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Timestamp: 2018-11-15 02:05:29
Document Index: 234196753

Matched Legal Cases: ['§ 7', '§ 9', 'Art. 8', 'Art. 10', 'Art. 13', 'Art. 15', '§ 23', '§ 44', '§23', '§44', '§44', '§ 42', '§42', '§ 12', '§12', '§ 39', '§ 1', '§ 82', '§ 92', '§ 12', '§ 23', '§ 39', '§ 168', '§ 168', '§ 851', '§1', '§ 3', '§ 4', '§ 8', 'Art.3', '§3', '§4', '§8', '§ 5', 'Art. 23', 'Art. 7', 'Art. 7', 'Art. 23', '§ 5', 'Art.7', 'Art.23', '§5', 'BGH', '§ 1360', '§3', '§114', '§115', '§1360', '§1601', '§ 2', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§2', '§3', '§4', '§5', '§6', '§7', '§8', '§9', '§3', '§4', 'Art.3', 'Art. 16', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 1599', 'Art.16', '§4', '§4', '§1599', '§ 123', '§ 123', '§123', 'Art 28', 'Art 4', 'Art 6', '§ 1', '§ 2', '§ 24', 'Art.28', 'Art.4', 'Art.6', '§1', '§2', '§24', '§ 37', '§ 11', '§ 2', '§ 5', '§ 37', '§2', '§37', 'Art. 6', 'Art. 8', 'Art.6', '§8', '§13', 'Art. 3', 'Art. 2', 'Art. 4', 'EuG', 'Art. 9', 'Art. 2', 'Art. 3', 'Art. 4', 'Art.9', 'Art.2', 'Art.3', 'Art.4']

Rechtsprechung - Suchergebnis - 15.11.2018 03:05h
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Familienrecht - Sonstiges
6 C 38.14
Gesetzliche Prozessstandschaft; Melderegister; melderechtlicher Berichtigungsanspruch; Hauptwohnung; Nebenwohnung; vorwiegende Benutzung; Schwerpunkt der Lebensbeziehungen; paritätisches Wechselmodell; Bestimmung der Hauptwohnung bei Ausfall der gesetzlichen Bestimmungskriterien; Bestimmung der Hauptwohnung als Angelegenheit der elterlichen Sorge.
Der melderechtliche Berichtigungsanspruch ist darauf gerichtet, eine unrichtige Eintragung durch die richtige zu ersetzen.
1. Benutzt ein Einwohner mit mehreren Wohnungen im Inland keine Wohnung vorwiegend und kann auch kein Schwerpunkt der Lebensbeziehungen an einem Ort festgestellt werden, hat er gegenüber den Meldebehörden zu erklären, welche Wohnung Hauptwohnung ist. Für minderjährige Einwohner üben in diesen Fällen die Personensorgeberechtigten das Bestimmungsrecht aus.
2. Können sich getrennt lebende, gemeinsam sorgeberechtigte Eltern nicht über die Hauptwohnung ihres Kindes einigen, ist die frühere Familienwohnung dessen Hauptwohnung, wenn ein Elternteil sie nach der Trennung weiter bewohnt.
MRRG § 7 Nr. 2, §§ 9, 12 Abs. 1 bis Abs. 3
BayMG Art. 8 Nr. 2, Art. 10 Abs. 1, Art. 13 Abs. 3, Art. 15 Abs. 1 bis Abs. 3
Aktenzeichen: 6C38.14 Paragraphen: Datum: 2015-09-30
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Familienrecht - Gewaltschutzrecht Sonstiges
8 LA 93/11
Auslegung, ermessenslenkende Verwaltungsvorschrift, Förderung, Gewaltschutzstelle, Subvention, Verwaltungspraxis, Verwaltungsvorschrift, Wortlaut, Zufluchtstätte, Zuwendung
1. Zur Förderung von Zufluchtstätten für misshandelte Frauen und ihre Kinder nach der vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit erlassenen Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von Maßnahmen für Frauen und Mädchen, die von Gewalt betroffen sind, - RL - vom 20. Dezember 2006 (Nds. MBl. 2007, S. 90).
