Source: https://www.axxelia.com/terms/
Timestamp: 2020-08-11 16:37:09
Document Index: 140203748

Matched Legal Cases: ['§14', '§1', '§2', '§ 8', '§3', '§2', '§4', '§4', '§2', '§ 126', '§ 13', '§5', '§4', '§4', '§6', '§7', '§ 6', '§ 8', '§ 5', '§ 9', '§44', '§ 10', '§ 11', '§6', '§12', '§13', '§ 14', '§ 15']

AGB | axxelia GmbH
All­ge­mei­ne Geschäfts­be­din­gun­gen (AGB) axxelia GmbH Stand: Juni 2019
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Die axxelia GmbH erbringt sämt­li­che Dienst­leis­tun­gen aus­schließ­lich auf Basis die­ser All­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen (AGB). Die Dienst­leis­tun­gen rich­ten sich aus­schließ­lich an Unter­neh­men im Sin­ne des §14 Abs. 1 BGB. Abwei­chen­de Geschäfts­be­din­gun­gen wer­den nicht aner­kannt, es sei denn, die­sen wur­de aus­drück­lich schrift­lich zuge­stimmt. Die­se AGB gel­ten auch dann, wenn in Kennt­nis ent­ge­gen­ste­hen­der oder abwei­chen­der Bedin­gun­gen des Kun­den Leis­tun­gen vor­be­halt­los erbracht wer­den.
§1 Gegen­stand des Ver­tra­ges
Die axxelia GmbH (im Fol­gen­den auch „Dienst­leis­ter“ genannt) erbringt Bera­tungs­leis­tun­gen und ent­wi­ckelt Unter­neh­mens­soft­ware, die ent­spre­chend den Kun­den­wün­schen erstellt, ange­passt und im Rah­men ent­spre­chen­der Ver­ein­ba­run­gen gepflegt wird.
Fer­ner ver­mit­telt und betreibt die axxelia GmbH Rech­ner­sys­te­me, die stän­dig an das Inter­net ange­bun­den sind (z.B. Cloud­ser­ver). Der Dienst­leis­ter stellt die­se Sys­te­me kom­plett (dedi­ziert) oder in Tei­len (vir­tu­ell dedi­ziert) ande­ren Unter­neh­men für eige­ne Zwe­cke zur Ver­fü­gung.
Sie stellt fer­ner, auf Wunsch des Kun­den, auch Domain­re­gis­trie­rungs-Leis­tun­gen zur Ver­fü­gung.
§2 Leis­tun­gen des Dienst­leis­ters
(1) Der Dienst­leis­ter erbringt Bera­tungs­leis­tun­gen.
(2) Der Dienst­leis­ter ent­wi­ckelt nach Maß­ga­be des § 8 die­ser AGB für den Kun­den spe­zi­fi­sche Soft­ware, die auf Wunsch des Kun­den auch gepflegt und wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den kann.
(3) Der Dienst­leis­ter erbringt selbst oder durch Drit­te IT-Leis­tun­gen nach nähe­rer Maß­ga­be der Leis­tungs­be­schrei­bung des jewei­li­gen Pro­dukts. Auf Wunsch des Kun­den berät er die­sen über not­wen­di­ge oder zukünf­tig not­wen­dig wer­den­de Maß­nah­men für des­sen IT-Sys­te­m/e. Sons­ti­ge Zusa­gen, Leis­tungs­ver­spre­chen oder Neben­ab­re­den sind nur wirk­sam, wenn die­se schrift­lich durch den Dienst­leis­ter bestä­tigt wer­den. Soweit nicht aus­drück­lich anders ver­ein­bart, darf der Dienst­leis­ter die ihm oblie­gen­den Leis­tun­gen auch von fach­kun­di­gen Mit­ar­bei­tern oder Drit­ten erbrin­gen las­sen.
(4) Der Dienst­leis­ter stellt dem Kun­den Zugän­ge zu diver­sen die­sem Ver­trag zugrun­de lie­gen­den Sys­te­men zur Ver­fü­gung. Die­se Zugän­ge sind jeweils mit einem Pass­wort geschützt. Der Kun­de ver­pflich­tet sich, vom Dienst­leis­ter zum Zwe­cke des Zugangs zu des­sen Diens­ten erhal­te­ne Pass­wör­ter regel­mä­ßig zu ändern, sowie streng geheim zu hal­ten. Der Kun­de wird den Dienst­leis­ter unver­züg­lich infor­mie­ren, sobald er davon Kennt­nis erlangt, dass unbe­fug­ten Drit­ten das Pass­wort bekannt ist.
(5) Der Dienst­leis­ter bie­tet auf Wunsch des Kun­den Sup­port- und Pfle­ge­ver­trä­ge für bestimm­te Soft­ware­pro­duk­te und deren Anpas­sun­gen an. Die Bedin­gun­gen vari­ie­ren von Pro­dukt zu Pro­dukt und sind in der jewei­li­gen Leis­tungs­be­schrei­bung auf­ge­führt. Zusätz­lich zu den Leis­tungs­be­schrei­bun­gen gilt für die Pro­duk­te das jeweils aktu­el­le Ser­vice-Level-Agree­ment (SLA) sofern nicht abwei­chend ver­ein­bart.
§3 Prei­se und Zah­lun­gen
(1) Alle Ent­gel­te rich­ten sich nach den jeweils mit dem Kun­den hier­für ver­ein­bar­ten Prei­sen. Wenn kei­ne spe­zi­fi­schen Prei­se ver­ein­bart wer­den, so gilt die all­ge­mei­ne Preis­lis­te des Dienst­leis­ters.
