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Timestamp: 2016-10-27 20:36:40
Document Index: 197878687

Matched Legal Cases: ['Art. 142', 'Art. 112', 'Art. 116', 'Art. 112', 'Art. 116', 'Art. 142', 'Art. 112', 'Art. 116', 'Art. 116', 'Art. 111', 'Art. 112', 'Art. 111', 'Art. 112', 'Art. 7', 'Art. 142', 'Art. 114', 'BGE', 'Art. 112', 'Art. 116', 'BGE', 'Art. 146', 'Art. 140', 'Art. 143', 'Art. 122', 'Art. 116', 'Art. 55', 'Art. 116', 'Art. 7', 'Art. 122', 'Art. 122', 'Art. 55', 'Art. 55', 'Art. 55', 'Art. 138', 'Art. 125', 'BGE', 'Art. 125', 'Art. 125', 'Art. 125', 'Art. 63', 'Art. 64', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 132', 'Art. 44', 'Art. 132', 'Art. 292', 'BGE', 'BGE', 'Art. 44', 'Art. 55', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 132', 'Art. 156']

5C.129/2001 (06.09.2001)
5C.129/2001/min
A.________, Kl�gerin und Berufungskl�gerin, vertreten durch F�rsprecherin Ursula Padrutt, Brummelmattstrasse 1c, 5033 Buchs,
B.________, Beklagten und Berufungsbeklagten, vertreten durch F�rsprecher Dr. Andreas Burren, Bahnhofstrasse 10, Postfach, 5001 Aarau,
A.- Die Parteien lernten sich 1966 in X.________ kennen, wo er am nachmaligen Institut Y.________ als Physiker arbeitete und sie eine Lehre als Verk�uferin absolvierte. Nach ihrem Lehrabschluss reiste sie zu ihm an seine neue Arbeitsstelle in den USA. Am 2. Dezember 1967 heirateten A.________, Jahrgang 1950, und B.________, Jahrgang 1940, in Solana Beach (Kalifornien). Sie wurden Eltern eines Sohnes, geboren am 26. Januar 1968, und einer Tochter, geboren am 17. Dezember 1973.
Nachdem die Parteien Ende Mai 1968 in die Schweiz zur�ckgekehrt waren, arbeitete er zun�chst wieder an seiner fr�heren Stelle und ab 1988 im Kernkraftwerk W.________, w�hrend sie sich weiterhin und bis 1989 ausschliesslich der Haushaltf�hrung und der Betreuung der beiden Kinder widmete.
Von Juni bis September 1989 besuchte sie einen Einf�hrungskurs im Reisefach. Nach verschiedenen Teilzeit- und schliesslich Vollzeitstellen begann A.________ im Oktober 1992 eine Ausbildung zur Ergotherapeutin, die sie im September 1995 erfolgreich abschloss. Auf Grund der sie belastenden Lebenssituation und daherigen gesundheitlichen Schwierigkeiten war sie in der Folge nur mehr teilweise oder �berhaupt nicht mehr berufst�tig.
Seit September 1992 leben die Parteien getrennt, da die erstmals Mitte der Achtzigerjahre aufgetretenen Eheprobleme nicht gemeistert werden konnten. Am 9. November 1993 machte A.________ (nachstehend: Kl�gerin) das Verfahren auf Ehescheidung rechtsh�ngig. Widerklageweise beantragte B.________ (im Folgenden: Beklagter) ebenfalls die Scheidung der Ehe.
B.- In Gutheissung von Klage und Widerklage schied das Bezirksgericht Z.________ die Ehe der Parteien am 9. Dezember 1999 gest�tzt auf aArt. 142 ZGB (Dispositiv-Ziffer 1). Es verpflichtete den Beklagten zu Unterhaltsbeitr�gen und zu deren Sicherstellung im Umfang von Fr. 150'000.-- (Dispositiv-Ziffern 2, 5a/bb, 5b und 5c). Das Bezirksgericht wies die Pensionskasse des Beklagten an, von dessen Austrittsguthaben Fr. 434'000.-- auf ein n�her bezeichnetes Freiz�gigkeitskonto der Kl�gerin zu �berweisen (Dispositiv-Ziffer 3), und f�hrte die g�terrechtliche Auseinandersetzung durch, wobei mit Bezug auf Mobilien Teilvereinbarungen der Parteien genehmigt werden konnten und f�r zwei Bankkonten sowie eine weitere Forderung der Kl�gerin Sonderl�sungen getroffen wurden (Dispositiv-Ziffern 4 und 5a/aa und cc des Urteils vom 9. Dezember 1999).
