Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BStBl%20II%201994,%20458
Timestamp: 2019-11-19 22:41:05
Document Index: 6006814

Matched Legal Cases: ['§ 16', '§ 34', '§ 24', '§ 16', '§ 34', '§ 24', '§ 16', '§ 34', '§ 24', '§ 16', '§ 24', '§ 24', '§ 24', '§ 24', '§ 24', '§ 24', '§ 24', '§ 16', '§ 16', '§ 16', '§ 24', '§ 16', '§ 24', '§ 16', '§ 24', '§ 24', '§ 24', '§ 24', '§ 24', '§ 24', '§ 24', '§ 24', '§ 24']

BFH, 26.01.1994 - III R 39/91 - dejure.org
https://dejure.org/1994,339
BFH, 26.01.1994 - III R 39/91 (https://dejure.org/1994,339)
BFH, Entscheidung vom 26.01.1994 - III R 39/91 (https://dejure.org/1994,339)
BFH, Entscheidung vom 26. Januar 1994 - III R 39/91 (https://dejure.org/1994,339)
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EStG § 16 Abs. 4, § 34 Abs. 1; UmwStG 1977 § 24
Sonderbetriebsvermögen - Personengesellschaft - Gewinn - Teilwert - Einzelunternehmer
EStG § 16 Abs. 4, § 34 Abs. 1; UmwStG (1977) § 24
EStG § 16 Abs. 4, § 34 Abs. 1 ; UmwStG (1977) § 24
§§ 16, 34 EStG; § 24 UmwStG
Einkommensteuer; Einbringung eines Betriebs in Personengesellschaft
Nachträgliche Änderung der Bewertung
b) Das Wahlrecht wird gemäß § 24 Abs. 2 Satz 1 UmwStG 1977 ausschließlich durch die (aufnehmende) Personengesellschaft ausgeübt ("die Personengesellschaft darf ... in ihrer Bilanz ansetzen"; BFH-Urteil vom 26. Januar 1994 III R 39/91, BFHE 173, 338, BStBl II 1994, 458;… Schmitt/Hörtnagl/Stratz, a.a.O., § 24 UmwStG Rn. 148;… Patt in Dötsch/Jost/Pung/Witt, a.a.O., § 24 UmwStG Tz. 104).
Maßgebend ist allein die tatsächlich vorgenommene Bilanzierung (BFH-Urteil in BFHE 173, 338, BStBl II 1994, 458, 461).
Für die Feststellung, wie das Wahlrecht ausgeübt worden ist, darf auch nicht auf den bloßen Willen der Beteiligten abgestellt werden, sondern maßgebend ist ausschließlich der von der Personengesellschaft gewählte Bilanzansatz in der Gesamthandsbilanz und in den Ergänzungsbilanzen (vgl. BFH-Urteil in BFHE 173, 338, BStBl II 1994, 458, m.w.N.;… Schlößer in Haritz/ Benkert, a.a.O., § 24 Anm. 93;… Schmitt/Hörtnagl/Stratz, a.a.O., § 24 UmwStG Rn. 148 und 162;… Patt in Dötsch/Jost/Pung/Witt, a.a.O., § 24 UmwStG Tz. 104 und 107).
Der Zweck der Tarifvergünstigung nach §§ 16, 34 EStG besteht nach nahezu einhelliger Auffassung in Rechtsprechung und Schrifttum darin, "die zusammengeballte Realisierung der während vieler Jahre entstandenen stillen Reserven nicht nach dem progressiven Einkommensteuertarif zu erfassen" (so BFH-Urteil vom 26. Januar 1994 III R 39/91, BFHE 173, 338, 343, BStBl II 1994, 458, und Schmidt/Wacker, a.a.O., § 16 Rz. 5, m.w.N.; ebenso: Wendt, Die Steuerberatung --Stbg-- 1999, 1, 10; Patt/Rasche, DStR 1996, 645, 647).
Das folgt aus dem Sinn und Zweck der §§ 16 Abs. 1, 34 EStG, die verhindern sollen, daß durch die zusammengeballte Aufdeckung aller stillen Reserven infolge des progressiven Einkommensteuertarifs eine übermäßige Belastung eintritt (BFH-Urteile vom 19. Mai 1971 I R 46/70, BFHE 102, 380, BStBl II 1971, 688; vom 24. Juni 1976 IV R 200/72, BFHE 119, 430, BStBl II 1976, 672; in BFHE 128, 54, BStBl II 1979, 557; in BFHE 137, 487, BStBl II 1983, 312; vom 24. August 1989 IV R 135/86, BFHE 158, 245, BStBl II 1989, 1014; vom 26. Januar 1994 III R 39/91, BFHE 173, 338, BStBl II 1994, 458).
Zum eingebrachten Vermögen gehören auch Wirtschaftsgüter, die zwar nicht Gesamthandseigentum geworden sind, aber der Gesellschaft als Sonderbetriebsvermögen I zur Nutzung zur Verfügung stehen (vgl. BFH-Urteil vom 26. Januar 1994 III R 39/91, BFHE 173, 338, BStBl II 1994, 458).
Die GbR musste das Wahlrecht schließlich auch einheitlich ausüben (vgl. BFH-Urteil in BFHE 173, 338, BStBl II 1994, 458).
Damit ist er schon aus diesem Grunde nach überwiegender Meinung i. S. von § 24 UmwStG in deren Betriebsvermögen "eingebracht" (BFH-Urteile vom 25. November 1980 VIII R 32/77, BFHE 132, 425, BStBl II 1981, 419, m. w. N., und vom 26. Januar 1994 III R 39/91, BFHE 173, 338, BStBl II 1994, 458;… Widmann/Mayer, a. a. O., Rz. 7794, 7878, 7829 m. w. N.).
Ein solcher Geschäftsvorfall ist auch die Aufdeckung von stillen Reserven des Sonderbetriebsvermögens anläßlich der Veräußerung eines Mitunternehmeranteils; die Tarifbegünstigung nach §§ 16, 34 EStG bezieht sich deshalb auch auf sie (BFH-Urteil vom 19. März 1991 VIII R 76/87, BFHE 164, 260, BStBl II 1991, 635 m. w. N., und - zu § 24 UmwStG - in BFHE 173, 338, BStBl II 1994, 458).
Denn die nachträgliche Erhöhung der Wertansätze eines zu Buchwerten in eine Kapitalgesellschaft eingebrachten Betriebsvermögens und damit die Änderung des Einbringungsvorgangs in eine gewinnrealisierende Betriebsveräußerung stellt keine Bilanzänderung, sondern eine (unzulässige) rückwirkende Sachverhaltsgestaltung dar (Senatsurteil vom 9. April 1981 I R 191/77, BFHE 133, 278, BStBl II 1981, 620; Urteil des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 26. Januar 1994 III R 39/91, BFHE 173, 338, BStBl II 1994, 458;… BFH-Beschluss vom 5. Dezember 2005 X B 101/05, BFH/NV 2006, 545).
Eventuelle Abweichungen von einer vorherigen einvernehmlichen Festlegung der Bilanzansätze zwischen dem Einbringenden und der aufnehmenden Gesellschaft sind damit steuerrechtlich ohne Bedeutung (Anschluss an BFH-Urteil vom 26. Januar 1994 III R 39/91, BFHE 173, 338, BStBl II 1994, 458).
aa) Die vertragliche Verpflichtung des Ehemannes, die wesentlichen Grundlagen seiner Praxis in die GbR einzubringen, war als tauschähnlicher Vorgang (Übertragung seiner Praxis gegen Einräumung einer Beteiligung an der GbR) eine Betriebsveräußerung gemäß § 16 EStG (vgl. BFH-Urteil vom 26. Januar 1994 III R 39/91, BFHE 173, 338, BStBl II 1994, 458, m.w.N.).
Eventuelle Abweichungen von einer vorherigen einvernehmlichen Festlegung der Bilanzansätze zwischen dem Einbringenden und der aufnehmenden Gesellschaft sind damit steuerrechtlich ohne Bedeutung (vgl. BFH-Urteil in BFHE 173, 338, BStBl II 1994, 458).
Für eine Einbringung des ganzen Mitunternehmeranteils nach § 24 Abs. 1 UmwStG und damit für die Berechtigung zur Buchwertfortführung nach § 24 Abs. 2 Satz 2 UmwStG reicht es aus, wenn wesentliche Betriebsgrundlagen im Sonderbetriebsvermögen der Ausgangsgesellschaft ins Sonderbetriebsvermögen der Zielgesellschaft überführt werden; eine Übertragung in das Gesamthandsvermögen ist nicht erforderlich (Claß/Weggenmann in BeckOK UmwStG, § 24 Rz 491; Blümich/Nitzschke, § 24 UmwStG 2006 Rz 41; Fuhrmann in Widmann/Mayer, Umwandlungsrecht, § 24 UmwStG Rz 280; Schlößer/Schley in Haritz/Menner, Umwandlungssteuergesetz, 4. Aufl., § 24 Rz 33; Rasche in Rödder/Herlinghaus/van Lishaut, UmwStG, 3. Aufl, § 24 Rz 80; Schmitt in Schmitt/Hörtnagl/Stratz, Umwandlungsgesetz, Umwandlungssteuergesetz, 8. Aufl., § 24 UmwStG Rz 34; BMF-Schreiben in BStBl I 2011, 1314, Rz 24.05; vgl. auch BFH-Urteil vom 26. Januar 1994 - III R 39/91, BFHE 173, 338, BStBl II 1994, 458 [Rz 27], zum UmwStG 1977; anderer Ansicht Patt in Dötsch/Pung/ Möhlenbrock, Kommentar zum KStG und EStG, § 24 UmwStG Rz 15).
FG Düsseldorf, 14.03.2008 - 2 K 2106/06
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