(2) Die in der Rech­nung auf­ge­führ­ten Beträ­ge sind, wenn nichts ande­res ver­ein­bart wur­de, sofort nach Erhalt ohne Abzug zur Zah­lung fäl­lig. Der Dienst­leis­ter stellt jeweils eine elek­tro­ni­sche Rech­nung per E‑Mail bereit. Hier­mit erklärt sich der Kun­de ein­ver­stan­den.
Nut­zungs­un­ab­hän­gi­ge Ent­gel­te, wie z.B. in §2 Abs. 5 beschrie­ben, sind für die jewei­li­ge Ver­trags­lauf­zeit im Vor­aus fäl­lig und zahl­bar, falls mit dem Kun­den kein abwei­chen­der Abrech­nungs­mo­dus ver­ein­bart ist.
Soweit ein­zel­ne Leis­tun­gen des Dienst­leis­ters nach zeit­li­chem Auf­wand oder Ver­brauch abge­rech­net wer­den, hat der Kun­de Anspruch auf monat­li­che Nach­wei­se per E‑Mail. Dar­in soll die Art der abge­rech­ne­ten Leis­tung und die auf­ge­wen­de­te Zeit bzw. der Ver­brauch bezeich­net wer­den.
(3) Der Kun­de kommt auch ohne Mah­nung in Ver­zug, wenn er nicht inner­halb der ver­ein­bar­ten Zahl­frist bezahlt.
(4) Im Fal­le des Zah­lungs­ver­zu­ges ist der Dienst­leis­ter berech­tigt, Zin­sen in Höhe von 10% jähr­lich zu ver­lan­gen. Dem Kun­den ist dem­ge­gen­über der Nach­weis gestat­tet, dass kein oder ein wesent­lich nied­ri­ger Zins­scha­den ent­stan­den ist.
(5) Gegen For­de­run­gen des Dienst­leis­ters kann der Kun­de nur mit unbe­strit­te­nen oder rechts­kräf­tig fest­ge­stell­ten Gegen­an­sprü­chen auf­rech­nen. Dies gilt nicht für die Gewähr­leis­tungs­an­sprü­che des Kun­den, sofern die­se gegen die Ent­gelt­for­de­rung des Dienst­leis­ters auf­ge­rech­net wer­den.
(6) Rei­se­kos­ten, sofern nicht anders ver­ein­bart, wer­den wie folgt ver­rech­net:
a. An-/Ab­rei­se mit dem Auto: 30 cent pro gefah­re­nen km (für alle Rei­sen­den)
b. An-/Ab­rei­se mit der Bahn oder dem Flug­zeug: Ticket-Preis (pro Per­son)
c. Über­nach­tung im Hotel: Hotel­rech­nung (pro Per­son)
d. Rei­se­zeit: 50 EUR je 100 km Distanz (pro Per­son und Weg)
e. Spe­sen: 50 EUR je Tag (pro Per­son)
§4 Ver­trags­schluss, Ver­trags­lauf­zeit, Kün­di­gung
(1) Sofern nicht expli­zit eine ande­re Ver­ein­ba­rung getrof­fen wur­de, so wer­den sämt­li­che Leis­tun­gen des Dienst­leis­ters auf Time and Mate­ri­al Basis (nach Auf­wand) erbracht. Es ent­steht kein Werk­ver­trag bzw. Fest­preis­ver­trag.
(2) Das Besei­ti­gen von Pro­gramm­feh­lern bzw. Män­geln wäh­rend und nach der Ent­wick­lung ist Teil der Leis­tungs­er­brin­gung und wird gemäß §4 Abs. 1 abge­rech­net.
(3) Der Ver­trag kommt durch Annah­me des Ver­trags­an­ge­bots des Kun­den sei­tens des Dienst­leis­ters zustan­de. Die Annah­me wird ent­we­der aus­drück­lich erklärt oder ist im Beginn der Aus­füh­rung der Leis­tung durch den Dienst­leis­ter zu sehen.
(4) Soweit nicht anders ver­ein­bart, beträgt die Min­dest­ver­trags­lauf­zeit für Leis­tun­gen aus §2 Abs. 5 12 Mona­te und die Frist für die ordent­li­che Kün­di­gung drei Mona­te zum Ende der Ver­trags­lauf­zeit. Falls nicht abwei­chend ver­ein­bart, ver­län­gert sich der Ver­trag man­gels Kün­di­gung um die jewei­li­ge Min­dest­ver­trags­lauf­zeit.
(5) Beauf­trag­te Pro­jekt­bud­gets gel­ten als Rah­men­auf­trag für Leis­tun­gen des Dienst­leis­ters wäh­rend der Lauf­zeit jewei­li­gen Pro­jekts und sind mit einer Frist von 3 Mona­ten zum Monats­en­de künd­bar. Endet das Pro­jekt vor die­ser Frist, so kann nur zum Ende des Pro­jekts gekün­digt wer­den.
(6) Das Recht zur frist­lo­sen Kün­di­gung aus wich­ti­gem Grund bleibt davon unbe­rührt. Ein wich­ti­ger Grund liegt für den Dienst­leis­ter ins­be­son­de­re vor, wenn der Kun­de
- mit der Zah­lung der Ent­gel­te mit einem Betrag in Höhe von zwei monat­li­chen Grund­ent­gel­ten in Ver­zug gerät,
- Schuld­haft gegen eine wesent­li­che Ver­trags­pflicht ver­stößt , und der Kun­de trotz Abmah­nung inner­halb ange­mes­se­ner Frist nicht Abhil­fe schafft,
- Gegen gesetz­li­che Ver­bo­te, ins­be­son­de­re die Ver­let­zung urheber‑, wettbewerbs‑, namens- oder daten­schutz­recht­li­cher Bestim­mun­gen, ver­stößt
- Natio­nal­so­zia­lis­ti­sche, ras­sis­ti­sche, radi­ka­le oder in ande­rer Form ille­ga­le Inhal­te ver­öf­fent­licht.
