Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=MDR%201991,%20252
Timestamp: 2019-07-16 19:49:00
Document Index: 280114940

Matched Legal Cases: ['§ 2303', '§ 19', 'BGH', '§ 2353', '§ 2365', '§ 2317', '§ 270', 'BGH', 'BGH', '§ 2317', '§ 2317', '§ 23', '§ 204', '§ 23', '§ 2250', '§ 2249', '§ 2250', 'BGH', '§ 20', 'BGH', '§ 20', '§ 2359', '§ 3', 'Art. 37', '§ 25', '§ 2033', '§ 2361', '§ 2033', '§ 2033', '§ 2100']

Rechtsprechung: MDR 1991, 252 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: BayObLG, 26.10.1990 | OLG Düsseldorf, 02.11.1990
https://dejure.org/1990,3278
BayObLG, 23.10.1990 - BReg. 1a Z 50/90 (https://dejure.org/1990,3278)
BayObLG, Entscheidung vom 23.10.1990 - BReg. 1a Z 50/90 (https://dejure.org/1990,3278)
BayObLG, Entscheidung vom 23. Januar 1990 - BReg. 1a Z 50/90 (https://dejure.org/1990,3278)
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Beschwerde gegen die Erteilung eines Erbscheins; Zulässigkeit eines Vorbescheids zur Klärung der Erbverhältnisse; Wirksamkeit einer Einsetzung des längstlebenden Ehegatten als Erben in einem Erbvertrag; Ausschluss eines Widerrufs aufgrund der Bindungswirkung; Unterscheidung zwischen dem Pflichtteilsrecht und dem Pflichtteilsanspruch; Auskunftsanspruch des Nacherben gegen den Erben; Kein Verlangen nach dem Pflichtteil durch Geltendmachung der Auskunft; Auslegung der Erklärungen; Zurückstellung der Entscheidung über die Festsetzung des Geschäftswertes
BGB §§ 2303, 2314; FGG §§ 19, 84
AG Landshut - VI 1162/89
LG Landshut, 25.07.1990 - 3 T 960/90
NJW-RR 1991, 394
MDR 1991, 252
FamRZ 1991, 494
Die Pflichtteilsstrafklausel verfolgt allgemein das Ziel, dem überlebenden Ehegatten den Nachlass möglichst ungeschmälert zu erhalten (BayObLG, Beschl. v. 23.10.1990, BReg 1 a Z 50/90, MDR 1991, 252 = FamRZ 1991, 494).
Der Sinn des Vorbescheids ist es aber, bei widersprechenden Erbscheinsanträgen (vgl. BGHZ 20, 255/257; BayObLGZ 1981, 69/71 und BayObLG FamRZ 1991, 494/495;… Palandt/Edenhofer § 2353 Rn. 33 m.w.Nachw.) wegen zweifelhafter Sach- und Rechtslage eine Vorklärung durch die Rechtsmittelgerichte zu eröffnen, um die Einziehung eines möglicherweise unrichtigen Erbscheins (§§ 2365, 2366 BGB) zu vermeiden.
Der sich aus dem Pflichtteilsrecht ergebende erbrechtliche Anspruch (§ 2317 Abs. 1 BGB ) besteht in einer gewöhnlichen Geldforderung im Sinne des § 270 BGB (vgl. Bayerisches Oberstes Landesgericht Beschluss vom 23. Oktober 1990 BReg 1 a Z 50/90, NJW-RR 1991, 394 ; BGH-Urteil vom 1. Oktober 1958 V ZR 53/58, BGHZ 28, 178; BFH-Urteil vom 7. Oktober 1998 II R 52/96, BFHE 187, 50, BStBl II 1999, 23 ;… vgl. auch Palandt BGB 72. Auflage 2013, § 2317 Rdn. 2;… Münch-KommBGB/Lange 4. Aufl. 2004 § 2317 Rdn. 4, 13).
Das Nachlaßgericht hat diese Voraussetzungen ohne Ermessensfehler bejaht (vgl. BayObLG FamRZ 1991, 494/495); das Landgericht hat dies in Ausübung eigenen Ermessens (…vgl. Jansen FGG 2. Aufl. § 23 Rn. 11) im Hinblick auf die von den Beteiligten zu 3 und 4 beanspruchte Miterbenstellung gebilligt.
Nach herrschender Meinung kann die Klage auf Auskunft allein wegen ihres anderen Streitgegenstandes nicht dazu führen, die Verjährung des Hauptanspruches zu hemmen (…vgl. OLG München a.a.O.; BAG, NJW 1996, 1639; BayObLG, NJW-RR 1991, 394; OLG Celle, NJW-RR 1995, 1411).
