Source: http://www.anwalt24.de/rund-ums-recht/BSG_18_01_2011_B_2_U_5_10_R_Verzicht_auf_die_Benennung_mehre-d4379407.html
Timestamp: 2016-12-11 02:41:04
Document Index: 177510136

Matched Legal Cases: ['Art. 103', '§ 200', '§ 76', '§ 103', '§ 128', '§ 62']

BSG, 18.01.2011 - B 2 U 5/10 R - Verzicht auf die Benennung mehrerer Gutachter durch den Unfallversicherungsträger führt ohne rechtzeitige Rüge durch den Betroffenen nicht zu einem Beweisverwertungsverbot; Beweisverwertungsverbot eines Sachverständigengutachtens; Anspruch auf Verletztenrente aus der gesetzlichen Unfallversicherung; Sachaufklärung | Urteile auf anwalt24.de
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BundessozialgerichtUrt. v. 18.01.2011, Az.: B 2 U 5/10 RGericht: BSGEntscheidungsform: UrteilDatum: 18.01.2011Referenz: JurionRS 2011, 13178Aktenzeichen: B 2 U 5/10 R Verfahrensgang:vorgehend:LSG Chemnitz - 20.05.2009 - AZ: L 6 U 172/06SG Dresden - 19.07.2006 - AZ: S 7 U 176/02Rechtsgrundlagen:Art. 103 Abs. 1 GG§ 200 Abs. 2 SGB VII§ 76 Abs. 2 SGB X§ 103 SGG§ 128 Abs. 1 S. 1 SGG§ 62 SGGFundstellen:Breith. 2011, 839-847NJW 2011, 10NJW-Spezial 2011, 330NZS 2011, 910-913SGb 2011, 158ZAP 2011, 718ZAP EN-Nr. 464/2011Amtlicher Leitsatz:1. Benennt der Unfallversicherungsträger dem Versicherten nicht mehrere Gutachter zur Auswahl, führt dies nicht zu einem Beweisverwertungsverbot, wenn der Betroffene die Verletzung des Auswahlrechts nicht rechtzeitig rügt.2. In atypischen Fällen, z.B. wenn ein allein vom Versicherten vorgeschlagener Gutachter beauftragt und diesem die Auswahl des Zusatzgutachters übertragen wird, kann darauf verzichtet werden, dem Versicherten mehrere Gutachter zur Auswahl zu benennen.in dem RechtsstreitAz: B 2 U 5/10 RL 6 U 172/06 (Sächsisches LSG)S 7 U 176/02 (SG Dresden)............................................,Klägerin und Revisionsklägerin,Prozessbevollmächtigte: .........................................,gegenUnfallkasse Sachsen,vertreten durch .......................................,Rosa-Luxemburg-Straße 17a, 01662 Meißen,Beklagte und Revisionsbeklagte,Prozessbevollmächtigter: .......................................,Unfallkasse Sachsen,Rosa-Luxemburg-Straße 17a,01662 Meißen.Der 2. Senat des Bundessozialgerichts hat auf die mündliche Verhandlung vom 18. Januar 2011 durch den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. M e y e r , die Richter Mutschler und H e i n z sowie den ehrenamtlichen Richter Dr. G r i e s h a b e r und die ehrenamtliche Richterin d e S a n t a n afür Recht erkannt:Tenor:Das Urteil des Sächsischen Landessozialgerichts vom 20. Mai 2009 wird aufgehoben und die Sache zur erneuten Verhandlung und Entscheidung an das Landessozialgericht zurückverwiesen.