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Timestamp: 2016-10-28 15:59:42
Document Index: 18591849

Matched Legal Cases: ['Art. 19', 'Art. 29', 'Art. 32', 'Art. 6', 'BGE', 'in dubio', 'Art. 47', 'Art. 50', 'Art. 19', 'BGE', 'BGE', 'Art. 95', 'Art. 97', 'BGE', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'in dubio', 'BGE', 'Art. 19', 'BGE', 'Art. 19', 'Art. 19', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 19', 'BGE', 'Art. 50', 'BGE', 'Art. 64', 'Art. 65']

6B_683/2012 (15.07.2013)
6B_683/2012 � � Urteil vom 15. Juli 2013
Strafzumessung (qualifizierte, teilweise mehrfache Widerhandlung gegen das Bet�ubungsmittelgesetz),
�Y.________ und X.________ wird vorgeworfen, vier respektive drei Mal sehr grosse Mengen Kokain in die Schweiz eingef�hrt und verteilt zu haben. Nach vorg�ngiger Absprache betrieben sie mit Anderen in arbeitsteiliger Weise Handel mit Bet�ubungsmitteln, indem sie in Bananenlieferungen verstecktes Kokain aus Kolumbien in die Schweiz einf�hrten, um es an Verteiler und Abnehmer zu �bergeben. Damit finanzierten sie zum Teil ihren Lebensunterhalt.
�Das Bundesstrafgericht verurteilte X.________ wegen qualifizierter, teilweise mehrfacher Widerhandlung gegen das Bet�ubungsmittelgesetz ("verteilen" aArt. 19 Ziff. 1 Abs. 4 i.V.m. Ziff. 2 lit. a-c BetmG) zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren. Auf den Vorwurf der mehrfachen Geldw�scherei trat es nicht ein. Gleichzeitig verurteilte es Y.________.
�X.________ beantragt mit Beschwerde, das Urteil des Bundesstrafgerichts sei aufzuheben, und die Sache sei zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Eventualiter sei Dispositiv-Ziffer II. 3 (Strafpunkt) des Urteils aufzuheben, und er sei zu einer Freiheitsstrafe von maximal vier Jahren zu verurteilen. Er ersucht um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung.
�Y.________ f�hrt seinerseits Beschwerde an das Bundesgericht (Verfahren 6B_670/2012).
�Das Bundesstrafgericht beantragt unter Hinweis auf die Erw�gungen im angefochtenen Entscheid die Abweisung der Beschwerde. Die Bundesanwaltschaft stellt mit Eingabe vom 14. Juni 2013 den Antrag, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. X.________ verzichtet auf eine Stellungnahme zu dieser Vernehmlassung.
�Die Beschuldigten erheben in getrennten Eingaben unterschiedliche R�gen. Es rechtfertigt sich nicht, die Verfahren zu vereinigen.
2.1.�Der Beschwerdef�hrer r�gt eine Verletzung des Anklagegrundsatzes. Die Vorinstanz erw�ge zu seiner Funktion im Drogenhandel, er habe an einem Treffen im Tessin teilgenommen, obwohl dies in der Anklageschrift nicht erw�hnt sei. Ferner f�hre diese und der angefochtene Entscheid an, er habe A.________ �berwacht und kontrolliert, ohne zu pr�zisieren, was damit gemeint sei (Beschwerde S. 4 f. Ziff. 4 f. und S. 7 Ziff. 11).
2.2.�Der Anklagegrundsatz wird abgeleitet aus Art. 29 Abs. 2 und Art. 32 Abs. 2 BV sowie Art. 6 Ziff. 1 und Ziff. 3 lit. a und b EMRK. Die Anklageschrift bestimmt zum einen den Prozessgegenstand (Umgrenzungsfunktion). Gegenstand des Verfahrens k�nnen nur Sachverhalte sein, die dem Angeklagten in der Anklageschrift vorgeworfen werden. An diese Anklage ist das Gericht gebunden. Zum Schutze des Angeklagten muss das Prozessthema unver�ndert bleiben (Immutabilit�t). Zum anderen vermittelt die Anklageschrift die zur Verteidigung notwendigen Informationen (Informationsfunktion). Beide Funktionen sind erf�llt, wenn die dem Angeklagten zur Last gelegten Taten in objektiver und subjektiver Hinsicht hinreichend umschrieben werden (vgl. BGE 133 IV 235 E. 6.2 f. mit Hinweisen).
2.3.�Die R�gen sind unbegr�ndet. Bei der Beweisw�rdigung zur Funktion bzw. Rolle des Beschwerdef�hrers merkt die Vorinstanz zwar an, er habe an einem Treffen im Tessin teilgenommen (Urteil S. 55 Mitte), obwohl dies in der Anklageschrift nicht erw�hnt wird (revidierte Anklageschrift vom 20. April 2012, cl. 109 S. 109.110.001 ff.). Abgesehen von dieser unwesentlichen Abweichung wird der Beschwerdef�hrer aber nicht mit einem andern Sachverhalt konfrontiert, als ihm in der Anklageschrift vorgeworfen wird. Diese gen�gt sodann auch in Bezug auf das �berwachen den sich aus der Informationsfunktion ergebenden Anforderungen. Die Bundesanwaltschaft h�lt in der Anklage u.a. daf�r, der Beschwerdef�hrer habe als Vertauensperson des Mitbeschuldigten gewirkt. Er habe bei zwei Lieferungen geholfen, das Kokain auszupacken, es mit A.________ an dessen Wohnort verbracht, diesen dort im Auftrag des Mitbeschuldigten �berwacht und kontrolliert, bis die Drogen verteilt waren (Urteil S. 52 E. 3.3.1; cl. 109 S. 109.110.018 ff.). Der Beschwerdef�hrer wusste, welche Lebensvorg�nge Gegenstand der Anklage waren. Das Anklageprinzip ist nicht verletzt und eine Beeintr�chtigung der Verteidigungsrechte nicht ersichtlich.
�Der Beschwerdef�hrer wendet sich gegen die Strafzumessung. Er r�gt eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Geh�r, des Willk�rverbots, des Grundsatzes "in dubio pro reo" und von Art. 47 sowie Art. 50 StGB.
�Im Wesentlichen macht er geltend, die Vorinstanz ordne ihn f�lschlicherweise auf der mittleren Hierarchiestufe ein. Sie nehme keinen Vergleich mit den Strafen der anderen Beteiligten vor und beziehe die mehrfache Qualifizierung nach aArt. 19 Ziff. 2 lit. a-c BetmG aufgrund einer unzul�ssigen Doppelverwertung straferh�hend ein. Die Einsatzstrafe von zehn Jahren erweise sich als zu hoch. Bei deren Reduktion um drei anstatt den angemessenen vier Jahren trage die Vorinstanz �berdies den vorliegenden strafmindernden Faktoren zu wenig oder gar keine Rechnung. In Anbetracht der H�he der ausgef�llten Strafe sei die Begr�ndung des Strafmasses zu kurz. Die Vorinstanz lege auch nicht dar, wie sie die verschiedenen Faktoren konkret gewichte.
3.1.�Die Vorinstanz stuft das Verschulden des Beschwerdef�hrers als mittelschwer ein. Dieser habe keine Entscheidkompetenz gehabt. Der Mitbeschuldigte habe ihn bei Bedarf eingesetzt. Gleichwohl habe er einen wichtigen Tatbeitrag geleistet und sei in verschiedenen Phasen zum Einsatz gekommen. So habe er bei der zweiten und dritten Lieferung geholfen, die Ware aus- und umzuladen. Er habe sie mit A.________ in dessen Wohnung transportiert und in der Garage abgelegt. Anschliessend habe er geholfen, das Kokain von den Kartons zu l�sen und im Estrich zu deponieren. Er habe mit A.________ Waschmittelboxen mit Kokain zur Weitergabe vorbereitet. Bei der letzten Lieferung habe der Beschwerdef�hrer geholfen, das f�r B.________ bestimmte Kokain in eine Wohnung zu bringen, wo er sie jenem �bergeben habe. Eine wesentliche Aufgabe des Beschwerdef�hrers, dem im Verh�ltnis zum Mitbeschuldigten eine Vertrauensstellung zugekommen sei, sei das �berwachen von A.________ gewesen. Seine Entl�hnung widerspiegle nicht seine Funktion. Zudem habe der Mitbeschuldigte angegeben, er habe den Beschwerdef�hrer immer wieder finanziell unterst�tzt, wenn es ihm m�glich gewesen sei. Die Vorinstanz f�hrt aus, die mehrfache Qualifizierung wirke sich erschwerend aus. Sie legt die Einsatzstrafe auf zehn Jahre fest. Das Gest�ndnis ber�cksichtigt sie erheblich strafmindernd. Sie wertet die aufrichtige Reue und das ernsthafte Bedauern des Beschwerdef�hrers sowie den Umstand, dass ihm die starke emotionale Bindung zum Mitbeschuldigten erschwert habe, von der Delinquenz Abstand zu nehmen, ebenfalls zu seinen Gunsten. Die Vorinstanz h�lt fest, der Beschwerdef�hrer weise keine erh�hte Strafempfindlichkeit aus. Die Vorstrafenlosigkeit und der positive F�hrungsbericht w�rden sich neutral auswirken. Hingegen ber�cksichtigt sie die rein finanziellen Beweggr�nde straferh�hend (Urteil S. 79 ff. E. 5.3).
