Source: https://www.haufe.de/thema/staatsanwaltschaft/pc/?page=12
Timestamp: 2020-08-11 12:04:22
Document Index: 287008717

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 1', '§ 23', '§ 24', '§ 406', '§ 406', '§ 400', '§ 400', '§ 400', '§ 406', '§ 371', '§ 371', '§ 116', '§ 8', '§ 13', '§ 7', 'Art. 97', '§ 68', '§ 4', '§ 17', '§ 72', '§ 198', '§ 198', '§ 78', '§ 35', '§ 78', '§ 78', '§ 28', '§ 28', '§ 68', '§ 141', '§ 46', '§ 68', '§ 68', '§ 73', '§ 73', '§ 68', '§ 72', '§ 73', '§ 68', '§ 71', '§ 68', '§ 68', '§ 68', '§ 139', '§ 68', '§ 68', '§ 68', '§ 35', '§ 68', '§ 68', '§ 154', '§ 146', '§ 265', '§ 316', '§ 56', '§ 33', '§ 56', '§ 33', '§ 626', '§ 39', '§ 39', '§ 39', '§ 7', '§ 39', '§ 69']

Jung, AsylbLG § 1 Leistungsberechtigte / 2.1.3 Aufenthaltserlaubnis wegen Krieges (Abs. 1 Nr. 3)
Rz. 22 Der Tatbestand des § 1 Abs. 1 Nr. 3 knüpft an die Gewährung von Aufenthaltstiteln nach § 23 Abs. 1 AufenthG (Aufenthaltsgewährung durch die obersten Landesbehörden), § 24 AufenthG (Aufenthaltsgewährung zum vorübergehenden Schutz). Aktuell hat die Vorschrift besondere Relevanz durch den Anfang 2011 in Syrien ausgebrochenen Krieg, dessen Ende noch nicht absehbar ist (St...mehr
FF 5/2018, Fake News? – Zum Umgang mit der Wahrheit im G ... / 1. Sanktionen
Der Gesetzgeber der Novelle 1933 hat bewusst davon abgesehen, für die Verletzung der Wahrheitspflicht durch falschen Prozessvortrag Sanktionen anzudrohen. Dass der ertappte Lügner seine Glaubwürdigkeit einbüßt und vom Gericht als unwahr erkanntes Vorbringen bei der Beweiswürdigung außer Betracht bleibt, ist verdiente Konsequenz seines Verhaltens, aber keine echte Sanktion. Un...mehr
Kohlmann, Steuerstrafrecht, AO § 406 Mitwirkung der Fina ... / I. Strafbefehlsverfahren (§ 406 Abs. 1 AO)
Rz. 3 Die FinB kann gem. § 400 AO selbständig – ohne Einschaltung der StA – in "geeigneten Fällen" (s. § 400 Rdnr. 53 ff.) bei Gericht den Antrag auf Erlass eines Strafbefehls stellen (s. die Erl. zu § 400). Durch § 406 Abs. 1 AO werden die staatsanwaltschaftlichen Befugnisse in begrenztem Umfang auf das Strafbefehlsverfahren erstreckt. Die Begrenzung ist darin zu sehen, da...mehr
Kohlmann, Steuerstrafrecht, AO § 371 Selbstanzeige bei S ... / f) Person des Entdeckers
Rz. 655 Über die Person des Entdeckers macht § 371 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 AO keine Angaben. Dementsprechend kommen nach hM als taugliche Tatentdecker nicht nur Amtsträger einer Behörde (zB FinB, Steuer- oder Zollfahndung, StA, Polizei oder die in § 116 AO genannten anzeigepflichtigen Stellen), sondern auch Dritte (Privatpersonen) in Betracht. Erforderlich ist jedoch, dass bere...mehr
FF 5/2018, Die Richterschaft in der Familiengerichtsbarkeit / zu IV. Fortbildungsverpflichtung
Lediglich drei Bundesländer haben eine gesetzliche Fortbildungsverpflichtung in ihr Landesrichtergesetz aufgenommen: Baden-Württemberg (vgl. § 8a LRiStaG), Nordrhein-Westfalen (§ 13 LRiStaG) und Sachsen-Anhalt (vgl. § 7 LRiG). Hier besteht also ebenfalls dringender Handlungsbedarf. Die verfassungsrechtlich verbürgte richterliche Unabhängigkeit (Art. 97 GG) stünde einer solch...mehr
Jung, SGB XII § 68 Umfang der Leistungen / 2.3 Zusammenarbeit der Träger
Rz. 7 Abs. 4 konkretisiert §§ 4, 5 und geht § 17 Abs. 3 SGB I vor (Linhart/Adolph/Gröschel-Gundermann, BSHG, Stand April 2004, § 72 Rz. 20). "Sonst beteiligte Stellen" im Sinne der Vorschrift sind neben Sozialversicherungsträgern und Wohlfahrtsverbänden insbesondere die Gesundheits- und Jugendämter der Kommunen, die Polizei und die Justiz einschließlich der Staatsanwaltschaf...mehr
Entschädigung bei überlangen Gerichtsverfahren / 3.2 Immaterielle Nachteile
Darüber hinaus trifft das Gesetz eine pauschale Regelung für Schäden, die nicht materieller Natur sind, z. B. Rufschädigung usw. Ein solcher immaterieller Schaden wird vermutet, wenn die Tatbestandsvoraussetzungen, also eine überlange Verfahrensdauer, die gerügt wurde, gegeben sind. Nach § 198 Abs. 2 Satz 3 GVG beträgt die Entschädigung für nicht vermögensmäßige Schäden 1.20...mehr
Entschädigung bei überlangen Gerichtsverfahren / 2.1 Anwendungsbereich
Die zentrale Bestimmung ist § 198 GVG, der die Voraussetzungen normiert, unter denen ein Betroffener wegen eines überlangen Verfahrens Ansprüche geltend machen kann. Eine Entschädigung kommt grundsätzlich in Betracht wegen überlanger Gerichtsverfahren, wegen überlanger Strafverfahren; hier ist Normadressat vor allem die Staatsanwaltschaft, aber in Steuerstrafverfahren auch die ...mehr
Entschädigung bei überlangen Gerichtsverfahren / 4 Zuständigkeit
Wer Anspruchsgegner im Verfahren wegen der Entschädigung ist, bestimmt sich nach dem Gericht, vor dem die Verzögerung eingetreten ist. Bei Gerichten eines Bundeslandes ist es das Land, bei Bundesgerichten der Bund. Bei Staatsanwaltschaften und Finanzbehörden gilt dies entsprechend. Nach dem Antragsgegner ergibt sich auch das zuständige Gericht für die Erhebung der Klage. Bei ...mehr
Jansen, SGB X § 78 Zweckbindung und Geheimhaltungspflich ... / 2.5.1 Weiterübermittlung gerichtlicher Entscheidungen durch Gerichte oder Staatsanwaltschaften (Abs. 1 Satz 4)
Rz. 19 Nach Abs. 1 Satz 4 dürfen Gerichte oder Staatsanwaltschaften Sozialdaten weiterübermitteln, die Eingang in gerichtliche Entscheidungen gefunden haben, wenn dies eine Stelle nach § 35 SGB I auch dürfte. Die Gerichte und Staatsanwaltschaften müssen also vor einer Weiterübermittlung von Sozialdaten in Gerichtsentscheidungen prüfen, ob die Übermittlungsvoraussetzungen der...mehr
Jansen, SGB X § 78 Zweckbindung und Geheimhaltungspflich ... / 2.5.3 Verarbeitung und Nutzung für Zwecke der Gefahrenabwehr, Strafverfolgung und Strafvollstreckung (Abs. 1 Satz 6)
Rz. 22 Nach Abs. 1 Satz 6 dürfen Polizeibehörden, Staatsanwaltschaften, Gerichte oder Behörden der Gefahrenabwehr die ihnen übermittelten Sozialdaten auch losgelöst vom Übermittlungszweck speichern, verändern, nutzen, übermitteln, in der Verarbeitung beschränken oder löschen. Maßgeblich ist nur, dass dies für Zwecke der Gefahrenabwehr, der Strafverfolgung und der Strafvollst...mehr
Jansen, SGB X § 78 Zweckbindung und Geheimhaltungspflich ... / 2.5.5 Wissenschaftliche Forschung (Abs. 4)
Rz. 24 Sozialdaten, die befugt zur Durchführung eines Strafverfahrens oder eines Bußgeldverfahrens an Gerichte oder Staatsanwaltschaften übermittelt worden sind, dürfen nach Abs. 4 unter bestimmten Voraussetzungen für Zwecke der wissenschaftlichen Forschung gespeichert, verändert, genutzt, übermittelt, in der Verarbeitung beschränkt oder gelöscht werden. Insbesondere müssen ...mehr
AGS 4/2018, Anhörung gem. § 28 Abs. 1 IRG / 1 Sacherhalt
