Source: http://www.hpv.bz.it/suedtirols-kulturlandschaft-schuetzen/satzung-hpv-suedtirol-p13.html
Timestamp: 2019-07-18 02:23:34
Document Index: 135925239

Matched Legal Cases: ['Art. 7', 'Art. 18', 'Art. 1', 'Art. 7', 'Art. 11', 'Art. 17']

Satzung HPV Südtirol :: Heimatpflegeverband Südtirol
In der Fassung vom 06. April 2019
Der HEIMATPFLEGEVERBAND SÜDTIROL, in der Folge Verband genannt, ist ein Verein zur Förderung des Gemeinwesens „VFG“. Der Verband ist der Zusammenschluss der Vereine für Heimatschutz / Heimatpflege und anderer Kulturvereine in Südtirol und versteht sich auch als Südtiroler KulturLandschaftsobservatorium*. Er hat seinen Sitz in Bozen, Waltherhaus, Schlernstraße 1 und ist von unbeschränkter Dauer. Der Sitz des Verbandes kann mit Beschluss des Landesvorstandes innerhalb der Gemeinde Bozen verlegt werden.
1. Zweck des Verbandes ist es:
a) die Zusammenfassung der auf den Gebieten der Heimatpflege, Heimatforschung und Heimatgeschichte tätigen Vereine zur Erreichung der gemeinsamen, gemeinnützigen Ziele;
b) die gemeinsame Vertretung nach außen;
c) zentrale Vertretung bei Ämtern und Behörden;
d) Durchführung von Aufgaben aller Art, welche die örtliche Zuständigkeit der Mitgliedsvereine überschreiten;
e) Bearbeitung von Sachgebieten, die ihm von der Vollversammlung übertragen werden;
f) Beratung und Unterstützung der Mitgliedsvereine.
g) Die gemeinnützige Tätigkeit des Verbandes ist auf das Wohl der Entwicklung Südtirols ausgerichtet und richtet sich an die Mitglieder und an die Allgemeinheit.
2. Der Verband verfolgt keine Gewinnabsicht. Etwaige Einkünfte aus den Tätigkeiten des Verbandes dürfen nicht unter den Mitgliedern aufgeteilt werden, auch nicht in indirekter oder zeitversetzter Form. Eventuelle Verwaltungsüberschüsse müssen für statutarische Tätigkeiten verwendet werden.
3. Jegliche parteipolitische Betätigung des Verbandes und der angeschlossenen Vereine ist ausgeschlossen.
Der Verband übt seine Tätigkeiten auf der Grundlage des Gesetzesvertretenden Dekrets (GvD) vom 3. Juli 2017, Nr. 117 „Kodex des Dritten Sektors“, Artikel 5, Absatz 1, Punkt d) und e) aus, insbesondere:
für die Erhaltung der Natur- und Kulturlandschaft
für den Schutz der natürlichen Ressourcen (Wasser, Luft, Boden)
für die Erhaltung von Flur- und Kleindenkmälern
für die Erhaltung historischer Bausubstanz
für den Ensembleschutz
für eine durchschaubare und der Sparsamkeit verpflichtete Raumordnung
für eine umweltschonende Lösung der Verkehrsprobleme und die Förderung des öffentlichen Verkehrs
für Heimatforschung und Heimatgeschichte
für die Bewahrung des Gesamttiroler Kulturgutes
für die Förderung von volkskundlichem Wissen und Volkskultur
für die Pflege der Mundart
für die Erhaltung der Tracht
für eine offene, Werte orientierte Auseinandersetzung mit aktuellen kulturellen und gesellschaftlichen Entwicklungen.
Mitglieder des Verbandes können Vereine für Heimatpflege, Museumsvereine, Geschichtsvereine und andere Kulturvereine sein, die in Südtirol ihren Sitz haben. Es können auch Organisationen aufgenommen werden, die nicht als Vereine zur Förderung des Gemeinwesens eingetragen sind.
Aufnahme von Mitgliedsvereinen und Förderern
a) eines schriftlichen Antrages der beitrittswerbenden Organisation oder des Förderers / der Förderin, worin sie / er sich zur Einhaltung dieser Satzung ausdrücklich verpflichtet, und der im Falle einer Organisation eine vom Obmann / von der Obfrau beglaubigte Abschrift des Beitrittsbeschlusses und der Satzung beizulegen sind;
b) eines Aufnahmebeschlusses des Verbandsvorstandes. Im Falle einer Nichtaufnahme ist der Verbandsvorstand verpflichtet, seinen Beschluss zu begründen.
Mitgliedsbeitrag und Förderbeitrag
Die Mitgliedsvereine und Förderer sind zur Entrichtung eines jährlichen Mitgliedsbeitrages / Mindest-Förderbeitrages an den Verband verpflichtet, deren Höhe von der Vollversammlung festgelegt wird.
Ausschluss von Mitgliedsvereinen und Förderern
Durch den Verbandsvorstand können jene Mitgliedsvereine oder Förderer / Förderinnen ausgeschlossen werden, die dem Zweck des Verbandes nicht mehr entsprechen, ihren Verpflichtungen nicht nachkommen oder sich verbandsschädigend verhalten.
Eisacktal - Gröden
Pustertal - Gadertal
c) der Rechnungsprüfer / die Rechnungsprüferin
Die Vollversammlung findet einmal jährlich statt.
Eine außerordentliche Vollversammlung ist einzuberufen, wenn diese vom Vorstand für notwendig gehalten wird oder wenn ein Zehntel der Mitgliedsvereine die Einberufung unter schriftlicher Angabe der Gründe verlangt.
