Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=21.12.1981&Aktenzeichen=II%20R%20124/79
Timestamp: 2019-07-22 13:24:39
Document Index: 373261473

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 4', '§ 11', '§ 4', '§ 139', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 133', 'BGH']

BFH, 21.12.1981 - II R 124/79 - dejure.org
https://dejure.org/1981,219
BFH, 21.12.1981 - II R 124/79 (https://dejure.org/1981,219)
BFH, Entscheidung vom 21.12.1981 - II R 124/79 (https://dejure.org/1981,219)
BFH, Entscheidung vom 21. Dezember 1981 - II R 124/79 (https://dejure.org/1981,219)
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GrEStG Hessen § 1 Abs. 1 Nr. 1, § 4 Abs. 1 Nr. 8 Buchst. a, c, § 11 Abs. 1 Nr. 1
Erwerb einer Eigentumswohnung - Zusammenfassung mehrerer Verträge - Miteigentumsanteil - Treuhandvertrag
BFHE 135, 217
BStBl II 1982, 330
Diese Auslegung ist durch die Bestimmung des § 4 Abs. 1 Nr. 8 a GrEStG Hessen gedeckt (vgl. BFH, Urteil vom 12. März 1980 - II R 52/77 -, BStBl 1980 11, 472; BFH, Urteil vom 21. Dezember 1981 - II R 124/79 -, BStBl 1982 II, 330 [331 ff.]).
Es ist im Einzelfall ausreichend, wenn der an dem Bauvorhaben selbst nicht beteiligte Grundstückseigentümer in das Vertragswerk derart eingebunden ist, daß der Initiator des Bauvorhabens den Interessenten ein geschlossenes Vertragsbündel anbieten kann, in dessen Rahmen der Grundstückskaufvertrag einen Teilvertrag bildet (Fortentwicklung des Urteils vom 21. Dezember 1981 II R 124/79, BFHE 135, 217, BStBl II 1982, 330).
Wie der Senat zuletzt am 21. Dezember 1981 durch das Urteil II R 124/79 (BFHE 135, 217, BStBl II 1982, 330) entschieden hat, können mehrere Verträge in ihrem rechtlichen Bestand so miteinander verbunden sein, daß ein rechtlich einheitlicher Vertrag i. S. des § 139 BGB vorliegt, der auf den Erwerb einer fertigen Wohnung gerichtet ist.
Auf die Reihenfolge, in der die einzelnen Vertragspartner des Klägers ihre Leistungen erfüllt haben, kommt es nicht an (vgl. BFH-Urteile vom 25. Juli 1979 II R 105/77, BFHE 128, 544, 550, BStBl II 1980, 11, und in BFHE 135, 217, BStBl II 1982, 330).
Wie der Senat in seiner Entscheidung in BFHE 135, 217, BStBl II 1982, 330 ausgeführt hat, handelt es sich bei der Leistung des Grundstücksverkäufers zur Übereignung des Grundstücks und bei den Leistungen der übrigen Beteiligten zur Gebäudeerrichtung um Teile einer einheitlichen, aber teilbaren Leistung.
Auch wenn nur einer der Vertragspartner einen solchen Einheitswillen erkennen läßt und die andere Partei ihn anerkennt oder zumindest hinnimmt, kann ein einheitliches Vertragswerk vorliegen (vgl. BGH in NJW 1984, 869; für die Grunderwerbsteuer vgl. z. B. BFH-Entscheidungen vom 23. Juni 1982 II R 155/80, BFHE 136, 427, BStBl II 1982, 741, und vom 21. Dezember 1981 II R 124/79, BFHE 135, 217, BStBl II 1982, 330).
Auch wenn nur einer der Vertragspartner einen solchen Einheitswillen erkennen läßt und der andere Partner ihn anerkennt oder zumindest hinnimmt, kann ein einheitliches Vertragswerk vorliegen (vgl. BGH in NJW 1984, 869; für die Grunderwerbsteuer vgl. z.B. BFH-Entscheidungen vom 23. Juni 1982 II R 155/80, BFHE 136, 427, BStBl II 1982, 741, und vom 21. Dezember 1981 II R 124/79, BFHE 135, 217, BStBl II 1982, 330).
