Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VIII%20R%2032/14
Timestamp: 2019-11-12 08:40:35
Document Index: 235399573

Matched Legal Cases: ['§ 20', '§ 20', '§ 39', '§ 76', '§ 20', '§ 39', '§ 11', '§ 39', '§ 76']

BFH, 14.03.2017 - VIII R 32/14 - dejure.org
https://dejure.org/2017,22397
BFH, 14.03.2017 - VIII R 32/14 (https://dejure.org/2017,22397)
BFH, Entscheidung vom 14.03.2017 - VIII R 32/14 (https://dejure.org/2017,22397)
BFH, Entscheidung vom 14. März 2017 - VIII R 32/14 (https://dejure.org/2017,22397)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2017,22397) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
§ 20 Abs 1 Nr 1 EStG 1990, § 20 Abs 2a EStG 1990, § 39 AO, § 76 Abs 1 S 1 FGO
Zurechnung von verdeckten Gewinnausschüttungen i.R.e. Treuhandverhältnisses
Sachaufklärungspflicht des Finanzgerichts - und die Mitwirkungspflicht des Steuerpflichtigen
EStG § 20 Abs 1 Nr 1 S 2, AO § 39 Abs 2 Nr 1, EStG § 11 Abs 1 S 1
Verdeckte Gewinnausschüttung, Nahestehende Person, Treuhandverhältnis, Zufluss
Ein tatsächlicher Zufluss beim Gesellschafter ist auch dann anzunehmen, wenn der Vorteil dem Gesellschafter mittelbar in der Weise zugewendet wird, dass eine ihm nahestehende Person aus der Vermögensverlagerung Nutzen zieht (z.B. Senatsurteil vom 14. März 2017 VIII R 32/14, BFH/NV 2017, 1174).
Zu einem Treuhandverhältnis nach § 39 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 Satz 2 AO, das eine Zurechnung der Bezüge an den Angeklagten zuließe (…vgl. BFH, Urteile vom 19. Juni 2007 - VIII R 54/05 Rn. 14, BFHE 218, 244, 246;… vom 21. Oktober 2014 - VIII R 22/11 Rn. 25, BFHE 248, 129, 135 und vom 14. März 2017 - VIII R 32/14 Rn. 20 f.), verhält sich das Urteil nicht.
Vielmehr begrenzt die Mitwirkungspflicht der Beteiligten die Amtsermittlungspflicht des Gerichts nach § 76 Abs. 1 Satz 1 FGO, wobei dem Gedanken der Beweisnähe besondere Bedeutung zukommt (…BFH-Beschluss in BFH/NV 2017, 561, Rz 33, m.w.N.; BFH-Urteil vom 14. März 2017 VIII R 32/14, BFH/NV 2017, 1174, Rz 40).
Ebenso wenig kann die Sachaufklärungsrüge dazu dienen, (nachträglich) Ermittlungen vom FG zu verlangen, die sich jedenfalls für einen beratenen Beteiligten in der Weise aufdrängen, dass dieser die fehlenden Angaben aus den ihm vorliegenden oder von ihm beschaffbaren Unterlagen in das Verfahren einbringen muss (…BFH-Beschluss in BFH/NV 2017, 561, Rz 35, m.w.N.; BFH-Urteil in BFH/NV 2017, 1174, Rz 41).