Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ+88%2C+373
Timestamp: 2019-12-10 10:02:23
Document Index: 75361299

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 311', 'BGH', '§ 661', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 241', '§ 598', 'BGH', '§ 543', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 03.11.1983 - III ZR 125/82 - dejure.org
https://dejure.org/1983,423
BGH, 03.11.1983 - III ZR 125/82 (https://dejure.org/1983,423)
BGH, Entscheidung vom 03.11.1983 - III ZR 125/82 (https://dejure.org/1983,423)
BGH, Entscheidung vom 03. November 1983 - III ZR 125/82 (https://dejure.org/1983,423)
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Architektenwettbewerb - Auslober - Preisträger - Beauftragung mit weiteren Architektenleistungen
VK Nordbayern, 12.08.2004 - 320.VK-3194-29/04
BGHZ 88, 373
NJW 1984, 1533
BauR 1984, 196
LG Kiel, 22.01.1998 - 8 S 160/97
Tischreservierung - Cic (nunmehr § 311 Abs. 2 BGB <Fassung seit 1.1.02>), …
Es handelt sich hier auch nicht darum, ein Gefälligkeitsverhältnis von einem rechtlich bindenden Vertrag abzugrenzen (vgl. hierzu BGHZ 88, 373 [382] = NJW 1984, 1533 = LM § 661 BGB Nr. 5).
den Gelegenheit innerhalb der gegebenen rechtlichen Verpflichtung zu handeln, der Beklagten gegenüber zum Ausdruck kommen müssen (vgl. BGHZ 88, 373, 382) [BGH 03.11.1983 - III ZR 125/82], was nach den Feststellungen des Berufungsgerichts nicht geschehen ist.
Für diese Frage ist maßgebend, ob anhand objektiver Kriterien auf Grund der Erklärungen und des sonstigen Verhaltens der Parteien der Wille, eine rechtsgeschäftliche Bindung einzugehen, festgestellt werden kann (Senatsurteil BGHZ 88, 373, 382 m.w.Nachw.).
Dabei kommt dem Anlass und dem Zweck der Gebrauchsüberlassung, ihrer wirtschaftlichen Bedeutung und der Interessenlage der Parteien entscheidende Bedeutung zu (vgl. BGHZ 21, 102, 107; 88, 373, 382; 92, 164, 168;… Palandt/Heinrichs, BGB, 62. Auflage, Einleitung vor § 241 RN 5;… Palandt/Weidenkaff, a. a. O., Einführung vor § 598, RN 7).
Grundlage der Ausschreibung waren die Allgemeinen Auslobungsbedingungen (AAB) der Beklagten in der Fassung vom 14. Januar 1993, die ihrerseits auf den Grundsätzen und Richtlinien für Wettbewerbe auf den Gebieten der Raumplanung, des Städtebaus und des Bauwesens aus dem Jahre 1977 beruhten (GRW 1977; veröffentlicht unter anderem im Ministerialblatt NW 1980, 1278, 1515 [Senatsurteil BGHZ 88, 373, 375]).
So liegt es hier: Das Berufungsgericht hat in den Urteilsgründen ausgeführt, es halte die Zulassung der Revision gemäß § 543 Abs. 2 Nr. 1 und 2 ZPO n.F. für erforderlich, "damit die in der Entscheidung BGHZ 88, 373 ff entwickelten Grundsätze fortgebildet werden können".
b) Der "triftige" Grund im Sinne des Senatsurteils BGHZ 88, 373, 385 muß daher nicht den Anforderungen genügen, die an einen wichtigen Grund als Voraussetzung für die außerordentliche Kündigung eines Dauerschuldverhältnisses zu stellen sind.
Maßgeblich hierbei sind vor allem die wirtschaftliche und rechtliche Bedeutung der Angelegenheit und die Interessenlage der Parteien (vgl. Senatsurteile BGHZ 88, 373, 382 [BGH 03.11.1983 - III ZR 125/82] und 92, 164, 168 sowie v. 14. November 1991 - III ZR 4/91 - NJW 1992, 498 [BGH 14.11.1991 - III ZR 4/91]).
88Zwar hat der Beklagte eine rechtsgeschäftliche Verpflichtungserklärung über die Betrauung des ersten Preisträgers mit den Architektenleistungen abgegeben (so auch BGHZ 88, 373 (382ff.)).
89Die Formulierung "beabsichtigt" (Ziffer 11.1.1 der Auslobung) bringt eine Abschwächung und Einschränkung der eingegangenen rechtlichen Bindung zum Ausdruck bringt (vgl. wiederum BGHZ 88, 373 (385)).
Der "triftige" Grund im Sinne der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (BGHZ 88, 373 (385); NZBau 2004, 453), muss daher nicht den Anforderungen genügen, die an einen wichtigen Grund als Voraussetzung für die außerordentliche Kündigung eines Dauerschuldverhältnisses zu stellen sind.
Zur Frage der Beauftragung des Preisträgers eines Architektenwettbewerbs mit den weiteren Architektenleistungen, wenn das Projekt nicht von dem Auslober, sondern von einem Dritten durchgeführt werden soll (Ergänzung zu BGHZ 88, 373 [BGH 03.11.1983 - III ZR 125/82]).
Das Berufungsgericht folgt damit der Beurteilung einer vergleichbaren (ebenfalls an der Nr. 5.1.1 GRW 1977 orientierten) Klausel durch den erkennenden Senat (Senatsurteil BGHZ 88, 373, 382 ff) [BGH 03.11.1983 - III ZR 125/82].
Diese Beurteilung entspricht der Auffassung des Senats in dem angeführten Urteil (BGHZ 88, 373, 385) [BGH 03.11.1983 - III ZR 125/82].
Muss Preisträger des Architektenwettbewerbs beauftragt werden?
VK Nordbayern, 28.01.2003 - 320.VK-3194-42/02
Muss Preisträger des Architektenwettbewerbs Auftrag erhalten?