Source: https://mein-makler.com/immobilienmakler-vorraussetzung/
Timestamp: 2019-12-08 23:03:25
Document Index: 55331369

Matched Legal Cases: ['§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34']

Voraussetzung für Immobilienmakler I Mein Makler erklärt
Immobilienmakler Vorraussetzungcfrick2019-10-30T12:38:38+01:00
Immobilienmakler Voraussetzung
Interessieren Sie sich für Immobilien? Haben Sie auch schon einmal darüber nachgedacht, eine Tätigkeit als Immobilienmakler aufzunehmen? Schließlich ist der Immobilienmarkt eine lukrative und sehr abwechslungsreiche Branche, die viele Möglichkeiten für eine berufliche Selbstverwirklichung bietet. Das Interesse an Häusern, Wohnungen und Grundstücken scheint dabei seit Jahren ungebrochen. Im Hinblick auf viele unsichere Wertanlagen in wirtschaftlich turbulenten Zeiten steigt die Bedeutung von Immobilien eher noch an. Ein guter Zeitpunkt also, sich für eine Tätigkeit als Immobilienmakler und dessen Voraussetzungen zu interessieren. Wir informieren Sie hier, wie Sie Immobilienmakler werden und welche Voraussetzungen dafür notwendig sind. Sie werden sehen, dass sich auch für Quereinsteiger interessante Möglichkeiten im Immobilienbereich bieten. Erfahren Sie mehr dazu, wie Sie jetzt Immobilienmakler werden und lernen Sie diese beliebte Tätigkeit kennen.
Um Immobilienmakler zu werden müssen einige Voraussetzungen erfüllt werden.
Eine Tätigkeit als Immobilienmakler ist für viele Menschen schon deshalb sehr interessant, weil zur Ausübung dieses Berufsbildes keine klassische Ausbildung notwendig ist. Kurz gefasst gibt es eine formale Voraussetzung für den Immobilienmakler, an der er nicht vorbeikommt, die Gewerbeerlaubnis nach § 34 c der Gewerbeordnung (GewO).
Es ist wichtig, dass Sie sich in einem ersten Schritt der verschiedenen Tätigkeitsbereiche eines Immobilienmaklers bewusst werden. Viele Menschen sehen den Immobilienmakler typischerweise und vorwiegend engagiert im Verkaufsgespräch. Darin erschöpft sich seine Tätigkeit aber nicht. Der Makler erstellt auch Abrechnungen, hilft dabei, Baupläne zu konstruieren und wirkt im Rechnungswesen vor allem in der Zahlungsabwicklung mit. Manche Makler betätigen sich als Verwalter umfangreicher Objekte. Darüber hinaus schließen sich viele Makler in größeren Büros oder Beratungsgesellschaften zusammen, was ihre unternehmerische Tätigkeit in vielerlei Hinsicht erweitert. Wenn ein Makler auch Angestellte beschäftigt, kann die gesamte Tätigkeit nochmals um einiges komplexer und anspruchsvoller werden. Neben einem guten Verkaufstalent sind daher ein Gespür für Zahlen, ein räumliches Vorstellungsvermögen und Organisationstalent hilfreich, um erfolgreich in der Immobilienbranche zu bestehen.
Es darf auch nicht unerwähnt bleiben, dass sich Makler Haftungsrisiken ausgesetzt sehen können. Der Maklervertrag zwischen dem Immobilienmakler und dem Kunden kann verschiedenste Pflichten des Maklers begründen. Kommt er diesen nicht nach, können sich eventuell Schadensersatzansprüche seines Vertragspartners ergeben. Hier entsteht eine Vielzahl von Pflichten wie Aufklärungs-, Beratung-, Nachprüfungs- oder Erkundigungspflichten. In manchen Fällen besteht auch eine Tätigkeitsverpflichtung des Maklers. Bei falschen Exposés haftet der Makler möglicherweise für unrichtige Angaben.
