Source: https://www.rechtslupe.de/verwaltungsrecht/uni-fusion-wissenschaftsfreiheit-und-der-gruendungsbeauftragte-der-fall-der-btu-cottbus-senftenberg-395150
Timestamp: 2020-08-11 16:36:28
Document Index: 147454665

Matched Legal Cases: ['Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 1', '§ 9', '§ 1', '§ 21', 'Art. 2', '§ 5', '§ 2', '§ 2', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 74', '§ 3', '§ 8', '§ 12', '§ 12', '§ 61', '§ 12', '§ 12', '§ 12', '§ 12', '§ 6', '§ 46', '§ 12', '§ 6', '§ 6', '§ 61', '§ 1', '§ 61', 'Art. 2', '§ 14', '§ 15', '§ 17', '§ 17', '§ 20', '§ 5', '§ 15', '§ 14', '§ 3', '§ 18', '§ 21', '§ 6', '§ 7', '§ 14', '§ 17', '§ 5', '§ 12', '§ 8', 'Art. 5', '§ 8', 'Art. 5', '§ 2', '§ 3', '§ 6', '§ 12', '§ 12', '§ 8', 'Art. 5', '§ 12', 'Art. 5', '§ 17', '§ 17', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 12', 'Art. 5', 'Art. 12', '§ 2', '§ 1', '§ 2', '§ 5', '§ 17', '§ 18', '§ 19', '§ 12', '§ 12', '§ 8', 'Art.19', 'Art.19', 'Art. 38', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 32', 'Art. 76', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 5', '§ 8', 'Art. 5', '§ 8', 'Art. 5', 'Art. 5', '§ 8', 'Art. 5', '§ 5', '§ 68', 'Art. 75', '§ 89', '§ 10', '§ 111', '§ 107', '§ 76', '§ 7', '§ 13', '§ 8', '§ 68', 'Art. 75', '§ 76', '§ 7', '§ 111', '§ 107', '§ 12', '§ 3', '§ 6', '§ 17', '§ 15', '§ 17', '§ 5', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 3', 'Art. 5', '§ 15', '§ 47', '§ 6', '§ 15', '§ 15', '§ 41', '§ 6', '§ 6', '§ 37', '§ 61', '§ 12', '§ 12', 'Art. 5', 'Art. 2', 'Art. 5', '§ 100', '§ 68', 'Art. 75', '§ 111', '§ 7', 'Art. 33']

Uni-Fusion, Wissenschaftsfreiheit und der Gründungsbeauftragte - der Fall der BTU Cottbus-Senftenberg | Rechtslupe
Uni-Fusion, Wissenschaftsfreiheit und der Gründungsbeauftragte - der Fall der BTU Cottbus-Senftenberg
11. Juni 2015 Rechtslupe
Uni-Fusi­on, Wis­sen­schafts­frei­heit und der Grün­dungs­be­auf­trag­te – der Fall der BTU Cott­bus-Senf­ten­berg
Das Bun­des­ver­fas­sug­ns­ge­richt hat Ver­fas­sungs­be­schwer­den gegen die Fusi­on der TU Cott­bus mit der FH Lau­sitz zur BTU Cott­bus-Senf­ten­berg teil­wei­se statt­ge­ge­ben: Die vor­über­ge­hen­de Lei­tung der BTU Cott­bus-Senf­ten­berg durch einen vom Wis­sen­schafts­mi­nis­te­ri­um ein­ge­setz­ten Grün­dungs­be­auf­trag­ten ist nicht mit der Wis­sen­schafts­frei­heit des Art. 5 Abs. 3 Satz 1 GG ver­ein­bar, weil der Gesetz­ge­ber die wesent­li­chen Rege­lun­gen nicht selbst getrof­fen hat. Im Übri­gen blie­ben die Ver­fas­sungs­be­schwer­den ohne Erfolg.
Das Grund­recht der Wis­sen­schafts­frei­heit des Art. 5 Abs. 3 Satz 1 GG begrün­det kei­ne Betei­li­gungs­rech­te der Hoch­schu­len, Fakul­tä­ten oder ein­zel­ner Wis­sen­schaft­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­ler beim Zustan­de­kom­men eines Geset­zes zur Fusi­on zwei­er Hoch­schu­len.
Die staat­li­che Ein­set­zung eines Lei­tungs­or­gans im Zuge einer Hoch­schul­fu­si­on genügt den Anfor­de­run­gen des Grund­ge­set­zes an eine wis­sen­schafts­ad­äqua­te Orga­ni­sa­ti­on umso weni­ger, je län­ger die­se Lei­tung ohne ein uni­ver­si­tä­res Selbst­ver­wal­tungs­or­gan tätig ist und je weni­ger Befug­nis­se auf Not­kom­pe­ten­zen für rever­si­ble Ent­schei­dun­gen beschränkt sind.
Die Hoch­schul­land­schaft in der Lau­sitz: TU Cott­bus und FH Senf­ten­berg
Die gesetz­li­che Neu­struk­tu­rie­rung der Hoch­schul­re­gi­on Lau­sitz
Die Über­gangs­ver­fas­sung der BTU Cott­bus-Senf­ten­berg
Die Ver­fas­sungs­be­schwer­den und einst­wei­li­ge Anord­nung
Die Ent­schei­dung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt
Zuläs­sig­keit der Ver­fas­sungs­be­schwer­den
Ver­fas­sungs­be­schwer­de gegen ein Gesetz – und der Sub­si­dia­ri­täts­grund­satz
For­mel­le Recht­mä­ßig­keit des Fusi­ons­ge­set­zes
Grund­rech­te der Fakul­tä­ten?
Der staat­lich ein­ge­setz­te Grün­dungs­be­auf­trag­te
Zusam­men­set­zung des (erwei­ter­ten) Grün­dungs­se­nats
Gleich­star­ke Ver­tre­tun­gen von Uni­ver­si­täts- und Fach­hoch­schul­pro­fes­so­ren
Die Hoch­schul­land­schaft in der Lau­sitz: TU Cott­bus und FH Senf­ten­berg[↑]
Mit dem Gesetz zur Wei­ter­ent­wick­lung der Hoch­schul­re­gi­on Lau­sitz vom 11.02.2013 (Art. 1 des Geset­zes zur Neu­struk­tu­rie­rung der Hoch­schul­re­gi­on Lau­sitz [1] (GWHL) wur­de die Bran­den­bur­gi­sche Tech­ni­sche Uni­ver­si­tät Cott­bus mit der Fach­hoch­schu­le Lau­sitz zur Bran­den­bur­gi­schen Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Cott­bus-Senf­ten­berg fusio­niert. Die Uni­ver­si­tät Cott­bus ging im Jahr 1991 aus der 1953 eröff­ne­ten Hoch­schu­le für Bau­we­sen der DDR her­vor, ist die ein­zi­ge Tech­ni­sche Uni­ver­si­tät Bran­den­burgs und bie­tet neben dem Bau­in­ge­nieur­we­sen wei­te­re natur­wis­sen­schaft­li­che, tech­ni­sche und kul­tur­wis­sen­schaft­li­che Stu­di­en­gän­ge an. Sie hat­te vier Fakul­tä­ten mit 123 Pro­fes­so­rin­nen und Pro­fes­so­ren, von denen nach Anga­ben der Lan­des­re­gie­rung 47 % nicht habi­li­tiert waren, und im Win­ter­se­mes­ter 2011/​2012 etwa 6.700 Stu­die­ren­de. Die Fach­hoch­schu­le Lau­sitz ging 1991 aus der 1947 gegrün­de­ten Berg­in­ge­nieur­schu­le Senf­ten­berg her­vor und bezeich­ne­te sich seit 2009 als „Hoch­schu­le Lau­sitz, Uni­ver­si­ty of App­lied Sci­ence“; sie hat­te 108 Pro­fes­so­rin­nen und Pro­fes­so­ren an vier Fakul­tä­ten, von denen zum Zeit­punkt der Fusi­on zwölf habi­li­tiert waren, und etwa 3.400 Stu­die­ren­de [2].
Dem Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren zur Fusi­on waren Bewer­tun­gen und Emp­feh­lun­gen zu den bei­den Hoch­schu­len durch den Wis­sen­schafts­rat und den Lan­des­hoch­schul­rat Bran­den­burg, ein die Lan­des­re­gie­rung und die Hoch­schu­len bera­ten­des Exper­ten­gre­mi­um, durch die im Mai 2010 von der Minis­te­rin für Wis­sen­schaft, For­schung und Kul­tur ein­ge­setz­te Kom­mis­si­on für die Wei­ter­ent­wick­lung der Hoch­schul­re­gi­on Lau­sitz („Lau­sitz-Kom­mis­si­on“) sowie durch die im März 2011 vom Minis­ter­prä­si­den­ten beru­fe­ne Hoch­schul­struk­tur­kom­mis­si­on für das Land Bran­den­burg vor­aus­ge­gan­gen.
Der Wis­sen­schafts­rat hat­te bereits im Jahr 1993 dazu auf­ge­ru­fen, dass die Uni­ver­si­tät Cott­bus und die Fach­hoch­schu­le Lau­sitz inten­siv koope­rie­ren müss­ten; er for­der­te auch im Jahr 2002 eine deut­lich enge­re Koope­ra­ti­on zwi­schen der Uni­ver­si­tät und der Fach­hoch­schu­le, da deren Ver­hält­nis durch bei­der­sei­ti­ge Abschot­tung geprägt sei [3]. Auch der Lan­des­hoch­schul­rat hielt eine Neu­ge­stal­tung des Hoch­schul­raums Lau­sitz für drin­gend erfor­der­lich, wobei für die Uni­ver­si­tät Cott­bus und die Fach­hoch­schu­le Lau­sitz unter­schied­li­che For­men der Koope­ra­ti­on bis hin zur Fusi­on denk­bar sei­en [4]. Die Lau­sitz-Kom­mis­si­on schlug im Janu­ar 2012 vor, „die Koope­ra­ti­on bei­der Hoch­schu­len deut­lich aus­zu­bau­en, gleich­zei­tig aber bei­de Hoch­schu­len zu erhal­ten“ [5]. Die Hoch­schul­struk­tur­kom­mis­si­on schloss sich im Juni 2012 den Emp­feh­lun­gen der Lau­sitz-Kom­mis­si­on an und schlug für die Uni­ver­si­tät Cott­bus und die Fach­hoch­schu­le Lau­sitz eine Orga­ni­sa­ti­on als Hol­ding vor [6].
Aus den Stel­lung­nah­men der Lan­des­re­gie­rung zu die­sem Ver­fah­ren ergibt sich, dass der Bericht der Lau­sitz-Kom­mis­si­on in zahl­rei­chen Gesprä­chen mit Abge­ord­ne­ten, mit Ange­hö­ri­gen der betrof­fe­nen Hoch­schu­len und mit der regio­na­len Wirt­schaft dis­ku­tiert wur­de. Der poli­ti­sche Pro­zess war aller­dings, was die Anla­gen zu den Stel­lung­nah­men in die­sem Ver­fah­ren bele­gen, von Span­nun­gen geprägt. So schei­ter­te die Ein­rich­tung einer Steue­rungs­grup­pe des Minis­te­ri­ums zur Hoch­schul­land­schaft Lau­sitz, weil der Prä­si­dent der Uni­ver­si­tät Cott­bus kei­nen Bedarf für eine sol­che Insti­tu­ti­on sah und sich daher an ihr nicht betei­li­gen woll­te. Auf das Schrei­ben des im April 2012 vom Minis­te­ri­um ein­ge­setz­ten Beauf­trag­ten für die Hoch­schul­re­gi­on Lau­sitz vom 31.05.2012 teil­te der Prä­si­dent der Uni­ver­si­tät Cott­bus mit, dass er zwar wei­ter kei­nen Bedarf sehe, aber in Umset­zung einer fach­auf­sicht­li­chen Wei­sung als Mit­glied der Steue­rungs­grup­pe zur Ver­fü­gung ste­he. Das Minis­te­ri­um eta­blier­te schließ­lich einen wis­sen­schaft­li­chen Bei­rat, dem Mit­glie­der der Uni­ver­si­tät Cott­bus nicht ange­hör­ten; der Prä­si­dent der Uni­ver­si­tät Cott­bus lehn­te die Mit­ar­beit wei­ter­hin ab, weil es in Bran­den­burg bereits einen Lan­des­hoch­schul­rat gebe. Solan­ge es kei­ne Ent­schei­dung des Gesetz­ge­bers zur Fusi­on oder Schlie­ßung der Hoch­schu­len gebe, wer­de die BTU statt­des­sen wei­ter an ihrem eige­nen Kon­zept arbei­ten.
Seit Mit­te 2010 beschäf­tig­te sich eine inter­ne Arbeits­grup­pe des Minis­te­ri­ums für Wis­sen­schaft, For­schung und Kul­tur mit neu­en Struk­tu­ren für die Hoch­schul­land­schaft Bran­den­burgs und prüf­te ver­schie­de­ne Model­le der Hoch­schul­ent­wick­lung. Im Juni 2012 leg­te das Minis­te­ri­um den Refe­ren­ten­ent­wurf eines Fusi­ons­ge­set­zes vor. Er ziel­te auf die Errich­tung der „Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Lau­sitz-Hol­ding“, regel­te die Über­füh­rung der Fakul­tä­ten, Ein­rich­tun­gen und Stu­di­en­gän­ge der Uni­ver­si­tät Cott­bus und der Fach­hoch­schu­le Lau­sitz in die­se und sah vor, dass die bei­den Hoch­schu­len in der Hol­ding als ihrer Rechts­nach­fol­ge­rin auf­ge­hen. Das Minis­te­ri­um bat auch die Uni­ver­si­tät Cott­bus mit einer Frist von sie­ben Wochen um eine Stel­lung­nah­me.
Der zustän­di­ge Aus­schuss des Land­tags hat­te sich seit Janu­ar 2012 mit dem Reform­pro­zess befasst, unter ande­rem in einer öffent­li­chen Aus­schuss­sit­zung am 15.02.2012 mit der zustän­di­gen Minis­te­rin und den Prä­si­den­ten der Hoch­schu­len. Im Okto­ber 2012 wur­de der Gesetz­ent­wurf zur Neu­struk­tu­rie­rung der Hoch­schul­re­gi­on Lau­sitz in den Land­tag ein­ge­bracht [7], der sich vom Refe­ren­ten­ent­wurf an eini­gen Stel­len unter­schied. Dies betraf nicht die Fusi­on der Hoch­schu­len, son­dern die Regeln zur Über­tra­gung einer Uni­ver­si­täts­pro­fes­sur auf Ange­hö­ri­ge der Fach­hoch­schu­le, die Schwer­punkt­pro­fes­su­ren, die Lehr­ver­pflich­tung und die Kon­sti­tu­ie­rung der künf­ti­gen Lei­tung – nun im Ein­ver­neh­men und nicht nur nach Anhö­rung des erwei­ter­ten Grün­dungs­se­nats – und deren Abwahl. Zum Gesetz­ent­wurf führ­te der Aus­schuss am 5.12 2012 eine öffent­li­che Anhö­rung durch. Dazu wur­den die bei­den Hoch­schu­len mit Schrei­ben vom 16.11.2012 gela­den und zur Abga­be einer Stel­lung­nah­me bis zum 28.11.2012 auf­ge­for­dert. In der Anhö­rung äußer­ten sich die Prä­si­den­ten der Uni­ver­si­tät Cott­bus und der Fach­hoch­schu­le Lau­sitz sowie die Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts­vor­sit­zen­de der Uni­ver­si­tät Cott­bus [8]. Der Aus­schuss ver­ab­schie­de­te am 21.01.2013 eine Beschluss­emp­feh­lung [9]. Das Gesetz wur­de am 23.01.2013 in zwei­ter Lesung nach kon­tro­ver­ser Bera­tung ver­ab­schie­det und der Antrag der Oppo­si­ti­ons­frak­tio­nen, „dem Pro­zess mehr Zeit“ zu geben [10], abge­lehnt. Am 11.02.2013 wur­de das Gesetz aus­ge­fer­tigt und am 12.02.2013 im Gesetz­blatt ver­kün­det [11]. Es trat am 1.07.2013 in Kraft; die Vor­schrift zur Fin­dung des Grün­dungs­prä­si­den­ten oder der Grün­dungs­prä­si­den­tin (§ 9 GWHL) galt bereits am Tag nach der Ver­kün­dung.
