Source: https://connect.lulu.com/de/discussion/comment/1763/
Timestamp: 2020-02-23 11:33:59
Document Index: 11434181

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 46', '§ 35', '§ 12', '§ 18', '§ 19', '§ 14', '§ 19', '§ 16', '§20', '§ 69']

Steuerrechtliche Situation — Lulu Community
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Steuerrechtliche Situation
August 2006 in Allgemeine Gespräche
Ich muss alle Autoren und Mitgleider darauf hinweisen, dass Einnahmen aus dem Verkauf von Büchern zu versteuern sind. Ich gehe mal davon aus, dass allen bewusst und bekannt ist, dass die Einnahmen, die mit lulu.com gemacht werden einkommenssteuerpflichtig sind. Jedoch bewegen sich Autoren bezüglich der Umsatzsteuer in einer Grauzone. Ich hoffe es hilft und verwirrt nicht noch mehr....
Das folgende soll ein wenig helfen.Selbstverständlich kann im Rahmen dieser Ausführungen nicht auf Einzelfragen eingegangen werden. Ich hoffe aber, mit den nachfolgenden Erläuterungen allen interessierten Autoren einen allgemeinen Überblick über die Besteuerung sowie über die vom Gesetzgeber gegebenen Möglichkeiten der Steuervorteile zu vermitteln. Der Abhandlungliegt der Rechtsstand 1. 1. 2006 zugrunde.
Zu den Betriebseinnahmen zählen erhaltenen Honorare (bei Umsatzsteuerpflicht einschließlich der vom Verlag erhaltenen Umsatzsteuer).
Betriebseinnahmen sind ferner Entgelte aus Hilfs- und Nebengeschäften, die
im Zusammenhang mit der schriftstellerischen Tätigkeit stehen.
Betriebsausgaben sind alle Aufwendungen, die durch den Betrieb der selbstständigen Arbeit veranlasst sind (§ 4 Abs. 4EStG).
In zeitlicher Hinsicht kommt es bei der Einnahmen-Überschuss-Rechnung auf die tatsächlichen Zahlungsvorgänge an:
Honorareinkünfte sind also in dem Kalenderjahr zu versteuern, in dem sie zugeflossen sind (im Falle der Überweisung mit der Gutschrift auf dem Konto). Auch Vorauszahlungen sind im Jahr des Zuflusses zu versteuern, und zwar unabhängig davon, wann das Verlagswerk erscheint.
Üben Arbeitnehmer neben ihrem Hauptberuf eine schriftstellerische Tätigkeit aus, so können die hieraus erzielten Einkünfte unter bestimmten Voraussetzungen statt zu einer Veranlagung auf Antrag zu einer Veranlagung von Amts wegen führen. Bei Arbeitnehmern wird eine Einkommensteuerveranlagung von Amts wegen u. a. dann durchgeführt, wenn die nicht dem Lohnsteuerabzug unterliegenden Einkünfte mehr
als 410 € jährlich betragen (§ 46 Abs. 2 Nr. 1 EStG).
Die Einkünfte aus selbstständig ausgeübter schriftstellerischer Tätigkeit unterliegen nicht der Gewerbesteuer. Strittig ist zuweilen die Abgrenzung zwischen selbstständiger und gewerblicher Tätigkeit eines Schriftstellers; allerdings stellt die Rechtsprechung an das Merkmal der selbstständig ausgeübten schriftstellerischen Tätigkeit keine hohen Anforderungen.
Nach dem BFH-Urteil vom 18. 1. 1962 (BStBl. 1962 III, 131) ist z. B. die Erstellung eines Vorschriftensuchregisters als schriftstellerische Tätigkeit anzuerkennen. Auch die Besprechung von Gerichtsurteilen kann eine schriftstellerischeTätigkeit sein.
Die Verwertung eigener schriftstellerischer Erzeugnisse geht über den Rahmen freiberuflicher Tätigkeit hinaus, wenn sich die organisatorische Einrichtung nicht auf
eine der schriftstellerischen Tätigkeit dienende Funktion beschränkt, sondern eine neue Erwerbsgrundlage schafft; durch gewerblichen Massenvertrieb verliert eine ihrer Natur
nach schriftstellerische Tätigkeit ihren freiberuflichen Cha-
rakter (BFH-Urteil vom 11. 5. 1976 VIII R 111/71, BStBl. 1976 II, 641).