3.2.1.�Das Bundesgericht hat die Grunds�tze der Strafzumessung (BGE 136 IV 55 E. 5.4 ff. mit Hinweisen) und die Anforderungen an ihre Begr�ndung (BGE 134 IV 17 E. 2.1 S. 20 mit Hinweisen) wiederholt dargelegt. Darauf kann verwiesen werden.
3.2.2.�Die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz kann nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Offensichtlich unrichtig ist die Sachverhaltsfeststellung, wenn sie willk�rlich ist (BGE 137 III 226 E. 4.2 S. 234; zum Begriff der Willk�r BGE 138 I 49 E. 7.1; je mit Hinweisen). Die R�ge der Verletzung von Grundrechten (einschliesslich der Willk�r bei der Sachverhaltsfeststellung) muss in der Beschwerde anhand des angefochtenen Entscheids pr�zise vorgebracht und substanziiert begr�ndet werden, andernfalls darauf nicht eingetreten wird (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 137 IV 1 E. 4.2.3 S. 5; 136 I 65 E. 1.3.1; je mit Hinweisen).
�Der Beschwerdef�hrer macht nicht geltend, die Vorinstanz h�tte ihm die Beweislast auferlegt. Als Beweisw�rdigungsregel geht der Grundsatz "in dubio pro reo" nicht �ber das Willk�rverbot hinaus (BGE 138 V 74 E. 7; 127 I 38 E. 2a S. 41; je mit Hinweisen).
3.3.�Soweit der Beschwerdef�hrer den tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz und ihrer Beweisw�rdigung lediglich seine Sicht der Dinge gegen�berstellt ohne darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid auch im Ergebnis schlechterdings unhaltbar ist, kann darauf nicht eingetreten werden. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn er einwendet, seine Handlungen seien untergeordnete Hilfsleistungen gewesen (Beschwerde S. 12 Ziff. 25), oder wenn er vortr�gt, er habe nicht gewusst, um was es im Detail gegangen sei, als er bei der zweiten Lieferung geholfen habe, die Ware aus- und umzupacken (Beschwerde S. 6 Ziff. 9). Entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers bedeutet die - unbestrittene - vorinstanzliche Erw�gung, er habe an Vorbereitungstreffen teilgenommen (Urteil S. 55 E. 3.3.4), nicht, er sei bei den jeweiligen Einzelgespr�chen dabei gewesen. Seine diesbez�glichen Vorbringen und R�gen sind unbehelflich (Beschwerde S. 3 f. Ziff. 3 ff.). An der Sache vorbei gehen auch seine Ausf�hrungen zum �berwachen. Er r�umte selber ein, er sei wohl im Hause A.________ gewesen, um diesem das Gef�hl zu geben, er werde �berwacht (Beschwerde S. 5-7 Ziff. 6 ff.). Die in diesem Zusammenhang erhobene R�ge der Verletzung des rechtlichen Geh�rs ist unbegr�ndet (Beschwerde S. 6 Ziff. 8 und S. 7 Ziff. 11). Das �berwachen ist im BetmG nicht ausdr�cklich als Tathandlung erw�hnt. Diese Aufgabe des Beschwerdef�hrers ging mit den Lieferungen der Drogen und deren Aufbewahrung durch den zu Kontrollierenden einher. Das �berwachen diente daher sehr wohl dem Bet�ubungsmittelhandel. Es ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz dies in die Strafzumessung einbezieht (Beschwerde S. 7 Ziff. 12 f.).
3.4.�Der Beschwerdef�hrer macht geltend, die Vorinstanz weise ihm zu Unrecht innerhalb der Organisation eine Funktion auf mittlerer Ebene zu (Beschwerde S. 4 f. Ziff. 5, S. 7 Ziff. 14, S. 13 Ziff. 26 f. und S. 15 Ziff. 32).
�Die Vorinstanz stuft das Verschulden des Beschwerdef�hrers als mittelschwer ein. Dies ist nicht zu beanstanden. Der Beschwerdef�hrer reiste mit dem Mitbeschuldigten zusammen bzw. alleine auf dessen Geheiss eigens in die Schweiz, um sich dreimal beim Verteilen des Kokains gem�ss aArt. 19 Ziff. 1 Abs. 4 BetmG zu bet�tigen. Er kam in verschiedenen Phasen zum Einsatz, �bte aufgrund seiner Vertrauensstellung zum Mitbeschuldigten auch �berwachungsaufgaben innerhalb der Bande aus und f�hrte weitere unterst�tzende Handlungen durch (Urteil S. 55, S. 59 f., S. 67 und S. 80). Insofern siedelt ihn die Vorinstanz auch zu Recht auf der mittleren Hierarchiestufe an. Im �brigen ist bei Personen, die auf einer niedrigeren Ebene t�tig sind, nicht zwingend eine Strafminderung vorzunehmen (vgl. Urteil 6B_286/2011 vom 29. August 2011 E. 3.4.1). Ferner kann auch von einem mittleren Verschulden ausgegangen werden, wenn sich der T�ter auf einer tiefen Hierarchiestufe ohne Mitbestimmungsrecht befand und relativ wenig verdiente. Auch wer nur Anweisungen ausf�hrt, kann innerhalb eines Verteilnetzes eine wichtige und unabdingbare Rolle spielen, was einen erheblichen strafrechtlichen Vorwurf zu begr�nden vermag (BGE 135 IV 191 E. 3.4). Das ist vorliegend der Fall. Die Ausf�hrungen des Beschwerdef�hrers zu seiner - vor allem im Vergleich zu den anderen Beteiligten - tiefen Entl�hnung bzw. fehlenden Entscheidungsbefugnis sind unbehelflich (Beschwerde S. 13 ff. Ziff. 28 f. und 31).
3.5.�Die R�ge der Verletzung des Verbots der Doppelverwertung ist unbegr�ndet (Beschwerde S. 14 Ziff. 30). Der Beschwerdef�hrer hat sich teilweise mehrfach des mengen-, banden- und gewerbsm�ssig schweren Falls gem�ss aArt. 19 Ziff. 2 lit. a-c BetmG strafbar gemacht (Urteil S. 63 f. und S. 67-70). Die Vorinstanz durfte das Vorliegen mehrerer Qualifikationsgr�nde nach aArt. 19 Ziff. 2 BetmG straferh�hend ber�cksichtigen (BGE 122 IV 265 E. 2c; 120 IV 330 E. 1c/aa S. 333; je mit Hinweisen).
3.6.�Das Vorbringen des Beschwerdef�hrers, die Vorinstanz stelle keinen Bezug zwischen der f�r ihn ausgef�llten Strafe und der Strafe der rechtskr�ftig verurteilten Mitbeteiligten her, namentlich derjenigen von A.________, C.________, D.________, E.________ sowie F.________ (Beschwerde S. 8-11 Ziff. 15-23), ist zutreffend (vgl. BGE 135 IV 191 E. 3.2 f. mit Hinweisen). Die Vorinstanz setzt die Einsatzstrafe des Mitbeschuldigten in Relation zu den Strafen der Mitbeteiligten, unterl�sst dies aber bei der Bemessung der Strafe des Beschwerdef�hrers (Urteil S. 77 f. E. 5.2.2 und S. 79 ff. E. 5.3). Dies f�hrt aber nicht zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids, wenn die Strafe im Ergebnis auch bei einem Vergleich zu denjenigen der Mitt�ter angemessen ist. Eine Beschwerde ist nicht nur gutzuheissen, um die Begr�ndung zu verbessern oder vervollst�ndigen (BGE 127 IV 101 E. 2c S. 105; mit Hinweisen).
3.6.1.�Das Kantonsgericht St. Gallen verurteilte A.________ u.a. wegen Handlungen im Zusammenhang mit den vier Kokainlieferungen und dem Anstaltentreffen zu einer weiteren Lieferung zu einer Freiheitsstrafe von 9� Jahren (Urteil S. 37 und S. 78). Aufgrund der vergleichsweise hohen Stellung von A.________ innerhalb der Organisation und der Wichtigkeit seiner Tatbeitr�ge setzte es die Einsatzstrafe auf 12 Jahre fest. Es erh�hte sie wegen des zus�tzlichen Imports von 8.5 kg Kokain um 2 Jahre. Strafmindernd veranschlagte es das umfassende Gest�ndnis von A.________, dessen Kooperation und Einsicht sowie Reue (vorinstanzliche Akten cl. 34 S. 18.4.1.265 ff.).
3.6.2.�Das Kantonsgericht St. Gallen erwog, C.________ habe bei der ersten Kokainlieferung geholfen, die Ware aus- und umzuladen. Er habe A.________ beim Transport begleitet, sei einige Tage bei diesem geblieben, habe ihn �berwacht und bei den Vorbereitungen zum Verbreiten des Kokains geholfen. C.________ habe zahlreiche Chauffeurdienste f�r den Mitbeschuldigten gemacht und mehrmals Kokain von St. Gallen nach Bern transportiert. Das Kantonsgericht erkl�rte ihn der schweren Widerhandlung gegen das BetmG schuldig. Sein Verhalten erf�lle zwar auch die Qualifikationsgr�nde nach aArt. 19 Ziff. 2 lit. a und b BetmG. Er sei aber nur kurz mit den Drogen in Kontakt gekommen, habe f�r einen tiefen Lohn durchwegs Helferdienste verrichtet und im Drogenring eine eher untergeordnete Stellung eingenommen. Insgesamt erweise sich eine Einsatzstrafe von 4 Jahren, auch im Vergleich zu den Mitbeteiligten, als angemessen. Das teilweise Gest�ndnis und das Nachtatverhalten bewirkten eine Reduktion von einem halben Jahr (Urteil S. 39 und S. 78; vorinstanzliche Akten cl. 34 S. 18.4.1.272 ff.).
3.6.3.�Das Kreisgericht St. Gallen sprach D.________ u.a. wegen des Transports von insgesamt 200 kg Kokain von St. Gallen nach Z�rich oder Bern bei zwei Kokainlieferungen wegen mehrfacher schwerer Widerhandlung gegen das BetmG schuldig und verurteilte sie zu einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren, teilweise als Zusatzstrafe zum Urteil der Staatsanwaltschaft See/Oberland (Urteil S. 41 und S. 78; vorinstanzliche Akten cl. 34 18.4.1.147 ff.).
3.6.4.�Das Kreisgericht St. Gallen erkl�rte E.________ im Zusammenhang mit der ersten Kokainlieferung (Ware aus- und umladen sowie Kokaintransporte von St. Gallen nach Bern bzw. Z�rich) der schweren Widerhandlung gegen das BetmG und weiterer Delikte schuldig. Es sanktionierte ihn mit einer Freiheitsstrafe von 4 � Jahren, teilweise als Zusatzstrafe. Das Verschulden von E.________ wiege schwer. Er habe innerhalb der international t�tigen Organisation einen nicht zu untersch�tzenden Tatbeitrag geleistet, indem er u.a. f�r die �berregionale Bef�rderung einer ausserordentlich grossen Menge von Kokain und die Belieferung der Abnehmer zust�ndig gewesen sei. Er sei gut eingegliedert gewesen und habe grossen Profit schlagen wollen, was von einer betr�chtlichen kriminellen Energie zeuge. Straferh�hend sei zu beachten, dass er trotz laufender Strafverfahren weiter delinquiert habe. Strafmindernd sei das teilweise Gest�ndnis zu ber�cksichtigen. Aufgrund der Umst�nde erscheine eine Zusatzstrafe von 4 Jahren und 4 Monaten angemessen, welche f�r die weiteren Delikte um zwei Monate zu erh�hen sei (Urteil S. 40 f. und S. 78; vorinstanzliche Akten cl. 34 18.4.1.196 ff.).
