Source: https://www.rechtslupe.de/zivilrecht/entscheidungen-der-beschwerdeinstanz-und-die-entscheidungsgruende-3147878
Timestamp: 2020-07-14 10:06:34
Document Index: 272657946

Matched Legal Cases: ['§ 576', '§ 547', '§ 577', '§ 559', '§ 3', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Entscheidungen in der Beschwerdeinstanz - und die Entscheidungsgründe | Rechtslupe
Beschlüs­se, die der Rechts­be­schwer­de unter­lie­gen, müs­sen den maß­geb­li­chen Sach­ver­halt, über den ent­schie­den wird, wie­der­ge­ben sowie den Streit­ge­gen­stand und die Anträ­ge in bei­den Instan­zen erken­nen las­sen. Ande­ren­falls sind sie nicht mit den nach dem Gesetz (§ 576 Abs. 3, § 547 Nr. 6 ZPO) erfor­der­li­chen Grün­den ver­se­hen und bereits des­halb wegen eines von Amts wegen zu berück­sich­ti­gen­den Ver­fah­rens­man­gels auf­zu­he­ben [1].
Das Rechts­be­schwer­de­ge­richt hat grund­sätz­lich von dem Sach­ver­halt aus­zu­ge­hen, den das Beru­fungs­ge­richt fest­ge­stellt hat (§ 577 Abs. 2 Satz 1 und 4, § 559 ZPO). Ent­hält der ange­foch­te­ne Beschluss kei­ne aus­rei­chen­den tat­säch­li­chen Fest­stel­lun­gen, ist das Rechts­be­schwer­de­ge­richt zu einer recht­li­chen Über­prü­fung nicht in der Lage. Dies gilt auch, wenn das Beru­fungs­ge­richt die Beru­fung ver­wirft, weil die Beru­fungs­sum­me nicht erreicht sei [2]. Denn die Wert­fest­set­zung kann vom Rechts­be­schwer­de­ge­richt nur dar­auf­hin über­prüft wer­den, ob das Beru­fungs­ge­richt die Gren­zen des ihm von § 3 ZPO ein­ge­räum­ten Ermes­sens über­schrit­ten oder rechts­feh­ler­haft von ihm Gebrauch gemacht hat [3].
vgl. BGH, Beschlüs­se vom 19.03.2019 – VI ZB 27/​17 5; vom 12.02.2019 – VI ZB 35/​17 4; vom 06.02.2018 – VI ZB 12/​17 4; vom 26.04.2016 – VI ZB 4/​16 und – VI ZB 7/​16, NJW-RR 2016, 952 Rn. 16; vom 16.04.2013 – VI ZB 50/​12, NJW-RR 2013, 1077 Rn. 4; BGH, Beschluss vom 13.03.2014 – V ZB 138/​13, FamRZ 2014, 1364 Rn. 3; jeweils mwN[↩]
vgl. BGH, Beschlüs­se vom 12.02.2019 – VI ZB 35/​17 5; vom 06.02.2018 – VI ZB 12/​17 4; vom 16.04.2013 – VI ZB 50/​12, NJW-RR 2013, 1077 Rn. 4; BGH, Beschluss vom 13.03.2014 – V ZB 138/​13, FamRZ 2014, 1364 Rn. 3[↩]
vgl. BGH, Beschlüs­se vom 12.02.2019 – VI ZB 35/​17 5; vom 06.02.2018 – VI ZB 12/​17 4; vom 16.04.2013 – VI ZB 50/​12, NJW-RR 2013, 1077 Rn. 4; jeweils mwN[↩]