Source: http://netzanwalt.de/blog-arbeitsrecht/page/2/
Timestamp: 2018-01-22 20:20:37
Document Index: 340207704

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 113', '§ 121', '§ 124', '§ 8', '§ 15', '§ 66', '§ 64', '§ 72', '§ 64']

Die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers wird oftmals vernachlässigt. Nennen Sie es Betriebssicherungspflicht oder Fürsorgepflicht – der Satz „Es wird schon nichts passieren“ ist fatal – im wahrsten Sinne des Wortes.
Der Mitarbeiter fürchtet den Jobverlust mehr als den Tod! Das klingt absurd, ist wohl aber so. Anders kann man sich nicht erklären, dass die Autobahn mittlerweile nicht mehr nur rollendes Lager ist, sondern rollendes Büro zugleich.
Mitarbeiter nutzen Ihr Smartphone während des Fahrens! Der Facebookpost vom Stau auf der Autobahn ist keine Seltenheit!
„Tippen tötet“ lautet der schlichte Titel einer neuen Kampagne für sicheres Autofahren.
Wer im Straßenverkehr sein Smartphone nutzt, auch nur „um kurz die SMS zu lesen“, riskiert sein Leben – und das von anderen. Das schreckt aber offensichtlich nicht genügend ab.
Arbeitgeber erhalten Arbeitskraft durch Regelungen zur Nutzung von Smartphone und Tablet
Ihr Mitarbeiter riskiert einen 23-mal höheren Ausfall seiner Arbeitskraft, wenn er sein Smartphone zum lesen oder schreiben von Kurznachrichten nutzt. Das ist Ihr Kapital, das da auf’s Spiel gesetzt wird. Sie sollten gegensteuern UND müssen es vielleicht auch, spätestens dann, wenn die Kommunikation mit Ihrer Duldung geschieht, oder gar erwartete wird.
Verdeutlichen Sie sich folgende Zahlen:
Eine Kurznachricht bindet die Aufmerksamkeit für 5 Sekunden – 5 Sekunden, in denen man 70 Meter bei Tempo 50 zurücklegt, oder gar 180 Meter bei Tempo 130.
Die drohenden 60 EUR und ein Punkt in Flensburg schrecken die meisten Fahrer nicht mehr ab.
Der Jobverlust ist ein wirksamere Drohung. Das gilt also insbesondere auf Dienstfahrten und Fahrten mit dem Dienstfahrzeug. Nutzen Sie Aufklärung und Sanktion zu Erhaltung von Arbeitskraft und Leben!
Machen Sie eine strikte Vorgabe: Fahrtdauer größer 60 Minuten -> Pause nach 60 Minuten, Mail, SMS, … checken. Was sofort erledigt werden muss, erledigen (max. 5 Minuten pro Aufgabe). Dann Weiterfahrt – Nutzung des Smartphones, Tablets, … während der Fahrt ist strengstens untersagt ….
Diese Vorgaben müssen Sie dann auch umsetzen, regelmäßig schulden und kontrollieren.
Legen Sie sich eine Sanktionsleiter zu Recht und kommunizieren Sie diese den betroffenen Mitarbeitern rechtzeitig und konsequent!
Im Arbeitsrecht herrscht der Beschleunigungsgrundsatz. Die ungewisse Zeit soll kurz gehalten werden. Deshalb kommt den Fristen eine besondere Bedeutung zu, bedeutet ein Fristablauf in der Regel den Verlust der Durchsetzungsmöglichkeit eines Anspruchs.
„Die Frist frisst den Anspruch.“
über die wichtigsten Fristen im Arbeitsrecht:
Bezeichnung todo Frist
Änderungskündigung Vorbehaltserklärung bzw. Klage 3 Wochen (§ 4 KSchG)
Betriebsübergang a) Widerspruch gegen den bisherigen oder neuen Arbeitgeber b) Klage a) innerhalb 1 Monats nach Zugang der Unterrichtung b) Unverzüglich; in der Insolvenz: 3 Wochen nach Zugang der Kündigung (§ 113 Abs. 2 InsO)
Eigenkündigung Evtl. Anfechtung wegen a) Irrtums b) Drohung oder Täuschung a) Unverzüglich (§ 121 BGB) b) binnen 1 Jahr (§ 124 BGB)
Teilzeitanspruch (§ 8 TzBfG) a) Antrag beim Arbeitgeber b) Ablehnung des Arbeitgebers a) 3 Monate vor Beginn der Teilzeitarbeit b) 1 Monat vor Beginn der Teilzeitarbeit
Teilzeit während Elternzeit (§ 15 Abs. 7 BErzGG) a) Antrag beim Arbeitgeber b) Ablehnung des Arbeitgebers a) 8 Wochen vor Beginn b) innerhalb 4 Wochen nach Anmeldung
Urteil des Arbeitsgerichts a) Berufung b) Antrag auf Urteilsergänzung, wenn über Berufungszulassung nicht entschieden a) 1 Monat (§ 66 ArbGG) b) 2 Wochen ab Verkündigung (§ 64 Abs. 3a ArbGG)
Urteil des Landesarbeitsgerichts a) Revision b) Antrag auf Urteilsergänzung, wenn über Berufungszulassung nicht entschieden c) Nichtzulassungsbeschwerde a) 1 Monat b) 2 Wochen ab Verkündigung (§ 72 Abs. 1 Satz 2 i.V.m. § 64 Abs. 3a ArbGG) c) 1 Monat
Führen Sie EINEN Kalender und verzetteln Sie sich nicht! Vergessen Sie nicht, den Fristablauf durch die Einrichtung von Vorfristen, bzw. Wiedervorlagen „aufzufangen“.
Diesmal im Konzern mit mehreren tausend Mitarbeitern, einer Konzernrechtsabteilung und einer Personalabteilung voller Juristen. Die Kündigung wurde vom vollmachtlosen Vertreter unterzeichnet, der Mangel wird gerügt. Man kündigt erneut und vergisst die Betriebsratsanhörung. Das Ganze natürlich zum Ende der Probezeit hin. Den gekündigten Mitarbeiter freut es, die Abfindung „schießt“ in die Höhe.
„Vollmacht gilt auch für Folgekündigung – wenn sie sich vom Text her auf diese Folgekündigungen erstreckt!“
Diesen Slogan kennen Sie – ABER – er wirkt ganz anders, wenn Sie an Feuer und Gefahr in Ihrem Betrieb denken! Sind Sie auf diese Situation vorbereitet?
Am 7. Mai 2014 können Sie für EUR 350,00 netto an einem Tagesseminar
teilnehmen. Das Seminar richtet sich an technische Leiter und Brandschutzbeauftragte, sowie an interessierte Unternehmen.
Dozent ist Frank Dieter Stolt aus Mannheim. Er zählt zu den wenigen bundesweit und auch international führenden Brandexperten. Seine langjährige forensische und beratende praktische Arbeit wird ergänzt durch einige Bücher und zahlreiche wissenschaftliche Veröffentlichungen, umfangreiche Ausbildungs- und Lehrtätigkeit an Fachhochschulen und Universitäten sowie bei verschiedenen Weiterbildungsanbietern.
Veranstaltungsort ist die Kanzlei Martin Kull, Gernsbacherstr. 23, 76530 Baden-Baden.
Veranstalter ist die 2be secured facility management GmbH.
Informationen erhalten Sie unter 07221 9966088 oder via E-Mail über kull@netzanwalt.de.