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Timestamp: 2017-01-23 06:41:06
Document Index: 10201836

Matched Legal Cases: ['§ 264', '§ 267', '§ 266', '§ 264', '§ 272', '§ 272', '§ 181', '§ 317', '§ 328']

MIDAS Mittelstandsfonds Nr. 5 GmbH & Co. KG:Bilanz eines S&K Überbleibsels | Diebewertung
HomeGrauer Kapitalmarkt MIDAS Mittelstandsfonds Nr. 5 GmbH & Co. KG:Bilanz eines S&K Überbleibsels
in: Grauer Kapitalmarkt
Auch hierbei handelt es sich um eine Beteiligung, die eng mit dem Namen S&K verbunden ist. S&K hatten die Fonds damals übernommen, daraus für sich Liquidität gewonnen, um den Vertrieb weiter aufbauen zu können.
MIDAS Mittelstandsfonds Nr. 5 GmbH & Co. KG
A. Wirtschaftliches Umfeld
Die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen weltweit und in Deutschland entwickelten sich phasengleich jedoch mit unterschiedlichen Wachstumsraten. Während im ersten Halbjahr nur moderate Zuwächse zu verzeichnen waren, zog die Konjunktur im zweiten Halbjahr deutlich an. In Deutschland erhöhte sich das Wachstum des BIP laut Bundesregierung im Jahresdurchschnitt auf 1,6 % (i.V. 0,1 %) – im Vergleich dazu wuchs die Weltwirtschaft um 3,4 %.
Im Vorjahr ist das Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) in Kraft getreten, und damit stellen sich seitdem für die meisten geschlossenen Beteiligungsmodelle die rechtlichen Rahmenbedingungen (Regulierung) völlig neu dar. Diese haben sich jedoch inzwischen durch wirtschaftliche und strukturelle Anpassungen darauf eingestellt.
Als weitere Folge erhebt und veröffentlicht der bsi Bundesverband Sachwerte und Investmentvermögen e.V. seine Branchenzahlen seitdem in einer angepassten Methodik. Danach haben dessen Mitglieder im Berichtsjahr rund 10,3 Mrd. Euro in Sachwerte investiert bzw. deren Verwaltung übernommen und sich damit um 18 Prozent gesteigert. Die Mitglieder verwalten zum Stichtag 31. Dezember 2014 Sachwerte mit einem Gesamtvolumen von 160,1 Mrd. Euro.
Über die Hälfte dieses Bestands fällt in die Assetklasse Immobilien (88,58 Mrd. Euro) gefolgt von Schiffe (28,10 Mrd. Euro) und Luftfahrzeuge (7,25 Mrd. Euro). Der Anteil von Private Equity beträgt 5,54 Mrd. Euro.
Die Investitionsbereitschaft der Anleger hatte jedoch keinen wesentlichen Einfluss auf das platzierte Eigenkapital des Fonds, da der Vertrieb bereits vor einigen Jahren eingestellt wurde. Damit ist der Fonds in seiner Entwicklung abgekoppelt vom Wettbewerb.
Eine Prognose der Gesamtbranchenentwicklung trauen wir uns nicht zu.
B. Darstellung des Geschäftsverlaufs
1.) Die Platzierung des Beteiligungsangebotes wurde mit Prospektherausgabe zum 30. November 2007 eingeleitet, die aktive Vermarktung wurde im Januar 2008 aufgenommen und im Januar 2012 beendet. Es wurden bis zum Jahresende 2012 rund 7 Millionen Euro platziert.
2.) Die Planung der Gesellschaft sah vor, dass Emissionskapital in Höhe von 20 Millionen Euro in 2009 platziert sein wird und auch die ersten Beteiligungen eingegangen werden. Die Gesellschaft ist von Beginn an verpflichtet, jede Beteiligung sowie die vereinbarten Renditen mit einer Landesgarantie oder einer vergleichbaren Bürgschaft auszustatten. Hierdurch ergeben sich allerdings verschiedene Konsequenzen für die Gesellschaft: Erstens reduziert sich das Risiko für den Anleger, dass seine Beteiligung vollständig untergeht (Totalverlust). Im Prinzip ist ein solcher Totalverlust aufgrund dieser Investitionspolitik nahezu ausgeschlossen. Zweitens verlangsamt diese Investitionspolitik gleichzeitig die Investitionsgeschwindigkeit der Gesellschaft, weil zum einen die Zahl der möglichen Investitionsobjekte kleiner wird und zum anderen der Bewilligungsprozess für Garantien und Bürgschaften den Investitionsprozess verzögert. Im Ergebnis führt diese Investitionspolitik für die Gesellschaft zu einem geringeren Risiko bei gleichzeitig allerdings auch reduzierten Renditemöglichkeiten.
