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Timestamp: 2016-10-28 16:07:13
Document Index: 81339126

Matched Legal Cases: ['Art. 34', 'Art. 34', 'Art. 30', 'Art. 34', 'Art. 34', 'Art. 34', 'Art. 165', 'Art. 34', 'Art. 5', 'Art. 3', 'Art. 34', 'Art. 165', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 27', 'BGE', 'Art. 182', 'BGE', 'Art. 34', 'Art. 4', 'Art. 3', 'Art. 27', 'BGE', 'Art. 2', 'Art. 3', 'Art. 2', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 10', 'Art. 12', 'Art. 8', 'Art. 5', 'Art. 10', 'Art. 10', 'Art. 28', 'BGE', 'Art. 34', 'Art. 2', 'Art. 5', 'Art. 34', 'Art. 163', 'Art. 34', 'Art. 28', 'Art. 25', 'Art. 27', 'Art. 34', 'Art. 34', 'Art. 34', 'Art. 163', 'Art. 34', 'Art. 34', 'Art. 34', 'BGE', 'Art. 134', 'Art. 159', 'Art. 135']

I 334/01 (15.02.2002)
I 334/01 Gb
Pr�sident Sch�n, Bundesrichter R�edi, Bundesrichterin
E.________, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Ueli Kieser, Ulrichstrasse 14, 8032 Z�rich,
A.- Am 7. Mai 1999 meldete sich die 1943 geborene E.________ zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an unter Hinweis auf einen am 10. Mai 1997 erlittenen Unfall. Dabei gab sie an, dass sie in der Zeit von 1973 bis zum Unfall im Jahre 1997 im Betrieb ihres Ehemannes, im Elektro-Ingenieur-B�ro X.________, als B�roangestellte gearbeitet und einen Verdienst von j�hrlich Fr. 20'000.- erzielt habe.
Die IV-Stelle des Kantons Z�rich kl�rte die Verh�ltnisse ab, wobei sie unter anderem die Einsatzf�higkeit der Versicherten in Beruf und Haushalt feststellen liess und X.________ einen Fragebogen f�r den Arbeitgeber zusandte.
Gest�tzt auf diese Unterlagen ermittelte sie nach der auf Teilerwerbst�tige anwendbaren gemischten Methode einen Invalidit�tsgrad von 71 % und sprach der Versicherten mit Wirkung ab 1. Mai 1998 eine ganze Invalidenrente zu (Verf�gung vom 9. April 2000).
B.- Die von E.________ hiegegen erhobene Beschwerde mit dem Antrag auf Zusprechung einer Zusatzrente f�r ihren Ehemann wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich mit Entscheid vom 4. April 2001 ab.
C.- Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde l�sst E.________ das Rechtsbegehren stellen, es sei der angefochtene Entscheid aufzuheben und die Sache an die IV-Stelle zur�ckzuweisen, damit diese ihr zus�tzlich zur Invalidenrente eine Zusatzrente f�r ihren Ehemann ausrichte.
W�hrend die IV-Stelle unter Hinweis auf den angefochtenen Entscheid auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schliesst, beantragt das Bundesamt f�r Sozialversicherung (BSV) deren Gutheissung.
1.- Nach Art. 34 Abs. 1 IVG haben rentenberechtigte verheiratete Personen, die unmittelbar vor ihrer Arbeitsunf�higkeit eine Erwerbst�tigkeit aus�bten, Anspruch auf eine Zusatzrente f�r ihren Ehegatten, sofern diesem kein Anspruch auf eine Alters- oder Invalidenrente zusteht, wobei die Zusatzrente nur ausgerichtet wird, wenn der andere Ehegatte:
a) mindestens ein volles Beitragsjahr aufweist; oder b) seinen Wohnsitz und gew�hnlichen Aufenthalt in der Schweiz hat. Der Bundesrat hat gest�tzt auf die ihm in Art. 34 Abs. 2 IVG einger�umte Kompetenz die Bestimmung des Art. 30 IVV erlassen, wonach den erwerbst�tigen Personen im Sinne von Art. 34 Abs. 1 IVG gleichgestellt sind: a) Arbeitslose, welche Leistungen der Arbeitslosenversicherung beziehen; b) Personen, die nach krankheits- oder unfallbedingter Aufgabe der Erwerbst�tigkeit Taggelder als Ersatzeinkommen beziehen.
