Source: https://digital.zlb.de/viewer/fulltext/15525201/1/
Timestamp: 2020-02-29 01:19:10
Document Index: 65474019

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 15', '§ 15', '§ 62', '§ 6', '§ 9']

Ausschreibung - Digitale Landesbibliothek Berlin - Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Technische Universität Berlin, Forschungszentrum für Maschinenbau und Informatik
URN: https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-opus-157607
Full text: Ausschreibung
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-opus-157607
Technische Universität Berlin Berlin Forschungszentrum für Maschinenbau Charlottenburgund Informatik Wilmersdorf
Begrenzt offener Realisierungswettbewerb Ausschreibung
Begrenzt offener Realisierungswettbewerb für Architekten und Ingenieure Forschungszentrum für Maschinenbau und Informatik Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf Ausschreibung
Herausgeber und Wettbewerbsdurchführung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abteilung Städtebau und Projekte Referat II D Brückenstraße 6 10179 Berlin Wettbewerbsausschreibung Inge Schmidt-Rathert Lars Krokowski Digitale Bearbeitung Lars Krokowski Titelbild Lars Krokowski Druck G.R.I.M.M. GmbH
Anlass und Ziel ........................................................................................7 Teil 1 Verfahren ........................................................................................9 1.1 1.2 1.3 1.4 1.5 1.6 1.7 1.8 1.9 1.10 1.11 1.12 1.13 1.14 1.15 1.16 1.17 1.18 2.1 2.2 2.3 2.4 2.5 2.6 2.7 2.8 3.1 3.2 3.3 3.4 3.5 3.6 3.7 3.8 3.9 3.10 4.1 4.2 Auslober, Bauherr, Nutzer ...........................................................9 Art des Verfahrens ......................................................................9 Grundsätze und Richtlinien für Wettbewerbe..............................9 Wettbewerbsteilnehmer ............................................................10 Preisgericht und Vorprüfung......................................................10 Ausgabe der Wettbewerbsunterlagen .......................................13 Abgabe der Wettbewerbsarbeiten.............................................13 Ortsbesichtigung, Rückfragen und Rückfragenkolloquium ......14 Verzeichnis der Wettbewerbsunterlagen...................................15 Geforderte Leistungen ..............................................................15 Beurteilungsverfahren und Vorprüfung .....................................17 Preise und Ankäufe ...................................................................17 Weitere Bearbeitung .................................................................18 Eigentum und Urheberrecht ......................................................18 Verfassererklärung ....................................................................19 Bekanntgabe des Ergebnisses / Ausstellung der Arbeiten........19 Haftung und Rückgabe .............................................................19 Zusammenfassung der Termine................................................20 Städtebauliche Rahmenbedingungen .......................................21 Historische Entwicklung ............................................................24 Geschichte der Technischen Universität Berlin .........................28 Wettbewerbsbereich .................................................................33 Technische Infrastruktur ............................................................35 Erschließung und Verkehr.........................................................36 Planungs- und Denkmalschutzrecht .........................................37 Das Forschungszentrum für Maschinenbau und Informatik......38 Planungsumfang .......................................................................43 Städtebaulich-architektonische Zielsetzung..............................43 Funktionale Anforderungen .......................................................44 Freiflächen / Außenanlagen / Erschließung / Stellplätze...........46 Nachhaltigkeit / Energieeffizienz / Ökologische Zielsetzung.....47 Baukosten / Wirtschaftlichkeit ...................................................47 Barrierefreies Bauen .................................................................48 Baurechtliche Vorschriften, Normen und Richtlinien .................49 Raumprogramm, Funktionsdiagramme.....................................49 Beurteilungskriterien des Preisgerichts.....................................51 Digitale Anlagen .......................................................................53 Quellenangaben........................................................................56
Teil 3 Wettbewerbsaufgabe ..................................................................43
Teil 4 Anhang .........................................................................................53
Forschungszentrum für Maschinenbau und Informatik
Forschungszentrum für Maschinenbau und Informatik / Anlass und Ziel
Gegenstand des Wettbewerbs ist der Neubau eines Forschungszentrums für Maschinenbau und Informatik der Technischen Universität Berlin (TU Berlin). Auf dem Universitätscampus an der Straße des 17. Juni soll der Neubau in unmittelbarer Nähe zum Mathematikgebäude errichtet werden. Da die Standorte der TU Berlin konzentriert werden sollen, ist die Verdichtung auf dem Nordcampus notwendig. Der Wettbewerbsbereich liegt an der Straße des 17. Juni 144 A, 10627 Berlin, die Straße des 17. Juni ist für die TU die wichtigste Adresse. Ziel des Wettbewerbes ist es, einen gestalterisch anspruchsvollen Entwurf an diesem städtebaulich wichtigen Ort zu erhalten. Der Entwurf muss eine Antwort auf die räumliche Enge, das städtebauliche und denkmalgeschützte Umfeld und den Campuscharakter des Grundstückes finden. Das gesamte Raumprogramm umfasst eine Hauptnutzfläche von ca. 7.100 qm für Seminarräume, Praktika- und Kurssäle sowie Büros für Hochschul- und Forschungszwecke. Das Projekt soll in einer besonders kurzen Planungs- und Bauzeit durchgeführt werden. Die Fertigstellung ist für Ende 2012 vorgesehen.
Forschungszentrum für Maschinenbau und Informatik / Teil 1 Verfahren
Auslober, Bauherr Technische Universität Berlin Abteilung für Gebäude- und Dienstemanagement Straße des 17. Juni 135 10623 Berlin Hans-Joachim Rieseberg, IV Ltr Tel.: +49 (0)30 314 269 53 Fax: +49 (0)30 314 796 04 Baudienststelle Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abteilung Hochbau Referat V P Fehrbelliner Platz 2 10707 Berlin Herrmann-Josef Pohlmann, V P Tel.: +49 (0)30 9012 6700 Fax: +49 (0)30 9012 3120 Wettbewerbsdurchführung, Ausschreibung und Koordination Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abteilung Städtebau und Projekte Referat II D Brückenstraße 6 10179 Berlin Inge Schmidt-Rathert, II D 1 Tel.: +49 (0)30 9025 2032 Fax: +49 (0)30 9025 2535 E-Mail: inge.schmidt-rathert@senstadt.berlin.de
Die Auslobung erfolgt als begrenzt offener einstufiger Realisierungswettbewerb für Architekten in Arbeitsgemeinschaft mit Tragwerksplanern. Das gesamte Verfahren ist bis zum Abschluss anonym. Kommunikation Die Wettbewerbssprache ist Deutsch. Die Kommunikation mit den Teilnehmern erfolgt über E-Mail.
Dem Wettbewerb liegen die Grundsätze und Richtlinien für Wettbewerbe auf den Gebieten der Raumplanung, des Städtebaus und des Bauwesens (GRW 1995 in der novellieren Fassung vom 22.12.2003) zugrunde, soweit nachstehend nichts anderes ausgeführt ist.
Bei der Vorbereitung der Ausschreibung hat die Architektenkammer Berlin entsprechend den Regelungen der GRW beratend mitgewirkt. Der Wettbewerb wird bei der Architektenkammer Berlin unter der Registrier-Nr. B2009-14 geführt. Einverständnis Jeder Teilnehmer, Preisrichter, Sachverständige, Vorprüfer und Gast erklärt sich durch seine Beteiligung bzw. Mitwirkung am Verfahren mit den vorliegenden Teilnahmebedingungen und der Anwendung der GRW 1995 einverstanden. Verlautbarungen jeder Art über Inhalt und Ablauf vor und während der Laufzeit des Wettbewerbsverfahrens, einschließlich der Veröffentlichung der Wettbewerbsergebnisse, dürfen nur über die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, - II D -, abgegeben werden. Datenschutz Jeder Teilnehmer, Preisrichter, Sachverständige, Vorprüfer, Gast und Auftragnehmer willigt durch seine Beteiligung bzw. Mitwirkung am Verfahren ein, dass seine personenbezogenen Daten im Zusammenhang mit o.g. Wettbewerb bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in Form einer automatisierten Datei geführt werden. Diese Einwilligung ist auf der Verfasser- bzw. auf der Zustimmungserklärung zu bestätigen. Eingetragen werden Name, Anschrift, Telefon, Beauftragung im Wettbewerb, Kammermitgliedschaft, Berufsbezeichnung. Nach Abschluss des Verfahrens können auf Wunsch diese Daten gelöscht werden (durch Vermerk auf der Verfassererklärung). Gemäß § 6 des novellierten Datenschutzgesetzes ist die Einwilligung der Betroffenen notwendig, da eine spezielle Rechtsgrundlage für die Führung dieser Datei fehlt.
Zur Teilnahme am Wettbewerb wurden entsprechend der Ankündigung im EU-Amtsblatt vom 20.04.2009 in einem vorgeschalteten Bewerbungsverfahren (Teilnahmewettbewerb gemäß GRW und VOF) durch ein vom Preisgericht unabhängiges Auswahlgremium 20 Teams von Architekten und Tragwerksplanern ausgewählt.
Carlo Baumschlager Architekt, Lochau (A) Karen Eisenloffel Beratende Ingenieurin, Berlin Thomas van den Valentyn Architekt, Köln Andreas Hild Architekt, München Anett-Maud Joppien Architektin, Frankfurt a.M./ Potsdam
Thomas Winkelbauer Architekt, Berlin Marina Stankovic Architektin, Berlin
Regula Lüscher Senatsbaudirektorin Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin Konrad Zander Abteilungsleiter Ministerielle Angelegenheiten des Bauwesens Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin Hans-Joachim Rieseberg, Leiter Gebäude- und Dienstemanagement Technische Universität Berlin Klaus-Dieter Gröhler Bezirksstadtrat Abteilung Bauwesen Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin
Dr. Dagmar Tille Leiterin der Werkstatt Architektur, Denkmalschutz und oberste Denkmalschutzbehörde Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin Rainer Latour Leiter Stadtplanungs- und Vermessungsamt Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin Uwe Dechène Projektvorbereitung und -prüfung Ministerielle Angelegenheiten des Bauwesens Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin Dr. Ulrike Gutheil Kanzlerin Technische Universität Berlin
Ingrid Lohse Stadtplanungs- und Vermessungsamt Fachbereich Stadtplanung – Planungsdurchführung, Denkmalschutz Bezirk Charlottenburg Wilmersdorf von Berlin Jana Jaeuthe Bau- und Wohnungsaufsichtsamt Fachbereich Bauaufsicht Hochbau – örtl. Bereich Charlottenburg Bezirk Charlottenburg Wilmersdorf von Berlin Christoph-Maria Maasberg Grünflächen- und Tiefbauamt Komm. Amtsleitung, Leiter Fachbereich Grün Bezirk Charlottenburg Wilmersdorf von Berlin
Jochen Windolph Referatsleiter technische/ wirtschaftliche Prüfung und Genehmigung – Hochbau Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin Manfred Kühne Leiter Abteilung II - Städtebau und Projekte Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin Sigrid Kayser Oberste Denkmalschutzbehörde Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin Dr. Anna Maria Odenthal Landesdenkmalamt Berlin Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin Dr. Thomas Schmidt Landesdenkmalamt Berlin Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin Hermann-Joseph Pohlmann Referatsleiter Projektmanagement Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin Dagmar Krug Referat Projektmanagement Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin Gabriele Natschke Projektvorbereitung und -prüfung Ministerielle Angelegenheiten des Bauwesens Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin Jana Manke Projektvorbereitung und -prüfung Ministerielle Angelegenheiten des Bauwesens Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin Werner Arndt Städtebau und Projekte Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin Carola Heffter Gebäude- und Dienstemanagement Übergeordnete Planungsaufgaben, Schwerpunktvorhaben Technische Universität von Berlin Peter Ostendorff Refreatsleiter Auswahlverfahren und Wettbewerbe Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin Klaus Kieke Brandschutzgutachter Technische Prüfgesellschaft N.N. Technische Universität Berlin
Ulrike Lickert Architektin, Berlin Norbert Giebels Architekt, Berlin Prof. Dr.-Ing. Frank U. Vogdt Sachverständiger für nachhaltiges Bauen, Energie, Ökologie Technische Universität Berlin, Fakultät VI
Kostenprüfung Gäste
N.N. Peter Kever Architektenkammer Berlin N.N. Baukammer Berlin Mitglieder der BVV Charlottenburg-Wilmersdorf
Die Wettbewerbsunterlagen werden den Teilnehmern am 11. Juni 2009 per Post zugesandt.
