Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_20030218_OGH0002_0040OB00034_03H0000_000&IncludeSelf=True
Timestamp: 2020-02-22 16:54:37
Document Index: 143811036

Matched Legal Cases: ['OGH', '§502', '§502', '§503', '§503', '§85', '§ 503', '§ 502', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 503', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 502', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 25', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 25', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 502', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 502', 'OGH', '§ 55', '§ 149', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 25', '§ 13', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§1', '§1', '§2', '§2', '§ 2', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 1', 'OGH', '§ 1', '§ 2', 'OGH', '§ 2', '§ 1', 'Art 7', '§ 1', '§ 18', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 2', '§ 24', '§ 2', '§ 502', 'OGH', 'OGH']

RIS - Rechtssätze und Entscheidungstext 4Ob34/03h - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 4Ob388/83 4Ob1301/86 4O...
RS0042967
4Ob388/83; 4Ob1301/86; 4Ob344/86; 4Ob1301/87; 4Ob354/87; 4Ob3/88; 4Ob22/88; 4Ob73/88; 4Ob98/88; 4Ob141/90; 4Ob78/91 (4Ob79/91); 4Ob1009/92; 4Ob1045/93; 4Ob47/94; 4Ob1114/94; 4Ob23/95; 4Ob38/95; 4Ob1071/95; 4Ob2060/96m; 4Ob2188/96k; 4Ob2153/96p; 4Ob48/97f; 4Ob358/97v; 4Ob287/98d; 4Ob301/98p; 4Ob57/99g; 4Ob35/99x; 4Ob34/03h; 4Ob19/04d; 4Ob176/06w; 4Ob47/07a; 17Ob5/07w; 4Ob224/08g; 17Ob8/09i; 4Ob80/09g; 4Ob164/09k; 4Ob184/09a; 4Ob24/10y; 4Ob135/10x; 4Ob148/10h; 17Ob15/10w; 4Ob72/12k; 4Ob87/12s; 4Ob76/15b; 3Ob73/16f; 6Ob242/15d; 1Ob96/17z; 1Ob162/17f; 4Ob97/17v; 9Ob11/18k; 1Ob57/18s; 4Ob14/18i; 9Ob76/18v; 4Ob5/19t
ZPO §502 Abs1
ZPO §502 Abs4 Z1 HIII3
ZPO §503 Abs2 Ca1
ZPO §503 Abs2 C7
UrhG §85
Die Frage, ob und in welchem Umfang eine Veröffentlichung des Urteils nach den Umständen des Falles zur Aufklärung des Publikums geboten ist, betrifft keinen der Fälle des § 503 Abs 2 ZPO; auf Rechtsausführungen der Revision zur Frage der Urteilsveröffentlichung ist daher nicht weiter einzugehen, auch wenn eine nach § 502 Abs 4 Z 1 ZPO zulässige Revision, vorliegt.
4 Ob 388/83
Entscheidungstext OGH 08.11.1983 4 Ob 388/83
Veröff: SZ 56/156 = EvBl 1984/14 S 47 = GRURInt 1984,311
4 Ob 1301/86
Entscheidungstext OGH 04.02.1986 4 Ob 1301/86
Vgl auch; Beisatz: Entscheidend ist nämlich, ob nach den Umständen des Einzelfalles zu erwarten ist, dass der Beklagte aus seinen wettbewerbswidrigen Handlungen auch künftig noch Vorteiles erlangen oder behalten - oder der Kläger einen entsprechenden Schaden erleiden - könnte. (T1)
4 Ob 344/86
Entscheidungstext OGH 17.06.1986 4 Ob 344/86
4 Ob 1301/87
Entscheidungstext OGH 17.02.1987 4 Ob 1301/87
nur: Die Frage, ob und in welchem Umfang eine Veröffentlichung des Urteils nach den Umständen des Falles zur Aufklärung des Publikums geboten ist, betrifft keinen der Fälle des § 503 Abs 2 ZPO. (T2)
4 Ob 354/87
Entscheidungstext OGH 19.05.1987 4 Ob 354/87
nur T2; Beisatz: "Das BEZIRKSJOURNAL - die Lieblingszeitung der Wiener" (T3) Veröff: MR 1987,144 (Korn) = ÖBl 1988,19
4 Ob 3/88
Entscheidungstext OGH 12.01.1988 4 Ob 3/88
4 Ob 22/88
Entscheidungstext OGH 12.04.1988 4 Ob 22/88
nur T2; Veröff: ÖBl 1989,86
4 Ob 73/88
Entscheidungstext OGH 13.09.1988 4 Ob 73/88
4 Ob 98/88
Entscheidungstext OGH 29.11.1988 4 Ob 98/88
4 Ob 141/90
Entscheidungstext OGH 20.11.1990 4 Ob 141/90
nur T2; Beisatz: ..... und ob dieser Anspruch im Einzelfall schlüssig behauptet, zugestanden oder durch Feststellungen noch ergänzungsbedürftig ist. (T4)
4 Ob 78/91
Entscheidungstext OGH 10.09.1991 4 Ob 78/91
4 Ob 1009/92
Entscheidungstext OGH 18.02.1992 4 Ob 1009/92
4 Ob 1045/93
Entscheidungstext OGH 18.05.1993 4 Ob 1045/93
Beis wie T1; Beisatz: Hier: ...... Keine erhebliche Bedeutung zur Wahrung der Rechtseinheit, Rechtssicherheit oder Rechtsentwicklung (§ 502 Abs 1 ZPO). (T5)
4 Ob 1114/94
Entscheidungstext OGH 08.11.1994 4 Ob 1114/94
4 Ob 23/95
Entscheidungstext OGH 28.03.1995 4 Ob 23/95
4 Ob 38/95
Entscheidungstext OGH 25.04.1995 4 Ob 38/95
Vgl aber; Beisatz: Zulassung der Revision im Hinblick darauf, dass eine nähere Auseinandersetzung mit der im Schrifttum an der Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofes zu § 25 Abs 4 UWG geübten Kritik geboten erscheint. (T6)
4 Ob 1071/95
Entscheidungstext OGH 19.09.1995 4 Ob 1071/95
4 Ob 2060/96m
Entscheidungstext OGH 16.04.1996 4 Ob 2060/96m
4 Ob 2188/96k
Entscheidungstext OGH 12.08.1996 4 Ob 2188/96k
4 Ob 2153/96p
Entscheidungstext OGH 25.06.1996 4 Ob 2153/96p
Vgl aber; Beisatz: Zulassung der Revision im Hinblick darauf, dass zur Frage der erweiterten Urteilsveröffentlichung nach § 25 Abs 5 UWG Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofes fehlt. (T7)
4 Ob 48/97f
Entscheidungstext OGH 25.02.1997 4 Ob 48/97f
4 Ob 358/97v
Entscheidungstext OGH 09.12.1997 4 Ob 358/97v
4 Ob 287/98d
Entscheidungstext OGH 10.11.1998 4 Ob 287/98d
Vgl; Beisatz: Der Frage, ob und in welchem Umfang eine Veröffentlichung des Urteils nach den Umständen des Falles zur Aufklärung des Publikums geboten ist, kommt keine erhebliche Bedeutung zur Wahrung der Rechtseinheit, Rechtssicherheit oder Rechtsentwicklung zu (§ 502 Abs 1 ZPO). (T8)
4 Ob 301/98p
Entscheidungstext OGH 24.11.1998 4 Ob 301/98p
4 Ob 57/99g
Entscheidungstext OGH 09.03.1999 4 Ob 57/99g
4 Ob 35/99x
Entscheidungstext OGH 09.03.1999 4 Ob 35/99x
4 Ob 34/03h
Entscheidungstext OGH 18.02.2003 4 Ob 34/03h
nur T2; Beisatz: Nunmehr § 502 Abs 1 ZPO. (T9)
4 Ob 176/06w
Entscheidungstext OGH 17.10.2006 4 Ob 176/06w
Ähnlich; Beisatz: Hier: Veröffentlichung nach § 55 MSchG in Verbindung mit § 149 Abs 2 PatG. (T10)
17 Ob 8/09i
Entscheidungstext OGH 12.05.2009 17 Ob 8/09i
Auch; Beis wie T8; Beisatz: Gleiches gilt auch für die Wahl des Publikationsmediums. (T11)
