Source: https://www.jagdschulatlas.de/jaegerpruefungsordnung-in-hessen-7.html
Timestamp: 2020-02-23 14:54:43
Document Index: 79672243

Matched Legal Cases: ['§ 43', '§ 15', '§ 7', '§ 11', '§ 20', '§ 2', '§ 1', '§ 15', '§ 5', '§ 4', '§ 7', '§ 8', '§ 8', '§ 9', '§ 15', '§ 4']

Jägerprüfungsordnung (JPO) in Hessen
234 Anbieter · 8.399 Bewertungen · seit 2001
JPrO Hessen
Jägerprüfungsordnung (JPrO) Hessen
GVBl. I S. 426
Aufgrund des § 43 Nr. 4 des Hessischen Jagdgesetzes in der Fassung vom 5. Juni 2001 (GVBl. I S. 271), geändert durch Gesetz vom 31. Oktober 2001 (GVBl. I S. 434), wird verordnet:
(1) Die Jägerprüfung (§ 15 Abs. 5 des Bundesjagdgesetzes) wird mindestens einmal jährlich durchgeführt.
(2) Die Prüfung wird vor einem Prüfungsausschuss abgelegt.
(1) Die obere Jagdbehörde beruft Prüfungsausschüsse in der notwendigen Anzahl. Der Sitz des jeweiligen Prüfungsausschusses wird von der oberen Jagdbehörde bestimmt.
(2) Der Prüfungsausschuss besteht aus einem vorsitzenden Mitglied und vier Fachprüferinnen oder -prüfern.
(3) Für jeden Prüfungsausschuss beruft die obere Jagdbehörde fünf ordentliche Mitglieder und vier stellvertretende Mitglieder. Aus dem Kreis der ordentlichen Mitglieder benennt sie ein vorsitzendes Mitglied und ein stellvertretendes vorsitzendes Mitglied. Die obere Jagdbehörde setzt die ordentlichen sowie die stellvertretenden Mitglieder für die einzelnen Sachgebiete des § 7 Abs. 5 ein. Das vorsitzende Mitglied beauftragt ein stellvertretendes Mitglied mit der Schriftführung für die praktisch-mündliche Prüfung.
(4) Die Amtszeit der Mitglieder beträgt vier Jahre; sie kann um jeweils vier Jahre verlängert werden.
(5) Sind sowohl das vorsitzende als auch dessen stellvertretendes Mitglied des Prüfungsausschusses verhindert, führt das an Jahren älteste Mitglied den Vorsitz.
(6) Mitglied eines Prüfungsausschusses darf nur sein, wer jagdpachtfähig ist (§ 11 Abs. 5 des Bundesjagdgesetzes).
(7) Die Landesvereinigungen der Jägerinnen und Jäger sowie sonstige in Hessen tätige Jagd- und Naturschutzverbände können der oberen Jagdbehörde Vorschläge unterbreiten, wer als Mitglied des Prüfungsausschusses berufen werden soll.
(8) Den Mitgliedern des Prüfungsausschusses obliegt die Verpflichtung, sich regelmäßig auf geeignete Art und Weise in ihrem Sachgebiet fortzubilden.
(9) Mitglieder des Prüfungsausschusses dürfen an Prüfungen nicht teilnehmen, soweit Personen geprüft werden, die
1. von ihnen ausgebildet wurden oder
2. Angehörige im Sinne von § 20 Abs. 5 des Hessischen Verwaltungsverfahrensgesetzes sind.
(1) Die fünf Mitglieder des Prüfungsausschusses erhalten für die Durchführung der Prüfung folgende Entschädigung:
1. Je Prüfling und Prüfungsteil	6 Euro
für Prüflinge, welche die Prüfung fortsetzen oder einzelne Prüfungsteile ablegen oder wiederholen, je Prüfling und Prüfungsteil	6 Euro,
2. das vorsitzende Mitglied je Jägerprüfung zusätzlich	115 Euro.
Mit dieser Entschädigung sind die Kosten für die Fortbildung nach § 2 Abs. 8 abgedeckt.
(2) Die mit der Schriftführung beim praktisch-mündlichen Teil beauftragte Person erhält als Entschädigung je Prüfling	8 Euro.
(3) Wechselt die prüfende oder die mit der Schriftführung beauftragte Person während der Prüfung, wird die Entschädigung anteilig gewährt.
(4) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses und die mit der Schriftführung beauftragte Person erhalten für Reisen, die im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit im Prüfungsausschuss von der oberen Jagdbehörde genehmigt wurden, Reisekostenvergütung nach dem Hessischen Reisekostengesetz in der Fassung vom 27. August 1976 (GVBl. I S. 390), zuletzt geändert durch Gesetz vom 22. Oktober 2003 (GVBl. I S. 280).
(1) Für die Zulassung zur Prüfung und für die Zulassung zur Wiederholung der Prüfung oder von Prüfungsteilen werden Gebühren nach Maßgabe der Verwaltungskostenordnung für den Geschäftsbereich der für das Jagdwesen zuständigen obersten Landesbehörde erhoben. Für jeden Prüfungsteil oder zu wiederholenden Prüfungsteil - ausgenommen das jagdliche Schießen - beträgt die Prüfungsgebühr ein Drittel des vollen Satzes. Für die Jägerprüfung als Zulassungsvoraussetzung zur Falknerprüfung beträgt die Prüfungsgebühr zwei Drittel des vollen Satzes. Auslagen werden nicht erhoben. Die Gebühr für die Zulassung zur Prüfung ist bei der unteren Jagdbehörde vor Einreichung des Antrags einzuzahlen.
(3) Die mündliche Prüfung ist als Prüfungsgespräch - auch Fächer übergreifend - zu führen. Die Prüflinge sollen in Gruppen zusammengefasst werden. Einer Gruppe dürfen nicht mehr als sechs Prüflinge angehören. Die mündliche Prüfung soll je Sachgebiet und Gruppe eine Stunde nicht überschreiten und so durchgeführt werden, dass jeder Prüfling je Sachgebiet etwa zehn Minuten geprüft wird.
(6) Das Ergebnis des jagdlichen Schießens ist in einer Schießliste einzutragen, die der Prüfungsniederschrift beizuheften ist. Das Ergebnis ist mit „bestanden" zu bewerten, wenn die Anforderungen des Abs. 2 in allen drei Disziplinen erfüllt sind.
Über den wesentlichen Hergang der Prüfung ist eine Niederschrift anzufertigen. Sie ist von allen Mitgliedern des Prüfungsausschusses zu unterzeichnen. Die Niederschrift kann auch aufgrund einer Aufzeichnung auf Tonträger angefertigt werden. Nach Unanfechtbarkeit des Bescheides der oberen Jagdbehörde ist die Aufzeichnung zu löschen.
Jägerprüfung für Falknerinnen und Falkner
Jägerprüfung als Zulassungsvoraussetzung für die Falknerprüfung
(1) Die Vorschriften der §§ 1 bis 13 gelten vorbehaltlich der Abs. 2 bis 6 auch für die Durchführung der Jägerprüfung als Zulassungsvoraussetzung für die Falknerprüfung nach § 15 Abs. 7 Satz 1 des Bundesjagdgesetzes.
(2) Bewerberinnen und Bewerber haben dem Antrag nach § 5 Abs. 1 eine Erklärung beizufügen, dass sie an der Jägerprüfung als Zulassungsvoraussetzung für die Falknerprüfung teilnehmen wollen. Die Teilnahme an einem Ausbildungslehrgang mit praktischen Unterweisungen nach § 4 beschränkt sich auf die Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten in allen Sachgebieten nach § 7 Abs. 5 mit Ausnahme der Teilbereiche, die für das Führen und die Handhabung von Schusswaffen sowie für das Waffenrecht, betreffend Schusswaffen, relevant sind.
(3) Die Jägerprüfung für Falknerinnen und Falkner umfasst den schriftlichen und den praktisch-mündlichen Teil nach den §§ 8 und 9 mit Ausnahme der in Abs. 2 genannten Teilbereiche. Die Prüfung hat bestanden, wer die Anforderungen nach § 8 Abs. 5 und 6 und § 9 Abs. 6 erfüllt hat.
(4) Prüflinge, die die Jägerprüfung für Falknerinnen und Falkner bestanden haben, erhalten von der oberen Jagdbehörde ein Prüfungszeugnis.
(5) Prüflinge, die die Jägerprüfung für Falknerinnen und Falkner bestanden haben und zu einem späteren Zeitpunkt einen Jagdschein nach § 15 Abs. 5 des Bundesjagdgesetzes erwerben wollen, müssen das jagdliche Schießen, den schriftlichen und den praktisch-mündlichen Teil der Jägerprüfung in den in Abs. 2 Satz 2 ausgenommenen Teilbereichen während einer Jägerprüfung nachholen. Für das Bestehen dieser Prüfung gilt mit Ausnahme des jagdlichen Schießens Abs. 3 Satz 2 entsprechend.
(6) Dem Zulassungsantrag nach Abs. 5 Satz 1 ist das Prüfungszeugnis nach Abs. 4 und der Nachweis über die Teilnahme an einem Ausbildungslehrgang nach § 4, bei dem Kenntnisse und Fertigkeiten in den noch abzulegenden Prüfungsteilbereichen vermittelt werden oder wurden, beizufügen.
Die Jägerprüfungsordnung vom 17. Januar 1994 (GVBl. I S. 65), zuletzt geändert durch Verordnung vom 11. September 2001 (GVBl. I S. 382), wird aufgehoben.
Diese Verordnung tritt am Tage nach der Verkündung in Kraft. Sie tritt mit Ablauf des 31. Dezember 2009 außer Kraft.
Biete Jagdgelegenheit, Jagdpacht, BegehungsscheinPLZ 710XX: Jagdgelegenheit geboten in attraktivem Revier auf Sau und Reh. Wir freuen uns über aussagefähige Bewerbungen per E-Mail.
Suche Jagdgelegenheit, Jagdpacht, BegehungsscheinSuchen Jagdpacht: Zwei Freunde mit insgesamt über 30JJ, beruflich unabhängig suchen ein Revier zur Übernahme/Neuverpachtung ab jetzt/2021. Das Revi...