Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_12/vo/2/2114.htm
Timestamp: 2018-11-21 19:04:25
Document Index: 119317668

Matched Legal Cases: ['§ 21', '§ 64', '§ 22', '§ 33', '§ 2', '§ 4']

2.114 Hinterer See
Verordnung des Regierungspräsidiums Karlsruhe über das Naturschutzgebiet "Hinterer See" vom 14.Dezember 1988 (GBl. v. 28.02.1989, S. 70).
Auf Grund von §§ 21, 58 Abs. 2 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz - NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBl. S. 654), geändert durch das Gesetz zur Bereinigung des baden-württembergischen Ordnungswidrigkeitenrechts vom 6. Juni 1983 (GBl. S. 199), und von § 22 Abs. 2 und § 33 Abs. 2 Nr. 4 des Landesjagdgesetzes (LJagdG) in der Fassung vom 20. Dezember 1978 (GBl. 1979 S. 12) wird verordnet:
Die in § 2 näher bezeichnete Fläche auf dem Gebiet der Gemeinde Aglasterhausen, Gemarkung Aglasterhausen und der Gemeinde Neunkirchen wird zum Naturschutzgebiet erklärt. Das Naturschutzgebiet führt die Bezeichnung "Hinterer See".
Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von rd. 5,5 ha.
· Es umfaßt auf dem Gebiet der Gemeinde Aglasterhausen, Gemarkung Aglasterhausen die Grundstücke Flst. Nrn. 1676 1677-1679, 1728 teilw., 1743, 1747-1763, 1764 teilw., 1766-1769, 1772, 1774, 1775, 1779, 1780, 1782 und auf dem Gebiet der Gemeinde Neunkirchen die Grundstücke Flst. Nrn. 2280, 2290, 2395/1 und 2398, alle teilweise.
(2) Die Grenzen des Schutzgebietes sind in zwei Übersichtskarten im Maßstab 1:25000 und 1:5000 mit durchgezogener roter Linie und in 1 Detailkarte im Maßstab 1:1500 mit durchgezogener roter, grau angeschummerter Linie eingetragen. Die Karten sind Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karten wird beim Regierungspräsidium Karlsruhe und beim Landratsamt Neckar-Odenwald-Kreis in Mosbach auf die Dauer von drei Wochen, beginnend am achten Tag nach Verkündung dieser Verordnung im Gesetzblatt, zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten öffentlich ausgelegt.
Schutzzweck ist die Erhaltung und Förderung eines in seiner Struktur weitgehend natürlichen Feuchtgebietes, das sich zum Teil noch in Entwicklung befindet und durch Gestaltungsmaßnahmen ökologisch aufgewertet wird.
Weiterhin gilt es, die seltenen Lebensgemeinschaften des Feuchtbiotops und seine gefährdeten Tier- und Pflanzenarten zu schützen.
21. zu angeln und zu fischen;
1. für die ordnungsmäßige Ausübung der Jagd mit der Maßgabe, daß die Errichtung von jagdlichen Einrichtungen wie Hochsitze, Jagdkanzeln und Futterstellen unterbleibt;
2. für die ordnungsmäßige landwirtschaftliche Nutzung in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang, ausgenommen § 4 Abs. 2 Nr. 16 - 18;
3. für die ordnungsmäßige forstwirtschaftliche Nutzung in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang mit der Maßgabe, daß die nördlich des Weges Lgb. Nr. 1764 liegenden Waldflächen mit dem Ziel bewirtschaftet werden, artenreiche Laubholzbestände (ausgenommen Pappeln) zu begründen und- die Waldflächen südlich dieses Weges wie bisher nicht bewirtschaftet werden;
5. für Pflegemaßnahmen, die von der höheren Naturschutzbehörde oder der von ihr beauftragen Stelle angeordnet werden;
Karlsruhe, den 14. Dez. 1988