Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=19.12.2013&Aktenzeichen=III%20R%2025%2F10
Timestamp: 2019-03-26 00:51:38
Document Index: 222605669

Matched Legal Cases: ['§ 7', '§ 9', '§ 3', '§ 71', '§ 191', '§ 71', '§ 173', '§ 71', '§ 15', '§ 15', '§ 69', '§ 37']

BFH, 19.12.2013 - III R 25/10 - dejure.org
§ 7 Abs 1 S 1 InvZulG 1993, § 9 InvZulG 1993, § 3 Abs 1 AO, § 71 AO, § 191 Abs 1 AO
Haftung des Gesellschafter-Geschäftsführers einer GmbH wegen zu Unrecht gewährter Investitionszulage; Grundsätze zur Durchsetzung einer deliktischer Haftung mittels Haftungsbescheid
Keine Haftung nach § 71 AO bei Subventionsbetrug - Rechtsprechungsänderung
Erschleichung einer Investitionszulage ist keine Steuerhinterziehung
rechtsanwaelte-wirtschaftsstrafrecht-berlin.de (Kurzinformation)
Subventionszulage - Haftung bei Subventionsbetrug?
Kurznachricht zu "Keine Durchbrechung der Änderungssperre nach § 173 Abs. 2 AO trotz Subventionsbetrugs bei nach einer Außenprüfung ergangenen Investitionszulagenbescheiden?" von Dipl.-Finw. Thomas Jahn und Dipl.-Finw. Maik Bergan, original erschienen in: DStR 2015, 2054 - 2057.
Nach der insoweit geänderten Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) ist das Erschleichen der Investitionszulage keine "Steuerhinterziehung" i.S. von § 71 AO (BFH-Urteil vom 19. Dezember 2013 III R 25/10, BFHE 244, 217, BStBl II 2015, 119).
Die Vorschrift ist deshalb weder aufgrund der Globalverweisung auf die für Steuervergütungen geltenden Vorschriften der AO (§ 15 Abs. 1 Satz 1 EigZulG) noch aufgrund der Zuständigkeitsnorm in § 15 Abs. 2 EigZulG anwendbar (vgl. im Einzelnen BFH-Urteil in BFHE 244, 217, BStBl II 2015, 119).
Dem Haftungsbescheid stehe namentlich das Urteil des BFH vom 19. Dezember 2013 (Az. III R 25/10) entgegen.
Der Antragsteller berufe sich ohne Erfolg auf die Entscheidung des BFH im Verfahren III R 25/10; denn entgegen der Auffassung des Antragstellers habe der BFH dort entschieden, dass die Haftungsnormen der § 69 ff. AO anwendbar seien, wenn durch eine Verweisungsnorm die entsprechende Anwendung der Vorschriften der AO angeordnet werde.
Der Antragsteller kann sich auch nicht mit Erfolg auf das BFH-Urteil vom 19. Dezember 2013 (III R 25/10, BStBl II 2015, 119) berufen.
Die Entscheidung des FG stehe in Widerspruch zum Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 19. Dezember 2013 III R 25/10 (BFHE 244, 217, BStBl II 2015, 119).
Dem zu § 37c Abs. 5 BImSchG gefundenen Auslegungsergebnis steht die BFH-Entscheidung in BFHE 244, 217, BStBl II 2015, 119 nicht entgegen, vielmehr wird es durch dieses Urteil gestützt.