Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=04.06.1951&Aktenzeichen=IV%20ZR%2014%2F50
Timestamp: 2019-05-26 04:29:24
Document Index: 182284006

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BGH, 04.06.1951 - IV ZR 14/50 - dejure.org
https://dejure.org/1951,182
BGH, 04.06.1951 - IV ZR 14/50 (https://dejure.org/1951,182)
BGH, Entscheidung vom 04.06.1951 - IV ZR 14/50 (https://dejure.org/1951,182)
BGH, Entscheidung vom 04. Juni 1951 - IV ZR 14/50 (https://dejure.org/1951,182)
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BGHZ 2, 270
NJW 1951, 921
MDR 1951, 673
DB 1951, 740
Wie das Berufungsgericht mit Recht ausgeführt hat, kann im Einzelfall die angemessene Entschädigung darin bestehen, dass dem Geschädigten voller Schadensersatz zugebilligt wird (vgl. BGHZ 2, 270 [293, 295]).
BGH, 11.11.1953 - IV ZB 82/53
Auseinandersetzungsforderung bei Vorerbschaft
Nach der ständigen Rechtsprechung des II. Zivilsenats und des hier erkennenden Senats ist es für die Anwendung dieser Vorschrift nicht erforderlich, daß sie auf der Auseinandersetzung einer sachlich-rechtlichen Gemeinschaft beruht, es genügt, wenn wirtschaftlich gesehen ein gemeinschaftlicher Vermögensbestand vorliegt, mit dessen "Auseinandersetzung" die Forderung in Zusammenhang steht, wenn Personen, die zu einem der in § 18 Abs. 1 Nr. 3 umschriebenen Personenkreise gehören, Vermögen oder Einkünfte "vermischt" haben (BGHZ 2, 270; 8, 265, 267 [BGH 22.12.1952 - IV ZB 96/52]NJW 1951, 920 Nr. 6; IM Nachschlagewerk Nr. 11 zu § 18 Abs. 1 Nr. 3 UmstG).
Es ist nicht ersichtlich, warum Rechtsgeschäfte zwischen dem Vorerben und einem der Nacherben nicht 1 zu einer Vermischung von Vermögen führen können, wie es für den Fall anerkannt ist, daß Verträge dieser Art zwischen Ehegatten (BGHZ 2, 270) oder unter Miterben (Beschlüsse vom 26. Februar 1952 IV ZB 83/51 und 91/51 [nicht abgedruckt, erwähnt bei Peters in NJW 1952, 826]) oder unter Eltern und Kindern (Beschluß vom 24. Oktober 1951 IV ZB 61/51, LM Nachschlagewerk Nr. 8 zu § 18 Abs. 1 Nr. 3 UmstG) abgeschlossen werden.
BGH, 24.10.1951 - IV ZB 61/51
Die in dem Urteil des Senats vom 4. Juni 1951 (IV ZR 14/50) für die Anwendung des § 18 Abs. 1 Ziff 3 UmstG auf eine Auseinandersetzung zwischen Ehegatten entwickelten Grundsätze gelten auch für die Auseinandersetzung zwischen Eltern und Kindern.
Der Senat hat zu dieser Frage zunächst in einem Beschluss vom 19. Februar 1951 (NJW 1951, 355) und sodann ergänzend in einem Urteil vom 4. Juni 1951 (IV ZR 14/50) Stellung genommen.
BGH, 05.11.1953 - IV ZR 71/53
Vermischt ein Ehegatte die beiden Vermögensmassen miteinander, so erwirbt der Ehegatte, der die Beträge dem anderen hingegeben hat, in der Regel eine Auseinandersetzungsforderung im Sinne des § 18 Abs. 1 Nr. 3 UmstG (BGHZ 2, 270).
Dasselbe hat der Senat angenommen für den Ersatzanspruch der Frau, wenn der Ehemann zum Vorbehaltsgut seiner Frau gehöriges Geld mit seinem vermischt und für Anschaffungen verwandt hat (BGHZ 2, 270).
BGH, 13.03.1953 - V ZR 92/51
Da diese Bestimmung weit auszulegen ist (BGHZ 2, 270; BGH vom 8.3.1952 IV ZB 10/52) und die Schuld des Beklagten wirtschaftlich nichts anderes ist als eine Vermächtnisschuld, ist auch diese, soweit sie am Währungsstichtag noch bestand, im Verhältnis 1: 1 umgestellt worden.
Sollte jedoch der Vertrag vom 11. Juni 1949 unwirksam sein, so würde es sich fragen, ob die Darlehensschuld unmittelbar nach § 18 Abs. 1 Nr. 3 UmstG im Verhältnis 1 : 1 umgestellt war (vgl. BGHZ 2, 270; BGH LM § 18 Abs. 1 Nr. 3 UmstG Nr. 11, 22; andererseits BGH NJW 1952, 62 [63]).
Der Bundesgerichtshof hat in ständiger Rechtsprechung ausgesprochen, daß der Begriff der "Auseinandersetzung" i.S. des § 18 Abs. 1 Nr. 3 UmstG weit auszulegen und nicht dem einer Auseinandersetzung im Sinne des Bürgerlichen Gesetzbuches oder des Handelsgesetzbuches gleichzustellen ist (vgl. II. Zivilsenat in BGHZ 2, 229 [232/233] und IV. Zivilsenat in BGHZ 2, 270 und 8, 265; NJW 1951, 920; Lindenmaier-Möhring, Nachschlagewerk Nr. 11 zu § 18 Abs. 1 Nr. 3 UmstG).
Diese Forderung der Klägerin ist ein Anspruch aus der "Auseinandersetzung" zwischen Eltern und Kindern (vgl. BGHZ 2, 270; BGH LM § 18 Abs. 1 Nr. 3 UmstG Nr. 8).
Das hiernach gegebenenfalls nur zu einem schuldrechtlichem Ausgleich führende Rechtsinstitut der Innengesellschaft bei Ehegatten hat eine Parallele in dem seinerzeit von der Zivilrechtsprechung bei der Auslegung des § 18 Abs. 1 Ziff. 3 des Umstellungsgesetzes (UG) entwickelten und über den Begriff des sachlich-rechtlich gemeinschaftlichen Vermögens hinausgehenden Begriff des "wirtschaftlich gemeinsamen Vermögensbestandes" der Ehegatten, der grundsätzlich ebenfalls zur Anerkennung eines - im Verhältnis 1: 1 umgestellten - Auseinandersetzungsanspruchs der Ehegatten untereinander geführt hat (vgl. BGHZ 2, 270 ff.; BGHZ 8, 265 ff.; BGHZ 11, 74 ff.).
BGH, 28.07.1953 - IV ZB 105/52
Umstellung von Verbindlichkeiten aus Gutsüberlassungsverträgen
Wie der Senat mehrfach ausgesprochen hat, ist der in § 18 Abs. 1 Nr. 3 UmstG verwendete Begriff der Auseinandersetzung weit auszulegen ( BGHZ 2, 270 [272]; LM § 18 Abs. 1 Ziff 3 UmstG Nr. 8).
BGH, 16.04.1953 - IV ZB 22/53
BVerwG, 13.04.1972 - III C 8.71
Umstellung eines privatrechtlichen geldwerten Anspruchs - Umstellung einer …
BGH, 30.03.1960 - IV ZR 249/59
Herausgabe des eingebrachten Gutes
BGH, 09.10.1952 - IV ZR 69/52
BGH, 21.09.1951 - IV ZB 45/51
BGH, 29.06.1978 - III ZR 188/75
Entgegenstehende Rechtskraft eines Verfahrens - Anspruch auf eine am Umsatz eines …
BFH, 13.01.1967 - III 254/64
Gewährung der Herabsetzung der Vierteljahrsbeträge durch Berücksichtigung eines …
BFH, 04.12.1964 - III 328/60 U
Bedeutung einer vor dem Währungsstichtag getroffenen Vereinbarung über eine …
BGH, 08.03.1952 - IV ZB 10/52
Vorliegen einer Schenkung bei einer Umstellung über das gesetzliche …
BGH, 28.06.1951 - IV ZR 128/50
BGH, 19.03.1953 - 5 StR 902/52
BGH, 19.06.1952 - IV ZR 226/51
BGH, 29.09.1951 - IV ZB 91/51
BGH, 03.04.1952 - IV ZR 132/51
BGH, 05.10.1950 - IV ZB 53/51