Vgl; Beisatz: Hier: An welcher Stelle eines Internetauftritts (Start- oder Unterseite) die Veröffentlichung zu erfolgen hat. (T12)
4 Ob 184/09a
Entscheidungstext OGH 16.12.2009 4 Ob 184/09a
4 Ob 24/10y
Entscheidungstext OGH 23.02.2010 4 Ob 24/10y
Vgl auch; Beisatz: Keine Stellungnahme zur Frage, ob eine Urteilsveröffentlichung nach § 25 UWG den Wertungen des § 13 Abs 4 MedienG entsprechen muss. (T13)
4 Ob 135/10x
Entscheidungstext OGH 31.08.2010 4 Ob 135/10x
4 Ob 148/10h
Entscheidungstext OGH 05.10.2010 4 Ob 148/10h
4 Ob 72/12k
Entscheidungstext OGH 11.05.2012 4 Ob 72/12k
4 Ob 76/15b
Entscheidungstext OGH 19.05.2015 4 Ob 76/15b
Auch; Beis wie T8; Beisatz: Bei gesundheitsbezogenen Eingriffen ist das Aufklärungsedürfnis besonders groß. (T14)
4 Ob 97/17v
Entscheidungstext OGH 21.12.2017 4 Ob 97/17v
ECLI:AT:OGH0002:1983:RS0042967
JJR_19831108_OGH0002_0040OB00388_8300000_002
Rechtssatz für 4Ob173/02y 4Ob34/03h 4O...
RS0116971
4Ob173/02y; 4Ob34/03h; 4Ob70/04d; 4Ob11/06f; 4Ob120/06k; 4Ob226/06y; 4Ob40/07x; 4Ob109/08w; 4Ob177/09x; 4Ob132/10f; 4Ob130/10m; 4Ob169/11y; 4Ob116/12f; 4Ob33/13a; 4Ob94/14y; 4Ob129/15x
UWG §1 C12
UWG §1 Abs5 C12
UWG §2a
UWG §2 Abs5 A4
§ 2 Abs 5 UWG ist - richtlinienkonform ausgelegt - dahin zu verstehen, dass den Werbenden bei vergleichender Werbung in jedem Fall die Beweislast für die Richtigkeit von in der Werbung enthaltenen Tatsachenbehauptungen trifft; in allen anderen Fällen irreführender Werbung jedoch nur dann, wenn eine Interessenabwägung die Beweislast des Werbenden angemessen erscheinen lässt.
4 Ob 173/02y
Entscheidungstext OGH 20.08.2002 4 Ob 173/02y
Auch; nur: Den Werbenden trifft bei vergleichender Werbung in jedem Fall die Beweislast für die Richtigkeit von in der Werbung enthaltenen Tatsachenbehauptungen. (T1); Beisatz: Hier: Der preiswerteste Baumarkt Österreichs zu sein. (T2)
4 Ob 70/04d
Entscheidungstext OGH 04.05.2004 4 Ob 70/04d
Auch; nur T1; Beisatz: Kundenabwerbung; "mehr Erfahrung". (T3)
4 Ob 11/06f
Entscheidungstext OGH 14.02.2006 4 Ob 11/06f
Auch; Beisatz: Hier: Spitzenstellungswerbung. (T4)
4 Ob 120/06k
Entscheidungstext OGH 28.09.2006 4 Ob 120/06k
Ähnlich; Beisatz: Wirbt die Beklagte mit einer Grafik, die drei miteinander verglichenen Wirkstoffen von Bluthochdruckmedikamenten bestimmte Kennzahlen (80:8:5) zuordnet, der jedoch keine direkten Vergleichsstudien zugrundeliegen (es bestehen Unterschiede in Studiendauer, Dosierungen und Patientengut), obliegt ihr der Beweis für die Vergleichbarkeit der Studien und deren Ergebnisse. (T5)
4 Ob 226/06y
Entscheidungstext OGH 19.12.2006 4 Ob 226/06y
Auch; Beisatz: Hat der Kläger bewiesen, dass die Beklagte trotz Werbung für „Inkasso zum Nulltarif" ihre Verträge für Altkunden nicht geändert hat, so fällt die Negativfeststellung zur Geschäftspraxis für Neukunden der Beklagten zur Last. (T6)
4 Ob 40/07x
Entscheidungstext OGH 20.03.2007 4 Ob 40/07x
Beisatz: Eine vergleichende Werbung liegt hier aber nicht vor, weil die Beklagte ihr Produkt gerade nicht - auch nicht implizit - mit Konkurrenzerzeugnissen verglichen hat („noch bessere Wirkung"). (T7)
