Source: https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Sachgebiete/ElektrizitaetundGas/Verbraucher/Energielexikon/energielexikon-node.html
Timestamp: 2019-11-21 23:56:30
Document Index: 123881052

Matched Legal Cases: ['§ 33', '§ 64', '§ 65', '§ 61', '§ 5', '§ 23', '§ 17']

Bundesnetzagentur - Energielexikon
In unserem Energielexikon erfahren Sie Wissenswertes zu verschiedenen Themen und Begriffen rund um das Thema Energie.
Wie funktioniert die Anreizregulierung von Strom- und Gasnetzbetreibern?
In einer marktwirtschaftlichen Wirtschaftsordnung sorgt normalerweise der Wettbewerb für günstige Preise, gleicht Angebot und Nachfrage aus und motiviert die Unternehmen, nach neuen Produkten und kostengünstigen Verfahren zu suchen. Allerdings gehören die Strom- und Gasnetze zu den sogenannten „natürlichen Monopolen“, in denen der Wettbewerb nur eingeschränkt wirkt oder ganz außer Kraft gesetzt ist. Damit die Netzbetreiber keine Monopolgewinne erzielen und die Netze trotzdem so kostensparend wie möglich betrieben werden, gibt es die Anreizregulierung.
Der Betrieb von Energieversorgungsnetzen ist ein kapitalintensives Geschäft und die Energiewende auch für die Netzbetreiber nicht zum Nulltarif zu haben. Der Ausbau der für die Umstellung auf erneuerbare Energien notwendigen Leitungsnetze wird Milliarden kosten. Die deutschen Netzbetreiber benötigen für diese Investitionen einen langfristigen Planungshorizont und verlässliche ökonomische Rahmenbedingungen. „Wettbewerber“ für den Netzbetrieb wird es dabei kaum geben: Es lohnt sich volkswirtschaftlich nicht, parallele Stromtrassen oder Gasleitungsnetze aufzubauen. Allerdings haben die Verbraucherinnen und Verbraucher, Gewerbe- und Industriekunden sowie Energieversorgungsunternehmen ein großes Interesse daran, dass die Preise für die Durchleitung von Strom und Gas fair kalkuliert werden. Die Anreizregulierung ist das Instrument, mit dem die Bundesnetzagentur diesen gesetzlichen Auftrag umsetzt.
Das System der Regulierung
Gesetzliche Grundlage für die Netzentgelt-Regulierung der Strom- und Gasnetzbetreiber sind
die Anreizregulierungsverordnung (ARegV), die seit 2009 angewendet wird, und
die Strom- und Gasnetzentgeltverordnung (StromNEV/GasNEV).
Das ökonomische Grundprinzip der Anreizregulierung basiert darauf, Wettbewerb zu simulieren und einen Netzbetreiber auf diese Weise zu motivieren, besser und kostengünstiger zu wirtschaften und zu investieren als vergleichbare Netzbetreiber in anderen Regionen.
Ein wesentliches Element der Anreizregulierung sind die Regulierungsperioden von jeweils fünf Jahren.
Die Bundesnetzagentur und die zuständigen Landesregulierungsbehörden legen jeweils vor Beginn einer Regulierungsperiode fest, welche Erlöse dem Netzbetreiber Jahr für Jahr während der Regulierungsperiode zur Verfügung stehen sollen.
Zur Bestimmung der angemessenen Erlöse werden zunächst die betriebsnotwendigen Kosten des Netzbetreibers geprüft. Diese gehen in einen Effizienzvergleich ein und bilden den Ausgangspunkt für die Bestimmung der angemessenen Erlöse.
Mit den im Vorfeld der Regulierungsperiode genehmigten Erlösen kann das Unternehmen seine Aufgaben als Netzbetreiber erfüllen.
Gelingt es dem Netzbetreiber, seine Kosten unter die vorgegebene Erlössumme zu senken, dann kann er in der Regulierungsperiode einen zusätzlichen Gewinn im Sinne einer Prämie für besonders kosteneffizientes Wirtschaften einbehalten. Auf diese Weise wird der Anreiz geschaffen, effizient und kostengünstiger zu wirtschaften. Über diesen Anreiz wird im Idealfall eine Produktivitätsdynamik in Gang gesetzt, die einer absteigenden Treppe ähnelt.
Das Erlösniveau eines Netzbetreibers im ersten Jahr der Regulierungsperiode orientiert sich an den Kosten im sogenannten Basisjahr.
Wenn der Netzbetreiber sparsam wirtschaftet und weniger Kosten als im Ausgangsjahr verursacht, dient das reduzierte Kostenniveau dann in der nächsten Regulierungsperiode als neue und in der Regel niedrigere Berechnungsbasis für die erzielbaren Erlöse.
Innerhalb der Regulierungsperiode können die tatsächlichen Kosten des Netzbetreibers natürlich auch oberhalb der erlaubten Erlöse liegen.
Ab der dritten Regulierungsperiode wird das System für Verteilernetzbetreiber auf einen jährlichen Kapitalkostenabgleich umgestellt. Dieser unterteilt sich in den sogenannten Kapitalkostenaufschlag und -abzug.
Jeder Geldgeber eines Unternehmens erwartet eine wettbewerbsfähige und dem Branchenrisiko entsprechende Verzinsung des eingesetzten Kapitals.
Üblicherweise ergibt sich die Verzinsung je nach Branche und allgemeinem Zinsniveau durch den Markt. Wenn das Risiko der Investition und die Verdienstmöglichkeit nicht im richtigen Verhältnis stehen, wird in der Regel nicht investiert. Da im Falle der Netzbetreiber die Marktmechanismen durch die Eigenschaft als natürliches Monopol teilweise außer Kraft gesetzt sind, gleichzeitig aber Investitionen in die Infrastrukturen unerlässlich sind, wird auch der Eigenkapitalzinssatz durch die Regulierung vorgegeben. Für jede Regulierungsperiode ermittelt die Bundesnetzagentur eine risiko- und finanzmarktadäquate Verzinsung für das eingesetzte Eigenkapital.
Für ein Unternehmen ist diese Verzinsung grundsätzlich nur dann erreichbar, wenn ein Effizienzwert (als Resultat des Effizienzvergleichs) von 100 Prozent festgestellt wurde und die Gesamtkosten des Unternehmens höchstens der individuellen Erlösobergrenze entsprechen. Es existiert also – entgegen landläufiger Meinung – kein Garantiezins unabhängig vom realen Effizienzniveau und damit auch keine "Monopolrendite".
Kontinuierliche Verbesserung der Regulierung
Die Bundesnetzagentur evaluiert in regelmäßigen Abständen die Anreizregulierung unter Beteiligung der betroffenen Branchenverbände, der Netzbetreiber, der Netznutzer und der Politik. Dies dient auch dazu, Vorschläge zur Anpassung des geltenden Regulierungsrahmens an aktuelle Entwicklungen an den Verordnungsgeber zu machen.
Einen umfassenden Evaluierungsbericht zur Anreizregulierung hat die Bundesnetzagentur am 21. Januar 2015 an das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie übergeben.
Evaluierungsbericht nach § 33 Anreizregulierungsverordnung (pdf / 3 MB)
Ausführlichere Informationen zur Anreizregulierung finden Sie hier.
Ausschreibungen und Fördersätze nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz 2017
Was ist neu und bin ich betroffen?
Bisher bekamen alle Betreiber von Stromerzeugungsanlagen aus Erneuerbaren Energien feste Fördersätze.
Wer also ein Windrad bzw. eine Solaranlage betreibt oder aus Geothermie oder Biomasse Strom erzeugt, erhielt für jede eingespeiste Kilowattstunde eine gesetzlich festgelegte Vergütung.
Das EEG 2017, das seit dem 1. Januar 2017 in Kraft ist, enthält u.a. diese Neuerung:
Die Vergütung des erneuerbaren Stroms aus größeren Anlagen wird über Ausschreibungen geregelt.
Damit wird die Höhe der Förderung nicht länger staatlich festgelegt.
Diese Ausschreibungen für Biomasse-, Solar-, Wind an Land- und Wind auf See-Anlagen führt die Bundesnetzagentur durch.
Was ändert sich für neue private Solaranlagen?
Anlagenbetreiber, die sich ab dem 1. Januar 2017 eine private Solaranlage anschaffen möchten, erhalten weiterhin eine feste, gesetzlich geregelte Zahlung pro erzeugter Kilowattstunde. Sie liegt derzeit bei 11 bis 12 Cent, abhängig von der Anlagengröße.
Einzige Voraussetzung: Die Anlage muss weniger als 750 Kilowatt Leistung (kWp) haben - private Anlagen auf Ein- und Zweifamilienhäusern sind in der Regel deutlich kleiner.
Wer bekommt noch die festgelegte Einspeisevergütung?
Festgesetzte Einspeisevergütungen gibt es nur noch
für kleine Anlagen unter 750 kW (150 kW bei Biomasse) oder
für Windenergieanlagen an Land und Biomasseanlagen, die bis Ende 2016 genehmigt und bis Ende 2018 in Betrieb genommen werden.
Was ändert sich für bestehende Anlagen?
Wenn Sie bereits eine private Stromerzeugungsanlage aus Erneuerbaren Energien besitzen, ändert sich mit dem EEG 2017 nichts. Sie erhalten pro Kilowattstunde weiterhin die Förderhöhe, die bei der Inbetriebnahme der Anlage gültig war.
Sie wollen mehr Informationen zu den Ausschreibungsvorgaben?
Auf dieser Seite sind die EE-Ausschreibungen, die die Bundesnetzagentur durchführt, im Detail beschrieben.
Weitere Fragen und Antworten zum EEG 2017 finden Sie auf der Internetseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.
Welche Bedingungen müssen sie erfüllen und was ist bei Ausschreibungen zu beachten?
Bürgerenergiegesellschaften im Sinne des EEG sind Gesellschaften,
die aus mindestens zehn natürlichen Personen als stimmberechtigten Mitgliedern oder stimmberechtigten Anteilseignern bestehen,
bei denen mindestens 51 Prozent der Stimmrechte bei natürlichen Personen liegen,
die seit mindestens einem Jahr vor der Gebotsabgabe ihren gemeldeten Hauptwohnsitz in der kreisfreien Stadt bzw. im Landkreis haben, in der bzw. in dem die Windenergieanlage(n) entsprechend der Standortangaben im Gebot errichtet werden soll(en), und
bei denen kein Mitglied oder Anteilseigner mehr als zehn Prozent der Stimmrechte hält.
Sollten sich mehrere juristische Personen oder Personengesellschaften zu einer Bürgerenergiegesellschaft zusammenschließen, muss jede der Personen oder Gesellschaften diese Voraussetzungen erfüllen.
Für die seit dem 1. Januar 2017 neu eingeführten EEG-Ausschreibungsverfahren gibt es Sonderregelungen für Bürgerenergiegesellschaften, die wir unter folgendem Link zusammengefasst haben: Ausschreibungen für Windenergieanlagen an Land - Beteiligung von Bürgerenergiegesellschaften
Clearingstelle EEG/KWKG
Welche Aufgaben hat diese Institution?
Die Clearingstelle klärt neutral und unabhängig Rechtsfragen zum Erneuerbare-Energien-Gesetz und vermittelt außergerichtlich in Streitfällen. Anlagenbetreiber und andere Marktakteure können sich an die Clearingstelle wenden, wenn sie beispielsweise Fragen zum Vergütungsanspruch, den Anschlussbedingungen oder zur Eigenversorgung haben.
Das Angebot reicht von der Klärung in Einzelfällen (gegen Entgelt) bis zu Empfehlungsverfahren, in denen Fragen behandelt werden, die viele Marktakteure betreffen.
Inzwischen beantwortet die Clearingstelle auch Fragen rund um die Messung des von Erneuerbaren-Energien-Anlagen erzeugten oder verbrauchten Stroms. Seit 2017 darf sie in Abstimmung mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und der Bundesnetzagentur förmliche Verfahren zum Messstellenbetriebsgesetz durchführen.
Die Clearingstelle wurde 2007 vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit eingerichtet und wird heute im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie betrieben, ist jedoch nicht weisungsgebunden.
E-Mail: post@clearingstelle-eeg-kwkg.de
Fax: 030 - 206 14 16-79
Durchschnittlicher Strom- bzw. Gaspreis (Haushaltskunden)
Betreiber von Erneuerbare Energien-Anlagen, die Strom in das Netz der öffentlichen Versorgung einspeisen, erhalten dafür eine festgelegte Vergütung. Die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) verkaufen den eingespeisten Strom an der Strombörse. Da die Preise, die an der Börse erzielt werden, unter den gesetzlich festgelegten Vergütungssätzen liegen, wird den ÜNB der Differenzbetrag erstattet.
Alternativ kann der produzierte Strom direkt vermarktet werden. Über das Marktprämienmodell wird der Unterschied des an der Börse erzielten Preises und der Einspeisevergütung durch eine Marktprämie ausgeglichen. Um einen Wechsel möglichst vieler EEG-Anlagen in die Direktvermarktung anzureizen, wird zusätzlich eine Managementprämie gezahlt.
In anderen Worten: Die Auszahlungen an die EE-Anlagenbetreiber übersteigen die Einnahmen aus dem Verkauf der Strommengen teilweise um ein Vielfaches. Dieser Differenzbetrag wird durch die EEG-Umlage auf alle Stromverbraucher umgelegt.
