Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NStZ%201995,%20285
Timestamp: 2019-08-21 14:56:57
Document Index: 32263489

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 211', '§ 25', '§ 23', '§ 25', '§ 27', 'BGH', '§ 25', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 25', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 25', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 25', '§ 6']

BGH, 15.02.1995 - 2 StR 482/94 - dejure.org
https://dejure.org/1995,2330
BGH, 15.02.1995 - 2 StR 482/94 (https://dejure.org/1995,2330)
BGH, Entscheidung vom 15.02.1995 - 2 StR 482/94 (https://dejure.org/1995,2330)
BGH, Entscheidung vom 15. Februar 1995 - 2 StR 482/94 (https://dejure.org/1995,2330)
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§§ 211, 22, §§ 25 Abs. 1, 27 StGB, Abgrenzung Mittäterschaft - Beihilfe, Tatortferne;
Versuch, Voraussetzungen der Strafrahmenverschiebung;
Täterschaft - Teilnahme - Mittäterschaft - Abgrenzung - Strafmilderung - Strafänderung - Versuch
StGB § 23, § 25, § 27
NStZ 1995, 285
Mittäterschaft liegt vor, wenn ein Tatbeteiligter nicht nur fremdes Tun fördern, sondern seinen Beitrag zur gemeinschaftlichen Tat als Teil der Tätigkeit der Anderen und umgekehrt deren Beitrag als Ergänzung seines eigenen Tatanteils will (vgl. BGH NStZ 1995, 285; Tröndle, § 25 StGB Rdnrn. 5a und 6 jeweils m. Nachw.).
Mittäter kann auch sein, wer lediglich einen die Tatbestandsverwirklichung fördernden Beitrag leistet, der sich auf die Phase der Tatvorbereitung beschränkt (vgl. BGHSt 37, 289,-16, 12, 14; BGH NStZ 1995, 285; NStZ 1991, 280, 281; StV 1985, 107 m. Anm. Roxin StV 1985, 278).
Daß er seine Tatgenossen über die mit der Freiheitsberaubung verfolgten weiteren Ziele täuschte, steht einer mittäterschaftlichen Zurechnung der Tat ebensowenig entgegen, wie der Umstand, daß seine Tatbeiträge im Vorbereitungsstadium erbracht wurden (BGHSt 37, 289, 292, BGH NStZ 1995, 285).
Persönliche Anwesenheit des A. bei der Tat war nicht unerlässliche Voraussetzung für die Annahme von Mittäterschaft (vgl. BGH NStZ 1995, 285).
Wesentliche Anhaltspunkte können sein der Grad des eigenen Interesses am Erfolg der Tat, der Umfang der Tatbeteiligung, die Tatherrschaft oder wenigstens der Wille zur Tatherrschaft (…BGHSt aaO), so daß Durchführung und Ausgang der Tat maßgeblich auch vom Willen des Betreffenden abhängen (…BGHR StGB § 25 II Mittäter 18 und Tatinteresse 5; BGH NStZ 1995, 285).
Daß der Angeklagte auf Grund dieser Feststellungen vom Landgericht nicht als Mittäter sondern nur als Gehilfe verurteilt worden ist, ist rechtsfehlerhaft (vgl. BGH NStZ 1995, 285; 1985, 165;… BGHR StGB § 25 11 Tatinteresse 5; BGH NStZ-RR 1998, 136 jeweils m.w.Nachw.), beschwert ihn aber nicht.
Dabei kommt besonderes Gewicht den wesentlich versuchsbezogenen Umständen zu, nämlich Nähe der Tatvollendung, Gefährlichkeit des Versuchs und aufgewandte kriminelle Energie, weil sie die wichtigsten Kriterien für die Einstufung des Handlungs- und Erfolgsunwerts einer nur versuchten Tat liefern (BGH, Urteil vom 15. Februar 1995 - 2 StR 482/94, NStZ 1995, 285 mwN).
Dies ist nach den gesamten Umständen des Falles zu beurteilen, wesentlicher Anhaltspunkt kann dabei der Grad des eigenen Interesses am Taterfolg, der Umfang der Tatbeteiligung und die Tatherrschaft oder wenigstens der Wille zur Tatherrschaft sein (ständige Rechtsprechung des BGH, vgl. BGHSt 37, 289, 291;… BGHR StGB § 25 Abs. 2 Mittäter 2, 11 und 16;Urteil des Senats vom 15. Februar 1995 - 2 StR 482/94).
The relevant criteria are the degree to which the accomplice has an interest of his or her own in the commission of the offence, the scope of his or her contribution, including in the preparation of the offence, and the authority of action, or at least the will to have such authority (see Federal Court of Justice, no. 2 StR 482/94, judgment of 15 February 1995, § 6).