Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BStBl%20II%202006,%20489
Timestamp: 2019-07-17 03:36:31
Document Index: 166512676

Matched Legal Cases: ['§ 50', '§ 50', '§ 5', '§ 155', '§ 43', '§ 50', '§ 50', '§ 50', '§ 50', '§ 50', '§ 155', '§ 49', '§ 50', '§ 155', '§ 50', '§ 50', '§ 43', 'EuG', 'EuG', '§ 118', '§ 155', '§ 50', '§ 5', '§ 37', '§ 50', '§ 44', '§ 43']

BFH, 28.06.2005 - I R 33/04 - dejure.org
https://dejure.org/2005,3204
BFH, 28.06.2005 - I R 33/04 (https://dejure.org/2005,3204)
BFH, Entscheidung vom 28.06.2005 - I R 33/04 (https://dejure.org/2005,3204)
BFH, Entscheidung vom 28. Juni 2005 - I R 33/04 (https://dejure.org/2005,3204)
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EStG 1997 § 50a Abs. 4, § 50d Abs. 1 Satz 2, Abs. 3 Satz 1; FVG § 5 Abs. 1 Nr. 2; AO 1977 § 155 Abs. 1 Satz 3
EStG (1997/1999) § 43b § 50d
Voraussetzungen des Anspruchs auf Erteilung von Freistellungsbescheinigungen vom Steuerabzug nach § 50a Abs. 4 S. 1 Nr. 3 i.V.m. § 50d Abs. 3 S. 1 Einkommensteuergesetz (EStG); Möglichkeit der Freistellung vom Steuerabzug bei Einkünften im Zusammenhang mit der Überlassung von sich während der Überlassung verbrauchenden Sponsoringrechten; Pflichten des Vergütungsschuldners bei rechtsgrundlos vorgenommenem Steuerabzug
Zum Freistellungsverfahren nach § 50d EStG (1997)
Verfahrensrecht bei § 50a EStG
BFHE 212, 37
BB 2006, 1147
DB 2006, 1087
BStBl II 2006, 489
Ein solcher Anspruch setzt jedoch im Zusammenhang mit der Erstattung von Kapitalertragsteuer voraus, dass der Steuerpflichtige entweder erfolgreich die Aufhebung oder Änderung der Steueranmeldungen betreibt, die der Abführung der Kapitalertragsteuer zugrunde liegen, oder den Erlass eines Freistellungsbescheids i.S. des § 155 Abs. 1 Satz 3 AO erreicht (vgl. z.B. Senatsurteile vom 20. Juni 1984 I R 283/81, BFHE 142, 35, BStBl II 1984, 828; vom 19. Dezember 1984 I R 31/82, BFHE 143, 416; vom 28. Juni 2005 I R 33/04, BFHE 212, 37, BStBl II 2006, 489;… vom 28. Juni 2006 I R 47/05, BFH/NV 2007, 2, jeweils m.w.N.).
Deshalb ist eine Kapitalertragsteuer, die über die Steuerbarkeit von Einkünften nach Maßgabe von § 49 EStG 2002 hinausgeht, ohne materiell-rechtlichen Grund erhoben und daher in entsprechender Anwendung von § 50d Abs. 1 Satz 2 EStG 2002 zu erstatten; für diesen Antrag ist --entgegen der Annahme der Vorinstanz-- das FA zuständig (vgl. z.B. Senatsurteile in BFHE 143, 416; in BFHE 212, 37, BStBl II 2006, 489).
d) Der BFH hat wiederholt über Fälle des vom zuständigen Finanzamt zu erteilenden Freistellungsbescheids nach § 155 Abs. 1 S. 3 AO außerhalb des unmittelbaren Anwendungsbereichs von § 50d EStG entschieden, so durch BFH-Urteile vom 19.11.2003 I R 22/02, BStBl II 2004, 560, vom 28.06.2005 I R 33/04, BStBl II 2006, 489, vom 20.12.2006 I R 13/06, BStBl II 2007, 616, und vom 22.04.2009 I R 53/07, BFH/NV 2009, 1543, m.w.N.
- Auch im Urteil vom 28.06.2005 I R 33/04, BStBl II 2006, 489, Rz. 14, stellt der BFH klar, dass die Regelungslage des § 50d Abs. 1 und 3 EStG 1997/1999 nach dem eindeutigen Wortlaut nur für steuerabzugspflichtige Einkünfte gelte, für die sich eine Beschränkung der Besteuerung entweder aus § 43b EStG 1997/1999 oder aus einem Doppelbesteuerungsabkommen ergebe.
