Source: http://www.fu-berlin.de/service/behinderung/kurzinfo.html
Timestamp: 2016-10-20 19:30:55
Document Index: 12416047

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 9', '§ 4', '§ 28', '§ 31', '§ 44', '§ 28', '§ 9', '§ 10', '§ 9', '§ 27', '§ 30', '§ 2', '§ 11', '§ 126', '§ 22']

Mit Behinderungen und chronischen Krankheiten studieren (Kurzinfos) • Service • Freie Universität Berlin
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Zulassung zum Studium - Sonderanträge
Für Studierende mit einer Behinderung oder einer chronischen Krankheit gibt es an der FU Berlin eine Reihe von Beratungs- und Unterstützungsangeboten. Studierende mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen können zum Ausgleich behinderungsbedingter Einschränkung angepasste Studien- und Prüfungsbedingungen beantragen. In Frage kommen etwa Zeit- und/oder Fristverlängerungen bei Studien- und Prüfungsleistungen, Ersatzleistungen bei krankheitsbedingt unzureichend eingehaltener Anwesenheitspflicht, angepasste Praktikumsbedingungen, die Zulassung technischer Hilfsmittel für Blinde und Hörbehinderte usw. Auch die Bereitstellung eines Ruheraums, die Verlegung von Lehrveranstaltungen in zugängliche Räume und bauliche Anpassungen sind möglich. Bei der Bewerbung zum Studium sind unter bestimmten Voraussetzungen Sonderanträge möglich.
In Berlin werden darüber hinaus individuelle Hilfen für Behinderte und chronisch kranke Studierende als „Integrationshilfen“ nach dem Berliner Hochschulgesetz (BerlHG) bereitgestellt. Möglich ist z.B. die Finanzierung von „Studienhelfern“ als Assistenz für Körperbehinderte sowie von behindertengerechten Computerausstattungen für Sehbehinderte oder Microports für Hörbehinderte. Anträge sind beim Studentenwerk Berlin zu stellen.
Das Berliner Hochschulgesetz (BerlHG) regelt in § 4 Abs. 7 die Pflicht der Hochschulen, Studierende mit Behinderung in allen Bereichen zu integrieren:
Die Hochschulen berücksichtigen die besonderen Bedürfnisse behinderter Studenten und Studentinnen sowie von Studienbewerbern und Studienbewerberinnen mit Behinderung und treffen in allen Bereichen die erforderlichen Maßnahmen zur ihrer Integration. Für die Durchführung des Studiums und der Prüfung sind geeignete Maßnahmen zu treffen, die unter Wahrung der Gleichwertigkeit einen Nachteilsausgleich gewährleisten.
Unter "Rechte und Pflichten der Studenten und Studentinnen" regelt § 9 Abs. 2 einen Rechtsanspruch auf Nachteilsausgleich:
Jedem Studenten und jeder Studentin sowie jedem Studienbewerber und jeder Studienbewerberin mit Behinderung soll die erforderliche Hilfe zur Integration nach § 4 Abs. 7 zur Verfügung gestellt werden.
Die Rechte und Aufgaben der Beauftragten für Studierende mit Behinderung regelt § 28a BerlHG
Für Studenten und Studentinnen mit Behinderung wird von der Hochschule ein Beauftragter oder eine Beauftragte bestellt. Er oder sie wirkt bei der Organisation der Studienbedingungen nach den Bedürfnissen der Studenten und Studentinnen mit Behinderung mit. (...) Für Prüfungen gilt § 31 Absatz 3 BerlHG:
Ein Nachteilsausgleich für Studenten und Studentinnen mit einer Behinderung zur Anerkennung gleichwertiger Leistungen in anderer Form oder verlängerter Zeit ist vorzusehen.
§ 44 Absatz 1 BerlHG enthält ein allgemeines Diskriminierungsverbot:
Die Mitglieder der Hochschule sind verpflichtet ... sich so zu verhalten, dass niemand wegen ... einer Behinderung oder seines Alters benachteiligt wird.
Die Beratung für Studierende mit einer Behinderung oder chronischen Erkrankung an der Freien Universität Berlin bietet Beratung an zu nachteilsausgleichenden Regelungen bei der Bewerbung zum Studium, sowie zu organisatorischen, baulichen, technischen und finanziellen Hilfen im Studium und bei Prüfungen. Themen der Beratung sind darüber hinaus z.B. auch Fragen zur Durchführung von Laborpraktika im Studium oder die Planung eines Auslandsstudiums oder -praktikums mit einer Behinderung/chronischen Erkrankung.
Wer mit einer Behinderung oder chronischen Krankheit studieren möchte, sollte mit den folgend genannten Beratungsstellen Kontakt aufnehmen, gern auch schon vor Beginn des Studiums. Fragen zur Finanzierung des Studiums, zur Wohnungsversorgung, zur Mobilität, zur Bewerbung zum Studium, die Möglichkeiten baulicher und organisatorischer Maßnahmen sowie angepasster Studien- und Prüfungsbedingungen an der Hochschule können so geklärt und ggf. erforderliche Anträge gestellt werden.
Beratungsangebote und Beauftragte
Als Ansprechpartner in der Beratungsstelle für Studierende mit Behinderungen und mit chronischen Erkrankungen an der Freien Universität Berlin bietet Herr Classen Beratung für Studieninteressenten und Studierende an. Er arbeitet mit an der Planung und Durchführung von rechtlichen, baulichen, technischen und organisatorischen Maßnahmen zur Förderung Studierender mit Behinderungen und mit chronischen Krankheiten. Er berät behinderte und chronisch kranke Studieninteressierte und FU-Studierende telefonisch, persönlich und per Email zu allen Fragen der Berücksichtigung ihrer Bedürfnisse in Lehrveranstaltungen, Praktika und Prüfungen. Der Beauftragte hilft behinderten und chronisch kranken Studierenden z.B. bei Anträgen auf bevorzugte Zulassung zum Studium im Rahmen der Härtefallquote, auf modifizierte bzw. individuell angepasste Studien- und Prüfungsbedingungen sowie auf bauliche und technische Veränderungen an der Hochschule.
Georg ClassenBeratung für Studierende mit Behinderungen und mit chronischen ErkrankungenIltisstr. 1 (gegenüber vom StudierendenServiceCenter), 14195 BerlinEG, Zimmer 103Tel. 838-55292, Fax 838-455292Sprechzeit: Dienstag 9:30 bis 12:30 Uhr und nach Vereinbarunggeorg.classen@fu-berlin.dewww.fu-berlin.de/service/behinderung Die Beauftragte für behinderte Studierende an der FU Berlin
Die Behindertenbeauftragte nach § 28a Berliner Hochschulgesetz wirkt mit an der Gestaltung der Studienbedingungen nach den Bedürfnissen der Studierenden mit Behinderung. Sie hat das Recht auf Information sowie Teilnahme-, Antrags- und Rederecht in allen Gremien der Hochschule, wenn die Belange Studierender mit Behinderung berührt sind. Die Beauftragte der FU bietet jedoch keine Einzelfallberatung für Studierende an.
Die Beratungsstelle des Studentenwerks Berlin
Die Beratungsstelle des Studentenwerks Berlin für behinderte und chronisch kranke Studierende berät in allen sozialen Fragen des Studiums: Studienfinanzierung, Beantragung von Studienhelfern und Hilfsmitteln, Wohnungssuche, Mobilität innerhalb und außerhalb der Hochschule sowie Bewältigung persönlicher Probleme und Krisensituationen u. a. Für behinderte und chronisch kranke Studienanfänger sowie für Absolventen werden regelmäßig Informationsseminare angeboten.
Die Beratungsstelle ist auch zuständig für die Bearbeitung von Anträgen auf Eingliederungshilfen nach § 9 Abs. 2 des Berliner Hochschulgesetzes. Dies betrifft die in anderen Bundesländern von den Sozialämtern gewährten Integrationshilfen wie Studienhelfer, ausbildungsbezogene Hilfsmittel, behindertengerechte häusliche Arbeitsplatzausstattung etc.
Behinderungsbedingt notwendige Fahrdienste, Führerschein und KFZ sind hingegen auch in Berlin als "Eingliederungshilfe zum Studium nach dem Sozialgesetzbuch XII" beim Sozialamt des Wohnbezirks zu beantragen. Die Beratungsstelle des Studentenwerks hilft dann bei der Antragstellung.
Dominique Illing, Studentenwerk BerlinBeratung für behinderte Studierende an der FU BerlinThielallee 38 (Ecke Otto-von-Simson-Straße), 14195 Berlin1. OG, Zimmer 201Tel. 93939-9020beh.beratung.thielallee@studentenwerk-berlin.deSprechzeit: Montag 10-13 Uhr und nach Vereinbarungwww.studentenwerk-berlin.de/bub/behinderte Beratung für behinderte Abiturienten und Hochschüler bei der Agentur für Arbeit
Berufsberatung für behinderte Abiturienten und Hochschüler bietet auch die Agentur für Arbeit an. Das Beratungsangebot umfasst die Beratung in hochschulspezifischen Fragestellungen bzw. die Beratung in abiturientenspezifischen Berufsausbildungswegen außerhalb der Hochschulen in Verbindung mit Fragen des behinderungsspezifischen Nachteilsausgleichs. Das Beratungsangebot gilt auch für behinderte Studienabbrecher bzw. Studienfachwechsler.
Absolventen können elternunabhängig Arbeitslosengeld II erhalten. Die Arbeitsvermittlung leistet dann das Jobcenter. Wer z.B. wegen Einkommens oder Vermögens kein ALG II beanspruchen kann oder will, meldet sich bei der Agentur für Arbeit arbeitssuchend und wird dann von dort vermittelt. Das Gesetz sieht für beide Fälle zusätzliche Integrationsleistungen für behinderte Absolventen vor (Bewerbungskosten, Lohnkostenzuschüsse, behindertengerechte Anpassung des Arbeitsplatzes usw.).
Fragen Sie nach dem in jedem Jobcenter/Arbeitsagentur vorhandenen Ansprechpartner für behinderte Arbeitsuchende, bitten um einen Termin, und lassen sic über die zusätzlichen gesetzlichen Hilfen und Leistungen für behinderte Arbeitssuchende nach dem SGB II, III und IX beraten! Ein Schwerbehindertenausweis ist für die Beratung und zusätzliche Förderung hilfreich, aber nicht notwendig.
Das Hochschulteam der Agentur für Arbeit berät Studierende und Absolventen bis zu einem Jahr nach Hochschulabschluss.
Hochschulteam der Agentur für ArbeitThielallee 38/Ecke Otto-von-Simson-Str.14195 Berlin (U3: Dahlem Dorf) Mo, Di, Fr 9 - 13 Uhr, Do 14 - 17 UhrTel. 030-8431 9043Berlin-Sued.Hochschulteam@arbeitsagentur.de
Die bundesweit tätige Fachvermittlung für schwerbehinderte Akademiker bei der ZAV Bonn unterstützt besonders betroffene anerkannt schwerbehinderte Bewerber mit akademischem Abschluss. Machen Sie Ihr Jobcenter/Ihre Arbeitsagentur auf diese Möglichkeit aufmerksam und bitten darum, zusätzlich die Fachvermittlung der ZAV einzuschalten:
ZAV - Vermittlung für schwerbehinderte Fach- und Führungskräfte Villemombler Str. 76, 53123 Bonn Tel. 0228/713-0, -1375 ZAV-Bonn.SBAkademiker@arbeitsagentur.de www.arbeitsagentur.de > Über uns > Weitere Dienststellen > ZAV> SB-Akademiker (ganz runterscrollen auf der ZAV-Seite!)
Die Zentraleinrichtung Studienberatung an der FU Berlin
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Zentraleinrichtung Studienberatung und Psychologische Beratung der FU Berlin beraten behinderte und chronisch kranke Studieninteressierte und Studierende bei allen Fragen und Problemen im Zusammenhang mit ihrer Studienfachwahl, dem Studienverlauf und dem Abschluss des Studiums. Nach vorheriger Terminvereinbarung mit dem Sekretariat (Tel 838 - 522 47) wird auch eine psychologische Beratung angeboten. Terminvereinbarungen sind auch möglich per Mail an: psychologische-beratung@fu-berlin.de
Zentraleinrichtung Studienberatung und Psychologische BeratungStudierenden-Service-CenterIltisstraße 4, 14195 BerlinTel 838-70000info-service@fu-berlin.dewww.fu-berlin.de/studienberatung
Anrufe und Besuche Mo - Do 9 - 17 Uhr, Fr 9 - 15 Uhr Enthinderungsberatung des ASTA der FU Berlin
AStA-Villa, Otto von Simson Str. 23, 14195 BerlinTel. 030-839091-10, Di 12 - 17 Uhr behindertenberatung@astafu.de www.astafu.de > Beratungenhttp://www.fu-berlin.de/einrichtungen/service/studierende/beratung_asta/behindertenberatung.html
Der Beauftragte für Behinderte des Landes Berlin
Dr. Jürgen SchneiderLandesbeauftragter für BehinderteSenatsverwaltung für Gesundheit und SozialesOranienstrasse 106, 10969 Berlin-Kreuzberg, Raum E 009Tel. 9028-2917, -2918, -2998, -2046, Fax -2166,lfb@sengs.berlin.dewww.berlin.de/behindertenbeauftragterBusse 129 und 240U-Bahn Linie 6 "Kochstrasse" (Aufzug) und ca. 600 m Fußweg. Zulassung zum Studium - Sonderanträge
An der FU besteht für Studienanfänger in vielen Studiengängen eine Bewerbungspflicht. Infos zum Studienangebot, zum Bewerbungsverfahren und Bewerbungsfristen finden Sie unter www.fu-berlin.de/studium.
Behinderte und chronisch kranke Bewerber können einen Härtefallantrag stellen. Dem Antrag auf sofortige Zulassung (unabhängig von Note oder Wartezeit) kann - im Rahmen der u.a. dafür vorgesehenen "Härtefallquote" von 2 % aller Studienplätze - stattgegeben werden, wenn durch ein fachärztliches Gutachten nachgewiesen wird, dass der/dem Studienbewerber/in eine Wartezeit nicht zumutbar ist, weil sie/er
an einer Krankheit oder Behinderung mit Tendenz zur Verschlimmerung leidet, und dies einer längeren Wartezeit bzw. späteren Aufnahme des Studiums entgegensteht,
wegen krankheits- oder behinderungsbedingter Einschränkungen eine Wartezeit nicht sinnvoll (z.B. durch Jobben) überbrücken könnte,
durch Krankheit oder Behinderung auf ein bestimmtes Berufsfeld beschränkt ist, in dem er/sie nach dem angestrebten Studiums tätig werden könnte,
eine erfolgreiche berufliche (Wieder-)Eingliederung nur durch das angestrebte Studium erreichbar erscheint, und/oder
sie/er das bisherige Studium oder den bisherigen Beruf aus gesundheitlichen Gründen aufgeben musste.
Aufgrund der Krankheit oder Behinderung bestehende ortsbezogene Gründe für die FU Berlin können ebenfalls angeführt werden. Bei einem (späteren) Wechsel des Studiengangs kann einem Härtefallantrag nur noch stattgegeben werden, wenn der Fachrichtungswechsel wegen einer neu aufgetretenen Behinderung zwingend erforderlich geworden ist. Neben oder anstelle eines Härtefallantrags sind auch Anträge auf Nachteilsausgleich zur Verbesserung der Note und/oder Wartezeit möglich. Hinweise zum Härtefallantrag und zu den Anträgen auf Nachteilsausgleich, zum fachärztlichen Gutachten und den ggf. erforderlichen weiteren Nachweisen finden Sie im Merkblatt "Sonderanträge".
Bewerbungsunterlagen für die FU: Wenn Sie einen oder mehrere Sonderanträge stellen, müssen Sie Ihren Zulassungsantrag aus der Online-Bewerbung ausdrucken und unterschrieben an die FU schicken. Der Antrag muss in Papierform mit allen Anlagen bis zum Bewerbungsschluss bei der FU eintreffen. Sie müssen die für die Sonderanträge nötigen Unterlagen beifügen: das ausgefüllte Antragsformular aus dem Merkblatt "Sonderanträge", das fachärztliche Gutachten im Original oder beglaubigter Kopie, ggf. weitere Nachweise zum Härtefallantrag und/oder zum Antrag auf Nachteilsausgleich in beglaubigter Kopie, einfache Kopie der Hochschulzugangsberechtigung, ggf. weitere im Einzelfall nötige Unterlagen.
Bewerbungen zum 1. Semester für die Fächer Zahn- und Humanmedizin, Pharmazie und Tiermedizin sind nicht an die FU, sondern an die Stiftung Hochschulstart www.hochschulstart.de in Dortmund zu richten. Ein Härtefallantrag und Anträge auf Nachteilsausgleich Wartezeit und/oder Note sind auch bei der Stiftung Hochschulstart möglich. Bei anerkannt Schwerbehinderten wird immer der erste Studienortswunsch berücksichtigt. Für die Bewerbung in einigen Fächern - an der FU sind dies zum WS 2016/17 voraussichtlich die Fächer BWL, WVL, Biologie, Biochemie, Chemie, Informatik, Mathematik, Psychologie und Rechtswissenschaft, aktuelle Regelung bitte im Bewerbungsportal prüfen! - ist zunächst eine Registrierung im Bewerberportal der Stiftung Hochschulstart für das "Dialogorientierten Serviceverfahren" (DoSV) nötig. Die Bewerbung geht dann an die FU, die Zulassungagebote der jeweils beteiligten Hochschulen werden über die Stiftung Hochschulstart koordiniert.
Bewerbungen von Ausländern und Deutschen mit im Ausland (auch EU) erworbener Hochschulzugangsberechtigung sind nicht an die FU, sondern an www.uni-assist.de zu richten (Ausnahme: EU-Angehörige bewerben sich für Zahn- und Humanmedizin, Pharmazie und Tiermedizin bei der Stiftung Hochschulstart).
Härtefallanträge sind für Ausländer mit im Ausland erworbener Hochschulzugangsberechtigung nicht möglich (Ausnahme: EU-Angehörige, diese können wie Deutsche einen Härtefallantrag stellen). Ausländer mit einer in Deutschland erworbenen Hochschulzugangsberechtigung bewerben sich in gleicher Weise wie Deutsche, auch ein Härtefallantrag ist dann möglich. Weietre Infos für Bewerber mit ausländischer Hochschulzugangsberechtigung finden sich hier.
Bei Bewerbungen für einen "konsekutiven" Masterstudiengang ist ebenfalls ein Härtefallantrag möglich, § 10 Abs. 1 Berliner Hochschulzulassungsgesetz. Für "weiterbildende" Masterstudiengänge existiert keine entsprechende Regelung. Für Masterstudiengänge gelten andere Bewerbungsfristen! Studienangebot und Bewerbungsvoraussetzungen und -fristen siehe hier.
Zu Härtefallanträgen bei der FU und bei der Stiftung Hochschulstart beraten die Beratungsstelle für behinderte Studierende an der FU Berlin und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bereichs Bewerbung und Zulassung der FU:
Freie Universität BerlinBewerbung und ZulassungIltisstraße 1, 14195 Berlininfo-service@fu-berlin.deTel. 838-70000, Fax 838-755 20 (keine Bewerbungen per Fax oder Email!)Infoservice: Mo - Do 9 - 15 Uhr, Fr 9 - 17 UhrSprechzeiten der Sachbearbeiter/innen: Di 9.30 - 12.30 Uhr, Do 14 - 17 Uhrwww.fu-berlin.de/studium/bewerbung/index.html Studienfinanzierung
Behinderte und chronisch kranke Studierende haben für ihren Lebensunterhalt, ihren ausbildungsbedingten Bedarf und ggf. ihre häusliche Versorgung und Pflege häufig einen zusätzlichen finanziellen Aufwand. Finanziert werden müssen beispielsweise Studienhelfer, die Assistenzdienste wie Fotokopieren oder das Mitschreiben in Lehrveranstaltungen erledigen, sowie technische Hilfsmittel vom Hörgerät bis zum behindertengerechten Computerarbeitsplatz. Rollstuhlfahrer benötigen ein behindertengerechtes Auto oder einen Fahrdienst sowie die zusätzlichen Mietkosten einer rollstuhlgerechten Wohnung. Für den Lebensunterhalt können erhöhte Kosten auftreten etwa durch eine krankheitsbedingt notwendige besondere Ernährung oder eine krankheits-/behinderungsbedingt verlängerte Studiendauer.
Hierfür kommt neben finanziellen Hilfen der Eltern eine Reihe weiterer Möglichkeiten in Frage:
das Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG, erhöhte Einkommensfreibeträge, evtl. verlängerte Förderungsdauer)
die Krankenversicherung (u. a. Hilfsmittel zum Ausgleich der Behinderung)
die Pflegeversicherung (Pflegegeld- und/oder Sachleistungen)
Hilfe zur Pflege im Rahmen der Sozialhilfe nach SGB XII vom Sozialamt (zusätzliches Pflegegeld, bedarfsdeckende Pflegesachleistungen)
Pflegegeld nach dem Pflegegesetz Berlin (für Blinde, Sehbehinderte und Gehörlose)
Eingliederungshilfe im Rahmen der Sozialhilfe nach SGB XII vom Sozialamt (Fahrten zur Hochschule bzw. Führerschein und behindertengerechtes KFZ)
Integrationshilfen nach § 9 Abs. 2 Berliner Hochschulgesetz vom Studentenwerk (technische Hilfsmittel zum Studium, Studienhelfer, behindertengerechter häuslicher Arbeitsplatz, usw.)
Gundsicherung für Arbeitsuchende nach SGB II vom Jobcenter: Arbeitslosengeld II kann bei krankheitsbedingter Beurlaubung beansprucht werden, außerdem nach Abschluss des Studiums. Leistungen vom Jobcenter kommen auch in besonderen Härtefällen, für evtl. Mehrbedarfe für Wohnkosten und krankheitsbedingt besonders teure Ernährung in Frage, vgl. § 27 SGB II.
bevorzugte Jobvergabe bei der Arbeitsvermittlung "Heinzelmännchen" des Studentenwerks Berlin
bevorzugte Jobvergabe für studentische Hilfskräfte an der FU Berlin. Online-Stellenanzeiger: www.fu-berlin.de/service/stellen.
Beratung zu allen Möglichkeiten der Studienfinanzierung und Hilfe bei der Antragstellung bietet die Beratungsstelle für behinderte und chronisch kranke Studierende des Studentenwerks Berlin an.
Ausführliche Informationen zu allen Fragen der Studienfinanzierung enthält die Broschüre "Mit Behinderungen und mit chronischen Krankheiten studieren":
Download der Broschüre im RTF-Format
Informationen über die Zugänglichkeit des Berliner Bus- und Bahnnetzes für Gehbehinderte und RollstuhlfahrerInnen bietet das Faltblatt "Berlin barrierefrei", das kostenlos bei der BVG erhältlich ist. Für BerlinerInnen, die aufgrund der Schwere ihrer Behinderung die BVG nicht nutzen können, gibt es für Freizeitfahrten den Berliner Sonderfahrdienst. Der Sonderfahrdienst führt jedoch keine Fahrten zur Ausbildung, Studium oder Arbeit durch. Die Kosten für Fahrten zur Hochschule mit einem Behindertenfahrdienst oder Taxi bzw. für einen Führerschein und behindertengerechtes Auto müssen daher als "Eingliederungshilfe" nach dem SGB XII beim Sozialamt beantragt werden.
BVG, Abt. ÖffentlichkeitsarbeitPotsdamer Str. 188, 10783 BerlinTel. 256-24635, Fax 256-24687http://www.bvg.de/index.php/de/3883/name/Barrierefrei+durch+Berlin.html
Antrag auf Teilnahme am SonderfahrdienstLandesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) - VersorgungsamtAlbrecht-Achilles-Straße 62-65, 10709 BerlinTel. 9012-6433/ -8989/ -8988infoservice@lageso.berlin.de www.berlin.de/lageso/behinderung/sofa/index.html
SFD-Berlin - SonderFahrDienst für Menschen mit Behinderung im Auftrag des Landes Berlinc/o Wirtschaftsgenossenschaft der Berliner Taxifahrer (WBT) eGTel. 2610 2300, Fax 2610 2399 Genthiner Str. 36, 10785 Berlinwww.sfd-berlin.de
Das für alle FU-Studierende obligatorische Semesterticket kostet derzeit 184,40 Euro incl. 5,- Euro Sozialfonds.
Behinderte Studierende, die einen Schwerbehindertenausweis mit Beiblatt für die "Freifahrt" mit dem ÖPNV vorlegen, werden auf Antrag durch das Immatrikulationsbüro vom Semesterticket befreit.
Behinderte und längerfristig oder chronisch kranke Studierende, die keinen entsprechenden Ausweis besitzen, aber durch ärztliches Attest (kann vom gewöhnlichen Arzt ausgestellt werden, muss aber als "Attest zur Vorlage beim Amtsarzt" bezeichnet sein) glaubhaft machen, dass sie behinderungsbedingt den ÖPNV nicht nutzen können, werden auf Antrag durch das Semesterticketbüro vom Semesterticket befreit.
Studierende im Urlaubssemester und Studierende, die sich studienbedingt das ganze Semester außerhalb des Tarifbereichs aufhalten, werden auf Antrag durch das Semesterticketbüro vom Semesterticket befreit.
Studierende, die aufgrund einer besonderen sozialen Härte Schwierigkeiten haben, das Semesterticket zu finanzieren, können beim Semesterticketbüro einen Zuschuss zum Semesterticket beantragen. Antragsberechtigt sind u.A. Studierende, die behinderungsbedingt Integrationshilfen zum Studium erhalten (Personenkreis des § 30 Abs. 4 SGB XII, § 2 Abs. 2 Nr. 4 Sozialfonds-Satzung), sowie ausländische Studierende mit zeitlich beschränkter Arbeitserlaubnis.
Semesterticketbüro des AStA FUwww.astafu.de/semtixbueroThielallee 36 (unter dem Capitol-Kino)14195 BerlinTel. (030) 839091-40Di 11 - 14 Uhr, Mi 15 - 18 Uhr, Do 14 - 17 Uhrsemtixbuero@astafu.de
Das Büro ist nicht mit Rollstuhl zugänglich. Anträge können auch schriftlich gestellt werden, Formular auf der Homepage des Semesterticketbüros.
Sozialwohnungen: Studierende, die eine Sozialwohnung suchen, benötigen einen Wohnberechtigungsschein (WBS), der beim bezirklichen Wohnungsamt - auch mit dem Merkmal "Rollstuhlbenutzerwohnung (RB)" beantragt werden kann. Das Berliner Angebot an RB-Wohnungen ist online einsehbar unter www.rb-wohnungen.de Landesamt für Gesundheit und Soziales BerlinFrau Bahns, Frau Thiel, Frau KarolTurmsstr 21, Haus A, 10559 Berlin-MoabitTel. 90229 - 3202, -3233, Fax -3299www.rb-wohnungen.de
Wohnheime: Das Studentenwerk Berlin bevorzugt behinderte und chronisch kranke Studierende bei der Vergabe von Wohnheimplätzen. Für Studierende mit Rollstuhl stehen in mehreren Wohnheimen in Berlin geeignete Wohnmöglichkeiten in ausreichender Anzahl zur Verfügung - allerdings nicht im Nahbereich der FU. Der gemeinnützige Verein zur Wohnraumbeschaffung Martinswerk bietet in studentischen Wohngemeinschaften (Vier- bis Sechs-Zimmer-Wohnungen) auch Zimmer an, die für Rollstuhlbenutzer/innen geeignet sind.
Dominique Illing, Studentenwerk BerlinBeratung für behinderte Studierende an der FU BerlinThielallee 38 (Ecke Otto-von-Simson-Straße), 14195 Berlin1. OG, Zimmer 201Tel. 93939-9020beh.beratung.thielallee@studentenwerk-berlin.deSprechzeit: Montag 10-13 Uhr und nach Vereinbarungwww.studentenwerk-berlin.de/bub/behinderte
Hier ist auch der ausführliche Wohnheimkatalog des Studentenwerks erhältlich.
Die Bürgermeister Reuter Stiftung bietet mehrere möblierte rollstuhlgerechte Zweizimmerappartements in einem Studentenwohnheim am Sparrplatz in Berlin Wedding an:
Plätze in Wohngemeinschaften in Neukölln und Kreuzberg ohne Betreuung, aber mit rollstuhlgerechter Ausstattung vermittelt das
Martinswerk e.V.Mehringdamm 43, 10961 BerlinTel. 69 50 55 45, Fax 69 50 55 32Di und Do 11-13 Uhr, Do 14-16 Uhrwww.martinswerk-berlin.de
Einige barrierefreie Hotels und Hostels in Berlin:
http://www.handicaptours.de/index.php?cPath=1_2
Blinde und sehbehinderte Studierende können bei der Servicestelle für Sehbehinderte und Blinde an der FU Berlin ihre Studienmaterialien (Seminar- und Prüfungsunterlagen, Studientexte, grafische Darstellungen, Tabellen u. a.) in Braille, Tastgrafik oder Großdruck, als Textdatei oder als Tondokument umsetzen lassen. Die Servicestelle bietet auch Unterstützung bei der Arbeit mit behindertengerechten Computerausstattungen. Die Universitätsbibliothek (UB) der FU Berlin verfügt über zwei Arbeitsplätze mit Bildschirmlesegerät und sehbehinderten- und blindengerechter Computertechnik. Weitere Bildschirmlesegeräte für Sehbehinderte stehen u.a. in der Philologischen Bibliothek und in der Erziehungswissenschaftlichen/Psychologischen Bibliothek.
Servicestelle für blinde und sehbehinderte Studierende der FUIltisstr. 1, 14195 BerlinTel. 838-53229braille@zedat.fu-berlin.dewww.fu-berlin.de/service/blind/Sprechzeit Mittwoch 12:30 bis 14:30 Uhr und Freitag 10 bis 12 Uhr Organisationen von Sehbehinderten und Blinden
DVBS (Deutscher Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf e. V.)Bezirksgruppe Berlin/Brandenburgc/o Hans Peter Brass, Kissinger Str. 6, 12157 BerlinTel. 79 78 13 01p.brass@snafu.de
DVBS BundesverbandFrauenbergstr. 8, 35039 MarburgTel (06421) 948 88-0, Fax 948 88-10info@dvbs-online.dewww.dvbs-online.de
Allgemeiner Blinden- und Sehbehindertenverein Berlin (ABSV)Auerbacher Str. 7, 14193 BerlinTel. 89588-0, Fax -99, S-Bahn Grunewaldinfo@absv.dewww.absv.de
Hörbehinderte Studierende müssen - ggf. mit Unterstützung des Beauftragten für behinderte Studierende an der FU Berlin - auf ihre Situation hinweisen, damit die Lehrkräfte gegebenenfalls einen Overheadprojektor benutzen, entsprechende Unterlagen/Manuskripte überlassen und die von der/dem Studierenden mitgebrachte FM-Anlage zur Übertragung des gesprochenden Wortes auf ihr/sein Hörgerät in ihrer Lehrveranstaltung einsetzen. Für mündliche Prüfungen sind nachteilsausgleichende Regelungen erforderlich. Für Gehörlose gilt das in besonderem Maße. Die Finanzierung von FM-Anlagen, Studienhelfern und Gebärdendolmetschern kann als Integrationshilfe nach dem Berliner Hochschulgesetz beim Studentenwerk Berlin beantragt werden. Der Behindertenbeauftragte der FU stellt bei Bedarf leihweise eine FM-Anlage zum Ausprobieren zur Verfügung.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft hörbehinderter Studierender und AbsolventInnen BHSA - gibt ein Handbuch für Hörbehinderte heraus und bietet regelmäßig Seminare für hörbehinderte Studienanfänger/innen und Absolvent/innen an.
Gehörlosenzentrum BerlinFriedrichstr. 12, 10969 Berlin-Kreuzberg, U-Bahn Hallesches TorTelefon 251 70 51, Fax 2517053info@deafberlin.de www.deafberlin.de
Bundesarbeitsgemeinschaft hörbehinderter Studierender und AbsolventInnen BHSAwww.bhsa.de
Chronisch kranke Studierende sind häufig erheblich in ihrem Studium beeinträchtigt, empfinden sich aber nicht als "behindert". Dennoch sind sie grundsätzlich auf dieselben Möglichkeiten der Unterstützung und des Nachteilsausgleichs angewiesen wie Studierende mit einer Behinderung. Chronisch Kranke sind ggf. darauf angewiesen, ihre in der Regel nicht äußerlich erkennbaren Einschränkungen durch die Krankheit den Beteiligten mitzuteilen. Die Beratung für behinderte Studierender der FU Berlin bietet Unterstützung dabei an, individuell angepasste Studien- und Prüfungsbedingungen zu beantragen. Die Beratungsstelle des Studentenwerkes für behinderte und chronisch kranke Studierende bietet Hilfe an bei der Beantragung der in Frage kommenden sozialen und finanziellen Hilfen.
Rollstuhlbenutzer/innen, Gehbehinderte
Die meisten größeren Gebäude der FU Berlin sind für Studierende mit Rollstuhl zugänglich und verfügen über entsprechende Parkplätze, Rampen, Aufzüge und Toiletten. Im Büro für die Belange behinderter Studierender ist eine Übersicht zur Zugänglichkeit der wichtigsten Gebäude erhältlich. Bei Bedarf führt die Technische Abteilung der FU auch individuelle bauliche und technische Anpassungsmaßnahmen durch. Es empfiehlt sich, möglichst frühzeitig Kontakt mit dem Ansprechpartner im Büro für die Belange behinderter Studierender, Herrn Classen, aufzunehmen, damit eine Begehung bzw. Berollung vor Ort organisiert und notwendige Baumaßnahmen beantragt werden können.
Die Bibliotheken der Freien Universität sollen die besonderen Bedürfnisse behinderter Studierender berücksichtigen, z.B. durch Gewährung einer verlängerten Leihfrist (in der Regel sechs statt vier Wochen). In der Universitätsbibliothek stehen zwei PC-Arbeitsplätze für blinde und sehbehinderte Studierende zur Verfügung.
Universitätsbibliothek (UB) der FU BerlinGarystr. 39, 14195 BerlinPC-Arbeitsplätze für Blinde und Sehbehinderte im Lesesaal der UBFrau Gesch, Herr Volk, Tel. 838-520 62gesch@ub.fu-berlin.dewww.ub.fu-berlin.de Behindertenparkplatz und Aufzug am Eingang Ihnestraße
Alle Mensen und Cafeterien an der Freien Universität Berlin sind mit Rollstuhl zugänglich. In der Mensa 2 (Otto-von-Simson-Str. 26) stehen für Behinderte Servierwagen bereit. Täglich werden ein vegetarisches und ein Bio-Essen angeboten.
Auf eine Reihe möglicherweise allergener Bestandteile (z.B. Natriumglutamat, Farbstoffe, Milch und Milcheiweiß, Gluten, Nüsse, Eier, Senf) des Essens wird ggf. in den auch im Internet veröffentlichten Speiseplänen hingewiesen. Weitere Infos:
Als Ruheraum steht ein u.a. mit einer Liege ausgestatteter Raum im Gebäude "Rostlaube", Habelschwerdter Allee 45, J 26/14 zur Verfügung. Der Raum dient zugleich als Still- und Wickelraum. Der Schlüssel ist im Büro für die Belange behinderter Studierender an der FU erhältlich. Bei Bedarf unterstützt Sie die Beratung für behinderte Studierende auch bei der Suche nach einem geeigneten Ruheraum in einem anderen Gebäude.
Hochschulsport - Inklusionssport
Die Zentraleinrichtung Hochschulsport der FU Berlin bietet Sportmöglichkeiten für Studierende aller Fächer, die speziell auf die Bedürfnisse Behinderter und Nichtbehinderter sowie chronisch Kranker abgestimmt sind, z.B. Rollstuhlsport, Wassergymnastik, Yoga, Skilanglaufreisen, Paddeln, Bogenschießen, Go, Schach sowie Segeln für Körperbehinderte. Beratung und nähere Informationen für Interessenten an allen (auch den hier nicht genannten) Veranstaltungen der ZE Hochschulsport bietet die für den Behindertensport verantwortliche Mitarbeiterin an:
Olivia MahlingZentraleinrichtung Hochschulsport der FU, InklusionssportKönigin Luise Str. 47, 14195 BerlinTel. 838-58291, Fax 838-53 070, Olivia.Mahling@fu-berlin.dewww.hochschulsport.fu-berlin.de/inklusion/index.htmlDas Büro ist mit Rollstuhl nicht erreichbar. Die Mitarbeiter/innen kommen bei Bedarf gern in die zugängliche benachbarte Sporthalle, um dort Interessenten mit Rollstuhl zu beraten usw.
Als Nachteilsausgleich bei Studienleistungen und bei Prüfungen kommen für behinderte und chronisch kranke FU-Studierende je nach Art ihrer Beeinträchtigung z.B. Verlängerungen der Bearbeitungszeit oder -frist, zusätzliche Pausen oder die Verwendung technischer Hilfsmittel in Frage. Die Rahmenstudien- und Prüfungsordnung der FU (RSPO) bestimmt dazu in § 11:
(1) Macht eine Kandidatin oder ein Kandidat durch ein ärztliches Zeugnis glaubhaft, dass sie oder er wegen länger andauernder oder ständiger körperlicher Beeinträchtigungen oder Behinderungen nicht in der Lage ist, die Prüfung ganz oder teilweise in der vorgesehenen Form abzulegen, hat die oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses der Kandidatin oder dem Kandidaten zu gestatten, gleichwertige Prüfungsleistungen in einer anderen Form oder durch eine verlängerte Prüfungszeit zu erbringen. Entsprechendes gilt für Studienleistungen.
Die Anpassung der Prüfungsbedingungen muss beim zuständigen Prüfungsausschuss bzw. -amt beantragt werden. Der Ansprechpartner im Büro für die Belange behinderter Studierender berät bei der Antragstellung und erarbeitet ggf. einen Vorschlag für den modifizierten Ablauf der Prüfung unter Wahrung der inhaltlichen Gleichwertigkeit.
In den auslaufenden Magister- und Diplomstudiengängen kann in besonders begründeten Fällen über das zuständige Prüfungsbüro an den Prüfungsausschuss ein "Härtefallantrag" auf Fristverlängerung wegen besonderer Lebensumstände gemäß § 126 Abs. 5 Satz 4 BerlHG gestellt werden. Mögliche Gründe sind insbesondere eine schwere chronische Erkrankung, die ein reguläres Studium nicht möglich gemacht hat, eine unvorhergesehene persönliche Belastung (z.B. Tod eines nahen Angehörigen), eine Schwerbehinderung, die Pflege Angehöriger, Kinderbetreuung, ein Teilzeitstudium oder Gründe, die in § 22 Abs. 4 BerlHG als zulässig zur Beantragung eines Teilzeitstudiums genannt sind. Vorzulegen sind ein Nachweis der dargelegten Gründe und ein individueller Studienverlaufsplan, aus dem sich ergibt, bis wann die jeweils noch ausstehenden Prüfungsleistungen erbracht werden.
Mit dem "Campusmanagement" gilt ein verbindliches Anmeldeverfahren zu den Lehrveranstaltungen. Wenn man die zugehörige Studienleistung (z.B. Klausur) nicht erbringt, kann der Kurs als nicht bestanden gewertet werden. Ein behinderungs- oder krankheitsbedingter Rücktritt sollte ggf. dem Dozent und dem Prüfungsbüro mitgeteilt werden, ggf. sind Nachweise (Attest usw.) vorzulegen.
Ein krankheitsbedingter Rücktritt von einer Prüfung muss unverzüglich der verantwortlichen Stelle (Dozent, Prüfungsamt, ggf. Klausuraufsicht) mitgeteilt und die Prüfungsunfähigkeit unverzüglich durch ein geeignetes Attest nachgewiesen werden.
Für Semester, in denen man krankheitsbedingt überhaupt nicht in der Lage ist zu studieren, sollte man ggf. eine "Beurlaubung" beantragen. Der Antrag ist unter Vorlage eines Attests bei der Studierendenverwaltung zu stellen. Leistungsnachweise können in einem krankheitsbedingten Urlaubssemester nicht erworben werden.
Arbeitslosengeld II, Vermittlung und Arbeitsförderung für behinderte Absolventen
Hochschulabsolventen können elternunabhängig Arbeitslosengeld II bei ihrem regional zuständigen Jobcenter beantragen. Sie werden dort als arbeitsuchend registriert und in Arbeit, Qualifizierungsmaßnahmen usw. vermittelt.
Hochschulabsolventen, die z.B. aufgrund ihres Einkommens/Vermögens kein Arbeitslosengeld II beanspruchen können oder wollen, können sich bei ihrer regional zuständigen Agentur für Arbeit als Arbeitssuchende registrieren lassen.
Nur registrierten Arbeitsuchenden stehen die Vermittlungsangebote des Jobcenters bzw. der Arbeitsagentur zur Verfügung. Wichtige ist die Registrierung als arbeitsuchend auch als Voraussetzung für eine mögliche finanzielle Förderung der Arbeitsaufnahme (ABM-Stellen, Lohnkostenzuschüsse, technische und personelle Hilfen für Behinderte etc.). Diese Hilfen stehen Behinderten - anders als anderen Hochschulabsolventen - teilweise auch dann zu, wenn sie keine laufende Arbeitslosenunterstützung erhalten.
Zusätzlich zu den genannten Angeboten des Jobcenters und der Agentur für Arbeit bietet das Hochschulteam der Agentur für Arbeit Studierenden und Hochschulabsolventen bis zu einem Jahr nach Studienabschluss Unterstützung in Fragen der Berufs- und Karriereplanung an:
Hochschulteam der Agentur für Arbeit Berlin Außenstelle an der FU Berlin Thielallee 38, 1. OG, Raum 212, 14195 Berlin Tel. 84319043/44, Fax 555580-1900 Mo, Di, Mi, Fr 10-12, Do 15-17
Das Büro ist mit Rollstuhl zugänglich, Behindertenparkplatz, Rampe, Aufzug und Roll-WC sind vorhanden.
Fragen Siebei Ihrem örtlich zuständigen Jobcenter / bei Ihrer Arbeitsagentur nach dem Ansprechpartner für Arbeitsuchende mit Behinderung und bitten dort um einen Termin!
Die bundesweit tätige Fachvermittlung für schwerbehinderte Akademiker bei der ZAV Bonn soll die Integrationschancen für besonders betroffener behinderte Bewerber mit akademischem Abschluss verbessern. Machen Sie Ihr Jobcenter/Ihre Arbeitsagentur auf diese Möglichkeit aufmerksam und bitten darum, zusätzlich die Fachvermittlung für schwerbehinderte Akademiker bei der ZAV einzuschalten:
ZAV - Vermittlung für schwerbehinderte Fach- und FührungskräfteVillemombler Str. 76, 53123 BonnTel. 0228/713-0, -1375zav-bonn.sbakademiker@arbeitsagentur.dewww.arbeitsagentur.de > Über uns > Weitere Dienststellen > ZAV
Zudem kommen zur Förderung der Arbeitsaufnahme an einer konkreten Arbeitsstelle auch finanzielle Hilfen des Integrationsamtes in Betracht, siehe www.berlin.de/lageso/arbeit/arbeitnehmer
Absolventenseminare des Deutsches Studentenwerks
Das Deutsche Studentenwerk (DSW) bietet Seminare zum Berufseinstieg für behinderte und chronisch kranke Studierende am Ende und nach Abschluss ihres Studiums an. Termine, Infos und Anmeldung:
DSW, Monbijouplatz 11, 10178 Berlin, Tel. 030-297727-64, Fax -69studium-behinderung@studentenwerke.dewww.studentenwerke.de/behinderung
Fahrtkosten können nach vorheriger Absprache mit dem DSW erstattet werden. Interessierte können sich beim DSW auch unverbindlich für ein Absolventenseminar vormerken lassen.
Promotions- und Forschungsförderung
Ausführliche Online-Infos sowie Beratung u.a. zur Finanzierung von Promotionen erhalten Sie bei der Abteilung
Forschungs- und Nachwuchsförderung an der FU Berlin
Unter www.fu-berlin.de/stellen finden Sie die aktuellen Stellenangebote der FU Berlin.
Peter DietrichTelefon 7849875pedie@zedat.fu-berlin.dewww.fu-berlin.de/gdb
Netzwerk der Interessengemeinschaften behinderter/chronisch kranker und nichtbehinderter Studierender
Das bundesweite Netzwerk ermöglicht einen Erfahrungsaustausch u.a. im Rahmen von Tagungen und Wochenendworkshops zu Themen wie Finanzierung des behinderungsbedingten Mehrbedarfs im Studium, barrierefreie Universität - barrierefreie Hochschuldidaktik, Aufbau studentischer Selbsthilfegruppen, Bioethik/Euthanasie, Rhetorikkurs, Öffentlichkeitsarbeit, barrierefreies Internet u.a. Nähere Infos und Veranstaltungsprogramm:
BAG Behinderung und Studium e.V., c/o Dr. Sven Drebes, Oudenarder Str. 25, 13347 Berlinvorstand@behinderung-und-studium.dewww.behinderung-und-studium.de
Interessengruppen hörbehinderter und gehörloser Studierender
BHSA e.V. - GeschäftsstelleHinter der Hochstätte 2a, 65 239 HochheimTel. (auch Schreibtelefon/Bildtelefon) (06146) 83 55 37, Fax (06146) 83 55 38www.bhsa.de
Interessengruppen sehbehinderter und blinder Studierender
Deutscher Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf e. V. (DVBS)www.dvbs-online.deDVBS Bezirksgruppe Berlin/BrandenburgKontakt: Hans Peter BrassKissinger Str. 6, 12157 BerlinTel. 79781301mail@pbrass.de
c/o Beate Ender, Fuggerstr 31, 10777 BerlinTel. 211 55 82oder Anita Borrusch, Tel/Fax 7436302anitabor@web.deMonatliches Plenum.
Netzwerk behinderter Frauen e.V. Berlin
Behinderte Frauen treffen sich regelmäßig zu Fragen, die die Interessierten in den Kreis einbringen. Drei mal im Jahr findet ein Plenum statt. Das Netzwerk betreibt ein Büro zur Verbesserung der Lebenssituation behinderter Frauen.
Netzwerk Behinderter Frauen e.V.Forster Str. 40, 10999 BerlinTel./Fax 61 70 91 67netzfrau-berlin@freenet.dewww.netzwerk-behinderter-frauen-berlin.de/
Adressen und Auskünfte zu weiteren Selbsthilfegruppen, z.B. Gruppen von Menschen mit einer bestimmten chronischen Erkrankung oder Behinderung, sind beim Selbsthilfegruppen-Kontaktzentrum SEKIS erhältlich:
SEKIS, Albrecht Achilles Str. 65, 10709 BerlinTel. 892 66 02, Fax 893 54 94www.sekis-berlin.de/
Mit Behinderungen und mit chronischen Krankheiten studierenHrsg. Beauftragter für behinderte Studierende der FU Berlin. Die Broschüre enthält ausführliche Infos zu den hier angesprochenen und weiteren Fragen, z.B. Auslandsstudium, ausländische behinderte Studierende, Berufseinstieg.
Broschüre im Word-Format
beeinträchtigt studierenDatenerhebung zur Situation von Studierenden mit Behinderung und chronischer Krankheit Hrsg. Deutsches Studentenwerk. Durchführung: Institut für Höhere Studien IHS Wien. Gefördert vom BMBF. Berlin 2012
Studium und BehinderungTipps und Informationen für Studierende mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen. Printversion beim DSW: studium-behinderung@studentenwerke.de
www.studentenwerke.de/main/default.asp?id=06103
Verzeichnis der Beauftragten für behinderte Studierende aller deutschen Hochschulen
www.studentenwerke.de/adressen/bfb.asp
BHSA-StudienführerBHSA-Handbuch für hörbehinderte Studierende. BHSA-Journal mehrmals jährlich.
BHSA, Hinter der Hochstätte 2a, 65239 Hochheimwww.bhsa.de
20. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerkes, durchgeführt vom HIS Hannoverwww.sozialerhebung.de
Kapitel 13: "Gesundheitliche Beeinträchtigungen"www.sozialerhebung.de/download/20/soz20_15_kap13_barrierefrei.pdf
Hrsg. Bundesagentur für Arbeit - ZAV. Bewerbungsstrategien für Akademiker/innen mit einer Behinderung. Bonn 2010www.arbeitsagentur.de/Dienststellen/besondere-Dst/ZAV/downloads/SB/sb-akademiker-erfolgreich-bewerben.pdf
Berliner BehindertenzeitungHrsg. Berliner Behindertenverband e.V. Erscheint monatlich, Jahresabo 15 €
Berliner Behindertenzeitung, c/o BBV e.V.www.berliner-behindertenzeitung.deFür eine optimale Darstellung dieser Seite aktivieren Sie bitte JavaScript.