Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=4%20U%20106/10
Timestamp: 2019-04-24 15:24:24
Document Index: 256449550

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 2', '§ 14', '§ 39', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 2', 'BGH', '§ 2', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 937', '§ 943', '§ 12']

Rechtsprechung: 4 U 106/10 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: OLG Stuttgart, 11.08.2010
Urheberrechtsverletzung: Ansprüche eines Miterben des Architekten des Stuttgarter Hauptbahnhofes hinsichtlich der Seitenflügel, des Nordflügels und der Treppenanlage
Urheberrechtsstreit um “Stuttgart 21″
Modernisierung eines urheberrechtlich geschützten Gebäudes
§§ 2 Abs. 1 Nr. 4, Abs. 2, 4, 28, 39, 64, 97 UrhG
Urheberrechtliches Änderungsverbot versus Projekt Stuttgart 21
UrhG § 2; UrhG § 14; UrhG § 39
Erbe des Architekten Paul Bonatz unterliegt im Urheberrechtsstreit gegen die Deutsche Bahn AG
Keine Urheberrechtsverletzung bei Umbau des Stuttgarter Hauptbahnhofs
Stuttgart 21 - Urheberrechtsstreit um Abriss des Stuttgarter Hauptbahnhofs zugunsten der Deutschen Bahn AG entschieden
Urheber unterliegen Deutscher Bahn im Urheberrechtsstreit des Stuttgarter Bahnhofs
spiegel.de (Pressebericht, 06.10.2010)
Stuttgarter Kopfbahnhof: Bahn siegt im Urheberrechtsstreit
Bonatz Erbe unterliegt auch in letzter Instanz
Stuttgart 21 - Urheberrecht steht nicht entgegen! (RA Jörn Bröker)
Projektrisiko Architektenurheberrecht: Abwägung des Gerichts entscheidet! (IBR 2011, 1052)
Stuttgart 21: Urheberrechtsschutzklage ohne Erfolg! (IBR 2011, 28)
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des OLG Stuttgart vom 06.10.2010, Az.: 4 U 106/10 (Das urheberrechtliche Änderungsverbot steht dem Umbau des Stuttgarter Hauptbahnhof nicht entgegen)" von Wolfgang Karl Göhner und RA Tobias Artzt und Dipl.- jur. Reinhard Mast, original erschienen in: DVBl 2011, 440 - 447.
Kurznachricht zu "Stuttgarter Hauptbahnhof: Zwei Anmerkungen zum Urteil des OLG Stuttgart vom 06. Oktober 2010" von RA/M.A. Dr. phil. Lucas Elmenhorst, original erschienen in: KUR 2010, 180 - 183.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des OLG Stuttgart vom 06.10.2010, Az.: 4 U 106/10 (Stuttgart 21)" von RA Dr. Lucas Elmenhorst, original erschienen in: ZUM 2011, 173 - 190.
bahnprojekt-stuttgart-ulm.de (Äußerung von Verfahrensbeteiligten)
Abriss Nordflügel war rechtmäßig, auch für Abriss des Südflügels bestehen keine rechtlichen Hindernisse
DVBl 2011, 440
ZUM 2011, 173
BauR 2011, 305
Dies gilt jedenfalls dann, wenn der Anspruchsteller sich für den behaupteten Rang des Werks auf dessen Eindruck und Form und nicht auf die Beurteilung in der Kunstwelt stützt (vgl. in diesem Sinn zu Bauwerken: BGH…, Urteil vom 29. März 1957 - I ZR 236/55, BGHZ 24, 55, 67 f. [juris Rn. 27] - Ledigenheim;… BGH, GRUR 2008, 984 Rn. 20 - St. Gottfried;… OLG Karlsruhe, GRUR-RR 2013, 423, 427 [juris Rn. 38]; OLG Stuttgart, GRUR-RR 2011, 56, 58 [juris Rn. 27];… Schulze in Dreier/Schulze aaO § 2 Rn. 60; anders zu Musikwerken: BGH…, Urteil vom 16. April 2015 - I ZR 225/12, GRUR 2015, 1189 Rn. 59 ff. = WRP 2015, 1507 - Goldrapper).
Die Berufung ist ohne Erfolg geblieben (OLG Stuttgart, GRUR-RR 2011, 56).
VK Südbayern, 21.01.2019 - Z3-3-3194-1-38-11/18
Ihrer Prognose durfte die Antragsgegnerin zugrunde legen, dass das nach § 2 Abs. 1 Nr. 4 UrhG bestehende Urheberrecht der Architektengemeinschaft die Änderung eines Bestandsbaus nicht grundsätzlich ausschließt (vgl. OLG Stuttgart, Urteil vom 06.10.2010 - 4 U 106/10).
Dabei stehen sich das Urheberrecht und das Eigentumsrecht insoweit zunächst gleichrangig, gegenüber, der Vorrang ist .im Wege der Interessensabwägung zu finden (vgl. OLG Stuttgart, Urteil vom 06.10.2010 - 4 U 106/10).
Es kommt also nicht auf die nur einem Fachmann erkennbaren ästhetischen Feinheiten an (OLG Stuttgart ZUM 2011, 173 Rn. 112 - Stuttgart 21).
LG Leipzig, 24.04.2012 - 5 O 3308/10
Klage des Urhebers im Verfahren »Kulturpalast« abgewiesen
Aus der Vielzahl von Bauwerken bzw. von deren eigenständigen Teilen sind Werke der Baukunst und damit urheberechtlich geschützt, die, die aus der Masse des Alltäglichen herausragen und eine architektonische Eigenprägung aufweisen ; es muss eine ausreichende schöpferische Individualität, eine künstlerische Qualität vorhanden sein ; sie müssen sich vom durchschnittlichen Schaffen eines Architekten abheben und damit über routinemäßige Arbeiten hinausgehen (vgl. BGH GRUR 2008, 984ff. - St. Gottfried ; BGH GRUR 1999, 230 - Treppenhausgestaltung ; BGH, GRUR 1982, 107 - Kircheninnenraumgestaltung ; GRUR 1999, 230 - Treppenhausgestaltung ; OLG Stuttgart, Urteil vom 06.10.2010, Az.: 4 U 106/10 - zitiert nach [...]).
Zwar ist für die Beurteilung der Schöpfungshöhe eines Werkes der Baukunst das Durchschnittsurteil eines für Kunst empfänglichen und mit Kunstfragen einigermaßen vertrauten Menschen maßgebend, sodass die Beurteilung der Schöpfungshöhe die Einholung eines Sachverständigenurteils grundsätzlich nicht erfordert (vgl. OLG Stuttgart, Urteil vom 06.10.2010, Az.: 4 U 106/10 - zitiert nach [...]), doch hält die Kammer im vorliegenden Fall die Einholung eines Sachverständigengutachtens für erforderlich.
Soweit im Urteil des Oberlandesgerichts Stuttgart vom 06.10.2010 - 4 U 106/10 - (DVBl 2011, 440) von "missachteten" Urheberrechten die Rede ist, bezog sich dies auf die davon zu unterscheidende urheberrechtliche Interessenabwägung.
Einstweilige Verfügung: Verfügungsgrund bei langem Zuwarten mit der Antragstellung
ZPO § 937; ZPO § 943; UWG § 12 Abs. 2
Stuttgart21:Antrag auf Einstweilige Verfügung zu spät
Oberlandesgericht Stuttgart weist Eilantrag auf Unterlassung von Abbrucharbeiten am Nordflügel des Stuttgarter Hauptbahnhofs zurück.
Eilantrag auf Unterlassung von Abbrucharbeiten am Nordflügel des Stuttgarter Hauptbahnhofs
boulevard-baden.de (Pressebericht, 11.08.2010)
Gericht weist Eilantrag gegen Abriss des Hauptbahnhof-Nordflügels zurück
Eilantrag auf Unterlassung der Abbrucharbeiten am Stuttgarter Hauptbahnhof abgewiesen.
"Stuttgart 21": Kein einstweiliger Rechtsschutz gegen Teilabriss des Hauptbahnhofs! (IBR 2010, 571)
NZBau 2010, 639
BauR 2010, 1812
Vergleiche zu Zweifeln am Vorliegen eines Anordnungsgrundes bei langem Zuwarten mit der Antragstellung OLG Stuttgart, Beschl. v. 11.08.2010 - 4 U 106/10 -, NZBau 2010, 639.(Rn.6).
Aus denselben Erwägungen hatte seinerzeit auch das Oberlandesgericht die beantragte einstweilige Verfügung gegen den Abriss des Nordflügels mangels eines Verfügungsgrundes abgelehnt (vgl. Beschl. v. 11.08.2010 - 4 U 106/10 -, NZBau 2010, 639).
Der Senat hält auch im vorliegenden Verfahren den vom Oberlandesgericht Stuttgart im einstweiligen Verfügungsverfahren (vgl. Beschl. v. 11.08.2010 - 4 U 106/10 -, NZBau 2010, 639) festgesetzten Streitwert für angemessen.
VG Hannover, 16.12.2014 - 2 B 11933/14
Fehlendes Rechtsschutzbedürfnis bei prozessualer Verwirkung eines Antrags nach § …
Speziell im Hinblick auf ein beamtenrechtliches Konkurrentenverfahren hat der Hessische Verwaltungsgerichtshof ausgeführt, dass Verwirkung zwar nicht vor Ablauf eines Monats nach Mitteilung über die erfolglose Bewerbung aber jedenfalls beim Zuwarten von sechs Monaten eintreten würde (HessVGH, Beschluss vom 04.08.1993, 1 TG 1460/93; vgl. auch OLG Stuttgart, Beschluss vom 11.08.2010, 4 U 106/10, beide juris, wonach ein Zuwarten von mehr als zwei Monaten nach Erlangung der Kenntnis von den maßgeblichen Umständen regelmäßig dringlichkeitsschädlich sei).
LG Duisburg, 16.04.2013 - 22 O 12/13
Eine späte Antragstellung ist dann schädlich, wenn dem Gläubiger die Gefährdung seiner Rechtsstellung bekannt war oder aus grober Fahrlässigkeit unbekannt blieb (…Beck OK/Mayer a.a.O.) Dabei werden einem Antragsteller regelmäßig nicht mehr als ein bis 2 Monate, (OLG Koblenz, NJW-RR 2011, 624), höchstens 3 Monate (OLG Stuttgart, NZBau 2010, 639) zugebilligt.