Die für die Frage, ob mehrere zusammenhängende Leistungen als eine einheitliche Leistung zu behandeln sind, erforderliche Gesamtbetrachtung aus Sicht des Durchschnittsverbrauchers (vgl. hierzu EuGH-Urteil vom 27. Oktober 2005 C-41/04, Levob, Slg. 2005, I-9433, BFH/NV 2006, 38 Rdnr. 19;… BFH-Urteile vom 17. April 2008 V R 39/05, BFH/NV 2008, 1712, und vom 2. März 2011 XI R 25/09, BFHE 233, 348, BStBl II 2011, 737, jeweils m.w.N. zur EuGH-Rechtsprechung) ist im Wesentlichen das Ergebnis einer tatsächlichen Würdigung durch das FG, die den BFH grundsätzlich gemäß § 118 Abs. 2 FGO bindet (z.B. BFH-Urteil vom 13. Januar 2011 V R 63/09, BFHE 233, 64, BStBl II 2011, 461, m.w.N.).
Einen solchen könnte der Kläger nur dadurch erwirken, dass er entweder den Erlass eines Freistellungsbescheids i.S. des § 155 Abs. 1 Satz 3 AO 1977 erreicht oder erfolgreich die Aufhebung oder Änderung der Steueranmeldungen betreibt, die der Abführung der Kapitalertragsteuer zu Grunde liegen (Senatsurteile vom 13. November 1985 I R 275/82, BFHE 145, 202, BStBl II 1986, 193;… vom 19. Oktober 2005 I R 121/04, BFH/NV 2006, 926, m.w.N.; vgl. auch Senatsurteile vom 19. November 2003 I R 22/02, BFHE 205, 37, BStBl II 2004, 560; vom 28. Juni 2005 I R 33/04, BFHE 212, 37, BStBl II 2006, 489).
Zur Begründung verweist sie auf die Urteile des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 28. Juni 2005 I R 33/04, BStBl II 2006, 489 sowievom 19. November 2003 I R 22/02, BStBl II 2004, 560.
Soweit die Klägerin eine uneingeschränkte gerichtliche Überprüfung unter Hinweis auf die BFH-Urteile vom 28. Juni 2005 I R 33/04, BStBl II 2006, 489 sowievom 19. November 2003 I R 22/02, BStBl II 2004, 560 für geboten hält, ist dieser Hinweis unzutreffend, weil diese Entscheidungen sich nur darüber verhalten, welche Rechtsfragen innerhalb und außerhalb des Verfahrens nach § 50d EStG zu entscheiden sind.
Diese Entscheidung obliegt nach § 5 Abs. 1 Nr. 2 des Finanzverwaltungsgesetzes aber nicht dem Bundeszentralamt für Steuern, sondern dem nach den allgemeinen Regeln zuständigen Finanzamt (vgl. BFH-Urteil vom 28. Juni 2005 I R 33/04, BFHE 212, 37, BStBl II 2006, 489 m.w.N.).
Ist er nicht steuerpflichtig und scheidet die Durchführung einer Veranlagung deswegen aus, kann er einen Erstattungsanspruch nur in der Weise geltend machen, dass er entweder die Steueranmeldung des Vergütungsschuldners anficht oder einen Freistellungsbescheid gemäß § 37 Abs. 2 AO 1977 beantragt (ständige Rechtsprechung des Senats, vgl. z.B. Urteile vom 19. Dezember 1984 I R 31/82, BFHE 143, 416; vom 12. Oktober 1995 I R 39/95, BFHE 179, 91, BStBl II 1996, 87, 88; vom 19. November 2003 I R 22/02, BFHE 205, 37, BStBl II 2004, 560, 564; vom 28. Juni 2005 I R 33/04, BFH/NV 2005, 1081;… Gosch in Kirchhof, Einkommensteuergesetz, 5. Aufl., § 50d Rn. 12, s. auch Bundesministerium der Finanzen, Schreiben vom 5. November 2002, BStBl I 2002, 1346 Tz. 49 f.; Oberfinanzdirektion Frankfurt, Verfügung vom 25. Juni 1997, Steuererlasse in Karteiform, Einkommensteuergesetz, § 44b Nr. 23).
BFH, 30.05.2007 - I B 124/06
Keine Berechtigung des Vergütungsschuldners einen Erlass der vom …
Diese Regelung gilt aber nur für Fälle, in denen sich eine Beschränkung der Besteuerung aus § 43b EStG oder aus einem Doppelbesteuerungsabkommen ergibt (Senatsurteil vom 28. Juni 2005 I R 33/04, BFHE 212, 37, BStBl II 2006, 489, m.w.N.).