Source: http://www.wildsport-tours.de/ueber-uns/agb/gefuehrte-touren.php
Timestamp: 2017-09-21 01:21:07
Document Index: 28731390

Matched Legal Cases: ['§ 651', '§ 4', '§ 651', '§ 4', '§ 651', '§ 651', '§ 651']

Wildsport Tours - Kanufahren im Südwesten: AGB für geführte Touren
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Veranstaltungsbedingungen für geführte Touren
Diese Veranstaltungsbedingungen (Reisebedingungen) gelten für alle geführten Touren. Sie regeln die Rechtsbeziehung zwischen dem Reiseveranstalter Wildsport Tours, Inhaber Thomas Mießeler (nachfolgend: "Veranstalter") und Ihnen als Kunde. Sie gelten ergänzend zu den §§ 651a-m BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) sowie den Informationsvorschriften für Veranstalter gemäß §§ 4-11 BGB-InfoV (Verordnung über Informations- und Nachweispflichten nach Bürgerlichem Recht).
1.1 Mit der Buchung bietet der Kunde dem Veranstalter den Abschluss eines Reisevertrages verbindlich an. Grundlage dieses Angebotes sind die Reiseausschreibungen und die ergänzenden Informationen des Veranstalters für die jeweilige Tour.
1.2 Die Buchung kann telefonisch, per Post, per E-Mail oder mit einem Buchungsformular im Internet vorgenommen werden. Erfolgt die Reiseanmeldung per Buchungsformular, bestätigt der Veranstalter unverzüglich den Eingang der Buchung mit einer automatischen E-Mail. Diese Bestätigung stellt jedoch noch keine Bestätigung der Annahme des Vertrages dar.
1.3 Die Buchung erfolgt durch den Kunden auch für alle in der Buchung aufgeführten Mitreisenden, für deren Vertragsverpflichtungen der Kunde wie für seine eigenen Verpflichtungen einsteht, sofern er diese Verpflichtung durch ausdrückliche und gesonderte Erklärung übernommen hat.
1.4 Der Reisevertrag kommt mit dem Zugang der Annahmeerklärung des Veranstalters zustande. Sie bedarf keiner bestimmten Form. Nach Vertragsabschluß wird der Veranstalter dem Kunden eine Reisebestätigung per Post oder E-Mail übermitteln. Hierzu ist er nicht verpflichtet, wenn die Buchung weniger als 7 Tage vor Reisebeginn erfolgt.
1.5 Weicht der Inhalt der Reisebestätigung von den Inhalten der Anmeldung ab, liegt ein neues Vertragsangebot vor, an das der Veranstalter für 10 Tage gebunden ist. Der Vertrag kommt auf der Grundlage dieses neuen Angebots zustande, wenn der Kunde dieses durch ausdrückliche Annahmeerklärung bestätigt bzw. durch konkludentes Verhalten (z.B. Zahlung) annimmt.
2. Zahlungsweise, Sicherungsschein
2.1 Mit Erhalt der Buchungsbestätigung ist eine Anzahlung in Höhe von 20% auf den Reisepreis fällig. Sie ist zahlbar innerhalb von 7 Tagen und wird auf den Reisepreis angerechnet. Bei Gesamtbeträgen unter 150,- Euro oder Buchungen, die weniger als 6 Wochen vor Reisebeginn getätigt werden, wird auf eine Anzahlung verzichtet.
2.2 Der (Rest-)Betrag wird 14 Tage vor Reisebeginn in Rechnung gestellt, wenn feststeht, dass die Mindestteilnehmerzahl der Tour erreicht ist (siehe Punkt 4.2). Der Betrag ist innerhalb von 7 Tagen zahlbar. Bei geschlossenen Gruppenreisen ab 8 Personen kann der Restbetrag auch unmittelbar nach der Tour in Rechnung gestellt werden, vorausgesetzt, es wurde eine Anzahlung verlangt. Der Veranstalter kann bei Tagesreisen auch eine (Rest-)Barzahlung vor Ort anbieten.
2.3 Zusammen mit der Buchungsbestätigung wird ein Sicherungsschein im Sinne des § 651 k BGB ausgehändigt, falls Tour länger als 24 Stunden dauert, eine Übernachtung beinhaltet oder der Reisepreis 75,- Euro p.P. übersteigt.
