Source: http://www.tierimrecht.org/de/tierschutzrecht/schweiz/hunde-recht/stgallen.php
Timestamp: 2015-11-28 16:33:48
Document Index: 136952447

Matched Legal Cases: ['Art. 6', 'Art. 7', 'Art. 3', 'Art. 11', 'Art. 4', 'Art. 7', 'Art. 6', 'Art. 7', 'Art. 9', 'Art. 9', 'Art. 9', 'Art. 27', 'Art. 6', 'Art. 7', 'Art. 7', 'Art. 6', 'Art. 7', 'Art. 9', 'Art. 9', 'Art. 9']

Tierschutzrecht - Schweiz - Hunde-Recht - St. Gallen
1. Geltendes Hunderecht Kantonales
Hundegesetz vom 5. Dezember 1985 (456.1)Jagdverordnung vom 31. Oktober 1995 (JV, 853.11)2. Allgemeine Bestimmungen zur HundehaltungHunde sind so zu halten, dass sie Menschen und Tiere nicht gef�hrden
oder bel�stigen und fremdes Eigentum nicht besch�digen (Art. 6 HG / SG).Hundehalter und -halterinnen sind verpflichtet, auf Strassen, Trottoirs,
Wegen und Pl�tzen, in �ffentlichen Gr�n- und Parkanlagen sowie auf Wiesen und �ckern den Kot ihres Hundes zu beseitigen (Art. 7 Abs. 2 HG /
SG).Wer einen mehr als f�nf Monate alten Hund h�lt, hat dies der politischen
Gemeinde zu melden, in der der Hund vorwiegend gehalten wird und dort eine Hundetaxe zu bezahlen (Art. 3 Abs. 1 und Art. 11 HG / SG). Die politische Gemeinde ordnet j�hrlich eine tier�rztliche Kontrolle der
meldepflichtigen Hunde an. Diese ist bis Ende Mai durchzuf�hren. Erreicht der Hund nach der Kontrolle das meldepflichtige Alter oder wird
er im meldepflichtigen Alter in den Kanton eingef�hrt, so ist eine tier�rztliche Kontrolle innert 14 Tagen vorzunehmen (Art. 4 HG / SG). Grunds�tzlich verboten sind Hunde auf Spiel- und Sportpl�tzen, in fremden G�rten, Gem�se- und Beerenkulturen sowie auf Wiesen und �ckern, es sei denn, es besteht eine Bewilligung (Art. 7 Abs. 1 HG / SG).Politische Gemeinden ordnen erforderliche Massnahmen an, wenn der Hundehalter seinen Pflichten nach Art. 6 und Art. 7 des Hundegesetzes nicht nachkommt. Sie kann gem�ss Art. 9 Abs. 2 des Hundegesetzes insbesondere Weisungen �ber Erziehung, Beaufsichtigung, Pflege, Unterbringung oder Haftpflichtversicherung des Hundes erlassen (a), zu einem Hundeerziehungskurs aufbieten (b), verf�gen, dass der Hund ausserhalb der Wohnung an der Leine zu f�hren ist (c), oder ausserhalb der Wohnung einen Maulkorb zu tragen hat (d), verbieten, den Hund bestimmten Personen anzuvertrauen (e), bauliche Massnahmen verlangen, die Dritte vor Angriffen des Hundes sch�tzen (f), einen Wesenstest des Hundes durch eine Fachperson anordnen (g), verbieten, mehr als einen Hund (h) oder bestimmte Hunderassen zu halten (i), die Beseitigung des Hundes anordnen (k) oder sogar die Hundehaltung g�nzlich verbieten, wobei das Verbot f�r das ganze Kantonsgebiet gilt (Art. 9 HG / SG).Die Beseitigung des Hundes und das Verbot der Hundehaltung werden nur angeordnet, wenn der Halter mildere Massnahmen missachtet oder der Hund Mensch oder Tier ernstlich gef�hrdet (Art. 9 Abs. 3 Hundegesetz/SG).Wildernde Hunde d�rfen durch Wildhutorgane, P�chter und Jagdaufseher entsch�digungslos beseitigt werden, wenn dieser das Wild unmittelbar gef�hrdet oder trotz Ermahnung des Halters erneut wildert (Art. 27 Abs. 1
JV / SG).
