Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VersR%202001,%201431
Timestamp: 2019-08-21 19:21:25
Document Index: 56924886

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 826', 'BGH', 'BGH', '§ 826', 'BGH']

BGH, 10.07.2001 - VI ZR 160/00 - dejure.org
https://dejure.org/2001,377
BGH, 10.07.2001 - VI ZR 160/00 (https://dejure.org/2001,377)
BGH, Entscheidung vom 10.07.2001 - VI ZR 160/00 (https://dejure.org/2001,377)
BGH, Entscheidung vom 10. Juli 2001 - VI ZR 160/00 (https://dejure.org/2001,377)
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BGB § 826 A, GF
Unterlassen - Sittenwidriges Verhalten - Bauüberwachungsvertrag - Bauüberwachung - Schädigungsvorsatz - Sittliche Pflicht
Sittenwidrigkeit, - der Unterlassung nur bei gebotenem Handeln
Zur Frage der Haftung des Gesellschafters einer GmbH i.G. für ungerechtfertigte Einnahmen aus einem Generalunternehmervertrag
nomos.de , S. 40 (Leitsatz und Entscheidungsanmerkung)
Durchgriffshaftung des Gesellschafters einer GU-GmbH? (IBR 2001, 617)
NJW 2001, 3702
NZBau 2001, 554
VersR 2001, 1431
WM 2001, 2068
DB 2001, 2540
BauR 2002, 90
Auch hier müssen besondere Umstände hinzutreten, die das schädigende Verhalten nach den Maßstäben der allgemeinen Geschäftsmoral und des als "anständig" Geltenden verwerflich machen (…Senatsurteile vom 4. Juni 2013 - VI ZR 288/12, aaO Rn. 14;… vom 19. Oktober 2010 - VI ZR 124/09, aaO Rn. 12; vom 10. Juli 2001 - VI ZR 160/00, VersR 2001, 1431, 1432).
Ob das Verhalten eines Gutachters als in diesem Sinne sittenwidrig anzusehen ist und ob das Berufungsgericht die Gesamtumstände des Falles in erforderlichem Umfang gewürdigt hat, unterliegt der uneingeschränkten revisionsrechtlichen Überprüfung (…BGH, Urt. v. 25.03.2003 - VI ZR 175/02, VersR 2003, 653, 654; Urt. v. 10.07.2001 - VI ZR 160/00, VersR 2001, 1431, 1432;… Urt. v. 22.01.1991 - VI ZR 107/90, VersR 1991, 597).
Hinzukommen müssen besondere Umstände, die das schädigende Verhalten wegen seines Zwecks oder wegen des angewandten Mittels oder mit Rücksicht auf die dabei gezeigte Gesinnung nach den Maßstäben der allgemeinen Geschäftsmoral und des als "anständig" Geltenden verwerflich machen (BGH, Urteil vom 10.07.2001 - VI ZR 160/00 = NJW 2001, 3702; Urteil vom 20.11.2012 - VI ZR 268/11 = NJW-RR 2013, 550; Urteil vom 15.10.2013 - VI ZR 124/12 = NJW 2014, 1380).
Grobe Fahrlässigkeit in Bezug auf die Schädigung vermag eine Haftung aus § 826 BGB nicht zu begründen; vielmehr ist erforderlich, dass der Ersatzpflichtige in Hinblick auf die Entstehung des Schadens vorsätzlich gehandelt hat, dass er also mindestens mit der Möglichkeit einer Schädigung durch sein Handeln gerechnet und sie billigend in Kauf genommen hat (vgl. Senatsurteile vom 28. Juni 1966 - VI ZR 287/64 - WM 1966, 1150, 1152;… vom 12. Juli 1966 - VI ZR 1/65 -aaO S. 1036;… vom 27. März 1984 - VI ZR 246/81 - aaO; vom 10. Juli 2001 - VI ZR 160/00 - VersR 2001, 1431, 1432 und vom 11. November 2003 - VI ZR 371/02 - VersR 2004, 210, 212).
Es müssen besondere Umstände hinzutreten, die das schädigende Verhalten wegen seines Zwecks oder wegen des angewandten Mittels oder mit Rücksicht auf die dabei gezeigte Gesinnung nach den Maßstäben der allgemeinen Geschäftsmoral und des als "anständig" Geltenden verwerflich machen (Senat, Urteil vom 10. Juli 2001 - VI ZR 160/00, VersR 2001, 1431, 1432 m.w.N.).
Der Umstand, dass der Beklagte es unterlässt, die Vaterschaft anzuerkennen oder ihre gerichtliche Feststellung zu betreiben, kann nur dann als sittenwidriges Verhalten angesehen werden, wenn dass geforderte Tun einem sittlichen Gebot entspricht (BGH NJW 2001, 3702).