Source: https://www.rechtslupe.de/sozialrecht/selbstaendige-in-der-krankenversicherung-und-das-ueberbrueckungsgeld-383467
Timestamp: 2020-01-22 15:08:18
Document Index: 227528514

Matched Legal Cases: ['§ 240', '§ 57', '§ 7', '§ 22', '§ 337', '§ 40', '§ 15', '§ 240', '§ 162', '§ 1', '§ 7', '§ 240', '§ 240', '§ 240', '§ 57', '§ 421', '§ 240', '§ 240', '§ 94', '§ 22', '§ 15', '§ 40', '§ 41', '§ 57', '§ 337', '§ 240', '§ 240', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 15', '§ 4', '§ 4', '§ 240', '§ 20', '§ 43', 'Art 3', '§ 240', 'Art 3', '§ 57', '§ 240', '§ 8', '§ 7', '§ 3', '§ 240', '§ 240', '§ 57', '§ 57', '§ 240', '§ 3', '§ 240', '§ 240', '§ 240', '§ 240', '§ 240', '§ 240']

Sozi­al­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge aufs Über­brü­ckungs­geld | Rechtslupe
Bei Auf­nah­me einer selbst­stän­di­gen Tätig­keit gewähr­tes Über­brü­ckungs­geld ist für die Bemes­sung der Bei­trä­ge frei­wil­lig Kran­ken­ver­si­cher­ter den jewei­li­gen Bewil­li­gungs­mo­na­ten zuzu­ord­nen und nicht zusam­men mit dem erziel­ten Arbeits­ein­kom­men monat­lich mit jeweils einem Zwölf­tel des Jah­res­be­trags zu berück­sich­ti­gen.
Ins­be­son­de­re durf­ten die Bei­trä­ge zur frei­wil­li­gen Ver­si­che­rung in der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung (GKV) sowie die­je­ni­gen zur sozia­len Pfle­ge­ver­si­che­rung (sPV) unter Zuord­nung des Über­brü­ckungs­gel­des (Übbg) zu den jewei­li­gen Bewil­li­gungs­mo­na­ten fest­ge­setzt wer­den. Grund­la­ge für die Ein­be­zie­hung des Übbg im Jahr 2006 war noch § 240 SGB V iVm der Sat­zung der Kran­ken­kas­se, für die sPV iVm § 57 Abs 4 S 1 SGB XI. In § 7 Abs 3 Nr 1 Buchst a der Sat­zung der Kran­ken­kas­se wur­den die gesetz­li­chen Vor­ga­ben für die Bei­trags­be­mes­sung bean­stan­dungs­frei umge­setzt. Auch das Übbg durf­te für die Bei­trags­be­mes­sung her­an­ge­zo­gen wer­den; denn es soll­te nach den Geset­zes­ma­te­ria­li­en Exis­tenz­grün­dern durch Zah­lung eines regel­mä­ßi­gen Zuschus­ses für die Dau­er von sechs Mona­ten gera­de die Siche­rung des Lebens­un­ter­halts ermög­li­chen. Inso­weit pri­vi­le­gie­ren­de Rege­lun­gen sah das Gesetz in der hier strei­ti­gen Zeit nicht vor. Ent­ge­gen der Ansicht des Selb­stän­di­gen besteht kei­ne recht­li­che Hand­ha­be, die Gesamt­sum­me des im Jahr 2006 gezahl­ten Übbg mit monat­lich nur je 1/​12 der Bei­trags­be­mes­sung zugrun­de zu legen. Zutref­fend ist viel­mehr die vol­le Berück­sich­ti­gung die­ser Leis­tun­gen für die Mona­te, für die es dem Selb­stän­di­gen zustand und gezahlt wur­de. Das folgt aus § 22 Abs 1 S 1 SGB IV, wonach Bei­trags­an­sprü­che ent­ste­hen, sobald ihre im Gesetz oder auf Grund eines Geset­zes bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen vor­lie­gen. Da Übbg gemäß § 337 Abs 2 SGB III monat­lich wie­der­keh­rend jeweils nach­träg­lich für eine Dau­er von sechs Mona­ten gewährt wird ? was die Bun­des­agen­tur für Arbeit auch in ihrem Bewil­li­gungs­be­scheid so gere­gelt hat­te –, war ein inso­weit fäl­li­ger Leis­tungs­an­spruch ent­stan­den (vgl §§ 40, 41 SGB I) und zeit­gleich auch ein ent­spre­chen­der Bei­trags­an­spruch. Aus