2.4 Bei Buchungen kürzer als 14 Tage vor Reisebeginn ist der gesamte Reisepreis sofort zahlungsfällig. Falls ein Sicherungsschein erforderlich ich, muss dieser zuvor ausgehändigt worden sein.
2.5 Gerät der Kunde mit der Zahlung in Verzug, behält sich der Veranstalter vor, vom Vertrag nach erfolgter Mahnung mit Fristsetzung zurückzutreten. In diesem Fall kann der Kunde mit Rücktrittskosten belastet werden (siehe Punkt 5.1 und 5.2).
3.1 Der Umfang der Reiseleistungen ergibt sich aus der Reiseausschreibung des Veranstalters. Diese sind für ihn bindend. Bezüglich der Reiseausschreibung behält sich der Veranstalter gemäß § 4 Abs. 2 BGB-InfoV ausdrücklich vor, aus sachlich berechtigten, erheblichen und nicht vorhersehbaren Gründen vor Vertragsschluss eine Änderung der Ausschreibungen zu erklären, über die der Kunde vor Buchung informiert wird.
3.2 Änderungen oder Abweichungen einzelner Reiseleistungen vom Inhalt des Reisevertrages, die nach Vertragsschluss notwendig werden und die vom Veranstalter nicht wider Treu und Glauben herbeigeführt werden, sind nur gestattet, wenn sie nicht erheblich sind und den Gesamtzuschnitt der gebuchten Tour nicht beeinträchtigen. Der Veranstalter ist verpflichtet, den Kunden darüber unverzüglich in Kenntnis zu setzen. Eventuelle Gewährleistungsansprüche bleiben unberührt, soweit die geänderten Leistungen mit Mängeln behaftet sind. Gegebenenfalls wird der Veranstalter dem Kunden eine kostenlose Umbuchung oder einen kostenlosen Rücktritt anbieten.
4.1 Der Veranstalter kann vor oder während der Tour den Reisevertrag mit einem Teilnehmer zu kündigen, wenn dieser die Durchführung der Tour ungeachtet einer Abmahnung nachhaltig stört oder sich in solchem Maße vertragswidrig verhält, dass die sofortige Aufhebung des Vertrages gerechtfertigt ist. Wird der Vertrag gekündigt, so behält der Veranstalter den Anspruch auf den Reisepreis. Er muss sich jedoch den Wert der ersparten Aufwendungen sowie diejenigen Vorteile anrechnen lassen, die er aus einer anderweitigen Verwendung der nicht in Anspruch genommenen Leistung erlangt, einschließlich der ihm von den Leistungsträgern erstatteten Beträge. Dem Teilnehmer bleibt vorbehalten, geringere Kosten nachzuweisen.
4.2 Der Veranstalter kann bei Nichterreichen der in der Reiseausschreibung genannten Mindestteilnehmerzahl nach Maßgabe folgender Bestimmungen vom Reisevertrag zurücktreten:
Die Mindestteilnehmerzahl und eine Frist zur Erreichung dieser wird in der Buchungsbestätigung angegeben.
Der Veranstalter ist bei Nichterreichen verpflichtet, dem Teilnehmer die Absage der Tour unverzüglich zu erklären.
Ein Rücktritt durch den Veranstalter später als 14 Tage vor Reisebeginn ist aus diesem Grund nicht zulässig.
Der Reisende kann bei einer Absage die Teilnahme an einer mindestens gleichwertigen anderen Tour verlangen, wenn der Veranstalter in der Lage ist, eine solche Tour ohne Mehrpreis für den Reisenden aus seinem Angebot anzubieten. Der Reisende hat dieses Recht unverzüglich nach der Absage der Tour gegenüber dem Veranstalter geltend zu machen.
Tritt der Reisende keine gleichwertige Tour an, werden gezahlte Summen vom Veranstalter unverzüglich erstattet.
4.3 Des Weiteren wird auf Punkt 7 (Wetter, Höhere Gewalt) verwiesen.
5.1 Jeder Teilnehmer kann vor Beginn der Veranstaltung den Rücktritt erklären, wobei folgende Stornogebühren anfallen:
Bis 22 Tage vor der Tour: 20% des Reisepreises.
