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Timestamp: 2016-10-27 15:15:53
Document Index: 384408939

Matched Legal Cases: ['Art. 82', 'Art. 95', 'Art. 105', 'Art. 97', 'Art. 95', 'Art. 105', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 42', 'BGE', 'Art. 57', 'Art. 6', 'Art. 30', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 42', 'Art. 99', 'Art. 99', 'Art. 8', 'Art. 45', 'BGE', 'BGE', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 28', 'BGE', 'Art. 6', 'EGMR', 'EuG', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 69', 'BGE', 'BGE', 'Art. 95', 'Art. 105', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 65', 'Art. 66']

8C_843/2011 (29.05.2012)
Die 1966 geborene C.________ meldete sich am 12. Juni 2001 unter Hinweis auf ein Schleudertrauma und Schmerzen an der Wirbels�ule als Folgen eines am 4. M�rz 2000 erlittenen Auffahrunfalls bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Mit Verf�gung vom 4. September 2006 verneinte die IV-Stelle Aarau einen Leistungsanspruch. Eine dagegen erhobene Beschwerde hiess das Versicherungsgericht des Kantons Aargau am 15. August 2007 gut, indem es die Verf�gung vom 4. September 2006 aufhob und die Sache zur weiteren medizinischen Abkl�rung im Sinne der Erw�gungen und zur Neuverf�gung an die IV-Stelle zur�ckwies. Diese holte daraufhin ein Gutachten bei der Klinik X.________ ein, das am 15. April 2009 abgeliefert wurde. Das psychiatrische Gutachten erstellte Dr. med. H.________, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, am 30. Dezember 2008 zuhanden der Klinik X.________. Am 22. Juni 2009 erfolgte eine Haushaltsabkl�rung (Bericht vom 30. Juni 2009). Die IV-Stelle stellte C.________ vorbescheidweise am 17. September 2009 die Abweisung des Rentenbegehrens mangels rentenbegr�ndendem Invalidit�tsgrad in Aussicht. Nach Einholung eines Berichts ihres Regionalen �rztlichen Dienstes (RAD) vom 11. Dezember 2009 verf�gte sie am 8. Januar 2010 in diesem Sinne.
Die hiegegen gef�hrte Beschwerde wies das Versicherungsgericht des Kantons Aargau mit Entscheid vom 30. November 2010 ab. Das Bundesgericht hiess die dagegen erhobene Beschwerde in �ffentlich- rechtlichen Angelegenheiten mit Urteil 8C_106/2011 vom 1. Juni 2011 in dem Sinne gut, dass es den angefochtenen Entscheid des Versicherungsgerichts aufhob und die Sache an dieses zur Durchf�hrung der verlangten �ffentlichen Verhandlung mit anschliessender neuer materieller Entscheidung �ber die Beschwerde, zur�ckwies.
Mit Entscheid vom 8. September 2011 wies das Versicherungsgericht des Kantons Aargau die Beschwerde gegen die Verf�gung vom 8. Januar 2010 nach Durchf�hrung einer �ffentlichen Verhandlung erneut ab, soweit es darauf eintrat.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten l�sst C.________ beantragen, unter Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids seien ihr ab 1. M�rz 2001 die gesetzlichen Leistungen (einschliesslich berufliche Massnahmen) nach Massgabe eines Invalidit�tsgrades von mindestens 42 % zuz�glich eines Verzugszinses von 5 % ab wann rechtens zuzusprechen. Eventualiter sei die Sache an die IV-Stelle zur Durchf�hrung beruflicher Eingliederungsmassnahmen und zur psychiatrischen, neurologischen und neuropsychologischen Begutachtung zur�ckzuweisen. Die st�ndige Vertretung der Republik Z.________ sei als Nebenintervenientin beizuladen.
Die IV-Stelle beantragt die Abweisung der Beschwerde. Denselben Antrag stellt das Versicherungsgericht des Kantons Aargau. Das Bundesamt f�r Sozialversicherungen hat auf eine Vernehmlassung verzichtet.
Mit unaufgefordert eingereichter Eingabe vom 2. Februar 2012 verlangt C.________ die Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids wegen Befangenheit des Kammerpr�sidenten, Oberrichter Y._______.
Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (Art. 82 ff. BGG) kann wegen Rechtsverletzungen gem�ss den Art. 95 f. BGG erhoben werden. Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG), und kann eine - f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidende (vgl. Art. 97 Abs. 1 BGG) - Sachverhaltsfeststellung von Amtes wegen nur berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG). Im �brigen wendet es das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG) und ist folglich weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden (BGE 134 V 250 E. 1.2 S. 252 mit Hinweisen). Es pr�ft allerdings - unter Beachtung der allgemeinen Begr�ndungspflicht in Beschwerdeverfahren (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG) - nur die geltend gemachten R�gen, sofern die rechtlichen M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind, und ist nicht gehalten, wie eine erstinstanzliche Beh�rde alle sich stellenden Fragen zu untersuchen, auch wenn diese vor Bundesgericht nicht mehr aufgegriffen werden (BGE 133 II 249 E. 1.4.1 S. 254).
2.1 Im Sinne einer unabh�ngig vom anwendbaren Verfahrens- und Organisationsrecht geltenden und damit auch f�r das kantonale Versicherungsgericht nach Art. 57 ATSG ohne weiteres massgeblichen Minimalgarantie haben die Prozessparteien einen aus Art. 6 Ziff. 1 EMRK und Art. 30 Abs. 1 BV abgeleiteten Anspruch darauf, dass ihre Sache von einem unbefangenen, unvoreingenommenen und unparteiischen Gericht beurteilt wird. Es soll garantiert werden, dass keine sachfremden Umst�nde, welche ausserhalb des Prozesses liegen, in sachwidriger Weise zugunsten oder zulasten einer Partei auf das gerichtliche Urteil einwirken. Die Garantie des verfassungsm�ssigen Richters wird verletzt, wenn bei objektiver Betrachtung Gegebenheiten vorliegen, die den Anschein der Befangenheit oder die Gefahr der Voreingenommenheit zu begr�nden verm�gen (BGE 114 Ia 50 E. 3b und 3c S. 53 ff.; BGE 134 I 20 E. 4.2 S. 21; BGE 131 I 24 E. 1.1 S. 25, BGE 131 I 113 E. 3.4 S. 116, mit Hinweisen).
2.2 Die Beschwerdef�hrerin begehrt in ihrer Eingabe vom 2. Februar 2012 die Aufhebung des angefochtenen Entscheids, weil dort Oberrichter Y.________ mitgewirkt habe, welcher aufgrund der von ihm unterzeichneten Vernehmlassung des kantonalen Gerichts vom 18. Januar 2012 als befangen erscheine. Vor der F�llung des kantonalen Entscheids vom 8. September 2011 stellte sie kein Ausstandsbegehren gegen Oberrichter Y.________. Sie will nachtr�glich aufgrund einer Stellungnahme, die nach Entscheidf�llung erstattet wurde, auf eine Befangenheit schliessen. Jedoch kritisiert Oberrichter Y._______ als Kammerpr�sident lediglich die L�nge der Beschwerdeschrift ihres Rechtsvertreters, die vor dem angefochtenen Entscheid des Versicherungsgerichts vom 8. September 2011 noch gar nicht vorlag. Die Kritik an der L�nge der Beschwerdeeingabe vom 14. November 2011 ist berechtigt, die mit 58 Seiten unn�tig lang und weitschweifig ausgefallen ist. Ebenso wenig begr�ndet die Bemerkung des Kammerpr�sidenten �ber die Sprachkenntnisse der Beschwerdef�hrerin einen Ausstandsgrund wegen Befangenheit. Der Rechtsvertreter der Versicherten wird darauf hingewiesen, dass er insk�nftig bei Beschwerdeschriften, die wie die vorliegende zu einem wesentlichen Teil aus blossen Wiederholungen bereits vorgetragener Argumente und Sachverhaltsschilderungen bestehen, mit einer Zur�ckweisung derselben zur Verbesserung (Verk�rzung) rechnen muss. Bereits im Urteil 8C_106/2011 vom 1. Juni 2011 wurde in E. 3 vermerkt, dass die beim Bundesgericht eingereichte Beschwerdeschrift in weiten Teilen identisch sei mit jener vor kantonaler Instanz. Trotz dieses Hinweises hat es der Rechtsvertreter vers�umt, sich in der j�ngsten Eingabe der notwendigen K�rze (vgl. Art. 42 Abs. 2 BGG) zu befleissigen.
Die Beschwerdef�hrerin beantragt erstmals im vorliegenden Verfahren die Beiladung der st�ndigen Vertretung der Republik Z.________. Im vorinstanzlichen Beschwerdeverfahren war dies weder in der Beschwerdeschrift vom 11. Februar 2010, den weiteren Eingaben bei der Vorinstanz noch anl�sslich der m�ndlichen Verhandlung vom 8. September 2011 der Fall. Gem�ss Art. 99 BGG sind neue Tatsachen und Beweismittel nur soweit zul�ssig, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt. Neue Begehren sind nicht zul�ssig. Die Beschwerdef�hrerin leitet ihr Begehren daraus ab, dass das Freiz�gigkeitsabkommen (FZA; SR 0.142.112.681) verletzt sei, weil ihr hinsichtlich des Valideneinkommens nicht der Verdienst einer Grundschullehrerin (oder Kinderg�rtnerin) zugestanden werde. Die Frage der H�he des Einkommens im erwerblichen Bereich war jedoch bereits Gegenstand der Verf�gung vom 8. Januar 2010. Wenn die Beschwerdef�hrerin daher ein Begehren um Beiladung der st�ndigen Vertretung der Republik Z.________ h�tte stellen wollen, so w�re ihr dies schon im vorinstanzlichen Verfahren m�glich gewesen. Auf dieses neue Vorbringen ist daher schon gest�tzt auf Art. 99 BGG nicht einzutreten. Eine Beiladung eines einzelnen Mitgliedstaates der Europ�ischen Union ist auch weder im FZA noch in der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 (SR 0.831.109.268.1) vorgesehen. Vielmehr haben die schweizerischen Gerichte selbstst�ndig �ber die Vertragsauslegung zu entscheiden (Tobias Jaag/Magda Zihlmann, Institutionen und Verfahren, in: Daniel Th�rer/Rolf H. Weber/Wolfgang Portmann/Andreas Kellerhals [Hrsg.], Bilaterale Vertr�ge I & II Schweiz-EU, Z�rich/Basel/Genf 2007 N. 29 S. 79). Daher k�nnte die st�ndige Vertretung der Republik Z.________ auch nicht im vorliegenden Beschwerdeverfahren beigeladen werden, selbst wenn der entsprechende Antrag rechtzeitig gestellt worden w�re. �berdies ist keine Verletzung von Art. 8 FZA resp. Art. 45 der Verordnung 1408/71 gegeben, da es bei der Bestimmung des Valideneinkommens gar nicht um die Ber�cksichtigung der zur�ckgelegten Versicherungszeiten geht, sondern um die Bestimmung des hypothetischen Einkommens im Gesundheitsfall, wie weiter unten in E. 7 dargelegt wird.
4.1 Ob eine versicherte Person als ganzt�gig oder zeitweilig erwerbst�tig oder als nichterwerbst�tig einzustufen ist, ergibt sich aus der Pr�fung, was sie bei im �brigen unver�nderten Umst�nden t�te, wenn keine gesundheitliche Beeintr�chtigung best�nde. Entscheidend ist somit nicht, welches Ausmass der Erwerbst�tigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden k�nnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch erwerbst�tig w�re (BGE 133 V 504 E. 3.3 S. 507; Urteil 9C_49/2008 vom 28. Juli 2008 E. 3.3; je mit Hinweisen). Bei im Haushalt t�tigen Versicherten im Besonderen sind die pers�nlichen, famili�ren, sozialen und erwerblichen Verh�ltnisse ebenso wie allf�llige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegen�ber Kindern, das Alter, die beruflichen F�higkeiten und die Ausbildung sowie die pers�nlichen Neigungen und Begabungen zu ber�cksichtigen. Die Statusfrage beurteilt sich praxisgem�ss nach den Verh�ltnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverf�gung entwickelt haben, wobei f�r die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausge�bten (Teil-)Erwerbst�tigkeit der im Sozialversicherungsrecht �bliche Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 130 V 393 E. 3.3 S. 396; 125 V 146 E. 2c S. 150 mit Hinweisen).
4.2 Die Invalidit�t bestimmt sich in der Folge dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufgabenbereich ein Bet�tigungsvergleich vorgenommen wird (vgl. Art. 28a Abs. 1 und 2 IVG sowie, je in der bis am 31. Dezember 2007 g�ltigen Fassung, Art. 28 Abs. 2 und 2bis IVG). Bei Teilerwerbst�tigkeit ergibt sich die Invalidit�t unter Anwendung der gemischten Methode aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittelten und gewichteten Teilinvalidit�ten (vgl. Art. 28a Abs. 3 IVG sowie Art. 28 Abs. 2ter IVG in der bis am 31. Dezember 2007 g�ltigen Fassung; BGE 130 V 396 E. 3.3 S. 396).
4.3 Nach Auffassung der Beschwerdegegnerin wie auch des kantonalen Gerichts ist die Versicherte im Gesundheitsfall zu 50 % erwerbst�tig und zu 50 % im Aufgabenbereich t�tig zu qualifizieren; folglich haben sie den Invalidit�tsgrad nach der gemischten Methode ermittelt. Die Beschwerdef�hrerin macht demgegen�ber sinngem�ss geltend, sie w�re im Gesundheitsfall zu 100 % erwerbst�tig.
4.4 Die auf eine W�rdigung konkreter Umst�nde gest�tzte Festsetzung des hypothetischen Umfanges der Erwerbst�tigkeit ist eine Tatfrage, welche das Bundesgericht nur in den genannten Schranken (E. 1) �berpr�ft. Eine Rechtsfrage l�ge nur vor, wenn die Festlegung des Umfangs der Erwerbst�tigkeit im Gesundheitsfall ausschliesslich gest�tzt auf die allgemeine Lebenserfahrung erfolgt w�re (Urteile I 708/06 vom 23. November 2006 E. 3.2 sowie 9C_686/2008 vom 4. November 2008 E. 4.1 und 9C_709/2009 vom 14. Dezember 2009 E. 3.2).
4.5 Die Vorinstanz legte plausibel dar, dass die Beschwerdef�hrerin im Gesundheitsfall nicht zu 100 %, sondern zu 50 % erwerbst�tig w�re. So war sie bereits am 5. Januar 2001 - also noch vor dem von ihr selber geltend gemachten Rentenbeginn - Mutter einer Tochter geworden. Auch vor dem Unfall vom 4. M�rz 2000 war sie nie zu 100 % erwerbst�tig gewesen. Die von Verwaltung und Vorinstanz vertretene Annahme einer 50%igen Erwerbst�tigkeit im Gesundheitsfall ist daher begr�ndet und nachvollziehbar, zumal die Versicherte im Jahr 2007 ein zweites Kind gebar. Daran �ndert auch der Umstand nichts, dass gem�ss dem - von der Beschwerdef�hrerin erst nach Entscheidf�llung der Vorinstanz begr�ndet eingereichten und von dieser somit nicht mehr zu ber�cksichtigenden - Entscheid des Bezirksgerichts Aarau (vom 20. Oktober 2010) ihr Ehemann auch im Haushalt t�tig gewesen sei. Einerseits schliesst die T�tigkeit des Ehemannes im Haushalt deren eigene T�tigkeit im Aufgabenbereich nicht aus. Andererseits betrafen die �berlegungen des Bezirksgerichts Aarau hiezu einen Zeitraum vor dem 4. M�rz 2000 und bezogen sich somit auf den damals vorhanden Zweipersonenhaushalt.
4.6 In Bezug auf die Statusfrage macht die Beschwerdef�hrerin eine Verletzung von Art. 6 EMRK geltend und beruft sich dabei auf das Urteil des EGMR i.S. Schuler-Zgraggen gegen die Schweiz vom 24. Juni 1993, EuGRZ 1996 S. 604 Ziff. 61 ff.. Zutreffend ist, dass eine erwerbst�tig gewesene Versicherte nach der Geburt ihres ersten Kindes nicht neu als Hausfrau eingestuft werden kann mit der einzigen Begr�ndung, nach der allgemeinen Lebenserfahrung w�rden zahlreiche Frauen ihre Erwerbst�tigkeit unterbrechen, solange die Kinder noch umfassende Pflege und Erziehung ben�tigen (Ulrich Meyer, Bundesgesetz �ber die Invalidenversicherung [IVG], 2. Aufl., 2010, S. 52, 289 und 376; vgl. auch Urteile I 554/05 vom 3. Januar 2006 E. 3.2.2 und I 15/99 vom 17. Januar 2001 E. 3c). Bei diesem Einwand verkennt sie jedoch, dass bei ihr - nicht wie beim Urteil Schuler-Zgraggen - keine 100%ige T�tigkeit im Aufgabenbereich aufgrund des Argumentes, wonach M�tter gewordene Frauen ihre Erwerbst�tigkeit aufgeben, angenommen wurde. Denn bei ihr wurde lediglich von einer 50%igen T�tigkeit im Aufgabenbereich ausgegangen und dies auch sachlich begr�ndet. Im �brigen ist bez�glich EMRK-Konformit�t der gemischten Methode auf das Urteil BGE 137 V 334 E. 6 S. 346 ff. zu verweisen. Die Vorinstanz wendete diese somit zutreffend und richtig an.
5.1 Die klinisch-neurologische Untersuchung der Beschwerdef�hrerin ergab im Gutachten der Klinik X.________, das von Dr. med. J.________, Neurologie FMH und Facharzt f�r Physikalische Medizin und Rehabilitation FMH, Dr. med. W.________, Facharzt FMH Rheumatologie, Innere Medizin, Physikalische Medizin und Rehabilitation und von Frau Dr. phil. G.________, Fachpsychologin f�r Neuropsychologie FSB, am 15. April 2009 erstellt wurde, Normalbefunde. Auch aus rheumatologischer Sicht konnte keine organisch klar zurechenbare Diagnose gestellt werden. Die Gutachter der Klinik X.________ vermerkten vielmehr explizit, dass aktuell kein rheumatologisches oder neurologisches Leiden vorliege. Offensichtlich einzig bedingt durch die im Gutachten des Dr. med. H.________ vom 30. Dezember 2008, festgehaltenen psychosomatischen Einschr�nkungen erkannten die Experten der Klinik X.________ darauf, dass keine Arbeitsf�higkeit gegeben sei. Im Rahmen der testpsychologischen Untersuchung ermittelte Frau Dr. phil. G.________ zwar ein gegen�ber der gesunden Normpopulation leicht unterdurchschnittliches Leistungsniveau. Im psychiatrischen Gutachten des Dr. med. H.________ fehlt aber insbesondere eine Auseinandersetzung dar�ber, ob die von der Beschwerdef�hrerin geklagten Beschwerden �berhaupt invalidenversicherungsrechtlich relevant sind. Schon im vertrauens�rztlichen Aktengutachten des Dr. med. S.________, Spezialarzt FMH f�r Innere Medizin, zuhanden der Generali Versicherungen, wurde auf die komplexe psychosoziale �berlastungssituation hingewiesen. Auch die Gutachter der Klinik X.________ betonten die ausgepr�gte psychosoziale Belastungssituation. Im Gespr�ch, beim An- und Ausziehen sowie auch beim Bewegungsablauf in scheinbar unbeobachteten Momenten habe die Versicherte keine Auff�lligkeiten gezeigt. Die Experten schilderten dabei Inkonsistenzen im Rahmen der Untersuchung, indem verschiedene geklagte Beschwerden organisch-anatomisch resp. vom pathophysiologischen Standpunkt aus nicht nachvollziehbar seien. Best�tigt finde sich das Ganze schliesslich bei der Durchf�hrung von sogenannten Scheinman�vern (Rotation des Oberk�rpers bei gehaltenem Becken) und in einem zweiten Fall Rotation des Beckens bei gleichzeitiger Fixierung des Oberk�rpers; in beiden F�llen habe die Beschwerdef�hrerin �ber massive lumbale Beschwerden berichtet, was letztlich beim zweiten Man�ver (sogenanntes Scheinman�ver) nicht nachvollziehbar sei. Ebenso wird eine Symptomausweitung festgehalten.
5.2 Mit diesen Ungereimtheiten und Auff�lligkeiten im Rahmen der klinischen Exploration befasste sich der psychiatrische Gutachter Dr. med. H.________ nicht. Ihm waren im Zeitpunkt der Ablieferung seiner Gutachtens am 30. Dezember 2008 m�glicherweise die Ergebnisse des erst am 15. April 2009 fertig gestellten Gutachtens der Klinik X.________ noch gar nicht bekannt. Jedenfalls nahm Dr. med. H.________ auf die Ergebnisse der somatischen Exploration, die vom 1. bis 3. September 2008 gedauert hatte, nicht Bezug. Vielmehr stellte er in seiner Begutachtung offensichtlich prim�r auf die Beschwerdeschilderung der Versicherten ab, wobei er daraus schloss, dass aus rein psychiatrischer-psychotherapeutischer Sicht davon auszugehen sei, dass sie mit einer zumutbaren Willensanstrengung in der Lage w�re, zu 50 % ihre Haushaltst�tigkeit zu verrichten und, w�re sie ohne Kinder, einer 25%igen leichten stundenweisen T�tigkeit ausser Haus nachzugehen. Obwohl die Diagnose einer anhaltenden somatoformen Schmerzst�rung gestellt wurde, fehlt auch jegliche Auseinandersetzung mit den Kriterien gem�ss BGE 130 V 352 E. 2.2.3. S. 353 f.. Die bei den Akten der Beschwerdegegnerin liegenden Exemplare des Gutachtens sind zudem nicht unterzeichnet. Dar�ber hinaus teilte Dr. med. H.________ seine sp�teren Einsch�tzungen der Arbeitsf�higkeit im Haushaltsbereich direkt dem Rechtsvertreter der Beschwerdef�hrerin am 20. Oktober 2009 (unvollst�ndig, nur erste Seite vorhanden) und am 15. Januar 2010 (recte wohl 2011) mit.