Die Berufsbezeichnung Immobilienmakler ist rechtlich nicht geschützt. Hier können sogenannte Immobilienmakler ohne Ausbildung unterwegs sein, die sich ihre Kenntnisse fast ausschließlich in der praktischen Tätigkeit erworben haben. Viele Interessierte durchlaufen eine Ausbildung zum Makler, die an privaten Fachschulen oder von anderen privaten Trägern außerhalb klassischer Ausbildungsgänge angeboten werden.
Um Immobilienmakler zu werden, sind diese Voraussetzungen in formaler Hinsicht wichtig: Es muss ein Gewerbeschein beantragt werden, und seit 1. August 2018 müssen Makler innerhalb von 3 Jahren 20 Stunden Fortbildung vorweisen.
Wenn der Gewerbeschein die wichtigste formale Voraussetzung für den Immobilienmakler ist, so dürfte die Freude am Umgang mit Menschen einen relevanten inhaltlichen Aspekt dieser Tätigkeit beschreiben. Dazu gehört auch, dass der künftige Immobilienmakler eine gewisse Menschenkenntnis von Hause aus mitbringt. Hier profitieren besonders oft Quereinsteiger oder fachfremde Menschen, die bereits über ein gewisses Maß an Lebenserfahrung im Kontakt mit anderen Menschen verfügen. Verkaufserfahrung ist hier klar von Vorteil. Auch wenn für die Ausübung der Tätigkeit als Immobilienmakler eine Ausbildung nicht verlangt wird, kann der Abschluss entsprechender Weiter- und Fortbildungen sehr nützlich sein.
Viele spezielle Lehrgänge geben einen Einblick in das rechtliche und wirtschaftliche Umfeld von Immobilien, das durchaus komplex und anspruchsvoll ist. Es ist beispielsweise besonders interessant, sich mit den rechtlichen Voraussetzungen eines Immobilienkaufs oder -verkaufs zu befassen. Verkaufsgeschäfte bei Immobilien bedürfen der notariellen Beurkundung, Eigentumsübertragungen werden in Grundbüchern erfasst. Damit verbunden sind verschiedene formale Anforderungen, die Immobiliengeschäfte maßgeblich prägen. Sie sorgen auch dafür, dass der Verkauf oder Ankauf einer Immobilie in der Regel einen gewissen Zeitraum in Anspruch nimmt, bis alle Formalitäten abgeschlossen sind. Daneben können auch gewisse Sicherungsmaßnahmen vorläufiger Art eine Rolle spielen, die dem Käufer vor Abschluss aller Formalitäten bereits eine gewisse Rechtsposition sichert.
Die Kenntnis dieser Umstände und der kompetente Umgang mit den besonderen Anforderungen eines Immobiliengeschäfts prägen die Tätigkeit eines Immobilienmaklers. Gute Immobilienmakler verstehen sich außerdem darauf, die Zahlungskraft ihrer Klientel einzuschätzen sowie passende Objekte für die jeweiligen Kunden zu finden. Daneben vermitteln sie durch ihre Fach- und Sachkenntnis im Immobilienbereich Vertrauen. Sie können sich deshalb auch in besonders schwierige Verkaufsgespräche einbringen, wenn beispielsweise die Vorstellungen des Verkäufers zum Kaufpreis stark von denen des potentiellen Käufers abweichen.
Schließlich ist es für einen Immobilienmakler unabdingbar zu wissen, wie sich seine Maklercourtage berechnet und wie er diese sichern kann. Er kennt in der Regel auch die Angebots- und Nachfrageverhältnisse für Immobilien in einer bestimmten Region und bewegt sich einigermaßen sicher im Baurecht. Letzteres ist vor allem wichtig, weil er manche Kunden möglicherweise auch dahingehend beraten will, wie ein bestimmtes Grundstück baurechtlich gesehen benutzt werden darf.
