Source: https://www.peterlang.com/view/product/77442
Timestamp: 2018-02-19 16:44:29
Document Index: 60746660

Matched Legal Cases: ['de lege lata', '§ 174', '§ 174', '§ 218', '§ 184', '§ 184', '§ 184', '§ 184', '§ 180', '§ 184', '§ 176', '§ 176', '§ 182', '§ 176', '§ 176', '§ 179', '§ 182', '§ 176', '§ 176', '§ 179', '§ 179', '§ 180', '§ 180', '§ 181', '§ 181', '§ 182', '§ 177', '§ 177', '§ 177', '§ 180', '§ 181', '§ 183', '§ 183', '§ 184', '§ 177', '§ 177', '§ 179', '§ 184', '§ 184', '§ 179', '§ 176', '§ 176', '§ 179', '§ 174', '§ 174', '§ 180', '§ 185']

Zur Frage der gesetzli...
Die Autorin befasst sich mit dem Vorliegen menschlicher Sexualität und nimmt dabei Bezug auf deren rechtliche Relevanz. Neben der geschichtlichen Entwicklung des Sexualstrafrechts erörtert sie dazu insbesondere die Formen und Ausprägungen von Sexualität (Paraphilien) sowie die Frage nach der Schuld des Täters. Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf der Aufzeichnung aktueller Missstände im Bereich des Sexualstrafrechts sowie auf der Erstellung eines Reformvorschlags für ein kommendes, liberaleres Sexualstrafrecht.
9783631696620
http://dx.doi.org/10.3726/978-3-631-69661-3
Frankfurt am Main, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2016, 326 S.
II. Untersuchungsgegenstand und Gang der Arbeit
2. Teil: Historie des Sexualstrafrechts
I. Entwicklung und Wandel
II. Immoralität vs. Sozialschädlichkeit
1. Ein Blick in die Geschichte
1.1 Moral und Recht im Rahmen religiöser Glaubensvorstellung
1.2 Vom Mittelalter bis in die Neuzeit
1.3 Neue Lehren – Von der Aufklärung bis hin in die Moderne
1.4 Das Sexualstrafrecht auf dem Weg in die Moderne
1.4.1 Das Reichsstrafgesetzbuch von 1871
1.4.2 Die Sittlichkeitsdelikte innerhalb des Strafgesetzbuches zu Beginn des 20. Jahrhunderts
1.4.3 Das Sexualstrafrecht im Dritten Reich in den Jahren 1933–1945
1.4.4 Weitere Entwicklungen in den Jahren 1945 bis heute: Die Strafrechtsreform- und Strafrechtsänderungsgesetze
2. Delikte wider die Sittlichkeit
3. Wesen und Zweck von Strafe; die Lehre vom Rechtsgüterschutz
3.1 Der Rechtsgütergedanke nach Birnbaum
3.2 Weitere Strömungen in der Strafrechtswissenschaft
3.2.1 Der Schulenstreit
3.2.2 Lombrosos Lehre
III. Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung
1. Entwicklungsstufen
1.1 Gesetzliche Entwicklung
1.1.1 Wiederaufnahme der großen Strafrechtsreform
1.1.2 Das 4. Strafrechtsreformgesetz
1.1.3 Weitere Strafrechtsänderungsgesetze
1.1.4 Das 33. Strafrechtsänderungsgesetz als Vorbote der Reform sowie das 6. Strafrechtsreformgesetz
1.1.5 Abschließende Änderungen
1.2 Gesellschaftliche Faktoren
1.3 Einflussreiche Studien über die menschliche Sexualität
1.4 Veränderungen und Einflüsse der Rechtsprechung
1. Gewonnene Erkenntnisse
2. Entscheidende Faktoren
2.1 Sexualmoral innerhalb der Gesellschaft
2.2 Gesetzliche Veränderungen
2.3 Verständnis vom Zweck und Wesen des Strafrechts
2.4 Europäisierung des Rechts
3. Teil: Sexuelle Präferenzen und Paraphilien – Zwischen Anpassung und Delinquenz
II. (Abweichungs-)Formen sexuellen Begehrens
1. Sexuelle Abweichung vs. Paraphilie
2. Differenzierung der Paraphilien – Strafrechtlich relevante und strafrechtlich nicht relevante Paraphilien
2.1 Paraphilien ohne grundsätzlich strafrechtlichen Bezug
2.1.1 Der Fetischismus
2.1.2 Der fetischistische Transvestismus
2.1.3 Multiple sexuelle Präferenzen
2.2 Paraphilien mit teilweise strafrechtlichem Bezug
2.2.1 Voyeurismus und Frotteurismus
2.2.1.1 Voyeurismus
2.2.1.2 Frotteurismus
2.2.2 Sadismus und Masochismus
2.2.2.1 Sadismus
2.2.2.2 Sadistischer Masochismus
2.2.2.3 Subformen des Sadismus und Masochismus
2.3 Paraphilien mit strafrechtlichem Bezug
2.3.1 Exhibitionismus
2.3.2 Pädophilie
3. Psychoanalyse und Psychodynamik der problematischen Paraphilien
3.1 Psychoanalytischer Erklärungsansatz nach Freud
3.3 Die Symptomatik der Paraphilien im Einzelnen
3.3.1 Die Symptomatik des Fetischismus, Voyeurismus und Frotteurismus sowie des Exhibitionismus
3.3.2 Die Symptomatik des Sadomasochismus
3.3.3 Die Symptomatik der Pädophilie
4. Exkurs: Paraphilien bei Frauen
III. Begutachtung bei Paraphilien
1. Psychische Symptomatik und Therapiemöglichkeiten
2. Das Schuldprinzip
4. Teil: Sexualdelinquenz – Straftaten und ihre Beteiligten
I. Offene Fragen und Problemfelder
1. Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung und deren Entwicklung
1.1 Die grundlegende Um- und Neugestaltung der Vorschriften
1.2 Das geltende Sexualstrafrecht – de lege lata
1.2.1 Der Begriff der sexuellen Handlung
1.2.2 Die Erheblichkeitsschwelle
1.3 Übergriffe im Rahmen der Schutzbereiche der §§ 174 ff.
1.3.1 Handlungen mit Körperkontakt
1.3.2 Handlungen ohne Körperkontakt – mit Wahrnehmungsbeziehung
1.3.3 Handlungen ohne Wahrnehmungsbeziehung
1.4 Ausschluss der Strafbarkeit im Rahmen der §§ 174 ff.
1.5 Frauen als Sexualstraftäterinnen
1.6 Exkurs: § 218 als Angriff auf das sexuelle Selbstbestimmungsrecht der Frau
2. Kritik am geltenden Sexualstrafrecht
2.1 Abschnittsüberschrift
2.2 Systematische Stellung der Vorschriften
2.3 Strafniveau und Umfang innerhalb der Tatbestände
2.4 Altersgrenze
2.5 Rechtgüterschutzaspekt vs. Moralwidrigkeit
2.6 Einwilligung und Einverständnis im Rahmen von Sexualität behinderter Menschen
2.7 Fehlende Fahrlässigkeitsstrafbarkeit
II. Anregungen zu einem kommenden Sexualstrafrecht
1. Telos der Normen
1.1 Keine Strafe ohne Opfer
§ 184 Abs. 1 – Verbreitung pornografischer Schriften.
§ 184a – Verbreitung gewalt- oder tierpornografischer Schriften
§ 184c Abs. 1 – Verbreitung, Erwerb und Besitz jugendpornografischer Schriften
§§ 184d,184e –Zugänglichmachen und Abruf pornografischer Inhalte mittels Rundfunk oder Telemedien; Abruf kinder- und jugendpornografischer Inhalte mittels Telemedien. Veranstaltung und Besuch kinder- und jugendpornografischer Darbietungen
§ 180a Abs. 2 Nr. 2 Fall 1 –Anhalten zur Prostitution
§ 184g – Jugendgefährdende Prostitution
§ 176 Abs. 4 Nr. 2 – Bestimmen zur sexuellen Handlung
1.2 Keine Vorfeldkriminalisierung
§ 176 Abs. 4 Nr. 3– Einwirken auf ein Kind mittels Schriften
§ 182 Abs. 4 – Versuchsstrafbarkeit des sexuellen Missbrauchs von Jugendlichen
1.3 Keine Wertungswidersprüche
§ 176 Abs. 5 – Anbieten und Versprechen eines Nachweises eines Kindes zum sexuellen Missbrauch sowie die Verabredung zu einem solchen nach den Taten der Abs. 1–4
§ 176a Abs. 2 Nr. 1 – Schwerer sexueller Missbrauch von Kindern
§ 179 Abs. 5 Nr. 1 – Schwerer sexueller Missbrauch widerstandsunfähiger Personen
§ 182 Abs. 1 und 2 – Missbrauch durch die Vornahme sexueller Handlungen unter Ausnutzung einer Zwangslage oder gegen Entgelt
2. Systematik des Abschnitts
2.1 Aufhebung der Tatbestände aus dem 13. Abschnitt
§ 176 Abs. 3 – Besonders schwere Fälle des sexuellen Missbrauchs von Kindern
