Source: https://oberlandesgericht-oldenburg.niedersachsen.de/startseite/service/rechtsanwalte_und_notare/notarangelegenheiten/notariatsangelegenheiten-80006.html
Timestamp: 2020-04-09 23:29:07
Document Index: 130444729

Matched Legal Cases: ['Art. 84', '§ 4', '§ 3', '§ 6', '§ 6', '§ 4']

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf dieser Website die Sprachform des generischen Maskulinums angewandt. Es wird an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass die ausschließliche Verwendung der männlichen Form geschlechtsneutral verstanden werden soll.
Notare erfüllen als Träger eines öffentlichen Amtes Funktionen aus dem Aufgabenbereich der Justiz. Hauptaufgabe ist die Beurkundung von Rechtsgeschäften. Dabei werden Notare regelmäßig auch beratend und betreuend tätig.
Notare sind freiberuflich tätig, üben jedoch kein Gewerbe aus. Ihre Stellung ist der eines Beamten ähnlich. Die Einrichtung des Amtes steht den Ländern zu (Art. 84 Abs. 1 GG). Davon haben die Bundesländer in unterschiedlicher Weise Gebrauch gemacht. Insoweit kann grob zwischen dem Nur-Notariat und dem Anwaltsnotariat unterschieden werden. Unter dem Nur-Notariat versteht man die hauptberufliche Amtsausübung auf Lebenszeit. Die Bundesnotarordnung (BNotO) nennt diese Notariatsform als Regelform, zahlenmäßig überwiegen jedoch die Anwaltsnotare bei weitem. Auch Niedersachsen hat sich für das Anwaltsnotariat entschieden. Hier übt der Notar sein Amt neben seinem Beruf als Rechtsanwalt aus. Die Bestellung von Anwaltsnotaren erfolgt durch die Justizverwaltung auf der Grundlage eines formalisierten Auswahlverfahrens unter den Bewerbern um eine Notarstelle nach der persönlichen und fachlichen Eignung. Dem Auswahlverfahren kommt naturgemäß in den Ballungszentren mit hoher Anwaltsdichte besondere Bedeutung zu. Notarstellen werden nur ausgeschrieben, wenn auf der Grundlage des Urkundsaufkommens in einem Amtsgerichtsbezirk ein Bedürfnis für eine weitere Bestellung in diesem Bezirk besteht. Im gesamten Oberlandesgerichtsbezirk sind derzeit ca. 430 Notare bestellt, davon sind ca. 18 % weiblich. Ist ein Bewerber zum Notar bestellt worden, so unterliegt er bei der Ausübung seines Amtes der Dienstaufsicht der Justizverwaltung.
Die notarielle Fachprüfung wurde durch das Gesetz zur Neuregelung des Zugangs zum Anwaltsnotariat vom 2. April 2009 neu eingeführt. Seit dem 1. Mai 2011 ist grundsätzlich die erfolgreiche Teilnahme an der Prüfung Voraussetzung für die Bestellung zum Anwaltsnotar. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Homepage des Prüfungsamtes für die notarielle Fachprüfung bei der Bundesnotarkammer
(www.pruefungsamt-bnotk.de).
Die Grundsätze für die Ausschreibung von Bedürfnis- und Altersstrukturstellen ergeben sich aus § 4 Bundesnotarordnung (BNotO) und § 3 Allgemeinverfügung Angelegenheiten der Notarinnen und Notare (AVNot).
Für den Bezirk des Oberlandesgericht Oldenburg sind in der Niedersächsischen Rechtspflege Heft Nr. 7/2019 vom 15. Juli 2019 für Notare folgende Stellen ausgeschrieben:
1 Stelle im Bezirk des Amtsgerichts Papenburg
Ihre Bewerbung richten Sie bitte bis zum 31. Oktober 2019 unter Verwendung des per Download erhältlichen Bewerbungsvordruck (Stand Juni 2019) an die Frau Präsidentin des Oberlandesgerichts Oldenburg, Richard-Wagner-Platz 1, 26135 Oldenburg.
Dem Bewerbungsvordruck fügen Sie daneben bitte eine Erklärung über den Nachweis der allgemeinen Erfahrungszeit nach Maßgabe des ebenfalls per Download erhältlichen Musters bei.
Für den zu erbringenden Nachweis der Praxisausbildung (§ 6 Abs. 2 S. 2 - 7 BNotO) gilt Folgendes:
Weiter gilt Folgendes zu beachten:
Die Bewerberinnen und Bewerber können den Nachweis, dass sie mit der notariellen Berufspraxis hinreichend vertraut sind, auch nach Ablauf der Bewerbungsfrist erbringen. Die übrigen Voraussetzungen für die persönliche und die fachliche Eignung müssen bei Ablauf der Bewerbungsfrist vorliegen, die für die Auswahl unter mehreren Bewerberinnen und Bewerbern maßgebenden Leistungen müssen zu diesem Zeitpunkt erbracht sein. Bescheinigungen und sonstige Unterlagen, die dem Nachweis der Eignung oder der für die Auswahl maßgebenden Leistungen dienen, müssen vor dem Ablauf der Bewerbungsfrist bei dem Oberlandesgericht eingehen. Liegen diese Bescheinigungen und sonstigen Unterlagen bei Ablauf der Bewerbungsfrist noch nicht vor, werden sie berücksichtigt, wenn die Bewerberin oder der Bewerber deren Vorlage vor dem Ablauf der Bewerbungsfrist angekündigt hat (§ 6b Abs. 4 BNotO, § 4 Abs. 2 AVNot). Die nachzureichenden Unterlagen müssen dabei konkret bezeichnet sein.
Herr JI Heiser
Telefon: 0441 220-1005
Fax: 0441 220-1378
Frau JI`in Lübbehüsen
Telefon: 0441 220-1452
Kontaktaufnahme per E-Mail senden Sie bitte an folgendes E-Mail Postfach:
OLGOL-Notarabteilung@justiz.niedersachsen.de
Die Dienstordnung für Notarinnen und Notare (DONot) ist eine bundeseinheitlich von den Justizverwaltungen vereinbarte Verwaltungsverfügung für die Führung der Amtsgeschäfte. Sie ist für alle Notare bindend. Verstöße können disziplinarrechtlich geahndet werden. Daneben enthält auch die Allgemeinverfügung „Angelegenheiten der Notarinnen und Notare (AVNot)“ wichtige Informationen und Regelungen für Notare und Notarbewerber. Die jeweils gültige Fassung der DONot und AVNot ist unter folgenden Links abrufbar:
Bewerbungsvordruck 2019