Source: http://gesetze.berlin.de/jportal/portal/page/bsbeprod.psml?doc.hl=1&doc.id=jlr-UnkenpfNatSchVBEpP2&documentnumber=19&numberofresults=52&doctyp=Norm&showdoccase=1&doc.part=X&paramfromHL=true
Timestamp: 2019-10-16 01:54:10
Document Index: 200375243

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 9', '§ 18', '§ 2', '§ 4', '§ 49', '§ 5', '§ 24']

VIS BE UnkenpfNatSchV BE | Landesnorm Berlin | Gesamtausgabe | Verordnung über das Naturschutzgebiet Unkenpfuhle Marzahn im Bezirk Marzahn-Hellersdorf von Berlin vom 25. Oktober 2001 | gültig ab: 10.02.2002
Ausfertigungsdatum: 25.10.2001
Fundstelle: GVBl. 2002, 30
Verordnung über das Naturschutzgebiet Unkenpfuhle Marzahn im Bezirk Marzahn-Hellersdorf von Berlin vom 25. Oktober 2001 10.02.2002
Eingangsformel 10.02.2002
§ 1 - Erklärung zum Naturschutzgebiet 10.02.2002
§ 2 - Schutzgegenstand 10.02.2002
§ 3 - Schutzzweck 10.02.2002
§ 4 - Pflege und Entwicklung des Naturschutzgebietes 10.02.2002
§ 5 - Verbotene Handlungen 10.02.2002
§ 6 - Zulässige Handlungen 10.02.2002
§ 7 - Ordnungswidrigkeiten 10.02.2002
§ 8 - Rechtswirksamkeit 10.02.2002
§ 9 - Inkrafttreten 10.02.2002
Karte 10.02.2002
Auf Grund der §§ 18 und 19 Abs. 1 und 2 des Berliner Naturschutzgesetzes in der Fassung vom 10. Juli 1999 (GVBl. S. 390) wird verordnet:
Das in der Karte nach § 2 Abs. 2 mit roter Farbe gekennzeichnete Gebiet wird zum Naturschutzgebiet mit der Bezeichnung „Naturschutzgebiet Unkenpfuhle Marzahn“ erklärt.
(1) Das Schutzgebiet liegt im Bezirk Marzahn-Hellersdorf von Berlin. Es wird begrenzt von der Wolfener Straße im Norden und dem Parkfriedhof Marzahn im Süden. Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von ca. 3,3 ha.
(2) Das in Absatz 1 bezeichnete Gebiet ist in einer Karte im Maßstab 1 : 5000 eingetragen; diese Karte ist Bestandteil der Rechtsverordnung. Die Grenze des Naturschutzgebietes ist in der Karte mit roter Farbe gekennzeichnet. Die Außenkante der roten Grenzlinie bildet die Gebietsgrenze.
Das Naturschutzgebiet wird geschützt, um das Gebiet als Lebensraum und Fortpflanzungsstätte seltener und gefährdeter Tierarten, insbesondere die vom Aussterben bedrohte Rotbauchunke und die stark gefährdeten Arten Wechselkröte und Knoblauchkröte, dauerhaft zu erhalten und die standort- und biotoptypisch ausgeprägten seltenen und gefährdeten Pflanzengesellschaften der Trockenrasen, ruderalen Halbtrockenrasen und Möhren-Steinklee-Gesellschaften zu erhalten.
Pflege und Entwicklung des Naturschutzgebietes
(1) Die oberste Behörde für Naturschutz und Landschaftspflege pflegt das Naturschutzgebiet auf der Grundlage eines Pflege- und Entwicklungsplans. Dieser hat alle notwendigen Maßnahmen zur Pflege und Entwicklung des Naturschutzgebietes und die Absperrung besonders empfindlicher Bereiche darzustellen.
(2) Zur Erfüllung des Schutzzweckes des Naturschutzgebietes sind insbesondere folgende Ziele anzustreben:
Entwicklung und Erhaltung temporärer und ausdauernder Gewässer,
Stabilisierung der Wasserstände,
Offenhaltung der Gewässer und Sicherung guter Belichtungsverhältnisse auf der Wasseroberfläche,
Sicherung und Entwicklung thermophiler Offenbiotope,
Anreicherung und Förderung von thermophilen Kleinstrukturen,
Anlage, Entwicklung und Erhaltung nährstoffarmer Sandfelder, lückiger Pionierfluren und Sandtrockenrasen,
Förderung frostfreier Überwinterungsquartiere.
(3) Der Pflege- und Entwicklungsplan ist mit anderen Behörden und Dienststellen abzustimmen, soweit deren Aufgabenstellung berührt ist. Maßnahmen anderer Behörden und Dienststellen in dem Gebiet sind mit der obersten Naturschutzbehörde abzustimmen.
(4) Die Wirksamkeit der im Pflege- und Entwicklungsplan festgelegten Maßnahmen ist in regelmäßigen Abständen, mindestens jedoch alle fünf Jahre, von der in Absatz 1 Satz 1 genannten Behörde zu überprüfen. Der Pflege- und Entwicklungsplan ist an die durch die Erfolgskontrolle gewonnenen Erkenntnisse anzupassen.
In dem Naturschutzgebiet ist zulässig:
die ordnungsgemäße Durchführung von Maßnahmen anderer Behörden und Dienststellen unbeschadet der Abstimmungspflicht nach § 4 Abs. 3 Satz 2 .
Ordnungswidrig im Sinne des § 49 Abs. 1 Nr. 3 oder 18 des Berliner Naturschutzgesetzes handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 5 eine verbotene Handlung vornimmt.
Die Verletzung der Vorschriften des § 24 Abs. 1, 3 bis 5 des Berliner Naturschutzgesetzes ist für die Rechtswirksamkeit dieser Verordnung unbeachtlich, wenn sie nicht innerhalb eines Jahres nach Verkündung dieser Verordnung schriftlich bei der für Naturschutz und Landschaftspflege zuständigen Senatsverwaltung geltend gemacht worden ist. Der Sachverhalt, der die Verletzung begründen soll, ist darzulegen.
Berlin, den 25. Oktober 2001