Source: https://www.jagdtrainer.de/jaegerpruefungen
Timestamp: 2017-06-26 22:20:42
Document Index: 65125837

Matched Legal Cases: ['§ 15', '§ 15', '§ 17', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 8', '§ 4', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 3', '§ 7', '§ 9', '§ 7', '§ 12', '§ 8', '§ 9', '§ 10', '§ 46', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 25', '§ 22', '§ 15', '§ 15', '§ 15', '§ 15', '§ 25', '§ 12', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 8', '§ 5', '§ 6']

Heintges Jagdtrainer - Jägerprüfungen
Wer in Deutschland die Jagd ausüben will, benötigt einen auf seinen Namen lautenden, gültigen Jagdschein. Zuvor muss er jedoch die Jägerprüfung bestanden haben.
Die Jungjägerausbildung ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt.
In der Regel bieten die Kreisjägerschaften, Kreisgruppen, Jagdschulen und Jagdverbände Jägerlehrgänge an.
Für die Jägerprüfung muss der Jagdscheinanwärter in der Regel Kenntnisse unter anderem in folgenden Themenbereichen erwerben:
Wildbiologie Wildhege
Jagdhunde, Führung von Jagdhunden
Behandlung des erlegten Wildes unter besonderer Berücksichtigung der Wildbrethygiene
Tierschutz Naturschutz und Landschaftspflege
Die Jägerprüfung gliedert sich im Allgemeinen in drei Abschnitte:
Im Nachfolgenden haben wir einige Informationen zur Jägerprüfung sowie Informationen über Voraussetzungen und Prüfungsbedingungen der einzelnen Bundesländer zusammengetragen. Trotz sorgfältiger Recherche können wir für die Richtigkeit der Angaben, unter anderem aufgrund der häufigen Änderungen, keine Haftung übernehmen. Bitte befragen Sie hierzu zeitnah Ihren Ausbilder oder Kursleiter. Baden-Württemberg
In Baden-Württemberg wird die Jägerprüfung jährlich viermal durchgeführt. Die Prüfung führt der Verband aus. Es existiert ein Fragenkatalog. Auch die Originalprüfungen werden veröffentlicht.
Die Prüfung besteht aus folgenden Prüfungsabschnitten: dem jagdlichen Schießen, einschließlich der Handhabung von Jagdwaffen (einschließlich Faustfeuerwaffen) dem schriftlichen Teil
dem mündlich-praktischen Teil
Die Prüfungsstelle entscheidet im Einvernehmen mit dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses über die Reihenfolge der Prüfungsabschnitte.
In den Prüfungsabschnitten „Schriftlicher Teil" und „Mündlich-praktischer Teil" haben die Prüflinge ausreichende Kenntnisse in den in § 15 Abs. 5 des Bundesjagdgesetzes aufgeführten Sachgebieten nachzuweisen.
1. Tierarten, Wildbiologie, Wildhege und Land- und Waldbau einschließlich Wildschadensverhütung
2. Waffenrecht, Waffentechnik und Führung von Jagdwaffen (einschließlich Faustfeuerwaffen)
3. Jagdbetrieb, insbesondere Jagdausübung, Jagdarten, Jagdeinrichtungen, Fanggeräte, Tierschutz- und artgerechte Haltung, Führung, Führung und Einsatz von Jagdhunden, Sicherheitsbestimmungen
4. Jagd-, Tierschutz- sowie Naturschutz- und Landschaftspflegerecht
5. Wildkrankheiten und Behandlung von erlegtem Wild, insbesondere Erkennungsmerkmale der wichtigsten Wildkrankheiten, hygienisch erforderliche Maßnahmen und Beurteilung der gesundheitlich unbedenklichen Beschaffenheit des Lebensmittels Wildbret.
Verordnung des Ministeriums für Ländlichen Raum,
Ernährung und Verbraucherschutz über die Jägerprüfung
(Jägerprüfungsordnung - JPrO)
1. dem „Jagdlichen Schießen”, mit Handhabung von Jagdwaffen (einschließlich
Kurzwaffen);
2. dem „Schriftlichen Teil”;
3. dem „Mündlich-praktischen Teil”.
Die Prüfungsstelle entscheidet im Einvernehmen mit den Vorsitzenden der
Prüfungsausschüsse über die Reihenfolge der Prüfungsabschnitte.
(2) In den Prüfungsabschnitten „Schriftlicher Teil” und „Mündlich-praktischer Teil” haben die Prüflinge ausreichende Kenntnisse in den in § 15 Absatz 5 des Bundesjagdgesetzes aufgeführten Sachgebieten nachzuweisen. Diese gliedern sich in folgende Prüfungsfächer:
1. Tierarten, Wildbiologie, Wildhege, Land- und Waldbau,Wildschadensverhütung;
2. Waffentechnik, Waffenrecht und Führen von Jagdwaffen (einschließlich Kurzwaffen);
3. Jagdbetrieb (insbesondere Jagdausübung, Jagdarten, Jagdeinrichtungen, Fanggeräte, Tierschutz- und artgerechte Haltung, Führung und Einsatz von Jagdhunden, Sicherheitsbestimmungen);
4. Jagd-, Tierschutz- sowie Naturschutz- und Landschaftspflegerecht, Jagdethik;
5. Wildkrankheiten und Behandlung von erlegtem Wild (insbesondere
Erkennungsmerkmale der wichtigsten Wildkrankheiten, hygienisch erforderliche Maßnahmen und Beurteilung der gesundheitlich unbedenklichen Beschaffenheit des Lebensmittels Wildbret).
Näheres zu den Prüfungsfächern regelt der Prüfungs- und Ausbildungsrahmenplan des Ministeriums für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz.
Prüfungsabschnitt „Schriftlicher Teil”
(1) Im Prüfungsabschnitt „Schriftlicher Teil” haben die Prüflinge je Prüfungsfach 25 Fragen im Multiple-Choice-System zu beantworten. Die Fragen und Lösungen werden von der Prüfungsstelle erstellt.
(2) Die Fragebögen werden in ausreichender Zahl in versiegelten Umschlägen an ein Mitglied der jeweiligen Prüfungsausschüsse übersandt. Die Umschläge dürfen erst bei Beginn der schriftlichen Prüfung in Gegenwart der Prüflinge durch ein Mitglied des Prüfungsausschusses geöffnet werden.
(3) Die Zeit für die Beantwortung der Fragen beträgt 150 Minuten. Vor Beginn des Prüfungsabschnitts „Schriftlicher Teil” sind die Prüflinge auf die Folgen der Verwendung unerlaubter Hilfsmittel oder sonstiger Täuschungshandlungen (§ 17) hinzuweisen. Prüflinge, die Antworten in einem Prüfungsfach nicht oder nicht rechtzeitig abgeben, erhalten für dieses Prüfungsfach die Bewertung „nicht bestanden”.
(4) Mindestens zwei Personen, die entweder Mitglied des Prüfungsausschusses oder Schriftführerin beziehungsweise Schriftführer sind, führen die Aufsicht, kontrollieren die Antworten und ermitteln das Ergebnis in jedem Prüfungsfach. Die Ergebnisse werden denPrüflingen am Tag der schriftlichen Prüfung bekanntgegeben.
Bewertung, Prüfungsergebnis
(1) Die Leistungen der Prüflinge werden in jedem Prüfungsabschnitt und im
Prüfungsabschnitt „Mündlich-praktischer Teil” zusätzlich in jedem Prüfungsfach wie folgt bewertet:
„bestanden” = für eine Leistung, die, abgesehen von einzelnen Mängeln, den
Anforderungen entspricht oder besser ist oder
„nicht bestanden” = für eine mit erheblichen Mängeln behaftete oder völlig unbrauchbare Leistung.
(2) Die Jägerprüfung ist insgesamt bestanden, wenn ein Prüfling den „Schriftlichen Teil”, den „Mündlich-praktischen Teil” und das „Jagdliche Schießen” bestanden hat.
(3) Der Prüfungsabschnitt „Schriftlicher Teil” ist bestanden, wenn in jedem Prüfungsfach mindestens 13 Fragen richtig beantwortet sind. Der Prüfungsabschnitt „Jagdliches Schießen” ist bestanden, wenn die Prüflinge die Anforderungen nach § 10 Absatz 2 und 5 erfüllt haben. Der Prüfungsabschnitt „Mündlich-praktischer Teil” ist bestanden, wenn jedes Prüfungsfach mit „bestanden” bewertet wird.
(4) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses stellen das Ergebnis fest. In Zweifelsfällen obliegt die endgültige Entscheidung dem Prüfungsvorsitzenden, gegebenenfalls unter Beteiligung der Prüfungsstelle.
(5) Die Entscheidung des Prüfungsausschusses ist dem Prüfling durch den Vorsitzenden mündlich bekanntzugeben. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses benachrichtigt unverzüglich die Prüfungsstelle.
Unsere Unterlagen werden in einer Vielzahl von Vorbereitungskursen zur Jägerprüfung eingesetzt, unter anderem bei:
Jagdschule Müller, Ravensburg
Jagdschule Weck, Offenburg
Jagdschule Oberschwaben, Herbertingen
Jägerschule Bauer, Ettlingen Kreisjagdverband Tauberbischofsheim e. V., Königheim
Jagdschule Dr. Fellmer, Wertheim
Jagdschule Kern, Benzingen
Jagd- und Naturschulzentrum Wiesensteig, Wiesensteig
Jagdschule Kölmel, Rauental
Jagdschule Mehne, Villingen-Schwenningen
Jägerschule Saur, Sontheim
Jagdschule Schrag, Aldingen-Aixheim
Jagdschule Keicher, Haigerloch-Gruol
Jägervereinigung Stuttgart e.V., Stuttgart
Kreisjägervereinigung Göppingen e.V., Börtlingen
Jägervereinigung Tettnang e.V., Meckenbeuren
Landesjagdschule Dornsberg BW e.V., Eigentilgen
Jägervereinigung Kinzigtal e.V., Gutach Bayern
In Bayern wird die Jägerprüfung jährlich viermal durchgeführt; sie findet regelmäßig in den Monaten Januar, April, August und Oktober eines jeden Jahres statt. Die Prüfung führt das Ministerium durch. Es existiert ein Fragenkatalog mit 1.248 Fragen. Die Bewerber müssen mindestens 15 Jahre alt sein und eine theoretische und praktische Ausbildung nachweislich absolviert haben. Sie besteht aus
1. einem schriftlichen und 2. einem praktischen Teil
Der praktische Teil der Jägerprüfung besteht aus zwei Teildisziplinen:
3. Handhabung der Waffen und
4. Büchsenschießen
die getrennt voneinander zu prüfen und zu bewerten sind.