3. Massnahmen bez�glich "gef�hrliche Hunde" im geltenden RechtHunde sind so zu halten, dass sie Menschen und Tiere nicht gef�hrden oder bel�stigen und fremdes Eigentum nicht besch�digen (Art. 6 Hundegesetz/SG).Halter haben daf�r besorgt zu sein, dass ihre Hunde nicht ohne Einwilligung des Berechtigten Spiel- und Sportpl�tze, fremde G�rten, Gem�se- und Beerenkulturen sowie Wiesen und �cker w�hrend des fortgeschrittenen Wachstums betreten (Art. 7 Abs. 1 Hundegesetz/SG).Politische Gemeinden sind befugt, durch Reglemente in �ffentlichen Geb�uden, auf verkehrsreichen Strassen, Wegen und Pl�tzen, in �ffentlichen Gr�n- und Parkanlagen, Naturschutzgebieten sowie Fussg�ngerzonen eine Leinenpflicht vorzusehen. Ein Mitf�hrungsverbot oder eine Leinen- oder Maulkorbpflicht kann ferner mittels Verf�gung und entsprechender Signalisation f�r ein bestimmtes Gebiet oder Geb�ude vorgesehen werden (Art. 7bis Hundegesetz/SG).Politische Gemeinden ordnen erforderliche Massnahmen an, wenn der Hundehalter seinen Pflichten nach Art. 6 und Art. 7 des Hundegesetzes nicht nachkommt. Sie kann gem�ss Art. 9 Abs. 2 des Hundegesetzes insbesondere Weisungen �ber Erziehung, Beaufsichtigung, Pflege, Unterbringung oder Haftpflichtversicherung des Hundes erlassen (a), zu einem Hundeerziehungskurs aufbieten (b), verf�gen, dass der Hund ausserhalb der Wohnung an der Leine zu f�hren ist (c), oder ausserhalb der Wohnung einen Maulkorb zu tragen hat (d), verbieten, den Hund bestimmten Personen anzuvertrauen (e), bauliche Massnahmen verlangen, die Dritte vor Angriffen des Hundes sch�tzen (f), einen Wesenstest des Hundes durch eine Fachperson anordnen (g), verbieten, mehr als einen Hund (h) oder bestimmte Hunderassen zu halten (i), die Beseitigung des Hundes anordnen (k) oder sogar die Hundehaltung g�nzlich verbieten, wobei das Verbot f�r das ganze Kantonsgebiet gilt (Art. 9 Abs. 1 und 2 Hundegesetz/SG).Die Beseitigung des Hundes und das Verbot der Hundehaltung werden nur angeordnet, wenn der Halter mildere Massnahmen missachtet oder der Hund Mensch oder Tier ernstlich gef�hrdet (Art. 9 Abs. 3 Hundegesetz/SG). 4. Geplante Gesetzes�nderungenDer Kanton St. Gallen plant eine Revision des Hunderechts. Das Gesch�ft befindet sich zur Zeit beim Amt f�r Verbraucherschutz und Veterin�rwesen. Wann mit einem Entwurf zu rechnen ist und welche Anpassungen erfolgen sollen, ist zur Zeit nicht bekannt.Die Stiftung f�r das Tier im Recht ist bem�ht, die Entwicklungen zum kantonalen Hunderecht fortlaufend zu dokumentieren. Aufgrund der aussergew�hnlich vielen politischen Vorst�sse und der in einigen Kantonen beinahe t�glich �ndernden Sachlage zum Thema kann f�r absolute Aktualit�t und Vollst�ndigkeit der Angaben jedoch keine Gew�hr �bernommen werden.