Sat­zungs­re­ge­lun­gen der Kran­ken­kas­se über die Zwölf­te­lung der vor­aus­sicht­li­chen Jah­res­ein­nah­men folgt nichts ande­res, weil sich dies nur auf Ein­kom­mens­ar­ten bezie­hen kann, die auf Jah­res­ba­sis ermit­telt wer­den. Dass das Übbg der Siche­rung des Lebens­un­ter­halts in der Exis­tenz­grün­dungs­pha­se die­nen soll, bewirkt kei­ne Gleich­set­zung mit Arbeits­ein­kom­menim Sin­ne von § 15 SGB IV 1. ? Die Kran­ken­kas­se muss­te dage­gen das vom Selb­stän­di­gen im Jahr 2006 erziel­te Arbeits­ein­kom­men bzw sei­ne Kapi­tal­ein­künf­te nicht monats­be­zo­gen berück­sich­ti­gen. Viel­mehr ist bei die­sen Ein­nah­men ? ent­spre­chend ihrer Ermitt­lung im Ein­kom­men­steu­er­recht ? eine jah­res­wei­se Betrach­tung ange­zeigt und dann eine Zwölf­te­lung hin­sicht­lich der monat­li­chen Ein­nah­men vor­zu­neh­men 2. Ver­fas­sungs­recht wird durch die unter­schied­li­che bei­trags­recht­li­che Behand­lung der jewei­li­gen Ein­nah­men nicht ver­letzt, weil der Gesetz­ge­ber inso­weit einen wei­ten Gestal­tungs­spiel­raum besitzt.
Grund­la­ge für die Berück­sich­ti­gung des Übbg bei der Bei­trags­be­mes­sung im Jahr 2006 war noch § 240 Abs 1 S 1 SGB V in der bis 31.12.2008 anwend­ba­ren Fas­sung des Gesund­heits-Reform­ge­set­zes 3 iVm der Sat­zung der Kran­ken­kas­se (Stand: 1.01.2006). Die­se ent­hält revi­si­bles Recht­im Sin­ne von § 162 SGG, weil ihr Gel­tungs­be­reich (hier­zu § 1 Abs 2 der Sat­zung) sich über den Bezirk des Beru­fungs­ge­richts hin­aus erstreckt 4.
In § 7 Abs 3 Nr 1 Buchst a der Sat­zung wur­de die gesetz­li­che Vor­ga­be, wonach für die Bei­trags­be­mes­sung frei­wil­li­ger Mit­glie­der deren gesam­te wirt­schaft­li­che Leis­tungs­fä­hig­keit zu berück­sich­ti­gen ist (§ 240 Abs 1 S 2 SGB V), über­nom­men. Auf die­ser Grund­la­ge durf­te die Kran­ken­kas­se neben den Ein­künf­ten des Selb­stän­di­gen aus selbst­stän­di­ger Tätig­keit und aus Kapi­tal­ver­mö­gen (hier­zu vgl BSGE 97, 41, SozR 4 – 2500 § 240 Nr 8, RdNr 12; BSG SozR 3 – 2500 § 240 Nr 40 S 201 f) auch das Übbg für die Bei­trags­be­mes­sung her­an­zie­hen. So sind auch Sozi­al­leis­tun­gen zu berück­sich­ti­gen, wenn die­se Ein­nah­men zum Lebens­un­ter­halt ver­braucht wer­den kön­nen 5. Zu die­sen bemes­sungs­re­le­van­ten Sozi­al­leis­tun­gen gehört auch das dem Selb­stän­di­gen gemäß § 57 SGB III 6 gewähr­te Übbg. Denn das Übbg soll­te Exis­tenz­grün­dern durch Zah­lung eines regel­mä­ßi­gen Zuschus­ses für die Dau­er von sechs Mona­ten gera­de die Siche­rung des Lebens­un­ter­halts ermög­li­chen 7. Von der Bei­trags­be­mes­sung aus­ge­nom­men war im strei­ti­gen Zeit­raum nur ein – hier nicht gewähr­ter – Exis­tenz­grün­dungs­zu­schuss nach § 421l SGB III (§ 240 Abs 2 S 2 SGB V idF des GMG vom 14.11.2003, BGBl I 2190), nicht aber das Übbg. Die­ses war auch in vol­ler Höhe zur Bei­trags­be­mes­sung her­an­zu­zie­hen. Eine Pri­vi­le­gie­rung des zur sozia­len Siche­rung vor­ge­se­he­nen Anteils der Leis­tun­gen an Exis­tenz­grün­der sah § 240 Abs 2 S 2 SGB V 8 erst seit Ein­füh­rung des Grün­dungs­zu­schus­ses (inzwi­schen gere­gelt in § 94 SGB III) zum 1.08.2006 vor.