Im Rahmen des Steuersenkungsgesetzes vom 23. 10. 2000 (BGBl. 2000 I, 1433) ist für gewerbliche Einkünfte eine Entlastung der Einkommensteuer durch Ermäßigung um eine
pauschalierte Gewerbesteuer eingeführt worden (§ 35 EStG).
Der Umsatzsteuer unterliegen auch die Umsätze freiberuflich tätiger Autoren; sie sind mit ihren schriftstellerischen Umsätzen Unternehmer im Sinne des Umsatzsteuergesetzes.
Der allgemeine Steuersätz beträgt seit dem 1. 4. 1998 16 v. H. Autoren (dasselbe gilt auch für Herausgeber), deren Umsätze in der Einräumung, Übertragung und Wahrnehmung von Rechten aus dem Urheberrechtsgesetz bestehen, dazu zählen Leistungen der Schriftsteller und Journalisten, soweit sie einem anderen Nutzungsrechte an urheberrechtlich geschützten Werken (wissenschaftliche Abhandlungen,Bücher usw.) einräumen – vgl. BMF-Schreiben vom 12.5.1982,
BStBl. 1982 I, 540 – kommen in den Genuss des ermäßigten Steuersatzes von 7 v. H. (§ 12 Abs. 2 Nr. 7 c UStG).
Die Bundesregierung plant zurzeit eine Anhebung des allgemeinen Umsatzsteuersatzes. Der ermäßigte Steuersatz soll sich jedoch weiterhin auf 7 v. H. belaufen. Alle Unternehmer, das gilt auch für Autoren, sind grundsätzlich berechtigt, Rechnungen mit Umsatzsteuerausweis zu erteilen und die ihnen in Rechnungen über Lieferungen oder sonstige Leistungen, die von anderen Unternehmern für ihr Unternehmen ausgeführt worden sind, gesondert ausgewiesene Umsatzsteuer als Vorsteuer abzuziehen. Das
Besteuerungsverfahren (Voranmeldungen, Steuererklärung) ist in § 18 UStG geregelt.
Für Unternehmer mit niedrigem Gesamtumsatz gilt folgende Ausnahmeregelung: Überstieg der Gesamtumsatz im Vorjahr nicht 17.500 € und wird der Umsatz im laufenden Kalenderjahr voraussichtlich 50.000 € nicht übersteigen, so wird Umsatzsteuer nicht erhoben (§ 19 Abs. 1 UStG), d. h. die Finanzverwaltung verzichtet auf eine Umsatzversteuerung der von dem Unternehmer erbrachten Leistungen. Diese
Voraussetzungen werden häufig auf Autoren zutreffen. Der Autor darf in dem Fall in seiner Rechnung, die er dem Verlag erteilt, Umsatzsteuer nicht gesondert ausweisen. Außerdem entfällt die Möglichkeit des Vorsteuerabzugs. Im Verhältnis zwischen Verlag und Autor wird regelmäßig nicht anhand von Rechnungen, sondern in Form von Gutschriften der Verlage an die Autoren abgerechnet. Nach § 14 Abs. 2 UStG hat die Gutschrift die Wirkung einer Rechnung, solange der Empfänger der Gutschrift nicht widerspricht.
Nach § 19 Abs. 2 UStG kann ein Kleinunternehmer dem Finanzamt bis zur Unanfechtbarkeit der Steuerfestsetzung erklären, dass er auf die Anwendung der Ausnahmeregelung des Absatzes 1 verzichtet. Nach Eintritt der Unanfechtbarkeit
der Steuerfestsetzung bindet die Erklärung den Unternehmer mindestens für fünf Kalenderjahre. Die Umsatzsteuer wird nach § 16 UStG normalerweise auf der Basis der vereinbarten Entgelte berechnet (Soll-Besteuerung). Freiberuflern, also auch Schriftstellern, gestattet das Finanzamt demgegenüber auf Antrag, die Umsatzsteuer nach vereinnahmten Entgelten zu besteuern (Ist-Besteuerung, §20 Abs. 1 Nr. 3 UStG). Bei der Ist-Besteuerung entsteht die Umsatzsteuer erst mit Ablauf des Voranmeldezeitraums, in dem das Entgelt eingegangen ist. Im Gegensatz zur Soll-
Besteuerung kommt es nicht darauf an, wann die Leistung erbracht wurde.
In der Regel ist die Ist-Besteuerung steuerlich günstiger. Sie verschafft dem Freiberufler einen Liquiditätsvorteil, weil die Umsatzsteuer erst dann abgeführt werden muss, wenn das Honorar gezahlt worden ist.
