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Timestamp: 2016-10-22 03:39:11
Document Index: 261118113

Matched Legal Cases: ['Art. 6', 'Art. 9', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 156', 'Art. 159', 'BGE']

U 5/02 (21.10.2002)
Die 1932 geborene B.________ arbeitet seit 1979 im Umfang von einem bis drei Tagen in der Woche bei der Firma Q.________ und ist durch ihre Arbeitgeberin bei der Vaudoise Allgemeine Versicherungs-Gesellschaft (nachfolgend: Vaudoise) gegen die Folgen von Unf�llen versichert. Am 29. September 2000 versp�rte B.________ einen "Knacks" im Knie und sofort einschiessende Schmerzen, als sie sich beim Kochen br�sk umgedreht hatte, um etwas aus dem K�chenschrank zu holen. Dr. med. R.________, Chefarzt f�r Chirurgie, Spital X.________, diagnostizierte eine Ruptur des medialen Meniskushinterhorns am rechten Knie und nahm am 31. Oktober 2000 eine arthroskopische Hinterhornteilresektion des medialen Meniskus rechts vor. Mittels Unfallmeldung vom 10. November 2000 informierte die Arbeitgeberin die Vaudoise �ber den Meniskusriss. Mit Verf�gung vom 5. April 2001 lehnte die Vaudoise jede Leistungserbringung ab, da weder ein Unfall noch eine unfall�hnliche K�rpersch�digung vorliege. Der Krankenversicherer von B.________, die Helsana Versicherungen AG (nachfolgend: Helsana), erhob Einsprache, woraufhin die Vaudoise mit Einspracheentscheid vom 29. Mai 2001 an ihrem Standpunkt festhielt.
Die Vaudoise f�hrt Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit dem Antrag, es seien der vorinstanzliche Entscheid aufzuheben und die Verf�gung vom 5. April 2001 sowie der Einspracheentscheid vom 29. Mai 2001 zu best�tigen.
Sowohl die Helsana als auch B.________ und das Bundesamt f�r Sozialversicherung verzichten auf eine Vernehmlassung.
Die Vorinstanz hat die Bestimmungen und Grunds�tze �ber den Begriff der unfall�hnlichen K�rpersch�digungen, insbesondere �ber Meniskusrisse (Art. 6 Abs. 2 UVG in Verbindung mit Art. 9 Abs. 2 lit. c UVV; BGE 123 V 43; RKUV 2001 Nr. U 435 S. 332, je mit Hinweisen) zutreffend wiedergegeben. Darauf wird verwiesen.
Unbestritten ist der Hergang des Ereignisses vom 29. September 2000. Streitig ist jedoch, ob die Vaudoise Leistungen f�r die Folgen dieses Vorkommnisses zu erbringen hat.
2.1 Die Vaudoise beanstandet, die Vorinstanz gehe ohne weiteres davon aus, dass eine "ausgedehnte zerkl�ftete L�ngs-Querruptur des medialen Meniskushinterhorns am rechten Knie mit zum Teil grossen flottierenden Lappen" mit Sicherheit nicht ausschliesslich und eindeutig auf einen degenerativen Vorzustand zur�ckzuf�hren sei. Das sch�digende Vorkommnis stelle kein ausserhalb des K�rpers liegendes, objektiv fassbares, sinnf�lliges Ereignis der Aussenwelt im Sinne des Urteils E. vom 5. Juni 2001, U 398/00 (teilweise publiziert in RKUV 2001 Nr. U 435 S. 332) dar.
2.2 Nach unfallmedizinischer Erfahrung werden Meniskusverletzungen am h�ufigsten durch sogenannte k�rpereigene Traumen in Form einer unkontrollierten Drehbewegung bei gebeugtem Kniegelenk oder beim Aufstehen aus der Hocke verursacht. Solche so genannte k�rpereigene Traumen erf�llen die Begriffsmerkmale der zwar nicht ungew�hnlichen, aber pl�tzlichen und �usseren sch�digenden Einwirkung (B�hler, Meniskusl�sionen und soziale Unfallversicherung, Schweizerische �rztezeitung 2001 S. 2341; vgl. auch BGE 116 V 148 Erw. 2c mit Hinweisen).
2.3 Vorliegend ergibt sich aus den Akten, dass die Versicherte einen Meniskusriss am rechten Knie erlitt und dass die f�r diesen Gesundheitsschaden symptomatischen und f�r die Diagnosestellung schl�ssigen Schmerzen mit Anschwellung unmittelbar nach der br�sken Drehung am 29. September 2000 aufgetreten sind (vgl. Unfallmeldung vom 10. November 2000 sowie Fragebogen vom 20. November 2000). Somit ist ein �usseres Ereignis zumindest als Teilursache im Sinne eines unfall�hnlichen Vorfalles erstellt. Daran �ndert auch der letztinstanzlich vorgebrachte Einwand, die Versicherte habe erst einen Monat nach dem Ereignis vom 29. September 2000 den Arzt aufgesucht, nichts; denn der erstbehandelnde und operierende Dr. med. R.________ erw�hnt in seinem Operationsbericht vom 31. Oktober 2000 als Indikation das Rotations-Valgisationstrauma des rechten Kniegelenkes vom 29. September 2000, sodass die (Teil-)Kausalit�t im Rahmen des Beweisgrades der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 360 Erw. 5b mit Hinweisen) gegeben ist.
Streitigkeiten zwischen Versicherungstr�gern �ber Leistungen aus Unfallfolgen f�r einen gemeinsamen Versicherten sind kostenpflichtig (BGE 126 V 192 Erw. 6 mit Hinweisen). Die Vaudoise hat deshalb als unterliegende Partei die Gerichtskosten zu tragen (Art. 156 Abs. 1 OG).
Nach Art. 159 Abs. 2 OG darf im Verfahren der Verwaltungsgerichtsbeschwerde obsiegenden Beh�rden oder mit �ffentlich-rechtlichen Aufgaben betrauten Organisationen in der Regel keine Parteientsch�digung zugesprochen werden. In Anwendung dieser Bestimmung hat das Eidgen�ssische Versicherungsgericht der SUVA und den privaten UVG-Versicherern sowie - von Sonderf�llen abge sehen - den Krankenkassen keine Parteientsch�digungen zugesprochen, weil sie als Organisationen mit �ffentlich-rechtlichen Aufgaben zu qualifizieren sind (BGE 123 V 309 Erw. 10 mit Hinweisen).
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, dem Bundesamt f�r Sozialversicherung und B.________ zugestellt.