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Timestamp: 2019-09-16 04:26:36
Document Index: 253356400

Matched Legal Cases: ['§ 37', '§ 7', '§ 7', '§ 31', '§37', '§37']

Sprachliche Förderung HEMS -Sprachliche Förderung
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Schulische Feststellung von und Förderung bei besonderen Schwierigkeiten im Lesen, Rechtschreiben oder Rechnen
Wichitge Grundsätze aus der Verordnung zur Gestaltung des Schulverhältnisses (vgl. hierzu im Anhang VOGSV, Abl. 06/14; §§ 37 – 44, S. 283 ff. sowie bzgl. Nachteilsausgleich § 7, S. 270 f.), durch weitere Hinweise ergänzt:
1. Die Schule, das ist in erster Linie die Klassenkonferenz, stellt die besonderen Schwierigkeiten im Lesen, Rechtschreiben oder Rechnen aufgrund der Beurteilung schulischer Leistungen fest und plant die Förderung. Externe Gutachten sind zu berücksichtigen, dürfen aber nicht eingefordert werden. Eine klinische Untersuchung wäre vorsichtig zu empfehlen, wenn psychische Belastungen (vgl. 5.) deutlich werden.
2. „Typische“ Fehler im Lesen, Rechtschreiben oder Rechnen (bzw. für Legasthenie oder Dyskalkulie), an denen man die besonderen Schwierigkeiten definitiv erkennen könnte, gibt es nicht. Sie können vielgestaltig variieren. Entscheidend für die Feststellung der besonderen Schwierigkeiten ist, dass es eine Diskrepanz zwischen den Leistungen im Lesen, Rechtschreiben oder Rechnen und denen in anderen sprachlichen bzw. mathematisch-naturwissenschaftlichen Lernbereichen gibt.
3. Die möglichen Fördermaßnahmen gemäß der VOGSV können Sie in der Übersicht im Anhang ersehen. Diese können auch gleichzeitig gewährt werden.
4. Binnendifferenzierende Maßnahmen und solche zum Nachteilsausgleich sowie Abweichungen von den Grundsätzen der Leistungsfeststellung und -bewertung sollen bei Bedarf in allen Fächern gewährt werden, in denen sich die besonderen Schwierigkeiten negativ auswirken. So können die betroffenen Schülerinnen und Schüler fachübergreifend ermutigt, Lernblockaden abgebaut und Erfolgserlebnisse vermittelt werden!
5. Besondere Schwierigkeiten im Lesen, Rechtschreiben oder Rechnen können gemeinsam auftreten. Ergebnisse von Längsschnittstudien belegen übrigens auch ein erhöhtes Risiko für begleitende psychische Störungen wie Ängste, Depressionen oder ADHS. Mangelnde Förderung der besonderen Schwierigkeiten kann diese verstärken!
6. Eine Fortführung der Förderung bei besonderen Schwierigkeiten im Lesen und Rechtschreiben ist in der Sekundarstufe II in besonders begründeten Ausnahmefällen möglich. Die betroffenen volljährigen Schülerinnen oder Schüler bzw. die Erziehungsberechtigten nicht volljähriger Schülerinnen und Schüler stellen hierzu bei Eintritt in die Sekundarstufe II einen Antrag bei der Schulleitung. Diese leitet den Antrag mit eigener Stellungnahme an die Schulaufsicht weiter. Die Schulaufsicht entscheidet dann einmalig für die gesamte Oberstufe, ob die Förderung weitergeführt werden kann, nicht aber über die Inhalte derselben (siehe „LRS Sek.II Genehmigungsverfahren“ im Anhang).
Merkblatt fuer Lehrkraefte.pdf
LRS Uebersicht Foerdermassnahmen.pdf
VOGSV 06 2014.pdf
LRS Sek.II Genehmigungsverfahren.pdf
Welche Fehler werden nicht als LRS-Fehler anerkannt?
Ausdruckfehler
Grammatikfehler: das/dass Verwechslung, falsche Artikel Zuordnung z.B. "den" statt "dem".
Zeichensetzung: Kommafehler, Punkt bei Abkürzungen und Ordnungszahlen, Anführungszeichen, Doppelpunkt , Satzschlusszeichen
Rechtschreibfehler werden normal gezählt und in die Bewertung gerechnet.
Je nach Fach variiert der Fehlerquotient, in Deutsch sind bis zu vier Notenpunkte Abzug möglich, in allen anderen Fächern maximal zwei Notenpunkte.
Nachteilsausgleich kann beispielsweise so aussehen, dass etwas länger Zeit für die Klausuren zur Verfügung steht oder ein Wörterbuch verwendet werden kann. Rechtschreibfehler fließen aber beim Nachteilsaugleich in den Fehlerquotienten mit ein.
Ein Nachteilsausgleich steht im Gegensatz zum Notenschutz nicht im Zeugnis. Mit dem gewährten Notenschutz ist leider die Bemerkung im Zeugnis verbunden. Und mit der Entscheidung, einmal darauf zu verzichten, kann es sein, dass Notenschutz nicht wieder erteilt wird (Unterbrechung). Das Staatliche Schulamt hat in den letzten Jahren besonderen Wert auf eine lückenlose Förderung gelegt.
Mittlerweile dürfen im Fach Deutsch nur noch maximal zwei Punkte (statt der früheren vier Punkte) abgezogen werden.
Notenschutz: Änderung im Antragsverfahren
Nach Informationen aus dem Staatlichen Schulamt gibt es eine Änderung im Antragsverfahren für die Erstanträge für Notenschutz und/oder Nachteilsausgleich.
Damit Notenschutz und/oder Nachteilsausgleich gewährt werden kann, benötigt das Staatliche Schulamt eine lückenlose Förderbescheinigung von der abgehenden Schule.
Im Klartext heißt das, dass in den Zeugnissen der letzten drei Jahre ein Vermerk stehen muss, dass in den Fächern Deutsch und/oder Englisch Notenschutz gewährt wurde - meistens lautet dieser Schriftzug im Zeugnis "Die Noten in den Fächern .... enthalten keine Bewertung der Lese- und Rechtschreibleistungen".
Sofern diese Vermerke in den Zeugnissen der Jahrgangsstufen 8.1/8.2, 9.1/9.2, 10.1/10.2 (bzw. 7 bis 9 bei G8) nicht stehen, kann ein Antrag auf Notenschutz leider nicht durch das Schulamt und somit auch nicht mehr durch die HEMS gewährt werden!
Außerdem benötigt das Schulamt auch die letzten Förderpläne aus den genannten Jahrgangsstufen.
Notenschutz in den schriftlichen Abiturprüfungen
Aus gegebenem Anlass möchten wir alle LRS-Schülerinnen und Schüler auf folgenden Sachverhalt aufmerksam machen:
§ 7, Absatz 6 der Verordnung zur Gestaltung des Schulverhältnisses sagt:
"Bei Abschlussprüfungen entscheidet die Prüfungskommission nach Kenntnisnahme des jeweiligen individuellen Förderplans, ob ein Nachteilsausgleich zu gewähren ist oder ob von den allgemeinen Grundsätzen der Leistungsfeststellung abgewichen wird. § 31 Abs. 2 OAVO bleibt unberührt. ... Ein Abweichen von den Grundsätzen der Leistungsbewertung ist bei Abschlussprüfungen ausgeschlossen."
Das bedeutet, dass in den schriftlichen Abiturprüfungen kein Notenschutz gewährt werden kann!
LRS Symptome 2015 01.pdf
LRS Erstantrag II.pdf
LRS Folgeantrag 2015.pdf
Lehrerliste Antragsverfahren LRS Sep 2016.pdf
Schreibberatung (Deutsch als Zweitsprache)
Die Kurse richten sich an Schüler/Innen des Beruflichen Gymnasiums der Jahrgangsstufe E1 bis Q4:
Kurs 1, Montag, 1. Woche, 7.+8.h:
Willkommen sind Schüler/innen der Jahrgangsstufe E1 und E2, deren Herkunftssprache nicht Deutsch ist sowie alle Schüler/innen, die ihre Fertigkeiten in den Bereichen Grammatik, Ausdruck und Stil festigen und erweitern wollen. Im Mittelpunkt steht das Training von Basiskompetenzen mit dem Schwerpunkt „Schreiben“.
Kurs 2, Montag, 1. Woche, 9.+10h:
Eingeladen sind Schüler/Innen der Jahrgangsstufe Q1 bis Q4, die sich gezielt auf Aufgabenformate der Klausuren der Q-Phasen und der schriftlichen Abiturprüfungen vorbereiten wollen.
Im Mittelpunkt steht das Verfassen kohärenter Texte in unterschiedlichen Textformen. In der Beratung sollen die Schüler lernen, wie sie aufgabenadäquat, adressaten- und zielorientiert, sprachlich flexibel und stilistisch sicher schreiben.
OStR G. Breidert-Fröhner
LRS-Förderung: §§37 bis 44 der Verordnung zur Gestaltung des Schulverhältnisses (19.08.2011)
In den §§37 bis 44 der Verordnung zur Gestaltung des Schulverhältnisses (19.08.2011) finden Sie den aktuellen Stand des Unterstützungsangebots für Schülerinnen und Schüler mit besonderen Schwierigkeiten beim Lesen, Rechtschreiben oder Rechnen.
LRS-Förderkonzept der Heinrich-Emanuel-Merck-Schule Darmstadt
LRS Förderkonzept HEMS 2011.pdf
LRS Symptome 2015.pdf