Source: https://de.slideshare.net/KANZLEINICKERT/prsentation-bei-der-sparkasse-weilburg-zum-thema-planung
Timestamp: 2017-02-25 11:46:32
Document Index: 81714449

Matched Legal Cases: ['§ 90', '§ 91', '§ 289', '§ 17', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Cornelius Nickert referiert bei der Sparkasse Weilburg über Planung, Planungsanlässe, Planungsarten und Unternehmensanalyse. ...
Sparkasse WeilburgSparkasse Weilburg 28.März 2012 2.
Referent Cornelius Nickert Rechtsanwalt, Steuerberater Fachanwalt für Insolvenz- und Steuerrecht CVA (Certified Valuation Analyst, www.iacva.de)KANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 2 3.
Agenda Ziele einer Planung, Planungsanlässe Pflicht zur Planung? Wie planen? Planungsarten UnternehmensanalyseKANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 3 4.
Agenda Erstellen und Beurteilung von betriebswirtschaftlichen Planungen Typische Fehler Bankenkommunikation Nach der Planung ist…KANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 4 5.
Unternehmensplanung AusgangKANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 5 6.
Unternehmensplanung „Wir können die Zukunft nicht vorhersehen, aber wir können auf sie vorbereitet sein.“ (Perikles)KANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 6 7.
Unternehmensplanung Ziele der Unternehmensplanung Unternehmensplanung ist nicht der Blick in die Glaskugel Der Grund einer Planung liegt vielmehr in der Zielsetzung! Denn: Nur wer sein Ziel kennt, kann sein Ziel auch erreichen!KANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 7 8.
Wie hoch springt er ohne Latte?KANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 8 9.
Ziele und Funktionen der Unternehmensplanung Entscheidungsfunktion Leistungs- und Motivationsfunktion Ordnungsfunktion Sicherungsfunktion Optimierungsfunktion Flexibilisierungsfunktion KreativitätsfunktionKANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 9 10.
Anlässe der Unternehmensplanung Unternehmenssteuerung / Controlling / Finanzkommunikation Unternehmensbewertung Unternehmenssanierung / Fortbestehensprognose RechtsformwahlKANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 10 11.
Anlässe der Unternehmensplanung Investitionsrechnung / Investitionsentscheidung Kreditantrag Risikofrüherkennung Kapitalgewinnung Der Planungsanlass hat direkte Auswirkung auf die PlanungKANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 11 12.
Pflicht zur Unternehmensplanung?KANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 12 13.
Pflicht zur Unternehmensplanung? § 90 Abs. 1 Nr. 1 AktG: Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat zu berichten über die „beabsichtigte Geschäftspolitik und andere grds. Fragen der Unternehmensplanung.“ § 91 Abs. 2 AktG Verpflichtung zur Einrichtung eines RisikofrüherkennungssystemsKANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 13 14.
Pflicht zur Unternehmensplanung? § 289 HGB: Für Unternehmen, die einen Lagebericht zu erstellen haben, muss die Unternehmensplanung in ihrer Ausprägung und in ihrer Planungssicherheit so qualifiziert sein, dass sie als Grundlage für den Prognose- und Risikobericht dienen kann.KANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 14 15.
Pflicht zur Unternehmensplanung? § 17 - 19 InsO: Zur Ermittlung der (drohenden) Zahlungsunfähigkeit muss geprüft werden, ob in naher Zukunft das Zahlungsgleichgewicht eingehalten werden kann. Für die Fortbestehensprognose i. S. d. Überschuldungsprüfung ist eine mittelfristige Planung erforderlich.KANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 15 16.
Unternehmensplanung Planung außerhalb gesetzlicher Zwänge notwendig bzw. sinnvoll? Mandantensicht / Unternehmenssicht Entscheidungsgrundlage Risikomanagement Steuerung Bankensicht / Gläubigersicht RisikoeinschätzungKANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 16 17.
Wie planen?KANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 17 18.
Einwertige Planung, Szenarien, Simulationen? Einwertige Planung: Es gibt nur eine „Zukunftssicht“ Szenarien: Es liegen mehrere Sichten vor, bspw.: worst case, best case, most likeliest case Simulationen: Es wird eine Vielzahl von Sichten durch eine Simulationssoftware errechnetKANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 18 19.
Einwertige Planung, Szenarien, Simulationen? „Je weniger befähigt ein Unternehmens- bewerter ist, umso ausgeprägter wird sein Ehrgeiz sein, einwertige Ertragsprognosen abzugeben: Er wird sich nicht damit begnügen, Bandbreiten möglicher künftiger Ertragsprognosen zu benennen; er wird vielmehr Wissen über die Zukunft fingieren und so, Wahrsagern nicht unähnlich, zu einwertigen Ertragsprognosen kommen.“ Moxter, Grundsätze ordnungsgemäßer Unternehmensbewertung, 1983 S.116KANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 19 20.
Anforderungen der Gerichte OLG Celle 23.10.2003 – Az: 16 U 199/02; DB 2004, 133 Die Analyse ist nicht nach den allgemein anerkannten Regeln der Betriebswirtschaft gefertigt. Sie entspricht weiterhin nicht den Richtlinien für die Bezuschussung von Unternehmensberatungen durch das Bundesministerium für Wirtschaft, ……KANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 21.
Plausibilitätsuntersuchung ARAG Garmenbeck Entscheidung BGH vom 21.4.1997, Az: II ZR 175/95; BGHZ 135, 244: „…zu berücksichtigen, dass dem Vorstand bei der Leitung der Geschäfte des Gesellschaftsunternehmens ein weiter Handlungsspielraum zugebilligt werden muss,…“ Eine Sorgfaltspflichtverletzung liegt danach u.a. erst dann vor, „wenn die Grenzen, in denen sich ein vom Verantwortungsbewusstsein getragenes, ausschließlich am Unternehmenswohl orientiertes, auf sorgfältige Ermittlung der Entscheidungsgrundlagen beruhendes unternehmerisches Handeln deutlich überschritten wird.“KANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 21 22.
Anforderungen der Gerichte BGH vom 20.09.2011 – Az: II ZR 234/09; DStR 2011, 876 Der organschaftliche Vertreter einer Gesellschaft, der selbst nicht über die erforderliche Sachkunde verfügt, kann den strengen Anforderungen an eine ihm obliegende Prüfung der Rechtslage und an die Beachtung von Gesetz und Rechtsprechung nur genügen, wenn er sich unter umfassender Darstellung der Verhältnisse der Gesellschaft und Offenlegung der erforderlichen Unterlagen von einem unabhängigen, für die zu klärende Frage fachlich qualifizierten Berufsträger beraten lässt und den erteilten Rechtsrat einer sorgfältigen Plausibilitätskontrolle unterzieht.KANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 22 23.
Anforderungen der Gerichte (Fortsetzung) Es reicht die schlichte Anfrage bei einer für fachkundig gehaltenen Person durch die Gesellschaft nicht aus. Erforderlich ist vielmehr, dass sich das Vertretungsorgan, unter umfassender Darstellung der Verhältnisse der Gesellschaft und Offenlegung der erforderlichen Unterlagen von einem unabhängigen, für die zu klärende Frage fachlich qualifizierten Berufsträger beraten lässt und die erteilte Rechtsauskunft einer sorgfältigen Plausibilitätskontrolle unterzieht .KANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 23 24.
Fazit: Anforderungen der Gerichte Folgen der Entscheidung für die gerichtliche Beurteilung der Unternehmensplanung: Planungen und Prognosen sind unternehmerische Entscheidungen Der gerichtliche Überprüfungsmaßstab beschränkt sich auf eine Überprüfung der Richtigkeit der Tatsachengrundlage Plausibilität der zugrunde gelegten AnnahmenKANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 24 25.
Was geben die Standards vor? IDW S 1 § Hierzu ist eine Analyse der erwarteten leistungs- und finanzwirtschaftlichen Entwicklungen des Unternehmens unter Berücksichtigung der erwarteten Markt- und Umweltentwicklungen erforderlich. …… Aufgrund der Fülle von Einflussfaktoren kann es sich empfehlen, mehrwertige Planungen, Szenarien oder Ergebnisbandbreiten zu erstellen, ………... Unter Berücksichtigung dieser Risikoeinstellung kann die Unsicherheit der künftigen finanziellen Überschüsse grundsätzlich durch zwei Vorgehensweisen in die Bewertung eingehen: Als Abschlag vom Erwartungswert der finanziellen Überschüsse ……..KANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 26.
Was geben die Standards vor? IDW ES 6: § Zur Berücksichtigung der Planungsunsicherheiten erscheint es zudem zweckmäßig, Alternativrechnungen zum „real case“ (wahrscheinlichster Fall) durchzuführen oder mit einer quantitativen Risikoeinschätzung, etwa über den Einsatz der „Monte-Carlo-Simulation“, die Einhaltung von Liquidität, die Aufrechterhaltung einer vorgegebenen Eigenmittelquote oder weiterer sog. „Covenants“ (z.B. die Einhaltung von Kennzahlen, Auflagen und Bedingungen während der Kreditlaufzeit) abzuschätzen.KANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 27.
Was geben die Standards vor? GoP 2.1 des BDU § Der Ungewissheit künftiger Datenentwicklung kann auch durch die rollierende Planung, die Alternativplanung oder die flexible Planung begegnet werden in den Ausprägungen „worstcase“, „normalcase“, „bestcase“. Bei allen Bemühungen, nur begrenzt Vorausschaubares in den Griff zu bekommen, müssen die den Planungsvorgaben zugrundeliegenden Wertgrößen realisierbar und damit realistisch bleiben. …….KANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 28.
Was geben die Standards vor? GoP 2.1 des BDU § Chancen und Gefahren sowie mögliche Ursachen der Planabweichungen sind zu benennen und möglichst zu quantifizieren, um den Gesamtumfang möglicher Planabweichungen einschätzen zu können. Unvollkommene Informationen geben Anlass, durch Anwendung geeigneter Prognosemethoden und Simulationsverfahren die Unsicherheit möglichst zu begrenzen.KANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 29.
Ausgangsbasis: UnternehmensanalyseKANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 29 30.
Bedeutung der Unternehmensanalyse „Wenn ich 1 Stunde Zeit hätte, ein Problem zu lösen, von dem mein Leben abhängt, dann würde ich: 40 Minuten damit verbringen, das Problem zu untersuchen, 15 Minuten damit verbringen, Lösungsmöglichkeiten zu prüfen und 5 Minuten damit verbringen, das Problem zu lösen.” (Albert Einstein)KANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 30 31.
Analyse Unternehmen mit Umfeld Verständnis für das Geschäftsmodell sowie für das Markt- und Unternehmensumfeld Erfolgspotentiale des Unternehmens erkennen und verstehen Wettbewerbsvorteil Innere Stärken Kernkompetenzen (Fähigkeit künftige Wettbewerbsvorteile und innere Stärken aufzubauen)KANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 31 32.
Analyse Unternehmensumfeld Umfeldanalyse Erkennen von Chancen & Risiken Unternehmensanalyse Erkennen von Stärken & Schwächen Bedrohungen resultieren insbesondere dann, wenn Risiken auf Schwächen treffen Gelegenheiten resultieren insbesondere dann, wenn Chancen auf Stärken treffenKANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 32 33.
Analyse Unternehmensumfeld Grundlage zur Plausibilisierung der Planungsrechnung Branchenentwicklung, Unternehmensstrategie und Kernkompetenzen des Unternehmens widerspruchsfrei in den Planzahlen abgebildet? Analyse der Produkte und Dienstleistungen Management / FührungsstrukturKANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 33 34.
Analyse Unternehmensumfeld Umfeldanalyse Branchenstruktur kennen und Wettbewerbsverhalten verstehen Positionierung des Unternehmens in den Lebenszyklen (Branche, Technologie) Langfristige Branchentrends abschätzenKANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 34 35.
Analyse Unternehmensumfeld Umfeldanalyse Im Zusammenhang mit der Umfeldanalyse die strategische Stoßrichtung des Unternehmens beurteilen Auswirkungen der Veränderungen im Unternehmensumfeld auf die Werttreiber im Unternehmen erkennenKANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 35 36.
Analyse Unternehmensumfeld Makroumfeld / globale Umfeldanalyse Entwicklung Kapitalmarktzinsen Entwicklung der Arbeitslosigkeit Bevölkerungsentwicklung (Altersstruktur, Wachstum, etc.) Weiterentwicklungspotenzial relevanter Technologien Existenz und Entwicklung konkurrierender TechnologienKANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 36 37.
