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Timestamp: 2016-10-27 11:00:58
Document Index: 309228923

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 19', 'BGE', 'BGE', 'Art. 99', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE']

8C_686/2012 (28.05.2013)
8C_686/2012 {T�0/2} � � Urteil vom 28. Mai 2013
Die 1955 geborene S.________ war teilzeitlich B�roangestellte und bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch unfallversichert. Am 25. Mai 2002 erlitt sie als Mitfahrerin in einem Auto einen Unfall. Gleichentags wurden im Spital X.________ eine Distorsion der Halswirbels�ule (HWS) und eine Kniekontusion links diagnostiziert. Die SUVA kam f�r die Heilbehandlung und das Taggeld auf. Sie holte diverse Arztberichte und ein Gutachten der Psychiaterin Frau Dr. med. K.________ vom 8. Januar 2010 ein. Mit Verf�gung vom 16. Juni 2010 stellte die SUVA die Leistungen auf den 30. Juni 2010 ein. Die dagegen erhobene Einsprache wies sie mit Entscheid vom 3. August 2011 ab.
Die hiegegen gef�hrte Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern mit Entscheid vom 30. Juli 2012 ab.
Mit Beschwerde beantragt die Versicherte, in Aufhebung des kantonalen Entscheides seien ihr eine ganze Invalidenrente und medizinische Massnahmen auszurichten sowie die bis zur Einstellungsverf�gung von der SUVA �bernommenen Heilbehandlungen weiterhin zu gew�hren; eventuell sei ihr eine Integrit�tsentsch�digung zuzusprechen.
Die Vorinstanz hat die Grundlagen �ber den f�r die Leistungspflicht des obligatorischen Unfallversicherers vorausgesetzten nat�rlichen und ad�quaten Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem Gesundheitsschaden im Allgemeinen (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 111 f.) sowie bei psychischen Unfallfolgen (BGE 115 V 133) und Folgen eines Unfalls mit Schleudertrauma der HWS oder �quivalenter Verletzung ohne organisch nachweisbare Funktionsausf�lle im Besonderen (BGE 134 V 109) richtig dargelegt. Gleiches gilt zum Beweiswert von Arztberichten (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232). Darauf wird verwiesen.
Der Vorinstanz ist beizupflichten, dass der Fallabschluss auf den 30. Juni 2010 unter Einstellung der vor�bergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Pr�fung des Anspruchs auf Invalidenrente und Integrit�tsentsch�digung rechtm�ssig war, da von der Fortsetzung der �rztlichen Behandlung �berwiegend wahrscheinlich keine namhafte, ins Gewicht fallende Besserung des Gesundheitszustandes mehr zu erwarten war (Art. 19 Abs. 1 UVG; BGE 134 V 109 E. 4.3 und E. 6.1 S. 115 f.). Dies wird nicht substanziiert bestritten.
Die Vorinstanz hat mit einl�sslicher Begr�ndung - auf die verwiesen wird - richtig erkannt, dass bei Fallabschluss keine organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen vorlagen (hierzu vgl. BGE 138 V 248 E. 5.1 S. 251). Die Versicherte bestreitet dies unter Berufung auf den Bericht des Prof. Dr. med. E.________, Facharzt f�r Physikalische Medizin und Rehabilitation, vom 30. August 2012. Bei diesem Bericht handelt es sich angesichts des am 30. Juli 2012 erlassenen vorinstanzlichen Entscheides um ein so genanntes echtes Novum. Da daf�r nicht erst der betreffende Entscheid Anlass gab, kann er nicht ber�cksichtigt werden (Art. 99 Abs. 1 BGG; BGE 135 I 221 E. 5.2.4 S. 229 f., 135 V 194; Urteil 8C_729/2012 vom 4. April 2013 E. 3.1).
Nach dem Gesagten ist eine gesonderte Ad�quanzpr�fung erforderlich (BGE 138 V 248 E. 4 S. 250). Die SUVA verneinte die Ad�quanz im strittigen Einspracheentscheid nach der Schleudertrauma-Praxis, bei der nicht zwischen physischen und psychischen Komponenten des Gesundheitsschadens differenziert wird (BGE 134 V 109). Die Vorinstanz negierte die Ad�quanz nach der Praxis zu den psychischen Unfallfolgen, bei der die psychischen Komponenten des Gesundheitsschadens ausgeklammert werden (BGE 115 V 133; SVR 2012 UV Nr. 5 S. 17 E. 3 [8C_310/2011]). Die Versicherte verlangt die Heranziehung der Schleudertrauma-Praxis. Wie es sich damit verh�lt, kann letztlich offen bleiben. Denn selbst bei Anwendung der Schleudertrauma-Praxis ist die Ad�quanz - wie nachfolgend gezeigt wird - zu verneinen
6.1.�Die Unfallschwere ist objektiv aufgrund des augenf�lligen Geschehensablaufs mit den sich dabei entwickelnden Kr�ften zu beurteilen. Nicht zu ber�cksichtigen sind die Folgen des Unfalls oder Begleitumst�nde, die nicht direkt dem Unfallgeschehen zugeordnet werden k�nnen; derartigen Faktoren ist gegebenenfalls bei den Ad�quanzkriterien Rechnung zu tragen (E. 7 hienach; SVR 2013 UV Nr. 3 S. 7 E. 5.2 [8C_398/2012]), 2012 UV Nr. 23 S. 83 E. 4.2 [8C_435/2011]).
6.2.�Lauf dem Polizeirapport vom 8. Juni 2002 ereignete sich der Unfall vom 25. Mai 2002 wie folgt: Die vier beteiligten Fahrzeuge seien auf dem rechten Autobahnfahrstreifen gefahren. Vor einem Tunnel sei die Fahrzeugkolonne ins Stocken geraten. W�hrend die Lenker der beiden ersten Autos die Behinderung rechtzeitig erkannt und angehalten h�tten, sei das dritte Auto auf das stillstehende zweite Auto aufgefahren. Das vierte und letzte Auto, in dem die Beschwerdef�hrerin mitgefahren sei (nachfolgend: Auto der Versicherten), sei auf das dritte Auto aufgefahren, worauf dieses erneut in das zweite Auto und dieses in das erste Auto gestossen worden sei. Im Erhebungsblatt f�r die Abkl�rung von HWS-F�llen gab die Versicherte am 25. Juni 2002 an, sie sei hinten rechts im Auto gesessen und angegurtet gewesen.
In der biomechanischen Kurzbeurteilung (Triage) vom 11. Februar 2003 gingen Prof. Dr. med. W.________, Facharzt f�r Rechtsmedizin, Spez. Forensische Biomechanik, und Dr. med. L.________, Assistenzarzt, Arbeitsgruppe U.________, davon aus, die kollisionsbedingte Geschwindigkeits�nderung (Delta-v) des Autos der Versicherten d�rfte unterhalb eines Bereichs von 20-30 km/h gelegen haben. Gem�ss der technischen Unfallanalyse des dipl. Automobil-Ing. F.________, Arbeitsgruppe U.________ vom 5. April 2005 erfuhr das Auto der Versicherten eine kollisionsbedingte Geschwindigkeits�nderung (Geschwindigkeitsabnahme) von rund 13-18 km/h (bezogen auf den Fahrzeugschwerpunkt). In der biomechanischen Beurteilung vom 9. Mai 2005 f�hrte Prof. Dr. med. W.________ aus, Werte nahe an den Toleranzgrenzen seien wenig wahrscheinlich; es sei deshalb f�r das Auto der Versicherten von einem oberen noch wahrscheinlichen Delta-v-Wert von etwa 16 km/h auszugehen. Der Harmlosigkeitsbereich f�r nicht unerhebliche HWS-Beschwerden nach frontalen Kollisionen liege im "Normalfall" bei Verwendung von Sicherheitsgurten bei 20-30 km/h.
6.3.�Die Vorinstanz qualifizierte den Unfall als mittelschwer im Grenzbereich zu den leichten Ereignissen, wobei sie einen wahrscheinlichen Delta-v-Wert von 16 km/h annahm. Die Versicherte geht von einem mittelschweren Ereignis an der Grenze zu einem schweren aus. Sie bringt vor, im angefochtenen Entscheid suche man die Darstellung des Unfallablaufs vergeblich. Die Vorinstanz habe zu ihrer Kritik an der biomechanischen Beurteilung nicht Stellung genommen. Damit sei ihr Anspruch auf rechtliches Geh�r verletzt worden. Selbst wenn indessen eine Verletzung der aus dem Geh�rsanspruch fliessenden Begr�ndungspflicht (Art. 29 Abs. 2 BV; BGE 134 I 83 E. 4.1 S. 88) vorl�ge, w�re allein deshalb eine R�ckweisung der Sache an die Vorinstanz nicht gerechtfertigt. Denn dem Bundesgericht steht die volle Kognition zu (E. 1 hievor) und die R�ckweisung w�rde - wie sich aus E. 6.4 hienach ergibt - zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unn�tigen Verz�gerungen f�hren (BGE 133 I 201 E. 2.2 S. 204; Urteil 8C_50/2013 vom 4. April 2013 E. 3.2.2).
