Source: https://www.lvr.de/de/nav_main/jugend_2/kinderundfamilien/tageseinrichtungenfrkinder/personaleinsatz/qualifikation_personal/inhaltsseite_85.jsp
Timestamp: 2019-03-22 18:49:06
Document Index: 139225447

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 2', '§ 1', '§ 1', '§ 26', '§ 45', '§ 1', '§ 1', '§ 18', '§ 1', '§ 1', '§ 3', '§ 1']

FAQs zu Ausnahmegenehmigungen nach § 1 Abs. 4 der Personalvereinbarung | LVR
Können Ausnahmen für den Einsatz als Fachkraft zugelassen werden?
Können Träger für erfahrene Kinderpfleger/innen einen Antrag auf Ausnahme nach § 1 Abs. 4 PersV stellen, um diese dann auf Fachkraft-Stunden einzusetzen?
Welche Voraussetzungen müssen vor Antragstellung erfüllt sein?
Spricht das Landesjugendamt Anerkennungen als Fachkraft aus?
Ist die Ausnahmegenehmigung unbegrenzt gültig?
Kann das LVR-Landesjugendamt vorab Aussagen zur Genehmigungsfähigkeit eines Antrages treffen?
Welche Prüfkriterien werden angelegt?
Muss die sechsmonatige Praxiserfahrung in der Kindertagesbetreuung bereits absolviert sein?
Müssen die 160 Stunden Fortbildung im Elementarbereich bei der Antragsstellung bereits erbracht worden sein?
Können Bewerber/innen während der Prüfphase durch das LVR-Landesjugendamt schon eingesetzt werden?
Welche Regelungen sind beim Einsatz von pädagogischen Fachkräften, weiteren Fachkräften, Ergänzungskräften auf Fachkraftstunden und Bewerbern mit einer Ausnahmegenehmigung nach § 1 Abs.4 der PersV auf Fachkraftstellen zu beachten?
Können Motopäden/Motopädinnen auf Fachkraftstunden beschäftigt werden?
Zählt der BA of Education zu den Fachkraftqualifikationen?
§ 1 Abs. 4 der PersV benennt die Möglichkeit einer Ausnahme für den Einsatz als Fachkraft. In begründeten Fällen können die Landesjugendämter diese Ausnahmen zulassen, wenn der Träger dies im Einvernehmen mit dem örtlichen Jugendamt beantragt.
Ein Antrag auf eine Ausnahmegenehmigung nach § 1 Abs. 4 der PersV kann nur vom Träger der Kindertageseinrichtung, im Einvernehmen mit dem örtlichen Jugendamt, beim Landesjugendamt beantragt werden. Anträge können nicht von der Bewerberin/dem Bewerber selbst gestellt werden.
Nein. In § 2 Abs. 1 der Personalvereinbarung wird diese Möglichkeit ausdrücklich ausgeschlossen: "§ 1 Abs.4 findet keine Anwendung".
die Bewerberin/der Bewerber sollte grundsätzlich über eine pädagogische Ausbildung verfügen
die Bewerberin/der Bewerber muss mindestens sechs Monate Praxiserfahrung in der Kindertagesbetreuung nachweisen.
Außerdem muss die Bewerberin/der Bewerber Fortbildungen im Elementarbereich im Umfang von mindestens 160 Stunden nachweisen. Der Nachweis über die 160 Stunden Fortbildung im Elementarbereich kann innerhalb eines Jahres nach Erteilung der Ausnahmegenehmigung erbracht werden.
Nein. Der Antrag kann formlos per Post oder E-Mail eingereicht werden. Wichtig ist, dass der Antrag über das örtliche Jugendamt beim Landesjugendamt eingereicht wird.
Zeugnisse (Studium) mit Transcript of Records (belegte Module)
Nachweise über relevante Berufserfahrung
Nachweise über Fort- und Weiterbildung im Elementarbereich
Nein. Mit der Ausnahmegenehmigung wird dem Träger lediglich die Erlaubnis erteilt eine Person, die keine, der in der Personalvereinbarung aufgeführten Fachkraftqualifikationen nachweisen kann, ausnahmsweise auf einer Fachkraftstelle zu beschäftigen.
Damit wird die entsprechende Person nicht zur sozialpädagogischen Fachkraft, weshalb Sie auch keine Gruppenleitung und/oder Leitung einer Einrichtung übernehmen darf.
Bei Wechsel der Einrichtung muss der Antrag vom neuen Träger für den Einsatz in einer anderen Einrichtung, neu gestellt werden.
Die Ausnahmegenehmigung ist nicht unbegrenzt gültig. Sie bezieht sich auf den antragstellenden Träger und eine Fachkraftstelle, in der im Antrag benannten Einrichtung.