Der Senat hatte auf ein Strafverfolgungsersuchen der italienischen Behörden mit Beschl. v. 20.11.2017 die Auslieferungshaft gegen den Verfolgten angeordnet. Der Auslieferungshaftbefehl sowie der Europäische Haftbefehl der Staatsanwaltschaft wurden dem Verfolgten in Anwesenheit des Antragstellers am 4.12.2017 verkündet und der Verfolgte gem. § 28 IRG angehört. Mit Beschl. v. ...mehr
Rz. 334 Für die Kenntnis vom Schaden und der Person des Ersatzpflichtigen reicht es im Allgemeinen aus, wenn der Geschädigte auf der Grundlage der ihm bekannten Tatsachen zumindest eine aussichtsreiche, wenn auch nicht risikolose Feststellungsklage erheben kann. Rz. 335 Tatsachenkenntnis ist differenziert zu betrachten:mehr
Jansen, SGB X § 68 Übermittlung für Aufgaben der Polizei ... / 2.1.1.4 Staatsanwaltschaften
Rz. 8 Empfangsberechtigt nach Abs. 1 sind nur "echte" Staatsanwaltschaften (§§ 141, 142 GVG), nicht diesen partiell gleichgestellte Verwaltungsbehörden, auch wenn diese mit der Durchführung des Ordnungswidrigkeitengesetzes im Bußgeldverfahren die gleichen Rechte und Pflichten wie die Staatsanwaltschaften haben (§ 46 Abs. 2 OWiG). Die gesetzliche Aufgabenerfüllung von Staatsan...mehr
Jansen, SGB X § 68 Übermittlung für Aufgaben der Polizeibehörden, der Staatsanwaltschaften, Gerichte und der Behörden der Gefahrenabwehr
0 Rechtsentwicklung Rz. 1 Die Vorschrift ist mit der Einfügung des SGB X v. 18.1.1980 in das Sozialgesetzbuch (BGBl. I S. 1469) zum 1.1.1981 in Kraft getreten. Umfassend überarbeitet wurde sie durch das Zweite SGB-ÄndG v. 13.6.1994 (BGBl. I S. 1229). Die bis zum 30.6.1994 geltende Übermittlungsbefugnis gegenüber allen Behörden im Rahmen der Amtshilfe wurde reduziert auf besti...mehr
Jansen, SGB X § 68 Übermittlung für Aufgaben der Polizei ... / 2.1 Übermittlung für Aufgaben der Polizeibehörden, Staatsanwaltschaften, Gerichte und Behörden der Gefahrenabwehr (Abs. 1)
Rz. 3 Abs. 1 bindet die Befugnis zur Datenübermittlung an die Aufgaben bestimmter öffentlicher Stellen. Anmerkung: Bis zum 31.12.2012 gehörten auch öffentliche Stellen, sofern diese öffentlich-rechtliche Ansprüche von mindestens 600,00 EUR durchsetzten, zum Empfängerkreis. Seit dem 1.1.2013 findet sich die Übermittlungsgrundlage zur Durchsetzung öffentlich-rechtlicher Ansprüc...mehr
Jansen, SGB X § 73 Übermittlung für die Durchführung ein ... / 2 Rechtspraxis
Rz. 3 § 73 findet ausschließlich im Rahmen der Durchführung eines Strafverfahrens, also zur Strafverfolgung Anwendung, nicht dagegen – im Gegensatz zu § 68 oder § 72 – im Rahmen der vorbeugenden Gefahrenabwehr. Auch die Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten rechtfertigt keine Datenübermittlung nach § 73. Hier bleiben § 68 und ggf. § 71 Abs. 1 Nr. 6 zu prüfen. Unter den Oberbegr...mehr
Jansen, SGB X § 68 Übermittlung für Aufgaben der Polizei ... / 2.1.1 Empfänger
Rz. 4 Der Empfängerkreis ist abschließend aufgelistet mit Polizeibehörden, Staatsanwaltschaften und Gerichten, Behörden der Gefahrenabwehr sowie Justizvollzugsanstalten. Nur diesen Stellen dürfen die in Abs. 1 genau bestimmten Sozialdaten übermittelt werden, wenn dies für ihre Aufgabenerfüllung erforderlich ist. Eine solche Aufgabe muss sich aus einem Gesetz oder einer Ermäch...mehr
Jansen, SGB X § 68 Übermittlung für Aufgaben der Polizei ... / 2.1.1.1 Polizeibehörden
Rz. 5 Polizeibehörden sind alle Behörden, die formell als solche auftreten (formeller Polizeibegriff). Beispielhaft erwähnt seien hier die Sicherheits- und Ordnungspolizeibehörden, z. B. die Wasserschutz- oder die Verkehrspolizei sowie die Bundespolizei und die Kriminalpolizei.mehr
Jansen, SGB X § 68 Übermittlung für Aufgaben der Polizei ... / 2.1.1.5 Justizvollzugsanstalten
Rz. 9 Hierbei handelt es sich um Einrichtungen zum Vollzug von Freiheitsstrafen, die in § 139 StVollzG genannt sind. Ihre Aufgaben ergeben sich aus dem Strafvollzugsgesetz.mehr
Jansen, SGB X § 68 Übermittlung für Aufgaben der Polizei ... / 2.1.3 Einzelfall
Rz. 12 Die Übermittlung setzt ein Ersuchen im Einzelfall durch die empfangsberechtigte öffentliche Stelle voraus. Die sog. Rasterfahndung ist nur unter den Voraussetzungen des Abs. 3 zulässig.mehr
Jansen, SGB X § 68 Übermittlung für Aufgaben der Polizei ... / 2.1.4 Schutzwürdige Interessen der betroffenen Person
Rz. 13 Es darf kein Grund zu der Annahme bestehen, dass schutzwürdigen Interessen der betroffenen Person durch die Datenübermittlung beeinträchtigt werden. Es ist nicht erforderlich, dass die schutzwürdigen Interessen der betroffenen Person das öffentliche Interesse überwiegen. Der Begriff der Interessen umfasst sowohl ideelle als auch wirtschaftliche Güter. Er betrifft Recht...mehr
Jansen, SGB X § 68 Übermittlung für Aufgaben der Polizei ... / 2.1.5 Beschaffung der Daten auf andere Art und Weise
Rz. 14 Weiterhin hat sich nach Abs. 1 Satz 2 die ersuchende Stelle zunächst zu bemühen, die von ihr benötigten Daten auf andere Weise zu beschaffen, d. h. woanders als bei der Stelle nach § 35 Abs. 1 SGB I. Der Gesetzgeber wollte insbesondere vermeiden, dass die Sozialleistungsträger zu "Ersatzmeldebehörden" werden, wenn es um die Ermittlung einer aktuellen Adresse geht. Die ...mehr
Jansen, SGB X § 68 Übermittlung für Aufgaben der Polizei ... / 2.1.1.2 Behörden der Gefahrenabwehr
Rz. 6 Welche Stellen als Behörde der Gefahrenabwehr anzusehen sind, richtet sich nach den jeweiligen Gesetzen der Länder, z. B. dem Allgemeinen Sicherheits- und Ordnungsgesetz in Berlin (ASOG Bln.). Bei all den vorgenannten Stellen muss es sich um deutsche Behörden handeln. Generell als Behörden der Gefahrenabwehr kommen die Feuerwehr, Bauaufsichts- oder Gewerbeaufsichtsbehör...mehr
Jansen, SGB X § 68 Übermittlung für Aufgaben der Polizei ... / 2.1.2 Übermittlungsumfang
Rz. 10 Der Umfang der zulässig zu übermittelnden Daten ist abschließend aufgezählt. Es soll sich um nicht mehr als Grundinformationen für die ersuchende Stelle handeln. Der Umfang wurde in den letzten Jahren mehrfach erweitert und konkretisiert. Übermittelt werden dürfen nur Name, Vorname, Geburtsdatum und -ort, derzeitige Anschrift der betroffenen Person, ihr derzeitiger od...mehr
AGS 3/2018, Nachtragsanklage als neue Angelegenheit / 2 Aus den Gründen
Die Beschwerde ist zulässig und begründet. Dem Verteidiger stehen auch die für die Nachtragsanklage geltend gemachten Gebühren zu. Ob dem Verteidiger im Falle der Erhebung einer Nachtragsanklage und deren Einbeziehung in ein laufendes Verfahren dafür eigene Gebühren verlangen kann, hängt davon ab, ob es sich bei der Nachtragsanklage um einen selbstständigen Rechtsfall i.S.d. ...mehr
AGS 3/2018, Nachtragsanklage als neue Angelegenheit / 1 Sachverhalt
Das LG hatte den früheren Angeklagten wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von vier Jahren und sechs Monaten verurteilt. Ihm war Rechtsanwalt B. als Pflichtverteidiger beigeordnet worden. In dem Verfahren hatte die Staatsanwaltschaft unter dem 5.8.2009 Anklage wegen sexuellen Missbrauchs in 33 Fällen in der Zeit von 1991 bis Anfang 2005 erhob...mehr
AGS 3/2018, Mitwirkung des Verteidigers an Verfahrensein ... / 1 Sachverhalt
Nachdem bereits ein Hauptverhandlungstermin stattgefunden hatte, wurde die Hauptverhandlung ausgesetzt, um weitere umfangreiche polizeiliche Nachermittlungen durchzuführen. Nach deren Abschluss beantragte die Staatsanwaltschaft die Einstellung des Verfahrens gem. § 154 StPO. Dieser Antrag wurde dem Pflichtverteidiger formlos übermittelt mit der Verfügung: Hinweis "Gelegenheit...mehr
zfs 3/2018, Was ist Schrittgeschwindigkeit? / 3. Rechtsprechungsbeispiele im Verkehrsordnungswidrigkeitenrecht
zfs 3/2018, Entziehung der Fahrerlaubnis; Nichtbeibringu ... / 1 Aus den Gründen:
" … Mit dem angefochtenen Beschluss hat das VG (Freiburg, Beschl. v. 9.8.2017 – 4 K 4224/17) die aufschiebende Wirkung des Widerspruchs des ASt. gegen die sofort vollziehbar erklärte Entziehung seiner Fahrerlaubnis durch Verfügung der AG vom 3.5.2017 wiederhergestellt. Die in der Beschwerdebegründung dargelegten Gründe, auf deren Prüfung das BG nach § 146 Abs. 4 S. 6 VwGO be...mehr
Verspäteter Schriftsatz? Gericht muss Zweifeln an der Richtigkeit des Eingangsstempels nachgehen
Fehlerhafter Eingangsstempel? Zu einer geordneten Rechtspflege gehören (leider) auch Fristen, die es einzuhalten gilt, will man Rechtsnachteile vermeiden. Doch wie ist die Rechtslage, wenn der Rechtsuchende seinen Schriftsatz pünktlich bei Gericht eingereicht hat, doch der gerichtliche Eingangsstempel ein späteres Datum und damit eine Fristversäumung attestiert? Hier zeigt si...mehr
zfs 2/2018, Beweisverwertungsverbot bei freiwilliger Mit ... / Sachverhalt
Das AG hatte den Angeklagten wegen fahrlässigen Fahrens unter Einwirkung berauschender Mittel zu einer Geldbuße verurteilt und gegen ihn ein Fahrverbot von einem Monat verhängt. Auf die dagegen eingelegte Berufung der Staatsanwaltschaft hat das LG den Angeklagten unter Aufhebung des amtsgerichtlichen Urteils wegen vorsätzlicher Trunkenheit im Verkehr zu einer Geldstrafe veru...mehr
AGS 2/2018, Dokumentenpauschale bei Anfertigung von Ausd ... / 1 Sachverhalt
Rechtsanwalt H war dem Angeklagten als Pflichtverteidiger beigeordnet. Nach Abschluss des Verfahrens beantragte er, seine Gebühren und Auslagen festzusetzen, darunter eine Dokumentenpauschale Nr. 7000 Nr. 1 VV i.H.v. 4.288,15 EUR für 28.471 Kopien (betreffend Ausdrucke aus der Ermittlungsakte für ihn selbst) sowie eine weitere Dokumentenpauschale Nr. 7000 Nr. 1 VV i.H.v. 4.2...mehr
zfs 2/2018, Beweisverwertungsverbot bei freiwilliger Mit ... / 2 Aus den Gründen:
" … II. 1. Die vom Angeklagten zulässig erhobene Verfahrensrüge eines Verstoßes gegen § 265 Abs. 1 StPO ist begründet." Der Verfahrensrüge liegt folgendes Verfahrensgeschehen zugrunde: a) Mit Strafbefehl des AG Bückeburg vom 23.6.2016 ist dem Angeklagten eine fahrlässige Trunkenheit im Verkehr infolge Genusses berauschender Mittel (Cannabinoide) gem. § 316 Abs. 2 StGB zur Last...mehr
