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Timestamp: 2016-10-25 03:24:36
Document Index: 357849304

Matched Legal Cases: ['Art. 7', 'Art. 63', 'BGE', 'Art. 63', 'BGE', 'BGE', 'Art. 63', 'BGE', 'Art. 55', 'Art. 63', 'Art. 55', 'Art. 64', 'BGE', 'Art. 4', 'Art. 43', 'Art. 8', 'Art. 55', 'Art. 55', 'BGE', 'BGE', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 694', 'BGE', 'Art. 694', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 694', 'Art. 63', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 694', 'Art. 63', 'Art. 742', 'Art. 694', 'Art. 694', 'Art. 694', 'Art. 694', 'BGE', 'Art. 694', 'Art. 63', 'Art. 694', 'BGE', 'BGE', 'Art. 43', 'Art. 156', 'BGE']

5C.255/1999 (27.06.2000)
S.________, Beklagter und Berufungskl�ger, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Rainer Schumacher, Oberstadtstrasse 7, 5400 Baden,
E.________, Kl�ger und Berufungsbeklagter, vertreten durch F�rsprecher Frank Brunner, Badstrasse 15, M�derhof, 5400 Baden,
D.- Mit eidgen�ssischer Berufung vom 15. November 1999 beantragt S.________ dem Bundesgericht, das Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau vom 1. Oktober 1999 aufzuheben und die Klage vollumf�nglich abzuweisen; eventuell sei die Sache zur Aktenerg�nzung und zu neuer Entscheidung an das Obergericht zur�ckzuweisen. Die Gerichtskosten seien E.________ aufzuerlegen und dieser zum Ersatz seiner Parteikosten zu verurteilen; eventuell sei die Sache zur Festsetzung und Auferlegung der Parteikosten zulasten von E.________ an das Obergericht zur�ckzuweisen. E.________ beantragt die Abweisung der Berufung, soweit darauf einzutreten sei. Das Obergericht des Kantons Aargau hat auf Gegenbemerkungen verzichtet.
1.- Der Beklagte wirft zun�chst dem Obergericht mehrere offensichtliche Versehen betreffend Tatsachenfeststellungen vor und begehrt in verschiedener Hinsicht Berichtigungen und Erg�nzungen des Sachverhalts an.
a) Der Beklagte erblickt ein Versehen des Obergerichts darin, dass es eine Zufahrt f�r Motorfahrzeuge �ber sein Grundst�ck zwar f�r unzul�ssig erachtet, aber f�r das Fahrwegrecht Handkarren mit Elektroantrieb zugelassen hat, obwohl diese in der Alltagssprache und nach den massgeblichen Normen als Motorfahrzeuge gelten w�rden. Das Obergericht hat indessen gest�tzt auf das bezirksgerichtliche Urteilsdispositiv unter Motorfahrzeugen entgegen Art. 7 Abs. 1 des Strassenverkehrsgesetzes vom 19. Dezember 1958 (SR 741. 01) ausschliesslich Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren, nicht auch Handkarren mit Elektroantrieb verstanden, denn es hat besonders hervorgehoben, dass dem Kl�ger von der Erstinstanz in erster Linie ein Fusswegrecht und als Erg�nzung dazu ein nur sehr eingeschr�nktes Fahrwegrecht einger�umt worden sei. Da das Obergericht diesbez�glich keine Stelle im erstinstanzlichen Urteil unrichtig wahrgenommen hat (Art. 63 Abs. 2 OG; BGE 104 II 68 E. 3a), liegt auch nicht ein auf einem Versehen beruhender Widerspruch vor, wenn das Obergericht festgehalten hat, dass eine Zufahrt mit dem Motorfahrzeug nicht mehr Streitgegenstand des zweitinstanzlichen Verfahrens bilde.
