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Timestamp: 2016-10-26 11:33:46
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Matched Legal Cases: ['Art. 29', 'Art. 32', 'Art. 6', 'BGE', 'BGE', 'Art. 54', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 29', 'Art. 6', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 34', 'Art. 34', 'Art. 34', 'Art. 34', 'Art. 17', 'Art. 19', 'Art. 20', 'Art. 25', 'Art. 9', 'Art. 29', 'Art. 34', 'Art. 34', 'Art. 34', 'Art. 34', 'Art. 7', 'Art. 8', 'Art. 190', 'Art. 190', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 106', 'Art. 31', 'Art. 32', 'Art. 6', 'Art. 14', 'Art. 29', 'Art. 31', 'Art. 34', 'Art. 34', 'in dubio', 'Art. 12', 'BGE', 'Art. 106', 'in dubio', 'BGE', 'Art. 9', 'Art. 58', 'Art. 50', 'Art. 29', 'Art. 49', 'Art. 47', 'Art. 54', 'Art. 59', 'Art. 1', 'Art. 110', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 47', 'Art. 104', 'Art. 47', 'BGE', 'BGE', 'Art. 50', 'BGE', 'BGE', 'Art. 106', 'Art. 59', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 66']

6B_199/2010 (19.08.2010)
X._______ ist einzelzeichnungsberechtigter Verwaltungsrat der A._______ AG, welche auf dem Grundst�ck GBV Nr. xyz der Munizipalgemeinde Z._______ gest�tzt auf die Baubewilligung vom 20. M�rz 2008 ein Mehrfamilienhaus baute.
Die Munizipalgemeinde b�sste die A._______ AG am 19. Februar 2009 mit Fr. 10'000.-- wegen Nichteinhaltens der Baubewilligung und nicht rechtzeitigen Nachsuchens um eine Zusatzbewilligung. Auf Einsprache der A._______ AG hob die Gemeinde am 1. Mai 2009 diese Bussenverf�gung auf. Sie erliess am 24. Juni 2009 eine gleichlautende Bussenverf�gung gegen X._______ in der H�he von Fr. 10'000.--, welche sie mit Einspracheentscheid vom 21. Juli 2009 best�tigte. Im Berufungsverfahren gegen den Einspracheentscheid wies der Einzelrichter des Kantonsgerichts Wallis am 8. Oktober 2009 die Beweisantr�ge von X._______ und am 27. Januar 2010 dessen Berufung ab.
Dagegen wendet sich X._______ mit Beschwerde in Strafsachen. Er beantragt, der Zwischenentscheid vom 8. Oktober 2009 sowie das Urteil des Kantonsgerichts vom 27. Januar 2010 seien aufzuheben. Er sei vollumf�nglich und unter Kosten- und Entsch�digungsfolgen freizusprechen. Eventualiter seien der Zwischenentscheid sowie das Endurteil aufzuheben, und die Sache sei zur neuen Beurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Die Vorinstanz geht davon aus, der Beschwerdef�hrer habe einen Keller- bzw. Skiraum mit einer Fl�che von 13.94 m2 erstellt, welcher im bewilligten Baugesuch nicht enthalten war. Dieser sei erst im Ab�nderungsgesuch vom 24. November 2008 aufgef�hrt worden. Der Anbau sei ohne Baubewilligung erstellt worden. Zudem sei die Niveaulinie in den Pl�nen mit 1859.00 angegeben gewesen. Der amtliche Geometer habe bei einer Nachmessung die H�he des Erdgeschosses auf 1859.46 festgestellt. Der Beschwerdef�hrer habe die von der Gemeinde Z._______ bewilligte Niveaulinie um 46 cm �berschritten. Im Weiteren habe die Tiefe der S�dbalkone in den bewilligten Pl�nen 1.5 m und im Ab�nderungsgesuch vom 24. November 2008 1.82 m betragen. Realisiert worden sei aber eine Balkontiefe von 2 m. Die S�dbalkone w�rden in den Grenzabstand hineinragen, ein N�herbaurecht sei im Grundbuch nicht eingetragen. In den urspr�nglichen und nachgereichten Pl�nen wiesen die Umgebungsarbeiten im s�d�stlichen Bereich eine bewachsene Anb�schung auf. Realisiert worden sei aber eine im Blockwurf erstellte Rollierung mit einer maximalen H�he von 2.76 m und einer L�nge von mehreren Metern. Schliesslich sei der Zugang zur erbauten Liegenschaft �ber die Nachbarparzelle gef�hrt worden, ohne �ber ein Wegrecht zu verf�gen (angefochtenes Urteil S. 14 f.).
