Source: http://www.konsum.admin.ch/faq/00477/index.html?lang=de
Timestamp: 2013-12-13 09:35:25
Document Index: 101508985

Matched Legal Cases: ['Art. 197', 'Art. 197', 'Art. 205', 'Art. 205', 'Art. 206', 'Art. 197', 'Art. 210', 'Art. 8']

KONSUM-Welches sind die Ansprüche des Käufers im Falle eines Mangels an der Kaufsache?
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Welches sind die Anspr�che des K�ufers im Falle eines Mangels an der Kaufsache?
Als mangelhaft nach Art. 197 ff. Obligationenrecht (OR) gilt eine Sache, die nicht die versprochenen oder zu erwartenden Eigenschaften aufweist. Der Verkäufer, nicht der Hersteller, hat für die Mängel nach Art. 197 ff. OR einzustehen. Um seine Rechte nach dem Gesetz geltend zu machen, ist es unabdingbar, die Mängel dem Verkäufer (am besten schriftlich) anzuzeigen. Die Anzeige ist so schnell wie möglich vorzunehmen. Im Falle eines Mangels stehen dem Käufer von Gesetzes wegen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung: Er kann entweder den Kauf rückgängig machen (Art. 205 OR), eine Minderung des Kaufpreises fordern (Art. 205 OR) oder den Ersatz durch ein mangelfreies Produkt verlangen (Art. 206 OR). Diese gesetzlichen Regeln sind jedoch nicht zwingender Natur. Der Verkäufer kann die Rechte, die der Käufer von Gesetzes wegen hat, anhand der allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) ändern. Falls die AGB dem Käufer in klarer Weise lediglich ein Recht auf Reparatur zugestehen, so kann er nur dieses Recht geltend machen. Für Probleme im Zusammenhang mit Reparaturen wird auf die FAQ zu diesem Thema verwiesen. Vor jedem Kauf sollte der Käufer herausfinden, ob AGB vorhanden sind und sorgfältig überprüfen, was diese vorsehen. Falls es solche AGB gibt, sind die darin vorgesehenen Rechte massgebend. Falls keine AGB vorliegen, bestimmt das Gesetz (Art. 197 ff. OR), welche Rechte geltend zu machen sind.Die Frist für Klagen auf Garantie ist zwei Jahre seit Ablieferung der Ware an den Käufer (Art. 210 OR). Im Falle von Lieferungen an Konsumenten (Personen, welche für ihren persönlichen oder familiären Gebrauch kaufen), kann der Verkäufer (derjenige der im Rahmen seiner beruflichen oder gewerblichen Tätigkeit handelt) diese Frist nicht verkürzen, sofern es sich um Neuwaren handelt. Er kann diese Frist aber auf mindestens ein Jahr verkürzen, wenn er gebrauchte Waren verkauft. Schliesst der Verkäufer die Garantie total aus, so riskiert er dem Art. 8 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) nicht mehr zu entsprechen.
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Bundesgesetz vom 30. März 1911 betreffend die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (Fünfter Teil: Obligationenrecht), SR 220 Bundesgesetz vom 19. Dezember 1986 gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG), SR 241 B�ro f�r Konsumentenfragen BFKKontakt | Rechtlicheshttp://www.konsum.admin.ch/faq/00477/index.html?lang=de