Die Arbeiten sind am 31. Juli 2009 von 14.00 bis 17.00 Uhr in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Referat Wettbewerbe und Auswahlverfahren Brückenstraße 6 Jannowitzcenter 10179 Berlin Raum Nr. 4.026 abzugeben oder am selben Tag oder davor liegend per Post- oder Kurierdienst einzureichen. Bei der Einreichung durch Post- oder Kurierdienst ist eine Kopie des Aufgabebelegs in gleicher anonymisierter Weise wie die Arbeit selbst mit der Kennziffer versehen an o. a. Adresse nachzusenden. Das Modell (s. 1.10) ist am 6. August 2009 von 14.00 bis 17.00 Uhr an gleicher Stelle oder am selben Tag oder davor liegend per Kurierdienst einzureichen. Das Modell ist in transportgerechter und wieder verwendbarer Verpackung abzuliefern. Die Wettbewerbsarbeiten sind zur Wahrung der Anonymität in verschlossenem Zustand ohne Absender oder sonstigen Hinweis auf den Verfasser, aber mit der Kennzahl und dem Vermerk „Forschungszentrum für Maschinenbau und Informatik“ einzureichen. Bei Zustellung durch Postoder Kurierdienst ist der Empfänger als Absender anzugeben. Bei Einlieferung durch Post- oder Kurierdienst (porto- und zustellungsfrei
für den Empfänger) gilt die Einlieferungsfrist als erfüllt, wenn der Aufgabestempel das Datum des 31. Juli 2009 oder eines davor liegenden Tages trägt. Der Verfasser trägt die Verantwortung, dass die geforderten Leistungen bis zum 4. August vorliegen. Für die Einlieferung des Modells gilt entsprechend das Datum des 6. August 2009 als Abgabetermin. Der Verfasser selbst ist für die Lesbarkeit des Aufgabestempels auf der Sendung verantwortlich. Verspätet eingegangene Arbeiten, deren Aufgabestempel/Aufgabebeleg fehlt, unleserlich oder unvollständig ist oder dessen Richtigkeit angezweifelt wird, werden vorbehaltlich des späteren Nachweises fristgemäßer Einlieferung, den der Teilnehmer zu erbringen hat, mitbeurteilt. Bei Einreichung durch Post- oder Kurierdienst ist eine Kopie des Aufgabebeleges in gleicher anonymisierter Weise wie die Arbeit selbst, mit der Kennziffer versehen, an den Auslober nachzusenden. Kennzeichnung der Arbeiten Die Wettbewerbsarbeiten sind in allen Stücken nur durch eine gleichlautende Kennzahl zu bezeichnen. Sie ist aus sechs arabischen Ziffern zu bilden und in einer Größe von 1 cm Höhe und 4 cm Breite auf jedem Blatt und Schriftstück in der rechten oberen Ecke anzubringen. Der Wettbewerbsverfasser hat die Verfassererklärung mit seiner Anschrift in einem verschlossenen und undurchsichtigen Umschlag mit der gleichen Kennzahl abzugeben, mit der er seine Wettbewerbsarbeit gekennzeichnet hat. Dieser Umschlag ist gleichzeitig mit der Wettbewerbsarbeit abzugeben.
Ortsbesichtigung Die Ortsbesichtigung mit den Teilnehmern findet am Donnerstag, den 18. Juni 2009 um 16.00 Uhr und am Montag, den 22. Juni 2009 um 14.00 Uhr statt. Der Treffpunkt ist der Haupteingang des Gebäudes Instituts für Architektur, Straße des 17. Juni 152. Rückfragen Rückfragen (GRW 5.3) zur Auslobung können schriftlich gestellt werden. Sie müssen bis zum 26. Juni 2009 bei folgender E-Mail-Adresse eingegangen sein: inge.schmidt-rathert@senstadt.berlin.de Bei den Rückfragen ist auf die entsprechenden Teilziffern der Ausschreibung, auf die sie sich beziehen, Bezug zu nehmen. Rückfragenkolloquium Ein Rückfragenkolloquium mit den Teilnehmern findet nicht statt. Das Preisgericht tritt am 30. Juni zur Erörterung der eingereichten Rückfragen zusammen. Das Ergebnisprotokoll des Rückfragenkolloquiums mit der Zusammenstellung der eingereichten Fragen und deren Beantwortung
wird anschließend allen am Verfahren Beteiligten zugesandt. Das Protokoll ist Bestandteil der Ausschreibung.
Unterlagen des Wettbewerbs sind: – die vorliegende Ausschreibung – die Zusammenstellung der Rückfragen und Antworten – Modell-Einsatzplatte M 1:500 – CD-ROM mit digitalen Daten (siehe Teil 4), u.a. die im Folgenden aufgeführten Planunterlagen und Dokumente: • Übersichts- und Arbeitsplan, u.a. als .dwg-Datei • Zeichnungen der angrenzenden Bestandsgebäude (Grundrisse, Ansichten, Schnitte, Details) als .pdf-Dateien • Luftbilder als .tif-Dateien • Raum- und Funktions- und Freiflächenprogramm als .pdf-Datei Hinweis Jeder Teilnehmer des Verfahrens verpflichtet sich, die vorliegenden digitalisierten Daten und Pläne nur für die Beteiligung am Verfahren zu nutzen. Daten, die im Rahmen der Bearbeitung als Zwischenprodukte anfallen und nicht an den Auslober abgegeben werden, sind nach Abschluss des Wettbewerbes zu löschen.
Von den Teilnehmern werden folgende Leistungen erwartet: Geforderte Leistungen in Papierform 1. Städtebauliches Konzept M 1:500 mit Darstellung der Gesamtsituation, Baukörper, Freiflächenkonzeption, Erschließung, Stellplätze für Mobilitätsbehinderte sowie Fahrradabstellplätze 2. EG-Grundriss mit Darstellung der angrenzenden Freiflächen einschließlich der äußeren Erschließung sowie alle weiteren Grundrisse im M 1:200 3. Zum Verständnis des Entwurfs erforderliche Schnitte und Ansichten M 1:200 4. Fassaden- bzw. Systemschnitt im M 1:20 mit Teilansicht – der Informationsgehalt dieses Schnittes soll annähernd dem eines Schnittes im Maßstab 1:50 entsprechen, beispielhaft zur Vermittelbarkeit von Materialität, Gestaltqualität und zur Ermittlung der Kosten 5. Systemskizzen des Tragwerks und Skizze des Montageablaufs 6. Prüfpläne (gefaltet) ein Satz der verlangten Grundrisse und Schnitte mit Eintragung – der Raumbezeichnungen (entsprechend der Formblätter) – der für die Berechnung notwendigen Maße – der Raumgrößen 7. Berechnungen auf Formblättern (Formblatt Raumprogramm, Formblatt Gebäudekennwerte und Formblatt Kostenprüfung/ Flächenermittlung, s. 4.1.8 Formblätter) Der Rechenweg für alle Berechnungen ist nachvollziehbar auf den Prüfplänen darzustellen.
– Überbaute Fläche – GRZ – GFZ – Brutto-Grundfläche BGF a – Brutto-Rauminhalt BRI a (V) – Nutzfläche – Verhältnis Brutto-Grundfläche a / Nutzfläche (BGF a / Nutzfläche) – DAF Dachflächen – HTF Horizontale Trennflächen – BAF Basisflächen – AWF Außenwandflächen – IWF Innenwandflächen – BAU Baugrube – Gebäudehüllfläche A – Verhältnis A/V Erläuterungsbericht (getrennt von den Plänen, max. 4 DIN A 4 Seiten) zu den Hochbaumaßnahmen: – Erläuterung und Begründung des vorgeschlagenen Entwurfskonzepts – Aussagen zu Konstruktion und Materialien – Erläuterung bei Umbaumaßnahmen – Aussagen zur Wirtschaftlichkeit – Aussagen zur Nachhaltigkeit und Energieeffizienz – Angaben zum barrierefreien Bauen – Aussagen zum Bauablauf (Bauzeit ca. 20 Monate) unter Einbeziehung des vorgeschlagenen Tragsystems und des Ausbaus Freianlagen: – Erläuterung und Begründung des vorgeschlagenen Entwurfskonzepts – Aussagen zur Material- und Pflanzenverwendung und zum baulichen Aufwand – Angaben zum barrierefreien Bauen Baubeschreibung in Anlehnung an DIN 276 (1993) zu KG 300, 400 und 500 Verzeichnis der eingereichten Unterlagen Fragebogen zu Nachhaltigkeit und Energieeffizienz Verfassererklärung (s. 4.1.8 Formblätter) Modell M 1:500 unter Verwendung der vorgegebenen Modellplatte
Als verbindliche Form der Arbeit gilt der Papierausdruck. Jeder Teilnehmer darf nur eine Arbeit ohne Variante einreichen. Gemäß GRW 5.5 werden Darstellungen, die über die in der Auslobung geforderten Leistungen hinausgehen oder gegen bindende Vorgaben des Auslobers verstoßen, von der Vorprüfung ausgesondert. Farbige Darstellungen sowie erläuternde Skizzen sind zugelassen. Zusätzlich geforderte Leistungen in digitaler Form Zusätzlich sind folgende Leistungen in digitaler Form auf CD-Rom zu erbringen (für Vorprüfung, Ergebnisprotokoll und Veröffentlichung): – die Präsentationspläne als Windows-kompatible .tif-Datei(en) in einer Auflösung von bevorzugt 300dpi (ggf. LZW-komprimiert) – die Präsentationspläne als pdf-Datei(en) mit eingebundenen
Pixeldarstellungen in einer Auflösung von bevorzugt 300dpi. – die geforderten Leistungen nach Nr. 5 (Prüfpläne) als CAD-Datei im Format .dwg oder .dxf (AutoCAD, Version 2000 oder tiefer) oder .pln (ArchiCAD, Version 7 oder tiefer) – die ausgefüllten Formblätter zu Nr. 6 und Nr. 10 (siehe 4.1.8 Digitale Anlagen/Formblätter) als .xls-Datei (Microsoft Excel) Hinweise zu den geforderten digitalen Leistungen „Offene“ Dateien aus Layout-Programmen (z.B. InDesign, QuarkExpress, Illustrator etc.) können nicht berücksichtigt werden. Bildmaterial, das nicht im genannten Windows-kompatiblen .tif-Format vorliegt, kann nicht berücksichtigt werden. Die CD-ROM selbst trägt als Titel nur die sechsstellige Kennzahl, mit der auch die schriftlichen Pläne gekennzeichnet werden (z.B. 123456). Die einzelnen Dateien auf der CD-ROM müssen wie folgt benannt werden: Der erste Teil des Dateinamens ist die sechsstellige Kennzahl, danach folgt ein Unterstrich und anschließend der eigentliche Dateititel, gefolgt von der Formatangabe, z.B. „tif“. Beispiele: – Lageplan: – Grundriss Erdgeschoss: – Ansichten: – Prüfpläne:
In den Dateinamen dürfen keine Leer- und Sonderzeichen vorkommen. Die CD-ROM ist für Windows-kompatiblen PC zu erstellen. MacintoshFormate können grundsätzlich nicht verwendet werden. Allgemeine Hinweise Für die Präsentation der Wettbewerbsarbeiten stehen pro Wettbewerbsteilnehmer max. vier 2 m hohe Rolltafeln mit einer Hängefläche von 1,96 m (Breite) x 1,46 m (Höhe) zur Verfügung.
Die Wettbewerbssumme (GRW 4.1) ist auf der Basis des § 15 HOAI in Verbindung mit der GRW 1995 ermittelt. Für Preise und Ankäufe stehen insgesamt 80.000,00 € zur Verfügung.
Vorgesehen ist folgende Aufteilung: 1. Preis 2. Preis 3. Preis 4. Preis 3 Ankäufe 26.500,– € 17.600,– € 12.000,– € 8.000,– € à 5.300,– €
Über die Preise und Ankäufe hinaus ist eine Kostenerstattung nicht vorgesehen. Die Preise und Ankäufe werden nach Entscheidung des Preisgerichts unter Ausschluss des Rechtsweges zugeteilt. Das Preisgericht kann einstimmig eine andere Verteilung beschließen oder Preisgruppen bilden. Die Mehrwertsteuer von derzeit 19% ist in den genannten Beträgen nicht enthalten und wird den inländischen Teilnehmern zusätzlich ausgezahlt.
Das Preisgericht gibt eine schriftliche Empfehlung für die weitere Bearbeitung der Wettbewerbsaufgabe. Der Bauherr wird unter Würdigung der Empfehlungen des Preisgerichts einem oder mehreren Preisträgern die weitere Bearbeitung der Aufgabe mindestens mit den Leistungsphasen 2–5 nach § 15 und § 62 ff HOAI übertragen, sofern kein wichtiger Grund einer Beauftragung entgegensteht, insbesondere soweit und sobald die dem Wettbewerb zugrundeliegende Aufgabe realisiert werden soll (GRW 7.1), unter der Voraussetzung, dass die Ausführung der ausgewählten Arbeit im Kostenrahmen möglich ist. Im Falle einer weiteren Bearbeitung werden durch den Wettbewerb bereits erbrachte Leistungen des Wettbewerbsteilnehmers bis zur Höhe des zuerkannten Preises oder Ankaufs nicht erneut vergütet, wenn der Wettbewerbsentwurf in seinen wesentlichen Teilen unverändert der weiteren Bearbeitung zugrunde gelegt wird (GRW 7.2). Architekten und Tragwerksplaner, die nicht Mitglieder der Berliner Architektenkammer bzw. Baukammer sind, werden gemäß § 6 Bau- und Architektenkammergesetz verpflichtet, sich bei Auftragserteilung im Verzeichnis auswärtiger Architekten der Architektenkammer Berlin/Baukammer Berlin eintragen zu lassen. Bei Bedarf wird die Hinzuziehung eines Kontaktbüros empfohlen.
Die eingereichten Unterlagen der mit Preisen ausgezeichneten und angekauften Wettbewerbsarbeiten werden Eigentum des Auslobers (GRW 6.4). Das Urheberrecht und das Recht der Veröffentlichung der Entwürfe bleiben dem Verfasser erhalten (GRW 7.3). Der Auslober ist berechtigt, die zu Beurteilung zugelassenen Arbeiten nach Abschluss des Wettbewerbs ohne weitere Vergütung zu dokumen-
tieren, auszustellen und (auch über Dritte) zu veröffentlichen. Die Namen der Verfasser werden dabei genannt.
Durch ihre Unterschrift in der Verfassererklärung versichern die Wettbewerbsteilnehmer, dass sie die geistigen Urheber der Wettbewerbsarbeiten, gemäß den Wettbewerbsbedingungen teilnahmeberechtigt, mit einer Beauftragung zur weiteren Bearbeitung einverstanden und zur fachund termingerechten Durchführung in der Lage sind. Die Verfassererklärung befindet sich als Formblatt im Ordner „4.1.7_ Formblätter“ auf beiliegender CD-ROM.