Viele Menschen können nicht glauben, dass eine Tätigkeit als Immobilienmakler ohne Ausbildung möglich ist. Inhaltlich profitieren die meisten Makler von Ausbildungslehrgängen, die sie auf eigene Kosten an privaten Institutionen durchlaufen oder an betriebsinternen Akademien besuchen. Solche Ausbildungslehrgänge ermöglichen auch eine Spezialisierung und Schärfung des eigenen Profils, die dem Immobilienmakler bei seiner Tätigkeit einen Wettbewerbsvorteil verschaffen können. Beispielsweise spezialisieren sich einige Makler auf Gewerbeimmobilien, andere Immobilien mit besonderem Nutzen wie etwa Krankenhäuser oder Altersheime werden bevorzugt vermitteln.
In der Regel fällt allerdings der Einstieg in den Immobilienbereich recht leicht, weil zu diesem Zeitpunkt keine spezielle Ausbildung nachgewiesen werden muss. Das gibt Interessierten auch die Möglichkeit, sich speziellere Kenntnisse nach Aufnahme der Tätigkeit laufend zu erwerben. Man kann auf diese Art und Weise prüfen, ob die Maklertätigkeit tatsächlich den eigenen Vorstellungen entspricht, bevor man in teure Spezialausbildungen investiert.
Vielfach schließen sich Anfänger im Maklerbereich auch in Maklergesellschaften den "alten Hasen" im Geschäft an und lernen von diesen die grundlegenden Anforderungen des Maklergeschäfts. Immobilienmakler ohne Ausbildung können auch davon profitieren, dass sie vorher verwandte Tätigkeiten, zum Beispiel als Kaufmann für Wohnungswirtschaft ausgeübt haben. Auch eine umfassende regionale Vernetzung in einem bestimmten Gebiet mit vielen Kontakten, die aus möglichen anderen, vorhergehenden Tätigkeiten stammen, machen den Einstieg in den Immobilienbereich häufig besonders einfach. Die Tätigkeit eines Immobilienmaklers hat eben auch vornehmlich mit Menschen zu tun, so dass hier bereits vorhandene Kontakte und Beziehungen viele Möglichkeiten für erfolgreiche Geschäftsabschlüsse auch bei Makler-Anfängern möglich machen können, die nicht speziell ausgebildet sind.
Der Maklerschein
Im Zusammenhang mit der Aufnahme einer Maklertätigkeit fällt häufig der Begriff Maklerschein. Viele Interessierte für den Maklerberuf stellen sich vor, dass dieser Maklerschein für den Immobilienmakler Voraussetzung zur Aufnahme der Tätigkeit ist. Manchmal erhalten entsprechende Institutionen deshalb auch Anfragen, wie man den Maklerschein erwerben kann. Ein Maklerschein im eigentlichen Sinne existiert nicht. Wenn von diesem die Rede ist, ist die Zulassung für Immobilienmakler nach § 34 C Gewerbeordnung (GewO) gemeint. Sie ist formale Voraussetzung für die Aufnahme einer Tätigkeit als Immobilienmakler. Im Sinne der Gewerbeordnung sind Tätigkeiten als Makler, Bauträger und Baubetreuer erlaubnispflichtig. Für zukünftige Immobilienmakler heißt das, dass sie zwar zur Erlangung des Maklerscheins keine Ausbildung nachweisen, aber bestimmte andere Voraussetzungen erfüllen müssen, um die Erlaubnis zu bekommen.
Da es bei dem Maklerschein insbesondere um die Zuverlässigkeit und um geordnete Vermögensverhältnisse bei Makleranwärtern geht, dürfen diese in den letzten fünf Jahren nicht wegen eines Verbrechens, beziehungsweise wegen eines Diebstahls, einer Unterschlagung, einer Erpressung, eines Betruges, einer Untreue, einer Geldwäsche, einer Urkundenfälschung, einer Hehlerei, wegen Wuchers oder einer Insolvenzstraftat rechtlich verurteilt worden sein. Über ihr Vermögen darf kein Insolvenzverfahren durchgeführt werden. Der Gesetzgeber sieht die Maklertätigkeit als einen sensiblen Bereich, bei dem auch erhebliche finanzielle Mittel eine Rolle spielen können. Gerade deshalb muss ein Makleranwärter vor Aufnahme seiner Tätigkeit die entsprechende Gewerbeerlaubnis beantragen, wenn er gewerbsmäßig in diesem Bereich tätig werden will.
