Source: http://www.anwalt24.de/rund-ums-recht/BAG_14_12_2010_9_AZR_631_09_Schadenersatzanspruch_aufgrund_m-d4382272.html
Timestamp: 2016-12-04 16:25:04
Document Index: 80668849

Matched Legal Cases: ['§ 133', '§ 157', '§ 241', '§ 275', '§ 280', '§ 283', '§ 3', '§ 2', '§ 8', '§ 19', '§ 241', '§ 280']

BundesarbeitsgerichtUrt. v. 14.12.2010, Az.: 9 AZR 631/09Gericht: BAGEntscheidungsform: UrteilDatum: 14.12.2010Referenz: JurionRS 2010, 35898Aktenzeichen: 9 AZR 631/09 Verfahrensgang:vorgehend:ArbG Stuttgart - 25.02.2009 - AZ: 20 Ca 1933/08LAG Baden-Württemberg - 27.07.2009 - AZ: 15 Sa 25/09Rechtsgrundlagen:§ 133 BGB§ 157 BGB§ 241 Abs. 2 BGB§ 275 Abs. 1 BGB§ 280 Abs. 1 BGB§ 283 BGB§ 3 Abs. 1 EFZG§ 2 Abs. 1 EStG§ 8 Abs. 1 EStG§ 19 EStGFundstellen:AA 2011, 26ArbR 2011, 245ArbRB 2011, 2 (Pressemitteilung)ArbRB 2011, 164-165ASR 2011, 5-6AuA 2011, 436AuR 2011, 41AUR 2011, 41BB 2011, 1268DB 2011, 939DStR 2011, 276EWiR 2011, 459EzA-SD 26/2011, 8 (Pressemitteilung)EzA-SD 8/2011, 5FA 2011, 183GmbHR 2011, 39-40LGP 2011, 4NJW 2011, 1469-1471NJW-Spezial 2011, 274NWB 2011, 17NWB direkt 2011, 15NZA 2011, 9NZA 2011, 569-571NZG 2011, 101Personal 2011, 54PERSONALmagazin 2011, 56schnellbrief 2011, 7 (Pressemitteilung)SOZIALwirtschaft 2011, 6StuB 2011, 160StX 2011, 47-48V&S 2011, 12ZBVR online 2011, 20 (Pressemitteilung)ZfPR online 2011, 20 (red. Leitsatz)ZIP 2011, 6ZTR 2011, 84 (Pressemitteilung)Orientierungssatz:1. Die Überlassung eines Firmenwagens "auch zur privaten Nutzung" stellt einen geldwerten Vorteil und Sachbezug dar. Sie ist regelmäßig zusätzliche Gegenleistung für die geschuldete Arbeitsleistung. Damit ist sie nur so lange geschuldet, wie der Arbeitgeber überhaupt Arbeitsentgelt leisten muss, und sei es - wie im Fall der Entgeltfortzahlung bei krankheitsbedingter Arbeitsunfähigkeit - ohne Erhalt einer Gegenleistung.2. Es kann dahinstehen, ob der Arbeitgeber gemäß § 241 Abs. 2 BGB gehalten ist, die Herausgabe des Firmen-Pkw durch den Arbeitnehmer erst nach Ablauf einer Mindestankündigungsfrist verlangen zu dürfen. Der Arbeitgeber ist bei Nichteinhaltung einer Ankündigungsfrist nicht nach § 280 Abs. 1 Satz 1 BGB verpflichtet, dem Arbeitnehmer eine Nutzungsausfallentschädigung zu zahlen. Er hat dann den Schaden zu ersetzen, der dadurch entsteht, dass der Arbeitnehmer sich auf den Nutzungsentzug nicht rechtzeitig hat einstellen können: Das ist eine Art Verfrühungsschaden, der bei Einhaltung der Ankündigungsfrist hätte vermieden werden können.In SachenKläger, Berufungskläger und Revisionskläger,pp.Beklagte, Berufungsbeklagte und Revisionsbeklagte,hat der Neunte Senat des Bundesarbeitsgerichts aufgrund der mündlichen Verhandlung vom 14. Dezember 2010 durch den Vorsitzenden Richter am Bundesarbeitsgericht Prof. Düwell, die Richter am Bundesarbeitsgericht Krasshöfer und Dr. Suckow sowie den ehrenamtlichen Richter Dr. Benrath und die ehrenamtliche Richterin Neumann für Recht erkannt:Tenor:Die Revision des Klägers gegen das Urteil des Landesarbeitsgerichts Baden-Württemberg vom 27. Juli 2009 - 15 Sa 25/09 - wird zurückgewiesen.Der Kläger hat die Kosten des Revisionsverfahrens zu tragen.Von Rechts wegen!
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