Das Ergebnis des Wettbewerbs wird (unter Vorbehalt der Prüfung der Teilnahmeberechtigung) den Teilnehmern, deren Arbeit mit einem Preis oder Ankauf ausgezeichnet wird, unmittelbar nach der Entscheidung des Preisgerichts mitgeteilt, allen anderen durch Übersendung des Preisgerichtsprotokolls mitgeteilt und der Öffentlichkeit über die Presse bekanntgegeben (GRW 6.1) sowie unter „www.stadtentwicklung.berlin.de/aktuell/ wettbewerbe/“ angekündigt. Die zur Beurteilung zugelassenen Wettbewerbsarbeiten werden mit den Namen der Verfasser, der Mitarbeiter und Sonderfachleute, den Preisen und Ankäufen, der Aufnahme in die engere Wahl und dem Preisgerichtsprotokoll öffentlich ausgestellt. Eröffnung, Ort und Dauer der Ausstellung werden den Wettbewerbsteilnehmern und der Presse bekannt gegeben (GRW 6.3).
Für die Beschädigung oder den Verlust der eingereichten Arbeiten haftet der Auslober nur im Fall nachweisbar schuldhaften Verhaltens (GRW 6.5). Die nicht prämierten Arbeiten von in Berlin ansässigen Teilnehmern können zu einem Zeitpunkt, der ihnen rechtzeitig mitgeteilt wird, bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung - II D - abgeholt werden. Sind diese Arbeiten, trotz einer Erinnerung sechs Wochen nach dem genannten Termin nicht abgeholt worden, so geht der Auslober davon aus, dass die betreffenden Teilnehmer das Eigentum an ihren Arbeiten aufgegeben haben und wird dann mit diesen Arbeiten nach seinem Belieben verfahren. Im Übrigen erfolgt die Rücksendung der nicht prämierten Arbeiten von Teilnehmern, die nicht in Berlin ansässig sind, nur dann, wenn die Arbeiten in transportgerechter und wieder verwendbarer Verpackung eingereicht wurden.
11. Juni 2009 18. / 22. Juni 2009 26. Juni 2009 30. Juni 2009 1. Juli 2009 31. Juli 2009 4. August 2009 6. August 2009 26. August 2009
Ausgabe der Ausschreibungsunterlagen Ortsbesichtigung Rückfragen bis Preisrichterkolloquium mit Rückfragenbeantwortung (ohne Teilnehmer) Versand des Rückfragenprotokolls Abgabe der Arbeiten Die Arbeiten müssen spätestens vorliegen Abgabe des Modells Preisgerichtssitzung
Forschungszentrum für Maschinenbau und Informatik / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben
Lage im Stadtgebiet Das Forschungszentrum für Maschinenbau und Informatik (FMI) der Technischen Universität (TU) Berlin soll in unmittelbarer Nachbarschaft zur ehemaligen Halle des Instituts für Wasserbau und Wasserwirtschaft und zwischen den bestehenden Mathematikgebäude und Architekturgebäude an der Straße des 17. Juni entstehen. Die Straße des 17. Juni ist die größte und bedeutendste Ost-West Achse Berlins. Sie erstreckt sich vom Brandenburger Tor, quer durch den Tiergarten, vorbei an der Siegessäule, überbrückt den Landwehrkanal, verläuft durch den TU-Campus und endet am Ernst-Reuter-Platz. Das Wettbewerbsgebiet liegt zwischen dem Landwehrkanal und dem Ernst-Reuter-Platz im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf.
Baustruktur der weiteren Umgebung Das Wettbewerbsgrundstück liegt nördlich der Straße des 17. Juni im Nordgelände des Campus der Technischen Universität (TU) Berlin. Dieses Areal wird durch eine lockere Bebauung, hauptsächlich bestehend aus freistehenden Scheiben und Hochhäusern mit angeschlossenen Flachbauten aus den 1950er bis 1980er Jahren geprägt. Südlich der Straße des 17. Juni befindet sich das Stammgelände des Campus der TU Berlin. Dieses Areal ist geprägt durch Einzelbauten.
Lageplan mit Eintragung des Wettbewerbsbereiches
Die weitere Umgebung ist, bedingt durch Kriegszerstörungen, durch eine eher heterogene Bebauungsstruktur geprägt. Zu dieser gehört auch der sich nach Westen ans Campusgelände anschließende offene Stadtraum des Ernst-Reuter-Platzes, der aus einer von lose gruppierten Hochhausbebauungen umgebenen Verkehrsinsel gebildet wird. Ein großer Teil dieser Gebäude steht unter Denkmalschutz.
Entwicklung von Charlottenburg Die Straße des 17. Juni als Teil der großen Ost-Westachse, wurde ursprünglich von Friedrich I. als Verbindung zwischen dem Stadtschloss im Berliner Zentrum und dem Charlottenburger Schloss angelegt. Rückblickenden waren im ausgehenden Mittelalter auf Charlottenburger Grund drei Siedlungen nachgewiesen. Eine davon, Lietzow, erhielt Sophie Charlotte 1695 von ihrem Mann, dem Kurfürst Friedrich III. von Brandenburg übereignet. Dort ließ sie das Sommerschloss Lützenburg errichten, das 1699 fertig gestellt wurde. Nach der Krönung 1701 zum König Friedrich I. in Preußen ließ Sophie Charlotte das kleine Schloss zu einer repräsentativen Anlage erweitern. Kurz nach ihrem Tod erhielt die Siedlung gegenüber dem Schloss Lützenburg am 5. April 1705 von Friedrich I. den Namen Charlottenburg und gleichzeitig das Stadtrecht. Das Schloss Lützenburg wurde ebenfalls in Schloss Charlottenburg umbenannt. Nicht nur die persönlichen Vorlieben der Regenten förderten die Entwicklung von Charlottenburg im ausgehenden 18. Jahrhundert. Die auf wenig fruchtbarem Grund errichtete kleine Stadt wurde auch als Naherholungsgebiet der aufstrebenden Stadt Berlin entdeckt. Nachdem in den 1770erJahren der erste richtige Gasthof in der Berliner Straße (heute Otto-SuhrAllee) eröffnet wurde, folgten viele weitere Gaststätten und Biergärten, die vor allem am Wochenende gut frequentiert waren. Der Neue Westen Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts blieb Charlottenburg Ausflugsgebiet und Sommerfrische für die Berliner, die der Enge ihrer Stadt entkommen wollten. Wer nicht mit dem Schiff über die Spree gefahren kam, konnte sich ab 1865 mit der Pferdestrassenbahn vom Brandenburger Tor nach Charlottenburg und zurück fahren lassen. Auf ähnlicher Route verkehrte später Berlins erste Untergrundbahn, die heutige U2. In deren Verlängerung wurde westlich von Charlottenburg 1866 die Villenkolonie Westend gegründet. Die zunehmende Attraktivität zog mehr und mehr wohlhabende Berliner Bürger an, die sich vorzugsweise an der repräsentativen Verbindungsstraße zwischen dem Schloss und Berlin ansiedelten. So ließ sich etwa Werner von Siemens 1862 an der Berliner Straße (heute Otto-Suhr-Allee) nahe dem Knie eine Villa errichten. Wichtige Impulse brachte die Ansiedlung neuartiger und moderner Industriebetriebe wie Siemens und Schering in den 1870er-Jahren im Nordosten Charlottenburgs. Damit begann ein rasantes Wachstum der Stadt. Dank großer Steuereinnahmen formte sich in der ehemals königlichen Residenzstadt ein modernes Stadtbild mit breiten Straßen, gepflegten
Bürgersteigen und Parkanlagen, schönen und prachtvollen Wohnhäusern, Theatern, modernen Verkehrsanlagen, Sportstätten, dem weltbekannten Kaufhaus KaDeWe (auf Grund späterer Änderung des Grenzverlaufes heute im Ortsteil Schöneberg) und imposanten öffentlichen Gebäuden. Im Jahre 1893 hatte Charlottenburg erstmals mehr als 100.000 Einwohner und wurde somit zur Großstadt und gleichzeitig neben Berlin zur größten Stadt in der Provinz Brandenburg. Eingemeindung nach Berlin Bis 1920 war Charlottenburg eine selbstständige und wohlhabende Großstadt westlich des alten Berlin. Bei der Eingemeindung 1920 und der Schaffung von Groß-Berlin wurde daraus der eigenständige Bezirk Charlottenburg gebildet, der bei der Verwaltungsreform 2001 mit dem damaligen Bezirk Wilmersdorf fusionierte. Im Jahre 2004 erfolgte eine Neuordnung der Stadtteile des entstandenen Doppelbezirks, wodurch das Gebiet des ehemaligen Bezirks Charlottenburg in die heutigen Ortsteile Westend, Charlottenburg-Nord und Charlottenburg aufgeteilt wurde. Charlottenburg feierte im Jahr 2005 sein 300-jähriges Bestehen. Entwicklung nach 1945 Während der Enttrümmerung diskutierte Berlin bisweilen sehr idealistische und utopische Städteplanungen. Die Leere der Zerstörung sah man als Neuanfang. Es galt sowohl der kaiserlichen Mietskasernenstadt als auch den Achsen Albert Speers eine demokratische Bautradition entgegen zu stellen. Albert Speer hatte für seine monumentale Ost-West-Achse die Berliner Straße, heute die Straße des 17. Juni, erheblich verbreitern lassen (1).
Übersicht der im Text erwähnten Gebäude und Plätze/ Straßen
Aus der einstigen barocken Sichtachse und einer abknickenden Hauptstraße, die über die Straßenkreuzung des Knies zum Charlottenburger Schloss führte, wurde eine Aufmarschstraße die über die Bismarck- und Heerstraße bis weit über den Theodor-Heuss-Platz nach Westen führte. Hier plante der nationalsozialistische Staat monumentale Bauwerke. Davon erhalten geblieben ist das etwas nördlich der Achse gelegene Olympiastadion. Der Wiederaufbau nach dem Krieg beschränkte sich zunächst auf die Wiederherstellung der Gebäude. Für Neubauten fehlten auf lange Zeit die Ressourcen. Bei der Planung des neuen Berlins ist kurz der Kollektivplan zu nennen. Mit diesem versuchte Hans Scharoun als Stadtbaurat von Gesamt-Berlin die Idee der Stadtlandschaft großflächig umzusetzen. Diese beinhaltete sowohl die Funktionstrennung der verschiedenen Lebensbereiche wie Arbeit, Wohnen und Kultur, als auch eine radikale neue Verkehrsinfrastruktur. Fragmente dieses Planes lassen sich heute am Ernst-Reuter-Platz ablesen. In einer sich teilenden Stadt kristallisierten sich hier neue Ideale, suchte das freie, aber isoliert liegende West-Berlin nach neuer Identität. Man begann symbolisch mit der städtebaulichen Gestaltung des ErnstReuter-Platzes (2). Als Vorlage für diesen diente der von Karl Bonatz entworfene „Neue Plan Berlin“. Dieser setzte als Nachfolger Scharouns als Stadtbaurat und ab 1949 als Stadtbaudirektor West-Berlins realistisch auf die Kontinuität der bestehenden Stadtstruktur. In seiner Ost-WestAchse (1) sollte die Verkehrskreuzung zum Kreisverkehr werden und den anwachsenden Autoverkehr frei fließen lassen. Der Platz sollte eine politische Antwort West-Berlins auf die Stalinallee Ost-Berlins sein und gleichzeitig auch den totalitären Gestus der Ost-West-Achse (Albert Speer) in eine offenere Anlage umgestalten. Im Jahr 1953 fand am 17. Juni in Ostberlin der Arbeiteraufstand statt. Im selben Jahr verstarb der Westberliner Oberbürgermeister Ernst Reuter. Er galt als Sprecher der Freiheit. Und so erinnert die Skulptur „Die Flamme der Freiheit“ von Bernhard Heiliger vor dem Architekturgebäude an den Namensgeber des Platzes (3). Aus der Berliner Straße wurde die Straße des 17. Juni, die Straße der Freiheit, die direkten Sichtbezug zum Brandenburger Tor erlaubte. 1955 wird der an die TU berufene Architekt Bernhard Hermkes mit der Ausarbeitung eines verbindlichen Plans für den Ernst-Reuter-Platz betraut. Ihm geht es nicht um eine in sich ruhende, nur statische Fassung dieses Platzraumes, sondern um die Dynamik des Raumes mit einer offenen Bebauung im Sinne der städtebaulichen Leitbilder der 1950er Jahre („aufgelockerte und gegliederte Stadt“, „Stadtlandschaft“). Ansatzweise knüpft er an Entwürfe für den Alexanderplatz von Ludwig Mies von der Rohe und dessen Konzeptionen der späten 1920er Jahre an. Die gesamte Platzanlage mit umgebender Bebauung ist heute als Ensemble in der Denkmalliste eingetragen mit der Nummer 09020527. Hermkes ordnete um den Verkehrskreisel sowohl im Norden als auch im Südwesten Solitäre in Dreiergruppen von annähernd gleichgroßen Hochhausscheiben an. Ihre Schmalseiten sind jeweils zum Kreisel orientiert. Zunächst war an eine einheitliche Fassadengestaltung gedacht, tatsächlich ließ sich dies durch die unterschiedlichen Eigentümer nicht realisieren. Nacheinander entstanden das Osram-Haus (1956/57 von Hermkes,
Denkmal Nr. 09020532, 4) und das Pepper-Haus (1960–1961 von Franz H. Sobotka und Gustav Müller, Denkmal Nr. 09020533, 5), die durch einen Pavillon verbunden sind. Die dritte Scheibe wird zunächst nicht gebaut (6). Werner Düttmann ergänzte 1959–60 den Plan von Hermkes durch die einheitliche Gestaltung des Platzes (Pflasterung mit quadratischer Gliederung, Begrünung und Wasserspiele in der Mitte, Gartendenkmal Nr. 09046324). 1996/97 wurde der Ernst-Reuter-Platzes saniert. Leitbild für die City West Im Jahr 2009 wurde im Rahmen des Leitbildes für die City West auch der städtebaulicher Rahmenplan für die Technische Universität erarbeitet. Dies ist die politische und fachliche Orientierungsgrundlage zur städtebaulichen Entwicklung des TU Campus als Wissenschaftsstandort in Charlottenburg. Das Ergebnis des kooperativen Arbeits-, Diskussions- und Abstimmungsprozesses wurden Baupotentiale für den Campus festgelegt, die partiell vertieft, aktualisiert und fortgeschrieben werden. Telefunken-Hochhaus (6) (Denkmal Nr. 09020531) Deutlicher Blickpunkt und gewollte Zäsur auf der Achse des 17. Juni ist das Telefunkenhaus mit seinen 21. Geschossen und 80 m Höhe auf linsenförmigen Grundriss. Erbaut wurde es 1958–60 von Schwebes & Schoszberger, einem der beiden meistbeschäftigten Berliner Architektenbüros der Nachkriegszeit. An der Westseite des Ernst-ReuterPlatzes, zwischen Bismarckstraße und Otto-Suhr-Allee gelegen, ist es ostwest-orientiert und steht an der Stelle des kriegszerstörten Hotels „Fürst Bismarck“ (6). Nachdem sich Telefunken schon 1965 mit seiner Hauptverwaltung aus Berlin zurückzog, wurde es durch die Technische Universität weitergenutzt. Zunächst war diese Mieterin, seit dem 01.07.1975 ist die TU Berlin (Land Berlin) Eigentümerin des Hauses. Die vier Stützen, die in der Fassadenfläche der Ost- und Westansicht deutlich sichtbar sind, verjüngen sich mit dem nach oben abnehmenden Lastanfall im Querschnitt und verstärken sich nach unten mit zunehmendem Lastanfall. Zwischen dem 1. Obergeschoß und dem Erdgeschoß wird der Stützenquerschnitt um 90 Grad gedreht wodurch der Eindruck erweckt wird, als wenn die Stützen ‚auf Spitzen stehen‘. So wird das Spiel von Lasten und Tragen anschaulich dargestellt und zugleich der Anschein von Leichtigkeit erzeugt. Der Grundriss und die gesamte Form des Gebäudes sind aus funktionellen Erfordernissen des Verkehrs im Bauwerk abgeleitet. Immer wieder wird auf Ähnlichkeiten zum oft zitierte Pirelli-Hochhaus von Gio Ponti 1955–58 und zum PanAm Building in New York von Walter Gropius 1958–63 hingewiesen, doch entwickelte man hier gänzlich eigenständige Lösungsansätze für einen funktionell gut organisierten Bürohaus-Grundriss mit einer leistungsfähigen und sparsamen Konstruktion. Das ehemalige „Telefunken-Hochhaus“ ist durch die Abschrägung der Flächen des Quaders eine städtebauliche „Dominante“ der 1950er Jahre und besitzt prägende Bedeutung für das Stadtbild. Es ist ein wichtiger Orientierungspunkt und eine unübersehbare Landmarke im Schnittpunkt von „Generalszug“ (Hardenbergstraße/Otto-Suhr-Allee) und „Ost-WestAchse“ (Straße des 17. Juni/Bismarckstraße).
