Source: https://www.zukunft-haus.info/energieberatung-planung/energieausweis/rund-um-den-energieausweis/fuer-planer-und-handwerker.html
Timestamp: 2018-10-22 19:22:20
Document Index: 278520272

Matched Legal Cases: ['§26', '§20', '§19', '§26', '§19', '§16', '§26', '§26', '§30']

Für Planer und Handwerker - Energieberatung & Planung: Zukunft Haus
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Fachinformationen zum Energieausweis
Ein Energieausweis bewertet den energetischen Zustand eines Gebäudes – von Wänden, Fenstern, Dach und Anlagentechnik. Mietern oder Käufern hilft er, den Energiebedarf oder -verbrauch verschiedener Gebäude miteinander zu vergleichen. Wichtige Informationen zum Energieausweis werden hier detailliert erläutert.
Die Regelungen zum Energieausweis sind in der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2014 festgelegt. Die Regelungen der EnEV 2009 zum Energieausweis gelten grundsätzlich auch weiterhin. Änderungen der EnEV 2014 dienen hauptsächlich der Verdeutlichung bestehender Anforderungen oder Regelungen.
Neue Regelungen der EnEV 2014 zum Energieausweis
Energieeffizienzklassen im Energieausweis für Wohngebäude:
Der Bandtacho ist in Energieeffizienzklassen von A+ bis H eingeteilt. Die Energieeffizienzklassen ergeben sich aus dem Endenergieverbrauch oder dem Endenergiebedarf. Zudem wird der Bandtacho im Energieausweis für Wohngebäude neu skaliert. Der rote Bereich beginnt seit der Umsetzung der EnEV 2014 bei ca. 250 kWh/(m²a). Zuvor lag dieser bei über 400 kWh/(m²a).
Übergabe des Energieausweises:
Nach Fertigstellung eines neu errichteten Gebäudes muss dem Eigentümer unverzüglich ein Energieausweis ausgestellt und übergeben werden. Dies gilt entsprechend für sanierte Gebäude, bei denen energetische Berechnungen des Jahres-Primärenergiebedarfs durchgeführt worden sind.
Einem potenziellen Käufer oder Mieter ist der Energieausweis oder eine Kopie spätestens bei der Besichtigung vorzulegen und nach Abschluss des Kauf-bzw. Mietvertrags zu übergeben.
Registriernummern für Energieausweise:
Jeder neu ausgestellte Energieausweis erhält künftig eine Registriernummer nach §26c EnEV 2014, welche im Ausweisformular vom Aussteller einzutragen ist. Weitere Details dazu finden Sie unter "Kontrollsystem für Energieausweise".
Stärkung der Modernisierungsempfehlungen:
Des Weiteren werden die Empfehlungen für kostengünstige Modernisierungsmaßnahmen (Modernisierungsempfehlungen) nach §20 EnEV 2014 fester Bestandteil des Energieausweises. Auf Seite 4 enthält das Energieausweis-Formular künftig kurz beschriebene Modernisierungsmaßnahmen sowie Hinweise, ob diese als Einzelmaßnahmen oder in Zusammenhang mit größeren Modernisierungen durchgeführt werden können. Zusätzlich können freiwillig Angaben zu geschätzten Amortisationszeiten und zu den Kosten pro eingesparter Kilowattstunde Endenergie hinzugefügt werden.
Energieverbrauchsausweise enthalten künftig Werte für den Endenergie- und den Primärenergieverbrauch(§19 EnEV 2014). Bisher enthielt der Ausweis nur Angaben zum (End-)Energieverbrauchskennwert. Wenn der Verbrauch im Fall einer dezentralen Warmwasserbereitung in Wohngebäuden nicht bekannt ist, können nach der EnEV 2014 auch Energieverbrauchsausweise erstellt werden, indem der Endenergieverbrauch pauschal um 20 kWh/m²a erhöht wird. Bei gekühlten Wohngebäuden erfolgt eine pauschale Erhöhung des Endenergieverbrauchs von 6 kWh/m²a gekühlter Nutzfläche.
Neuerungen bei den Berechnungsverfahren:
Mit der EnEV 2014 wird das „Modellgebäudeverfahren“ (bisher bekannt als „EnEV-easy“) als alternatives Nachweisverfahren zum Energieausweis für Wohngebäude neu eingeführt. Die Anwendungsvoraussetzungen und die Ausstattungsvarianten für dieses Verfahren werden vom BMUB/BMWi über separate Bekanntmachungen im Bundesanzeiger bekannt gegeben.
Bei den von Wohngebäuden gilt auch weiterhin das Referenzgebäudeverfahren. Für die Bilanzierung können die DIN V 18599 für Wohngebäude oder die DIN V 4108-6 und DIN V 4701-10 herangezogen werden. Neu ist dabei, dass bei der Berechnung des Endenergiebedarfs von Wohnbauten für den Energieausweis die Anteile von erneuerbaren Energien, die im unmittelbaren räumlichen Zusammenhang zum Gebäude gewonnen werden (solare Strahlungsenergie, Umgebungswärme- und –kälte), entgegen der bisherigen Praxis in der DIN V 18599 „gleich null“ gesetzt werden.
Die Nutzung des jeweiligen Berechnungsverfahrens wird im Energieausweis dokumentiert.
Die Seite 1 des Energieausweises enthält nun neben Angaben zu möglichen Ersatzmaßnahmen nach EEWärmeG auch Angaben zur Art der verwendeten erneuerbaren Energien und zu deren Deckungsanteilen.
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Gewusst wie! Leitfäden zu Themen Energieausweis, Bilanzierung, Wirtschaftlichkeit.
Ausführliche Informationen zum Energieausweis für Wohngebäude mit den Schwerpunkten „Gebäudeaufnahme“, „Modernisierungshinweise“ und „Verbrauchsausweis“ finden Sie in den drei dena-Leitfäden Energieausweis. Die Leitfäden sind im Jahr 2015 überarbeitet worden und enthalten viele allgemein gültige Informationen und weiterhin anwendbare Empfehlungen.
Praxistipps und Hintergrundinformationen zur energetischen Bilanzierung nach DIN V 18599 finden Sie im „Leitfaden Energetische Gebäudebilanzierung“. Zur wirtschaftlichen Betrachtung energetischer Sanierungen in Ein- und Zweifamilienhäusern liefert der „Leitfaden Wirtschaftlichkeit“ Hinweise, Empfehlungen und Detailwissen. Diese Leitfäden und andere Fachbroschüren können in unserem Shop bestellt werden.
Die Regelungen zum Energieausweis sind in der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2014 festgelegt. Diese Regelungen der EnEV 2009 zum Energieausweis gelten grundsätzlich auch weiterhin. Änderungen der EnEV 2014 dienen hauptsächlich der Verdeutlichung bestehender Anforderungen oder Regelungen.
Erweiterte Aushangpflicht für Energieausweise:
Es besteht eine Aushangpflicht für Energieausweise : In behördlich genutzten Gebäuden mit starkem Publikumsverkehr und mit einer Nutzfläche von mehr als 250 m² Nutzfläche muss ein Energieausweis erstellt und ausgehängt werden. Private Eigentümer von Gebäuden mit starkem Publikumsverkehr müssen den Ausweis ab einer Nutzfläche von 500 m² aushängen.
Jeder neu ausgestellte Energieausweis erhält künftig eine Registriernummer nach §26c EnEV 2014, welche im Ausweisformular vom Aussteller einzutragen ist. Weitere Details dazu finden Sie unter Fachinformationen zum Energieausweis.
Energieverbrauchsausweise enthalten künftig Werte für den Endenergie-und den Primärenergieverbrauch (§19 EnEV 2014). Bisher enthielt der Ausweis nur Angaben zum (End-)Energieverbrauchskennwert.
Das Berechnungsverfahren zur energetischen Bilanzierung von Nichtwohngebäuden ändert sich nicht, jedoch werden Vereinfachungen beim Berechnungsverfahren vorgenommen:
1. Auch bei Neubauten dürfen bei der Berechnung des Jahres-Primärenergiebedarfs die bisher nur für den Bestand geltenden Vereinfachungen bei der Zonierung, der Zuweisung der Hüllflächeneigenschaften sowie der Ermittlung von tageslichtversorgten Bereichen nach DIN V 18559-1 Anhang D verwendet werden.
2. Wenn für bauliche oder anlagentechnische Komponenten keine anerkannten Regeln der Technik vorliegen, können die Eigenschaften dieser Komponenten angesetzt werden, sofern sie durch dynamisch-thermische Simulationsrechnungen nach Randbedingungen DIN V 18599:2011-12 ermittelt wurden.Die Nutzung der Vereinfachungen nach Anlage 2 über die Flächenermittlung und Zonierung wird im Energieausweis dokumentiert.
Die Seite 1 des Energieausweises enthält nun neben Angaben zu möglichen Ersatzmaßnahmen nach EEWärmeG auch Angaben zur Art der verwendeten erneuerbaren Energien und zu deren Deckungsanteilen
Gewusst wie! Leitfäden zu Themen Bilanzierung nach DIN V 18599 und Energieausweis.
Der „Leitfaden Energetische Gebäudebilanzierung nach DIN V 18599“ bietet Praxistipps und Hintergrundinformationen. Er dient erfahrenen Fachleuten wie Architekten, Ingenieuren und Energieberatern sowie Neueinsteigern als Arbeits- und Orientierungshilfe bei der energetischen Bilanzierung von Nichtwohngebäuden und auch von Wohngebäuden.
Informationen zum Energieverbrauchsausweis für Nichtwohngebäude und Wohngebäude sind im „Leitfaden Energieausweis. Energieverbrauchsausweise für Wohn- und Nichtwohngebäude zu finden. Der Leitfaden ist im Jahr 2015 überarbeitet worden und enthält viele allgemein gültige Informationen und weiterhin anwendbare Empfehlungen. Diese Leitfäden und andere Fachbroschüren können in unserem Shop bestellt werden.
Neu mit der EnEV 2014 sind auch die Vorgaben zu Pflichtangaben in Immobilienanzeigen (§16a EnEV 2014). Erscheinen diese in kommerziellen Medien, müssen folgende Angaben enthalten sein:
Als Unterstützung hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit die „Arbeitshilfe Pflichtangaben in Immobilienanzeigen und „alte“ Energieausweise vom 17. April 2014“ veröffentlicht. Die Arbeitshilfe soll dabei helfen, in Energieausweisen – die nach vor dem 1. Mai 2014 geltendem „altem“ Recht ausgestellt wurden – die Pflichtangaben für Immobilienanzeigen gemäß EnEV 2014 zu finden. Mehr (9.7 MB)
Übersicht zu Pflichtangaben in Immobilienanzeigen (1.2 MB)
Neu eingeführt werden mit der EnEV 2014 Kontrollsysteme für Energieausweise und für Inspektionsberichte von Klimaanlagen. Die entsprechenden Regelungen beinhalten Maßgaben zur Beantragung und Vergabe von Registriernummern (§26c EnEV). Bei der Beantragung der Nummern sind folgende Daten anzugeben:
Art des Gebäudes (Wohn-oder Nichtwohngebäude, Neubau oder Bestandsgebäude).
Inspektionsberichte:
Nennleistung der inspizierten Klimaanlage.
Aus der Gesamtmenge von Energieausweisen und Inspektionsberichten werden Stichproben eines statistisch signifikanten Prozentanteils für eine genauere Kontrolle gezogen(§26d EnEV 2014). Der Umfang der Kontrollen reicht von einer einfachen Validierung der Eingabe-Gebäudedaten und der Ergebnisse des Energieausweises über eine genauere Überprüfung der Eingabedaten, der Ergebnisse und der Modernisierungsempfehlungen bis hin zu einer vollständigen Prüfung aller Daten mit eventueller Vor-Ort-Begehung des Gebäudes.
Die Umsetzung der Kontrollen obliegt den Bundesländern. Das DIBt übernimmt vorläufig für maximal sieben Jahre den Vollzug in den Ländern als Registrierstelle und als Kontrollstelle (nur für die elektronische Validitätsprüfung von Energieausweisen und die elektronische Prüfung der Eingabedaten und Ergebnisse im Energieausweis) bis zum Inkrafttreten landesrechtlicher Regelungen (§30 EnEV 2014).
Aussteller müssen für Energieausweise eine Fülle von Daten des Gebäudes aufnehmen und fachmännisch beurteilen. Hier können Fehler oder Fehleinschätzungen unterlaufen, für die der Aussteller möglicherweise haftbar ist. Aufgrund der neuen Rechtslage und fehlender Urteile hat die dena ein Rechtsgutachten anfertigen lassen, um Aussteller in dieser Thematik zu unterstützen.
Zusammenfassung Gutachten: Haftungsrisiko und Versicherungsschutz für Aussteller von Energieausweise
Zusammenfassung Versicherungsgutachten (Stand: 18.06.2009) (85 KB)
Gutachten: Haftungsrisiko für Aussteller von Energieausweisen und Energieausweisen mit dena-Gütesiegel
Versicherungsgutachten (Stand: Okt. 2008) (177 KB)
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