Source: http://oegatap.at/ausbildung_hy_curriculum_2004
Timestamp: 2018-02-25 15:51:46
Document Index: 291278205

Matched Legal Cases: ['§ 16', '§ 6', '§6', '§ 10', '§ 17', '§ 6', '§ 6', '§ 6']

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AUSBILDUNGSCURRICULUM HYPNOSE
1. Beschreibung der methodenspezifischen Ausrichtung der HYPNOSE:
Hypnotische Trance kann in fein differenzierten Abstufungen und Ausformungen verschiedene Tiefengrade erreichen. Der Hypnosetherapeut induziert diese Trancezustände beim Patienten durch verschiedene Techniken verbaler und nonverbaler Kommunikation, durch direkte und/oder indirekte Suggestion. Das Erleben der Hypnose ist gekennzeichnet durch Fokussierung der Aufmerksamkeit, veränderte Wahrnehmung, Imagination (bildhaftes Denken) und "Trance-Logik" (Primärprozess).
In der Hypnosetherapie wird der Mensch in seinem entwicklungs- und lerngeschichtlichen, systemischen und zukunftsorientierten Rahmen gesehen. Die Erkenntnisse der Tiefenpsychologie, insbesondere der psychoanalytischen Entwicklungspsychologie, Neurosenlehre, Objektbeziehungstheorie, Ich-Psychologie, Selbst-Psychologie u.a., der Lerntheorie, sowie die systemische Sichtweise liefern das Verständnis sowohl für Ätiologie von Störungen und Leidenszuständen als auch für die Zielrichtung psychotherapeutischen Handelns. Als übergeordnetes Prinzip gilt die Orientierung an gesunden Anteilen des Patienten sowie das Nutzen und Ausbauen von Ressourcen.
2. Beschreibung der durch das Absolvieren des Curriculums für Hypnose vermittelten Qualifikationen, bzw. Beschreibung der curricularen Ausbildungsziele:
Die von der ÖGATAP angebotene Ausbildung in der Psychotherapiemethode Hypnose ermöglicht die umfassende Behandlung von PatientInnen. Durch das Absolvieren des Curriculums mit Selbsterfahrung und dem Erwerb von Theorie und Praxis sowie der Kenntnisse in den Bereichen Diagnostik, Indikationsstellung, Überweisungskompetenz, Erstellen von Arbeitshypothesen und Behandlungsplan, wird die Kompetenz zu reflektierter Durchführung der psychotherapeutischen Behandlung von Patienten erworben.
Durch mehrere Evaluationsschritte zu Beginn, während und am Ende der fachspezifischen Ausbildung wird die persönliche Eignung zum/r PsychotherapeutIn und der Ausbildungsfortschritt der/s AusbildungskandidatIn laufend überprüft (siehe Punkt 3.1.4.)3. Curriculum
3.1 Hypnose - Ausbildung
(Psychotherapeutisches Fachspezifikum)
Psychophysiologie, objektive und subjektive Trancephänomene, Hypnosetheorien und Geschichte der Hypnose, Entspannungs- und Meditationstechniken, Suggestion; das Menschenbild und die Techniken von Milton Erickson; Therapieplanung (Erstinterview, Anamnese, Diagnostik, Arbeitshypothese, Therapieverlauf, Therapieende), Indikation und Kontraindikation der Hypnose
Einzelselbsterfahrung mit Hypnose mit tiefenpsychologischer Orientierung (mind. 100 Std.)
Gruppenselbsterfahrung mit Hypnose und Trance-Zuständen (mind. 200 Std.) in der kontinuierlichen Ausbildungsgruppe
Seminare zur Anwendung der Methode – "Anwendungsseminare" (mind. 140 Std.). Diese umfassen mind. 100 Stunden Selbsterfahrung und 40 Stunden Theorie.
Es sind mindestens 10 Fallvorstellungen mit eigenem Fall zu absolvieren. Davon müssen mindestens 5 in "Fallvorstellungsseminaren" bei den intern. Seminaren der ÖGATAP (Waidhofen, Radstadt) erbracht werden, die anderen 5 Fälle können in eigens organisierten Fallvorstellungsseminaren vor Ort, im Rahmen von Supervisionsgruppen und/oder innerhalb der Einzelsupervision vorgestellt werden. Auf der Teilnahmebestätigung ist von der/m LehrtherapeutIn danach einzutragen: "wurde einer Fallvorstellung gemäß vorgestellt". Zusätzlich zu den 10 Fallvorstellungen mit Fall sind 5 Fallvorstellungsseminare ohne eigenen Fall ("als ZuhörerIn") bei den "Fallvorstellungsseminaren" der int. Seminare (Radstadt, Waidhofen) nachzuweisen.
Im Rahmen der Ausbildung müssen insgesamt mindestens 3 verschiedene Fälle bei Fallvorstellungen vorgestellt werden. Bei einem/einer LehrtherapeutenIn mit voller Lehrbefugnis (DozentIn) können maximal 5 Fallvorstellungen absolviert werden; insgesamt müssen Fallvorstellungen bei mindestens 4 verschiedenen LehrtherapeutenInnen mit voller Lehrbefugnis (DozentInnen) erfolgen.
Supervision kann nur bei LehrtherapeutInnen mit voller Lehrbefugnis (DozentInnen) für Hypnose, einschließlich des/der LeiterIn der eigenen Ausbildungsgruppe in Anspruch genommen werden.
Im Einzelfall kann der Verein, entsprechend den Anrechnungsrichtlinien des BMGF (zu finden auf der home-page der ÖGATAP und des Ministeriums) eine Institution, die nicht in einer Liste aufscheint, jedoch den Kriterien entspricht, als Praktikumseinrichtung anerkennen. Ein entsprechender Antrag mit Beschreibung der Institution und Anführung des beschäftigten Fachpersonals (PsychotherapeutInnen - mit Angabe des Methodenzusatzes-, ÄrztInnen, weiteres med. Personal, PsychologInnen, SozialarbeiterInnen) ist an die Ausbildungsleitung zu richten. Für die Anrechnung von Praktikumseinrichtungen gibt es Formulare, von der home-page der ÖGATAP (www.oegatap.at) oder des Ministeriums (www.bmgf.gv.at) herunterzuladen. Diese werden vollständig ausgefüllt an die Ausbildungsleitung der ÖGATAP geschickt, welche gemeinsam mit der Ausbildungskommission über eine Anrechnung der Praktikumsstelle auf der Grundlage der gesetzlichen Anrechnungsrichtlinien entscheidet.
Parallel zum Praktikum erfolgt die Praktikumssupervision im Ausmaß von mind. 30 Stunden. Nach Vorgabe des Psychotherapiebeirates hat diese methodenspezifisch zu sein. Wird die Supervision von einer SupervisorIn mit einem anderen Methodenzusatz durchgeführt, kann, nach ausreichender Begründung durch die AusbildungskandidatIn (siehe Anrechnungsrichtlinien des BMGF - home-page des Ministeriums und der ÖGATAP) diese nach Beschlussfassung durch die Ausbildungskommission anerkannt werden. Dazu ist ein Antrag an die Ausbildungsleitung notwendig, der von der ÖGATAP-home-page heruntergeladen werden kann.
Die ÖGATAP ist bemüht, eine hochqualifizierte Ausbildung anzubieten. Die Zulassung für den Abschluss der Ausbildung richtet sich deshalb nicht nur nach der geforderten absolvierten Stundenanzahl (diese kann nur als Mindestanzahl angenommen werden), sondern auch danach, ob ein/e AusbildungskandidatIn die qualitativen Kriterien erfüllt, die ein/e PsychotherapeutIn mit der Methode der Hypnose nachweisen muss.
Wenn alle im Ausbildungscurriculum vorgesehenen Schritte absolviert wurden, müssen das korrekt ausgefüllte Formular "Einreichung zum TherapeutInnenkolloquium in Hypnose" (home-page ÖGATAP) und die entsprechenden Original-Teilnahmebestätigungen (Sicherheitskopie anlegen) an die ÖGATAP geschickt werden. Nach Überprüfung der Vollständigkeit der Ausbildungsschritte wird eine schriftliche Bestätigung darüber ausgestellt; erst danach kann die Abschlussarbeit eingereicht werden.