Die Gewerbeerlaubnis beim Immobilienmakler
Wer eine Gewerbeerlaubnis für Immobilienmakler beantragen will, muss ein bestimmtes Verfahren durchlaufen. In einem ersten Schritt ist vor Aufnahme der Maklertätigkeit beim zuständigen Gewerbeamt ein entsprechendes Formular auszufüllen. Dieses ist in der Regel betitelt als "Antrag auf Erteilung einer Erlaubnis nach § 34 C Gewerbeordnung". Das Formular liegt entweder bei der Behörde aus oder kann heute vielfach online auf der entsprechenden Webseite der zuständigen Behörde heruntergeladen und ausgefüllt werden. Neben dem Antrag sind verschiedene Unterlagen einzureichen. Dazu gehören:
der Personalausweis oder Reisepass in Kopie.
eine finanzamtliche Unbedenklichkeitsbescheinigung.
eine steueramtliche Unbedenklichkeitsbescheinigung.
ein Auszug aus der Schuldnerkartei des zuständigen Amtsgerichts.
eine Bescheinigung des Insolvenzgerichts.
ein Führungszeugnis der Belegart 0.
Zuständig für die Bearbeitung des Antrags ist die jeweilige Kreisverwaltungsbehörde, in der Regel das zuständige Landratsamt, beziehungsweise Ordnungsamt der kreisfreien Stadtverwaltung. Örtlich zuständig ist bei natürlichen Personen die Behörde, in deren örtlichen Zuständigkeitsbereich der Immobilienmakler seine Betriebsstätte haben wird. Für Quereinsteiger und Anfänger im Immobiliengeschäft ist dabei auch interessant, dass sie zunächst auch die Wohnsitzbehörde mit dem Antrag befassen können, wenn sie noch nicht genau wissen, wo die Betriebsstätte tatsächlich sein wird. Die Beantragung der Gewerbeerlaubnis für Immobilienmakler ist mit Kosten verbunden. Durchschnittlich belaufen sich diese für Makler in einem niedrigen dreistelligen Bereich bis hin zu etwa 1.500 EURO. Die Kosten für die Erlaubnis sind regional unterschiedlich ausgestaltet. Die Prüfung des Antrags kann einige Tage oder auch Wochen in Anspruch nehmen. Wer es also eilig hat, mit der Aufnahme seiner Tätigkeit als Immobilienmakler, sollte diese mögliche Zeitspanne berücksichtigen.
Die Immobilienmakler Lizenz
Wenn von der Immobilienmakler Lizenz gesprochen wird, ist regelmäßig ebenfalls die Gewerbeerlaubnis nach § 34 c Gewerbeordnung gemeint. Der Begriff "Lizenz" bezieht sich darauf, dass diese Gewerbeerlaubnis die einzige, aber unabdingbare formale Voraussetzung für die Aufnahme einer Tätigkeit als Immobilienmakler ist. Wer ohne den Maklerschein eine Tätigkeit als Immobilienmakler aufnimmt, macht sich gegebenenfalls strafbar und muss deshalb mit strafrechtlicher Verfolgung rechnen. Auch kann eine solche Aufnahme der Tätigkeit ohne Erlaubnis für spätere Zeiträume die Erteilung einer Gewerbeerlaubnis im Sinne von § 34 c Gewerbeordnung sperren.
Verschiedene Zertifikate, die von privaten Ausbildungsstätten nach Durchlaufen von Fort- oder Weiterbildungen im Immobilienbereich vergeben werden, werden manchmal umgangssprachlich ebenfalls als Lizenz bezeichnet. Sie sind aber nicht Voraussetzung für die Tätigkeit als Immobilienmakler.
