Source: https://www.ra-kotz.de/verkehrsunfall_pflegeheimunterbringung.htm
Timestamp: 2018-03-18 21:16:00
Document Index: 35582960

Matched Legal Cases: ['§ 7', '§ 3', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 411', '§ 249', '§ 543']

Verkehrsunfall – Pflegeheimunterbringung – Beibehaltung Mietwohnung - RA Kotz
Az.: 22 U 39/06
Auf die Berufung der Klägerin wird das am 14. März 2006 verkündete Urteil des Landgerichts Berlin – 24 O 589/04 – teilweise geändert und wie folgt neu gefasst:
Die Beklagten werden als Gesamtschuldner verurteilt, an die Klägerin 32.426,83 EUR nebst 4% Zinsen seit dem 08. Dezember 2004 zu zahlen.
Von den Kosten des Rechtsstreits erster Instanz haben die Beklagten 46% zu tragen, die Klägerin 54%. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden gegeneinander aufgehoben mit Ausnahme der auf die Beweisaufnahme entfallenden Kosten, von denen die Beklagten 92% zu tragen haben, die Klägerin 8%.
Das Urteil ist vorläufig vollstreckbar. Die Parteien können die Vollstreckung durch Sicherheitsleistung in Höhe von 110% des aufgrund des Urteils vollstreckbaren Betrages abwenden, sofern nicht die Gegenseite vor der Vollstreckung Sicherheit in Höhe des zu vollstreckenden Betrages leistet.
In dem zwischen den Parteien geführten Vorprozess (24 O 119/00 Landgericht Berlin bzw. 22 U 366/02 Kammergericht) hat das Landgericht Berlin durch mittlerweile rechtskräftiges Urteil vom 11. November 2002 die Ersatzpflicht der Beklagten für die der Klägerin infolge des Verkehrsunfalls entstandenen Schäden festgestellt. Dabei heißt es zu Ziffer 2. der Urteilsformel wie folgt:
1. Einen von den Beklagten nicht bezahlten Teil der Heimunterbringungskosten, den die Beklagten als ersparte Eigenaufwendungen für Wohnung, Ernährung, Kleidung etc. in Abzug gebracht haben und zwar für die Zeit vom 28.02.2000 bis 31.08.2004 in Höhe von insgesamt 24.750,00 EUR (55 Monate à 450,00 EUR):
Außerdem komme eine Anrechnung im Wege der Vorteilsausgleichung hier auch deshalb nicht in Betracht, weil die Klägerin infolge des Unfalls lebenslang hohe und nicht gedeckte Pflegekosten habe, wie z. B. Kosten für Windeln, Zuzahlungen für Medikamente, Kosten für regelmäßige Rasur, regelmäßige Maniküre und Pediküre, Kosten für nicht durch die Krankenversicherung bezahlte Nahrungsergänzungsmittel, erhöhte Urlaubskosten für behindertengerechtes Reisen in Begleitung. Die Klägerin meint, eine Vorteilsanrechnung komme nur in Betracht, wenn sie aus der Sicht des Geschädigten zumutbar sei, dem Zweck des Schadensersatzes entspreche und den Schädiger nicht unbillig entlaste. Diese Voraussetzungen seien unter den Umständen des vorliegenden Falles jedoch nicht erfüllt.
2. Entgangenen Zinsgewinn in Höhe von 12.969,17 EUR gemäß den Berechnung in der Klageschrift:
Die Klägerin macht insoweit geltend, sie habe, da die Beklagte zu 2. nur zögerlich Leistungen zur Schadensregulierung erbracht habe, eine ihr von ihrer Unfallversicherung am 30. Oktober 2000 ausgezahlte Entschädigungsleistung von 200.000,00 DM für Heimunterbringungskosten, zum Bestreiten ihres Lebensunterhalts und sonstige unfallbedingte Aufwendungen verbrauchen müssen. Ihre Betreuerin habe wegen der verzögerlichen Schadensregulierung seitens der Beklagten die Leistung aus der Unfallversicherung nicht langfristig zu einem damals bei einer Anlage als Festgeld möglichen Zinssatz von 5% p.a. anlegen können, sondern hätte das Geld auf einem frei verfügbaren Konto zu deutlich geringeren Zinssätzen bereit halten müssen.
Das Landgericht habe sich mit der Argumentation der Klägerin zum entgangenen Zinsgewinn nicht auseinandergesetzt. Die Klägerin habe den hier in Frage stehenden Zinsschaden auch keineswegs schon im Vorprozess geltend gemacht, in dem es nur um Verzugszinsen auf das der Klägerin zustehende Schmerzensgeld von 250.000,00 EUR und einen der Klägerin zustehenden weiteren Betrag von 1.721,49 EUR gegangen sei.
