, 1338
MDR 1982, 315
WM 1981, 1336
WM 1981, 1354
Darauf, ob die nicht angegriffenen Bestimmungen und durch Platzhalter ersetzten Passagen ohne die beanstandeten Regelungen Bestand haben können oder aber mit den angegriffenen Klauselteilen untrennbar verknüpft sind bzw. hierauf aufbauen, kommt es allenfalls für die Begründetheit der Klage an (vgl. BGH, Urteil vom 7. Oktober 1981 - VIII ZR 214/80, NJW 1982, 178, 179).
(aa) Zwar sind im Rahmen des § 307 BGB im Regelfall die Interessen des Vertragspartners gegen die des Verwenders der Allgemeinen Geschäftsbedingungen abzuwägen (BGH, Urteil vom 7. Oktober 1981 - VIII ZR 214/80, WM 1981, 1354, 1356;… Fuchs in Ulmer/Brandner/Hensen, AGB-Recht, 11. Aufl., § 307 Rn. 120, 133;… MünchKommBGB/Wurmnest, 7. Aufl., § 307 Rn. 50).
Die Revision meint zwar, die von dem Berufungsgericht herangezogenen Grundsätze könnten nur dann eingreifen, wenn gegen beide Klauseln, für sich gesehen, nichts einzuwenden sei und sie nur in ihrer Gesamtwirkung zu einer unangemessenen Benachteiligung des Mieters führten, während das Berufungsgericht schon eine der Klauseln, die Rückgabeklausel, isoliert betrachtet für unwirksam halte; in einem solchen Fall ließen sich die Klauseln in einen zulässigen und einen unzulässigen Teil aufteilen mit der Folge, daß der zulässige Teil aufrechtzuerhalten sei (vgl. Senatsurteile vom 25. März 1998 - VIII ZR 244/97, NJW 1998, 2284 unter II 1 a cc, und vom 7. Oktober 1981 - VIII ZR 214/80, NJW 1982, 178 unter II, 3 e).
Der erkennende Senat hat in seinem Urteil vom 7. Oktober 1981 (aaO) unter Hinweis auf die Entstehungsgeschichte des AGB-Gesetzes die Auffassung vertreten, Schriftformklauseln seien nicht schlechthin gemäß § 9 AGBG unzulässig, es komme vielmehr auf die Ausgestaltung der Klausel im konkreten Fall an.
Denn es handelt sich insoweit um voneinander trennbare, einzeln aus sich heraus verständliche Bestimmungen (vgl. Senatsurteil vom 7. Oktober 1981 - VIII ZR 214/80 = WM 1981, 1354, 1357 = NJW 1982, 178).
Diesem Ergebnis steht das Urteil des erkennenden Senats vom 7. Oktober 1981 (VIII ZR 214/80 = WM 1981, 1354, 1357 a.E.) nicht entgegen.
OLG Hamburg, 18.11.1998 - 5 U 98/98