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Timestamp: 2018-11-18 06:59:28
Document Index: 352638130

Matched Legal Cases: ['Art. 33', '§ 620', '§ 253', 'Art. 33', 'Art. 33', '§ 620', 'Art. 33', 'Art. 33', 'Art. 33', 'Art. 33', '§ 620', '§ 46', '§ 46', 'Art. 33', 'Art. 33', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 33', 'Art. 3', 'Art. 33', 'Art. 33']

BAG, 19.02.2003 - 7 AZR 67/02 - dejure.org
Befristeter Arbeitsvertrag, Einstellungsanspruch
Befristung eines Arbeitsverhältnisses; Vertretungspool eingestellter Lehrkräfte; Anwendbarkeit des arbeitsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatzes im öffentlichen Dienst; Bindung des öffentlichen Arbeitgebers an Art. 33 Abs. 2 Grundgesetz (GG); Selbstbindung des Landes; Verstoß gegen Prinzip der Bestenauslese
Rechtswidrige Praxis muss nicht wiederholt werden
Arbeitsrecht - Anspruch einer Lehrerin auf Abschluß eines unbefristeten Arbeitsvertrags
ArbG Wuppertal, 26.07.2001 - 2 Ca 885/01
BAGE 105, 161
NZA 2003, 1271
JR 2004, 483
Er ist zwar zutreffend auf Annahme des Angebots des Klägers auf Abschluss eines unbefristeten Arbeitsvertrages gerichtet (vgl. dazu nur BAG 19.02.2003 - 7 AZR 67/02 - BAGE 105, 161 ff. = EzA § 620 BGB 2002 Nr. 2, zu III. 1. d.Gr.) und ist auch nicht zu unbestimmt im Sinne von § 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO, wenn es im Antrag heißt "... zu den beim beklagten Land üblichen Bedingungen".
Aus Art. 33 Abs. 2 GG ergibt sich ein Anspruch auf Einstellung jedoch nur dann, wenn sämtliche Einstellungsvoraussetzungen in der Person des Bewerbers erfüllt sind und dessen Einstellung die einzig denkbare rechtmäßige Entscheidung der Behörde ist, weil sich jede andere Entscheidung als rechtswidrig oder ermessensfehlerhaft darstellt (vgl. nur BAG 19.02.2003, a. a. O., Rz. 39).
Der als Antrag auf Annahme des in der Klage liegenden Angebots der Klägerin auf Abschluss eines Arbeitsvertrags auszulegende Hauptantrag (vgl. dazu BAG 19. Februar 2003 - 7 AZR 67/02 - BAGE 105, 161 = AP GG Art. 33 Abs. 2 Nr. 58 = EzA BGB 2002 § 620 Nr. 2, zu III 1 der Gründe) war nicht begründet.
Ein Einstellungsanspruch ergibt sich aus Art. 33 Abs. 2 GG nur dann, wenn sämtliche Einstellungsvoraussetzungen in der Person des Bewerbers erfüllt sind und dessen Einstellung die einzig rechtmäßige Entscheidung der Behörde ist, weil sich jede andere Entscheidung als rechtswidrig oder ermessensfehlerhaft darstellt (…st. Rspr., vgl. etwa BAG 9. November 1994 - 7 AZR 19/94 - aaO, zu I 1 der Gründe mwN; 21. Januar 2003 - 9 AZR 307/02 - BAGE 104, 264 = AP GG Art. 33 Abs. 2 Nr. 60 = EzA GG Art. 33 Nr. 26, zu A II 1 der Gründe; 19. Februar 2003 - 7 AZR 67/02 - BAGE 105, 161 = AP GG Art. 33 Abs. 2 Nr. 58 = EzA BGB 2002 § 620 Nr. 2, zu III 2 a der Gründe).
Führt dieser Leistungsvergleich zu einer im wesentlichen gleichen Eignung der Bewerber für das zu besetzende Amt, kann der Dienstherr die Auswahl nach weiteren sachgerechten Merkmalen treffen (BAG 27. Juni 2001 - 7 AZR 496/99 - BAGE 98, 164 = AP BPersVG § 46 Nr. 23 = EzA BPersVG § 46 Nr. 1, zu B II 1 b aa der Gründe; 19. Februar 2003 - 7 AZR 67/02 - zur Veröffentlichung vorgesehen, zu III 2 c aa der Gründe).
Ein unmittelbarer Anspruch auf Einstellung kann sich nur ausnahmsweise ergeben, wenn nach den Verhältnissen im Einzelfall jede andere Entscheidung rechtswidrig oder ermessensfehlerhaft wäre und die Berücksichtigung dieses Bewerbers die einzig rechtmäßige Entscheidung darstellt (ständige Rechtsprechung, vgl. etwa BAG 9. November 1994 - 7 AZR 19/94 - BAGE 78, 244 = AP GG Art. 33 Abs. 2 Nr. 33 = EzA GG Art. 33 Nr. 15, zu I 1 der Gründe mwN; 5. März 1996 - 1 AZR 590/92 - BAGE 82, 211 = AP GG Art. 3 Nr. 226 = EzA GG Art. 3 Nr. 52, zu A I der Gründe; 2. Dezember 1997 - 9 AZR 668/96 - BAGE 87, 171 = AP GG Art. 33 Abs. 2 Nr. 41 = EzA GG Art. 3 Nr. 78, zu II 1 der Gründe; 19. Februar 2003 - 7 AZR 67/02 - zur Veröffentlichung vorgesehen, zu III 2 a der Gründe).