2. Die Gewährung der Förderpauschale nach Nr. 5.2 Satz 1 RL in Höhe von 2.200 EUR für jeden Belegungsplatz setzt voraus, dass zugleich die Voraussetzungen für die Gewährung der Förderpauschale nach Nr. 5.2 Satz 3 RL in Höhe von 32.000 EUR für die Beratungstätigkeit und die Kinderbetreuung erfüllt sind, mithin in der Zufluchtstätte die Beratung, Unterbringung und Betreuung der von häuslicher Gewalt betroffenen Frauen und ihrer Kinder angeboten wird.
LHO §§ 23, 44
VV-LHO § 44
Aktenzeichen: 8LA93/11 Paragraphen: LHO§23 LHO§44 VV-LHO§44 Datum: 2011-10-07
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Familienrecht - Betreuungsrecht Sonstiges
1 B 487/09
Inobhutnahme; Gefährdung des Kindeswohles; Schizophrenie
SGB VIII § 42
Aktenzeichen: 1B487/09 Paragraphen: SGBVIII§42 Datum: 2009-10-06
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5 E 967/09
Sofort vollziehbare Anordnungen können auch Personen, deren freie Willensbestimmung durch Alkoholeinwirkung vorübergehend ausgeschlossen ist, wirksam bekannt gegeben und unter besonderer Berücksichtigung des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit im Wege des Verwaltungszwangs vollstreckt werden.
Aktenzeichen: 5E967/09 Paragraphen: Datum: 2009-08-24
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2 L 114/08
Auslandstrennungsgeld: Anspruch für die Zeit der Schulausbildung eines schwerbehinderten Kindes
Anspruch auf Auslandstrennungsgeld, weil die Schulausbildung eines behinderten Kindes dem (Rück-)Umzug nach Deutschland entgegensteht.
Hätte ein behindertes Kind in Deutschland unverhältnismäßig mehr Zeit gebraucht, um einen Schulabschluss zu erreichen, der dem ausländischen vergleichbar ist, kann ein Anspruch auf Auslandstrennungsgeld gegeben sein.
BUKG § 12 Abs 3
Aktenzeichen: 2L114/08 Paragraphen: BUKG§12 Datum: 2008-09-09
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7 A 10142/08.OVG
Altersgrenze; Altersrente; Alterssicherung; Altersversorgung; Altersvorsorge; Altersvorsorgebeiträge; Altersvorsorgevertrag; angemessen; angemessene Alterssicherung; Angemessenheit; Aufwendung; Dauerleistung; Einkommen; Eintritt; Eintritt in den Ruhestand; Erstattung; fällig; Fälligkeit; gesetzlich; Jugendhilfe; Kapital; kapitalbildend; Kapitallebensversicherung; Lebensjahr; lebenslang; Lebensversicherung; monatlich; privat; Regelaltersrente; Rente; rentengleich; Rentenversicherung; Riesterrente; Ruhestand; unbestimmter Rechtsbegriff; Vereinbarung; Vermögen; Vermögensbildung; Versicherungssumme; Vertrag; vertraglich; verwertbar; verwerten; Verwertung; Verwertungsausschluss; Vollendung; zertifiziert; Zweck; Zweckbindung
1) Eine kapitalbildende Lebensversicherung ist zur angemessenen Altersicherung i.S.v. § 39 Abs. 4 Satz 2 SGB VIII nicht von vorneherein und ausnahmslos objektiv ungeeignet. Als angemessene Alterssicherung stellt sich eine solche grundsätzlich aber nur dann dar, wenn ihre Verwertung vor dem Eintritt in den Ruhestand vertraglich ausgeschlossen ist.
2) Vom Eintritt in den Ruhestand kann bei Frauen wie Männern frühestens mit der Vollendung des 60. Lebensjahres ausgegangen werden, sofern nicht im konkreten Einzelfall kraft Gesetzes, tarifvertraglich oder aufgrund objektiver persönlicher Umstände ausnahmsweise etwas anderes gilt.
