Source: http://familiengerechtigkeit-rv.info/?p=8325&replytocom=2290
Timestamp: 2018-03-19 20:03:44
Document Index: 185632790

Matched Legal Cases: ['Art. 1', 'Art. 6', 'Art 6', 'Art 6', 'Art 6', 'Art 6', 'Art. 6']

Wer definiert “Kindeswohl”, der Staat oder die Eltern? |
Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Aktuelles, Meinungen und verschlagwortet mit Art. 1 GG, Art. 6 GG, Elternrecht, Inobhutnahme, Kinderarmut, Kindeswohl, Resch, Verband Familienarbeit, Verfassung von Bärbel Fischer. Permanenter Link zum Eintrag.
4 Gedanken zu “Wer definiert “Kindeswohl”, der Staat oder die Eltern?”
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Dr. Gerd Brosowski sagte am 4. März 2018 um 16:34 :
es ist genau richtig und unbedingt zu begrüßen, wenn zum Kindeswohl kein weiterer Artikel ins Grundgesetz neben den schon bestehenden Art 6 kommt. Allenfalls kann man an eine Erweiterung des Art 6 denken, wie Sie es hier vorschlagen.
Meiner Meinung nach ist auch die Erweiterung nicht erforderlich, da der bestehende Artikel alles Notwendige enthält und die Rechtsprechung des Verfassungsgerichtes im Bedarfsfall herangezogen werden kann, ohne eigens im GG aufgeführt sein zu müssen.
Ich hatte bei Gelegenheit mich schon dazu geäußert, weshalb ich es für gefährlich halte, neben dem Art 6 einen eigenen Artikel ins GG aufzunehmen, der sich mit dem Kindeswohl befasst. Mein Einwand in Kürze: Ein eigener Artikel isoliert das Kind von den Eltern.
Beispielsweise besteht die wirksamste Waffe gegen eine Vergenderei des Unterrichts darin, dass diese in das Elternrecht gemäß Art 6 eingegreift. Ein solcher Eingriff kann nur aufgrund eines Gesetzes erfolgen, weshalb das gesamte Schulwesen gesetzlich geregelt ist ( Gesetze zur Schulpflicht, zur Schulordnung, zur Mitbestimmung in den Schulen; Zeugnis-und Versetzungsordnungen, verbindliche Lehrpläne). Alles was darüber hinausgeht, etwa die sog. Sexualerziehung, muss den Eltern detailliert dargelegt und von ihrer Zustimmung oder wenigstens von der Zustimmung der von ihnen gewählten Gremien abhängig gemacht werden. Dass dieses oft nicht geschieht, dass es den Wanderpredigern der Genderei mit allerlei Schlichen und Finessen gelingt, ohne Kontrolle durch die Eltern an die Kinder heranzukommen, liegt an einem Versagen der Schulaufsichtsbehörden.
Ein solches Versagen kann korrigiert werden. Ist aber erst einmal das Kind in einem eigenen Artikel des GG von seinen Eltern getrennt worden, fällt diese Schutzwehr weg. Dann steht zwischen Staat und Kind nichts mehr.
Bärbel Fischer sagte am 5. März 2018 um 17:40 :
Danke lieber Herr Brosowski,
Sie weisen auf das Elternrecht hin, das zumindest heute noch Handhabe bietet, sich zu wehren gegen Eingriffe. Dass die Eltern davon offensichtlich keinen Gebrauch machen, liegt wohl daran, dass sie sich ihrer Rechte gar nicht mehr bewusst sind, weil sie bereits so viele davon freiwillig an Institutionen (Kitas ) abgegeben haben.
Mit dem Vorhaben, Kinderrechte im GG zu verankern, geben sie freiwillig noch mehr Rechte aus der Hand. So wie bei der Ehe zwischen einem Mann und einer Frau (Art. 6 GG ) werden auch Elternrechte ausgehebelt, ohne dass sich die Betroffenen wehren. Die Gehirnwäsche zur Entrechtung scheint geglückt.
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