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Timestamp: 2016-10-24 00:05:53
Document Index: 345422021

Matched Legal Cases: ['Art. 25', 'BGE', 'BGE', 'Art. 6', 'Art. 61', 'BGE', 'Art. 99', 'Art. 97', 'Art. 5', 'Art. 14', 'Art. 34', 'Art. 5', 'Art. 99', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 33', 'BGE', 'Art. 1', 'Art. 3', 'Art. 61', 'Art. 61', 'Art. 6', 'Art. 61', 'Art. 24', 'Art. 24', 'Art. 24', 'Art. 24', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 61', 'BGE', 'Art. 34', 'Art. 61', 'Art. 98', 'BGE', 'Art. 24', 'BGE', 'BGE', 'Art. 5', 'Art. 34', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 44', 'Art. 44', 'Art. 5', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 103', 'Art. 97', 'Art. 61', 'BGE', 'BGE', 'Art. 25', 'Art. 25', 'Art. 24']

132 II 209
132 II 20919. Auszug aus dem Urteil der I. �ffentlichrechtlichen Abteilung i.S. A. und Mitb. gegen Einwohnergemeinde Gelterfingen sowie Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion sowie Verwaltungsgericht des Kantons Bern (Verwaltungsgerichtsbeschwerde)
1A.140/2005 vom 4. April 2006
Art. 25a et 34 LAT, art. 97 ss OJ, art. 5 PA; voie de recours contre des plans d'affectation. Recevabilit�, dans le cadre d'un recours de droit administratif dirig� contre un plan d'affectation, de griefs fond�s sur le droit de la protection de l'environnement et sur le droit de l'am�nagement du territoire, lorsque les normes de protection de l'environnement et de l'am�nagement du territoire sont en �troite connexit� (r�sum� de la jurisprudence; consid. 2). Faits � partir de page 209
BGE 132 II 209 S. 209
Am 19. Juni 2003 beschloss die Einwohnergemeinde Gelterfingen einen Zonenplan und ein Baureglement. Damit wurde unter anderem BGE 132 II 209 S. 210das bisher in der Landwirtschaftszone gelegene Gebiet "Houene" gem�ss Zonenplan Nr. 1a der Wohnzone W2 zugewiesen.
Mit Verf�gung vom 25. November 2003 genehmigte das kantonale Amt f�r Gemeinden und Raumordnung (AGR) die Ortsplanungsrevision und wies mehrere Einsprachen ab. Als Auflage f�gte das AGR unter anderem bei, die Gemeinde habe daf�r zu sorgen, dass w�hrend des Herbstschiessens eine mobile L�rmschutzwand, wie im Gutachten der HSR Ingenieure skizziert, erstellt werde.
Dagegen erhoben die Einsprecher Beschwerde an die Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion des Kantons Bern (JGK) mit dem Antrag, die Genehmigungsverf�gung des AGR sei teilweise aufzuheben und das Gebiet "Houene" sei nicht einzuzonen bzw. in der heutigen Zone zu belassen. Nachdem die JGK mehrere Unterlagen beigezogen hatte, wies sie die Beschwerde am 18. November 2004 ab.
Eine dagegen eingereichte Beschwerde hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Bern teilweise gut, indem es den angefochtenen Entscheid in Bezug auf bestimmte Grundst�cksteile aufhob und die Sache zur Neubeurteilung im Sinne der Erw�gungen an die JGK zur�ckwies. Im �brigen wies das Verwaltungsgericht die Beschwerde ab, soweit es darauf eintrat.
