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Timestamp: 2016-10-27 18:59:45
Document Index: 166022268

Matched Legal Cases: ['Art. 86', 'Art. 82', 'Art. 83', 'BGE', 'Art. 113', 'Art. 304', 'Art. 89', 'BGE', 'Art. 89', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 95', 'Art. 95', 'BGE', 'Art. 4', 'Art. 3', 'Art. 9', 'Art. 21', 'Art. 22', 'Art. 35', 'Art. 8', 'BGE', 'BGE', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 1', 'Art. 2', 'Art. 2', 'BGE', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 8', 'Art. 62', 'Art. 19', 'Art. 62', 'Art. 62', 'BGE', 'Art. 20', 'Art. 20', 'Art. 20', 'Art. 3', 'Art. 20', 'Art. 24', 'Art. 2', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 19', 'Art. 62', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 20', 'in fine', 'in fine', 'Art. 2', 'Art. 20', 'Art. 8', 'Art. 19', 'Art. 62', 'Art. 2', 'Art. 20', 'Art. 24', 'BGE', 'Art. 5', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 66']

2C_974/2014 (27.04.2015)
2C_974/2014 � � Urteil vom 27. April 2015
Nichtbestehen der Aufnahmepr�fung ans Gymnasium,
A.a.�B.A.________ (geb. 1998) legte vom 10. bis zum 12. M�rz 2014 die Aufnahmepr�fung f�r das Gymnasium an der Kantonsschule Burggraben, St. Gallen, ab. Am 14. M�rz 2014 verf�gte der Rektor der Kantonsschule, mit der erreichten Notensumme von 14 Punkten (Deutsch = 3.4; Franz�sisch = 4.0; Mathematik 1 = 3.6; Mathematik 2 = 3.0) habe B.A.________ die Aufnahmepr�fung f�r den Eintritt in das Gymnasium nicht bestanden.
A.b.�Bereits Ende Dezember 2013 hatten die damaligen Mathematik- und Sprachlehrkr�fte des Sekundarsch�lers bei der Kantonsschule Burggraben nachgefragt, ob dieser die Aufnahmepr�fung, mindestens aber den Aufsatz im Fach Deutsch mit Computer absolvieren k�nne. In Stresssituationen sei B.A.________s Schrift dermassen unleserlich, dass niemand sie entziffern k�nne. Gleiches hatte der Vater, A.A.________, aufgrund von visuomotorischen Schwierigkeiten beantragt, als er B.A.________ am 1. Februar 2014 zur Pr�fung anmeldete. Seinem Antrag verlieh er mit einem Bericht des Zentrums f�r Schulpsychologie und therapeutische Dienste des Kantons Appenzell Ausserrhoden (SPD/AR) vom 29. Januar 2014 Nachdruck. Darin wird empfohlen, B.A.________ als Nachteilsausgleich bei der Aufnahmepr�fung sowie bei allen k�nftigen schriftsprachlichen Pr�fungen an der Kantonsschule die Verwendung eines Computers, zu erm�glichen. Der Computer sei indessen nur eine Erleichterung, das Problem an sich seien "Blackouts", von denen B.A.________ berichte. Durch die computergest�tzte Arbeit k�nne es gelingen, die Leistungen bis zum "Blackout" zu verbessern.
A.c.�Am 28. Februar 2014, das heisst zehn Tage vor der Pr�fung, er�ffnete der Kantonsschulrektor den Eltern und B.A.________ anl�sslich einer m�ndlichen Besprechung, B.A.________ d�rfe weder den Computer ben�tzen noch bekomme er zus�tzliche Zeit f�r das L�sen der Aufgaben. Die pr�fenden Lehrpersonen w�rden jedoch �ber die Schreibschw�che informiert und seien angehalten, das Geschriebene zu entziffern. In der Folge wurde B.A.________ erm�glicht, den Aufsatz im Fach Deutsch im Anschluss an die Pr�fung auf einen Tontr�ger zu sprechen.
Mit Rekurs gegen den negativen Pr�fungsentscheid gelangte A.A.________ an den Erziehungsrat. Er beantragte insbesondere, die Verf�gung vom 14. M�rz 2014 sei aufzuheben und die gesamte Pr�fung sei unter Gew�hrung normaler, international anerkannter Nachteilsausgleiche (Computerben�tzung, mehr Zeit) innert einvernehmlicher Frist zu wiederholen. Der Erziehungsrat wies den Rekurs ab. Dagegen erhob A.A.________ Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Er ersuchte darum, den angefochtenen Rekursentscheid und die Verf�gung der Kantonsschule vom 14. M�rz 2014 aufzuheben. Der Entscheid der Kantonsschule sei durch eine Verf�gung zu ersetzen, wonach B.A.________ die Aufnahmepr�fung bestanden habe; auch seien keine Geb�hren oder Kosten zu erheben. Das Verwaltungsgericht lehnte die Beschwerde am 16. September 2014 ab.
Mit Eingabe vom 22. Oktober 2014 beantragt A.A.________ f�r B.A.________ dem Bundesgericht, das Urteil vom 16. September 2014 sei aufzuheben; die Sache sei an das Verwaltungsgericht zur Gutheissung der Beschwerde oder zu weiteren Abkl�rungen an den Erziehungsrat zur�ckzuweisen. Ihm sei f�r das kantonale Verfahren die unentgeltliche Prozessf�hrung zu gew�hren und eine Parteientsch�digung zuzusprechen. Der Beschwerde sei mit Bezug auf die Kosten aufschiebende Wirkung zu gew�hren; zudem sei als vorsorgliche Massnahme dem Rektor der Kantonsschule Trogen (AR) zu gestatten, "den Abweisungsentscheid der Kantonsschule zu ignorieren und gem�ss eigenem Ermessen eine Aufnahme B.A.________s zu verf�gen".
Am 25. November 2014 hat der Pr�sident der II. �ffentlich-rechtlichen Abteilung das Gesuch um vorsorgliche Massnahmen abgewiesen.
1.1.�Der angefochtene letztinstanzliche kantonale Endentscheid (Art. 86 Abs. 1 lit. d und Abs. 2 BGG) beschl�gt eine Angelegenheit des �ffentlichen Rechts (Art. 82 lit. a BGG). Gegenstand des vorinstanzlichen Verfahrens sind nicht die Ergebnisse der gymnasialen Aufnahmepr�fung an sich, sondern formale Erleichterungen in Bezug auf deren Ablauf und Durchf�hrung. Solche organisatorische bzw. verfahrensrechtliche Gesichtspunkte - die denn auch mit der Beschwerde ausschliesslich ger�gt werden - sind vom Ausschlussgrund in Art. 83 lit. t BGG nicht erfasst und k�nnen im Rahmen der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten �berpr�ft werden (Urteile 2C_368/2014 vom 19. Dezember 2014 E. 1.1; 2D_31/2014 vom 22. April 2014 E. 2.2.1; vgl. auch BGE 138 II 42 E. 1.1 und 1.2 S. 44 f.). Auf die Beschwerde ist daher als Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten einzutreten. F�r die gleichzeitig erhobene subsidi�re Verfassungsbeschwerde bleibt kein Raum (Art. 113 BGG).
1.2.�Die Antr�ge der Beschwerde ans Bundesgericht sind insofern missverst�ndlich, als geltend gemacht wird, "die Sache an das Verwaltungsgericht St. Gallen zur�ckzuweisen mit der Weisung, dass die Beschwerde entweder gutzuheissen oder zu weiteren Tatsachenabkl�rungen an den Erziehungsrat St. Gallen zur�ckzuweisen ist" (Ziff. 1). Bei der Vorinstanz war beantragt worden, die Verf�gung vom 14. M�rz 2014 dahin gehend zu ersetzen, dass B.A.________ die Aufnahmepr�fung bestanden habe (vgl. Sachverhalt Ziff. B). Das w�rtlich verstandene Begehren w�re abzuweisen, weil damit verlangt w�rde, die fachlichen Anforderungen an die Aufnahme ins Gymnasium herabzusetzen (vgl. hernach E. 3.4; Aufnahme ohne Leistungsnachweis). Aus der Begr�ndung der Eingabe ans Bundesgericht geht jedoch hervor, dass der Beschwerdef�hrer - mit Ausnahme des abgelehnten Massnahmegesuchs - nunmehr eine Wiederholung der Pr�fung mit Nachteilsausgleich verlangt (vgl. Beschwerdeschrift Ziff. 9.1). Eine Reduktion des Streitgegenstandes auf die Frage der behindertengerechten Pr�fung ist zul�ssig.
Der Beschwerdef�hrer beantragte noch vor dem Erziehungsrat die Wiederholung der gesamten Pr�fung; im bundesgerichtlichen Verfahren demgegen�ber ausdr�cklich, dass B.A.________ "die schriftlichen Pr�fungen in Deutsch und Franz�sisch auf dem Computer solle schreiben d�rfen" (Ziff. 14 der Beschwerde). Er geht selbst davon aus, dass "eine Nachteilserleichterung in Mathematik schwerer zu erzielen ist" (S. 17 der Beschwerde; vgl. auch die R�ge, dass er sich auf die Pr�fungen in Deutsch�
und�Franz�sisch bezogen habe; Ziff. 14 der Beschwerde). Der Antrag ist daher als Wiederholung der F�cher Deutsch und Franz�sisch unter Gew�hrung des Nachteilsausgleichs zu verstehen.
1.3.�Der Beschwerdef�hrer ist gesetzlicher Vertreter von B.A.________ (vgl. Art. 304 Abs. 1 ZGB) und gem�ss Art. 89 Abs. 1 BGG zur Ergreifung dieses Rechtsmittels grunds�tzlich sowohl in eigenem Namen als auch f�r B.A.________ legitimiert (vgl. BGE 119 Ia 178 E. 2b S. 181 f.; vgl. Urteil 2C_433/2011 vom 1. Juni 2012 E. 1.2). Die Beschwerdebefugnis setzt ein aktuelles und praktisches Rechtsschutzinteresse an einer Aufhebung oder �nderung des angefochtenen Entscheids voraus (Art. 89 Abs. 1 lit. c BGG; BGE 137 II 40 E. 2.1 S. 41 f.; 135 I 79 E. 1.1 S. 81). Der vorinstanzliche Entscheid best�tigt, dass B.A.________ keinen Anspruch auf formale Erleichterungen in Bezug auf die Pr�fungsteile mit freier Textproduktion hatte. Erwiese sich diese Einsch�tzung als unrichtig, w�rde damit das verf�gte negative Pr�fungsergebnis infrage gestellt. Es besteht somit ein aktuelles und sch�tzenswertes Interesse (vgl. Art. 8 Abs. 2 BV) an der Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids.
1.4.�Mit der Beschwerde beim Bundesgericht kann die Verletzung von Bundesrecht und V�lkerrecht ger�gt werden (Art. 95 lit. a und lit. b BGG). Die Verletzung kantonalen Rechts ist hingegen vor Bundesgericht - abgesehen von den F�llen gem�ss Art. 95 lit. c-e BGG - kein selbstst�ndiger R�gegrund, sondern kann nur daraufhin �berpr�ft werden, ob damit Bundesrecht verletzt wird, wozu namentlich auch eine willk�rliche Anwendung kantonalen Rechts geh�rt (BGE 138 I 143 E. 2 S. 149; 136 I 241 E. 2.4 S. 249).
2.1.�Die Kantonsschule Burggraben St. Gallen ist staatlich (Art. 4 Abs. 1 lit. a des Mittelschulgesetzes, sGS 215.1 [MSG/SG]). F�r die Aufnahme in die erste Klasse des Gymnasiums ist eine Pr�fung abzulegen, wenn nicht zuvor das Untergymnasium besucht worden ist (Art. 3 Abs. 1 und 2 des Aufnahmereglements der Mittelschule, sGS 215.110, [Aufnahmereglement MS/SG]). Pr�fungsf�cher sind Deutsch, Franz�sisch und Mathematik. Gepr�ft wird grunds�tzlich schriftlich. In Mathematik finden zwei schriftliche Pr�fungen statt. Bleibt ein Bewerber in den schriftlichen Pr�fungen unter einer Notensumme von 16 Punkten, wird er in den F�chern Deutsch und Franz�sisch zus�tzlich m�ndlich gepr�ft (Art. 9 Abs. 1 und 2 Aufnahmereglement MS/SG). Aufgenommen wird - unter Mitber�cksichtigung allf�lliger m�ndlicher Pr�fungen -, wer eine Pr�fungspunktzahl von wenigstens 16 erreicht. Wer darunter liegt, wird abgewiesen (vgl. Art. 21 Abs. 1 und 2 Aufnahmereglement MS/SG). Vorbehalten bleiben Pr�fungsresultate in der sog. "Bandbreite". Dies betrifft namentlich Bewerberinnen und Bewerber aus der zweiten Klasse der Oberstufe, welche eine Pr�fungspunktzahl von mindestens 15 erreicht haben (vgl. Art. 22 Abs. 1 lit. a Aufnahmereglement MS/SG). Die Pr�fungskonferenz ber�cksichtigt beim Entscheid �ber die Zulassung solcher Kandidaten den Eignungsbericht - namentlich die Beurteilung der Sch�lerin oder des Sch�lers durch die bisherigen Lehrpersonen (Art. 35 Abs. 2 MS/SG) -, die Dauer der Vorbildung und besondere Umst�nde.
2.2.�Die Aufnahmepr�fung von B.A.________ wurde wie folgt bewertet:
Aufsatz������������������������������������������2.0
Sprachpr�fung�����������������������������������4.1
M�ndlich������������������������������������������4.0
Total (Fachnote)�����������������������������������3.4
H�rverstehenITextverst�ndnis���������������������4.6
Wortschatz/Grammatik/Freie Textproduktion�������3.4
Total (Fachnote)�����������������������������������4.0
Mathematik 1�����������������������������������3.6
Mathematik 2�����������������������������������3.0
Total�������������������������������������������������14.0
Mit einer Gesamtpunktzahl von 14.0 hat B.A.________ die Aufnahmepr�fung nicht bestanden. Das Resultat liegt auch ausserhalb der "Bandbreite". Die Kantonsschule hielt in ihrer Stellungnahme an die Vorinstanz des Weiteren fest, auch die Vorschule erachte B.A.________ sowohl im sprachlichen wie auch im mathematischen Bereich nur bedingt geeignet f�r das Gymnasium, was nicht als Empfehlung f�r die Aufnahme gewertet werde.
2.3.�Der Beschwerdef�hrer macht geltend, sein Sohn sei behindert und habe Anrecht auf Nachteilsausgleich. Die Aufnahmepr�fung sei in einer Art und Weise durchgef�hrt worden, die es B.A.________ verunm�glicht habe, sein intellektuelles Wissen und K�nnen zu beweisen. Die Kantonsschule habe jeglichen Nachteilsausgleich verweigert.