Die gesetz­li­che Neu­struk­tu­rie­rung der Hoch­schul­re­gi­on Lau­sitz[↑]
Das Gesetz zur Neu­struk­tu­rie­rung der Hoch­schul­re­gi­on Lau­sitz hat mit dem in Arti­kel 1 ent­hal­te­nen Gesetz zur Wei­ter­ent­wick­lung der Hoch­schul­re­gi­on Lau­sitz (GWHL) mit Wir­kung zum 1.07.2013 die Bran­den­bur­gi­sche Tech­ni­sche Uni­ver­si­tät Cott­bus-Senf­ten­berg (BTUCS) errich­tet. Die Fakul­tä­ten, Ein­rich­tun­gen und Stu­di­en­gän­ge der Uni­ver­si­tät Cott­bus und der Fach­hoch­schu­le Lau­sitz wur­den sol­che die­ser neu­en Uni­ver­si­tät; die Hoch­schul­ver­wal­tung wur­de von den bis­he­ri­gen Ver­wal­tun­gen gebil­det (§ 1 GWHL). Die Uni­ver­si­tät Cott­bus-Senf­ten­berg wur­de Rechts­nach­fol­ge­rin der Uni­ver­si­tät Cott­bus und der Fach­hoch­schu­le Lau­sitz (§ 21 Abs. 1 und Abs. 2 GWHL) und anstel­le der Uni­ver­si­tät Cott­bus in die Lis­te der staat­li­chen Hoch­schu­len des Lan­des Bran­den­burg auf­ge­nom­men (Art. 2 Nr. 1 Buch­sta­be a des Geset­zes zur Neu­struk­tu­rie­rung der Hoch­schul­re­gi­on Lau­sitz). Alle Mit­glie­der der alten Hoch­schu­len wur­den in die neue Uni­ver­si­tät über­nom­men (§ 5 GWHL).
Das Gesetz ent­hält Struk­tur­vor­ga­ben für die fusio­nier­te Hoch­schu­le und regelt die über­gangs­wei­se Lei­tung der Hoch­schu­le bis zur Ernen­nung des Grün­dungs­prä­si­den­ten. Es regelt die Auf­lö­sung der zen­tra­len Selbst­ver­wal­tungs­gre­mi­en der Uni­ver­si­tät Cott­bus und der Fach­hoch­schu­le Lau­sitz und die Zusam­men­set­zung der neu­en zen­tra­len Selbst­ver­wal­tungs­gre­mi­en der Uni­ver­si­tät Cott­bus-Senf­ten­berg, die Über­tra­gung einer Uni­ver­si­täts­pro­fes­sur auf Hoch­schul­leh­re­rin­nen und ‑leh­rer der Fach­hoch­schu­le Lau­sitz, die Schwer­punkt­pro­fes­su­ren und die Betreu­ung von Dis­ser­ta­tio­nen, und es kon­kre­ti­siert Mit­wir­kungs­rech­te bei Beru­fun­gen, Habi­li­ta­tio­nen und Bewäh­run­gen auf einer Juni­or­pro­fes­sur. Wei­te­re Rege­lun­gen betref­fen die dezen­tra­le Selbst­ver­wal­tung, die ange­streb­te Neu­ord­nung sowie die Mög­lich­keit der Ersatz­vor­nah­me durch das Minis­te­ri­um.
Das Gesetz zur Wei­ter­ent­wick­lung der Hoch­schul­re­gi­on Lau­sitz sieht in § 2 Abs. 1 vor, dass die Uni­ver­si­tät Cott­bus-Senf­ten­berg bei Ein­rich­tung der orga­ni­sa­to­ri­schen Grund­ein­hei­ten für Leh­re und For­schung die Emp­feh­lun­gen der Lau­sitz-Kom­mis­si­on und der Hoch­schul­struk­tur­kom­mis­si­on berück­sich­ti­gen soll, die dem Gesetz als Anhang bei­gefügt sind. Danach soll es eine dop­pel­te Struk­tur mit Grund­ein­hei­ten für ein stär­ker anwen­dungs­be­zo­ge­nes und für ein stär­ker theo­rie­ge­lei­te­tes Ange­bot in For­schung und Leh­re sowie dane­ben Grund­ein­hei­ten für mit­ein­an­der ver­schränk­te Ange­bo­te geben. Die neue Uni­ver­si­tät hat nach § 2 Abs. 2 GWHL die Wahl, ob sie eine Fakul­täts­struk­tur bei­be­hält oder statt­des­sen vom Gesetz­ge­ber als sol­che bezeich­ne­te „Schools“ ein­rich­tet, die dann die Auf­ga­ben der Fakul­tä­ten über­neh­men.
Als zen­tra­le Ein­rich­tun­gen wer­den nach § 3 GWHL drei „Schools“ errich­tet: eine „Under­gra­dua­te School“, eine „Gra­dua­te Rese­arch School“ sowie eine „Pro­fes­sio­nal School“ als Zen­trum für Wei­ter­bil­dung und dane­ben ein Zen­trum für Stu­die­ren­den­ge­win­nung und Stu­di­en­vor­be­rei­tung als „Col­le­ge“. Die zen­tra­len Ein­rich­tun­gen sol­len die Grund­ein­hei­ten mit fach­über­grei­fen­den Ange­bo­ten ergän­zen, aber nicht erset­zen (§ 3 Abs. 1 Satz 2 GWHL). Sie unter­lie­gen der Ver­ant­wor­tung des (Gründungs-)Präsidenten (§ 3 Abs. 6 Satz 2 GWHL). Die Schools und das Col­le­ge wer­den als zen­tra­le wis­sen­schaft­li­che Ein­rich­tun­gen von Hoch­schul­leh­ren­den gelei­tet und von einem Bei­rat mit exter­ner Exper­ti­se unter­stützt (§ 3 Abs. 1 Satz 4 GWHL, § 74 Abs. 5 BbgHG in der Fas­sung des Geset­zes zur Neu­re­ge­lung des Hoch­schul­rechts des Lan­des Bran­den­burg vom 28.04.2014, GVBl I Nr. 18, S. 58, BbgHG 2014). Hoch­schul­leh­ren­de müs­sen Leh­re in min­des­tens zwei Schools wahr­neh­men (§ 3 Abs. 1 Satz 6 GWHL).
Die Uni­ver­si­tät Cott­bus-Senf­ten­berg wur­de bis zur Ernen­nung des Grün­dungs­prä­si­den­ten im Juli 2014 durch einen vom Minis­te­ri­um ein­ge­setz­ten Grün­dungs­be­auf­trag­ten gelei­tet. Die Amts­zei­ten der alten Lei­tun­gen ende­ten nach § 8 Abs. 1 GWHL zum 1.07.2013.
Mit der Errich­tung der Uni­ver­si­tät Cott­bus-Senf­ten­berg waren die bestehen­das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­rich­te der Uni­ver­si­tät Cott­bus und der Fach­hoch­schu­le Lau­sitz auf­ge­löst (§ 12 Abs. 1 Satz 1 GWHL). Im Okto­ber 2013 wur­den als zen­tra­le Selbst­ver­wal­tungs­or­ga­ne der Uni­ver­si­tät Cott­bus-Senf­ten­berg der Grün­dungs­se­nat und der erwei­ter­te Grün­dungs­se­nat gewählt (§ 12 Abs. 1 Satz 2 GWHL), mit 14 bezie­hungs­wei­se 31 Ver­tre­te­rin­nen oder Ver­tre­tern der in § 61 Abs. 1 Satz 3 BbgHG 2014 defi­nier­ten Mit­glie­der­grup­pen (§ 12 Abs. 2 Satz 1 bzw. § 12 Abs. 3 Satz 1 GWHL). Acht bezie­hungs­wei­se 16 Mit­glie­der des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts gehö­ren zur Mit­glie­der­grup­pe der Hoch­schul­leh­re­rin­nen und Hoch­schul­leh­rer; von die­sen wer­den je vier bezie­hungs­wei­se acht von der Uni­ver­si­tät Cott­bus respek­ti­ve der Fach­hoch­schu­le Lau­sitz gewählt (§ 12 Abs. 2 Satz 2 und Abs. 3 Satz 2 GWHL). Je zwei Mit­glie­der des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts gehö­ren zu den wei­te­ren Mit­glie­der­grup­pen. Die Amts­zei­ten des Grün­dungs­se­nats und des erwei­ter­ten Grün­dungs­se­nats enden mit der Wahl und der Kon­sti­tu­ie­rung der zen­tra­len Orga­ne der Uni­ver­si­tät Cott­bus-Senf­ten­berg nach Maß­ga­be einer neu­en Grund­ord­nung (§ 12 Abs. 7 GWHL).
Das Fusi­ons­ge­setz regelt, wie den in die Uni­ver­si­tät Cott­bus-Senf­ten­berg über­ge­lei­te­ten Pro­fes­so­rin­nen und Pro­fes­so­ren der Fach­hoch­schu­le Lau­sitz dau­er­haft eine Uni­ver­si­täts­pro­fes­sur über­tra­gen wer­den kann. Dazu bedarf es des Vor­schlags des nach der Grund­ord­nung zustän­di­gen Organs; der Grün­dungs­prä­si­dent oder die Grün­dungs­prä­si­den­tin muss dann ent­schei­den, ob nach dem Struk­tur- und Ent­wick­lungs­plan Bedarf besteht, und die erfor­der­li­che Qua­li­fi­ka­ti­on muss durch min­des­tens zwei von der pro­fes­so­ra­len Mehr­heit im nach der Grund­ord­nung zustän­di­gen Organ bestell­ten exter­ne Gut­ach­ten nach­ge­wie­sen wer­den (§ 6 Abs. 2 GWHL). Die­ses zustän­di­ge Organ setzt sich aus dem Grün­dungs­se­nat und wei­te­ren Uni­ver­si­täts­pro­fes­so­ren oder ‑pro­fes­so­rin­nen sowie Juni­or­pro­fes­so­rin­nen und ‑pro­fes­so­ren zusam­men, die sich nach § 46 Abs. 1 Satz 2 und Abs. 2 BbgHG 2014 bewährt hat­ten (§ 12 Abs. 1 der vor­läu­fi­gen Grund­ord­nung). Zudem kön­nen an der Uni­ver­si­tät Cott­bus-Senf­ten­berg Schwer­punkt­pro­fes­su­ren für die Leh­re oder für die For­schung ein­ge­rich­tet wer­den (§ 6 Abs. 4 GWHL). Unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen kön­nen Pro­fes­so­rin­nen und Pro­fes­so­ren der ehe­ma­li­gen Fach­hoch­schu­le Lau­sitz Dis­ser­ta­tio­nen und Habi­li­ta­tio­nen betreu­en (§ 6 Abs. 5 GWHL).
uf die Uni­ver­si­tät Cott­bus-Senf­ten­berg fin­den die all­ge­mei­nen Grund­sät­ze der Mit­wir­kung der Hoch­schul­leh­ren­den nach § 61 BbgHG 2014 Anwen­dung (§ 1 Abs. 4 GWHL). Für Beru­fun­gen war es in der bis zum 29.04.2014 gel­ten­den Fas­sung des Geset­zes zur Wei­ter­ent­wick­lung der Hoch­schul­re­gi­on Lau­sitz zunächst der Hoch­schu­le über­las­sen, in ihren Grund­ord­nun­gen Rege­lun­gen zu tref­fen, wie die Mehr­heit der Pro­fes­so­rin­nen und Pro­fes­so­ren in den Orga­nen und Gre­mi­en der Uni­ver­si­tät Cott­bus-Senf­ten­berg bei Ent­schei­dun­gen über Habi­li­ta­tio­nen, Beru­fun­gen oder die Bewäh­rung auf Juni­or­pro­fes­su­ren (§ 61 Abs. 1 Satz 7 BbgHG 2014) sicher­ge­stellt wird. Seit der Ände­rung in Art. 2 des Geset­zes zur Neu­re­ge­lung des Hoch­schul­rechts des Lan­des Bran­den­burg vom 28.04.2014 [12] gibt das Gesetz zur Wei­ter­ent­wick­lung der Hoch­schul­re­gi­on Lau­sitz nun­mehr die Mehr­heit der Hoch­schul­leh­ren­den vor.
Die neu errich­te­te Uni­ver­si­tät Cott­bus-Senf­ten­berg soll­te bis zum 31.12 2014 ihre orga­ni­sa­to­ri­schen Grund­ein­hei­ten, die Fächer­struk­tur, die zen­tra­len wis­sen­schaft­li­chen Ein­rich­tun­gen und Stu­di­en­gän­ge sowie die Hoch­schul­ver­wal­tung nach Maß­ga­be des Neu­struk­tu­rie­rungs­ge­set­zes und der staat­li­chen Ziel­set­zun­gen der Hoch­schul­ent­wick­lung neu ord­nen (§ 14 GWHL) und eine neue Grund­ord­nung erar­bei­ten (§ 15 Abs. 2 GWHL). Bis zu die­ser bis­lang nicht vor­ge­nom­me­nen Neu­ord­nung liegt die dezen­tra­le Selbst­ver­wal­tung der neu­en Uni­ver­si­tät grund­sätz­lich wei­ter bei den Gre­mi­en, Kom­mis­sio­nen und Funk­ti­ons­tra­gen­den der Uni­ver­si­tät Cott­bus und der Fach­hoch­schu­le Lau­sitz, die sol­che der neu­en Uni­ver­si­tät Cott­bus-Senf­ten­berg wur­den (§ 17 Abs. 1 GWHL). Ent­schei­dun­gen von Orga­nen und Gre­mi­en blei­ben nach § 17 Abs. 2 GWHL rechts­wirk­sam, auch wenn rechts­kräf­tig fest­ge­stellt eine feh­ler­haf­te Wahl oder Beset­zung vor­liegt.
Das Minis­te­ri­um hat die Mög­lich­keit der Ersatz­vor­nah­me, wenn Ent­schei­dun­gen oder Maß­nah­men der zuvor anzu­hö­ren­den zustän­di­gen Orga­ne, Gre­mi­en, Kom­mis­sio­nen oder Funk­ti­ons­trä­ge­rin­nen und Funk­ti­ons­trä­ger nicht oder nicht frist­ge­mäß getrof­fen wer­den (§ 20 GWHL). Ansons­ten ste­hen dem Minis­te­ri­um die im bran­den­bur­gi­schen Hoch­schul­recht vor­ge­se­he­nen Mit­tel der Rechts­auf­sicht zur Ver­fü­gung, also Infor­ma­ti­on, Bericht, Akten­ein­sicht und Bean­stan­dung (§ 5 Abs. 5 Satz 1 bis 3 BbgHG 2014).
Die Über­gangs­ver­fas­sung der BTU Cott­bus-Senf­ten­berg[↑]
Seit 1.07.2013 gilt für die Uni­ver­si­tät Cott­bus-Senf­ten­berg eine vor­läu­fi­ge Grund­ord­nung, die nach § 15 GWHL vom Wis­sen­schafts­mi­nis­te­ri­um erlas­sen wur­de [13]. Die­se vor­läu­fi­ge Grund­ord­nung nor­miert bis zu der nach § 14 GWHL vor­ge­se­he­nen Neu­ord­nung durch die Hoch­schu­le selbst die wesent­li­chen Vor­ga­ben des Geset­zes. Nach § 3 Abs. 2 die­ser Grund­ord­nung blei­ben alle Ämter außer der Lei­tung besetzt; nach § 18 bestehen die Fakul­tä­ten der Uni­ver­si­tät Cott­bus und der Fach­hoch­schu­le Lau­sitz fort, nach §§ 21, 22 mit den Deka­na­ten und Fakul­täts­rä­ten. In Teil 2 wer­den die zen­tra­len Orga­ne bestimmt, nach § 6 Abs. 2 je ein Vize­prä­si­dent oder eine Vize­prä­si­den­tin der Uni­ver­si­tät Cott­bus und der Fach­hoch­schu­le Lau­sitz sowie in § 7 ein Lei­tungs­aus­schuss. In § 14 wer­den die nach dem Gesetz zu bil­den­den zen­tra­len wis­sen­schaft­li­chen Ein­rich­tun­gen unter Lei­tung des Grün­dungs­prä­si­den­ten oder der Grün­dungs­prä­si­den­tin benannt. In § 17 Abs. 1 wird der oder die Grün­dungs­be­auf­trag­te mit den in § 5 gere­gel­ten Befug­nis­sen des Grün­dungs­prä­si­den­ten oder der Grün­dungs­prä­si­den­tin nach Maß­ga­be des Geset­zes ver­se­hen.
