Source: https://www.jusmeum.de/urteil/bgh/3d58ba4c8bffa03edaf9734bab40e21152d6cfb6ae36a012cc62cdeef750aadd
Timestamp: 2018-05-27 15:34:05
Document Index: 70061181

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 574', '§ 577']

BGH, VII ZB 51/13: BGH: verschulden
Urteil des BGH vom 20.02.2014, VII ZB 51/13
VII ZB 51/13
BGH: verschulden
Der VII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 20. Februar 2014 durch den
Richter Dr. Eick und Dr. Kartzke und die Richterin Graßnack
Die Rechtsbeschwerde des Klägers gegen den Beschluss des 13.
Zivilsenats des Oberlandesgerichts Stuttgart vom 9. August 2013
wird als unzulässig verworfen, weil ein Zulassungsgrund im Sinne
des § 574 Abs. 2 ZPO nicht gegeben ist.
Auf die von der Rechtsbeschwerde vorgetragenen, überwiegend
berechtigten Bedenken gegen die Begründung des Berufungsgerichts zu den Voraussetzungen der Gewährung der Wiedereinsetzung in die versäumte Berufungsbegründungsfrist und zum Verschulden des Klägervertreters an deren Versäumung kommt es
nicht an, weil die Entscheidung sich aus anderem Grund als richtig
Der Kläger hat nicht vorgetragen, welche Maßnahmen der Klägervertreter am Montag, dem 10. Juni 2013 ergriffen hat, nachdem er
feststellen musste, dass die Kanzleikraft R., der er am Freitag,
dem 7. Juni 2013 noch die Einzelanweisung gegeben hatte, die
notwendige Eintragung der Berufungsbegründungsfrist in den Fristenkalender zusammen mit der für ihn zuständigen Kanzleiangestellten L. an diesem Montag auszuführen, wegen des Hochwassers nicht zur Arbeit erschienen ist. Hier hätte weiterer Sachvortrag des Klägers erfolgen müssen, welche Anweisungen des Klägervertreters an diesem Tag erfolgten, die Eintragung der Berufungsbegründungsfrist in den Fristenkalender sicherzustellen, um
ein Verschulden auszuräumen.
Von einer weiteren Begründung wird abgesehen, weil sie nicht
geeignet wäre, zur Klärung von Rechtsfragen grundsätzlicher Bedeutung, zur Fortbildung des Rechts oder zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung beizutragen (§ 577 Abs. 6 Satz 3
Gegenstandswert: bis 19.000 €
Kartzke Graßnack
Vorinstanzen: LG Stuttgart, Entscheidung vom 06.05.2013 - 14 O 62/13 - OLG Stuttgart, Entscheidung vom 09.08.2013 - 13 U 92/13 -