2.- Streitig und zu pr�fen ist der Anspruch der Beschwerdef�hrerin auf eine Zusatzrente f�r ihren Ehemann.
Dabei besteht Uneinigkeit in der Frage, ob die Beschwerdef�hrerin - wie in Art. 34 Abs. 1 IVG f�r den Anspruch auf eine Zusatzrente vorausgesetzt - unmittelbar vor ihrer Arbeitsunf�higkeit eine Erwerbst�tigkeit aus�bte, welcher Begriff weder im Gesetz noch in der Verordnung n�her umschrieben ist.
a) Die Vorinstanz erwog, dass die Versicherte als Erwerbst�tige im Sinne von Art. 34 Abs. 1 IVG zu betrachten sei, wenn sie eine Entsch�digung aus einem Arbeits- oder Gesellschaftsvertrag bezogen oder wenn sie erheblich mehr im Gesch�ft ihres Ehemannes mitgearbeitet habe, als dies ihr Beitrag an den Unterhalt der Familie verlange, und daf�r von ihrem Ehemann eine Entsch�digung im Sinne von Art. 165 Abs. 1 ZGB in Form von Barlohn bezogen habe. Eine gem�ss dem �bereinstimmenden Willensentschluss beider Eheleute entsch�digungslos und damit unentgeltlich geleistete Mitarbeit eines Ehegatten im Gesch�ft des andern k�nne mit Blick auf die gesetzgeberische Absicht, mit der Zusatzrente einen Einkommenswegfall abzugelten, nicht als Erwerbst�tigkeit im Sinne von Art. 34 Abs. 1 IVG verstanden werden. So gelte AHV-beitragsrechtlich gem�ss Art. 5 Abs. 3 AHVG f�r mitarbeitende Familienmitglieder auch nur der Barlohn als massgebender Lohn. Die von der Beschwerdef�hrerin behauptete Lohnzahlung von Fr. 20'000.- pro Jahr sei nicht belegt; erwiesen sei einzig, dass die letzten Eintr�ge im Individuellen Konto aus dem Jahre 1966 datierten, was ein gewichtiges Indiz daf�r darstelle, dass die Versicherte aus der T�tigkeit bei ihrem Ehemann keinen Barlohn erzielt habe, w�re sie bzw. ihr Ehemann als Arbeitgeber doch andernfalls ihrer AHV-Beitragspflicht nicht nachgekommen. Die Beschwerdef�hrerin mache denn auch weder geltend, sie habe einen j�hrlichen Barlohn von Fr. 20'000.- erzielt, noch bringe sie vor, dass sie gegen�ber den Steuerbeh�rden Eink�nfte aus eigener Erwerbst�tigkeit deklariert habe. Mit ihrem Hinweis auf die Bestimmung des Art. 3 Abs. 3 lit. b AHVG und ihren Ausf�hrungen in der Replik habe die Beschwerdef�hrerin indirekt einger�umt, dass sie kein abrechnungspflichtiges Einkommen ausbezahlt erhalten habe. Sei damit �berwiegend wahrscheinlich, dass die Versicherte aus der Mitarbeit im Betrieb ihres Ehemannes keinen Barlohn bezogen habe, gelte sie nicht als erwerbst�tig im Sinne von Art. 34 Abs. 1 IVG.
b) In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird geltend gemacht, in AHV-rechtlicher Hinsicht werde von einer Erwerbst�tigkeit ausgegangen, sobald sich die T�tigkeit dahin gehend kennzeichne, dass eine wirtschaftliche Zielsetzung angestrebt werde. F�r die im Betrieb des Ehegatten mitarbeitende Ehefrau k�nne die Qualifikation der Erwerbst�tigkeit nicht abweichend (d.h. einschr�nkend) vorgenommen werden. Denn nach der Rechtsprechung sei eine Beitragspflicht auf den Entgelten gem�ss Art. 165 Abs. 1 und 3 ZGB zu bejahen, und es sei verfehlt, zwischen dem Bezug eines Barlohnes und dem Erhalt von Naturalleistungen zu differenzieren.
