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Timestamp: 2016-10-24 00:05:23
Document Index: 376890302

Matched Legal Cases: ['Art. 1', 'Art. 20', 'Art. 92', 'Art. 82', 'Art. 86', 'Art. 86', 'BGE', 'Art. 191', 'Art. 89', 'Art. 92', 'Art. 106', 'Art. 48', 'BGE', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 106', 'Art. 106', 'Art. 1', 'Art. 1', 'BGE', 'Art. 48', 'Art. 50', 'BGE', 'Art. 1', 'Art. 1', 'BGE', 'Art. 2', 'Art. 3', 'Art. 10', 'Art. 13', 'Art. 15', 'Art. 16', 'Art. 38', 'Art. 47', 'BGE', 'Art. 1', 'Art. 15', 'Art. 2', 'Art. 3', 'Art. 20', 'BGE', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 2', 'Art. 48', 'Art. 20', 'Art. 43', 'Art. 4', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 1', 'Art. 10', 'Art. 1', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 106', 'Art. 99', 'Art. 109', 'Art. 110', 'Art. 106', 'BGE', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 20', 'Art. 1', 'Art. 13', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 20', 'Art. 13', 'Art. 13', 'Art. 15', 'Art. 1', 'Art. 13', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 27', 'Art. 23', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 95', 'Art. 23', 'Art. 37', 'Art. 63', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 1', 'BGE', 'Art. 66', 'Art. 68']

2C_1086/2013 � � Urteil vom 9. Juli 2015
Soci�t� de la Loterie de la Suisse Romande (Loterie Romande),
vertreten durch Rechtsanw�ltin Madalina Diaconu,
Zust�ndigkeit der Comlot ("EuroLotto"),
A.a.�Die Euro-Lotto Tipp AG bezweckt die Vermittlung der Teilnahme an Lottotippgemeinschaften und Einzeltipps, die �bernahme von Administrations- und Verwaltungsmandaten jeglicher Art sowie die Erbringung von weiteren Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Lotterie "EuroMillions". Bei dieser handelt es sich um eine bewilligte, gemeinn�tzigen bzw. wohlt�tigen Zwecken dienende Mehrstaatenlotterie. Sie wird seit Oktober 2004 in der Westschweiz von der Loterie Romande und in der Deutschschweiz bzw. dem Tessin von der Swisslos angeboten.
A.b.�Am 17. Februar 2012 wandte sich die Loterie Romande an die Interkantonale Lotterie- und Wettkommission (Comlot); sie machte geltend, die Euro-Lotto Tipp AG verstosse mit diversen ihrer Aktivit�ten im Zusammenhang mit der Lotterie "EuroMillions" gegen lotterierechtliche Vorgaben; sie ersuchte die Comlot darum, die erforderlichen Massnahmen zu ergreifen bzw. die unzul�ssigen Aktivit�ten zu verbieten. Die Loterie Romande r�gte insbesondere, die Euro-Lotto Tipp AG veranstalte eine im Sinne von Art. 1 des Bundesgesetzes vom 8. Juni 1923 betreffend die Lotterien und die gewerbsm�ssigen Wetten (LG; SR 935.51) verbotene Lotterie, indem ihre Kunden um die von ihr in eigenem Namen bei der Lotterie "EuroMillions" realisierten Gewinne spielten und die Euro-Lotto Tipp AG eine Geld-Zur�ck-Garantie anbiete. Die betreffende Firma bewerbe und empfehle zudem (auf dem Gebiet der Westschweiz) verbotene Lotterien und vermittle allenfalls entsprechende Lose.
B.a.�Mit Zwischenverf�gung vom 20. September 2012 bejahte die Comlot ihre Zust�ndigkeit. Entgegen der Ansicht der Euro-Lotto Tipp AG seien die Kantone befugt, Widerhandlungen gegen das Lotteriegesetz zu verfolgen und zu beurteilen. Deren (Aufsichts-) Befugnisse beschr�nkten sich nicht allein auf die bewilligten Veranstaltungen. Mit der Interkantonalen Vereinbarung vom 7. Januar 2005 �ber die Aufsicht sowie die Bewilligung und Ertragsverwendung von interkantonal oder gesamtschweizerisch durchgef�hrten Lotterien und Wetten (IVLW) seien die entsprechenden Kompetenzen auf die Comlot �bertragen worden (Art. 20). Ein anderes Verst�ndnis f�hre zu einer "absurden" Situation: Die Aufsicht der Comlot m�sste verneint werden, wenn diese vorg�ngig nicht um eine Bewilligung ersucht worden sei oder sie diese verweigert h�tte, obwohl dann von Gesetzes wegen eine verbotene Veranstaltung vorliege. Zwar blieben die entsprechenden Strafnormen anwendbar, doch bezweckten diese die Sanktionierung des T�ters, indessen nicht die Wiederherstellung des gesetzm�ssigen Zustands, weshalb die Comlot generell im Falle von Verst�ssen gegen die gesetzlichen Vorschriften gest�tzt auf die ihr von den Kantonen �bertragenen Kompetenzen befugt sei, die n�tigen Verwaltungsmassnahmen zu treffen, um den rechtm�ssigen Zustand wiederherzustellen.
B.b.�Die Rekurskommission Interkantonale Vereinbarung Lotterien und Wetten best�tigte diese Auffassung am 4. Oktober 2013: Als Zulassungsbeh�rde verf�ge die Comlot �ber einen weitgehenden Beurteilungsspielraum. Ihre Pr�fungspflicht beschr�nke sich nicht auf spieltechnische Fragen. Das auf Bundesrecht und interkantonales Recht abgest�tzte Zusammenspiel von Zulassungs- und Aufsichtsbeh�rde stelle ein koh�rentes Rechtssystem dar. Diesem w�rde es zuwiderlaufen, h�tte die Comlot als Zulassungsbeh�rde die Kompetenz, die Bewilligung f�r Lotterien, die sie als illegal beurteile, zu verweigern, sie jedoch nicht berechtigt w�re, als Aufsichtsbeh�rde zu intervenieren, nachdem sie von der Organisation von nicht bewilligten Lotterien in der Schweiz Kenntnis erhalten habe. W�re es f�r die Aufsichtsbeh�rde unm�glich, gegen solche Praktiken vorzugehen, f�hre dies zu einer Rechtsl�cke, die mit keiner anderen L�sung zu f�llen w�re.
Die Euro-Lotto Tipp AG beantragt vor Bundesgericht, das angefochtene Urteil aufzuheben und auf die Anzeige der Loterie Romande vom 17. Februar 2012 sowie die dort gestellten Antr�ge nicht einzutreten. Eventuell sei Ziffer 2 des Dispositivs des Urteils der Vorinstanz in dem Sinn zu �ndern, dass ihr die Verfahrenskosten im Betrag von Fr. 2'000.-- (statt Fr. 7'000.--) auferlegt und mit dem Kostenvorschuss von Fr. 5'000.-- verrechnet w�rden. Die Euro-Lotto Tipp AG bestreitet "mangels gen�gender gesetzlicher Grundlage im Lotteriegesetz sowie aufgrund der Zust�ndigkeiten der Strafverfolgungsbeh�rden im Bereich der durch das Lotteriegesetz als verboten erkl�rten Lotterien (und ex lege auch nicht bewilligungsf�higen Lotterien) " das Bestehen einer allgemeinen Aufsichtskompetenz der Comlot; deren Kontrolle beziehe sich nur auf die Bewilligungstr�ger bzw. die von ihr bewilligten Aktivit�ten.
