Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=03.07.2003&Aktenzeichen=I%20ZR%20211/01
Timestamp: 2019-10-13 21:51:09
Document Index: 232219055

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1', '§ 1', '§ 4', '§ 5', '§ 9', '§ 312', '§ 1', '§ 41', '§ 27', '§ 1', '§ 1', '§ 312', '§ 1', '§ 41', '§ 27', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 4', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 312', '§ 1', 'BGH', '§ 1', '§ 1', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 03.07.2003 - I ZR 211/01 - dejure.org
https://dejure.org/2003,142
BGH, 03.07.2003 - I ZR 211/01 (https://dejure.org/2003,142)
BGH, Entscheidung vom 03.07.2003 - I ZR 211/01 (https://dejure.org/2003,142)
BGH, Entscheidung vom 03. Juli 2003 - I ZR 211/01 (https://dejure.org/2003,142)
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UWG § 1; PAngV § 1 Abs. 1 Satz 1, § 4 Abs. 4, § 5 Abs. 1 Satz 3, § 9 Abs. 1 Nr. 4; BGB § 312c Abs. 1 Satz 1 Nr. 1; BGB-InfoV § 1 Abs. 1 Nr. 6; TKG § 41; TKV § 27 Abs. 1
11833 Preisangaben bei Telefondiensten
Verpflichtung der Anbieter von Telekommunikationsdienstleistungen zur Veröffentlichung der von Endkunden verlangten Entgelte - Zulässigkeit der Einordnung von Werbesendungen im Fernsehen als ohne Angaben von Preisen zulässige mündliche Angebote - Wettbewerbsbezug bei ...
Preisangabenpflicht bei Werbung für telefonischen Auskunftsdienst: Deutsche Telekom AG
Zur Frage, ob der Anbieter eines telefonischen Auskunftsdienstes in seiner Werbung zur Angabe von Preisen verpflichtet ist
"Telefonischer Auskunftsdienst"; Pflicht der Telekommunikationsanbieter zur Angabe der Entgelte
Telekommunikation - Pflicht zur Angabe der Preise
Werbung für Telefonauskunftsdienste nur mit Angabe des Verbindungsentgeltes zulässig
UWG § 1; PangV §§ 1, 4, 5, 9; BGB § 312c; BGB-InfoV § 1; TKG § 41; TKV § 27
Pflicht zur Preisgabe bei Werbung für Telefon-Auskunftsdienst in Print-Medien und Fersehen ("Telefonischer Auskunftsdienst'')
Telefonischer Auskunftsdienst;Preisangaberecht
Zusammenfassung von "Anmerkung zu BGH - 3.7.2003 - I ZR 211/01 - Preisangabevorschriften für Telekommunikationsdienstleister" von Prof. Dr. Jan Busche, original erschienen in: JR 2004, 235 - 237.
Zusammenfassung von "BGH: Telefonischer Auskunftsdienst" von Prof. Dr. Thomas Hoeren, original erschienen in: MMR 2003, 783 - 785.
LG Bonn, 24.10.2000 - 11 O 60/00
BGHZ 155, 301
MDR 2004, 288 (Ls.)
GRUR 2003, 971
WM 2004, 43
MMR 2003, 783
K&R 2003, 568
JR 2004, 234
Zweck der Preisangabenverordnung ist es, durch eine sachlich zutreffende und vollständige Verbraucherinformation Preiswahrheit und Preisklarheit zu gewährleisten und durch optimale Preisvergleichsmöglichkeiten die Stellung der Verbraucher gegenüber Handel und Gewerbe zu stärken und den Wettbewerb zu fördern (vgl. noch zum UWG a.F. BGHZ 155, 301, 305 - Telefonischer Auskunftsdienst, m.w.N.).
(1) Eine Norm regelt das Marktverhalten im Interesse der Mitbewerber, Verbraucher oder sonstigen Marktteilnehmer, wenn sie einen Wettbewerbsbezug in der Form aufweist, dass sie die wettbewerblichen Belange der als Anbieter oder Nachfrager von Waren oder Dienstleistungen in Betracht kommenden Personen schützt (vgl. BGH, Urteil vom 3. Juli 2003 - I ZR 211/01, BGHZ 155, 301, 305 - Telefonischer Auskunftsdienst;… BGHZ 173, 188 Rn. 35 - Jugendgefährdende Medien bei eBay).
