Source: http://schmerzpsychotherapie.net/Ausb-Ord/ausb-ord.html
Timestamp: 2018-06-20 18:31:21
Document Index: 383147017

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 5', '§ 3', '§1', '§ 4', '§ 5', '§1', '§ 6', '§1', '§ 6', '§ 7']

Ausb-Ord
Deutsche Gesellschaft für Psychologische Schmerztherapie und -forschung e. V. (DGPSF)
Deutsche Schmerzgesellschaft e.V. (vormals DGSS)
Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie e.V. (DGS)
Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft e. V. (DMKG)
Psychologische Psychotherapie beinhaltet einen Kanon von Störungstheorien, Diagnose- und Behandlungsverfahren, der auch bei Schmerzpatienten anwendbar ist, soweit bei ihnen nach internationalen Klassifikationskriterien psychische Störungen bedeutsam sind. Intensive akute wie auch chronische Schmerzen führen jedoch häufig zu neuronalen und psychischen Veränderungen, die das Schmerzempfinden langfristig intensivieren und unerwünschte (dysfunktionale) psychosoziale Veränderungen nach sich ziehen. Um auch bei Patienten mit vorwiegend körperlichen Beschwerden die intrapsychischen und interaktionellen Aspekte ihrer Erkrankung schmerztherapeutisch stärker nutzen zu können, sind im Rahmen der psychologischen Schmerztherapie spezielle, interdisziplinär ausgerichtete Methoden der Schmerzdiagnostik und Schmerztherapie entwickelt worden. Sie haben sich in zahlreichen wissenschaftlich kontrollierten Studien als effektiv erwiesen und ihren festen Platz in der Versorgung von Patienten mit ausreichend körperlich und vermutlich neuroplastisch, behavioral oder psychodynamisch begründbaren Schmerzen gefunden. Der Beitrag psychologischer Erkenntnisse zur speziellen Schmerz-Psychotherapie soll zur psychotherapeutischen Arbeit mit dieser Klientel zusätzlich qualifizieren und die fachlichen Grundlagen für wissenschaftliche anerkannte Methoden vertiefen, die zur Verhinderung von Chronifizierungsprozessen geeignet sind.
Zur Verbesserung der Versorgung von Schmerzpatienten durch Psychotherapeuten haben die Deutsche Gesellschaft für Psychologische Schmerztherapie und -forschung (DGPSF), die Deutsche Schmerzgesellschaft, die Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie (DGS) und die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) die nachfolgenden Richtlinien für die Fort-/Weiterbildung in psychologischer Schmerzbehandlung erarbeitet.
Die Bestätigung der Fort-/Weiterbildung in psychologisch begründeter Schmerztherapie durch ein DGPSF/Deutsche Schmerzgesellschaft/DGS/DMKG-Zertifikat ,„Spezielle Schmerzpsychotherapie“ erfolgt erst nach Abschluss der psychologischen Psychotherapieausbildung bzw. der einschlägigen Facharztweiterbildung.
§ 2 Weiterbildungsziele
Ziel der Fort-/Weiterbildung ist die Erlangung der psychotherapeutischen Fachkompetenz in der Anwendung von psychologisch fundierten schmerztherapeutischen Maßnahmen. Dies setzt die Teilnahme an einem von der Prüfungskommission (§ 5) anerkannten Curriculum und die Ableistung einer praktischen Weiterbildungszeit in einer ebenfalls hierdurch anerkannten Weiterbildungsstätte voraus.
Die Fort-/Weiterbildung soll Kenntnisse und Kompetenzen für eine wissenschaftlich fundierte psychologische Diagnostik und Therapie bei Patienten mit Schmerzen vermitteln. Weiter soll sie die Bereitschaft und Fähigkeit zur Kommunikation und Kooperation mit anderen in der Versorgung tätigen Berufsgruppen (z.B. Ärzten, Psychologen, Physiotherapeuten, Sozialarbeitern) fördern. Die Fort-/Weiterbildung soll für unterschiedliche wissenschaftlich anerkannte Psychotherapien offen sein.
