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Timestamp: 2018-12-12 19:54:38
Document Index: 162446066

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 5', '§ 6', '§ 13', '§ 14', '§ 19', '§ 19', '§ 19', '§ 19', '§ 21', '§ 20', '§ 21', '§ 1', '§ 1', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 9', '§ 10', '§ 11', '§ 12', '§ 13', '§ 14', '§ 15', '§ 16', '§ 17', '§ 18', '§ 19', '§ 19', '§ 19', '§ 19', '§ 20', '§ 21', '§ 13', '§ 3', '§ 1', '§ 4', '§ 3', '§ 13', '§ 14', '§ 3', '§ 4', '§ 12', '§ 12', '§ 1', '§ 1', '§ 11', '§ 1', '§ 13', '§ 1', '§ 1', '§ 13', '§ 19', '§ 8', '§ 9', '§ 14', '§ 1', '§ 1', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 13', '§ 10', '§ 6', '§ 13', '§ 9', '§ 11', '§ 13', '§ 13', '§ 11', '§ 9', '§ 10', '§ 9', '§ 9', '§ 13', '§ 19', '§ 19']

Landesrecht Sachsen-Anhalt KapVO LSA | Landesnorm Sachsen-Anhalt | Gesamtausgabe | Kapazitätsverordnung des Landes Sachsen-Anhalt (KapVO LSA) vom 24. Januar 1994 | gültig ab: 03.02.1994
Kapazitätsverordnung des Landes Sachsen-Anhalt (KapVO LSA)...
§ 1 - § 5 Abschnitt 1 - Allgemeine Grundsätze und Verfahren
§ 6 - § 13 Abschnitt 2 - Berechnung auf Grund der personellen...
§ 14 - § 19 Abschnitt 3 - Überprüfung des Berechnungsergebnisses
§ 19a - § 19b Abschnitt 4 - Ausnahmetatbestände
§ 19c - § 21 Abschnitt 5 - Berechnung der Aufnahmekapazität...
§ 20 - § 21 Abschnitt 6 - Schlußvorschriften
Anlage 2 - Curricularnormwerte
Anlage 3 - Bandbreiten für Curricularwerte
Anlage 4 - Stellenzuordnung
Amtliche Abkürzung: KapVO LSA
Ausfertigungsdatum: 24.01.1994
Gültig ab: 03.02.1994
Fundstelle: GVBl. LSA 1994, 68
Gliederungs-Nr: 2211.28
Kapazitätsverordnung des Landes Sachsen-Anhalt (KapVO LSA)
Vom 24. Januar 1994
Stand: letzte berücksichtigte Änderung: Anlage 3 geändert durch Verordnung vom 20. Januar 2016 (GVBl. LSA S. 44)
Kapazitätsverordnung des Landes Sachsen-Anhalt (KapVO LSA) vom 24. Januar 1994 03.02.1994
Eingangsformel 03.02.1994
Abschnitt 1 - Allgemeine Grundsätze und Verfahren 03.02.1994
§ 1 24.01.2012
§ 1a 24.01.2012
§ 2 03.02.1994
§ 3 24.01.2012
§ 4 24.01.2012
§ 5 03.02.1994
Abschnitt 2 - Berechnung auf Grund der personellen Ausstattung 03.02.1994
§ 6 03.02.1994
§ 7 24.01.2012
§ 8 24.01.2012
§ 9 24.01.2012
§ 10 03.02.1994
§ 11 03.02.1994
§ 12 03.02.1994
§ 13 24.01.2012
Abschnitt 3 - Überprüfung des Berechnungsergebnisses 03.02.1994
§ 14 20.05.1994
§ 15 03.02.1994
§ 16 03.02.1994
§ 17 24.01.2012
§ 18 03.02.1994
§ 19 03.02.1994
Abschnitt 4 - Ausnahmetatbestände 20.05.1994
§ 19 a 24.01.2012
§ 19 b 20.05.1994
Abschnitt 5 - Berechnung der Aufnahmekapazität in Studiengängen, die nicht in das zentrale Vergabeverfahren einbezogen sind 24.01.2012
§ 19c 24.01.2012
