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Timestamp: 2019-12-05 22:11:42
Document Index: 2444523

Matched Legal Cases: ['§ 312', '§ 312', '§ 312', '§ 312', 'Art. 246', '§ 1', '§ 312', '§ 8', '§ 10']

GmbH Gesellschaftszweck / Unternehmensgegenstand: Online-Shop Funktion im Marketing Ökonomische Grundlagen Offene, geschlossene, vertikale und horizontale Marktplätze Elektronischer Handel nach Art der Teilnehmer Onlineshop Shop-Systeme Rechtsfragen e Entwicklung in Deutschland Website-Nutzung im Bereich kleiner und mittelständischer Unternehmen Das Online-Kaufverhalten Technische E-Business-Standards Klima-Bilanz Navigationsmenü aus Nürnberg – Firmenmantel gmbh verkaufen münchen www.topgmbhkaufen.de
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Beim elektronischen Handel wird durch Datenübertragung eine unmittelbare Geschäftsbeziehung zwischen Anbietern und Abnehmern abgewickelt. Im weiteren Sinne umfasst der elektronische Handel jede Art von geschäftlicher Transaktion, bei der Internet-Anbieter – auch solche, die keine Handelsunternehmen sind – und Internet-Nachfrager als Transaktionspartner im Rahmen von Leistungsanbahnung, -vereinbarung oder -erbringung elektronische Kommunikationstechniken einsetzen. Den in der Literatur häufig verwendeten Begriff des Electronic Business popularisierte eine IBM-Werbekampagne Ende der 1990er-Jahre als „eBusiness“.[1] Im engeren Sinne umfasst der elektronische Handel die über das Internet abgewickelten Geschäftsbeziehungen zwischen Internethändlern, also Handelsunternehmen, die das Internet ausschließlich oder (als Multi-Channel-Händler) zusätzlich zum stationären oder zum angestammten Versandgeschäft nutzen, und Internet-Nachfragern.[2] Waren aus dem präsentierten Angebot können, analog zum Einkauf bei einem stationären Handelsbetrieb, ausgewählt und in einen sogenannten Warenkorb aufgenommen werden. Der Bestellvorgang wird abgeschlossen, indem die Bestellung online übermittelt und bestätigt wird. Der elektronische Handel macht in jedem Sinne einen Teil der Internet-Wirtschaft aus.
2.1 Volkswirtschaftliche Betrachtung
2.3 Betriebswirtschaftliche Betrachtung
5.1 Konkurrenz zum klassischen Einzelhandel
6 Shop-Systeme
6.1 Evolution von Web-Shop-Software-Systemen
6.6 Onlineshop als Teil der IT-Landschaft
7.2 Österreichisches Recht
7.3 Europäische Bestimmungen
7.4 Außereuropäische Bestimmungen
8 Allgemeine Entwicklung in Deutschland
9 Website-Nutzung im Bereich kleiner und mittelständischer Unternehmen
10 Das Online-Kaufverhalten
10.1 Käufer
11 Technische E-Business-Standards
12 Klima-Bilanz
Die besonderen Eigenschaften von E-Business wird in vollkommener Markttransparenz und der Abwesenheit von Präferenzen gesehen. Dies ist jedoch eine realitätsferne Betrachtung. Eine realitätsnähere Beschreibung des Wirtschaftslebens versucht die Neue Institutionenökonomik (NIÖ). Hinzu kommt die Möglichkeit des internationalen, grenzüberschreitenden Verkehrs,[3] so dass die klassische Sicht auf die Volkswirtschaften einzelner Staaten oder Wirtschaftsräume (z. B. der Europäischen Union) die tatsächlichen Prozesse und Entwicklungen nicht erfassen kann.
Hierdurch wurde die Neoklassik entscheidend ausdifferenziert, auch wenn jede wissenschaftliche Theorie notwendigerweise abstrahieren muss und Vereinfachungen enthält. Beim Elektronischen Handel muss zwischen der volkswirtschaftlichen und der betriebswirtschaftlichen Sicht unterschieden werden. Wenn die Effizienzgewinne (Volkswirtschaftslehre) vollständig den Konsumenten zugutekommen, kann es sein, dass die Unternehmen keine Wettbewerbsvorteile erlangen können (Betriebswirtschaftslehre). Wenn im Prinzip jeder diese Vorteile realisieren kann, werden unter dieser Bedingung die Kostenvorteile Wettbewerbsnachteile[4] oder sind bestenfalls in einem extremen Preiswettbewerb von kurzer Dauer.[5]
Als Beispiel für einen nachvollziehbaren und nachgefragten Mehrwert gegenüber der old economy dient vor allem die Internetwerbung. Sie ermöglicht mit noch größerer Genauigkeit die Messung eines konkreten Werbeerfolgs als sie etwa der traditionelle Versandhandel für seine Katalogwerbung kennt.
→ Hauptartikel: Ökonomie der Aufmerksamkeit
Georg Franck geht in seinem Buch Ökonomie der Aufmerksamkeit davon aus,[6] dass Aufmerksamkeit in der Gesellschaft einen zunehmend erhöhten Wert bekommt. Für Werbung muss heutzutage jeder Konzern enorme Mengen Ressourcen aufwenden, da Produkte über den Bekanntheitsgrad, Marke und Image verkauft werden.
Der Internethandel kann helfen, Kosten zu reduzieren, beispielsweise durch kürzere und kostensparende Bestellwege. Durch die Integration der Geschäftsfunktionen entlang der Wertschöpfungskette soll eine effizientere Geschäftsabwicklung erreicht werden. Die Grenzen zwischen den Handelsunternehmen, namentlich dem Großhandel und dem Einzelhandel, verschwinden gegenüber dem Endkunden mit der zunehmenden Möglichkeit des Direktvertriebs.
Die Vorteile für Industrieunternehmen wie auch für Handelsunternehmen können sein:
Bei offenen Marktplätzen kann sich jeder Marktteilnehmer registrieren und teilnehmen. Beispiele für offene Online-Marktplätze sind Amazon, eBay und Rakuten. Bei geschlossenen Marktplätzen werden nur bestimmte, ausgewählte Teilnehmer eingeladen bzw. zugelassen. Ein Beispiel ist die Beschränkung auf den Großhandel oder einen bestimmte Wirtschaftszweig (auch Branche genannt). Ein horizontaler Marktplatz bildet hingegen einzelne Geschäftsprozesse ab. Er bezieht sich auf eine Stufe der Wertschöpfungskette, zum Beispiel mit dem Fokus Beschaffung: An einem horizontalen Beschaffungs-Marktplatz nehmen Unternehmen auf der Einkäuferseite teil. Sie können aus unterschiedlichen Branchen kommen und auf eine gemeinsame Gruppe von Lieferanten zugreifen. Im Gegensatz dazu bildet ein vertikaler Marktplatz verschiedene Geschäftsprozesse einer einzigen Branche oder Nutzergruppe ab.
Der Verkauf über Marktplätze kann für Online-Händler sinnvoll sein, um den Umsatz zu steigern und gegebenenfalls die Kunden zu erreichen, die bevorzugt über den jeweiligen Marktplatz einkaufen. Die Marge ist in der Regel geringer als bei anderen Vertriebswegen, dafür sind die Marketingkosten geringer.[7]
Elektronisch gestützte Geschäftsprozesse in Kategorien zu unterteilen richtet sich natürlich nach den Bedürfnissen der menschlichen Entwicklung, so finden Kategorien wie Verbraucher an öffentliche Verwaltung (C2A) oder andere der oben aufgeführten Kombinationen (bsp. B2E) erst allmählich Verbreitung.
In älterer Literatur findet sich oft auch noch das Kürzel G für E-Government statt des umfassenderen Begriffs Administration.
Ob die obengenannten Kategorien immer Handelsbeziehungen abbilden, unterliegt, zumindest in Bezug auf die Administration (A2A), berechtigten Zweifeln.
Bei der Produktpräsentation setzen die Anbieter auf unterschiedliche Mittel: Neben Produktfotografie, Texten und technischen Daten kommen zunehmend dreidimensionale Produktabbildungen und Videos zum Einsatz. Auch der Einsatz von Kundenmeinungen wird zunehmend zum Standard. Bei variantenreichen Erzeugnissen, die nach individuellen Kundenwunsch in Massenfertigungen hergestellt werden, kann der Kunde über einen Konfigurator „sein“ nach unterschiedlichen Kriterien wie Farbe, Material, Ausstattung und Design selber zusammenstellen. So bieten alle Fahrzeughersteller im Internet entsprechende Fahrzeug-Konfiguratoren an.[8] Die eigentliche Fahrzeugbestellung erfolgt hier dennoch meistens über den stationären Handel.