2.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt, der Anklagegrundsatz sei verletzt. Der Einspracheentscheid der Gemeinde Z._______ vom 22. Juni gelte als Anklageschrift. Die Vorinstanz gehe �ber den angeklagten Sachverhalt hinaus, indem sie erw�ge, er habe Kenntnis vom Nullpunkt gehabt bzw. er h�tte sich bei den Bauarbeiten an diesen halten k�nnen und m�ssen. Dies sei im Einspracheentscheid nicht erw�hnt (Beschwerde S. 18 f.).
2.2 Das Anklageprinzip wird abgeleitet aus Art. 29 Abs. 2 und Art. 32 Abs. 2 BV sowie Art. 6 Ziff. 1 und Ziff. 3 lit. a und b EMRK. Die Anklageschrift bestimmt den Gegenstand des Gerichtsverfahrens (Umgrenzungsfunktion). Sie hat die dem Beschuldigten zur Last gelegten Delikte in ihrem Sachverhalt so pr�zise zu umschreiben, dass die Vorw�rfe gen�gend konkretisiert sind. Das Anklageprinzip bezweckt damit zugleich den Schutz der Verteidigungsrechte des Angeklagten und dient dem Anspruch auf rechtliches Geh�r (Informationsfunktion). In der Anklage sind namentlich die Umst�nde aufzuf�hren, welche zum gesetzlichen Tatbestand geh�ren (vgl. BGE 133 IV 235 E. 6.3 S. 245; 126 I 19 E. 2c S. 22; je mit Hinweisen). Ist nur die vors�tzliche Tatbegehung strafbar, er�brigen sich weitere Ausf�hrungen zum subjektiven Tatbestand (vgl. BGE 120 IV 348 E. 3c S. 355 ff. mit Hinweisen).
2.3 Die vom Beschwerdef�hrer erhobene R�ge, der Einspracheentscheid enthalte nichts �ber sein Wissen, betrifft den subjektiven Tatbestand. Der Beschwerdef�hrer wurde im Einspracheentscheid vom 22. Juli 2009, welcher als Anklageschrift gilt, nach Art. 54 Abs. 1 des Baugesetzes des Kantons Wallis vom 8. Februar 1996 (SGS 705.1; BauG/VS) geb�sst. Im Einspracheentscheid wird ausdr�cklich von Vorsatz ausgegangen, weil der Beschwerdef�hrer der Gemeinde Z._______ abge�nderte Baupl�ne eingereicht, aber trotzdem nicht nach diesen gebaut habe. Weitere Ausf�hrungen zum subjektiven Tatbestand sind nicht erforderlich (vgl. E. 2.2). Die R�ge ist unbegr�ndet.
3.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt, die Vorinstanz wende kantonales Verfahrensrecht in mehrfacher Weise willk�rlich an und verletze seinen Anspruch auf rechtliches Geh�r.
3.2.1 Das Bundesgericht �berpr�ft die Frage der Verletzung von Grundrechten sowie von Willk�r bei der Anwendung kantonalen Rechts nur, insofern eine solche R�ge in der Beschwerde vorgebracht und begr�ndet worden ist (vgl. Art. 106 Abs. 2 BGG). Diesbez�glich gelten erh�hte Begr�ndungsanforderungen. Die Beschwerdeschrift muss die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung dar�ber enthalten, welche Rechtss�tze inwiefern durch den angefochtenen Erlass oder Entscheid verletzt worden sind. Das Bundesgericht pr�ft nur klar und detailliert erhobene und, soweit m�glich, belegte R�gen. Auf rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt es nicht ein (BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246 mit Hinweisen).
3.2.2 Der Anspruch auf rechtliches Geh�r ist in Art. 29 Abs. 2 BV sowie Art. 6 Ziff. 1 EMRK verankert. Er verlangt, dass die Beh�rde die Vorbringen einer Partei auch tats�chlich h�rt, pr�ft und in der Entscheidfindung ber�cksichtigt. Daraus folgt die grunds�tzliche Pflicht der Beh�rde, ihren Entscheid zu begr�nden. Die Begr�ndung muss so abgefasst sein, dass der Entscheid gegebenenfalls sachgerecht angefochten werden kann (BGE 134 I 83 E. 4.1 S. 88 mit Hinweisen). Das Recht des Betroffenen auf Abnahme der rechtzeitig und formrichtig angebotenen, rechtserheblichen Beweise ist Teil des rechtlichen Geh�rs. Die Verfassungsgarantie steht einer antizipierten Beweisw�rdigung nicht entgegen. Das Gericht kann auf die Beweisabnahme verzichten, wenn es aufgrund bereits abgenommener Beweise seine �berzeugung gebildet hat und ohne Willk�r annehmen kann, seine �berzeugung werde durch weitere Beweiserhebungen nicht ge�ndert (BGE 134 I 140 E. 5.3 S. 148 mit Hinweisen).
