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Timestamp: 2018-02-19 12:36:39
Document Index: 241217054

Matched Legal Cases: ['§ 92', '§ 1', '§ 3', '§ 266', '§ 4', '§ 26', '§ 380', '§ 34', '§ 5', '§ 6', '§ 7', 'BGH', '§ 823', '§ 266', '§ 92', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 142', 'BGH', 'BGH', '§ 92', '§ 823', '§ 266', 'BGH', 'BGH', '§ 823', '§ 266', 'BGH', '§ 8', '§ 9', '§ 10', 'BGH', 'BGH', '§ 11', '§ 92', '§ 266', '§ 34', '§ 92', '§ 266', '§ 34', '§ 266', '§ 266', '§ 14', '§ 34', '§ 34', '§ 92', '§ 92', '§ 12', '§ 266', '§ 34', '§ 92', '§ 13', '§ 92', '§ 92', '§ 266', '§ 14', '§ 28', '§ 92', '§ 55', '§ 15', 'BGH', '§ 823', '§ 15', '§ 92', '§ 15', '§ 92', '§ 823', '§ 15', '§ 16', '§ 15', '§ 15', '§ 92', '§ 823', '§ 15', '§ 92', '§ 823', '§ 15', '§ 129', '§ 26', '§ 26', '§ 26', '§ 17', '§ 92', '§ 92', '§ 18', '§ 19', '§ 20', '§ 266', 'BGH', '§ 266', '§ 14', 'BGH', '§ 21', '§ 34', '§ 92', '§ 15', '§ 823', '§ 92', '§ 266', '§ 823', '§ 34']

Copyright : Abgabenzahlungspflicht und Zahlungsverbot bei Insolvenzreife der AG und GmbH
Copyright : Abgabenzah...
Der Autor untersucht die Streitfrage, ob der Geschäftsleiter einer insolvenzreifen AG oder GmbH deren Abgabenpflichten erfüllen muss oder ob ihm dies umgekehrt gemäß §§ 92 Abs. 2 AktG, 64 Satz 1 GmbHG verboten ist. Der Darstellung der wechselhaften Rechtsprechung und der wissenschaftlichen Diskussion zu dieser Frage folgt eine kritische Untersuchung der heute herrschenden Meinung. Darauf aufbauend entwickelt der Autor ein eigenes Konzept, um das Verhältnis von Zahlungsverbot und Zahlungspflicht zu ordnen. Dabei befasst er sich auch eingehend mit den Rechtsfolgen verbotener Zahlungen.
9783653974225
http://dx.doi.org/10.3726/978-3-653-04911-4
Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2015. XXX, 460 S.
Zugl.: Passau, Univ., Diss., 2014
D 739 ISSN 0531-7312 ISBN 978-3-631-65639-6 (Print) E-ISBN 978-3-653-04911-4 (E-Book) DOI 10.3726/978-3-653-04911-4
© Peter Lang GmbH Internationaler Verlag der Wissenschaften Frankfurt am Main 2015 Alle Rechte vorbehalten. PL Academic Research ist ein Imprint der Peter Lang GmbH. Peter Lang - Frankfurt am Main · Bern · Bruxelles · New York · Oxford · Warszawa · Wien
§ 1 Gegenstand und Ziel der Untersuchung
A. Ausgangsproblem
B. Überblick über die Entwicklung der kontroversen Rechtsprechung und deren vorläufiger Schlusspunkt
C. Status quo und Ziel der Untersuchung
D. Gegenständliche Eingrenzung des Untersuchungsgegenstandes
2. Abschnitt: Haftungsrechtliche Ausgangslage
§ 3 Strafbarkeit und Haftung des Geschäftsleiters wegen Vorenthaltung von Arbeitnehmerbeiträgen
B. Strafbarkeit
II. Tatbestand des § 266 a Abs. 1 StGB
1. Täterqualifikation
a) Vorenthalten der Arbeitnehmerbeiträge
