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Timestamp: 2016-10-26 09:24:34
Document Index: 355016372

Matched Legal Cases: ['Art. 108', 'Art. 42', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 75', 'Art. 13', 'Art. 66', 'Art. 68']

2C_298/2011 (11.04.2011)
�berpr�fung der Anordnung der Vorbereitungshaft,
Beschwerde gegen die Verf�gung vom 25. M�rz 2011
X.________ stammt nach eigenen Angaben aus Sierra Leone und will 1994 geboren sein. Ein Gutachten kommt zum Schluss, dass er vermutlich eher 1992 zur Welt gekommen sein d�rfte. X.________ reiste am 18. Oktober 2010 illegal in die Schweiz ein und ersuchte hier gleichentags um Asyl. Das entsprechende Verfahren ist noch h�ngig. Am 24. M�rz 2011 wurde er in Vorbereitungshaft genommen, welche die Haftrichterin am Verwaltungsgericht des Kantons Zug am 25. M�rz 2011 pr�fte und "vorl�ufig f�r drei Monate, d.h. bis zum 23. Juni 2011", best�tigte. X.________ beantragt vor Bundesgericht sinngem�ss, diesen Entscheid aufzuheben und ihn aus der Haft zu entlassen.
Seine Eingabe erweist sich als offensichtlich unzul�ssig und kann ohne Weiterungen durch den Einzelrichter im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 BGG erledigt werden:
2.1.1 Gem�ss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG haben die Rechtsschriften die Begehren und deren Begr�ndung zu enthalten, wobei in gedr�ngter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt. Die Begr�ndung muss sachbezogen sein, d.h. den Gegenstand des angefochtenen Entscheids betreffen; erforderlich ist, dass in gezielter Form auf die f�r das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erw�gungen der Vorinstanz eingegangen wird (vgl. BGE 134 II 244 E. 2.1 - 2.3).
2.1.2 Das Schreiben des Beschwerdef�hrers gen�gt diesen Anforderungen nicht; er setzt sich mit den Ausf�hrungen im angefochtenen Entscheid nicht sachbezogen auseinander, sondern macht einzig geltend, hier zur Schule gehen und hernach in der Schweiz arbeiten zu wollen. Er bestreitet, mit Drogen gehandelt zu haben; er verkennt dabei jedoch, dass die entsprechenden (Straf-)Verfahren noch nicht abgeschlossen sind und deren Ausgang durch die angefochtene ausl�nderrechtliche Administrativhaft nicht pr�judiziert wird. Er bringt nichts vor, was geeignet w�re, die Sachverhaltsfeststellung bzw. die Beweisw�rdigung der Vorinstanz als offensichtlich unhaltbar erscheinen zu lassen. Bei einer Beurteilung der Eingabe w�re deshalb vom Sachverhalt auszugehen, wie ihn das Verwaltungsgericht festgestellt hat (vgl. Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG).
2.1.3 Dabei h�tte seine Eingabe keine ernsthaften Aussichten auf Erfolg: Um die Durchf�hrung eines Wegweisungsverfahrens sicherzustellen, kann die zust�ndige kantonale Beh�rde eine Person, die keine Kurzaufenthalts-, Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung besitzt, w�hrend der Vorbereitung des Entscheids �ber ihre Aufenthaltsberechtigung f�r h�chstens sechs Monate in Haft nehmen, wenn sie Personen ernsthaft bedroht oder an Leib und Leben erheblich gef�hrdet und deshalb strafrechtlich verfolgt oder verurteilt worden ist (Art. 75 Abs. 1 lit. g AuG). Das Asylgesuch des Beschwerdef�hrers wird zurzeit bearbeitet. Gegen ihn l�uft eine Strafuntersuchung wegen Handels mit einer nicht unerheblichen Menge von Drogen. Er fiel in Schaffhausen wiederholt an Drogenumschlagspl�tzen auf; von einem Drogenkonsumenten wurde er als Dealer identifiziert, der ihm portionenweise insgesamt 20 Gramm Kokain verkauft habe; eines seiner Mobiltelefone wurde als dasjenige eines Drogenh�ndlers ermittelt. Vom Migrationsamt des Kantons Schaffhausen wurde wegen des Verdachts auf Drogenhandel bereits ein Rayonverbot gegen ihn verf�gt. Bei einer Personenkontrolle durch die Stadtpolizei Z�rich trug er schliesslich Fr. 1'200.-- auf sich. Dass er diese Summe, wie er geltend macht, von Sozial- oder F�rsorgeleistungen zusammengespart haben k�nnte, erscheint wenig wahrscheinlich. Unter diesen Umst�nden lagen hinreichende Hinweise daf�r vor, dass er als Dealer t�tig gewesen sein k�nnte und damit andere Menschen an Leib und Leben gef�hrdet haben d�rfte, sodass gest�tzt auf sein Verhalten zweifelhaft erscheint, ob er sich den Beh�rden f�r das Bewilligungsverfahren zur Verf�gung halten wird; es verletzte deshalb kein Bundesrecht, ihn zur Sicherung des Wegweisungsverfahrens in Vorbereitungshaft zu nehmen (vgl. zum fr�heren Art. 13a lit. e ANAG: Urteile 2A.480/2003 vom 26. August 2004 E. 3, 2A.35/200 vom 10. Februar 2000 E. 2).
2.2 Es rechtfertigt sich, f�r das vorliegende Verfahren keine Gerichtskosten zu erheben (Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG). Es sind keine Parteientsch�digungen geschuldet (vgl. Art. 68 BGG). Das Amt f�r Migration des Kantons Zug wird eingeladen, daf�r besorgt zu sein, dass der vorliegende Entscheid dem Beschwerdef�hrer korrekt er�ffnet und n�tigenfalls verst�ndlich gemacht wird.