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Timestamp: 2017-04-25 22:29:42
Document Index: 160541531

Matched Legal Cases: ['§ 5', '§ 5', '§ 37', '§ 8', '§ 8', '§ 58', '§ 11', '§ 11', '§ 37', '§ 7', '§ 20', '§ 20', '§ 7', '§ 11', '§ 37', '§ 32', '§ 11', '§ 37']

25.03.201162.17.8-2011-1
Plan für Grundlehrgänge und Wiederholungslehrgängeim Sprengwesen des Steinkohlenbergbaus
Betr.: Plan für die Ausbildung und Unterweisung im Sprengwesen des Steinkohlenbergbaus
Aufgrund verschiedener Änderungen in den Sprengvorschriften und insbesondere im Hinblick auf den am 16.02.2011 herausgegebenen "Muster-Betriebsplan für den Umgang mit Sprengmitteln im Steinkohlenbergbau" (veröffentlicht im Sammelblatt unter A 2.13) wurde der o. a. Ausbildungs- und Unterweisungsplan in Abstimmung mit den Fachstellen für Sprengwesen der RAG sowie der DEKRA-EXAM entsprechend aktualisiert.
Mit Schreiben vom 17.02.2011 hat die RAG der Bezirksregierung Arnsberg, Abteilung Bergbau und Energie in NRW, gemäß § 5 Abs. 2 BVOSt den aktualisierten Plan angezeigt und bestätigt, dass die in den Betrieben der RAG mit Sprengmitteln umgehenden Personen nunmehr nach diesem Plan ausgebildet und unterwiesen werden.
Der nachfolgend bekannt gemachte Plan ersetzt damit den bisherigen "Plan für die Ausbildung und Unterweisung im Sprengwesen des Steinkohlenbergbaus" vom 19.12.2000 - 17.8-2000-10 -.
Dortmund, den 25.03.2011
Bezirksregierung Arnsberg, Abteilung Bergbau und Energie in NRWIm Auftrag:
K ü g l e r Plan für Grundlehrgänge und Wiederholungslehrgänge im Sprengwesen des Steinkohlenbergbaus
1. Grundlehrgänge im Sprengwesen (G)
1.1 Befähigungsscheininhaber
1.2 Sprengbeauftragte (SPB)
1.3 Sprengmittelausgeber (SPA)
1.4 Sprenghelfer (SPH)
1.5 Sprengtechnisch ausgebildete verantwortliche Personen (SVP)
2. Wiederholungslehrgänge im Sprengwesen (W)
2.1 Befähigungsscheininhaber
2.2 Sprengbeauftragte
2.3 Sprenghelfer
2.4 Sprengtechnisch ausgebildete verantwortliche Personen
3. Sonderlehrgänge im Sprengwesen (S)
3.1 Lehrsprengbeauftragte (LSB)
3.2 Entspannungssprengen (SE)
Der Plan für die Ausbildung im Sprengwesen nach § 5 Abs. 2 BVOSt vom 10.01.2000 in der zur Zeit gültigen Fassung regelt in Verbindung mit § 37 der Ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz (1. SprengV) in der z. Zt. gültigen Fassung die Ausbildung von Personen, die die tatsächliche Gewalt über explosionsgefährliche Stoffe bei der Empfangnahme, dem Überlassen, dem Transport, dem Aufbewahren und dem Verwenden ausüben.
Befähigungsscheininhaber,
Sprengbeauftragte,
Sprengmittelausgeber,
Sprenghelfer,
Sprengtechnisch ausgebildete verantwortliche Personen
Lehrsprengbeauftragte und
im Entspannungssprengen ausgebildeten Personen.
Darüber hinaus erfolgen nach dem vorliegenden Plan die regelmäßigen Wiederholungslehrgänge der
Sprengbeauftragten,
Sprenghelfer Sprengtechnisch ausgebildeten verantwortlichen Personen und
Lehrsprengbeauftragten.
Es sind nur Personen zu einem Lehrgang zuzulassen, wenn bei ihnen Versagungsgründe gemäß § 8a Abs. 1 und 2 und § 8b Abs. 1 SprengG nicht vorliegen.
Die Zuverlässigkeit und die persönliche Eignung werden durch eine Unbedenklichkeits-Bescheinigung der für die Erteilung der Erlaubnis oder des Befähigungsscheines zuständigen Behörde nachgewiesen. Die Unbedenklichkeitsbescheinigung ist bei Lehrgangsaufnahme nicht älter als 1 Jahr.
Die Ausbildung und die Wiederholungslehrgänge obliegen einer hierzu anerkannten Fachstelle oder einem anerkannten Sachverständigen. Bei der Ausbildung und den Wiederholungslehrgängen werden erforderlichenfalls Befähigungsscheininhaber und Lehrsprengbeauftragte der Bergwerke sowie ggf. weitere fachkundige Personen beteiligt. Die Zeitvorgaben der jeweiligen Stoffpläne verstehen sich als Unterrichtsstunden.
Der zuständigen Behörde wird Gelegenheit zur Teilnahme an den Lehrgängen gegeben.
Über die Teilnahme an den Lehrgängen wird ein Nachweis geführt.
Die Ausbildung der Sprengmittelausgeber kann in Abstimmung mit der anerkannten Fachstelle auch von einem Befähigungsscheininhaber, der der zuständigen Behörde namhaft gemacht worden ist, geleitet werden.