b) Fälligkeit der Beiträge
3. Möglichkeit der Abführung
C. Zivilrechtliche Haftung
§ 4 Strafbarkeit und Haftung des Geschäftsleiters wegen Nichtzahlung von Steuern
B. Straf- und Ordnungswidrigkeitsrecht
I. § 26 b UStG
II. § 380 AO
III. Sonstige Ordnungswidrigkeitstatbestände
IV. Straftatbestände
C. Persönliche Haftung
II. Voraussetzungen für die Haftung nach §§ 34, 69 AO
3. Kausalität und Schaden
§ 5 Haftung des Geschäftsleiters wegen verbotener Zahlungen bei Insolvenzreife
B. Tatbestand der verbotenen Zahlung
I. Insolvenzreife
III. Sorgfalt eines ordentlichen Geschäftsmannes
§ 6 Grundlagen zum Insolvenzanfechtungsrecht
A. Grundlagen und Bedeutung des Insolvenzanfechtungsrechts für die vorliegende Untersuchung
B. Voraussetzungen und Rechtsfolgen der Insolvenzanfechtung
I. Gläubigerbenachteiligende Rechtshandlung
II. Die einzelnen Anfechtungstatbestände
3. Abschnitt: Meinungsstand und dogmatische Einordnung der untersuchten Rechtsfrage
§ 7 Entwicklung und Einordnung der Rechtsprechung
B. Die Rechtsprechung des VI. Zivilsenats des BGH
I. Inhalt und Ursprung der „Vorrangrechtsprechung“
II. Haftungsentlastung im Rahmen der § 823 Abs. 2 BGB i. V. m. § 266 a Abs. 1 StGB wegen hypothetischer Insolvenzanfechtung?
III. Dogmatische Einordnung der Rechtsprechung des VI. Zivilsenats im Hinblick auf §§ 92 Abs. 3 AktG, 64 Abs. 2 GmbHG (jeweils a. F.)
C. Die Rechtsprechung des 5. Strafsenats des BGH
I. Anknüpfung an die „Vorrangrechtsprechung“ des VI. Zivilsenats des BGH
II. Die Einbeziehung des Zahlungsverbots in die Argumentation des 5. Strafsenats des BGH
1. Der Beschluss vom 30.7.2003
2. Der Beschluss vom 9.8.2005
D. Die Rechtsprechung des BFH
II. Lohnsteuerhaftung in der Rechtsprechung des BFH
1. „Vorrang“ des Fiskus bei Mittelknappheit des Steuerschuldners
2. Die Einbeziehung des Zahlungsverbots in die Argumentation des BFH
III. Grundsatz der anteiligen Tilgung in der Rechtsprechung des BFH
1. Anteilige Befriedigung des Fiskus bei Mittelknappheit des Steuerschuldners
IV. Die BFH-Rechtsprechung zur Insolvenzanfechtung
1. Lohnsteuerzahlung nur als Bargeschäft (§§ 142, 133 InsO) anfechtbar?
2. Haftungsrechtliche Konsequenzen
E. Die Rechtsprechung des II. Zivilsenats des BGH
II. Die Linie des II. Zivilsenats des BGH bis 2007
1. Der Anspruch aus §§ 92 Abs. 3, 93 Abs. 3 Nr. 6 AktG, 64 Abs. 2 GmbHG (jeweils a. F.)
2. Der Anspruch aus § 823 Abs. 2 BGB i. V. m. §§ 266 a Abs. 1, 14 Abs. 1 Nr. 1 StGB
III. Das Grundsatzurteil vom 14.5.2007 und die nachfolgende Rechtsprechung
1. Die Kehrtwende des II. Zivilsenats des BGH durch das Urteil vom 14.5.2007
2. Die weitere Rechtsprechung des II. Zivilsenats des BGH
IV. Haftungsentlastung im Rahmen der § 823 Abs. 2 BGB i. V. m. § 266 a Abs. 1 StGB wegen hypothetischer Insolvenzanfechtung?
F. Die Rechtsprechung des IX. Zivilsenats des BGH
G. Fazit: Stand der Rechtsprechung heute
§ 8 Meinungsstand in der Literatur
B. Arbeitnehmerbeiträge
I. Für die Geltung der Beitragszahlungspflicht
II. Für die parallele Geltung von Zahlungsverbot und Zahlungspflicht
III. Für die Geltung des Zahlungsverbots
I. Für die Geltung der Steuerzahlungspflicht
§ 9 Zusammenfassende dogmatische Einordnung des Streitstandes und der sich stellenden Rechtsfragen
A. Das Argument vom Vorrang der Abgabengläubiger
B. Das Argument von der Einheit der Rechtsordnung und die These von der Pflichtenkollision
C. Das Argument von der sorgfaltsgemäßen Betriebsfortführung
4. Abschnitt: Zur Einheit der Rechtsordnung, dem Rechtsinstitut der Pflichtenkollision und der Systematik der Haftungsnormen
§ 10 Die Einheit und Widerspruchsfreiheit der Rechtsordnung als Argumentationsfigur – Bedeutung und Inhalt
A. Die Einheit der Rechtsordnung als zentrales Argument der jüngeren Rechtsprechung des II. Zivilsenats des BGH
B. Das Gebot von der Einheit der Rechtsordnung
II. Geltungsgrund
C. Zulässigkeit kontradiktorischer Verhaltensanweisungen wegen Insolvenzverschleppung?
D. Zulässigkeit kontradiktorischer Verhaltensanweisungen wegen Verletzung des Zahlungsverbots in mindestens einem Fall?
E. Fazit und Folgerung im Hinblick auf das Urteil des II. Zivilsenats des BGH vom 14.5.2007
§ 11 Zum systematischen Verhältnis zwischen §§ 92 Abs. 2 AktG, 64 Satz 1 GmbHG und §§ 266 a Abs. 1, 14 Abs. 1 Nr. 1 StGB, §§ 34, 69 AO
A. Zur These von der Pflichtenkollision durch Normwiderspruch
II. Begriff der Pflichtenkollision und Funktion des Rechtsinstituts
III. Pflichtenkollision zwischen §§ 92 Abs. 2 AktG, 64 Satz 1 GmbHG einerseits und §§ 266 a Abs. 1, 14 Abs. 1 Nr. 1 StGB, §§ 34, 69 AO andererseits?
B. Zum systematischen Zusammenhang zwischen Zahlungspflicht des Geschäftsleiters und Zahlungspflicht der Gesellschaft
II. §§ 266 a Abs. 1, 14 StGB
1. Pflichteninhalt der Strafnorm
2. Akzessorietät der Pflicht aus § 266 a Abs. 1 StGB
3. Besonderheit durch § 14 StGB?
III. §§ 34, 69 AO bzw. steuerrechtliches Ordnungswidrigkeitsrecht
1. §§ 34, 69 AO
2. Ordnungswidrigkeitsrecht
C. Zu den Auswirkungen des Zahlungsverbots auf die Zahlungspflichten der Gesellschaft gegenüber ihren Gläubigern
1. §§ 92 Abs. 2 Satz 1 AktG, 64 Satz 1 GmbHG
2. Zur Parallelproblematik bei §§ 92 Abs. 2 Satz 3 AktG, 64 Satz 3 GmbHG
1. Zum Zusammenhang zwischen Zahlungsverbot des Organwalters und Zahlungspflichten der Gesellschaft
a) Ausgangsbefund
b) Rechtslage vor Ablauf der Antragsfrist oder nach rechtzeitiger Antragsstellung
c) Rechtslage bei Insolvenzverschleppung
2. Dogmatische Einordnung der hier vertretenen Suspendierung von Zahlungspflichten
IV. Ergebnis und Konsequenzen für die Geschäftsleiterhaftung bei Insolvenzreife
D. Fazit im Hinblick auf Rechtsprechung und h. L.
§ 12 Straf- und haftungsrechtliche Entlastung eines pflichtwidrig Handelnden wegen uneinheitlicher Rechtsprechung
I. Widersprüchliche Rechtsprechung und Einheitlichkeit der Rechtsordnung
II. Keine „Pflichtenkollision“ durch uneinheitliche Rechtsprechung
B. Exkulpation der rechtswidrigen Nichtzahlung
I. Prämisse und Gegenstand der folgenden Untersuchung
II. § 266 a Abs. 1 StGB
a) Zur unzulässigen Vermischung verschiedener Rechtsinstitute durch die h. M.
