Source: https://www.dtad.de/details/Stadtplanung_38440_Wolfsburg-11601333_3
Timestamp: 2018-09-22 04:57:55
Document Index: 189011525

Matched Legal Cases: ['§ 141', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 5', '§ 158', '§ 158']

Ausschreibung - Stadtplanung in Wolfsburg (ID:11601333)
> DTAD-ID: 11601333
Die Höfe“ in Wolfsburg gehören zu den ersten Wohnbauten Wolfsburgs. Sie entstanden in ihren wesentlichen Teilen zwischen 1938 und 1942. Die Siedlung stellt ein seltenes Beispiel...
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Statistik Stadt Wolfsburg Geschäftsbere...
16-0046 Sanierungsträger im Sanierungsgebiet Höfe, Stadtmitte Wolfsburg.
„Die Höfe“ in Wolfsburg gehören zu den ersten Wohnbauten Wolfsburgs. Sie entstanden in ihren wesentlichen Teilen zwischen 1938 und 1942. Die Siedlung stellt ein seltenes Beispiel nationalsozialistischen Massenwohnungsbaus dar. Die ursprünglich „Wellekamp“ genannte Siedlung markiert darüber hinaus mit ihren rationalen Bautypen im traditionellen Gewand ein bedeutendes Beispiel einer NS-Siedlung im Spannungsfeld zwischen gartenstädtischem Kleinstadtideal und großstädtischem Massenwohnungsbau.
Substanz und Erscheinungsbild des Quartiers haben ihren ursprünglichen Charakter weitestgehend erhalten. Bauten und Freiräume bieten sich daher an, im umfassenden Sinne in Bezug auf die denkmalpflegerischen bzw. gartendenkmalpflegerischen Belange exemplarisch für Vergleichssiedlungen dieser Epoche untersucht und im Hinblick auf veränderte Wohnansprüche und Lebensstile hin weiterentwickelt zu werden. Ein energiesparendes, klimaschonendes und denkmalverträgliches Update der Siedlung kann einen wichtigen Beitrag für die dauerhafte Attraktivität dieses zentral gelegenen innerstädtischen Wohnstandorts leisten.
Das Wohnquartier „Die Höfe“ befindet sich in direkter Nachbarschaft zur Fußgängerzone und Einkaufsstraße Porschestraße, der Hauptschlagader Wolfsburgs, die den östlichen Abschluss des Handlungsbereichs Westliche Innenstadt markiert. Das Quartier umfasst 936 Wohn- und 55 Gewerbeeinheiten. Das vorhandene monostrukturierte Angebot vorwiegend kleiner Wohneinheiten verhindert die wünschenswerte Durchmischung der Einwohnerschaft mit unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen.
Folge dieses einseitigen Wohnungsspektrums ist u. a. ein zu geringes familienfreundliches und altengerechtes Wohnungsangebot. Das in wesentlichen Bereichen halböffentliche Wohnumfeld ist nicht klar geordnet und bietet nur wenige Bereiche mit ansprechender Aufenthaltsqualität.
In „den Höfen“ als Keimzelle der Stadt Wolfsburg sind der Zeitgeist und der Planungsansatz der Stadtgründungsphase in hervorragender Qualität ablesbar und erlebbar. Die Geschlossenheit des Ensembles erfordert daher eine ganzheitliche Sanierungsstrategie, um die Eigenart des Quartiers zu erhalten und diese zukunftsweisend weiter zu entwickeln.
Angesichts des Handlungsbedarfs zur Sicherung der Integrität des Denkmalensembles und den Anforderungen einer zeitgemäßen Sanierung der Gebäude und der Freiflächen stellte die Stadt Wolfsburg 2010 erstmals einen Antrag auf Aufnahme der Höfe in die Städtebauförderung des Bundes, Programmkomponente „Städtebaulicher Denkmalschutz“. Das 2008-2010 erarbeitete „Integrierte Entwicklungskonzept Westliche Innenstadt Wolfsburg IEK“ war die informelle Ausgangsbasis für diese Arbeit, in der auch die grundsätzliche Sanierungsbedürftigkeit des Gebietes begründet wurde. Mit einer umfassenden „Vorbereitenden Untersuchung“ gemäß § 141 (3) BauGB Anfang 2010 wurden die inhaltlichen Grundlagen erarbeitet. Sie umfasste die klassischen Themenfelder Baustruktur, Freiraum, Verkehr und Infrastruktur. Der Antrag wurde seitdem fortgeschrieben, bis im 2. Quartal 2015 die Aufnahme ins Programm erfolgte.
Flankierend zur laufenden Antragstellung wurden seit 2010 weitere Untersuchungen zur Geschichte der Höfe erarbeitet, um den Erkenntnisstand über grundlegende Planungskoordinaten in den Höfen auf eine fundierte und breite Basis zu heben. Damit sind gute Voraussetzungen gegeben, um gezielt und konzeptionell abgestimmt handeln zu können:
Denkmalschutz – Freiraum und Städtebau der Höfe
Bei zwei durchgeführten Untersuchungen stand die Sicherung der historischen Planungsgrundlagen als Ausgangpunkt für eine denkmalpflegerisch stimmige und abgesicherte Herangehensweise an die Sanierung des Quartiers im Vordergrund:
05.2011 Untersuchung zur freiraumhistorischen Bedeutung der Höfe
06.2011 Stadtbauhistorische Untersuchung des Robert-Koch-Platzes und Umfeld
Denkmalschutz – Klimaschutz / Energieeffizienz
Das Pilotprojekt Gustav-Freytag-Straße 1 in den „Höfen“ bekam beim „Klima Kommunal 2010“- Wettbewerb des Landes Niedersachsen eine Auszeichnung. Der Hauptbestandseigentümer der Höfe, die Neuland Wohnungsbaugesellschaft, hat durch ihre Beteiligung als Forschungspartner beim Modellvorhaben des BBSR verdeutlicht, dass ihr die Suche nach beispielhaften baulich-gestalterischen Lösungen für die besondere Herausforderung der konzeptionell nachhaltigen und energetisch sinnvollen Sanierung des historischen Gebäude- und Freiraumensembles der Höfe ein drängendes Anliegen ist.
11.2011 – 03.2012 Forschungsvorhaben „Die Höfe“ (Freiraum / Gebäude) im Modellvorhaben „Gebäudebestand (Energieeffizienz/Denkmalschutz)“ des BBSR
Aufbauend auf den Untersuchungsergebnissen zur Freiraumkonzeption und zu Möglichkeiten der denkmalgerechten energetischen Gebäudesanierung der Höfe konnte die Stadt Wolfsburg 2011/2012 am Modellvorhaben „Gebäudebestand (Energieeffizienz/Denkmalschutz)“ des BBSR teilnehmen. Das Forschungsvorhaben gliederte sich in die beiden Teilprojekte „Freiraum“ und „Gebäude“. Hier konnten zum einen die konstruktiven, bauphysikalischen und haustechnischen Erfordernisse für eine angemessene Modernisierung vertieft untersucht werden. Zum anderen wurden die energetischen Aspekte einer denkmalgerechten Freiraumentwicklung unter quartiersbezogenen Nachhaltigkeitsaspekten betrachtet und Anpassungsnotwendigkeiten an aktuelle Nutzerbedürfnisse herausgearbeitet. Anhand einer 3D-Visualisierung des historischen, des aktuellen und eines möglichen zukünftigen Freiraumkonzeptes können, den Bedürfnissen des heutigen Lebens angepasste und das Denkmalensemble weiterentwickelnde und stärkende Gestaltungsvorschläge nachvollzogen werden, die auf einem eigens erarbeiteten Maßnahmenkatalog nach Handlungsfeldern basieren.
Inhaltlich ergeben sich hieraus für die Höfe grundsätzliche Ziele, die aus dem vorhandenen Bestand an Gebäuden und Freiräumen sowie aus den diesen offensichtlich innewohnenden Entwicklungschancen abgeleitet werden. Dies betrifft i. W.:
Schaffung bzw. Strukturierung von energetischen, ökonomischen und wohnungswirtschaftlichen Rahmenbedingungen zur Bewahrung und Weiterentwicklung dieses bedeutenden Quartiers in seiner historischen städtebaulichen Anlage.
Nachhaltige Stärkung der Wohnungsstrukturen zur Aufrechterhaltung des attraktiven innerstädtischen Wohnungsangebotes (Stichworte: „demografischer Wandel“ und „Barrierefreiheit“).
Aufwertung und Attraktivierung des öffentlichen Raumes sowohl für die Bewohnerschaft (Stichwort: „lebenswerte und gleichzeitig das Ensemble bewahrende Wohnumfelder“) als auch für die Gesamtstadt (Stichwort: „attraktive öffentliche Straßen- und Platzräume“).
Diese grundsätzlichen Ziele sind in einem zweiten Schritt dann zu konkretisieren:
Nachhaltige Erweiterung des Spektrums an Wohnangeboten (Familien, Senioren, etc.) mit behutsamer und abgestufter Anpassung an heutige Wohnstandards.
Sicherstellen eines wohnhygienisch einwandfreien Raumklimas durch die Wahl der passenden Baukonstruktion/Haustechnik.
Energetische Optimierung der Bausubstanz unter Berücksichtigung der denkmalpflegerischen Belange.
Sichern, Wiederherstellen und Weiterentwickeln des äußeren Erscheinungsbildes der Gebäude und des Wohnumfeldes nach historischem Vorbild unter Berücksichtigung moderner Entwicklungen/Anforderungen (Verkehr, Ver- und Entsorgung, Sozialstruktur, Grünbestand, private und öffentliche Freiräume, Aufenthaltsqualität etc.).
Sanierungsträger Höfe
Durch die Aufnahme in das Bund-Länder-Programm soll die Dienstleistung eines Sanierungsträgers für die Höfe nun erstmals ausgeschrieben werden. Die anstehenden Aufgaben umfassen:
Mieter- und Eigentümerberatung als Quartiersarchitekt/in (ca. 20 %):
Wohnungs- und hausbezogene Eigentümerberatung, Erarbeitung von denkmalgerechten Modernisierungs- oder Sanierungsideen für den Hauptbestand an Gebäuden der städtischen Wohnungsbautochter Neuland und für einige wenige private Immobilieneigentümer (Erstberatung / -skizzen), Information über Förderprogramme und Finanzierungsmodelle, Motivation der Mieter und Eigentümer zur Beteiligung am Sanierungsprozess
Bürger- und Akteursbeteiligung (ca. 20 %):
Vorortpräsens im Sanierungsbüro mit mindestens 3 Stunden/Woche, Information und Einbeziehung der lokalen Akteure, Moderation von Beteiligungsprozessen, Anleitung und Unterstützung von Projektträgern bei der Projektentwicklung sowie Aufbau einer Imagekampagne
Sanierungsträgeraufgaben (ca. 20 %):
Vorbereitung rechtssicherer sanierungsrechtlicher Stellungnahmen sowie juristische Beratung in sanierungsrechtlichen Fragestellungen, Antragsbearbeitung, Fördermittelbearbeitung, Finanzverwaltung, Controlling
Unterstützung der Stadt Wolfsburg (ca. 30 %):
Mitbetreuung von Workshops und Wettbewerben unter Beteiligung der Neuland, privater Eigentümer, Mitwirkung in der verwaltungsinternen Projektgruppe, Geschäftsführung des Sanierungsbeirats, Öffentlichkeitsarbeit im Binnen- und Außenmarketing, Mitwirkung bei der Berichterstattung und Mitwirkung bei Wettbewerbsbeiträgen
Projektentwicklung (ca. 10 %):
Mitwirkung bei Entwicklung neuer Projekte, z. B. der Entwicklung von flexiblen Mieter-/ Nachbarschaftsgärten-Konzepten, Initiierung innovativer und urbaner Nutzungsformen des Gebäudebestandes für veränderte Wohnbedürfnisse, Weiterentwicklung des vorhandenen Maßnahmen-, Zeit-, Kosten- u. Finanzierungsplans, Aufbau und Mitwirkung an der Verfahrensevaluation, Abrechnung von Maßnahmen, Mittelanmeldung / Mittelabruf von der N-Bank
Für das 1. Programmjahr (2015) stehen 1 500 000 EUR an Sanierungsmitteln zur Verfügung. Ausgehend von den Maßnahmenvorschlägen der VU werden damit in 2015 gefördert:
ein Pilotprojekt im öffentlichen Raum, die Anbindung der Goethestraße an die Fuß- und Radwegeachse südlich der Goetheschule und damit auch die Integration der neuen Wohnbebauung im ehemaligen Goethepark in das Denkmalensemble.
