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Timestamp: 2016-10-25 15:44:17
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Matched Legal Cases: ['Art. 132', 'BGE', 'Art. 4', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 4', 'Art. 4', 'Art. 9', 'BGE', 'in fine', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 6', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 134', 'Art. 152', 'Art. 135', 'BGE', 'Art. 152']

U 491/06 (20.08.2007)
vertreten durch Rechtsanw�ltin Marija Novakovic,
Die 1972 geborene J.________, seit 1. April 2002 arbeitslos gemeldet und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen die Folgen von Unf�llen versichert, erlitt gem�ss Unfallmeldung (der Arbeitslosenkasse) vom 29. August 2003 am 15. August 2003 einen Auffahrunfall. Der am n�chsten Tag konsultierte Dr. med. R.________, Innere Medizin FMH, diagnostizierte eine Thoraxkontusion (Notfallblatt vom 16. August 2003; vgl. auch dessen Bericht vom 19. September 2003). Ihr Hausarzt, Dr. med. E.________, Allgemeinmedizin FMH, welchen sie am 18. August 2003 aufsuchte, stellte die vorl�ufige Diagnose eines Distorionstraumas der Halswirbels�ule (HWS; "Dokumentationsbogen f�r Erstkonsultation nach kranio-zervikalem Beschleunigungstrauma" vom 20. August 2003). Zum Hergang des Vorfalles befragt, f�llte die Versicherte am 12. September 2003 einen Fragebogen und am 23. September 2003 ein "Erhebungsblatt f�r die Abkl�rung von HWS-F�llen" aus; ferner liess sie sich am 26. September 2003 gegen�ber der SUVA (gleichentags ergangenes Protokoll) sowie am 9. Oktober und 3. November 2003 gegen�ber den �rzten des Spitals X.________ (Bericht vom 5. November 2003) m�ndlich vernehmen. Gest�tzt darauf schloss der Unfallversicherer mit Verf�gung vom 14. Mai 2004 das Vorliegen eines Unfalles im Rechtssinne aus, da selbst bei einem von J.________ geltend gemachten (leichten) Touchieren eines Radfahrers als Folge ihrer Vollbremsung die Einwirkung eines ungew�hnlichen �usseren Faktors zu verneinen sei. Daran wurde auf Einsprache hin festgehalten (Einspracheentscheid vom 28. Oktober 2004).
Die hiegegen erhobene Beschwerde hiess das Versicherungsgericht des Kantons Solothurn in Bejahung des Unfallbegriffes teilweise gut, hob den angefochtenen Einspracheentscheid auf und wies die Sache an die SUVA zur�ck, damit sie im Sinne der Erw�gungen erneut �ber den Anspruch der Versicherten auf Versicherungsleistungen befinde (Entscheid vom 29. August 2006).
Die SUVA f�hrt Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit dem Rechtsbegehren um Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheides.
W�hrend das kantonale Gericht und J.________ auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schliessen (lassen), Letztere unter Beantragung der unentgeltlichen Verbeist�ndung, verzichtet das Bundesamt f�r Gesundheit auf eine Vernehmlassung.
Am 1. Januar 2007 ist das Bundesgesetz vom 17. Juni 2005 (BGG; SR 173.110) in Kraft getreten (AS 2006 1205, 1243). Damit wurden das Eidgen�ssische Versicherungsgericht (EVG) und das Bundesgericht in Lausanne zu einem einheitlichen Bundesgericht (an zwei Standorten) zusammengef�gt (Seiler/von Werdt/G�ngerich, Bundesgerichtsgesetz [BGG], Bern 2007, S. 10 Rz. 75) und wurde die Organisation und das Verfahren des obersten Gerichts umfassend neu geregelt. Dieses Gesetz ist auf die nach seinem Inkrafttreten eingeleiteten Verfahren des Bundesgerichts anwendbar, auf ein Beschwerdeverfahren jedoch nur dann, wenn auch der angefochtene Entscheid nach dem Inkrafttreten dieses Gesetzes ergangen ist (Art. 132 Abs. 1 BGG). Da der kantonale Gerichtsentscheid am 29. August 2006 - und somit vor dem 1. Januar 2007 - erlassen wurde, richtet sich das Verfahren nach dem bis 31. Dezember 2006 in Kraft gestandenen Bundesgesetz �ber die Organisation der Bundesrechtspflege (OG) vom 16. Dezember 1943 (vgl. BGE 132 V 393 E. 1.2 S. 395).