Wer eine Ausbildung zum Makler durchlaufen möchte, hat verschiedene Möglichkeiten. Dabei sollte man immer im Hinterkopf haben, dass eine bestimmte Art der Ausbildung für diese Tätigkeit nicht vorgeschrieben ist. Theoretisch kann man also ohne jegliche Vorkenntnisse eine Maklertätigkeit aufnehmen. Ob diese Vorgehensweise empfehlenswert ist, muss der Einzelfall entscheiden. Die Frage kann sich auch daran aufhängen, ob man beispielsweise selbstständig und allein als Immobilienmakler arbeiten will oder in eine größere Maklergesellschaft einsteigt. In letzterem Fall kann man sich erforderliche Fähigkeiten und Kenntnisse vielfach von anderen, erfahrenen Maklern absehen oder wird von der Gesellschaft selbst nach Aufnahme der Tätigkeit Schritt für Schritt in dem Berufsfeld praktisch ausgebildet. Juristisch vorgebildete Personen oder aber Kaufleute für Wohnungswirtschaft bringen ihrerseits bereits einige entsprechende Fachkenntnisse in verschiedenen Bereichen der Immobilienbranche mit.
An 20 Stunden Fortbildung innerhalb von drei Jahren kommen Makler nach einer entsprechenden Gesetzesänderung seit August 2018 allerdings nicht mehr vorbei. Diese Fortbildungsstunden können in Form von Präsenzseminaren, begleitenden Fernstudien oder als betriebsinterne Maßnahmen ausgestattet sein. Die Makler- und Bauträgerverordnung führt als Rechtsgrundlage für die Fortbildungsverpflichtung in einer Anlage auch verschiedene Themen auf, die sich für eine Fortbildung eignen. Hier kann es zum Beispiel um Rechtsgrundlagen, um Wettbewerbsrecht oder Verbraucherschutz gehen. Auch eine komplexe Form der Kundenberatung sowie die Grundlagen des Maklergeschäfts als Basis von Immobilien und Steuern, oder die Grundlagen von Finanzierungen können Gegenstand der Fortbildung sein.
So genannte geprüfte Makler müssen sich erst drei Jahre nach Aufnahme ihrer Maklertätigkeit fortbilden. Geprüfte Makler umfassen ausgebildete Immobilienkaufleute oder Personen, die im Rahmen einer Weiterbildung einen Abschluss als geprüfter Immobilienfachwirt vorweisen können. Die Fortbildung kann an einer Institution nach Wahl absolviert werden, vielfach bieten die Industrie- und Handelskammern ebenfalls entsprechende Lehrgänge an.
Ausbildung als Makler auf verschiedenen Ebenen möglich
Wer sich intensiv entsprechende Fachkenntnisse im Immobilienbereich aneignen will, kann unter verschiedenen Angeboten wählen. Neben kürzeren Fortbildungs- und Weiterbildungseinheiten, die in der Regel mit einem entsprechenden Zertifikat häufig lediglich die Anwesenheit bestätigen, stehen auch Studiengänge und zeitlich umfangreiche Ausbildungslehrgänge mit Prüfungen zur Verfügung. Bei den Studiengängen hat man beispielsweise die Fachrichtungen Immobilienwirtschaft oder Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Grundstücks- und Wohnungswesen zur Wahl. Sie werden von einigen Fachschulen, beziehungsweise Universitäten angeboten.
Daneben bieten Industrie- und Handelskammern in der Regel eine Ausbildung zum geprüften Immobilienfachwirt an. Andere Institutionen haben die staatlich anerkannte Ausbildung zum Immobilienkaufmann mit einem anschließenden Aufbaulehrgang im Bereich der Immobilienvermittlung im Angebot. Große Maklergesellschaften- und Maklerbüros bilden vielfach intern über betriebseigene Akademien aus. Wer Interesse an einer fundierten theoretischen Maklerausbildung hat, sollte wissen, dass er bei privaten Institutionen die Kosten für die Ausbildung selbst tragen muss. Bildet eine große Maklergesellschaft die eigenen Angestellten aus, entstehen in aller Regel keine zusätzlichen Kosten. Möglicherweise wird in diesem Fall aber vereinbart, dass der intern ausgebildete Makler sich vertraglich verpflichtet, für eine bestimmte Zeit auch im Unternehmen zu verbleiben. Viele Experten im Immobilienbereich bewerten eine fundierte Ausbildung zum Immobilienmakler als Wettbewerbsvorteil in einem Bereich, der durchaus von Konkurrenz geprägt ist. Selbst, wenn Sie Immobilienmakler werden können, ohne diese Voraussetzung zu erfüllen, kann es sich lohnen, sich für die verschiedenen Möglichkeiten der Fortbildung zu interessieren.
