Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%201993,%203318
Timestamp: 2020-01-20 11:12:54
Document Index: 87721597

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 223', '§ 223', '§ 222', '§ 813', 'BGH', '§ 218', '§ 197', '§ 223', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 214', '§ 214', '§ 214', '§ 222', '§ 216', 'BGH', '§ 216', '§ 223', '§ 216', 'BGH', '§ 788', '§ 788', 'BGH', '§ 812', 'BGH', 'BGH', '§ 218', '§ 197', '§ 223', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 223', 'BGH', '§ 223', '§ 223', '§ 32', '§ 32', '§ 33']

Rechtsprechung: NJW 1993, 3318 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BVerfG, 08.06.1993
https://dejure.org/1993,1443
BGH, 05.10.1993 - XI ZR 180/92 (https://dejure.org/1993,1443)
BGH, Entscheidung vom 05.10.1993 - XI ZR 180/92 (https://dejure.org/1993,1443)
BGH, Entscheidung vom 05. Januar 1993 - XI ZR 180/92 (https://dejure.org/1993,1443)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1993,1443) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
BGB §§ 223, 222, 813
Verjährungseinrede gegenüber dinglichen Sicherungsrechten
Verjährung - Zinsen - Sicherungsrecht - Einrede der Verjährung - Zwangsvollstreckung
Wirksame Verjährungseinrede gegenüber Zinsansprüchen auch bei Vollstreckung in dingliche Sicherheiten
BGB § 223, § 222, § 813
OLG Karlsruhe, 08.09.1992 - 3 U 47/91
BGH, 08.06.1993 - XI ZR 180/92
NJW 1993, 3318
ZIP 1993, 1703
MDR 1994, 54
WM 1993, 2041
Dieselbe Erwägung liegt auch der Vorschrift des § 218 Abs. 2 BGB, daß titulierte Ansprüche auf künftig fällig werdende Zinsen nach § 197 BGB verjähren, sowie des § 223 Abs. 3 BGB zugrunde, daß sich der Schuldner auf die Verjährung von schuldrechtlichen Ansprüchen auf rückständige Zinsen auch dann berufen kann, wenn dafür eine Hypothek oder eine Grundschuld bestellt ist (BGH, Urteil vom 5. Oktober 1993 - XI ZR 180/92, WM 1993, 2041, 2043).
Durch den Sicherungsvertrag soll die dinglich nicht beschränkte Rechtsmacht des Grundschuldgläubigers schuldrechtlich im Verhältnis der Parteien auf das Maß begrenzt werden, das sich aus dem Kausalverhältnis ergibt (BGH, Urteil vom 5. Oktober 1993 - X[ ZR 180/92, WM 1993, 2041, 2043).
Als unfreiwillig ist es ferner anzusehen, wenn der Schuldner zahlt, um einer drohenden Zwangsvollstreckung zuvorzukommen (vgl. BGH, Urteil vom 5. Oktober 1993 - XI ZR 180/92, NJW 1993, 3318, 3320;… MünchKomm-BGB/Grothe, 6. Aufl., § 214 Rn. 9;… Staudinger/Peters/Jacoby, BGB [2009], § 214 Rn. 37;… Erman/J. Schmidt-Räntsch, BGB, 13. Aufl., § 214 Rn. 7a;… Soergel/Niedenführ, BGB, 13. Aufl., § 222 aF Rn. 12).
Insoweit bestimmt § 216 Abs. 2 BGB, dass die Rückübertragung der Sicherungsgrundschuld nicht aufgrund der Verjährung des gesicherten Anspruchs gefordert werden kann (vgl. BGH, Urt. v. 05.10.1993, XI ZR 180/92, NJW 1993, 3318, zit. nach juris, Rn. 32;… Erman/Schmidt-Räntsch, a.a.O., Rn. 4 zu § 216).
