Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=XI%20ZR%2013/03
Timestamp: 2019-06-26 13:27:46
Document Index: 374635158

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 8', '§ 675', '§ 780', '§ 8', '§ 675', '§ 780', '§ 307', '§ 780', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 3', '§ 780', 'BGH', '§ 812', 'BGH', 'BGH', '§ 8', 'BGH']

BGH, 16.03.2004 - XI ZR 13/03 - dejure.org
https://dejure.org/2004,1364
BGH, 16.03.2004 - XI ZR 13/03 (https://dejure.org/2004,1364)
BGH, Entscheidung vom 16.03.2004 - XI ZR 13/03 (https://dejure.org/2004,1364)
BGH, Entscheidung vom 16. März 2004 - XI ZR 13/03 (https://dejure.org/2004,1364)
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AGBG § 8; BGB § 675 Abs. 1, § 780
Inhaltskontrolle von Klauseln in Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Kreditkartenunternehmen - Vertragsverhältnis zwischen einem Kreditkartenunternehmen und einem Vertragsunternehmen als abstraktes Schuldversprechen - Verpflichtung der Vertragsunternehmen zur Erstattung von Zahlungen - Unvollständige Ausfüllung des Leistungsbelegs - Zustimmung des Kreditkartenunternehmens als Voraussetzung für die Akzeptanz der Kreditkarte - Erteilung der Zustimmung als notwendige Voraussetzung für den Zahlungsanspruch des Vertragsunternehmens gegen das Kreditkartenunternehmen
Kein Zahlungsanspruch des Vertragsunternehmens gegen Kreditkartenunternehmen im Mailorderverfahren bei Unvollständigkeit des Leistungsbelegs
Zur Frage des Erstattungsanspruchs des Kreditkartenunternehmens bei Vorlage von Vertragsunternehmen unvollständig ausgefüllter Leistungsbelege und trotz vorher erteilter Zustimmung
AGBG § 8; BGB § 675 Abs. 1 § 780
AGB von Kreditkartenunternehmen
Kein Zahlungsanspruch des Vertragsunternehmens gegenüber dem Kreditkartenunternehmen im Mailorderverfahren bei Unvollständigkeit des Leistungsbelegs
BGB §§ 307, 675 Abs. 1, § 780
Zusammenfassung von "Forderung nach mehr Sicherheit im Mailorderverfahren bei Kreditkarten in jüngster Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs" von Dr. Christian Hofmann, LL.M., original erschienen in: ZBB 2004, 405 - 411.
NJW 2004, 3488 (Ls.)
NJW-RR 2004, 1124
ZIP 2004, 1041
MDR 2004, 951
WM 2004, 1031
DB 2004, 1147
Da das Vertragsunternehmen den Namen und die Anschrift des wahren Karteninhabers bei mißbräuchlicher Verwendung der Karte durch einen unbefugten Dritten nicht kennt, stünde die Verneinung einer Zahlungspflicht der Beklagten in diesem Fall in einem Wertungswiderspruch zur Unwirksamkeit der Mißbrauchsklausel der Nr. 4 Abs. 4 der AGB (vgl. Senat, BGHZ 157, 256, 266, Urteile vom 16. März 2004 - XI ZR 13/03, WM 2004, 1031, 1032 und vom 16. März 2004 - XI ZR 169/03, WM 2004, 1130, 1132; jeweils m.w.Nachw.).
Dies gehört zu den Sorgfalts- und Kontrollpflichten, ohne deren Erfüllung das Kreditkarten-, insbesondere das Mailorder-Verfahren mit seinen massenhaft anfallenden Geschäftsvorgängen nicht zuverlässig funktionieren kann (Senat, Urteil vom 16. März 2004 - XI ZR 169/03, WM 2004, 1130, 1132; zustimmend Bellut EWiR 2004, 749, 750; Reiff EWiR 2004, 1015, 1016; Hofmann ZBB 2004, 405, 410; Jungmann uB I D 5a.-2.04; a.A. Meder JZ 2004, 503, 505; BKR 2004, 245, 246; ZIP 2004, 1044, 1045).
a) Nach der neueren Rechtsprechung des Senats ist das Vertragsverhältnis zwischen Kreditkartenunternehmen und Vertragsunternehmen nicht als Forderungskauf, sondern als abstraktes Schuldversprechen anzusehen (BGHZ 150, 286, 294; 152, 75, 80; 157, 256, 261 ff.; Senatsurteile vom 16. März 2004 - XI ZR 13/03, WM 2004, 1031, 1032 und XI ZR 169/03, WM 2004, 1130, 1131), wobei die Entstehung des Anspruchs unter der aufschiebenden Bedingung der Unterzeichnung und Übergabe eines ordnungsgemäßen Belastungsbeleges durch den Karteninhaber steht.
OLG Frankfurt, 02.12.2004 - 1 U 53/04
Mailorder-Kreditkartengeschäft: Abstraktes Schuldversprechen des …
Nach gefestigter Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist das Vertragsverhältnis zwischen einem Kreditkartenunternehmen und einem Vertragsunternehmen nicht als Forderungskauf, sondern als abstraktes Schuldversprechen anzusehen (BGH NJW 2002, 2234; NJW-RR 2004, 481; 2004, 1122, 1223; 2004, 1124, 1125).
Der in § 3 Abs. 2 AGB geregelte Anspruch der Vertragsunternehmen ist ein Anspruch aufgrund eines abstrakten Schuldversprechens der Zedentin gem. § 780 BGB und steht unter der aufschiebenden Bedingung einer ordnungsgemäß erstellten Belegausfertigung (BGH NJW-RR 2004, 1124, 1225 m. w. N.).
Er beinhaltet insoweit einen Bereicherungsanspruch auf Erstattung von Zahlungen, der der Klägerin bei Unvollständigkeit eines Leistungsbelegs gem. § 812 Abs. 1 Satz 1 Alternative 1 BGB ohnehin zusteht (BGH NJW-RR 2004, 1124, 1225).
Eine Pflicht, die Leistungsbelege im Interesse der Beklagten vor Ablauf dieser Frist zu prüfen, hatte die Zedentin nicht (BGH NJW-RR 2004, 1124, 1125).
AG Berlin-Neukölln, 07.10.2004 - 4 C 179/04
Honorar - Patient muss Ausfallhonorar zahlen
Die Regelung lässt sich danach als bloß deklaratorische Vereinbarung im Sinne des § 8 AGBG a. F. begreifen, die wohl auch nach der Neufassung durch das SchuModG vom 26. November 2001 der Inhaltskontrolle entzogen bleibt (vgl. dazu zuletzt BGH ZIP 2004, 1041 m. w. N.).
AG Berlin-Neukölln, 07.10.2004 - C 179/04