Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%202008,%201793
Timestamp: 2017-06-29 03:53:20
Document Index: 255209502

Matched Legal Cases: ['Art. 2', 'BGH', 'Art. 53', 'EuG', 'BGH', 'Art. 5', '§ 22', 'Art. 10', 'EGMR', '§ 29', '§ 59', 'EGMR', 'Art. 8', 'EGMR', '§ 37', 'Art. 5', 'Art. 10', 'EGMR', '§ 40', '§ 82', 'EGMR', 'EGMR', '§ 27', '§ 55', 'EGMR', '§ 40', '§ 82', 'BGH', 'BGH', '§ 22', 'BGH', '§ 22', 'EGMR', 'EGMR', 'EGMR', 'EGMR', '§ 27', '§ 57', 'EGMR', 'EGMR', '§ 29', 'EGMR', 'BGH', 'EGMR', '§ 22', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art 5', 'BGH', '§ 23']

Rechtsprechung BVerfG, 26.02.2008 - 1 BvR 1602/07, 1 BvR 1606/07 und 1 BvR 1626/07 Volltextveröffentlichungen (16)
Art. 2, 5 GGVeröffentlichung von Bildern prominenter Personen
Wird zitiert von ... (192) BVerfG, 27.01.2015 - 1 BvR 471/10 Ein pauschales Kopftuchverbot für Lehrkräfte in öffentlichen Schulen ist mit der …(1) Innerhalb der deutschen Rechtsordnung stehen die Europäische Menschenrechtskonvention und ihre Zusatzprotokolle - soweit sie für die Bundesrepublik Deutschland in Kraft getreten sind - im Range eines Bundesgesetzes (vgl. BVerfGE 74, 358 ; 120, 180 ; 128, 326 ).
BGH, 23.06.2009 - VI ZR 196/08 Lehrerbewertungen im InternetEs besteht der Grundsatz des freien Meinungsaustauschs nicht nur für Themen, die von besonderem Belang für die Öffentlichkeit sind (vgl. BVerfGE 20, 56, 97 ; 20, 162, 177; BVerfG NJW 2008, 1793, 1797).
BVerfG, 04.05.2011 - 2 BvR 2365/09 Regelungen zur Sicherungsverwahrung verfassungswidrigSoweit verfassungsrechtlich entsprechende Auslegungsspielräume eröffnet sind, versucht das Bundesverfassungsgericht wegen des Grundsatzes der Völkerrechtsfreundlichkeit des Grundgesetzes, Konventionsverstöße zu vermeiden (vgl. BVerfGE 74, 358 ; 83, 119 ; 111, 307 ; 120, 180 ; BVerfGK 3, 4 ; 9, 174 ; 10, 66 ; 10, 234 ; 11, 153 ).Der Konventionstext und die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte dienen nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts auf der Ebene des Verfassungsrechts als Auslegungshilfen für die Bestimmung von Inhalt und Reichweite von Grundrechten und rechtsstaatlichen Grundsätzen des Grundgesetzes, sofern dies nicht zu einer - von der Konvention selbst nicht gewollten (vgl. Art. 53 EMRK) - Einschränkung oder Minderung des Grundrechtsschutzes nach dem Grundgesetz führt (vgl. BVerfGE 74, 358 ; 83, 119 ; 111, 307 ; 120, 180 ; BVerfGK 3, 4 ; 9, 174 ; 10, 66 ; 10, 234 ; 11, 153 ; 12, 37 ;… BVerfG, Beschluss der 3. Kammer des Zweiten Senats vom 20. Dezember 2000 - 2 BvR 591/00 -, NJW 2001, S. 2245 ff.;… Beschluss der 2. Kammer des Ersten Senats vom 21. November 2002 - 1 BvR 1965/02 -, NJW 2003, S. 344 ;… Beschluss der 3. Kammer des Ersten Senats vom 2. Juli 2008 - 1 BvR 3006/07 -, NJW 2008, S. 2978 ;… Beschluss der 2. Kammer des Ersten Senats vom 18. Dezember 2008 - 1 BvR 2604/06 -, NJW 2009, S. 1133 f.;… Beschluss der 2. Kammer des Zweiten Senats vom 4. Februar 2010 - 2 BvR 2307/06 -, EuGRZ 2010, S. 145 ).
