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Timestamp: 2016-10-21 22:12:49
Document Index: 334612682

Matched Legal Cases: ['Art. 22', 'Art. 34', 'Art. 34', 'Art. 86', 'Art. 82', 'Art. 83', 'Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'Art. 16', 'Art. 34', 'Art. 34', 'Art. 34', 'Art. 34', 'Art. 34', 'BGE', 'Art. 16', 'BGE', 'BGE', 'Art. 34', 'BGE', 'Art. 5', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 66', 'Art. 68']

1C_110/2010 (26.10.2010)
Beschwerdef�hrer, beide vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Marco Del Fabro,
Am 20. Januar 2003 bewilligte der Gemeinderat Sarmenstorf X.________, die bestehende Garage (Geb�ude Nr. 901) auf der Parzelle Nr. 173 zu �berdachen und einzuwanden. Dies sollte der Nutzung als R�st- und Stauraum f�r die Aufbereitung, Lagerung und Trocknung von Blumen dienen. Das Grundst�ck liegt in der Landwirtschaftszone.
Bei der Realisierung des Vorhabens wich der Bauherr von der Baubewilligung ab und erstellte eine Wendeltreppe anstelle einer geraden Treppe sowie zus�tzlich einen Balkon. F�r diese Bauten reichte X.________ ein nachtr�gliches Baugesuch ein, gegen welches keine Einsprachen erhoben wurden.
Nachdem das nachtr�gliche Baugesuch dem Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU; Koordinationsstelle Baugesuche, heute: Abteilung f�r Baubewilligungen) zur Pr�fung �berwiesen worden war, f�hrte dieses einen Augenschein durch und hielt am 19. Mai 2005 fest, die Projekt�nderungen entspreche den Anforderungen nach Art. 22 und 16a Abs. 2 RPG in Verbindung mit Art. 34 Abs. 2 und 4 RPV nur, wenn zweifelsfrei feststehe, dass die Blumenproduktion auch tats�chlich umgesetzt werde, ansonsten fehle die Betriebsnotwendigkeit. Das BVU r�umte dem Gesuchsteller die M�glichkeit ein, bis Ende 2006 den bewilligten R�straum fertig zu stellen und nach Aufnahme der Blumenproduktion in Betrieb zu nehmen. Anschliessend seien die abgeschlossenen Abnahmevertr�ge vorzulegen und eine erg�nzende Begr�ndung f�r das Gel�nder nachzureichen. Bis zu diesem Zeitpunkt werde das Gesuch sistiert. Am Balkonanbau d�rften bis dahin keine weiteren Arbeiten vorgenommen werden.
Nachdem X.________ am 20. April 2007 erg�nzende Unterlagen zum Nachweis der Betriebsnotwendigkeit eingereicht hatte, stimmte die Abteilung f�r Baubewilligungen des BVU dem Baugesuch f�r die Wendeltreppe am 10. Juli 2007 unter Auflagen zu. Gleichzeitig wies sie das Baugesuch f�r den Balkon ab. Gest�tzt darauf bewilligte der Gemeinderat von Sarmenstorf mit Beschluss vom 20. August 2007 nur die Wendeltreppe und wies das Gesuch f�r den Balkonbau ab. Er wies den Bauherrn an, den Balkon innerhalb von drei Monaten nach Rechtskraft des Entscheids zu beseitigen.
Auch das in der Folge angerufene kantonale Verwaltungsgericht wies die Beschwerde von X.________ (als Grundeigent�mer) und Y.________ (als P�chter und Leiter des Betriebs) mit Urteil vom 21. Dezember 2009 ab. Es verneinte die Betriebsnotwendigkeit des Balkons.
X.________ und Y.________ erheben am 19. Februar 2010 Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht und beantragen die Aufhebung des vorerw�hnten Urteils. Sie machen eine Verletzung von Art. 34 Abs. 2 RPV, der Wirtschaftsfreiheit, des Verh�ltnism�ssigkeitsprinzips, des Willk�rverbots und des rechtlichen Geh�rs geltend. Gleichzeitig ersuchen sie um Gew�hrung der aufschiebenden Wirkung.
Der Gemeinderat Sarmenstorf wie auch der Regierungsrat des Kantons Aargau schliessen auf Abweisung der Beschwerde, w�hrend das Verwaltungsgericht von der M�glichkeit zur Vernehmlassung keinen Gebrauch macht. Auch das Bundesamt f�r Raumentwicklung (ARE) verzichtet auf eine Stellungnahme.
Mit Verf�gung vom 29. M�rz 2010 hat der Pr�sident der I. �ffentlich-rechtlichen Abteilung des Bundesgerichts der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zuerkannt.
Im Rahmen des zweiten Schriftenwechsels halten die Beschwerdef�hrer sinngem�ss an ihren Antr�gen fest.