Abschnitt 6 - Schlußvorschriften 24.01.2012
§ 20 24.01.2012
§ 21 01.05.2002
Anlage 1 - Verfahren zur Berechnung der personellen Aufnahmekapazität auf Grund des Abschnitts 2 03.02.1994
I. Berechnung des Angebots einer Lehreinheit an Deputatstunden 03.02.1994
II. Berechnung der jährlichen Aufnahmekapazität 03.02.1994
III. Verzeichnis der benutzten Symbole 03.02.1994
Anlage 2 - Curricularnormwerte 24.01.2012
Anlage 3 - Bandbreiten für Curricularwerte 30.01.2016
Anlage 4 - Stellenzuordnung 24.01.2012
Auf Grund des § 13 Nr. 1 des Zweiten Hochschulzulassungsgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt (2. HZulG-LSA) vom 12. Mai 1993 (GVBl. LSA S. 244) in Verbindung mit Artikel 16 Abs. 1 Nr. 14 des Staatsvertrages über die Vergabe von Studienplätzen vom 12. März 1992 (Anlage zu diesem Gesetz; im folgenden: Staatsvertrag) wird verordnet:
(1) Zulassungszahlen sind so festzusetzen, daß unter Berücksichtigung der personellen, räumlichen, sächlichen und fachspezifischen Gegebenheiten eine erschöpfende Nutzung der Ausbildungskapazität erreicht wird; die Qualität in Forschung und Lehre, die geordnete Wahrnehmung der Aufgaben der Hochschule, insbesondere in Forschung, Lehre und Studium sowie in der Krankenversorgung, ist zu gewährleisten.
(3) Die Zulassungszahlen werden gemäß §§ 3 und 4 des Hochschulzulassungsgesetzes Sachsen-Anhalt festgesetzt.
Ministerium im Sinne dieser Verordnung ist das für das Hochschulwesen zuständige Ministerium.
(1) Der Festsetzung der Zulassungszahlen nach § 1 Abs. 3 in Verbindung mit § 4 geht die Überprüfung voraus, ob im Rahmen der verfügbaren Mittel die Möglichkeiten zur Nutzung der vorhandenen Ausbildungskapazität ausgeschöpft worden sind. Hierzu wird die jährliche Aufnahmekapazität in zwei Verfahrensschritten ermittelt:
Überprüfung des Ergebnisses nach Nummer 1 an Hand der weiteren kapazitätsbestimmenden Kriterien nach den Vorschriften des Abschnitts 3.
(2) Bei der Feststellung der Aufnahmekapazität bleiben ausschließlich Maßnahmen zum Ausgleich zusätzlicher Belastungen auf Grund der bisherigen Entwicklung der Zahl der Studentinnen und Studenten des ersten Fachsemesters oder höherer Fachsemester unberücksichtigt; sie sind gesondert auszuweisen.
(1) Die Hochschulen legen den Bericht nach Artikel 6 Abs. 4 des Staatsvertrages innerhalb einer vom Ministerium zu bestimmenden Frist vor. Der Bericht enthält insbesondere eine Darstellung der Ermittlung der Aufnahmekapazität nach § 3, sowie die Aufteilung der Curricularnormwerte der Studiengänge auf Lehreinheiten (§ 13 Abs. 3). Die Hochschulen haben die Aufteilung des Curricularnormwertes und eine Abweichung vom Berechnungsergebnis des Abschnitts 2 (§ 14) zu begründen.
(2) Dem Bericht ist eine Satzung nach § 3 Abs. 1 und § 4 Abs. 1 des Hochschulzulassungsgesetzes Sachsen-Anhalt beizufügen. Das Ministerium prüft die Berichte der Hochschulen und genehmigt die Satzungen, wenn die Zulassungszahlen nach den Vorschriften dieser Verordnung ordnungsgemäß ermittelt wurden und keine sonstigen Genehmigungshindernisse vorliegen. Ergeben sich bei der Prüfung Abweichungen, werden die Berichte und die Festsetzung der Zulassungszahlen zwischen dem Ministerium und den Hochschulen gemeinsam erörtert; die gemeinsame Erörterung gilt als Anhörung.
(3) Wird aufgrund der gemeinsamen Erörterung nach Absatz 2 Satz 3 ein neuer Beschluss der Hochschule erforderlich, kann diese innerhalb einer vom Ministerium festzusetzenden Ausschlussfrist eine neue Satzung vorlegen; Absatz 2 Satz 2 gilt entsprechend. Sind die Abweichungen zwischen dem Ministerium und der Hochschule durch die gemeinsame Erörterung nicht auszuräumen, setzt das Ministerium die Zulassungszahlen nach § 12 Nr. 2 des Hochschulzulassungsgesetzes Sachsen-Anhalt durch Verordnung fest.
(4) Absatz 3 Satz 2 gilt entsprechend, wenn aus zeitlichen Gründen eine gemeinsame Erörterung nicht zustande kommt oder ein weiterer Beschluss der Hochschule nicht mehr herbeigeführt werden kann. Die Hochschule ist vor der Festsetzung der Zulassungszahlen nach § 12 Nr. 2 des Hochschulzulassungsgesetzes Sachsen-Anhalt anzuhören; von der Anhörung kann abgesehen werden, wenn die Regelung unaufschiebbar ist.
(5) Legen die Hochschulen keinen Bericht vor oder ist der Bericht verspätet, trifft das Ministerium die erforderlichen Maßnahmen zur Festsetzung der Zulassungszahlen. Absatz 4 Satz 2 gilt entsprechend.
(2) Sind wesentliche Änderungen der Daten vor Beginn des Berechnungszeitraumes oder vor einem Vergabetermin erkennbar, sollen diese berücksichtigt werden.
(3) Der Studiengang Medizin wird für Berechnungszwecke in einen vorklinischen und einen klinischen Teil untergliedert, wobei der vorklinische Teil den Studienabschnitt bis zum Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung nach § 1 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 der Approbationsordnung für Ärzte vom 27. Juni 2002 (BGBl. I S. 2405), zuletzt geändert durch Artikel 30 des Gesetzes vom 6. Dezember 2011 (BGBl. I S. 2515, 2530), und der klinische Teil den Studienabschnitt zwischen dem Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung und dem Beginn des Praktischen Jahres nach § 1 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 der Approbationsordnung für Ärzte umfasst. Zur Berechnung der jährlichen Aufnahmekapazität für den Studiengang Medizin sind die Lehreinheiten Vorklinische Medizin, Klinisch-praktische Medizin und Klinisch-theoretische Medizin zu bilden. Der vorklinische Teil des Studiengangs wird der Lehreinheit Vorklinische Medizin, der klinische Teil des Studiengangs der Lehreinheit Klinisch-praktische Medizin zugeordnet; die Lehreinheit Klinisch-theoretische Medizin erbringt für den Studiengang Medizin Dienstleistungen (§ 11).
(1) Für die Berechnung des Lehrangebots sind alle Stellen des wissenschaftlichen und künstlerischen Lehrpersonals und der sonstigen Lehrpersonen nach Stellengruppen den Lehreinheiten zuzuordnen. Die Stellen des wissenschaftlichen Lehrpersonals und die Stellen des wissenschaftlichen Personals ohne Lehrverpflichtung, das Aufgaben in der Krankenversorgung wahrnimmt, werden in den medizinischen Fächern den Lehreinheiten nach Anlage 4 zugeordnet.