4 Ob 177/09x
Entscheidungstext OGH 19.11.2009 4 Ob 177/09x
Beisatz: Hier zu § 1 Abs 5 UWG idF UWG-Nov 2007. (T8)
4 Ob 130/10m
Entscheidungstext OGH 15.12.2010 4 Ob 130/10m
Vgl; Beisatz: Im Fall der Gehilfenhaftung greift diese Beweislastumkehr (§ 1 Abs 5 UWG, § 2a Abs 4 UWG) grundsätzlich nicht, weil andernfalls deren strenge (subjektive) Voraussetzungen (Kenntnis des Sachverhalts, der den Vorwurf gesetzwidrigen Verhaltens begründet, Verletzung einer Prüfpflicht) umgangen werden könnten. (T9)
4 Ob 169/11y
Entscheidungstext OGH 28.02.2012 4 Ob 169/11y
Auch; Beisatz: In Fällen vergleichender Werbung (§ 2a UWG idF UWG‑Novelle 2007) muss aufgrund richtlinienkonformer Auslegung von § 1 Abs 5 UWG (Art 7 der RL 2006/114/EG über irreführende und vergleichende Werbung) regelmäßig der Werbende die Richtigkeit der in der Werbung enthaltenen Tatsachenbehauptungen behaupten und beweisen. (T10); Beisatz: Werden Produkte als diätische Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke iSd der §§ 1 Abs 1, 3 Abs 1 DLM‑VO vermarktet, ist im Regelfall davon auszugehen, dass derjenige, der diese Produkte herstellt und vertreibt, näher am Beweis ist und daher auch deren Wirksamkeit darzulegen und zu beweisen hat. (T11)
Vgl auch; Vgl auch Beis wie T11; Beisatz: Hier: kosmetisches Mittel iSd § 18 LMSVG. (T12)
4 Ob 33/13a
Entscheidungstext OGH 17.04.2013 4 Ob 33/13a
Auch; nur T1; Beisatz: Hier: Systemvergleich zwischen der schriftlichen Abhandlungspflege und der Abhandlung der Verlassenschaft durch einen Notar. (T13)
ECLI:AT:OGH0002:2002:RS0116971
JJR_20020820_OGH0002_0040OB00173_02Y0000_001
Entscheidungstext 4Ob34/03h
ÖBl-LS 2003/116
4Ob34/03h
Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofs Dr. Kodek als Vorsitzenden und durch den Hofrat des Obersten Gerichtshofs Dr. Graf, die Hofrätin des Obersten Gerichtshofs Dr. Griß sowie die Hofräte des Obersten Gerichtshofs Dr. Prückner und Dr. Vogel als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei W*****, vertreten durch Dr. Wolf Schuler, Rechtsanwalt in Salzburg, gegen die beklagte Partei H***** GmbH, ***** vertreten durch Dr. Hannes Pflaum und andere Rechtsanwälte in Wien, wegen Unterlassung (Streitwert 50.870,98 EUR), Beseitigung (Streitwert 3.633,64 EUR) und Urteilsveröffentlichung (Streitwert 14.534,57 EUR), über die außerordentliche Revision der beklagten Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Linz als Berufungsgericht vom 22. Oktober 2002, GZ 3 R 120/02s-31, den
Der entscheidungserhebliche Sachverhalt hat gegenüber dem Sicherungsverfahren keine entscheidende Veränderung erfahren; auf die Rechtsausführungen des erkennenden Senats im dort ergangenen Beschluss 4 Ob 286/01i kann daher - insbesondere zu der im Rechtsmittel neuerlich aufgeworfenen Frage, ob es sich bei der Ankündigung um eine nachprüfbare Tatsachenbehauptung handelt - verwiesen werden.
