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Timestamp: 2016-10-26 02:17:50
Document Index: 32210580

Matched Legal Cases: ['Art. 1', 'Art. 18', 'Art. 15', 'Art. 3', 'BGE', 'BGE', 'Art. 43', 'Art. 37', 'Art. 1', 'BGE', 'Art. 50', 'Art. 1', 'Art. 50', 'BGE', 'Art. 50', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 19', 'Art. 19', 'Art. 40', 'Art. 40', 'Art. 13', 'BGE', 'Art. 1', 'Art. 50', 'Art. 17', 'Art. 3', 'BGE', 'BGE', 'Art. 1', 'Art. 50', 'Art. 2', 'Art. 3', 'Art. 2', 'Art. 6', 'Art. 6', 'BGE', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 9', 'Art. 4', 'Art. 1', 'Art. 12', 'BGE', 'Art. 55', 'BGE', 'Art. 110', 'Art. 40', 'Art. 19', 'Art. 40', 'BGE', 'Art. 7', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 13', 'Art. 12', 'Art. 13', 'Art. 13', 'Art. 14', 'Art. 14', 'Art. 1', 'Art. 13', 'BGE', 'BGE', 'Art. 114', 'BGE', 'Art. 11', 'Art. 11', 'Art. 1', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 11', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 50', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 11', 'BGE', 'Art. 99', 'Art. 99', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 114', 'BGE', 'Art. 114', 'Art. 114', 'Art. 114', 'Art. 114', 'Art. 114', 'Art. 115', 'Art. 115', 'BGE', 'Art. 114', 'Art. 1', 'Art. 15', 'Art. 37', 'Art. 19', 'Art. 19', 'Art. 40', 'Art. 13', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 9', 'Art. 4', 'Art. 99']

124 II 21926. Auszug aus dem Urteil der I. �ffentlichrechtlichen Abteilung vom 1. April 1998 i.S. Einwohnergemeinde Biel und Mitb. gegen Schweizerische Bundesbahnen (SBB), BKW Energie AG und EVED (Verwaltungsgerichtsbeschwerde)
Art. 1 LEx; art. 43 al. 1 LIE et art. 50 al. 2 LIE; art. 11 al. 2 LPE; octroi du droit d'expropriation pour une ligne � haute tension a�rienne; protection contre les champs �lectriques et (�lectro)magn�tiques (�lectrosmog). Conditions de l'octroi du droit d'expropriation (consid. 3 et 4). Questions g�n�rales du droit de la protection de l'environnement en cas construction d'une ligne � haute tension (assujettissement � l'EIE; examen par les services f�d�raux et les commissions f�d�rales d'experts comp�tents; consid. 5 et 6). Evaluation des immissions provenant des champs �lectriques et (�lectro)magn�tiques; proc�d� en l'absence de valeurs limites d'immissions [VLI] l�gales (consid. 7). Port�e du principe de la pr�vention (art. 11 al. 2 LPE) lorsque les immissions sont de loin inf�rieures aux VLI; examen du caract�re �conomiquement supportable d'une ligne enterr�e (consid. 8). Imputation des frais de la proc�dure d'opposition du droit de l'expropriation quand celle-ci, la proc�dure d'approbation des plans �tant termin�e, permet apr�s coup l'exercice des droits de parties (consid. 10). Faits � partir de page 220
Am 15. Oktober 1979 genehmigte das Eidgen�ssische Amt f�r Verkehr (heute und im folgenden: Bundesamt f�r Verkehr [BAV]) gest�tzt auf Art. 18 Abs. 1 des Eisenbahngesetzes vom 20. Dezember 1957 (EBG; SR 742.101; in der urspr�nglichen Fassung), Art. 15 Abs. 1 des Bundesgesetzes betreffend die elektrischen Schwach- und Starkstromanlagen vom 24. Juni 1902 (Elektrizit�tsgesetz, EleG; SR 734.0) sowie Art. 3 Abs. 4 der damals geltenden Verordnung zum SBB-Gesetz vom 20. Dezember 1971 das generelle Projekt f�r eine den Gleisanlagen folgende 132 kV-�bertragungsleitung Biel-Del�mont, Abschnitt Biel-Pieterlen. Sie soll von den SBB und der Bernischen Kraftwerke AG (BKW; heute: BKW Energie AG) gemeinsam erstellt werden. Den SBB dient die Leitung zur Verbesserung der Bahnstromversorgung im Raum Biel. Diese erfolgt bisher �ber die aus dem Jahr 1927 stammende zweischleifige 66 kV �bertragungsleitung Kerzers-Biel. Nach dem Bau der neuen Leitung kann das SBB-Unterwerk Biel von zwei Seiten her gespiesen werden, was die Versorgungssicherheit erh�ht. Der BKW dient die neue BGE 124 II 219 S. 221Leitung im Rahmen des Netzausbaus als Ersatz der zwischen den Unterwerken Pieterlen und Mett bestehenden 50 kV-Leitung; sodann will die BKW den ersten Teil einer k�nftigen Verbindung zwischen den Unterwerken Mett und Br�gg realisieren.
Gegen die Plangenehmigung erhob die Einwohnergemeinde Biel (im folgenden: Stadt Biel) Beschwerde an das EVED. Nach Ausarbeitung eines Detailprojektes und Durchf�hren von Augenscheinen wies am 11. Juli 1986 das EVED die Beschwerde der Stadt Biel ab und genehmigte das Detailprojekt vom Oktober 1981 in einer �berarbeiteten Fassung. Vorgesehen ist ab dem SBB-Unterwerk Biel eine rund 3,5 km lange Starkstromleitung, getragen von 29 Masten mit einer H�he zwischen ca. 22 und 25 m. Am Gest�nge werden, nachdem die beiden Koaxialerdseile der SBB und der BKW zu einem gemeinschaftlich genutzten Anlagenteil zusammengelegt worden sind, sechs Seile h�ngen.
Gegen die Verf�gung des EVED erhob die Stadt Biel Verwaltungsbeschwerde an den Bundesrat, doch wies dieser die Beschwerde am 3. Februar 1993 ab. Ein Wiedererw�gungs- bzw. Revisionsgesuch, das neben der Stadt Biel auch von �ber achtzig Privaten erhoben wurde, blieb ohne Erfolg.
Am 14. Juli 1994 stellten die SBB beim Pr�sidenten der Eidgen�ssischen Sch�tzungskommission (ESchK) des Kreises 6 Antrag auf Einleitung eines Enteignungsverfahrens f�r den Bau des Leitungsabschnittes Biel-Pieterlen, Teilstrecke Biel-Mett (SBB-Unterwerk Biel bis Mast Nr. 26). Mit Hinweis auf diesen Antrag stellte die BKW am 15. Juli 1994 das Begehren um �bertragung des Enteignungsrechtes f�r die 132 kV-Leitung. Die Stadt Biel sowie 115 nat�rliche und juristische Personen erhoben Einsprache gegen die geplante Hochspannungsleitung. Das EVED wies die Einsprachen indes am 15. Juli 1996 ab. Es versah die vom Bundesrat genehmigten Pl�ne mit der Auflage, die Anordnung der Leiter und der Phasen so festzulegen, dass die elektromagnetischen Felder m�glichst niedrig blieben. Der BKW wurde das Enteignungsrecht f�r allf�llige bei Bau und Betrieb der �bertragungsleitung zu enteignende Rechte erteilt. Die Verfahrenskosten wurden den Einsprechern (mit Ausnahme der Stadt Biel) auferlegt; Parteientsch�digungen wurden keine zugesprochen.
Am 16. September 1996 erhoben die Stadt Biel sowie 82 Private gegen die Verf�gung des EVED vom 15. Juli 1996 Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht. Sie beantragten, den Entscheid der Vorinstanz aufzuheben und auf den Bau der Freileitung BGE 124 II 219 S. 222zu verzichten, eventuell die Leitung im Sinne einer Plan�nderung im Abschnitt Biel-Mett (zwischen dem SBB-Unterwerk Biel bis Mast Nr. 26) mittels Verkabelung unterirdisch zu f�hren. Die Beschwerde richtete sich zudem gegen die Kostenverlegung durch das EVED.
Das Bundesgericht f�hrte eine Vorbereitungsverhandlung durch und holte eine Expertise insbesondere zur Frage der wirtschaftlichen Tragbarkeit einer Verkabelung der Freileitung ein. In der Folge hiess das Bundesgericht die Beschwerde mit Bezug auf die Kostenverlegung des EVED gut, im �brigen wies es sie ab aus folgenden
3. a) Den Eigent�mern elektrischer Starkstromanlagen kann das Recht der Expropriation f�r die Einrichtungen zur Fortleitung und Verteilung der elektrischen Energie gem�ss den Bestimmungen der Bundesgesetzgebung �ber die Expropriation und den besonderen Bestimmungen des EleG gew�hrt werden (Art. 43 Abs. 1 EleG; vgl. auch Art. 37 der Verordnung �ber Bau und Betrieb der Eisenbahnen vom 23. November 1983 [Eisenbahnverordnung, EBV; SR 742.141.1], wonach sich der Bau von elektrischen Anlagen nach den Vorschriften der Elektrizit�tsgesetzgebung richtet). Die Erteilung des Enteignungsrechtes setzt voraus, dass das Werk, f�r welches es verlangt wird, im Interesse der Eidgenossenschaft oder eines grossen Teiles des Landes liegt oder dass es anderen im �ffentlichen Interesse liegenden Zwecken dient, welche durch ein Bundesgesetz anerkannt sind (Art. 1 Abs. 1 EntG; BGE 115 Ib 311 E. 4b).
b) Ist das Trassee einer projektierten Starkstromleitung umstritten, kann das Expropriationsrecht gegen die Einsprecher bewilligt werden, wenn eine Trassee�nderung ohne erhebliche technische Inkonvenienzen oder unverh�ltnism�ssige Mehrkosten oder ohne Gef�hrdung der �ffentlichen Sicherheit nicht m�glich ist (Art. 50 Abs. 2 EleG). Damit wird der in Art. 1 Abs. 2 EntG festgehaltene Grundsatz pr�zisiert, wonach das Enteignungsrecht nur geltend gemacht werden kann, wenn und soweit es zur Erreichung des Zwekkes notwendig ist. Bei den in Art. 50 Abs. 2 EleG umschriebenen negativen Voraussetzungen handelt es sich um drei bei der Enteignung besonders wichtige, aber nicht um die einzigen Kriterien f�r die Beurteilung des geplanten Werkes. Ob f�r ein Projekt das Enteignungsrecht BGE 124 II 219 S. 223erteilt werden kann oder nicht, ist in Abw�gung der sich gegen�berstehenden privaten und �ffentlichen Interessen zu entscheiden. Aus Art. 50 Abs. 2 EleG l�sst sich kein Vorrang der technischen Trasseewahl ableiten (BGE 115 Ib 311 E. 4b; BGE 109 Ib 298 E. 3). Vielmehr sind auch Aspekte zu pr�fen, die das besondere Verfassungs- und Gesetzesrecht, namentlich das Umweltschutzrecht, konkret regelt. Erst wenn sich zeigt, dass nach diesen Sondernormen nichts dem Projekt entgegensteht, kann das Werk gegen den Willen der Einsprecher erstellt werden (BGE 117 Ib 28 E. 3).
4. a) Nach Auffassung der Beschwerdef�hrer besteht f�r die 132 kV-�bertragungsleitung kein �berwiegendes �ffentliches Interesse. Sie bringen vor, die Leitungsplanung beruhe auf vor vielen Jahren gemachten Erhebungen und Sch�tzungen bez�glich Strombedarf und -versorgung im Raum Biel. Das Bed�rfnis f�r die �bertragungsleitung sei jedoch im Lichte des heutigen Bahnstrom- sowie des allgemeinen Strom- und Versorgungsbedarfes der BKW zu beurteilen. Auch sei offen, wem die Leitung in welchem Ausmass diene. So seien bis zum Revisionsverfahren vor dem Bundesrat ausschliesslich die SBB als Nutzniesser der Leitung betrachtet worden. Alsdann habe man feststellen m�ssen, dass die Leitung mit drei Leitern durch die BKW und mit zwei Leitern durch die SBB beansprucht werde. Mithin liege das Hauptinteresse heute nicht bei den SBB, sondern bei der BKW. Im Plangenehmigungsverfahren sei die Bed�rfnisabkl�rung allein mit Blick auf die Bahnstromversorgung vorgenommen worden. Zudem seien die von der Vorinstanz herbeigezogenen Vergleichszahlen zum Strombedarf nicht aussagekr�ftig. Dieser sei in der Region Biel rezessionsbedingt und aufgrund eines besseren Sparbewusstseins der Bev�lkerung seit 1990 zur�ckgegangen. Die BKW verm�chten daher keine mit der Leitung zu behebenden Engp�sse aufzuzeigen.
Die SBB ihrerseits seien nicht auf die Freileitung angewiesen. Die Bahnstromversorgung sei mit einer massvollen Erweiterung der bestehenden Leitung im strittigen Abschnitt gew�hrleistet. Auch k�nne der Bedarfsnachweis nicht mit der BAHN 2000 oder NEAT begr�ndet werden, da diese Vorhaben redimensioniert und etappiert w�rden; es sei offen, ob die Realisierung dieser Grossprojekte zu einem Strommehrverbrauch im Raume Biel f�hre. Schliesslich wird vorgebracht, der Bedarf an Freileitungen werde in der Konfliktgruppe �bertragungsleitungen (KG�) �berpr�ft. Sie erstelle im Auftrag des Bundesrates ein �bertragungsleitungskonzept. Das vorliegende Projekt m�sse der KG� zur Pr�fung unterbreitet werden.
b) Die 132 kV-�bertragungsleitung ist ein Gemeinschaftswerk, was seit Ende der siebziger Jahre aktenkundig ist. Die Einwohnergemeinde Biel nahm bereits in ihrer Einsprache vom 25. Juni 1979 und in ihrer Beschwerde vom 12. November 1979 gegen die Plangenehmigungsverf�gung des BAV Bezug darauf. Da die Leitung beiden Unternehmungen dienen soll, muss aus enteignungsrechtlicher Sicht sowohl das von den SBB als auch das von der BKW mit der Leitung verfolgte Bau- und Betriebskonzept im �ffentlichen Interesse liegen (vorne E. 3a). Auf die Anzahl der f�r jede Unternehmung gespannten Leitungsseile kommt es nicht an; sie h�ngt mit den unterschiedlichen Stromsystemen der SBB und der BKW zusammen.
aa) F�r die Pr�fung des �ffentlichen Interesses kann auf die in den bisherigen Verfahren abgegebenen Stellungnahmen der Eidg. Kommission f�r elektrische Anlagen abgestellt werden. Sie hat die Aufgabe, die vom Bundesrat zu erlassenden Vorschriften f�r die Erstellung und Instandhaltung elektrischer Anlagen sowie diejenigen Angelegenheiten zu begutachten, �ber welche dieser zu entscheiden hat (Art. 19 Abs. 2 EleG). Die Mitglieder werden zwar vom Bundesrat gew�hlt, doch sind sie fachlich unabh�ngig; sie werden aus der Reihe der elektrischen Wissenschaft sowie der Stark- und Schwachstromtechnik bestimmt (Art. 19 Abs. 1 EleG; Urteil des Bundesgerichtes vom 1. Oktober 1984, in ZBl. 86/1985 S. 111, E. 2). Ihre Meinungs�usserungen unterliegen wie jeder Amtsbericht der freien richterlichen W�rdigung (Art. 40 OG i.V.m. Art. 40 und 49 BZP).
bb) Eine Stellungnahme der Konfliktgruppe �bertragungsleitungen (KG�) ist nicht einzuholen. Solches ist weder verfahrensrechtlich vorgesehen noch mit Blick auf die Aktenlage notwendig. Die Aufgabe der KG� besteht darin, Grundlagen f�r ein auf Art. 13 des Bundesgesetzes �ber die Raumplanung vom 22. Juni 1979 (Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700) gest�tztes �bertragungsleitungskonzept (Sachplan) zu schaffen (ALFRED L�HRER, Konzept �bertragungsleitungen - Instrument f�r den Interessenausgleich, in: Informationsheft Raumplanung 2/96, S. 21).
c) aa) F�r die Beurteilung der Frage, ob die SBB ein hinreichendes �ffentliches Interesse an der 132 kV-�bertragungsleitung haben, ist von der Stellungnahme der Eidg. Kommission f�r elektrische Anlagen vom 22. Dezember 1992 zum Bericht �ber den langfristigen Ausbau des �bertragungsleitungsnetzes der SBB (im folgenden: die Stellungnahme) auszugehen. Diese Stellungnahme geht auf einen Bericht der Abteilung Kraftwerke SBB vom M�rz 1976 �ber BGE 124 II 219 S. 225den langfristigen Ausbau des �bertragungsnetzes zur�ck, welcher seinerseits Basis f�r das im Jahr 1979 eingeleitete Plangenehmigungsverfahren bildete. Diesen Akten ist zu entnehmen, dass das �bertragungsleitungsnetz der SBB prim�r der Zufuhr der Traktionsenergie von den Strom-Produktionsanlagen zu den Einspeisungsstellen in das Bahnnetz, den Unterwerken, dient. Sodann hat sich an der Vorbereitungsverhandlung ergeben, dass die Leitung Teil eines Netzverbundes zwischen den SBB, der Deutschen Bahn AG und der �sterreichischen Bundesbahn zur Sicherstellung einer grenz�berschreitenden flexiblen Bahnstromversorgung ist. Heute erfolgt die (innerschweizerische) Bahnstromversorgung in drei Spannungsebenen (33, 66 und 132 kV). Sie ist in ihrer Struktur gr�sstenteils strahlenf�rmig; ein Unterwerk wird lediglich von einer Seite her angespiesen, was im Falle eines Unterbruchs der �bertragungsleitung erhebliche St�rungen des Bahnbetriebes zur Folge hat.
bb) Im Raum Biel erfolgt die Bahnstromversorgung �ber das Unterwerk Biel, welches durch eine 66 kV-�bertragungsleitung von Kerzers aus gespiesen wird. Die Einspeisung des Unterwerkes erfolgt einseitig, was zu den genannten St�rungen f�hren kann. Aus diesem Grunde soll die Energieversorgung des Bahnknotens Biel durch eine zus�tzliche Einspeisung des Unterwerkes Biel aus Nord/Nordwest verbessert werden. Damit geht eine Erh�hung der �bertragungskapazit�t auf 132 kV einher, um den seit Beginn der Elektrifizierung der Bahnen gestiegenen Leistungsanforderungen besser gerecht zu werden.
cc) Die aufgezeigten Gr�nde rechtfertigen den Bau der 132 kV-Leitung und die allenfalls notwendige Inanspruchnahme des Enteignungsrechtes (Art. 1 EntG und Art. 50 Abs. 2 EleG). Es ist nicht massgebend, ob und in welchem Umfang die Projekte BAHN 2000 und NEAT zu einer Steigerung des Energiebedarfes in der Region Biel f�hren werden. Das Eisenbahngesetz h�lt die Bahnunternehmungen an, die Bahnanlagen nach den Anforderungen des Verkehrs und gem�ss dem Stande der Technik nicht nur zu erstellen und zu erhalten, sondern auch zu erneuern (Art. 17 Abs. 1 EBG). F�r die SBB wird im Bundesgesetz �ber die Schweizerischen Bundesbahnen vom 23. Juni 1944 (SBBG; SR 742.31) erg�nzt, dass die Bahnanlagen dauernd in gutem Zustand zu erhalten sowie den Erfordernissen des Verkehrs und den Fortschritten der Technik anzupassen seien (Art. 3 Abs. 2 Satz 2 SBBG). Aufgrund der eigenen BGE 124 II 219 S. 226sachlich begr�ndeten Bed�rfnisse sowie wegen der genannten internationalen Verkn�pfungen der Bahnstromversorgung muss daher den SBB der Bau einer neuen Leitung zugestanden werden, sofern die besonderen Vorschriften, namentlich die Anforderungen des Umweltschutzes, erf�llt sind.
d) aa) Bei der Pr�fung der Interessen der BKW ist von den in der Vernehmlassung der Eidg. Kommission f�r elektrische Anlagen vom 14. Februar 1983 erw�hnten Gesichtspunkten auszugehen. Danach vermag das bestehende 50 kV-Netz der BKW die Versorgung der Stadt Biel und ihrer Umgebung in der Zukunft nicht mehr zu gew�hrleisten. In H�chstbelastungszeiten f�hrten ausfallende Leitungen bereits zu Versorgungsschwierigkeiten. Die Stadt Biel verlange von der BKW, dass die uneingeschr�nkte Versorgung bei Ausfall einer Einspeisung oder eines Unterwerkes aufrechterhalten werde. Dies sei nicht mehr jederzeit m�glich. Bei einem Ausfall des Unterwerkes Mett m�sse die Versorgungslast von den Unterwerken Br�el und L�ndte �bernommen werden.
Weiter ist der genannten Vernehmlassung zu entnehmen, dass das Elektrizit�tswerk (EW) Biel sein Versorgungsnetz f�r eine Belastung von 100 MVA ausbaue und in Madretsch ein neues 50 kV-Unterwerk mit Verbindungen zu den Anlagen Br�el, L�ndte und Mett erstelle. Die Einspeisungen in dieses Stadtnetz erfolgten aus den Unterwerken Br�gg und Mett, welche sich 7 bzw. 6 km von den heutigen Einspeisepunkten Kappelen und Pieterlen entfernt bef�nden. F�r den Transport der 100 MVA �ber diese Distanz sei die bestehende Spannung von 50 kV nicht mehr geeignet. Die BKW habe sich deshalb entschlossen, die Energie in 132 kV zuzuleiten. Deshalb seien starke 132 kV-Zubringer- und Grobverteilleitungen Kappelen-Br�gg und Pieterlen-Mett n�tig.
bb) Diese W�rdigung ist f�nfzehn Jahre alt. Dennoch besteht kein Anlass, heute an ihrer Berechtigung zu zweifeln. Die BKW h�lt am Projekt fest. Ein betrieblicher Grund f�r den Netzausbau ist aufgrund der dargelegten Gr�nde nachgewiesen, auch wenn infolge der Sparanstrengungen der Stromkonsumenten der Energieverbrauch gesamtschweizerisch in den letzten Jahren eher konstant geblieben ist. Immerhin kann der angefochtenen Verf�gung entnommen werden, dass die Energiebeschaffung des EW Biel zwischen 1983 und 1993 von 220 GWh auf 235,71 GWh gestiegen ist, was eine nach wie vor grosse, von der BKW zu deckende Nachfrage belegt. Das EVED hat daher ohne Bundesrechtsverletzung erwogen, dass ein hinreichendes �ffentliches Interesse an dem der BKW geh�renden BGE 124 II 219 S. 227Leitungsteil besteht. �brigens sprechen die bisher von der KG� provisorisch festgelegten Kriterien der Bedarfsdeckung, der Versorgungssicherheit und der Netzoptimierung f�r einen Leitungs- (aus-)bau (L�HRER, a.a.O., S. 21). Die BKW darf mithin langfristige �berlegungen anstellen, ansonsten eine sachgerechte Versorgungs- und Ausbauplanung kaum je realisiert werden k�nnte.
e) Zusammenfassend ist festzuhalten, dass f�r den Bau der 132 kV-�bertragungsleitung Biel-Del�mont, Teilstrecke Biel-Mett, gewichtige �ffentliche Interessen im Sinne von Art. 1 EntG und Art. 50 EleG sprechen. Im folgenden ist zu pr�fen, ob dem Bau der Leitung aus der Sicht des �brigen Bundesrechts, insbesondere des Umweltschutzrechtes, etwas entgegensteht.
5. a) Biel ist "als Stadt" in das Bundesinventar der sch�tzenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) aufgenommen worden (Anhang zur Verordnung der sch�tzenswerten Ortsbilder der Schweiz vom 9. September 1981 [VISOS; SR 451.12]). Gem�ss Art. 2 lit. a und b sowie Art. 3 des Bundesgesetzes �ber den Natur- und Heimatschutz vom 1. Juli 1966 (Natur- und Heimatschutzgesetz, NHG; SR 451) ist bei der Erteilung von Bewilligungen bzw. des Enteignungsrechtes f�r Starkstromanlagen das heimatliche Ortsbild zu schonen und, wo das allgemeine Interesse an ihm �berwiegt, ungeschm�lert zu erhalten. Ist - wie hier - ein Objekt von nationaler Bedeutung in ein Inventar des Bundes aufgenommen worden, so verdient es in besonderem Masse die ungeschm�lerte Erhaltung oder jedenfalls gr�sstm�gliche Schonung. Ein Abweichen von der ungeschm�lerten Erhaltung darf bei Erf�llung einer Bundesaufgabe (Art. 2 lit. a und b NHG) nur in Erw�gung gezogen werden, wenn ihr bestimmte gleich- oder h�herwertige Interessen von ebenfalls nationaler Bedeutung entgegenstehen (Art. 6 NHG).
b) Die Frage des Ortsbildschutzes ist im Plangenehmigungsverfahren vom Bundesrat eingehend gepr�ft worden. Er holte ein Gutachten der Eidgen�ssischen Kommission f�r Natur- und Heimatschutz (ENHK) ein, welches am 20. Juni 1990 erstattet wurde. Dem bundesr�tlichen Entscheid ist die Feststellung der ENHK zu entnehmen, dass die projektierte Leitung die anerkannten Schutzinhalte des ISOS nicht schm�lere, auch wenn sich eine Verkabelung rechtfertigen k�nne. In W�rdigung der �usserungen der ENHK kam der Bundesrat in Ber�cksichtigung aller Gesichtspunkte zum Ergebnis, der Ortsbildschutz gebiete keine Verkabelung (Art. 6 Abs. 2 NHG).
In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den enteignungsrechtlichen Einspracheentscheid des EVED greifen die Beschwerdef�hrer BGE 124 II 219 S. 228die Frage des Ortsbildschutzes nicht auf. Lediglich anl�sslich der Vorbereitungsverhandlung und in der Stellungnahme zum Gutachten Bonnard & Gardel SA haben sie dieses Thema angesprochen, ohne allerdings in substantieller Weise Ausf�hrungen dazu zu machen. Die entsprechenden Vorbringen sind jedoch versp�tet, weil sie nicht in der Beschwerdeschrift selbst enthalten sind. Bei dieser Sachlage besteht kein Anlass zu weitergehenden Er�rterungen. Den einl�sslichen Erw�gungen des Bundesrates w�re im �brigen nichts beizuf�gen.
6. a) In bezug auf die Anwendung des Bundesgesetzes �ber den Umweltschutz vom 7. Oktober 1983 (Umweltschutzgesetz, USG; SR 814.01) und des darauf gest�tzten Verordnungsrechts machen die Beschwerdef�hrer geltend, es h�tte eine Umweltvertr�glichkeitspr�fung (UVP) durchgef�hrt werden m�ssen.
Gem�ss Anhang Ziff. 22.2 zur Verordnung �ber die Umweltvertr�glichkeitspr�fung vom 19. Oktober 1988 (UVPV; SR 814.011) sind lediglich Hochspannungs-Freileitungen und -kabel (erdverlegt) einer UVP zu unterziehen, die f�r 220 kV und h�here Spannungen ausgelegt sind. Diese Voraussetzungen sind hier nicht erf�llt. Eine f�rmliche UVP ist auch in sinngem�sser Anwendung von Ziff. 22.2 des Anhanges zur UVPV nicht anzuordnen, wie das die Beschwerdef�hrer verlangen. Gem�ss Art. 9 Abs. 1 Halbsatz 2 USG bezeichnet der Bundesrat die UVP-pflichtigen Anlagen. Es besteht daher f�r das Bundesgericht kein Grund, den im Anhang zur UVPV enthaltenen Anlagenkatalog auf dem Wege der Rechtsprechung zu erweitern (BGE 117 Ib 135 E. 2 und 3, insbesondere E. 3b).
b) Unbegr�ndet ist auch die R�ge, das EVED h�tte im enteignungsrechtlichen Einspracheverfahren Mitberichte des Bundesamtes f�r Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL) und des Bundesamtes f�r Gesundheit (BAG) einholen m�ssen. Bei nicht UVP-pflichtigen Anlagen werden die Vorschriften �ber den Schutz der Umwelt angewendet, ohne dass ein Umweltvertr�glichkeitsbericht im Sinne von Art. 9 Abs. 2 USG erstellt wird (Art. 4 UVPV). Die f�r den enteignungsrechtlichen Einspracheentscheid zust�ndige Beh�rde hat von Amtes wegen hinreichende Sachverhaltsabkl�rungen zu treffen (Art. 1 Abs. 2 lit. a i.V.m. Art. 12 VwVG; BGE 119 Ib 254 E. 2b) und es k�nnen die f�r den Entscheid "notwendigen Aktenerg�nzungen" angeordnet werden (Art. 55 Abs. 1 EntG). Das EVED darf daher auf Akten aus dem vorangehenden Plangenehmigungsverfahren abstellen. Das BUWAL und das BAG haben sich im Plangenehmigungs- bzw. Revisionsverfahren vor dem Bundesrat BGE 124 II 219 S. 229eingehend ge�ussert. Da diese Berichte zeitlich noch nicht lange zur�cklagen, waren im enteignungsrechtlichen Einspracheverfahren keine weiterf�hrenden Erkenntnisse zu erwarten. Das EVED durfte ohne Bundesrechtsverletzung auf eine erneute Vernehmlassung dieser Beh�rden verzichten. Aus den gleichen Gr�nden sowie unter Hinweis auf Art. 110 Abs. 1 OG besteht auch f�r das Bundesgericht kein Anlass f�r die Einholung entsprechender Amtsberichte.
c) aa) Schliesslich ist zu kl�ren, ob f�r die umweltrechtliche Beurteilung auf die von der Fachkommission f�r Hochspannungsfragen (FKH) am 3. September 1993 erstattete "Berechnung elektromagnetischer Felder der geplanten 132-kV-Hochspannungsfreileitung im Abschnitt Biel-Mett-Pieterlen" abgestellt werden darf. Die Beschwerdef�hrer verneinen das mit dem Argument, die Auftraggeberin der Berechnungen, die LEBAG, habe das umstrittene Projekt im Auftrage der SBB ausgearbeitet und sei wirtschaftlich von ihnen abh�ngig. Ob letzteres zutrifft, muss indes nicht gekl�rt werden. Die FKH, welche das Gutachten erstattete, ist ein von den SBB unabh�ngiges Fachgremium. Sie hat ihre Berechnungsgrundlagen in der Expertise offengelegt. Diese ist im bundesr�tlichen Revisionsverfahren dem BUWAL zur Stellungnahme unterbreitet worden. Das BUWAL bezeichnete die Feldst�rkenberechnungen als plausibel und es erhob weder Einw�nde gegen das Gutachten noch die ihm zugrunde gelegten Annahmen. An der sachlichen Richtigkeit der Expertise ist daher nicht zu zweifeln.
bb) Dass die Beschwerdef�hrer auf die der FKH unterbreitete Fragestellung keinen Einfluss nehmen konnten, tut nichts zur Sache. Bei den genannten Berechnungen handelt es sich um ein Privatgutachten, welches der freien Beweisw�rdigung unterliegt; weder das EVED noch das Bundesgericht sind an die Schlussfolgerungen der FKH gebunden (Art. 40 OG und Art. 19 VwVG i.V.m. Art. 40 BZP). Zudem hatten die Beschwerdef�hrer im enteignungsrechtlichen Einspracheverfahren Gelegenheit, sich zu den Ausf�hrungen der FKH zu �ussern (BGE 114 Ib 125 E. 3). Von einer Verletzung von Verfahrensrechten kann daher auch insoweit nicht gesprochen werden.
7. a) Zu den vom Umweltschutzgesetz erfassten Einwirkungen geh�ren nicht-ionisierende Strahlen (Art. 7 Abs. 1 USG) wie die von Starkstromleitungen erzeugten elektrischen und (elektro-)magnetischen Felder (BGE 117 Ib 28 E. 4; BGE 116 Ib 265 E. 4a; ROBERT WOLF, Elektrosmog: Zur Rechtslage bei Erstellung und Betrieb ortsfester Anlagen, URP 1996, S. 105; PETER SALADIN, Schutz vor nicht-ionisierenden Strahlen nach schweizerischem Recht, URP 1992, S. 496 BGE 124 II 219 S. 230ff.). F�r die Beurteilung ihrer Sch�dlichkeit oder L�stigkeit legt der Bundesrat Immissionsgrenzwerte fest (Art. 13 Abs. 1 USG). Da eine entsprechende Verordnung fehlt, ist im Einzelfall zu kl�ren, ob die Immissionen sch�dlich oder l�stig sind (Art. 12 Abs. 2 USG). Die Einzelfallbeurteilung hat sich an die materiellen Grunds�tze f�r die verordnungsm�ssige Festsetzung der Immissionsgrenzwerte zu halten (Art. 13 bis 15 USG). Sie ber�cksichtigt namentlich das Schutzbed�rfnis der konkret und aktuell betroffenen Bev�lkerung, eingeschlossen Personen mit erh�hter Empfindlichkeit wie Kinder, Kranke, Betagte und Schwangere (Art. 13 Abs. 2 USG), und legt die Immissionsgrenzwerte so fest, dass nach dem Stand der Wissenschaft oder der Erfahrung Immissionen unterhalb dieser Werte Menschen, Tiere und Pflanzen, ihre Lebensgemeinschaft und Lebensr�ume nicht gef�hrden und die Bev�lkerung in ihrem Wohlbefinden nicht erheblich st�ren (Art. 14 lit. a und b USG). Die Anforderungen nach Art. 14 USG gelten zwar vorab f�r Luftverunreinigungen, sie sind jedoch auch auf die Einwirkung von Strahlen anzuwenden, weil sie allgemeine Regeln wiedergeben (Art. 1 Abs. 1 und Art. 13 Abs. 2 USG; BGE 117 Ib 28 E. 4a).
b) aa) Bei der einzelfallweisen Beurteilung darf die Verwaltung fachlich gen�gend abgest�tzte private Grenzwertrichtlinien ber�cksichtigen. Die wissenschaftliche Diskussion zu den Wirkungen (elektro-)magnetischer Felder ist seit Jahren vor dem Hintergrund stets neuer Forschungsergebnisse im Fluss. Auf internationaler Ebene sind unterschiedliche Verfahren bekannt, nach denen Grenzwerte festgelegt werden. Auch wird die H�he der einzelnen Grenzwerte je nach Sicht einzelner Wissenschaftler zum Teil unterschiedlich festgelegt; immerhin ist die Tendenz erkennbar, zwischen einzelnen Expositionsbereichen und -intensit�ten zu unterscheiden und entsprechend differenzierte Grenzwertrichtlinien vorzuschlagen. Die meisten L�nder, j�ngst unter anderem auch Deutschland, haben sich an den Empfehlungen und Richtlinien der Internationalen Strahlenschutzvereinigung (International Non-Ionizing Radiation Committee of the International Radiation Protection Association [IRPA]) orientiert, welche wiederum auf Empfehlungen der Weltgesundheistorganisation WHO basieren (H.-PETER NEITZKE/J�RGEN VAN CAPELLE/KATHARINA DEPNER/KERSTIN EDELER/THOMAS HANISCH, Risiko Elektrosmog?, Basel/Boston/Berlin 1994, S. 283 ff.; REN� HUBER, Elektromagnetische Felder - die neue Regelung in Deutschland, URP 1997, S. 251 ff., insbesondere S. 253 und S. 255 mit einer W�rdigung der IRPA-Richtlinien).
bb) Auch die schweizerische Gerichts- und Verwaltungspraxis stellt seit einiger Zeit auf die in der Fachwelt anerkannten Richtlinien der IRPA ab. Die vom BUWAL in Auftrag gegebenen Berichte "Biologische Auswirkungen nichtionisierender elektromagnetischer Strahlung auf den Menschen und seine Umwelt, 1. Teil: Frequenzbereich 100 kHz bis 300 GHz" (Schriftenreihe Umweltschutz Nr. 121 vom Juni 1990, S. II und 40 ff.) und "Biologische Wirkungen elektromagnetischer Felder, 2. Teil: Frequenzbereich 10 Hz bis 1000 kHz" (Schriftenreihe Umwelt Nr. 214, Bern 1993, S. 117 ff.) verweisen auf diese Richtlinien und empfehlen deren �bernahme. Das Bundesgericht und der Bundesrat haben sie daher in ihren Entscheiden herangezogen (BGE 117 Ib 28 E. 4b; Entscheide des Bundesrates 29. Juni 1994 in VPB 59/1995 Nr. 62 S. 523 f., und vom 18. Dezember 1991 in VPB 57/1993 Nr. 7 S. 105).
cc) Das Umweltschutzgesetz bezeichnet - wie gesagt - den Bundesrat als zust�ndig, auf dem Verordnungswege Immissionsgrenzwerte festzulegen; daf�r kann er auf Fachinstanzen der Bundesverwaltung und Kommissionen zur�ckgreifen. Diese Kompetenzordnung ist f�r das Bundesgericht verbindlich (Art. 114bis Abs. 3 BV). Der Bundesrat hat von seiner Verordnungskompetenz im Bereiche des Schutzes vor (elektro-)magnetischer Strahlung noch keinen Gebrauch gemacht. Angesichts der ausgesprochen technischen Natur der Festlegung von Grenzwerten hat daher das Bundesgericht bei seiner Pr�fung Zur�ckhaltung zu �ben (vorne E. 2e/bb). Es besteht im Rahmen der vorliegenden Einzelfallentscheidung kein Anlass, von der bisherigen Praxis abzuweichen und andere Richtlinien als diejenigen der IRPA heranzuziehen.
c) aa) Die IRPA empfiehlt f�r die Beurteilung der Belastung der allgemeinen Bev�lkerung durch die elektrische Feldst�rke (V/m) einen Immissionsgrenzwert (IGW) bei einer Dauerexposition von 5'000 V/m und bei Expositionen von wenigen Stunden 10'000 V/m; bei beruflich exponierten Personen betragen die entsprechenden Werte bei Dauerexpositionen 10'000 V/m bzw. bei weniger als 2 Stunden Exposition pro Arbeitstag 30'000 V/m (Berechnungen FKH, S. 6; vgl. auch die zitierte Schriftenreihe Umwelt Nr. 214, S. 118 f.).
Die von der FKH bei vier Querschnitten (Standorten), deren Lage aus dem �bersichtsplan 1:2'000 ersichtlich sind, errechneten Werte ergaben eine Belastung zwischen 748 V/m (Maximalwert im Bereich der Masten 4 und 5) und 157 V/m (Minimalwert im Bereich der BGE 124 II 219 S. 232Masten 23 und 24). Damit werden die empfohlenen IGW bei weitem nicht erreicht.
bb) Nicht anders zu beurteilen ist die Belastung der Nachbarschaft mit dem magnetischen Feld (magnetische Induktion) der �bertragungsleitung. Nach den IRPA-Richtlinien betr�gt der IGW f�r die allgemeine Bev�lkerung bei einer Dauerexposition 100 �T (Mikro-Tesla) und bei einer Exposition von wenigen Stunden 1'000 �T; f�r beruflich exponierte Personen betragen die entsprechenden Werte 500 �T (Dauerexposition) bzw. 5'000 �T (Exposition von weniger als 2 Stunden pro Arbeitstag (Berechnungen FKH, S. 6 unten; Schriftenreihe Umwelt Nr. 214, S. 118 f.).
Die FKH hat f�r die Belastung mit elektromagnetischen Feldern bei typischem Phasenstrom (Dauerbetrieb) bei den vier Messpunkten (vorne E. 7c/aa) Werte zwischen 1,41 �T (Minimalwert bei den Masten 27/28) und 19,4 �T (Maximalwert, allerdings in der N�he der Leitungsachse bei den Masten 23/24) errechnet. Bei maximalem Phasenstrom (Ausnahmebetrieb) betragen die Werte 3,52 �T (Bereich der Masten 27/28) und 48,4 �T (Maximalwert in der N�he der Leitungsachse).
cc) Die Berechnungen zeigen auf, dass die Belastung der Nachbarschaft mit nicht-ionisierenden Strahlen gemessen an den anerkannten Grenzwerten �usserst gering ist und die IGW bei weitem nicht erreicht. Das BUWAL teilt in seiner im bundesr�tlichen Revisionsverfahren erstatteten Stellungnahme vom 31. M�rz 1994 unter Bezugnahme auf die Berechnungen der FKH diese Auffassung und h�lt fest, dass die empfohlenen IGW an keiner zug�nglichen Stelle �berschritten w�rden, die Immissionen somit nicht �berm�ssig seien. Diese W�rdigung der Umwelt-Fachbeh�rde des Bundes ist nicht zu bezweifeln.
8. a) Das Umweltschutzgesetz bezweckt nicht nur den Schutz vor den die Grenzwerte �bersteigenden Immissionen (Art. 11 Abs. 3 USG); es verlangt die Begrenzung der Immissionen �berhaupt, allerdings nur, soweit dies technisch und betrieblich m�glich und wirtschaftlich tragbar ist (Art. 11 Abs. 2 USG). Dem Vorsorgeprinzip (Art. 1 Abs. 2 USG), das in dieser Vorschrift zum Ausdruck kommt, liegt der Gedanke zugrunde, un�berschaubare Risiken zu vermeiden; es schafft eine Sicherheitsmarge, welche Unsicherheiten �ber l�ngerfristige Wirkungen von Umweltbelastungen ber�cksichtigt. Bei allen Vorhaben sind daher auch die Vorschriften �ber die vorsorglichen Emissionsbegrenzungen anzuwenden (BGE 118 Ib 234 E. 2a; BGE 117 Ib 28 E. 6a).
b) Die durch die �bertragungsleitung verursachte Belastung mit nicht-ionisierender Strahlung ist gering (vorne E. 7c), auch wenn noch nicht von einem umweltrechtlichen Bagatellfall gesprochen werden kann. Als solchen bezeichnete das Bundesgericht in BGE 117 Ib 28 (E. 5b und 6c) eine Belastung, welche lediglich 0,08% des Grenzwertes nach den IRPA-Richtlinien ausmachte. In solchen F�llen besteht nach der Rechtsprechung kein Anlass zu weitergehenden Anordnungen im Sinne der Vorsorge. Diese Rechtsprechung ist von WOLF (a.a.O., S. 114 ff.) kritisch beleuchtet worden. Er stimmt zwar dem Grundsatz zu, wonach das Vorsorgeprinzip in Bagatellsituationen keine Anwendung finden d�rfe. Offen sei hingegen, wo der "untere Schwellenwert" festzulegen sei, bei welchem noch von einem Bagatellfall gesprochen werden k�nne, und welche Massst�be bei der Festlegung der Vorsorgemassnahmen zur Anwendung k�men, wenn kein Bagatellfall vorliege. Im vorliegenden Fall werden die Anwohner durch eine elektrische Feldst�rke belastet werden, welche nur 3 bis 15% des IGW f�r Dauerbelastungen erreicht (vorne E. 7c/aa). Die Belastung mit (elektro-)magnetischen Feldern betr�gt je nach �rtlicher Lage zwischen 1,4 bis maximal 20 % des IGW; in einem einzigen Fall erreicht die Belastung knapp 50% des IGW (vorne E. 7c/bb). So oder anders liegen die Durchschnittswerte deutlich unter den wissenschaftlich ermittelten Grenzwerten. Es kann daher nicht von einer erheblichen Belastung gesprochen werden.
F�r die folgende Beurteilung d�rfen diese geringen Werte nicht aus den Augen verloren werden. Vorsorgliche Emissionsbegrenzungen sind wie gesagt anzuordnen, soweit dies technisch und betrieblich m�glich und wirtschaftlich tragbar ist (Art. 11 Abs. 2 USG). Der Grundsatz der Verh�ltnism�ssigkeit ist mit anderen Worten ebenso zu beachten (BGE 121 II 378 E. 11c/bb; BGE 119 Ib 380 E. 3e) wie der Umstand, dass das Vorsorgeprinzip nach der Konzeption des Umweltschutzgesetzes emissionsbegrenzenden und nicht -eliminierenden Charakter hat (PETER SALADIN, Schweizerisches Umweltschutzrecht - eine �bersicht, in: recht 1989, S. 5 f.). Gerade bei einer geringen Belastungssituation wie im vorliegenden Fall d�rfen daher keine �bertriebenen Anforderungen an notwendige Starkstromleitungen gestellt werden; das Bundesgericht hat f�r die Zulassung anderer �ffentlicher Anlagen auch keinen sch�rferen Massstab angelegt (vgl. BGE 121 II 378 E. 15d betreffend die Belastung durch K�rperschall).
c) Wie dem von der Fachkommission f�r Hochspannungsfragen (FKH) im September 1993 erstatteten Bericht zu entnehmen ist, BGE 124 II 219 S. 234dringen elektrische Felder nicht in gemauerte Geb�ude ein. An der Vorbereitungsverhandlung ist das best�tigt worden. Insoweit sind keine weitergehenden Massnahmen zur Emissionsbegrenzung angezeigt.
d) aa) Die (elektro-)magnetische Strahlung dringt in die Geb�udeh�lle ein (Bericht und Berechnungen der FKH; BGE 116 Ib 265 E. 4b). Wie sich an der Vorbereitungsverhandlung ergeben hat, f�hrt eine Verkabelung zu einer Ver�nderung des Magnetfeldes: w�hrend in der N�he der verkabelten Leitung die Feldst�rke im Vergleich zu einer Freileitung st�rker ist (h�here Feldspitze), nimmt sie im Falle einer Verkabelung bei zunehmender Entfernung schneller ab als bei Freileitungen; diese Abschw�chung tritt ab einer Distanz von 10 m von der Leitungsachse auf .
Technisch gesehen steht einer Verkabelung kaum etwas entgegen. Das vom Bundesgericht eingeholte Gutachten best�tigt das sowohl unter elektro- als auch unter bautechnischen Gesichtspunkten. Bereits an der Vorbereitungsverhandlung haben die Vertreter der SBB und der BKW eine Verkabelung mittels Leitungszug durch einbetonierte H�llrohre und Muffensch�chte unter technischen Gesichtspunkten nicht ausgeschlossen.
bb) SBB und BKW sind der Auffassung, dass aus betrieblichen Gr�nden eine Verkabelung nicht m�glich sei. Ihre Vertreter haben an der Vorbereitungsverhandlung darauf hingewiesen, dass die Freileitung nicht nur der Stromzuf�hrung bzw. -versorgung der Eisenbahn und den anderen Verbrauchern in der Region Biel diene. Vielmehr sei die Leitung Teil eines internationalen Netzverbundes mit den Bahnunternehmungen Deutschlands und �sterreichs. Seitens der SBB ist betont worden, dass dieser Netzverbund eine hohe Betriebssicherheit verlange und das Ausfallrisiko nur mit einer Freileitung minimiert werden k�nne. Im Falle einer St�rung sei eine Freileitung innert Tagesfrist reparierbar, w�hrend bei einer verkabelten Leitung mit Reparaturzeiten von �ber einem Monat zu rechnen sei. Aus diesen Gr�nden hat sich auch der Vertreter des EVED f�r eine Freileitung ausgesprochen. Diese technisch-betrieblichen Nachteile und der Umstand, dass die umstrittene Leitung im Gegensatz zu der von den Beschwerdef�hrern erw�hnten Speiseleitung im Bereiche Z�rich-Hauptbahnhof/Z�rich Wipkingen ein Teil des internationalen Netzverbundes ist, sprechen in der Tat gegen eine Verkabelung (vgl. BGE 115 Ib 311 E. 5f; 100 Ib 404 E. 4; eingehend auch ein Entscheid des EVED vom 14. Januar 1993 in VPB 58/1994 Nr. 42 S. 340). Insoweit kann gesagt werden, eine BGE 124 II 219 S. 235Verkabelung bringe erhebliche technische Inkonvenienzen im Sinne von Art. 50 Abs. 2 EleG mit sich.
e) Im Lichte der dargestellten technischen Aspekte und mit Blick auf die weit unterhalb der wissenschaftlich festgelegten IGW liegenden Belastung durch elektrische und (elektro-)magnetische Felder ist f�r den Ausgang der Sache entscheidend, wie es sich mit der wirtschaftlichen Tragbarkeit der (Mehr-)Kosten f�r eine Verkabelung verh�lt (BGE 115 Ib 311 E. 5g).
F�r die Beantwortung dieser Frage ist zun�chst auf die Kostensch�tzung der SBB vom 23. August 1994 hinzuweisen. Darin rechnen sie bei einer Preisbasis Juli 1994 mit Kosten von Fr. 4'000'000.-- f�r die Freileitung und Fr. 22'000'000.-- f�r die Verkabelung; eine am 22. Dezember 1989 von den SBB erstellte Sch�tzung rechnet f�r die Verkabelung mit Kosten von rund Fr. 20'500'000.-- (Preisbasis Dezember 1989). Jedenfalls die Gr�ssenordnung dieser Zahlen liegt im Rahmen fr�herer F�lle. W�hrend die Kosten pro Km-Freileitung in Biel rund Fr. 1'150'000.-- betragen, wurden f�r die im Alpenraum geplante 13 km lange Leitung Pradella-Martina (BGE 115 Ib 311) ca. Fr. 1'700'000.-- veranschlagt. Im Falle einer Verkabelung betragen die Km-Kosten ca. Fr. 6'000'000.-- (Fall Biel) bzw. rund Fr. 17'700'000.-- (Pradella-Martina). Die Eidg. Kommission f�r elektrische Anlagen sch�tzt in einem dem EVED im Jahre 1987 erstatteten Bericht die Kosten pro Km/Freileitung auf ca. Fr. 1'300'000.-- und pro Km/Verkabelung gar auf bis zu Fr. 32'000'000.--. Auch wenn diese Sch�tzungen und Preisvergleiche heute differenziert zu betrachten sind, belegen sie allemal, dass die Kostenunterschiede zwischen einer Freileitung und einer verkabelten Leitung bisher signifikant waren.
f) aa) Der vom Bundesgericht eingeholten Expertise, welche die aktuellen elektro- und bautechnischen Standards f�r beide Leitungsbau-Grundvarianten und die in den letzten Jahren eingetretenen Kostensenkungen im Infrastrukturbau ber�cksichtigt, l�sst sich zun�chst entnehmen, dass die von den Beschwerdef�hrern anl�sslich der ersten Urteilsberatung erw�hnten technischen Neuentwicklungen zweier schweizerischer Unternehmungen f�r Leitungen mit Spannungen unter 400 kV nicht zur Anwendung kommen k�nnen.
bb) Die Experten stellen die gesch�tzten Kosten f�r eine Freileitung �ber Betonmasten mit einer Lebensdauer von 60 Jahren (unter Ber�cksichtigung von Kabel-Erneuerungen nach 30 Jahren) drei Verkabelungsvarianten gegen�ber, die sich in der Linienf�hrung unterscheiden. Gemeinsam ist diesen, dass sie �ber 8 Kabelrohre BGE 124 II 219 S. 236(6 Rohre 132 kV-Kabel, 1 Rohr Signalisationskabel, 1 Rohr Reservekabel) mit je einem Kabelachsabstand von mindestens 25 cm und �ber einen minimalen Verlegeradius von 20 m verf�gen; zudem muss alle 500 bis 1000 m ein Verbindungsschacht erstellt werden. Basierend auf Offertpreisen mit Stand Ende 1997 sowie unter Ber�cksichtigung einer Sch�tzungsbandbreite von +/- 20% und von Kosten f�r Leitungsverluste zeigt das Gutachten auf, dass die Verkabelung der Starkstromleitung im besten Fall 2,3 bis 5,4 mal (Verkabelungsvariante B) und im schlechtesten Fall 3,7 bis 8,6 mal teurer ist als der Bau einer Freileitung. Grunds�tzlich rechnen die Experten f�r die Verkabelung je nach den �rtlichen Verh�ltnissen mit einem Kostenfaktor von 2 bis 5 gegen�ber einer Freileitung. Dieses Ergebnis best�tigt die Erfahrungen des Bundesgerichtes aus fr�heren F�llen, in welchen eine Verkabelung jeweils als unverh�ltnism�ssig betrachtet wurde (vorstehende E. 8e).
g) Die Beschwerdef�hrer kritisieren das Gutachten in verschiedener Hinsicht. So machen sie geltend, die Experten h�tten drei Verkabelungsvarianten nur eine einzige Freileitungsvariante gegen�bergestellt, die zudem ein kosteng�nstiges Projekt darstelle. Auch sei nicht ber�cksichtigt worden, dass die Bauherrschaft f�r die Sicherung der Rechte zum Bau eines einzigen Freileitungsmasten eine Enteignungsentsch�digung von �ber Fr. 3 Mio. bezahlt habe. Kritisiert wird weiter, dass m�glicherweise auch f�r die Freileitungstr�ger nach 30 Jahren Erneuerungskosten anfallen k�nnten. Nicht nachvollziehbar sei, weshalb bei einer Verkabelung eine Notwendigkeit f�r den Bau eines Reservekabels bestehe und wie im einzelnen die Kosten f�r die �bertragungsverluste berechnet worden seien. Die beim Kabeltunnelbau entstehenden Kosten seien nicht in allen Teilen sachgem�ss berechnet, und es m�sse beachtet werden, dass die Kosten f�r die Verkabelung der �bertragungsleitung auf Bieler Gebiet im Verh�ltnis zu den Gesamtkosten der Leitung Del�mont-Biel nur gering seien. Die Stadt Biel bietet schliesslich an, einen Drittel der Mehrkosten f�r die Verkabelung zu �bernehmen und ausserdem bei dem dem Bundesrat unterstellten "Fonds Landschaft Schweiz" um einen Kostenbeitrag nachzusuchen.
aa) Vorab ist festzuhalten, dass es f�r den Ausgang des bundesgerichtlichen Verfahrens nicht darauf ankommen kann, ob sich die Stadt Biel und/oder Dritte an den (Mehr-)Kosten einer Verkabelung beteiligen wollen. Die Verfahrensbeteiligten stehen seit bald zwanzig Jahren in einer Auseinandersetzung �ber den Leitungsbau und haben bis heute (auch) �ber deren Finanzierung keine aussergerichtliche BGE 124 II 219 S. 237Einigung finden k�nnen. Es ist im Rahmen der Gesetzgebung Sache der Projektanten, sich um die Finanzierung ihres Infrastrukturbaus zu k�mmern. Jedenfalls kann im heutigen Zeitpunkt die Antwort auf die Frage, ob die Speiseleitung zu verkabeln sei, nicht von einer - im �brigen ungewissen - Kostenbeteiligung Dritter abh�ngen. Dies um so weniger, als ein allf�lliger Beitrag der Stadt Biel wohl der Mitwirkung des Stadtparlaments und vielleicht sogar der Stimmb�rger erforderte, was zu weiteren unerw�nschten Verz�gerungen f�hren w�rde.
bb) Sodann kann es f�r die Entscheidung nicht darauf ankommen, ob den Kosten f�r die Verkabelung des Abschnittes in Biel gemessen an den Gesamtkosten der (Frei-)Leitung Del�mont-Biel nur untergeordnete Bedeutung zukommt. F�r die Frage der Verkabelungspflicht ist ein sachgerechter Kostenvergleich anzustellen, der vergleichbare Streckenabschnitte umfasst.
cc) Dass f�r einen im letzten Detail pr�zisen Kostenvergleich verschiedene Gesichtspunkte des Leitungsbaues noch n�herer Pr�fung bed�rften, liegt auf der Hand. Das Bundesgericht hat keinen Projektvergleich mit dem Detaillierungsgrad einer Ausf�hrungsprojektierung in Auftrag gegeben. Insoweit schiessen die Einwendungen der Beschwerdef�hrer zu Einzelfragen der gutachtlichen Berechnungen zum vornherein �ber das Ziel hinaus. Ausserdem m�ssten, wie die SBB und die BKW zu Recht bemerken, auch noch gewisse kostenerh�hende Faktoren bei einer allf�lligen Verkabelung mitber�cksichtigt werden, die in der auftragsgem�ss nur generell gehaltenen Kostensch�tzung keine Ber�cksichtigung gefunden haben (zum Beispiel die Kosten f�r den Bau der �bergangsmasten zur Verkabelungsstrecke). Jedenfalls kann entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrer nicht gesagt werden, das Gutachten lasse den f�r die Entscheidung allein relevanten Grundsatzvergleich zwischen der Variante Freileitungsbau und der Variante Verkabelung nicht zu. Die Experten, deren fachliche Qualifikation von keiner Seite in Zweifel gezogen wird, halten im Gutachten ausdr�cklich fest, dass die Resultate noch Ungenauigkeiten enthielten und die Gr�ssenordnung der Kosten Tendenzen auswiesen. Unzweifelhaft steht aber nach den Kostensch�tzungen der Experten fest, dass f�r den Bau verkabelter Leitungen beim heutigen Stand der Technik und der Baukosten in aller Regel nach wie vor das zwei- bis f�nffache im Vergleich zum Freileitungsbau aufzuwenden ist. In Anbetracht dieser hohen Kosten und in W�rdigung des Umstandes, dass die Belastung mit elektrischen und (elektro-)magnetischen Strahlen hier weit BGE 124 II 219 S. 238unterhalb des massgebenden Grenzwertes liegt, sind die Aufwendungen f�r eine Verkabelung als wirtschaftlich nicht tragbar zu bezeichnen (Art. 11 Abs. 2 USG). Eine Verkabelung der Speiseleitung der SBB und der BKW auf dem Stadtgebiet von Biel ist daher nicht anzuordnen; sie erwiese sich als unverh�ltnism�ssig.
h) Ist das Projekt bundesrechtskonform, kann auch keine �nderung der Linienf�hrung verlangt werden. Muss das Leitungstrassee das SBB-Areal verlassen, sind Enteignungen unumg�nglich, wie die Vorbereitungsverhandlung gezeigt hat; das spricht gegen eine Trassee�nderung (BGE 109 Ib 298 E. 4c). Auch muss beachtet werden, dass eine solche die �berarbeitung des �bertragungsleitungskonzeptes nach sich ziehen w�rde, was zufolge des internationalen Rahmens dieses Konzeptes auf Grenzen stiesse. Nicht zu sehen ist schliesslich, inwiefern die Verordnung �ber elektrische Leitungen vom 30. M�rz 1994 (Leitungsverordnung, LeV; SR 734.31] dem genehmigten Projekt entgegenstehen k�nnte. Der von den Beschwerdef�hrern in der Eingabe vom 4. April 1997 erw�hnte Art. 99 LeV l�sst eine Parallelf�hrung von nicht der Bahnstromversorgung dienenden Leitungen mit denjenigen der SBB innerhalb des Bahntrassees zu, wenn keine Beeintr�chtigungen zu bef�rchten sind (Art. 99 Abs. 4 und 5 lit. a LeV); solche Bef�rchtungen sind bis heute nicht ge�ussert worden.
9. Die Beschwerdef�hrer stellen den Antrag auf Zusprechung einer durch die Eidg. Sch�tzungskommission betragsm�ssig zu bestimmenden Enteignungsentsch�digung. Dem kann nicht stattgegeben werden. Nach st�ndiger Rechtsprechung des Bundesgerichtes, von der abzur�cken kein Anlass besteht, hat nicht die nach der Spezialgesetzgebung zust�ndige Einsprachebeh�rde, sondern der eigentliche Enteignungsrichter, d.h. die Eidg. Sch�tzungskommission, im Sch�tzungsverfahren zu beurteilen, ob ein Einsprecher als Enteigneter zu betrachten sei und ob ihm ein Entsch�digungsanspruch f�r die Unterdr�ckung nachbarrechtlicher Abwehranspr�che zustehe (BGE 118 Ib 203; BGE 112 Ib 176; BGE 110 Ib 368 E. 3; BGE 102 Ib 348 E. 3a; vgl. auch BGE 121 II 317 E. 4e).
10. a) Schliesslich ist zu pr�fen, ob das EVED den Beschwerdef�hrern (mit Ausnahme der Stadt Biel) im enteignungsrechtlichen Einspracheverfahren Verfahrenskosten auferlegen durfte. Nach Auffassung des EVED kommt Art. 114 Abs. 1 EntG, wonach der Enteigner die aus der Geltendmachung des Enteignungsrechtes entstehenden Kosten tr�gt, hier nicht zum Zug. Anders als in einem eigentlichen Enteignungsverfahren seien die Beschwerdef�hrer BGE 124 II 219 S. 239nicht gegen ihren Willen in das Verfahren einbezogen worden; auch m�ssten keine Nachbarrechte enteignet werden. Daran �ndere nichts, dass die SBB und die BKW die Einleitung des Enteignungsverfahrens beantragt und �berdies das EVED der BKW das Enteignungsrecht vorsorglich mit der angefochtenen Verf�gung erteilt habe. Das vorliegende Verfahren sei er�ffnet worden, um den Nachbarn Parteistellung zu gew�hren, weil das Plangenehmigungsverfahren entsprechend der fr�herern Praxis ausschliesslich beh�rdenintern durchgef�hrt worden sei. H�tten die Nachbarn ihre Parteirechte im Plangenehmigungsverfahren wahren k�nnen, wie das der heutigen Praxis entspreche, so h�tten sie ein Kostenrisiko getragen, da Art. 114 EntG auf Plangenehmigungsverfahren keine Anwendung finde.
b) Art. 114 Abs. 1 EntG �ber die Kostenpflicht des Enteigners findet auf diejenigen Verfahren bzw. Verfahrensabschnitte Anwendung, die im Zusammenhang mit "der Geltendmachung des Enteignungsrechtes" stehen. Dieser Vorschrift liegt die �berlegung zugrunde, dass der Enteignete wider seinen Willen in ein Enteignungsverfahren einbezogen wurde und es sich aus diesem Grunde rechtfertigt, ihn nicht mit den daraus folgenden Kosten zu belasten (HEINZ HESS/HEINRICH WEIBEL, Das Enteignungsrecht des Bundes, Bd. I, Bern 1986, N. 3 und 5 zu Art. 114 EntG). Anders als das EVED meint, muss im vorliegenden Fall Art. 114 Abs. 1 EntG angewendet werden. Das ergibt sich schon daraus, dass die SBB und die BKW bei der zust�ndigen Eidg. Sch�tzungskommission das Enteignungsverfahren eingeleitet und das Einspracheverfahren vor dem Departement nicht nur durchgef�hrt wurde, um den noch nicht in einem ordentlichen Verfahren zu Wort gekommenen Privaten ihre Parteirechte zu gew�hren. Der angefochtene Entscheid ist vielmehr ein auch aus der Sicht der Anlagebetreiber notwendiger Schritt zur Projektrealisierung, erscheint es doch nicht von vornherein als ausgeschlossen, dass das Enteignungsrecht in Anspruch genommen werden muss. W�re dem nicht so, h�tte die BKW auf das Gesuch um Erteilung des Enteigungsrechtes verzichtet.
c) Die Beschwerde ist daher begr�ndet, soweit das EVED den Beschwerdef�hrern die Verfahrenskosten auferlegt hat. War hinsichtlich der Verfahrenskosten Art. 114 Abs. 1 EntG anwendbar, kommt f�r die Zusprechung einer Parteientsch�digung Art. 115 EntG zum Zug. Danach hat der Enteigner f�r die notwendigen aussergerichtlichen Kosten eine angemessene Entsch�digung zu bezahlen (Art. 115 Abs. 1 EntG). Weil das EVED die Zusprechung einer BGE 124 II 219 S. 240Parteientsch�digung abgelehnt hat, ist die angefochtene Verf�gung auch insoweit aufzuheben. Es rechtfertigt sich aber nicht, die Sache zur Neufestsetzung der Verfahrenskosten und zur Zusprechung einer Parteientsch�digung an das EVED zur�ckzuweisen (Art. 114 Abs. 2 OG).
116 IB 265 suite... ,
Art. 1 LEx suite... ,
art. 43 al. 1 LIE,
Art. 15 Abs. 1 des Bundesgesetzes betreffend die elektrischen Schwach- und Starkstromanlagen vom 24. Juni 1902 (Elektrizit�tsgesetz, EleG; SR 734.0),
Art. 37 der Verordnung �ber Bau und Betrieb der Eisenbahnen vom 23. November 1983 [Eisenbahnverordnung, EBV; SR 742.141.1],
Art. 19 Abs. 2 EleG,
Art. 19 Abs. 1 EleG,
Art. 40 und 49 BZP,
Art. 13 des Bundesgesetzes �ber die Raumplanung vom 22. Juni 1979 (Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700),
Art. 3 Abs. 2 Satz 2 SBBG,
Art. 3 des Bundesgesetzes �ber den Natur- und Heimatschutz vom 1. Juli 1966 (Natur- und Heimatschutzgesetz, NHG; SR 451),
Art. 9 Abs. 2 USG,
Art. 4 UVPV,
Art. 99 Abs. 4 und 5 lit. a LeV,