(7) Jede Kün­di­gung bedarf zu ihrer Wirk­sam­keit der Schrift­form. Kun­den kön­nen auch per E‑Mail kün­di­gen, wenn die­se der elek­tro­ni­schen Form des § 126a BGB genügt (sog. qua­li­fi­zier­te elek­tro­ni­sche Signa­tur).
(8) Für das Domain-Regis­trie­rungs­ver­hält­nis gel­ten, die Kün­di­gung betref­fend, teil­wei­se abwei­chen­de Bestim­mun­gen, die in § 13 die­ser AGB auf­ge­führt sind.
§5 Gewähr­leis­tung
● Der Kun­de hat dem Dienst­leis­ter Män­gel unver­züg­lich anzu­zei­gen und die­sen bei einer mög­li­chen Män­gel­be­sei­ti­gung nach Kräf­ten zu unter­stüt­zen, ins­be­son­de­re alle zumut­ba­ren Maß­nah­men zur Daten­si­cher­heit zu ergrei­fen. Bei Ver­trä­gen nach §4 Abs. 1 wer­den die­se ent­spre­chend §4 Abs. 2 besei­tigt, im Rah­men von Soft­ware­pfle­ge­ver­trä­gen gemäß deren SLA.
● Der Dienst­leis­ter weist dar­auf hin, dass es nach dem der­zei­ti­gen Stand der Tech­nik nicht mög­lich ist, Hard- und Soft­ware so zu erstel­len, dass sie in allen Anwen­dungs­kom­bi­na­tio­nen feh­ler­frei arbei­tet oder gegen jed­we­de Mani­pu­la­ti­on durch Drit­te geschützt wer­den kann.
Der Dienst­leis­ter garan­tiert nicht, dass vom Dienst­leis­ter ein­ge­setz­te, bereit­ge­stell­te oder spe­zi­ell für den Kun­den ent­wi­ckel­te Hard- und/oder Soft­ware den Anfor­de­run­gen des Kun­den genügt, für bestimm­te Anwen­dun­gen geeig­net ist, und fer­ner, dass die­se absturz‑, feh­ler- und frei von Schad­soft­ware ist.
Der Dienst­leis­ter gewähr­leis­tet gegen­über dem Kun­den nur, dass vom Dienst­leis­ter ein­ge­setz­te, bereit­ge­stell­te oder ent­wi­ckel­te Hard- und Soft­ware zum Über­las­sungs­zeit­punkt, unter nor­ma­len Betriebs­be­din­gun­gen und bei nor­ma­ler Instand­hal­tung im Wesent­li­chen gemäß Leis­tungs­be­schrei­bung des Her­stel­lers, bzw. des jewei­li­gen Fein­kon­zepts (bei kun­den­spe­zi­fi­scher Soft­ware­ent­wick­lung) funk­tio­niert.
● Auch wenn in der Regel die Pro­duk­te und kun­den­spe­zi­fi­sche Ent­wick­lun­gen der axxelia GmbH in unter­schied­lichs­ten Brow­sern und deren Ver­sio­nen lauf­fä­hig sind, ist eine rei­bungs­lo­se Lauf­fä­hig­keit nur für die fol­gen­den Pro­dukt-/Brow­ser-Kom­bi­na­tio­nen zuge­sagt:
- Aktu­el­le stan­dard Goog­le Chro­me Ver­si­on
- Aktu­el­le stan­dard Fire­fox Ver­si­on
Kun­den­spe­zi­fi­sche Odoo Ent­wick­lun­gen
§6 Pflich­ten des Kun­den
(1) Der Kun­de wird von allen Daten, die er auf Ser­ver des Dienst­leis­ters über­trägt, tages­ak­tu­el­le Siche­rungs­ko­pien erstellen/erstellen las­sen, die nicht auf dem Ser­ver selbst gespei­chert wer­den dür­fen, um eine schnel­le und kos­ten­güns­ti­ge Wie­der­her­stel­lung der Daten bei einem even­tu­el­len Sys­tem­aus­fall zu gewähr­leis­ten. Im Fal­le eines Daten­ver­lus­tes wird der Kun­de die betref­fen­den Daten­be­stän­de noch­mals unent­gelt­lich auf die Ser­ver des Dienst­leis­ters hoch­la­den und Kon­fi­gu­ra­tio­nen wie­der­her­stel­len.
(2) Der Kun­de sichert zu, dass die von ihm gemach­ten Anga­ben rich­tig und voll­stän­dig sind. Er ver­pflich­tet sich, den Dienst­leis­ter jeweils unver­züg­lich über Ände­run­gen der mit­ge­teil­ten Kon­takt­da­ten sowie der sons­ti­gen, für die Ver­trags­durch­füh­rung erfor­der­li­chen Daten zu unter­rich­ten.
(3) Der Kun­de darf kei­ne urhe­ber­recht­lich geschütz­ten Inhal­te unbe­rech­tigt auf dem gemie­te­ten Ser­ver anbie­ten oder ver­brei­ten. Ins­be­son­de­re das Betrei­ben von so genann­ten P2P-Tausch­bör­sen, Down­load-Ser­vices oder Strea­ming-Diens­ten, über die even­tu­ell urhe­ber­recht­lich geschütz­te Inhal­te unbe­rech­tigt ver­brei­tet wer­den kön­nen, ist nicht gestat­tet. Dar­über hin­aus ver­pflich­tet sich der Kun­de, kei­ne Links zur Ver­fü­gung zu stel­len, die auf P2P-Tausch­bör­sen, Down­load-Ser­vices, Strea­ming-Diens­te oder deren Inhal­te ver­wei­sen.