aa) Entwicklung der zutreffenden Lösung auf Basis der Dogmatik vom „bedingten Unrechtsbewusstsein“
bb) Zu den alternativen Deutungen des behandelten Problems in der wissenschaftlichen Diskussion
aa) Einordnung der Exkulpation wegen Unzumutbarkeit
bb) Die Unzumutbarkeit normgemäßen Verhaltens als außergesetzlicher Entschuldigungsgrund
cc) Beweisfragen
III. §§ 34, 69 AO
IV. Ordnungswidrigkeitsrecht
C. Exkulpation der rechtswidrigen Zahlung
II. §§ 92 Abs. 2 Satz 2 AktG, 64 Satz 2 GmbHG
III. Verbotsirrtum und Unzumutbarkeit normgemäßen Verhaltens
D. Anforderungen an den subjektiven Tatbestand
5. Abschnitt: Die These vom „Vorrang“ der Abgabengläubiger bei Insolvenzreife der AG und GmbH
§ 13 Zur Vorrangrechtsprechung unter Außerachtlassung des Insolvenzrechts
A. Vorüberlegung im Hinblick auf die bisherigen Untersuchungsergebnisse
B. Zum Begriff und der Bedeutung des „Vorrangs“ als Argumentationsfigur
II. Bedeutung des „Vorrangs“ als Argumentationsfigur
1. Anwendungsfälle der Argumentationsfigur des „Vorrangs“
a) Der „Vorrang“ im Zusammenhang mit der Mittelknappheit der Gesellschaft
b) Der „Vorrang“ im Zusammenhang mit der Mittelvorsorgepflicht
c) Der „Vorrang“ im Zusammenhang mit §§ 92 Abs. 2 AktG, 64 Satz 1 und 2 GmbHG
2. Dogmatische Einordnung der Vorrangargumentation
C. Zum lediglich „faktischen“ Vorrang der älteren Rechtsprechung
I. Zum „faktischen“ Vorrang der Arbeitnehmerbeiträge
II. Zum „faktischen“ Vorrang der Lohnsteuer und dem Grundsatz der anteiligen Tilgung betreffend die übrigen Steuern
D. Zum „echten Vorrang“ der Abgabengläubiger im Rahmen der §§ 92 Abs. 2 AktG, 64 Satz 1 GmbHG
II. Argumentation der Rechtsprechung und Meinungsstand in der Literatur
1. Kein Vorrang losgelöst von Wertungsmaßstäben des Insolvenzrechts
2. Kein Vorrang betreffend der Arbeitnehmerbeiträge im Übrigen
a) Relevanz der nachfolgend zu erörternden Argumentation
b) Kein Vorrang qua Strafbewehrung
c) Kein Vorrang als logische Folge aus der Existenz des § 266 a Abs. 6 StGB
d) Kein Vorrang aus dem angeblichen Willen des historischen Gesetzgebers
e) Kein Vorrang „zwingender“ Zahlungsgebote vor dem „allgemeinen Zahlungsverbot“
f) Kein Vorrang von Allgemeininteressen gegenüber Einzelinteressen
g) Kein Vorrang zur Vermeidung strafrechtlicher Wertungswidersprüche
3. Zum Vorrang der Steuern nach der Argumentation des BFH und der herrschenden Lehre
§ 14 Zur Vorrangrechtsprechung im Lichte des Insolvenzrechts
B. Der Grundsatz der Gläubigergleichbehandlung im Hinblick auf öffentlich-rechtliche Gläubiger
II. Die Insolvenzordnung von 1999
1. Abschaffung etwaiger Gläubigervorrechte
2. Kein klassenloser Konkurs – zu den verbliebenen Gläubigervorrechten
3. Vereinbarkeit verbliebener Vorrechte mit dem Grundsatz der Gläubigergleichbehandlung