Bei Anwendung dieser allgemeinen Umschreibung der Erwerbst�tigkeit ergebe sich, dass die von der Versicherten �ber Jahre hinweg erbrachte Arbeit als Erwerbst�tigkeit zu qualifizieren sei. Die Beschwerdef�hrerin sei offensichtlich und eindeutig mit dem Ziel t�tig gewesen, die wirtschaftliche Leistungsf�higkeit zu erh�hen, habe sie doch umfangreiche B�roarbeiten erledigt, Telefonate mit den Architekten gef�hrt, das gesamte Sekretariat geleitet und bei der Ausarbeitung von Submissionen mitgewirkt. Sodann habe sie eine Kollektivkrankenversicherung abgeschlossen mit einer festen Jahreslohnsumme von Fr. 20'000.-. In der Steuererkl�rung sei regelm�ssig der Doppelverdienerabzug vorgenommen worden. Der Arbeitgeber habe die Versicherte im entsprechenden, ihm von der IV-Stelle zugesandten Fragebogen als Arbeitnehmerin qualifiziert. Im Weitern sei der Invalidit�tsgrad nach der gemischten Methode ermittelt worden.
Die fehlende Entrichtung von AHV-Beitr�gen lasse noch nicht darauf schliessen, dass keine Erwerbst�tigkeit vorliege.
Es sei im �brigen eine Erfahrungstatsache, dass bei gemeinsam t�tigen Ehegatten lediglich der eine die AHV-Beitr�ge abrechne, mit welchem Vorgehen im �brigen nicht konkret Beitr�ge "gespart" w�rden, erh�he sich doch durch die Tatsache, dass ein Barlohn nicht ausgewiesen sei, in entsprechendem Umfang die Beitragspflicht aus selbstst�ndiger Erwerbst�tigkeit des Ehemannes. Soweit die Vorinstanz auf den fehlenden Nachweis eines Barlohnes abstelle, f�hre dies zu einer unertr�glichen, offensichtlich nicht dem gesetzgeberischen Willen entsprechenden Schlechterstellung der Ehefrauen.
c) In seiner Vernehmlassung f�hrt das BSV aus, gest�tzt auf die Bestimmung des Art. 3 Abs. 3 lit. b AHVG w�rden die im Betrieb ihres Ehegatten mitarbeitenden Versicherten in beitragsrechtlicher Hinsicht zwar gleich behandelt wie nichterwerbst�tige Ehegatten von erwerbst�tigen Versicherten (Art. 3 Abs. 3 lit. a AHVG); damit werde aber auch klar zum Ausdruck gebracht, dass die im Betrieb mitarbeitenden Ehegatten gerade nicht zu den nichterwerbst�tigen Ehegatten geh�rten und ihre Mitarbeit vielmehr als Erwerbst�tigkeit zu betrachten sei. Diese Auffassung entspreche der seit 1993 geltenden Verwaltungspraxis, wonach der Invalidit�tsgrad der im Betrieb des Ehepartners mitarbeitenden Versicherten nach der gemischten Methode ermittelt werde, d.h. die Mitarbeit im Betrieb des Ehepartners wie die Aus�bung einer Teilerwerbst�tigkeit behandelt werde, wof�r im �brigen seit 1. Januar 2001 eine klare Regelung auf Verordnungsstufe (Art. 27bis Abs. 1 IVV) bestehe. Im �brigen w�re es widerspr�chlich, im Rahmen der Invalidit�tsbemessung die Aus�bung einer Teilerwerbst�tigkeit zu bejahen und diese bei der Pr�fung der Voraussetzungen f�r eine Zusatzrente zu verneinen. Die vorinstanzliche Auslegung widerspreche schliesslich auch dem gesetzgeberischen Willen, der gerade darin bestehe, mittels Zusatzrente ein Einkommen, das zum Familienunterhalt beigetragen habe, teilweise zu ersetzen.
