Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=12.10.2016&Aktenzeichen=XII%20ZR%209/15
Timestamp: 2020-02-26 10:49:05
Document Index: 253403057

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 566', '§ 578', '§ 566', '§ 566', '§ 1', '§ 566', '§ 571', '§ 566', '§ 578', '§ 566', '§ 566', '§ 578', '§ 566', '§ 566', '§ 566', 'BGH', '§ 675', 'BGH', 'EuG', 'BGH', '§ 312', 'BGH', 'BGH', '§ 566', '§ 566', 'BGH', '§ 566', 'BGH', 'BGH', '§ 566', 'BGH']

BGH, 12.10.2016 - XII ZR 9/15 - dejure.org
https://dejure.org/2016,42012
BGH, 12.10.2016 - XII ZR 9/15 (https://dejure.org/2016,42012)
BGH, Entscheidung vom 12.10.2016 - XII ZR 9/15 (https://dejure.org/2016,42012)
BGH, Entscheidung vom 12. Januar 2016 - XII ZR 9/15 (https://dejure.org/2016,42012)
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BGB § 566 Abs. 1, § 578
§ 566 Abs. 1 BGB, § 566 BGB, §§ 1 f. BetrKV, §§ 566 Abs. 1, 578 BGB, § 571 Abs. 1 BGB
§ 566 Abs 1 BGB, § 578 BGB
Erwerb eines gewerblich vermieteten Grundstücks: Eintritt des Erwerbers in das zwischen dem Veräußerer und dem Mieter vereinbarte Ankaufsrecht
BGB §§ 566 Abs. 1, 578
Kein gesetzlicher Übergang des vereinbarten Ankaufsrechts auf den Erwerber eines gewerblich vermieteten Grundstücks
Eintritt des Erwerbers eines gewerblich vermieteten Grundstücks in ein zwischen dem Veräußerer und dem Mieter vereinbartes Ankaufsrecht; Anspruch auf Feststellung des Erwerbs des Grundstücks ohne ein mietvertragliches Ankaufsrecht und ohne eine Kaufoption; Schutz des ...
Kein gesetzlicher Übergang eines mit dem Veräußerer vereinbarten Ankaufsrechts auf den Erwerber
BGB § 566 Abs. 1; BGB § 578
Kein Eintritt des Erwerbers eines gewerblich vermieteten Grundstücks kraft Gesetzes in zwischen Veräußerer und Mieter vereinbartes Ankaufsrecht
Eintritt des Erwerbers in Ankaufsrecht des Mieters?
Verkauf des Mietobjekts - geht Ankaufsrecht des Mieters auf Erwerber über?
Kauf bricht nicht Miete - Kein Eintritt des Erwerbers in ein zwischen dem Veräußerer und dem Mieter vereinbartes Ankaufsrecht
Eintritt in ein Ankaufsrecht bei Erwerb eines Mietgrundstücks
Anwendbarkeit des § 566 BGB auf ein vertragliches Ankaufsrecht (Dr. Benedikt Strobel; ZJS 2017, 482)
§§ 566 Abs. 1 BGB: Kein Eintritt des Erwerbers in Ankaufsrechte
Kauf bricht nicht Miete - oder doch? Das Ankaufsrecht als Ausnahme zur Regel
Ankaufsrecht des Mieters von § 566 BGB nicht umfasst! (IMR 2017, 17)
Kurznachricht zu "Kein Eintritt des Erwerbers in zwischen Miet- Vertragsparteien vereinbartes Ankaufsrecht - Anmerkung zum Urteil des BGH vom 12.10.2016" von VorsRiLG Elmar Streyl, original erschienen in: NJW 2017, 254 - 257.