Geschichte der Technischen Universität Berlin
Im Zuge der rasanten Industrialisierung und naturwissenschaftlichen Entwicklung des 19. Jahrhunderts wurden in vielen europäischen Metropolen verschiedenste technische Ausbildungsstätten zu Polytechniken zusammengefasst, so auch in Berlin. Hier führte man die 1799 gegründete Bauakademie und die Gewerbeakademie zusammen. 1879 wurde am heutigen Standort der TU Berlin die Königliche Technische Hochschule Berlin (TH) gegründet. Die Wahl des Standorts war Indiz für die prosperierende preußische Stadt Charlottenburg. In den darauf folgenden Jahrzehnten war die Hochschule einer der Motoren für die rapide Entwicklung des Neuen Westens als Wohn-, Kultur-, Wirtschafts- und Einkaufsstandort. Hier wurden bis 1884 alle wichtigen Anlagen errichtet , so auch das Hauptgebäude (7), welches an der späteren Straße des 17. Juni gelegen, lange Zeit den nördlichen Abschluss des Campusgeländes bildete. Des Weiteren wurden zahlreiche Ingenieurlaboratorien errichtet, die in ihrer Zweckmäßigkeit immer den aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik widerspiegelten und zum Teil bis heute ein einheitliches Aussehen beibehielten. Eine erhebliche Erweiterung erfuhr der Campus bis 1902 durch die Ansiedlung der Hochschule der Künste entlang der Hardenbergstraße (8). Zeitgleich (1900–1902) realisierte Hermann Eggert einen ersten Erweiterungsbau westlich des Hauptgebäudes (9), der 1916 bis zum „Knie“, dem heutigen Ernst-Reuter-Platz herangeführt wurde. Diese Bauten sind südlich des Wettbewerbsgeländes bis heute erhalten und als Gesamtanlage in der Denkmalliste mit der Nummer 09040623 dokumentiert. Gebäude nach 1945 Als erster Neubau am heutigen Ernst Reuter Platz nach dem Krieg entsteht bis 1955 das TU Gebäude für Bergbau und Hüttenwesen (Denkmal Nr.: 09040623) Der Architekt ist Willy Kreuer. Zu diesem Zeitpunkt gab es für den Platz aber noch keinen Bebauungsplan. Deshalb erarbeitete Kreuer ein eigenes städtebauliches Konzept. Aus diesem ergab sich die aus den Achsen verschobene Lage seiner drei Baukörper (10). Dabei überbaute er die Herzallee (11), die so zu einer reinen inneren Erschließungsstraße des südlichen Uni Campus wird. Kreuer verwendete leichte, transparente Materialien für diesen frühesten Stahlskelettbau. Seit 1994 steht das Ensemble unter Denkmalsschutz.
Gebäude für Bergbau und Hüttenwesen
Das Gelände für die ab 1957 vorgesehene nördliche TU-Erweiterung
gehörte seit 1835 der Tonwarenfabrik „Ernst March Söhne“. Auf dem Firmengelände führte ein Verbindungsweg zum Landwehrkanal (12). Aus diesem wurde zunächst die Sophien- und dann die spätere Bellstrasse. Es erfolgte um 1900 eine Bebauung mit großbürgerlichen Villen, zwei erhaltene (Villa Stilke und Villa Holtz, Baudenkmale Nr. 09096343/2, 13) stehen heute recht unvermittelt im Inneren des Geländes, da die Straße an der sie lagen mit der TU Bebauung verschwand. Beide Villen werden TU-intern genutzt. Durch die steigenden Studentenzahlen wurden eine Vielzahl neuer Institute benötigt. Der dafür entwickelte Bebauungsplan sah auf dem Nordgelände lose Bebauungsgruppen eingebettet in Grünanlagen vor. Seither besitzt die TU eine herausragende Bedeutung für Charlottenburg und die Stadt Berlin. Zwei Weltkriege, die Teilung der Stadt, die Wiedervereinigung mit der Neuordnung der Berliner Hochschullandschaft z.B. durch das Hinzukommen der Humboldt-Universtität und den Standort Adlershof sowie politische Paradigmenwechsel waren auch für diesen Standort einschneidende Ereignisse. Während dieser Zeit hat sich die bauliche Situation des Hochschulgeländes, aber auch die organisatorische Struktur der Hochschulen fortlaufend verändert. Bedingt durch die wirtschaftliche Lage der Stadt, aber auch die Notwendigkeit zur Repositionierung in der nationalen und internationalen Hochschullandschaft, erleben die Berliner Hochschulen erneut einen Strukturwandel. Die Technische Universität Berlin ist bestrebt, sich räumlich und strukturell zu konzentrieren und ihre Lehre und Forschung mit Exzellenzbereichen und Kooperationen mit der Wirtschaft zu qualifizieren. Versuchshalle (14) 1958 entsteht mit dem Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft der erste Neubau auf dem nördlichen Erweiterungsgelände. Dieses setzt sich zusammen aus einem dreigeschossigen, nach Norden gelegenen Institutsbau und der eigentlichen Versuchshalle entlang der Straße des 17. Juni mit einer Höhe von 11,86 m. Die Errichtung aus Stahlbeton-Fertigteilen durch den Architekten Helmut Bressler war wegweisend für die Industrialisierung des Bauens im Sinne von Fertigteilen in den 1950er Jahren. Tragende Elemente treten an der Außenhaut in Erscheinung. Die Ausfachungen erfolgten mit gelblich-weißen Spaltklinkern. 1960 kam es dann zum Anbau des Gläsernen Pavillons auf der Südseite als leichte Stahl-Glas-Konstruktion. Das Gebäude steht nicht unter Denkmalschutz.
Versuchshalle des Instituts für Wasserbau und Wasserwirtschaft
Hermann-Rietschel-Institut (15) 1962 bis 1966 entstand dieses flache Gebäudeensemble für Heizungsund Klimatechnik nach Plänen von Peter Poelzig nördlich des Wettbewerbsgrundstückes.
Gebäudeensemble für Heizungs- und Klimatechnik
Heinrich-Herz-Institut (16) (Denkmal Nr.: 09096146) Eine erste Höhenmarke setzte mit seinen 14 Geschossen dieses 1964–1968 nach Plänen von Karl-Heinrich Schwennicke ausgeführte Gebäude der Nachrichtentechnik. Dominiert wird es von der großen weithin sichtigen und selbst vom Ernst Reuter Platz wahrnehmbare Radonkuppel. TU Hauptgebäude (7) (Denkmal Nr.: 09040623) Zeitgleich erhält das historische Hauptgebäude von Dübbers und Schwennicke nach Teilsprengung des kriegszerstörten Baus eine zehngeschossige weiße Hochhausscheibe als neue Nordfassade die sich zwischen den historischen Seitenflügeln aufspannt. Bemerkenswert ist das in den Stadtraum hinaus gestellte Audimax mit seiner gefalteten grauen Metallplattenverkleidung.
Franz-Fischer-Bau (17) 1963–68 wird der schräg gegenüberstehende Franz-Fischer-Bau für den TU-Fachbereich Chemie ebenfalls von Willy Kreuer vollendet. Unter einen achtgeschossigen Hochbau schiebt sich ein zweigeschossiger Flachbau. Die Trennung von Forschung und Lehre erfährt hier einen baulichen Ausdruck und mit dem neuen Fassadenmaterial PVC und der Fensterbän-
derung ergibt sich eine erstaunliche Plastizität.
Franz-Fischer-Bau an der Straße des 17. Juni
Mathematikgebäude (18) Das daneben liegende und 34,00 m hohe Gebäude der Mathematik entsteht erst von 1973–1983. Der Ölkrise Rechnung tragend wird hier ein energetischer Hightechbau von den Architekten Kohlmaier und Satory erstellt. Durch das Einbeziehen und Umbauen des ursprünglich freistehenden Hörsaales für Elektrotechnik (Karl Wilhelm Ochs, 1959, Denkmal Nr. 09096145) wird hier vom ursprünglichen Bebauungsplan abgewichen. Auch die Versuchshalle für Wassertechnik und Wasserwirtschaft (14) ist nun nicht mehr als freistehende Institutshalle wahrnehmbar.
Abb. 10: Mathematikgebäude mit der ehemaligen Versuchshalle für Wassertechnik und Wassserwirtschaft im Vordergrund
Architekturgebäude (6 +19) (Denkmal Nr.: 09020534) Das Architekturgebäudes von Hermkes erklärt sich aus seiner städtebaulichen Idee zum gesamten Bereich (Einweihung 1967). Das Hochhaus ist ost-west-orientiert. Hermkes Fassade folgt dieser schwierigen Belichtungssituation. So schützen sägeartig gestaffelte auskragende Fassadenelemente gegen die Sonneneinstrahlung und
geben der Fassade eine zusätzliche Gliederung und dem 38,94 m hohen Baukörper eine sehr plastische Wirkung. Instituts- und Seminarräume mit ihren unterschiedlichen Raumhöhen wurden in einer sinnvollen Split-Level-Lösung versetzt aufeinandergestapelt. Unterstützt durch Zwischentreppen in den großen „Lichthöfen“ an den Giebelseiten des Hochhauses ergibt sich eine optimale Zuordnung von Lehrenden und Lernenden. Diese komplexe Erschließung schafft interessante Kommunikationsräume. Zudem wird durch die großen Fensterflächen die Stadt gleichsam ins Innere geholt. Im spannungsvollen Kontrast zu dieser Neuen Sachlichkeit steht der eher organisch konzipierte Flachbau (Höhen zwischen 7,13 m und 14,64 m). Jedoch sind die vorgelagerten Hörsäle ebenfalls von Hermkes. Dieser nördliche Flügel, der unmittelbar an das Hochhaus angehängt ist, und der in dessen Eingangshalle räumlich offen übergeht, wird durch eine Cafeteria am Innenhof und durch eine großzügige zweigeschossige Ausstellungshalle mit Galerie über der Cafeteria genutzt; der östliche Flügel nimmt in der nordöstlichen Ecke zwei übereinander gestapelte Hörsäle auf, der kleine Hörsaal (mit 94 Plätzen) wird vom Erdgeschoss, der große Hörsaal (mit 370 Plätzen) vom Galeriegeschoss erschlossen. Erst die daran anschließenden und durch eine Dehnfuge abgetrennten Flügel (1962–1979) gehen auf Hans Scharoun zurück (19). Dieser wollte für den von ihm aufgebauten Lehrstuhl ein passendes Lehrgebäude entwerfen. Hier sind die öffentlichkeitsbezogenen Einrichtungen untergebracht, der Ausstellungsbereich und die Verbindungsinstitute zu anderen Fakultäten und Institutionen sowie die beiden Städtebauinstitute mit dem ehem. Planersaal (heute die Fachbereichsbibliothek Architektur).
