Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_12/vo/3/3195.htm
Timestamp: 2018-12-10 09:19:42
Document Index: 93736510

Matched Legal Cases: ['§ 21', '§ 58', '§ 64', '§ 22', '§ 33', '§ 2']

3.195 Billibuck
Verordnung des Regierungspräsidiums Freiburg über das Naturschutzgebiet »Billibuck« vom 15. November 1993 (GBl. v. 21.12.1993, S. 757).
Auf Grund von § 21, § 58 Abs. 2 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Naturschutzgesetzes (NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBI. S. 654), zuletzt geändert durch das Biotopschutzgesetz vom 19. November 1991 (GBl. S. 701), und von § 22 Abs. 2 und § 33 Abs. 2 Nr. 4 des Landesjagdgesetzes (LJagdG) in der Fassung vom 20. Dezember 1978 (GBI. 1979 S. 12), wird verordnet:
Die in § 2 näher bezeichnete Fläche auf dem Gebiet der Stadt Blumberg, Schwarzwald - Baar - Kreis, wird zum Naturschutzgebiet erklärt. Das Naturschutzgebiet führt die Bezeichnung »Billibuck«.
(1) Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von rund 11,2 ha und erfaßt einen Teilbereich des westlich der Ortschaft Riedböhringen gelegenen Zeugenbergs »Billibuck«.
Es umfaßt nach dem Stand vom 25. August 1992 auf dem Gebiet der Stadt Blumberg, Gemarkung Riedböhringen, das Grundstück Flst. - Nr. 3624 (teilweise).
(2) Die Grenzen des Schutzgebietes sind in einer Übersichtskarte im Maßstab 1:25000 und in einer Karte im Maßstab 1:5000 des Regierungspräsidiums Freiburg, jeweils mit Stand vom 25. August 1992, rot eingetragen. Die Karten sind Bestandteil dieser Verordnung.
Die Verordnung mit Karten wird beim Regierungspräsidium Freiburg in Freiburg i. Br. und beim Landratsamt Schwarzwald - Baar - Kreis in Villingen - Schwenningen auf die Dauer von drei Wochen, beginnend am achten Tag nach Verkündung dieser Verordnung im Gesetzblatt, zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten öffentlich ausgelegt.
Wesentlicher Schutzzweck ist die Erhaltung des Billibuck
1. als ein dem Albtrauf vorgelagerter Zeugenberg von besonderer Eigenart und Schönheit;
2. als ein durch blumenbunte Magerrasen, Brachen, Gebüsche und Baumgruppen reichstrukturierter Landschaftsteil, der Lebensraum für eine Vielzahl seltener und geschützter wärmeliebender Tier - und Pflanzenarten ist.
6. Plakate, Bild - oder Schrifttafeln aufzustellen oder .anzubringen;
8. Tiere einzubringen, wildlebenden Tieren nachzustellen, sie mutwillig zu beunruhigen, sie zu fangen, zu verletzen oder zu töten oder. Puppen, Larven, Eier oder Nester öder sonstige Brut- , Wohn - oder Zufluchtstätten dieser Tiere zu entfernen, zu beschädigen oder zu zerstören;
13. das Starten und Landen von Luftfahrzeugen einschließlich Luftsportgeräten sowie der Aufstieg von Flugmodellen und Lenkdrachen;
14. das Schutzgebiet außerhalb von befestigten Wegen zu betreten;
15. organisierte Wanderungen oder andere Veranstaltungen mit mehr als 20 Teilnehmern durchzuführen.
a) dafür notwendige Hochsitze nur landschaftsangepaßt und in einfacher Bauweise am Rande des Schutzgebietes errichtet werden dürfen;
b) die Einrichtung von Fütterungsstellen und die Anlage von Wildäckern untersagt ist;
2. für die ordnungsmäßige Ausübung der Landwirtschaft in der bisherigen Art, in der bisherigen Intensität und im bisherigen Umfang mit der Maßgabe, daß nur extensive Wiesennutzung ohne Düngung mit einmaliger jährlicher Mahd ab dem 15. Juli zulässig ist;
3. für die ordnungsmäßige Ausübung der Forstwirtschaft in der bisherigen Art, in der bisherigen Intensität und im bisherigen Umfang mit der Maßgabe, Nutzungen nur in Form von Pflegemaßnahmen durch gezielte Entnahme von Einzelstämmen oder Baumgruppen zur Schaffung besserer Lichtverhältnisse für die Krautschicht im Einvernehmen mit der höheren Naturschutzbehörde zulässig sind;
4. für die sonstige bisher rechtmäßigerweise ausgeübte Nutzung der Grundstücke, Gewässer, Straß Wege sowie der rechtmäßigerweise bestehenden Einrichtungen in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang sowie deren Unterhaltung und Instandsetzung;
FREIBURG I. BR., den 15. November 1993