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Timestamp: 2016-10-27 11:14:37
Document Index: 72586922

Matched Legal Cases: ['Art. 71', 'Art. 24', 'Art. 28', 'Art. 72', 'Art. 75', 'Art. 76', 'Art. 90', 'BGE', 'Art. 100', 'Art. 45', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 28', 'BGE', 'BGE', 'Art. 2', 'BGE', 'Art. 28', 'Art. 28', 'BGE', 'BGE', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 105', 'Art. 28', 'BGE', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 156', 'Art. 106', 'Art. 28', 'Art. 42', 'Art. 66', 'Art. 68', 'Art. 67', 'Art. 68']

Beschwerdef�hrerin im Verfahren 5A_275/2011,
2. Editions Plus S.�.r.l.,
Beschwerdef�hrerin im Verfahren 5A_276/2011,
Beschwerden gegen die Verf�gungen des Kantonsgerichts von Graub�nden, Einzelrichter in Zivilsachen, vom 16. Februar 2011.
A.a Der "K-Tipp" ist ein deutschsprachiges Konsumentenmagazin und erscheint alle vierzehn Tage mit insgesamt zwanzig Ausgaben im Jahr als Zeitschrift und auf Internet ("www.ktipp.ch"). Er wird von der Konsumenteninfo AG (Beschwerdef�hrerin 1) herausgegeben. Das vergleichbare Konsumentenmagazin in franz�sischer Sprache heisst "Bon � savoir". Die Editions Plus S.�.r.l. (Beschwerdef�hrerin 2) ist die Herausgeberin der Zeitschrift "Bon � savoir" mit j�hrlich elf Ausgaben und die Betreiberin der Website "www.bonasavoir.ch". Die Beschwerdef�hrerinnen beauftragten das Link-Institut in Luzern mit einer repr�sentativen Umfrage zur Zufriedenheit der Versicherten mit ihren Krankenkassen.
B.a Die �KK Kranken- und Unfallversicherungen AG (�KK oder Beschwerdegegnerin) verlangte am 10. und 14. September 2010 von den Beschwerdef�hrerinnen eine Gegendarstellung. Sie reichte einen zu ver�ffentlichenden Text ein und machte insbesondere geltend, �KK und Sympany seien zwei unabh�ngige Unternehmen und d�rften bei der Umfrage und/oder Auswertung �ber die Kundenzufriedenheit nicht gleichgesetzt werden. Die Beschwerdef�hrerinnen schlugen vor, dass die jeweilige Redaktion die Sache von sich aus mit einem eigens verfassten Text pr�zisiere. Die Beschwerdegegnerin lehnte den Vorschlag ab.
B.b Die Berichtigung der Beschwerdef�hrerin 1 erfolgte auf der Website und wurde im "K-Tipp" vom 22. September 2010 (Ausgabe Nr. 15) am Schluss der Rubrik "Leserbriefe" (S. 37) mit folgendem Wortlaut abgedruckt:
Pr�zisierung der Redaktion: Die K-Tipp-Tabelle zur Kundenzufriedenheit bei den Krankenkassen bedarf einer Pr�zisierung. Das Umfrageinstitut und der K-Tipp haben die Werte von �KK und Sympany in der ver�ffentlichten Tabelle zusammengefasst (49 % sehr zufriedene Kunden). Grund: Die Sympany hiess fr�her ebenfalls �KK, was noch immer zu Verwechslungen f�hren kann. Hier zur Pr�zisierung die Werte der Kundenzufriedenheit, getrennt nach beiden Kassen: �KK 50,9 %, Sympany 47,6 %.
Die Beschwerdegegnerin beharrte auf der Ver�ffentlichung einer Gegendarstellung, die von der Beschwerdef�hrerin 1 abgelehnt wurde.
B.c Die Beschwerdef�hrerin 2 ver�ffentlichte eine Berichtigung auf der Website und druckte in der Ausgabe Nr. 10 von "Bon � savoir" (Oktober 2010) unter der Rubrik "COURRIER DES LECTEURS" (S. 9) folgenden Text ab:
A propos de l'article "Certaines caisses vous ont d��us" (9/10).
Les r�sultats du sondage sur le taux de satisfaction des caisses maladie r�alis� sur mandat par l'Institut de sondages Link et publi�s dans notre derni�re �dition, indiquaient 49% pour �KK et Sympany. Or, ces deux caisses sont aujourd'hui distinctes. Leur taux de satisfaction respectif est donc de 50,9% pour �KK et 47,6% pour Sympany.
