Source: https://mibla-archiv.tugraz.at/98_99/21a.html
Timestamp: 2019-04-22 09:59:49
Document Index: 63599203

Matched Legal Cases: ['§\t2', '§ 1', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 7', '§ 9', '§ 10', '§ 9', '§ 11', '§ 8', '§ 12', '§ 13', '§ 14', '§ 15']

Mitteilungsblatt: 21a.Stück, ausgegeben am 5. August 1999, Studienjahr 1998/99
5. SONDERNUMMER
Studienjahr 1998/99	ausgegeben am	05. August 1999	21a.	Stück
"ENVIRONMENTAL ENGINEERING AND MANAGEMENT"
Die	Verordnung für den	Universitätslehrgang wurde	vom Bundesministerium für Wissenschaft und	Verkehr	mit
GZ 52.308/125-I/D/2/99 vom 12. Juli 1999 nicht untersagt.
VERORDNUNG ÜBER DIE EINRICHTUNG UND DEN STUDIENPLAN
DES UNIVERSITÄTSLEHRGANGS
"ENVIRONMENTAL ENGINEERING AND MANAGEMENT" (MAS)
Der Universitätslehrgang "Environmental Engineering and Management" der Technischen Universität Graz dient der Verwirklichung der in §	2 UniStG festgelegten Bildungsziele und	Bildungsaufgaben unter Berücksichtigung der in 3 UniStG postulierten Grundsätze für die	Gestaltung von Studien.	Die vorliegende	Verordnung hat die Einrichtung und Entwicklung dieses Lehrgangs	zum Ziel. Gesetzliche Grundlagen sind das UOG 93 sowie das UniStG 97.
§ 1. Ausbildungsziel
Ziel dieses Lehrganges ist die Weiterbildung der	Absolventen einer fachübergreifenden Palette postsekundärer Ausbildungsgänge in Form eines flexiblen Aufbaustudiums. Umweltmanagement und dessen	technisch-naturwissenschaftliche und betriebswirtschaftlich-juristische	Grundlagen werden als Zusatzqualifikation zu fachspezifischen Vorkenntnissen vermittelt. Damit soll insbesondere dem stark steigenden Bedarf an	qualifizierten Fachleuten in zahlreichen Wirtschaftssektoren entsprochen werden. Durch studentenzentrierte Studien- und	Kommunikationsmethoden wird eine Hinführung zu selbständigem "lebenslangem Lernen" angestrebt.
§ 2.	Studienform
Der	Lehrgang ist in	flexibler Form für	offene Studienformen konzipiert	und kann daher in unterschiedlichen Organisationsvarianten angeboten werden.
Die	inhaltliche und	strukturelle Aufgliederung der Unterrichtseinheiten, die vorgesehenen Studienmaterialien und der einzuhaltende Zeitplan	sind den Studierenden vor Beginn der Lehrveranstaltungen in geeigneter Weise bekanntzumachen.
Der	Lehrgang umfaßt in der berufsbegleitenden	Studienvariante	mindestens 4 Semester.
§ 3. Leitung des Lehrgangs
Als	Lehrgangsleiterin bzw. -leiter ist durch die zuständige akademische Behörde ein/e fachlich qualifizierte/r Angehörige/r der Technischen Universität	Graz mit Lehrbefugnis in einem einschlägigen Fach zu bestellen.
Die	Lehrgangsleiterin bzw. der Lehrgangsleiter ernennt nach	Maßgabe organisatorischen	Bedarfs	weitere	Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in fachliche und administrative Leitungsfunktionen.
Insbesondere kann für die Koordination	aller Studienangelegenheiten eine Studienleiterin bzw. ein Studienleiter nominiert werden. Ansonsten werden diese Funktionen von der Lehrgangsleiterin bzw. dem	Lehrgangsleiter	wahrgenommen.
§ 4.	Einrichtung des	Lehrgangs
Mit	der wissenschaftlichen,	organisatorischen und strukturellen Unterstützung des Lehrgangs wird das Institut für	Thermische Verfahrenstechnik und Umwelttechnik der Technischen Universität	Graz beauftragt.
§ 5.	Lehrgangsbeirat
Als	Mitglieder des Beirats gelten Persönlichkeiten aus	Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung des	In- und	Auslandes, die von der Lehrgangsleiterin bzw. vom Lehrgangsleiter bestellt werden.
Der	Beirat hat für den	Lehrgang beratende Funktion, insbesondere bezüglich bedarfsgerechter Gestaltung der Lehrinhalte, Methodik der Vermittlung und Qualitätssicherung.
§ 6.	Unterrichtssprache
Die Lehrveranstaltungen	werden nach Bedarf in deutscher	oder englischer	Sprache	sowie in Mischformen (z.B. englische Fachliteratur) angeboten. Dabei ist auf berufliche	Anforderungen und Vorkenntnisse	der Lehrgangsteilnehmerinnen und teilnehmer Rücksicht zu nehmen.
Die	Lehrgangsleitung kann den Nachweis ausreichender sprachlicher Kenntnisse verlangen.Zusätzlich kann	nach Maßgabe von Bedarf und Kompetenz der	Lehrgang in weiteren Unterrichtssprachen angeboten werden.