(2) Soweit auf Grund der Lehrverpflichtungsverordnung die Lehrverpflichtung vermindert wird, ist dies zu berücksichtigen. Dabei bleiben Verminderungen für Zwecke der Krankenversorgung im Hinblick auf Absatz 3 unberücksichtigt.
Der Personalbedarf für die ambulante Krankenversorgung wird durch einen pauschalen Abzug in Höhe von 30 v. H. von der um den Personalbedarf für stationäre Krankenversorgung nach Buchstabe b verminderten Gesamtstellenzahl berücksichtigt.
(4) Der Personalbedarf für das Lehrangebot im Praktischen Jahr nach § 1 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 der Approbationsordnung für Ärzte wird durch Abzug einer Stelle je acht Studentinnen und Studenten, die in diesem Studienabschnitt von der Lehreinheit Klinisch-praktische Medizin ausgebildet werden, berücksichtigt.
(5) Das Lehrangebot der Lehreinheit Klinisch-praktische Medizin wird um die Lehrleistungen erhöht, die von außeruniversitären Krankenanstalten vereinbarungsgemäß und auf Dauer für den Ausbildungsaufwand nach § 13 Abs. 1 im Studienabschnitt zwischen dem Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung nach § 1 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 der Approbationsordnung für Ärzte und dem Beginn des Praktischen Jahres nach § 1 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 der Approbationsordnung für Ärzte erbracht werden.
Als Lehrauftragsstunden werden die Lehrveranstaltungsstunden in die Berechnung einbezogen, die der Lehreinheit für den Ausbildungsaufwand nach § 13 Abs. 1 in den dem Berechnungsstichtag vorausgehenden zwei Semestern im Durchschnitt je Semester zur Verfügung gestanden haben und nicht auf einer Lehrverpflichtung beruhen. Dies gilt nicht, soweit die Lehrauftragsstunden aus Haushaltsmitteln für unbesetzte Stellen vergütet worden sind. Dies gilt ferner nicht, soweit Personal außeruniversitärer Forschungseinrichtungen freiwillig und unentgeltlich Lehrleistungen übernimmt. Die Lehrauftragsstunden sind auf der Grundlage der dienstrechtlichen Vorschriften in Deputatstunden umzurechnen.
(2) Zur Festsetzung der einzelnen Anteilquoten können vom Ministerium Vorgaben gemacht werden.
(1) Der Curricularnormwert bestimmt den in Deputatstunden gemessenen Aufwand aller beteiligten Lehreinheiten, der für die ordnungsgemäße Ausbildung einer Studentin oder eines Studenten in dem jeweiligen Studiengang erforderlich ist. Bei der Berechnung der jährlichen Aufnahmekapazität sind die in Anlage 2 aufgeführten Curricularnormwerte anzuwenden.
(3) Ist für einen Studiengang ein Curricularnormwert in Anlage 2 nicht aufgeführt, ist von der Hochschule ein Curricularwert gemäß § 19c zu ermitteln.
(4) Zur Ermittlung der Lehrnachfrage in den einzelnen Lehreinheiten wird der Curricularnormwert auf die am Lehrangebot für den Studiengang beteiligten Lehreinheiten aufgeteilt (Bildung von Curricularanteilen). Die Angaben für die beteiligten Lehreinheiten sind aufeinander abzustimmen. Können Curricularanteile noch nicht gebildet werden, gilt die bisherige Verteilung des Lehrangebots.
(1) Das nach den Vorschriften des Abschnitts 2 berechnete Ergebnis ist zur Festsetzung der Zulassungszahlen an Hand der weiteren, in den Absätzen 2 und 3 aufgeführten kapazitätsbestimmenden Kriterien zu überprüfen, wenn Anhaltspunkte gegeben sind, daß diese sich auf das Berechnungsergebnis auswirken.
