Source: https://www.bmf.gv.at/steuern/fahrzeuge/normverbrauchsabgabe.html?q=nova
Timestamp: 2019-04-25 14:04:13
Document Index: 227457752

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 12', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 6', 'EuG']

Hier dargestellt finden Sie die Rechtslage ab 1. März 2014 und die dadurch entstandenen Änderungen aufgrund des Abgabenänderungsgesetzes 2014 (BGBl I Nr. 13/2014) und des Steuerreformgesetzes 2015/2016. Sollten Sie weitere Fragen haben, finden Sie im Erlass zum NoVA-Tarif ab 1. März 2014 – Änderung des NoVAG 1991 durch das Abgabenänderungsgesetz 2014 und im Normverbrauchsabgabegesetz 1991 detailliertere Informationen.
Die hier angeführten Erklärungen dienen beispielhaft Ihrer Information und können die gesetzlichen Regelungen in keinem Fall ersetzen.
Der innergemeinschaftliche Erwerb von Kraftfahrzeugen durch Unternehmer unterliegt ebenfalls der NoVA, es sei denn, der Erwerb erfolgt durch befugte Fahrzeughändler zur Weiterlieferung. Handelt es sich um ein Neufahrzeug, welches erstmalig in Österreich zugelassen wird, und handelt es sich bei dem Käufer/der Käuferin um eine Privatperson, ist die NoVA von der Privatperson selbst zu berechnen und an das zuständige (Wohnsitz-)Finanzamt abzuführen; erst nach Entrichtung der NoVA kann die Kfz-Zulassung im Inland erfolgen. Für die Abfuhr der NoVA ist das Formular „NoVA 2“ zu verwenden.
Ausschließlich elektrisch oder elektrohydraulisch betriebene Personenfahrzeuge sind von der Normverbrauchsabgabe befreit sowie mehrspurige Kleinkrafträder der Klasse L2 (Mopedautos).
Die Ausfuhrlieferung in Drittstaaten oder andere Mitgliedstaaten ist ebenfalls von der NoVA befreit. (§ 3 Abs. 1 NoVAG)
Die Befreiung von der NoVA kann im Wege der Vergütung (§ 12 NoVAG) geltend gemacht werden, wenn ein begünstigter Zweck nachgewiesen werden kann. Dazu zählen:
Vorführkraftfahrzeuge (§ 3 Abs. 3 NoVAG),
Fahrschulkraftfahrzeuge (§ 3 Abs. 3 NoVAG),
Miet-, Taxi- und Gästewagen (§ 3 Abs. 3 NoVAG)
Kraftfahrzeuge, die zur kurzfristigen Vermietung verwendet werden (§ 3 Abs. 3 NoVAG),
Kraftfahrzeuge, die für Zwecke der Krankenbeförderung und im Rettungswesen verwendet werden (§ 3 Abs. 3 NoVAG),
Leichenwagen (§ 3 Abs. 3 NoVAG),
Einsatzfahrzeuge der Feuerwehren (§ 3 Abs. 3 NoVAG) sowie
Fahrzeuge, die von Botschaften, Konsulaten, internationale Organisationen und Diplomatinnen/Diplomaten gekauft oder geleast werden (§ 3 Abs. 4 NoVAG)
Durch das Abgabenänderungsgesetz (BGBl I Nr 13/2014) kommt es bei der Berechnung des Steuersatzes zu keiner wesentlichen Änderung. Die bisherige Berechnungsformel bleibt gleich:
b) Nettokaufpreis: 5.000 Euro (ohne Umsatzsteuer)
5.000 Euro mal 12% = 600 Euro NoVA
c) Nettokaufpreis: 15.000 Euro (ohne Umsatzsteuer)
1200 minus 100 = 1100 mal 2% = 22%
jedoch Höchststeuersatz 20% (§ 6 Abs. 1 NoVAG 1991 BGBl. Nr. 695/1991 idgF)
Dieselmotor mit einem Ausstoß von 100 g CO2/km im Jahr 2014
10.000 Euro mal 2% = 200 minus 350 Euro Abzugsposten = NoVA 0 Euro
Benzinmotor mit einem CO2-Ausstoß von 140 g CO2/km im Jahr 2014
15.000 Euro mal 10% = 1.500 Euro minus 450 Euro Abzugsposten = NoVA 1.050 Euro
Benzinhybrid mit einem CO2-Ausstoß von 130 g CO2/km im Jahr 2014
Dieselmotor mit einem CO2-Ausstoß von 240 g CO2/km im Jahr 2014
Benzinmotor mit einem CO2-Ausstoß von 400 g CO2/km im Jahr 2016
400 minus 90 g CO2/km = 310 dividiert durch 5 = Steuersatz 62%
(daher Anwendung des gesetzlichen Höchststeuersatz von 32%)
plus 150 g CO2 (die Grenze von 250 g/km übersteigenden)
150.000 Euro mal 32% = 48.000 Euro plus
20 Euro/g CO2 über 250 g = 150 g mal 20 = 3.000 Euro minus 300 Euro Abzugsposten
= NoVA 50.700 Euro
Für Fahrzeuglieferungen (Motorräder oder Personenkraftwagen) durch Fahrzeughändlerinnen/Fahrzeughändler sowie innergemeinschaftliche Erwerbe, die vor dem 16. Februar 2014 mittels schriftlichen unwiderruflichen Kaufvertrags erworben wurden, konnte die bis zum 28. Februar 2014 geltende Rechtslage angewendet werden, wenn die tatsächliche Lieferung des Fahrzeuges vor dem 1. Oktober 2014 erfolgt.
Bei Gebrauchtfahrzeugen (Inbetriebnahme vor über 6 Monaten und mehr als 6000 km gefahren), die unmittelbar aus dem übrigen Gemeinschaftsgebiet in das Inland gebracht worden sind, ist das EuGH-Urteiles C-402/09 (Ioan Tatu) zu beachten, wonach ein Mitgliedstaat keine Steuer einheben darf, die die Inbetriebnahme von in anderen Mitgliedstaaten erworbenen Gebrauchtfahrzeuge erschwert und ebenso darf keine Erschwerung des Erwerbs von solchen Gebrauchtfahrzeugen vergleichbaren Alters und Zustands auf dem inländischen Markt vorliegen darf. Für die Bemessung der Steuer ist jener Zeitpunkt ausschlaggebend, in dem die erstmalige Zulassung des Fahrzeuges in der europäischen Union erfolgt wäre, wobei für die Bonus-Malus-Berechnung die Wertentwicklung des Fahrzeugs zu berücksichtigen ist. Ab dem 1. März 2014 sind Gebrauchtfahrzeuge aus anderen Mitgliedstaaten (anteilig) so zu besteuern wie ein gleich altes inländisches Gebrauchtfahrzeug besteuert worden wäre. Betreffend Gebrauchtfahrzeuge aus dem Drittland gilt das der Wert des Fahrzeugs zum Zeitpunkt der Überführung in das Inland ausschlaggebend ist.