Soweit das Verwaltungsgericht auf die Beschwerde nicht eintrat, begr�ndete es seinen Entscheid im Wesentlichen damit, dass die Beschwerdef�hrer durch die Einzonung eines Teils der einem Dritten geh�renden Parzelle Nr. 344 nicht in ihren zivilen Rechten im Sinne von Art. 6 Ziff. 1 EMRK ber�hrt seien, weshalb sich insoweit die Zul�ssigkeit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht aus Art. 61a Abs. 3 Bst. a des Baugesetzes des Kantons Bern vom 9. Juni 1985 (BauG) ergebe. Zudem erachtete es die Verwaltungsgerichtsbeschwerde auch nicht als zul�ssig, soweit die Beschwerdef�hrer r�gten, die angefochtene Einzonung verstosse gegen Raumplanungsziele, sei �berdimensioniert, unangemessen und planerisch verfehlt, verletze den regionalen Landschaftsrichtplan, das kommunale Landschaftsentwicklungskonzept und die kantonale Richtplanung, sei durch den �ffentlichen Verkehr schlecht erschlossen und diene in Wirklichkeit bloss der Finanzierung der Wasserversorgung.
Hiergegen f�hren die unterlegenen Parteien Verwaltungsgerichtsbeschwerde, die das Bundesgericht gutheisst, soweit das Verwaltungsgericht auf die kantonale Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht eintrat. BGE 132 II 209 S. 211
2. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist unter Vorbehalt der Ausnahmen gem�ss Art. 99-102 OG zul�ssig gegen kantonal letztinstanzliche Verf�gungen, die sich auf �ffentliches Recht des Bundes st�tzen oder h�tten st�tzen sollen (Art. 97 OG in Verbindung mit Art. 5 VwVG). Vorliegend angefochten ist ein im Rahmen der Ortsplanungsrevision gef�llter Entscheid, der unter anderem das in der Landwirtschaftszone gelegene Gebiet "Houene" der Wohnzone W2 zuweist. Beim diesbez�glichen Zonenplan handelt es sich um einen Nutzungsplan im Sinne von Art. 14 des Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979 �ber die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700). Ein solcher Nutzungsplan unterliegt gem�ss Art. 34 Abs. 3 RPG der staatsrechtlichen Beschwerde. Indessen ist gem�ss der Rechtsprechung des Bundesgerichts die Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen Nutzungspl�ne dann zul�ssig, wenn der Nutzungsplan auf Bundesverwaltungsrecht abgest�tzte Anordnungen enth�lt. Insoweit stellt das Bundesgericht die Anordnungen im Nutzungsplanverfahren einer Verf�gung im Sinne von Art. 5 VwVG gleich. Sind im Plan enthaltene, auf Bundesverwaltungsrecht abgest�tzte Anordnungen umstritten oder wird das Fehlen solcher Anordnungen bem�ngelt, so ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde zul�ssig, soweit kein Ausschlussgrund gem�ss Art. 99 ff. OG gegeben ist (vgl. BGE 129 I 337 E. 1.1 S. 339; BGE 125 II 18 E. 4c/cc S. 25; BGE 123 II 88 E. 1a S. 91, BGE 123 II 289 E. 1b S. 291; BGE 121 II 39 E. 2b S. 42 f., je mit Hinweisen).
2.1 Der Zonenplan Nr. 1a, der f�r das Gebiet "Houene" eine Wohnzone W2 festlegt, bildet zusammen mit dem Zonenplan Nr. 1 und dem kommunalen Baureglement die baurechtliche Grundordnung der Einwohnergemeinde Gelterfingen. Von der Einzonung in der "Houene" werden die bereits �berbauten Parzellen Nrn. 118, 497, 512, 513, 504 und 541 sowie ein Teil der grossen und noch nicht �berbauten Parzelle Nr. 344 erfasst. Die Gesamtfl�che des eingezonten Gebiets bel�uft sich damit auf 1.83 ha, wovon 0.73 ha auf bereits �berbaute Grundst�cke fallen. Zus�tzlich zur Nutzungsplanfestsetzung weist der Zonenplan im westlichen Bereich eine schraffierte Fl�che auf; sie kennzeichnet das durch den Schiessplatz mit L�rm vorbelastete Gebiet, f�r welches die Bestimmungen der L�rmempfindlichkeitsstufe III gelten. F�r die �brige eingezonte Fl�che wurde die L�rmempfindlichkeitsstufe II festgelegt (vgl. Art. 33 Abs. 3 des Baureglements vom August 2003). BGE 132 II 209 S. 212
2.2 Die Beschwerdef�hrer machen geltend, das Verwaltungsgericht sei zu Unrecht auf ihre R�gen betreffend Verletzung der Raumplanungsziele (Art. 1 RPG), der Raumplanungsgrunds�tze (Art. 3 RPG), des Richtplans des Kantons Bern, des Landschaftsrichtplans Region G�rbethal und des kommunalen Landschaftsentwicklungskonzepts (LEK) nicht eingetreten.
Das Verwaltungsgericht erwog, die streitige Einzonung sei keine �berbauungsordnung im Sinne von Art. 61a Abs. 3 Bst. c des kantonalen Baugesetzes vom 9. Juni 1985 (BauG), sondern ein reiner Zonenplan. Die Zul�ssigkeit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde k�nne sich daher einzig aus Art. 61a Abs. 3 Bst. a (Art. 6 EMRK) oder b (eidgen�ssische Verwaltungsgerichtsbeschwerde) BauG ergeben. Nach Art. 61a Abs. 3 Bst. b BauG steht die (kantonale) Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen Entscheide der JGK offen, soweit gegen den kantonal letztinstanzlichen Entscheid die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht m�glich ist. Der Rechtsweg an das Verwaltungsgericht ist somit von denselben Voraussetzungen abh�ngig wie die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht. Das Verwaltungsgericht st�tzte sich bei der Pr�fung der Frage, welche Einw�nde gegen den Entscheid der JGK bei ihm erhoben werden k�nnen, ausser auf die eigene Praxis denn auch auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung zur eidgen�ssischen Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Dabei gelangte es zum Schluss, die Verwaltungsgerichtsbeschwerde sei zul�ssig, soweit die Beschwerdef�hrer eine Umgehung von Art. 24 RPG und die Verletzung von Art. 24 des Bundesgesetzes vom 7. Oktober 1983 �ber den Umweltschutz (Umweltschutzgesetz, USG; SR 814.01) r�gten. Hingegen stehe dieses Rechtsmittel nicht zur Verf�gung, soweit raumplanerische R�gen erhoben w�rden. Dasselbe gelte sodann auch hinsichtlich der weiteren Einw�nde betreffend die Finanzierung der Wasserversorgung, die Schule Gelterfingen und die angeblich schlechte Erschliessung des einzuzonenden Gebiets durch den �ffentlichen Verkehr. Diese R�gen h�tten keinen engen Zusammenhang mit bundesumweltrechtlichen Fragestellungen. Sie betr�fen zudem weitgehend Ermessensfragen oder rein politische Fragestellungen, die ohnehin ausserhalb der Kognition des Verwaltungsgerichts l�gen. Insoweit trat das Verwaltungsgericht daher auf die Beschwerde nicht ein.
2.2.1 Soweit die Beschwerdef�hrer eine Umgehung von Art. 24 RPG und eine Verletzung von Art. 24 USG ger�gt haben, ist das BGE 132 II 209 S. 213Verwaltungsgericht zu Recht darauf eingetreten (vgl. E. 2 hiervor und BGE 123 II 289 E. 1b S. 291; BGE 117 Ib 9 E. 2b S. 12; Urteile des Bundesgerichts 1A.169/2004 vom 18. Oktober 2004, E. 1.1; 1A.256/ 1999 vom 12. April 2000, E. 1b). Zu pr�fen ist in verfahrensrechtlicher Hinsicht somit einzig, ob sein Nichteintretensentscheid in Bezug auf die planungsrechtlichen R�gen haltbar ist. Das Verwaltungsgericht begr�ndete seine Auffassung zun�chst unter Hinweis auf seine bisherige Praxis zu Art. 61a Abs. 3 Bst. b BauG und fuhr fort, Gegenteiliges ergebe sich entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrer auch nicht aus BGE 121 II 72 E. 3. Das Bundesgericht habe dort ausgef�hrt, das kantonale Verwaltungsgericht m�sse kraft Sachzusammenhangs auch allf�llige Planungsr�gen mitbeurteilen, wenn es f�r Umweltfragen zust�ndig sei. Dies habe sich einerseits nicht auf einen gew�hnlichen Zonenplan, sondern auf einen projektbezogenen Sondernutzungsplan bezogen, und andererseits auf Raumplanungsr�gen, die einen augenf�lligen umweltrechtlichen Bezug aufgewiesen h�tten und deshalb nicht isoliert h�tten betrachtet werden k�nnen. Dies bedeute aber nicht, dass s�mtliche Planungsfragen im Rahmen der Verwaltungsgerichtsbeschwerde �berpr�ft werden m�ssten, auch solche, die keinen engen Sachzusammenhang zu umweltrechtlichen Fragen aufweisen w�rden. Eine solche Auffassung w�re mit Art. 34 Abs. 3 RPG unvereinbar. Das Bundesgericht habe denn auch in sp�teren F�llen bei Beschwerden gegen Planungen unterschieden nach Fragen, die im Rahmen der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu pr�fen seien, und solchen, die nur mit staatsrechtlicher Beschwerde vorgebracht werden k�nnten. Demzufolge verlange auch Art. 61a Abs. 3 Bst. b BauG bzw. Art. 98a OG nicht, dass in Bezug auf solche R�gen die kantonale Verwaltungsgerichtsbeschwerde zul�ssig w�re. Darauf einzutreten w�rde dem Gesetz widersprechen, welches die Verwaltungsgerichtsbeschwerde nur soweit zulasse, als dies bundesrechtlich verlangt werde.
2.2.2 Dem Verwaltungsgericht ist insoweit beizupflichten, als nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung Planungsr�gen mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde nur vorgebracht werden k�nnen, wenn sie einen engen Sachzusammenhang mit Bundesverwaltungsrecht, insbesondere dem Umweltschutzrecht, aufweisen. Soweit es jedoch die Auffassung vertritt, die Frage eines derartigen Zusammenhangs stelle sich nur, wenn ein projektbezogener Nutzungsplan zur Beurteilung stehe, ist ihm nicht zu folgen. Das Verwaltungsgericht l�sst hierbei unber�cksichtigt, dass das Bundesgericht den BGE 132 II 209 S. 214Anwendungsbereich der Verwaltungsgerichtsbeschwerde bei der Anfechtung von Raumpl�nen im Verlauf seiner Rechtsprechung schrittweise ausgedehnt hat:
Schon sehr fr�h konnte mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen einen Nutzungsplan geltend gemacht werden, mit der Planfestsetzung werde Art. 24 RPG umgangen (BGE 123 II 289 E. 1b S. 291; BGE 117 Ib 9 E. 2b S. 12 mit weiteren Hinweisen). Im Laufe der weiteren Rechtsprechung nahm das Bundesgericht eine Aufteilung des Raumplans in einen planungsrechtlichen Teil, dem kantonalrechtliche Natur beigemessen wurde, und in einen verf�gungsrechtlichen Teil, der - soweit er sich auf Bundesverwaltungsrecht (ausserhalb des Raumplanungsrechts) st�tzte - mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde anfechtbar war. Entscheidend war dabei, ob der Verf�gungsteil, wenn er unabh�ngig vom Plan erlassen worden w�re, eine Verf�gung im Sinne von Art. 5 VwVG darstellte und so ein Anfechtungsobjekt der Verwaltungsgerichtsbeschwerde bilden w�rde. Mit diesem Rechtsmittel anfechtbar waren danach in erster Linie detaillierte Regelungen von Sondernutzungspl�nen, daneben aber auch Zonenfeststellungen in Rahmennutzungspl�nen, soweit sie konkrete Regelungen f�r ein bestimmtes Projekt trafen. Massgebend war somit stets, ob sich die Festsetzungen gest�tzt auf Bundesverwaltungsrecht auf detaillierte Planinhalte bezogen und ihnen dadurch Verf�gungscharakter zukam. War dies der Fall, konnte der auf Bundesverwaltungsrecht beruhende Teil mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde angefochten werden. F�r die richterliche �berpr�fung der raumplanerischen Normen stand indessen nach Art. 34 RPG einzig die staatsrechtliche Beschwerde zur Verf�gung (vgl. BGE 118 Ib 11 E. 2c S. 14, BGE 118 Ib 66 E. 1c/ca S. 71).
In BGE 120 Ib 292 E. 3 nahm das Bundesgericht sodann eine Erweiterung seiner bisherigen Praxis vor, indem es auch die Zuordnung von Empfindlichkeitsstufen in einem Nutzungsplan im Verfahren nach Art. 44 Abs. 1 und 2 der L�rmschutz-Verordnung vom 15. Dezember 1986 (LSV; SR 814.41) - genau wie im Einzelfall (Art. 44 Abs. 3 LSV) - als mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde anfechtbar erkl�rte. Diesem Entscheid lag die �berlegung zu Grunde, dass die Zuordnung einer Empfindlichkeitsstufe durch einen Plan vom Rechtsschutz her angesichts ihrer Tragweite als Verf�gung im Sinne von Art. 5 VwVG betrachtet werden m�sse (BGE 120 Ib 287 E. 3c/dd S. 297 [= Pra 84/1995 Nr. 67 S. 221]; BGE 121 II 235 E. 1 S. 237 mit Hinweisen). Damit wurde auf die bis anhin BGE 132 II 209 S. 215vorausgesetzte verf�gungs�hnliche Bestimmtheit des fraglichen Planinhalts verzichtet. Das Bundesgericht unterzog seither auch andere nicht verf�gungsgleiche Planinhalte, die vom Bundesverwaltungsrecht (ausserhalb des Raumplanungsrechts) mitbestimmt wurden, der verwaltungsgerichtlichen Kontrolle, wie etwa die Festlegung von Gew�sserschutzzonen (BGE 121 II 39 E. 2b S. 42 f.) oder die Ausscheidung einer Zone zum Schutz eines Moorgebiets (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1A.42/1994 vom 29. November 1994, publ. in: ZBl 97/1996 S. 123 f., E. 1a).
Eine weitere Ausdehnung des Anwendungsbereichs der Verwaltungsgerichtsbeschwerde leitete das Bundesgericht schliesslich mit BGE 121 II 72 ff. ein. Danach sind in diesem Rechtsmittel neu auch planungsrechtliche R�gen zul�ssig, soweit das Planungsrecht sachnotwendig mit dem Umweltrecht (oder anderem Bundesverwaltungsrecht) zusammenh�ngt. Das Verwaltungsgericht stellte zutreffend fest, dass damals ein projektbezogener Sondernutzungsplan zu beurteilen war. Hingegen ist ihm nicht zu folgen, soweit es daraus schliesst, "gew�hnliche" Zonenpl�ne seien demnach zum vornherein nicht mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde anfechtbar. Das Verwaltungsgericht �bergeht damit die im erw�hnten Entscheid des Bundesgerichts dargelegten Grunds�tze, nach welchen es in gewissen F�llen gegen Zonenpl�ne (Grund- bzw. Rahmennutzungspl�ne) die Verwaltungsgerichtsbeschwerde als zul�ssig bezeichnet hat (vgl. BGE 123 II 88 E. 1a/cc S. 92; BGE 121 II 72 E. 1b S. 75). In der Lehre wurde zu Recht ausgef�hrt, dass somit s�mtliche R�gen gegen Nutzungspl�ne, welche umweltrechtliche oder sonstige bundesverwaltungsrechtliche Aspekte sowie damit in einem engen Sachzusammenhang stehende planungsrechtliche Fragen betr�fen, mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorzubringen seien. Da fast alle planerischen Belange - etwa die Zuweisung eines Grundst�cks zu einer bestimmten Nutzungszone, die Bestimmung der zul�ssigen Ausn�tzung oder die Erschliessung - einen Bezug zum Umweltschutz aufweisen w�rden, k�nnten demnach Nutzungsplanungen durch die Anrufung umweltrechtlicher Gesichtspunkte zu einem grossen Teil der verwaltungsgerichtlichen Kontrolle unterzogen werden (so PETER KARLEN, Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen Raumpl�ne, in: recht 15/1997 S. 132 f.; vgl. dazu auch: WALTER HALLER/ PETER KARLEN, Rechtsschutz im Raumplanungs- und Baurecht, Z�rich 1998, S. 28 ff., Rz. 1021a-f; PIERRE TSCHANNEN, Energierecht und Umweltrecht, Bemerkungen in: AJP 1996 S. 81 f.; PETER H�NNI, BGE 132 II 209 S. 216Planungs-, Bau- und besonderes Umweltschutzrecht, 4. Aufl., Bern 2002, S. 532 f., Fn. 184 S. 534; ALFRED K�LZ/ISABELLE H�NER, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., Z�rich 1998, Rz. 910 S. 323 f.).
2.2.3 An dieser Praxis hat das Bundesgericht bis heute festgehalten (vgl. Urteile des Bundesgerichts 1A.283/2004 vom 5. August 2005, E. 1.2 nicht publ. in BGE 131 II 616 und 1A.171/2003 vom 8. Juni 2004, E. 2 nicht publ. in BGE 130 II 313, je mit Hinweisen). Werden somit - wie vorliegend - in einem Nutzungsplan Empfindlichkeitsstufen festgesetzt, k�nnen mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde auch planungsrechtliche R�gen erhoben werden, sofern sie in einem engen Sachzusammenhang mit Belangen des L�rmschutzes stehen. Damit stellt sich hier einzig die Frage, ob ein derartiger Zusammenhang zu bejahen ist.
Das Gebiet "Houene" liegt vom Schiessstand aus betrachtet in direkter Schussrichtung und in relativ kurzer Distanz zum Scheibenstand. Aus den Akten geht hervor, dass die vom Schiessstand ausgehenden L�rmimmissionen im Zusammenhang mit der Ortsplanungsrevision zwischen den Gemeindebeh�rden, der Sch�tzengesellschaft Gelterfingen und den kantonalen Beh�rden w�hrend Jahren intensiv diskutiert wurden. Allein schon daraus ergibt sich, dass zwischen der vorliegend umstrittenen Nutzungsplanung und den hierbei getroffenen umweltschutzrechtlichen Anordnungen ein enger Sachzusammenhang besteht. Dies betrifft vor allem die ger�gte Einzonung bzw. Eignung zur �berbauung des Plangebiets "Houene" wegen der vom Schiessstand ausgehenden L�rmimmissionen. Etwas weniger deutlich zeigt sich der umweltrechtliche Bezug hinsichtlich der R�gen, die Einzonungen seien �berdimensioniert, verm�chten dem Kriterium der geschlossenen Siedlung nicht zu gen�gen, verstiessen gegen das Konzentrationsprinzip und verletzten das Gebot der haush�lterischen Nutzung des Bodens. Ebenso verh�lt es sich, soweit geltend gemacht wird, das Planungsgebiet "Houene" sei durch den �ffentlichen Verkehr schlecht erschlossen und seine Einzonung missachte den gesetzlichen Schutz von Fruchtfolgefl�chen. Diese mehr raumplanungsrechtlich gef�rbten Vorbringen lassen sich indessen bei der �berpr�fung des umstrittenen Nutzungsplans nicht isoliert betrachten. Wie das Bundesgericht in BGE 121 II 72 E. 3 S. 79 f. erwog, machen es gerade solche Planungen n�tig, raumplanerische und umweltrechtliche Aspekte gemeinsam zu pr�fen und widerstreitende Interessen umfassend gegeneinander abzuw�gen (s. BGE 132 II 209 S. 217 auch BGE 123 II 88 E. 2a S. 93 f.). Die eidgen�ssische Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist demzufolge vorliegend auch hinsichtlich der von den Beschwerdef�hrern erhobenen planungsrechtlichen R�gen zul�ssig.
2.3 Gem�ss Art. 103 lit. a OG ist zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde legitimiert, wer durch die angefochtene Verf�gung ber�hrt ist und ein schutzw�rdiges Interesse an deren Aufhebung oder �nderung hat. Die Beschwerdef�hrer 1-3 sind Eigent�mer von Grundst�cken im Gebiet "Houene", das durch die Ortsplanungsrevision eingezont wird. Sie sind daher durch diesen Plan und die darin festgelegten Empfindlichkeitsstufen st�rker als jedermann betroffen. Dasselbe gilt auch f�r den Beschwerdef�hrer 4 als Mieter in dem auf Parzelle Nr. 513 gelegenen Wohnhaus, da er durch die Einzonung in �hnlicher Weise ber�hrt wird wie ein Grundeigent�mer (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1A.137/2002 vom 25. September 2003, E. 1.2 mit Hinweis). Die Beschwerdelegitimation ist somit bei allen vier Beschwerdef�hrern zu bejahen.
Auf die im �brigen frist- und formgerecht erhobene Beschwerde ist somit unter Vorbehalt der nachstehenden Erw�gung einzutreten.
2.4 Wie in E. 2.2.3 hiervor aufgezeigt, ist das Verwaltungsgericht zu Unrecht davon ausgegangen, dass umweltschutzrechtliche Anordnungen nur mit eidgen�ssischer Verwaltungsgerichtsbeschwerde anfechtbar seien, wenn sie sich auf einen projektbezogenen Nutzungsplan beziehen. Des Weiteren ist ihm auch nicht zu folgen, soweit es vorliegend einen engen Sachzusammenhang zwischen den L�rmschutzanordnungen und den raumplanerischen Massnahmen verneint hat. Ist die eidgen�ssische Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorliegend aus den dargelegten Gr�nden auch hinsichtlich der planungsrechtlichen R�gen der Beschwerdef�hrer zul�ssig, verletzt der insoweit gef�llte Nichteintretensentscheid des Verwaltungsgerichts sowohl Bundesrecht (Art. 97 ff. OG) als auch kantonales Verfahrensrecht (Art. 61a Abs. 3 Bst. b BauG). Liegt diesbez�glich kein letztinstanzlicher kantonaler Entscheid vor, kann auf den Hauptantrag der Beschwerdef�hrer, mit dem sie die Aufhebung der Einzonung des Gebiets "Houene" beantragen, nicht eingetreten werden. Hingegen ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wegen der fehlenden Behandlung der Planungsr�gen gutzuheissen und die Sache entsprechend dem Eventualantrag an das Verwaltungsgericht zur�ckzuweisen (vgl. BGE 121 II 72 E. 3 S. 80). Wegen des BGE 132 II 209 S. 218Sachzusammenhangs zwischen den planungsrechtlichen und den umweltschutzrechtlichen R�gen muss das Verwaltungsgericht die R�gen der Beschwerdef�hrer gleichzeitig und widerspruchsfrei beurteilen (Koordinationspflicht; Art. 25a Abs. 2 lit. d sowie Abs. 3 und 4 RPG). Dabei wird es sich auch mit den von den Beschwerdef�hrern in diesem Zusammenhang beanstandeten Sachverhaltsfeststellungen zu befassen haben.
121 II 39 suite... ,
120 IB 292,
131 II 616,
Art. 25a et 34 LAT suite... ,
Art. 24 des Bundesgesetzes vom 7. Oktober 1983 �ber den Umweltschutz (Umweltschutzgesetz, USG; SR 814.01),