Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%2096,%201674
Timestamp: 2018-12-17 15:49:30
Document Index: 107359903

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', '§ 1542', '§ 120', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 119', 'BGH', '§ 90', 'BGH', '§ 1542', '§ 116', '§ 20', 'BGH', '§ 116', 'BGH', 'BGH']

BGH, 13.02.1996 - VI ZR 318/94 - dejure.org
Verletzung des Unterhaltspflichtigen - Übergang des Schadensersatzanspruchs - Wahrscheinliche Leistungspflicht des Sozialhilfeträgers - Stichtagsregelung unabhängig von Todeszeitpunkt
BGHZ 132, 39
NJW 1996, 1674
NZV 1996, 229
VersR 1996, 649
JR 1996, 505
Der Anspruch war im Zeitpunkt des schädigenden Ereignisses am 13. Mai 1983 auf die Klägerin übergegangen (§ 1542 RVO, § 120 SGB X; vgl. Senatsurteil BGHZ 132, 39, 42 ff.; BGH, BGHZ 48, 181, 186 ff.).
Denn für Schadensfälle vor dem 1. Juli 1983 gilt das bisherige Recht weiter (vgl. Senatsurteil BGHZ 132, 39, 45 f.).
Die Verletzungshandlung vom 01.01.1990 (BGH, Urteil vom 13.02.1996, VI ZR 318/94, NJW 1996, 1674) lag zwischen dem Stichtag für den Anwendungsbeginn, dem 30.06.1983, und dem Inkrafttreten des § 119 Abs. 1 SGB X in der Fassung vom 01.01.2001, ohne dass eine abschließende Entscheidung über den Anspruch vorlag.
Für Schadensfälle vor dem 1.7.1983 gilt das bisherige Recht weiter (vgl. BGH NJW 84, 2580, 2581; 96, 1674, 1675).
Mithin konnte der Sozialhilfeträger nur gem. § 90 BSHG a.F durch Überleitungsanzeige Inhaber der Forderung geworden sein (vgl. BGH, Urt. vom 13.2.1996 - VI ZR 318/94, NJW 1996, 1674).
Der Anspruchsübergang auf die Klägerin erfolgte nach § 1542 RVO, da das schädigende Ereignis vor dem 30.6.1983, mithin vor Geltung der Nachfolgenorm des § 116 SGB X geschah (Artikel II § 20 des Gesetzes vom 4.11.1982, BGBl. I S. 1450; vgl. BGH, Urt. vom 13.2.1996 - VI ZR 318/94, NJW 1996, 1674).
Auch die Gesetzesmaterialien geben für einen generellen Ausschluss der Überleitungsbefugnis des Sozialhilfeträgers in solchen Fällen nichts her; die Sozialhilfeträger wurden erst im Laufe des Gesetzgebungsverfahrens in den gesetzlichen Forderungsübergang nach § 116 SGB X einbezogen, um sie für den Zeitpunkt des Forderungsübergangs nicht gegenüber den Sozialversicherungsträgern zu benachteiligen (Bundestagsdrucksache 9/95, Seite 41; vgl. auch BGH, VersR 1983, 989; BGH, VersR 1996, 649).