Source: http://www.zls-muenchen.de/marktueberwachung/richtlinienvertreter/richtlinienvertretung_psa/aktuelles_psa.htm
Timestamp: 2018-06-23 19:51:17
Document Index: 367236072

Matched Legal Cases: ['Art. 47', '§ 4', '§ 4', 'Art. 47', 'Art. 47', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 1', '§ 3', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4']

Richtlinienvertretung PSA Aktuelles - Internetangebot Koordination Marktüberwachung
Richtlinienvertretung PSA
Richtlinienvertreter persönliche Schutzausrüstung (PSA)
Erstmalige Veröffentlichung der Guidelines (Leitfaden/Leitlinien) zur Verordnung 2016/425/EU
Grafische Darstellung des Übergangs von der Richtlinie 89/686/EWG zur Verordnung 2016/425/EU
Liste der harmonisierten Normen unter der Richtlinie 89/686/EWG 03/2018 und erstmalig für die Verordnung (EU) 2016/425
Normübergang am Beispiel der EN 388
Liste der harmonisierten Normen unter der Richtlinie 89/686/EWG 12/2017
Interpretierendes Papier (Art. 47) der Europäischen Kommission zur Implementierung der Verordnung (EU) 2016/425
Liste der harmonisierten Normen unter der Richtlinie 89/686/EWG 10/2017
Leitlinien zur Richtlinie 89/686/EWG überarbeitet
Liste der harmonisierten Normen unter der Richtlinie 89/686/EWG 04/2017
Frage- und Antwort-Dokument der Europäischen Kommission zur Implementierung der Verordnung (EU) 2016/425
Liste der harmonisierten Normen unter der Richtlinie 89/686/EWG 09/2016
PSA-Verordnung im Amtsblatt EU veröffentlicht
Entscheidung der PPE WG zu Ohrenstöpseln
PSA-Verordnung vom Rat der Europäischen Union angenommen
Korrigendum der Liste der harmonisierten Normen
PSA-Verordnung vom Europäischen Parlament verabschiedet
PSA für Polizei- und Ordnungskräfte
Liste der harmonisierten Normen unter der Richtlinie 89/686/EWG 12/2015
Veröffentlichung der EN 795:2012 als harmonisierte Norm
Liste der harmonisierten Normen unter der Richtlinie 89/686/EWG 12/2014
Streichung der EN 1384 aus der Liste der harmonisierten Normen
Liste der harmonisierten Normen unter der Richtlinie 89/686/EWG 04/2014
Europäische Kommission legt Entwurf für eine PSA-Verordnung vor
Sonnenbrillen, Übergang EN 1836 - EN ISO 12312
PSA-Grundnorm, Übergang EN 340 - EN ISO 13688
Muster-EG-Konformitätserklärungen
Liste der harmonisierten Normen unter der Richtlinie 89/686/EWG 12/2013
Warnkleidung, Übergang EN 471 - EN ISO 20471
Probleme beim Durchtrittschutz von Sicherheitsschuhen
Protektoren beim Mountainbiking
Dry Suits (Trockenanzüge)
Experts-Working-Group bei der Europäischen Kommission
Die Europäische Kommission hat Anfang Mai 2018 erstmalig die PPE-Guidelines zur PSA-Verordnung veröffentlicht. Diese Leitlinien entfalten aber keinen Rechtscharakter und sind nach eigenen Angaben der Europäischen Kommission ein unverbindliches Dokument. Die Leitlinien für die PSA-Verordnung in der Fassung April 2018 entsprechen an einigen Stellen nicht der Rechtsauffassung Deutschlands und sollten daher sehr vorsichtig zur Anwendung kommen.
Grafische Darstellung des Übergangs von der PSA-Richtlinie zur PSA-Verordnung
Folgende grafische Darstellung soll helfen, den Übergang von der Richtlinie 89/686/EWG zur Verordnung 2016/425/EU zu vollziehen:
Neuveröffentlichung der Liste der harmonisierten Normen für die Richtlinie 89/686/EWG und erstmalige Veröffentlichung der harmonisierten Normen für die Verordnung 2016/425/EU
Die Europäische Kommission hat im ABl. C 113 vom 27.03.2018, S. 41–64 die harmonisierten Normen, die für PSA den Vermutungstatbestand des § 4 ProdSG auslösen, neu veröffentlicht. Ferner hat sie im selben Amtsblatt, S. 03-40 die harmoniserten Normen für die PSA-Verordnung 2016/425/EU erstmalig veröffentlicht.
