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Timestamp: 2016-10-21 14:51:18
Document Index: 17707137

Matched Legal Cases: ['Art. 730', 'Art. 72', 'Art. 74', 'BGE', 'Art. 72', 'Art. 738', 'Art. 738', 'Art. 738', 'Art. 948', 'Art. 942', 'Art. 738', 'BGE', 'Art. 18', 'Art. 973', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 740', 'Art. 740', 'Art. 109', 'Art. 107', 'Art. 109', 'Art. 107', 'Art. 107', 'Art. 95', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 107', 'Art. 49', 'Art. 5', 'BGE', 'Art. 740', 'Art. 107', 'Art. 740', 'Art. 740', 'Art. 107', 'Art. 740', 'Art. 107', 'BGE', 'Art. 737', 'Art. 740', 'Art. 107', 'Art. 740', 'Art. 738', 'Art. 731', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 150', 'Art. 8', 'Art. 261', 'Art. 265', 'BGE', 'Art. 694', 'Art. 694', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 58', 'BGE', 'Art. 107', 'Art. 261', 'Art. 265', 'Art. 66']

5A_449/2014 (02.10.2014)
5A_449/2014 � � Urteil vom 2. Oktober 2014
beide vertreten durch Rechtsanwalt Paul M�ller,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Remigius K�chler,
�Die Geschwister A.C.________ und E.________ erhielten aus dem Nachlass ihres Vaters gemeinsam ein Grundst�ck, gelegen in U.________ auf Gebiet der Gemeinde V.________. Das Grundst�ck bildet in etwa ein Rechteck, liegt am Hang und wird auf der L�ngsseite im Westen durch den Vierwaldst�ttersee begrenzt. Es ist im s�dlichen Drittel mit dem Chalet G.________ am Hang und in der Nordwestecke mit dem Chalet H.________ am Seeufer �berbaut. Eine Zufahrtsstrasse ab der �ffentlichen U.________strasse erschliesst das Grundst�ck von S�den her. Sie verl�uft am Hang und endet auf dem Vorplatz des Chalets G.________, der mit einem Tor abgesperrt werden kann. Ab dem Vorplatz f�hrt ein Fahr- und Gehweg in einem Bogen hinunter an den See und weiter entlang dem Ufer in n�rdlicher Richtung zum Chalet H.________.
�Im Erbteilungsvertrag vom 13. Mai 1977 und in der darauf gest�tzten Grundbuchanmeldung vom 31. Mai 1978 �ber die Aufhebung von Gesamteigentum und die Errichtung von Grunddienstbarkeiten vereinbarten die beiden Geschwister, was folgt:
B.a.�Die Geschwister teilten das geerbte Grundst�ck und liessen neu eine Grenzlinie von der bergseitigen Ostgrenze zur Westgrenze am Seeufer ziehen. Sie �bertrugen die Parzelle Nr. xxx mit dem Chalet G.________ (3'347 m�) in das Eigentum von E.________ und die Parzelle Nr. yyy mit dem Chalet H.________ (2'621 m�) in das Eigentum von A.C.________, die mit ihrem Ehemann bereits da wohnte und seit Mai 1977 in U.________ ihren Wohnsitz hatte.
B.b.�E.________ verpflichtete sich, auf ihre Kosten einen Parkplatz zu erstellen. Sie begr�ndete zulasten ihrer Parzelle Nr. xxx und zugunsten der Parzelle Nr. yyy ein "Benutzungsrecht f�r Parkplatz". Gem�ss Plan befindet sich der Parkplatz an der Zufahrtsstrasse vor dem Tor zum Vorplatz des Chalets G.________.
B.c.�E.________ verpflichtete sich, auf ihre Kosten einen Gehweg zu erstellen, der als "Fusswegrecht" zulasten ihrer Parzelle Nr. xxx und zugunsten der Parzelle Nr. yyy im Grundbuch eingetragen wurde. Der Fussweg f�hrt gem�ss Plan zun�chst entlang der bergseitigen Grenze der Parzelle Nr. xxx bis zur gemeinsamen Grenze mit der Parzelle Nr. yyy und folgt dann dieser Grenze (�ber rund vierzig Treppenstufen) hinunter zum See, wo der Fussweg in den "bisherigen Fahr- und Gehweg einm�ndet" (Ziff. V/2 der Grundbuchanmeldung vom 31. Mai 1978).
B.d.�E.________ begr�ndete zulasten ihrer Parzelle Nr. xxx und zugunsten der Parzelle Nr. yyy ein beschr�nktes Fahrwegrecht, das als Grunddienstbarkeit mit dem Stichwort "Fahrwegrecht (beschr�nkt) laut Beleg zzz/zz" im Grundbuch eingetragen wurde. Der Fahrweg f�hrt gem�ss Plan auf dem bisherigen Fahr- und Gehweg ab dem Vorplatz des Chalets G.________ in einem Bogen hinunter an den See und entlang dem Ufer in n�rdlicher Richtung bis an die Grenze zur Parzelle Nr. yyy. Die Aus�bung des Fahrwegrechts wurde wie folgt eingeschr�nkt (Ziff. V/3 der Grundbuchanmeldung vom 31. Mai 1978) :
a) Diese entspricht grunds�tzlich den Benutzungsweisungen der Kantonspolizei Nidwalden f�r die Zufahrtsstrasse V.________ - U.________, wie solche heute f�r Ferienhausbesitzer Geltung haben.
b) F�r notwendige Transporte, die der Genehmigung der Polizei bed�rfen, hat der Berechtigte von der Eigent�merin der Stammparzelle [= Nr. xxx] ebenfalls die Genehmigung einzuholen.
c) Das Fahrwegrecht berechtigt Dritte nicht zur Durchfahrt, sondern nur den jeweiligen Eigent�mer der Tochterparzelle [= Nr. yyy] und dessen Familienangeh�rige.
d) Der Fahrweg ist im Schrittempo und mit aller geb�hrenden Vorsicht zu befahren.
e) Der Unterhalt des Fahrweges und die Schneer�umung auf demselben ist, soweit er vom Berechtigten allein befahren wird, Sache von diesem.
B.e.�Die Benutzungsweisungen f�r das "Befahren der Strasse V.________ - U.________ mit Motorfahrzeugen" vom 23. M�rz 1970 haben folgenden Wortlaut:
1. Einwohner von U.________ mit Motorfahrzeugen d�rfen arbeitsbedingte Fahrten werktags jederzeit ausf�hren. An Sonn- und allgemeinen Feiertagen sowie Ostermontag und Pfingstmontag ist die Strasse jedoch von 13.00 bis 18.00 Uhr f�r den Motorfahrzeugverkehr g�nzlich gesperrt. ... [Regelung f�r Landwirte] ...
2.... [Bewilligungspflicht f�r Zubringer] ...
3.... [Bewilligungspflicht f�r dringende Reparaturarbeiten] ...