Nach herrschender Meinung kann die Klage auf Auskunft allein wegen ihres anderen Streitgegenstandes nicht dazu führen, die Verjährung des Hauptanspruches zu hemmen (vgl. BayObLG, NJW-RR 1991, 394, 395 m.w.Nachw.; OLG Celle NJW-RR 95, 1411;… Heinrichs in Palandt BGB 68 Aufl. § 204 Rn. 13).
Dabei hat sich die Auslegung an der Ausgestaltung der Pflichtteilsklausel und insbesondere, wie jede Auslegung, an dem Gesamtzusammenhang der letztwilligen Verfügung auszurichten (vgl. BayObLG FamRZ 1991, 494/495).
Das Nachlaßgericht hat diese Voraussetzungen ohne Ermessensfehler bejaht (vgl. BayObLG FamRZ 1991, 494, 495); das LG hat dies in Ausübung eigenen Ermessens (…vgl. Jansen, 2. Aufl., § 23 FGG , Rd.-Nr. 11) im Hinblick auf die von den Bet.
BayObLG, 26.10.1990 - BReg. 1a Z 19/90
https://dejure.org/1990,21606
BayObLG, 26.10.1990 - BReg. 1a Z 19/90 (https://dejure.org/1990,21606)
BayObLG, Entscheidung vom 26.10.1990 - BReg. 1a Z 19/90 (https://dejure.org/1990,21606)
BayObLG, Entscheidung vom 26. Januar 1990 - BReg. 1a Z 19/90 (https://dejure.org/1990,21606)
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Errichtung eines Not-Testaments; Heilbaren Formfehler bei Erstellung eines Testaments; Voraussetzungen eines gültigen Nottestaments in Form eines Dreizeugentestaments; Mündliche Erklärungen der Erblasserin bei der Erstellung
AG Aichach - VI 265/88
LG Augsburg, 04.12.1989 - 5 T 1187/89
NJW 1991, 928
NJW-RR 1991, 456 (Ls.)
FamRZ 1991, 491
Rpfleger 1991, 195
BayObLGZ 1990, 294
Ob zumindest einer der drei Zeugen die Unterschrift geleistet haben muss oder ob es genügt, wenn nur der Erblasser selbst (so KG NJW 1966, 1661 ff; OLG Köln NJW-RR 1994, 777, 778; BayObLG NJW 1991, 928, 929 ;… Palandt/Weidlich a.a.O. § 2250 Rn. 9 iVm § 2249 Rn. 11) die Aufzeichnung unterschrieben hat, bedarf vorliegend keiner abschließenden Entscheidung.
OLG München, 14.07.2009 - 31 Wx 141/08
Wirksamkeitsvoraussetzungen eines sog. Drei-Zeugen-Testaments
Ob es im Einzelfall ein Indiz für eine das Warten auf den Notar oder Bürgermeister nicht zulassende nahe Todesgefahr darstellt, wenn der Erblasser einen Tag (vgl. BayObLGZ 1990, 294/297) oder zwei Tage (vgl. LG München I FamRZ 2000, 855;… kritisch Staudinger/Baumann § 2250 Rn. 17) nach der Testamentserrichtung verstirbt, kann hier dahinstehen, denn bei dem hier vorliegenden Zeitraum mehr als zwei Wochen zwischen Testamentserrichtung und Tod kann eine solche Indizwirkung keinesfalls angenommen werden.
Die Ämter von Schiedsrichter und Testamentsvollstrecker schließen sich grundsätzlich nicht untereinander aus (vgl. BGHZ 42, 25 ff.; OLG Hamm NJW-RR 1991, 456; Kohler, DNotZ 1962, 125).
Das begründet eine Beschwerdeberechtigung (§ 20 Abs. 1 FGG) auch dann, wenn der Beschwerdeführer ein Erbrecht überhaupt nicht oder - wie hier - zu einem geringeren als dem ausgewiesenen Bruchteil in Anspruch nimmt, bei einem Erfolg seiner Beschwerde also möglicherweise eine ungünstigere Rechtsstellung erlangt (vgl. BGHZ 30, 261; BayObLGZ 1990, 294/296 f.;… Keidel/Kahl FGG 15. Aufl. § 20 Rn. 73).
Das Landgericht durfte über die Erbscheinsanträge des Beteiligten zu 2 selbst entscheiden (BayObLGZ 1981, 69/71 und 1990, 294/299) und seine Entscheidung unter den besonderen Umständen des Falles auch als Ankündigung ausgestalten (…vgl. RGRK-BGB/Kregel 12. Aufl. § 2359 Rn. 8).
Hieran hat sich nichts dadurch geändert, daß der zuvor in § 3 BayNachlG geregelte Grundsatz der Erbenermittlung von Amts wegen in der Neufassung des AGGVG im Jahre 1981 dorthin übernommen wurde (vgl. nunmehr Art. 37 Abs. 1 AGGVG , BayRS 300-1-1-J sowie BayObLGZ 1990, 294, 299).
BayObLG, 07.05.1991 - BReg. 1a Z 65/90
Rechtswirksame Anordnung der Testamentsvollstreckung ; Anordnung einer …
Das Landgericht durfte sich deshalb nicht darauf beschränken, dem Nachlaßgericht aufzutragen, über einen ordnungsgemäß gestellten Erbscheinsantrag unter Beachtung der Rechtsauffassung des Beschwerdegerichts zu entscheiden (vgl. BayObLGZ 1990, 294/299 m.w.Nachw.;… Bassenge/Herbst FGG/RPflG 5. Aufl. § 25 FGG Anm. 4 a).
BayObLG, 29.10.1991 - BReg. 1 Z 2/91
Umdeutung; Formnichtig; Gemeinschaftliches Testament; Einzeltestament; Verfügung; …
Gleichfalls ohne Rechtsfehler hat die Beschwerdekammer auch die Erteilung eines Erbscheins gemäß dem Antrag der Beteiligten zu 1 angeordnet, denn auch dieser war Gegenstand des Beschwerdeverfahrens (BayObLGZ 1990, 294/299 m.w.Nachw.).
BayObLG, 01.06.1995 - 1Z BR 162/94
Auslegung eines Testaments; Erteilung eines Erbscheins; Einsetzung als …
BayObLG, 16.07.1991 - 1 BReg.Z 30/91
Auslegung eines Testaments; Schätzung des Wertes einer Eigentumswohnung; …
https://dejure.org/1990,4425
OLG Düsseldorf, 02.11.1990 - 3 Wx 391/90 (https://dejure.org/1990,4425)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 02.11.1990 - 3 Wx 391/90 (https://dejure.org/1990,4425)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 02. November 1990 - 3 Wx 391/90 (https://dejure.org/1990,4425)
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BGB §§ 2033, 2100, 2353
NJW-RR 1991, 332
Deshalb ist weder dem Erwerber eines Erbteils ein Erbschein zu erteilen, noch wird ein den gesetzlichen (Mit-) Erben ausweisender Erbschein im Sinne von § 2361 Abs. 1 BGB dadurch unrichtig, daß der Erbe seinen Erbteil auf einen Dritten überträgt (vgl. RGZ 64, 173 [178]; BayObLG NJW-RR 2001, 1521 [1522]; OLG Braunschweig, NJOZ 2004, 3856 [3857]; OLG Düsseldorf, MDR 1981, 143; OLG Düsseldorf, NJW-RR 1991, 332;… OLG Schleswig, SchlHA 2010, 292 ff., hier zitiert nach juris, Rdn. 27, 28;… Gergen in Münchener Kommentar zum BGB, 5. Aufl. 2010, Rdn. 27;… Jauernig/Stürner, BGB, 13. Aufl. 2009, § 2033, Rdn. 5;… Staudinger/Werner, BGB, Neubearbeitung 2002, § 2033, Rdn. 24).
OLG Braunschweig, 27.01.2004 - 2 W 249/03
Übertragung des Nacherbenanwartschaftsrechts zwischen Erbfall und Nacherbfall
Der Senat schließt sich der in der obergerichtlichen Rechtsprechung bereits vom OLG Düsseldorf (MDR 1981, 143; MDR 1991, 252 = NJW-RR 1991, 332) und BayObLG (NJW-RR 1992, 200 = FamRZ 1992, 1476; FamRZ 2002, 350) vertretenen Ansicht an, nach der eine zwischen Erbfall und Nacherbfall erfolgte Übertragung des Nacherben-Anwartschaftsrechts im Erbschein nicht anzugeben ist.
Denn der Erwerber eines zwischen dem Erbfall und dem Eintritt des Nacherbfalls übertragenen Nacherbenanwartschaftsrechts tritt im Moment des Nacherbfalls unmittelbar - also ohne Durchgangserwerb des vom Erblasser ursprünglich eingesetzten Nacherben - in die Rechtsstellung des Nacherben ein (OLG Braunschweig, Beschluss v. 27.01.2004, 2 W 249/03; OLG Düsseldorf, Beschluss v. 02.11.1990, 3 Wx 391/90;… MünchKomm./Grunsky, 4. Aufl. 2005, § 2100 Rdnr. 30).
c) Die zwischen Erbfall und Nacherbfall erfolgte Übertragung des Nacherbenanwartschaftsrechts vom Beteiligten zu 1 auf die Beteiligte zu 4 hat auf den Inhalt des zu erteilenden Erbscheins keinen Einfluss (BayObLG Rpfleger 1985, 183 und Rpfleger 1992, 11; OLG Düsseldorf OLGZ 1991, 134).