Source: http://pktg.ch/aktivversicherte/
Timestamp: 2019-02-17 07:58:57
Document Index: 48795434

Matched Legal Cases: ['Art. 79', 'Art. 79', 'BGE', '§ 48', 'Art. 79', '§ 48', '§ 48']

Aktivversicherte | Pensionskasse Thurgau
Im Gegensatz zur AHV, wo im Umlageverfahren mit den Beiträgen gleich die Renten finanziert werden, wird bei den Pensionskassen die Leistung im Voraus individuell angespart (Kapitaldeckungsverfahren).
Ab Alter 18 beginnt die Risikoversicherung (Invalidität und Tod) und ab Alter 23 (Polizeiangehörige Alter 20) die Sparversicherung:
Die Risikobeiträge sind für die folgenden Anwartschaften zu leisten:
Mit den Sparbeiträgen der Versicherten und der Arbeitgeber werden die Spargutschriften finanziert. Zusammen mit dem Zins kommt so das Sparguthaben zusammen. Bei der Pensionierung ergibt dieses Kapital multipliziert mit dem Umwandlungssatz die Altersrente.
Die Stellschrauben in der 2. Säule
Je kürzer der Sparprozess, je geringer die erzielte Rendite, je früher das Renteneintrittsalter und je höher die Lebenserwartung, desto problematischer ist die Finanzierbarkeit der Renten in der 2. Säule. Das Video erklärt diese Zusammenhänge und die möglichen Stellschrauben.
http://pktg.ch/wp-content/uploads/2016/02/Stellschrauben2.mp4
Personen, die bei einem der PKTG angeschlossenen Arbeitgeber eine Jahresbesoldung von über CHF 21’150 (Stand 2016) erhalten und deren Beschäftigungsdauer länger als drei Monaten dauert, sind obligatorisch versichert.
Für weitere Auskünfte wechseln Sie zu:
HFA Häufige Fragen und Antworten
Die Arbeitnehmer und Arbeitgeber erbringen folgende Beiträge in % der beitragspflichtigen Besoldung.
Diese berechnet sich aus dem AHV-Lohn abzüglich Koordinationsabzug mal Beschäftigungsgrad.
Bei unbezahltem Urlaub: Kein Sparbeitrag.
Beiträge Arbeitnehmer (ohne Polizei); ab 1.1.2018
18-22 1.21 % 0.11 % 1.32 %
23-32 1.21 % 0.11 % 0.00 % 7.45 % 8.77 %
33-52 1.21 % 0.11 % 0.00 % 8.45 % 9.77 %
53-65 1.21 % 0.11 % 0.00 % 9.45% 10.77 %
66-68 1.21 % 0.11 % 0.00 % 9.00% 10.32 %
Beiträge Angehörige des Polizeikorps; ab 1.1.2018
20-32 1.21 % 0.11 % 0.00 % 7.85% 9.17 %
33-42 1.21 % 0.11 % 0.00 % 8.50 % 9.82 %
43-52 1.21 % 0.11 % 0.00 % 9.60 % 10.92 %
53-60 1.21 % 0.11 % 0.00 % 10.35 % 11.67 %
61-62 1.21 % 0.11 % 0.00 % 9.50 % 10.82 %
Beiträge Arbeitgeber (ohne Polizei); ab 1.1.2018
18-22 1.54 % 0.14 % 1.68 %
23-68 1.54 % 0.14 % 0.00 % 11.20 % 12.88 %
Beiträge Arbeitgeber für Angehörige des Polizeikorps; ab 1.1.2018
20-62 1.54 % 0.14 % 0.00% 11.66 % 13.34 %
Arbeitnehmer (ohne Polizei)
Angehörige des Polizeikorps
(Kalenderjahr - Geburtsjahr)
Spargutschrift
(in % der beitragspflichtigen Besoldung)
(Kalenderjahr - Geburtsjahr) Spargutschrift
20 - 32 17.8 %
33 - 42 19.3 %
43 - 52 21.8 %
53 - 60 23.8 %
61 - 62 19.0 %
Die Zinssätze für
– das Sparguthaben,
– die eingebrachte Freizügigkeit,
– die freiwilligen Einlagen
werden von der Pensionskassenkommission jährlich festgelegt.
Für die Bezüge von Wohneigentum (WEF) und bei Scheidung erfolgt die Verzinsung mit negativem Vorzeichen.
2006 2.50 % + 0.75 % Zinsbonus
2007 2.50 % + 1.00 % Zinsbonus
2008 2.75 %
2009 2.00 %
2010 2.00 %
2011 2.00 %
2012 1.50 %
2013 1.50 %
2014 1.00 % (1.75 % – 0.75 % Sanierungsmassnahme)
2015 1.00 % (1.75 % – 0.75 % Sanierungsmassnahme)
2016 1.25 %
2017 0.50 % (1.00 % – 0.50 % Sanierungsmassnahme)
2018 1.00 %
Freizügigkeitsleistungen der vorhergehenden Pensionskasse oder Guthaben von einem Freizügigkeitskonto bzw. einer Freizügigkeitspolice sind gemäss Freizügigkeitsgesetz zwingend in die neue Vorsorgeeinrichtung einzubringen.
Der/Die Eintretende hat die Überweisung auf unser Bank- oder PC-Konto zu veranlassen.
Senden Sie dieses Formular der bisherigen Pensionskasse:
Formular für eintretende Versicherte [PDF 175 KB]
Sind sämtliche Freizügigkeitsleistungen eingebracht und alle WEF-Bezüge zurückbezahlt, können Versicherte ihr Sparguthaben durch freiwillige Einlagen anheben. Das Sparguthaben darf dadurch den gemäss Anhang im Reglement berechneten Betrag nicht überschreiten.
sind bis zum Eintritt eines Versicherungsereignisses möglich.
Höhere Altersleistungen
Die Auswirkungen einer freiwilligen Einlage auf die Altersrente berechnen Sie mit der
Simulation Freiwillige Einlagen
Versicherte haben der Kassenverwaltung vor der Einzahlung eine Erklärung [PDF 306 KB] einzureichen.
Freiwillige Einlagen sind auf das Bank- oder PC-Konto unserer Pensionskasse zu erfolgen.
Bareinzahlungen bei der Kassenverwaltung sind nicht möglich.
Empfehlung : Nehmen Sie die Einzahlung frühzeitig vor. Es gilt das Gutschriftsdatum auf unserem Konto.
Abzug in der Steuererklärung
Eine Bestätigung für das Steueramt erhalten Sie im Januar des Folgejahres.
Bitte beachten Sie die Beschränkungen durch die Steuergesetzgebung, z.B. bei früherer Selbstständigkeit, Zuzug aus dem Ausland, etc.
Über die Anrechnung beim Einkommen entscheidet die Steuerverwaltung.
Hinweis (Art. 79b BVG):
Wurden Einkäufe getätigt, so dürfen die daraus resultierenden Leistungen innerhalb der nächsten drei Jahre nicht in Kapitalform aus der Vorsorge zurückgezogen werden. Wurden Vorbezüge für die Wohneigentumsförderung (WEF) getätigt, so dürfen freiwillige Einkäufe erst vorgenommmen werden, wenn die Vorbezüge zurückbezahlt sind.
Schweizerische Steuerkonferenz vom 3. November 2010:
Analyse zum Bundesgerichtsentscheid vom 12. März 2010 (2C 658/2009):
Die Abzugsberechtigung für Einkäufe, gestützt auf Art. 79b Abs. 3 BVG, ist zu verweigern, wenn und soweit innerhalb der Sperrfrist von drei Jahren eine Kapitalauszahlung erfolgt.
Analyse_BGE_BVG_20101103
Die Mittel der beruflichen Vorsorge können vorbezogen oder verpfändet werden für
den Erwerb oder die Erstellung von Wohneigentum
die Rückzahlung von Hypothekardarlehen
die Finanzierung wertvermehrender Investitionen im Wohneigentum
den Erwerb von Anteilscheinen an einer Wohnbaugenossenschaft
nicht aber für den Unterhalt der Liegenschaft oder die Finanzierung der Zinsen.
Vorbezug und Verpfändung können nur für selbst bewohntes Wohneigentum am Wohnort des Versicherten geltend gemacht werden. Ferien- und Zweitwohnungen sind ausgeschlossen.
Die Höhe des verfügbaren Kapitals entspricht bis zum Alter 50 der Freizügigkeitsleistung. Versicherte, die das 50. Altersjahr überschritten haben, dürfen höchstens die Freizügigkeitsleistung, auf die sie im Alter 50 Anspruch gehabt hätten, oder – wenn diese höher ist – die Hälfte der Freizügigkeitsleistung im Zeitpunkt des Bezuges in Anspruch nehmen.
Der Mindestbetrag für einen Vorbezug beträgt CHF 20’000
Ein Vorbezug ist längstens bis zum 58. Altersjahr möglich. Ausserdem kann er nur alle 5 Jahre geltend gemacht werden. Für die Abwicklung steht der Pensionskasse ein Zeitraum von 6 Monaten ab Gesuchstellung zur Verfügung. Bei Liquiditätsproblemen der Pensionskasse kann diese Frist verlängert werden.
Die Auszahlung des Vorbezugs erfolgt direkt an den Verkäufer, Ersteller oder Darlehensgeber. Sie erfolgt erst nach Eintrag der Veräusserungsbeschränkung beim zuständigen Grundbuchamt.
Freiwillig: Die Rückzahlung eines Vorbezugs ist längsten bis Alter 58 oder bis zum Eintritt eines Vorsorgefalles möglich.
Obligatorisch: Der Vorbezug muss vom Versicherten oder von seinen Erben an die Vorsorgeeinrichtung zurückbezahlt werden, wenn das Wohneigentum veräussert oder an Dritte vermietet wird oder wenn beim Tod des Versicherten keine Vorsorgeleistungen fällig werden.
Der Mindestbetrag bei einer freiwilligen Rückzahlung beträgt CHF 10’000.
Der Vorbezug ist wie eine Kapitalleistung der beruflichen Vorsorge einmalig und gesondert zu versteuern. Für verbindliche Auskünfte sind die Steuerämter zuständig. Die Steuern sind durch den Versicherten zu erbringen.
Die Pensionskasse hat der Steuerverwaltung sämtliche Vorbezüge zu melden.
Nach einer Rückzahlung können die im Zeitpunkt des Bezugs bezahlten Steuern (ohne Zinsen) anteilsmässig zurückgefordert werden.
Eintrag Grundbuch
Zur Sicherstellung des Vorsorgezwecks hat die Pensionskasse beim zuständigen Grundbuchamt eine Veräusserungsbeschränkung in dem Sinne eintragen zu lassen, dass bei einem Verkauf der Vorbezug an die Pensionskasse zurückzuzahlen ist. Die Kosten des Eintrags gehen zu Lasten des Vorbezügers.
Kürzung der Altersleistungen der Pensionskasse
Die Ansprüche auf Altersleistungen werden bei einem Vorbezug entsprechend gekürzt.
Mit der Gesuchstellung hat der Vorbezüger der PKTG eine Bearbeitungspauschale von 200 Franken zu entrichten. Alle weiteren Gebühren und Spesen (Grundbuch) gehen ebenfalls zu Lasten des Vorbezügers.
Der Versicherte kann den Anspruch auf Vorsorgeleistungen oder seine jeweilige Freizügigkeitsleistung an einen Darlehensgeber (Gläubiger) verpfänden. Dieses Pfand dient dem Gläubiger als zusätzliche Sicherheit. Er ist unter diesen Voraussetzungen vielleicht bereit, die Fremdkapitalquote zu erhöhen oder günstigere Zinsbedingungen anzubieten. Die Verpfändung kann die Beschaffung von Fremdkapital erleichtern.
Bezüglich Höhe und Fristen gelten die gleichen Bedingungen wie beim Vorbezug. Im Falle einer Pfandverwertung greift der Darlehensgeber auf das Pensionskassenguthaben des Verpfänders zurück. In diesem Zeitpunkt treten die Wirkungen des WEF-Vorbezugs ein.
Der Vorteil der Verpfändung liegt darin, dass das Sparguthaben und daraus die Altersrente nicht reduziert wird. Der Vorsorgeschutz erfährt erst bei einer Pfandverwertung eine Schmälerung.
Wie wird ein Vorbezug geltend gemacht?
Auf Gesuch hin informiert die Kassenverwaltung das versicherte Mitglied über die Höhe des zur Verfügung stehenden Betrages und über die Auswirkungen auf den Vorsorgeschutz.
Zur Geltendmachung eines Vorbezugs ist der Pensionskasse ein schriftliches Gesuch mit den notwendigen Unterlagen einzureichen.
Bei Verheirateten und einer Partnerschaft gem. § 48 ist ein Vorbezug oder eine Verpfändung nur zulässig, wenn der Ehegatte rsp. der Partner / die Partnerin schriftlich zustimmt.
Gesuch WEF-Bezug [PDF 238 KB]
Was geschieht bei einem Pensionskassenwechsel
Die neue Kasse wird darüber informiert, ob und in welchem Umfang ein Vorbezug oder eine Verpfändung gemacht wurden.
Hinweise der Kassenverwaltung
Der Entschluss, die Mittel der beruflichen Vorsorge im selbst bewohnten Wohneigentum zu investieren, will gut überlegt sein.
Der Vorbezüger erfährt eine dem Vorbezug entsprechende Reduktion der Altersleistungen.
Der Vorbezug hat steuerliche Auswirkungen.
Die Steuern und die Bearbeitungspauschale sind vom Versicherten direkt zu bezahlen. Ein Verrechnung mit dem Bezug ist nicht gestattet.
Zwischen dem Eingang des Gesuches und der Auszahlung ist ein Zeitraum von mindestens 4 bis 6 Wochen einzuplanen. Unter allen Umständen ist zu berücksichtigen, dass die Auszahlung frühestens nach bestätigtem Eintrag der Veräusserungsbeschränkung im Grundbuch erfolgt!
Hinweis (Art. 79b BVG)
Arbeitsunfähigkeit Rentenleistung
bis 39 % Keine
40 - 49 % Viertelsrente
50 - 59 % Halbe Rente
60 - 69 % Dreiviertelsrente
ab 70 % Ganze Rente
Bei einer vollen Invalidität beträgt die Invalidenrente 50% der bei ihrer Fälligkeit massgebenden beitragspflichtigen Besoldung. Die Leistung ist also unabhängig von der Höhe des Sparguthabens und der Beitragsdauer des versicherten Mitgliedes.
Die Ausrichtung der Invalidenrente erfolgt bis zum vollendeten 63. Altersjahr. Ab Monatserstem nach Vollendung des 63. Altersjahres wird die Invalidenrente durch eine Altersrente abgelöst. Letztere wird auf der Basis des bis zu diesem Zeitpunkt weitergeführten Sparguthabens berechnet.
Anmeldung für Leistungen bei der IV: Zusammen mit Ihrem Arzt füllen Sie das offizielle Formular aus, welches Sie bei der IV-Stelle des Wohnkantons erhalten. Dieses Vorgehen empfiehlt sich nach einer sechsmonatigen Arbeitsunfähigkeit, welche weiterhin andauert und durch Ihren Arzt bestätigt wird.
Informieren Sie Ihren Arbeitgeber mittels einer Kopie der IV-Anmeldung.
Informieren Sie ebenfalls die PKTG unter Beilage einer Kopie der IV-Anmeldung.
Krankenlohn
Bei entsprechender Anstellung (Rechtsstellungsverordnungen) wird der Lohn bei Arbeitsunfähigkeit wegen Krankheit oder Unfall während dem ersten Jahr unverändert und im zweiten Jahr zu 80% ausgerichtet.
Die Invalidenrente der PKTG setzt frühestens nach Ende der Lohnfortzahlung (Krankenlohn, Taggelder) ein.
Stirbt eine versicherte Person, hat der überlebende Ehegatte Anspruch auf eine Ehegattenrente, sofern eines der folgenden Kriterien erfüllt ist:
– er für den Unterhalt eines oder mehrer Kinder aufkommen muss
– er das 45. Altersjahr zurückgelegt hat und die Ehe mindestens fünf Jahre gedauert hat
Die Höhe der Ehegattenrente beträgt bis zum (theoretischen) 63. Altersjahr des verstorbenen Versicherten 30% der beitragspflichtigen Besoldung rsp. 60% der versicherten oder laufenden Invalidenrente. Nach dem 63. Altersjahr des Verstorbenen wird die Ehegattenrente neu auf der Basis der Altersrente des Verstorbenen berechnet. Es ist möglich, dass jetzt die Ehegattenrente kleiner ausfällt als vorher.
Erfüllt der überlebende Ehegatte die Voraussetzungen für eine Rente nicht, erhält er eine einmalige Abfindung in der Höhe von drei Jahresrenten.
Sind Kinder von Rentenbezügern jünger als 18 Jahre oder 25 und in Ausbildung, wird ihnen eine Waisenrente ausbezahlt.
Damit der geschiedene Ehegatte in den Genuss einer Leistung der PKTG kommt, müssen folgende Bedingungen kumulativ erfüllt sein:
– die Ehe muss mindestens 10 Jahre gedauert haben
– im Scheidungsurteil muss ihm eine Rente oder Kapitalabfindung für eine lebenslängliche Rente zugesprochen sein.
Die Ehegattenrente der PKTG erfährt eine Kürzung, wenn diese zusammen mit der Witwenrente der AHV höher ist, als die im Scheidungsurteil festgelegte Rente.
Im Grundsatz erfolgt eine Gleichstellung von Lebenspartnern mit den Ehegatten. Die entsprechende Bestimmung ist in § 48 des Reglementes festgehalten:
a) Der überlebende Partner oder die überlebende Partnerin hat Anspruch auf eine Rente in der Höhe der Ehegattenrente, sofern
die verstorbene Person und der überlebende Partner oder die überlebende Partnerin unverheiratet und nicht verwandt sind und
die gegenseitige Unterstützungspflicht auf dem Formular der Pensionskasse schriftlich vereinbart und als noch nicht teil- oder ganz pensionierten versicherte Person der PKTG zugestellt wurde und
der überlebende Partner oder die überlebende Partnerin nicht bereits Hinterlassenenleistungen einer Vorsorgeeinrichtung bezieht und
die Lebensgemeinschaft mit gemeinsamem Wohnsitz und Lebensmittelpunkt im Zeitpunkt des Todes ununterbrochen mindestens fünf Jahre bestanden hat und
der überlebende Partner oder die überlebende Partnerin das 45. Altersjahr zurückgelegt hat.
b) Muss der überlebende Partner oder die überlebende Partnerin für den Unterhalt eines oder mehrerer gemeinsamer Kinder aufkommen, müssen die Bedingungen gemäss Ziffer 4 und 5 nicht erfüllt sein.
c) Die Lebenspartnerrente erlischt mit dem Tode, der Verheiratung oder dem Beginn einer eheähnlichen Lebensgemeinschaft des überlebenden Partners.
Unterstützungsvertrag Lebenspartnerschaft [PDF 28 KB]
Ist nach dem Tod einer aktiven versicherten Person keine Ehegattenrente oder Lebenspartnerrente auszurichten, besteht Anspruch auf eine Todesfallsumme. Anspruchsberechtigt sind:
die Person, die seit der Anmeldung der Partnerschaft gemäss § 48 mit dem Verstorbenen bis zu seinem Tod ununterbrochen eine Lebensgemeinschaft geführt hat, bei deren Fehlen
natürliche Personen, die vom verstorbenen Versicherten in erheblichem Masse unterstützt worden sind, bei deren Fehlen
die Kinder des Verstorbenen, welche die Voraussetzungen für eine Waisenrente nicht erfüllen, bei deren Fehlen
die Eltern des Verstorbenen, bei deren Fehlen
die Geschwister des Verstorbenen.
Die Höhe der Todesfallsumme entspricht 50 % des Sparguthabens, abzüglich dem Barwert einer allfälligen Waisenrente, im Maximum 150 % der beitragspflichtigen Besoldung.
Nach dem Scheidungsrecht gilt bezüglich der beruflichen Vorsorge der Grundsatz:
Jeder Ehegatte hat Anspruch auf die Hälfte der während der Ehe erworbenen Freizügigkeitsleistung des anderen Ehegatten.
Haben beide Ehegatten entsprechende Ansprüche, wird nur die Differenz geteilt und überwiesen. Dem Gericht sind die entsprechenden Unterlagen vorzulegen resp. sind von diesem einzufordern.
Was in der Theorie als einfache Berechnung aussieht, bedarf in der Praxis meist zusätzlicher Abklärungen.
Freizügigkeit bei Heirat
Die Pensionskasse muss den Betrag festhalten und dem Versicherten mitteilen. War die Heirat vor dem Eintritt in die PKTG, muss der Betrag bei der vorherigen Pensionskasse nachgefragt werden.
Freizügigkeit bei Scheidung
Die Ehepartner müssen sich auf einen gemeinsamen Zeitpunkt für die Berechnung einigen.
Einkäufe während der Ehe
Die entsprechenden Beträge werden ebenfalls geteilt. Wenn jedoch ein solcher Einkauf aus Eigengut finanziert wurde oder die Ehe unter einem entsprechenden Güterstand stand, wird der ganze Betrag samt Zins von der zu teilenden Summe abgezogen.
Schon eingetretener Vorsorgefall
Ist mindestens ein Ehegatte schon pensioniert oder invalid, kann keine gegenseitige Aufteilung erfolgen. In diesem Fall legt das Gericht eine angemessene Entschädigung fest.
Durchführbarkeitsbestätigung
Diese Bestätigung wird von der PKTG auf Gesuch des Scheidungsrichters ausgestellt.
Im Scheidungsurteil werden der zu überweisende Betrag sowie die erforderlichen Anweisungen zur Überweisung (Postkonto, Bank und -Konto) festgelegt.
Auswirkung einer Auszahlung
Die Auszahlung der Freizügigkeit bewirkt eine Reduktion des Sparguthabens und hat dieselben Auswirkungen auf die Rentenleistungen wie ein WEF-Bezug.
Mit Freiwilligen Leistungen kann der Versicherte die ursprüngliche Rentenleistung wieder erreichen.
während des unbezahlten Urlaubes werden die Beiträge (ohne Sparen) den Arbeitgebern und Arbeitnehmern in Rechnung gestellt.
es werden immer nur volle Monate gerechnet.
Urlaube unter einem Monat sind gemäss Rechtsstellungsordnungen für die Pensionskasse nicht relevant.
wird der Beschäftigungsgrad (BG) nach dem unbezahlten Urlaub reduziert, so gilt der reduzierte BG bereits bei Antritt des unbezahlten Urlaubes.
Tritt eine versicherte Person vor dem 58. Altersjahr ohne Anspruch auf Versicherungsleistungen aus der PKTG aus, weil sie zum Beispiel die Stelle wechselt oder den Beruf aufgibt, erhält sie eine Freizügigkeitsleistung.
Die Freizügigkeitsleistung entspricht dem Sparguthaben im Zeitpunkt des Austritts aus der PKTG.
Die Freizügigkeitsleistung wird an die Vorsorgeeinrichtung des neuen Arbeitgebers übertragen. Wenn das nicht möglich ist, wird sie auf ein Sperrkonto überwiesen.
Mit der Freizügigkeitsleistung kann bei der Auffangeinrichtung BVG die Altersvorsorge freiwillig weitergeführt werden.
Eine Barauszahlung ist dann möglich, wenn die versicherte Person entweder die Schweiz definitiv verlässt (spezielle Regelungen bei Auswanderung in ein EU- oder EFTA-Land) oder eine selbständige Erwerbstätigkeit (diverse Bestätigung und Unterlagen notwendig) aufnimmt.
Wer seine Tätigkeit aufgibt, keinen unbezahlten Urlaub bezieht und sich nicht bei der Arbeitslosenkasse anmeldet, hat die Möglichkeit eine Weiterversicherung abzuschliessen.
Merkblatt Weiterversicherung [PDF 52 KB]
Anfangs Jahr wird allen Versicherten der Leistungsausweis zugestellt. Er gibt eine Übersicht über die der Versicherung zugrunde liegenden Lohndaten, die Beiträge und die Leistungen.
Es ist zu beachten, dass es sich nicht um eine rechtsverbindliche Auskunft handelt! Die im Versicherungsfall auszuzahlenden Leistungen sowie der Kreis der Anspruchsberechtigten sind im Reglement umschrieben.
Merkblatt Leistungsausweis 2019 [PDF 354 KB]