Source: http://www.jurablogs.com/2010/10/25/bgh-einsatz-kabels-schlinge-rahmen-vorgetaeuschten-strangulation-gefaehrliche
Timestamp: 2016-10-22 13:54:36
Document Index: 375805017

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 224', '§ 224', 'BGH', '§ 224', '§ 224', '§ 224', 'BGH', '§ 244', '§ 250', 'BGH', '§ 229', '§ 611']

BlogsJuraexamen.infoOktober 2010BGH: Einsatz eines Kabels als Schlinge im Rahmen einer vorgetäuschten Strangulation als gefährliche Körperverletzung?In einem Beschluss vom 12. Januar 2010 (BGH 4 StR 589/09) hat der BGH entschieden, dass der Einsatz eines Kabels als Schlinge für eine vorgetäuschte Strangulation keine gefährliche Körperverletzung i.S.d. § 224 Abs. 1 Nr. 2, Nr. 5 StGB darstellt. Die Entscheidung eignet sich dafür, die Voraussetzungen der gefährlichen Körperverletzung mittels eines gefährlichen Werkzeuges noch einmal zu wiederholen.Sachverhalt A legte der vor dem Computer sitzenden K ein etwa ein Meter langes Elektrokabel locker um den Hals, ohne es allerdings zuzuziehen und ohne dass das Kabel mit ihrem Hals in Berührung kam. Er wollte ihr lediglich einen heftigen Schrecken einjagen. Die K bemerkte das Kabel, ergriff es von oben mit beiden Händen und zog es mit einem heftigen Ruck dem Angeklagten aus der Hand, so dass es auf den Fußboden fiel. Spätestens jetzt rief der A: “Ich bringe dich um.” Die K, der es im weiteren Verlauf gelang, den A aus dem Zimmer zu drängen und in die Küche zu flüchten, erlebte Todesängste, verspürte eine Beklemmung und litt noch geraume Zeit nach der Tat unter Angstzuständen. Wie hat sich A strafbar gemacht?Entscheidung Schwerpunkt dieser Entscheidung war die Frage, ob sich der A wegen gefährlicher Körperverletzung strafbar gemacht hat, indem er der K das Elektrokabel um den Hals legte.Gefährliche Körperverletzung i.S.d. § 224 Abs. 1 Nr. 2 StGB: „mittels eines gefährlichen Werkzeugs“? Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist ein gefährliches Werkzeug jeder bewegliche Gegenstand, der nach seiner objektiven Beschaffenheit und nach der Art seiner Benutzung im konkreten Einzelfall geeignet ist, erhebliche Körperverletzungen herbeizuführen. Bereits diese Eignung erscheint hier zweifelhaft. Zwar kann ein Kabel, wenn es zum Würgen eingesetzt wird, nach seiner Beschaffenheit und der konkreten Verwendung erhebliche Verletzungen herbeiführen ...Zum vollständigen Artikel137 LeserBurhoff online Blog:Der BGH und das Schlagen mit einem Gürtel….106 LeserBurhoff online Blog:… der Schlag mit dem Messergriff an den Kopf – gefährliche Körperverletzung?180 LeserJuraeinmaleins.de - Gemeinsam das Studium bewäl...:Schema: Gefährliche Körperverletzung, § 224 StGB8 verwandte ArtikelGefährliche Körperverletzung mittels eines gefährlichen Werkzeugs i.S.d. § 224 Abs. 1 Nr. 2 StGB, wenn Reißzwecken unter die Fersen geklebt
werden und das Opfer stundenlang auf vorderen Fußballen stehen muss?Gefährliche Körperverletzung, § 224 I Nr. 2 Alt. 2 StGBBGH Beschluss (4 StR 359/08) zu § 244 Abs. 1 Nr. 1b StGBK.O.-Tropfen als gefährliches Werkzeug i.S.d. § 250 II Nr. 1 StGBGefährliches Werkzeug: Nicht der KopfAktuelles BGH Urteil: Die Selbsthilfe gem. § 229 BGB als RechtfertigungsgrundDas Kraftfahrzeug ein/als gefährliches WerkzeugEin „alter Hut“: Der Tritt mit dem beschuhten FußÜber den ArtikelVeröffentlicht October 25, 2010 11:28am im Blog Juraexamen.info.KategorienStrafrechtThemenStrafrecht, Bgh, Strafrecht Bt, Rte, Schwerpunkt, Kabel, Hals, Bgh Urteil Strafrecht, Aktuelle Rechtsprechung Strafrecht, Bgh Entscheidung StrafrechtTäglich juristische Top-MeldundenMehr Informationen zum NewsletterTop-MeldungenWeiteresGesetzgeber definiert nun den „Arbeitnehmerbegriff“ im neuen § 611a BGBvon Arbeitsrecht & Mediation BerlinDie Black Friday-Marke: Ist denn der Sale nicht für alle da?von IT-Recht KanzleiPrüfling fährt mit dem Auto zur Führerscheinprüfungvon Justillon - kuriose RechtsnachrichtenWie bitte ?von Nozar Blog ... Alltag eines AnwaltesWie originell! – Kein Weiterverkauf von „Sicherungskopien“von IT-Recht KanzleiAls nächstes lesen - bislang 57 Leser:Nah dran ist nicht vorbei: Zur Verwechslungsgefahr der Volks-Marke