b) Der Beklagte wirft dem Obergericht ein offensichtliches Versehen vor, weil es hinsichtlich der Grundst�cke der Parteien von einem Muttergrundst�ck ausgehe, obwohl aus der Replikbeilage 9 hervorgehe, dass die beiden Grundst�cke nie zusammengeh�rten. Eine Aussage diesen Inhalts l�sst sich indessen dem angef�hrten Aktenst�ck nicht entnehmen. Erstens liesse sich die Aussage, dass die beiden Grundst�cke nie zu einem Muttergrundst�ck geh�rt h�tten, gest�tzt auf die Angaben in der Replikbeilage 9 nur f�r die Zeit nach 1957 folgern. Zweitens m�sste zus�tzlich unterstellt werden, dass das von F.________ seinerzeit erworbene Land �stlich der Parzelle des Kl�gers unmittelbar an diese angrenzte und J.________ geh�rte, was der Beklagte behauptet, sich dem Aktenst�ck aber nicht entnehmen l�sst. Der Vorwurf, dass das Obergericht die Replikbeilage 9 inhaltlich nicht richtig wahrgenommen h�tte (Art. 63 Abs. 2 OG; BGE 104 II 68 E. 3a), ist daher unbegr�ndet. Im �brigen geht aus den Erw�gungen des Obergerichts hervor, dass ein Vers�umnis der wegm�ssigen Erschliessung bei der Parzellierung des Muttergrundst�ckes f�r die Beurteilung des Notweganspruch des Kl�gers nicht entscheidend gewesen ist; da die vom Beklagten ger�gte Feststellung somit f�r den Ausgang des Verfahrens nicht erheblich gewesen ist (BGE 95 II 503 E. 2a S. 506 f.), f�llt eine Berichtigung bzw. Erg�nzung des Sachverhalts gem�ss Art. 63 Abs. 2 OG ohnehin ausser Betracht.
c) Nach Auffassung des Beklagten hat das Obergericht weiter offensichtlich �bersehen, dass er im erstinstanzlichen Verfahren kein Entsch�digungsbegehren gestellt hatte, so dass der Vorwurf einer �bersetzten Entsch�digungsforderung gegenstandslos sei; es habe versehentlich nicht ber�cksichtigt, welche Nachteile ihm bei vollumf�nglicher Gutheissung der Klage erwachsen w�ren. Auch diesbez�glich ist die Versehensr�ge unbegr�ndet. Der Beklagte hat wohl in der Klageantwort kein Entsch�digungsbegehren gestellt; er hat indessen ausgef�hrt, der Kl�ger m�sste im Eventualfall der Einr�umung des verlangten Notwegrechts eine sehr hohe Entsch�digung zahlen, und hat alle Nachteile zusammen auf Fr. 200'000. -- gesch�tzt. Wenn das Obergericht erwogen hat, der Beklagte habe f�r den Fall der Gutheissung der Klage eine Entsch�digungsforderung gestellt, so steht dies mit keiner Aktenstelle in Widerspruch, sondern gr�ndet sowohl in qualitativer als auch quantitativer Hinsicht ("offensichtlich �bersetzt") vielmehr auf der rechtlichen W�rdigung seiner Vorbringen in der Klageantwort (BGE 115 II 399 E. 2). Inwiefern das Obergericht eine Aktenstelle missverstanden haben sollte, wenn es die vom Beklagten in der Klageantwort beantragte Expertise zur Verm�genseinbusse nicht abgenommen hat, legt der Beklagte nicht dar, so dass er diesbez�glich mit seiner Versehensr�ge nicht geh�rt werden kann (Art. 55 Abs. 1 lit. d OG).
d) Der Beklagte stellt weiter in seiner Berufungsschrift betreffend die fr�heren Eigentumsverh�ltnisse und die Parzellierung der Grundst�cke der Parteien, die Wohn- und Terrassenliegenschaften in der n�heren und weiteren Umgebung, das Verhalten des Bauherrn bzw. Eigent�mers bei Erwerb und �berbauung der Parzelle durch den Kl�ger sowie die entgangenen Parkm�glichkeiten infolge des Notwegrechts verschiedene Sachbehauptungen auf. Soweit diese von den tats�chlichen Feststellungen des Obergerichts abweichen oder dar�ber hinausgehen, ist der Beklagte nicht zu h�ren. Zum einen ist das Bundesgericht an die tats�chlichen Feststellungen des Obergerichts gebunden, da weder offensichtliche Versehen zu berichtigen noch - worauf zur�ckzukommen ist - bundesrechtliche Beweisvorschriften verletzt worden sind (Art. 63 Abs. 2 OG); die vom Beklagten bestrittenen obergerichtlichen Tatsachenfeststellungen und erneuerten Beweisantr�ge sind daher unzul�ssig (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG). Zum anderen beruht der angefochtene Entscheid entgegen der Auffassung des Beklagten nicht auf einem l�ckenhaften Sachverhalt, so dass - wie sich aus den folgenden Erw�gungen ergeben wird - zur richtigen Anwendung des Bundesrechts keinerlei Sachverhaltserg�nzungen im Sinne von Art. 64 OG erforderlich sind. Es kann daher offen bleiben, ob der Beklagte die Rechtserheblichkeit seiner Tatsachenbehauptungen �berhaupt dargetan und belegt habe, dass er diese bereits im kantonalen Verfahren prozesskonform aufgestellt und die erforderlichen Beweise daf�r angeboten hat (BGE 115 II 484 E. 2a 485 f., m.H.). Soweit der Beklagte dem Obergericht eine willk�rliche Sachverhaltsfeststellung und formelle Rechtsverweigerung vorwirft, kann auf seine Vorbringen nicht eingetreten werden; R�gen dieser Art k�nnen ausschliesslich mit staatsrechtlicher Beschwerde wegen Verletzung von Art. 4 aBV ger�gt werden (Art. 43 Abs. 1 OG).