Ab dem 21. Tag bis 8 Tage vor der Tour: 40% des Reisepreises.
Ab dem 7. Tag bis 3 Tage vor der Tour: 60% des Reisepreises.
Ab dem 2. Tag vor der Tour und bei Nichtantritt: 80% des Reisepreises.
5.2 Bei geschlossenen Gruppentouren ab 8 Personen muss die endgültige Teilnehmerzahl spätestens am 7. Tag vor der Tour feststehen. Rücktritte danach oder ein Nichtantritt einzelner Personen werden mit 50% des Reisepreises berechnet. Tritt die gesamte Gruppe bis zum 8. Tag vor der Tour vom Vertrag zurück, werden 20% des Gesamtreisepreises berechnet. Ab dem 7. Tag vor der Tour sind es 50%.
5.3 Die Rücktrittserklärung sollte schriftlich erfolgen. Entscheidend ist der Tag des Zugangs der Erklärung beim Veranstalter. Dem Teilnehmer bleibt vorbehalten, geringere Stornokosten nachzuweisen. Der Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung wird empfohlen.
6.1 Auf Kundenwunsch kann der Veranstalter, soweit die Kapazitäten es ermöglichen, bis 22 Tage vor der Tour eine Termin-Umbuchung vornehmen. Dafür wird eine pauschale Gebühr von 10,- Euro pro Reisebestätigung verlangt. Umbuchungswünsche, die ab dem 21. Tag vor der Tour erfolgen, können nur nach Rücktritt vom Vertrag gemäß Punkt 5 und gleichzeitiger Neubuchung erfolgen.
6.2 Die Benennung von Ersatzpersonen ist ohne Kosten möglich. Die Ersatzperson übernimmt dann sämtliche vertragliche Pflichten.
7. Wetter, Höhere Gewalt
7.1 Eine kostenlose Kündigung des Vertrags oder eine zeitliche Verschiebung aufgrund gewöhnlicher Witterung wie Regen, Schauer oder kühle Luft ist in der Regel nicht möglich. Kulanzregelungen können abweichend hiervon formuliert werden.
7.2 Kann die Tour in Folge Höherer Gewalt (z.B. Hochwasser, Gewässersperrungen, Sturm) nicht durchgeführt werden, bemüht sich der Veranstalter in Abstimmung mit dem Teilnehmer, auf ein anderes Gebiet auszuweichen. Gelingt das nicht, sind beide Parteien – auch unmittelbar vor Reisebeginn – zur kostenlosen Kündigung des Vertrags berechtigt. Der gezahlte Reisepreis wird erstattet. Auf die Regelung in § 651 j BGB wird ausdrücklich verwiesen.
8. Checkliste, gesundheitliche Eignung
8.1 Eine Checkliste (beinhaltet eine Packliste, Informationen zur Anreise, einen Gesundheits-Check und sonstige wichtige Hinweise) wird spätestens 2 Wochen vor Reisebeginn versendet. Der Anmelder bzw. Gruppenauftraggeber verpflichtet sich, die Checkliste an alle anderen Teilnehmer, die er im Rahmen seiner Buchung angemeldet hat, weiterzuleiten.
8.2 Die gesundheitliche Eignung des Teilnehmers für die Tour muss dieser selbst verantworten (bzw. der Erziehungsberechtigte, Lehrer oder Gruppenleiter). Kinder ab 10 Jahren und Erwachsene müssen das Schwimmen beherrschen. Kenterungen können nicht ausgeschlossen werden. Eine Erklärung muss jeder Teilnehmer bzw. der Anmelder einer Gruppe zu Beginn der Tour unterschreiben.
9. Schäden an bereitgestelltem Material, Verlust
Die vom Veranstalter bereitgestellten Materialien sind pfleglich zu verwenden. Für den schuldhaften Verlust oder schuldhaft verursachte Beschädigungen ist der Kunde dem Veranstalter gegenüber zum Schadensersatz verpflichtet, soweit dieser nicht ursächlich durch ein Verschulden des Veranstalters oder seinen Erfüllungsgehilfen verursacht wurde.
