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Timestamp: 2016-10-23 14:27:15
Document Index: 216873118

Matched Legal Cases: ['BGE', 'Art. 71', 'Art. 24', 'Art. 81', 'Art. 81', 'BGE', 'Art. 115', 'BGE', 'BGE', 'Art. 115', 'Art. 81', 'BGE', 'BGE', 'Art. 115', 'Art. 115', 'Art. 251', 'Art. 251', 'Art. 110', 'Art. 110', 'BGE', 'BGE', 'Art. 97', 'Art. 95', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 318', 'Art. 318', 'Art. 307', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 251', 'BGE', 'BGE', 'Art. 72', 'BGE', 'Art. 66', 'Art. 66']

6B_416/2013 (05.11.2013)
6B_416/2013 6B_417/2013 � � Urteil vom 5. November 2013
6B_416/2013
1. Y.________, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Stefan Flachsmann,
6B_417/2013
Y.________, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Stefan Flachsmann,
Urkundenf�lschung,
Beschwerden gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Z�rich, II. Strafkammer, vom 5. Februar 2013.
A.a.�X.________ erlitt am 21. Januar 2003 ein Schleudertrauma der Halswirbels�ule (HWS), als sie als Lenkerin ihres Personenwagens vor einem Fussg�ngerstreifen anhielt und ein nachfolgendes Fahrzeug auf ihren stehenden Wagen auffuhr. Am 26. Januar 2004 zog sie sich bei einem Auffahrunfall auf schneebedeckter Strasse erneut ein HWS-Distorsionstrauma zu. X.________ war bereits am 6. November 1989 (vgl. Urteil des EVG U 25/98 vom 2. M�rz 1999) und am 2. Mai 1998 Opfer von Verkehrsunf�llen mit Bagatell-Kopftrauma und HWS-Distorsionstrauma geworden.
Die A.________ Versicherung bei welcher X.________ gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunf�llen versichert war, veranlasste am 2. November 2006 eine umfassende neurologische/neuropsychologische und psychiatrische Begutachtung im B.________ Zentrum. Das Gutachten wurde am 19. Dezember 2007 erstattet. Es wurde von Dr. med. Y.________, Facharzt f�r innere Medizin FMH und Chefarzt der medizinischen Begutachtungsstelle B.________ Zentrum, als Hauptgutachter verfasst. Dieser zog Dr. med. C.________ , Facharzt f�r Psychiatrie, und Dr. med. D.________ , Facharzt f�r Neurologie, als Teilgutachter bei.
Mit Verf�gung vom 16. September 2008 stellte die A.________ Versicherung die Leistungen im Zusammenhang mit den Unf�llen vom 21. Januar 2003 und 26. Januar 2004 auf den 26. Januar 2006 ein und best�tigte dies mit Einspracheentscheid vom 10. August 2009. Das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich wies die von X.________ hiegegen erhobene Beschwerde am 21. Januar 2011 ab. Mit Urteil 8C_150/2011 vom 14. Februar 2012 hob die I. sozialrechtliche Abteilung des Bundesgerichts den Einspracheentscheid und den diesen best�tigenden Entscheid des Sozialversicherungsgerichts auf und wies die Sache an die A.________ Versicherung zur�ck, damit diese im Sinne der Erw�gungen �ber den Leistungsanspruch der Versicherten neu verf�ge.
A.b.�Dr. Y.________ hielt in seinem (Haupt-) Gutachten vom 17. Dezember 2007 unter Ziff. 5, Zusammenfassung und Beurteilung der Arbeitsf�higkeit, fest:
"Vorbemerkung: Die Schlussfolgerungen unter Punkt 5 wurden gemeinsam mit den beteiligten Spezial�rzten erarbeitet. Diese erkl�ren sich ausdr�cklich damit einverstanden. [...]
Zusammenfassend und unter Ber�cksichtigung aller Gegebenheiten und Befunden ist Frau X.________ weder aus internistischer, neurologischer noch psychiatrischer Sicht in ihrer Arbeitsf�higkeit eingeschr�nkt."
Die Schlussfolgerungen erfolgten indes weder gemeinsam mit Dr. D.________ noch erkl�rte sich dieser damit einverstanden. Er hatte in seinem Teilgutachten zwar keine pathologischen Befunde in neurologischer Hinsicht festgestellt, hingegen gest�tzt auf eine fr�here neuropsychologische Untersuchung auf leichte neurovegetative Beschwerden und neuropsychologische Defizite hingewiesen, welche sich auf eine Berufsaus�bung erheblich einschr�nkend auswirkten.
A.c.�Dr. Y.________ wird vorgeworfen, er habe mit dem fraglichen Gutachten zumindest gegen�ber der Auftraggeberin wahrheitswidrig kundgetan, es bestehe zwischen ihm und dem neurologischen Subgutachter Einigkeit in Bezug auf die Beurteilung der Arbeitsf�higkeit von X.________. Damit habe er die A.________ Versicherung willentlich und wissentlich �ber die wahren Befunde von Dr. D.________ �ber X.________ und �ber dessen Schlussfazit betreffend die Einschr�nkung ihrer Arbeitsf�higkeit get�uscht. Dadurch habe er die Verm�gensrechte der Versicherten massiv beeintr�chtigt, indem er die Durchsetzung ihres Leistungsanspruches gegen�ber der Versicherung stark erschwert habe.
Das Bezirksgericht Z�rich, Einzelgericht, sprach Dr. Y.________ mit Urteil vom 10. April 2012 von der Anklage der Urkundenf�lschung frei. Auf das Schadenersatz- bzw. Genugtuungsbegehren der Privatkl�gerin trat es nicht ein. Die Gerichtskosten auferlegte es dem Beurteilten. Von der Zusprechung einer Entsch�digung an ihn sah es ab.
Gegen diesen Entscheid f�hrten Dr. Y.________, die Staatsanwaltschaft des Kantons Z�rich sowie X.________ Berufung. Das Obergericht des Kantons Z�rich erkl�rte Dr. Y.________ am 5. Februar 2013 der Urkundenf�lschung nicht schuldig und sprach ihn frei. Die Zivilklage der Privatkl�gerin wies es ab. Die Kosten der Untersuchung und des erstinstanzlichen Gerichtsverfahrens nahm es auf die Gerichtskasse. Ferner entschied es �ber die Kosten des Berufungsverfahrens und die Ausrichtung einer Prozessentsch�digung an den Beurteilten.
