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Timestamp: 2017-12-11 06:52:28
Document Index: 55961576

Matched Legal Cases: ['Art 33', 'Art 21', 'Art 21', 'Art 47', 'Art 46', 'Art 47', 'Art 48', 'Art 48', 'Art 49', 'Art 50', 'Art 3', 'Art 53', 'Art 53', 'Art 54', 'Art 54', 'Art 55', 'Art 56', 'Art 55', 'Art 56', 'Art 57', 'Art 3', 'Art 57', 'Art 3', 'Art 58', 'Art 59', 'Art 59', 'Art 3', 'Art 3']

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ÖGWT-Club. ab und Wir verbinden - Menschen und Wissen.
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1 ÖGWT-Club Umsatzsteuerliche Änderungen ab Mag. Peter Mayr 13. und Wir verbinden - Menschen und Wissen.
2 MWSt-Paket Gesetzesänderungen Änderungen im Bereich der Dienstleistungsortbestimmung Reverse Charge in der EU und Österreich Zusammenfassende Meldung für Dienstleistungen Vorsteuerrückerstattung für in der EU ansässige Unternehmer Umsatzsteuerliche Änderungen ab
3 Neuregelung des Ortes der Dienstleistung ab Ausgangslage Zunahme der grenzüberschreitenden Dienstleistungen, die aus der Distanz erbracht werden können Grundregel ab Bei Dienstleistungen an Steuerpflichtige grundsätzlich Empfängerortprinzip Gleichzeitig i i zwingend: Übergang der Steuerschuld bei Grundregel Zusammenfassende Meldung (ZM) auch für Dienstleistungen Bei Dienstleistungen an Nichtsteuerpflichtige grundsätzlich Unternehmensortprinzip Zahlreiche Ausnahmen RL 2008/8/EG vom Umsetzung in BBG 2009, Art 33, 3a (BGBl 52/2009 vom ) Umsatzsteuerliche Änderungen ab
4 Grundregel B2B Empfängerortprinzip Abs 6: Eine sonstige Leistung, die an einen Unternehmer isd Abs 5 Z 1 und 2 ausgeführt wird, wird... an dem Ort ausgeführt, von dem aus der Empfänger sein Unternehmen betreibt. Wird die sonstige Leistung an die Betriebsstätte tätt eines Unternehmers ausgeführt, ist stattdessen der Ort der Betriebsstätte maßgebend. Nach RL Sitz der wirtschaftlichen Tätigkeit des Leistungsempfängers bzw feste Niederlassung des Leistungsempfängers, an die die Leistung erbracht wird. Umsatzsteuerliche Änderungen ab
5 Grundregel B2C Unternehmensortprinzip Abs 7: Eine sonstige Leistung, die an einen Nichtunternehmer isd Abs 5 Z 3 ausgeführt wird, wird an dem Ort ausgeführt, von dem aus der Unternehmer sein Unternehmen betreibt. Wird die sonstige Leistung von einer Betriebsstätte tätt ausgeführt, gilt die Betriebsstätte als der Ort der sonstigen Leistung. Nach RL Sitz der wirtschaftlichen Tätigkeit des Leistenden bzw feste Niederlassung des Leistenden, von dem die Leistung erbracht wird. Umsatzsteuerliche Änderungen ab
6 MWSt-Paket Dienstleistungsortbestimmung NEUab Ausnahmen Grundstücksumsätze sind dort steuerbar, wo sich das Grundstück befindet. darunter sind vor allem die Tätigkeiten von Sachverständigen, Maklern oder auch Architekten zu verstehen. NEU: die Beherbergung in Hotels, Ferienanlagen oder auf Campingplätzen sowie die Einräumung von Nutzungsrechten sind als Grundstücksumsätze zu qualifizieren. diese Regelungen gelten unabhängig davon, ob sie an Unternehmer oder Nichtunternehmer erbracht werden. Vermittlungsleistungen an Nichtunternehmer sind dort steuerbar, wo der vermittelte Umsatz ausgeführt wurde. für Unternehmer gilt die Grundregel, dh Empfängerortprinzip (NEU) Beförderungsleistungen izm Personenbeförderung sind anhand der Beförderungsstrecke zu beurteilen, egal ob an Unternehmer oder Nichtunternehmer Güterbeförderungen an Nichtunternehmer sind bei innergemeinschaftlichen Lieferungen am Abgangsort, bei Lieferungen ins Drittland anhand der Beförderungsstrecke steuerbar für Unternehmer gilt generell die Grundregel, dh Empfängerortprinzip (NEU) Umsatzsteuerliche Änderungen ab
7 MWSt-Paket Dienstleistungsortbestimmung NEUab Ausnahmen Beförderungsnebenleistungen, die Begutachtung von und Arbeiten an beweglichen körperlichen Gegenständen an Nichtunternehmer sind am Tätigkeitsort steuerbar für Unternehmer gilt die Grundregel, dh Empfängerortprinzip (NEU) Unabhängig davon, ob Gegenstand Land der Bearbeitung verlässt Trotzdem: besondere Aufzeichnungspflichten künstlerische, wissenschaftliche, unterrichtende, sportliche, unterhaltende oder ähnliche Leistungen (wie Messen und Ausstellungen) einschließlich h der Leistungen der jeweiligen Veranstalter sind bis am Tätigkeitsort steuerbar, egal ob Nichtunternehmer oder Unternehmer Ab : bei Leistungen an Unternehmer Empfängerortprinzip mit Ausnahme des Ticketverkaufs (NEU) kurzfristige Vermietung von Beförderungsmitteln ist am Übergabeort steuerbar, egal ob an Nichtunternehmer oder Unternehmer (NEU) Übergabeort: Ort, an dem Beförderungsmittel physisch übergeben wird langfristige Vermietung von Beförderungsmitteln an Unternehmer nach dem Empfängerortprinzip zu beurteilen an Nichtunternehmer nach dem Unternehmensortprinzip zu beurteilen Katalogleistungen ins Drittland an Nichtunternehmer nach dem Empfängerortprinzip zu beurteilen. Umsatzsteuerliche Änderungen ab