Die Wiederholungslehrgänge für alle betroffenen Personenkreise erfolgen in Zeitabständen von längstens 3 Jahren. Für verantwortliche Personen, die länger als 5 Jahre nicht an einem Wiederholungslehrgang teilgenommen haben und die wieder Sprengarbeiten beaufsichtigen sollen, erfolgt die Teilnahme an einem Wiederholungslehrgang für Sprengbeauftragte in dem Umfang, wie sie für Sprengbeauftragte vorgesehen ist. Für verantwortliche Personen, die länger als 8 Jahre nicht an einem Lehrgang teilgenommen haben und die wieder Sprengarbeiten beaufsichtigen sollen, ist ein erneuter Grundlehrgang erforderlich.
Jeder Lehrgangsschicht soll eine Ruhezeit für die Teilnehmer von wenigstens 8 Stunden vorausgehen.
Die theoretische Prüfung der Befähigungsscheininhaber und der Sprengbeauftragten wird im Beisein eines Vertreters der zuständigen Behörde und eines Vertreters des Lehrgangsträgers abgelegt. Ansonsten ist die Teilnahme eines Vertreters des Lehrgangsträgers ausreichend. Über die Prüfungsergebnisse wird eine Niederschrift angefertigt. Sie wird vom Prüfer und vom Behördenvertreter unterzeichnet.
Über die erfolgreiche Teilnahme an einem Lehrgang wird dem Lehrgangsteilnehmer ein Fachkundezeugnis, aus dem die vermittelte Fachkunde hervorgeht, ausgestellt.Dieses wird vom Lehrgangsleiter und vom Behördenvertreter unterzeichnet.
Die betrieblichen Jahresunterweisungen durch einen Befähigungsscheininhaber sind nicht Gegenstand dieses Planes.
1. Grundlehrgänge zur Ausbildung im Sprengwesen
1.1 Ausbildung zum Befähigungsscheininhaber
Zur Ausbildung zum Befähigungsscheininhaber werden nur verantwortliche Personen mit sprengtechnischer Ausbildung benannt.
1.1.2 Ablauf der Ausbildung
Die Dauer der Ausbildung beträgt insgesamt 20 Ausbildungsschichten und beinhaltet eine schriftliche und eine praktische Prüfung. Die Ausbildung beinhaltet 17 Schichten theoretische Ausbildung einschließlich theoretischer Prüfung, 2 Lehrschichten mit den Sprengsteigern auf den Bergwerken und eine Schicht praktische Prüfung. An einem Lehrgang sollen nicht mehr als 10 Personen teilnehmen.
Die praktische Prüfung wird gruppenweise durchgeführt.
Stoffplan Stunden
- Aufgaben des Befähigungsscheininhabers
- Gesetze, Verordnungen, Richtlinien, Betriebsanweisungen, sonstige Regelungen
- Betriebsplan- und Erlaubnisverfahren
- Sicherheit bei der Sprengarbeit
- Sprengmittelwirtschaft, Führung des Verzeichnisses für explosionsgefährliche Stoffe, Abrechnung, Statistik
- Organisationsformen der Sprengarbeit
- Sprengtechnische Begriffe
- Für den Steinkohlenbergbau zugelassene Sprengmittel und ihre Verwendung
- Bohr- und Sprengtechnik
- Sprengverfahren, Einbruchsarten, Ausführung der Sprengarbeit, sprengtechnische Richtwerte und Entspannungssprengen
- Entwerfen von Sprengplänen und Leitsprengbildern
- praktische Übungen unter Tage im Sprengmittellager - in Sprengbetrieben - Sprengschwadenbeurteilung
- Sprengtechnische Vorführungen
- Unfälle und besondere Vorkommnisse bei der Sprengarbeit
2 Lehrschichten mit einem Befähigungsscheininhaber
praktische Prüfung unter Tage
1.2 Ausbildung zum Sprengbeauftragten (SPB)
Zur Ausbildung werden nur Personen benannt, die mindestens 21 Jahre alt sind und für die der Betrieb schriftlich nachweist, dass die Teilnehmer wenigstens 1 Jahr an Betriebspunkten mit Sprengarbeit Vororttätigkeiten verrichtet haben oder als Sprenghelfer ausgebildet sind.
1.2.2 Ablauf der Ausbildung
Die Dauer der Ausbildung beträgt insgesamt 16 Schichten. Sie beinhaltet 9 Schichten theoretische Ausbildung, 1 Schicht theoretische Prüfung, 5 Schichten praktische Ausbildung und 1 Schicht praktische Prüfung.
An einem Lehrgang sollen nicht mehr als 10 Personen teilnehmen. Nach bestandener theoretischer Prüfung erfolgt die praktische Ausbildung auf den Bergwerken unter Anleitung von Lehrsprengbeauftragten. Einem LSB sollen dabei gleichzeitig nicht mehr als 2 Teilnehmer zugeteilt werden. Der Sprengsteiger führt einen Nachweis über die Übungsschichten; hierin vermerkt er, an welchen Tagen, an welchen Betriebspunkten und mit welchen LSB die Sprengarbeiten durchgeführt worden sind. Der Nachweis muss bei der praktischen Prüfung vorliegen.
Nach dem Verfahren der Übungsschichten werden die Teilnehmer im Beisein eines Befähigungsscheininhabers und eines Lehrsprengbeauftragten an einem geeigneten Betriebspunkt unter Tage praktisch geprüft. Die praktische Prüfung wird in Gruppen von nicht mehr als 6 Teilnehmern durchgeführt.
