Source: https://www.iww.de/kp/kanzleifuehrung/vertragswesen-teil-2-schriftliche-steuerberatungsvertraege-wichtig-fuer-honorar-qm-und-marketing-f99544
Timestamp: 2020-06-02 22:05:29
Document Index: 181856872

Matched Legal Cases: ['§ 14', '§ 134', '§ 9', '§ 11', '§ 315', '§ 21']

Vertragswesen, Teil 2 | Schriftliche Steuerberatungsverträge: Wichtig für Honorar, QM und Marketing
16.11.2016 ·Fachbeitrag ·Vertragswesen, Teil 2
Schriftliche Steuerberatungsverträge: Wichtig für Honorar, QM und Marketing
| Wo schriftliche Steuerberatungsverträge fehlen, kann es für den Steuerberater teuer, manchmal sogar existenzbedrohend werden. Offensichtlich werden die Funktionen des Steuerberatungsvertrags, die Bedeutung seiner Dokumentation und seine wichtige Rolle für das Qualitätsmanagement sowie das Marketing in den Steuerberaterpraxen noch immer verkannt. Verschenken Sie kein Honorar! KP stellt alle Einzelheiten des Vertragswesens vor. |
Verstößt eine Pauschalhonorarvereinbarung gegen die Formvorschrift des § 14 StBVV ist sie nach § 134 BGB nichtig. Der Steuerberater kann aber auch in diesem Fall die gesetzlichen Gebühren geltend machen, d. h., nach § 9 StBVV abrechnen. Dabei kann er aber im Ergebnis nicht mehr fordern als nach der unwirksamen Pauschalhonorarvereinbarung, denn die hierauf beruhende Abrechnung ist als Leistungsbestimmung nach § 11 StBVV und § 315 BGB verbindlich (OLG Düsseldorf 8.2.96, 13 U 255/94, Abruf-Nr. 103728). Jedoch muss der Steuerberater in diesem Fall nachweisen, dass die durch Abrechnung nach Einzelgebühren (§§ 21 bis 46 StBVV) geltend gemachten Gebühren angemessen sind. Daran scheitern viele Klagen, sodass eine unwirksame Pauschalhonorarvereinbarung meistens mit einer Gebühreneinbuße einhergeht.
Quelle: Ausgabe 12 / 2016 | Seite 218 | ID 44208870