Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OLG%20Frankfurt&Datum=26.01.2006&Aktenzeichen=26%20U%2024/05
Timestamp: 2020-07-04 06:40:18
Document Index: 156597328

Matched Legal Cases: ['§ 478', '§ 639', 'BGH', '§ 36', '§ 317', '§ 634']

OLG Frankfurt, 26.01.2006 - 26 U 24/05 - dejure.org
https://dejure.org/2006,4710
OLG Frankfurt, 26.01.2006 - 26 U 24/05 (https://dejure.org/2006,4710)
OLG Frankfurt, Entscheidung vom 26.01.2006 - 26 U 24/05 (https://dejure.org/2006,4710)
OLG Frankfurt, Entscheidung vom 26. Januar 2006 - 26 U 24/05 (https://dejure.org/2006,4710)
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Mangelbegriff; Mangel; Schiedsgutachten; Gutachten; Unrichtigkeit
Haftung des Schiedsgutachters; Vorliegen eines den Vergütungsanspruch berührenden Mangels eines Schiedsgutachtens im Fall der offenbaren Unrichtigkeit; Zulässigkeit einer Einbeziehung der Umsatzzahlen eines dem Schadensereignis nachfolgenden Zeitraumes in die Berechnung ...
BGB § 478 § 639
Schiedsverfahren - Mangel eines Schiedsgutachtens
Kein Vergütungsanspruch bei offenbar unrichtigem Schiedsgutachten! (IBR 2006, 366)
BauR 2006, 1325
Diesen Maßstäben hat auch die Haftung des Schiedsgutachters zu folgen, so dass Ansprüche gegen ihn, seien sie nun auf Schadensersatz oder Befreiung von der Vergütungspflicht gerichtet, nur erhoben werden können, wenn eine Pflichtverletzung des Gutachters dazu führt, dass sein Gutachten wegen offenbarer Unrichtigkeit nicht verbindlich und damit zweck- und wertlos ist (OLG Frankfurt, Urteil vom 26.01.2006 - 26 U 24/05 -, zitiert bei juris unter Hinweis auf BGHZ 43, 374 ff. und Bayerlein, Praxishandbuch Sachverständigenrecht, 3. Aufl., § 36 Rn. 3).
Solche Mängel führen schon als solche zur offensichtlichen Unrichtigkeit des Gutachtens, ohne dass es darauf ankommt, ob das Ergebnis auch ohne den schwerwiegenden Mangel das gleiche gewesen wäre (OLG Frankfurt, Urteil vom 26.01.2006 - 26 U 24/05 -, zitiert bei juris mit weiteren Nachweisen).
Aus der Natur des Schiedsgutachtens ergibt sich, dass eine Nachbesserung grundsätzlich unmöglich ist, soweit dies nicht ausdrücklich vereinbart worden ist (…Rieble in Staudinger, Neubearb. 2009, § 317 Rn. 94; a.A. OLG Frankfurt a.M., NJOZ 2006, 4142 [4145] zu § 634 BGB a.F., allerdings ohne jede inhaltliche Auseinandersetzung).