Source: https://www.ten-eg.de/agbs/agb-purastrom-2-0-haushaltskunden/
Timestamp: 2020-04-04 12:06:38
Document Index: 67734022

Matched Legal Cases: ['§ 12', '§ 314', '§ 24', '§ 6', 'Art. 6', 'Art. 6', 'Art. 6', '§ 7', 'Art. 14', 'Art. 21', 'Art. 6', '§ 13', '§ 111', '§ 111']

AGB Purastrom 2.0 HAUSHALTSKUNDEN - Privatkunden
ALLGEMEINE GESCHÄFTSBEDINGUNGEN DER TEUTOBURGER ENERGIE NETZWERK EG
FÜR DIE BELIEFERUNG MIT STROM FÜR HAUSHALTSKUNDEN (AGB)
1. ANGEBOT UND ANNAHME/LIEFERBEGINN
Der Vertrag kommt erst durch die Bestätigung des Kundenauftrages, spätestens mit Aufnahme der Belieferung, zustande. In der Bestätigung teilt der Lieferant dem Kunden auch den voraussichtlichen Lieferbeginn mit. Der tatsächliche Lieferbeginn hängt davon ab, dass alle Liefervoraussetzungen gemäß Ziffer 2.2 vorliegen.
2. LIEFERUMFANG/LIEFERVORAUSSETZUNGEN/EIGENERZEUGUNG
2.1 Der Lieferant liefert den gesamten Bedarf des Kunden an Strom mit den vom Verteilnetzbetreiber vorgehaltenen Spezifikationen. Der Kunde ist zur Deckung seines Gesamtbedarfs durch den Lieferanten verpflichtet.
2.2 Die Belieferung setzt voraus, dass a) der bisherige Liefervertrag zum Lieferbeginn gekündigt werden kann, b) der Netzanschluss und die Anschlussnutzung sichergestellt ist, c) keine Unterbrechung oder Unregelmäßigkeit in der Stromversorgung vorliegt, soweit es sich um Folgen einer Störung des Netzbetriebes einschließlich des Netzanschlusses handelt und d) die Belieferung auf Basis eines Standardlastprofils erfolgt (§ 12 StromNZV).
3. MESSUNG/ABRECHNUNG/FÄLLIGKEIT/VERJÄHRUNGSVERZICHT
3.1 Die Messung der Liefermengen erfolgt mittels der Messeinrichtung des Messstellenbetreibers. Der Lieferant darf für die Abrechnung die Messdaten des Messstellenbetreibers verwenden, die Messeinrichtung selbst ablesen, die Ablesung durch den Kunden Verlangen oder – wenn Ablesedaten für die Abrechnungszeiträume ohne Verschulden des Lieferanten nicht vorliegen – den Verbrauch auf der Grundlage der letzten Ablesung oder bei einem Neukunden nach dem Verbrauch vergleichbarer Kunden jeweils unter angemessener Berücksichtigung der tatsächlichen Verhältnisse schätzen. Bei Ermittlung des Zählerstandes zu Vertragsbeginn oder bei Preisanpassungen darf der Lieferant eine rechnerische Abgrenzung vornehmen.
3.2 Es wird jährlich abgerechnet. Zusätzlich können Haushaltskunden eine kostenpflichtige monatliche, viertel- oder halbjährliche Rechnung beauftragen.
3.3 Sofern der Kunde dem Lieferanten nach Aufforderung keine Ablesedaten übermittelt und der Verbrauch daher geschätzt wird, verzichtet der Kunde bereits jetzt auf die Einrede der Verjährung für sich aus der Feststellung des tatsächlichen Verbrauchs ergebende Nachforderungen, maximal jedoch bis zum Ablauf einer Verjährungsfrist von 30 Jahren.
