Source: http://www.wegweiser-barrierefreiheit.de/wohnungsbau/bremen/technische-baubestimmungen/technische-baubestimmungen.html
Timestamp: 2017-12-12 08:02:58
Document Index: 372689560

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 50', '§ 50', '§ 50', '§ 50', '§ 39', '§ 39', '§ 39']

Technische Baubestimmungen - Bremen - Wohnungsbau - Bundeskompetenzzentrum Barrierefreiheit
Bremen - Wohnungsbau – Liste der Technischen Baubestimmungen, andere technische Regelwerke und Leitfäden
Zur Umsetzung der Bremischen Landesbauordnung (BremLBO) sind die DIN 18025-1 Barrierefreie Wohnungen - Teil 1: Wohnungen für Rollstuhlbenutzer und die DIN 18025-2 Barrierefreie Wohnungen - Teil 2: Planungsgrundlagen teilweise eingeführt. Grundlage dieser Einführung sind die allgemeinen Anforderungen des § 3 Abs. 3 Satz 1 BremLBO . Die als Technische Baubestimmungen eingeführten technischen Regeln müssen beachtet werden. Nach § 3 Abs. 3 Satz 3 BremLBO kann davon abgewichen, wenn mit anderen Lösungen die allgemeinen Anforderungen nach § 3 Abs. 1 BremLBO erfüllt werden. Diese allgemeinen Anforderungen enthalten nach § 3 Abs. 1 Satz 2 BremLBO die Vorgabe, dass auf die Belange behinderter Menschen Rücksicht genommen werden soll.
DIN 18025-1 Barrierefreie Wohnungen - Teil 1: Wohnungen für Rollstuhlbenutzer
Nach Anlage 7.3/1 der LTB bezieht sich die Einführung der DIN 18025-1 ausschließlich auf Wohnungen, die ohne baurechtliche Verpflichtung speziell für Rollstuhlnutzer gebaut werden. Für diese Wohnungen ist die Norm vollständig eingeführt.
DIN 18025-2 Barrierefreie Wohnungen - Teil 2: Planungsgrundlagen
Nach Nr. 1, erster Absatz, der Anlage 7.3/2 der LTB (Anlage 7.3/2) bezieht sich die Einführung der DIN 18025-2 nur auf Wohnungen, die nach § 50 Abs. 1 BremLBO barrierefrei erreichbar und deren Haupträume mit dem Rollstuhl zugänglich und nutzbar sein müssen. Die Norm ist auch auf Wohnungen anzuwenden, die nach § 50 Abs. 3 Nr. 2 BremLBO z. B. als Altenwohnungen errichtet werden.
Unter Nr. 1, zweiter Absatz, der Anlage 7.3/2 wird empfohlen, eine weitergehende Barrierefreiheit durch die Umsetzung auch der nicht eingeführten Anforderungen der DIN 18025-2 und ggf. auch die der DIN 18025-1 zu realisieren. Besonders wird hier auf die Umsetzung der als Empfehlungen angeführten Regelungen hingewiesen.
Nach Nr. 2 der Anlage 7.3/2 der LTB sind die Abschnitte 1 (Anwendungsbereich) und die Abschnitte 6 bis 12 der DIN 18025-2 (Besondere Anforderungen an Küche, Sanitärraum, zusätzliche Wohnfläche und Freisitz; Wände, Brüstungen und Fenster; Bodenbeläge; Raumtemperatur; Beleuchtung; Fernmeldeanlagen; Bedienungsvorrichtungen) nicht eingeführt.
Eingeführt ist der Abschnitt 2 (Begriffe). Beim Abschnitt 2.1 (Einrichtungen) entfällt der Hinweis darauf, dass Einrichtungen bauseits oder vom Wohnungsnutzer gestellt werden können (siehe Nr. 3 [2.1] der Anlage 7.3/2 ).
Beim Abschnitt 2.2 (Bewegungsflächen) wird im Unterschied zur Norm geregelt, dass sich Bewegungsflächen nicht überlagern dürfen (siehe Nr. 3 [2.2] der Anlage 7.3/2 ).
Abweichend von der Norm wird das Mindestmaß aus dem Abschnitt 3.1 (Bewegungsflächen, 150 cm breit und 150 cm tief) für Freisitze nicht eingeführt (siehe Nr. 3 [3.1] der Anlage 7.3/2 ).
Vom Abschnitt 3.2 (Bewegungsflächen, 150 cm breit) wird das Mindestmaß für den Abstand zwischen Wänden außerhalb der Wohnung nicht eingeführt (siehe Nr. 3 [3.2] der Anlage 7.3/2 ).
Der Abschnitt 3.3 (Bewegungsfläche, 150 cm tief) vor Kraftfahrzeugstellplätzen wird statt einer Sollte- durch eine Mussbestimmung geregelt (siehe Nr. 3 [3.3] der Anlage 7.3/2 ).
Im Unterschied zum Abschnitt 3.4 (Bewegungsflächen 120 cm breit und 120 cm tief) der Norm wird in Nr. 3 [3.4] der Anlage 7.3/2 darauf verwiesen, dass die Fläche des stufenlos befahrbaren Duschplatzes als Bewegungsfläche vor anderen Sanitäreinrichtungen angerechnet wird. Außerdem wird abweichend von der Norm bestimmt, dass eine geringere Bewegungsfläche vor einem nicht stufenlosen Duschplatz ausreicht, sofern ein nachträglicher Einbau einer Badewanne unter Einhaltung der Bewegungsfläche von 120 cm x 120 cm möglich ist. Darüber hinaus wird ein stufenlos befahrbarer Duschplatz, die Möglichkeit einer nachträglich aufzustellenden Badewanne und die Bewegungsfläche von mindestens 90 cm Breite und 70 cm Tiefe an einer Seite des WC-Beckens empfohlen.
Für den Abschnitt 3.5 (Bewegungsflächen, 120 cm tief) wurden von der Anwendung die Zugänglichkeit eines Bettes und die Breite von Wegen innerhalb der Wohnanlage ausgenommen (siehe Nr. 3 [3.5] der Anlage 7.3/2 ). Außerdem wird die Mindestbreite zwischen Wänden außerhalb der Wohnung wie die der zwischen Wänden innerhalb der Wohnung mit 120 cm bestimmt.
Im Abschnitt 4 (Türen) entfällt in der Technischen Baubestimmung die Vorgabe der Bruchsicherheit und kontrastreichen Kennzeichnung von Türen (siehe Nr. 3 [4] der Anlage 7.3/2 ). Empfohlen werden eine lichte Türbreite der Wohnungstüren von mindestens 90 cm sowie die Möglichkeit der Nachrüstung von Hauseingangs- und Wohnungseingangstüren mit einer motorischen Öffnungs- und Schließsteuerung.
Der Abschnitt 5.1 (Stufenlose Erreichbarkeit) wird gegenüber der Norm ohne Ausnahmeregelung eingeführt, d. h. der Hauseingang und die Wohnungen eines Geschosses müssen stufenlos, gegebenenfalls mit einem Aufzug oder über eine Rampe erreichbar sein (siehe Nr. 3 [5.1] der Anlage 7.3/2 ).
Nach Nr. 3 [5.2] der Anlage 7.3/2 ist die Regelung der schwellenlosen bzw. der über eine maximal hohe Schwelle gegebenen Zugänglichkeit für Freisitze ausgenommen (Abschnitt 5.2 [Untere Türanschläge und -schwellen]).
Die Vorgaben von Abschnitt 5.3 (Aufzug) sind um die Regelung für einen Fahrkorb mit einer lichten Tiefe von 210 cm ergänzt, sofern der Aufzug auch zur Aufnahme von Krankentragen geeignet sein muss. Die Regelungen zum Spiegel gegenüber der Fahrschachttür, zum Bedientableau, zu den Bewegungsflächen vor den Fahrschachttüren und zur lichten Breite der Fahrschachttüren sind als Empfehlungen aufgenommen (siehe Nr. 3 [5.3] der Anlage 7.3/2 ).
Der Abschnitt 5.4 (Rampe) ist vollständig eingeführt (siehe Nr. 3 [5.4] der Anlage 7.3/2 ).
Bremische Liste der eingeführten Technischen Baubestimmungen (BremLTB) vom 15. August 2012 (Brem. Abl. S. 463)
Hier gilt das Mindestmaß von 120 cm.
Dabei soll auf die Belange Behinderter Rücksicht genommen werden.