Gegen diesen Entscheid f�hren sowohl X.________ als auch die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Z�rich Beschwerde in Strafsachen beim Bundesgericht. X.________ beantragt, das angefochtene Urteil sei aufzuheben, Dr. Y.________ sei der Urkundenf�lschung schuldig zu sprechen und die Zivilklage sei gutzuheissen. Eventualiter sei das angefochtene Urteil aufzuheben und die Sache zur Verurteilung von Dr. Y.________ im Sinne der Anklage und zur Behandlung der Zivilklage an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Die Oberstaatsanwaltschaft beantragt, das angefochtene Urteil sei wegen Verletzung von Bundesrecht sowie wegen unrichtiger Feststellung des Sachverhalts aufzuheben und die Sache zur neuen Beurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Das Bundesgericht vereinigt mehrere Verfahren, wenn diese in einem engen sachlichen Zusammenhang stehen, namentlich wenn sie sich gegen denselben Entscheid richten, und wenn sie die gleichen Parteien sowie �hnliche oder gleiche Rechtsfragen betreffen (vgl. BGE 126 V 283 E. 1; 113 Ia 390 E. 1). Diese Voraussetzungen sind im vorliegenden Fall erf�llt. Es rechtfertigt sich daher, die beiden Beschwerden gest�tzt auf Art. 71 BGG in sinngem�sser Anwendung von Art. 24 Abs. 2 lit. b BZP zu vereinigen und in einem einzigen Entscheid zu beurteilen.
2.1.�Zur Beschwerde in Strafsachen ist nach Art. 81 Abs. 1 BGG berechtigt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen hat oder keine M�glichkeit zur Teilnahme erhalten hat (lit. a) und ein rechtlich gesch�tztes Interesse an der Aufhebung oder �nderung des angefochtenen Entscheids hat (lit. b). Die Privatkl�gerschaft hat gem�ss Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG ein rechtlich gesch�tztes Interesse an der Aufhebung oder �nderung des angefochtenen Entscheids, wenn dieser sich auf die Beurteilung ihrer Zivilanspr�che auswirken kann. Dies setzt im Falle eines Freispruchs grunds�tzlich voraus, dass der Privatkl�ger, soweit zumutbar, seine Zivilanspr�che aus strafbarer Handlung im Strafverfahren geltend gemacht hat (BGE 137 IV 246 E. 1.3.1 mit Hinweisen).
2.2.�Die Beschwerdef�hrerin 1 hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen und zivilrechtliche Antr�ge gestellt. Sie macht geltend, der Freispruch des Beschwerdegegners wirke sich auf ihre Zivilanspr�che aus. Sie sei durch das falsch beurkundete Gutachten gesch�digt worden, weil sich dadurch ihr Vertretungsaufwand vergr�ssert habe, sie Privatgutachten auf eigene Kosten habe in Auftrag geben m�ssen, um vor den Sozialversicherungsgerichten Recht zu erhalten, und zudem in ihrer Pers�nlichkeit beeintr�chtigt worden sei (Beschwerde S. 3).
2.3.�Gem�ss Art. 115 Abs. 1 StPO gilt diejenige Person als Gesch�digte, die durch die Straftat in ihren Rechten unmittelbar verletzt worden ist. Unmittelbar verletzt und gesch�digt ist, wer Tr�ger des durch die verletzte Strafnorm gesch�tzten oder zumindest mitgesch�tzten Rechtsgutes ist (BGE 138 IV 258 E. 2.2; 129 IV 95 E. 3.1, je mit Hinweisen). Eine unmittelbare Verletzung ist etwa gegeben bei der Beeintr�chtigung strafrechtlich gesch�tzter Individualrechtsg�ter wie Leib und Leben, sexuelle Integrit�t, Verm�gen und Ehre. Bei Strafnormen, die nicht prim�r Individualrechtsg�ter sch�tzen, gelten praxisgem�ss nur diejenigen Personen als Gesch�digte, die durch die darin umschriebenen Tatbest�nde in ihren Rechten beeintr�chtigt werden, sofern diese Beeintr�chtigung unmittelbare Folge der tatbestandsm�ssigen Handlung ist (BGE 138 IV 258 E. 2.3; 129 IV 95 E. 3.1, S. 199, je mit Hinweisen). Im Allgemeinen gen�gt es, wenn das von der gesch�digten Person angerufene Individualrechtsgut durch den verletzten Straftatbestand auch nur nachrangig oder als Nebenzweck gesch�tzt wird, selbst wenn der Tatbestand in erster Linie dem Schutz von kollektiven Rechtsg�tern dient ( MAZZUCCHELLI/POSTIZZI, in: Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 2010, Art. 115 StPO N 46; MARC THOMMEN, in: Basler Kommentar, Bundesgerichtsgesetz, 2. Aufl. 2011, Art. 81 N 48). Werden indes durch Delikte, die nur �ffentliche Interessen verletzen, private Interessen bloss mittelbar beeintr�chtigt, so ist der Betroffene nicht Gesch�digter im Sinne des Strafprozessrechts (BGE 138 IV 258 E. 2.3; 129 IV 95 E. 3.1, je mit Hinweisen).
Die Urkundendelikte sch�tzen in erster Linie die Allgemeinheit. Daneben k�nnen auch private Gesch�ftsinteressen unmittelbar verletzt werden, falls die Urkundenf�lschung auf die Benachteiligung einer bestimmten Person abzielt (BGE 119 Ia 342 E. 2b; Urteil des Bundesgerichts 6B_ 496/2012 vom 18. April 2013 E. 5.2; vgl. auch MAZZUCCHELLI/ POSTIZZI, a.a.O., Art. 115 StPO N 73; CAMILLE PERRIER, in: Commentaire romand, Code de proc�dure p�nale suisse, 2011, Art. 115 N 15; MARKUS BOOG, in: Basler Kommentar, Strafrecht II, 3. Aufl. 2013, Vor Art. 251 N 6). Dies trifft im vorliegenden Fall zu. Das fragliche Gutachten bildete die Grundlage f�r den Entscheid �ber die Ausrichtung von Unfallversicherungsleistungen an die Beschwerdef�hrerin 1. Die A.________ Versicherung stellte denn auch im Anschluss an das Gutachten die Leistungen im Zusammenhang mit den von jener erlittenen Unf�llen ein. Damit war die Beschwerdef�hrerin 1 in ihren Rechten durch die angezeigte Straftat unmittelbar beeintr�chtigt. Auf ihre Beschwerde ist daher einzutreten.