4. Ferienhausbesitzern, Mietern von Ferienh�usern sowie Personen und Unternehmen, die eine Notwendigkeit zur Hin- und R�ckfahrt begr�nden k�nnen, kann die Polizei auf Gesuch hin eine Bewilligung erteilen. Dabei ist besonders auf die Tageszeit und die Witterungsverh�ltnisse R�cksicht zu nehmen.
5.... [Freie Zufahrt f�r den Notfalldienst] ...
6. In allen F�llen ist die Geschwindigkeit auf 30 km/h begrenzt.
3. Ferienhausbesitzern wird auf Gesuch hin die Hin- und R�ckfahrt zugestanden.
4. An Sonn- und allgemeinen Feiertagen in den Monaten Oktober, M�rz und April ist die Strasse von 14.00 bis 17.00 Uhr f�r jeglichen Motorfahrzeugverkehr gesperrt.
�Die Aus�bung des Fahrwegrechts gab bereits unter den Geschwistern zu Diskussionen Anlass. Am 18. Juli 1997 erwarb D.________ die Parzelle Nr. xxx. �ber die Aus�bung des Fahrwegrechts kam es zu Streitigkeiten und Gerichtsverfahren, namentlich wegen des Einbaus eines (neuen) Tors bei der Einm�ndung der Zufahrtsstrasse auf den Vorplatz des Chalets G.________ sowie wegen der Installation einer Warnleuchte und von �berwachungskameras am gleichen Ort.
D.a.�Am 4. November 2008 erhoben die Ehegatten A.C.________ und B.C.________ (Beschwerdef�hrer) gegen D.________ (Beschwerdegegner) eine Klage betreffend Dienstbarkeit, Pers�nlichkeitsschutz und Datenschutz.
D.b.�Die Pers�nlichkeits- und Datenschutzbegehren (Ziff. 3 ff. der Klage) wiesen die Gerichte des Kantons Nidwalden rechtskr�ftig ab (Urteile des Kantonsgericht vom 28. Oktober 2009 und des Obergerichts vom 28. April 2011).
D.c.�Die Klagebegehren betreffend Dienstbarkeit lauteten dahin gehend, der Beschwerdegegner habe zu dulden, dass die Beschwerdef�hrer und deren Familienangeh�rige den Fuss- und Fahrweg entlang dem Seeufer �ber die Parzelle Nr. xxx zur Parzelle Nr. yyy uneingeschr�nkt zu Fuss begehen (Ziff. 1.1a und Ziff. 1.2.1), der Beschwerdegegner habe das Befahren des Fuss- und Fahrweges im Schritttempo und mit aller geb�hrenden Vorsicht uneingeschr�nkt mit Fahrzeugen aller Art (insbesondere mit Motorfahrzeugen) durch die Beschwerdef�hrer und deren Familienangeh�rige ausserhalb der gesperrten Zeiten gem�ss den Benutzungsweisungen der Kantonspolizei zu dulden (Ziff. 1.1b), eventualiter zu bewilligen (Ziff. 1.2.2), und der Beschwerdegegner habe den Beschwerdef�hrern subeventualiter im Sinne eines Notwegrechtes gegen eine den Betrag von Fr. 5'000.-- nicht �berschreitende Entsch�digung ein in jeglicher Hinsicht unbeschr�nktes Fuss- und Fahrwegrecht auf dem Fuss- und Fahrweg einzur�umen (Ziff. 1.3). Weiter stellten die Beschwerdef�hrer in Ziff. 2 mehrere Haupt- und Eventualbegehren zum Vollzug des Urteils im Grundbuch. Das Kantonsgericht wies die Klagebegehren ab, soweit es darauf eintrat (Urteil vom 29. August 2012). Die Beschwerdef�hrer erhoben dagegen eine Berufung, die das Obergericht abwies (Entscheid vom 10. Oktober 2013).
�Mit Eingabe vom 27. Mai 2014 erneuern die Beschwerdef�hrer vor Bundesgericht ihrer Klagebegehren gem�ss Ziff. 1 (= Ziff. 2.1-2.3) und gem�ss Ziff. 2 (= Ziff. 2.4-2.6) und beantragen, eventualiter die Angelegenheit zur Neubeurteilung an das Obergericht zur�ckzuweisen (Ziff. 3). Sie stellen Begehren um Erlass vorsorglicher Massnahmen (Ziff. 4.1-4.9), die der Pr�sident der II. zivilrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts abgewiesen hat (Verf�gung vom 2. Juni 2014). In der Sache sind die kantonalen Akten, hingegen keine Vernehmlassungen eingeholt worden.
�Der angefochtene Entscheid betrifft Inhalt und Umfang einer Grunddienstbarkeit (Art. 730 ff. ZGB) und damit eine Zivilsache (Art. 72 Abs. 1 BGG) in einer verm�gensrechtlichen Angelegenheit, deren Streitwert gem�ss den obergerichtlichen Feststellungen Fr. 100'000.-- betr�gt (E. 16.1 S. 29) und den gesetzlichen Mindestbetrag erreicht (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG; BGE 109 II 491 E. 1c/cc S. 492 f.). Auf die Beschwerde gem�ss Art. 72 ff. BGG kann eingetreten werden.
�Die Grunddienstbarkeit ist als "Fahrwegrecht (beschr�nkt) laut Beleg zzz/zz" im Grundbuch eingetragen. Beim Beleg zzz/zz handelt es sich um die Grundbuchanmeldung vom 31. Mai 1978 �ber die Aufhebung von Gesamteigentum und die Errichtung von Grunddienstbarkeiten mit dazugeh�rigem Plan unter Beilage des Erbteilungsvertrags vom 13. Mai 1977. Alle drei Dokumente sind von der Beschwerdef�hrerin und ihrer Schwester als Vertragsparteien sowie von deren zustimmenden Ehegatten unterzeichnet.
2.1.�F�r die Ermittlung von Inhalt und Umfang einer Dienstbarkeit gibt Art. 738 ZGB eine Stufenordnung vor. Ausgangspunkt ist der Grundbucheintrag. Soweit sich Rechte und Pflichten aus dem Eintrag deutlich ergeben, ist dieser f�r den Inhalt der Dienstbarkeit massgebend (Art. 738 Abs. 1 ZGB). Nur wenn sein Wortlaut unklar ist, darf im Rahmen des Eintrags auf den Erwerbsgrund zur�ckgegriffen werden (Art. 738 Abs. 2 ZGB), d.h. auf den Begr�ndungsakt, der als Beleg beim Grundbuchamt aufbewahrt wird (Art. 948 Abs. 2 ZGB) und einen Bestandteil des Grundbuchs bildet (Art. 942 Abs. 2 ZGB). Ist auch der Erwerbsgrund nicht schl�ssig, kann sich der Inhalt der Dienstbarkeit - im Rahmen des Eintrags - aus der Art ergeben, wie sie w�hrend l�ngerer Zeit unangefochten und in gutem Glauben ausge�bt worden ist (Art. 738 Abs. 2 ZGB; BGE 128 III 169 E. 3a S. 172; 137 III 145 E. 3.1 S. 147).
2.2.�Der Eintrag im Grundbuch "Fahrwegrecht (beschr�nkt) laut Beleg zzz/zz" sagt nichts zum Inhalt und Umfang der Grunddienstbarkeit, ausser dass es sich um ein in bestimmter Hinsicht beschr�nktes Fahrwegrecht handelt. Zu befragen und auszulegen ist deshalb der Begr�ndungsakt.
2.2.1.�Die Auslegung des Begr�ndungsakts erfolgt in gleicher Weise wie die sonstiger Willenserkl�rungen. Gem�ss Art. 18 Abs. 1 OR bestimmt sich der Inhalt des Vertrags nach dem �bereinstimmenden wirklichen Willen der Parteien. Nur wenn eine tats�chliche Willens�bereinstimmung unbewiesen bleibt, ist der Vertrag nach dem Vertrauensgrundsatz auszulegen. Die empirische oder subjektive hat gegen�ber der normativen oder objektivierten Vertragsauslegung den Vorrang. Die allgemeinen Auslegungsgrunds�tze gelten vorbehaltlos unter den urspr�nglichen Vertragsparteien, im Verh�ltnis zwischen Dritterwerbern oder - wie hier - zwischen einer urspr�nglichen Vertragspartei (Beschwerdef�hrerin) und einem Dritterwerber (Beschwerdegegner) jedoch nur mit einer Einschr�nkung, die sich aus dem �ffentlichen Glauben des Grundbuchs (Art. 973 ZGB) ergibt, zu dem auch der Dienstbarkeitsvertrag geh�rt. Bei dessen Auslegung k�nnen gegen�ber Dritten, die an der Errichtung der Dienstbarkeit nicht beteiligt waren und im Vertrauen auf das Grundbuch das dingliche Recht erworben haben, individuelle pers�nliche Umst�nde und Motive nicht ber�cksichtigt werden, die f�r die Willensbildung der urspr�nglichen Vertragsparteien bestimmend waren, aus dem Dienstbarkeitsvertrag selber aber nicht hervorgehen und f�r einen unbeteiligten Dritten normalerweise auch nicht erkennbar sind. Im gezeigten Umfang wird der Vorrang der subjektiven vor der objektivierten Vertragsauslegung eingeschr�nkt (BGE 130 III 554 E. 3.1 S. 557; 137 III 145 E. 3 S. 147 ff.; 139 III 404 E. 7.1 S. 406 f.).
2.2.2.�Der Zweck der Dienstbarkeit im Besonderen ist nach den gleichen Grunds�tzen zu ermitteln. Soweit er sich nicht aus dem Eintrag im Grundbuch ergibt, gilt im Verh�ltnis zu Dritten der Zweck als massgebend, der aus dem Dienstbarkeitsvertrag selber hervorgeht oder objektiv erkennbar ist. Kann davon nicht ausgegangen werden, ist zur Bestimmung des Zwecks danach zu fragen, welche Interessen bei objektiver Betrachtung zur Zeit der Errichtung aufgrund der Bed�rfnisse des herrschenden Grundst�cks vern�nftigerweise von Bedeutung sein konnten (BGE 138 III 650 E. 5.3 S. 656).
2.2.3.�Unter den Auslegungsmitteln hat der klare Wortlaut den Vorrang, es sei denn, er erweise sich aufgrund anderer Vertragsbedingungen, dem von den Parteien verfolgten Zweck oder weiteren Umst�nden als nur scheinbar klar. Den wahren Sinn einer Vertragsklausel erschliesst zudem erst der Gesamtzusammenhang, in dem sie steht. Soweit sie f�r Dritte erkennbar sind (E. 2.2.1), d�rfen die Begleitumst�nde des Vertragsabschlusses oder die Interessenlage der Parteien in jenem Zeitpunkt erg�nzend ber�cksichtigt werden (BGE 128 III 265 E. 3a S. 267).
2.3.�Hat der Erwerbsgrund ergeben, was Inhalt und Umfang der Dienstbarkeit ist, bleibt kein Raum daf�r, auch noch die Art zu ber�cksichtigen, wie die Dienstbarkeit w�hrend l�ngerer Zeit unangefochten und in gutem Glauben ausge�bt worden ist (Urteile 5A_478/2007 vom 20. November 2007 E. 4.2 und 5C.13/2007 vom 2. August 2007 E. 5.3 Abs. 2, in: ZBGR 90/2009 S. 59 f. und S. 159). Der gegenteilige Standpunkt der Beschwerdef�hrer (S. 41 f. Ziff. 49) trifft nicht zu.
�Das Obergericht ist von den zutreffenden Auslegungsgrunds�tzen ausgegangen (E. 4 S. 12 ff.) und zum Ergebnis gelangt (E. 5-10 S. 14 ff.), dass es sich beim eingetragenen "Fahrwegrecht (beschr�nkt) " aufgrund des Begr�ndungsaktes um eine sehr beschr�nkte Dienstbarkeit handle (E. 6.3 Abs. 1 S. 18) und ein �usserst einschr�nkendes Fahrwegrecht bestehe, das den Beschwerdef�hrern die Zufahrt zu ihrem Grundst�ck �ber die seeseitige Wegstrecke nur in erheblich eingeschr�nktem Masse erlaube (E. 8.2 Abs. 2 S. 21). Die Begehren der Beschwerdef�hrer, die auf ein unbeschr�nktes Fahrwegrecht �ber den Seeuferweg abzielten, seien abzuweisen (E. 15 S. 28 des angefochtenen Entscheids).
3.1.�Aus dem Plan als Bestandteil des Belegs zzz/zz ergibt sich zum einen, dass das Fahrwegrecht die Erschliessung der berechtigten Parzelle Nr. yyy bezweckt, von der auf dem Landweg nur �ber die Parzelle Nr. xxx die Zufahrtsstrasse und alsdann die �ffentliche Strasse erreicht werden kann. Der Plan verdeutlicht zum anderen, dass der Fahrweg unmittelbar vor und neben dem am Hang �ber dem Vierwaldst�ttersee gelegenen Chalet vorbeif�hrt und damit eine erhebliche Beeintr�chtigung der Wohn- und Lebensqualit�t (Aussicht, Ruhe, Privatsph�re usw.) f�r den jeweiligen Eigent�mer der Parzelle Nr. xxx bewirken kann. In diesen widerstreitenden Interessen an Erschliessung (Parzelle Nr. yyy) und an ungest�rtem Wohnen und Leben (Parzelle Nr. xxx) einen gerechten Ausgleich zu schaffen, bezweckt die Vereinbarung �ber die Einschr�nkungen bez�glich der Aus�bung des Fahrwegrechts (Ziff. V/3 der Grundbuchanmeldung).
3.2.�Entgegen der Darstellung der Beschwerdef�hrer (S. 39 ff. Ziff. 47-48) sind f�r Inhalt und Umfang des Fahrwegrechts nicht einfach die objektiven Bed�rfnisse des herrschenden Grundst�cks und damit ihrer Parzelle Nr. yyy massgebend, sondern die vereinbarten Einschr�nkungen der Aus�bung des Fahrwegrechts, die insbesondere im Interesse der belasteten Parzelle Nr. xxx bestehen, indem sie beispielsweise vorsehen, dass notwendige Transporte der Genehmigung der Eigent�merin der Parzelle Nr. xxx bed�rfen (Ziff. V/3/b) und dass der Fahrweg �ber die Parzelle Nr. xxx nur im Schritttempo und mit aller Vorsicht befahren werden darf (Ziff. V/3/d). Schliesslich wird auf polizeiliche Benutzungsweisungen verwiesen (Ziff. V/3/a der Grundbuchanmeldung), die wiederum im Sinne von Einschr�nkungen die Aus�bung des Fahrwegrechts n�her bestimmen. In Anbetracht des Regelwerks muss - entgegen der Annahme der Beschwerdef�hrer (S. 38 f. Ziff. 43-46) - von einer sog. gemessenen Dienstbarkeit ausgegangen werden, d.h. von einem r�umlich und funktionell begrenzten Fahrwegrecht (vgl. zum Begriff: BGE 117 II 536 E. 4a S. 538; 139 III 404 E. 7.3 S. 407; Urteil 5A_602/2012 vom 21. Dezember 2012 E. 3.4.1, in: ZBGR 95/2014 S. 212).
3.3.�Hauptstreitpunkt bildet die Auslegung von Ziff. V/3/a der Grundbuchanmeldung, wonach die Aus�bung des Fahrwegrechts "grunds�tzlich den Benutzungsweisungen der Kantonspolizei Nidwalden f�r die Zufahrtsstrasse V.________ - U.________, wie solche heute f�r Ferienhausbesitzer Geltung haben", entspricht.
3.3.1.�Die Beschwerdef�hrer haben die Benutzungsweisungen f�r das "Befahren der Strasse V.________ - U.________ mit Motorfahrzeugen" vom 23. M�rz 1970, ver�ffentlicht im Amtsblatt, ohne weiteres beibringen k�nnen, machen aber geltend, nicht diese Benutzungsweisungen allein seien massgebend, vielmehr sei auch die tats�chliche, grossz�gige Vollzugspraxis der Kantonspolizei zu beachten, die zu ermitteln die kantonalen Gerichte trotz frist- und formgerechter Beweisantr�ge unterlassen h�tten (vorab S. 27 f. Ziff. 21 und S. 34 ff. Ziff. 30-42 der Beschwerdeschrift).
3.3.2.�Grundlage der Dienstbarkeit ist das Vertragsrecht, doch k�nnen Vorschriften des �ffentlichen Rechts den Inhalt der Dienstbarkeit sicher dann (mit-) bestimmen, wenn im Dienstbarkeitsvertrag darauf verwiesen wird (BGE 139 III 404 E. 7.4.2 S. 408). Der Wortlaut des Begr�ndungsaktes spricht allein von den "Benutzungsweisungen der Kantonspolizei" und verweist mit gutem Grund nicht auf eine Vollzugspraxis der Kantonspolizei. Denn zum einen werden Grunddienstbarkeiten in der Regel auf unbestimmte Zeit begr�ndet (BGE 93 II 185 E. 2 S. 187), so dass f�r den Inhalt der Dienstbarkeit einigermassen sichere Grundlagen anzustreben sind. Dieses Ziel verwirklichen nun aber schriftlich festgehaltene und amtlich ver�ffentlichte Weisungen besser als deren tats�chlicher Vollzug durch die Kantonspolizei, der nach Jahrzehnten nicht oder nur schwer nachweisbar und f�r Dritterwerber des belasteten Grundst�cks in der Regel nicht feststellbar ist. Zum anderen haben sich die Beschwerdef�hrer - wie sie selber hervorheben (S. 35 f. Ziff. 36) - bei der Abfassung des Vertrags durch einen Rechtsanwalt beraten lassen, der damals gleichzeitig Vorsteher der Justiz- und Polizeidirektion war. Es darf auch deshalb eine bewusste Wortwahl angenommen werden (Urteil 5C.96/2006 vom 2. August 2006 E. 3.1, in: ZBGR 88/2007 S. 143). Mit der Formulierung "Benutzungsweisungen der Kantonspolizei" sind die Weisungen gemeint sind, die der Schaffung einer einheitlichen Praxis dienen (BGE 121 II 473 E. 2b S. 478; 128 I 167 E. 4.3 S. 171), und nicht die tats�chliche Vollzugspraxis, die gem�ss Angaben der Beschwerdef�hrer grossz�giger sein soll, als es die Weisungen bei objektiver Betrachtung gestatteten.
3.3.3.�Zutreffend ist das Obergericht somit davon ausgegangen, es sei auf die Benutzungsweisungen und nicht auf eine Vollzugspraxis f�r das "Befahren der Strasse V.________ - U.________ mit Motorfahrzeugen" abzustellen. Dass es folglich Beweisabnahmen zur Vollzugspraxis abgelehnt hat (E. 9 S. 21 f. des angefochtenen Entscheids), verletzt kein Bundesrecht (BGE 132 III 222 E. 2.3 S. 226).
3.4.�Die Benutzungsweisungen unterscheiden zwischen Einwohnern (Bst. A/1 und B/1) und Ferienhausbesitzern (Bst. A/4 und B/3). Der Dienstbarkeitsvertrag stellt auf die Benutzungsweisungen ab, wie sie f�r Ferienhausbesitzer gelten (Ziff. V/3/a der Grundbuchanmeldung). Der Massgeblichkeit des klaren Wortlauts wird heute nicht mehr widersprochen. Denn die Beschwerdef�hrer waren im Zeitpunkt der Unterzeichnung der Vereinbarung selber "Einwohner", haben aber die weitergehenden Einschr�nkungen f�r Ferienhausbesitzer gleichwohl unterschriftlich anerkannt. F�r Ferienhausbesitzer sehen die Benutzungsweisungen vor, dass Fahrten mit Motorfahrzeugen auf Gesuch hin bewilligt (Bst. A/4) bzw. zugestanden (Bst. B/3) werden. Daraus folgt, dass das Hauptbegehren, der Beschwerdegegner habe ein uneingeschr�nktes Fahrwegrecht zu dulden, unbegr�ndet ist. Vorausgesetzt ist ein Gesuch und eine Bewilligung f�r die Benutzung des Fahrwegs �ber die Parzelle Nr. xxx des Beschwerdegegners.
