Source: https://www.grabsteinschubser.de/spam-vorwort/was-ist-spam/
Timestamp: 2019-04-22 18:13:00
Document Index: 46013371

Matched Legal Cases: ['§ 118', '§ 119', '§ 184', 'BGH', 'BGH', '§ 7']

Was ist Spam? | Der Grabsteinschubser ")}}return a.proceed()});scriptParent=document.getElementsByTagName("script")[0].parentNode;if(scriptParent.tagName.toLowerCase!=="head"){head=document.getElementsByTagName("head")[0];aop_around(head,"insertBefore");aop_around(head,"appendChild")}aop_around(scriptParent,"insertBefore");aop_around(scriptParent,"appendChild");var a2a_config=a2a_config||{};a2a_config.no_3p=1;var addthis_config={data_use_cookies:false};var _gaq=_gaq||[];_gaq.push(["_gat._anonymizeIp"])}
Hä? Spam? Kann man das essen?
Den Begriff „Spam“ wirst Du nicht in einem Englisch-Wörterbuch finden. „Spam“ ist Ursprünglich der Name eines vor allem in Großbritannien beliebten Büchsenfleisches. In einem Monty Python Sketch wird dieser Begriff auf missbräuchliche Newsartikel angewendet und wurde später auf elektronischen „Müll“ (in diesem Fall für „Mail-Müll“) übertragen. In dem Sketch macht ein lautstarker Wikinger-Chor am Ende jede Kommunikation unmöglich – genau wie der E-Mail-Müll die Kommunikation immer schwerer macht. Spam ist weiterhin unter dem Namen „Junk-Mail“ oder auch UCE (unsolicited commercial email) und UBE (unsolicited bulk email) bekannt. Spam ist die Mail, um die man nicht gebeten hat.
Der genannte Sketch ist unter http://www.detritus.org/spam/skit.html in Wort und Ton zu finden.
Ich hab das Thema mal kurz während meines Jura-Studiums behandelt, bitte nicht drauf verlassen, dass der folgende Absatz 100% richtig ist.
Spam kann man in der Regel als rechtswidrig betrachten. So verstoßen unerwünschte Werbemails in jedem Fall gegen das allgemeine Persönlichkeitsrecht, aber auch gegen wettbewerbsrechtliche Bestimmungen. Es ist sogar möglich (aber nicht die übliche Handhabe), Spam als Ordnungswidrigkeit darzustellen, nach § 118 des Gesetzes gegen Ordnungswidrigkeiten (OWiG). Der Wortlaut des Gesetzes ist: „Ordnungswidrig handelt, wer eine grob ungehörige Handlung vornimmt, die geeignet ist, die Allgemeinheit zu belästigen oder zu gefährden und die öffentliche Ordnung zu beeinträchtigen.“ Das Versenden von pornographischem Spam kann man sogar nach § 119 OWiG behandeln. Danach handelt derjenige ordnungswidrig, der „(…) in grob anstößiger Weise durch Verbreiten von Schriften, Ton- oder Bildträgern, Abbildungen oder Darstellungen oder durch das öffentliche Zugänglichmachen von Datenspeichern Gelegenheit zu sexuellen Handlungen anbietet, ankündigt, anpreist oder Erklärungen solchen Inhalts bekanntgibt.“ Neben dem OWiG muss man sich im Falle von Sex-Spam auch an § 184 StGB (Verbreitung pornographischer Schriften) halten. Dabei ist auf das negative Interesse des Empfängers abzustellen, während auch schon eine grundsätzliche Strafbarkeit in Betracht kommt, wenn ein Minderjähriger pornographischen Spam zugesendet bekommt.
Am 11.03.2004 bestätigte der Bundesgerichtshof (BGH), dass Spam gegen die guten Sitten im Wettbewerb verstoße (BGH I ZR 81/01). Am 01.07.2004 trat dann auch das neue Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) in kraft, aus dem sich aus § 7 UWG eine Wettbewerbswidrigkeit von Spam ergibt.
Was ist also Spam und was ist kein Spam?
Meldet man sich beispielsweise zu einem Newsletter an, darf man sich nicht beklagen, wenn er mehrmals in der Woche kommt, schließlich hat man sich ja selbst angemeldet. Das ist also kein Spam. Außerdem gibt es im Regelfall eine Anleitung, wie man sich wieder austragen kann.
Erhält man, obwohl man sich nirgendwo angemeldet hat, von einer Firma, Organisation oder sonstigen Gesellschaften Newsletter oder Mails, in denen zB Produkte beworben werden, dann ist dies Spam. Geworben wird meist für Viagra, Vergrößerung irgendwelcher Körperteile, Diätpillen, Kredite, gefälschte Software, Sexkontakte, aber auch für angeblich kostenlose Bilder und kostenlose Zugangssoftware für einen Highspeed-Internet-Zugang.
Viren, die die Mailbox per Mail erreichen, sind kein Spam, sondern allenfalls als Sabotageakt zu werten.