Das angefochtene Urteil des Verwaltungsgerichts ist ein Entscheid einer letzten kantonalen Instanz (Art. 86 Abs. 1 lit. d BGG). Ihm liegt ein Beschwerdeverfahren zu einer bewilligungspflichtigen Anlage ausserhalb der Bauzone und damit eine �ffentlich-rechtliche Angelegenheit zu Grunde. Das Bundesgerichtsgesetz enth�lt auf dem Gebiet des Bau- und Planungsrechts keinen Ausschlussgrund von der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (Art. 82 lit. a und Art. 83 BGG). Als Eigent�mer (X.________; Beschwerdef�hrer 1) und P�chter bzw. Leiter (Y.________; Beschwerdef�hrer 2) des betroffenen landwirtschaftlichen Betriebs, welchem letzteren der zus�tzliche Balkon mangels Notwendigkeit abgesprochen wurde, sind die Beschwerdef�hrer durch das angefochtene Urteil besonders ber�hrt und haben ein sch�tzenswertes Interesse an dessen Aufhebung. Entsprechend sind sie grunds�tzlich zur Beschwerde legitimiert. Die weiteren Sachurteilsvoraussetzungen geben zu keinen Bemerkungen Anlass, weshalb auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde unter Vorbehalt einer rechtsgen�glichen Begr�ndung einzutreten ist.
Die Beschwerdef�hrer r�gen, die Vorinstanz habe die Antr�ge auf Einholung einer unabh�ngigen Expertise sowie die Durchf�hrung eines Augenscheins unter Beizug eines fachkundigen Mitglieds des Aargauischen Bauernverbands zu Unrecht abgewiesen. Eine antizipierte Beweisw�rdigung sei entgegen der Auffassung des Verwaltungsgerichts schon deshalb unzul�ssig, weil die kantonale Abteilung Landwirtschaft zwei v�llig unterschiedliche Aussagen gemacht habe.
2.1 Gem�ss Art. 29 Abs. 2 BV steht den Parteien das rechtliche Geh�r zu. Dieser Anspruch ist formeller Natur, womit seine Verletzung ungeachtet der materiellen Begr�ndetheit des Rechtsmittels zur Gutheissung der Beschwerde und zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids f�hrt (statt vieler: BGE 135 I 187 E. 2.2 S. 190). Das rechtliche Geh�r dient einerseits der Kl�rung des Sachverhalts, anderseits stellt es ein pers�nlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheids dar, welcher in die Rechtsstellung des Einzelnen eingreift. Dazu geh�rt insbesondere das Recht der betroffenen Person, sich vor Erlass eines ihn belastenden Entscheids zur Sache, jedenfalls zumindest zum Beweisergebnis �ussern zu k�nnen, wenn dieses geeignet ist, den Ausgang des Verfahrens zu beeinflussen (BGE 136 I 229 E. 5.2 S. 236).
Aus Art. 29 Abs. 2 BV ergibt sich f�r die Parteien zudem das Recht, Beweisantr�ge zu stellen, und f�r die Beh�rden die Pflicht, rechtzeitig und formg�ltig angebotene Beweisbegehren entgegenzunehmen und zu ber�cksichtigen (vgl. BGE 127 I 54 E. 2b S. 56). Indes kann der Richter das Beweisverfahren schliessen, wenn die Antr�ge nicht erhebliche Tatsachen betreffen. Gleichermassen kann er Beweisantr�ge ohne Verletzung des rechtlichen Geh�rs ablehnen, wenn er aufgrund bereits abgenommener Beweise seine �berzeugung gebildet hat und ohne Willk�r in vorweggenommener antizipierter Beweisw�rdigung annehmen kann, dass seine �berzeugung durch weitere Beweiserhebungen nicht ge�ndert w�rde (BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236 f.; 134 I 140 E. 5.3 S. 148; je mit Hinweisen).
2.2 Das Verwaltungsgericht hat auf den von ihm eingeholten Fachbericht der Abteilung Landwirtschaft des Departements Finanzen und Ressourcen (in der Folge: Fachstelle) vom 14. September 2009 abgestellt (act. 15 der vorinstanzlichen Akten) und dargelegt, warum es diesen als �berzeugend erachtet, obwohl die Fachstelle im Laufe des Verfahrens ihre Meinung teilweise revidiert hat. Letztlich komme es auf die �berzeugungskraft der Argumente an, welche sich f�r und gegen die Betriebsnotwendigkeit des Balkons anf�hren liessen. W�hrend die Abteilung Landwirtschaft die Zonenkonformit�t urspr�nglich "ohne besondere �berzeugung" und ohne n�here Begr�ndung bejaht habe, setze sie sich in ihrem Bericht vom 14. September 2009 erstmals umfassend mit den entscheidenden Fragen der Betriebsnotwendigkeit und der Eignung des Balkons zur Blumentrocknung auseinander.