3.5.�Die Benutzung des Fahrwegs ist sowohl in zeitlicher Hinsicht (Bst. A/1 und B/4) als auch von der Geschwindigkeit her (Bst. A/6 und B/6) beschr�nkt. Hinzu kommt im Sommer, dass Ferienhausbesitzer "eine Notwendigkeit zur Hin- und R�ckfahrt begr�nden" (Bst. A/4). Die Beschwerdef�hrer wenden dagegen lediglich ein, die Einschr�nkung f�r das Sommerhalbjahr gelte im Winter nicht (S. 33 Ziff. 28 der Beschwerdeschrift). Indessen ist auch im Winter ein Gesuch und eine Bewilligung zur Benutzung des Fahrwegs vorausgesetzt (Bst. B/3). Zudem ergibt sich aus dem Dienstbarkeitsvertrag ein Genehmigungsvorbehalt f�r notwendige Transporte (Ziff. V/3/b der Grundbuchanmeldung) w�hrend des ganzen Jahres und aus dem Zweck des Regelwerks insgesamt, dass der Fahrweg �ber die belastete Parzelle Nr. xxx (E. 3.1) nicht grundlos benutzt werden darf. Das Erfordernis der Notwendigkeit bedeutet einerseits eine Einschr�nkung der Anzahl Fahrten im Interesse des jeweiligen Eigent�mers der belasteten Parzelle, andererseits erlaubt sie aber auch, den Bed�rfnissen der jeweiligen Eigent�mer der berechtigten Parzelle (z.B. Rentnerehepaar, kinderreiche Familie, in der Land- oder Forstwirtschaft t�tige Personen usw.) geb�hrend Rechnung zu tragen. Es trifft daher nicht zu, dass die offene Formulierung, die einen gewissen Beurteilungsspielraum zul�sst, nicht sachgerecht konkretisiert werden kann (so aber S. 31 ff. Ziff. 27 der Beschwerdeschrift). Die Beschwerdef�hrer belegen mit ihren Eingaben und den Entscheiden �ber vorsorgliche Massnahmen f�r die Dauer des Verfahrens (Beschwerde-Beilagen Nrn. 3-6), dass sie ohne weiteres in der Lage sind, zur Anzahl und zu den Modalit�ten der f�r sie notwendigen Fahrten konkrete Rechtsbegehren zu stellen (z.B. einmal t�glich, eventuell dreimal w�chentlich, je zu frei w�hlbaren Zeiten im Personenwagen). Dass sie im Hauptverfahren darauf verzichtet und ausschliesslich die Duldung, eventuell Bewilligung eines uneingeschr�nkten Fahrwegrechts, subeventuell die Einr�umung eines uneingeschr�nkten Notfahrwegrechts begehrt haben, ist ihre - im Rahmen der hier massgebenden Dispositionsmaxime - freie Entscheidung, an die die Gerichte gebunden sind (vgl. dazu E. 6 hiernach).
3.6.�Dass das Fahrwegrecht zus�tzlich durch ein Tor auf der belasteten Parzelle Nr. xxx eingeschr�nkt ist, machen die Beschwerdef�hrer heute nicht mehr zum Beurteilungsgegenstand. Lediglich der Vollst�ndigkeit halber ist festzuhalten, dass dieses Eingangstor zur Parzelle Nr. xxx bereits im Zeitpunkt der Errichtung der Dienstbarkeiten bestanden hat und im Erbteilungsvertrag (S. 2, betreffend Parkplatzerstellung) ausdr�cklich erw�hnt ist.
3.7.�Insgesamt kann die obergerichtliche Auslegung des Begr�ndungsaktes nicht beanstandet werden. Die Vereinbarung �ber die Einschr�nkungen bez�glich der Aus�bung des Fahrwegrechts (Ziff. V/3 der Grundbuchanmeldung), die im besonderen Fall einen angemessenen Ausgleich zwischen Berechtigung und Belastung zu schaffen bezweckt, durfte dahin gehend verstanden werden, dass die Berechtigung auf die wirklich notwendigen Fahrten beschr�nkt ist, zugleich aber den konkreten Bed�rfnissen der jeweiligen Eigent�mer Rechnung tr�gt. Das Auslegungsergebnis bleibt damit im Rahmen des Eintrags "Fahrwegrecht (beschr�nkt) ". Es besteht kein - vom Beschwerdegegner zu duldendes bzw. zu bewilligendes - uneingeschr�nktes Fahrwegrecht, das lediglich Sperrzeiten und Geschwindigkeitsbegrenzungen zu beachten h�tte. Die daherigen Begehren der Beschwerdef�hrer, die das Obergericht abweisen durfte, bleiben auch vor Bundesgericht ohne Erfolg.
�Weiter ist streitig, ob das Fahrwegrecht dem Seeufer entlang ein uneingeschr�nktes Fusswegrecht mitumfasst. Das Obergericht hat die Frage verneint (E. 11-13 S. 23 ff. des angefochtenen Entscheids). Die Beschwerdef�hrer halten an ihrem Begehren auf Duldung, eventuell Bewilligung eines uneingeschr�nkten Fusswegrechts auf dem Fahrweg fest.
4.1.�Gem�ss Art. 740 ZGB wird der Inhalt der Wegrechte, soweit sie f�r den einzelnen Fall nicht geordnet sind, durch das kantonale Recht und den Ortsgebrauch bestimmt. Kantonales Recht oder Ortsgebrauch haben gem�ss den obergerichtlichen Feststellungen (E. 11.2 S. 24) im Zeitpunkt der Begr�ndung des Fahrwegrechts (1978) nicht bestanden. Mit dem Gesetz �ber die Einf�hrung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches vom 24. April 1988 (EGZGB/NW; GS 211.1) wurden unter dem Titel "5. Inhalt der Wegrechte (Art. 740 ZGB) " neu Vorschriften erlassen, wonach das Fahrwegrecht auch das Fusswegrecht gem�ss Art. 109 beinhaltet (Art. 107 Abs. 2) und das Fusswegrecht berechtigt, �ber den Weg zu gehen und Lasten zu tragen (Art. 109 EGZGB/NW). Auf dieses Fusswegrecht als Inhalt des Fahrwegrechts nach kantonalem Recht berufen sich die Beschwerdef�hrer. Sie machen geltend, die Bestimmungen seien zwingend (S. 42 f. Ziff. 52 und 55). Aber selbst wenn Art. 107 Abs. 2 EGZGB/NW dispositiver Natur sei, wie es die kantonalen Gerichte angenommen h�tten, m�sste das gesetzliche Fusswegrecht durch eine Vereinbarung�
nach�Inkrafttreten von Art. 107 Abs. 2 EGZGB/NW im Jahre 1988 ausgeschlossen worden sein (S. 44 Ziff. 59). Eine derartige Vereinbarung habe der Beschwerdegegner nicht nachgewiesen (S. 42 ff. Ziff. 51-64 der Beschwerdeschrift).
4.2.�Soweit es um das Fusswegrecht gem�ss kantonalem Recht geht, ergibt sich Folgendes:
4.2.1.�Die Anwendung von kantonalem Recht kann das Bundesgericht - von hier nicht zutreffenden Ausnahmen (Art. 95 lit. c-e BGG) abgesehen - nur auf die Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte, namentlich auf Willk�r hin �berpr�fen, wenn und soweit entsprechende R�gen erhoben und begr�ndet werden (BGE 139 III 252 E. 1.4 S. 254; 138 V 67 E. 2.2 S. 69), d.h. klar und detailliert anhand der Erw�gungen des angefochtenen Urteils dargelegt wird, inwiefern verfassungsm�ssige Rechte verletzt sein sollen (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 134 I 83 E. 3.2 S. 88; 138 I 171 E. 1.4 S. 176).