3. Fahrtkosten, die der Lebensgefährte der Klägerin, der Zeuge K.., für regelmäßige Besuche bei der Klägerin für Fahrten von Dessau nach Berlin in der Zeit vom 02.09.2000 bis 16.12.2003 aufgewendet habe, insgesamt gemäß der Aufstellung in der Klageschrift 73.770 km x 0,21 EUR = 15.491,70 EUR:
Die Klägerin macht insofern geltend, der Zeuge K.. gehöre zu den nahen Angehörigen, für deren Fahrt- und Besuchskosten nach der Rechtsprechung Ersatz zu leisten sei, wenn die Besuche zur Linderung des Leidens des Verletzten erforderlich seien. Nicht erforderlich sei insoweit entgegen der vom Landgericht vertretenen Ansicht, dass die Besuche zur Genesung des Verletzten geradezu zwingend erforderlich seien. Auch seien an den Nachweis der medizinischen Notwendigkeit keine übertriebenen Anforderungen zu stellen.
Die Besuche des Zeugen K.. seien auch sämtlich für die Genesung der Klägerin bzw. zur Linderung ihrer Leiden erforderlich gewesen. Das Landgericht habe insoweit zu Unrecht die Ansicht vertreten, eine Erforderlichkeit der Besuche könne allenfalls in dem Maße angenommen werden, wie Besuche zuvor ohnehin im Rahmen der zwischen den Parteien bestehenden Fernbeziehung praktiziert worden seien. Die Klägerin habe aufgrund ihrer unfallbedingten Schädigung ein höheres Maß an Zuwendung benötigt als in gesundem Zustand. Die Besuche des Zeugen K.. hätten für die Klägerin zusätzlich zu den Besuchen ihrer Mutter und ihres Sohnes einen Genesungsanreiz von völlig anderer Qualität dargestellt, weil die Klägerin zu ihrem Lebensgefährten eine völlig anders geartete Beziehung habe als zu ihrer Mutter und ihrem Sohn. Im Übrigen sei die zusätzliche Betreuung durch den Zeugen K.. auch deshalb erforderlich, weil weder der Mutter noch dem Sohn der Klägerin eine ständige Betreuung der Klägerin möglich gewesen sei.
Soweit das Landgericht auch mit der Begründung Bedenken gegen die Ersatzfähigkeit der Besuchskosten erhoben habe, der Zeuge hätte nach Berlin umziehen können, seien diese Bedenken nicht berechtigt, weil der Zeuge K… in Dessau berufstätig sei mit täglicher Anwesenheitspflicht. Bei einer Nutzung der von ihr gemeinsam mit dem Zeugen K… erworbenen Eigentumswohnung in Berlin hätte der Zeuge täglich von Berlin nach Dessau pendeln müssen, wodurch erheblich höhere Kosten entstanden wären als sie nunmehr geltend mache. Wenn das Landgericht die Klägerin bereits vor Erlass des Urteils in erster Instanz auf diese Bedenken hingewiesen hätte, wäre ein entsprechender Vortrag bereits in erster Instanz erfolgt.
Fahrten des Zeugen K.., die im Rahmen der Fernbeziehung mit der Klägerin ohnehin angefallen wären, seien in der Klageforderung nicht enthalten. Vor dem Unfall habe sich die Fernbeziehung so gestaltet, dass man stets am Wochenende zusammengekommen sei, wobei in der Regel der Zeuge K.. zu der Klägerin nach Berlin gefahren sei. Zusätzlich sei der Zeuge K.. regelmäßig pro Woche noch einmal nach Berlin zu der Klägerin gereist. Diese Besuche seien jedoch in der Klageforderung nicht enthalten. Vielmehr seien sämtliche in der Klageschrift aufgelisteten Besuche zusätzliche Besuche im Hinblick auf die Verfassung der Klägerin gewesen.
4. Ferner macht die Klägerin eine verlorene Zuwendung in Höhe von 22.500,00 DM = 11.504,07 DM geltend. Diesen Betrag habe der Zeuge K.. der Klägerin für den Erwerb einer gemeinsamen Eigentumswohnung zugewendet und zwar im Wege einer Anzahlung auf den Kaufpreis die als Zahlung der Klägerin habe gelten sollen. Dieser Betrag sei wegen des Unfalls für die Klägerin verloren, weil sie die Wohnung nicht nutzen und bezahlen könne und der Zeuge K.. daher Wohnung und Kaufvertrag allein habe übernehmen müssen. Der Verlust dieser Zuwendung falle entgegen der vom Landgericht vertretenen Ansicht auch in den Schutzbereich der den Schadensersatzanspruch der Klägerin begründenden Norm. Der Schaden sei auch durch keinerlei der Klägerin zurechenbare Handlung eingetreten. Der Zweck der von dem Zeugen K.. in der Erwartung des Zusammenlebens mit der Klägerin gemachten Zuwendung sei allein durch den Unfall vereitelt worden.
Die Klägerin beantragt, das am 14. März 2006 verkündete Urteil des Landgerichts Berlin – 24 O 589/04 -zu ändern und die Beklagten gesamtschuldnerisch zu verurteilen, an die Klägerin 64.714,94 EUR zuzüglich 4% Zinsen p.a. aus 51.745,77 EUR seit Rechtshängigkeit zu zahlen.