3.2.3 Verfahrensm�ngel im Rechtsmittelverfahren k�nnen geheilt werden, wenn die Rechtsmittelinstanz �ber dieselbe Kognition verf�gt, wie die erste Instanz und den Beschwerdef�hrern daraus kein Nachteil erw�chst. Ausgeschlossen ist die Heilung bei besonders schwerwiegenden Verletzungen der Parteirechte (BGE 133 I 201 E. 2.2 S. 204 f. mit Hinweis). Ein schwerer Mangel wird beispielsweise angenommen, wenn der Betroffene von einer Verf�gung gar nichts weiss bzw. keine Gelegenheit erhalten hat, an einem gegen ihn laufenden Verfahren teilzunehmen (BGE 129 I 361 E. 2.1 S. 364 mit Hinweisen).
3.3.1 Der Beschwerdef�hrer macht geltend, auch nach Auffassung der Vorinstanz habe die Gemeinde Z._______ seinen Anspruch auf rechtliches Geh�r verletzt, indem sie das summarische Verfahren nach Art. 34i Abs. 1 VVRG/VS anstelle des ordentlichen Verfahrens nach Art. 34l VVRG/VS angewendet und ihm vor Erlass der Bussenverf�gung keine M�glichkeit zur �usserung einger�umt habe. Entgegen ihrer Auffassung k�nne diese Verletzung nicht geheilt werden, da dies im VVRG/VS nicht vorgesehen sei. Die Vorinstanz wende kantonales Verfahrensrecht (Art. 34i, Art. 34l, Art. 17, Art. 19, Art. 20 und Art. 25 des Gesetzes �ber das Verwaltungsverfahren und die Verwaltungsrechtspflege vom 6. Oktober 1976 [SGS 172.6; VVRG/VS]) willk�rlich an (Art. 9 BV). Sie verletze seinen Anspruch auf rechtliches Geh�r nach Art. 29 Abs. 2 BV.
Zudem handle es sich angesichts der H�he der Busse sowie der von der Vorinstanz festgestellten massiven �berschreitung des Baugesetzes um einen schwerwiegenden Eingriff in das rechtliche Geh�r, welcher nicht geheilt werden k�nne, selbst wenn die M�glichkeit der Heilung nach kantonalem Verfahrensrecht zu bejahen w�re. Er sei nicht zu Augenscheinen und Zeugeneinvernahmen eingeladen worden, insbesondere nicht zur "Bauabnahme" vom 24. Juli 2008. In den Akten seien ein Faxverkehr zwischen der Gemeinde Z._______ und dem Geometerb�ro, der B._______ AG, vom 9. bzw. 16. Dezember 2008 ersichtlich. Er sei nie �ber den Inhalt des im einen Fax erw�hnten Telefongespr�chs informiert worden und habe keine Gelegenheit erhalten, dem Gemeindeangestellten C._______ und dem Geometermitarbeiter D._______ bzw. dem Geometer B._______ Fragen zu stellen. Diese Tatsachen wiesen ebenfalls auf einen schweren Eingriff in seine Rechte hin.
3.3.2 Die Vorinstanz st�tzt sich zur Heilung des verletzten rechtlichen Geh�rs auf die Rechtsprechung des Bundesgerichts. Dass keine Norm des VVRG/VS diese Heilung vorsieht, bedeutet entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers nicht, eine solche d�rfe im kantonalen Verfahren gest�tzt auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung nicht erfolgen. Vielmehr hat das Bundesgericht auch schon in einem fr�heren Verfahren ein Urteil des Walliser Kantonsgerichts gesch�tzt, in welchem dieses erwog, die Verletzung des rechtlichen Geh�rs k�nne vor dem Kantonsgericht (im Rahmen des kantonalen Verfahrens) geheilt werden, da es volle Kognition besitze (vgl. Urteil 1P.467/1996 vom 22. Oktober 1996 E. 3b mit Hinweisen). Die R�ge des Beschwerdef�hrers geht deshalb fehl.
3.3.3 Zu pr�fen ist, ob die Schwere der Verletzung eine Heilung zul�sst. Der Beschwerdef�hrer ist gem�ss den vorinstanzlichen Feststellungen einzelzeichnungsberechtigter Verwaltungsrat der A._______ AG und f�hrte die gesamte Korrespondenz im Zusammenhang mit dem Baubewilligungsverfahren (Baugesuch, Stellungnahmen, etc.). Er hat seit Erlass der Bussenverf�gung gegen die A._______ AG am 19. Februar 2009 gewusst, dass die Gemeinde Z._______ beabsichtigt, die Verantwortlichen f�r die festgestellte Nichteinhaltung der Baubewilligung zur Rechenschaft zu ziehen. Sowohl in der von ihm verfassten Einsprache gegen die an die A._______ AG gerichtete Bussenverf�gung als auch in seiner Antwort auf die Verf�gung der Gemeinde Z._______, in welchem die Wiederherstellung des gesetzm�ssigen Zustandes verlangt wird, konnte er zum massgeblichen Sachverhalt Stellung nehmen, welcher die Nichteinhaltung der Baubewilligung betrifft. Zwar wurde er vor Erlass der an ihn gerichteten Bussenverf�gung nicht dar�ber informiert, dass ein Strafverfahren gegen ihn eingeleitet worden war. Dieser Umstand wird aber dadurch aufgewogen, dass er sich vorg�ngig im Verfahren der A._______ AG sowie nachtr�glich im Einspracheverfahren sowie vor Kantonsgericht, d.h. bei zwei Instanzen mit voller Kognition, zur Sache �ussern konnte. Trotz der unzutreffenden Anwendung des summarischen Verfahrens durch die Gemeinde Z._______ erw�chst ihm hinsichtlich des rechtlichen Geh�rs im Vergleich zum ordentlichen Verfahren kein entscheidender Nachteil. Im ordentlichen Verfahren wird der Betroffene vor Erlass der Bussenverf�gung angeh�rt, w�hrend er im summarischen Verfahren seine Argumente nach Erlass der Bussenverf�gung im Einspracheverfahren vorbringen kann (vgl. Art. 34i, Art. 34k und Art. 34l VVRG/VS). Dabei gelten im Einspracheverfahren hinsichtlich der Sachverhaltsermittlung von Amtes wegen, des Anspruchs auf Anh�rung, des Anwesenheits- und Fragerechts bei Zeugeneinvernahmen und Augenscheinen grunds�tzlich dieselben Verfahrensbestimmungen wie im ordentlichen Verfahren (Art. 34g VVRG/VS, welcher die Art. 7 - 31 VVRG/VS als anwendbar erkl�rt). Beide Entscheide, die Bussenverf�gung im ordentlichen Verfahren und der Einspracheentscheid im summarischen Verfahren, k�nnen an das Kantonsgericht weitergezogen werden. Unterschiedlich ist somit einzig der Zeitpunkt der Anh�rung.
3.3.4 Nicht entscheidend f�r die Schwere der Verletzung des rechtlichen Geh�rs sind das Ausmass des T�terverschuldens sowie die H�he der Busse. Beides sind materielle Folgen eines strafrechtlich relevanten Verhaltens und f�r die verfahrensrechtlichen Voraussetzungen nicht entscheidend. An der Sache vorbei gehen auch die Vorbringen des Beschwerdef�hrers, er sei zu Augenscheinen und Zeugeneinvernahmen nicht vorgeladen worden. Die von ihm angef�hrte Messung bzw. Erstellung des Schnurger�sts durch den Geometer vom 24. Juli 2008 sowie die Kontrolle des Geometers im Dezember 2008 erfolgten nicht im Strafverfahren, sondern sind Teil des baurechtlichen Verfahrens, welches nicht Verfahrensgegenstand bildet. Im �brigen bestreitet der Beschwerdef�hrer die �berschreitung des Nullpunktes um 46 cm nicht (Beschwerde S. 16). Insgesamt ist es nicht willk�rlich, wenn die Vorinstanz die Heilung des rechtlichen Geh�rs bejaht, soweit eine Verletzung �berhaupt vorliegt.
