Source: https://www.easyleaving.com/node/45
Timestamp: 2020-01-27 21:57:17
Document Index: 197896157

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 10', '§ 11', '§ 12', '§ 8', '§ 13', '§ 14']

Checkliste Bestattungs­planung Nordrhein-Westfalen | Drupal
Checkliste Bestattungs­planung Nordrhein-Westfalen
Planen Sie Ihre Bestattung. Weil Ihre Angehörigen im Trauerfall genug um die Ohren haben, haben wir in dieser Checkliste die wichtigsten Details der Grabgestaltung, der Trauertexte und der Trauerfeier zusammengetragen. Die Bestattung ist in den verschiedenen Bundesländern unterschiedlich geregelt, deshalb sind in dieser Checkliste die Regelungen Nordrhein-Westfalens berücksichtigt.
In Nordrhein-Westfalen sorgen die Gemeinden dafür (§ 1), dass Tote (Leichen, Tot- und Fehlgeburten als Leichnam oder Aschenreste) auf einem Friedhof bestattet werden können. Sowohl Gemeinden als auch Religionsgemeinschaften (falls Körperschaften des öffentlichen Rechts) dürfen Friedhöfe und Feuerbestattungsanlagen unterhalten. Die Bestattung von Totenasche im Wurzelbereich von Bäumen ist in Nordrhein-Westfalen gestattet. Das Aufstellen von Grabmälern und Grabeinfassungen aus Naturstein ist nur gestattet, wenn diese nicht aus Kinderarbeit stammen.
Es besteht für Angehörige eine Bestattungspflicht (§ 8). Dabei gilt in folgende Reihenfolge: Ehegatten, Lebenspartner, volljährige Kinder, Eltern, volljährige Geschwister, Großeltern und volljährige Enkelkinder). Der § 8 verlangt zudem eine Leichenschau, Todesbescheinigung und die Unterrichtung der Behörden. Hinterbliebene müssen nach dem Eintreten des Todes unverzüglich die Leichenschau veranlassen(§ 8), das gilt auch bei Totgeburten. Bei Sterbefällen in einer Anstalt, einem Krankenhaus, Pflegeheim oder einer vergleichbaren Einrichtung ist die Leitung dafür verantwortlich. Es besteht die Pflicht einer Leichenschau durch einen Arzt.
Hat der Verstorbene dies zu Lebzeiten schriftlich eingefordert oder will das deren gesetzliche Vertretung oder eine bevollmächtigte Person, muss eine Obduktion stattfinden (§ 10).
Eine Totenkonservierung (etwa zur Mumifizierung der Leiche) bedarf der Genehmigung des Friedhofsträgers oder der übernehmenden Stelle (§ 11)
In Nordrhein-Westfalen sind Erdbestattungen und Feuerbestattungen gestattet. Art und Ort der Bestattung sollen dem Willen der Verstorbenen folgen (§ 12), liegt der nicht vor, entscheiden die Hinterbliebenen in der oben genannten Rangfolge des § 8 Abs. 1.
In Nordrhein-Westfalen ist Naturbestattungen in RuheForsten/Friedwalden gestattet. Auch das Verstreuen der Asche auf dem Feld eines Friedhofs und außerhalb von Friedhöfen ist gestattet, dabei muss der Beisetzungsort nach Angaben des Gesundheitsministeriums zumindest zu bestimmten Zeiten "dauerhaft öffentlich zugänglich" bleiben.
Eine muslimische Bestattung ist in Nordrhein-Westfalen nicht möglich. Dazu müssten die Grabstätten "ewig" erhalten bleiben, die Friedhofsordnungen des Bundeslandes erlauben aber max. 99 Jahre. Es gibt bislang nur einzelne muslimische Grabstädten auf wenigen Friedhöfen des Landes. Deshalb wird ein Großteil der muslimischen Toten bislang in das Heimatland der Familie überführt und dort bestattet.
Zur Bestattung braucht es (so § 13): eine Todesbescheinigung sowie die Eintragung des Sterbefalles durch das Standesamt oder Genehmigung der für den Bestattungsort zuständigen örtlichen Ordnungsbehörde oder eine Anordnung der örtlichen Ordnungsbehörde des Sterbe- oder Auffindungsortes. Erdbestattungen dürfen frühestens vierundzwanzig Stunden nach Eintritt des Todes vorgenommen werden (früher auf Antrag oder aus gesundheitlichen Gründen). Weiter heißt es in Absatz 3: Erdbestattungen oder Einäscherungen müssen innerhalb von zehn Tagen durchgeführt werden. Die Totenasche ist innerhalb von sechs Wochen beizusetzen. Auch diese Frist kann auf Antrag verlängert werden. Der § 14 fordert zudem, dass Leichen auf einem Friedhof bestattet werden müssen (als solcher gelten aber auch Friedwälder/Ruheforste). Als Ausnahme von dieser Regel darf die Asche auch außerhalb von Friedhöfen verstreut werden. Tot- und Fehlgeburten sowie die aus einem Schwangerschaftsabbruch stammende Leibesfrucht dürfen auf einem Friedhof bestattet werden.
bei der Feuerbestattung wird der Körper verbrannt (Kremierung) und die Asche bestattet. Dafür gibt es folgende Möglichkeiten:
Friedhof (Einzel-, Reihen-, Familiengrab)
Seebestattung (Ort)
Andere (etwa Tuch)
Fremdleistungen:Leichenschau/Totenschein
Fremdleistungen:Sterbeurkunde
Fremdleistungen:Krematorium (bei Feuerbestattung)
Fremdleistungen:Traueranzeige
Fremdleistungen:Kranz
Fremdleistungen:Trauerredner
Fremdleistungen:Orgelspiel, Musiker
Planen Sie jetzt auf Mein easyleaving Ihre Bestattung in Nordrhein-Westfalen. Überlassen Sie die Bestattungsplanung nicht Ihren Angehörigen. Loggen Sie sich ein und beginnen Sie die Checkliste abzuarbeiten. Sie können die Arbeit immer abspeichern und an einem anderen Tag fortsetzen.