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Timestamp: 2020-07-04 20:26:12
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Tipps für Reisende zur Abmeldung aus Deutschland und Kündigung der Gesetzlichen Krankenkassen | Bringhand Blog
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Tipps für Reisende zur Abmeldung aus Deutschland und Kündigung der Gesetzlichen Krankenkassen
Was bedeutet die Krankenversicherungspflicht in Deutschland für Reisende, Digitale Nomaden oder Auswanderer?
Ein Beispiel wie sich eine GKV bei nicht Abmeldung aus Deutschland auswirken kann
Es gibt nur eine Lösung, der Versicherungspflicht als Reisender zu entgehen!
Die gesetzliche Grundlage zur Abmeldung aus Deutschland und der automatischen Entlassung aus der Krankenversicherungspflicht
Tipps zur Vorgehensweise, wie man am besten eine Krankenkasse kündigt
Versicherungsschutz vor oder nach der Abmeldung aus Deutschland abschließen?
Ein Beispiel, wie man es nicht machen sollte
Fazit und eigene Meinung zur Krankenversicherungspflicht
Die meisten Menschen, die in Deutschland als Angestellter, Arbeiter oder Beamter einer Beschäftigung nachgehen beziehungsweise noch Schüler oder Studenten sind, kommen mit der Kündigung der Krankenversicherungspflicht zwecks Abmeldung aus Deutschland kaum in Kontakt.
Die Versicherungspflicht besteht bei Angestellten automatisch – der entsprechende Krankenkassenbeitrag wird bei Angestellten direkt vom Lohn abgeführt. Beamte begleichen ihren Krankenkassenbeitrag von ihren Bezügen. Nichterwerbstätige Schüler und Studenten bis zu einem Alter von 25 Jahren genießen eine Familienversicherung.
Bei denjenigen, die eine selbstständige Bahn einschlagen, sich auf längere Reisen begeben oder den Wohnort ins Ausland verlegen, verhält es sich mit der Krankenversicherung und vor allem mit dem Zahlen der Beiträge allerdings ganz anders. Diese müssen die Beiträge zur Krankenversicherung selbst entrichten. Solange man in Deutschland lebt, ist das auch alles soweit noch in Ordnung.
Meldet man sich aus Deutschland ab, sieht es allerdings ganz anders aus. Ähnlich wie wir haben auch andere Langzeitreisende und digitale Nomaden nämlich häufig Probleme mit Krankenversicherungen, wenn sie sich aus Deutschland abmelden. Deshalb wollen wir euch mit diesem Beitrag nach unserem besten Wissen und Gewissen aufklären und Tipps geben, wie ihr euch ohne viel Aufwand am besten von der deutschen Krankenversicherungspflicht befreit.
Jeder, der in Deutschland lebt und gemeldet ist, muss sich bei einer Krankenkasse versichern. Das ist vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Die gesetzliche Grundlage ist im §5 SGB V geregelt. Das bedeutet einerseits, dass man als gemeldeter Bürger in Deutschland automatisch per Gesetz Anspruch auf Krankenversicherungsleistungen hat.
Gleichzeitig bedeutet es aber auch, dass man ab dem Anmeldetag einen Beitrag an eine Krankenversicherung seiner Wahl leisten muss! Je nach Status (Angestellter, Beamter, Student, Selbstständiger etc. ) muss/kann man sich für eine private oder gesetzliche Krankenkasse entscheiden.
Um es vielleicht noch klarer zu formulieren: Die Versicherungspflicht in Deutschland ist eine Zwangsabgabe an die Krankenkassen. Als gemeldeter Bürger in Deutschland muss man diese Abgaben bezahlen und man hat nicht die Freiheit zu entscheiden, ob man diese Krankenversicherung überhaupt haben möchte oder nicht!
Tipp! Wenn man sich vor einer längeren Auslandsreise in Deutschland nicht abmeldet und die Krankenversicherung nicht kündigt, dann laufen die Beiträge ohne Weiteres weiter – auch wenn man sich im Ausland aufhält!
Man verreist für zehn Monate nach Australien, schließt eine separate Reisekrankenversicherung ab, gibt der Krankenkasse in Deutschland jedoch nicht Bescheid, kündigt diese auch nicht und meldet sich in Deutschland nicht ab. Dann kehrt man nach 10 Monaten zurück und bekommt die Beiträge für die letzten zehn Monate von eben dieser Krankenversicherung in Rechnung gestellt.
Dabei ist es egal, ob man zehn Monate oder einige Jahre weg war. Die Beiträge werden aufsummiert und sogar noch mit einem Zins belegt. Man wird automatisch verschuldet. Die Gesetzliche Krankenversicherung stuft einen in solch einem Fall als Freiwillig Versicherten ein (der Begriff Freiwillig ist hier Irreführend) und summiert mindestens ca. 170 Euro plus Mahngebühr jeden Monat auf. Bei der Rückkehr nach Deutschland wird die Krankenkasse also circa 1700 Euro von einem zurückverlangen.
Deshalb kann man es hier nicht oft genug wiederholen: Seid vorsichtig als Langzeitreisender, als Digitaler Nomade oder Auswanderer mit den Krankenversicherungen in Deutschland. Wenn ihr keine böse Überraschung bei der Rückkehr erleben wollt, klärt unbedingt vor der Ausreise aus Deutschland mit den Krankenversicherungen alles ab. Holt euch dazu eine Abmeldebescheinigung beim zuständigen Meldeamt, kündigt eure Krankenversicherung und lasst euch die Kündigung unbedingt schriftlich bestätigen!
Man muss sich aus Deutschland beim Meldeamt komplett abmelden! Wenn man sich entscheidet, für längere Zeit ins Ausland zu gehen, dann ist das der sinnvollste Weg. Dies erspart einem die hohen Kosten für die Pflichtversicherung und man hat anschließend die freie Wahl, ob man für seine Reise bei einer entsprechenden Versicherungsgesellschaft einen Versicherungsschutz in Anspruch nehmen möchte.
Nach der Abmeldung aus Deutschland ist man nicht mehr versicherungspflichtig, auch wenn die Gesetzlichen Krankenkassen bzgl. dreimonatiger Weiterzahlung oft etwas anderes behaupten. Man muss keine weiteren drei Monate bezahlen. Die gesetzliche Grundlage hierzu findet ihr unter § 190 SGB Abs. 13 Nr. 2 SGB V :
§ 190 Abs. 13 Nr. 2 SGB V: “Die Mitgliedschaft der in § 5 Abs. 1 Nr. 13 genannten Personen endet mit Ablauf des Vortages, an dem:
2. der Wohnsitz oder gewöhnliche Aufenthalt in einen anderen Staat verlegt wird.”
Eine Abmeldung führt oft zu Problemen mit den Gesetzlichen Krankenkassen, die dann anfangen, unterschiedliche Beweise zu verlangen. Wie zum Beispiel neben der Abmeldebescheinigung, eine Adresse im Ausland, eine Krankenversicherung im Ausland usw … . Das Einzige, was man der GKV tatsächlich aushändigen muss, ist die Abmeldebescheinigung aus Deutschland. Die GKV ist für einen nicht mehr zuständig, wenn man sich in Deutschland abgemeldet hat.
Um den meisten Ärger mit den Krankenkassen zu vermeiden, empfehlen wir euch folgende Reihenfolge:
Krankenversicherung für das Ausland: Schliesst zuerst eine Reise- oder Auslandskrankenversicherung ab, die am Tag der Ausreise beginnt. Dann habt ihr einen Beweis für die Gesetzliche Krankenkasse, dass ihr anderweitig im Ausland versichert seid.
Adresse im Ausland: Wenn ihr im Ausland keine Adresse habt, weil ihr immer auf Reisen seid, dann nehmt einfach eine Adresse von einem Hostel, einem Hotel oder einer Ferienwohnung. So habt ihr eine Adresse für die Gesetzliche Krankenkasse, die sie zufrieden stellt.
Abmeldebescheinigung: Die Beiträge zur Gesetzlichen Krankenversicherung müsst ihr bis zu dem Tag bezahlen, bis ihr euch beim Meldeamt abmeldet und eine Abmeldebescheinigung habt. Das Ausstellen dieser Abmeldebescheinigung dauert meistens nicht mal zehn Minuten. Die Abmeldebescheinigung ist das wichtigste Dokument, das die Krankenkasse sofort zufrieden stellt.
Kündigungsfrist: Sollten die Krankenkassen weitere drei Monate Zahlungen von euch verlangen, dann verweist auf §190 Abs. 13 Nr. 2 SGB V. Zudem ist eine Kündigung einer Krankenkasse in Deutschland nicht möglich, sondern nur ein Wechsel! Das einzige was ihr hier tun könnt, ist die GKV drei Monate im Vorraus zu informieren, was unserer Erfahrung nach jedoch nichts bringt.
Hinweis: Der Abmelde-Aufwand ist nicht sehr hoch und lohnt sich meistens, wenn ihr für mindestens sechs Monate ins Ausland geht. Beachtet hierbei allerdings, dass eine Abmeldung nicht nur Vorteile (wie beispielsweise den Austritt aus der Gesetzlichen Krankenversicherung) mit sich bringt, sondern auch einige Nachteile (z.B. Wohnsitz abmelden), die im Endeffekt jeder für sich abwägen muss.
Die Abmeldung aus Deutschland spielt eine wichtige Rolle, was den Abschluss von Reise- und Auslandskrankenversicherungen betrifft. Denn sobald du dich aus Deutschland abgemeldet hast, wird es bei vielen Anbietern nicht mehr möglich sein, eine Reise- oder Auslandskrankenversicherung abzuschließen.
Theoretisch kannst du zwar immer noch nach einer Abmeldung aus Deutschland eine Reiseversicherung zum Beispiel online abschließen, der Versicherer muss jedoch im Falleintritt nicht leisten! Denn in vielen Verträgen steht drin, dass die Versicherung nur gültig ist, wenn man beim Vertragsabschluss noch in Deutschland gemeldet war. Hier als Beispiel ein Auszug aus den Allgemeinen Versicherungsbedingungen der HanseMerkur:
Reiseversicherung bis zu 1 Jahr: Versicherungsfähig sind Personen mit Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland
Auslandskrankenversicherung bis 5 Jahre: Versicherungsfähig sind Personen mit Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland bis zum vollendeten 75. Lebensjahr
Wichtig: Hier ist es ganz bedeutend nachzufragen, ob ein Versicherungsschutz auch besteht, wenn man sich aus Deutschland abgemeldet hat! Verlangt eine schriftliche Bestätigung der Antwort auf diese Frage.