AGS 2/2018, Dokumentenpauschale bei Anfertigung von Ausd ... / 2 Aus den Gründen
Zur Entscheidung ist der Senat berufen, nachdem ihm der Einzelrichter die Rechtssache wegen grundsätzlicher Bedeutung übertragen hat (§ 56 Abs. 2 S. 1 i.V.m. § 33 Abs. 8 S. 2 RVG). Die Beschwerde (§ 56 Abs. 2 S. 1, 2. Alt. i.V.m. § 33 Abs. 3 S. 1 u. 3 RVG) ist zulässig, weil der Beschwerdewert von 200,00 EUR überschritten ist und die zweiwöchige Einlegungsfrist gewahrt ist. Di...mehr
Verdachtskündigung: Voraussetzungen / 1.5 Außerordentliche Verdachtskündigung
Die Verdachtskündigung ist je nach Schwere der Verdachtstat als ordentliche und als außerordentliche Kündigung denkbar. Bei der außerordentlichen Kündigung hat der Arbeitgeber die Einhaltung der 2-Wochen-Frist gem. § 626 Abs. 2 BGB zu beachten. Diese Ausschlussfrist beginnt mit dem Zeitpunkt, in dem der Kündigungsberechtigte von den für die Kündigung maßgebenden Tatsachen Ken...mehr
Verdachtskündigung: Voraussetzungen / 1.4 Ausschöpfung aller zumutbaren Aufklärungsmaßnahmen und Anhörung des Arbeitnehmers
Da bei einer Verdachtskündigung niemals die Gefahr zu vermeiden ist, dass sie einen Unschuldigen trifft, muss der Arbeitgeber vor Ausspruch der Kündigung besonders sorgfältig alles ihm Zumutbare zur Aufklärung des Sachverhalts tun. So muss er auch Entlastungstatsachen prüfen, z. B. auch ob nicht andere Täter in Betracht kommen. Dabei wird bei der Verdachtskündigung im Gegensa...mehr
§ 39 Strafrecht / 2. Muster: Anzeige der Mandatsannahme gegenüber der Staatsanwaltschaft
Rz. 69 Der Verteidiger zeigt zunächst unter Beifügung einer auf ihn lautenden Vollmacht der Staatsanwaltschaft schriftlich an, dass er die Verteidigung von Herrn A übernommen hat. Das Aktenzeichen der Staatsanwaltschaft ist dem Schreiben – soweit bekannt – voranzustellen, damit es dem zuständigen Sachbearbeiter bei der Staatsanwaltschaft zügig zugeordnet werden kann. Mit der...mehr
§ 39 Strafrecht / 2. Einstellungsmöglichkeiten der Staatsanwaltschaft vor Klageerhebung
a) Typischer Sachverhalt Rz. 91 In der Ehe zwischen Herrn A und Frau A gibt es seit längerem Probleme. Eines Abends kam Herr A früher nach Hause und sah das Fahrrad von Herrn B vor der Haustür. Das ganze Haus mit Ausnahme des Schlafzimmers war dunkel. Es war offensichtlich, dass Herr B bei Frau A nächtigte. Herr A war außer sich über diesen Vertrauensbruch seiner Ehefrau. Übe...mehr
§ 39 Strafrecht / b) Wahl des örtlich zuständigen Gerichts durch die Staatsanwaltschaft
Rz. 253 Nicht selten kommt es vor, dass die Wahl des Gerichts, vor dem die Staatsanwaltschaft Anklage erhebt, der Verteidigung nicht ins Konzept passt. Dieses Wahlrecht liegt nicht so sehr in den verschiedenen Anknüpfungspunkten der örtlichen Zuständigkeit nach den §§ 7 ff. StPO begründet, sondern vielmehr in der Stellung der Staatsanwaltschaft als Herrin des Ermittlungsverf...mehr
§ 39 Strafrecht / dd) Abhilfe und Weiterleitung an das Gericht
Rz. 469 Nach Eingang des Einspruchs und Feststellung der Zulässigkeit durch die Verwaltungsbehörde überprüft diese gem. § 69 OWiG in einem als Abhilfeverfahren ausgestalteten Zwischenschritt nochmals selbstständig die Recht- oder Zweckmäßigkeit des Bußgeldbescheids und entscheidet, ob sie weitere Ermittlungen aufnimmt, dem Einspruch abhilft, das Bußgeldverfahren einstellt od...mehr