6.4.1.�Gegen die Triage vom 11. Februar 2003 bzw. die biomechanische Beurteilung vom 9. Mai 2005 wendet die Versicherte im Wesentlichen ein, sie st�tzten sich allein auf den Polizeirapport mit Unfallskizze und ein paar Fotos; die besch�digten Fahrzeuge seien nicht zur Verf�gung gestanden. Wie die angeblich eingetretene Deformationsenergie errechnet oder sonst festgestellt worden sei, sei nicht nachvollziehbar. Es seien nur die Besch�digungen des Autos der Versicherten und desjenigen, auf das es aufgefahren sei, nicht aber diejenigen der zwei vorderen Autos ber�cksichtigt worden; die durch die Deformationen der beiden letzteren Autos vernichtete kinetische Energie sei somit zu Unrecht ausser Acht gelassen worden. In Anbetracht des im Polizeirapport festgehaltenen Unfallablaufs und der �brigen Angaben sei davon auszugehen, dass das Auto der Versicherten mit 50-60 km/h auf das vor ihm stehende aufgefahren sei. Sie sei bei der Kollision mit dem Kopf und mit den Knien auf den Vordersitz geprallt; deshalb handle es sich um ein atypisches Vorkommnis, f�r das die ohnehin schon fraglichen Modellerkl�rungen der Biomechanik nicht angewendet werden k�nnten. Die medizinischen Angaben, auf die sich die biomechanische Beurteilung st�tze, seien unvollst�ndig, l�ckenhaft, willk�rlich und tendenzi�s.
6.4.2.�Eine unfalltechnische oder biomechanische Analyse vermag gegebenenfalls gewichtige Anhaltspunkte zur mit Blick auf die Ad�quanzpr�fung relevanten Schwere des Unfalls zu liefern. Diese Einstufung ist indessen eine Rechtsfrage und als solche nicht durch den Unfallanalytiker, sondern durch den rechtsanwendenden Unfallversicherer oder gegebenenfalls das Sozialversicherungsgericht zu entscheiden (SVR 2009 UV Nr. 13 S. 52 E. 6.1 [8C_590/2007], 2009 UV Nr. 18 S. 69 E. 5.2 [8C_744/2007]; Urteil 8C_138/2009 vom 23. Juni 2009 E. 4.3.2).
Grunds�tzlich gen�gen Fotos vom Unfallfahrzeug f�r die Erstellung einer unfalltechnischen oder biomechanischen Analyse (vgl. Urteil 8C_138/2009 E. 4.3.10). Aus der technischen Unfallanalyse des dipl. Automobil-Ing. F.________ vom 5. April 2005 ergibt sich, dass die Kollisionsgeschwindigkeit des Autos der Versicherten gest�tzt auf die Besch�digungen und unter Ber�cksichtigung der Fahrzeugmassen, Struktursteifigkeiten sowie diverser Kontrollgr�ssen mittels einer Computeranalyse (EES-Verfahren und Vorw�rtsrechnung mit "Carat 3.0", Computerausdruck im Anhang) ermittelt wurde. Weiter wurde ausgef�hrt, f�r die Berechnung der kollisionsbedingten Geschwindigkeits�nderung (Delta-v) des Autos der Versicherten habe lediglich dessen Kollision gegen das davorstehende Auto einen Einfluss, weshalb auf eine detaillierte Rekonstruktion der weiteren Kollisionen verzichtet worden sei. Es sind keine Gr�nde ersichtlich, an dieser technischen Unfallanalyse und an der biomechanischen Beurteilung vom 9. Mai 2005 Zweifel zu erheben. Mit der Vorinstanz ist dem Umstand Rechnung zu tragen, dass es sich aus Sicht des Autos der Versicherten um eine Frontalkollision handelte, die in der Regel die HWS weniger belastet als ein Heckauffahrunfall. Letztlich ist auch aufgrund der Fotos mit den darauf ersichtlichen recht geringen Sch�den am Auto der Versicherten und an demjenigen, in dessen Heck es auffuhr, von einem mittelschweren Unfall im Grenzbereich zu den leichten Ereignissen auszugehen (vgl. auch Urteil 8C_13/2008 vom 1. Oktober 2008 E. 3.2.1). Hieran �ndert nichts, dass die Versicherte mit dem Kopf und den Knien auf den Vordersitz prallte. Demnach kann die Ad�quanz nur bejaht werden, wenn mindestens vier der sieben Ad�quanzkriterien erf�llt sind oder eines besonders ausgepr�gt vorliegt (SVR 2010 UV Nr. 25 S. 100 E. 4.5 [8C_897/2009]).