Abb. 11: Architekturgebäude mit Flachbau und Hochhaus
Der zweigeschossige, teilweise dreigeschossige Flachbau mit U-förmigem, schiefwinkligem Grundriss ragt aus der orthogonalen Anordnung der Neubebauung des Nordgeländes und des Platzes heraus, basiert aber auf der städtebaulichen Planung von Hermkes. In konstruktiver Hinsicht ist er wie der Hochbau ein Stahlbetonskelettbau. Treppenhauskerne, Nass-
raumblöcke und Wandscheiben sorgen für die notwendige Steifigkeit und Standfestigkeit. Die Dachgeschosse des Flachbaus werden zusätzlich durch nach Norden orientierte shedartige Oberlichter belichtet. Verkleidet ist das Gebäude an allen tragenden Außenwänden mit dunklem Theumarer Schiefer, hier ist die Fassade nur durch Lochfenster gegliedert. Der an der offen verglasten hofartigen Innenseite gelegene, in Terrassen sich abstaffelnden, Garten-Tiefhof (Gartendenkmal Nr. 09046365) wurde von Hertha Hammerbacher gestaltet. Über diesen hinweg führt eine Brücke vom erhöhten Vorplatz des Architekturfakultätsgebäudes nach Osten zum Eingang des Flachbaus. Diese Grünfläche stellt eine gelungene Raumschöpfung am Rande des großen Platzes dar, an dem die beiden Bauteile – Hochhaus und Flachbau – eine in sich spannungsvolle Baukörpergruppe bilden. Die bauliche Anlage besitzt große Bedeutung für das Stadtbild sowohl als Teil der Randbebauung des Ernst-Reuter-Platzes als auch als Auftakt der Straße des 17. Juni.
Wettbewerbsbereich
Wettbewerbsfläche Die Wettbewerbsfläche Straße des 17. Juni 144 A ist Teil des sogenannten Nordgeländes des Universitätscampus der TU Berlin. Es liegt zwischen dem westlich gelegenen Seitenflügel des Architekturgebäudes, dem sich nördlich befindenden Gebäude des Hermann-Rietschel-Instituts und dem sich östlich anschließenden Mathematikgebäude bzw. der Versuchshalle des ehemaligen Instituts für Wasserbau und Wasserwirtschaft. Die Wettbewerbsfläche unterteilt sich in eine bebaubare Fläche und in Freiflächen, die im Zusammenhang mit der Baumassnahme mit gestaltet werden sollen. Dieser Verflechtungsbereich wird in Abb. 5 rot markiert dargestellt und ist räumlich mitzudenken.
Abb. 12: Wettbewerbsfläche
Eigentum Der Wettbewerbsbereich ist Eigentum des Landes Berlin, die Nutzung ist übertragen an die Technische Universität Berlin. Topographie Der Wettbewerbsbereich weist lediglich eine Höhendifferenz von bis zu 25 cm auf. Die Höhenordinaten der Freiflächen im Bereich der Straße des 17. Juni und derer im Bereich des Instituts für Heizung und Lüftung liegen im Wesentlichen zwischen 34,44 und 34,69 mNHN. Die jeweilige exakte Höhenlage eines Geländepunkts ist dem auf der CD unter 4.1.2_Informationspläne zu findenden Lageplan zu entnehmen. Baugrund Der Wettbewerbsbereich liegt im Talsandbereich des jungpleistozänen Warschau-Berliner-Urstromtals. Der oberflächennaher Schichtenaufbau besteht im Allgemeinen aus mehreren Metern mächtigen glazifluviatilen Sanden. Es handelt sich hierbei meist um Fein- bis Mittelsande mit gelegentlichen grobsandigen bis kiesigen Einlagerungen. Als Anhaltspunkt über die Schichtenfolge des Untergrundes finden sich im Anhang Schichtenverzeichnisse verschiedener Bohrungen im Wettbewerbsbereich. Grundwasser Der Grundwasserstand des Hauptgrundwasserleiters steht im Bereich des Wettbewerbsbereichs in ungespannten Zustand an. Die Grundwasserdruckhöhe entspricht der Grundwasseroberfläche. Die Ermittlung der Grundwasserstände beruht auf der flächenhaften Interpolation von Grundwasserwerten, die an den Messstellen in der näheren/weiteren Umgebung des Grundstücks seit dem Jahr 1937 festgestellt wurden. Der aus diesen beobachteten Werten für das Grundstück interpolierte höchste Grundwasserstand (HGW) trat im Jahr 1946 auf und betrug ca. NHN +31,7 m. Allerdings kann nicht ausgeschlossen werden, dass vor der Aufnahme der Messreihen der Grundwasserspiegel höher gestiegen war. Im Februar 2009 lag der aktuelle Grundwasserstand im Grundstücksbereich bei etwa NHN +30,8 m (siehe Anhang 4.1.3 Schichtenverzeichnis). Altlasten Zurzeit ist der Wettbewerbsbereich nicht im Bodenbelastungskataster registriert und nach derzeitigem Kenntnisstand gibt es keine Hinweise auf schädliche Bodenverunreinigungen und Altlasten. Kampfmittel Nach gegenwärtigem Kenntnisstand bestehen keine konkreten Anhaltspunkte auf das Vorhandensein von Kampfmitteln. Es ist deshalb nicht erforderlich, Maßnahmen der Kampfmittelberäumung durchzuführen. Freiflächen Die Freiflächen im Umfeld des Wettbewerbbereichs weisen unterschiedliche Qualitäten auf. Der westliche Teil und der Haupteingangsbereich zum Mathematikgebäude sind gestalterisch unbefriedigend. Der Zustand der übrigen Freiflächen lässt die bestehenden landschaftsarchitektonischen Elemente (Rasenflächen, Solitäre, Bodenbelagwechsel) erst auf den zweiten Blick erkennen.
Baumbestand Die Wettbewerbsbereich weist einen gemischten Baumbestand unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Art auf. Vor der Wettbewerbsbereich befindet sich entlang der Straße des 17. Juni ein aus mehreren Baumreihen bestehender Grünzug. Im Zuge der Umgestaltung der Parkplatzflächen nördlich der Straße des 17. Juni wurde dieser Grünzug durch Neuanpflanzungen ergänzt. Bauablauf Alle Baumaßnahmen müssen bei laufendem Hochschulbetrieb erfolgen. Das Projekt soll innerhalb einer besonders kurzen Planungs- und Bauzeit durchgeführt werden. Die Fertigstellung ist für Ende 2012 vorgesehen. Dieser Zeitrahmen steht im Zusammenhang mit der Aufgabe von Mietverhältnissen derzeitiger Standorte der Institute der Fakultäten IV und V und deren Umzug in den zu realisierenden Neubau des Forschungszentrums für Maschinenbau und Informatik.
Elektrizität Die übergeordnete Stromversorgung erfolgt entlang der Straße des 17. Juni. Die einzelnen Gebäude werden dabei durch Stiche, die von 110 kV Hauptleitungen abgehen, versorgt. Erdgas Parallel zur Straße des 17. Juni verläuft entlang des südlichen Randes des Wettbewerbsgebietes eine Hochdruckleitung. Fernwärme Das TU-Gelände ist an das Fernwärmenetz angeschlossen. Die Hauptleitungstrassen verlaufen entlang der Straße des 17. Juni. Die Anbindung der Campusgebäude erfolgt u.a. über einen Anschlussleitung westlich entlang des Institutes für Wasserbau (Nr. 144A). Die zur Zeit über die Wettbewerbsfläche verlaufende Leitung wird dem Entwurf entsprechend verlegt. Trinkwasserversorgung Leitungen für die Trinkwasserversorgung verlaufen in der Straße des 17. Juni südlich entlang des Wettbewerbsbereiches. Es handelt sich um 100 und 150 Gussrohre. Im Zuge der Planung sind die derzeit vorhandenen Anschlussleitungen möglichst zu nutzen (siehe Leitungsplan Punkt 4.1.2). Abwasser Leitungen für das städtische Abwasserrohrsystem verlaufen in der Straße des 17. Juni südlich entlang des Wettbewerbsbereiches. Südlich entlang des Wettbewerbsbereiches befindet sich ein Mischkanal (DN 360) und unterhalb des Flachbaus der Architektur Fakultät (Nr. 152) ein weiterer Mischkanal (DN 480). Im Zuge der Planung sind die derzeit vorhandenen Anschlussleitungen entsprechend zu verlegen. Regenwasser Das Regenwasser wird über diverse Sammelleitungen in die Regenwasserableitung der Straße des 17. Juni geführt. Südlich entlang des Wettbewerbs-
bereiches befindet sich ein Mischkanal (DN 360) und unterhalb des Flachbaus der Architektur Fakultät (Nr. 152) ein weiterer Mischkanal (DN 480). Telekommunikation Die Versorgung des Standorts erfolgt über eine Fernmeldeleitung entlang der Straße des 17. Juni. Die Anbindung erfolgt u.a. über einen Übergabeschacht zwischen dem Institut für Mathematik (Nr. 136) und dem Institut für Chemie (Nr. 124). Löschwasser Im an das Wettbewerbsgebiet angrenzenden öffentlichen Gehwegbereich nahe dem Institut für organische und technische Chemie (Nr. 124) befindet sich ein Löschwasserbrunnen mit Bohrpunkt.
Übergeordnete Erschließung Der Wettbewerbsbereich liegt an der der Straße des 17. Juni., der Hauptverkehrsachse in Ost-West-Richtung im Berliner Stadtgebiet. Über die zu dieser Achse gehörende Bismarckstraße und dem darauffolgenden Kaiserdamm kann die Stadtautobahn A 100 über die Ausfahrt Kaiserdamm erreicht werden. Die Entfernung zwischen dem westlichen Stadtzentrum am Kurfürstendamm/ Tauentzienstraße und dem Wettbewerbsgrundstück beträgt ca. 1 km. Das 6 km entfernt liegende östliche Stadtzentrum am Alexanderplatz kann über die Verlängerung der Straße des 17. Juni und der Straße Unter den Linden erreicht werden. Erschließung des Wettbewerbsbereichs Der Wettbewerbsbereich liegt im sogenannten Nordgelände des Charlottenburger TU-Campus. Im Süden wird dieser durch die Straße des 17. Juni, in westlicher Richtung durch die Marchstraße und in östlicher/ nördlicher Richtung durch das Einsteinufer begrenzt wird. Die Funktionen der Erschließung, Anlieferung und Entsorgung werden über die Straße des 17. Juni gewährleistet. PKW und LKW Es gibt zurzeit eine Zufahrt zum Wettbewerbsgelände, die über die Straße des 17. Juni und den sich daran anschließenden Parallelfahrbahnen erreicht werden kann. Fahrrad Die Fahrräder sollen an in der Nähe des zu planenden Haupteingang des Neubaus in Fahrradständern abgestellt werden. Fußgänger Fußläufig kann das Gelände neben den bereits genannten Zugängen über die internen Erschließungsstraßen auf dem TU-Campus betreten werden. ÖPNV In fußläufiger Entfernung zum Wettbewerbsgebiet liegt der U-Bahnhof Ernst-Reuter-Platz der U-Bahnlinie U2 und unweit des Charlottenburger
Areals der TU der S-Bahnhof Tiergarten. Von beiden Bahnhöfen ist der Anschluss an die BVG-Netzstrecke und an die Regionalbahnen möglich. Zudem befinden sich am Ernst-Reuter-Platz die Bushaltestellen Marchstraße und Ernst-Reuter-Platz der Buslinien 245, M45 und X9.
