Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%201998,%201302
Timestamp: 2019-09-17 01:19:46
Document Index: 390597773

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 270', '§ 269', '§ 157', '§ 346', 'BGH', 'BGH', '§ 158', '§ 397', 'BGH', 'BGH', '§ 632', 'EuG', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 270', 'BGH', '§ 270', 'BGH', '§ 397', 'BGH', '§ 397', '§ 397', 'BGH', '§ 16', '§ 16', 'BGH']

BGH, 11.02.1998 - VIII ZR 287/97 - dejure.org
https://dejure.org/1998,744
BGH, 11.02.1998 - VIII ZR 287/97 (https://dejure.org/1998,744)
BGH, Entscheidung vom 11.02.1998 - VIII ZR 287/97 (https://dejure.org/1998,744)
BGH, Entscheidung vom 11. Februar 1998 - VIII ZR 287/97 (https://dejure.org/1998,744)
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Scheckzahlung, § 270, § 269 BGB
Definition einer Skontoabrede - Teilerlass bei der Skontoabrede - Eintritt der aufschiebenden Bedingung im Falle der Übersendung eines Verrechnungsschecks ab tatsächlicher Verfügungsgewalt über Geld oder bei Versendung des Schecks
Einhaltung einer Skontofrist schon mit rechtzeitiger Absendung eines Verrechnungsschecks
BGB § 157; HGB § 346
Auslegung einer Skontoabrede
Skontoabzug bei rechtzeitiger Absendung eines Verrechnungsschecks?
Zur Frage, wann eine dem Käufer eingeräumte Skontofrist bei Zahlung durch Verrechnungsscheck gewahrt ist
Auslegung einer Skontovereinbarung
Kaufrecht; Wahrung einer Skontofrist bei Zahlung durch Verrechnungsscheck
Auslegung einer Skontoabrede als qualifizierte Schickschuld
Wahrung der Skontofrist durch rechtzeitige Absendung eines Verrechnungsschecks
Skontofrist: BGH vereinfacht Rechtslage! (IBR 1998, 141)
NJW 1998, 1302
ZIP 1998, 568
MDR 1998, 728
WM 1998, 658
BB 1998, 2547 (Ls.)
BB 1998, 709
BauR 1998, 398
Ist die Vereinbarung einer aufschiebenden Bedingung - wie hier - unstreitig oder bewiesen, so trifft die Beweislast für das Eintreten des Ereignisses denjenigen, der aus der bedingten Abrede für sich Rechte herleiten möchte (s. etwa BGH, Urteile vom 29. Juni 1981 - VII ZR 299/80, NJW 1981, 2403, 2404 und vom 11. Februar 1998 - VIII ZR 287/97, NJW 1998, 1302;… MüKo/Westermann, BGB, 7. Aufl., § 158 Rn. 49).
Dabei handelt es sich um einen durch die fristgemäße Zahlung aufschiebend bedingten Teilerlass der Werklohnforderung nach den §§ 397 Abs. 1, 158 Abs. 1 BGB (s. BGH Urt. v. 11.02.1998, VIII ZR 287/97, NJW 1998, 1302;… juris Rn. 7).
Denn der Auftraggeber, der einen vereinbarten Skontoabzug vornehmen will, trägt die Darlegungs- und Beweislast für die Rechtzeitigkeit seiner Zahlung und damit auch für den Beginn der Skontierungsfrist, also auch für den Zeitpunkt des Rechnungszugangs (BGH Urt. v. 11.02.1998 - VIII ZR 287/97, WM 1998, 658, juris 7;… OLG Düsseldorf Urt. v. 08.09.2000 - 22 U 25/00, BauR 2001, 1268ff, juris Rn. 8;… Kessen in Baumgärtel/Laumen/Prütting, Handbuch der Beweislast, 2009, § 632 BGB Rn. 8).
Im Anschluss an das Urteil des EuGH vom 03.04.2008, Rs. C-306/06 (…NJW 2008, 1935f, juris Rn. 23ff) ist diese zuvor einhellige Rechtsansicht (vgl. BGH Urteil vom 11.02.1998 - VIII ZR 287/97, BauR 1998, 398, juris Rn. 8ff) vereinzelt in Zweifel gezogen worden.
Der BGH hatte in seinem Urteil vom 11.02.1998 - VIII ZR 287/97 (BauR 1998, 398, juris Rn. 8ff) entschieden, dass für die Rechtzeitigkeit die noch innerhalb der Skontofrist erfolgte Absendung eines Verrechnungsschecks ausreiche.
Der Kläger hatte somit die ihm obliegende Leistungshandlung mit der Einlegung des Schecks in den Briefkasten des Beklagten am 5. Mai 1999 erbracht; auf den Zeitpunkt der Gutschrift auf dessen Konto kam es nicht an (vgl. BGHZ 44, 178, 179 f; BGH, Urt. v. 11. Februar 1998 - VIII ZR 287/97, NJW 1998, 1302).
OLG Nürnberg, 27.07.2000 - 13 U 1118/00
Haftung des Herstellers einer Eigentumswohnung zur Schaffung einer Wohnfläche; …
Die Parteien vereinbarten in Ziffer XVI 5 des notariellen "Kaufvertrags" vom 23. Januar 1997 einen aufschiebend bedingten Teilerlaß der Werklohnforderung für den Fall, daß der Kläger "den gesamten Kaufpreis in Höhe von 687.500,-- DM in einem Betrag sofort nach notarieller Verbriefung" bezahlt (BGH NJW 1998, 1302).
