Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=11%20U%2079/01
Timestamp: 2019-04-19 23:29:56
Document Index: 298435433

Matched Legal Cases: ['§ 833', '§ 833', '§ 833', '§ 833', '§ 833', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 833', '§ 840']

OLG Oldenburg, 04.02.2002 - 11 U 79/01 - dejure.org
OLG Oldenburg, 04.02.2002 - 11 U 79/01
Tierhalterhaftung: Verursachung eines Sturzes durch mehrere miteinander balgende Hunde
Tiergefahr, Hund, Sturz
Hundehalterhaftung - für Sturz aufgrund Hund
Tiergefahr; Hund; Sturz
Tiergefahr; Hund; Sturz; Schadensersatz; Haftung; Tierhalter
Hunde: Gemeinsames Spiel - Halter: gemeinsame Haftung
Hundehalter haftet für Sturz - Kommt ein Mensch zu Fall, weil mehrere Hunde auf ihn zulaufen, haften alle Halter der beteiligten Hunde für den entstandenen Schaden
LG Osnabrück, 06.09.2001 - 2 O 932/01
MDR 2002, 1010
VersR 2002, 1166
Es genügt vielmehr, wenn das Verhalten des Tieres für die Entstehung des Schadens adäquat mitursächlich geworden ist (…Senatsurteil vom 20. Dezember 2005 - VI ZR 225/04, aaO; OLG Nürnberg, OLGZ 1965, 153 ff.; vgl. auch OLG Hamm, NJW-RR 2001, 19; OLG Oldenburg, VersR 2002, 1166;… Geigel/Haag, Der Haftpflichtprozess, 26. Aufl., Kap. 18 Rn. 9;… MünchKommBGB/Wagner, 6. Aufl., § 833 Rn. 7;… Soergel/Krause, BGB, 13. Aufl., § 833 Rn. 5;… Erman/Schiemann, BGB, 14. Aufl., § 833 Rn. 5;… Wussow/Rüge, Unfallhaftpflichtrecht, 16. Aufl., Kap. 11, Rn. 3 f., jeweils mwN).
Es genügt vielmehr, wenn das Verhalten des Tieres für die Entstehung des Schadens adäquat mitursächlich geworden ist (vgl. OLG Hamm, NJW-RR 2001, 19; OLG Oldenburg, VersR 2002, 1166;… Geigel/Haag, aaO, Kap. 18 Rdn. 8;… Soergel/Zeuner, aaO, § 833 Rdn. 4).
Der Beklagte haftet als Tierhalter hier dementsprechend gegenüber dem Kläger gemäß § 833 BGB insoweit für die von seinem Hund ausgehende Gefahr unabhängig von irgendeinem Verschulden (BGH, Urteil vom 31.05.2016, Az.: VI ZR 465/15, u.a. in: NJW 2016, Seiten 2737 f.; BGH, Urteil vom 27.10.2015, Az.: VI ZR 23/15, u.a. in: NJW 2016, Seiten 1589 f.; BGH, Urteil vom 03.05.2005, Az.: VI ZR 238/04, u.a. in: NJW-RR 2005, Seiten 1183 ff.; OLG Hamm, Urteil vom 25.04.2006, Az.: 9 U 7/05, u.a. in: NZV 2007, Seiten 143 ff.; OLG Saarbrücken, Urteil vom 22.11.2005, Az.: 4 U 382/04-105, u.a. in: OLG-Report 2006, Seiten 461 ff.; OLG Oldenburg, Urteil vom 04.02.2002, Az.: 11 U 79/01, u.a. in: VersR 2002, Seiten 1166 f.; OLG Düsseldorf, Urteil vom 11.12.1998, Az.: I-22 U 110/98, u.a. in: NJW-RR 1999, Seiten 1256 f.; LG Berlin, Urteil vom 06.12.2005, Az.: 10 O 415/05, u.a. in: NJW 2006, Seiten 702 f.; LG Essen, Urteil vom 17.03.2005, Az.: 12 O 307/03, u.a. in: NJW-RR 2005, Seiten 1110 f.; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 28.11.2017, Az.: 34 C 146/16, u.a. in: NJW-RR 2018, Seiten 278 ff.; AG Schöneberg, Urteil vom 20.02.2009, Az.: 17b C 153/08, u.a. in: NJOZ 2009, Seiten 4748 f. = "juris").
OLG München, 23.06.2017 - 10 U 4540/16
Tiergefahr des Hundes nicht zweifelsfrei ursächlich für den Radunfall
In einer derartigen Fallkonstellation sind alle beteiligten Hundehalter nach § 833 S. 1 BGB für Schäden ersatzpflichtig, die die Hunde einem Dritten oder einem Halter selbst zufügen, wobei die Halter nach § 840 I BGB als Gesamtschuldner zu haften hätten (OLG Oldenburg, Urt. v. 04.02.2002, Az. 11 U 79/01 [Juris].
OLG Hamm, 28.05.2013 - 9 U 13/13
Haftung des Halters eines Hundes für Verletzung beim Spielen zweier Hunde
( so überzeugend für durchaus vergleichbare Fallgestaltungen auch OLG Oldenburg, VersR 2002, 1166, Rdn. 45 im juris-Ausdruck, sowie OLG Düsseldorf, VersR 1993, 1496).
Aus der von den Parteien angeführten Rechtsprechung einiger Oberlandesgerichte (OLG Oldenburg, MDR 2002, 1010; OLG Hamm, NJW-RR 1995, 598 und 599; OLG Stuttgart, NJW-RR 2003, 242; OLG Koblenz, NJW 2003, 2834) ergeben sich für den hier zu beurteilenden Lebenssachverhalt auch keine Anhaltspunkte, die eine davon abweichende rechtliche Bewertung rechtfertigen.
LG Dessau-Roßlau, 11.05.2012 - 2 O 617/11
Haftung des Tierhalters: Schaden allein auf Grund des aggressiven Verhaltens des …
Stets muss aber ein zumindest mittelbarer Ursachenzusammenhang zur Unberechenbarkeit tierischen Verhaltens bestehen, der auch dann vorliegen kann, wenn der Schadenseintritt auf einer psychisch vermittelten Vermeidungs-, Ausweich- oder Schreckreaktion beruht (vgl. etwa OLG Oldenburg, VersR 2002, 1166).