Source: http://kulturellevielfalt.unesco.at/cgi-bin/page.pl?id=21;lang=de
Timestamp: 2017-04-26 19:26:25
Document Index: 387183449

Matched Legal Cases: ['Art. 13', 'Art. 16', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 6', 'Art. 7', 'Art. 10']

- Themen im Fokus
» Themen im Fokus
Mit dem UNESCO-Übereinkommen zur Vielfalt kultureller Ausdrucksformen liegt erstmals ein internationaler, rechtlich bindender Rahmen zur Integration von Kultur in Entwicklungskonzepte vor, durch den die Debatte zu "Kultur für Entwicklung" besonders in den letzten Jahren an Momentum gewonnen hat. Staaten sind gefordert, Kultur in ihren nationalen als auch internationalen Entwicklungs- strategien zu berücksichtigen (Art. 13).
Mobilität von Kunst- und Kulturschaffenden
Ein Kernanliegen des UNESCO Übereinkommen zur Vielfalt kultureller Ausdrucksformen ist die Förderung eines umfassenderen und ausgewogeneren inter- nationalen Kulturaustausches. Zu diesem Zweck sieht das Übereinkommen eine Verpflichtung zur Vorzugs- behandlung von Kunst- und Kulturschaffenden aus Entwicklungsländern, unter anderem durch Erleichte- rung ihrer berufsbedingten Mobilität, vor (Art. 16).
Künstlerische Freiheit und kulturelle Selbstbestimmung
Zu den wichtigsten Bestimmungen des UNESCO-Übereinkommens zur Vielfalt kultureller Ausdrucks- formen zählt die Definition grundlegender Prinzipien von Kulturpolitik durch die internationale Staaten- gemeinschaft, wie der Grundatz der Achtung der persönlichen Wahlfreiheit der künstlerisch-kulturellen Ausdrucksformen und des Rechts auf freie und gleichberechtigte Teilhabe an Kultur (Art. 2.1, Art. 2.7).
Kultur und Handel
Das UNESCO-Übereinkommen zur Vielfalt kultureller Ausdrucksformen zielt auf die Anerkennung der Doppelnatur kultureller Güter und Dienstleistungen ab: Kulturelle Ausdrucksformen haben sowohl wirtschaft- lichen als auch kulturellen Wert und dürfen daher nicht so behandelt werden, als wären sie eine Handelsware wie jede andere. (Art. 2.2, Art. 2.5, Art. 6, Art. 7).
Das UNESCO-Übereinkommen zur Vielfalt kultureller Ausdrucksformen verpflichtet Staaten, die dem Übereinkommen beigetreten sind, die Kreativität zu fördern und das Verständnis für die Bedeutung, die dem Schutz und der Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen zukommt, aktiv im formalen und nicht-formalen Bildungsbereich zu stärken. Schulen kommt hierbei eine besondere Bedeutung zu (Art. 10).
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