3.1.1.�Die Vorinstanz stellt zun�chst fest, die Vorbemerkung im Gutachten, wonach dessen Schlussfolgerungen gemeinsam mit den beteiligten Spezial�rzten erarbeitet worden seien und diese sich ausdr�cklich damit einverstanden erkl�rt h�tten, erweise sich "vom streng genommenen Wortlaut her als unzutreffend". Der Beschwerdegegner habe nach Erhalt des Subgutachtens mit Dr. D.________ keinen Kontakt mehr gehabt. Dennoch erf�lle der Sachverhalt den Tatbestand der Falschbeurkundung nicht. Es liege keine offensichtlich widerspr�chliche Begutachtung �ber die Beschwerdef�hrerin 1 vor. Das Subgutachten von Dr. D.________ werde im Hauptgutachten ebenso wie dasjenige von Dr. C.________ betreffend den Fachbereich Psychiatrie im vollen Wortlaut wiedergegeben. Insofern fehle es bereits an dem f�r die Urkundendelikte typischen T�uschungselement (angefochtenes Urteil S. 9). Zudem sei das Subgutachten von Dr. D.________ nicht frei von Widerspr�chen. So werde unter dem Titel "neurologische Befunde" festgehalten, dass die Patientin w�hrend der Untersuchung "psychisch und neuropsychologisch unauff�llig" gewesen sei, w�hrend ihr unter der Rubrik "neurologische Diagnosen" gest�tzt auf Akten aus fr�heren Unfallereignissen neurovegetative Beschwerden und leichte neuropsychologische Defizite attestiert w�rden, obschon der Subgutachter lediglich mit der neurologischen Abkl�rung betraut gewesen sei (angefochtenes Urteil S. 10). �berdies seien die beanstandeten Stellen des Hauptgutachtens nicht unwahr. So sei die Formulierung, die Schlussfolgerungen unter Ziff. 5 des Hauptgutachtens seien "gemeinsam mit den betreffenden Spezial�rzten erarbeitet" worden, jedenfalls inhaltlich nicht falsch. Denn die Schlussfolgerungen des Hauptgutachtens enthielten nichts, was sich nicht bereits im Hauptgutachten unter Ziff. 3 "objektive Befunde" finde, zumal s�mtliche (Sub-) gutachten vollst�ndig wiedergegeben w�rden. Beim Fazit des Hauptgutachtens handle es sich lediglich um eine Zusammenfassung der Ergebnisse, die keinerlei eigenm�chtig vorgenommenen inhaltlichen Abweichungen enthalte. Der Sache nach k�nne deshalb durchaus gesagt werden, dass die beigezogenen Spezial�rzte durch ihre Subgutachten zur Erstellung des Hauptgutachtens beigetragen h�tten und dass die dort enthaltenen Schlussfolgerungen von den drei beteiligten Medizinern letztlich "gemeinsam erarbeitet" worden seien (angefochtenes Urteil S. 11). Dasselbe gelte, soweit das Hauptgutachten das Fazit ziehe, die Beschwerdef�hrerin 1 sei weder aus internistischer, neurologischer noch aus psychiatrischer Sicht in ihrer Arbeitsf�higkeit eingeschr�nkt. Diese Schlussfolgerung st�tze sich auf die Ergebnisse der drei Expertisen. Dass der Beschwerdegegner die Stellen des Subgutachtens von Dr. D.________ , in denen von neurovegetativen bzw. neuropsychologischen Auff�lligkeiten die Rede sei, im Rahmen der abschliessenden Beurteilung der Arbeitsf�higkeit nicht erw�hnt habe, k�nne ihm nicht vorgeworfen werden. Denn der Auftrag von Dr. D.________ habe sich auf die neurologische Abkl�rung beschr�nkt. Zur Einsch�tzung des neurovegetativen bzw. neuropsychologischen Status' sei er weder berufen noch kompetent gewesen. In dieser Hinsicht habe er denn auch keine eigenen Untersuchungen durchgef�hrt, sondern sich im Wesentlichen auf fr�here Feststellungen bezogen, so dass nicht angenommen werden k�nne, seine Hinweise auf entsprechende Auff�lligkeiten bei der Beschwerdef�hrerin 1 seien im Rahmen seiner fachlichen Kompetenz als neurologischer Gutachter erfolgt. Dr. D.________ habe dementsprechend den Psychiater als zweiten Subgutachter in Bezug auf die Einsch�tzung des neurovegetativen bzw. neuropsychologischen Status' f�r zust�ndig und als geeignete Fachperson bezeichnet. Dieser habe aus psychiatrischer Sicht keine Anhaltspunkte f�r eine Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit der Beschwerdef�hrerin 1 gefunden (angefochtenes Urteil S. 11 f.).
In rechtlicher Hinsicht nimmt die Vorinstanz an, die unwahre Behauptung, die Schlussfolgerungen des Gutachtens seien im ausdr�cklichen Einverst�ndnis s�mtlicher beteiligter Spezial�rzte erfolgt, erweise sich als irrelevant. Denn die vom Beschwerdegegner getroffenen Schlussfolgerungen stimmten zumindest inhaltlich mit den Ergebnissen der Teilgutachten �berein. Eine explizite Konsensbildung sei im �brigen nur sinnvoll, wenn in den einzelnen Fachrichtungen �berhaupt relevante Symptome pathologischer Art festgestellt worden w�ren. Dies sei hier nicht der Fall gewesen. Damit sei die falsche Behauptung eines Schlusskonsenses nicht rechtserheblich und verm�ge sich auf den Beweiswert der abschliessenden Beurteilung der Arbeitsf�higkeit der Beschwerdef�hrerin 1 im Hauptgutachten nicht entscheidend auszuwirken (angefochtenes Urteil S. 13).
3.1.2.�Die erste Instanz gelangte demgegen�ber zum Schluss, es liege eine objektiv offensichtlich widerspr�chliche Begutachtung vor, aufgrund derer das vom Beschwerdegegner erstellte Hauptgutachten in objektiver Hinsicht als nicht (ganz) zutreffend bezeichnet werden m�sse (erstinstanzliches Urteil S. 15).