Auch die von den Beschwerdef�hrern zu den Akten gegebenen Stellungnahme des aargauischen Bauernverbands vom 13. August 2009 w�rdigt das Verwaltungsgericht im angefochtenen Entscheid. Der Vertreter des Bauernverbands halte zwar daf�r, dass sich der Balkon f�r die Trocknung verschiedener Pflanzen absolut eigne. Er best�tige jedoch ausdr�cklich, dass eine Trocknung von Pflanzen auf einem Balkon nicht g�ngige Praxis sei, was in �bereinstimmung mit der kantonalen Fachstelle darauf schliessen lasse, dass der Balkon nach den Massst�ben vern�nftiger Betriebsf�hrung f�r eine Trocknung von Pflanzen nicht ben�tigt werde. Weiter f�hre der Bericht vom 13. August 2009 aus, gerade bei Getreide brauche es zwingend eine Sonnentrocknung. Dem Verwaltungsgericht leuchtet ein, dass sich eine Feldtrocknung von Getreide wegen der Bodenfeuchtigkeit weniger eigne als eine Rundumtrocknung auf einem Gitterrost. In der Stellungnahme des Bauernverbands werde aber nicht begr�ndet, weshalb eine Trocknung von Getreide in daf�r geeigneten R�umen ausgeschlossen sein solle.
2.3 Das Verwaltungsgericht hat die Argumente f�r und gegen die Betriebsnotwendigkeit des Balkons abgewogen und seine Entscheidfindung transparent offen gelegt. Selbst wenn die Beschwerdef�hrer abweichende Schlussfolgerungen ziehen und den Sachverhalt rechtlich anders w�rdigen, ist dem Verwaltungsgericht trotzdem kein Vorwurf der Geh�rsverletzung zu machen. Die Vorinstanz durfte willk�rfrei auf weitere Abkl�rungen verzichten.
In der Landwirtschaftszone zonenkonform sind Bauten und Anlagen, die zur landwirtschaftlichen Bewirtschaftung n�tig sind (Art. 16a Abs. 1 RPG). Diese Anforderungen pr�zisiert u.a. Art. 34 Abs. 2 RPV dahingehend, dass Bauten und Anlagen zonenkonform sind, die der Aufbereitung, der Lagerung oder dem Verkauf landwirtschaftlicher oder gartenbaulicher Produkte dienen und die weiteren Anforderungen von Art. 34 Abs. 2 lit. a-c RPV erf�llen. Voraussetzung f�r die Erteilung der Baubewilligung ist gem�ss Art. 34 Abs. 4 RPV weiter, dass die Baute oder Anlage f�r die in Frage stehende Bewirtschaftung n�tig ist (lit. a), der Baute oder Anlage am vorgesehenen Standort keine �berwiegenden Interessen entgegenstehen (lit. b) und der Betrieb voraussichtlich l�ngerfristig bestehen kann (lit. c).
Unbestritten ist, dass es sich beim Betrieb der Beschwerdef�hrer um ein landwirtschaftliches Gewerbe im Sinne des Bundesgesetzes vom 4. Oktober 1991 �ber das b�uerliche Bodenrecht (BGBB; SR 211.412.11) handelt und dass die Nutzung des Balkons als Trocknungsfl�che eine landwirtschaftliche Nutzung im Sinne von Art. 34 Abs. 2 RPV darstellt. Fraglich ist, ob das Trocknungspodest gem�ss Art. 34 Abs. 4 lit. a RPV betrieblich notwendig ist.
3.1 Nach der Rechtsprechung beurteilt sich die Frage der Notwendigkeit der Erstellung oder der Ver�nderung einer Baute oder Anlage nach objektiven Kriterien. Sie h�ngt ab von der bestellten Oberfl�che, von der Art des Anbaus und der Produktion sowie von der Struktur, Gr�sse und Erforderlichkeit der Bewirtschaftung (Urteile des Bundesgerichts 1C_565/2008 vom 19. Juni 2009 E. 2; 1C_372/2007 vom 11. August 2008 E. 3.1; 1C_27/2008 vom 25. Juni 2008 E. 2.3; 1A.106/2003 vom 12. Januar 2004). An der betrieblichen Notwendigkeit eines Neubaus fehlt es von vornherein, wenn die vorgesehene Nutzung (allenfalls nach Umbau) in einer bereits vorhandenen Baute m�glich w�re (BGE 123 II 499 E. 3b/cc S. 508 mit Hinweis; BERNARD WALDMANN/PETER H�NNI, Handkommentar RPG, 2006, Art. 16a Rz. 24). Dies ist sorgf�ltig zu pr�fen (vgl. Urteile 1C_565/2008 vom 19. Juni 2009 E. 2; 1A.213/2005 vom 27. M�rz 2006 E. 2; 1A.131/2002 vom 22. November 2002 E. 3.3). Ist eine Neubaute erforderlich, so muss diese den objektiven Bed�rfnissen des Betriebs angepasst sein, namentlich mit Bezug auf ihre Gr�sse und ihren Standort (BGE 114 Ib 131 E. 3 S. 133 f. mit Hinweisen). Sie darf insbesondere nicht �berdimensioniert sein (BGE 125 II 278 E. 3a S. 281).