BGH, 01.07.2008 - VI ZR 67/08 Prinzessin Caroline unterliegt im Streit um Fotoveröffentlichung // …Das Berufungsurteil hält nach den Grundsätzen der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 26. Februar 2008 (- 1 BvR 1606/07 u.a. - NJW 2008, 1793 ff.) revisionsrechtlicher Überprüfung im Ergebnis stand.Verfassungsrechtliche Beanstandungen haben sich insoweit nicht ergeben (vgl. BVerfG, Beschluss vom 26. Februar 2008 - 1 BvR 1606/07 u.a. - NJW 2008, 1793 ff.).Schranken sind neben den Grundrechten wie Art. 5 Abs. 1 GG insbesondere die Vorschriften über die Veröffentlichung fotografischer Abbildungen von Personen in §§ 22 ff. KUG mit dem erwähnten abgestuften Schutzkonzept, das sowohl dem Schutzbedürfnis der abgebildeten Person wie den von den Medien wahrgenommenen Informationsinteressen der Allgemeinheit Rechnung trägt (vgl. BVerfG, BVerfGE 35, 202, 224 f.; 101, 361, 387; Beschluss vom 26. Februar 2008 - 1 BvR 1606/07 u.a. - aaO, 1795).Der Schutz des Art. 10 Abs. 1 EMRK schließt insbesondere auch die Veröffentlichung von Fotoaufnahmen zur Bebilderung der Medienberichterstattung ein (vgl. BVerfG, Beschluss vom 26. Februar 2008 - 1 BvR 1606/07 u.a. - aaO, 1795; EGMR, Urteile vom 14. Dezember 2006, Beschwerde-Nr. 10520/02, Verlagsgruppe News GmbH gegen Österreich Nr. 2, § 29;… vom 24. Juni 2004, Beschwerde-Nr. 59320/00, von Hannover gegen Deutschland, § 59, aaO, 2649).Über die Zulässigkeit von Beschränkungen dieses Rechts durch Maßnahmen der staatlichen Gerichte zum Schutz des Privatlebens des Abgebildeten ist nach der Rechtsprechung des EGMR gleichfalls im Wege einer Abwägung mit dem in Art. 8 EMRK verbürgten Anspruch auf Achtung des Privatlebens zu entscheiden (vgl. BVerfG, Beschluss vom 26. Februar 2008 - 1 BvR 1606/07 u.a. - aaO, 1795; EGMR, Urteil vom 17. Oktober 2006, Beschwerde-Nr. 71678/01, Gourguenidze gegen Georgien, § 37 f. m.w.N.).Bei der Abwägung mit kollidierenden Rechtsgütern unter Berücksichtigung der von Art. 5 Abs. 1 GG verbürgten Vermutung für die Zulässigkeit einer Berichterstattung der Presse, die zur Bildung der öffentlichen Meinung beitragen soll (vgl. BVerfGE 20, 162, 177; Beschluss vom 26. Februar 2008 - 1 BvR 1606/07 u.a. - aaO, 1796), ist der von Art. 10 Abs. 1 EMRK verbürgten Äußerungsfreiheit ein besonderes Gewicht dort beizumessen, wo die Berichterstattung der Presse einen Beitrag zu Fragen von allgemeinem Interesse leistet (vgl. BVerfG, Beschluss vom 26. Februar 2008 - 1 BvR 1606/07 u.a. - aaO, 1796; EGMR, Urteil vom 16. November 2004, Beschwerde-Nr. 53678/00, Karhuvaara und Iltalehti gegen Finnland, § 40; Urteil vom 1. März 2007, Beschwerde-Nr. 