Theoretische Ausbildung (1. bis 9. Schicht)
- Aufgaben und Verantwortung des Sprengbeauftragten
- Vorschriften für das Sprengwesen, Betriebsanweisungen, sonstige Regelungen
- Gefahren bei der Sprengarbeit
Sprengtechnische Begriffe
- Verhalten im Sprengmittellager
- Benutzung des CH4-Handmeßgerätes
- praktische Sprengausbildung unter Tage in einem Sprengbetrieb
- Entspannungssprengen
Theoretische Prüfung (10. Schicht)
Praktische Ausbildung (11. bis 15. Schicht)
- Während der 5 Übungsschichten hat jeder Teilnehmer unter Anleitung eines Lehrsprengbeauftragten an wenigstens 3 verschiedenartigen Betriebspunkten Sprengarbeit durchzuführen
Praktische Prüfung (16. Schicht)
1.3 Ausbildung zum Sprengmittelausgeber (SPA)
Zur Ausbildung werden nur Personen benannt, die mindestens 21 Jahre alt sind und wenigstens 6 Monate unter Tage ohne Berücksichtigung der Ausbildungszeit tätig waren, sowie über eine ausgeglichene Sehleistung und ausreichende Farbsehtüchtigkeit verfügen und körperlich in der Lage sind, diese Tätigkeit hinreichend auszuführen.
1.3.2 Ablauf der Ausbildung
Die Dauer der Ausbildung beträgt mindestens 25 Schichten. Sie beinhaltet:
3 Schichten theoretische Ausbildung,
2 Schichten in einer geeigneten Ausbildungsstätte, der die zuständige Behördezugestimmt hat.
20 Schichten praktische Ausbildung im Sprengmittellager unter Anleitung eines erfahrenen Sprengmittelausgebers.
Praktische Ausbildung durch Einarbeitung (6. bis 25. Schicht)
Während der 20 Schichten Einarbeitung wohnt jeder Teilnehmer unter Anleitung eines erfahrenen Sprengmittelausgebers allen Arbeiten eines Sprengmittelausgebers bei.
An einem Lehrgang sollen bei der theoretischen Ausbildung nicht mehr als 5 Personen und bei der praktischen Ausbildung im Sprengmittellager nicht mehr als 2 Personen teilnehmen.
Theoretische Ausbildung (1. bis 3. Schicht)
- Aufgaben und Verantwortung des Sprengmittelausgebers
- Vorschriften für den Sprengmittelausgeber, Betriebsanweisungen und sonstige Regelungen
- Richtlinien für die Errichtung und den Betrieb von Sprengmittellagern
- Lagerbuchführung
- Für den Steinkohlenbergbau zugelassene Sprengstoffe und Zündmittel und ihre Verwendung 3
- Für den Steinkohlenbergbau zugelassene Zündmaschinen, Zündkreisprüfer und sonstiges Sprengzubehör
Ausbildung an geeigneter Ausbildungsstätte (4. bis 5. Schicht)
- Steckwand: Ladungsbeeinflussung
- Standortanforderungen und Ausstattung eines Sprengstoffsammeltransportbehälter (SSTB)
- Umgang und Verhalten bei der Entnahme aus dem SSTB, Begleitzettelwirtschaft
- Handhabung und Verwendung von Sprengstoff
- Sprengzubehör, Beschaffenheit und Verwendung
- Zündmaschinenkiste: Standortanforderungen, Kennzeichnung und Inhalte
- Zündleitung: Typen, Verlegungskriterien, häufige Zündleitungsdefekte und Fehlersuche
- CH4-Messungen
- Reihen- und Parallelschaltung: Aufbau und Funktionsprinzip
1.4 Ausbildung zum Sprenghelfer (SPH)
Zur Ausbildung werden nur Personen benannt, die mindestens 18 Jahre alt sind und für die der Betrieb schriftlich nachweist, dass die Teilnehmer wenigstens 6 Monate an Betriebspunkten mit Sprengarbeiten beschäftigt waren.
1.4.2 Ablauf der Ausbildung
Die Dauer der Ausbildung beträgt insgesamt 5 Schichten. An einem Lehrgang sollen nicht mehr als 10 Personen teilnehmen. In der letzten Schicht erfolgt die Ausbildung unter Tage in Gruppen zu höchstens 10 Teilnehmern im Beisein eines Befähigungsscheininhabers und eines Lehrspreng-beauftragten. Hierbei haben die Teilnehmer die erforderlichen Kenntnisse nachzuweisen.
- Aufgaben und Verantwortung des Sprenghelfers
- Sprengmittel und ihre Handhabung
- Bohr- und Sprengtechnik · Einbrüche · Vorgaben, Seitenabstände · Sichere Handhabung der Sprengmittel · Sprengstoffverteilung im Bohrloch · Laden der Löcher · Schaltungsarten von Sprengzündern · Besatz
- Anbringen des Zünders an die Ladung
- Praktische Ausbildung unter Tage
1.5 Ausbildung zur sprengtechnisch ausgebildeten verantwortlichen Person (SVP) im Sinne der § 58 ff Bundesberggesetz
Zur Ausbildung werden nur verantwortliche Personen benannt, die mindestens 21 Jahre alt sind.
1.5.2 Ablauf der Ausbildung
Die Dauer der Ausbildung beträgt insgesamt 10 Schichten. An einem Lehrgang sollen nicht mehr als 10 Personen teilnehmen. Zum Abschluss der Ausbildung findet eine Prüfung statt.
- Aufgaben der verantwortlichen Personen bei der Überwachung der Sprengarbeit
- Gesetze, Verordnungen, Betriebsanweisungen, sonstige Regelungen
- Gefahren und Gefahrenabwehr bei der Sprengarbeit
- Organisation der Sprengarbeit im Betrieb
- Ausbildung unter Tage in einem Sprengbetrieb
2. Wiederholungslehrgänge (W) im Sprengwesen
2.1 Wiederholungslehrgänge für Befähigungsscheininhaber 2.1.1 Ablauf des Wiederholungslehrgangs
Die Dauer des Wiederholungslehrgangs beträgt 2 Schichten. An einem Wiederholungslehrgang sollen nicht mehr als 20 Personen teilnehmen.