Grundsätzlich müssen alle Stromverbraucher die EEG-Umlage bezahlen. Sie ist Teil des Strompreises.
Die Höhe der EEG-Umlage wird durch die Übertragungsnetzbetreiber festgelegt und beträgt für das Jahr
2020: 6,756 ct/kWh
Einfluss auf die Höhe der EEG–Umlage haben:
der erwartete Börsen-Strompreis,
die Höhe des Letztverbrauchs,
der Zubau an EEG-geförderten Anlagen,
der aktuelle EEG-Kontostand
eine Liquiditätsreserve*.
* Die Liquiditätsreserve soll unerwartet hohe Vergütungszahlungen wegen nicht vorhersehbarer Effekte (z.B. aufgrund eines besonders sonnenreichen Jahres) und die Saisonalität des EEG-Kontostandverlaufs abbilden.
Die EEG-Umlage ist nicht für alle Stromverbraucher gleich hoch:
Es gibt Sonderregelungen für stromkostenintensive Unternehmen, die bestimmten Branchen angehören müssen und bei denen der Anteil der Stromkosten an der Wertschöpfung besonders hoch ist. Diese Unternehmen können auf Antrag beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle eine Ermäßigung der EEG-Umlage erhalten, wenn ihr Strombezug 1 GWh pro Jahr übersteigt. § 64 EEG
Schienenbahnen erhalten gem. § 65 EEG ebenfalls auf Antrag beim BAFA eine Reduktion ihrer EEG-Umlage-Zahlungen, wenn sie mindestens 2 GWh Strom pro Jahr verbrauchen.
Eigenversorger müssen unter bestimmten Voraussetzungen auf den selbstverbrauchten Strom EEG-Umlage an den zuständigen Übertragungsnetzbetreiber abführen. § 61 EEG
Elektromobilität - Anmeldung von Ladesäulen bei der Bundesnetzagentur
Wie kann ich eine öffentlich zugängliche Ladesäule anmelden?
Hier können Sie Ihren öffentlich zugänglichen Ladepunkt über das Online-Formular anmelden. Dort finden Sie auch Kontaktdaten und Hilfestellungen.
Die interaktive Karte mit den gemeldeten Ladesäulen ist hier verlinkt.
Die Ladesäulenverordnung (LSV) enthält
Regelungen für Normal- (Ladeleistung kleiner als 22 kW) und Schnellladepunkte (Ladeleistung größer als 22 kW)
Mindestanforderungen zum Aufbau und Betrieb von öffentlich zugänglichen Ladepunkten* für Elektrofahrzeuge,
klare und verbindliche Regelungen zu Ladestecker-Standards und
eine Anzeigepflicht für Betreiber öffentlich zugänglicher Ladepunkte bei der Bundesnetzagentur (Ausgenommen davon sind Normalladepunkte, die bereits vor dem 17. März 2016 betrieben wurden. Es steht Ihnen aber frei, diese Normalladepunkte anzumelden.)
* Ein Ladepunkt ist öffentlich zugänglich, wenn er sich entweder
im öffentlichen Straßenraum
auf einem privaten Grundstück befindet und der zum Ladepunkt gehörende Parkplatz von einem breiten Personenkreis genutzt werden kann.
Nicht öffentlich zugängliche Ladepunkte sind zum Beispiel solche, die in privaten Carports oder auf Garageneinfahrten installiert sind. Es sei denn, der Zugang wird der Allgemeinheit ausdrücklich vom Betreiber der Ladeeinrichtung gewährt.
Was passiert auf europäischer Ebene?
Zu den Themen Versorgungssicherheit, integrierter Energiebinnenmarkt, Energieeffizienz, Klimaschutz / Emissionsminderung und Forschung / Innovation hat die Europäische Kommission auf Ihrer Internetseite zahlreiche Dokumente zusammengestellt: Europäische Kommission: Energieunion und Klimaschutz
Im November 2017 wurde der 3. Bericht zur Lage der Energieunion veröffentlicht. (nur Englisch)
Zum Thema "Europäische und internationale Energiepolitik" hat auch das BMWi Wissenswertes auf seiner Internetseite zusammengetragen.
Welche Unternehmen liefern in Deutschland Strom und/oder Gas an Haushaltskunden?
Die Bundesnetzagentur veröffentlicht eine monatlich aktualisierte Liste der Elektrizitäts- und Gasversorgungsunternehmen, die in Deutschland Haushaltskunden beliefern und sich nach § 5 EnWG angemeldet haben.
Was sagt die Bundesnetzagentur zu diesem Thema?
Auf unserer Internetseite www.netzausbau.de finden Sie vertiefende Informationen zur Erdkabel-Methodik, inklusive eines Veranstaltungs-Videos und Fachvorträgen.
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat auf seiner Homepage ergänzende Informationen zusammengestellt. Technische Hintergründe zu Gleich- und Wechselstromleitungen, den Schwierigkeiten der Erdverkabelung auf der Höchstspannungsebene und zu Pilotprojekten finden Sie hier.
Warum äußert sich die Bundesnetzagentur nicht zum Thema Fernwärme?
Fernwärmenetze und -lieferanten unterliegen in Deutschland nicht der Regulierung.
Fernwärme gehört nicht zum gesetzlichen Aufgabenbereich der Bundesnetzagentur. Die Aufgaben der Bundesnetzagentur beziehen sich im Energiebereich auf das Gebiet "des Rechts der leitungsgebundenen Versorgung mit Elektrizität und Gas, einschließlich des Rechts der erneuerbaren Energien im Strombereich" .
Zum Wettbewerbsschutz ist das Bundeskartellamt zuständig. Das Bundeskartellamt hat in den Jahren 2009 bis 2012 eine Bundeskartellamt durchgeführt.
Interaktive und aktuelle Deutschlandkarte
Die Bundesnetzagentur stellt eine interaktive Übersichtskarte von öffentlichen Ladepunkten für Elektromobile in Deutschland zur Verfügung.
deutschlandweite Übersicht der Ladesäulen
Standort der Ladepunkte mit Adresse, Steckern und Ladeleistung
Unterscheidung von Schnell- und Normalladepunkten
Sie enthält die Ladesäulen aller Betreiber, die das Anzeigeverfahren der Bundesnetzagentur nach der Ladesäulenverordnung erfolgreich durchlaufen und der Veröffentlichung zugestimmt haben. Das Prüfverfahren legt ein besonderes Augenmerk auf die technische Sicherheit der Anlagen. Weitere Informationen zum Meldeverfahren finden Sie hier.
Wer muss sich bei der Bundesnetzagentur registrieren?
Im Marktstammdatenregister werden alle Akteure und Anlagen des Strom- und Gasmarkts registriert. Neben Netzbetreibern müssen sich u.a. private Anlagenbetreiber, Messstellenbetreiber, Bilanzkreisverantwortliche, Stromlieferanten und Behörden registrieren.
FAQ zum MaStR
Video-Tutorials (auf youtube)
Benutzerkonto anlegen / Registrierung als Anlagenbetreiber
Registrierung einer PV-Anlage
Was ist darunter zu verstehen und welche Bedingungen gibt es?
Als Mieter können Sie Strom aus einer hauseigenen EE- oder BHKW-Anlage Ihres Vermieters beziehen.
Der Vertrag und die Bedingungen für diesen Strombezug werden zwischen Ihnen und dem Vermieter direkt verhandelt. Weder Sie noch Ihr Vermieter sind gezwungen, diese Art der Stromversorgung zu nutzen oder anzubieten.
Sonderform des geförderten Mieterstroms
Nimmt ein Vermieter die Förderung nach dem EEG (§ 23b Abs. 2 EEG) in Anspruch, muss er besondere Bedingungen einhalten.
Für Vermieter haben wir ein Hinweispapier veröffentlicht.
Besuchen Sie das Informationsportal www.netzausbau.de der Bundesnetzagentur
Ausbau der Höchstspannungsnetze
In den vergangenen Jahren sind die Anforderungen an unsere Stromnetze stark gestiegen. Die Gründe dafür liegen im Wesentlichen bei den Zielen, die sich Deutschland gesetzt hat: Den Umstieg auf Erneuerbare Energien, den Erhalt einer hohen Versorgungssicherheit und die Verwirklichung des europäischen Binnenmarkts. Vor allem im Übertragungsnetz ist absehbar, dass dafür punktuelle Ergänzungen einzelner Leitungen nicht mehr ausreichen.
Die Bundesnetzagentur übernimmt in diesem Prozess eine entscheidende Rolle. Sie prüft den Szenariorahmen, die Netzentwicklungspläne und damit die Notwendigkeit jedes Projekts. Nach Abschluss der Bedarfsermittlung kommt eine weitere Aufgabe hinzu: Bei allen Vorhaben des Bundesbedarfsplanes, die sich über mehrere Bundesländer oder ins Ausland erstrecken, fungiert sie als verfahrensführende Behörde. Das bedeutet, sie ist verantwortlich für die Bundesfachplanung und die Planfeststellung. In diesen beiden Verfahrensschritten werden zunächst ein Korridor für die neue Stromtrasse und dann deren genauer Verlauf festgelegt.
Für mehr Informationen über die verschiedenen Schritte zum Netzausbau, den aktuellen Stand der Planungen und anstehende Veranstaltungen gibt es unter www.netzausbau.de ein eigenes Informationsportal. Dort finden Sie auch die aktuell laufenden Beteiligungsverfahren und die entsprechenden Online-Formulare, um uns Ihre Stellungnahmen und Einwendungen zukommen zu lassen.
Was ist das und wie wurde dieses Gebiet festgelegt?
Das Netzausbaugebiet ist eine von der Bundesnetzagentur festgelegte, räumlich zusammenhängende Fläche, die höchstens 20 Prozent des Bundesgebiets umfasst.
Bundesnetzagentur 15.02.2017
Zum Netzausbaugebiet zählen Bremen, Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und der nördliche Teil von Niedersachsen.
Das EEG 2017 sieht vor, dass im Netzausbaugebiet jährlich nur noch 58 Prozent des durchschnittlichen Zubaus der Jahre 2013 bis 2015 zulässig sind.
Grund für diese Beschränkung ist, dass der Strom weder vor Ort verbraucht noch zu den Verbrauchszentren im Süden Deutschlands abtransportiert werden kann und es daher vermehrt zur Abregelung von Erneuerbare-Energien-Anlagen - insbesondere von Windenergieanlagen an Land im Norden - kommt.
In den Ausschreibungsverfahren für Windenergie an Land begrenzt die Bundesnetzagentur daher die Zuschläge, indem sie Gebote im Netzausbaugebiet nur bezuschlagt, bis eine bestimmte Summe an installierter Leistung erreicht ist. Das dämpft die nachteiligen Auswirkungen des Zubaus von Windenergie auf Engpässe im Übertragungsnetz.
Die Begrenzung der Ausschreibungsmengen im Netzausbaugebiet ist als vorübergehendes Instrument angelegt, bis durch den anstehenden Netzausbau Verbesserungen hinsichtlich der Engpässe im Übertragungsnetz erreicht werden. Der Gesetzgeber hat sich klar dazu bekannt, dass es auf lange Sicht günstiger ist, das Potenzial der Windenergie an Land im Norden zu erschließen und die hierfür erforderlichen Netze zu errichten.
Gesetzliche Grundlage ist eine Regelung, die mittels Änderungsverordnung an die bereits bestehende Erneuerbare-Energien-Ausführungsverordnung (EEAV) angehängt wurde.
Welches Unternehmen ist das in meinem Ort und welche Aufgaben hat es?
Welches Unternehmen das ist, weiß Ihr Energielieferant.
Der Netzbetreiber ist aber auch auf Ihrer Energierechnung angegeben, manchmal allerdings nur als Code. Diese 13-stellige Nummer wird vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW) für Stromnetzbetreiber und vom Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW) für Gasnetzbetreiber vergeben.
Wenn auf Ihrer Energierechnung nicht der Name des Netzbetreibers aufgeführt ist, können Sie diesen durch Eingabe der Codenummer hier herausfinden:
Die Suche nach einem Stromnetzbetreiber für eine konkrete Postleitzahl ist auch auf dieser Karte möglich: https://stromausfall.de/map/
Für jedes Postleitzahlgebiet gibt es nur einen Gas- bzw. Stromnetzbetreiber (nicht zwingend ist das derselbe).
Schon durch Ihren Wohnort sind Sie daher an einen bestimmten Netzbetreiber gebunden und können diesen - anders als Ihren Energielieferanten - nicht beliebig wechseln.
Netzbetreiber sind zuständig für den Aufbau, Ausbau und die Erhaltung der Strom- und Gasnetze eines bestimmten Gebiets. Für diese Aufgabe erhalten die Netzbetreiber sogenannte Netzentgelte, die bei Ihnen als Kunde anfallen (im Strom- bzw. Gaspreis enthalten) und von den Energielieferanten an die Netzbetreiber weitergeleitet werden.
Warum gibt es diese Umlage und wie hoch ist sie für Stromkunden?
Die Offshore-Netzumlage (bisher Offshore-Haftungsumlage) ist seit 2013 ein Bestandteil des Strompreises für Letztverbraucher. Sie wird als gesonderter Betrag auf der Stromrechnung ausgewiesen.
Die Umlage wurde wegen möglicher Entschädigungszahlungen an Betreiber von Offshore-Windparks eingeführt, die für den verspäteten Anschluss an das Übertragungsnetz an Land oder wegen lang andauernder Netzunterbrechungen zu zahlen sind. Seit dem 1. Januar 2019 enthält die Umlage auch die Kosten für die Errichtung und den Betrieb der Anbindungsleitungen, die dann nicht mehr in den Netzentgelten enthalten sind.
Die Umlage wird von den betroffenen Übertragungsnetzbetreibern (TenneT TSO GmbH und 50Hertz Transmission GmbH) auf Grundlage von § 17f Abs. 5 EnWG ermittelt.
Offshore-Umlage 2020 und im Vorjahr in ct/kWh
Letztverbraucher Gruppe A (Haushaltskunden)
Strommengen von Letztverbrauchern für die jeweils ersten 1 Mio. kWh pro Jahr und Abnahmestelle
2020 0,416
2019 0,416
Weitere Informationen stellen die Übertragungsnetzbetreiber auf ihrer Internetseite www.netztransparenz.de zur Verfügung.
Wo muss ich meine PV-Anlage bei der Bundesnetzagentur registrieren?
Wenn Sie eine PV-Anlage betreiben, neu in Betrieb nehmen oder erweitern müssen sie diese im Marktstammdatenregister anmelden.
Was ist das und warum muss man damit rechnen?
Mit Rebound (englisch für "Rückfederung" oder "Abprall") wird im Basketball ein vom Korb abprallender Ball bezeichnet, der wieder ins Spielfeld zurückspringt.
Der Rebound-Effekt beschreibt die Differenz zwischen der theoretisch zu erwartenden Einsparung durch eine Effizienzmaßnahme und der tatsächlichen erreichten Einsparung.
Dieser Effekt tritt durch Energieeffizienz-Steigerungen erreichte Kosteneinsparungen auf, weil die Verbraucher so veranlasst werden, direkt oder indirekt mehr zu konsumieren.
Durch den Einsatz von Energiesparlampen wird erst einmal weniger Strom und deshalb auch weniger Geld für den Betrieb benötigt. Das kann dazu führen, dass man diese Lampen dann länger brennen lässt oder sich sogar zusätzliche Leuchten anschafft. Damit ist der Einspareffekt aufgehoben oder es könnte dazu führen, dass man im Endeffekt sogar mehr Energie verbraucht als vorher.
Neue und effizientere Kühlgeräte verbrauchen weniger Strom als alte Geräte. Schafft sich aber dann der Verbraucher überdimensionierte oder zusätzliche Geräte an, ist der Effizienzgewinn schnell aufgezehrt.
Was für die eigene Haushaltskasse noch überschaubar ist, kann sich auf eine große Volkswirtschaft in ganz anderen Dimensionen auswirken. Deswegen muss der Rebound-Effekt bei der Energiewende berücksichtigt werden.
Das Umweltbundesamt widmet sich diesem Thema ausführlich auf der Seite Rebound vermeiden: Energieeffizienzmaßnahmen wirksamer gestalten.
Eine interaktive Internetseite der Bundesnetzagentur erklärt den Strommarkt und liefert Echtzeitdaten
Strommarktdaten in Echtzeit, Hintergründe zum Großhandel, zur Erzeugung und zum Verbrauch - all dies ist jetzt auf der interaktiven Internetseite www.smard.de zu finden. Darüber hinaus zeigen Marktgebiets- und Kraftwerkskarten die deutsche Erzeugungslandschaft mit Geo- und Leistungsdaten.
Was ist und was kann ein intelligentes Messsystem?
Als Smart Meter (englisch für "schlauer Zähler") wird das Zusammenspiel einer modernen, digitalen Messeinrichtung mit einer Kommunikationseinheit bezeichnet.
Die moderne Messeinrichtung muss zwingend in ein Kommunikationsnetz eingebunden sein und dem Verbraucher seinen tatsächlichen Energieverbrauch und die Nutzungszeit anzeigen, um als Smart Meter zu gelten.
Weitere Verbraucher FAQ finden Sie hier.
Unternehmen finden alle relevanten Informationen zum Smart Metering hier.
Sperrung bei Haushaltskunden
Zahlen für das Jahr 2018 aus dem kommenden Monitoringbericht (2019)
Wenn ein Kunde beispielsweise eine fällige Forderung seines Lieferanten nicht zahlt, erhält er eine kostenpflichtige Mahnung. Zeitgleich mit der Mahnung oder direkt im Anschluss erhält er eine sogenannte Sperrandrohung.
Eine Sperrung (Unterbrechung der Strom- bzw. Gasversorgung) wird frühestens vier Wochen nach der Sperrandrohung durchgeführt. Das Datum der tatsächlichen Sperrung muss dem Kunden drei Werktage im Voraus angekündigt werden.
Die Unterbrechung der Stromversorgung darf in der Grundversorgung erst bei einem Zahlungsverzug von mindestens 100 Euro durchgeführt werden. Im Gasbereich existiert keine Untergrenze der ausstehenden Forderung, ab der eine Sperrung ausgesprochen werden darf.
Sowohl für die Mahnungen, die Sperrung als auch für die Wiederherstellung der Versorgung kann der Lieferant dem Kunden die Kosten in Rechnung stellen. Die Höhe der Kosten ist je nach Lieferant und Netzbetreiber sehr unterschiedlich. In der Grundversorgung haben Kunden einen Anspruch auf einen Nachweis der Berechnungsgrundlage.
Bei absehbaren Veränderungen des Verbrauchsverhaltens können Verbraucher ihre Abschlagszahlung anpassen. Durch einen Tarif- oder Lieferantenwechsel besteht die Möglichkeit Energiekosten zu senken. Energiekostenberatungen werden beispielsweise von den Verbraucherzentralen angeboten.
Die Stromsperren sind im Jahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 10 Prozent gesunken und lagen bei rund 296.000 (2017: 330.000*). Dies entspricht etwa 0,6 Prozent aller Letztverbraucheranschlüsse.
Auch die Anzahl der Gassperren ist in 2018 im Vergleich zum Jahr 2017 um rund 13 Prozent zurückgegangen und lag bei rund 33.000 (2017: 38.000*). Hier sind 0,2 Prozent der Letztverbraucheranschlüsse betroffen.
Strom- und Gassperren liegen damit auf dem bislang niedrigsten Niveau seit Beginn der Erhebung in 2011.
Quelle: Kommender Monitoringbericht 2019 der Bundesnetzagentur und des Bundeskartellamts
* Die Sperrzahlen für das Jahr 2017 wurden aufgrund einer nachträglichen Änderungsmeldung korrigiert.
Stromlieferanten müssen ihren Kunden die Zusammensetzung des gelieferten Stroms darstellen.
Folgende Informationen müssen auf Rechnungen, Werbematerialien und der Internetseite nutzerfreundlich zur Verfügung gestellt werden:
Strommix: Die eingesetzten Anteile der fossilen und erneuerbaren Energieträger am Gesamtenergieträgermix
die auf den genannten Gesamtenergieträgermix zurückzuführenden Umweltauswirkungen in Bezug auf CO2-Emissionen und radioaktiven Abfall
durchschnittliche Vergleichswerte der entsprechenden Stromerzeugung in Deutschland
Das Umweltbundesamt (UBA) führt ein Herkunftsnachweisregister, das die Produktion und den Handel des Stroms aus Erneuerbaren Energien registriert und dokumentiert. Wie das funktioniert zeigt dieser Film.
Warum kommt die sogenannte Marktraum-Umstellung?
In den nächsten Jahren wird das deutsche Erdgasnetz aus- und umgebaut.
Eine wichtige Maßnahme ist die schrittweise Umstellung von L-Gas auf H-Gas in den nördlichen und westlichen Landesteilen bis zum Jahr 2030.
Dies ist erforderlich, weil der Import von niederländischem L-Gas zu diesem Zeitpunkt ausläuft und die einheimische Produktion rückläufig ist.
Bereits seit 2015 wurden regionale und kommunale Umstellungen durchgeführt. Auf der Karte können Sie sehen, welche Gebiete aktuell und in den kommenden Jahren betroffen sind.
Durch die veränderte Gasbeschaffenheit ist es notwendig, private und gewerbliche Gasgeräte anzupassen und umzurüsten. Schätzungsweise 4,3 Millionen Privatkunden und Gewerbetreibende mit insgesamt fünf bis sechs Millionen Gasgeräten sind davon betroffen.
Was Sie über die Marktraumumstellung wissen sollten, ob Sie persönlich betroffen sind und wie die Umstellung abläuft, erfahren Sie in unseren ausführlichen FAQ.
Unser Serviceheft mit den wichtigsten Hinweisen können Sie auch schon hier herunterladen:
Umstellung von L- auf H-Gas (pdf / 313 KB)
Hintergrundinformationen zu Veranstaltung der Bundesnetzagentur 2016, 2017, 2018 und 2019.
Mo-Do 9:00 - 15:00 Uhr, Fr 9:00 - 12:00 Uhr
Insolvenz des Energielieferanten (pdf / 453 KB)