Source: http://einnahme-ueberschuss-rechnung.de/
Timestamp: 2016-04-29 08:02:09
Document Index: 69452582

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 60', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 5', '§ 4', '§ 4']

EÜR - Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 3 EStG: Anleitung und Vordruck zur Anlage EÜR und Software mit ELSTER
Selbständige und Gewerbetreibende, deren Betriebseinnahmen über 17.500 € liegen und die keine Bilanz erstellen, haben zusätzlich zu ihrer Einkommensteuererklärung die Einnahmenüberschussrechnung nach amtlich vorgeschriebenem Vordruck oder Datensatz abzugeben. Für mehrere Betriebe muss jeweils separat für jeden Betrieb eine solche Einnahmenüberschussrechnung erstellt werden.
Wer nicht auf Grund gesetzlicher Vorschriften verpflichtet ist Bücher zu führen und regelmäßig Abschlüsse zu machen und dies auch nicht freiwillig macht, kann als Gewinn den überschuss der Betriebseinnahmen über die Betriebsausgaben ansetzen. Rechtsgrundlage hierfür ist § 4 Abs. 3 des Einkommensteuergesetzes (EStG). Diese Gewinnermittlung wird daher auch "4(3)-Rechnung" genannt. Die Einnahmenüberschussrechnung muss nach dem amtlich vorgeschriebenen Vordruck erstellt werden und dient der Ermittlung des steuerlichen Gewinns.
Sind Steuerpflichtige nach außersteuerlichen Vorschriften, z. B. nach Handelsrecht, zur Buchführung verpflichtet, so ist auf dieser Grundlage der steuerliche Gewinn zu ermitteln. Weiterhin sind zur Bilanzierung alle Gewerbetreibenden verpflichtet, deren Umsatz (einschl. der steuerfreien Umsätze, ausgenommen die Umsätze nach § 4 Nr. 8 -10 UStG) 600.000 € im Kalenderjahr oder deren Gewinn 60.000 € im Wirtschaftsjahr jährlich übersteigt und die Finanzbehörde auf den Beginn der Verpflichtung hingewiesen hat.
Mehr Infos + Tipps zur Buchführungspflicht.
2. EÜR - Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 3 EStG
Nicht zur Buchführung verpflichtete Gewerbetreibende und Land- und Forstwirten sowie Freiberuflern steht die Einnahmenüberschussrechnung als einfachste Art der Gewinnermittlung offen (Prüfen Sie online, ob Sie Freiberufler sind). Der Steuerpflichtige darf nur nach § 4 Abs. 3 EStG) seinen Gewinn als Überschuss der Betriebseinnahmen über die Betriebsausgaben (EÜR = Einnahme-Überschuss-Rechnung) ansetzen, wenn er auf Grund gesetzlicher Vorschriften nicht zur Buchführung verpflichtet ist und auch nicht freiwillig Abschlüsse macht.
Der Erfolg (Überschuss) ermittelt sich bei der Einnahmenüberschussrechnung wie folgt:
Gewinn / Verlust = Betriebseinnahmen - Betriebsausgaben	Top Einnahmeüberschussrechnung
Anlage EÜR mit ELSTER + Buchhaltungssoftware
Selbst wenn Sie keine doppelte Buchführung erstellen müssen, ist es für die Einnahme-Überschuss-Rechner sinnvoll, eine Buchhaltungssoftware einzusetzen. Denn Sie müssen nachvollziehbare Aufzeichnungen über Ihre Betriebseinnahmen und - ausgaben machen. Diese werden aber schnell unübersichtlich und wer möchte alles in Handarbeit aufschreiben und ausrechnen? Es bietet sich zumindest eine Tabellenkalkulation wie z.B. Excel an. Es gibt Vor- und Nachteile:
Keine Anlage EÜR
Wichtiger Hinweis: Der Steuererklärung ist die Einnahmenüberschussrechnung nach amtlich vorgeschriebenem Vordruck (Anlage EÜR) der Steuererklärung beizufügen (§§ 60 Abs. 4, 84 Abs. 3c Einkommensteuer-Durchführungsverordnung). Sowohl die Anlage EÜR als auch die Umsatzsteuervornameldungen müssen elektronisch an das Finanzamt gesendet werden. Das Ausfüllen der Anlage EÜR ist selbst für Steuerprofis zeitintensiv und mühsam. Spätestens wenn Sie eine Umsatzsteuervoranmeldung abgeben müssen, werden Sie merken, dass eine Buchhaltungssoftware Ihnen viel Arbeit und Zeit spart. Aus diesem Grund sollten Sie von Anfang an eine Buchhaltungssoftware nutzen. Darüber hinaus können betriebswirtschaftliche Auswertungen vorgenommen werden, die Sie bei Ihrer Unternehmensführung unterstützen. Mit unserer Buchhaltungssoftware MS-Buchhalter können Sie sowohl die Umsatzsteuervornameldungen als auch die Anlage EÜR direkt mit der ELSTER-Schnittsstelle beim Finanzamt abgeben.
Sehen Sie selbst, wie einfach die EÜR mit MS-Buchhalter ist:
Anlage EÜR 2015, 2014 und 2013 als PDF-Formulare mit Anleitung zum kostenlosen Download
Anlage EÜR 2015. Anlage SZE, Anlage AVEÜR, NEU: Anlage ER, Anlage SE, Anlage AVSE, Anleitung
Anlage EÜR 2014, Anlage SZE, Anlage AVEÜR, Anleitung
Anlage EÜR 2013, Anlage SZE, Anlage AVEÜR, Anleitung
Weitere Infos + Tipps zum Ausfüllen der Anlage EÜR siehe EÜR Vordruck
Sie müssen dabei die Betriebseinnahmen dem Kalenderjahr zuordnen, in dem das Geld bei Ihnen eingegangen bzw. gutgeschrieben worden ist. Weitere Erläuterungen siehe Betriebseinnahmen
Die Betriebsausgaben ordnen Sie dem Kalenderjahr der Zahlung zu. Eine Ausnahme bilden die Anschaffungskosten der längerfristig nutzbaren Anlagegüter (z.B. Ladeneinrichtung, Betriebs-PKW). Diese sind verteilt auf die Gesamtnutzungsdauer des jeweiligen Anlageguts in jährlichen Abschreibungsbeträgen als Betriebsausgaben abziehbar.
Weitere Infos + Tipps zu Betriebsausgaben
Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten für Anlagegüter, die der Abnutzung unterliegen, z. B. Einrichtungsgegenstände, Maschinen, der Geschäfts- oder Firmenwert oder der Praxiswert, dürfen nur im Wege der AfA (Absetzung für Abnutzung auf die Nutzungsdauer des Wirtschaftsgutes verteilt werden. Neben den Vorschriften über die AfA, die Absetzung für Substanzverringerung, die Bewertungsfreiheit für geringwertige Wirtschaftsgüter oder die Bildung eines Sammelpostens gelten auch die Regelungen über erhöhte Absetzungen und über Sonderabschreibungen. Die vorgenommenen Abschreibungen sind in die besonderen, laufend zu führenden Verzeichnisse des Anlagevermögens aufzunehmen. Zu den Betriebseinnahmen gehören auch die Einnahmen aus der Veräußerung von abnutzbaren und nicht abnutzbaren Anlagegütern sowie vereinnahmte Umsatzsteuerbeträge. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder der an deren Stelle tretende Wert sind bei nicht abnutzbaren Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, z. B. Grund und Boden, Genossenschaftsanteile, Wald einschließlich Erstaufforstung, erst im Zeitpunkt des Zuflusses des Veräußerungserlöses oder im Zeitpunkt der Entnahme als Betriebsausgaben zu berücksichtigen. Weitere Infos + Tipps zur AfA siehe Absetzung für Abnutzung
Erwirbt ein Steuerpflichtige mit Einnahmen-Überschussrechnung ein Wirtschaftsgut des Anlagevermögens oder des Umlaufvermögens i. S. d. § 4 Abs. 3 Satz 4 EStG gegen eine Leibrente, ergeben sich die Anschaffungskosten für dieses Wirtschaftsgut aus dem Barwert der Leibrentenverpflichtung. Die einzelnen Rentenzahlungen sind in Höhe ihres Zinsanteiles Betriebsausgaben. Der Zinsanteil ergibt sich aus dem Unterschiedsbetrag zwischen den Rentenzahlungen einerseits und dem jährlichen Rückgang des Barwerts der Leibrentenverpflichtung andererseits. Aus Vereinfachungsgründen ist es nicht zu beanstanden, wenn die einzelnen Rentenzahlungen in voller Höhe mit dem Barwert der ursprünglichen Rentenverpflichtung verrechnet werden; sobald die Summe der Rentenzahlungen diesen Wert übersteigt, sind die darüber hinausgehenden Rentenzahlungen in vollem Umfang als Betriebsausgabe abzusetzen. Bei vorzeitigem Fortfall der Rentenverpflichtung ist der Betrag als Betriebseinnahme anzusetzen, der nach Abzug aller bis zum Fortfall geleisteten Rentenzahlungen von dem ursprünglichen Barwert verbleibt. Erwirbt ein Steuerpflichtige mit Gewinnermittlung nach Einnahmen-Überschussrechnung Wirtschaftsgüter des Umlaufvermögens - mit Ausnahme der in § 4 Abs. 3 Satz 4 EStG aufgeführten Wirtschaftsgüter - gegen eine Leibrente, stellen die Rentenzahlungen zum Zeitpunkt ihrer Verausgabung in voller Höhe Betriebsausgaben dar. Der Fortfall einer solchen Leibrentenverpflichtung führt nicht zu einer Betriebseinnahme.
Wechsel zur Einnahmen-Überschussrechnung
Beim Übergang von der Gewinnermittlung durch Betriebsvermögensvergleich (Bilanzierung § 4 Abs. 1 oder § 5 EStG) zur Gewinnermittlung nach Einnahmen-Überschussrechnung (§ 4 Abs. 3 EStG) sind die durch den Wechsel der Gewinnermittlungsart bedingten Hinzurechnungen und Abrechnungen im ersten Jahr nach dem Übergang zur Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 3 EStG vorzunehmen.
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