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Timestamp: 2020-06-01 02:49:43
Document Index: 251345634

Matched Legal Cases: ['§ 10', '§ 44', '§ 16', '§ 44', '§ 3', '§ 15']

Wieviele Bewerbungen sind pro Monat zumutbar? | Erwerbslosenforum Deutschland
Wieviele Bewerbungen sind pro Monat zumutbar? (1 Betrachter)
bewerbungen monat zumutbar
diese Frage wurde bestimmt mehrmals gestellt und besprochen, aber die verschiedene Meinungen, auf welche man stößt, sind ein wenig verwirrend Daher sei es mir bitte erlaubt, hier nochmals nachzufragen:
Wie viele Bewerbungen pro Monat sind laut Gesetz zumutbar?
In meiner EGV stehen 8 Bewerbungen.
Nun einige würden bestimmt behaupten, das ginge doch nicht denn für Bewerbungskosten bekommt man ohnehin nicht so viel Geld und sie sollen nicht mehr als 5 pro Monat sein.
Andererseits kann man sich aber auch per E-mail bewerben und dies verursacht keine Kosten.
Dieser Beschluss hier betrachtet sogar 9 Bewerbungen pro Monat als zumutbar:
Und hier ist auch die Rede von 8 pro Monat:
Jobcenter kürzt Hartz IV: Zwei Bewerbungen pro Woche zumutbar? - n-tv.de
in meiner EGV unter dem Punkt Bemühungen steht:
Sie unternehmen während der Gültigkeitsdauer der EGV im Turnus von 4- beginnend mit dem Datum der Unterzeichnung - jeweils mindestens 8 Bewerbungsbemühungen um sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse und leger hierüber im Anschluss an den oben genannten jeweiligen Zeitraum folgende Nachweise vor: Bewerbungsanschreiben, Stellenangebote, Rückmeldungen der Arbeitgeber. Bei der Stellensuche sind auch befristete Stellenangebote und Stellenangebote von Zeitarbeitsfirmen einzubeziehen.
Außerdem habe ich noch eine Frage bezüglich der Stellen, auf die man sich bewerben sollte.
Ich kann mich nun nicht mehr daran erinnern, wo ich das gelesen hatte....ich finde die Quelle nicht mehr .... aber war das nicht so, dass man, wenn man ALGII bezieht, sich zumindest für einen bestimmten Zeitraum (waren das 3 Monate??) auch nur bei Stellen bewerben kann, die den eigenen Qualifikationen entsprechen, bevor das JC von dir verlangen kann, dass du dich überall bewirbst, auch bei ZaF und sogar noch ein 1€ Job akzeptieren musst?
Also habe ich das Recht, mich für einen bestimmten Zeitraum erstmal nur bei Stellen zu bewerben, die meiner Ausbildung entsprechen, bevor ich es dann überall versuche?
es gibt keine gesetzlichen Vorschriften, bzgl. der Anzahl der Bewerbungen - ist vom Einzelfall und einigen Faktoren abhängig.
Und im SGB II-Breich ist fast jede Arbeit zumutbar, außßer natürlich wenn gesundheitliche Gründe z. B. dagegen sprechen
Sonst weitere Meinungen ?:icon_confused:
aber war das nicht so, dass man, wenn man ALGII bezieht, sich zumindest für einen bestimmten Zeitraum (waren das 3 Monate??)
Das trift für ALG I zu also Arbeitslosengeld = Versicherungsleistung
und bei ALG II lies bitte in diesem § 10 SGB II
Über das Thema Eingliederungsvereinbarung/Bewerbungsanzahl kannst du bitte hier mal lesen:
>>>klick>>>>
Denke bitte auch daran deine Bewerbungskosten zu beantragen aus dem Vermittlungsbudget § 44 SGB III
Nicht bei Bezug vom ALG II wie du oben im §§ nachlesen kannst.
Steht in deiner EGV auch etwas über die Kostenübernahme für Bewerbungen?
Im Bereich ALGII gilt, dass alles > 10 monatliche Bewerbungen recht sinnfrei ist und damit gekippt werden kann. 0-10 monatliche Bewerbungen sind aber in normal in Ordnung.
Was soll diese pauschale Zahl an Bewerbungen?