In manchen Fällen dienen Läden zugleich als stationärer Laden und als Abhol- oder Rückgabestation für Ware, die der Kunde im Internet bestellt hat. Auf diese Weise wird der Service im Laden vor Ort mit dem Online-Handel verknüpft.[9] Eine Studie aus der Zeit von Oktober 2015 bis Januar 2018 zeigte, dass der klassische Einzelhandel vor allem in den Städten mit dem Online-Handel konkurrieren kann.[10]
Ein Shopsystem ist die Softwaregrundlage von Onlineshops. Es ist meist datenbankbasiert und wird als Webanwendung angeboten. Derzeit gibt es zirka 200 Shopsoftwareanbieter allein in Deutschland. Dabei unterscheiden sich die Anbieter in der Ausrichtung ihres Angebotes in der Orientierung auf unterschiedliche Zielgruppen. Es gibt Software zum kleinen Preis für den Massenmarkt und Anbieter, die sich darauf spezialisiert haben, Software individuell gezielt den Anforderungen entsprechend zu erstellen bzw. optimieren.
Die ersten Shop-Systeme zwischen 1995 und 2000 versuchten das traditionelle Warenhaus nachzubilden und beschäftigten sich primär mit der reinen Präsentation von Produkten und der Kaufabwicklung. Diese werden als Storefront System bezeichnet. Bis 2001 wurden die Shop-Systeme um erste Verwaltungsfunktionalitäten ergänzt; wie der Verwaltung von Bestellungen (Ordermanagement Features). Bis 2006 stiegen die Anforderungen an die Verwaltungsfunktionalitäten des Shop-Systems. So wurden u. a. Funktionalitäten wie Produktdatenbanken, Content-Management (CMS), Kundenregistrierung und -verwaltung selbstverständlicher Bestandteil der Standard Shop-Systeme (Administration Features). Bis 2009 sind neben den reinen Anforderungen an die administrativen Prozesse aus Sicht des Shop-Betreibers die Anforderungen der Kunden stärker in den Vordergrund getreten. So haben sich Funktionalitäten rund um die Kundenkontoverwaltung sowie u. a. die Verwaltung persönlicher Wunschzettel und Hilfefunktionen weiter entwickelt. Dadurch sind auch die Anforderungen an Datenschutz und Sicherheit stark gestiegen (Customer Features / Security). Die aktuelle Entwicklung von Shop-Systemen seit 2010 bezieht den Kunden/Nutzer noch stärker ein, so drängen Funktionalitäten rund um das Thema Web 2.0 (z. B. Kundenbewertungen, persönliche Empfehlungen und Social Media) in den Standard.[11]
Eine zusätzliche Variante eines Online-Shops besteht in der Möglichkeit, den Betrieb zunächst einem Provider zu übertragen. Vergleichbar mit großen Einkaufszentren, in denen Läden von einzelnen Betreibern gemietet werden, die dann die bereits bestehende Infrastruktur nutzen, wird diese Art von Angebot als ‚Shopping-Mall-Konzept‘ bezeichnet.
Die herkömmlichen Schritte in Geschäftsprozessen wie Rechnung, Nachnahme, Überweisung, Vorkasse und Ratenkauf werden meist auch noch angeboten.
Prepaid-Verfahren: Dabei handelt es sich meist um eine Guthabenkarte, die man mit einem bestimmten Betrag auflädt. Andersherum funktioniert hingegen Paysafecash, wo der genaue Betrag erst nach Abschluss des Einkaufs beglichen wird.
Mobile Payment: wie z. B. Apple Pay, Google Pay und Samsung Pay.
Cyberwallet: wie z. B. PayPal, Skrill, Neteller und my paysafecard.
