Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=29.07.2010&Aktenzeichen=4%20StR%20190/10
Timestamp: 2019-08-23 16:50:13
Document Index: 357555266

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 232', '§ 267', '§ 261', 'BGH', 'BGH', '§ 267', 'BGH', 'BGH', '§ 267', 'BGH', '§ 267']

BGH, 29.07.2010 - 4 StR 190/10 - dejure.org
https://dejure.org/2010,9416
BGH, 29.07.2010 - 4 StR 190/10 (https://dejure.org/2010,9416)
BGH, Entscheidung vom 29.07.2010 - 4 StR 190/10 (https://dejure.org/2010,9416)
BGH, Entscheidung vom 29. Juli 2010 - 4 StR 190/10 (https://dejure.org/2010,9416)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2010,9416) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
§ 232 StGB; § 267 Abs. 5 StPO; § 261 StPO
Inhaltliche Anforderungen an Feststellungen zum Tatgeschehen und an die Beweiswürdigung in einem freisprechenden Urteil eines Berufungsgerichts
Zum notwendigen Inhalt eines (teilweise) freisprechenden Urteils verweist der Senat auf die ständige Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (…vgl. nur BGH, Urteile vom 10. August 1994 - 3 StR 705/93, BGHR StPO § 267 Abs. 5 Freispruch 10 mwN;… vom 24. Juli 2008 - 3 StR 261/08, juris Rn. 4; vom 29. Juli 2010 - 4 StR 190/10, juris Rn. 7 ff.; vom 2. April 2014 - 2 StR 554/13, NStZ 2014, 419, 420).
Anforderungen an die Urteilsbegründung beim Freispruch (fehlende Darlegung der …
Die Begründung muss so abgefasst sein, dass das Revisionsgericht prüfen kann, ob dem Tatrichter Rechtsfehler unterlaufen sind, das heißt, ob die Beweiswürdigung widersprüchlich, unklar oder lückenhaft ist, ob sie gegen Denkgesetze verstößt oder ob der Tatrichter an die für eine Verurteilung erforderliche Gewissheit überspannte Anforderungen gestellt hat (st. Rspr.;… BGH, Urteile vom 10. August 1994 - 3 StR 705/93, BGHR StPO § 267 Abs. 5 Freispruch 10 mwN; vom 29. Juli 2010 - 4 StR 190/10, juris Rn. 7; vom 8. Mai 2014 - 1 StR 722/13, NStZ-RR 2014, 220 (nur Ls)).
Deshalb muss bei einem Freispruch aus tatsächlichen Gründen der Tatrichter regelmäßig in einer geschlossenen Darstellung zunächst die Tatsachen feststellen, die er für erwiesen hält, bevor er in der Beweiswürdigung darlegt, aus welchen Gründen die für einen Schuldspruch erforderlichen - zusätzlichen - Feststellungen nicht getroffen werden können (st. Rspr.; vgl. BGH, Urteile vom 10. Juli 1980 - 4 StR 303/80, NJW 1980, 2423, und vom 29. Juli 2010 - 4 StR 190/10;… Meyer-Goßner, aaO, § 267 Rn. 33).