Source: http://www.rechtscentrum.de/pdflink.php?db=verwaltungsrecht&nr=12059
Timestamp: 2018-04-21 09:36:33
Document Index: 40555430

Matched Legal Cases: ['§ 26', '§ 26', '§ 26', '§ 74', '§ 227', '§ 25', '§ 26', '§ 1361', '§ 1579', '§227', '§25', '§26', '§1361', '§1579']

Download des PDF-Dokuments - 21.04.2018 11:36h
Gebühren- und Abgabenrecht - Friedhofsgebühren
1. § 26 Abs. 1 Satz 2 BestattG Saarland (BestattG SL), wonach die Bestattungspflicht bei einer Mehrheit von bestattungspflichtigen Personen der jeweils älteren Person auferlegt wird, verstößt nicht gegen den allgemeinen Gleichheitssatz.
2. § 26 Abs. 2 BestattG Saarland (BestattG SL) trifft für den Fall der Ersatzvornahme der Ortspolizeibehörde eine abschließende Regelung, wenn der Bestattungspflichtige seiner Pflicht nicht nachkommt; für einen Rückgriff auf die allgemeinen Vorschriften des Polizei- oder Verwaltungsvollstreckungsrechts ist daher kein Raum.
3. Bei der Anforderung von Bestattungskosten nach § 26 Abs. 2 BestattG Saarland (BestattG SL) ist der Behörde kein Ermessen eingeräumt; die Bestattungspflichtigen haften ohne Rücksicht auf ihr persönliches Verhältnis zum Verstorbenen und ungeachtet besonderer Umstände des Einzelfalles.
4. Nach § 74 SGB XII (SGB 12) werden die Kosten einer Bestattung von dem Sozialhilfeträger übernommen, soweit den hierzu Verpflichteten nicht zugemutet werden kann, die Kosten zu tragen. Das Leitbild dieser Regelung schließt nicht aus, dass sich die Unzumutbarkeit im Sinne dieser Vorschrift auch aus dem Fehlen eines persönlichen Näheverhältnisses zwischen Bestattungspflichtigen und Verstorbenen ergeben kann.
AO 1977§ 227
BestattG SL § 25
BestattG SL § 26 Abs 2
BGB § 1361 Abs 3
BGB § 1579 Nr 2
Aktenzeichen: 1A40/07 Paragraphen: AO§227 BestattGSL§25 BestattGSL§26 BGB§1361 BGB§1579 Datum: 2007-12-27