3.4.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt, der Zwischenentscheid der Vorinstanz vom 8. Oktober 2009 verstosse gegen seinen Anspruch auf rechtliches Geh�r. Die Vorinstanz habe die Edition der Akten der Gemeinde Z._______ zu den in den letzten zehn Jahren ausgesprochenen Baubussen, den nachtr�glichen Baubewilligungsverfahren sowie den Wiederherstellungsverf�gungen und den Antrag auf Erstellung einer Expertise durch einen Architekten, welcher diese Baubewilligungen auf ihre �bereinstimmung hin �berpr�fe, zu Unrecht abgelehnt. Er habe mit der Berufung im vorinstanzlichen Verfahren nicht nur eine allf�llige Gleichbehandlung im Unrecht verlangt, sondern eine grunds�tzliche Gleichbehandlung (Art. 8 BV). Bei vergleichbaren Vergehen habe die Gemeinde noch nie derart hohe Bussen ausgesprochen, insbesondere nicht bei E._______.
3.4.2 Die Vorinstanz erw�gt, nach Art. 190 Ziff. 1 der Strafprozessordnung des Kantons Wallis vom 22. Februar 1962 (StPO/VS) k�nnten neue Beweisaufnahmen im Berufungsverfahren nur erfolgen, wenn die Parteien dartun, dass sie seit der erstinstanzlichen Hauptverhandlung, vorliegend beim Einspracheentscheid, neue und entscheidende Tatsachen und Beweismittel entdeckt haben (lit. a), wenn von Amtes wegen neue und als notwendig erachtete Beweiserhebungen angeordnet werden (lit. b) oder wenn die vorgeschlagene erg�nzende Beweismittelerhebung in einem Revisionsverfahren zul�ssig w�re (lit. c). Es handle sich nicht um neue Beweismittel. Der Beschwerdef�hrer lege nicht dar, weshalb er diese nicht bereits im Einspracheverfahren beantragt habe. Auch die �brigen Voraussetzungen f�r eine zus�tzliche Beweisaufnahme im Berufungsverfahren nach Art. 190 Ziff. 1 lit. b und c StPO/VS seien nicht gegeben, da eine solche nicht erforderlich scheine.
3.4.3 Soweit die R�ge des Beschwerdef�hrers den Anspruch auf Gleichbehandlung im Unrecht betrifft, kann auf die zutreffenden vorinstanzlichen Erw�gungen verwiesen werden (angefochtenes Urteil S. 18 ff.). Die Gemeinde Z._______ legte in ihrer Stellungnahme vom 9. November 2009 im Berufungsverfahren dar, dass es nicht zutreffe, dass sie f�r vergleichbare Vergehen noch nie eine Busse in der H�he von Fr. 10'000.-- ausgesprochen habe. Die gest�tzt darauf vorgenommene vorinstanzliche W�rdigung, die Gemeinde gedenke �bertretungen auch in Zukunft zu verfolgen, ist vertretbar. Bereits aus diesem Grund kann sich der Beschwerdef�hrer nicht auf den Anspruch auf Gleichbehandlung im Unrecht berufen (BGE 135 IV 191 E. 3.3 mit Hinweis).
3.4.4 Mit den beantragten Beweisen will der Beschwerdef�hrer aufzeigen, dass die gegen ihn ausgesprochene Busse im Vergleich zu anderen Verfahren �berm�ssig hoch sei und somit das Gleichbehandlungsgebot nach Art. 8 Abs. 1 BV verletze. Der Beschwerdef�hrer behauptet jedoch nicht, es h�tte sich innerhalb der Gemeinde Z._______ derselbe Sachverhalt zugetragen. Er substanziiert auch nicht n�her, ob und in welcher Hinsicht bei E._______ der f�r die Strafzumessung relevante Sachverhalt �hnlich w�re bzw. warum er gerade diese Akten beiziehen will. Damit gen�gt der Beschwerdef�hrer den Begr�ndungsanforderungen von Art. 106 Abs. 2 BGG nicht, weshalb auf seine R�ge nicht einzutreten ist (vgl. E. 3.2.1).
4.1 Der Beschwerdef�hrer macht geltend, der Anspruch auf ein faires Verfahren sowie die richterliche F�rsorgepflicht nach Art. 31 und Art. 32 BV, Art. 6 Ziff. 1 EMRK und Art. 14 Abs. 3 lit. d UNO-Pakt II seien verletzt. Die Vorinstanz wende kantonales Recht im Zusammenhang mit der richterlichen F�rsorgepflicht willk�rlich an (Art. 29 Abs. 3, Art. 31, Art. 34c, Art. 34k VVRG/VS). Die Gemeinde Z._______ habe ihn trotz entsprechender Verpflichtung im VVRG/VS im Einspracheverfahren nicht auf sein Akteneinsichtsrecht, die Pflicht, mit der Einsprache Beweismittel (so etwa Zeugenbefragungen des Geometers B._______, G._______, des Gemeindeangestellten C._______ oder des Baukommissionspr�sidenten F._______) zu beantragen sowie das Recht auf Beizug eines Anwaltes hingewiesen (Beschwerde S. 13 f.).