Das gewähr­te Übbg ist für die Bei­trags­fest­set­zung den Mona­ten zuzu­ord­nen, für die es dem Ver­si­cher­ten zustand.
Bei­trags­an­sprü­che ent­ste­hen gemäß § 22 Abs 1 S 1 SGB IV, sobald ihre im Gesetz oder auf­grund eines Geset­zes bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen vor­lie­gen. Bei­trags­an­sprü­che auf Sozi­al­leis­tun­gen ent­ste­hen des­halb grund­sätz­lich in dem Moment, in dem der Anspruch des Leis­tungs­emp­fän­gers hier­auf ent­stan­den ist 9.
Das dem Selb­stän­di­gen gewähr­te Übbg ist – anders als von ihm ver­tre­ten – kein Arbeits­ein­kom­menim Sin­ne von § 15 SGB IV, wie das BSG zur Befrei­ung von der Ver­si­che­rungs­pflicht in der Alters­si­che­rung der Land­wir­te bereits ent­schie­den hat 10. Viel­mehr han­delt es sich um eine Erwerbs­er­satz­ein­kom­men ver­gleich­ba­re Sozi­al­leis­tung der Bun­des­agen­tur für Arbeit. Anders als Arbeits­ein­kom­men beruht es nicht auf der selbst­stän­di­gen Tätig­keit, son­dern gleicht gera­de die unge­nü­gen­den Erträ­ge einer sol­chen Tätig­keit aus 11. Dem schließt sich das Bun­des­so­zi­al­ge­richt auch für die hier strei­ti­ge Fra­ge der Bei­trags­be­mes­sung an.
Der Anspruch des Selb­stän­di­gen auf die Sozi­al­leis­tung Übbg ent­stan­dim Sin­ne des § 40 SGB I monat­lich und war nach § 41 SGB I mit sei­nem Ent­ste­hen fäl­lig. Denn das Übbg wur­de gemäß § 57 Abs 3 S 1 SGB III aF für eine Dau­er von sechs Mona­ten geleis­tet und als lau­fen­de Geld­leis­tung nach § 337 Abs 2 SGB III monat­lich nach­träg­lich aus­ge­zahlt. Dies ent­spricht auch dem Inhalt des Bewil­li­gungs­be­schei­des der Bun­des­agen­tur für Arbeit. Dem­entspre­chend ent­stand auch der Bei­trags­an­spruch aus dem Übbg monat­lich im sel­ben Zeit­punkt wie der Leis­tungs­an­spruch.
Etwas ande­res ergibt sich nicht aus dem Gebot des § 240 Abs 1 S 2 SGB V, wonach die Bei­trags­be­las­tung die gesam­te wirt­schaft­li­che Leis­tungs­fä­hig­keit des frei­wil­li­gen Mit­glieds zu berück­sich­ti­gen hat. Die­ses Gebot betrifft – wie aus dem Zusam­men­hang mit § 240 Abs 2 SGB V folgt – in ers­ter Linie die Fra­ge, wel­che Ein­nah­men bei der Bei­trags­be­mes­sung (über­haupt) zu berück­sich­ti­gen sind, weil sie die wirt­schaft­li­che Leis­tungs­fä­hig­keit des frei­wil­li­gen Mit­glieds (mit-)bestimmen 12. Eine Aus­sa­ge im Sin­ne der Auf­fas­sung des Selb­stän­di­gen, dass bei der Bei­trags­be­mes­sung nach der wirt­schaft­li­chen Leis­tungs­fä­hig­keit eine Betrach­tung aller Ein­nah­men auf Jah­res­ba­sis zu erfol­gen habe, ist die­ser Rege­lung hin­ge­gen nicht zu ent­neh­men.
Der Zuord­nung des Übbg zu den Mona­ten, für die es dem Selb­stän­di­gen zustand, steht auch § 7 Abs 3 Nr 1 Buchst a Unter­abs 2 S 1 der Sat­zung der Kran­ken­kas­se nicht ent­ge­gen, wor­in es heißt, "Die vor­aus­sicht­li­chen Jah­res­ein­nah­men sind zu zwölf­teln". Die­se Bestim­mung kann sich von vorn­her­ein nur auf Ein­kom­mens­ar­ten bezie­hen, die auf Jah­res­ba­sis ermit­telt wer­den, also zB die Ein­nah­men des Selb­stän­di­gen aus selbst­stän­di­ger Tätig­keit oder aus Kapi­tal­ver­mö­gen. Wäre die­se Bestim­mung – wie der Selb­stän­di­ge meint – dar­über hin­aus­ge­hend auf alle Ein­kunfts­ar­ten bezo­gen, wider­sprä­che sie den vor­ste­hend dar­ge­stell­ten höher­ran­gi­gen gesetz­li­chen Rege­lun­gen und wäre inso­weit unwirk­sam. Unab­hän­gig davon führt indes­sen auch eine sys­te­ma­ti­sche Aus­le­gung der Sat­zung zu dem Ergeb­nis, dass durch § 7 Abs 3 Nr 1 Buchst a Unter­abs 2 S 1 nicht die Bemes­sung der monat­li­chen Bei­trä­ge nach einem Zwölf­tel aller in einem Jahr erziel­ten Ein­nah­men ange­ord­net wird. So lau­tet § 7 Abs 3 Nr 1 Buchst a Unter­abs 3 S 1: "Ein­ma­li­ge Leis­tun­gen, die im Lau­fe eines Jah­res vor­aus­sicht­lich bezo­gen wer­den und die wirt­schaft­li­che Leis­tungs­fä­hig­keit des Mit­glieds bestim­men, wer­den ohne Rück­sicht auf den Zeit­punkt des Zuflus­ses monat­lich mit einem Zwölf­tel berück­sich­tigt". Die­ser Rege­lung bedürf­te es nicht, wenn ohne­hin sämt­li­che Ein­nah­men inner­halb eines Jah­res unter­schieds­los zu zwölf­teln wären.
Das vom Selb­stän­di­gen im Jahr 2006 erziel­te Arbeits­ein­kom­men bzw sei­ne Kapi­tal­ein­künf­te muss­te die Kran­ken­kas­se dage­gen nicht monats­be­zo­gen berück­sich­ti­gen. Viel­mehr sind die­se Ein­nah­men – ent­spre­chend ihrer Ermitt­lung im Ein­kom­men­steu­er­recht – auf Jah­res­ba­sis zu ermit­teln und für die Fest­set­zung der monat­li­chen Bei­trä­ge mit jeweils einem Zwölf­tel zu berück­sich­ti­gen.
Die jah­res­wei­se Betrach­tung folgt für das Arbeits­ein­kom­men schon aus § 15 Abs 1 S 1 SGB IV, wonach das Arbeits­ein­kom­men dem nach den all­ge­mei­nen Gewinn­ermitt­lungs­vor­schrif­ten des Ein­kom­men­steu­er­rechts ermit­tel­ten Gewinn ent­spricht. Der Gewinn ist der Unter­schieds­be­trag zwi­schen dem Betriebs­ver­mö­gen am Schluss des Wirt­schafts­jah­res und dem Betriebs­ver­mö­gen am Schluss des vor­an­ge­gan­ge­nen Wirt­schafts­jah­res, ver­mehrt um den Wert der Ent­nah­men und ver­min­dert um den Wert der Ein­la­gen (§ 4 Abs 1 S 1 Ein­kom­men­steu­er­ge­setz (EStG)), wobei das Wirt­schafts­jahr bei Gewer­be­trei­ben­den regel­mä­ßig dem Kalen­der­jahr ent­spricht (§ 4a Abs 1 S 2 EStG). Die Maß­geb­lich­keit des nach den all­ge­mei­nen Gewinn­ermitt­lungs­vor­schrif­ten des Ein­kom­men­steu­er­rechts ermit­tel­ten Gewinns aus einer selbst­stän­di­gen Tätig­keit für die Ermitt­lung der bei­trags­re­le­van­ten Ein­nah­menim Sin­ne des § 240 SGB V ent­spricht der stän­di­gen Recht­spre­chung des Bun­des­so­zi­al­ge­richts 13. Zugleich spricht der vom Bun­des­so­zi­al­ge­richt in die­sem Zusam­men­hang eben­falls beton­te Gesichts­punkt der Ver­wal­tungs­prak­ti­ka­bi­li­tät 14, dafür – viel­fach jähr­lich anfal­len­de – Kapi­tal­ein­künf­te eben­falls auf Jah­res­ba­sis zu berück­sich­ti­gen. Abwei­chend vom Arbeits­ein­kom­men 15 und von Ein­künf­ten aus Ver­mie­tung und Ver­pach­tung 16 kann jedoch der Nach­weis über die Höhe der bei­trags­pflich­ti­gen Kapi­tal­ein­künf­te nicht (aus­schließ­lich) durch den Ein­kom­men­steu­er­be­scheid geführt wer­den. So hat das Bun­des­so­zi­al­ge­richt bereits ent­schie­den, dass der Spa­rer-Frei­be­tragim Sin­ne des § 20 Abs 4 EStG bei der Bei­trags­be­mes­sung frei­wil­lig in der GKV Ver­si­cher­ter nicht zu berück­sich­ti­gen ist 17. Zudem wer­den seit 2009 pau­schal ver­steu­er­te Kapi­tal­erträ­ge (§§ 43 ff EStG) im Ein­kom­men­steu­er­be­scheid nicht not­wen­dig aus­ge­wie­sen.
Ver­fas­sungs­recht wird durch die unter­schied­li­che bei­trags­recht­li­che Behand­lung der jewei­li­gen Ein­nah­men nicht ver­letzt. Ins­be­son­de­re liegt kein Ver­stoß gegen Art 3 Abs 1 GG vor. Selbst wenn man in der unter­schied­li­chen Ermitt­lung der wirt­schaft­li­chen Leis­tungs­fä­hig­kei­tim Sin­ne des § 240 Abs 1 S 2 SGB V bei Selbst­stän­di­gen mit Übbg-Bezug im Ver­gleich zu Selbst­stän­di­gen, die nur Arbeits­ein­kom­men aus ihrer selbst­stän­di­gen Tätig­keit erzie­len, eine Ungleich­be­hand­lun­gim Sin­ne des Art 3 Abs 1 GG erbli­cken woll­te, wäre die­se durch die vor­ste­hend auf­ge­zeig­ten Unter­schie­de bei­der Ein­nah­me­ar­ten sach­lich gerecht­fer­tigt.
Für die Fest­set­zung der Bei­trä­ge des Selb­stän­di­gen zur sPV durch die Pfle­ge­kas­se gel­ten die vor­ste­hen­den Erwä­gun­gen ent­spre­chend, da nach § 57 Abs 4 S 1 SGB XI für die Bei­trags­be­mes­sung frei­wil­li­ger Mit­glie­der der GKV § 240 SGB V ent­spre­chend anzu­wen­den ist. Gleich­zei­tig ver­weist § 8 Abs 1 S 2 der Sat­zung der Pfle­ge­kas­se für die Bemes­sung der Bei­trä­ge die­ses Per­so­nen­krei­ses zur sPV auf § 7 der Sat­zung der Kran­ken­kas­se
Bun­des­so­zi­al­ge­richt, Urteil vom 7. Mai 2014 – B 12 KR 2/​12 R
Bei­trags­be­mes­sungs­vor­schrif­ten für frei­wil­lig… Die "Ein­heit­li­chen Grund­sät­ze zur Bei­trags­be­mes­sung frei­wil­li­ger Mit­glie­der der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung (GKV) und wei­te­rer Mit­glie­der­grup­pen sowie zur Zah­lung und Fäl­lig­keit der von Mit­glie­dern selbst zu ent­rich­ten­den…
Kran­ken­kas­sen­bei­trä­ge auf das Über­brü­ckungs­geld eines… Das einem haupt­be­ruf­lich selbst­stän­di­gen frei­wil­li­gen Ver­si­cher­ten gezahl­te Über­brü­ckungs­geld ist bei der Berech­nung der Bei­trä­ge zur Kran­ken- und Pfle­ge­ver­si­che­rung in den Mona­ten zu berück­sich­ti­gen, in denen…
vgl bereits BSG SozR 4 – 5868 § 3 Nr 2[↩]
vgl zuletzt auch BSG, Urteil vom 30.10.2013 ? B 12 KR 21/​11 R[↩]
vgl all­ge­mein BSG SozR 4 – 2500 § 240 Nr 14 RdNr 17[↩]
vgl schon BSGE 87, 228, 233 ff, SozR 3 – 2500 § 240 Nr 34 S 160 ff[↩]
idF des 5. SGB III-ÄndG vom 22.12.2005, BGBl I 3676, im Fol­gen­den § 57 SGB III aF[↩]
vgl Gesetz­ent­wurf der Frak­tio­nen der CDU/​CSU und FDP zum Arbeits­för­de­rungs-Reform­ge­setz, BT-Drs. 13/​4941 S 163 f zu § 57 des Ent­wurfs; Gesetz­ent­wurf der Frak­tio­nen SPD, CDU/​CSU und Bünd­nis 90/​Die Grü­nen zum GKV-Moder­ni­sie­rungs­ge­setz (GMG), BT-Drs. 15/​1525 S 139 zu Nr 144 (§ 240) Buchst a Dop­pel­buchst aa des Ent­wurfs[↩]
zu Bei­trags­an­sprü­chen aus Ver­sor­gungs­be­zü­gen vgl BSG Urteil vom 12.12.1995 – 8 RKn 9/​94 – Die Bei­trä­ge 1996, 378, 380[↩]
BSG (10. Bun­des­so­zi­al­ge­richt) SozR 4 – 5868 § 3 Nr 2[↩]
BSG, aaO, RdNr 14[↩]
vgl Berns­dorff in juris­PK-SGB V, 2. Aufl 2012, § 240 RdNr 14[↩]
vgl BSGE 79, 133, 138 ff, SozR 3 – 2500 § 240 Nr 27 S 102 ff; BSGE 104, 153, SozR 4 – 2500 § 240 Nr 12, RdNr 15 ff mit nähe­rer Begrün­dung; BSG Urteil vom 30.10.2013 – B 12 KR 21/​11 R – zur Ver­öf­fent­li­chung in SozR 4 – 2500 § 240 Nr 19 vor­ge­se­hen[↩]
vgl BSG, aaO[↩]
BSGE 104, 153, SozR 4 – 2500 § 240 Nr 12[↩]
BSG Urteil vom 30.10.2013, aaO[↩]
BSGE 97, 41, SozR 4 – 2500 § 240 Nr 8, RdNr 19 – 20[↩]
KrankenversicherungsbeitragÜberbrückungsgeld