- Neuerungen im Vorschriftenwesen und Regelwerk
- Weiterentwicklungen der Sprengmittel und der Sprengtechnik
2.2 Wiederholungslehrgang für Sprengbeauftragte
2.2.1 Ablauf des Wiederholungslehrgangs
Die Dauer des Wiederholungslehrgangs beträgt 5 Schichten.
An einem Wiederholungslehrgang sollen nicht mehr als 10 Personen teilnehmen.
An einer der 5 Lehrgangsschichten erfolgt eine praktische Schulung an einem Betriebspunkt mit Sprengarbeit unter Tage. Das gilt insbesondere bei Sprengbeauftragten, die in den letzten 12 Monaten nicht mindestens 5 Sprengeinsätze schriftlich nachweisen können.
Für Sprengbeauftragte, die mindestens 5 Sprengschichten in den letzten 12 Monaten verfahren haben, kann ersatzweise die Befahrung und Aufnahme eines Betriebspunkts mit Sprengarbeit unter Tage erfolgen.
In der letzten Lehrgangsschicht findet eine Prüfung statt.
2.2.2 Stoffplan Stunden
- Neuentwicklungen auf dem Gebiet der Sprengmittel und der Sprengtechnik
- Neuerungen im Vorschriftenwesen und im betrieblichen Regelwerk
- Vertiefung von Ausbildungsinhalten
- Arbeiten im Sprengmittellager und an einem Betriebspunkt mit Sprengarbeit
praktische Übungen an geeigneter Ausbildungsstätte, insbesondere - Fehlersuche in Zündleitung und Zünderkreis, - Versagersuche und Behandlung - Sprengung in Senk- und Baustellen, Knäppersprengung im Streb - Absperrsimulationen
2.3 Wiederholungslehrgang für Sprenghelfer
2.3.1 Ablauf des Wiederholungslehrgangs
Die Dauer des Wiederholungslehrganges beträgt wenigstens 1. Schicht. An einem Wiederholungslehrgang sollen nicht mehr als 10 Personen teilnehmen.
2.3.2 Stoffplan Stunden
- Besprechung von Unfällen
- Betriebsbezogene Vertiefung von Ausbildungsinhalten
- Bohrarbeit und Zeitstufenverteilung
2.4 Wiederholungslehrgang für die sprengtechnisch ausgebildete verantwortliche Person
2.4.1 Ablauf des Wiederholungslehrgangs
Die Dauer des Wiederholungslehrgangs beträgt wenigstens 1 Schicht.
An einem Wiederholungslehrgang sollen nicht mehr als 20 Personen teilnehmen.
3.1 Sonderlehrgang zum Lehrsprengbeauftragten (LSB)
Zur Ausbildung werden in der Regel nur Sprengbeauftragte benannt, die zuvor wenigstens 3 Jahre lang selbständig Sprengarbeit ausgeführt haben und für die Tätigkeit als Lehrspreng-beauftragte geeignet erscheinen. Die Ausbildung beginnt mit einem Eingangstest.
3.1.2 Ablauf der Ausbildung
Die Dauer der Ausbildung beträgt 5 Schichten. An einem Lehrgang sollen nicht mehr als 6 Personen teilnehmen.
Während der letzten Ausbildungsschicht haben die Teilnehmer die erforderlichen Kenntnisse nachzuweisen.
Der erfolgreiche Abschluss des Sonderlehrgangs gilt als Wiederholungslehrgang für Spreng-beauftragte.
3.1.3 Stoffplan Stunden
Aufgaben des Lehrsprengbeauftragten
Vertiefen der Ausbildungsinhalte für Sprengbeauftragte
Anleitung zur Lehrtätigkeit
Anleitung zur selbständigen Beratung am Betriebspunkt
Sprengmittelwirtschaft
Praktische Ausbildung unter Tage
Entspannungssprengen
3.2 Sonderlehrgang für das Entspannungssprengen (SE)
Zur Ausbildung werden nur Sprengbeauftragte und sprengtechnisch ausgebildete verantwortliche Personen benannt.
3.2.2 Ablauf der Ausbildung
Die Dauer der sprengtechnischen Ausbildung beträgt 1 Stunde. Sie wird ergänzt durch eine 1-stündige allgemeine Unterweisung über das Erkennen und die Verhinderung von Gebirgs-schlaggefahren.
3.2.3 Stoffplan
am Entspannungssprengen beteiligte Personen
Grundsätze für das Entspannungssprengen
Fertigen der Ladungen mit Sprengschnur
Fertigen der Ladungen ohne Sprengschnur
Durchführung der Ladearbeit
Maßnahmen nach dem Zünden
An die Bergämter des Landes Nordrhein-Westfalen Aufgrund verschiedener Änderungen in den Sprengvorschriften sowie der Neufassungen der nordrhein-westfälischen Bergverordnungen wurde der o. a. Ausbildungs- und Unterweisungsplan von der DMT-Fachstelle für Sprengwesen in Abstimmung mit der Bezirksregierung Arnsberg aktualisiert.
Mit Schreiben vom 07.05.2003 hat die Barbara Rohstoffbetriebe GmbH der Bezirksregierung Arnsberg gem. § 11 Abs. 3 BVOESSE den aktualisierten Plan angezeigt und bestätigt, dass die in ihrem Betrieb mit Sprengmitteln umgehenden Personen künftig nach diesem Plan ausgebildet und unterwiesen werden.