3.4 Das Entgelt ist in monatlichen Abschlägen, die vom Lieferanten entsprechend dem Verbrauch im zuletzt abgerechneten Zeitraum berechnet werden oder, sofern eine solche Berechnung nicht möglich ist, sich nach dem durchschnittlichen Verbrauch vergleichbarer Kunden bemessen, zu entrichten. Ergibt sich bei der turnusmäßigen Jahresabrechnung oder bei der Abrechnung nach Vertragsende eine Differenz zu den gezahlten Abschlägen, wird diese erstattet bzw. nacherhoben.
3.5 Sämtliche Rechnungsbeträge sind 2 Wochen nach Rechnungszugang, Abschläge zu dem vom Lieferanten festgelegten Zeitpunkt, im Wege des SEPA-Lastschrift- oder Überweisungsverfahrens zu zahlen.
3.6 Gegen Ansprüche des Lieferanten kann vom Kunden nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Gegenansprüchen aufgerechnet werden.
3.7 Einwände gegen Rechnungen und Abschlagsberechnungen berechtigen den Kunden nur dann zum Zahlungsaufschub oder zur Zahlungsverweigerung, 1. soweit die ernsthafte Möglichkeit eines offensichtlichen Fehlers (z. B. bei falschen Kundennamen, verwechselten Entnahmestellen, ohne Weiteres erkennbaren Rechenfehlern oder bei weit außerhalb der Plausibilität liegenden Verbrauchsmengen) besteht oder 2. sofern a) der in einer Rechnung angegebene Verbrauch ohne ersichtlichen Grund mehr als doppelt so hoch wie der vergleichbare Verbrauch im vorherigen Abrechnungszeitraum ist und b) der Kunde eine Nachprüfung der Messeinrichtung verlangt und solange durch die Nachprüfung nicht die ordnungsgemäße Funktion des Messgeräts festgestellt ist.
4. PREISE UND PREISANPASSUNG
4.1 Das Entgelt gemäß Auftrag besteht aus einem verbrauchsunabhängigen Anteil (dem für jeden Zählpunkt anfallenden Grundpreis) sowie einem verbrauchsabhängigen Anteil (Arbeitspreis).
4.2 Soweit eine Preisgarantie eingeräumt wurde, gilt diese in dem Umfang, welcher in der Preisgarantie ausgewiesen wurde. Die ordentliche Kündigung ist gemäß Ziffer 5.1 erst zum Ablauf der Preisgarantie möglich.
4.3 Änderungen bestehender Preisbestandteile (wie zum Beispiel Steuern und Umlagen) werden an den Kunden durchgereicht, soweit dies im Auftragsblatt vorgesehen ist. Bei Neueinführung der für die Belieferung des Kunden anwendbaren Mess- und/oder Netzentgelte, Steuern, Abgaben, gesetzlich veranlassten Umlagen und/oder anderen gesetzlich veranlassten Belastungen auf die Belieferung des Kunden, ist der Lieferant berechtigt, diese Belastungen zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung an den Kunden durchzureichen; bei Senkung oder Wegfall dieser Belastungen ist der Lieferant zu einer entsprechenden Anpassung verpflichtet. Der Lieferant wird den Kunden über vorstehende Änderungen nach Kenntnisnahme des Anpassungsgrundes, spätestens jedoch mit der nächsten Jahresrechnung, informieren.
4.4 Finden auf die Belieferung des Kunden rückwirkend höhere Mess- oder Netzentgelte Anwendung, so ist der Lieferant berechtigt, die Differenz zu den ursprünglichen Entgelten an den Kunden nachträglich auch nach Erstellung der Jahresrechnung sowie nach der Beendigung des Vertrages weiterzureichen. Bei einer nachträglichen Absenkung der Messund/ oder Netzentgelte ist der Lieferant zur Weitergabe der Differenz zu den ursprünglichen Entgelten an den Kunden verpflichtet. Der Lieferant kann die zu erstattenden Beträge mit bestehenden Gegenforderungen aufrechnen.