a) Was die Behauptung des Beklagten betrifft, bei vielen anderen Wohnliegenschaften in der Schweiz herrschten �hnliche oder weit schlechtere Zugangs- und Zufahrtsverh�ltnisse, geht er selber mit Recht davon aus, das sei gerichtsnotorisch, so dass es eines Beweises daf�r gar nicht erst bedurfte. Inwiefern Art. 8 ZGB unter diesen Umst�nden verletzt worden sein soll, legt er gar nicht erst dar, so dass seine R�ge nicht geh�rt werden kann (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG). Der Beklagte bringt weiter vor, seine im zweitinstanzlichen Verfahren vorgetragenen Behauptungen zu den fr�heren Eigentumsverh�ltnissen bzw. zum Nichtvorliegen eines Muttergrundst�ckes sowie die entsprechenden angebotenen Beweismittel seien vom Obergericht zu Unrecht �bergangen worden. Die Beweismittel, die der Beklagte im kantonalen Verfahren gem�ss seiner Verweisung in der Berufungsschrift angeboten hat, haben indessen ausschliesslich andere Tatsachen, welche die �hnlichen und schlechteren Zugangs- und Zufahrtsverh�ltnisse anderer Wohnliegenschaften betreffen, zum Gegenstand. Hat der Beklagte daher den Begr�ndungsanforderungen nicht gen�gt (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG; BGE 115 II 484 E. 2a S. 485 f., m.H.), kann auf die entsprechenden Vorbringen ebenfalls nicht eingetreten werden.
b) Der Beklagte wirft dem Obergericht weiter vor, es habe Beweismittel daf�r, dass beim Erwerb und der �berbauung der Parzelle des Kl�gers bewusst auf eine Erschliessung verzichtet worden war, nicht abgenommen. Der angeblich bewusste Verzicht eines Rechtsvorg�ngers des Kl�gers auf die Erschliessung der Parzelle mittels einer Strasse k�nnte diesem indessen nicht entgegengehalten werden; der Beklagte versucht denn auch gar nicht erst auseinander zu setzen, weshalb das von Bundesrechts wegen der Fall sein m�sste. Die von ihm hierzu beantragten Beweise betreffen daher einen entscheidunerheblichen Sachverhalt. Da Beweis nur �ber rechtserhebliche Tatsachen zu f�hren ist (BGE 122 III 219 E. 3c S. 223, m.H.), erweist sich der Vorwurf einer Verletzung des Beweisanspruchs als unbegr�ndet.
c) Der Beklagte r�gt, Art. 8 ZGB sei im Zusammenhang mit der Verlegung der Gerichts- und Parteikosten missachtet worden. Er �bergeht, dass die Regelung der Kosten- und Entsch�digungsfolgen des gerichtlichen Verfahrens ausschliesslich nach den Bestimmungen des kantonalen Rechts vorzunehmen war (BGE 71 II 188 S. 189). Art. 8 ZGB erfasst indessen nur die nach Bundesrecht erheblichen Tatsachen (BGE 124 III 134 E. 2b/bb S. 143, m.H.), so dass die Vorbringen des Beklagten unzul�ssig sind.
