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Timestamp: 2016-10-28 04:38:32
Document Index: 222258812

Matched Legal Cases: ['Art. 9', 'Art. 9', 'Art. 29', 'Art. 86', 'Art. 29', 'Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 9', 'Art. 336', 'Art. 336', 'BGE', 'Art. 336', 'Art. 336', 'BGE', 'BGE', 'Art. 336', 'BGE', 'Art. 336', 'Art. 2', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 2', 'BGE', 'Art. 336', 'BGE']

1P.250/2000 (26.02.2001)
X.________, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Rudolf Mosimann, Baarerstrasse 12, Zug,
Art. 9 und 29 Abs. 2 BV (�ffentliches Dienstrecht), hat sich ergeben:
A.- Dr. med. X.________ wurde auf den 1. Dezember 1983 als Chefarzt der gyn�kologisch-geburtshilflichen Abteilung ("GGA") am Kantonsspital Zug angestellt.
Mit Beschluss vom 18. Februar 1997 beauftragte der Regierungsrat im Rahmen des "Versorgungskonzeptes 2000/Umsetzungsphase Kantonsspital" den operativen Steuerungsausschuss unter anderem mit der Ausarbeitung eines Konzeptes f�r die Neuorganisation der GGA. Zur Realisierung und Umsetzung der Vorgaben wurde das Teilprojektteam Gyn�kologie mit Dr. X.________ als Projektleiter und mit dem Unternehmensberater A.________ eingesetzt. Am 23. September 1997 erstattete der Unternehmensberater A.________ zu Handen der Sanit�tsdirektion (heute Gesundheitsdirektion) einen zusammenfassenden Bericht und stellte unter anderem Antrag auf Aufl�sung des Arbeitsverh�ltnisses mit Dr. X.________. Mit Stellungnahme vom 1. Oktober 1997 unterst�tzte die Direktion des Kantonsspitals die Antr�ge des Berichts von A.________ vom 23. September 1997. Mit Schreiben vom 2. Oktober 1997 und 10. November 1997 r�umte die Sanit�tsdirektion Dr. X.________ Gelegenheit zur Stellungnahme ein.
Am 16. Dezember 1997 beschloss der Regierungsrat des Kantons Zug auf Antrag der Sanit�tsdirektion, den erneuerten Arbeitsvertrag vom 6. April 1992 mit Dr. X.________ unter Einhaltung der sechsmonatigen K�ndigungsfrist per Ende Juni 1998 zu k�ndigen. Ab dem 1. M�rz 1998 sollte Dr. X.________ vom Dienst freigestellt werden. Die Sanit�tsdirektion wurde erm�chtigt, Dr. X.________ bereits zu einem fr�heren Zeitpunkt freizustellen, wenn dies f�r die Aufrechterhaltung eines geordneten Betriebes notwendig sein sollte. Die Sanit�tsdirektion wurde weiter beauftragt, mit Dr. X.________ f�r die Zeit der Freistellung vom 1. M�rz bis zum 30. Juni 1998 eine Vereinbarung betreffend seine Entsch�digung zu treffen. F�r den Fall, dass keine Vereinbarung zustande kommen w�rde, stellte der Regierungsrat selber eine Beschlussfassung in Aussicht.
B.- Gegen den Regierungsratsbeschluss betreffend K�ndigung des Arbeitsverh�ltnisses erhob Dr. X.________ am 19. Januar 1998 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Zug und beantragte u.a., es sei festzustellen, dass die Aufl�sung des Arbeitsvertrages rechtswidrig sei; eventualiter sei festzustellen, dass diejenigen Sachverhalte, die zur Begr�ndung der K�ndigung namhaft gemacht und sich auf seine Person beziehen w�rden, unzutreffend und rechtswidrig festgestellt worden seien und subeventuell den Regierungsrat nicht zur Aufl�sung des Arbeitsvertrages berechtigt h�tten.
Mit erg�nzender Eingabe vom 9. M�rz 1998 beantragte Dr. X.________, es seien ihm als vom Kanton Zug zufolge Entlassung geschuldete Leistungen zuzusprechen:
"1. Monatlich, je per Monatsende, Monatsgehalt von Fr. 11'040.--, Kinderzulage von Fr. 70.-- und Familienzulage von Fr. 183.-- (abz�glich der �blichen Sozialabz�ge), zahlbar bis und mit Juli 1998.
2. Anteilsm�ssig 13. Monatsbruttolohn 1998 f�r 7 Monate von Fr. 6'440.-- brutto per 31. Juli 1998.
3. Anteilsm�ssige Treue- und Erfahrungszulage 1998 von 14/15 eines Monatsbruttolohnes f�r 7 Monate, Fr. 6'010. 65 brutto per 31. Juli 1998.
4. F�r die Zeit von Januar bis Juli 1998 abzugeltendes monatliches Nettoeinkommen (Privathonorare und Praxiseinnahmen abz�glich Abgeltung Kantonsspital), zahlbar jeweils per Ende eines Monats, von Fr. 38'099.-- monatlich.
5. Abgangsentsch�digung von Fr. 245'695.--, per
6. Entsch�digung gem�ss � 14 Personalgesetz von Fr. 442'251.-- per 31. Juli 1998.
7. Verzugszins zu 5% ab F�lligkeitsdatum.. "
In einer weiteren Eingabe vom 21. Mai 1998 verlangte Dr. X.________ in Ab�nderung der bisherigen Antr�ge f�r die Zeit von M�rz bis Juli 1998 ein abzugeltendes monatliches Nettoeinkommen (Privathonorare und Praxiseinnahmen abz�glich Abgeltung Kantonsspital) von Fr. 38'099.--, zahlbar jeweils per Ende eines Monats, abz�glich der an das Kantonsspital zu leistenden Abgaben auf die Zahlungseing�nge ab M�rz 1998, und zus�tzlich den Ersatz vorprozessualer Kosten.
Das Verwaltungsgericht hiess die Beschwerde mit Entscheid vom 28. M�rz 2000 insofern teilweise gut, als es Dr. X.________ zu Lasten des Kantons Zug den Betrag von Fr. 157'594. 60 plus Zins zu 5% seit dem 30. Juni 1998 zusprach, n�mlich Fr. 149'722.-- als Abgangsentsch�digung gem�ss � 25 des Personalgesetzes des Kantons Zug vom 1. September 1994 (PG), Fr. 2'720. 60 zuviel abgezogener Sozialversicherungsbeitr�ge und Fr. 5'152.-- als Treue- und Erfahrungszulage f�r die ersten 6 Monate des Jahres 1998. Im �brigen wies es die Beschwerde ab.
X.________ staatsrechtliche Beschwerde wegen Verletzung des Willk�rverbots (Art. 9 BV) und des Anspruchs auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV). Er beantragt, das Urteil des Verwaltungsgerichts vom 28. M�rz 2000 sei insoweit aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung zur�ckzuweisen, als die Anspr�che auf Lohn und entgangenen Verdienst f�r den Monat Juli 1998 und auf Leistung wegen missbr�uchlicher K�ndigung abgewiesen wurden.
D.- Das Verwaltungsgericht und f�r den Regierungsrat die Gesundheitsdirektion des Kantons Zug beantragen, die staatsrechtliche Beschwerde abzuweisen.
1.- a) Beim angefochtenen Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Zug vom 28. M�rz 2000 handelt es sich um einen kantonal letztinstanzlichen Entscheid im Sinne von Art. 86 Abs. 1 OG, gegen den die staatsrechtliche Beschwerde grunds�tzlich zul�ssig ist.
Es ist fraglich, ob die vorliegende Beschwerdeschrift diesen Anforderungen an die Beschwerdebegr�ndung, soweit es um Anspr�che auf Leistung wegen missbr�uchlicher K�ndigung geht, zu gen�gen vermag und insoweit auf die Beschwerde eingetreten werden kann. Die Frage kann hier offen bleiben; soweit sich der Beschwerdeschrift in diesem Zusammenhang �berhaupt R�gen entnehmen lassen, erweisen sie sich jedenfalls als unbegr�ndet, wie sich aus den nachfolgenden Erw�gungen ergibt.
2.- Der Beschwerdef�hrer macht geltend, das Verwaltungsgericht habe den Anspruch auf rechtliches Geh�r verletzt, eventuell � 70 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes des Kantons Zug vom 1. April 1976 (VRG) in willk�rlicher Weise nicht angewendet, indem es ihm nach Durchf�hrung des Beweisverfahrens keine Gelegenheit einger�umt habe, sich vor der Urteilsf�llung zum Beweisergebnis zu �ussern.
a) Der Umfang des Anspruchs auf rechtliches Geh�r wird zun�chst durch die kantonalen Verfahrensvorschriften umschrieben, deren Auslegung und Anwendung das Bundesgericht unter dem Gesichtswinkel der Willk�r pr�ft. Unabh�ngig davon greifen die unmittelbar aus Art. 29 Abs. 2 BV folgenden Verfahrensregeln zur Sicherung des rechtlichen Geh�rs Platz, die dem B�rger in allen Streitsachen ein bestimmtes Mindestmass an Verteidigungsrechten gew�hrleisten. Ob der unmittelbar aus Art. 29 Abs. 2 BV folgende Anspruch auf rechtliches Geh�r verletzt ist, pr�ft das Bundesgericht frei (vgl.
b) Nach � 70 VRG ist, wenn ein Beweisverfahren durchgef�hrt worden ist, den Parteien Gelegenheit zu geben, sich zum Ergebnis schriftlich oder, bei Anordnung einer Schlussverhandlung, m�ndlich zu �ussern.
Das Verwaltungsgericht macht geltend, dass der Beschwerdef�hrer und sein Rechtsvertreter bei allen Beweisabnahmen pers�nlich anwesend gewesen seien und vom Recht, Erg�nzungsfragen zu stellen, auch Gebrauch gemacht h�tten.
Die Protokolle seien dem Rechtsvertreter des Beschwerdef�hrers zugestellt worden und er habe Gelegenheit erhalten, sich dazu zu �ussern. Mit Eingabe vom 22. November 1999 habe der Rechtsvertreter zum Beweisergebnis vorerst einmal insofern kurz Stellung genommen, als er eine Pr�zisierung zu den Angaben seines Mandanten bez�glich Qualit�tskriterien f�r Beleg�rzte gemacht habe. Am 3. Dezember 1999 habe er zum Beweisergebnis ausf�hrlich Stellung genommen.
c) In seinem Schreiben vom 3. Dezember 1999 hat der Rechtsvertreter des Beschwerdef�hrers zum Beweisergebnis Stellung genommen. Auch wenn dem keine entsprechende Verf�gung des Verwaltungsgerichtes vorausgegangen ist, konnte doch aufgrund der Eingabe ohne Willk�r davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdef�hrer damit eine Gelegenheit zur Stellungnahme gem�ss � 70 Abs. 1 VRG habe wahrnehmen k�nnen.
An dieser Beurteilung verm�gen insbesondere die Vorbringen des Beschwerdef�hrers hinsichtlich der Einvernahme des Zeugen B.________ nichts zu �ndern, ist doch auch diese schon vor der Stellungnahme vom 3. Dezember 1999 erfolgt.
Die erhobenen R�gen der willk�rlichen Anwendung von � 70 VRG und der Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh�r erweisen sich soweit als unbegr�ndet.
3.- Der Beschwerdef�hrer r�gt im Weiteren eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs und willk�rliche Beweisw�rdigung, weil das Verwaltungsgericht auf die Erhebung der von ihm offerierten weiteren Zeugeneinvernahmen, insbesondere auf die verlangte Befragung der Ober�rzte und -�rztinnen der GGA des Kantonsspitals Zug verzichtet habe.
a) Der Anspruch auf rechtliches Geh�r umfasst u.a.
das Recht auf Abnahme von rechtzeitig und formg�ltig angebotenen Beweisen, soweit diese geeignet sind, zur Kl�rung einer erheblichen Tatsache beizutragen (BGE 126 I 15 E. 2a/aa; 124 I 49 E. 3a, 241 E. 2; 124 V 180 E. 1a mit Hinweisen).
Nach der Rechtsprechung kann der Richter das Beweisverfahren indessen schliessen, wenn die Beweisantr�ge eine nicht erhebliche Tatsache betreffen oder offensichtlich untauglich sind oder wenn er aufgrund bereits abgenommener Beweise seine �berzeugung gebildet hat und ohne Willk�r in vorweggenommener Beweisw�rdigung annehmen kann, dass seine �berzeugung durch weitere Beweiserhebungen nicht ge�ndert w�rde. Das Bundesgericht greift auf staatsrechtliche Beschwerde hin nur ein, wenn die Beweisw�rdigung offensichtlich unhaltbar ist, mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht, auf einem offenkundigen Versehen beruht oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft (BGE 125 II 129 E. 5b, 124 I 208 E. 4a, je mit Hinweisen).
