Source: https://www.brennecke.pro/218856/Grundzuege-des-Umsatzsteuerrechts--Teil-02--Ermittlung-der-Umsatzsteuer-Merkmale-fuer-alle-steuerbaren-Umsaetze-gem.--1-UStG
Timestamp: 2017-07-28 11:01:18
Document Index: 10824802

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 1', '§ 4', '§ 10', '§ 12', '§ 15', '§ 15', '§ 16', '§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 12', '§ 15', '§ 15', '§ 16']

Grundzüge des Umsatzsteuerrechts – Teil 02 – Ermittlung der Umsat
Sie kamen von hier: 218856/Grundzuege-des-Umsatzsteuerrechts--Teil-02--Ermittlung-der-Umsatzsteuer-Merkmale-fuer-alle-steuerbaren-Umsaetze-gem.--1-UStGGrundzüge des Umsatzsteuerrechts – Teil 02 – Ermittlung der Umsatzsteuer, Merkmale für alle steuerbaren Umsätze gem. § 1 UStGAutor(-en):Carola RitterbachRechtsanwältinMonika DibbeltRechtsanwältinJens BierstedtLL.B., Wirtschaftsjurist und wissenschaftlicher Mitarbeiter2.1 Ermittlung der Umsatzsteuer
Bei den unterschiedlichen Geschäftsvorfällen eines Unternehmers ist für die Frage der Umsatzbesteuerung als erstes zu unterscheiden, ob es sich um einen nach § 1 UStG steuerbaren oder nichtsteuerbaren Umsatz handelt.
Liegt ein steuerbarer Umsatz vor, so bedeutet dies nicht, dass dieser auch steuerpflichtig ist. Vielmehr könnte es sich um einen nach § 4 UStG steuerfreien Umsatz handeln.
Sofern von einem steuerpflichtigen Umsatz auszugehen ist, muss die Bemessungsgrundlage für die USt nach § 10 UStG ermittelt werden.
Auf die ermittelte Bemessungsgrundlage ist sodann der Steuersatz nach § 12 UStG anzuwenden. Hieraus ergibt sich die USt-Schuld.
Gleichzeitig ist nach § 15 UStG ein eventueller Vorsteuerabzug zu ermitteln, wobei ggf. Berichtigungen nach § 15 a UStG zu berücksichtigen sind.
Die Vorsteuer ist nun von der USt-Schuld gem. § 16 Abs. 2 UStG abzuziehen. Hieraus ergibt sich die an das Finanzamt abzuführende USt-Zahllast. Übersteigt die Vorsteuer die USt-Schuld, so ergibt sich ein Vergütungsanspruch gegenüber dem Finanzamt.
2.2 Merkmale für alle steuerbaren Umsätze gem. § 1 UStG
Bei den Merkmalen nach § 1 UStG handelt es sich um (Tatbestands-)Voraussetzungen die für alle steuerbaren Tatbestände des UStG von entscheidender Bedeutung sind.
* Lieferungen oder sonstige Leistungen
* entgeltlich oder unentgeltlich
* Ausführung im Rahmen seines Unternehmens durchgeführt
2.2.1 Gebietseinteilung der UStG
Bei der Gebietseinteilung der USt wird zwischen den Begriffen
* Gemeinschaftsgebiet
* übriges Gemeinschaftsgebiet und
* Drittlandsgebiet
Lieferungen und sonstige Leistungen sind nur dann steuerbar, wenn sie im „Inland“ ausgeführt werden. Der umsatzsteuerliche Begriff des Inlandes ist in § 1 Abs. 2 S. 1 UStG definiert. Demnach ist Inland das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland mit einigen Ausnahmen. § 1 Abs. 2 S. 3 UStG stellt ausdrücklich klar, dass es für die Besteuerung nicht darauf ankommt, ob der Unternehmer deutscher Staatsangehöriger ist, im Inland seinen Wohnsitz oder Sitz hat, Rechnungen erteilt oder Zahlungen empfängt.[1]
„Ausland“ ist nach § 1 Abs. 2 S. 2 UStG das Gebiet, das nicht Inland ist. Es setzt sich daher aus dem übrigen Gemeinschaftsgebiet und dem Drittlandsgebiet zusammen.