die Beauftragung einer Rahmenplanung für das Sanierungsgebiet mit einem inhaltlichen Umgriff, der auch den nördlichen, nicht als Sanierungsgebiet ausgewiesenen, denkmalgeschützten Bereich der Höfe in die Betrachtungen mit einbezieht.
Das Vergabeverfahren ist zweistufig. Zunächst erfolgt ein Bewerbungs-/Auswahlverfahren nach den in der Veröffentlichung und den Teilnahme-/Wettbewerbsunterlagen festgelegten Eignungskriterien (1. Stufe „Teilnahmewettbewerb“). Danach werden in der 2. Stufe alle ausgewählten Bewerber, max. 5, zur Angebotsabgabe aufgefordert und schriftlich zu den Verhandlungsgesprächen eingeladen. Die Bewertung erfolgt nach den in der Einladung genannten Zuschlagskriterien. Der Auftraggeber behält sich mehrere Verhandlungsrunden vor.
Die Vergabe erfolgt stufenweise ohne Rechtsanspruch auf die Beauftragung aller Leistungsstufen. Die Vertragslaufzeit wird bis zum 31.12.2016 begrenzt. Danach kann der Auftrag durch die Inanspruchnahme jährlicher Option (geplanter Projektzeitraum ca. 8 Jahre) von der Stadt Wolfsburg verlängert werden. Dies geschieht immer unter dem Vorbehalt notwendiger Ratsbeschlüsse.
CPV-Codes: 71410000
Wolfsburg,38440.
53450-2016
2016/S 033-053450
Die in III.2.1) bis III.2.3) geforderten Erklärungen und Angaben werden u. a. im Rahmen der zu verwendenden Formblätter (Bewerbungsformular und, sofern zutreffend, Bewerbergemeinschaftserklärung sowie Verpflichtungserklärung des Subunternehmers) präzisiert und abgefordert und sind nicht separat zu erklären/abzugeben. Bei den Formblättern handelt es sich um PDF-Dateien, die im Internet (http://www.dtvp.de/Center/) angefordert und anschließend heruntergeladen werden können.
Die Formblätter sind unter Beachtung der Maßgaben dieser Bekanntmachung zwingend zu verwenden und vollständig auszufüllen und an den entsprechenden Stellen von einem Büroinhaber, einem Geschäftsführer und/oder einem bevollmächtigten Vertreter zu unterschreiben, ansonsten wird der Bewerber/die Bewerbergemeinschaft zwingend ausgeschlossen. Im Falle einer Bewerbergemeinschaft sind die Angaben des Bewerbungsbogens für das sich bewerbende Team als Ganzes vorzunehmen. Je Bewerbung ist nur ein Bewerbungsbogen zugelassen. Der bevollmächtigte Vertreter der Bewerbergemeinschaft füllt das Bewerbungsformular aus und unterschreibt das Bewerbungsformular.
Zur Abgabe der Bewerbung entsprechend Punkt IV.3.4) der Bekanntmachung ist zwingend ein Papierexemplar der Formblätter an allen dafür vorgesehenen Stellen in deutscher Sprache gut lesbar auszufüllen und rechtsverbindlich zu unterzeichnen und einschließlich der zusätzlich geforderten Nachweise in einem verschlossenen Umschlag, der außen mit dem Vermerk „VOF Sanierungsträger ‚Die Höfe‘ – Teilnahmeantrag – Bitte nicht öffnen“ gekennzeichnet ist (Aufkleber als Anlage der Formblätter), bis zu der in Ziffer IV.3.4) genannten Frist bei der unter I.I.I genannten Kontaktstelle einzureichen. Das Fehlen der Unterschrift auf dem Bewerbungsbogen führt unmittelbar zum Ausschluss aus dem weiteren Verfahren.
Die Bewerbungsunterlagen verbleiben beim Auftraggeber. Ein Anspruch auf Kostenerstattung besteht nicht. Weitere Auskünfte sind nur auf schriftliche Anfrage (Fax) oder per E-Mail erhältlich. Die Anfragen sind unter Angabe der Projektbezeichnung „16-0046 VOF Sanierungsträger ‚Die Höfe‘“ per Telefax an +49 5361282057 oder per E-Mail an zentrale-vergabestelle@stadt.wolfsburg.de zu senden. Die Fragen sind so zu formulieren, dass eine klare Antwort möglich ist. Die anonymisierten Anfragen werden mit den Antworten im Internet auf der zugangsbeschränkten Verfahrensseite kontinuierlich veröffentlicht, so dass alle potentiellen Bewerber und Bewerbergemeinschaften über den gleichen Informationsstand verfügen können. Es werden nur Anfragen zugelassen und beantwortet, die so rechtzeitig eingehen, dass der Auftraggeber 7 Tage vor Ablauf der Bewerbungsfrist die zusätzlichen Auskünfte erteilen kann.
Die im Zusammenhang mit der Vorbereitung der Aufgabenstellung bereits erstellten Projekte, Gutachten und Unterlagen können im Falle der Einladung zur Verhandlung eingesehen werden. Eine Kenntnis dieser Unterlagen ist für das Bewerbungsverfahren nicht erforderlich.
Allgemeine Informationen erhalten Sie unter http://www.wolfsburg.de/newsroom/2015/02/11/10/58/stadterneuerung-handwerkerviertel.
Alle Seiten der Bewerbungsunterlagen werden im Anschluss an den Eröffnungstermin maschinell eingescannt. Sie sind daher ungebunden und ohne Laminierung, Heftung oder ähnliche feste Verbindungen der Seiten einzureichen.
Bekanntmachungs-ID: CXP4YD2YDWD.
Der Auftragnehmer hat im Auftragsfall eine objektbezogene Berufshaftpflichtversicherung mit einer Deckungssumme von mind. 2,5 Mio. EUR je Schadensfall für Personenschäden sowie 1 000 000 EUR für sonstige Schäden nachzuweisen und für die gesamte Dauer des Vertrages aufrechtzuerhalten. Eine Erklärung, dass diese besteht bzw. im Auftragsfall abgeschlossen wird, ist erforderlich. Die Maximierung der Ersatzleistung muss mindestens das Zweifache der Deckungssumme betragen. Bei Arbeitsgemeinschaften muss der Versicherungsschutz für alle Mitglieder in voller Höhe bestehen.
(1) Allgemeine Vertragsbestimmungen zu den Verträgen für freiberuflich Tätige (AVB) der Stadt Wolfsburg.
(3) Gesetze, Verordnungen und sonstige Vorschriften des Landes Niedersachsen (siehe u. a. http:// www.ms.niedersachsen.de/themen/bauen_wohnen/oeffentliches_planungs_baurecht/13765.html).
Die Teilnahme am Bewerbungsverfahren erfolgt zwingend über das unter http://www.dtvp.de/Center/ anzufordernde und vollständig auszufüllende Bewerbungsformular sowie den dort benannten Anlagen (= Teilnahmeantrag). Gemäß Bewerbungsformular und Anlagen sind folgende Erklärungen und Nachweise einzureichen:
a) Angabe des Namens bzw. der Firma/Bezeichnung des Bewerbers bzw. des Mitglieds der Bietergemeinschaft bzw. des Dritten/Nachunternehmers mit Anschrift, eines für das Verfahren zuständigen Ansprechpartners mit Telefonnummer, Faxnummer und E-Mail Adresse. Soweit der Bewerber eintragungspflichtig ist: Auszug aus dem Handelsregister oder dem vergleichbaren Register des Heimatlandes des Bewerbers (ggf. in Kopie) sowie Eigenerklärung (s. Bewerbungsformular) des Bewerbers, dass der Auszug den aktuellen Eintragungsstand wiedergibt.
a) Eigenerklärung darüber, ob, mit wem und auf welche Weise der Bewerber bzw. das Mitglied der Bietergemeinschaft bzw. der Dritte/Nachunternehmer mit Unternehmen wirtschaftlich verknüpft ist. Eine entsprechende Erklärung wird durch die Unterschrift im Bewerbungsbogen geleistet. Wirtschaftlich verknüpfte Unternehmen dürfen sich nicht parallel bewerben. Mehrfachbeteiligungen einzelner Mitglieder einer Bietergemeinschaft sind unzulässig und können zum Verfahrensausschluss aller betroffenen Bietergemeinschaften führen. Bei wirtschaftlichen Verknüpfungen des Bewerbers/der Bewerber ist eine spätere Beteiligung dieser Büros/Firmen/Bauunternehmen an der Vergabe von Planungs-/Liefer- oder Bauleistungen ausgeschlossen. Eine entsprechende Erklärung wird durch die Unterschrift im Bewerbungsbogen geleistet. Eigenerklärung darüber, ob, mit wem und auf welche Art der Bewerber bzw. das Mitglied der Bietergemeinschaft bzw. der Dritte/Nachunternehmer auf den Auftrag bezogen in relevanter Weise mit Anderen zusammenarbeitet. Eine entsprechende Erklärung wird durch die Unterschrift im Bewerbungsbogengeleistet.
b) Eigenerklärung, dass keine Ausschlussgründe gemäß § 4 Abs. 6 und § 4 Abs. 9 VOF vorliegen. Eine entsprechende Erklärung wird durch die Unterschrift im Bewerbungsbogen geleistet. Sofern einer oder mehrere der vorgenannten Ausschlussgründe vorliegen, sind dazu nähere Angaben zu machen, um dem Auftraggeber die Prüfung der Ausnahmetatbestände des § 4 Abs. 7 und § 4 Abs. 8 VOF bzw. eine Entscheidung über die fakultativen Ausschlussgründe nach § 4 Abs. 9 VOF zu ermöglichen. Der Auftraggeber behält sich die weitere Aufklärung und das Verlangen weiterer Unterlagen vor.
c) Im Auftragsfall ist eine Versicherung gem. III.1.1) bei einem in einem Mitgliedstaat der EU oder eines Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum zugelassenen Versicherungsunternehmens nachzuweisen. Die Deckung für das Objekt muss über die Vertragslaufzeit uneingeschränkt erhalten bleiben. Auf die Möglichkeit des Abschlusses einer objektbezogenen Versicherung oder einer exzedenten Versicherung wird hingewiesen.
Die Angaben zu 1. und 2. werden als Eigenerklärung auf dem Bewerbungsformblatt gemacht. 3.
a) Bietergemeinschaften haben mit dem Teilnahmeantrag eine von sämtlichen Mitgliedern unterzeichnete Bietergemeinschaftserklärung (siehe Anlage: Erklärung/Vollmacht der Bewerber-/Bietergemeinschaft.) im Original vorzulegen. Hierin erfolgt die Benennung eines bevollmächtigten Mitglieds der Bietergemeinschaft sowie die Erklärung zu einer gesamtschuldnerischen Haftung im Auftragsfall. Diese Anlage ist nur für Bietergemeinschaften notwendig, bei Einzelbewerbungen entfällt die Notwendigkeit.
Eigenerklärung zu den Netto-Umsätzen gem. § 5 Abs. 4c VOF, soweit sie Leistungen des Bewerbers bzw. des Mitglieds der Bietergemeinschaft bzw. des Dritten/ Nachunternehmers für vergleichbare Leistungen der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre (2013-2015) betreffen (siehe Anlage). Die angegebenen Beträge werden je Bewerbung in Summe gewertet und über die abgefragten Jahre gemittelt. Eine entsprechende Erklärung über den Umsatz wird durch die Unterschrift im Bewerbungsbogen geleistet.
Der Mindestumsatz für vergleichbare Leistungen beträgt 100 000 EUR p. a. im Mittel.
1. Darstellung (s. Bewerbungsformular) der Zahl der in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren (2013, 2014, 2015) jahresdurchschnittlich beschäftigten mitarbeitenden PlanerInnen (einschließlich Führungskräfte) insgesamt und aufgeschlüsselt in:
a. Mitarbeitende PlanerInnen (einschließlich Führungskräfte) im Leistungsbild Stadtplanung;
b. Mitarbeitende PlanerInnen (einschließlich Führungskräfte) im Leistungsbild Stadtplanung mit mindestens 5 Jahren Berufserfahrung.
Nachweis der beruflichen Befähigung des Bewerbers und/oder der Führungskräfte des Unternehmens, insbesondere der für die Dienstleistung verantwortlichen Personen durch Nachweis der Studiennachweise und Bescheinigungen.
2. Darstellung (s. Bewerbungsformular) der Personen, die für die zu vergebenden Leistungen vorgesehen sind. Die Angaben sind auf die Projektleitung/ Stellvertretende Projektleitung zu beschränken. Folgende Angaben sind zu tätigen: Name; Akademischer Grad/Titel; Dauer der Berufserfahrung im Leistungsbild Stadtplanung insgesamt und in der Position als ProjektleiterIn/stellvertretende(r) ProjektleiterIn im Leistungsbild Stadtplanung.
3. Darstellung von Angaben für die in Ziff. II.1.5) beschriebenen Leistungen (s. Bewerbungsformular) mindestens zu 1 und maximal zu 3 Referenzprojekten als anerkannter Sanierungsträger nach § 158 BauGB, die in den letzten 5 Jahren (03/2011 bis 03/2016) bearbeitet oder erfolgreich abgeschlossen wurden und die mit den in Ziff. II.1.5) beschriebenen Leistungen nach Art und Umfang vergleichbar sind.
Referenzschreiben des Auftraggebers, die den erfolgreichen Abschluss hinsichtlich der Kosten und/ oder Termine, Qualitäten und Zusammenarbeit belegen, können der Bewerbung als Anlage beigefügt werden und gehen dann positiv in die Bewertung ein. Die Auftraggeberin behält sich vor, Erkundigungen beim jeweiligen Auftraggeber einzuholen.
— Bei Bietergemeinschaften/ Nachunterunternehmern zusätzlich: Auftragnehmer (Mitglied der Bietergemeinschaft bzw. Nachunternehmer);
— Projektumfang (bearbeitet bzw. nicht bearbeitet: Moderation von Veranstaltungen / Formen der Bürgerbeteiligung / Städtebauliche Studien / Sanierungsrechtliche Beratung / Sanierungsrechtliche Stellungnahmen / Erarbeitung städtebaulicher Förderanträge / Bauberatung als Quartiersarchitekt / Wettbewerbsbetreuung / Fortschreibung Rahmenplanung / Erarbeitung Bebauungsplanung / Öffentlichkeitsarbeit / Akquisition von Drittmitteln) Fehlt eine oder mehrere der vorgenannten Angaben, so wird das entsprechende Referenzprojekt nicht in die Wertung aufgenommen.
Der Bewerber muss mind. eine Referenz als beauftragter Sanierungsträger gem. § 158 BaugGB vorweisen können.
Der Bewerber muss mind. 2 StadtplanerInnen (einschließlich der Führungskräfte) im vergleichbaren Leistungsbild im Mittel der letzten 3 Jahre ( 2013, 2014, 2015) beschäftigen.