Source: http://www.anwalt24.de/rund-ums-recht/BGH_04_02_2010_I_ZB_3_09_Ausreichen_einer_konkreten_Weisung_-d3943683.html
Timestamp: 2016-12-04 14:33:11
Document Index: 280356145

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 85', '§ 233', '§ 517', 'BGH']

BGH, 04.02.2010 - I ZB 3/09 - Ausreichen einer konkreten Weisung an einen Kanzleiangestellten hinsichtlich der Überprüfung von Faxnummern eines Berufungsgerichtes in Verbindung mit einer allgemeinen Weisung einer Rechtsanwaltskanzlei bzgl. der Verwendung eines Ortsverzeichnisses "Gerichte und Finanzbehörden" zur Ermittlung von Telefaxnummern der zuständigen Gerichte; Erforderlichkeit der Überprüfung einer Faxnummer nach dem Absenden eines Schriftsatzes anhand eines zuverlässigen Verzeichnisses | Urteile auf anwalt24.de
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BGH, 04.02.2010 - I ZB 3/09 - Ausreichen einer konkreten Weisung an einen Kanzleiangestellten hinsichtlich der Überprüfung von Faxnummern eines Berufungsgerichtes in Verbindung mit einer allgemeinen Weisung einer Rechtsanwaltskanzlei bzgl. der Verwendung eines Ortsverzeichnisses "Gerichte und Finanzbehörden" zur Ermittlung von Telefaxnummern der zuständigen Gerichte; Erforderlichkeit der Überprüfung einer Faxnummer nach dem Absenden eines Schriftsatzes anhand eines zuverlässigen Verzeichnisses
BundesgerichtshofBeschl. v. 04.02.2010, Az.: I ZB 3/09Gericht: BGHEntscheidungsform: BeschlussDatum: 04.02.2010Referenz: JurionRS 2010, 12302Aktenzeichen: I ZB 3/09 Verfahrensgang:vorgehend:LG München I - 02.10.2008 - AZ: 7 O 12066/06OLG München - 18.12.2008 - AZ: 29 U 5157/08Rechtsgrundlagen:§ 85 Abs. 2 ZPO§ 233 ZPO§ 517 ZPOFundstellen:DB 2010, 6-8DStR 2010, 12EBE/BGH 2010, 107-108FamRZ 2010, 808JurBüro 2011, 167-168JZ 2010, 316MDR 2010, 779-780Mitt. 2010, 319 "Überprüfung der Faxnummer"MMR 2010, 375-376NJW 2010, 8NJW-Spezial 2010, 351PA 2010, 124RENOpraxis 2010, 130StBW 2010, 427-428StX 2010, 287VersR 2011, 1543-1544ZAP EN-Nr. 336/2010ZAP EN-Nr. 0/2010Amtlicher Leitsatz:Die einer Kanzleiangestellten erteilte konkrete Weisung, die in der Berufungsschrift angegebene Faxnummer des Berufungsgerichts noch einmal zu überprüfen, reicht in Verbindung mit der in der Rechtsanwaltskanzlei bestehenden allgemeinen Weisung, zur Ermittlung der Telefaxnummer des zuständigen Gerichts das Ortsverzeichnis "Gerichte und Finanzbehörden" zu verwenden, aus, um Fehler bei der Ermittlung der Faxnummer oder ihrer Übertragung in den Schriftsatz aufzudecken. Es ist dann ausnahmsweise nicht erforderlich, die Faxnummer nach dem Absenden des Schriftsatzes nochmals anhand eines zuverlässigen Verzeichnisses zu überprüfen.Der I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 4. Februar 2010 durchden Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Bornkamm und die Richter Pokrant, Prof. Dr. Büscher, Dr. Schaffert und Dr. Kochbeschlossen:Tenor:Auf die Rechtsbeschwerde des Beklagten zu 3 wird der Beschluss des 29. Zivilsenats des Oberlandesgerichts München vom 18. Dezember 2008 aufgehoben.Dem Beklagten zu 3 wird gegen die Versäumung der Berufungsfrist Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gewährt.Der Gegenstandswert für das Rechtsbeschwerdeverfahren wird auf 50.000 EUR festgesetzt.