Source: http://www.kzv-sa.de/opencms/opencms/aktuelles/aktuell_0026.html
Timestamp: 2014-07-29 20:52:26
Document Index: 115060630

Matched Legal Cases: ['§ 87', '§ 15', '§ 53', '§ 45', '§ 8', '§ 1', '§ 87', '§ 119', '§ 119', '§ 119', '§ 119', '§ 87', '§ 119', '§ 22']

F�r die Vertragszahn�rzteschaft ist die Verbesserung der zahnmedizinischen Versorgung �lterer, immobiler und pflegebed�rftiger Patienten eine wichtige Zielstellung. Ihre Erfahrungen, die Problembereiche und L�sungsvorschl�ge sind im Folgenden kurz dargestellt.
Versorgungsdefizite in der Alters- und Behindertenzahnmedizin
Referat „Gesundheitsziele in Sachsen-Anhalt“ bei der KZV Sachsen-Anhalt Arbeitskreis Zahngesundheit Modellprojekt „Altern mit Biss“ – Befund: prek�rer Zustand der Mundgesundheit von Bewohnern in Alten- und Pflegeheimen
Agenda Mundgesundheit – Ziel: Alters- und Behindertenzahnmedizin weiter voranbringen Versorgungskonzept „Mundgesund trotz Handicap und hohem Alter“ (AuB-Konzept) Versorgungsstrukturgesetz - Neue Leistungen und M�glichkeiten f�r die aufsuchende Versorgung immobiler Patienten Pflege-Neuausrichtungsgesetz (PNG) – Mehr Leistungen im Rahmen von Kooperationsvereinbarungen zwischen Zahn�rzten und Pflegeeinrichtungen Fazit
"Die Mundgesundheit der Betroffenen ist insgesamt wesentlich schlechter als im Bev�lkerungsdurchschnitt. Die Behandlung erfordert oft einen hohen Kommunikations- und Versorgungsaufwand oder ist nur unter Vollnarkose m�glich. Gerade im Pflegebereich treffen wir auf spezifische, altersbedingte Krankheitsbilder. Parodontalerkrankungen, Karies an freiliegenden Zahnwurzeln oder Probleme, die aus allgemeinmedizinischen Erkrankungen sowie einem verringerten Speichelfluss resultieren, sind sehr h�ufig. Sie machen eine kontinuierliche Betreuung unerl�sslich."
(Prof. Andreas Schulte, leitender Oberarzt an der Poliklinik f�r Zahnerhaltung in Heidelberg und Co-Autor des Versorgungskonzeptes "Mundgesundheit trotz Handicap und hohem Alter")
Grunds�tzliche Problematik der zahn�rztlichen Versorgung von �lteren, pflegebed�rftigen und immobilen Patienten:
�ltere Menschen besitzen heute immer mehr nat�rliche Z�hne. Mit dieser erfreulichen Zunahme der Zahnerhaltung ist andererseits aber die Zunahme der Wurzelkaries sowie schwerer Erkrankungen des Zahnhalteapparats (Parodontitis) bei Senioren festzustellen. Die Vierte Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS IV) aus dem Jahr 2005 zeigt, dass unter den Senioren die Parodontitis am weitesten verbreitet ist.
48 Prozent dieser Altersgruppe sind von einer mittelschweren und 40 Prozent von einer schweren Auspr�gung der Erkrankung betroffen.
Das entspricht einer Zunahme von 23,7 Prozentpunkten im Vergleich zur vorangegangenen Erhebung im Jahr 1997. In der Gruppe der Senioren ist in den n�chsten Jahren versorgungspolitisch von einer weiteren Zunahme der Parodontitislast auszugehen.
Diese Entwicklung ist auch im Hinblick darauf bedeutsam, dass Parodontitis deutliche Wechselwirkungen zu allgemeinmedizinischen Erkrankungen wie Herzkreislauferkrankungen, Diabetes mellitus, Lungenerkrankungen sowie Magen-Darm-St�rungen aufweist und sich aus den parodontal verursachten Wundfl�chen im Mundraum Infektionsrisiken f�r den K�rper ergeben.
Bestimmte Verhaltensmuster, medikament�se Therapien und Krankheitsbilder im Alter k�nnen zudem spezielle Mundgesundheitsprobleme ausl�sen.
Spezielle Problematik der zahn�rztlichen Versorgung von demenzerkrankten Menschen:
Menschen mit Demenzerkrankungen erf�llen h�ufig nicht die Voraussetzungen f�r eine Eingruppierung in Pflegestufen.