Das Minis­te­ri­um setz­te zum 1.07.2013 einen Grün­dungs­be­auf­trag­ten ein, der die Uni­ver­si­tät Cott­bus-Senf­ten­berg bis zur Ernen­nung des Grün­dungs­prä­si­den­ten am 15.07.2014 lei­te­te. Er erließ am 14.08.2013 die für die Wahl des Grün­dungs­se­nats und des erwei­ter­ten Grün­dungs­se­nats erfor­der­li­chen Rege­lun­gen (§ 12 Abs. 4 GWHL). Nach der Wahl am 17.10.2013 kon­sti­tu­ier­ten sich der Grün­dungs­se­nat und der erwei­ter­te Grün­dungs­se­nat am 20.11.2013. Der Grün­dungs­be­auf­trag­te han­del­te wäh­rend sei­ner Amts­zeit trotz der Bit­te der Fakul­tä­ten um Auf­schub der Ver­hand­lun­gen auch den Hoch­schul­ver­trag für die Jah­re 2014 bis 2018 zwi­schen dem Minis­te­ri­um und der Uni­ver­si­tät Cott­bus-Senf­ten­berg aus; er unter­zeich­ne­te ihn, nach­dem der Grün­dungs­se­nat die Unter­zeich­nung am 4.12 2013 emp­foh­len hat­te. Der Ver­trag legt die wesent­li­chen Zie­le der Hoch­schul­ent­wick­lung fest und regelt die Mit­tel­zu­wei­sung des Lan­des für die Jah­re 2014 bis 2018.
Die Ver­fas­sungs­be­schwer­den und einst­wei­li­ge Anord­nung[↑]
Mit ihrer Ver­fas­sungs­be­schwer­de wen­den sich zwei Fakul­tä­ten der Uni­ver­si­tät Cott­bus gegen die Fusi­ons­ent­schei­dung des Gesetz­ge­bers im Gesetz zur Wei­ter­ent­wick­lung der Hoch­schul­re­gi­on Lau­sitz. Mit einer wei­te­ren Ver­fas­sungs­be­schwer­de gegen ein­zel­ne Vor­ga­ben des Geset­zes rügen drei Pro­fes­so­ren die Ver­let­zung ihrer Rech­te als Pro­fes­so­ren der Uni­ver­si­tät Cott­bus.
Die Ver­fas­sungs­be­schwer­de eines der drei Pro­fes­so­ren hat sich zwi­schen­zeit­lich dadurch erle­digt, dass er mit Wir­kung zum 1.10.2014 zum Uni­ver­si­täts­pro­fes­sor an einer ande­ren Uni­ver­si­tät ernannt wor­den ist.
Den Antrag der Fakul­tä­ten auf Erlass einer einst­wei­li­gen Anord­nung gegen das Inkraft­tre­ten des Fusi­ons­ge­set­zes hat das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt abge­lehnt [14].
Dane­ben hat­ten sich die Bran­den­bur­gi­sche Tech­ni­sche Uni­ver­si­tät sowie deren Stu­die­ren­den­schaft an das Ver­fas­sungs­ge­richt des Lan­des Bran­den­burg gewandt, das deren Eil­an­trä­ge zurück­ge­wie­sen [15] und die Ver­fas­sungs­be­schwer­de der Stu­die­ren­den­schaft man­gels Betei­lig­ten­fä­hig­keit ver­wor­fen hat­te [16].
Das Ver­fas­sungs­ge­richt des Lan­des Bran­den­burg hat mit­ge­teilt, das Nor­men­kon­troll­ver­fah­ren von 19 Abge­ord­ne­ten des Land­tags Bran­den­burg und die Ver­fas­sungs­be­schwer­de von fünf wei­te­ren Pro­fes­so­ren sei­en in Anbe­tracht der am Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt anhän­gi­gen Ver­fas­sungs­be­schwer­den aus­ge­setzt wor­den.
Die Ent­schei­dung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt[↑]
Die Ver­fas­sungs­be­schwer­de der Fakul­tä­ten ist nicht begrün­det. Die Fusi­ons­ent­schei­dung des Gesetz­ge­bers steht for­mell und mate­ri­ell mit der Ver­fas­sung in Ein­klang
Hin­ge­gen ist die Ver­fas­sungs­be­schwer­de der Pro­fes­so­ren, soweit sie zuläs­sig ist, teil­wei­se begrün­det. Die Rege­lung des § 8 Abs. 2 Satz 2 GWHL zur Über­gangs­lei­tung durch einen vom Minis­te­ri­um ein­ge­setz­ten Grün­dungs­be­auf­trag­ten ver­letzt die Beschwer­de­füh­rer in ihrem Grund­recht aus Art. 5 Abs. 3 Satz 1 GG. Die Zusam­men­set­zung der zen­tra­len Selbst­ver­wal­tungs­or­ga­ne ist für das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt nicht zu bean­stan­den.
§ 8 Absatz 2 Satz 2 des Geset­zes zur Wei­ter­ent­wick­lung der Hoch­schul­re­gi­on Lau­sitz vom 11.02.2013 (Arti­kel 1 des Geset­zes zur Neu­struk­tu­rie­rung der Hoch­schul­re­gi­on Lau­sitz) [17] ist mit Arti­kel 5 Absatz 3 Satz 1 GG unver­ein­bar.
Im übri­gen hat das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt die Ver­fas­sungs­be­schwer­den der Pro­fes­so­ren und der Fakul­tä­ten zurück­ge­wie­sen:
Zuläs­sig­keit der Ver­fas­sungs­be­schwer­den[↑]
Die Ver­fas­sungs­be­schwer­de des zwi­schen­zeit­lich an eine ande­re Uni­ver­si­tät beru­fe­nen Pro­fes­sors hat sich erle­digt, denn er ist nicht mehr an der Uni­ver­si­tät Cott­bus-Senf­ten­berg tätig. Er hat auch kein fort­dau­ern­des Rechts­schutz­be­dürf­nis.
Die Fakul­tä­ten sind eben­so wie die bei­den ande­ren beschwer­de­füh­ren­den Pro­fes­so­ren über­wie­gend beschwer­de­be­fugt:
Rich­tet sich eine Ver­fas­sungs­be­schwer­de unmit­tel­bar gegen ein Gesetz, müs­sen die Beschwer­de­füh­ren­den von der ange­grif­fe­nen Norm selbst, gegen­wär­tig und unmit­tel­bar in Grund­rech­ten betrof­fen sein [18].
Gegen­über Orga­ni­sa­ti­ons­nor­men für die Wis­sen­schaft kann mit der Rüge, eine wis­sen­schafts­i­nad­äqua­te Orga­ni­sa­ti­on bewir­ke eine Gefähr­dung der Wis­sen­schafts­frei­heit, Grund­rechts­schutz aus Art. 5 Abs. 3 Satz 1 GG unmit­tel­bar gel­tend gemacht wer­den [19]. Die Hoch­schu­len und auch ihre Unter­glie­de­run­gen sind eben­so wie die Hoch­schul­leh­ren­den gegen hoch­schul­or­ga­ni­sa­to­ri­sche Ent­schei­dun­gen inso­weit geschützt, als die­se die Erfül­lung ihrer Auf­ga­be, freie Wis­sen­schaft zu ermög­li­chen, gefähr­den kön­nen [20]. Ver­än­dert der Gesetz­ge­ber das die Tätig­keit der Fakul­tä­ten prä­gen­de wis­sen­schafts­or­ga­ni­sa­to­ri­sche Umfeld maß­geb­lich, kön­nen damit unter Umstän­den für die­se grund­rechts­re­le­van­te Gefähr­dun­gen ein­her­ge­hen; die Fakul­tä­ten kön­nen sich inso­weit gegen­über dem Staat auf die Wis­sen­schafts­frei­heit beru­fen.
Danach sind die Fakul­tä­ten inso­weit beschwer­de­be­fugt, als sie sich mit ihrer Ver­fas­sungs­be­schwer­de gegen Struk­tur­ver­än­de­run­gen wen­den, die mit der Fusi­ons­ent­schei­dung ein­her­ge­hen, sofern sich aus ihnen eine struk­tu­rel­le Gefähr­dung der Wis­sen­schafts­frei­heit durch eine wis­sen­schafts­i­nad­äqua­te Orga­ni­sa­ti­on erge­ben kann. Die Fakul­tä­ten wen­den sich als Unter­glie­de­run­gen der Hoch­schu­le nicht schlicht gegen eine Fusi­on zwei­er Hoch­schu­len. Mit einer sol­chen Ver­fas­sungs­be­schwer­de könn­te kei­ne Gefähr­dung der Wis­sen­schafts­frei­heit gel­tend gemacht wer­den, weil eine Fakul­tät in ihrem Bestand eben­so wenig grund­recht­lich geschützt ist wie eine Hoch­schu­le [21]. Soweit sich die Fakul­tä­ten gegen die mit der Fusi­on zugleich vor­ge­nom­me­ne maß­geb­li­che Umstruk­tu­rie­rung der Orga­ni­sa­ti­on wen­den, inner­halb derer sie eben­so wie die ein­zel­nen Wis­sen­schaft­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­ler ihre Auf­ga­ben wahr­neh­men, ist eine sol­che Ver­let­zung aller­dings nicht aus­ge­schlos­sen. Zu die­sen das Han­deln der Fakul­tä­ten prä­gen­den wis­sen­schafts­or­ga­ni­sa­to­ri­schen Vor­ga­ben gehö­ren Rege­lun­gen zur Ein­rich­tung orga­ni­sa­to­ri­scher Grund­ein­hei­ten mit jeweils spe­zi­fi­schem Pro­fil wie in § 2 Abs. 1 GWHL, zur Errich­tung zen­tra­ler wis­sen­schaft­li­cher Ein­rich­tun­gen neben den Fakul­tä­ten wie nach § 3 GWHL, zu Ver­än­de­run­gen in der Zusam­men­set­zung und den Auf­ga­ben der haupt­amt­li­chen Ange­hö­ri­gen der Fakul­tät wie in § 6 GWHL und zur Zusam­men­set­zung der Selbst­ver­wal­tungs­gre­mi­en nach § 12 Abs. 2 und 3 GWHL.
Die Pro­fes­so­ren beschwer­de­be­fugt, soweit sie sich gegen die Über­gangs­lei­tung durch den vom Minis­te­ri­um ein­ge­setz­ten Grün­dungs­be­auf­trag­ten wen­den (§ 12 Abs. 1 GWHL i.V.m. § 8 Abs. 2 Satz 2 GWHL). Sie sind von die­ser hoch­schul­or­ga­ni­sa­to­ri­schen Ent­schei­dung zwar selbst und unmit­tel­bar, aber nicht mehr gegen­wär­tig betrof­fen, weil der Grün­dungs­be­auf­trag­te nicht mehr tätig ist, zwi­schen­zeit­lich ein zen­tra­les Selbst­ver­wal­tungs­or­gan gewählt und im Ein­ver­neh­men mit die­sem Organ auch ein Grün­dungs­prä­si­dent ernannt wor­den ist. Doch besteht wei­ter­hin ein Rechts­schutz­be­dürf­nis. Ein sol­ches ist ins­be­son­de­re gege­ben, wenn die Klä­rung einer ver­fas­sungs­recht­li­chen Fra­ge von grund­sätz­li­cher Bedeu­tung andern­falls unter­bleibt und der gerüg­te Grund­rechts­ein­griff beson­ders belas­tend erscheint [22]. Die von den Beschwer­de­füh­rern auf­ge­wor­fe­ne ver­fas­sungs­recht­li­che Fra­ge ihrer Mit­wir­kung als Pro­fes­so­ren in der uni­ver­si­tä­ren Selbst­ver­wal­tung in einer Über­gangs­zeit nach hoch­schul­or­ga­ni­sa­to­ri­schen Struk­tur­än­de­run­gen hat grund­sätz­li­che Bedeu­tung und ist auch klä­rungs­be­dürf­tig. Bis­lang hat sich das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt nur mit der Zusam­men­set­zung des aka­de­mi­schen Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts in einer Über­gangs­zeit nach einer Neu­grün­dung befasst [23]. Unbe­ant­wor­tet ist damit die Fra­ge, ob für eine Über­gangs­zeit voll­stän­dig auf das zen­tra­le Selbst­ver­wal­tungs­or­gan ver­zich­tet und die Lei­tung der Hoch­schu­le einem minis­te­ri­al bestell­ten Grün­dungs­be­auf­trag­ten über­tra­gen wer­den kann. Die­se Fra­ge stellt sich nicht nur bei der Neu­grün­dung einer Hoch­schu­le, wie sie der dama­li­gen Ent­schei­dung zugrun­de lag, son­dern auch bei einer hier in Rede ste­hen­den Hoch­schul­fu­si­on. Die mög­li­che Grund­rechts­be­ein­träch­ti­gung ist hier zudem von eini­gem Gewicht, weil Art. 5 Abs. 3 Satz 1 GG gera­de auf einen auch orga­ni­sa­to­risch zu sichern­den grund­recht­lich geschütz­ten Frei­heits­raum zur Ent­fal­tung wis­sen­schaft­li­cher Eigen­ge­setz­lich­keit zielt [24].
Die Beschwer­de­füh­rer sind als Pro­fes­so­ren der Uni­ver­si­tät Cott­bus auch inso­weit beschwer­de­be­fugt, als sie die Zusam­men­set­zung des Grün­dungs­se­nats und des erwei­ter­ten Grün­dungs­se­nats der Uni­ver­si­tät Cott­bus-Senf­ten­berg nach § 12 Abs. 2 und 3 GWHL rügen. Die gleich­ran­gi­ge Ver­tre­tung der Pro­fes­so­rin­nen und Pro­fes­so­ren der Uni­ver­si­tät Cott­bus einer­seits und der Fach­hoch­schu­le Lau­sitz ande­rer­seits in den zen­tra­len Selbst­ver­wal­tungs­or­ga­nen sowie deren iden­ti­sche Anzahl von Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­tern in die­sen, obwohl deren Anzahl in der Uni­ver­si­tät Cott­bus grö­ßer ist als jene in der Fach­hoch­schu­le Lau­sitz, betrifft die Beschwer­de­füh­rer selbst, unmit­tel­bar und gegen­wär­tig. Nach ihren Dar­le­gun­gen erscheint es mög­lich, dass die ange­grif­fe­nen Vor­schrif­ten ein orga­ni­sa­to­ri­sches Gesamt­ge­fü­ge schaf­fen, das ihre Wis­sen­schafts­frei­heit struk­tu­rell gefähr­det, da die Hoch­schul­leh­ren­den im mate­ri­el­len Sin­ne nicht die nach Auf­fas­sung der Beschwer­de­füh­rer von Art. 5 Abs. 3 Satz 1 GG gefor­der­te Mehr­heit im Grün­dungs­se­nat und erwei­ter­ten Grün­dungs­se­nat haben. Dies ist auch kei­ne nur hypo­the­ti­sche Gefahr [25], denn der Grün­dungs­se­nat und der erwei­ter­te Grün­dungs­se­nat, auf deren Zusam­men­set­zung die Rüge zielt, sind die zen­tra­len Selbst­ver­wal­tungs­gre­mi­en der Uni­ver­si­tät Cott­bus-Senf­ten­berg, deren Ent­schei­dun­gen den Kern­be­reich wis­sen­schaft­li­cher Betä­ti­gung regel­mä­ßig unmit­tel­bar berüh­ren. Als plu­ra­lis­tisch zusam­men­ge­setz­te Ver­tre­tungs­or­ga­ne der selbst wis­sen­schaft­lich Täti­gen die­nen sie gera­de dazu, Gefähr­dun­gen der Wis­sen­schafts­frei­heit abzu­weh­ren und die erfor­der­li­che fach­li­che Kom­pe­tenz zur Ver­wirk­li­chung der Wis­sen­schafts­frei­heit in die Orga­ni­sa­ti­on ein­zu­brin­gen. Daher müs­sen ihre Ent­schei­dungs­be­fug­nis­se und Rech­te der Mit­wir­kung, Ein­fluss­nah­me, Infor­ma­ti­on und Kon­trol­le so beschaf­fen sein, dass Gefah­ren für die Frei­heit von Leh­re und For­schung ver­mie­den wer­den [26]. Hät­ten die Beschwer­de­füh­rer dar­an kei­ne hin­rei­chen­de Mit­wir­kungs­mög­lich­keit, wäre ihre Wis­sen­schafts­frei­heit gefähr­det.