Es sei auch nicht die Absicht des Gesetzgebers gewesen, nur dann eine Erwerbst�tigkeit zu bejahen, wenn die versicherte Person ein AHV-beitragspflichtiges Erwerbseinkommen erzielt habe; vielmehr k�nnten auch im Ausland lebende Erwerbst�tige, die unmittelbar vor ihrer Arbeitsunf�higkeit keine Beitr�ge entrichtet h�tten, in den Genuss einer Zusatzrente kommen.
3.- a) Das Gesetz ist in erster Linie nach seinem Wortlaut auszulegen. Ist der Text nicht ganz klar und sind verschiedene Auslegungen m�glich, so muss nach seiner wahren Tragweite gesucht werden unter Ber�cksichtigung aller Auslegungselemente, namentlich des Zwecks, des Sinnes und der dem Text zu Grunde liegenden Wertung. Wichtig ist ebenfalls der Sinn, der einer Norm im Kontext zukommt. Vom klaren, d.h. eindeutigen und unmissverst�ndlichen Wortlaut darf nur ausnahmsweise abgewichen werden, u.a. dann n�mlich, wenn triftige Gr�nde daf�r vorliegen, dass der Wortlaut nicht den wahren Sinn der Bestimmung wiedergibt. Solche Gr�nde k�nnen sich aus der Entstehungsgeschichte der Bestimmung, aus ihrem Grund und Zweck oder aus dem Zusammenhang mit andern Vorschriften ergeben (BGE 127 V 5 Erw. 4a, 92 Erw. 1d, 198 Erw. 2c, je mit Hinweisen).
Im Rahmen verfassungskonformer oder verfassungsbezogener Auslegung ist sodann, soweit mit den erw�hnten normunmittelbaren Auslegungselementen vereinbar, rechtsprechungsgem�ss der Gleichbehandlungsgrundsatz zu beachten, wobei der klare Sinn einer Gesetzesnorm nicht durch eine verfassungskonforme Auslegung beiseite geschoben werden darf. Begr�ndet wird die verfassungskonforme Auslegung haupts�chlich mit der Einheit der Rechtsordnung und der �berordnung der Verfassung. Da die neue Bundesverfassung am Stufenbau der landesinternen Rechtsordnung grunds�tzlich nichts ge�ndert hat (vgl. Art. 182 Abs. 1 BV), sind die Normen auch unter Geltung der neuen Bundesverfassung so auszulegen, dass sie mit deren Grundwerten �bereinstimmen (BGE 126 V 97 Erw. 4b, 106 Erw. 3 Ingress, je mit Hinweisen auf Rechtsprechung und Literatur).
b) Der Wortlaut der Bestimmung des Art. 34 Abs. 1 IVG - "die [...] eine Erwerbst�tigkeit aus�bten", "si elles exer�aient une activit� lucrative", "che [...] esercitavano un'attivit� lucrativa" - stimmt in allen drei Amtssprachen �berein und setzt nach dem allgemeinen Sprachgebrauch f�r den Anspruch auf eine Zusatzrente die Aus�bung einer bezahlten beruflichen Arbeit voraus (vgl. Duden, Deutsches Universalw�rterbuch, 3. Aufl. , Mannheim 1996, S. 461).
Im sozialversicherungsrechtlichen Sinne bedeutet der Begriff der Erwerbst�tigkeit, wie er namentlich Art. 4 Abs. 1 AHVG (sowie den auf das AHVG verweisenden Art. 3 IVG und Art. 27 EOG) zu Grunde liegt, die Aus�bung einer auf die Erzielung von Einkommen gerichteten bestimmten (pers�nlichen) T�tigkeit, durch welche die wirtschaftliche Leistungsf�higkeit erh�ht wird. F�r die Beantwortung der Frage, ob Erwerbst�tigkeit vorliegt, kommt es nicht darauf an, ob die betreffende Person subjektiv eine Erwerbsabsicht f�r sich in Anspruch nimmt. Diese muss vielmehr auf Grund der konkreten wirtschaftlichen Tatsachen nachgewiesen sein.