6. Naturschutz, Land- und Waldbau, Wild- und Jagdschadensverhütung
Verordnung über die Jäger- und Falknerprüfung
(Jäger- und Falknerprüfungsordnung – JFPO)
(1) 1Der schriftliche Teil der Prüfung wird im Antwort-Wahl-Verfahren (Multiple-Choice-Verfahren) anhand eines Fragebogens mit separatem Antwortblatt durchgeführt.2Die Bewerber haben insgesamt 100 Fragen (16 Fragen je Sachgebiet nach § 10 Nrn. 1 bis 5 und 20 Fragen aus dem Sachgebiet nach § 10 Nr. 6) durch Ankreuzen auf dem Antwortblatt zu beantworten. 3Die Fragen werden von der Prüfungsbehörde aus dem von der obersten Jagdbehörde veröffentlichten Fragenkatalog mit Musterlösung
ausgewählt. 4Die Arbeitszeit beträgt 100 Minuten.
(2) Bewerber, die mehr als ein Viertel der Fragen nicht, nicht richtig oder nicht vollständig beantwortet haben, haben den schriftlichen Teil der Prüfung nicht bestanden.
(1) 1Im mündlichen Teil der Prüfung dürfen nicht mehr als drei Bewerber gemeinsam geprüft werden. 2Die Prüfungsdauer beträgt je Sachgebiet und Bewerber mindestens zehn Minuten und soll fünfzehn Minuten nicht überschreiten.
(2) Die Leistungen der Bewerber sind in jedem einzelnen Sachgebiet wie folgt zu bewerten: ausreichend = eine Leistung, die mindestens durchschnittlichen Anforderungen entspricht oder besser ist, mangelhaft = eine an erheblichen Mängeln leidende, im Ganzen nicht mehr brauchbare Leistung,
(3) 1Bewerber, deren Leistungen in einem oder mehr Sachgebieten mit „ungenügend" 16 oder in zwei oder mehr Sachgebieten mit „mangelhaft" bewertet wurden, haben den mündlichen Teil der Prüfung nicht bestanden. 2In Zweifelsfällen soll der Vorsitzende des Prüfungsausschusses den Bewerbern erneut Gelegenheit geben, ihre Kenntnisse in den jeweiligen Sachgebieten vor dem Prüfungsausschuss unter Beweis zu stellen.
Schwimmschulstraße 23
Jagdschule Bad Griesbach, Bad Griesbach
BJV Landesjagdschule Wunsiedel, Wunsiedel
Kreisgruppe Brauner Hirsch, Heroldsberg
Jagdschutz u. Jägerverband, Kaltenbrunn
Jägerschule Rottal Inn, Bad Füssing
Jagdschule Donau-Wald, Offenberg
Mittelfränkische Jagdschule, Ehingen
Jagdschule Nehlßen, Maisach
Jägerschule Landsberg, Hofstetten
Jagdschule Frankenwald, Naila
Schulungszentrum Mayr, Kühbach
Jagd- und Naturschule Krieger, München BJV Kreisgruppe Landau a. D. Isar, Eichendorf
Jagdschule Forchheim, Weilersbach
Jagdschule Dieter Stiller, Ruhpolding
Deutsche Waidmannsgilde e.V., München
Jägerschule Zilker, Pfaffenhofen
Jägerschule Liebl, Mauern Flintenschießschule Gregor Schmidt-Colberg, Erlangen
Rieser Jagdschule, Donauwörth
Jägergesellschaft Brauner Hirsch, Nürnberg
Jagdschule Roßthal, Berching
Jägervereinigung Spessart-Aschaffenburg, Mespelbrunn
Kronacher Jagdschule, Nordhalben
Die Prüfung wird mindestens einmal im Jahr in der Zeit vom 1. März bis zum 30. April durchgeführt. Ein weiterer Prüfungstermin findet in der Zeit vom 1. September bis zum 31. Oktober statt, wenn der Jagdbehörde bis zum 15. Juli mindestens 15 Anträge auf Zulassung vorliegen.
Die schriftliche Prüfung wird für alle Prüflinge am selben Tag durchgeführt. Zeit und Ort der Prüfung werden dem Prüfling mit dem Bescheid auf Zulassung zur Jägerprüfung durch die Jagdbehörde bekannt gegeben. Die Jagdwaffenprüfung und die mündliche Prüfung können bei Bedarf an verschiedenen Tagen abgehalten werden. Es existiert kein Fragenkatalog.
Die Prüfung gliedert sich in eine 1. schriftliche Prüfung
2. Jagdwaffenprüfung (praktische Waffenhandhabung und jagdliches Schießen)
3. mündliche Prüfung Sie wird in dieser Reihenfolge durchgeführt. Fachgebiete:
1. Grundzüge des Jagd-, Tierschutz-, Natur- und Artenschutzrechts, des Landschaftspflegerechts, der Unfallverhütungsvorschriften 2. Wildbiologie und -ökologie, Lebensweise und Fortpflanzung von Wild, Ansprechen von Wild und wild lebenden Tieren, Trophäenkunde, Wildhege im Sinne des Natur- und Artenschutzes
3. Jagdgebrauchshunde (Haltung, Erziehung und Verwendungen), Jagdbetrieb, Jagdarten, Grundzüge des Land- und Waldbaus, Jagd- und Wildschadensverhütung
4. Wildseuchen und Wildkrankheiten und ihre Bekämpfung, Versorgung und Verwertung des erlegten Wildes, Wildbrethygiene, Grundzüge der Lebensmittelhygiene nach nationalem und EU-Recht, Tierseuchen- und Tierkörperbeseitigungsrechts
5. Grundzüge der Waffentechnik und des Waffenrechts, Lang-, Kurz und Blankwaffen, Ballistik, Optik und Visiereinrichtungen, Führen von Jagdwaffen
Jägerprüfungsordnung (JFPrO)
(1) Bei der schriftlichen Prüfung werden je 20 Fragen aus folgenden Sachgebieten gestellt:
1. Grundzüge des Jagd-, Tierschutz-, Natur-und Artenschutzrechts, des Landschaftspflegerechts, der Unfallverhütungsvorschriften,
2. Wildbiologie und -ökologie, Lebensweise und Fortpflanzung von Wild, Ansprechen von Wild und wildlebenden Tieren, Trophäenkunde, Wildhege im Sinne des Natur-und Artenschutzes,
3. Jagdgebrauchshunde (Haltung, Erziehung und Verwendungen), Jagdbetrieb, Jagdarten, Grundzüge des Land-und Waldbaus, Jagd-und Wildschadensverhütung,
4. Wildseuchen und Wildkrankheiten und ihre Bekämpfung, Versorgung und Verwertung des erlegten Wildes, Wildbrethygiene, Grundzüge der Lebensmittelhygiene nach nationalem und EU-Recht, Tierseuchen-und Tierkörperbeseitigungsrechts,
5. Grundzüge der Waffentechnik und des Waffenrechts, Lang-, Kurz und Blankwaffen, Ballistik, Optik und Visiereinrichtungen, Führen von Jagdwaffen.
Die Kenntnisse jagdlicher Gewohnheiten und Fachausdrücke werden in allen Sachgebieten mitgeprüft.
(2) Die Fragen werden vom Vorsitzenden und dem Vertreter der Verwaltung im Einvernehmen mit dem Prüfungsausschuss ausgewählt. Die Prüflinge erhalten die Fragen auf vorbereiteten Bögen im verschlossenen Umschlag. Die Beantwortungszeit beträgt 180 Minuten.
(3) Die schriftliche Prüfung findet unter Aufsicht des Vertreters der Verwaltung und von mindestens drei Prüfern statt.
(4) Bei der schriftlichen Prüfung müssen in drei Sachgebieten jeweils mindestens 15 Fragen und in zwei Sachgebieten jeweils mindestens zehn Fragen richtig und vollständig beantwortet werden.
In jedem Sachgebiet bewerten zwei Prüfer, welche Fragen richtig und vollständig beantwortet worden sind. Bei unterschiedlicher Bewertung der Leistungen entscheidet der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, ob die Leistungen ausreichend sind.
Jagdschule Kunersdorf, Kunersdorf
Jagdschule Potsdam, Michendorf
Jagdschule Neuhaus, Steinhöfel OT Neuhaus
Jagdschule Berlin-Hochstein, Meister, Tentscher, Panketal
Jagdakademie Wilkendorf, Altlandsberg GT Wilkendorf
Kreisjagdverband Königs Wusterhausen e.V., Halbe GT Teurow
Die Jägerprüfung wird durch Beliehene, die Prüfungsstellen bilden, durchgeführt. Die Prüfungsstellen unterstehen der Aufsicht der Obersten Jagdbehörde. Die Ausbildung muss in einem Ausbildungslehrgang zur Vorbereitung auf die Jägerprüfung erfolgen. Der Lehrgang beinhaltet eine theoretische Ausbildung, die eine Ausbildungszeit von mindestens 150 Stunden umfasst. Davon sind für das jagdliche Übungsschießen mindestens 30 Stunden vorzusehen. In Brandenburg gibt es einen Fragenpool mit insgesamt 1.456 Fragen.
Die Prüfung besteht aus folgenden Prüfungsabschnitten:
1. dem schriftlichen Teil
2. dem mündlich-praktischen Teil
3. dem jagdlichen Schießen
1. Kenntnis der Tierarten, Wildbiologie (insbesondere Biologie, Erkennungsmerkmale und Lebensraumansprüche der Wildarten; Ansprechen des Wildes unter besonderer Berücksichtigung der in ihrem Bestand gefährdeten Wildarten)
2. Natur- und Umweltschutz (insbesondere Biotopgestaltung, Wildschadenverhütung und Grundzüge des Land- und Waldbaues)
3. Waffentechnik, Führung von Jagd- und Faustfeuerwaffen (insbesondere sichere Handhabung, Gebrauch und Pflege)
4. Jagdbetrieb (insbesondere Jagdausübung, Verhalten im praktischen Jagdbetrieb, Jagdarten, Jagdeinrichtungen, Fanggeräte, tierschutz- und artgerechte Haltung, Führung und Einsatz von Jagdhunden, Sicherheitsbestimmungen)
5. Wildkrankheiten und Behandlung von erlegtem Wild (insbesondere Erkennungsmerkmale der wichtigsten Wildkrankheiten; hygienisch erforderliche Maßnahmen und Beurteilung der gesundheitlich unbedenklichen Beschaffenheit des Lebensmittels Wildbret, Trophäenbehandlung)
6. rechtliche Vorschriften (insbesondere Grundsätze und wichtige Einzelbestimmungen des Jagd- und Waffenrechts, des Landeswaldgesetzes, des Naturschutz-, Tierschutz- und des Landschaftspflegerechts)
Jägerprüfungsverordnung Brandenburg (JPO)
Prüfungsabschnitt "schriftlicher Teil"
(1) Beim schriftlichen Teil der Prüfung sind aus den Sachgebieten nach § 8 Abs. 2 Nr. 1 bis 6 je 15 Fragen anhand eines Fragebogens den Prüflingen zur schriftlichen Beantwortung 6 vorzulegen. Die Fragebögen sind in der Regel so zu gestalten, dass die Beantwortung der Fragen durch Ankreuzen einer von mehreren vorgegebenen Antworten möglich ist. Bis 20 Prozent der gesamten Fragen können so gestellt werden, dass eine schriftliche Beantwortung erfolgen muss. Dabei ist eine Verteilung dieser Fragen auf die einzelnen
Sachgebiete nicht erforderlich.
(2) Der Fragebogen wird für jeden Prüfungstermin von der obersten Jagdbehörde oder im Fall der Beleihung von dem Beliehenen landeseinheitlich mit einer Musterlösung erstellt. Die Landesvereinigungen der Jäger können der obersten Jagdbehörde bis zum 31.Oktober eines jeden Jahres unter Beachtung der gebotenen Geheimhaltung eine entsprechende Anzahl von Fragen vorschlagen. Dem Vorschlag ist eine Musterlösung beizufügen. Die
oberste Jagdbehörde ist bei der Auswahl der Fragen an die Vorschläge der
Landesvereinigungen der Jäger nicht gebunden.
(3) Die oberste Jagdbehörde übersendet den unteren Jagdbehörden die Fragebögen in ausreichender Anzahl und in versiegelten Umschlägen. Im Falle der Beleihung erfolgt die Übergabe der versiegelten Umschläge an die Vorsitzenden der Prüfungskommissionen durch die Prüfungsstelle. Die Umschläge dürfen erst bei Beginn des schriftlichen Teils der Prüfung vom Aufsichtsführenden in Gegenwart der Prüflinge geöffnet werden.
(4) Die Zeit für die Beantwortung der Fragen beträgt 120 Minuten.
(5) Die Prüflinge sind vor Beginn der Prüfung darüber zu belehren, dass die Verwendung nicht erlaubter Hilfsmittel oder Täuschungsversuche untersagt sind und zum Ausschluss von der Prüfung führen.
(6) Der schriftliche Teil der Prüfung findet abweichend von § 4 Abs. 8 unter Aufsicht von mindestens drei Mitgliedern des Prüfungsausschusses statt, die vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses benannt werden.
(7) Die vom Prüfungsausschuss bewerteten Fragebögen sind der Niederschrift über die Prüfung beizufügen.
Prüfungsabschnitt "mündlich - praktischer Teil"
(1) Im Prüfungsabschnitt "mündlich - praktischer Teil" hat der Prüfling Fragen und Aufgaben aus den sechs Sachgebieten nach § 8 Abs. 2 mündlich zu beantworten, wobei vor allem die Situation im Land Brandenburg Berücksichtigung finden soll. Dieser Prüfungsteil kann vollständig oder teilweise im Revier durchgeführt werden. Für den Nachweis praktischer
Kenntnisse sind insbesondere Kenntnisse der Biotoppflege, der häufigsten Baum- und Straucharten einschließlich der Äsungspflanzen der heimischen Tierarten, der wichtigsten Pirschzeichen, der Fährtenbilder und Geläufe und im sicherheitsbezogenen Umgang mit der Jagdwaffe im Revier erforderlich.
(2) Die Prüflinge werden in Gruppen von zwei bis maximal fünf Bewerbern geprüft; der Vorsitzende ist abwechselnd bei den Prüfungsgruppen anwesend. Die Prüfung soll je Prüfling und Sachgebiet nicht länger als 15 Minuten dauern.
(1) Der schriftliche Teil der Prüfung ist bestanden, wenn in jedem Sachgebiet nach § 8 Abs. 2 mindestens neun Fragen richtig beantwortet sind. Wird dieser Prüfungsabschnitt nicht bestanden, wird der Prüfling von der weiteren Prüfung ausgeschlossen und die Prüfung insgesamt als „nicht bestanden" bewertet.
(2) Die Leistungen des Prüflings im mündlich-praktischen Teil sind in jedem Sachgebiet nach § 8 Abs. 2 durch die Prüfer mit "bestanden" oder "nicht bestanden" zu bewerten. Bei unterschiedlicher Bewertung entscheidet der Vorsitzende des Prüfungsausschusses nach Anhörung der Prüfer. Der mündlich-praktische Prüfungsabschnitt ist bestanden, wenn die 8
Leistungen in allen Sachgebieten mit "bestanden" bewertet worden sind.
(3) Die Schießprüfung ist bestanden, wenn
1. beim Büchsenschießen mindestens drei Treffer auf die Rehbockscheibe im
Ringbereich von acht bis zehn und drei Treffer auf die „flüchtige" Überläuferscheibe im Ringbereich von fünf bis zehn erzielt wurden. Ein von einem Geschoss berührter (angerissener) Ring gilt als getroffen;
2. beim Flintenschießen mindestens vier Wurftauben oder fünf Kipphasen getroffen worden sind.
(4) Die Jägerprüfung ist insgesamt bestanden, wenn der Prüfling den schriftlichen Teil, den mündlich-praktischen Teil und die Schießprüfung bestanden hat.
Jugendwaldheim Müllrose, Müllrose
Jagd- und Wildnisschule Jagwina, Breydin
In Bremen existiert kein Fragenpool. Zuständig für die Jägerprüfung ist die Untere Jagdbehörde. Die Jägerprüfung besteht aus folgenden vier Prüfungsteilen: 1. dem jagdlichen Schießen
Bremische Verordnung über die Jäger- und
Falknerprüfung (JUFPrüfV)
(1) Bei der schriftlichen Prüfung sind auf Fragebögen, die vom Vorsitzenden Mitglied des Prüfungsausschusses unter Mitwirkung der prüfenden Mitglieder
(2) Die schriftliche Prüfung findet unter Aufsicht
(3) Die einzelnen Antworten der Fragen in der schriftlichen Prüfung sind nach folgendem Schlüssel zu bewerten:
Im wesentlichen richtige Antwort: zwei (2) Punkte teilweise richtige Antwort: ein (1) Punkt; keine oder im wesentlichen falsche
Antwort kein (0) Punkt.
(4) Für jedes Prüfungsfachgebiet (jeweils zwanzig Fragen) ist die jeweilige Prüfungsleistung (Summe der jeweiligen Antwortpunkte) in der schriftlichen Prüfung wie folgt zu bewerten
36 bis 40 Punkte sehr gut Note 1
30 bis 35 Punkte gut Note 2
26 bis 29 Punkte befriedigend Note 3
20 bis 25 Punkte ausreichend Note 4
14 bis 19 Punkte mangelhaft Note 5
weniger als 14 Punkte ungenügend Note 6
Carl-Schulz-Straße 26 a 28209 Bremen
In Hamburg existiert ein Fragenkatalog mit insgesamt 900 Fragen, der allerdings nicht veröffentlich ist. Die Prüfungen werden mindestens einmal im Jahr abgehalten. Zuständig für die Prüfung ist die Landesjägerschaft.
Die Prüfung besteht aus einem 1. schriftlichen Teil, 2. einer Schießprüfung und 3. einem mündlich-praktischen Teil
Der schriftliche Teil soll der Schießprüfung vorausgehen.
Der Bewerber muss im schriftlichen und mündlich-praktischen Teil der Jägerprüfung aus folgenden Sachgebieten ausreichende Kenntnisse nachweisen:
1. Waffentechnik, Führung von Jagd- und Faustfeuerwaffen (Grundbegriffe der Jagdwaffenkunde und Jagdmunition, Ballistik, Jagdoptik), Handhabung und Pflege von Jagdwaffen und Fanggeräten, wichtige Vorschriften über den Umgang mit Waffen und Munition sowie über Notwehr und Notstand
2. Kenntnis der Tierarten, die dem Jagdrecht unterliegen, Wildbiologie (insbesondere Erkennungsmerkmale, Verhaltensweisen und Lebensräume der wichtigsten heimischen Wildarten, Ansprechen des Wildes, Erkennen und Bekämpfen von Wildseuchen und Wildkrankheiten)
3. Jagdbetrieb und jagdliche Praxis (insbesondere Aufstellung von Abschussplänen, Behandlung des erlegten Wildes unter Berücksichtigung der hygienisch erforderlichen Maßnahmen, Beurteilung der gesundheitlich unbedenklichen Beschaffenheit des Wildbrets, insbesondere auch hinsichtlich seiner Verwendung als Lebensmittel, Wildschadensverhütung)
5. Wildhege, Naturschutz und Artenschutz (Grundlagen des Tier- und Pflanzenartenschutzes, des Biotopschutzes und der Ökologie, Hegemaßnahmen einschließlich Biotopverbesserung und Reviergestaltung, Land- und Waldbau), Naturschutz- und Landschaftspflegerecht
6. Jagdrecht, Waffenrecht, Tierschutzrecht, Wildbrethygieneverordnungen, Waldrecht, jagdrechtlich relevante Vorschriften des Wasserrechts und verwandter Rechtsbereiche
(1) 1 Beim schriftlichen Teil der Prüfung sind aus den in § 3 Absatz 2 Nummern 1 bis 6 genannten Sachgebieten je fünfzehn Fragen anhand eines Fragebogens den Bewerbern zur schriftlichen Beantwortung vorzulegen. 2 Der Fragebogen kann so gestaltet werden, dass die Beantwortung der Fragen durch Ankreuzen vorgegebener Antworten möglich ist. 3 Eine nicht vollständig richtig beantwortete Frage gilt als nicht beantwortet. 4 Der Fragebogen ist bis zum Beginn des schriftlichen Teils der Prüfung vom Vorsitzenden der einem von ihm bestimmten Mitglied des Prüfungsausschusses unter Verschluss zu halten.
