Source: http://www.sgl-online.de/index_htm_files/leistungskonzept_sgl.htm
Timestamp: 2018-01-22 03:48:07
Document Index: 254637773

Matched Legal Cases: ['§ 42', '§ 48', '§ 6', '§ 13', '§ 70', '§ 42', '§ 6', '§ 6', '§6', '§6', '§48', '§13', '§17', '§48', '§15', '§13']

Das Leistungskonzept des Städtischen Gymnasiums Löhne
Leistungsanforderung und Leistungsbewertung
2. Fächerübergreifende Kriterien der Leistungsbewertung
2.1 Schriftliche Arbeiten
2.1.1 Klassenarbeiten, Kursarbeiten, Klausuren
2.1.2 Facharbeit (gymnasiale Oberstufe)
2.2.1 Unterrichtsgespräch
2.2.3 Partner- und Gruppenarbeit
2.2.4 Werkstattunterricht
2.2.5 Hausaufgaben
2.2.6 Lerndokumentationen
2.2.7 Referate/ Präsentationen
2.2.8 Projekte
2.2.9 Schriftliche Übungen
2.3 Grundsätze der Leistungsrückmeldung und Beratung
2.5 Internationale Klassen
3. Fachspezifische Grundsätze, Kriterien und Verfahren der Leistungsbewertung
3.1. Deutsch
3.2. Erdkunde
3.3. Fremdsprachen Englisch, Französisch, Spanisch
3.4. Geschichte
3.5. Informatik
3.6. Kunst
3.7. Latein
3.9. Mathematik
3.10. Musik
3.11. Naturwissenschaften
3.12. Philosophie
3.13. Politik/ Sozialwissenschaften
3.14. Praktische Philosophie
3.15. Religionslehre (Ev. / Kath.)
3.16. Sport
Die Leistungsbewertung in der Schule dient dem Zweck, dem Lernenden selbst, aber auch Eltern und Lehrkräften Orientierung darüber zu geben, welche Lernziele in welchem Umfang erreicht wurden, wo Stärken des Lernenden liegen und auf welchen Lernfeldern besondere Anstrengungen unternommen werden müssen, um wesentliche Lernziele zielgerichtet und nachhaltig zu erreichen. Bei Lernerfolgsbewertungen werden Lernleistungen und Lernerfolge beurteilt, nicht die Person des Lernenden. Lernerfolgsbewertungen münden als Gesamtübersicht in Halbjahres- und Versetzungszeugnisse, in der Qualifikationsphase der gymnasialen Oberstufe in die halbjährlich ausgestellten Laufbahnbescheinigungen.
Das vorliegende fächerübergreifende Konzept wird in Kapitel 3 durch die einzelnen Fachbereiche jeweils unter fachspezifischen Anforderungen und Bedingungen konkretisiert. Insgesamt ist das Leistungskonzept des Städtischen Gymnasiums Löhne im Zusammenspiel mit dem pädagogischen Konzept der Schule zu lesen und zu verstehen. Die zentralen Orientierungspunkte unseres pädagogischen Konzepts sind Schülerorientierung im Sinne einer Selbstverantwortung für das eigene Lernen, die Schulung und Wahrnehmung von Verantwortlichkeit sowie die Stärkung von Teamstrukturen.
Die rechtlich verbindlichen Grundsätze der Leistungsbewertung sind im Schulgesetz NRW (vgl. § 42-45, § 48–53 SchulG), sowie in der „Ausbildungs- und Prüfungsordnung für die Sekundarstufe I“ (vgl. § 6 APO-SI), und in der „Ausbildungs- und Prüfungsordnung für die gymnasiale Oberstufe“ (vgl. § 13-17 APO-GOSt) dargestellt. Die Rolle der Fachkonferenzen für die Leistungsbewertung in den einzelnen Fächern ist ebenfalls im Schulgesetzt NRW festgeschrieben (vgl. § 70 SchulG). Diese Texte sind im Internet leicht zugänglich oder werden auf Wunsch von der Schule zur Verfügung gestellt.
Alle schulischen Fächer sind in den geltenden Kernlehrplänen und schulinternen Curricula so aufgebaut, dass sie drei Anforderungsbereiche enthalten.
Der Anforderungsbereich I umfasst die Wiedergabe von Sachverhalten aus einem begrenzten Gebiet und im gelernten Zusammenhang sowie die Verwendung gelernter und geübter Arbeitstechniken und Methoden (Wiedergabe von Kenntnissen, Reproduktionsleistungen).
Der Anforderungsbereich II umfasst das selbstständige Bearbeiten, Analysieren, Ordnen und Erklären bekannter Sachverhalte sowie das angemessene Anwenden gelernter Inhalte und Methoden auf andere Sachverhalte (Anwendung, Reorganisations- und Transferleistungen).
Der Anforderungsbereich III umfasst schließlich den reflexiven Umgang mit neuen Problemstellungen sowie das selbstständige Anwenden von Methoden mit dem Ziel, zu Begründungen, Deutungen, Wertungen und eigenen Beurteilungen zu gelangen (Reflexion, Problemlösung und Werten).
Um den verschiedenen Anforderungsbereichen gerecht zu werden, aber auch um den Schülerinnen und Schülern das Verständnis für die Aufgabenstellung zu erleichtern, sind den Anforderungsbereichen so genannte Operatoren zugeordnet. Sie sind als Verben formuliert (z.B. darstellen, erläutern, analysieren, beurteilen) und geben an, was die Schülerin oder der Schüler konkret tun soll. Operatoren werden in den an unserer Schule eingeführten Lehrwerken eingeführt und der Umgang mit ihnen nach und nach eingeübt. Beispielaufgaben unter Anwendung dieser Operatoren findet man zu allen Fächern auf der Internetseite des Ministeriums für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen.
Darüber hinaus formulieren die Kernlehrpläne und Curricula aller schulischen Fächer fachspezifische Kompetenzen, die es von der Schule zu lehren und zu überprüfen gilt.
Klassenarbeiten und Klausuren bedürfen einer zielgerichteten Vorbereitung und Übung im Unterricht. Sie basieren auf den gemeinsam vereinbarten Absprachen des Schulcurriculums. Klassenarbeiten und Klausuren werden den Schülerinnen und Schülern rechtzeitig angekündigt. Anzahl, Art und Umfang von Klassenarbeiten und Klausuren werden unten in Kapitel 3 unter fachspezifischen Kriterien dargestellt.
Die Termine für die Klassenarbeiten werden in der Regel von der jeweiligen Fachlehrerin bzw. des jeweiligen Fachlehrers so rechtzeitig wie möglich festgelegt, der Klasse bekannt gegeben und im schuleigenen Intranet (Moodle) eingetragen.
Die Kursarbeiten für die Differenzierungskurse in den Jahrgangsstufen 8-10 werden in Absprache mit der Mittelstufenkoordinatorin festgelegt und ebenfalls auf Moodle eingetragen. Sie haben bei der Jahresplanung Vorrang vor den anderen Klassenarbeiten und werden wie eine solche gewertet.
Die Planung berücksichtigt die möglichst gleichmäßige Verteilung der Klassenarbeiten auf das Halbjahr.
Die Klassenleitung koordiniert die Verteilung der Klassenarbeiten. Es ist sicherzustellen, dass in einer Woche nicht mehr als zwei Klassenarbeiten geschrieben werden (Vgl. APO SI).
Für die Sekundarstufe II legen die Jahrgangsstufenleiter in Absprache mit dem Oberstufenkoordinator und dem Stundenplanteam frühzeitig die Termine der Klausuren für ein Halbjahr fest. Es ist dabei zu beachten, dass Schülerinnen und Schüler nicht mehr als drei Klausuren pro Woche schreiben müssen. Außerdem sollten die Belastungen möglichst gleichmäßig verteilt sein. Belastungsspitzen sind demnach nach Möglichkeit zu vermeiden.
Die in Absprache zwischen dem Oberstufenkoordinator und den Jahrgangsstufenleitungen erstellten Klausurpläne sind für alle Beteiligten verbindlich und können nicht eigenmächtig geändert werden.
In den schriftlichen Fächern gehen diese Leistungen etwa zur Hälfte in die Gesamtbenotung ein. Kapitel 1 erläutert hierzu die allgemeinen pädagogischen Grundsätze.
Klassenarbeiten und Klausuren werden in der Regel nach bis zu drei Wochen korrigiert und bewertet zurückgegeben, sofern nicht eine erhöhte Korrekturbelastung oder andere dienstliche Verpflichtungen wie z.B. eine längere Klassenfahrt oder aber eine längere Erkrankung dem entgegenstehen.
Zielsetzung der Facharbeit und allgemeine Anforderungen
Die Facharbeit dient in der gymnasialen Oberstufe dazu, Schülerinnen und Schüler mit den Prinzipien und Formen selbstständigen, wissenschaftspropädeutischen Arbeitens vertraut zu machen. Ziel der Facharbeit ist es, dass die Schülerinnen und Schüler beispielhaft lernen, was eine wissenschaftliche Arbeit ausmacht und wie man sie anfertigt. Außerdem können Schülerinnen und Schüler bei der Themenwahl auch interessengeleitet agieren, sofern es sich mit den schulinternen Curricula vereinbaren lässt. Die Schülerinnen und Schüler sollen im Rahmen der Facharbeit selbstständig
· Themen suchen, eingrenzen und strukturieren,
· ein komplexes Arbeits- und Darstellungsvorhaben planen und unter Beachtung der formalen und terminlichen Vorgaben durchführen,
· Methoden und Techniken der Informationsbeschaffung zeitökonomisch, gegenstands- und problemorientiert einsetzen,
· Informationen und Materialien ziel- und sachangemessen strukturieren und auswerten,
· zu einer sprachlich angemessenen Darstellung gelangen,
· Überarbeitungsprozesse als Teil der Aufgabe verstehen,
· die wissenschaftlichen Darstellungskonventionen (Zitierweise, Literatur- und Quellenangaben) anwenden lernen.
Die Facharbeit ersetzt die erste Klausur im 2. Halbjahr der Jahrgangsstufe 12. (Q1). Sie kann sowohl in einem schriftlich belegten Grundkurs als auch in einem Leistungskurs geschrieben werden. Die Facharbeit wird als Einzel- oder Gruppenarbeit angefertigt. Wenn die Arbeit als Gruppenarbeit angefertigt wird, muss zwingend in einem als solchem gekennzeichneten Teil eine Einzelleistung im vorgeschriebenen Umfang nachgewiesen werden. Die Planungs- und Anfertigungsphase sind abhängig von der Ferienregelung. Die Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben.
Wer einen Projektkurs in der Jahrgangsstufe 12 (Q1) belegt, schreibt keine Facharbeit, da der schriftliche Leistungsnachweis in einem Projektkurs mit dem Anfertigen einer Facharbeit vergleichbar ist (vgl. APO-GOSt).
Fachlehrerinnen oder -lehrer betreuen maximal 5 Facharbeiten in einem Leistungskurs, bzw. 3 Facharbeiten in einem Grundkurs. Ergibt die Auswahl, dass für einzelne Kurse mehr als 5 (LK), bzw. 3 (GK) Wahlen vorliegen, soll in Gesprächen zwischen den Beratungslehrerinnen und -lehrern und den betroffenen Schülerinnen und Schülern eine andere Lösung gesucht werden. Dies geschieht in der Regel über die auf dem Wahlzettel vorgenommene Zweitwahl. Lässt sich keine Einigung erzielen, kann unter Umständen das Los zu Hilfe genommen werden. Letztlich entscheiden die jeweiligen Beratungslehrerinnen und Beratungslehrer mit dem Oberstufenkoordinator über die Verteilung der Facharbeiten. Die Bewertungskriterien sind durch die fachspezifischen Anforderungen der einzelnen Fächer vorgegeben.
Die Schülerinnen und Schüler legen in Absprache mit den Fachlehrerinnen und -lehrern das Thema der Arbeit fest. Sollte es zu keiner Einigung kommen, sind rechtzeitig die Beratungslehrerinnen oder -lehrer einzubeziehen. Das Thema wird mit den Unterschriften der Schülerin oder des Schülers sowie der betreuenden Fachlehrerin oder des betreuenden Fachlehrers im Sekretariat eingereicht.
Die Bearbeitungszeit beträgt 6 Wochen. Die Arbeit wird zu einem festgelegten Termin in einfacher Ausfertigung abgegeben. Der Termin ist unbedingt einzuhalten. Verspätet eingereichte Arbeiten werden mit ungenügend bewertet. Bei plötzlich auftretender Krankheit ist die Arbeit durch Dritte abzugeben. Erkrankungen, die länger als zwei Tage dauern und durch ärztliches Attest belegt sind, verlängern die Abgabefrist um die Dauer der Erkrankung. Dies kann allerdings nur in Absprache mit den Beratungslehrern und dem Oberstufenkoordinator geschehen.
Zur Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler auf die Facharbeit werden die Schülerinnen und Schüler der 12 (Q1) von ihren jeweiligen Beratungslehrern und Fachlehrern der Stufe beraten. Dabei werden die Schülerinnen und Schüler etwa auf folgende Aspekte hingewiesen:
· Planungsstrategien
· Eingrenzung und Formulierung eines Themas
· Materialauswertung (Texte aber auch besonders Bilder, Tabellen etc., Vorgehens- weise bei Experteninterviews)
· Zitierweise, Gliederungstechnik, Entwicklung von Fragestellungen, Formulierungshilfen, Umgang mit Textverarbeitungsprogrammen
Bei der Wahl des Themas und während der Erstellung der Facharbeit werden die Schülerinnen und Schüler von den die Arbeit betreuenden Fachlehrerinnen und -lehrern angemessen beraten. Es liegt in der Verantwortung der Schülerinnen und Schüler, dass diese Beratungstermine festgelegt und eingehalten werden. Darüber führt die Fachlehrerin oder der Fachlehrer ein Protokoll, das von der Schülerin oder von dem Schüler unterschrieben wird. In einem verbindlichen Beratungsgespräch legt die Schülerin oder der Schüler zwei Wochen nach Beginn der Bearbeitungszeit eine vorläufige Gliederung der Facharbeit vor. Bei der Beurteilung der Facharbeit spielt demnach die Vorbereitungs- und Bearbeitungsphase auch eine Rolle.
Die Anfertigung und der Abgabetermin einer Facharbeit liegen in der Regel während einer regulären Klausurphase. Auch wenn durch die Facharbeit insgesamt eine Klausur in einer solchen Phase weniger geschrieben wird, so muss bei einer vorausschauenden Arbeitsplanung durch die Schülerinnen und Schüler unbedingt berücksichtigt werden, dass während der schriftlichen Ausarbeitung der Facharbeit die sonstigen schulischen Verpflichtungen nach wie vor vorhanden sind und in vollem Umfang geleistet werden müssen.
Die sonstige Mitarbeit bietet vielfältige Möglichkeiten der individuellen Beteiligung am Unterricht. Es geht dabei sowohl um die unterschiedlichen Sozialformen als auch um die Bandbreite der Beiträge im Regelunterricht laut Stundentafel. In den nicht schriftlichen Fächern bildet sie die alleinige Grundlage für die Notengebung.
In diesem Kapitel werden die wichtigsten Formen der sonstigen Mitarbeit mit den jeweiligen Bewertungskriterien vorgestellt.
Initiative und Kontinuität der Mitarbeit im Unterricht
Problemlösungs- und Urteilskompetenz
Anknüpfung an Vorerfahrungen, Grundkenntnisse
erreichter Sachstand
sachliche, begriffliche und sprachliche Korrektheit, Verständnis anderer Gesprächsteilnehmer und Bezug zu ihren Beiträgen, Vernetzung der Redebeiträge
2.2.2. Einzelarbeit
· Grad der Eigenständigkeit
· Erledigung der Aufgabenstellung im vorgegebenen Zeitrahmen
· Kompetenz, etwaige Probleme bei der Lösungsfindung zu formulieren
· Zielgerichtetes Arbeiten
· Umgang mit Störungen (z.B. sorge ich für Ruhe oder lasse ich sie zu?)
· Verständnis des Sachverhalts
· Einordnung des Sachverhalts in den Gesamtzusammenhang des Themas
· Qualität der sprachlichen Darstellung
Initiativen und Impulse für die gemeinsame Arbeit
Planung, Strukturierung und Aufteilung der gemeinsamen Arbeit
zielgerichtetes, konzentriertes Arbeiten unter Beachtung vorgegebener Zeitrahmen
Integration der eigenen Arbeit in das gemeinsame Handeln/Interaktions- und Teamleistung (Gesprächsverhalten, Kritikfähigkeit)
In den Werkstattstunden steht das Erlernen des selbstständigen Arbeitens und der Organisationskompetenz im Vordergrund. Dabei spielen oft kooperative Lernformen wie Partner- oder Gruppenarbeiten eine wichtige Rolle. Schülerinnen und Schüler sollen lernen, dadurch sowohl ihren eigenen Lernzuwachs, als auch den ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler zu gestalten.
Daher sollen die Werkstattstunden grundsätzlich erst einmal bewertungsfreie Räume für die Lernenden darstellen. Hier wird der Gedanke aufgegriffen, dass die Werkstattstunden Raum bieten sollen, sich auszuprobieren, seine Fähigkeiten einzubringen, zu lernen und zu üben und dabei auch Fehler machen zu dürfen. Somit werden Ergebnisse aus der Werkstatt nicht unmittelbar benotet.
Allerdings werden der jeweilige Arbeitseinsatz und das eigene Arbeitsverhalten in Werkstattstunden voll und ganz in die Benotung der sonstigen Mitarbeit einbezogen. Werkstattstunden sind Unterricht, in der individuelles Lernen wie kooperatives Lernen in besonderer Weise gefordert und gefördert werden. Die unterrichtliche Beteiligung wird hier genauso gefragt und von den unterrichtenden Lehrkräften beurteilt wie in allen anderen Unterrichtsstunden auch. Ebenfalls relevant für die Benotung ist, dass auch Inhalte, die in Klassenarbeiten und schriftlichen Übungen abgefragt werden, in den Werkstattstunden mit erarbeitet und geübt werden, so dass sich der Lernerfolg aus den Werkstattstunden nachher durchaus in der Note einer schriftlichen Leistung oder anderen Formen der Leistungsüberprüfung wiederfindet.
Das Anfertigen der Hausaufgaben gehört nach § 42 (3) SchulG zu den Pflichten der Schülerinnen und Schüler. Hausaufgaben ergänzen die Arbeit im Unterricht. Sie dienen der Festigung und Sicherung des im Unterricht Erarbeiteten sowie der Vorbereitung des Unterrichts. Hausaufgaben werden in der Sekundarstufe I nicht direkt mit einer Note bewertet. Da sie aber ein wesentlicher Bestandteil des Unterrichts sind und zu den in Kapitel 1 angesprochenen Lernsituationen gehören, sollten sie eine angemessene Würdigung erfahren. Den Schülerinnen und Schüler soll die Gelegenheit gegeben werden, ihre Hausaufgaben vorzutragen oder in den Unterricht einzubringen.
Eine regelmäßige Kontrolle der Hausaufgaben ist notwendig. Sie dient der Berichtigung von Fehlern, der Bestätigung konkreter Lösungen, der individuellen Rückmeldung über den erreichten Lernstand und die angewendeten Lernstrategien sowie der gebührenden Anerkennung eigenständiger Schülerleistungen. Rückmeldungen durch Mitschülerinnen und Mitschüler bzw. durch die Lehrerinnen und Lehrer können also die jeweilige Eigenleistung sowie die Qualität der vorgelegten Hausaufgabe verdeutlichen helfen. Diese Rückmeldungen sind Teil unserer Beratungs- und Feedbackkultur (siehe Kapitel 2.3).
Die vollständige und fristgerechte Erarbeitung der Hausaufgaben ist die Regel. Fehler im Arbeitsprozess werden aber als realistische Erfahrung angenommen, sie können wertvolle Bestandteile des Lernprozesses sein. Bei nicht vollständiger Erledigung müssen die Schülerinnen und Schüler zeigen, dass sie sich mit der Aufgabenstellung auseinandergesetzt haben, indem sie ihre Probleme mit der Lösung darlegen. Fehlerhafte bzw. unvollständige Hausaufgaben werden von den Schülerinnen und Schülern im Unterricht oder zuhause korrigiert bzw. ergänzt.
Unterrichtsbeiträge auf der Basis der Hausaufgaben können in der Sekundarstufe I zur Leistungsbewertung herangezogen werden. In der Sekundarstufe II können die Hausaufgaben nach Ankündigung im Rahmen der Sonstigen Mitarbeit mit einer Note bewertet werden. Hierbei sind folgende Kriterien als Bewertungsgrundlage zu nennen:
· inhaltliche Richtigkeit, Präzision, Intensität des Text- und Problemverständnisses
· Vollständigkeit bzw. Umfang
· Sorgfältigkeit und Präzision der Ausführung, Stringenz der Argumentation
· Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung, sprachliche und fachterminologische Sicherheit
· methodisch angemessener Zugang
· fristgerechte Anfertigung
In allen Jahrgangsstufen sollen Hausaufgaben die individuelle Förderung unterstützen. Sie können dazu dienen, unter Berücksichtigung der in Kapitel 1 aufgeführten Anforderungsbereiche das im Unterricht Erarbeitete einzuprägen, einzuüben und anzuwenden. Sie müssen aus dem Unterricht erwachsen und wieder zu ihm führen, in ihrem Schwierigkeitsgrad und Umfang die Leistungsfähigkeit, Belastbarkeit und Neigungen der Schülerinnen und Schüler berücksichtigen und von diesen selbstständig ohne fremde Hilfe erledigt werden können. Sie dürfen nicht dazu dienen, Fachunterricht zu verlängern, zu ersetzen, zu kompensieren oder Schülerinnen oder Schüler zu disziplinieren.
