Source: http://floorball-bayern.org/beschluesse-zu-strafen-und-protesten
Timestamp: 2018-05-21 00:58:03
Document Index: 82691581

Matched Legal Cases: ['§3', '§3', '§ 13', '§3', '§3', '§3', '§13', '§3', '§ 3', '§13', '§3', '§3', '§13', '§3', '§ 3', '§13', '§3', '§3', '§3', '§4', '§4']

Berufungsurteil 2017-003: Nichtantritt der SG Ingolstadt / Nordheim
Die Strafe von 100 Euro gemäß §3.2.4 GBO „Nichtantritt zu einem Spieltag“ davon 50 Euro auf Bewährung bis zum 31.07.2017 mit der Auflage selbst bei minimaler Besetzung anzutreten bleibt bestehen. Die Strafe von 100 Euro gemäß §3.3.3 GBO „Verschuldetes Fehlen eines Schiedsrichters (pro Spiel)“ werden aufgehoben.
Fälle höherer Gewalt müssen immer durch die Mannschaft selbst und unaufgefordert binnen zwei Tagen nach dem Spieltermin gegenüber der SBK entsprechend belegt werden. Dies ist auch in der Spielordnung unter § 13.2.3 SPO „Darüber hinaus muss die Mannschaft selbsttätig innerhalb von zwei Tagen nach dem Spieltermin der SBK stichhaltig belegen, warum sie nicht erscheinen konnte, ansonsten wird automatisch Forfait gewertet.“ verankert. Dies ist seitens des ESV Ingolstadt nicht erfolgt. Als spielfähig im Kleinfeld wird eine Mannschaft nach Sicht des Vorstandes bei einer Mindestbesetzung von fünf Feldspielern und einem Torhüter angesehen. Die Entfernung des Spieltages vom Heimatort spielt hierbei keine Rolle. Entsprechend der Auflistung aus dem Berufungsantrag wäre die SG Ingolstadt/Nordheim nach Abzug der krankheitsbedingten und beruflichen Ausfälle mit sechs Feldspielern und drei Torhütern durchaus spielfähig gewesen. Begründungen wie zu weite Entfernungen und Geburtstage werden nicht als Fälle höhere Gewalt zugelassen, sondern sind bereits im Vorfeld bekannte Ausfälle. Diese müssen somit bei der Planung einer Mannschaftsmeldung berücksichtigt werden. Sollte aus diesen Gründen ein Antritt zu einem Spieltag nicht möglich sein, gilt dies als eigenes Verschulden der Mannschaft und nicht als höhere Gewalt. Die Spielfähigkeit einer Mannschaft wird für das bessere Verständnis ab der nächsten Saison in der Spielordnung verankert werden. Bis dahin liegt die Spielfähigkeit allerdings im Ermessen der Entscheidungsinstanz. Etwaige Ordnungen von Floorball Deutschland können als Hilfestellung dienen, sind aber keinesfalls bindend.
2017-003: Nichtantritt der SG Ingolstadt / Nordheim
Die Damen KF Mannschaft der SG Ingolstadt / Nordheim ist nicht zum Spieltag am 28.01.2017 angetreten.
100€ Strafe gemäß §3.2.4 davon 50€ auf Bewährung bis 31.07.2017 mit der Auflage selbst bei minimaler Besetzung anzutreten.
100€ Strafe gemäß §3.3.3 davon 50€ auf Bewährung.
Aufgrund der akuten Grippewelle in Bayern verbunden mit einigen andersgelagerten Absagen von Spielern ist das Team der SG Ingolstadt / Nordheim nicht angetreten. Deswegen wird die Strafe auf den minimalen Satz von 50€ festgesetzt.
Die Kammer sieht §3.2.4 GBO damit unabhängig von §13 SPO, denn die SPO fällt in den Entscheidungsbereich der SBK. Demzufolge erkennt die Kammer auch nicht die Geltendmachung höherer Gewalt an. Strafen gemäß §3.2.4 / § 3.3.3 GBO werden als unabhängig von Entscheidungen der SBK zum §13 SPO gesehen.
Es wäre dem Team zuzumuten gewesen, in minimaler Besetzung anzutreten. Um zu verdeutlichen, dass wir das für die Zukunft erwarten, werden weitere 50€ zur Bewährung bis zum Ende der Saison (31.07.2017) ausgesetzt.
Mit dem Nichtantritt zum Spieltag der Mannschaft zum Spieltag sind auch deren Schiedsrichter nicht angetreten (§3.3.3 GBO). Die Kammer bewertet diese Ereignisse unabhängig voneinander, denn der Nichtantritt von Schiedsrichtern kann eine erhebliche Störung des Spielbetriebes darstellen. Da dieser Aspekt in der Vergangenheit nicht geahndet wurde und eine solche Ahndung demnach für die Teams überraschend kommt, wird die Hälfte der Strafe zur Bewährung bis zum 31.07.2017 ausgesetzt.
2017-002: Nichtantritt der U17 Sportfreunde Puchheim
Die U17 KF Mannschaft der Sportfreunde Puchheim ist nicht zum Spieltag am 28.01.2017 angetreten.
Aufgrund der akuten Grippewelle in Bayern verbunden mit einigen andersgelagerten Absagen von Spielern ist das Team der Sportfreunde Puchheim nicht angetreten. Deswegen wird die Strafe auf den minimalen Satz von 50€ festgesetzt.
Die Kammer sieht §3.2.4 GBO damit unabhängig von §13 SPO, denn die SPO fällt in den Entschei-dungsbereich der SBK. Demzufolge erkennt die Kammer auch nicht die Geltendmachung höherer Ge-walt an. Strafen gemäß §3.2.4 / § 3.3.3 GBO werden als unabhängig von Entscheidungen der SBK zum §13 SPO gesehen.
Mit dem Nichtantritt zum Spieltag der Mannschaft zum Spieltag sind auch deren Schiedsrichter nicht angetreten (§3.3.3 GBO). Die Kammer bewertet diese Ereignisse unabhängig voneinander, denn der Nichtantritt von Schiedsrichtern kann eine erhebliche Störung des Spielbetriebes darstellen.
Da dieser Aspekt in der Vergangenheit nicht geahndet wurde und eine solche Ahndung demnach für die Teams überraschend kommt, wird die Hälfte der Strafe zur Bewährung bis zum 31.07.2017 ausgesetzt.
2017-001: Nichtantritt der U15 FC Stern e.V.
Die U15 Mannschaft des FC Stern e.V. ist nicht zum Spieltag am 28.01.2017 angetreten.
Aufgrund der akuten Grippewelle in Bayern verbunden mit einigen andersgelagerten Absagen von Spielern ist das Team des FC Stern e.V. nicht angetreten. Deswegen wird die Strafe auf den minimalen Satz von 50€ festgesetzt.
2016-006: Einsatz nicht-lizenzierter Spieler durch Kaufering vom 13.11.2016
2016-05: Verspätete Spieltagsdokumentation PSV vom 23.11.2016
2016-04: Nichtantritt des PSV München vom 15.11.2016
2016-03: Matchstrafe 3 gegen Justus Wende vom 21.02.2016
2016-02: Matchstrafe 3 gegen den PSV München vom 16.01.2016
Der Spieler und Torhüter des PSV München führte gegen einen gegnerischen Angreifer einen Schlag in den Intimbereich aus. Die Schiedsrichter hatten eine klare Sicht auf das Geschehen. Eine Abwehraktion kann ausgeschlossen werden, da sich der Ball an der Mittellinie befand und die Aktion somit nicht dem Ball galt. Dies wurde durch mehrere unabhängige Zeugenaussagen bestätigt.
Der Spieler wird für acht Großfeldspiele, bei welchem Floorball Bayern Veranstalter oder Mitveranstalter ist, gesperrt. Es wird eine Geldstrafe von 75€ verhängt (GBO §3.4.3). Zusätzlich wird eine Bewährungsstrafe von 6 Spielen und 25€ verhängt, welche bei einer erneuten Matchstrafe, innerhalb eines Jahres, widerrufen wird. Dem Spieler ist im Zeitraum seiner Sperre untersagt, in aktiver Weise (Spieler, Betreuer oder Schiedsrichter) an Spieltagen bei denen Floorball Bayern Veranstalter oder Mitveranstalter ist teilzunehmen.
Urteilsbegrünung
Der Tatbestand des brutalen Vergehens ist erfüllt, die von den Schiedsrichtern ausgesprochene Matchstrafe 3 war somit korrekt. Das Schiedsgericht geht aufgrund der vorliegenden Zeugenaussagen davon aus, dass im vorliegenden Fall keine Affekthandlung vorlag, sondern das Vergehen vorsätzlich begangen wurde. Der Spieler nahm somit eine Verletzung des gegnerischen Angreifers in Kauf. Der Schlag in den Intimbereich kam für den gegnerischen Angreifer unerwartet ohne Möglichkeit diesem auszuweichen. Die Strafe ist somit am oberen Ende des Strafrahmens anzusetzen.
2016-01: Matchstrafe 3 gegen Philipp Kuhnert-Fischer vom 10.01.2016
Nach einem Zweikampf beleidigte der Spieler Kuhnert-Fischer seinen Gegenspieler mit den Worten „dumme Sau“. Die Aussage wurde vom Schiedsrichter klar und deutlich vernommen. Der Schiedsrichter erteilte dem Spieler Philipp Kuhnert-Fischer daraufhin eine Matchstrafe 3 wegen Beleidigung.
Der Spieler wird für einen Spieltag der Regionalliga Süd Bayern gesperrt. Es wird ein Strafe von 25,- € verhängt (GBO §3.4.3). Die Strafe wird vollständig zur Bewährung ausgesetzt (GBO §4.3). Die Bewährung gilt bis zum Ende der laufenden Saison.
Der Tatbestand der Beleidigung ist erfüllt, die durch die Schiedsrichter ausgesprochene Strafe war somit korrekt. Die Stellungnahme von Stern München, durch Thomas Weinrich, wird strafmildernd herangezogen. Da der Spieler Kuhnert-Fischer bisher nicht auffällig geworden ist, kann die Strafe am unteren Ende des Strafrahmens angesetzt werden. Aus selbigem Grund kann die Geldstrafe zur Bewährung ausgesetzt werden.
Die Geldstrafe ist vorläufig, dem PSV München wird entsprechend §4.1 GBO die Möglichkeit der Stellungnahme, bis zum 27.01.2016 eingeräumt. Die Spielsperre ist entsprechend der Ordnungen des FVB endgültig.