b) Nach den Erw�gungen des Verwaltungsgerichtes ist davon auszugehen, dass - abweichend von den eingereichten Arztzeugnissen - keine Arbeitsunf�higkeit des Beschwerdef�hrers f�r den ganzen Monat Januar 1998 bestand. Nach den Feststellungen des Verwaltungsgerichtes ergab sich vielmehr aus den Zeugenaussagen des Leiters des Personalwesens des Kantonsspitals, dass der Beschwerdef�hrer im Januar 1998 in erheblichem Ausmass gearbeitet hatte, n�mlich in einem Umfang, wie es einem durchschnittlichen Monatspensum entsprach, Operationen und Pikettdienst inbegriffen. Die konkreten Angaben des Zeugen st�tzten sich auf Erhebungen bei der Chefsekret�rin des Beschwerdef�hrers und beim Leiter des Finanz- und Rechnungswesens des Spitals. Die in den Arztzeugnissen ausgewiesene 100%-ige Arbeitsunf�higkeit des Beschwerdef�hrers wurde auch durch dessen, wenn auch in geringerem Ausmass zugestandene T�tigkeit widerlegt. Zudem bestanden, wie der Beschwerdef�hrer in seiner Eingabe an das Verwaltungsgericht vom 21. Mai 1998 bez�glich der Zahl der Operationen selber festgestellt hat, offenbar starke jahreszeitliche Unterschiede bei der Arbeitsbelastung. Angesichts der nicht mit mathematischer Genauigkeit feststellbaren erwartungsgem�ssen Arbeitsbelastung konnte das Verwaltungsgericht willk�rfrei davon ausgehen, dass eine Befragung weiterer Zeugen bez�glich des festgestellten Ausmasses der Arbeitsunf�higkeit zu keinem anderen Ergebnis f�hren w�rde und weitere Beweismittel den Entscheid nicht zu beeinflussen verm�chten (vgl. BGE 115 Ia 97 E. 5b S. 101). Die R�ge der Verletzung des rechtlichen Geh�rs ist auch insoweit unbegr�ndet.
4.- Der Beschwerdef�hrer r�gt eine willk�rliche Rechtsanwendung (Art. 9 BV), weil das Verwaltungsgericht � 12 Abs. 2 PG in Abweichung zur Praxis zur analogen Bestimmung von Art. 336c Abs. 2 OR ausgelegt und angewendet und eine Verl�ngerung des Laufes der K�ndigungsfrist trotz der in sie gefallenen, mindestens sechst�gigen unverschuldeten Arbeitsunf�higkeit ausgeschlossen habe.
a) Gem�ss Ziff. 17 des Arbeitsvertrages vom 6. April 1992 kann das Arbeitsverh�ltnis von beiden Parteien jederzeit unter Einhaltung einer Frist von sechs Monaten auf das Ende eines Monats gek�ndigt werden. Nach Ziff. 18 des Vertrages gelangen, soweit das Arbeitsverh�ltnis nicht durch die Vertragsbestimmungen geregelt ist, die einschl�gigen Vorschriften des Kantons und subsidi�r die einschl�gigen Bestimmungen des Obligationenrechts zur Anwendung. Da im Arbeitsvertrag hinsichtlich der krankheitsbedingten Sperrfristen im K�ndigungsfall nichts bestimmt ist, finden somit die Bestimmungen des Personalgesetzes und von Art. 336c OR erg�nzende Anwendung, wobei letztere Bestimmung nicht als Bundesrecht, sondern bloss als subsidi�res kantonales �ffentliches Recht zur Anwendung gelangt (Entscheid des Bundesgerichts vom 8. M�rz 1990 i.S. Dr. Z., Pra 81/1992 Nr. 238 E. 4 S. 937). Das Bundesgericht kann deshalb die Auslegung und Anwendung dieser Bestimmung nur auf Willk�r hin �berpr�fen (BGE 125 I 7 E. 3a; 118 Ib 326 E. 1b S. 329).
b) Nach � 12 Abs. 2 PG wird die K�ndigungsfrist bis zum Ablauf der Sperrfrist (� 11 lit. a-d PG) unterbrochen, wenn die K�ndigung vor Beginn einer Sperrfrist erfolgt, aber die K�ndigungsfrist bis zum Beginn der Sperrfrist noch nicht abgelaufen ist. Diese Bestimmung entspricht im Wesentlichen der Regel von Art. 336c Abs. 2 OR. Nach der Rechtsprechung beginnt die gesetzliche oder vertragliche K�ndigungsfrist gem�ss Art. 336c OR nicht mit dem Empfang der K�ndigung, sondern ist sie notwendigerweise durch R�ckrechnung vom Endtermin aus zu bestimmen (BGE 119 II 449 E. 2a; 115 V 437 E. 3b, je mit Hinweisen). Die K�ndigungsfrist ist w�hrend der Zeit unterbrochen, in der sie mit der Arbeitsunf�higkeit zusammenf�llt (BGE 121 III 107 E. 2a S. 108). Nach dem Sinn und Zweck von Art. 336c Abs. 2 OR soll dem gek�ndigten Arbeitnehmer trotz zeitweiliger Arbeitsunf�higkeit eine ungek�rzte K�ndigungsfrist garantiert werden, damit er in der Lage ist, sich nach einer neuen Stelle umzusehen. Die M�glichkeit der Stellensuche soll damit w�hrend der Schlussphase des bisherigen Arbeitsverh�ltnisses gew�hrleistet sein (BGE 124 III 346 E. 1a; 115 V 437 E. 3b S. 441).
Bei der Auslegung von Art. 336c Abs. 2 OR geht die Rechtsprechung davon aus, dass der Gesetzgeber den K�ndigungsschutz nicht nur f�r Arbeitsunf�higkeit von einer gewissen Mindestdauer gew�hren wollte und in der Regel auch eine kurze Arbeitsunf�higkeit den Lauf der K�ndigungsfrist zu hemmen vermag. Ausnahmen sind gegebenenfalls unter dem Blickwinkel des Rechtsmissbrauchs (Art. 2 Abs. 2 ZGB) zu pr�fen (BGE 115 V 437 E. 3d S. 442). Wann die Berufung auf ein bestimmtes Recht als rechtsmissbr�uchlich erscheint, ist anhand der konkreten Umst�nde des Einzelfalles zu bestimmen (vgl. BGE 121 III 60 E. 3d, S. 63 mit Hinweis). Lehre und Rechtsprechung haben dazu verschiedene Fallgruppen entwickelt (vgl. BGE 125 III 257 E. 2a; Mayer-Maly, Basler Kommentar, N 46 ff. zu Art. 2 ZGB), wozu insbesondere auch die Rechtsaus�bung zu z�hlen ist, die ohne sch�tzenswertes Interesse erfolgt oder zu einem krassen Missverh�ltnis berechtigter Interessen f�hren w�rde (BGE 123 III 200 E. 2b S. 203; 120 II 105 E. 3a S. 108 mit Hinweisen).
c) Der Beschwerdef�hrer macht geltend, dass vom Grundsatz der Verl�ngerung der K�ndigungsfrist nach Lehre und Rechtsprechung nur abgewichen werden d�rfe, wenn die Krankheit ganz unbedeutend sei und (kumulativ) keine Arbeitnehmerinteressen betroffen w�rden. Diese Voraussetzungen l�gen nicht vor. Er, der Beschwerdef�hrer, sei w�hrend sechs Tagen vollst�ndig und hernach weitere Tage mindestens teilweise arbeitsunf�hig gewesen. Er habe sich einer Synovektomie unterziehen m�ssen, welche normalerweise eine zweiw�chige v�llige Arbeitsunf�higkeit und hernach eine l�ngere Zeit andauernder teilweiser Arbeitsunf�higkeit zur Folge habe. Es liege nahe, dass er durch eine erhebliche Einschr�nkung seiner Mobilit�t behindert worden sei, eine neue Stelle zu finden oder eine selbst�ndige T�tigkeit aufzubauen.
Im �brigen sei seitens des Verwaltungsgerichts auch zu Recht nicht festgestellt worden, dass und allenfalls worin ein Rechtsmissbrauch begr�ndendes krasses Missverh�ltnis der Interessen bestehen sollte.
Zu ber�cksichtigen sei, so der Beschwerdef�hrer weiter, dass der Beschwerdegegner ihn in einem Alter entlassen habe, in welchem er vorhersehbar keine neue vergleichbare Arbeitsstelle mehr finden werde. Durch die kurzfristige Freistellung sei ihm auch die M�glichkeit genommen worden, weiterhin seine vertragsgem�sse private Arztpraxis zumindest bis zum Ende der K�ndigungsdauer in den R�umen des Kantonsspitals weiterzuf�hren. Durch die vom Beschwerdegegner veranlasste Publizit�t sei er zudem einseitig und zu Unrecht �ffentlich angeprangert worden, was insbesondere auch die Aufnahme einer selbst�ndigen Erwerbst�tigkeit sehr erschwert habe. Die Veranlassung eines Strafverfahrens wegen Urkundenf�lschung gegen ihn und den ihn behandelnden Arzt runde das Bild systematischer und bewusster Schikane ab. In diesem Zusammenhang h�tte das Verwaltungsgericht auch das missbr�uchliche Verhalten des Arbeitgebers in Rechnung stellen m�ssen, der sich letztlich darauf berufe, er, der Beschwerdef�hrer, habe den Nachteil daraus zu tragen, dass er entgegen einem medizinisch naheliegenden und nicht zu beanstandenden Arbeitsunf�higkeitszeugnis vorzeitig und unter Inkaufnahme eigener gesundheitlicher Risiken im Interesse des Arbeitgebers zur teilweisen Arbeit zur�ckkehrte, statt sich der empfohlenen Bettruhe zu ergeben.