510/04, Tønsbergs Blad u.a. gegen Norwegen, § 82).Wie das Bundesverfassungsgericht in seinem Beschluss vom 26. Februar 2008 (- 1 BvR 1606/07 u.a. - aaO, 1796) dargelegt hat, können prominente Personen der Allgemeinheit Möglichkeiten der Orientierung bei eigenen Lebensentwürfen bieten sowie Leitbild- oder Kontrastfunktionen erfüllen.Insoweit hat das BVerfG (Beschluss vom 26. Februar 2008 - 1 BvR 1606/07 u.a. - aaO, 1796) hervorgehoben, dass das Selbstbestimmungsrecht der Presse nicht auch die Entscheidung erfasst, wie das Informationsinteresse zu gewichten ist, sondern diese Gewichtung zum Zweck der Abwägung mit gegenläufigen Interessen der Betroffenen vielmehr im Fall eines Rechtsstreits den Gerichten obliegt.a) Diese Grundsätze sind auf die Klägerin anzuwenden, da sie, wie das Bundesverfassungsgericht in seinem Beschluss vom 26. Februar 2008 (- 1 BvR 1606/07 u.a. - aaO, 1800) ausgeführt hat, auch nach der Einschätzung des EGMR als Person des öffentlichen Interesses anzusehen ist ("personnage public / public figure" in Abgrenzung zur "personnalité politique / politician" einerseits und "personne ordinaire / ordinary person" andererseits, vgl. EGMR, Urteile vom 11. Januar 2005, Beschwerde-Nr. 50774/99, Sciacca gegen Italien, §§ 27 ff.; vom 17. Oktober 2006 - Beschwerde-Nr. 71678/01, Gourguenidze gegen Georgien, § 55).Wie das Bundesverfassungsgericht (Beschluss vom 26. Februar 2008 - 1 BvR 1606/07 - aaO, 1800 f.) dargelegt hat, kann die geschilderte Verhaltensweise in einer demokratischen Gesellschaft Anlass zu einer die Allgemeinheit interessierenden Sachdebatte geben und es grundsätzlich auch rechtfertigen, den in dem Beitrag erwähnten prominenten Vermieter des Anwesens und die Klägerin als seine Ehefrau in einem kontextgerechten Bild darzustellen.Insoweit reicht bereits die Möglichkeit aus, dass der Beitrag der Meinungsbildung zu Fragen von allgemeinem Interesse dienen kann (vgl. BVerfG, Beschluss vom 26. Februar 2008, aaO; EGMR, Urteile vom 16. November 2004, Beschwerde-Nr. 53678/00, Karhuvaara und Iltalehti gegen Finnland, § 40; vom 1. März 2007, Beschwerde-Nr. 510/04, Tønsbergs Blad u.a. gegen Norwegen, § 82).Dies gilt nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts (vgl. BVerfG, Beschluss vom 26. Februar 2008 - 1 BvR 1606/07 u.a. - aaO, 1796 f.), auch dann, wenn die Aufnahme aus anderem Anlass entstanden ist.
BGH, 13.10.2015 - VI ZR 271/14 Anspruch auf Löschung intimer Bilder nach BeziehungsendeSo sind mit dem Fortschritt der Aufnahmetechniken wachsende Möglichkeiten der Gefährdung von Persönlichkeitsrechten verbunden (vgl. BVerfGE 101, 361, 381; 120, 180, 198).