Gegen das bezirksgerichtliche Urteil erhob die Kl�gerin Appellation, der sich der Beklagte anschloss. Sie beantragte insbesondere die Ehe der Parteien neu gest�tzt auf Art. 112 in Verbindung mit Art. 116 ZGB zu scheiden. Das Appellationsverfahren betraf ferner alle verm�gensrechtlichen Nebenfolgen der Scheidung mit Ausnahme der genehmigten Teilvereinbarungen �ber Mobilien sowie einer Forderungsposition von Fr. 3'232. 90 (Dispositiv-Ziffer 4e, f und h des bezirksgerichtlichen Urteils).
Das Obergericht (1. Zivilkammer) des Kantons Aargau trat auf den Antrag der Parteien, die Ehe nach neuem Recht zu scheiden, nicht ein (E. 2 S. 18 f.). Es verpflichtete den Beklagten zu monatlichen Unterhaltsbeitr�gen an die Kl�gerin von Fr. 2'800.-- ab Rechtskraft des Urteils im Scheidungspunkt bis am 31. Dezember 2005 und danach von Fr. 1'800.-- bis am 31. M�rz 2014 (Dispositiv-Ziffer 1.2). Die Sicherstellung der k�nftigen Beitr�ge lehnte das Obergericht ab (E. 7 S. 30 ff.). Es legte den Vorsorgeausgleich auf Fr. 473'039. 20 und die G�terrechtsforderung der Kl�gerin auf Fr. 161'023. 40 fest, verbunden mit der Weisung an die Aargauische Kantonalbank, vom Sperrkonto der Parteien den letzteren Betrag der Kl�gerin und den Rest dem Beklagten auszuzahlen (Dispositiv-Ziffern 1.3-.5 des Urteils vom 16. M�rz 2001).
C.- Mit eidgen�ssischer Berufung beantragt die Kl�gerin zur Hauptsache eine Erh�hung des monatlichen Unterhaltsbeitrags auf Fr. 4'300.-- bis am 31. Dezember 2005 und danach auf Fr. 2'550.-- bis am 31. M�rz 2014 unter Sicherstellung im Umfang von Fr. 150'000.-- auf dem bestehenden Sperrkonto. Als Vorsorgeausgleich sei ihr die H�lfte der f�r die Ehedauer zu ermittelnden Austrittsleistung des Beklagten, mindestens aber Fr. 480'000.-- zu �bertragen. Ausgangsgem�ss seien die kantonalen Gerichts- und Parteikosten neu zu verlegen. Im Eventualantrag verlangt die Kl�gerin die Aufhebung des Urteils vom 16. M�rz 2001 und die R�ckweisung der Sache an das Obergericht.
Dieses hat auf das Anbringen von Bemerkungen verzichtet.
1.- Das Obergericht ist auf den �bereinstimmenden Antrag der Parteien nicht eingetreten, die Ehe gest�tzt auf Art. 112 i.V.m. Art. 116 ZGB statt in Gutheissung von Klage und Widerklage gest�tzt auf aArt. 142 ZGB zu scheiden. Es hat daf�rgehalten, die Anwendung des Scheidungsgrundes geh�re zu den Motiven, die an der Rechtskraft nicht teilh�tten, und die Parteien selbst dann nicht beschwerten, wenn diesbez�glich ihren Antr�gen nicht entsprochen worden sei. Das Bezirksgericht habe dem Antrag der Parteien auf Ehescheidung entsprochen, weshalb die Kl�gerin im Scheidungspunkt nicht beschwert sei (E. 2 S. 18 f.). Dagegen wendet die Kl�gerin ein, der Nichteintretensentscheid verkenne die Rechtslage und verletze zudem die bei einer Scheidung gem�ss Art. 112 i.V.m. Art. 116 ZGB zwingend zu beachtenden Verfahrensvorschriften.
