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Timestamp: 2016-02-09 13:58:57
Document Index: 185437234

Matched Legal Cases: ['EGMR', 'EuG', 'EGMR', 'EuG', 'EGMR', 'EGMR', 'EuG', 'EGMR', 'EGMR', 'EuG', 'EGMR', 'EuG', 'EGMR', 'EuG', 'EGMR', 'EGMR', 'EuG', 'Art. 6', 'Art. 6', 'EuG', 'EGMR', 'Art. 6', 'EuG', 'EGMR', 'EGMR', 'EGMR', 'EuG', 'EuG', 'EGMR', 'EGMR', 'EuG', 'EuG', 'EGMR', 'EuG', 'EGMR', 'EuG', 'EGMR', 'EuG']

[Titelseite] [Einführung] Kapitel: I. | II. | III. | IV. | V. | VI. [Widmung] [VII Literaturverzeichnis] [Abkürzungsverzeichnis] [Danksagung] [Eidestattliche Erklärung] Seite: IIXVXVIXVIIXVIIIXIXXXXXIXXIIXXIIIXXIV123456789101112131415161718192021222324252627282930313233343536373839404142434445464748495051525354555657585960616263646566676869707172737475767778798081828384858687888990919293949596979899100101102103104105106107108109110111112113114115116117118119120121122123124125126127128129130131132133134135136137138139140141142143144145146147148149150151152153154155156157158159160161162163164165166167168169170171172173174175176177178179180181182183184185186187188189190191192193194195196197198199200201202203204205206207208209210211212213214215216217218219220221222223224225226227228229230231232233234235236237238239240241242243244245246247248249250251252253254255256257258259260261262263264265266267268269270271272273274275276XIXIIXIIIXIV277278 [Inhaltsverzeichnis] Juristische Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin
vorgelegt von Carsten Dippel Dekan: Prof. Dr. Hans-Peter Schwintowski
Gutachter: 1. Prof. Dr. Gerd Seidel
2. Prof. Dr. Christian Tomuschat
eingereicht:24. Februar 2004
Datum der Promotion:8. Juni 2004
EGMR und EuGH stehen grundsätzlich gleichberechtigt und autonom neben­­­­­ei­nander. Beide verstehen sich als Hüter der Grund- und Menschen­rechte auf europäischer Ebene und als Kontrollinstanzen.
Sie urteilen aber beide auch auf Grundlage der EMRK. Für den EGMR ist dies die originäre Rechtsgrundlage, während der EuGH mangels eines ge­schrie­benen Grundrechtskatalogs aus ganz unter­schiedlichen Rechts­quellen schöpft. Zudem ist er nicht zwingend an eine vom EGMR gewählte Aus­le­gung einer EMRK-Norm gebunden. Die­se Situation be­gün­stigt die Mög­­lich­keit divergierender Ent­schei­dungen beider Ge­­richtshöfe be­züg­lich ein- und derselben EMRK - Norm und letzt­endlich auch die Ent­wick­lung unter­­­schied­licher Grundrechts­schutz­ni­veaus in Europa. Die­se Ar­beit möchte einen Weg auf­zeigen, wie eine der­ar­­tige Entwicklung vermieden wer­den kann.
Eigene Schlagworte: Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte, EGMR, Europäischer Gerichtshof, EuGH, Europäische Menschenrechtskonvention, EMRK, Kompetenzen, Grundrechtecharta, Verfassungsvertragsentwurf
ECHR and ECJ stand in principle equally and autonomously side by side.­ Both courts understand themselves as guardians of the basic rights and human rights on a european level.­­ However, they both judge also on the basis of the European Charta on Human Rights. For the ECHR, this is the original legal-basis, whereas the ECJ, due to the lack of a written privilege-catalog, developes basic rights from quite different legal-sources.­ Moreover, it is not necessarily tied to an interpretation of an ECHR-Norm chosen by the EGMR.
­This situation favors the possibility of diverging decisions of both courts concerning the same ECHR - norm and ultimately the development of different privilege-protection-levels in Europe.­ This work would like to show a way how a such a development can be avoided.