PDF-Dokument in Deutsch für die Richtlinie 89/686/EWG
PDF-Dokument in Deutsch für die Verordnung 2016/425/EU
Änderung einer harmonisierten Norm am Beispiel der EN 388
Wenn eine unter einer Richtlinie/Verordnung des europäischen Gemeinschaftsrechts harmonisierte Norm durch eine Nachfolgeversion abgelöst wird, besteht bei den beteiligten Kreisen (Hersteller, Händler, notifizierte Stellen etc.) immer Uneinigkeit, wann ein Produkt der neuen Norm entsprechen muss und wie lange es nach alter Norm noch auf dem Markt verbleiben darf. Die folgende Grafik soll als Problemlösung den Vorgang des Normübergangs visualisieren und die entsprechenden Pflichten und Rechte klären:
Bereitstellen = jede entgeltliche oder unentgeltliche Abgabe des Produkts zum Vertrieb oder zur Verwendung auf dem Markt der Union im Rahmen einer Geschäftstätigkeit (Handelskette)
Inverkehrbringen = erstmaliges Bereitstellen auf dem Markt der Union (Focus ist das einzelne Produkt, nicht der Typ)
Die benötigten Daten für den "Übergangszeitraum" ergeben sich aus den Veröffentlichungen der Europäischen Kommission im Amtsblatt der Europäischen Union. In der mehrmals pro Jahr veröffentlichten Liste der harmonisierten Normen finden sich die Daten wie folgt:
Neuveröffentlichung der Liste der harmonisierten Normen für die Richtlinie 89/686/EWG
Die Europäische Kommission hat im ABl. C 435 vom 15.12.2017, S. 06–40 die harmonisierten Normen, die für PSA den Vermutungstatbestand des § 4 ProdSG auslösen, neu veröffentlicht.
PDF-Dokument in Deutsch
Veröffentlichung eines interpretierenden Papiers (Art. 47) der Europäischen Kommission zur Implementierung der Verordnung (EU) 2016/425
Die Europäische Kommission hat auf ihrer PSA-Webseite ein interpretierendes Papier zur Auslegung von Art. 47 veröffentlicht. Demnach ist es unter gewissen Umständen zulässig, auch nach dem 20.04.2019 noch PSA mit der (alten) EG-Baumusterprüfbescheinigung in Verkehr zu bringen.
PDF-Dokument in Englisch
Die Europäische Kommission hat im ABl. C 344 vom 13.10.2017, S. 01–31 die harmonisierten Normen, die für PSA den Vermutungstatbestand des § 4 ProdSG auslösen, neu veröffentlicht.
PDF-Dokument "Korrigendum zur Liste"
Leitlinen (Guidelines) zur PSA-Richtlinie überarbeitet
Die Europäische Kommission hat die Leitlinien (Guidelines) zur Richtlinie 89/686/EWG überarbeitet und die Version vom 24.08.2017 auf der PSA-Webseite veröffentlicht. In der Überarbeitung enthalten sind außer redaktionellen Änderungen Modifikationen der Kategorisierungstabellen:
Tabelle 4 "Kopfschutz" (Stichwort: Anstoßkappen)
Tabelle 6 "Schutzkleidung" (Stichwort: Trockenanzüge)
Tabelle 10 "Schutz gegen Ertrinken und Auftriebshilfen" (Stichwort: Seile zur Eisrettung)
Tabelle 13 "Rettungsausrüstung" (Stichwort: Lawinenairbags) und
(nicht abschließende) Tabelle zu UV-Schutz (Stichwort: erste Veröffentlichung)
Die Europäische Kommission hat im ABl. C 118 vom 12.4.2017, S. 11–42 die harmonisierten Normen, die für PSA den Vermutungstatbestand des § 4 ProdSG auslösen, neu veröffentlicht.