Wer einen Maklerschein nach § 34 C Gewerbeordnung beantragt, benötigt dazu unter anderem eine steuerliche Unbedenklichkeitsbescheinigung. Korrekt wird diese Bescheinigung vom Finanzamt als "Bescheinigung in Steuersachen" bezeichnet. Die steuerliche Unbedenklichkeitsbescheinigung ist notwendig, um die steuerliche Zuverlässigkeit nachweisen zu können. Dazu kann man aufgrund verschiedener Rechtsgrundlagen im privatem Bereich verpflichtet sein, in den meisten Fällen verlangen allerdings Behörden diese Bescheinigung. Bei der Beantragung des Maklerscheins dient sie Ihnen bei Nachweis Ihrer Zuverlässigkeit. Wer mit Steuerzahlungen im Rückstand ist, wird unter Umständen als unzuverlässig betrachtet. Ähnliches kann gelten, wenn in Steuersachen ein unregelmäßiges Zahlungsverhalten beobachtet wird oder aber die Steuererklärungen nicht ordnungsgemäß abgegeben werden.
Die Unbedenklichkeitsbescheinigung muss beim zuständigen Finanzamt beantragt werden. Dazu werden in aller Regel Formulare bereitgestellt, die heute primär online zur Verfügung stehen. Wer es mit der Bescheinigung besonders eilig hat, sollte mit dem Personalausweis persönlich beim Finanzamt vorsprechen. Für die Ausstellung gelten keine Fristen. Die einzelnen Bundesländer erheben Kosten für die Ausstellung der Bescheinigung in unterschiedlicher Höhe. Durchschnittlich liegen diese etwa bei 15-20 Euro. Wer ein Gewerbe anmelden möchte, muss darüber hinaus auch eine steueramtliche Bescheinigung der Stadt- oder Gemeindeverwaltung vorlegen. Dieser Fall ist bei § 34 c Gewerbeordnung gegeben.
Inhaltlich geht es bei der Unbedenklichkeitsbescheinigung nicht um eine Wertung, sondern um eine entsprechende Aufstellung von Fakten. Das Finanzamt oder die Gemeindeverwaltung äußern sich deshalb nicht zur potentiellen Zuverlässigkeit des Antragstellers, sondern überlassen die Beurteilung der Fakten dem Gewerbeamt.
Zur Erlangung der Immobilienmakler-Lizenz - der Erlaubnis nach § 34 c Gewerbeordnung - muss ein Führungszeugnis vorgelegt werden. Mit Vollendung des 14. Lebensjahres hat jeder Bürger auf Antrag Anspruch auf Erteilung eines Führungszeugnisses. Hierbei werden sogenannte private Führungszeugnisse und solche zur Vorlage bei einer deutschen Behörde unterschieden. Der Antrag auf Erteilung des Führungszeugnisses wird von dem Antragsteller persönlich bei der örtlichen Meldebehörde gestellt, wobei er seinen Personalausweis oder Reisepass vorlegt. Inzwischen ist es auch möglich, das Führungszeugnis über das Online-Portal des Bundesamtes für Justiz zu beantragen. Das beantragte Führungszeugnis wird der Gewerbebehörde direkt übersandt. Für die Erteilung der Gewerbeerlaubnis Immobilienmakler wird das Führungszeugnis Belegart 0 benötigt. Belegart 0 bezeichnet das Führungszeugnis, welches zur Vorlage bei einer Behörde dient. Für die Ausstellung des Führungszeugnisses entstehen Kosten von zurzeit 13 EUR. Nach der Antragstellung können ein bis zwei Wochen vergehen, bis das Führungszeugnis erteilt wird. Inhaltlich soll das Führungszeugnis die strafrechtliche Unbescholtenheit des Antragsstellers bestätigen.