Die Beschwerdegegnerin beharrte auf der Ver�ffentlichung einer Gegendarstellung, die von der Beschwerdef�hrerin 2 abgelehnt wurde.
Mit Gesuchen vom 30. September 2010 beantragte die Beschwerdegegnerin die gerichtliche Anordnung ihrer Gegendarstellungen. Die Beschwerdef�hrerinnen stellten die Antr�ge, auf die jeweiligen Gesuche nicht einzutreten, eventuell die Gesuche abzuweisen. Das Bezirksgericht Landquart hiess die Gesuche am 2. Dezember 2010 gut. Es verpflichtete die Beschwerdef�hrerin 1, in der n�chstfolgenden Ausgabe des "K-Tipp" unter der Rubrik "Aktuell" sowie auf der Website "www.ktipp.ch" zum Artikel "Service: Die Assura auf dem letzten Platz" vom 8. September 2010 folgende Gegendarstellung zu publizieren:
In der Ausgabe vom 8. September 2010 hat der K-Tipp Umfrageergebnisse zur Kundenzufriedenheit bei Schweizer Krankenversicherern publiziert. Er beruft sich dabei auf eine Umfrage des Institutes Link. Darin werden die �KK und Sympany als eine Kasse gleichgesetzt.
�KK stellt Folgendes richtig:
1. �KK und Sympany sind zwei unabh�ngige Versicherungsunternehmen.
2. F�r eine repr�sentative Befragung m�ssten die einzelnen Versicherungen auch
einzeln erhoben und ausgewertet werden. Vermischungen f�hren zu einem
Das Bezirksgericht verpflichtete auch die Beschwerdef�hrerin 2, in der n�chstfolgenden Ausgabe des "Bon � savoir" sowie auf der Website "www.bonasavoir.ch" zum Artikel "Certaines caisses vous ont d��us" vom 10. September 2010, einen inhaltlich gleichlautenden Gegendarstellungstext in franz�sischer Sprache zu publizieren.
Die Beschwerdef�hrerinnen rekurrierten an das Kantonsgericht von Graub�nden, das die Rekurse abwies (Verf�gungen vom 16. Februar 2011).
Mit Eingaben vom 11. April 2011 haben die Beschwerdef�hrerinnen je Beschwerde in Zivilsachen erhoben (Verfahren 5A_275/2011 und 5A_276/2011). Sie erneuern ihre Antr�ge, auf das Gegendarstellungs-begehren der Beschwerdegegnerin nicht einzutreten, eventuell das Gegendarstellungsbegehren abzuweisen. Die Beschwerdegegnerin schliesst auf Abweisung der beiden Beschwerden. Das Kantonsgericht hat unter Hinweis auf die Erw�gungen in den angefochtenen Verf�gungen auf Gegenbemerkungen verzichtet mit dem Antrag, die Beschwerden abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei.
Die getrennt erhobenen, inhaltlich aber praktisch w�rtlich gleich begr�ndeten Beschwerden richten sich gegen die zwei selbstst�ndig er�ffneten Verf�gungen des Kantonsgerichts, das die Rekurse der Beschwerdef�hrerinnen gegen die Beschwerdegegnerin je mit �bereinstimmenden Begr�ndungen in tats�chlicher und rechtlicher Hinsicht abgewiesen hat. Es rechtfertigt sich deshalb, die beiden Beschwerdeverfahren zu vereinigen und in einem einzigen Urteil zu erledigen (Art. 71 BGG i.V.m. Art. 24 BZP).
Die angefochtenen Verf�gungen betreffen die gerichtliche Durchsetzung des Rechts auf Gegendarstellung (Art. 28g ff. ZGB) und damit eine Zivilsache (Art. 72 Abs. 1 BGG) in einer nicht verm�gensrechtlichen Angelegenheit, �ber die das Kantonsgericht kantonal letztinstanzlich (Art. 75 BGG) entgegen den Antr�gen der Beschwerdef�hrerinnen (Art. 76 Abs. 1 BGG) verfahrensabschliessend entschieden hat (Art. 90 BGG; vgl. BGE 112 II 193 E. 1b S. 195; 122 III 301 E. 1 S. 302 ff.). Auf die im Weiteren fristgerecht erhobenen (Art. 100 Abs. 1 i.V.m. Art. 45 BGG) Beschwerden kann eingetreten werden.
