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Timestamp: 2018-04-26 20:33:57
Document Index: 52103039

Matched Legal Cases: ['§ 123', '§ 121', '§ 53', '§ 123', '§ 123', '§ 123', '§123', '§123', '§ 123', '§ 50']

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#1 | Beteiligungsbericht für IGENA usw. 02.01.2012 22:00
Nachdem die Gemeinde Wald-Michelbach in den letzten Jahren mit der IGENA GmbH und der ZKÜ GmbH vermehrt Organisationen in einer Rechtsform des Privatrechts einsetzt, ist der Beteiligungsbericht von erheblicher Bedeutung für die Kontrollrechte der Gemeindevertretung und für die Transparenz gegenüber der Öffentlichkeit geworden. In der hessischen Gemeindeordnung (HGO) liest man dazu folgendes:
§ 123a HGO Beteiligungsbericht und Offenlegung
(1) Die Gemeinde hat zur Information der Gemeindevertretung und der Öffentlichkeit jährlich einen Bericht über ihre Beteiligungen an Unternehmen in einer Rechtsform des Privatrechts zu erstellen. In dem Bericht sind alle Unternehmen aufzuführen, bei denen die Gemeinde mindestens über den fünften Teil der Anteile verfügt.
(2) Der Beteiligungsbericht soll mindestens Angaben enthalten über
3. die Grundzüge des Geschäftsverlaufs, die Ertragslage des Unternehmens, die Kapitalzuführungen und -entnahmen durch die Gemeinde und die Auswirkungen auf die Haushaltswirtschaft, die Kreditaufnahmen, die von der Gemeinde gewährten Sicherheiten,
4. das Vorliegen der Voraussetzungen des § 121 Abs. 1 für das Unternehmen.
Gehören einer Gemeinde Anteile an einem Unternehmen in dem in § 53 des Haushaltsgrundsätzegesetzes bezeichneten Umfang, hat sie darauf hinzuwirken, dass die Mitglieder des Geschäftsführungsorgans, eines Aufsichtsrats oder einer ähnlichen Einrichtung jährlich der Gemeinde die ihnen jeweils im Geschäftsjahr gewährten Bezüge mitteilen und ihrer Veröffentlichung zustimmen. Diese Angaben sind in den Beteiligungsbericht aufzunehmen. Soweit die in Satz 2 genannten Personen ihr Einverständnis mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge nicht erklären, sind die Gesamtbezüge so zu veröffentlichen, wie sie von der Gesellschaft nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs in den Anhang zum Jahresabschluss aufgenommen werden.
(3) Der Beteiligungsbericht ist in der Gemeindevertretung in öffentlicher Sitzung zu erörtern. Die Gemeinde hat die Einwohner über das Vorliegen des Beteiligungsberichtes in geeigneter Form zu unterrichten. Die Einwohner sind berechtigt, den Beteiligungsbericht einzusehen.
Der unter TOP 5-5.1.Vorlage der Verwaltung in der Gemeindevertretungssitzung am 29.11.2011 vorgelegte Beteiligungsbericht entspricht nach Einschätzung der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN nicht den Mindestanforderungen der HGO.
Bereits im März 2011 haben die Grünen darauf hingewiesen, dass der damals vorgelegte Beteiligungsbericht nicht den rechtlichen Bedingungen der HGO genüge: An Stelle des vorgeschriebenen jährlichen Beteiligungsberichts nach § 123a erhalte die Gemeindevertretung einen Zettel mit ein paar Zahlen, die von Bürgermeister Joachim Kunkel “erläutert” würden. Die Anforderungen der HGO würden dadurch nicht erfüllt, so dass sich die Gemeindevertretung kein vollständiges Bild über die Situation der IGENA GmbH machen könne.
In der 145. vergleichenden Prüfung „Haushaltsstruktur 2010 im Auftrag des Präsidenten des Hessischen Rechnungshofes“ vom 14. April dieses Jahres wird die Argumentation der Grünen bestätigt. Man liest dort unter den rechtlichen Feststellungen u.a. „Der Beteiligungsbericht der Gemeinde Wald-Michelbach sollte auf die gesetzliche Form ergänzt werden.“ Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat nun nicht den Eindruck dass dies geschehen ist. Darauf haben die Grünen bereits in der vorbereitenden Haupt- und Finanzausschusssitzung hingewiesen.
Im Einzelnen ergeben sich für die grünen folgende Hauptkritikpunkte:
- Bei der „Baugenossenschaft Überwald“ findet man unter der Überschrift „Erfüllungsstand des öffentlichen Zwecks der Baugenossenschaft Überwald“ die Ortsangabe „69483 Wald-Michelbach“- keine weitere Erklärung.
