Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=OLG-Report%202005,%2038
Timestamp: 2020-04-02 15:53:26
Document Index: 142368422

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 1357', '§ 1', '§ 1', '§ 5', '§ 305', '§ 1', '§ 1', '§ 7', '§ 1', '§ 7', '§ 7', '§ 1', '§ 52', '§ 7', '§ 3', '§ 7', '§ 1', '§ 7', '§ 7', '§ 3', '§ 7', '§ 7', '§ 1', '§ 52', '§ 7', '§ 7', 'BGH', '§ 1', '§ 14', '§ 16', '§ 16', '§ 16', '§ 13', '§ 16', '§ 13', '§ 14', '§ 16']

Rechtsprechung: OLG-Report 2005, 38 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: OLG Karlsruhe, 01.07.2004 | OLG Hamburg, 26.02.2004 | OLG Hamm, 30.08.2004
OLG Düsseldorf, 26.11.2004 - I-23 U 101/04
https://dejure.org/2004,8529
OLG Düsseldorf, 26.11.2004 - I-23 U 101/04 (https://dejure.org/2004,8529)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 26.11.2004 - I-23 U 101/04 (https://dejure.org/2004,8529)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 26. November 2004 - I-23 U 101/04 (https://dejure.org/2004,8529)
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Haftung aus positiver Vertragsverletzung; Verjährung eines Schadensersatzanspruchs; Rechtsbehelf gegen einen belastenden Steuerbescheid; Verjährung der Pimäransprüche
NJW-RR 2005, 648
Dem kann der Beklagte nicht entgegenhalten, dass der BGH (vgl. dazu NJW-RR 1997, 51 (51)) und das OLG Düsseldorf (vgl. NJW-RR 2005, 648 (649)) auf die Bestandskraft als Schadenseintritt nur dann abgestellt haben, wenn das pflichtwidrige Verhalten des Steuerberaters erst nach dem Erlass des Steuerbescheides einsetzt.
Das Gericht schließt sich insoweit den Auffassungen des AG Ludwigsburg (Urteil vom 19.06.2002, 8 C 3161/01) und des AG Leutkirch (Urteil vom 02.04.2008, 2 C 21/08 - DStR 2009, 876; a.A.: OLG Düsseldorf v. 26.11.2004, NJW-RR 2005, 648 ff.) an, dass die Beauftragung eines Steuerberaters nicht unter den Begriff der Geschäfte zur angemessenen Deckung des Lebensbedarfs der Familie im Sinne von § 1357 I S. 1 BGB fällt.
(5) Zwar hat das OLG Düsseldorf in seiner Entscheidung vom 26.11.2004, ( OLG Düsseldorf NJW-RR 2005, S. 648 ff [OLG Düsseldorf 26.11.2004 - I-23 U 101/04] ) ohne dies näher zu begründen, erklärt, dass der Vertrag über die Erstellung der Einkommenssteuererklärung unter Zusammenveranlagung der Ehegatten zu den Geschäften, die zur Deckung des Lebensbedarfs dienen, gehört.
https://dejure.org/2004,3960
OLG Karlsruhe, 01.07.2004 - 12 U 117/04 (https://dejure.org/2004,3960)
OLG Karlsruhe, Entscheidung vom 01.07.2004 - 12 U 117/04 (https://dejure.org/2004,3960)
OLG Karlsruhe, Entscheidung vom 01. Juli 2004 - 12 U 117/04 (https://dejure.org/2004,3960)
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Betriebshaftpflichtversicherung: Begriff des "Schadenereignisses"; Eintrittspflicht des Versicherers eines Schreiners für Mangelfolgeschäden aus dem Einbau ungeeigneter Türen in Hotelbadezimmer
AHB § 1 Ziff. 1; AHB § 1 Ziff. 3; AHB § 5
Schadensereignis ist das ursächliche Verhalten
Anforderungen an Schadensereignis im Rahmen einer Betriebshaftpflichtversicherung; Eintrittspflicht des Haftpflichtversicherers bei Schadenseintritt nach Ablauf des Versicherungsvertrages ; Anforderungen an Schadensereignis nach den allgemeinen Haftpflichtbedingungen; ...