(4) Dem Kun­den ist es unter­sagt, den Ser­ver für den direk­ten Ver­sand von SPAM-Mails und (d)DOS-Attacken zu ver­wen­den oder offe­ne Mail-Relays und ande­re Sys­te­me auf dem Ser­ver zu betrei­ben, über die SPAM-Mails und (d)DOS-Attacken ver­brei­tet wer­den kön­nen. Eben­so ist es dem Kun­den unter­sagt, IRC-bezo­ge­ne Diens­te (Inter­net Relay Chat) wie z.B. Shells, Boun­cer, Egg­drops, zu betrei­ben.
(5) Der Kun­de ver­pflich­tet sich, bei Gestal­tung sei­nes IT-Pro­jekts auf Tech­ni­ken zu ver­zich­ten, die eine über­mä­ßi­ge Inan­spruch­nah­me der Ein­rich­tun­gen des Dienst­leis­ters ver­ur­sa­chen. Der Dienst­leis­ter kann Inter­net –Prä­sen­zen mit die­sen Tech­ni­ken vom Zugriff durch Drit­te aus­schlie­ßen, bis der Kun­de die Tech­ni­ken beseitigt/deaktiviert hat. Dies gilt nicht für Ser­ver, die dem Kun­den zur allei­ni­gen Nut­zung zur Ver­fü­gung ste­hen (dedi­zier­te Hard­ware).
(6) Der Kun­de ver­pflich­tet sich fer­ner, die vom Dienst­leis­ter zur Ver­fü­gung gestell­ten Res­sour­cen nicht für Hand­lun­gen ein­zu­set­zen, die gegen gesetz­li­che Ver­bo­te, die guten Sit­ten und Rech­te Drit­ter (Urheber‑, Marken‑, Namens‑, Daten­schutz­rech­te usw.) ver­sto­ßen. Hier­zu gehö­ren ins­be­son­de­re nach­fol­gen­de Hand­lun­gen:
a) Unbe­fug­tes Ein­drin­gen in frem­de Rech­ner­sys­te­me /z.B. Hacking
b) Behin­de­rung von frem­den Rech­ner­sys­te­men durch Versenden/Weiterleiten von Daten­strö­men und/oder Emails /z.B. DoS/D­DoS-Atta­cken/­S­pam/­Mail-Bom­bing)
c) Suche nach offe­nen Zugän­gen zu Rech­ner­sys­te­men /z.B. Port­Scan­ning
d) Das Fäl­schen von IP-Adres­sen, Mail und New­s­hea­dern sowie die Ver­brei­tung von Schad­soft­ware
(7) Der Kun­de darf sei­ne Inter­net-Prä­senz nicht in Such­ma­schi­nen ein­tra­gen, wenn und soweit der Kun­de durch die Ver­wen­dung von Schlüs­sel­wör­tern und ähn­li­chen Tech­ni­ken bei der Ein­tra­gung gegen gesetz­li­che Ver­bo­te, die guten Sit­ten und Rech­te Drit­ter ver­stößt.
(8) Der Dienst­leis­ter ist bei einem Ver­stoß gegen eine der zuvor genann­ten Ver­pflich­tun­gen berech­tigt, sei­ne Leis­tun­gen mit sofor­ti­ger Wir­kung ein­zu­stel­len bzw. den Zugang zu den Infor­ma­tio­nen des Kun­den zu sper­ren. Scha­dens­er­satz­an­sprü­che blei­ben aus­drück­lich vor­be­hal­ten. Bei schwer­wie­gen­den oder wie­der­hol­ten Ver­stö­ßen steht dem Dienst­leis­ter ein Son­der­kün­di­gungs­recht zu.
§7 Ser­ver-Admi­nis­tra­ti­on
(1) Der Dienst­leis­ter räumt dem Kun­den, soweit nicht abwei­chend ver­ein­bart, vol­le und allei­ni­ge Admi­nis­tra­ti­ons­rech­te auf den gemie­te­ten bzw. zur Ver­fü­gung gestell­ten Ser­vern ein. Nur dem Kun­den liegt das indi­vi­du­el­le Admi­nis­tra­ti­ons­pass­wort des Ser­vers vor, nicht aber dem Dienst­leis­ter. Die­sem ist es damit unmög­lich, den vom Kun­den gemie­te­ten Ser­ver zu ver­wal­ten. Daher ist der Kun­de aus­schließ­lich und allein auf eige­ne Kos­ten und Gefahr für die Ver­wal­tung und Sicher­heit sei­nes Ser­vers ver­ant­wort­lich. Es ist sei­ne Pflicht, not­wen­di­ge Sicher­heits­soft­ware zu instal­lie­ren, sich kon­stant über bekannt wer­den­de Sicher­heits­lü­cken zu infor­mie­ren und die­se selbst­stän­dig zu schlie­ßen. Die Instal­la­ti­on von War­tungs­pro­gram­men oder sons­ti­ger Soft­ware, die der Dienst­leis­ter zur Ver­fü­gung stellt oder emp­fiehlt, ent­bin­det den Kun­den nicht von die­ser Pflicht.
(2) Etwas ande­res gilt dann, wenn der Kun­de den Dienst­leis­ter mit der kom­plet­ten Pfle­ge und Admi­nis­tra­ti­on der Ser­ver mit­tels Root-Zugriff beauf­tragt hat. In die­sem Fall hat der Kun­de alles zu unter­las­sen, was den rei­bungs­lo­sen Betrieb der vom Dienst­leis­ter zur Ver­fü­gung gestell­ten Ser­ver beein­träch­ti­gen kann. Inso­weit wird aus­drück­lich auf die vor­ste­hen­de Rege­lung des § 6 ver­wie­sen.