3.6.5.�Das Kantonsgericht St. Gallen erwog, F.________ habe beim Aus- und Umladen einer Kokainlieferung geholfen, eine untergeordnete Charge versehen und sei nur kurz mit den Drogen in Kontakt gekommen. Entsprechend habe er sich lediglich der Gehilfenschaft strafbar gemacht. Insgesamt erweise sich f�r die schwere Widerhandlung gegen das BemtG eine Einsatzstrafe von 2 Jahren als angemessen (vorinstanzliche Akten cl. 109 S. 109.513.001 ff.).
3.6.6.�Die Strafe des Beschwerdef�hrers steht im Einklang mit denjenigen der Mitbeteiligten, soweit sie sich �berhaupt vergleichen lassen. Da die jeweiligen Tatbeitr�ge nicht identisch waren, resultiert bereits deshalb ein anderes objektives Verschulden. So waren z.B. E.________ und C.________ im Vergleich zum Beschwerdef�hrer an weniger Lieferungen (n�mlich je an einer statt an drei) beteiligt, w�hrend Andere an mehr Lieferungen und/oder mit anderen Aufgaben mitwirkten. Zudem sind auch die T�terkomponenten verschieden. Bei der Einsatzstrafe von zwei Jahren f�r das BetmG-Delikt von F.________ �bersieht der Beschwerdef�hrer sodann, dass dieser lediglich als Gehilfe t�tig war.
3.7.�Die R�ge des Beschwerdef�hrers, die vorinstanzliche Reduktion der Einsatzstrafe um drei Jahre sei unangemessen tief, ist unbegr�ndet (Beschwerde S. 16 Ziff. 35). Die Vorinstanz ber�cksichtigt die strafmindernden T�terkomponenten, namentlich das Nachtatverhalten des Beschwerdef�hrers, zwar in methodisch unkonventioneller Weise zusammen mit den Beweggr�nden. Sie �berschreitet oder missbraucht ihr Ermessen bei der Bewertung der strafmindernden Faktoren aber nicht. Entgegen der Darstellung des Beschwerdef�hrers tr�gt sie ihnen nicht "bloss" mit einer Reduktion von drei Jahren Rechnung, da sie zugleich auch die Beweggr�nde straferh�hend einbezieht. Dass der Beschwerdef�hrer sich nach den Taten nichts mehr zuschulden kommen liess, ber�cksichtigt die Vorinstanz zu Recht nicht. Dieser scheint zu verkennen, dass das straffreie Verhalten w�hrend des h�ngigen Verfahrens grunds�tzlich nicht strafmindernd zu qualifizieren ist (vgl. Urteile 6B_572/2010 vom 18. November 2010 E. 4.4; 6B_87/2010 vom 17. Mai 2010 E. 5.4; je mit Hinweisen). Soweit der Beschwerdef�hrer schliesslich sinngem�ss geltend macht, es sei strafmindernd zu ber�cksichtigen, dass er zur Tatzeit zwischen 22 und 23 Jahre alt war, legt er nicht dar, dass und inwiefern seine Einsichtsf�higkeit aufgrund des Alters beeinflusst war (vgl. BGE 115 IV 180 E. 3a; Urteil 6B_215/2012 vom 24. Oktober 2012 E. 3.5.3 mit Hinweisen). Dies ist auch nicht ersichtlich.
3.8.�Die R�ge der Verletzung von Art. 50 StGB ist unbegr�ndet (Beschwerde S. 16 f. Ziff. 36). Die Vorinstanz begr�ndet die Strafzumessung zwar knapp (Urteil S. 79-81 E. 5.3). Es l�sst sich aber noch hinreichend nachvollziehen, wie sie zu einer Strafe von 7 Jahren gelangt. Das Gericht ist grunds�tzlich nicht gehalten, in Zahlen oder Prozenten anzugeben, wie es die einzelnen Strafzumessungsgr�nde gewichtet (BGE 136 IV 55 E. 5.6 S. 61 mit Hinweisen).
3.9.�Die ausgef�llte Freiheitsstrafe von 7 Jahren h�lt sich auch bei einer Gesamtbetrachtung innerhalb des sachrichterlichen Ermessens und ist bundesrechtlich nicht zu beanstanden.
�Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung ist infolge Aussichtslosigkeit der Beschwerde abzuweisen (Art. 64 Abs. 1 und 2 BGG). Der finanziellen Lage des Beschwerdef�hrers ist bei der Festsetzung der Gerichtskosten Rechnung zu tragen (Beschwerde S. 17; Art. 65 Abs. 2 BGG).