Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_12/vo/3/3176.htm
Timestamp: 2018-12-12 07:58:50
Document Index: 216233402

Matched Legal Cases: ['§ 21', '§ 58', '§ 64', '§ 22', '§ 33', '§ 2', '§ 2', '§ 64', '§ 33', '§ 4', '§ 5']

3.176 Ennesbacher Moor
Verordnung des Regierungspräsidiums Freiburg über das Naturschutzgebiet »Ennersbacher Moor« vom 21. Dezember 1990 (GBl. v. 13.05.1991, S. 198).
Auf Grund von § 21, § 58 Abs. 2 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz - NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBI. S. 654), geändert durch das Gesetz zur Bereinigung des baden - württembergischen Ordnungswidrigkeitenrechts vom 6. Juni 1983 (GBI. S. 199), und von § 22 Abs. 2 und § 33 Abs. 2 Nr. 4 Landesjagdgesetz (LJagdG) in der Fassung vom 20. Dezember 1978 (GBI. 1979 S. 12) wird verordnet:
Die in § 2 näher bezeichnete Fläche auf dem Gebiet der Gemeinde Dachsberg, Landkreis Waldshut, wird zum Naturschutzgebiet erklärt. Das Naturschutzgebiet führt die Bezeichnung »Ennersbacher Moor«.
§ 2 Schutzgegenstand'
(1) Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von rund 17,5 ha. Es umfaßt nach dem Stand vom Juni 1990 auf dem Gebiet der Gemeinde Dachsberg, Gemarkung Wolpadingen, die Grundstücke Flst. Nrn. 357 (teilweise), 358, 359/1, 365/1, 366/1, 392 (teilweise), 404 (teilweise), 405, 406, 409, 410, 411 und 412.
(2) Die Grenzen des Schutzgebietes sind in einer Übersichtskarte M 1:25000 und in einer Flurkarte M 1:1500 rot eingetragen. Die Karten sind Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karten wird beim Regierungspräsidium Freiburg in Freiburg i.Br. und beim Landratsamt Waldshut in Waldshut- Tiengen auf die Dauer von drei Wochen, beginnend am achten Tag nach Verkündung dieser Verordnung im Gesetzblatt, zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten öffentlich ausgelegt.
Wesentlicher Schutzzweck ist die Erhaltung eines Hochmoores, von Flachmoorbereichen sowie von Teilen der direkt angrenzenden Wälder mit Vorkommen seltener und gefährdeter Tier - und Pflanzenarten und deren Lebensgemeinschaften.
13. das Gebiet außerhalb des Weges zu betreten.
1. für die ordnungsgemäße Ausübung der Jagd mit der Maßgabe, daß im Hochmoor keine Hochsitze und in den in der Flurkarte M 1:1500 gelb eingetragenen Gebieten keine Wildfütterungsstellen angelegt werden dürfen;
2. für die ordnungsgemäße forstwirtschaftliche Nutzung in der bisherigen Art, dem bisherigen Umfang und der bisherigen Intensität mit der Maßgabe, daß die Nutzung nur einzelstammweise oder in femelschlagartigen Hieben erfolgen darf sowie Erstaufforstungen ausgeschlossen sind;
Ordnungswidrig im Sinne von § 64 Abs. 1 Nr. 2 NatSchG und § 33 Abs. 2 Nr. 4 LJagdG handelt, wer in dem Naturschutzgebiet vorsätzlich oder fahrlässig eine der nach § 4 und § 5 Nr. 2 und 3 dieser Verordnung verbotenen Handlungen vornimmt.
(2) Gleichzeitig tritt die Verordnung des Landratsamtes Säckingen über den Schutz von Landschaftsteilen auf den Gemarkungen Dachsberg und Ibach vom 9. Juli 1971 insoweit außer Kraft, als sie sich auf den Geltungsbereich dieser Verordnung bezieht.
FRFIBURG I. BR., den 21. Dezember 1990