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Timestamp: 2016-10-24 01:53:43
Document Index: 195936235

Matched Legal Cases: ['Art. 105', 'Art. 105', 'Art. 97', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 61', 'BGE', 'Art. 28', 'Art. 16', 'Art. 28']

9C_485/2015 (11.08.2015)
9C_485/2015 � � Urteil vom 11. August 2015
Beschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Z�rich vom 15. Mai 2015.
Mit Verf�gung vom 27. Januar 2014 verneinte die IV-Stelle des Kantons Z�rich u.a. gest�tzt auf das Gutachten der medizinischen Gutachterstelle B.________ vom 3. Oktober 2013 den Anspruch des A.________ auf eine Rente der Invalidenversicherung.
Die Beschwerde des A.________ wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich mit Entscheid vom 15. Mai 2015 ab.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beantragt A.________, der Entscheid vom 15. Mai 2015 sei aufzuheben und ihm f�r die Zeit vom 1. November 2011 bis 31. Juli 2013 eine ganze Rente und ab 1. August 2013 eine halbe Rente auszurichten; eventualiter sei die Sache an die Vorinstanz zur Durchf�hrung eines Obergutachtens zur�ckzuweisen.
Die Vorbringen in der Beschwerde betreffen ausschliesslich die tats�chlichen Grundlagen des angefochtenen Entscheids.
1.1.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz auf R�ge hin oder von Amtes wegen berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Artikel 95 beruht, und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 105 Abs. 2 BGG; vgl. auch Art. 97 Abs. 1 BGG).
Eine Sachverhaltsfeststellung ist nicht schon dann offensichtlich unrichtig, wenn sich Zweifel anmelden, sondern erst, wenn sie eindeutig und augenf�llig unzutreffend ist (BGE 132 I 42 E. 3.1 S. 44). Es liegt noch keine offensichtliche Unrichtigkeit vor, nur weil eine andere L�sung ebenfalls in Betracht f�llt, selbst wenn diese als die plausiblere erscheint (statt vieler Urteil 9C_311/2013 vom 12. November 2013 E. 2.1). Eine Sachverhaltsfeststellung ist etwa dann offensichtlich unrichtig, wenn das kantonale Gericht den Sinn und die Tragweite eines Beweismittels offensichtlich falsch eingesch�tzt, ohne sachlichen Grund ein wichtiges und f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidendes Beweismittel nicht beachtet oder aus den abgenommenen Beweisen unhaltbare Schl�sse gezogen hat (BGE 129 I 8 E. 2.1 S. 9; Urteil 4A_67/2014 vom 4. M�rz 2015 E. 2.2). Nach denselben Grunds�tzen beurteilt sich, ob die konkrete Beweisw�rdigung rechtsfehlerhaft (unhaltbar, willk�rlich; BGE 135 II 145 E. 8.1 S. 153) ist.
Inwiefern das kantonale Gericht den Sachverhalt offensichtlich unrichtig festgestellt oder die Beweise willk�rlich gew�rdigt haben soll, ist in der Beschwerde klar und detailliert aufzuzeigen (BGE 130 I 258 E. 1.3 S. 261; Urteil 9C_619/2014 vom 31. M�rz 2015 E. 2.2). Auf ungen�gend begr�ndete R�gen oder bloss allgemein gehaltene appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246 mit Hinweis; Urteil 9C_28/2015 vom 8. Juni 2015 E. 1.2).
1.2.�Einem �rztlichen Bericht kommt Beweiswert zu, wenn er f�r die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden ber�cksichtigt und in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, wenn die Beschreibung der medizinischen Situation und Zusammenh�nge einleuchtet und die Schlussfolgerungen des Arztes begr�ndet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232). Bei einander widersprechenden medizinischen Berichten hat das kantonale Versicherungsgericht im Rahmen umfassender und pflichtgem�sser Beweisw�rdigung die Gr�nde anzugeben, weshalb es auf den einen und nicht auf den andern abstellt (Art. 61 lit. c ATSG; BGE 125 V 351 E. 3a S. 352).
Das Bundesgericht pr�ft grunds�tzlich frei, ob einem Arztbericht Beweiswert zukommt (Urteil 8C_449/2014 vom 11. Dezember 2014 E. 3).
2.1.�Der Beschwerdef�hrer r�gt, die Vorinstanz habe sich kaum kritisch mit dem Beweiswert des Gutachtens der medizinischen Gutachterstelle B.________ vom 3. Oktober 2013 auseinandergesetzt und sei einfach den Ausf�hrungen der Experten gefolgt. Diese begr�ndeten namentlich ihre von den Fachkollegen abweichende Beurteilung nicht. Wie der Beschwerdef�hrer indessen selber festh�lt, hat die Vorinstanz erkannt, dass die Gutachter nicht explizit begr�ndeten, weshalb sie lediglich bis Ende Juni 2011 von einer Arbeitsunf�higkeit ausgingen, und folgerichtig nicht darauf abgestellt. Sie hat die Akten dahingehend gew�rdigt, dass (jedenfalls) seit November 2011 (fr�hest m�glicher Rentenbeginn; Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) eine Arbeitsf�higkeit von 100 % in leidensangepassten T�tigkeiten gem�ss dem medizinischen Belastungsprofil im Administrativgutachten vom 3. Oktober 2013 bestanden habe. Nach ihren nicht offensichtlich unrichtigen Feststellungen pr�sentierte sich der Zustand im Zeitpunkt der Begutachtung (September 2013) nicht wesentlich anders als im November 2011 und die damaligen Befunde (Tinnitus im linken Ohr samt vermindertem H�rverm�gen, Taubheitsgef�hl im Bereich der Operationsnarbe, unvollst�ndiger Augenschluss), soweit sie �ber die aktuellen hinausgegangen sein sollten, sind von keiner Relevanz f�r die Frage der Arbeitsf�higkeit.
2.2.�Sodann steht die Expertise nicht in Widerspruch zu den echtzeitlichen fach�rztlichen Berichten, namentlich denjenigen des Neurochirurgen Prof. Dr. med. C.________ vom 8. Januar und 28. September 2012, wie die Vorinstanz dargelegt hat. Insbesondere wurde in keinem dieser Berichte �ber Beeintr�chtigungen des Konzentrations- und Auffassungsverm�gens sowie der Anpassungsf�higkeit und Belastbarkeit berichtet; im Bericht der Neurochirurgischen Klinik des Spitals D.________ vom 29. Juni 2011 wurden solche Defizite ausdr�cklich verneint. Die gutachterliche retrospektive Einsch�tzung, eine Arbeitsunf�higkeit f�r jegliche T�tigkeiten mehr als sechs Monate nach erfolgreicher Operation eines gutartigen Tumors des Kleinhirnbr�ckenwinkels sei aus neurologischer Sicht nicht nachvollziehbar (angefochtener Entscheid S. 8), �berzeugt. Im �brigen hielt Prof. C.________ in seinem nicht datierten Bericht vom M�rz 2013 fest, dass z.B. leichte Arbeit als Lagerist ohne k�rperliche Belastung m�glich sei. Im selben Sinne �usserte er sich im Antwortschreiben vom 23. April 2013 auf die erg�nzende Frage der Beschwerdegegnerin nach der Arbeitsf�higkeit und einem optimal angepassten zumutbaren Arbeitsprofil. Der Umstand, dass der Versuch einer Ausbildung zum Gabelstaplerfahrer im Rahmen der Arbeitslosenversicherung erfolglos verlief, ist insofern nicht von Bedeutung, als diese T�tigkeit nicht dem im Gutachten umschriebenen medizinischen Belastungsprofil entspricht. Schliesslich ist nicht ersichtlich, inwiefern es widerspr�chlich sein soll, dass die Neurologin der Abkl�rungsstelle aus dem - unbestritten - tiefen Irfen-Spiegel folgerte, dass die geklagten Kopfschmerzen offensichtlich keiner regelm�ssigen Behandlung bed�rften.
2.3.�Die �brigen Vorbringen, soweit damit nicht appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid ge�bt wird, verm�gen nicht aufzuzeigen, inwiefern die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung offensichtlich unrichtig und die Beweisw�rdigung unhaltbar ist. Insbesondere wurde im Rahmen der Begutachtung ber�cksichtigt, dass sich die Fascialisparese, die Glossopharyngeusparese links und die Hyp�sthesie (des Nervus trigenimus) im Gesic ht noch nicht vollst�ndig zur�ckgebildet hatten.
Der vorinstanzliche Einkommensvergleich (Art. 16 ATSG i.V.m. Art. 28a Abs. 1 IVG) ist nicht bestritten. Es besteht kein Anlass zu Weiterungen.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich, dem Bundesamt f�r Sozialversicherungen und der Freiz�gigkeitsstiftung der Z�rcher Kantonalbank, Z�rich, schriftlich mitgeteilt.