Laut der Studie eCommerce wird das Verfahren der Rechnung bei den befragten Kunden mit 78,6 % am meisten genutzt, gefolgt von Online-Überweisungen (60 %), Kreditkarte (59,5 %) und Nachnahme (57,2 %). Von Händlern dagegen werden Vorkasse (30,8 %), Kreditkarte (17,6 %) und Nachnahme (15,5 %) bevorzugt.[12]
In den §§ 312b ff. BGB finden sich besondere Bestimmungen über die sogenannten Fernabsatzverträge, zu denen auch der elektronische Handel gehört, weil der Verbraucher die Geschäfte außerhalb von Geschäftsräumen tätigt, indem er Fernkommunikationsmittel einsetzt. Fernkommunikationsmittel gemäß § 312c Abs. 2 BGB sind alle Kommunikationsmittel, die zur Anbahnung oder zum Abschluss eines Vertrags eingesetzt werden können, ohne dass die Vertragsparteien gleichzeitig körperlich anwesend sind, wie Briefe, Kataloge, Telefonanrufe, Telekopien, E-Mails, über den Mobilfunkdienst versendete Nachrichten (SMS) sowie Rundfunk und Telemedien. Im elektronischen Handel müssen Online-Händler auf ihren Webseiten gemäß § 312j Abs. 1 BGB spätestens bei Beginn des Bestellvorgangs klar und deutlich angeben, ob Lieferbeschränkungen bestehen und welche Zahlungsmittel akzeptiert werden. Der Unternehmer hat nach § 312j Abs. 3 BGB die Bestellsituation bei einem Vertrag so zu gestalten, dass der Verbraucher mit seiner Bestellung ausdrücklich bestätigt, dass er sich zu einer Zahlung verpflichtet. Erfolgt die Bestellung über eine Schaltfläche (englisch button), ist die Pflicht des Unternehmers nur erfüllt, wenn diese Schaltfläche gut lesbar mit nichts anderem als den Wörtern „zahlungspflichtig bestellen“ oder mit einer entsprechenden eindeutigen Formulierung beschriftet ist. Es besteht zudem die Verpflichtung des Online-Händlers, Verbrauchern im Bestellablauf unmittelbar, bevor diese ihre Bestellung abgeben, klar und verständlich und in hervorgehobener Weise die Informationen gemäß Art. 246 § 1 Abs. 1 Nr. 4 erster Halbsatz und Nummer 5, 7 und 8 EGBGB zur Verfügung zu stellen. Als Rechtsfolge bei diesen Verträgen steht dem Verbraucher ein Widerrufsrecht nach § 312g BGB zu.
Bei online geschlossenen Verträgen ist oft nicht klar ersichtlich, welches Recht anzuwenden ist. Bei einem elektronisch geschlossenen Kaufvertrag könnten zum Beispiel das Recht des Landes, in dem der Käufer seinen Sitz hat, das des Landes, in dem der Verkäufer seinen Sitz hat oder das des Landes, in dem sich der Server befindet, in Frage kommen. Das Recht des E-Business ist ein ogenanntes Querschnittsrecht. Es finden die Regularien des internationalen Privatrechts (IPR) (in Deutschland zum Beispiel geregelt im EGBGB) Anwendung.
Die technische Seite des E-Commerce wird im Telemediengesetz (TMG) geregelt. Für den Betreiber eines elektronischen Handelsplatzes ergeben sich aus den §§ 8 TMG bis § 10 TMG die Pflicht zur Prüfung (soweit zumutbar) zur Vorsorge gegen Rechtsverletzungen durch die Nutzer, und gegebenenfalls zur Sperrung oder Löschung von Inhalten. Das gilt auch dann, wenn (eventuell mobile) Software-Agenten teilnehmen.[13]
Um die Transaktionen zu vereinfachen, herrscht innerhalb der EU bei vertraglichen Schuldverhältnissen grundsätzlich Rechtswahlfreiheit der Parteien, vgl. Artikel 3 Rom-I-VO (ehemals Artikel 3 EVÜ bzw. in Deutschland Artikel 27ff EGBGB). Eine Ausnahme davon stellen unter anderem Verbraucherverträge dar, für die festlegt ist, dass dem Verbraucher durch eine Rechtswahl nicht der Schutz zwingender Bestimmungen seines Aufenthaltsstaats entzogen werden darf, wenn dem Vertragsschluss zum Beispiel ein ausdrückliches Angebot oder eine Werbung im Aufenthalts- und Handlungsstaat des Verbrauchers vorausgeht, vgl. Artikel 6 Rom-I-VO (ehemals Artikel 5 EVÜ bzw. Artikel 29 EGBGB).
Mit den neuen Richtlinien vom 23. Juni 2011 wurde den Verbrauchern und den Händlern eine „Vollharmonisierung“ zugesagt,[14] da sich bisher beim Online-Shopping die EU-Länder noch deutlich unterscheiden. Denn bisher galt es als sehr kompliziert, das Recht des Käuferlandes mit einzubeziehen, da der Händler sich erst in der EU mit 27 unterschiedlichen Rechtsprechungen auseinandersetzen müsste, die obendrein zum größten Teil in fremden Sprachen verfasst sind. Der europäische E-Commerce wird vereinheitlicht,[14] sodass die Rechtsprechungen der einzelnen Länder nicht mehr unterschiedlich sind oder gar Händler bestimmter Nationen übervorteilt werden.
Nachdem ein Teil der europäischen Richtlinie in Deutschland bereits 2012 umgesetzt wurde (Button-Lösung),[15] gelten die neuen Rechte und Pflichten verbindlich seit dem 13. Juni 2014. Nicht nur für Online-Händler bedeutet dies einige Umstellungen,[16] etwa in Bezug auf das Widerrufsrecht. Auch Verbraucher müssen nun bei Online-Shops einige neue Richtlinien wie die Kostenübernahme bei Rücksendungen beachten.
Parallel zur wachsenden Verbreitung des Internets hat auch der elektronische Handel einen deutlichen Aufschwung erfahren. Im Jahr 2001 kauften laut Allensbacher Computer- und Technik-Analyse hochgerechnet rund 13 Millionen Deutsche Produkte oder Dienstleistungen über das Internet.[17] 2010 lag die Zahl der Online-Käufer nach Angaben der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) bei 34,1 Millionen. Für 2011 prognostiziert die GfK 38,1 Millionen Online-Käufer.[18] Gleichzeitig sind auch die Umsätze im E-Commerce in den letzten zehn Jahren deutlich angewachsen. Nach Zahlen des Handelsverbands Deutschland (HDE) belief sich der E-Commerce-Umsatz im Jahr 2000 auf 2,5 Milliarden Euro. 2010 erwirtschaftete der Handel im Internet bereits 23,7 Milliarden Euro und 2012 29,5 Milliarden Euro.[19] Für 2018 liegen die Umsatzprognosen bei 53,6 Milliarden Euro; das Onlinegeschäft macht damit knapp ein Zehntel des gesamten Handels in Deutschland aus.[20]
Je nach Wirtschaftszweig entwickelt sich der Online-Handel sehr unterschiedlich. Das ist einerseits auf die Produkte, andererseits aber auch auf das Marktgeschehen und die Logistik zurückzuführen. So ist die Logistik für den Online-Lebensmittelhandel bezogen auf den Endkunden sehr aufwändig. Nach einer Untersuchung des Konzerns REWE legt dabei jeder Mitarbeiter bis zu 15 Kilometer pro Schicht zurück. Eine Rationalisierung ist hier nur in großen Verteilzentren möglich, von denen eines der ersten in der Nähe von Köln am 22. September 2018 eröffnet wurde.[21]
In der Zeit von Oktober 2015 bis Januar 2018 wurde in einer Studie untersucht, wie sich der Online-Handel auf die Verkehrs- und Stadtentwicklung auswirkt. Obwohl der Marktanteil im Versandhandel in den Jahren 2005-2015 deutlich gestiegen ist, bestehen nach wie vor Zweifel am vielfach als offensichtlich angesehenen Zusammenhang mit der bisher beobachteten Verkehrszunahme. Diese Zweifel ergeben sich vor allem aus der Tatsache, dass es zahlreiche andere Einflussfaktoren im Verkehrsgeschehen gibt. Prognostiziert wird jedoch „eine starke Nachfrage nach Lager- und Logistikflächen“ und eine Zunahme der Kohlenstoffdioxidemissionen. Die Studie wurde im Rahmen eines Forschungsprogramms des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit erstellt.[22] Aktuell wird eine Belastung vor allem durch die zahlreichen Retouren gesehen.[23]