Wesentliches Merkmal einer Erwerbst�tigkeit ist sodann eine planm�ssige Verwirklichung der Erwerbsabsicht in der Form von Arbeitsleistung, welches Element ebenfalls rechtsgen�glich erstellt sein muss (BGE 125 V 384 Erw. 2a mit Hinweisen; vgl. auch K�ser, Unterstellung und Beitragswesen in der obligatorischen AHV, 2. Aufl. , Bern 1996, S. 19 f.
Rz 1.33 und S. 66 ff. Rz 3.4 ff.; Kieser, Alters- und Hinterlassenenversicherung, in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], Soziale Sicherheit, S. 22 ff.
Rz 28 ff.).
Dieser AHV-rechtliche Begriff der Erwerbst�tigkeit hat auch f�r andere Sozialversicherungszweige (nebst Invalidenversicherung und Erwerbsersatzordnung) Geltung, so namentlich f�r die Arbeitslosenversicherung (Art. 2 Abs. 1 lit. a und Art. 3 Abs. 1 AVIG; Nussbaumer, Arbeitslosenversicherung, in: SBVR, Soziale Sicherheit, S. 12 Rz 24), die berufliche Vorsorge (Art. 2 und 3 BVG; Erw. 6 des Urteils L.
vom 14. Dezember 1989 [Inhaltsangabe publiziert in SZS 1990 S. 181]; SZS 1997 S. 55 Erw. 3b) und die obligatorische Unfallversicherung (Art. 1 UVG und Art. 1 UVV [in der seit
1. Januar 1998 geltenden Fassung]; zur Rechtslage vor Inkrafttreten dieser Bestimmung: RKUV 1992 Nr. U 155 S. 251; Fr�sard, L'assurance-accidents obligatoire, in: SBVR, Soziale Sicherheit, S. 1 Rz 2). In das den Definitionen allgemeiner Begriffe gewidmete 2. Kapitel des (noch nicht in Kraft getretenen) Bundesgesetzes �ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; BBl 2000 5041 ff.) wurde der Terminus mittelbar �ber die Bestimmungen zu den "Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern" (Art. 10 ATSG) und den "Selbstst�ndigerwerbenden" aufgenommen (Art. 12 ATSG).
Negativ ausgedr�ckt werden nach grammatikalischer Lesart von der Anspruchsberechtigung ausgeschlossen die Personen, die im massgebenden Zeitpunkt keiner (�berpr�fbaren) Erwerbst�tigkeit - weder einer selbstst�ndigen (Art. 8 ff.
AHVG) noch einer unselbstst�ndigen (Art. 5 ff. AHVG) - nachgingen, mithin die Nichterwerbst�tigen (Art. 10 AHVG [unter Ausschluss der nicht dauernd voll Erwerbst�tigen im Sinne von Art. 10 Abs. 1 Satz 3 AHVG in Verbindung mit Art. 28bis AHVV, welche bei Erf�llen der entsprechenden Voraussetzungen einzig beitragsrechtlich wie Nichterwerbst�tige behandelt werden; vgl. hiezu BGE 115 V 174 Erw. 10d; K�ser, a.a.O., S. 215 ff. Rz 10.1 ff.]).
Im Wortlaut des Art. 34 Abs. 1 IVG findet die von der Vorinstanz getroffene Unterscheidung somit keine St�tze.
H�tte der Gesetzgeber - entsprechend dem angefochtenen Entscheid - einzig die Erzielung eines Einkommens, das in Form von Barlohn ausbezahlt wird oder der Beitragspflicht unterliegt, gen�gen lassen wollen, w�re eine einschr�nkende Formulierung (vgl. f�r die zweite Variante beispielsweise Art. 2 Abs. 1 lit. a AVIG; Nussbaumer, a.a.O., S. 64 Rz 161) am Platze gewesen. Anzuf�gen bleibt, dass das kantonale Gericht, soweit es implizit annimmt, bei mitarbeitenden Familiengliedern unterliege nur der Barlohn der Beitragspflicht, von einer unzutreffenden Rechtslage ausgeht:
Gem�ss Art. 5 Abs. 3 AHVG gilt als massgebender Lohn f�r mitarbeitende Familienglieder nur der Barlohn: a) bis zum 31. Dezember des Jahres, in welchem sie das 20. Altersjahr vollendet haben; sowie b) nach dem letzten Tag des Monats, in welchem Frauen das 64. und M�nner das 65. Altersjahr vollendet haben. Mit anderen Worten geh�rt f�r mitarbeitende Familienglieder innerhalb dieser Altersgrenzen - mithin auch f�r die Beschwerdef�hrerin - nicht nur der Barlohn, sondern auch der Naturallohn zum Beitragsobjekt (vgl. dazu auch K�ser, a.a.O., S. 174 Rz 4.167 f.).
