Source: https://auschfrei.wordpress.com/2016/04/04/rechte-15-gewaltschutzmassnahmen/
Timestamp: 2017-06-29 07:12:31
Document Index: 22019625

Matched Legal Cases: ['§72', '§ 2', '§ 102', '§ 3', '§36', '§ 36', '§3']

Rechte: 15. Gewaltschutzmaßnahmen | ☨auschfrei
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Rechte: 15. Gewaltschutzmaßnahmen	Veröffentlicht am 4. April 2016 von breakpoint AKA Anne Nühm Die Liste mit den unterschiedlichen Rechten von Männern und Frauen wird als lose Folge von einzelnen Einträgen für jeden Punkt fortgeführt. Die Reihenfolge bedeutet keine Priorisierung oder Gewichtung, sondern ergibt sich aus der ursprünglich eher zufälligen Reihenfolge, wie ich sie in der Liste aufgeführt habe.
Da ich mich selbst nicht mit jedem Thema auskenne, werde ich mich nicht unbedingt an der Diskussion beteiligen. 15. Gewaltschutzmaßnahmen
Obwohl Männer häufiger von Gewalt – auch von häuslicher – betroffen sind, existieren für sie kaum Zufluchtsorte (z.B. Äquivalente von Frauenhäusern), oder andere Maßnahmen, um sie vor Gewalt zu schützen.
In der Verordnung zur Durchführung der Hilfe zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten, die auf §72 des Bundessozialhilfegesetzes beruht, ist die Finanzierung von Frauenhäusern geregelt:
§ 2 Art und Umfang der Maßnahmen
(1) Art und Umfang der Maßnahmen richten sich nach dem Ziel, die Hilfesuchenden zur Selbsthilfe zu befähigen, die Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft zu ermöglichen und die Führung eines menschenwürdigen Lebens zu sichern. Durch Unterstützung der Hilfesuchenden zur selbständigen Bewältigung ihrer besonderen sozialen Schwierigkeiten sollen sie in die Lage versetzt werden, ihr Leben entsprechend ihren Bedürfnissen, Wünschen und Fähigkeiten zu organisieren und selbstverantwortlich zu gestalten. Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass Hilfesuchende verpflichtet sind, nach eigenen Kräften an der Überwindung der besonderen sozialen Schwierigkeiten mitzuwirken. Auf Leistungen anderer Stellen oder nach anderen Vorschriften des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch, die im Sinne dieser Verordnung geeignet sind, ist hinzuwirken; die Regelungen über Erstattungsansprüche der Leistungsträger untereinander gemäß §§ 102 bis 114 des Zehnten Buches Sozialgesetzbuch finden insoweit auch zwischen Trägern der Sozialhilfe Anwendung.
(2) Maßnahmen sind die Dienst-, Geld- und Sachleistungen, die notwendig sind, um die besonderen sozialen Schwierigkeiten nachhaltig abzuwenden, zu beseitigen, zu mildern oder ihre Verschlimmerung zu verhüten. Vorrangig sind als Hilfe zur Selbsthilfe Dienstleistungen der Beratung und persönlichen Unterstützung für die Hilfesuchenden und für ihre Angehörigen, bei der Erhaltung und Beschaffung einer Wohnung, bei der Vermittlung in Ausbildung, bei der Erlangung und Sicherung eines Arbeitsplatzes sowie bei Aufbau und Aufrechterhaltung sozialer Beziehungen und der Gestaltung des Alltags. Bei der Hilfe sind geschlechts- und altersbedingte Besonderheiten sowie besondere Fähigkeiten und Neigungen zu berücksichtigen.
(3) Bei der Ermittlung und Feststellung des Hilfebedarfs sowie bei der Erstellung und Fortschreibung eines Gesamtplanes sollen die Hilfesuchenden unter Berücksichtigung der vorhandenen Kräfte und Fähigkeiten beteiligt werden. Wird ein Gesamtplan erstellt, sind der ermittelte Bedarf und die dem Bedarf entsprechenden Maßnahmen der Hilfe zu benennen und anzugeben, in welchem Verhältnis zueinander sie verwirklicht werden sollen. Dabei ist der verbundene Einsatz der unterschiedlichen Hilfen nach dem Zwölften Buch Sozialgesetzbuch und nach anderen Leistungsgesetzen anzustreben. Soweit es erforderlich ist, wirkt der Träger der Sozialhilfe mit anderen am Einzelfall Beteiligten zusammen; bei Personen vor Vollendung des 21. Lebensjahres ist ein Zusammenwirken mit dem Träger der öffentlichen Jugendhilfe erforderlich.
(4) Gesamtplan und Maßnahmen sind zu überprüfen, sobald Umstände die Annahme rechtfertigen, dass die Hilfe nicht oder nicht mehr zielgerecht ausgestaltet ist oder Hilfesuchende nicht nach ihren Kräften mitwirken.