4.5 Wird an der Abnahmestelle des Kunden während der Vertragslaufzeit eine moderne Messeinrichtung oder ein intelligentes Messsystem eingebaut und übersteigen dadurch die vom Lieferanten für den Messstellenbetrieb und die Messung zu entrichtenden Entgelte die entsprechenden vorher zu entrichtenden Entgelte, ist der Lieferant berechtigt, diese Mehrkosten an den Kunden weiterzureichen. Bei einer späteren Reduzierung oder einem Wegfall ist der Lieferant zu einer entsprechenden Anpassung verpflichtet. Der Lieferant wird den Kunden über die beabsichtigte Anpassung mit einer Frist von 6 Wochen informieren. Der Kunde hat in einem solchen Fall das Recht, den Vertrag zum Anpassungstermin ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist zu kündigen.
5. VERTRAGSLAUFZEIT, ORDENTLICHE UND ÄNDERUNGSKÜNDIGUNG
5.1 Der Vertrag läuft auf unbestimmte Dauer. Er kann von den Parteien mit einer Frist von 6 Wochen zum Ende eines jeden Kalendermonats in Textform gekündigt werden, sofern nicht im Auftragsblatt eine abweichende Regelung getroffen wird. Abweichend von Satz 1 kann bei einer Preisgarantie nach Ziffer 4.2 die Kündigung frühestens zum Ablauf der Preisgarantie erklärt werden. Ist eine Mindestvertragslaufzeit vereinbart, kann der Vertrag abweichend von Satz 1 frühestens zum Ablauf der Mindestvertragslaufzeit gekündigt werden. Das Recht zur Kündigung aus wichtigem Grund (§ 314 BGB) bleibt unberührt.
5.2 Der Lieferant kann seine Kündigung mit einem neuen Vertragsangebot verbinden. Sofernder Kunde nicht binnen eines Monats nach Zugang des neuen Angebotes widerspricht und nach Vertragsende Strom zu Lasten des Lieferanten entnimmt, kommt ein neuer Vertrag zu den Bedingungen des neuen Angebotes zustande. Hierauf wird der Kunde bei der Übersendung des neuen Angebotes hingewiesen.
6. FRISTLOSE KÜNDIGUNG/EINSTELLUNG DER LIEFERUNG/VORAUSZAHLUNG/VORKASSENSYSTEM
6.1 Der Lieferant ist berechtigt, die Belieferung ohne vorherige Androhung durch den Netzbetreiber unterbrechen zu lassen, wenn der Kunde diesem Vertrag in nicht unerheblichem Maße schuldhaft zuwiderhandelt und die Unterbrechung erforderlich ist, um den Gebrauch von Strom unter Umgehung, Beeinflussung oder vor Anbringung der Messeinrichtungen zu verhindern (Stromdiebstahl).
6.2 Bei anderen Zuwiderhandlungen, insbesondere bei der Nichterfüllung einer Zahlungsverpflichtung trotz Mahnung, ist der Lieferant berechtigt, die Belieferung vier Wochen nach Androhung unterbrechen zu lassen und den zuständigen Netzbetreiber nach § 24 Abs. 3 der Niederspannungsanschlussverordnung mit der Unterbrechung der Belieferung zu beauftragen. Dies gilt nicht, wenn die Folgen der Unterbrechung außer Verhältnis zur Schwere der Zuwiderhandlung stehen oder der Kunde darlegt, dass hinreichende Aussicht besteht, dass er seinen Verpflichtungen nachkommt. Der Lieferant kann mit der Mahnung zugleich die Unterbrechung der Belieferung androhen, sofern dies nicht außer Verhältnis zur Schwere der Zuwiderhandlung steht. Wegen Zahlungsverzug wird der Lieferant eine Unterbrechung unter den vorgenannten Voraussetzungen nur durchführen lassen, wenn der Kunde mit mindestens 100 Euro oder der Summe von zwei Abschlagszahlungen in Verzug ist, wobei diejenigen nicht titulierten Forderungen außer Betracht bleiben, die der Kunde form- und fristgerecht sowie schlüssig begründet beanstandet hat oder die noch nicht fällig sind oder die aus einer streitigen und noch nicht rechtskräftig entschiedenen Preiserhöhung des Lieferanten resultieren.