10. Abhilfe, Minderung, Mängel, Schadensersatz
10.1 Jeder Teilnehmer ist verpflichtet, bei Leistungsstörungen daran mitzuwirken, Schäden zu vermeiden oder jedenfalls gering zu halten. Bei Beanstandungen sind diese an Ort und Stelle unverzüglich dem Reiseleiter/Guide mitzuteilen. Diese sind jedoch nicht berechtigt, Ansprüche anzuerkennen.
10.2 Wird eine vertragliche Leistung nicht oder nicht vertragsgemäß erbracht, kann der Teilnehmer gemäß § 651c BGB Abhilfe verlangen. Der Veranstalter kann die Abhilfe verweigern, wenn sie einen unverhältnismäßigen Aufwand erfordert. Ebenso kann der Teilnehmer nach der Tour eine Minderung des Preises verlangen, falls Leistungen nicht vertragsgemäß erbracht worden sind und er es nicht schuldhaft unterlässt, den Mangel anzuzeigen.
10.3 Wird eine Tour in Folge eines Mangels erheblich beeinträchtigt und leistet der Veranstalter innerhalb einer angemessenen Frist keine Abhilfe, kann der Teilnehmer den Vertrag kündigen. Dies gilt ebenfalls, wenn dem Teilnehmer die Tour infolge eines Mangels aus wichtigem, dem Veranstalter erkennbaren Grund nicht zuzumuten ist. Der Bestimmung einer Frist für die Abhilfe bedarf es nur dann nicht, wenn Abhilfe unmöglich ist oder vom Veranstalter verweigert wird oder wenn die sofortige Kündigung des Vertrags durch ein besonderes Interesse des Teilnehmers gerechtfertigt ist. Wird der Vertrag danach aufgehoben, behält der Teilnehmer einen etwaigen Anspruch auf Rückbeförderung. Er schuldet dem Veranstalter nur den auf die in Anspruch genommenen Leistungen entfallenden Teil des Reisepreises, falls diese für ihn von Interesse waren.
10.4 Bei Vorliegen eines Mangels kann der Teilnehmer unbeschadet der Herabsetzung des Reisepreises (Minderung) oder der Kündigung Schadensersatz verlangen, es sei denn, der Mangel der Tour beruht auf einem Umstand, den der Veranstalter nicht zu vertreten hat. Er kann auch Schadensersatz wegen nutzlos aufgewandter Urlaubszeit verlangen, wenn die Tour vereitelt oder erheblich beeinträchtigt worden ist.
10.5 Die vertragliche Haftung des Veranstalters auf Schadensersatz für Schäden, die nicht Körperschäden sind, ist insgesamt auf die Höhe des dreifachen Reisepreises pro Teilnehmer und Veranstaltung beschränkt, soweit ein Schaden des Teilnehmers weder vorsätzlich noch grob fahrlässig durch den Veranstalter herbeigeführt worden ist. Diese Haftungsbegrenzung gilt auch, soweit der Veranstalter für einen dem Teilnehmer entstehenden Schaden allein wegen eines Verschuldens eines Leistungsträgers verantwortlich ist.
11.1 Ansprüche wegen nicht vertragsgemäßer Erbringung der Tour hat der Reisende innerhalb eines Monats nach vertraglich vorgesehener Beendigung der Tour gegenüber dem Veranstalter geltend zu machen. Die Geltendmachung kann zur Wahrung der Frist nur gegenüber dem Veranstalter unter der unten angegebenen Anschrift erfolgen. Nach Ablauf der Frist kann der Reisende Ansprüche geltend machen, wenn er ohne Verschulden an der Einhaltung der Frist verhindert worden ist.
11.2 Ansprüche des Reisenden nach den §§ 651 c bis f BGB, ausgenommen solche wegen Körper- und Gesundheitsschäden verjähren nach einem Jahr. Die Verjährung beginnt mit dem Tag, an dem die Tour dem Vertrag nach enden sollte. Hat der Reisende solche Ansprüche geltend gemacht, so ist die Verjährung bis zu dem Tag gehemmt, an dem der Veranstalter die Ansprüche schriftlich zurückweist. Ansprüche aus unerlaubter Handlung verjähren in drei Jahren.