Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ%20125,%20283
Timestamp: 2020-01-23 05:50:57
Document Index: 146880555

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 528', '§ 88', 'BGH', 'BGH', '§ 528', 'BGH', '§ 818', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 528', '§ 818', 'BGH', '§ 528', '§ 138', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 818', 'BGH']

BGH, 11.03.1994 - V ZR 188/92 - dejure.org
https://dejure.org/1994,1256
BGH, 11.03.1994 - V ZR 188/92 (https://dejure.org/1994,1256)
BGH, Entscheidung vom 11.03.1994 - V ZR 188/92 (https://dejure.org/1994,1256)
BGH, Entscheidung vom 11. März 1994 - V ZR 188/92 (https://dejure.org/1994,1256)
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Rückgabe des Grundstückes an den Schenker nach Überleitung des Rückforderungsanspruchs wegen Notbedarfs auf Sozialhilfeträger
Sozialhilfeträger - Schenkungsrückforderungsanspruch - Überleitung - Vorgestreckte Unterhaltsleistungen - Rückgabe des Geschenks
BGB §§ 528, 818; BSHG §§ 88 ff.
Aufhebung der Schenkung bei Überleitung des Schenkungsrückforderungsanspruchs
BGHZ 123, 283
BGHZ 125, 283
NJW 1994, 1655
FamRZ 1994, 815
VersR 1994, 836
WM 1994, 1303
DVBl 1994, 1294
Das Berufungsgericht ist zu Recht davon ausgegangen, daß es für die Überleitung eines Rückforderungsanspruchs wegen Notbedarfs des Schenkers nach § 528 Abs. 1 Satz 1 BGB unbeachtlich ist, ob das geschenkte Grundstück im Eigentum des Schenkers Schonvermögen gewesen wäre (BGHZ 125, 283, 287).
Ist das Geschenk - wie das dingliche Wohnungsrecht - unteilbar, schuldet der Beschenkte (…Teil-Wertersatz (§ 818 Abs. 2 BGB) für denjenigen Teil der Schenkung, der zur Deckung des Unterhaltsbedarfs zwar ausreichend wäre, dessen Herausgabe aber infolge der Unteilbarkeit unmöglich ist (BGH, Urteile vom 29. März 1985 - V ZR 107/84, juris Rn. 13;… vom 20. Dezember 1985 - V ZR 66/85, juris Rn. 15; vom 11. März 1994 - V ZR 188/92, juris Rn. 8;… vom 17. Januar 1996 - IV ZR 184/94, juris Rn. 15;… vom 20. Mai 2003 - X ZR 246/02, juris Rn. 6).
Es handelt sich also nicht um zwei verschiedenartige Ansprüche, sondern um einen einheitlichen Anspruch auf teilweise Herausgabe des Geschenkes in Form einer Ersatzleistung in Geld (BGHZ 125, 283, 286;… MünchKomm./Kollhosser, aaO).
Vielmehr handelt es sich auch bei dem auf wiederkehrende Leistungen gerichteten Teilwertersatzanspruch um einen einheitlichen Anspruch auf teilweise Herausgabe des Geschenkes in Form einer Ersatzleistung in Geld (vgl. BGHZ 125, 283, 286).
Ob der Beschenkte sich durch Rückgabe des ganzen Geschenks von der Zahlungspflicht nach § 528 Abs. 1 Satz 1 BGB in Verbindung mit § 818 Abs. 2 BGB befreien könne, hat der Bundesgerichtshof (BGHZ 125, 283, 285) ausdrücklich offen gelassen.
Insbesondere soll nicht die Allgemeinheit durch die Folgen der Freigiebigkeit des Schenkers belastet werden (…MünchKomm. BGB/J. Koch, 5. Aufl., § 528 Rdn. 6; Franzen, FamRZ 1997, 528, 532, 545; Schwarz, JZ 1997, 547; ähnlich auch Hörlbacher, ZEV 1995, 2002, 2004; Skibbe, ZEV 1994, 255).
Diese Regelung in dem Gesellschaftsvertrag ist deshalb - soweit es um die Ansprüche des austrittswilligen Gesellschafters geht - darauf zu überprüfen, ob die Andienungspflicht zum Nominalwert der Anteile nach § 138 Abs. 1 BGB nichtig ist, weil bereits im Zeitpunkt der Umwandlung ein grobes Missverhältnis zwischen dem Nennwert und dem tatsächlichen Wert bestanden hat (vgl. BGHZ 116, 359, 375; 123, 283, 284), oder ob die Regelung im Wege der ergänzenden Vertragsauslegung deshalb anzupassen ist, weil die Verpflichtung zu einem Verkauf der Anteile zum Nennwert auf Grund der wirtschaftlichen Entwicklung der Anteile dazu führt, dass dadurch das Austrittsrecht des Gesellschafters in unvertretbarer Weise eingeengt wird (vgl. BGHZ 116, 359, 369; 123, 281, 285).
Es handelt sich insoweit um einen Anspruch auf teilweise Herausgabe des Geschenkes in Form einer Ersatzleistung in Geld (BGH v. 11.03.1994 - Az. V ZR 188/92).
Hiermit wird ein Recht bezeichnet, aus dem einzelne abtrennbare Ansprüche fließen (vgl. BGH, Urteil vom 11. März 1994 - V ZR 188/92 - juris Rn. 10).
Ist nicht das ganze Geschenk zur Bestreitung des Unterhalts notwendig, kann der Berechtigte, wenn es sich, wie hier bei einem Hausgrundstück, um einen unteilbaren Gegenstand handelt, nur Wertersatz nach § 818 Abs. 2 BGB verlangen (BGH U. v. 11.3. 1994 - V ZR 188/92 NJW 1994, 1655 ).