Bereits 58 Millionen bzw. 84 Prozent der Deutschen verfügen über einen Internetzugang – so das Ergebnis der ARD/ZDF-Onlinestudie 2016. Ein Großteil nutzt das Internet vor allem für Informationen über Waren und Dienstleistungen und nicht selten resultiert die Online-Recherche in einer Kaufentscheidung. Dabei legen 83 Prozent der Internetnutzer Wert darauf, lokale Anbieter (wie Geschäfte, Restaurants und Handwerker) online zu finden. Ein Webauftritt ist daher vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) essentieller Bestandteil zeitgemäßer Eigenwerbung und Umsatzsteigerung. Laut Statistischem Bundesamt betrug 2016 der Anteil deutscher Unternehmen mit eigener Website dennoch nur 70 Prozent, wobei die Häufigkeit mit abnehmender Unternehmensgröße sinkt. So hatten 97 Prozent der Großunternehmen eine eigene Website, die mittleren und kleinen Unternehmen schnitten mit 95 und 90 Prozent ebenfalls sehr positiv ab. Ein deutlicher Rückstand ist allerdings bei Kleinstunternehmen erkennbar, die nur zu 67 Prozent einen eigenen Webauftritt haben – wobei es branchenspezifische Unterschiede gibt und sich auch hier in den vergangenen Jahren ein starkes Wachstum abgezeichnet hat. In qualitativer Hinsicht gibt bei einer Vielzahl von Firmen (insbesondere bei lokalen Unternehmen) noch Nachholbedarf: Nur wenige Anbieter schaffen es, ihre Website nicht als Selbstzweck zu betrachten, sondern ihren Kunden bereits online einen Mehrwert zu bieten – zumeist mangels Fachkenntnissen, Einsicht in die Relevanz oder personeller und/oder finanzieller Ressourcen. Auch die verschiedenen Arten der Website-Erstellung spielen hierbei eine große Rolle. Doch auch wenn das digitale Angebot von KMU noch immer nicht gleichermaßen wie die Nachfrage auf Konsumentenseite wächst, ist ein zunehmendes Bewusstsein für die ökonomische Bedeutsamkeit einer Unternehmenswebsite erkennbar.
Die folgenden Daten beziehen sich auf die Ergebnisse zweier Studien, der Studie Sicherheit im Online-Handel 2006 von eBay/TNS sowie der eCommerce 2004 im Auftrag der Postbank und des Europressedienstes. Grundsätzlich ergaben diese Studien, dass Männer im Internet häufiger einkaufen als Frauen. Hinzu kommt, dass bekannte Online-Shops bevorzugt werden und die Nutzung von Preisvergleichsportalen wie pricerunner.de, idealo.de oder guenstiger.de mit zunehmender Interneterfahrung steigt. Wichtig sind neben der schnellen Lieferung der Waren vor allem die Möglichkeit, rund um die Uhr einzukaufen sowie bessere Preis- und Warenvergleichsmöglichkeiten. Die Studie zeigt deutliche Unterschiede, was das Einkaufsverhalten zwischen männlichen und weiblichen Kunden betrifft. Frauen verbringen demnach weniger Zeit im Internet, liegen aber beim Online-Kauf dennoch vorne. Männer kaufen dagegen häufiger bei Auktionen und ausländischen Online-Shops.
Gemäß einer Studie des Branchenverbandes Bitkom haben sieben von zehn Online-Einkäufern (72 %) auch schon einmal bei einem Händler außerhalb Deutschlands etwas gekauft oder gebucht.[24] Online-Shops im europäischen Ausland liegen mit 74 % in der Kundengunst ganz oben, danach folgen asiatische (49 %) und nordamerikanische Shops (40 %). Allerdings hat auch ein Viertel (25 Prozent) der Online-Shopper noch nie etwas in ausländischen Shops gekauft. Für die repräsentative Studie wurden 1.166 Internetnutzer ab 14 Jahren im Dezember 2016 befragt.
53 % der Internetkunden bestellen Bücher (das als Beispiel) … 52 % der privaten Internetnutzer kaufen online ein.
Bei der Frage, wie viel Geld User beim Kauf eines Artikels höchstens ausgeben würden, ergibt sich eine Zunahme der durchschnittlichen maximalen Ausgaben in Abhängigkeit von der Häufigkeit der E-Commerce-Nutzung. Low-user würden im Durchschnitt maximal 393 € ausgeben, medium-user wären zu Ausgaben von höchstens 616 € bereit, während die heavy-user hingegen 779 € beim Online-Shopping ausgeben würden. Als Gründe, warum Befragte nicht mehr ausgeben, wurden hauptsächlich Sicherheitsrisiken bei der Bezahlung oder der Übertragung von Daten genannt.