8 MWSt-Paket Dienstleistungsortbestimmung NEUab Der neue neue Begriff des Unternehmers izm der Ortsbestimmung von Dienstleistungen wurde dieser erweitert hat keine Auswirkungen auf den Unternehmerbegriff des 2UStG Demnach werden als Unternehmer folgende Unternehmen eingestuft: ein Unternehmer, der auch nicht steuerbare Umsätze bewirkt, in Bezug auf alle an ihn erbrachten sonstigen Leistungen als Unternehmer zb Holding mit operativen und nichtoperativen Bereich, Gemeinden mit Hoheitsbereich und BgA eine nicht unternehmerisch tätige juristische Person mit UID-Nummer dieser erweiterte Begriff des Unternehmers gilt zusätzlich zum Begriff des 2 UStG Besagt nichts über Vorsteuerabzugsberechtigung Umsatzsteuerliche Änderungen ab
9 MWSt-Paket Reverse Charge NEU Zum Übergang der Steuerschuld kommt es zwingend im B2B Bereich bei Anwendung der Grundregel (Empfängerortprinzip) in der EU wenn der Leistungsempfänger Steuerpflichtiger oder eine nichtsteuerpflichtige juristische Person mit UID ist und die Dienstleistungen von einem nicht in diesem MS ansässigen Steuerpflichtigen erbracht wird. Nichtansässigkeit liegt auch dann vor, wenn der Leistungserbringer im Staat der Leistungserbringung über eine Betriebsstätte verfügt und die Betriebsstätte nicht in die Leistungserbringung involviert ist Hinweis: nicht von Betriebsstättenadresse fakturieren Änderung des 19 UStG, da Betriebstätte in Österreich Reverse Charge bis zum ausschließt In Österreich und Deutschland wird Reverse Charge bei jeder Dienstleistung durch nichtansässigen Unternehmer im B2B-Bereich angewendet Situation ist in jedem Mitgliedsland unterschiedlich hinsichtlich Dienstleistungen, die nicht der Grundregel unterliegen Umsatzsteuerliche Änderungen ab
10 BBG Art 21 Abs 6: ZM für sonstige Leistungen Art 21 Abs 6: für im übrigen Gemeinschaftsgebiet ausgeführte steuerpflichtige sonstige Leistungen nach der Generalklausel,, für die der Leistungsempfänger die Steuer schuldet a) die UID-Nummer jedes Leistungsempfängers, die ihm in einem anderen Mitgliedstaat erteilt worden ist und unter der die steuerpflichtigen sonstigen Leistungen an ihn erbracht worden sind, und b) für jeden Leistungsempfänger die Summe der Bemessungsgrundlagen der an ihn erbrachten steuerpflichtigen sonstigen Leistungen. Umsatzsteuerliche Änderungen ab
11 MWSt-Paket Zusammenfassende Meldung für DL Ab sind im EU-Ausland erbrachte Dienstleistungen in Form einer Zusammenfassenden Meldung zu melden allerdings keine Meldung in der UVA wie ursprünglich vorgesehen Muster ist derzeit noch nicht veröffentlicht Abgabezeitpunkt nunmehr bis Ende des Folgemonats Umsatzsteuerliche Änderungen ab
12 Verlagerung des Leistungsortes bei Drittlandsbezug Betrifft Katalogleistungen l t und Vermietung von Beförderungsmittel Verlagerung vom EU-Gebiet (Österreich) in das Drittland Wenn tatsächliche Nutzung im Drittland erfolgt Verlagerung vom Drittland in das EU-Gebiet Wenn tatsächliche Nutzung in der EU (Österreich) erfolgt Zwingend bei Telekommunikationsdienstleistungen und Rundfunk- sowie Fernsehdienstleistungen Maßnahme erfordert entweder Wettbewerbsverzerrung (Steuersatzgefälle), Nichtbesteuerung (Verlagerung nach Österreich) oder Doppeltbesteuerung (Verlagerung aus Österreich) Derzeitige Verordnungen: Telekommunikationsleistungen, Rundfunk- und Fernsehdienstleistungen, Personalgestellung, ll Vermietung von Beförderungsmittel in das Drittland Neue VO betreffend Änderung der VO über die Verlagerung des Ortes bei Telekommunikations- sowie Rundfunk- und Fernsehdienstleistungen (VO BGBl II 221/2009 vom ) Umsatzsteuerliche Änderungen ab
13 Organisatorische Maßnahmen Welche Fragen sollten Sie sich bereits jetzt stellen? Umsatzsteuerliche Änderungen ab
14 Was ist zu tun? Prüfung der sonstigen Leistungen hinsichtlich des Leistungsortes (Eingangs-, Ausgangsleistungen) Allfällige Einrichtung neuer Steuerkennzeichen EDV-technische Voraussetzungen der Einbeziehung der im übrigen Gemeinschaftsgebiet erbrachten Dienstleistungen in ZM schaffen Bei grenzüberschreitenden Dienstleistungen an EU-Unternehmer rechtzeitig flächendeckend UID-Nummern einholen Entsprechende Schulung der betroffenen Mitarbeiter durchführen Bei Eingangsrechnungen mit ausländischer Umsatzsteuer Rechnung auf Richtigkeit und Vollständigkeit prüfen Umsatzsteuerliche Änderungen ab
15 Organisatorische Maßnahmen Welche Bereiche im Unternehmen sind von Änderungen betroffen Einkauf Verkauf Verteuerung oder Verbilligung des Leistungsbezuges bei unterschiedlichen Leistungsorten Insbesondere für nicht zum Vorsteuerabzug berechtigte Unternehmer wichtig Vertragsanpassungen bei Bruttoklauseln l Vorfrage klären, ob Abnehmer Unternehmer ist (insbesondere Drittlandsunternehmer) Stammdatenpflege Verteuerung oder Verbilligung des Leistungsbezuges für Kunden bei unterschiedlichen Leistungsorten Vertragsanpassungen bei Bruttoklauseln Künftig Optionen zur Steuerpflicht im Ausland möglich? IT-Abteilung Erfüllung der neuen Meldepflichten Hinterlegung der richtigen Steuercodes Achtung: Altfälle müssen auch nach richtig abgebildet werden! Umsatzsteuerliche Änderungen ab
16 Organisatorische Maßnahmen Welche Bereiche sind im Unternehmen betroffen Treasury Anwendung des Reverse Charge-Systems bedingt Einfluss auf Cashflow Abhängig von Zahlungsverhalten des Steuerpflichtigen (Vorsteuer) und des Kunden (Umsatzsteuer) Rechtsabteilung Notwendige Vertragsanpassungen rechtzeitig durchführen lassen Ausstieg aus nicht mehr lukrativen Geschäftsmodellen möglich, sofern Dritte involviert i sind? Steuerabteilung Prüfung, inwieweit Geschäftsmodelle weiterhin anwendbar sind Prüfung, ob andere Struktur der Leistungskette möglich ist Entwicklung von Gegenstrategien Umsatzsteuerliche Änderungen ab
17 Welche Umsätze gibt es, bei denen es ab Änderungen geben wird? Ein Unternehmer erbringt Vermögensverwaltungsleistungen g g an einen ausländischen Unternehmer Ab sind diese Leistungen nicht mehr im Inland steuerbar PKW-Leasing durch Unternehmer im Ausland Ab sind diese Leistungen nicht mehr im Ausland steuerbar, sondern nach dem Empfängerortprinzip am Sitz des Leistungsempfängers Arbeiten an beweglichen Gegenständen für ausländische Unternehmer diese Leistungen sind ab im Ausland und nicht mehr im Inland steuerbar unabhängig von der Verbringung der Gegenstände in das Ausland Konkurrenz zur Steuerbefreiung für Lohnveredelung zur Ausfuhr innergemeinschaftliche Güterbeförderungen an ausländische Unternehmer jedenfalls ab im Ausland steuerbar bei Güterbeförderungen an Unternehmer kommt es zu keiner Aufteilung der Beförderungsstrecke jedenfalls Empfängerortprinzip Abfallentsorgung an Unternehmer Künftig Empfängerortprinzip anstelle Unternehmensortprinzip Vermittlungsleistung an Unternehmer Empfängerortprinzip statt Ort, an dem der vermittelte Umsatz erbracht wird Umsatzsteuerliche Änderungen ab
18 Übersicht: Ort der sonstigen Leistung Grundregel Grundregel: Ort der sonstigen Leistung Steuerpflichtige Ort, von dem aus der Empfänger sein Unternehmen betreibt bzw Betriebsstätte, an die die Leistung erbracht wird Nichtsteuerpflichtige Ort: Sitz bzw Betriebsstätte des Dienstleistungserbringers ngserbringers Bisher: Unternehmensort Umsatzsteuerliche Änderungen ab
19 Übersicht: Ort der sonstigen Leistung Ausnahmen (I) Steuerpflichtige Vermittlungsleistungen Empfängerort ( 3a Abs 6 UStG) Grundstücksleistungen Bisher: Ort, an dem der vermittelte Umsatz erbracht wird Grundstücksort (Art 47 bzw 3a Abs 9 UStG) Nichtsteuerpflichtige Ort, an dem der vermittelte Umsatz erbracht wird (Art 46 bzw 3a Abs 8 UStG) Grundstücksort (Art 47 bzw 3a Abs 9 UStG) Personenbeförderung Dort, wo jeweils stattfindet Dort, wo jeweils stattfindet (Art 48 bzw 3a Abs 10 UStG) (Art 48 bzw 3a Abs 10 UStG) Güterbeförderung (außer innergemeinschaftlich) Innergemeinschaftliche Güterbeförderung Empfängerort ( 3a Abs 6 UStG) Bisher: Dort, wo stattfindet Empfängerort ( 3a Abs 6 UStG) Bisher: Abgangsort Dort, wo jeweils stattfindet (Art 49 bzw 3a Abs 10 UStG) Abgangsort (Art 50 bzw Art 3a Abs 1 BMR) Umsatzsteuerliche Änderungen ab
