Source: https://www.umwelt.sachsen.de/umwelt/strahlenschutz/2373.htm
Timestamp: 2019-02-23 14:48:20
Document Index: 346179951

Matched Legal Cases: ['§ 98', '§ 98', '§ 97', '§ 98', '§ 98', '§ 99']

﻿ Gesetzliche Entlassungen
Die Entlassung von Rückständen aus der strahlenschutzrechtlichen Überwachung ist beim Sächsischen Landesamt für Umwelt und Geologie zu beantragen.
Dafür sind die folgenden zwei Antragsformulare zu nutzen:
»Antrag auf Entlassung von überwachungsbedürftigen Rückständen gemäß § 98 Abs. 1 Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) bzw. §§ 98 Abs. 1 i. V. m. 118 Abs. 5 StrlSchV« (Formblatt EA-R) und
»Annahmeerklärung zum Entlassungsantrag«
(Formblatt AE-R).
Weitere Informationen können Sie dem »Informationsblatt zur Entlassung von natürlich vorkommenden radioaktiven Stoffen (Rückständen) aus der strahlenschutzrechtlichen Überwachung« (Informationsblatt zur Entlassung) entnehmen.
Voraussetzung für eine Entlassung ist, dass bei der vorgesehenen Verwertung oder Beseitigung eine effektive Dosis von 1 Millisievert pro Jahr (mSv/a) für Einzelpersonen der Bevölkerung nicht überschritten wird.
Aufgrund der verschiedenen Herkunft der Rückstände können folgende rechtlich unterschiedliche Abfallströme für die Deponierung auf konventionellen Deponien entstehen:
Rückstände aus Arbeiten, für die ein sicherer Entsorgungsweg besteht und die bei Einhaltung der Überwachungsgrenzen ohne weitere Kontrollen entsorgt werden können, wobei die allgemeine Grenze 1 Bequerel pro Gramm (Bq/g) beträgt.
Im Sinne des § 97 StrlSchV überwachungsbedürftige Rückstände, die nach § 98 StrlSchV auf Antrag im Einzelfall aus der Überwachung entlassen und dann deponiert werden können.
Überwachungsbedürftige Rückstände, die nach § 98 StrlSchV nicht entlassen werden, für die aber eine Entsorgung angewiesen wird (gemäß § 99 StrlSchV).