Anfechtungs- und Streitgegenstand bildet die Frage, ob die Beschwerdegegnerin als Folge des Vorfalles vom 15. August 2003 Anspruch auf Versicherungsleistungen hat. Streitig und zu pr�fen ist in diesem Zusammenhang zun�chst, ob es sich beim besagten Ereignis um einen Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG handelt. Die hierf�r einschl�gigen materiellen und prozessualen Rechtsgrundlagen, etwa die Rechtsprechung zum unfallbegrifflichen Merkmal des ungew�hnlichen �usseren Faktors (BGE 118 V 59 E. 2b [mit Hinweisen] S. 61, 283 E. 2a S. 283 f.; vgl. auch BGE 130 V 117 E. 2.1 [mit Hinweisen] S. 118, 129 V 402 E. 2.1 [mit Hinweisen] S. 404; RKUV 2000 Nr. U 368 S. 100 E. 2d, 1999 Nr. U 333 S. 198 ff. E. 3, 1996 Nr. U 253 S. 203 f. E. 4, je mit Hinweisen), zum Bedeutungsgehalt des f�r den Sozialversicherungsprozess typischen Untersuchungsgrundsatzes (BGE 115 V 133 E. 8a [mit Hinweis] S. 142; vgl. auch BGE 125 V 499 E. 1 S. 500) sowie zu dem im Sozialversicherungsrecht massgebenden Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 119 V 7 E. 3c/aa S. 9; vgl. auch BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181), hat das kantonale Gericht zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen. Zu erg�nzen ist, dass sich durch das Inkrafttreten des ATSG auf den 1. Januar 2003 am Unfallbegriff nichts ge�ndert hat, weshalb die bisherige Judikatur zu den einzelnen begriffscharakteristischen Merkmalen weiterhin ihre G�ltigkeit beh�lt (Urteil des EVG U 123/04 vom 5. Juli 2004, E. 1.2, publ. in: RKUV 2004 Nr. U 530 S. 576).
Uneinig sind sich die Verfahrensbeteiligten zum einen bez�glich des Herganges des Vorfalles vom 15. August 2003. W�hrend das kantonale Gericht auf Grund der Aussagen der Beschwerdegegnerin davon ausgeht, dass es nach der infolge eines abrupt von rechts die Strasse �berquerenden Radfahrers vollzogenen Vollbremsung zu einer - wenn auch relativ leichten - Kollision gekommen ist, bezweifelt die Beschwerdef�hrerin diese Sachverhaltsversion und h�lt lediglich die Tatsache einer Vollbremsung (ohne Kollision) f�r erwiesen.
3.1 Die Akten vermitteln hinsichtlich des Ablaufs des Geschehnisses vom 15. August 2003 das folgende Bild: Dr. med. R.________ sprach in seinen Aufzeichnungen vom 16. August 2003 von einem Autounfall, welchen die Patientin am Vortag erlitten habe, respektive einem "abrupten Bremsen". Im am 20. August 2003 ausgef�llten "Dokumentationsbogen f�r Erstkonsultation nach kranio-zervikalem Beschleunigungstrauma" vermerkte Dr. med. E.________ auf der Grundlage der ihm von der Versicherten am 18. August 2003 geschilderten Angaben zum Unfallhergang eine Vollbremsung sowie eine Frontalkollision mit einem Velofahrer. In der Unfallmeldung vom 29. August 2003 wurde in der Rubrik "Unfallbeschreibung" "Auffahrunfall" angegeben. Gegen�ber der SUVA f�hrte die Versicherte in Beantwortung des Fragebogens vom 12. September 2003 auf die Frage nach dem Hergang des Unfalles aus, dass sie als Autolenkerin mit ca. 40 Stundenkilometern unterwegs gewesen sei, als sie infolge eines die Strasse pl�tzlich von rechts �berquerenden Velofahrers stark habe abbremsen m�ssen. In der von der Versicherten auf der R�ckseite des Fragebogens entworfenen Unfallskizze wurde die