Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OVG%20Nordrhein-Westfalen&Datum=26.02.2013&Aktenzeichen=18%20B%20572/12
Timestamp: 2019-12-16 04:45:44
Document Index: 185054108

Matched Legal Cases: ['§ 80', '§ 57', 'Art. 29', 'Art. 3', 'Art. 19', '§ 80', 'Art. 20', 'Art. 20', 'Art. 20']

OVG Nordrhein-Westfalen, 26.02.2013 - 18 B 572/12 - dejure.org
https://dejure.org/2013,4034
OVG Nordrhein-Westfalen, 26.02.2013 - 18 B 572/12 (https://dejure.org/2013,4034)
OVG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 26.02.2013 - 18 B 572/12 (https://dejure.org/2013,4034)
OVG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 26. Februar 2013 - 18 B 572/12 (https://dejure.org/2013,4034)
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Zurückschiebung Wiederaufnahme Mitteilung Verwaltungsakt
AsylVfG § 80, AufenthG § 57 Abs. 2, VO 343/2003 Art. 29 Abs. 1 Bst. e, VO 343/2003 Art. 3 Abs. 4, GG Art. 19 Abs. 4
Beschwerdeausschluss, Zurückschiebung, Verwaltungsakt, Dublin II-VO, Dublinverfahren, Zurückschiebung, Informationspflicht, Rechtsweggarantie
VG Minden - 10 L 296/12
vgl. zur dementsprechenden Auslegung von § 80 AsylG ("Rechtsstreitigkeiten nach diesem Gesetz"): Senatsbeschluss vom 26. Februar 2013 - 18 B 572/12 -, juris Rn. 5 m.w.N. auch aus der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts.
Ob Maßnahmen oder Entscheidungen anderer Behörden ihre rechtliche Grundlage im Asylgesetz haben, ist nach dem Gefüge und dem Sinnzusammenhang der einzelnen Regelungen zu bestimmen (…vgl. BVerwG, Urt. v. 25.9.1997, 1 C 6.97, NVwZ 1998, 299, juris Rn. 14; OVG Münster, Beschl. v. 26.2.2013, 18 B 572/12, juris Rn. 5 f.; jeweils m.w.N.).
(Zitiert OVG NRW Beschluss vom 26.02.2013 - 18 B 572/12 - asyl.net: M20532.).
Dies schließt eine Aushändigung aus, die zeitlich erst unmittelbar vor bzw. während der laufenden Abschiebung erfolgt (vgl. zu der entsprechenden Vorschrift in Art. 20 Abs. 1e) Dublin II-VO: OVG Nordrhein-Westfalen, Beschl. v. 26.02.2013 - 18 B 572/12 -, juris Rn. 47).
Diese unmittelbar wirksame unionsrechtliche Mitteilungspflicht ist nach deutschem Recht durch die Ausländerbehörde zu erfüllen, und zwar derart, dass diese das vom Bundesamt gefertigte und an sie übersandte Mitteilungsschreiben, das eine Begründung zu enthalten hat (vgl. Art. 20 Abs. 1 Buchst. e) Unterabs. 1 Satz 2 Dublin-II-VO), dem Ausländer aushändigt; dabei hat die Aushändigung der Mitteilung so rechtzeitig zu erfolgen, dass der durch Art. 20 Abs. 1 Buchst. e) Unterabs. 1 Satz 4 Dublin-II-VO garantierte Rechtsschutz gegen die Überstellung noch möglich ist - dies schließt eine Aushändigung erst kurz vor der Überstellung aus (vgl. OVG NRW B.v. 26.2.2013 - 18 B 572/12 - juris Rn. 47).
Nicht streitentscheidend ist demgegenüber die von der Klagepartei betonte Richtlinie 2008/115/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Dezember 2008 über gemeinsame Normen und Verfahren in den Mitgliedstaaten zur Rückführung illegal aufhältiger Drittstaatsangehöriger (Rückführungsrichtlinie - RückführungsRL); denn die speziellere Dublin-II-VO geht der allgemeinen Rückführungsrichtlinie vor (ebenso OVG NRW B.v. 26.2.2013 - 18 B 572/12 - juris Rn. 39).
vgl. zur alten Rechtslage OVG NRW, Beschluss vom 26. Februar 2013 - 18 B 572/12 -, juris, Rn. 47.
VG Saarlouis, 23.06.2015 - 3 L 108/15
"die Beklagte zu verpflichten die Klägerin in der Erstaufnahmeeinrichtung der Landesaufnahmestelle Lebach als Asylantragstellerin aufzunehmen"1(Bei diesem Begehren handelt es sich um eine asylrechtliche Streitigkeit, da die Behörde ihre Entscheidung auf Normen stützt, die im Asylverfahrensgesetz (AsylVfG) ihre Grundlage finden, vgl. hierzu auch OVG NRW, Beschluss vom 26.02.2013 -18 B 572/12-, juris m.w.N.),.