Die Loterie Romande und die Swisslos sowie die Comlot beantragen, die Beschwerde vollumf�nglich abzuweisen bzw. abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Die Rekurskommission hat darauf verzichtet, sich zu �ussern.
Die Verfahrensbeteiligten haben im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels an ihren Antr�gen festgehalten und ihre Ausf�hrungen vertieft.
Das Bundesamt f�r Justiz verzichtete am 20. Oktober 2014 f�r das Eidgen�ssische Justiz- und Polizeidepartement darauf, zur Beschwerde Stellung zu nehmen.
D.a.�Mit Verf�gung vom 23. Januar 2014 legte der Abteilungspr�sident der Eingabe in dem Sinne aufschiebende Wirkung bei, als er der Comlot untersagte, die Loterie Romande bzw. die Swisslos bis zum Abschluss des bundesgerichtlichen Verfahrens an ihren Untersuchungen zu beteiligen und diesen Einblick in entsprechende Unterlagen zu gew�hren; im �brigen wies er das Gesuch ab.
D.b.�Am 29. Juni 2015 f�hrten die I. und II. �ffentlichrechtliche Abteilung sowie die strafrechtliche Abteilung einen Meinungsaustausch zu den Kompetenzen von Straf- und Aufsichtsbeh�rden bzw. der diesbez�glichen Auslegung des Lotterierechts durch.
Der angefochtene Entscheid der Rekurskommission Interkantonale Vereinbarung Lotterien und Wetten erging im Anwendungsbereich des Lotteriegesetzes und sch�tzt die Verf�gung der Comlot vom 20. September 2012, worin diese im Rahmen eines selbst�ndig er�ffneten Zwischenentscheids ihre Zust�ndigkeit zur �berwachung des Lotteriemarkts bejaht hat (Art. 92 Abs. 1 BGG). Auf die hiergegen gerichtete Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist einzutreten (Art. 82 ff. BGG) : Die Rekurskommission bildet Teil der Organisationsstruktur der "Interkantonalen Vereinbarung vom 7. Januar 2005 �ber die Aufsicht sowie die Bewilligung und Ertragsverwendung von interkantonal oder gesamtschweizerisch durchgef�hrten Lotterien und Wetten" (IVLW). Sie ist in diesem Bereich die interkantonale richterliche Vorinstanz des Bundesgerichts im Sinne von Art. 86 Abs. 1 lit. d bzw. Art. 86 Abs. 2 BGG (vgl. BGE 135 II 338 E. 1.1 S. 341 [Art. 191b Abs. 2 BV]). Die Euro-Lotto Tipp AG ist als von der Comlot ins Recht gefasste und vor der Rekurskommission unterlegene Beschwerdef�hrerin berechtigt, zur Kl�rung der Zust�ndigkeitsfrage an das Bundesgericht zu gelangen (Art. 89 Abs. 1 i.V.m. Art. 92 Abs. 1 BGG); nicht weiter einzugehen ist indessen auf ihre Ausf�hrungen in der Sache selber; diese bilden Gegenstand allf�lliger k�nftiger Abkl�rungen und nicht des vorliegenden Verfahrens.
2.1.�Nach Art. 106 Abs. 1 BV (in der Fassung vom 11. M�rz 2012; Gegenentwurf zur Volksinitiative "F�r Geldspiele im Dienste des Gemeinwohls" [AS 2012 3629]; vgl. die Botschaft vom 20. Oktober 2010 zur Volksinitiative "F�r Geldspiele im Dienst des Gemeinwohls" [BBl 2010 7961 ff.]) erl�sst der Bund Vorschriften �ber die Geldspiele. Er tr�gt dabei den Interessen der Kantone Rechnung (vgl. Urs Scherrer/ Remus Muresan, Handbuch zum schweizerischen Lotterie- und Wettrecht, 2014, N. 26 ff.). Die aktuelle Gesetzgebung umfasst das Bundesgesetz vom 18. Dezember 1998 �ber Gl�cksspiele und Spielbanken (Spielbankengesetz [SBG; SR 935.52]; Botschaft vom 26. Februar 1997 zum Bundesgesetz �ber das Gl�cksspiel und �ber die Spielbanken [BBl 1997 III 145 ff.]) einerseits und das Lotteriegesetz von 1923 andererseits (vgl. Botschaft vom 13. August 1918 zum Entwurfe eines Bundesgesetzes betreffend die Lotterien und lotterie�hnlichen Unternehmungen [BBl 1918 IV 333 ff.]). Die Durchf�hrung von Grosslotterien wird derzeit im Rahmen der kantonalen Restkompetenzen durch die Interkantonale Vereinbarung �ber die Aufsicht sowie die Bewilligung und Ertragsverwendung von interkantonal und gesamtschweizerisch durchgef�hrten Lotterien und Wetten geregelt (vgl. Art. 48 BV; BGE 135 II 338 E. 3 und 4 S. 345 ff.; zur Wahrnehmung der Lotteriekompetenzen in den einzelnen Kantonen: Olivier Dolder, Kleine Lotterien - grosse Unterschiede, Eine Untersuchung von Kleinlotterien, Tombolas und Lottos, Cahiers de l'IDEHAP 268/2012, S. 5 ff.). Der Bundesrat hat im Mai 2014 in Umsetzung der neuen Verfassungsgrundlage vorgeschlagen, die beiden Rechtsgrundlagen durch ein neues einheitliches Bundesgesetz �ber Geldspiele zu ersetzen (Entwurf zu einem Bundesgesetz �ber Geldspiele [Geldspielgesetz, BGS] vom 30. April 2014 mit erl�uterndem Bericht des EJPD [BJ] vom gleichen Tag; vgl. Anne Benoit/Michel Besson, Nouvelle loi sur les jeux d'argent: o� en sommes-nous ?, in: Jusletter 20. April 2015 Rz. 71 ff.; Andreas Z�nd/Thomas Hugi Yar, Rien ne va plus: Das schweizerische Gl�cksspielrecht im Umbruch, in: Jusletter 17. November 2014 Rz. 12 ff.).
2.2.�In der Zwischenzeit gelten die bestehenden Rechtsgrundlagen weiter; diese sind nach den allgemeinen Regeln auszulegen (hierzu E. 4 unten; BGE 137 II 164 E. 4.1 S. 170 f.). Art. 106 BV in seiner neuen Fassung enth�lt keine direkt anwendbaren Bestimmungen (vgl. zur direkten Anwendbarkeit von Verfassungsrecht: BGE 139 II 243 E. 8 [Verfassungsauslegung] und E. 10 [unmittelbare Anwendbarkeit]; 139 I 16 E. 4, jeweils mit weiteren Hinweisen), auch wenn er in seinem Absatz 3 vorsieht, dass die Kantone unter anderem "f�r die Bewilligung und die Beaufsichtigung" der Geldspiele zust�ndig sind, die einer unbegrenzten Zahl Personen offenstehen, an mehreren Orten angeboten werden und derselben Zufallsziehung oder einer �hnlichen Prozedur unterliegen. Der Bundesrat hat in seiner Botschaft darauf hingewiesen, dass mit dem Gegenvorschlag eine umfassende konkurrierende Gesetzgebungskompetenz des Bundes im gesamten Bereich der Geldspiele und zur Vermeidung von Kompetenzkonflikten zwischen Bund und Kantonen ein Koordinationsorgan geschaffen werde. Art. 106 Abs. 1 BV unterstreiche die bisherige Auslegung, wonach es sich bei der Geldspielgesetzgebung um eine konkurrierende und keine ausschliessliche Kompetenz des Bundes handle, sodass die Kantone weiterhin gesetzgeberisch t�tig sein k�nnten (BBl 2010 7961 Ziff. 4.2 7997 f.), solange und soweit der Bund nicht von seinen Befugnissen Gebrauch gemacht habe; der entsprechende Umfang werde Gegenstand der "Umsetzungsgesetzgebung" bilden (BBl 2010 7961 ff. Ziff. 4.2 7999). Die Gesetzgebungskompetenz umfasst im �brigen die implizite Erm�chtigung, vom Grundsatz der Wirtschaftsfreiheit abzuweichen ( BENNO SCHNEIDER, St. Galler Kommentar zu Art. 106 BV, 3. Aufl. 2014, N. 8 mit Hinweisen).