Stelle des angeblichen Zusammenstosses rot umkreist und mit "Kolisia" bezeichnet. Dem "Erhebungsblatt f�r die Abkl�rung von HWS-F�llen", von der Beschwerdegegnerin am 23. September 2003 vervollst�ndigt, ist zur Frage nach dem Sachverhalt zu entnehmen, dass sie ihren Wagen mit einer Geschwindigkeit von etwa 40 Stundenkilometern gelenkt habe, als pl�tzlich ein Radfahrer von rechts auf die Strasse eingebogen sei. Sie habe abrupt gebremst und - ausrollend - den Velofahrer leicht touchiert. Eine ihr unbekannte Frau habe daraufhin den Motor an ihrem Fahrzeug abgestellt und sie anschliessend nach Hause gefahren. Der Radfahrer habe sich, das offenbar nicht mehr fahrt�chtige Velo tragend, von der Unfallstelle entfernt. An der Fahrzeugfront vorne rechts seien noch geringf�gige Kratzspuren vorhanden. Am 26. September 2003 gab die Versicherte zu Protokoll, dass, da sich der Radfahrer das Fahrrad tragend von der Unfallstelle entfernt habe, eine Kollision mit Sachschaden stattgefunden habe m�sse. Gegen�ber den �rzten des Spitals X.________ f�hrte die Beschwerdegegnerin anl�sslich ihrer Konsultationen vom 9. Oktober und 3. November 2003 schliesslich aus, sie habe innerorts bei ca. Tempo 40 km/h eine Vollbremsung vollzogen, als ein Velo von rechts auf die Strasse gefahren sei. Trotz der Vollbremsung habe sie das Fahrrad leicht touchiert, sodass dessen Lenker habe absteigen m�ssen. Sofort nach dem Ereignis sei der Velofahrer weitergefahren, ohne den Vorfall und sie weiter zu beachten (Bericht vom 5. November 2003).
3.2.1 Was die Glaubw�rdigkeit der Sachverhaltsdarstellung der Versicherten anbelangt, wonach eine Vollbremsung samt (leichter) Kollision stattgefunden habe, gilt es zun�chst festzuhalten, dass der Nachweis eines Unfalles grunds�tzlich nicht daran scheitert, dass sich ein Ereignis unter Ausschluss von Zeugen abgespielt hat bzw. diese, wie im hier zu beurteilenden Fall, mangels Personalien nicht mehr auffindbar sind. Die Behauptungslast der versicherten Person bedeutet nicht, dass sie nicht durch eine Sachverhaltsdarstellung erf�llt werden k�nnte, f�r welche als Beweismittel nur ihre eigene Parteidisposition zur Verf�gung steht. Die verunfallte Person gen�gt in diesen F�llen ihrer Behauptungslast, wenn sie eine plausible und widerspruchsfreie Schilderung des Unfallgeschehens gibt, die als m�glichst genaue erscheint und zu keinen ernstlichen Zweifeln Anlass gibt (BGE 103 V 175 E. a S. 176; Urteil des EVG U 269/03 vom 16. August 2004, E. 4.2 mit Hinweisen). Die einzelnen Umst�nde des Unfallgeschehens sind vom Leistungsansprecher glaubhaft zu machen, ansonsten f�r den Unfallversicherer keine Leistungspflicht besteht (BGE 116 V 136 E. 4b [mit Hinweis] S. 140 f.; Urteil des EVG U 117/02 vom 9. Mai 2003, E. 1 mit Hinweisen). Der Untersuchungsmaxime entsprechend hat das Gericht demnach von Amtes wegen die notwendigen Beweise zu erheben und kann zu diesem Zwecke auch die Parteien heranziehen. Wird auf Grund dieser Massnahmen das Vorliegen eines Unfalles nicht wenigstens mit Wahrscheinlichkeit erstellt - die blosse M�glichkeit gen�gt nicht -, so hat diese als unbewiesen zu gelten, was sich zu Lasten der leistungsansprechenden Person auswirkt (Urteil des EVG U 117/02 vom 9. Mai 2003, E. 1).
