Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VII%20ZR%20128/91
Timestamp: 2019-05-21 16:03:22
Document Index: 200065065

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 309', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1', 'BGH', '§ 1', '§ 5', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 25.06.1992 - VII ZR 128/91 - dejure.org
https://dejure.org/1992,481
BGH, 25.06.1992 - VII ZR 128/91 (https://dejure.org/1992,481)
BGH, Entscheidung vom 25.06.1992 - VII ZR 128/91 (https://dejure.org/1992,481)
BGH, Entscheidung vom 25. Juni 1992 - VII ZR 128/91 (https://dejure.org/1992,481)
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Begriff des "Aushandelns" einer Klausel in einem Einheits-Architektenvertrag - Wirksamkeit einer Vereinbarung der Verjährung von Ansprüchen des Bauherren gegen den Architekten "zwei Jahre nach Bezugsfertigkeit des Gebäudes" - Gesonderte Wirksamkeitsprüfung inhaltlich voneinander trennbarer, einzeln aus sich heraus verständlicher Regelungen in AGB (Allgemeine Geschäftsbedingungen) - Erfordernis des ernsthaften zur Disposition Stellens - Reale Möglichkeit der inhaltlichen Ausgestaltung der Vertragsbedingungen
Aushandeln von vertragsbedingungen im Sinne von Allgemeinen Geschäftsbedingungen
Allgemeine Geschäftsbedingungen: Aushandeln einer Klausel in einem Einheitsarchitektenvertrag; Verjährung von Ansprüchen des Bauherren
Klausel zur mittelbaren Verkürzung der Verjährung in AVA's unwirksam
Klausel zur Verkürzung der Verjährungsfrist in AVA's unwirksam
Vereinbarung unwirksam, da nicht individuell "ausgehandelt"
Verjährungsklausel im Einheits- Architektenvertrag (IBR 1992, 406)
NJW 1992, 2759
MDR 1992, 1058
WM 1992, 1995
BB 1992, 1813
BauR 1992, 794
ZfBR 1992, 275
Dies stellt eine mittelbare Verkürzung der Verjährungsfrist dar, die von § 309 Nr. 8 b) ff) BGB erfasst wird (vgl. BGH…, Urteil vom 9. Oktober 1986 - VII ZR 245/85, NJW-RR 1987, 144, 146, juris Rn. 16; Urteil vom 25. Juni 1992 - VII ZR 128/91, BauR 1992, 794, 795, juris Rn. 19).
BGH, 18.03.2009 - XII ZR 200/06
Wirksamkeit einer in Form einer Individualabrede vereinbarten …
Beim Architektenvertrag ist eine Abnahme regelmäßig nicht ausgeschlossen, da Architektenleistungen jedenfalls ganz überwiegend billigungsfähig sind (vgl. BGH, Senatsurteile vom 9. Juli 1962 - VII ZR 98/61, BGHZ 37, 341, 345 f und vom 25. Juni 1992 - VII ZR 128/91, BauR 1992, 794, 796 = ZfBR 1992, 275).
Denn im Hinblick auf den Schutzzweck des AGB-Gesetzes macht es keinen Unterschied, ob die Vertragsbedingungen in schriftlicher Form vorbereitet bzw. übernommen werden oder ob sie zum Zwecke künftiger wiederholter Einbeziehung in den Vertragstext "im Kopf gespeichert" sind (BGH…, Urteil vom 30. September 1987 aaO; Urteil vom 25. Juni 1992 - VII ZR 128/91 = NJW 1992, 2759 unter II 1).
a) Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes liegt ein Aushandeln dann vor, wenn der Verwender den in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen enthaltenen "gesetzesfremden" Kerngehalt, also die den wesentlichen Inhalt der gesetzlichen Regelung ändernden oder ergänzenden Bestimmungen inhaltlich ernsthaft zur Disposition stellt und dem Verhandlungspartner Gestaltungsfreiheit zur Wahrung eigener Interessen einräumt mit zumindest der realen Möglichkeit, die inhaltliche Ausgestaltung der Vertragsbedingungen beeinflussen zu können (…vgl. u. a. BGH, Urt. v. 10.10.1991 - VII ZR 289/90, NJW 1992, 1107, 1108; Urt. v. 25.6.1992 - VII ZR 128/91, NJW 1992, 2759, 2760, jeweils m.w.N.;… BGHR AGBG § 1 Abs. 2 - Aushandeln l-10).
Der Verwender muss den (gesetzesfremden) Kerngehalt seines vorformulierten Vertragstextes inhaltlich ernsthaft zur Disposition stellen und dem anderen Teil Gestaltungsfreiheit zur Wahrung eigener Interessen einräumen, d.h. der Vertragspartner muss die reale Möglichkeit erhalten, den Inhalt der Vertragsbedingungen zu beeinflussen (…BGH, Urt. v. 10.10.1991, VII ZR 289/90, NJW 1992, 1107; Urt. v. 25.06.1992, VII ZR 128/91, NJW 1992, 2759;… Urt. v. 03.11.1999, VIII ZR 269/98, NJW 2000, 1110).
Die Revision weist zwar zutreffend darauf hin, daß nach den Feststellungen des Berufungsgerichts zweifelhaft sein könnte, ob die Vereinbarung im Sinn des § 1 Abs. 2 AGBG ausgehandelt worden ist, weil der Zahnarzt den in der Vereinbarung enthaltenen gesetzesfremden Kerngehalt - nämlich das Überschreiten des in § 5 Abs. 1 GOZ enthaltenen Gebührenrahmens - nicht ernsthaft zur Disposition gestellt und dem Verhandlungspartner keine Gestaltungsfreiheit zur Wahrung der eigenen Interessen mit der realen Möglichkeit eingeräumt habe, die inhaltliche Ausgestaltung der Vertragsbedingungen beeinflussen zu können (vgl. BGH, Urteile vom 27. März 1991 - IV ZR 90/90 - NJW 1991, 1678, 1679; vom 10. Oktober 1991 - VII ZR 289/90 - NJW 1992, 1107 f; vom 25. Juni 1992 - VII ZR 128/91 - NJW 1992, 2759, 2760).
Es genügt nicht, wenn der Verwender den Inhalt einer Klausel lediglich erläutert und erörtert und dies den Vorstellungen des Partners entspricht (BGH…, Urteil vom 16.07.1998 - VII ZR 9/97, juris Rn. 8; BGH, Urteil vom 25.06.1992 - VII ZR 128/91, juris Rn. 17).
BGH, 16.07.1998 - VII ZR 9/97
Formularmäßige Vereinbarung einer Vertragsstrafe; Wirksamkeit einer …
OLG München, 10.12.1997 - 3 U 3961/97
Voraussetzungen für die Fälligkeit einer Bürgschaft; Beurteilung einer Bürgschaft …
OLG Brandenburg, 13.02.1997 - 5 U 69/96
Abgrenzung zwischen Zivilrechtsweg und Verwaltungsrechtsweg; Zuständigkeit des …
Rückzahlung bzw. Erstattung eines für den Abschluss eines …
OLG Brandenburg, 03.02.1997 - 5 U 69/96
OLG München, 07.12.1994 - 3 U 4303/94
Haftung des Bürgen einer Höchstbetragsbürgschaft
AG Köln, 18.05.2005 - 220 C 257/04