AltZertG § 1
EStG § 82
EStG § 92a
SGB II § 12
SGB VIII § 23
SGB VIII § 39
VVG § 168
VVG § 168 Abs. 3
ZPO § 851c
Aktenzeichen: 7A10142/08 Paragraphen: AltZertG§1 Datum: 2008-08-07
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Förderung und Unterstützung Familienrecht - Sonstiges
16 A 343/06
Zur Ermessensausübung bei der kommunalen Förderung von Schwangerschaftsberatungsstellen.
SchGK § 3
SchGK § 4
SchGK § 8
Aktenzeichen: 16A343/06 Paragraphen: GGArt.3 SchGK§3 SchGK§4 SchGK§8 Datum: 2008-05-29
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12 ZB 07.739
Kinderbetreuungsgesetz; Förderung der Betreuung außerhalb der Aufenthaltsgemeinde; zwingende Gründe; Wunschund Wahlrecht der Eltern
Das Wunschund Wahlrecht aus § 5 Abs. 1 Satz 1 SGB VIII stellt allein keinen "zwingenden persönlichen Grund" i.S.v. Art. 23 Abs. 4 Satz 1 BayKiBiG dar.
BayKiBiG Art. 7 Abs. 1
BayKiBiG Art. 7 Abs. 2
BayKiBiG Art. 23 Abs. 4 Satz 1
SGB VIII § 5 Abs. 1 Satz 1
Aktenzeichen: 12ZB07.739 Paragraphen: BayKiBiGArt.7 BayKiBiGArt.23 SGBVIII§5 Datum: 2007-10-23
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Familienrecht - Unterhaltsrecht Sonstiges
5 C 06.2392
Namensänderung; Prozesskostenhilfe; Bedürftigkeit; Einkommen; Unterhaltsanspruch; Volljähriges Kind; Prozesskostenvorschuss
Der unterhaltsrechtliche Anspruch auf einen Prozesskostenvorschuss des unverheirateten volljährigen Kindes, das noch keine eigene Lebensstellung erreicht hat und sich deswegen noch nicht selbst unterhalten kann (vgl. BGH, B.v. 23.3.2005 - XII ZB 13/05, NJW 2005, 1722), schließt auch in auf Namensänderung gerichteten Verwaltungsprozessen die Gewährung von Prozesskostenhilfe aus.
BGB § 1360a Abs. 4
Aktenzeichen: 5C06.2392 Paragraphen: NÄG§3 ZPO§114 ZPO§115 BGB§1360a BGB§1601 Datum: 2007-03-27
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BVerwG - OVG Lüneburg - VG Braunschweig
15.07.2004 3 C 48.03
Schwangerschaftsberatung; Schwangerenberatung; Schwangerschaftskonfliktberatung; Förderung; Förderanspruch; allgemeine Beratung; Beratung nach § 2 SchKG; Beratungsstelle; Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle; Versorgungsschlüssel
SchKG §§ 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9
SFHG 1992 § 3
SFHG 1992 § 4
Aktenzeichen: 3C48.03 Paragraphen: SchKG§2 SchKG§3 SchKG§4 SchKG§5 SchKG§6 SchKG§7 SchKG§8 SchKG§9 SFHG§3 SFHG§4 Datum: 2004-07-15
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Gesundheit- und Fürsorge Familienrecht Staatsrecht - Sozialhilferecht Sonstiges Grundgesetz
06.07.2004 1 BvR 2515/95
Aktenzeichen: 1BvR2515/95 Paragraphen: GGArt.3 Datum: 2004-07-06
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10.2.2004 3 Bf 238/03
1. Das Kindschaftsverhältnis zum Vater entfällt bei einer erfolgreichen Anfechtung der Vaterschaft mit Rückwirkung auf den Tag der Geburt des Kindes.
2. Die erfolgreiche Anfechtung der Vaterschaft durch den deutschen Mann, der zum Zeitpunkt der Geburt mit der ausländischen Mutter des Kindes verheiratet ist, führt ohne Verstoß gegen Art. 16 Abs. 1 GG zu einem Fortfall des auf § 4 Abs. 1 Satz 1 RuStAG gestützten Erwerbs der deutschen Staatsangehörigkeit von Anfang an.
