Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHR%20BGB%20%C2%A7%20319%20Abs.%201,%20Schiedsgutachten%202
Timestamp: 2020-01-29 09:33:49
Document Index: 325084267

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 319', 'BGH', '§ 319', '§ 319', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 319', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 319', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 319', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 319', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 16.11.1987 - II ZR 111/87 - dejure.org
https://dejure.org/1987,702
BGH, 16.11.1987 - II ZR 111/87 (https://dejure.org/1987,702)
BGH, Entscheidung vom 16.11.1987 - II ZR 111/87 (https://dejure.org/1987,702)
BGH, Entscheidung vom 16. November 1987 - II ZR 111/87 (https://dejure.org/1987,702)
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Anforderungen an die offensichtliche Unrichtigkeit eines Schiedsgutachtens - Verfälschung des Gesamtergebnisses in einem Schiedsgutachten - Verbindlichkeit eines Schiedsgutachtens - Geeignetheit eines Schiedsgutachtens als Beweismittel in einem Urkundenprozess - ...
Offenbare Unrichtigkeit eines Schiedsgutachtens wegen Lückenhaftigkeit
BGB § 319 Abs. 1 S. 1
NJW-RR 1988, 506
ZIP 1988, 162
MDR 1988, 381
BGHR BGB § 319 Abs. 1 Schiedsgutachten 2
WM 1988, 276
Verfahrensmäßig grob unbillig und damit nach § 319 BGB unverbindlich ist deshalb ein lückenhaftes begründetes Schiedsgutachten, dessen Ergebnis selbst ein Fachmann nicht aus dem Zusammenhang des Gutachtens überprüfen kann (BGH 16. November 1987 - II ZR 111/87 - NJW-RR 1988, 506).
Sie ist darüber hinaus aber auch dann gegeben, wenn die Ausführungen des Sachverständigen so lückenhaft sind, daß selbst der Fachmann das Ergebnis aus dem Zusammenhang des Gutachtens nicht überprüfen kann (BGH, Urteil vom 16. November 1987 - II ZR 111/87, NJW-RR 1988, 506 = BGHR BGB § 319 Abs. 1, Schiedsgutachten 2 m.w.Nachw.).
Geschieht dies nicht, ist es offenbar unrichtig (Senatsurt. v. 23. November 1984, V ZR 120/83, WM 1985, 174; BGH, Urt. v. 16. November 1987, II ZR 111/87, NJW-RR 1988, 506, 507).
Aber auch die von einem Schiedsgutachter zu ermittelnden Tatsachen darf das Prozeßgericht nicht selbst feststellen, (Senat, BGHZ 9, 138, 143 ff [BGH 20.03.1953 - V ZR 5/52]; BGH, Urt. v. 16. November 1987, II ZR 111/87, NJW-RR 1988, 506).
OLG Köln, 11.05.2001 - 19 U 27/00
Befangenheit des Schiedsgutachters
Nach neuerer Rechtsprechung sind Schiedsgutachten auch bei schwerwiegenden Begründungsmängeln, unabhängig vom Ergebnis, offenbar unrichtig und unverbindlich (BGH, Urteil vom 16.11.1987 - II ZR 11/87 - DRsp-Rom Nr. 1992/2812 = MDR 1988, 381;… Heinrichs, a.a.O., § 319, Rn. 5 a).
In Weiterentwicklung dieser Rechtsprechung sind schwerwiegende Verfahrensmängel ebenso zu behandeln wie entsprechende Begründungsmängel (…vgl. Heinrichs, a.a.O.; ausdrücklich offen gelassen von BGH - II ZR 111/87 - ähnlich bereits BGH, MDR 1994, 885: einseitig zugunsten einer Partei angestellte Berechnungen mit der Folge, dass das erstattete Schiedsgutachten in der Sache ein Parteigutachten war).
Sie ist darüber hinaus aber auch dann gegeben, wenn die Ausführungen des Sachverständigen so lückenhaft sind, dass selbst der Fachmann das Ergebnis aus dem Zusammenhang des Gutachtens nicht überprüfen kann (vgl. BGH NJW 2001, 3775; NJW-RR 1988, 506; NJW 1991, 2698; WM 1985, 174 st. Rspr.).
Eine inhaltliche Unrichtigkeit liegt auch vor, wenn sich einem sachkundigen und unbefangenen Beobachter - sei es auch erst nach eingehender Prüfung - offensichtliche Fehler der Leistungsbestimmung aufdrängen, die das Gesamtergebnis insgesamt verfälschen (vgl. BGH NJW 2001, 3775; NJW 1991, 2698; NJW-RR 1991, 228; NJW-RR 1988, 506 m. w. N.).
Schließlich sind nach neuerer Rechtsprechung Schiedsgutachten auch unverbindlich, wenn sie - unabhängig vom Ergebnis - an schwerwiegenden Begründungsmängeln leiden (BGH, NJW 1979, 1885, NJW-RR 1988, 506;… Palandt/Heinrichs, a.a.O., § 319 BGB Rn. 5a).
Eine in einem Gutachten enthaltene Leistungsbestimmung erfüllt die Voraussetzungen der offenbaren Unrichtigkeit nur dann, wenn sich der Fehler dem sachkundigen und unbefangenen Betrachter (nicht dem Gericht), wenn auch möglicherweise erst nach eingehender Prüfung, aufdrängt (BGH VersR 1963, 390; NJW-RR 1988, 506; NJW-RR 1993, 1034).
Sie weist zwar rechtlich zutreffend darauf hin, daß nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung ein auf die Bewertung von Vergleichsobjekten gestütztes Gutachten - und zwar grundsätzlich zunächst das Gutachten eines gerichtlichen Sachverständigen, teilweise allerdings auch übertragen auf ein privates Schiedsgutachten - nur dann überprüfbar und demgemäß verbindlich ist, wenn die Vergleichsobjekte, ihre Wertmerkmale und die Vergleichspreise in dem Gutachten mitgeteilt werden (…vgl. BGH Urteile vom 23. November 1984 aaO; vom 16. November 1987 - II ZR 111/87 = WM 1988, 276, 277;… Senatsbeschluß vom 21. Juni 1995 - XII ZR 167/94 = BGHR BGB § 319 Abs. 1 Schiedsgutachten 4).
Das Gutachten ist dann offenbar unrichtig und muss, weil sich sein materieller Gehalt einer Bewertung entzieht, zugleich als offenbar unbillig angesehen werden (BGH NJW-RR 1988, 506).
BGH, 24.09.1990 - II ZR 191/89
BGH, 02.04.1990 - II ZR 17/89
AG Herne-Wanne, 17.12.2013 - 14 C 305/12
Ausgleichsansprüche bzgl. Minderwerte eines geleasten Fahrzeugs nach Rückgabe des …
OLG Frankfurt, 30.04.1998 - 1 U 32/97
Fälligkeit der Vergütung für ein Sachverständigengutachten; Auslegung des …