Keywords: European Court of Human Rights, European Charta on Human Rights, ECHR, European Court of Justice, ECJ, Competences, Charta, Draft Treaty
Einführung I. Die EMRK und der Vertrag über die Europäische Gemein­schaft
1. Menschenrechtsschutzsystem und Gemeinschafts­rechts­ordnung
2. Der Grund- und Menschenrechtsschutz durch EGMR und EuGH
3. Aufgaben und Zuständigkeitsbereiche von EGMR und EuGH
a. Der EGMR
c. Die materiellen Berührungspunkte beider Rechts­ord­nungen
4. Verschiedene Rechtswege zum EuGH bei Klagen gegen Grundrechtsver­letzungen
a. Durchführung einer europarechtlichen Norm durch einen Mitglied­staat
i) Unzureichende Rechtsschutzmöglichkeiten
ii) Rechtsfolgen für die Mitgliedstaaten
b. Vollzug von Gemeinschaftsrechtsnormen durch Organe und Ein­rich­tungen der EG
i) Fehlende Überprüfungsbefugnis des EGMR für Rechtsakte der Gemein­schaft
ii) Das derzeitige Fehlen einer Beitrittsmöglichkeit der Europäischen Ge­mein­schaften bzw. der EU zur EMRK
5. Die Brisanz der derzeitigen Situation
1. Berücksichtigung der Rechtsprechung des EGMR durch den EuGH
a. Entscheidung betreffend die Freiheit der Meinungs­äußerung b. Entscheidung betreffend Art. 6 Abs. 1 EMRK
c. Entscheidung betreffend Art. 6 und 13 EMRK
2. Divergierende Entscheidungen von EuGH und EGMR betreffend die Aus­le­gung der EMRK a. Entscheidungen betreffend das Recht auf Achtung der Wohnung b. Entscheidungen betreffend den „nemo-tenetur“ – Grund­satz
c. Entscheidungen betreffend die Freiheit der Meinungs­äußerung d. Entscheidungen betreffend Fernsehmonopole
e. Beschluss „Emesa Sugar“ betreffend Art. 6 Abs. 1 EMRK
3. Bewertung der divergierenden Rechtsprechung von EuGH und EGMR zur Aus­­le­gung der EMRK
III. Die Frage der Bindungswirkung der Europäischen Ge­­mein­­­­­schaften bzw. der EU an die EMRK
1. Modifizierung der sog. „M. & Co.“ – Rechtsprechung
a. Die völkerrechtliche Verantwortlichkeit der EU-Mitglied­staaten nach der EMRK
i) Fortbestand der Bindungswirkung der EMRK trotz Er­richtung einer inter­­nationalen bzw. supra­nationalen Organi­sation
ii) Individuelle oder kollektive Verantwortung ?
b. Neuere Entwicklungen in der Rechtsprechung des EGMR be­treffend die Verantwortlichkeit der EU-Mitglied­staaten nach der EMRK
2. Gründe für die völkerrechtliche Verantwortlichkeit der EU-Mitgliedstaaten nach der EMRK
3. Folgerungen für das künftige Verhältnis von EGMR und EuGH
IV. Die EU-Grundrechtecharta und ihre Einordnung in das künf­tige Verhältnis zwischen EuGH und EGMR 1. Entwicklung der EU-Grundrechtecharta und die Ar­beit des Verfassungs­konvents
2. Das Günstigkeitsprinzip des Art. II-52 Abs. 3 des Ver­fassungs­ver­trags­ent­wurfs
3. Die Mindestgarantieklausel des Art. II-53 des Ver­fassungs­vertrags­ent­wurfs
4. Bewertung des Werts der Grundrechtecharta für die Kom­pe­tenzab­gren­zung zwischen beiden Gerichtshöfen
a. Das Problem des gesplitteten Rechtswegs
b. Keine zwingende Berücksichtigung der Recht­sprechung des EGMR durch den EuGH
V. Optionen für das künftige Verhältnis von EuGH und EGMR 1. Beitritt der EG bzw. der EU zur EMRK
a. Geschichte dieses Vorhabens b. Mögliche Vorgehensweisen zur Durchführung des Beitritts c. Argumente für und gegen den Beitritt der EG bzw. der EU zur EMRK
3. Pragmatisches „Kooperationsverhältnis“ zwischen EuGH und EGMR a. Argumente für und gegen ein pragmatisches „Ko­opera­tions­­ver­hält­nis“
a. Argumente für und gegen die Einführung eines Gut­achten­verfahrens
7. Vorlagemöglichkeit des EuGH zum EGMR a. Argumente für und wider die Einführung eines Vorlage­verfahrens
a. Beitritt der EU zur EMRK und rechtsverbindliche Grund­rechtecharta
b. Vorlageverfahren
a. Verbesserung des Individualrechtsschutzes b. Ausweitung der Jurisdiktionsbefugnis des EuGH
ii) Reformbedarf des Gerichtssystems der EMRK
VI. Zusammenfassung VII Literaturverzeichnis Abkürzungsverzeichnis Danksagung