3.- Das Obergericht geht davon aus, in Wohngebieten - das seit jeher Wohnzwecken dienende Grundst�ck des Kl�gers liege in einem Wohngebiet - habe der Eigent�mer eines Grundst�cks nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung grunds�tzlich Anspruch auf eine allgemeine Zufahrt mit einem Motorfahrzeug. Das Bezirksgericht habe dem Kl�ger indessen in erster Linie ein Fusswegrecht und als Erg�nzung dazu ein nur sehr eingeschr�nktes Fahrwegrecht einger�umt, so dass eine Zufahrt mit einem Motorfahrzeug �ber das Grundst�ck des Beklagten nicht mehr Streitgegenstand bilde. Auf entsprechende Vorbringen sei, soweit sie die Zufahrt mit einem Motorfahrzeug betreffen, daher wegen Entscheidunerheblichkeit nicht einzutreten. Das Grundst�ck des Kl�gers sei allerdings bereits von der Strasse R.________ her �ber einen ca. 50 m langen und 80 cm breiten, �ber rund 40 Treppenstufen f�hrenden Fussweg zug�nglich, der als Recht zulasten der Nachbarparzellen Nr. xxx und Nr. zzz im Grundbuch eingetragen sei. Dieser Weg k�nne indessen nicht so ausgebaut werden, dass er als Zugang auch f�r Gehbehinderte, mit Kinderwagen und Rollst�hlen, f�r Krankentransporte und den mobilen Transport von Grosseink�ufen und schweren Lasten dienen k�nnte. Ein Treppenlift w�rde die nutzbare Breite des Weges auf 65 cm einschr�nken, die �brigen am Fussweg dienstbarkeitsberechtigten Eigent�mer in ihren Rechten beeintr�chtigen sowie den Wegzugang zu Parzelle Nr. ppp abschneiden. Weiter w�re im jetzigen Zeitpunkt auch nicht auszumachen, wo dieser Treppenlift platziert werden m�sste, um eine sp�tere �berbaubarkeit der noch unbebauten Parzelle Nr. zzz nicht zu behindern oder zu verunm�glichen. Da dem Kl�ger aufgrund der bestehenden Rechtsbefugnisse nicht m�glich sei, sich selber einen gen�genden Zugang zu seinem Grundst�ck zu verschaffen, und er auch f�r die inhaltliche und r�umliche Ausdehnung des bestehenden Fusswegrechts als Zugang zur �ffentlichen Strasse auf die Einr�umung eines Notwegrechts angewiesen sei, liege eine Wegenot vor.
a) Der Beklagte macht geltend, das Obergericht habe Art. 694 ZGB in erster Linie dadurch verletzt, dass es annahm, die im Grundbuch gesicherte Wegverbindung des Kl�gers zur �ffentlichen Strasse stelle keinen gen�genden Weg dar. Der vorliegende Fall sei insbesondere mit den in BGE 85 II 392 und 107 II 323 beurteilten F�llen vergleichbar. Viele andere Wohnliegenschaften in der Schweiz bef�nden sich, was Zugang und Zufahrt betreffe, in �hnlichen oder weit schlechteren Verh�ltnissen; bereits aufgrund der ausgesprochenen Hanglage m�sse verneint werden, dass die blosse Erschliessung mit einem Treppenweg eine ungen�gende Verbindung darstelle. Dazu komme, dass die vorhandene Wegverbindung auf freier Entschliessung beruhe und daher selbstverschuldet sei.
b) Gem�ss Art. 694 Abs. 1 ZGB kann ein Grundeigent�mer, der keinen gen�genden Weg von seinem Grundst�ck auf die �ffentliche Strasse hat, beanspruchen, dass ihm der Nachbar gegen volle Entsch�digung einen Notweg einr�ume. Der Anspruch kann nach der Rechtsprechung nur in einer eigentlichen Notlage geltend gemacht werden, wenn einem Grundeigent�mer die zur bestimmungsgem�ssen Benutzung seines Grundst�cks erforderliche Verbindung zur �ffentlichen Strasse �berhaupt fehlt oder der vorhandene Weg sich als ungen�gend erweist; f�r die blosse Verbesserung nicht ganz vollkommener Wegverh�ltnisse kann kein Notweg beansprucht werden (BGE 120 II 185 E. 2a S. 186, 117 II 35 E. 2 S. 36 f., je m.H.). Nach heutiger Auffassung hat ein Grundeigent�mer in Wohngebieten grunds�tzlich Anspruch auf eine allgemeine Zufahrt zum Grundst�ck mit einem Motorfahrzeug (BGE 110 II 125 E. 5 S. 127, 93 II 167 E. 2 S. 169), sofern sich eine solche wegen der topographischen Verh�ltnisse �berhaupt erstellen l�sst; das wird f�r Grundst�cke, auf denen Wohn- oder Ferienh�user stehen, als Selbstverst�ndlichkeit bezeichnet (BGE 93 II 167 E. 2 S. 169). Anders ist es bloss bei Grundst�cken ausserhalb des Bereichs von Ortschaften; dort gilt dieser Grundsatz - unter derselben Voraussetzung - nicht uneingeschr�nkt, aber immerhin insoweit, als es sich um Transporte handelt, die gew�hnlich nur mit Fahrzeugen ausgef�hrt werden (BGE 107 II 323 E. 4 S. 331; Rey, Basler Kommentar, N. 7 zu Art. 694 ZGB; Steinauer, Les droits r�els, Bd. II, 2. A., Rz. 1863 f.).
c) Das Obergericht hat diese Grunds�tze keineswegs missachtet, wenn es dem Kl�ger den Anspruch auf einen Notweg zuerkannt hat.
