Source: http://www.securityausbildung.net/bewaffnete-security/
Timestamp: 2017-06-22 13:59:47
Document Index: 149779815

Matched Legal Cases: ['§ 34', '§ 10', '§ 10', '§ 4', '§ 2', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 28', '§ 19']

Bewaffnete Security | Security Ausbildung
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9. Januar 201220. März 2017
Was Sie über den Erwerb, Besitz und das Führen von Schusswaffen und Munition< wissen sollten.
Security-Unternehmen (§ 34a GewO) brauchen für bestimmte Tätigkeiten, die den Erwerb, den Besitz und das Führen von Schusswaffen einschließen, eine waffenrechtliche Erlaubnis (Waffenbesitzkarte) nach § 10 Abs. 1 WaffG. Jeder Security-Mitarbeiter muss, soweit er im Rahmen seines konkreten Auftrages zum Führen einer Schusswaffe verpflichtet ist, im Besitz eines Waffenscheins nach § 10 Abs. 4 WaffG sein.
Grundsätzlich sollte das Security-Unternehmen für seine betreffenden Mitarbeiter den Antrag auf Erteilung eines Waffenscheins bei der zuständigen Polizeibehörde stellen.
Nach § 4 WaffG setzt die Erteilung einer waffenrechtlichen Erlaubnis u.a. folgendes voraus:
Der Mitarbeiter muss
das 18. Lebensjahr vollendet hat (§ 2 Abs. 1 WaffG),
die erforderliche Zuverlässigkeit (§ 5 WaffG) und persönliche
Eignung (§ 6 WaffG) besitzt,
die erforderliche Sachkunde nachgewiesen hat (§ 7 WaffG) und
dass der Arbeitgeber
ein Bedürfnis nachgewiesen hat (§ 8 WaffG) sowie
bei der Beantragung eines Waffenscheins oder einer
Schießerlaubnis eine Versicherung gegen Haftpflicht
in Höhe von 1 Million Euro – pauschal für Personen- und
Sachschäden – nachweist.
Laut § 28 WaffG wird ein Bedürfnis zum Erwerb, Besitz und Führen von Schusswaffen bei einem Security-Unternehmer anerkannt, wenn er glaubhaft macht, dass Bewachungsaufträge wahrgenommen werden oder werden sollen, die aus Gründen der Sicherung einer gefährdeten Person im Sinne des § 19 WaffG oder eines gefährdeten Objektes Schusswaffen erfordern. Gleiches gilt entsprechend für Wachdienste als Teil wirtschaftlicher Unternehmungen oder für Geld- und Werttransporte. Ein glaubhaft gemachtes Bedürfnis umfasst auch den Erwerb und Besitz der für die dort genannten Schusswaffen bestimmten Munition.
Mitarbeiter, die auf Grund ihres Arbeitsverhältnisses Schusswaffen des Erlaubnisinhabers (Arbeitgeber) nach dessen Weisung besitzen oder führen sollen, sind der zuständigen Polizeibehörde zur Überprüfung der Zuverlässigkeit, persönlichen Eignung sowie Vorliegen der Sachkunde zu benennen. Die Waffensachkundeprüfung kann entweder bei der Polizeibehörde oder bei einem behördlich anerkannten Bildungsträger abgelegt werden. Die in Berlin anerkannten Bildungsträger, die auf die Sachkundeprüfung vorbereiten und diese auch abnehmen sowie eine Auswahl von Literatur zur Vorbereitung auf die Sachkundeprüfung sind im Downloadbereich hinterlegt.
Der Erwerb von Schusswaffen oder Munition sowie die Überlassung an Security-Mitarbeiter darf erst nach Ausstellung und Aushändigung der waffenrechtlichen Erlaubnisse durch die Waffenbehörde erfolgen.
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