Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=WM%201979,%20548
Timestamp: 2020-01-27 00:55:42
Document Index: 47885474

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 676', 'BGH', 'BGH', '§ 676', '§ 676', 'BGH', '§ 3', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 12.02.1979 - II ZR 177/77 - dejure.org
https://dejure.org/1979,485
BGH, 12.02.1979 - II ZR 177/77 (https://dejure.org/1979,485)
BGH, Entscheidung vom 12.02.1979 - II ZR 177/77 (https://dejure.org/1979,485)
BGH, Entscheidung vom 12. Februar 1979 - II ZR 177/77 (https://dejure.org/1979,485)
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Bindungswirkung von Feststellungen im Tatbestand des Berufungsurteils - Haftung einer Bank für eine unrichtige Kreditauskunft - Entstehung von vertraglichen oder vertragsähnlichen Beziehungen bei einer Bankauskunf
NJW 1979, 1595
MDR 1979, 734
WM 1979, 548
DB 1979, 1268
Allerdings sind in der Rechtsprechung auch Konstellationen behandelt worden, in denen geprüft worden ist, ob der Auskunftsgeber auch ohne eine dahingehende Anfrage und Kontaktaufnahme gegenüber einem überschaubaren Kreis von Interessenten ein Angebot auf Abschluss eines Auskunftsvertrages abgibt (vgl. BGH, Urteile vom 12. Februar 1979 - II ZR 177/77 - NJW 1979, 1595 f; vom 22. September 1982 - IVa ZR 322/80 - NJW 1983, 276 und IVa ZR 323/80 - VersR 1982, 1143 f; vom 25. September 1985 - IVa ZR 237/83 - VersR 1986, 35 f).
auch die Ausführungen zum Mitverschulden in dem Urteil vom 12. Februar 1979 - II ZR 177/77 - LM BGB § 676 Nr. 19 = NJV 1979, 1595).
Wäre der Beklagte insoweit nicht als Notar, sondern als Privatperson - etwa als Rechtsanwalt - tätig geworden, läge es nach den Feststellungen des Berufungsgerichts nahe, daß er für die Richtigkeit dieser "Erklärung" nach Vertragsgrundsätzen unmittelbar einzustehen hätte, sei es aufgrund eines Vertrags zugunsten Dritter (…vgl. BGH, Urt. v. 14. April 1986 - II ZR 123/85, WM 1986, 904, 905), nach den Grundsätzen der Auskunftshaftung (vgl. dazu BGH, Urt. v. 12. Februar 1979 - II ZR 177/77, NJW 1979, 1595, 1596) oder des Verschuldens bei Vertragsschluß.
Erteilt ein Lebensversicherungsunternehmen grob fahrlässig eine unrichtige, zur irreführenden Werbung gegenüber einem begrenzten Kreis möglicher Darlehensgeber bestimmte Bestätigung über das Bestehen von als Sicherheiten geeigneten Versicherungsverträgen, so haftet es geschädigten Darlehensgebern in gleicher Weise wie eine Bank für eine unrichtige Kreditauskunft (Ergänzung zum Urteil vom 12.2.1979 - II ZR 177/77 = LM BGB § 676 Nr. 19 - NJW 1979, 1595).
Das Berufungsgericht hat die Beklagte nach Vertragsgrundsätzen entsprechend dem Urteil des Bundesgerichtshofs vom 12. Februar 1979 - II ZR 177/77 = LM BGB Nr. 19 § 676 = NJW 1979, 1595 für schadensersatzpflichtig gehalten.
In der rechtlichen Beurteilung folgt der erkennende Senat in Übereinstimmung mit dem Berufungsgericht der erwähnten Entscheidung des II. Zivilsenats vom 12. Februar 1979 a.a.O. in jenem - wie ausgeführt - in allen wesentlichen Punkten dem vorliegenden Sachverhalt gleichartigen Fall.
Darüber hinaus kann auch schon deshalb davon ausgegangen werden, dass die D.B. AG die von der Beklagten gegebene falsche Auskunft mit diesem Inhalt weitergegeben hat, weil sie - schon zur Vermeidung einer eigenen Haftung gegenüber dem Anfragenden - auf den ihr mitgeteilten schwerwiegenden Umstand von Scheck- oder Lastschriftrückgaben hinweisen musste (vgl. BGH WM 1979, 548 Tz. 24 zu dem vergleichbaren Fall eines Wechselprotests;… Claussen, § 3 Rn. 23;… Kümpel, Rn. 2.209 mit Hinweis auf BGH WM 1962, 1110, 1111).
Denn die D-Bank AG gab im Zusammenhang mit der Übergabe von Sachinformationen weder im eigenen noch in fremden Namen Willenserklärungen ab, sondern wurde lediglich als Übermittler der fremden Auskünfte, vergleichbar einem Boten (BGH, Az.: II ZR 177/77, NJW 1979, 1595 [juris, Rd.16]), tätig.
BGH, 25.02.1980 - II ZR 134/79
Annahme eines Prolongationswechsels über die restliche Kaufpreisforderung - …