3.2.�Die Beschwerdef�hrerin 1 macht geltend, das Wesen eines polydisziplin�ren Gutachtens bestehe nicht bloss in einer Aneinanderreihung einzelner Teilgutachten, sondern in der Erarbeitung einer gemeinsamen Beurteilung durch Experten mehrerer Fachdisziplinen. Ein solches Gutachten erlange seine Aussagekraft erst durch den Konsens der beteiligten Fach�rzte. Die T�uschung liege in der unrichtigen Behauptung des Konsenses �ber die Schlussfolgerungen. Durch die Behauptung, die Schlussfolgerungen seien gemeinsam erarbeitet worden, entstehe im vorliegenden Fall der Eindruck, dass der neurologische Teilgutachter im Konsensfindungsstadium von seiner urspr�nglichen Einsch�tzung abgewichen sei. Die vollst�ndige Wiedergabe der Teilgutachten schliesse die T�uschung nicht aus (Beschwerde 1 S. 6 f./9 f.). Zudem sei das Gutachten von Dr. D.________ nicht widerspr�chlich. Mit der Verweisung auf neuropsychologische Defizite dokumentiere der Subgutachter lediglich, dass diese Befunde nicht mit den von ihm angewandten Untersuchungsmethoden, sondern mit neuropsychologischen Tests durch eine andere Fachperson erhoben worden seien, deren Ergebnisse bei den Akten lagen (Beschwerde 1 S. 7 ff.).
Weiter bringt die Beschwerdef�hrerin 1 vor, die Auffassung der Vorinstanz, in den Schlussfolgerungen sei nichts enthalten, was nicht schon in den objektiven Befunden der Teilgutachter enthalten sei, sei nicht nachvollziehbar. Es sei schon fragw�rdig, dass die Vorinstanz von einer gemeinsamen Erarbeitung der Schlussfolgerungen ausgehe, wo doch die beteiligten Gutachter nicht gemeinsam, sondern jeder nur f�r sich allein gearbeitet h�tten. Dar�ber hinaus seien die beteiligten �rzte nicht unabh�ngig voneinander zu einem �bereinstimmenden Ergebnis gelangt. Vielmehr widerspr�chen die Schlussfolgerungen des Beschwerdegegners den einzelnen Beurteilungen, insbesondere derjenigen des Gutachtens von Dr. D.________ (Beschwerde 1 S. 10 f.).
Schliesslich beanstandet die Beschwerdef�hrerin 1 die Feststellung der Vorinstanz, Dr. D.________ sei zur Beurteilung neuropsychologischer Defizite nicht kompetent gewesen. Die Vorinstanz habe sich zur Entscheidung der Frage, was zum Fachgebiet eines Neurologen geh�re, weder auf die Fachliteratur gest�tzt noch einen Experten beigezogen. Soweit anerkannt werde, dass der Subgutachter kompetent sei, die von einer Fachperson erhobenen neuropsychologischen Befunde in seine Beurteilung miteinzubeziehen, sei der Schluss, die vorgegebene Zustimmung der Subgutachter zu den Schlussfolgerungen sei rechtlich nicht relevant, unhaltbar (Beschwerde 1 S. 12 ff., 15 ff.).
3.3.�Die Beschwerdef�hrerin 2 stellt sich ebenfalls auf den Standpunkt, das fragliche Gutachten sei unwahr. Weder h�tten sich die Subgutachter mit dem Fazit des Hauptgutachtens ausdr�cklich einverstanden erkl�rt, noch habe Dr. D.________ der Beschwerdef�hrerin 1 eine hundertprozentige Arbeitsf�higkeit attestiert. Der Teilgutachter habe als Zeuge erkl�rt, er habe aus neurologischer Sicht zumindest eine teilweise Arbeitsunf�higkeit bescheinigt. Er w�re mit einem Hauptgutachten, welches die Beschwerdef�hrerin 1 als 100% arbeitsf�hig eingestuft h�tte, nicht einverstanden gewesen. Der Sinn eines interdisziplin�ren Gutachtens liege in der Pr�fung, ob ein Konsens zwischen den Gutachtern erzielt werden k�nne oder nicht. Werde bez�glich des Konsenses der Gutachter die Wahrheit verschleiert, treffe dies die �berzeugungskraft des Gutachtens. Dieser notwendige Konsens habe hier nicht bestanden. Der Beschwerdegegner h�tte sich nicht einfach ohne jegliche Erkl�rung �ber die Befunde von Dr. D.________ , wonach sich die neurovegetativen Beschwerden und neuropsychologischen Defizite bez�glich einer Berufsaus�bung erheblich einschr�nkend auswirkten, hinwegsetzen d�rfen. W�re diese Feststellung in die Schlussfolgerung des Hauptgutachtens eingeflossen, h�tte dies die auftraggebende Versicherung zumindest zu einer Erg�nzung des Gutachtens und zur Kl�rung der Arbeitsunf�higkeit und deren Ursachen veranlassen m�ssen. Das Nichterw�hnen der offensichtlichen Beschwerden der Beschwerdef�hrerin 1 im Schlussfazit habe somit zu einem unwahren Befund betreffend ihrer Arbeitsf�higkeit gef�hrt. Dass der Beschwerdegegner die Gutachten wortgetreu wiedergegeben habe, �ndere daran nichts. Mit der Formulierung in der Vorbemerkung unter Ziff. 5 des Hauptgutachtens habe der Beschwerdegegner den falschen Eindruck erweckt, dass ein Konsensgespr�ch stattgefunden und sich Dr. D.________ nachtr�glich dem Schlussergebnis des Gutachtens angeschlossen habe. Das Hauptgutachten erweise sich daher in seinem Kern als unrichtig. Diese Falschbeurkundung betreffe eine rechtserhebliche Tatsache, habe sie doch dazu gef�hrt, dass die Beschwerdef�hrerin 1 keine Leistung der Unfallversicherung zugesprochen erhalten habe (Beschwerde 2 S. 3 ff.).
Die Beschwerdef�hrerin 2 wendet sich ferner gegen die Feststellung des Sachverhalts. Sie macht ebenfalls geltend, die Auffassung der Vorinstanz, der Auftrag von Dr. D.________ habe sich auf die neurologischen Abkl�rungen beschr�nkt und dieser sei zur Einsch�tzung des neurovegetativen bzw. neuropsychologischen Status' weder berufen noch kompetent gewesen, sei willk�rlich (Beschwerde 2 S. 6 f.).
