Source: http://schwachstellenforschung.de/de/legal/
Timestamp: 2018-03-24 04:12:08
Document Index: 387816553

Matched Legal Cases: ['§202', '§202', '§149', '§ 202', '§ 202', '§ 202']

Da Ende Mai 2007 der sogenannte Hackerparagraph §202c "Vorbereiten des Ausspähens und Abfangens von Daten" des deutschen Strafgesetzbuches (StGB) verabschiedet wurde, bedeutet dies, dass Penetration Tests nur nach Abschluss einer schriftliche Vereinbarung durchgeführt werden können.
Hier die Betroffenen Auszüge aus dem StGB sowie unsere Erklärung am Ende der Seite:
Unter §202c gibt es noch einen Verweis auf den Paragraphen §149 "Vorbereitung der Fälschung von Geld und Wertzeichen"
Somit geben wir folgende Erklärung ab:
Wir setzten Softwaretools nur zur Erforschung der Schwachstellen ein
Die überprüfung der Kundensysteme findet nur nach einer unterschriebenen Einverständniserklärung beider Parteien statt
Eingesetzte Software wird:
- Namentlich nicht genannt
- nicht weitergeben oder anderen zur Verfügung gestellt
- bei Nicht-Verwendung verschlüsselt gespeichert
Durch gefundene und mitgeteilte Sicherheitslöcher und die zeitnahe Beseitigung derselben, verminden wir das Risiko dass Straftaten von Dritten durchgeführt werden können
Zusätzlich beziehen wir uns auf den Beschluss vom 18.5.2009 2 BvR 2233/07
"Da das Unternehmen, für das der Beschwerdeführer arbeitet, im Auftrag und somit im Einverständnis mit den über die überprüften Computersysteme Verfügungsberechtigten tätig wird, fehlt es am Tatbestandsmerkmal des .unbefugten. Handelns im Sinne des § 202a oder § 202b StGB. Vielmehr liegt ein Handeln zu einem legalen Zweck vor; hierbei dürfen nach dem insofern eindeutigen und durch die Entstehungsgeschichte wie die einschlägige Bestimmung des übereinkommens des Europarats über Computerkriminalität bekräftigten Wortlaut des § 202c Abs. 1 Nr. 2 StGB grundsätzlich auch Schadprogramme, deren objektiver Zweck in der Begehung von Computerstraftaten liegt, beschafft oder weitergegeben werden"