20 Übersicht: Ort der sonstigen Leistung Ausnahmen (II) Steuerpflichtige Nichtsteuerpflichtige Kunst, Sport, Wissenschaft, Tätigkeitsort (Art 53 bzw 3a Tätigkeitsort (Art 53 bzw 3a Unterhaltung usw Abs 11 UStG) Abs 11 UStG) Nebentätigkeiten zur Beförderung Begutachtung von/arbeiten an beweglichen körperlichen Gegenständen Empfängerort ( 3a Abs 6 UStG) Bisher: Tätigkeitsort Empfängerort ( 3a Abs 6 UStG) Bisher: Tätigkeitsort Tätigkeitsort (Art 54 lit a bzw 3a Abs 11 UStG) Tätigkeitsort (Art 54 lit b bzw 3a Abs 11 UStG) Umsatzsteuerliche Änderungen ab
21 Übersicht: Ort der sonstigen Leistung Ausnahmen (III) Vermietung von Beförderungsmitteln bis 30 Tage Steuerpflichtige Tätigkeitsort (Art 55 bzw 3a Abs 11 UStG) Bisher: Unternehmensort Dort, wo es zur Verfügung gestellt wird (Art 56 bzw 3a Abs 12 UStG) Bisher: Unternehmensort Nichtsteuerpflichtige Tätigkeitsort (Art 55 bzw 3a Abs 11 UStG) Dort, wo es zur Verfügung gestellt wird (Art 56 bzw 3a Abs 12 UStG) Bisher: Unternehmensort Restaurant- und Verpflegungsdienstleistungen Restaurant- und Abgangsort (Art 57 bzw Art 3a Abgangsort (Art 57 bzw Art 3a Verpflegungsdienstleistungen bei innergemeinschaftlichen Personen- Abs 3 BMR) Bisher: Unternehmensort Abs 3 BMR) Bisher: Unternehmensort beförderungen Umsatzsteuerliche Änderungen ab
22 Übersicht: Ort der sonstigen Leistung Ausnahmen (IV) Elektronisch erbrachte Dienstleistungen i t vom Drittland Steuerpflichtige Empfängerort Nichtsteuerpflichtige Dort, wo der Nichtsteuerpflichtige t hti ansässig ist (Art 58 bzw 3a Abs 13 lit b UStG) Katalogleistungen an Empfängerort Dort, wo der Drittlandskunden Nichtsteuerpflichtige ansässig ist (Art 59 bzw 3a Abs 13 lit b UStG) Telekom-, Rundfunk- und Fernsehdienstleistungen vom Drittland Empfängerort Tatsächliche Nutzung oder Auswertung (Art 59b bzw 3a Abs 16 UStG) Umsatzsteuerliche Änderungen ab
23 Beispiele sonstige Leistungen Beispiel 1: Der Spediteur A mit Sitz im Inland besorgt für den österreichischen Unternehmer B die Beförderung eines Gegenstandes von Klagenfurt nach Züi Zürich. Die Beförderung föd fühtd führt der Unternehmer Cd durch. Beispiel 2 - Vermittlungsleistung: Der Handelsreisende Ö vermittelt für seinen Geschäftspartner S in Laibach den Verkauf von Spezialbohrmaschinen in Österreich und der Schweiz. Der Versand erfolgt aus Slowenien. Beispiel i 3 - Hausverwaltung: Der Industrieunternehmer Ö aus Wien hat der Garten- und BetriebsgmbH mit Sitz in Nickelsdorf die Pflege der Grünflächen des Betriebsgrundstücks in Budapest, die Gebäudereinigung, die Wartung der Heizungsanlagen und die Pflege und Wartung der Aufzugsanlagen übertragen. Umsatzsteuerliche Änderungen ab
24 Beispiele sonstige Leistungen Beispiel 4 - Vermietungsleistung: Der deutsche Unternehmer D vermietet auf einem Campingplatz in Kitzbühel stationär aufgestellte Wohnwagen an Urlaubsgäste. Die Abrechnung wird über das Büro des D in Deutschland vorgenommen. Beispiel 5: Das Bregenzer Taxiunternehmen T beförderte einen privaten schweizerischen Fahrgast U von Bregenz nach Zürich. Auf der Fahrt dorthin befördert er gleichzeitig für einen anderen schweizerischen Kunden (S) die von S in Bregenz telefonisch bestellte Ware ebenfalls dorthin. Beispiel 6 - Werkleistung: Der österreichische Unternehmer Ö beauftragt den Maschinenhersteller I in Italien (ohne Betriebsstätte in Ö) mit der Reparatur einer Holzverarbeitungsmaschine in I. Umsatzsteuerliche Änderungen ab
25 Beispiele sonstige Leistungen Beispiel 7 - Rechtsanwaltsleistung: Der österreichische Rechtsanwalt Ö vertritt einen Unternehmer in München, eine Privatperson in München. Beispiel 8 - EDV-Leistungen: Die Data AG in Wien erhält von einem tschechischen Unternehmer T mit Sitz in Prag den Auftrag, übertragene Daten auf der EDV-Anlage in Wien auszuwerten, auszudrucken und anschließend mit der Post nach Prag zu schicken. Beispiel 9 - Vermittlungsleistung: Ein österreichischer Unternehmensberater vermittelt seinem Klienten P, der in Prag einen Handel betreibt, den Dolmetscher L aus Linz. Umsatzsteuerliche Änderungen ab
26 Beispiele sonstige Leistungen Beispiel 10: Von der Gemeinde Ferlach wird das slowenische Unternehmen Blitz und Blank (keine Betriebsstätte in Ö) beauftragt, sowohl die Reinigung der ge- meindeeigenen i Gebäude als auch die Pflege der Grünflächen zu übernehmen. Beispiel 11: Für die österreichischen Teilnehmer (Unternehmer) an einem Austauschprogramm übernimmt die freiberufliche Übersetzerin G aus Griechenland die Übersetzung der an sie nach Athen gesandten Schulungsunterlagen in das Griechische. Da sie nur in Athen tätig ist, hat sie keine Betriebsstätte in Ö. Beispiel 12: Das Betriebsberatungsunternehmen Spar aus der Schweiz erstellt für den hoheitlichen Bereich der Stadt Graz ein Finanzierungskonzept über die EDV- Ausstattung der Magistratsabteilungen. Umsatzsteuerliche Änderungen ab