Außer den stimmberechtigten Mitgliedsvereinen können die Förderer, die Bezirksobleute, die Ortsbeauftragten, die Mitglieder der Mitgliedsvereine und der Arbeitsgemeinschaften sowie die Fachberater und Gäste ohne Stimmrecht an der Vollversammlung teilnehmen.
Zuständigkeiten der Vollversammlung
Die Vollversammlung wählt alle drei Jahre in geheimer Wahl den Verbandsobmann / die Verbandsobfrau, dessen / deren Stellvertreter / Stellvertreterin, die Mitglieder des Verbandsvorstandes, einen Rechnungsprüfer / eine Rechnungsprüferin und drei Schiedsrichter / Schiedsrichterinnen. Sie ist auch für die eventuelle Abwahl der gewählten Mitglieder der Verbandsorgane zuständig.
Die Vollversammlung muss den vom Landesvorstand erstellten Jahresbericht und die ebenfalls von ihm erstellte Jahresbilanz genehmigen sowie den Landesvorstand entlasten. Weiters entscheidet die Vollversammlung über die Aufstellung des Tätigkeitsprogramms sowie über alle Fragen, die auf der Tagesordnung stehen.
Die Vollversammlung übt die Zuständigkeiten gemäß Artikel 25 des GvD 117/2017 aus.
Der Vorstand besteht aus dem Verbandsobmann / der Verbandsobfrau, dessen / deren Stellvertreter / Stellvertreterin sowie aus weiteren fünf Mitgliedern und den amtierenden Bezirksobleuten. Die Bezirksobleute haben beratende Funktion.
Der Vorstand beschließt über alle Angelegenheiten, die nicht der Vollversammlung vorbehalten sind. Der Verbandsgeschäftsführer / die Verbandsgeschäftsführerin nimmt an den Sitzungen des Vorstandes ohne Stimmrecht teil.
Der Obmann / die Obfrau ist der gesetzliche Vertreter / die gesetzliche Vertreterin des Verbandes. Er / sie vertritt den Verband nach außen.
Aufgabe des Rechnungsprüfers / der Rechnungsprüferin ist es, über die Beachtung der Gesetze und der Satzung und die Einhaltung der Prinzipien einer korrekten Verwaltung zu wachen, auch im Hinblick auf die Bestimmungen des GvD vom 8. Juni 2001, Nr. 231, insoweit diese anwendbar sind, sowie darüber, ob die Strukturen in Bezug auf Organisation, Verwaltung und Buchhaltung angemessen sind, sowie über das konkrete Funktionieren dieser Strukturen.
Der Rechnungsprüfer / die Rechnungsprüferin wacht über die Beachtung der bürgerschaftlichen, solidarischen und gemeinnützigen Zielsetzungen und ihm / ihr obliegt die Überprüfung der Jahresbilanz und die Erstattung eines schriftlichen Berichtes darüber an die Vollversammlung. Er / sie hat das Recht der Einsicht in alle Geschäftsbücher und Belege des Verbandes.
Der Rechnungsprüfer / die Rechnungsprüferin übernimmt die Aufgaben des Kontrollorgans.
Die Schiedsrichter / Schiedsrichterinnen wählen aus ihrer Mitte den Vorsitzenden / die Vorsitzende. Die Mehrheit der Schiedsrichter / Schiedsrichterinnen müssen Mitglieder eines angeschlossenen Vereins sein.
Als Rechnungsjahr gilt das Kalenderjahr. Nach Abschluss desselben ist eine Jahresbilanz zu verfassen, die vom Rechnungsprüfer / von der Rechnungsprüferin überprüft wird und der ordentlichen Vollversammlung zur Genehmigung vorzulegen ist.
Die Versammlung, welche die Auflösung beschließt, verfügt zugleich über das Verbandsvermögen. Ein eventuelles Restvermögen nach der Liquidation muss einer anderen Körperschaft des Dritten Sektors zugeführt werden.
Genehmigung des Gründungsstatutes
Erste Änderung der Satzung
Weitere Änderungen durch die jeweilige Vollversammlung am:
06.04.1974; 01.04.1978; 15.03.1980; 11.02.1984; 14.03.1987; 12.03.1988; 29.04.1989
Änderung der Art. 7,8,14 und 15 von der außerordentlichen Vollversammlung
Änderung des Art. 18 durch die Vollversammlung
Überarbeitung der gesamten Satzung unter Einbeziehung aller Vereins- und Bezirksvorsitzenden, sowie des Landesvorstandes.
Änderung der Art. 1, Art. 7, Abs. 1 und Art. 11, Abs. 4 durch die Vollversammlung
Änderung des Art. 17 (Fachberater) durch die Mitgliederversammlung
Umfassende Änderung der gesamten Satzung, vorgegeben vom Amt für Kabinettsangelegenheiten, zwecks Eintragung des Verbandes in das Landesverzeichnis der Organisationen zur Förderung des Gemeinwesens und in das Landesregister der Juristischen Personen des Privatrechts. Die Änderungen werden in der außerordentlichen Vollversammlung im Stadttheater von Meran von den vertretenen Mitgliedsvereinen einstimmig gutgeheißen.
Anpassung der Satzung an die Bestimmungen gemäß Gesetzesvertretendem Dekret (GvD) vom 3. Juli 2017, Nr. 117 „Kodex des Dritten Sektors“, von der 69. Vollversammlung einstimmig genehmigt.