Flächennutzungsplan Der FNP 94 (Neubekanntmachung vom Januar 2004) stellt das Gebiet, auf dem sich das Wettbewerbsgrundstück befindet, als Gemeinbedarfsfläche mit der Zweckbestimmung Hochschule und Forschung dar. Planungsrecht Es gelten die Bebauungspläne mit den Nummern VII-120 vom 04.02.1963 und VII-72 vom 12.02.1965. Bauordnungsrecht Die Genehmigung des Bauvorhabens erfolgt durch das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf. Denkmalschutz
Abb. 13: Übersicht über den Denkmalbereich und Baudenkmale
Das Wettbewerbsgebiet grenzt unmittelbar an den als Denkmalensemble mit der unter der Kennziffer 09020527 in der Denkmalliste eingetragenen Ernst-Reuter-Platz an. Ferner wird das benachbarte Gebäude der Architekturfakultät in der Denkmalliste als Baudenkmal unter der Kennziffer 09020534 geführt. Grundsätzlich ist die Einhaltung der denkmalschutzrechtlichen Belange zu beachten, insbesondere der Umgebungsschutz unter Berücksichtigung und Beachtung des Gesetzes zum Schutz von Denkmalen in Berlin (Denkmalschutzgesetz Berlin – DSchG Bln)
Das Forschungszentrum für Maschinenbau und Informatik
Mit einem Schwerpunkt möchte die TU Kooperationen im Bereich des Maschinenbaus und der Informatik stärken. Der geplante Neubau eines „Forschungszentrums für Maschinenbau und Informatik“ der TU Berlin, für den die zentrale Lage am Campus in Charlottenburg ausgewählt wurde, soll das entstehende „Berliner Zentrum für Maschinen-Intelligenz (Berlin Center for Machine Intelligence – BCMI) aufnehmen, für das es an der TU bisher keine Räumlichkeiten und technische Ausstattung gibt. Wissenschaftliches und ökonomisches Ziel des Vorhabens ist es, Methodenentwickler und -anwender maschineller Intelligenz gezielt in einem Zentrum zusammenzuführen, um durch hohe Interdisziplinarität und räumliche Nähe, den bisher bestehenden Nachteil aufzuheben, dass zwischen der Entwicklung neuer, leistungsfähiger Methoden und deren Anwendung in den Disziplinen zu lange Zeiträume liegen. Die TU Berlin kombiniert dabei ihren deutschlandweit einzigartigen starken Fokus im Bereich des maschinellen Lernens und der statistischen Modellbildung mit ihrer Stärke auf dem wissenschaftlich und wirtschaftlich bedeutsamen Gebiet des Maschinenbaus. Ein weiteres Standbein des Zentrums wird im Bereich der Neurowissenschaft und Medizintechnik sein, der wie der Maschinenbau, stark von der maschinellen Intelligenz profitieren kann, gleichzeitig aber auch durch die gezielte Erforschung menschlicher Intelligenz von zentraler Bedeutung für Inspiration und Fortschritt in der maschinellen Intelligenz ist. Die Kombination dieser Bereiche wird der TU Berlin erlauben, auch weiterhin die Methodenentwicklung im maschinellen Lernen zu prägen, und gleichzeitig durch den beschleunigten Methodentransfer die Führungsrolle des Maschinenbaus und der Neurowissenschaft zu bestätigen. Derartige Vorhaben lassen sich jedoch nur durch gute Arbeitsbedingungen, wie optimale Infrastruktur und räumliche Nähe, realisieren. Das gilt sowohl für die wissensvermittelnden, die wissenschaftlichen als auch für die ökonomischen, auf Technologietransfer bedachten Aspekte. Im Gebäude sollen die erforderlichen Seminarräume (gleichzeitig auch Schulungsräume für interne und externe Hörer aus Wissenschaft und Industrie), PC-Pools und Büros der Fachgebiete der Fakultäten IV (Elektrotechnik und Informatik) und V (Verkehrs- und Maschinensysteme) sowie deren Fakultäts-Service-Center untergebracht werden, die am dargestellten Kooperationsschwerpunkt beteiligt sind. Die geplante räumliche Ausstattung und die technische Infrastruktur sollen
Wissensvermittlung in räumlicher Nähe zur Forschung mit Anschauungsmöglichkeiten und Möglichkeiten für eigene Untersuchungen parallel zu den Schulungen ermöglichen. Großversuchsflächen des Maschinenbaus sind bereits in einem separaten Vorhaben in der Durchführung. Sie entstehen in der benachbarten Versuchshalle des ehemaligen Instituts für Wasserbau und Wasserwirtschaft. Die Versuchsflächen sollen in Kürze in Betrieb genommen werden. Fakultät IV – Elektrotechnik und Informatik – Die Fakultät IV ist im Rahmen der letzten Strukturreform an der Technischen Universität Berlin 2000 aus den ehemaligen Fachbereichen 12 – Elektrotechnik – und 13 – Informatik – gebildet worden. Zur Zeit gliedert sich die Fakultät in sechs Institute und die zwei fakultätsunmittelbaren Einrichtungen der Fakultätsverwaltung und des Informatik Rechnerbetriebs auf. Die Fakultät IV betreut in der Lehre drei eigenständige Studiengänge und nimmt Serviceleistungen für andere Fakultäten wahr. Elektrotechnik Die Elektrotechnik ist eine Disziplin der technischen Wissenschaften, die sich mit den ingenieurwissenschaftlichen Anwendungen der Elektrizität und deren physikalischen Begleiterscheinungen befasst. Sie beschäftigt sich mit der Umwandlung primärer Energieformen in elektrische Energie, ihre Weiterleitung, Verteilung und Wandlung sowie mit der Übertragung, Vermittlung und Verarbeitung von Nachrichten und Informationen. Die Planjahrgansstärke beträgt 340 Studierende. Informatik Die Informatik befasst sich mit allen Aspekten der automatischen Informationsvermittlung einschließlich der Wechselwirkungen mit dem gesellschaftlichen Umfeld. Insbesondere gehören dazu die Analyse von Grundbegriffen (Information, Daten, Algorithmen, Sprache, Maschinen, Systeme), die Funktion von Datenverarbeitenden Maschinen, die Organisation, Darstellung und Bearbeitung von Daten, die Anwendung Datenverarbeitender Maschinen, die Wirkung dieser Anwendung, die Weiterentwicklung der Methoden und Maschinen. Die Zulassungszahlen liegen bei 300 Studierenden pro Jahr (zulassungsbeschränkt). Technische Informatik Der Studiengang wurde bereits 1991/1992 als gemeinsames Projekt der heute in einer Fakultät vereinigten ehemaligen Fachbereiche Informatik und Elektrotechnik entwickelt. Er befasst sich mit der Entwicklung von komplexen, digitalen Systemen, angewendet z.B. in Maschinensteuerungen, Automatisierungen fertigungs- und verfahrenstechnischer Prozesse, computerintegrierten Fertigungen und komplexen Prozessleitsystemen. Die Zulassungszahlen liegen bei 130 Studierenden pro Jahr (zulassungsbeschränkt). Die Fakultät V – Verkehrs- und Maschinensysteme – Die Fakultät V ist im Rahmen der letzten Strukturreform an der Technischen Universität Berlin 1998 aus den ehemaligen Fachbereichen 10 – Verkehrswesen und angewandte Mechanik – und 11 – Maschinenbau und Produktionstechnik – gebildet worden. Zur Zeit gliedert sich die Fakultät in sieben Institute.
Die Fakultät Verkehrs- und Maschinenbausysteme ist mit 4.600 Studierenden die größte ingenieurwissenschaftliche Fakultät der TU. Sie bildet sechs Studiengänge aus. Maschinenbau Das Spektrum des Maschinenbaus ist weit gefächert. Es umfasst die Entwicklung und Konstruktion kleinster Maschinen, wie z.B. Mikrotechnische Motoren und Getriebe in der Medizintechnik, Elemente in der Fahrzeugtechnik sowie auch Motoren in der Schiffstechnik und ganze Fabrikanlagen. Die Planjahrgangsstärke beträgt 300 Studierende, inklusive des Studiengangs für Informationstechnik im Maschinenwesen. Informationstechnik im Maschinenwesen Der Studiengang befasst sich mit der Schnittstelle Maschinenbau, Verfahrenstechnik und Informationstechnik. Er wird gemeinsam mit der Fakultät III – Prozesstechnik – angeboten. Physikalische Ingenieurwissenschaft Der Studiengang verbindet die Grundlagenorientierte Erforschung Mathematischer und physikalischer Methoden mit der ingenieurswissenschaftlichen Anwendung. Die Planjahrgangsstärke beträgt 30 Studierende. Verkehrswesen Der Studiengang verfolgt das Ziel, die technischen Aspekte des Verkehrs und der Verkehrsmittel mit den planerischen, sozialen, ökonomischen und ökologischen Aspekten der gesellschaftlichen Mobilität zu verbinden. Dabei werden die Luft- und Raumfahrttechnik, Schiffs- und Meerestechnik sowie Planung und Betrieb der Verkehrssysteme einzeln und in ihrer Vernetzung betrachtet. Die Planjahrgangsstärke beträgt 210 Studierende. Global Production Engineering Neben der Produktionstechnik spielt der Technologie- und Wissenstransfer in Entwicklungsländern sowie die interkulturelle Kommunikation eine große Rolle. Der zweijährige internationale Masterstudiengang richtet sich insbesondere an ausländische Studierende. Das Studium findet zum großen Teil in Lehrveranstaltungen mit Projektcharakter statt. Die Studierenden lernen in Teamarbeit, aktuelle und praxisorientierte Probleme ganzheitlich zu lösen. Die Aufgabenstellungen entstehen aus der direkten Zusammenarbeit mit der Industrie. Neue Erkenntnisse aus der Forschung fließen unmittelbar in die Lehre mit ein. Moderne Informationstechnik spielt im Studium eine zunehmend größere Rolle. Sie wird z.B. eingesetzt zur Arbeitsorganisation von Projektgruppen und zur didaktischen Unterstützung in Form von E-Learning-Modulen. Bereits im Grundstudium werden in PC-Pools mit spezieller CAD-Software 3D-Konstruktionen am Rechner erstellt, im Hauptstudium die technischen Neuheiten vertieft. Forschung Die Fakultät Verkehrs- und Maschinenbausysteme ist eine der forschungsund drittmittelstärksten Fakultäten der TU. Zu den Kernkompetenzen gehören folgende Themenfelder: – Mobilität und Verkehrsträger und -systeme
Produktionstechnische Systeme Mechatronik, Mikrosystemtechnik und medizinische Systeme Mensch – Maschine – System
Die Kompetenzfelder sind zueinander komplementär. So kommt z.B. die Mikrosystemtechnik sowohl in der Medizintechnik als auch in den telematischen Systemen der Fahrzeugtechnik zum Einsatz.
Der Neubau des Forschungszentrums für Maschinenbau und Informatik der Technischen Universität Berlin gehört zur baulichen Entwicklungsplanung der TU Berlin. Im Rahmen dieser Planung sollen in den nächsten Jahren Mietgebäude aufgegeben und die bereits entwickelten Standorte ausgebaut und städtebaulich verdichtet werden. Das gesamte Raumprogramm umfasst eine Hauptnutzfläche von ca. 7.100 qm für Seminarräume, Praktika- und Kurssäle sowie Büros für Hochschulund Forschungszwecke. Nebennutz-, Verkehrs- und Funktionsflächen sind in angemessenen Umfang zusätzlich anzuordnen, dabei soll sich deren Flächenanteil in einem wirtschaftlichen Verhältnis zur Hauptnutzfläche bewegen. Bei der Konzeption der Flächen für die Institute wird auf die Möglichkeit besonders Wert gelegt, die jeweiligen inneren Organisationen im weiteren Betrieb flexibel gestalten zu können (siehe 4.1.4 Funktionale Anforderungen, Funktionsdiagramme). Folgende Institute der Fakultäten IV und V sollen im Neubau des Forschungszentrums untergebracht werden: Fakultät IV Institut für Telekommunikationssysteme 4 Fachgebiete Institut für technische Informatik und Mikroelektronik 2 Fachgebiete Fakultäts-Service-Center sowie gemeinsam genutzte Flächen der Fak. IV Fakultät V Hermann-Föttinger-Institut für Strömungsmechanik 3 Fachgebiete Institut für Land- und Seeverkehr 4 Fachgebiete Institut für Konstruktion, Mikro- und Medizintechnik 3 Fachgebiete Fakultäts-Service-Center sowie gemeinsam genutzte Flächen der Fak. V
Der Masterplan für den Campus sieht den Wettbewerbsbereich als Standort für das Forschungszentrum für Maschinenbau und Informatik. Die genaue Positionierung und die Figur des Gebäudes werden aber durch das Wettbewerbsverfahren ausformuliert. Bei der Planung sollten auch die denkmalpflegerischen Belange berücksichtigt werden. Ziel des Wettbewerbes ist es, einen gestalterisch anspruchsvollen Entwurf an diesem städtebaulich wichtigen Ort zu erhalten. Der Entwurf muss eine Antwort auf die räumliche Enge, das städtebauliche und denkmalgeschützte Umfeld und dem Campuscharakter des Grundstückes finden. Der städtebauliche Charakter der vorhandenen Torsituation zum Ernst-Reuter-Platz von der Straße des 17. Juni aus darf nicht beeinträchtigt werden. Dies ist auch für die Sichtbeziehungen zum Telefunkenhochhaus (Architekten: Paul Schwebes und Hans Schoszberger), das als Dominante an der Westseite des Platzes errichtet wurde, von besonderer Bedeutung.
Der städtebauliche Zusammenhang des als Denkmalbereich (Ensemble) geschützten Ernst-Reuter-Platzes darf nicht zerstört werden. Deshalb sollte sich der vorgesehene Neubau des Forschungszentrums für Maschinenbau und Informatik sensibel in das Umfeld einfügen. Es wird als besondere Herausforderung gesehen, einen Neubau neben die Gebäude von Scharoun und Hermkes zu planen. Der durch die Bebauung der verschiedenen Institutsgebäude auf dem Gelände entstandene offene Campuscharakter und die typische aufgelockerte Bebauungssituation sowie die Solitärstellung des Architekturgebäudes sollten sowohl aus der Ost- als auch aus der Westansicht sichtbar bleiben und nicht nachteilig verändert werden. Die Situierung und Ausformung des Neubaus kann als weitgehend eigenständiger Baukörper formuliert werden. Es ist jedoch darauf zu achten, dass eine funktionale Anbindung an den Gebäudebestand der Versuchshalle erreicht wird. Die Versuchshalle ist zum großen Teil renoviert worden und gehört zum neu zu errichtenden Institutsgebäude. Im westlichen Bereich besteht die Möglichkeit, drei Gebäudeachsen der Versuchshalle abzureißen. Mit dem architektonischen Entwurf sind die baulichen Möglichkeiten für die Minimierung des Energiebedarfes auszuschöpfen (kompakte Bauweise, guter sommerlicher Wärmeschutz, Tageslichtnutzung dort wo gewünscht, u. a.). Es wird ein Gebäude gewünscht, das auf zukünftige Nutzungsansprüche flexibel reagieren kann.
