Source: http://www.anwalt24.de/rund-ums-recht/BVerfG_14_10_2010_1_BvR_364_09_Nichtannahme_einer_Verfassung-d4157503.html
Timestamp: 2017-01-24 11:20:32
Document Index: 222259058

Matched Legal Cases: ['§ 335', '§ 335', '§ 335', '§ 93', '§ 93', '§ 93', '§ 278', '§ 335', '§ 278', '§ 335', '§ 93']

BVerfG, 14.10.2010 - 1 BvR 364/09 - Nichtannahme einer Verfassungsbeschwerde zur Entscheidung | Urteile auf anwalt24.de
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BVerfG, 14.10.2010 - 1 BvR 364/09 - Nichtannahme einer Verfassungsbeschwerde zur Entscheidung
BundesverfassungsgerichtBeschl. v. 14.10.2010, Az.: 1 BvR 364/09Gericht: BVerfGEntscheidungsform: BeschlussDatum: 14.10.2010Referenz: JurionRS 2010, 26275Aktenzeichen: 1 BvR 364/09 Verfahrensgang:vorgehend:LG Bonn - 05.01.2009 - AZ: 37 T 60/08Rechtsgrundlage:§ 335 Abs. 1 S. 2 HGBVerfahrensgegenstand:Verfassungsbeschwerde der Firma K... GmbH,...1.unmittelbar gegena)den Beschluss des Landgerichts Bonn vom 5. Januar 2009 - 37 T 60/08 -,b)die Ordnungsgeldentscheidung des Bundesamtes für Justiz vom 6. August 2008 - EHUG-00006214/2008-01/02 -,2.mittelbar gegen § 335 Abs. 1 Satz 2 HGBRedaktioneller Leitsatz:§ 335 Abs. 1 S. 2 HGB ist verfassungsgemäß.In dem Verfahren...hat die 3. Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts durch den Vizepräsidenten Kirchhof und die Richter Bryde, Schluckebier gemäß § 93b in Verbindung mit § 93a BVerfGG in der Fassung der Bekanntmachung vom 11. August 1993 (BGBl I S. 1473) am 14. Oktober 2010 einstimmig beschlossen:Tenor:Die Verfassungsbeschwerde wird nicht zur Entscheidung angenommen.Gründe1Die Verfassungsbeschwerde ist nicht zur Entscheidung anzunehmen, weil die Voraussetzungen dafür nicht vorliegen (§ 93a Abs. 2 BVerfGG). Ihr kommt keine grundsätzliche verfassungsrechtliche Bedeutung zu. Ihre Annahme ist auch nicht zur Durchsetzung der Grundrechte oder grundrechtsgleichen Rechte der Beschwerdeführerin angezeigt; denn sie hat keine Aussicht auf Erfolg.2Die Verfassungsbeschwerde gibt insbesondere zu einer Stellungnahme keinen Anlass, ob die Zurechnung durch das Landgericht gemäß § 278 BGB innerhalb des § 335 HGB einer verfassungsrechtlichen Überprüfung standhielte (für eine analoge Anwendung des § 278 BGB vgl. LG Bonn, Beschluss vom 29. Oktober 2008 - 30 T 104/08 -, DStR 2009, S. 451 f., Gottschalk, FD-HGR 2008, 272704; Stollenwerk/Kurpat, BB 2009, S. 150 <152 f.>; Wolf, DStR 2009, S. 452; dagegen vgl. LG Bonn, Beschluss vom 7. Dezember 2009 - 31 T 579/09 -, NJW-RR 2010, S. 698 <699>). Die Entscheidung des Landgerichts lässt mit ausreichender Deutlichkeit erkennen, es habe ein eigenes Organisationsverschulden des Liquidators der Beschwerdeführerin für entscheidungserheblich erachtet.3Dass § 335 Abs. 1 Satz 2 HGB vor dem Grundgesetz Bestand hat, lässt sich der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts bereits entnehmen (vgl. BVerfG, Beschluss der 3. Kammer des Ersten Senats vom 11. März 2009 - 1 BvR 3413/08 -, NJW 2009, S. 2588 <2589>).4Von einer weiteren Begründung wird nach § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG abgesehen.5Diese Entscheidung ist unanfechtbar.Kirchhof Bryde SchluckebierHinweis: Das Dokument wurde redaktionell aufgearbeitet und unterliegt in dieser Form einem besonderen urheberrechtlichen Schutz. Eine Nutzung über die Vertragsbedingungen der Nutzungsvereinbarung hinaus - insbesondere eine gewerbliche Weiterverarbeitung außerhalb der Grenzen der Vertragsbedingungen - ist nicht gestattet.