Damit erscheinen sie nicht in der Pflegestatistik, sind aber aus zahnmedizinischer Sicht �hnlich schwer zu betreuen wie Menschen mit k�rperlichen Einschr�nkungen.
Spezielle Problematik der zahn�rztlichen Versorgung von Menschen mit Behinderungen:
Auch bei Menschen mit k�rperlichen oder geistigen Behinderungen sind Karies und Parodontalerkrankungen die Hauptursachen f�r Zahnverlust.
Die fehlende Einsicht in eine notwendige zahn�rztliche Behandlung und �bersteigerte Angstzust�nde bei Patienten mit geistiger Behinderung, sowie eingeschr�nkte Bewegungsm�glichkeiten k�rperlich behinderter Patienten sind die Hauptursachen f�r eine Behandlungsunwilligkeit (Non-Compliance). Sie f�hren dazu, dass zahn�rztliche Dienste sehr h�ufig nur beschwerdeorientiert in Anspruch genommen werden.
Besonders die Parodontalbehandlung ist bei Menschen mit Behinderungen problematisch. Die Richtlinien der GKV setzen daf�r eine ausreichende Mundpflege, eine aktive Mitarbeit sowie Motivation des Patienten voraus. Diese bei Gesunden sinnvolle Anforderung k�nnen viele Behinderte nicht erf�llen.
Strukturelle L�cke im zahnmedizinischen Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung:
Der Stand der zahnmedizinischen Versorgung in Deutschland ist allgemein hoch, auch bei �lteren Menschen. Aber es gibt ein Versorgungsl�cke: Wer nicht selbst in die Praxis des Zahnarztes kommen kann oder seine Mundhygiene aufgrund von k�rperlicher oder psychischer Behinderung, Alter und Pflegebed�rftigkeit nicht ad�quat selbst ausf�hren kann, f�llt buchst�blich durch das Netz der ambulanten vertragszahn�rztlichen Versorgung.
Die zahnmedizinische Versorgung in der GKV geht davon aus, dass jeder Erwachsene eigenverantwortlich Mundhygiene betreiben, eine zahn�rztliche Praxis aufsuchen und bei der Behandlung kooperieren kann. Pflegebed�rftige und Menschen mit Behinderungen k�nnen das vielfach nicht. Deshalb gibt es bei diesen Patientengruppen erhebliche Versorgungsdefizite.
zur�ck zur �bersicht Referat „Gesundheitsziele in Sachsen-Anhalt“ bei der KZV Sachsen-Anhalt
Die KZV Sachsen-Anhalt ist insbesondere durch das Referat „Landesgesundheitsziele“ eingebunden in ein Netzwerk verschiedener Institutionen, die sich um mehr Pr�vention und Aufkl�rung in verschiedenen Gesundheitsbereichen bem�hen. Prim�r geht es um die Erreichung der f�nf Landesgesundheitsziele. Das Zahngesundheitsziel f�r Sachsen-Anhalt lautet: Verbesserung der Zahngesundheit bei der Bev�lkerung auf Bundesdurchschnitt.
Das Referat „Gesundheitsziele in Sachsen-Anhalt“ wurde im M�rz 2011 in der KZV Sachsen-Anhalt installiert. Vorstands-Referent ist der Magdeburger Kieferorthop�de und stellvertretende Vorsitzende der Vertreterversammlung, Herr Dr. Hans-J�rg Willer. Er wird vertreten durch den Vorstandsassistenten der KZV, Herrn Robin Wille.
F�rderung der Gesundheitsziele Sachsen-Anhalt
Pr�ventionsarbeit f�r die Zielgruppe Kinder und Jugendliche sowie �ltere und pflegebed�rftige Personen
Sensibilisierung der niedergelassenen Zahn�rzteschaft in Sachsen-Anhalt f�r Themen der Pr�vention und f�r die Probleme bei der Versorgung von Risikogruppen
Weiteres Engagement der KZV, vertreten durch das Referat:
Engagement in dem Arbeitskreis Zahngesundheit (AK) zur F�rderung der Landesgesundheitsziele und zur Planung, Umsetzung, Dokumentation und Verbreitung von Modellprojekten
Austausch mit dem �GD
Mitgliedschaft in der Landesarbeitsgemeinschaft f�r Jugendzahnpflege Sachsen-Anhalt (LAGJ)
Mitgliedschaft in der Landesvereinigung f�r Gesundheit Sachsen-Anhalt (LVG)
zur�ck zur �bersicht Arbeitskreis Zahngesundheit
In Sachsen-Anhalt gibt es f�nf Landesgesundheitsziele, u. a. auch das Ziel: Verbesserung der Zahngesundheit bei der Bev�lkerung auf Bundesdurchschnitt.
R�ckblick: 1998 wurden zu den einzelnen Gesundheitszielen themenspezifische Workshops durchgef�hrt. Ein wesentliches Ergebnis aller Workshops war die Bildung von Arbeitskreisen. Diese sind die Gremien, die im Hinblick auf die Umsetzung der herausgearbeiteten m�glichen Strategien und die Durchf�hrung von daraus abzuleitenden Interventionsma�nahmen die notwendigen Aktivit�ten initiieren und begleiten.
Der Arbeitskreis (AK) zum Landesgesundheitsziel Zahngesundheit wird von Dr. Nicole Primas geleitet. Die KZV wird durch das neue Vorstandsreferat „Landesgesundheitsziele“ im AK vertreten.
Seit Beginn des Arbeitskreises werden Ma�nahmen �ber verschiedene Modellprojekte erprobt und deren Verstetigung angestrebt:
Projekt "Zahngesundheit f�r jedes Kind" / "Zahngesundheitspass"
Projekt "Zahngesundheit f�r Mutter und Kind von Anfang an"/ "Einlegeblatt f�r den Mutterpass"
Projekt "Altern mit Biss"
Projekt "Z�hne auf Zack"
Z�K und KZV, �GD, LAG J, Vertreter verschiedener Sozialverb�nde und des Ministeriums f�r Arbeit und Soziales in Sachsen-Anhalt
Der Arbeitskreis ist die Plattform und das Netzwerk zur Planung und Umsetzung von Ma�nahmen zur Verbesserung der Zahngesundheit verschiedener Bev�lkerungs-, Alters- und Risikogruppen. Ma�nahmen des Arbeitskreises werden von den K�rperschaften Z�K und KZV begleitet, unterst�tzt und durch deren gemeinsamen Presseausschuss in die �ffentlichkeit getragen.
zur�ck zur �bersicht Modellprojekt "Altern mit Biss" – Befund: prek�rer Zustand der Mundgesundheit von Bewohnern in Alten- und Pflegeheimen
"Altern mit Biss" stellte ein Modellprojekt im Rahmen der Umsetzung der vom Landesministerium definierten Gesundheitsziele dar. Konkret richtete sich das Projekt auf die Umsetzung des Gesundheitsziels "Verbesserung der Zahngesundheit bei der Bev�lkerung auf Bundesdurchschnitt".
Im Rahmen des Modellprojektes entstand die Idee des „Patenschaftszahnarztes“. Wichtigste Erkenntnis des Projekts ist, dass die Verbesserung der Mundgesundheit von Bewohnern in Alten- und Pflegeheimen nicht allein durch das Engagement der Zahn�rzte herbeizuf�hren ist. Es bedarf im Weiteren auch:
der Unterst�tzung durch die Heimleitung,
der Aufkl�rung und Bef�higung der Heimbewohner und der Unterst�tzung durch deren Angeh�rige
Gegenw�rtig bem�ht sich der Arbeitskreis um die Verstetigung des Projektes.
Flyer zum Modellprojekt „Alter mit Biss“
zur�ck zur �bersicht Agenda Mundgesundheit – Ziel: Alters- und Behindertenzahnmedizin weiter voranbringen
"Die Zahn�rzteschaft in Deutschland hat ein klares Ziel: Wir wollen die Mundgesundheit der Bev�lkerung weiter verbessern." So lautet die zentrale Botschaft der „Agenda Mundgesundheit“, der neuen Grundsatzpositionierung der Vertragszahn�rzteschaft.
In ihr b�ndeln Kassenzahn�rztliche Bundesvereinigung und Kassenzahn�rztliche Vereinigungen ihre politischen Forderungen im Vorfeld der Bundestagswahl 2013 und legen die Versorgungsziele der Vertragszahn�rzteschaft f�r die kommenden Jahre fest.
Als einen wichtigen Themenbereich betrachtet die Agenda die Versorgungsproblematik in der Alters- und Behindertenzahnmedizin und verweist auf den L�sungsansatz des Versorgungskonzeptes „Mundgesund trotz Handicap und hohem Alter“. Den Erfolg der Prophylaxe bei Kindern und Jugendlichen aufnehmend, setzt das Konzept auf einen erg�nzenden pr�ventionsorientierten Leistungskatalog, der auf die Bed�rfnisse von Pflegebed�rftigen und Menschen mit Behinderung abstellt und der dem gr��eren zahn�rztlichen Behandlungs- und Pr�ventionsbedarf Rechnung tr�gt. Die Politik wird aufgefordert, dieses Konzept aufzugreifen und die Versorgungsanspr�che der Patienten gesetzlich zu verankern.
PM zum Neujahrsempfang 2013
zur�ck zur �bersicht Versorgungskonzept "Mundgesund trotz Handicap und hohem Alter" (AuB-Konzept)
Gemeinsam mit der Bundeszahn�rztekammer (BZ�K) und der Wissenschaft hat die KZBV mit dem Versorgungskonzept "Mundgesund trotz Handicap und hohem Alter" L�sungen angeboten. Den Erfolg der Prophylaxe bei Kindern und Jugendlichen aufnehmend, setzt das Konzept auf einen erg�nzenden pr�ventionsorientierten Leistungskatalog, der auf die Bed�rfnisse von Pflegebed�rftigen und Menschen mit Behinderung abstellt und der dem gr��eren zahn�rztlichen Behandlungs- und Pr�ventionsbedarf Rechnung tr�gt.
Danach bedarf es zur Sicherstellung einer sachgerechten Versorgung durch den Zahnarzt folgender Ma�nahmen:
regelm��ige Ma�nahmen zur Instruktion und Motivation bzw. Remotivation zur Mund- bzw. Prothesenhygiene,
regelm��ige Ma�nahmen zur speziellen Zahn- bzw. Prothesenreinigung
sowie der bedarfsgerechten lokalen, bzw. systemischen Fluoridierung der Z�hne und
zur Versiegelung von Fissuren und Gr�bchen.
Geringstenfalls m�ssten in einem ersten Schritt Leistungen eines systematischen zahn�rztlichen Pr�ventionsmanagements vorgesehen werden. In diesem Rahmen sind folgende Leistungen vorzunehmen:
die Aufkl�rung �ber die Bedeutung der Mundhygiene und
Ma�nahmen zu deren Erhaltung sowie die Erstellung eines Planes zur individuellen Mund- bzw. Prothesenhygiene.
Die Politik ist aufgefordert, dieses Konzept aufzugreifen und die notwendigen Pr�ventionsma�nahmen dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung zu integrieren. um derart die Versorgungsanspr�che der Patienten gesetzlich zu verankern.
zur�ck zur �bersicht Versorgungsstrukturgesetz - Neue Leistungen und M�glichkeiten f�r die aufsuchende Versorgung immobiler Patienten
Das Versorgungsstrukturgesetz ist am 1. Januar 2013 in Kraft. Gem�� der Vorschrift des § 87 Abs. 2i SGB V wurde der Gemeinsame Bewertungsausschuss beauftragt im Einheitlichen Bewertungsma�stab f�r zahn�rztliche Leistungen (BEMA-Z) eine zus�tzliche Leistung vorzusehen f�r das erforderliche Aufsuchen von Versicherten,
die einer Pflegestufe nach § 15 des Elften Buches zugeordnet sind,
Eingliederungshilfe nach § 53 des Zw�lften Buches erhalten oder
dauerhaft erheblich in ihrer Alltagskompetenz nach § 45a des Elften Buches eingeschr�nkt sind und die die Zahnarztpraxis aufgrund ihrer Pflegebed�rftigkeit, Behinderung oder Einschr�nkung nicht oder nur mit hohem Aufwand aufsuchen k�nnen.
Diesem gesetzlichen Auftrag ist der Bewertungsausschuss nun nachgekommen und hat in den Teil 1 des BEMA-Z nach der Leistungs-Nr, 107 die neue Leistungsnummer 171 eingef�hrt.
Ein Beispiel: F�r das Aufsuchen von Versicherten, die pflegebed�rftig sind, eine Behinderung oder eine eingeschr�nkte Alltagskompetenz aufweisen, ist ein Zuschlag in der Abrechnung von 35 Punkten vorgesehen (Bema-Z Nr. 171 a). Bei einem Punktwert von 0,8154 Euro je Punkt ergeben sich daraus 28,54 Euro als Entsch�digung f�r den Mehraufwand in der zahn�rztlichen Versorgung.