Begriff des "Schadensereignisses"
Schadensereignis ist das ursächliche Verhalten! (IBR 2004, 660)
Versicherungsschutz nach AHB, wenn Schaden vor Versicherungsende verursacht ist! (IBR 2005, 290)
LG Heidelberg, 30.01.2004 - 7 O 336/03
NJW-RR 2004, 1331
NZBau 2006, 439
VersR 2005, 397
ee) Soweit die Parteien sich erstinstanzlich auf die Senatsentscheidung vom 01.07.2004 (12 U 117/04, NJW-RR 2004, 1331), welche der Senat mit Urteil vom 17.06.2014 (12 U 36/14, VersR 2014, 1450) fortgesetzt hat, berufen haben, kommt es hierauf nicht an.
Die gegenständliche Mangelbeseitigungsnebenkostenklausel enthält, anders als bspw. die Nachbesserungsbegleitklausel, weder eine Einschränkung dahin, dass der Schaden außerhalb der Werkleistung des Versicherungsnehmers auftreten muss (vgl. OLG Karlsruhe, Urteil vom 1. Juli 2004 - 12 U 117/04, juris Rn. 42), noch auf Freilegungs- und Wiederherstellungskosten in anderen Gewerken, was jedenfalls gemäß § 305c Abs. 2 BGB zu Lasten der beklagten Versicherung als Verwender geht.
Diese Frage hat das Landgericht auf der Grundlage des Senatsurteils vom 1. Juli 2004 (NJW-RR 2004, 1331) zu Recht bejaht.
https://dejure.org/2004,4039
OLG Hamburg, 26.02.2004 - 3 U 142/03 (https://dejure.org/2004,4039)
OLG Hamburg, Entscheidung vom 26.02.2004 - 3 U 142/03 (https://dejure.org/2004,4039)
OLG Hamburg, Entscheidung vom 26. Februar 2004 - 3 U 142/03 (https://dejure.org/2004,4039)
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Keine billigeren Brillen für Oma und Opa
UWG § 1; HWG § 1; HWG § 7
Zum Verstoß gegen §§ 1 , 7 HWG bei Ankündigung eines Barrabatts der nach Lebensalter gestaffelt wird
Ankündigung eines Barrabatts für den Kauf einer Brille; Wettbewerbswidrigkeit eines Altersrabatts; Abgrenzung der Begriffe Zugabe und Zuwendung
Rabatt auf Brillen wettbewerbswidrig
Zusammenfassung von "'Air View' - Ein Blick auf das Urteil des OLG Hamburg vom 26.02.2004 (Az.: 3 U 142/03) und dessen Folgen für den Rabatt bei Medizinprodukten und freiverkäuflichen Arzneimitteln" von Dr. Arnd Pannenbecker, original erschienen in: WRP 2004, 1328 - ...
LG Hamburg, 19.08.2003 - 312 O 496/03
GRUR-RR 2004, 219
Wegen dieser vorstehend genannten Besonderheit hatte allerdings § 7 HWG (a.F.) insoweit eine Lücke, weil als Zugaben zulässige Werbegaben ausgenommen waren (dort § 7 I 1 [a.E.]) und die ZugabeVO für Geld- und Naturalrabatt nicht galt (OLG Hamburg, GRUR-RR 2004, 219 = WRP 2004, 790;… vgl. auch Baumbach/Hefermehl, WettbewerbsR, 22. Aufl. [2001], § 1 ZugabeVO, 74;… Klosterfelde/Jaeger-Lenz, in: Gloy, Hdb. WettbewerbsR, 2. Aufl. [1997], §§ 52, 33).
Nach dieser Vorschrift gehört der Geldrabatt zu den "Zuwendungen und sonstigen Werbegaben", denn der Ausnahmetatbestand bezüglich der als Zugaben zulässigen Werbegaben ist entfallen; stattdessen gibt es aufgezählte Ausnahmen in § 7 I Nrn. 1 bis 4 HWG , die aber nicht die frühere Ausnahme enthalten (OLG Hamburg, GRUR-RR 2004, 219 = WRP 2004, 790 - AirView).
Die hiergegen gerichtete Berufung der Beklagten wurde vom Senat mit Urteil vom 26. Februar 2004 (HansOLG Hamburg, 3 U 142/03) zurückgewiesen.
Hinsichtlich des weiteren Vorbringens der Parteien und der von ihnen überreichten Anlagen wird ergänzend auf den gesamten Akteninhalt sowie auf die Beiakte Landgericht Hamburg 312 O 496/03 (= HansOLG Hamburg 3 U 142/03) Bezug genommen.
Das hat der Senat bereits in seinem Berufungsurteil 26. Februar 2004 des Verfügungsverfahrens (Beiakte HansOLG 3 U 142/03) so entschieden.
