Source: http://www.jurablogs.com/2014/10/06/die-vom-buerogemeinschafter-unterschriebene-revisionsbegruendung
Timestamp: 2017-12-15 21:58:47
Document Index: 213429586

Matched Legal Cases: ['§ 390', '§ 345', '§ 390', '§ 397', '§ 141', '§ 397']

Ein vom Nebenkläger bevollmächtigter und danach beigeordneter Rechtsanwalt kann für die bestimmenden Revisionsschriftsätze Untervollmacht erteilen. Unterzeichnet ein Unterbevollmächtigter Rechtsanwalt die von dem eigentlich mandatierten Rechtsanwalt verfasste Revisionsbegründungsschrift mit dem Zusatz “für Rechtsanwalt …”, so rechtfertigt allein dieser Umstand keinen Zweifel daran, dass er sich den Inhalt der Schrift zu eigen gemacht und dafür auf Grund eigener Prüfung die Verantwortung übernommen hat (§ 390 Abs. 2 StPO).
Die Revisionsbegründung wurde in einem solchen Fall innerhalb der Monatsfrist des § 345 Abs. 1 StPO mittels einer von einem wirksam bevollmächtigten Rechtsanwalt “unterzeichneten Schrift” (§ 390 Abs. 2 StPO analog) angebracht. Die von der Nebenklägerin bevollmächtigte und ihr gemäß § 397a Abs. 1 StPO beigeordnete Rechtsanwältin G. hat zwar die Revisionsbegründungsschrift nicht selbst unterzeichnet. Eine Begründungsschrift kann aber auch von einem Rechtsanwalt, der – wie hier Rechtsanwalt Ge. – von der Nebenklägerin weder persönlich bevollmächtigt noch ihr als Beistand bestellt wurde, wirksam angebracht werden. Dies setzt voraus, dass er hierzu vor Ablauf der genannten Monatsfrist bevollmächtigt worden ist und die Begründungsschrift unterzeichnet hat. Beides ist hier der Fall.
Unterbevollmächtigung vor Fristablauf
Der unterzeichnende Rechtsanwalt Ge. war wirksam bevollmächtigt, die Revisionsanträge und ihre Begründung anzubringen. Ihm war im Rahmen der in der Bürogemeinschaft getroffenen Vertretungsregelung von Rechtsanwältin G. Untervollmacht erteilt, wozu diese durch Vollmacht der Nebenklägerin ermächtigt war.
Zwar kann die Beistandsbestellung als solche nicht wirksam auf einen anderen Rechtsanwalt übertragen werden, denn ebenso wie die Beiordnung eines Pflichtverteidigers gemäß § 141 Abs. 1 StPO1 ist die Bestellung eines Beistands gemäß § 397a Abs ...
Revisionsbegründung durch einen Unterbevollmächtigten
Keine Revisionsbegründung "in Vertretung"
“Der Antrag ……..auf Gewährung von PKH geht ins Leere…”
Veröffentlicht October 6, 2014 4:50am im Blog Rechtslupe.
Strafrecht, Strafprozess, Nebenkläger, Revisionsbegründung, Untervollmacht
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