Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=LG%20Baden-Baden&Datum=29.11.1996&Aktenzeichen=1%20O%20397/96
Timestamp: 2019-10-22 17:48:27
Document Index: 366303392

Matched Legal Cases: ['§ 203', '§ 49', '§ 49', '§ 49', '§ 96', '§ 49', '§ 49']

LG Baden-Baden, 29.11.1996 - 1 O 397/96 - dejure.org
https://dejure.org/1996,2752
LG Baden-Baden, 29.11.1996 - 1 O 397/96 (https://dejure.org/1996,2752)
LG Baden-Baden, Entscheidung vom 29.11.1996 - 1 O 397/96 (https://dejure.org/1996,2752)
LG Baden-Baden, Entscheidung vom 29. November 1996 - 1 O 397/96 (https://dejure.org/1996,2752)
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Bewilligung von Prozesskostenhilfe ; Rückabwicklung eines Kanzleikaufvertrages ; Nichtigkeit eines Vertrages
NJW-RR 1998, 202
Deshalb ist auch in einem solchen Fall grundsätzlich nicht nur von der Erstreckung des Mandatsverhältnis auf den neuen Kanzleiinhaber, sondern auch von einer Einwilligung der Mandanten in die Aktenherausgabe an diesen auszugehen (LG Baden-Baden, NJW-RR 1998, 202, 203).
Andere wiederum meinen, es werde auch die Zulässigkeit der Abtretung ohne Zustimmung des Mandanten geregelt (vgl. OLG Hamburg OLG Report 2001, 74, 76; LG Baden-Baden NJW-RR 1998, 202, 203;… MünchKomm-StGB/Cierniak, § 203 Rn. 68;… Feuerich/Weyland, BRAO 6. Aufl. § 49b Rn. 47 f;… Dittmann in Henssler/Prütting, BRAO 2. Aufl. § 49b Rn. 37;… Jessnitzer/Blumberg, BRAO 9. Aufl. § 49b Rn. 7;… Ganter in Bankrechts-Handbuch, 2. Aufl. Bd. II § 96 Rn. 138; Paulus NJW 2004, 21, 22).
Dies ergibt im Ganzen nur dann einen Sinn, wenn die Abtretung von Gebührenforderungen von Rechtsanwälten an Rechtsanwälte damit als ohne Weiteres zugelassen angesehen wird (vgl. Hanseatisches OLG Hamburg, OLGR Hamburg 2 001, 74 - 76; LG München I, Entscheidung vom 25.08.1999, Az.: 15 S 20614/98; LG Baden-Baden, NJW-RR 1998, 202/203).
Beide Vorgänge - Honorarabtretung und Aktenübergabe - stehen hierbei in einem solch engen Zusammenhang, dass eine unterschiedliche Bewertung bezüglich der Wahrung der Verschwiegenheitspflicht nicht vorgenommen werden kann (vgl. LG Baden-Baden, NJW-RR 1998, 202/203).
Die Auffassung, dass auch die Zulässigkeit der Abtretung ohne Zustimmung des Mandanten in § 49b IV BRAO geregelt wird (vgl. OLG Hamburg, OLG-Report 2001, 74; LG Baden-Baden NJW-RR 1998, 202) überzeugt nicht:.
Im Gegensatz zum LG Baden-Baden (NJW-RR 1998, 202) ist der Senat der Auffassung, dass diese Vorschrift nicht auf den Vorgang der Übergabe der gesamten Kanzlei und damit der Mandantenakten übertragen werden kann.
Auch das Hanseatische Oberlandesgericht Hamburg hält die Abtretung von anwaltlichen Honorarforderungen unter Berufung auf die Gesetzesbegründung zu § 49 b Abs. 4 BRAO offenbar nur an einen anderen Rechtsanwalt für ohne weiteres zulässig, nicht aber an einen Dritten (Urteil vom 30.10.2000 - 8 U 247/99, OLGR Hamburg 2001, 74, gl.A. LG Baden-Baden, Beschluss vom 29.11.1996 - 1 O 397/96, NJW-RR 1998, 202 ).
Dies ergibt im Ganzen nur dann einen Sinn, wenn die Abtretung von Gebührenforderungen von Rechtsanwälten an Rechtsanwälte damit als ohne Weiteres zugelassen angesehen wird (vgl. Hanseatisches OLG Hamburg, OLGR Hamburg 2001, 74-76; LG München I, Entscheidung vom 25.08.1999, Az.: 15 S 20614/98; LG Baden-Baden NJW-RR 1998, 202/203).