3. Bei den geltend gemachten Fahrtkosten des Zeugen K.. handele es sich um Drittkosten, an deren Ersatzfähigkeit hohe Anforderungen zu stellen seien. Eine Ersatzpflicht bestehe insoweit nur für Kosten, die für Besuche aufgewendet werden, die zur Genesung des Verletzten geradezu zwingend erforderlich seien. Das werde für den vorliegenden Fall aber bestritten, da höchst zweifelhaft und von den Beklagten bestritten sei, ob die Klägerin derartige Besuche überhaupt wahrnehme und ob sie daher überhaupt für eine fortschreitende Genesung kausal werden könnten. Auch befinde sich die Klägerin in einem statischen Zustand, in dem von einer fortschreitenden Genesung nicht mehr auszugehen sei. Die bloße Linderung der Leiden der Klägerin reiche für die Zuerkennung von Besuchskosten gerade nicht aus. Auch werde der neue Vortrag der Klägerin bestritten, der Zeuge K.. sei, obwohl er in Dessau wohne und arbeite, die vor der Mutter und dem Sohn der Klägerin emotional nächste Besuchsperson, deren Besuche deshalb einen zusätzlichen und besonderen Genesungsanreiz für die Klägerin darstellen würden. Darüber hinaus sei der Zeuge K.. gerade kein naher Angehöriger im Sinne der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs.
Der Senat hat das in dem Rechtsstreit 24 O 119/00 Landgericht Berlin bzw. 22 U 366/02 Kammergericht eingeholte Gutachten des medizinischen Sachverständigen Prof. Dr. S… vom 22. Juli 2002 verwertet sowie aufgrund der Beweisbeschlüsse vom 24. Juli 2007 und vom 27. August 2008, auf die verwiesen wird, Beweis erhoben durch Einholung eines ergänzenden Gutachtens des medizinischen Sachverständigen Prof. Dr. S… sowie durch Vernehmung des Zeugen G… K.. . Wegen des Ergebnisses der Beweisaufnahme wird auf das ergänzende Gutachten des Sachverständigen Prof. Dr. S… vom 14. Oktober 2007 sowie auf das Protokoll des Beweistermins vor dem Senat vom 18. Dezember 2008 Bezug genommen. Auf die Vernehmung des Zeugen M… H.. hat die Klägerin verzichtet.
Wegen der geltend gemachten weiteren Heimunterbringungskosten für die Zeit vom 28. Februar 2000 bis 31. August 2004 hat die Berufung überwiegend Erfolg. Der Klägerin steht insoweit gegen die Beklagten als Gesamtschuldner ein Anspruch auf Zahlung weiterer 18.150,00 EUR gemäß §§ 7, 17 StVG bzw. § 3 Nr. 1 und 2PflVG jeweils in der hier maßgebenden, zur Unfallzeit geltenden früheren Fassung zu.
Entgegen der von der Klägerin vertretenen Ansicht steht allerdings dem Abzug von Kosten für Wohnung und Verpflegung von den Heimunterbringungskosten die rechtskräftige Entscheidung in dem Vorprozess 24 O 119/00 Landgericht Berlin (bzw. 22 U 366/02) nicht entgegen. Denn dort ist die Feststellung, dass die Beklagten verpflichtet sind, der Klägerin die Kosten der Unterbringung in einer Pflegeeinrichtung zu ersetzen, nur dem Grunde nach getroffen worden. Über die Höhe dieser Kosten ist im Vorprozess nicht entschieden worden. Der hier in Frage stehende Abzug ersparter Aufwendungen für Unterbringung und Verpflegung betrifft jedoch nicht die Frage, ob die Kosten für die Unterbringung in einer Pflegeeinrichtung in vollem Umfang zu ersetzen sind (was außer Streit steht), sondern die Frage der Berechnung der Höhe dieser Kosten bzw. der Berechnung des in vollem Umfang zu ersetzenden Schadens (so BGH – Urteil vom 03. April 1984 – VI ZR 253/82 – zu II 2. a) = NJW 1984,2628) oder der Vorteilsausgleichung (so OLG Hamm Urteil vom 08. Mai 2001 – 27 U 16/01 – = NZV 2001, 473 = OLGR Hamm 2001, 311; Küppersbusch, Ersatzansprüche bei Personenschäden, 9. Aufl., Rdn. 265 m. w. N.). Die Berechnung der Schadenshöhe bzw. die Frage einer Vorteilsausgleichung sind aber nicht Gegenstand des Vorprozesses gewesen und daher auch von der materiellen Rechtskraftwirkung der Entscheidung im Vorprozess nicht erfasst (vgl. zu materiellen Rechtkraftwirkung eines Feststellungsurteils im Vorprozess auch BGH Urteil vom 14. Februar 2006 – VI ZR 322/04 = NJW-RR 2006, 712-715).
Soweit die Klägerin unter Bezugnahme auf die Entscheidung des OLG Naumburg vom 25. Oktober 2001 – 3 U 24/01- geltend macht, eine Anrechnung von Verpflegungskosten sei aufgrund ihrer schweren Schädigung unangemessen, ihr würden unfallbedingt zahlreiche nicht zu ersetzende Mehrkosten entstehen, schließt sich der Senat dieser Ansicht nicht an. Denn die Klägern hat wegen der von ihr angeführten unfallbedingten Aufwendungen einen gesonderten Anspruch auf Ersatz gegen die Beklagten.
Damit ist der seitens der Beklagten von den Kosten der Heimunterbringung vorgenommene Abzug von monatlich 450,00 EUR nur in Höhe von 120,00 EUR monatlich begründet. Die Beklagten müssen der Klägerin demgemäß den Differenzbetrag von 330,00 EUR monatlich für die in Frage stehenden 55 Monate noch zahlen, also 55 x 330,00 EUR = 18.150,00 EUR.
2. Fahrt- und Besuchskosten für Besuche des Zeugen K..
Nach dem Ergebnis der vor dem Senat durchgeführten Beweisaufnahme war der Zeuge K.. in dem vorbezeichneten Sinne in der hier in Frage stehenden Zeit vom 10. Februar 2000 bis zum 16. Dezember 2003 einer der nächsten Angehörigen der Klägerin, auch wenn er nicht im selben Ort wie sie gewohnt hat. Der Zeuge K.. hat bei seiner Vernehmung vor dem Senat glaubhaft und überzeugend bekundet, er habe seit November 1996 mit der Klägerin, die er über eine Kontaktanzeige kennen gelernt hätte, eine enge Beziehung geführt, in der sie zunächst fast jeden Tag miteinender verbracht hätten, bis die Klägerin im Jahre 1998 wegen ihres Sohnes von Dessau nach Berlin gezogen sei. Nach dem Umzug der Klägerin hätten sie sich, da er damals berufsbedingt weiterhin in Dessau hätte wohnen müssen, an jedem Wochenende getroffen. Sie hätten dann im Februar 1999 beschlossen, gemeinsam in Berlin eine Eigentumswohnung zu erwerben, um darin zusammenzuleben. Der Kaufvertrag sei im Mai 1999 zustande gekommen. Er hätte, auch wenn er in Berlin zunächst keine geeignete Stelle gefunden hätte, zumindest an den Wochenenden in der gemeinsamen Wohnung mit der Klägerin zusammenleben können. Die Wohnung sei zum Zeitpunkt des Unfalls bereits angezahlt gewesen, sie hätten zu diesem Zeitpunkt auch schon Kredite aufgenommen gehabt. Nach dem Unfall sei er zunächst täglich, dann mehrfach pro Woche von Dessau nach Berlin gefahren, um die Klägerin zu besuchen. Der Zeuge hat anhand seiner Tagebuchaufzeichnungen, deren Zustandekommen er auch plausibel erläutert hat, sogar noch im Einzelnen nachvollziehen können, wann er jeweils die Klägerin in Berlin besucht hat. Er hat insoweit auch die ihm als Bestandteil des Beweisbeschlusses übersandte Aufstellung der Klägerin über seine Fahrten von Dessau nach Berlin und zurück ergänzt und korrigiert.
Nach den Bekundungen des Zeugen K.. ist der Senat davon überzeugt, dass zwischen der Klägerin und dem Zeugen K.. ein besonderes, sehr nahen Verwandtschaftsverhältnissen vergleichbares Näheverhältnis bestand. Insbesondere die Frequenz der Treffen vor dem Unfall und der gemeinsame Kauf der Eigentumswohnung, in der Absicht, sie auch gemeinsam zu bewohnen, lassen auf eine besondere Vertrautheit und Verbundenheit und damit auf eine einem nahen Verwandtschaftsverhältnis ebenbürtige Nähe schließen. Dafür spricht auch das Verhalten des Zeugen K… nach dem Unfall. Denn die häufigen und wegen der Entfernung des Wohnortes des Zeugen vom Wohnort der Klägerin in Berlin auch aufwändigen Besuche des Zeugen bei der Klägerin über immerhin mehrere Jahre wären ohne ein ganz besonderes Näheverhältnis kaum erklärbar.
Der Senat hat an der inhaltlichen Richtigkeit der Aussage des Zeugen K… auch keinerlei Zweifel. Zwar ist der Zeuge, selbst wenn er heute anderweit gebunden ist, kein am Ausgang dieses Rechtsstreits völlig unbeteiligter Zeuge. Jedoch trug er seine Aussage derart überzeugend, sicher und unbeirrt, anschaulich und detailgenau vor, dass der Senat von ihrer Richtigkeit überzeugt ist.
Die Kosten des Besuchs des Zeugen K.. waren in dem hier fraglichen Zeitraum auch zur Besserung des Zustandes der Klägerin unter Zugrundelegung ihrer Befindlichkeit medizinisch notwendig (vgl. zu diesem Erfordernis BGH Urteil vom 19. Februar 1991 – VI ZR 171/90, a.a.O.). Allerdings ist die Klägerin nach dem auch für das vorliegende Verfahren gemäß § 411 a ZPO verwertbaren überzeugenden Gutachten des medizinischen Sachverständigen Prof. S… vom 25. Juli 2002 in dem Rechtsstreit 24 O 119/00 Landgericht Berlin irreversibel geschädigt und hat schwerste, nicht heilbare Gehirnverletzungen mit Substanzverlusten erlitten. Mit einer grundlegenden Besserung ihres Zustandes ist nicht zu rechnen. Jedoch ist die Klägerin nach diesem Gutachten mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit noch erlebensfähig, was in ihren noch feststellbaren Reaktionen zum Ausdruck kommt. In dem vom Senat eingeholten Ergänzungsgutachten hat der medizinische Sachverständige Prof. Dr. S… überzeugend ausgeführt, dass es keinen Zweifel gebe, dass sich auch der Zustand schwerst Hirngeschädigter durch intensive pflegerische Zuwendung funktionell verbessern könne im Sinne eines Trainingseffekts der Restfunktionen. Dem entspricht auch der Vortrag der Klägerin, sie habe seit ihrem Aufenthalt im Pflegeheim bereits einige Fortschritte gemacht und zum Beispiel den Schluckvorgang wieder erlernt und könne auch wieder Laute von sich geben. Der Sachverständige hat weiter ausgeführt, es sei wahrscheinlich, dass die Klägerin ihren Lebensgefährten in einer reduzierten, aber erlebnisfähigen Form habe wahrnehmen können. Die Besuche des Zeugen K.. hätten über eine Förderung des Wohlbefindens der Klägerin hinaus auch zu möglichen Funktionsverbesserungen beitragen können, wenn sie in höherer Frequenz, intensiv und über eine lange Dauer erfolgt sein sollten. Als insoweit geeignet hat der Sachverständige Besuche des Zeugen K… ab einer Mindestfrequenz von einem Besuch wöchentlich und nur bei einer Dauer von mindestens einem halben Jahr, besser einem Jahr angesehen.
Danach waren zur Überzeugung des Senats die hier in Frage stehenden Besuche des Zeugen K… nicht nur geeignet, zur Besserung der allgemeinen Befindlichkeit der Klägerin beizutragen, sondern sie waren darüber hinaus auch medizinisch notwendig, um als Bestandteil umfangreicher pflegerischer Maßnahmen einen Heilungseffekt, nämlich eine mögliche Funktionsverbesserung zu fördern, sei sie auch nur in begrenztem Umfang möglich. Dabei kommt es für die Frage, ob hier ein ersatzfähiger Schaden vorliegt, nicht darauf an, ob die Besuche des Zeugen K.. tatsächlich bei der Klägerin eingetretene Funktionsverbesserungen gefördert haben. Ebenso wie bei Heilbehandlungsmaßnahmen sonst kommt es für die Ersatzfähigkeit im Wege des Schadensersatzes nicht auf einen eingetretenen Erfolg an, sondern auf die Eignung der Besuche zur Herbeiführung einer Verbesserung des Gesundheitszustandes. Hier bestand in dem maßgebenden Zeitraum eine realistische Möglichkeit einer Verbesserung des Gesundheitszustandes der Klägerin, da eine Verbesserung erhaltener Restfunktionen im Sinne eines Trainingseffekts nach dem medizinischen Gutachten möglich war.
Dies führt hier dazu, dass die von dem Zeugen K.. bestätigten Besuchsfahrten als eigener Heilungsaufwand der Klägerin ersatzfähig sind, soweit sie nicht an den Wochenenden stattgefunden haben oder der Zeuge lediglich von einem verlängerten Wochenendbesuch von Berlin nach Dessau zurückgefahren ist. An den Wochenenden wäre der Zeuge auch ohne den Unfall von Dessau nach Berlin und zurück gefahren, womit es insoweit an einem Schaden fehlt. So macht die Klägerin für die Wochenendfahrten des Zeugen K… gemäß ihrem Vorbringen in der Berufungsbegründungsschrift auch keine Kosten geltend.
Im Übrigen sind sämtliche von dem Zeugen K.. angegebenen Fahrten zur Besserung des Gesundheitszustandes der Klägerin im Sinne eines Trainings zur Verbesserung von Restfunktionen ersatzfähig, wobei der Zeuge nach seinen glaubhaften Bekundungen in der ihm mit dem Beweisbeschluss übersandten Aufstellung solche Fahrten ausgenommen hat, die er ohnehin nach Berlin unternehmen musste.
Die in der vom Zeugen K… nach Überprüfung der Aufstellung bestätigten Besuche haben auch das medizinisch notwendige und damit ersatzfähige Maß nicht überschritten. Der medizinische Sachverständige Prof. Dr. S… hat eine Eignung der Besuche des Zeugen K.., zu Funktionsverbesserungen bei der Klägerin beizutragen, nur bei einer Frequenz von mindestens einem Besuch wöchentlich und für eine Mindestdauer von einem halben Jahr angenommen. Aus seinem Gutachten ergibt sich sinngemäß weiter, dass mit steigender Frequenz von einer Erhöhung der Wirksamkeit der Besuche auszugehen ist. Unter diesen Umständen sind nach Auffassung des Senats die Besuche des Zeugen insbesondere auch nicht nur im Umfang der von dem Sachverständigen Prof. Dr. S… mitgeteilten Mindestfrequenz und Mindestdauer ersatzfähig. Vielmehr handelt es sich insoweit lediglich um eine Bestimmung der unteren Grenze, ab der die Besuche des Zeugen K.. überhaupt nur geeignet sein konnten, eine Verbesserung der Funktionsfähigkeit bei der Klägerin herbeizuführen. Dies ist aber nicht gleichzusetzen mit dem zur Verbesserung des Gesundheitszustandes der Klägerin medizinisch notwendigen und damit ersatzfähigen Maß, das naturgemäß höher angesetzt werden muss und hier nach Auffassung des Senats mit der Anzahl der Besuche des Zeugen K.. nicht überschritten worden ist.
