Source: https://www.juracademy.de/allgemeines-verwaltungsrecht/rechtmaessigkeit-und-wirksamkeit-eines-va/4-teil-rechtmaessigkeit-des-verwaltungsakts/a-ermaechtigungsgrundlage/iii-anwendbarkeit.html
Timestamp: 2018-08-20 05:38:12
Document Index: 305033449

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 75', 'Art. 14', '§ 7', '§ 14', 'Art. 72', '§ 8']

III. Anwendbarkeit - Allgemeines Verwaltungsrecht
Allgemeines Verwaltungsrecht - III. Anwendbarkeit
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Maurer Allgemeines Verwaltungsrecht § 4 Rn. 58; Pieroth/Schlink Staatsrecht II Rn. 14. Soweit der betreffende Sachverhalt beispielsweise durch einfaches Gesetzesrecht geregelt wird (z.B. Erteilung einer Baugenehmigung gem. § 75 Abs. 1 BauO NRW), vermag die Verwaltung ihre Maßnahme daher nicht unmittelbar auf die Verfassung zu stützen (z.B. Art. 14 Abs. 1 GG).Vgl. BVerwGE 106, 228. Bei der Anwendung von Gesetzen ist also – bezogen auf die Normenpyramide – „von unten („konkretere Norm“) nach oben“Erbguth Allgemeines Verwaltungsrecht § 7 Rn. 17, § 14 Rn. 5. (abstraktere Norm) vorzugehen. Im Hinblick auf Rechtssätze, die auf derselben Rangstufe verortet sind, gilt nach allgemeiner juristischer Methodik, dass die spätere Regelung die früheren (lex posterior derogat legi priori, siehe z.B. Art. 72 Abs. 3 S. 3 GG) und das speziellere Gesetz das allgemeine (lex specialis derogat legi generali, siehe z.B. § 8 Abs. 1 PolG NRW a.E.) verdrängt.Näher hierzu siehe im Skript „Juristische Methodenlehre“ Rn. 63 ff. Dort (Fn. 149) auch zur Frage, ob der lex posterior-Grundsatz zur bloßen Unanwendbarkeit oder nicht vielmehr zur Unwirksamkeit der älteren Norm führt.