Source: http://www.internationales-steuerrecht.de/urteil_fg_hessen_3_k_737_15.htm
Timestamp: 2019-02-17 20:09:02
Document Index: 83505211

Matched Legal Cases: ['§ 27', '§ 27', 'Art. 63', '§ 20', '§ 27', '§ 27', '§ 27', 'Art. 63']

FG Hessen, Urt. v. 25.9.2017 â€“ 3 K 737/15
EinlagenrÃ¼ckgewÃ¤hr: UnionsrechtskonformitÃ¤t des Antragsfeststellungsverfahrens nach Â§ 27 Abs. 8 KStG und EinkÃ¼nftefiktion bei NichtdurchfÃ¼hrung des Verfahrens
KStG Â§ 27 Abs. 8; AEUV Art. 63
1. Die Inanspruchnahme der in Â§ 20 Abs. 1 Nr. 1 Satz 3 EStG normierten nicht steuerbaren EinlagenrÃ¼ckgewÃ¤hr fÃ¼r Leistungen einer Ã¶sterreichischen Aktiengesellschaft setzt die gesonderte Feststellung der EinlagenrÃ¼ckgewÃ¤hr nach Â§ 27 Abs. 8 KStG voraus.
2. Soweit dieser Betrag nicht festgestellt ist, greift die EinkÃ¼nftefiktion des Â§ 27 Abs. 8 Satz 9 KStG.
3. Das in Â§ 27 Abs. 8 KStG vorgesehene Antragsverfahren zur gesonderten Feststellung einer EinlagenrÃ¼ckgewÃ¤hr bei AusschÃ¼ttungen von Gesellschaften aus einem anderen EU-Staat bedeutet einen Eingriff in den Schutzbereich der Kapitalverkehrsfreit (Art. 63 AEUV).
4. Die Antragsfeststellung verfolgt das legitime Ziel, die Sicherstellung und ÃœberprÃ¼fung der Besteuerung zu ermÃ¶glichen, und ist verhÃ¤ltnismÃ¤ÃŸig ausgestaltet, so dass die BeschrÃ¤nkung des freien Kapitalverkehrs gerechtfertigt ist.
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Verlag Dr. Otto Schmidt vom 29.03.2018 15:12