Es gibt Landstriche, da gibbet diese Mengen an Stellen nicht.
Außerdem soll der Leistungsberechtigte und seine Umstände bei der Anzahl berücksichtigt werden.
Weiter kommt hinzu: da muss dann auch ein entsprechender Betrag für Bewerbungskosten bereit gestellt werden. Die gibbet auch nicht kostenlos...
@ mattusch:
Im ALG II gibbet keine Schonfrist, da verwechselst Du was mit ALG I.
In ALG II ist jede Arbeit anzunehmen, soweit sie vom LE ausgeführt werden kann.
Da gibt es dann nur noch die Fahrzeiten und gesundheitliche Dinge, die eine Stelle als nicht zunutbar kennzeichnen.
Ja, es steht folgendes:
Das Jobcenter unterstützt Ihre Bewerbungsaktivitäten durch Übernahme von angemessenen nachgewiesenen Kosten für schriftliche Bewerbungen nach Maßgabe des § 16 Abs. 1 SGB II i. V.m. § 44 SGB III, sofern Sie diese zuvor beantragt haben.
Übrigens, nun zurück zu meiner ursprünglichen Frage:
Wie viele Bewerbungen pro Monat zumutbar
So wie ich hier lese 0-10 pro Monat wäre es in Ordnung, aber gleichzeitig bekommt man max. 260 Euro für Bewerbungskosten - also 5 Euro pro Bewerbung macht 52 Bewerbungen. Die Mathematik zeigt mir hier einen Widerspruch Wenn ich richtig bin, dass man diese 260 EUR nur ein Mal pro Jahr bekommen kann (oder doch alle 6 Monate?), heißt es, dass man 52/12=4,3333 ALSO weniger als 5 Bewerbungen pro Monat.
Also wie geht es denn? Die Antwort lautet: "Die Bewerbungskativitäten werden nur teilweise übernommen ?
Oder könnten wir dem JC sagen: , mehr als 5 Bewerbungen pro Monat werde ich nicht schreiben?!
Außerdem, was ist gemeint mit "..[..]..durch Übernahme von angemessenen nachgewiesenen Kosten für schriftliche Bewerbungen"?
Also, wenn man sich per Email bewirbt, bekommt man kein Geld und kann aber das JC gleichzeitig von uns verlangen, dass wir und doch nur per E-mail bewerben?
Und wie soll ich denn bitte die Kosten nachweisen? Ich werde sicher keine Bewerbungen per Einschreiben versenden!
Unbedingt! Beim nächsten Termin werden ich sie sofort beantragen.
Wenn du es von der Kostenseite siehst - beziehe die Bewerbungen mit ein die per Mail oder telefonisch verschickt werden . Meist gibt es dafür nur einen Bruchteil oder auch nichts . Weiter sind wohl viele JC auf dem Trip kosten nach Nachweis zu erstatten ..heißt dann keine 5 Euro mehr , sonder 1 Briefmarke , ein Briefumschlag ,ein Blatt Papier --- gegen Quittung natürlich
Hallo, als ich 2013 arbeitslos wurde hat man mir heim Arbeitsamt gesagt Ich müsste mindestens 2 bis 3 Bewerbungen pro Woche nachweisen. Dafür gab es eine Excel Liste, in der die Daten der angeschriebenen Firmen eingetragen wurden und die ich auf Verlangen zeigen musste.
@mattusch du hast den Link aus meinem Post4 gelesen?
ALSO weniger als 5 Bewerbungen pro Monat.
Die in Betracht kommenden Eingenbemühungen richten sich nach den Umständen des Einzelfalles.
Sie müssen die intellektuelle Einsichtsfähigkeit und das erkennbare Handlungsvermögen des Listungsberechtigten beachten und dabei in entsprechender Anwendung der Leistungsgrundsätze des § 3 Abs. 1 bei Festlegung von Art und Zahl der Eingenbemühungen alle Umstände des Einzelfalls berücksichtigen, z.B. die Vor- und Ausbildung des erwerbsfähigen Hilfebedürftigen, seine beruflichen Erfahrungen, oder sonstige individuellen Kenntnisse und Fähigkeiten, seine Bewerbungserfahrungen, die persönliche und familiäre Situation und die Lage auf dem regionalen Arbeitsmarkt.