4.2 Der Beschwerdef�hrer konnte im Verfahren der Vorinstanz die Akten einsehen. Er war ab Einleitung des Berufungsverfahrens anwaltlich vertreten. Ob eine Verletzung dieser Rechte im Verfahren der Gemeinde Z._______ vorliegt, kann offen bleiben. Denn die Vorinstanz verf�gt �ber eine umfassende Kognition und gew�hrte ihm die angerufenen Rechte, weshalb solche weniger schwerwiegende M�ngel als geheilt gelten (vgl. E. 3). Soweit die vom Beschwerdef�hrer ger�gte Verletzung die Rechtsmittelbelehrung der Gemeinde Z._______ betrifft, in welcher der Hinweis auf die Nennung von Zeugen fehlte, erweist sich seine R�ge als offensichtlich unbegr�ndet. Er beantragte vor Vorinstanz weder in der Berufungsschrift noch in seiner Replik die Befragung der erw�hnten Zeugen, weshalb die sinngem�sse R�ge, er h�tte solche Beweismittel beantragen wollen, in Widerspruch zu seinen Handlungen steht und keinen Rechtsschutz findet.
5.1 Der Beschwerdef�hrer macht geltend, die Vorinstanz stelle den Sachverhalt willk�rlich fest und verletze den Grundsatz in dubio pro reo. Es treffe nicht zu, dass er bereits am 24. Juni 2004 [recte: 2008] Kenntnis von dem um 46 cm zu hohen Nullpunkt erhalten habe. Es sei nicht abgekl�rt worden, was der Geometer B._______ am 24. Juni 2008 festgestellt und ihm mitgeteilt habe. Er sei immer davon ausgegangen, dass die am 24. Juni 2008 bereits begonnene Baute der erteilten Bewilligung entsprochen habe, denn in diesem Zeitpunkt habe der Geometer das Schnurger�st abgesteckt. Es ergebe sich weder aus dem Plan des Geometers noch aus den Akten, dass er wissentlich und willentlich um 46 cm zu hoch gebaut habe.
5.2 Die Vorinstanz erw�gt zum subjektiven Tatbestand, der Beschwerdef�hrer sei alleiniges gesch�ftsf�hrendes Mitglied des Verwaltungsrats der A._______ AG. Deren prim�rer Gesch�ftszweck sei der Handel und Bau von Immobilien. Aufgrund seiner Berufserfahrung im Bauwesen habe er gewusst, dass der Neubau nach den eingereichten Pl�nen zu errichten sei, welche den Nullpunkt enthielten (angefochtenes Urteil S. 18). Der Geometer sei zu Beginn oder kurz nach Beginn der Bauarbeiten auf dem Platz gewesen. Er habe die Niveaulinie bzw. den Nullpunkt festgesetzt und das Schnurger�st abgesteckt. Der Beschwerdef�hrer habe Kenntnis vom Nullpunkt gehabt bzw. h�tte Kenntnis davon haben und sich daran halten sollen (angefochtenes Urteil S. 16).
5.3 Vors�tzlich begeht ein Verbrechen oder Vergehen, wer die Tat mit Wissen und Willen ausf�hrt (Art. 12 Abs. 2 Satz 1 StGB). Was der T�ter wusste, wollte und in Kauf nahm, betrifft sog. innere Tatsachen, ist damit Tatfrage. Rechtsfrage ist hingegen, ob im Lichte der festgestellten Tatsachen der Schluss auf Eventualvorsatz begr�ndet ist (vgl. BGE 133 IV 9 E. 4.1 S. 16 f. mit Hinweisen). R�gt der T�ter, die Feststellungen der Vorinstanz zu seinem Wissen und Willen seien willk�rlich, hat er die Begr�ndungsanforderungen nach Art. 106 Abs. 2 BGG zu erf�llen. Diese wurden bereits dargelegt (E. 3.2.1). Darauf sowie auf die bisherige bundesgerichtliche Rechtsprechung zum Grundsatz in dubio pro reo kann verwiesen werden (BGE 127 I 38 E. 2a S. 40 f. mit Hinweisen).