Der nachfolgend bekannt gemachte Plan ersetzt den "Plan für die Ausbildung zum Spreng-befähigten für die Erzbergwerke und für die Steine- und Erden- Betriebe" vom 7.1.1974 - 17.4-1-19 - sowie den "Plan für die Ausbildung und Unterweisung zur sprengbefähigten Aufsichtsperson (Sprengsteiger) für den Nichtkohlenbergbau" vom 21.3.1980 - 17.4-2-2 -, die damit gegenstandslos werden.
Plan für die Ausbildung und Unterweisungim Sprengwesen für den Nichtkohlenbergbauunter Tage
1. Ausbildung im Sprengwesen
1.1 Sprengsteiger und Befähigungsscheininhaber
1.2 Sprengbeauftragte
2. Unterweisung im Sprengwesen
2.1 Sprengsteiger und Befähigungsscheininhaber
Der Plan für die Ausbildung und Unterweisung im Sprengwesen nach § 11 Abs. 3 BVOESSE vom 1.6.1999 i. d. F. vom 21.12.2000 regelt in Verbindung mit § 37 der Ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz (1. SprengV) vom 23.06.1998 die Ausbildung zum- Sprengsteiger und Befähigungsscheininhaber - Sprengbeauftragten.
Darüber hinaus erfolgen nach dem vorliegenden Plan die regelmäßigen Unter-weisungen der- Sprengsteiger und Befähigungsscheininhaber,- Sprengbeauftragten.Es werden nur Personen ausgebildet, die die erforderliche Zuverlässigkeit besitzen. Der Nachweis der Zuverlässigkeit zur Erlangung eines Erlaubnisscheins nach § 7 Sprengstoffgesetz bzw. eines Befähigungsscheins nach § 20 Sprengstoffgesetz erfolgt durch Vorlage einer Unbedenklichkeitsbescheinigung, für die übrigen Personen durch Vorlage eines polizeilichen Führungszeugnisses.
Die Ausbildung und Unterweisung der Sprengsteiger und Sprengberechtigten wird von einer hierzu anerkannten Fachstelle oder einem anerkannten Sachverständigen geleitet. Die Ausbildung der Sprengberechtigten kann in Abstimmung mit der anerkannten Stelle auch vom Inhaber eines Befähigungsscheines nach § 20 Spreng-stoffgesetz, der vom Inhaber der für den betreffenden Betrieb geltenden Erlaubnis nach § 7 Sprengstoffgesetz bestimmt worden ist und dem Bergamt namhaft gemacht worden ist, geleitet werden. Bei der Ausbildung und Unterweisung werden erforder-lichenfalls weitere fachkundige Personen beteiligt.Der Bergbehörde wird Gelegenheit zur Teilnahme an den Ausbildungslehrgängen gegeben.An einer Ausbildung oder Unterweisung sollen nicht mehr als 20 Personen teilnehmen.Die Unterweisungen für alle betroffenen Personenkreise erfolgen in Zeitabständen von längstens drei Jahren. Für den Personenkreis der Sprengbeauftragten erfolgt nach längstens sechs Jahren eine weitere Prüfung der Zuverlässigkeit durch Vorlage eines neuen polizeilichen Führungszeugnisses.Jeder Ausbildung und Unterweisung soll eine Ruhezeit für die Teilnehmer von wenigstens acht Stunden vorausgehen.Der Leiter der Ausbildung hat dafür Sorge zu tragen, dass die Ausbildung nach diesem Plan durchgeführt wird und ihr Ziel erreicht. Hierzu hat er in Übereinstimmung mit dem zuständigen Bergamt geeignete Personen zu bestimmen, die die Ausbildung durchführen. Er hat über die planmäßige Ausbildung eines jeden Teilnehmers einen schriftlichen Nachweis zu führen.
Die Ausbildung schließt mit einer Prüfung ab. Über die erfolgreiche Teilnahme wird dem Bergwerksunternehmer und dem Teilnehmer eine gleichlautende Bescheinigung ausgehändigt.Die betrieblich erforderlichen jährlichen Unterweisungen durch Sprengsteiger sind nicht Gegenstand dieses Planes. 1. Ausbildung
1.1 Ausbildung zum Sprengsteiger und Befähigungsscheininhaber
1.1.1 VoraussetzungenZur Ausbildung zum Sprengsteiger werden nach Möglichkeit nur verantwortliche Personen mit sprengtechnischer Vorbildung benannt.
1.1.2 Ablauf der AusbildungDie Dauer der Ausbildung beträgt insgesamt 10 Ausbildungsschichten und beinhaltet eine schriftliche und eine praktische Prüfung. Die Ausbildung beinhaltet sieben Schichten theoretische Ausbildung einschließlich theoretischer Prüfung sowie zwei Schichten praktische Ausbildung unter Tage und eine Schicht praktische Prüfung.