aa) In tats�chlicher Hinsicht hat das Obergericht verbindlich festgestellt (Art. 63 Abs. 2 OG), die in einem Wohngebiet gelegenen und �berbauten Grundst�cke der Parteien bef�nden sich in einer ausgesprochenen Hanglage. Der als Dienstbarkeit im Grundbuch eingetragene, rund 50 m lange und �ber rund 40 Treppenstufen f�hrende Fussweg �ber die Nachbarparzellen Nr. xxx und Nr. zzz sei f�r �ltere und gehbehinderte Personen �usserst beschwerlich und k�nne weder mit Kinderwagen noch Rollst�hlen befahren werden. Einen Handwagen f�r G�tertransporte einzusetzen, sei ausgeschlossen; als Zufahrtsweg sei dieser Fussweg seit jeher ungeeignet und zu einem eigentlichen Fahrweg auch gar nicht ausbauf�hig. Der Fuss- bzw. Treppenweg �ber die Parzellen Nr. xxx und Nr. zzz verschafft dem Kl�ger offensichtlich keine derartige Verbindung zwischen Grundst�ck und �ffentlicher Strasse, wie sie der Grundeigent�mer in Wohngebieten nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung allgemein fordern kann, und verm�chte ihm auch keine solche zu verschaffen; er k�nnte selbst jenen eingeschr�nkten Anforderungen nicht gen�gen, wie sie ausserhalb des Bereichs von Ortschaften gelten. Das Notweginteresse des Kl�gers gr�ndet also nicht auf blosser und verp�nter Bequemlichkeit des Kl�gers (BGE 84 II 614 E. 3 S. 619), und ebenso wenig liegen nicht ganz vollkommene Wegverh�ltnisse vor, die zu verbessern w�ren (BGE 120 II 185 E. 2a S. 186, m.H.). Dies w�rde nur zutreffen, wenn der bestehende Weg einzig f�r �ltere oder gehbehinderte Personen beschwerlich w�re und die Wegverh�ltnisse verbessert werden k�nnten, was aber gem�ss den verbindlichen Tatsachenfeststellungen des Obergerichts ausgeschlossen ist.
bb) Mit den vom Beklagten angerufenen, in BGE 107 II 323 und 85 II 392 beurteilten F�llen, aus denen dieser ihm dienlich scheinende Teile einzelner Erw�gungen ohne R�cksicht auf den Gesamtzusammenhang herausgreift, ist der vorliegende Fall nicht vergleichbar. Im ersten Fall ging es um eine Liegenschaft mit einem als Wohnhaus benutzten, abgelegenen Bauernhaus ausserhalb des Bereichs einer Ortschaft, also nicht wie hier um ein Grundst�ck mit einem Wohnhaus im Wohngebiet. Zugunsten der betreffenden Liegenschaft war im Grundbuch ein �ffentliches Fusswegrecht eingetragen, und es standen Transporte, die gew�hnlich nur mit Fahrzeugen ausgef�hrt werden, zur Diskussion, weshalb dort gerade die Einr�umung eines Fahrwegrechts als Notweg angeordnet wurde. Im zweiten Fall war auf zwei aneinander grenzenden, noch zu �berbauenden, in ihrem damaligen Bestand mit zwei �ffentlichen Strassen verbundenen st�dtischen Grundst�cken in Hanglage einzig f�r den Bau eines Einfamilienhauses am oberen Rand, nicht aber f�r die �brige �berbauung mit zwei Reihen- und f�nf Einfamilienh�usern die Einr�umung eines Notweges anbegehrt. Der Notweganspruch wurde verneint, weil der baulustige Grundeigent�mer sich mit den topographischen Verh�ltnissen seines Landes abzufinden und diesen seine Baupl�ne anzupassen habe; es d�rfe daher nicht ohne wahre Not in nachbarliches Eigentum eingegriffen werden, zudem sei f�r jenes Einfamilienhaus eine nach landl�ufiger Auffassung gen�gende Wegverbindung �ber das eigene Land der Kl�gerin zu bewerkstelligen. In diesem ganz besonderen, eingeschr�nkten Zusammenhang einzig ist erwogen worden, es sei nicht notwendig, mit dem Wagen bis zur Haust�re fahren zu k�nnen, und der Zugang zu einem auf absch�ssigem Gel�nde stehenden Einfamilienhaus vom eigenen Grundst�ck her �ber Treppen sei, wenn gut ausgebaut, vom privatrechtlichen Standpunkt aus als gen�gend zu betrachten. Vorliegend ist der Kl�ger aber nicht einmal in der Lage, bis an die Grenze seines Grundst�cks zu fahren, so dass der Beklagte auch aus diesem Grund nichts f�r sich aus dem angef�hrten Bundesgerichtsentscheid abzuleiten vermag.
cc) F�r die Frage, ob eine Wegenot bestehe, kommt es sodann nicht darauf an, ob viele andere Wohnliegenschaften in der Schweiz �hnliche oder weit schlechtere Zugangsverh�ltnisse aufweisen als dies beim Grundst�ck des Kl�gers der Fall ist. Denn zum einen bildet jener Sachverhalt nicht Beurteilungskriterium f�r diese Frage im konkreten Einzelfall, und zum anderen bleibt offen, ob er nicht ausschliesslich darauf zur�ckzuf�hren sei, dass ein besserer Zugang technisch nicht zu verwirklichen oder vom betroffenen Grundeigent�mer nicht klageweise durchzusetzen versucht worden ist. Im �brigen verunm�glichen Hanglagen - wie gerade der vorliegende Fall zeigt - nicht von vorneherein die Erschliessung auf anderem Wege als durch einen Treppenlift. W�re im �brigen festgestellt, dass der Rechtsvorg�nger des Kl�gers auf die Erschliessung seines Grundst�cks mit einer Strasse mit voller Absicht verzichtet h�tte, so w�rde auch dies dem Beklagten nicht helfen. Er bringt nichts vor, woraus sich folgern liesse, dass ein derartiger Verzicht ebenso den daran nicht beteiligten Kl�ger zu binden verm�chte. Von selbstverschuldeter Wegenot kann schon aus diesem Grund keine Rede sein, so dass auch dieses Argument des Beklagten dem Notweganspruch des Kl�gers nicht entgegenstehen k�nnte.
4.- Das Obergericht hat bei der Beurteilung, gegen welchen Nachbarn sich der Anspruch auf den Notweg gem�ss Art. 694 Abs. 2 ZGB zu richten habe, in tats�chlicher Hinsicht festgehalten (Art. 63 Abs. 2 OG), die Grundst�cke der Parteien seien aus der Parzellierung eines Muttergrundst�cks hervorgegangen, welches �ber den Weg T.________ mit dem �ffentlichen Verkehrsnetz verbunden gewesen sei. Es hat erwogen, das Vers�umnis, bei der Parzellierung die wegm�ssige Erschliessung des Grundst�cks des Kl�gers sicherzustellen, verm�ge keinen priorit�ren Notweganspruch gegen�ber dem Beklagten zu begr�nden; als unbeteiligter Rechtsnachfolger habe dieser ebenso wenig wie der Eigent�mer eines anderen Nachbargrundst�cks f�r die damalige Ver�nderung der Eigentumsverh�ltnisse einzustehen. Der Beklagte k�nne aber ebenso wenig geltend machen, die Eigent�mer der Parzellen Nr. xxx und Nr. zzz seien aufgrund der fr�heren Eigentums- und Wegverh�ltnisse in Anspruch zu nehmen. Diese Grundst�cke seien bloss mit einem schmalen Fusswegrecht belastet und f�r einen Zufahrtsweg seit jeher ungeeignet; daran �ndere nichts, dass mit den heutigen technischen Mitteln als Ersatzl�sung eine Transportanlage erstellt werden k�nnte. Es bleibe daher entscheidend, f�r welchen Grundeigent�mer der Notweg am wenigsten sch�dlich sei. Der vom Bezirksgericht zuerkannte Notweg f�hre auf einer L�nge von ca. 31 m l�ngs der Grenze �ber das Grundst�ck des Beklagten in den privaten Weg T.________, auf welchem dem Kl�ger ein Fuss- und Fahrwegrecht zustehe und der in die �ffentliche Strasse m�nde. Dieser Notweg weise ein bloss leichtes Gef�lle auf und verschaffe einen problemlosen Zugang zu Fuss, mit dem Fahrrad, Kinderwagen, Rollstuhl und Handwagen zum Grundst�ck des Kl�gers. Die Breite des Wegs T.________ von 4 m lasse, auch wenn das Dauerparkieren nicht gestattet sei, ohne Behinderung der �brigen Ben�tzer das Ein- und Aussteigen sowie den G�terumschlag unmittelbar am Anfang des Weges zu. Werde das Fahrwegrecht auf motorlose Fahrzeuge und auf Transportmittel mit Elektroantrieb beschr�nkt, so seien die Immissionen unbedeutend.
Mit der Einr�umung eines Notwegrechts in der Breite von 80 cm zwischen der Garage auf dem Grundst�ck des Beklagten und der angrenzenden Parzelle Nr. vvv werde das Parkieren f�r diesen zwar erschwert, indessen nicht verunm�glicht. Der bestehende Fussweg �ber die Parzellen Nr. xxx und Nr. zzz sei demgegen�ber ca. 50 m lang, �berwinde in rund 40 Stufen einen H�henunterschied von ca. 12 m und sei zu einem eigentlichen Fahrweg nicht ausbauf�hig. Er f�hre auf der Parzelle Nr. xxx der Grenze entlang, zerschneide die nicht �berbaute Parzelle Nr. zzz und m�nde in die �ffentliche Strasse R.________, die an dieser Stelle in einer Kurve verlaufe und aus Gr�nden der Verkehrssicherheit einen G�terumschlag nicht zulasse. W�rde dieser Weg mit einem Treppenlift ausgestattet, so m�sste dieser bei der absehbaren �berbauung der Parzelle verlegt werden. Eine derartige Verlegung auf Kosten des notwegbelasteten Grundeigent�mers, wie es Art. 742 ZGB vorsehe, w�re diesem nicht zuzumuten. Ein Notweg �ber die Parzellen Nr. xxx und Nr. zzz erweise sich zusammenfassend betrachtet als erheblich ungeeigneter und jedenfalls nicht weniger eingreifend in die Interessen jener Grundeigent�mer als der Notweg �ber die Parzelle des Beklagten.
a) Der Beklagte beanstandet, Art. 694 ZGB sei vom Obergericht insoweit verletzt worden, als der Anspruch des Kl�gers auf einen Notweg ihm gegen�ber gutgeheissen worden ist. Er h�lt daf�r, ein solcher k�nnte sich nur gegen die Eigent�mer der Parzellen Nr. xxx und Nr. zzz richten, zu deren Lasten seit Jahrzehnten bereits ein Fusswegrecht bestehe. Seinen Einwand, f�r ihn w�re der Notweg weit sch�dlicher als f�r die Eigent�mer jener Parzellen, begr�ndet er einerseits damit, der Kl�ger k�nnte eine Verbreiterung des bestehenden Weges verlangen und der Weg k�nnte, damit ein Treppenlift nicht sp�ter verlegt werden m�sste, bereits heute den Grundst�cksgrenzen entlang gef�hrt werden; dies w�rde die sp�tere �berbauung der Parzelle Nr. zzz nicht behindern. Andererseits behauptet er, das Parkieren zwischen Garage und angrenzendem Grundst�ck w�rde nicht bloss erschwert, sondern f�r Fahrzeuge der Art der seinigen verunm�glicht. Weiter weist er darauf hin, vom Obergericht sei nicht ber�cksichtigt worden, dass w�hrend eines mehr oder weniger lange dauernden G�terumschlags auf dem Weg T.________ die Zufahrt zu seiner Liegenschaft zus�tzlich behindert w�re und eine Wegverbindung wie die einger�umte dazu f�hren w�rde, dass Motorfahrzeuge mit oder ohne Vorwand des G�terumschlags unberechtigterweise �ber l�ngere Zeit, sei es auf dem Weg T.________, sei es auf seinem Grundst�ck, parkiert w�rden.
b) Gem�ss Art. 694 Abs. 2 ZGB richtet sich der Anspruch auf einen Notweg in erster Linie gegen den Nachbarn, dem die Gew�hrung des Notweges der fr�heren Eigentums- und Wegverh�ltnisse wegen am ehesten zugemutet werden darf, und im Weiteren gegen denjenigen, f�r den der Notweg am wenigsten sch�dlich ist. Wenn nach Art. 694 Abs. 1 ZGB Anspruch auf einen Notweg hat, wer von seinem Grundst�ck aus �ber keinen gen�genden Weg auf die �ffentliche Strasse verf�gt, d.h. der Anspruch mithin auf die Einr�umung eines gen�genden Weges geht, so setzt dessen Zuspruch notwendigerweise voraus, dass �ber ein nachbarliches Grundst�ck nach dessen Lage und Beschaffenheit ein solcher gen�gender Weg �berhaupt gelegt werden kann. Art. 694 Abs. 2 ZGB gelangt daher nur zur Anwendung, sofern mehr als ein Grundst�ck jener Anforderung gen�gt (BGE 86 II 235 E. 4 S. 240; Rey, a.a.O., N. 15 zu Art. 694 ZGB, m.H.; Steinauer, a.a.O., Rz. 1865). Das Obergericht hat in tats�chlicher Hinsicht verbindlich festgestellt (Art. 63 Abs. 2 OG), der �ber die Parzellen Nr. xxx und Nr. zzz f�hrende Fussweg sei als Zufahrtsweg seit jeher ungeeignet und zu einem eigentlichen Fahrweg nicht ausbauf�hig. Es hat daher unn�tigerweise gepr�ft, ob sich der Anspruch des Kl�gers auf den Notweg gegen die Eigent�mer jener Parzellen oder den Beklagten als Eigent�mer der Parzelle Nr. qqq richten m�sse.