3.1.�Gem�ss Art. 8 Abs. 2 BV darf niemand wegen einer k�rperlichen, geistigen oder psychischen Behinderung diskriminiert werden. Verboten ist eine sachlich nicht begr�ndete Ankn�pfung an das verp�nte Merkmal der Behinderung, namentlich eine mit dieser verbundene Benachteiligung, die als Herabw�rdigung oder Ausgrenzung zu gelten hat (BGE 139 I 169 E. 7.3.2 S. 177; 138 I 305 E. 3.3 S. 316 f.; 135 I 49 E. 4.1 S. 53 f.; 134 I 105 E. 5 S. 108). Eine Regelung kann eine solche unzul�ssige Differenzierung entweder selbst vorsehen (sog. direkte oder unmittelbare Diskriminierung) oder aber in ihren tats�chlichen Auswirkungen Angeh�rige spezifisch gegen Diskriminierung gesch�tzter Gruppen besonders benachteiligen, ohne dass dies sachlich begr�ndet w�re (sog. indirekte oder mittelbare Diskriminierung; vgl. BGE 139 I 292 E. 8.2.1 S. 303; 138 I 305 E. 3.3 S. 316 f.; 135 I 49 E. 4.1 S. 53 f.). Mit Blick auf die Benachteiligungen behinderter Personen besteht ein eigenst�ndiger verfassungsrechtlicher Beseitigungsauftrag (Art. 8 Abs. 4 BV), welchen der Gesetzgeber zu konkretisieren hat (BGE 139 II 289 E. 2.2.1 S. 294; 134 I 105 E. 5 S. 108 mit Hinweisen; Urteil 2C_590/2014 vom 4. Dezember 2014 E. 3.1 [zur Publikation vorgesehen]).
3.2.�Der Bund hat den Gesetzgebungsauftrag im Bereich seiner Zust�ndigkeit insbesondere mit Erlass des Behindertengleichstellungsgesetzes vom 13. Dezember 2002 (BehiG; SR 151.3) wahrgenommen. Dieses bezweckt, Benachteiligungen zu verhindern, zu verringern oder zu beseitigen, denen Menschen mit Behinderungen ausgesetzt sind (Art. 1 Abs. 1 BehiG). Ein Mensch mit Behinderungen (�
Behinderte, Behinderter�) ist eine Person, der es eine voraussichtlich dauernde k�rperliche, geistige oder psychische Beeintr�chtigung erschwert oder verunm�glicht, allt�gliche Verrichtungen vorzunehmen, soziale Kontakte zu pflegen, sich fortzubewegen, sich aus- und fortzubilden oder eine Erwerbst�tigkeit auszu�ben (Art. 2 Abs. 1 BehiG; Urteile 2C_368/2014 vom 19. Dezember 2014 E. 3.1; 2C_130/2012 vom 9. Mai 2012 E. 5; 2C_930/2011 vom 1. Mai 2012 E. 3.3). Eine�
Benachteiligung�liegt vor, wenn Behinderte rechtlich oder tats�chlich anders als nicht Behinderte behandelt und dabei ohne sachliche Rechtfertigung schlechtergestellt werden als diese, oder wenn eine unterschiedliche Behandlung fehlt, die zur tats�chlichen Gleichstellung Behinderter und nicht Behinderter notwendig ist (Art. 2 Abs. 2 BehiG; BGE 139 II 289 E. 2.2.2 S. 294). Gem�ss Art. 2 Abs. 5 BehiG liegt eine Benachteiligung bei der Inanspruchnahme von Aus- und Weiterbildung insbesondere vor, wenn die Verwendung behindertenspezifischer Hilfsmittel oder der Beizug notwendiger pers�nlicher Assistenz erschwert werden (lit. a) oder die Dauer und Ausgestaltung des Bildungsangebots sowie Pr�fungen den spezifischen Bed�rfnissen Behinderter nicht angepasst sind (lit. b). Wer durch das Gemeinwesen im Sinn von Art. 2 Abs. 5 BehiG benachteiligt wird, kann beim Gericht oder bei der Verwaltungsbeh�rde verlangen, dass das Gemeinwesen die Benachteiligung beseitigt oder unterl�sst (Art. 8 Abs. 2 BehiG; Urteile 2C_368/2014 vom 19. Dezember 2014 E. 3.1; 2C_686/2012 vom 13. Juni 2013 E. 6.1).
3.3.�F�r das Schulwesen sind die Kantone zust�ndig (Art. 62 Abs. 1 BV). Sie sorgen f�r einen ausreichenden, an �ffentlichen Schulen unentgeltlichen Grundschulunterricht, der obligatorisch ist und allen Kindern offen steht (Art. 19 und Art. 62 Abs. 2 BV). Die Kantone sorgen sodann f�r eine ausreichende Sonderschulung aller behinderten Kinder und Jugendlichen bis l�ngstens zum vollendeten 20. Lebensjahr (Art. 62 Abs. 3 BV; BGE 140 I 153 E. 2.3.4 S. 157). Gem�ss Art. 20 BehiG achten die Kantone darauf, dass behinderte Kinder und Jugendliche eine Grundschulung erhalten, die ihren besonderen Bed�rfnissen angepasst ist (Art. 20 Abs. 1 BehiG). Sie f�rdern, soweit dies m�glich ist und dem Wohl des behinderten Kindes oder Jugendlichen dient, mit entsprechenden Schulungsformen die Integration behinderter Kinder und Jugendlicher in die Regelschule (Art. 20 Abs. 2 BehiG; vgl. auch Art. 3 der Interkantonalen Vereinbarung �ber die Zusammenarbeit im Bereich der Sonderp�dagogik vom 25. Oktober 2007). Insbesondere sorgen die Kantone daf�r, dass wahrnehmungs- oder artikulationsbehinderte Kinder und Jugendliche und ihnen besonders nahestehende Personen eine auf die Behinderung abgestimmte Kommunikationstechnik erlernen k�nnen (Art. 20 Abs. 3 BehiG; vgl. hierzu Botschaft zur Volksinitiative "Gleiche Rechte f�r Behinderte" und zum Entwurf eines Bundesgesetzes �ber die Beseitigung von Benachteiligungen behinderter Menschen vom 11. Dezember 2000 BBl 2001 1715 ff., Ziff. 4.3.2 S. 1786; vgl. sodann Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren, Kommentar zur Interkantonalen Vereinbarung �ber die Zusammenarbeit im Bereich der Sonderp�dagogik vom 25. Oktober 2007, S. 3; <http://www.edk.ch/dyn/12917.php>; besucht am 26. M�rz 2015). Die Sicherstellung der Bildung von behinderten Personen mit angemessenen Massnahmen - namentlich durch das Zurverf�gungstellen geeigneter alternativer Kommunikationsmittel - statuiert auch Art. 24 Abs. 3 lit. a und Art. 2 der UN-Behindertenkonvention, die f�r die Schweiz am 15. Mai 2014 in Kraft getreten ist (SR 0.109; vgl. Botschaft zur Genehmigung des �bereinkommens vom 13. Dezember 2006 �ber die Rechte von Menschen mit Behinderungen vom 19. Dezember 2012, 661 ff., Ziff. 3.3 S. 700).
3.4.�Die angef�hrten Bestimmungen des BehiG gehen inhaltlich in der Regel nicht �ber die verfassungsrechtlichen Grunds�tze zum Diskriminierungsverbot nach Art. 8 Abs. 2 BV hinaus (BGE 138 I 162 E. 3.1 S. 164 f.; Schefer/Hess-Klein, Behindertengleichstellungsrecht, 2014, S. 330, 341 f.; Andrea Aeschlimann-Ziegler, Der Anspruch auf ausreichenden und unentgeltlichen Grundschulunterricht von Kindern und Jugendlichen mit einer Behinderung, Diss., Bern 2011, S. 86 f.; Peter Uebersax, Der Anspruch Behinderter auf ausreichende Grund- und Sonderschulung, in: Gabriela Riemer-Kafka [Hrsg.], Kinder und Jugendliche mit Behinderungen, 2011, S. 36). Die dargestellten Prinzipien des Behindertengleichstellungsrechts konkretisieren denn auch vielmehr - f�r die Aufnahme in die erste Klasse der Kantonsschule als neuntem Schuljahr auch im Zusammenhang mit den Garantien von Art. 19 und Art. 62 BV - die Auslegung von Art. 8 Abs. 2 BV. Sie sind insofern ungeachtet der Frage, ob das Behindertengleichstellungsgesetz unmittelbar zur Anwendung kommt, massgeblich.
Das in Art. 8 Abs. 2 BV enthaltene Verbot der mittelbaren Diskriminierung gew�hrt Personen mit Behinderung demnach einen Anspruch auf formale Pr�fungserleichterungen, die ihren individuellen Bed�rfnissen angepasst sind (sog.�
Nachteilsausgleich�). Die gebotene formale Anpassung des Pr�fungsablaufs an spezifische Behinderungssituationen kann auf verschiedene Arten geschehen, wobei jeweils Art und Grad der Behinderung zu ber�cksichtigen sind. In Betracht kommen dabei namentlich Pr�fungszeitverl�ngerungen, l�ngere oder zus�tzliche Pausen, eine st�rkere Pr�fungsgliederung, die Abnahme der Pr�fung in mehreren Etappen, andere Pr�fungsformen oder die Benutzung eines Computers (Urteil 2D_7/2011 vom 19. Mai 2011 E 3.2; vgl. oben E. 3.2). Eine Anpassungsmassnahme in Konkretisierung von Art. 8 Abs. 2 BV f�hrt demgegen�ber nicht dazu, dass zentrale F�higkeiten, deren Vorhandensein mit der infrage stehenden Ausbildung sichergestellt werden sollen, nicht mehr �berpr�ft werden k�nnen (vgl. BGE 134 I 105 E. 5 S. 108 f.; 122 I 130 E3c/aa S. 136; Urteil 2D_7/2011 vom 19. Mai 2011 E. 3.2; vgl. Fachstelle Integration Handicap f�r die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung und Diskriminierungsschutz, Focus 12, Mai 2014; www.egalite-handicap.ch; besucht am 26. M�rz 2015; vgl. Schefer/Hess-Klein, Behindertengleichstellungsrecht, a.a.O., S. 358; Aeschlimann-Ziegler, a.a.O., S. 255). Auch m�ssen Behinderungen von einer unabh�ngigen Stelle hinreichend abgekl�rt sein (vgl. Plotke, Schweizerisches Schulrecht, 2. Aufl. 2003, S. 468; Aeschlimann-Ziegler, a.a.O., S. 261 ff.).
3.5.�Mit Blick auf die Kognition ist zu beachten, dass das Bundesgericht die Auslegung und Anwendung des einschl�gigen kantonalen Rechts auf eine Verletzung des Willk�rverbots hin pr�ft; ob das entsprechende Resultat den dargelegten bundesrechtlichen Mindestgrunds�tzen zu Art. 8 Abs. 2 BV entspricht, w�rdigt es frei (vgl. BGE 138 I 162 E. 3.3 S. 166; 130 I 352 E. 4 S. 355; Urteil 2C_590/2014 vom 4. Dezember 2014 E. 3.3 [zur Publikation vorgesehen]).