Obwohl die grammatikalische Lesart somit f�r die von Beschwerdef�hrerin und BSV vertretene Auffassung spricht, darf der Auslegungsvorgang an diesem Punkt nicht abgebrochen werden, da der Wortlaut in allen drei sprachlichen Fassungen den von der Vorinstanz angenommenen Rechtssinn nicht geradezu ausschliesst.
c) Zu der im Rahmen der 10. AHV-Revision im Grundsatz neu gefassten Regelung der Zusatzrente (Art. 34 Abs. 1 IVG) wird in der bundesr�tlichen Botschaft vom 5. M�rz 1990 (BBl 1990 II 1 ff.) ausgef�hrt, Ausgangspunkt der vorgeschlagenen, an das Kriterium der Aus�bung einer Erwerbst�tigkeit ankn�pfenden Anspruchsregelung sei die �berlegung, dass ein Teil des von einem Versicherten erzielten Erwerbseinkommens f�r den Unterhalt der ehelichen Gemeinschaft bestimmt sei (Art. 163 ZGB). Der ganze oder teilweise Wegfall dieses Einkommensbestandteils werde durch die Zusatzrente abgegolten (BBl 1990 II 45). Da in den nachfolgenden parlamentarischen Beratungen hier�ber, namentlich �ber den Begriff der Erwerbst�tigkeit, nicht weiter diskutiert wurde (Amtl. Bull. 1993 N 216, 292; Amtl. Bull. 1994 S 554, 608; Amtl. Bull. 1994 N 1359), kann festgehalten werden, dass sich auch den Materialien keine Anhaltspunkte f�r eine einschr�nkende Interpretation des Begriffes der Erwerbst�tigkeit entnehmen lassen.
d) In systematischer Hinsicht ist zu ber�cksichtigen, dass im Dritten Abschnitt ("Die Leistungen") des Ersten Teiles ("Die Versicherung") des IVG unter lit. "C. Die Renten", "I. Der Anspruch", nicht nur die Voraussetzungen f�r die Zusprechung einer Zusatzrente (Art. 34 IVG), sondern auch die Grundlagen der Invalidit�tsbemessung (Art. 28 IVG; vgl. auch Art. 25 ff. IVV) geregelt sind, in welchen zwischen Erwerbst�tigen, Nichterwerbst�tigen und Teilerwerbst�tigen unterschieden wird. Dabei werden die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeitenden Versicherten - worauf das BSV zu Recht hinweist - wie Teilerwerbst�tige behandelt (Rz 2129 f. der bis 31. Dezember 1999 in Kraft gewesenen bundesamtlichen Wegleitung �ber Invalidit�t und Hilflosigkeit [WIH] in der ab 1. Januar 1993 geltenden Fassung; Rz 3106 f. des bundesamtlichen Kreisschreibens �ber Invalidit�t und Hilflosigkeit [KSIH] in der ab 1. Januar 2000 geltenden Fassung; Art. 27bis Abs. 1 IVV in der ab 1. Januar 2001 geltenden Fassung). Diese neue Ordnung spricht im Rahmen der Auslegung daf�r, diese Teilerwerbst�tigkeit unter die Erwerbst�tigkeit im Sinne von Art. 34 Abs. 1 IVG zu subsumieren.
In der Frage, ob auch Versicherte, welche unmittelbar vor Eintritt der Arbeitsunf�higkeit der Beitragspflicht nicht unterliegendes Einkommen erzielten, als Erwerbst�tige im Sinne des Art. 34 Abs. 1 IVG zu betrachten sind, f�hrt das systematische Auslegungselement demgegen�ber nicht weiter.
e) Sinn und Zweck der in Art. 34 Abs. 1 IVG geregelten Zusatzrente besteht - wie bereits im Rahmen des historischen Auslegungselementes (Erw. 3c hievor) erw�hnt - darin, den Wegfall des Einkommensbestandteils, der bisher zum Unterhalt der ehelichen Gemeinschaft beitrug (Art. 163 ZGB), finanziell aufzufangen. Diese Einkommenseinbusse besteht unabh�ngig davon, ob die versicherte Person f�r ihre T�tigkeit Bar- oder Naturallohn sowie ob sie der Beitragspflicht unterliegendes oder nicht unterliegendes Einkommen erzielte, sodass auch unter teleologischen Gesichtspunkten nichts f�r eine restriktive Interpretation des Begriffes der Erwerbst�tigkeit spricht.
f) Aus dem Gesagten ergibt sich, dass die erw�hnten, normunmittelbaren Auslegungselemente die auf den Wortlaut des Art. 34 Abs. 1 IVG gest�tzte Auslegung best�tigen, wonach als Erwerbst�tigkeit auch die nicht mit Bar-, sondern mit Naturallohn abgegoltene Arbeit im Betrieb des Ehegatten gilt, ebenso wie die Arbeit, mit welcher der Beitragspflicht nicht unterliegendes Einkommen erzielt wird.
Dieses Auslegungsergebnis wird durch die Grunds�tze der verfassungskonformen oder verfassungsbezogenen Auslegung gest�tzt, da die im angefochtenen Entscheid vorgenommene Gesetzesinterpretation zu einer sachlich nicht gerechtfertigten Ungleichbehandlung f�hren w�rde zwischen den im Betrieb des Ehepartners mitarbeitenden Versicherten mit Barlohn und denjenigen mit Naturallohn sowie zwischen den ein beitragspflichtiges Einkommen erzielenden Versicherten und denjenigen, auf welche dies nicht zutrifft.
4.- Wird Art. 34 Abs. 1 IVG im dargelegten Sinne verstanden, erf�llt die Beschwerdef�hrerin die Voraussetzungen f�r die Zusprechung einer Zusatzrente f�r den Ehegatten.
Denn auf Grund der von der Verwaltung im Hinblick auf die Ermittlung des Invalidit�tsgrades get�tigten Abkl�rungen (Bericht �ber die Einsatzf�higkeit in Beruf und Haushalt vom 22. November 1999; Fragebogen f�r den Arbeitgeber vom 10. Juni 1997) ist erstellt, dass die Versicherte eine auf die Erzielung von Einkommen gerichtete pers�nliche T�tigkeit aus�bte, durch welche ihre wirtschaftliche Leistungsf�higkeit erh�ht wurde. Dass der Arbeitgeber auf dem von ihr erzielten Naturallohn keine Beitr�ge abrechnete und bezahlte, vermag an der Anspruchsberechtigung der Versicherten auf eine Zusatzrente f�r den Ehegatten indessen nichts zu �ndern, ist doch nach richtiger Auslegung der Bestimmung des Art. 34 Abs. 1 IVG (Erw. 3 hievor) nicht einmal die Erzielung eines der Beitragspflicht unterliegenden Einkommens vorausgesetzt (vgl. auch BGE 113 V 352).
5.- Das vorliegende Verfahren ist kostenfrei, da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht (Art. 134 OG).
Dem Prozessausgang entsprechend steht der Versicherten eine Parteientsch�digung zu (Art. 159 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 135 OG).
Kantons Z�rich vom 4. April 2001 vollumf�nglich und
die Verf�gung der IV-Stelle des Kantons Z�rich vom 9. April 2000 insoweit aufgehoben, als darin ein
Anspruch auf eine Zusatzrente der Invalidenversicherung
f�r den Ehegatten verneint wurde, und es wird
festgestellt, dass die Beschwerdef�hrerin Anspruch auf
eine Zusatzrente hat.
Elektrizit�tswerke und dem Bundesamt f�r Sozialversicherung