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Timestamp: 2016-10-28 21:55:23
Document Index: 121981827

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 126', 'Art. 47', 'Art. 47', 'Art. 8', 'Art. 109', 'Art. 109', 'Art. 66', 'Art. 68']

{T 0/2 } 2C_859/2014 � � Urteil vom 2. Oktober 2014
A.________, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Bernhard Zollinger,
1.1.�A.________ (geb. 1970) stammt aus Serbien, wo er aus einer ersten Ehe zwei Kinder hat (geb. 1997 und 2001). Am 6. Februar 2004 heiratete er eine hier niederlassungsberechtigte Landsfrau (geb. 1958). Am 4. M�rz 2009 wurde ihm die Niederlassungsbewilligung erteilt; am 18. Mai 2011 ist die Ehe geschieden worden.
1.2.�Am 30. Juli 2013 �bertrug das Amtsgericht Krusevac die elterliche Sorge �ber die in Serbien verbliebenen Kinder auf A.________. Das Migrationsamt des Kantons Z�rich wies sein Gesuch am 2. Dezember 2013 ab, die Kinder in die Schweiz nachziehen zu k�nnen.
1.3.�Die kantonalen Rechtsmittel blieben ohne Erfolg. A.________ beantragt vor Bundesgericht, das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich vom 23. Juli 2014 aufzuheben und den Familiennachzug zu gestatten.
2.2.�Willk�r liegt nicht bereits dann vor, wenn eine andere Sicht ebenfalls vertretbar oder sogar zutreffender erscheint, sondern nur, wenn sich die vorinstanzliche Beurteilung als offensichtlich unhaltbar erweist, mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt bzw. in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft (BGE 134 I 140 E. 5.4 S. 148 mit Hinweisen). Auf rein appellatorische Kritik an der Sachverhaltsermittlung und an der Beweisw�rdigung geht das Bundesgericht nicht weiter ein (BGE 136 II 101 E. 3 S. 104 f.). Der Beschwerdef�hrer wiederholt weitgehend, was er bereits im kantonalen Verfahren vorgebracht hat; mit den Ausf�hrungen dazu im angefochtenen Entscheid setzt er sich nur am Rande auseinander.
3.1.�Soweit seine Ausf�hrungen den gesetzlichen Begr�ndungsanforderungen gen�gen, erweist sich die vorinstanzliche Beweisw�rdigung nicht als offensichtlich unhaltbar; auch ist keine andere Verletzung von Bundesrecht erkennbar (vgl. zum Familiennachzug: THOMAS HUGI YAR, Von Trennungen, H�rtef�llen und Delikten - Ausl�nderrechtliches rund um die Ehe- und Familiengemeinschaft, in: Achermann et al. [Hrsg.], Jahrbuch f�r Migrationsrecht 2012/2013, Bern 2013, S. 31 ff, dort S. 42 ff.; Urteil 2C_888/2011 vom 20. Juni 2012 E. 2 u. 3; BGE 137 II 393 ff.) : Der Beschwerdef�hrer hat am 12. August 2013 um den Nachzug seiner beiden S�hne aus erster Ehe ersucht; da das Familienverh�ltnis bereits vor Inkrafttreten des Ausl�ndergesetzes bestand, h�tte der Nachzug innert einem Jahr ab dem 1. Januar 2008 erfolgen m�ssen (Art. 126 Abs. 3 AuG). Ab dem 4. M�rz 2009 verf�gte der Beschwerdef�hrer �ber die Niederlassungsbewilligung, dennoch ersuchte er erst am 12. August 2013 und damit deutlich �ber einem Jahr nach Erhalt dieser Bewilligung darum, seine Kinder in die Schweiz nachziehen zu k�nnen; im �brigen besass er bereits seit seiner Heirat mit einer niederlassungsberechtigten Landsfrau im Jahr 2004 ein gesichertes Anwesenheitsrecht, welches ihm einen Nachzug erm�glicht h�tte.
3.2.�Die Kinder sind bei der Scheidung der ersten Ehe unter die elterliche Sorge der Mutter gestellt worden. Es kommt nach dem schweizerischen Ausl�nderrecht nicht darauf an, dass die serbischen Beh�rden das Sorgerecht erst am 30. Juli 2013 auf den Vater �bertragen haben. Soweit der Beschwerdef�hrer geltend macht, er habe sich das Sorgerecht erst erstreiten m�ssen, belegt er dies nicht weiter; es ist nicht ersichtlich und wird von ihm nicht dargetan, warum ihm nicht fr�her m�glich war, das Sorgerecht zu erhalten. Dieses ist am 15. Juli 2002 der Mutter der Kinder �bertragen worden; dass er bis am 30. Juli 2013 darum auf dem Rechtsweg h�tte streiten m�ssen, ist wenig wahrscheinlich. Beim Nachzugsgesuch des Beschwerdef�hrers am 12. August 2013 waren die Nachzugsfristen gem�ss Art. 47 AuG f�r beide Kinder abgelaufen. Infrage kam deshalb nur noch ein nachtr�glicher Familiennachzug im Rahmen von Art. 47 Abs. 4 AuG, wof�r wichtige Gr�nde erforderlich waren.
3.3.�Die Vorinstanz durfte das Vorliegen solcher verneinen, ohne Bundesrecht zu verletzen: Der Beschwerdef�hrer lebte w�hrend �ber zehn Jahren bewusst von seinen Kindern getrennt und pflegte die Beziehungen zu ihnen telefonisch und besuchsweise �ber die Grenzen hinweg. Zudem unterst�tzte er seine Kinder mit Zahlungen in die Heimat. In diesem Umfang kann er die Kontakte zu den beiden S�hnen weiter pflegen. Der �ltere Sohn steht heute kurz vor seiner Vollj�hrigkeit und dem Berufsleben in der Heimat, der j�ngere ist zwar erst rund 13-j�hrig, w�rde aber durch den nachtr�glichen Familiennachzug aus seinem sozialen Umfeld gerissen und von seiner Mutter und dem Grossvater, die sich bisher um ihn gek�mmert haben, und von seinem Bruder getrennt. Der Beschwerdef�hrer bringt nichts vor, was geeignet ist, die Einsch�tzung der Vorinstanz, dass der Grossvater zwar gesundheitliche Probleme habe, diese aber nicht derart gravierend erscheinen, dass eine Betreuung im bisherigen Rahmen durch ihn und den erweiterten Verwandtenkreis nicht mehr m�glich w�re, als offensichtlich unhaltbar erscheinen liesse, zumal sich die Mutter weiterhin in Serbien aufh�lt und nicht dargetan ist, dass diese die Kinder nicht mehr betreuen kann, nachdem sie das bis Mitte Juni 2009 getan hat, bevor die Kinder im Einverst�ndnis aller Beteiligten beim Grossvater untergebracht wurden. Unter diesen Umst�nden kann der Beschwerdef�hrer nichts aus Art. 8 EMRK ableiten: Es wird ihm nicht verunm�glicht, sein Familienleben wie bisher - von ihm freiwillig so gestaltet - zu leben; eine Besserstellung nach nationalem Recht besteht aus Gr�nden einer m�glichst schnellen und reibungslosen Integration in die hiesigen Verh�ltnisse nur im Rahmen des fristgerechten Nachzugs.
4.1.�Die Beschwerde erweist sich, soweit sie �berhaupt hinreichend begr�ndet wird, als offensichtlich unbegr�ndet und kann ohne Weiterungen im Verfahren nach Art. 109 BGG erledigt werden. Erg�nzend wird auf die Darlegungen im angefochtenen Entscheid verwiesen (Art. 109 Abs. 3 BGG).
4.2.�Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend hat der unterliegende Beschwerdef�hrer die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Es sind keine Parteientsch�digungen geschuldet (Art. 68 Abs. 3 BGG).