§ 7.	Kosten des Lehrgangs
Zur	kostendeckenden	Führung des Lehrgangs wird	ein Lehrgangsbeitrag auf Vorschlag der Lehrgangsleitung	von der	zuständigen akademischen Behörde durch Verordnung festgesetzt	und bei	Bedarf den budgetären Erfordernissen angepaßt.
Bei	Überschreitung der	Mindeststudiendauer kann eine zusätzliche Studiengebühr zur Abdeckung	der fortgesetzten Betreuung der	Studierenden eingehoben	werden.
Mit	Zustimmung der zuständigen	akademischen Behörde kann der Lehrgang auch in Zusammenarbeit mit anderen Rechtsträgern durchgeführt werden.
§ 8.	Zulassungsvoraussetzungen
Voraussetzung für die Zulassung zum Universitätslehrgang "Environmental Engineering and Management" ist	der Abschluß eines Diplomstudiums	an einer inländischen Universität oder einer Fachhochschule oder ein gleichwertiger Abschluß einer ausländischen postsekundären Bildungseinrichtung.
Der	Nachweis ausreichender Sprachkenntnisse	kann von der Lehrgangsleitung verlangt werden (siehe § 7 Abs. (2)).
§ 9. Studienplätze
Die	Zulassung erfolgt jeweils nach Maßgabe der vorhandenen Studienplätze.
§ 10. Zulassungsverfahren
Die	Zulassung zum Universitätslehrgang	"Environmental Engineering	and Management" erfolgt nach Prüfung des Vorliegens der Zulassungsvoraussetzungen durch die Lehrgangsleitung.
Die	Lehrgangsleitung kann jede Bewerberin bzw. jeden Bewerber zu einem persönlichen Gespräch und zur Vorlage von Unterlagen zum Nachweis erforderlicher Zulassungsvoraussetzungen	auffordern. Bei	Zulassung nach § 9	Abs. (2) muß dieser Schritt jedenfalls erfolgen.
§ 11. Lehrveranstaltungen
Das Unterrichtsprogramm	des Studienlehrgangs "Environmental Engineering and Management" umfaßt mindestens 50 Semesterstunden.
Die	Lehrveranstaltungen jeweils für einen Lehrgang sind in Form von Unterrichtsblöcken als Vorlesungen (VO), Praktika (UE) oder als Projektunterricht (PR), der auch in Form von Exkursionen abgehalten werden kann, von der Studienleiterin bzw.	dem Studienleiter geeignet festzulegen.
Teile des Studiums können, sofern pädagogisch, didaktisch	und organisatorisch zweckmäßig, als Fernstudieneinheiten angeboten werden. § 8 UniStG gilt.
§ 12. Unterrichtsfächer
Semester- stunden:
Umweltrelevante Grundlagen der Chemie und	chemischen Analytik
Ökologie (Biologie /	Mikrobiologie, Toxikologie, Botanik)
Engineering / Umwelttechnologien
Prozeßanalyse und Bewertung
Luftreinhaltung und Lärmschutz:
Emissions- / Immissionsmeßtechnik
Probenahme und Analysenmethoden
Luftreinhaltung /	Abluftreinigung
Gewässerschutz und Abfallwirtschaft:
Gewässerkunde, Gewässerschutz
Abwasserbehandlung / Trinkwasseraufbereitung
Müllbehandlungsverfahren
Ausgewählte Beispiele der	Umwelttechnik:
Hausbrand, Industrie und Verkehr
Grundlagen der Umweltgesetzgebung
Öffentlichkeits- und	Medienarbeit
Qualitätssicherung /	TQM
Zertifizierung (EMAS, ISO	14000)
Praktika (Luft, Wasser, Boden und	Meßtechnik)
§ 13. Prüfungsordnung
Die	Studierenden haben eine	Abschlußprüfung abzulegen.
Die	Abschlußprüfung ist in den Pflichtfächern in Form von Lehrveranstaltungsprüfungen abzulegen. Die Lehrveranstaltungsprüfungen sind von	der Lehrveranstaltungsleiterin oder dem	leiter abzuhalten. Bei deren oder dessen dauernder Verhinderung	hat die	Lehrgangsleitung eine fachlich geeignete Prüferin oder einen fachlich geeigneten Prüfer heranzuziehen.
§ 14. Beurteilung
Die	Beurteilung aller Prüfungsarbeiten	erfolgt	anhand einer fünfstufigen Notenskala von Note 1 (sehr gut)	bis Note 5 (nicht genügend).
Wenn in keinem Fach	eine schlechtere Beurteilung als "gut" und in	mindestens der Hälfte der Fächer die Beurteilung "sehr gut"	erteilt	wurde, hat die Gesamtbeurteilung des Lehrgangs "mit Auszeichnung bestanden" zu lauten.
§ 15. Abschluß
Nach positiver Beurteilung aller Pflichtfächer	gemäß Studienplan und positiver Beurteilung der abschließenden	Projektarbeit (Master Thesis) ist der bzw. dem Studierenden auf	deren bzw. dessen Antrag ein Abschlußzeugnis auszustellen.
Nach Maßgabe der Verordnung durch die	Bundesministerin bzw. den Bundesminister für Wissenschaft und Verkehr ist der Absolventin bzw. dem	Absolventen der	akademische Grad "Master of Advanced Studies (Environmental Engineering and Management)" "MAS (Environmental Engineering and Management)" zu verleihen.