5.4 Aus den von der Gemeinde Z._______ bewilligten und abgestempelten Baugesuchspl�nen ergibt sich, dass der Nullpunkt bei 1859.00 liegt. Die Baubewilligung wurde mit der Auflage versehen, der Grundbuchgeometer habe den Nullpunkt vor Baubeginn zu fixieren (Auflage zur Baubewilligung vom 20. M�rz 2008 Ziff. 3.2 lit. a). Die Vorinstanz bringt mit ihrer Argumentation, der Geometer habe am 24. Juni 2008 zu Beginn bzw. der Bauarbeiten bzw. kurze Zeit sp�ter unter anderem die Niveaulinie nach Art. 9 BauG/VS i.V.m. Art. 58 Abs. 1 lit. b Ziff. 2 der Bauverordnung des Kantons Wallis vom 2. Oktober 1996 (SGS 705.100) festgesetzt und das Schnurger�st abgesteckt, zum Ausdruck, der Nullpunkt sei danach auf dem Baugel�nde ersichtlich gewesen. Der Beschwerdef�hrer macht nicht geltend, der Geometer habe am 24. Juni 2008 den Nullpunkt falsch gemessen. Dass die Vorinstanz aus dem in der Baubewilligung festgehaltenen Nullpunkt, der Vermessung durch den Geometer bei Baubeginn sowie der Nachkontrolle, der Bauerfahrung des Beschwerdef�hrers und dessen Verantwortung f�r den Bau als einziges und einzelzeichnungsberechtigtes Verwaltungsratsmitglied der A._______ AG schliesst, dieser habe den Nullpunkt gekannt und von der �berschreitung wissen m�ssen, ist verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden.
6.1 Der Beschwerdef�hrer macht geltend, die Vorinstanz verletze ihre Begr�ndungspflicht (Art. 50 StGB) sowie den Anspruch auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV), indem sie sich mit der T�terkomponente nach Art. 49 StGB (recte: Art. 47 StGB) zu wenig auseinandersetze bzw. diese Bestimmung nicht anwende. Sie ber�cksichtige lediglich seine finanziellen Verh�ltnisse, nicht aber die famili�ren und pers�nlichen Verh�ltnisse, das Verhalten vor und nach der Tat (Reue, Einsicht, Strafempfindlichkeit, Vorstrafen, Leumund), sein Verhalten w�hrend des Prozesses sowie seine Lebensumst�nde (Gesundheit, Vorbildung, Stellung, intellektuellen F�higkeiten). Das von der Gemeinde Z._______ verletzte rechtliche Geh�r werde durch die ungen�gende Begr�ndung des Kantonsgerichts nicht geheilt (Beschwerde S. 10 f., 15).
6.2 Die Vorinstanz erw�gt zur Strafzumessung, die �bertretungen seien insgesamt als schwer zu beurteilen. Der Beschwerdef�hrer habe mehrfach gegen die Baugesetzgebung verstossen und sich bez�glich der Tiefe der Balkone nicht an die nachgereichten Baupl�ne gehalten. Dies falle strafsch�rfend ins Gewicht. Das Bauen ohne Baubewilligung bzw. in Abweichung von einer solchen sei als schwerwiegende Widerhandlung gegen die Bauordnung zu betrachten. Der Beschwerdef�hrer habe die Baubewilligung in mehreren F�llen, vors�tzlich und teilweise massiv �berschritten. Sein Verschulden sei erheblich. Die T�terkomponenten seien aus seiner Steuererkl�rung 2008 ersichtlich. Er lebe in geordneten Familienverh�ltnissen und komme f�r den Unterhalt seiner Ehegattin und seiner beiden schulpflichtigen Kinder auf. Dem Familieneinkommen von Fr. 268'547.-- w�rden Schuldzinsen von Fr. 30'000.-- sowie die allgemeinen Lebenshaltungskosten der Familie gegen�berstehen. Das Verm�gen belaufe sich nach Abzug der Passiven auf 3.4 Mio. Franken. Die Sanktion von Fr. 10'000.-- liege immer noch am unteren Ende des Strafrahmens. Sie erweise sich in Anbetracht der guten Einkommens- und Verm�gensverh�ltnisse sowie des erheblichen Verschuldens des Beschwerdef�hrers als verh�ltnism�ssig und angemessen.
6.3.1 Bauen ohne bzw. in Abweichung einer Baubewilligung wird gem�ss Art. 54 Abs. 1 BauG/VS mit einer Busse zwischen Fr. 1'000.-- und Fr. 100'000.-- bestraft. In schweren F�llen, so etwa bei Bauen trotz abgelehnter Baubewilligung, bei Habgier oder im Wiederholungsfall kann die Busse auf Fr. 200'000.-- erh�ht werden (vgl. Abs. 2). Art. 59 Abs. 1 des Einf�hrungsgesetzes zum Schweizerischen Strafgesetzbuch vom 14. September 2006 (EGStGB/VS; SGS 311.1) erkl�rt die Bestimmungen des ersten Buchs des Strafgesetzbuchs, d.h. Art. 1 bis Art. 110 StGB, ausgenommen jene �ber die Umwandlung der Busse und �ber die gemeinn�tzige Arbeit, f�r Widerhandlungen gegen kantonales oder kommunales Recht f�r anwendbar.
Die H�he der Busse bemisst sich gem�ss Art. 106 Abs. 3 StGB nach den Verh�ltnissen des T�ters, so dass dieser die Strafe erleidet, die seinem Verschulden angemessen ist. Die wirtschaftliche Leistungsf�higkeit des T�ters ("je nach den Verh�ltnissen") spielt dabei eine zentrale Rolle, wenngleich hier das Gericht �ber ein gr�sseres Ermessen verf�gt als im Tagessatzsystem (vgl. BGE 134 IV 60 E. 7.3.3 S. 76). Zu den auf das Bussenverfahren anwendbaren Normen z�hlt auch Art. 47 StGB (i.V.m. Art. 104 StGB). Auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung zu den allgemeinen Strafzumessungskriterien nach Art. 47 StGB kann verwiesen werden (vgl. BGE 134 IV 17 E. 2.1 S. 19 f. mit Hinweisen; zur Vorstrafenlosigkeit: BGE 136 IV 1 E. 2.6.4 S. 3 f.).
6.3.2 Gem�ss Art. 50 StGB hat das Gericht die f�r die Zumessung der Strafe erheblichen Umst�nde und deren Gewichtung festzuhalten. Es hat seine �berlegungen in den Grundz�gen wiederzugeben, so dass die Strafzumessung nachvollziehbar ist. Besonders hohe Anforderungen an die Begr�ndung der Strafzumessung werden unter anderem gestellt, wenn die ausgesprochene Strafe ungew�hnlich hoch oder auffallend milde erscheint (BGE 134 IV 17 E. 2.1 S. 19 f. mit Hinweisen).
6.3.3 Das Bundesgericht greift auf Beschwerde hin in die Strafzumessung nur ein, wenn die Vorinstanz den gesetzlichen Strafrahmen �ber- oder unterschritten hat, wenn sie von rechtlich nicht massgebenden Kriterien ausgegangen ist oder wesentliche Gesichtspunkte ausser Acht gelassen bzw. in �berschreitung oder Missbrauch ihres Ermessens falsch gewichtet hat (BGE 134 IV 17 E. 2.1 S. 19 f. mit Hinweisen). Vorliegend ist zu beachten, dass das Bundesgericht die Anwendung der Strafzumessungsvorschriften des StGB lediglich insoweit pr�ft, als der Beschwerdef�hrer den erh�hten Begr�ndungsanforderungen von Art. 106 Abs. 2 BGG gen�gt. Denn diese Normen sind infolge von Art. 59 EGStGB/VS als kantonales bzw. kommunales Strafrecht anwendbar.
6.4 Entgegen der Ausf�hrungen des Beschwerdef�hrers setzt sich die Vorinstanz mit seinen pers�nlichen und famili�ren Verh�ltnissen auseinander, indem sie die Unterst�tzungspflichten gegen�ber seiner Frau und den beiden Kindern w�rdigt. Im �brigen legt er nicht dar, wieweit sich aus den von ihm genannten weiteren Kriterien (Verhalten vor und nach der Tat, Reue, Einsicht, Strafempfindlichkeit, Vorstrafen, Leumund, Verhalten w�hrend des Prozesses, Lebensumst�nde, Gesundheit, Vorbildung, Stellung, intellektuelle F�higkeiten) strafzumessungsrelevante Faktoren erg�ben. Damit gen�gt er den Begr�ndungsanforderungen von Art. 106 Abs. 2 BGG nicht (vgl. BGE 134 II 244 E. 2.1 S. 245 mit Hinweisen), weshalb auf die Beschwerde in diesem Punkt nicht einzutreten ist.
Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdef�hrer die Gerichtskosten zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG).