Source: https://www.rechtsportal.de/Rechtsprechung/Rechtsprechung/1993/BGH/256-StPO-laesst-die-Verpflichtung-unberuehrt-alles-zur-Erforschung-der-Wahrheit-Erforderliche-zu-tun.-Diese-Verpflichtung-kann-gebieten-trotz-Vorliegens-der-Voraussetzungen-von-256-StPO-den-Sachverstaendigen-persoenlich-zu-hoeren-BGHSt-1-94-96-.-Das-kommt-insbesondere-dann-in-Betracht-wenn-der-Sachverstaendige-in-seinem-schriftlichen-Gutachten-Bekundungen-des-Beschuldigten-festgehalten-hat-die-ihm-dieser-bei-Aufnahme-der-Anamnese-gemacht-hat-wenn-der-Beschuldigte-aber-der-Auffassung-ist-diese-Bekundungen-seien-in-der-aufgezeichneten-Form-fuer-einen-anderen-insbesondere-einen-anderen-Sachverstaendigen-missverstaendlich-und-beduerften-daher-der-Klaerung-durch-persoenliche-Anhoerung
Timestamp: 2019-10-15 16:39:54
Document Index: 351109035

Matched Legal Cases: ['§ 256', '§ 256', 'BGH', 'BGH', '§ 256', '§ 256', 'BGH', 'BGH']

§ 256 StPO läßt die Verpflichtung unberührt, alles zur Erforschung der Wahrheit Erforderliche zu tun. Diese Verpflichtung kann gebieten, trotz Vorliegens der Voraussetzungen von § 256 StPO den Sachverständigen persönlich zu hören (BGHSt 1, 94, 96). Das ko / BGH / 1993 / Rechtsprechung / Rechtsprechung / Rechtsportal - Deubner Rechtsportal
OLG Celle (31 Ss 24/13) | Datum: 15.07.2013
OLG Zweibrücken (3 W 173/06) | Datum: 11.09.2006
»Die einverständliche Verlesung einer Urkunde entbindet das Gericht nicht von der Verpflichtung, den der Urkunde zugrunde liegenden Sachverhalt weiter aufzuklären, falls die Verlesung allein zur Aufklärung nicht ausreicht.«
OLG Zweibrücken (1 Ss 265/01) | Datum: 24.01.2002
§ 256 StPO läßt die Verpflichtung unberührt, alles zur Erforschung der Wahrheit Erforderliche zu tun. Diese Verpflichtung kann gebieten, trotz Vorliegens der Voraussetzungen von § 256 StPO den Sachverständigen persönlich zu hören (BGHSt 1, 94, 96). Das kommt insbesondere dann in Betracht, wenn der Sachverständige in seinem schriftlichen Gutachten Bekundungen des Beschuldigten festgehalten hat, die ihm dieser bei Aufnahme der Anamnese gemacht hat, wenn der Beschuldigte aber der Auffassung ist, diese Bekundungen seien in der aufgezeichneten Form für einen anderen (insbesondere einen anderen Sachverständigen) mißverständlich und bedürften daher der Klärung durch persönliche Anhörung.
BGH (1 StR 829/92)
Fundstelle: NStZ 1993, 397; StV 1993, 459
NStZ 1993, 397 StV 1993, 459 [...]