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Timestamp: 2016-10-25 15:43:52
Document Index: 320202531

Matched Legal Cases: ['Art. 97', 'Art. 5', 'Art. 84', 'BGE', 'Art. 104', 'Art. 105', 'Art. 9', 'Art. 9', 'Art. 9', 'Art. 9', 'BGE', 'BGE', 'Art. 13', 'Art. 4', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 24', 'BGE', 'Art. 24']

1A.316/2000 (21.09.2001)
E. und R.B.________, T�gerwilen, H. und E.J.________, T�gerwilen, Beschwerdef�hrer, alle vertreten durch Rechtsanwalt Tim Walker, Hinterdorf 27, Trogen,
O range Communications SA, Hardturmstrasse 161, Z�rich, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt Carlo Parolari, Bahnhofstrasse 49, Frauenfeld, Politische Gemeinde T�gerwilen, Departement f�r Bau und Umwelt des Kantons Thurgau, Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau,
Baubewilligung f�r eine Mobilfunkantennenanlage, hat sich ergeben:
A.- Am 13. April 1999 reichte die Orange Communications SA ein Baugesuch ein f�r die Errichtung einer GSM- Mobilfunkantennenanlage auf dem bestehenden, 18 m hohen Silo von G.________ in T�gerwilen. Auf diesem Silo besteht bereits eine Mobilfunk-Basisstation der diAx mit zwei Sektorantennen.
Gegen das Gesuch erhoben H. und E.J.________, R. und E.B.________ sowie weitere Personen Einsprache. Mit Entscheid vom 24. August 1999 sch�tzte der Gemeinderat T�gerwilen die Einsprachen vollumf�nglich und wies das Baugesuch der Orange ab, verbunden mit der Empfehlung, die Antenne der diAx mitzubenutzen.
B.- Gegen die Verweigerung der Baubewilligung erhob die Orange Communications SA Rekurs beim Departement f�r Bau und Umwelt des Kantons Thurgau. Am 22. Dezember 1999 hiess das Departement den Rekurs gut und wies die Gemeindebeh�rde T�gerwilen an, die Baubewilligung zu erteilen. Es erwog, die streitige Antenne verursache eine Belastung, die weit unterhalb der Grenzwerte liege; zudem w�rden technische Vorkehrungen getroffen, um die Strahlenwerte nochmals zu reduzieren.
Das Verwaltungsgericht beauftragte das Amt f�r Umwelt des Kantons Thurgau, die Immissionen der geplanten Antennen auf den Liegenschaften der Beschwerdef�hrer zu berechnen, unter Ber�cksichtigung der bereits bestehenden Antennen der diAx.
Am 13. September 2000 f�hrte das Verwaltungsgericht eine �ffentliche m�ndliche Verhandlung durch und wies die Beschwerde ab, soweit darauf eingetreten wurde.
D.- Hiergegen erhoben die Eheleute B.________ und J.________ am 9. Dezember 2000 Verwaltungsgerichtsbeschwerde und staatsrechtliche Beschwerde ans Bundesgericht. Sie beantragen, der Entscheid des Verwaltungsgerichts sowie der Rekursentscheid des Departements f�r Bau und Umwelt seien aufzuheben; aufzuheben sei ferner die Verordnung vom 23. Dezember 1999 �ber den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV, SR 814. 710), soweit sie �bergeordnetem Recht widerspreche.
In formeller Hinsicht beantragen die Beschwerdef�hrer die Gew�hrung der aufschiebenden Wirkung, die Durchf�hrung eines Augenscheins und eines zweiten Schriftenwechsels.
E.- Die Orange Communications SA beantragt, die Beschwerden seien abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden k�nne, und die mit Entscheid der Vorinstanzen vom 22. Dezember 1999 und 13. September 2000 bewilligte Erstellung einer Antennenanlage f�r das Mobilfunknetz sei zu best�tigen. Das Verwaltungsgericht beantragt, die Verwaltungsgerichtsbeschwerde sei abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden k�nne; auf die staatsrechtliche Beschwerde sei nicht einzutreten.
Das Departement f�r Bau und Umwelt schliesst auf Abweisung der Beschwerde. Das BUWAL kommt in seiner Stellungnahme zum Ergebnis, dass die streitige Anlage die Anlagegrenzwerte einh�lt und deren Bewilligung Bundesrecht nicht verletzt. Die Parteien erhielten Gelegenheit, sich zur Vernehmlassung des BUWAL zu �ussern.
F.- Mit Verf�gung vom 26. Januar 2001 gew�hrte der Pr�sident der I. �ffentlichrechtlichen Abteilung der Beschwerde insoweit aufschiebende Wirkung, als die Inbetriebnahme und Sendet�tigkeit der Antenne w�hrend des bundesgerichtlichen Verfahrens zu unterbleiben habe; die Beschwerdegegnerin d�rfe die Anlage allerdings auf eigenes Risiko w�hrend der H�ngigkeit des bundesgerichtlichen Verfahrens erstellen.
1.- a) Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Entscheid des Verwaltungsgerichts, der sich auf Bundesumweltrecht, insbesondere die NISV, st�tzt. Hiergegen steht die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ans Bundesgericht offen (Art. 97 Abs. 1 OG i.V.m. Art. 5 VwVG). Da in diesem Verfahren s�mtliche (zul�ssigen) R�gen der Beschwerdef�hrer behandelt werden k�nnen, ist auf die gleichzeitig erhobene staatsrechtliche Beschwerde nicht einzutreten (Art. 84 Abs. 2OG).
aa) Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind die in der n�heren Umgebung einer projektierten Mobilfunkanlage wohnenden Personen durch die von der Anlage ausgehenden Strahlen in besonderer Weise betroffen und daher zur Ergreifung einer Verwaltungsgerichtsbeschwerde legitimiert (in BGE 126 II 399 nicht ver�ffentlichte E. 1a, zusammengefasst in URP 2000 S. 605). In einem Urteil vom 26. Oktober 2000 (URP 2001 S. 155 ff.) verneinte das Bundesgericht die Beschwerdelegitimation einer Person, deren Wohnort 800 m vom Antennenstandort entfernt und ausserhalb der Hauptstrahlrichtung der Antenne lag. In jenem Fall unterschritt die voraussichtliche Belastung des Beschwerdef�hrers durch die projektierte Anlage den Immissionsgrenzwert um mehr als das Hundertfache und den Anlagegrenzwert um mehr als das Zehnfache. Das Bundesgericht erachtete deshalb die Einwirkung der vorgesehenen Anlage auf den Wohnort des Beschwerdef�hrers als minim: Die von der geplanten Anlage ausgehende Strahlung bewirke f�r den Beschwerdef�hrer nur eine geringf�gige zus�tzliche Belastung, die sich kaum vom ohnehin bestehenden Grundpegel nichtionisierender Strahlen abhebe. Sie reiche damit nicht aus, um eine besondere Betroffenheit und damit die Legitimation des Beschwerdef�hrers zu begr�nden.
bb) Aus den Berechnungen des kantonalen Amts f�r Umwelt vom 3. Juli 2000 geht hervor, dass sich der Antennenstandort in einer Entfernung von 135-140 m zur �stlich davon gelegenen Wohnzone W2 befindet; das �stlichste und damit am meisten exponierte Haus dieser Wohnzone ist dasjenige der Eheleute J.________ (Parzelle Nr. 953). Diese sind daher mehr als jedermann von den Immissionen der geplanten Antenne betroffen. Da sich die Liegenschaft der Eheleute B.________ etwa gleich weit von der Antennenanlage in s�dlicher Richtung befindet (Parzelle Nr. 1164), sind auch sie zur Beschwerde berechtigt. Die Tatsache, dass die Immissionen auf den Grundst�cken der Beschwerdef�hrer nach den Feststellungen der Vorinstanz nur 20 % bzw. 26 % des zul�ssigen Anlagegrenzwertes betragen, ist - entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin - kein Grund, schon die Legitimation zu verneinen: Die konkrete Berechnung der Strahlungsbelastung auf dem Grundst�ck der Beschwerdef�hrer ist ein Teil der materiellen Pr�fung der Beschwerde; f�r die Legitimation gen�gt es, wenn die Beschwerdef�hrer potentiell durch die Immissionen der geplanten Anlage mehr als jedermann belastet werden k�nnen. Dies ist nach dem zitierten Bundesgerichtsentscheid allenfalls zu verneinen, wenn die m�gliche Strahlungsbelastung den Immissionsgrenzwert um mehr als das Hundertfache bzw. den Anlagegrenzwert um mehr als das Zehnfache unterschreitet (in diesem Sinne auch der Entscheid der Berner Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion vom 12. Dezember 2000, BVR 2001 252 E. 2 S. 257 ff. und der Entscheid des Verwaltungsgerichts Z�rich vom 29. September 2000, E. 3d [ver�ffentlicht unter http://www. vgrzh. ch/rechtsprechung], allerdings mit Unterschieden bei der Berechnung).
cc) Nach dem Gesagten ist die Legitimation der Beschwerdef�hrer zu bejahen. Diese sind nicht nur berechtigt, eine �berschreitung der Immissions- oder Anlagegrenzwerte auf ihren Grundst�cken zu r�gen, sondern k�nnen generell die Rechtswidrigkeit des Bauvorhabens r�gen, einschliesslich der �berschreitung von Grenzwerten auf anderen Grundst�cken (vgl. f�r den Bereich des L�rmschutzes Heinz Aemisegger, Aktuelle Fragen des L�rmschutzrechts in der Rechtsprechung des Bundesgerichts, URP 1994 S. 441 ff., insbes.
S. 451 f.). Dies gilt jedenfalls dann, wenn eine allf�llig notwendige Reduktion der Sendeleistung auch die auf die Beschwerdef�hrer entfallende Strahlungsbelastung reduzieren w�rde (vgl. Entscheid des Verwaltungsgerichts Z�rich vom 24. August 2000 E. 11b/bb, URP 2001 S. 171).
c) Nicht einzutreten ist im vorliegenden Verfahren auf den Antrag auf Aufhebung der NISV: Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren vor Bundesgericht k�nnen bundesr�tliche Verordnungen nur akzessorisch auf ihre �bereinstimmung mit h�herrangigem Recht �berpr�ft werden, mit der Folge, dass eine gesetzes- oder verfassungswidrige Bestimmung im konkreten Fall nicht angewendet wird; eine formelle Aufhebung ist jedoch ausgeschlossen.
d) Im �brigen ist auf die rechtzeitig erhobene Verwaltungsgerichtsbeschwerde einzutreten. Mit dieser Beschwerde k�nnen die Beschwerdef�hrer die Verletzung von Bundesrecht r�gen (Art. 104 lit. a OG). Da der angefochtene Entscheid von einer gerichtlichen Instanz ausgeht, ist das Bundesgericht an den festgestellten Sachverhalt gebunden, es sei denn, dieser sei offensichtlich unrichtig, unvollst�ndig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen festgestellt worden (Art. 105 Abs. 2 OG).
e) Auf die Durchf�hrung eines zweiten Schriftenwechsels kann verzichtet werden: Die Beschwerdeantwort enth�lt keine wesentlichen neuen Aspekte, die eine Stellungnahme der Beschwerdef�hrer erfordern w�rden. Im �brigen erhielten die Beschwerdef�hrer Gelegenheit, sich zur Stellungnahme des BUWAL zu �ussern.
f) Der rechtserhebliche Sachverhalt ergibt sich mit gen�gender Klarheit aus den Akten. Auf den beantragten Augenschein kann daher ebenfalls verzichtet werden.
2.- Die Beschwerdef�hrer machen zun�chst geltend, es h�tte eine Umweltvertr�glichkeitspr�fung i.S.v. Art. 9 USG durchgef�hrt werden m�ssen.
a) Gem�ss Ziff. 80.7 des Anhangs zur Verordnung vom 19. Oktober 1988 �ber die Umweltvertr�glichkeitspr�fung (UVPV; SR 814. 011) unterliegen jedoch nur ortsfeste Funkanlagen mit einer Sendeleistung von 500 kW oder mehr der UVP-Pflicht. Im vorliegenden Fall besteht die Sendeanlage aus vier Antennen mit einer �quivalenten Strahlungsleistung von je maximal 710 W. Damit liegt die gesamte Sendeleistung weit unter 500 kW.
b) Entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrer l�sst sich die UVP-Pflicht auch nicht unmittelbar aus Art. 9 Abs. 1 USG ableiten: UVP-pflichtig sind danach Anlagen, welche die Umwelt (potentiell) erheblich belasten k�nnen.
Gem�ss Art. 9 Abs. 1 zweiter Halbsatz werden die UVP-pflichtigen Anlagen vom Bundesrat bezeichnet. Dies geschieht auf dem Verordnungsweg (Botschaft des Bundesrates zum USG vom 31. Oktober 1979, BBl 1979 III 786), d.h. in generell-abstrakter und somit abschliessender Weise (Rausch/Keller, USG-Kommentar, Art. 9 Rz 32). Das Bundesgericht hat es daher abgelehnt, den im Anhang zur UVPV enthaltenen Anlagenkatalog auf dem Weg der Rechtsprechung zu erweitern (BGE 124 II 219 E. 6a S. 228).
a) Das Bundesgericht hat in einem Entscheid vom 30. August 2000 (BGE 126 II 399 E. 4 S. 404 ff.) die NISV vorfrageweise auf ihre Gesetz- und Verfassungsm�ssigkeit �berpr�ft. Es kam zum Ergebnis, dass sich das Konzept der Verordnung an den von Art. 13 USG vorgezeichneten Rahmen halte und sowohl die in Anhang 2 NISV festgesetzten Immissionsgrenzwerte als auch die gem�ss Art. 4 NISV und Anhang 1 Ziff. 6 NISV massgebende vorsorgliche Emissionsbegrenzung bundesrechtskonform seien. Der Bundesrat habe mit dem Erlass der fraglichen Grenzwerte seinen Ermessensspielraum nicht �berschritten. Sobald jedoch eine sachgerechte und zuverl�ssige Quantifizierung der nicht-thermischen Wirkungen nichtionisierender Strahlen auf Grund neuer Erkenntnisse m�glich sei, m�ssten die Immissions- und die Anlagegrenzwerte �berpr�ft und soweit n�tig angepasst werden.
b) Die von den Beschwerdef�hrern eingereichten Gutachten stellen keine wesentlichen neuen Erkenntnisse dar, die eine Anpassung der Immissions- und Anlagegrenzwerte erforderlich machen w�rden. Die darin zitierten wissenschaftlichen Untersuchungen waren bei Erlass der NISV gr�sstenteils schon bekannt; mit dem BUWAL ist davon auszugehen, dass sich die Datenlage zu allf�lligen Gesundheitsrisiken oder St�rungen des Wohlbefindens durch biologische Effekte von nichtionisierender Strahlung im Niedrigdosisbereich seither nicht wesentlich verbessert hat (vgl. hierzu auch Peter M. Wiedemann/Johannes Mertens/Holger Sch�tz/Wilfried Hennings/Monika Kallfass, Risikopotenziale elektromagnetischer Felder: Bewertungsans�tze und Vorsorgeoptionen, Endbericht f�r das Bayrische Staatsministerium f�r Landesentwicklung und Umweltfragen, Mai 2001, S. 71 ff. [www. umweltministerium. bayern. de/bereiche/mobilf] mit einem �berblick �ber neuere Gutachten internationaler Fachgremien zur Risikobewertung von hoch- und niederfrequenten elektromagnetischen Feldern; vgl. auch Christopher M�ller/Christoph Schierz, Wie wirkt sich elektromagnetische Strahlung auf die Gesundheit aus?, Praktischer Umweltschutz Schweiz (Pusch), Thema Umwelt 2/2000 S. 10 f.).
4.- a) Die geplanten zwei Sendeantennen der Firma Orange, die im Frequenzband 1800 MHz senden, sollen zwar nicht auf demselben Mast, wohl aber auf demselben Dach aufgestellt werden, auf dem sich bereits zwei Sendeantennen der diAx im Frequenzband 900 MHz befinden. Gem�ss Ziff. 62 Abs. 1 Anh. 1 NISV gelten alle vier Sendeantennen als eine Anlage, die sowohl im Frequenzbereich um 900 MHz als auch im Frequenzbereich um 1800 MHz sendet. Hierf�r betr�gt der Anlagegrenzwert 5,0 V/m (Ziff. 64 lit. c Anh. 1 NISV). Dieser Grenzwert muss an allen Orten mit empfindlicher Nutzung i.S.v. Art. 3 Abs. 3 NISV eingehalten werden, und zwar im massgebenden Betriebszustand, d.h. bei maximalem Gespr�chs- und Datenverkehr und maximaler Sendeleistung (Anhang 1 Ziff. 63 NISV).
b) Das Amt f�r Umwelt des Kantons Thurgau hat die Immissionen der Anlage f�r sieben Orte mit empfindlicher Nutzung i.S.v. Art. 3 Abs. 3 lit. a NISV berechnet, wobei es f�r die diAx-Antennen vorsorglich mit einer erh�hten �quivalenten Strahlungsleistung von 632 W (statt derzeit 316 W) gerechnet hat, die in K�rze beantragt werden soll. Es gelangte zum Ergebnis, dass die Grenzwerte �berall eingehalten sind. Diese Berechnung wurde vom BUWAL �berpr�ft und als richtig best�tigt.
aa) Die zitierten Berechnungen st�tzen sich auf das derzeit geltende Berechnungsmodell gem�ss dem Entwurf "detailliertes Verfahren" des BUWAL vom 20. Oktober 1998 und dem Kreisschreiben des BUWAL vom 15. Februar 2000. Zwar hat das BUWAL am 20. M�rz 2001 den Entwurf neuer technischer Empfehlungen und eines neuen Standortdatenblatts f�r die Berechnung der Strahlung von Mobilfunkantennen vorgestellt.
Diese Empfehlungen sind jedoch noch nicht in Kraft und sind inhaltlich z.T. umstritten, so dass auf sie noch nicht abgestellt werden kann. Im �brigen w�rde dies auch am Ausgang des Verfahrens nichts �ndern: Wie das BUWAL in seiner Vernehmlassung dargelegt hat, w�rden sich die berechneten Werte zwar f�r gewisse Liegenschaften (namentlich auch der Beschwerdef�hrer) erh�hen; sie l�gen aber immer noch unter dem Anlagegrenzwert von 5 V/m.
cc) Die Beschwerdef�hrer r�gen, die Strahlungen anderer Mobilfunkantennen im Raum T�gerwilen seien in die Berechnungen nicht einbezogen worden. Weitere Standorte von Mobilfunkanlagen in der n�heren Umgebung sind jedoch weder aus den Akten noch auf der im Internet ver�ffentlichten Standortkarte des BAKOM ersichtlich.
c) Aus den kantonalen Akten und den Feststellungen des Verwaltungsgerichts l�sst sich nicht entnehmen, ob auch die Einhaltung der Anlagegrenzwerte auf den un�berbauten Grundst�cken in der Umgebung gepr�ft worden ist. Gem�ss Art. 3 Abs. 3 lit. c NISV geh�ren zu den Orten mit empfindlicher Nutzung, an denen die Anlagegrenzwerte eingehalten werden m�ssen, auch diejenigen Fl�chen un�berbauter Grundst�cke, auf denen empfindliche Nutzungen i.S.v. Art. 3 Abs. 3 lit. a und b NISV zugelassen sind. Dazu geh�ren namentlich un�berbaute Bauzonen f�r Wohn- und Gewerbenutzungen (Urs Walker, Baubewilligung f�r Mobilfunkantennen; bundesrechtliche Grundlagen und ausgew�hlte Frage, Baurecht 2000, S. 5 Ziff. 1.2.2.2. a.E.). Das Amt f�r Umwelt hat in seiner Stellungnahme ausgef�hrt, dass in den Hauptstrahlrichtungen innerhalb einer Distanz von ca. 53 m keine Orte mit empfindlicher Nutzung angestrahlt werden d�rften. Innerhalb dieser Distanz liegt z.B. die un�berbaute Parzelle Nr. 715, deren s�dlicher Teil der Gewerbezone zugeteilt ist.
Weder das Verwaltungsgericht noch die Beschwerdef�hrer noch die �brigen Verfahrensbeteiligten haben sich hierzu ge�ussert.
Von einer Aufhebung und R�ckweisung zur Abkl�rung dieser Frage kann allerdings aus folgenden Gr�nden abgesehen werden:
Die Berechnung des Amtes f�r Umweltschutz ber�cksichtigt eine erh�hte Strahlungsleistung der diAx-Antennen, die bisher weder bewilligt noch formell beantragt worden ist. Unter Zugrundelegung der aktuellen �quivalenten Strahlungsleistung der diAx-Antennen (316 W) berechnete das Amt f�r Umwelt in seiner Stellungnahme vom 21. Juni 1999 den notwendigen Abstand k�nftiger �berbauungen und Nutzungen zur Antenne auf 44 m in Hauptstrahlrichtung und 15 m ausserhalb der Hauptstrahlrichtung. Da der Abstand der Parzelle 715 zum Antennenstandort ca. 40 m betr�gt und eine �berbauung nach dem Baureglement der Gemeinde T�gerwilen einen Grenzabstand von mindestens 4 m einhalten m�sste, w�re der Anlagegrenzwert auch auf der Parzelle Nr. 715 eingehalten. Die Frage m�sste jedoch neu gepr�ft werden, wenn die diAx (heute: TDC SA) wie angek�ndigt eine Erh�hung der �quivalenten Strahlungsleistung ihrer Sendeantennen beantragt.
d) Die Beschwerdef�hrer verlangen, dass die Antennen mit einem System zur Herabsetzung der sch�dlichen Strahlung ausger�stet werden, wie dies in Schweden �blich sei.
Das Verwaltungsgericht hat festgehalten, dass die geplante Anlage mit einem Downlink-Power-Control-System ausger�stet sein werde, welches die effektive Sendeleistung auf das f�r die jeweilige Gespr�chszahl notwendige Mass beschr�nkt und insofern eine Verminderung der Sendeleistung ausserhalb der Spitzenzeiten, insbesondere in der Nacht, bewirke. Die Beschwerdef�hrer legen nicht dar, inwieweit das angeblich in Schweden verwendete System eine weitergehende Beschr�nkung der Strahlungsbelastung bewirke.
5.- Schliesslich r�gen die Beschwerdef�hrer, Mobilfunkanlagen d�rften als Bauten mit erheblichen Auswirkungen nicht bloss im Baubewilligungsverfahren beurteilt werden, sondern bed�rften einer �bergeordneten Planung.
a) Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung d�rfen f�r Bauten und Anlagen, die ihrer Natur nach nur in einem Planungsverfahren angemessen erfasst werden k�nnen, keine Ausnahmebewilligungen nach Art. 24 RPG erteilt werden (BGE 124 II 252 E. 3 S. 254 f.; 120 Ib 207 E. 5 S. 212 mit Hinweisen). Diese Rechtsprechung bezieht sich allerdings auf Vorhaben ausserhalb der Bauzone, w�hrend die Mobilfunkanlage im vorliegenden Fall in der Gewerbezone errichtet werden soll, in der sie zonenkonform ist. Zudem gehen von einer einzelnen Mobilfunkanlage keine so gewichtigen Auswirkungen auf die Nutzungsordnung aus, dass eine �nderung der Zonenplanung hierf�r erforderlich w�re.
b) Ferner r�gen die Beschwerdef�hrer die mangelnde Koordination der Antennenstandorte.
aa) Es erscheint bereits fraglich, ob die Erteilung der Baubewilligung f�r Antennenstandorte innerhalb der Bauzone nach geltendem Recht von einer Koordinierung mit anderen Antennenstandorten derselben oder einer anderen Mobilfunkbetreiberin abh�ngig gemacht werden kann und soll:
Grunds�tzlich besteht ein Anspruch auf die Erteilung der Baubewilligung, wenn die Anlage dem Zweck der Nutzungszone entspricht, in der sie vorgesehen ist, und die Anforderungen des kantonalen Rechts (namentlich des Baurechts) und des Bundesrechts (namentlich der NISV) erf�llt. Eine Pr�fung der Standortgebundenheit und eine umfassende Interessenabw�gung, wie sie Art. 24 RPG vorsieht, finden nicht statt. Hinzu kommt, dass die Konzentration von Mobilfunkantennen auf wenige Standorte zu einer Erh�hung der Strahlungsbelastung in deren Umgebung f�hrt, die zumindest in dicht besiedelten R�umen unerw�nscht ist und in vielen F�llen die Anlagegrenzwerte gem�ss NISV �bersteigt. Aus diesem Grund ist auch die Arbeitsgruppe des Bundes und der Kantone �ber die Koordination von Bewilligungsverfahren f�r Antennenanlagen in einem im Januar 2001 ver�ffentlichten Bericht (http://www. buwal. ch/ |>cgiluft/get. pl?d+n0. htm+n0) zum Ergebnis gelangt, dass eine Zusammenlegung der Sendeanlagen auf wenige konzentrierte Standorte innerhalb der Bauzone nicht generell anzustreben sei (so auch Walker, a.a.O., S. 9).
bb) Im vorliegenden Fall ist �berdies eine Koordination in dem Sinne erfolgt, dass die geplanten Sendeantennen der Orange Communications SA am selben Standort errichtet werden wie die bereits bestehende Basisstation der diAx. Weitere Antennenstandorte im Raum T�gerwilen, mit denen eine Koordination erfolgen k�nnte, sind nicht ersichtlich und werden auch von den Beschwerdef�hrern nicht dargetan.
6.- Nach dem Gesagten ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde abzuweisen, soweit auf sie einzutreten ist; auf die staatsrechtliche Beschwerde ist nicht einzutreten. Bei diesem Ausgang des Verfahrens werden die Beschwerdef�hrer kosten- und entsch�digungspflichtig.
3.- Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 4'000.-- wird den Beschwerdef�hrern auferlegt. Diese haften zu gleichen Teilen als Solidarschuldner.
4.- Die Beschwerdef�hrer haben die private Beschwerdegegnerin f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 2'000.-- zu entsch�digen. Sie haften zu gleichen Teilen als Solidarschuldner.
5.- Dieses Urteil wird den Parteien, der Politischen Gemeinde T�gerwilen, dem Departement f�r Bau und Umwelt des Kantons Thurgau, dem Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau und dem Bundesamt f�r Umwelt, Wald und Landschaft, schriftlich mitgeteilt.