Demgemäß sind die erforderlichen und damit ersatzfähigen Aufwendungen unter Zugrundelegung der von dem Zeugen K.. vorgenommenen Korrekturen gemäß der von ihm im Beweistermin überreichten Aufstellung zu bemessen, die sich die Klägerin zu eigen gemacht hat und zu der beiden Parteien Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben worden ist.
Insgesamt ergibt sich danach eine Ersatzpflicht der Beklagten für Besuchskosten in Höhe von insgesamt 14.276,83 EUR. Diesem Betrag liegen die nachfolgenden Besuchsfahrten des Zeugen K.. zugrunde. Er setzt sich wie folgt zusammen:
Wochentag　Datum Abfahrtsort/Zielort gefahrene
Donnerstag 10. Februar 2000 Dessau/Grünheide/Dessau 300
Mittwoch 16. Februar 2000 Dessau/Grünheide/Dessau 300
Mittwoch 23. Februar 2000 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 24. Februar 2000 Dessau/Berlin/Dessau 270
Montag 28. Februar 2000 Dessau/Berlin 135
Dienstag 1. März 2000 Berlin/Dessau 135
Dienstag 7. März 2000 Dessau/Berlin/Dessau 270
Mittwoch 8. März 2000 Dessau/Berlin/Dessau 270
Mittwoch 13. März 2000 Dessau/Berlin/Dessau 270
Mittwoch 15. März 2000 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 21. März 2000 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 23. März 2000 Dessau/Berlin/Dessau 270
Montag 27. März 2000 Dessau/Berlin 135
Dienstag 28. März 2000 Berlin/Dessau 135
Donnerstag 30. März 2000 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 4. April 2000 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 11. April 2000 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 13. April 2000 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 25. April 2000 Dessau/Berlin 135
Mittwoch 26. April 2000 Berlin/Dessau 135
Dienstag 2. Mai 2000 Dessau/Berlin 135
Mittwoch 3. Mai 2000 Berlin/Dessau 135
Dienstag 9. Mai 2000 Berlin/Dessau 270
Mittwoch 10. Mai 2000 Berlin/Dessau 270
Donnerstag 11. Mai 2000 Berlin/Dessau 270
Donnerstag 18. Mai 2000 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 25. Mai 2000 Dessau/Berlin/Dessau 270
Mittwoch 31. Mai 2000 Dessau/Berlin 135
Donnerstag 1. Juni 2000 Berlin/Dessau 135
Montag 5. Juni 2000 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 6. Juni 2000 Dessau/Berlin/Dessau 270
Mittwoch 7. Juni 2000 Dessau/Berlin/Dessau 270
Mittwoch 14. Juni 2000 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 20. Juni 2000 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 22. Juni 2000 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 27. Juni 2000 Dessau/Berlin/Dessau 270
Mittwoch 5. Juli 2000 Dessau/Berlin/Dessau 270
Mittwoch 12. Juli 2000 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 18. Juli 2000 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 20. Juli 2000 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 15. August 2000 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 17. August 2000 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 22. August 2000 Dessau/Berlin/Dessau 270
Mittwoch 23. August 2000 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 24. August 2000 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 29. August 2000 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 5. September 2000 Dessau/Berlin/Dessau 270
Mittwoch 6. September 2000 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 12. September 2000 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 14. September 2000 Dessau/Berlin/Dessau 270
Mittwoch 20. September 2000 Dessau/Berlin/Dessau 270
Mittwoch 27. September 2000 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 5. Oktober 2000 Dessau/Berlin/Dessau 270
Montag 9. Oktober 2000 Dessau/Berlin/Dessau 270
Mittwoch 11. Oktober 2000 Dessau/Berlin/Dessau 270
Montag 30. Oktober 2000 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 31. Oktober 2000 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 14. November 2000 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 21. November 2000 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 23. November 2000 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 28. November 2000 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 30. November 2000 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 5. Dezember 2000 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 7. Dezember 2000 Dessau/Berlin/Dessau 270
Mittwoch 13. Dezember 2000 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 19. Dezember 2000 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 21. Dezember 2000 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 9. Januar 2001 Dessau/Berlin/Dessau 270
Montag 15. Januar 2001 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 18. Januar 2001 Dessau/Berlin/Dessau 270
Mittwoch 24. Januar 2001 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 30. Januar 2001 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 1. Februar 2001 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 8. Februar 2001 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 13. Februar 2001 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 15. Februar 2001 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 20. Februar 2001 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 22. Februar 2001 Dessau/Berlin/Dessau 270
Mittwoch 28. Februar 2001 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 6. März 2001 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 8. März 2001 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 13. März 2001 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 15. März 2001 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 20. März 2001 Dessau/Berlin/Dessau 270
Montag 26. März 2001 Dessau/Berlin/Dessau 270
Mittwoch 28. März 2001 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 3. April 2001 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 10. April 2001 Dessau/Berlin 135
Mittwoch 11. April 2001 Berlin/Dessau 135
Donnerstag 3. Mai 2001 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 8. Mai 2001 Dessau/Berlin/Dessau 270
Montag 14. Mai 2001 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 17. Mai 2001 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 22. Mai 2001 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 29. Mai 2001 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 31. Mai 2001 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 5. Juni 2001 Dessau/Berlin 135
Mittwoch 6. Juni 2001 Berlin/Dessau 135
Montag 11. Juni 2001 Dessau/Berlin/Dessau 270
Mittwoch 13. Juni 2001 Dessau/Berlin/Dessau 270
Mittwoch 20. Juni 2001 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 26. Juni 2001 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 28. Juni 2001 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 3. Juli 2001 Dessau/Berlin 135
Mittwoch 4. Juli 2001 Berlin/Dessau 135
Montag 9. Juli 2001 Dessau/Berlin/Dessau 270
Mittwoch 11. Juli 2001 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 17. Juli 2001 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 19. Juli 2001 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 24. Juli 2001 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 31. Juli 2001 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 2. August 2001 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 7. August 2001 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 9. August 2001 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 14. August 2001 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 16. August 2001 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 21. August 2001 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 28. August 2001 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 30. August 2001 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 4. September 2001 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 6. September 2001 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 11. September 2001 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 20. September 2001 Dessau/Berlin 135
Dienstag 25. September 2001 Berlin/Dessau 135
Mittwoch 3. Oktober 2001 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 4. Oktober 2001 Dessau/Berlin/Dessau 270
Montag 8. Oktober 2001 Dessau/Berlin/Dessau 270
Mittwoch 10. August 2001 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 16. Oktober 2001 Dessau/Berlin/Dessau 270
Mittwoch 17. Oktober 2001 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 18. Oktober 2001 Dessau/Berlin/Dessau 270
Montag 29. Oktober 2001 Dessau/Berlin 135
Mittwoch 31. Oktober 2001 Berlin/Dessau 135
Dienstag 6. November 2001 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 8. November 2001 Dessau/Berlin/Dessau 270
Mittwoch 14. November 2001 Dessau/Berlin/Dessau 270
Mittwoch 21. November 2001 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 27. November 2001 Dessau/Berlin/Dessau 270
Montag 3. Dezember 2001 Dessau/Berlin/Dessau 270
Mittwoch 5. Dezember 2001 Dessau/Berlin/Dessau 270