RuStAG § 4 Abs. 1 Satz 1
StAG § 4 Abs. 1 Satz 1
BGB § 1599 Abs. 1
Aktenzeichen: 3Bf238/03 Paragraphen: GGArt.16 RuStAG§4 StAG§4 BGB§1599 Datum: 2004-02-10
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Familienrecht - Sonstiges Förderung
10.11.2003 4 Bs 425/03
Das Verwaltungsgericht hat die Antragsgegnerin im Wege der einstweiligen Anordnung nach § 123 Abs. 1 VwGO verpflichtet, dem am 11. August 2000 geborenen Antragsteller, der zuvor in Tagespflege gefördert worden ist, eine Förderung in einer Tageseinrichtung nach der Prioritätsstufe 4 der Kinderförderungsverordnung (KFVO) vom 15. April 2003 (Hmb GVBl. S. 63) im Unfang von 8 Stunden täglich ab dem 11. August 2003 zunächst bis zum 30. November 2003 zu bewilligen. Die Prioritätsstufe 4 greife in Fällen der "Fortsetzung der Förderung" bei Berufstätigkeit von beiden Sorgeberechtigten ein. "Fortsetzung der Förderung" bedeute nur, dass das Kind bereits gefördert worden sei. Dabei müsse es sich nicht um dieselbe Förderungsart handeln. Unschädlich sei daher, dass der Antragsteller zuvor nicht in einer Tageseinrichtung, sondern in Tagespflege gefördert worden sei. Für diese Rechtsansicht sprächen Wortlaut, Sinn und Zweck sowie die Entstehungsgeschichte der Vorschrift.
VwGO § 123 Kinderförderungsverordnung
Aktenzeichen: 4Bs425/03 Paragraphen: VwGO§123 Datum: 2003-11-10
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Staatsrecht Familienrecht Sonstige Rechtsgebiete - Grundgesetz Sonstiges Kindergärten
30.6.2003 10 TG 553/03
Tischgebet im kommunalen Kindergarten
1. Die vom Bundesverfassungsgericht in den Beschlüssen vom 16. Oktober 1979 ("Schulgebet"; BVerfGE 52, 223) und vom 16. Mai 1995 ("Kruzifix", BVerfGE 93, 1) entwickelten Grundsätze zur positiven und zur negativen Religionsfreiheit im schulischen Rahmen gelten erst recht im Bereich des freiwilligen Kindergartenbesuchs.
2. Dementsprechend verstößt ein in einem kommunalen Kindergarten gesprochenes Tischgebet grundsätzlich nicht gegen das staatliche Neutralitätsgebot.
3. Auch bei freiwilligen staatlichen Veranstaltungen ist aber der negativen Bekenntnisfreiheit dadurch Rechnung zu tragen, dass auch die Teilnahme am Gebet als solchem freiwillig ist und dass für den Widersprechenden zumutbare, nicht diskriminierende Ausweichmöglichkeiten bestehen
GG Art 28 Abs 2 GG Art 4 Abs 1 GG Art 6 Abs 2 KiGaG § 1 Abs 2 KiGaG § 2 SGB VIII § 24
Aktenzeichen: 10TG553/03 Paragraphen: GGArt.28 GGArt.4 GGArt.6 KiGaG§1 KiGaG§2 SGBVIII§24 Datum: 2003-06-30
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16.7.2002 12 E 653/01
1. Der Anspruch der Pflegeperson aus § 37 Abs. 2 SGB VIII richtet sich auf Beratung und Unterstützung durch das Jugendamt und verpflichtet dieses damit zu einer Dienstleistung im Sinne des § 11 SGB I.
2. Dieser Anspruch umfasst nicht die Übernahme der Kosten einer das Tätigwerden des Jugendamtes ersetzenden, also nicht in dessen Auftrag erfolgenden und von der Hilfe zur Erziehung abgekoppelten Betreuung durch einen privaten Träger.
SGB VIII § 2 Abs. 2, § 5, § 37 Abs. 2
Aktenzeichen: 12E653/01 Paragraphen: SGBVIII§2 SGBVIII§37 Datum: 2002-07-16
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Familienrecht Staatsangehörigkeit - Eherecht Sonstiges
18.1.2002 1 W 8/01
AUSREISEPFLICHT; ABSCHIEBUNG; SCHUTZ; FAMILIE; EHE; GÜLTIGE EHE
Die zwischen einem Ausländer und einer Deutschen nach islamischem Kodex geschlossene Ehe unterfällt jedenfalls dann nicht dem Schutz des Art. 6 GG bzw. Art. 8 EMRK, wenn (auch) nach dem Heimatrecht des Ausländers keine rechtsgültige Ehe vorliegt.
GG 6 EMRK 8 EGBGB 13
Aktenzeichen: 1W8/01 Paragraphen: GGArt.6 EMRK§8 EGBGB§13 Datum: 2002-01-18
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6.12.2001 3 C 25.01
Assoziation EWG-Türkei; Türkei, Assoziierung der - ; Assoziationsrat, Beschluss des - s; Beschluss Nr. 3/80 des Assoziationsrats; Diskriminierungsverbot, assoziationsrechtliches-; Diskriminierungsverbot, gemeinschaftsrechtliches-; Gleichbehandlungsgebot, türkischer Staatsangehöriger auf dem Gebiet der sozialen Sicherheit; soziale Sicherheit, Diskriminierungsverbot türkischer Staatsangehöriger auf dem Gebiet der -; persönlicher Anwendungsbereich des ARB Nr. 3/80; sachlicher Anwendungsbereich des ARB Nr. 3/80; Arbeitnehmerbegriff, assoziationsrechtlicher -; "Wanderarbeitnehmer"; Flüchtlinge im Assoziationsrecht; "Familienleistungen" im Gemeinschafts- bzw. assoziationsrechtlichen Verständnis; Erziehungsgeld als Familienleistung; Landeserziehungsgeld; Bundeserziehungsgeld; Kindergeld; Richtlinie als Rechtsvorschrift im Assoziationsrecht; Rechtsvorschrift, Richtlinie als - im Assoziationsrecht.
1. Die Gleichbehandlungsvorschrift in Art. 3 Abs. 1 i.V.m. Art. 2 ARB Nr. 3/80 erfasst auch Arbeitnehmer bzw. deren Familienangehörige mit türkischer Staatsangehörigkeit, die nicht innerhalb der Europäischen Gemeinschaft gewandert sind (keine "Wanderarbeitnehmer" im gemeinschaftsrechtlichen Sinne sind) und/oder ihren erlaubten Aufenthalt in einem Mitgliedstaat auf ein erfolgreiches Asylbegehren zurückführen.
2. Eine "Familienleistung" im Sinne des den sachlichen Anwendungsbereich regelnden Art. 4 ARB Nr. 3/80 setzt keine Leistung voraus, die speziell der sozialen Absicherung von Arbeitnehmern bzw. deren Familienangehörigen dient. Auch Leistungen wie beispielsweise Kindergeld, Bundeserziehungsgeld sowie Landeserziehungsgeld, die unabhängig davon gewährt werden, ob der Berechtigte Arbeitnehmer ist oder nicht, können daher Familienleistungen sein (im Anschluss an EuGH, Urteile vom 10. Oktober 1996 - Rs. C-245/94 und 312/94 - Slg. 1996, I - 4895, 4929 sowie vom 4. Mai 1999 - Rs. C-262/96 - Slg. 1999, I - 2685, 2743; insoweit Aufgabe des Urteils vom 18. Dezember 1992 - BVerwG 7 C 12.92 - BVerwGE 91, 327, 333 f.).
Abkommen EWG-Türkei (1963) Art. 9
ARB Nr. 3/80 Art. 2, Art. 3 Abs. 1, Art. 4
Aktenzeichen: 3C25.01 Paragraphen: 1408/71/EWG EWG-TürkeiArt.9 ARBNr.3/80Art.2 ARBNr.3/80Art.3 ARBNr.3/80Art.4 Datum: 2001-12-06
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