HTML-Webseite in Deutsch
Veröffentlichung der Frage- und Antwortliste der Europäischen Kommission zur Implementierung der Verordnung (EU) 2016/425
Die Europäische Kommission hat auf ihrer PSA-Webseite ein Frage-/Antwort-Dokument zur ersten Verdeutlichung der neuen PSA-Verordnung veröffentlicht.
Die Europäische Kommission hat im Official Journal C 332 vom 09.09.2016, S. 84-113 die harmonisierten Normen, die für PSA den Vermutungstatbestand des § 4 ProdSG auslösen, neu veröffentlicht.
PSA-Verordnung im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht
Die neue Verordnung für persönliche Schutzausrüstungen trägt mit der Veröffentlichung die offizielle Bezeichnung „Verordnung (EU) 2016/425 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 9. März 2016 über persönliche Schutzausrüstungen und zur Aufhebung der Richtlinie 89/686/EWG“.
Die Vorschrift tritt am 20. April 2016 - 20 Tage nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt - in Kraft. Anwendung findet sie mit den meisten Bestimmungen zwei Jahre später, das heißt ab dem 21. April 2018. Produkte, die unter die Richtlinie 89/686/EWG fallen und der Richtlinie entsprechen, dürfen noch bis zum 20. April 2019 in Verkehr gebracht werden.
zum deutschen Verordnungstext als HTML-Seite
Entscheidung der PPE-Working-Group zu Ohrenstöpseln
Die Arbeitsgruppe für persönliche Schutzausrüstung der Europäischen Kommission (PPE WG) hat nach Diskussion über mehrere Sitzungen entschieden, dass Ohrenstöpsel, die nicht vor Gefährdungen schützen, nicht als PSA gelten. Orginaltext des Beschlusses: "Ear plugs not designed to protect against hazards, e.g. ear plugs for sleeping and ear plugs for flying are not PPE". Eine Veröffentlichung des Beschlusses wird im Rahmen der Aktualisierung der PSA-Leitlinien (PPE Guidelines) stattfinden.
Der RAT DER EUROPÄISCHEN UNION (Wirtschaft und Finanzen) hat auf seiner 3445. Tagung am 12. Februar 2016 in Brüssel den Verordnungstext mit 87,27 % der (Bevölkerungs-) Stimmen (Gegenstimme UK) angenommen.
Korrigendum der Liste der harmonisierten Normen für die Richtlinie 89/686/EWG
Die Europäische Kommission hat im Offical Journal C 14 vom 15.01.2016 die Liste der harmonisierten Normen für PSA korrigiert. Demnach ist die EN 469:2014 "Schutzkleidung für die Feuerwehr..." noch nicht harmonisiert. Es gilt weiterhin die Ausgabe aus den Jahren 2005/2006.
HTML-Weibseite in Deutsch
Europäisches Parlament verabschiedet PSA-Verordnung
Das Europäische Parlament hat in seiner Sitzung vom 20.01.2016 die neue PSA-Verordnung verabschiedet. Nach Annahme durch den Europäischen Rat bleibt die Veröffentlichung im EU-Amtsblatt abzuwarten.
Entwurf Verordnungstext (Deutsch)
Persönliche Schutzausrüstung für Polizei- und Ordnungskräfte
Verkehrskontrolle (Foto: VisualBeo
aus der deutschsprachigen Wikipedia)
Bei Kontrollen von deutschen notifizierten Stellen ist der ZLS aufgefallen, dass dort EG-Baumusterprüfungen auch für PSA der Polizei- und Ordnungskräfte durchgeführt wurden und solche Produkte auch EG-Baumusterprüfbescheinigungen erhalten haben und mit dem CE-Kennzeichen versehen waren.
Für das Ausstellen von EG-Baumusterprüfbescheinigungen und der damit verbundenen CE-Kennzeichnung fehlt hier jedoch die erforderliche Rechtsgrundlage, da die Bestimmungen der Achten Verordnung zum Produktsicherheitsgesetz (Verordnung über die Bereitstellung von persönlichen Schutzausrüstungen auf dem Markt - 8. ProdSV) ausdrücklich nicht für PSA gelten, die „ausschließlich für die Bundeswehr, den Zivilschutz, die Polizeien des Bundes und der Länder sowie sonstige Einrichtungen, die der öffentlichen Sicherheit oder der öffentlichen Ordnung“ vorgesehen sind (§ 1 Abs. 5 Nr. 1 8. ProdSV). Auch die PSA-Benutzungsverordnung (Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Benutzung persönlicher Schutzausrüstungen bei der Arbeit - PSA-BV) nimmt in § 3 Ziffer 3. solche Produkte aus.