C. Zu den jüngsten gesetzgeberischen Bemühungen zur Wiederherstellung früherer Vorrechte von Fiskus und Sozialkasse
I. Überblick über die gesetzgeberische Entwicklung seit 1999
II. Vorrecht der Sozialkasse durch § 28 e Abs. 1 Satz 2 SGB IV?
1. Inhalt und Entstehungsgeschichte
4. Konsequenzen für die §§ 92 Abs. 2 AktG, 64 Satz 1 GmbHG
III. Vorrecht des Fiskus durch § 55 Abs. 4 InsO?
2. Rechtliche Einordnung im Hinblick auf den angeblichen Vorrang der Abgabengläubiger
IV. Neue Vorrechte des Fiskus durch Erweiterung der Steuerschuldnerschaft?
6. Abschnitt: Zur Geschäftsleiterhaftung bei Insolvenzreife
§ 15 Bedeutung der Geschäftsleiterhaftung für das untersuchte Thema und Meinungsstand
B. Die Haftung wegen Insolvenzverschleppung nach der Rechtsprechung des BGH und der herrschenden Literaturansicht
II. § 823 Abs. 2 BGB i. V. m. § 15 a Abs. 1 InsO
1. Schutzgesetzeigenschaft
2. Altgläubiger
3. Neugläubiger
III. §§ 92 Abs. 2, 93 Abs. 3 Nr. 6 AktG, 64 Satz 1 GmbHG
IV. Sonstige Haftungstatbestände
C. Kritik aus der Wissenschaft
I. Der Kontrahierungsschaden der vertraglichen Neugläubiger
1. Zur Einbeziehung der Neugläubiger in den Schutzbereich des § 15 a InsO
2. Alternative Haftungstatbestände zugunsten der Neugläubiger
II. „Wirtschaftliche Gesamtschau“ und Berücksichtigungsfähigkeit von erbrachten Gegenleistungen durch Zahlungsempfänger im Rahmen der §§ 92 Abs. 2 AktG, 64 Satz 1 GmbHG
1. Dogmatische Ansätze der wissenschaftlichen Kritik
2. Berücksichtigungsfähigkeit von erbrachten Gegenleistungen durch Zahlungsempfänger
3. Die verbotene Zahlung im Lichte einer wirtschaftlichen Gesamtschau
III. Das Haftungskonzept von K. Schmidt
2. § 823 Abs. 2 BGB i. V. m. § 15 a Abs. 1 InsO
3. Erstattungsanspruch wegen verbotener Zahlungen
4. Sonstige Haftungstatbestände
IV. Das Haftungskonzept von Altmeppen und Wilhelm
§ 16 Zur Schutzgesetzeigenschaft des § 15 a Abs. 1 InsO
A. Ausgangsbefund
I. Einordnung der Schutzgesetzproblematik
II. Zum Nebeneinander von Innen- und Außenhaftung wegen Masseschmälerung bei Insolvenzreife
III. Lösungsmöglichkeiten
B. Gegenstand und Methodik der nachfolgenden Schutzgesetzprüfung
I. Prüfungsgegenstand
1. Allgemeine methodische Vorgaben
2. Prüfungsmaßstab für § 15 a Abs. 1 InsO im Einzelnen
b) Prüfungsmaßstab hinsichtlich des Quotenschadens der Altgläubiger
c) Prüfungsmaßstab hinsichtlich der Ersatzfähigkeit des Kontrahierungsschadens der Neugläubiger
d) Prüfungsmaßstab hinsichtlich der Schutzgesetzdogmatik nach K. Schmidt
C. Zur Schutzgesetzdogmatik der h. M. betreffs der Altgläubiger
I. Der Wille des historischen Gesetzgebers
1. Vorüberlegungen zum „historischen Argument“
2. Antragspflicht und Zahlungsverbot im Aktienrecht vom ADHGB 1861 bis zum MoMiG
3. Die Antragspflicht im GmbH-Recht bis zum MoMiG
4. Rechtsänderungen durch das MoMiG im Jahre 2008
II. Systematische Erwägungen
1. Abwicklung des Masseschmälerungsschadens
a) Die Liquidation nach §§ 92 Abs. 2, 93 Abs. 3 Nr. 6 AktG, 64 Satz 1 GmbHG inner- und außerhalb der Insolvenz
b) Die Liquidation der § 823 Abs. 2 BGB i. V. m. § 15 a Abs. 1 InsO im Insolvenzverfahren (§ 92 InsO)
c) Liquidation der § 823 Abs. 2 BGB i. V. m. § 15 a Abs. 1 InsO bei masseloser Insolvenz
2. Innen- und Außenhaftung im Zusammenspiel mit §§ 129 ff. InsO
a) Auswirkung der Insolvenzanfechtung auf die Innenhaftung
b) Auswirkung der Insolvenzanfechtung auf die Außenhaftung
3. Das Innen- und Außenhaftungskonzept im Zusammenspiel mit dem neuen § 26 Abs. 4 InsO
a) Die ursprüngliche Regelungslage zum Vorschuss nach § 26 InsO 1999
b) Der durch das ESUG geschaffene § 26 Abs. 4 InsO
III. Teleologische Erwägungen: Zur angeblichen Notwendigkeit der Außenhaftung zum Zwecke effektiven Gläubigerschutzes
1. Zum angeblichen Vorzug der Direkthaftung
2. Die Schwächen der Außenhaftung durch ihre Anknüpfung an die Antragspflichtverletzung
D. Zur Schutzgesetzdogmatik der h. M. betreffs der Neugläubiger
I. Zur Ersatzfähigkeit des negativen Interesses
1. Ausgangsbefund
2. Schutzgesetz zugunsten der Allgemeinheit?
3. Widerspruch zum Schutzzweck der Massesicherung
II. Exkurs: Der individuelle Quotenschaden der Neugläubiger
E. Zur Schutzgesetzdogmatik nach K. Schmidt
I. Die Soll-Quote im Lichte der bisherigen Ergebnisse
II. Die Ungereimtheit der Soll-Quote als individualrechtlicher Schadensposten
§ 17 Rechtsfortbildung der gesetzlich angeordneten Innenhaftung wegen verbotener Zahlungen
B. Sinn und Zweck des Erstattungsanspruchs wegen verbotener Zahlungen
1. Zur Mittelbarkeit und Unmittelbarkeit des bezweckten Gläubigerschutzes
2. Zur These von der Gläubigergleichbehandlung als selbstständiges Schutzgut neben oder statt der Massesicherung
3. Zum Zahlungsverbot als Anreizinstrument rechtzeitiger Insolvenzantragsstellung
C. Das Verhältnis von Zahlungsverbot und Insolvenzantragspflicht
D. Rechtsfortbildung der §§ 92 Abs. 2 AktG, 64 Satz 1 GmbHG durch Überwindung des Tatbestandsmerkmals „Zahlung“
I. Dogmatische Einordnung
II. Wortlautgrenze und methodische Zulässigkeit der hier verfolgten Rechtsfortbildung
1. Methodenrechtliche Einordnung
2. Zur Inexistenz bzw. Inkonsistenz des subjektiven Willens des historischen Gesetzgebers
a) Betreffs verbotener Zahlungen im Recht der GmbH und AG
b) Betreffs „Zahlungsverbote“ außerhalb des Rechts der AG und der GmbH
III. Zum Tatbestand der §§ 92 Abs. 2 AktG, 64 Satz 1 und 2 GmbHG im Einzelnen
1. Rechtslage bei rechtzeitiger Antragsstellung
2. Rechtslage bei Antragspflichtverletzung
IV. Umfang der Erstattungspflicht und Beweislast
1. Berechnung der Masseverkürzung
§ 18 Ersatzfähigkeit des negativen Interesses der Neugläubiger