Die Lehrkräfte berücksichtigen beim individuellen Hausaufgabenumfang, ob die Schülerinnen und Schüler insbesondere durch Referate, die Vorbereitungen auf Klassenarbeiten/Klausuren, Prüfungen und andere schulische Aufgaben zusätzlich gefordert sind. In der gymnasialen Oberstufe ist darüber hinaus zu beachten, dass Schülerinnen und Schüler mit 34 – 36 Wochenstunden Regelunterricht hoch belastet sind. Wer bis 17.00 Uhr am Unterricht teilnimmt, kann für den kommenden Tag nur noch eingeschränkt Hausaufgaben anfertigen. Je höher die Unterrichtsverpflichtung der Schülerinnen und Schüler sich darstellt, desto weniger kurzfristig können Hausaufgaben erteilt werden.
Lediglich für die Sekundarstufe I gilt, dass an Tagen mit verpflichtendem Nachmittagsunterricht, an Wochenende und Feiertagen von den Schülerinnen und Schülern keine Hausaufgaben angefertigt werden müssen. Der Freitagnachmittag zählt hierbei nicht zum Wochenende. Hausaufgaben sind so zu bemessen, dass sie, bezogen auf den einzelnen Tag, in folgenden Arbeitszeiten erledigt werden können: für die Klassen 5 bis 7 in 60 Minuten, für die Klassen 8 bis 10 in 75 Minuten.
2.2.6 Lerndokumentationen (Mappen, Portfolio, etc.)
Vollständigkeit der Inhalte (Mitschriften, bearbeitete Arbeitsblätter)
chronologische Anordnung der Arbeitsblätter (Ordnung)
Fachliche Qualität der Ausarbeitung
eigenständige Auswahl und Zuordnung der Aspekte (in Recherche und Ausführung)
sichere und selbständige Beurteilung der Zusammenhänge
Formulierung (sprachliche Korrektheit, fachsprachliche Sicherheit, Ausdruck)
Individuelle, kreative und eigenverantwortliche Leistung
Auswertung von Materialien
Darstellung der eigenen Ausgangslage, der Themenfindung und Eingrenzung, der Veränderung/Anpassung von Fragestellungen
Darstellung der Zeit- und Arbeitsplanung, der Vorgehensweise, der Informations- und Materialbeschaffung
Fähigkeit, Recherchen und Untersuchungen zu beschreiben, in Vorerfahrungen einzuordnen, zu bewerten und Neues zu erkennen
Erfassung der Aufgabenstellung und Berücksichtigung des Anforderungsbereichs
konstruktiver Umgang mit Fehlern und Schwierigkeiten
Eine Form der sonstigen Mitarbeit ist die schriftliche Übung, die benotet wird. Die Schülerinnen und Schüler sollen lernen, kurze begründete Stellungnahmen zu einem begrenzten Thema abzugeben und aus dem Unterrichtszusammenhang sich ergebende vorbereitete Fragestellungen zu beantworten. Die hier verlangte Arbeitstechnik zielt auf das genaue Erfassen der Frage und auf die Beantwortung mit den für diese Frage wesentlichen Gesichtspunkten.
Schriftliche Übungen sind methodische Hilfen zur Sicherung des Lernerfolgs, die zum Beispiel
· die Hausaufgaben überprüfen
· einen Unterrichtsaspekt darstellen
· ein bekanntes Problem charakterisieren
· ein zentrales Unterrichtsergebnis formulieren
· einen im Unterricht besprochenen Lösungsweg nachvollziehen
· einen im Prinzip bekannten Versuchsablauf beschreiben
· Begriffserläuterungen, Definitionsaufgaben, Vokabeln im Fremdsprachenunterricht
· kleine Transfer- und Problemlösungsaufgaben
· Einübung in den Umgang mit Texten
· Sicherung und Überprüfung zentraler Unterrichtsergebnisse
Eine schriftliche Übung, die benotet werden soll, darf nur an einem Tag angesetzt werden, an dem für die betreffenden Schülerinnen und Schüler keine Klassenarbeiten/Klausuren geschrieben werden. Der Unterrichtsstoff kann sich laut APO-SI (§ 6 Abs. 2) in der Sekundarstufe I auf die Inhalte der zurückliegenden sechs Schulstunden beziehen. Bezogen auf die Zeugnisnoten am Ende eines Schulhalbjahres kann sich also die Gewichtung einer schriftlichen Übung ebenfalls auf nicht mehr als sechs Schulstunden à 45 Minuten beziehen, zumal in diesen Schulstunden ja ganz regulär auch noch weitere Leistungen im Rahmen der sonstigen Mitarbeit von den Schülerinnen und Schülern erbracht werden.
Mehr als zwei schriftliche Übungen dürfen an einem Tag nicht angesetzt werden. Sie ist den Schülerinnen und Schülern rechtzeitig anzukündigen. Es erfolgt keine umfassende Korrektur wie bei einer schriftlichen Klassenarbeit oder Klausur. Sie kann in keinem Fall eine Klassenarbeit oder Klausur ersetzen.
Im Kommentar zur APO-SI heißt es ferner hierzu:
Zur „sonstigen Mitarbeit“ können auch gelegentlich kurze schriftliche Übungen in allen Fächern zählen. Wann eine schriftliche Übung gelegentlich ist, bestimmt sich nach Unterrichtsfach, der Wochenstundenzahl dieses Faches und auch nach Art und Anzahl der Klassenarbeiten. So können bei einem Fach mit z.B. fünf Wochenstunden Unterricht fünf schriftliche Übungen im Halbjahr als gelegentlich bezeichnet werden, während diese Anzahl bei einem Zwei-Stunden-Fach unangemessen wäre. Der Fachkonferenz obliegt es, Beschlüsse über die Anzahl der schriftlichen Übungen zu fassen. Dabei ist auch die Beschlusslage der anderen Fachkonferenzen zu beachten. Insgesamt muss ein deutlicher Unterschied zwischen einer schriftlichen Übung und einer Klassenarbeit bzw. Klausur gemacht werden.
Die schriftliche Übung sollte in der Regel von den Schülerinnen und Schülern ausformuliert sein. In der Regel soll die Bearbeitungszeit in der Sekundarstufe I laut APO-SI 15-20 Minuten und in der Sekundarstufe II laut APO-GOSt 30-45 Minuten inklusive des Austeilens, Einsammelns und ggf. der mündlichen Erläuterung von Aufgabenstellungen durch die Lehrkraft nicht überschreiten.
Einen Sonderfall der schriftlichen Übung stellen Wortschatzaufgaben im Fremdsprachenunterricht dar, die in der Praxis häufig regelmäßig zu einem klar eingegrenzten Vokabular stattfinden. Auch diese schriftlichen Vokabelübungen finden indes nicht an Tagen statt, an denen Klassenarbeiten, Klausuren, Lernstanderhebungen oder mündliche Prüfungen für die betroffenen Schülerinnen und Schüler angesetzt sind.
2.3. Grundsätze der Leistungsrückmeldung und Beratung
Für Schülerinnen und Schüler erfolgt die Leistungsrückmeldung in mündlicher und schriftlicher Form. Eine Rückmeldung über die in Klassenarbeiten, den Kursarbeiten im Differenzierungsbereich und die in Klausuren erbrachte Leistung erfolgt in Form der Randkorrektur samt begründeter schriftlicher Rückmeldung, z.B. durch ein Auswertungsraster/Erwartungshorizont bzw. Gutachten, Hinweisen zu Kompetenzstand und Möglichkeiten des weiteren Kompetenzerwerbs, sowie nach Bedarf im individuellen Beratungsgespräch. Analoges gilt für die Facharbeit in der gymnasialen Oberstufe. Die Begründung der Note muss für die Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern aus diesem Verfahren eindeutig hervor gehen.
Die in einer mündlichen Prüfung in den Fremdsprachen erbrachte Leistung wird den Schülerinnen und Schülern individuell zurückgemeldet (z.B. durch ein Bewertungsraster) und bei Bedarf erläutert.
Über die Bewertung substantieller punktueller Leistungen aus dem Bereich der Sonstigen Mitarbeit werden die Schülerinnen und Schüler in der Regel mündlich informiert, gegebenenfalls auf Nachfrage. Dabei wird ihnen erläutert, wie die jeweilige Bewertung zustande kommt. Dies geschieht zusätzlich und ausführlich bei den regelmäßig angesetzten Schülerberatungstagen. In der gymnasialen Oberstufe erhalten Schülerinnen und Schüler jeweils am Ende eines Quartals eine individuelle Rückmeldung. Sowohl bei den Schülerberatungstagen als auch bei der Besprechung der Quartalsnoten in der Sekundarstufe II können die Schülerinnen und Schüler sich regelmäßig in der Selbsteinschätzung üben, die an dieser Stelle ausdrücklich gewünscht ist.
Schriftliche Übungen und sonstige Formen schriftlicher Leistungsüberprüfung als Bestandteil der Sonstigen Mitarbeit werden schriftlich korrigiert und bewertet. Auch hier besteht die Möglichkeit einer mündlichen Erläuterung.
Die Feedbackkultur wird außerdem durch leistungsbezogene Rückmeldungen nach Referaten, Präsentationen, Gruppenarbeiten, ausführlicheren Beiträgen, etc. im Rahmen des regulären Fachunterrichts gefördert. Dieses Feedback geschieht dabei ebenso regelmäßig durch die anwesenden Mitschülerinnen und Mitschüler.
Eltern erfahren leistungsbezogene Rückmeldung und allgemeine Beratung auf den halbjährlich stattfindenden Elternsprechtagen sowie den Elternberatungstagen in der Mittelstufe, durch die Korrektur der schriftlichen Arbeiten, sowie die halbjährlich erteilten Zeugnisse. Schülerinnen und Schülern, deren Versetzung, das Erreichen eines Abschlusses oder einer Berechtigung sowie der Verbleib an unserer Schule gefährdet ist, erhalten schriftliche, individuelle Lern- und Förderempfehlungen durch ihre jeweiligen Klassenleitungen. Die Schule muss sicher stellen, dass die Erziehungsberechtigten diese individuellen Lern- und Förderempfehlungen auch erhalten.
Einzelberatungstermine können auf Wunsch zusätzlich nach Vereinbarung über die Sprechstunden der jeweiligen Fachlehrerinnen und Fachlehrer, der Klassenleitungen und der Jahrgangsstufenleitungen vergeben werden.
Zusätzlich bieten die Klassenpflegschaften in der Sekundarstufe I, die Jahrgangsstufenpflegschaften in der Sekundarstufe II, die Schulpflegschaft mit den gewählten Elternvertretern, als auch das für die gesamte Elternschaft offene Elternforum vielfältige Möglichkeiten für Anregungen und Nachfragen zum Leistungskonzept der Schule.
Direkte Mitwirkung ist durch die Schüler- und Elternvertreter der jeweiligen Fachkonferenzen und die gewählten Schüler- und Elternvertreter für die Schulkonferenz gegeben.
2.4.1 Nachteilsausgleich in der Sek. I
Nachteilsausgleiche zielen darauf ab, Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen, chronischen Erkrankungen oder Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung durch gezielte Hilfestellungen in die Lage zu versetzen, ihre Fähigkeiten im Hinblick auf die gestellten Anforderungen nachzuweisen. Dabei ist der individuellen Benachteiligung angemessen Rechnung zu tragen, ohne dass das Anspruchsniveau der Leistungsanforderungen geringer bemessen wird. Es gilt das Gebot, die Objektivität einer anforderungsgerechten Leistungserbringung im Sinne des Gleichbehandlungsgrundsatzes zu wahren.
Nachteilsausgleiche können Schülerinnen und Schüler nur dann erhalten, wenn sie einen allgemeinen Abschluss anstreben, d.h. zielgleich lernen. Der Erwerb eines zielgleichen Abschlusses schließt eine Absenkung der Anforderungen grundsätzlich aus. Ferner gilt.
- Ein Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung muss schulaufsichtlich festgestellt worden sein.
- Auch Schüler, die eine Behinderung, eine medizinisch attestierte langfristige chronische Erkrankung oder eine medizinisch diagnostizierte Störung im autistischen Spektrum, aber keinen Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung haben, können Nachteilsausgleiche erhalten. Fachliche Diagnosen müssen der Schulleitung in jedem Fall vor der Beantragung eines Nachteilsausgleichs vorliegen.
- Es besteht auch die Möglichkeit, Nachteilsausgleiche zu erhalten bei Verunfallung, d.h. akuter ärztlich attestierter Beeinträchtigungen. Zum Nachweis ist ein ärztliches Attest erforderlich.
Nachteilsausgleiche als Kompensation einer individuellen Behinderung heben ab auf den konkreten Einzelfall. Immer ist das pädagogische Ermessen in Abwägung der Notwendigkeiten des Nachteilsausgleichs und der fachlichen Anforderungen zu beachten. Nachteilsausgleiche beziehen sich in der Regel auf die Veränderung äußerer Bedingungen der Leistungsüberprüfung:
- zeitlich (Verlängerung von Pausen- und Arbeitszeiten)
- technisch (Bereitstellung besonderer technischer Hilfsmittel)
- räumlich (Gewährung besonderer räumlicher Bedingungen, einer besonderen Arbeitsplatzorganisation)
- personell (Assistenz)
Nachteilsausgleiche, die Modifizierungen von Aufgaben erfordern, sind nur in Ausnahmefällen vorzusehen.
Am SGL gilt der folgende Ablauf zur Abstimmung von Nachteilsausgleichen:
1. Eltern oder Lehrkräfte stellen formlos einen Antrag bei der Schulleitung. Die Festlegung der Notwendigkeit und die angemessene Gestaltung individueller Nachteilsausgleiche geschehen unabhängig davon, ob Eltern einen Nachteilsausgleich beantragen, und sind integraler Bestandteil der Unterrichtsarbeit. Zur Begründung sind ggf. Nachweise wie Atteste, medizinische Diagnosen oder Bescheinigungen über die Teilnahme an Fördermaßnahmen beizufügen.
2. Die Klassenkonferenz berät in Abstimmung mit dem jeweiligen Schüler und den Eltern über den zu gewährenden Nachteilsausgleich. Der Antrag und das Votum der Konferenz sind der Schulleiterin vorzulegen.
3. Nach der Ausbildungs- und Prüfungsordnung Sekundarstufe I (APO S I, § 6 Abs. 9) entscheidet die Schulleitung über die Gewährung von Nachteilsausgleichen einschließlich der zentralen Prüfungen am Ende der Klasse 10 unter Beachtung der entsprechenden Verwaltungsvorschriften. Die Schulleitung informiert die Eltern über die Entscheidung.
4. Die Klassenkonferenz beschreibt die Fördermaßnahmen, dokumentiert sie und macht diese damit über die Schullaufbahn transparent. Für Schüler mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung müssen individuelle Fördermaßnahmen und gewährte Nachteilsausgleiche in einem individuellen Förderplan über die gesamte Schullaufbahn dokumentiert werden.
Die Festlegungen zum Nachteilsausgleich sind für einen definierten Zeitraum verbindlich und von allen Lehrkräften zu berücksichtigen. Sie müssen jedes Schuljahr überprüft und an veränderte Bedingungen angepasst werden.
Nachteilsausgleiche werden nicht im Zeugnis vermerkt.
Bei Kindern, die Schwierigkeiten im Erlernen des Lesens und Schreibens (LRS) haben, sieht der zuständige Erlass die folgende Regelung vor: In Einzelfällen können für Schülerinnen und Schüler, wenn zusätzliche Fördermaßnahmen erforderlich sind und eine Behebung der Lese-Rechtschreib-Schwäche bis zum Ende der Klasse 6 nicht möglich war, Nachteilsausgleiche auch in höheren Klassen noch gewährt werden. So kann beispielsweise bei einer schriftlichen Arbeit zur Bewertung der Rechtschreibleistung im Fach Deutsch und in den Fremdsprachen im Einzelfall mehr Zeit eingeräumt oder von der Benotung abgesehen werden.
Rechenschwäche kann in NRW im Einklang mit den Regelungen der Kultusministerkonferenz grundsätzlich nicht im Rahmen eines Nachteilsausgleichs berücksichtigt werden.
2.4.2 Nachteilsausgleich in der Sek. II
Der Nachteilsausgleich ist auch in der Sek. II ein Verfahren zur Anpassung schulischer Unterrichts- und Leistungsmessungssituationen, der Schülern mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung oder mit dauernden oder akuten Behinderungen bzw. sonstigen Auffälligkeiten eine chancengleiche Teilhabe am Bildungsgang ermöglicht. Die Maßstäbe für die Leistungsbewertung orientieren sich an den Vorgaben der APO-GOSt und unterliegen damit der gesetzlich vorgegebenen Zielgleichheit der Bildungsabschlüsse allgemeiner Schulen.
Ein Nachteilsausgleich kann in der Gymnasialen Oberstufe gewährt werden
- Gemäß sonderpädagogischem Förderbedarf wegen Körperbehinderung, Hörschädigung, Sehschädigung, Autismus
- Wegen einer langfristigen oder chronischen Erkrankung
- Wegen einer akuten Behinderung.
Darüber hinaus kann bei einer besonders schweren, nicht therapierbaren LRS-Schwäche in Einzelfällen ein Nachteilsausgleich auch in der SII gewährt werden. Dyskalkulie kann grundsätzlich nicht im Rahmen eines Nachteilsausgleichs berücksichtigt werden.
Jeder Nachteilsausgleich ist wie in der Sek. I individuell zu gestalten. Er bezieht sich in der Regel auf die Veränderung äußerer Bedingungen (zeitlich, technisch, räumlich, personell) der Leistungsüberprüfung.
Die Entscheidung über Bewilligung, Art und Umfang von Nachteilsausgleichen über die gesamte Gymnasiale Oberstufe obliegt wie in der Sek. I der Schulleitung.
Für die zentral gestellten schriftlichen Abiturprüfungen entscheidet die obere Schulaufsicht, ob ein Nachteilsausgleich genehmigt werden kann oder nicht. Ein maßgebliches Kriterium für die Genehmigung ist die Dokumentation der im Verlauf der Sek. I und Sek. II gewährten Nachteilsausgleiche.
Über Nachteilsausgleiche in den zentralen Klausuren am Ende der Einführungsphase entscheidet dagegen die Schulleitung.
2.5 Internationale Klasse
Für Schülerinnen und Schüler aus der internationalen Klasse steht das Erlernen und Beherrschen der deutschen Sprache vor jeder anderen Zielsetzung des Unterrichts. Je nach individueller Sprachentwicklung werden die Inhalte entsprechend des Europäischen Referenzrahmens vermittelt.
In dieser Klasse erhalten die Schülerinnen und Schüler regelmäßig Rückmeldungen über ihren Sprachentwicklungsstand in Form von Selbsttest und bewerteten Tests. Am Ende des Halbjahres erhalten sie Textzeugnisse über ihren Leistungsstand und ihre Mitarbeit. Für alle Fächer der Regelklasse erhalten die Schülerinnen und Schüler eine Zeugnisnote, wenn ihre Leistungen ausreichend oder besser sind. Sollten ihre Leistungen den Anforderungen noch nicht entsprechen, erhalten sie auch in diesen Fächern Textzeugnisse.
Eine durchgängige Beurteilung durch Ziffernnoten ist erst dann erforderlich, wenn die Schülerinnen und Schüler vollständig in eine Regelklasse übergehen.
Können die Schülerinnen und Schüler nicht an der Englisch ZP 10 teilnehmen, weil sie in ihrem Herkunftsland keinen Englischunterricht erhalten haben und es ihnen nicht möglich war, in Klasse 9 und 10 am Englischunterricht in der Form teilzunehmen, dass ein entsprechender Spracherwerb und somit eine Benotung möglich gewesen wäre, werden diese Schüler durch die Schule für die Sprachfeststellungsprüfung als Ersatz für die erste Fremdsprache angemeldet.
Im Sinne der Orientierung an Standards sind grundsätzlich alle im Lehrplan ausgewiesenen Bereiche („Sprechen und Zuhören“, „Schreiben“, „Lesen-Umgang mit Texten und Medien“, „Reflexion über Sprache“) bei der Leistungsbewertung im Deutschunterricht zu berücksichtigen.
Klassenarbeiten :
Für Klassenarbeiten gelten die für die einzelnen Jahrgangsstufen vorgegebenen sechs Aufgabentypen. Innerhalb eines Schuljahres sollte sich nicht mehr als eine Klassenarbeit auf ein und denselben Aufgabentyp beziehen. Auch Diktate und gleichwertige Überprüfungsformen können als Teile von Klassenarbeiten eingesetzt werden.
