Source: https://gesetze-in-app.de/BGB/184
Timestamp: 2018-08-17 19:03:06
Document Index: 369632903

Matched Legal Cases: ['§ 184', 'BGH', '§ 184', 'BGH', 'BGH', '§ 184', 'BGH', 'BGH', '§ 56', '§58', '§675', '§ 184', '§670', 'BGH', '§783', '§ 184', 'BGH', 'BGH', '§ 184', '§ 182', 'BGH', 'BGH', '§ 177', 'BGH', '§ 184', 'BGH', 'BGH', '§ 184']

§ 184 BGB: Rückwirkung der Genehmigung
BGH, URTEIL vom 2.10.2008, Az. XI ZR 426/07 Eine hier allenfalls in Betracht kommende konkludente Genehmigung (§ 184 Abs. 1 BGB) setzt im Allgemeinen voraus, dass der Genehmigende die schwebende Unwirksamkeit des Vertrags bzw. Rechtsgeschäftes kennt oder zu demindest damit rechnet (st.Rspr., BGHZ 159, 294, 304; ferner Senatsurteile vom 27. September 2005 -XI ZR 79/04, BKR 2005, 501, 503, vom 27. Februar 2007 - XI ZR 56/06, WM 2007, 731, 732 Tz. 17, vom 27. Mai 2008 - XI ZR 149/07, WM 2008, 1266, 1269 Tz. 34 und vom 29. Juni 2008 - XI ZR 387/06, WM 2008, 1782, 1783 Tz. 13).
BGH, URTEIL vom 1.9.2008, Az. II ZR 76/07 Wenn der Berechtigte die Genehmigung nach § 184 Abs. 1 BGB in der Schwebe hält, verweigert er sie nicht endgültig (BGH, Urt. v. 15. Juni 1964 - VIII ZR 7/63, WM 1964, 878).
BGH, URTEIL vom 2.5.2008, Az. XI ZR 283/07 -24- Der Beklagten, die hier sowohl erste Inkassostelle also auch Zahlungsempfängern war, stand der Betrag ab Einlösung der Lastschrift zur Verfügung (vgl. van Gelder, in: Schimansky/Bunte/Lwowski, Bankrechts-Handbuch 3. Aufl. § 56 Rdn. 41 ff., §58 Rdn. 14, 168; Kümpel, Bankund Kapitalmarktrecht 3. Aufl. Rdn. 4.429, 4.463; Soergel/Häuser/Welter, BGB 12. Aufl. §675 Rdn. 206 f.; Böhm BKR 2005, 366, 369; Rottnauer WM 1995, 272, 273), und das Vermögen der Schuldnerin als Zahlungspflichtigen ist bereits mit der Belastungsbuchung, hier also seit dem 20. September 2005, vermindert, weil die Zahlstelle wegen der nach § 184 Abs. 1 BGB auf den Zeitpunkt der Belastungsbuchung rückwirkenden Genehmigung einen Aufwendungsersatzanspruch gegen den Schuldner aus §670 BGB erwirbt (vgl. Senat BGHZ 144, 349, 353 f.; 162, 294, 303; 167, 171, 174 Tz. 13; Senatsurteil vom 14. Februar 1989 -XIZR 141/88, WM 1989, 520, 521; Bork, in: Festschrift für Gerhardt S. 69, 73; Münch-KommBGB/Hüffer, 4. Aufl. §783 Rdn. 62; Hadding WM 1978, 1366, 1369; Nobbe/Ellenberger WM 2006, 1885, 1886; Stritz DZWIR 2005, 18, 20).
LG Köln, Urteil vom 3.3.2007, Az. 13 S 375/06 Dem steht nicht entgegen, dass § 184 BGB im Insolvenzanfechtungsrecht für die Anfechtungsfristen keine Berücksichtigung finden soll (BGH v. 20. 9. 1978 - VIII ZR 142/77, NJW 1979, 102), da es dabei um ganz andere Fragestellungen geht.
BGH, URTEIL vom 5.0.1998, Az. V ZR 272/96 Soweit sie die Genehmigung (§ 184 Abs. 1 BGB) der in dem Vertrag vom 11. Juli 1991 erklärten Auflassungen zu dem Gegenstand haben, besteht kein Anlaß, von der Regel des § 182 Abs. 2 BGB, nach der die Zustimmung nicht der für das Rechtsgeschäft bestimmten Form bedarf, eine Ausnahme zu machen (vgl. BGH, Urt. v. 25. Februar 1994, V ZR 63/93, BGHZ 125, 218 für die Genehmigung des Vertretenen nach § 177 Abs. 1 BGB).
BGH, URTEIL vom 2.1.1989, Az. XI ZR 141/88 Ihre Verweigerung ist deshalb wie diejenige der Genehmigung nach § 184 BGB (vgl. dazu BGHZ 13, 179, 187 m.w.Nachw.)
BGH, URTEIL vom 4.9.1982, Az. VII ZR 334/80 Eine solche Rückwirkung, wie sie unter Berufung auf OLG Oldenburg, BB 1977, 1375 aufgrund analoger Anwendung des § 184 Abs. 1 BGB im Schrifttum (vgl. Ingenstau/ Korbion, aaO; Heiermann/Riedl/Schwaab, aaO; Palandt/ Thomas, aaO) vertreten wird, könnte eine bereits eingetretene Verjährung nachträglich beseitigen; sie würde den Unternehmer unangemessen benachteiligen und wäre mit dem Grundsatz der Rechtssicherheit nicht vereinbar (Usinger, aaO; vgl. auch Nicklisch/Weick, aaO).