A. Vorsätzliche Insolvenzverschleppung
B. Fahrlässige Insolvenzverschleppung
§ 19 Abgabenzahlungspflichten auf Grundlage des hier vertretenen Haftungskonzepts
B. Abgabenzahlungspflicht vor Antragspflichtverletzung oder nach Antragsstellung
I. Problemaufriss und Meinungsstand
1. Steuern und Sozialabgaben als Bestandteil „sorgfältiger Zahlung“
2. Exkurs: Kein Unterschied zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträgen
C. Abgabenzahlungspflicht im Falle der Insolvenzverschleppung
D. Exkurs: Anspruch von Fiskus und Sozialkasse auf das negative Interesse
E. Exkurs: Zahlung rückständiger Arbeitnehmerbeiträge und Steuern
7. Abschnitt: Einzelfragen betreffend der Haftung wegen Abgabenvorenthaltung
§ 20 Zur Schutzgesetzeigenschaft des § 266 a Abs. 1 StGB
B. Entwicklung der Rechtsprechung und wissenschaftliche Diskussion im Einzelnen
I. Die Rechtsprechung des RG und des BGH
1. Für die zivilrechtliche Haftung des Geschäftsleiters
2. Gegen die zivilrechtliche Haftung des Geschäftsleiters
a) Gegen die Schutzgesetzeigenschaft des § 266 a StGB
b) Gegen die Anwendung des § 14 StGB im Zivilrecht
II. Zur Argumentation der ständigen Rechtsprechung und der h. L.
1. Zur Grundsatzentscheidung des RG aus dem Jahre 1932
2. Zur Argumentation des BGH
a) Zur angeblichen Zweckbindung der Arbeitnehmerbeiträge
b) Zum Willen des jüngeren Gesetzgebers
c) Zur Schutzgesetzeigenschaft wegen Legalitätspflicht des Geschäftsleiters
III. Zur Argumentation der Gegenansicht
1. Schutzgesetz zugunsten der Allgemeinheit
2. Zur Bedeutung der Strafbewehrung für die Schutzgesetzeigenschaft
IV. Zu den maßgeblichen systematischen und teleologischen Fragen
§ 21 Zur hypothetischen Insolvenzanfechtung im Zusammenhang mit §§ 34, 69 AO
I. Rechtsprechung des BFH
1. Zur Bedeutung der Einheit der Rechtsordnung für die aufgeworfene Frage
2. Zum Kausalitäts- bzw. Zurechnungsproblem
3. Zu den Einwänden des BFH
8. Abschnitt: Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse
A. Keine Zahlungspflichten im Anwendungsbereich des §§ 92 Abs. 2 AktG, 64 Satz 1 GmbHG
B. Kein Vorrang von Fiskus und Sozialkasse bei Insolvenzreife
C. Keine Parallelität von Zahlungspflicht und Zahlungsverbot trotz Insolvenzverschleppung
D. Keine Pflichtenkollision wegen widersprüchlicher Rechtsprechung, sondern Exkulpation wegen unvermeidbaren Rechtsirrtums und Unzumutbarkeit normgemäßen Verhaltens
E. § 15 a Abs. 1 InsO ist kein Schutzgesetz i. S. d. § 823 Abs. 2 BGB
F. Der Erstattungsanspruch aus §§ 92 Abs. 2, 93 Abs. 3 Nr. 6 AktG, 64 Satz 1 GmbHG ist ein Sonderfall der Schadensersatzhaftung wegen sorgfaltswidriger Geschäftsführung
G. § 266 a Abs. 1 StGB ist kein Schutzgesetz i. S. d. § 823 Abs. 2 BGB und hypothetische Anfechtbarkeit steht Haftung aus §§ 34, 69 AO entgegen