Source: https://sadaba.de/GSBT_VersatzV_Anl_1_3.html
Timestamp: 2020-03-28 14:45:33
Document Index: 268946127

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4']

Text-Versatzverordnung-Anlagen
VersatzV (2)
(zu § 2 Nr.3, § 3, § 4 Abs.4)
Grenzwerte für Feststoffe (nach § 4 Abs.1 Satz 1)
Cyanide, gesamt (CN-)
Zuordnungswerte für Feststoffe (nach § 4 Abs.3)
Organischer Anteil des Trockenrückstandes
der Originalsubstanz, bestimmt als
≥ 6 1) (1)
≥ 12 1) (1)
1) Eine Überschreitung des Werts ist unter der im Einzelfall festzustellenden Voraussetzung zulässig, dass sie nicht auf Abfallbestandteile zurückzuführen ist, die zu gefährlicher Gasbildung oder zu einer Erhöhung der Brandlast im Grubengebäude führen.“
Grenzwerte für Eluat (nach § 4 Abs.1 Satz 2)
Cyanid, gesamt (CN-)
– Naphthalin
LHKW, gesamt 2)
PCB, gesamt 3)
Mineralölkohlenwasserstoffe 4)
BTEX 5)
Für Salzbelastung (SO4 2-, Cl-, F-) soll eine Gesamtleitfähigkeit von 500 µS/cm gelten.
1) PAK, gesamt: Summe der polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffe ohne Naphthalin und Methylnaphthalin, in der Regel Bestimmung über die Summe von 15 Einzelsubstanzen gemäß Liste der US Environmental Protection Agency (EPA) ohne Naphthalin; ggf. unter Berücksichtigung weiterer relevanter PAK (z. B. Chinoline).
2) LHKW, gesamt: Leichtflüchtige Halogenkohlenwasserstoffe, d. h. Summe der halogenierten C1- und C2-Kohlenwasserstoffe.
3) PCB, gesamt: Summe der polychlorierten Biphenyle; in der Regel Bestimmung über die 6 Kongenere nach Ballschmiter multipliziert mit dem Faktor 5.
4) n-Alkane (C10...C39), Isoalkane, Cycloalkane und aromatische Kohlenwasserstoffe.
5) BTEX-Aromaten, gesamt: Leichtflüchtige aromatische Kohlenwasserstoffe (Benzol, Toluol, Xylole, Ethylbenzol, Styrol, Cumol).
(zu § 4 Abs.4)
Bei den durchzuführenden Untersuchungen sind die einschlägigen DIN-Normen sowie die im Folgenden festgelegten Anforderungen an die Probenahme, Probenvorbereitung und Analytik zu beachten. Die standardisierten Analyseverfahren erlauben nicht immer abschließende Aussagen zu den Reaktionen der Abfälle, wenn die am Verwertungsort vorherrschenden hydrochemischen und hydrogeologischen Verhältnisse über lange Zeiträume betrachtet werden. Daher können im Einzelfall zur Bewertung der Umweltverträglichkeit weitergehende Untersuchungen erforderlich sein.
Die Probenahme ist so durchzuführen, dass der zu beurteilende Abfall repräsentativ erfasst wird. Die verschiedenen Untersuchungsebenen erfordern allerdings ein differenziertes Vorgehen bei der Probenahme. Dies betrifft insbesondere die Anzahl der zu entnehmenden Proben und die Wahl des geeigneten Probenahmeverfahrens. Für die Durchführung der Probenvorbereitung ist zunächst von einer mindestens erforderlichen Menge von 1 kg auszugehen. In Abhängigkeit von der Materialkonsistenz können aber auch größere Mengen erforderlich werden.
P r o b e n a h m e g e r ä t e
P r o b e n a h m e p r o t o k o l l
K o n s e r v i e r u n g, T r a n s p o r t und L a g e r u n g
G e w i n n u n g der A n a l y s e n p r o b e und P r o b e n v o r b e r e i t u n g
Verfahren der Probenvorbereitung in Abhängigkeit von der Beschaffenheit (Korngröße) des zu untersuchenden Materials sind in der LAGA-Richtlinie PN 2/78 zusammengestellt. Spezielle Anforderungen an die Aufbereitung der Proben enthalten auch die folgenden Ausführungen. Für die als Versatzmaterial vorgesehenen Abfälle gilt grundsätzlich, dass das Material in der Kornverteilung zu untersuchen ist, in der es verwertet werden soll.
B e s t i m m u n g des e l u i e r b a r e n A n t e i l s
rd 100 g
rd 200 g
rd 1000 g
rd 2500 g
Die Trennung von Feststoff und Eluat muss unmittelbar nach Beendigung der Elution erfolgen. Sollen organisch- chemische Parameter bestimmt werden, ist diese Trennung nicht durch Filtration, sondern durch Zentrifugieren zu bewerkstelligen.
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