(3) Der Dienst­leis­ter ist dem Kun­den gegen­über zu tech­ni­scher Unter­stüt­zung (Sup­port) nur im Rah­men des ver­trag­lich Ver­ein­bar­ten ver­pflich­tet. Dar­über hin­aus gewährt der Dienst­leis­ter dem Kun­den kei­ne kos­ten­lo­sen Sup­port­leis­tun­gen. Der Dienst­leis­ter leis­tet kei­nen direk­ten Sup­port für Kun­den des Kun­den, sofern kei­ne ander­wei­ti­gen Ver­ein­ba­run­gen schrift­lich getrof­fen wur­den.
(4) Soweit dem Kun­den fes­te IP-Adres­sen zur Ver­fü­gung gestellt wer­den, behält sich der Dienst­leis­ter vor, die dem Kun­den zuge­wie­se­nen IP-Adresse(n) zu ändern, wenn dies aus tech­ni­schen oder recht­li­chen Grün­den erfor­der­lich wer­den soll­te.
(5) Falls erfor­der­lich und zumut­bar, wirkt der Kun­de bei ein­fa­chen Kon­fi­gu­ra­ti­ons­än­de­run­gen mit, z.B. durch eine erneu­te Ein­ga­be der Zugangs­da­ten oder ein­fa­che Umstel­lun­gen sei­ner Sys­te­me.
(6) Der Kun­de ist ver­pflich­tet, sei­ne Pro­gram­me so zu kon­fi­gu­rie­ren, dass sie bei einem Neu­start der Hard­ware oder des Betriebs­sys­tems auto­ma­tisch neu gestar­tet wer­den.
(7) Der Kun­de ist in jedem Fall ver­pflich­tet, sei­nen Ser­ver so ein­zu­rich­ten und zu ver­wal­ten, dass die Sicher­heit, Inte­gri­tät und Ver­füg­bar­keit der Net­ze, ande­rer Ser­ver, Soft­ware und Daten Drit­ter nicht gefähr­det wird.
§ 8 Soft­ware­ent­wick­lung
(1) Soweit der Kun­de die Ent­wick­lung spe­zi­fi­scher kauf­män­ni­scher Soft­ware beauf­tragt, bleibt die­ser für die inhalt­li­che Aus­ge­stal­tung allein ver­ant­wort­lich. Der Kun­de ist inso­weit ver­pflich­tet, der axxelia GmbH alle für die Soft­ware­er­stel­lung not­wen­di­gen Infor­ma­tio­nen voll­stän­dig zur Ver­fü­gung zu stel­len.
(2) Eine Garan­tie für die Lauf­fä­hig­keit der spe­zi­ell pro­gram­mier­ten Soft­ware wird nicht gege­ben, soweit der Kun­de unvoll­stän­di­ge und/oder unrich­ti­ge Anga­ben für die Erstel­lung gemacht hat. Im Übri­gen gel­ten §§ 5 und 6 die­ser AGB für die Gewähr­leis­tung ergän­zend.
(3) Für die Soft­ware­er­stel­lung wird der Kun­de zusam­men mit dem Dienst­leis­ter zunächst ein Grob­kon­zept erstel­len, wor­aus dann ent­spre­chend den Kun­den­wün­schen und der tat­säch­li­chen Rea­li­sier­bar­keit ein für die Pro­gram­mie­rung maß­geb­li­ches Fein­kon­zept ent­wi­ckelt wird. Die Abnah­me der dar­aus ent­wi­ckel­ten Soft­ware erfolgt durch Erklä­rung des Kun­den oder durch die tat­säch­li­che Inge­brauch­nah­me durch den Kun­den. Die Abnah­me darf nicht wegen “uner­heb­li­chen Abwei­chun­gen” ver­wei­gert wer­den. Uner­heb­lich sind z.B. Abwei­chun­gen, die die Funk­tio­na­li­tät nicht beson­ders ein­schrän­ken. Eine sol­che Ein­schrän­kung besteht zum Bei­spiel dann, wenn das Sys­tem nur ein­ge­schränkt ver­füg­bar ist oder eine bestimm­te Funk­tio­na­li­tät (Geschäfts­vor­fall) nicht funk­tio­niert und dies bedeu­ten­de Aus­wir­kun­gen auf die Nutz­bar­keit der Soft­ware hat und die Aus­wir­kun­gen auf den Geschäfts­be­trieb hoch sind.
(4) Die Abnah­me ist nicht Vor­aus­set­zung für die Zah­lungs­pflicht des Kun­den.
(5) Die wei­ter­ge­hen­de Pfle­ge der ent­wi­ckel­ten Soft­ware wird geson­dert ver­ein­bart.
(6) Die gewerb­li­chen Schutz­rech­te (z.B. Urhe­ber­recht, Mar­ken­recht, Patent- und Gebrauchs­mus­ter­rech­te) an der Soft­ware ver­blei­ben bei der axxelia GmbH. Der Kun­de erhält ledig­lich ein ein­fa­ches, nicht­aus­schließ­li­ches, nicht über­trag­ba­res und nicht unter­li­zen­zier­ba­res Recht zur Nut­zung.
(7) Die axxelia GmbH über­lässt dem Kun­den nur die für die Nut­zer bestimm­ten Tex­te und aus­führ­ba­ren Pro­gram­me des Wer­kes.
(8) Der Nut­zer darf die Soft­ware nur ver­trags­ge­mäß nut­zen.