Montag 17. Dezember 2001 Dessau/Berlin 135
Dienstag 18. Dezember 2001 Berlin/Dessau 135
Kilometer gesamt bis 31. Dezember 2001 35.430
daraus ergibt sich für diesen Zeitraum ein zu ersetzender Betrag
in Höhe von 35.430 km x 0,40 DM = 14.172,00　DM
in Euro 7.246,03　€
Donnerstag 3. Januar 2002 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 8. Januar 2002 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 10. Januar 2002 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 15. Januar 2002 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 24. Januar 2002 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 29. Januar 2002 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 31. Januar 2002 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 5. Februar 2002 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 7. Februar 2002 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 12. Februar 2002 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 14. Februar 2002 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 19. Februar 2002 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 21. Februar 2002 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 26. Februar 2002 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 5. März 2002 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 7. März 2002 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 12. März 2002 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 14. März 2002 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 19. März 2002 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 21. März 2002 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 26. März 2002 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 28. März 2002 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 2. April 2002 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 4. April 2002 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 9. April 2002 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 11. April 2002 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 16. April 2002 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 23. April 2002 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 30. April 2002 Dessau/Berlin/Dessau 270
Mittwoch 1. Mai 2002 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 14. Mai 2002 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 28. Mai 2002 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 11. Juni 2002 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 18. Juni 2002 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 20. Juni 2002 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 25. Juni 2002 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 27. Juni 2002 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 4. Juli 2002 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 9. Juli 2002 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 11. Juli 2002 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 30. Juli 2002 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 13. August 2002 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 27. August 2002 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 3. September 2002 Dessau/Berlin/Dessau 270
Mittwoch 11. September 2002 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 24. September 2002 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 8. Oktober 2002 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 10. Oktober 2002 Dessau/Berlin/Dessau 270
Mittwoch 23. Oktober 2002 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 29. Oktober 2002 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 31. Oktober 2002 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 5. November 2002 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 7. November 2002 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 12. November 2002 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 14. November 2002 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 19. November 2002 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 21. November 2002 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 3. Dezember 2002 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 5. Dezember 2002 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 10. Dezember 2002 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 17. Dezember 2002 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 7. Januar 2003 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 9. Januar 2003 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 14. Januar 2003 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 16. Januar 2003 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 4. Februar 2003 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 6. Februar 2003 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 11. Februar 2003 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 13. Februar 2003 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 18. Februar 2003 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 25. Februar 2003 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 27. Februar 2003 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 4. März 2003 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 11. März 2003 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 18. März 2003 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 25. März 2003 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 1. April 2003 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 3. April 2003 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 8. April 2003 Dessau/Berlin/Dessau 270
Mittwoch 9. April 2003 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 15. April 2003 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 24. April 2003 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 29. April 2003 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 6. Mai 2003 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 8. Mai 2003 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 13. Mai 2003 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 20. Mai 2003 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 4. Juni 2003 Dessau/Berlin/Dessau 270
Montag 16. Juni 2003 Dessau/Berlin/Dessau 270
Mittwoch 25. Juni 2003 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 8. Juli 2003 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 10. Juli 2003 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 15. Juli 2003 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 17. Juli 2003 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 22. Juli 2003 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 24. Juli 2003 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 29. Juli 2003 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 31. Juli 2003 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 5. August 2003 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 7. August 2003 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 12. August 2003 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 14. August 2003 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 19. August 2003 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 21. August 2003 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 26. August 2003 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 28. August 2003 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 2. September 2003 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 9. September 2003 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 11. September 2003 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 16. September 2003 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 23. September 2003 Dessau/Berlin 135
Freitag 26. September 2003 Berlin/Dessau 135
Dienstag 30. September 2003 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 9. Oktober 2003 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 14. Oktober 2003 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 16. Oktober 2003 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 4. November 2003 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 11. November 2003 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 13. November 2003 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 18. November 2003 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 27. November 2003 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 2. Dezember 2003 Dessau/Berlin/Dessau 270
Donnerstag 4. Dezember 2003 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 9. Dezember 2003 Dessau/Berlin/Dessau 270
Dienstag 16. Dezember 2003 Dessau/Berlin/Dessau 270
Kilometer gesamt bis ab 01. Januar 2002 33.480,00
in Höhe von 33.480 km x 0,21 EUR 7.030,80 €
Daraus ergibt sich für Besuche des Zeugen K.. in der Zeit vom 10. Februar 2000 bis 16. Dezember 2003 ein zu ersetzender Gesamtbetrag von 14.276,83 EUR.
Die Klägerin behauptet hierzu, sie habe den ihr am 30. Oktober 2000 ausgezahlten Betrag aus ihrer privaten Unfallversicherung in Höhe von 200.000,00 DM nicht längerfristig und zinsgünstig als Festgeld mit 5% Zinsen Ertrag anlegen können, sondern nur kurzfristig und damit weniger zinsgünstig. Dies habe seine Ursache darin, dass sie aus der Unfallversicherungssumme wegen des verzögerlichen Regulierungsverhaltens der Beklagten teilweise ihren Lebensunterhalt, insbesondere die Kosten der Heimunterbringung und andere unfallbedingte Aufwendungen habe bestreiten und daher den von ihrer Unfallversicherung ausgezahlten Betrag mit jederzeitigem Zugriff und demgemäß zu geringeren Zinsen hätte anlegen müssen. Hierdurch sei ihr ein möglicher Zinsgewinn in Höhe von insgesamt 12.969,17 EUR entgangen.
Darüber hinaus ist auch die Berechnung der Höhe des von den Beklagten bestrittenen Zinsverlustes nicht hinreichend nachvollziehbar und damit nicht schlüssig dargelegt. Die Klägerin hat lediglich die von der W… ausgezahlten Zinsen aufgelistet, ohne vorzutragen, welche Beträge sie im einzelnen jeweils zu welchem Zinssatz und für welche Zeit konkret angelegt hatte. Auch aus der Anlage K19 lässt sich dies nicht entnehmen. Ohne entsprechenden Vortrag kann der Senat jedoch den geltend gemachten Zinsverlust nicht hinreichend nachvollziehen.
Soweit die Klägerin den vom Zeugen K.. auf ihren Namen geleisteten Teil der Anzahlung auf den Kaufpreis für die Eigentumswohnung als Schaden geltend macht, mit der Begründung, sie habe die Zuwendung an den Zeugen zurückgegeben, weil sie die Wohnung und damit die Zuwendung infolge des Unfalls nicht mehr habe verwenden können und nur mit Folgekosten (nämlich der Kaufpreisforderung für die Wohnung) belastet gewesen sei, hat die Berufung keinen Erfolg. Insoweit hat das Landgericht die Klage im Ergebnis zu Recht abgewiesen. Denn hier hat sich die Klägerin der Zuwendung durch eigene Entscheidung begeben; es ist also kein den Beklagten zuzurechnender Schaden der Klägerin eingetreten. Im Übrigen ist der Klägerin insoweit auch nach der gemäß § 249 Abs. 1 BGB anzustellenden Differenzhypothese zwischen der Vermögenslage der Klägerin vor und nach dem Unfall kein Schaden entstanden. Das Vermögen der Klägerin war trotz der Zuwendung wegen der mit dem Abschluss des Kaufvertrages über die Eigentumswohnung verbundenen hohen Zahlungsverpflichtungen vor dem Unfall geringer als nach Übernahme der gesamten Verpflichtungen durch den Zeugen K.. und Rückgabe der Zuwendung.
Insgesamt hat damit die Berufung hinsichtlich der restlichen Kosten der Heimunterbringung in Höhe von 18.150,00 EUR Erfolg sowie hinsichtlich der für die Besuche des Zeugen K.. bei der Klägerin aufgewendeten Kosten in Höhe von 14.276,83 EUR, also in Höhe eines Gesamtbetrages von 32.426,83 EUR.
Die Revision ist nicht zugelassen worden, weil keine Rechtsfragen von grundsätzlicher Bedeutung zu klären waren und auch die Fortbildung des Rechts oder die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung keine Entscheidung des Revisionsgerichts erfordern (vgl. § 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO).