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Timestamp: 2019-12-09 11:18:41
Document Index: 275839041

Matched Legal Cases: ['§ 11', '§ 5', '§ 5', '§ 39', '§ 39', 'Art. 45', 'EuG', '§ 82', 'Art. 3', '§ 3', '§ 22', 'EuG', 'Art. 4', 'Art. 3', 'Art. 70', 'Art. 24', 'Art. 7', 'Art. 4', 'Art 70']

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1.1 Bayerisches Landessozialgericht, Beschluss vom 07.01.2015 – L 16 AS 734/14 B ER
2. Gegen Sanktionen ist nachträglicher Rechtsschutz möglich und ausreichend ( vgl. Bay. LSG, Beschluss vom 14.11.2014 – L 16 AS 737/14 B ER, n. v. ).
Anmerkung: Anderer Auffassung – SG Reutlingen, Beschluss vom 19.03.2013 – S 7 AS 288/13 ER, n. v. , SG Berlin, Beschluss vom 04.12.2014 – S 131 AS 27736/14 ER, n. v.
1. 2 Bayerisches Landessozialgericht, Teilurteil vom 22.01.2015 – L 7 AS 757/14 B ER
1. 3 Bayerisches Landessozialgericht, Beschluss vom 09.01.2015 – L 7 AS 846/14 B ER
1. 4 LSG Schleswig Holstein, Beschluss vom 09.10.2014 – L 6 AS 181/14 B ER
1. 5 Hessisches Landessozialgericht, Beschluss vom 07.01.2015 – L 6 AS 815/14 B ER
Anmerkung: ebenso für polnischen Staatsangehörigen – LSG NSB, Beschluss vom 11.11.2014 – L 8 SO 306/14 B ER
1. 6 Sächsisches LSG, Beschluss vom 18.12.2014 – L 2 AS 1285/14 B ER – rechtskräftig
1. 7 Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 13.01.2015 – L 2 AS 1849/14 B – rechtskräftig
Keine Absetzung der Absetzbeträge nach § 11b Abs. 1 Nr. 6, Abs. 3 SGB II vom Arbeitslosengeld I, weil es sich nicht um „Einkommen aus einer Erwerbstätigkeit“ handelt.
1. 8 Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 16.12.2014 – L 2 AS 407/14
1. 9 Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 12.01.2015 – L 19 AS 2211/14 B ER – rechtskräftig
Aufforderung zur Rentenantragstellung – Ermessensfehler – Begründung von Ermessensentscheidungen
1. Die Aufforderung eines Leistungsberechtigten zur Stellung eines Antrags auf vorzeitige Altersrente nach §§ 5 Abs. 3, 12a SGB II steht im Ermessen des Leistungsträgers. Bei dem in § 5 Abs. 3 S. 1 SGB II enthaltenen Wort „können“ handelt sich nicht um ein bloßes „Kompetenz-Kann“ (vgl. LSG Berlin-Brandenburg Beschluss vom 18.11.2014 – L 10 AS 2254/14 B). Vielmehr hat der Leistungsträger das Ermessen nach dem Zweck der Ermächtigung auszuüben und die gesetzlichen Grenzen des Ermessens einzuhalten (§ 39 Abs. 1 S. 1 SGB I). Damit korrespondierend hat der Leistungsberechtigte einen Anspruch auf die pflichtgemäße Ausübung des Ermessen (§ 39 Abs. 1 S. 2 SGB I).
2. Formelhafte Wendungen, etwa dass „keine Besonderheiten gegeben“ seien oder „hinsichtlich der Umstände nichts Besonderes ersichtlich“ sei, reichen für die vorgeschriebene Begründung von Ermessensentscheidungen nicht aus, weil bei derartigen „Leerformeln“ nicht nachgeprüft werden kann, ob der Leistungsträger von seinem Ermessen überhaupt und ggf. in einer dem Zweck der ihm erteilten Ermächtigung entsprechenden Weise Gebrauch gemacht hat.
Anmerkung: ebenso im Ergebnis – SG Berlin, Beschl. vom 05.01.2015 – S 138 AS 10299/14
Anmerkung: Zur Übernahme von Mietschulden, die durch eine vollständige Einstellung der Leistungsgewährung im Hinblick auf eine Sanktion entstanden sind, im Rahmen des einstweiligen Rechtsschutzes: Bay LSG, Beschluss vom 21.12.2012 – L 11 AS 850/12 B ER .
Anmerkung: S. a. dazu Beitrag des Bevollmächtigten RA Kay Füßlein – http://www.ra-fuesslein.de/wordpress/?p=683
Anmerkung: S. a. dazu Gerichtsbescheid des SG Berlin vom 05.01.2015 und Beschluss des SG Berlin vom 12.01.2015 – In Fortführung der bisherigen Rechtsprechung hat das Sozialgericht Berlin abermals zwei “Aufforderungen zur Beantragung einer vorgezogenen Altersrente” (“Zwangsrente”) kassiert, ein Beitrag von RA kay Füßlein: http://www.ra-fuesslein.de/wordpress/?p=683
2. 3 Sozialgericht Kassel, Urteil vom 17.12.2014 – S 6 AS 612/13
Einstiegsgeld – Ermessen – Förderdauer – besonderer Förderbedarf für Haftentlassene
3. 1 Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen, Beschluss vom 11.11.2014 – L 8 SO 306/14 B ER
1. Der Arbeitnehmerbegriff i.S. des Art. 45 AEUV (Arbeitnehmerfreizügigkeit) ist ein autonomer Begriff des Unionsrechts, der nicht eng ausgelegt werden darf (jüngst EuGH, Urteil vom 21. Februar 2014 – C 46/12 Rechtssache L.N., juris Rn. 39 m.w.N.). Die Prüfung der Arbeitnehmereigenschaft erfordert eine Gesamtbeurteilung aller Umstände des Einzelfalles (hier bejaht bei einer dreimonatigen tatsächlichen Beschäftigung zu einem Entgelt von 255,00 EUR im ersten und etwa 60,00 EUR im zweiten und dritten Monat).
3. 2 Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen, Urteil vom 29.07.2014 – L 8 SO 212/11- Die Revision wird zugelassen
(Sozialrechtliches Verwaltungsverfahren – Überprüfungsantrag – Sozialhilfe – Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung – Einkommenseinsatz – Beschäftigung im Arbeitsbereich einer WfbM – Arbeitsentgelt – Arbeitsförderungsgeld – Zulässigkeit der Aufteilung von zweimal jährlich anfallenden Zulagen auf einen angemessenen Zeitraum – Berechnung des Absetzbetrags nach § 82 Abs 3 S 2 Alt 2 SGB 12 vom Bruttoeinkommen – maßgeblicher Zeitpunkt bei Wegfall der Bedürftigkeit)
3. 3 Landessozialgericht Hamburg, Urteil vom 20.11.2014 – L 4 SO 22/12 –
Sozialhilfe – Übernahme von Bestattungskosten – Unzumutbarkeit der Kostentragung –
4. 1 Bayerisches Landessozialgericht, Urteil vom 11.12.2014 – L 10 AL 263/13
Anmerkung: S. a. Beitrag von RA Mathias Klse aus Regensburg – Die „Erreichbarkeit“ beim ALG-Bezug: http://sozialrecht-aktuell.blogspot.de/2015/01/die-erreichbarkeit-beim-alg-bezug.html
5. 1 Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 18.12.2014 – L 20 AY 76/14 B ER – und – L 20 AY 77/14 B ER – rechtskräftig
1. Bei volljährigen Personen, die – wie die Antragstellerin – nicht mit einem verschieden- oder gleichgeschlechtlichen Partner zusammenleben, ist nach der Entscheidung des BSG vom 23.07.2014 – B 8 SO 14/13 R – grundsätzlich davon auszugehen, dass Anspruch auf die Regelbedarfsstufe 1 auch dann besteht, wenn kein eigener Haushalt geführt wird. Anderenfalls verstieße die Regelung gegen den Gleichheitsgrundsatz des Art. 3 Abs. 1 GG, weil jede der zusammenlebenden Personen einen Regelbedarf nur i.H.v. 80 v.H. Erhielte.
2. Weder aus § 3 Abs. 1 AsylbLG noch aus der Übergangsregelung des BVerfG in seiner Entscheidung vom 18.07.2012 lässt sich ihrem Wortlaut nach die Berücksichtigung eines Mehrbedarfs wegen Alleinerziehung ableiten. Ohne (einfach-)gesetzliche Grundlage können der Antragstellerin weitere Leistungen auch unter verfassungsrechtlichen Gesichtspunkten jedoch nicht zugesprochen werden (vgl. dazu insbesondere BVerfG, Beschluss vom 30.10.2010 – 1 BvR 2037/10).
5. 2 Schleswig-Holsteinisches Landessozialgericht, Urteil vom 26.11.2014 – L 9 AY 70/12
7. SG Hannover 6. Kammer, Urteil vom 06.01.2015 – S 6 R 901/12
Erstattungsanspruch des Grundsicherungsträgers auf Kosten der Unterkunft bei rückwirkender Bewilligung von Übergangsgeld – Gewährung von aufstockenden Leistungen gem. § 22 SGB 2 durch den Grundsicherungsträger.
8. Anmerkung von Dr. Andy Groth, RiLSG Schleswig zur Rechtssache “ Dano“ – EuGH Große Kammer, Urteil vom 11.11.2014 – C-333/13
Ausschluss mittelloser und wirtschaftlich inaktiver Unionsbürger von Grundsicherungsleistungen („Dano“)
1. Die Verordnung (EG) Nr. 883/2004 (EGV 883/2004) des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29.04.2004 zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit in der durch die Verordnung (EU) Nr. 1244/2010 der Kommission vom 09.12.2010 geänderten Fassung ist dahin auszulegen, dass ihr Art. 4 für die „besonderen beitragsunabhängigen Geldleistungen“ i.S.v. Art. 3 Abs. 3 und Art. 70 dieser Verordnung gilt.
2. Art. 24 Abs. 1 der Richtlinie 2004/38/EG (EGRL 38/2004) des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29.04.2004 über das Recht der Unionsbürger und ihrer Familienangehörigen, sich im Hoheitsgebiet der Mitgliedstaaten frei zu bewegen und aufzuhalten, zur Änderung der Verordnung (EWG) Nr. 1612/68 und zur Aufhebung der Richtlinien 64/221/EWG, 68/360/EWG, 72/194/EWG, 73/148/EWG, 75/34/EWG, 75/35/EWG, 90/364/EWG, 90/365/EWG und 93/96/EWG i.V.m. Art. 7 Abs. 1 lit. b dieser Richtlinie und Art. 4 der Verordnung Nr. 883/2004 in der durch die Verordnung Nr. 1244/2010 geänderten Fassung sind dahin auszulegen, dass sie der Regelung eines Mitgliedstaats nicht entgegenstehen, nach der Staatsangehörige anderer Mitgliedstaaten vom Bezug bestimmter „besonderer beitragsunabhängiger Geldleistungen“ i.S.d. Art 70 Abs. 2 der Verordnung Nr. 883/2004 ausgeschlossen werden, während Staatsangehörige des Aufnahmemitgliedstaats, die sich in der gleichen Situation befinden, diese Leistungen erhalten, sofern den betreffenden Staatsangehörigen anderer Mitgliedstaaten im Aufnahmemitgliedstaat kein Aufenthaltsrecht nach der Richtlinie 2004/38 zusteht.
9. Anmerkungen von RAin Eva Steffen, Köln zur Rechtssache „Dano“ in ANA-ZAR 5/2014, 52: