Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW-RR%201989,%201367
Timestamp: 2019-05-26 18:45:17
Document Index: 216507410

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: NJW-RR 1989, 1367 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 11.04.1989
https://dejure.org/1989,88
BGH, 11.07.1989 - VI ZR 234/88 (https://dejure.org/1989,88)
BGH, Entscheidung vom 11.07.1989 - VI ZR 234/88 (https://dejure.org/1989,88)
BGH, Entscheidung vom 11. Juli 1989 - VI ZR 234/88 (https://dejure.org/1989,88)
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Zahlungsanspruch eines Versicherten von Schadensersatz aus Amtshaftung wegen …
Anspruch auf Schmerzensgeld und Widerruf eines ärztlichen Attests aufgrund einer fehlerhaften Diagnose - Entschädigung eines Patienten wegen eines Eingriffs in das Allgemeine Persönlichkeitsrecht durch ein Einweisungsattest - Bewertung einer ärztlichen Diagnose mit dem Charakter einer Tatsachenbehauptung oder eines Werturteils - Widerruf einer fehlerhaften Diagnose zur Wiedergutmachung einer Rufschädigung - Schutz der Tätigkeit eines Gutachters durch das gewährleistete Recht auf freie Meinungsäußerung - Umfassen fehlerhafter Gutachten durch das Grundrechts auf freie Meinungsäußerung
Das mag zu erwägen sein, wenn dem Sachverständigen offensichtlich jedwede Kompetenz für die Beurteilung der von ihm beantworteten Fragen fehlt oder wenn er zwar über die notwendige Sachkunde verfügt, von seinen speziellen Fähigkeiten und Kenntnissen bei der Begutachtung aber keinen Gebrauch gemacht hat, die Unrichtigkeit der Begutachtung mithin ohne weitere Erforschung offen zutage liegt (vergleiche BGH NJW 1978, 751 ff.; BGH NJW 1989, 2941 ff.).
Ob im Einzelfall eine schwerwiegende Verletzung des Persönlichkeitsrechts vorliegt, die die Zahlung einer Geldentschädigung erfordert, hängt insbesondere von der Bedeutung und Tragweite des Eingriffs, also vom Ausmaß der Verbreitung der verletzenden Aussage, von der Nachhaltigkeit und der Fortdauer der Interessen- und Rufschädigung des Verletzten, ferner von Anlass und Beweggrund des Handelnden sowie vom Grad seines Verschuldens ab (vergleiche BGH NJW 1989, 2941 ff.).
Es bestehen bereits Zweifel daran, ob Äußerungen von Sachverständigen in Gutachten, die diese in gesetzlich geregelten Verfahren, wie hier dem strafrechtlichen Ermittlungsverfahren, erstattet haben, überhaupt Ehrenschutzklagen zugänglich sind (vergleiche BGH NJW 1989, 2941 ff.; BGH NJW 1999, 2736 ff.).