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Timestamp: 2019-12-09 13:54:44
Document Index: 386252892

Matched Legal Cases: ['EuG', 'EuG', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 169', 'Art. 169', 'Art. 169', 'Art. 2', 'Art. 169', 'Art. 2', 'Art. 226', 'Art. 169', 'Art. 2', 'Art. 17', 'Art. 28', 'Art. 17']

EuGH Urteil vom 15.07.2010 - C-582/08 | Finance Office Professional | Finance | Haufe
EuGH Urteil vom 15.07.2010 - C-582/08
13. EG-Richtlinie, Vorsteuer-Vergütungsverfahren, Recht auf Vorsteuerabzug im Zusammenhang mit steuerfreien Finanzumsätzen bei Sitzort des Leistungsempfängers im Drittland
Die Klage der EU-Kommission, dass das Vereinigte Königreich dadurch gegen Art. 2 Abs. 1 der Richtlinie 86/560/EWG verstoßen habe, dass es im Drittlandsgebiet ansässigen Unternehmern Vorsteuerbeträge im Zusammenhang mit steuerfreien Finanzumsätzen, bei denen der Sitzort des Leistungsempfängers im Drittlandsgebiet liegt, nicht erstattet, ist unbegründet. Art. 2 Abs. 1 der Richtlinie 86/560/EWG verweist nur auf Art. 169 Buchst. a und b der Richtlinie 2006/112/EG und nicht auch auf Art. 169 Buchst. c der Richtlinie 2006/112/EG
EGRL 112/2006 Art. 169-171; EWGRL 560/86 Art. 2 Abs. 1
„Vertragsverletzung eines Mitgliedstaats ‐ Mehrwertsteuer ‐ Richtlinie 2006/112/EG ‐ Art. 169 bis 171 ‐ Dreizehnte Richtlinie 86/560/EWG ‐ Art. 2 ‐ Erstattung ‐ Nicht in der Union ansässiger Steuerpflichtiger ‐ Versicherungsumsätze ‐ Finanzumsätze“
In der Rechtssache C-582/08
betreffend eine Vertragsverletzungsklage nach Art. 226 EG, eingereicht am 29. Dezember 2008,
Europäische Kommission, vertreten durch R. Lyal und M. Afonso als Bevollmächtigte, Zustellungsanschrift in Luxemburg,
Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland, vertreten durch I. Rao und S. Hathaway als Bevollmächtigte im Beistand von K. Lasok, QC,
aufgrund des schriftlichen Verfahrens und auf die mündliche Verhandlung vom 10. Februar 2010,
nach Anhörung der Schlussanträge des Generalanwalts in der Sitzung vom 20. Mai 2010
Mit ihrer Klage beantragt die Kommission der Europäischen Gemeinschaften, festzustellen, dass das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland dadurch gegen seine Verpflichtungen aus den Art. 169 bis 171 der Richtlinie 2006/112/EG des Rates vom 28. November 2006 über das gemeinsame Mehrwertsteuersystem (ABl. L 347, S. 1, im Folgenden: Mehrwertsteuerrichtlinie) und aus Art. 2 Abs. 1 der Dreizehnten Richtlinie 86/560/EWG des Rates vom 17. November 1986 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Umsatzsteuern ‐ Verfahren der Erstattung der Mehrwertsteuer an nicht im Gebiet der Gemeinschaft ansässige Steuerpflichtige (ABl. L 326, S. 40, im Folgenden: Dreizehnte Richtlinie) verstoßen hat, dass es bei bestimmten Umsätzen, die von nicht im Gebiet der Europäischen Union ansässigen Steuerpflichtigen bewirkt werden, die Erstattung der Vorsteuer verweigert.
Art. 17 Abs. 3 und 4 der Sechsten Richtlinie 77/388/EWG des Rates vom 17. Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Umsatzsteuern ‐ Gemeinsames Mehrwertsteuersystem: einheitliche steuerpflichtige Bemessungsgrundlage (ABl. L 145, S. 1) in der durch die Richtlinie 2004/66/EG des Rates vom 26. April 2004 (ABl. L 168, S. 35) geänderten Fassung (im Folgenden: Sechste Richtlinie) bestimmte in seiner sich aus Art. 28f Nr. 1 der Sechsten Richtlinie ergebenden Fassung:
‐ an nicht im Inland, sondern in einem anderen Mitgliedstaat ansässige Steuerpflichtige entsprechend den in der Richtlinie 79/1072/EWG festgelegten Bestimmungen;
‐ an nicht im Gebiet der Gemeinschaft ansässige Steuerpflichtige entsprechend den in der Richtlinie 86/560/EWG festgelegten Bestimmungen.
Art. 17 Abs. 4 der Sechsten Richtlinie bestimmte in seiner ursprünglichen Fassung:
„Der Rat wird möglichst vor dem 31. Dezember 1977 auf Vorschlag der Kommission einstimmig gemei...