Die Ver­fas­sungs­be­schwer­de der Pro­fes­so­ren ist jedoch unzu­läs­sig, soweit sie sich gegen die Feh­ler­fol­gen­re­ge­lung in § 17 Abs. 2 GWHL rich­tet. Es ist nicht ersicht­lich, dass damit gegen­wär­tig eine Ver­let­zung von Grund­rech­ten ver­bun­den ist. Es sind hier kei­ne Feh­ler bei der Wahl oder Zusam­men­set­zung von Orga­nen und Gre­mi­en dar­ge­legt oder sonst ersicht­lich, auf wel­che die­se Norm Anwen­dung fän­de. Dabei könn­te es sich nur um Feh­ler in der Anwen­dung ein­fa­chen Rechts han­deln. Denn der Gesetz­ge­ber kann durch eine ein­fach­ge­setz­li­che Feh­ler­fol­gen­re­ge­lung nicht aus­schlie­ßen, dass Gefähr­dun­gen der Wis­sen­schafts­frei­heit, die selbst auf der nor­ma­ti­ven Aus­ge­stal­tung der Regeln über Wah­len oder die Zusam­men­set­zung der Gre­mi­en beru­hen, einer gericht­li­chen Kon­trol­le zuge­führt wer­den. Aus­weis­lich der Begrün­dung des Gesetz­ent­wurfs zielt § 17 Abs. 2 GWHL nur dar­auf, die Hand­lungs­fä­hig­keit von Hoch­schul­or­ga­nen und ‑gre­mi­en trotz ein­fach­recht­lich feh­ler­haf­ter Wah­len zu sichern [27]. Die Auf­fas­sung der Beschwer­de­füh­rer, die Vor­schrift set­ze die aus der Wis­sen­schafts­frei­heit abge­lei­te­ten ver­fas­sungs­recht­li­chen Anfor­de­run­gen an die Zusam­men­set­zung der Grup­pe der Hoch­schul­leh­re­rin­nen und Hoch­schul­leh­rer im Aka­de­mi­schen Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt ein­fach­recht­lich aus, fin­det damit in der gesetz­li­chen Rege­lung kei­ne Stüt­ze. Zudem ist nicht ersicht­lich, dass die Vor­schrift nicht im Ein­klang mit ver­fas­sungs­recht­li­chen Anfor­de­run­gen aus­ge­legt wer­den kann, wonach eine Wie­der­ho­lungs- oder Neu­wahl unver­züg­lich anzu­set­zen wäre und die feh­ler­haft gewähl­ten oder besetz­ten Hoch­schul­or­ga­ne und ‑gre­mi­en bis zu ihrer ord­nungs­ge­mä­ßen Kon­sti­tu­ie­rung nur in unauf­schieb­ba­ren Ange­le­gen­hei­ten tätig wer­den dürf­ten.
Ver­fas­sungs­be­schwer­de gegen ein Gesetz – und der Sub­si­dia­ri­täts­grund­satz[↑]
Die Ver­fas­sungs­be­schwer­den genü­gen dem Grund­satz der Sub­si­dia­ri­tät. Ins­be­son­de­re wen­den sie sich nicht gegen Ein­zel­maß­nah­men, gegen die zunächst fach­ge­richt­li­cher Rechts­schutz zu erlan­gen wäre. Viel­mehr zie­len die Rügen auf eine grund­le­gen­de struk­tu­rel­le Gefähr­dung der Wis­sen­schafts­frei­heit, was umfas­send im Rah­men einer auf das gesetz­li­che Orga­ni­sa­ti­ons­ge­fü­ge gerich­te­ten Gesamt­schau durch das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt zu prü­fen ist [28]. Inso­fern steht den Fakul­tä­ten und den Pro­fes­so­ren gegen die durch das Gesetz zur Wei­ter­ent­wick­lung der Hoch­schul­re­gi­on Lau­sitz her­bei­ge­führ­ten Struk­tur­ver­än­de­run­gen weder fach­ge­richt­li­cher Rechts­schutz zur Ver­fü­gung noch ist ihnen ein Abwar­ten kon­kre­ter Maß­nah­men, gegen die fach­ge­richt­li­cher Rechts­schutz zu erlan­gen wäre, zumut­bar.
For­mel­le Recht­mä­ßig­keit des Fusi­ons­ge­set­zes[↑]
In for­mel­ler Hin­sicht begeg­net das ange­grif­fe­ne Gesetz kei­nen ver­fas­sungs­recht­li­chen Beden­ken des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts:
Das Grund­recht der Wis­sen­schafts­frei­heit des Art. 5 Abs. 3 Satz 1 GG begrün­det kei­ne geson­der­ten Betei­li­gungs­rech­te der Hoch­schu­len, Fakul­tä­ten oder ein­zel­nen Wis­sen­schaft­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­ler beim Zustan­de­kom­men eines Geset­zes zur Fusi­on zwei­er Hoch­schu­len. Das Ver­fah­ren der par­la­men­ta­ri­schen Gesetz­ge­bung dient dazu, die Belan­ge aller Betrof­fe­nen in öffent­li­cher Debat­te, unter Ein­schluss der Oppo­si­ti­on und beglei­tet durch die Medi­en, zur Gel­tung kom­men zu las­sen. Wei­te­re ver­fah­rens­recht­li­che Vor­ga­ben für den Gesetz­ge­ber sind zum Schutz der Wis­sen­schafts­frei­heit nicht gebo­ten. Zudem hat­te im Vor­feld die­ser Fusi­on eine umfas­sen­de Betei­li­gung der Öffent­lich­keit und der Hoch­schu­len statt­ge­fun­den. Die Hoch­schu­len waren am Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren betei­ligt; sie hat­ten zu dem Refe­ren­ten­ent­wurf Stel­lung genom­men und sich im wei­te­ren Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren geäu­ßert. Ins­ge­samt fehlt es an Anhalts­punk­ten für die Auf­fas­sung der Fakul­tä­ten, sie sei­en von dem Gesetz „über­rum­pelt“ wor­den.
Die Rüge, das ange­grif­fe­ne Gesetz sei nicht aus­rei­chend begrün­det wor­den, greift nicht durch. Die sich aus der Ver­fas­sung erge­ben­den Anfor­de­run­gen bezie­hen sich grund­sätz­lich nicht auf die Begrün­dung eines Geset­zes, son­dern auf die Ergeb­nis­se eines Gesetz­ge­bungs­ver­fah­rens.
Der Staat ist grund­sätz­lich befugt, Uni­ver­si­tä­ten zu grün­den oder aber auf­zu­lö­sen [29], zusam­men­zu­le­gen oder auch zu pri­va­ti­sie­ren [30]. Rechts­staats­prin­zip und Demo­kra­tie­ge­bot ver­pflich­ten aller­dings den Gesetz­ge­ber dazu, die inso­weit für die Grund­rechts­ver­wirk­li­chung maß­geb­li­chen Rege­lun­gen selbst zu tref­fen [31]. Das erfasst die Hoch­schul­fu­si­on, denn damit wer­den für die Ver­wirk­li­chung von Art. 5 Abs. 3 Satz 1 und von Art. 12 Abs. 1 GG wesent­li­che Ent­schei­dun­gen getrof­fen. Hoch­schul­or­ga­ni­sa­to­ri­sche Struk­tur­ver­än­de­run­gen stel­len den Gesetz­ge­ber vor die Auf­ga­be, durch eine wis­sen­schafts­ad­äqua­te Orga­ni­sa­ti­on des Gesamt­ge­fü­ges der wis­sen­schaft­li­chen Ein­rich­tung für die in Art. 5 Abs. 3 Satz 1 GG garan­tier­te Wis­sen­schafts­frei­heit einen geeig­ne­ten Rah­men zu schaf­fen [19]. Im Rah­men einer Fusi­on muss die Hoch­schul­or­ga­ni­sa­ti­on dem für die Auf­ga­ben der Berufs­aus­bil­dung bedeut­sa­men Grund­recht des Art. 12 Abs. 1 GG gerecht wer­den [32]; sie muss bei der Zusam­men­le­gung oder Auf­lö­sung von Stu­di­en­gän­gen oder einer Ver­än­de­rung von „anwen­dungs­ori­en­tier­ter“ zu „for­schungs­ori­en­tier­ter“ Leh­re auch die Inter­es­sen der Stu­die­ren­den und die Zie­le der Berufs­aus­bil­dung beach­ten. Bestimm­te Hoch­schu­len neh­men dar­über hin­aus wei­te­re Auf­ga­ben wahr, die grund­recht­li­che Belan­ge berüh­ren [33], deren wesent­li­che Aus­ge­stal­tung eben­falls durch den Gesetz­ge­ber erfol­gen muss.
Die Fusi­on der Uni­ver­si­tät Cott­bus und der Fach­hoch­schu­le Lau­sitz zur Errich­tung der Uni­ver­si­tät Cott­bus-Senf­ten­berg ist mit der Ver­ab­schie­dung des Geset­zes zur Wei­ter­ent­wick­lung der Hoch­schul­re­gi­on Lau­sitz durch den Gesetz­ge­ber vor­ge­nom­men wor­den. Ein­fach­recht­lich hat­te sich der Gesetz­ge­ber die Rege­lung die­ser Fra­ge in § 2 Abs. 2 BbgHG vor­be­hal­ten; damit ist sicher­ge­stellt, dass alle im grund­recht­li­chen Sin­ne wesent­li­chen Ent­schei­dun­gen im Par­la­ment getrof­fen wer­den. Ins­be­son­de­re hat der Gesetz­ge­ber selbst über die neue Rechts­form und die Rechts­nach­fol­ge (§§ 1, 21 GWHL) ent­schie­den, die Grund­struk­tur (§ 2 GWHL) gere­gelt, die Über­lei­tung der Ange­hö­ri­gen, Stel­len und Mit­tel der Hoch­schu­len, der Unter­glie­de­run­gen und der Gre­mi­en (§§ 5, 6, 7, 16, § 17 Abs. 1, § 18 Abs. 1 Satz 1, § 19 GWHL) sowie die Auf­lö­sung der zen­tra­len Gre­mi­en (§ 12 Abs. 1 Satz 1 GWHL) und deren künf­ti­ge Gestalt (§ 12 Abs. 1 Satz 2 und 3, Abs. 2 bis 7 GWHL) bestimmt sowie die Über­gangs­lei­tung nor­miert (§§ 8, 9, 10, 11 GWHL).
Die Ent­schei­dung des Gesetz­ge­bers im Gesetz zur Wei­ter­ent­wick­lung der Hoch­schul­re­gi­on Lau­sitz allein zur Rege­lung der Fusi­on von zwei kon­kre­ten Hoch­schu­len ver­stößt nicht gegen das Ver­bot des Ein­zel­fall­ge­set­zes aus Art.19 Abs. 1 Satz 1 GG. Zwar han­delt es sich nicht um ein Gesetz über die Fusio­nen von Hoch­schu­len, mit dem der Gesetz­ge­ber all­ge­mein gel­ten­de Vor­ga­ben für der­ar­ti­ge Pro­zes­se macht. Art.19 Abs. 1 Satz 1 GG ver­bie­tet aber dem Gesetz­ge­ber nur, aus einer Rei­he gleich­ar­ti­ger Sach­ver­hal­te einen Fall her­aus­zu­grei­fen und zum Gegen­stand einer Son­der­re­ge­lung zu machen [34]. Das ist hier nicht ersicht­lich.
Das ange­grif­fe­ne Gesetz wur­de im Ein­klang mit den ver­fas­sungs­recht­li­chen Anfor­de­run­gen an das Ver­fah­ren der Gesetz­ge­bung ver­ab­schie­det. Die Fakul­tä­ten muss­ten nicht in förm­li­cher Wei­se geson­dert gehört wer­den. Weder das Grund­recht der Wis­sen­schafts­frei­heit noch die Her­an­zie­hung der Grund­sät­ze zur Anhö­rung betrof­fe­ner Gemein­den im Rah­men kom­mu­na­ler Neu­glie­de­run­gen begrün­den in einem sol­chen Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren über die tat­säch­lich eröff­ne­ten Mög­lich­kei­ten hin­aus­ge­hen­de Son­der­be­tei­li­gungs­rech­te der Fakul­tä­ten oder ein­zel­ner Wis­sen­schaft­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­ler.
Die Gestal­tung des Gesetz­ge­bungs­ver­fah­rens im Rah­men der durch die Ver­fas­sung vor­ge­ge­be­nen Regeln ist Sache der gesetz­ge­ben­den Orga­ne. Wel­che Ver­bän­de und Sach­ver­stän­di­ge bei einem nicht in der Ver­fas­sung vor­ge­schrie­be­nen Anhö­rungs­ver­fah­ren in wel­cher Form zu Wort kom­men sol­len, ist grund­sätz­lich dem Ermes­sen der Gesetz­ge­bungs­or­ga­ne und ihrer Aus­schüs­se über­las­sen [35]. Eine indi­vi­du­el­le Betei­li­gung an sol­chen Ver­fah­ren ist ver­fas­sungs­recht­lich nicht garan­tiert. Im par­la­men­ta­ri­schen Ver­fah­ren ver­tre­ten viel­mehr Abge­ord­ne­te die Inter­es­sen des gan­zen Vol­kes (Art. 38 Abs. 1 Satz 2 GG). Das par­la­men­ta­ri­sche Ver­fah­ren ermög­licht es zudem mit der ihm eige­nen Öffent­lich­keits­funk­ti­on [36] und den folg­lich grund­sätz­lich öffent­li­chen Bera­tun­gen gera­de durch sei­ne Trans­pa­renz, dass Ent­schei­dun­gen auch in der brei­te­ren Öffent­lich­keit dis­ku­tiert und damit die Vor­aus­set­zun­gen für eine Kon­trol­le auch der Gesetz­ge­bung durch die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger geschaf­fen wer­den [37]. Schon des­halb geht Ent­schei­dun­gen von erheb­li­cher Trag­wei­te grund­sätz­lich ein Ver­fah­ren vor­aus, wel­ches der Öffent­lich­keit auch durch die Bericht­erstat­tung durch die Medi­en [38] hin­rei­chend Gele­gen­heit bie­tet, Auf­fas­sun­gen aus­zu­bil­den und zu ver­tre­ten, und das die Volks­ver­tre­tung dazu anhält, Not­wen­dig­keit und Umfang der zu beschlie­ßen­den Maß­nah­men in öffent­li­cher Debat­te zu klä­ren [39].
Das Grund­recht der Wis­sen­schafts­frei­heit des Art. 5 Abs. 3 Satz 1 GG begrün­det kei­ne geson­der­ten Betei­li­gungs­rech­te der Hoch­schu­len, Fakul­tä­ten oder ein­zel­nen Wis­sen­schaft­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­ler beim Zustan­de­kom­men eines Geset­zes zur Fusi­on zwei­er Hoch­schu­len. Die Inter­es­sen der wis­sen­schaft­lich Täti­gen eben­so wie die der betrof­fe­nen Ein­rich­tun­gen kön­nen in einem öffent­li­chen Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren, des­sen Ergeb­nis sich auf ihre Wis­sen­schafts­frei­heit aus­wirkt, hin­rei­chend zur Gel­tung gebracht wer­den [40]. Art. 5 Abs. 3 Satz 1 GG ver­mit­telt wis­sen­schaft­li­chen Ein­rich­tun­gen und wis­sen­schaft­lich Täti­gen inso­weit kei­ne Son­der­rol­le im Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren. Zwar ist eine Fakul­tät im Ver­fah­ren zur Auf­he­bung eines Stu­di­en­gan­ges durch die Ver­wal­tung – der Hoch­schu­le selbst oder der staat­li­chen Exe­ku­ti­ve – ange­mes­sen zu betei­li­gen [41]. Doch dient das Ver­fah­ren der par­la­men­ta­ri­schen Gesetz­ge­bung gera­de dazu, die grund­recht­lich wesent­li­chen Belan­ge aller Betrof­fe­nen und damit hier auch der Fakul­tä­ten in öffent­li­cher Debat­te, unter Ein­schluss der Oppo­si­ti­on und beglei­tet durch die Medi­en, zur Gel­tung kom­men zu las­sen. Wei­te­re ver­fah­rens­recht­li­che Vor­ga­ben für den Gesetz­ge­ber sind zum Schutz der Wis­sen­schafts­frei­heit nicht gebo­ten.
Im Vor­feld der Fusi­on von Uni­ver­si­tät Cott­bus und Fach­hoch­schu­le Lau­sitz hat im Übri­gen eine umfas­sen­de Betei­li­gung der Öffent­lich­keit und der Hoch­schu­len statt­ge­fun­den. Es sind kei­ne Beson­der­hei­ten ersicht­lich, die dar­über hin­aus­ge­hen­de Betei­li­gungs­rech­te der Hoch­schu­len oder der beschwer­de­füh­ren­den Fakul­tä­ten erfor­dert hät­ten. So ist nicht erkenn­bar, dass die Inter­es­sen der Fakul­tä­ten oder auch der Pro­fes­so­rin­nen und Pro­fes­so­ren nicht hin­rei­chend hät­ten ein­ge­bracht wer­den kön­nen. Die sach­ver­stän­di­gen Emp­feh­lun­gen zur Neu­struk­tu­rie­rung der Hoch­schul­re­gi­on Lau­sitz und der poli­ti­sche Wil­le des Minis­te­ri­ums wur­den seit Beginn des Jah­res 2012, als der Bericht der Lau­sitz-Kom­mis­si­on vor­lag, öffent­lich erör­tert. Dazu gehör­ten Dis­kus­sio­nen der zustän­di­gen Minis­te­rin mit den Mit­glie­dern der Uni­ver­si­tät Cott­bus und der Fach­hoch­schu­le Lau­sitz und des Aus­schus­ses für Wis­sen­schaft, For­schung und Kul­tur (AWFK) im Febru­ar 2012 über die Emp­feh­lun­gen der Lau­sitz-Kom­mis­si­on, eine Unter­rich­tung des Land­tags in einer Aktu­el­len Stun­de über die „Ener­gie­uni­ver­si­tät Lau­sitz“ am 23.02.2012, Gesprä­che der Minis­te­rin an der Uni­ver­si­tät Cott­bus mit 32 Pro­fes­so­ren – den „Erst­un­ter­zeich­nern“ eines Pro­test­brie­fes – und den Stu­die­ren­den­rä­ten der Uni­ver­si­tät Cott­bus und der Fach­hoch­schu­le Lau­sitz im März 2012, eine Podi­ums­dis­kus­si­on und eine Sit­zung des Prä­si­di­al­kol­le­gi­ums an der Uni­ver­si­tät Cott­bus mit der Deka­nin und den Deka­nen – auch der hier beschwer­de­füh­ren­den Fakul­tä­ten – sowie Ver­tre­tern des Aka­de­mi­schen Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts, Gesprä­che des Staats­se­kre­tärs mit dem Prä­si­den­ten der Uni­ver­si­tät Cott­bus und ein Run­der Tisch an der Uni­ver­si­tät Cott­bus zur Wei­ter­ent­wick­lung der Hoch­schul­struk­tu­ren in der Lau­sitz. Dane­ben führ­te der vom Minis­te­ri­um ein­ge­setz­te Lau­sitz-Beauf­trag­te vier gro­ße Dis­kus­si­ons­ver­an­stal­tun­gen als „Lau­sitz-Dia­lo­ge“ und zahl­rei­che wei­te­re Gesprä­che durch. Auf Anre­gung der Stadt­ver­ord­ne­ten­ver­samm­lung Cott­bus wur­de schließ­lich ein Run­der Tisch ein­ge­rich­tet, der im August und Sep­tem­ber 2012 auch mit Ver­tre­tern der Lan­des­re­gie­rung zusam­men­kam.
Auch am Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren selbst waren die Hoch­schu­len betei­ligt. Sie haben zu dem Refe­ren­ten­ent­wurf selbst Stel­lung genom­men und sich im wei­te­ren Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren geäu­ßert. Die betrof­fe­nen Hoch­schu­len – und damit auch die Fakul­tä­ten als ihre Unter­glie­de­run­gen – waren nicht auf die sehr kur­ze Stel­lung­nah­me­frist zum Gesetz­ent­wurf ange­wie­sen, son­dern waren über den hoch­schul­po­li­ti­schen Mei­nungs­bil­dungs­pro­zess ein­schließ­lich des Refe­ren­ten­ent­wurfs zum Fusi­ons­ge­setz umfäng­lich infor­miert und an ihm auch viel­fach betei­ligt. Ins­ge­samt fehlt es damit an Anhalts­punk­ten für die Auf­fas­sung der Fakul­tä­ten, sie sei­en mit dem Gesetz „über­rum­pelt“ wor­den.
Beson­de­re Anhö­rungs­rech­te vor der Ver­ab­schie­dung eines Geset­zes zur Fusi­on zwei­er Hoch­schu­len erge­ben sich für die Fakul­tä­ten auch nicht aus einer Her­an­zie­hung der Grund­sät­ze, die im Bereich der gemeind­li­chen Selbst­ver­wal­tung für kom­mu­na­le Neu­glie­de­run­gen gel­ten (Art. 28 Abs. 2 Satz 1 GG) [42]. Danach sind für die Gemein­den kon­sti­tu­ti­ve Ent­schei­dun­gen nur aus Grün­den des öffent­li­chen Wohls und nach Anhö­rung der betrof­fe­nen Kör­per­schaft zuläs­sig [43]. Dar­aus wird in Tei­len von Recht­spre­chung und Lite­ra­tur gefol­gert, dass auch vor für die Hoch­schu­len kon­sti­tu­ti­ven Ent­schei­dun­gen die­se selbst „authen­tisch“ ange­hört wer­den müss­ten [44]. Die Grund­sät­ze zur Neu­glie­de­rung von Gemein­den sind jedoch wegen der Unter­schie­de zwi­schen Hoch­schu­len und Kom­mu­nen nicht auf Hoch­schul­fu­sio­nen über­trag­bar. Die Ver­bür­gung kom­mu­na­ler Selbst­ver­wal­tung in Art. 28 Abs. 2 Satz 1 GG ist als Ein­rich­tungs­ga­ran­tie gefasst, die sich zudem grund­sätz­lich auf alle Ange­le­gen­hei­ten der ört­li­chen Gemein­schaft erstreckt und damit unmit­tel­bar sämt­li­che Ein­woh­ne­rin­nen und Ein­woh­ner der Gemein­de ein­schließt; dem­ge­gen­über erfüllt die Hoch­schu­le einen inhalt­lich umgrenz­ten, eigen­stän­di­gen Sach­auf­trag durch und für einen durch die Hoch­schul­mit­glied­schaft beschränk­ten Per­so­nen­kreis [45].
Was sich aus einem Recht auf uni­ver­si­tä­re Selbst­ver­wal­tung nach der Lan­des­ver­fas­sung ergibt (vgl. Art. 32 Abs. 1 BbgLV), ist nicht durch das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt zu ent­schei­den.
Die Rüge, das ange­grif­fe­ne Gesetz sei nicht aus­rei­chend begrün­det wor­den, greift nicht durch. Die sich aus der Ver­fas­sung erge­ben­den Anfor­de­run­gen bezie­hen sich grund­sätz­lich nicht auf die Begrün­dung eines Geset­zes, son­dern auf die Ergeb­nis­se eines Gesetz­ge­bungs­ver­fah­rens. Das Grund­ge­setz ent­hält in den Art. 76 ff. GG Vor­ga­ben für das Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren, die auch die Trans­pa­renz der Ent­schei­dun­gen des Gesetz­ge­bers sichern. Das Grund­ge­setz schreibt jedoch grund­sätz­lich nicht vor, was, wie und wann genau im Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren zu begrün­den und berech­nen ist. Es lässt Raum für Ver­hand­lun­gen und für den poli­ti­schen Kom­pro­miss. Ent­schei­dend ist, dass im Ergeb­nis die Anfor­de­run­gen des Grund­ge­set­zes nicht ver­fehlt wer­den [46].
Grund­rech­te der Fakul­tä­ten?[↑]
In mate­ri­el­ler Hin­sicht ver­letzt das ange­grif­fe­ne Gesetz kei­ne Grund­rech­te der Fakul­tä­ten.
Aus Art. 5 Abs. 3 Satz 1 GG ergibt sich kein Recht auf Fort­be­stand einer kon­kre­ten wis­sen­schaft­li­chen Ein­rich­tung; ein Grund­recht auf Schaf­fung oder gegen Abschaf­fung einer bestimm­ten Ein­rich­tung ent­hält das Grund­ge­setz nicht [21]. Die Garan­tie der Wis­sen­schafts­frei­heit in Art. 5 Abs. 3 Satz 1 GG ver­pflich­tet den Staat ledig­lich, für funk­ti­ons­fä­hi­ge Insti­tu­tio­nen eines frei­en uni­ver­si­tä­ren Wis­sen­schafts­be­triebs zu sor­gen [47]. Daher steht den Fakul­tä­ten auch kein Recht auf Erhal­tung „ihrer“ Hoch­schu­le zu.
Mit der Ver­ab­schie­dung des Geset­zes zur Wei­ter­ent­wick­lung der Hoch­schul­re­gi­on Lau­sitz hat der bran­den­bur­gi­sche Gesetz­ge­ber eine hoch­schul­po­li­ti­sche Struk­tur­ent­schei­dung getrof­fen. Die­se gestal­tet die Rah­men­be­din­gun­gen von Wis­sen­schaft in einer mit dem Grund­ge­setz zu ver­ein­ba­ren­den Wei­se aus.
Der Gesetz­ge­ber war ins­be­son­de­re nicht gehin­dert, sich für die Errich­tung der Uni­ver­si­tät Cott­bus-Senf­ten­berg im Wege der Fusi­on einer Uni­ver­si­tät mit einer Fach­hoch­schu­le zu ent­schei­den, denn die Ver­fas­sung gibt kei­ne bestimm­te Hoch­schul­or­ga­ni­sa­ti­on vor [48]. Solan­ge der Gesetz­ge­ber ein hin­rei­chen­des Maß an orga­ni­sa­to­ri­scher Selbst­be­stim­mung sicher­stellt, darf er den Wis­sen­schafts­be­trieb nach sei­nem Ermes­sen regeln, um die unter­schied­li­chen Auf­ga­ben der Wis­sen­schafts­ein­rich­tun­gen und die Inter­es­sen aller dar­an Betei­lig­ten in Wahr­neh­mung sei­ner gesamt­ge­sell­schaft­li­chen Ver­ant­wor­tung in ange­mes­se­nen Aus­gleich zu brin­gen [49]. Er ist dabei weder an über­kom­me­ne hoch­schul­or­ga­ni­sa­to­ri­sche Struk­tu­ren noch an deren ein­zel­ne Ele­men­te gebun­den, son­dern viel­mehr ver­pflich­tet, Orga­ni­sa­ti­ons­for­men kri­tisch zu beob­ach­ten und zeit­ge­mäß zu refor­mie­ren [50]. Dem Gesetz­ge­ber steht gera­de hin­sicht­lich der Eig­nung neu­er Orga­ni­sa­ti­ons­for­men ein Ein­schät­zungs- und Pro­gno­se­spiel­raum zu [51]; ihm bleibt bei der Hoch­schul­or­ga­ni­sa­ti­on ein brei­ter Raum, um sei­ne hoch­schul­po­li­ti­schen Auf­fas­sun­gen zu ver­wirk­li­chen und die Hoch­schu­len den gesell­schaft­li­chen und wis­sen­schafts­so­zio­lo­gi­schen Gege­ben­hei­ten anzu­pas­sen [52]. Die­se Gestal­tungs­frei­heit des Gesetz­ge­bers wird durch das Frei­heits­recht des Art. 5 Abs. 3 Satz 1 GG bestimmt und begrenzt [53]. Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt über­prüft jedoch nicht, ob der Gesetz­ge­ber mit einer sol­chen Orga­ni­sa­ti­ons­ent­schei­dung die zweck­mä­ßigs­te, ver­nünf­tigs­te oder gerech­tes­te Lösung gefun­den hat [54].
Der staat­lich ein­ge­setz­te Grün­dungs­be­auf­trag­te[↑]
Die Über­gangs­lei­tung der Uni­ver­si­tät Cott­bus-Senf­ten­berg durch einen vom Minis­te­ri­um ein­ge­setz­ten Grün­dungs­be­auf­trag­ten ist mit Art. 5 Abs. 3 Satz 1 GG nicht zu ver­ein­ba­ren. Die­sem durf­ten ins­be­son­de­re nicht in einer durch das Minis­te­ri­um erlas­se­nen vor­läu­fi­gen Grund­ord­nung ohne nähe­re gesetz­li­che Begren­zun­gen wis­sen­schafts­re­le­van­te Befug­nis­se zuge­wie­sen wer­den.
Die in § 8 Abs. 2 GWHL ein­ge­rich­te­te über­gangs­wei­se Lei­tung der Uni­ver­si­tät Cott­bus-Senf­ten­berg durch einen vom Minis­te­ri­um ein­ge­setz­ten Grün­dungs­be­auf­trag­ten ver­letzt die Beschwer­de­füh­rer in ihrem Grund­recht auf Wis­sen­schafts­frei­heit aus Art. 5 Abs. 3 Satz 1 GG. Dage­gen grei­fen ihre Rügen nicht durch, die Wis­sen­schafts­frei­heit wer­de durch den Gleich­rang mit den Pro­fes­so­rin­nen und Pro­fes­so­ren der Fach­hoch­schu­le Lau­sitz in den zen­tra­len Selbst­ver­wal­tungs­or­ga­nen sowie durch die glei­che Anzahl von Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­tern in die­sen Orga­nen trotz unter­schied­li­cher Grup­pen­grö­ße ver­letzt.
Die Über­gangs­lei­tung der Uni­ver­si­tät Cott­bus-Senf­ten­berg durch einen vom Minis­te­ri­um ein­ge­setz­ten Grün­dungs­be­auf­trag­ten ist, wie dies in § 8 Abs. 2 GWHL gere­gelt ist, mit Art. 5 Abs. 3 Satz 1 GG nicht zu ver­ein­ba­ren.
Wis­sen­schaft ist ein grund­sätz­lich von Fremd­be­stim­mung frei­er Bereich auto­no­mer Ver­ant­wor­tung [55]. Art. 5 Abs. 3 Satz 1 GG ver­pflich­tet den Staat zu Schutz und För­de­rung wis­sen­schaft­li­cher Betä­ti­gung und garan­tiert den in der Wis­sen­schaft Täti­gen zugleich die Teil­ha­be am Wis­sen­schafts­be­trieb; die­se Mit­wir­kung ist kein Selbst­zweck, son­dern dient dem Schutz vor wis­sen­schafts­i­nad­äqua­ten Ent­schei­dun­gen [56], denn im Kern wis­sen­schaft­li­che Ent­schei­dun­gen sind der Wis­sen­schaft selbst über­las­sen. Der Staat muss danach für funk­ti­ons­fä­hi­ge Insti­tu­tio­nen eines frei­en uni­ver­si­tä­ren Wis­sen­schafts­be­triebs sor­gen und durch geeig­ne­te orga­ni­sa­to­ri­sche Maß­nah­men sicher­stel­len, dass das indi­vi­du­el­le Grund­recht der frei­en wis­sen­schaft­li­chen Betä­ti­gung so weit unan­ge­tas­tet bleibt, wie das unter Berück­sich­ti­gung der ande­ren legi­ti­men Auf­ga­ben der Wis­sen­schafts­ein­rich­tun­gen und der Grund­rech­te der ver­schie­de­nen Betei­lig­ten mög­lich ist [57]. Zur Orga­ni­sa­ti­on der Wis­sen­schafts­frei­heit bedarf es daher eines Gesamt­ge­fü­ges, in dem Ent­schei­dungs­be­fug­nis­se und Mit­wir­kungs­rech­te, Ein­fluss­nah­me, Infor­ma­ti­on und Kon­trol­le durch die wis­sen­schaft­lich Täti­gen so beschaf­fen sind, dass Gefah­ren für die Frei­heit von Leh­re und For­schung ver­mie­den wer­den [49]. Bei wis­sen­schafts­or­ga­ni­sa­to­ri­schen Ent­schei­dun­gen ver­fügt der Gesetz­ge­ber aller­dings über einen wei­ten Gestal­tungs­spiel­raum, um den Wis­sen­schafts­be­trieb mit Blick auf die unter­schied­li­chen Auf­ga­ben von wis­sen­schaft­li­chen Ein­rich­tun­gen und auf die Inter­es­sen aller dar­an Betei­lig­ten in Wahr­neh­mung sei­ner gesamt­ge­sell­schaft­li­chen Ver­ant­wor­tung zu regeln; Rechts­staats­prin­zip und Demo­kra­tie­ge­bot ver­pflich­ten ihn dabei, alle für die Grund­rechts­ver­wirk­li­chung wesent­li­chen Rege­lun­gen selbst zu tref­fen [58]. Je mehr, je grund­le­gen­der und je sub­stan­ti­el­ler wis­sen­schafts­re­le­van­te per­so­nel­le und sach­li­che Ent­schei­dungs­be­fug­nis­se in die­sem Gefü­ge einem Lei­tungs­or­gan zuge­wie­sen wer­den, des­to stär­ker müs­sen zudem die Mit­wir­kungs­rech­te des Selbst­ver­wal­tungs­or­gans aus­ge­stal­tet sein, in dem auch die inner­halb der Wis­sen­schaft bestehen­den Unter­schie­de sach­ver­stän­dig ein­ge­bracht wer­den kön­nen [59].
Mit die­sen Grund­sät­zen ist die Ent­schei­dung des Gesetz­ge­bers, die Lei­tung der Uni­ver­si­tät Cott­bus-Senf­ten­berg in der Über­gangs­pha­se der Grün­dung nach Fusi­on gemäß § 8 Abs. 2 Satz 2 GWHL durch einen vom zustän­di­gen Minis­te­ri­um ein­ge­setz­ten Beauf­trag­ten zu erset­zen, nicht ver­ein­bar. Grund­sätz­lich ist die staat­li­che Ein­set­zung eines Lei­tungs­or­gans einer Hoch­schu­le nur zu recht­fer­ti­gen, wenn dies unab­weis­bar gebo­ten erscheint, um die Funk­ti­ons­fä­hig­keit einer wis­sen­schaft­li­chen Ein­rich­tung zu sichern. Dabei hat der Gesetz­ge­ber die Mit­wir­kung der Wis­sen­schaft­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­ler an wis­sen­schafts­re­le­van­ten Ent­schei­dun­gen soweit wie mög­lich vor­zu­se­hen und die Befug­nis­se einer staat­lich ein­ge­setz­ten Lei­tung zu begren­zen. Die staat­li­che Ein­set­zung eines Lei­tungs­or­gans gefähr­det die Wis­sen­schafts­frei­heit struk­tu­rell umso stär­ker, je län­ger es an der Mit­wir­kung eines Selbst­ver­wal­tungs­or­gans an der Auf­ga­ben­wahr­neh­mung fehlt, je höher die Wis­sen­schafts­re­le­vanz der vom Lei­tungs­or­gan zu tref­fen­den Ent­schei­dun­gen sein kann, je weni­ger rever­si­bel die­se sind und je eher die Auf­ga­ben­wahr­neh­mung Auf­schub gestat­tet. Ob dies der Fall ist, kann letzt­lich offen blei­ben; der Gesetz­ge­ber hat jeden­falls die hier wesent­li­chen Rege­lun­gen nicht selbst getrof­fen.
Eine staat­lich ein­ge­setz­te Hoch­schul­lei­tung steht im Gegen­satz zu dem Gedan­ken wis­sen­schaft­li­cher Eigen­ver­ant­wor­tung und dem dar­aus fol­gen­den Prin­zip uni­ver­si­tä­rer Auto­no­mie. Sie ist daher vom gesetz­ge­be­ri­schen Spiel­raum zur Aus­ge­stal­tung der Wis­sen­schafts­frei­heit nur in Aus­nah­me­si­tua­tio­nen umfasst und nur unter stren­gen Vor­aus­set­zun­gen zu recht­fer­ti­gen. Dabei kommt die Bestel­lung von Beauf­trag­ten grund­sätz­lich nur in Betracht, wenn die Funk­ti­ons­fä­hig­keit der wis­sen­schaft­li­chen Ein­rich­tung sonst nicht gewähr­leis­tet wer­den kann [60].
Zwar kann eine staat­lich ein­ge­setz­te Über­gangs­lei­tung einer Wis­sen­schafts­ein­rich­tung bei einer Neu­grün­dung für eine gewis­se Zeit erfor­der­lich sein. In einem sol­chen Fall exis­tiert zunächst kei­ne funk­ti­ons­fä­hi­ge Selbst­ver­wal­tung, denn der Wis­sen­schafts­be­trieb muss zuerst auf­ge­nom­men und Hoch­schul­leh­ren­de wie auch sons­ti­ge Hoch­schul­an­ge­hö­ri­ge, die dann ihre Rech­te selbst wahr­neh­men kön­nen, müs­sen für die Orga­ni­sa­ti­on erst noch gewon­nen wer­den. Dies ist für eine Über­gangs­zeit bei einer Fusi­on in der Regel jedoch nicht der Fall. Denn wenn funk­tio­nie­ren­de Wis­sen­schafts­be­trie­be mit­ein­an­der ver­bun­den wer­den, sind die Trä­ger der Wis­sen­schafts­frei­heit bereits vor Ort, so dass auf Lei­tungs- und Selbst­ver­wal­tungs­or­ga­ne zurück­ge­grif­fen wer­den kann, die regel­mä­ßig im Ein­klang mit den Mit­wir­kungs­an­for­de­run­gen des Art. 5 Abs. 3 Satz 1 GG kon­sti­tu­iert sind. Die­se kön­nen dann die zur Umset­zung der hoch­schul­po­li­ti­schen Ent­schei­dun­gen des Gesetz­ge­bers not­wen­di­gen Maß­nah­men ergrei­fen, womit auch in einer Über­gangs­si­tua­ti­on gewähr­leis­tet ist, dass die genu­in wis­sen­schaft­li­chen Belan­ge hin­rei­chend zum Tra­gen kom­men.
Im Fall einer Fusi­on gehört es des­halb zur Aus­ge­stal­tungs­auf­ga­be des Gesetz­ge­bers, die zur Siche­rung der Wis­sen­schafts­frei­heit erfor­der­li­chen Mit­wir­kungs­rech­te der wis­sen­schaft­lich Täti­gen mög­lichst zu scho­nen. So kann der Gesetz­ge­ber Vor­ga­ben für die Wahl einer Lei­tung der neu­en Orga­ni­sa­ti­on machen, ohne eine sol­che Lei­tung zwi­schen­zeit­lich selbst staat­lich zu instal­lie­ren, und die bestehen­den Gre­mi­en etwa auch ver­pflich­ten, die zur Umset­zung sei­ner Vor­ga­ben erfor­der­li­chen Schrit­te in einem bestimm­ten Zeit­raum zu gehen, also ins­be­son­de­re eine Wahl­ord­nung für die dann gemein­sa­men Gre­mi­en und auch für die neue Lei­tung zu erlas­sen, die Wah­len durch­zu­füh­ren und die Selbst­ver­wal­tungs­gre­mi­en und Lei­tungs­or­ga­ne zu kon­sti­tu­ie­ren. Anders kann es lie­gen, wenn die Zusam­men­füh­rung der Hoch­schu­len nach­weis­bar ernst­haft gefähr­det ist. Lässt sich dabei eine nach­hal­ti­ge Stö­rung des Lehr- und For­schungs­be­triebs anders nicht abwen­den und ver­spre­chen inso­weit auch die Mit­tel der staat­li­chen Auf­sicht kei­nen Erfolg (vgl. § 5 Abs. 5 Satz 1 bis 3 BbgHG; sie­he auch § 68 Abs. 1 bis 4 LHG BW; Art. 75 Abs. 1 und 2 BayHSchG; § 89 Abs. 1 Satz 3 BerlHG und §§ 10 bis 13 AZG; § 111 Abs. 2 bis 5 BremHG; § 107 Abs. 1 bis 4 HmbHG; § 76 Abs. 2 und 4 HG NRW; § 7 Abs. 1 und 2 SächsHSFG), kann aus­nahms­wei­se für eine Über­gangs­zeit sogar die Bestel­lung eines staat­li­chen Beauf­trag­ten gerecht­fer­tigt sein. Hin­ge­gen kön­nen hoch­schul­po­li­tisch diver­gie­ren­de Auf­fas­sun­gen und selbst Pro­test gegen eine hoch­schul­po­li­ti­sche Ent­schei­dung eine vom Grund­satz der uni­ver­si­tä­ren Selbst­ver­wal­tung abwei­chen­de Gestal­tung für sich genom­men nicht recht­fer­ti­gen.
Die staat­li­che Ein­set­zung eines Lei­tungs­or­gans im Zuge einer Hoch­schul­fu­si­on genügt den Anfor­de­run­gen des Grund­ge­set­zes an eine wis­sen­schafts­ad­äqua­te Orga­ni­sa­ti­on umso weni­ger, je län­ger die­se Lei­tung zeit­wei­se ganz ohne ein uni­ver­si­tä­res Selbst­ver­wal­tungs­or­gan tätig ist, ohne dass die­se Pha­se zeit­lich auf das Erfor­der­li­che begrenzt und Befug­nis­se auf Not­kom­pe­ten­zen für rever­si­ble Ent­schei­dun­gen beschränkt wären. Die Mit­wir­kungs­rech­te der Grund­rechts­trä­ger waren hier für eine Über­gangs­zeit von fünf Mona­ten – von Juli 2013 bis zur Kon­sti­tu­ie­rung des Grün­dungs­se­nats im Novem­ber – gänz­lich aus­ge­setzt. Inso­fern fehl­te den wis­sen­schaft­lich Täti­gen jede Mög­lich­keit zur Mit­wir­kung bei der Bestel­lung und auch bei der Abbe­ru­fung der Über­gangs­lei­tung und damit ein zen­tra­les und effek­ti­ves Ein­fluss- und Kon­troll­in­stru­ment auf die Orga­ni­sa­ti­on [61] sowie bis zur Kon­sti­tu­ie­rung des Grün­dungs­se­nats jede insti­tu­tio­na­li­sier­te Mit­wir­kung an Ent­schei­dun­gen. Das ist von beson­de­rem Gewicht, wenn gera­de in der kon­sti­tu­ti­ven Pha­se der Neu­ord­nung weit­rei­chen­de und nach­hal­tig wir­ken­de, kaum rever­si­ble Wei­chen­stel­lun­gen vor­ge­nom­men wer­den.
Die Wis­sen­schafts­frei­heit ist struk­tu­rell stär­ker gefähr­det, wenn – unab­hän­gig von den tat­säch­li­chen Bemü­hun­gen eines Beauf­trag­ten – in die­ser sen­si­blen Situa­ti­on ein Lei­tungs­or­gan nicht nur ohne Mit­wir­kung der Wis­sen­schaft­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­ler ein­ge­setzt wird und nicht abge­wählt wer­den kann, son­dern auch ohne jede Mit­wir­kung der Trä­ger der Wis­sen­schafts­frei­heit – und damit poten­ti­ell auch gegen ihre Inter­es­sen gerich­tet – zu han­deln befugt ist. Auch in einer fusi­ons­be­ding­ten Über­gangs­pha­se müs­sen Wis­sen­schaft­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­ler durch ihre Ver­tre­tung in Hoch­schul­or­ga­nen ihre fach­li­che Kom­pe­tenz zu deren Ver­wirk­li­chung in die Orga­ni­sa­ti­on ein­brin­gen kön­nen [62]. In der Uni­ver­si­tät Cott­bus-Senf­ten­berg fehl­te es auch in der Fol­ge­zeit von Novem­ber 2013 bis Juli 2014 an der­ar­ti­gen Siche­run­gen. Zwar war der Grün­dungs­se­nat im Novem­ber kon­sti­tu­iert wor­den und stand die­sem ein umfas­sen­des Infor­ma­ti­ons­recht gemäß § 13 Abs. 1 Satz 2 GWHL zu. Doch hat­te der Grün­dungs­se­nat dem Grün­dungs­be­auf­trag­ten gegen­über ins­ge­samt sogar weni­ger Mit­wir­kungs­rech­te als gegen­über dem spä­te­ren Grün­dungs­prä­si­den­ten. Auch das Erfor­der­nis eines für den Abschluss des Hoch­schul­ver­tra­ges not­wen­di­gen Ein­ver­neh­mens des Grün­dungs­se­nats lässt sich dem Gesetz – unab­hän­gig vom tat­säch­li­chen Bemü­hen des Grün­dungs­be­auf­trag­ten, ein sol­ches zu erzie­len – nicht ent­neh­men.
Ob die Ein­set­zung des Beauf­trag­ten durch die Lan­des­re­gie­rung hier ange­sichts der kon­kre­ten Umstän­de gerecht­fer­tigt war und ob die nähe­ren Umstän­de sei­ner Ein­set­zung hier den ver­fas­sungs­recht­li­chen Anfor­de­run­gen genü­gen, kann letzt­lich offen blei­ben, denn die ange­grif­fe­ne Vor­schrift des § 8 Abs. 2 Satz 2 GWHL genügt den grund­ge­setz­li­chen Anfor­de­run­gen jeden­falls des­halb nicht, weil der Gesetz­ge­ber die bei Ein­set­zung eines Beauf­trag­ten wesent­li­chen Rege­lun­gen zur Aus­ge­stal­tung der Wis­sen­schafts­frei­heit nicht selbst getrof­fen hat [63]. Dem tra­gen etwa die­je­ni­gen Lan­des­hoch­schul­ge­set­ze Rech­nung, die die Ein­set­zung von Beauf­trag­ten ermög­li­chen, deren Befug­nis­se aber selbst aus­drück­lich auf das Erfor­der­li­che beschrän­ken (§ 68 Abs. 5 LHG BW; Art. 75 Abs. 3 Satz 1 BayHSchG; § 76 Abs. 3 HG NRW; § 7 Abs. 3 SächsHSFG) und zur scho­nen­den Aus­übung ver­pflich­ten (§ 111 Abs. 7 BremHG; § 107 Abs. 6 HmbHG). Dem Grün­dungs­be­auf­trag­ten der Uni­ver­si­tät Cott­bus-Senf­ten­berg wur­den wis­sen­schafts­re­le­van­te Befug­nis­se dage­gen im Wesent­li­chen über­haupt nicht durch Gesetz, son­dern durch die vom Minis­te­ri­um erlas­se­ne vor­läu­fi­ge Grund­ord­nung zuge­wie­sen. Das Gesetz unter­schei­det zwi­schen Grün­dungs­prä­si­dent und Grün­dungs­be­auf­trag­tem, der in § 12 Abs. 4 GWHL ledig­lich die Befug­nis zum Erlass der ers­ten Wahl­ord­nung erhält, wohin­ge­gen dem Grün­dungs­prä­si­den­ten bei­spiels­wei­se in § 3 Abs. 6 Satz 2, § 6 Abs. 2 oder § 17 Abs. 1 GWHL wei­te­re Befug­nis­se zuge­wie­sen sind. Nicht das Gesetz, son­dern erst die von der zustän­di­gen obers­ten Lan­des­be­hör­de nach § 15 Abs. 1 GWHL erlas­se­ne vor­läu­fi­ge Grund­ord­nung setzt dann in ihrem § 17 Abs. 2 in Ver­bin­dung mit § 5 den Grün­dungs­be­auf­trag­ten mit dem Grün­dungs­prä­si­den­ten gleich und kon­kre­ti­siert des­sen Befug­nis­se – sowie auf­grund der Rege­lungs­sys­te­ma­tik damit gleich­zei­tig die Befug­nis­se des Grün­dungs­be­auf­trag­ten – wei­ter. Jeden­falls in die­ser Wei­se durf­te die Lei­tung der Hoch­schu­le nicht unter Zurück­drän­gung der aka­de­mi­schen Mit­wir­kungs­rech­te der Pro­fes­so­ren und Pro­fes­so­rin­nen in die Hän­de eines staat­lich ein­ge­setz­ten Beauf­trag­ten gelegt wer­den.
Zusam­men­set­zung des (erwei­ter­ten) Grün­dungs­se­nats[↑]
Die Zusam­men­set­zung des Grün­dungs­se­nats und des erwei­ter­ten Grün­dungs­se­nats, in denen die Pro­fes­so­ren von der Uni­ver­si­tät Cott­bus und der Fach­hoch­schu­le Lau­sitz gleich­ran­gig ver­tre­ten sind, ist hin­ge­gen mit Art. 5 Abs. 3 Satz 1 GG ver­ein­bar.