Die Berechnung der Umsatzsteuer nach vereinnahmten Entgelten ist antragsgebunden; eine Frist für den Antrag oder ein formelles Verfahren sieht das Gesetz jedoch nicht vor.
In der Praxis reicht es aus, die Berechnungen auf Basis der vereinnahmten Entgelte durchzuführen und in den Umsatzsteuervoranmeldungen oder in der Jahressteuererklärung darauf hinzuweisen.
Schriftsteller und Journalisten, die vorsteuerabzugsberechtigt sind, können die abziehbaren Vorsteuerbeträge auf Antrag nach Durchschnittssätzen berechnen, wenn
ihr Umsatz aus schriftstellerischer oder journalistischer Tätigkeit im vorangegangenen Kalenderjahr 61.356 € nicht überschritten hat. Der Durchschnittssatz beträgt zur Zeit für
Schriftsteller 2,6 v. H., für Journalisten 4,8 v. H. des Umsatzes im Inland (§§ 69 und 70 UStDV).
Mit den Durchschnittssätzen werden sämtliche Vorsteuern abgegolten, die mit der Tätigkeit als Schriftsteller oder Journalist zusammenhängen. Der Antrag auf Anwendung
der Durchschnittssätze kann bis zur Unanfechtbarkeit der Steuerfestsetzung gestellt und auch bis zu diesem Zeitpunkt widerrufen werden. Zu den Schriftstellern in vorstehendem Sinne gehören freiberuflich tätige Unternehmer, die geschriebene Werke mit überwiegend wissenschaftlichem, unterhaltendem oder künstlerischem Inhalt schaffen. Zu den Journalisten gehören solche freiberuflichen Unternehmer, die in Wort und Bild überwiegend aktuelle politische, kulturelle und wirtschaftliche Ereignisse darstellen.
Der BFH hat sich in seinem Urteil vom 28.7.1994 V R 27/92, BFH/NV 1995, 550, erstmals mit der Frage befasst, ob Druckkostenzuschüsse der Umsatzsteuer zu unterwerfen sind oder ob es sich um nicht steuerbare Zuschüsse handelt. Aufgrund dieses Urteils sind Druckkostenzuschüsse von Autoren grundsätzlich umsatzsteuerbar und umsatzsteuerpflichtig.
Die Druckkostenzuschüsse unterliegen dem allgemeinen Umsatzsteuersatz von zurzeit 16 v.H. Dies gilt nach dem BMF-Schreiben vom 9. 12. 2005, BStBl. 2005 II, 1087, auch dann, wenn der Druckkostenzuschuss nicht vom Autor des Werkes, sondern von einem Dritten erbracht wird.
andreas_lerg
Man könnte einen Autoren eventuell auch den freien Journalisten zuordnen. Vor allem wenn er nicht nur ausschließlich Büchjer schreibt, sondern auch für peridodisch erscheinenden Publikationen.
Unkritisch wird es sicherlich sein, wenn das wesentliche Geschäft sich auf das Bücher schreiben konzentriert. Auch das selbst publizieren über LuLu sehe ich noch nicht als gewerbesteuerpflichtig. Sobald doie Tätigkeit aber eher die eines Verlegers ist und das Bücher schreiben nicht mehr im Mittelpunkt steht, wird es schon "gewerblicher". Spätestens wenn man dann auch Bücher anderer Autoren publiziert, ist es ein Verlagsgeschäft. Aberdass kann ja auch interessant sein, einen Klein-Verlag zu gründen. So mancher Autor ist über das Selbstverlegen ins Verlegergeschäft eingestiegen.
Aber wie gesagt Autoren dürften eigentlich mit Journalisten gleich behandelt werden.
Eine gute Informartionsquelle ist der Deutsche Journalistenverband (DJV) www.djv.de. Dort findet man auch Infoamtionen zum Thema Steuern. Hier der Link:
http://www.djv.de/schwerpunkte/freie/faq_steuern.shtml
Hier noch einige Buchtipps speziell für Autoren und Selbstverleger:
POD, Selbst- und Mini-Verlage
Britta Schwarz - So verkaufen Sie Ihr Buch
Die besten Werbestrategien für Autoren und Selbstverleger
Vom Schreiben leben: Beruf · Chancen · Honorare
Hier nochmal eine kurze Zusammenfassung der umsatzsteuerlichen Lage:
Jeder Autor, der über Lulu, mit oder ohne ISBN Nummer, Bücher oder ähnliches verkauft, ist umsatzsteuerpflichtig und muss die entsprechende Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen. Ein Autor kann auch keine Vorsteuer geltend machen für Leistungen, die von Lulu kommen, da Lulu weder in Deutschland noch in England nicht umsatzsteuerpflichtig ist. Lulu.com (Europa) ist eine in England registriertes Unternehmen. In England werden auf Bücher und damit verbundene Leistungen (z.B.: Global Distribution) keine VAT (=Umsatzsteuer) erhoben. Daher berechnet Lulu auf Rechnungen diese auch nicht und sie ist auch nicht gesondert ausgewiesen.
Ein gangbarer Ausweg aus der Umsatzsteuerpflicht sieht wie folgt aus.
Wenn man im Vorjahr maximal 17.000 und im aktuellen Jahr weniger als 50.000 € Umsatz macht, dann kann man die Kleinunternehmerregelung beantragen (beim Finanzamt). Dann darf man keine Mehrwertsteuer berechnen (also auch nicht in der Rechnung ausweisen) und auch nicht einnehmen. Aber man muss eben auch keine Umsatzsteuer abführen.
Da man als Autor diese Umsätze wohl nicht erreich, könnte man, wenn man keine anderen Umsätze aus selbständiger gewerblicher Tätigkeit hat, diese Regelung nutzen, um sich das komplette Thema Umsatzsteuer vom Hals zu halten.
Hier ein Auszug aus der Webseite www.steuerlexikon-online.de
Unternehmer, die nur geringe Umsätze tätigen, werden als Kleinunternehmer eingestuft. Als Kleinunternehmer gelten Unternehmer, deren Umsatz im vorangegangenen Jahr einen Betrag von 17.500 € (bis zum 31.12.2002 galt ein Grenzwert von 16.620 €) nicht überstiegen hat und deren Umsatz im laufenden Jahr 50.000 € voraussichtlich nicht übersteigen wird. Beide Voraussetzungen müssen gegeben sein. Bei Beginn einer unternehmerischen Tätigkeit ist der voraussichtliche Umsatz im Kalenderjahr zu schätzen. Übersteigt dieser voraussichtlich nicht die Umsatzgrenze von 17.500 €, gilt der Unternehmer als Kleinunternehmer.
Kommt die Kleinunternehmerregelung zur Anwendung, muss der Unternehmer auf seine Umsätze keine Umsatzsteuer erheben. Er kann allerdings auch zur Umsatzsteuer optieren. In diesem Fall hat er die Möglichkeit, auch die Vorsteuer gegenüber dem Finanzamt geltend zu machen. Empfehlenswert ist die freiwillige Umsatzsteuerveranlagung, da nur so der Vorsteuerabzug möglich wird. Für Kleinunternehmer entfällt neben dem Vorsteuerabzug der Ausweis der Umsatzsteuer sowie der Umsatzsteuer-Identifikationsnnummen auf erstellten Rechnungen.
Werden die Umsatzgrenzen überschritten, muss der Unternehmer auf seine Umsätze Umsatzsteuer erheben. Optiert ein Kleinunternehmer zur Umsatzsteuer, muss er dies gegenüber dem Finanzamt erklären. Seine Entscheidung bindet ihn für fünf Jahre.
M.E. ist die Umsatzsteuerpflicht für Autoren nicht so eindeutig, solange in USA veröffentlicht und von dort aus mit Rechnungslegung USA versandt wird. Hier wird die ggf. bestehende Umsatzsteuerpflicht vom Zoll bei der Einfuhr der Produkte nach Deutschland erledigt, wenn bestimmte Betragsgrenzen überschritten sind.
Anders sieht es aus, wenn die Lieferung der Ware aus Spanien oder Deutschland erfolgt. Da die Rechnungslegung an die Kunden über Lulu erfolgt, kann m.E. die Umsatzsteuerpflicht nicht auf die Autoren abgewälzt werden, sondern muß durch Lulu bearbeitet werden.
Denn deutsche Autoren haben eine Geschäftsbeziehung mit Lulu USA(?). Autoren sind m.E. nicht umsatzsteuerpflichtig, solange sie ihre Leistung in Richtung Lulu USA erbringen. Anders sieht es aus, wenn ihre Leistungen mit einer EU-Tochter von Lulu abgerechnet werden. Dann besteht evtl. Umsatzsteuerpflicht. Es sei denn, wegen des Verkaufs nach Deutschland würde die Leistungserbringung der Autoren nach USA als "mißbräuchlicher" Umgehungstatbestand gewertet. Dies scheint mir aber unzutreffend.
Ich bin kein Steuerberater o.ä., von daher ohne Gewähr. Aber so habe ich bisher die Logik des Umsatzsteuer(un)wesens verstanden. Internationales Steuerrecht ist allerdings sehr kompliziert, ggf. müssen die jeweiligen Doppelbesteuerungsabkommen herangezogen werden. Letztlich müßte das Thema professionell mit einer internationalen Steuerkanzlei geklärt werden, und zwar für jede Beziehung von zwei Staaten (z.B. D-USA) extra.
Sicher ist richtig, dass die meisten Schriftsteller nicht unbedingt die Umsätze erreichen von "Unternehmern", man kann also relativ lange als Kleinunternehmer (wie bereits erklärt Antrag beim Finanzamt) leben.
Man wird (möglicherweise) immer mehr "Kosten" haben als Einnahmen, z.B. Computer, Drucker, Verbrauchsmaterial, "Büro", Reisen zu Messen, etc, etc ....).
Es gibt jedoch auf der anderen Seite noch einen ganz anderen "Aspekt."
Ein Kleinunternehmen/Unternehmen wird vom Finanzamt auf Dauer nur akzeptiert, wenn es "mit Gewinnabsicht" geführt wird,
d.h. für das Finanzamt, es muß tatsächlich nach x Jahren ein erkennbarer Gewinn da sein ...
...sonst gilt das Ganze als HOBBY und die Diskussion über die Umsatzsteuer hat sich erledigt, allerdings auch die Abschreibung der (Un)kosten.
Bitte beachten: Man erhält dabei für die ersten Jahre u.U. nur einen vorläufigen Steurbescheid.
Mit diesem Thema schlagen sich etliche Künstler, Autoren, etc. herum.
Möchte man korekt einen Buchpreis, gar auf dem Buch aufgedruckt, angeben, so ist halt in der EU die Mehrwertsteuer mit drin (Preisauszeichnungspflicht).
Man muß bei der eigenen Preiskalkulation die Versandkosten und die verschiedenen Steuern in das eigen "Lulu-Honorar" mit einrechnen, d.h. es ist eigenltich
Lulu-Honorar=Autorenhonorar+Versand+Mehrwertsteuer+Umsatz/Einkommensteuer+Eigene Geschäftskosten/pro Buch.
Dies geht halt dann auch indirekt In die "Lulu-Provision" mit ein.
Nur um es vorneweg schon zu sagen, das folgende hat sich nicht Lulu, sondern die amerikanische Steuerbehörde ausgedacht, die Ihren Teil an den Einnahmen abhaben möchte. Diese Besteuerung der Autorenhonorare wird ab dem 01. Januar 2007 erfolgen, allerdings betrifft es auch nur die Lulu Autoren, welche „globale Distribution“ von uns gekauft haben. Der Rest wird nicht besteuert und Autoren, die keine ISBN von Lulu gekauft haben, können hier auch schon Schluss machen und sich entspannt zurücklehnen.
Wir möchten uns für die Unanehmlichkeiten, die dadurch verursacht werden entschuldigen. Des weiteren möchten wir Sie hierbei so weit wie möglich auch unterstützen. Wir werden auch unseren Service so umbauen (wegen dieser neuen steuerrechtlichen Situation), so dass diese Regelung nciht mehr auf europäische Autoren zutrifft.
Falls Sie zu der Gruppe Autoren gehören, die bereits das „globale Distributions“ –Paket gekauft haben, dann lesen Sie sich bitte das folgende gründlich durch, auch wenn Sie schon eine entsprechende E-Mail von Lulu bekommen haben.
Wenn Sie die folgende Bedingungen erfüllen, dann wird ein Teil Ihres Autorenhonorars einbehalten und an die US Steuerbehörde abgeführt.
Sie sind kein Einwohner der USA und Sie verkaufen ein Buch mit einer Lulu Distribution oder an eine US Zieladresse.
Wenn Sie nicht in den USA wohnen und verkaufen ein Buch an eine US Zieladresse (einer der 50 Bundesstaaten oder Territoren), dann wird ein Teil Ihrer Einnahmen als Autor aus steuerlichen Gründen einbehalten und von Lulu an die US-amerikanische Steuerbehörde abgeführt, aber auch nur dann, wenn dieser Verkauf Teil der der Lulu Basis oder globalen Distribution ist. Steuern fallen nur für Honorare von Inhalten an, die entweder an eine US Zieladresse verkauft wurden, sei es über den Lulu.cm Marktplatz (physikalisches Produkt oder auch Download), Ihrem Lulu „Schaufenster“ (shop), überden Amazon Marktplatz oder durch den Einzelhandel im Rahmen der „Globalen Distribution“.
Um die Steuerlast auf diese Einnahmen erlassen oder gemindert zu bekommen, müssen Sie das W-8BEN Formular ausfüllen, unterschreiben und an uns zurückschicken. Diesses Formular kann von der IRS (http://www.irs.gov) bezogen werden. Falls wir bis zum 01. Januar 2007 ein solches unterschriebenes, vollständiges und gültiges W-8BEN Formular von Ihnen nicht erhalten, sind wir dazu angehalten 30% Ihres künftigen Honorars einzubehalten (wie vin der IRS verlangt) und abzuführen. Daher möchten wir Sie strengstens darauf hinweisen, sich die Zeit zu nehmen und sich durch dieses Formular durchzuarbeiten.
Ich weiss, dass es eine Ungeheuerlichkeit ist, ich habe volles Mitgefühl, jedoch was sein muss, muss sein. Nochmal, dies ist keine Idee von Lulu, wir haben uns lange dagegen gewehrt und versucht dies zu verhindern, jedoch ohne Erfolg.
Mehr Informationen zu dieser besteuerung der Einnahmen als Autor finden Sie auf http://www.irs.gov in der Veröffentlichung 515.
Nochmal möchte ich Sie darauf hinweisen, dass diese Besteuerung nur auf Honorare zutrifft, die vonVerkäufen in Zusammenhang mit einer von Lulu gekauften Distribution, bei der Sie eine Lulu ISBN verwenden. Verkäufe anderer Inhalte, wie Kalender, Fotos, Musik, etc. Oder auch Buchverkäufe, die nicht mit einem Lulu Distributionsservice in Verbindung stehen, sind von dieser Regelung nicht betroffen.
Als Teil dieser Anpassung wird sich das Verhältnis zwischen Ihnen und Lulu als auch einige Ausdrücke auf der Webseite werden werden sich verändern. Zum Beispiel, wenn Sie einen von Lulus Distributionsservices verwenden, dann wird Lulu der offizielle Verleger Ihrer Inhalte sein und jegliche Einnahmen aus Verkäufen dieses speziellen Inhaltes werden jetzt als „Honorare“ bezeichnet. Wenn Sie jedoch einen Inhalt veröffentlichen, der nicht in zusammenhang mit einer der Lulu Distributionen steht, sei es, dass er ohne ISBN über den Lulu Marktplatz verkauft wird oder Sie Ihre eigene ISBN verwenden, sowerden wir Ihre Einnahmen acuh als (Autoren)-Einnahmen beschreiben und aufführen. In diesem Fall ird Lulu.com nur als Service für Sie agieren und nicht als Ihr Verleger auftreten. Deshalb können wir auch nicht die Terinologie „Honorare“ weiter verwenden.
Dies sind wichtige Informationen für Ihre weiteren Activitäten mit Lulu und wir möchten Sie darauf hinweisen, sich in Ruhe mit diesem Thema auseinander zu setzen, es ist ja auch noch genug Zeit dafür. Falls Sie weitere Fragen und Anregungen haben, dann wenden Sie sich bitte an [email protected] Wir werden diesbezüglich auch bald unsere Hilfesektion updaten.
"Daniel Bender" wrote:
Ich habe am Donnerstag das „globale Distributions“ –Paket bestelltt und will es hiermit stornieren. Die Vertragsbedingungen haben sich drastisch geändert.
Ich habe genügend mit dem deutschen Finanzamt zu tun.
Meine Daten und Steuern erhält keine US-Behörde.
Ich bitte um eine Bestätigungs-Mail.
Natürlich hat Lulu damit nichts zu tun, ich aber auch nicht!
Mein Job ist der des Autors, nicht der des Juristen.
Und lieber vertreibe ich über Lulu direkt und die das „globale Distributions“ kann mich mal!
Wir werden auch unseren Service so umbauen (wegen dieser neuen steuerrechtlichen Situation), so dass diese Regelung nciht mehr auf europäische Autoren zutrifft.
Bedeutet das, dass dann ein spezieller Global-Distribution-Service für Europa geschaffen wird?
Ich wusste, dass diese Nachricht Empörung auslösen wird, was acuh verständlich ist. Jedoch ist es, wenn man es nüchtern betrachtet, eine einmalige Sache und an sich auch ganz einfach und simpel. Einfach das Formular bei der IRS runterladen, ausfüllen und an uns schicken und eine Kopie für die eigenen Unterlagen aufheben. Deutschland und die USA haben ein Doppelbesteuerungsabkommen, was heissen soll, dass Steuern, die in den USA bezahlt wurden auf die deutsche Steuerlast angerechnet werden.
Wenn du wirklich deine Bestellung der "Globalen Distribution" rückgängig machen willst, dann schreibe bitte eine entsprechende E-Mail an [email protected] Deine Bestellung stonieren durch einen Post im Forum ist nicht möglich.
Ja, das heisst es. Wir werden sogar ein Paket machen, das speziell auf den deutschen Markt zugeschnitten ist. Natürlich werden auch alle anderen, die jetzt schon globale Distribution und eine ISBN gekauft haben, davon profitieren. wir werden aber auch unseren Service so umgestalten, dass Lulu nicht mehr als Verleger in der Praefix erscheint. Das bedeutet, dass jeder Autor selbst in der Praefix als Verleger erscheint, d.h. offiziell auch der Verleger ist. Wie und ob wir weiterhin den Service "Published by Lulu" in Deutschland anbieten werden, ist im Moment noch nicht klar und hängt von vielen Faktoren ab.
Noch was @Kurt....eigentlich haben sich die Vertragsbedingungen gar nicht geändert. Denn diese Tatsache steht auf der Webseite schon seit bestimmt einem Monat, um genau zu sein schon seit dem 19. September. Du hattest dir doch die Bedingungen für "global distribution durchgelesen und da steht unter Punkt 10 genau das was ich hier oben gepostet habe.
Na das ist doch mal eine gute Nachricht. Sicherlich wird bis dahin noch etwas Zeit ins Land gehen. Macht aber nichts, mein "Erstlingswerk" ist eh nur für den Vertrieb über Lulu geplant und für mein zweites Buch habe ich mind. 1/2 Jahr Arbeit eingeplant.
Bisher mußte ich nur erklären, daß ich bei Uncle Sam nicht steuerpflichtig bin. Aus!
Nun wollen die meine Daten oder 30%.
DAS IST eine Änderung der Vertragsbedingungen. Ganz ruhig, ist nicht von Euch verursacht, akzeptiere ich aber trotzdem nicht.
Um es ganz klar zu sagen, durch meine dann zwangsweise DIREKTE Steuerzahlungen an ein fast faschistisches Regime unterstütze ich das Töten im Irak und anderswo!
Und durch das Ausfüllen dieses Formulars gehe ich einen neuen Vertrag ein, den ich nicht will! Zusätzlich erhalten Regierungsstellen, die nicht die Meinen sind, meine Daten.
Also, bisher mußte ich KEIN Formular für die US-Steuerbehörde ausfüllen, und bisher mußte ich keine 30% abführen.
Und das nennst Du eine nicht nennenswerte Veränderung?
Nochmal Daniel, weil Du immer so nett sensibel bis: Du kannst NICHTS dafür, Lulu auch nicht, ich auch nicht.
Aber ich hätte die "global distribution" nicht bestellt, hätte ich die Änderungen VORHER gewußt!
Kurt, ich verstehe deine Frustration und Aerger. Jedoch kann ich nur sagen, dass eine Aenderung des "Vertrags" nicht vorlag, da diese Aenderung schon seit mehr als einem Monat in den Bedingungen fuer globale Distribution enthalten ist.
Und damit du die amerikanische Regierung nicht unterstuetzt, ist es nunmal wichtig, dass du dieses Formular ausfuellst und an uns schickst. Auf dem Formular traegst du einfach nur deinen Namen, deine Adresseu nd deutsche Steuernummer ein. Ganz unspektakulaer....und dies sind auch keine strng geheimen Daten, die dann unter den Datenschutz fallen wuerden.
Die Steuernummer muss deswegen eingetragen werden, damit du nicht doppelt besteuert wirst und der deutsche Staat sich sein Geld von den Amerikanern zurueckholen kann.
Das Formular ist auch nur eine Seite lang, es ist also nicht einmal ein grosser Stress es auszufuellen. Nehmt euch die 20 Minuten es auszufüllen, tuetet es ein und schickt es an Lulu Enterprises, wir uebernehmen den Rest.