d) In seinem Urteil hat sich das Verwaltungsgericht auf den Standpunkt gestellt, dass der Lauf der K�ndigungsfrist durch die Arbeitsunf�higkeit des Beschwerdef�hrers im Januar 1998 nicht verl�ngert wurde, da sich ein Beharren auf eine Verl�ngerung als rechtsmissbr�uchlich erweisen w�rde.
Da die Arbeitsunf�higkeit lediglich ganz zu Beginn der K�ndigungsfrist bestanden habe und der Beschwerdef�hrer anschliessend bis zum Ablauf der K�ndigungsfrist noch w�hrend vier Monaten vom Dienst freigestellt gewesen sei, habe ausreichend M�glichkeit zur Stellensuche bestanden, so dass die durch Art. 336c Abs. 2 OR gesch�tzten Arbeitnehmerinteressen praktisch nicht tangiert w�rden. Im Verh�ltnis zur Dauer der K�ndigungsfrist m�sse die Dauer der Arbeitsunf�higkeit zudem als unbedeutend erscheinen und sei jedenfalls eine Verl�ngerung der K�ndigungsfrist um einen weiteren Monat zu verneinen.
Dieser Entscheid kann entgegen dem Beschwerdef�hrer nicht als willk�rlich bezeichnet werden. Willk�rlich ist ein Entscheid nicht schon dann, wenn eine andere L�sung ebenfalls als vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen w�re, sondern erst wenn er offensichtlich unhaltbar ist, zur tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft (BGE 125 I 166 E. 2a; 125 II 10 E. 3a S. 15; 129 E. 5b).
Nach dem Beweisverfahren vor Verwaltungsgericht war vorliegend davon auszugehen, dass sich der Beschwerdef�hrer am 30. Dezember 1997 einer notwendigen Knieoperation zu unterziehen hatte und jedenfalls nach seiner Heimkehr am 31. Dezember 1997 f�r mehrere Tage arbeitsunf�hig war. In einem Arztzeugnis vom 30. Dezember 1997 wurde er zun�chst bis 14. Januar 1998, in einem weiteren Zeugnis vom 15. bis
31. Januar 1998 als 100 % arbeitsunf�hig erkl�rt. Demgegen�ber hat der Beschwerdef�hrer aber bereits ab dem 7. Januar 1998 wieder Sprechstunde abgehalten und nach den Beweiserhebungen des Verwaltungsgerichtes in einem erheblichen Ausmass, und zwar im Umfang eines durchschnittlichen Monatspensums, Operationen und Pikettdienst inbegriffen, gearbeitet.
Mit seiner T�tigkeit hat der Beschwerdef�hrer die Tragweite der ihm in den Arztzeugnissen attestierten Arbeitsunf�higkeit somit selber relativiert, und das Verwaltungsgericht konnte deshalb ohne Willk�r davon ausgehen, dass die Arbeitsunf�higkeit nur von geringerer als der behaupteten Dauer war. Der Beschwerdef�hrer hat denn auch seine Arbeit schon am 7. Januar 1998 wieder aufgenommen und im Januar 1998 sein �bliches Pensum als Chefarzt bew�ltigt.
Wenn das Verwaltungsgericht deshalb zum Schluss kam, dass die Arbeitsunf�higkeit nur von unbedeutender Dauer und im Verh�ltnis zur sechsmonatigen K�ndigungsfrist praktisch ohne Auswirkungen war, erscheint dies jedenfalls nicht als willk�rlich, zumal das Verwaltungsgericht auch in Betracht gezogen hat, dass dem Beschwerdef�hrer aufgrund der Freistellung ab 1. M�rz 1998 eine zus�tzliche Gelegenheit zur Stellensuche zur Verf�gung stand. Was der Beschwerdef�hrer dagegen einwendet, ist offensichtlich unbegr�ndet.
3.- Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer sowie dem Regierungsrat und dem Verwaltungsgericht des Kantons Zug, verwaltungsrechtliche Kammer, schriftlich mitgeteilt.