5.- Das Bezirksgericht hatte dem Beklagten eine Entsch�digung von insgesamt Fr. 30'000. -- zugesprochen, welche das Obergericht best�tigte, und zwar Fr. 15'000. -- f�r den Landwert der durch das Notwegrecht beanspruchten Fl�che von 29,25 m2 und Fr. 15'000. -- f�r die Beeintr�chtigung der ungest�rten Nutzung der Liegenschaft sowie f�r die zu erwartenden Immissionen. Das Obergericht hat erwogen, es bestehe kein Anlass f�r eine prozentual h�here Beteiligung des Kl�gers an der Grundst�cksfl�che als einem Einkauf zu rund 75 % des vom Beklagten selber nach seinen Erkundigungen auf Fr. 650. -- pro m2 bezifferten oder von �ber 50 % des gerichtsnotorisch unter Fr. 1'000. -- liegenden Verkehrswerts f�r Grundst�cke in vergleichbarer Lage. Der vom Bezirksgericht f�r Immissionen und Beeintr�chtigung der ungest�rten Nutzung gemachte Zuschlag erscheine demgegen�ber als fragw�rdig, zumal die Beeintr�chtigung der privaten Sph�re im Wesentlichen lediglich in einer exponierteren Gartennutzung bestehe.
a) Der Beklagte bem�ngelt, das Obergericht habe bei der Bemessung der Entsch�digung nur die Grundst�cksfl�che bewertet, welche der Notweg beanspruche, jedoch die vorinstanzlich festgestellte Erschwernis beim Parkieren nicht ber�cksichtigt und zudem die durch G�terumschlag und weiteres Parkieren von Fahrzeugen auf seinem Grundst�ck sowie auf dem Weg T.________ entstehenden Nachteile nicht in Betracht gezogen. Art. 694 Abs. 1 ZGB habe das Obergericht ferner dadurch verletzt, dass es nicht die enteignungsrechtlichen Kostenverteilungsregeln angewendet, sondern ihm f�r das erstinstanzliche Verfahren eine Partei- und Anwaltsentsch�digung vollumf�nglich verweigert und ihm die H�lfte der erstinstanzlichen Parteikosten des Kl�gers auferlegt habe.
b) Das Bezirksgericht hat, wie sich aus seinen Erw�gungen klar ergibt, den Beklagten nicht bloss f�r die zu erwartenden Immissionen, sondern ebenso f�r die Beeintr�chtigung der ungest�rten Nutzung seiner Liegenschaft entsch�digt, zu welcher insbesondere auch die vom Obergericht festgestellte Erschwernis beim Parkieren zu z�hlen ist. Dass der private Weg T.________, an welchem dem Kl�ger ein Fuss- und Fahrwegrecht zusteht, dem Beklagten geh�re, wird nicht behauptet. Im �brigen hat das Obergericht festgestellt, die Breite des Wegs T.________ von 4 m lasse ohne Behinderung der �brigen Ben�tzer das Ein- und Aussteigen sowie den G�terumschlag unmittelbar am Anfang ohne weiteres zu. Die R�ge, dem Beklagten entstehende Nachteile bei der Entsch�digungsbemessung �bergangen zu haben, st�sst demnach ins Leere.
c) Wie die Gerichts- und Parteikosten des kantonalen Verfahrens zu verlegen sind, bestimmt allein das kantonale Prozessrecht (BGE 71 II 188 S. 189). Werden daf�r enteignungsrechtliche Gesichtspunkte herangezogen (vgl. BGE 85 II 392 E. 3 S. 402), so finden diese nicht als eidgen�ssisches, sondern als kantonales Recht Anwendung. Auf den Vorwurf, derartige Gesichtspunkte seien bei der Kostenverlegung missachtet worden, ist, da mit der Berufung einzig die Verletzung von Bundesgesetzesrecht beanstandet werden kann, nicht einzutreten (Art. 43 Abs. 1 und 2 OG).
6.- Aus diesen Gr�nden ist die Berufung abzuweisen, soweit darauf �berhaupt eingetreten werden kann. Der Beklagte wird zufolge seines Unterliegens kosten- und entsch�digungspflichtig (Art. 156 Abs. 1 und 159 Abs. 2 OG). F�r die Heranziehung enteignungsrechtlicher Kostennormen (BGE 85 II 392 E. 3 S. 402) bleibt kein Raum, wo der sich widersetzende Nachbar in dritter Instanz erneut vollumf�nglich unterliegt.
1.- Die Berufung wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist, und das Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau (1. Zivilkammer) vom 1. Oktober 1999 wird best�tigt.
2.- Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 2'500. -- wird dem Beklagten auferlegt.
3.- Der Beklagte hat den Kl�ger f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 3'500. -- zu entsch�digen.