Source: http://www.slideserve.com/MikeCarlo/das-beschleunigte-familienverfahren
Timestamp: 2017-08-18 10:26:17
Document Index: 102362864

Matched Legal Cases: ['§ 1684', '§1666', '§ 50', '§ 50', '§ 52', '§ 12', '§ 1671', '§ 17', '§155', '§ 155', '§156']

PPT - Das Beschleunigte Familienverfahren PowerPoint Presentation - ID:1344121
Das Beschleunigte FamilienverfahrenPowerPoint Presentation
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Das Beschleunigte Familienverfahren - PowerPoint PPT Presentation
Das Beschleunigte Familienverfahren. bei den Berliner Familiengerichten. Ausgangspunkte. Kinder brauchen stabile und gute Beziehungen zu beiden Elternteilen. Beziehungen und deren Qualität lassen sich nicht durch Gerichtsbeschlüsse verordnen.
PowerPoint Slideshow about 'Das Beschleunigte Familienverfahren' - MikeCarlo
bei den Berliner Familiengerichten
Kinder brauchen stabile und gute Beziehungen zu beiden Elternteilen.
Beziehungen und deren Qualität lassen sich nicht durch Gerichtsbeschlüsse verordnen.
Eltern im Trennungskonflikt können es lernen, diese guten Beziehungen ihrer Kinder zu fördern.
Die herkömmliche Verfahrensweise
wird diesen Erkenntnissen nicht gerecht,
Typischer Zeitablauf des herkömmlichen Verfahrens
Jugendamtsbericht nach ca. 2-3 Monaten
Probleme des Jugendamts, die Eltern zu erreichen
Jugendamt gelingt es i.d.R. nicht, beide Elternteile an einen Tisch zu bekommen.
Sodann Terminierung am Ende des Terminsstands
Im Zeitpunkt des Anhörungstermins haben sich die Verhältnisse weiterentwickelt.
Eine gerichtliche Entscheidung ist häufig nur eine Scheinlösung.
Die angestrebte gerichtliche Entscheidung weckt häufig unerfüllbare Erwartungen (Illusionen), je länger die Zeit bis zum Anhörungstermin dauert, umso mehr.
Die gerichtliche Entscheidung wird häufig instrumentalisiert (Symbolik).
Wenn die Eltern das Gericht als Gewinner und Verlierer verlassen, ist das Kind immer Verlierer.
Die Entscheidung zu einem bestimmten Verfahrensgegenstand wirkt sich (negativ) auf sämtliche anderen potentiellen Verfahrensgegenstände aus.
Beispiel: Sorgerechtsübertragung
→ Umgang + Unterhalt + …
Eine „passende“ Lösung können nur die Eltern selbst finden.
Gerichtliche Lösungen sind statisch und werden der Weiterentwicklung der Familienverhältnisse nicht gerecht.
Zahlreiche Abänderungsanträge
Viele Probleme sind gerichtlich nicht regelungsfähig bzw. nicht vollstreckbar.
Beispiel: § 1684 Abs. 2 Satz 1 BGB
Nur eine Lösung, die
gemeinsam erarbeitet haben und
gemeinsam tragen,
kann Bestand haben und dem Wohl des Kindes dauerhaft entsprechen.
Diese Lösung zu finden, ist Aufgabe des Familienverfahrens
Sie kann aber nur dann zuverlässig erarbeitet werden, wenn alle am Familienkonflikt beteiligten Professionen zusammen wirken.
Die Suche nach demReorganisationsmodell
Zwei Säulen desBeschleunigten Familienverfahrens
Vernetzung in
Gliederung des Verfahrens
Phase vor dem Termin
der gerichtliche Anhörungstermin
Phase nach dem Termin
Die Phase vor dem Termin
Gericht beraumt sofort Anhörungstermin innerhalb von 3-6 Wochen an.
Es lädt die Beteiligten und das Jugendamt zum Termin
und legt allen bestimmte Pflichten auf.