3.2 Wie bereits in E. 2 hievor gesehen, stellt das Verwaltungsgericht in erster Linie auf den Bericht der Fachstelle Landwirtschaft vom 14. September 2009 ab. Die kantonale Fachstelle gibt darin zu bedenken, eine Trocknung im Freien sei aus arbeitstechnischen Gr�nden kaum nachvollziehbar und nicht �blich. Die zu trocknende Ware m�sste t�glich frisch ausgebreitet und abends wieder m�hsam wegger�umt werden. Die Trockenpflanzen l�gen zudem auf dem Gitterrost des Balkons, was einer effizienten und r�ckenschonenden Arbeitsweise zuwider laufe. Zudem bed�rfe es einer �berwachungsperson bei Wind- und Schlechtwetterlagen. Wenn die Freilufttrocknung einmal wegen schlechten Wetters l�nger nicht ben�tzt werden k�nne, beginne die halbtrockene Ware rasch zu schimmeln. �blicher- und vorzugsweise erfolge die Trockenpflanzenproduktion - in der Regel ein Nischenbetrieb - in witterungsgesch�tzten, gut durchl�fteten R�umen, welche das Trockengut zudem vor direkter Sonneneinstrahlung sch�tzten. Hierf�r geeignet seien beispielsweise �ltere Remisen mit einfacher Holzverkleidung und wenn m�glich ohne Unterdach, welche eine gute Luftzirkulation gew�hrleisteten. So sei das Trockengut vor Windb�en, pl�tzlichem Wetterumschwung oder dem Ausbleichen durch Sonnenlicht gesch�tzt. Wie man bei der Grassamenproduktion erfahren habe, wirke sich die Holzbauweise zudem regulierend auf Schwankungen der Luftfeuchtigkeit aus. Als �bergangsl�sung oder f�r kleinere Mengen biete sich auch ein Heizungsraum an, vorausgesetzt, die Anlage sei zu diesem Zeitpunkt in Betrieb.
Hinsichtlich der n�tigen Infrastruktur f�hrt die kantonale Fachstelle aus, je nach Pflanzenart w�rden Trocknungsgitter, Leint�cher oder einfache Aufh�ngevorrichtungen verwendet. Trocknungsgitter k�nnten in Gestellen �bereinander oder auf Tischen gelagert werden. Spezielle L�ftungsanlagen seien in der Regel nicht n�tig. Eine Ausnahme bilde die Blumentrocknung. Damit die Bl�ten ihre Farbe behielten, w�rden spezielle, sehr leistungsf�hige Trockenschr�nke eingesetzt. Der Fl�chenbedarf h�nge stark von der zu trocknenden Menge und Pflanzenart ab.
Mit Blick auf die Qualit�tsunterschiede in der Trockenpflanzenproduktion wird laut der Fachstelle ein langsamer und schonender Trocknungsprozess ohne direkte Sonneneinstrahlung angestrebt. Blumen seien besonders lichtempfindlich und verlangten eine besondere Behandlung. Im Freien ausgelegte Pflanzen k�nnten zu rasch austrocknen und durch aggressives Sonnenlicht ausbleichen. Beides f�hre zu einem spr�den Ausgangsprodukt. In einer geeigneten �konomiebaute k�nne der Trocknungsprozess besser gesteuert und Witterungseinfl�sse ausgeschlossen werden.
3.3 Die Beschwerdef�hrer wenden dagegen u.a. ein, die Fachstelle habe sich vor dieser Beurteilung ganz anders ge�ussert und den Balkon als zonenkonform erachtet.
In ihren Stellungnahmen vom 21. Januar 2005 zu Handen der Abteilung f�r Baubewilligungen und vom 12. Oktober 2007 an den Regierungsrat vertrat die Fachstelle die Meinung, der Balkonanbau sei aus landwirtschaftlicher Sicht "ohne besondere �berzeugung" begr�ndbar, wenn eine strikte Verwendung als Blumen-/Pflanzentrocknungsplatz erfolge. Allerdings wurde in der Stellungnahme vom 12. Oktober 2007 auch festgestellt, dass ein H�ngesessel und ein Tisch auf dem Balkon platziert worden seien, womit eine widerrechtliche Nutzung erfolgt sei. Es entzog sich damals der Kenntnis der Fachstelle, ob in namhaftem Ausmass Blumentrocknung stattgefunden hatte. Anl�sslich des Augenscheins vom 8. August 2008 im Rahmen des verwaltungsinternen Beschwerdeverfahrens f�hrte der Vertreter der Fachstelle u.a. aus, es handle sich bei Trockenblumen um ein heikles Produkt. Der Raum als solcher sei in der Tat daf�r geeignet. Die Trocknung k�nne auf dem Balkon stattfinden, dies sei noch besser als die Trocknung in einem Raum. Es mache Sinn, dass der Balkon auf derselben Etage sei wie der Ort, an dem die Blumen ger�stet w�rden. Die 10 a Bewirtschaftungsfl�che seien beachtlich, daf�r brauche es eine gewisse Infrastruktur. Indes machte der kantonale Vertreter gleichzeitig darauf aufmerksam, dass eine Trocknung auf dem Balkon nicht zwingend sei, man habe hier auch einen �konomieraum. Wichtig sei allerdings, dass die Pflanzen nicht zu viel herumgetragen w�rden (Augenscheinsprotokoll S. 8; act. 90 der Verwaltungsakten). Im Schreiben vom 19. August 2008 machte die Fachstelle sodann die Einschr�nkung, ob die Trocknungsfl�che zur Herstellung von Trockenblumen wirklich notwendig sei und als solche auch tats�chlich benutzt werde, k�nne anhand der zus�tzlich eingereichten Unterlagen weiterhin nicht beurteilt werden. Anhand des geringen Produktionsumfangs m�sse davon ausgegangen werden, dass die Trocknungsfl�che, wenn �berhaupt, nur w�hrend einer relativ kurzen Zeit f�r die effektive Trocknung der Pflanzen verwendet werden d�rfte. Es fehlten stichhaltige Argumente f�r die Begr�ndung der Betriebsnotwendigkeit. Dezidiert gegen die Bejahung der Betriebsnotwendigkeit sprach sich die Fachstelle erst im Schreiben vom 14. September 2009 aus.
Die Formulierungen ("ohne grosse �berzeugung") der diversen Stellungnahmen lassen vermuten, dass erst mit Fortlauf des Verfahrens eine eingehendere und fundiertere Auseinandersetzung mit den genauen Betriebszahlen und dem Produktionsablauf stattgefunden hat. Die zun�chst ergangenen Beurteilungen vermitteln den Eindruck einer "prima vista"-Einsch�tzung. Dies zeigt etwa auch der Hinweis im ersten Schreiben vom 21. Januar 2005, dass von den Beschwerdef�hrern nicht �berzeugend dargelegt worden sei, ob vor allem die Tochter, die im Kanton Z�rich einen Blumenladen betreibe, oder der Betrieb vom Balkon profitiere. Immerhin werde argumentiert, dass der neue Betriebszweig im Aufbau sei und nur die Tochter �ber die n�tigen Kundenkontakte verf�ge. In den Betriebsdaten von 2004 w�rden jedenfalls noch keine auf dem Hof selbst produzierte Spezialkulturen ausgewiesen. Offenbar konnte sich die Fachstelle bei dieser Grobbeurteilung auf keine detaillierten Zahlen oder Betriebsabl�ufe st�tzen. Ob dem so sei, kann dahingestellt bleiben. Dem Verwaltungsgericht ist jedenfalls darin zu folgen, dass letztendlich die �berzeugungskraft der einzelnen Argumente ausschlaggebend ist. Darauf ist sogleich zur�ckzukommen.
3.4 Die Beschwerdef�hrer berufen sich insbesondere auf die von ihnen eingeholte Stellungnahme des Aargauischen Bauernverbands vom 13. August 2009; darin wird festgehalten, der Balkon sei angesichts der Lage (unmittelbar vor dem Verarbeitungs- und R�straum, hohes Windaufkommen, lange Sonnenscheindauer, keine Bodenfeuchtigkeit) absolut geeignet zur Trocknung verschiedener Pflanzen. Abkl�rungen bei der Agridea Lindau (Schweizerische Vereinigung f�r die Entwicklung der Landwirtschaft und des l�ndlichen Raums) sowie einigen Produzenten und Anbietern von pflanzlichen Trockengestecken h�tten ergeben, dass die Trocknung auf einem Balkon durchaus sinnvoll erscheine, jedoch nicht g�ngige Praxis sei. Der Bauernverband weist darauf hin, dass nicht alle Pflanzen zum Trocknen und im Speziellen zum Lufttrocknen geeignet sind. Davon ausgehend, dass die Beschwerdef�hrer diese Erfahrung bereits gemacht h�tten, f�hrt der Vertreter des Bauernverbands aus, zum Trocknen eigneten sich beispielsweise die F�rberdistel, Silberdistel, Flachs, Fuchsschwanz, Getreide, Hirsearten, Kugeldistel, Schlafmohn, Staticen, Strohblumen, Trespe, Zierk�rbis, Ziermais und Zittergras. Aus den Unterlagen sei zu entnehmen, dass die Beschwerdef�hrer verschiedene dieser Pflanzen anbauten. Es sei deshalb nachvollziehbar, dass der Balkon zum Trocknen dieser Pflanzen notwendig und sinnvoll sei. Lediglich die Blumentrocknung sollte im Dunkeln erfolgen, um einen Farbverlust zu vermeiden. Gerade bei Getreide, welches f�r Gestecke und dergleichen in der Milchreife (sehr feucht) geerntet werden m�sse, brauche es zwingend eine Sonnentrocknung. Dazu sei der Balkon aufgrund der Windverh�ltnisse und der Sonneneinstrahlung bestens geeignet. Wichtig erscheine, dass durch den Gitterrost eine Rundumtrocknung mit wenig Aufwand m�glich sei und die problematische Bodenfeuchtigkeit bei einer allf�lligen Feldtrocknung wegfalle. Aus Sicht des Bauernverbands w�re es nicht nachvollziehbar, wenn eine derart geeignete "Trocknungsanlage" abgerissen und mit viel Energieaufwand eine Trocknung im Rauminnern angestrebt werden m�sste.
3.5 Die Ausf�hrungen des Bauernverbands gehen vom Status quo aus und begr�nden die Nutzbarkeit des bereits erstellten Balkons. Sie stellen aber keine Beurteilung aus raumplanungsrechtlicher Sicht dar; dass der Anbau n�tzlich ist, mag durchaus sein: Entscheidend ist jedoch, ob die fragliche Aussenfl�che tats�chlich notwendig ist oder ob raumsparendere Alternativen im Geb�udeinnern m�glich w�ren. Das Verwaltungsgericht durfte darum der Argumentation der kantonalen Fachstelle vom 14. September 2009 folgen, welche verdeutlicht, dass mit dem Trocknen im Freien auch erhebliche Schwierigkeiten verbunden sind. Zu denken ist an die st�ndige �berwachung bei Wetterschwankungen, f�hrt doch N�sse zu Schimmelbefall. Desgleichen stellt zu starker Wind ein Problem dar, da die Pflanzen einerseits davon fliegen, andererseits rasch spr�de werden k�nnen. Schliesslich f�hrt zu starkes Sonnenlicht zu Farbverlust. M�glichkeiten zum Trocknen im Innern m�ssen in jedem Fall vorhanden sein, da keine Gew�hr f�r eine optimale Wetterlage nach der Pflanzenernte besteht. Der Bauernverband bezeichnet denn auch die Variante der Freilufttrocknung als nicht der g�ngigen Praxis entsprechend. Hinzu kommt, dass die Beschwerdef�hrer selber das Obergeschoss der Garage offenbar urspr�nglich als Trocknungsraum benutzen wollten und dies seit der Erstellung auch getan hatten (Beschwerde an den Regierungsrat vom 12. September 2007 N. 7 S. 4, act. 63). Das Verwaltungsgericht h�lt den Beschwerdef�hrern darum zu Recht entgegen, dass sie bei tats�chlicher Betriebsnotwendigkeit bereits beim urspr�nglichen Gesuch um �berdachung und Einwandung des Garagen-Obergeschosses um die gleichzeitige Bewilligung des Balkons h�tten ersuchen k�nnen. Zweifel an der Betriebsnotwendigkeit weckt auch der Umstand, dass ein H�ngesessel und ein Tisch auf dem Balkon angebracht wurden (Stellungnahme der Fachstelle Landwirtschaft vom 12. Oktober 2007; E. 2.2.1 und 2.2.2 des Regierungsratsbeschlusses vom 22. Oktober 2008). Insgesamt vermittelt das Vorgehen der Beschwerdef�hrer den Eindruck einer nachgeschobenen Begr�ndung, welche jedoch nicht zu �berzeugen vermag.
3.6 Mit Blick auf die in E. 3.1 zitierte Rechtsprechung ist zu pr�fen, ob M�glichkeiten zur Trocknung in den bestehenden Geb�ulichkeiten bestehen. Die Beschwerdef�hrer bringen dagegen vor, im R�straum sei kein Platz vorhanden, weil dieser bereits vollst�ndig mit Trocknungsgut und mit entsprechendem Material f�r die Ausstellungen gef�llt sei. In der Scheune habe es keinen Platz mehr, da dieser Raum mit Traktoren, Anh�ngern, Heu, Gefl�gelmast sowie Zwiebeln, R�ben und Kartoffeln gef�llt sei. Wegen der Staubentwicklung, des Dufts und aus hygienischen Gr�nden (Vogel-, Katzen- und Marderkot) sei die Remise zudem f�rs (An-)Trocknen von Pflanzen g�nzlich ungeeignet. Im Heizungsraum des Haupthauses komme eine Antrocknung der Pflanzen schon deshalb nicht in Frage, weil es sich wegen Hangsickerwassers um einen "Nassraum" handle, der viel zu feucht sei. �berdies habe es auch keinen Platz f�r die Pflanzen.
3.7 Das Verwaltungsgericht h�lt dem entgegen, dass die Beschwerdef�hrer selber im Rahmen der Baugesuchseingabe die �berdachung und Einwandung des Garagenobergeschosses damit begr�ndet h�tten, das Vorhaben diene neben der Aufbereitung und Lagerung auch der Trocknung von Blumen. Ein Trocknungspodest sei damals nicht vorgesehen gewesen. Es sei deshalb widerspr�chlich, wenn sie nun vorbr�chten, das Obergeschoss der Garage diene als blosser R�st- und Ausstellungsraum. Der Hinweis auf den Platzmangel erscheine als nachgeschoben und unglaubw�rdig. In der Stellungnahme vom 29. November 2004 zur Projekt�nderung habe der Beschwerdef�hrer 1 geltend gemacht, der Balkon sei aus der praktischen �berlegung heraus entstanden, dass man einzelne Pflanzen auf diesem auch antrocknen k�nne. Ansonsten m�sste er das Material jeweils auf den Vorplatz hinunter tragen. Ein allf�lliger Platzmangel sei mit keinem Wort erw�hnt worden. Auch sp�ter sei dies kein Thema gewesen. In seiner Eingabe vom 20. April 2007 an den Gemeinderat Sarmenstorf habe der Eigent�mer erkl�rt, die Antrocknung der Blumen k�nne aufgrund der besseren Luftzirkulation auf dem Balkon beschleunigt und verbessert werden. Dass der Balkon aufgrund der mangelnden Kapazit�t des R�st- und Stauraums ben�tigt werde, habe der Beschwerdef�hrer 1 niemals behauptet. Zudem m�ssten die Beschwerdef�hrer bereits heute f�r den Fall des Wetterwechsels �ber die M�glichkeit verf�gen, die draussen teilweise angetrockneten Pflanzen im Geb�udeinnern weiter zu trocknen. Andernfalls best�nde die Gefahr von Schimmelbefall. Die Beschwerdef�hrer h�tten nie dargetan, dass eine Verlagerung des Trockenguts in das Geb�udeinnere bis anhin nicht m�glich gewesen w�re. Offenbar verf�gten sie �ber Kapazit�ten, um halbtrockene Ware im Geb�udeinnern weiter zu trocknen. Ausserdem w�rden die Beschwerdef�hrer in ihrer Stellungnahme vom 25. M�rz 2009 einr�umen, dass auch eine Trocknung im Ziergarten grunds�tzlich m�glich w�re. Mit einer Staffelung der Ernte h�tten sie es in der Hand, auf die Auslastung des Garagenraums R�cksicht zu nehmen. Als unbehelflich erachtet das Verwaltungsgericht schliesslich den Einwand, der R�st- und Stauraum werde im Dezember jeweils f�r die Adventsausstellung ben�tigt. Nachdem die Erntezeit nur bis Oktober dauere und die Pflanzen unmittelbar nach der Ernte f�r lediglich ein bis drei Tage auf dem Balkon getrocknet w�rden, liessen sich die behaupteten Platzprobleme nicht mit der Adventsausstellung begr�nden.
3.8 Diesen Ausf�hrungen ist vollumf�nglich zuzustimmen. Sie werden durch die Akten gest�tzt, und die Beschwerdef�hrer bringen nichts vor, was die Beurteilung des Verwaltungsgerichts als rechtswidrig erscheinen liesse. Zus�tzlich f�llt ins Gewicht, was die kantonale Fachstelle angef�hrt und das Verwaltungsgericht ebenfalls ber�cksichtigt hat: Laut Aussage der Beschwerdef�hrer erstreckt sich die Ernte auf einen Zeitraum von drei Monaten. Somit k�nnte der Trocknungsraum nach Auffassung der Fachstelle kontinuierlich genutzt werden. Im konkreten Fall sei der Produktionsumfang mit 5 a einj�hrigen g�rtnerischen Freilandkulturen und 5 a einj�hrigen Gew�rz- und Medizinalpflanzen gering. Dieser Umfang habe sich in den Vorjahren nicht ver�ndert. Mit rund 70 m� R�st- und Stauraum stehe gem�ss den Erfahrungen und Einsch�tzungen der kantonalen Fachstelle gen�gend Verarbeitungsfl�che zur Verf�gung. Die geringen Ums�tze der Sparte gem�ss den Buchhaltungsabschl�ssen der Jahre 2005-2007 w�rden diese Einsch�tzung zus�tzlich st�tzen.
Diese Zahlen belegen ebenfalls, dass Kapazit�tsgr�nde nicht ausschlaggebend sein k�nnen, um die Notwendigkeit des Balkons zu bejahen. Insbesondere die kurze Periode, in welcher der Balkon tats�chlich f�rs Trocknen genutzt wird, rechtfertigt keine baulichen Massnahmen dieses Umfangs, wenn andere L�sungen praktikabel sind. Der Regierungsrat hat denn auch in seinem Entscheid vom 22. Oktober 2008 die ebenerdige Trocknung im Freien als Variante genannt und weiter aufgezeigt, dass bei der Trocknung im Geb�udeinnern der Einbau einer geeigneten L�ftungsanlage eine konstante und gleichm�ssige Luftzirkulation gew�hrleisten w�rde. Dies h�tte nach - �berzeugender - Meinung des Regierungsrats den Vorteil, dass die Trocknung wetterunabh�ngig erfolgen k�nnte, keine Gefahr des Wegwindens best�nde und keine st�ndige Kontrolle und Verschiebung der Pflanzen notwendig w�re. Zwar steht den Beschwerdef�hrern ein gewisser Spielraum bei der Gestaltung ihrer Betriebsabl�ufe zur Verf�gung. Wie das Verwaltungsgericht aber zu Recht feststellt, kommt es bei der Beurteilung der Zonenkonformit�t nicht auf die pers�nliche Zweckm�ssigkeit und Bequemlichkeit an.
Die Beschwerdef�hrer haben im bundesgerichtlichen Verfahren nichts dargetan, was die Schlussfolgerungen der Vorinstanz als verfassungs- oder bundesrechtswidrig qualifizieren w�rde. Insbesondere liegt keine Verletzung der Wirtschaftsfreiheit vor. Die gesetzliche Grundlage findet sich wie dargetan im Raumplanungsrecht. Das �ffentliche Interesse an der Beachtung der raumplanungsrechtlichen Grunds�tze ist st�rker zu gewichten als das private Interesse an der Beibehaltung des Balkons, zumal die Produktion der Trockenpflanzen damit nicht verunm�glicht oder unverh�ltnism�ssig erschwert wird. Von weiteren Abkl�rungen zu den Voraussetzungen von Art. 34 Abs. 4 RPV durfte das Verwaltungsgericht absehen.
Die Beschwerdef�hrer erachten den verf�gten R�ckbau des Balkons als unverh�ltnism�ssig.
4.1 Ist eine Baute materiell gesetzeswidrig, hat das noch nicht zur Folge, dass sie abgebrochen werden muss (BGE 123 II 248 E. 4b S. 255). Auch in einem solchen Falle sind die allgemeinen verfassungs- und verwaltungsrechtlichen Grunds�tze zu ber�cksichtigen. Zu ihnen geh�ren namentlich das �ffentliche Interesse und die Verh�ltnism�ssigkeit. Diese Grunds�tze rechtsstaatlichen Handelns werden in Art. 5 Abs. 2 BV ausdr�cklich festgehalten. Ob der verf�gte Abbruch im �ffentlichen Interesse liegt und verh�ltnism�ssig ist, pr�ft das Bundesgericht grunds�tzlich frei. Allerdings auferlegt es sich eine gewisse Zur�ckhaltung, wenn es um die Beurteilung lokaler Gegebenheiten, welche die kommunalen und kantonalen Beh�rden besser kennen und �berblicken als das Bundesgericht, und um ausgesprochene Ermessensfragen geht (BGE 119 Ia 348 E. 2a S. 353, 445 E. 3c S. 451; mit Hinweisen). Vor dem Grundsatz der Verh�ltnism�ssigkeit h�lt ein Grundrechtseingriff stand, wenn er zur Erreichung des angestrebten Ziels geeignet und erforderlich ist und das verfolgte Ziel in einem vern�nftigen Verh�ltnis zu den eingesetzten Mitteln, d.h. den zu seiner Verwirklichung notwendigen Freiheitsbeschr�nkungen, steht (BGE 128 I 1 E. 3e/cc S. 15 mit Hinweisen). Ist die Abweichung vom Gesetz jedoch gering und verm�gen die ber�hrten allgemeinen Interessen den Schaden, der dem Eigent�mer durch den Abbruch entst�nde, nicht zu rechtfertigen, ist ein Beseitigungsbefehl unverh�ltnism�ssig (Urteil des Bundesgerichts 1A.301/2000 vom 28. Mai 2001 E. 6c S. 30). Grunds�tzlich kann sich auch der Bauherr, der nicht gutgl�ubig gehandelt hat, gegen�ber einem Abbruch- oder Wiederherstellungsbefehl auf den Grundsatz der Verh�ltnism�ssigkeit berufen. Er muss indessen in Kauf nehmen, dass die Beh�rden aus grunds�tzlichen Erw�gungen, n�mlich zum Schutz der Rechtsgleichheit und der baurechtlichen Ordnung, dem Interesse an der Wiederherstellung des gesetzm�ssigen Zustandes erh�htes Gewicht beimessen und die dem Bauherrn erwachsenden Nachteile nicht oder nur in verringertem Mass ber�cksichtigen (Urteil 1P.708/2006 vom 13. April 2007 publ. in: ZBl 109/2008 S. 100 E. 5.1; BGE 123 II 248 E. 4a S. 255; 111 Ib 213 E. 6b S. 224).
4.2 Die von den Beschwerdef�hrern ausserhalb der Bauzone ohne die erforderlichen Bewilligungen vorgenommenen Bauarbeiten verletzen den Grundsatz der Trennung des Baugebiets vom Nichtbaugebiet. Es handelt es sich dabei um ein grundlegendes Prinzip des Raumplanungsrechts. Die Abweichung vom Gesetz kann keineswegs als geringf�gig eingestuft werden. Die Beschwerdef�hrer k�nnen sich insbesondere nicht darauf berufen, aufgrund der anf�nglichen Ausk�nfte der kantonalen Abteilung Landwirtschaft h�tten sie auf die Zonenkonformit�t des Balkons vertrauen d�rfen: Die fraglichen Aussagen erfolgten allesamt erst nach Erstellung des Balkons durch die Bauherrschaft. Ein Anspruch aus Treu und Glauben f�llt damit von vornherein ausser Betracht.
Demnach ist die Beschwerde abzuweisen. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend, sind die Gerichtskosten den Beschwerdef�hrern aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Parteientsch�digungen sind keine zuzusprechen (Art. 68 Abs. 3 BGG).
Dieses Urteil wird den Beschwerdef�hrern, der Gemeinde Sarmenstorf, dem Regierungsrat und dem Verwaltungsgericht des Kantons Aargau, 3. Kammer, sowie dem Bundesamt f�r Raumentwicklung schriftlich mitgeteilt.