Source: http://www.socialmediarecht.de/2012/08/16/aus-aktuellem-anlass-der-praxisfall-zum-urheberrecht-das-zitat/
Timestamp: 2017-04-23 05:22:36
Document Index: 262618002

Matched Legal Cases: ['§ 51', '§ 51', '§ 51', '§ 51', '§ 2', '§ 2', '§ 2']

Aus aktuellem Anlass: Der Praxisfall zum Urheberrecht „Das Zitat“ | Social Media Recht Blog
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17 Gedanken zu „Aus aktuellem Anlass: Der Praxisfall zum Urheberrecht „Das Zitat““	musenroessle 16. August 2012 um 16:44	Schön, daß das Problem so einvernehmlich gelöst wurde. 🙂
Für juristische Laien ist das wirklich nicht so einfach zu erkennen wo die Grenzen des Zitatrechtes liegen und die Gefahr darum groß – oft auch ganz ohne böse Absicht – zuviel des Guten zu zitieren.
Nicht schön, wenn dann deswegen jemand gleich mit der großen Abmahnkeule kommt…
Antworten ↓	Social Media Recht 20. August 2012 um 07:40	Vielen Dank. Dem Grunde nach ist es mit dem Urheberrecht aber ganz einfach: „Benutze keinen fremden Text (Bilder, Grafiken etc.), es sei denn, der Urheber hat es Dir erlaubt.“ — Aber Sie haben natürlich recht, die Grenzen des Zitatrechts, welches eben eine Ausnahme zu dem eben genannten Grundsatz darstellt, zu erkennen, ist für den Laien im Zweifel schwierig.
Antworten ↓	Rolf Schälike (@RolfSchaelike) 17. August 2012 um 01:20	Hier noch eine Urteil des LG Hamburg 30http://bit.ly/R5EcPA Aus dem Urteil: Diese Art der Einbindung des Lebenslaufs in die Auseinandersetzung mit dessen Inhalt stellt ein Zitieren im Sinne des § 51 UrhG dar.
Da der Lebenslauf selber Gegenstand der Ausführungen des Antragsgegners ist und dessen Aussagen einer kritischen Würdigung unterzogen werden, steht der Zitatzweck nicht in Frage. Der gebotene Umfang ist dabei auch nicht auf das notwendige Minimum beschränkt. Zulässig ist vielmehr ein Zitieren in einem insgesamt vernünftigen und sachgerechten Umfang unter Berücksichtigung der Umstände des Einzelfalls. Wenn, wie hier, eine kritische Auseinandersetzung mit der Selbstdarstellung eines im Medienrecht tätigen Rechtsanwalts erfolgt, erscheint, wie beim Bildzitat anerkannt (Dreier in Dreier/Schulze, UrhG, § 51 Rn 24 m.w.N.), die Wiedergabe des gesamten Lebenslaufs in der Form, in der er von dem Rechtsanwalt selbst der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird, durchaus angemessen und eine Beschränkung auf die diskutierten Passagen nicht geboten, zumal § 51 UrhG im Lichte der konkurrierenden Grundrechte der Meinungs- und Pressefreiheit erweitert auslegbar ist.
Antworten ↓	Social Media Recht 20. August 2012 um 07:42	Vielen Dank für die Bereitstellung eines Urteile zu § 51 UrhG, in welchem die Entscheidung gerade darauf hinauslief, dass das Zitat vom Umfang der Vorschrift gedeckt wurde.
Antworten ↓	Rolf Schälike (@RolfSchaelike) 17. August 2012 um 01:29	Noch eine Urteil des LG Hamburg 308 O 343/09 v. 27.05.2011 zum Zitatrecht aus dem Interview eines promineten Anwalts: http://bit.ly/StNgeq
Die letzte der streitgegenständlichen Interviewäußerungen, in der sich der Kläger zu der Frage äußert, ob einige Prominente heute gegenüber den Medien „zu empfindlich“ seien, ist bereits nicht als Werk im Sinne des § 2 UrhG anzusehen, insbesondere nicht als Sprachwerk im Sinne des § 2 Abs. 1 Nr. 1 i.V.m. Abs. 2 UrhG. Zwar gelten nach den Grundsätzen der „Kleinen Münze“ (auch) insoweit geringe Anforderungen (vgl. dazu: Schutz, in: Dreier/Schulze, UrhG, 3. Aufl., § 2, Rn. 85). Die fragliche Interviewäußerung des Klägers beschränkt sich jedoch im Wesentlichen auf den weder in sprachlicher noch in inhaltlicher Hinsicht als schöpferisch anzusehenden schlichten Hinweis, dass es durchaus auch Prominente gebe, die Ihren Erfolg nicht der Vermarktung ihres Privatlebens in den Medien, sondern allein ihren individuellen Leistungen verdankten.
Wenn bei dem vorangeganmgenen Urteil 308 O 645/09 der Kläger berim OLG 5 U 89/09 am 02.02.2011 die Klage zurücknahm, so lioegte dieses Urteil 308 O 343/09 noch beim OLG 5 U 153/11.
Antworten ↓	Social Media Recht 20. August 2012 um 07:43	Und vielen Dank für die Bereitstellung eines Urteils, in dem der Werkbegriff erläutert wird. Auch das wird meine Leser sicherlich interessieren.
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über die Google Suche: „Nutzungsrechte Fotos noch zeitgemäß“
bin ich auf Ihren Blog gestoßen.
Ihren Praxisfall „Das Zitat“ fand ich sehr spannend und die gütliche Einigung in jedem Fall erstrebenswert.
Da es in meinem Fall um die Nutzung von Fotos geht, fällt allerdings auf, das die Meinungen und Handlungen zu „einmal bezahlt, dann kann ich damit machen, was ich will“ und auch “ merkt doch keiner“ mittlerweile immer häufiger genutzt werden. Der auch fehlende Urhebervermerk versteht sich von selbst.
Das geht von kleineren Firmen bis hin zu Unternehmen mit Werbeabteilungen incl. der dort arbeitetenden Spezialisten für die jeweiligen Bereiche.
Ist das Nutzungsrecht für Fotos noch zeitgemäß?
Vielen Dank und mit besten Grüßen…
Antworten ↓	Social Media Recht 10. Oktober 2012 um 13:53	Guten Tag,
die Antwort auf Ihre Frage finden Sie in den Blogartikeln „Was soll eigentlich dieses Urheberrecht?“ Teil & Teil 2:
Antworten ↓	0timverhoeven0 7. Dezember 2012 um 09:42	Toller Artikel – einer der meiner Meinung nach 5 interessantesten deutschen Blog-Artikel in diesem Jahr im Kontext von Personalmarketing (auch wenn es natürlich kein Personalmarketing-Artikel ist, so ist der Artikel jedoch in der Zielgruppe weit verbreitet und sehr sinnvoll):
Antworten ↓	Social Media Recht 7. Dezember 2012 um 13:23	Oh. Vielen Dank Tim! Da freut sich aber die Verfasserin. 🙂
Antworten ↓	Social Media Recht 7. Dezember 2012 um 13:23	Oh. Danke Tim! Da freut sich die Verfasserin! 🙂