Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=16.02.1995&Aktenzeichen=IV%20R%2062/94
Timestamp: 2020-01-22 22:20:40
Document Index: 373905347

Matched Legal Cases: ['§ 15', '§ 13', '§ 51', '§ 51', '§ 15', '§ 13', '§ 13', '§ 15', '§ 15', '§ 13', '§ 956', '§ 13', '§ 15', '§ 15', '§ 13', '§ 24', '§ 51', '§ 51', '§ 9', '§ 10', '§ 4']

BFH, 16.02.1995 - IV R 62/94 - dejure.org
BFH, 16.02.1995 - IV R 62/94
https://dejure.org/1995,1493
BFH, 16.02.1995 - IV R 62/94 (https://dejure.org/1995,1493)
BFH, Entscheidung vom 16.02.1995 - IV R 62/94 (https://dejure.org/1995,1493)
BFH, Entscheidung vom 16. Februar 1995 - IV R 62/94 (https://dejure.org/1995,1493)
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EStG § 15 Abs. 1 Nr. 2, § 13 Abs. 5; EStDV § 51
Sonderbetriebsvermögen - Forstbetrieb
EStDV § 51; EStG § 15 Abs. 1 Nr. 2, § 13 Abs. 5
§§ 13 Abs. 5, 15 EStG
Einkommensteuer; eigener Forstbetrieb eines Ehegatten
Mitunternehmerschaft zwischen Ehegatten in der Land- und Forstwirtschaft
Beendigung des ehelichen Güterrechts
Steuerrechtliche Folgen der Gütergemeinschaft
BFHE 177, 100
FamRZ 1995, 1575 (Ls.)
BB 1995, 1229
DB 1995, 1257
BStBl 1995 II, 592
BStBl II 1995, 592
Denn auch ein Forstbetrieb oder ein forstwirtschaftlicher Teilbetrieb kann Betriebsvermögen einer (konkludenten) Mitunternehmerschaft von Landwirtsehegatten oder Sonderbetriebsvermögen eines Landwirtsehegatten als Mitunternehmer sein (s. BFH-Urteil vom 16. Februar 1995 IV R 62/94, BFHE 177, 100, BStBl II 1995, 592).
Die zwischen ihnen bestehende Gütergemeinschaft stellt ein den in § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 EStG genannten Gesellschaftsverhältnissen vergleichbares Gemeinschaftsverhältnis und damit eine taugliche Grundlage für die Begründung einer Mitunternehmerschaft i.S. von § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2, § 13 Abs. 5 EStG dar (vgl. Beschluss des Großen Senats des BFH vom 25. Juni 1984 GrS 4/82, BFHE 141, 405, BStBl II 1984, 751, unter C.V.3. b bb der Gründe; s. auch Senatsurteil vom 16. Februar 1995 IV R 62/94, BFHE 177, 100, BStBl II 1995, 592, unter 2. der Gründe).
BFH, 25.03.2004 - IV R 49/02
Denn selbst wenn der bisher als Einzelunternehmer tätige Land- und Forstwirt das Eigentum an seinen Wirtschaftsgütern, insbesondere seinem Grund und Boden, behält und sie der Mitunternehmerschaft --wie hier-- lediglich zur Bewirtschaftung und Nutzung überlässt, sind diese Wirtschaftsgüter als Sonderbetriebsvermögen bei der Mitunternehmerschaft zu erfassen (Senatsurteil vom 16. Februar 1995 IV R 62/94, BFHE 177, 100, BStBl II 1995, 592, m.w.N.).
Der bisher als Einzelunternehmen geführte Betrieb hört auf, ein eigenständiger Betrieb zu sein; er besteht nur noch in Form von Sonderbetriebsvermögen des zum Mitunternehmer gewordenen Einzelunternehmers fort (vgl. Senatsurteil in BFHE 177, 100, BStBl II 1995, 592).
Das Alleineigentum des einzelnen Mitunternehmers an den einzelnen Wirtschaftsgütern verliert insoweit seine Bedeutung als die erzeugten land- und forstwirtschaftlichen Produkte der Mitunternehmerschaft gehören (§ 956 des Bürgerlichen Gesetzbuches; vgl. auch Senatsurteil in BFHE 177, 100, BStBl II 1995, 592).
Dies gilt aber für forstwirtschaftlich genutzte Grundstücke gleichermaßen (vgl. explizit BFH-Urteil vom 16. Februar 1995 IV R 62/94, BStBl II 1995, 592 ;… a.A. Giere in HLBS Report 6/2009, S. 169 ff;… vgl. auch Mitterpleininger in Littmann/Bitz/Pust, Das Einkommensteuerrecht, § 13 Rz. 132, Stand Mai 2011).
Die zwischen ihnen bestehende Gütergemeinschaft stellt ein den in § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 EStG genannten Gesellschaftsverhältnissen vergleichbares Gemeinschaftsverhältnis und damit eine taugliche Grundlage für die Begründung einer Mitunternehmerschaft im Sinne von § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2, § 13 Abs. 7 EStG dar (vgl. BFH, Beschluss vom 25. Juni 1984, GrS 4/82, BStBl II 1984, 751; Urteil vom 16. Februar 1995, IV R 62/94, BStBl II 1995, 592).
FG Rheinland-Pfalz, 28.09.2011 - 2 K 1636/10
Feststellungslast für Betriebsvermögenseigenschaft - Grenzwert für "nicht …
Die Mitunternehmerschaft beruht dann darauf, dass die Eheleute unter Einsatz ihres beiderseitigen Vermögens, durch gemeinsame Bewirtschaftung und unter Ausübung von Unternehmerinitiative und durch gemeinsame Übernahme des Unternehmerrisikos auf einen bestimmten Zweck hin tatsächlich zusammenwirken so Urteile des BFH vom 30. Juni 1983 IV R 206/80, Bundessteuerblatt II 1983, 636 und vom 16. Februar 1995 IV R 62/94, Bundessteuerblatt II 1995, 592).
Diese Definition des Begriffs "Teilbetrieb" wurde vom BFH beispielsweise auch bei Entscheidungen zu § 24 UmwStG (BFH Urteil vom 11. Dezember 2001, VIII R 59/98, BStBl II 2002, 420 m.w.N.), zur Buchführungspflicht gemäß § 51 Abs. 1 Nr. 1b EStG , § 51 Abs. 1 EStDV (BFH Urteil vom 16. Februar 1995, IV R 62/94, BStBl II 1995, 592 m.w.N.), zur Steuerbefreiung für die Neueröffnung eine Betriebes im Beitrittsgebiet gemäß § 9 Abs. 1 DB-StÄndG DDR (BFH Urteil vom 27. Oktober 1994, I R 107/93, BStBl II 1995, 403 m.w.N.), zur Unternehmensidentität gemäß §§ 10a Satz 3, 2 Abs. 5 GewStG (BFH Urteil vom 14. September 1993, VIII R 84/90, BStBl II 1994, 764 m.w.N.) und der Steuerfreiheit nach § 4 Nr. 28a UStG (BFH Urteil vom 25. Februar 1993, V R 35/89, BStBl II 1993, 641 m.w.N.) berücksichtigt.
FG München, 07.12.1999 - 16 K 2314/97
Keine Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft durch Erwerb und Verkauf eines …
Entscheidend kommt es nicht auf die Größe, sondern auf die Art. der Bewirtschaftung an (vgl. BFH-Urteil vom 16.2.1995 IV R 62/94, BStBl II 1995, 592 ).
FG Saarland, 18.12.1996 - 1 K 49/94
Die Mitunternehmerschaft beruht dann darauf, daß die Eheleute unter Einsatz ihres beiderseitigen Vermögens, durch gemeinsame Bewirtschaftung und unter Ausübung von Unternehmerinitiative und durch gemeinsame Übernahme des Unternehmerrisikos auf einen bestimmten Zweck hin tatsächlich zusammenwirken (sog. wirtschaftliche Zweckgemeinschaft; vgl. BFH, Urteile vom 30. Juni 1983 IV R 206/80 , BStBl II 1983, 636 und vom 16. Februar 1995 IV R 62/94 , BStBl II 1995, 592).