Source: http://www.deutschestextarchiv.de/book/view/estor_rechtsgelehrsamkeit01_1757?p=886
Timestamp: 2019-02-18 02:21:58
Document Index: 379843773

Matched Legal Cases: ['§ 2172', '§ 2173', '§ 2174', '§ 2175', '§ 2172', '§ 2173', '§ 2174', '§ 2175']

Sechs und funfzigstes haubtstück
vom wasser-regale
wasser be-
Das wasser wird entweder nach der natur-
kunde, oder der policei, oder nach der rent-
kammer-wissenschaft, oder nach anleitung des
Teutschen rechtes betrachtet.
nach der na-
turkunde?
In betref der natur-kunde haben wir uns dahir
nicht zu beschäfftigen. Dise leret, daß das was-
ser ein durchsichtiger, flüssiger und schwerer körper,
dessen teile, klein, glatt, länglich, schlüpferig,
und wie schlängelgen sind, welche beständig über
einander herrollen, Hambergers elementa phy-
Wir bemerken nur nach maasgebung der hy-
drologie, oder des wasser-reiches die einteilung in
süßes und mineralisches wasser. Darunter ist
das rinnende und quellwasser das leichteste. Hin-
gegen ist das meerwasser am schweresten, mithin
träget es auch am schweresten, iedoch träget wohl
ein strom schwerer als der andre. Also träget
das Mainwasser in seiner art schwerer, als das
Rheinwasser.
wie bäche,
flüsse, strö-
me, über-
Aus dem quell-wasser entstehen bäche. Vile
bäche machen einen fluß. Aus mereren flüssen
wird ein strom. Man sehe das hydrographische
lexicon aller ströme und flüsse in Ober- und Nider-
Teutschlande 1743, 8, Heinrich Kühn von dem
ursprunge der quellen und des grundwassers, Ber-
lin 1746, 8, und Scheuchzers natur-histori des
Sechs und funfzigſtes haubtſtuͤck
vom waſſer-regale
waſſer be-
Das waſſer wird entweder nach der natur-
kammer-wiſſenſchaft, oder nach anleitung des
Teutſchen rechtes betrachtet.
nicht zu beſchaͤfftigen. Diſe leret, daß das waſ-
ſer ein durchſichtiger, fluͤſſiger und ſchwerer koͤrper,
deſſen teile, klein, glatt, laͤnglich, ſchluͤpferig,
und wie ſchlaͤngelgen ſind, welche beſtaͤndig uͤber
ſices.
des waſſers
drologie, oder des waſſer-reiches die einteilung in
ſuͤßes und mineraliſches waſſer. Darunter iſt
das rinnende und quellwaſſer das leichteſte. Hin-
gegen iſt das meerwaſſer am ſchwereſten, mithin
traͤget es auch am ſchwereſten, iedoch traͤget wohl
ein ſtrom ſchwerer als der andre. Alſo traͤget
das Mainwaſſer in ſeiner art ſchwerer, als das
Rheinwaſſer.
wie baͤche,
fluͤſſe, ſtroͤ-
me, uͤber-
ſchwem-
entſtehen?
Aus dem quell-waſſer entſtehen baͤche. Vile
baͤche machen einen fluß. Aus mereren fluͤſſen
wird ein ſtrom. Man ſehe das hydrographiſche
lexicon aller ſtroͤme und fluͤſſe in Ober- und Nider-
Teutſchlande 1743, 8, Heinrich Kuͤhn von dem
urſprunge der quellen und des grundwaſſers, Ber-
lin 1746, 8, und Scheuchzers natur-hiſtori des
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[874/0886] LVI haubtſtuͤck Sechs und funfzigſtes haubtſtuͤck vom waſſer-regale § 2172 Das waſſer wird entweder nach der natur- kunde, oder der policei, oder nach der rent- kammer-wiſſenſchaft, oder nach anleitung des Teutſchen rechtes betrachtet. § 2173 In betref der natur-kunde haben wir uns dahir nicht zu beſchaͤfftigen. Diſe leret, daß das waſ- ſer ein durchſichtiger, fluͤſſiger und ſchwerer koͤrper, deſſen teile, klein, glatt, laͤnglich, ſchluͤpferig, und wie ſchlaͤngelgen ſind, welche beſtaͤndig uͤber einander herrollen, Hambergers elementa phy- ſices. § 2174 Wir bemerken nur nach maasgebung der hy- drologie, oder des waſſer-reiches die einteilung in ſuͤßes und mineraliſches waſſer. Darunter iſt das rinnende und quellwaſſer das leichteſte. Hin- gegen iſt das meerwaſſer am ſchwereſten, mithin traͤget es auch am ſchwereſten, iedoch traͤget wohl ein ſtrom ſchwerer als der andre. Alſo traͤget das Mainwaſſer in ſeiner art ſchwerer, als das Rheinwaſſer. § 2175 Aus dem quell-waſſer entſtehen baͤche. Vile baͤche machen einen fluß. Aus mereren fluͤſſen wird ein ſtrom. Man ſehe das hydrographiſche lexicon aller ſtroͤme und fluͤſſe in Ober- und Nider- Teutſchlande 1743, 8, Heinrich Kuͤhn von dem urſprunge der quellen und des grundwaſſers, Ber- lin 1746, 8, und Scheuchzers natur-hiſtori des Schwei-
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Zitationshilfe: Estor, Johann Georg: Bürgerliche rechtsgelehrsamkeit der Teutschen. Bd. 1. Marburg, 1757, S. 874. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/estor_rechtsgelehrsamkeit01_1757/886>, abgerufen am 18.02.2019.