Öffentliche Auftraggeber müssen daher in diesen Fällen eigene Anforderungen formulieren, die selbstverständlich - abgesehen von den formellen Anforderungen – den Forderungen des Gemeinschaftsmarktes entsprechen oder diese erweitern können.
Prüfstellen können auch Bescheinigungen über die Einhaltung sicherheitstechnischer Anforderungen harmonisierter Normen ausstellen, allerdings nicht unter der Bezeichnung „EG-Baumusterprüfbescheinigung“; diese ist persönlichen Schutzausrüstungen vorbehalten, die unter die entsprechenden Bestimmungen der EG-Richtlinie zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten für persönliche Schutzausrüstungen (89/686/EWG) fallen und die Grundlage für die CE-Kennzeichnung ist.
Die Europäische Kommission hat im Official Journal C 412 vom 11.12.2015, S. 10-43 die harmonisierten Normen, die für PSA den Vermutungstatbestand des § 4 ProdSG auslösen, neu veröffentlicht.
Veröffentlichung der Norm EN 795:2012 in der Liste der harmoniserten Normen unter der Richtlinie 89/686/EWG
Die Europäische Kommission hat im Offical Journal L 309 vom 26.11.2015 den Durchführungsbeschluss 2015/2181 veröffentlicht, dass die EN 795:2012 "Persönliche Absturzschutzausrüstung — Anschlageinrichtungen" als harmonisierte Norm unter der PSA-Richtlinie veröffentlicht wird. Dieser Beschluss enthält den Warnhinweis, dass Ankerpunkte der Typen A, C und D nicht als PSA anzusehen sind. Dieser Beschluss gilt ab dem 16.12.2015.
Die Europäische Kommission hat im Offical Journal C 113 vom 08.04.2015 die Liste der harmonisierten Normen für PSA korrigiert. Demnach ist die EN 469:2014 "Schutzkleidung für die Feuerwehr..." noch nicht harmonisiert. Es gilt weiterhin die Ausgabe aus den Jahren 2005/2006.
Die Europäische Kommission hat im Official Journal C 445 vom 12.12.2014, S. 17-47 die harmonisierten Normen, die für PSA den Vermutungstatbestand des § 4 ProdSG auslösen, neu veröffentlicht.
Beschluss der Kommission zu EN 1384
Die Europäische Kommission hat im Official Journal L 297/11 vom 15.10.2014 den Beschluss veröffentlicht, die Fundstelle der EN 1384:2012 „Schutzhelme für reiterliche Aktivitäten“ aus dem Amtsblatt der Europäischen Union zu streichen. Damit verliert die EN 1384 mit Wirkung vom 04.11.2014 den Status einer harmonisierten Norm. Sie entfaltet nicht mehr die Vermutungswirkung nach § 4 ProdSG.
Die europäische Kommission hat im Official Journal C 110 vom 11/04/2014, S. 77-104 die harmonisierten Normen, die für PSA den Vermutungstatbestand des § 4 ProdSG auslösen, neu veröffentlicht.
Am 27.03.2014 hat die Europäische Kommission einen Vorschlag für eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates über persönliche Schutzausrüstungen veröffentlicht. Ziele der Ersetzung der Richtlinie 89/686/ EWG sind:"...der verbesserte Schutz der Gesundheit und Sicherheit von PSA-Nutzern, die Sicherung fairer Wettbewerbsbedingungen für die im Bereich PSA tätigen Wirtschaftsakteure auf dem Binnenmarkt sowie die Vereinfachung der europäischen rechtlichen Rahmenbedingungen auf dem Gebiet der PSA."
Zum Verordnungsentwurf auf den Seiten der Europäischen Kommission.