Das neue Gebäude soll mehrere funktionale Anforderungen erfüllen, die zukünftig für Lehre und Forschung der Fakultäten unerlässlich sein werden: Verbesserung der Zusammenarbeit durch Reduzierung der Fakultätsstandorte und Unterbringung einer Mehrzahl der Fachgebiete eines Instituts an einem Ort Verbesserung der derzeitigen studentischen Arbeitsbedingungen durch Herstellung neuer/ zusätzlicher Infrastrukturflächen Gewährleistung der technischen Voraussetzungen für gleiche Lernund Arbeitsbedingungen Angebot von Flächen für Kooperationen
Eingangssituation Der Neubau soll eine eindeutige gut auffindbare und angemessen gestaltete Eingangssituation haben. Dies soll auch zur Adressenbildung des Forschungszentrums dienen. Innerhalb des Gebäudes ist eine gute Orientierung sicher zu stellen, die klare Funktionszusammenhänge erkennen lässt. Die benachbarte Versuchshalle des ehemaligen Instituts für Wasserbau und Wasserwirtschaft wird renoviert und mit modernen Versuchsflächen
ausgebaut. Zukünftig wird die Halle von Fachgebieten des Maschinenbaus genutzt, die im geplanten Neubau angesiedelt werden. Zwischen dem geplanten Neubau und der Versuchshalle entsteht dadurch ein enger funktionaler Zusammenhang. Die Halle soll im Erdgeschoss direkt vom Neubau aus zugänglich oder über einen wettergeschützten Zugang zu erreichen sein. Anlieferung Das Gebäude muss für Lieferfahrzeuge erreichbar sein und das Be- und Entladen der Fahrzeuge muss unabhängig vom Personeneingang zu organisieren sein. Die Anlieferung erfolgt über die Parallelspur zur Straße des 17. Juni. Eine Anbindung an einen vorzusehenden Aufzug, der alle Geschosse erschließen und als Lastenaufzug (Mindest-Innenmaß 1,10 m x 1,80 m) nutzbar sein sollte, ist in der Planung zu berücksichtigen. Interne Erschließung Es ist ein Aufzug für mobilitätseingeschränkte Personen vorzusehen. Wichtig ist in diesem Zusammenhang eine stufenlose Anbindung vom Außenbereich in den Innenbereich des Gebäudes an diesen Aufzug. Verwaltungs-/ Büroräume Die Büroräume der Fakultäts- Service-Center der Fakultäten IV und V sollen gemeinsam auf einem Geschoss in den unteren Geschossen angeordnet werden. Die Räume der Fachgebiete sollen möglichst abfolgend in einem Geschoss angeordnet oder über eine kurze vertikale Anbindung verbunden sein. Seminar-/ Arbeitsräume Publikumsintensive Bereiche wie Seminar- und Pool-Räume ab 10 Arbeitsplätze sind in den unteren Geschossen anzuordnen. WC-Anlagen Die erforderlichen WC-Anlagen sind in jedem Geschoss anzuordnen. Pro Geschoss ist ein WC für Rollstuhlfahrer vorzusehen. Putzraum In allen Geschossen ist ein Putzraum mit Be- und Entwässerung in der Größe von 10,00 qm vorzusehen. Pförtnerraum/ Haumeisterraum Im Erdgeschoss ist ein Pförtner- bzw. Haumeisterraum in der Größe von 15,00 qm vorzusehen. Erste-Hilfe-Raum Im Erdgeschoss ist ein Erste-Hilfe-Raum mit Be- und Entwässerung in der Größe von 15,00 qm vorzusehen, der sich neben dem Pförtnerraum befinden sollte. Technik Insbesondere ist auf eine vorhandene Trassenführung der Ver- und Entsorgungseinrichtungen zu achten. Alle anderen Versorgungsmedien
liegen an der Grundstücksgrenze im Bereich der Straße des 17.Juni. Heizung Das benachbarte Gebäude des Instituts für Wasserbau und Wasserwirtschaft wird zur Zeit mit Fernwärme versorgt. Der zu planende Neubau wird mit Fernwärme versorgt. Dazu ist eine Übergabestation im Neubau vorzusehen. Raumlufttechnik und raumklimatische Anforderungen Alle Räume der Raumgruppe Büros/ personengebundene Räume und Praktika- und Kursräume mit weniger als 10 Plätzen sind natürlich zu belüften. Alle Seminarräume, PC-Pools mit mehr als 10 Plätzen, das Labor und alle Besprechungsräume werden raumlufttechnisch behandelt. Technische Ausrüstung Die Technische Ausrüstung ist entsprechend den Standards des öffentlichen Bauens vorzusehen. Alle Arbeitsplätze werden mit modernen Medien für Kommunikation und Datenübertragung ausgestattet. Sie sind nach den Standards für sichere und gesundheitsgerechte Bildschirmarbeitsplätze zu gestalten. Natürliche Belichtung Alle Räume der Raumgruppen 1.0 bis 4.0 und der Raumgruppe 6.0 sollen natürlich belichtet sein. Eine natürliche Belichtung ist gewährleistet, wenn die Räume nicht tiefer als 8,40 m sind.
Freiflächen / Außenanlagen / Erschließung / Stellplätze
Die Erschließung des Wettbewerbsbereichs soll von der Straße des 17. Juni aus erfolgen. Für die Erschließung des Bestandsgebäudes ist eine Durchfahrt vorzusehen, die einen direkten Zugang zum Hof ermöglicht. Der Wettbewerbsbereich soll als Campus- und Aufenthaltsbereich angemessen gestaltet werden. Es sind keine Müll-Container für die Entsorgung vorzusehen, da die Abfälle zentral durch die Universität entsorgt werden. Bei der Anlage der Freiflächen ist darauf zu achten, dass die Versiegelung der Flächen auf ein Minimum beschränkt wird. Befestigte Flächen sollen möglichst direkt in die anliegenden unbefestigten Flächen entwässern. Ein Nachweis von Kraftfahrzeugstellplätzen auf dem Grundstück ist nicht erforderlich, da das zu planende Gebäude gut ans öffentliche Verkehrsnetz angeschlossen ist. Es sind 4 PKW-Stellplätze für Behinderte und 30 Fahrrad-Stellplätze in der Nähe des Haupteingangs des Neubaus auf der Wettbewerbsfläche nachzuweisen. Laut Bedarfsprogramm sind für die Außenlagen 400.000 Euro (netto) vorgesehen.
Nachhaltigkeit / Energieeffizienz / Ökologische Zielsetzung
Das Gebäude ist besonders unter dem Aspekt der Energieeffizienz als Niedrigenergiegebäude zu planen, das den Anforderungen der EnEV 2009 entspricht. Bei der Entwurfsbearbeitung sind die Planungsprinzipien der Nachhaltigkeit anzuwenden, die eine ausgewogene Beachtung ökologischer, ökonomischer und sozialer Aspekte erfordern. Folgende Ziele hinsichtlich der Nachhaltigkeit sind zu berücksichtigen: Sicherstellung eines geringen Energiebedarfs (Gebäude, Anlagentechnik) Optimierung der Tageslichtnutzung sehr gute akustische Raumeigenschaften und Sprachverständlichkeit Langfristige und flexible Nutzungsqualität Kosteneffizienz bei Baukosten Minimierung der Betriebskosten ggfs. Bedarfsgerechte natürliche Lüftung Reduktion von Immissionen und Emissionen Kompaktheit (A/V) der Gebäudeform und Zonierung der Nutzungsbereiche Hohe thermische Qualität, Fugendichtheit und wärmebrückenfreie Konstruktionen der Gebäudehülle Bedarfsgerechte hocheffiziente Lüftungsanlagen (wo erforderlich) Einsatz von Steuerungs- und Regelungsstrategien zum optimalen Betrieb Prüfung des Einsatzes solarer Energienutzung (Duschwasser, Heizungsunterstützung, Strom) Prüfung der Regen- und Grauwassernutzung Erneuerbare-Energie-Wärmegesetz (EEWärmeG)
Ökologische Planungskriterien Prinzipien des ökologischen Bauens sind in den „Ökologischen Kriterien für Bauwettbewerbe“ beschrieben (Stand Juli 2007, s. Teil 4.1.6). Für die Konstruktion und Bauausführung sollen danach nur Materialien und Bauteile zur Anwendung kommen, die hinsichtlich ihrer Gewinnung, Transport, Verarbeitung, Funktion und Beseitigung eine hohe Gesundheitsund Umweltverträglichkeit sowie eine hohe Lebensdauer aufweisen.
Nach der Landeshaushaltsordnung ist der Bauherr verpflichtet, seine Mittel sparsam und wirtschaftlich zu verwenden. Die Wirtschaftlichkeit des Entwurfes ist daher ein entscheidendes Kriterium bei der Beurteilung der Wettbewerbsarbeiten. Dies bezieht sich auf:
Es wird vorausgesetzt, dass bei der Planung umweltfreundliche Baustoffe
verwendet und technische Systeme auf ein Minimum reduziert werden (die Verwendungsverbote und -beschränkungen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung sind zu beachten, s. Anhang). Die Planung hat sich am Prinzip des kostensparenden Bauens zu orientieren. Hierzu sind folgende Kriterien zu berücksichtigen: kompakte, klare und funktionale Grundrissorganisation, Reduzierung der Verkehrsfläche auf ein notwendiges Maß natürliche Belichtung der Räume natürliche Belüftung der Räume Verzicht auf aufwendige Konstruktionen Minimierung der Oberfläche, Kompaktheit Optimierung des Verhältnisses von verglaster zu geschlossener Fassadenfläche Reduktion der Materialwahl, Instandsetzungsfähigkeit, Alterungsfähigkeit des Materials
Eine wesentliche Fragestellung des Wettbewerbes ist es, welche architektonische und konstruktive Konzeption die Teilnehmer vorschlagen, um das von ihnen dargestellte Entwurfskonzept unter den genannten Kosten- und Qualitätsanforderungen zu realisieren. Um eine Beurteilung der Wettbewerbsbeiträge unter diesen Gesichtspunkten zu ermöglichen, werden konkrete Aussagen zur Konstruktion und zum Ausbau erwartet. Um die Vergleichbarkeit der Wettbewerbsbeiträge zu gewährleisten, ist dabei – neben der Darstellung des Entwurfsansatzes in Skizzen und Textform – eine Beschreibung der Konstruktion und Materialien (Baubeschreibung in Anlehnung an DIN 276, Kostengruppen 300, 400 und 500, s. 1.10 Geforderte Leistungen) gefordert. Dabei soll auch die baukonstruktive und gebäudetechnische Grundkonzeption beschrieben und dargestellt werden. Hierzu sind konkrete Aussagen zu folgenden Bauteilen zu machen: Konstruktion, Tragsystem, Ausbaustruktur) Gebäudehülle (Fassade, Dach) Technische Gebäudeausrüstung (Heizen u. Lüften, Wärmerückgewinnung, Tageslichtnutzung, Beleuchtung)
Für die Baumaßnahme einschließlich der Außenanlagen liegt ein Bedarfsprogramm vor. Für die Umsetzung ist in den Kostengruppen 300 und 400 ein maximaler Baukostenrahmen von insgesamt 23.000.000 € vorgegeben. Dieser Kostenrahmen ist zwingend einzuhalten.
Barrierefreies Bauen ist als selbstverständliche Qualitätsanforderung gemäß den Grundsätzen des Handbuches „Barrierefreies Planen und Bauen in Berlin“ www.senstadt.berlin.de/bauen/barrierefreies_bauen/de/handbuch im Wettbewerb umzusetzen.
Dabei sollen die unterschiedlichen Nutzeranforderungen hinsichtlich motorischer, sensorischer oder kognitiver Art Berücksichtigung finden. Den Funktionsbereichen Erschließung Orientierung Versammlungsräume Sanitärräume Seminarräume ist besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Auch auf dem Grundstück sind die Prinzipien des barrierefreien Bauens konsequent anzuwenden.
Der Planung sind insbesondere zugrunde zu legen: Bauordnung Berlin und ergänzende Vorschriften BauOBerlin http://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/gesetzestexte/de/ download/bauen/20070607_bauobln.pdf Verordnung über Bauvorlagen, bautechnische Nachweise und das Verfahren im Einzelnen (Bauverfahrensverordnung - BauVerfVO) vom 19. Oktober 2006 Muster-Richtlinie über den Bau und Betrieb von Hochhäusern (MusterHochhaus-Richtlinie – MHHR) in der Fassung vom April 2008 Erneuerbare-Energien-Wärmegestz (EEWärmeG) vom 08. August 2008 Gesetz zum Schutz von Denkmalen in Berlin (Denkmalschutzgesetz Berlin – DSchG Bln) vom 24. April 1995, zuletzt geändert am 14.12.2005 Verordnung über Arbeitsstätten (ArbStättVO) vom 12. August 2004 DIN 18024-2 Barrierefreies Bauen
Seminarraum Der Seminarraum mit 27 Plätzen (60,0 qm) soll als Gruppenarbeitsraum mit Tischen genutzt werden und ist dem publikumsintensiven Bereich und somit den unteren Geschossen des Gebäudes zuzuordnen. Praktika- und Kurssäle / PC-Pools Die PC-Pools mit den unterschiedlichen Größen von 20,00 qm (4 Plätze), 50,00 qm (10 Plätze), 52,50 qm (15 Plätze) und 125,00 qm (25 Plätze) sollen computergestützten Gruppenarbeitsplätzen an Tischen bzw. Gruppenarbeitsplätzen für computergestützten Zeichenarbeit (CAD) an Tischen Raum bieten. Die Praktika- und Kurssäle gehören zum publikumsintensiven Bereich und sind demzufolge in den unteren Geschossen des Gebäudes anzuordnen.