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Liste der Technischen Baubestimmungen Bremen
Zu DIN 18025-1
Die Einführung bezieht sich nur auf Wohnungen, die ohne baurechtliche Verpflichtung speziell als Wohnungen für Rollstuhlbenutzer errichtet werden.
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Nr. Anlage 7.3/2 Nr. 1 / erster Absatz
Diese Technische Baubestimmung gilt nur für die Planung und Ausführung von Wohnungen, die nach Maßgabe des § 50 Absatz 1 oder § 50 Absatz 3 Nummer 2 BremLBO barrierefrei erreichbar und mit dem Rollstuhl zugänglich und nutzbar sein müssen. Sie konkretisiert die in diesen Vorschriften enthaltenen gesetzlichen Bestimmungen sowie die korrespondierend in § 39 Absatz 4 BremLBO geregelten Anforderungen an Aufzüge.
In Gebäuden mit mehr als zwei Wohnungen müssen die Wohnungen eines Geschosses barrierefrei erreichbar sein. In diesen und in den nach § 39 Absatz 4 barrierefrei erreichbaren Wohnungen müssen die Wohn- und Schlafräume, eine Toilette, ein Bad und die Küche oder Kochnische mit dem Rollstuhl zugänglich und nutzbar sein. § 39 Absatz 4 bleibt unberührt.
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Nr. Anlage 7.3/2 Nr. 1 / zweiter Absatz
Die DIN 18025 Teil 2 erlangt öffentlich-rechtliche Verbindlichkeit nur nach Maßgabe dieser Technischen Baubestimmung. Es wird jedoch empfohlen, Barrierefreiheit in einem weitergehenden umfassenden Sinne durch Umsetzung auch der sonstigen (nicht eingeführten) Anforderungen der DIN 18025 Teil 2 und ggf. der DIN 18025 Teil 1 herzustellen. Dies gilt besonders für die unter den nachstehenden Nummern jeweils als Empfehlung angeführten Regelungen.
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Die Abschnitte 1, 6 bis 12 sind nicht anzuwenden, die Beachtung des Abschnitts 12 (Bedienungsvorrichtungen) wird empfohlen.
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Nr. Anlage 7.3/2 / Nr. 3 / 2.1
Einrichtungen sind die zur Erfüllung der Raumfunktion notwendigen Teile, z. B. Sanitär-Ausstattungsgegenstände, Geräte und Kücheneinrichtungen.
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Nr. Anlage 7.3/2 / Nr. 3 / 2.2
Bewegungsflächen sind die zur Nutzung der Einrichtungen erforderlichen Flächen. Ihre Sicherstellung erfolgt durch Einhaltung der notwendigen Abstände.
Bewegungsflächen dürfen sich nicht überlagern.
Bewegungsflächen dürfen nicht in ihrer Funktion eingeschränkt sein, z. B. durch Rohrleitungen, Mauervorsprünge, Heizkörper, Handläufe.
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Nr. Anlage 7.3/2 / Nr. 3 / 3.1
3.1 Bewegungsflächen 150 cm breit und 150 cm tief
Die Bewegungsfläche muss mindestens 150 cm breit und 150 cm tief sein:
– Vor den Fahrschachttüren (siehe Bild 1)
– Am Anfang und am Ende der Rampen (siehe Bilder 2 und 3)
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Nr. Anlage 7.3/2 / Nr. 3 / 3.2
3.2 Bewegungsfläche, 150 cm breit
Die Bewegungsfläche muss mindestens 150 cm breit sein:
– Neben Treppenauf- und -abgängen, die oberste Stufe ist auf die Bewegungsfläche nicht anzurechnen.
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Nr. Anlage 7.3/2 / Nr. 3 / 3.3
3.3 Bewegungsfläche, 150 cm tief
Die Bewegungsfläche muss mindestens 150 cm tief sein:
– Bei einem Teil der zu den Wohnungen gehörenden Kraftfahrzeug-Stellplätzen vor der Längsseite des Kraftfahrzeugs.
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Nr. Anlage 7.3/2 / Nr. 3 / 3.4
3.4 Bewegungsflächen, 120 cm breit und 120 cm tief
Die Bewegungsfläche muss mindestens 120 cm breit und 120 cm tief sein:
– In stufenlos befahrbaren Duschplätzen,
– vor Einrichtungen im Sanitärraum. Das gilt nicht für stufenlos befahrbare Duschplätze; deren Fläche wird zusätzlich als Bewegungsfläche vor anderen Sanitäreinrichtungen angerechnet. Vor nicht stufenlos befahrbaren Duschplätzen genügt eine geringere Bewegungsfläche, wenn in diesem Bereich der nachträgliche Einbau einer Badewanne unter Einhaltung der Bewegungsfläche möglich ist.
Empfehlungen zu Sanitärräumen:
Ein Sanitärraum sollte mit einem stufenlos befahrbaren Duschplatz ausgestattet sein.
Das nachträgliche Aufstellen einer Badewanne im Bereich des Duschplatzes sollte möglich sein.
Auf einer Seite des Klosettbeckens sollte eine Bewegungsfläche von mindestens 90 cm Breite und 70 cm Tiefe sein.
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Nr. Anlage 7.3/2 / Nr. 3 / 3.5
3.5 Bewegungsflächen, 120 cm breit
Die Bewegungsfläche muss mindestens 120 cm breit sein:
– Vor Kücheneinrichtungen,
– zwischen den Radabweisern einer Rampe,
– zwischen Wänden innerhalb und außerhalb der Wohnung.
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Nr. Anlage 7.3/2 / Nr. 3 / 4
Türen müssen eine lichte Breite von mindestens 80 cm haben.
– Hauseingangs-, Wohnungseingangs- und Fahrschachttüren (siehe Bild 1) müssen eine lichte Breite von mindestens 90 cm haben.
– Die Tür darf nicht in den Sanitärraum schlagen.
– Türen sollten eine lichte Breite von mindestens 90 cm haben.
– Hauseingangs- und Wohnungstüren sollten mit einer motorischen Öffnungs- und Schließsteuerung nachrüstbar sein.
Untere Türanschläge und -schwellen siehe Abschnitt 5.2
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Nr. Anlage 7.3/2 / Nr. 3 / 5.1
5.1 Stufenlose Erreichbarkeit
Der Hauseingang und die Wohnungen eines Geschosses müssen stufenlos, gegebenenfalls mit einem Aufzug oder über eine Rampe erreichbar sein.
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Nr. Anlage 7.3/2 / Nr. 3 / 5.2
5.2 Untere Türanschläge und -schwellen Untere Türanschläge und -schwellen sind grundsätzlich zu vermeiden. Soweit sie erforderlich sind, dürfen sie nicht höher als 2 cm sein. Dies gilt nicht bei Freisitztüren.
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Nr. Anlage 7.3/2 / Nr. 3 / 5.3
5.3 Barrierefrei erreichbare Aufzüge, Aufzüge zur Aufnahme einer Krankentrage
Die Fahrkörbe barrierefrei erreichbarer Aufzüge müssen mindestens eine lichte Breite von 110 cm und eine lichte Tiefe von 140 cm haben.
Bei Fahrkörben, die auch zur Aufnahme von Krankentragen geeignet sein müssen, beträgt die lichte Tiefe abweichend mindestens 210 cm. Bei Bedarf muss der Aufzug mit akustischen Signalen nachgerüstet werden können.
– Im Fahrkorb sollte gegenüber der Fahrkorbtür ein Spiegel zur Orientierung angebracht werden.
– Bedienungstableau siehe Bilder 5 und 6,
– Bewegungsflächen vor den Fahrschachttüren siehe Abschnitt 3.1,
– Lichte Breite der Fahrschachttüren siehe Abschnitt 4.
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Nr. Anlage 7.3/2 / Nr. 3 / 5.4
5.4 Rampen
Die Steigung der Rampe darf nicht mehr als 6 % betragen.
Bei einer Rampenlänge von mehr als 600 cm ist ein Zwischenpodest von mindestens 150 cm Länge erforderlich.
Die Rampe und das Zwischenpodest sind beidseitig mit 10 cm hohen Radabweisern zu versehen.
Die Rampe ist ohne Quergefälle auszubilden. An Rampe und Zwischenpodest sind beidseitig Handläufe in 85 cm Höhe anzubringen. Handläufe und Radabweiser müssen 30 cm in den Plattformbereich hineinragen (siehe Bilder 2, 3 und 4).
Bewegungsflächen am Anfang und am Ende der Rampe siehe Abschnitt 3.1 und zwischen Radabweisern siehe Abschnitt 3.5.