Auf die Einhaltung eines solchen Verwaltungsverfahrens durch das beklagte Land kann sich der Kläger berufen (vgl. BAG 19. Februar 2003 - 7 AZR 67/02 - BAGE 105, 161; 12. April 1984 - 2 AZR 348/82 -).
Öffentliche Ämter in diesem Sinne sind nicht nur Beamtenstellen, sondern auch Stellen, die mit Arbeitnehmern besetzt werden können (BAG 19. Februar 2003 - 7 AZR 67/02 - BAGE 105, 161, 166 f., zu III 2 a der Gründe; 28. Mai 2002 - 9 AZR 751/00 - BAGE 101, 153, zu A II 1 der Gründe).
Aus Art. 33 Abs. 2 GG ergibt sich ein Anspruch auf Einstellung nur dann, wenn sämtliche Einstellungsvoraussetzungen in der Person des Bewerbers erfüllt sind und dessen Einstellung die einzig denkbare rechtmäßige Entscheidung der Behörde ist, weil sich jede andere Entscheidung als rechtswidrig oder ermessensfehlerhaft darstellt (st. Rspr., vgl. BAG 19. Februar 2003 - 7 AZR 67/02 - BAGE 105, 161, 167, zu III 2 a der Gründe; 9. November 1994 - 7 AZR 19/94 - BAGE 78, 244, 247, zu I 1 der Gründe ; Senat 4. Februar 1981 - 4 AZR 967/78 - BAGE 35, 43, 50).
aa) Maßgeblich für die Beendigung der Tätigkeit als SAP ist nach den Grundsätzen der Selbstbindung der Verwaltung (vgl. dazu zB BAG 19. Februar 2003 - 7 AZR 67/02 - zu III 2 c aa der Gründe, BAGE 105, 161) der SAP-Erlass vom 1. Juni 2010.
In diesem Sinne ist der Antrag zu verstehen (vgl. BAG, Urteil vom 19.02.2003 - 7 AZR 67/02 - NZA 2003, 1271, III 1 der Gründe).
Der Dienstherr kann sein Ermessen durch Verwaltungsvorschriften binden, um sicher zu stellen, dass die Bewerber sachgemäß ausgewählt und dabei einheitlich und gleichmäßig behandelt werden (BAG, Urteil vom 19.02.2003 - 7 AZR 67/02 - NZA 2003, 1271/1273).
Ein Anspruch auf Einstellung oder Beförderung wächst einem Bewerber indessen nur zu, wenn sich nach den Verhältnissen im Einzelfall jede andere Entscheidung als rechtswidrig oder ermessensfehlerhaft darstellt und mithin die Berücksichtigung dieses Bewerbers die einzig rechtmäßige Entscheidung ist, weil er absolut und im Verhältnis zu den Mitbewerbern der in jeder Hinsicht am Besten geeignete ist (ständige Rechtsprechung des BAG, vgl. BAG Urteil vom 02.12.1997 - 9 AZR 668/96 - NZA 1998, 882 = AP Nr. 41 zu Artikel 33 Abs. 2 GG, BAG Urteil vom 19.02.2003 - 7 AZR 67/02 - a. a. O., III 2 a der Gründe).
Es darf nicht ohne weiteres aus der zurückgelegten Wartezeit Rückschlüsse auf eine "bessere" Eignung des internen (Laufbahnwechsel-) Bewerbers gegenüber den externen Bewerbern ziehen (vgl. BAG…, Urteil vom 18.09.2001 - 9 AZR 410/00 - a. a. O., BAG, Urteil vom 19.02.2003 - 7 AZR 67/02, NZA 2003, 1271).
Fraglich ist schon, ob der arbeitsrechtliche Gleichbehandlungsgrundsatz im öffentlichen Dienst wegen der Sperrwirkung von Art. 33 Abs. 2 GG überhaupt als Anspruchsgrundlage in Betracht kommt (vgl. dazu BAG 19. Februar 2003 - 7 AZR 67/02 - zu III 2 c der Gründe, BAGE 105, 161) .
BAG, 13.03.2007 - 9 AZR 417/06
Stellenpool - Versetzung
Auch für öffentliche Arbeitgeber kann eine solche Selbstbindung eintreten (allgemeine Meinung; vgl. BAG 19. Februar 2003 - 7 AZR 67/02 - BAGE 105, 161; 12. April 1984 - 2 AZR 348/82 -).
BAG, 13.03.2007 - 9 AZR 362/06
Stellenpool - Versetzung - Zuordnung des Arbeitnehmers zum Personalüberhang - …
LAG Rheinland-Pfalz, 27.04.2006 - 1 Sa 1/06
Arbeitsverhältnis: Mehrere aufeinanderfolgende befristete Arbeitsverträge; …
LAG Düsseldorf, 25.01.2005 - 6 (15) Sa 1515/04
Parallelverfahren zu 6 (3) Sa 1763/04
LAG Düsseldorf, 25.01.2005 - 6 (17) Sa 1566/04
Parallelverfahren 6 (3) Sa 1763/04
BVerwG, 04.12.2006 - 2 B 57.06
Abweichung; Auswahl; Beamtenbewerber; Befristung; Bundesarbeitsgericht; …
OVG Nordrhein-Westfalen, 23.06.2006 - 6 A 77/04
LAG Hamm, 25.09.2003 - 11 Sa 265/03
Zulässigkeit der Höhergruppierung eines prozentualen Anteils der Lehrer an …
LAG Köln, 27.06.2003 - 11 Sa 1206/02
Befristung einzelner Vertragsbedingungen, Vertretung als Sachgrund, …
OVG Nordrhein-Westfalen, 22.09.2006 - 6 A 1755/04
Rechtmäßigkeit der bevorzugten Übernahme von Erziehungsurlaubsvertretungen in das …