7.1.�Unbestritten ist, dass die beiden Kriterien der besonders dramatischen Begleitumst�nde oder besonderen Eindr�cklichkeit des Unfalls und der �rztlichen Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert, zu verneinen sind (BGE 134 V 109 E. 10.2.1 S. 127 und E. 10.2.5 S. 129).
7.2.�Die Vorinstanz bejahte einzig das Kriterium der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzungen (BGE 134 V 109 E. 10.2.2 S. 127). Zur Begr�ndung f�hrte sie aus, infolge des Kopfanpralls (an der R�cklehne des Vordersitzes) sei eher von einem Abknickmechanismus der HWS mit "Nachstossen" des Oberk�rpers auszugehen. Die Annahme in einem Arztbericht, es handle sich um ein Flexionstrauma (Kopf �ber Brust nach vorne), treffe nicht zu. Es sei ein Kopftrauma mit fortgeleiteter HWS mit einer HWS-Extension (Kopf gegen�ber Brust nach hinten) gewesen. Infolge des Kopfanpralls mit HWS-Belastung und auch der Vorsch�den ergebe sich, dass die Beschwerden im speziellen erkl�rbar w�rden. Bez�glich HWS seien degenerative Ver�nderungen radiologisch nachgewiesen. Aufgrund der biomechanischen Beurteilung k�nne von einer besonders gearteten Verletzung ausgegangen werden.
Die Versicherte bestreitet die Traumatisierung eines Vorzustandes. Wie es sich hiermit verh�lt, kann offen bleiben. Eine HWS-Distorsion, die eine bereits durch einen fr�heren Unfall erheblich vorgesch�digte HWS betrifft, ist speziell geeignet, die "typischen" Symptome hervorzurufen und deshalb als Verletzung besonderer Art qualifiziert zu werden (SVR 2007 UV Nr. 1 S. 1 E. 3.4.2 [U 39/04]). Im Gegensatz zum erw�hnten Fall handelte es sich hier nicht um einen unfallbedingten Vorzustand und w�re das Ausmass der Vorsch�digung nicht durch die Zusprechung einer entsprechenden Rente ausgewiesen (Urteil 8C_416/2011 vom 9. November 2011 E. 9.2). Weitere Anhaltspunkte, die als aggravierende Faktoren zu betrachten w�ren, sind nicht erkennbar. Dies gilt auch f�r den Kopfanprall und das H�matom am rechten Auge, zumal keine milde traumatische Hirnverletzung diagnostiziert wurde (vgl. Urteile 8C_963/2009 vom 11. M�rz 2010 E. 5.2 und 8C_744/2008 vom 26. November 2008 E. 8.2). Selbst�wenn der Versicherten folgend - entgegen der biomechanischen Beurteilung vom 9. Mai 2005 - ein HWS-Flexionstrauma angenommen wird, kann das Kriterium nicht bejaht werden.
