Source: http://compliancemagazin.de/markt/hinweise-tipps/consist-software-solutions180917.html
Timestamp: 2017-11-24 20:12:46
Document Index: 293141196

Matched Legal Cases: ['§ 32', '§ 34', '§ 1', '§ 4', '§ 9', '§ 35']

IT-Sicherheit am Arbeitsplatz im Einklang mit Arbeitnehmerrechten herstellen
Nach dem aktuellen Bundesarbeitsgerichtsurteil zum unerlaubten Einsatz von Monitoring-Tools stellen sich nun Fragen, wie IT-Sicherheit am Arbeitsplatz hergestellt werden kann, ohne dabei im Fall des Falles Arbeitnehmerrechte zu verletzen
Am 27. Juli 2017 entschied das Bundesarbeitsgericht, dass ein zu weitreichendes Keylogging einen zu starken Eingriff in die Persönlichkeitsrechte des Arbeitnehmers darstellt. Nach § 32 Abs. 1 des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) ist dies unzulässig, "wenn kein auf den Arbeitnehmer bezogener, durch konkrete Tatsachen begründeter Verdacht einer Straftat oder einer anderen schwerwiegenden Pflichtverletzung besteht."
Es muss ausgeschlossen sein, dass Screenshots oder Metadateninformationen von personenbezogenen Daten, beispielsweise privaten E-Mails oder privatem Zahlungsverkehr mit Bezug zum User, gespeichert werden.
Die protokollierten Benutzeraktivitäten werden nur im Verdachtsfall, entsprechend des Datenschutzgesetzes und unter Einbeziehung des Betriebsrats benutzerbezogen ausgewertet. Dazu ist vorab eine entsprechende Betriebsvereinbarung zu treffen.
Transparenz ist wichtig: Es ist für den User jederzeit möglich zu erfahren, was gespeichert wurde (vgl. § 34 BDSG) und wer Zugang zu seinen protokollierten Aktivitäten hat.
Die Vorgaben des Bundesdatenschutzgesetzes müssen eingebunden sein. Es sei auf §§ 1-11, sowie 32-35 des BDSG verwiesen. Im Besonderen seien § 4 Zulässigkeit der Datenerhebung, -verarbeitung und -nutzung, § 9 Technische und Organisatorische Maßnahmen und § 35 Berichtigung, Löschung und Sperrung von Daten erwähnt.
(Consist Software Solutions: ra)
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