Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BStBl%20II%202018,%20168
Timestamp: 2019-12-06 12:29:16
Document Index: 6345160

Matched Legal Cases: ['§ 126', '§ 9', '§ 7', '§ 118', '§ 652', '§ 143', '§ 21', '§ 9']

BFH, 09.05.2017 - IX R 24/16 - dejure.org
https://dejure.org/2017,21446
BFH, 09.05.2017 - IX R 24/16 (https://dejure.org/2017,21446)
BFH, Entscheidung vom 09.05.2017 - IX R 24/16 (https://dejure.org/2017,21446)
BFH, Entscheidung vom 09. Mai 2017 - IX R 24/16 (https://dejure.org/2017,21446)
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§ 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 der Finanzgerichtsordnung, § ... 9 Abs. 1 Satz 1 des Einkommensteuergesetzes (EStG), § 9 Abs. 1 Satz 2 EStG, § 7 EStG, § 118 Abs. 2 FGO, § 652 des Bürgerlichen Gesetzbuchs, § 143 Abs. 2 FGO
§ 21 Abs 1 S 1 Nr 1 EStG 1997, § 9 Abs 1 S 1 EStG 1997
Abzug von an einen betrügerisch handelnden Immobilienmakler gezahlten Geldbeträgen als vorab entstandene Werbungskosten der Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung
Werbungskosten bei Vermietungsabsicht: Betrugsschaden ist absetzbar
Verlorenes Geld manchmal von Steuer absetzbar [3028.06.2017]
Betrugsschaden kann als Werbungskosten geltend gemacht werden
Werbungskosten aus Vermietung und Verpachtung - auf die Vermietungsabsicht kommt es an
Auch betrügerisch erschlichener Immobilienkaufpreis als Werbungskosten absetzbar
Abziehbarkeit von vergeblichen Aufwendungen als vorab entstandene Werbungskosten im Rahmen der Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung
Vermietung und Verpachtung, Aufwendungen
BFHE 257, 429
NJW 2017, 3406
DB 2017, 1488
BStBl II 2018, 168
BauR 2017, 2046
So hat der BFH in einem Fall, in welchem der Steuerpflichtige einem Immobilienmakler mehrere Millionen DM bar übergab, weil dieser jenem vorspiegelte, mit dem Verkauf eines Grundstücks beauftragt zu sein, den Werbungskostenabzug mit den Argumenten anerkannt, dass es dem Steuerpflichtigen weder zuzurechnen noch anzulasten sei, dass er die Täuschung des Maklers nicht erkannt habe, und es deshalb auch unerheblich sei, ob der Steuerpflichtige bei der Hingabe des Geldes fremdüblich gehandelt oder gar die übliche Vorsicht außer Acht gelassen habe (BFH-Urteil vom 09.05.2017 - IX R 24/16, BStBl. II 2018, 168, Tz. 20).
Soweit der BFH einen Werbungskostenabzug in Fällen für ausgeschlossen erachtet hat, in denen die objektive Untauglichkeit der Aufwendungen für den Steuerpflichtigen erkennbar war (…vgl. BFH-Urteil vom 09.05.2017 - IX R 45/15, BFH/NV 2017, 1036), liegt eine solche Erkennbarkeit in Betrugsfällen gerade nicht vor; es geht nicht darum, ob der Steuerpflichtige die Untauglichkeit hätte erkennen können (ebenso BFH-Urteil vom 09.05.2017 - IX R 24/16, BStBl. II 2018, 168, Tz. 23).
Nach BFH (Urteil vom 9. Mai 2017 IX R 24/16, BFHE 257, 429, BStBl II 2018, 168) seien vergebliche Aufwendungen, die im Fall der Anschaffung einer Immobilie zu Anschaffungskosten geführt hätten, als sofort abzugsfähige Werbungskosten zu behandeln.