Stoffplan- Aufgaben des Sprengsteigers- Gesetze, Verordnungen, Richtlinien, Betriebsanweisungen, sonstige Regelungen- Betriebsplan- und Erlaubnisverfahren- Sicherheit bei der Sprengarbeit- Sprengmittelwirtschaft, Führung des Verzeichnisses für explosionsgefährliche Stoffe, Abrechnung, Statistik- Organisationsformen der Sprengarbeit- Sprengtechnische Begriffe- Für den Bergbau zugelassene Sprengmittel und ihre Verwendung- Bohr- und Sprengtechnik- Sprengverfahren, Einbruchsarten, Ausführung der Sprengarbeit, sprengtechnische Richtwerte- Entwerfen von Sprengplänen und Leitsprengbildern- praktische Übungen unter Tage - im Sprengmittellager - in Sprengbetrieben - Sprengschwadenbeurteilung - Unfälle und besondere Vorkommnisse bei der Sprengarbeit- praktische Prüfung unter Tage
Ausbildung zum Sprengbeauftragten
Voraussetzungen An der Ausbildung dürfen nur Personen teilnehmen, deren Zuverlässigkeit überprüft worden ist. Die Anwärter müssen mindestens 21 Jahre alt sein und bei mindestens 20 Sprengungen als Helfer beschäftigt gewesen sein. 1.2.2 Theoretische AusbildungDie Dauer der theoretischen Ausbildung beträgt mindestens 18 Unterrichtsstunden an drei Arbeitstagen. Hierbei ist vorausgesetzt, dass die Anwärter in der Ersten Hilfe und in der Handhabung von Feuerlöschern ausgebildet sind. Andernfalls hat sich diese Ausbildung anzuschließen.
Die sicherheitlichen Belange sowie die besonderen Gegebenheiten des Bergbau-zweiges und Betriebes, in dem die Lehrgangsteilnehmer beschäftigt sind, sind angemessen zu berücksichtigen.
1.2.3. Stoffplan- Allgemeines Aufbau, Eigenschaften, Empfindlichkeiten und Wirkungsweisen der im Betrieb gebräuchlichen Sprengstoffe und Zündmittel sowie des Sprengzubehörs.- Bundesrechtliche und bergbehördliche Vorschriften für das Sprengwesen - Sprengtechnik- Sprengladungen Form, Aufbau (einschließlich Anordnung der Zündmittel), Lage, Anbringung und Wirkung.- Sprengverfahren Bohrlochsprengungen mit Einbruchsarten, schonendem Sprengen u. a. m., Knäpper- und Auflegersprengungen.- Sprengörter Sprengen im Abbau, in Streckenvortrieben und beim Schachtteufen.- Durchführung der Sprengarbeit Herrichten der Schlagpatrone, Laden der Bohrlöcher, Einbringen des Besatzes, Kuppeln, Zündung, Gefahr der Frühzündung (z. B. durch elektrostatische Aufladung, Streuströme, Funkverkehr), Absperren des Gefahrenbereiches, Einhalten von Wartezeiten, Sprengschwaden. Sicherungsarbeiten nach dem Sprengen, Behandeln von Sprengversagern. Auswirkung des Sprengens auf die Umgebung. Wetterführung im Bereich des Sprengortes. Sprengschwaden: Gefahren und deren Vermeidung bzw. Minimierung, Maßnahmen bei Schwadenvergiftung.- Nachweisführung Führung und Aufbewahrung des Nachweises über Erhalt und Verbrauch von Sprengmitteln.- Ursachen und Folgen des Unbrauchbarwerdens von Sprengstoffen und Zündmitteln, Erkennen von verdorbenen Sprengstoffen sowie beschädigten Zündmitteln.
1.2.4 Praktische AusbildungNach der theoretischen Ausbildung werden die Anwärter in Gruppen zu max. 3 Auszubildenden von der für die Sprengarbeit zuständigen verantwortlichen Person oder von einem von dieser bestimmten Sprengbeauftragten praktisch in der Sprengarbeit ausgebildet. Die Dauer der praktischen Ausbildung wird von dem zuständigen Bergamt festgelegt, sie beträgt jedoch mindestens 3 Schichten.
1.2.5 PrüfungJeder Lehrgang ist mit einer Prüfung abzuschließen. Diese gliedert sich in einen theoretischen und einen praktischen Teil.Die Prüfung wird vom Leiter der Ausbildung im Beisein je eines Vertreters des zuständigen Bergamtes und einer anerkannten Fachstelle für Sprengwesen durchgeführt.a) Theoretische Prüfung Die theoretische Prüfung ist im allgemeinen schriftlich, kann aber teilweise durch die Beantwortung mündlicher Prüfungsfragen ersetzt oder ergänzt werden.b) Praktische Prüfung Nach bestandener theoretischer Prüfung wird eine praktische Prüfung an einem geeigneten Betriebspunkt durchgeführt. Dafür werden Gruppen von höchstens sieben Anwärtern gebildet.Über das Ergebnis der Prüfung entscheidet der Leiter der Ausbildung nach Abstimmung mit dem Vertreter des Bergamtes und dem Vertreter der Fachstelle für Sprengwesen.
Unterweisung im Sprengwesen
2.1 Unterweisung der Sprengsteiger und Befähigungsscheininhaber
2.1.1 Ablauf der UnterweisungDie Dauer der Unterweisung beträgt eine Schicht. An einer Unterweisung sollen nicht mehr als 20 Personen teilnehmen.
2.1.2 Stoffplan- Neuerungen im Vorschriftenwesen und Regelwerk- Weiterentwicklungen der Sprengmittel und der Sprengtechnik- Unfälle und besondere Vorkommnisse bei der Sprengarbeit- Erfahrungsaustausch
2.2 Unterweisung der Sprengbeauftragten
2.2.1 Ablauf der UnterweisungDie Dauer der Unterweisung beträgt eine Schicht. An einer Unterweisung sollen nicht mehr als 20 Personen teilnehmen.
2.2.2 Stoffplan- Unfälle und besondere Vorkommnisse bei der Sprengarbeit- Neuentwicklungen auf dem Gebiet der Sprengmittel und der Sprengtechnik- Neuerungen im Vorschriftenwesen und im betrieblichen Regelwerk- Vertiefung von Ausbildungsinhalten
17.8-2005-10
Aufgrund verschiedener Änderungen in den Sprengvorschriften sowie der Neufassungen der nordrhein-westfälischen Bergverordnungen wurde der o.a. Ausbildungs- und Unter-
weisungsplan von der DMT-Fachstelle für Sprengwesen in Abstimmung mit der Bezirksregierung Arnsberg aktualisiert.
Mit Schreiben vom 05.Oktober 2005 hat die esco-european salt company GmbH & Co.KG der Bezirksregierung Arnsberg gem. § 11 Abs. 3 BVOESSE den aktualisierten Plan angezeigt und bestätigt, dass die in ihrem Betrieb mit Sprengmitteln umgehenden Personen künftig nach diesem Plan ausgebildet und unterwiesen werden. Bezirksregierung Arnsberg
PLAN FÜR DIE AUSBILDUNG UND NACHSCHULUNG IM SPRENGWESEN FÜR DAS STEINSALZBERGWERK BORTH UNTER TAGE
Inhaltsübersicht 0.	Allgemeines
1.	Ausbildung im Sprengwesen
1.1 Sprengtechnische Aufsichtspersonen
1.3 Sprenghelfer und Sprengmittelausgeber
2. Nachschulung
3. Jährliche Unterweisungen
Befähigungsschein: Die Fachkunde für Befähigungsscheininhaber kann durch die erfolgreiche Teilnahme an einem Lehrgang erworben werden, dessen Ausbildungsplan aufgrund landesrechtlicher Vorschriften nach § 37 der 1.Spreng V anerkannt wurde, oder durch eine erfolgreiche Teilnahme an einem staatlichen anerkannten Lehrgang nach § 32 der 1.Spreng V.
Der Plan für die Ausbildung und Nachschulung im Sprengwesen nach § 11 Abs. 3 BVOESSE vom 1.6.1999 i. d. F. vom 21.12.2000 regelt in Verbindung mit § 37 der Ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz (1. SprengV) in der zur Zeit gültigen Fassung die Ausbildung für
sprengtechnische Aufsichtspersonen
Sprenghelfer und Sprengmittelausgeber
Darüber hinaus erfolgen nach dem vorliegenden Plan die regelmäßigen Nachschulungen der
sprengtechnischen Aufsichtspersonen sowie
Sprengbeauftragten.
Es werden nur Personen ausgebildet, die die erforderliche Zuverlässigkeit und die persönliche Eignung besitzen. Der Nachweis der Zuverlässigkeit erfolgt durch Vorlage einer Unbedenk-
lichkeitsbescheinigung. Die Ausbildung und Nachschulung der sprengtechnischen Aufsichts-
personen und Sprengbeauftragten wird von einer hierzu anerkannten Fachstelle oder einem anerkannten Sachverständigen geleitet. Bei der Ausbildung wird der Befähigungsscheininhaber beteiligt. Die Ausbildung der Sprenghelfer und Sprengmittelausgeber wird vom Befähigungs-
scheininhaber durchgeführt. Eine Nachschulung ist für diesen Personenkreis nicht notwendig. Der Bergbehörde wird Gelegenheit zur Teilnahme an den Ausbildungslehrgängen gegeben.
An einer Ausbildung oder Nachschulung sollen nicht mehr als 20 Personen teilnehmen. Die Nachschulungen für alle betroffenen Personenkreise erfolgen in Zeitabständen von längstens fünf Jahren.
Nach längstens fünf Jahren erfolgt eine weitere Prüfung der Zuverlässigkeit durch Vorlage einer neuen Unbedenklichkeitsbescheinigung. Jeder Ausbildung und Nachschulung soll eine Ruhezeit für die Teilnehmer von wenigstens acht Stunden vorausgehen.
Der Leiter der Ausbildung und Nachschulung hat dafür Sorge zu tragen, dass die Ausbildung nach diesem Plan durchgeführt wird und ihr Ziel erreicht. Hierzu hat er in Übereinstimmung mit dem zuständigen Bergamt geeignete Personen zu bestimmen, die die Ausbildung und Nachschulung durchführen. Er hat über die planmäßige Ausbildung und Nachschulung eines jeden Teilnehmers einen schriftlichen Nachweis zu führen. Die Ausbildung schließt mit einer Prüfung ab. Bei der Nachschulung erfolgt nur eine mündliche Überprüfung der erlangten Fachkenntnisse. Über die erfolgreiche Teilnahme an Prüfungen und Nachschulungen werden dem Bergwerksunternehmer sowie dem Teilnehmer gleichlautende Bescheinigungen ausgehändigt.
1.1	Sprengtechnische Aufsichtspersonen
Zur Ausbildung zur sprengtechnischen Aufsicht werden nur verantwortliche Personen mit sprengtechnischer Vorbildung benannt. Hierbei ist vorausgesetzt, dass die Anwärter in der Ersten Hilfe und in der Handhabung von Feuerlöschern ausgebildet sind.
Die Dauer der Ausbildung beträgt insgesamt 10 Ausbildungsschichten und beinhaltet eine schriftliche und eine praktische Prüfung. Die Ausbildung beinhaltet sieben Schichten theoretische Ausbildung einschließlich theoretische Prüfung sowie zwei Schichten praktische Ausbildung unter Tage und eine Schicht praktische Prüfung. Die praktische Prüfung wird gruppenweise durchgeführt.