Wir hatten eine Reiseversicherung bei der Hanse Merkur für ein Jahr abgeschlossen. Zu dem Zeitpunkt waren wir in Deutschland gemeldet. Nach Abschluss der Versicherung meldeten wir uns in Deutschland ab. Das funktionierte ohne Probleme. Als jedoch unsere einjährige Reisekrankenversicherung zu Ende ging und wir eine Anschlussversicherung brauchten, weil wir uns entschieden, noch länger im Ausland zu bleiben, verweigerte uns die HanseMerkur unseren Versicherungsschutz zu verlängern, obwohl überall für eine fünfjährige Auslandsversicherung geworben wird.
Das Absurde daran war, dass die HanseMerkur uns mitteilte, dass wir uns in Deutschland wieder anmelden, dann deren Auslandskrankenversicherung abschließen und uns abschließend in Deutschland wieder abmelden können.
Dieses Beispiel zeigt, wie wichtig es ist, die passende Versicherung im Voraus abzuschließen. Neben dem bereits Besagten kam aber noch ein Knaller obendrauf. Denn das Paket der unterjährigen Reisekrankenversicherung von der HanseMerkur leistete nicht bei Reiseunterbrechungen im Heimatland. Als wir für einige Wochen unsere Eltern in Deutschland besuchten, ruhte die Krankenversicherung also.
Hätten wir einen Arzt oder das Krankenhaus aufsuchen müssen, hätten wir die Kosten dafür selbst tragen müssen. Das war uns vorab in der Form nicht bewusst. Mit einer eingeschränkten Versicherungspflicht hatten wir gerechnet, das wäre auch logisch gewesen. War es aber nicht. So verbrachten wir in Deutschland mehrere Wochen ohne einen Versicherungsschutz und zahlten unsere Arztbesuche selbst.
Durch diesen Fall waren wir gezwungen, uns nach einer alternativen Krankenversicherung umzusehen. Nach einer Krankenversicherung, die bei Reiseunterbrechungen in Deutschland einige Wochen leistet und nach einer Versicherung, die man auch abschließen/verlängern kann, wenn man in Deutschland nicht gemeldet ist. Nach einigen Vergleichen und Recherchen entschieden wir uns für die BDAE Auslandskrankenversicherung bis zu 5 Jahre. Welche Punkte dabei entscheidend waren, könnt ihr bald im nächsten Artikel nachlesen.
Wichtig: Wenn du dich aus Deutschland abgemeldet hast, dann schließe keine Reise- oder Auslandskrankenversicherung ab, die bei Reiseunterbrechungen in Deutschland nicht leistet! Beachte bei der Auswahl deiner Reise- oder Auslandskrankenversicherung zudem, dass dein Versicherungsschutz ohne größeren Aufwand auch vom Ausland aus verlängert oder abgeschlossen werden kann.
Ich hoffe, dass wir euch in dem Beitrag einige Tipps bezüglich der Abmeldung aus Deutschland und der Kündigung der Gesetzlichen Krankenkassen geben konnten. Durch die Digitalisierung wird dieses Thema noch mehr in den Vordergrund treten, da immer mehr junge Menschen ortsunabhängig leben möchten und werden.
Ich habe mich bereits dreimal in Deutschland angemeldet oder abgemeldet und jedesmal hatte ich Ärger mit den Krankenkassen. Lisa hat sich einmal abgemeldet, hatte aber auch Ärger. Das eine Mal wollten die Geld für Beitragsschulden haben für die Zeit, die wir im Ausland waren, obwohl sie mich im Ausland überhaupt nicht versichern konnten. Das andere Mal wollten die Krankenkassen von uns beiden eine Weiterzahlung von drei Monaten haben, obwohl es per Gesetz klar geregelt ist, dass man von der Krankenversicherungspflicht befreit ist, wenn man in Deutschland abgemeldet ist! Und ein anderes Mal wollten sie mir keine Kündigung bestätigen, weil ich denen keine Adresse im Ausland nennen oder eine andere Versicherung bestätigen wollte.
P.S.: Meiner Meinung nach überschreiten viele Krankenkassen schon längst ihre Befugnisse und führen sich wie Gesetzeshüter auf. Sie verlangen Informationen, die sie nichts angehen und machen es vielen Menschen vor einer bevorstehenden Langzeitreise oder vor dem Auswandern schwerer als notwendig. Ich bin der Meinung, dass die Krankenversicherungspflicht ein schwerer Eingriff in die Freiheit eines jeden Menschen in Deutschland darstellt. Jeder sollte frei entscheiden können, ob er sich versichert, in welchem Umfang er sich versichert und bei wem er sich versichert. Andere Länder wie Argentinien geben Beispiele, wie eine Kombination aus öffentlichem und privatem Gesundheitssystem ausschauen kann.
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Hallo und vielen lieben Dank für diesen äußerst informativen Beitrag.
Vielen Dank für diesen sehr interessanten Beitrag. Ich komme aus der Schweiz und wir werden voraussichtlich im April die Schweiz verlassen. Leider wird es uns auch in der Schweiz nicht einfach gemacht mit der kündigung der Krankenkasse.
Mit diesem Beitrag werde ich mich jetzt noch mehr in die Thematik einlesen und informieren.
Hi, soweit uns bekannt, kann man sich in der Schweiz nur von der gesetzlichen Krankenversicherung lösen, wenn man einen Wohnort im Ausland hat. Eine Abmeldung in der Schweiz reicht da nicht aus.
Sollte sich in der Zwischenzeit was geändert haben, kannst du uns gerne auf dem Laufenden halten. Danke 🙂
danke für den beitrag, sehr aufschlußreich. was mich nun mal interessieren würde, habt ihr erfahrungen damit, wie sich eine pflicht-krankenkasse anstellt,, wenn man zurück nach D zieht und wieder krankenversichert sein will/muß?
Ich weiß nur, dass man wieder in die letzte Krankenversicherung muss, bei der man vor der Abreise versichert war. Man muss dann zwei Jahre bei der bleiben und kann keine andere GKV wählen. Die Beiträge berechnen sich nach deinem Einkommen.
Und wenn man vorher bei eriner privaten krankenkasse war, hinterher aber deren Aufnahmebedingungen nicht mehr erfüllt?
Hi, meines Wissens nach musst du dann in die gesetzliche Krankenkasse.
Nein, wer zuletzt pkv versichert war und nach DE zurückkehrt, muss sich wieder privatversichern, wenn er nicht in der GKV versicherungspflichtig wird oder einen Anspruch auf Familienversicherung hat. Da gibt es wie angesprochen notfalls den Basistarif. Aus diesem Grund sollte man bei Verzug ins Ausland auch immer eine Anwartschaftsversicherung abschließen, damit man einfach wieder in den alten PKV-Tarif kommt…
Hat nicht auch die Private Krankenversicherung die Pflicht, dich zumindest in einem Basistarif zurück zu nehmen? Das würde ich mal prüfen.
Ansonsten denke ich, musst du aufpassen, denn die gesetzlich muss dich soweit ich weiß nur wieder zurück nehmen, wenn du in einem versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis bist. Das ist ja ein grundsätzliches Problem, unabhängig von einem Auslandsaufenthalt.
Meine Info zur Wahl der Krankenkasse nach der Rückkehr nach Deutschland ist diese: „Es gilt eine reguläre Frist von 3 Monaten, in denen man sich (sofern man die Voraussetzungen erfüllt) in einer gesetzlichen Krankenkasse seiner Wahl versichern kann. Verpasst man diese Frist, muss man in die Kasse, in der man vorher versichert war. In den meisten Fällen wird es einfacher sein, die zuletzt da gewesene Kasse gleich zu kontaktieren statt eine andere GKV“
Ansonsten muss man bei der neu gewählten Kasse dann 18 Monate bleiben.
Wenn eine freiwillige Mitgliedschaft nach § 9 SGB V begründet werden soll, stimmt dies mit der allgemeinen („freien“) Krankenkassenwahl. Dafür müssen aber auch die entsprechenden Voraussetzungen vorliegen (für die meisten wohl die Vorversicherungszeiten gemäß Absatz 1 Nr. 1 und 2). Zudem ist die Begründung einer freiwilligen Mitgliedschaft auf Basis von § 9 Abs. 1 Nr. 1 und 2 nur für Rückkehrer aus einem anderen EU/EWR/Schweiz bzw. Abkommensstaat für die Krankenversicherung denkbar. Für die meisten Auslandsrückkehrer wird wohl aber die sogenannte Auffangversicherungspflicht (§ 5 Abs. 1 Nr. 13 SGB V) relevant sein, wenn sie nicht direkt einer anderen vorrangigen Versicherungspflicht unterliegen… Weiterlesen »
Pollinger Franz
Das ist ja sehr interessant , weißt du wo man das im Gesetzestext nachlesen kann?
Hallo Franz, ich nehme an deine Frage richtet sich auf folgendes: Muss man als Rückkehrer aus dem Ausland für mindestens zwei Jahre wieder in die vorherige Krankenversicherung? Ich habe leider keine Gesetzestexte dazu finden können und auch auf Nachfragen bei den Krankenversicherungen nur schwammige Antworten erhalten. Jedoch hatte ich es drei Mal selbst erlebt. Nach meiner Rückkehr wollte mich keine neue Krankenversicherung aufnehmen und jede verwies darauf, dass ich zuerst zwei Jahre in die vorherige muss und dann erst wechseln darf. Ich nehme an es hat etwas mit der Bindungsfrist (18 Monate, und ab 2021 nur noch 12 Monate) zutun… Weiterlesen »
Harm Diesner
Danke für Eure weit reichende Information bezügl.Krankenversicherung.
Kennt Ihr zufällig auch Langzeitreisende, die Rente beziehen und wie das da läuft, wenn man sich aus Deutschland abmeldet? Gibt es da vielleicht auch noch Abzüge von der Rente, wenn man keinen Wohnsitz mehr in Deutschland hat?
Viel Freude bei Euren Reisen wünscht
Hi, mit dem Thema habe ich mich noch nicht beschäftigt, sorry. 🙂
Masyrala
Der Anspruch auf Altersrente besteht uneingeschränkt weltweit. Renten werden auch auf Auslandskonten ausgezahlt. Es kann lediglich sein, dass die Rentenstelle, dafür zusätzliche Überweisungsgebühren abzieht. Daher ist es von Vorteil, sein deutsches – bestenfalls weltweit ansprechbares Onlinekonto – zu behalten. Im Prinzip gilt das auch für eine Erwerbsunfähigkeitsrente. Hier kann es im Einzelfall aber ein paar Ausnahmekonstellationen geben. Gar nicht möglich ist die Zahlung der Grundsicherung ins Ausland, diese ist an in Dtld. Wohnene gebunden.
Die Kompetenzüberschreitung der KK kann ich bestätigen. Sie wollten von mir auch Informationen, die sie meiner Meinung nach nichts angehen. Trotz Abmeldung bei der KK durch das AA und einer Abmeldebescheinigung aus DE wurde mein Konto gepfändet und es ging hier um mehrere tausend Euro. Die Begründung: ich könnte ja selbständig in DE arbeiten und so müsse ich krankenversichert sein.
Die Krankenkassen haben schon sehr weitreichende „Ermittlungsmöglichkeiten“ und sind auch rechtlich dazu verpflichtet vom Gesetzgeber, diese auszuschöpfen… Auch du als Versicherter hast laut Gesetz entsprechende Mitwirkungs- und Auskunftspflichten.
In meinem Fall hatte ich für einen langen Auslandsaufenthalt eine „Anwartschaft“ bei meiner privaten Krankenkasse beantragt.
Dazu musste ich eine neue Versicherung im Aufenthaltsland nachweisen.
(Die hätte ich übrigens nach erfolgtem Nachweis auch wieder kündigen können.)
Ich musste dazu jedoch weiterhin die deutsche „Pflegepflichtversicherung“ monatl. bezahlen damit mein Status nicht verfällt.
Allerdings war ich auch nicht offiziell abgemeldet in De.
Nach 11 Jahren im Ausland konnte ich aufgrund der „Anwartschaft“ dann wieder die deutsche Krankenkasse im gleichen Tarif aktivieren.
Ohne erneute Gesundheitsprüfung.
Thomas Brathge
Ein sehr interessanter Beitrag. Auf mich kommt dieses Problem im nächsten Jahr zu. Im Moment bin ich nooch privat versichert, werde aber im Januar kurzzeitig in ein Angestelltenverhältnis wechseln und somit in die GKV kommen.
Ich wollte allerdings in Deutschland weiterhin mit meinem Wohnsitz gemeldet sein. Ich habe mich bisher nur oberflächlich mit dem Thema beschäftigt. Was für Vorteile hat denn eine Abmeldung in Deutschland? Kann es Probleme bezüglich Paß-Neuausstellung geben wenn man sich abgemeldet hat?
Hallo Thomas, eine Abmeldung in Deutschland hat die folgenden Vorteile: Sozialversicherungspflichtig wie Krankenkassenbeiträge, Rentenbeiträge usw. fallen weg; Man hat die freie Wahl, ob man sich in einer Krankenkasse versichern möchte oder nicht; Freie Wahl bei welcher Krankenkasse man sich versichern möchte z.B Auslandskrankenkasse oder internationale Krankenkasse; Schulpflicht für Kinder fällt ebenfalls weg; Man kann all seine Verträge außerordentlich kündigen; Die Beantragung eines neuen Reisepasses in einer deutschen Botschaft im Ausland ist meistens schneller und günstiger. 🙂
Vielen Dank für diesen tollen und vor allem hilfreichen Bericht.
Aber ich hätte dennoch eine Frage wie sieht es aus wenn mann zum Beispiel nach 5 oder 10 jahren nach Deutschland zurück geht und in die gesetliche Krankenkasse möchte nehmen die da einen wieder auf ?Habe gehört das das nicht immer der Fall ist oder bis zu einen bestimmten Alter.
Hi, ja die gesetzlichen Krankenkassen müssen laut Gesetz jeden, der sich in Deutschland wieder anmeldet, aufnehmen. Ansonsten würden alle neu zugewanderten Bürger aus anderen Ländern keine Krankenversicherung haben. Das wäre undenkbar. Es gibt nur den Sonderfall, wenn du bereits in Deutschland lebst und über 55 Jahre alt bist und dann von der Privaten oder in eine andere Gesetzliche Krankenkasse wechseln möchtest, dass diese dich dann ablehnen können.
Nein, die gesetzlichen Krankenkassen müssen nur die nehmen, die versicherungspflichtig oder -berechtigt sind… Es gibt viele Menschen, die nach Deutschland (zurück-)kommen und die sich nicht (direkt) gesetzlich krankenversichern können. Für diese mit Wohnsitz in DE besteht dann in der PKV eine Versicherungspflicht.
Hi Christian, danke für die Klarstellung 🙂
ich habe sehr unproblematische Erfahrungen gemacht.
Abmeldung bei der Krankenkasse mit Flugticket und Auslandskrankenversicherung. Nach 6 Monaten, wenn ich zurück bin, kann ich mich ohne Anwartschaft wieder anmelden. Ich melde mich nicht aus D ab.
Hi Sol, ja wenn man für 6 Monate verreist, sollte es kein Problem darstellen. Die meisten Krankenkassen lassen den Vertrag einfach ruhen. Dies ist auch ohne Anwartschaft möglich! Dennoch würden wir jedem empfehlen eine Bestätigung einzuholen, dass keine Beiträge weiterlaufen! 🙂
Vielen Dank für diesen wichtigen und interessanten Beitrag. Ich habe bei meiner KK (BEK) einen Antrag zur Anwartschaft gestellt, der auch sofort genehmigt wurde. Das Problem ist nämlich, dass wenn man sich abmeldet bei Rückkehr keine Möglichkeit besteht, wieder in die öffentliche KV einzutreten, man muss sich privat versichern, was einen finanziell ruinieren kann. Also, die Anwartschaft ist nicht gerade billig, aber durchaus wert (jedenfalls für mich). An- und Zurückmeldung war unproblematisch. Es hängt wohl auch vom Alter ab, auf jeden Fall rate ich, sich gut zu informieren. Ich war auch bei der Hanse Merkur versichert und sie bietet einen… Weiterlesen »
Hi Jasmin, dass mit HanseMerkur ist schon der Knaller! Macht wirklich keinen Sinn, was die da treiben. Danke für die Information :-).
Hallo … erstmal vielen Dank für die Mühen die ihr euch macht, um andere zu informieren. Nun hab ich schon diverse Beiträge in den letzten Wochen gelesen und werde immer unschlüssiger, was ich jetzt machen soll. Ich möchte Dtl den Rücken kehren, habe aber mit 51 Jahren und diversen ausgestandenen Krankheiten Bammel und kann keine Entscheidung treffen. Soll ich A) erstmal „so“ versuchen, für 3-6 Monate in Spanien klar zu kommen, eine Meldeanschrift in Dtl suchen (wie funktionieren die Beiträge zur KV, wenn man kein Einkommen hat?) B) einfach alles abschliessen, sich abmelden und hoffen, irgendwie durch zu kommen? Mir… Weiterlesen »
Hi Anke, ich würde an deiner Stelle mit der Krankenkasse in Deutschland erst einmal sprechen und fragen, ob du die Krankenkasse für einige Monate stilllegen oder eine Anwartschaft machen kannst. Das müsste für 6 – 12 Monate ohne Probleme gehen. So hast du dann die Kosten für die KV in Deutschland erst einmal gestoppt. Anschliessend würde ich eine ganz normale Auslandskrankenversicherung für unter 12 Monate z.B bei der BDAE abschliessen, die auch in Deutschland für einige Wochen leistet. Meistens sind diese Auslandskrankenversicherungen unter 12 Monate nicht sehr teuer und je nach Leistung unter 100 Euro zu haben. So hast du… Weiterlesen »
Mirjam Samira
Toller Artikel und auf den Punkt gebracht. Eine Sache möchte ich noch ergänzen. Falls die Auslands-KV keine Behandlungen in Deutschland abdeckt, kann man auch ganz unkompliziert vor Einreise nach Deutschland eine Incoming-Versicherung abschließen für die Dauer des Aufenthaltes. Das ist möglich für eine Besuchszeit von bis zu 3 Monaten. Wir haben da sehr gute Erfahrungen mit der ERV gemacht. Die kostet je nach Selbstbehalt zwischen 1,40 und 2,20 Euro pro Tag. Sehr einfach telefonisch im Voraus abzuschließen, erforderlich ist eine Wohnadresse im Ausland, es muss jedoch keine Meldeadresse sein. Viele kennen diese Möglichkeit nicht, da es meistens von Ausländern, die… Weiterlesen »
Hi Mirjam, danke für die Info, diese Möglichkeiten kannten wir auch noch nicht und werden es definitiv mal vlt. ausprobieren. LG.
Ja, das ist deshalb wichtig zu wissen, weil viele immer meinen, sie müssten eine Versicherung haben, die Deutschland auch mit abdeckt, aber die sind dann ja meistens teurer. So ist das mit der Incoming-Versicherung eine ganz gute Lösung und auch echt günstig.
Hallo und vielen Dank für die Infos!!!
Nach Abmeldung, Wenn die Krankenkasse Druck macht, um extra Geld oder Dokumenten zu fördern, was mach man? Reicht es wenn man die einfach ignoriert? Wie habt euch gemacht?
Oder muss man dann mit ein Anwalt antworten (kommen dann extra Kosten… 🙁 ) und sagen dass der Gesetzt anders ist, und dass die können kein Geld und keine andere Dokumenten verlangen?
Und auch, Durch welche Wege kann die Krankenkasse überhaupt jemand finden und weiter Geld Anfragen, wenn man nur ein Hostel Adresse gibt?
Ich muss zurück nach Italien und ich möchte alle richtig planen 🙂
Hallo Cecilia, nach dem deutschen Gesetz müssen Sie nur bis zu dem Tag Krankenkassenbeiträge zahlen, zu dem Sie in Deutschland angemeldet waren (§5 SGB V ). Sobald Sie sich aus Deutschland abmelden, sind Sie nicht mehr versicherungspflichtig und Sie müssen keine Krankenkassenbeiträge mehr bezahlen (§ 190 SGB Abs. 13 Nr. 2 SGB V ). Wenn Sie Beitragsschulden bei der Krankenkasse haben, die sich bis zum Zeitpunkt der Abmeldung aus Deutschland angesammelt haben, dann sollten Sie diese zurück bezahlen und eine schriftliche (!) Bestätigung verlangen. Es kann sein, dass die Krankenkassen, je nach Fall neben der Abmeldebescheinigung noch einen weiteren Nachweis… Weiterlesen »
Es wird hier immer auf den § 190 Abs. 13 Nr. 2 SGB V verwiesen, der ist aber für wahrscheinlich niemanden hier relevant. In diesem geht es um die Beendigung der Mitgliedschaft von Versicherungspflichtigen, die sich in der sogenannten Auffangversicherung (§ 5 Abs. 1 Nr. 13) befinden. Ich sage aber mal, das wird hier keiner sein, denn diese Auffangversicherungspflicht hat seit Einführung der obligatorischen Anschlussversicherung für inländische Fälle so gut wie keine Bedeutung mehr… Laut „Monatsstatistik der Gesetzlichen Krankenversicherung über Mitglieder, Versicherte und Kranke, April 2019“ gab es gerade mal 103.243 Versicherungspflichtige nach § 5 Abs. 1 Nr. 13 SGB… Weiterlesen »
Tja, ich stehe davor die meiste Zeit in Österreich und Italien zu verbringen. Wenn ich nun in Deutschland versteuere, dann brauche ich doch eine deutsche Meldeadresse? Kann ich versichern, dann den Wohnsitz abmelden, dann die GKV kündigen und trotzdem Steuern in Deutschland zahlen? Wenn ich wieder nach Deutschland zurückkomme, habe ich dann einen höheren GKV-Beitrag (aktuell ist er recht niedrig)?
Hallo Christian, sorry erst einmal für die verspätete Antwort. Zum GKV-Beitrag: Der GKV-Beitrag ist prozentual und berechnet sich nach deinem Einkommen und nicht nach deinem Gesundheitszustand oder Alter wie bei der PKV (Privaten Krankenversicherung). Wenn die GKV die Beiträge erhöht, dann erhöhen sich diese Beiträge für alle, die in derjenigen GKV versichert sind und nicht individuell. Das bedeutet: Wenn du dich aus Deutschland abmeldest und zum Beispiel für zwei Jahre das Land verlässt und die GKV in der Zwischenzeit die Beiträge wieder erhöht, dann zahlst du natürlich höhere Beiträge, wenn du wieder nach Deutschland zurückkommst. Das Gleiche gilt aber auch,… Weiterlesen »
Sehr umfassender Artikel. Einerseits ist diese Pflicht tatsächlich ein schwer Eingriff in die Freiheit selbst zu wählen. Andererseits hatte der Vater eines Freundes vor einigen Jahren keine KV und erkrankte an Lungenkrebs. Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, dürfte der Sozialstaat = wir Steuerzahler dafür aufkommen. Daher kam die Pflicht.
Eine automatische Abmeldung bei der gesetzlichen Kasse erfolgt durch die Abmeldung aus Deutschland also nicht, richtig?
Hi, ja laut Gesetz ist man eigentlich nach einer Abmeldung aus Deutschland auch nicht mehr krankenversichert und hat auch keinen Anspruch mehr darauf. So sollte es jedenfalls sein. Es gibt in Deutschland nach Schätzungen mehr als 100.000 Menschen die ohne Krankenversicherung immer noch leben und nicht selten von freiwilligen Ärzten kostenlos behandelt werden. Gut ist, dass es immer noch Ausnahmen gibt, in denen der Staat einspringt und Menschen hilft, egal, ob sie eingezahlt haben oder nicht. Es wäre auch bedauerlich und beschämend, wenn es der Staat oder wir nicht tun würden. Vor allem, vor dem Hintergrund, wenn man bedenkt, dass… Weiterlesen »
Die abmeldung ist sofort die Kündigung wenn jemand wieder zurück kommt musst nicht die Beiträge nicht zahlen ich meine die zeit die im Ausland war?????
Hi, Sie sollten unbedingt eine Kündigungsbestätigung der Krankenkasse einholen, damit Sie keine Überraschungen erleben.
Hallo, ich hab eine Frage für denn gleichen Thema.
Ich hab mich gekündigt und die abmeldung geschickt aber kriegte keine Anwort seit 3 monate und dann sagte mir die Krankenkasse das Sie mir bestätigen das ich mehr bei die Krankenkasse nicht mehr versichert bin . Und aber keine Kündigung schreiben können .
Ist jetzt vorbaei mit der krankasse oder laufen die Beiträge weiter? Bei mir ist es so das ich nicht für Auswanderung oder Reise bei mir ist es für immer ich bleibe im Ausland und Versichere mich im Ausland .
Hallo Konstantina, wenn Sie eine Kündigungsbestätigung von der Krankenkasse erhalten haben und auch aus Deutschland abgemeldet sind, dann laufen natürlich auch keine Beiträge weiter, wenn Sie vorher alles schon beglichen haben. Grüße
Steran Vockrodt
Sehr guter Artikel, meiner Meinung nach verstösst es sowieso gegen die Menschenrechte das man zu einem Vertragsabschluss gezwungen werden darf
Ja, leider ist es so. Auch wenn die Menschen in Deutschland in einem demokratischen Land leben, haben diese dennoch durch direkte Einwirkung ziemlich wenig zu sagen. Es wird zu oft über die Köpfe der Menschen entschieden ohne gemeinsam durch eine demokratische Abstimmung eine Lösung zu finden. Hoffentlich bessert es sich in der Zukunft! 😉
Danke für den Beitrag! Ich bin grade wieder dabei mir zu überlegen, wie ich es mit der KV mache, wenn ich wieder ins Ausland gehe. Werde mich wieder abmelden, das ist das einfachste. Ich stimme zu, dass es super anstregend ist jedes Mal mit der Krankenkasse. Die haben leider oft selber keine Ahnung. Mit der Abmeldung hatte ich letztes Mal keine Probleme, jedoch, wollte sie mich nicht wieder aufnehmen, als ich wieder kam. Da ich zu dem Zeitpunkt weder Studentin war, noch gearbeitet habe (ich war grade erst wieder in DE angekommen), meinten sie, ich hätte keinen Anspruch. Super anstregend!… Weiterlesen »
Ja, leider ist das so, genau wie du es beschreibst. Oft haben die Mitarbeiter selbst kaum Erfahrung mit Reisenden, die wieder zurück nach Deutschland kommen und sich wieder anmelden. Wenn man einwenig aus dem gewohnten Raster der Krankenversicherungen fällt, sind diese oft ratlos. Da sollte man sich nicht aus der Ruhe bringen lassen und am besten gleich das eine oder andere Gesetz erwähnen, das hilft meistens. Den das Handeln der Krankenkassen ist strengstens nach Gesetz geregelt. Lasst euch also kein Pferd verkaufen! Soweit mir bekannt ist, ist jede Krankenkasse verpflichtet einen Bürger aufzunehmen, sobald dieser sich in Deutschland angemeldet hat.… Weiterlesen »
Hallo zusammen, Eine Frage an euch. Ich war letztes Jahr ab März krank geschrieben und lebte in DE. Im April zog ich in die Schweiz und war weiter krank geschrieben. Ich habe mich komplett aus DE abgemeldet. Die Krankenkasse in DE hat Krankengeld gezahlt. Bis Oktober ging die Krankschreibung. Im Oktober bestätigt mir die Krankenkasse, dass ich nach §192 Abs 1 Nr.2 und 3 SGB V,KG, ÜG, VG und PUG“ Fortbestehen der Mitgliedschaft Versicherungspflichtiger habe. Jetzt sagt mir die Krankenkasse sie möchte das zuviel gezahlte Krankengeld zurück, da ich mich in der Schweiz hätte versichern müssen. Hätte mich meine Versicherung… Weiterlesen »
Hallo Verena, dein Fall ist ziemlich speziell und soweit ich weiß bist du ab Abmeldung aus Deutschland nicht mehr Krankenversicherungspflichtig und hast natürlich auch keine Ansprüche mehr an die Krankenkasse in Deutschland. Von der Krankenkasse gezahlte Beiträge bzw. Leistung muss man im Normalfall dann zurückzahlen. Es hängt auch davon ab, ob du weiterhin Beiträge an die Krankenkasse gezahlt hast. Evtl. hast du Glück, weil die meisten Krankenkassen darauf bestehen, dass man eine 3-monatige Kündigungsfrist einhält und weitere drei Monate bezahlt, obwohl man sich aus Deutschland abgemeldet hat. Lese mal nach, ob du eine Kündigungsfrist bei deiner Krankenkasse ebenfalls hast, dann… Weiterlesen »
Hallo, ich bin kanadischer Staatsbürger und kam vor einigen Monaten hierher, um hier in Deutschland zu arbeiten. Ich habe eine AOK-Krankenversicherung abgeschlossen. Zufällig habe ich vor einigen Wochen wegen des Corona-Virus meine Arbeit verloren. Ich habe mich beim Arbeitsamt erkundigt und auch festgestellt, dass ich keinen Anspruch auf Arbeitslosenbeiträge habe. Also beschloss ich, nach Kanada zurückzugehen und nach einigen Monaten nach Deutschland zurückzukehren, bis sich die Dinge wieder normalisiert haben. Ich beabsichtige, mich vom Antrag auf öffentliche Krankenversicherung abzumelden. Allerdings kenne ich die Konsequenzen dieser Aktion nicht. Werde ich mich bei meiner AOK-Krankenkasse anmelden können, wenn ich nach einigen Monaten… Weiterlesen »
Hallo Sébastien, ich würde an deiner Stelle mit der Krankenkasse AOK darüber sprechen. Ich bin mir sicher, dass diese dich als Kunden behalten möchten und für diese Zeit deinen Account einfach einfrieren können. Frage deine Krankenkasse, ob die das machen können. Soweit ich weiß, macht das die AOK. Wenn nicht, dann frage diese, ob Sie eine Anwartschaftsversicherung haben. Dies garantiert dir, dass Sie dich wieder zu gleichen Konditionen aufnehmen.
Hallo ihr lieben! Vielen Dank für den Beitrag! Ich hatte die Situation, dass die Krankenkasse trotz Abmeldung in Deutschland nachträglich einen extrem hohen Betrag von mir haben wollte. die Krankenkassen können übrigens auch ohne Bescheinigung sehen wo und wann deutsche Bürger an- abgemeldet sind. ich habe mich geweigert Geld zu zahlen, nachdem die Mitarbeiter mit schlichtweg angelogen haben und mir letztendlich gedroht haben bzw. mich versucht haben einzuschüchtern. Also Leute lasst euch nichts erzählen, schon gar nicht von Menschen die einer Organisation helfen, die mit lügen und anderen mit fremden Methoden versuchen den menschen Geld aus der Tasche zu ziehen.… Weiterlesen »
Hallo Sol, danke für deine Erfahrung und den Tipp, dass die Krankenkassen über die Abmeldung aus Deutschland automatisch bereits online informiert werden.
Leider haben auch so wie du, viele anderen Ähnliche Erfahrungen mit den Krankenkassen gemacht, was natürlich sehr enttäuschend ist und nicht tragbar. Ich wünsche dir alles Gute und Gesundheit für die Zukunft ;-).