Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%202000,%20207
Timestamp: 2019-08-18 16:28:51
Document Index: 338299829

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 8', '§ 10', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: NJW 2000, 207 - dejure.org
https://dejure.org/1999,1098
BGH, 24.06.1999 - VII ZR 229/98 (https://dejure.org/1999,1098)
BGH, Entscheidung vom 24.06.1999 - VII ZR 229/98 (https://dejure.org/1999,1098)
BGH, Entscheidung vom 24. Juni 1999 - VII ZR 229/98 (https://dejure.org/1999,1098)
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Kostenschätzung - DIN 276 - Architekt - Honorar - Prüffähigkeit - Formular - Muster
Architektenhonorarrechnung: Anforderungen an Kostenschätzung nach DIN 276?
§§ 8 Abs. 1, 10 Abs. 2 Nr. 1 HOAI
bauverlag.de (Kurzaufsatz mit Bezug zur Entscheidung)
Weniger Hindernisse für die Schlussrechnung
Ständige Verwechslung von Prüffähigkeit und sachlicher Richtigkeit einer Honorarrechnung! (IBR 1999, 485)
NJW 2000, 207 (Ls.)
NJW-RR 1999, 1541
WM 1999, 2260
BauR 1999, 1318
Dabei muss der Architekt nicht das entsprechende Formblatt verwenden, sondern es reicht aus, wenn das Gliederungsschema der DIN 276 benutzt wird (Locher/Koeble/Frik, Kommentar zur HOAI, 9. Aufl., § 10 HOAI Rdnr. 14 unter Verweis auf BGH, BauR 1999, 1318).
Hierbei braucht das Formblatt der DIN 276 selbst für die jeweiligen Kostenermittlungen nicht verwandt werden, eine sachlich gleichwertige Kostenermittlung reicht aus, sofern die Systematik der DIN 276 berücksichtigt oder sogar eine genauere Kostenermittlung aufgestellt wird und der Auftraggeber in der Lage ist dies nachzuvollziehen (vergl. BGH, BauR 1999, 1318;… Werner/Pastor, der Bauprozess, 14. Auflage, Rn. 979, Senat, a. a. O.).
Ob diese Kosten in vollen Umfang, nur teilweise oder nicht angesetzt werden durften, betrifft nicht die Prüffähigkeit, sondern die sachliche Richtigkeit der Rechnung (BGH NJW 1999, 3493, 3494 = BauR 1999, 1467, 1468); das gleiche gilt für die Frage, ob die in der Kostenermittlung angesetzten Preise richtig sind (…BGH aaO; BauR 1999, 1318, 1319; BGH NJW 2000, 206, 207 = BauR 2000, 124, 126) und ob der Honorarberechnung Brutto- oder Netto-Beträge zugrunde gelegt werden dürfen (BGH NJW 2000, 808, 809).
Ob die in der Kostengruppe 3 in Ansatz gebrachten Beträge für das Bauvorhaben zutreffend ermittelt sind, ist keine Frage der Prüffähigkeit, sondern der sachlichen Richtigkeit der Schlußrechnung (vgl. BGH, Urteil vom 24. Juni 1999 - VII ZR 229/98, BauR 1999, 1318 m.w.N.).
Ihre sachliche Richtigkeit, insbesondere der in der Kostenberechnung eingetragenen Beträge und ihrer Begründung, ist nicht Voraussetzung der Prüffähigkeit (BGH NJW 2000, 207).
62 bb) Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs muss bei der Kostenermittlung nicht zwangsläufig das Formblatt der DIN 276 verwendet werden (BGH NJW-RR 1999, 1541).
Die Einwendungen der Beklagten gegen die sachliche Richtigkeit der Rechnung sind nicht ausreichend (BGH, BauR 1992, 265, BauR 1999, 1318, OLG Düsseldorf BauR 1996, 293).