Source: https://www.schleswig-holstein.de/DE/Fachinhalte/J/justizvollzug/bildungsmassnahmen.html
Timestamp: 2019-01-21 18:14:37
Document Index: 76448653

Matched Legal Cases: ['§ 31', '§ 33', '§ 33', '§ 33', '§ 37', '§ 24', '§ 21']

schleswig-holstein.de - Inhalte - Bildungsmaßnahmen für Gefangene
Nach § 31 Absatz 3 Landesstrafvollzugsgesetz Schleswig-Holstein (LStVollzG SH) haben Arbeitstraining und Arbeitstherapie, schulische und berufliche Aus- und Weiterbildung, vorberufliche Qualifizierung im Vollzug (schulische und berufliche Qualifizierungsmaßnahmen) und Arbeit insbesondere das Ziel, die Fähigkeiten der Gefangenen zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nach der Haftentlassung zu vermitteln, zu verbessern und zu erhalten. Nach § 33 Abs. 1 StVollzG sollen geeigneten Gefangenen schulische und berufliche Qualifzierungsmaßnahmen angeboten werden. Die berufliche Qualifizierungsmßnahmen sind, so § 33 Abs. 2 LStVollzG SH, daran auszurichten, den Gefangenen für den Arbeitsmarkt relevante Qualifikationen zu vermitteln. § 33 Abs. 3 LStVollzG SH sieht zudem vor, hierfür geeigneten Gefangenen die Teilnahme für an einer schulischen oder beruflichen Ausbildung zu ermöglichen, die zu einem anerkannten Abschluss führt.
Jugendstrafhaft:
Für den Jugendvollzug ist in § 37 Absatz 2 Jugendstrafvollzugsgesetz geregelt, dass die Gefangenen vorrangig zur Teilnahme an schulischen und beruflichen Orientierungs-, Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen oder speziellen Maßnahmen zur Förderung ihrer schulischen, beruflichen oder persönlichen Entwicklung verpflichtet sind.
Für alle Bildungsmaßnahmen im Straf- und Jugendstrafvollzug gilt, dass sie mit dem voraussichtlichen Entlassungszeitpunkt abzustimmen sind. Einige Ausbildungen können nach der Entlassung auch außerhalb des Vollzugs fortgesetzt werden. Bei entsprechender Eignung ist auch ein Einstieg in laufende Lehrgänge möglich. Interessierte Gefangene können sich an den Bildungsbeauftragten/die Bildungsbeauftragte ihrer Anstalt wenden.
Auch geeigneten Untersuchungsgefangenen soll nach Möglichkeit Gelegenheit zum Erwerb oder zur Verbesserung schulischer und beruflicher Kenntnisse gegeben werden, soweit es die besonderen Bedingungen der Untersuchungshaft zulassen (§ 24 Abs. 3 Untersuchungshaftvollzugsgesetz – UVollzG -).
Für Untergebrachte nach dem Gesetz über den Vollzug der Sicherungsverwahrung (SVVollzG SH) gilt, dass ihnen Arbeit, Arbeitstraining, arbeitstherapeutische Maßnahmen sowie schulische und berufliche Bildung (Beschäftigung) angeboten werden soll, die ihre ihre Fähigkeiten, Fertigkeiten und Neigungen berücksichtigen (§ 21 Abs. 2 SVVollzG SH). Die Beschäftigung soll insbesondere dazu dienen, die Fähigkeiten und Fertigkeiten für eine regelmäßige Erwerbstätigkeit zur Sicherung des Lebensunterhalts nach der Entlassung und eine geordnete Tagesstruktur zu vermitteln, zu fördern und zu erhalten.
Flyer Arbeitsmarktorientierte Integrationsbegleitung für Strafgefangene zum Herunterladen (PDF 349KB, Datei ist nicht barrierefrei)
Richtlinie zum Herunterladen (PDF 498KB, Datei ist nicht barrierefrei)