Das gilt auch nat�rlich auch f�r den Besuch eines Patienten in einer Pflegeeinrichtung. Werden dar�ber hinaus weitere Patienten mit nachgewiesenen Einschr�nkungen in derselben Einrichtung behandelt, kann der Zahnarzt je Patient noch einmal 30 Punkte abrechnen (BEMA-Z Nr. 171 b). Im Zusammenhang mit der Einf�hrung dieser neuen Positionen konnte dar�ber hinaus erreicht werden, dass die bislang der GO� entliehenen Besuchsleistungen sowie die Zuschl�ge zu diesen Leistungen in den einheitlichen Bewertungsma�stab �bernommen werden.
Gleichzeitig ist eine Anhebung des Wegegeldes und der Reiseentsch�digung auf das h�here GOZ-Niveau erfolgt. Auch dies tr�gt dem Anliegen Rechnung, die Attraktivit�t der aufsuchenden Versorgung insgesamt zu erh�hen und die zahnmedizinische Versorgung von Versicherten zu verbessern, welche die Zahnarztpraxis nur unter erschwerten Bedingungen oder �berhaupt nicht aufsuchen k�nnen.
Die neuen Regelungen treten zum 01.04.2013 in Kraft.
Fazit: Mit dem Versorgungsstrukturgesetz und dem Pflege-Neuausrichtungsgesetz wurden neue Leistungspositionen f�r die aufsuchende zahnmedizinische Betreuung beschlossen. Dies sind Schritte in die richtige Richtung. Der gr��ere und spezielle zahn�rztliche Behandlungs- und Pr�ventionsbedarf von Pflegebed�rftigen und Menschen mit Behinderung bleibt dennoch bislang unber�cksichtigt.
Auch Pr�ventionsleistungen wie etwa eine viertelj�hrliche professionelle Zahnreinigung sollten von den Kassen verg�tet werden, fordert die KZBV. Untersuchungen h�tten gezeigt, dass diese Ma�nahme die oftmals fehlende oder eingeschr�nkte Mundhygiene von pflegebed�rftigen Menschen kompensieren k�nnte.
Beschluss des Bewertungsausschusses vom 17.12.12 zu den Besuchspositionen
�bersicht der neuen Besuchs- und Zuschlagspositionen
§ 8 Abs. 2 und 3 GOZ - Entsch�digung - (Wegegeld)
zur�ck zur �bersicht Pflege-Neuausrichtungsgesetz (PNG) – Mehr Leistungen im Rahmen von Kooperationsvereinbarungen zwischen Zahn�rzten und Pflegeeinrichtungen
Mit dem Pflege-Neuausrichtungsgesetz (PNG) soll nun eine weitere Leistungsposition f�r das Aufsuchen von Pflegebed�rftigen und Menschen mit Behinderung vorgesehen werden. Die vorgesehene Leistung ist allerdings nur f�r Personen in station�ren Pflegeeinrichtungen bestimmt und sie darf nur im Rahmen eines Kooperationsvertrages nach § 1 19b SGB V erbracht und abgerechnet werden.
Der Gemeinsame Bewertungsausschuss hat gem�� § 87 Absatz 2j SGB V nunmehr auch Leistungen zu bestimmen, die von Vertragszahn�rzten im Rahmen von Kooperationsvertr�gen nach § 119b SGB V erbracht werden.
Die Verg�tung soll einen Anreiz f�r den Abschluss derartiger Kooperationsvertr�ge zwischen station�ren Pflegeeinrichtungen und geeigneten Vertragszahn�rzten bieten. Sie ist nur dann berechnungsf�hig, wenn die in den Qualit�tsvereinbarungen nach § 119b Absatz 2 SGB V festgelegten Anforderungen an eine kooperative und koordinierte zahn�rztliche und pflegerische Versorgung erf�llt werden.
Datengrundlage f�r die angegebenen Mehrausgaben bildet die Pflegestatistik 2009 des Statistischen Bundesamtes. Dabei wurde angenommen, dass rd. 90 Prozent der Pflegebed�rftigen in vollstation�ren Heimen gesetzlich krankenversichert sind und pro Jahr durchschnittlich zwei Besuche eines Vertragszahnarztes im Rahmen eines Kooperationsvertrags nach § 119b SGB V erfolgen.
Hinsichtlich der Vereinbarung von Qualit�tsstandards f�r Kooperationen wurde im § 119b SGB der Abs. 2 neu eingef�gt. Infolge der Einf�gung sollen die Bundesmantelvertragspartner verpflichtet werden, im Benehmen mit den Vereinigungen der Tr�ger der Pflegeeinrichtungen auf Bundesebene sowie den Verb�nden der Pflegeberufe auf Bundesebene, insbesondere zur Verbesserung der Qualit�t der Versorgung bis sp�testens 30.09.2013 Anforderungen an eine kooperative und koordinierte �rztliche und pflegerische Versorgung von pflegebed�rftigen Versicherten in station�ren Pflegeeinrichtungen zu vereinbaren. Die Einhaltung dieser Anforderungen soll Voraussetzung f�r die Abrechnung der zus�tzlichen Leistung gem. § 87 Abs. 2j SGB V-E sein.
Auch der § 119b Abs. 1 Satz 2 SGB V-E wurde neu geregelt. Danach ist die KZV verpflichtet, einen entsprechenden Kooperationsvertrag „zu vermitteln“, wobei der Kooperationsvertrag zun�chst durch Antrag der Pflegeeinrichtung bei der KZV zustande kommen soll.
Die notwendigen Vereinbarungen zu den Qualit�tsstandards werden derzeit noch im Bewertungsausschuss verhandelt.
zur�ck zur �bersicht Fazit
Mit dem Versorgungsstrukturgesetz und dem Pflege-Neuausrichtungsgesetz erkennt der Gesetzgeber den Handlungsbedarf in der zahnmedizinischen Versorgung von Pflegebed�rftigen und Menschen mit Behinderung an. Gezielt setzt er Anreize f�r das Aufsuchen dieser Patienten, die eine Praxis nicht oder nur mit hohem Aufwand aufsuchen k�nnen. Dies sind Schritte in die richtige Richtung. Nach wie vor ist der Leistungsanspruch f�r diesen Personenkreis aber auf den unver�nderten GKV-Leistungskatalog beschr�nkt, jetzt erg�nzt um Leistungspositionen f�r die aufsuchende Versorgung. Damit wird man dem besonderen Behandlungsbedarf von Pflegebed�rftigen und Menschen mit Behinderung nicht gerecht. Sie haben spezielle Bed�rfnisse, die im GKV-Leistungskatalog nicht abgebildet sind. Um diese Versorgungsl�cke zu schlie�en, ist es dringend erforderlich, eine gesetzliche Grundlage zu schaffen und bedarfsad�quate, pr�ventive Leistungen in dem GKV-Katalog f�r diesen Personenkreis aufzunehmen.
KZBV und BZ�K haben bereits im Juni 2010 gemeinsam mit den wissenschaftlichen Gesellschaften ein Konzept „Mundgesund trotz Handicap und hohem Alter – Konzept zur vertragszahn�rztlichen Versorgung von Pflegebed�rftigen und Menschen mit Behinderungen“ vorgelegt. Ziel des Konzeptes ist es, den oralen Gesundheitszustand von Pflegebed�rftigen sowie von Menschen mit Behinderungen dauerhaft und nachhaltig zu verbessern. Dies erfordert �ber eine verbesserte Verg�tung f�r die aufsuchende Versorgung dieses Patientenkreises hinaus zwingend einen erg�nzenden pr�ventionsorientierten Leistungskatalog, der auf die Bed�rfnisse von Pflegebed�rftigen und Menschen mit Behinderungen abstellt und der dem gr��eren zahn�rztlichen Behandlungsbedarf Rechnung tr�gt. Dabei kann auf den individualprophylaktischen Leistungen aufgebaut werden, die in § 22 SGB V bisher nur f�r Personen bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres vorgesehen sind und in ihrer Effektivit�t unbestritten sind. Gleichso macht es auch aus versorgungspolitischen Gr�nden Sinn f�r diese Patientengruppe die pr�ventiven Potentiale zur Senkung meist akut veranlasster Behandlungen und gleichzeitig zur Verbesserung der Lebensqualit�t zu heben. Als erster Schritt m�ssten insbesondere bei pflegebed�rftigen Patienten zumindest Ma�nahmen des zahn�rztlichen Pr�ventionsmanagements, zu denen z.B. die Erhebung eines Mundhygienestatus, die Aufkl�rung des Patienten, seines Betreuers, des Pflegepersonals oder seiner Angeh�rigen �ber die Mundgesundheit und die Erstellung eines Plans zur individuellen Mund- und/oder Prothesenpflege z�hlen, vorgesehen werden.
zur�ck zur �bersicht Weitere Informationen zu "Aktuelles":