2.3.1.�Das Spielbankengesetz regelt das Gl�cksspiel um Geld oder andere geldwerte Vorteile (Art. 1 Abs. 1 SBG); es beh�lt die Vorschriften des Bundesgesetzes betreffend die Lotterien und die gewerbsm�ssigen Wetten vor (Art. 1 Abs. 2 SBG; Z�ND/HUGI YAR, a.a.O., Rz. 6). Das Spielbankengesetz gilt als Grunderlass der schweizerischen Gl�cksspielordnung und als lex generalis zum Lotteriegesetz (vgl. BGE 137 II 222 E. 6.2 S. 226; 136 II 291 E. 3.1 S. 293; 135 II 338 E. 1.2.4 S. 344; 133 II 68 E. 3; teilweise abweichend Scherrer/Muresan, a.a.O., N. 247). Die Eidgen�ssische Spielbankenkommission (ESBK) hat die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften zu �berwachen und die zu deren Vollzug erforderlichen Verf�gungen zu treffen (Art. 48 Abs. 1 SBG). Liegen Verletzungen des Spielbankengesetzes oder sonstige Missst�nde vor, ordnet sie die Massnahmen an, die ihr zur Herstellung des ordnungsgem�ssen Zustands und zur Beseitigung der M�ngel notwendig erscheinen (Art. 50 Abs. 1 SBG). Gest�tzt auf diese - zur einheitlichen Durchsetzung des Bundesrechts weit gefasste - Zust�ndigkeit ist sie nach der Praxis befugt, generell die Unterstellung von Aktivit�ten unter das Spielbankengesetz zu pr�fen und in diesem Sinn ein "Unterstellungs-" bzw. "Qualifikationsverfahren" zu f�hren. Da sie allgemein dar�ber wachen muss, dass die "gesetzlichen Vorschriften" eingehalten werden, ist die ihr �bertragene Aufsicht nicht auf die Spielbanken beschr�nkt. Zu ihrem Aufgabenbereich geh�rt auch die Abkl�rung der spielbankenrechtlichen Relevanz anderer (Gl�cks-) Spiele, soweit deren Qualifikation umstritten ist bzw. zu Kontroversen Anlass gibt (BGE 136 II 291 E. 3.1 S. 293; 135 II 338 E. 1.2.4 S. 344; Urteile 2A.438/2004 vom 1. Dezember 2004 E. 3.1.1 ["Tactilo/Touchlot"]; 2C_442/2007 vom 19. November 2007 E. 2 ["TropicalShop"]).
2.3.2.�Nicht unter das Spielbankengesetz und damit in den Aufsichtsbereich der Eidgen�ssischen Spielbankenkommission fallen die im Lotteriegesetz geregelten Gl�cksspiele (Art. 1 Abs. 2 SBG; Z�N d/ Hugi Yar, a.a.O., Rz. 7). Lotterien sind bundesrechtlich grunds�tzlich verboten (Art. 1 Abs. 1 LG; zur Abgrenzung gegen�ber den anderen Gl�cksspielen um Geld oder geldwerte Vorteile �ber das Kriterium der "Planm�ssigkeit": BGE 135 II 338 ff. ["Vorgezogene Lose"]; 137 II 164 ff. ["Wingo"], 222 ff. ["Tactilo"]). Das Lotterieverbot bezieht sich nicht auf die Tombolas; diese unterstehen ausschliesslich dem kantonalen Recht und k�nnen von diesem zugelassen, beschr�nkt oder untersagt werden (Art. 2 LG). Vom Verbot ausgenommen sind zudem Lotterien, die gemeinn�tzigen oder wohlt�tigen Zwecken dienen (Art. 3 i.V.m. 5 ff. LG); soweit gewisse bundesrechtliche Minimalvoraussetzungen eingehalten werden, k�nnen diese f�r das Gebiet des Ausgabekantons von der zust�ndigen kantonalen Beh�rde bewilligt werden. Die entsprechende Bewilligungsbeh�rde "hat die Ausgabe und Durchf�hrung der Lotterie, insbesondere das Ziehungsverfahren, die Ausrichtung der Gewinne und die Verwendung des Ertrags zu �berwachen oder �berwachen zu lassen" (Art. 10 LG). Sie muss die Bewilligung widerrufen, wenn der Inhaber die ihm auferlegten Bedingungen nicht erf�llt oder den durch Gesetz oder Verordnung aufgestellten Vorschriften zuwiderhandelt. Wird die Bewilligung widerrufen, erweist sich aus anderen Gr�nden die planm�ssige Durchf�hrung der Lotterie als unm�glich oder wird sie nicht durchgef�hrt, so trifft die Bewilligungsbeh�rde "die erforderlichen Massnahmen" (Art. 13 LG). Das Lotterieverfahren kann vom kantonalen Recht n�her geregelt werden (Art. 15 Abs. 2 LG); die Kantone sind befugt, die gemeinn�tzigen oder wohlt�tigen Zwecken dienenden Lotterien in weitergehendem Masse einzuschr�nken oder ganz auszuschliessen (Art. 16 LG). In Art. 38 ff. enth�lt das Lotteriegesetz Straf- und Verfahrensbestimmungen; die Verfolgung und Beurteilung der Widerhandlungen gegen das Gesetz obliegt den Kantonen (Art. 47 LG; vgl. hierzu SCHERRER/MURESAN, a.a.O., N. 131 ff.).