- Bei der „Zukunftsoffensive Überwald GmbH“ liest man unter der Überschrift „Grundzüge des Geschäftsverlaufes“: Geschäftsbereiche gegliedert in: Tourismus und Veranstaltungen, Gründerzentrum, Wirtschaftsservice. – keine weitere Angaben zum Geschäftsverlauf.
- Bei der „IGENA GmbH“ werden keine Personen bei der Besetzung der Organe der „IGENA-GmbH“ genannt. Man hat den Eindruck, es handele sich hier um eine Geheimgesellschaft. Es fehlen außerdem die gewährten Sicherheiten der Gemeinde für die IGENA GmbH.
- Planungen werden nicht quantifiziert, so dass Angaben wie „lag über den Planungen“ nicht nachvollziehbar sind.
Generell ist festzustellen, dass der Beteiligungsbericht kaum belastbare Angaben enthält. Trotzdem wurde der Beteiligungsbericht in der Sitzung der Gemeindevertretung am 29.11.2011 von der CDU- und SPD-geführten Mehrheit gegen die Stimmen der Grünen und BFW zu Kenntnis genommen.
#2 | RE: Beteiligungsbericht für IGENA usw. 02.01.2012 22:05 (zuletzt bearbeitet: 02.01.2012 22:11)
Deshalb haben die Grünen den folgenden Änderungsantrag eingebracht (der leider keine Mehrheit fand):
Änderungsantrag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zu TOP 5: Beteiligungsbericht 2011 und Offenlegung nach § 123 a HGO – Beschlussvorschlag der Verwaltung
Der Gemeindevorstand wird aufgefordert den vorliegenden Beteiligungsbericht durch die Angabe bislang fehlender Informationen (Besetzung der Organe, GuV, Bilanz u.a.) zu vervollständigen und korrigiert vorzulegen.
Begründung: In der 145. Vergleichenden Prüfung „Haushaltsstruktur 2010 im Auftrag des Präsidenten des Hessischen Rechnungshofes vom 14. April dieses Jahres liest man unter den rechtlichen Feststellungen u.a. „Der Beteiligungsbericht der Gemeinde Wald-Michelbach sollte auf die gesetzliche Form ergänzt werden.“ Wir haben nicht den Eindruck dass dies geschehen ist. Damit Gemeindevertretung Ihren Kontrollpflichten der Gemeindevertretung nachkommen kann, müssen die Planungen quantifiziert werden, offensichtlich Fehlendes muss ergänzt werden und es sollten auch die GuV-Rechnungen und die Bilanzen jeweils ergänzt werden, wie dies im Kreis Bergstraße üblich ist.
Kurz: Eine wirksame Erfüllung der auf die Beteiligungen übertragenen Aufgaben setzt voraus, dass die Gemeinde Wald-Michelbach sowohl Aufgaben- und Leistungsziele als auch finanzielle Ziele für die Beteiligungen vorgibt, was in dem vorliegenden Beteiligungsbericht bisher insbesondere bei der IGENA GmbH und der ZKÜ GmbH nicht der Fall ist.
#3 | RE: Beteiligungsbericht für IGENA usw. 02.01.2012 22:10
Ein weiterer Änderungsantrag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN betraf die Offenlegung des Beteiligungsberichts und damit der Herstellung der Transparenz. Dieser Antrag wurde ebenfalls mit der der CDU- und SPD-geführten Mehrheit in der Gemeindevertretung abgelehnt:
Änderungsantrag von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zu TOP 5: Beteiligungsbericht 2011 und Offenlegung nach § 123 a HGO – Beschlussvorschlag der Verwaltung
Der Beteiligungsbericht wird auch im Informations- und Medienzentrum Wald-Michelbach ausgelegt.
Begründung: Nach 123a Abs. 3 hat die Gemeinde die Einwohner über das Vorliegen des Beteiligungsberichtes in geeigneter Form zu unterrichten. Die Einwohner sind berechtigt, den Beteiligungsbericht einzusehen. Wir sind der Meinung, dass im Informations- und Medienzentrum eine gute Möglichkeit dafür besteht.
#4 | RE: Beteiligungsbericht für IGENA usw. 22.05.2012 00:36 (zuletzt bearbeitet: 22.05.2012 00:42)
Kommen substantielle Ergänzungen in den Beteiligungsbericht?
Am 14.12.2011 habe ich als Fraktionsvorsitzender der Grünen in der Gemeindevertretung Wald-Michelbach die Kommunalaufsicht des Kreises Bergstraße darüber informiert, dass in der Sitzung der Gemeindevertretung Wald-Michelbach am 29.11.2011 u.a. die Vorlage des Beteiligungsberichts 2011 den Mindeststandards der HGO nicht genügt.
In der 145. vergleichenden Prüfung „Haushaltsstruktur 2010 im Auftrag des Präsidenten des Hessischen Rechnungshofes“ liest man unter den rechtlichen Feststellungen u.a. „Der Beteiligungsbericht der Gemeinde Wald-Michelbach sollte auf die gesetzliche Form ergänzt werden.“ Wir haben nicht den Eindruck, dass eine Ergänzung auf die gesetzliche Form vorgenommen wurde. Wir haben darauf bereits in der damaligen vorbereitenden Haupt- und Finanzausschusssitzung hingewiesen.
-	Bei der „Baugenossenschaft Überwald“ findet man unter der Überschrift „Erfüllungsstand des öffentlichen Zwecks der Baugenossenschaft Überwald“ die Ortsangabe „69483 Wald-Michelbach“-keine weitere Erklärung.
-	Bei der „Zukunftsoffensive Überwald GmbH“ liest man unter der Überschrift „Grundzüge des Geschäftsverlaufes“: Geschäftsbereiche gegliedert in: Tourismus und Veranstaltungen, Gründerzentrum, Wirtschaftsservice. – keine weitere Anga-ben zum Geschäftsverlauf.
-	Bei der „IGENA GmbH“ werden keine Personen bei der Besetzung der Organe der „IGENA-GmbH“ genannt. Man hat den Eindruck, es handle sich hier um eine Geheimgesellschaft. Es fehlen außerdem die gewährten Sicherheiten der Gemeinde für die IGENA GmbH.
-	Planungen werden nicht quantifiziert, so dass Angaben wie „lag über den Planungen“ nicht nachvollziehbar sind.
Generell ist festzustellen, dass der Beteiligungsbericht kaum belastbare Angaben enthält. Insofern ist eine konstruktive, kritische Auseinandersetzung mit den Beteiligungen der Gemeinde, besonders unter dem Aspekt der Verschuldung der Gemeinde Wald-Michelbach, nicht möglich.
In ihrem Antwortschreiben, datiert vom 26.3.2012, erklärt die Kommunalaufsicht:
„Der Gemeindevorstand führt in seiner Stellungnahme aus, dass, aufgrund der kritischen Anmerkungen zum Beteiligungsbericht 2010 im Rahmen der vergleichenden Prüfung, der Beteiligungsbericht 2011 ergänzt wurde. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO AG hat in einem mir vorliegenden Schreiben zu dem Bericht 2011 ausgeführt:“…enthält vom Aufbau und der Struktur die erforderlichen Angaben nach §123 A HGO…“
Darüber hinaus hat mir der Gemeindevorstand versichert, dass zukünftige Berichte inhaltlich ergänzt werden. So soll künftig die Besetzung der Organe der IGENA GmbH namentlich dargestellt werden. Desweiteren wird die Gewinn- und Verlustrechnung der jeweils letzten Geschäftsjahre der Gesellschaften beigefügt.
Hinsichtlich der von Ihnen angesprochenen Angaben zum Geschäftsverlauf der ZKÜ GmbH verweist der Gemeindevorstand auf die mehrfach im Jahr der Gemeindevertretung vorgelegten Berichte der Geschäftsführung.
Insgesamt sehe ich damit die Verpflichtung des Gemeindevorstandes hinsichtlich Erstellung und Vorlage eines Beteiligungsberichtes nach §123a HGO als erfüllt an.“
Leider lag das Schreiben der BDO AG nicht bei und die der Gemeindevertretung vorgelegten Berichte der Geschäftsführung klären über die finanzielle Situation des Unternehmens im Sinne der HGO nicht auf. Allerdings ist positiv zu vermerken, dass der Vorstoß der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Ergebnisse im Sinne einer verbesserten Transparenz zeitigt, denn laut Kommunalaufsicht hat der Gemeindevorstand versichert, dass zukünftige Berichte inhaltlich ergänzt werden. So soll künftig die Besetzung der Organe der IGENA GmbH namentlich dargestellt werden. Desweiteren wird die Gewinn- und Verlustrechnung der jeweils letzten Geschäftsjahre der Gesellschaften beigefügt. Man kann davon ausgehen, dass dies ohne die nachdrückliche Forderung der Grünen nicht erfolgt wäre. Aber warum eigentlich nur in Zukunft, warum nicht gleich jetzt?
Der Weg in die Zukunft scheint weit zu sein, denn auf meine Anfrage auf Einsicht in das Schreiben der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO AG zum Beteiligungsbericht 2011 vom 12.4.2012 steht die Antwort von Bürgermeister Joachim Kunkel noch aus. Dabei ist dieses Schreiben entscheidend für die Stellungnahme der Kommunalaufsicht und im Sinne der vielgepriesenenen Transparenz wäre die Genehmigung der Einsichtnahme ein erster Schritt in die richtige Richtung.
#5 | RE: Beteiligungsbericht für IGENA usw. 17.06.2012 17:52
Auf die gestellte Frage, "Ist es möglich und wenn ja, bis wann Einsicht in das Schreiben der BDO AG zu nehmen?"
lässt uns Bürgermeister Joachim Kunkel am 8.6.2012 über den Geschäftsbereich Zentrale Dienste folgende Antwort zukommen:
Antwort des Bürgermeisters: Das in Rede stehende Schreiben der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO AG (Bonn) vom 21. Februar 2012 wird in der nächsten Sitzung der Gemeindevertretung am 3. Juli vom Vorsitzenden der Gemeindevertretung in vollem Wortlaut verlesen werden.
Ja, da stellt sich doch die Frage: Stimmt etwas mit diesem Schreiben nicht? Warum darf ein Gemeindevertreter nicht Einsicht in ein Schreiben nehmen, nach dem angeblich der Beteiligungsbericht der Gemeinde Wald-Michelbach für Rechtens erachtet wird, wenn es dann doch "in vollem Wortlaut" vorgelesen wird?
#6 | RE: Beteiligungsbericht für IGENA usw. 26.07.2012 22:30
Bürgermeister Kunkel beantwortet keine Fragen mehr (BGM Joachim Kunkel in der Sitzung der Gemeindevertretung am 3.7.2012)
Die Fraktion BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN hat rechtzeitig zur Sitzung der Gemeindevertretung am 3.7.2012 u.a. folgende Fragen zur IGENA und zum Beteiligungsbericht gestellt: Welche Personen sind im Beirat der „IGENA GmbH“? Welche Aufwandsentschädigung/Sitzungsgeld erhalten die Beiratsmitglieder? Welche Aufwandsentschädigung erhält der Beiratsvorsitzende? Wie oft tagte der Beirat? Gibt es bei der IGENA GmbH eine Planung? Wenn ja, wie ist die Planung von Umsatz und Gewinn für 2012? Gemeindevorstandsmitglied Arthur Knapp ist ehrenamtlich für die IGENA GmbH tätig. Erhält er dafür Aufwandsentschädigung oder andere Honorare oder ähnliches? Ist Gemeindevorstandsmitglied Bihn ehrenamtlich für die IGENA GmbH tätig? Die letzten Fragen resultieren daher, dass die Beigeordneten Knapp und Bihn eine Sonderstellung bezüglich der IGENA innehaben, was der Bürgermeister mehrfach betont hat. In seinem Bericht beantwortete Bürgermeister Kunkel nur die Frage, wie oft der Beirat getagt hat: Einmal in 2011. Kunkel gab an, in Absprache mit der Kommunalaufsicht keine Fragen mehr zu beantworten.
Dies ist merkwürdig, Am 14 Juni hatte das Regierungspräsidium Darmstadt mitgeteilt, dass der Landrat des Kreises Bergstraße die Verpflichtung des Gemeindevorstandes zur Erstellung und Vorlage eines Beteiligungsberichts nach § 123a HGO insgesamt als erfüllt ansehe, weil der Gemeindevertretung mehrfach Berichte der Geschäftsführung zum Geschäftsverlauf der ZKÜ GmbH vorgelegt wurden und der Gemeindevorstand zugesichert habe, künftige Beteiligungsberichte zu ergänzen. Na ja, kein Wort zur IGENA GmbH, wenn man einmal davon absieht, dass der Gemeindevorstand gegenüber der Kommunalaufsicht erklärt habe, in Zukunft den Beteiligungsbericht zu ergänzen. Man darf gespannt sein.
Interessant sind aber nun die folgenden Ausführungen des Regierungspräsidiums: „Die Kommunalaufsichtsbehörden sind bei ihrer Aufsichtsführung und der Entscheidung über aufsichtsbehördliches Einschreiten dem Opportunitätsprinzip unterworfen. Dies bedeutet, dass nicht jede Rechtsverletzung notwendigerweise durch kommunalrechtliche Maßnahmen „geheilt“ werden muss. Die Aufsichtsbehörde kann das ihr zustehende Ermessen im Verhältnis zum Gewicht der Mängel auch dahingehend ausüben, dass vom Gebrauch von Aufsichtsmitteln abgesehen wird, wenn die zukünftige rechtskonforme Vorgehensweise gesichert ist.“ Soweit das Regierungspräsidium. Also, nachdem der Bürgermeister erklärt hat, künftig erweiterte Informationen im Rahmen des Beteiligungsberichts zur Verfügung zu stellen, entgeht er der Anwendung der Aufsichtsmittel. Nun, wir werden sehen.
Bemerkenswert ist ferner die weitere Information des Regierungspräsidiums: „Im Übrigen bleibt es Ihnen als Gemeindevertreter unbenommen, den Gemeindevorstand durch Ausübung des in § 50 Abs. 2 HGO eröffneten (mündlichen und schriftlichen) Fragerechts zu überwachen. Im Zweifel steht Ihnen die Möglichkeit eines Organstreitverfahrens zur Verfügung…“
Genau auf Grund dieses Fragerechts hat die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN die obigen Fragen gestellt. Der Bürgermeister als Sprecher des Gemeindevorstands antwortete jedoch nicht und meint dies auf einzelne Beigeordnete abwälzen zu können. Da macht er es sich zu einfach, denn in anderen Gemeinden beantwortet der jeweilige Bürgermeister die Fragen der Gemeindevertreter und Fraktionen. Im Kreis beantwortet der Landrat die Fragen von Kreistagsmitgliedern und Kreistagsfraktionen. Es gibt das Gerücht, dass im Rahmen der Wald-Michelbacher Verhältnisse andere Gesetze in Wald-Michelbach gelten als im Rest Deutschlands. Bürgermeister Kunkel zeigt einmal mehr, dass dem so ist.
Liest man den anregenden Beitrag des Kollegen Maletz ( Anfangsverdacht, Mappus und Michelbach ), so fallen einem weitere Fragen ein, zu denen im Rahmen der Kontrolle des Gemeindevorstands durch die Gemeindevertretung von Bürgermeister Kunkel Antworten erwartet werden, etwa, was hat es mit den Gesprächen sogar im Ausland auf sich, bei denen Mieter für die IGENA gewonnen werden sollten. Gab es da Aufwandsentschädigungen? Wird der Gewinn von 6.400,-EURO an die Gemeinde zurückgeführt, oder bleibt er in der IGENA oder wird gar ein großer Teil davon an Boni an die Führungskräfte der IGENA ausgezahlt? Schließlich handelt es sich um Steuergelder, für deren sorgfältige Verwendung die Gemeinde verantwortlich ist. Mit 200.000 EURO hat die Gemeinde zusätzlich zum Kauf des Geländes und der Bauten das Stammkapital der Gesellschaft ausgestattet. Die Bankverbindlichkeiten belaufen sich Ende 2011 auf fast 2 Mio EURO.
Da kann man bei den „schwarzen Zahlen“, auf die der Bürgermeister so stolz ist, also beim Jahresüberschuss von 6.400 EURO die rote Farbe durchschimmern sehen. Besonders auch deshalb, weil man diesen Jahresüberschuss nur mit einem Kassenkredit von 53,4 Tausend EURO (jeweils zum 31.12.2011) realisieren konnte. Nur zum Vergleich: Zum 31.12.2010 hatte die IGENA einen Jahresfehlbetrag von 55.100 EURO. Damals hatte man keinen Kassenkredit in Anspruch genommen.
#7 | RE: Beteiligungsbericht für IGENA usw. 27.07.2012 16:37 (zuletzt bearbeitet: 27.07.2012 23:05)
Zitat von Bündnis 90 / Die Grünen im Beitrag #6
................... so fallen einem weitere Fragen ein, zu denen im Rahmen der Kontrolle des Gemeindevorstands durch die Gemeindevertretung von Bürgermeister Kunkel Antworten erwartet werden........
Wird der Gewinn von 6.400,-EURO an die Gemeinde zurückgeführt, oder bleibt er in der IGENA oder wird gar ein großer Teil davon an Boni an die Führungskräfte der IGENA ausgezahlt?
Es darf also wieder gelacht werden.
Nachdem der grüne Oberbuchhalter Hermann E. den Gemeindevertretern Wald-Michelbachs zu deren Erheiterung die Geheimnisse des Zusammenhangs von Mehrwertsteuer und Gewinnermittlung näher zu bringen versuchte, stellt er seine buchhalterische Fachkompetenz jetzt auch im Forum vor.
So sieht er beim Jahresüberschuss der IGENA, der von unabhängigen Fachleuten ermittelt werden muss, weil das Gesetz es so vorschreibt, eine „rote Farbe durchschimmern“ , denn er fragt, ob von dem der Gemeindevertretung bekannt gegebenen Jahresgewinn, noch „Boni“ an die Führungskräfte der IGENA gezahlt werden. Mitnichten , lieber Hermann E., mitnichten . Das dürfen die gar nicht, denn wäre dem so, wäre es kein Jahresgewinn. So ist das nun mal in der Buchhaltung, lieber Hermann E.
Aber wenn man es nicht für möglich hält, dass dieser Stuss noch getoppt wird, zaubert Hermann E. noch weitere Treppenwitze aus seinem Buchhalterzylinder: Er fragt, ob der Gewinn ausgeschüttet wird oder in der IGENA verbleibt, wohl wissend, dass durch die zu erwartenden Anlaufverluste ein Verlustvortrag entstanden ist, der zunächst auszugleichen ist. Das ist gesetzlich zwingend vorgeschrieben und so wird denen von der IGENA nichts anderes übrig bleiben, die Gewinne solange in der Firma zu belassen, bis ein ausschüttungsfähiger Gewinn vorhanden ist. So ist das halt mal in der Buchhaltung, lieber Hermann E.
Nun hätte man den Tag eigentlich schon genug zu lachen gehabt, setzt unser Hermann E. noch einen Oberhammer drauf . Er versucht einen Zusammenhang zwischen dem Kassenkredit der Gemeinde und dem Jahresgewinn der IGENA herzustellen . Kann es denn einen solchen geben ???? Mitnichten , lieber Hermann E., mitnichten . Ein Kassenkredit einer Gemeinde hat mit dem Jahresgewinn eines Unternehmens genauso viel oder wenig zu tun, wie die täglichen Wasserstandsmeldungen für den Neckar, auch wenn der direkt an der IGENA vorbei fließende Ulfenbach durchaus einen Einfluss auf den Wasserstand des Neckars hat .
Kommen wir also wieder zurück auf die rot schimmernde Farbe beim Studium des IGENA Jahresgewinns. Vielleicht hilft es Hermann E. vor dem Lesen ein, zwei oder drei Gläser Rotwein weniger zu trinken?
Nun sagt man ja zu Recht, es gibt keine dummen Fragen und deshalb frage ruhig weiter lieber Hermann E . Wir finden das alles lustig und freuen uns schon auf die kommenden buchhalterischen Weisheiten unseres WirtschaftswAisen .
Und lassen sie sich keinesfalls beirren, falls der Medizinmann des Forums sie davon abhalten will und ihnen in seiner gern benutzten Sprache sagt: „Si tacuisses, philosophus mansisses“
Ach ja, beinahe hätte ich es vergessen : Der „Chefbuchhalter“ des Forums weist in seinem Fastnachtsbeitrag noch darauf hin, dass die Bankverbindlichkeiten der IGENA Ende 2011 knapp 2 Mio betragen. Wurde diese Summe nicht bewusst und gewollt (und mit demokratischer (!!!!!) Mehrheit im Wald-Michelbacher Parlament so beschlossen!!!) für das Nahwärmenetz und die Photovoltaikanlage benötigt????????????????????????????
Da ich ja noch immer lernfähig bin, lieber Hermann E.: Wie hätte man das sonst finanzieren sollen ????? Könnten sie mir Alternativen nennen ???? Nurmalsodahingefragt
vorab für eine Antwort hier im Forum und danke für den Spass, den ich bei der Lektüre ihres Beitrags haben durfte .
Weiter so und stets
Ihr Hänsel.
#8 | RE: Beteiligungsbericht für IGENA usw. 28.07.2012 18:52
So sieht er beim Jahresüberschuss der IGENA, der von unabhängigen Fachleuten ermittelt werden muss, weil das Gesetz es so vorschreibt, eine „rote Farbe durchschimmern", denn er fragt, ob von dem der Gemeindevertretung bekannt gegebenen Jahresgewinn, noch „Boni“ an die Führungskräfte der IGENA gezahlt werden. Mitnichten, lieber Hermann E., mitnichten. Das dürfen die gar nicht, denn wäre dem so, wäre es kein Jahresgewinn. So ist das nun mal in der Buchhaltung, lieber Hermann E.
Aber wenn man es nicht für möglich hält, dass dieser Stuss noch getoppt wird, zaubert Hermann E. noch weitere Treppenwitze aus seinem Buchhalterzylinder: Er fragt, ob der Gewinn ausgeschüttet wird oder in der IGENA verbleibt, wohl wissend, dass durch die zu erwartenden Anlaufverluste ein Verlustvortrag entstanden ist, der zunächst auszugleichen ist. Das ist gesetzlich zwingend vorgeschrieben und so wird denen von der IGENA nichts anderes übrig bleiben, die Gewinne solange in der Firma zu belassen, bis ein ausschüttungsfähiger Gewinn ist. So ist das halt mal in der Buchhaltung, lieber Hermann E.
Nun hätte man den Tag eigentlich schon genug zu lachen gehabt, setzt unser Hermann E. noch einen Oberhammer drauf. Er versucht einen Zusammenhang zwischen dem Kassenkredit der Gemeinde und dem Jahresgewinn der IGENA herzustellen. Kann es denn einen solchen geben???? Mitnichten, lieber Hermann E., mitnichten. Ein Kassenkredit einer Gemeinde hat mit dem Jahresgewinn eines Unternehmens genauso viel oder wenig zu tun, wie die täglichen Wasserstandsmeldungen für den Neckar, auch wenn der direkt an der IGENA vorbei fließende Ulfenbach durchaus einen Einfluss auf den Wasserstand des Neckars hat
Nun sagt man ja zu Recht, es gibt keine dummen Fragen und deshalb frage ruhig weiter lieber Hermann E . Wir finden das alles lustig und freuen uns schon auf die kommenden buchhalterischen Weisheiten unseres WirtschaftswAisen
Ach ja, beinahe hätte ich es vergessen: Der „Chefbuchhalter“ des Forums weist in seinem Fastnachtsbeitrag noch darauf hin, dass die Bankverbindlichkeiten der IGENA Ende 2011 knapp 2 Mio betragen. Wurde diese Summe nicht bewusst und gewollt (und mit demokratischer (!!!!!) Mehrheit im Wald-Michelbacher Parlament so beschlossen!!!) für das Nahwärmenetz und die Photovoltaikanlage benötigt????????????????????????????
Da ich ja noch immer lernfähig bin, lieber Hermann E.: Wie hätte man das sonst finanzieren sollen????? Könnten sie mir Alternativen nennen???? Nurmalsodahingefragt
vorab für eine Antwort hier im Forum und danke für den Spass, den ich bei der Lektüre ihres Beitrags haben durfte
Sind Sie nicht derjenige, der seine Informationen ausschließlich aus der Zeitung bezieht (Oh ha) und sind Sie nicht auch derjenige, der behauptet korrekte Informationen durch den Jahresabschluss im Bundesanzeiger zu erhalten?
Mal zur Erinnerung aus dem Text vom Michelbäscher und im stillen Gedenken an Hänsels Glaubwürdigkeit (hier werdet ihr fündig: Anlehnung an die gestrige.......):
•	Wenn Sie selbst die Konkurrenz ausspionieren wollen, achten Sie darauf, ob nur die verdichteten, reduzierten Informationen preisgegeben sind oder mehr. usw. usw.
Hänsel! Einfach mal die Backen halten, dann wirds net gar so peinlich!!!
#9 | RE: Beteiligungsbericht für IGENA usw. 28.07.2012 23:43
Zitat von Mitbürger im Beitrag #8
Dummes Gelaber wird durch Wiederholung und Abschreiben nicht intelligenter ...
Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Einfach mal nachlesen, was unter IGENA im Bundesanzeiger steht, statt "Bedienungsanleitungen" abpinseln... ...das langweilt
#10 | RE: Beteiligungsbericht für IGENA usw. 29.07.2012 09:00 (zuletzt bearbeitet: 29.07.2012 09:11)
Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Einfach mal nachlesen, was unter IGENA im Bundesanzeiger steht, statt "Bedienungsanleitungen" abpinseln...
Hänschen willste net, oder kannste net!
Da kann "unter IGENA" viel stehen wenn der Tag lang ist!!! Das ist nicht einfach nur eine Bedienungsanleitung für den "Bundesanzeiger", sondern zeigt wie manipulierbar der Wisch ist!!! Typisch, wieder keine vernünftige Antwort von Ihnen, war ja auch nicht anders zu erwarten!
Und weil ich mich sooo gerne wiederhole und abpinsel (im übrigen, das nennt man im Fachjargon kopieren):
• Belasten Sie sich nicht mit der Veröffentlichungspflicht und vermeiden Sie Fehler, indem Sie Ihren Steuerberater damit beauftragen. Das lohnt sich.
• Je älter die Informationen sind, desto weniger können Mitbewerber damit anfangen. Zögern Sie daher die Veröffentlichung möglichst hinaus. Nimmt man die gut 50 Euro für das erste Mahnschreiben in Kauf vergehen schnell 12 Monate und mehr.
• Wenn Sie selbst die Konkurrenz ausspionieren wollen, achten Sie darauf, ob nur die verdichteten, reduzierten Informationen preisgegeben sind oder mehr. usw. usw.
Lassen Sie doch beim Zitieren nicht immer weg was wichtig ist!
Dennoch ist es spaßig Ihre "gehaltvollen" Smilies raus zu filtern, danach stellt man erst mal fest wie inhaltslos Ihr Text ist!!!!
#11 | RE: Beteiligungsbericht für IGENA usw. 30.07.2012 08:52
Zitat von Mitbürger im Beitrag #10
Selbstverständlich zitiere ich IMMER das, was wichtig ist, auch wenn sie das noch nicht gemerkt haben .
Aber ich lass’ mir nicht von einem profilneurotischen Wichtigtuer wie Ihnen, der außer gebetsmühlenartiges „Abpinseln“ inhaltsloser Gebrauchsanleitungen nichts auf die Beine bringt, diktieren, was wichtig ist und was nicht.
Was für MICH wichtig ist und was nicht, das bestimme ganz alleine ICH und deshalb nehmen sie mal gepflegt zur Kenntnis:
Ihr inhaltloses Gelaber ist für mich NICHT wichtig und SIE noch weniger…
#12 | RE: Beteiligungsbericht für IGENA usw. 30.07.2012 10:09 (zuletzt bearbeitet: 30.07.2012 10:11)
Selbstverständlich zitiere ich IMMER das, was wichtig ist, auch wenn sie das noch nicht gemerkt haben
Was ich definitiv gemerkt habe:
Alles was heikel ist, Sie nicht erklären können und oder endlich mal Inhalt hätte, lassen Sie beim Zitieren weg!
Und zum Thema Profilneurose:
Mitunter führt dieser Zwang zu verbalen Exzessen (da zählen auch die Smilies dazu) und krankhaftem Populismus.
Diese Menschen haben ein überaus geringes Selbstwertgefühl, welches sie dadurch kompensieren müssen, indem sie andere abwerten und schlechtmachen. Die Neigung zur Streitsucht in der Kombination mit Rechthaberei ist nicht selten.
Oftmals streiten sie auch dann noch, wenn man sie des Irrtums überführt hat. (Deswegen auch Ihre auffällige Zitierauswahl!!!)
Ihre Beiträge als Beispiele gibt es dafür genug in diesem Forum. Sie reden alles schlecht, was Ihren eigenen, sehr begrenzten Erfahrungsschatz übersteigt und nicht in Ihr ebenso begrenztes Weltbild passt. Daß sich Ihre Standpunkte (wenn man sie denn so nennen will) widerlegen lassen, stört Sie dabei nicht. Andere Meinungen werden der Einfachheit halber als Lüge bezeichnet. Dann werden Beweise gefordert, wobei Sie selbst nicht imstande sind, den Gegenbeweis zu präsentieren (siehe GmbH-Guide und Bundesanzeiger!)
Na da habe ich doch mal was schönes auf die Beine gebracht, oder etwa nicht!?
Wäre Ich und mein "inhaltsloses Gelaber" für Sie tatsächlich nicht wichtig, warum reagieren Sie, obwohl Sie doch erst kürzlich dem Forum den Rücken kehren wollten?
Und schreiben Sie besser "mich" und "ich" niemals komplett groß, das ist nur ein weiterer Hinweis auf Ihre Profilneurose!!!
#13 | RE: Beteiligungsbericht für IGENA usw. 30.07.2012 10:54
Zitat von Mitbürger im Beitrag #12
Sag' ich doch...Profilneurose
#14 | RE: Beteiligungsbericht für IGENA usw. 30.07.2012 11:24
Lieber Mitbürger, (Gast)
ich bitte meinem Bruder Hänsel zu verzeihen.
Er dürfte nach meiner Einschätzung all der Argumente überfordert sein.
Ich hatte ja schon bei seiner letzten "Verabschiedung" die Hoffnung daß er endlich Ruhe gibt
und sein "Kollektivdenken " im Kreise seiner politischen Gesinnungsgenossen als" Durchhalteparole"
Hoffen wir zusammen auf bessere Zeiten.
#15 | RE: Beteiligungsbericht für IGENA usw. 30.07.2012 11:45
Sprach es und verschwand im Smiliewunderland!!
„Umfairteilen – Reichtum besteuern!“ (www.umfairteilen.de) » « Antrag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Abschriften der Niederschrift für Gemeindevertreter/-innen
Barcelona, die Fortsetzung von Paris, Brüssel,Berlin usw.
Erstellt im Forum Thema der Woche von 41 21.08.2017 19:17
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