BGH, 14.05.2013 - VI ZR 269/12 Autocompletebb) Es bedarf aber wegen der Eigenart des Persönlichkeitsrechts als eines Rahmenrechts einer Abwägung der widerstreitenden grundrechtlich geschützten Belange, bei der die besonderen Umstände des Einzelfalles sowie die betroffenen Grundrechte und Gewährleistungen der Europäischen Menschenrechtskonvention interpretationsleitend zu berücksichtigen sind (vgl. Senatsurteile vom 9. Dezember 2003 - VI ZR 373/02, VersR 2004, 522, 523;… vom 11. März 2008 - VI ZR 189/06, VersR 2008, 695 Rn. 13 und - VI ZR 7/07, VersR 2008, 793 Rn. 12;… vom 3. Februar 2009 - VI ZR 36/07, VersR 2009, 555 Rn. 17;… vom 22. September 2009 - VI ZR 19/08, VersR 2009, 1545 Rn. 16;… vom 20. April 2010 - VI ZR 245/08, NJW 2010, 2728 Rn. 12; BVerfGE 114, 339, 348 mwN; 120, 180, 200 f.;… BVerfG, NJW 2009, 3357 Rn. 17;… AfP 2009, 480 Rn. 61).
BVerfG, 04.11.2009 - 1 BvR 2150/08 Zum Strafverbot der Legitimation der NS-WillkürherrschaftAllgemeine Gesetze seien alle Gesetze, die nicht eine Meinung als solche verböten, sondern dem Schutz eines ohne Rücksicht auf eine bestimmte Meinung zu schützenden Rechtsguts dienten, das in der Rechtsordnung allgemein und unabhängig davon geschützt sei, ob es durch Meinungsäußerungen oder auf andere Weise verletzt werden könne (Verweis auf BVerfGE 7, 198 ; 111, 147 ; 120, 180 ).
BAG, 11.12.2014 - 8 AZR 1010/13 Videoaufnahme eines Arbeitnehmers - Veröffentlichung - UnterlassungsanspruchDas Bundesverfassungsgericht hat es ausdrücklich als verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden bezeichnet, dass der Bundesgerichtshof die rechtliche Beurteilung der Voraussetzungen der §§ 22 ff. KUG anhand eines von ihm dazu entwickelten Schutzkonzeptes vornimmt, wobei er nicht grundsätzlich gehindert ist, von seiner bisherigen Rechtsprechung abzuweichen und dieses Schutzkonzept zu modifizieren (BVerfG 26. Februar 2008 - 1 BvR 1602/07 -, - 1 BvR 1606/07 -, - 1 BvR 1626/07 - Rn. 78 ff., BVerfGE 120, 180; vgl. auch 13. Juni 2006 - 1 BvR 565/06 - BVerfGK 8, 205 und 15. Dezember 1999 - 1 BvR 653/96 - BVerfGE 101, 361) .
BGH, 28.10.2008 - VI ZR 307/07 Bildberichterstattung über den Strafvollzug eines prominenten GefängnisinsassenDas Berufungsgericht hat in Übereinstimmung mit der Rechtsprechung des erkennenden Senats die Zulässigkeit der Bildveröffentlichung nach dem abgestuften Schutzkonzept der §§ 22, 23 KUG beurteilt (vgl. Senat, Urteile vom 19. Oktober 2004 - VI ZR 292/03 - VersR 2005, 84; vom 15. November 2005 - VI ZR 286/04 - VersR 2006, 274; vom 6. März 2007 - VI ZR 13/06 - VersR 2007, 697; vom 6. März 2007 - VI ZR 51/06 - VersR 2007, 957; vom 19. Juni 2007 - VI ZR 12/06 - VersR 2007, 1135; vom 3. Juli 2007 - VI ZR 164/06 - VersR 2007, 1283; vom 14. Oktober 2008 - VI ZR 271/06 -, - VI ZR 272/06 -, - VI ZR 256/06 - und - VI ZR 260/06 -, sämtlich z.V.b.), das sowohl verfassungsrechtlichen Vorgaben (vgl. BVerfGE 101, 361, 386 f.; BVerfG, NJW 2001, 1921, 1923; NJW 2006, 2835 f.; NJW 2008, 1793, 1795, 1798), als auch der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (künftig: EGMR) entspricht (vgl. EGMR, NJW 2004, 2647, 2648 f. von Hannover gegen Deutschland und NJW 2006, 591, 592 Karhuvaara und Iltalehti gegen Finnland).Diese Einstufung hat nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts und des EGMR zur Folge, dass über eine solche Person in größerem Umfang berichtet werden darf als über andere Personen, wenn die Information einen hinreichenden Nachrichtenwert mit Orientierungsfunktion im Hinblick auf eine die Allgemeinheit interessierende Sachdebatte hat und die Abwägung keine schwerwiegenden Interessen des Betroffenen ergibt, die einer Veröffentlichung entgegenstehen (BVerfG, NJW 2008, 1793, 1796, 1800; EGMR, Urteile vom 11. Januar 2005, Beschwerde Nr. 50774/99, Sciacca gegen Italien §§ 27 ff. und vom 17. Oktober 2006, Beschwerde Nr. 71678/01, Gourguenidze gegen Georgien § 57).Auch durch unterhaltende Beiträge kann Meinungsbildung stattfinden; solche Beiträge können die Meinungsbildung unter Umständen sogar nachhaltiger anregen und beeinflussen als sachbezogene Informationen (…vgl. Senat, Urteile vom 9. Dezember 2003 - VI ZR 373/02 - VersR 2004, 522, 523 - mit Anmerkung v. Gerlach JZ 2004, 625 - und vom 6. März 2007 - VI ZR 51/06 - VersR 2007, 957, 958; BVerfGE 101, 361, 389 f.; BVerfG, NJW 2001, 1921, 1923; BVerfG, NJW 2006, 2836, 2837; BVerfG, NJW 2008, 1793, 1799).Selbst die Normalität des Alltagslebens prominenter Personen darf der Öffentlichkeit vor Augen geführt werden, wenn dies der Meinungsbildung zu Fragen von allgemeinem Interesse dienen kann (BVerfG, NJW 2008, 1793, 1796).Dabei gehört es zum Kern der Pressefreiheit, dass die Presse innerhalb der gesetzlichen Grenzen einen ausreichenden Spielraum besitzt, in dem sie nach ihren publizistischen Kriterien entscheiden kann, was öffentliches Interesse beansprucht (Senat, Urteile vom 15. November 2005 - VI ZR 286/04 - VersR 2006, 274, 275; vom 6. März 2007 - VI ZR 51/06 - VersR 2007, 957, 958; BVerfGE 101, 361, 392; BVerfG, NJW 2008, 1793, 1794; vgl. EGMR, NJW 2006, 591, 592 Karhuvaara und Iltalehti gegen Finnland).Dazu zählt auch die Entscheidung, ob und wie ein Presseerzeugnis bebildert wird (BVerfGE 101, 361, 389; BVerfG, NJW 2008, 1793, 1794; EGMR, NJW 2004, 2647, 2649 von Hannover gegen Deutschland; Urteil vom 14. Dezember 2006, Beschwerde Nr. 10520/02, Verlagsgruppe News GmbH gegen Österreich Nr. 2 § 29).Bildaussagen nehmen an dem verfassungsrechtlichen Schutz des Berichts teil, dessen Bebilderung sie dienen (BVerfG, NJW 2008, 1793, 1794).Sie weckt vielfach erst das Interesse an Problemen und begründet den Wunsch nach Sachinformationen (BVerfG, NJW 2008, 1793, 1797).Darin hat das öffentliche Interesse an den verschiedensten Lebensbezügen solcher Personen seinen Grund (BVerfGE 101, 361, 390; BVerfG, NJW 2008, 1793, 1796).Das Selbstbestimmungsrecht der Presse umfasst nicht auch die Entscheidung, wie das Informationsinteresse zu gewichten ist; diese Gewichtung zum Zweck der Abwägung mit gegenläufigen Interessen der Betroffenen obliegt im Fall eines Rechtsstreits vielmehr den Gerichten (BVerfG, NJW 2008, 1793, 1796).Kommt es mithin für die Abwägung maßgeblich auf den Informationswert der Abbildung an, kann, wenn - wie im Streitfall - die beanstandeten Abbildungen im Zusammenhang mit einer Wortberichterstattung verbreitet worden sind, bei der Beurteilung die zugehörige Wortberichterstattung nicht unberücksichtigt bleiben (BVerfG, NJW 2008, 1793, 1796; so auch EGMR, NJW 2004, 2647, 2650 von Hannover gegen Deutschland; Senat, BGHZ 158, 218, 223; Urteile vom 28. September 2004 - VI ZR 305/03 - VersR 2005, 83; vom 6. März 2007 - VI ZR 13/06 - VersR 2007, 697, 699 und - VI ZR 51/06 - VersR 2007, 957, 959; vom 3. Juli 2007 - VI ZR 164/06 - VersR 2007, 1283, 1284; vom 14. Oktober 2008 - VI ZR 271/06 -, - VI ZR 272/06 -, - VI ZR 256/06 - und - VI ZR 269/06 -, sämtlich z.V.b.).Gleiches gilt, wenn der Betroffene typischerweise die berechtigte Erwartung haben durfte, nicht in den Medien abgebildet zu werden oder die Medienberichterstattung den Betroffenen in Momenten der Entspannung oder des Sich-Gehen-Lassens außerhalb der Einbindung in die Pflichten des Berufs und Alltags erfasst (vgl. BVerfG, NJW 2008, 1793, 1797).Als kontextbezogene Aufnahmen wecken sie ganz besonders das Interesse der Leser an der im Bericht enthaltenen Information und unterstreichen mehr als ein kontextneutrales Bild die Authentizität des Berichts (vgl. BVerfG, NJW 2008, 1793, 1797).Zwar können für die Gewichtung der Belange des Persönlichkeitsschutzes auch die Umstände der Gewinnung der Abbildung, etwa durch beharrliche Nachstellung, bedeutsam sein (vgl. BVerfG, NJW 2008, 1793, 1797; EGMR, NJW 2004, 2647, 2650 von Hannover gegen Deutschland), doch ist es aus Rechtsgründen nicht zu beanstanden, wenn das Berufungsgericht keine Auswirkungen der Belästigungen auf die Fertigung der hier streitgegenständlichen Fotos feststellt und meint, dass der Kläger angesichts des erheblichen Informationsinteresses der Öffentlichkeit die Anwesenheit von Fotografen vor der JVA bei Antritt des ersten Ausgangs hinnehmen musste.
BAG, 19.02.2015 - 8 AZR 1011/13 Videoaufnahme eines Arbeitnehmers - Veröffentlichung - UnterlassungsanspruchDas Bundesverfassungsgericht hat es ausdrücklich als verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden bezeichnet, dass der Bundesgerichtshof die rechtliche Beurteilung der Voraussetzungen der §§ 22 ff. KUG anhand eines von ihm dazu entwickelten Schutzkonzeptes vornimmt, wobei er nicht grundsätzlich gehindert ist, von seiner bisherigen Rechtsprechung abzuweichen und dieses Schutzkonzept zu modifizieren (BVerfG 26. Februar 2008 - 1 BvR 1602/07 -, - 1 BvR 1606/07 -, - 1 BvR 1626/07 - Rn. 78 ff., BVerfGE 120, 180; vgl. auch 13. Juni 2006 - 1 BvR 565/06 - BVerfGK 8, 205 und 15. Dezember 1999 - 1 BvR 653/96 - BVerfGE 101, 361) .