Die Beklagte kann sich für den Einwand der Handelsüblichkeit auch nicht etwa auf ihre eigene Werbung stützen (vgl. in der Beiakte HansOLG Hamburg 3 U 142/03, dort Anlagen AG 5-8).
Zutreffend hat das Landgericht mit ausführlichen Nachweisen festgestellt, dass Brillen medizinisch-technische Instrumente im Sinne des § 3 MedizinprodukteG darstellen und danach von § 7 Abs. 1 i.V.m. § 1 Abs. 1 Nr. 1 a HWG in der ab 01.01.2004 gültigen Fassung erfasst werden (so auch HansOLG Hamburg U. v. 29.02.2004 - 3 U 142/03).
Demgegenüber vertritt etwa das OLG Hamburg U. v. 26.02.2004 - 3 U 142/03 die Ansicht, Barrabatte seien im Anwendungsbereich des § 7 Abs. 1 HWG grundsätzlich ausgeschlossen, eröffnet jedoch im Umfang etwa der Ausnahmevorschrift der Nr. 1 des genannten Absatzes (hier der "geringwertigen Kleinigkeiten").
Jedoch geht der Gesetzgeber von einer Anwendung der Vorschrift auf Rabatte aus, wenn er in § 7 Abs. 1 Nr. 2 lit. a) HWG n.F. Rabatte nur in bestimmten - hier nicht vorliegenden - Fällen gestattet (vgl. OLG Hamburg, WRP 2004, 790 - AirView).
Der Rabatt bezieht sich nicht auf ein bestimmtes Mittel oder bestimmte abgrenzbare Mittel (wie dies in der vom Antragsteller herangezogenen Entscheidung des OLG Hamburg [WRP 2004, 790 - AirView] der Fall war; das Gericht geht zudem auf die Problematik nicht ein), sondern auf alle rezeptfreien Medikamente.
Die Werbung betrifft denn auch - wie die Beklagte gerade für sich in Anspruch nimmt - eine Komplettbrille, wenngleich in der Preisdarstellung zergliedert die Gratisleistung in Bezug auf ein Glas herausgestellt wird (vgl. zur Brille als § 3 MPG unterfallend OLG Hamburg WRP 2004, 790 = GRUR-RR 2004, 219).
Wegen dieser vorstehend genannten Besonderheit hatte allerdings § 7 HWG [a.F.] insoweit eine Lücke, weil als Zugaben zulässige Werbegaben ausgenommen waren (dort § 7 Abs. 1 S. 1 [a.E.]) und die ZugabeVO für Geld- und Naturalrabatt nicht galt (OLG Hamburg WRP 2004, 790 = GRUR-RR 2004, 219;… vgl. auch Baumbach/Hefermehl, WettbewerbsR, 22. Aufl. [2001], § 1 ZugabeVO, 74;… Klosterfelde/Jaeger-Lenz in Gloy, Handbuch des WettbewerbsRs, 2. Aufl. [1997], § 52, 33).
Mit zutreffenden Gründen ist das Landgericht weiter davon ausgegangen, dass zu den "Zuwendungen" im Sinne von § 7 Abs. 1 HWG auch Barrabatte gehören (ebenso OLG Hamburg WRP 04, 790;… OLG Düsseldorf a.a.O.; OLG Stuttgart, Urteil vom 24.02.2005 - 2 U 143/04).
Dies ergebe sich aus der Rechtsprechung des OLG Hamburg (WRP 2004, 790; a. A. OLG Düsseldorf, WRP 2005, 135, 136).
Diese gesetzliche Wertung zeigt auf, dass die Vorschrift eine auf die Lauterkeit des Wettbewerbs bezogene Schutzfunktion hat (vgl. OLG Hamburg GRUR-RR 2004, 219 mwN.).
Unter diesen Umständen kommt es nicht darauf an, ob die Beklagte - was die Klägerin auch nicht ausdrücklich geltend gemacht hat - zugleich gegen § 7 HeilMWerbG verstoßen hat (vgl. OLG Stuttgart, NJW-RR 1997, 359 [OLG Stuttgart 24.05.1996 - 2 U 240/95] ; OLG Hamburg WRP 2004, 790 [OLG Hamburg 26.02.2004 - 3 U 142/03] )), eine Vorschrift, die bezweckt, durch eine weitgehende Eindämmung der Wertreklame im Arzneimittelbereich der abstrakten Gefahr einer unsachlichen Beeinflussung zu begegnen (vgl. BGH MDR 2003, 1066).