a) Nach Art. 116 ZGB sind die Bestimmungen �ber die Scheidung auf gemeinsames Begehren sinngem�ss anwendbar, wenn ein Ehegatte die Scheidung nach Getrenntleben oder wegen Unzumutbarkeit verlangt und der andere Ehegatte ausdr�cklich zustimmt oder Widerklage erhebt. Eine Scheidung auf gemeinsames Begehren kann gest�tzt auf eine umfassende Einigung (Art. 111 ZGB) oder eine Teileinigung (Art. 112 ZGB) verlangt werden. Das Gericht hat die Scheidung auszusprechen, nachdem es die Ehegatten getrennt und zusammen angeh�rt und sich davon �berzeugt hat, dass das Scheidungsbegehren auf freiem Willen und reiflicher �berlegung beruht, und wenn beide Ehegatten nach einer zweimonatigen Bedenkzeit seit der Anh�rung schriftlich ihren Scheidungswillen best�tigt haben; es kann vorg�ngig eine zweite Anh�rung durchf�hren (Art. 111 i.V.m. Art. 112 Abs. 2 ZGB). Diese Bestimmungen sind hier anwendbar, ist der Scheidungsprozess der Parteien doch beim Inkrafttreten des Bundesgesetzes vom 26. Juni 1998 - am 1. Januar 2000 - rechtsh�ngig und vom kantonalen Obergericht zu beurteilen gewesen (Art. 7b Abs. 1 SchlTZGB). Entgegen der Annahme der Kl�gerin hat das Obergericht die Rechtslage nicht verkannt:
Auf Grund der gezeigten klaren Regelung bleibt unter Herrschaft des geltenden Rechts - selbst in �bergangsrechtlichen F�llen - kein Raum mehr f�r die Beantwortung der Frage, ob der eine oder andere Ehegatte an der tiefen Zerr�ttung der Ehe vorwiegend schuldig ist und deshalb nach aArt. 142 Abs. 2 ZGB keinen Klageanspruch auf Scheidung gehabt h�tte (so auch Steck, Scheidungsklagen (nArt. 114-117 ZGB), in: Das neue Scheidungsrecht, Z�rich 1999, S. 25 ff., S. 45 in Anm. 72; zum bisherigen Recht: BGE 111 II 1 Nr. 1 und ausf�hrlich:
Schneeberger, Zum Einfluss des materiellen Rechts auf den Streitgegenstand bez�glich des Scheidungspunkts vor Bundesgericht, ZBJV 132/1996 S. 254 ff., mit vielen Nachweisen).
b) Ist die Frage des Zerr�ttungsverschuldens f�r die Scheidung auf Klage und Widerklage hin durch das Inkrafttreten des neuen Rechts bedeutungslos geworden (E. 1a soeben), l�uft der Antrag der Kl�gerin, die Ehe der Parteien gest�tzt auf Art. 112 i.V.m. Art. 116 ZGB zu scheiden, auf eine blosse Neuformulierung des Urteilsdispositivs hinaus, ohne am Ergebnis "geschieden" etwas zu �ndern. Das Obergericht ist auf dieses Begehren zu Recht nicht eingetreten: Scheidungsgr�nde geh�ren zu den Urteilsmotiven, selbst wenn sie (zu Unrecht) formell in das Urteilsdispositiv aufgenommen worden sind; Urteilsmotive aber bedeuten keine Beschwer, und f�r einen blossen Streit dar�ber steht die Berufung - oder sonst ein Rechtsmittel - nicht zur Verf�gung (BGE 106 II 117 Nr. 22; zuletzt: Hinderling/Steck, Das schweizerische Ehescheidungsrecht,
4. A. Z�rich 1995, S. 556 f.; L�chinger/Geiser, Basler Kommentar, N. 4 zu aArt. 146 ZGB). Abweichendes l�sst sich dem geltenden Scheidungsrecht nicht entnehmen; zum Inhalt des Urteilsdispositivs bzw. des Urteils �ussern sich lediglich Art. 140 Abs. 1 Satz 2 ZGB betreffend die gerichtlich genehmigte Vereinbarung �ber die Scheidungsfolgen und Art. 143 ZGB betreffend Unterhaltsbeitr�ge, so dass f�r den Rest - unter Vorbehalt der verfassungsm�ssigen Minimalgarantien - das kantonale Verfahrensrecht massgebend bleibt (Art. 122 Abs. 2 BV; z.B. Ducrot, Le proc�s en divorce et en s�paration de corps dans le canton du Valais, in: Le nouveau droit du divorce, Lausanne 2000, S. 21 ff., S. 56 f. Ziffer 4.8.2).
c) Ihre Beschwer leitet die Kl�gerin schliesslich daraus ab, dass die zwingenden Verfahrensvorschriften (Anh�rung, Bedenkzeit, schriftliche Best�tigung) h�tten beachtet werden m�ssen, wenn die Scheidung auf Klage und Widerklage hin ausgesprochen werden soll (Art. 116 ZGB). Es kann offen bleiben, ob die Kl�gerin diesen Einwand im kantonalen Verfahren erhoben hat oder ob er neu und allenfalls unzul�ssig ist (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG). Die Einhaltung von Formvorschriften ist kein Selbstzweck und soll bei der einverst�ndlichen Scheidung gew�hrleisten, dass keine der Parteien un�berlegt oder �bereilt einem Scheidungsbegehren zustimmt oder eine Vereinbarung �ber die Scheidungsfolgen unterschreibt. Die Berufung der Kl�gerin auf diese Schutzvorschriften ist rechtsmissbr�uchlich, nachdem weder im seit 1993/94 rechtsh�ngigen Verfahren noch heute am Scheidungswillen der Parteien Zweifel jemals bestanden haben bzw. bestehen und keine Vereinbarung �ber die Scheidungsfolgen in Frage steht, auf die eine Partei zur�ckzukommen beabsichtigen k�nnte. Auch unter diesem Blickwinkel ist der obergerichtliche Nichteintretensentscheid nicht zu beanstanden. Es kommt hinzu, dass die Bestimmungen �ber die Scheidung auf gemeinsames Begehren gem�ss Art. 116 ZGB lediglich "sinngem�ss" anwendbar sind.