4.2.2.�Dass Art. 107 Abs. 2 EGZGB/NW zwingender Natur sein soll, begr�nden die Beschwerdef�hrer mit dem Wortlaut, der abweichende vertragliche Bestimmungen nicht vorsehe. Der kantonale Gesetzgeber kann indessen nur Privatrecht zum Inhalt der Wegrechte erlassen, soweit es ihm der Vorbehalt im �bergeordneten Bundeszivilrecht gestattet (Art. 49 Abs. 1 BV und Art. 5 Abs. 1 ZGB; vgl. BGE 137 I 135 E. 2.5.1 S. 139). Der Vorbehalt zugunsten des kantonalen Rechts in Art. 740 ZGB ist insofern einschr�nkend, als der Inhalt der Wegrechte sich nur dann nach den Vorschriften des kantonalen Rechts bestimmt, wenn ihn die Parteien nicht selber anders bestimmt haben ("soweit sie f�r den einzelnen Fall nicht geordnet sind"). Die obergerichtliche Annahme (E. 11.2 S. 24), Art. 107 Abs. 2 EGZGB/NW sei dispositiver und nicht zwingender Natur, kann deshalb nicht beanstandet werden (Liver, Z�rcher Kommentar, 1980, N. 10 zu Art. 740 ZGB; SIMONIUS/SUTTER, Schweizerisches Immobiliarsachenrecht, II, 1990, � 2 Rz. 35 S. 81; D. PIOTET, Le droit priv� vaudois de la propri�t� fonci�re, 1991, N. 170 S. 143, und Erg�nzendes kantonales Recht, SPR I/2, 2001, S. 263 Fn. 942; abweichend offenbar: PETITPIERRE, Basler Kommentar, 2011, N. 8 und N. 12 zu Art. 740 ZGB).
4.2.3.�Stillschweigend gehen die Beschwerdef�hrer davon aus, der im Jahre 1988 in Kraft gesetzte Art. 107 Abs. 2 EGZGB/NW gelte auch f�r alte, d.h. vor 1988 errichtete Wegrechte. Da zu dieser Frage kantonale �bergangsbestimmungen fehlen, sind als allgemeine Grunds�tze des intertemporalen Rechts die Bestimmungen im Schlusstitel des ZGB massgebend ( LIVER, a.a.O., N. 59 zu Art. 740 ZGB; PIOTET, a.a.O., N. 182 S. 148). Danach h�ngt die Anwendbarkeit von Art. 107 Abs. 2 EGZGB/NW auf ein vor 1988 errichtetes Wegrecht davon ab, ob dessen Inhalt rechtsgesch�ftlich vereinbart wurde oder ob einfach ein Wegrecht ohne n�here Umschreibung der Befugnisse begr�ndet wurde. Es gilt der Grundsatz, dass der rechtsgesch�ftlich vereinbarte, nach dem Willen der Parteien bestimmte Inhalt einer Dienstbarkeit nach dem Recht zu beurteilen ist, das im Zeitpunkt der Errichtung der Dienstbarkeit anwendbar war (BGE 64 II 411 E. 1 S. 413 f.; LIVER, a.a.O., N. 232 ff. zu Art. 737 ZGB; REY, Berner Kommentar, Die Grunddienstbarkeiten, 1981, N. 355 ff. des Syst.Teils; vgl. zum kantonalen Recht gem�ss Art. 740 ZGB im Besonderen: BROGGINI, Intertemporales Privatrecht, SPR I, 1969, S. 492). Dass der Inhalt des Fahrwegrechts hier rechtsgesch�ftlich bestimmt wurde, steht aufgrund des umfassenden Regelwerks in Ziff. V/3 der Grundbuchanmeldung von 1978 (E. 3) fest. Der erst 1988 in Kraft getretene Art. 107 Abs. 2 EGZGB/NW ist deshalb nicht anwendbar, und f�r die inhaltliche Bestimmung des Wegrechts gem�ss Art. 740 ZGB w�re allenfalls das fr�here kantonale Recht - das EGZGB/NW vom 30. April 1911 - massgebend, das indessen keine Regelung enthalten hat (E. 4.1).
4.3.�Aus den rechtsgesch�ftlichen Bestimmungen zum Inhalt der Grunddienstbarkeit "Fahrwegrecht (beschr�nkt) laut Beleg zzz/zz" - Grundbuchanmeldung mit Plan und beigelegtem Erbteilungsvertrag - ergibt sich eindeutig, dass das Fahrwegrecht kein Fusswegrecht umfasst und dass der bisherige Fahr- und Gehweg dem Seeufer entlang vollst�ndig durch die Errichtung der Dienstbarkeiten im Jahre 1978 ersetzt wurde, indem an seine Stelle ein ausschliessliches "Fahrwegrecht (beschr�nkt) laut Beleg zzz/zz" getreten ist und neu ein Fusswegrecht begr�ndet wurde, das entlang der �stlichen, bergseitigen Grenze der Parzelle Nr. xxx verl�uft. Dem Erbteilungsvertrag l�sst sich entnehmen, dass bis zur Erstellung dieses Fussweges der bisherige Gehweg entlang des Sees benutzt werden k�nne und dass die Eigent�merin der Parzelle Nr. xxx ein Fusswegrecht auf dem bisherigen Gehweg entlang des Sees eintragen zu lassen habe, sollte der neue Weg nicht innert Frist erstellt worden sein. Ein Fusswegrecht entlang des Seeufers besteht somit nicht (mehr). Entgegen der Annahme der Beschwerdef�hrer geh�rt auch der Erbteilungsvertrag zum massgebenden Beleg zzz/zz, zumal er unter dieser Nummer als ausdr�cklich erw�hnte Beilage der Grundbuchanmeldung - wie der Plan - zu den Grundbuchbelegen genommen wurde ( LIVER, a.a.O., N. 86 ff. zu Art. 738 ZGB; REY, a.a.O., N. 60 ff. zu Art. 731 ZGB). Der Eintrag im Grundbuch lautet in diesem Sinne auch zu Recht "Fahrwegrecht (beschr�nkt) ". Dieser Eintrag - aus sich selbst, nach heutigem Sprachgebrauch ausgelegt - ist insofern deutlich, als er ein Recht zum Fahren oder Befahren, aber nicht zum Gehen oder Begehen verleiht. Es besteht ein Fahr-, hingegen kein Geh- oder Fusswegrecht (vgl. zur Auslegung des Grundbucheintrags: BGE 86 II 243 E. 5 S. 251; Urteil 5A_617/2009 vom 26. Januar 2010 E. 3.2, in: ZBGR 94/2013 S. 197). Der angefochtene Entscheid, der aufgrund anderer �berlegungen zum gleichen Ergebnis gelangt ist, verletzt somit kein Bundesrecht.
�Das Obergericht hat das Begehren auf Einr�umung eines Notwegs abgewiesen, weil die Beschwerdef�hrer aufgrund des beschr�nkten Fahrwegrechts dem Seeufer entlang und des bergseitig gef�hrten Fusswegrechts �ber eine ausreichende Verbindung zur �ffentlichen Strasse verf�gten und weil die Beschwerdef�hrer ihre angebliche Wegenot selbst verursacht h�tten (E. 14 S. 26 ff. des angefochtenen Entscheids). Die Beschwerdef�hrer wenden sich gegen die Beurteilung beider Fragen (S. 46 ff. Ziff. 65-95 der Beschwerdeschrift).
5.1.�Mit Bezug auf die Wegenot r�gen die Beschwerdef�hrer eine Verletzung ihres Beweisf�hrungsanspruchs (Art. 8 ZGB). Sie beanstanden, dass das Obergericht den beantragten Augenschein nicht durchgef�hrt habe (S. 47 Ziff. 71 und S. 48 Ziff. 76 der Beschwerdeschrift), setzen sich aber mit den Gr�nden f�r die Ablehnung (E. 14.3 S. 27 des angefochtenen Entscheids) nicht auseinander. Entscheidend kommt hinzu, dass im gesamten Verfahren streitig war, ob der Fahrweg entlang des Seeufers uneingeschr�nkt befahren werden darf (E. 3), nicht hingegen die Tatsache, dass er mit Motorfahrzeugen aller Art befahren werden kann. Gegenstand des Beweises aber sind streitige Tatsachen (Art. 150 Abs. 1 ZPO). Eine weitere Verletzung von Art. 8 ZGB erblicken die Beschwerdef�hrer darin, dass das Obergericht die Akten des Massnahmenverfahrens nicht beigezogen habe. Allein schon die superprovisorische Anordnung des Obergerichtspr�sidenten, sie seien berechtigt den Fahrweg dreimal w�chentlich zu benutzen, belege die Wegenot (S. 47 f. Ziff. 73 und 74 der Beschwerdeschrift). Ein Massnahmeentscheid, der auf blosser Glaubhaftmachung beruht hat (Art. 261 Abs. 1 ZPO) und ohne Anh�rung der Gegenpartei ergangen ist (Art. 265 Abs. 1 ZPO), darf als untaugliches Beweismittel im Hauptprozess �ber die Wegenot bezeichnet werden, zumal deren Tatsachengrundlage zur vollen gerichtlichen �berzeugung zu bringen und nicht bloss glaubhaft zu machen ist (vgl. BGE 120 II 393 E. 4c S. 397 f.).
5.2.�Das Obergericht hat den Notwegrechtsanspruch der Beschwerdef�hrer aus zwei selbstst�ndigen Gr�nden abgelehnt.
5.2.1.�Hat ein Grundeigent�mer keinen gen�genden Weg von seinem Grundst�ck auf eine �ffentliche Strasse, so kann er gem�ss Art. 694 Abs. 1 ZGB beanspruchen, dass ihm die Nachbarn gegen volle Entsch�digung einen Notweg einr�umen. Anspruchsberechtigt ist - ungeachtet der teilweise missverst�ndlichen Formulierungen in der Beschwerdeschrift und in den Urteilen - der Grundeigent�mer des notleidenden Grundst�cks und damit die Beschwerdef�hrerin, hingegen nicht der Beschwerdef�hrer als ihr Ehemann, dem keine dinglichen Rechte am Grundst�ck Nr. yyy zustehen ( MEIER-HAYOZ, Berner Kommentar, 1975, N. 20 ff., und REY/STREBEL, Basler Kommentar, 2011, N. 12, je zu Art. 694 ZGB).
5.2.2.�Eine Wegenot liegt vor, wenn einem Grundeigent�mer die zur bestimmungsgem�ssen Benutzung seines Grundst�cks erforderliche Verbindung zur �ffentlichen Strasse �berhaupt fehlt oder der vorhandene Weg sich als ungen�gend erweist (BGE 136 III 130 E. 3.1 S. 133). Ein als Dienstbarkeit begr�ndetes und damit dinglich wirkendes Recht, �ber fremde Grundst�cke zu einer �ffentlichen Strasse zu gelangen, ist nach der Rechtsprechung ein gen�gender Weg und schliesst eine Wegenot grunds�tzlich aus (Urteile 5C.40/2006 vom 18. April 2006 E. 3.1, 5A_410/2008 vom 9. September 2008 E. 4.1 und 5A_550/2011 vom 24. Oktober 2011 E. 5.1, in: ZBGR 88/2007 S. 471, 92/2011 S. 157 und 94/2013 S. 23). In diesem Sinne ist auch die Beschwerdef�hrerin berechtigt, �ber den Seeuferweg zu fahren und �ber den bergseitig gef�hrten Weg zu gehen. Der Fahrweg ist im Falle einer Notwendigkeit mit Bewilligung gew�hrleistet und im Notfall frei (E. 3). Dass eine Bewilligung n�tig ist und f�r die Durchfahrt vorg�ngig ein Tor ge�ffnet werden muss, kann nicht ohne weiteres als schwere Beeintr�chtigung der f�r die bestimmungsgem�sse Nutzung des Grundst�cks erforderlichen Zufahrt gewertet werden.
5.2.3.�Auch die obergerichtliche Zweitbegr�ndung l�sst sich auf die Rechtsprechung des Bundesgerichts st�tzen, von der abzuweichen die Vorbringen der Beschwerdef�hrer keinen Anlass geben. Selbst wenn also die Erschwernis der Durchfahrt als ungen�gender Weg zur �ffentlichen Strasse zu betrachten w�re, m�sste die Beschwerdef�hrerin sich entgegenhalten lassen, dass sie selber den Erbteilungsvertrag von 1977 und den Dienstbarkeitsvertrag von 1978 ausgehandelt und unterzeichnet hat. Sie war sich der Erschliessungsverh�ltnisse im Zeitpunkt der Parzellierung und der Errichtung der Grunddienstbarkeiten bewusst, hat aber die heute unver�ndert geltenden Vereinbarungen getroffen. Ihre Lage ist gerade nicht mit der Situation des Eigent�mers vergleichbar, der bei der Ver�usserung eines Grundst�cks oder eines Teils davon die Errichtung eines Wegrechts auf der ver�usserten Parzelle unterl�sst, so dass sein Grundst�ck nicht mehr �ber eine Verbindung zur �ffentlichen Strasse verf�gt (so aber S. 52 Ziff. 94 der Beschwerdeschrift). Die Beschwerdef�hrerin hat vielmehr selber Lage und Begrenzung ihrer Parzelle festlegt und deren Erschliessung vertraglich in allen Einzelheiten bestimmt. Sie hat insoweit bewusst auf einen gen�genden Weg auf eine �ffentliche Strasse verzichtet und kann deshalb keinen Notweg beanspruchen (BGE 134 III 49 E. 4 S. 51 f.; 136 III 130 E. 5.4.3 S. 140 f.; Urteil 5A_410/2008 vom 9. September 2008 E. 4.1, in: ZBGR 92/2011 S. 157).
5.3.�Es verletzt aus den dargelegten Gr�nden kein Bundesrecht, dass das Obergericht den Notwegrechtsanspruch verneint hat.
�Eine mehrfache Verletzung von Bundesrecht erblicken die Beschwerdef�hrer darin, dass weder das Kantonsgericht noch das Obergericht gepr�ft h�tten, ob ihre Klage nicht wenigstens teilweise gutzuheissen sei. Falsch sei auch die Weigerung, die Akten des Massnahmenverfahrens beizuziehen (S. 21 ff. Ziff. 7-18 der Beschwerdeschrift).
6.1.�Das Kantonsgericht ist davon ausgegangen, es liege keine Feststellungsklage vor, weshalb Inhalt und Umfang der Dienstbarkeiten lediglich vorfrageweise und im Lichte der Antr�ge auf Duldung und Bewilligung zu beurteilen seien. Das Obergericht hat diese Ansicht im Ergebnis nicht beanstandet (E. 2.2 S. 10 f.) und erg�nzt, nach der Dispositionsmaxime habe das Gericht zwar den eingeklagten Anspruch allenfalls nur teilweise zu sch�tzen, mithin einen geringeren Geldbetrag zuzusprechen als eingeklagt oder von mehreren individualisierten Anspr�chen oder Eventualanspr�chen nur einzelne gutzuheissen. Der Dispositionsgrundsatz verbiete aber, einen anderen Anspruch gutzuheissen als eingeklagt, selbst wenn dieser Anspruch weniger weit gehe als der eingeklagte, oder Rechtsfolgen auszusprechen, die im Rechtsbegehren nicht enthalten seien. Der Vorinstanz habe angesichts der Klagebegehren die M�glichkeit einer Teilgutheissung nicht offen gestanden (E. 2.3 S. 11). Die Grunds�tze hat das Obergericht auch im Berufungsverfahren angewendet (E. 15 S. 28 des angefochtenen Entscheids).
6.2.�Im Ergebnis kann das Vorgehen der kantonalen Gerichte nicht beanstandet werden.
6.2.1.�Es ist richtig, dass die Beschwerdef�hrer auf Unterlassung ("zu dulden"), eventualiter auf Leistung ("zu bewilligen") ausschliesslich mit Bezug auf uneingeschr�nktes Begehen und Befahren des Grundst�cks geklagt haben. Wo - wie hier - der Dispositionsgrundsatz das kantonale Verfahren beherrscht hat, kann das Gericht ohne ausdr�cklich gestellten Eventualantrag weniger zusprechen, als begehrt wird, wenn die Voraussetzungen f�r die vollumf�ngliche Gutheissung der Begehren nicht erf�llt sind (vgl. BGE 111 II 156 E. 4 S. 161; 115 II 6 E. 7 S. 15), oder auch nur eine Feststellung treffen, wo auf Leistung geklagt wird (Urteil 4P.296/2004 vom 5. August 2005 E. 4, zitiert bei HURNI, Berner Kommentar, 2012, N. 21 zu Art. 58 ZPO). Insoweit umfasst das Begehren, ein uneingeschr�nktes Begehen und Befahren des Grundst�cks zu dulden, eventuell zu bewilligen, wohl auch das Begehren, ein weniger weit gehendes, in bestimmter Hinsicht beschr�nktes Begehen und Befahren des Grundst�cks zu dulden, eventuell zu bewilligen, und allenfalls selbst das Begehren auf Feststellung des Bestehens der Duldungs- oder Bewilligungspflicht.
6.2.2.�Allerdings m�ssen die Gr�nde, die f�r die weniger weit gehenden Begehren sprechen k�nnten, behauptet und nachgewiesen oder unbestritten sein, wo - wie hier - der Verhandlungsgrundsatz das kantonale Verfahren beherrscht hat (vgl. BGE 109 II 120 E. 2b S. 122; 116 II 140 E. 4, nicht ver�ffentlicht; Urteil 5A_348/2012 vom 15. August 2012 E. 6.2). An der Begr�ndung, inwiefern ihre Begehren im Sinne eines beschr�nkten Begehens und Befahrens des Grundst�cks teilweise gutgeheissen werden k�nnten, haben es die Beschwerdef�hrer fehlen lassen. Entsprechende Vorbringen fehlen auch in ihrer Beschwerdeschrift, so dass selbst das Bundesgericht ihre Begehren nicht teilweise gutheissen kann (Art. 107 Abs. 2 BGG). Die Beschwerdef�hrer stellen lediglich Fragen (S. 31 ff. Ziff. 27), statt in ihren Eingaben mit einer formell gen�genden Begr�ndung einen gerichtlichen Entscheid dar�ber zu erwirken, was der Beschwerdegegner beispielsweise unter dem Titel "Notwendigkeit zur Hin- und R�ckfahrt" zu dulden, eventuell zu bewilligen hat. Es ist nicht Aufgabe der kantonalen Gerichte gewesen, in Auslegung der Dienstbarkeit von Amtes wegen die Anzahl Fahrten in einem bestimmten Zeitrahmen �ber das belastete Grundst�ck festzulegen und die Klagebegehren teilweise gutzuheissen, ohne dass die Beschwerdef�hrer dazu eigens Behauptungen aufgestellt h�tten, zu deren Begr�ndetheit der Beschwerdegegner wiederum sich zu �ussern berechtigt gewesen w�re.
6.2.3.�Aus dem gleichen Grund verf�ngt der Verweis auf das Verfahren auf Erlass superprovisorischer Massnahmen vor dem Pr�sidenten des Obergerichts nicht (S. 12 ff. Ziff. 6.8-6.20 der Beschwerdeschrift). Abgesehen davon, dass es um ein anderes als das Verfahren in der Hauptsache geht, haben die Beschwerdef�hrer dort zum einen von Beginn an weniger weit gehende Begehren gestellt und begr�ndet (Begehen und Befahren "einmal t�glich", eventuell "dreimal w�chentlich") und zum anderen ihren Anspruch lediglich glaubhaft gemacht (Art. 261 Abs. 1 ZPO), ohne dass der Beschwerdegegner dazu vorg�ngig angeh�rt worden w�re (Art. 265 Abs. 1 ZPO). Vorsorgliche Massnahmen sind letztlich auch verweigert worden (Beschwerde-Beilagen Nrn. 3-6, 10 und 11).
6.3.�Es verletzt im Ergebnis kein Bundesrecht, dass das Obergericht die Akten des Massnahmenverfahrens nicht beigezogen und eine teilweise Gutheissung der Klage nicht gepr�ft hat.
�Aus den dargelegten Gr�nden muss die Beschwerde abgewiesen werden, soweit darauf einzutreten ist. Die Beschwerdef�hrer werden damit kosten-, nicht hingegen entsch�digungspflichtig, zumal keine Vernehmlassungen eingeholt wurden (Art. 66 Abs. 1 und 5 BGG).
�Die Gerichtskosten von Fr. 5'000.-- werden den Beschwerdef�hrern unter solidarischer Haftbarkeit auferlegt.
�Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Nidwalden, Zivilabteilung, schriftlich mitgeteilt.