Source: https://ratsinfo.leipzig.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1015256
Timestamp: 2020-08-12 07:44:29
Document Index: 259881886

Matched Legal Cases: ['§79', '§ 79', '§ 33', '§ 38', '§ 49', '§ 53', '§ 53']

Vorlage - VII-DS-00812
Betreff: Baubeschluss KITA Tarostraße 7-9 - Neubau
16.06.2020 FA Stadtentwicklung und Bau
30.06.2020 FA Stadtentwicklung und Bau
Anlage 1 Nutzungskosten
Anlage 2 Aufteilungsplan Freiflächen
Anlage 3 Lageplan Freiflächen
Anlage 4 Planzeichnungen
Die Gesamtkosten betragen 3.854.400 €. Der städtische Anteil beträgt 2.631.118 €. Die Einzahlungen sind im PSP-Element „Zweckgebundene Investitionszuwendungen von Dritten“ (7.0001764.705) i. H. v. 1.223.282 € vorgesehen.
Die investiven Auszahlungen i. H. v. 3.709.500 € waren/sind im PSP-Element „Kita Tarostr. 7-9 Kapazitätserweiterung“ (7.0001764.700) in den Haushaltsjahren wie folgt geplant/vorgesehen:
2018: 177.000 €
2019: 158.800 €
2020: 1.653.282 €
2021: 1.320.000 €
2022: 400.418 €
Die Auszahlungen ab dem Haushaltsjahr 2021 sind im Rahmen der Haushaltsplanung 2021/2022 innerhalb des Zuschussbudgets des Fachamtes einzuplanen.
Die Aufwendungen für die konsumtive Ausstattung sind im Innenauftrag „Kita Tarostraße 9“ (105151180300) i. H. v. 144.900 € im Haushaltsjahr 2022 vorgesehen.
Die Aufwendungen für die konsumtive Ausstattung werden im Rahmen der Haushaltsplanung 2021/2022 durch das Fachamt angemeldet.
Die Einzahlungen sind im PSP-Element „Zweckgebundene Investitionszuwendungen von Dritten“ (7.0001764.705) im Haushaltsjahr wie folgt vorgesehen:
2020: 1.223.282 €
kassenwirksam 2022:
Die im Haushaltsjahr 2022 (anteilig) anfallenden Folgekosten i. H. v. 79.733 €, sowie die ab dem Haushaltsjahr 2023 ff. anfallenden Folgekosten i. H. v. 191.358 € (s. Anlage) sind innerhalb des gesamtstädtischen Haushaltes gedeckt. Über eine Aufstockung des vorhandenen Budgets des Fachamtes ist im Rahmen der Haushaltsplanung 2021/2022 bzw. 2023/2024 zu entscheiden.
Stadtbezirk Mitte, 04103 Leipzig, Zentrum Südost (LIGIS ID 002369g002)
Die Stadt Leipzig plant am Standort Tarostraße 7-9 einen Kita-Neubau für 105 Kinder mit 24 Krippen- und 81 Kindergartenplätzen zu errichten. Der Neubau soll auf dem Grundstück der dort befindlichen Bestandskita errichtet werden und dient der Kapazitätserhöhung des Standortes.
105151180300
1.223.282
7.0001764.705
1.653.282
400.418
7.0001764.700
2022 anteilig
Siehe Anlage 1 Tabelle 1
Die Vorlage dient der Umsetzung des Rechtsanspruches auf einen Betreuungsplatz ab dem vollendeten ersten Lebensjahr bis zu Schuleintritt.
VI-DS-04085 vom 23.05.2017: Planungsbeschluss zur Kapazitätserweiterung der Kindertageseinrichtungen Tarostraße 7/9, Schulzeweg 11-13 und Kändlerstraße 11.
VI-DS-04085-NF-01 vom 04.09.2018: Erweiterung zur Kapazitätserhöhung bestehender Kita-Einrichtungen im Eigentum der Stadt Leipzig – Bestätigung gem. §79 SächsGemO.
1.2 Ziel und Entwicklungskonzeption
Ziel der Erweiterung der in Betrieb befindlichen Kita-Einrichtungen im Immobilienbestand der Stadt Leipzig ist es, in kurzer Realisierungszeit zusätzliche Betreuungsplätze in der Stadt Leipzig zu schaffen. Durch die zentrale Lage des Standortes können die Versorgungsräume Reudnitz, Stötteritz, Südvorstadt und durch die gute Anbindung per ÖPNV sogar Schleußig mitabgedeckt werden.
1.3 Beschreibung des IST-Zustandes
Der KiTa-Standort Tarostraße 7-9, ein Gebäude des Typs Ratio 72-180/90, wird derzeit von zwei Trägern genutzt. Die Größe des Grundstücks erlaubt einen Neubau mit einer Kapazität von 105 Plätzen. Das Bestandsgebäude soll brandschutztechnisch ertüchtigt werden und wird auch zukünftig als Kindertagesstätte genutzt. Nach der Sanierungsmaßnahme ist für das Bestandsgebäude eine Gesamtkapazität von 240 Plätzen geplant.
Die verbleibende Freifläche des Grundstücks soll danach weiterhin von beiden Trägern genutzt werden. Eine Trennung der beiden Bereiche ist geplant.
1.4 Ableitung des Bedarfs
Die Stadt Leipzig hat unter den bundesdeutschen Städten mit mehr als einer halben Million Einwohnern bereits heute mit Abstand eine der höchsten Betreuungsquoten im Kinderkrippen- und Kindergartenbereich. Andererseits wird in der Bedarfsprognose für Kita-Plätze ein überdurchschnittlicher Zuwachs bei Vorschulkindern (unter 6 Jahren) angenommen, ferner besteht ein Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz ab dem vollendeten ersten Lebensjahr bis zum Schuleintritt. Somit ist die Schaffung weiterer Betreuungsplätze eine der Hauptaufgaben der Stadt Leipzig.
Durch den Neubau in der Tarostraße 7-9 werden 105 Plätze neugeschaffen.
1.5 Notwendigkeit / Dringlichkeit der Baumaßnahme
Die Maßnahme dient der Sicherstellung und dem Ausbau der benötigten Betreuungskapazität in der Stadt Leipzig.
1.6 Alternativlösungen
Der Standort Tarostraße 7/9 befindet sich am Rande des Entwicklungsgebietes Bayrischer Bahnhof im Stadtteil Süd-Ost. Er ist Bestandteil des Anfang der 1970er Jahre errichteten Gebietes zwischen Straße des 18. Oktober und Dösner Weg. Das Gebiet ist geprägt von Gebäuden in Typenbauweise. 11-geschossige Wohnblöcke umgeben das Grundstück an der Nord-, West- und Ostseite.
Der Neubau wird als zweigeschossiges, kompaktes Gebäude mit Flachdach errichtet.
Der Haupteingang befindet sich an der nord-östlich gelegenen Fuß-und Radwege-verbindung durch das Gebiet. Die Anlieferung erfolgt separat von der Tarostraße
Die Grundrissgliederung erfolgt über eine Mittelflurerschließung, die über die Giebelseiten und die offenen Garderobenbereiche belichtet wird.
Im EG liegt in zentraler Mittelachse der Eingangsbereich/Foyer mit angeschlossenem Mehrzweckraum und Zugang zum Garten. Daran anschließend sind straßenseitig alle Funktionsflächen (Küche, Technik, Personal) und süd-westlich der Krippenbereich angeordnet.
Im OG befinden sich 5 zum Garten ausgerichtete Gruppenräume (untereinander verbunden), zentral das Leitungsbüro und weitere Nutzräume (Integration, Elternarbeit, Kreativraum).
Ein gartenseitig vorgelagerter Laubengang dient der Sicherstellung der Fluchtwege und als Verbindung vom OG in den Garten.
Gebäude und Freifläche sind vollständig barrierefrei erschlossen. Im Gebäude befindet sich ein Aufzug und eine behindertengerechte Toilette für Besucher.
KG 200 Herrichten und Erschließen (DIN 276)
Der Kita-Neubau wird vollständig neu erschlossen.
Er erhält einen vom Bestandsgebäude separaten, Strom-, Trinkwasser-, Abwasser- und Fernwärmeanschluss.
Im Gebiet Tarostraße liegt ein Abwassersystem im Trennsystem vor. Die LWW hat für den Neubau eine Einleitbeschränkung für Dach-Regenwasser von 10l/s als Auflage erteilt.
Errichtung des zweigeschossigen Gebäudes in Mischbauweise
Gründung als Flachgründung mit umlaufender Frostschürze
Baugrundverbesserung in Form von Bodenaustausch
Ausführung der Außenwände in Dämmziegeln, Außenwandbekleidung Silikatputz
Im Bereich von Stb-Trägern WDVS System mit mineralischer Dämmung, Sichtoberfläche Silikatputz
Ausführung der Bodenplatte und Decken in Stahlbeton
Ausführung der innenliegenden Treppe als Stahlbetonfertigteiltreppe, schalltechnisch entkoppelt
Ausführung der tragenden Innenwände und Stützen in Stahlbeton, verputzt
Nicht-tragende Innenwände in Montagebauweise/Trockenbau
Wandbeläge Putz mit Dispersionsanstrich, Sanitärräume Fliesenbelag
Innentüren mit Stahlzarge beschichtet, Türblätter Holz, teilweise VSG Verglasung, Fingerklemmschutz
Türbeschläge gem. ASR
Selbstschließende Türen mit Obentürschließer
Fußbodenaufbau mit Zementestrich/Fußbodenheizungssystem
Bodenbeläge in Gruppen-, Flur- Treppen- und Aufenthaltsbereichen Linoleum, Sanitärbereiche und Küche Fliesenbelag mit entsprechender Rutschfestigkeitsklasse,.
Technikräume Bodenbeschichtung mit Sockelaufkantung,
Sauberlaufzone im Eingangsbereich
Süd-West-Fassade als Holz- Aluminium-Pfosten-Riegel-Konstruktion
Sonstige Fenster und Außentüren als Aluminiumkonstruktion
Außenliegender Sonnenschutz im Bereich der Glasfassade als Textilscreens, motorbetrieben, schienengeführt
Innenliegender Blendschutz, Abdunklung im Bereich der Arbeitsräume, Küche und Schlafräume
Teilweise Anordnung von einbruchsicheren Metall-Lüftungs-Elemente an einigen Fenstersegmenten der Süd-West-Fassade gem. Konzept sommerliche Nachtauskühlung, Oberfläche pulverbeschichtet.
Ausführung von Abhangdecken mit Akustikfunktion gem. Raumakustikkonzept in allen Gruppenbereichen, Arbeitsräumen und Fluren
Dachaufbau als extensives Retentionsgründach mit Drosselfunktion, Substrathöhe 10cm, Begrünung mit Leipziger Mischung
Außenliegende Dachentwässerung über Entwässerungskästen
Durchbruchsichere Dachoberlichter gem. Brandschutzkonzept
Dachausstiegsoberlicht, vom OG Flurbereich zugänglich über sicher einhängbare Leiter, dreiseitige Umwehrung auf dem Dach
Absturzsicherung Flachdach im Bereich der Attika als Geländerkonstruktion 45° nach innen geneigt, feuerverzinkt
Herstellen von zwei Vordächern im Bereich der Nebeneingänge
Vorgelagerter Laubengang als Stahlkonstruktion mit Estrichbelag R10 in Trapezblechschalung.
Geländer und Absturzsicherungen h= 1,10m, Stahl pulverbeschichtet
Errichtung eines neuen Trinkwasseranschlusses an das öffentliche Netz
Ausführung des Trinkwasserohrsystems mit Zirkulationssystem mit Zirkulationspumpe
Anordnung von Probeentnahmeventilen zur hygienischen Kontrolle (Legionellen)
Installationsführung „durchgeschliffen“ zur Vermeidung von stagnierendem Wasser
Auslegung der Sanitäranlage gem. AMEV-Richtlinie, alle Rohrleitungen werden gem. DIN 1988 und ENEVO diffusionsdicht isoliert
Sanitärausstattungsgegenstände Keramik, im KiKri- und KiGa-Bereich altersgerecht, Montage an Vorwandinstallationssystem
Anordnung von 2 Außenwasseranschlüssen an den Giebelseiten des Gebäudes
Getrennte Führung von fetthaltigen und nicht-fetthaltigem Schmutzwasser bis zum Übergabeschacht
Einbau eines Fettabscheiders mit Probeentnahmeschacht für die fetthaltigen Küchenabwässer
Errichtung einer Fernwärmestation durch die Stadtwerke Leipzig
Warmwasserbereitung zentral über Fernwärme, Errichtung eines WW-Speichers
Gebäudeheizung als Fußbodenheizung mit Raumthermostaten.
Errichtung einer Be- und Entlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung für den Bereich der Ausgabeküche
Errichtung einer Be- und Entlüftungsanlage für innenliegende und Sanitärräume mit Wärmerückgewinnung
Einbau einer Kältesplitanlage im Serverraum
Ausstattung des Gebäudes mit Feuerlöschern gem. Brandschutzkonzept
Gebäudeautomationsysteme für die Steuerung der WÜ-Anlage, des Heizkreises Fußbodenheizung, Speicherladeschaltung der Warmwasserbereitung und Sammelstörmeldungen der Lüftungs-und Splitkälteanlagen werden vorgesehen
Errichtung eines neuen Strom- und Telekommunikationsanschlusses
Elektroinstallation in Kabeltrassen unter Putz bzw. Trockenbau
Beleuchtungsanlagen gem. EN 1264 Innenraumbeleuchtung von Arbeitsplätzen, Leuchten mit opaker Abdeckung mit energiesparenden LED-Technik
Schaltung von Beleuchtung in Fluren und Sanitärräumen mit Bewegungsmeldern, in Gruppenräumen zentral pro Raum, in Schlafräumen dimmbar
Sicherheitsbeleuchtung im Bereich von Rettungswegen gem. VDE 0108 bzw. EN 1838
Außenanlagenbeleuchtung (Freianlage, Weg zu Sammelplatz mit Mastleuchten, Wandleuchten am Gebäude)
Einbruchmeldeanlage mit Flurüberwachung und Türüberwachung an allen Eingangstüren im EG
Hausalarmanlage als Brandmeldeanlage Kat. 3 mit Aufschaltung zum Wach-schutz, Zutritt der Feuerwehr über Haupteingang mittels Feuerwehrschlüsseldepot
Blitzschutzanlage gem. VDE 0185
Notruf Behinderten-WCs
Gegensprechanlage am Haupteingang
Montage eines separaten HA-Verteilerschranks auf dem Dach als Schnittstelle für den Versuchsaufbau der LWW und UFZ im Rahmen des Modellgründachaufbaus
Verlegung einer separaten ELT und Datenleitung vom Verteiler-Schrank zum Messschacht
Vorhaltung von Leerrohren im Substrataufbau für die Verlegung der LWW- und UFZ-eigenen Messaufbauten
Einrichtung einer Ausgabeküche (Cook and Hold-System) erfolgt im Erdgeschoss
Einrichtung einer Kinderküche im Projektraum OG
Personenaufzug behindertengerecht, Kabinengröße 1,10mx1,40m, Türöffnung 90cm im Lichten
Anzahl Fahrrad-Stellplätze
3 (davon 1 behindertengerecht)
20 Erwachsene , 20 Kinder (je 10 Bügel)
Einfriedung und Abgrenzung zum Gartenbereich des Bestandsgebäudes und Einfriedung des Geländes nach Vorgaben der Unfallkasse Sachsen
Schaffung einer Zufahrt für PKW und Anlieferung Küche und Bewirtschaftung
Gestaltung Eingangsbereich angrenzend an den öffentlichen Fuß- und Radweg
bauordnungsrechtlich erforderliche, sowie in Abstimmung mit dem Bauherrn zusätzliche Stellplätze für Räder (Erwachsene und Kinder) und PKW auf dem Grundstück. Hinweis: Durch die Übergangszeit von alter zu neuer Stellplatzsatzung entsteht entwurfsbedingt ein über die erforderliche Anzahl hinausgehender PKW-Stellplatz
Einordnung Müllplatz
Gebäudeseitige Terrassenfläche zur Gartenseite
Gestaltung von Spielmöglichkeiten und Gartenflächen separiert für Nutzung der Kinderkrippe und Kindergarten
Weitgehender Erhalt von Baumbestand
Neugestaltung des Grünstreifens zwischen Gebäude/Flurstücksgrenze und öffentlichem Radweg
Errichtung von separaten Entwässerungsleitungen für Dachregenwasser und Entwässerung der befestigen Flächen, sowie eines separaten Messschachtes für den Versuchsaufbau des Modellgründachs durch die LWW und UFZ
KG 600 Ausstattung und Kunstwerke (DIN 276)
Die Ausstattung und die bewegliche Möblierung erfolgt entsprechend den baulichen Standards für Kindertageseinrichtungen der Stadt Leipzig sowie Abstimmungen mit dem Amt für Jugend Familie und Bildung.
Mit dem Neubau entstehen am Standort 105 zusätzliche Kitaplätze.
Es erfolgt eine Zuständigkeitsübertragung von ca. 290 m² des Flurstückes 4675 vom VTA an das AJFB. Es handelt sich dabei um den Grünstreifen zwischen befestigtem öffentlichem Gehweg und Grundstücksgrenze.
Die Betrachtung zum Energiekonzept ist relevant.
Maßnahmeneinteilung unter energetischen Gesichtspunkten:
Modernisierung (komplett), ohne Denkmalschutz
Modernisierung (komplett), mit Denkmalschutz
Teilmodernisierung Gebäudehülle
Teilmodernisierung einzelner Bauteile
Energetischer Standard / Energiekonzept:
EnEV 2014 mit Passivhauskomponenten
Einhaltung des U-Wertes entspr. der Bauteilvorgaben der EnEV 2014
Nachweis zum Passivhaus nach Passivhausprojektierungspaket (PHPP):
Der Passivhausstandard wurde untersucht.
Für die Mehraufwendungen zur Erreichung als Passivhausstandard gegenüber den Anforderungen der EnEV 2014 wurde eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung erstellt.
Fazit: Sowohl der Passivhausstandard als auch ein erhöhter Standard mit Passivhauskomponenten lassen sich nicht wirtschaftlich begründen (keine Amortisation der Mehraufwendungen in 30 Jahren)
Nachweis nach EnEV 2014:
Berechneter Energiebedarf für das Gebäude:
CO² –Emission
Mittlerer U-Wert opake Bauteile
Mittlerer U-Wert Fenster
Mittlerer U-Wert Vorhangfassade/PR-Fassade
Mittlerer U-Wert Lichtbänder/Lichtkuppeln
Folgende Energieträger wurden untersucht:
Bemerkung/Begründung
Primärenergiefaktor = 0,42
Fazit: Im Rahmen der Planung wurden verschiedene Energieträger auf Wirtschaftlichkeit untersucht. Auch aufgrund der Erfüllung des EEWärmeG ist das Ergebnis des Energieträgerentscheids Fernwärme.
Weitere erneuerbare Energien:
Einschätzung gem. Solardachkataster
Aussage gem. Planung
PV ist zur Erfüllung des EEWärmeG nicht relevant
Angebot an Dritte
Erläuterung: Die Dachfläche ist zu klein und daher für eine Vermietung (LKE) nicht interessant. Des Weiteren ist geplant, die Dachfläche im Rahmen eines Modellgründach-Versuchs für Messungen der LWW und UFZ zur Verfügung zu stellen.
Energetische Maßnahmen zu Technischen Anlagen (KG 400)
Wärmeerzeugung und -verteilung:
Errichtung einer Fernwärmestation
Einbau eines Fußbodenheizungssystems
Dämmung der Rohrleitungen gem. EnEVO
Warmwassererzeugung über Fernwärme, zentrale Warmwasserbereitung, Warmwassersystem mit Zirkulationssystem (Legionellenschutz)
Lufttechnische Anlagen:
Einbau einer Be- und Entlüftungsanlage für die Ausgabeküche mit Wärmerückgewinnung
Einbau einer Be- und Entlüftungsanlage für die innenliegenden Raumbereiche, sowie Sanitärräume mit Wärmerückgewinnung
Trinkwasserhausanschluss mit Absperrorganen, Rückflussverhinderer, Wasserzähler sowie rückspülbarer Feinfilter. Installationsnetz „durchgeschliffen“ mit Strömungsverteilern, um stagnierendes Trinkwasser zu verhindern.
Anordnung von Probeentnahmeventilen für die hygienische Kontrolle der Anlage (Legionellen)
Schmutzwasser innerhalb des Gebäudes: Sammel-, Fall- und Grundleitungen gem. DIN 1986-100 und DIN EN 12056 mit freiem Gefälle
Verwendung von wassersparenden Armaturen
Präsenzmelder werden vorgesehen
Gebäude und Freifläche sind vollständig barrierefrei erschlossen. Im Gebäude befindet sich ein Aufzug und im Foyer eine behindertengerechte Toilette für Besucher.
Im Kindergartenbereich (OG) ist in einem Sanitärraum ein kindgerechtes Behinderten-WC, sowie Duschplatz vorgesehen.
Derzeit stehen noch keine Nutzer fest. Im Rahmen der Ausführung wird eine Beteiligung angestrebt.
1.704.523
656.792
428.962
Zur Rundung
3.854.400
* Kostengruppe 600 enthält:
Aufwendungen für die konsumtive Ausstattung i. H. v. 144.900,00 €, vorgesehen auf dem Innenauftrag 105151180300 in 2022
Auszahlungen für die investive Ausstattung i. H. v. 64.575,00 €, diese sind im PSP-Element (7.0001764.700) enthalten
VwV Kita Bau
3.854.400 €
Gesamtkosten gemäß Antrag
3.482.000 € *
Anteil Fördermittel
1.223.281,66 €
Förderansatz an Gesamtkosten
Angaben in Euro brutto
* Der Fördermittelantrag wurde auf Grundlage der Unterlagen der Leistungsphase 2 gestellt. Eine Aktualisierung auf Grundlage der Leistungsphase 3 wurde nicht vorgenommen, da das Förderprogramm ausgeschöpft ist. Im Förderprogramm VwV Kita Bau (hier: Kinderbetreuungsfinanzierung 2017-2020) gab es ein festgesetztes Budget, welches komplett mit Maßnahmen untersetzt wurde. Es wurde für die Kita Tarostraße die maximal mögliche Fördersumme in diesem Förderprogramm berücksichtigt.
Der Bewilligungszeitraum der Fördermittel erstreckt sich bis 31.12.2021.
Aufgrund geänderter finanzieller Mittelerfordernisse weicht die Mittelbereitstellung mit diesem Beschluss gegenüber der bisherigen Einordnung gemäß Haushaltsplan 2019/2020 ab und stellt sich wie folgt dar:
* Die Aufwendungen für die konsumtive Ausstattung sind im Ergebnishaushalt im Innenauftrag „Kita Tarostraße 9“ (105151180300) i. H. v. 144.900 € im Haushaltsjahr 2022 vorgesehen.
Die Fördermittel i. H. v. 1.223.282 € werden im Haushaltsjahr 2020 bereitgestellt, abweichend zur bisherigen jahresscheibenkonkreten Einplanung gemäß Haushaltsplan 2019/2020. Die Abfinanzierung erfolgt gemäß Baufortschritt und Abrechnungsstand, sodass noch nicht abgerufene Fördermittel in die Folgejahre übertragen werden.
Es erfolgt eine zusätzliche Mittelbereitstellung zur Auftragsbindung im Haushaltsjahr 2020, mit liquiditätswirksamen Abfluss im Haushaltsjahr 2021, i. H. v. 590.000 € gemäß Vorlage VII-DS-00870 "Auslösung von Planungs- und Bauleistungen zur weiteren Umsetzung des Schul- und Kitabauprogrammes in 2020 i.V.m. überplanmäßigen Auszahlungen nach § 79 (1) SächsGemO".
Das Amt für Umwelt übernimmt die Kosten für den baulichen Mehraufwand für den Versuchsaufbau des Modellgründachs.
Die Mittel in Höhe von 29.800 € wurden im Rahmen einer Ämtervereinbarung AGM/AfU/AJFB im Jahr 2019 auf das PSP-Element "Kita Tarostr. 7-9 Kapazitätserw." (7.0001764) übertragen.
4.3 VgV-Betrachtung
Die Vergabe von Planungsleistung wurde im Rahmen der VgV geprüft.
Der maßgebliche Schwellenwert wurde zum Zeitpunkt der Schwellenwertbetrachtung nicht erreicht.
Leistungsbild nach HOAI 2013
Objektplanung nach § 33
Aline Hielscher Architektur, Industriestraße 85-95, 04229 Leipzig
Freianlagen nach § 38
Fagus GmbH, Hauptstraße 9, 04416 Markkleeberg
Tragwerksplanung nach § 49
Gruner GmbH, Dufourstraße 28, 04107 Leipzig
Technische Ausrüstung HLS nach § 53
Planungsbüro Quellmalz, Äußere Leipziger Straße 17, 04435 Schkeuditz
Technische Ausrüstung ELT nach § 53
Planungsbüro Ling, Lilienweg 10, 04808 Wurzen
4.4 Nutzungskosten
Die Maßnahme der Vorlage ist ein Neubau.
Die Nutzungskosten sind in der Tabelle 1 ausführlich erfasst. Sie betragen für das volle Jahr ab 2023
Das Bauvorhaben geht voraussichtlich am 01.08.22 in Betrieb. Die anteiligen Nutzungskosten für das Jahr der Inbetriebnahme betragen
Die unter diesem Punkt aufgeführten Kosten sind Kosten des Bauwesens - Hochbau, die die DIN 276 regelt, nicht zu verwechseln mit den unter Punkt 9.1 aufgeführten Nutzungskosten nach DIN 18960. In beiden DIN werden die gleichen Kurzbezeichnungen der Kostengruppen verwendet (z. B. KG 200, KG 300 etc.), diese unterscheiden sich jedoch maßgeblich voneinander.
Kennwerte des Vorhabens:
KG 300 + 400
2.361.315
BKI – Kennwertvergleich mit einem Neubau Stand BKI 1. Quartal 2019, indiziert auf 4. Quartal 2019 gemäß Baupreisindex (1/2019 = 113,4, 4/2019 = 115,7, Faktor: 1,02)
Mittelwert BKI
Kennwerte des
Bemerkungen/Begründung
KG 300 + 400/NUF
2.018,21 €/m²
Das Bauvorhaben unterschreitet den Kennwert.
KG 300 + 400/BGF
1805,40 €/m²
1768,77 €/m²
Das Bauvorhaben unterschreitet den Kennwert
KG 300 + 400/BRI
460 €/m³
469,20 €/m³
508,03 €/m³
Das Bauvorhaben überschreitet den Kennwert.
KG 300 + 400/ NE (= Kind)
25.580 €/Platz
26.091,60 €/Platz
22.488,71 €/Platz
Für die Inbetriebnahme des Objektes wird eine Hausmeisterstelle von 0,05 VzÄ benötigt.
Die Einordnung erfolgt gemäß Stellenbemessungsmodell für Kita-Hausmeister.
Stellvertretend für die noch nicht vorhandenen künftigen Nutzer/Kita-Leitung wurde die Dienst- und Fachaufsicht an der Planung beteiligt. Die Anhörung des SBB Mitte ist geplant.
Modellgründach:
Aufgrund der Einleitbeschränkung von 10l/s für Dachregenwasser seitens der Leipziger Wasserwerke (LWW) wurde im Zuge der Planung verschiedene Möglichkeiten des Regenwassermanagements auf dem Grundstück untersucht. Im Ergebnis wurde ein Gründachaufbau mit Retentions- und Drosselfunktion gewählt. In Zusammenarbeit mit dem Amt für Umweltschutz, der LWW und dem Umweltforschungszentrum (UFZ) soll das Dach als Modellgründach auch für die Aufstellung von Messgeräten zur Verfügung gestellt werden. Ziel ist die Erfassung von Messdaten zu Erforschung der Wirksamkeit der Retentionsfähigkeit (LWW) und die positive Auswirkung auf Stadt- und Gebäudeklima (UFZ).
Für den Modellversuch wurden in Abstimmung mit der LWW und UFZ erforderliche bauliche Voraussetzungen in der Planung vorgesehen (getrennte Führung der Regenentwässerungsleitung Dach, separater Messschacht, Datenleitungen zur Übertragung der Messdaten). Die Mehrkosten hierfür in Höhe von 29.800 EUR werden durch das Amt für Umweltschutz getragen.
Die Nutzungsüberlassung des Daches wird in Form eines Nutzungsvertrages geregelt.
Die erhobenen Daten werden der Stadt Leipzig/Amt für Umweltschutz zur Verfügung gestellt.
Es werden keine 105 KITA-Plätze geschaffen. Die Stadt Leipzig kann dem Ausbau der benötigten Betreuungskapazität nicht nachkommen.
Anlage 1: Übersicht Nutzungskosten
Anlage 2: Aufteilungsplan Freiflächen
Anlage 3: Lageplan Freiflächen
Anlage 4: Planzeichnungen (Grundrisse, Dachaufsicht, Schnitte, Ansichten)
1 Anlage 1 Nutzungskosten (36 KB)
2 Anlage 2 Aufteilungsplan Freiflächen (505 KB)
3 Anlage 3 Lageplan Freiflächen (525 KB)
4 Anlage 4 Planzeichnungen (21373 KB)