(5) In stationären Einrichtungen soll die Hilfe nur befristet und nur dann gewährt werden, wenn eine verfügbare ambulante oder teilstationäre Hilfe nicht geeignet und die stationäre Hilfe Teil eines Gesamtplanes ist, an dessen Erstellung der für die stationäre Hilfe zuständige Träger der Sozialhilfe beteiligt war. Ist die Erstellung eines Gesamtplanes vor Beginn der Hilfe nicht möglich, hat sie unverzüglich danach zu erfolgen. Die Hilfe ist spätestens nach jeweils sechs Monaten zu überprüfen. Frauenhäuser sind keine Einrichtungen im Sinne von Satz 1; ambulante Maßnahmen nach den §§ 3 bis 6 werden durch den Aufenthalt in einem Frauenhaus nicht ausgeschlossen.
Im Sozialgesetzbuch, §36a werden explizit Frauenhäuser genannt:
§ 36a SGB II Kostenerstattung bei Aufenthalt im Frauenhaus
Sucht eine Person in einem Frauenhaus Zuflucht, ist der kommunale Träger am bisherigen gewöhnlichen Aufenthaltsort verpflichtet, dem durch die Aufnahme im Frauenhaus zuständigen kommunalen Träger am Ort des Frauenhauses die Kosten für die Zeit des Aufenthaltes im Frauenhaus zu erstatten.
Das Hilfetelefongesetz gilt explizit nur für Frauen. Der Adressatenkreis ist nach §3:
Die Angebote des Hilfetelefons wenden sich insbesondere an:
1. Frauen, die von Gewalt betroffen sind,
2. Personen aus dem sozialen Umfeld von Frauen, die von Gewalt betroffen sind, und
3. Personen, die bei ihrer beruflichen oder ehrenamtlichen Tätigkeit mit der Beratung und Unterstützung oder Intervention bei Gewalt gegen Frauen konfrontiert sind.
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10 Antworten zu Rechte: 15. Gewaltschutzmaßnahmen Plietsche Jung schreibt:	4. April 2016 um 19:45	Lass uns eine Petition schreiben, aber bitte hau mich nicht wieder dabei !
Antwort	breakpoint AKA Anne Nühm schreibt:	5. April 2016 um 7:13	Mach‘ dir keine Hoffnungen. Du kriegst keinen Safe Space.
Antwort	Plietsche Jung schreibt:	5. April 2016 um 7:15	Oje, ich armer ungeschützter Mann…
Antwort	breakpoint AKA Anne Nühm schreibt:	5. April 2016 um 7:17	😈
Antwort	aliasnimue schreibt:	5. April 2016 um 8:30	Gewalt von Frauen ist leider immer noch ein Tabuthema. Als ich meinen Ex kennengelernt habe, war er grün und blau geschlagen. Viele Männer wehren sich nicht, weil sie Sorge haben, sie könnten dabei die Frau verletzen. Und wer glaubt ihnen dann am Ende?
Antwort	breakpoint AKA Anne Nühm schreibt:	5. April 2016 um 8:42	Ja, genau das ist das Problem.
Männer werden per Default als Täter gesehen (Duluth Modell), und es gibt keine Schutzmöglichkeiten für sie, und kaum Verständnis in der Gesellschaft.
Antwort	aliasnimue schreibt:	5. April 2016 um 11:28	Dabei kommt das häufig vor, denke ich.
Vlt. machst Du mal eine anonyme Umfrage, wer schon Opfer von Gewalt geworden ist.
Antwort	breakpoint AKA Anne Nühm schreibt:	5. April 2016 um 11:57	Für eine Umfrage ist meine Reichweite viel zu klein, und um einige Aussagekraft zu haben, müsste man auch verschiedene andere Parameter miteinbeziehen.
Da fehlt Repräsentativität. Da fehlt eine exakte Begriffsbestimmung, ab wann genau eine Handlung als Gewalt zählt.
Der Aufwand, um so eine Umfrage, die wirklich einigermaßen verlässlich ist, durchzuführen, ist mir zu groß.
Antwort	aliasnimue schreibt:	5. April 2016 um 12:19	Ich hab mal google bemüht: 27% aller Opfer häuslicher Gewalt sind Männer. Angeblich wurde schon jeder 2te Mann von seiner Partnerin tätlich angegriffen.
Antwort	breakpoint AKA Anne Nühm schreibt:	5. April 2016 um 12:56	Es gibt auch Quellen, nach denen das deutlich mehr sind.
Lies mal hier nach: https://auschfrei.wordpress.com/2016/02/10/rechte-9-haeusliche-gewalt/
Da sind auch noch einige weiterführende Links.
Aktuelle Beiträge	Der ganz normale Alltagsfeminismus
Hinweis: Internationaler Vatertag
Noch ein paar Gedanken zum Ansprechen und zur Attraktivität
Ein Dank an die Väter! //1553
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