3.) Die Planumsetzung ist nur teilweise gelungen.
4.) In 2011 wurde folgende Beteiligung und zu folgenden Bedingungen eingegangen:
Rauchgasentschwefelung für Seeschiffe (i.R. einer Unterbeteiligung an der MSF4 Beteiligungs GmbH)
Das Gesamtengagement ist ein Co-Investment mit anderen Gesellschaften der MIDAS-Gruppe und wurde im Folgejahr mit 50%iger Höhe wertberichtigt. Der Grund dafür ist, dass die Geschäftsführung im Oktober 2013 die Eröffnung des Insolvenzverfahrens beantragt hat. Die in 2014 erhaltene Ausgleichszahlung beträgt 125.000 Euro. Die Beteiligung ist aus den Finanzanlagen abgegangen.
5.) In 2012 wurde der Beteiligung ‚Videospielzubehör‘ ein Darlehen in Höhe von 350.000 Euro zum Aufbau eines ausreichenden Lieferbestands für einen US-amerikanischen Einzelhandelskonzern ausgezahlt. Die 100%ige Absicherung dafür erfolgt sowohl durch die Sicherungsübereignung dieses Warenlagers als auch einer selbstschuldnerischen Bürgschaft des Gesellschafter-Geschäftsführers der Darlehensnehmerin.
Da über das Vermögen der Gesellschaft seit August 2014 das Insolvenzverfahren eröffnet ist und die Werthaltigkeit der Absicherungsmaßnahmen nicht abschätzbar ist, musste dem Vorsichtsprinzip gefolgt und das Darlehen im Vorjahr vollständig abgeschrieben werden.
6.) Die Gesamtforderung gegenüber der S&K-Unternehmensgruppe in Höhe von 500.000 Euro ist bis auf einen Erinnerungswert wertberichtigt worden. Dies beinhaltet auch die Zinsansprüche aus dem Darlehen.
C. Darstellung der Lage der Gesellschaft
1.) Vermögenslage
Die Vermögenslage der Gesellschaft ist gekennzeichnet durch eine reine Eigenkapitalfinanzierung, die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 61,7 %. Die Rückstellungen werden mit 53.620 Euro und die Verbindlichkeiten mit 213.622 Euro ausgewiesen. Das Umlaufvermögen der Gesellschaft in Höhe von 698.513 Euro gliedert sich in Forderungen aus Treuhandverhältnissen mit 698.195 Euro und sonstige Vermögensgegenstände mit 318 Euro.
2.) Ertragslage
Das Geschäftsjahr endet mit einer Ergebniszuweisung an die Gesellschafter von -283.072,04 Euro (im Vorjahr -678.287,15 Euro), die sich im Wesentlichen aus Verwaltungsaufwendungen und Zinsergebnis in einer Gesamthöhe von 231.003,12 Euro zusammensetzt.Die Ertragslage der Gesellschaft ist weiterhin in erheblichem Umfang von den Geschehnissen um die S&K Unternehmensgruppe belastet sowie geprägt durch die Tatsache, dass erst eine kleine Investition in Beteiligungen vorgenommen wurde. Des Weiteren sind mögliche Ausfälle aus Investments in Zielgesellschaften durch Wertberichtigungen berücksichtigt.
Die freie Liquidität wird auf Termingeldkonten verzinslich und mündelsicher angelegt.
3.) Finanzlage
Die Gesellschaft verfügt weder über eine eigene Kasse noch über eigene Bankkonten. Sämtliche liquiden Mittel der Gesellschaft werden über das auf die Gesellschaft lautende Treuhandanderkonto bei der AURATOR Treuhand GmbH geführt und in der Bilanz als Forderungen aus Treuhandverhältnissen ausgewiesen. Zum Bilanzstichtag betrug das Guthaben 698.195 Euro (im Vorjahr 585.297 Euro). Der Treuhänder kommt seinen Pflichten aus dem Treuhandvertrag nicht nach.
D. Hinweise auf Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung
Die Platzierung des Fonds ist eingestellt, und die Gesellschaft verfügt per 30. September 2016 über einen Einzahlungsstand von 3.057.853 Euro. Dieses ist prinzipiell ausreichend, um Investitionen in Beteiligungsunternehmen vorzunehmen. Allerdings ist es nicht ausreichend, um ein Portfolio von mehreren Beteiligungen aufzubauen.
Im Sinne der Risikodiversifikation, und somit im Interesse der Anleger, hat die Geschäftsführung der Gesellschaft erst zwei kleine Investitionen vorgenommen.
In der Gesellschafterversammlung am 8. März 2012 haben die Anleger jedoch einstimmig beschlossen, dass die Gesellschaft das Liquiditätsmanagement dahingehend ändert, dass die liquiden Fondsmittel darlehensweise mit einer Verzinsung von 7,25 % p.a. der S&K Assets GmbH, Frankfurt am Main, abgesichert durch Grundpfandrechte bis 80 % des Verkehrswerts der jeweiligen Immobilie, zur Verfügung gestellt werden. Dieses wurde in einem Umfang von 500.000 Euro umgesetzt, so dass sich weitere Investitionen in Zielgesellschaften verzögern oder eventuell nicht eingegangen werden können. Anfänglich standen den Chancen aus höherer Verzinsung die Verwertungsrisiken aus der Liquiditätsanlage und die allgemeinen Investitionsrisiken ohne handelsrechtliche Auswirkungen gegenüber.
Damit kann ein wesentliches Portfoliorisiko entstanden sein.
In 2012 haben wir deswegen und aus Vorsichtsgründen die im Rahmen der Darlehensvereinbarung an die S&K Assets GmbH ausgezahlten Gelder und auch bereits aktivierte Zinsansprüche daraus komplett wertberichtigt.
Der im Gesellschaftsvertrag geregelte Liquiditätsvorbehalt schützt die Gesellschaft bis auf Weiteres vor der Zahlungsunfähigkeit. Die grundsätzliche Fortführung der Gesellschaft ist jedoch auch abhängig vom Schicksal des Darlehens. Zusammenfassend bleibt die Prognose positiv.
1.) Die Gesellschaft betreibt keine eigene Forschung und Entwicklung.
2.) Die Gesellschaft unterhält keine Zweigniederlassungen.
Köln, den 4. November 2016
MIDAS FondsVerwaltungsgesellschaft mbH
Marc-Christian Schraut Bilanz
1. Forderungen aus Treuhandverhältnissen
698.195,08
585.296,55
125.315,00
698.513,08
710.611,55
698.514,08
710.612,55
Passivseite 31.12.2014
431.271,82
530.983,67
55.207,00
213.622,26
124.421,88
2. Sonstige betriebliche Aufwendungen:
149.763,68
239.926,06
3. Betriebsergebnis
-149.763,68
-238.386,06
4. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
52.071,92
94.344,26
349.999,00
185.380,28
184.246,35
7. Finanzergebnis
-133.308,36
-439.901,09
8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit/Jahresfehlbetrag
-283.072,04
-678.287,15
9. Ergebniszuweisung der Gesellschafter
283.072,04
678.287,15
10. Bilanzverlust
der MIDAS Mittelstandsfonds Nr. 5 GmbH & Co. KG, Else-Lang-Str. 1, 50858 Köln
Der Jahresabschluss der MIDAS Mittelstandsfonds Nr. 5 GmbH & Co. KG entspricht in Ansatz und Bewertung den Bestimmungen der §§ 264 ff. HGB.
Nach den in § 267a HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine Kleinstkapitalgesellschaft. Abweichend von den Erleichterungen nach § 266 Abs. 1 HGB wenden wir für den Jahresabschluss der Gesellschaft die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften an.
Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet. Ergänzend zu den Gliederungsvorschriften des HGB werden im Jahresabschluss unserer Gesellschaft einzelne Posten weiter untergliedert bzw. Ergänzungen vorgenommen.
Die vorgegebene Gliederung des Jahresabschlusses nach HGB ist in Ausübung von ergänzenden Ausweiswahlrechten erweitert in:
In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die Posten „Betriebsergebnis“ und „Finanzergebnis“ hinzugefügt.
Da der Bilanzausweis gemäß § 264 a HGB unter Verwendung des Jahresergebnisses erfolgt, wurde die Gewinn- und Verlustrechnung um die Posten „Ergebniszuweisung der Gesellschafter“ und „Bilanzverlust“ ergänzt.
Durch den Geschäftszweig bedingte Gliederungsabweichungen von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sind nicht gegeben.
Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu den Vorschriften des Handelsgesetzbuches waren die Vorschriften des Gesellschaftsvertrages zu beachten.
Zukünftige Raten auf noch zu erbringende Einlagen werden als eingeforderte und noch nicht eingeforderte Pflichteinlage gemäß § 272 Abs. 1 HGB von dem Posten „Pflichteinlage“ abgesetzt bilanziert.
Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten vermindert um Abschreibungen angesetzt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag angesetzt und haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
Die Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.
Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
Vorgänge von besonderer Bedeutung, über die zu berichten wäre, sind nach Abschluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.
Zum Bilanzstichtag bestehen eingeforderte ausstehende Einlagen in Höhe von T€ 671 und noch nicht eingeforderte ausstehende Einlagen in Höhe von T€ 2.933, die gemäß § 272 Abs. 1 HGB von der Pflichteinlage offen abgesetzt ausgewiesen werden.
Die Finanzanlagen beinhalten eine Stille Beteiligung an einer Zielgesellschaft (Co-Investment mit anderen Gesellschaften der MIDAS-Gruppe), die zu 100% wertberichtigt worden ist und ein an eine Beteiligung gewährtes auf einen Erinnerungswert wertberichtigtes Darlehen.
Unter den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden „Forderungen aus Treuhandverhältnissen“ mit T€ 698 und „Sonstige Vermögensgegenstände“ mit T€ 1 ausgewiesen. Die Forderungen aus Treuhandverhältnissen betreffen Forderungen gegenüber dem Treuhandkommanditisten aus Einlagen der Treugeberkommanditisten.
Das Jahresergebnis wird in Höhe der im Zusammenhang mit der Übernahme der Kommanditeinlage entstandenen Provisionen den jeweiligen Kommanditisten zugeordnet. Das sich hiernach ergebende verbleibende Jahresergebnis wird auf die Gesellschafter im Verhältnis der geleisteten Kapitaleinlagen verteilt. Die MIDAS Management AG nimmt vertragsgemäß nicht an den Verlusten teil. Das Ergebnis des Geschäftsjahres führt zu einer Ergebniszuweisung an die Gesellschafter mit T€ -283, die um die Verzinsung auf die geleisteten Einlagen in Höhe von T€ 183 vermindert wird, saldiert T€ -100. Dieses Ergebnis ergibt sich aus Erträgen in Höhe von T€ 52, denen Aufwendungen ohne Verzinsung der Gesellschaftereinlagen von T€ 152 gegenüberstehen. Die Aufwendungen betreffen mit T€ 98 Verwaltungskosten, mit T€ 2 Zinsaufwendungen und Wertberichtigungen mit T€ 52.
Die MIDAS Fonds Verwaltungsgesellschaft mbH, Köln, Amtsgericht Köln unter HRB 34311, vertreten durch Herrn Marc-Christian Schraut, ist persönlich haftende Gesellschafterin ohne Kapitalbeteiligung. Das gezeichnete Kapital der Komplementärin beträgt T€ 25 (Vorjahr: T€ 25).
Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch die MIDAS Management AG, Köln, Amtsgericht Köln, HRB 35161, vertreten durch Herrn Marc-Christian Schraut, geführt. Sie ist alleinvertretungsbefugt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.
Anlage zum Anhang:
Entwicklung und Zusammenstellung des Anlagevermögens
Buchwert 31.12.2014
Ich habe dem Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2014 der MIDAS Mittelstandsfonds Nr. 5 GmbH & Co. KG, Köln den folgenden unter dem 04. November 2016 unterzeichneten uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:
„Ich habe den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der
für das zum 31. Dezember 2014 endende Geschäftsjahr geprüft. Die Buchführung und Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den sie ergänzenden Regelungen im Gesellschaftsvertrag liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von mir durchgeführten Prüfung ein Urteil über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Ich habe meine Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen meiner Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzung der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Ich bin der Auffassung, dass meine Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für meine Beurteilung bildet.
Meine Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt, jedoch ergänzt um nachfolgende Hinweise.
> Die gesetzlichen Vertreter haben den Jahresabschluss und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014 erst mit erheblicher Verspätung nach Ablauf des Folgegeschäftsjahres unterzeichnet mir vorgelegt.
> Der Treuhänder kommt seinen Pflichten nicht nach.
Ergänzend verweise ich auf die zusätzlichen Erläuterungen im Anhang und zum freiwillig erstellten Lagebericht.
Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Die Gesellschaft erstellt freiwillig einen Lagebericht. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Aus von der Gesellschaft getätigten Finanzanlagen sind die Risiken vollständig berücksichtigt. Mögliche Chancen lassen sich nicht quantifizieren.
Ein wesentlicher Vermögensposten der Gesellschaft sind die Ausleihungen an Gesellschaften der S&K-Gruppe und die daraus vereinbarten Zinsansprüche. Diese Ansprüche sind bis auf Erinnerungswerte wertberichtigt. Ob aus vertraglich zugesicherten Sicherheiten eine Befriedigung der Ansprüche erreicht werden kann, kann die Geschäftsführung nicht beurteilen. Die Ansprüche sind fällig gestellt.
Den vorstehenden Prüfungsbericht erstatte ich in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Berichterstattung bei Abschlussprüfungen (IDW PS 450).“
Eine Verwendung des oben wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts bedarf meiner vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor meiner erneuten Stellungnahme, sofern hierbei mein Bestätigungsvermerk zitiert oder auf meine Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen.
Mönchengladbach, den 04. November 2016
Dipl.-Kfm. W. Andermahr, Wirtschaftsprüfer Sonstiger Berichtsteil
gez. Marc-Christian Schraut
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