Source: http://www.gesr.de/23644.htm
Timestamp: 2018-06-25 06:15:53
Document Index: 27270703

Matched Legal Cases: ['§ 91', 'EuG', '§ 10', 'BGH', 'BGH', '§ 7', 'BGH']

In der aktuellen Ausgabe der GesR (Heft 10, Erscheinungstermin: 20. Oktober 2011) lesen Sie folgende BeitrÃ¤ge und Entscheidungen.
Obwohl sich seit Mitte der 90er-Jahre die fÃ¼r die Praxis so bedeutsame Rechtsprechung zu den Voraussetzungen und Rechtsfolgen des sog. Befunderhebungsfehlers mehr und mehr manifestiert hat, gibt es hier immer wieder Fehlerquellen und Abgrenzungsschwierigkeiten, zu denen die hÃ¶chstrichterliche Rechtsprechung in der jÃ¼ngeren Vergangenheit erneut mehrfach Stellung zu nehmen hatte und erfreulicherweise fÃ¼r weitere Klarstellung gesorgt hat.Dies wird im Folgenden (unter I.) aufgezeigt ebenso wie neuere Entwicklungen im umfangreichen Feld der AufklÃ¤rungsrechtsprechung (unter II.), die in Teilen der wissenschaftlichen Literatur und Praxis als VerschÃ¤rfung empfunden wird. SchlieÃŸlich sollen (unter III.) einige Entscheidungen zu den Verfahrensbesonderheiten im Arzthaftungsrecht aufgezeigt werden, die sich immer wieder aus dem hier geltenden Grundsatz der weitgehenden Amtsermittlung und den Schwierigkeiten im Umgang mit medizinischen Gutachten ergeben.
KrÃ¼ger, Matthias / Helml, Sarah, WunscherfÃ¼llende Medizin und wirtschaftliche AufklÃ¤rungspflicht, GESR 2011, 584-588
Der Trend zur sog. wunscherfÃ¼llenden Medizin nimmt zu. WÃ¤hrend Tattoos und Piercings nicht von Ã„rzten gesetzt werden, nehmen sie SchÃ¶nheitsoperationen vor. In welchem MaÃŸe Patienten von Ã„rzten bei medizinisch indizierten Eingriffen zu informieren sind, ist â€“ vom Einzelfall abgesehen â€“ unter Juristen einigermaÃŸen unstreitig. Dagegen herrscht relative Unsicherheit in der Frage der Ã¤rztlichen AufklÃ¤rungspflicht bei nicht medizinisch indizierten MaÃŸnahmen wie Ã¤sthetischen Operationen. Einem speziellen Ausschnitt aus dieser Problematik nimmt sich der vorliegende Beitrag an.
Im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) nach Â§ 91 SGB V bÃ¼ndeln sich diejenigen normativen Entscheidungen im GKV-Leistungssystem, die wegen ihrer direkten oder indirekten sektorenÃ¼bergreifenden Auswirkungen unter Beteiligung aller Partner sektorenbezogener Selbstverwaltungen getroffen werden sollen. Dementsprechend ist die Organisationsstruktur des G-BA so ausgestaltet, dass diejenigen, an die sich die Richtlinien des G-BA normativ verbindlich richten, durch ihre Mitgliedschaft in den jeweiligen Landes- und Bundesorganisationen auch im G-BA stimmberechtigt vertreten sind und die Wahrung der Patientenbelange durch eine zusÃ¤tzliche Patientenvertretung gewÃ¤hrleistet ist. Die Entscheidungsfindung im G-BA erfolgt in einem transparenten, weitere Beteiligte, Betroffene und Stellungnahmeberechtigte einbeziehenden Verfahren und basiert auf wissenschaftlichen Empfehlungen zweier unabhÃ¤ngig vom G-BA tÃ¤tiger wissenschaftlicher Institute. Die verfassungsrechtliche Legitimation des G-BA wird zwar wegen der damit verbundenen â€œMachtfÃ¼lleâ€� vonseiten der Rechtswissenschaft infrage gestellt. Ordnet man jedoch den G-BA systematisch in die bisher verfassungsrechtlich nicht infrage gestellten Strukturen des deutschen GKV-Systems ein, dann ergibt sich seine verfassungsrechtliche Legitimation aus der gesetzlichen Einzelbeauftragung insbesondere fÃ¼r LeistungseinschrÃ¤nkungen und aus seiner Struktur als Dachorganisation derjenigen SelbstverwaltungskÃ¶rperschaften, die fÃ¼r ihren jeweiligen Bereich die Versorgung und deren VergÃ¼tung ebenfalls normativ kollektivvertraglich zu regeln haben.
LÃ¼nenbÃ¼rger, Simone, Das Humanplasma-Urteil des EuGH vom 9.12.2010: Â§ 10 TFG und pauschalierte AufwandsentschÃ¤digungen fÃ¼r Blutspenden â€“ quo vadis?, GESR 2011, 594-598
BAG v. 24.3.2011 - 6 AZR 796/09, RÃ¼ckwirkung des BAT-KF bei kirchlichen ArbeitsverhÃ¤ltnissen, GESR 2011, 598-599
OLG KÃ¶ln v. 8.12.2010 - 5 U 88/10, Darlegungslast bei HygienemÃ¤ngeln â€“ hypothetische Einwilligung durch Betreuer, GESR 2011, 600-601
OLG KÃ¶ln v. 2.2.2011 - 5 U 15/09, Behandlungsalternativen bei FrÃ¼hgeburtlichkeit, GESR 2011, 601-604
OLG KÃ¶ln v. 18.4.2011 - 5 U 21/11, Schmerzensgeld wegen Abbruch einer ungewollten Schwangerschaft, GESR 2011, 605-606
OLG KÃ¶ln v. 25.5.2011 - 5 W 18/11, Befangenheit eines SachverstÃ¤ndigen â€“ Akademisches Lehrkrankenhaus IV, GESR 2011, 606
OLG SaarbrÃ¼cken v. 26.5.2011 - 8 U 519/09, Verwendung einer EntschÃ¤digung fÃ¼r Geburtsschaden durch die Eltern, GESR 2011, 606-612
BGH v. 7.7.2011 - 5 StR 561/10, Zwischenfall bei Ã¤sthetischer Operation, GESR 2011, 612-616
BGH v. 14.7.2011 - III ZB 70/10, UndurchfÃ¼hrbarkeit einer Schiedsabrede, GESR 2011, 625
KG v. 5.5.2011 - 20 U 251/10, Gerichtsstand fÃ¼r Forderungen gegen auslÃ¤ndische Krankenhauspatienten, GESR 2011, 625-628
VGH Bayern v. 27.4.2011 - 7 BV 09.2179, RundfunkgebÃ¼hrenpflicht in KrankenhÃ¤usern, GESR 2011, 628
OLG SaarbrÃ¼cken v. 3.8.2011 - 1 U 316/10-89, Produkthaftung fÃ¼r Sonderanfertigungen (hier: MarknÃ¤gel), GESR 2011, 631-635
BFH v. 8.6.2011 - XI R 22/09, Umsatzsteuer auf â€œbetreutes Wohnenâ€�?, GESR 2011, 635
OLG KÃ¶ln v. 23.2.2011 - 6 W 2/11, Zur UnzulÃ¤ssigkeit von WerbemaÃŸnahmen gem. Â§ 7 HWG â€“ Dental-Scanner, GESR 2011, 635-636
Welke, Wanja A., Frister/Lindemann/Peters, Arztstrafrecht, MÃ¼nchen (Verlag C. H. Beck) 2011, 1. Aufl., 415 S., 54,00 â‚¬, GESR 2011, 637
Steinhilper, Gernot, Diederich, KriminalitÃ¤t im Gesundheitswesen. Das PhÃ¤nomen â€œWeiÃŸe-Kittel-KriminalitÃ¤tâ€�, Schriftenreihe der DGfK, Bd. 2, Stuttgart (Richard Boorberg Verlag) 2011, 110 S., 26,00 â‚¬, GESR 2011, 637-638
Koyuncu, Adem, Voit (Hrsg.), StrukturverÃ¤nderungen und GestaltungsspielrÃ¤ume im Arzneimittelvertrieb. Schriftenreihe: Marburger Schriften zum Gesundheitswesen, Bd. 11., Baden-Baden (Nomos Verlag) 2009, 187 S., 44,00 â‚¬, GESR 2011, 638
Rehborn, Martin, Sebastian KÃ¶bler, Die Beteiligung Berufsfremder an Arztpraxen, Apotheken und anderen Heilberufsunternehmen. Fremdbesitz â€“ Fremdbetrieb â€“ Fremdnutzung, Berlin (Verlag Duncker & Humblot) 2011, 372 S., 74 â‚¬, GESR 2011, 638-639
Kellner, Dominik, Steffen/Pauge, Arzthaftungsrecht, Neue Entwicklungen der BGH-Rechtsprechung, 11. Aufl., KÃ¶ln (RWS Verlag) 2010, 325 S., 49,00 â‚¬, GESR 2011, 639-640