Auch wenn nur einer der Vertragspartner einen solchen Einheitswillen erkennen läßt und die andere Partei ihn anerkennt oder zumindest hinnimmt, kann ein einheitliches Vertragswerk vorliegen (vgl. BGH in NJW 1984, 869; für die Grunderwerbsteuer vgl. z.B. BFH-Entscheidungen vom 23. Juni 1982 II R 155/80, BFHE 136, 427, BStBl II 1982, 741, und vom 21. Dezember 1981 II R 124/79, BFHE 135, 217, BStBl II 1982, 330).
Auch wenn nur einer der Vertragspartner einen solchen Einheitswillen erkennen läßt und die andere Partei ihn anerkennt oder zumindest hinnimmt, kann ein einheitliches Vertragswerk vorliegen (vgl. BGH in NJW 1984, 869; für die Grunderwerbsteuer vgl. z.B. BFH-Entscheidungen vom 23. Juni 1982 II R 155/80, BFHE 136, 427, BStBl II 1982, 741, und vom 21. Dezember 1982 II R 124/79, BFHE 135, 217, BStBl II 1982, 330).
Danach ist nicht nur der Wortlaut der abgegebenen Willenserklärung maßgebend, sondern alle Begleitumstände, insbesondere die Entstehungsgeschichte des Vertrages oder des Rechtsgeschäfts sowie der mit dem Rechtsgeschäft verfolgte Zweck und die bestehende Interessenlage (…vgl. Palandt, Bürgerliches Gesetzbuch, 47. Aufl. 1988, § 133 Anm. 5a, b; vgl. auch BFH-Urteil vom 21. Dezember 1981 II R 124/79, BFHE 135, 217, BStBl II 1982, 330, 332).
Diesem Ergebnis steht weder entgegen, daß an jedem der Rechtsgeschäfte jeweils unterschiedliche Personen beteiligt waren, noch der Umstand, daß die Teilakte als selbständige Verträge in verschiedenen Urkunden niedergelegt wurden (vgl. BFH-Urteil vom 21. Dezember 1981 II R 124/79, BFHE 135, 217, BStBl II 1982, 330, 332).
Denn auch wenn - wie im Streitfall die Unternehmensgruppe K mit ihrem Vertragsangebot vom 15. September 1972 - nur einer der Vertragspartner den Einheitswillen erkennen läßt und der andere Partner ihn anerkennt oder zumindest hinnimmt, kann ein einheitlicher Vertrag vorliegen (vgl. BFHE 135, 217, BStBl II 1982, 330, 332).
Der Kaufvertrag über den (unbebauten) Grundstücksanteil und der Bebauungsvertrag über die Errichtung der Eigentumswohnung sind daher ein einheitliches Rechtsgeschäft, das auf den Kauf einer noch zu errichtenden Eigentumswohnung gerichtet ist (Anschluß an die Urteile vom 4. September 1974 II R 112/69 und II R 119/73, BFHE 113, 545 und 480, BStBl II 1975, 89 und 91 sowie an die Urteile vom 25. Juli 1979 II R 105/77, BFHE 128, 544, BStBl II 1980, 11, und vom 21. Dezember 1981 II R 124/79, BFHE 135, 217, BStBl II 1982, 330).
Ergänzend verweist der Senat auf die Urteile vom 25. Juli 1979 II R 105/77 (BFHE 128, 544, BStBl II 1980, 11) und vom 21. Dezember 1981 II R 124/79 (BFHE 135, 217, BStBl II 1982, 330).
Das gilt selbst dann, wenn - wie im vorliegenden Fall - der Wohnungsinteressent den Kaufvertrag über den Grundstücksanteil und den Baubetreuungsvertrag mit verschiedenen Vertragspartnern abschließt (BFHE 135, 217).
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