Büros / Personengebundene Räume Hochschullehrer Die 21,00 qm großen Räume sollen einem voll eingerichteten Büroarbeitsplatz mit vier Besprechungsplätzen Platz bieten. Die Anordnung der einzelnen Räume ist im Zusammenhang mit den Räumen der Fachgebiete zu sehen. Dekan Der 21,00 qm große Raum soll einem voll eingerichteten Büroarbeitsplatz mit vier Besprechungsplätzen Platz bieten. Die Anordnung ist im Zusammenhang mit den Räumen des Fakultäts-Service-Center zu sehen. Prüfungsausschussvorsitzende / Frauenbeauftragte Die 14,00 qm großen Räume sollen einem voll eingerichteten Büroarbeitsplatz mit zwei Besprechungsplätzen Platz bieten. Die Anordnung ist im Zusammenhang mit den Räumen des Fakultäts-Service-Center zu sehen. Verwaltungsangestellte/ Technische Angestellte Rechnerbetrieb, TU und Drittmittel/ Wissenschaftliche Mitarbeiter TU und Drittmittel/ Gastwissenschaftler Die Räume sollen einem voll eingerichteten Büroarbeitsplatz Platz bieten. Bei einer Zusammenfassung von zwei Arbeitsplätzen in einem Raum beträgt die Raumgröße 22,00 qm. Die Anordnung der einzelnen Räume ist im Zusammenhang mit den Räumen der Fachgebiete zu sehen. Sekretariat mit Warteplatz bzw. Publikumsverkehr Die 14,00 qm großen Räume sollen einem voll eingerichteten Büroarbeitsplatz mit zwei Besprechungsplätzen Platz bieten. Die räumliche Anordnung ist im Zusammenhang mit den Räumen der Fachgebiete oder des Fakultäts-Service-Center neben dem Hochschullehrer oder dem Dekan zu sehen. Tutoren/ Studentische Beschäftigte Drittmittel Diese sollen Büroarbeitsplätzen mit einem Schreibtisch in Räumen mit mehreren Arbeitsplätzen Raum bieten. Sie sind nicht als Einzelraum realisierbar. Die räumliche Anordnung ist im Zusammenhang mit den Räumen der Fachgebiete zu sehen. Labor für Medizintechnik Dieses 100,00 qm große Labor dient der Durchführung von Untersuchungen in der Mikro- und Medizintechnik sowie der Informatik mit dem Schwerpunkt der Gehirnstrommessung. In das Labor ist eine Dusche zum Entfernen von Kontaktmittel und eine Umkleidekabine zu integrieren. In der Laborfläche sind die rauminternen Verkehrsflächen enthalten. Es ist eine Anordnung im Zusammenhang mit den Räumen des Fachgebiets Medizintechnik zu planen. Lagerräume Es sind Lagerräume für Akten und Büromaterial (10,0 qm) und Lager für den Rechnerbetrieb (10,0 qm) als Lagermöglichkeit für Geräte und Materialien zum Betrieb der Hard- und Software in den Seminar- und Poolräumen zu berücksichtigen. Die Anordnung soll im Zusammenhang
mit den Räumen der Fachgebiete oder des Fakultäts-Service-Center bzw. in der Nähe der Seminar- und Poolräume erfolgen. Besprechungsräume/ Studienberatung Die Besprechungsräume sind als 30 qm (12 Plätze) bzw. 60 qm (25 Plätze) große Gruppenarbeitsräume/ Kleingruppenarbeitsräume zu konzipieren. Die räumliche Anordnung ist im Zusammenhang mit den Räumen der Fachgebiete oder des Fakultäts-Service-Center zu sehen. Der 12,00 qm große Raum der Studienberatung soll ein Besprechungsraum mit vier Plätzen sein. Die Anordnung ist im Zusammenhang mit den Räumen des Fakultäts-Service-Center zu sehen. Des Weiteren sind die Angaben im Anhang 4.1.4 Funktionale Anforderungen, Raumprogramm zu beachten. Das Raumprogramm sowie die Funktionsdiagramme befinden sich als digitaler Anhang auf der Ausschreibung beiliegenden CD-Rom.
Architektonische Gestaltung Städtebau / stadträumliche Gestaltung/ Denkmalschutzbelange Baukörper, Gestaltung, Ablesbarkeit Räumliche / architektonische Qualität des Innenraums Freiflächen: Gesamtkonzept, Bepflanzung, Funktionalität, Pflegeaufwand Funktionen Erschließung (außen u. innen) Funktionale Zuordnung Räumliche Qualität Raumzuschnitte, Belichtung, Belüftung Außenraumnutzung, Orientierung Realisierbarkeit Programmerfüllung Nachhaltigkeit und Energieeffizienz Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb Einhaltung des Kostenrahmens Barrierefreiheit Genehmigungsfähigkeit
Forschungszentrum für Maschinenbau und Informatik / Teil 4 Anhang
4.1.0 Ausschreibung - Vorliegende Ausschreibung als .pdf-Datei mit farbigen Abbildungen in 300dpi Auflösung
00_ausschreibung_fmi.pdf
4.1.1 Arbeitspläne pdf-Dateien - Übersichts-/ Lageplan, Arbeitspläne:
01_uebers_lage_fmi.pdf 02_arbplan_fmi.pdf (M 1:500) (M 1:200)
CAD-Dateien - Lageplan auf Grundlage der ALK und des amtlichen Lageplans des Vermessungsbüros Reck und Schwenk in verschiedenen Dateiformaten (maßstabsunabhängig)
01_uebersarb_lage_fmi.dwg/dxf (vAutoCAD 2000)
4.1.2 Informationspläne - Vermesserplan des Grundstücks 17. Juni 144
01_Lageplan.dxf (vAutoCAD 2000)
Bebauungspläne VII-120 vom 04.02.1963 u. VII-72 vom 12.02.1965
02_B-Plan_VII-72.pdf 03_B-Plan_VII-120.pdf (M 1:1.000) (M 1:1.000)
Bestandspläne des Instituts für Wasserbau und Wasserwirtschaft von 2003
04_Grundriss_KG.pdf 05_Grundriss_EG.pdf 06_Grundriss_1_OG.pdf 07_Grundriss_2_OG.pdf 08_Laengsschnitt_D-D.pdf 09_Querschnitt_A-A.pdf 10_Schnitt_A-A_Ansichten.pdf 11_Ansicht_Sued.pdf (M 1:100) (M 1:100) (M 1:100) (M 1:100) (M 1:100) (M 1:100) (M 1:100) (M 1:100)
Bestandszeichnungen des Instituts für Wasserbau und Wasserwirtschaft von 1961
12_Grundriss_KG.jpg 13_Grundriss_EG.jpg 14_Grundriss_1-2_OG.jpg 15_Schnitte_A-F.jpg 16_Schnitte_G-M.jpg (M 1:100) (M 1:100) (M 1:100) (M 1:100) (M 1:100)
Entwurfspläne zum Mikroskopgebäude im .dwg/dxf/pdf-Format
17_ Grundriss_EG.dxf 18_ Ansicht_S-W.dwg 19_ Ansicht_N-O.dwg 20_ Schnittt_A-A_B-B.dwg 21_ Schnittt_C-C.dwg (vAutoCAD 2000) (vAutoCAD 2000) (vAutoCAD 2000) (vAutoCAD 2000) (vAutoCAD 2000)
22_ amt_Lageplan.pdf -
23_ltg_vattenfall_fernwaerme.pdf 23a_vattenfall_fernwaerme_legende.pdf 23b_vattenfall_fernwaerme_kuerzel_hoehenangaben.pdf 23c_vattenfall_fernwaerme_richtlinien.pdf 24_ltg_gasag.pdf 25_ltg_bwb.dxf 25a_ bwb_legende_abwasserdruckrohrnetz.gif 25a_ bwb_legende_kanalnetz.gif 25a_ bwb_legende_trinkwasser.gif 26_leitungsplan_fmi.pdf (M 1:500) (M 1:500) (vAutoCAD 2000) (M 1:500)
Ansichten des Flachbaus des Architekturgebäudes als .dxf-Dateien
27_AF_AN-N.dxf 28_AF_AN-O.dxf (vAutoCAD 2000) (vAutoCAD 2000)
Ansichten des Hochhauses des Architekturgebäudes als .dxf-Dateien
29_AH_AN-W.dxf 30_AH_AN-N.dxf 31_AH_AN-O.dxf 32_AH_AN-S.dxf (vAutoCAD 2000) (vAutoCAD 2000) (vAutoCAD 2000) (vAutoCAD 2000)
Ansichten des Hochhauses des Mathematikgebäudes als .dxf-Dateien
33_MA_AN-W.dxf 34_MA_AN-N.dxf 35_MA_AN-O.dxf 36_MA_AN-S.dxf (vAutoCAD 2000) (vAutoCAD 2000) (vAutoCAD 2000) (vAutoCAD 2000)
02_skizze_rolltafel.tif
Funktionale Anforderungen, Raumprogramm
01_Raumprogramm_FMI.pdf 02_Funktionsdiagramme_FMI.pdf
4.1.5 Vorschriften im Internet - Bauordnung Berlin und ergänzende Vorschriften BauOBerlin (BauOBln) v. 29. September 2005), in Kraft getreten am 1.Februar 2006, zuletzt geändert durch § 9 des Gesetzes vom 7. Juni 2007
Verordnung über Bauvorlagen, bautechnische Nachweise und dasVerfahren im Einzelnen (Bauverfahrensverordnung - BauVerfVO) vom 19. Oktober 2006
Gesetz zum Schutz von Denkmalen in Berlin (Denkmalschutzgesetz Berlin – DSchG Bln) vom 24. April 1995, zuletzt geändert am 14.12.2005
Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) v. 12. August 2004, zul. geändert am 20. Juli 2007
4.1.6 Richtlinien als .pdf - Wirtschaftliche Standards des öffentlichen Bauens, Rundschreiben SenBauWohn 1/2002
01_WiSt_rundschreiben.pdf 02_WiSt_allgemein.pdf 03a_WiSt_hochbau.pdf 03b_WiSt_hochbau_matrix.pdf 04_WiSt_techn_geb_ausr.pdf 05_WiST_literaturhinweise.pdf 06_WiSt_landschaftsbau.pdf -
07_richtlinie_ffwg_bbg.pdf
Ökologisches Bauen, Anforderungen an Baumaßnahmen, Leitfaden SenStadt 2007
08_OekoleitfasdenBlnE_bf_2007.pdf
Grundsätze für die Betriebswassernutzung, Rundschreiben SenStadt VI C Nr. 1/2003
09_grundsaetze_betriebswassernutzung.pdf
Planungshilfe für Energiesparendes Bauen, Landesinstitut für Bauwesen des Landes Nordrhein-Westfalen, Aachen 2003
4.1.7 Richtlinien im Internet - Muster-Richtlinie über den Bau und Betrieb von Hochhäusern (Muster-Hochhaus-Richtlinie - MHHR) in der Fassung vom April 2008
http://www.bauministerkonferenz.de/?rid=986&n=3DAO
Rundschreiben im Bereich Bauen, Projektvorbereitung und –prüfung Bereich Hochbau, Richtwerte und Standards
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/rundschreiben/de/projekte_ hochbau.shtml
Rundschreiben im Bereich Bauen, Verwendungsverbote und –beschränkungen im Bereich von Baustoffen; Schadstoffen
Barrierefreies Planen und Bauen in Berlin – öffentlich zugängliche Gebäude, Grundlagen und Beispiele, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung – Kommunikation, Juni 2007
4.1.8 Formblätter - Verfassererklärung (s. Teil 1 Pkt 1.15) (pdf-Formular, d.h. Text kann direkt in das Formblatt eingeben und danach ausgedruckt werden. Das pdf-Formular kann mit dem Acrobat-Reader aber nicht gespeichert werden)
000000_verfassererklaerung_fmi.pdf -
Formblatt Flächenermittlung Raum- und Funktionsprogramm nach Teil 1 Pkt 1.10 (sechsstellige Tarnnummer voranstellen)
000000_A_formbl_flaechenermittlung_neubau_fmi.xls 000000_B_formbl_kosten_massen_fmi.xls
Fragebogen zu Energieeffizienz und Nachhaltigkeit nach Teil 1 Pkt 1.10 (sechsstellige Tarnnummer voranstellen)
000000_fragen_energie_nachhalt_fmi.pdf
4.1.9 Bilddokumentation - Bilddokumentation als .jpg-Dateien
01_bild_doku -
Luftbild, Stand 2007 als .tif-Datei
01_lb_luftbild.tif
4.1.10 Ergänzende Informationen - Stellungnahme der denkmalpflegerischen Anforderungen zum Wettbewerb vom 05.05.2009
01_Stellungnahme_Denkmal_WB.pdf 02_Erläuterung_Denkmal_Ernst-Reuter-Platz_2-10.pdf 03_Erläuterung_Denkmal_Ernst-Reuter-Platz_7.pdf 04_Erläuterung_Denkmal_17_Juni_150-152.pdf
Eigene Begehungen Kleine Berlin-Geschichte Wolfgang Ribbe, Jürgen Schmädeke, 1. Auflage 1994, Landeszentrale für politische Bildungsarbeit Berlin in Verbindung mit der Historischen Kommission zu Berlin, Stapp Verlag Platz frei für das neue Berlin! Geschichte der Stadterneuerung seit 1871 Harald Bodenschatz, Band 1 1987, Transit Buchverlag, Berlin Der Campus – Ein Architekturführer durch das Gelände der Hochschule der Künste und der Technischen Universität Berlin Michael Bollé, 1. Auflage 1994, Verlag Willmuth Arenhövel, Berlin Die Technische Universität und ihre Bauten 1.Auflage 1999, Verlag Bauwesen, Berlin
Abbildungsnachweis Titelbild: Lars Krokowski Abbildungen: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Fotodokumentation: Lars Krokowski