Source: https://findok.bmf.gv.at/findok?execution=e100000s1&segmentId=70a23842-ce49-48af-ab4f-7fff8000935d
Timestamp: 2019-05-22 12:55:00
Document Index: 272488132

Matched Legal Cases: ['§ 5', '§ 22', '§ 4', '§ 5', '§ 4', '§ 4', '§ 1', '§ 5', '§ 1']

Information zum Kommunalsteuergesetz 1993 zu Rz 79 betreffend Sachbezüge Gesellschafter-Geschäftsführer - Findok Internet
Info des BMF vom 08.08.2018, BMF-010222/0093-IV/7/2018 gültig ab 08.08.2018
Die in der Information zum Kommunalsteuergesetz 1993 in Rz 79 angeführte Meinung des BMF kann infolge der Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofes vom 19. April 2018, Ro 2018/15/0003, nicht mehr aufrecht erhalten werden.
Für Zeiträume bis 31.12.2017 gilt:
Rz 79 in der Fassung vor der letzten Änderung:
Es bestehen keine Bedenken, wenn als Bemessungsgrundlage gemäß § 5 Abs. 1 lit. a KommStG 1993 bei Sachbezügen die Sachbezugswerte gemäß der Sachbezugswerteverordnung, BGBl. II Nr. 416/2001 in der jeweils geltenden Fassung, angewandt werden. Dies gilt nur für Sachbezüge, die dem Gesellschafter-Geschäftsführer im Rahmen der Einkünfte nach § 22 Z 2 EStG 1988 zufließen.
Hinsichtlich der privaten Verwendung eines Firmenfahrzeuges bestehen keine Bedenken, wenn dieser Vorteil entweder durch Ansatz eines Sachbezuges in Anlehnung an § 4 der Sachbezugswerteverordnung, BGBl. II Nr. 416/2001 in der jeweils geltenden Fassung, oder durch Ansatz der der Gesellschaft entstandenen auf den nicht betrieblichen Anteil entfallenden Kosten erfasst wird (EStR 2000 Rz 1069, Rz 4109a).
Für Zeiträume ab 01.01.2018 gilt:
Zur Ermittlung der Bemessungsgrundlage gemäß § 5 Abs. 1 lit. a KommStG 1993 aus der privaten Verwendung eines Firmenfahrzeuges ist die Verordnung über die Bewertung von Sachbezügen betreffend Kraftfahrzeuge bei wesentlich beteiligten Gesellschafter-Geschäftsführern, BGBl. II Nr. 70/2018, anzuwenden:
§ 4 der Sachbezugswerteverordnung, BGBl. II Nr. 468/2008, in der jeweils geltenden Fassung, ist für die Bemessung des geldwerten Vorteils aus der privaten Nutzung des zur Verfügung gestellten Kraftfahrzeuges sinngemäß anzuwenden.
Demnach sind primär die Sachbezugswerte gemäß § 4 der Sachbezugswerteverordnung sinngemäß heranzuziehen. Ein abweichender Ansatz des geldwerten Vorteils aus der privaten Nutzung gemäß § 1 Z 2 der VO, BGBl. II Nr. 70/2018, ist nur bei entsprechendem Nachweis möglich. Eine Schätzung oder Glaubhaftmachung ist nach der ständigen Rechtsprechung als Nachweis nicht geeignet.
Bundesministerium für Finanzen, 8. August 2018
§ 5 Abs. 1 lit. a KommStG 1993, Kommunalsteuergesetz 1993, BGBl. Nr. 819/1993
Bewertung von Sachbezügen betreffend Kraftfahrzeuge bei wesentlich beteiligten Gesellschafter-Geschäftsführern, BGBl. II Nr. 70/2018
§ 1 Z 2 Bewertung von Sachbezügen betreffend Kraftfahrzeuge bei wesentlich beteiligten Gesellschafter-Geschäftsführern, BGBl. II Nr. 70/2018
BMF 29.01.2018, BMF-010222/0114-IV/7/2017
VwGH 19.04.2018, Ro 2018/15/0003
Sachbezüge Gesellschafter-Geschäftsführer, private Verwendung eines Firmenfahrzeuges, Bemessungsgrundlage, Kapitalgesellschaft, Sachbezugswerteverordnung, geldwerter Vorteil, Sachbezugswerte
Findok-Nr: 74789.1, aufgenommen am: 21.08.2018 13:22:35, Dokument-ID: 201c2705-35f3-4799-b447-c4d3fbb9a8f8, Segment-ID: 70a23842-ce49-48af-ab4f-7fff8000935d