Die Beschwerdef�hrerinnen machen geltend, dass sie als Medienunternehmen mit der raschen Ver�ffentlichung einer Berichtigung ("Pr�zisierung der Redaktion") den Gegendarstellungsanspruch der Beschwerdegegnerin erf�llt h�tten. Damit sei das schutzw�rdige Interesse der Beschwerdegegnerin an der Ver�ffentlichung einer Gegendarstellung entfallen. Beharre sie gleichwohl darauf, verhalte sich die Beschwerdegegnerin rechtsmissbr�uchlich. Die Beschwerdegegnerin entgegnet, eine redaktionelle Berichtigung, die nach Anmeldung der Gegendarstellung gegen den Willen des Betroffenen ver�ffentlicht werde, k�nne nicht zum Erl�schen des Gegendarstellungsanspruchs f�hren.
4.1 Nach der gesetzlichen Regelung hat einen Anspruch auf Gegendarstellung, wer durch Tatsachendarstellungen in periodisch erscheinenden Medien in seiner Pers�nlichkeit unmittelbar betroffen ist (Art. 28g Abs. 1 ZGB). Der Betroffene muss den Text der Gegendarstellung, der bestimmten formellen und inhaltlichen Anforderungen zu gen�gen hat (vgl. Art. 28h ZGB), innert Frist an das Medienunternehmen absenden, das ihm unverz�glich mitteilt, wann es die Gegendarstellung ver�ffentlicht oder weshalb es sie zur�ckweist (vgl. Art. 28i ZGB). Die Gegendarstellung ist so bald als m�glich zu ver�ffentlichen, als solche zu kennzeichnen und so zu ver�ffentlichen, dass sie den gleichen Personenkreis wie die beanstandete Tatsachendarstellung erreicht (vgl. Art. 28k ZGB). Verhindert das Medienunternehmen die Aus�bung des Gegendarstellungsrechts, verweigert es die Gegendarstellung oder ver�ffentlicht es diese nicht korrekt, so kann der Betroffene das Gericht anrufen (vgl. Art. 28l ZGB). Gegendarstellungen werden in der Praxis h�ufig nicht einfach zur�ckgewiesen, sondern in anderer Form ver�ffentlicht, sei es als Berichtigung oder Pr�zisierung der Redaktion oder sei es zum Beispiel als Leserbrief. Einzelne Medienunternehmen sollen bis zu 30 % aller Begehren um Gegendarstellung auf diesem Weg erledigen (vgl. DENIS MASMEJAN, Le droit de r�ponse vingt ans apr�s: une fausse bonne id�e?, Medialex 10/2005 S. 27 ff., S. 28 f. Ziff. II/4).
4.2.1 Ver�ffentlicht das Medienunternehmen eine Berichtigung erst nach Eintreffen der Gegendarstellung, wird darin teilweise eine Umgehung des Gegendarstellungsrechts erblickt. Nach dieser Auffassung bezweckt das Recht auf Gegendarstellung, dass die betroffene Person auch ihren Standpunkt zur Geltung bringen kann. Allein schon aus dieser Zwecksetzung wird geschlossen, dass der Gegendarstellungsanspruch nicht durch eine eigene Berichtigung des Medienunternehmens unterlaufen werden kann. Die blosse Berichtigung durch das Medienunternehmen ist auch nicht als Gegendarstellung gekennzeichnet, wie das Art. 28k Abs. 2 ZGB vorschreibt. Dass das Medienunternehmen von sich aus eine Berichtigung ver�ffentlicht, macht das Gegendarstellungsrecht deshalb nicht hinf�llig (vgl. Urteil des Obergerichts des Kantons Obwalden vom 9. Juli 1986 E. 1, in: SJZ 82/1986 S. 319; PEDRAZZINI/OBERHOLZER, Grundriss des Personenrechts, 4. Aufl. 1993, S. 170; FRANK/STR�ULI/MESSMER, Kommentar zur z�rcherischen Zivilprozessordnung, 3. Aufl. 1997, N. 3 zu � 215 ZPO; BARRELET/WERLY, Droit de la communication, 2. Aufl. 2011, N. 1727, 4. Lemma, S. 518; OLIVIER RODONDI, Le droit de r�ponse dans les m�dias, Diss. Lausanne 1990, S. 249).
4.2.2 Die gegenteilige Ansicht sieht den Zweck des Rechts auf Gegendarstellung ausschliesslich darin, dass die ver�ffentlichte Tatsachendarstellung im Sinn der betroffenen Person berichtigt wird. Hat das Medienunternehmen bereits eine Berichtigung ver�ffentlicht, die die Sicht der betroffenen Person beinhaltet und die f�r die Gegendarstellung geltenden Ver�ffentlichungsvorschriften gem�ss Art. 28k Abs. 1 ZGB erf�llt, entf�llt der Gegendarstellungsanspruch mangels schutzw�rdigen Interesses. Der Zweck der Gegendarstellung ist erreicht, auch wenn sich die betroffene Person nicht mit eigenen Worten an die �ffentlichkeit wenden konnte. Nach dieser Betrachtungsweise kann es letztlich keine Rolle spielen, ob die Berichtigung des Medienunternehmens vor oder erst nach Eintreffen der Gegendarstellung ver�ffentlicht wird (ausf�hrlich: BEATRICE B�NNINGER, Die Gegendarstellung in der Praxis, Diss. Z�rich 1997, S. 164 ff., mit Hinweisen; seither allgemein: SCHWAIBOLD, Basler Kommentar, 2010, N. 7 zu Art. 28l ZGB; JEANDIN, Commentaire romand, 2010, N. 32 zu Art. 28g ZGB; BARRELET/WERLY, a.a.O., N. 1702 S. 511; TUOR/SCHNYDER/SCHMID, Das schweizerische Zivilgesetzbuch, 13. Aufl. 2009, � 11 N. 49 S. 117; DESCHENAUX/STEINAUER, Personnes physiques et tutelle, 4. Aufl. 2001, N. 697a S. 247).
4.3.1 Auszugehen ist vom Zweck des Institutes. Im Unterschied zum allgemeinen Schutz der Pers�nlichkeit gem�ss Art. 28 Abs. 1 ZGB ist das Gegendarstellungsrecht nicht an den Nachweis einer widerrechtlichen Verletzung gebunden. Es soll dem Betroffenen erm�glichen, unabh�ngig von einem solchen Nachweis und wenn immer m�glich ohne Anrufung des Gerichts einer Tatsachendarstellung, die ihn in seiner Pers�nlichkeit ber�hrt, eine eigene Version entgegenzustellen. Im Sinne des Rechtsschutzes durch Verfahren soll eine Art "Waffengleichheit" herbeigef�hrt werden (vgl. BGE 112 Ia 398 E. 4b S. 403 f.; 113 II 213 E. 2c S. 217; 117 II 115 E. 2a S. 116). Das Ziel der Gegendarstellung, n�mlich im Bereich der �ffentlichen Medien in einem gewissen Umfang gleich lange Spiesse zu schaffen, ist erreicht, wenn die Gegendarstellung publiziert wurde und damit an das gleiche Publikum gelangt ist wie der urspr�ngliche Artikel. Der Betroffene wird sie allerdings h�ufig als eine Art Genugtuung empfinden. Einen Anspruch auf eine solche hat er aber nicht (vgl. BGE 135 III 385 E. 2.2 S. 387, zum Anspruch auf Zustellung eines Belegexemplars).
4.4 Ob und unter welchen Voraussetzungen eine Berichtigung des Medienunternehmens ein Beharren des Betroffenen auf seinem Gegendarstellungsrecht als offenbar rechtsmissbr�uchlich erscheinen lassen kann, ist anhand s�mtlicher Umst�nde des konkreten Einzelfalls zu beurteilen. Allerdings ist offenbarer Rechtsmissbrauch nur mit Zur�ckhaltung anzunehmen und im Zweifel das formelle Recht zu sch�tzen (allgemein: Urteil 5A_655/2010 vom 5. Mai 2011 E. 2.2.1, mit Hinweis insbesondere auf HAUSHEER/JAUN, Die Einleitungsartikel des ZGB, 2003, N. 90 zu Art. 2 ZGB; vgl. BGE 123 III 145 E. 3b S. 150). Ber�cksichtigt werden muss dabei, dass die Berichtigung des Medienunternehmens im Unterschied zu den vorgenannten "Interview-F�llen" nicht den Standpunkt des Betroffenen wiedergibt und insofern nicht als "Gegendarstellung", d.h. als eigene Version des Betroffenen erkennbar ist. Die Frage stellt sich zudem unterschiedlich, je nachdem, ob das Medienunternehmen von sich aus und aus eigenem Antrieb eine Berichtigung ver�ffentlicht, bevor der Betroffene f�rmlich eine Gegendarstellung verlangt hat, oder ob das Medienunternehmen erst nach dem Eintreffen der Gegendarstellung eine Berichtigung ver�ffentlicht und damit auf das Gegendarstellungsbegehren des Betroffenen gleichsam erst reagiert. Denn vorab in letzterem Fall besteht die Gefahr, das Gegendarstellungsrecht k�nnte entwertet und unterlaufen werden. Gleichwohl d�rfen auch in diesem Bereich die F�lle offenbaren Rechtsmissbrauchs nicht v�llig ausgeschlossen werden. Wer vor Gericht begehrt, was er bereits erhalten hat, verdient keinen Rechtsschutz. Im Einzelfall ist jedoch streng darauf zu achten, dass die Berichtigung des Medienunternehmens die Sachdarstellung des Betroffenen zum einen inhaltlich richtig und vollst�ndig wiedergibt und zum anderen den �brigen f�r die Gegendarstellung geltenden Ver�ffentlichungsvorschriften gem�ss Art. 28k Abs. 1 ZGB entspricht. Der Einwand der Beschwerdef�hrerinnen, dem Betroffenen sei stets besser gedient, wenn das Medienunternehmen ausdr�cklich berichtige und nicht bloss die Gegenmeinung des Betroffenen ver�ffentliche, ist in dieser allgemeinen Form unzutreffend. Das kann je nach Art der beanstandeten Tatsachendarstellung zutreffen, muss aber nicht. Entscheidend bleibt der Einzelfall.
4.5 Gem�ss Art. 28k Abs. 1 ZGB ist die Gegendarstellung so bald als m�glich zu ver�ffentlichen, und zwar so, dass sie den gleichen Personenkreis wie die beanstandete Tatsachendarstellung erreicht. Auch wenn sich daraus - im Gegensatz zur entsprechenden Bestimmung des Vorentwurfs - nicht eine starre Pflicht ergibt, die Gegendarstellung in der gleichen Rubrik beziehungsweise auf der gleichen Seite wie die urspr�ngliche Mitteilung abzudrucken, so muss es sich doch um eine vom gleichen Publikum ebenso ber�cksichtigte Ver�ffentlichungsweise handeln. Je auff�lliger die beanstandete Darstellung zur Geltung gekommen ist, desto mehr rechtfertigt es sich, der Gegendarstellung die gleichen Modalit�ten der Ver�ffentlichung zuzugestehen (vgl. BGE 123 III 145 E. 2 S. 147 ff.). Diese Voraussetzung erf�llt eine Ver�ffentlichung auf der Leserbriefseite nicht, wenn der beanstandete Beitrag in einer Rubrik der Sachberichterstattung erfolgt ist (vgl. BGE 119 II 97 E. 2a S. 99/100; 122 III 209 E. 2a S. 211). Neben den inhaltlichen hat diesen formellen Anforderungen an die Ver�ffentlichung auch die Berichtigung des Medienunternehmens zu gen�gen, soll sie bewirken, dass das schutzw�rdige Interesse an der Beurteilung eines bereits eingereichten oder sp�teren Gegendarstellungsbegehrens entf�llt.
Die Beschwerdef�hrerinnen haben ihre Berichtigung zwei Wochen ("K-Tipp") bzw. rund vier Wochen ("Bon � savoir") nach der beanstandeten Tatsachendarstellung ver�ffentlicht und auf der jeweiligen Website aufgeschaltet. Es hat sich dabei um die n�chstfolgende Ausgabe gehandelt, da der "K-Tipp" alle vierzehn Tage und der "Bon � savoir" einmal im Monat erscheint (vgl. Bst. A hiervor). Die Ver�ffentlichung ist damit im Sinne von Art. 28k Abs. 1 ZGB "sobald als m�glich" erfolgt (vgl. SCHWAIBOLD, a.a.O., N. 2 f., und JEANDIN, a.a.O., N. 2, je zu Art. 28k ZGB).
In den gedruckten Ausgaben des "K-Tipp" und des "Bon � savoir" haben die Beschwerdef�hrerinnen ihre Berichtigungen auf der Leserbriefseite ver�ffentlicht.
6.2 Die Beschwerdef�hrerinnen halten die Ver�ffentlichung der "Pr�zisierung der Redaktion" unter der Rubrik "Leserbriefe" gleichwohl f�r gerechtfertigt, weil in Printmedien die Leserbriefe zu den meistgelesenen Rubriken z�hlten (mit Hinweis auf SCHWAIBOLD, a.a.O., N. 8 zu Art. 28k ZGB; vgl. JEANDIN, a.a.O., N. 3 zu Art. 28k ZGB). Entscheidend ist indessen nach der gesetzlichen Konzeption, dass die Ver�ffentlichung nicht irgendeinen oder den gr�sstm�glichen Leserkreis erreicht, sondern die Personen, die zuvor auch die beanstandete Tatsachendarstellung gelesen haben. Wie die Beschwerdef�hrerinnen hervorheben, verf�gt ein Konsumentenmagazin als spezialisierte Zeitschrift �ber eine sachthemenbezogen interessierte und damit �ber eine aufmerksamere und kritischere Leserschaft als eine gew�hnliche Tageszeitung (vgl. Urteil 4C.170/2006 vom 28. August 2006 E. 3.3, in: sic! 2007 S. 219 f.). Es darf deshalb angenommen werden, dass eine redaktionelle Berichtigung von den Lesern einer spezialisierten Zeitschrift auch eher im themenbezogenen Sachzusammenhang erwartet und wahrgenommen werden wird als auf der Leserbriefseite, die der Verbreitung subjektiver Meinungen und Erfahrungen dient und die die auf Sachthemen ausgerichtete fachkundige Leserschaft weniger interessieren d�rfte.
Die Beschwerdef�hrerinnen haben die Berichtigung auch auf der jeweiligen Website von "K-Tipp" und "Bon � savoir" aufgeschaltet.
7.1 Der "K-Tipp" und der "Bon � savoir" geh�ren beide zu den periodisch erscheinenden Medien im Sinne von Art. 28g Abs. 1 ZGB. Sie sind in Papierform als Zeitschriften erh�ltlich, doch wird ihr Inhalt regelm�ssig auch auf der Website gleichen Namens aufgeschaltet. Es kann deshalb nicht beanstandet werden, dass die kantonalen Gerichte eine Gegendarstellung auf der Website als zul�ssig erachtet haben (vgl. SCHWAIBOLD, a.a.O., N. 3, und JEANDIN, a.a.O., N. 20, je zu Art. 28g ZGB). Die Modalit�ten der Ver�ffentlichung gem�ss Art. 28k ZGB sind in diesem Fall internetspezifisch, d.h. auf der Website umzusetzen (vgl. JEANDIN, a.a.O., N. 4 zu Art. 28k ZGB; zu einzelnen M�glichkeiten: BERTIL COTTIER/VIRGINIE AGUET, Droit de r�ponse en ligne: quo vadis?, Medialex 2004 S. 203 ff., S. 208 f.).
7.2 Was die Berichtigung auf der Website "www.ktipp.ch" angeht, betont die Beschwerdef�hrerin 1, sie habe ihre "Pr�zisierung der Redaktion" unmittelbar unter dem beanstandeten Artikel platziert und erst noch mit dem Zusatz "Wichtig: �KK und Sympany sind zwei verschiedene Versicherungsunternehmen" erg�nzt. Auf Grund der verwiesenen Belege trifft die Darstellung zu. Berichtigt werden muss allerdings (Art. 105 Abs. 2 BGG), dass die "Pr�zisierung der Redaktion" nicht unmittelbar an den beanstandeten Artikel anschliesst, sondern sich darunter in der Rubrik "Kommentare" befindet. Wer sich einloggt bzw. registrieren l�sst, kann auf der Website unter dieser Rubrik einen eigenen Kommentar hinzuf�gen. Darauf verweist zutreffend auch die Beschwerdegegnerin. Es handelt sich somit um eine Art "Leserbriefseite" auf Internet. Auf das hiervor Gesagte (E. 6) kann deshalb auch f�r die Berichtigung auf der Website des "K-Tipp" verwiesen werden. Die Ver�ffentlichung gen�gt den Anforderungen gem�ss Art. 28k Abs. 1 ZGB nicht.
