Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OLG%20Celle&Datum=08.05.2003&Aktenzeichen=6%20U%20208/02
Timestamp: 2019-05-22 17:58:37
Document Index: 297186628

Matched Legal Cases: ['Art. 3', '§ 2303', '§ 531', 'Art. 3', '§ 531', '§ 531']

OLG Celle, 08.05.2003 - 6 U 208/02 - dejure.org
https://dejure.org/2003,1587
OLG Celle, 08.05.2003 - 6 U 208/02 (https://dejure.org/2003,1587)
OLG Celle, Entscheidung vom 08.05.2003 - 6 U 208/02 (https://dejure.org/2003,1587)
OLG Celle, Entscheidung vom 08. Mai 2003 - 6 U 208/02 (https://dejure.org/2003,1587)
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Klage des Pflichtteilsberechtigten gegen die Testamentserben: Berechnung des Pflichtteilsanspruchs bei Nachlassspaltung hinsichtlich eines in den USA belegenen Grundstücks und Rechtsfolgen einer Unwirksamkeit der letztwilligen Verfügung nach ausländischem Recht; Nichtberücksichtigung neuer Tatsachen im Berufungsverfahren; Revisionszulassung
EGBGB Art. 3, 25; BGB §§ 2303, 2087; ZPO § 531
Nachlassspaltung bei Grundstücken in der USA; Pflichtteil bei
Verechnung des Pflichtteilsanspruch und Nachlassspaltung bei ausländischen Vermögensteilen - Berücksichtigung neuer Tatsachen im Berufungsverfahren
Zusammenfassung von "Keine Berücksichtigung eines in Florida belegenen Grundstücks für den Pflichtteilsanspruch" von FA FamR une FAStR Manfred Eichinger, Fürth, original erschienen in: ZEV 2003, 513 - 514.
FamRZ 2003, 1876
Das Landgericht hat der Klage in vollem Umfang stattgegeben; auf die Berufung der Beklagten wurde die Verurteilungssumme auf 35.454,96 EUR herabgesetzt (vgl. das u.a. in FamRZ 2003, 1876 veröffentlichte Berufungsurteil).
Eine Angleichung wegen eines Normenmangels ist nur zur Schließung einer Lücke geboten, die durch die parallele Anwendung verschiedener Rechtsordnungen auf einen Fall entstehen kann (vgl. OLG Celle FamRZ 2003, 1876 ff; BayObLG, BayObLGZ 1980, 276 ff;… vgl. auch Palandt/Heldrich, BGB, 64. Aufl., Einl. Art. 3 EGBGB Rdn. 32).
Teilweise wird vertreten, dass neue unstreitige Angriffs- und Verteidigungsmittel im Berufungsverfahren nur unter den Voraussetzungen des § 531 Abs. 2 ZPO zuzulassen sind (vgl. OLG Oldenburg, NJW 2002, 3556; OLG Nürnberg, Urteil vom 16.10.2002, 4 U 1404/02; OLG Celle, Urteil vom 08.05.2003, 6 U 208/02).
Ob § 531 Abs. 2 ZPO der Zulassung unstreitigen Vorbringens in der Berufungsinstanz entgegensteht, wird in Rechtsprechung und Literatur unterschiedlich gesehen (dagegen OLG Oldenburg, NJW 2002, 3556 [3557]; OLG Celle, Urteil vom 8. Mai 2003, 6 U 208/02 - Revision ist zugelassen; Zöller/.
Eine Verpflichtung des Berufungsgegners zur Gegenäußerung besteht nicht, und unterlässt er sie - wie vorliegend - so kann neues Vorbringen der Berufung oder der Stellungnahme jedenfalls in diesem Verfahrensstadium nicht unstreitig werden (…OLG Oldenburg a.a.O.; OLG Celle, Urteil vom 8.5.2003, 6 U 208/02; OLG Koblenz, Urteil vom 20.11.2003, 7 U 599/03, juris).