Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHSt+40,+203
Timestamp: 2018-11-17 22:27:47
Document Index: 87924844

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 267', 'BGH', 'BGH', '§ 267', 'BGH', 'BGH', '§ 267', 'BGH', 'BGH', '§ 267', 'BGH']

BGH, 29.06.1994 - 2 StR 160/94 - dejure.org
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§ 267 StGB, falscher Vorname, Geburtsdatum, Anschrift
Urkundenfälschung in Form der Identitätstäuschung durch Angabe weiterer Vornamen, unrichtiger Geburtsdaten oder unrichtiger Anschriften bei automatischer Datenverarbeitung (Schutz des Rechtsverkehrs; rechtsgutsbezogene Auslegung)
Urkundenfälschung - Identitätstäuschung - Richtiger Vorname - Unrichtiger Geburtsname - Unrichtige Anschrift
Urkundenfälschung; Identitätstäuschung durch Gebrauch eines sonst nicht verwendeten Vornamens
BGHSt 40, 203
NJW 1994, 2628
MDR 1994, 1133
NStZ 1994, 486
BB 1994, 1593
JR 1995, 207
Dabei kann auch die Unterzeichnung mit dem richtigen Namen zu einer solchen Identitatstäuschung führen, sofern dadurch der Anschein erweckt wird, ihr Aussteller sei eine andere Person als diejenige, von der sie herrührt (BGHSt 40, 203 - zitiert nach beck-online: Cramer/Heine in Schönke/Schröder StGB. 28. Aufl. § 267 Rn. 52).
Entscheidend ist dabei die Täuschung über die Identität des Ausstellers, nicht über seinen Namen (std. Rspr.; vgl. nur Senat, Urteil vom 29. Juni 1994 - 2 StR 160/94, BGHSt 40, 203, 204 mwN).
BayObLG, 27.03.2002 - 5St RR 71/02
Zeitkarte des Verkehrsverbundes als Urkunde - Änderung des Geburtsdatums zur …
Diese Urkunde wurde durch das Ändern des Geburtsdatums verfälscht, da dadurch über die Person des Inhabers der Zeitkarte getäuscht wird (BGHSt 40, 203, 206/207).
Daher begeht derjenige, der ein falsches Geburtsdatum angibt, unter Umständen eine Identitätstäuschung und macht sich ggf. nach § 267 StGB strafbar (vgl. BGH, Urteil vom 29.6.1994 - 2 StR 160/94 - BGHSt 40, 206 = NJW 1994, 2628).
OLG Karlsruhe, 08.04.1999 - 1 Ss 173/98
Bei der Prüfung der Echtheit einer Urkunde i.S.v. § 267 StGB muß in der Regel auch deren Verwendungszweck mitberücksichtigt werden (BGHSt 40, 203 ff., 206).