Hiermit unvereinbar wäre eine schematische festlegung einer Mindestanzahl monatlich vorzulegenden Bewerbungen (SG Berlin von 12.05.2006 – S 37 AS 11713/05). Die abverlangten Eigenbemühungen müssen nach Art und Umfang auch eine gewisse Mindestaussicht auf Erfolg haben; ersichtlich zwecklose Bewerbungsbemühungen sind nicht abzuverlangen (Sonnhof in jurisPK-SGB II, § 15 Rn 82).
also, ich würde die Berechnung folgendermaßen feststellen:
A. Es gibt von Bundesland zu Bundesland unterschiedliche Bewerbungskosten. Mal sind es 260 bis hin zu 300 Euro max. pro Jahr (pauschal 5 Euro Pro BW).
Nun würde ich diese auf das Gesamtjahr verteilen. Sprich
bei 260 macht das 52 BW auf das Jahr verteilt, ergibt 4,3 Bewerbungen pro Monat
bei 300 macht das 60 BW auf das Jahr verteilt, ergibt 5 Bewerbungen pro Monat
Bei anderer Meinung des Arbeitsvermittlers würde ich grundlegend unter Bezugnahme auf eine konkrete Rechtsgrundlage diese Forderung zu begründen bitten.
Dann mal sehen was der Schwule ähm Schlaue AV schreibt
Richtig, aber das ist meine Erfahrung. Bis 10 Bewerbungen/Monat wird man es im Zweifelfall schwer haben, dagegen zu argumentieren, > 10 sieht es dann anders aus.-
woher hast du die deckelung auf 260 €/Jahr? Ich habe mal 500 € im Jahr bekommen, weil es so viele VV gab. Laut Auskunft meines JC gibt es keine Begrenzung beim ALG II
Diese gab es Zeitweise bei uns und man liest noch immer das in anderen Städten auch nur 260 gibt.
Hast du das mit den 500 Schriftlich vorliegen?
Ist mir zwar bekannt, macht jedoch kein JC hier, denn dies ist eine Ermessensleistung.
Im hiesigen JC (Saalfeld) sind es sogar nur 200€/Jahr,die einem zugebilligt werden.
Erstaunlich und merkwürdig zugleich. Das es solche Unterschiede gibt.
Du kannst ja mal nachfragen nach welcher Rechtsgrundlage die das bemessen. Wäre mal interessant zu wissen.
Ist wie bei Erstausstattung auch, Berlin zb. bekommen man für Ofen 250,- hier 220.
ich habe insgesamt 500 € bekommen, wie gesagt meine AV meinte es gibt kein Limit
Jedes Jobcenter hat da ein anderes Limit, manches ist eben reicher als das andere. Und natürlich haben sie da Limits, denn sie haben jedes Jahr einen gewissen Haushalt zur Verfügung und müssen das zunächst einmal pro ALGII-Empfänger entsprechend begrenzen.
Die Faustregel für's jährliche Minimum ist: die Anzahl der monatlichen Bewerbungsbemühungen * 5€ * 12 Monate.
was möchtest du mir damit sagen, es gibt im SGB II kein gesetzlich vorgeschriebenes Limit. Und ein JC ist nicht reich, das sind Bundesmittel
Mal etwas gerade rücken...
1. Das Vermittlungsbudget ist nach den Fachlichen Hinweisen der BA derzeit auf 250€ festgesetzt, in Einzelfällen kann dies auch höher sein...
2. Folgt man der herrschenden Rechtsprechung der Sozialgerichte, dann sind Bewerbungsbemühungen bis zu 10 Stück im Monat "zumutbar" - aber auch hier ist der Einzelfall heran zuziehen.
passt trotzdem nicht. 10x12 macht 120 Bewerbungen, wenn man nur 250€ bezahlt bekommt gehen die anderen 70 Bewerbungen auf kosten des Elos? - das halte ich für ein Gerichtliches Gerücht.
Außerdem sind das ALLES Einzelfall Entscheidungen. Auch BSG.
Das musste man mal beim BVerFG feststellen lassen.
Die fachlichen Hinweise sind aber keine Rechtsgrundlage.
Und hier mal ne Umfrage aussem Forum, die natürlich nicht repräsentativ aber informativ sein könnte.