2.3.3.�Die Anpassung des Lotteriegesetzes an die heutigen Verh�ltnisse ist wiederholt gescheitert. Der Bundesrat erkl�rte sich am 18. Mai 2004 bereit, die laufenden Revisionsarbeiten zu sistieren, nachdem die Kantone vorgeschlagen hatten, die im Lotteriebereich festgestellten M�ngel durch den Abschluss eines Konkordats zu beheben (vgl. BGE 137 II 164 E. 3.2 S. 168 ff., 222 E. 6.3 S. 226 ff.; 135 II 338 E. 3.2 S. 346 ff.). Die entsprechende Interkantonale Vereinbarung (IVLW) trat nach Annahme durch die Kantone am 1. Juli 2006 in Kraft. Sie regelt die Aufsicht sowie die Bewilligung und die Ertragsverwendung f�r die sogenannten "Grosslotterien", d.h. die interkantonal oder gesamtschweizerisch durchgef�hrten Lotterien und Wetten, die der "Interkantonalen Vereinbarung betreffend die gemeinsame Durchf�hrung von Lotterien vom 26. Mai 1937 (IKV) " oder der "Convention relative � la Loterie de la Suisse Romande vom 18. November 2005 (C-LoRo) " unterstehen (vgl. Art. 1 IVLW; Bericht der Fachdirektorenkonferenz Lotteriemarkt und Lotteriegesetz vom 7. Januar 2005 [Ausf�hrungen zur IVLW] C.II. und E.I.; DOLDER, a.a.O., S. 6; Scherrer/ Muresan, a.a.O., N. 165 ff., 177 ff.). Sie st�tzt sich nach ihrer Pr�ambel auf Art. 15, 16 und 34 LG. Die Vereinbarung bezweckt die "einheitliche und koordinierte Anwendung des Lotterierechts, den Schutz der Bev�lkerung vor sozialsch�dlichen Auswirkungen der Lotterien und Wetten sowie die transparente Verwendung der Lotterie- und Wettertr�ge auf dem Gebiet der angeschlossenen Kantone" (Art. 2 IVLW). Die Comlot ist Zulassungs- und Aufsichtsbeh�rde bez�glich der Lotterien gem�ss der Vereinbarung; ihr stehen alle Befugnisse zu, die darin nicht einem anderen Organ zugewiesen wurden (Art. 3 i.V.m. 7 IVLW). Nach Art. 20 IVLW �berwacht sie insbesondere "die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften" und der Bewilligungsvoraussetzungen. Stellt sie Verst�sse fest, trifft sie "die erforderlichen Massnahmen". Sie entzieht die Bewilligungen, wenn die Voraussetzungen f�r deren Erteilung nicht mehr gegeben sind (Z�nd/Hugi Yar, a.a.O., Rz. 8 ff.; kritisch zum Abkommen und zur Rolle der Comlot: Scherrer/Muresan, a.a.O., N. 179 ff.).
3.1.�Die interkantonalen Beh�rden gehen davon aus, dass der Comlot im Bereich der�
Grosslotterien�- analog der Eidgen�ssischen Spielbankenkommission im Spielbankenbereich - eine allgemeine Aufsichtsfunktion und insbesondere die Befugnis zukommt, verwaltungsrechtlich f�r die Durchsetzung des bundesrechtlich - mit gewissen Ausnahmen zugunsten der Kantone (vgl. BGE 135 II 338 E. 4 S. 348) - vorgesehenen absoluten Lotterieverbots zu sorgen (Art. 1 Abs. 1 LG). Die Beschwerdef�hrerin bestreitet dies: Der Interkantonalen Aufsichtsbeh�rde fehle "mangels gen�gender gesetzlicher Grundlage im Lotteriegesetz sowie aufgrund der Zust�ndigkeit der Strafverfolgungsbeh�rden im Bereich der durch das Lotteriegesetz als verboten erkl�rten (und ex lege auch nicht bewilligungsf�higen) Lotterien eine (umfassende) Untersuchungs-, Aufsichts- oder sonstige Verf�gungskompetenz." Die Aufsicht durch die Comlot setze kumulativ voraus, dass es sich beim abzukl�renden Sachverhalt zum einen um eine Lotterie im Sinne von Art. 1 LG handle und zum andern die Lotterie einem gemeinn�tzigen und wohlt�tigen Zweck diene. F�r Lotterien, die keinem gemeinn�tzigen oder wohlt�tigen Zweck dienten, habe der Bundesgesetzgeber ein abschliessendes Verbot statuiert. F�r Lotterien im Sinne von Art. 2 Abs. 1 LG (Tombolas) habe er eine Gesetzgebungszust�ndigkeit zu Gunsten der Kantone vorbehalten. F�r Lotterien, die einem gemeinn�tzigen oder wohlt�tigen Zweck dienten, habe er ein Verbot mit Erlaubnisvorbehalt vorgesehen. Je nach Materie gehe der verbleibende Handlungsspielraum der Kantone somit unterschiedlich weit. Die Zust�ndigkeit der Comlot als kantonale Beh�rde beschr�nke sich auf die bewilligungsf�higen bzw. bewilligungspflichtigen Sachverhalte. Als gewinnorientiert falle die vorliegend umstrittene T�tigkeit bereits von Bundesgesetzes wegen nicht in den Anwendungsbereich der bewilligungsf�higen Grosslotterien, da ihr ein gemeinn�tziger oder wohlt�tiger Zweck fehle. Das Angebot der Beschwerdef�hrerin setze zwar eine bewilligte Lotterie voraus, sei jedoch der eigentlichen Lotterieveranstaltung vor- bzw. nachgelagert.
3.2.�Die Loterie Romande und die Swisslos unterst�tzen die Rechtsauffassung der interkantonalen Beh�rden: Die Situation im Lotteriebereich sei analog jener im Bereich der Spielbanken im Sinne einer weitreichenden Kompetenz der Bewilligungs- und Aufsichtsbeh�rde zu verstehen (Art. 48 SBG). Es sei nicht am Einzelnen, nach Gutd�nken dar�ber zu entscheiden, ob eine Aktivit�t bewilligungspflichtig bzw. -f�hig sei oder nicht; diese Kompetenz komme der Aufsichtsbeh�rde zu, was bedinge, dass sie auch diesbez�glich Verf�gungskompetenzen wahrnehmen k�nne. Ziel der Bundesgesetzgebung sei es, dass keine illegalen Lotterien gespielt w�rden. Die f�r die zul�ssigen Lotterien zust�ndige Bewilligungsbeh�rde habe hierf�r zu sorgen. Art. 20 IVLW �bertrage diese Zust�ndigkeit von den Kantonen auf die Comlot, was nicht bundesrechtswidrig sei, da die Bundesregelung damit erg�nzt und dieser nicht widersprochen werde (vgl. Art. 43 BV). Im �brigen st�nden die Aktivit�ten der Euro-Lotto Tipp AG im Zusammenhang mit einer bewilligten Lotterie, n�mlich "EuroMillions", weshalb die Kompetenz der Comlot auch dann bejaht werden m�sste, wenn von einem engeren Aufsichtsverst�ndnis ausgegangen w�rde. Unter Art. 4 LG fallende Durchf�hrungshandlungen f�r eine der Euro-Lotto Tipp AG nicht bewilligte Lotterie seien gesetzeswidrig. Die zugelassenen Lotteriegesellschaften seien gehalten, f�r eine korrekte Abwicklung der ihnen bewilligten Lotterien zu sorgen, was nicht m�glich sei, wenn Dritte mit ihren Handlungen im Rahmen der bewilligten Lotterie gegen Lotterierecht verstiessen. Den bewilligten Lotterietr�gern komme Parteistellung zu (BGE 127 II 264 ff. ["Tr�gerverein Lotterie Umwelt & Entwicklung"]), da durch illegale Lotterien ihre rechtliche Situation beeintr�chtigt werde.
4.1.�Das Gesetz muss in erster Linie aus sich selbst heraus, das heisst nach seinem Wortlaut, Sinn und Zweck und den ihm zugrunde liegenden Wertungen auf der Basis einer teleologischen Verst�ndnismethode ausgelegt werden. Die Gesetzesauslegung hat sich vom Gedanken leiten zu lassen, dass nicht schon der Wortlaut die Norm darstellt, sondern erst das an den Sachverhalten verstandene und konkretisierte Gesetz. Gefordert ist die sachlich richtige Entscheidung im normativen Gef�ge, ausgerichtet auf ein befriedigendes Ergebnis der ratio legis. Der Auslegungsvorgang soll zu einem vern�nftigen, praktikablen und befriedigenden Ergebnis f�hren, das dem Probleml�sungsbedarf Rechnung tr�gt, ohne die Wertungsentscheidungen des geschichtlichen Normsetzers zu missachten ( TSCHANNEN/ZIMMERLI/M�LLER, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. Aufl. 2014, � 25 Rz. 2 S. 208). Dabei befolgt das Bundesgericht einen pragmatischen Methodenpluralismus; es lehnt es ab, die einzelnen Auslegungselemente hierarchischen zu ordnen (BGE 140 III 206 E. 3.5.4 S. 214; 137 V 434 E. 3.2 S. 437; 136 III 23 E. 6.6.2.1 S. 37; 136 V 195 E. 7.1 S. 203).
4.2.�Die Gesetzesmaterialien sind nicht unmittelbar entscheidend, dienen aber als Hilfsmittel dazu, den Sinn der Norm zu erkennen (BGE 139 II 404 E. 4.2 S. 416; 138 II 217 E. 4.1 S. 224; 137 III 217 E. 2.4.1 S. 221). Bei der Auslegung neuerer Bestimmungen kommt den Materialien eine besondere Bedeutung zu, weil ver�nderte Umst�nde oder ein gewandeltes Rechtsverst�ndnis eine andere L�sung weniger rasch nahelegen (BGE 139 III 98 E. 3.1 S. 100; BGE 138 II 440 E. 13 S. 453; BGE 133 III 497 E. 4.1 S. 499). Vom klaren, d.h. eindeutigen und unmissverst�ndlichen Wortlaut soll nur abgewichen werden, wenn triftige Gr�nde daf�r sprechen, dass dieser nicht den wahren Sinn der Bestimmung wiedergibt. Solche Gr�nde k�nnen sich aus der Entstehungsgeschichte der Bestimmung, aus ihrem Sinn und Zweck oder aus dem Zusammenhang mit andern Vorschriften ergeben (BGE 140 II 289 E. 3.2 S. 292, 129 E. 3.2 S. 131, 80 E. 2.5.3 S. 87; 139 V 66 E. 2.2 S. 68; 138 V 86 E. 5.1 S. 94, je mit Hinweisen). In objektiv-zeitgem�sser Auslegung darf einer Gesetzesnorm ein Sinn beigelegt werden, der f�r den historischen Gesetzgeber infolge eines Wandels der tats�chlichen Verh�ltnisse nicht voraussehbar war und in der bisherigen Anwendung auch nicht zum Ausdruck gekommen ist, wenn er noch mit dem Wortlaut des Gesetzes vereinbar erscheint (BGE 137 II 164 E. 4.4 S. 172 ff.; 125 II 206 E. 4d/bb S. 213 mit Hinweis). Sind mehrere Interpretationen denkbar, soll jene gew�hlt werden, welche die verfassungsrechtlichen Vorgaben am besten ber�cksichtigt (BGE 137 II 164 E. 4.1 S. 170 f.; 136 II 149 E. 3 S. 154 mit Hinweisen; vgl. zur Auslegungsmethodik detailliert: REN� WIEDERKEHR/ PAUL RICHLI, Praxis des allgemeinen Verwaltungsrechts, Bd. I, 2012, S. 327 ff. N. 936 ff.).
5.1.�Der Wortlaut von Art. 1 LG ist klar: In der Schweiz sind von Bundesrechts wegen Lotterien seit 1923 grunds�tzlich verboten; vorbehalten bleiben Tombolas und Lotterien f�r gemeinn�tzige und wohlt�tige Zwecke im Rahmen der einschl�gigen Bundes- bzw. kantonal-rechtlichen Vorgaben (vgl. BBl 1918 IV 333 Ziff. IV. S. 343). Mit dem Lotteriegesetz sollte das bisher ausschliesslich durch das kantonale Recht geregelte Lotteriewesen unter Beachtung der kantonalen Verschiedenheiten grenz�berschreitend erg�nzt werden, um den mit den entsprechenden Aktivit�ten verbundenen wirtschaftlichen und moralischen Sch�den "wirksam entgegenzutreten" (BBl 1918 IV 333 Ziff. I.). Ziel der Gesetzgebung war es, die eigentlichen gewerbsm�ssigen Lotterien zu bek�mpfen, hingegen die von Kanton zu Kanton unterschiedlichen Zwecklotterien unter Vorgabe gewisser "eidgen�ssischer Normativbestimmungen" nicht zu beeintr�chtigen. Die Bek�mpfung unbewilligter Aktivit�ten erfolgte bis zum Inkrafttreten des eidgen�ssischen Lotteriegesetzes nach den jeweiligen lokalen Vorgaben �ber das kantonale Recht; mit dem Lotteriegesetz sollten strafrechtlich - noch vor Inkrafttreten des schweizerischen Strafgesetzbuches am 1. Januar 1942 (AS 57 1328) - die entsprechenden Bestimmungen harmonisiert und in der ganzen Schweiz angewendet und durchgesetzt werden. Die wirksame Handhabung - so der Bundesrat - der im Entwurf vorgesehen Bestimmungen und Massnahmen mache die Aufstellung detaillierter Straf- und Strafverfahrensvorschriften notwendig. Diese bildeten das wirksamste Mittel, den Geboten und Verboten des Gesetzes Nachachtung zu verschaffen; gerade das Fehlen einheitlicher Strafnormen und die Unm�glichkeit der Verfolgung der strafbaren Handlungen �ber die Kantonsgrenzen hinaus werde als "f�hlbarster Mangel des gegenw�rtigen Rechtszustands empfunden" (BBl 1918 IV 333 ff. Ziff. VII. S. 352 f.). Aufgrund der Materialien ergibt sich, dass urspr�nglich die f�r die nach kanonalem Recht bewilligten bzw. bewilligbaren Gl�cksspiele im Rahmen der bundesrechtlichen Vorgaben f�r die entsprechenden Bewilligungen allein zust�ndigen kantonalen Aufsichts- bzw. Bewilligungsbeh�rden verwaltungsrechtlich ausschliesslich im bewilligten bzw. bewilligbaren Bereich t�tig werden und deren Durchf�hrung �berwachen und allenfalls die Bewilligungen widerrufen bzw. die n�tigen Massnahmen in diesem Zusammenhang treffen sollten (BBl 1918 IV 333 Ziff. IV S. 346; Art. 10 und 13 Abs. 1 LG). Unter dem Lotteriegesetz nicht bewilligte bzw. nicht bewilligbare Aktivit�ten (Art. 1 LG) waren - wie die Beschwerdef�hrerin zu Recht geltend macht - im Rahmen von kantonalen Strafverfahren �ber die entsprechenden kantonalen Grenzen hinaus gest�tzt auf die Strafbestimmungen im Lotteriegesetz zu bek�mpfen; eine andere bundesrechtliche Grundlage (Strafrecht) bestand hierf�r (noch) nicht, da das Verwaltungsrecht bzw. das Verwaltungsverfahrensrecht zu diesem Zeitpunkt (noch) kaum ausgebildet war. Der zust�ndigen (kantonalen) Verwaltungsbeh�rde stand bundesrechtlich keine allgemeine Aufsichts- und Verf�gungskompetenz im gesamten Lotteriebereich zu; die Bek�mpfung des illegalen Spielbetriebs oblag den jeweiligen kantonalen (Straf-) Beh�rden.
5.2.�Die entsprechende historische Auslegung gibt seit Einf�hrung der Spielbankengesetzgebung, der interkantonalen Organisation der Grosslotterien (mit eigener Struktur), der Entwicklung des allgemeinen Verwaltungsrechts und der Neuformulierung von Art. 106 BV Sinn und Zweck der einschl�gigen Gesetzgebung im Lichte der aktuellen tats�chlichen Gegebenheiten (vgl. BGE 137 II 164 E. 3 S. 168 ff., 222 E. 6 S. 224; 135 II 338 E. 6-8 [insbesondere E. 6.3.2]; SCHERRER/ MURESAN, a.a.O., N. 56; Z�ND/HUGI YAR, a.a.O., Rz. 47) nicht mehr zeitgerecht wieder (teleologisches und geltungszeitliches Auslegungselement: TSCHANNEN/ZIMMERLI/M�LLER, a.a.O., � 25 Rz. 5 S. 209; WIEDERKEHR/RICHLI, a.a.O., Rz. 976 ff. und Rz. 1022 ff. bzw. 1026 ff. [entstehungszeitliche versus geltungszeitliche Auslegung]).
5.2.1.�Das Verwaltungsverfahrensrecht hat sich sp�ter als das (Bundes-) Strafrecht und insbesondere das Lotteriegesetz ausgebildet; schweizweite verwaltungsaufsichtsrechtliche Zust�ndigkeiten zum Schutz von M�rkten standen bei Erlass des Lotteriegesetzes noch nicht zur Diskussion (vgl. zur Entwicklung des Verwaltungsverfahrens: K�LZ/H�NER/BERTSCHI, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl. 2013, N. 282 ff.). Die Zust�ndigkeit der Strafbeh�rden schliesst eine parallele Aufsichtsbefugnis der Verwaltungsbeh�rden heute nicht aus, im Rahmen ihrer gesetzlich hinreichend verankerten verwaltungsrechtlichen Befugnisse zu handeln und den Gesetzeszweck zu konkretisieren. Das Verwaltungs- und das Strafrecht haben f�r diese Situationen allgemeine Abgrenzungsregeln der jeweiligen wechselseitigen Bindungswirkungen ihrer Entscheide herausgebildet ( WIEDERKEHR/RICHLI, a.a.O., N. 281 ff. mit weiteren Hinweisen). Das Legalit�tsprinzip gebietet, dass sich jede Beh�rde innerhalb des Rahmens ihrer Aufgaben und ihrer Kompetenzen h�lt (vgl. hierzu K�LZ/H�NER/BERTSCHI, a.a.O., N. 391); gleichzeitig soll sie diesen Rahmen aber auch vollst�ndig aussch�pfen ( PETER SALADIN, Das Verwaltungsverfahrensrecht des Bundes, 1979, N. 14.11). Die Zust�ndigkeit bedeutet das Recht und die Pflicht einer Beh�rde, in einer bestimmten Sache t�tig zu werden und insbesondere eine Verf�gung zu erlassen; dabei ergibt sich die sachliche Zust�ndigkeit in der Regel aus dem anwendbaren Spezialgesetz ( KIENER/R�TSCHE/KUHN, �ffentliches Verfahrensrecht, 2012, N. 473 ff.).
5.2.2.�Mit der Bewilligungskompetenz geht - neben der strafrechtlichen Sanktionsm�glichkeit ( TSCHANNEN/ZIMMERLI/M�LLER, a.a.O., � 32 Rz. 20 S. 322) - heute regelm�ssig die verwaltungsrechtliche Aufsichtskompetenz im Sinne der Befugnis einher, ein�
Unterstellungs-�bzw.�
Qualifikationsverfahren, d.h. ein Verfahren zur Abkl�rung f�hren zu k�nnen, ob bei einer wirtschaftlichen Aktivit�t im Grenzbereich beaufsichtigter Materien ein aufsichts- bzw. bewilligungsrechtlich relevanter Tatbestand vorliegt oder nicht; die Verwaltungsbefugnis schliesst die Verf�gungsbefugnis diesbez�glich mit ein. Wo die Bewilligung fehlt, bleibt die entsprechende T�tigkeit untersagt; wird sie trotzdem ausgef�hrt, schreitet die zust�ndige Beh�rde ein und trifft die die n�tigen Massnahmen (vgl. zu den Aufsichtsbefugnissen von Verwaltungsbeh�rden: TSCHANNEN/ZIMMERLI/M�LLER, a.a.O., � 28 Rz. 19 S. 244; � 32 S. 315 ff.; � 44 Rz. 28 S. 422; THIERRY TANQUEREL, Manuel de droit administratif, 2011, S. 385 ff.; H�felin/M�ller/Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. Aufl. 2010, S. 577 Rz. 2527) : Art. 106 Abs. 3 BV sieht in seiner Fassung vom 11. M�rz 2012 ausdr�cklich vor, dass die Kantone f�r die Bewilligung und die Beaufsichtigung der Geldspiele zust�ndig sind. Die entsprechende Regelung lege - so der Bundesrat - die kantonalen Vollzugszust�ndigkeiten im Bereich der Geldspiele fest und nehme damit ein zentrales Anliegen der Volksinitiative "F�r Geldspiele im Dienste des Gemeinwohls" auf; die Kantone w�rden "in �bereinstimmung mit der aktuellen Praxis" f�r die Bewilligung und Beaufsichtigung der in ihre Kompetenz fallenden Geldspiele zust�ndig erkl�rt (BBl 2010 7961 Ziffer 4.2 7999). Dementsprechend schl�gt der Entwurf zu einem neuen Geldspielgesetz, der das Spielbanken- und das Lotteriegesetz zusammenf�hren will, im Rahmen der�
geltenden�Praxis diesbez�glich k�nftig ebenfalls analoge Aufsichtsbefugnisse f�r die Eidgen�ssische Spielbankenkommission (Art. 99 E-BGS; EJPD-Bericht E-BGS, S. 77) und die interkantonale Vollzugsbeh�rde (Art. 109 E-BGS; EJPD-Bericht E-BGS, S. 82) vor;�
neu�soll diese aber, wozu sie heute mangels der hierf�r ausdr�cklich erforderlichen gesetzlichen Grundlage nicht befugt ist, auch �ber Verwaltungssanktionsm�glichkeiten verf�gen (vgl. Art. 110 E-BGS; EJPD-Bericht E-BGS, S. 82). Zurzeit nimmt die Comlot, welche durch das Interkantonale Konkordat eingesetzt worden ist, die Aufsicht �ber den Markt der�
Grosslotterien�wahr (so der EJPD-Bericht E-BGS S. 31).
5.2.3.�Die Bundesgesetzgebung bezweckt sowohl im Spielbanken- wie im Lotteriebereich (und damit generell bei den Geldspielen) eine zweckm�ssige und wirksame Aufsicht �ber die entsprechenden Aktivit�ten; es sollen damit deren sozialsch�dliche Auswirkungen - den unterschiedlichen Merkmalen der Spiele sowie der Art und dem Ort des Spielangebots entsprechend - angemessen bek�mpft bzw. reduziert werden (vgl. Art. 106 Abs. 5 BV [i.d.F. vom 11. M�rz 2012]; vgl. zu den Zwecken des Aufsichtsrechts: Giovanni Biaggini, Aufsichtsrecht, in: Biaggini/H�ner/Saxer/Schott [Hrsg.], Fachhandbuch Verwaltungsrecht, 2015, S. 781 ff., dort N. 19.17 f.). Von den Geldspielen ausgehende Gefahren bilden insbesondere die Spielsucht, die Geldw�scherei, die Beschaffungskriminalit�t und der Betrug (BBl 2010 7961 Ziffer 4.2 8000). Diese Ziele k�nnen�
vorbeugend�nur erreicht werden, wenn die jeweiligen verwaltungsrechtlichen Aufsichtsbeh�rden nicht nur befugt sind, bewilligten Marktteilnehmern gegen�ber t�tig zu werden, sondern auch Unterstellungs- bzw. Qualifikationsverfahren hinsichtlich anderer Marktteilnehmer zu f�hren, falls konkrete Hinweise daf�r bestehen, dass ihr Handeln unter das gesetzliche Verbot fallen k�nnte. Das Bundesgericht hat die entsprechenden Kompetenzen der Spielbankenkommission - den modernen Verh�ltnissen im (Wirtschafts-) Verwaltungsrecht entsprechend (vgl. zur Bankenkommission in ihrem Bereich: BGE 130 II 351 E. 2 mit zahlreichen Hinweisen; Wiederkehr/Richli, a.a.O., Rz. 2857) - zum Schutz des Publikums in diesem Sinn weit ausgelegt; es hat sie als Marktaufsicht und nicht allein als Aufsicht �ber die Bewilligungstr�ger verstanden (vgl. BGE 136 II 291 E. 3.1 mit Hinweisen; Biaggini, a.a.O., N. 19.18, 19.21, 19.121).
5.2.4.�Der Wortlaut der geltenden gesetzlichen Grundlagen l�sst sich, trotz teilweiser �beralterung (LG), mit Sinn und Zweck der heutigen bundesrechtlichen Regulierung des Gl�cks- bzw. Geldspielmarkts, wie sie in der Neufassung von Art. 106 BV zum Ausdruck kommt, vereinbaren (BGE 125 II 206 E. 4d/bb) : Die Kantone haben f�r Grosslotterien parallel zu den Bundesstrukturen im Spielbankenbereich eine eigene interkantonale Organisation geschaffen. Die Comlot ist nach Art. 20 IVLW in diesem Bereich befugt, die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften und der Bewilligungsvoraussetzungen zu �berwachen und die erforderlichen Massnahmen zu treffen. Zu den gesetzlichen Regeln im Lotteriebereich geh�rt auch das bundesrechtliche Lotterieverbot nach Art. 1 Abs. 1 LG, falls die Voraussetzungen f�r eine (kantonale) Ausnahme nicht gegeben oder strittig sind. Art. 13 Abs. 2 LG sieht seinerseits vor, dass die kantonale Aufsichtsbeh�rde die "erforderlichen Massnahmen" zu treffen hat, falls die Lotterie aus einem anderen Grund als einem Widerruf der Bewilligung oder einer Unm�glichkeit der planm�ssigen Durchf�hrung nicht realisiert werden kann. Als entsprechende Unm�glichkeit kann auch die Durchf�hrung einer�
bereits von Gesetzes wegen�verbotenen Lotterie gelten. Da die Kantone nicht s�mtliche Kompetenzen im Lotteriebereich auf die Comlot �bertragen, sondern sich darauf beschr�nkt haben, im Rahmen der Interkantonalen Vereinbarung die Aufsicht �ber die durch diese geregelten Grosslotterien an die Comlot abzugeben, ist diese nur insofern (Grosslotterien), indessen - mangels sachlicher Zust�ndigkeit - nicht in den weiteren den einzelnen Kantonen vorbehaltenen Bereichen (Tombolas, Kleinlotterien; vgl. die Ausf�hrungen zur IVLW E. I. Art. 1) befugt, entsprechend zu intervenieren.
6.1.�Gem�ss der Anzeige der Loterie Romande und der Angaben der Beschwerdef�hrerin selber ist sie im Umfeld der (bewilligten) Grosslotterie "EuroMillions" t�tig. Diese wird in der Schweiz exklusiv �ber die von der Comlot beaufsichtigten Loterie Romande bzw. Swisslos vertrieben. Das von der Comlot eingeleitete Verfahren dient dazu, festzustellen, ob und inwiefern die Aktivit�ten der Beschwerdef�hrerin in den Anwendungsbereich des Lotteriegesetzes fallen und damit von Gesetzes wegen als verboten zu gelten haben (Art. 1 Abs. 1 LG). Hierzu ist die Comlot gest�tzt auf Art. 20 IVLW und den teleologisch-geltungszeitlich ausgelegten Art. 13 Abs. 2 LG befugt. Dass allenfalls auch ein Straftatbestand erf�llt sein k�nnte, beeintr�chtigt die verwaltungsrechtliche Marktaufsicht (allgemeines Lotterieverbot mit [inter-]kantonalrechtlichen Ausnahmen) nicht. Ohne weitere ausdr�ckliche gesetzliche Grundlage ist die Comlot jedoch nur berechtigt, das bereits generell-abstrakt g�ltige gesetzliche Lotterieverbot im Einzelfall zu konkretisieren. Die Comlot kann nur ein Unterstellungs- bzw. Qualifikationsverfahren f�hren, d.h. im Rahmen der verwaltungsverfahrensrechtlichen Vorgaben abkl�ren und feststellen, ob und inwiefern nach ihrer Einsch�tzung eine grunds�tzlich verbotene bzw. von ihr zu bewilligende T�tigkeit im Bereich der Grosslotterien vorliegt. Eine allf�llige retrospektive Sanktionierung im Einzelfall h�tte im Strafverfahren zu erfolgen.
6.2.�An der auf Art. 13 Abs. 2 i.V.m. Art. 15 LG bzw. Art. 1, 7 und 20 IVLW basierenden verwaltungsrechtlichen Aufsichtsbefugnis �ndert entgegen den Einwendungen der Beschwerdef�hrerin nichts, dass die Comlot in ihrem Jahresbericht 2013 f�r eine wirksamere Bek�mpfung illegal angebotener Lotterie- bzw. Wettprodukte Gesetzesanpassungen gefordert und nach klar definierten sowie nach zweckm�ssigen straf- und verwaltungsrechtlichen Massnahmen gerufen hat. Es kann hierin kein widerspr�chliches Verhalten gesehen werden, nachdem sie ausdr�cklich jeweils darauf hinwies, dass die Frage, ob sie aufgrund der aktuellen Rechtsgrundlagen befugt sei, verwaltungsrechtlich im Sinne eines "Qualifikationsverfahrens" Untersuchungen zu vermutlich illegalen Lotterie- und Wettangeboten zu f�hren, derzeit durch das Bundesgericht gepr�ft werde ( LOTTERIE- UND WETTKOMMISSION, Jahresbericht 2013, Mai 2014, Ziff. 1.2.1 [S. 14] sowie 1.2.5 [S. 18 f.]; vgl. auch�
dieselbe, Jahresbericht 2012, Mai 2013, Ziff. 1.2.5 [S. 19]).
�Die Beschwerdef�hrerin macht weiter geltend, die Vorinstanz gehe zu Unrecht davon aus, der Loterie Romande und der Swisslos komme im Qualifikationsverfahren Parteistellung zu. Ihre Aktivit�ten st�nden nicht in Konkurrenz zu jenen der Lotteriegesellschaften. Ein bloss mittelbares oder ausschliesslich allgemeines �ffentliches Interesse begr�nde - ohne die erforderliche Beziehungsn�he zur Streitsache selber - keine Parteistellung. Ihre Ausf�hrungen �berzeugen auch diesbez�glich nicht:
7.1.�Soweit die Interkantonale Vereinbarung nichts anderes bestimmt, richtet sich das Verfahren f�r Verf�gungen und andere Entscheide der Vereinbarungsorgane nach dem Bundesgesetz �ber das Verwaltungsverfahren (VwVG [SR 172.021]; Art. 13 IVLW). Nach der einschl�gigen Rechtsprechung (Urteil 2C_485/2010 vom 3. Juli 2012 E. 1.2.4, nicht publ. in: BGE 138 I 378, mit Hinweis auf BGE 127 II 264 E. 2c S. 269; 125 I 7 E. 3d S. 9) sind Konkurrenten nicht schon aufgrund der blossen Bef�rchtung, einer verst�rkten Konkurrenz ausgesetzt zu sein, beschwerdebefugt; diese Art des Ber�hrtseins liegt vielmehr im Prinzip des freien Wettbewerbs. Erforderlich ist eine schutzw�rdige besondere Beziehungsn�he, die sich aus der einschl�gigen gesetzlichen Ordnung ergibt. So kann ein schutzw�rdiges Interesse f�r Konkurrenten in Wirtschaftszweigen vorliegen, in welchen sie durch wirtschaftspolitische oder sonstige spezielle Regelungen in eine solche besondere Beziehungsn�he untereinander versetzt werden (Urteil 2C_694/2009 vom 20. Mai 2010 E. 1.1, nicht publ. in: BGE 136 II 291; vgl. auch BGE 135 II 243 E. 1.2 S. 246 f.).
7.2.�Dies ist im Lotteriebereich der Fall: Die Beschwerdef�hrerin bietet Dienstleistungen um die Grosslotterie "EuroMillions" an, die in der Schweiz aufgrund der kantonalen Monopole in der Westschweiz nur durch die Loterie Romande und in der Deutschschweiz nur durch die Swisslos vertrieben werden darf (zur Zul�ssigkeit des entsprechenden Monopols: BGE 127 II 264 E. 2g S. 270; Urteil 2C_859/2010 vom 17. Januar 2012 E. 2-4; Z�ND/HUGI YAR, a.a.O., Rz. 10, 32 ff.). Die beiden Lotteriegesellschaften sind aufsichtsrechtlich der Comlot gegen�ber f�r die korrekte Abwicklung der entsprechenden Lotterie verantwortlich. Sie haben �ber das Monopolsystem ein schutzw�rdiges Interesse daran, dass ihre bewilligten T�tigkeiten nicht durch unzul�ssige, verbotene Aktivit�ten Dritter beeintr�chtigt werden. Ihnen kommt im vorliegenden Qualifikationsverfahren deshalb Parteistellung zu.
7.3.�Soweit die Beschwerdef�hrerin einwendet, sie sei gar keine Konkurrentin, da sie keine bewilligungspflichtigen Aktivit�ten wahrnehme und nicht in unzul�ssiger Weise auf den Ablauf der bewilligten Lotterie einwirke, verkennt sie, dass diese Frage gerade Gegenstand des Unterstellungs- bzw. Qualifikationsverfahrens bildet. Nur wenn sich ihre Sicht der Dinge in diesem als zutreffend erweisen sollte, w�re sie nicht im Monopolbereich der beiden Lotteriegesellschaften aktiv und deshalb keine direkte Konkurrentin der Beschwerdegegnerinnen. Soweit die Beschwerdef�hrerin bef�rchtet, im Qualifikationsverfahren k�nnten den Beschwerdegegnerinnen unzul�ssigerweise Gesch�ftsgeheimnisse zug�nglich gemacht werden, wird diesem Aspekt gegebenenfalls im Rahmen von Art. 27 VwVG (Ausnahmen vom Grundsatz der Akteneinsicht) Rechnung zu tragen sein.
�Die Beschwerdef�hrerin beanstandet schliesslich die H�he der ihr von der Vorinstanz "ex aequo et bono" auferlegten Verfahrenskosten von Fr. 7'000.--. Diese h�tten als �bersetzt zu gelten, da die umstrittene Zust�ndigkeitsfrage nicht verm�gensrechtlicher Natur sei.
8.1.�Nach Art. 23 Abs. 2 IVLW richtet sich das Verfahren vor der Rekurskommission nach dem Verwaltungsgerichtsgesetz (VGG; [SR 173.32]) des Bundes, soweit die Vereinbarung nichts anderes bestimmt; bis zu dessen Inkrafttreten (am 1. Januar 2007) waren die Vorgaben des VwVG analog anwendbar. Wie die Beschwerdef�hrerin zu Recht ausf�hrt, kommt das entsprechende Bundes (verfahrens) recht im Rahmen des Interkantonalen Abkommens als interkantonales Recht zu Anwendung. Die Verletzung von solchem kann das Bundesgericht insoweit pr�fen, als entsprechende R�gen erhoben und begr�ndet werden (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 139 I 229 E. 2.2 S. 232).
8.2.�Aufgrund der Vorbringen der Beschwerdef�hrerin ist nicht ersichtlich, inwiefern die Rechtsanwendung der Vorinstanz interkantonales Recht (Art. 95 lit. e BGG) verletzt h�tte. Die Spruchgeb�hr richtet sich nach Umfang und Schwierigkeiten der Streitsache, der Art der Prozessf�hrung und der finanziellen Situation der Parteien. Sie betr�gt in Streitigkeiten ohne Verm�gensinteresse Fr. 100.-- bis Fr. 5'000.--, in den �brigen Streitigkeiten Fr. 100.-- bis Fr. 50'000.-- (Art. 23 Abs. 2 IVLW i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 63 Abs. 4bis VwVG; vgl. auch Art. 2 - 4 des Reglements �ber die Kosten und Entsch�digungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE; SR 173.320.2] bzw. Art. 2 der Verordnung �ber Kosten und Entsch�digungen im Verwaltungsverfahren [SR 172.041.0]). Die Beschwerdef�hrerin macht selber geltend, ihre Aktivit�ten seien�
profitorientiert; die Frage, ob sie damit in einem diesbez�glich verbotenen Bereich (Art. 1 LG) aktiv ist, hat somit zumindest mittelbare finanzielle Auswirkungen, womit es im Rahmen des der Vorinstanz zustehenden Ermessens vertretbar war, eine Gerichtsgeb�hr von mehr als Fr. 5'000.-- vorzusehen (vgl. etwa BGE 139 II 404 E. 12 S. 447 ff. [Entscheid �ber Amtshilfe] mit Hinweisen).
9.1.�Die Beschwerde erweist sich damit in allen Punkten als unbegr�ndet. Sie ist abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann.
9.2.�Die unterliegende Beschwerdef�hrerin hat die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG) und die Beschwerdegegnerinnen f�r dieses angemessen zu entsch�digen (Art. 68 BGG).
2.1.�Die Gerichtskosten von Fr. 5'000.-- werden der Beschwerdef�hrerin auferlegt.
2.2.�Die Beschwerdef�hrerin hat die Beschwerdegegnerinnen f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit je Fr. 7'500.-- zu entsch�digen.
�Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, der Rekurskommission Interkantonale Vereinbarung Lotterien und Wetten sowie dem Eidgen�ssischen Justiz- und Polizeidepartement (Bundesamt f�r Justiz) schriftlich mitgeteilt.