Nach erfolgreichem Ablegen des TherapeutInnenkolloquiums wird der TherapeutInnenstatus verliehen. Dieser berechtigt zur selbständigen Behandlung von PatientInnen mit der Methode der Hypnose.
Schriftliche Ausarbeitung einer Falldarstellung und Kolloquium bei zwei LehrtherapeutInnen mit voller Lehrbefugnis (DozentInnen) (siehe 3.3.4).
Die Falldarstellung sollte 30 - maximal 35 Seiten umfassen (Schriftgröße 12 pt., 40 Zeilen pro Seite – 1 1/2 zeilig). Beigelegt werden sollte auch ein "psychotherapeutischer Lebenslauf", in dem der Quellenberuf, und Angaben darüber, bei wem und wann die Ausbildungsgruppe und die Lehrtherapie absolviert wurden, sowie ev. institutionelle Erfahrungen etc. enthalten sind.
Zum Hypnose-Kolloquium soll eine länger dauernde tiefenpsychologische Behandlung eingereicht werden, welche mind. 40 bis 50 Behandlungsstunden umfasst.
Der Qualitätsstandard der fachspezifischen Ausbildung in Hypnose wird durch die koninuierliche Beobachtung des persönlichen und fachlichen Lernfortschrittes gewährleistet. Dies geschieht durch die/den LeiterIn der Ausbildungsgruppe, den LehrtherapeutInnen in den angebotenen ÖGATAP-Seminaren, sowie den LehrtherapeutInnen, bei denen Supervision, Fallvorstellungen und das Abschlusskolloquium absolviert werden. (Der/die LehrtherapeutIn für die Einzelselbsterfahrung ist von jedweder Beteiligung an der Evaluation ausdrücklich ausgenommen!)
Nach Absolvierung der Gruppenselbsterfahrung (100 Std.) durch die/den verantwortliche/n LeiterIn der Ausbildungsgruppe (Überprüfung des KandidatInnenstatus).
Bei der Überprüfung des Lernfortschrittes in Hinblick auf die Verleihung des PraktikantInnenstatus, etwa ab der Hälfte der Ausbildungsgruppe.
Bei den Fallvorstellungen. Jede Fallvorstellung stellt einen Evaluationsschritt dar. Zur Beurteilung von Fallvorstellungen siehe Pkt. 3.1.2.2.
Bei der Zulassung zum TherapeutInnenkolloquium, die von der Ausbildungsleitung der ÖGATAP ausgesprochen wird.
Bei der Abschlussarbeit in Form einer schriftlichen Falldarstellung (siehe Pkt. 3.1.3.)
Beim TherapeutInnenkolloquium (Pkt. 3.1.3.)
Sollte es im Rahmen der Ausbildung zur PsychotherapeutIn für Hypnose zu Meinungsverschiedenheiten kommen, die nicht mit Hilfe der bestehenden Einrichtungen wie KandidatInnenvertretung, Ausbildungsleitung, Ausbildungskommission, Ethikkommission, oder durch ein moderiertes Gespräch mit den Betroffenen innerhalb der ÖGATAP zu lösen sind, gibt es die Möglichkeit, sich an das Schiedsgericht für die Ausbildung der ÖGATAP zu wenden (§ 16/1 der Statuten – Das Schiedsgericht für die Ausbildung).
3.2.2 Das Fachspezifikum für Hypnose besteht aus zwei Teilen:
Der theoretische Teil (mind. 300 Std.) und der praktische Teil (mind. 1600 Std.) werden wie folgt absolviert: mind. 260 Std. Theorie und 200 Std. Gruppenselbsterfahrung werden im Rahmen einer kontinuierlichen Ausbildungsgruppe (mind. 460 Std.) vermittelt. Die Einzelselbsterfahrung mit tiefenpsychologisch orientierter Hypnose (offene Stundenanzahl, jedoch mind. 100 Std.) erfolgt bei einer/m LehrtherapeutIn für Hypnose. Zusätzliche Hypnose (Anwendungs-) seminare werden bei größeren Veranstaltungen der ÖGATAP in Radstadt, Waidhofen oder an Wochenenden angeboten.
Zum praktischen Teil des Fachspezifikums gehören auch das Praktikum (§ 6 Abs. 2 Z.2+3) und die therapeutische Arbeit mit PatientInnen unter Supervision nach Verleihung des PraktikantInnenstatus (§6 Abs. 2 Z.4). Den Abschluss der Ausbildung bildet das Therapeutenkolloquium für Hypnose.
Alle nach den dzt. gültigen rechtlichen Bestimmungen (§ 10 des PsychG.) zur Ausbildung für Psychotherapie Zugelassenen und alle in die Psychotherapeutenliste des Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen Eingetragenen (§ 17) müssen zur Aufnahme in den Verein und Zulassung zur Ausbildung das Hypnose-Einführungsseminar absolviert haben und die positive Beurteilung in einem Aufnahmegespräch vorweisen. Durch dieses Gespräch mit zwei LehrtherapeutInnen mit voller Lehrbefugnis (DozentInnen) der ÖGATAP wird bei persönlicher Eignung und Belastbarkeit der Zugang zur Ausbildung und die Aufnahme in den Verein (nach Zustimmung durch den Vorstand) ermöglicht.
3.2.4.1 Einzelselbsterfahrung / Lehrtherapie mit tiefenpsychologisch orientierter Hypnose (Stundenanzahl offen, jedoch mind. 100 Std.)
Es wird empfohlen, mit der Lehrtherapie möglichst am Anfang der Ausbildung zu beginnen (Liste der LehrtherapeutInnen für eine Lehrtherapie aus der home-page herunterladen oder vom Sekretariat anfordern).
Die kontinuierlichen Ausbildungsgruppe ist eine geschlossene Gruppe unter Leitung eines/er Lehrtherapeuten/in (Dozenten) mit voller Lehrbefugnis für Hypnose und vermittelt die Inhalte des theoretischen Teils und die Selbsterfahrung in der Gruppe des praktischen Teils des Fachspezifikums für Hypnose. Sie wird in Form von 14tägig stattfindende Abendgruppen mit 2-3 Wochenenden pro Jahr, oder als ausschließliche Wochenendgruppen etwa 6-8 mal pro Jahr angeboten. Sie erstreckt sich daher über einen Zeitraum von mindestens 3-4 Jahren.
In der laufenden Ausbildungsgruppe wird bei ausreichender Entwicklung und Qualifikation der/s AusbildungskandidatIn der PraktikantInnenstatus nach Diskussion in der Gruppe durch die/en verantwortliche/n LeiterIn der Ausbildung verliehen.
Ab dem PraktikantInnenstatus können unter begleitender Supervision Therapien mit Hypnose durchgeführt werden im Sinne der geforderten psychotherapeutischen Tätigkeit – siehe Punkt 3.1.2.2. (600 Stunden, vor dem Abschluss "glaubhaft zu machen" mit: Alter und Geschlecht des/der Patienten/Patientin, Diagnose, Beginn und Ende der Therapie, Stundenanzahl, bei wem supervidiert).
Grundsätzlich ist Supervision nur bei LehrtherapeutInnen mit voller Lehrbefugnis (DozentInnen) anrechenbar. Sollte es zu Engpässen kommen, kann ein Antrag an die Ausbildungskommission zur Anrechnung von Supervision bei einem/einer LehrtherapeutIn mit partieller Lehrbefugnis gestellt werden. In diesem Fall ist anzugeben, bei wem die Lehrtherapie erfolgt (darf nicht dieselbe Person sein).
Nach erfolgreicher Absolvierung aller Ausbildungsschritte und schriftlicher Ausarbeitung eines Therapieverlaufs mit der Methode Hypnose, sowie Absolvierung von fachspezifischem Praktikum (§ 6 Abs. 2 Z.2+3) und psychotherapeutischer Tätigkeit mit PatientInnen unter Supervision (§ 6 Abs. 2 Z.4), kann das TherapeutInnenkolloquium abgelegt werden.
Die ÖGATAP ist bemüht, eine hochqualifizierte Ausbildung anzubieten. Die Zulassung zum Abschluss der Ausbildung richtet sich deshalb nicht nur danach, ob die geforderte Stundenanzahl absolviert worden ist (diese kann nur als Mindestanzahl angenommen werden), sondern auch danach, ob ein/e AusbildungskandidatIn die qualitativen Kriterien erfüllt, die ein/e PsychotherapeutIn mit der Methode Hypnose nachweisen muss.
Es berechtigt zur selbständigen Behandlung von PatientInnen mit der Methode Hypnose. Nach Anerkennung durch das BM für Gesundheit und Frauen wird der Berufstitel "PsychotherapeutIn" mit dem Zusatztitel Hypnose verliehen.
A) Die Gliederung der 10 Seminare zum Erwerb theoretischer und praktischer Kenntnisse der Hypnose im Rahmen der kontinuierlichen Ausbildungsgruppe:
Vorbereitung, Arbeits- und Verlaufskonzept mit Monitoring, Ziele und Zieldefinitionen, maßgeschneiderte und strategische Therapie.
B) Weitere Seminare mit Selbsterfahrung und Theorie in Hypnose zu spezifischen Anwendungsgebieten ("Anwendungsseminare"), z.B.:
Fakultativ können nach freier Wahl aus dem Angebot der ÖGATAP weitere Anwendungsseminare besucht werden: z.B. Hypnose und Familientherapie/systemische Therapien, Hypnose bei Depressionen, Hypnose und Krebs, Meditationsmethoden, Hypnose in der Neurorehabilitation, Hypnose und Psychosen, Hypnose in Suchttherapien etc.
3.3. Allgemeine Ausbildungsordnung der ÖGATAP für Hypnose
Die Ausbildung des psychotherapeutischen Fachspezifikums für Hypnose in der ÖGATAP wird entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen durch die Allgemeine Ausbildungsordnung und das spezielle Curriculum für Hypnose geregelt.
Die positive Beurteilung des Aufnahmegespräches und der Beginn der Ausbildung (ATP, KIP oder HY) verleihen den Bewerbern den Titel KandidatIn.
Die Supervision ist als Einzelsupervision, in Supervisionsgruppen und in Fallvorstellungen möglich. Supervision für Psychotherapie mit Hypnose ist nur durch LehrtherapeutInnen mit voller Lehrbefugnis (DozentInnen) der ÖGATAP für Hypnose, sowie durch von der ÖGATAP dazu eingeladenen ausländischen LehrtherapeutInnen möglich.
Das Kolloquium besteht aus einem Gespräch einerseits über den schriftliche eingereichten Fall und über den Behandlungsstil, der nach Möglichkeit anhand von Tonbandausschnitten aus verschiedenen Therapiestunden zu demonstrieren ist, andererseits über allgemeine Fragen aus Theorie und Praxis.
Nach erfolgreicher Ablegung des TherapeutInnenkolloquiums wird der TherapeutInnenstatus für Hypnose verliehen. Dieser berechtigt zur selbständigen Behandlung von PatientInnen mit der Methode, in der das Therapeutenkolloquium abgelegt wurde.
RICHTLINIEN FÜR DIE AUSBILDUNG ZUR/M LEHRTHERAPEUTIN/EN FÜR HYPNOSE
1. Richtlinien für die Ausbildung zur/m LehrtherapeutIn mit partieller Lehrbefugnis für Hypnose
Die Aufgabe eines/r LehrtherapeutIn mit partieller Lehrbefugnis für die Ausübung der Lehrtherapie ist die Vermittlung von Selbsterfahrung mit der Methode der Hypnose.
Die Aufgabe eines/r LehrtherapeutIn mit partieller Lehrbefugnis für die Ausübung der Praktikumssupervision ist die Supervision des Praktikums (entsprechend dem Psychotherapiegesetz § 6 Abs. 2) mit der Methode der Hypnose.
Eintragung in die Psychotherapeutenliste des Bundesministeriums mit der Methode der Hypnose
Regelmäßige Teilnahme an fortlaufender Hypnose-Supervision (Einzel- oder Gruppensupervision) nach dem Kolloquium
Beginn der Ausbildung zum/r LehrtherapeutIn mit partieller Lehrbefugnis kann frühestens 2 Jahre nach Abschluss des Hypnose-Kolloquiums erfolgen
3 Hypnose-Fallvorstellungen bei postgraduierten Fallvorstellungen im Laufe von 5 Jahren , schriftliche Stellungnahme des Referenten
Wissenschaftliche Tätigkeit: bezogen auf die Hypnose mindestens 1 Artikel (in der Zeitschrift "Imagination" oder in einer anderen wissenschaftlichen Zeitschrift) oder 1 Vortrag im Rahmen der ÖGATAP-Seminare
Ernennung zum/r LehrtherapeutIn mit partieller Lehrbefugnis für Hypnose (Lehrtherapie und Supervision) kann erst nach mindestens 5-jähriger Erfahrung nach Abschluss der Ausbildung in der Anwendung der Hypnose erfolgen
Bei positiver Evaluierung durch die Stellungnahmen der SupervisorInnen und ReferentInnen der Fallvorstellungen und nach Erfüllung aller oben genannten Kriterien bzw. der Kriterien der jeweils gültigen Fassung der Lehrpersonnen-Richtlinie für das Fachspezifikum des Bundesministeriums für soziale Sicherheit und Generationen erfolgt nach 5 Jahren im Rahmen der jährlichen Klausur für LehrtherapeutInnen mit voller Lehrbefugnis (DozentInnenvollversammlung) die Ernennung zum/r LehrtherapeutIn mit partieller Lehrbefugnis für Hypnose (Lehrtherapie und Praktikumssupervision).
2. Richtlinien für die Ausbildung zur/m LehrtherapeutIn mit voller Lehrbefugnis (DozentIn) für Hypnose
Die Aufgaben eines/r LehrtherapeutIn mit voller Lehrbefugnis (DozentIn) für Hypnose sind die theoretische und praktische Ausbildung, die Supervision, die Lehrtherapien (Einzel- und Gruppenselbsterfahrung) mit der Methode, die Leitung einer Ausbildungsgruppe, Aufnahmegespräche und das Therapeutenkolloquium.
Zunächst erfolgt grundsätzlich die Berufung auf die Laufbahn für LehrtherapeutInnen mit partieller Lehrbefugnis für Hypnose: Das Kolloquium muss dafür mindestens 2 Jahre zurückliegen. In diesen 2 Jahren muss der/die AspirantIn an einer kontinuierlichen Einzel- oder Gruppensupervision in seiner Methode teilgenommen haben. Wenn der/die AspirantIn auf der LehrtherapeutInnen-Laufbahn für LehrtherapeutInnen mit partieller Lehrbefugnis 1 Jahr lang erfolgreich unterwegs war, kann frühestens die Berufung auf die Laufbahn für LehrtherapeutIn mit voller Lehrbefugnis (DozentInnen-Laufbahn) erfolgen (also 3 Jahre nach dem Kolloquium).
Vorschlag und Zustimmung der LehrtherapeutInnen mit voller Lehrbefugnis (DozentInnen) im Rahmen der jährlichen LehrtherapeutInnen-Vollversammlung für die Laufbahn zum/r LehrtherapeutIn mit voller Lehrbefugnis für Hypnose. Die Schritte der Laufbahn für LehrtherapeutInnen mit partieller Lehrbefugnis können ab diesem Zeitpunkt parallel zu den Schritten der Laufbahn für LehrtherapeutInnen mit voller Lehrbefugnis erfolgen.
Nachwuchs-LehrtherapeutInnen mit voller Lehrbefugnis sollen sich ab dem Moment, in dem sie auf die Laufbahn kommen, selbst eine Lehrtherapeutin oder einen Lehrtherapeuten mit voller Lehrbefugnis aus dem Kreis der LehrtherapeutInnen mit voller Lehrbefugnis für Hypnose als MentorIn suchen, der/die sie so lange begleitet und berät, bis die endgültige Ernennung zum/r LehrtherapeutIn mit voller Lehrbefugnis erfolgt ist. Darüber hinaus sollen alle Nachwuchs-LehrtherapeutInnen Kontakt mit der Ausbildungsleitung aufnehmen, um von Anfang an Transparenz in bezug auf erforderliche Ausbildungsnachweise zu haben.
Therapeutenverhalten (als Modell für das Lernen der KandidatInnen). Zu diesem Zweck sollten AspirantInnen auf der Laufbahn für LehrtherapeutInnen mit voller Lehrbefugnis möglichst viele Übungen im Rahmen ihrer Co-Leitungen zur Demonstration durchführen.
Vor einer Berufung zum/r LehrtherapeutIn mit voller Lehrbefugnis müssen Kenntnisse und Fertigkeiten in Gruppendynamik, Gruppenanalyse oder einer vergleichbaren Gruppen-Methodik nachgewiesen werden (als solche gelten z. B. auch Hypnose-Gruppen, in Gruppen-KIP und in ATP-Oberstufe, aber auch Gruppen in einer vom Ministerium anerkannten Methode mit tiefenpsychologisch-analytischer Orientierung wie z. B. Gruppenanalyse, dynamische Gruppentherapie, Psychodrama, Gestalttherapie). Verlangt wird der Nachweis von 60 Stunden Gruppen-Erfahrung in einer fortlaufenden Gruppe in einer dieser Methoden und von 80 Stunden Gruppenerfahrung in Blockform in einer dieser Methoden (z. B. 2 Wochen-Blöcke zu je 40 Stunden). Insgesamt sind damit 140 Stunden Gruppenerfahrung nachzuweisen.
AspirantInnen auf der Laufbahn für LehrtherapeutInnen mit voller Lehrbefugnis (DozentInnen) müssen eine wissenschaftliche Tätigkeit in der von ihnen vertretenen Methode nachweisen. Als Nachweis für die wissenschaftliche Betätigung müssen 2 Vorträge gehalten oder 2 Publikationen zur Methode (Hypnose) vorgelegt werden. Fakultativ kann ein Vortrag oder eine schriftliche Ausarbeitung auch durch die Abhaltung eines W-Seminars mit dem Schwerpunkt der Methode ersetzt werden. Erforderlich ist eine Absprache mit dem/r MentorIn, den/die der/die AspirantIn sich aus dem Kreis der LehrtherapeutInnen mit voller Lehrbefugnis (DozentInnen) selbst gewählt hat.
Es sind im Rahmen der Laufbahn für LehrtherapeutInnen mit voller Lehrbefugnis mindestens 8 Co-Leitungen durchzuführen: 4 Hypnose-Intensiv-Seminare und 4 Hypnose-Fallvorstellungen. Bei den Intensiv-Seminaren muss es sich mindestens um einen Hypnose-Einführungkurs handeln. Jeweils eine Fallvorstellung-Co-Leitung und eine Co-Leitung bei einem Intensiv-Seminar können beim/bei gleichen/gleicher LehrtherapeutIn mit voller Lehrbefugnis absolviert werden. Bei den Fallvorstellung-Co-Leitungen ist darauf zu achten, dass der/die AspirantIn mindestens 1 Fall-Präsentation pro Fallvorstellung selbständig "führt".
Nach Erfüllung aller erforderlichen Schritte bzw. aller Kriterien der jeweils gültigen Fassung der Lehrpersonen-Richtlinie für das Fachspezifikum des Bundesministeriums für soziale Sicherheit und Generationen, die durch die Ausbildungsleitung und die Ausbildungskommission geprüft werden und nach neuerlichem Beschluss durch die LehrtherapeutInnen mit voller Lehrbefugnis (DozentInnenschaft) für Hypnose der ÖGATAP kann in der einmal jährlich stattfindenden Vollversammlung der LehrtherapetInnen mit voller Lehrbefugnis (DozentInnen) der LehrtherapeutInnenstatus mit voller Lehrbefugnis (DozentInnenstatus) für Hypnose verliehen werden