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Timestamp: 2020-08-09 17:18:44
Document Index: 389165919

Matched Legal Cases: ['§ 25', '§ 25', '§ 25', '§ 25', '§ 25', '§ 2']

Anforderung von älterem Gutachten der DRV | Ihre Vorsorge
Anforderung von älterem Gutachten der DRV
Anfang 2014 musste ich aufgrund jahrelanger schwerwiegender Erkrankungen einen EM-Rentenantrag stellen.
Dieser wurde nach einem orthopädischen Gutachten seitens der DRV binnen 8 Tagen abgelehnt.
Von meinem Psychologen wurde mir damals ein Rentenberater für den Widerspruch empfohlen.
Diesen Rentenberater suchte ich auf, unterschrieb eine Vergütungsvereinbarung....
Er meinte, das wir keinen Widerspruch einlegen sollten, sondern bis Juli abwarten ( wegen der 2 zusätzlich angerechneten Jahre) und einen NEUantrag stellen würden.
Auch das Gutachten der DRV wollte das Rentenbeatungsbüro anfordern, um Einsicht nehmen zu können.
Leider hat mein Rentenberater bis heute nichts erledigt und ich werde zu einem Anwalt für Sozialrecht wechseln.
Nun meine Frage: Habe ich die Möglichkeit, dieses DRV-Gutachten ( das zur Rentenablehnug führte), selber anzufordern, bzw. ist es ca. 3 Monate nach der Rentenablehnung bereits zu spät, um an dieses Gutachten zu kommen?
Falls ich ein Recht auf dieses Gutachten haben sollte, wie kann ich an dieses kommen?
(Die DRV sagte nämlich auf Anfrage meinerseits, das ich dieses Gutachten NICHT selber anfordern kann!)
Für hilfreiche Antworten wäre ich sehr, sehr dankbar.
M.f.G. Laie11
Natürlich haben sie ein Recht auf ihre gesamte Akte.
Gemäß ³ 25 SGB X
Ohne die erforderlichen Unterlagen wie Gutachten und sozialmedizinische Beurteilung der Rentenversicherung kann man keinen vernünftigen Widerspruch schreiben. Haben sie wenigstens fristwahrend den Widerspruch eingereicht?
Fängt der Rentenberater mit dem Buchstaben E. an?
Diesen Paragraphen habe ich bei der DRV bereits genannt, aber trotzdem zu hören bekommen, das ICH mein Gutachten nicht anfordern kann.
Widerspruch wurde auf Anraten meines Rentenberaters NICHT eingelegt, da er der Meinung war, ein Neuantrag ab Juli würde mir mehr Rente ( Geld) bringen.....
Da ich keinerlei Erfahrung mit solchen Dingen habe, klang das für mich plausibel...
Außerdem steht ein erneuter Klinikaufenthalt an und damit auch wieder neue Arztberichte, mit denen man hoffentlich bei einem Neuantrag mehr Chancen hat.
Mit meinem Rentenberater ( der sich gut bezahlen lässt!), bin ich anscheinend schlecht beraten gewesen....
Der Mensch hat viel angekündigt ( was er alles in die Wege leiten wird), und leider nichts gemacht.
War auch nie zu erreichen.
Sein Name beginnt mit D.!
Da hat man Sie gewaltig über den Tisch gezogen.
•Ein Rentenberater ist absolut unnötig in solchen Fällen.Da fragt man sich,hat der Psychologe eine Vermittlungsgebühr vom Rentenberater bekommen?
•Für einen Monatsbeitrag von ca.5 € hätte das auch ein Sozialverband wie der VdK erledigt.
Hallo,ich kann auch nur positives vom VDK berichten,sie haben in meiner Erwerbsrenten Angelegenheit,alles super gemacht.Es wird doch einen Sozialverband in ihrer Nähe geben,ich kann nur sagen wenden Sie sich dahin,da wird Ihnen umgehend geholfen.Die fordern auch das Gutachten an.monikap.
die Auskunft ist definitiv falsch. Haben sie es schriftlich angefordert?
Das mit der Aussage im Juli bereits einen weiteren Antrag zu stellen ist auch falsch.
Frühestens im Okt. 2014 können sie den Antrag stellen um die 2 weiteren Jahre Zurechnungszeit zu erhalten. Des Weiteren geht es immer darum, wenn der Leistungsfall eingetreten ist.
Ist bei Ihnen in der nähe eine Beratungsstelle der Rentenversicherung. Wenn ja, können sie dort ihre Akte einsehen.
www.krank-ohne-rente de-
Hallo laie11,
wäre es möglich, mit Ihnen Email-Kontakt aufzunehmen, da ich in der exakt gleichen Situation bin? Verschwiegenheit ist selbsverständlich Ehrensache!
Mfg. Dorothea
Guten Tag @laie11
es reicht nicht aus einen § aus dem SGB X zu zitieren ohne das man sich mal den Inhalt der Vorschrift ansieht.
>>(Die DRV sagte nämlich auf Anfrage meinerseits, das ich dieses Gutachten NICHT selber anfordern kann!)
Upps, hier fehlt ein Teil meines Textes
Sie sind bei einem Psychologen in Behandlung.
Schreiben Sie der DRV man möge das Gutachten bitte ihrem Psychologen übersenden. Das sagt nämlich auch die zitierte Vorschrift.
Hallo @ Gigi,
das ein psychologisches Gutachten nur von meinem Arzt angefordert werden kann ist klar.
Bei meinem Gutachten handelte es sich aber um ein rein orthopädisches Gutachten.
M. F. G. Laie11
Ich war auch bei einem Orthopäden zur Begutachtung,da hat mein behandelnder Orthopäde das Gutachten bekommen und er arbeitet es dann mit ihnen durch.monikap.
Sie können jederzeit die DRV auffordern eine Kopie des gewünschten Gutachtens an Ihren behandelnden (Haus-)arzt zu senden.
den Beiträgen von Gigi und Cassandra ist aus meiner Sicht zuzustimmen.
Es ist ein „alter Hut“, dass die Rentenversicherung bei der Akteneinsicht nach § 25 SGB X SGB X - Einzelnorm gerne Probleme macht und das Verfahren unnötig verkompliziert, anstatt die gewünschten Unterlagen (meist Gutachten und interne beratungsärztliche Auswertung … ) einfach per Kopien oder Fax zu übersenden.
Wer von Solchem betroffen ist, ruft am besten mit der Bitte um Hilfe mal kurz bei Herrn Ahlmeyer im Bundesversicherungsamt an: Tel. 0228 619 1541. Das Bundesversicherungsamt arbeitet derzeit als Rechtsaufsichtsbehörde an dieser Problematik.
Und es ist eine bösartige Unterstellung, dass die DRV beim Wunsch auf Akteneinsicht "gerne Probleme" macht. Denn die Mitarbeiter der DRV haben noch weitere Vorschriften des § 25 SGB X zu beachten und können nicht einfach so Kopien der Gutachten übersenden.
als Beispiel aus der rechtlichen Arbeitsanweisung der DRV:
"Soweit die Akten Angaben über gesundheitliche Verhältnisse eines Beteiligten enthalten, kann die Behörde statt Gestattung der Einsichtnahme den Inhalt der Akten dem Beteiligten durch einen Arzt vermitteln lassen (§ 25 Abs. 2 S. 1 SGB 10). Diese Möglichkeit dient insbesondere dem besseren Verständnis der nicht medizinisch ausgebildeten Beteiligten.
Die Behörde soll den Inhalt der Akten nach Absatz 2 Satz 2 der Vorschrift durch einen Arzt vermitteln lassen, soweit zu befürchten ist, dass die Akteneinsicht dem Beteiligten einen unverhältnismäßigen Nachteil, insbesondere an der Gesundheit, zufügen würde. Diese Regelung soll zum Schutz des Betroffenen vor nachteiligen Auswirkungen auf seine Gesundheit oder sein Wohlbefinden sicherstellen, dass ärztliche Gutachten, soweit sich diese mit schweren Erkrankungen oder der voraussichtlichen Lebensdauer befassen, nach Möglichkeit nur durch einen Arzt eröffnet werden.
Enthalten die Akten Angaben über gesundheitliche Verhältnisse eines Beteiligten, so hat die Behörde die Akten und Gutachten auf medizinische und psychologische Aussagen und Wertungen zu prüfen. Die Behörde soll sich Kenntnis verschaffen, ob der Betroffene über seine gesundheitlichen Verhältnisse Bescheid weiß, und sie hat abzuwägen, ob dieser durch die Kenntnisnahme Schäden (z. B. Schock, psychische Schäden) erleiden kann. Regelmäßig wird die Frage, ob insbesondere die Voraussetzungen des § 25 Abs. 2 S. 2 SGB 10 vorliegen, am besten von einem Arzt beurteilt werden können. Es empfiehlt sich daher in diesen Fällen, die vorherige Einbeziehung des Ärztlichen Dienstes und dessen Stellungnahme, ob die Einsichtnahme in die betroffenen Akten bzw. Aktenteile mit Rücksicht auf den Beteiligten gesundheitlich unbedenklich ist oder ob der Inhalt der Akten mit den Angaben über die gesundheitlichen Verhältnisse eventuell durch einen Arzt - ggf. welchen - vermittelt werden soll. Ausnahmsweise kann auch der behandelnde Arzt eingeschaltet werden, wenn die schriftliche Einwilligung des Betroffenen vorliegt.
Das Verfahren zur Akteneinsicht liegt im Ermessen der Behörde; sie hat zu entscheiden, ob sie die Akteneinsicht mit Hilfe des Arztes oder durch ihn gewähren will. Besteht der Beteiligte darauf, die Akte persönlich einzusehen oder durch seinen Bevollmächtigten einsehen zu lassen, so muss die Behörde auch bei Vorliegen der besonderen Voraussetzungen dem Gesuch entsprechen."
Außerdem kommt dazu, dass die DRV für Kopien aus den Akten Geld verlangen kann.
"Nach § 25 Abs. 5 S. 2 SGB 10 kann der Rentenversicherungsträger für die Erteilung von Ablichtungen Ersatz seiner Aufwendungen in angemessenem Umfang verlangen. Als angemessen ist nicht nur eine kostendeckende Gebühr anzusehen. Unter Orientierung an § 2 Abs. 2 des am 01.07.2004 in Kraft getretenen Rechtsanwaltvergütungsgesetzes (RVG) in Verbindung mit Anlage 1 Nr. 7000 zu 1. des RVG sind für Fotokopien aus Verwaltungsakten des Rentenversicherungsträgers regelmäßig Gebühren in Höhe von 0,50 Euro je Ablichtung für die ersten 50 Seiten und in Höhe von 0,15 Euro für jede weitere Seite zu erheben, jedoch keine Postentgelte. Auf die Einziehung der Gebühren ist zu verzichten, wenn sie im Einzelfall den Gesamtbetrag von 5 Euro nicht übersteigen, sodass bis zu 10 Ablichtungen kostenfrei sind; die Kosten der Einziehung würden in keinem angemessenen Verhältnis zur Höhe des Anspruchs stehen."
Erfahrungsgemäß sind die wenigsten Versicherten bereit, für diese Kopien zu zahlen. Bei 50 Seiten, die schnell zusammen kommen, wären dies immerhin 25,- EUR!
Deshalb ist es m.E. ratsam, einen Bevollmächtigten (Sozialverband oder Anwalt für Sozialrecht) einzuschalten. Dieser erhebt die Akten bei der DRV, kann sich ein genaues Bild über die Sachlage machen, fertigt die Kopien selbst an und bespricht die Angelegenheit mit seinem Mandanten.
@laie11
Dieser Rentenberater war ja wohl eine Oberpfeife seines Faches. M.E. hatte er einfach keine Lust, in ein Widerspruchsverfahren einzusteigen. Kostet Zeit und Geld und im schlimmsten Fall ein Klageverfahren. Ein Antragsverfahren ist so viel einfacher zu händeln....
Und es ist eine bösartige Unterstellung, dass die DRV beim Wunsch auf Akteneinsicht "gerne Probleme" macht.
...dem kann ich nur zustimmen, dass die DRV keine Probleme macht (zumindest wenn es von 'offizieller' Seite angefordert wird). Aktenanforderungen über das Versicherungsamt (wozu dafür einen kostenpflichtigen Rentenberater?) werden regelmäßig stattgegeben, um sie in den Diensträumen einzusehen und den Versicherten bei der Begründung zu helfen - was bei med. Dingen 'etwas' schwierig ist. Zumindest sieht man die Hintergründe, wenn mal wieder ein 'Blanko-Ablehnungsbescheid' kam und kann den Versicherten dann ggf. an in diesem Bereich versiertere Institutionen verweisen ...wenn der Widerspruch nicht grad wegen eingewachsener Zehennägel war (obwohl, Balletttänzer/innen … ;-)
PS: nur 1x kam mir eine DRV 'pampig', die statt Versicherten- und Gutachterakte nur eine Kopie des letzten Reha-Gutachtens übersandte - toll, der Entscheidungsweg zur Ablehnung war somit 'klar' nachzuvollziehen ...hat die MA/DRV dann aber auch eingesehen, Akte kam ein paar Tage drauf.
es ist keine bösartige Unterstellung.
Bei manchen Rentenversicherungsträger funktioniert die Übersendung des Gutachten ohne Probleme, manche benötigen einen gewissen Druck.
Nach Einschaltung des BVA funktioniert es-warum erst dann?
Ohne das Gutachten und die Stellungnahme der RV ist keine Widerspruchsbegründung möglich.
Es gibt eben noch versierte Menschen, die keinen VdK oder RA benötigen um einen Widerspruch gegen die RV mit Erfolg zu schreiben.
Die letzten 2 User können anscheinend keine Kritik vertragen.
Wahrscheinlich Beschäftigte der RV.
Konstruktive Kritik wird immer gerne angenommen. Aber in Ihrem 1. Thread haben SIE den "alten Hut" genannt und alle RV-Mitarbeiter über einen Kamm geschoren. Sie müssen schon bei den Tatsachen bleiben.
Und meine Argumente sind keinesfalls von der Hand zu weisen. Denn oftmals machen uns die Versicherten selbst einen Strich durch die Rechnung, z.B. weil sie nicht gewillt sind, für Kopien zu zahlen. Bei der RV ist ja sowieso alles umsonst. Oder weil wir eine Akteneinsicht aus gesundheitlichen Gründen des Vers. nicht direkt mit ihm, sondern über seinen HA gewähren sollen.
Sie haben keine Ahnung, was man da manchmal zu hören bekommt!