§ 3 Ausbildungsstruktur
Die Fort-/Weiterbildung in Spezieller Schmerzpsychotherapie umfasst
den Erwerb von Kenntnissen über
die bio-psycho-sozialen Grundlagen des Schmerzes, insbesondere des chronischen Schmerzes einschließlich Nozizeption, Schmerzinformationsverarbeitung, Chronifizierungsmechanismen und Pharmakotherapie im Umfang von 16 Unterrichtsstunden,
die Fallkonzeption einschließlich Anamnese, Diagnostik, Klassifikation und Dokumentation, Therapieplanung und -evaluation im Umfang von acht Unterrichtsstunden,
psychologische Interventions-/Präventionskonzepte und –verfahren, insbesondere edukative, psychophysiologische, kognitive, verhaltensbezogene sowie emotions- und konfliktbezogene Interventionen im Umfang von 32 Unterrichtsstunden,
chronische Schmerzsyndrome und ihre spezifischen Behandlungsmethoden (einschließlich: Kopf-, Gesichts- und Rückenschmerzen, Tumorschmerzen, viszeraler Schmerzen, Schmerzen bei rheumatischen und neuropathischen Erkrankungen, somatoformer Störungen und altersabhängiger Schmerzsyndrome) im Umfang von 24 Unterrichtsstunden.
Die Kenntnisse werden innerhalb eines insgesamt 80 Unterrichtstunden umfassenden Curriculums "Spezielle Schmerzpsychotherapie; Fort-/Weiterbildung" angeboten. Pro Tag werden maximal acht, pro Woche höchstens 40 Unterrichtsstunden angerechnet. Alle Teilnehmer müssen die Voraussetzungen nach §1(3) erfüllen.
die praktisch klinische Tätigkeit in der Versorgung von Schmerzpatienten. Diese Tätigkeit kann entweder durch Mitarbeit in oder durch enge Kooperation mit Institutionen erfolgen, die in die Versorgung von Patienten eingebunden sind, deren Erkrankungsbild durch chronische Schmerzen bestimmt ist oder bei deren Erkrankung der Schmerz als Folge- oder Begleiterscheinung eine wesentliche Rolle spielt. In diesen Einrichtungen soll bereits ein zur Schmerztherapie qualifizierter Psychotherapeut tätig sein. Im Rahmen der Fort-/Weiterbildung ist die regelmäßige Teilnahme an interdisziplinären Schmerzkonferenzen erforderlich.
die Durchführung und Dokumentation von klinisch-psychologischer Anamnese, Diagnostik und Behandlung chronischer Schmerzpatienten unter Supervision.
§ 4 Weiterbildungsinhalte
1) Interdisziplinäre Grundlagen, bzw. Grundkenntnisse
neuroanatomische, physiologische und biochemische Grundlagen des Schmerzes und des Schmerzerlebens
kognitive, emotionale, verhaltensbezogene und psychodynamische Grundlagen der Schmerzreaktion und Schmerzmodulation sowie deren Interaktion
funktionelle Aspekte von Schmerzempfindung, -verhalten sowie von Schmerzausdruck und –kommunikation
individuelle Entwicklungsverläufe, die das spätere Auftreten von Schmerzstörungen fördern können
ätiologische und funktionelle Einflüsse psychischer und somatischer Komorbiditäten
soziale und interkulturelle Grundlagen des Schmerzes und des Umgangs mit Schmerz,
Erkrankungen und körperliche Erfahrungen, die zu chronischen Schmerzen führen können
Grundkenntnisse in medizinischer Diagnostik und medizinischen Interventionsverfahren bei Schmerzen einschließlich Pharmakotherapie des Schmerzes
Grundkenntnisse der Physiotherapie und anderer körperbetonter Verfahren bei Schmerzzuständen
Verfahren der Qualitätssicherung.
2) Psychologische Schmerzdiagnostik
Hierzu zählen insbesondere Verfahren zur Selbstbeobachtung schmerzrelevanten Verhaltens und Erlebens, schmerz-anamnestische und biographische Verfahren (strukturierte Interviews), Fragebögen zur Erfassung subjektiver Schmerz- und Krankheitsüberzeugungen, quantitative und qualitative Verfahren zur Schmerzmessung, Fragebögen und Beobachtungsverfahren zum Ausmaß der Beeinträchtigung durch Schmerzen, Verfahren zur Erfassung der Schmerzbewältigung, Befindensmessung, psychophysiologische Meßmethoden und fremddiagnostische Verfahren (z. B. Einbezug von Angehörigen).