6.3 Der Beginn der Unterbrechung der Belieferung ist dem Kunden drei Werktage im Voraus anzukündigen.
6.4 Der Lieferant wird die Belieferung unverzüglich wiederherstellen lassen, sobald die Gründe für ihre Unterbrechung entfallen sind und der Kunde die Kosten der Unterbrechung und Wiederherstellung der Belieferung ersetzt hat.
6.5 Der Lieferant ist berechtigt, fr den Stromverbrauch eines Abrechnungszeitraums Vorauszahlung zu verlangen, wenn nach den Umständen des Einzelfalles Grund zu der Annahme besteht, dass der Kunde seinen Zahlungsverpflichtungen nicht oder nicht rechtzeitig nachkommt. Bei Verlangen einer Vorauszahlung ist der Kunde hierüber ausdrücklich und in verständlicher Form zu unterrichten. Hierbei sind mindestens der Beginn, die Höhe und die Gründe der Vorauszahlung sowie die Voraussetzungen für ihren Wegfall anzugeben. Die Vorauszahlung bemisst sich nach dem Verbrauch des vorhergehenden Abrechnungszeitraums oder dem durchschnittlichen Verbrauch vergleichbarer Kunden. Macht der Kunde glaubhaft, dass sein Verbrauch erheblich geringer ist, so ist dies angemessen zu berücksichtigen. Erstreckt sich der Abrechnungszeitraum über mehrere Monate und erhebt der Lieferant Abschlagszahlungen, so kann er die Vorauszahlung nur in ebenso vielen Teilbeträgen verlangen. Die Vorauszahlung ist bei der nächsten Rechnungserstellung zu verrechnen. Statt eine Vorauszahlung zu verlangen, kann der Lieferant beim Kunden einen Bargeldoder Chipkartenzähler oder sonstige vergleichbare Vorkassensysteme einrichten.
7. HAFTUNG UND ENTSCHÄDIGUNG BEI NETZSTÖRUNGEN
7.1 Eine Haftung des Lieferanten aufgrund von Störungen des Netzbetriebes und des Netzanschlusses bei Verschulden des Netzbetreibers oder Dritter ist ausgeschlossen (vgl. § 6 Abs. 3 StromGVV). Der Kunde kann diese Ansprüche gegenüber dem für die Netzstörung Verantwortlichen geltend machen. Der Lieferant wird dem Kunden auf Verlangen unverzüglich über die Störungsursachen Auskunft geben, wenn ihm dies möglich ist.
7.2 Der Lieferant haftet im Übrigen für Schäden aus der schuldhaften Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit sowie für Schäden aus vorsätzlicher oder grob fahrlässiger Pflichtverletzung. Der Lieferant haftet auch für Schäden aus schuldhafter Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (d.h. solcher Pflichten, die für die Erfüllung des Vertrages nicht weggedacht werden können), bei leichter Fahrlässigkeit jedoch der Höhe nach begrenzt auf die bei Beginn des Vertrages vorhersehbaren vertragstypischen Schäden. Im Übrigen ist die Haftung ausgeschlossen, es sei denn, dem steht eine nicht abdingbare gesetzliche Haftungsregelung entgegen.
