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Timestamp: 2017-07-22 04:43:48
Document Index: 141542553

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 24', '§ 316', '§ 24', '§ 24', '§ 316', '§ 315', '§ 24', '§ 316', '§ 315']

Promillegrenzen / Alkoholgrenzen im Straßenverkehr - Ihr Anwalt Hamburg - Rechtsanwälte Lauenburg & Kopietz
Promillegrenzen / Alkoholgrenzen im Straßenverkehr Promillegrenzen / Alkoholgrenzen im Straßenverkehr 1. Promillegrenzen
Die Teilnahme am Straßenverkehr unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen kann eine Ordnungswidrigkeit oder eine Straftat darstellen und zu erheblichen Nachteilen beim Versicherungsschutz führen (siehe auch Trunkenheit im Straßenverkehr, Verkehrsgefährdung, Unfallflucht und Führerschein). 2. 0,0 Promille Grenze bzw. Alkoholverbot: Seit 2007 gilt für Inhaber des Führerscheins auf Probe, die sich noch innerhalb der Probezeit gemäß § 2 a StVG befinden, oder jünger als 21 Jahre sind, gemäß § 24 c StVG die Nullpromillegebot bzw. ein absolutes Alkoholverbot. Der Verstoß gegen das Alkoholverbot wird als Ordnungswidrigkeit mit € 250,00 und 2 Punkten im Verkehrszentralregister bestraft. Der Verstoß hat weiter zur Folge, dass sich die Probezeit auf 4 Jahre verlängert und dem Betroffenen ein Aufbauseminar zu absolvieren hat. Wichtig ist, dass diese Regelung unabhängig von der Probezeit für jeden Führerscheininhaber unter 21 Jahren und unabhängig vom Lebensalter für jeden Führerscheininhaber innerhalb der Probezeit gilt.
3. 0,3 Promille Grenze / relative Fahruntüchtigkeit
Ab einer Blutalkoholkonzentration von 0,3 Promille, die je nach dem Gewicht und Verhältnis von Gewicht und Muskelmasse, Nüchternheit oder Sättigung schon nach ein Glas Bier oder Sekt erreicht werden kann, liegt eine alkoholbedingte Fahruntüchtigkeit dann vor, wenn zusätzlich alkoholbedingte Fahrfehler oder bestimmte Ausfallerscheinungen auf eine alkoholbedingte Fahrunsicherheit schließen lassen. Typische alkoholbedingte Fahrfehler oder Ausfallerscheinungen im Straßenverkehr sind insbesondere überhöhte oder verkehrsbehindernde zu langsame Geschwindigkeit, das Fahren von Schlangenlinien, Überfahren von Fahrbahnlinien, das Schneiden von Kurven oder Fahren ohne Licht bei Dunkelheit. Sofern eine alkoholbedingte Fahruntüchtigkeit festgestellt wird, kann dies als Trunkenheit im Straßenverkehr gemäß § 316 StGB strafrechtlich verfolgt werden und zu einer Verurteilung sowie zu einem Entzug der Führerscheins / Fahrerlaubnis führen. Die verbreitete Auffassung, der Beschuldigte könne bei einer derart geringen Blutalkoholkonzentration allenfalls eine Ordnungswidrigkeit begehen und strafrechtlich nicht verurteilt werden, ist falsch.
4. 0,5 Promille Grenze
Bei einer Blutalkoholkonzentration
von 0,5 Promille oder mehr,
einer Atemalkoholkonzentration von 0,25 mg/l oder mehr
oder mit einer Alkoholmenge im Körper, die in der so genannten Anflutungsphase während der Fahrt zu einer solchen Blutalkoholkonzentration z.B. aufgrund eines Sturztrunkes ansteigt,
begeht der Fahrzeugführer, wenn ihm kein alkoholbedingter Fahrfehler oder Ausfallerscheinungen im Straßenverkehr nachgewiesen werden können, eine Ordnungswidrigkeit nach § 24 a StVG. Die Ordnungswidrigkeit ist unabhängig von Fahrtüchtigkeit erfüllt. Der Betroffene wird im Einzelfall mit Abweichungen nach oben oder unten wie folgt bestraft:
ohne Eintragungen gleichartiger Ordnungswidrigkeiten oder Straftaten im Verkehrszentralregister mit Regelsatz 500 Euro Geldbuße, einen Monat Fahrverbot und 4 Punkten im Verkehrszentralregister
mit Eintragung einer Entscheidung nach § 24 a StVG oder § 316 oder § 315 c Abs. 1, Nr. 1 lit. a) StGB im Verkehrszentralregister mit Regelsatz 1.000 Euro Geldbuße, drei Monate Fahrverbot und 4 Punkte im Verkehrszentralregister
mit Eintragung mehrerer Entscheidungen nach § 24 a StVG oder § 316 oder § 315 c Abs. 1, Nr. 1 lit. a) StGB im Regelsatz 1.500 Euro Geldbuße, drei Monate Fahrverbot und 4 Punkte im Verkehrszentralregister
5. Die 0,8 Promille-Grenze wurde abgeschafft
6. 1,1 Promille Grenze / absolute Fahruntüchtigkeit