Die Diagnostik sollte im interdisziplinären Zusammenhang und entsprechend MASK (Multiaxiale Schmerzklassifikation), ICD-10, DSM-IV und/oder der operationalisierten psychodynamischen Diagnostik (OPD) erfolgen sowie den Stellenwert des Schmerzes bei der Störungsentwicklung differentialdiagnostisch berücksichtigen.
3) Behandlungsgrundsätze
Geeignet für die Fort-/Weiterbildung sind wissenschaftlich evaluierte Verfahren, die unter anderen folgende Ziele erreichen können:
Sie sollen das Verständnis eines biopsychosozialen Krankheitsmodells fördern und den Patienten durch Edukation für eine Spezielle Schmerzpsychotherapie öffnen und motivieren.
Sie sollen zu einer Dämpfung schmerzbedingter physiologischer Hyperaktivierung beitragen. Geeignet sind autosuggestive und heterosuggestive Verfahren sowie Kombinationen derselben auch unter Einsatz technischer Hilfsmittel.
Sie sollen die Aufmerksamkeitslenkung beeinflussen. Hierzu gehören z.B. Übungen zur Schmerzfokussierung und Schmerzdefokussierung, imaginative Übungen und hypnotische Verfahren.
Sie sollen zur Veränderung schmerz- und stressrelevanter Kognitions- und Verhaltensmuster führen. Hierzu gehören u.a. behaviorale Verfahren zur Schmerzimmunisierung und kognitiven Umstrukturierung, suggestive Verfahren, Verfahren zur Förderung von Kontrollüberzeugungen und positiven Kognitionen.
Sie sollen zur Förderung des emotionalen Wohlbefindens und der positiven Bewältigungsstrategien der Patienten beitragen. Hierzu gehören die emotionale Stützung bei chronischen Schmerzleiden, schmerzverstärkenden Komorbiditäten (z. B., Angst, Depression) und Kognitionen (z.B. Hilflosigkeit und Hoffnungslosigkeit) sowie Hilfen bei der Bewältigung lebensbedrohender, von starken Schmerzen begleiteter Krankheiten.
Sie sollen der Lösung von schmerzrelevanten Problemen dienen, die sich durch äußere Bedingungen wie Partnerschaftskonflikte, Überlastung am Arbeitsplatz usw. ergeben.
Sie sollen Gesundheitsverhalten fördern, Aktivitäten aufbauen und ein ausgewogenes Verhältnis von Aktivität und Regeneration ermöglichen.
Sie sollen zur Verarbeitung intrapsychischer, auch unbewusster Konflikte und dadurch ausgelöster Ängste, Selbstsicherheits- und Selbstwertprobleme beitragen.
4) Behandlungsmethoden
Hierunter sind Ansätze zu fassen, die insbesondere
eine positive Veränderung des psychisch (durch psychologische Faktoren, wie z. B. : Lernmechanismen, kognitive Prozesse, konflikt-produzierende Erfahrungen, Somatisierung) mitbedingten, entstandenen oder aufrechterhaltenen Schmerzerlebens und -verhaltens bewirken können,
Aktivitäten fördern und den Patienten bei einem trotz der Behinderung ausgefüllten und aktiven Leben unterstützen,
zur Rehabilitation motivieren und der Integration eines veränderten Körperbildes in das Selbstkonzept des Patienten dienen,
Kompetenzen vermitteln und schmerzverstärkende Handlungen in der sozialen Umwelt beeinflussen,
unter Berücksichtigung der Risikofaktoren für eine Suchterkrankung Hilfen bei der Schmerzmittelreduktion einschließlich Entzugsbehandlung vermitteln,
Fähigkeiten der Patienten zur Selbsthilfe und Kommunikation fördern,
zusammenfassend geeignet sind, im Rahmen eines multimodal ausgerichteten Behandlungskonzepts unter Einschluss medizinischer, physiotherapeutischer und anderer körperorientierter wie krankenpflegerischer Verfahren wesentlich zur Schmerzreduktion beizutragen.
