Source: https://www.ihre-vorsorge.de/expertenforum/archiv/detail/rentensplitting-und-erwerbsminderungsrente.html
Timestamp: 2018-08-15 13:26:20
Document Index: 305132662

Matched Legal Cases: ['§ 120', '§ 101', '§ 24', '§ 120', 'BGE', '§ 101', '§ 120', '§ 120']

Rentensplitting und Erwerbsminderungsrente | Ihre Vorsorge
Rentensplitting und Erwerbsminderungsrente
Kann eine Witwe ihre Erwerbsminderungsrente erhöhen, indem sie auf ihre Witwenrente verzichtet und nun noch ein Rentensplitting beantragt?
Geben Sie oben unter Suchbegriff bitte mal &#34;Rentensplitting&#34; ein. In diesen Beiträgen wurden ausführlich die Voraussetzungen erläutert, unter denen ein Rentensplitting überhaupt möglich ist (§ 120 a Abs. 2 SGB VI - Voraussetzungen - ist besonders wichtig!) Und - das Rentensplitting fällt nicht zwangsläufig zugunsten des überlebenden Ehepartners aus!
Wenn die Voraussetzungen vorliegen, sollten Sie sich bei der zuständigen DRV umfassend INDIVIDUELL informieren und beraten lassen.
Eine ERWERBSMINDERUNGSRENTEwird meines Wissens durch ein Rentensplitting NICHT erhöht, sondern erst die Altersvollrente.
Vereinbaren Sie, zur individuellen Abklärung der Situation, auf jeden Fall einen Termin bei einer Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung. Die Ihrem Wohnort am nächsten gelegene Auskunfts- und Beratungsstelle können Sie unter dem Link &#34;Service/Beratungsstellen&#34; ermitteln.
§ 101 Abs. 4) Ist nach Beginn der Rente ein Rentensplitting durchgeführt, wird die Rente von dem Kalendermonat an um Zuschläge oder Abschläge an Entgeltpunkten verändert, zu dessen Beginn das Rentensplitting durchgeführt ist. Der Rentenbescheid ist mit Wirkung von diesem Zeitpunkt an aufzuheben; die §§ 24 und 48 des Zehnten Buches sind nicht anzuwenden. Entsprechendes gilt bei einer Abänderung des Rentensplittings.
Das müsste doch auch für die EM-Rente gelten.
Wie bereits ausgeführt, ist meines Erachtens FRÜHESTENS eine Vollrente wegen Alters um das Rentensplitting zu erhöhen.
Denn nach § 120 a Abs. 3 SGB VI besteht der Anspruch auf Durchführung des Rentensplittings unter Ehegatten FRÜHESTENS, wenn eben dieser Rentenanspruch besteht.
Nach dem Willen des Gesetzgebers soll der Anspruch auf Durchführung des Rentensplittings erst dann in Betracht kommen, wenn das Versicherungsleben der Ehegatten (hier der Witwe) ABGESCHLOSSEN ist und damit weitere Rentenanwartschaften von ihnen nicht mehr erworben werden können. Und dies ist frühestens bei der Altersvollrente gegeben.
Dass dies im § 101 Abs. 4 SGB VI nicht explizit so aufgeführt ist, dürfte sich m.E. aus dem § 120 a VI ergeben.
Ich muß dazusagen, dass ich in der Praxis noch nie ein Rentensplitting (bzw. die Vorberechnung) zu bearbeiten hatte. Vermutlich auch deshalb, weil der anspruchsberechtigte Personenkreis noch sehr eingeschränkt ist (§ 120 a Abs. 2 SGB VI) und die weitere Voraussetzung: &#34;am Ende der Splittingzeit 25 Jahre an rentenrechtlichen Zeiten zurückgelegt haben muß&#34; auch erst erfüllt sein muß.
Es wäre für mich interessant zu wissen, ob ich so richtig oder völlig daneben liege.