(2) Eine Verminderung kommt nur in Betracht, wenn Tatbestände gegeben sind, die die Durchführung einer ordnungsgemäßen Lehre beeinträchtigen (Nummern 1 bis 6 und 8), oder wenn ein Ausgleich für eine Mehrbelastung des Personals (§ 8 Abs. 1) durch Studentinnen und Studenten höherer Semester erforderlich ist (Nummer 7):
gegenüber dem nach Absatz 3 überprüften Berechnungsergebnis des Abschnitts 2 höhere Aufnahme von Studentinnen und Studenten des ersten Fachsemesters oder höherer Fachsemester in den vergangenen Jahren;
besondere Leistungen in der Krankenversorgung im chirurgischen Bereich, soweit diese nicht im Rahmen der pauschalierten Regelungen nach § 9 Abs. 3 Nr. 1 aufgefangen werden können.
(1) Das Berechnungsergebnis für den klinischen Teil des Studiengangs Medizin ist an Hand der patientenbezogenen Einflußfaktoren (§ 14 Abs. 2 Nr. 4) zu überprüfen. Dabei ist wie folgt vorzugehen:
Als patientenbezogene jährliche Aufnahmekapazität für den Studienabschnitt zwischen dem ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung nach § 1 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 der Approbationsordnung für Ärzte und dem Beginn des Praktischen Jahres nach § 1 Abs. 2 Nr. 1 der Approbationsordnung für Ärzte sind 15,5 v. H. der Gesamtzahl der tagesbelegten Betten des Klinikums anzusetzen.
Liegt die Zahl nach Nummer 1 niedriger als das Berechnungsergebnis des Abschnitts 2 unter Berücksichtigung der Überprüfung nach § 14 Abs. 2 Nrn. 1 bis 3, 7 und 8 und Abs. 3, erhöht diese sich je 1000 poliklinische Neuzugänge im Jahr um die Zahl Eins. Die Zahl nach Nummer 1 wird jedoch höchstens um 50 v. H. erhöht.
Soweit in außeruniversitären Krankenanstalten Lehrveranstaltungen für diese Studienabschnitte vereinbarungsgemäß und auf Dauer durchgeführt werden, erhöht sich die patientenbezogene jährliche Aufnahmekapazität entsprechend.
(2) Liegt das Berechnungsergebnis nach Absatz 1 niedriger als das des Abschnitts 2 unter Berücksichtigung der Überprüfung nach § 14 Abs. 2 Nrn. 1 bis 3, 7 und 8 und Abs. 3, ist es der Festsetzung der Zulassungszahl zugrunde zu legen; § 14 Abs. 2 Nr. 6 bleibt unberührt.
(1) Liegt das Berechnungsergebnis für den klinischen Teil des Studiengangs Medizin niedriger als das Berechnungsergebnis für den vorklinischen Teil des Studiengangs, kann die Zulassungszahl für den Studiengang Medizin nur dann höher als das Berechnungsergebnis für den klinischen Teil festgesetzt werden, wenn das Ministerium die Fortsetzung des Studiums nach dem vorklinischen Teil gewährleisten kann.
(2) Soweit die Fortsetzung des Studiums nach dem vorklinischen Teil nicht gewährleistet werden kann, ist die Differenz zwischen der nach Absatz 1 festgesetzten Zulassungszahl und dem nach dem Abschnitt 3 überprüften Berechnungsergebnis für den vorklinischen Teil des Studiengangs als gesonderte Zulassungszahl festzusetzen.
(1) Das Berechnungsergebnis für den Studiengang Zahnmedizin ist an Hand der klinischen Behandlungseinheiten der Lehreinheit Zahnmedizin zu überprüfen. Als Grenzwert für die jährliche Aufnahmekapazität ist 0,67 klinische Behandlungseinheiten für die Zahnerhaltungs- und Zahnersatzkunde je Studentin oder Student anzusetzen.