7.3.�Zu pr�fen ist weiter das Kriterium der fortgesetzt spezifischen, belastenden �rztlichen Behandlung bis zum Fallabschluss. Dieses Kriterium bedingt, gesamthaft betrachtet, eine kontinuierliche, mit einer gewissen Planm�ssigkeit auf die Verbesserung des Gesundheitszustandes gerichtete �rztliche Behandlung von ungew�hnlich langer Dauer (BGE 134 V 109 E. 10.2.3 S. 128; Urteil 8C_684/2012 vom 21. Dezember 2012 E. 4.2.3). Blosse �rztliche Verlaufskontrollen und Abkl�rungsmassnahmen sowie manualtherapeutische und medikament�se Behandlungen verm�gen das Kriterium nicht zu erf�llen (Urteile 8C_269/2012 vom 12. Oktober 2012 E. 6.4.8 und 8C_34/2012 vom 30. April 2012 E. 9.2.1). Operativen Eingriffen musste sich die Versicherte nicht unterziehen. Station�r hospitalisiert war sei einzig vom 14. Februar bis 24. Mai 2006 in der Tagesklinik des Psychiatriezentrums Z.________. Im �brigen nahm sie Medikamente ein und unterzog sich zahlreichen ambulanten �rztlichen sowie physio- bzw. manual- und psychotherapeutischen Behandlungen. Insgesamt dauerte die �rztliche Behandlung lange, weshalb das Kriterium als erf�llt angesehen werden kann. Im Lichte der durchgef�hrten Therapien ist es aber nicht besonders ausgepr�gt.
7.4.�Ad�quanzrelevant k�nnen nur in der Zeit zwischen dem Unfall und dem Fallabschluss ohne wesentlichen Unterbruch bestehende erhebliche Beschwerden sein. Die Erheblichkeit beurteilt sich nach den glaubhaften Schmerzen und nach der Beeintr�chtigung, welche die verunfallte Person durch die Beschwerden im Lebensalltag erf�hrt (BGE 134 V 109 E. 10.2.4 S. 128). Aus den Akten ergibt sich unter anderem Folgendes: Bei der Besprechung mit dem Case Manager der SUVA vom 5. Mai 2003 gab die Versicherte an, einzig wenn sie mit ihren Hunden spazieren gehe, tr�ten keine Beschwerden auf. Prof. Dr. med. E.________ legte im Bericht vom 17. M�rz 2004 dar, das F�hren eines Motorfahrzeugs sei wegen eintretender Schwindelempfindungen sowie Nackenbeschwerden unm�glich; als Beifahrerin tr�ten panikartige Angstzust�nde auf. W�hrend das Fernsehen aus einer gewissen Distanz gut m�glich sei, sei das Lesen zeitlich beschr�nkt. Die Versicherte verm�ge regelm�ssig zu kochen und einen Teil der Haushaltsarbeiten zu besorgen; sie lege sich zweimal t�glich f�r eine Stunden hin, um sich zu entlasten. Sie unternehme jeden Tag einen 30-60-min�tigen Spaziergang. Der Psychiater Dr. med. C.________ f�hrte am 30. Januar 2006 aus, es bestehe kein sozialer R�ckzug. Die Versicherte habe noch Lebensfreude und Interessen, versuche auch, wenn es gehe, sich mit Freunden und Familie zu treffen. Im Bericht �ber die Besprechung beim Rechtsvertreter der Versicherten vom 4. September 2006 hielt der Case Manager fest, sie stehe zwischen 08.00 und 08.30 Uhr auf. Sie erledige leichtere Aufr�umarbeiten im Haus (keine Putzarbeiten). Danach gehe sie gew�hnlich allein auf einen Spaziergang, der mind. 20 Min. bis 3/4 Stunden dauere. Das Kochen k�nne sie soweit ohne Hilfe aus�ben, sofern keine schweren Sachen zu heben seien. Nach dem Mittagessen gehe sie wieder auf einen mind. 20-min�tigen Spaziergang. Sie sei fr�h m�de und gehe um 21.15 Uhr ins Bett. Im Bericht �ber die Besprechung beim Rechtsvertreter der Versicherten vom 17. April 2007 gab der Case Manager an, es bestehe eine Schmerzsymptomatik vom Hinterhaupt �ber den Nacken in den Schulterg�rtel und eine starke Schmerzempfindlichkeit. Der Schlaf sei dank Medikation in Ordnung. Die Versicherte habe die Panikattacken besser im Griff, es seien weniger Attacken erfolgt. Sie habe vermehrte soziale Kontakte in Gesellschaft. Seit September 2006 habe sich die famili�re Situation wesentlich verbessert. Es st�nden f�r die Familie und den Ehemann mehr Freir�ume zur Verf�gung. Im Sommer seien erstmals seit 5 Jahren wieder gemeinsame Ferien vorgesehen. Die Haushaltshilfe sei organisiert und bringe die notwendige Entlastung (ca. 8 Stunden pro Woche). Im Rahmen der Begutachtung durch die Psychiaterin Frau Dr. med. K.________ (Gutachten vom 8. Januar 2010) gab die Versicherte am 3. September 2008 unter anderem an, seit 9 Monaten k�nne sie wieder ins Konzert gehen. Selber k�nne sie noch nicht Autofahren; als Mitfahrerin habe sie immer noch �ngste, aber weniger. Sie k�nne noch nicht durch einen Tunnel fahren. Die Schmerzen seien immer noch gleich stark. Sie habe Kopf- und Nackenschmerzen, die in den linken Kiefer ausstrahlten. Wenn sie starke Schmerzen habe, k�nne sie nicht schlafen. Schwindelanf�lle habe sie ebenfalls noch. Sie habe unver�ndert ein dauerhaftes Augenflimmern. Wegen der Augenprobleme k�nne sie nicht fernsehen. In Stresssituationen trete weiterhin relativ rasch �belkeit auf. Sie habe grosse Stimmungsschwankungen. Sie sei weiterhin rasch ersch�pfbar. Nicht alle Tage gehe es ihr gleich schlecht; es gebe Tage, an denen es ihr etwas besser gehe. Einen Ohnmachtsanfall habe sie schon seit L�ngerem nicht mehr gehabt.�Dank den Therapien gehe sie wieder an eine Geburtstagsparty oder zu anderen Einladungen, selbst wenn sie Schmerzen habe. Sie k�nne wieder etwas unternehmen und gehe unter die Leute. Dieses Jahr sei sie sogar ins Fastnachtsgew�hl gegangen. Sie fahre wieder Lift.�Sie wohnten seit 10 Jahren in einem 10-Zimmer-Haus mit Garten. Sie h�tten auch Haustiere: zwei Hunde, Schildkr�ten, Leguane und Echsen. Sie habe grosse M�he damit, dass sie den Haushalt nicht mehr allein bew�ltigen k�nne; ihr Ehemann und Sohn unterst�tzten sie sehr. Sie habe guten Kontakt zu ihren Verwandten, besonders zum Bruder; sie habe auch Freunde und Bekannte, sei aber weniger gesellig als vor dem Unfall. Sie habe lernen m�ssen, sich am Tag �fters hinzulegen und zu entspannen. Sie mache auch viele �bungen und gehe regelm�ssig am Tag mit den Hunden laufen, was sie entspanne und ihr Kraft gebe. Seit sie eine Haushaltshilfe habe, gehe es mit der Haushaltsbew�ltigung wieder besser. Die Beziehung zu ihrem Ehemann sei sehr gut. Sie verbr�chten den gr�ssten Teil der Freizeit zusammen. Das Sexualleben sei trotz der vielen Beschwerden gut geblieben. Am 8. August 2009 f�hrte die Versicherte gegen�ber Frau Dr. med. K.________ unter anderem aus, seit der letzten Untersuchung gebe es Tage, an denen es ihr noch etwas besser gehe. Der Schwindel komme immer noch ein paar Mal pro Tag. Laufen auf unebenem Waldboden gehe nicht mehr. Sie k�nne auch nicht lange auf hartem Asphalt laufen. Auf dem Hometrainer k�nne sie maximal 10 Min. trainieren. Springen und h�pfen k�nne sie nicht mehr. Am Computer k�nne sie nicht arbeiten, es werde ihr schlecht und schwindlig, wenn sie auf den Bildschirm schaue. Radio und H�rb�cher k�nne sie noch h�ren; wenn sie laute Musik h�re, fange es im Kopf an zu dr�hnen. Im Haushalt k�nne sie vor allem noch Kochen. Unm�glich seien Staubsaugen und Gartenarbeiten. Einkaufen m�sse sie mit ihrem Ehemann zusammen. Sie hole einzig das Brot im Dorf. Sie k�nne nur kleine Sachen mit kleinem Gewicht tragen.
Aufgrund der Akten ist das Kriterium der erheblichen Beschwerden insgesamt in einfacher Weise erf�llt; von einer besonderen, den Lebensalltag drastisch beeintr�chtigenden Auspr�gung kann aufgrund der der Versicherten noch m�glichen Aktivit�ten nicht gesprochen werden (vgl. auch Urteil 8C_150/2011 vom 14. Februar 2012 E. 9.2.5). Zu keinem anderen Ergebnis f�hren ihre Vorbringen, ihre Beschwerden h�tten ihre gesamte Familie in eine schwere Krise gebracht; der erwerbst�tige Ehemann habe zahlreiche T�tigkeiten in Haushalt und Erziehung �bernehmen m�ssen, was zu einem Burn-out gef�hrt habe; sein vollst�ndiger psychischer Zusammenbruch habe nur dank dem Verst�ndnis der Arbeitgeberin vermieden werden k�nnen; der POS-geplagte Sohn habe aus der normalen Schule genommen werden m�ssen, weil sie die Erziehungsaufgaben nicht mehr habe erbringen k�nnen; praktisch das ganze soziale Netz sei zusammengebrochen. Hierzu ist festzuhalten, dass die Versicherte am 6. Februar 2008 bei einer Besprechung mit dem Case Manager ausf�hrte, die Ferien im Sommer 2007 seien ein Erfolg gewesen. Am 3. September 2008 gab sie Frau Dr. med. K.________ an, sie habe eine sehr gute Beziehung zum Ehemann, einen guten Kontakt zu ihren Verwandten sowie Freunde und Bekannte; weiter schilderte sie, der Sohn leide nicht mehr unter POS, und es gehe ihm gut in der Lehre.
7.5.�Auf einen schwierigen Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen (BGE 134 V 109 E. 10.2.6 S. 129) darf nicht schon aus der blossen Dauer der �rztlichen Behandlung und der geklagten Beschwerden geschlossen werden. Es bedarf hiezu besonderer Gr�nde, welche die Genesung bis zum Fallabschluss beeintr�chtigt oder verz�gert haben (SVR 2007 UV Nr. 25 S. 81 E. 8.5 [U 479/05]). Der Umstand, dass trotz verschiedener Therapien keine Beschwerdefreiheit erreicht werden konnte, reicht allein nicht aus (Urteil 8C_948/2012 vom 7. M�rz 2013 E. 7.2.1). Besondere Gr�nde f�r die Bejahung des Kriteriums bestehen hier nicht. Hieran �ndert entgegen der Auffassung der Versicherten nichts, dass sie vom 14. Februar bis 24. Mai 2006 in die psychiatrische Tagesklinik eingewiesen wurde. Unbehelflich ist im Rahmen dieses Kriteriums ihr Vorbringen, das Schleudertrauma habe ihre ganze Familie in eine schwere Krise gef�hrt (hierzu vgl. E. 7.4 hievor).
7.6.�Das Kriterium der erheblichen Arbeitsunf�higkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen bis zum Fallabschluss (BGE 134 V 109 E. 10.2.7 S. 129 f.) bezieht sich nicht nur auf den angestammten Beruf, sondern auch auf alternative leidensangepasste Arbeiten (Urteil 8C_948/2012 E. 7.2.2). Arbeitete die versicherte Person vor dem Unfall teilzeitlich, ist bei der Bestimmung dieses Kriteriums grunds�tzlich vom vormaligen Teilzeitpensum auszugehen (Urteil 8C_487/2012 vom 23. Juli 2012 E. 3.5.2). Vor dem Unfall arbeitete die Versicherte grunds�tzlich einen Tag pro Woche als B�roangestellte im Garagenbetrieb ihres Bruders. Gem�ss dem Bericht des Case Managers vom 11. M�rz 2004 unternahm sie verschiedene Arbeitsversuche in diesem Betrieb als B�roangestellte, die aber aufgrund der gesundheitlichen Beschwerden gescheitert seien. Die Versicherte f�hrt letztinstanzlich aus, seit Fr�hjahr 2006 bis heute sei sie zu 100 % arbeitsunf�hig geschrieben.
Seit 11. M�rz 2004 bis zum Fallabschluss per 30. Juni 2010 werden keine ernsthaften Arbeitsanstrengungen, auch nicht um alternative, der gesundheitlichen Einschr�nkung besser Rechnung tragende Erwerbst�tigkeiten dargetan. In diesem Lichte ist das Kriterium jedenfalls nicht besonders ausgepr�gt erf�llt.
7.7.�Da h�chstens drei Kriterien erf�llt sind, aber keines besonders ausgepr�gt, ist die ad�quate Unfallkausalit�t des Gesundheitsschadens ab 1. Juli 2010 zu verneinen. Da von weiteren Abkl�rungen keine neuen entscheidwesentlichen Erkenntnisse zu erwarten sind, ist darauf zu verzichten (antizipierte Beweisw�rdigung; BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236).