Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=1%20BvR%202844/13
Timestamp: 2019-06-19 08:11:10
Document Index: 190652076

Matched Legal Cases: ['Art 5', 'Art 5', '§ 93', '§ 823', '§ 1004', 'Art 5']

BVerfG, 10.03.2016 - 1 BvR 2844/13 - dejure.org
https://dejure.org/2016,8526
BVerfG, 10.03.2016 - 1 BvR 2844/13 (https://dejure.org/2016,8526)
BVerfG, Entscheidung vom 10.03.2016 - 1 BvR 2844/13 (https://dejure.org/2016,8526)
BVerfG, Entscheidung vom 10. März 2016 - 1 BvR 2844/13 (https://dejure.org/2016,8526)
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Art 5 Abs 1 S 1 GG, Art 5 Abs 2 GG, § 93c Abs 1 S 1 BVerfGG, § 823 Abs 1 BGB, § 1004 Abs 1 S 2 BGB
Stattgebender Kammerbeschluss: Meinungsfreiheit kann auch emotionalisierende Darstellung schützen - "Recht auf Gegenschlag" gegen emotionalisierende Äußerung nicht auf sachliche Erwiderung beschränkt - hier: zivilrechtliches Unterlassungsurteil verletzt Betroffene in Grundrecht aus Art 5 Abs 1 S 1 GG - Gegenstandswertfestsetzung
Zurückpöbeln war im Fall Kachelmann erlaubt
Angebliches Vergewaltigungsopfer soll Kachelmann trotz Freispruch weiter Vorwürfe machen dürfen
Emotionale Äußerungen und Recht auf Gegenschlag von Meinungsäußerungsfreiheit gedeckt - Kachelmann
lto.de (Pressebericht, 29.04.2016)
Zur medialen Schlammschlacht nach Kachelmann-Freispruch: Ex-Geliebte hatte "Recht zum Gegenschlag"
Recht auf Gegenschlag: Meinungsfreiheit schützt auch emotionalisierte Äußerungen
Verletzung der Meinungsfreiheit durch zivilgerichtliche Unterlassungsverurteilung nach Freispruch in Vergewaltigungsprozess
taz.de (Pressebericht, 29.04.2016)
tagblatt.ch (Pressemeldung, 29.04.2016)
Späte Niederlage Kachelmanns
Fall Kachelmann: Recht der Beschwerdeführerin zum Gegenschlag
"Recht auf Gegenschlag”
Meinungsfreiheit schützt auch emotionalisierte Äußerungen - Beschuldigte hat nach unmittelbar vorangegangenem Angriff auf ihre Ehre "Recht auf Gegenschlag"
Meinungsfreiheit beinhaltet Recht auf subjektiv und emotional geführten "Gegenschlag"
Meinungsfreiheit schützt auch emotional zugespitzte Äußerungen
Kurznachricht zu "Schutz emotionalisierter Äußerungen durch Meinungsfreiheit - Fall Kachelmann" von Prof. Dr. Michael Sachs, original erschienen in: NVwZ 2016, 761 - 764.
NJW 2016, 2173
NVwZ 2016, 761
K&R 2016, 403
afp 2016, 240
Eine Meinungsäußerung darf dennoch grundsätzlich emotionsbehaftet, überspitzt und pikant dargestellt werden (vgl. BVerfG, Stattgebender Kammerbeschluss vom 10. März 2016 - 1 BvR 2844/13 - juris Rn. 25).
Geschützt ist auch die Freiheit, die persönliche Wahrnehmung von Ungerechtigkeiten in subjektiver Emotionalität zu äußern (BVerfG 10.03.2016 NVwZ 2016, 761).
Mit Blick darauf ist dem Kläger unter dem Gesichtspunkt der Meinungsäußerungsfreiheit ein "Recht zum Gegenschlag" zuzubilligen (vgl. BVerfG , B. v. 10.3.2016 - 1 BvR 2844/13 - NVwZ 2016, 761, 762, Rn. 25 m.w.N.), das er aus Sicht des Senats durch seine Äußerungen weder im Vorfeld noch im Laufe des vorliegenden Rechtsstreits überschritten hat.