Analyse Unternehmensumfeld Five-Forces-Modell von PorterKANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 37 38.
Analyse Unternehmensumfeld Rivalität unter bestehenden Konkurrenten Hohe Rivalität unter anderem bei: Niedrigem Branchenwachstum Hoher Fixkostenblock Vorhandenen ÜberkapazitätenKANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 38 39.
Analyse Unternehmensumfeld Hohe Rivalität unter anderem bei: Geringen Produktunterschieden Fehlender Markenidentität Hohen Marktaustrittsbarrieren (Spezielle Produktionsanlagen, hohe Investitionen)KANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 39 40.
Analyse Unternehmensumfeld Bedrohung durch den Markteintritt potenzieller neuer Konkurrenten Leichte Eintrittsmöglichkeit senkt Branchenrentabilität Vorhandende Eintrittsbarrieren erschweren den Zugang für potenzielle Konkurrenten (Große Stückzahlen, Spezialfertigung, guter Zugang zu Vorprodukten etc.)KANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 40 41.
Analyse Unternehmensumfeld Bedrohung des Produkts durch Ersatzprodukte Substitutionsgefahr (Bsp. Butter / Margarine) Stärke der Kunden Verhandlungsmacht Preisempfindlichkeit Stärke der Lieferanten Verhandlungsmacht PreisempfindlichkeitKANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 41 42.
Analyse Unternehmensumfeld Lebenszyklus In den einzelnen Phasen des Lebenszyklus wirken sich verschiedene Einflussfaktoren auf die Ertragsstärke aus Frühphase: Forschung & Entwicklung, Produktdesign Reifephase: Stückkostenvorteile, MarktanteilsgewinnungKANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 42 43.
Analyse Unternehmensumfeld Welche Wettbewerbsstrategie wird verfolgt? Kostenführerschaft Differenzierung Spezialisierung / Nischen / Konzentration Unternehmen, die erfolgreich sind, sind klar positioniertKANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 43 44.
Analyse Unternehmensumfeld Veränderte Geschäftspolitik hat unter Umständen einen erheblichen Einfluss auf die Unternehmensplanung Hohe Investitionen aufgrund Kapazitätserweiterungen, neue Produktlinien etc. Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände bspw. durch Schulung Mitarbeiter, neue Softwareprogramme etc.KANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 44 45.
Analyse Unternehmensumfeld Oft sind Investitionsanschübe erforderlich, um die Richtung zu ändern oder um ein Geschäftsmodell umsetzen zu können. Im Ergebnis müssen jedoch der Ertrag und das dafür eingegangene Risiko zueinander „passen“.KANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 45 46.
Analyse Unternehmensumfeld Integration von qualitativer und quantitativer Planung Strategische / Monetäre Planungen müssen ineinander fließen und stimmig sein Bsp.: starker Margendruck in der Branche und dennoch Ausweis ansteigender Rentabilität Bsp.: Geplante Erschließung neuer Märkte und keine Investitionsausgaben in der Planung berücksichtigtKANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 46 47.
Darstellung Analyse und Strategie Der Planungsbericht sollte kurz und prägnant (max. 3 Seiten) die Unternehmensvision und die Strategie erläutern und Auf ähnlichem Umfang die Ausgangslage analysieren Andernfalls „hängt die Planung in der Luft“KANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 47 48.
UnternehmensplanungKANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 48 49.
Ertragsplanung Ziel Planung: gestalterisches Vorausdenken der Zukunft Unternehmensplanung bringt: Sicherheit Entscheidungsgrundlage Führt zum Nachdenken über das GeschäftsmodellKANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 49 50.
Ertragsplanung Zweck und Planungsanlass definieren Planungsdauer und Detaillierungsgrad Unternehmensstrategie darstellen (max. 3 Seiten) Umgang mit Unsicherheit / Risiko Planung: Zyklus beachtenKANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 50 51.
Unternehmensplanung Ertragsplanung als Grundlage der Liquiditätsplanung These: Eine längerfristige Liquiditätsplanung ist nur auf Grundlage einer Ertragsplanung möglich: Absatzplanung Planung Materialaufwand Personalkostenplanung Planung sonstige KostenKANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 51 52.
