Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VIII%20R%20163/84
Timestamp: 2019-12-10 12:42:59
Document Index: 349926241

Matched Legal Cases: ['§ 34', '§ 13', '§ 164', '§ 168', '§ 176', '§ 176', '§ 176', '§ 176', '§ 176']

BFH, 28.09.1987 - VIII R 163/84 - dejure.org
BFH, 28.09.1987 - VIII R 163/84
https://dejure.org/1987,1130
BFH, 28.09.1987 - VIII R 163/84 (https://dejure.org/1987,1130)
BFH, Entscheidung vom 28.09.1987 - VIII R 163/84 (https://dejure.org/1987,1130)
BFH, Entscheidung vom 28. September 1987 - VIII R 163/84 (https://dejure.org/1987,1130)
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EStG § 34c Abs. 4; GewStG § 13 Abs. 3; AO 1977 §§ 164, 176 Abs. 2
Vergünstigung - Änderungsbefugnis - Vorbehalt der Nachprüfung - Verwaltungsvorschrift
BFHE 154, 375
NVwZ 1989, 904 (Ls.)
BB 1989, 901
BB 1989, 902
DB 1989, 85
BStBl II 1989, 50
BStBl II 1989, 56
Nach der Rechtsprechung des BFH muß die Verwaltungsvorschrift nicht ausdrücklich für gesetzwidrig erklärt werden; es reicht auch aus, daß dies sinngemäß zum Ausdruck kommt (Urteile in BFHE 151, 107, BStBl II 1988, 40, und vom 28. September 1987 VIII R 163/84, BFH/NV 1988, 117).
Der Umstand, daß Lohnsteuer-Anmeldungen kraft Gesetzes (§ 168 Satz 1 AO 1977) unter Vorbehalt der Nachprüfung ergehen, schließt den durch § 176 Abs. 2 AO 1977 vermittelten Vertrauensschutz nicht aus (BFH-Urteil vom 28. September 1987 VIII R 163/84, BFHE 154, 375, BStBl II 1989, 50).
Dabei kann der von dem Urteil betroffene Sachverhalt von dem den Änderungsbescheiden zugrunde liegenden abweichen, solange die hierauf angewendeten Rechtsgedanken gleichartig und damit entscheidungserheblich waren (…s. Frotscher in: Schwarz AO § 176 Lfg. 2/2005 Rn. 16; in Bezug auf die Frage der Entscheidungserheblichkeit abw. BFH Urteil vom 28.09.1987 VIII R 154/86, BStBl II 1988, 40, 41 und VIII R 163/84, BStBl II 1989, 56, beide zudem für Bedeutung auch einer Aussage in einem obiter dictum, so auch Frotscher a.a.O., Rüsken in: Klein AO 9. Aufl. § 176, 26).
d) Unbegründet ist schließlich auch die Rüge des Klägers, das FG habe durch die Bezugnahme auf jüngere BFH-Urteile (vgl. Urteile vom 23. Mai 2000 VIII R 11/99, BFHE 192, 474, BStBl II 2000, 621, …und vom 23. Januar 2001 VIII R 71/98, BFH/NV 2001, 894), die eine Tendenzwende zur Frage der sachlichen Verflechtung von Bürogebäuden herbeigeführt hätten, § 176 Abs. 1 Nr. 3 AO 1977 verletzt und sei deshalb von den BFH-Urteilen vom 28. September 1987 VIII R 163/84 (BFHE 154, 375, BStBl II 1989, 50) und "in BStBl II 1992, 2" (offenbar unrichtige Fundstelle) abgewichen, in denen der BFH bestätigt habe, dass sogar eine Vorbehaltsfestsetzung bei einer Rechtsprechungsänderung nicht zu Ungunsten des Steuerpflichtigen geändert werden könne.
Der Kläger hat sich zudem nicht hinreichend damit auseinandergesetzt, dass bei Erlass eines Erstbescheids Vertrauensschutz in die bisherige Rechtsprechung nach § 176 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 AO nicht besteht (zum Grundgedanken der Vorschrift vgl. BFH-Urteile vom 28. September 1987 VIII R 163/84, BFHE 154, 375, BStBl II 1989, 50; vom 11. Januar 1991 III R 60/89, BFHE 163, 286, BStBl II 1992, 5, unter 3.c).