7.3.2 Der Ausdruck aus der Website "www.bonasavoir.ch" vom 5. Oktober 2010 widerlegt die Behauptung der Beschwerdegegnerin, die Berichtigung befinde sich ebenfalls unter der Rubrik "Kommentare" und gen�ge deshalb nicht. Die Beschwerdef�hrerin 2 hat ihre Berichtigung vielmehr unmittelbar im Anschluss an den beanstandeten Beitrag ver�ffentlicht und diesen erg�nzt, wie das die Beschwerdegegnerin ihr gegen�ber verlangt hatte ("� le compl�ter"). Mehr oder Anderes hat die Beschwerdegegnerin auch im gerichtlichen Verfahren nicht verlangt und darf ihr auch nicht zugesprochen werden (vgl. BGE 130 III 1 E. 3.2 S. 8 f.). Unter dem Blickwinkel von Art. 28k Abs. 1 ZGB darf die Ver�ffentlichung der Berichtigung hier deshalb nicht beanstandet werden. Wie die Ver�ffentlichung auf einer Website im Allgemeinen zu gestalten ist, damit sie den gleichen Personenkreis erreicht wie die beanstandete Tatsachendarstellung, kann damit dahingestellt bleiben.
Gem�ss Art. 28h Abs. 2 ZGB kann die Gegendarstellung unter anderem verweigert werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist. Im kantonalen Verfahren hat sich die Frage einer offensichtlichen Unrichtigkeit mit Bezug auf Ziff. 2 der Gegendarstellung gestellt, wonach f�r eine repr�sentative Befragung die einzelnen Versicherungen auch einzeln erhoben und ausgewertet werden m�ssten und Vermischungen zu einem unzutreffenden Ergebnis f�hrten. Das Kantonsgericht hat den entsprechenden Einwand der Beschwerdef�hrerinnen f�r unbegr�ndet gehalten.
8.1 Gest�tzt auf die Rechtsprechung und Lehre hat das Kantonsgericht die Bestimmung �ber den geltend gemachten Verweigerungsgrund insofern restriktiv ausgelegt, als das Medienunternehmen die offensichtliche Unrichtigkeit der Gegendarstellung sofort und auf unwiderlegbare Weise darzutun hat (E. 4b S. 10 f.). Das Kantonsgericht hat daf�rgehalten, die Beschwerdef�hrerinnen seien ihrer Beweisf�hrungslast nicht nachgekommen. Sie h�tten mit Schreiben der Beschwerdegegnerin vom 20. September 2010 von der Gegendarstellung Kenntnis erhalten, eine offensichtliche Unrichtigkeit der Gegendarstellung aber weder mit Schreiben vom 23. September 2010 noch mit Schreiben vom 28. September 2010, sondern erstmals vor Bezirksgericht mit der Stellungnahme vom 13. Oktober 2010 geltend gemacht. Rund drei Wochen nach Kenntnisnahme vom Inhalt der Gegendarstellung k�nne nicht mehr von einer sofortigen Beweisf�hrung im Sinne von Art. 28h Abs. 2 ZGB gesprochen werden (E. 4c S. 10 f. bzw. S. 11 der angefochtenen Verf�gungen).
8.2 Die Beschwerdef�hrerinnen best�tigen den kantonsgerichtlich festgestellten Verfahrensablauf. Sie wollen mit der Stellungnahme vom 13. Oktober 2010 gest�tzt auf die Ergebnisse der Link-Umfrage belegt haben, dass die Versicherungen einzeln erhoben und ausgewertet worden seien, dass auch die Werte von �KK und Sympany je einzeln erhoben worden seien und dass der Zufriedenheitswert bez�glich �KK 50,9 % und derjenige bez�glich Sympany 47,6 % betragen habe. Alle diese Tatsachen, so machen die Beschwerdef�hrerinnen geltend, habe die Beschwerdegegnerin nie bestritten. Es sei somit eine unbestrittene und anerkannte Tatsache, dass die Versicherungen einzeln erhoben und ausgewertet worden seien und keine Vermischung stattgefunden habe. Ziff. 2 der Gegendarstellung sei damit widerlegt und offensichtlich unrichtig im Sinne von Art. 28h Abs. 2 ZGB (S. 11 f. bzw. S. 12 ff. Ziff. 11.3 der Beschwerdeschriften).