Um den Arbeitsaufwand für Träger sowie Bewerberinnen und Bewerber gering zu halten und die Personalplanung zu erleichtern, wird empfohlen vor Antragstellung eine Einschätzung der Genehmigungschancen beim LVR-Landesjugendamt einzuholen. Diese Einschätzung ist keine ab-schließende Beurteilung und/oder juristischer Bescheid.
Das Prüfverfahren erfolgt in zwei Schritten.
1. Prüfung der Personalsituation in der Kindertageseinrichtung, in der der Einsatz erfolgen soll.
Die Genehmigung wird nur unter der Bedingung erteilt, dass mindestens die Hälfte der notwendigen Fachkraftstunden mit Kräften besetzt sind, die eine Ausbildung gemäß § 1 Abs. 1 und 3 der Vereinbarung zu den Grundsätzen über die Qualifikation und den Personalschlüssel nach § 26 Absatz 3 Nr. 3 des Gesetzes zur frühen Bildung und Förderung von Kindern (Kinderbildungs-gesetz KiBiz NRW) haben.
2. Prüfung der fachlichen Qualifikation des Bewerbers/der Bewerberin
In die Prüfung werden:
die Dauer der Berufserfahrung in Kindertageseinrichtungen,
die nachgewiesene fachliche Ausbildung (z.B. Credit Points im Studium in den relevanten Bereichen Erziehungswissenschaft, Entwicklungspsychologie und Soziologie)
nachgewiesene Fort- und Weiterbildung im Elementarbereich
Die nachgewiesenen fachlichen Qualifikationen müssen in Inhalt und Umfang immer über denjenigen einer Ergänzungskraft, also pädagogisch ausgebildeten Kinderpflegerin liegen.
Im Grundsatz gilt, dass Absolventinnen und Absolventen mindestens 95 Credit Points in handlungsfeldrelevanten Studieninhalten nachweisen:
Grundlagenwissen soziale Arbeit/Sozialpädagogik & Erziehung/Bildung
Institutionelle Kenntnisse der Kinder- und Jugendhilfe
Entwicklung, Lebenslagen, Lebenssituation von Kindern
(Entwicklungs-) Psychologie, Soziologie
Professionelles Handeln und pädagogische Interaktion
Reflexion und (Selbst-) Evaluation
Nachgewiesen werden muss eine Ausbildung die nicht nur allgemein zur Fachkraft qualifiziert, sondern vielmehr eine die für die konkrete Aufgabenstellung in der Einrichtung die professionelle Grundlage für das fachliche Handeln legt.
Alle Anträge werden im Rahmen und auf der Basis des § 45 SGB VIII geprüft.
Ja, die sechsmonatige Praxiserfahrung in der Kindertagesbetreuung muss bei Antragsstellung bereits absolviert sein. Zum Bereich der Kindertagesbetreuung zählen die Kindertageseinrichtung, die Kindertagespflege und die OGS. Die sechs Monate beziehen sich auf eine Tätigkeit in Vollzeit und verlängern sich bei Teilzeit entsprechend.
Der Nachweis über die 160 Stunden Fortbildung im Elementarbereich kann innerhalb eines Jah-res nach Erteilung der Ausnahmegenehmigung erbracht werden.
Während der Prüfphase können Bewerberinnen und Bewerber nur über die Mindestbesetzung hinaus, also zusätzlich, eingesetzt werden.
Sozialpädagogische Fachkräfte gemäß § 1 Abs. 1 und § 1 Abs. 3 der PersV sind neben dem Gruppendienst auch als Gruppenleitung, sowie mit zweijähriger einschlägiger Berufserfahrung als Leitungen von Kindertageseinrichtungen einsetzbar.
In § 18 Abs. 3 Satz 4 Kinderbildungsgesetz ist vorgegeben, dass die finanzielle Förderung einer Einrichtung voraussetzt: dass "die Leitung der Einrichtung und die Leitung jeder Gruppe einer sozialpädagogischen Fachkraft übertragen sind (…)".
Die in § 1 Abs. 2 PersV benannten weiteren Fachkräfte können demnach nur ergänzend im Gruppendienst eingesetzt werden. Gleiches gilt für Personen mit einer Ausnahmegenehmigung zum Einsatz als Fachkraft nach § 1 Abs. 4 PersV sowie Ergänzungskräfte, die im Rahmen von Fachkraftstunden gemäß § 3 Abs. 1 PersV eingesetzt sind.
Motopäden und Motopädinnen sind keine Fachkräfte im Sinne der Personalvereinbarung. Sie können daher nicht auf Fachkraftstunden beschäftigt werden. Eine Beschäftigung über die FINK-Pauschale ist möglich.
Grundsätzlich nein, der BA of Education bezeichnet zumeist, auch in Deutschland, einen Lehramtsstudiengang. Er umfasst in der Regel eine 2-Fächer-Kombination, die auf eine Lehrtätigkeit ausgerichtet ist. Hierbei handelt es sich nicht um eine Qualifikation gemäß der in § 1 Abs. 3 der Personalvereinbarung aufgeführten Studiengänge.