LG Dresden, 04.07.2014 - 5 O 2381/12
OLG Dresden, 13.01.2015 - 9 U 1072/14
NJW 2017, 254
ZIP 2017, 184
MDR 2017, 79
DNotZ 2017, 277
NZM 2017, 35
ZMR 2017, 34
Als Ausnahmevorschrift ist § 675o Abs. 1 Satz 4 BGB aber eng auszulegen (…vgl. BGH, Urteile vom 28. Mai 2008 - VIII ZR 126/07, NJW 2008, 2257 Rn. 9 und vom 12. Oktober 2016 - XII ZR 9/15, NJW 2017, 254 Rn. 24) und kann demzufolge im Ausnahmefall keine umfassende Kostentragungslast begründen.
Denn Ausnahmevorschriften, zu denen die hier in Rede stehende Regelung zum Ausschluss des Widerrufsrechts gehört, sind nach der ständigen Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europäischen Union und des Bundesgerichtshofs eng auszulegen (st. Rspr.;… vgl. nur EuGH, Urteile vom 11. April 2013 - C 535/11, juris Rn. 46;… vom 29. März 2012 - C 185/10, juris Rn. 31;… BGH, Urteile vom 17. Juni 2015 - VIII ZR 249/14, NJW 2015, 2959 Rn. 23; vom 12. Oktober 2016 - XII ZR 9/15, NJW 2017, 108 Rn. 24;… vom 4. Februar 2016 - IX ZR 77/15, NJW 2016, 2412 Rn. 29; vgl. im Hinblick auf § 312g Abs. 2 BGB: Becker/Föhlisch, NJW 2008, 3751, 3752;… MünchKommBGB/Wendehorst, aaO Rn. 6).
Als Ausnahmevorschrift ist sie daher eng auszulegen und nur anzuwenden, soweit der mit ihr bezweckte Mieterschutz dies erfordert (Senatsurteil vom 12. Oktober 2016 - XII ZR 9/15 - NJW 2017, 254 Rn. 24; vgl. auch BGH Urteil vom 22. Mai 1989 - VIII ZR 192/88 - NJW 1989, 2053 und BGHZ 141, 239, 247 = NJW 1999, 2177, 2178 mwN).
Die verfassungsrechtlich geschützte Freiheit des Eigentümers, sein Eigentum nach seiner freien Entscheidung zu nutzen, darf daher bei der Auslegung des § 566 Abs. 1 BGB nur soweit eingeschränkt werden, wie der Schutz des Mieters dies tatsächlich erfordert (vgl. Senatsurteil vom 12. Oktober 2016 - XII ZR 9/15 - NJW 2017, 254 Rn. 25).
OLG Jena, 30.08.2019 - 4 U 858/18
Zahlung einer Abstandssumme aus einem Mietvertrag für eine vorzeitige …
Für die Frage, welche Rechte und Pflichten § 566 BGB unterfallen, ist daher auf den materiellen Gehalt der jeweiligen Vertragsbestimmung abzustellen (vgl. BGH, Urteil vom 12. Oktober 2016 - XII ZR 9/15 -, juris, Rn 18 mwN).
Bei der Frage, in welchem Umfang ein Rechtserwerb nach § 566 Abs. 1 BGB stattfindet, ist zu berücksichtigen, dass die Norm als Ausnahmeregelung restriktiv auszulegen ist (vgl. BGH, Urteil vom 12. Oktober 2016 - XII ZR 9/15 -, juris, Rn 23 ff., mwN).
Hierfür genügt es nicht, dass die Parteien zwischen der vorzeitigen Vertragsbeendigung und der Abstandszahlung einen rechtlich untrennbaren Zusammenhang hergestellt haben (vgl. BGH, Urteil vom 12. Oktober 2016 - XII ZR 9/15 -, juris, Rn 29).
LG Berlin, 18.06.2019 - 64 S 220/18
Vereinbarungen, die im untrennbaren Zusammenhang mit dem Mietvertrag stehen, fallen auch dann unter § 566 BGB und können auf nachfolgende Grundstückserwerber übergehen, wenn sie außerhalb der Mietvertragsurkunde getroffen werden (vgl. BGH - XII ZR 9/15 -, Urt. v. 12.10.2016, GE 2017, 223 ff., Rn. 16 ff.).