4.1.�Gem�ss Art. 251 Ziff. 1 StGB erf�llt den Tatbestand der Urkundenf�lschung, wer in der Absicht, jemanden am Verm�gen oder an andern Rechten zu sch�digen oder sich oder einem andern einen unrechtm�ssigen Vorteil zu verschaffen, eine Urkunde f�lscht oder verf�lscht, die echte Unterschrift oder das echte Handzeichen eines andern zur Herstellung einer unechten Urkunde ben�tzt oder eine rechtlich erhebliche Tatsache unrichtig beurkundet oder beurkunden l�sst oder eine Urkunde dieser Art zur T�uschung gebraucht. Urkunden sind u.a. Schriften, die bestimmt und geeignet sind, eine Tatsache von rechtlicher Bedeutung zu beweisen (Art. 110 Abs. 4 StGB). Das Gutachten des B.________ Zentrums vom 19. Dezember 2007 stellt fraglos eine Urkunde im Sinne vom Art. 110 Abs. 4 StGB dar.
Die Tatbest�nde des Urkundenstrafrechts sch�tzen das Vertrauen, welches im Rechtsverkehr einer Urkunde als einem Beweismittel entgegengebracht wird (BGE 137 IV 167 E. 2.3.1 mit Hinweisen). Die Falschbeurkundung betrifft die Errichtung einer echten, aber unwahren Urkunde, bei der der wirkliche und der in der Urkunde enthaltene Sachverhalt nicht �bereinstimmen. Der Tatbestand erfordert eine qualifizierte schriftliche L�ge. Eine solche nimmt die Rechtsprechung nur an, wenn dem Schriftst�ck eine erh�hte Glaubw�rdigkeit zukommt und der Adressat ihm daher ein besonderes Vertrauen entgegenbringt. Das ist der Fall, wenn allgemeing�ltige objektive Garantien die Wahrheit der Erkl�rung gegen�ber Dritten gew�hrleisten, die gerade den Inhalt bestimmter Schriftst�cke n�her festlegen. Blosse Erfahrungsregeln hinsichtlich der Glaubw�rdigkeit irgendwelcher schriftlicher �usserungen gen�gen dagegen nicht, m�gen sie auch zur Folge haben, dass sich der Gesch�ftsverkehr in gewissem Umfang auf die entsprechenden Angaben verl�sst (BGE 138 IV 130 E. 2.1 und 209 E. 5.3; 132 IV 12 E. 8.1; je mit Hinweisen).
4.2.�Die Feststellung des Sachverhalts durch die Vorinstanz kann gem�ss Art. 97 Abs. 1 BGG nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig, d.h. willk�rlich ist oder auf einer Verletzung von schweizerischem Recht im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann. Die R�ge der willk�rlichen Feststellung des Sachverhalts pr�ft das Bundesgericht gem�ss Art. 106 Abs. 2 BGG nur insoweit, als sie in der Beschwerde explizit vorgebracht und substantiiert begr�ndet worden ist. In der Beschwerde muss im Einzelnen dargelegt werden, inwiefern der angefochtene Entscheid an einem qualifizierten und offensichtlichen Mangel leidet. Auf eine blosse appellatorische Kritik am angefochtenen Urteil tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 138 I 171 E. 1.4; 136 II 489 E. 2.8; 133 IV 286 E. 1.4; je mit Hinweisen).
4.3.�Gem�ss Art. 318 StGB erf�llen den Tatbestand des falschen �rztlichen Zeugnisses u.a. �rzte, welche vors�tzlich ein unwahres Zeugnis ausstellen, das zum Gebrauche bei einer Beh�rde oder zur Erlangung eines unberechtigten Vorteils bestimmt, oder das geeignet ist, wichtige und berechtigte Interessen Dritter zu verletzen. Tatobjekt ist ein vom T�ter in seiner beruflichen Eigenschaft ausgestellte unwahre schriftliche Erkl�rung �ber den gegenw�rtigen Gesundheitszustand oder eine Bescheinigung �ber fr�here Krankheiten. Das Zeugnis ist unwahr, wenn es ein unzutreffendes Bild des Gesundheitszustandes des Menschen oder von den gest�tzt darauf anzuordnenden Massnahmen oder zu ziehenden Schlussfolgerungen vermittelt (Stratenwerth/Bommer, Schweizerisches Strafrecht, Bes. Teil II, 7. Aufl., Bern 2013, � 60 N 17; Trechsel/Vest, Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 2. Aufl., 2013, Art. 318 N 4). Da dem Beschwerdegegner keine unwahren Feststellungen �ber den Gesundheitszustand der Beschwerdef�hrerin 1 vorgeworfen werden, gelangt die Bestimmung nicht zur Anwendung (vgl. auch Strafanzeige, Untersuchungsakten act. 1, S. 13; Nichtanhandnahmeverf�gung act. 20 S. 2).
Ausser Betracht f�llt auch der Tatbestand des falschen Gutachtens gem�ss Art. 307 Abs. 1 StGB, da das fragliche Gutachten nicht in einem gerichtlichen Verfahren abgegeben bzw. nicht von einem Gericht in Auftrag gegeben wurde (angefochtenes Urteil S. 11; vgl. auch Beschwerde 1, S. 4 ff.; vgl. auch Nichtanhandnahmeverf�gung act. 20 S. 2).
5.1.�Die A.________ Versicherung meldete die Beschwerdef�hrerin 1 mit Schreiben vom 2. November 2006 im Sinne einer Standortbestimmung und zur Kl�rung der Kausalit�tsfrage bei der Medizinischen Begutachtungsstelle B.________ f�r eine umfassende neurologische/neuropsychologische und psychiatrische Untersuchung an (Untersuchungsakten act. 8/18). Gem�ss Fragenkatalog f�r die neurologische/neuropsychologische Begutachtung wurde der Sachverst�ndige um Stellungnahme zur Anamnese, zu den von der Beschwerdef�hrerin 1 angegebenen Beschwerden, den erhobenen Befunden, den gestellten Diagnosen, zum nat�rlichen Kausalzusammenhang, der Arbeitsunf�higkeit, der Heilbehandlung sowie zum Integrit�tsschaden gebeten (vgl. Fragenkatalog, Untersuchungsakten act. 8/20).
5.2.�Die Medizinische Begutachtungsstelle B.________ erstattete das interdisziplin�re medizinische Gutachten am 19. Dezember 2007 (vgl. Untersuchungsakten act. 2/1). Es umfasst die Befunde des Beschwerdegegners sowie die Teilgutachten der beigezogenen neurologischen und psychiatrischen Fach�rzte. Die Beurteilungen der neurologischen Untersuchungsbefunde von Dr. D.________ sowie der Bericht der psychiatrischen Untersuchungsbefunde durch Dr. C.________ werden im Gutachten vollst�ndig und im Wortlaut wiedergegeben (Gutachten S. 20-28). Der neurologische Teilgutachter verweist in der Anamnese auf eine neuropsychologische Untersuchung vom Dezember 2004 durch Dr. phil. E.________ , Neuropsychologin, welche bei der Beschwerdef�hrerin 1 eine leichte kognitive Funktionsst�rung feststellte (Gutachten S. 21; vgl. auch S. 30 f.; Bericht des Neuropsychologischen Ambulatoriums, Dr. phil. E.________ vom 24.1.2005, in: Untersuchungsakten act. 8/6 [Akten Unfall vom 26.1.2004]). Unter dem Titel neurologische Befunde h�lt Dr. D.________ fest, die Patientin sei psychisch und neuropsychologisch unauff�llig gewesen (Gutachten S. 21). Bei den neurologischen Diagnosen attestierte er ihr leichte neuropsychologische Defizite (Konzentrationsst�rungen, St�rung der geteilten Aufmerksamkeit, verlangsamtes Arbeitstempo, schwergewichtig f�r r�umlich-figurale Aufgaben (Gutachten S. 23). Im Rahmen der Beurteilung f�hrt er aus, aus neurologischer Sicht seien die motorischen, sensiblen, koordinativen und vestibul�ren Funktionen der Beschwerdef�hrerin 1 intakt. St�rungen in diesem Zusammenhang seien mit einer gewissen vegetativen Dystonie vergesellschaftet. Die allgemeinen Beschwerden seien insgesamt eher leichtgradig ausgepr�gt. Der Hauptteil der Beschwerden liege im neuropsychologischen Bereich. Zwar liege auch hier nur eine leichte kognitive St�rung vor. Diese sei jedoch bei qualifizierten Berufen doch erheblich und stark einschr�nkend. Selbst wenn der Versicherten eine gut strukturierte und einfache Arbeit in ihrem angestammten Arbeitsbereich zugewiesen werden k�nnte, bedeute dies doch eine Verlangsamung der Arbeitsgeschwindigkeit ein erhebliches Handicap und wirke sich negativ auf die Arbeitsf�higkeit aus (Gutachten S. 24). Abschliessend f�hrt der Subgutachter aus, er m�chte die psychische Situation der Beschwerdef�hrerin 1 unter den gegebenen Umst�nden mit neurovegetativen Beschwerden und neuropsychologischen Defiziten nicht beurteilen und dies dem psychiatrischen Teilgutachten �berlassen. Zusammenfassend gelangt er zum Schluss,
"dass im neurologischen Status resp. in der neurologischen Untersuchung keine pathologischen Befunde vorhanden sind, welche die Beschwerden der Versicherten und die Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit erkl�ren k�nnten. Die Erkl�rung liegt in neurovegetativen Beschwerden und den neuropsychologischen Defiziten, welche zwar beide leicht sind, aber, dies gilt vor allem f�r die neuropsychologischen Defizite, bzgl. einer Berufsaus�bung doch erheblich einschr�nkend sind. Die Beurteilung der Arbeitsf�higkeit hat im Gesamtzusammenhang zu geschehen und wird vom Hauptgutachter bestimmt" (Gutachten S. 25).
Der Beschwerdegegner f�hrte in der Zusammenfassung und Beurteilung der Arbeitsf�higkeit der Beschwerdef�hrerin 1 aus, bei der internistischen Untersuchung h�tten sich keine pathologischen Befunde ergeben, welche die diversen neurovegetativen Beschwerden erkl�ren k�nnten, so dass diese eher funktioneller Natur erschienen (Gutachten S. 31). Aus neurologischer Sicht k�nne festgehalten werden, dass die motorischen, sensiblen, koordinativen und vestibul�ren Funktionen der Beschwerdef�hrerin 1 intakt seien. Es f�nden sich in der neurologischen Untersuchung keine pathologischen Befunde, welche die Beschwerden erkl�ren und die Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit erkl�ren k�nnten. Der Hauptteil der Beschwerden liege im neuropsychologischen Bereich, wobei auch hier nur leichte kognitive Defizite berichtet w�rden (Gutachten S. 31 f.). Im Rahmen der psychiatrischen Exploration h�tten keinerlei kognitiven Einschr�nkungen objektiviert werden k�nnen (Gutachten S. 32).
Abschliessend gelangt der Beschwerdegegner zum Schluss:
"Zusammenfassend und unter Ber�cksichtigung aller Gegebenheiten und Befunde ist die Beschwerdef�hrerin 1 weder aus internistischer, neurologischer noch aus psychiatrischer Sicht in ihrer Arbeitsf�higkeit eingeschr�nkt" (Gutachten S. 32, vgl. auch S. 34).
Nach der Rechtsprechung erfordern l�nger andauernde Beschwerden nach einem kranio-zervikalen Beschleunigungstrauma eine z�gige interdisziplin�re Abkl�rung und Beurteilung durch Fach�rzte (BGE 134 V 109 E. 9.3). Ein solches poly-/interdisziplin�res Gutachten hat zun�chst den allgemein g�ltigen Anforderungen an beweiskr�ftige medizinische Berichte und Gutachten zu gen�gen (BGE 125 V 351 E. 3 S. 352 ff.). Dar�ber hinaus soll die Begutachtung durch mit diesen Verletzungsarten besonders vertraute Spezial�rzte erfolgen. Im Vordergrund stehen Untersuchungen neurologisch/orthop�discher und psychiatrischer sowie gegebenenfalls auch neuropsychologischer Fachrichtung. Die Gutachter m�ssen hierbei �ber zuverl�ssige Vorakten verf�gen. Inhaltlich sind �berzeugende Aussagen dazu erforderlich, ob die geklagten Beschwerden �berhaupt glaubhaft sind, und bejahendenfalls, ob f�r diese Beschwerden trotz Fehlens objektiv ausgewiesener organischer Unfallfolgen ein beim Unfall erlittenes Schleudertrauma der HWS nach dem Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit zumindest eine Teilursache darstellt. Aufgrund der Besonderheiten der Schleudertrauma-Praxis soll das Gutachten bei gefestigter Diagnose auch dar�ber Auskunft geben, ob eine bestehende psychische Problematik als Teil des f�r solche Verletzungen typischen, einer Differenzierung kaum zug�nglichen somatisch-psychischen Beschwerdebildes zu betrachten ist, oder aber ein von diesem zu trennendes, eigenst�ndiges psychisches Leiden darstellt. Weiter ist zu beantworten, inwieweit die Arbeitsf�higkeit in der bisherigen und (mit Blick auf eine allf�llige Berentung) in alternativen T�tigkeiten durch die festgestellten nat�rlich unfallkausalen Leiden eingeschr�nkt ist (BGE 134 V 109 E. 9.5; vgl. auch BGE 137 V 210 E. 1.2.4).