Die in ihnen geforderten Leistungen beziehen sich in der Regel auf mehrere Bereiche des Faches und umfassen immer eine Verstehens- und eine Darstellungsleistung (Verhältnis: etwa 75% - 25%). Zur Darstellungsleistung gehören die Beachtung der angemessenen Stilebene, die korrekte Orthographie, Interpunktion und Grammatik (JGS 5 und 6: nur bezüglich der Sprachphänomene, die konkret im Unterricht erarbeitet worden sind bzw. vorausgesetzt werden können; allmählich gesteigert: fachsprachliche Vorgaben). Die formale Korrektheit (Lesbarkeit, Umfang, optische Gliederung etc.) wird ebenfalls bei der Bewertung berücksichtigt (in der Regel: 2 Punkte). Gehäufte Verstöße gegen die sprachliche Richtigkeit führen zu einer Absenkung der Note (eine Notenstufe); ein hohes Maß an sprachlicher Sicherheit bedingt dagegen eine entsprechende Notenanhebung.
Der Bewertungsschlüssel nähert sich allmählich den Vorgaben für die Oberstufe an.
Die Anzahl und Dauer der Klassenarbeiten orientiert sich an der Minimalvorgabe des Ministeriums NRW zur Standardsicherung:
Dauer (U.-Std´n)
Einmal im Schuljahr kann eine Klassenarbeit durch eine andere gleichwertige schriftliche Form der Leistungsbewertung ersetzt werden (z.B. Lesetagebuch, Portfolio etc.).
Bei Lernenden mit Deutsch als Zweitsprache sind für die Bewertung der sprachlichen Darstellungsleistung die Lernausgangslage sowie der individuelle Lernfortschritt ebenso zu berücksichtigen wie der bereits erreichte Leistungsstand.
Für Lernende mit einer attestierten Lese-Rechtsschreibschwäche (LRS) gelten die Regelungen im entsprechenden Runderlass des Kultusministeriums.
Sonstige Mitarbeit :
Zu den Bestandteilen der „Sonstigen Mitarbeit im Unterricht“ zählen u.a. Beiträge zum Unterricht, von der Lehrkraft abgerufene Leistungsnachweise (wie die schriftliche Übung), aber auch im Rollenspiel oder in einer Präsentation vorbereitete, in abgeschlossener Form eingebrachte Elemente zur Unterrichtsarbeit (z.B. Protokoll, Referat etc.).
Der Bewertungsbereich „Sonstige Mitarbeit“ erfasst die Qualität und die Kontinuität der mündlichen und schriftlichen Beiträge hinsichtlich der Aufgabenschwerpunkte „Sprechen“, „Gestaltend sprechen/szenisch spielen“ und „Gespräche führen“.
Gemeinsam ist den zu erbringenden Leistungen, dass sie in der Regel einen längeren, zusammenhängenden Beitrag eines/einer einzelnen Schülers/Schülerin oder einer Schülergruppe darstellen.
Auch in diesem Zusammenhang ist sowohl die Verstehens- als auch die Darstellungsleistung zu berücksichtigen.
Die Leistungsbewertung in der Oberstufe bezieht sich insgesamt auf die im Zusammenhang mit dem Unterricht erworbenen Kompetenzen und nutzt unterschiedliche Formen der Lernerfolgsüberprüfung.
Die Gestaltung der Klausuren orientiert sich an den Aufgabenarten, bezogen auf die Analyse von literarischen Texten (I) und von Sachtexten (II), auf die Erörterung von Sachtexten (III) und auf das materialgestützte Schreiben (erst ab Abitur 2020), und deren unterschiedliche Typen (bei I – III: jeweils Typ A und Typ B), die in der zentralen Abiturprüfung Anwendung finden können.
In der Einführungsphase sollte jede Aufgabenart, in der Qualifikationsphase jeder Aufgabentyp mindestens einmal im Rahmen einer Klausur abgeprüft werden.
Bei der Bewertung der Klausuren werden sowohl die inhaltlichen Leistung als auch die Darstellungsleistung berücksichtigt (etwa 75% - 25%).
Die Aufschlüsselung der einzelnen Kriterien im Bereich der Darstellung ist angelehnt an die Abiturvorgaben, berücksichtigt dementsprechend (anders als in der Sekundarstufe I) den Bereich der sprachlichen und formalen Korrektheit ausschließlich im Punkteschlüssel (etwa ein Drittel der Punkte für die Darstellungsleistung).
Anzahl und Dauer der Klausuren orientiert sich an der Minimalvorgabe des Ministeriums zur Standardsicherung:
Die Mindestdauer kann maximal bis zu einer Schulstunde überschritten werden.
GK: 2(-3)
LK: 3(-4)
3 + Abiturklausur
Letzte Klausur: unter Abiturbedingungen
Wie in andern Fächern kann in der Qualifikationsphase eine Klausur durch eine Facharbeit ersetzt werden. Diese ist von ihrer Themenstellung her nicht produktionsorientiert anzulegen, sondern wissenschaftlich-analytisch, und zwar unter Beachtung der durch die Fachkonferenz vorgegebenen Zitationsvorgaben.
Der Bewertungsbereich „Sonstige Leistungen im Unterricht/Sonstigen Mitarbeit“ erfasst die im Unterrichtsgeschehen durch mündliche und schriftliche (ggf. praktische) Beiträge erkennbare Kompetenzentwicklung der Lernenden. Der Stand der Kompetenzentwicklung wird sowohl durch Beobachtung während des Schuljahres als auch durch punktuelle Überprüfungen festgestellt.
Als Schwerpunkte der sonstigen Mitarbeit gelten die Bereiche der Darstellung, der Argumentation, der Gestaltung und der Metareflexion. Für jede dieser Fokussierungen sind unterschiedliche Überprüfungsformen einzusetzen.
Neben den im Kernlehrplan aufgeführten Überprüfungsformen können vielfältige weitere zum Einsatz kommen. Auch für diese gelten die oben genannten Ansprüche der Lernerfolgsüberprüfung und Leistungsbewertung.
Im Verlauf der Qualifikationsphase wird -im Rahmen der Vorbereitung auf das Abitur- auch die mündliche Prüfung vorbereitet und mit entsprechenden Übungsformen trainiert.
Zu den Bestandteilen der „Sonstigen Leistungen“ zählen (wie in der Sekundarstufe I) unterschiedliche Formen der selbstständigen und kooperativen Aufgabenerfüllung.
3.2. Erdkunde (Geographie)
3.2.1. Kompetenzen und Anforderungsbereiche im Fach Erdkunde in der Sek. I
Das Grundanliegen im Fach Erdkunde „ zielt auf das Verständnis der naturgeographischen, ökologischen, politischen, wirtschaftlichen sowie sozialen Strukturen und Prozesse der räumlich geprägten Lebenswirklichkeit ". Dabei sollen Schülerinnen und Schüler über folgend genannte fachspezifischen Kompetenzen das notwendige Wissen „über den Raum als Grundlage für eine zukunftsfähige Gestaltung der nah- und fernräumlichen Umwelt erlangen“ und „Toleranz gegenüber dem Eigenwert fremder Kulturen angebahnt und auf ein Leben in einer international verflochtenen Welt vorbereitet“ werden.
· Sachkompetenz (z. B. grundlegende Mensch-Raum-Beziehungen, themenbezogenes Orientierungswissen zum Bezugsraum Deutschland, Ursachen und Folgen der räumlich unterschiedlichen Entwicklung)
· Methodenkompetenz (z. B. Arbeit mit dem Atlas, Auswerten von z.B. Klimadiagrammen, geographischen Modellen, Bevölkerungspyramiden, Recherche und Präsentation von Informationen)
· Urteilskompetenz (z. B. begründete Beurteilung eines räumlichen Problems oder einer Entwicklungstendenz, Abwägung von unterschiedlichen räumlichen Interessen)
· Handlungskompetenz (z. B. Planung und Durchführung einer Expertenbefragung/Umfrage, Erkundung und z.B. Kartierung des eigenen Umfeldes)
3.2.2. Leistungsbewertung in der Sek. I unter fachspezifischen Gesichtspunkten
Zu den Bestandteilen der „Sonstigen Leistungen im Unterricht" zählen die im Kapitel 2 aufgeführten Elemente. Als besondere fachspezifische Aspekte dienen Beiträge im Rahmen eigenverantwortlichen, schüleraktiven Handelns (z. B. Raumanalyse, Kartierung, Rollenspiel, Atlasführerschein, Erkundung, Podiumsdiskussion). Bewertungskriterien für diesen Bereich sind u. a. Kreativität, Kontextgebundenheit, zielgerichtete Kommunikation, Organisation, Konfliktfähigkeit, Perspektivenübernahme. Im Fokus der Beurteilung stehen auch die Handlungsprozesse.
Da im Pflichtunterricht des Faches Erdkunde in der Sekundarstufe I keine Klassenarbeiten und Lernstandserhebungen vorgesehen sind, erfolgt die Leistungsbewertung ausschließlich in diesem Beurteilungsbereich. Dabei bezieht sich die Leistungsbewertung insgesamt auf die im Zusammenhang mit dem Unterricht erworbenen Kompetenzen. Dabei sollen im Bereich „Sonstige Leistungen im Unterricht“ sowohl schriftliche als auch mündliche Formen der Leistungsüberprüfung zum Tragen kommen, um im Verlauf der Sekundarstufe I durch eine geeignete Vorbereitung sicherzustellen, dass eine Anschlussfähigkeit für die Überprüfungsformen der gymnasialen Oberstufe gegeben ist.
Eine Ausnahme stellt der Differenzierungsbereich dar, wo die Sonstige Mitarbeit durch zwei Klassenarbeiten im Umfang von 60-90 Minuten pro Halbjahr ergänzt wird. Eine dieser Klassenarbeiten kann durch eine schriftliche Projektarbeit ersetzt werden. Die Ermittlung der Note erfolgt nicht rein arithmetisch, orientiert sich aber an einer annähernd gleichen Gewichtung von Sonstiger Mitarbeit und Klassenarbeit. Die Aufgabenstellung erfolgt in Anlehnung an die in Kap. 1 dargelegten Anforderungsbereiche. Rückmeldungen bekommen die Schülerinnen und Schüler durch einen Erwartungshorizont.
3.2.3. Kompetenzen und Anforderungsbereiche im Fach Erdkunde in der Sek. II
In der Sek. II gelten grundsätzlich die gleichen Kompetenzen und Anforderungsbereiche wie in der Sek. I. Die Gewichtung der Anforderungsbereiche orientiert sich an den Vorgaben für das Zentralabitur in NRW. Der Anforderungsbereich I umfasst die Reproduktion des Erlernten, der z. B. mit den Operatoren lokalisieren, darstellen oder beschreiben eingeleitet wird. Der Anforderungsbereich II umfasst die Reorganisation und den Transfer, welchem z. B. die Operatoren analysieren, einordnen, erläutern zugeordnet sind. Mit dem Anforderungsbereich III, der z. B. mit den Operatoren erörtern, beurteilen, bewerten, diskutieren eingeleitet wird, wird der Fokus auf die Reflexion und Problemlösung gelegt. Eine Übersicht der Anforderungsbereiche und Operatoren befindet sich auch in den Schulbüchern des Faches und werden den SchülerInnen stets transparent gemacht.
In der Sek. II können die Schülerinnen und Schüler das Fach Erdkunde als schriftlichen oder mündlichen Grundkurs wählen.
In schriftlich belegten Grundkursen umfassen die Klausuren jeweils 90 (EF, Q1) bzw. 135 (Q2) Minuten. Im letzten Halbjahr der Q2 wird die Klausur unter Abiturbedingungen geschrieben.
In der E-Phase wird eine Klausur pro Halbjahr, ab der Qualifikationsphase werden zwei Klausuren pro Halbjahr geschrieben. In der Q1 kann eine Klausur durch eine Facharbeit ersetzt werden.
Der Unterricht ist methodisch so zu konzipieren, dass die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben, sich in allen Anforderungsbereichen zu präsentieren.
1. Beiträge zum Unterrichtsgespräch
o Unterrichtsgespräche in ihren vielfältigen Formen sind wesentlicher Bestandteil erdkundlichen Unterrichts. In den verschiedenen Unterrichtsphasen ergeben sich differenzierte Beteiligungsmöglichkeiten für die Schülerinnen und Schüler:
§ inhaltsbezogene Beiträge, z. B. in Form von Hausaufgabenvortrag oder Zusammenfassung von Arbeitsergebnissen aus vorangegangenem Unterricht, Darbietung von Lösungen zu neu erarbeiteten Texten und Aufgaben, gedankliche Weiterführung von Teilergebnissen und Anregungen zur sachlichen Vertiefung, Verarbeitung von Impulsen, Verknüpfung von Fachideen mit der Lebenswelt.
§ methodenbezogene Beiträge, z. B. in Form von Mitarbeit an der Unterrichtsplanung, Erfassen und Zuspitzen von Themen- und Problemstellungen, Überprüfen der Prämissen und Reichweiten von Lösungen, Reflexion der Lösungswege und des Arbeitsprozesses
§ metakommunikative Beiträge zur Lernsituation.
Das Leistungsbild ergibt sich aus der Quantität und Qualität der Beiträge sowie daraus, ob sie vorwiegend reproduktiv oder eher transfer- und problembezogen sind
Schriftliche und mündliche Hausaufgaben ergänzen die Arbeit im Unterricht. Sie können für Folgestunden aufgegeben und auch zunehmend längerfristig angelegt sein. Hausaufgaben sollen nach Schwierigkeitsgrad und Umfang der Leistungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler entsprechen und eindeutig und klar formuliert werden. Sie sollen sinnvoll aus dem Unterricht erwachsen und wieder zu ihm zurückführen. Eine regelmäßige Kontrolle ist notwendig. Möglichkeiten der Bewertung der Leistung ergeben sich im Unterrichtszusammenhang.
3. Referat/Gruppenarbeiten und Präsentation von Arbeitsergebnissen
Referate sind besonders geeignet zum Erwerb von Arbeitstechniken und organisatorischen Kompetenzen, die sowohl im Studium als auch im Beruf wichtig sind. Sie können als Einzel- und Gruppenreferate vergeben werden. In Abhängigkeit dazu fördern sie sowohl individuelles Lernen als auch kooperative Fähigkeiten und Fertigkeiten. Das Referat trägt auch zur Vorbereitung auf die in der mündlichen Abiturprüfung geforderte Qualifikation des zusammenhängenden Vortrags bei.
Bei der Erstellung und dem Vortrag eines Referats werden folgende Arbeitstechniken erlernt und geübt:
· Organisation des Arbeitsvorhabens und Methodenreflexion
· Materialbeschaffung und Materialauswertung
Schriftliche Arbeiten / Klausuren
1. Gestaltung von Klausuren
Der Aufbau von Klausuren in Erdkunde richtet sich nach der Struktur, die den Konstruktionsvorgaben für Abituraufgaben folgt. Diese sieht vor, dass den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit gegeben wird, Leistungen in allen drei Anforderungsbereichen zu erbringen. Für die Formulierung der Prüfungsaufgaben werden die im Fach Erdkunde festgelegten Operatoren verwendet. Eine Besonderheit stellt in diesem Zusammenhang die selbstständige, problemgerechte und raumbezogene Materialauswertung dar. Die Klausuren sollen dabei „zunehmend auf die inhaltlichen und formalen Anforderungen des schriftlichen Teils der Abiturprüfungen vorbereiten“.
2. Benotung von Klausuren
Für die Benotung der Klausuren in der EF, Q1 und Q2 wird ein Erwartungshorizont oder andere ausführliche schriftliche Begründung mit einem Punkteraster von insgesamt 100 Punkten angestrebt. Die inhaltlichen Leistungen werden mit bis zu 80 Punkten, die Darstellungsleistung wird mit bis zu 20 Punkten bewertet. Dabei wird der Benotungsmaßstab der Abiturklausur als Orientierung verwendet. In der Einführungsphase und zu Beginn der Q1 kann die Punktzahl bei einem gleichbleibenden Verhältnis der Teilleistungen auch reduziert werden. Die Note setzt sich zusammen aus der inhaltlichen Leistung und der Darstellungsleistung. Die Gewichtung der Aufgabenteile bei der inhaltlichen Leistung beträgt:
Anforderungsbereich II: Reorganisation und Transfer
45 % bis 50 %
Anforderungsbereich III: Reflexion und Problemlösung
25 % bis 35 %
Der Anteil der Darstellungsleistung an der Gesamtnote soll etwa ein Fünftel betragen (in der Regel 20 von 100 Punkten). Die Kriterien für die Bewertung der Darstellungsleistung folgen denen der Abiturklausur. Für die Zuordnung der Notenstufen zu den prozentual erreichten Punktzahlen wird folgende Gewichtung verwendet:
100 % bis 85 % der erreichbaren Punktzahl
85 % bis 70 % der erreichbaren Punktzahl
70 % bis 55 % der erreichbaren Punktzahl
55 % bis 40 % der erreichbaren Punktzahl
40 % bis 20 % der erreichbaren Punktzahl
Unter 20 % der erreichbaren Punktzahl
Die Bewertung einer jeden Prüfungsarbeit schließt die Entscheidung darüber ein, ob Anlass besteht, aufgrund gehäufter Verstöße gegen die sprachliche Richtigkeit in der deutschen Sprache und gegen die äußere Form, die Bewertung der Prüfungsleistung um bis zu zwei Notenpunkte (NP) herabzusetzen.
3.3.1 Leistungsbewertung in den modernen Fremdsprachen der Sekundarstufe I
Folgende Festlegungen verstehen sich als Richtwerte, die Lehrkraft kann im Rahmen ihrer pädagogischen Handlungsmöglichkeiten über eigene Schwerpunktsetzungen entscheiden. Die Gewichtung der genannten Kategorien ist zu Beginn des Unterrichts transparent zu machen.
Die Kompetenzen in den modernen Fremdsprachen gliedern sich auf in die Bereiche „Kommunikative Kompetenzen“, „Interkulturelle Kompetenzen“, „Methodische Kompetenzen“ sowie „Verfügbarkeit von sprachlichen Mitteln und sprachliche Korrektheit“ (vgl. KLP). Im Rahmen der kompetenzorientierten Leistungsbewertung sollte eine gleichwertige kontinuierliche Beachtung aller Kompetenzen erfolgen (vgl. KLP, S.21).
· Hörverstehen/ Hör-Sehverstehen
o an Gesprächen teilnehmen
o zusammen-hängendes Sprechen
· Orientierungswissen
o persönliche Lebensgestaltung
o Ausbildung/ Schule
o Berufsorientierung
· Werte, Haltungen und Einstellungen
· Handeln in Begegnungssituationen
Verfügbarkeit von sprachlichen Mitteln und sprachlicher Korrektheit
· Orthographie
· Hörverstehen und Leseverstehen
· Sprechen und Schreiben
· Umgang mit Texten und Medien
· Selbstständiges und kooperatives Sprachenlernen
Die Gesamtnote beruht auf der Bewertung folgender Teilleistungen:
a) etwa 50% schriftliche Leistungen in Klassenarbeiten
b) etwa 50% sonstige Leistungen
3.3.2. Anzahl der Arbeiten in den jeweiligen Schuljahren
5 (3/2 + mündliche Prüfung)
6 (2 + Projekt/2 + VERA*)
5 (2/2 + mündliche Prüfung)
4 (2/1 + ZAP)
5 (2/2 + Dossier)
*Die Lernstandserhebungen (VERA) in Klasse 8 werden nicht als Klassenarbeit gewertet und nicht benotet. Sie „sollen Lehrkräfte unterstützen, die Kompetenzen ihrer Klassen bzw. Kurse festzustellen und eine schulübergreifende Standortbestimmung der erreichten Leistungen vorzunehmen. Die Ergebnisse geben Hinweise auf Stärken und Schwächen der Lerngruppen und unterstützen die Unterrichtsentwicklung.“ (s. BASS 12-32 Nr.4)
Im Fach Englisch sind die Klassenarbeiten in den Jahrgängen 5 bis 7 einstündig, in den Jahrgängen 8 und 9 ein- bis zweistündig. In der 10. Klasse sind die Klassenarbeiten zweistündig.
Im Fach Französisch sind die Klassenarbeiten im 6. Schuljahr maximal einstündig, in den Klassen 7 und 8 einstündig, in den Klassen 9 und 10 ein- bis zweistündig.
Maximal einmal im Schuljahr kann eine Klassenarbeit durch eine andere gleichwertige Art der Leistungsüberprüfung (z.B. auch in Form einer mündlichen Leistungsüberprüfung) ersetzt werden (APO-SI §6 Abs.8), wenn die Anzahl von vier Klassenarbeiten nicht unterschritten wird (in Klasse 9 zusätzlich).
3.3.3. Sonstige Mitarbeit (siehe auch Ausführungen in Kapitel 2)
Die Bewertung erfolgt unter Berücksichtigung verschiedener Teilleistungen z.B.
· benotete Einzelleistungen
· Vokabeltests,
· Protokolle, Portfolios etc.
· Präsentationen, Referate, Rollenspiele etc.