(9) Ver­stö­ße des Nut­zers gegen die­se Nut­zungs­be­schrän­kun­gen (z. B. uner­laub­tes Kopie­ren) wird axxelia im gebo­te­nen Umfang ver­fol­gen, sobald sie ihr bekannt wer­den. Der Nut­zer hat dann alle not­wen­di­gen Kos­ten der Rechts­ver­fol­gung zu tra­gen.
§ 9 Haf­tung
(1) Der Dienst­leis­ter haf­tet, gleich aus wel­chem Rechts­grund, nur nach Maß­ga­be der nach­ste­hen­den Rege­lun­gen.
(2) Der Dienst­leis­ter haf­tet bei Vor­satz und gro­ber Fahr­läs­sig­keit nach den gesetz­li­chen Vor­schrif­ten.
(3) Bei leich­ter Fahr­läs­sig­keit haf­tet der Dienst­leis­ter nur bei Ver­let­zung einer wesent­li­chen Ver­trags­pflicht, deren Erfül­lung die ord­nungs­ge­mä­ße Durch­füh­rung des Ver­trags über­haupt erst ermög­licht, und auf deren Ein­hal­tung der Kun­de regel­mä­ßig ver­trau­en darf (Kar­di­nal­pflicht). In die­sen Fäl­len haf­tet der Dienst­leis­ter ledig­lich in Höhe des vor­her­seh­ba­ren, ver­trags­ty­pi­schen Scha­dens.
(4) In Fäl­len leich­ter Fahr­läs­sig­keit ist die Haf­tung für alle übri­gen Schä­den, ins­be­son­de­re Fol­ge­schä­den, mit­tel­ba­re Schä­den oder ent­gan­ge­nen Gewinn, aus­ge­schlos­sen.
(5) Vor­ste­hen­de Beschrän­kun­gen gel­ten nicht bei einer Ver­let­zung von Leben, Kör­per oder Gesund­heit, sowie bei einer Haf­tung nach dem Pro­dukt­haf­tungs­ge­setz.
(6) Soweit die Haf­tung des Dienst­leis­ters aus­ge­schlos­sen oder beschränkt ist, gilt dies auch für die Haf­tung der Arbeit­neh­mer, sons­ti­gen Mit­ar­bei­ter, Ver­tre­ter und Erfül­lungs­ge­hil­fen des Dienst­leis­ters.
(7) Im Anwen­dungs­be­reich des Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­ge­set­zes (TKG) bleibt die Haf­tungs­re­ge­lung des §44aTKG in jedem Fall unbe­rührt.
§ 10 Daten­schutz
Der Dienst­leis­ter erhebt, ver­ar­bei­tet und nutzt per­so­nen­be­zo­ge­ne Daten des Kun­den im Rah­men der gesetz­li­chen Daten­schutz­be­stim­mun­gen. Sofern der Kun­de über einen Ver­mitt­ler gewor­ben wur­de, stimmt der Kun­de unwi­der­ruf­lich zu, dass dem Ver­mitt­ler die zur Pro­vi­si­ons­ab­rech­nung not­wen­di­gen Daten über­mit­telt wer­den.
§ 11 Frei­stel­lung
Der Kun­de ver­pflich­tet sich, den Dienst­leis­ter im Innen­ver­hält­nis von allen etwai­gen Ansprü­chen Drit­ter frei­zu­stel­len, die auf rechts­wid­ri­gen oder rechts­ver­let­zen­den Hand­lun­gen des Kun­den oder inhalt­li­chen Feh­lern der von die­sem zur Ver­fü­gung gestell­ten Infor­ma­tio­nen beru­hen. Dies gilt ins­be­son­de­re für Urheber‑, Marken‑, Namens‑, Daten­schutz- und Wett­be­werbs­rechts­ver­let­zun­gen sowie bei Ver­stö­ßen gegen §6 die­ses Ver­tra­ges.
§12 Urhe­ber­rech­te, Lizenz­ver­ein­ba­run­gen
(1) Soweit der Dienst­leis­ter für den Kun­den oder im Auf­trag des Kun­den für Drit­te Soft­ware­ent­wick­lun­gen und indi­vi­du­el­le Kon­fi­gu­ra­tio­nen vor­nimmt, über­trägt er dem Kun­den ein nicht aus­schließ­li­ches Recht zur Nut­zung der erstell­ten Soft­ware und Kon­fi­gu­ra­tio­nen im Inter­net für die Dau­er des Ver­trags­ver­hält­nis­ses.
(2) Der Dienst­leis­ter räumt dem Kun­den an zur Ver­fü­gung gestell­ter eige­ner und frem­der Soft­ware ein zeit­lich auf die Lauf­zeit des Ver­tra­ges beschränk­tes nicht-aus­schließ­li­ches (ein­fa­ches) Nut­zungs­recht ein. Die Über­tra­gung, außer mit Zustim­mung des Dienst­leis­ters im Wege der Ver­trags­über­nah­me, sowie die Ein­räu­mung von Unter­li­zen­zen an Drit­te sind nicht gestat­tet. Die wei­te­re Nut­zung nach Ver­trags­be­en­di­gung ist nicht erlaubt. Kopien von über­las­se­ner Soft­ware wird der Kun­de nach Ver­trags­be­en­di­gung löschen.
(3) Für Open Source Pro­gram­me gel­ten zusätz­lich die jeweils gül­ti­gen Lizenz­be­stim­mun­gen des Anbie­ters der Soft­ware. Der Dienst­leis­ter wird dem Kun­den die­se auf Anfra­ge zur Ver­fü­gung stel­len. Soweit die Bedin­gun­gen des Soft­ware-Anbie­ter in Wider­spruch zu den vor­lie­gen­den Bedin­gung ste­hen, haben die Bedin­gun­gen des Soft­ware-Anbie­ters Vor­rang.