Die Pro­fes­so­ren der Fach­hoch­schu­le Lau­sitz kön­nen sich eben­so wie die der Uni­ver­si­tät Cott­bus auf die Wis­sen­schafts­frei­heit beru­fen. Unter­schie­de wie beim Lehr­de­pu­tat wie­gen nicht so schwer, dass die Zusam­men­fas­sung in einer Grup­pe durch den Gesetz­ge­ber sach­wid­rig wäre. Auch das Argu­ment der Tra­di­ti­on zwingt nicht dazu, kate­go­ri­al zwi­schen Uni­ver­si­tät und Fach­hoch­schu­le zu unter­schei­den. Der Gesetz­ge­ber ist nicht an über­kom­me­ne Vor­stel­lun­gen gebun­den. Mit Blick auf bestimm­te Ent­schei­dun­gen hat der Gesetz­ge­ber die ver­schie­de­nen Qua­li­fi­ka­tio­nen im Übri­gen berück­sich­tigt, denn bei unmit­tel­bar for­schungs­re­le­van­ten Ent­schei­dun­gen haben die Uni­ver­si­täts­pro­fes­so­rin­nen und ?pro­fes­so­ren ein aus­schlag­ge­ben­des Gewicht.
Die Wis­sen­schafts­frei­heit der Pro­fes­so­ren ist auch nicht dadurch ver­letzt, dass die Hoch­schul­leh­ren­den der Uni­ver­si­tät Cott­bus trotz ihrer grö­ße­ren Anzahl mit eben­so vie­len Per­so­nen in den zen­tra­len Selbst­ver­wal­tungs­or­ga­nen ver­tre­ten sind wie die Fach­hoch­schul­pro­fes­so­rin­nen und ?pro­fes­so­ren. Bei einer gemein­sa­men Wahl hät­te die Gefahr bestan­den, dass über­wie­gend Hoch­schul­leh­ren­de der Uni­ver­si­tät Cott­bus gewählt wor­den wären, weil die­se in der Mehr­zahl waren. Damit hät­ten Gesichts­punk­te der uni­ver­si­tä­ren For­schung und Leh­re von vorn­her­ein ein Über­ge­wicht gegen­über der anwen­dungs­be­zo­ge­nen For­schung und Leh­re aus der Fach­hoch­schu­le Lau­sitz. Da die Frei­heits­ga­ran­tie des Art. 5 Abs. 3 Satz 1 GG für bei­de gilt, ist es legi­tim, wenn der Gesetz­ge­ber bei­de im Grün­dungs­se­nat und im erwei­ter­ten Grün­dungs­se­nat gleich stark reprä­sen­tiert sehen will.
Zum Schutz der frei­en wis­sen­schaft­li­chen Betä­ti­gung der Hoch­schul­leh­rer und ‑leh­re­rin­nen in der Grup­pen­uni­ver­si­tät wird aus Art. 5 Abs. 3 Satz 1 in Ver­bin­dung mit Art. 3 Abs. 1 GG ein Homo­ge­ni­täts­ge­bot für die Zusam­men­set­zung die­ser Grup­pe her­ge­lei­tet. Bei der Bestim­mung der Grup­pen muss sich der Gesetz­ge­ber an ein­deu­ti­ge kon­sti­tu­ti­ve Merk­ma­le hal­ten. Dabei darf er, an der typi­schen Inter­es­sen­la­ge als Unter­schei­dungs­merk­mal ori­en­tiert, in sach­lich unter­scheid­ba­re Grup­pen sor­tie­ren und kann das Bild der Grup­pen for­men. Die Abgren­zung gegen­über ande­ren Grup­pen ent­behrt erst dann eines hin­rei­chen­den sach­li­chen Grun­des, wenn es für die for­mier­te Grup­pe kei­ne typi­sche Inter­es­sen­la­ge mehr gibt [64].
Hoch­schul­leh­rer sind nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts Per­so­nen, die aka­de­misch for­schen und leh­ren und auf­grund der Habi­li­ta­ti­on oder eines ande­ren Qua­li­fi­ka­ti­ons­nach­wei­ses mit der selb­stän­di­gen Ver­tre­tung eines wis­sen­schaft­li­chen Fachs in For­schung und Leh­re betraut sind [65]. Sie prä­gen die Hoch­schu­le als wis­sen­schaft­li­che Ein­rich­tung, tra­gen erhöh­te Ver­ant­wor­tung für die Funk­ti­ons­fä­hig­keit und den wis­sen­schaft­li­chen Rang der Uni­ver­si­tät und sind mit der Wis­sen­schaft beson­ders eng ver­bun­den; sie beset­zen Schlüs­sel­funk­tio­nen des wis­sen­schaft­li­chen Lebens und wer­den wegen ihrer regel­mä­ßig län­ge­ren Zuge­hö­rig­keit zur Uni­ver­si­tät durch lang­fris­tig wir­ken­de Ent­schei­dun­gen der Hoch­schul­or­ga­ne stär­ker betrof­fen als die Grup­pen der wis­sen­schaft­li­chen Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter und der Stu­die­ren­den [66]. Sie sind daher beson­ders geeig­net, für die Wis­sen­schafts­ad­äquanz von hoch­schul­or­ga­ni­sa­to­ri­schen Ent­schei­dun­gen zu sor­gen. Die­se Eig­nung ergibt sich aus ihrer beson­de­ren Qua­li­fi­ka­ti­on, Funk­ti­on, Ver­ant­wor­tung und Betrof­fen­heit und ihrer damit beson­ders engen Ver­bun­den­heit mit der in Art. 5 Abs. 3 Satz 1 GG geschütz­ten Wis­sen­schafts­frei­heit [67], nicht hin­ge­gen aus einem bestimm­ten Man­dat ihrer Grup­pe. Die­ses mate­ri­el­le Ver­ständ­nis des Typus ist ent­wick­lungs­of­fen [68], um struk­tu­rel­len, orga­ni­sa­to­ri­schen und auf die Anfor­de­run­gen und Auf­ga­ben von Hoch­schul­leh­ren­den bezo­ge­nen Ver­än­de­run­gen im Hoch­schul­we­sen Rech­nung tra­gen zu kön­nen [69].
Die mit den ange­grif­fe­nen Vor­schrif­ten aus­ge­stal­te­te Zusam­men­set­zung der zen­tra­len Selbst­ver­wal­tungs­or­ga­ne, die der Gesetz­ge­ber mit einer Vor­ga­be für Ent­schei­dun­gen über unmit­tel­bar for­schungs­re­le­van­te Ange­le­gen­hei­ten (§ 15 Abs. 3 GWHL) ver­bin­det, genügt die­sen Anfor­de­run­gen. Der Gesetz­ge­ber trägt damit Unter­schie­den zwi­schen Pro­fes­so­ren und Pro­fes­so­rin­nen der Uni­ver­si­tät einer­seits und der Fach­hoch­schu­le ande­rer­seits mit Blick auf bestimm­te Ent­schei­dun­gen Rech­nung, fasst sie aber grund­sätz­lich in einer Grup­pe zusam­men. Hier­ge­gen bestehen ver­fas­sungs­recht­lich kei­ne Beden­ken.
Der Gesetz­ge­ber muss­te bei der Grup­pen­bil­dung die Pro­fes­so­rin­nen und Pro­fes­so­ren der Uni­ver­si­tät nicht von denen der Fach­hoch­schu­le getrennt ein­ord­nen. Hin­sicht­lich ihrer Qua­li­fi­ka­ti­on, Funk­ti­on, Ver­ant­wort­lich­keit und Betrof­fen­heit [70] liegt eine glei­cher­ma­ßen typi­sche Inter­es­sen­la­ge in wis­sen­schafts­re­le­van­ten Ange­le­gen­hei­ten vor. Fach­hoch­schul­leh­ren­de sind eben­so für wis­sen­schafts­re­le­van­te Ent­schei­dun­gen ver­ant­wort­lich und von ihnen betrof­fen wie Hoch­schul­leh­ren­de. Pro­fes­su­ren an Uni­ver­si­tä­ten wie auch an Fach­hoch­schu­len sind auf Dau­er besetzt; wer sie besetzt, trägt die vol­le wis­sen­schaft­li­che Ver­ant­wor­tung für das ver­tre­te­ne Fach.
Die Hoch­schul­leh­ren­den der Fach­hoch­schu­le Lau­sitz kön­nen sich dem­nach eben­so wie die der Uni­ver­si­tät Cott­bus auf die Wis­sen­schafts­frei­heit beru­fen, betrei­ben aka­de­mi­sche Leh­re und tra­gen Ver­ant­wor­tung für das Pro­fil der Orga­ni­sa­ti­on; sie sind nach einer Beru­fung län­ger­fris­tig an der Uni­ver­si­tät Cott­bus-Senf­ten­berg und damit von wis­sen­schafts­re­le­van­ten Ent­schei­dun­gen eben­so betrof­fen wie die der Uni­ver­si­tät Cott­bus. Die unter­schied­li­che Qua­li­fi­ka­ti­on der ein­zel­nen Hoch­schul­leh­ren­den, die auch schon an der Uni­ver­si­tät Cott­bus gege­ben war, schließt eine typi­sche Inter­es­sen­la­ge nicht aus; ein for­mel­ler Qua­li­fi­ka­ti­ons­nach­weis wie etwa die Habi­li­ta­ti­on ist nicht Vor­aus­set­zung, um zur Grup­pe der Pro­fes­so­ren und Pro­fes­so­rin­nen zu gehö­ren [71]. Auch Unter­schie­de wie beim Lehr­de­pu­tat wie­gen nicht so schwer, dass die Zusam­men­fas­sung in einer Grup­pe durch den Gesetz­ge­ber sach­wid­rig wäre. Ins­be­son­de­re kön­nen aus der höhe­ren zeit­li­chen Belas­tung durch Lehr­ver­an­stal­tun­gen kei­ne Fol­ge­run­gen gegen eine eben­falls wis­sen­schaft­li­che Funk­ti­on der Fach­hoch­schul­pro­fes­so­rin­nen und ‑pro­fes­so­ren abge­lei­tet wer­den [72]. Viel­mehr sieht das Bran­den­bur­gi­sche Hoch­schul­ge­setz in § 47 BbgHG 2014 auch die Mög­lich­keit vor, an Uni­ver­si­tä­ten Pro­fes­su­ren mit dem Schwer­punkt Leh­re ein­zu­rich­ten und umge­kehrt an Fach­hoch­schu­len Pro­fes­su­ren mit dem Schwer­punkt For­schung, was es nach dem Wil­len des Gesetz­ge­bers nach § 6 Abs. 4 GWHL auch in der Uni­ver­si­tät Cott­bus-Senf­ten­berg geben soll.
Auch das Argu­ment der Tra­di­ti­on zwingt nicht dazu, kate­go­ri­al zwi­schen Uni­ver­si­tät und Fach­hoch­schu­le bei der Ver­tre­tung in den Gre­mi­en der Uni­ver­si­tät Cott­bus-Senf­ten­berg zu unter­schei­den. Der Gesetz­ge­ber ist nicht an über­kom­me­ne Vor­stel­lun­gen gebun­den; zudem hat sich die Hoch­schul­land­schaft in den letz­ten Jah­ren stark ver­än­dert. Eine trenn­schar­fe Unter­schei­dung zwi­schen Uni­ver­si­tä­ten und Fach­hoch­schu­len ist heu­te schwer mög­lich [73]. Die Frei­heit von For­schung und Leh­re wird für Fach­hoch­schu­len eben­so garan­tiert wie für Uni­ver­si­tä­ten [74].
Der Gesetz­ge­ber hat die ver­schie­de­nen Qua­li­fi­ka­tio­nen der in einer Grup­pe zusam­men­ge­fass­ten Hoch­schul­leh­rer und ‑leh­re­rin­nen im Übri­gen in § 15 Abs. 3 GWHL mit Blick auf bestimm­te Ent­schei­dun­gen berück­sich­tigt.
Das Homo­ge­ni­täts­ge­bot reicht nicht so weit, dass inner­halb die­ser Grup­pe der Hoch­schul­leh­ren­den der wis­sen­schaft­li­che Wer­de­gang der ein­zel­nen Mit­glie­der bedeu­tungs­los ist und von der Sache her gerecht­fer­tig­te unter­schied­li­che Zugangs­vor­aus­set­zun­gen für die Wahr­neh­mung bestimm­ter aka­de­mi­scher Auf­ga­ben sowie unter­schied­li­che Rege­lun­gen über die Aus­übung der Hoch­schul­leh­rer­tä­tig­keit schlecht­hin ver­bo­ten sind [75] und ihnen für ein­zel­ne Ent­schei­dun­gen nicht Rech­nung getra­gen wer­den kann.
Mit § 15 Abs. 3 GWHL in der durch das Gesetz vom 28.04.2014 geän­der­ten Fas­sung [12] haben die Uni­ver­si­täts­pro­fes­so­rin­nen und ‑pro­fes­so­ren bei gewis­sen, unmit­tel­bar for­schungs­re­le­van­ten Ent­schei­dun­gen ein aus­schlag­ge­ben­des Gewicht. So müs­sen sie bei Ent­schei­dun­gen über Habi­li­ta­tio­nen, Beru­fun­gen von Hoch­schul­leh­ren­den, die zusätz­li­che wis­sen­schaft­li­che Leis­tun­gen erbracht haben (§ 41 Abs. 1 Nr. 4a BbgHG 2014), und die Bewäh­rung von Juni­or­pro­fes­so­rin­nen und Juni­or­pro­fes­so­ren über die Mehr­heit der Stim­men ver­fü­gen; eine sol­che Rege­lung wird nun nicht mehr der Grund­ord­nung über­las­sen. Damit ist in dem Bereich, der bereits 1973 vom Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt expli­zit als „mit der Garan­tie der Wis­sen­schafts­frei­heit beson­ders eng ver­knüpft“ [76] her­vor­ge­ho­ben wur­de, auch wei­ter­hin der aus­schlag­ge­ben­de Ein­fluss der Uni­ver­si­täts­pro­fes­so­rin­nen und ‑pro­fes­so­ren gesi­chert. Dies gilt nach § 6 Abs. 2 Satz 3 und 4 GWHL eben­so für die Über­tra­gung der Funk­ti­on einer Uni­ver­si­täts­pro­fes­sur auf Ange­hö­ri­ge der Fach­hoch­schu­le. Auch bei der Betreu­ung von Dis­ser­ta­tio­nen und Habi­li­ta­tio­nen dif­fe­ren­ziert das Gesetz in § 6 Abs. 5 GWHL ent­spre­chend.
Gleich­star­ke Ver­tre­tun­gen von Uni­ver­si­täts- und Fach­hoch­schul­pro­fes­so­ren[↑]
Die Wis­sen­schafts­frei­heit der Beschwer­de­füh­rer ist auch nicht dadurch ver­letzt, dass die Hoch­schul­leh­ren­den der Uni­ver­si­tät Cott­bus trotz ihrer grö­ße­ren Anzahl mit eben­so vie­len Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­tern in den zen­tra­len Selbst­ver­wal­tungs­or­ga­nen ver­tre­ten sind wie die Fach­hoch­schul­pro­fes­so­rin­nen und ‑pro­fes­so­ren.
Wah­len in den Hoch­schu­len die­nen nicht einer demo­kra­tisch-ega­li­tä­ren Reprä­sen­ta­ti­on. Sie sol­len die Hoch­schul­or­ga­ne viel­mehr nach den Maß­stä­ben „der Qua­li­fi­ka­ti­on, Funk­ti­on, Ver­ant­wor­tung und Betrof­fen­heit der Mit­glie­der“ (§ 37 Abs. 1 Satz 2 HRG; § 61 Abs. 1 Satz 2 BbgHG 2014) orga­ni­sie­ren [77]. Die Orga­ni­sa­ti­ons­form der soge­nann­ten Grup­pen­uni­ver­si­tät knüpft an die typi­scher­wei­se vor­han­de­nen Grup­pie­run­gen an und glie­dert die Ange­hö­ri­gen der Hoch­schu­le nach ihren ver­schie­de­nen Funk­tio­nen und Inter­es­sen in ein­zel­ne Grup­pen (Hoch­schul­leh­ren­de, wis­sen­schaft­li­che Mit­ar­bei­ter, Stu­die­ren­de, sons­ti­ge – nicht wis­sen­schaft­li­che – Mit­ar­bei­ter). Den von die­sen Grup­pen gewähl­ten Ver­tre­tern wer­den Stimm­rech­te in den kol­le­gia­len Beschluss­or­ga­nen der Hoch­schul­selbst­ver­wal­tung zuge­teilt [78]. Die­ser funk­tio­na­len Ver­an­ke­rung der Mit­wir­kungs­rech­te ent­spricht es, dass der Erfolgs­wert der Ein­zel­stim­me je nach der Grö­ße der Grup­pe ver­schie­den groß sein kann [79].
Die Bestim­mung und Abgren­zung der ein­zel­nen Grup­pen im Sys­tem der Grup­pen­uni­ver­si­tät nach Maß­ga­be der ver­schie­de­nen Funk­tio­nen und Inter­es­sen ist grund­sätz­lich der Gestal­tungs­frei­heit des Gesetz­ge­bers anheim­ge­ge­ben [79]. Auch wenn es inner­halb einer Grup­pe erheb­li­che Inter­es­sen­kon­flik­te gibt und die gegen­sätz­li­chen Auf­fas­sun­gen in der Grup­pen­ver­tre­tung nicht hin­rei­chend zum Zuge kom­men, so dass der Gesetz­ge­ber befürch­ten kann, hier­durch wer­de die Funk­ti­ons­fä­hig­keit der Grup­pen­uni­ver­si­tät beein­träch­tigt, kann er dem durch eine sach­ge­mä­ße Unter­glie­de­rung der betrof­fe­nen Grup­pe Rech­nung tra­gen. Sol­che Dif­fe­ren­zie­run­gen sind grund­sätz­lich zuläs­sig [80].
Danach ver­sto­ßen die Rege­lun­gen des § 12 Abs. 2 Satz 2 und des § 12 Abs. 3 Satz 2 GWHL nicht gegen das Grund­ge­setz. Ein unter­schied­li­ches Stim­men­ge­wicht ist für eine Über­gangs­zeit auch im Rah­men einer Hoch­schul­fu­si­on zu recht­fer­ti­gen. Für die vor­ge­nom­me­ne Dif­fe­ren­zie­rung gibt es sach­li­che Grün­de, die der Wis­sen­schafts­frei­heit hin­rei­chend Rech­nung tra­gen. Der Gesetz­ge­ber darf bei der Aus­ge­stal­tung der Mit­wir­kungs­rech­te in der Grup­pen­uni­ver­si­tät inner­halb der Grup­pe der Hoch­schul­leh­re­rin­nen und ‑leh­rer sach­ge­recht dif­fe­ren­zie­ren [81].
Die ange­grif­fe­nen Rege­lun­gen zie­len auf die unter­schied­li­chen Inter­es­sen­la­gen der aus zwei fusio­nier­ten Hoch­schu­len stam­men­den Mit­glie­der einer Grup­pe; sie sol­len durch die Schaf­fung von zwei Wahl­grup­pen die­se aus­glei­chen und dafür sor­gen, „dass die beson­de­ren Stär­ken, Qua­li­tä­ten und Cha­rak­te­ris­ti­ka der bei­den in der Bran­den­bur­gi­schen Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Cott­bus-Senf­ten­berg auf­ge­hen­den Hoch­schu­len sich in die­ser gleich­ran­gig gera­de in der Start- und Grün­dungs­pha­se wie­der­fin­den“ [82]. Bei einer gemein­sa­men Wahl aller Hoch­schul­leh­re­rin­nen und ‑leh­rer hät­te dem­ge­gen­über die Gefahr bestan­den, dass die Mit­glie­der die­ser Grup­pe in den zen­tra­len Selbst­ver­wal­tungs­or­ga­nen über­wie­gend von der Uni­ver­si­tät Cott­bus gewählt und gestellt wor­den wären, weil die­se in der Mehr­zahl waren. Damit hät­ten Gesichts­punk­te der uni­ver­si­tä­ren For­schung und Leh­re von vorn­her­ein ein Über­ge­wicht gegen­über der anwen­dungs­be­zo­ge­nen For­schung und Leh­re aus der Fach­hoch­schu­le Lau­sitz. Da die Frei­heits­ga­ran­tie des Art. 5 Abs. 3 Satz 1 GG für bei­de gilt, ist es legi­tim, wenn der Gesetz­ge­ber bei­de im Grün­dungs­se­nat und erwei­ter­ten Grün­dungs­se­nat gleich stark reprä­sen­tiert sehen will. Etwas ande­res ergibt sich nicht aus den kon­kre­ten Mehr­heits­ver­hält­nis­sen. Die Beein­träch­ti­gung des Erfolgs­werts der Stim­men der ein­zel­nen Wahl­be­rech­tig­ten hält sich in einem zumut­ba­ren Rah­men.
Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Beschluss vom 12. Mai 2015 – 1 BvR 1501/​13 – 1 BvR 1682/​13
GVBl I Nr. 4; zuletzt geän­dert durch Art. 2 des Geset­zes zur Neu­re­ge­lung des Hoch­schul­rechts des Lan­des Bran­den­burg vom 28.04.2014, GVBl I Nr. 18, S. 58[↩]
Lau­sitz-Kom­mis­si­on, Emp­feh­lun­gen zur Wei­ter­ent­wick­lung der Hoch­schul­re­gi­on Lau­sitz [Kurz­fas­sung], 2012, S. 5[↩]
Wis­sen­schafts­rat, Stel­lung­nah­me zur Bran­den­bur­gi­schen Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Cott­bus, Drs. 5101/​02, S. 83 ff.[↩]
Lan­des­hoch­schul­rat, Tätig­keits­be­richt für die Jah­re 2008/​2009, S. 5 f. und Anla­ge 4[↩]
Lau­sitz-Kom­mis­si­on, Emp­feh­lun­gen zur Wei­ter­ent­wick­lung der Hoch­schul­re­gi­on Lau­sitz [Kurz­fas­sung], 2012, S. 11[↩]
Hoch­schul­struk­tur­kom­mis­si­on, Abschluss­be­richt, 2012, S.192 f.[↩]
LTDrucks 5/​6180[↩]
LTBbg, P‑AWFK 5/​36[↩]
LTDrucks 5/​6692[↩]
LTDrucks 5/​6697[↩]
GVBl I Nr. 4[↩]
GVBl I Nr. 18, S. 58[↩][↩]
Vor­läu­fi­ge Grund­ord­nung der Bran­den­bur­gi­schen Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Cott­bus-Senf­ten­berg vom 16.07.2013, Amts­blatt für Bran­den­burg 2013, Nr. 33, S.2066, vorl­GO[↩]
BVerfG, Beschluss vom 27.06.2013 – 1 BvR 1501/​13[↩]
VfGBbg, Beschlüs­se vom 19.06.2013 – 3/​13 EA und 5/​13 EA[↩]
VfGBbg, Beschluss vom 18.10.2013 – VfGBbg 25/​13[↩]
GVBl. Bran­den­burg Teil 1 Num­mer 4 vom 12.02.2013; zuletzt geän­dert durch Arti­kel 2 des Geset­zes zur Neu­re­ge­lung des Hoch­schul­rechts des Lan­des Bran­den­burg vom 28.04.2014, GVBL. Bran­den­burg Teil 1 Num­mer 18, S. 58[↩]
vgl. BVerfGE 1, 97, 101 ff.; 115, 118, 137; stRspr[↩]
vgl. BVerfGE 35, 79, 108; 111, 333, 352; 127, 87, 113; BVerfG, Beschluss vom 24.06.2014 – 1 BvR 3217/​07, Rn. 44[↩][↩]
vgl. BVerfGE 111, 333, 354 f.[↩]
vgl. BVerfGE 85, 360, 384 f.[↩][↩]
vgl. BVerfGE 81, 138, 140; 99, 129, 138; 119, 309, 317[↩]
vgl. BVerfGE 39, 247, 254 ff.[↩]
vgl. BVerfGE 127, 87, 114 ff.[↩]
vgl. BVerfGE 111, 333, 355[↩]
vgl. BVerfG, Beschluss vom 24.06.2014 – 1 BvR 3217/​07, Rn. 57[↩]
vgl. LTDrucks 5/​6180, S. 45[↩]
vgl. BVerfG, Beschluss vom 24.06.2014 – 1 BvR 3217/​07, Rn. 51 ff. m.w.N.[↩]
vgl. BVerfGE 85, 360, 382, 384 f.[↩]
vgl. BVerfGE 128, 157, 179[↩]
vgl. BVerfGE 49, 89, 126 f.; 134, 141, 184 Rn. 126 m.w.N.[↩]
vgl. zu medi­zi­ni­schen Hoch­schu­len und Uni­ver­si­täts­kli­ni­ken BVerfG, Beschluss vom 24.06.2014 – 1 BvR 3217/​07, Rn. 55; BVerfG, Beschluss vom 22.12 2014 – 1 BvR 1553/​14 -, Rn. 12[↩]
vgl. BVerfGE 85, 360, 374[↩]
BVerfGE 36, 321, 330 m.w.N.[↩]
vgl. BVerfGE 119, 96, 128[↩]
vgl. BVerfGE 70, 324, 355; 130, 318, 344; 131, 152, 205; sie­he auch BVerfG, Urteil vom 10.06.2014 – 2 BvE 2/​09, 2 BvE 2/​10, Rn. 100 ff.[↩]
vgl. BVerfG, Beschluss vom 23.07.2014 – 1 BvL 10/​12, 1 BvL 12/​12, 1 BvR 1691/​13 -, Rn . 77 ff.[↩]
vgl. BVerfGE 130, 318, 344 m.w.N.[↩]
anders aber Berl­VerfGH, Urteil vom 22.10.1996 – VerfGH 44/​96 25, zur Auf­he­bung eines Stu­di­en­gan­ges[↩]
in die­se Rich­tung bereits BVerfGK 5, 135, 141[↩]
vgl. BVerfGE 50, 50; 50, 195, 202 f.; 86, 90; sie­he auch NdsStGH, Urteil vom 22.10.2010 – StGH 6/​09 28[↩]
vgl. dazu BVerfGE 86, 90, 107; BVerfG, Beschluss vom 07.10.2014 – 2 BvR 1641/​11, Rn. 111 f.[↩]
Berl­VerfGH, Urteil vom 22.10.1996 – VerfGH 44/​96 25; sie­he auch Isen­see, WissR 1994 [Son­der­heft], S. 148, 176 ff., 179; Thie­me, Deut­sches Hoch­schul­recht, 3. Aufl.2004, S. 162; Starck, in: von Mangoldt/​Klein/​Starck, GG, Bd. 1, 6. Aufl.2010, Art. 5 Abs. 3 Rn. 381; Geis, in: Merten/​Papier, HGRe, Bd. IV, 1. Aufl.2011, § 100 Rn.20 ff.; dage­gen StGH Baden-Würt­tem­berg, Urteil vom 28.08.1981 – GR 1/​81, NVwZ 1982, S. 32, 33; Haug, NVwZ 1997, S. 754, 755; Kraus­nick, Staat und Hoch­schu­le im Gewähr­leis­tungs­staat, 2012, S. 178; Pitschas, WissR 1982, S. 229, 254 ff.[↩]
vgl. StGH Baden-Würt­tem­berg, Urteil vom 28.08.1981 – GR 1/​81, NVwZ 1982, S. 32, 33[↩]
vgl. BVerfGE 132, 134, 162 Rn. 70; BVerfG, Beschluss vom 23.07.2014 – 1 BvL 10/​12, 1 BvL 12/​12, 1 BvR 1691/​13, Rn. 77; für den Fall der Höhe der Besol­dung anders BVerfGE 130, 263, 301 f.; BVerfG, Urteil vom 05.05.2015 – 2 BvL 17/​09 u.a., Rn. 129 f.[↩]
vgl. BVerfGE 35, 79, 115; zuletzt BVerfG, Beschluss vom 24.06.2014 – 1 BvR 3217/​07, Rn. 55[↩]
vgl. BVerfGE 35, 79, 116; 127, 87, 116; BVerfG, Beschluss vom 24.06.2014 – 1 BvR 3217/​07, Rn. 57; stRspr[↩]
vgl. BVerfG, Beschluss vom 24.06.2014 – 1 BvR 3217/​07, Rn. 57 m.w.N.[↩][↩]
so schon BVerfGE 35, 79, 117; 127, 87, 116[↩]
vgl. BVerfGE 127, 87, 116 m.w.N.[↩]
vgl. BVerfGE 35, 79, 116, 120[↩]
vgl. BVerfGE 36, 174, 189; stRspr[↩]
vgl. BVerfGE 35, 79, 113; 47, 327, 367; 90, 1, 12; 111, 333, 354; 127, 87, 115[↩]
vgl. BVerfG, Beschluss vom 24.06.2014 – 1 BvR 3217/​07, Rn. 56 m.w.N.[↩]
BVerfG, Beschluss vom 24.06.2014 – 1 BvR 3217/​07, Rn. 55 m.w.N.; stRspr[↩]
vgl. BVerfGE 49, 89, 126; 134, 141, 184 Rn. 126 m.w.N.[↩]
vgl. BVerfG, Beschluss vom 24.06.2014 – 1 BvR 3217/​07 59 f. und 92[↩]
so auch § 68 Abs. 5 LHG BW; Art. 75 Abs. 3 Satz 1 BayHSchG; § 111 Abs. 6 BremHG; § 7 Abs. 3 SächsHSFG[↩]
vgl. BVerfGE 127, 87, 130 f.; BVerfG, Beschluss vom 24.06.2014 – 1 BvR 3217/​07, Rn. 60[↩]
vgl. BVerfG, Beschluss vom 24.06.2014 – 1 BvR 3217/​07, Rn. 57 ff. m.w.N.[↩]
so auf den Eil­an­trag im vor­lie­gen­den Ver­fah­ren: BVerfG, Beschluss vom 27.06.2013 – 1 BvR 1501/​13, Rn. 34[↩]
vgl. BVerfGE 35, 79, 134 f.[↩]
vgl. BVerfGE 35, 79, 126 f.[↩]
vgl. BVerfGE 35, 79, 127[↩]
vgl. BVerfGE 43, 242, 272; 47, 327, 389; 61, 210, 240[↩]
vgl. BVerfGE 35, 79, 126[↩]
vgl. BVerfGE 47, 327, 392; 126, 1, 20[↩]
vgl. BVerfGE 61, 210, 240 m.w.N.[↩]
vgl. BVerfGE 51, 369, 380[↩]
vgl. BVerfGE 61, 210, 246[↩]
vgl. Wis­sen­schafts­rat, Emp­feh­lung zur Dif­fe­ren­zie­rung der Hoch­schu­len, Drs. 10387–10, S. 22; Emp­feh­lun­gen zur Rol­le der Fach­hoch­schu­len im Hoch­schul­sys­tem, Drs. 10031–10, S.20 f.[↩]
vgl. BVerfGE 126, 1, 20 mit Nach­wei­sen aus den Lan­des­hoch­schul­ge­set­zen[↩]
vgl. BVerfGE 88, 129, 137 unter Ver­weis auf BVerfGE 54, 363, 387; 57, 70, 92 f.[↩]
BVerfGE 35, 79, 133[↩]
vgl. BVerfGE 66, 270, 291[↩]
BVerfGE 35, 79, 124 f.[↩]
vgl. BVerfGE 39, 247, 255[↩][↩]
vgl. BVerfGE 35, 79, 135, 138; 39, 247, 255 f.; 66, 270, 290[↩]
vgl. BVerfGE 39, 247, 256[↩]
LTDrucks 5/​6180, S. 42[↩]
Uni-Fusi­on, Wis­sen­schafts­frei­heit und der… Das Bun­des­ver­fas­sug­ns­ge­richt hat Ver­fas­sungs­be­schwer­den gegen die Fusi­on der TU Cott­bus mit der FH Lau­sitz zur BTU Cott­bus-Senf­ten­berg teil­wei­se statt­ge­ge­ben: Die vor­über­ge­hen­de Lei­tung der BTU Cott­bus-Senf­ten­berg…
Öffent­li­cher Dienst – und der Anspruch auf Teil­nah­me am… Gemäß Art. 33 Abs. 2 GG hat jeder Deut­sche nach sei­ner Eig­nung, Befä­hi­gung und fach­li­chen Leis­tung glei­chen Zugang zu jedem öffent­li­chen Amt. Jede Bewer­bung muss…
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