Eltern und Anwälte
sollen sich in den Schriftsätzen auf die wesentlichen Kernangaben beschränken, z.B.
sich noch vor dem Termin mit dem Jugendamt in Verbindung setzen und
möglichst einen Beratungstermin verabreden.
setzt sich unverzüglich
(möglichst) telefonisch
mit den Eltern in Verbindung
vereinbart einen ersten Beratungstermin (möglichst) noch vor der gerichtlichen Anhörung
lotet die Ressourcen der Eltern aus.
braucht keinen schriftlichen Bericht zu verfassen,
soll aber in dem Anhörungstermin mündlich berichten,
ist daher in dem Anhörungstermin durch einen Mitarbeiter/eine Mitarbeiterin persönlich vertreten.
Schon das erste Gesprächhat das Ziel,
die Eltern an ihre gemeinsame Elternverantwortung zu erinnern,
sie zu befähigen, die Bedürfnisse ihrer Kinder zukünftig
gemeinsam und selbständig = ohne fremde Hilfe
zu erkennen und zu erfüllen.
Durch die schnelle Intervention aller Professionen wird
mit Blick auf die Interessen des Kindes
der Konflikt zwischen den Eltern möglichst schnell entschärft und
den Eltern zu einem möglichst frühen Zeitpunkt die notwendige Hilfe zuteil.
Der erste Anhörungstermin
In dem ersten Anhörungstermin führt das Gericht mit den Eltern, deren Vertretern und dem Mitarbeiter / der Mitarbeiterin des Jugendamtes ein offenes Lösungsgespräch.
In dem Anhörungstermin
vermitteln alle Professionen den Eltern das Bedürfnis ihrer Kinder, dass sie als Eltern künftig wieder gemeinsam und selbständig die Verantwortung für ihre Kinder wahrnehmen
zeigen alle Professionen den Eltern auf, dass sie diese Fähigkeit, gemeinsam Elternverantwortung zu übernehmen, wieder erlernen können
ggf. mit professioneller Unterstützung.
Durch die frühzeitige gerichtliche Anhörung
kann die Situation der Kinder und der Familie zu einem frühen Zeitpunkt analysiert werden,
können die individuellen Bedürfnisse früh herausgearbeitet werden,
kann möglichst viel zu Regelndes in einer protokollierten Elternvereinbarung „abgeschichtet“ werden,
können ggf. einstweilige Anordnungen Strukturen vorgeben.
Phase nach dem ersten Anhörungstermin
Hier fächern sich die Möglichkeiten auf.
Das weitere Verfahren orientiert sich an den individuellen Ressourcen und Bedürfnissen der Familie.
in unendlich viele Varianten
Grob kann man vier Kategorien unterscheiden:
Die Eltern einigen sich schon in dem ersten Anhörungstermin und alles ist gut.
Die Eltern erkennen ihre Eigenverantwortung, können diese aber noch nicht so gut allein ausfüllen.
Der Konflikt zwischen den Eltern ist hochgradig eskaliert.
Der Konflikt wird durch zusätzliche Problemfelder begleitet wie Gewalt, Drogen, Missbrauch etc.
Die Eltern einigen sich schon in dem ersten Anhörungstermin über alle relevanten Themenfelder.
Weiterer Interventions-/ und Beratungsbedarf besteht nicht.
Die Eltern werden vorsorglich auf die Möglichkeiten der Erziehungs- und Familienberatung hingewiesen.
Das Verfahren wird abgeschlossen.
Die Eltern erkennen grundsätzlich ihre elterliche Eigenverantwortung.
Sie erkennen die Notwendigkeit weiterer, tiefer gehender Beratung, um künftig besser selbständig Lösungen finden zu können.
Sie werden noch aus dem Termin heraus in eine Beratung vermittelt („gerichtlicher Termin als Schnittstelle zur erforderlichen Beratung“).
Durch eine einstweilige Anordnung wird eine Struktur vorgegeben.