Die Verhandlungen im Rat werden Ende April 2014 beginnen. Mit der Verabschiedung der Verordnung ist ggf. 2016 zu rechnen. Sie wird dann zwei Jahre und zwanzig Tage nach dem Verkündungsdatum Geltungsbeginn haben und beinhaltet ebenfalls eine abweichende Bestimmung, ab wann notifizierte Stellen nach dieser Verordnung von den benennenden Stellen der Mitgliedstaaten notifiziert werden dürfen. Auch Übergangsbestimmungen für Produkte und EG-Baumusterprüfbescheinigungen sind enthalten.
Übergang DIN EN 1836 - DIN EN ISO 12312
Die europäische Kommission hat informiert, dass die Ersetzung der DIN EN 1836 "Persönlicher Augenschutz - Sonnebrillen..." durch die DIN EN ISO 12312 "Augen- und Gesichtsschutz - Sonnenbrillen..." verschoben wird. Geplantes Datum war der 28.02.2014, nunmehr soll der 28.02.2015 das Datum des Übergangs sein. Die Liste der harmonisierten Normen unter der Richtlinie 89/686/EWG wird so bald wie möglich entsprechend korrigiert.
Übergang DIN EN 340 zu DIN EN ISO 13688
Die DIN EN 340 "Schutzkleidung - Allgemeine Anforderungen; Deutsche Fassung EN 340:2003" verliert mit Ablauf des 31.01.2014 ihren Status als harmonisierte Norm unter der Richtlinie 89/686/EWG (PSA-Richtlinie) und damit auch ihre Vermutungswirkung gemäß § 4 ProdSG. Die Norm wird ersetzt durch DIN EN ISO 13688:2013-12 mit identischem Titel. Die neue Norm ist bereits als harmonisierte Norm unter der PSA-Richtlinie durch die europäische Kommission gelistet.
Der Umfang der änderungen durch diesen Normenübergang, besonders die änderungen in Abschnitt 4, aber auch 5 und 7 lassen eine Prüfung der Zertifikate, die unter Zuhilfenahme der EN 340 ausgestellt wurden, sinnvoll erscheinen.
Muster-EG-Konformitätserklärungen für PSA
Die deutschen Marktüberwachungsbehörden stellen bei Kontrollen immer wieder fest, dass die Konformitätserklärungen der Hersteller von PSA nicht dem im Anhang VI der Richtlinie 89/686/EWG abgedruckten Muster entsprechen. In den meisten Fällen wurde "ohne genaueres Hinsehen" der Text kopiert und nicht angepasst. So eine ungenaue Konformitätserklärung ist meistens ein Anhaltspunkt für genauere, tiefergehende Überwachungsmaßnahmen.
Die Konformitätserklärung unterscheidet sich je nach Kategorie des Produkts. Für Produkte der Kategorie I muss die Konformität des Produktes mit der Richtlinie 89/686/EWG ggf. unter Nennung der harmonisierten Produktnorm erklärt werden. Bei Produkten der Kategorie II muss zudem noch die benannte Stelle genannt werden, die die Baumusterprüfung durchgeführt hat und bei Produkten der Kategorie III gilt es zudem noch, die benannte Stelle aufzuführen, die die Fertigungsüberwachung durchführt.
Download eines Musters einer EG-Konformitätserklärung für Kategorie I-Produkte
Download eines Musters einer EG-Konformitätserklärung für Kategorie II- oder III-Produkte
(beide Muster benötigen Microsoft Word oder ein Programm, das MS-Word-Dateien verarbeiten kann)
Die europäische Kommission hat im Official Journal C 364 , 13/12/2013 P. 0001 - 0024 die harmonisierten Normen, die für PSA den Vermutungstatbestand des § 4 ProdSG auslösen, neu veröffentlicht.
Warnkleidung / Hochsichtbare Warnkleidung nach DIN EN 471 / DIN EN ISO 20471
Die Norm DIN EN 471 ist seit dem 30.09.2013 außer Kraft und durch die Norm DIN EN ISO 20471 ersetzt. Das hat für Hersteller folgende Konsequenz:
Die Produkte "Warnkleidung" müssen grundsätzlich die PSA-Richtlinie erfüllen. Wenn Hersteller im Fertigungsprozess harmonisierte Normen nutzen, können sie die Vermutungswirkung des Produktsicherheitsgesetzes (ProdSG) in Anspruch nehmen. Harmonisiert sind die Normen, wenn sie im EU-Amtsblatt gelistet sind. Damit ist der EN 471 ab 01.10.2013 die Vermutungswirkung genommen. .
Zum Zeitpunkt des Inverkehrbringens des individuellen Produkts (also jeder einzelnen Weste etc.) muss eine EG-Baumusterprüfung vorliegen (für PSA Kategorie II und III, Warnkleidung ist Kategorie II). Wenn diese auf einer Norm basiert, muss diese Norm zum Zeitpunkt des Inverkehrbringens harmonisiert sein, also die Vermutungswirkung auslösen.
Ist dies nicht der Fall, müssen die Hersteller die Konformität mit den grundlegenden Anforderungen der Richtlinie anderweitig nachweisen.
Ändert sich die Norm, liegt es in der Verantwortung sowohl des Herstellers als auch der notifizierten Stelle, die die EG-Baumusterprüfbescheinigung ausgestellt hat, zu prüfen, ob das Produkt die Anforderungen der neuen Normversion erfüllt oder ob neue Tests notwendig sind. Abhängig vom Resultat dieser Prüfung muss das Zertifikat aktualisiert oder zurückgezogen werden.
EN ISO 20471 hat sich in mehreren Aspekten gegenüber der Vorgängernorm geändert. Der Umfang der Änderungen, insbesondere zum Abschnitt 4.2, lassen eine Prüfung des Zertifikats sinnvoll erscheinen.
Zu den Pflichten eines Herstellers und auch der notifizierten Stelle gehört auch die Verfolgung der relevanten Normung. Das gesamte System ist angelegt unter der Voraussetzung, dass die Hersteller zumindest über die Verbände über anstehende Normänderungen informiert sind. Der (zweite) Entwurf prEN ISO 20471 wurde bereits im September 2011 veröffentlicht, war allgemein verfügbar und enthielt nahezu alle neuen Elemente.
Das europäische Komitee für Normung (CEN) hat die Möglichkeit, für die eigenen Publikationen längere Übergangsfristen (Zeit bis zur Zurückziehung der nationalen Norm) festzulegen - das kann bis zu 3 Jahren ausgedehnt werden. Bei der Übernahme in die Liste der harmonisierten Normen werden diese Fristen meist von der Kommission übernommen und gelten damit auch für die Vermutungswirkung. CEN hat sich für die EN ISO 20471 nicht für eine längere Übergangsfrist entschieden.
Für den Übergangszeitraum der Vermutungswirkung (im Amtsblatt formuliert) gibt es weder Änderungen noch Ausnahmen.
Für die Herstellung gilt daher jetzt zusammenfassend Folgendes:
Die Zertifikate für Warnkleidung nach EN 471 sind nach wie vor gültig, wenn sie nicht ausgesetzt oder formell durch die benannte Stelle zurückgenommen wurden. Aber sie haben einen eingeschränkten Nutzen, da sie eine nicht (mehr) harmonisierte Norm abdecken bzw. daher die Vermutungswirkung nicht mehr in Anspruch nehmen können. Es muss in jedem Einzelfall durch den Hersteller geprüft (und dokumentiert) werden, ob die Anforderungen des Anhangs II der Richtlinie 89/686/EWG von dem Produkt noch eingehalten sind und
ist diese Prüfung negativ, darf kein Produkt mehr nach dem 01.10.2013 nach der "alten" EN 471 in Verkehr gebracht werden. Im Handel gelagerte Produkte dürfen noch abverkauft werden.
Die "sauberste" Lösung ist eine neue oder überarbeitete EG-Baumusterprüfbescheinigung unter Zuhilfenahme der DIN EN ISO 20471 durch eine benannte Stelle.
Mehr Schein als Sein - unsichere Sicherheitsschuhe mit Durchtrittschutz
(Quelle: Hessische Geräteuntersuchungsstelle)
Sicherheitsschuhe mit Durchtrittschutz sollen unter anderem die Fußsohlen vor Verletzungen durch Nägel und andere spitze Gegenstände schützen. Technisch haben die Schuhe hierfür in der Sohle entweder Stahlblech oder technisches Gewebe wie Kevlar, Lenzi, Fibre-LS o. ä. integriert. Dieser Schutz wird vom Hersteller bzw. in der Normung als „durchtrittsichere“ Einlage bezeichnet.