In der groß angelegten Studie Internet im Handel 2006 des ECC Handels wurden 2390 vorrangig mittelständische Unternehmen zur Bedeutung des Internets sowohl für Beschaffung als auch für den Vertrieb in Deutschland befragt. So gaben 2006 62,7 % der befragten Unternehmen an, Waren im Internet zu beschaffen. In der Vorauswertung zur Studie Internet im Handel 2008 stieg die Anzahl weiter, so dass mittlerweile bis zu 94,2 % der Unternehmen Waren im Internet beschaffen.[25] Die befragten Händler der Studie 2006 des ECC Handels gaben an, dass immerhin 29,5 % des Umsatzes im Online-Geschäft gemacht wurden. Der Anteil des Umsatzes der Firmen mit Endkundenausrichtung (B2C) ist dabei jedoch mit 31,7 % etwas höher. Nach dem eigenen Online-Shop mit 59,3 % des Umsatzes ist eBay mit 21 % der umsatzstärkste Vertriebskanal für die Händler im Internet. 2017 beherrschte Amazon fast die Hälfte des deutschen Onlinehandels. Laut einer Studie des Handelsverbands Deutschland entfielen im Jahr 2017 etwa 46 Prozent des bundesweiten E-Commerce-Umsatzes auf die deutsche Tochter des US-Konzerns. Die Umsatzzuwächse stammten vor allem aus dem Bereich Amazon Marketplace, dem virtuellen Marktplatz des Unternehmens, der auch anderen Anbietern offensteht. Dort stieg der Umsatz im Vergleich zu 2016 um 2,1 Milliarden Euro; zwölf Prozent der gesamten Onlineumsätze stammen von ursprünglich rein stationären Händlern.[20]
Im Jahr 2015 veröffentliche das Deutsche Cleantech-Institut die bislang umfangreichste Studie zum Vergleich der CO2-Emissionen zwischen stationärem Handel und Onlinehandel, welche auch vom Öko-Institut geprüft wurde. Im Ergebnis zeige sich, dass bei den Produkten des Online-Paketversands, trotz hoher Retouren der Verbraucher, die CO2-Emissionen unter denen des stationären Einzelhandels liegen würden. Das habe im Wesentlichen die Ursache, dass sich die Lieferung nach Hause durch eine Verdichtung der Sendungen klimafreundlicher durchführen lasse, als die individuelle Fahrt mit dem eigenen Pkw in die Stadt.[26] Für eine weitere Verbesserung der CO2-Bilanz empfehlen die Autoren der Studie u. a. die Nutzung von zu Fuß oder ÖPNV erreichbaren Packstationen, weniger Retouren und verbesserte Lieferketten bei den Händlern.
Andreas Duscha, Kai Hudetz: Internet im Handel 2006 – Status quo und Entwicklungen. Hrsg.: Institut für Handelsforschung. 2006, ISBN 3-935546-03-3.
Peter Ludwig: Vertrauen beim Online-Shopping. Pabst, 2005, ISBN 3-89967-230-5.
Katja Richter, Holger Nohr: Elektronische Marktplätze. Potenziale, Funktionen und Auswahlstrategien. Shaker Verlag, 2002, ISBN 3-8265-9890-3.
Knut Hildebrand: Electronic Business. Dpunkt Verlag, 2000, ISBN 3-932588-80-0.
Michael Clasen: Erfolgsfaktoren digitaler Marktplätze in der Agrar- und Ernährungsindustrie. Gabler, Wiesbaden 2005, ISBN 3-8350-0029-2.
Frank Migalk: Elektronische H@ndelsplattformen (Handelsplattformen). Möglichkeiten für den Mittelstand. Loeper Literaturverlag, Karlsruhe 2005, ISBN 3-86059-661-6.
Marco Henseler: Wettbewerb elektronischer Business-to-Business Marktplätze. Entwicklungen und dominante Strukturen. Verlag Dr. Kovac, Hamburg 2009, ISBN 978-3-8300-4531-1.
Eva Stüber: Personalisierung im Internethandel – Die Akzeptanz von Kaufempfehlungen in der Bekleidungsbranche. Gabler, Wiesbaden 2011, ISBN 978-3-8349-2842-9.
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Normdaten (Sachbegriff): GND: 4592128-3 (OGND, AKS)
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