(4) Im Übri­gen gel­ten die Lizenz­be­stim­mun­gen des jewei­li­gen Soft­ware­her­stel­lers und, wenn ein­schlä­gig, die Her­stel­ler-bzw. soft­ware­spe­zi­fi­schen Zusatz­be­din­gun­gen des Dienst­leis­ters.
(5) Sofern der Kun­de auf den Ser­vern Lizen­zen selbst ver­wal­tet bzw. ein­rich­tet oder ver­teilt, ist aus­schließ­lich er zur kor­rek­ten Lizen­zie­rung ver­pflich­tet. Der Dienst­leis­ter ist berech­tigt, zur Über­prü­fung der Über­ein­stim­mung der Ser­ver des Kun­den mit den ver­trag­li­chen Ver­ein­ba­run­gen und Bestim­mun­gen, ins­be­son­de­re Lizenz­be­stim­mun­gen, Audits durch­zu­füh­ren. Im Rah­men die­ser Audits ist der Dienst­leis­ter ins­be­son­de­re berech­tigt zu prü­fen, ob der Kun­de eine aus­rei­chen­de Anzahl an Soft­ware-Lizen­zen bezo­gen hat. Der Kun­de ist ver­pflich­tet, an die­sen Audits mit­zu­wir­ken.
§13 Inter­net­do­mains
(1) Sofern der Kun­de über den Dienst­leis­ter eine Domain regis­trie­ren lässt, kommt der Ver­trag unmit­tel­bar zwi­schen dem Kun­den und der jewei­li­gen Ver­ga­be­stel­le bzw. Dem Regis­trar zustan­de. Der Dienst­leis­ter wird hier­bei für den Kun­den im Rah­men eines Geschäfts­be­sor­gungs­ver­hält­nis­ses tätig. Es gel­ten daher die maß­geb­li­chen Regis­trie­rungs­be­din­gun­gen und Richt­li­ni­en der jewei­li­gen Ver­ga­be­stel­le bzw. des Regis­trars. Soweit die­se im Wider­spruch zu den vor­lie­gen­den AGB des Dienst­leis­ters ste­hen, haben die jewei­li­gen Regis­trie­rungs­be­din­gun­gen und Richt­li­ni­en Vor­rang vor den AGB des Dienst­leis­ters.
(2) Die Regis­trie­rung von Domains erfolgt in einem auto­ma­ti­sier­ten Ver­fah­ren. Der Dienst­leis­ter hat auf die Domain­ver­ga­be kei­nen Ein­fluss. Er über­nimmt des­halb kei­ne Gewähr dafür, dass die für den Kun­den bean­trag­ten Domains zuge­teilt (dele­giert) wer­den kön­nen und frei von Rech­ten Drit­ter sind.
(3) Der Kun­de ist ver­pflich­tet, bei der Regis­trie­rung, Über­tra­gung und Löschung von Domains sowie bei der Ände­rung von Ein­trä­gen in den Daten­ban­ken der Ver­ga­be­stel­len in zumut­ba­rer Wei­se mit­zu­wir­ken.
(4) Der Kun­de gewähr­leis­tet, dass sei­ne Domains und die dar­un­ter abruf­ba­ren Inhal­te, weder gegen gesetz­li­che Vor­schrif­ten ver­sto­ßen noch Rech­te Drit­ter ver­let­zen. Je nach Art der Domain bzw. Ziel­rich­tung der zuge­hö­ri­gen Inhal­te sind gleich­sam ande­re natio­na­le Rechts­ord­nun­gen zu beach­ten.
(5) Wird von drit­ter Sei­te glaub­haft gemacht, dass Domains oder Inhal­te ihre Rech­te ver­let­zen, oder gilt ein Rechts­ver­stoß zur Über­zeu­gung des Dienst­leis­ters auf­grund objek­ti­ver Umstän­de als wahr­schein­lich, kann die­ser die Inhal­te vor­über­ge­hend sper­ren und Maß­nah­men ergrei­fen, die betref­fen­de Domain uner­reich­bar zu machen.
(6) Von Ersatz­an­sprü­chen Drit­ter, die auf der unzu­läs­si­gen Ver­wen­dung einer Inter­net­do­main oder der zuge­hö­ri­gen Inhal­te beru­hen, hat der Kun­de den Dienst­leis­ter frei­zu­stel­len.
(7) Ver­zich­tet der Kun­de gegen­über der jewei­li­gen Ver­ga­be­stel­le bzw. dem Regis­trar auf eine Domain, wird er hier­über den Dienst­leis­ter unver­züg­lich in Kennt­nis set­zen.
(8) Die Kün­di­gung des Ver­trags­ver­hält­nis­ses mit dem Dienst­leis­ter lässt den jeweils zwi­schen dem Kun­den und der Ver­ga­be­stel­le bzw. dem Regis­trar bestehen­den Regis­trie­rungs­ver­trag über eine Domain grund­sätz­lich unbe­rührt. Kün­di­gungs­auf­trä­ge betref­fend das Regis­trie­rungs­ver­hält­nis sind den­noch an den Dienst­leis­ter zu rich­ten, da die­ser die Domain für den Domain­in­ha­ber ver­wal­tet und Mit­tei­lun­gen des Domain­in­ha­bers, ein­schließ­lich von Ver­trags­kün­di­gun­gen, regel­mä­ßig über den Dienst­leis­ter an die jewei­li­ge Ver­ga­be­stel­le bzw. den Regis­trar zu lei­ten sind.