(2) 1 Die Fragen sollen einem Fragenkatalog entnommen werden, der von der Landesjägerschaft im Einvernehmen mit der zuständigen Behörde erstellt wird. 2 Der Fragenkatalog enthält für jedes Prüfungsfach mindestens 150 Fragen. 3 Die Landesjägerschaft stellt den jeweils geltenden Fragenkatalog Vereinen oder Verbänden, die eine Ausbildung zur Vorbereitung auf die Jägerprüfung anbieten, kostenlos zur Verfügung.
(3) 1 Der schriftliche Teil der Prüfung findet unter Aufsicht mindestens eines vom Vorsitzenden zu bestimmenden Mitgliedes des Prüfungsausschusses statt. 2 Die Fragen sind in einer Zeit von drei Stunden zu beantworten.
(4) 1 Die Auswertung der Fragebögen erfolgt durch Mitglieder des Prüfungsausschusses, gegebenenfalls im Wege der elektronischen Datenverarbeitung. 2 Die Fragebögen und das Ergebnis der Auswertung sind der Niederschrift über die Prüfung beizufügen.
(1) Die Leistungen der Bewerber werden in jedem Sachgebiet mit »bestanden« oder »nicht bestanden« bewertet.
(2) 1 Der Prüfungsausschuss entscheidet in geheimer Beratung mit einfacher Mehrheit über das Prüfungsergebnis in den einzelnen Sachgebieten. 2 Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag. 3 An den Beratungen des Prüfungsausschusses kann ein Vertreter der zuständigen Behörde ohne Stimmrecht teilnehmen.
(4) 1 Die Schießprüfung ist bestanden, wenn
2 Hat der Bewerber die erforderlichen Leistungen in beiden oder in einer der Schießübungen nicht erbracht, ist ihm die einmalige Wiederholung der gesamten Schießprüfung oder der nicht erfüllten Schießübung vor Beginn des mündlich-praktischen Teiles der Prüfung zu ermöglichen.
(5) Der mündlich-praktische Teil der Prüfung ist bestanden, wenn die Leistungen in allen Sachgebieten mit »bestanden« bewertet worden sind.
Landesjägerschaft Hamburg
Jägerprüfungen in Hessen finden jeweils im Frühjahr sowie im Herbst statt. Zuständig für die Jägerprüfung ist die Untere Jagdbehörde.
2. dem praktisch-mündlichen Teil
In der Prüfung müssen die Prüflinge ausreichende Kenntnisse und Fertigkeiten in folgenden Sachgebieten nachweisen:
1. Wildbiologie
Prüfungsordnung für Jägerinnen und Jäger
(Jägerprüfungsordnung)
(1) Die obere Jagdbehörde gibt für jede Jägerprüfung einen landeseinheitlichen Fragebogen mit jeweils 25 Fragen für jedes Sachgebiet aus, die schriftlich zu beantworten sind. Mindestens 80 Prozent der Fragen sind dem Fragenkatalog mit Lösungsvorschlägen der oberen Jagdbehörde zu entnehmen, 20 Prozent der Fragen können mit Einvernehmen der obersten Jagdbehörde neu eingestellt werden. Zur Aktualisierung des Fragenkataloges können die Landesvereinigungen der Jägerinnen und Jäger Vorschläge unterbreiten. Die schriftliche Prüfung dauert höchstens vier Stunden; sie findet unter Aufsicht von mindestens einem Mitglied des Prüfungsausschusses statt, das vom vorsitzenden Mitglied bestimmt wird.
(2) Die obere Jagdbehörde übersendet dem Prüfungsausschuss rechtzeitig vor Beginn der Prüfung Fragebögen in ausreichender Anzahl nebst fünf Abdrucken mit den Lösungsvorschlägen in einem verschlossenen Umschlag. Dieser darf erst unmittelbar vor Beginn des schriftlichen Teils der Prüfung in Gegenwart der Aufsicht führenden Person und der Prüflinge geöffnet werden. Überzählige Fragebögen sollen nach Abschluss der schriftlichen Prüfung vernichtet werden; sie können auch an Interessenten aus dem Kreise der bei der Prüfung nach § 7 Abs. 3 Anwesenden abgegeben werden. Der Verbleib oder die Vernichtung der Fragebögen sind in der Prüfungsniederschrift zu vermerken.
(3) Vor Beginn der Prüfung sind die Prüflinge aufzufordern, die Vollständigkeit der Fragebögen zu überprüfen. Werden einzelne Seiten von Fragebögen nicht abgegeben, gelten die auf diesen Seiten gestellten Fragen als nicht beantwortet. Die Prüflinge sind darauf hinzuweisen, dass jede gegenseitige Kontaktaufnahme und die Benutzung von nicht zugelassenen Hilfsmitteln untersagt sind. Bei Verstößen sind die Betreffenden von der Fortsetzung der Prüfung auszuschließen. § 9 Abs. 5 gilt entsprechend.
(4) Die Bewertung der schriftlichen Arbeiten erfolgt unter Berücksichtigung des sachlichen Inhalts der Lösungsvorschläge auf Vorschlag der jeweiligen Fachprüfenden durch den Prüfungsausschuss. Dieser teilt das Ergebnis der oberen Jagdbehörde mit.
(5) Für jede richtig beantwortete Frage erhält der Prüfling einen Punkt. Jede teilweise richtig beantwortete Frage kann mit einem halben Punkt bewertet werden. Die Leistungen in einem Sachgebiet sind mit „ausreichend" zu bewerten, wenn der Prüfling 15 Punkte erreicht hat.
(6) Wird die Leistung von Prüflingen in einem Sachgebiet mit „nicht ausreichend" bewertet, gilt der schriftliche Teil der Prüfung als nicht bestanden.
(1) Die Beurteilung der Prüfungsleistungen erfolgt durch den Prüfungsausschuss in geheimer Beratung. Die Prüfung ist bestanden, wenn die Prüflinge in allen Teilen (§ 7 Abs. 4) die geforderten Leistungen erbracht haben.
(2) Nach bestandener Prüfung wird den Geprüften ein Zeugnis erteilt, das von den Mitgliedern des Prüfungsausschusses zu unterzeichnen und mit dem Siegel der oberen Jagdbehörde versehen ist.
(3) Wurde die Prüfung nicht in allen Teilen bestanden, erhalten die Prüflinge einen Bescheid der oberen Jagdbehörde über die bestandenen und die nicht bestandenen Prüfungsteile. Nicht bestandene Prüfungsteile können nach § 12 nachgeholt werden.
(4) Im Falle eines Ausschlusses von der weiteren Jägerprüfung nach § 8 Abs. 3, § 9 Abs. 4 oder § 10 Abs. 8 werden bereits bestandene Prüfungsteile nicht anerkannt.
KJV "Hubertus" Fritzlar - Homberg e.V.; Schwalm - Eder - Kreis
Jagdverein Hubertus Gießen e. V., Wettenberg
Jagdklub Limburg, Limburg
Jagdklub Main-Taunus e.V., Hofheim am Taunus
Hessischer Revierförsterei-Habichtswald, Kassel
Verein der Jäger des Dillkreises e. V., Dillenburg
Jägervereinigung Wiesbaden e. V., Wiesbaden
Kasseler Jägerschaft Hubertus e. V., Kassel
Jägervereinigung Marburg, Lahntal-Sterzhausen
Zuständig für die Jägerprüfung in Mecklenburg-Vorpommern ist die Untere Jagdbehörde. Das Mindestalter für die Prüfungszulassung beträgt 14 Jahre. Der Fragenkatalog ist freigegeben.
Die Prüfung besteht aus den Prüfungsteilen 1. Schießprüfung,
2. schriftliche sowie 3. mündlich-praktische Prüfung
Die schriftliche und mündlich-praktische Prüfung umfassen jeweils folgende Prüfungsfächer:
1. Tierarten, Wildbiologie, Wildhege, Biotophege, Wild- und Jagdschadensverhütung, Land- und Waldbau
2. Jagdbetrieb, Führung von Jagdhunden, jagdliches Brauchtum
3. Waffenrecht, Waffentechnik, Führung von Jagd- und Faustfeuerwaffen, Munition, Fanggeräte und deren Einsatz
4. Behandlung des erlegten Wildes unter besonderer Berücksichtigung der hygienisch erforderlichen Maßnahmen und Beurteilung der gesundheitlich unbedenklichen Beschaffenheit des Wildbrets, insbesondere hinsichtlich seiner Gewinnung und Verwendung als Lebensmittel
5. Tierschutz-, Jagd- und Forstrecht sowie Naturschutz- und Landschaftspflegerecht, ergänzt durch Sicherheits- und andere in Bezug auf die Jagdpraxis einschlägige Vorschriften
(Jägerprüfungsverordnung - JägerPVO M-V)
(3) Der Prüfling beantwortet die Prüfungsfragen unter Aufsicht von zwei durch den Prüfungsleiter bestimmten Prüfern in einer Zeit von drei Stunden. Hilfsmittel sind nicht zugelassen. Die Prüflinge sind vor Beginn der Prüfung darüber zu belehren, dass die Verwendung nicht erlaubter Hilfsmittel oder Täuschungsversuche zum Ausschluss von der Prüfung führen.
Antworten nach Absatz 2 Satz 2:
Antworten nach Absatz 2 Satz 3:
richtig: 2 Punkte
teilweise richtig: 1 Punkt
falsch: 0 Punkte
(5) Das Ergebnis eines jeden Prüfungsfaches der schriftlichen Prüfung wird wie folgt ermittelt:
ab 36 bis 40 Punkte Note 1 (sehr gut)
ab 30 bis 35 Punkte Note 2 (gut)
ab 24 bis 29 Punkte Note 3 (befriedigend)
ab 18 bis 23 Punkte Note 4 (ausreichend)
ab 12 bis 17 Punkte Note 5 (mangelhaft)
unter 12 Punkte
Note 6 (ungenügend) Kontakt
Jagdschule Gut Groß Stove, Groß Stove
Jägerschule Lewitz, Blievenstorf
Jagdschule Eixen GmbH, Eixen
Jagdschule Park and Lake Ltd., Neu Gaarz
Jagdschule Gut Grambow GbR, Grambow
Jagdschule Neubrandenburg, Neubrandenburg
Jagd und Naturpark Residenz, Drewitz
Jagdschule Rehse, Groß Wokern OT Nienhagen
Jagdschule Vorpommern GbR, Seeheilbad
Jagdprofi/Jagdschule Gelbensande, Bad Sülze
Jägerlehrhof LJV Mecklenburg-Vorpommern e.V., Damm
Zuständig für die Jägerprüfung in Niedersachsen ist die Oberste Jagdbehörde. Das Mindestalter für die Prüfungszulassung beträgt 15 Jahre. Der Fragenkatalog wird nicht veröffentlicht und steht ausschließlich den Jagdbehörden bei den Landkreisen, kreisfreien Städten und der Region Hannover zur Durchführung der Jägerprüfungen zur Verfügung.
