Source: http://4m-immo.at/de/4340244/Nebenkosten.html
Timestamp: 2019-05-26 09:00:05
Document Index: 136511927

Matched Legal Cases: ['§15', '§17', '§15', '§15', '§15', '§4', '§30', '§30', '§30', '§30', '§30', '§30', '§30', '§30', '§12', '§3', '§30', '§30', '§30', '§30', '§30', '§30', '§3', '§3', '§4', '§5', '§17', '§6', '§14']

1. Nebenkosten bei Kaufverträgen
1.1) Grunderwerbssteuer vom Wert der Gegenleistung: 3,5% (Ermäßigung oder Befreiung in Sonderfällen möglich)
1.2) Grundbuchseintragungsgebühr (Eigentumsrecht): 1,1%
1.3) Vertragserrichtung und grundbücherliche Durchführeng: Kosten nach Vereinbarung im Rahmen der Tarifordnung des jeweiligen Urkundenerrichters zzgl. Barauslagen für Beglaubigungen und Stempelgebühren.ligen Urkundenerrichters zzgl. Barauslagen für Beglaubigungen und Stempelgebühren.
1.4) Mitteilung und Selbstberechnung der immobilienertragsteuer: Kosten nach Vereinbarung im Rahmen der Tarifordnung des jeweiligen Urkundenerrichters.
1.5) Grundverkehrsverfahren: Verfahrenskosten und Verwaltungsabgaben sind länderweise unterschiedlich.
1.6) Übernahme der Förderungsdarlehen bei Wohnungseigentumsobjekten und Eigenheimen durch den Erwerber: Es besteht kein Rechtsanspruch auf Übernahme. Im jeweiligen Einzelfall sind sowohl die Möglichkeiten der Übernahme als auch allfällige, daraus resultierende Belastungen zu ermitteln.
1.7) Allfällige Anliegerleistungen wie Aufschließungskosten, Kosten der Baureifmachung des Grundstückes, Anschlussgebühren und -kosten (Wasser, Kanal, Strom, Gas, Telefon, etc.): laut Vorschreibung der Gemeinde.
1.8) Vermittlungshonrorar (gesetzliche vorgesehene Höchstprovision):
§ Liegenschaften oder Liegenschaftsanteilen
§ Liegenschaftsanteilen, an denen Wohnungseigentum besteht oder vereinbarungsgemäß begründet wird
§ Unternehmen und Unternehmensbeteiligungen aller Art
§ Abgeltungen für Superädifikate auf verpachteten/vermieteten/zu verpachtenden/zu vermietenden Grundstücken
§ Ausgenommen von diesen Obergrenzen sind Burgen, Schlösser, Klöster
bis € 36.336,42 je 4 %
von € 36.336,43 bis € 48.448,49 € 1.453,46
ab € 48.448,50 je 3 %
o bei Optionen: 50% des Honorars, das aber im Fall der Optionsrecht-Ausübung auf das Gesamthonorar angerechnet wird.
o Die Übernahme des Honorars einer Vertragsseite durch die andere ist zulässig, solange weder die Höchstsumme beider Seiten noch das 2-fache des Maximalhonorars der eigenen Seite überschritten wird. Unzulässig ist die Überwälzung auf Suchende bei Wohnungen oder Einfamilienhäusern.
2. NEBENKOSTEN BEI HYPOTHEKARDARLEHEN
6. Vermittlungshonorar: Sofern die Vermittlung im Zusammenhang mit einer Vermittlung eines Kauf- oder Tauschgeschäftes gem. §15(1) IMVO steht, max. 2% der Darlehenssumme; sonst max. 5% der Darlehenssumme. §17
3. GRUNDLAGEN des MAKLERHONORARS (MaklerG)
· ein gesetzliches oder vertragliches Vorkaufs-, Wiederkaufs- oder Eintrittsrecht ausgeübt wird. §15(1)4
· der Alleinvermittlungsauftrag vom Auftraggeber vertragswidrig ohne wichtigen Grund vorzeitig aufgelöst wird; §15(2)
· das Geschäft während der Dauer des Alleinvermittlungsauftrags auf andere Art als durch die Vermittlung eines anderen vom Auftraggeber beauftragten Maklers zustande gekommen ist. §15(2)3
4. STEUERLICHE AUSWIRKUNGEN BEI VERÄUSSERUNG
Ihr Immobilienmakler ist kein Steuerberater, daher erfordert jede Transaktion zusätzlich zu den erteilten Informationen eine steuerliche Beratung. Folgende steuerliche Auswirkungen sind abstrakt möglich. Welche davon im Einzelfall konkret zutreffen, sind in einer steuerlichen Beratung zu klären!
1. Veräußerung von Immobilien des Privatvermögens §4(3a), §30(1,3), §30a(1), §30b(1,2), §30c(2,3)
o Neuvermögen (Immobilien, die am 31.3.2012 steuerverfangen waren, insbesondere solche, die nach dem 31.3.2002 angeschafft wurden) §30(3)
§ Als Gewinn bei Grundstücksverkäufen gilt der Veräußerungserlös - vermindert um Anschaffungskosten und -nebenkosten, Aufwand für Herstellung, Instandsetzung, Steuer-Mitteilung, -Selbstberechnung und -Entrichtung - vermehrt um allfällige steuerfreie Subventionen und geltend gemachte Abschreibungen.
§ Ein Inflationsabschlag von jährlich 2% reduziert diesen Veräußerungsgewinn nach dem 10. Jahr nach dem Anschaffungszeitpunkt bis um max. 50%.
§ Weitere Werbungs- und Instandhaltungskosten sind nicht abzugsfähig! Der ermittelte Veräußerungsgewinn ist mit 25% zu versteuern.
o Altvermögen (Immobilien, die am 31.3.2012 nicht steuerverfangen waren.) §30(4,5), §30a(2)
§ Grundsätzlich: Als Gewinn gilt pauschal 14% des Veräußerungserlöses. Das ergibt bei 25% Steuersatz eine Effektivsteuerbelastung von 3,5% des Erlöses.
§ Für Grundstücke, deren Widmung nach dem 31.12.1987 und nach dem letzten entgeltlichen Erwerb erstmals in Bauland/Baufläche geändert wurde, gelten pauschal 60% des Verkaufserlöses als Verkaufsgewinn. Das ergibt beim Steuersatz von 25% eine effektive Steuerbelastung von 15% des Verkaufserlöses.
§ Bei Altvermögen darf kein Inflationsabschlag abgezogen werden. Auf Antrag wird der Gewinn nicht pauschal, sondern konkret wie bei Neuvermögen ermittelt.
o Ausnahmen von der Besteuerung gelten u.a. §30(2)
§ für Gebäude, wenn ein selbst hergestelltes Gebäude veräußert wird, das innerhalb der letzten 10 Jahre nicht zur Erzielung von Einkünften gedient hat.
§ für Gebäude und dazugehöriges Grundstück, wenn es dem Verkäufer durchgehend für mindestens 2 Jahre ab Anschaffung oder mindestens 5 Jahre innerhalb der letzten 10 Jahre vor der Veräußerung als Hauptwohnsitz gedient hat, und der Hauptwohnsitz aufgegeben wird.
3. Vorsteuerberichtigung und Umsatzsteuer §12(10)UStG
5. KONSUMENTEN-SCHUTZBESTIMMUNGEN
6.1) Rücktrittsrecht gemäß Konsumentenschutzgesetz (KschG)
1. Allgemeines: Um das Rücktrittsrecht auszuüben, genügt es, die Rücktrittserklärung am letzten Tag der Frist abzusenden. Die Rücktrittserklärung muss erkennen lassen, dass der Verbraucher das Zustandekommen oder die Aufrechterhaltung des Vertrages ablehnt. §3(4) Die Rücktrittserklärung ist an keine bestimmte Form gebunden. Eine Rücktrittserklärung an den Immobilienmakler bez. eines Immobiliengeschäfts gilt auch für den diesbezüglich geschlossenen Maklervertrag. §30a(2)
6.2) Rücktritt vom Immobiliengeschäft gem. §30a
o am Tag der erstmaligen Besichtigung des Vertragsobjektes abgegeben hat,
o diese auf den Erwerb eines Mietrechts/Pachtrechts, eines sonstigen Gebrauchs- oder Nutzungsrechts oder des Eigentums gerichtet ist,
o und zwar an einer Wohnung, an einem Einfamilienwohnhaus oder einer Liegenschaft, die zum Bau eines Einfamilienwohnhauses geeignet ist,
o und dies zur Deckung des dringenden Wohnbedürfnisses des Verbrauchers oder eines nahen Angehörigen dienen soll, §30a(1)
kann binnen einer Woche seinen Rücktritt erklären. §30a(2)
Die Frist beginnt erst dann zu laufen, sobald der Verbraucher eine Zweitschrift der Vertragserklärung und eine Rücktrittsbelehrung erhalten hat. Das Rücktrittsrecht erlischt jedenfalls spätestens einen Monat nach dem Tag der erstmaligen Besichtigung. §30a(3). Die Vereinbarung der Zahlung eines Angelds, Reugelds oder einer Anzahlung vor Ablauf der Rücktrittsfrist ist unwirksam. §30a(4)
6.3) Rücktrittsrecht bei Nichteintritt maßgeblicher Umstände §3a
Der Verbraucher kann von seinem Vertragsantrag oder vom Vertrag zurücktreten, wenn
o ohne seine Veranlassung
o maßgebliche Umstände, die vom Unternehmer als wahrscheinlich oder sicher dargestellt wurden
o nicht oder in erheblich geringerem Ausmaß eingetreten sind.
o die erforderliche Mitwirkung oder Zustimmung eines Dritten,
o steuerrechtliche Vorteile,
o eine öffentliche Förderung oder die Aussicht auf einen Kredit.
o im Einzelnen ausgehandelter Ausschluss des Rücktrittsrechtes,
o angemessene Vertragsanpassung,
o Wissen oder Wissen-müssen des Verbrauchers über den Nichteintritt maßgeblicher Umstände bei den Vertragsverhandlungen.
6.4) Rücktrittsrecht gemäß §3KSchG
(besteht nicht, wenn Vertrag dem FAGG unterliegt, siehe unten)
o den Namen und die Anschrift des Unternehmers,
o die zur Identifizierung des Vertrags notwendigen Angaben sowie
o die Belehrung über das Rücktrittsrecht, die Rücktrittsfrist und
o die Vorgangsweise für die Ausübung des Rücktrittsrechts enthält,
o wenn er die Geschäftsverbindung zur Schließung des Vertrages mit dem Unternehmer selbst angebahnt hat oder
o wenn der Verbraucher seine Vertragserklärung in körperlicher Abwesenheit des Unternehmers abgegeben hat, es sei denn, dass er dazu vom Unternehmer gedrängt worden ist.
Falls der Verbraucher über die Bedingungen, die Fristen und die Vorgangsweise für die Ausübung dieses Rücktrittsrechts nicht unter Zurverfügungstellung des in §4Abs.1Ziff.8FAGG angeführten Muster-Rücktrittsformulars (vgl. Seite ???? dieser Mappe) informiert wurde, so verlängert sich die angeführte Rücktrittsfrist um zwölf Monate. Wird diese Informationserteilung innerhalb von zwölf Monaten ab Vertragsschluss jedoch nachgeholt, endet die Rücktrittsfrist 14 Tage nach dem Zeitpunkt, zu dem der Verbraucher diese Information erhält.
Das Bauträgervertragsgesetz sieht vielfältige Rücktrittsgründe vor. Ein Rücktritt nach dem BTVG kann im Regelfall binnen 14 Tagen nach Erhalt einer schriftlichen Belehrung über das Rücktrittsrecht erklärt werden. Das Rücktrittsrecht erlischt 6 Wochen nach dem Zustandekommen des Vertrages
Ausnahmen von der Vorlage- und Aushändigungspflicht bestehen für jene Gebäude die nur frostfrei gehalten werden, nur rein religiös genutzt werden, frei stehen mit weniger als 50m² Nutzfläche, bloß saisonal genutzt werden (bestimmte Umstände), spätestens 3 Jahren nach Verkauf abgerissen werden, nur provisorisch max. 2 Jahre genutzt werden, überwiegend durch innere Abwärme temperiert werden.
· für Käufer, Verkäufer, Mieter, Vermieter, Pächter und Verpächter von Immobilien V29
· Die Paragraphenverweise beziehen sich, so nicht anders angegeben, auf die Immobilienmaklerverordnung .
Vor Abschluss eines Immobiliengeschäftes ist eine einzelfallbezogene Beratung durch einen Anwalt, Notar und Steuerberater unerlässlich! Entsprechend dem bestehenden Geschäftsgebrauch kann der Makler als Doppelmakler tätig sein. §5(1)MaklerG Wird er auftragsgemäß nur für eine Partei tätig, so hat er dies der anderen Seite mitzuteilen. §17MaklerG Falls der Makler mit dem vermittelten Dritten in einem familiären oder wirtschaftlichen Naheverhältnis steht, so hat er diesen Umstand unverzüglich bekannt zu geben. §6(4)MaklerG
Der Immobilienmakler wird tätig: entweder aufgrund eines schlichten Maklervertrages (keine Tätigkeitsverpflichtung, Beendigungsmöglichkeit für beide Vertragspartner jederzeit, Beauftragung einer beliebigen Anzahl an Maklern zulässig) oder aufgrund eines Alleinvermittlungsauftrages (Tätigkeits- verpflichtung, Befristung auf angemessene Dauer, keine Beauftragung eines weiteren Maklers zulässig). §14MaklerG