8.3 Mit ihrem Einwand, die sie treffende Beweisf�hrungslast sei zufolge Anerkennung der Tatsachenvorbringen gegenstandslos geworden, �bersehen die Beschwerdef�hrerinnen, dass aufgrund des massgebenden �bergangsrechts im zu beurteilenden Fall die Verfahrensbestimmungen des bisherigen kantonalen Rechts angewendet werden mussten (E. 1a S. 5/6 der angefochtenen Verf�gungen) und dass gem�ss Art. 156 Abs. 1 Satz 2 der Zivilprozessordnung des Kantons Graub�nden (ZPO) vom 1. Dezember 1985 als bestritten gilt, was nicht zugestanden wird. Unterlassene Bestreitung bedeutet nicht einfach Anerkennung der gegnerischen Sachdarstellung (vgl. Urteil 4P.201/1996 vom 3. M�rz 1997 E. 2a, in: ZGRG 1997 S. 40). Es verh�lt sich also gerade nicht so, wie die Beschwerdef�hrerinnen annehmen, dass als anerkannt gilt, was nicht bestritten wird. Inwiefern es als willk�rlich erscheinen k�nnte, vom Stillschweigen der Beschwerdegegnerin auf deren Bestreitung zu schliessen, legen die Beschwerdef�hrerinnen nicht dar (Art. 106 Abs. 2 BGG). Sie wenden auch nichts dagegen ein, dass - f�r den Fall der Bestrittenheit ihrer Sachdarstellung - die Folgerung des Kantonsgerichts zutrifft, die Beschwerdef�hrerinnen seien der ihnen obliegenden "sofortigen" Beweisf�hrung im Sinne von Art. 28h Abs. 2 ZGB nicht nachgekommen (Art. 42 Abs. 2 BGG). Die Beschwerden m�ssen in diesem Punkt abgewiesen werden.
Aus den dargelegten Gr�nden ist die Beschwerde der Beschwerdef�hrerin 1 abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Die Beschwerdef�hrerin 1 wird damit in ihrem Verfahren 5A_275/2011 kosten- und entsch�digungspflichtig. Die Beschwerde der Beschwerdef�hrerin 2 ist insoweit erfolgreich, als die kantonalen Gerichte die verlangte Gegendarstellung nicht nur in der Zeitschrift "Bon � savoir", sondern auch auf der gleichnamigen Website angeordnet haben. Sie muss teilweise gutgeheissen werden, soweit auf die Beschwerde einzutreten ist. In Anbetracht dessen rechtfertigt es sich, die Gerichtskosten im Verfahren 5A_276/2011 den Parteien je zur H�lfte aufzuerlegen und die Parteientsch�digungen wettzuschlagen (Art. 66 Abs. 1 und Art. 68 Abs. 1 BGG). �ber die Kosten und Entsch�digungen des kantonalen Rekursverfahrens (ERZ 11 7) wird das Kantonsgericht neu zu befinden haben (Art. 67 und Art. 68 Abs. 5 BGG).
Die Beschwerde 5A_276/2011 wird teilweise gutgeheissen, soweit darauf einzutreten ist, die Verf�gung des Kantonsgerichts von Graub�nden, Einzelrichter in Zivilsachen, vom 16. Februar 2011 (ERZ 11 7) wird aufgehoben und in Dispositiv-Ziffer 1 neu gefasst wie folgt:
Der Rekurs wird insoweit gutgeheissen, als das Bezirksgerichtspr�sidium Lanquart die Editions Plus S.�.r.l. verpflichtet hat, auf der Website "www.bonasavoir.ch" zum Artikel "Certaines caisses vous ont d��us" vom 10. September 2010 eine Gegendarstellung der �KK Kranken- und Unfallversicherungen AG zu publizieren.
4.1 Die Gerichtskosten von Fr. 2'000.-- im Verfahren 5A_275/2011 werden der Beschwerdef�hrerin 1 auferlegt.
4.2 Die Gerichtskosten von Fr. 2'000.-- im Verfahren 5A_276/2011 werden der Beschwerdef�hrerin 2 und der Beschwerdegegnerin je zur H�lfte auferlegt.
5.1 Die Beschwerdef�hrerin 1 hat die Beschwerdegegnerin f�r das bundesgerichtliche Verfahren 5A_275/2011 mit Fr. 3'000.-- zu entsch�digen.
5.2 Im Verfahren 5A_276/2011 werden keine Parteientsch�digungen zugesprochen.
Die Sache wird zur Neuverlegung der Kosten und Entsch�digungen des kantonalen Rekursverfahrens ERZ 11 7 an das Kantonsgericht von Graub�nden, Einzelrichter in Zivilsachen, zur�ckgewiesen.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht von Graub�nden, Einzelrichter in Zivilsachen, schriftlich mitgeteilt.