· Mitarbeit und Ergebnisse im Unterricht
· die sprachliche Qualität der Beiträge (grammatikalische Korrektheit, sprachliche Klarheit und Präzision, Verwendung von Fachvokabular, phonetische Korrektheit)
· sachbezogene Relevanz und Präzision
· Ergebnisse vom/ von
o Unterrichtsgespräch
o Einzelarbeitsphasen
o Partnerarbeitsphasen
o Gruppenarbeitsphasen
Der Nachweis mündlicher Kompetenzen kann in Form von Einzel-, Partner- oder Gruppenprüfungen als Teil oder als Ersatz für Klassenarbeiten erfolgen. Für mündliche Prüfungen ist eine Prüfungsdauer von bis zu 15 Minuten für eine Tandemprüfung in beiden Teilbereichen („Am Gespräch teilnehmen“ und „Zusammenhängendes Sprechen“) vorgesehen. Die Bewertungskriterien werden den Schülerinnen und Schülern sowie den Erziehungsberechtigten bereits vor der mündlichen Prüfung transparent gemacht.
Für die Bewertung der Prüfungsleistung werden neben der Sprachrichtigkeit auch kommunikative und interkulturelle Kompetenzen sowie Inhalt, Strategie und methodische Aspekte angemessen berücksichtigt. (siehe Tabelle am Ende des Kapitels 3.3.)
3.3.4. Leistungsbewertung im modernen Fremdsprachenunterricht der Sekundarstufe II
Über die Grundsätze der Leistungsbewertung und -rückmeldung werden die Schülerinnen und Schüler zu Beginn des Schuljahres von der unterrichtenden Fachlehrkraft informiert.
Sowohl die schriftlichen als auch die sonstigen Formen der Leistungsüberprüfung orientieren sich an den folgenden allgemeinen Kriterien:
· Sicherheit im Umgang mit der Fremdsprache sowie Erfüllung fremdsprachlicher Normen
· Selbstständigkeit und Klarheit in Aufbau und Sprache
· sachliche Richtigkeit und Schlüssigkeit der Aussagen
· Differenziertheit des Verstehens und Darstellens, Vielfalt der Gesichtspunkte und ihre jeweilige Bedeutsamkeit
· Herstellen geeigneter Zusammenhänge, Eigenständigkeit der Auseinandersetzung mit Sachverhalten und Problemstellungen
· argumentative Begründung eigener Urteile, Stellungnahmen und Wertungen
Die Leistungsbewertung im Bereich „Sprachliche Leistung“ erfolgt grundsätzlich in pädagogisch-didaktischer Orientierung an dem Regelstandard, der in den jeweiligen KLP GOSt in Form der Kompetenzerwartungen sowie im Runderlass des MSW vom 05.01.2012 als GeR-Niveau für den jeweiligen Ausbildungsabschnitt ausgewiesen wird:
Ende der EF
Ende der Q1
Sowohl die Inhalte als auch die in den jeweiligen Klausuren zu überprüfenden Teilkompetenzen aus dem Bereich der funktionalen kommunikativen Kompetenz sind in jeweiligen schulinternen Lehrplänen festgelegt.
Neben der integrierten Überprüfung von Textrezeption und -produktion (Leseverstehen bzw. Hör-/Hörsehverstehen und Schreiben) werden auch isolierte Überprüfungsformen (mittels geschlossener und halboffener Aufgaben bzw. mittels Schreibimpulsen) eingesetzt.
Die Sprachmittlung wird gemäß Vorgabe durch den KLP stets isoliert überprüft, und zwar – mit Blick auf die schriftliche Abiturprüfung – in Klausuren in der Richtung Deutsch-Fremdsprache.
Für die Fächer Englisch und Französisch gilt:
Die integrative Überprüfung von Leseverstehen und Schreiben bzw. Hör- /Hörsehverstehen und Schreiben folgt dem Muster „vom Ausgangstext zum Zieltext“, und zwar gesteuert durch den Dreischritt Textverständnis (AFB 1) – Analyse (AFB 2) – Bewertung (AFB 3), wobei letzterer Bereich durch eine Stellungnahme oder eine kreative Textproduktion erfüllt werden kann, ggf. in Form einer Auswahl.
Für das Fach Spanisch gilt:
In der EF können geschlossene, halboffene und offene Aufgabentypen zum Einsatz kommen. Da die Beherrschung einer Fremdsprache im Wesentlichen voraussetzt, dass sich die Lernenden mitteilen können, ist das eigenständige Formulieren wesentlicher Bestandteil der Lernerfolgsüberprüfung. Geschlossene (und halboffene) Aufgabenformen sollten daher nicht mehr als die Hälfte einer Klausur ausmachen. Während der Spracherwerbsphase (EF) kommt dem Bereich „Sprache“ (Sprachrichtigkeit, zunehmend auch Ausdrucksvermögen) ein deutlich höheres Gewicht zu als inhaltlichen Kriterien.
In der Qualifikationsphase werden im Fach Spanisch in jeder Klausur neben der stets obligatorischen Teilkompetenz „Schreiben“ zwei der weiteren geforderten Teilkompetenzen (Leseverstehen, Hörverstehen, Hör-Seh-Verstehen, Sprachmittlung) geprüft.
Die isolierte Überprüfung der rezeptiven Teilkompetenzen Leseverstehen bzw. Hör- /Hörsehverstehen erfolgt (in allen Fremdsprachen) mittels einer hinreichend großen Zahl von Items, die in der Regel verschiedene Bereiche des Textverständnisses abdecken (globales und selektives Verstehen; Detailverstehen); dabei kommen halboffene und/oder geschlossene Formate zum Einsatz.
In der Regel werden Hörtexte zweimal vorgespielt, Hörsehtexte dreimal.
Dauer der Klausuren in der Oberstufe:
180 min + 30 min Auswahlzeit
255 min + 30 min Auswahlzeit
Sprachliche wie inhaltliche Stärken und Schwächen werden in einer Randkorrektur hervorgehoben. In der Regel wird bei sprachlichen Fehlern im Rahmen offener Aufgabenstellungen ein Korrekturvorschlag in Klammern notiert (sog. Positivkorrektur). Für die Bewertung der Darstellungsleistung in Klausuren werden die Kriterien des Zentralabiturs zugrunde gelegt. Die inhaltliche Leistung wird wie im Zentralabitur mittels inhaltlicher Einzelkriterien erfasst. Bei der Bepunktung pro Kriterium sind sowohl die Quantität als auch die Qualität der Leistung individuell angemessen zu berücksichtigen.
3.3.5. Kriterien für die Überprüfung der schriftlichen Leistung:
(a) Sprachliche Leistung
In Klausuren der Qualifikationsphase kommt das Sprachraster des Zentralabiturs zum Einsatz. In der Einführungsphase kann diese Art der Bewertung durch die Verwendung eines Rasters mit weniger Einzelkriterien vorbereitet werden.
(b) Inhaltliche Leistung
Die inhaltliche Leistung wird wie im Zentralabitur mittels inhaltlicher Einzelkriterien erfasst. Bei der Bepunktung pro Kriterium sind sowohl die Quantität als auch die Qualität der Leistung individuell angemessen zu berücksichtigen. Die Bildung der Gesamtnote orientiert sich an den Vorgaben der jeweiligen KLP GOSt (Abiturprüfung). Die Noten-Punkte-Zuordnung ist am Prozente-Schema des Zentralabiturs zu orientieren.
Eine „ungenügende“ sprachliche oder inhaltliche Leistung schließt eine Gesamtnote oberhalb von „mangelhaft (plus)“ für die Klausur aus.
Unter der Klausur sind die Gesamtnote, die erreichten Punktzahlen der Prüfungsteile sowie der inhaltlichen und sprachlichen Leistung unter Angabe der Wertungsverhältnisse auszuweisen. In einem abschließenden Gutachten können außerdem individuelle Hinweise zu möglichen Schwerpunkten des gezielten weiteren Kompetenzerwerbs enthalten sein; alternativ kann ein dem entsprechender schematisierter Rückmeldebogen zum Ankreuzen und Eintragen eingesetzt werden.
Mündliche Prüfungen in der Qualifikationsphase anstelle einer Klausur:
Q1.1 (2. Quartal)
Q1.2 (2. Quartal)
Q2.1 (2. Quartal)
Grundsätzlich werden im Rahmen jeder Prüfung die Teilkompetenzen ‚Sprechen: zusammenhängendes Sprechen‘ (1. Prüfungsteil) und ‚Sprechen: an Gesprächen teilnehmen‘ (2. Prüfungsteil) überprüft, und zwar so, dass der Prüfungsteil 2 die Inhalte des ersten Prüfungsteils verarbeitet; beide Prüfungsteile fließen mit gleichem Gewicht in das Gesamtergebnis ein. Die Prüfungen finden in der Regel als Tandem- oder Dreierprüfungen statt (Dauer: ca. 20-25 min. im GK; ca. 30-35 min im LK).
Grundsätzlich werden die Leistungen von der Fachlehrkraft der Schülerinnen und Schüler sowie einer weiteren Fachlehrkraft unter Nutzung des Bewertungsrasters des MSW (kriteriale Bepunktung) gemeinsam beobachtet und beurteilt.
Die Schülerinnen und Schüler erhalten nach den mündlichen Prüfungen einen Rückmeldebogen, der ihnen Auskunft über die erreichten Punkte (nach Kriterien) sowie in der Regel Hinweise zu Möglichkeiten des weiteren Kompetenzerwerbs gibt. In einem individuellen Beratungsgespräch können sie sich von ihrem Fachlehrer bzw. ihrer Fachlehrerin weitere Hinweise geben lassen.
Eine Facharbeit kann in den Fächern Englisch und Französisch, jedoch nicht in Spanisch geschrieben werden. Sie ersetzt gegebenenfalls die erste Klausur im Halbjahr Q1.2. Die präzise Themenformulierung (am besten als problemorientierte Fragestellung mit eingrenzendem und methodenorientiertem Untertitel) und Absprachen zur Grobgliederung stellen sicher, dass die Facharbeit ein vertieftes Verständnis eines oder mehrerer Texte bzw. Medien (AFB 1), dessen/deren form- bzw. problemanalytische Durchdringung (AFB 2) sowie eine wertende Auseinandersetzung (AFB 3) erfordert.
Die Facharbeit ist vollständig in der Fremdsprache abzufassen. Die Bewertungskriterien orientieren sich an den allgemeinen Kriterien der Leistungsbeurteilung (s.o.) sowie für den Bereich Darstellungsleistung/sprachliche Leistung an den Kriterien für die integrierte Überprüfung der Bereiche Schreiben und Leseverstehen im Zentralabitur.
Bei der Beurteilung wird ein kriteriales Punkteraster oder ein Gutachten, das auf die Bewertungskriterien Bezug nimmt und die Teilnoten für die drei o.g. Bereiche ausweist, eingesetzt. Die Bewertungskriterien sind den Schülerinnen und Schülern vor Anfertigung der Facharbeit bekannt zu machen und zu erläutern.
3.3.6. Sonstige Mitarbeit
Der Bereich Sonstige Mitarbeit erfasst alle übrigen Leistungen, die im Zusammenhang mit dem Unterricht erbracht werden. In diesem Bereich werden besonders die Teilkompetenzen aus dem Bereich mündliche Sprachverwendung berücksichtigt. Dies geschieht durch systematische und kontinuierliche Beobachtung der Kompetenzentwicklung und des Kompetenzstandes im Unterrichtsgespräch, in Präsentationen, Rollenspielen, etc. sowie in Einzel-, Partner- und Gruppenarbeitsphasen.
Grundlagen der Leistungsbeurteilung im Bereich der sonstigen Mitarbeit
· allgemein kontinuierliche, punktuell fokussierte Beobachtung der individuellen Kompetenzentwicklung im Unterricht
· Beiträge zum Unterricht in Plenumsphasen sowie im Rahmen sonstiger Arbeitsprozesse (u.a. in den Unterricht eingebrachte Hausaufgaben, Recherchen, Gruppenarbeit, Ergebnispräsentationen, Rollenspiele)
· Präsentationen/Referate einzelner Schüler bzw. Schülergruppen (angebunden an das jeweilige Unterrichtsvorhaben)
· ggf. kurze schriftliche Übungen
Kriterien für die Überprüfung im Bereich der sonstigen Mitarbeit
Grundsätzlich sind die sprachliche und inhaltliche Qualität von mündlichen und schriftlichen Unterrichtsbeiträgen zentrale Kriterien (für die Beurteilung des Bereichs Sonstige Mitarbeit). Darüber hinaus kommen hierbei aber auch solche Kriterien zum Tragen, die sich auf mündlichen Sprachgebrauch, Sprachlernkompetenz sowie auf das Arbeiten in Selbstständigkeit, in der Gruppe bzw. im Team beziehen:
· Diskursfähigkeit
· Flüssigkeit
· Dokumentationsfähigkeit bezogen auf Arbeitsprozesse und Arbeitsergebnisse (z.B. Portfolio-Arbeit)
· Fähigkeit zur kompetenzorientierten Selbst- und Fremdeinschätzung, Umgang mit Feedback
· Fähigkeit, eigene Lernbedarfe zu erkennen und zu formulieren, und Fähigkeit zum selbstgesteuerten Sprachenlernen
· Selbstständigkeit, Zuverlässigkeit, Ausdauer, Konzentration, Zielstrebigkeit und Ernsthaftigkeit im Sinne der zielstrebigen Aufgabenbewältigung
· Übernehmen von Verantwortung, Hilfsbereitschaft, Kompromissbereitschaft und Akzeptieren von Gruppenbeschlüssen
Die zu überprüfenden fachspezifischen Kompetenzbereiche sind
Benotung der mündlichen Leistungen im Fremdsprachenunterricht (nach M.Steiger, 2006)
d.h. bei der Quantität
d.h. bei der Qualität
konstante sehr gute Mitarbeit
Kenntnisstand über die bisherigen Kursinhalte: sehr gut
Fähigkeit, eigenständig zu strukturieren und zusammenzufassen
häufiges Einbringen weiterführender Beiträge, auch über außerschulische Entwicklungen
sehr umfangreicher Wortschatz, souveräne Verwendung des Fachwortschatzes, komplexe Syntax, kaum Fehler
konstante gute Mitarbeit
Kenntnisstand über die bisherigen Kursinhalte: gut
Fähigkeit zu strukturieren und zusammenzufassen
Einbringen weiterführender Beiträge, auch über außerschulischer Entwicklungen
umfangreicher Wortschatz, sichere Verwendung des Fachwortschatzes, ansprechende Syntax, geringe Fehler
regelmäßige Mitarbeit in allen Stunden
Kenntnisstand über die bisherigen Kursinhalte: zufrieden stellend
Fähigkeit, im Rahmen einer vorgegebenen Struktur sicher zu arbeiten
gelegentliches Einbringen von Beiträgen
solide Kenntnis des allgemeinsprachlichen Wortschatzes und der wesentlichen Fachtermini, sichere Beherrschung der Grundgrammatik
unregelmäßige Mitarbeit; nicht in allen stunden; oft nur nach Aufforderung
Kenntnisstand über die bisherigen Kursinhalte: teilweise lückenhaft
Fähigkeit, im Rahmen einer vorgegebenen Struktur zu arbeiten
seltenes Einbringen von Beiträgen
Basiswortschatz und Grundgrammatik werden weitgehend beherrscht, Fehler beeinträchtigen das Verständnis
Die Leistung entspricht den Anforderungen nicht, lässt jedoch erkennen, dass die notwendigen Grundkenntnisse vorhanden sind und die Mängel in absehbarer Zeit behoben werden können.
gelegentliche Mitarbeit; meist nur nach Aufforderung
starker lückenhafter Kenntnisstand
Beiträge meist als unstrukturierte Teilergebnisse
nahezu kein Einbringen von konstruktiver Beiträge
Große Wortschatz- und Grammatiklücken beeinträchtigen die Kommunikation erheblich.
Die Leistung entspricht den Anforderungen nicht, und selbst die Grundkenntnisse sind so lückenhaft, dass die Mängel in absehbarer Zeit nicht behoben werden können.
äußerst seltene Mitarbeit
minimaler Kenntnisstand
Beiträge als unstrukturierte Teilergebnisse
Für die Erfassung der Leistungen werden die in Kap.II genannten Überprüfungsformen angewendet.
Es gibt ein gemeinsames methodisches Vorgehen bei der Interpretation von Quellen und der Analyse von Darstellungen (siehe Fachcurriculum).
Grundsätzlich gelten in Sekundarstufe I und II die gleichen Bewertungskriterien und Überprüfungsformen, jedoch sind folgende Differenzierungen vorzunehmen:
In der Sekundarstufe I wird das Erreichen von AFB III in wesentlich geringerem Maße erwartet. Daraus ergibt sich, dass schriftliche Leistungsüberprüfungen überwiegend auf die Kenntnisse in AFB I und II abzielen. Klausuren und Facharbeiten entfallen.
In der Einführungsphase wird eine Klausur mit der Dauer von zwei Schulstunden pro Halbjahr geschrieben, diese geht im Prinzip zu etwa einem Drittel in die Note ein. Dabei ist darauf zu achten, dass die Klausur im 2. Halbjahr rechtzeitig vor der Wahl der Fächer in der Qualifikationsphase geschrieben wird. Die zeitliche Dauer wird festgelegt wie folgt: Grundkurs Q1/1, Q1/2: 3 UStd., Grundkurs Q2/1: 3 Zeitstunden., Grundkurs Q2/2: 3 Zeitstunden, Leistungskurs Q1/1, Q1/2 - Q2/1 3 Zeitstunden, Leistungskurs Q2/2: 4,25 Zeitstd..
Klausuren bereiten die Aufgabentypen des Zentralabiturs sukzessive vor.
Sachgerechte Anwendung der Methoden zur Interpretation von Quellen und Analyse von Darstellungen,
Formulierung selbstständiger, angemessener, triftiger Urteile, wobei zwischen Sach- und Werturteil differenziert wird.
Diese Kriterien werden für die einzelne Klausur konkretisiert in den kriteriellen Erwartungshorizonten, die der Korrektur zugrunde gelegt werden, oder in einem schriftlichen Kommentar. Die Bepunktung der Teilaufgaben entspricht zunehmend mehr den Proportionen im Zentralabitur.
Facharbeiten: Siehe Kap. II
3.4.2. Sonstige Mitarbeit
Als Instrumente für die Beurteilung der Sonstigen Mitarbeit gelten ins-
Beiträge zum Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten.
Sachangemessenheit und methodische Vielfalt bei Ergebnispräsentationen
Konkret soll dies für das Fach Geschichte unter Berücksichtigung der Altersangemessenheit bedeuten:
Note: 6 Punkte: 0
Note: 5 Punkte: 1-3
Gelegentliche freiwillige Beiträge oder Äußerungen auf Nachfrage beschränken sich auf die Wiedergabe einfacher Fakten und Zusammenhänge aus dem unmittelbar behandelten Stoffgebiet und sind im Wesentlichen richtig.
Note: 4 Punkte: 4-6
Regelmäßige, freiwillige Mitarbeit im Unterricht. Im Wesentlichen richtige Wiedergabe einfacher Fakten und Zusammenhänge aus unmittelbar behandeltem Stoff. Verknüpfung mit Kenntnissen des Stoffes der gesamten Unterrichtsreihe.
Note: 3 Punkte: 7-9
Regelmäßige, freiwillige Mitarbeit im Unterricht. Verständnis schwieriger Sachverhalte und deren Einordnung in den Gesamtzusammenhang des Themas. Erkennen des Problems, Unterscheidung zwischen Wesentlichem und Unwesentlichem.
Die fachsprachliche Qualität und die sichere Anwendung der Fachsprache sind weitgehend treffend, korrekt und variabel.
Note: 2 Punkte: 10-12
Regelmäßige, freiwillige Mitarbeit im Unterricht, selbständige Vorbereitung auf den Unterricht. Erkennen des Problems und dessen Einordnung in einen größeren Zusammenhang, sachgerechte und ausgewogene Beurteilung; eigenständige gedankliche Leistung als Beitrag zur Problemlösung.
Die fachsprachliche Qualität und die sichere Anwendung der Fachsprache sind treffend, korrekt und variabel.
Note: 1 Punkte: 13-15
Oberstes Ziel muss es sein, dass Leistungsbewertung und Rückmeldung den Schülerinnen und Schülern transparent und klar sind. Diese allgemeinen Kriterien gelten sowohl für die schriftlichen als auch für die sonstigen Formen der Leistungsüberprüfung und geben Auskunft über den Umfang und den Grad des Kompetenzerwerbs.
· Die Leistungsrückmeldungen zu den Klausuren erfolgen in Verbindung mit den zugrunde liegenden kriteriellen Erwartungshorizonten oder Kommentaren, die Bewertung von Facharbeiten wird in Gutachten dokumentiert.
· Die Leistungsrückmeldung über die Note für die sonstige Mitarbeit und die Abschlussnote erfolgt in mündlicher Form zu den durch SchulG und APO-GOSt festgelegten Zeitpunkten sowie auf Nachfrage.
· Im Interesse der individuellen Förderung werden bei Bedarf die jeweiligen Entwicklungsaufgaben beschrieben.
Sekundarstufe I (Wahlpflichtfach Naturwissenschaften)
I. Die Leistungsbewertung im Fach Informatik orientiert sich an den Grundsätzen der Leistungsbewertung, die in der Ausbildungs- und Prüfungsordnung für die Sekundarstufe I (§6 APO-SI) und im Schulgesetz Nordrhein Westfalen (§48 SchulG) festgelegt sind:
„Die Leistungsbewertung soll über den Stand des Schülers Aufschluss geben; sie soll auch Grundlage für die weitere Förderung der Schülerin oder des Schülers sein [...] Die Leistungsbewertung bezieht sich auf die im Unterricht vermittelten Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten. Grundlage der Leistungsbewertung sind alle von der Schülerin oder dem Schüler im Beurteilungsbereich „Schriftliche Arbeiten“ und im Beurteilungsbereich „Sonstige Leistungen im Unterricht“ erbrachten Leistungen. Beide Beurteilungsbereiche sind angemessen zu berücksichtigen.“
2.1. „Schriftliche Arbeiten (Klassenarbeiten) dienen der schriftlichen Überprüfung von Kompetenzen. Sie sind so anzulegen, dass die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen sowie ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten nachweisen können. Sie bedürfen angemessener Vorbereitung und verlangen klar verständliche Aufgabenstellungen. In ihrer Gesamtheit sollen die Aufgabenstellungen die Vielfalt der im Unterricht erworbenen Kompetenzen und Arbeitsweisen widerspiegeln.“ (KLP IF S1)
„Die Aufgabenstellungen sollen die Vielfalt der im Unterricht erworbenen Kompetenzen und Arbeitsweisen widerspiegeln. So ist es empfehlenswert, einen Teil der Aufgaben dem reproduktiven oder operativen Bereich zu entnehmen. Darüber hinaus sollten Schülerinnen und Schüler zunehmend Aufgaben bearbeiten, bei denen es um Begründungen, Darstellung von Zusammenhängen, Interpretationen und kritische Reflexionen geht.“ (KLP M S1) Die Aufgabenstellungen der schriftlichen Arbeiten richtet sich also nach den im Unterricht behandelten Inhalten, den Techniken und Methoden des Faches Informatik und der dort erlernten Fachsprache.
Darüber hinaus ist der Einsatz weiterer geeigneter Überprüfungsformen möglich. Insbesondere kann eine Klassenarbeit im Fach Informatik auch praktische - (an einem prozessorgesteuerten Gerät erstellte) - Anteile enthalten.
2.2. Anzahl und zeitlicher Umfang
Für Informatik in der Sekundarstufe I „werden im Wahlpflichtunterricht der Klassen 8 und 10 je Schulhalbjahr zwei Klassenarbeiten von ein bis zwei Unterrichtsstunden geschrieben.“
Nach Beschluss der Fachschaft kann jeweils eine Arbeit pro Schuljahr durch eine Projektarbeit ersetzt werden.
2.3. Benotung von Klassenarbeiten
Die Bewertung der schriftlichen Arbeiten orientiert sich an den Bewertungsgrundsätzen des Lehrplans im Fach Informatik in NRW. So ist bei Klassenarbeiten „darauf zu achten, dass nicht nur die Richtigkeit der Ergebnisse und die inhaltliche Qualität, sondern auch die angemessene Form der Darstellung unabdingbare Kriterien für die Bewertung der geforderten Leistung sind. Dazu gehört auch die Beachtung der sprachlichen Stimmigkeit und der korrekten äußeren Sprachform (Orthographie).“
Für eine gerade noch ausreichende Leistung sind mindestens 50% der Punkte erforderlich. Der Bereich von 50% bis 100% wird relativ gleichmäßig auf die Notenstufen „sehr gut“ bis „ausreichend“ verteilt. Eine analoge Aufteilung gilt für die Notenstufen „mangelhaft“ und „ungenügend“ im Punktespektrum <50%. Im beschränkten Rahmen sind pädagogisch begründete Abweichungen von dieser Regelung möglich.
Schriftliche Leistungsnachweise dürfen nicht nur Aufgaben aus dem Anforderungsbereich I (Reproduzieren), sondern sollen auf dem Wege zur gymnasialen Oberstufe zunehmend solche aus den Anforderungsbereichen II und III (Reorganisations- und Transferleistung sowie Reflexion und Problemlösung) enthalten.
Es gelten die unten aufgeführten Formen der sonstigen Mitarbeit. Beurteilt werden insbesondere die Qualität und Quantität der Beiträge; dabei wird berücksichtigt, welchen Anforderungsbereichen die Beiträge zuzuordnen sind.
Der Bereich „Sonstige Mitarbeit" hat in Bezug auf die Gesamtbewertung grundsätzlich denselben Stellenwert wie schriftliche Arbeiten. Es sind alle Leistungen zu bewerten, die neben den schriftlichen Arbeiten erbracht werden. Er umfasst mündliche wie schriftliche Formen und berücksichtigt besonders Qualität, Kontinuität und Selbstständigkeit der von den Schülerinnen und Schülern erbrachten Leistungen sowie ihre Fähigkeit die theoretisch bearbeiteten Problemstellungen auch praktisch am Computer umzusetzen.
Der Stand der Kompetenzentwicklung im Beurteilungsbereich „Sonstige Leistungen im Unterricht“ wird sowohl durch kontinuierliche Beobachtung während des Schuljahres (Prozess der Kompetenzentwicklung) als auch durch punktuelle Überprüfungen (Stand der Kompetenzentwicklung) festgestellt. Ein besonderer Fokus liegt hier auf dem Kompetenzbereich Kommunizieren und Kooperieren.
Wenn unklar ist, welcher Bereich den Ausschlag bei der Endbewertung ergibt, entscheidet die Lehrkraft nach eigenem Ermessen.
Im Beurteilungsbereich „Sonstige Mitarbeit" kommen folgende Leistungen zum Tragen:
· mündliche Beiträge zum Unterricht (z.B. Beiträge zum Unterrichtsgespräch, Kurzvorträge und Referate)
· praktische Beiträge zum Unterricht (Produkte wie z. B. Dateien, Präsentationen, Ablaufpläne, Beiträge zu Projekten und Programmen),
· schriftliche Beiträge zum Unterricht (z.B. Protokolle, Materialsammlungen, Hefte/Mappen, Portfolios, Lerntagebücher)
· kurze schriftliche Übungen
· Beiträge im Rahmen eigenverantwortlichen, schüleraktiven und ggf. kooperativen Handelns (z.B. Recherche, Befragung, Erkundung, Präsentation, Planspiel, Simulation, Projekt)
IV. Zusammensetzung der Halbjahresnote
Die „Sonstigen Leistungen im Unterricht“ und die „Schriftlichen Arbeiten“ werden als
gleichwertig in der Leistungsbewertung angesehen, somit setzt sich die Halbjahresnote aus der Note für die „Sonstigen Leistungen im Unterricht“ und der Note für die „Schriftlichen Arbeiten“ zusammen. „In die Note gehen alle erbrachten Leistungen ein. Hierbei ist die rein rechnerische Ermittlung der Halbjahresnote aus den Bereichen der Klassenarbeiten und Mitarbeit im Unterricht unzulässig.“
I. Die Leistungsbewertung im Fach Informatik orientiert sich an den Grundsätzen, die in der Ausbildungs- und Prüfungsordnung für die Sekundarstufe II (§13-§17 APO-GOSt) und der Leistungsbewertung, die im Schulgesetz Nordrhein Westfalen (§48) festgelegt sind:
II. Klausuren (entfällt)
(2) Die Formen der „Sonstigen Mitarbeit“ richten sich nach den Richtlinien und Lehrplänen für den Unterricht in der gymnasialen Oberstufe.“ (§15 APO-GOSt)
Im Beurteilungsbereich „Sonstige Leistungen im Unterricht/Sonstige Mitarbeit“ können – neben den im Kernlehrplan und Schulcurriculum aufgeführten – vielfältige weitere zum Einsatz kommen, für die kein abschließender Katalog festgesetzt wird. Im Rahmen der Leistungsbewertung gelten auch für diese die oben ausgeführten allgemeinen Ansprüche der Lernerfolgsüberprüfung und Leistungsbewertung. Im Verlauf der gymnasialen Oberstufe ist auch in diesem Beurteilungsbereich sicherzustellen, dass Formen, die im Rahmen der Abiturprüfungen – insbesondere in den mündlichen Prüfungen – von Bedeutung sind, frühzeitig vorbereitet und angewendet werden.
· Alle Schülerinnen und Schüler führen in der Einführungsphase in Kleingruppen ein Kurzprojekt durch und fertigen dazu eine Arbeitsmappe mit Arbeitstagebuch an. Dies wird in die Note für die Sonstige Mitarbeit einbezogen.
· In der Qualifikationsphase erstellen, dokumentieren und präsentieren die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen ein anwendungsbezogenes Softwareprodukt. Dies wird in die Note für die Sonstige Mitarbeit einbezogen.
· Mindestens einmal pro Kurshalbjahr finden schriftliche Übungen statt. Schriftliche Übung dauern in der Regel ca. 20 bis 30 Minuten und umfassen den Stoff der letzten ca. 4–6 Stunden.
Leistungsrückmeldungen erfolgen auch in der Einführungsphase im Rahmen der kollektiven und individuellen Beratung zur Wahl des Faches Informatik als fortgesetztes Grundkursfach in der Qualifikationsphase
IV. Kursabschlussnote
„[...] Eine rein rechnerische Bildung der Kursabschlussnote ist unzulässig, vielmehr ist die Gesamtentwicklung der Schülerin oder des Schülers im Kurshalbjahr zu berücksichtigen. Bei Kursen ohne Klausuren ist die Endnote im Beurteilungsbereich „Sonstige Mitarbeit“ die Kursabschlussnote.“ (§13 APO-GOSt)
APO-SI – Verordnung über die Ausbildung und die Abschlussprüfungen in der Sekundarstufe I (Ausbildungs- und Prüfungsordnung Sekundarstufe I - APO-S I)
APO-GOSt - Verordnung über den Bildungsgang und die Abiturprüfung in der gymnasialen Oberstufe (APO-GOSt)
SchulG - Schulgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen (Schulgesetz NRW - SchulG)
KLP IF S1 - Kernlehrplan für die Gesamtschule/Sekundarschule1, NRW, Wahlpflichtfach Informatik, Hrsg. Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW, 1. Aufl. 2015
KLP IF S2 – Kernlehrplan für die Sekundarstufe II Gymnasium/Gesamtschule, NRW , Informatik Hrsg. Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW, 1. Aufl. 2014
KLP M S1- Kernlehrplan für das Gymnasium – Sekundarstufe I (G8), NRW, Mathematik; Hrsg. Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW, Ritterbach Verlag, Frechen, 1. Aufl. 2007
3.6.1. Kompetenzen und Anforderungsbereiche im Fach Kunst in der Sekundarstufe I
Bildkompetenz wird durch zwei untereinander vernetzte Kompetenzbereiche entwickelt, die als Produktions- und Rezeptionskompetenz unterschieden werden. Ihre wechselseitige Durchdringung und der damit verbundene Reflexionsanspruch prägen die fachtypischen Handlungsformen.
Kompetenzbereich Produktion
Kompetenzen im Bereich Produktion beziehen sich auf gestaltungspraktische Fertigkeiten, Kenntnisse über Materialien und Verfahren, Fähigkeiten in der zielgerichteten Anwendung bildnerischer Verfahren und Einstellungen in Bezug auf Prozesse und Ergebnisse bildnerisch-praktischen Handelns. Bildnerische Gestaltung entwickelt sich in einem handlungsorientierten Schaffensprozess mit jeweils ablesbaren Zwischenergebnissen.
Kompetenzbereich Rezeption
Die Kompetenzen in diesem Bereich beziehen sich auf das Wahrnehmen, Analysieren und Deuten von Bildern.
3.6.2. Leistungsbewertung in der Sek. I unter fachspezifischen Gesichtspunkten
Zentrale Bereiche der Leistungsbewertung im Fach Kunst der Sekundarstufe I sind die sonstige Mitarbeit, das Arbeits- und Prozessverhalten sowie das Ergebnis der praktischen Arbeit. Darüber hinaus werden die Kompetenzbereiche Produktion und Rezeption bei der Leistungsbewertung berücksichtigt.
Aufgabenstellungen sollen deshalb darauf ausgerichtet sein, die Erreichung der dort ausgeführten Kompetenzerwartungen zu überprüfen.
· Schriftliche Leistungsüberprüfung
Klausuren im Fach Kunst in der Sekundarstufe I werden lediglich im Wahlpflichtfach „Kultur kreativ“ relevant, das in den Jgst. 8 -10 fächerübergreifend angeboten wird. Daher werden in der Jgst. 8 drei Klausuren im Fach Kunst geschrieben, in der Jgst. 9 eine und in Jgst. 10 entfällt diese. Die Klausuren können sowohl als ästhetisch-praktische Aufgabe mit schriftlicher Erläuterung konzipiert sein als auch die Auseinandersetzung mit aus dem Unterricht abgeleiteten theoretischen Aspekten darstellen.
· Sonstige Mitarbeit
Im Fach Kunst kommen im Beurteilungsbereich „Sonstige Leistungen im Unterricht“ gestaltungspraktische, schriftliche und mündliche Formen der Leistungsüberprüfung zum Tragen.
Zu den Bestandteilen zählen u.a.
o bildnerische Gestaltungsprodukte – gemessen an den bildnerisch-praktischen
o Zwischenergebnisse im Prozess der Bildfindung wie Entwürfe, Skizzen etc.,
o Reflexionen im Prozess der Bildfindung, z.B. in arbeitsbegleitenden Gesprächen, schriftlichen Erläuterungen, Lerntagebüchern und bildnerischen Tagebüchern,
o gestaltungspraktische Übungen innerhalb komplexerer Aufgabenzusammenhänge,
o individuelle Fortschritte im Blick auf die eigenen Produktion und Rezeption,
o mündliche Beiträge im Unterrichtsgespräch,
o Bereitschaft und Fähigkeit Produktionsprozesse und Rezeptionsergebnisse kritisch zu hinterfragen und gegebenenfalls zu überarbeiten,
o Soziale Kompetenzen, die sich unter anderem in Partner- und Gruppenarbeit äußern,
o schriftliche und bildnerische Beiträge zum Unterricht z.B. Protokolle, Materialsammlungen, Hefte/Mappen, Portfolios, Lerntagebücher/bildnerische Tagebücher, entwickelte Skizzen, Kompositionsstudien oder Schaubilder bei Analysen, Arbeitsergebnisse kooperativer Lernformen,
o kurze Überprüfungen (schriftliche Übung) in gestalterischer und/oder schriftlicher Form in enger Bindung an den jeweiligen Lernzusammenhang.
3.6.3. Kompetenzen und Anforderungsbereiche im Fach Kunst in der Sekundarstufe II
Auch in der Sekundarstufe II wird die zu erwerbende Bildkompetenz in zwei untereinander vernetzte Kompetenzbereiche ausdifferenziert, die als Produktion und Rezeption unterschieden werden. (siehe 3.9.1)
3.6.4. Leistungsbewertung in der Sekundarstufe II unter fachspezifischen Gesichtspunkten
Auch in der Sekundarstufe II werden beide Kompetenzbereiche bei der Leistungsbewertung angemessen berücksichtigt.
Für die Klausuren und die schriftliche Abiturarbeit sind folgende Aufgabentypen vorgesehen:
I. Bildnerische Gestaltung mit schriftlicher Erläuterung
II. Analyse/Interpretation von bildnerischen Gestaltungen
III. Fachspezifische Problemerörterung – gebunden an Bildvorgaben oder Texte
Im Verlauf der gesamten Oberstufe sind alle schriftlichen Aufgabenarten zu bearbeiten. In jeder Jahrgangstufe der gymnasialen Oberstufe ist jeweils mindestens eine Klausur als gestaltungspraktische Aufgabenstellung (Aufgabenart I) verbindlich. Eine Verlängerung der Arbeitszeit ist entsprechend APO-GOSt möglich.
In der Einführungsphase sowie im ersten Jahr der Qualifikationsphase kann je eine Klausur durch eine gestaltungspraktische Hausarbeit mit schriftlichen Erläuterungen ersetzt werden. Für die Schülerinnen und Schüler, die im Fach Kunst eine Facharbeit anfertigen, entfällt die Möglichkeit der gestaltungspraktischen Hausarbeit im ersten Jahr der Qualifikationsphase.
Zu den Bestandteilen der „Sonstigen Leistungen im Unterricht/Sonstigen
Mitarbeit" zählen u.a.
o unterschiedliche Formen der selbstständigen und kooperativen Aufgabenerfüllung,
o mündliche Beiträge zum Unterricht, von der Lehrkraft abgerufene Leistungsnachweise,
o Gestaltungsprozesse und Ergebnisse und deren schriftliche Erläuterungen,
o Bereitschaft und Fähigkeit, die eigenen Produktionsprozesse und Rezeptionsergebnisse kritisch zu hinterfragen und ggf. zu überarbeiten,
o individuelle Fortschritte in Produktion und Rezeption,
o mündliche, praktisch-rezeptive und schriftliche Ergebnisse von Rezeptionsprozessen,
o soziale Kompetenzen, die sich u.a. in Partner- und Gruppenarbeiten äußern können,
o schriftliche Übungen,
o Präsentationen, von der Schülerin oder dem Schüler vorbereitete, in abgeschlossener Form eingebrachte Elemente zur Unterrichtsarbeit wie z.B. Portfolio, Protokoll und Referat.
Die gestalterischen Arbeiten als Besonderheit des Faches Kunst nehmen einen besonderen Stellenwert sowohl im Unterricht als auch bei der Bewertung ein. Dabei sind sie ihrem Anteil am Unterrichtsablauf entsprechend zu gewichten.
Leistungsbewertung im Fach Latein Sekundarstufe I
3.7.1. Klassenarbeiten
Die Klassenarbeiten im Fach Latein bestehen aus zwei Teilen:
Teil 1: Übersetzungsaufgabe
Teil 2: textbezogene und/oder textunabhängige Begleitaufgaben
Im Fach Latein werden die Noten für die Übersetzungs- und Begleitaufgaben gesondert ausgewiesen. Sie gehen im Verhältnis 2:1 (Übersetzungsleistung: Bearbeitung der Begleitaufgaben) in die Gesamtwertung ein oder aber bei Bedarf im Verhältnis 3:1. Den Schülern wird dieses Bewertungsverhältnis vor dem Schreiben der Klassenarbeit mitgeteilt. Dieses Verhältnis ist auch bei der Zeiteinteilung der Klassenarbeit zu berücksichtigen, wobei von ca. 1,5 Worten pro Übersetzungsminute ausgegangen wird.
Für die Übersetzungsaufgabe gilt: Die Zuordnung der Noten geht davon aus, dass bezogen auf je 100 Wörter des lateinischen Textes die Note ausreichend erteilt wird, wenn die Übersetzung nicht mehr als 12 ganze Fehler enthält. Die weiteren Notenstufen werden linear festgesetzt. Beispiel für einen Text mit 60 Wörtern:
Note 1: 0-1,5 Fehler, Note 2: 2-3,5 F., Note 3: 4-6 F., Note 4: 6,5-8,5 F., Note 5: 9-11,5 F., Note 6: ab 12 F.
Für die Begleitaufgaben gilt: Die Zuordnung der Noten geht davon aus,
 dass die Note ausreichend erteilt wird, wenn annähernd die Hälfte (mindestens 45 %) der Gesamtleistung erbracht worden ist,
 dass die Note gut erteilt wird, wenn annähernd vier Fünftel (mindestens 75 %) der Gesamtleistung erbracht worden sind,
 dass die Noten oberhalb und unterhalb dieser Schwellen den erreichten Punktzahlen annähernd linear zugeordnet werden.
Aspekte wie die sprachliche Qualität der Übersetzung, Stringenz und Flexibilität bei der Bearbeitung der Begleitaufgaben, der Grad der Reflexion und die Darstellung in der deutschen Sprache sind bei der Notenfestsetzung zu berücksichtigen (bis zu 2 Notenpunkte pro Aufgabenteil). Es werden pro Halbjahr jeweils zwei Klassenarbeiten geschrieben.
3.7.2. Sonstige Mitarbeit
Neben der kontinuierlichen Beobachtung der Schülerinnen und Schüler im Lernprozess und ihrer persönlichen Lernfortschritte, die in der Dokumentation der
individuellen Lernentwicklung erfasst werden, sind die Ergebnisse schriftlicher, mündlicher und anderer spezifischer Lernkontrollen zur Leistungsfeststellung heranzuziehen. Zu mündlichen und anderen fachspezifischen Leistungen zählen z.B.:
• Unterrichtsdokumentationen (z. B. Protokoll, Mappe, Heft, Portfolio)
• Präsentationen, auch mediengestützt (z. B. Referat, Plakat, Modell)
• Sprach- und sachbezogene Kurztests
Bei kooperativen Arbeitsformen ist sowohl die individuelle Leistung als auch die Gesamtleistung der Gruppe in die Bewertung einzubeziehen. So werden neben methodisch-strategischen auch die sozialkommunikativen Leistungen angemessen einbezogen.
3.7.3. Bildung der Gesamtnote
► Am Ende des Schulhalbjahres erhalten die Schülerinnen und Schüler eine Zeugnisnote, die Auskunft darüber gibt, inwieweit ihre Leistungen im Halbjahr den im Unterricht gestellten Anforderungen entsprochen haben.
► Zur Hälfte eines Schulhalbjahres erhalten die Schülerinnen und Schüler eine durch den Fachlehrer gegebene mündliche Auskunft, inwieweit ihre Leistungen im Quartal den im Unterricht gestellten Anforderungen entsprochen haben.
► In die Note gehen alle im Unterricht erbrachten Leistungen ein. Hierbei ist die rein rechnerische Ermittlung der Halbjahresnote aus den Bereichen der „Schriftliche Arbeiten“ und der „Sonstigen Mitarbeit“ im Unterricht unzulässig. Vielmehr sollte die Halbjahresnote eine an den Lernzielen des Unterrichts gemessene Beurteilung der Gesamtleistung der Schülerin/ des Schülers darstellen.
► Bei der Gewichtung von schriftlichen Leistungen und Sonstiger Mitarbeit kommt in der SI der schriftlichen Leistung ein größeres Gewicht zu.
Leistungsbewertung im Fach Latein Sekundarstufe II
3.7.4. Klausuren
Die Klausuren im Fach Latein bestehen aus zwei Teilen:
Teil 2: Interpretationsaufgabe
Im Fach Latein werden die Noten für die Übersetzungs- und Interpretationsleistung gesondert ausgewiesen. Sie gehen im Verhältnis 2:1 (Übersetzungsleistung : Interpretationsleistung) in die Gesamtwertung ein, dieses Verhältnis ist auch bei der Zeiteinteilung der Klausur zu berücksichtigen, wobei von ein zu übersetzenden Wort pro Minute ausgegangen wird. Für die Übersetzungsaufgabe gilt:
Die Zuordnung der Noten geht davon aus, dass bezogen auf je 100 Wörter des lateinischen Textes
 die Note ausreichend (5 Punkte) erteilt wird, wenn die Übersetzung nicht mehr als 10 ganze Fehler aufweist,
 die Note ungenügend (0 Punkte) erteilt wird, wenn die Übersetzung mehr als 20 Fehler aufweist.
Beispiel für einen Text mit 90 Wörtern: Note 1: 0-2 Fehler, Note 2: 2,5-4,5 F., Note 3: 5-7,5 F., Note 4: 8-10,5 F., Note 5: 11-14 F., Note 6: ab 14,5 F.
Für die Interpretationsaufgabe gilt: Die Zuordnung der Noten geht davon aus,
 dass die Note ausreichend (5 Punkte) erteilt wird, wenn annähernd die Hälfte (mindestens 45 %) der Gesamtleistung erbracht worden ist,
 dass die Note gut (11 Punkte) erteilt wird, wenn annähernd vier Fünftel (mindestens 75 %) der Gesamtleistung erbracht worden sind,
Die Anforderungsbereiche I (Wiedergabe von Kenntnissen), II (Transferleistung von Erlerntem), III (problemlösendes Denken) sind zu jeweils 30 %, 60 % und 10 % in der Interpretationsaufgabe vertreten. Bereits in der E-Phase werden die Klausuren an die für das Zentralabitur gültige Aufgabenstellung und Bewertung angelehnt.
Ferner finden die Operatoren Anwendung, die auch für die Abiturprüfung relevant sind und unter http://www.standardsicherung.schulministerium.nrw.de/abiturgost/ fach.php?fach=4 (Operatorenübersicht) eingesehen werden können.
Es werden pro Halbjahr jeweils 2 Klausuren geschrieben (Ausnahme: Q 2.2: Es wird keine Klausur geschrieben, lediglich in dem Falle, dass Latein 3. Abiturfach ist, wird eine Klausur geschrieben!).
3.7.5. Sonstige Mitarbeit im Unterricht
Der Beurteilungsbereich umfasst die Qualität und Kontinuität der mündlichen und schriftlichen Beiträge im unterrichtlichen Zusammenhang, z.B.:
 mündliche Beiträge zum Unterricht (z.B. Beiträge zu unterschiedlichen Gesprächs- und Diskussionsformen, Kurzreferate, Präsentationen)
 schriftliche Beiträge zum Unterricht (z.B. Ergebnisse der Arbeit an und mit Texten und weiteren Materialien, Ergebnisse von Recherchen, Mindmaps, Protokolle)
 fachspezifische Ergebnisse kreativer Gestaltungen (z.B. Bilder, Videos, Collagen, Rollenspiele)
 Dokumentation längerfristiger Lern- und Arbeitsprozesse (Hefte/Mappen, Portfolios, Lerntagebücher)
 angekündigte kurze schriftliche Übungen und Überprüfungen, die auf 15 Minuten beschränkt sind und keine bevorzugte Stellung in der Notengebung haben
 Beiträge im Prozess eigenverantwortlichen, schüleraktiven Handelns (z.B. Wahrnehmung der Aufgaben im Rahmen von Gruppenarbeit und projektorientiertem Handeln)
 regelmäßige und vollständige Anfertigung der gestellten Hausaufgaben
3.7.6. Facharbeit
Die Facharbeit ersetzt die erste Klausur in Q1.2. Sie soll den Schwierigkeitsgrad einer Klausur nicht überschreiten und dient dem wissenschaftspropädeutischen Lernen. Bei der Bewertung der Facharbeit spielt der Entstehungsprozess der Arbeit neben dem Ergebnis der Arbeit eine Rolle. Bei der Vergabe von Themen für die Facharbeit sollen folgende Kriterien beachtet werden:
 Thematischer Bezug zum Unterricht
 Anbindung an einen lateinischen Originaltext.
3.7.7. Bildung der Gesamtnote
Die Ergebnisse der Klausuren und der „sonstigen Mitarbeit“ werden zu gleichen Teilen in die Zeugnisnote einbezogen.
Leistungsbewertung in der Sekundarstufe I unter fachspezifischen Gesichtspunkten
Das Fach Literatur wird in den Jahrgangsstufen 8 und 10 als Wahlpflichtfach in Kombination mit Kunst (Jhg. 8, 1 Stunde Literatur/ 2 Stunden Kunst) und Musik (Jhg. 10, 2 Stunden Literatur/ 1 Stunde Musik) gewählt. Im Jahrgang der 8. Klassen wird im 2. Halbjahr eine Kursarbeit geschrieben, in der Jahrgangsstufe 10 zwei Arbeiten.
Eine Kursarbeit in den genannten Jahrgängen sollte alle Überprüfungsformen im Leistungsbereich berücksichtigen:
- kreativ-gestalterisch - planerisch-praktisch
- kognitiv-analytisch - sozial-integrativ
Die durchzuführenden Aufgaben sollten ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Produktion und analytischer Reflektion beinhalten. Wünschenswert ist es, eine Aufgabenstellung zu wählen, die sowohl Teamarbeit beinhaltet als auch Anteile zur eigenständigen Reflektion und Analyse aufweisen kann. Somit ist gewährleistet, dass alle Leistungsbereiche der Faches Literatur im Rahmen der Kursarbeit überprüft werden können.
3.8.2. Sonstige Mitarbeit
Freude und Interesse am kreativen Arbeiten, Bereitschaft Neues und Fremdes
auszuprobieren und sich darauf einzulassen, Ideenreichtum und Originalität,
Fähigkeit eine Rolle darzubieten
Durchführung handwerklicher, technischer oder künstlerischer Arbeiten,
sachgemäßer Gebrauch von Handwerkzeug, technischen Anlagen und Geräten,
Die ästhetisch-gestalterischen Mittel von Theater praktisch zur Anwendung bringen
Selbstorganisation, Material sammeln, aufbereiten und Aussageschwerpunkte wählen, Rollen und Szenen entwickeln, erproben und überarbeiten
Arbeitsprozesse organisieren, sich darüber Gedanken machen, wie die eigene Darbietung auf das Publikum wirkt
Die ästhetisch-gestalterischen Mittel von Theater verstehen und erkennen
Rollen und Rollentexte angemessen analysieren und interpretieren, sie im Kontext des Stückes verstehen und verarbeiten, den Text in seiner Gesamtheit überblicken und strukturieren, Zeitmanagement, Texte sprachlich richtig und angemessen darstellen
sozial-integrativer Bereich
Fähigkeit und Bereitschaft zur Kommunikation (körperlich, emotional, sprachlich)
und zur Zusammenarbeit, Toleranz und Einfühlungsvermögen gegenüber den
MitschülerInnen, Offenheit, Engagement und Zuverlässigkeit, Fähigkeit Kritik
konstruktiv anzunehmen und zu äußern, Geduld und Ausdauer.
3.8.3. Leistungsbewertung in der Sekundarstufe II (gymnasiale Oberstufe)
- können im kreativen Prozess ihre individuellen Bedürfnisse und Ansprüche mit denen anderer vergleichen und abstimmen.
- ihre eigenen Stärken und Grenzen insbesondere im Bereich des Kreativ-Gestalterischen realistisch einschätzen und benennen.
- die Entscheidung für ein Thema begründen und eine geeignete Präsentationsform wählen. Sie sollten bestimmten Darstellungsabsichten geeignete Präsentationsformen zuordnen,
- Einzelarbeitsschritte im Hinblick auf ihre Funktion für das Gelingen des geplanten Produkts beurteilen und ggf. modifizieren,
- an fremden Gestaltungen die biografische, soziokulturelle und historische Bedingtheit von Gestaltungen, auch unter dem Aspekt der durch Literatur vermittelten gesellschaftlichen Rollenbilder von Frauen und Männern, erläutern,
- mithilfe grundlegender Urteilskriterien Gestaltungsprodukte bewerten.
- Darstellungsformen und -verfahren zur kreativen Gestaltung unterscheiden, erproben und individuell ausgestalten,
- neuartige Gestaltungsformen erproben und ihre Verwendbarkeit für eigene Produktionen bewerten,
- eigene Ideen in kreative Arbeitsprozesse einbringen und sie begründet vertreten,
- die spezifischen Realisierungsmöglichkeiten gestalterischer Ideen ermitteln, bei der Produktion berücksichtigen und Material und Medien funktional einsetzen,
- Gestaltungsvarianten analysieren und einander in Gestaltungsversuchen unterstützen.
- Feedback wertschätzend formulieren und Rückmeldungen konstruktiv im Gestaltungsprozess verarbeiten,
- unter Anleitung einen Projektablauf (Erarbeitungsphase – Präsentationsphase – Wirkungsanalyse) entwerfen,
- die auf einander aufbauenden Planungsstufen (von der Idee bis hin zum fertigen Ablaufplan) in einer Gruppe entwickeln und verschriftlichen,
- verschiedene Aufgaben bei der Produktion verantwortlich und nach Absprachen realisieren,
- gemeinsame Organisation und Teamorientierung in ihrer Funktionalität als wesentliche Gelingensbedingungen für das Projekt identifizieren und selbstständig in die Praxis übertragen,
- die rechtlichen Rahmenbedingungen (u.a. Urheberrecht, Persönlich-keitsrecht, Jugendmedienschutz, Datenschutz) ermitteln und bei ihren Produktionen berücksichtigen,
- ihr Produkt adressatengerecht ausrichten und es öffentlich als Beitrag zur Schulkultur präsentieren.
3.8.4. Klausuren
Auf Grund der besonderen Ausrichtung von Literaturkursen entfallen schriftliche Leistungsüberprüfungen in Form von Klausuren. Vergleichbare Leistungsanforderungen ergeben sich aus der besonderen Anlage der Literaturkurse, in denen durchgängig projekt- und produktionsorientiert gearbeitet wird. Demgemäß findet die Leistungsbewertung von Schülerinnen und Schülern gemäß APO-GOSt im Beurteilungsbereich „Sonstige Leistungen im Unterricht/sonstige Mitarbeit“ statt. Die Leistungsbewertung bezieht sich insgesamt auf die im Zusammenhang mit dem Unterricht erworbenen Kompetenzen und nutzt unterschiedliche Formen der Lernerfolgsüberprüfung.
3.8.5. Beurteilungsbereich „Sonstige Leistungen im Unterricht/Sonstige Mitarbeit“
Interesse, dauerhaftes Engagement und Sicheinlassen auf Inhalte, Experimen-tierfreude und Innovations- und Risiko-bereitschaft, Frustrationstoleranz, Ideen-reichtum und Originalität, Gestaltungs- und Darbietungsfähigkeit, Originalität und Innovationspotential des künstlerischen Produkts sowie Produktqualität und ästhetischer Wert desselben
Die ästhetisch-gestalterischen Mittel von Theater praktisch zur Anwendung bringen,
Selbstorganisation, Material sammeln, aufbereiten und Aussageschwerpunkte wählen, angemessenen Vermittlungsformen entwickeln, erproben und überarbeiten; Arbeitsprozesse organisieren und koordinieren, reflektieren, wie die eigene Produktion auf den Rezipienten wirkt (Wirkungsanalyse), Durchführung handwerklicher, technischer oder künstlerischer Arbeiten, sachgemäßer Gebrauch von Handwerkzeug, technischen Anlagen und Geräten, sach- und projektgemäße Nutzung medialer Programme
Die ästhetisch-gestalterischen Mittel von Theater verstehen und reflektieren,
sozial-integrative Bereich
und Zusammenarbeit, Toleranz und Einfühlungsvermögen gegenüber den
konstruktiv anzunehmen und zu äußern, Geduld und Ausdauer
Leistungsbewertung im Fach Mathematik am Städtischen Gymnasium Löhne
3.9.1. Allgemeine Grundsätze der Leistungsbewertung
Die Leistungsbewertung bezieht sich insgesamt auf die im Zusammenhang mit dem Unterricht erworbenen Kompetenzen. Sie gibt über den Stand des Lernprozesses der Schülerin bzw. des Schülers Aufschluss und soll damit auch Grundlage für die weitere Förderung der Schülerin oder des Schülers sein.
Die Durchführung und die Bewertungskriterien werden den Schülerinnen und Schülern im Voraus transparent gemacht.
Grundlage der Leistungsbewertung sind alle von der Schülerin oder dem Schüler in dem Beurteilungsbereich „Schriftliche Arbeiten“ und in dem Beurteilungsbereich „Sonstige Leistungen im Unterricht“ erbrachten Leistungen. Dabei stehen den schriftlichen Arbeiten, deren Anzahl und Länge jahrgangsstufenabhängig ist (s.3.9.3 und 3.9.4), jeweils zwei Quartalsnoten für die sonstigen Mitarbeit im Unterricht gegenüber. Auf dieser Grundlage besitzen beide Beurteilungsbereiche bei der Leistungsbewertung die gleiche Gewichtung. Die Quartalsnoten werden allen Schülerinnen und Schülern zum Quartalsende mitgeteilt.
Einzige Ausnahme ist das 2. Halbjahr der Jahrgangsstufe 10. Hierbei erfolgt die Notenbildung auf der Grundlage der ZP 10, d. h. die Gesamtnote ermittelt sich aus der gesamten Vornote der Jahrgangsstufe 10 (1. und 2. Halbjahr) sowie der schriftlichen Abschlussprüfung. Näheres regelt die ZP-10-Verfügung. Die Notengebung kann jedoch nie rein arithmetisch erfolgen, sondern geschieht immer auch nach pädagogischen Gesichtspunkten und aus pädagogischer Verantwortung heraus.
3.9.2. Kompetenzen und Anforderungsbereiche
Zum Lösen mathematischer Aufgaben werden die allgemeinen mathematischen Kompetenzen (inhaltlich: Arithmetik/ Algebra, Geometrie, Funktionen, Stochastik; prozessbezogen: Argumentieren/Kommunizieren, Problemlösen, Modellieren, Werkzeuge) in unterschiedlicher Ausprägung benötigt. Diesbezüglich lassen sich drei Anforderungsbereiche (AFB) unterscheiden: Reproduzieren (AFB I), Reorganisations- und Transferleistung (AFB II) sowie Reflexion und Problemlösung (AFB III).
3.9.3. Leistungsbewertung im Fach Mathematik in der Sekundarstufe I
Die folgende Tabelle zeigt die Anzahl der Klassenarbeiten pro Schuljahr und deren Länge.
3 (einstündig)
2 + Lernstand 8* (einstündig)
2 (einstündig)
2 (zweistündig) + ZP10
Für eine gerade noch ausreichende Leistung sind mindestens 50% der Punkte erforderlich. Der Bereich von 50% bis 100% der Punkte wird relativ gleichmäßig auf die Notenstufen „sehr gut“ bis „ausreichend“ verteilt. Eine analoge Aufteilung gilt für die Notenstufen „mangelhaft“ und „ungenügend“ im Punktespektrum ≤ 50%. Im beschränkten Rahmen sind pädagogisch begründete Abweichungen von dieser Regelung möglich. Schriftliche Leistungsnachweise dürfen nicht nur Aufgaben aus dem Anforderungsbereich I, sondern sollen auf dem Wege zur gymnasialen Oberstufe zunehmend solche aus den Anforderungsbereichen II und III enthalten.
Die in der APO – SI eingeräumte Möglichkeit zum Ersatz einer Klassenarbeit durch eine nicht schriftliche Leistungsüberprüfung gelangt für das Fach Mathematik nicht zur Anwendung.
Es gelten die unter 2.2 aufgeführten Formen der sonstigen Mitarbeit. Beurteilt werden insbesondere die Qualität und Quantität der Beiträge; dabei wird berücksichtigt, welchen Anforderungsbereichen die Beiträge zuzuordnen sind.
3.9.4. Leistungsbewertung im Fach Mathematik in der Sekundarstufe II
Es werden in der Regel zwei Klausuren pro Halbjahr geschrieben (Ausnahmen: ggf. Ersatz einer Klausur durch eine Facharbeit in der Q1.2, sowie lediglich eine Klausur in der Q.2.2).
(einschließlich der Vergleichsklausur NRW)
2 (vierstündig)
Für eine ausreichende Leistung, sind mindestens 40% der Punkte erforderlich. Der Bereich von 40% - 100 % der Punkte wird gleichmäßig auf die Notenstufen (vier Punkte) Punkte. Die Punkte einer Klausur verteilen sich in etwa folgendermaßen auf die drei Anforderungsbereiche: 35% AFB I, 50% AFB II, 15% AFB III.
3.10.1. Fachspezifische Grundsätze, Kriterien und Verfahren der Leistungsbewertung
Grundlage für die Leistungsanforderungen und -bewertungen im Fach Musik am Städtischen Gymnasium Löhne sind die geltenden Kernlehrpläne NRW und die schulinternen Curricula.
Kompetenzen und Anforderungsbereiche im Fach Musik in der Sekundarstufe I nach dem KLP für das Gymnasium Sek I NRW
Subjektive Höreindrücke beschreiben:
Subjektive Wahrnehmungen und Assoziationen werden als Ausgangspunkt für die weitere fachliche Auseinandersetzung artikuliert.
Deutungsansätze und Hypothesen formulieren:
Auf der Grundlage von Höreindrücken, Erfahrungen, ersten Einschätzungen und Hintergrundwissen werden vermutete Lösungen und erste Deutungen thesenartig formuliert.
Musikalische Strukturen analysieren:
Musikalische Strukturen werden unter einer leitenden Fragestellung in einem inhaltlichen Kontext als Hör- und Notentextanalyse untersucht. Die Fragestellungen beziehen sich z.B. auf innermusikalische Phänomene, Musik in Verbindung mit anderen Medien und Musik unter Einbezug anderer Medien.
Analyseergebnisse darstellen:
Musik interpretieren:
Vor dem Hintergrund subjektiver Höreindrücke sowie im Hinblick auf Deutungsansätze und Hypothesen werden Analysenergebnisse gedeutet.
Gestaltungskonzepte entwickeln:
Eine Gestaltung wird vor dem Hintergrund einer Gestaltungsabsicht im Rahmen des thematischen Kontextes in ihren Grundzügen entworfen, z. B. als Komposition, Bearbeitung, Stilkopie oder Vertonung.
Musikalische Strukturen erfinden:
Materiale und formale Strukturierungsmöglichkeiten werden z. B. bezogen auf ein Gestal-tungskonzept erprobt und als Kompositionsplan erarbeitet. Dieser kann sowohl auf grafische als auch auf traditionelle Notationsformen zurückgreifen.
Musik realisieren und präsentieren:
Eigene Gestaltungen und Improvisationen sowie vokale und instrumentale Kompositionen werden mit dem verfügbaren Instrumentarium entweder aufgeführt oder aufgezeichnet.
Kompetenzbereich Reflexion
Informationen und Befunde einordnen:
Informationen über Musik, analytische Befunde sowie Interpretations- und Gestal-tungsergebnisse werden in übergeordneten Zusammenhängen dargestellt.
Kompositorische Entscheidungen erläutern:
Zusammenhänge zwischen Intentionen und kompositorischen Entscheidungen im Rahmen des inhaltlichen Kontextes werden argumentativ begründet.
Musikbezogene Problemstellungen erörtern:
Unterschiedliche Positionen zu einer musikbezogenen Problemstellung werden einander gegenübergestellt und in einer Schlussfolgerung beurteilt.
Ergebnisse von musikalischen oder musikbezogenen Gestaltungen sowie musika-lische Interpretationen werden begründet unter Einbezug von Kriterien, die sich aus dem thematischen Kontext ergeben, beurteilt.
Leistungsbewertung in der Sek I unter fachspezifischen Gesichtspunkten:
3.10.2. Sonstige Mitarbeit (die Nummerierung nimmt Bezug auf Kapitel 2)
Bewertungskriterien für Leistungen im Unterrichtsgespräch unterliegen den allgemeinen Vorgaben zur sonstigen Mitarbeit (2.2) und den o.g. Kompetenz- und Anforderungsbereichen.
Bewertungskriterien für Leistungen der Einzelarbeit unterliegen den allgemeinen Vorgaben zur sonstigen Mitarbeit (2.2) und den o.g. Kompetenz- und Anforderungsbereichen.
Musikpraktische Beiträge sind selbstverständlicher Bestandteil des Musikunterrichts und werden entsprechend in der Leistungsbewertung berücksichtigt.
Bewertungskriterien für Leistungen für Partner- und Gruppenarbeiten unterliegen den allgemeinen Vorgaben zur sonstigen Mitarbeit (2.2) und den o.g. Kompetenz- und Anforderungsbereichen. Musikpraktische Beiträge und gemeinsames Musizieren in Ensembles oder Orchesterbesetzungen sind selbstverständlicher Bestandteil des Musikunterrichts und werden entsprechend in der Leistungsbewertung berücksichtigt.
Bewertungskriterien für Hausaufgaben unterliegen den allgemeinen Vorgaben zur sonstigen Mitarbeit (2.2).
2.2.6 Lerndokumentationen (Mappen, Portfolio etc.)
Bewertungskriterien für Lerndokumentationen unterliegen den allgemeinen Vorgaben zur sonstigen Mitarbeit (2.2).
2.2.7 Referate/Präsentationen
Bewertungskriterien für Leistungen in Referaten und Präsentationen unterliegen den allgemeinen Vorgaben zur sonstigen Mitarbeit (2.2) und den o.g. Kompetenz- und Anforderungsbereichen. I.d.R. sollten in Referate und Präsentationen Hörbeispiele einbezogen werden. Musikpraktische Anteile können in Referaten und Präsentationen zentraler Bestandteil sein.
Bewertungskriterien für Leistungen in Projekten unterliegen den allgemeinen Vorgaben zur sonstigen Mitarbeit (2.2) und den o.g. Kompetenz- und Anforderungsbereichen.
Bewertungskriterien für Leistungen in schriftlichen Übungen unterliegen den allgemeinen Vorgaben zur sonstigen Mitarbeit (2.2).
Differenzierungsbereich 8-10
Im Differenzierungsbereich werden im Fach „Kultur Kreativ“ (Fächerverbund Musik-Literatur-Kunst) pro Halbjahr zwei ein- bis zweistündige schriftliche Arbeiten geschrieben und wie Klassenarbeiten gewertet. Eine der Arbeiten kann durch eine Projektarbeit ersetz werden. Die Anforderungsbereiche und Bewertungskriterien sind dem entsprechendem Curriculum zu entnehmen. Das Punkteraster orientiert sich an den Notenstufen der ZP 10.
Für die Orchesterklassen gelten die o.g. Kriterien mit dem Unterschied, dass der instrumentalpraktische Anteil bei der Bewertung im Vordergrund steht.
3.10.3.Kompetenzen und Anforderungsbereiche im Fach Musik in der Sekundarstufe II.
Die Kompetenz- und Anforderungsbereiche im Fach Musik in der Sekundarstufe II entsprechen nach dem KLP für das Gymnasium Sek II NRW den Vorgaben für die Sek I (s.o.).
3.10.4.Leistungsbewertung
Art und Umfang der Klausuren:
In der EF kann Musik als Klausurfach zum Ausprobieren angewählt werden, es wird eine zweistündige Klausur pro Halbjahr geschrieben.
In der Q1 und Q 2 schreiben nur die Schülerinnen und Schüler, die das Fach Musik als mögliches Abiturfach anstreben, Klausuren. In der Q1 werden zwei zweistündige Klausuren pro Halbjahr geschrieben, in der Q 2.1 werden zwei dreistündige Klausuren pro Halbjahr geschrieben. In der Q 2.2 schreiben nur diejenigen eine Vorabiturklausur und die Abiturklausur, die das Fach als drittes Abiturfach gewählt haben. Wer Musik als viertes Abiturfach vorgesehen hat, schreibt in der Q 2.2 keine Klausuren mehr. Fachspezifische Inhalte in Klausuren der Oberstufe können, entsprechend der Aufgabenarten Analyse und Interpretation, Erörterung fachspezifischer Inhalte und Gestaltung mit schriftlicher Erläuterung, z.B. die Auseinandersetzung mit Notentexten, Hör- oder Gestaltungsaufgaben sein. Das Punkteraster orientiert sich an den Notenstufen zum Zentralabitur.
Bewertungskriterien für Leistungen in der Facharbeit unterliegen den allgemeinen Vorgaben zur Facharbeit (2.1.2). Fachspezifisch können inhaltlich neben der Auseinandersetzung mit z.B. Epochen, Komponisten oder Stilistiken auch Kompositionen, Arrangements, oder vokal- und instrumentalspezifische Studien erarbeitet werden.
Bewertungskriterien für Leistungen in der sonstigen Mitarbeit unterliegen den allgemeinen Vorgaben zur sonstigen Mitarbeit (2.2) und den o.g. Kompetenz- und Anforderungsbereichen. In der Sekundarstufe II werden die Anforderungsbereiche II. und III. (s. Kapitel 2.0)
Leistungsbewertung in den Fächern Biologie, Chemie und Physik in der S I
Die Kompetenzen und Anforderungsbereiche der naturwissenschaftlichen Fächer sind in den jeweiligen Kernlehrplänen und Schulcurricula aufgeschlüsselt.
Leistungsbewertung „Beiträge zum Unterrichtsgespräch“
Zusätzlich zu den allgemeinen Vorgaben aus 2.2.1 gelten für den naturwissenschaftlichen Unterricht besonders die Dauer der Verfügbarkeit von Wissen und Zusammenhängen und die richtige Anwendung der Fachsprache.
Leistungsbewertung „Fachspezifisches Experimentieren“
Im Rahmen der fachspezifischen praktischen Arbeit gehen verantwortliches, Experimentieren, Anfertigen von Skizzen, Grafiken und Protokollen mit ein. Zusätzlich wird ein sorgsamer Umgang mit den Arbeitsmaterialien und das sorgfältige Aufräumen der Arbeitsplätze erwartet.
Leistungsbewertung Versuchsprotokolle
Diese sollen nach fachspezifischen Kriterien angefertigt werden und den wissenschaftlichen Erkenntnisgang widerspiegeln. Versuchsprotokolle können eingesammelt werden.
Leistungsbewertung „Einzelarbeit, Partner- und Gruppenarbeit, Werkstattunterricht“
Die Kriterien entsprechen hier den Kapiteln 2.2.2, 2.2.3 und 2.2.4 des allgemeinen Bewertungsprofils. In den Bereich der Bewertung der Werkstattstunden gehen zusätzlich das eigene Arbeitsverhalten, die Selbstständigkeit und das Organisationsvermögen mit ein.
Leistungsbewertung „Lerndokumentation“
Zusätzlich zu den in Abschnitt 2.2.6 des allgemeinen Teils genannten Aspekten sollen Abbildungen mit Bildunterschriften und Tabellen mit Überschriften versehen werden. Grafiken sind sorgfältig zu beschriften und mit einem Kopf nach wissenschaftlichem Standard zu versehen. Ein Inhaltsverzeichnis wird erwartet. Zusätzliche Ausarbeitungen und ergänzendes Material werden positiv berücksichtigt. Die Qualität der Lerndokumentation soll Bestandteil der sonstigen Mitarbeit sein.
Leistungsbewertung „Referate/Präsentationen“
Zusätzlich zu den Kriterien in 2.2.7 können Experimente, die im Rahmen einer Präsentation von den Schülerinnen und Schülern vorgeführt werden, als Bewertungsaspekt herangezogen werden.
Leistungsbewertung „Projekte“
Ergänzend zu 2.2.8 sollen im naturwissenschaftlichen Unterricht Experimente mit Bezug zur unterrichtlichen Fragestellung ggf. selbstständig geplant, durchgeführt, dokumentiert, ausgewertet und präsentiert werden. Inkludiert ist das selbstständige Finden, Formulieren und Abwandeln von Forschungsfragen und -hypothesen und die Verifizierung oder Falsifizierung der Überlegungen. Dabei ist auf einen umsichtigen Umgang unter Berücksichtigung der Sicherheitsbestimmungen zu achten.
Leistungsbewertung „Schriftliche Übung“
Unter Bezug zu Kapitel 2.2.9 können angekündigt schriftliche Übungen über die Unterrichtsinhalte eines längeren Zeitraums geschrieben werden. Diese werden bewertet.
Diese Regelungen aus den Richtlinien sind selbstverständlich verbindlich für alle Kolleginnen und Kollegen der naturwissenschaftlichen Fachschaften. Sie sollen zu Beginn eines Kurses den Schülerinnen und Schülern verdeutlicht werden.
Jede Schülerin / jeder Schüler hat zudem während des Schuljahres die Möglichkeit, sich über seine/ihre Leistung bei dem Fachlehrer zu erkundigen. Ziel dieser Gespräche ist, dass die Schüler ihre eigene Mitarbeit besser selbst einschätzen können und im beratenden Gespräch mit den Kurslehrern Verbesserungsmöglichkeiten erkennen und umsetzen.
Leistungsbewertung „Differenzierungsbereich“
Die Bewertung der schriftlichen Leistungen im Differenzierungsbereich ist angelehnt an die
Bewertung der Leistungen in der Sekundarstufe II: Die Kursarbeiten im Fach orientieren sich formal maßgeblich an den Kriterien zur Konzeption und Bewertung von Klausuren für die gymnasiale Oberstufe und bereiten die Schülerinnen und Schüler schrittweise auf das wissenschaftspropädeutische Arbeiten in der Sekundarstufe II vor, wobei selbstverständlich berücksichtigt wird, dass die Schülerinnen und Schüler zu diesem Zeitpunkt ein geringeres Abstraktionsniveau besitzen.
Im Bereich der sonstigen Mitarbeit gelten die gleichen Bewertungskriterien wie in den Fächern Biologie, Chemie, Informatik und Physik. Die Endnote setzt sich aus sonstiger Mitarbeit und den Ergebnissen der Kursarbeiten zusammen. Eine Klausur pro Halbjahr kann durch eine Projektarbeit ersetzt werden.
Leistungsbewertung in den Fächern Biologie, Chemie, Physik in der S II
Je nach Wahl der Schriftlichkeit des Schülers enthält die Gesamtnote die sonstige Mitarbeit und in der EF die Note einer und in der Qualifikationsphase die Noten zweier Klausuren (vgl. Kap. 1, allgemeine Grundsätze). Zusätzlich zu den allgemeinen Kriterien zu Klausuren der Sekundarstufe II aus der APO-GOSt können in den naturwissenschaftlichen Fächern experimentelle Anteile enthalten sein. Dies gilt auch für die Abiturprüfungen.
Die sonstige Mitarbeit unterliegt denselben Bewertungsmaßstäben der Fächer Biologie, Chemie und Physik wie in der Sekundarstufe I, wobei die Selbstständigkeit der Mitarbeit, die sachgerechte Anwendung der Fachsprache und das Erkennen von (abstrakten) Zusammenhängen einen höheren Stellenwert erhalten.
Leistungsanforderung und Leistungsbewertung im Fach Philosophie
3.12.1. Philosophie in der Mittelstufe: Praktische Philosophie und Wahlpflicht
Die Leistungsbewertung bezieht sich auf die im Unterricht vermittelten Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten. Die Unterrichtsziele, -gegenstände und die methodischen Verfahren, die erreicht bzw. beherrscht werden sollen, sind im Lehrplan ausgewiesen. Die Bewertung ihrer Leistungen muss für die Schülerinnen und Schüler auch im Vergleich mit den Mitschülern transparent sein. Das heißt auch, dass die Fachlehrerinnen und Fachlehrer die Kriterien für die Notengebung koordinieren.
Schriftliche Arbeiten (siehe allgemeiner Teil des Leistungskonzeptes 2.1.)
Klassen- bzw. Kursarbeit Kursarbeiten im Fach Philosophie (Wahlpflicht) bedürfen einer zielgerichteten Vorbereitung und Übung im Unterricht. Sie basieren auf den gemeinsam vereinbarten Absprachen des Schulcurriculums. Es werden zwei Kursarbeiten pro Halbjahr geschrieben. Der Wahlpflichtbereich findet z.Zt. in den Klassen 8 bis 10 statt. Philosophieunterricht umfasst derzeit nur die Klasse 10, 2. Halbjahr.
Kriterien für die Beurteilung von Kursarbeiten im Fach Philosophie sind :
• Gliederung der Aussagen
• Begriffliche Klarheit
• Angemessene Verwendung der Fachsprache
• Klarheit der Gedankenführung
• Beherrschung der im Unterricht geübten Methoden
• Umfang und Genauigkeit der im Unterricht gewonnen Kenntnisse und Einsichten
• Stimmigkeit der Aussagen
• Texterfassung und Problemverständnis
• Differenzierung zwischen Wesentlichem und weniger Wichtigem
• Breite der Argumentationsbasis
• Vielfalt der Aspekte und verarbeiteten Sachverhalte
• Darlegung der eigenen Beurteilungskriterien
• Reflexionsniveau
3.12.2. Sonstige Mitarbeit (siehe allgemeiner Teil des Leistungskonzeptes 2.2.)
Auf der Grundlage des allgemeinen Teils des Leistungskonzeptes stehen hierbei die folgenden wichtigsten Formen der sonstigen Mitarbeit im Vordergrund:
• Unterrichtgespräch
• Partner und Gruppenarbeit
• Lerndokumentationen
• Referate /Präsentationen
Weitere fachspezifische bzw. für das Fach PP bzw. Philosophie relevante Aspekte der Bewertung sind:
• Fähigkeit sich in andere Sicht- bzw. Erlebnisweisen hineinzuversetzen, diese differenziert und intensiv widerzuspiegeln
• Fähigkeit zur diskursiven Auseinandersetzung in verschiedenen Sozialformen des Unterrichts; dazu gehört insbesondere, anderen zuzuhören und auf deren Beiträge respektvoll und sachorientiert einzugehen
• kritische und methodenbewusste Auseinandersetzung mit Problemstellungen mit dem Ziel selbstständiger Urteilsbildung
• Dichte, Komplexität und Schlüssigkeit von Argumentationen
• Die Berücksichtigung der Fachsprache in schriftlichen und mündlichen Beiträgen • Qualität der Gestaltung von praktischen Arbeiten (z.B. Collagen, Fotoserien, Bildern, Plakaten und Videofilmen, sowie Rollenspielen und szenischen Darstellungen).
3.12.3. Philosophie in der Oberstufe
Im Fach Philosophie können die Schülerinnen und Schüler in der Oberstufe zwischen mündlichem und schriftlichem Fach wählen. Zu Anzahl und Dauer der Klausuren sei auf den Kernlehrplan des Faches Philosophie verwiesen.
Kriterien für die Beurteilung von Klausuren sind:
• Differenzierung zwischen Wesentlichem und weniger Wichtigem • Breite der Argumentationsbasis
In der Regel werden drei Aufgaben gestellt, die sich an den drei Anforderungsbereichen (Begreifen I, Erörtern II, Urteilen III) orientieren.
Sonstige Mitarbeit (siehe allgemeiner Teil des Leistungskonzeptes 2.2.)
Weitere fachspezifische bzw. für das Fach Philosophie relevante Aspekte der Bewertung sind:
• Erfassung und Darlegung eines philosophischen Problems
• Erörterung eines philosophischen Problems
• Diskursive (im Gespräch) oder präsentative Darstellung philosophischer Sachzusammenhänge
• Bestimmung und Explikation philosophischer Begriffe
• Analyse und Interpretation eines philosophischen Textes
• Rekonstruktion philosophischer Positionen und Denkmodelle
• Darstellung philosophischer Positionen in Anwendungskontexten
• Vergleich philosophischer Texte bzw. Positionen
• Beurteilung philosophischer Texte und Positionen
Eine Besonderheit des Faches Philosophie in Abgrenzung zum Fach Praktische Philosophie ist die Möglichkeit des Verfassens von Facharbeiten. Grundsätzliche Vorgaben finden sich im allgemeinen Leistungskonzept unter 2.1.2 (Facharbeit). Es gelten hierbei generell die Bewertungskriterien von Klausuren hinsichtlich der Anforderungen und Leistungen. Angepasst an die Aufgabenart können insbesondere folgende Aspekte einbezogen werden:
• Anspruchsniveau des Themas
• Erforderlicher Arbeitsaufwand
• Grad der Selbstständigkeit der erbrachten Leistung
• Form und Aufbau (äußere Form und sprachliche Korrektheit, richtiges Zitieren, Gliederung und gedankliche Strukturierung)
• Methodisches Verständnis
Für Rückfragen stehen die Fachkollegen gern zur Verfügung.
3.13. Politik/Sozialwissenschaften
3.13.1 Kompetenzen und Anforderungsbereiche im Fach Politik in der Sek. I
Die Schülerinnen und Schüler erwerben im Fach Politik im Hinblick auf dessen Grundanliegen „politische und wirtschaftliche Mündigkeit" sowie „Demokratie- und Politikbewusstsein" folgende fachspezifischen Kompetenzen, die sie für die Entwicklung und Wahrnehmung ihrer Bürgerrollen in der Demokratie und hinsichtlich der Ziele wirtschaftlicher Selbst- und Mitbestimmung und wirtschaftlicher Handlungsfähigkeit benötigen:
· Sachkompetenz (z. B. Erläuterung der Rolle des Geldes als Tauschmittel)
· Methodenkompetenz (z. B. Informationen aus einem Text entnehmen und ein Lernplakat erstellen)
· Urteilskompetenz (z. B. begründete Beurteilung eines gesell. Problems oder einer Entscheidung)
· Handlungskompetenz (z. B. Planung und Durchführung einer Expertenbefragung/Umfrage)
3.13.2 Leistungsbewertung in der Sek. I unter fachspezifischen Gesichtspunkten
Zu den Bestandteilen der „Sonstigen Leistungen im Unterricht" zählen die im Kapitel 2 aufgeführten Elemente. Als besonderen fachspezifischen Aspekt dienen Beiträge im Rahmen eigenverantwortlichen, schüleraktiven Handelns (z. B. Rollenspiel, Befragung, Erkundung, Podiumsdiskussion, Planspiel).
Bewertungskriterien für diesen Bereich sind u. a. Kreativität, Kontextgebundenheit, zielgerichtete Kommunikation, Organisation, Konfliktfähigkeit, Perspektiven-übernahme. Im Fokus der Beurteilung stehen auch die Handlungsprozesse.
Da im Pflichtunterricht des Faches Politik in der Sekundarstufe I keine Klassenarbeiten und Lernstandserhebungen vorgesehen sind, erfolgt die Leistungsbewertung ausschließlich in diesem Beurteilungsbereich. Dabei bezieht sich die Leistungsbewertung insgesamt auf die im Zusammenhang mit dem Unterricht erworbenen Kompetenzen. Eine Ausnahme stellt der Differenzierungsbereich dar, wo die Sonstige Mitarbeit durch zwei Klassenarbeiten im Umfang von 60-90 Minuten pro Halbjahr ergänzt wird. Eine dieser Klassenarbeiten kann durch eine schriftliche Projektarbeit ersetzt werden.
Die Ermittlung der Note erfolgt nicht rein arithmetisch, orientiert sich aber an einer annähernd gleichen Gewichtung von Sonstiger Mitarbeit und Klassenarbeit. Die Aufgabenstellung erfolgt in Anlehnung an die in Kap. 1 dargelegten Anforderungsbereiche. Rückmeldungen bekommen die Schülerinnen und Schüler durch einen Erwartungshorizont.
3.13.3 Kompetenzen und Anforderungsbereiche im Fach Sozialwissenschaften in der Sek. II
In der Sek. II gelten grundsätzlich die gleichen Kompetenzen und Anforderungsbereiche wie in der Sek. I. Die Gewichtung der Anforderungsbereiche orientiert sich an den Vorgaben für das Zentralabitur in NRW. Der Anforderungsbereich I umfasst die Reproduktion des Erlernten, der z. B. mit folgenden Operatoren (darstellen, erläutern, beschreiben) eingeleitet wird. Im Anforderungsbereich II wird der Transfer der Inhalte z. B. mit folgenden Operatoren (analysieren, einordnen) erwartet. Mit dem Anforderungsbereich III, der z. B. mit den Operatoren (erörtern, beurteilen, entwickeln, diskutieren) eingeleitet wird, wird der Fokus auf die Reflexion/Problemlösung gelegt.