1.1.3 Ausbildungsinhalt
Aufgaben der sprengtechnischen Aufsichtspersonen
Gesetze, Verordnungen, Richtlinien, Betriebsanweisungen, sonstige Regelungen
Betriebsplan- und Erlaubnisverfahren
Sicherheit bei der Sprengarbeit
Sprengmittelwirtschaft, Führung des Verzeichnisses für explosionsgefährliche Stoffe,
Organisationsformen der Sprengarbeit
Für den Bergbau zugelassene Sprengmittel und ihre Verwendung Bohr- und Sprengtechnik
Sprengverfahren, Einbruchsarten, Ausführung der Sprengarbeit, sprengtechnische Richtwerte
Entwerfen von Sprengplänen und Leitsprengbildern
1.1.3 praktische Ausbildung unter Tage
im Sprengmittellager
in Sprengbetrieben
Sprengschwadenbeurteilung
Unfälle und besondere Vorkommnisse bei der Sprengarbeit
1.2.1 Voraussetzung
Die Anwärter müssen mindestens 21 Jahre alt sein und bei mindestens 20 Sprengungen als Helfer mitgewirkt haben. Hierbei ist vorausgesetzt, dass die Anwärter in der Ersten Hilfe und in der Handhabung von Feuerlöschern ausgebildet sind.
Die Dauer der Ausbildung beträgt 5 Ausbildungsschichten. Die Ausbildung beinhaltet 3 Schichten Theorie, 2 Schichten Prüfung, davon eine Schicht theoretische und eine Schicht praktische Prüfung.
1.2.3	Ausbildungsinhalt
Aufbau, Eigenschaften, Empfindlichkeiten und Wirkungsweisen der auf der Grube gebräuchlichen Sprengstoffe und Zündmittel sowie des Sprengzubehörs.
Bergbehördliche Vorschriften Sprengtechnik
Sprengladungen - Form, Aufbau (einschließlich Anordnung der Zündmittel), Lage, Anbringung und Wirkung
Sprengverfahren - Bohrlochsprengungen mit Einbruchsarten, schonendem Sprengen u.a.m. Knäpper- und Auflegersprengungen
Sprengörter - Sprengen im Abbau, in Streckenvortrieben und beim Schachtteufen
Durchführung der Sprengarbeit - Herrichten der Schlagpatrone, Laden der Bohrlöcher, Besatz einbringen, Kuppeln, Zündung, Gefahr der Frühzündung, (z.B. durch elektrostatische Aufladung, Streuströme, Funkverkehr), Absperren des Gefahrenbereiches, Einhalten von Wartezeiten, Sprengschwaden.
Sicherheitsarbeiten nach dem Sprengen, Behandeln von Sprengversagern Auswirkung der Sprengung auf die Umgebung Wetterführung im Bereich des Sprengortes
Gefahren bei Sprengschwaden und deren Beseitigung, Maßnahmen bei Schwadenvergiftung
Führung und Aufbewahrung des Nachweises über Erhalt und Verbrauch von Sprengmitteln
Unbrauchbare Sprengmittel - Ursachen und Folgen des Unbrauchbarwerdens von Sprengstoffen und Zündmitteln
Erkennen von verdorbenen Sprengstoffen sowie beschädigten Zündmitteln
1.2.4 praktische Ausbildung unter Tage
1.2.5 Prüfung
Die theoretische Prüfung ist im Allgemeinen schriftlich, kann aber teilweise durch die Beantwortung mündlicher Prüfungsfragen ersetzt oder ergänzt werden.
Nach bestandener theoretischer Prüfung wird eine praktische Prüfung an einem geeigneten Betriebspunkt durchgeführt. Dafür werden Gruppen von max. 7 Anwärtern gebildet. Eine Wiederholung der Prüfung ist höchstens einmal zulässig.
1.3.1.1 Voraussetzungen
Die Anwärter müssen mindestens 21 Jahre alt sein. Hierbei ist vorausgesetzt, dass die Anwärter in der Ersten Hilfe und in der Handhabung von Feuerlöschern ausgebildet sind.
1.3.2	Praktische Ausbildung
Zukünftige Sprenghelfer erlangen praktische Grundkenntnisse im Umgang mit Sprengmitteln durch die Mitwirkung bei der Sprengarbeit vor Ort. Diese beträgt min. 20 Schichten.
Dabei werden sie bei der Ausführung ihrer praktischen Sprengarbeit vom Befähigungs-
scheininhaber oder dessen Stellvertreter beobachtet und anschließend beurteilt.
Zukünftige Sprengmittelausgeber sollen als Voraussetzung zumindest ausgebildete Sprenghelfer sein und vom Sprengmittelausgeber in der Führung des Sprengmittellagers eingewiesen und abschließend vom Befähigungsscheininhaber beurteilt werden.
1.3.3 Theoretische Ausbildung
Diese beträgt eine Schicht, mindestens aber 6 Stunden. Themenstoff ist der Inhalt der Dienstanweisung für Sprengbeauftragte und Sprenghelfer, sowie der allgemeine praktische Umgang mit Sprengmitteln im Betrieb. Sprengmittelausgeber erhalten zusätzlich die Dienstanweisung für Sprengmittelausgeber. Zum Abschluss erfolgt eine mündliche Abfrage der erworbenen Fachkenntnisse durch den Befähigungsscheininhaber oder dessen Stellvertreter.
2.1	Ablauf der Nachschulung
Die Dauer der Nachschulung beträgt eine Schicht. An einer Nachschulung sollen nicht mehr als 20 Personen teilnehmen.
2.1.1	Stoffplan
Neuerungen im Vorschriftenwesen und Regelwerk
Weiterentwicklung der Sprengmittel und der Sprengtechnik
Unfälle und besondere Vorkommnisse bei der Sprengarbeit Erfahrungsaustausch
Vertiefung von Ausbildungsinhalten
Überprüfung der Fachkenntnisse
3.	Jährliche Unterweisung
Die betrieblichen jährlichen Unterweisungen für die in der Sprengarbeit tätigen Personen werden vom Befähigungsscheininhaber durchgeführt.