Source: http://eppstein.de/magazin/artikel.php?artikel=2642&type=2&menuid=195&topmenu=67
Timestamp: 2020-02-17 01:11:46
Document Index: 166522895

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 2', '§ 1', '§ 3', '§ 2', '§ 2']

Bebauungsplan N100 „Zwischen Kreuzheck und Hollergewann“ für den Bereich zwischen Kreuzheck und dem Baugebiet Hollergewann sowie zwischen den Anrainern Gartenstraße und dem Gewann Am Honigbaum in Eppstein-Niederjosbach
hier: Aufstellungsbeschluss und Öffentliche Auslegung des Bebauungsplanentwurfs gemäß § 3 Absatz 1 Baugesetzbuch (BauGB)
Gemäß § 2 Abs. 1 i.V.m. § 1 Abs. 8 Baugesetzbuch (BauGB) in der Fassung der Bekanntmachung vom 3. November 2017 (BGBl. I S. 3634) wird hiermit bekannt gemacht, dass die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Eppstein in Ihrer öffentlichen Sitzung am 13.02.2020 die Aufstellung des Bebauungsplanes N100 „Zwischen Kreuzheck und Hollergewann“ für den Bereich zwischen Kreuzheck und dem Baugebiet Hollergewann sowie zwischen den Anrainern Gartenstraße und dem Gewann Am Honigbaum in Eppstein-Niederjosbach im zweistufigen Regelverfahren beschlossen hat.
Des Weiteren hat die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Eppstein am 13.02.2020 in der öffentlichen Sitzung beschlossen, den vorgenannten Bebauungsplanvorentwurf gemäß § 3 Abs. 1 Baugesetzbuch (BauGB) öffentlich auszulegen.
Das Plangebiet umfasst eine Fläche von 235.594 m² (23,6 ha) im nordöstlichen Bereich des Stadtteils Niederjosbach der Stadt Eppstein (siehe beigefügte Abbildung). Im Norden und Osten grenzt das Plangebiet an land- und forstwirtschaftlich genutzte Flächen an. Der Sportplatz des Turn- und Sportvereins 1890 Niederjosbach e.V. liegt östlich des Plangebietes. Südlich und westlich des Plangebietes befindet sich die bebaute Ortslage des Stadtteils Niederjosbach.
Eine wesentliche Zielsetzung für das Plangebiet besteht in der Festsetzung des Bestandes unter Berücksichtigung einer verträglichen Nachverdichtung. Diesbezüglich sind insbesondere Regelungen zur überbaubaren Grundstücksfläche, zum Maß der baulichen Nutzung, zur Zahl der Wohneinheiten pro Wohngebäude sowie zur Anzahl der Stellplätze, Garagen und Carports zu treffen.
Neben den Regelungen für die bestehenden Wohngebäude sind Regelungen für die bauliche Nutzung der Baulücken sowie der Potenzialflächen für die weitere Nachverdichtung des bebauten Stadtgebietes zu treffen, das heißt für die Flächen westlich der Gartenstraße, nördlich der Straße Kreuzheck sowie südlich der Eppsteiner Straße. Die festzusetzende Bebauung soll sich dabei an der Eigenart des bestehenden Wohngebietes orientieren. Durch die Steuerung einer verträglichen Nachverdichtung sollen eine menschenwürdige Umwelt gesichert sowie gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse gewährleistet werden.
Eine weitere Zielsetzung ist die eindeutige Regelung der Unterbringung des ruhenden Verkehrs.
Die bestehenden öffentlichen und privaten Verkehrsflächen und Fußwege, die öffentlichen Grünflächen, die öffentlichen Spielplatzflächen sowie die Trafostationen innerhalb des Plangebietes sollen durch die Festsetzungen des Bebauungsplans im Bestand gesichert werden.
Landschaftsplanerische Zielsetzung
Die wesentliche landschaftsplanerische Zielsetzung ist das Gebot des sparsamen Umgangs mit Grund und Boden. Durch die Bebauung von Flächen im Innenbereich (Nachverdichtung) wird ein Beitrag zur Reduktion weiteren Flächenverbrauchs im Außenbereich geleistet.
Ein weiteres Ziel ist die Sicherung eines großen Flächenanteils an Gehölz-, Grün- und Waldflächen, welche sich positiv auf das Lokalklima, den Boden- und Wasserhaushalt, die Biotopstruktur sowie das Orts- und Landschaftsbild auswirkt. Hierdurch werden insbesondere auch artenschutzrechtliche Belange berücksichtigt.
Der Bebauungsplan wird im zweistufigen Regelverfahren aufgestellt. Die Bauleitplanung erfordert insofern eine Umweltprüfung i.S. des § 2 Abs. 4 BauGB, in der die voraussichtlichen erheblichen Umweltauswirkungen ermittelt und in einem Umweltbericht beschrieben und bewertet werden.
Der Vorentwurf des Bebauungsplans N100 „Zwischen Kreuzheck und Hollergewann“ vom 09.01.2020, geändert am 05.02.2020 sowie am 11.02.2020 wird mit Begründung sowie Umweltbericht gemäß § 2 Abs. 4 BauGB, Artenschutzrechtlichen Potenzialeinschätzung und Verkehrsuntersuchung in der Zeit vom
02. März bis einschließlich 03. April 2020
im Rathaus I der Stadt Eppstein, Stadtteil Vockenhausen, Hauptstraße 99, 65817 Eppstein, im Flur des Fachbereichs Stadtplanung und Umwelt im Untergeschoss (UG) zwischen den Räumen 07 und 08, während der folgenden Dienststunden öffentlich ausgelegt:
montags, dienstags und donnerstags von 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr
Die Planunterlagen stehen ergänzend auch im Internet auf der Website der Planergruppe ROB www.planergruppe-rob.de unter „Beteiligungsverfahren“ (https://planergruppe-rob.de/beteiligungsverfahren/) sowie auf der Internetseite der Stadt Eppstein www.eppstein.de unter Bürgerservice > Planen und Bauen > Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung zum Download bereit.
Während der Auslegungsfrist können von jedermann Stellungnahmen schriftlich vorgebracht oder mündlich zu Protokoll gegeben werden. Da das Ergebnis der Behandlung der Stellungnahmen mitgeteilt wird, ist die Angabe der Anschrift des Verfassers zweckmäßig.
Eppstein, 14.02.2020 Der Magistrat der Stadt Eppstein
Alexander Simon, Bürgermeister
Lage des räumlichen Geltungsbereiches