Unter „Gemeinschaftsgebiet“ ist die Summe aller Mitgliedstaaten der EU zu verstehen (§ 1 Abs. 2a UStG), also das Inland und die Gebiete der übrigen Mitgliedstaaten der Europäischen Union, die nach dem Gemeinschaftsrecht als Inland dieser Mitgliedstaaten gelten.
Das „übrige Gemeinschaftsgebiet“ umfasst demnach die Gebiete der jeweiligen anderen Mitgliedstaaten.
Als „Drittlandsgebiet“ werden die Staaten bezeichnet, die nicht der EU angehören wie z.B. die Schweiz oder in absehbarer Zeit das Vereinigte Königreich Großbritannien.
[1] zum Inland gehören auch die Botschaften, Gesandtschaften und Konsulate anderer Staaten A 1.9 Abs. 1 S. 3 UStAE.
Dieser Beitrag ist entnommen aus dem Buch „Grundzüge des Umsatzsteuerrechts“ von Carola Ritterbach, Fachanwältin für Bank-und Kapitalmarktrecht, Monika Dibbelt, Rechtsanwältin, und Jens Bierstedt, Wirtschaftsjurist LL.M. und wissenschaftlicher Mitarbeiter, erschienen im Verlag Mittelstand und Recht, 2017, www.vmur.de, ISBN 978-3-939384-64-9.
Autor(-en):Carola RitterbachRechtsanwältinMonika DibbeltRechtsanwältinJens BierstedtLL.B., Wirtschaftsjurist und wissenschaftlicher MitarbeiterKontakt: ritterbach@brennecke.proStand: Januar 2017Wir beraten Sie gerne persönlich, telefonisch oder per Mail. Sie können uns Ihr Anliegen samt den relevanten Unterlagen gerne unverbindlich als PDF zumailen, zufaxen oder per Post zusenden. Wir schauen diese durch und setzen uns dann mit Ihnen in Verbindung, um Ihnen ein unverbindliches Angebot für ein Mandat zu unterbreiten. Ein Mandat kommt erst mit schriftlicher Mandatserteilung zustande.Wir bitten um Ihr Verständnis: Wir können keine kostenlose Rechtsberatung erbringen.Über die Autoren:Carola Ritterbach, Rechtsanwältin, Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht
Rechtsanwältin Carola Ritterbach absolviert derzeit den Fachanwaltskurs Steuerrecht. Sie berät Gesellschafter und Unternehmer bei der steuerlichen Gestaltung von Gesellschaften und Unternehmen. Sie begleitet Betriebsprüfungen und vertritt bei Finanzgerichtsstreitigkeiten mit dem Finanzamt oder vor Finanzgerichten. Rechtsanwältin Ritterbach berät und vertritt bei Steuerselbstanzeigen und Steuerstrafverfahren. Sie erstellt Unternehmensbewertungen und begleitet Unternehmenskäufe bzw. Unternehmensverkäufe aus steuerrechtlicher Sicht. Sie berät bei der Gestaltung von Erbschaften und Schenkungen zur Vermeidung unnötiger Erbschaftssteuer und entwirft Vermögensübertragungskonzepte. Sie berät hinsichtlich steuerlicher Auswirkungen von Insolvenzen. Dabei prüft und beantragt sie Steuererlasse zum Zweck der Unternehmenssanierung oder für insolvente Steuerschuldner sowie die nachträgliche Aufteilung on Steuern im Fall der Zusammenveranlagungen bei Insolvenzen einzelner Ehepartner. Rechtsanwältin Ritterbach ist Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht und ist seit vielen Jahren im Bereich Bankrecht tätig. Steuerliche Fragen bei Finanzierungsgeschäften treffen daher ihr besonderes Interesse. Carola Ritterbach hat im Steuerrecht veröffentlicht:
Carola Ritternach ist Dozentin für Steuerrecht bei der DMA Deutsche Mittelstandsakademie sowie Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Steuerrecht im Deutschen Anwaltsverein. Sie bietet Vorträge und Seminare unter anderem zu folgenden Themen an:
Kontaktieren Sie Rechtsanwältin Ritterbach unter:Mail: ritterbach@brennecke.proTelefon: 0721-20396-28
Normen: § 1 UStG, 4 UStG, § 12 UStG, § 15 UStG, § 15 a UStG, § 16 Abs. 2 UStG
Mehr Beiträge zum Thema finden Sie unter:Rechtsinfos/ Steuerrecht© 2002 - 2017