Vermögen Ertrag FinanzKANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 52 53.
UnternehmensplanungKANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 53 54.
Überleitung zur LiquiditätsplanungKANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 54 55.
Simulationsrechnung Umsatz Wareneinsatz 40,00% 100.000,00 € 40.000,00 € Planung mit Rohgewinn 60.000,00 € verschiedenen Fixkosten 25.000,00 € Ergebnis 35.000,00 € Annahmen/SzenarienKANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 55 56.
Auswertung SimulationKANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 56 57.
Auswertung SimulationKANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 57 58.
Auswertung SimulationKANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 58 59.
Plausibilitätsuntersuchung integrierte Planung: Ertrags-, Bilanz- und Liquiditätsplanung Erfordernis einer Basisbilanz Zwingende Fortschreibung einer PlanbilanzKANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 59 60.
Plausibilitätsuntersuchung Detaillierte und transparente Darstellung der Planungsprämissen Ist Planung vorsichtig oder ambitioniert? Wie wurden Absätze geplant? Welche Annahmen liegen der Personalkostenentwicklung zugrunde? Welche Debitoren- und Kreditorenlaufzeiten liegen der Planung zugrunde?KANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 60 61.
Berichtsumfang INHALT 1 SUMMARY 2 AUFTRAG UND AUFTRAGSDURCHFÜHRUNG 2.1 Gegenstand des Auftrages 2.2 Auftragsdurchführung 3 METHODEN 3.1 Subjektive Methode / Schätzverfahren 3.2 Plausibilisierung 4 GRUNDLEGENDE PLANUNGSANNAHMEN 5 ERGEBNISSE DER PLANUNG 5.1 Plan-Erfolgsrechnung 5.2 Plan-Liquidität 5.3 Plan-Bilanz 6 BESCHEINIGUNG 7 VOLLSTÄNDIGKEITSERKLÄRUNG 8 ANHANGKANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 61 62.
Unternehmensplanung typische FehlerKANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 62 63.
Planungsfehler Planung beginnt bei 0, d. h. ohne Basisbilanz und ohne Verbindlichkeitenüberhang Planung ohne Umsatzsteuer Planung beachtet vertragliche, aber nicht die tatsächlichen Zahlungs- gepflogenheiten der Kunden (vorl. Ergebnis laut BWA + Abschreibung = Cashflow des Monats)KANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 63 64.
Planungsfehler Keine Bilanzplanung (Veränderung des Working Kapital) Reine Planung des operativen Bereichs (keine Entnahmen, keine Tilgungen, keine Investitionen etc.) Keine kritische Distanz zum Mandanten Die eigenen, fremden Feststellungen und Annahmen werden nicht ausreichend dokumentiert und erläutert.KANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 64 65.
Unternehmensplanung - Plausibilitätsuntersuchung GuV-Planung Bilanz-Planung Liquiditäts-Planung müssen integriert erfolgen, um die Zusammenhänge zu beachten Bsp.: Ausweitung des Nettoumlaufvermögens (working capital) führt zu einer Liquiditätsbindung bzw. zu -bedarf.KANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 65 66.
Unternehmensplanung aus Sicht der BankKANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 66 67.
Unternehmensplanung MaRisk BTO 1.4 Ziff 3 Maßgebliche Indikatoren für die Bestimmung der Adressenausfallrisiken im Risikoklassifizierungsverfahren müssen neben quantitativen auch, soweit möglich, qualitative Kriterien sein. Es ist insbesondere zu berücksichtigen, inwieweit der Kreditnehmer in der Lage ist, künftig Erträge zu erwirtschaften, um den ausgereichten Kredit zurückzuführen.KANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 67 68.
Unternehmensplanung Ambiguitätstoleranz (v. lat. ambiguitas „Zweideutigkeit“, „Doppelsinn“), teilweise auch als Unsicherheits- oder Ungewissheitstoleranz bezeichnet, ist die Fähigkeit, Ambiguitäten, also Widersprüchlichkeiten oder mehrdeutige Informationen, die schwer verständlich oder sogar inakzeptabel erscheinen, wahrzunehmen und nicht negativ oder vorbehaltlos positiv zu bewerten. (Quelle: Wikipedia) Verzicht auf Ambiguitätsprämie, wenn Pflichtenheft erfüllt?KANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 68 69.
Unternehmensplanung Möglichkeiten aus Sicht der Bank (Pflichtenheft) Vereinbarung eines regelmäßigen Reportings, insbesondere Soll-Ist- Vergleich der zugrunde liegende Sachverhalt ist sorgfältig und umfassend zu ermitteln Planungsprämissen sind detailliert und transparent darzustellenKANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 69 70.
Unternehmensplanung Möglichkeiten aus Sicht der Bank Definition der maßgeblichen Werttreiber und Vereinbarung bestimmter Milestones Definition der maßgeblichen Kennzahlen Vereinbarung sog. Covenants, d. h. bei Verschlechterung der prognostizierten Entwicklung kann die Bank die zuvor vertraglich vereinbarten Maßnahmen ergreifen. Bsp.: Margenerhöhung, Nachbesicherung, KreditkündigungKANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 70 71.
Nach der UnternehmensplanungKANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 71 72.
Nach der Planung… …ist vor der Planung (-süberarbeitung) Nur ein Soll-Ist-Vergleich mit Abweichungsanalyse zeigt, ob das Schiff auf Kurs ist, ob eine Planungsanpassung erforderlich ist oder ob eine vollständige Neuplanung erforderlich ist. Die Planung des Vorjahres zusammen mit dem Soll-Ist-Vergleich ist die Grundlage für die Planung der nächsten Planperiode.KANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 72 73.
Unternehmensplanung FazitKANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 73 74.
Fazit Unternehmensplanung nur als integrierte Ertrags-, Bilanz- und Liquiditätsplanung möglich Der zugrunde liegende Sachverhalt ist sorgfältig und umfassend zu ermitteln Planungsprämissen sind detailliert und transparent darzustellen Planen Sie mit einem ErwartungswertKANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 74 75.
Fazit Dass eine Unternehmensplanung wichtig ist, vermitteln wir auch unseren Mandanten! Für die größeren Mandanten erstellen wir regelmäßig UnternehmensplanungenKANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 75 76.
Hilfestellungen im Bereich der Unternehmensplanung Grundsätze ordnungsgemäßer Unternehmensplanung (GoP 2.1) www.bdu.de Grundsätze einer ordnungsgemäßen Unternehmensplanungsrechnung www.kanzlei-nickert.de/tax-and-law- blog/betriebswirtschaft.html Magazinbeitrag: Vermögen, Ertrag & Liquidität www.kanzlei-nickert.de/tax-and-law- blog/betriebswirtschaft.htmlKANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 76 77.
Literaturhinweise Ehrmann, Harald, Unternehmensplanung Dobler, Thomas, Ertrags- und Liquiditätsplanung Augustin, Günter, Praxiserprobte Konzepte zur Unternehmensplanung (DATEV Schriftenreihe) Speziell für die Planung in der Krise: Nickert/Lamberti, Überschuldung- und Zahlungsunfähigkeitsprüfung, 2. Auflage 2011KANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 77 78.
Vielen Dank für Ihre Besuchen Sie uns im Internet:Aufmerksamkeit! www.kanzlei-nickert.de 79.
TitelKANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 79 80.
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Über KANZLEI NICKERT, Offenburg: KANZLEI NICKERT ist eine Unternehmerkanzlei im besten Sinne: Sie bietet in den Bereichen Rechtsberatung, Steuerberatung und betriebswirtschaftliche Beratung all diejenigen Dienstleistungen an, die ein Unternehmen / Unternehmer klassischerweise benötigt. Zudem hat sie Kompetenzzentren für die Bereiche Bau, Sanierungsberatung sowie Personalwesen eingerichtet. Rechtsanwälte, Fachanwälte für Steuerrecht und Steuerberater arbeiten dabei Hand in Hand. KANZLEI NICKERT ist seit März 2009 zertifiziert nach ISO 9001:2008 und für die Steuerberatung zusätzlich nach dem DStV- Qualitätssiegel, dem Qualitätsstandard des Deutschen Steuerberaterverbandes. 2009 und 2011 wurde die Kanzlei von FOCUS MONEY in die Liste der TOP-Steuerberater aufgenommen. Weitere Informationen finden Sie unter: www.kanzlei-nickert.deKANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 81 Empfohlen