§ 176a Abs. 1– Schwerer sexueller Missbrauch von Kindern
§ 179 Abs. 3 – Besonders schwerer Fall des sexuellen Missbrauchs widerstandsunfähiger Personen
§ 179 Abs. 5 Nr. 2 – Qualifikation der gemeinschaftlichen Tatbegehung
§ 180 Abs. 1 Förderung sexueller Handlungen an Kindern und Jugendlichen
§ 180a Abs. 2 Nr. 2 Fall 2 – Ausbeuten von Prostituierten
§ 181a Abs. 1 Nr. 2 – Dirigierende Zuhälterei
§ 181a Abs. 3 – Ehegattenzuhälterei
§ 182 Abs. 3 – Missbrauch durch sexuelle Handlungen unter Ausnutzung der fehlenden Fähigkeit des Opfers zur sexuellen Selbstbestimmung
2.2 Systematische Umstellung der Tatbestände innerhalb des 13. Abschnitts
§ 177 Abs. 2 S. 2 Nr. 1- Besonders schwerer Fall
§ 177 Abs. 2 S. 2 Nr. 2 – Besonders schwerer Fall der sexuellen Nötigung durch gemeinschaftliche Tatbegehung
§ 177 Abs. 3 Nr. 2 – Bei-Sich-Führen eines sonstigen Werkzeugs oder Mittels unter Verwendungsabsicht
§ 180 Abs. 3 Förderung sexueller Handlungen an Kindern und Jugendlichen in Abhängigkeitsverhältnissen
§§ 181b, 181c – Führungsaufsicht; Vermögensstrafe und Erweiterter Verfall
2.3 Systematische Neuordnung der Tatbestände des 13. Abschnitts
§ 183 – Exhibitionismus
§ 183a – Erregung öffentlichen Ärgernisses
§ 184f – Ausübung der verbotenen Prostitution
3. Hinreichende Bestimmbarkeit
3.1 Änderung des Wortlauts aufgrund fehlender Bestimmbarkeit
§ 177 Abs. 1 – Sexuelle Nötigung; Vergewaltigung (Der Gewaltbegriff)
§ 177 Abs. 2 S. 2 Nr. 1 – Sexuelle Nötigung; Vergewaltigung (Die Beischlafsähnlichkeit)
§ 179 Abs. 5 Nr. 1 – Schwerer sexueller Missbrauch widerstandsunfähiger Personen (Die Beischlafsähnlichkeit)
§ 184b – Verbreitung, Erwerb und Besitz kinderpornografischer Schriften
§ 184d – Zugänglichmachen pornografischer Inhalte mittels Rundfunk oder Telemedien; Abruf kinder- und jugendpornografischer Inhalte mittels Telemedien
3.2 Änderung des Wortlauts aufgrund fehlender Bestimmbarkeit – sofern keine systematische Aufhebung
§ 179 Abs. 3 – Besonders schwere Fälle des sexuellen Missbrauchs von widerstandsunfähigen Personen
4. Umfang der Kriminalisierung und des Strafniveaus
4.1 Herabsetzung der Strafe
§ 176 Abs. 1 – Sexueller Missbrauch von Kindern
§ 176 Abs. 4 –Mindeststrafmaß von Handlungen ohne Körperkontakt beim sexuellen Missbrauch von Kindern
4.2 Anpassung der Strafrahmen
§ 179 Abs. 1 – Sexueller Missbrauch widerstandsunfähiger Personen
5. Schließen von Regelungslücken
5.1 Schutzlücken im Bereich von Abhängigkeitsverhältnissen
§§ 174a-c – Sexueller Missbrauch in Abhängigkeits- und Autoritätsverhältnissen
§ 174a – Sexueller Missbrauch von Gefangenen, behördlich Verwahrten oder Kranken und Hilfsbedürftigen in Einrichtungen
5.2 Schutzlücken im Bereich gewaltloser sexueller Übergriffe
5.3 Schutzlücken in Bezug auf Ausbeutungshandlungen minderjähriger Prostituierter
§ 180a Abs. 2 Nr. 1 – Gewährung von Wohnung, gewerbsmäßiger Unterkunft oder gewerbsmäßigen Aufenthaltes gegenüber einer Person unter achtzehn Jahren zur Prostitutionsausübung
6. Festlegung der Altersgrenze
6.1 Grundsätzliche Überlegung
6.2 Ausnahme: Senkung der Schutzaltersgrenze auf sechszehn Jahre
7. Hinzufügen der Fahrlässigkeitsstrafbarkeit
8. Weitere Überlegungen
8.1 Die (Sexual-)Beleidigung
§ 185 – Der sexualbezogene Beleidigungstatbestand
8.2 Menschenhandel zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung
III. Systematische Neugestaltung des 13. Abschnitts