Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%201998,%20S.%202963
Timestamp: 2019-09-20 21:36:54
Document Index: 138562801

Matched Legal Cases: ['§ 28', '§ 28', 'Art. 3', '§ 30', '§ 28', 'Art. 7']

BVerfG, 02.07.1998 - 1 BvR 810/90 - dejure.org
BVerfG, 02.07.1998 - 1 BvR 810/90
https://dejure.org/1998,1272
BVerfG, 02.07.1998 - 1 BvR 810/90 (https://dejure.org/1998,1272)
BVerfG, Entscheidung vom 02.07.1998 - 1 BvR 810/90 (https://dejure.org/1998,1272)
BVerfG, Entscheidung vom 02. Juli 1998 - 1 BvR 810/90 (https://dejure.org/1998,1272)
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Kein Verstoß gegen den Gleichheitssatz durch Ausschluß der rentenrechtlichen Anrechnung von Kindererziehungszeiten im Ausland durch AVG § 28a
Anrechnung von Zeiten der Kindererziehung in der gesetzlichen Rentenversicherung für sich währenddessen in einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union aufhaltenden Personen; Territoriale Begrenzung der Anrechnung von Kindererziehungszeiten
AVG § 28a; GG Art. 3 Abs. 1
SG Aachen, 08.07.1988 - S 11 An 191/87
LSG Nordrhein-Westfalen, 23.05.1989 - L 13 An 111/88
NJW 1998, 2963
NZS 1998, 518
FamRZ 1998, 1293
BB 1998, 1592
Verfassungsrechtlich grundsätzlich nicht zu beanstandendes Ziel nationaler Sozialpolitik ist es, sozial relevante Tatbestände im eigenen Staatsgebiet zu formen und zu regeln (vgl auch BVerfG Beschluss vom 2.7.1998 - 1 BvR 810/90, NJW 1998, 2963 f) .
Es ist ein verfassungsrechtlich grundsätzlich nicht zu beanstandendes Ziel nationaler Sozialpolitik, sozial relevante Tatbestände im eigenen Staatsgebiet zu formen und zu regeln (vgl BVerfG Nichtannahmebeschluss vom 17.3.2008 - 1 BvR 96/06 - Juris RdNr 4; BVerfG Beschluss vom 30.12.1999 - 1 BvR 809/95 - Juris RdNr 11; BVerfG Beschluss vom 2.7.1998 - 1 BvR 810/90 - Juris RdNr 61) .
BVerfG, 06.03.2017 - 1 BvR 2740/16
Erfolglose Verfassungsbeschwerde gegen die Versagung der rentenrechtlichen …
So hat es das Bundesverfassungsgericht in einer Entscheidung der 2. Kammer des Ersten Senats (Beschluss vom 2. Juli 1998 - 1 BvR 810/90 -, NJW 1998, S. 2963 ) ausdrücklich gebilligt, dass grundsätzlich nur die Kindererziehung im Inland rentenrechtlich relevant ist, da der gewöhnliche Aufenthalt einer Person im jeweiligen Staatsgebiet systemgerechter Anknüpfungspunkt für die mitgliedschaftliche Einbeziehung in nationale Sozialversicherungssysteme ist (…vgl. außerdem Beschluss der 2. Kammer des Ersten Senats vom 30. Dezember 1999 - 1 BvR 809/95 -, NZA 2000, S. 391 , und BVerfGK 13, 406 ).
Es ist ein verfassungsrechtlich grundsätzlich nicht zu beanstandendes Ziel nationaler Sozialpolitik, sozial relevante Tatbestände im eigenen Staatsgebiet zu formen und zu regeln (vgl. BVerfG, NJW 1998, S. 2963 = NZS 1998, S. 518).
Es ist ein verfassungsrechtlich nicht zu beanstandendes Ziel nationaler Sozialpolitik, sozial relevante Tatbestände im eigenen Staatsgebiet zu formen und zu regeln (vgl. BVerfG, Beschluss der 2. Kammer des Ersten Senats vom 2. Juli 1998 - 1 BvR 810/90 -, NJW 1998, S. 2963; BVerfG, Beschluss der 2. Kammer des Ersten Senats vom 30. Dezember 1999 - 1 BvR 809/95 -, JURIS).
Indessen kam es auch insoweit immer schon darauf an, ob die jeweilige Abgrenzung des Schutzbereichs der Sozialversicherung sachgerecht erfolgte (vgl etwa zu den Kindererziehungszeiten im Ausland: BVerfG, Nichtannahmebeschluß vom 2. Juli 1998 - 1 BvR 810/90 -, NZS 1998, 518).
Den Ausnahmefall, daß trotz eines in Deutschland liegenden Tätigkeitsorts eine dauernde Integration in ein ausländisches Rechts-, Wirtschafts- und Sozialsystem vorliegt (vgl dazu wiederum BVerfG vom 2. Juli 1998 aaO), mußte der Gesetzgeber nicht gesondert regeln.
Es ist ein verfassungsrechtlich grundsätzlich nicht zu beanstandendes Ziel nationaler Sozialpolitik, sozial relevante Tatbestände im eigenen Staatsgebiet zu formen und zu regeln (BVerfG, B.v. 02. Juli 1998 - 1 BvR 810/90 - NJW 1998, 2963;… B.v. 30. Dezember 1999 - 1 BvR 809/95 - SozR 3-1200 § 30 Nr. 20).
Bereits die Vermeidung des Bezugs von Doppelleistungen rechtfertigt den Staatsgebietsbezug bei der tatbestandlichen Ausformung von Sozialleistungsansprüchen (vgl. BVerfG, B.v. 02. Juli 1998, aaO, zur Anerkennung von Kindererziehungszeiten).
An diesem historisch gewachsenen Schutzbereich der Sozialversicherung und insbesondere der gesetzlichen Rentenversicherung habe sich der Gesetzgeber bei der territorialen Begrenzung der Anrechnung von Kindererziehungszeiten in sachgerechter Weise orientiert (BVerfG Beschluß vom 2. Juli 1998 - 1 BvR 810/90 - NJW 1998, 2963 = NZS 1998, 518).
Der Beschluss des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) vom 2. Juli 1998 (1 BvR 810/90 - in juris) sei auf ihren Fall nicht anwendbar.
Das BVerfG hat zu § 28a Angestelltenversicherungsgesetz (AVG) in der Fassung des Art. 7 des Gesetzes zur Reform der gesetzlichen Rentenversicherung (Rentenreformgesetz 1992 - RRG 1992) vom 18. Dezember 1989 (BGBl. I S. 2261), der ebenfalls die rentenrechtliche Anrechnung von Zeiten der Kindererziehung im Ausland ausschloss, in einem Nichtannahmebeschluss der 2. Kammer des Ersten Senats vom 2. Juli 1998 (1 BvR 810/90 - juris, Rn. 6 ff.) ausgeführt:.
Im Rentenrecht gelte aber der Grundsatz, nur wer sich noch im sozialen Verantwortungsbereich der Bundesrepublik Deutschland aufhalte, solle auch im Falle der Kindererziehung rentenwirksam abgesichert sein (unter Hinweis auf BVerfG, Beschluss der 2. Kammer des 1. Senats vom 2. Juli 1998, 1 BvR 810/90, NZS 1998, 518).
Bereits die Vermeidung des Doppelbezugs von Leistungen rechtfertigt daher den Staatsgebietsbezug bei der Anerkennung von Kindererziehungszeiten (vgl. BVerfG, 2. Kammer des Ersten Senats, Beschluss vom 2. Juli 1998, 1 BvR 810/90, NJW 1998, 2963 f.).
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