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Timestamp: 2016-10-24 12:24:29
Document Index: 22092166

Matched Legal Cases: ['Art. 28', 'Art. 27', 'Art. 5', 'Art. 27', 'Art. 28', 'Art. 41', 'Art. 88', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 25', 'Art. 28', 'Art. 134', 'Art. 135', 'Art. 159', 'Art. 135', 'Art. 159', 'BGE']

I 442/01 (04.04.2002)
D.________ , 1944, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanwalt Christian Th�ny, Quaderstrasse 16, 7000 Chur,
A.- D.________, geboren 1944 und als Hausfrau t�tig, meldete sich am 27. Mai 1997 bei der Invalidenversicherung zum Rentenbezug an. Die IV-Stelle des Kantons Graub�nden holte mehrere Berichte des Hausarztes Dr. med. K.________, Arzt f�r Allgemeine Medizin FMH, sowie einen Abkl�rungsbericht Haushalt vom 16. September 1997 ein und f�hrte eine berufliche Abkl�rung durch. Nach ergangenem Vorbescheid wurde ein weiterer Bericht des Dr. med. K.________ sowie ein Gutachten des Spitals R.________ vom 24. September 1999 (mit Erg�nzung vom 16. Dezember 1999) zu den Akten genommen.
M.________, Spezialarzt FMH f�r Otorhinolaryngologie, Hals- und Gesichtschirurgie, in Aussicht. Mit Verf�gungen vom 8. Dezember 2000 sprach die IV-Stelle D.________ eine vom 1. Mai 1996 bis zum 31. Dezember 1999 befristete halbe H�rtefall-Rente der Invalidenversicherung zu, da sie ohne Gesundheitsschaden einer Teilerwerbst�tigkeit nachgehen w�rde, was infolge verbessertem Gesundheitszustand ab dem
B.- Die dagegen - unter Beilage eines Berichtes des Dr. med. M.________ vom 8. Januar 2001 - erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden mit Entscheid vom 4. Mai 2001 ab.
C.- D.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren mit den Antrag, unter Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheides und der Verwaltungsverf�gungen sei die Sache zu neuer Verf�gung an die IV-Stelle zur�ckzuweisen, welche auch die Kosten der Begutachtung durch Dr. med. M.________ in H�he von Fr. 1'500.-- zu �bernehmen habe.
1.- Die Vorinstanz hat die Bestimmungen �ber die Voraussetzungen und den Umfang des Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 1 und 1bis IVG) sowie die Invalidit�tsbemessung bei Teilerwerbst�tigen nach der gemischten Methode (Art. 27bis Abs. 1 IVV in Verbindung mit Art. 5 Abs. 1 IVG und Art. 27 IVV sowie Art. 28 Abs. 2 IVG) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen. Zu erg�nzen ist, dass bei r�ckwirkender Zusprechung einer befristeten Invalidenrente die f�r die Rentenrevision geltenden Bestimmungen analog anzuwenden sind (Art. 41 IVG, Art. 88a IVV; BGE 125 V 418 Erw. 2d, AHI 1998 S. 121 Erw. 1b, je mit Hinweisen).
2.- Unbestritten ist die Anwendung der gemischten Methode mit Anteilen von je 50 % im Erwerbs- und Haushaltsf�hrungsbereich.
Streitig ist dagegen die H�he des Invalidit�tsgrades, welcher sich daraus ergibt.
a) aa) Die Vorinstanz hat im Erwerbsbereich auf die effektiv erzielten Eink�nfte abgestellt und einen Invalidit�tsgrad von 38.5 % angenommen, w�hrend die Beschwerdef�hrerin von einer mangelhaften Sachverhaltsabkl�rung und einer willk�rlichen Beweisw�rdigung durch das kantonale Gericht und die IV-Stelle ausgeht, da der Bericht des Dr. med. M.________ - welcher das unvollst�ndige Gutachten des Spitals R.________ erg�nze - nicht richtig gew�rdigt worden sei.
bb) Aus den Akten ergibt sich und ist unbestritten, dass das von der Versicherten ohne Invalidit�t erzielbare und der Teuerung angepasste Einkommen (Valideneinkommen) Fr. 20'975.-- betr�gt.
cc) F�r die Bestimmung des trotz Gesundheitssch�digung zumutbarerweise noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist prim�r von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die Versicherte konkret steht.
�bt sie nach Eintritt der Invalidit�t eine Erwerbst�tigkeit aus, bei der - kumulativ - besonders stabile Arbeitsverh�ltnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsf�higkeit in zumutbarer Weise voll aussch�pft, sowie das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn erscheint, gilt grunds�tzlich der tats�chlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn (BGE 126 V 76 Erw. 3b/aa mit Hinweisen).
Gem�ss individuellem Konto �bt die Beschwerdef�hrerin seit 1999 eine Erwerbst�tigkeit als Putzfrau sowie als Mesmerin der evangelischen Kirchgemeinde aus und erzielte dabei im praxisgem�ss (BGE 121 V 366 Erw. 1b) massgebenden Jahr des Verf�gungserlasses (2000) ein Einkommen in H�he von Fr. 9'394. 20. Der Hausarzt Dr. med. K.________ erachtete diese T�tigkeiten bereits in seinem Bericht vom 20. Dezember 1998 als "ideale L�sung", da die Arbeitspensen je nach aktuellem Gesundheitszustand eingeteilt werden k�nnen.
Damit ist davon auszugehen, dass die verbliebene Arbeitsf�higkeit in zumutbarer Weise voll ausgesch�pft wird. Dass die T�tigkeit nur vor�bergehender Natur sei (sie wird seit 1999 ausge�bt) oder ein Soziallohn vorliege (Art. 25 Abs. 1 lit. b IVV; ZAK 1980 S. 344), hat die Versicherte - obwohl die IV-Stelle bereits im vorinstanzlichen Verfahren auf die Thematik hingewiesen hat - weder im vor- noch im letztinstanzlichen Verfahren vorgebracht und ist auch nicht anzunehmen, da sich diesbez�glich keinerlei Angaben in den Akten finden lassen.
dd) Der Invalidit�tsgrad ist keine medizinische, sondern eine wirtschaftliche Gr�sse (vgl. Art. 28 Abs. 2 IVG).
2a/cc hievor) und ihre Arbeitsf�higkeit erwerblich umsetzen kann, ist die medizinisch-theoretische Arbeitsf�higkeit von vornherein nicht massgebend. Das Gutachten des Spitals R.________ vom 24. September 1999 und dessen Erg�nzung vom 16. Dezember 1999 sowie der Bericht des Dr. med. M.________ vom 8. Januar 2001 weichen zwar in der rein zahlenm�ssigen Sch�tzung der medizinisch-theoretischen Arbeitsf�higkeit voneinander ab. Weder den Aussagen des Spitals R.________ noch denjenigen des Dr. med. M.________ ist aber zu entnehmen, dass die seit 1999 effektiv ausge�bten T�tigkeiten aus medizinischen Gr�nden nicht m�glich oder nicht zumutbar seien; deswegen er�brigen sich weitere Abkl�rungen. Aus einer erneuten medizinischen Untersuchung w�rde keine �nderung des Invalidit�tsgrades resultieren, da dieser als wirtschaftliche Gr�sse vom Verh�ltnis zwischen den - hier feststehenden (vgl. Erw. 2a/bb und cc hievor) - Gr�ssen des Validen- und Invalideneinkommens abh�ngt.
ee) Bei einem Valideneinkommen von Fr. 20'975.-- und einem Invalideneinkommen von Fr. 9'394. 20 resultiert eine Invalidit�t von 55.21 % im Erwerbsbereich.
b) Betreffend Beeintr�chtigung im Haushaltsbereich ist festzuhalten, dass f�r die Bestimmung des Invalidit�tsgrades der medizinisch-theoretische Grad der Arbeitsf�higkeit ebenfalls nicht unbesehen auf die Einschr�nkung im Haushaltsbereich �bernommen werden kann (vgl. dazu AHI 2001 S. 161 Erw. 3c sowie Urteil D. vom 12. November 2001, I 497/01). Die medizinischen Abkl�rungen sind erst nach Vornahme der Haushaltsabkl�rung (vgl. dazu ZAK 1986 S. 235 Erw. 2d) vorgenommen worden. In keinem der medizinischen Berichte wird eine bestimmte Einschr�nkung im Haushalt aufgef�hrt.
Die �rztlichen Angaben sprechen deshalb nicht gegen den Abkl�rungsbericht vom 16. September 1999, welcher eine Beeintr�chtigung im Haushaltsbereich von 23.5 % ausweist.
c) Da die Beeintr�chtigung im Erwerbsbereich 55.21 % und die Behinderung im Haushaltsbereich 23.5 % betr�gt, f�hrt dies bei je h�lftiger Gewichtung der beiden Bereiche zu einem Invalidit�tsgrad von unter 40 % (39. 35 %), was den Anspruch auf eine Invalidenrente f�r das Jahr 2000 ausschliesst.
3.- a) Da es um Versicherungsleistungen geht, sind gem�ss Art. 134 OG keine Gerichtskosten zu erheben. Entsprechend dem Ausgang des letztinstanzlichen Verfahrens steht der Beschwerdef�hrerin keine Parteientsch�digung zu (Art. 135 OG in Verbindung mit Art. 159 OG).
b) Kosten von Privatgutachten sind nur dann zu entsch�digen, wenn sie notwendig sind (Art. 135 OG in Verbindung mit Art. 159 Abs. 2 OG; BGE 115 V 62). Die Versicherte war schon zur Zeit des (zweiten) Vorbescheides vom 18. April 2000 und erst recht zur Zeit des Verf�gungserlasses im Dezember 2000 erwerbst�tig gewesen, so dass sich der Invalidit�tsgrad bereits aus der Aktenlage, wie sie der Verwaltung und dem kantonalen Gericht vorgelegen hat, bestimmen liess. Das Privatgutachten des Dr. med. M.________ vom 8. Januar 2001 war deshalb zur Entscheidfindung nicht notwendig, weshalb die entsprechenden Kosten nicht zu Lasten der Invalidenversicherung gehen.