Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=6%20B%2015.64
Timestamp: 2019-12-11 22:41:31
Document Index: 73303700

Matched Legal Cases: ['§ 132', '§ 90', '§ 132', '§ 90', '§ 102', '§ 132', '§ 90']

BVerwG, 24.02.1965 - VI B 15.64 - dejure.org
https://dejure.org/1965,110
BVerwG, 24.02.1965 - VI B 15.64 (https://dejure.org/1965,110)
BVerwG, Entscheidung vom 24.02.1965 - VI B 15.64 (https://dejure.org/1965,110)
BVerwG, Entscheidung vom 24. Februar 1965 - VI B 15.64 (https://dejure.org/1965,110)
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Unbegründete Nichtzulassungsbeschwerde - Recht auf Einsicht in die "vollständigen" Personalakten
OVG Nordrhein-Westfalen, 05.05.1964 - I A 826/57
Zwar kann es an dem gebotenen inneren Zusammenhang mit dem Beamtenverhältnis fehlen, wenn Vorgänge zu einem Zweck angelegt werden, der außerhalb des durch das Beamtenverhältnis begründeten Rechts- und Pflichtenkreises liegt (BVerwGE 12, 296 [300]; 15, 3 [14]; Beschluß vom 24. Februar 1965 - BVerwG VI B 15.64 - [Buchholz a.a.O.]).
Ob sich alle Vorgänge, die in einem inneren Zusammenhang mit seinem Dienstverhältnis stehen, tatsächlich bei den Personalakten befinden, ist gleichgültig (BVerwGE 8, 219 [220]; 12, 296 [299]; 36, 134 [138]; Beschluß vom 24. Februar 1965 - BVerwG VI B 15.64 - [Buchholz a.a.O.]).
Sinne des § 132 Abs. 2 Nr. 1 VwGO zu geben vermag, wenn ihre Beantwortung eine über den Einzelfall hinausgehende tatsächliche Bedeutung hat (Beschlüsse vom 24. Februar 1965 - BVerwG 6 B 15.64 - [Buchholz 232 § 90 BBG Nr. 6], vom 6. Mai 1968 - BVerwG 6 B 32.67 -, vom 3. Oktober 1972 - BVerwG 6 B 57.71 - [Buchholz 310 § 132 VwGO Nr. 92], vom 28. Juni 1977 - BVerwG 6 B 52.76 - und vom 10. November 1977 - BVerwG 6 B 10.77 -).
Es genügt dafür auch nicht, daß eine Sache in tatsächlicher Hinsicht eine über den Einzelfall hinausgehende Bedeutung hat (Beschlüsse vom 24. Februar 1965 - BVerwG VI B 15.64 - und vom 6. Mai 1968 - BVerwG VI B 32.67 - sowie vom 10. März 1969 - BVerwG VI B 27.68 -).
Es genügt dafür auch nicht, daß eine Sache in tatsächlicher Hinsicht eine über den Einzelfall hinausgehende Bedeutung hat (Beschlüsse vom 24. Februar 1965 - BVerwG VI B 15.64 -, vom 6. Mai 1968 - BVerwG VI B 32.67 -, vom 10. März 1969 - BVerwG VI B 27.68 - und vom 16. März 1970 - BVerwG VI B 57.69 -).
Durch die Wortfolge "alle ihm betreffenden Vorgänge" werden deshalb unabhängig von der Aufnahme in die ausdrücklich als "Personalakten" gekennzeichneten Ordner, Hefter oder Blattsammlungen alle von der Dienstbehörde aktenmäßig festgehaltenen, sich auf die persönlichen und (oder) dienstlichen Verhältnisse des Beamten beziehenden Urkunden und Vorgänge (ausschließlich der Prüfungsakten) erfaßt, soweit sie in einem inneren Zusammenhang mit dem Beamtenverhältnis stehen, also insbesondere nicht einem Zweck dienen, der außerhalb des durch das Beamtenverhältnis begründeten Rechte- und Pflichtenkreises liegt (wie z. B. Vorgänge über die Besetzung eines Universitätslehrstuhls mit einem Beamten, vgl. hierzu BVerwGE 12, 296 [299, 300]; BVerwG, Beschluß vom 24. Februar 1965 - BVerwG VI B 15.64 - [ZBR 1965 S. 215]).
In den Beschlüssen vom 8. November 1957 - BVerwG 7 P 2.57 - (BVerwGE 5, 344) und vom 28. März 1958 - BVerwG 7 P 17.57 - (BVerwGE 6, 302 [BVerwG 28.03.1958 - VII P 17/57]) ist entschieden, daß Personalakten alle auf die persönlichen und dienstlichen Verhältnisse eines Bediensteten bezüglichen Urkunden und aktenmäßig festgehaltenen Vorgänge sind (vgl. auch Beschluß vom 24. Februar 1965 - BVerwG 6 B 15.64 - [Buchholz 232 § 90 BBG Nr. 6]).
vermerkt und aufbewahrt (§ 102 Abs. 1 Satz 1 des Landesbeamtengesetzes in der Fassung vom 1. Juni 1962 [GV.NW S. 272] - LBG - vgl. Beschluß des Bundesverwaltungsgerichts vom 24. Februar 1965 - BVerwG VI B 15.64 - [ZBR 1965 S. 215]; Wilhelm, Die Personalakten [ZBR 1967 S. 97]).
Das weitere Beschwerdevorbringen erschöpft sich in Angriffen auf die Tatsachenwürdigung und die Rechtsfindung des Berufungsgerichts, die nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. Beschluß vom 3. Oktober 1972 - BVerwG 6 B 57.71 - [Buchholz 310 § 132 VwGO Nr. 92]) ebensowenig zur Zulassung der Revision führen können wie der Umstand, daß die erstrebte Revisionsentscheidung in tatsächlicher Hinsicht eine über den Einzelfall hinausgehende Bedeutung haben und einen größeren Personenkreis betreffen würde (vgl. Beschlüsse vom 24. Februar 1965 - BVerwG 6 B 15.64 - [Buchholz 232 § 90 BBG Nr. 6] …und vom 3. Oktober 1972 - BVerwG 6 B 57.71 - [a.a.O.]).
BVerwG, 11.10.1968 - VI B 7.68
BVerwG, 10.03.1969 - VI B 27.68
BVerwG, 19.06.1968 - VI C 12.68
BVerwG, 11.06.1970 - VI B 67.69
Fehlerhafte Rechtsanwendung als grundsätzliche Bedeutung einer Rechtssache
BVerwG, 13.04.1983 - 6 B 15.83
Verständnis des Begriff der Entsendung eines Soldaten - Auslegung des Begriffs …
Grundsätzliche Bedeutung einer Rechtssache - Anrechnung von Rententeilen auf die …
BVerwG, 19.02.1969 - VI B 17.68
Nichtzulassung der Revision mangels Divergenz - Verletzung der gerichtlichen …