Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OLG%20Stuttgart&Datum=23.12.2003&Aktenzeichen=3%20U%20147%2F03
Timestamp: 2020-01-24 11:03:27
Document Index: 85663503

Matched Legal Cases: ['Art. 23', 'Art. 23', 'Art. 23', 'Art. 23', 'Art. 17', 'EuG', '§ 38', 'Art. 23', 'Art. 23', 'Art. 25', 'EuG']

OLG Stuttgart, 23.12.2003 - 3 U 147/03 - dejure.org
OLG Stuttgart, 23.12.2003 - 3 U 147/03
https://dejure.org/2003,10020
OLG Stuttgart, 23.12.2003 - 3 U 147/03 (https://dejure.org/2003,10020)
OLG Stuttgart, Entscheidung vom 23.12.2003 - 3 U 147/03 (https://dejure.org/2003,10020)
OLG Stuttgart, Entscheidung vom 23. Dezember 2003 - 3 U 147/03 (https://dejure.org/2003,10020)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2003,10020) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Frachtlohnklage des Seeverfrachters gegen den Transportgutempfänger: Unterwerfung des beklagten Inhabers der Durchschriften von "Express-Waybills non negotiable" durch eine einseitig in Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Verfrachters festgelegte Rechtsanwendungsklausel ...
Rechtsverhältnis zwischen Verfrachter und Empfänger mit dem Inhalt eines Konnossements; "Bills of Lading" als Konnossement; Rechtliche Einordnung eines Waybills als Seefrachtbrief; Unterscheidung eines Konnossements und Waybills; Unterschied zwischen Konnossement und dem ...
Art. 23 Brüssel I-VO
Gerichtsstandsvereinbarungen - Reichweite der Gerichtsstandsvereinbarung - Persönliche Reichweite - Konnossement - Rechtsnachfolge
Rechtsnatur eines "Waybill" bei einem Schifftransport; Inanspruchnahme des Ladungsempfängers durch den Seeverfrachter
Zusammenfassung von "Anmerkung zur Entscheidung des OLG Stuttgart vom 23.12.2003, 3 U 147/03 (Bindung des Empfängers einer unter Verwendung eines Seefrachtbriefes verschifften Ladung an Gerichtsstandsvereinbarung)" von RA Prof. Dr. Rolf Herber, original erschienen in: TranspR 2004 ...
bb) Die Formvorschriften des Art. 23 Abs. 1 Brüssel-I-VO sind eingehalten, da Gerichtsstandsklauseln in Konnossementen im internationalen Seerecht handelsüblich sind (vgl. OLG Stuttgart, TranspR 2004, 406, 407;… Kropholler aaO Art. 23 Rdn. 62;… Geimer aaO Art. 23 Rdn. 60; Stöve, Gerichtsstandsvereinbarungen nach Handelsbrauch, Art. 17 EuGVÜ und § 38 ZPO, S. 169; Haß, EuZW 1999, 444, 445; Girsberger, IPRax 2000, 87, 89; Rabe, TranspR 2000, 389, 393; v. Werder, TranspR 2005, 112).
Wenn - wie dargelegt - Gerichtsstandsklauseln in Konnossementen im internationalen Seerecht als handelsüblich gelten, ist davon auszugehen, dass der als Empfänger Ansprüche aus dem Konnossement geltend machende Konnossementsberechtigte - unabhängig davon, ob er wie ein Abtretungsempfänger in die Rechte des Befrachters eintritt oder originär eigene Rechte und Pflichten erwirbt - aufgrund dieses Handelsbrauchs der Gerichtsstandsvereinbarung zugestimmt hat (so auch OLG Stuttgart TranspR 2004, 406, 410;… Kropholler aaO Art. 23 Rdn. 68;… Geimer aaO Art. 23 Rdn. 122;… Stöve aaO S. 271; Basedow, IPrax 1985, 133, 137; Herber, TranspR 2004, 410, 411; kritisch: Mankowski, Seerechtliche Vertragsverhältnisse im internationalen Privatrecht, S. 276 ff.).
OLG Brandenburg, 03.12.2019 - 1 AR 48/19
Allenfalls für den Fall, dass der Dritte der Gerichtsstandsklausel zugestimmt hat, wird deren Geltung auch diesem gegenüber in Betracht zu ziehen sein (vgl. OLG Stuttgart, Urteil vom 23. Dezember 2003, Az.: 3 U 147/03, juris Rn. 38;… vgl. auch Saenger/Dörner, ZPO, Art. 25 EuGVVO Rn. 38).