Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=WM%202016,%202091
Timestamp: 2019-01-24 01:30:20
Document Index: 363876209

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Schadenersatzbegehren eines Mandanten gegenüber dem Rechtsanwalt wegen eines unterlassenen Fortsetzungsantrags; Beauftragung des Anwalts mit der Durchsetzung eines Versäumnisurteils; Umfang der Pflichten eines Rechtsanwalts im Rahmen des ihm erteilten Mandates; Fortbestehen des Pfändungspfandrechts am Gesellschaftsanteil des Schuldners trotz Wegfalls des Pfandgegenstandes
Die anderen Senate haben es - bspw. für die Haftung anwaltlicher Berater - entweder ausdrücklich abgelehnt, aus der Vermutung aufklärungsrichtigen Verhaltens eine Beweislastumkehr zu folgern (…etwa st. Rspr. des IX. Zivilsenates, BGH Beschluss vom 15.05.2014, IX ZR 267/12, Rz. 3;… BGH Urteil vom 16.07.2015, IX ZR 197/14, Rz. 23; BGH Urteil vom 17.03.2016, IX ZR 142/14, Rz. 14 jeweils zitiert nach juris).
Entscheidet sich der Rechtsanwalt bei einer Rechtsfrage, deren Beantwortung nicht unmittelbar aus dem Gesetz folgt und die bisher nicht Gegenstand einer höchstrichterlichen Rechtsprechung war, für einen von mehreren Lösungswegen, so handelt er nicht schuldhaft (BGH WM 2016, 2091 [BGH 17.03.2016 - IX ZR 142/14] ).
Dieser Vortrag macht dann den Gegenstand der Klage aus, an den das Regressgericht wegen des Beibringungsgrundsatzes gebunden ist (BGH WM 2016, 2091 - juris-Tz. 19).