8. LIEFERANTENWECHSEL/UMZUG
8.1 Der Lieferant gewährleistet einen unentgeltlichen und zügigen Lieferantenwechsel.
8.2 Der Kunde hat dem Lieferanten jeden Auszug unverzüglich vorab unter Angabe des Auszugsdatums und der neuen Anschrift in Textform anzuzeigen. Um dem Lieferanten eine rechtzeitige Ab- bzw. Ummeldung beim Netzbetreiber zu ermöglichen, muss diese Mitteilung im Regelfall bis spätestens 10 Werktage vor dem Auszugsdatum erfolgen.Erfolgt die Mitteilung des Kunden verspätet oder gar nicht, haftet er gegenüber dem Lieferanten für den nach seinem Auszug erfolgten Strombezug Dritter.
8.3 Wenn der Kunde aus dem Gebiet eines Netzbetreibers in das Gebiet eines anderen Netzbetreibers zieht, endet der Vertrag zum Auszug. Die Haftung nach Ziffer 8.2 Satz 3 bleibt hiervon unberührt. Bei einem Umzug innerhalb eines Netzgebietes wird die Belieferung des Kunden an der neuen Abnahmestelle fortgesetzt. Hierfür teilt der Kunde dem Lieferanten auch das Einzugsdatum sowie die Daten zum neuen Lieferstandort gemäß Ziffer 2 des Auftragsblattes mit. Der Lieferant ist zur Weiterbelieferung des Kunden an der neuen Abnahmestelle erst einen Monat ab Kenntnis der vorgenannten Daten verpflichtet, es sei denn, ein Lieferbeginn ist vorher möglich.
9. DATENSCHUTZ, BONITÄTSAUSKUNFT UND WIDERSPRUCHSRECHT
9.1 Kontaktdaten: Datenschutzrechtlich Verantwortlicher ist Teutoburger Energie Netzwerk eG, Höhenweg 14, 49170 Hagen a.T.W., Telefon: 05401 8922-0, Fax: 05401 8922-59. Der/ Die Datenschutzbeauftragte des Lieferanten ist unter vorstehenden Kontaktdaten und unter datenschutz@ten-eg.de erreichbar.
9.2 Verarbeitungszweck und Rechtsgrundlage: Die Belieferung setzt vertraglich voraus, dass der Kunde dem Lieferanten personenbezogene Daten (nachfolgend „Daten“) übermittelt. Der Lieferant verarbeitet diese Daten zum Zweck von Vertragsabschluss und -erfüllung (einschließlich der Rechtsverfolgung und des Forderungseinzuges) auf Grundlage der datenschutzrechtlichen Bestimmungen (insbesondere Art. 6 Abs. 1 b) DS-GVO). Der Lieferant verarbeitet die Daten darüber hinaus auf Grundlage der datenschutzrechtlichen Bestimmungen zur Wahrung seiner berechtigten Interessen (insbesondere Art. 6 Abs. 1 f) DS-GVO). Das berechtigte Interesse liegt dabei – nach Maßgabe der nachfolgenden Regelungen – in der Vermeidung eines Forderungsausfalls des Lieferanten oder Dritter sowie in der Übermittlung von Produktinformationen an den Kunden.
9.3 Datenkategorien: Der Lieferant verarbeitet nachfolgende Kategorien von Daten: Stammdaten (wie z. B. Name und Adresse), Kommunikationsdaten, Vertrags- und Verbrauchsdaten, Forderungsdaten, ggf. Zahlungs- und Verzugsinformationen.
9.4 Drittempfänger: Daten werden zur Vertragserfüllung mit dem Netzbetreiber, dem Messstellenbetreiber sowie mit Auftragsdatenverarbeitern ausgetauscht. Daten dürfen ferner – auch vor Vertragsschluss – unter Beachtung der einschlägigen Regelungen an Auskunfteien – beispielsweise die creditreform – zur Vermeidung von Forderungsausfällen des Lieferanten oder Dritter übermittelt werden, z.B. zur Erhebung von Wahrscheinlichkeitswerten für einen Forderungsausfall oder zur Übermittlung unstreitiger oder rechtskräftig festgestellter Forderungen des Lieferanten, mit denen sich der Kunde in Verzug befindet. Die Auskunfteien speichern die an sie übermittelten Daten auch, um sie den ihnen angeschlossenen Vertragspartnern im Rahmen der Beurteilung des Forderungsausfallrisikos bereitstellen zu können. Eine solche Bereitstellung der Daten erfolgt jedoch nur, wenn die der Auskunftei angeschlossenen Vertragspartner ein berechtigtes Interesse an der Übermittlung der Daten aufweisen können. Die Auskunftei kann zum Zwecke der Schuldnerermittlung Adressdaten mitteilen. Der Kunde kann von der Auskunftei Informationen zu pber ihn gespeicherte Daten erhalten. Bei einem Forderungseinzug können Daten an folgende Kategorien von Empfängern übermittelt werden, sofern dies zum Einzug der Forderung erforderlich ist: Abtretungsempfänger, Auskunfteien, Inkassounternehmen, Drittschuldner, Einwohnermeldeämter, Gerichte, Gerichtsvollzieher, Rechtsanwälte.
9.5 Produktinformationen: Der Lieferant nutzt auf Grundlage der datenschutzrechtlichen Bestimmungen (insbesondere Art. 6 Abs. 1 f) DS-GVO) Daten, um dem Kunden auf postalischem oder – unter Beachtung von § 7 Abs. 3 UWG – elektronischem Wege Informationen über sonstige Leistungen des Lieferanten zukommen zu lassen.
9.6 Datenspeicherungsdauer: Der Lieferant löscht die Daten unverzüglich, wenn er hierzu verpflichtet ist, insbesondere wenn er die Daten für die Zwecke, für die sie erhoben sind,b nicht mehr benötigt und keine Aufbewahrungspflichten entgegenstehen. Unabhängig davon erfolgt alle zwei Jahre eine Überprüfung, ob eine Löschung der Daten möglich ist.
9.7 Widerspruchsrechte des Kunden: Der Kunde kann der Datenverarbeitung zu dem in Ziffer 9.5 genannten Zweck jederzeit gegenüber dem Lieferanten widersprechen. Dem Kunden steht unabhängig davon ein Widerspruchsrecht nach Art. 14 Abs. 2 c) i.V.m. Art. 21 DS-GVO gegen die Verarbeitung nach Art. 6 Abs. 1 f) DS-GVO zu.
9.8 Sonstige Rechte des Kunden: Dem Kunden stehen bei Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen (insbesondere nach Maßgabe der DS-GVO) folgende Rechte zu: Recht auf Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung der Verarbeitung und auf Datenübertragbarkeit. Zudem hat der Kunde das Recht, sich bei der Aufsichtsbehörde über die Verarbeitung der ihn betreffenden Daten zu beschweren. Die Anschrift der für den Lieferanten zuständigen Aufsichtsbehörde lautet: Die Landesbeauftragte für den Datenschutz Niedersachsen, Prinzenstraße 5, 30159 Hannover, Tel. 0511 120-4551, Fax 0511 120-4599, EMail poststelle@lfd.niedersachsen.de.
10. KUNDENRECHTE IM HINBLICK AUF STREITBEILEGUNGSVERFAHREN
10.1 Verbraucher im Sinne von § 13 BGB können Beschwerden nach § 111a EnWG an die Teutoburger Energie Netzwerk eG, Höhenweg 14, 49170 Hagen a.T.W., Telefon 05401 8922- 0, E-Mail: info@ten-eg.de richten. Wird einer Verbraucherbeschwerde nicht abgeholfen, können Verbraucher die Durchführung eines Schlichtungsverfahrens nach § 111b EnWG bei der Schlichtungsstelle unter folgenden Kontaktdaten beantragen: Schlichtungsstelle Energie e.V., Friedrichstraße 133, 10117 Berlin, 030 2757240-0, Mo. – Fr. 10:00 – 16:00 Uhr, E-Mail: info@schlichtungsstelle-energie.de, Homepage: www.schlichtungsstelle-energie.de. Allgemeine Informationen zu Verbraucherrechten sind erhältlich über den Verbraucherservice der Bundesnetzagentur für den Bereich Elektrizität und Gas, Postfach 8001, 53105 Bonn, Telefon: 030 22480-500 oder 01805 101000 (Mo.-Fr. 9:00 Uhr – 15:00 Uhr), Telefax: 030 22480-323, E-Mail: verbraucherservice-energie@bnetza.de.
10.2 Verbraucher haben die Möglichkeit, kostenlose Hilfestellung für die Einreichung einer Verbraucherbeschwerde zu einem Online-Kaufvertrag oder Online-Dienstleistungsvertrag sowie Informationen über die Verfahren an den Verbraucherschlichtungsstellen zu erhalten. Die OS-Plattform (Online-Streitbeilegungs-Plattform der Europäischen Union) kann unter folgendem Link aufgerufen werden: https://ec.europa.eu/consumers/odr/.
11.1 Aktuelle Informationen zu Wartungsdiensten und -entgelten sind beim örtlichen Netzbetreiber bzw. beim Messstellenbetreiber erhältlich.
11.2 Informationen über aktuelle Produkte und Preise erhält der Kunde unter www.ten-eg.de oder telefonisch unter 05401 8922-0.
11.3 Sollten einzelne Bestimmungen dieses Vertrages unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, so bleibt der Vertrag im Übrigen davon unberührt.
11.4 Der Lieferant ist berechtigt, die Rechte und Pflichten aus dem Vertrag als Gesamtheit auf einen personell, technisch und wirtschaftlich leistungsfähigen Dritten zu übertragen. Die Übertragung ist dem Kunden rechtzeitig zuvor mitzuteilen. Ist der Kunde mit der Übertragung des Vertrages nicht einverstanden, hat er das Recht, den Vertrag ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist in Textform zu kündigen. Auf diese Folgen wird der Kunde vom Lieferanten in der Mitteilung gesondert hingewiesen.
11.5 Vereinbarter Gerichtsstand für Kaufleute, juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen ist Hagen a.T.W.
Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angaben von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen. Die Widerrufsfrist beträgt 14 Tage ab dem Tag des Vertragsabschlusses. Um Ihr Widerrufsrecht auszüben, müssen Sie uns (Teutoburger Energie Netzwerk eG, Höhenweg 14, 49170 Hagen a.T.W., Fax-Nr. 05401 8922-59, E-Mail: info@ten-eg.de) mittels einer eindeutigen Erklärung (z.B. ein mit der Post versandter Brief, Telefax oder E-Mail) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren. Sie können dafür das beigefügte Muster-Widerrufsformular verwenden, das jedoch nicht vorgeschrieben ist. Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.
Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, einschließlich der Lieferkosten (mit Ausnahme der zusätzlichen Kosten, die sich daraus ergeben, dass Sie eine andere Art der Lieferung als die von uns angebotene, günstige Standardlieferung gewählt haben), unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf dieses Vertrages bei uns eingegangen ist. Für diese Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart; in keinem Fall werden Ihnen wegen dieser Rückzahlungen Entgelte berechnet.
Sie können – müssen aber nicht – für den Widerruf folgendes Widerrufsformular verwenden:
Teutoburger Energie Netzwerk eG, Höhenweg 14, 49170 Hagen a.T.W.,
Fax-Nr. 05401 8922-59, E-Mail: info@ten-eg.de:
– Bestellt am (*)/erhalten am (*) _________________________
– Name des/der Verbraucher(s) _________________________
– Anschrift des/der Verbraucher(s) _________________________
– Unterschrift des/der Verbraucher(s) _________________________
AGB für die Belieferung mit Strom für den Eigenverbrauch im Haushalt – Stand: 10/2018