5.3 Die Vorinstanz erachtete bei der Beurteilung der Arbeitsf�higkeit im Erwerbsbereich die Gutachten der Klinik X.________ und des Dr. med. H.________ als beweiskr�ftig. Hinsichtlich der somatischen Aspekte, wonach aus rheumatologischer und neurologischer Sicht die Arbeitsf�higkeit nicht eingeschr�nkt sei, kann ihr vollumf�nglich gefolgt werden. Ob indessen mit Blick auf die psychischen Leiden und ihre Auswirkungen auf die Arbeitsf�higkeit in Beachtung der bundesrechtlichen Anforderungen an beweiskr�ftige medizinische Berichte und Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3a S. 352 mit Hinweis) nach dem Dargelegten (E. 5.2.) ebenso dem psychiatrischen Gutachten des Dr. med. H.________ Beweiskraft beigemessen und auf seine Feststellung der Arbeitsf�higkeit abgestellt werden darf, ist zumindest fraglich, kann aber offen gelassen werden. Denn die Schlussfolgerung einer 75%igen Arbeitsunf�higkeit (aufgrund der diagnostizierten anhaltenden somatoformen Schmerzst�rung, generalisierten Angstst�rung, Dysthymie, rezidivierenden depressiven Episoden leichten bis mittleren Grades sowie der kombinierten Pers�nlichkeitsst�rung vom �ngstlich vermeidenden, abh�ngigen, unreifen Typ), ist jedenfalls als wohlwollende Sch�tzung der gesundheitsbedingten Arbeitsunf�higkeit im Erwerbsbereich zu bezeichnen.
6.1 Bez�glich der Einschr�nkung im Haushaltsbereich, wendet die Beschwerdef�hrerin ein, das kantonale Gericht habe zu Unrecht auf den Abkl�rungsbericht vom 30. Juni 2009 abgestellt, woraus sich lediglich eine Einschr�nkung von 9 % erg�be. Es sei vielmehr auch diesbez�glich den Darlegungen im Gutachten des Dr. med. H._______ zu folgen, wonach eine psychisch bedingte Beeintr�chtigung von 50 % bestehe.
6.2 Die von einer qualifizierten Person durchgef�hrte Abkl�rung vor Ort (nach Massgabe des Art. 69 Abs. 2 IVV; vgl. auch Rz. 3084 ff. des Kreisschreibens des BSV �ber Invalidit�t und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung [KSIH; in der ab 1. Januar 2011 geltenden Fassung]) stellt f�r gew�hnlich die geeignete und gen�gende Vorkehr zur Bestimmung der gesundheitlichen Einschr�nkung im Haushalt dar (Urteil 9C_201/2011 vom 5. September 2011 E. 2). Hinsichtlich des Beweiswertes der entsprechenden Berichterstattung ist wesentlich, dass sie durch eine qualifizierte Person erfolgt, welche Kenntnis der �rtlichen und r�umlichen Verh�ltnisse sowie der aus den medizinischen Diagnosen sich ergebenden Beeintr�chtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Angaben der versicherten Person zu ber�cksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, begr�ndet und angemessen detailliert bez�glich der einzelnen Einschr�nkungen sein sowie in �bereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen (Urteil I 90/02 vom 30. Dezember 2002 E. 2.3.2, nicht publ. in: BGE 129 V 67, aber in: AHI 2003 S. 215). Rechtsprechungsgem�ss bedarf es des Beizugs einer �rztlichen Fachperson, die sich zu den einzelnen Positionen der Haushaltf�hrung unter dem Gesichtswinkel der Zumutbarkeit zu �ussern hat, nur in Ausnahmef�llen, namentlich bei unglaubw�rdigen Angaben der versicherten Person, die im Widerspruch zu den �rztlichen Befunden stehen (Urteile I 249/04 vom 6. September 2004 E. 5.1.1, in: SVR 2005 IV Nr. 21 S. 81, I 311/03 vom 22. Dezember 2003 E. 5.3, in: AHI 2004 S. 137, und I 99/00 vom 26. Oktober 2000 E. 3c, in: AHI 2001 S. 158). Zwar grosse H�rte ist der Abkl�rungsbericht seiner Natur nach in erster Linie auf die Ermittlung des Ausmasses physisch bedingter Beeintr�chtigungen zugeschnitten, weshalb seine grunds�tzliche Massgeblichkeit unter Umst�nden Einschr�nkungen erfahren kann, wenn die versicherte Person an psychischen Beschwerden leidet. Prinzipiell jedoch stellt er auch dann eine beweistaugliche Grundlage dar, wenn es um die Bemessung einer psychisch bedingten Invalidit�t geht, d.h. wenn die Beurteilung psychischer Erkrankungen im Vordergrund steht. Widersprechen sich die Ergebnisse der Abkl�rung vor Ort und die fachmedizinischen Feststellungen zur F�higkeit der versicherten Person, ihre gewohnten Aufgaben zu erf�llen, ist aber in der Regel den �rztlichen Stellungnahmen mehr Gewicht einzur�umen als dem Bericht �ber die Haushaltabkl�rung. Dies ergibt sich aus dem Umstand, dass der zur Abkl�rung der Invalidit�t im Haushalt ausgearbeitete Fragebogen vorwiegend f�r die Beurteilung der Invalidit�t infolge k�rperlicher Gebrechen ausgerichtet ist.
6.3 Diese prinzipielle Gewichtung kommt indessen vorliegend nicht zum Tragen, da die faktischen Gegebenheiten der nicht weiter differenzierten, medizinisch-theoretischen Einsch�tzung des Dr. med. H.________, wonach die Versicherte aufgrund ihrer Symptomatik im Haushalt zu 50 % eingeschr�nkt sei, widersprechen. Seit �ber 10 Jahren f�hren die Versicherte und ihr Ehemann den Haushalt gemeinsam ohne Fremdhilfe. Dies deckt sich �berdies insofern mit den Angaben des Dr. med. H.________, als auch dieser festhielt, dass sich die Eheleute gegenseitig unterst�tzen und helfen w�rden und der Versicherten, sofern ihr Ehemann einer ausserh�uslichen T�tigkeit nachgehen w�rde, was er nicht k�nne, die Haushaltsf�hrung nicht g�nzlich alleine zumutbar w�re. In Ber�cksichtigung dieser gelebten Wirklichkeit sowie der im Rahmen der Schadenminderungspflicht gebotenen und zumutbaren Mithilfe Familienangeh�riger, die weiter geht als die ohne Gesundheitssch�digung �blicherweise zu erwartende Unterst�tzung (BGE 133 V 504 E. 4.2 S. 509 f. mit Hinweisen), ist nicht zu beanstanden, dass das kantonale Gericht dem Abkl�rungsbericht vom 30. Juni 2009, welcher unter Ber�cksichtigung der Mithilfe des Ehemannes und der M�glichkeit der freien Arbeitsorganisation eine gesundheitsbedingten Einschr�nkung im Haushalt von 9 % ausweist, Beweiskraft beigemessen hat. �berdies hat es nachvollziehbar dargelegt, weshalb nicht auf den Bericht der Ergotax Haushaltsbewertungen vom 1. Dezember 2003 abgestellt werden kann. Die Kritik der Beschwerdef�hrerin an einzelnen Positionen des Abkl�rungsberichts Haushalt 30. Juni 2009 betrifft sodann die Sachverhaltsfeststellung. Dass diese offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG), ist nicht ersichtlich und wird von der Beschwerdef�hrerin auch nicht dargelegt. Vielmehr nimmt sie in ihren diesbez�glichen Ausf�hrungen, die zu weiten Teilen sogar w�rtlich aus ihrer vorinstanzlichen Beschwerdeschrift vom 11. Februar 2010 �bernommen werden, eine unzul�ssige, rein appellatorische Kritik am Entscheid der Vorinstanz vor. Die vorinstanzliche Beweisw�rdigung und Sachverhaltsfeststellung betreffend die Arbeitsf�higkeit sind demnach nicht offensichtlich unrichtig und beruhen auch nicht auf einer Rechtsverletzung. Sie bleiben daher f�r das Bundesgericht verbindlich (E. 1). Bei dieser Ausgangslage hat das kantonale Gericht zu Recht von weiteren medizinischen Abkl�rungen abgesehen, da hievon keine neuen Erkenntnisse zu erwarten waren (antizipierte Beweisw�rdigung; BGE 134 I 140 E. 5.3 S. 148).
7.1 Mit Blick auf den erwerblichen Bereich ist f�r die Ermittlung des Valideneinkommens rechtsprechungsgem�ss entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des fr�hestm�glichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tats�chlich verdienen w�rde, und nicht, was sie bestenfalls verdienen k�nnte. In der Regel ist am zuletzt erzielten, n�tigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst anzukn�pfen, da es der Erfahrung entspricht, dass die bisherige T�tigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden w�re, wohingegen Ausnahmen mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein m�ssen (BGE 134 V 322 E. 4.1 S. 325 f. sowie das Urteil 8C_501/2011 vom 1. M�rz 2012 E. 4.6.1).
7.2 Die Beschwerdef�hrerin kritisiert in diesem Zusammenhang den vorgenommenen Einkommensvergleich insofern, als die Vorinstanz beim Valideneinkommen nicht das Gehalt einer Lehrerin ber�cksichtigte, sondern das statistische Einkommen einer im Sektor "Pers�nliche Dienstleistungen" t�tige, einfache und repetitive T�tigkeiten aus�bende Arbeitnehmerin nach der vom Bundesamt f�r Statistik periodisch herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2000 (Fr. 2'961-; Tabelle TA1, S. 31, Anforderungsniveau 4) zu Grunde legte. Die Ausf�hrungen der Vorinstanz zur Ermittlung des Valideneinkommens sind jedoch zutreffend, worauf verwiesen wird. Tats�chlich hat die Versicherte nie in der Schweiz als Lehrerin gearbeitet, weshalb es nicht in Frage kommen kann, dass nun ein Gehalt als Lehrerin als massgebliches Valideneinkommen Ber�cksichtigung zu finden h�tte. Es ist auch nicht �berwiegend wahrscheinlich, dass die Beschwerdef�hrerin in einem sp�teren Zeitpunkt als Lehrerin in der Schweiz t�tig geworden w�re. Vielmehr hatte sie im Zeitpunkt des Unfallereignisses, von welchem sie selber ihre Invalidit�t ableitet, keine Arbeitsstelle innegehabt; sie war arbeitslos. Unter Ber�cksichtigung des Umstandes, dass der Umgang mit den Zahlen in der massgebenden Tabelle der Lohnstrukturerhebung (LSE) eine Tatfrage darstellt (BGE 132 V 393 E. 3.3 S. 399; SVR 2009 IV Nr. 34 S. 95, 9C_24/2009 E. 1.2), liegt keine rechtsfehlerhafte Sachverhaltsermittlung vor, wenn die Vorinstanz aufgrund der tats�chlichen T�tigkeit der Beschwerdef�hrerin in der Schweiz als Haush�lterin/Kinderbetreuerin f�r die Ermittlung des Valideneinkommens auf die LSE-Tabelle 2000 (TA1, Position 93, Anforderungsniveau 4), abstellte. Im Quantitativen wird diese Berechnung nicht ger�gt, so dass das Valideneinkommen f�r das Jahr 2001 als Zeitpunkt des mutmasslichen Rentenbeginns bei einem 50 %-Pensum auf Fr. 19'168.25 zu beziffern ist.
7.3 Die vorinstanzliche Festsetzung des Invalideneinkommens anhand des Totalwertes der LSE-Tabelle 2000 (TA1, Anforderungsniveau 4) auf Fr. 11'725.90 ist unbestritten geblieben und gibt zu keinen Weiterungen Anlass. Damit hat es mit dem vorinstanzlich ermittelten, rentenausschliessenden Invalidit�tsgrad von 24 % (gewichtete Invalidit�t im Erwerbsbereich: 19,5 % [Erwerbsanteil 50 %; Einschr�nkung 39 %]; gewichtete Invalidit�t im Haushaltsbereich 4,5 % [Haushaltsanteil 50 %; Einschr�nkung 9 %]) sein Bewenden.
Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die Gerichtskosten der Beschwerdef�hrerin aufzuerlegen (Art. 65 Abs. 4 lit. a und Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG).