Source: https://www.stbk-niedersachsen.de/de/ihre_kammer/ausl%C3%A4ndische_dienstleister/
Timestamp: 2018-12-16 16:05:10
Document Index: 26674338

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 37', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3']

Ausländische Dienstleister » Steuerberaterkammer Niedersachsen Körperschaft des öffentlichen Rechts
Die Regelung des § 3a StBerG erfasst nur die grenzüberschreitende, vorübergehende und gelegentliche Dienstleistungserbringung. Hiervon zu unterscheiden ist die dauerhafte Einrichtung einer beruflichen Niederlassung. Im Gegensatz zur grenzüberschreitenden Dienstleistungserbringung setzt die Begründung einer beruflichen Niederlassung in Deutschland die Ablegung der Eignungsprüfung nach § 37a Abs. 2 bis 5 StBerG und die Bestellung zum/zur Steuerberater/in voraus.
2. Voraussetzungen der Befugnis nach § 3a StBerG
b) Befugnis zur Hilfeleistung in Steuersachen im Niederlassungsstaat
c) Vorübergehende und gelegentliche Hilfeleistung in Steuersachen
Ausländische Dienstleister, die in Deutschland nach § 3a StBerG Hilfe in Steuersachen leisten wollen, sind zum Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherung entsprechend den in Deutschland geltenden Bedingungen verpflichtet. Dies folgt aus § 3a Abs. 1 Satz 3 StBerG, der bestimmt, dass der ausländische Dienstleister denselben Berufsregeln wie der inländische Steuerberater unterliegt. Eine im Niederlassungsstaat genommene Versicherung reicht folglich zur Erfüllung der Versicherungspflicht nur dann aus, wenn diese hinsichtlich Deckungsbedingungen und -umfang den inländischen Anforderungen entspricht. Fehlt es an einer solchen Gleichwertigkeit der ausländischen Versicherung, ist der ausländische Dienstleister verpflichtet, entweder eine Zusatzversicherung, welche die gegenüber den inländischen Bedingungen bestehenden Lücken schließt, oder zusätzlich zur der im Niederlassungsstaat genommenen Versicherung eine den inländischen Anforderungen entsprechende Versicherung abzuschließen. Der Meldung an die zuständige Steuerberaterkammer [vgl. unten 2. b) bb) Ziff. 8] ist ein entsprechender Versicherungsnachweis (Versicherungsschein oder Bestätigung der Versicherungsgesellschaft) beizufügen. e) Meldung bei der zuständigen Steuerberaterkamme
aa) Zuständige Steuerberaterkammer
Land Steuerberaterkammer
Bulgarien Düsseldorf
Dänemark Schleswig-Holstein
Estland Mecklenburg-Vorpommern
Finnland Berlin
Frankreich Rheinland-Pfalz
Großbritannien Niedersachsen
Irland Westfalen-Lippe
Lettland Mecklenburg-Vorpommern
Liechtenstein Nordbaden
Litauen Mecklenburg-Vorpommern
Malta Thüringen
Niederlande Düsseldorf
Norwegen Schleswig-Holstein
Polen Brandenburg
Portugal Hessen
Rumänien Nordbaden
Schweiz Südbaden
Slowakei Sachsen-Anhalt
Slowenien Thüringen
Spanien Hessen
Tschechien Nürnberg
Ungarn Sachsen
Zypern Bremen
bb) Inhalt der Meldung
cc) Wiederholung der Meldung
3. Berufsausübungsregelungen
a) Geltung des deutschen Berufsrechts Der ausländische Dienstleister unterliegt nach § 3 a Abs. 1 Satz 3 StBerG bei seiner Tätigkeit in Deutschland den für inländische Steuerberater geltenden Berufsregeln, d. h. insbesondere den
Vorschriften des Steuerberatungsgesetzes (StBerG), der Steuerberatergebührenverordnung (StBGebV) und der Berufsordnung der Bundessteuerberaterkammer (BOStB). Im Zweifelsfall geht das deutsche Berufsrecht, soweit dieses strenger als das Recht des Niederlassungsstaats ist, vor.
b) Führung der Berufsbezeichnung
Personen im Sinne des § 3a StBerG dürfen nur unter der Berufsbezeichnung in den Amtsprachen des Niederlassungsstaats tätig werden, unter der sie ihre Dienste im Niederlassungsstaat anbieten.
4. Umfang der Befugnis zur Hilfeleistung in Steuersachen
5. Eintragung in das Berufsregister
Personen, die nach § 3a Abs. 3 StBerG in das Berufsregister eingetragen sind, oder ihre Rechtsnachfolger müssen der zuständigen Steuerberaterkammer alle Änderungen der Angaben nach § 3a Abs. 2 Satz 3 Nr. 1 bis 4 StBerG unverzüglich schriftlich mitteilen (§ 3a Abs. 4 StBerG).
6. Untersagungsverfügung; Berufsaufsicht
7. Zurückweisung als Bevollmächtigter
Erfassungsbogen für englische Dienstleister gem. § 3 a StBerG
Befugnis zu vorübergehender und gelegentlicher Hilfeleistung in Steuersachen – zur vorübergehenden Eintragung in das Berufsregister (§ 3 a Abs. 3 StBerG)