4.1.�Der Beschwerdef�hrer macht geltend, die Kantonsschule h�tte f�r B.A.________ einen Computer f�r die Deutsch- und Franz�sischpr�fung als Hilfsmittel zulassen m�ssen. Er verweist auf die Empfehlung des Zentrums f�r Schulpsychologische und therapeutische Dienste des Kantons Appenzell Ausserrhoden, die er unbestrittenermassen zusammen mit der Anmeldung vor der Pr�fung dem zust�ndigen Prorektor zur Kenntnis gebracht hat. Der Beschwerdef�hrer r�gt eine Verletzung von Art. 8 Abs. 2 BV und macht sinngem�ss geltend, der angefochtene Entscheid ber�cksichtige Art. 20 BehiG in unzureichender Weise.
4.2.�Im Fachbericht vom 29. Januar 2014 wird ausgef�hrt, B.A.________ k�nne seine �berlegungen nur mit sehr grossem Energieaufwand und in beinahe unleserlicher Form aufs Papier bringen. Der Computer erleichtere die Umsetzung schriftsprachlicher Aufgabenstellungen und entlaste ihn, weil er sich so besser auf die inhaltliche Arbeit konzentrieren k�nne. Die visuomotorischen Probleme bew�ltigen zu k�nnen, strenge ihn an und verursache "Stress". Das Problem an sich bestehe aber in Blackouts. Der Schulpsychologe h�lt dazu im Fachbericht weiter fest: "Durch die PC unterst�tzte Arbeit d�rften diese nicht verschwinden, allenfalls aber weniger werden, weil ein grosser Druck wegf�llt und so mehr Energie f�r die inhaltliche Arbeit �brig bleibt. Was aber mit der Arbeit an dem PC gelingen kann, ist die qualitative Verbesserung der gezeigten Leistung bis zu dem 'Blackout', wie er [B.A.________] das nennt". Die Sekundarlehrer von B.A.________ f�hrten am 20. Dezember 2013 aus, in Stresssituationen sei B.A.________s Schrift so unleserlich, dass niemand sie entziffern k�nne. Mindestens den Aufsatz sollte er mit Computer schreiben k�nnen.
4.3.�Die Vorinstanz stellt sich auf den Standpunkt, sowohl die Angaben zur Behinderung selbst als auch diejenigen zum ben�tigten Nachteilsausgleich seien "nicht konsistent". W�hrend der Beschwerdef�hrer betone, B.A.________ sei schwer schreibbehindert und auf einen Computer und auf eine Zeitverl�ngerung angewiesen, f�hre der Schulpsychologe im Fachbericht aus, B.A.________ "leide prim�r unter 'Blackouts'" (angefochtenes Urteil E. 7.4.3). Andernorts f�hrt das Verwaltungsgericht an, B.A.________s Problem bestehe "lediglich in der Unleserlichkeit seiner Schrift"; sie sei "in der Tat schwer lesbar" (angefochtenes Urteil E. 7.4.3 in fine und E. 7.4.4 in fine). Wohl im Sinne eines Eventualstandpunktes f�hrt die Vorinstanz sodann aus, das Zurverf�gungstellen eines Computers als Schreibhilfe w�rde "auf die Besserstellung des behinderten Kandidaten hinauslaufen" (angefochtenes Urteil E. 7.4.5). Aus den Erw�gungen geht demnach nicht klar hervor, ob das Verwaltungsgericht eine Behinderung B.A.________s anerkennt oder nicht; teils wird f�r ihn der Begriff eines "behinderten Kandidaten" verwendet, teils auf eine bloss unleserliche Schrift verwiesen.
4.4.1.�Zweifelsohne k�nnen "Blackouts" bzw. nicht weiter abgekl�rte Einschr�nkungen der Konzentrationsf�higkeit f�r sich nicht dazu f�hren, die Bedingungen einer Aufnahme in die Kantonsschule f�r den Fall von B.A.________ zu erleichtern. Die vorinstanzlichen Erw�gungen sind in dieser Hinsicht nicht zu beanstanden. Indessen wird vom Fachbericht vom 29. Januar 2014 der Nachteilsausgleich nicht f�r entsprechende Konzentrationsst�rungen empfohlen ("Blackouts"), sondern vielmehr f�r�
motorische Schwierigkeiten�beim Umsetzen der Gedanken auf das Blatt: Der in den Akten liegende Aufsatz entspricht in keiner Weise einem Schriftbild eines Jugendlichen in B.A.________s Alter, und der Fachbericht best�tigt weiter, dass B.A.________ seine �berlegungen nur mit einem sehr grossen Energieaufwand und in beinahe unleserlicher Form aufs Papier bringen k�nne (visuomotorische St�rung). Der PC diene ihm als Erleichterung in der Umsetzung schriftsprachlicher Aufgabenstellungen, weswegen er aus fachlicher Sicht im Sinne eines Nachteilsausgleichs f�r die Pr�fung sinnvoll sei. Mit der Schreibhilfe k�nnten intellektuelle Leistungsm�glichkeiten mehr f�r das inhaltliche Arbeiten verwendet werden anstatt f�r den Versuch, die visuomotorischen Umsetzungsprobleme zu bew�ltigen. Sodann wird best�tigt, dass die Handschrift und das Umsetzen von Ideen auf das Papier bei B.A.________ "seit jeher Thema" war.
4.4.2.�Einem Sch�ler im Sekundarschulalter, der seine Gedanken "seit jeher" aufgrund von visumotorischen Schwierigkeiten nur unter sehr grosser Anstrengung und kaum lesbar aufs Papier bringen kann, ist es in erheblicher Weise
erschwert, eine Aufnahmepr�fung, die auch Aufgaben mit l�ngerer freier Textproduktion enth�lt, handschriftlich abzulegen. Die festgestellte erhebliche St�rung bei der motorischen Umsetzung der Ideen auf Papier hat als Behinderung zu gelten (vgl. Art. 2 Abs. 1 BehiG; vgl. hiervor E. 3.2). Infolge der festgestellten visuomotorischen Probleme war B.A.________ w�hrend der Sekundarschulzeit f�r l�ngere schriftliche Arbeiten denn auch stets ein Computer als Schreibhilfe zur Verf�gung gestellt worden (vgl. Art. 20 Abs. 3 BehiG; vgl. hiervor E. 3.3); nach den Angaben in der Beschwerdeschrift wird B.A.________ seit der Primarschule ein Computer zur Verf�gung gestellt. Bereits Ende Dezember 2013 hatten die damaligen Mathematik- und Sprachlehrkr�fte des Sekundarsch�lers bei der Kantonsschule nachgefragt, ob dieser die Aufnahmepr�fung, mindestens aber den Aufsatz im Fach Deutsch, mit Computer absolvieren k�nne. Auch der Schulpsychologe hatte im der Pr�fungsanmeldung beigelegten Fachbericht festgehalten, es sei im Sinne eines Nachteilsausgleichs sinnvoll, B.A.________ bei der Umsetzung schriftsprachlicher Arbeiten mit einem Computer als Schreibhilfe zu unterst�tzen. Er bezeichnete den PC nicht als L�sung aller Probleme, aber als eine "wichtige Erleichterung".
4.4.3.�Die Vorinstanz durfte vor diesem Hintergrund zun�chst nicht davon ausgehen, es erg�ben sich diesbez�glich "lediglich Probleme mit der Leserlichkeit" von B.A.________s Schrift. Vielmehr w�ren die motorischen Umsetzungsschwierigkeiten als Behinderung zu ber�cksichtigen, und (auch) f�r die Aufnahmepr�fung ins neunte Schuljahr ein Nachteilsausgleich in der Form einer Schreibhilfe geboten gewesen (Art. 8 Abs. 2 BV; vgl. Art. 19 sowie Art. 62 BV). Erst durch diese formale Erleichterung h�tte B.A.________ die M�glichkeit offen gestanden, intellektuelle F�higkeiten f�r Pr�fungsteile mit freier Textproduktion trotz seiner Schreibbehinderung, die in keiner Weise mit einer Intelligenzverminderung verbunden ist, unter Beweis zu stellen (vgl. Art. 2 Abs. 5 lit. b und Art. 20 Abs. 3 BehiG; vgl. Art. 24 Abs. 3 lit. a UN-Behindertenkonvention; hiervor E. 3.3 und 3.4; vgl. zur Abgrenzung von Entwicklungsst�rungen der motorischen Funktionen zu Intelligenzst�rungen ICD-Code F82 ["ICD" steht f�r International Classification of Diseases bzw. "Internationale Klassifikation von Krankheiten"; F82 betrifft die "Entwicklungsst�rung der motorischen Funktionen"; http://www.icd-code.de]). Die am 28. Februar 2014 - zehn Tage vor der Pr�fung - erfolgte Mitteilung der Kantonsschule, wonach der Computer als Schreibhilfe nicht zur Verf�gung gestellt werden k�nne, ist vor diesem Hintergrund als unzul�ssige Benachteiligung anzusehen (vgl. hiervor E. 3.2). Das Nichtgew�hren der Nachteilserleichterung erfordert in solchen F�llen eine qualifizierte Begr�ndung (BGE 138 I 205 E. 5.4 S. 213; 138 I 305 E. 3.3 S. 316; 136 I 297 E. 7.1 S. 305 f.; 134 I 56 E. 5.1 S. 61; 130 I 352 E. 6.1.2 S. 357).
4.4.4.�Das Verwaltungsgericht f�hrt aus, wenn B.A.________ ein Computer zur Verf�gung gestellt worden w�re, h�tte dies zu einer unzul�ssigen Besserstellung des behinderten Kandidaten gef�hrt. Denn es sei notorisch, dass das computergest�tzte Verfassen von l�ngeren Texten mit einer erleichterten Arbeitsmethodik und einer h�heren Arbeitsgeschwindigkeit einhergehe. Jedenfalls k�nne von einer mittelbaren Diskriminierung vor dem Hintergrund, dass B.A.________ im Anschluss an die Pr�fung den Aufsatz ohnehin auf einen Tontr�ger habe vorlesen k�nnen, nicht ausgegangen werden. Die vorinstanzlichen Erw�gungen sind insoweit zutreffend, als weder das Behindertengleichstellungsrecht noch die Diskriminierungsverbote einen Anspruch darauf gew�hren, die Leistungsanforderungen an eine Ausbildung in irgendeiner Weise zu verringern (Urteil 2D_7/2011 vom 19. Mai 2011 E. 3.2; vgl. hiervor E. 3.4). Zweifelsohne d�rfen die fachlichen Anforderungen an einen Kandidaten einer Aufnahmepr�fung ins Gymnasium durch Nachteilserleichterungen nicht herabgesetzt werden. Indessen dient der Computer, der f�r entsprechende Pr�fungen von Kandidaten mit Behinderungen ein reines Schreib- (nicht etwa ein Korrektur-) Programm enth�lt, alleine dazu, behinderungsbedingte Erschwernisse der motorischen Umsetzung auszugleichen. Mit dem Zurverf�gungstellen der Schreibhilfe ist entgegen der Ansicht der Vorinstanz keine materielle Herabsetzung der Pr�fungsanforderungen verbunden. Solche Massnahmen zum Ausgleich von Benachteiligungen der Behinderten stellen auch keine Ungleichbehandlung von Pr�fungskandidaten ohne motorische St�rungen dar und sind nach Artikel 8 Absatz 1 BV zul�ssig (vgl. Art. 5 Abs. 2 BehiG). Im Unterschied hierzu ist das vom Verwaltungsgericht angef�hrte nachtr�gliche Sprechen des - wahrscheinlich auch f�r B.A.________ selbst kaum lesbaren - Aufsatzes auf einen Tontr�ger reine Korrekturhilfe. Ein Nachteilsausgleich f�r die motorische Schreibschw�che kann darin nicht erblickt werden. Damit wurde B.A.________ der Nachteilsausgleich infolge seiner Schreibbehinderung zu Unrecht und ohne qualifizierte Begr�ndung vorenthalten. Der Anspruch auf eine formale Anpassung der Aufnahmepr�fung aus dem verfassungsrechtlichen Diskriminierungsverbot von Art. 8 Abs. 2 BV ist verletzt.
4.5.�Nach dem Gesagten ist B.A.________ - entsprechend den Empfehlungen der Fachstelle - ein Computer als Schreibhilfe f�r Pr�fungsteile mit freier Textproduktion zur Verf�gung zu stellen (Art. 8 Abs. 2 BV). Die Pr�fung ist in den F�chern mit freier Textproduktion (Deutsch und Franz�sisch) zu wiederholen. Demgegen�ber sind keine Gr�nde f�r eine Verl�ngerung der Pr�fungszeiten belegt. Sie gehen auch nicht aus den Empfehlungen der Fachstelle hervor. Dem Antrag, im Sinne eines Nachteilsausgleichs sei auch die Pr�fungszeit der Wiederholungspr�fungen zu verl�ngern, kann nicht gefolgt werden.
Dass die abgelegte Pr�fung schliesslich auch in den mathematischen F�chern nicht gen�gend ausgefallen war und die Sekundarlehrer B.A.________ nur bedingt f�r das Gymnasium empfehlen konnten, vermag - entgegen den Ausf�hrungen der Vorinstanz - das Vorenthalten des Nachteilsausgleichs nicht zu rechtfertigen. Rechnerisch ist das direkte Bestehen der Pr�fung und allenfalls wenigstens das Erreichen der sog. "Bandbreite" (vgl. hiervor E. 2.1) trotz ungen�gender Noten in den F�chern Mathematik 1 und 2 jedenfalls nicht ausgeschlossen (vgl. hiervor E. 2.2). Bei der �berpr�fung des Diskriminierungsverbots gegen Menschen mit einer Behinderung besteht kein Raum f�r weitere Wahrscheinlichkeits�berlegungen. Es ist demnach daf�r zu sorgen, dass B.A.________ die Aufnahmepr�fung so rasch als m�glich unter Bedingungen absolvieren kann, welche seine Behinderung ber�cksichtigen.
Die Beschwerde ist gutzuheissen. Der vorinstanzliche Entscheid vom 16. September 2014 wird aufgehoben. B.A.________ ist die Gelegenheit zur Wiederholung der Pr�fungsf�cher mit freier Textproduktion (F�cher Deutsch und Franz�sisch) einzur�umen, unter Gew�hrung des Computers als Schreibhilfe. Dem Antrag auf l�ngere Pr�fungszeit ist demgegen�ber nicht zu entsprechen.
In Anbetracht des Ausgangs sind keine Kosten zu erheben (Art. 66 Abs. 4 BGG). Mit der Aufhebung des angefochtenen Entscheids (auch im Kostenpunkt) und des Verzichts auf Gerichtskosten aufgrund des Obsiegens im bundesgerichtlichen Verfahren ist auf die Ausf�hrungen des Beschwerdef�hrers zur Kostenfreiheit behindertenrechtlicher Verfahren nicht n�her einzugehen. Dem Beschwerdef�hrer sind keine anwaltlichen Vertretungskosten entstanden; es ist ihm weder f�r das kantonale noch das bundesgerichtliche Verfahren eine Parteientsch�digung zuzusprechen.
Die Beschwerde wird gutgeheissen und das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 16. September 2014 aufgehoben. Der Kanton St. Gallen hat B.A.________ die Pr�fungswiederholung unter Verwendung eines Computers als Schreibhilfe f�r die F�cher mit freier Textproduktion (Deutsch und Franz�sisch) zu gestatten.