Für die Rechtzeitigkeit der Leistungshandlung ist eine Gutschrift auf dem Gläubigerkonto nicht erforderlich (BGH NJW 1998, 1302; OLG Koblenz NJW-RR 1993, 583; OLG Karlsruhe NJW-RR 1998, 1483, 1484; OLG Saarbrücken NJW-RR 1998, 1664, 1665; OLG Nürnberg MDR 1999, 858;… Palandt-Heinrichs, 59. Aufl., § 270 BGB Rn. 7).
Demgemäß ist es, vorbehaltlich einer abweichenden Vereinbarung, für die rechtzeitige Zahlung als ausreichend anzusehen, wenn der Schuldner innerhalb der eingeräumten Frist die Leistungshandlung vorgenommen hat (BGH NJW 1998, 1302 = LM 5 157 (Ge) BGB Nr. 47;… Palandt-Heinrichs, 59. Aufl., § 270 BGB Rn. 6).
Dafür ist der Kläger behauptungs- und ggf. beweisbelastet (vgl. BGH 11. Februar 1998 - VIII ZR 287/97 - zu II 1 der Gründe, NJW 1998, 1302) .
Auf den im Zivilrecht bestehenden Streit, ob es sich bei vorab vereinbarter Skontoabrede, soweit kein Schuldänderungsvertrag vorliegt, um einen aufschiebend bedingten Teilerlass der Forderung nach § 397 BGB für den Fall fristgerechter Zahlung handelt (vgl BGH Urteil vom 11.2.1998 - VIII ZR 287/97 - NJW 1998, 1302; Nehls, WM 1995, 1657 mwN) oder um eine Preisermäßigungsbedingung als Bestandteil des Grundgeschäftes (so Gernhuber, Die Erfüllung und ihre Surrogate, 2. Aufl 1994, S 384; Rieble in Staudinger, BGB, §§ 397 - 432, Neubearbeitung 2005, § 397 RdNr 51), kommt es nicht an.
OLG Frankfurt, 24.07.2012 - 11 Verg 6/12
Verstoß gegen das Gebot der Transparenz und Gleichbehandlung bei der Vergabe von …
Für das maßgebliche Verständnis eines durchschnittlich erfahrenen Bieters kann nicht - und schon gar nicht ausschließlich - darauf abgestellt werden, dass eine Skontoabrede rechtlich als aufschiebend bedingter Teilerlass der Forderung für den Fall fristgerechter Zahlung bezeichnet wird [vgl. BGH Urt. v. 11.2.1998 - VIII ZR 287/97 - Rn. 7], die als bloße Zahlungsmodalität bzgl. der Preisvereinbarung den Preis nicht als solchen ändert [OLG Köln Urt. v. 8.10.2002 - 22 U 48/02; BayObLG Beschl. v. 9.9.2004 - Verg 18/04 - Rn. 18; Heiermann/Riedl/Rusam, Handbuch zur VOB, 12. Aufl., § 16 VOB/A Rn. 135; Beck"scher VOB und Vergaberecht Komm., VOB Teil B, 2. Aufl., § 16 Nr. 5 Rn. 9].
Entgegen der offenbar von der Klägerin vertretenen Auffassung sind nicht die auf S. 2 des Schriftsatzes vom 26.01.1999 (Bl. 58 GA) aufgeführten Zahlungseingänge, sondern die Zeitpunkte der Zahlungshandlungen maßgeblich, die sich aus den Vermerken der Beklagten auf den Abschlagsrechnungen ergeben (vgl. BGH BauR 1998, 398 (399); OLG Düsseldorf, BauR 1992, 783 (785)) .
OLG Frankfurt, 16.02.2001 - 24 U 128/99
Hinnehmen eines Skontoabzugs
BayObLG, 09.09.2004 - Verg 18/04
Zuschlagssperre bei erstmaliger Zustellung des Nachprüfungsantrags durch …
OLG Düsseldorf, 11.02.2000 - 22 U 154/99
Prüfung der Abschlagsrechnung durch Architekten - Unklarheiten des …
LG Frankfurt/Main, 03.12.2007 - 1 O 104/07
VOB-Vertrag: Erhöhte Anforderungen an die Fälligkeit von Abschlagsforderungen in …
OLG Frankfurt, 29.05.2012 - 11 Verg 5/12
Vergaberecht: Antrag auf Verlängerung der aufschiebenden Wirkung
OLG Köln, 14.08.2003 - 8 U 24/03
Objektiv unrichtige oder mehrdeutige Parteibezeichnung
LG Köln, 03.04.2009 - 16 O 148/08
Ausgestaltung einer Klausel als aufschiebende Bedingung im Hinblick auf den …
OLG München, 10.02.2009 - 9 U 4633/08
Sicherheitseinbehalt beim VOB-Vertrag: Anspruch auf sofortige Auszahlung bei …
OLG Frankfurt, 07.01.1999 - 3 U 184/98
Beendigung des Verzuges durch Scheckzahlung
AG Brandenburg, 21.01.2011 - 31 C 11/10
Beweislast für Skonto-Vereinbarung