3.2.2 In Anbetracht der geschilderten Aktenlage kann in den Aussagen der Beschwerdegegnerin zum Unfallhergang mit dem kantonalen Gericht - jedenfalls hinsichtlich der Frage der Kollision - kein Widerspruch gesehen werden. Entgegen den Ausf�hrungen der Beschwerdef�hrerin hat die Versicherte nicht erstmals bei der Beantwortung der im "Erhebungsblatt f�r die Abkl�rung von HWS-F�llen" vom 23. September 2003 gestellten Fragen ein leichtes Touchieren des Fahrradfahrers erw�hnt. Vielmehr wurde, wie sich aus dem von Dr. med. E.________ am 20. August 2003 ausgef�llten "Dokumentationsbogen f�r Erstkonsultation nach kranio-zervikalem Beschleunigungstrauma" ergibt, bereits drei Tage nach dem Vorfall, am 18. August 2003, gegen�ber ihrem Hausarzt eine mit einer Vollbremsung verbundene Frontalkollision mit einem Velofahrer beschrieben. Diesen Vorgang best�tigte die Versicherte in der Folgezeit stets, sei dies mit der Bezeichnung "Auffahrunfall" (Unfallmeldung vom 29. August 2003), unter Bezugnahme auf eine Skizze (Fragebogen vom 12. September 2003) oder in w�rtlicher Wiederholung ("Erhebungsblatt f�r die Abkl�rung von HWS-F�llen" vom 23. September 2003, Protokoll vom 26. September 2003, Bericht des Spitals X.________ vom 5. November 2003). Dass gegen�ber dem erstbehandelnden Arzt Dr. med. R.________ gem�ss dessen handschriftlicher Notiz vom 16. August 2003 lediglich von einem "Autounfall" und "abruptem Bremsen" die Rede war, vermag der Schl�ssigkeit der Sachverhaltsdarstellung der Beschwerdef�hrerin vor diesem Hintergrund - in Verbindung mit dem offenbar unstreitigen Schadensbild am Fahrzeug des Versicherten (geringf�gige Kratzspuren an der Fahrzeugfront rechts; vgl. "Erhebungsblatt f�r die Abkl�rung von HWS-F�llen" vom 23. September 2003 und Bericht des Spitals X.________ vom 5. November 2003 [S. 1 unten]) - keinen Abbruch zu tun. Nicht ganz stimmig erscheinen demgegen�ber die Angaben der Versicherten zum Verhalten des Fahrradlenkers nach der Kollision: W�hrend sie am 23. und 26. September 2003 anf�hrte, dieser habe den Schauplatz das Velo tragend verlassen, erkl�rte sie wenige Wochen sp�ter den �rzten des Spitals X.________ gegen�ber, der Fahrradfahrer sei nach dem Zusammenstoss zwar abgestiegen, unmittelbar danach aber wieder weitergefahren. Wie es sich damit verh�lt, braucht indessen nicht n�her untersucht zu werden, vermag auch eine diesbez�glich unklare Variante des Geschehnisses die Aussagen der Versicherten zur Kollision an sich nicht zu ersch�ttern.
Zu beurteilen ist im Weiteren, ob es sich nach den Umst�nden des Geschehens um einen Unfall im Rechtssinne (Art. 4 ATSG) handelt.
4.1 Unfall ist die pl�tzliche, nicht beabsichtigte sch�digende Einwirkung eines ungew�hnlichen �usseren Faktors auf den menschlichen K�rper, die eine Beeintr�chtigung der k�rperlichen oder geistigen bzw. - in der seit 1. Januar 2004 in Kraft stehenden Fassung - k�rperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit zur Folge hat (Art. 4 ATSG; bis 31. Dezember 2002: Art. 9 Abs. 1 UVV; BGE 122 V 230 E. 1 [mit Hinweisen] S. 232).
4.1.1 Nach der - weiterhin geltenden (vgl. E. 2.1 in fine hievor) - Definition des Unfalls bezieht sich das Begriffsmerkmal der Ungew�hnlichkeit nicht auf die Wirkung des �usseren Faktors, sondern nur auf diesen selber. Ohne Belang f�r die Pr�fung der Ungew�hnlichkeit ist somit, dass der �ussere Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich zog. Der �ussere Faktor ist ungew�hnlich, wenn er den Rahmen des im jeweiligen Lebensbereich Allt�glichen oder �blichen �berschreitet. Ob dies zutrifft, beurteilt sich im Einzelfall, wobei grunds�tzlich nur die objektiven Verumst�ndungen in Betracht fallen (BGE 122 V 230 E. 1 S. 233, 121 V 35 E. 1a S. 38, je mit Hinweisen).
4.1.2 Das Begriffsmerkmal der Ungew�hnlichkeit wurde entwickelt, um die "tausendf�ltigen kleinen und kleinsten Insulte des t�glichen Lebens, die als solche g�nzlich unkontrollierbar sind und deshalb nur beim Hinzutreten von etwas Besonderem Ber�cksichtigung finden", aus dem Unfallbegriff auszuscheiden (Alfred B�hler, Der Unfallbegriff, in: Alfred Koller [Hrsg.], Haftpflicht- und Versicherungsrechtstagung 1995, S. 234 mit Hinweisen).
4.1.3 Ein Unfall liegt nur vor, wenn ein �usserer Faktor auf den K�rper wirkt. Das Ereignis muss sich in der Aussenwelt zutragen. Die Folgen davon k�nnen sich jedoch unter Umst�nden ausschliesslich im K�rperinneren zeigen. Das kann bei einem Schlag ohne �usserliche Verletzung der Fall sein. Das Merkmal des ungew�hnlichen �usseren Faktors kann nach Lehre und Rechtsprechung auch in einer unkoordinierten Bewegung bestehen (BGE 130 V 117 E. 2.1 [mit Hinweisen] S. 118). Bei K�rperbewegungen gilt der Grundsatz, dass das Erfordernis der �usseren Einwirkung lediglich dann erf�llt ist, wenn ein in der Aussenwelt begr�ndeter Umstand den nat�rlichen Ablauf einer K�rperbewegung gleichsam "programmwidrig" beeinflusst hat. Bei einer solchen unkoordinierten Bewegung ist der ungew�hnliche �ussere Faktor zu bejahen; denn der �ussere Faktor - Ver�nderung zwischen K�rper und Aussenwelt - ist wegen der erw�hnten Programmwidrigkeit zugleich ein ungew�hnlicher Faktor (BGE 130 V 117 E. 2.1 [mit Hinweisen] S. 118). Als mittelbare oder unmittelbare Unfallursachen fallen Bewegungen des K�rpers mit den damit verbundenen Belastungen verschiedenster Art in Betracht (RKUV 1996 Nr. U 253 S. 204 E. 4c; zum Ganzen: Urteil des EVG U 131/03 vom 25. M�rz 2004, E. 2.2-2.4 mit Hinweisen).
4.2 Entscheidend f�r die Beurteilung der Frage, ob ein �usserer Faktor als ungew�hnlich zu qualifizieren ist, ist mithin, ob zu einem Vorkommnis etwas Besonderes hinzugetreten ist, das den �usseren Faktor im Rahmen des im jeweiligen Lebensbereich Allt�glichen oder �blichen �berschreitet.
4.2.1 Die Ungew�hnlichkeit des �usseren Faktors in diesem Sinne wird etwa bejaht beim Zusammenstoss zweier Autos, auch wenn der Vorgang allt�glich ist und die Autofahrer/innen deshalb mit einem solchen Geschehen rechnen m�ssen (Urteil des EVG U 131/03 vom 25. M�rz 2005, E. 3.3 und 3.4 mit Hinweisen; RKUV 1999 Nr. U 333 S. 198 f. E. 3c).
4.2.2 Verneint hat das EVG das Merkmal der Ungew�hnlichkeit - und damit den Unfallbegriff - demgegen�ber mangels Programmwidrigkeit bei starkem und unerwartetem Abbremsen eines Autofahrers, ohne dass es zu einer Kollision mit einem anderen Verkehrsteilnehmer gekommen w�re (Urteile des EVG U 313/03 vom 25. M�rz 2004, U 117/02 vom 9. Mai 2003 und U 349/99 vom 3. August 2000).
