Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VersR%201965,%2081
Timestamp: 2019-07-16 03:30:04
Document Index: 548342

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 20.10.1964 - VI ZR 160/63 - dejure.org
https://dejure.org/1964,332
BGH, 20.10.1964 - VI ZR 160/63 (https://dejure.org/1964,332)
BGH, Entscheidung vom 20.10.1964 - VI ZR 160/63 (https://dejure.org/1964,332)
BGH, Entscheidung vom 20. Januar 1964 - VI ZR 160/63 (https://dejure.org/1964,332)
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Anscheinsbeweis - Kraftfahrer unter Alkoholeinfluß - Unfall - Verkehrslage
VersR 1965, 81
Der Beweis des ersten Anscheins kommt bei relativer Fahruntüchtigkeit - wie hier - nur dann in Betracht, wenn sich der Unfall in einer Verkehrslage und unter Umständen ereignet hat, die ein nüchterner Fahrer hätte meistern können (vgl. BGH, Urteil vom 20. Oktober 1964 - VI ZR 160/63, VersR 1965, 81;… Saarländisches Oberlandesgericht aaO m.w.N.; vgl. auch BGH…, Urteil vom 10. Januar 1995 aaO m.w.N.).
Geltung des Vertrauensgrundsatzes gegenüber nicht sichtbaren wartepflichtigen …
Hält er - wie Alfred B. in dem jetzt zu entscheidenden Falle - eine Geschwindigkeit ein, die für die sonstigen Verkehrsverhältnisse angemessen ist, so braucht die Tatsache, daß die Sicht in die von links einmündende Straße versperrt ist, ihn noch nicht zu einer Herabsetzung dieser Geschwindigkeit zu veranlassen (Urteile des BGH vom 22. November 1960 - VI ZR 23/60 - NJW 1961, 266 und vom 20. Oktober 1964 - VI ZR 160/63 - VersR 1965, 81 [BGH 20.10.1964 - VI ZR 160/63]).
Daher ist auch in den bisher entschiedenen Fällen dieser Art nicht die Rede davon gewesen, daß der zur Vorfahrt berechtigte Fahrer verpflichtet gewesen sei, bei der Annäherung an die Kreuzung ein Warnzeichen zu geben (vgl. die oben genannten Urteile des BGH vom 22. November 1960 und 20. Oktober 1964 a.a.O.).
Ein Beweis des ersten Anscheins kommt bei relativer Fahruntüchtigkeit, wie sie hier gegeben war, nur dann in Betracht, wenn sich der Unfall in einer Verkehrslage und unter Umständen ereignet hat, die ein nüchterner Fahrer hätte meistern können (BGH, VersR 1955, 732; BGH, VersR 1965, 81; KG VersR 1975, 52; OLG Saarbrücken, Urteil vom 11.12.1992, Az. 3 U 90/92;… Geigel/Rixecker, Der Haftpflichtprozess, 23. Aufl., Kap. 37 Rdnr. 40).
Ein Beweis des ersten Anscheins kommt bei relati- ver Fahruntüchtigkeit, wie sie hier vorlag, nur dann in Betracht, wenn sich der Unfall in einer Verkehrslage und unter Umständen ereignet hat, die ein nüchterner Fahrer hätte meistern können (BGH, VersR 1955, 732; BGH, VersR 1965, 81; KG, VersR 1975, 52; OLG Saarbrücken, Urteil vom 11.12.1992, Az. 3 U 90/92;… Geigel/Rixecker, Der Haftpflichtprozess, 23. Aufl., Kap. 37 Rdnr. 40).
LG Aachen, 30.10.1985 - 7 S 200/85
Haftungsverteilung bei Einfahren auf eine mehrspurige Straße vom Fahrbahnrand
Ein Anscheinsbeweis dafür, dass ein Unfall eines unter Alkoholeinfluss stehenden Kraftfahrers auf der Beeinflussung durch Alkohol beruht, kommt nur dann in Betracht, wenn der Unfall sich in einer Verkehrslage und unter Umständen ereignet hat, die ein nüchterner Fahrer hätte meistern können, (vergleiche BGH, Urteil vom 20.10.1964, Versicherungsrecht 1965, Seite 81 f. mit weiteren Nachweisen; BGH Urteil vom 04.11.1966, Versicherungsrecht 1967, Seite 82 mit weiteren Nachweisen).