Die Jägerprüfung gliedert sich in 3 Teile
1. die Schießprüfung mit Büchse und Flinte
2. die schriftliche und 3. die mündlich-praktische Prüfung
4. Behandlung des erlegten Wildes, Wildkrankheiten, Jagdhundewesen, jagdliches Brauchtum 5. Jagdrecht und verwandtes Recht
über die Jäger- und die Falknerprüfung
Vom 30. August 2005 (Nds. GVBl. S. 281),
geändert durch Verordnung
Vom 18. April 2012 (Nds. GVBl. S. 80)
1. Der Prüfling hat in der schriftlichen Prüfung in jedem der in der Anlage 1 genanntenFachgebiete 20 Fragen im Multiple-Choice-Verfahren unter Aufsicht zu beantworten.
2. Die Bearbeitungszeit für die Fragen eines Fachgebiets beträgt 30 Minuten. 3. Die Fragen wählt das vorsitzende Mitglied der Prüfungskommission aus einem Fragenkatalog der obersten Jagdbehörde aus.
(1) 1Die mündlich-praktische Prüfung wird in einem Jagdrevier abgehalten und erstreckt sich auf die in der Anlage 1 genannten Fachgebiete. 2Zu Beginn werden auf dem Jagdhorn fünf Jagdsignale geblasen, aus denen der Prüfling die drei sicherheitsrelevanten Leitsignale „Anblasen des Treibens", „Treiber in den Kessel" und „Aufhören zu schießen" erkennen muss.
1. die in Absatz 1 Satz 2 genannten drei Leitsignale auch nach einmaliger Wiederholung der fünf Jagdsignale nicht erkannt hat oder
2. beim Umgang mit der Schusswaffe einen Fehler begangen hat, der ihn selbst oder andere hätte gefährden können.
(1) 1In der schriftlichen Prüfung wird die Antwort auf jede Frage mit 0, 1 oder 2 Punkten bewertet.
22 Punkte werden vergeben, wenn alle richtigen Antwortmöglichkeiten markiert sind. 31 Punkt wird vergeben, wenn nur eine von mehreren richtigen Antwortmöglichkeiten markiert ist.
40 Punkte werden vergeben, wenn eine falsche Antwortmöglichkeit markiert ist, und zwar unabhängig davon, ob auch eine richtige Antwortmöglichkeit oder mehrere Antwortmöglichkeiten markiert sind, oder wenn keine Antwortmöglichkeit markiert ist 5Daraus ergeben sich je Fachgebiet die Noten:
sehr gut (1) bei 40 Punkten,
gut (2) bei 36 bis 39 Punkten
befriedigend (3) bei 32 bis 35 Punkten
ausreichend (4) bei 28 bis 31 Punkten
mangelhaft (5) bei 14 bis 27 Punkten
ungenügend (6) bei 0 bis 13 Punkten
sehr gut (1) = eine den Anforderungen in besonderem Maß entsprechende
gut (2) = eine den Anforderungen voll entsprechende Leistung,
befriedigend (3) = eine den Anforderungen im Allgemeinen entsprechende Leistung,
mangelhaft (5) = eine den Anforderungen nicht entsprechende Leistung, die jedoch erkennen lässt, dass Grundkenntnisse vorhanden sind und die
Mängel in absehbarer Zeit behoben werden können,
ungenügend (6) = eine den Anforderungen nicht entsprechende Leistung, bei der selbst die Grundkenntnisse lückenhaft sind.
Jagdschule Schüttler, Holzen
Jägerschaft Uslar, Uslar
Jägerschaft Göttingen, Adelebsen
Jägerschaft Wittmund, Esens
Waffen Kuhlmann, Ankum
Jagdschule Emsland, Aschendorf
Natur & Jagdschule Gut Arenshorst GmbH, Bohmte
Natur- und Jagdschule Schloss Lüdersburg, Lüdersburg
Jagdschule KuDu, Oldenburg
Jägerlehrhof Wendland, Trebel
Natur- und Jagdschule Handelsmann, Dötlingen
Jägerlehrhof Jagdschloss Springe, Hannover
Waffen Storck, Bohmte
Jägerschaft Peine, Peine-Stederdorf
Die Jägerprüfung ist bei der Unteren Jagdbehörde im Sinne des § 46 Abs. 3 LJG-NW abzulegen. Örtlich zuständig ist die Untere Jagdbehörde, in deren Bezirk die Bewerberin oder der Bewerber ihren oder seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat. Der Fragenkatalog ist veröffentlicht. Die Prüfung besteht aus einem 1. schriftlichen Teil
2. einer Schießprüfung und 3. einem mündlich-praktischen Teil
Der schriftliche Teil muss der Schießprüfung vorausgehen, die Schießprüfung dem mündlich-praktischen Teil vorausgehen.
Die Prüfung umfasst im schriftlichen und im mündlich-praktischen Teil folgende Sachgebiete:
1. Kenntnis der Tierarten, Wildbiologie, Wildhege, Naturschutz
2. Jagdbetrieb, waidgerechte Jagdausübung, Sicherheitsbestimmungen, Jagdhundewesen, Behandlung des erlegten Wildes, Wildkrankheiten, Grundzüge des Land- und Waldbaues, Wildschadenverhütung
3. Waffentechnik, Führung von Jagd- und Faustfeuerwaffen (insbesondere sichere Handhabung, Gebrauch und Pflege der Jagd- und Faustfeuerwaffen)
4. Jagdrecht, Grundsätze und wichtige Einzelbestimmungen des Waffenrechts, des Tierschutzrechts, des Naturschutz- und Landschaftspflegerechts
(Landesjagdgesetzdurchführungsverordnung - DVO LJG-NRW)
(1) Beim schriftlichen Teil der Prüfung sind aus den Sachgebieten des § 3 Absatz 2 Nummer 1 bis 4 je 25 Fragen anhand eines Fragebogens den Bewerbern zur schriftlichen Beantwortung vorzulegen. Der Fragebogen ist so zu gestalten, dass die Beantwortung der Fragen durch Ankreuzen vorgegebener Antworten möglich ist.
(2) Der Fragebogen wird für jeden Prüfungstermin von der oberen Jagdbehörde landeseinheitlich erstellt. Die Fragen sind dem unter www.jaegerpruefungsfragen.nrw.de veröffentlichten Fragenkatalog von insgesamt fünfhundert Fragen zu entnehmen.
(3) Die obere Jagdbehörde übersendet den Fragebogen in ausreichender Zahl mit einer Musterlösung den unteren Jagdbehörden in einem verschlossenen Umschlag. Der Umschlag darf erst bei Beginn des schriftlichen Teils der Prüfung von der Aufsicht in Gegenwart der Bewerber geöffnet werden.
(4) Der schriftliche Teil der Prüfung, der längstens zwei Stunden dauern soll, findet unter Aufsicht von mindestens zwei von dem Vorsitzenden bestimmten Mitgliedern des Ausschusses statt.
(5) Die vom Prüfungsausschuss bewerteten Fragebögen sind der Niederschrift über die Prüfung beizufügen.
(1) Die Leistungen der Bewerber sind in jedem Sachgebiet mit ,,bestanden" oder ,,nicht bestanden" zu bewerten.
(2) Der schriftliche Teil der Prüfung ist bestanden, wenn entweder in jedem Sachgebiet mindestens 14 Fragen oder insgesamt mindestens 70 Fragen, darunter 14 Fragen aus dem Sachgebiet des § 3 Absatz 2 Nummer 1, richtig und vollständig beantwortet sind.
1. beim Büchsenschießen auf die Rehbockscheibe mindestens vierzig Ringe,
2. beim Büchsenschießen auf die flüchtige Überläuferscheibe mindestens zwei Treffer in den Ringen erzielt und
3. beim Flintenschießen mindestens drei Wurftauben oder fünf Kipphasen getroffen worden sind.
Hat der Bewerber die geforderten Schießleistungen insgesamt oder in Teilen nicht erbracht, ist ihm die einmalige Wiederholung der gesamten Schießprüfung oder der nicht erfüllten Teile am gleichen Tage zu ermöglichen. Die beim ersten Durchgang erzielten Treffer bleiben unberücksichtigt.
(4) Der mündlich-praktische Teil der Prüfung ist bestanden, wenn die Leistungen in drei Sachgebieten, darunter in den Sachgebieten des § 3 Absatz 2 Nummer 1 und 3, mit ,,bestanden" bewertet worden sind. Der Prüfungsausschuss entscheidet in geheimer Beratung über das Prüfungsergebnis in den einzelnen Sachgebieten. Bei Stimmengleichheit ist die Leistung in dem jeweiligen Sachgebiet mit ,,bestanden" zu bewerten.
Kreisjägerschaft Dortmund e.V., Dortmund
Kreisjägerschaft Rhein-Erft e. V., Bergheim
Jagdschule Hohe Heide, Rheine
Jagdschule am Wiehen, Minden
Jagdschule Keiner – Hubertus, Wassenach
Jagdschule Tecklenburger Land, Westerkappeln
Jagdschule Bernd Ewering, Gronau -Epe
Jagdausbildung am Kaminfeuer, Nordwalde
Kreisjägerschaft Münster e.V., Münster
Hegering Haspe, Hagen Jägerschaft Herford, Spenge
Kreisgruppe Bonn-Sieg, Bonn Kölner Jägerschaft e. V., Köln
Kreisjägerschaft Heinsberg e. V., Erkelenz Jägerschule Wermelskirchen, Wermelskirchen KJS Hubertus Bielenfeld, Bielenfeld Kreisjägerschaft Euskirchen, Mechernich
Kreisjägerschaft Oberberg, Gummersbach Kreisjägerschaft Hagen e. V., Schwelm
Der theoretischen und praktischen Ausbildung zur Vorbereitung auf die Jägerprüfung (jagdliche Ausbildung) liegt ein Rahmenplan der Obersten Jagdbehörde zugrunde. Der Rahmenplan legt die Mindestanforderungen für die jagdliche Ausbildung fest. Der Fragenkatalog ist veröffentlicht. Geprüft wird einmal im Jahr. Zuständig für die Jägerprüfung ist die Untere Jagdbehörde.
Die Jägerprüfung gliedert sich in 1. die Schießprüfung 2. die schriftliche Prüfung und 3. die mündlich-praktische Prüfung
Bei der schriftlichen und in der mündlich-praktischen Prüfung sind ausreichende Kenntnisse in folgenden Sachgebieten nachzuweisen: 1. Tierarten, Wildbiologie, Wildhege
2. Jagdbetrieb (einschließlich Unfallverhütung und des erforderlichen jagdlichen Brauchtums), Wildschadensverhütung, Land- und Waldbau, Führung von Jagdhunden
3. Waffenrecht, Waffentechnik, Umgang mit Waffen und Munition (insbesondere Führung von Jagdwaffen einschließlich Kurzwaffen)
4. Behandlung des erlegten Wildes unter besonderer Berücksichtigung der hygienisch erforderlichen Maßnahmen, Beurteilung der gesundheitlich unbedenklichen Beschaffenheit des Wildbrets, insbesondere auch hinsichtlich seiner Verwendung als Lebensmittel
5. Jagdrecht 6. Tierschutz-, Naturschutz- und Landschaftspflegerecht
Landesverordnung zur Durchführung des Landesjagdgesetzes
(LJGDVO)
(1) In der schriftlichen Prüfung sind unter der Aufsicht von mindestens zwei Mitgliedern des Prüfungsausschusses aus jedem der sechs Sachgebiete nach § 25 Abs. 2 20 Fragen zu beantworten.
(2) Die obere Jagdbehörde wählt die in der schriftlichen Prüfung zu beantwortenden Fragen aus einem von ihr erstellten Fragenkatalog aus und stellt dem Prüfungsausschuss die dazugehörigen Lösungen zur Verfügung. Die Fragen sind so zu formulieren, dass deren Inhalt auch mit nur einfachen deutschen Sprachkenntnissen, erforderlichenfalls unter Zuhilfenahme eines Fremdsprachenwörterbuches, in angemessener Zeit erfasst werden kann. Die Anbieter anerkannter Ausbildungskurse nach § 22 Abs. 1, die Jagdverbände, die Vorsitzenden der Prüfungsausschüsse, die unteren Jagdbehörden und die unteren Behörden, deren Aufgabenbereich die Jagd tangiert, können der oberen Jagdbehörde Vorschläge zur Ergänzung, Streichung oder Änderung von Fragen im Fragenkatalog unterbreiten.
(3) Die ausgewählten 120 Fragen müssen innerhalb einer von der oberen Jagdbehörde festgelegten Zeitspanne beantwortet werden, die sechs Stunden nicht überschreiten soll. Nicht beantwortete Fragen gelten als falsch beantwortet. Hilfsmittel außer Fremdsprachenwörterbücher dürfen nicht benutzt werden.
(4) Mindestens zwei vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses bestimmte Mitglieder des Prüfungsausschusses bewerten die Arbeiten gemäß den zur Verfügung gestellten Lösungen. Für die Bewertung eines jeden Sachgebietes gilt folgender Notenschlüssel:
bei mehr als 18 richtig beantworteten Fragen Note 1
bei 16 bis 18 richtig beantworteten Fragen Note 2
bei 13 bis 15 richtig beantworteten Fragen Note 3
bei 10 bis 12 richtig beantworteten Fragen Note 4
bei 7 bis 9 richtig beantworteten Fragen Note 5
bei weniger als 7 richtig beantworteten Fragen Note 6
Jagdschule Schlachter, Zweibrücken
LJV RLP-Kreisgruppe Trier-Saarburg e. V., Trier
Kreisgruppe Neuwied, Hadert
Kreisgruppe Rhein-Lahn, Holzheim
Kreisgruppe Bernkastel-Wittlich, Manderscheid
Jägerlehrhof Burg Layen, Rümmelsheim/Burg Layen
LJV Gensingen e. V., Gensingen
Die Prüfungen sind vor einem Prüfungsausschuss der Vereinigung der Jäger des Saarlandes abzulegen. Der veröffentlichte Fragenkatalog wird von der Vereinigung der Jäger des Saarlandes im Einvernehmen mit der Obersten Jagdbehörde erstellt oder geändert und enthält für jedes Prüfungsfach 200 Prüfungsfragen. Die Vereinigung der Jäger des Saarlandes gibt den Fragenkatalog sowie dessen Änderungen den privaten Jagdschulen (§ 15) spätestens zwei Monate vor Beginn einer Prüfung kostenlos bekannt. Die Vereinigung der Jäger des Saarlandes sowie die privaten Jagdschulen (§ 15) geben die selbst erstellten Ausfertigungen an ihre Lehrgangsteilnehmer weiter. Die Prüfung besteht aus drei Teilen: 1. Waffenhandhabung und jagdliches Schießen
Die Prüfung erstreckt sich auf Kenntnisse und Fertigkeiten in folgenden Sachgebieten: 1. Jagdrecht sowie verwandte Rechtsgebiete, insbesondere Tierschutzrecht sowie Notwehr- und Notstandsrecht
2. Wild-/Jagdtierkunde einschließlich der Wildbiologie und der Wildkrankheiten sowie der Behandlung erlegten Wildes unter besonderer Berücksichtigung der Hygiene und der Beurteilung der gesundheitlich unbedenklichen Beschaffenheit des Wildbrets, insbesondere auch hinsichtlich seiner Verwendung als Lebensmittel
3. Jagdbetrieb unter besonderer Berücksichtigung der Fallenjagd sowie Jagdhundewesen
4. Wildhege, Naturschutz und Landschaftspflege, Wildschadensverhütung sowie Land- und Waldbau
5. Waffen- und Schießwesen hinsichtlich der im Jagdbetrieb vorkommenden Jagdwaffen (einschließlich Faustfeuerwaffen)
(2) Die Fragen mit jeweils fünf Antwortvorgaben und einer richtigen Antwort sind einem Fragenkatalog durch Zu-fallsauswahl zu entnehmen. Der Fragenkatalog wird von der Vereinigung der Jäger des Saarlandes im Einvernehmen mit der obersten Jagdbehörde erstellt oder geändert und enthält für jedes Prüfungsfach 200 Prüfungsfragen. Die Verei-nigung der Jäger des Saarlandes gibt den Fragenkatalog sowie dessen Änderungen den privaten Jagdschulen (§ 15) spätestens zwei Monate vor Beginn einer Prüfung kostenlos bekannt. Die Vereinigung der Jäger des Saarlandes sowie die privaten Jagdschulen (§ 15) geben die selbst erstellten Ausfertigungen an ihre Lehrgangsteilnehmer weiter.
(3) Verstößt ein Teilnehmer gegen die Ordnung oder macht er sich eines Täuschungsversuchs schuldig, gilt die Prüfung als nicht bestanden. Der Prüfungsleiter schließt den Teilnehmer von der Fortsetzung der Prüfung und der Wiederholung der Prüfung nach § 25 Abs. 3 aus. Die Prüfungsteilnehmer sind vor Beginn ausdrücklich auf diese Bestimmung hinzu-weisen.
Akademie für Jagd & Naturschutz Gräfinthal, Mandelbachtal
Jagdschule Linslehrhof, Überherrn
Jagdschule Seibt, Nonnweiler-Sitzerath
Jagdschule Blatt, Perl
1. jagdliches Schießen in den Disziplinen „Stehender Bock", „Laufender Überläuferkeiler", „Kipphase" und „Wurftaube"
2. schriftliche Prüfung 3. mündlich-praktische Prüfung, inklusive Waffenhandhabung: in maximal 10 min/Fach werden die Kenntnisse getestet
Die Sachgebiete gliedern sich in folgende Prüfungsfächer:
1. Tierarten, Wildhege, Wildbiologie, Jagdbetrieb einschließlich Fallenjagd, Wildschadensverhütung, Land- und Waldbau, Ökologie und Biotoppflege
2. Waffenrecht, Waffentechnik und Führung von Jagdwaffen einschließlich Faustfeuerwaffen
3. Jagdhundewesen, Wildhygiene, Wildkrankheiten und Behandlung des erlegten Wildes
5. Falknerprüfung
Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft zur Neuregelung jagdrechtlicher Vorschriften
(1) In der schriftlichen/online Prüfung hat der Bewerber seine aus einem
Katalog durch Zufall bestimmten Fragen aus allen Prüfungsfächern im Antwort-Wahl-Verfahren durch elektronische Eingaben zu beantworten. Der Fragenkatalog wird bei der oberen Jagdbehörde geführt. Aus wichtigem Grund kann die Jagdbehörde in Einzelfällen eine handschriftliche Beantwortung der Fragen zulassen.
(2) Den Bewerbern werden ihre Passwörter für den Internet-Zugang
oder der ausgedruckte Fragebogen von einem Prüfer übergeben. Die Zeit für die Beantwortung der Fragen beträgt zwei Stunden.
(3) Der Bewerber hat in jedem Prüfungsfach mindestens ausreichende
Leistungen zu erbringen. Ausreichende Leistungen hat erbracht, wer in den Fächern nach § 12 Abs. 2 Nr. 2 und 4 mindestens 75 Prozent und in den übrigen Fächern mindestens 60 Prozent der Fragen richtig beantwortet hat.
(4) Nach dem Ablauf der Bearbeitungszeit wird der Fragebogen
elektronisch gespeichert und ausgewertet. Das Prüfungsergebniswird
den Prüfern angezeigt. Im Falle des Nichtbestehenswerden
die Prüfungsleistungen und das Prüfungsergebnis des Bewerbers
ausgedruckt und den Jägerprüfungsunterlagen
Landesjagdverband Sachsen e. V. Cunnersdorfer Straße 25 01189 Dresden Referenzen:
Kreisjagdverband Freiberg e.V., Oberschöna/Kleinschirma
Zwickauer Jägerverein, Crimmitschau
Jagdschule Thamsen, Wermsdorf
Jagdschule Erzgebirge, Schützengrün/Erzgebirge
Jägerkurs R + Bherr, Langenweißbach
Jagdschule Spanja, Reumtengrün
KJV Bautzen, Kubschütz
KJV Muldentalkreis e. V., Wurzen
KJV Dresden, Dresden
KJV Bautzen e. V., Kubschütz
Die Jägerprüfung findet in Sachsen-Anhalt mehrmals jährlich statt und kann ggf. wiederholt werden. Zuständig für die Jägerprüfung ist die Jagdbehörde. Diese kann im Einvernehmen mit einer benachbarten Jagdbehörde auch für die bei ihr gemeldeten Bewerberinnen und Bewerber die Prüfung dort abnehmen lassen. Ein Mustervorschlag mit insgesamt 578 Fragen wird veröffentlicht.
2. schriftliche Prüfung 3. theoretische mündliche Prüfung Prüfungsmodalitäten
für Sachsen‐Anhalt (LJagdG‐DVO)
Schriftliche und mündlich‐praktische Prüfung
(1) Prüfungsfächer bei der schriftlichen und mündlich‐praktischen Prüfung sind:
1. Jagdbare Tiere: Jagdtierkunde, Wildbiologie, Ansprechen und Klassifizieren des Wildes, Bestandsermittlung und Abschussplanung, Wildbewirtschaftung, Bejagungsgrundsätze;
2. Hege und Jagdbetrieb: Hegemöglichkeiten in den Revieren, Verhalten auf der Jagd, jagdliche Einrichtungen und Anlagen, Fallenjagd, jagdliches Brauchtum, Verhinderung von Wild‐ und Jagdschäden;
3. Ökologie, Naturschutz .und Landschaftsschutz: Grundzüge der Ökologie und des Natur‐ und Landschaftsschutzes, Kenntnis wichtiger Baum‐ und Straucharten, Kräuter, Äsungspflanzen und Feldfrüchte, Kenntnis geschützter Tier‐ und Pflanzenarten, Durchführung von Schutzmaßnahmen, Biotopgestaltung;
4. Jagdhundewesen: Jagdhunderassen, Führen von Jagdhunden, Hundekrankheiten, Einsatzgebiete für Jagdhunde vor und nach dem Schuss;
5. Behandlung erlegten Wildes: Versorgung, Beurteilung und Verwertung von Wild, Wildkrankheiten;
6. Jagdwaffen: Grundzüge der Jagdwaffenkunde, Umgang mit Jagd‐ und Faustfeuerwaffen unter besonderer Berücksichtigung der Gewährleistung der Sicherheit, Handhabung von Jagd‐ und Faustfeuerwaffen und deren Pflege, Unfallverhütung;
7. Jagdrecht: Grundzüge des Bundes‐ und des Landesjagdrechts, des Waffen‐,
Naturschutz‐, Fleischhygiene‐, Geflügelfleischhygiene‐, Tierseuchen‐ und des
Tierschutzrechts sowie des Rechts der Feld‐ und Forstordnung.
(2) Bei der schriftlichen Prüfung werden in einem von der Prüfungskommission erarbeiteten Fragebogen 20 Fragen für jedes Prüfungsfach gestellt, die die Prüflinge unter Aufsicht zu beantworten haben.
(3) Bei der mündlich‐praktischen Prüfung werden den Prüflingen Fragen und Aufgaben aus allen Prüfungsfächern gestellt. Die Prüfungsdauer soll für den einzelnen Prüfling fünfzehn Minuten je Prüfungsfach nicht überschreiten. Folgende Mitglieder der Prüfungskommission müssen anwesend sein:
1. der für das jeweilige Fach bestimmte Prüfer,
2. ein weiteres Mitglied der Prüfungskommission.
(1) Die Bewertung der Prüfungsleistung bei der schriftlichen und mündlich‐praktischen Prüfung erfolgt jeweils durch den für das jeweilige Fach bestimmten Prüfer und ein weiteres Mitglied der Prüfungskommission. Können diese sich über die Bewertung nicht einigen, so entscheidet der Vorsitzende oder dessen Stellvertreter.
(2) Bei der mündlich‐praktischen Prüfung gelten für die Bewertung der einzelnen Prüfungsleistungen folgende Noten:
2 = gut = eine Leistung, die erheblich über den durchschnittlichenAnforderungen liegt;
3 = befriedigend = eine Leistung, die den durchschnittlichen Anforderungenentspricht;
4 = ausreichend = eine Leistung, die trotz ihrer Mängel den Anforderungen nochgenügt;
5 = mangelhaft = eine den Anforderungen nicht entsprechende Leistung, die
jedocherkennen lässt, dass die notwendigen Grundkenntnisse vorhanden
sind und dieMängel in absehbarer Zeit behoben werden können;
6 = ungenügend = eine Leistung, die wegen erheblicher Mängel den Anforderungennicht genügt.
Zwischennoten werden nicht erteilt.
(3) Bei der schriftlichen Prüfung gilt für die Bewertung der Antworten und die Benotung der Prüfungsfächer folgender Punkte‐ und Notenschlüssel:
im Wesentlichen richtige Antwort = 2 Punkte, teilweise richtige Antwort = 1 Punkt,
im Wesentlichen unrichtige Antwort = 0 Punkte;
1 = sehr gut = mindestens 38 Punkte,
2 = gut = mindestens 32 Punkte,
3 = befriedigend = mindestens 26 Punkte,
4 = ausreichend = mindestens 20 Punkte,
5 = mangelhaft = mindestens 14 Punkte,
6 = ungenügend = weniger als 14 Punkte.
(4) Hat sich ein Prüfling unzulässiger Hilfsmittel bedient, so kann die betreffende Prüfungsleistung mit ,,ungenügend" bewertet werden.
(5) Aus den Teilnoten der schriftlichen und mündlich‐praktischen Prüfung wird für jedes Prüfungsfach eine nach der kaufmännischen Regel auf eine ganze Zahl gerundete Note gebildet. Die Gesamtnote der Jägerprüfung errechnet sich aus dem arithmetischen Mittel der Noten der Prüfungsfächer. Die
Gesamtnote lautet: bei einem Durchschnitt
bis 1,49 = sehr gut;
von 1,50 bis 2,49 = gut;
von 2,50 bis 3,49 = befriedigend;
von 3,50 bis 4,49 = ausreichend;
von 4,50 und schlechter = nicht bestanden.
Ausschluss, Ergebnis der Prüfung
(1) Ein Prüfling ist von der weiteren Prüfung auszuschließen, sobald er
1. beim jagdlichen Schießen die geforderten Mindestleistungen auch bei der Wiederholung nicht erfüllt oder während der Prüfung oder Wiederholungsprüfung erhebliche Fehler beim Umgang mit der Waffe begeht, die geeignet sind, ihn selbst oder andere zu gefährden, oder
2. bei der mündlich‐praktischen Prüfung im Fach ,,Jagdwaffen" eine schlechtere Note als ,,ausreichend" oder in einem anderen Fach die Note ,,ungenügend" erhält.
Die Entscheidung über den Ausschluss ist dem Prüfling unverzüglich zu eröffnen. Die
Gründe dafür sollen von den anwesenden Mitgliedern der Prüfungskommission in einer Niederschrift festgehalten werden.
(2) Die Prüfung ist nicht bestanden, wenn
1. der Prüfling beim jagdlichen Schießen oder bei der mündlich‐praktischen Prüfung von der weiteren Prüfung ausgeschlossen wurde oder
2. die Note im Prüfungsfach ,,Jagdwaffen" nicht mindestens ,,ausreichend" oder in einem anderen Prüfungsfach ,,ungenügend" ist oder
3. die Gesamtnote der Jägerprüfung nicht mindestens ,,ausreichend" ist.
(3) Über das Ergebnis der Prüfung ist eine Niederschrift zu fertigen und von den Mitgliedern der Prüfungskommission zu unterschreiben. Sie wird mit den sonstigen Prüfungsunterlagen einschließlich der Schießliste und einer etwaigen Niederschrift nach Absatz 1 Satz 3 verbunden. Der Vorsitzende der Prüfungskommission gibt den Prüflingen das Ergebnis der Prüfung bekannt. Über die bestandene Prüfung erhält der Prüfling ein Zeugnis. Wurde der Prüfling von der weiteren Prüfung ausgeschlossen oder hat er die Prüfung aus einem anderen Grund nicht bestanden, so hat ihm die Jagdbehörde auf
Verlangen einen Bescheid zu erteilen.
Jagdschule Jahns, Cröchern
Jagdschule Diana, Lutherstadt Wittenberg (Pratau)
Jagdschule Halle/Saale, Halle/Saale
Schönebecker Jagdschule und Naturschule, Pretzien
Jagd und Naturschule Ostermann, Gerwisch
Jagdschule Bernd Ewering, Wienrode
Jägerschaft Saalkreis e. V.
Kreisjagdschule Magdeburg, Magdeburg
Die Jägerausbildung wird von den Kreisjägerschaften organisiert oder in deren Auftrag von professionellen Ausbildern durchgeführt. Sie finden nach Bedarf statt. Zuständig für die Jägerprüfung ist die Untere Jagdbehörde. Die Prüfung besteht aus folgenden Abschnitten:
2. schriftlicher Teil und mündlich-praktischer Teil
Der schriftliche und der mündlich-praktische Teil bestehen aus folgenden Prüfungsfächern:
1. Kenntnisse der jagdbaren Tierarten, Wildbiologie, Wildhege, Jagdbetrieb, Wild- und Jagdschadensverhütung, Land- und Waldbau
3. Führung von Jagdhunden, Behandlung des erlegten Wildes unter besonderer Berücksichtigung der hygienisch erforderlichen Maßnahmen und Beurteilung der gesundheitlich unbedenklichen Beschaffenheit des Wildbrets, insbesondere auch hinsichtlich seiner Verwendung als Lebensmittel
4. Jagdrecht, jagdlich bedeutsame Regelungen des Tierschutz-, Wald- sowie Naturschutzrechtes sowie anderer Rechtsvorschriften
über die Prüfung zum Erwerb des ersten Jagdscheines
(Jägerprüfungsverordnung) vom 5. März 2012
(1) Der Prüfungsausschuss stellt aus den vier Prüfungsfächern je 20 Fragen zusammen. Diese Fragen sind unter Aufsicht innerhalb von drei Stunden schriftlich zu beantworten. Die Antworten sind von zwei Mitgliedern des Prüfungsausschusses zu bewerten. Können diese sich über die Bewertung nicht einigen, entscheidet die Vorsitzende oder der Vorsitzende. Die Antworten sind wie folgt zu bewerten:
richtige Antwort: 2 Punkte,
teilweise richtige Antwort: 1 Punkt, unrichtige Antwort: 0 Punkte.
(2) Die Prüfung in den vier Prüfungsfächern wird wie folgt benotet:
38 Punkte und mehr sehr gut - 1 -
32 bis 37 Punkte gut - 2 -
26 bis 31 Punkte befriedigend - 3 -
20 bis 25 Punkte ausreichend - 4 -
14 bis 19 Punkte mangelhaft - 5 -
weniger als 14 Punkte ungenügend - 6 -
Mündlich-praktischer Teil der Prüfung
(1) Während der Prüfung müssen mindestens vier Mitglieder des Prüfungsausschusses ständig anwesend sein. Aus den vier Prüfungsfächern sind theoretische und praktische Aufgaben zu lösen. Die Prüfungszeit in einem Fach soll für den einzelnen Prüfling höchstens zehn Minuten betragen. Es dürfen jeweils bis zu 15 Prüflinge pro Prüfungsausschuss an einem Prüfungstag geprüft werden. Jeder Prüfling erhält für jedes Prüfungsfach eine Note, über die der Prüfungsausschuss entscheidet. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme der oder des Vorsitzenden.
(2) Die Leistungen der Prüflinge sind wie folgt zu bewerten:
sehr gut - 1 -
für eine den Anforderungen in besonderem Maße entsprechende Leistung,
gut - 2 -
für eine den Anforderungen voll entsprechende Leistung,
befriedigend - 3 -
für eine den Anforderungen im Allgemeinen entsprechende Leistung,
ausreichend - 4 -
für eine Leistung, die zwar Mängel aufweist, aber im Ganzen den Anforderungen noch entspricht,
mangelhaft - 5 -
für eine den Anforderungen nicht entsprechende Leistung, die jedoch erkennen lässt, dass Grundkenntnisse vorhanden sind,
ungenügend - 6 -
für eine den Anforderungen nicht entsprechende Leistung, bei der selbst Grundkenntnisse nur lückenhaft vorhanden sind.
(3) Der mündlich-praktische Teil der Prüfung ist nicht bestanden, wenn der Prüfling in dem in § 5 Abs. 4 Nr. 2 genannten Prüfungsfach die Waffen unvorsichtig oder unsicher handhabt.
(1) Aus den Noten des schriftlichen und des mündlich-praktischen Teils ist für jedes Prüfungsfach eine Gesamtnote aus der Hälfte der Summe der beiden Einzelnoten zu bilden. Die Gesamtnoten werden nicht gerundet. Die Prüfung ist nicht bestanden, wenn:
1. Die Schießprüfung nicht bestanden ist,
2. der Prüfling in den in § 5 Abs. 4 Nr. 1 oder 2 genannten Prüfungsfächern eine schlechtere Gesamtnote als - 4,4 - erreicht,
3. der Prüfling in den in § 5 Abs. 4 Nr. 3 oder 4 genannten Prüfungsfächern eine schlechtere Gesamtnote als - 5,4 - erreicht,
4. der mündlich-praktische Teil der Prüfung nach § 8 Abs. 3 nicht bestanden ist oder
5. der mittlere Wert der Gesamtnoten nach Satz 1 unter - 4,4 - liegt.
Bei nicht bestandener Schießprüfung ist die Teilnahme und das Bestehen des Prüfungsabschnittes gemäß § 5 Abs. 3 Nr. 2 weiterhin möglich.
(2) Hat sich ein Prüfling unzulässiger Hilfsmittel bedient, muss die betreffende Prüfungsleistung mit ungenügend - 6 - bewertet werden.
(3) Der Prüfungsausschuss stellt das Prüfungsergebnis fest. Über das Ergebnis ist eine Niederschrift zu fertigen, die von allen Mitgliedern des Prüfungsausschusses zu unterzeichnen ist. Die Niederschrift muss die wesentlichen Abschnitte des Prüfungsablaufes und die Bewertung der Prüfungsleistungen enthalten. Die Schießliste und die schriftlichen Prüfungsarbeiten sind von der Jagdbehörde für die Dauer von fünf Jahren, die Niederschrift, in der das Prüfungsergebnis festgestellt ist, ist unbefristet aufzubewahren.
(4) Über die bestandene Prüfung oder den bestandenen Prüfungsabschnitt erhält der Prüfling ein Zeugnis nach anliegendem Muster. Das Zeugnis ist von allen Mitgliedern des Prüfungsausschusses, sowie von der Behörde zu unterzeichnen.
(5) Bei nicht bestandener Prüfung ist dem Prüfling auf Verlangen ein schriftlicher Bescheid zu erteilen.
(6) Über das Ergebnis der Prüfung ist den Ausbildungsleiterinnen und Ausbildungsleitern auf Anfrage Auskunft zu erteilen.
Jägerschule Schönkirchen, Schönkirchen
Jagdschule Neumünster, Neumünster
Jungjäger – Kursus Nord-West, Friedrichskoog
Jägerlehrhof Meckelmoor, Breiholz
Deula Schleswig-Holstein GmbH, Rendsburg
Claus Groth, Jagdschießschule Ostholstein
Die Oberste Jagdbehörde legt zwei Prüfungstermine im Jahr fest. Prüfungsbehörde ist die Obere Jagdbehörde. Es finden 2 Prüfungen pro Jahr statt. Der Fragenkatalog wird nicht veröffentlicht.
Die Prüfung besteht aus folgenden Abschnitten:
2. schriftlicher Teil 3. praktisch-mündlicher Teil (10 bis 15 Minuten je Fach und Prüfling)
In der Prüfung muss der Bewerber ausreichende Kenntnisse in folgenden Sachgebieten nachweisen: 1. Tierarten, Wildbiologie, Wildhege, Wildschadenverhütung, Landwirtschaft und Waldwirtschaft
2. Jagdbetrieb, Jagdhunde, Behandlung des erlegten Wildes, Wildbret als Lebensmittel (Fleischhygiene)
3. Waffentechnik, Führung von Jagdwaffen (einschließlich Kurzwaffen)
4. Jagdrecht, Waffenrecht, Tierschutzrecht, Natur- und Umweltschutzrecht
Thüringer Jäger- und Falknerprüfungsordnung (ThürJFPO)
(1) Beim schriftlichen Teil der Prüfung sind je Sachgebiet nach § 6 Abs. 5 Nr. 1 bis 4 fünfundzwanzig Fragen an Hand eines Fragebogens schriftlich zu beantworten. Der schriftliche Teil der Prüfung dauert höchstens drei Stunden. Die Prüfung findet unter Aufsicht mindestens eines Mitgliedes des Prüfungsausschusses statt, der vom Vorsitzenden bestimmt wird. Dieser kann weitere Aufsichtsführende bestimmen.
(2) Die oberste Jagdbehörde verfaßt für die Jägerprüfung einen landeseinheitlichen Fragebogen. Hierzu schlägt auch der Landesjagdverband Thüringen e. V. eine Anzahl von Fragen entsprechend Absatz 1 Satz 1 vor. Dem Vorschlag ist eine Musterlösung beizufügen. Dabei ist die gebotene Geheimhaltung zu beachten. Die oberste Jagdbehörde übersendet Fragebögen in ausreichender Anzahl nebst sechs Abdrucken von der Musterlösung dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses. Dieser darf den verschlossenen und versiegelten Umschlag erst unmittelbar vor Beginn des schriftlichen Teils der Prüfung in Gegenwart des oder der Aufsichtsführenden und aller Prüflinge öffnen. Überzählige Fragebögen sind zu vernichten. Darüber ist ein Vermerk in die Prüfungsniederschrift aufzunehmen.
(3) Vor Beginn der Prüfung sind die Prüflinge darauf hinzuweisen, daß jede gegenseitige Kontaktaufnahme und die Benutzung von Hilfsmitteln untersagt sind. Bei Verstößen gegen diese Anordnung können die betroffenen Prüflinge nach Entscheidung der anwesenden Mitglieder des Prüfungsausschusses durch mündliche Erklärung des Prüfungsausschußvorsitzenden von der Fortsetzung der Prüfung ausgeschlossen werden. Die Prüfung gilt als nicht bestanden. Der Grund des Ausschlusses ist in der Prüfungsniederschrift zu vermerken.
(4) Die Bewertung des schriftlichen Teils der Prüfung erfolgt unter Berücksichtigung des sachlichen Inhalts der Musterlösung durch jeweils zwei Mitglieder des Prüfungsausschusses; in Zweifelsfällen entscheidet der Vorsitzende des Prüfungsausschusses.
(5) Die Leistungen in einem Sachgebiet sind mit "ausreichend" zu bewerten, wenn der Prüfling fünfzehn Punkte erreicht. Dabei erhält jede richtig beantwortete Frage einen Punkt. Jede teilweise richtig beantwortete Frage kann mit einem halben Punkt bewertet werden.
(6) Wird die Leistung eines Prüflings in einem oder mehreren Sachgebieten mit "nicht ausreichend" bewertet, benachrichtigt der Vorsitzende des Prüfungsausschusses unverzüglich schriftlich die Prüfungsbehörde. Diese schließt den Prüfling durch schriftlichen Bescheid mit Rechtsbehelfsbelehrung unter Angabe des Grundes von der Fortsetzung der Prüfung aus.
(1) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses bewerten die Leistungen der Prüflinge praktischen und mündlichen Teil der Prüfung in gemeinsamer Beratung in jedem Sachgebiet wie folgt:
1. "ausreichend" = für eine Leistung, die, abgesehen von einzelnen geringfügigen Mängeln, den Anforderungen entspricht oder besser ist oder
2. "nicht ausreichend" = für eine mit erheblichen Mängeln behaftete oder völlig unbrauchbare Leistung.
(2) Die Bewertungen sind in eine Bewertungsliste einzutragen. Die Bewertungsliste ist der Prüfungsniederschrift beizuheften.
(3) Wird die Leistung eines Prüflings in einem Sachgebiet oder in mehreren Sachgebieten mit "nicht ausreichend" bewertet, ist die Prüfung nicht bestanden. Die Entscheidung des Prüfungsausschusses ist dem Prüfling durch den Vorsitzenden mündlich bekanntzugeben. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses benachrichtigt unverzüglich schriftlich die Prüfungsbehörde. Diese teilt dem Prüfling durch schriftlichen Bescheid mit Rechtsbehelfsbelehrung und der Angabe des Grundes die Entscheidung über die Prüfung mit.
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