Source: http://www.betanet.de/betanet/soziales_recht/Krankengeld-233.html
Timestamp: 2017-06-23 08:43:13
Document Index: 265935525

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 5', '§ 46', '§ 48', '§ 3', '§ 44']

2.2. Selbstständige
2.3. Beginn des Anspruch 2.3.1. Praxistipp
4. Anspruch und Dauer
4.4. Erneuter Anspruch auf Krankengeld wegen derselben Krankheit
4.4.1. Beispiel
4.4.2. Praxistipp
Krankengeld erhalten versicherte Patienten von der Krankenkasse, wenn sie länger als 6 Wochen arbeitsunfähig sind. Das Krankengeld wird individuell berechnet und ist niedriger als das Nettoeinkommen. Innerhalb von 3 Jahren gibt es höchstens eineinhalb Jahre lang Krankengeld für dieselbe Krankheit. In bestimmten Fällen wird ein gekürztes bzw. kein Krankengeld gezahlt. Details unter Krankengeld > Keine Zahlung. Kinderpflege-Krankengeld erhalten Eltern während der Betreuung ihres kranken Kindes, Näheres unter Kinderpflege-Krankengeld.
Das Krankengeld ist eine sogenannte Lohnersatzleistung, d.h. es wird nur gezahlt, wenn nach 6 Wochen kein Anspruch (mehr) auf Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber (§ 3 Entgeltfortzahlungsgesetz) besteht. Weitere Voraussetzungen sind:
Arbeitsunfähigkeit aufgrund Krankheitoder
stationäre Behandlung in Krankenhaus, Vorsorge- oder Reha-Einrichtung auf Kosten der Krankenkasse.Definition "stationär"Teil-, vor- und nachstationäre Behandlung genügt, wenn sie den Versicherten daran hindert, seinen Lebensunterhalt durch die zuletzt ausgeübte Erwerbstätigkeit zu bestreiten.
Bezieher von Arbeitslosengeld erhalten ebenfalls unter diesen Voraussetzungen Krankengeld. 2.1. Kein Anspruch auf Krankengeld
Teilnehmer an beruflichen Rehaleistungen (Teilhabe am Arbeitsleben) sowie zur Berufsfindung und Arbeitserprobung, die nicht nach dem Bundesversorgungsgesetz erbracht werden; Ausnahme bei Anspruch auf Übergangsgeld
Bezieher von Arbeitslosengeld II und Sozialgeldversicherungspflichtige Personen in Einrichtungen der JugendhilfePersonen, die infolge der Gesundheitsreform 2007 krankenversicherungspflichtig wurden (sog. Auffangversicherung, § 5 Abs. 1 Nr. 13 SGB V). Ausnahme: Dennoch Anspruch auf Krankengeld haben abhängig Beschäftigte, sofern sie nicht geringfügig beschäftigt sind.
2.2. SelbstständigeHauptberuflich Selbstständige, die in einer gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind, haben in der Regel keinen Anspruch auf Krankengeld. Um bei Krankheit dennoch finanziell abgesichert zu sein, gibt es folgende Möglichkeiten:Erklärung gegenüber der Krankenkasse, dass die Mitgliedschaft den Krankengeldanspruch umfassen soll (sog. Wahlerklärung): Der Versicherte muss dann statt dem ermäßigten Beitragssatz von 14 % den allgemeinen Beitragssatz von 14,6 % zahlen und hat ab der 7. Woche
Arbeitsunfähigkeit Anspruch auf Krankengeld (Basisschutz). Abschluss eines Wahltarifs für das Krankengeld, um den Basisschutz in Höhe und Dauer zu ergänzen oder zu ersetzen.Abschluss einer privaten Krankentagegeldversicherung 2.3. Beginn des Anspruch (§ 46 SGB V) Der Anspruch auf Krankengeld entsteht an dem Tag, an dem die Arbeitsunfähigkeit ärztlich festgestellt wird bzw. eine Krankenhaushandlung oder eine Behandlung in einer Vorsorge- oder Reha-Einrichtung beginnt. "Anspruch" heißt aber nicht, dass immer sofort Krankengeld bezahlt wird: Die meisten Arbeitnehmer erhalten erst einmal Entgeltfortzahlung. 2.3.1. PraxistippFür einen Anspruch auf Krankengeld ist es wichtig, auf eine lückenlose Attestierung durch den Arzt zu achten. Spätestens am Werktag nach dem letzten Tag der Krankschreibung muss beim Arzt ein neues Attest ausgestellt werden. Samstage gelten nicht als Werktage. Ist das ärztliche Attest beispielsweise bis Freitag gültig, ist spätestens am Montag der Arzt aufzusuchen. Unter bestimmten Voraussetzungen, z.B. einer Kündigung vom Arbeitgeber, kann der Anspruch auf Krankengeld durch eine lückenhafte Attestierung verloren gehen. 3. Höhe
maximal aber 90 % des Nettoarbeitsentgelts. Das Krankengeld beträgt höchstens 101,50 € pro Tag. Details zur Höhe und Berechnungsbeispiel unter Krankengeld > Höhe. 3.1. SteuerfreiKrankengeld ist steuerfrei. Allerdings ist es bei der
Steuererklärung anzugeben, da es bei der Berechnung des Steuersatzes
berücksichtigt wird. Es unterliegt dem sogenannten Progressionsvorbehalt. 4. Anspruch und Dauer
(§ 48 SGB V)Krankengeld gibt es wegen derselben Krankheit für eine maximale Leistungsdauer von 78 Wochen (546 Kalendertage) innerhalb von je 3 Jahren ab Beginn der Arbeitsunfähigkeit. Bei den 3 Jahren handelt es sich um die sogenannte Blockfrist. 4.1. Blockfrist
Zahlt der Arbeitgeber bei Arbeitsunfähigkeit des Arbeitnehmers das Entgelt jedoch nicht weiter, obwohl hierauf ein Anspruch nach § 3 Entgeltfortzahlungsgesetz besteht, gewährt die Krankenkasse bei Vorliegen der Voraussetzungen (s.o.) das Krankengeld, da das Krankengeld nur bei tatsächlichem Bezug des Arbeitsentgelts ruht. Der Anspruch des Arbeitnehmers gegen den Arbeitgeber auf Entgeltfortzahlung geht dabei auf die Krankenkasse über. 5. Wer hilft weiter?
ArbeitsunfähigkeitEntgeltfortzahlung Krankengeld > Höhe Krankengeld > Keine Zahlung
VersorgungskrankengeldKrankheitsbedingte Kündigung Verletztengeld Gesetzesquelle(n) (§§ 44 ff. SGB V)
Letzte Aktualisierung am 20.01.2017 Redakteur/in: Sabine Bayer