27 Beispiele sonstige Leistungen Beispiel 13 - Architektenleistung: Der französische Architekt F (ohne Betriebsstätte in Österreich) ist mit der Errichtung eines Kongresszentrums in Wien beauftragt worden. Beispiel 14 - Vermietungsleistung: Ein deutsches Leasingunternehmen vermietet ein Kraftfahrzeug an einen österreichischen unternehmerischen Leasingnehmer. Beispiel 15 - Beförderungsleistungen: U in Wien beauftragt F in München, Waren aus Portugal nach Wien zu beför- dern. Umsatzsteuerliche Änderungen ab
28 Lösungen zu den Beispielen sonstige Leistung vor 2010 bzw ab 2010 zu Beispiel 1: vor 2010: Die grenzüberschreitende Beförderung des C ist hinsichtlich des inländischen Teiles steuerbar aber steuerfrei. Das Gleiche gilt für die Besorgungsleistung des A. ab 2010: Die grenzüberschreitende Beförderung des C ist nach der Grundregel am Empfängerort ( 3a Abs 6 UStG) in Österreich steuerbar aber nach 6 Abs 1Z3 steuerfrei. Das Gleiche gilt für die Besorgungsleistung des A. Umsatzsteuerliche Änderungen ab
29 Lösungen zu den Beispielen sonstige Leistung vor 2010 bzw ab 2010 zu Beispiel 2: vor 2010: Die Vermittlungsleistung wird gem 3a Abs 4 in allen Fällen in Slowenien erbracht; in Österreich ist sie daher nicht steuerbar. ab 2010: Die Vermittlungsleistung wird in allen Fällen nach der Grundregel am Empfängerort ( 3a Abs 6 UStG) in Slowenien erbracht; in Österreich ist sie daher nicht steuerbar. zu Beispiel 3: vor 2010: Die Garten- und BetriebsgmbH erbringt gem 3a Abs 6 ihre Leistungen in Ungarn (Grundstücksort), die daher in Österreich nicht steuerbar sind. ab 2010: Die Garten- und BetriebsgmbH erbringt gem 3a Abs 9 ihre Leistungen in Ungarn (Grundstücksort), die daher in Österreich nicht steuerbar sind. Umsatzsteuerliche Änderungen ab
30 Lösungen zu den Beispielen sonstige Leistung vor 2010 bzw ab 2010 zu Beispiel 4: vor 2010: Die Vermietung von Wohnwagen, die zum stationären Gebrauch als Wohnwagen überlassen werden, ist gem 3a Abs 6 als sonstige Leistung im Zusammenhang mit einem Grundstück anzusehen. Der Umsatz ist daher in Österreich steuerpflichtig, unabhängig davon, wo die Abrechnung erfolgt oder der Sitz des vermietenden Unternehmers liegt. Die Rechnung hat 10 % Umsatzsteuer auszuweisen. ab 2010: Die Vermietung von Wohnwagen, die zum stationären Gebrauch als Wohnwagen überlassen werden, ist gem 3a Abs 9 als sonstige Leistung im Zusammenhang mit einem Grundstück anzusehen. Der Umsatz ist daher in Österreich steuerpflichtig, unabhängig davon, wo die Abrechnung erfolgt oder der Sitz des vermietenden Unternehmers liegt. Die Rechnung hat 10 % Umsatzsteuer auszuweisen. Umsatzsteuerliche Änderungen ab
31 Lösungen zu den Beispielen sonstige Leistung vor 2010 bzw ab 2010 zu Beispiel 5: vor 2010: Es handelt sich im gegenständlichen Fall um eine Beförderungsleistung, die gem 3a Abs 7 dort ausgeführt wird, wo die Beförderung bewirkt wird. Der inländische Teil der Beförderungsleistung ist daher in Österreich steuerbar, das auf den ausländischen Streckenanteil entfallende Entgelt ist nicht steuerbar. Die Beförderung von Gegenständen im grenzüberschreitenden Beförderungsverkehr ist gem 6 Abs 1 Z 3 lit a steuerfrei. Für die Beförderung von Personen ermäßigt sich gem 10 Abs 2 Z 12 die Steuer auf 10 %. ab 2010: Es handelt sich im gegenständlichen ersten Fall um eine Personen-Beförderungsleistung, die gem 3a Abs 11 dort ausgeführt wird, wo die Beförderung bewirkt wird. Der inländische Teil der Beförderungsleistung ist daher in Österreich steuerbar und pflichtig, das auf den ausländischen Streckenanteil entfallende Entgelt ist nicht steuerbar. Für die Beförderung von Personen ermäßigt sich gem 10 Abs 2 Z 12 die Steuer auf 10 %. Die Beförderung von Gegenständen im grenzüberschreitenden Beförderungsverkehr ist gem 3a Abs 6 am Empfängerort, also in der Schweiz steuerbar, bei nicht unternehmerischen Kunden ist der inländische Teil steuerbar, aber gem 6 Abs 1 Z 3 lit a steuerfrei. Somit ist ohne österreichische Umsatzsteuer abzurechnen. Umsatzsteuerliche Änderungen ab
32 Lösungen zu den Beispielen sonstige Leistung vor 2010 bzw ab 2010 zu Beispiel 6: vor 2010: Die Leistung wird gem 3a Abs 8 lit c in Italien erbracht. Das langwierige Vorsteuererstattungsverfahren t tt in Italien kann gem Art 3a Abs 6 durch Verwendung der österreichischen UID-Nummer durch Ö vermieden werden. Dadurch verlagert sich der Leistungsort nach Österreich. I stellt eine Rechnung ohne Umsatzsteuer aus. Ö hat den Übergang der Steuerschuld gem 19 Abs 1 Z 3 zu beachten (Reverse Charge). ab 2010: Die Leistung wird gem 3a Abs 6 UStG am Empfängerort, also in Ö, erbracht. I stellt eine Rechnung ohne Umsatzsteuer aus. Ö hat den Übergang der Steuerschuld gem 19 Abs 1 zu beachten (Reverse Charge). Umsatzsteuerliche Änderungen ab
33 Lösungen zu den Beispielen sonstige Leistung vor 2010 bzw ab 2010 zu Beispiel 7: vor 2010: Es handelt sich um eine Katalogleistung gem 3a Abs 10 Z 3. Der Empfänger der Leistung betreibt sein Unternehmen in Deutschland. Die Leistung von Ö ist daher in Österreich nicht steuerbar. Steuerpflicht besteht gem 3a Abs 9 lit a in Deutschland (die Steuerschuld geht auf D über). Ö erbringt die Leistung an einen Nichtunternehmer, t h der seinen Wohnsitz in einem EU-Land hat. Somit tätigt Ö gem 3a Abs 12 einen in Österreich steuerpflichtigen Umsatz. ab 2010: Es handelt sich um eine Katalogleistung gem 3a Abs 14 Z 3. Der Empfänger der Leistung betreibt sein Unternehmen in Deutschland. Die Leistung von Ö ist daher in Österreich nicht steuerbar (Empfängerortprinzip). Ö erbringt die Leistung an einen Nichtunternehmer, der seinen Wohnsitz in einem EU-Land hat. Somit tätigt Ö gem 3a Abs 7 einen in Österreich steuerpflichtigen Umsatz. Umsatzsteuerliche Änderungen ab
34 Lösungen zu den Beispielen sonstige Leistung vor 2010 bzw ab 2010 zu Beispiel 8: vor 2010: Es handelt sich um eine Katalogleistung gem 3a Abs 10 Z 5. Die Data AG erbringt gem 3a Abs 9 lit a ihre sonstige Leistung am Ort des Empfängers. Der Umsatz ist daher in Österreich nicht steuerbar, sondern in Tschechien. ab 2010: Es handelt sich um eine Katalogleistung gem 3a Abs 14 Z 5. Die Data AG erbringt gem 3a Abs 6 ihre sonstige Leistung am Ort des Empfängers. Der Umsatz ist daher in Österreich nicht steuerbar, sondern in Tschechien. hi Umsatzsteuerliche Änderungen ab
35 Lösungen zu den Beispielen sonstige Leistung vor 2010 bzw ab 2010 zu Beispiel 9: vor 2010: Es handelt sich um eine Katalogleistung gem 3a Abs 10 Z 11. Die Vermittlung des Dolmetschers ist gem 3a Abs 9 lit a in Österreich nicht steuerbar. ab 2010: Es handelt sich um eine Leistung, die nach der Grundregel am Empfängerort steuerbar ist. Die Vermittlung des Dolmetschers ist gem 3a Abs 9 lit a in Österreich nicht steuerbar. Umsatzsteuerliche Änderungen ab
36 Lösungen zu den Beispielen sonstige Leistung vor 2010 bzw ab 2010 zu Beispiel 10: vor 2010: Es handelt sich im vorliegenden Fall um eine sonstige Leistung izm einem Grundstück, die dort ausgeführt wird, wo das Grundstück gelegen ist ( 3a Abs 6). Der Ort der sonstigen Leistung liegt daher in Österreich. Die Leistung ist daher in Österreich steuerbar und steuer-pflichtig. Zwingendes Reverse Charge-System gem 19 Abs 1 UStG ohne Vorsteuerabzug, Nettorechnung. ab 2010: Es handelt sich im vorliegenden Fall um eine sonstige Leistung izm einem Grundstück, die dort ausgeführt wird, wo das Grundstück gelegen ist ( 3a Abs 9). Der Ort der sonstigen Leistung liegt daher in Österreich. Die Leistung ist daher in Österreich steuerbar und steuerpflichtig. Zwingendes Reverse Charge-System gem 19 Abs 1 UStG ohne Vorsteuerabzug, Nettorechnung. Umsatzsteuerliche Änderungen ab
37 Lösungen zu den Beispielen sonstige Leistung vor 2010 bzw ab 2010 zu Beispiel 11: vor 2010: Es handelt sich hierbei um eine Katalogleistung gem 3a Abs 10 Z 3. Da der Empfänger ein Unternehmer ist, wird die sonstige Leistung gem 3a Abs 9 lit a dort ausgeführt, wo der Empfänger sein Unternehmen betreibt. Die sonstige Leistung ist daher in Österreich steuerbar. Es kommt daher gem 19 Abs 1 zum Übergang der Steuerschuld auf den Leistungsempfänger (Reverse Charge). Der Übergang der Steuerschuld ist verpflichtend (kein Wahlrecht). ab 2010: Es handelt sich hierbei um eine Katalogleistung gem 3a Abs 14 Z 3. Da der Empfänger ein Unternehmer ist, wird die sonstige Leistung gem 3a Abs 6 dort ausgeführt, wo der Empfänger sein Unternehmen betreibt. Die sonstige Leistung ist tdaher in Österreich steuerbar. Es kommt tdaher gem 19 Abs 1 zum Übergang der Steuerschuld auf den Leistungsempfänger (Reverse Charge). Der Übergang der Steuerschuld ist verpflichtend (kein Wahlrecht). Umsatzsteuerliche Änderungen ab
38 Lösungen zu den Beispielen sonstige Leistung vor 2010 bzw ab 2010 zu Beispiel 12: vor 2010: Es liegt eine Katalogleistung gem 3a Abs 10 Z 4 vor, deren Ort sich nach 3a Abs 11 bestimmt. t Die sonstige Leistung ist daher in Österreich steuerbar. Zwingendes Reverse Charge-System in Österreich (Übergang der Steuerschuld ohne Vorsteuerabzug), Nettorechnung. ab 2010: Es liegt eine Katalogleistung gem 3a Abs 14 Z 4 vor, deren Ort sich nach 3a Abs 15 bzw 3a Abs 6 bestimmt. Die sonstige Leistung ist daher in Österreich steuerbar. Zwingendes Reverse Charge-System in Österreich (Übergang der Steuerschuld ohne Vorsteuerabzug), Nettorechnung. Umsatzsteuerliche Änderungen ab
39 Lösungen zu den Beispielen sonstige Leistung vor 2010 bzw ab 2010 zu Beispiel 13: vor 2010: F erbringt gem 3a Abs 6 nur steuerbare und steuerpflichtige Leistungen in Öt Österreich. ih Da Leistungsempfänger Unternehmer oder juristische Person des öffentlichen Rechts, zwingendes Reverse Charge-System in Österreich (Übergang der Steuerschuld mit Vorsteuerabzug), Nettorechnung. ab 2010: F erbringt gem 3a Abs 9 steuerbare und steuerpflichtige Leistungen in Österreich. Da Leistungsempfänger Unternehmer oder juristische Person des öffentlichen Rechts, zwingendes Reverse Charge-System in Österreich (Übergang der Steuerschuld mit Vorsteuerabzug), Nettorechnung. Umsatzsteuerliche Änderungen ab
40 Lösungen zu den Beispielen sonstige Leistung vor 2010 bzw ab 2010 zu Beispiel 14: vor 2010: Nach 3a Abs 12 UStG unterliegt (da es sich um ein Beförderungsmittel handelt) die Vermietungsleistung i t in Deutschland der Umsatzsteuer t (allenfalls wird in Österreich ein Eigenverbrauchstatbestand gem 1 Abs 1 Z 2 lit b UStG verwirklicht). ab 2010: Nach 3a Abs 6 UStG unterliegt (da es sich um eine langfristige Vermietung handelt) die Vermietungsleistung in Österreich der Umsatzsteuer. Die Steuerschuld geht auf den Leistungsempfänger über (gilt auch für Altverträge ab 2010). Umsatzsteuerliche Änderungen ab
41 Lösungen zu den Beispielen sonstige Leistung vor 2010 bzw ab 2010 zu Beispiel 15: vor 2010: Nach allgemeinen Regeln hätte F gem Art 3a Abs 2 seine Beförderungsleistung in Portugal zu versteuern (Abgangsort). Durch die Verwendung der österreichischen UID-Nummer ist der Leistungsort Österreich. Die Steuerschuld geht auf U über ( 19 Abs 1). F hat seine Beförderungsleistung ohne Ausweis einer Umsatzsteuer abzurechnen. ab 2010: Nach 3a Abs UStG gilt das Empfängerortprinzip, somit ist Leistungsort Österreich. Die Steuerschuld geht auf U über ( 19 Abs 1). F hat seine Beförderungsleistung ohne Ausweis einer Umsatzsteuer abzurechnen. Umsatzsteuerliche Änderungen ab
42 EU-Vorsteuerrückerstattungsverfahren Neu Umsatzsteuerliche Änderungen ab
43 RL 2008/9/EG ersetzt die 8. RL (RL 79/1072/EWG) regelt die MWSt-Erstattung für EU-Unternehmer gilt für alle Erstattungsanträge, die ab dem gestellt werden somit auch Anträge 2009 betreffend keine Änderung der 13. RL (RL 68/560/EWG) - MWSt-Erstattung für Drittlandsunternehmer Umsetzung in VO BGBl II 222/2009 vom Info des BMF auf BMF-Homepage Umsatzsteuerliche Änderungen ab
44 RL 2008/9/EG - Ziele Zielsetzung Vereinfachung und Modernisierung des Verfahrens Neuregelung der Fristen für MS und UNer Zahlung von Zinsen bei verspäteter Erstattung mehr Informationen für Finanzverwaltung Umsatzsteuerliche Änderungen ab
45 Erstattungsfähige Vorsteuer Maßgebend für die Erstattung ist das Recht des Erstattungsstaates Bei gemischten Umsätzen ist das Recht des Ansässigkeitsstaates zu beachten Vorsteuerabzug nur für Leistungen izm steuerpflichtigen Umsätzen Pro-rata-Satz rata anzuwenden Keine Erstattung im Ausland für fälschlich in Rechnung gestellte MWSt innergemeinschaftliche Lieferungen, Ausfuhrlieferungen, selbst wenn Umsatzsteuer ausgewiesen wurde Umsatzsteuerliche Änderungen ab
46 Neuregelungen Papierverfahren wird durch elektronisches Verfahren ersetzt Einreichung des Erstattungsantrages im Ansässigkeitsstaat über ein elektronisches Portal weiterer Schriftverkehr direkt mit ausländischer Behörde über Ansässigkeitsstaat prüft Vollständigkeit des Antrages und grundsätzliche Voraussetzungen Unternehmereigenschaft Nicht ausschließlich h unecht steuerbefreite Umsätze Kein Kleinunternehmer Kein pauschalierter Land- und dforstwirt it Keine Unternehmerbescheinigung mehr notwendig Offen: Prüfung des pro-rata-satzes. rata Umsatzsteuerliche Änderungen ab
47 Beispiel 1 - SOLL Lösung Finanzamt in Deutschland Erstattungsantrag im Ansässigkeitsstaat österreichischer Unternehmer zuständiges österreichisches Finanzamt nationaler Erstattungsantrag nationaler Erstattungsantrag Finanzamt in Frankreich nationaler Erstattungsantrag Finanzamt in Italien Zahlungen direkt vom ausländischen Finanzamt an österreichische UNer Umsatzsteuerliche Änderungen ab
48 Inhalt des Erstattungsantrages Name und Anschrift des Antragstellers Adresse für elektronische Kommunikation Beschreibung der Geschäftstätigkeit (NACE) Erstattungszeitraum Erklärung, dass der Antragsteller im Erstattungsstaat nicht der Regelbesteuerung unterliegt UID-Nummer bzw Steuerregisternummer Bankverbindung (inklusiv IBAN und BIC) Umsatzsteuerliche Änderungen ab
49 Inhalt des Erstattungsantrages - Angaben pro Rechnung/Einfuhrdokument Name und Anschrift des leistenden Unternehmers UID/Steuerregisternummer des leistenden Unternehmers (ausgenommen bei Einfuhr) das Präfix des Erstattungsstaates Datum und Nummer der Rechnung bzw des Einfuhrdokuments Bemessungsgrundlage und Mehrwertsteuerbetrag in der Währung des Erstattungsstaats gegebenenfalls der Pro-rata-Satz des Vorsteuerabzugs Umsatzsteuerliche Änderungen ab
50 Inhalt des Erstattungsantrages - Angaben pro Rechnung/Einfuhrdokument Art der Leistung nach Kennziffern 1 Kraftstoff 2 Vermietung von Beförderungsmitteln 3 Ausgaben für Transportmittel 4 Maut und Straßenbenützungsgebühren 5 Fahrtkosten (Taxi, Öffis) 6 Beherbergung 7 Speisen und Getränke etc 8 Sonstiges Zusatzangaben - können je MS differieren Umsatzsteuerliche Änderungen ab
51 Rechnungskopien Ermessen des Erstattungsstaates, sofern Rechnung bezüglich Kraftstoff > 250,00 sonstige Rechnungen > 1.000,00 Deutschland fordert Rechnungen an Angeforderte Rechnungen sind einzuscannen! organisatorische Maßnahmen treffen Sprache - Festlegung durch Erstattungsstaat Umsatzsteuerliche Änderungen ab
52 Neuregelungen Frist für die Einreichung des Erstattungsantrags verlängert sich vom auf den des Folgejahres Achtung: Einlangen beim Ansässigkeitsstaat maßgeblich auf Grund elektronischer Abgabe keine Unternehmerbescheinigung notwendig! Unternehmerbescheinigung wird auch nur mehr in Ausnahmefällen (zb für Drittlandsvergütungen) ausgestellt Erstattungszeitraum und Mindestbeträge höchstens 1 Jahr (Mindestbetrag erhöht von 36,00 auf 50,00 ) mindestens 3 Monate (Mindestbetrag erhöht von 360,00 auf 400,00 ) kürzerer Zeitraum, wenn Rest eines Kalenderjahres (Mindestbetrag erhöht von 36,00 auf 50,00 ) Mindestbeträge gelten auch für Drittlandsunternehmer Umsatzsteuerliche Änderungen ab
53 Neuregelungen Fristen für Bearbeitung des Antrags 4-Monatsfrist zur Entscheidung oder Anforderung zusätzlicher Informationen 1-Monatsfrist t zur Beantwortung t eines Vorhalts weitere 2-Monatsfrist zur Entscheidung oder Anforderung weiterer zusätzlicher Informationen - Entscheidungsfrist mindestens 6 Monate 8-Monatsfrist zur endgültigen Entscheidung, wenn weitere zusätzliche Informationen angefordert werden 8 Monate absolut ab Einlangen des ursprünglichen Antrags Schriftverkehr mit Steuerpflichtigen über auch hinsichtlich Ergänzungsersuchen ausländischer Behörden Achtung: Spamfilter derzeitiger Wissensstand: Ergänzungsersuchen ausländischer Behörden sollen in FinanzOnline abgerufen werden können Umsatzsteuerliche Änderungen ab
54 Neuregelungen - Auszahlung und Zinsen Erstattung hat innerhalb von 10 Arbeitstagen nach Fristablauf zu erfolgen Auszahlung erfolgt im MS der Erstattung oder in einem anderen MS(Kostentragung durch Antragsteller) Verzinsung des zu erstattenden Betrages bei Fristversäumnis Verzinsung richtet sich nach Zinssatzlage im Erstattungsstaat Zinsenanspruch erlischt, wenn Informationen nicht fristgerecht übermittelt werden Währungsrisiko verbleibt bei Steuerpflichtigen Umsatzsteuerliche Änderungen ab
ÖGWT-Club Vorsteuererstattung ab 2010 Mag. Peter Mayr, Mag. Ernst Müller 9. und 11.3.2010 www.oegwt.at Wir verbinden - Menschen und Wissen. Rechtliche Grundlagen Vorsteuererstattung ab 2010 1 1 EU-Vorsteuerrückerstattungsverfahren