Dem Gericht bleibt damit in �bergangsrechtlichen F�llen der n�tige Spielraum f�r angemessene L�sungen. Im vorliegenden Fall erscheint die schriftliche Best�tigung der Parteien betreffend Scheidungswillen als gen�gend. Diese hat das Obergericht nach Angaben der Kl�gerin eingeholt und erhalten (in dieser Richtung: Reusser, Die Scheidungsgr�nde und die Ehetrennung, in: Vom alten zum neuen Scheidungsrecht, Bern 1999, S. 9 ff., S. 44 N. 1.107; Sutter/Freiburghaus, Kommentar zum neuen Scheidungsrecht, Z�rich 1999, N. 8 zu Art. 7b SchlTZGB, a.E.).
2.- Im Rahmen des Ausgleichs der beruflichen Vorsorge gem�ss Art. 122 ZGB hat jeder Ehegatte Anspruch auf die H�lfte der nach dem Freiz�gigkeitsgesetz vom 17. Dezember 1993 f�r die Ehedauer zu ermittelnden Austrittsleistung des andern Ehegatten, wenn ein Ehegatte oder beide Ehegatten einer Einrichtung der beruflichen Vorsorge angeh�rt bzw. angeh�ren und wenn bei keinem Ehegatten ein Vorsorgefall eingetreten ist (Abs. 1); bei gegenseitigen Anspr�chen der Ehegatten ist nur die Differenz zu teilen (Abs. 2). Massgeblicher Zeitraum ist die Ehedauer, beginnend mit dem Tag der Eheschliessung und endend am Tag, an dem die Scheidung (formell) rechtskr�ftig wird (Sutter/Freiburghaus, N. 22 zu Art. 122/141-142 ZGB).
Es ist allerdings nicht ausgeschlossen, dass die Parteien in einer Konvention oder einer Prozessvereinbarung einen fr�heren Zeitpunkt als die Rechtskraft des Scheidungsurteils f�r massgebend erkl�ren, um eine Berechnung im Scheidungsverfahren zu erm�glichen (Geiser, Berufliche Vorsorge im neuen Scheidungsrecht, in: Vom alten zum neuen Scheidungsrecht, Bern 1999, S. 55 ff., S. 71 N. 2.35; Walser, Berufliche Vorsorge, in: Das neue Scheidungsrecht, Z�rich 1999, S. 49 ff., S. 57 lit. dd).
Nach den obergerichtlichen Feststellungen hat die Kl�gerin beantragt, es sei ihr vom Pensionskassenguthaben des Beklagten die H�lfte der w�hrend der Ehe erworbenen Austrittsleistung, mindestens Fr. 454'000.-- auf ihr Freiz�gigkeitskonto zu �berweisen, und der Beklagte hat sich diesem Begehren angeschlossen; gem�ss der Berechnung der Pensionskasse des Beklagten vom 18. Dezember 2000 hat dessen w�hrend der Ehe erworbene Austrittsleistung Fr. 946'078. 40 betragen, wovon der Kl�gerin die H�lfte oder Fr. 473'039. 20 zustand (E. 5 S. 23). Der Stichtag f�r die Berechnung geht zur�ck auf den Beschluss des Obergerichts vom 1. Dezember 2000, mit dem der Beklagte aufgefordert wurde, eine Best�tigung seiner Vorsorgeeinrichtung �ber die H�he der aktuellen Austrittsleistung einzureichen (E. 4 S. 17); diesen Beschluss hat die Kl�gerin gem�ss den Feststellungen im obergerichtlichen Urteil weder angefochten, noch den Stichtag an der Appellationsverhandlung in Frage gestellt (E. 5 S. 17). Abweichendes behauptet die Kl�gerin in ihrer Berufungsschrift nicht, so dass ihr Einwand, Stichtag h�tte richtigerweise der 18. Mai 2001 sein m�ssen, als unzul�ssige neue Bestreitung zu gelten hat und darauf nicht eingetreten werden kann (Poudret/Sandoz-Monod, Commentaire de la loi f�d�rale d'organisation judiciaire, II, Bern 1990, N. 1.5.3.6 zu Art. 55 OG, S. 441).