BVerfG, 08.02.2017 - 1 BvR 2973/14 Die falsche Einordnung einer Äußerung als Schmähkritik verkürzt den …
BGH, 02.05.2017 - VI ZR 262/16 Berichterstattung über geheim gehaltene Liebesbeziehung eines Prominenten nur …
BGH, 10.03.2009 - VI ZR 261/07 BGH weist Klage gegen RTL-Fernsehbeitrag über Enkel des Fürsten Rainier von …
BGH, 27.09.2016 - VI ZR 310/14 Bildberichterstattung über den damaligen Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit …
BVerfG, 29.06.2016 - 1 BvR 2646/15 Die falsche Einordnung einer Äußerung als Schmähkritik verkürzt den …
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BGH, 08.04.2014 - VI ZR 197/13 Schutz des allgemeinen Persönlichkeitsrechts und des Rechts am eigenen Bild: …
OLG München, 17.03.2016 - 29 U 368/16 Internetpranger
BGH, 06.10.2009 - VI ZR 314/08 Kein umfassender Anspruch eines Kindes gegen die Presse, die Veröffentlichung …
BVerfG, 02.07.2013 - 1 BvR 1751/12 Die Bezeichnung einer Rechtsanwaltskanzlei als „Winkeladvokatur“ kann von der …
BVerfG, 25.01.2012 - 1 BvR 2499/09 Zur Reichweite des Allgemeinen Persönlichkeitsrechts bei Jugendlichen
BVerfG, 08.12.2011 - 1 BvR 927/08 Zivilgerichtliche Untersagung der Wortberichterstattung über eine Prominente - …
BVerfG, 09.02.2017 - 1 BvR 2897/14 Zur Abbildung von Prominenten im öffentlichen und im privaten Raum durch die …
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VGH Baden-Württemberg, 08.05.2008 - 1 S 2914/07 Fotografieren einer Person in der Öffentlichkeit; allgemeines …
BVerfG, 17.11.2011 - 1 BvR 1145/11 Nichtannahmebeschluss: Zum Verhältnis zwischen der Pressefreiheit (Art 5 Abs 1 S …
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OLG Köln, 24.03.2015 - 15 U 165/14 BGH, 22.02.2011 - VI ZR 114/09 Persönlichkeitsschutz im Internet: Bereithalten von Kurzmeldungen mit Hinweis auf …
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VG Köln, 07.07.2016 - 4 K 6700/15 Anspruch des fraktionslosen Stadtverordneten eines Stadtrats auf Besichtigung …
BVerfG, 09.09.2013 - 1 BvR 2519/13 Ablehnung des Erlasses einer eA: Ausstrahlung einer Fernsehsendung - fehlende …
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LG Köln, 24.07.2013 - 28 O 61/13 Veröffentlichung von Fotos eines in der Öffentlichkeit bekannten Moderators vor …
LG Berlin, 01.02.2011 - 27 O 943/07 LG Köln, 07.10.2009 - 28 O 263/09 Tod des Sohnes einer deutschen Schauspielerin durch Ertrinken im Pool auf dem …
VerfGH Berlin, 16.03.2010 - VerfGH 111/09 Wegen nicht hinreichender Substantiierung unzulässige Verfassungsbeschwerde gegen …
LG Köln, 13.01.2010 - 28 O 756/09 Zeitschriftenwerbung mit Prominentenfoto
LG Köln, 27.08.2014 - 28 O 168/14 Corinna Schumacher scheitert mit Klage gegen ZDF
LG Köln, 14.08.2013 - 28 O 118/13 OLG Köln, 26.03.2013 - 15 U 149/12 Grenzen der Presseberichterstattung über einen Verkehrsunfall eines bekannten …
LG Köln, 28.10.2011 - 28 O 747/11 KG, 12.06.2009 - 9 W 122/09 Grenzen der Presseberichterstattung über ein Mitglied der erfolgreichsten …
LG Hamburg, 06.02.2009 - 324 O 756/08 Bildnis- und Persönlichkeitsschutz: Unterlassungsanspruch der Ehefrau eines …
OLG Stuttgart, 22.09.2016 - 2 Ws 140/16 Sitzungspolizeiliche Maßnahme im Strafverfahren: Statthaftigkeit der Beschwerde …
ArbG Berlin, 16.11.2012 - 28 Ca 14858/12 VG Osnabrück, 21.08.2012 - 1 A 70/12 Kosten eines Ratsmitglieds für presserechtliche Gegendarstellung
LG Hamburg, 02.10.2009 - 324 O 174/09 Persönlichkeitsrechtsverletzung des Sohnes eines prominenten Schauspielers
LG Hamburg, 10.07.2009 - 324 O 840/07 Persönlichkeitsrechtsverletzung durch Fotoveröffentlichung in der Presse: …
LG Köln, 01.06.2012 - 28 O 792/11 Wer einverstanden ist, dass als privat geltende Angelegenheiten öffentlich …
KG, 13.01.2011 - 10 U 110/10 VerfGH Berlin, 21.04.2009 - VerfGH 174/08 Wegen nicht hinreichender Begründung und aus Subsidiaritätsgründen unzulässige …
KG, 22.01.2015 - 10 U 134/14 LG München I, 10.12.2014 - 9 O 17263/14 Unterlassungsanspruch, Wortberichterstattung, Gesundheitszustand, Unfall, …
AG Düsseldorf, 01.10.2013 - 51 C 9184/13 Herabsetzende Äußerungen in einem Internetforum
VerfGH Berlin, 27.10.2008 - VerfGH 148/08 Darlegungsanforderungen an eine Verfassungsbeschwerde
OLG Köln, 03.10.2016 - 15 U 127/16 OLG Köln, 03.09.2013 - 15 U 37/13 Anspruch eines Arztes auf Unterlassung der Presseberichterstattung über …
KG, 19.02.2010 - 9 U 32/09 Allgemeines Persönlichkeitsrecht: Berichterstattungsinteresse an der Person eines …
OLG Hamburg, 25.11.2014 - 7 U 42/13 LG Köln, 22.06.2011 - 28 O 955/10 Veröffentlichung heimlich gemachter Fotoaufnahmen von einer Person auf einem …
KG, 19.05.2008 - 10 U 35/08 LG Köln, 14.08.2013 - 28 O 62/13 Widerruf der Einwilligung zur Veröffentlichung einer Interviewfrequenz
LG Berlin, 20.03.2012 - 27 O 40/12 LG Köln, 28.10.2011 - 28 O 510/11 Lebensgefährtin eines bekannten Schauspielers muss Berichterstattung über ihre …
LG Berlin, 10.09.2009 - 27 O 651/09 LG Frankfurt/Main, 23.11.2016 - 3 O 525/15 Höheres Interesse der Kunst bei Bildnissen
LG Köln, 27.03.2013 - 28 O 272/12 LG Köln, 12.10.2011 - 28 O 679/11 Zum Bildnis aus dem Bereich der Zeitgeschichte iSv § 23 Abs. 1 Nr. 1 KunstUrhG; …
LG Köln, 22.08.2012 - 28 O 33/12 Unterlassungsanspruch hinsichtlich Veröffentlichung von Fotografien und …
VG München, 04.03.2009 - M 22 S 08.5986 Erfolgloser Antrag auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung
LG Köln, 24.02.2016 - 28 O 156/15 LG Berlin, 15.04.2014 - 27 O 643/13 LG Hamburg, 10.07.2009 - 324 O 840/09 Fotos eines Prominenten am Strand
LG Hamburg, 20.02.2009 - 324 O 599/08 LG Hamburg, 18.11.2008 - 324 O 647/08 LG Köln, 25.01.2012 - 28 O 800/11 Haben Sie eine Ergänzung? Oder haben Sie einen Fehler gefunden? Schreiben Sie uns.