7.1.�Der Vorwurf der Falschbeurkundung bezieht sich im zu beurteilenden Fall einerseits auf die Vorbemerkung des Beschwerdegegners, wonach die Schlussfolgerungen des Gutachtens gemeinsam mit den beteiligten Spezial�rzten erarbeitet worden seien und diese sich damit ausdr�cklich einverstanden erkl�rt h�tten, sowie andererseits auf dessen abschliessende Beurteilung, die Beschwerdef�hrerin 1 sei weder aus internistischer, neurologischer noch aus psychiatrischer Sicht in ihrer Arbeitsf�higkeit eingeschr�nkt.
Zun�chst steht ausser Frage, dass die Bemerkung, alle Gutachter h�tten den Schlussfolgerungen explizit zugestimmt, nicht der Wahrheit entspricht, zumal zwischen den beteiligten Fach�rzten nie eine Konsenskonferenz stattfand. In diesem Punkt erweist sich das Gutachten des Beschwerdegegners zweifellos als unrichtig und insofern als unseri�s. Damit ist freilich noch nichts dar�ber entschieden, ob die unwahre Vorbemerkung als Falschbeurkundung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB zu w�rdigen ist. Der Tatbestand w�re nur erf�llt, wenn die falsche Vorbemerkung als unrichtige Beurkundung einer rechtlich erheblichen Tatsache zu w�rdigen w�re. Dies hat die Vorinstanz zu Recht verneint (angefochtenes Urteil S. 13). Sie verweist hief�r zutreffend auf den Umstand, dass die Teilgutachten im vollen Wortlaut im Hauptgutachten wiedergegeben sind und auch in der Zusammenfassung des Beschwerdegegners im Wesentlichen noch einmal referiert werden. Die Vorinstanz nimmt auch mit Recht an, die drei Teilgutachten stimmten im Ergebnis �berein.
7.2.�Was die Beschwerdef�hrerinnen hiegegen einwenden, f�hrt zu keinem anderen Ergebnis. Dies gilt namentlich, soweit sie sich gegen die Feststellung der Vorinstanz wenden, der Auftrag von Dr. D.________ habe sich auf die neurologische Abkl�rung beschr�nkt und er sei zur Einsch�tzung des neuropsychologischen Status weder berufen noch kompetent gewesen (angefochtenes Urteil S. 12).
In einem neurologischen Gutachten ist zu beurteilen, ob der medizinische Kontext das Vorhandensein einer Hirnsch�digung oder Hirnerkrankung als Ursache einer Beeintr�chtigung als wahrscheinlich erscheinen l�sst. Gegenstand einer neuropsychologischen Begutachtung ist die Erfassung und Bewertung von Ver�nderungen der kognitiven Leistungsf�higkeit und des Erlebens und Verhaltens eines Probanden in der Folge einer Hirnsch�digung ( W. STURM/C.-W. WALLESCH, Neurokognitive St�rungen, in: Begutachtung in der Neurologie, hrsg. von B. Widder und P. Gaidzik, 2. Aufl., Stuttgart/New York 2011, S. 298; UELI KIESER, Neuropsychologie: Stellenwert und Bedeutung in der sozialversicherungsrechtlichen Rechtsprechung des Bundesgerichts, in: Jahrbuch zum Sozialversicherungsrecht, 2012, 169/170). Wohl trifft zu, wie die Beschwerdef�hrerinnen vorbringen (Beschwerde 1 S. 13; Beschwerde 2 S. 7), dass es nach der Fachliteratur zum Aufgabenbereich des Neurologen geh�rt, ein neuropsychologisches (Zusatz-) Gutachten hinsichtlich seiner medizinisch-neurologischen Bedeutung zu bewerten, und er mithin neurologische, psychopathologische und neuropsychologische Befunde nach ihren sozialmedizinischen Auswirkungen integriert ( W. STURM/C.-W. WALLESCH, a.a.O., S. 298 f.; vgl. auch J. FRITZE/F. MEHRHOFF [Hrsg.], a.a.O., S. 119; H. WILHELM/R. ROSCHMANN, neuropsychologische Gutachten, Stuttgart 2007, S. 16/145; HOFFMANN-RICHTER/JEGER/SCHMIDT, Das Handwerk �rztlicher Begutachtung, Stuttgart 2012, S. 129 ff.; J. FRITZE/F. MEHRHOFF [Hrsg.], Die �rztliche Begutachtung, 7. Aufl., Darmstadt 2008, S. 217). Eine neuropsychologische Untersuchung nach Kopf- und Nackenverletzungen wird denn im einschl�gigen Schrifttum auch als unentbehrlicher Bestandteil der neurologischen Gesamtbeurteilung bezeichnet ( K. WACHTER/M. REGARD, Stellenwert der neuropsychologischen Untersuchung nach Kopf- und HWS-Trauma, in: Die neurologische Begutachtung, Schweizerisches medico-legales Handbuch, hrsg. von A. Siegel/D. Fischer, 2004, Bd. 1 S. 190). Nach der Rechtsprechung ist die neuropsychologische Abkl�rung f�r sich allein indes nicht geeignet, den Nachweis unfallbedingter hirnorganischer Funktionsst�rungen zu erbringen (BGE 119 V 335 E. 2b/bb, S. 341; vgl. auch 117 V 369 E. 3f, S. 381 f.; KIESER, a.a.O., 173 f.; ferner www.svv.ch/de/medizin/halswirbelsaeule/fachartikel, "Die gerichtlichen Vorgaben an polydisziplin�re Gutachten bei Schleudertraumen und �quivalenten Verletzungen", Version 5.0, September 2010, Ziff. 2.2.3). Im zu beurteilenden Fall beschr�nkte sich Dr. D.________ auf eine neurologische Untersuchung. Darin gelangte er zum Schluss, diese habe keine pathologischen Befunde erbracht, welche die Beeintr�chtigungen der Beschwerdef�hrerin 1 und die Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit erkl�ren k�nnten. Obwohl eine umfassende neurologische/ neuropsychologische Untersuchung in Auftrag gegeben worden war (vgl. E. 5.1), fand eine neuropsychologische Zusatzbegutachtung im Rahmen der neuen Begutachtung offenkundig nicht statt, was vom Rechtsvertreter der Beschwerdef�hrerin 1 in seiner Stellungnahme zum Gutachten vom 17. M�rz 2008 auch beanstandet wurde (Untersuchungsakten act. 2/4 S. 2 f.). Eine neuropsychologische Untersuchung wurde erst sp�ter von den behandelnden �rzten der Beschwerdef�hrerin 1 in die Wege geleitet (vgl. Untersuchungsakten act. 8/7). Der Schluss der Vorinstanz, das Teilgutachten von Dr. D.________ stimme im Ergebnis mit den Schlussfolgerungen des Beschwerdegegners �berein, ist angesichts des Umstands, dass keine neuen neuropsychologischen Befunde erhoben worden waren, nicht schlechterdings unhaltbar. Denn in neurologischer Hinsicht stellte er keinen pathologischen Befund. Daran �ndert nichts, dass der neurologische Teilgutachter eine Erkl�rung f�r die geltend gemachten Beschwerden in leichten neuropsychologischen Defiziten bzw. in einer leichten kognitiven Funktionsst�rung erblickte, zumal diese lediglich in einer drei Jahre zur�ckliegenden neuropsychologischen Untersuchung diagnostiziert worden waren (Gutachten S. 25). Denn mit der von der A.________ Versicherung in Auftrag gegebenen Begutachtung sollten alle wesentlichen Befunde neu erhoben werden. Daraus ergibt sich auch, dass die Vorinstanz nicht grunds�tzlich die Kompetenz eines Neurologen zur Beurteilung neuropsychologischer Befunde in Zweifel zog.
