Source: https://www.stvo2go.de/zulaessige-laenge-lkw/
Timestamp: 2020-08-12 20:07:07
Document Index: 131301522

Matched Legal Cases: ['§ 32', '§ 32', '§ 32', '§ 32', '§ 32', '§ 32', '§ 41', '§ 32', '§ 32', '§ 32', '§ 22', '§ 22', '§ 22', '§ 22', '§ 22', '§ 22', '§ 22', '§ 22', '§ 22', '§ 22', '§ 32', '§ 32', '§ 32', '§ 32', '§ 22', '§ 32', '§ 22', '§ 22', '§ 2', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 13', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 32', '§ 32', '§ 42', '§ 42', '§ 32', '§ 32', '§ 70', '§ 29', '§ 70', '§ 70', '§ 70', '§ 70', '§ 29', '§ 29', '§ 29', '§ 46', '§ 46', '§ 46', '§ 29', '§ 46', '§ 29', '§ 46', '§ 34', '§ 34']

Einerseits richtet sich die zulässige Länge eines Lkw, Anhängers oder Sattelzugs nach den baurechtlichen Vorgaben der StVZO. Für die Länge von Lang-Lkw gibt es eine eigene Verordnung. Andererseits ist der zulässige Ladungsüberstand von den Regelungen der StVO abhängig: Je nach Länge der Wegstrecke ist ein Ladungsüberstand von 3,00 m bzw. 1,50 m nach hinten zulässig. Ein Ladungsüberstand von maximal 0,50 m nach vorne ist erst ab einer Höhe von über 2,50 m möglich.
Wie lang dürfen die unterschiedlichen Fahrzeuge und Fahrzeugkombination nach deutschem Recht sein?
In diesem Artikel geht es um die
Zulässige Länge von Lkw nach StVZO und StVO
Zulässige Länge von Autotransportern
Zulässige Länge von Gigalinern
Kennzeichnung überstehender Ladung
Messung der Länge eines Kraftfahrzeuges
Zulässige Länge Lkw
Zulässige Länge Anhänger
Zulässige Länge Autokran
Zulässige Länge Sattelzug
Zulässige Länge Zugmaschine mit Anhänger
Zulässige Länge Lkw mit Anhänger
Zulässiger Ladungsüberstand
Zulässige Länge Autotransporter
Arten und Hersteller von Autotransportern
Ladestützen und Überfahrbrücken
Zulässige Gesamtlänge mit Ladungsüberhang
Zulässige Länge Lang-Lkw
Typ 1: Sattelzugmaschine mit Sattelanhänger
Messung der Länge eines Lkw
Notwendige Genehmigung bei Überlänge
Ein Kraftfahrzeuge darf maximal 12,00 m lang sein (§ 32 Absatz 3 Nummer 1 StVZO).
Lastkraftwagen sind Kraftfahrzeuge. Folglich beträgt die maximale Länge von Lkw nach der StVZO 12,00 m.
Die zulässige Länge eines Anhängers beträgt maximal 12,00 m (§ 32 Absatz 3 Nummer 1 StVZO).
Ein Autokran ist ebenfalls ein Kraftfahrzeug.
Autokräne dürfen nur 12,00 m lang sein (§ 32 Absatz 3 Nummer 1 StVZO).
Ein Sattelzug besteht aus einer Sattelzugmaschine und einem Sattelanhänger. Aber wie unterscheidet sich eigentlich ein Sattelzug von einem Lkw?
Der wohl deutlichste Unterschied befindet sich direkt hinter dem Fahrerhaus: Statt einer Ladefläche, findest du hinter dem Fahrerhaus einen sogenannten Königszapfen. Auf den Königszapfen kann ein Anhänger gesetzt werden.
Dein Sattelzug darf maximal eine Länge von 15,50 m haben (§ 32 Absatz 4 Nummer 1 StVZO).
Ein Sattelzug darf aber auch bis zu 16,50 m lang sein, wenn bestimmte Punkte beachtet werden. Tatsächlich geht es dabei darum, dass bestimmte Maße zwischen den Teilen des Sattelzuges eingehalten werden (§ 32 Absatz 4 Nummer 2 StVZO).
Zum Einen darf der Teil zwischen Königszapfen und dem Ende deines Fahrzeuges maximal 12,00 m lang sein.
Zum Anderen darf dein Anhänger maximal 2,04 m über dem Königszapfen hängen.
Sattelzüge dürfen auch eine Länge von 16,65 m aufweisen, wenn sie einen Container oder einen Wechselaufbau von 45 Fuß Länge befördern. Des Weiteren darf der Container oder Wechselaufbau maximal 2,04 m über den Königszapfen hängen (BGBl. 2018 S. 2479).
Zugmaschinen mit Anhängern dürfen hingegen bis zu 18,75 m lang sein (§ 32 Absatz 4 Nummer 3 StVZO).
Eine Zugmaschine darf auch zwei Anhänger ziehen, wenn die Vorgaben für die Bremsen erfüllt sind (§ 41 StVZO). Das sieht man häufig bei einem landwirtschaftlichen Zug.
Ein Lkw mit Anhänger wird auch als Lastkraftwagenzug, Lastzug oder Gliederzug bezeichnet.
Wenn ein Lkw mit einem Anhänger zur Güterbeförderung eingesetzt wird, darf die Kombination bis zu 18,75 m lang sein, wenn bestimmte Teillängen eingehalten sind (§ 32 Absatz 4 Nummer 4 StVZO).
So darf der Abstand zwischen dem vordersten äußeren Punkt der Ladefläche hinter dem Führerhaus des Lkw und dem hintersten äußeren Punkt der Ladefläche des Anhängers der Kombination, abzüglich des Abstands zwischen der hinteren Begrenzung des Kraftfahrzeugs und der vorderen Begrenzung des Anhängers nicht mehr als 15,65 m betragen. (§ 32 Absatz 4 Nummer 4 StVZO).
Dieser Abstand ist unten als die Summe aus A und B gekennzeichnet.
Der Abstand zwischen dem vordersten äußeren Punkt der Ladefläche hinter dem Führerhaus des Lastkraftwagens und dem hintersten äußeren Punkt der Ladefläche des Anhängers der Kombination darf zudem nur 16,40 m lang sein (§ 32 Absatz 4 Nummer 4 StVZO).
Die Teillänge von 16,40 m ist unten mit dem Buchstaben C dargestellt.
Wie viel Meter darf die Ladung nach hinten überstehen?
Bei einer Strecke von bis zu 100 km darf Ladung 3,00 m nach hinten hinausragen (§ 22 Absatz 4 StVO).
Wichtig dabei: Zug und Ladung dürfen nicht länger als 20,75 m sein (§ 22 Absatz 4 StVO).
Eine Kombination aus Lkw mit Anhänger zur Güterbeförderung darf zum Beispiel bauartbedingt maximal 18,75 m lang sein. Damit darf Ladung auch bei einer Wegstrecke bis 100 km nur 2,00 m nach hinten hinausragen.
Ist die Fahrzeugkombination ohne Ladung nur 17,00 m lang, darf die Ladung bei einer Strecke bis 100 km sogar 3,00 m nach hinten überstehen.
Wenn eine Wegstrecke von mehr als 100 km zurückgelegt werden soll, darf die Ladung nicht mehr als 1,50 m nach hinten hinausragen (§ 22 Absatz 4 StVO).
Wie viel Meter darf die Ladung nach vorne überstehen?
Bis zu einer Höhe von 2,50 m darf eine Ladung nicht nach vorne überstehen (§ 22 Absatz 3 StVO).
Ladungen über einer Höhe von 2,50 m dürfen jedoch maximal 0,50 m über das Fahrzeug hinausragen (§ 22 Absatz 3 StVO).
Die Kombination aus Zug und Ladung inklusive der Summe aus Ladungsüberhang nach vorne und hinten darf aber auch hier nicht länger als 20,75 m sein (§ 22 Absatz 4 StVO).
Ladung, die mehr als 1,00 m über die Rückstrahler nach hinten hinausragt, ist kenntlich zu machen (§ 22 Absatz 4 StVO).
Die nach hinten hinausragende Ladung muss durch eine hellrote, nicht unter 30 cm x 30 cm große, durch eine Querstange auseinandergehaltene Fahne kenntlich gemacht werden (§ 22 Absatz 4 StVO).
Zusätzlich ist ein gleich großes, hellrotes, quer zur Fahrtrichtung pendelndes, aufgehängtes Schild anzubringen (§ 22 Absatz 4 StVO).
Statt dem pendelnden Schild kann auch ein senkrecht angebrachter zylindrischer Körper gleicher Farbe und Höhe mit einem Durchmesser von mindestens 35 cm aufgehängt werden (§ 22 Absatz 4 StVO).
Autotransporter gibt es in zwei Ausführungen (§ 32 Absatz 7 StVZO):
Sattelzug mit 16,50 m Länge (§ 32 Absatz 4 Nummer 2 StVZO)
Lastkraftwagen mit Anhänger mit 18,75 m Länge (§ 32 Absatz 4 Nummer 2 StVZO)
Beide Ausführungen müssen die gesetzlich vorgegebenen Teillängen einhalten.
Darüber hinaus unterscheiden sich Autotransporter in ihrem Aufbau:
Zum Einen gibt es Autotransporter in offener Bauweise. Darunter fallen zum Beispiel offene Sattelzüge zum Transport von Fahrzeugen.
Unten ist ein Autotransporter in Form eines Lastkraftwagen mit Anhänger in offener Bauweise abgebildet.
Zum Anderen können Autotransporter auch komplett geschlossen sein. Hier ein Beispiel eines geschlossenen Sattelzuges:
Auch geschlossene Lastkraftwagen mit Anhänger zum Transport von Fahrzeugen sind zulässig.
In der Europäischen Union gibt es drei große Hersteller von Autotransportern:
Kaessbohrer aus Österreich
Lohr aus Frankreich
Rolfo aus Italien
Autotransporter werden in Deutschland durch eine Sonderregelung begünstigt:
Eine Überlänge durch Ladestützen zur zusätzlichen Sicherung und Stabilisierung der geladenen Autos zählt nicht zur Bauweise des Autotransports. Das ist aber nur dann der Fall, wenn die Ladung auch über die Ladestützen hinausragt (§ 32 Absatz 7 StVZO).
Mit anderen Worten: Autos, die durch Ladestützen zusätzlich gesichert werden, werden als überstehende Ladung betrachtet, wenn diese auch über die Ladestützen hinausragen. Daher gilt hier § 22 StVO.
Wichtig dabei ist aber, dass die Autos auch tatsächlich über die Ladestützen hinausragen.
Des Weiteren bleiben bei der Ermittlung der Teillängen Überfahrbrücken zwischen Lastkraftwagen und Anhänger in Fahrtstellung unberücksichtigt (§ 32 Absatz 7 StVZO).
Ragt das Auto nicht über die Ladestütze hinaus, wird die Ladestütze zur Bauweise der Fahrzeugkombination hinzugerechnet. Das führt oftmals dazu, dass die Fahrzeugkombination eine unzulässige Überlänge aufweist.
Eine unzulässige Überlänge eines Autotransporters kann beispielsweise so aussehen:
Wenn ein Auto komplett auf einer Ladestütze transportiert wird, wird es nicht durch die Ladestütze zusätzlich gesichert und stabilisiert. Dadurch handelt es sich ebenfalls um eine unzulässige Überlänge eines Autotransporters.
Das komplett auf der Ladestütze transportierte Fahrzeug wird dann zur normalen Ladefläche hinzugerechnet.
Merke: Die Hauptlast des Fahrzeuges darf nicht auf der Ladestütze stehen. Steht das Fahrzeug mit der Hauptlast auf der Ladeebene, dann sichert und stabilisiert die Ladestütze das Fahrzeug.
Bei geschlossenen Autotransportern kommt es vor, dass der hintere Teil des Anhängers ausgefahren wird. Dies stellt aber keine vorgeschriebene Sicherung und Stabilisierung durch Ladestützen dar. Des Weiteren hängt das transportierte Fahrzeug auch nicht ordnungsgemäß über die Ladestütze hinaus.
Demnach ist der ausgefahrene hintere Teil des Anhängers kein Ladungsüberhang. Eine solche Konstruktion wird zur Gesamtlänge der Fahrzeugkombination hinzugerechnet. Hierdurch ergibt sich eine unzulässige Überlänge.
Manchmal wird die obere hintere Ladungsebene eines Autotransporters nach hinten geschoben, um am vorderen Ende der oberen Ladeebene eine Ladestütze auszufahren.
Auch ohne, dass ein Fahrzeug auf dem hinteren Teil der hinteren Ladeebene transportiert wird, kann so eine unzulässige Überlänge entstehen.
Die nach hinten ausgeschobene Ladungsebene ist Teil des Aufbaus und wird daher voll zur Gesamtlänge der Fahrzeugkombination hinzugerechnet.
Durch Ladestützen nach hinten und Ladungsüberhang nach vorne kann die Gesamtlänge eines Autotransporters aber auch länger ausfallen.
Bei Wegstrecken von bis zu 100 km darf Ladung 3,00 m nach hinten hinausragen. Beträgt die Transportentfernung über 100 km, darf der Ladungsüberhang nach hinten nur 1,50 m betragen (§ 22 Absatz 4 StVO).
Alles in allem darf ein Autotransporter mit Ladung jedoch nicht länger als 20,75 m sein (§ 22 Absatz 4 StVO).
Dadurch ergeben sich mehrere Möglichkeiten, wie lang ein Autotransporter sein kann. Da nur bei offenen Autotransportern Ladungsüberhang in Form von Ladestützen zur Sicherung der Ladung möglich ist, können wir uns hier auf die offene Bauweise beschränken.
Bei einem Lastkraftwagen mit Anhänger zum Transport von Fahrzeugen darf bei einer Wegstrecke bis zu 100 km der Ladungsüberstand maximal 2,00 m nach hinten betragen.
Die Gesamtlänge beträgt damit maximal 20,75 m. Ragt die Ladung 2,00 m nach hinten über den Anhänger hinaus, darf die Ladung aber nicht nach vorne überhängen.
Natürlich kann man bei einer Wegstrecke bis zu 100 km auch einen Ladungsüberhang nach hinten von 1,50 m, und einen Ladungsüberhang nach vorne von 0,50 m wählen.
Die maximal zulässige Gesamtlänge von 20,75 m wird dann ebenfalls nicht überschritten.
Bei einer Wegstrecke von über 100 km darf die Ladung nur 1,50 m nach hinten hinausragen.
Ohne Ladungsüberhang nach vorne beträgt die Gesamtlänge dann 20,25 m.
Damit besteht noch Luft nach vorne. Genauer gesagt lässt sich dann auch ein Ladungsüberhang nach vorne von 0,50 m verwirklichen:
Die Ladung eines Autotransporters kann auch nur 0,50 m nach vorne überstehen.
Der Verkehr mit Lang-Lkw ist ausschließlich auf denen in der Verordnung über Ausnahmen von straßenverkehrsrechtlichen Vorschriften für Fahrzeuge und Fahrzeugkombinationen mit Überlänge festgelegten Strecken zulässig (§ 2 Absatz 1 LKWÜberlStVAusnV).
Informationen zum Gigaliner Streckennetz findest du unter diesem Link des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Die offizielle Karte zum Positivnetz für Lang-Lkw findest du auf dieser Seite des BMVI.
Nur Sattelkraftfahrzeuge mit Überlänge (Typ 1) dürfen in Baden-Württemberg, Bayern, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen das gesamte Streckennetz der jeweiligen Länder nutzen (§ 2 Absatz 2 LKWÜberlStVAusnV).
Es gibt 5 Typen von Gigalinern (§ 3 LKWÜberlStVAusnV), die unterschiedlich lang sein dürfen.
Eine Sattelzugmaschine mit Sattelanhänger (Sattelkraftfahrzeug) darf bis zu 17,88 m lang sein. Die Teillänge zwischen Zugsattelzapfen und hinterer Begrenzung darf dabei 13,38 m nicht überschreiten (§ 4 Absatz 1 LKWÜberlStVAusnV).
Lang-Lkw des Typ 1 befinden sich nach wie vor in der Testphase. Ein Lang-Lkw des Typ 1 darf befristet bis zum 31.12.2023 eingesetzt werden (§ 13 Absatz 1 LKWÜberlStVAusnV).
Hinter einem Typ 1 Sattelkraftfahrzeug kann zusätzlich noch ein Zentralachsanhänger angehängt werden (§ 4 Absatz 4 LKWÜberlStVAusnV).
Das Sattelkraftfahrzeug hat dabei die oben genannten Teillängen einzuhalten (§ 4 Absatz 1 LKWÜberlStVAusnV).
Die Kombination aus Sattelkraftfahrzeug und Zentralachsanhänger darf maximal 25,25 m lang sein (§ 4 Absatz 2 LKWÜberlStVAusnV).
Lang-Lkw des Typ 2 dürfen unbefristet eingesetzt werden.
Ein Lastkraftwagen mit Untersetzachse und Sattelanhänger darf bis zu 25,25 m lang sein (§ 4 Absatz 2 LKWÜberlStVAusnV).
Lang-Lkw des Typ 3 dürfen unbefristet eingesetzt werden.
Ein Typ 1 Sattelkraftfahrzeug kann einen weiteren Sattelanhänger ziehen (§ 4 Absatz 4 LKWÜberlStVAusnV).
Die Kombination aus Sattelzugmaschine mit Sattelanhänger darf bis zu 17,88 m lang sein. Der Abstand zwischen Königszapfen und hinterer Begrenzung darf maximal 13,38 m betragen (§ 4 Absatz 1 LKWÜberlStVAusnV).
Die Gesamtlänge aus Sattelzugmaschine und den zwei Sattelanhängern darf maximal 25,25 m betragen (§ 4 Absatz 2 LKWÜberlStVAusnV).
Lang-Lkw des Typ 4 dürfen unbefristet eingesetzt werden.
Ein Lastzug darf als Lang-Lkw bis zu 24,00 m lang sein (§ 4 Absatz 3 LKWÜberlStVAusnV).
Lang-Lkw des Typ 5 dürfen unbefristet eingesetzt werden.
Die zulässige Länge eines Lkw, Sattelzugs oder anderen Fahrzeugs wird nach der ISO-Norm 612-1978, Definition Nummer 6.1 gemessen (§ 32 Absatz 6 StVZO).
Die ISO-Norm gilt nicht nur für den Schwerverkehr, sondern für alle Kraftfahrzeuge. Zur Vereinfachung spreche ich daher im folgenden von Kfz.
Zur Messung zählen sogenannte austauschbare Ladungsträger (§ 32 Absatz 3 und 4 StVZO). Die Kurzform von austauschbaren Ladungsträgern ist ATL.
Container, wie Abfallmulden, stellen austauschbare Ladungsträger dar (§ 42 Absatz 3 StVZO).
Ebenso sind Wechselbehälter ATL.
Darüber hinaus gehören auch mitgeführte Ausrüstungsteile bei der Messung der Länge eines Fahrzeuges dazu (§ 42 Absatz 3 StVZO).
Ausrüstungsteile sind
Ersatzräder und –bereifung
Ersatzteile, Werkzeug, Wagenheber
Feuerlöscher, Plane, Aufsteckwände
Planengestell mit Planenbügeln und Planenlatten oder Planenstangen
sowie Gleitschutzeinrichtungen und Belastungsgewichte.
Für die Länge eines Kfz sind ebenso Ladestützen, Ladepritschen und Aufbauwände entscheidend. Diese werden vor der Messung voll nach vorn oder hinten ausgezogen (§ 32 Absatz 5 StVZO).
Es gibt aber auch Teile des Fahrzeuges, die nicht berücksichtigt werden. Nicht mitgemessen werden (§ 32 Absatz 6 StVZO):
Wischer- und Wascheinrichtungen,
Durch die genannten Teile darf es aber nicht zu einer Verlängerung der Ladefläche des Fahrzeuges kommen. Auf einer Ladebrücke darf also während der Fahrt keine Ladung transportiert werden.
Wird auf der Ladebrücke Ladung transportiert, wird die Ladebrücke bei der Fahrzeuglänge mitgemessen.
Oben habe ich bewusst nur von Ladebrücken gesprochen. Ladestützen sind etwas ganz anderes.
Ladestützen dienen der Sicherung der Ladung. Ragt die Ladung über die Ladungsstütze hinaus, wird die Ladestütze selbst nicht zur baulichen Länge eines Lkw gezählt. Das ist, wie bereits oben beschrieben, bei Autotransportern der Fall.
Wenn das Fahrzeug oder die Fahrzeugkombination von den oben genannten baurechtlichen Vorgaben der StVZO abweicht, hat es Überlänge. In Deutschland benötigt man dann eine Genehmigung.
Eine Ausnahmegenehmigung nach § 70 StVZO und eine Erlaubnis nach § 29 Absatz 3 StVO ist erforderlich.
Die Ausnahmegenehmigung nach § 70 StVZO ist notwendig, um das Fahrzeug oder die Fahrzeugkombination zulassen zu können.
Der Antrag auf eine Ausnahmegenehmigung nach § 70 StVZO wird üblicherweise bei der höheren Verwaltungsbehörde gestellt. Die höhere Verwaltungsbehörde verlangt zur Ausstellung einer Ausnahmegenehmigung nach § 70 StVZO ein Gutachten eines Sachverständigers.
Gutachten für eine fahrzeugtechnische Ausnahmegenehmigung nach § 70 StVZO erstellt beispielsweise der TÜV.
Um einen Transport von A nach B durchführen zu können, ist dann aber auch noch eine Erlaubnis nach § 29 Absatz 3 StVO notwendig. Das ist der straßenverkehrsrechtliche Teil der Angelegenheit.
Erlaubnisse nach § 29 Absatz 3 StVO werden bei der Straßenverkehrsbehörde beantragt.
Die Erlaubnis nach § 29 Absatz 3 StVO regelt den Fahrtweg oder den Bereich, indem gefahren werden darf.
Weicht das Fahrzeug oder die Fahrzeugkombination nicht von den fahrzeugtechnischen Vorgaben ab, hat aber Güter geladen, die über den zulässigen Ladungsüberstand hinausragen, so muss eine Ausnahmegenehmigung nach § 46 Absatz 1 Nummer 5 StVO beantragt werden.
Ein Fahrzeug oder eine Fahrzeugkombination hat Überlänge, wenn die Ladung bei Wegstrecken von bis zu 100 km mehr als 3,00 m nach hinten hinausragt. Bei Wegstrecken von mehr als 100 km ist eine Ausnahmegenehmigung erforderlich, wenn die Ladung mehr als 1,50 m nach hinten hinausragt.
Ausnahmegenehmigung nach § 46 Absatz 1 Nummer 5 StVO werden ebenfalls bei der Straßenverkehrsbehörde beantragt.
Auch eine Ausnahmegenehmigung nach § 46 Absatz 1 Nummer 5 StVO legt den Fahrtweg fest. Unter bestimmten Voraussetzungen können hier auch flächendeckende Genehmigungen ausgestellt werden.
Nicht allzu selten liegt sowohl eine Abweichung von den gesetzlichen Vorgaben zur Bauweise des Fahrzeugs oder der Fahrzeugkombination, als auch ein Ladungsüberhang jenseits der oben genannten zulässigen Maximalwerte nach StVO, vor.
Die dann notwendige Erlaubnis nach § 29 Absatz 3 StVO und Ausnahmegenehmigung nach § 46 Absatz 1 Nummer 5 StVO wird dann in einem Verfahren bearbeitet.
Bei welcher Straßenverkehrsbehörde du deinen Antrag auf eine Erlaubnis nach § 29 Absatz 3 StVO oder eine Ausnahmegenehmigung nach § 46 Absatz 1 Nummer 5 StVO stellen musst, kannst du in meinem Beitrag zu den Änderungen der StVO 2020 nachlesen.
Die Maximallänge eines Lkw von 12,00 m kann man sich leicht merken. Bei der zulässigen Länge eines Sattelzuges wird es aber schon schwieriger.
Bei einem Sattelzug kommt es darauf an, ob es sich um einen Lang-Lkw handelt. Anschließend muss ermittelt werden, ob die Teillängen eingehalten sind.
Des Weiteren darf Ladung auch nach hinten hinausragen. Steht eine Ladung mehr als 1,00 m nach hinten ab, muss sie kenntlich gemacht werden. Welcher Ladungsüberstand zulässig ist, ist von der Länge der Fahrzeugkombination und der Länge der Wegstrecke abhängig.
Die zulässige Länge eines Autotransporters wird durch die verwendete Fahrzeugkombination, die Länge dieser Fahrzeugkombination und die Länge der Wegstrecke bestimmt.
Okay, jetzt möchte ich von dir wissen:
Konntest du die zulässige Gesamtlänge deines Fahrzeuges oder deiner Fahrzeugkombination mit dieser Übersicht ermitteln?
Für welche Fahrzeugart oder Fahrzeugkombination hast du die zulässige Fahrzeuglänge ermittelt?
Sehr schöne, verständliche Übersicht. Vielleicht könntest du das ja auch mal mit § 34 StVZO machen.
danke. Eine Übersicht über die Vorgaben des § 34 StVZO folgt.