4.3 Die Beschwerdegegnerin hat, nachdem ein Velofahrer abrupt von rechts auf die Strasse eingebogen war, mittels einer Vollbremsung ihren Wagen zum Stillstand gebracht und dabei den Fahrradlenker leicht touchiert. Bei diesem Vorgang handelt es sich, entgegen der Betrachtungsweise des kantonalen Gerichts, nicht um einen Zusammenstoss zweier Verkehrsteilnehmer im Sinne der in E. 4.2.1 hievor genannten Beispiele. Diese F�lle zeichnen sich insbesondere dadurch aus, dass dem Fahrzeug durch die Kollision, wie etwa das Auffahren auf ein anderes Auto, erhebliche physikalische Kr�fte entgegengesetzt werden, welche den Geschehensablauf programmwidrig st�ren bzw. zu st�ren verm�gen. Dies gilt auch in Konstellationen, in denen ein Autolenker sein Fahrzeug zwar noch abzubremsen versucht, es aber dennoch zu einem Zusammenprall von einer gewissen Heftigkeit mit einem anderen Verkehrsteilnehmer kommt (so beispielsweise in einem Fall, in welchem ein Autofahrer trotz eingeleiteter Vollbremsung frontal mit einer Fussg�ngerin zusammengestossen ist, die auf die K�hlerhaube gehoben und nach einem Anprall an der Windschutzscheibe zu Boden geschleudert wurde, wo sie verletzt liegen blieb [Urteil des EVG U 180/04 vom 11. April 2005]). Auch dadurch wird von aussen in den Geschehensablauf, den der Lenker (objektiv) erwarten durfte, eingegriffen. Von einer Kollision in diesem Sinne kann hier indessen nicht gesprochen werden, fehlt es doch unbestrittenermassen an der Freisetzung von erheblichen Kr�ften, die auf das Fahrzeug der Versicherten eingewirkt und dadurch eine nicht programmgem�ss verlaufende Bewegungskette verursacht h�tten. Vielmehr hat die Beschwerdegegnerin, bevor sie zum Stillstand gekommen ist, mit ihrem Auto den Fahrradlenker zwar (leicht) touchiert, ein eigentlicher "Zusammenstoss" hat jedoch nicht stattgefunden, zumal bez�glich des Herganges des Vorfalles Unsicherheit dar�ber besteht, ob das Fahrrad �berhaupt einen Schaden davon getragen hat (vgl. E. 3.2.2 hievor). Der f�r die Versicherte als PW-Insassin massgebliche Bewegungsablauf war, wie in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zutreffend ausgef�hrt wird, somit ausschliesslich durch das abrupte Abbremsen, nicht aber durch einen Aufprall gepr�gt. Eine derart leichte Ber�hrung ist, was die Kr�fteeinwirkung auf die Leistungsansprecherin anbelangt, einer - die Merkmale eines Unfalles nicht erf�llenden - Vollbremsung ohne nachfolgende Kollision gleichzusetzen und kann nicht als im allt�glichen motorisierten Strassenverkehr un�blich bezeichnet werden.
Entgegen der vorinstanzlichen Betrachtungsweise fehlte es dem fraglichen Ereignis demnach am Merkmal der Ungew�hnlichkeit und somit an einem notwendigen Teil des Unfallbegriffs. Da im �brigen auch keine Anhaltspunkte f�r das Vorliegen einer unfall�hnlichen K�rpersch�digung gem�ss Art. 6 Abs. 2 UVG in Verbindung mit Art. 9 Abs. 2 UVV (vgl. auch BGE 116 V 136 E. 4a S. 139 f., 145 E. 2b S. 147) bestehen, entf�llt eine Leistungspflicht der Beschwerdef�hrerin.
Im vorliegenden Verfahren geht es um die Bewilligung oder Verweigerung von Leistungen der Unfallversicherung, weshalb keine Gerichtskosten aufzuerlegen sind (Art. 134 Satz 1 OG [in der seit 1. Juli 2006 geltenden, hier massgeblichen Fassung]; vgl. E. 1 hievor). Dem Gesuch der anwaltlich vertretenen Beschwerdegegnerin um Verbeist�ndung kann stattgegeben werden (Art. 152 in Verbindung mit Art. 135 OG), da die Bed�rftigkeit aktenkundig ist und die Vertretung geboten war (BGE 125 V 201 E. 4a S. 202 und 371 E. 5b S. 372, je mit Hinweisen). Es wird indessen ausdr�cklich auf Art. 152 Abs. 3 OG aufmerksam gemacht, wonach die beg�nstigte Partei der Gerichtskasse Ersatz zu leisten haben wird, wenn sie sp�ter dazu im Stande ist.
Zufolge Gew�hrung der unentgeltlichen Verbeist�ndung wird Rechtsanw�ltin Marija Novakovic, Solothurn, f�r das Verfahren vor dem Bundesgericht aus der Gerichtskasse eine Entsch�digung von Fr. 2000.- (einschliesslich Mehrwertsteuer) ausgerichtet.
Das Versicherungsgericht des Kantons Solothurn wird �ber eine Neuverlegung der Parteientsch�digung f�r das kantonale Verfahren entsprechend dem Ausgang des letztinstanzlichen Prozesses zu befinden haben.