Der Berufungsantrag der Kl�gerin, die Pensionskasse des Beklagten sei nach Rechtskraft des Scheidungsurteils anzuweisen, vom Pensionskassenguthaben des Beklagten die H�lfte der w�hrend der Ehe erworbenen Austrittsleistung, mindestens aber Fr. 480'000.-- auf ihr Freiz�gigkeitskonto zu �berweisen, ist neu und unzul�ssig (Art. 55 Abs. 1 lit. b OG); jede Erh�hung der Forderungssumme vor Bundesgericht ist ausgeschlossen (Poudret/Sandoz-Monod, N. 1.4.3 zu Art. 55 OG, S. 425 und S. 427 f.). Die Zul�ssigkeit neuer Rechtsbegehren gem�ss Art. 138 Abs. 1 ZGB steht in Zusammenhang mit neuen Tatsachen und Beweismitteln, die in der oberen kantonalen Instanz vorgebracht werden k�nnen; die Novenrechtsregelung insgesamt ist im Verfahren der eidgen�ssischen Berufung nicht anwendbar (Botschaft, BBl. 1996 I 1, S. 138 f. Ziffer 234. 5).
3.- Zur Bestimmung des nachehelichen Unterhalts hat das Obergericht die f�r die Kl�gerin massgebliche Lebenshaltung festgelegt (E. 6b S. 24 f.), das zumutbare Erwerbseinkommen der Kl�gerin und den Ertrag aus deren Verm�gen errechnet und die Differenz zwischen Lebenshaltung (rund Fr. 6'000.-- bis Fr. 6'300.--) und Eigenmitteln (Fr. 3'400.--) als monatlichen Unterhaltsbeitrag (Fr. 2'800.--) zuerkannt (E. 6c S. 25 ff.).
F�r die Zeit nach der Pensionierung des Beklagten hat das Obergericht - ausgehend vom Renteneinkommen des Beklagten und den Eink�nften der Kl�gerin bei f�r beide Parteien ungef�hr gleichem Grundbedarf - der Kl�gerin die Differenz zwischen der Gesamteinkommensh�lfte (Fr. 5'150.--) und ihren Eigenmitteln (Fr. 3'400.--) als monatlichen Unterhaltsbeitrag (aufgerundet:
Fr. 1'800.--) zuerkannt (E. 6d S. 28 ff.). Einen Unterhaltsbeitrag ab ihrem Eintritt in das AHV-Alter hat die Kl�gerin vor Obergericht nicht (mehr) beantragt (E. 6d [recte:
e] S. 30). Mit ihrer Berufung ficht die Kl�gerin die obergerichtliche Annahme an, es sei ihr zumutbar nach der Scheidung ein monatliches Einkommen von Fr. 1'500.-- zu erzielen.
H�tte das Obergericht sodann die zutreffende Berechnungsmethode gew�hlt, w�ren ihre Anspr�che vor wie nach der Pensionierung weitaus h�her als jemals gefordert. Das obergerichtliche Urteil h�lt dieser Kritik stand:
a) Gem�ss Art. 125 Abs. 1 ZGB besteht Anspruch auf nachehelichen Unterhalt ("einen angemessenen Beitrag") nur, soweit einem Ehegatten nicht zuzumuten ist, f�r den ihm geb�hrenden Unterhalt unter Einschluss einer angemessenen Altersvorsorge selbst aufzukommen, Abs. 2 z�hlt die f�r die Beantwortung dieser Frage insbesondere massgebenden Kriterien auf, die auch bei der Bemessung des Beitrags zu ber�cksichtigen sind ("ob ein Beitrag zu leisten sei und gegebenenfalls in welcher H�he und wie lange"), und Abs. 3 nennt die Voraussetzungen, unter denen ein Beitrag "ausnahmsweise versagt oder gek�rzt werden" kann. Das Bundesgericht hat sich zu den Grunds�tzen des Unterhaltsrechts einl�sslich ge�ussert; darauf kann hier verwiesen werden (BGE 127 III 136 Nr. 23).
Die Parteien haben im Dezember 1967 geheiratet und sich nach rund f�nfundzwanzig Ehejahren im September 1992 getrennt.
Nach einer solchen Ehe von zweifellos langer Dauer (vgl. etwa Schwenzer, in: Praxiskommentar Scheidungsrecht, Basel 2000, N. 48 zu Art. 125 ZGB) besteht seitens der Unterhaltsberechtigten ein Anspruch auf Fortf�hrung der w�hrend der Ehe gelebten Lebenshaltung bzw. bei ungen�gender Leistungsf�higkeit auf gleichwertige Lebensf�hrung wie der Unterhaltspflichtige (statt vieler: Schnyder, Die ZGB-Revision 1998/2000, Z�rich 1999, S. 62/63). Das Obergericht ist unangefochten von der Lebenshaltung der Kl�gerin w�hrend der Trennungszeit - die hier offenkundig jener in der Ehe entsprochen hat (s. n�chster Absatz) - ausgegangen und hat diese auf monatlich Fr. 6'000.-- beziffert (S. 25). Diese Lebenshaltungskosten vermag die Kl�gerin mit einem Erwerbseinkommen von Fr. 1'500.--, einem Verm�gensertrag von Fr. 1'900.-- und dem zuerkannten Unterhaltsbeitrag von Fr. 2'800.-- mehr als zu decken (S. 28).
Das Gesetz schreibt dem Gericht nicht vor, nach welcher Methode der Unterhaltsbeitrag zu berechnen ist (Sutter/ Freiburghaus, N. 118 zu Art. 125 ZGB). Bei ausgesprochen guten wirtschaftlichen Verh�ltnissen wird wegen der damit verbundenen Sparquote von der Existenzminimums- oder Grundbedarfsberechnung mit �berschussverteilung abgeraten und eine konkrete Berechnung bef�rwortet (Schnyder, a.a.O., S. 63; Schwenzer, N. 79 zu Art. 125 ZGB, je mit Nachweisen). Ein Blick auf den g�terrechtlichen Vorschlag von �ber einer Million Franken (E. 4o und o [recte: p] S. 81 f. des bezirksgerichtlichen Urteils) verdeutlicht, dass die Parteien w�hrend der Ehe nicht nur gut gewirtschaftet haben, sondern auf Grund des Monatseinkommens des Beklagten von rund Fr. 14'000.-- (E. 2b/cc S. 20 ff. des bezirksgerichtlichen Urteils) gewisse Ersparnisse anh�ufen konnten. Das Obergericht hat deshalb kein Bundesrecht verletzt, indem es bis zur Pensionierung des Beklagten (Ende 2005) den angemessenen Beitrag konkret berechnet hat und f�r die Zeit danach die Methode des familienrechtlichen Existenzminimums mit (hier: h�lftiger) �berschussverteilung gew�hlt hat; das Einkommen wird sich ab jenem Zeitpunkt um die H�lfte reduziert haben und insoweit keine Sparquote mehr zulassen.
b) Was die Kl�gerin gegen die obergerichtliche Beurteilung ihrer Eigenversorgungskapazit�t einwendet, vermag nicht durchzudringen:
aa) Das Obergericht hat nicht �bersehen, dass die Kl�gerin zwischen 1967 und 1989 ausschliesslich den Haushalt gef�hrt, die Kinder betreut und nie auf dem von ihr erlernten Beruf einer Verk�uferin gearbeitet hat (E. 6c S. 25). Erst 1989 - das j�ngere der beiden Kinder erreichte das sechzehnte Altersjahr - hat sie sich in der Reisebranche weitergebildet und ist ab 1990 einer Erwerbst�tigkeit ausser Haus nachgegangen.
In jenem Zeitpunkt hat die Kl�gerin im vierzigsten Altersjahr gestanden. Sie kann sich deshalb schon altersm�ssig nicht auf die bereits unter dem bisherigen Recht entwickelte Tatsachenvermutung st�tzen, dass einem Ehegatten die Wiederaufnahme einer Erwerbst�tigkeit nach dem f�nfundvierzigsten Altersjahr in der Regel nicht mehr zumutbar ist, wenn er w�hrend einer langen Ehedauer auf eine Erwerbst�tigkeit verzichtet hat. Vom Alter her gesehen ist der Kl�gerin die Wiedereingliederung in das Erwerbsleben zumutbar (statt vieler:
Hausheer, Der Scheidungsunterhalt und die Familienwohnung, in: Vom alten zum neuen Scheidungsrecht, Bern 1999, S. 119 ff., S. 144 f. N. 3.40/. 41 und N. 3.45).
bb) Was das Obergericht aus den �rztlichen Attesten abgeleitet hat, ist entgegen der Annahme der Kl�gerin eine f�r das Bundesgericht verbindliche Tatsachenfeststellung, die die Kl�gerin mit keiner der ausnahmsweise zul�ssigen Sachverhaltsr�gen anficht (Art. 63 Abs. 2 und Art. 64 OG; BGE 127 III 248 E. 2c S. 252). Danach wird sich ihr Gesundheitszustand nach der Scheidung zumindest soweit verbessern, dass eine Teilzeitarbeit m�glich ist. Das Obergericht hat weiter festgehalten, dass auch die zus�tzlich eingereichten Arztzeugnisse nicht von einer Arbeitsunf�higkeit ausgingen und dass die Kl�gerin wegen ihres Gesundheitszustandes bisher auch keinen Antrag auf Zusprechung einer Rente der Invalidenversicherung gestellt habe. Insgesamt ist das Obergericht davon ausgegangen, dass mit Abschluss des Scheidungsverfahrens der �rztlich diagnostizierte psychische Leidensdruck wieder abnehme (E. 6c S. 25/26). Auf Grund dieser Tatsachenfeststellungen durfte angenommen werden, dass gesundheitliche Gr�nde der Wiederaufnahme einer vorerst teilzeitlichen Erwerbst�tigkeit nicht entgegenstehen (zu diesem Kriterium: Hausheer, a.a.O., S. 145 N. 3.42).
cc) Schliesslich hat das Obergericht der Arbeitsmarktlage und den Berufskenntnissen der Kl�gerin Rechnung getragen.