Aus welchen Gründen sich die in der beanstandeten Ankündigung genannten Marktstudien auf Teilbereiche des Produktsortiments beschränkt haben, ist rechtlich ebenso unerheblich wie der Umstand, auf welchen regionalen Bereich sich die Studien beziehen; das Verneinen von Verfahrensmängeln infolge unterlassener Beweisaufnahmen zu diesen Themen beruht somit auf einer zutreffenden Rechtsansicht des Berufungsgerichts.
Die im Zusammenhang mit der angeblichen Marktführerschaft auf dem Sektor der günstigsten Preise gerügte Aktenwidrigkeit ist nicht entscheidungserheblich. Es steht nämlich fest, dass sich die beanstandete Spitzenstellungswerbung undifferenziert auf zwei Studien bezieht, von denen - unstrittig - nur eine einzige auch Erhebungen zur Preisgünstigkeit durchgeführt hat; bei letzterer hat die Beklagte wiederum nur bei der befragten Gruppe 2 (Personen, die sich als Kunden des jeweiligen Baumarkts bezeichnen) das beste Ergebnis erzielt, nicht hingegen auch bei der befragten Gruppe 1 (repräsentativer Querschnitt der österreichischen Bevölkerung). Schon nach der wettbewerbsrechtlichen Unklarheitenregel, wonach bei einer mehrdeutigen Angabe der Werbende die für ihn ungünstigste Auslegung gegen sich gelten lassen muss (ÖBl 1995, 167 - Exklusivinterview; ÖBl 1996, 130 - Preiß'n Kracher I uva), wenn ein nicht unbeträchtlicher Teil des angesprochenen Publikums die Äußerung tatsächlich in diesem ungünstigen Sinn verstehen kann (MR 1997, 170 = ÖBl 1998, 14 - Schwarzhörer willkommen mwN uva), ist ein Verstoß gegen § 2 UWG im Streitfall schon deshalb zu bejahen, weil nicht beide angeführten Marktstudien in sämtlichen Befragungsvarianten die Klägerin als preiswertesten Baumarkt ausweisen, sich die Beklagte demnach zu Unrecht auf zwei ihre angebliche Preisführerschaft nachweisende Marktstudien beruft.
Was die inhaltliche Richtigkeit ihrer Ankündigung, der preiswerteste Baumarkt Österreichs zu sein, angeht, so trifft die Beweislast hiefür sowohl nach den bisherigen Grundsätzen der Rechtsprechung (Nachweise bei Koppensteiner, Österreichisches und europäisches Wettbewerbsrecht³ § 24 Rz 33), als auch nach dem seit 1. 4. 2000 geltenden § 2 Abs 5 UWG den werbenden Beklagten (vgl dazu zuletzt 4 Ob 173/02y).
Die von der Rechtsmittelwerberin behauptete Unklarheit im Zusammenhang mit der Veröffentlichungsermächtigung in einem Werbeprospekt ist nicht zu erkennen, weil sich die näher angeführten Modalitäten der Veröffentlichung sowohl auf die Veröffentlichung in der Tageszeitung als auch auf den Werbeprospekt beziehen. Ob und in welchem Umfang eine Veröffentlichung des Urteils nach den Umständen des Falles zur Aufklärung des Publikums geboten ist, begründet keine erhebliche Rechtsfrage im Sinne des § 502 Abs 1 ZPO (stRsp ua SZ 56/156 = EvBl 1984/14 = ÖBl 1984, 13 - Telefonwerbung; MR 1987, 144 - Lieblingszeitung II; ÖBl 1989, 86; ÖBl 1996, 284 - Expo-Technik II; 4 Ob 298/99y).
E68826
ECLI:AT:OGH0002:2003:0040OB00034.03H.0218.000
JJT_20030218_OGH0002_0040OB00034_03H0000_000