Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_12/vo/4/4088.htm
Timestamp: 2018-11-19 22:47:45
Document Index: 239971917

Matched Legal Cases: ['§ 21', '§ 22', '§ 21', '§ 58', '§ 22', '§ 2', '§ 4', '§ 7', '§ 5', '§ 64', '§ 4', '§ 5']

Verordnung des Regierungspräsidiums Tübingen als höhere Naturschutz- und obere Jagdbehörde über das Naturschutzgebiet »Schächele« und das ihm zugeordnete Landschaftsschutzgebiet »Rotenbacher Weg ‑ Achufer« vom 23. März 1981 (GBl. v. 30.04.1981, S. 242).
Auf Grund von § 21, § 22 (in Verbindung mit § 21 Abs. 5) und § 58 Abs. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz ‑ NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBI. S. 654) und von § 22 Abs. 2 des Landesjagdgesetzes in der Fassung vom 20. Dezember 1978 (GBI. 1979 S. 12) wird verordnet:
Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Stadt Isny, Landkreis Ravensburg, werden zum Natur‑ bzw. Landschaftsschutzgebiet erklärt. Das Naturschutzgebiet führt die Bezeichnung »Schächele« und das Landschaftsschutzgebiet die Bezeichnung »Rotenbacher Weg ‑ Achufer«.
(1) Die Größe des Naturschutzgebietes beträgt 15,0411 ha, die des Landschaftsschutzgebietes 5,6980 ha. Sie umfassen auf Gemarkung Isny folgende Flurstücke, Wege und Gewässer entsprechend der Darstellung in der Flurkarte:
1. Das Naturschutzgebiet umfaßt die Flurstücke 354/5, /10, /1, /2 und /3, den östlichen Teil des Flurstückes 372/4, die Flurstücke 372/5 und /2, 409/3, 433/1 und 434 (Gewässer), einen 4 m breiten Streifen entlang der Nordgrenze des Flurstücks 429, den Feldweg 5, ab der westlichsten Grundstücksgrenze von Flurstück 372/1 den Fluß 2/3 nach Osten sowie den Fluß 2/1.
2. Das Landschaftsschutzgebiet umfaßt
a) im Norden entlang der Grenze des Naturschutzgebietes einen zwischen 8 m und 15 m breiten Streifen, der in Flurstück 541/2 beginnt und 30 Meter in Flurstück 541/1 hineinreicht, ab hier auf eine Länge von 27,5m einen 35 m breiten Streifen und den östlichen Restteil des Flurstücks 541/1 sowie die Flurstücke 542, 543, 535/1 und /2, 536 bis 540;
b) im Südosten die Flurstücke 433/2, 446, Kastellstraße 87 und 91;
c) im Süden einen 4 m breiten Streifen entlang der Grenze des Naturschutzgebietes auf den Flurstücken 409 /1 und /2, die Flurstücke 403 und 426 einschließlich des im Süden angrenzenden Gewässers und das Flurstück Kastellstraße 73.
(2) Die Grenzen des Natur‑ und Landschaftsschutzgebietes sind in einer Flurkarte des Regierungspräsidiums Tübingen vom 18. Februar 1981 im Maßstab 1:2500, kombiniert mit einem Kartenauszug im Maßstab 1:1000 und einer Übersichtskarte im Maßstab 1:25000, gekennzeichnet, wobei die Grenzen des Naturschutzgebietes rot und des Landschaftsschutzgebietes grün angelegt sind. Die Verordnung mit Karte wird beim Regierungspräsidium Tübingen als höhere Naturschutzbehörde verwahrt; eine Ausfertigung befindet sich beim Landratsamt Ravensburg als untere Naturschutzbehörde in Ravensburg. Die Verordnung mit Karte kann während der üblichen Sprechzeiten eingesehen werden.
Schutzzweck ist die Erhaltung des naturhaften und landschaftlich reizvollen Quellgebietes der Isnyer Ach mit den dazugehörenden Niedermooren als Lebensraum der hier vorkommenden seltenen Pflanzen‑ und Tierarten.
15. das Schutzgebiet zu beweiden.
1. für die ordnungsgemäße Ausübung der Jagd in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang mit der Maßgabe, daß zusätzliche jagdliche Einrichtungen nicht errichtet werden dürfen;
3. für die ordnungsgemäße land‑ und forstwirtschaftliche Nutzung in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang mit der Maßgabe, daß weder Dünger noch Chemikalien angewendet und die Wiesen nur einmal jährlich ab September gemäht werden dürfen;
(2) Der Erlaubnis bedürfen insbesondere die in § 4 Abs. 2 Nr. 1 bis 15 dieser Verordnung genannten Handlungen.
Die §§ 7 und 8 gelten nicht für die Nutzung im Rahmen einer ordnungsgemäßen Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Grundstücke sowie für die in § 5 Nr. 1, 2, 4 und 6 genannten Handlungen.
(1) Ordnungswidrig im Sinne des § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Naturschutzgesetzes handelt, wer in dem Natur- und Landschaftsschutzgebiet
1. vorsätzlich oder fahrlässig eine der nach § 4 und § 5 Nr. 2, 3 und 4 dieser Verordnung verbotenen Handlungen vornimmt;
(2) Gleichzeitig tritt die Verordnung des Landratsamtes Wangen im Allgäu ‑ Kreisnaturschutzbehörde ‑ zur Sicherung von Naturdenkmalen im Landkreis Wangen vom 17. August 1960 (Amtsblatt des Kreises Wangen vom 25. August 1960), soweit sie die »Achquellseen bei Isny« betrifft, außer Kraft.
TÜBINGEN, den 23. März 1981