(2) Weichen die Berechnungsergebnisse nach Absatz 1 und nach dem Abschnitt 2 unter Berücksichtigung der Überprüfung nach § 14 Abs. 2 Nrn. 1 bis 3, 5 und 7 und Abs. 3 voneinander ab, so ist der Festsetzung der Zulassungszahl der niedrigste Wert zugrunde zu legen.
Liegen die Voraussetzungen des Artikels 6 Abs. 2 Satz 2 des Staatsvertrages vor, können Zulassungszahlen abweichend von den Bestimmungen der Abschnitte 2 und 3 festgesetzt werden.
(4) Als Lehrauftragsstunden werden die Lehrveranstaltungsstunden in die Berechnung einbezogen, die der Lehreinheit für den Ausbildungsaufwand nach § 13 Abs. 1 für den Berechnungszeitraum zur Verfügung gestellt werden. Im übrigen bleibt § 10 unberührt.
Berechnung der Aufnahmekapazität
in Studiengängen, die nicht in das zentrale
Vergabeverfahren einbezogen sind
(1) Bei der Berechnung der Aufnahmekapazität in Studiengängen, die nicht in Anlage 2 aufgeführt sind, gelten die Abschnitte 1 bis 4 mit der Maßgabe, dass anstelle von Curricularnormwerten Curricularwerte zu verwenden sind.
(2) Der Curricularwert wird von der Hochschule auf der Grundlage der Studien- und Prüfungsordnung ermittelt und festgesetzt und bestimmt den in Deputatstunden gemessenen Aufwand aller beteiligten Lehreinheiten, der für die ordnungsgemäße Ausbildung einer oder eines Studierenden in dem jeweiligen Studiengang erforderlich ist.
(3) Bei der Festsetzung der Curricularwerte darf die in Anlage 3 festgesetzte Bandbreite für die Fächergruppe nicht über- oder unterschritten werden. Die Zuordnung zu den Fächergruppen erfolgt durch die Hochschule.
(4) Bei Studiengangkombinationen, in Teilstudiengängen, in Fernstudiengängen, in dualen Studiengängen und in Studiengängen mit einer Regelstudienzeit, die von den Angaben in Anlage 3 abweicht, sind die aufgeführten Bandbreiten unter Berücksichtigung der Ausbildungsstruktur, des Anteils des jeweiligen Studiengangs am Gesamtstudium und der Studiendauer entsprechend anzuwenden. In den Lehramtsstudiengängen gelten die in Anlage 3 aufgeführten Bandbreiten für Bachelor- und Masterstudiengänge unter Berücksichtigung der Kriterien in Satz 1 entsprechend.
Magdeburg, den 24. Januar 1994.
(zu §§ 6, 9 Abs. 3 Satz 2 Nr. 1 Buchst. a Satz 1, Nr. 2 Buchst. a Satz 1)
Verfahren zur Berechnung der personellen Aufnahmekapazität auf Grund des Abschnitts 2
Die personelle Aufnahmekapazität wird unter Zugrundelegung der je Studiengang aufgestellten Curricularnormwerte (§ 13 Abs. 2 und 3, Anlage 2) berechnet. Die Curricularnormwerte sind als Curricularanteile auf die Lehreinheiten so aufzuteilen und darzustellen, daß die Summe der Curricularanteile eines Studiengangs in den an der Ausbildung beteiligten Lehreinheiten den Curricularnormwert ergibt.
1. Das Angebot einer Lehreinheit an Deputatstunden (S) ergibt sich aus dem Lehrdeputat der verfügbaren Stellen einschließlich dem Lehrdeputat an die Hochschule abgeordneter Personen und dem durch Lehraufträge zusätzlich zur Verfügung stehenden Deputat. Abzuziehen sind Verminderungen des Lehrdeputats nach § 9 Abs. 2.
2. Das so ermittelte Angebot ist zu reduzieren um die Dienstleistungen, gemessen in Deputatstunden, die die Lehreinheit für die ihr nicht zugeordneten Studiengänge zu erbringen hat. Dabei sind die Curricularanteile anzuwenden, die für die jeweiligen nicht zugeordneten Studiengänge auf die Lehreinheit entfallen.
(3) Sb = S-E
Die jährliche Aufnahmekapazität eines der Lehreinheit zugeordneten Studiengangs beträgt demnach:
Ap : Jährliche Aufnahmekapazität des der Lehreinheit zugeordneten Studiengangs p
Aq : Die für den Dienstleistungsabzug anzusetzende jährliche Studienanfängerzahl des der Lehreinheit nicht zugeordneten Studiengangs q (§ 11 Abs. 2)
CAp :Anteil am Curricularnormwert (Curricularanteil) des zugeordneten Studiengangs p, der auf die Lehreinheit entfällt (§ 13 Abs. 4)
CAq : Anteil am Curricularnormwert (Curricularanteil) des nicht zugeordneten Studiengangs q, der von der Lehreinheit als Dienstleistung zu erbringen ist (§ 13 Abs. 4)
E: Dienstleistungen der Lehreinheit für die ihr nicht zugeordneten Studiengänge in Deputatstunden je Semester (§ 11)
hj : Lehrdeputat je Stelle in der Stellengruppe j, gemessen in Deputatstunden je Semester (§ 9 Abs. 1)
L: Anzahl der Lehrauftragstunden der Lehreinheit in Deputatstunden je Semester (§ 10)
rj : Gesamtsumme der Verminderungen für die Stellengruppe j in der Lehreinheit, gemessen in Deputatstunden je Semester (§ 9 Abs. 2)
S: Lehrangebot der Lehreinheit in Deputatstunden je Semester (§ 9 Abs. 1)
Sb : Um Dienstleistungen für die nicht zugeordneten Studiengänge bereinigtes Lehrangebot der Lehreinheit in Deputatstunden je Semester
(zu § 13 Abs. 1 Satz 2 und § 19c Abs. 1)
Studiengänge mit dem Abschluss Staatsexamen (ohne Lehrämter)
Medizin*
Die Aufteilung des Curricularnormwertes auf Lehreinheiten obliegt dem Ministerium.
(zu § 19c Abs. 3 und 4)
Bandbreiten für Curricularwerte
Fächergruppe/Studienbereich
Bachelorstudiengänge1
Masterstudiengänge2
1,8 bis 2,8
1,6 bis 2,1
2,9 bis 3,1
2,1 bis 3,4
2,4 bis 3,0
1,5 bis 4,7
1,8 bis 4,8
1,9 bis 3,2
1,0 bis 1,9
Geisteswissenschaften, Sport
1,5 bis 5,4
1,0 bis 2,6
5,9 bis 6,1
3,0 bis 3,9
4,4 bis 5,4
1,3 bis 1,8
3,9 bis 6,4
1,5 bis 3,8
3,7 bis 6,0
2,0 bis 3,6
2,8 bis 6,0
1,8 bis 3,8
5,0 bis 7,5
1,4 bis 3,8
bezogen auf eine Regelstudienzeit von sechs Semestern
bezogen auf eine Regelstudienzeit von vier Semestern
Institute für Gerichts- und Sozialmedizin.
Kann als Dienstleistung erbracht werden.
Wenn in der Klinischen Physiologie keine klinische Tätigkeit vorliegt, soll diese der Lehreinheit Klinisch-theoretische Medizin zugeordnet werden.
Wenn in der Experimentellen Chirurgie keine klinische Tätigkeit vorliegt, soll diese der Lehreinheit Klinisch-theoretische Medizin zugeordnet werden.
Wenn in der Experimentellen Anästhesie keine klinische Tätigkeit vorliegt, soll diese der Lehreinheit Klinisch-theoretische Medizin zugeordnet werden.
Klinische Chemie/Laboratoriumsdiagnostik
Klinische Chemie und Hämatologie.
Medizinische Biometrik/Informatik