Dies ergebe sich, so der Bundesgerichtshof in den tragenden Gründen der genannten Entscheidung, bei den in § 223 a.F. BGB, der dem § 216 Abs. 1 n.F. BGB entspricht, genannten Rechten aus der Akzessorietät, bei Grundschulden und anderen abstrakten Sicherungsrechten aus der schuldrechtlichen Sicherungsabrede ; durch sie werde die dinglich nicht beschränkte Rechtsmacht des Gläubigers schuldrechtlich im Verhältnis der Sicherungsvertragsparteien auf das Maß begrenzt, das sich aus dem Kausalverhältnis ergebe (BGH, Urt. v. 05.10.1993, XI ZR 180/92, NJW 1993, 3318, zit. nach juris, Rn. 33).
Für ihre gegenteilige Ansicht beruft sich die Klägerin zu Unrecht auf das Urteil des Bundesgerichtshofs vom 05.10.1993 (XI ZR 180/92, NJW 1993, 3318, abgedruckt in juris).
Insoweit steht der Klägerin in Anwendung der vorstehend niedergelegten tragenden Ausführungen des Bundesgerichtshofs zu Punkt III. der Gründe des Urteils vom 05.10.1993 (XI ZR 180/92, NJW 1993, 3318, zit. nach juris, Rn. 25 ff.) ein Bereicherungsanspruch gegen die Gläubigerin zu.
Nach der Rechtsprechung des Senats ist eine unfreiwillige Leistung nur dann gegeben, wenn der Gläubiger die Vollstreckung betrieben oder der Schuldner geleistet hat, um die Durchführung der Zwangsvollstreckung zu vermeiden (Senatsurteil vom 5. Oktober 1993 - XI ZR 180/92, WM 1993, 2041, 2043 f. m.w.Nachw.).
Maßgeblich für das Bestehen des sich aus § 788 I ZPO ergebenden Kostenerstattungsanspruchs ist, ob eine Zwangsvollstreckungsmaßnahme notwendig war, was sich nach dem Standpunkt des Gläubigers zu dem Zeitpunkt bestimmt, in dem die Kosten durch die Vollstreckungsmaßnahme verursacht sind (…vgl. Geimer in Zöller, 32. Aufl., Rn 9a zu § 788 ZPO; BGH, Urteil vom 05.10.1993, Az: XI ZR 180/92, NJW 1993, 3318 (3319)).
Ist die Zwangsvollstreckung bereits abgeschlossen, eröffnet die ganz herrschende Meinung dem Vollstreckungsschuldner die Möglichkeit der "verlängerten Vollstreckungsgegenklage", die materiell eine einfache Bereicherungsklage gemäß § 812 Abs. 1 Satz 1 BGB auf Rückgewähr des in der Zwangsvollstreckung Erlangten darstellt (BGHZ 83, 278, 290; 100, 211, 212 f.; BGH, Urt. v. 5. Oktober 1993 - XI ZR 180/92, NJW 1993, 3318, 3320).
Dieselbe Erwägung liegt der Vorschrift des § 218 Abs. 2 BGB, daß auch titulierte Ansprüche auf künftig fällig werdende Zinsen nach § 197 BGB verjähren, sowie des § 223 Abs. 3 BGB zugrunde, daß sich der Schuldner auf die Verjährung von schuldrechtlichen Ansprüchen auf rückständige Zinsen auch dann berufen kann, wenn dafür eine Hypothek oder eine Grundschuld bestellt ist (BGH, Urteil vom 5. Oktober 1993 -XI ZR 180/92, WM 1993, 2041, 2043) [BGH 05.10.1993 - XI ZR 180/92].
Durch den Sicherungsvertrag soll die dinglich nicht beschränkte Rechtsmacht des Grundschuldgläubigers schuldrechtlich im Verhältnis der Parteien auf das Maß begrenzt werden, das sich aus dem Kausalverhältnis ergibt (BGH, Urteil vom 5. Oktober 1993 - XI ZR 180/92, WM 1993, 2041, 2043) [BGH 05.10.1993 - XI ZR 180/92].
Soweit es um solche Rückstände geht, kann sich der Schuldner also auch gegenüber dinglichen Sicherungsrechten auf die Verjährung des schuldrechtlichen Anspruchs berufen; dies ergibt sich bei der Grundschuld aus der schuldrechtlichen Sicherungsabrede, durch die die dinglich nicht beschränkte Rechtsmacht des Gläubigers schuldrechtlich im Verhältnis der Sicherungsvertragsparteien auf das Maß begrenzt wird, das sich aus dem Kausalverhältnis ergibt (vgl. BGH, NJW 1993, 3318 [juris Rn. 33] zu § 223 BGB a.F.).
Der Bundesgerichtshof hat im Urteil vom 5. Oktober 1993 (XI ZR 180/92 - NJW 1993, 3318) unter Bezugnahme auf die Entscheidung vom 24. Januar 1969 (VIII ZR 98/59 - BGHZ 34, 191) ausgeführt, für die nicht akzessorischen Sicherungsrechte (damals: § 223 Abs. 2 BGB a. F.) habe der Gesetzgeber das gleiche aussprechen wollen wie für die akzessorischen Sicherungsrechte (damals: § 223 Abs. 1 BGB a. F.), weshalb die Verjährung des Darlehensrückzahlungsanspruchs die Vollstreckung aus dem abstrakten Schuldversprechen nicht hindert.
OLG München, 17.10.2018 - 7 U 1271/18
LG Krefeld, 12.10.2010 - 1 S 46/10
Hinausschieben der Fälligkeit einer Forderung bei Bestehenbleiben der …
BVerfG, 08.06.1993 - 2 BvR 288/92
https://dejure.org/1993,3923
BVerfG, 08.06.1993 - 2 BvR 288/92 (https://dejure.org/1993,3923)
BVerfG, Entscheidung vom 08.06.1993 - 2 BvR 288/92 (https://dejure.org/1993,3923)
BVerfG, Entscheidung vom 08. Juni 1993 - 2 BvR 288/92 (https://dejure.org/1993,3923)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1993,3923) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Sicherung des Familienexistenzminimums - Gewährung eines Unterhaltsfreibetrags - Subsystem der Abzugstatbestände
FG Baden-Württemberg, 27.06.1989 - IV K 264/88
BFH, 27.11.1991 - III B 538/90
Die Minderung des Unterhaltsfreibetrages ist verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden (Beschluß des BVerfG vom 8. Juni 1993 2 BvR 288/92, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung -- HFR -- 1993, 545).
Die Regelung des § 32 Abs. 7 EStG, derzufolge der Haushaltsfreibetrag u. a. an den Kinderfreibetrag geknüpft ist, ist verfassungsrechtlich unbedenklich (Senatsurteil vom 8. Juni 1990 III R 107/88, BFHE 161, 103 [BFH 08.06.1990 - III R 107/88], BStBl II 1990, 898; Beschluß des BVerfG in HFR 1993, 545).
Es ist verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden, wenn der Gesetzgeber typisierend davon ausgeht, daß nur bei im Inland lebenden Kindern regelmäßiger zusätzlicher Aufwand für Besuche entsteht (Beschluß des BVerfG in HFR 1993, 545).
Die Regelung des § 32 Abs. 7 EStG, derzufolge der Ansatz des Haushaltsfreibetrages u. a. vom Ansatz des Kinderfreibetrages abhängt, ist verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden (Senatsurteil in BFHE 161, 103 [BFH 08.06.1990 - III R 107/88], BStBl II 1990, 898; Beschluß des BVerfG in HFR 1993, 545).
Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) hat die Verfassungsbeschwerde des Klägers gegen die Zurückweisung seiner Nichtzulassungsbeschwerde im Verfahren des Klägers wegen Lohnsteuerermäßigung 1988 (BFH-Beschluß vom 27. November 1991 III B 538/90) nicht zur Entscheidung angenommen mit der Begründung, es begegne keinen verfassungsrechtlichen Bedenken, dem Kläger den Kinderfreibetrag und den Haushaltsfreibetrag nicht zu gewähren (BVerfG- Beschluß vom 8. Juni 1993 2 BvR 288/92, Steuerrechtsprechung in Karteiform, Einkommensteuergesetz 1975, § 33 a, Rechtsspruch 116).
FG München, 23.05.1996 - 9 K 1756/95
Anerkennung einer doppelten Haushaltsführung eines nichtverheirateten …