Source: https://gfg.be/de/bedingungen/rucktrittsversicherung/
Timestamp: 2019-11-17 13:11:25
Document Index: 131169527

Matched Legal Cases: ['§1', '§2', '§1', '§2', '§3', '§4', '§5', '§6', '§7']

Rücktrittsversicherung.
Artikel 1. Was garantiert diese Versicherung?
Wenn ein Versicherter auf Gegenseitigkeit für zahlungsunfähig erklärt wird, bevor die Reise begonnen hat, garantiert der Verein die Rückzahlung aller bereits durch den Reisenden oder in dessen Namen an den Versicherten auf Gegenseitigkeit gezahlten Beträge, soweit die betreffende(n) Dienstleistung(en) infolge von dessen Zahlungsunfähigkeit nicht erbracht werden. Innerhalb der Grenzen dieser Allgemeinen Bedingungen wird in direkter oder analoger Anwendung der Artikel 54 bis 60, 65 bis 68 und 72 bis 74 des Reisegesetzes eine Garantie für alle Dienstleistungen gewährt, für die der Versicherte auf Gegenseitigkeit selbst eine eigene Verpflichtung zur Rückzahlung bei Nichterbringung der Dienstleistung(en) hatte. Die analoge Anwendung des Reisegesetzes gilt für alle Dienstleistungen, die der Versicherer abdeckt, die jedoch nicht in den Geltungsbereich des Reisegesetzes fallen.
Artikel 2. Welchen Umfang hat die Versicherung?
§1. Der Verein garantiert die Rückzahlung der vom Reisenden bereits an den Versicherten auf Gegenseitigkeit gezahlten Beträge an diesen, wenn der Versicherte auf Gegenseitigkeit infolge seiner Zahlungsunfähigkeit seinen Verpflichtungen gegenüber den begünstigten Reisenden für die Ausführung des Reisevertrags nicht mehr nachkommen kann.
§2. Die dem begünstigen Reisenden vor Beginn der Reise entstandenen Unkosten, wie Visumkosten, Impfungen, Reservierungs- oder Änderungskosten, Prämien für im Reisepreis nicht enthaltene Reiseversicherungen, die vom Begünstigten unterschrieben wurden... werden durch den Verein nicht zurückgezahlt.
Artikel 3. Ersatzreise
Der Verein hat das Recht, dem begünstigten Reisenden folgende Entscheidung zu überlassen:
(1) entweder Rückzahlung der vom begünstigten Reisenden bereits an den Versicherten auf Gegenseitigkeit gezahlten Beträge;
(2) oder Erfüllung des Reisevertrags oder einer Ersatzreise, eventuell unter der Voraussetzung der Rückgabe oder eines Zuschlags, wenn die Ersatzreise billiger bzw. teurer ist als die Auszahlung, auf die der begünstigte Reisende Anspruch hat. In diesen Fällen beschränkt sich die Rolle des Vereins lediglich auf die Bezahlung der Lieferanten und kann keinerlei sonstiges Recht des begünstigten Reisenden gegenüber dem Verein zustandekommen.
Artikel 4. Wie hoch sind die versicherten Beträge?
Der Verein zahlt maximal die Summe des durch den begünstigten Reisenden an den Versicherten auf Gegenseitigkeit gezahlten Reisebetrags zurück.
Artikel 5. Garantiedauer
Die Garantie gilt für alle Reiseverträge, die der Versicherte auf Gegenseitigkeit abschließt, während die Deckung des Versicherungsvertrags wirksam ist.
Artikel 6. Verpflichtungen des begünstigten Reisenden im Schadensfall
§1. Der begünstigte Reisende muss seinen Antrag auf Rückzahlung per Einschreiben an den Verein richten, und zwar innerhalb von 30 Tagen ab dem vorgesehenen Abreisedatum der Reise des begünstigten Reisenden.
§2. Der Rückzahlungsantrag muss von folgenden Unterlagen begleitet sein:
(1) dem Bestellschein und/oder dem Reisevertrag und/oder der Bestätigung und/oder der Rechnung;
(2) den Zahlungsnachweisen;
(3) den eventuell bereits ausgehändigten Reiseunterlagen, wie Transportscheine, Tickets, Voucher usw.
§3. Der begünstigte Reisende muss alle Fragen, die der Verein ihm hinsichtlich seines Antrags stellt, vollständig und wahrheitsgemäß beantworten und ggf. zusätzliche Informationen beschaffen. Der begünstigte Reisende muss alle angemessenen Maßnahmen treffen, um die Folgen des Schadensfalls zu vermeiden und zu begrenzen.
§4. Der begünstigte Reisende darf keine Zahlungen mehr an den Versicherten auf Gegenseitigkeit leisten, nachdem ihm die Zahlungsunfähigkeit des Versicherten auf Gegenseitigkeit zur Kenntnis gelangt ist.
§5. Der Verein tritt in die Rechte des begünstigten Reisenden durch Zahlung, auch teilweise Zahlung, des Schadensersatzes an den begünstigten Reisenden ein, und zwar bis zur Höhe der vom Verein geleisteten Zahlung.
§6. Wenn der begünstigte Reisende seinen Verpflichtungen nicht nachkommt, ist der Verein berechtigt:
(1) bei Verzug mit betrügerischer Absicht die Deckung abzulehnen;
(2) in den übrigen Fällen die Vergütung oder entstandene Kosten in Höhe des dem Verein entstandenen Nachteils zu verringern oder zurückzufordern.
§7. Die Beweislast liegt bei dem Verein.