Einerseits finde ich es auch wenig erotisch das Uncle George W sich für unsere Einnahmen interessiert. Aber das Formular ist hochgradig harmlos. Ich hab es mir angeschaut und ausgefüllt. Die wollen:
a. Wissen ob ich ein Mensch oder eine Firma bin
b. Meine Anschrift
c. Meine deutsche Steuernummer
Wenn man vergleicht, was die amerkianischen Behörden alles für Daten über mich bekommen, wenn ich in einem Flieger in Richtung der USA sitze..... Warum wollen die wissen WAS ICH IM FLIEGER ESSE? Bin ich durch den Verzehr von bestimmten Gerichten gefährlicher als durch den Verzehr anderer Gerichte?
Also Spaß beiseite, ich finde das ziemlich harmlos, dieses W-8BEN.
Und damit es noch ein wenig einfacher ist, habe ich hier den direkten Link zum Formular:
Also, link klicken, ausdrucken, ausfuellen, eintueten und an die folgende Adresse schicken:
860 Aviation Pkwy
Also wollen die nicht nur meine Steuernummer, sondern auch Eure?
Vorne die LuLu EIN hinten dran meine Steuernummer? Wie können die dann zwischen mir und LuLu unterscheiden?
Ein Distributionspaket, das nur für den deutschen Markt (oder deutschsprachigen Markt) zugeschnitten ist, wäre für mich interessant, wenn dafür die ISBN und die Eintragung in diverse Verzeichnisse garantiert wären. Bei BoD würde dieser Spaß immerhin knappe 400 € kosten.
Allerdings weiß ich nicht, wie das bei mir mit den Steuern laufen würde, da ich in Spanien arbeite und lebe.
Das Distributionspaket wird perfekt auf den deutschen Markt zugeschnitten sein udn eine Eintragung in die diversen Verzeichnisse wird auch beinhaltet sein. Sicher sind jetzt schon VLB und Libri als auch die Verfuegbarkeit ueber Amazon.de, Buchhandel.de, Buch.de. Weitere werden noch folgen.
Alle Autoren, die bisher das Distributionspaket von uns gekauft haben, werden natuerlich davon auch profitieren.
Mehr Informationen gibt es, wenn es soweit ist...ich will ja nicht die Ueberraschung verderben
Was die Steuern angeht, so kann ich nichts sagen, schon gar nichts ueber spanische Steuergebung.
Mööönsch Daniel ich fang gleich an zu sabbern. Das klingt sehr gut. Ich habe nämlich 1 bis 2 weitere Bücher in der "Pipeline".
Also man braucht kein Gewerbe anmelden?
Solange du nur eigene Werke publizierst laut meinem Steuerberater nicht.
Im Prinzip ist Gewerbe anmelden aber keine schlechte Idee die 20€ für den Schein rentieren sich, weil man ne Menge absetzen kann...
Zunächst bedarf es aber auch der entsprechenden Einnahmen, um etwas absetzen zu können. Und noch ein ganz wichtiger Hinweis, weil das ganz gern missverstanden wird. Etwas von der Steuer absetzen heißt nicht, dass sich die zu zahlenden Steuern um diesen Betrag vermindern. Es verringert sich lediglich das zu versteuernde Einkommen. Man sollte also nicht dem Irrglauben verfallen, sich alles leisten zu können, weil man es sich eh von der Steuer zurückholt. So funktioniert es -leider- nicht.
Davon abgesehen gibt es bestimmte Voraussetzungen für eine Gewerbeanmeldung. Eine Tätigkeit als Schriftsteller reicht meines Wissens dafür nicht aus.
saskiaofthewoods
[..... Warum wollen die wissen WAS ICH IM FLIEGER ESSE? Bin ich durch den Verzehr von bestimmten Gerichten gefährlicher als durch den Verzehr anderer Gerichte?)
Wenn Du kein Schweinefleisch isst koenntest Du ja Moslem sein und als socher immer als gefaehrlich einzustufen
Moechte mal gern wissen, ob sie mich als Vegetarierin auch als gefaehrlich eingestuft haben?!
Naja, sie haben mich reingelassen und mir sogar ne Greencard gegeben. Kann also nicht so schlimm gewesen sein.
Was ich aber mal fragen wollte. Ich bin seit langem mal wieder auf der Homepage und habe dieses ganze Hickhack mit 30 % an die USA etc ganz verpasst. Gibt es mittlerweile denn das deutsche Paket?