3.13.4 Leistungsbewertung in der Sek. II unter fachspezifischen Gesichtspunkten
In der Sek. II können die Schülerinnen und Schüler das Fach Sozialwissenschaften als Leistungskurs, schriftlichen oder mündlichen Grundkurs wählen.
In der E-Phase wird eine Klausur pro Halbjahr, ab der Qualifikationsphase werden zwei Klausuren pro Halbjahr geschrieben.
Im Leistungskurs werden die Klausuren in 135 Minuten (Q1) bzw. 180 Minuten (Q2) geschrieben. Im letzten Halbjahr der Q2 wird die Klausur unter Abiturbedingungen geschrieben.
▪ Unterrichtsgespräche in ihren vielfältigen Formen sind wesentlicher Bestandteil sozialwissenschaftlichen Unterrichts. In den verschiedenen Unterrichtsphasen ergeben sich differenzierte Beteiligungsmöglichkeiten für die Schülerinnen und Schüler:
· inhaltsbezogene Beiträge, z. B. in Form von Hausaufgabenvortrag oder Zusammenfassung von Arbeitsergebnissen aus vorangegangenem Unterricht, Darbietung von Lösungen zu neu erarbeiteten Texten und Aufgaben, gedankliche Weiterführung von Teilergebnissen und Anregungen zur sachlichen Vertiefung, Verarbeitung von Impulsen, Verknüpfung von Fachideen mit der Lebenswelt.
· methodenbezogene Beiträge, z. B. in Form von Mitarbeit an der Unterrichtsplanung, Erfassen und Zuspitzen von Themen- und Problemstellungen, Überprüfen der Prämissen und Reichweiten von Lösungen, Reflexion der Lösungswege und des Arbeitsprozesses
· metakommunikative Beiträge zur Lernsituation. Das Leistungsbild ergibt sich aus der Quantität und Qualität der Beiträge sowie daraus, ob sie vorwiegend reproduktiv oder eher transfer- und problembezogen sind
Referat/Präsentation von Arbeitsergebnissen
· Materialbeschaffung und -auswertung
Gestaltung von Klausuren
Der Aufbau von Klausuren in Sozialwissenschaften besteht aus der Struktur, die den Konstruktionsvorgaben für Abituraufgaben folgt:
Aufgabe 1: Darstellung (AFB I: Wiedergabe von Kenntnisse)
Aufgabe 2: Analyse (AFB II: Anwenden von Kenntnissen)
Aufgabe 3: Erörterung (AFB III: Problemlösen und Werten)
Für die Formulierung der Aufgaben werden die im Fach Sozialwissenschaften festgelegten Operatoren verwendet.
Für die Benotung der Klausuren in der Q1 und Q2 wird ein Erwartungshorizont mit einem Punkteraster von insgesamt 100 Punkten bis 120 Punkten angestrebt. Die inhaltlichen Leistungen werden mit bis zu 100 Punkten, die Darstellungsleistung wird mit bis zu 20 Punkten bewertet. Dabei wird der Benotungsmaßstab der Abiturklausur als Orientierung verwendet. In der Einführungsphase und zu Beginn der Q1 kann die Punktzahl bei einem gleichbleibenden Verhältnis der Teilleistungen auch reduziert werden. Die Note setzt sich zusammen aus der inhaltlichen Leistung und der Darstellungsleistung. Die Gewichtung der Aufgabenteile bei der inhaltlichen Leistung beträgt:
Aufgabe 1: Darstellung
Aufgabe 2: Analyse
Aufgabe 3: Erörterung
Anteil der Darstellungsleitung an der Gesamtnote soll etwa ein Sechstel betragen (z. B. 20 von 120 Punkten). Die Kriterien für die Bewertung der Darstellungsleistung folgen denen der Abiturklausur. Für die Zuordnung der Notenstufen zu den prozentual erreichten Punktzahlen wird folgende Gewichtung verwendet:
Siehe Kapitel 3.12.1. und 3.12.2.
3.15. Religionslehre
Leistungsanforderung und Leistungsbewertung, Evangelische Religion, SGL
Das Fach Evangelische Religionslehre nimmt im allgemeinen Fächerkanon eine besondere Stellung ein, da es um Auseinandersetzung mit Glaubensfragen, Persönlichkeitsentwicklung und Wertevorstellungen geht, die eine sehr persönliche Identitätsbildung initiieren. Vor diesem Hintergrund hat der Leistungsgedanke im Evangelischen Religionsunterricht seine Bedeutung. Leistungsbewertung im Sinne des pädagogischen Leistungsbegriffs fördert die Entfaltung und Bewährung der Kräfte des Menschen, reizt zur Aktivität und verhilft zur Freude über ein gelungenes Werk. Leistungen stiften Selbstvertrauen, Leistungsfähigkeit trägt zur Entwicklung zentraler Kompetenzen des Menschen bei. Die Leistungsbewertung im Religionsunterricht unterliegt damit den gleichen Maßstäben wie in anderen Fächern, die fachlichen Leistungen haben den entsprechenden Rang bis hin zur Versetzungsrelevanz des Faches. Die Leistungsbeurteilung berücksichtigt dabei den ganzheitlichen Anspruch des Religionsunterrichts, das intendiert ein Erfahren, ein Verstehen, ein Handeln im Kontext einer ethischen Urteils- und Handlungsfähigkeit.
Es besteht ein enger Zusammenhang zwischen Arbeitsformen und Leistungsbewertung. In der Sekundarstufe I sind im Fach Evangelische Religionslehre keine schriftlichen Arbeiten vorgesehen. Die Leistungsbewertung bezieht sich auf Arbeitsformen des Religionsunterrichts wie zum Beispiel Unterrichtsgespräch, Einzelarbeit, Partner- und Gruppenarbeit, Werkstattunterricht, Hausaufgaben, Lerndokumentation, Referate oder Präsentationen, Projekte und schriftliche Übungen.
Folgende Kriterien erscheinen für die Bewertung von Unterrichtsgesprächen wichtig: Die Schülerinnen und Schüler sollen Sachverhalte und Unterrichtsergebnisse wiedergeben können, sachliche Zusammenhänge erkennen und artikulieren, Ergebnisse auf vergleichbare Sachverhalte übertragen, Denkanstöße aufgreifen, Sachverhalte oder Meinungen problematisieren und Lösungsvorschläge einbringen. Die inhaltliche Vielfalt ist ebenso zu berücksichtigen wie die richtige Verwendung der Fachterminologie.
Als Bewertungskriterien für die Einzelarbeit sind die Fähigkeit zum eigenständigen und ergebnisorientierten Arbeiten, die Kompetenzerweiterung im Rahmen der curricularen Vorgaben sowie die fachliche Stimmigkeit zu nennen.
In der Partner- und Gruppenarbeit wird verstärkt auf die Teamfähigkeit, auf die Integration der eigenen Arbeit in das gemeinsame Handeln und auf die Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit geachtet.
In den Werkstattstunden steht das Erlernen des selbstständigen Arbeitens und der Organisationskompetenz im Vordergrund.
Hausaufgaben dienen der Bestätigung konkreter Lösungen, der individuellen Rückmeldung über den erreichten Lernstand und der gebührende Anerkennung eigenständiger Schülerleistungen.
Als Kriterien der Lerndokumentationen (Mappen, Portfolio etc.) zählen Vollständigkeit der Eintragungen, Gliederung und Übersichtlichkeit, sachliche Richtigkeit, Akzentuierung des Wesentlichen, kreative Ausgestaltung, sinnvolle Ergänzungen durch selbstgefundene Materialien und weitere Vorgaben durch den Fachlehrer.
Bei der Bewertung von Referaten oder Präsentationen sowie Projekten werden besonders die Wahrnehmungs- und die Darstellungskompetenz berücksichtigt (s. Lehrplan).
Eine Form der sonstigen Mitarbeit ist die schriftliche Übung, die benotet wird. Dies dient überwiegend der Lernerfolgskontrolle im Blick auf die gesamte Lerngruppe.
Es besteht ein enger Zusammenhang zwischen Arbeitsformen und Leistungsbewertung. In der Sekundarstufe II besteht die Möglichkeit – im Gegensatz zur Sekundarstufe I – Klausuren und eine Facharbeit zu schreiben. Die Leistungsbewertung bezieht sich auf Arbeitsformen des Religionsunterrichts wie zum Beispiel Klausuren, Facharbeit, Unterrichtsgespräch, Einzelarbeit, Partner- und Gruppenarbeit, Hausaufgaben, Referate oder Präsentationen, Projekte, Protokolle und schriftliche Übungen.
Im Gegensatz zur Sekundarstufe I tragen die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II die Verantwortung, sich regelmäßig und eigenständig am Unterricht zu beteiligen.
Als Beiträge zum Unterrichtsgespräch zählen die Fähigkeit zu Reproduktion von Inhalten, Ordnung und Gliederung von Beiträgen zum Thema, die Fähigkeit zum Erkennen von Problemstellungen und offenen Fragen im Dialog, die Sachbezogenheit, der Grad der Selbstständigkeit und Argumentationsfähigkeit innerhalb der Meinungsäußerung, die Entwicklung und Anwendung der Fachsprache, sowie die zunehmende Selbstständigkeit im Umgang mit Fragen, Inhalten und Verfahren. Dabei sind auch Kriterien des sozialen Verhaltens und der kommunikativen Kompetenz zu beachten.
Als Kriterien für die Leistungsbewertung von Klausuren und Facharbeiten sind das Anspruchsniveau des Themas, der erforderliche Arbeitsaufwand, der Grad der Selbstständigkeit der erbrachten Leistung, Form und Aufbau, das heißt zum Beispiel
die äußere Form und die sprachliche Korrektheit, richtiges Zitieren, Gliederung und gedankliche Strukturierung, inhaltliches Verständnis, das heißt zum Beispiel Erfassen der Aufgabenstellung, Entwicklung einer Lösungsstrategie, Darlegung des Lösungsweges, Formulierung, Diskussion und Bewertung der Ergebnisse zu nennen. Ferner zählen dazu methodisches Verständnis, das heißt zum Beispiel Gestaltung des Arbeitsprozesses, Nutzung der Fachsprache, fachspezifische Methodenwahl und Medien.
Hausaufgaben sind eine eigenständig Leistung im Unterricht und stellen eine Chance zur Profilierung dar.
Bei Referaten und Präsentationen sowie Projekten bezieht sich die Bewertung auf den sachlichen Gehalt, die Umsetzung und die Anwendung des Themas. Auch sind hierbei die Vorgaben des Fachlehrers verbindlich.
Protokolle werden im Bedarfsfalle vergeben und orientieren sich an den oben genannten Kriterien für Referate.
Die Überprüfung und Bewertung von schriftlichen Übungen sollen sich auf das Erfassen der Fragestellung und die Qualität der Beantwortung beziehen.
Die pädagogische Bedeutung des Leistungsbegriffs und die Rolle der Leistungsbewertung sind in dem Leistungskonzept des SGLs und auf der Grundlage des Kernlehrplans Sport NRW verbindlich in den jeweiligen Jahrgangsstufen der Sekundarstufen I und II geltend zu machen. Die Fachschaft Sport des SGLs einigt sich auf das folgend erläuterte Leistungskonzept und erkennt es als Basis zur Umsetzung im Unterricht an.
3.16.1.Kompetenzen und Anforderungsbereiche im Fach Sport in der Sek I
Die Leistungsbewertung bezieht sich auf alle Bewegungsfelder und Sportbereiche. Es wird sichergestellt, dass sie sich entsprechend der Anzahl und inhaltlichen Schwerpunkte der Kompetenzerwartung verhält. Folgende Kompetenzbereiche gemäß dem Kernlehrplan Sport NRW werden dabei miteinbezogen:
- insbesondere das Einbringen im Bereich der Bewegungs- und Wahrnehmungskompetenz bezieht sich auf psycho-physische, technisch-koordinative, taktisch-kognitive sowie ästhetisch-gestalterische Fertigkeiten und Fähigkeiten. Darüber hinaus berücksichtigt dieser Kompetenzbereich aber auch das Einbringen systematischen, grundlegenden Wissens in den Bereichen Bewegung, Spiel und Sport. Von zentraler Bedeutung für die Realisierung des eigenen sportlichen Handelns und für sportliches Handeln im sozialen Kontext ist, über sporttheoretisches Hintergrundwissen sowie Fach- und Sachkenntnisse aus den unterschiedlichen Sinngebungsbereichen des Sports zu verfügen und mit diesem Wissen situationsangemessen umgehen zu können.
- zudem das Einbringen von Leistungen im Bereich der Methodenkompetenz bezieht sich auf methodisch-strategische wie auch sozial-kommunikative Methoden und Formen selbstständigen Arbeitens allein und in der Gruppe. Einerseits sind grundlegende Verfahren, sportbezogene Informationen und relevantes Fachwissen zu beschaffen, aufzubereiten, zu strukturieren. Andererseits sind Verfahrenskenntnisse und Fähigkeiten, sich selbstständig strukturiert und systematisch mit Aufgaben aus den Bereichen sportlichen Handelns auseinander zu setzen und eigenverantwortlich angemessene Lösungswege sowie Handlungspläne zu entwerfen in die Leistungsbewertung einzubeziehen. Darüber hinaus sind Verfahren in die Leistungsbewertung im Sportunterricht einzubeziehen, die sporttypischen Handlungssituationen in der Gruppe angemessen zu berücksichtigen.
- weiterhin das Einbringen von Leistungen im Bereich der Urteilskompetenz ist eng verknüpft mit Leistungen in allen Kompetenzbereichen. Es umfasst eine kritische Auseinandersetzung mit dem erarbeiteten fachlichen und methodischen Hintergrundwissen und der erlebten sportlichen Wirklichkeit, indem das selbstständige, auf Kriterien gestützte begründete Beurteilen im Mittelpunkt steht. Dies impliziert das Finden eines eigenen Urteils ebenso wie das verständigungsorientierte Abwägen und den verständnisvoll reflektierten Umgang mit Anderen auch in der Sportpraxis. Urteilskompetenz zielt somit auf argumentativ schlüssiges Abwägen und Beurteilen, das sich sowohl auf sportpraktische Erfahrungen als auch auf fachliche und methodische Kenntnisse stützt. Darüber hinaus zielt das Reflektieren und Einordnen von Lernerfahrungen im Zusammenhang mit verschiedenen Sinnrichtungen und Motiven sportlichen Handelns auf den Sinn des eigenen Tuns ab. Andererseits bezieht sie aber auch die kritische Auseinandersetzung mit Bewegungs-, Spiel- und Sportkulturen ein.
Dabei berücksichtigt die Leistungsbewertung die im Kernlehrplan formulierten Leistungsanforderungen, die für alle Unterrichtsvorhaben festgelegt und durch entsprechende bewegungsfeldbezogene Kriterien von der Lehrkraft konkretisiert werden.
Zudem sollen folgend genannte Aspekte sportbezogenen Verhaltens gemäß den Grundsätzen, die in allen Unterrichtsvorhaben mit jeweils unterschiedlicher Gewichtung Bedeutung haben, für die Leistungsbewertung angemessen berücksichtigt werden. Die Angemessenheit und der Anteil an der Bewertung resultiert dabei aus dem Anteil und von der jeweiligen Bedeutung innerhalb eines Unterrichtsvorhabens:
- Mitgestaltung und Organisation von Rahmenbedingungen wie das Bilden von Mannschaften, das Herrichten der Gerätelandschaften oder das Auf- und Abbauen des Badmintonnetzes, das Vereinbaren von Regeln usw.
- Anstrengungsbereitschaft bedeutet engagiert und motiviert im unterrichtlichen Geschehen mitzuarbeiten aber auch eigenverantwortlich die eigene Leistungsfähigkeit auch außerhalb des Unterrichts zu verbessern und zu erhalten.
- Selbstständigkeit hinsichtlich des Geräteauf- und –abbaus, der Gewährung der Sicherheit, des Aufwärmens, der Vor- und Nachbereitung des Unterrichts und der Sportkleidung etc.
- Fairness, Kooperationsbereitschaft und –fähigkeit und damit das Einhalten von Regeln, die Bereitschaft, Interessen auch zurückzustellen sowie das konstruktive Mitarbeiten und das gegenseitige Unterstützen.
3.16.2.Leistungsbewertung in der Sek I unter fachspezifischen Gesichtspunkten
Die Fachkonferenz vereinbart einen Konsens über verbindliche Formen der Leistungsbewertung. Diese gründen auf dem schulinternen Lehrplan und beinhalten Prozessbezogene, unterrichtsbegleitende Lernerfolgsüberprüfungen wie zum Beispiel Mitgestalten von Unterrichtssituationen, mündliche Beiträge, Lösungen von Einzel-, Partner- und Gruppenarbeiten.
Neben den unterrichtsbegleitenden können auch Produktbezogene, punktuelle Lernerfolgsüberprüfung durchgeführt werden wie zum Beispiel: Demonstration von Bewegungshandeln, Präsentation technisch-koordinativer Fähigkeiten, taktisch- kognitiver sowie ästhetisch-gestalterischer Fähigkeiten, Schriftliche Beiträge zum Unterricht, z. B. (schriftliche) Übungen, Kurzreferate, Stundenprotokolle, Übungs- oder Trainingsprotokolle, Lerntagebücher und Hausaufgaben.
Die Fachkonferenz Sport will im Rahmen des Leistungskonzepts auch ein besonderes Augenmerk auf jene Schülerinnen und Schüler legen, die in ihrer sportlichen Leistungsfähigkeit eingeschränkt sind, z. B. durch Behinderung, längerfristige Erkrankungen und Verletzungen. Diesen Schülerinnen und Schülern wird die Möglichkeit gegeben, Ersatzleistungen im Sinne einer Binnendifferenzierung zu erbringen.
3.16.3.Kompetenzen und Anforderungsbereiche im Fach Sport in der Sek II
In der Sekundarstufe II wird zu den drei Kompetenzbereichen, die in der Sekundarstufe I grundlegend sind (vgl. 3.20.1), die Sachkompetenz hinzugefügt. Das Einbringen von Leistungen im Bereich der Sachkompetenz bezieht sich unter anderem auf Kenntnisse von Auswirkungen gezielten Sporttreibens auf die Gesundheit und das Wohlbefinden, Wissen von psychischen Einflüssen auf die sportliche Handlungsfähigkeit, Kenntnisse von grundlegenden Aspekten bei der Planung, Durchführung und Auswertung von sportlichen Handlungssituationen, Erfahren von unterschiedlichen Lernwegen und Methoden in der Bewegungslehre sowie das Kennen der Belastungsgrößen zur Gestaltung eines Ausdauertrainings.
3.16.4.Leistungsbewertung in der Sek II
Im Sinne der Orientierung an den zuvor formulierten Anforderungen sind grundsätzlich alle in Kapitel 3.20.1 des Lehrplans ausgewiesene Kompetenzbereiche (Bewegungs- und Wahrnehmungskompetenz, Sachkompetenz, Methodenkompetenz und Urteilskompetenz) bei der Leistungsbewertung angemessen zu berücksichtigen. Zu den Bestandteilen der Sonstigen Mitarbeit im Unterricht zählen zum einen punktuell und kontinuierlich zu erbringende Leistungen. Zum anderen können auch folgende Beiträge zur Unterrichtsgestaltung berücksichtigt werden, wie zum Beispiel unterschiedliche Formen der selbstständigen und kooperativen Aufgabenerfüllung, zielgerichtetes und kooperatives Verhalten in Übungs- und Spielsituationen, Beiträge zum Unterricht – insbesondere in Gesprächsphasen, Präsentationen, Referate und von Schülerinnen und Schülern vorbereitete Beiträge zum Unterricht (u.a. Protokolle, Lerntagebücher, Hausaufgaben). Darüber hinaus können auch punktuelle Überprüfungsformen wie zum Beispiel Kolloquien oder schriftliche Übungen zur Lernerfolgskontrolle herangezogen werden. Der Bewertungsbereich Sonstige Mitarbeit im Unterricht erfasst die im Unterrichtsgeschehen durch mündliche, schriftliche und praktische Beiträge sichtbare Kompetenzentwicklung der Schülerinnen und Schüler. Der Stand der Kompetenzentwicklung in der Sonstigen Mitarbeit wird sowohl durch Beobachtung während des Schuljahres (Prozess der Kompetenzentwicklung) als auch durch punktuelle Überprüfungen (Stand der Kompetenzentwicklung) festgestellt. Dabei sind eine Vielzahl von Überprüfungsformen möglich, wie Darstellungs-, Analyse-, Erörterungsaufgaben, sportmotorische Testverfahren, Demonstration und Präsentation. Das Fach Sport ist am SGL als 4. Fach der Abiturprüfung wählbar. In der Einführungsphase wird daher ein speziell dafür ausgerichteter Sportkurs angeboten, in dem die Möglichkeit besteht, sowohl im ersten als auch im zweiten Halbjahr eine materialgebundene Klausur zu schreiben. Eine Klausur kann durch eine Facharbeit ersetzt werden. In Sport als viertem Abiturprüfungsfach tritt an die Stelle der mündlichen Abiturprüfung im Grundkurs eine Fachprüfung. Sie besteht aus einer mündlichen Abiturprüfung und einer praktischen Prüfung, die zu gleichen Teilen eingehen. ___________________________________________________________________
(Ende von Kapitel 3)