(9) Die Kün­di­gung des Kun­den betref­fend das Ver­trags­ver­hält­nis mit dem Dienst­leis­ter bedarf zur gleich­zei­ti­gen wirk­sa­men Kün­di­gung des Regis­trie­rungs­ver­hält­nis­ses über eine Domain daher der aus­drück­li­chen schrift­li­chen Erklä­rung des Kun­den, dass die Domain (mit-)gekündigt wird und gelöscht wer­den kann. Ist der Kun­de nicht auch der Domain­in­ha­ber, bedarf der Kün­di­gungs-bzw. Löschungs­auf­trag der schrift­li­chen Ein­wil­li­gung des Domain­in­ha­bers oder Admin-Cs.
(10) Sofern der Kun­de einen Domain-Kün­di­gungs­auf­trag ver­spä­tet, also nach Ablauf der Kün­di­gungs­frist ein­reicht, wird der Dienst­leis­ter die­sen unver­züg­lich an die Regis­trie­rungs­stel­le wei­ter­lei­ten. Klar­ge­stellt wird jedoch, dass, falls ein Kün­di­gungs­auf­trag betref­fend den Domain-Regis­trie­rungs­ver­trag durch den Kun­den nicht frist­ge­recht erteilt wird und sich des­we­gen die Lauf­zeit der Domain­re­gis­trie­rung gegen­über der Ver­ga­be­stel­le bzw. dem Regis­trar ver­län­gert, die Ver­gü­tungs­pflicht des Kun­den für den Zeit­raum der Ver­län­ge­rung bestehen bleibt.
(11) Kün­digt der Kun­de zwar das Ver­trags­ver­hält­nis mit dem Dienst­leis­ter, trifft jedoch kei­ne aus­drück­li­che Ver­fü­gung was mit dem über den Dienst­leis­ter bis­lang regis­trier­ten Domains zu gesche­hen hat, bleibt die Ver­gü­tungs­pflicht für die Domains bis auf wei­te­res eben­falls bestehen. Nach ergeb­nis­lo­ser Auf­for­de­rung an den Kun­den sich inner­halb ange­mes­se­ner Frist schrift­lich zu den Domains zu erklä­ren, ist der Dienst­leis­ter berech­tigt, die Domains in die direk­te Ver­wal­tung der jewei­li­gen Ver­ga­be­stel­le zu über­füh­ren oder die Domains im Namen des Kun­den frei­zu­ge­ben. Die­se wird an die vom Kun­den hin­ter­leg­te E‑Mail-Adres­se geschickt. Ent­spre­chen­des gilt bei einer Kün­di­gung des Ver­trags­ver­hält­nis­ses mit dem Kun­den durch den Dienst­leis­ter.
(12) Wer­den Domains vom Kun­den nicht spä­tes­tens zum Been­di­gungs­ter­min des Geschäfts­be­sor­gungs­ver­tra­ges über die Ver­wal­tung der Domain zwi­schen dem Kun­den und dem Dienst­leis­ter in die Ver­wal­tung eines ande­ren Dienst­leis­ters gestellt, ist der Dienst­leis­ter berech­tigt, die Domains in die direk­te Ver­wal­tung der jewei­li­gen Ver­ga­be­stel­le zu über­füh­ren oder die Domains im Namen des Kun­den frei­zu­ge­ben. Dies gilt ins­be­son­de­re auch für den Fall, dass der Kun­de zwar im Hin­blick auf die Über­füh­rung der Domain an einen neu­en Dienst­leis­ter eine Anwei­sung erteilt hat, die­se aber nicht recht­zei­tig umge­setzt wird.
§ 14 Anwend­ba­res Recht, Gerichts­stand
(1) Es gilt das Recht der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land unter Aus­schluss des Ein­heit­li­chen UN-Kauf­rechts (CISG)
(2) Sofern der Kun­de Kauf­mann, juris­ti­sche Per­son des öffent­li­chen Rechts oder öffent­lich-recht­li­ches Son­der­ver­mö­gen ist, ist Frei­burg aus­schließ­li­cher Gerichts­stand für alle Strei­tig­kei­ten aus und im Zusam­men­hang mit der Ver­trags­be­zie­hung. Der Dienst­leis­ter ist dar­über hin­aus berech­tigt, den Kun­den an sei­nem all­ge­mei­nen Gerichts­stand zu ver­kla­gen.
§ 15 Sons­ti­ges
(1) Ände­run­gen oder Ergän­zun­gen die­ses Ver­tra­ges gel­ten nur dann, wenn sie schrift­lich ver­ein­bart wur­den. Das gilt auch für eine Ände­rung die­ser Schrift­form­klau­sel.
(2) Alle Infor­ma­tio­nen und Erklä­run­gen des Dienst­leis­ters, mit Aus­nah­me von Kün­di­gungs­er­klä­run­gen, kön­nen auf elek­tro­ni­schem Weg an den Kun­den per E‑Mail an die vom Kun­den mit­ge­teil­te E‑Mail-Adres­se gerich­tet wer­den. Dies gilt auch für Abrech­nun­gen im Rah­men des Ver­trags­ver­hält­nis­ses.
(3) Soll­te eine Bestim­mung des Ver­tra­ges unwirk­sam sein oder wer­den oder soll­te der Ver­trag eine aus­fül­lungs­be­dürf­ti­ge Lücke ent­hal­ten, so berührt dies die Wirk­sam­keit der übri­gen Bestim­mun­gen nicht. Die Par­tei­en ver­pflich­ten sich, die unwirk­sa­me Bestim­mung durch eine wirk­sa­me zu erset­zen, die dem wirt­schaft­li­chen Zweck der unwirk­sa­men Bestim­mung am ehes­ten ent­spricht. Glei­ches gilt im Fal­le einer Ver­trags­lü­cke.