Die vom Berufungsgericht als rechtsgrundsätzlich angesehene Frage, ob die verletzte Norm jedenfalls einen Marktbezug aufweisen muss, ist inzwischen nicht nur im Sinne des Berufungsurteils entschieden worden (vgl. BGHZ 155, 301, 305 - Telefonischer Auskunftsdienst;… BGH, Urt. v. 15.5.2003 - I ZR 292/00, GRUR 2003, 969, 970 = WRP 2003, 1350 - Ausschreibung von Vermessungsleistungen;… Urt. v. 23.10.2003 - I ZR 64/01, GRUR 2004, 346 = WRP 2004, 485 - Rechtsanwaltsgesellschaft;… Urt. v. 4.11.2003 - KZR 16/02, GRUR 2004, 255, 258 = WRP 2004, 376 - Strom und Telefon I), sondern nunmehr in § 4 Nr. 11 UWG geregelt.
Ein Angebot im Sinne der Preisangabenverordnung liegt immer dann vor, wenn eine Ankündigung so konkret gefasst ist, dass sie nach der Auffassung des Verkehrs den Abschluss eines Geschäfts aus der Sicht des Kunden ohne weiteres zulässt (vgl. BGH, Urteil vom 3. Juli 2003 - I ZR 211/01, BGHZ 155, 301, 304 - Telefonischer Auskunftsdienst, mwN).
Preisangaben sollen durch eine sachlich zutreffende und vollständige Verbraucherinformation Preiswahrheit und Preisklarheit gewährleisten und durch optimale Preisvergleichsmöglichkeiten die Stellung der Verbraucher gegenüber den Unternehmern stärken und fördern (vgl. BGH, Urteil vom 04. Oktober 2007 - I ZR 143/04 - Tz. 25 [Versandkosten]; BGH, GRUR 1997, 767, 769 [Brillenpreise II]; BGH, GRUR 1999, 762, 763 [Herabgesetzte Schlussverkaufspreise]; BGH, GRUR 2003, 971, 972 [Telefonischer Auskunftsdienst]).
Jenem Begriff unterfällt eine Ankündigung, die ihrem Inhalt nach so konkret gefasst ist, dass sie nach der Auffassung des Verkehrs den Abschluss eines Geschäfts auch aus der Sicht des Kunden ohne weiteres zulässt (BGH, GRUR 2003, 971, 972 - [Telefonischer Auskunftsdienst]).
aa) Eine Norm regelt das Marktverhalten im Interesse der Mitbewerber, Verbraucher oder sonstigen Marktteilnehmer, wenn sie einen Wettbewerbsbezug in der Form aufweist, dass sie die wettbewerblichen Belange der als Anbieter oder Nachfrager von Waren oder Dienstleistungen in Betracht kommenden Personen schützt (vgl. BGH, Urteil vom 3. Juli 2003 - I ZR 211/01, BGHZ 155, 301, 305 - Telefonischer Auskunftsdienst;… Urteil vom 12. Juli 2007 - I ZR 18/04, BGHZ 173, 188 Rn. 35 - Jugendgefährdende Medien bei eBay).
Insoweit kann der durch den Bundesgerichtshof für den Fall der Hörfunkwerbung aufgestellte Grundsatz, wonach die §§ 312 c Abs. 1 Nr. 1 BGB, § 1 Abs. 1 Nr. 6 BGB-InfoV eine Preisangabe bereits in der Werbung selbst nicht erfordern ( vergleiche BGH, Urteil vom 3.7. 2003, I ZR 211/01, NJW 2003, 2243 ff. - Telefonischer Auskunftsdienst), mit dem Landgericht auf alle Tatbestände des § 1 Abs. 1 Nr. 1 BGB-InfoV und sämtliche hier streitgegenständliche Werbeformen angewendet werden.
bb) Verstöße gegen die Preisangabenverordnung sind grundsätzlich auch wettbewerbswidrig im Sinne des § 1 UWG, weil deren Vorschriften das Marktverhalten regeln und damit auch Wettbewerbsbezug aufweisen (vgl. BGH GRUR 2001, 1166, 1168 - Fernflugpreise; BGH, Urt. v. 3.7.2003 - I ZR 211/01, GRUR 2003, 971, 972 = WRP 2003, 1347 - Telefonischer Auskunftsdienst, für BGHZ vorgesehen).
OLG Hamburg, 04.05.2011 - 5 U 207/10
Wettbewerbsverstoß: Preisauszeichnungspflicht bei einem Tätowierstudio
OLG Köln, 07.05.2004 - 6 U 4/04
Vollständige Preisangabe durch speziellen Hinweis auf ergänzende Informationen …
LG Rottweil, 11.05.2007 - 5 O 33/06