Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerfG&Datum=16.02.1965&Aktenzeichen=1%20BvL%2020/64
Timestamp: 2019-10-17 04:35:53
Document Index: 165645432

Matched Legal Cases: ['§ 65', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', '§ 17']

BVerfG, 16.02.1965 - 1 BvL 20/64 - dejure.org
https://dejure.org/1965,111
BVerfG, 16.02.1965 - 1 BvL 20/64 (https://dejure.org/1965,111)
BVerfG, Entscheidung vom 16.02.1965 - 1 BvL 20/64 (https://dejure.org/1965,111)
BVerfG, Entscheidung vom 16. Februar 1965 - 1 BvL 20/64 (https://dejure.org/1965,111)
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AVAVG § 65 Abs. 2; GG Art. 3 Abs. 1
BVerfGE 18, 366
NJW 1965, 683
MDR 1965, 451
DVBl 1965, 433
DVBl 1965, 438
Das BVerfG hat entschieden, dass der Gesetzgeber trotz seiner Bindung an Art. 3 Abs. 1 GG weitgehend frei ist, Versicherungspflicht und Versicherungsberechtigung in der GKV festzulegen, soweit er dabei nicht gleichheitswidrig bestimmte Gruppen ausschließt (BVerfGE 18, 38, 45 f; 18, 257, 265 ff; 18, 366 = SozR Nr. 54, 55, 56 zu Art. 3 GG).
Das Bundesverfassungsgericht hat zwar in früheren Entscheidungen wiederholt ausgesprochen, ein Abweichen des Gesetzgebers von der vom Gesetz selbst gewählten Sachgesetzlichkeit könne vor dem Gleichheitssatz des Art. 3 Abs. 1 GG nur dann Bestand haben, wenn das Gewicht der für die Abweichung sprechenden Gründe der Intensität der getroffenen Ausnahmeregelung entspricht (vgl. BVerfGE 18, 366 [372]; vgl. auch BVerfGE 13, 331 [340 f.]; 15, 313 [318]; 20, 374 [377]).
Jedoch müssen Gründe für die Durchbrechung des vom Gesetzgeber gewählten Ordnungsprinzips in ihrem Gewicht und ihrer Intensität der Abweichung von der zugrunde gelegten Ordnung entsprechen, um überzeugend zu sein (vgl BVerfGE 18, 366, 372 f = SozR Nr. 56 zu Art. 3 GG Ab 46 ff, BVerfGE 67, 70, 84 f) .
Auch müßten die Gründe für eine Durchbrechung des einmal gewählten Ordnungsprinzips, um überzeugend zu sein, in ihrem Gewicht der Intensität der Abweichung von der zugrunde gelegten Ordnung entsprechen (vgl. BVerfGE 13, 331 [340]; 15, 313 [318]; 18, 366 [372 f.]; 20, 374 [377]).
Denn das BVerfG hat dem Gesetzgeber grundsätzlich zugestanden, Versicherungspflicht und Versicherungsberechtigung in der GKV in bestimmter Weise festzulegen (BVerfGE 18, 38, 45 f; 18, 257, 265 ff; 18, 366 = SozR Nr. 54, 55, 56 zu Art. 3 GG).
Das BVerfG hat bereits entschieden, dass der Gesetzgeber trotz seiner Bindung an Art. 3 Abs. 1 GG weitgehend frei ist, Versicherungspflicht und Versicherungsberechtigung in der gesetzlichen Krankenversicherung festzulegen, soweit er nicht gleichheitswidrig bestimmte Gruppen ausschließt (BVerfGE 18, 38, 45 f; 18, 257, 265 ff; 18, 366 = SozR Nr. 54, 55, 56 zu Art. 3 GG ).
Jedoch müssen Gründe für eine Durchbrechung des vom Gesetzgeber gewählten Ordnungsprinzips in ihrem Gewicht und ihrer Intensität der Abweichung von der zu Grunde gelegten Ordnung entsprechen, um überzeugend zu sein (BVerfGE 18, 366, 372; 67, 70, 84 f).
Denn das BVerfG hat dem Gesetzgeber grundsätzlich zugestanden, Versicherungspflicht und Versicherungsberechtigung in der GKV in bestimmter Weise festzulegen (BVerfGE 18, 38, 45 f [BVerfG 27.05.1964 - 1 BvL 4/59]; 18, 257, 265 ff [BVerfG 26.11.1964 - 1 BvL 14/62]; 18, 366 [BVerfG 16.02.1965 - 1 BvL 15/62]= SozR Nr. 54, 55, 56 zu Art. 3 GG).
Wenn der Gesetzgeber aus sozialen Gründen mit § 17 BetrAVG einen bestimmten Personenkreis den Arbeitnehmern hinsichtlich der Versorgungszusage gleichstellt, liegt es im Rahmen der von ihm vorgegebenen Sachgesetzlichkeit, bei der Besteuerung entsprechend zu verfahren (vgl. die auf die vom Gesetzgeber geschaffene Sachgesetzlichkeit abstellenden Beschlüsse des Bundesverfassungsgerichts - BVerfG - vom 14. März 1963 1 BvL 28/62, BVerfGE 15, 313/318, und vom 16. Februar 1965 1 BvL 20/64, BVerfGE 18, 366/372).
BVerfG, 13.12.1966 - 1 BvL 13/65
BVerfG, 13.12.1966 - 1 BvL 21/65
SG Gelsenkirchen, 02.02.1966 - S 17 (4) KR 41/65
SG Dortmund, 21.01.1966 - S 7 A KR 107/65
SG Itzehoe, 06.01.1966 - S 6 Ar 27/65
SG Nürnberg, 15.11.1965 - S Ar 52/65