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Timestamp: 2016-10-22 07:04:37
Document Index: 289313178

Matched Legal Cases: ['BGE', 'Art. 46', 'Art. 48', 'Art. 29', 'Art. 43', 'Art. 63', 'Art. 55', 'Art. 43', 'Art. 157', 'Art. 156']

5C.175/2001 (22.10.2001)
5C.175/2001/zga
X.________, Kl�gerin und Berufungskl�gerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Walter Solenthaler, Obere Bahnhofstrasse 58, Postfach 1144, 8640 Rapperswil,
Y.________, Beklagter und Berufungsbeklagter,
Nebenfolgen der Ehescheidung, G�terrecht,
A.- Mit Urteil vom 3. Februar 2000 schied das Bezirksgericht See auf gemeinsames Begehren von X.________ und Y.________ die am 12. November 1989 geschlossene Ehe. Die Teilvereinbarung �ber die Scheidungsfolgen wurde genehmigt.
X.________ wurde aus G�terrecht zur Zahlung von Fr. 25'386. 20 an Y.________ verpflichtet.
B.- Das Kantonsgericht St. Gallen wies am 25. Mai 2001 die Berufung von X.________ und die Anschlussberufung von Y.________ ab.
C.- X.________ gelangt mit Berufung ans Bundesgericht.
Sie beantragt, das Urteil des Kantonsgerichts sei aufzuheben und sie sei zur Zahlung von h�chstens Fr. 5'386. 20 an Y.________ zu verpflichten. Die Kosten des kantonalen und des eidgen�ssischen Berufungsverfahrens seien der Gegenpartei aufzuerlegen. Weiter sei ihr eine Prozessentsch�digung f�r die kantonale und eidgen�ssische Berufung zuzusprechen.
Eventuell sei die Sache zur Aktenerg�nzung und neuer Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
1.- Ob auf eine Berufung eingetreten werden kann, pr�ft das Bundesgericht von Amtes wegen und mit freier Kognition (BGE 124 III 382 E. 2a S. 385).
a) Vorliegend ist �ber eine g�terrechtliche Frage und damit eine Zivilrechtsstreitigkeit im Sinne von Art. 46 OG zu befinden. Der erforderliche Streitwert ist gegeben, da sich die Berufung im Ergebnis gegen die Leistung von Fr. 20'000.-- richtet. Ausserdem liegt ein Endentscheid vor, der nicht mehr durch ein ordentliches kantonales Rechtsmittel angefochten werden kann (Art. 48 Abs. 1 OG).
b) Soweit die Kl�gerin r�gt, sie habe im kantonalen Verfahren zur schriftlichen Berufungsantwort der Gegenpartei nicht Stellung nehmen k�nnen und Beweisantr�gen zur vollst�ndigen Feststellung des Sachverhaltes sei nicht gefolgt worden, macht sie sinngem�ss die Verletzung des rechtlichen Geh�rs (Art. 29 Abs. 2 BV) geltend. Darauf kann im Berufungsverfahren nicht eingetreten werden (Art. 43 Abs. 1 OG).
c) In der Berufungsschrift ist kurz darzulegen, welche Bundesrechtss�tze und inwiefern sie durch den angefochtenen Entscheid verletzt sind. Das Bundesgericht ist an die tats�chlichen Feststellungen der letzten kantonalen Instanz gebunden, es w�re denn, dass sie unter Verletzung bundesrechtlicher Beweisvorschriften zustande gekommen sind.
Vorbehalten bleibt die Berichtigung offensichtlich auf Versehen beruhender Feststellungen von Amtes wegen (Art. 63 Abs. 2 OG). Damit sind Ausf�hrungen gegen die tats�chlichen Feststellungen unzul�ssig (Art. 55 Abs. 1 lit. cOG).
aa) Die Vorinstanz hat festgestellt, dass die Kl�gerin das typische Verhalten von sparsamen Leuten an den Tag legt, die den jeweiligen �berschuss auf dem Lohnkonto auf ein Sparkonto �bertragen. Aufgrund der Kontobewegungen im Zeitraum Januar 1995 bis Herbst 1998 sei davon auszugehen, dass ihr keine gr�sseren Betr�ge von Drittpersonen zugeflossen sind. Sie k�nne auch keine Quittungen oder Wechselbelege f�r die Entgegennahme von Geldern ihres Onkels vorlegen. Ebenso m�sse angenommen werden, dass der Familienunterhalt fast ausschliesslich vom Beklagten finanziert worden sei, wodurch die Kl�gerin wesentliche Ersparnisse habe bilden k�nnen.
bb) Die Kl�gerin macht wiederholt geltend, die Vorinstanz habe den massgeblichen Sachverhalt unvollst�ndig und unrichtig festgestellt. So verweist sie auf die schriftlichen Best�tigungen ihres Onkels �ber den Geldtransfer. Zudem bestreitet sie die Aufwandberechnungen der Vorinstanz.
Im Ergebnis h�lt sie fest, dass sie keine Ersparnisse habe anlegen k�nnen, was den Geldzufluss von Dritten belege.
cc) Mit ihren Vorbringen stellt die Kl�gerin das Beweisergebnis der Vorinstanz in Frage. Daf�r w�re ihr die staatsrechtliche Beschwerde offen gestanden (Art. 43 Abs. 1 OG). Die Tatsachenfeststellungen der Vorinstanz beruhen offensichtlich nicht auf einem Versehen. Die Kl�gerin macht auch nicht geltend, dass sie unter Verletzung bundesrechtlicher Beweisvorschriften zustande gekommen seien. Die g�terrechtliche Qualifikation der strittigen Ersparnisse als Errungenschaft wird von der Kl�gerin zu Recht nicht in Frage gestellt.
2.- Das Bundesgericht kann im Berufungsverfahren bei Ab�nderung des angefochtenen Urteils die Kosten des vorangegangenen Verfahrens anders verlegen (Art. 157 OG). Ist dies - wie vorliegend - nicht der Fall, kann im Rahmen einer Berufung die Verlegung der Gerichts- und Parteikosten im kantonalen Verfahren nicht �berpr�ft werden.
3.- Aus diesen Gr�nden kann auf die Berufung nicht eingetreten werden. Bei diesem Ergebnis tr�gt die Kl�gerin die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens (Art. 156 Abs. 1 OG). Eine Parteientsch�digung an den Beklagten entf�llt, da keine Berufungsantwort eingeholt worden ist.
2.- Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 1'000.-- wird der Kl�gerin auferlegt.
3.- Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht St. Gallen, II. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.