Zulässigkeit der kostenfreien Zuwendung einer Sonnenbrille beim Kauf einer …
Bei der Korrekturbrille handelt es sich um ein Medizinprodukt im Sinne der §§ 1 Abs. 1 Nr. 1 a HWG , 3 MPG (vgl. OLG Hamburg, WRP 2004, 790).
https://dejure.org/2004,4552
OLG Hamm, 30.08.2004 - 15 W 269/04 (https://dejure.org/2004,4552)
OLG Hamm, Entscheidung vom 30.08.2004 - 15 W 269/04 (https://dejure.org/2004,4552)
OLG Hamm, Entscheidung vom 30. August 2004 - 15 W 269/04 (https://dejure.org/2004,4552)
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AsylVfG § 14 Abs. 4 S. 3; FEVG § 16
Zulässigkeit der Fortführung eines Rechtsmittels mit dem Ziel der Feststellung der Rechtswidrigkeit der getroffenen Maßnahme nach Erledigung einer; Haftanordnung durch Entlassung aus der Haft; Ende der Abschiebungshaft mit Zustellung der Entscheidung des Bundesamtes über ...
AG Essen - 71 XIV 2570
LG Essen, 08.06.2004 - 7 T 334/04
FGPrax 2005, 49
Die Abschiebungshaft endet mit Zustellung der Entscheidung des Bundesamts, spätestens jedoch vier Wochen nach Eingang des Asylantrags beim Bundesamt, es sei denn, der Asylantrag wurde (vor Ablauf der Frist - vgl. dazu den Beschluss des OLG Hamm vom 30. August 2004 in der Sache 15 W 269/04 - dokumentiert bei Melchior und den Beschluss des OLG Düsseldorf vom 17. Februar 2003 in der Sache 3 Wx 39/03 dokumentiert bei Melchior; vgl. auch BayObLG Beschluss vom 2. März 2004 in der Sache 4Z BR 14/04 - dokumentiert bei Melchior = BayVBl. 2004, 539) als unbeachtlich oder offensichtlich unbegründet abgelehnt.
Gibt die Ausländerbehörde in dem Freiheitsentziehungsverfahren zur Einlegung eines Rechtsmittels Anlass, weil sie die Haft nicht rechtzeitig beendet, so ist für diese Rechtsmittelinstanz die ungerechtfertigte Aufrechterhaltung der Haft der unbegründeten Antragstellung im Sinne des § 16 FEVG gleichzustellen (vgl. auch Senat FGPrax 2005, 49 = InfAuslR 2005, 114 und OLG München OLG-Report 2009, 24).
OLG Köln, 26.07.2006 - 16 Wx 151/06
Keine nachträgliche Ermessensausübung bei Erledigung der Hauptsache durch …
Wegen der außergerichtlichen Kosten des Betroffenen war infolge der rechtswidrigen Haft eine Erstattungsanordnung zu treffen, wobei es offen bleiben kann, ob diese aus einer entsprechenden Anwendung des § 16 FEVG (so OLG Hamm FGPrax 2005, 49;… OLG München a. a. O.) oder aus § 13 Abs. 1 S. 1 FGG (so OLG Düsseldorf FGPrax 2004, 141) folgt.
OLG Köln, 01.07.2008 - 16 Wx 76/08
Wegen der außergerichtlichen Kosten des Betroffenen war infolge der rechtswidrigen Haft eine Erstattungsanordnung zu treffen, wobei es offen bleiben kann, ob diese aus einer entsprechenden Anwendung des § 16 FEVG (so OLG Hamm FGPrax 2005, 49;… OLG München a. a. O.) oder aus § 13 a Abs. 1 S. 1 FGG (so OLG Düsseldorf FGPrax 2004, 141) folgt.
Der Senat hat bereits entschieden, dass die Aufrechterhaltung der Haft für einen Zeitraum nach Ablauf der zwingenden Frist des § 14 Abs. 3 S. 3 AsylVfG der unbegründeten Antragstellung im Sinne des § 16 FEVG gleichzustellen ist (FGPrax 2005, 49, 50).
Diese Feststellung braucht sich nicht darauf zu beziehen, ob die Haft von Anfang an rechtswidrig war, sondern kann auch darauf beschränkt werden, dass diese ab einem bestimmten späteren Zeitpunkt an nicht mehr zulässig war (vgl. OLG Düsseldorf FGPrax 2004, 141; OLG Hamm FGPrax 2005, 49 = OLGReport 2005, 38).