Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=SozR%204-2500%20%C2%A7%2013%20Nr.%2010
Timestamp: 2019-12-08 08:32:21
Document Index: 353473046

Matched Legal Cases: ['§ 13', '§ 13', '§ 36', '§ 13', '§ 14', '§ 13', '§ 163', '§ 56', '§ 1922', '§ 2039', '§ 58', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 37', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 13']

BSG, 03.08.2006 - B 3 KR 24/05 R - dejure.org
BSG, 03.08.2006 - B 3 KR 24/05 R
https://dejure.org/2006,1487
BSG, 03.08.2006 - B 3 KR 24/05 R (https://dejure.org/2006,1487)
BSG, Entscheidung vom 03.08.2006 - B 3 KR 24/05 R (https://dejure.org/2006,1487)
BSG, Entscheidung vom 03. August 2006 - B 3 KR 24/05 R (https://dejure.org/2006,1487)
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Krankenversicherung - Kostenerstattung - selbstbeschaffte Leistung im Rahmen der häuslichen Krankenpflege [hier Insulininjektionen] - Sekundärhaftung des Versicherten gegenüber Pflegedienst
Kostenerstattungsanspruch wegen der von einem Pflegedienst durchgeführten und bezahlten Insulininjektionen - Tatbestandsmerkmal der "laufenden" Geldleistung im Rahmen der Behandlungssicherungspflege
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BSG vom 03.08.2006, Az.: B 3 KR 24/05 R (Zum Kostenerstattungsanspruch des Versicherten gegen die Krankenkasse)" von RA Dr. Johannes Groß, original erschienen in: PflR 2006, 533.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BSG vom 03.08.2006, Az.: B 3 KR 24/05 R (Zur Kostenerstattung für selbstbeschaffte Leistung im Rahmen der häuslichen Krankenpflege - Sekundärhaftung gegenüber Pflegedienst)" von RA Robert Roßbruch, original erschienen in: PflR 2007, 92 ...
Zusammenfassung von "Kostenerstattung / häusliche Pflege - Anmerkung zum Urteil des BSG vom 03.08.2006, AZ: B 3 KR 24/05" von Uni-Prof. Dr. Gerhard Igl, original erschienen in: SGb 2007, 292 - 297.
SG Cottbus, 28.05.2003 - S 10 KR 125/02
SG Cottbus, 28.05.2003 - S 18 U 111/94
NZS 2007, 372 (Ls.)
Anspruchshindernd ist vielmehr, wie der Senat bereits entschieden hat, erst ein unbedingtes Verpflichtungsgeschäft im Verhältnis zwischen Versichertem und Leistungserbringer (vgl BSG SozR 4-2500 § 13 Nr. 10 RdNr 22).
Anspruchshindernd ist vielmehr, wie der erkennende Senat bereits entschieden hat, erst ein unbedingtes Verpflichtungsgeschäft im Verhältnis zwischen Versichertem und Leistungserbringer (vgl BSG SozR 4-2500 § 13 Nr. 10 RdNr 22) .
Eine Leistung ist nach der Rechtsprechung des Senats selbst beschafft, wenn im Verhältnis zwischen Versichertem und Leistungserbringer bezogen auf die Leistung ein unbedingtes Verpflichtungsgeschäft zustande gekommen ist und sich der Versicherte damit einer endgültigen rechtlichen Zahlungsverpflichtung ausgesetzt hat (…vgl zu Hilfsmittel-Leistungen: BSGE 105, 170 = SozR 4-2500 § 36 Nr. 2, RdNr 12; vgl auch BSG SozR 4-2500 § 13 Nr. 10 RdNr 20 ff).
Maßgeblich ist vielmehr erst ein unbedingtes Verpflichtungsgeschäft im Verhältnis zwischen Versichertem und Leistungserbringer (…BSG Urteile vom 24.1.2013 - B 3 KR 5/12 R - BSGE 113, 40 = SozR 4-3250 § 14 Nr. 19, jeweils RdNr 44 und vom 3.8.2006 - B 3 KR 24/05 R - SozR 4-2500 § 13 Nr. 10 RdNr 22) .
Die Klägerin bzw die Miterben waren nach den bindenden Feststellungen des LSG (§ 163 SGG) keine Sonderrechtsnachfolger iS von § 56 SGB I. Der mögliche Kostenerstattungs- bzw Freistellungsanspruch könnte daher nach den Vorschriften des BGB (§ 1922 Abs. 1, § 2039) auf die Klägerin bzw die Miterben übergegangen sein (§§ 58, 59 SGB I, vgl dazu BSG SozR 4-2500 § 13 Nr. 10 RdNr 13 ff) .
Denn die Krankenkasse muss zunächst die rein faktische Möglichkeit haben, sich mit dem Leistungsbegehren zu befassen, es zu prüfen und ggf Behandlungsalternativen aufzuzeigen, bevor eine Selbstbeschaffung mit Kostenerstattungsanspruch in Betracht kommt (vgl zum Ganzen näher BSG SozR 4-2500 § 13 Nr. 10 RdNr 22;… BSGE 98, 26 = SozR 4-2500 § 13 Nr. 12;… vgl ferner jüngst BSG Urteil vom 11.5.2017 - B 3 KR 30/15 R - SozR 4-2500 § 13 Nr. 34 RdNr 46 f , auch zur Veröffentlichung in BSGE vorgesehen;… vgl auch Senatsbeschluss vom 28.9.2017 - B 3 KR 7/17 B - zur Veröffentlichung in SozR vorgesehen) .
Daher kann auch dahinstehen, ob es hierauf für den Kostenfreistellungsanspruch gegenüber der Beklagten überhaupt ankommen kann (vgl auch BSG SozR 4-2500 § 13 Nr. 10 RdNr 20 f) .
Soweit der 3. Senat des BSG in seinem Urteil vom 3. August 2006 (B 3 KR 24/05 R, zur Veröffentlichung vorgesehen) unter RdNr 20 ausführt, die Frage, ob der Kostenaufwand des Versicherten auf der Erfüllung einer vertraglichen Vergütungspflicht beruhe, auf einer sonstigen zivilrechtlichen Zahlungspflicht basiert oder gar rechtsgrundlos entstanden sei, spiele für die Kostenerstattung nach § 13 Abs. 3 SGB V grundsätzlich keine Rolle, tragen diese Ausführungen das Urteil des 3. Senats aus Sicht des erkennenden Senats nicht.
Denn zumindest wenn unklar ist, ob eine Pflegeversicherung oder entsprechende Leistungsansprüche bestehen, müssen Individualvereinbarungen zulässig und wirksam sein (zum gleichartigen Problem in der gesetzlichen Krankenversicherung BSG SozR 4-2500 § 13 Nr. 10 RdNr 21) .
Denn der 3. Senat des BSG hat seine entgegenstehende, abweichende Rechtsauffassung aus den Urteilen vom 3.8.2006 und vom 25.8.2009 (vgl BSG SozR 4-2500 § 13 Nr. 10, RdNr 15;… BSG SozR 4-2500 § 37 Nr. 10 RdNr 11) auf Anfrage des erkennenden Senats (BSG Beschluss vom 8.11.2011 - B 1 KR 6/11 R) aufgegeben (BSG Beschluss vom 15.3.2012 - B 3 KR 2/11 S).
a) Nach der ständigen Rechtsprechung des erkennenden Senats setzt der Kostenerstattungsanspruch aus § 13 Abs. 3 Satz 1 SGB V voraus, dass dem behandelnden Arzt gegen den Versicherten, der sich die Leistung selbst verschafft hat, ein rechtswirksamer Vergütungsanspruch aus der Behandlung erwachsen ist (…vgl dazu zB BSGE 79, 125, 127 = SozR 3-2500 § 13 Nr. 11 S 52;… BSGE 80, 181, 182 = SozR 3-2500 § 13 Nr. 14 S 68;… BSG SozR 3-2500 § 13 Nr. 17 S 78;… BSGE 86, 66, 69 = SozR 3-2500 § 13 Nr. 21 S 89;… BSGE 93, 94, 102 = SozR 4-2500 § 13 Nr. 4 S 30;… BSG SozR 4-2500 § 13 Nr. 8 RdNr 25 - zur Veröffentlichung auch in BSGE vorgesehen; zuletzt BSG, Urteil vom 7.11.2006 - B 1 KR 24/06 R - RdNr 35 f mwN - LITT - zur Veröffentlichung vorgesehen, abgrenzend zu nicht tragenden Ausführungen im Urteil des 3. Senats des BSG vom 3.8.2006 - B 3 KR 24/05 R - SozR 4-2500 § 13 Nr. 10).
Anspruchshindernd ist vielmehr erst ein unbedingtes Verpflichtungsgeschäft im Verhältnis zwischen Versichertem und Leistungserbringer (Bundessozialgericht, Urteile vom 3. August 2006, B 3 KR 24/05 R und vom 24. Januar 2013, B 3 KR 5/12 R - juris -).
BSG, 08.11.2011 - B 1 KR 6/11 R
LSG Hamburg, 29.05.2018 - L 3 R 24/17
LSG Rheinland-Pfalz, 16.04.2015 - L 5 KR 170/14
Krankenversicherung - häusliche Krankenpflege - Anspruch auf Erstattung der …
LSG Nordrhein-Westfalen, 09.06.2011 - L 5 KR 89/09
BSG, 29.09.2010 - B 1 KR 78/10 B
LSG Berlin-Brandenburg, 21.05.2008 - L 23 B 239/07
Zur Frage der Kostenprivilegierung eines Pflegeheimbetriebes bei Geltendmachung …
BSG, 09.01.2007 - B 3 KR 35/06 B