Es hat daf�rgehalten, die beruflichen Stationen der Kl�gerin zwischen 1990 bis 1996 (f�r Einzelheiten: E. 2b/bb S. 17 f. des bezirksgerichtlichen Urteils) h�tten gezeigt, dass es der Kl�gerin wiederholt gelungen sei, eine Anstellung zu finden. Richtig sei, dass eine T�tigkeit als Ergotherapeutin realistischerweise nicht mehr in Frage komme; m�glich sei jedoch eine T�tigkeit im Gesundheitsbereich oder im kaufm�nnischen Bereich bzw. in der Reisebranche, wo die Kl�gerin bereits gearbeitet habe (E. 6c S. 26/27). Die Beurteilung der tats�chlichen M�glichkeit, ein Erwerbseinkommen im - hier betragsm�ssig unangefochtenen - Umfang von Fr. 1'500.-- zu erzielen, beruht nicht auf allgemeiner Lebenserfahrung, sondern auf konkreten Anhaltspunkten (z.B. bisherige Berufst�tigkeit, Ausbildung, Gesundheit usw.) und ist f�r das Bundesgericht als Ergebnis der Beweisw�rdigung verbindlich (BGE 126 III 10 E. 2b S. 12; 127 III 136 E. 2c S. 140/141). Entgegen der Darstellung der Kl�gerin h�lt auch vor Bundesrecht stand, dass das Obergericht ihr die sofortige Aufnahme einer Teilzeitstelle von f�nfzig Prozent ohne �bergangsfrist zugemutet und ihren Einwand fehlender beruflicher Kenntnisse verworfen hat.
Nachdem beide Parteien seit 1993/94 die Scheidung wollten und die Kl�gerin bereits seit 1996 wusste, dass sie ihren Beruf als Ergotherapeutin nicht mehr w�rde aus�ben k�nnen, h�tte von ihr, wie das Obergericht zutreffend erwogen hat, erwartet werden k�nnen, dass sie sich um eine berufliche Neuausrichtigung k�mmert und allf�llige fehlende Qualifikationen (z.B.
Computerkenntnisse) nachholt (BGE 127 III 136 E. 2c S. 140, Abs. 2 und 3). Auch die Branche, in der die Kl�gerin t�tig werden soll, ist ihr zumutbar, nachdem sie w�hrend der Ehe an vergleichbaren Stellen gearbeitet hat.
c) Aus den dargelegten Gr�nden hat das Obergericht den angemessenen Beitrag, den der Beklagte an die Kl�gerin zu leisten hat, weder nach einer ungebr�uchlichen Methode bestimmt, noch hat es dabei die Eigenversorgungskapazit�t der Kl�gerin unrichtig beurteilt. Die Aus�bung des ihm in der Festlegung des Unterhaltsbeitrags zustehenden Ermessens kann auf Grund der Vorbringen der Kl�gerin in keiner Weise beanstandet werden (vgl. BGE 127 III 136 E. 3a S. 141).
4.- Gem�ss Art. 132 Abs. 2 ZGB kann der pflichtige Ehegatte unter anderem dann zur Leistung einer angemessenen Sicherheit f�r die k�nftigen Unterhaltsbeitr�ge angehalten werden, wenn er Anstalten zur Flucht trifft oder sein Verm�gen verschleudert oder beiseiteschafft. Das Obergericht hat die bezirksgerichtlich angeordnete Sicherstellungspflicht des Beklagten aufgehoben und den entsprechenden Antrag der Kl�gerin abgewiesen (E. 7 S. 30 ff.). Die Kl�gerin betrachtet auch diese Beurteilung als bundesrechtswidrig.