§ 5 Organisation der Fort-/Weiterbildung
Zuständig für die Organisation und Durchführung der Fort-/Weiterbildung, die Anerkennung von Curricula und schmerztherapeutischen Weiterbildungsstätten, das Führen eines weiterbildungsbegleitenden Registers (Weiterbildungsregister) sowie für die Bestellung von Prüfern ist die gemeinsame "Prüfungskommission für Spezielle Schmerzpsychotherapie DGPSF/Deutsche Schmerzgesellschaft/DGS/DMKG". Sie wird von den folgenden Schmerz-Fachgesellschaften eingerichtet:
Deutsche Schmerzgesellschaft e. V. (vormals DGSS)
Jede der beteiligten Gesellschaften kann ein Mitglied und einen/eine Stellvertreter/in in die Prüfungskommission mit insgesamt einer Stimme entsenden, die über ein Zertifikat nach diesen Richtlinien oder vergleichbare Abschlüsse verfügen sollen. Die Mitglieder und Stellvertreter/innen wählen eine/n Vorsitzende/n, der/die als weiteres, fünftes stimmberechtigtes Mitglied die Beschlüsse der Kommission umsetzt. Kommissionsbeschlüsse bedürfen der Mehrheit bei allen fünf Stimmabgaben, die auch schriftlich eingeholt werden können. Die Amtsdauer der Mitglieder und ihrer Vertretung beträgt zwei Jahre, die des/der Vorsitzenden endet mit der Neuwahl eines/r Nachfolgers/in.
Die Prüfungskommission wird sich bemühen, in ihren Beschlüssen und Änderungsvorschlägen zu den Richtlinien einschlägigen Vorgaben der zuständigen Kammern zu folgen, ohne damit Verantwortung für eine vollständige Kompatiblität zu übernehmen.
Die für die Arbeit des für die Schmerzbehandlung spezialisierten Psychotherapeuten erforderlichen Kenntnisse können nur von Institutionen vermittelt werden, die neben einem qualifizierten, einjährigen curricularen Angebot zur Speziellen Schmerzpsychotherapie eine Fort-/Weiterbildung nach diesen Richtlinien gewährleisten und sich einer Qualitätsprüfung durch die gemeinsame Prüfungskommission unterziehen. Die Anerkennung muss jährlich, mindestens drei Monate vor Beginn der ersten curricularen Veranstaltung beantragt werden.
Es sollen enge Kooperationen zwischen der Institution und schmerztherapeutischen Einrichtungen oder Schmerzzentren sowie eine Anbindung an eine wissenschaftliche Institution (z. B. Universität) stattfinden, die in den Fächern Klinische bzw. Medizinische Psychologie, Psychosomatik oder Psychotherapie Lehre und Forschung betreiben.
Die kostenpflichtige Anerkennung des Curriculums ist mindesten drei Monate vor Beginn bei der gemeinsamen Prüfungskommission für Spezielle Schmerzpsychotherapie (DGPSF/Deutsche Schmerzgesellschaft/DGS/DMKG) zu beantragen.
Ein Wechsel zwischen den Curricula verschiedener Institutionen ist nur nach Genehmigung durch die Prüfungskommission möglich.
6) ) Die Zulassung zur Fort-/Weiterbildung setzt den Nachweis einer psychologischen bzw. fachärztlichen Psychotherapieausbildung voraus; vgl. §1(3).
Die notwendigen praktischen Kenntnisse können nur in Einrichtungen erworben werden, die in die Versorgung von Patienten mit chronischen Schmerzen einbezogen sind und diesen Richtlinien entsprechen. In den Institutionen müssen von den Fachgesellschaften anerkannte ärztliche oder psychologische Psychotherapeuten mit dem Zertifikat „Spezielle Schmerzpsychotherapie“ mitarbeiten. Ausnahmen können von der Prüfungskommission genehmigt werden.
§ 6 Bestätigung erfolgreicher Fort- /Weiterbildung
Der erfolgreiche Abschluss der Fort-/Weiterbildung in Spezieller Schmerzpsychotherapie wird durch das Zertifikat bescheinigt, wenn folgende Bedingungen erfüllt werden:
Nachweis über den Abschluss der Psychotherapieausbildung entsprechend §1(3).
Nachweis über die Teilnahme an Lehrveranstaltungen eines nach diesen Richtlinien von der Prüfungskommission vorab akkreditierten und regelgerecht durchgeführten Curriculums zur Speziellen Schmerzpsychotherapie in einem Umfang von mindestens 80 Unterrichtsstunden.
Dokumentation von zehn supervidierten klinisch-psychologischen Fällen mit Schmerz als Behandlungsschwerpunkt (von denen zwei Fälle ausschließlich Diagnostik betreffen können). Maximal drei Fallbeschreibungen können ersetzt werden durch die Dokumentation von drei Gruppenbehandlungen.
Nachweis über die regelmäßige Mitarbeit in einer interdisziplinären Schmerzkonferenz über einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren mit einer Frequenz von durchschnittlich zehn Schmerzkonferenzen pro Jahr sowie über die mindestens halbjährige Mitarbeit in oder die zweijährige enge Kooperation mit einer schmerztherapeutischen Einrichtung.
Nachweis über mindestens 25 Stunden Einzelsupervision im Rahmen klinisch-psychologischer Tätigkeit mit Schmerzpatienten. Bei Gruppensupervision wird nur der auf die Einzelperson angefallene Zeitaufwand berücksichtigt. Supervisoren müssen im Rahmen der jeweiligen Richtlinien zum Psychologischen Psychotherapeuten oder ärztlichen Psychotherapeuten anerkannt sein, über schmerztherapeutische Erfahrung verfügen und von der "Prüfungskommission für Spezielle Schmerzpsychotherapie DGPSF/Deutsche Schmerzgesellschaft/DGS/DMKG" bestätigt werden.
Nachweis über die Einzahlung der Begutachtungs- und Prüfungsgebühren.
Teilnahme an einem Prüfungskolloquium, das sich auf die eigene praktische schmerztherapeutische Arbeit und deren wissenschaftliche Begründung konzentriert. Bei nicht ausreichender fachlicher Qualität können den Bewerbern Auflagen erteilt werden (z.B. Fallkorrekturen, Einreichen neuer Fälle).
Mit dem Erhalt des Abschlusszertifikats „Spezielle Schmerzpsychotherapie“ verpflichtet sich die Person dazu,
regelmäßig interdisziplinäre Schmerzkonferenzen/Schmerzkolloquien durchschnittlich zehnmal pro Jahr zu besuchen,
sich zusätzlich zur Teilnahme an Schmerzkonferenzen auch weiterhin interdisziplinär in einem Umfang von mindestens 30 Stunden pro Jahr einschlägig fortzubilden
praktisch-klinische Tätigkeit in der Versorgung von Schmerzpatienten auszuführen und sich hierbei einer fortlaufenden standardisierten Dokumentation zu bedienen.
Die Gültigkeit des Zertifikats muss spätestens nach Ablauf von vier Jahren unter Nachweis der in § 6, Ziffer 8 genannten Bedingungen durch die gemeinsame Prüfungskommission erneut bestätigt werden.
Gegen Entscheidungen der Prüfungskommission kann innerhalb von vier Wochen nach Zustellung eines schriftlichen Bescheids schriftlicher Widerspruch eingelegt werden. Kommt es zu keiner Einigung, sind die Beschwerdeführer an ihre Kammer zu verweisen.
§ 7 In Kraft treten und Übergangsbestimmungen
Die Novellierung dieser Richtlinien tritt am 01.01.2006 in Kraft.
Bereits begonnene Weiterbildungen/Fortbildungen können bis zum 31.12.2006 nach den bisher gültigen Richtlinien abgeschlossen werden.
Änderungen dieser Richtlinien werden von der „gemeinsamen Prüfungskommission“ vorbereitet und nach Zustimmung durch die Präsidien der beteiligten Fachgesellschaften bekannt gemacht.
Curriculum der Schmerzgesellschaften DGPSF, Deutsche Schmerzgesellschaft, DGS, DMKG
UPDATE 05. Juni 2018