Das Thema haben wir nicht zum ersten Mal.
Ja, es leuchtet mir ein, dass das Thema nicht zum ersten Mal aufgetaucht ist. Der Grund liegt anscheinend darin, dass wir noch keine endgültige Antwort auf diese Frage gefunden haben, denn wie ich hier sehe - und ihr bestimmt auch - gibt es unterschiedliche Meinungen darüber aber keine rechtliche eindeutige Antwort.
Und ja, eine Umfrage ist sicher interessant, aber nicht sehr relevant für die Frage "Wie viele Bewerbungen sind pro Monat zumutbar in Anbetracht des Budgets vom 260 Euro pro Jahr?"
Wie gesagt, wir alle hier beherrschen die nötige wenige Mathematik um auszurechnen, dass 260/5=52 Bewerbungen pro Jahr, woraus sich 4,333333.. Bewerbungen pro Monat ergeben. Also laut Mathematik sollten nicht einmal 5 Bewerbungen pro Monat plausibel sein, aber die Frage ist, wie sieht die Realität aus und ob es überhaupt eine rechtliche Antwort auf diese Frage gibt, worauf wir uns beziehen können.
Ja, danke sehr. Dies bestätigt die mathematische Antwort auf die Frage, aber so wie du hier selbst mitlesen kannst, gibt es weitere Meinungen. Wonach wir suchen sollten, sind nicht Meinungen sondern vorgeschriebene Regelungen. Damit würden wir uns viel sicherer fühlen, aber es sieht so aus als ob keine diesbezüglich gibt.
Wieder liest man hier, dass 10 Stücke doch zumutbar sind - unabhängig vom Vermittlungsbudget.
Was wir klären sollten wäre folgendes:
1) Ist es so, dass die Anzahl der monatlichen zu schreibenden Bewerbungen von der Höhe des Vermittlungsbudgets abhängt?
2) Was ist genau gemeint mit den "5€" pro Bewerbung? Sind solche nur Bewerbungen, welche man per Post schickt? Und wenn dies der Fall sein sollte, heißt das, dass wir als Nachweise die ausgedruckte Bewerbung vorlegen müssen oder sogar eine Quittung des Versandes [Was übrigens übertrieben wäre, weil dies bedeuten würde, dass wir die Bewerbungen per Nachschreiben schicken müssten ] ?
3) Angenommen das Gesetz sieht vor, dass die Anzahl der monatliche Bewerbungen wirklich von der Höhe des Vermittlungsbudgets abhängt, und die Kosten für die Bewerbungen entstehen nur wenn diese per Post geschickt werden, könnte das JC nicht sagen, wir sollen uns per Email bewerben und somit also von uns mehr Bewerbungen verlangen?
4) Gibt es überhaupt wirklich irgendwo eine klar vorgeschriebene Regelung bezüglich dieser Fragen?
Ansonsten bleibt alles willkürlich und damit auch die Argumente, die wir unseren SB vorbringen und die Antworten, die sie uns geben, was daraus folgt: Wenn wir nicht machen, was uns gesagt wird, drohen Sanktionen.
Ich sehe das so ..die Art der Bewerbung gibt meistens der Arbeitgeber vor - steht da nur telefonisch oder per email , dann habe ich mich meistens daran gehalten - man will ja nicht wegen sowas sanktioniert werden .
Heißt aber auch , bei gleichem Vermittlungsbudget können mehr Bewerbungen gefordert werden - ich hatte es schon mal ausgeführt .Die Zahl der geforderten Bewerbungen hängt ja auch von der Verfügbarkeit von Stellen ab ,gerade wenn Vermittlungshemmnisse vorliegen wie fehlende oder lange zurückliegende Ausbildung , nicht mobil ,schlechter ÖPNV ,gesundheitliche Einschränkungen .
Da eine EGV ja in aller Regel auf 6 monate abgeschlossen wird , das budget aber pro Jahr gerechnet wird könntest du die erste EGV erfüllen , auch wenn sie mehr Bewerbungen als 4 oder 5 fordert .
Die zweite EGV würde ich dann nur unterschreiben , wenn das Budget angepasst wird oder die geforderten Bewerbungen gegen null gehen
Und ihr meint, das JC würde in solche Konditionen einwilligen?