Der Begriff „durchtrittsicher“ ist jedoch irreführend, da bei Gewebeeinlagen kein 100-prozentiger Durchtrittschutz besteht. Dem Verwender ist die bestehende Gefährdung im Allgemeinen nicht bekannt.
In Fachkreisen weiß man seit längerem , dass die Sicherheitsschuhe ohne Stahlblecheinlage insbesondere bei dünnen Gegenständen Probleme bei der Schutzwirkung zeigen. Eine Zunahme der Stichverletzungen am Fuß konnte trotz Tragen von Sicherheitsschuhen verzeichnet werden. Die staatliche Geräteuntersuchungsstelle Hessen hat bei den Gewebeeinlagen in Versuchsreihen festgestellt, dass sie den Fuß nur unzureichend schützen, wenn dünne Nägel dort angreifen. So hat ein Nagel mit 2,8 mm Durchmesser bereits bei einer 55 kg schweren Person vollen Durchstoß, das heißt, er steckt im Zweifelsfall tief im Fuß, und das, obwohl die Schuhe geprüft und normgerecht hergestellt worden sind. Dieses Problem wurde inzwischen auch von anderen Prüforganisationen wie dem staatlichen französischen Institute Nationale de Recherche et de Securité (INRS) nachgewiesen und bestätigt.
Grund für diese Misere ist eine stark verbesserungswürdige Prüfnorm. Die Normungsgremien haben den Missstand erkannt und arbeiten an Verbesserungen. Bis dahin wird jedem Anwender von Sicherheitsschuhen mit Durchtrittschutz, der einer möglichen Gefährdung durch dünne, spitze Gegenstände ausgesetzt ist (z.B. auf Baustellen, bei Nagel- und Schraubenherstellern, in der metallverarbeitenden Industrie etc.), geraten, bei der Auswahl der Schuhe den Händler konkret zur Schutzwirkung der Sohle zu befragen. Ebenso kann natürlich der Hersteller um Auskunft über die Art und Weise des Durchtrittschutzes befragt werden.
Protektoren für Sportarten wie Mountainbiking oder Inlineskating
Nach einer Festlegung der Expert Working Group PPE bei der europäischen Kommission sind Protektoren zum Schutz der Gelenke und des Körpers für die Sportarten Mountainbiking und Inlineskating persönliche Schutzausrüstung (PSA) und je nach Schutzfunktion in die Kategorie I oder II der Systematik des Artikels 8 der Richtlinie 89/686/EWG einzuordnen.
Schutz vor Abschürfungen wird dabei als Kategorie I eingestuft und Schutz gegen höhere mechanische Verletzungen als Kategorie II.
Dry Suits (Trockenanzüge) zum Tauchen, Segeln, Kajakfahren, Fischen etc.
Nach einer Festlegung der Experts Working Group PPE bei der europäischen Kommission sind Trockenanzüge wie in diesem Bild:
persönliche Schutzausrüstung und
der Kategorie II zuzuordnen.
Zur Konformitätserklärung des Herstellers ist damit neben der technischen Dokumentation eine EG-Baumusterprüfbescheinigung einer benannten Stelle erforderlich.
Die Europäische Kommission hat auf ihren sektoralen Webseiten unter dem Titel: "Personal protective equipment - management of the directive" sowohl ein Organisationsschema wie auch die Ergebnisse der Verhandlungen in der Working-Group seit 2002 abgelegt. Wenn eine Aufsichtsbehörde oder ein Hersteller wissen möchte, ob ein Produkt bereits z.B. bezüglich der Einstufung oder ob PSA oder nicht dort diskutiert wurde, lohnt sich immer ein Blick in diese Ergebnisse.
Haben Sie noch Fragen zu den Themen oder zu den Aufgaben der Richtlinienvertreter?
Dipl.-Ing. Axel Hüchelbach
Tel.: 089/9214-3256
E-Mail: axel.huechelbach(at)stmuv.bayern.de
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