Bei diesem Ergebnis erweist sich das Fazit des Hauptgutachtens, wonach die Beschwerdef�hrerin 1 weder aus internistischer, neurologischer noch aus psychiatrischer Sicht in ihrer Arbeitsf�higkeit eingeschr�nkt sei, im Ergebnis nicht als falsch. Jedenfalls ist dieser Schluss nicht schlechterdings unhaltbar (vgl. auch Beschwerde 1 S. 11).
7.3.�Soweit der Schluss, die Arbeitsf�higkeit der Beschwerdef�hrerin 1 sei nicht eingeschr�nkt, nicht zu beanstanden ist, verletzt die Vorinstanz kein Bundesrecht, wenn sie annimmt, die Vorbemerkung zur Zusammenfassung des Hauptgutachtens, wonach die Schlussfolgerungen gemeinsam mit den beteiligten Spezial�rzten erarbeitet worden seien und sich alle ausdr�cklich damit einverstanden erkl�rt h�tten, sei nicht rechtserheblich. Entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrerinnen l�sst sich nicht sagen, der Behauptung, wonach die Beurteilung durch die verschiedenen Fach�rzte gemeinsam erfolgt sei, komme eine besondere Bedeutung zu und ein polydisziplin�res Gutachten sei nur durch den explizit erkl�rten Konsens verwertbar. Denn wie die Vorinstanz zu Recht erkennt (angefochtenes Urteil S. 13), erscheint eine Konsensbesprechung nur sinnvoll, wo in den einzelnen Fachbereichen �berhaupt relevante Symptome pathologischer Art festgestellt werden, was hier nicht der Fall war. Ausserdem gelten die formellen Voraussetzungen zur Durchf�hrung von polydisziplin�ren medizinischen Gutachten, nach welchen die Gutachterstelle die Garantie bieten muss, dass die einzelnen Gutachterinnen und Gutachter im Rahmen von Konsensbesprechungen bei der Formulierung der Schlussfolgerungen mitwirken, erst seit Inkraftsetzung des im Anschluss an BGE 137 V 210 geschaffenen Art. 72bis IVV vom 1. M�rz 2012 (vgl. Kriterien des BSV f�r die Durchf�hrung von polydisziplin�ren medizinischen Gutachten zur Beurteilung von Leistungsanspr�chen in der IV, Anhang 1 zur Mustervereinbarung zwischen dem BSV und den Gutachterstellen; BGE 137 V 210 E. 3.3.2, S. 245, vgl. auch 139 V 349 E. 2.2). Schliesslich hat das Bundesgericht schon in einem anderen Fall, in welchen der Beschwerdegegner involviert war, festgehalten, eine Konsensbesprechung und die Wiedergabe des daraus resultierenden Ergebnisses in einer polydisziplin�ren Expertise sei zwar mehr als w�nschenswert, aber nicht in jedem Fall unerl�sslich (vgl. auch MEYER-BLASER, Arbeitsunf�higkeit, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Schmerz und Arbeitsunf�higkeit, 2003, S. 89 mit Hinweisen). Soweit die einzelnen Teilgutachten im Hauptgutachten integriert seien, und auch einzeln, jeweils unterschrieben vorl�gen und soweit das Ergebnis des Hauptgutachtens mit den Teilgutachten �bereinstimme, sei eine Gesamtsicht auch ohne Konsensbesprechung m�glich (Urteil des Bundesgerichts 8C_569/2013 30. September 2013 E. 4.2.3; s. auch Urteil 8C_305/2013 vom 2. September 2013 E. 3.3; ferner Urteil 8C_305/2013 vom 2. September 2013 E. 3.3 [das dieselbe Vorbemerkung des Beschwerdegegners zu den Schlussfolgerungen des Gutachtens betrifft]; vgl. schliesslich das den Einstellungsbeschluss in einem fr�heren gegen den Beschwerdegegner gef�hrten Strafverfahren best�tigende Urteil 1B_650/2011 vom 2. Mai 2012).
Die Beschwerden erweisen sich als unbegr�ndet.
Bei diesem Ergebnis er�brigen sich Erw�gungen zum subjektiven Tatbestand (Beschwerde 1 S. 17 ff.; Beschwerde 2 S. 5) und zur Zivilklage (Beschwerde 1 S. 22 ff.).
Die Beschwerden sind abzuweisen. Bei diesem Ausgang tr�gt die Beschwerdef�hrerin 1 die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens (Art. 66 Abs. 1 BGG). Dem Kanton Z�rich sind keine Kosten aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 4 BGG).
Die Verfahren 6B_ 416/2013 und 6B_417/2013 werden vereinigt.
Der Beschwerdef�hrerin 1 werden Gerichtskosten in der H�he von Fr. 2'000.-- auferlegt.