a) Der Sicherstellungsentscheid als solcher betrifft keine Zivilrechtsstreitigkeit und wird im Ausnahmekatalog von Art. 44 OG auch nicht genannt, was eine Berufung an sich ausschliesst (in diesem Sinne zutreffend: Sutter/Freiburghaus, N. 47 zu Art. 132 ZGB; f�r den gleichlautenden Art. 292 ZGB:
nicht ver�ffentlichtes Urteil des Bundesgerichts i.S. F. gegen K. vom 21. August 1996, E. 2b, 5C.104/1996, wiedergegeben bei Droin, L'art. 292 CC, le souffl� et le couteau du Tribunal f�d�ral, SJ 1997 S. 234/235; anders im Erbrecht: BGE 109 II 400 E. 1a S. 401). Stellt sich die Frage der Sicherheitsleistung hingegen als Nebenbegehren zur mit Berufung anfechtbaren und angefochtenen Festsetzung des sicherzustellenden Unterhaltsbeitrags, tritt das Bundesgericht darauf selbstredend ein (z.B. BGE 119 II 12 Nr. 4; 107 II 396 Nr. 62; vgl. Poudret/Sandoz-Monod, N. 1.4 zu Art. 44 OG, S. 203 f.).
b) Entgegen der Darstellung der Kl�gerin hat das Obergericht nicht nur gepr�ft, ob der Beklagte seiner Unterhaltspflicht nachkommt, was er unstreitig tut. Wie von der Kl�gerin auch verlangt, hat das Obergericht vielmehr eine Gef�hrdung der Unterhaltsbeitr�ge dahin gehend beurteilt, dass der Beklagte Verm�gen beiseiteschaffen k�nnte, indem er seinen Wohnsitz ins Ausland verlegt und dadurch sein Pensionskassenguthaben einl�st. Es ist davon ausgegangen, dass eine Auswanderung nach Brasilien, wo seine heutige Lebenspartnerin geboren und aufgewachsen ist, unwahrscheinlich sei, und dass ein Wohnsitzwechsel in sein Heimatland �sterreich die Anordnung einer Sicherstellung nicht rechtfertige, da sich dort bei der Vollstreckung keine besonderen Schwierigkeiten stellten (E. 7b S. 31). Die einseitige Wiedergabe dieser Erw�gungen durch die Kl�gerin ersetzt die notwendige Auseinandersetzung mit dem obergerichtlichen Urteil nicht; dass eine Auswanderung nach Brasilien zu gew�rtigen sein k�nnte oder dass ein Wohnsitzwechsel nach �sterreich ihren Anspruch auf Unterhaltsbeitr�ge vollstreckungsrechtlich vereiteln w�rde, macht die Kl�gerin nicht geltend (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG; BGE 116 II 745 E. 3 S. 748 f.). Das Obergericht hat weiter daf�rgehalten, der Umstand gen�ge nicht, dass der Beklagte angebe, �ber kein Verm�gen mehr zu verf�gen, obwohl ihm bei der g�terrechtlichen Auseinandersetzung eine grosse Summe zugekommen sei (E. 7b S. 31/32). Soweit die Kl�gerin daraus ableitet, der Beklagte habe seinen Anteil am Vorschlag verschleudert, und damit die Notwendigkeit einer Sicherstellung begr�nden will, sprengt sie unzul�ssigerweise den Rahmen dessen, was das Obergericht f�r das Bundesgericht verbindlich festgehalten hat (BGE 116 II 196 E. 3a S. 200 und 695 E. 4 S. 699; 123 III 129 E. 3b/aa S. 133).
c) Auf Grund der obergerichtlichen Ausf�hrungen muss insgesamt davon ausgegangen werden, dass der Beklagte im Ehescheidungsprozess zwar alles unternommen hat, um seinen Standpunkt wirksam durchzusetzen. Rechtswidrige Machenschaften zum Nachteil der Kl�gerin jedoch hat das Obergericht genau so wenig feststellen k�nnen wie ein Verhalten des Beklagten im Laufe des Verfahrens, das begr�ndeten Anlass zur Bef�rchtung h�tte geben k�nnen, er werde in Zukunft sein Verm�gen beiseiteschaffen. Eine konkrete Gef�hrdung der Erf�llung der Beitragszahlungspflicht konnte dem Beklagten insoweit nicht nachgewiesen werden; entsprechende Feststellungen stellen f�r das Bundesgericht Ergebnis verbindlicher Beweisw�rdigung dar (BGE 107 II 396 E. 4d S. 401; allgemein: BGE 123 III 246 E. 4b S. 252). Soweit sie diese zu korrigieren versucht, ist die Kl�gerin mit ihren Vorbringen - wie gesagt (E. 4b soeben) - nicht zu h�ren. In Anbetracht der Sachlage braucht das Bundesgericht sich mit den Voraussetzungen der Sicherstellungspflicht gem�ss Art. 132 Abs. 2 ZGB nicht n�her zu befassen.
5.- Die unterliegende Kl�gerin wird kostenpflichtig (Art. 156 Abs. 1 OG).
1.- Die Berufung wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist, und das Urteil des Obergerichts (1. Zivilkammer) des Kantons Aargau vom 16. M�rz 2001 wird best�tigt.
2.- Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 3'000.-- wird der Kl�gerin auferlegt.