Eine Beratung (ggf. getrennt) wird empfohlen oder angeordnet.
Ein Verfahrenspfleger wird für die Kinder eingesetzt.
In vielen hoch eskalierten Fällen gelingt den Eltern mit Hilfe der Beratung oder des Verfahrenspflegers doch noch eine Einigung.
In einem Fortsetzungstermin wird noch mal „drauf geschaut“.
Wo kann nachjustiert werden?
Ist die Einigung nicht gelungen,
kann am Ende der „zweiten Runde“ ein lösungsorientiertes Sachverständigengutach-ten eingeholt werden.
3. Kategorie - Fortsetzung
4. Kategorie Hilfe der Beratung oder des Verfahrenspflegers doch noch eine Einigung.
Der Konflikt der Eltern ist von zusätzlichen Problemfeldern wie Gewalt, Alkohol, Drogen, Missbrauch etc. begleitet.
Den Eltern wird eine besondere Lebensberatung angeboten/angeraten/auferlegt.
Das Gericht holt ein lösungsorientiertes Sachverständigengutachten ein, das sich ggf. auch mit Fragen des §1666 BGB auseinandersetzt.
Weitere Entwicklung Hilfe der Beratung oder des Verfahrenspflegers doch noch eine Einigung.
In 2/3 der Fälle sehen wir die Eltern nicht mehr wieder.
Was ist, wenn die Eltern trotz Einigung und Beratung wiederkommen?
Dann geht es in die „nächste Runde“ mit
beschleunigten Abläufen
verlangsamter Lösungssuche...
Nur in Ausnahmefällen wird Hilfe der Beratung oder des Verfahrenspflegers doch noch eine Einigung.statt der Entscheidung der Elterneine Entscheidung des Gerichts notwendig.
Auch Rechtsmittel fallen damit nur ausnahmsweise an. Hilfe der Beratung oder des Verfahrenspflegers doch noch eine Einigung.
Zwei Säulen des Hilfe der Beratung oder des Verfahrenspflegers doch noch eine Einigung.Beschleunigten Familienverfahrens
Interdisziplinäre Zusammenarbeit in Arbeitskreisen Hilfe der Beratung oder des Verfahrenspflegers doch noch eine Einigung.
Pankower Kreis zum Beschleunigten Familienverfahren Hilfe der Beratung oder des Verfahrenspflegers doch noch eine Einigung.
Rechtsgrundlagen Hilfe der Beratung oder des Verfahrenspflegers doch noch eine Einigung.
§ 50 e FGG (Vorrang- u. Beschleunigungsgebot)
§ 50 e FGG aktive Rolle des JA
§ 52 FGG (Einvernehmen / Beratung)
§ 12 FGG („dynamische Amtsermittlung“)
§ 1671 Abs. 2 BGB
§ 17 Abs. 2 SGB VIII
Das Beschleunigte Familienverfahren entspricht geltendem Recht.
Bei allem Bemühen um eine einvernehmliche Lösung
verweigern wir den Beteiligten nicht ihren Anspruch auf eine gerichtliche Entscheidung, wenn diese im Interesse des Kindes notwendig und geboten ist (Unterschied zur Cochemer Praxis!)
vor einer Entscheidung wird das förmliche Verfahren durchlaufen.
Das Beschleunigte Familienverfahren ist ein Vorgriff auf das FamFG.
Das Beschleunigte Familienverfahren als Vorgriff auf das FamFG
Vorranggebot, §155 I 1 FamFG
Beschleunigungsgebot, § 155 I 2 FamFG
Hinwirken auf Einvernehmen, §156 FamFG
Welche Rolle kann Ihrer Profession in dem Beschleunigten Familienverfahren zukommen?
eine positive / wohlwollende Begleitung
eine Teilnahme an der interdisziplinären Diskussion in den Arbeitskreisen oder Fachtagungen
Übereinstimmung in den Grundannahmen
Auf Wiedersehen in der interdisziplinären Zusammenarbeit und
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