Source: https://www.sozphil.uni-leipzig.de/cm/forschung/promotionen/
Timestamp: 2019-04-19 02:30:30
Document Index: 210688288

Matched Legal Cases: ['§ 9', '§ 13', '§ 2', '§ 5', '§ 7', '§ 2', '§ 8', '§ 9', '§ 10', '§ 11', '§ 11', '§ 14', '§ 15', '§16']

Leitfaden für Promotionsverfahren
Auszüge aus der Promotionsordnung der Fakultät für Sozialwissenschaften und Philosophie vom 11. Mai 2010 in der rechtsbereinigten Fassung vom 1. März 2016:
Die akademischen Grade Dr. phil. und Dr. rer. pol. werden auf der Grundlage erfolgreich abgeschlossener Promotionsleistungen vergeben, die in der nachfolgenden Reihenfolge abzulegen sind:
selbständig erstellte schriftliche wissenschaftliche Arbeit, die das Wissenschaftsgebiet weiterentwickelt (Dissertation) und Zusammenfassung gemäß § 9 dieser Ordnung,
Rigorosum bzw. erbrachte Leistung gemäß § 13,
Promotionsgremien (§ 2)
Zur Durchführung von Promotionsverfahren setzt der Fakultätsrat eine Promotionskommission ein.
DoktorandInnenliste (§ 5)
Der Eintrag in die DoktorandInnenliste ist Voraussetzung für die Zulassung zur Promotion an dieser Fakultät. Der DoktorandInnenstatus hat eine Dauer von maximal 6 Jahren. Die Wiederaufnahme ist möglich. Den “Antrag zur Aufnahme in die DoktorandInnenliste” findet sich unter “Downloads”. Ergänzt um einen tabellarischen Lebenslauf, die Kopien der Abschlusszeugnisse und ein Passbild ist er im Dekanat einzureichen.
Der Antrag wird durch die Promotionskommission geprüft. Der Doktorand/die Doktorandin wird vom Dekanatsrat schriftlich über die Aufnahme/Nichtaufnahme in die DoktorandInnenliste in Kenntnis gesetzt.
Antrag auf Eröffnung des Verfahrens (§ 7)
Zur Eröffnung des Verfahrens bedarf es des schriftlichen Antrages des Kandidaten/der Kandidatin mit Angabe des angestrebten Abschlusses und des gewählten Faches an den Dekan/die Dekanin der Fakultät. Welche Unterlagen dem Antrag beizufügen sind, ist der Promotionsordnung zu entnehmen. KandidatInnen, die beabsichtigen, in einem kooperativen oder grenzüberschreitenden Verfahren zu promovieren, beachten bitte die § 2 Abs.3 und § 8 der Promotionsordnung.
Dissertation und Zusammenfassung (§ 9)
Die Dissertation muss als selbständige wissenschaftliche Leistung des Promovenden/der Promovendin neue wissenschaftliche Erkenntnisse ausweisen und zur Veröffentlichung geeignet sein. Als Dissertation kann eine monographische Einzelschrift oder eine zu einem Band aus mehreren begutachteten veröffentlichten wissenschaftlichen Arbeiten oder nach Begutachtung zur Veröffentlichung angenommenen Arbeiten gleicher oder zusammenhängender Thematik zusammengestellte Schrift eingereicht werden. Hierbei ist der thematische Zusammenhang durch einen begleitenden Klammerteil zu verdeutlichen, in der eine Darstellung der theoretischen Grundlagen und ihrer Einordnung in das Fachgebiet sowie eine verallgemeinernde Zusammenfassung aller Arbeitsergebnisse zu erfolgen hat. Über die Eignung der eingereichten wissenschaftlichen Arbeiten als kumulative Dissertation entscheidet der Fakultätsrat auf Vorschlag der Promotionskommission. Im Fall des kumulativen Verfahrens können auch wissenschaftliche Veröffentlichungen in die Dissertation Eingang finden, die in Ko-Autorenschaft entstanden sind. In diesem Fall ist durch die Kandidatin/den Kandidaten der eigene Anteil an den Veröffentlichungen und die Erstautorenschaft durch eine eigene, von den Ko-Autoren bestätigte, schriftliche Erklärung nachzuweisen. Der Anteil von Arbeiten in Ko-Autorenschaft darf nicht mehr als die Hälfte der zusammengestellten Arbeiten betragen. Die Dissertation ist in der Regel in deutscher oder englischer Sprache abzufassen. Über Ausnahmen entscheidet der Fakultätsrat auf Antrag des Promovenden/der Promovendin an den Dekan/die Dekanin.
Eröffnung des Verfahrens (§ 10)
Nach Prüfung auf Vollständigkeit und Gültigkeit der Unterlagen durch die Promotionskommission wird das Verfahren vom Fakultätsrat eröffnet. Er erfolgt die Festlegung der GutachterInnen, des Fachgebietes und des Prüfers/der Prüferin im Rigorosum.
Gutachter (§ 11)
Eine Dissertation ist durch mindestens zwei Gutachter/zwei Gutachterinnen zu bewerten. Ein Gutachter/eine Gutachterin muss der Fakultät für Sozialwissenschaften und Philosophie angehören. Weitere Angaben sind der Promotionsordnung § 11 zu entnehmen. Die GutachterInnen erhalten drei Monate Zeit für die Begutachtung. Nach der Vorlage der Gutachten liegen diese zusammen mit der Dissertation 14 Tage im Dekanat zur Einsichtnahme durch den Fakultätsrat und die Mitglieder der Promotionskommission aus. Wenn keine Einsprüche erfolgen und alle Gutachten positiv sind, befindet die Promotionskommission über die Annahme der Dissertation und lädt bei einem positiven Votum den Promovenden/die Promovendin zur Absolvierung des Rigorosums ein.
Es besteht aus einer einstündigen mündlichen Prüfung im Hauptfach. Die Prüfungsleistungen in einem Graduiertenstudiengang der Fakultät oder am Graduiertenzentrum Geistes- und Sozialwissenschaften der Research Academy Leipzig können auf Antrag bei Gleichwertigkeit als Rigorosum angerechnet werden.
Verteidigung (§ 14)
Der Kandidat/die Kandidatin hat die mit der Dissertation erzielten Ergebnisse in einem etwa 30-minütigen Vortrag öffentlich darzustellen und dabei Bezug auf die in den Gutachten geäußerte Kritik zu nehmen.
Bewertung (§ 15)
Im Promotionsverfahren sind nach dieser Ordnung erbrachte Leistungen mit folgenden Noten zu bewerten:
summa cum laude – ausgezeichnet
magna cum laude – sehr gut – 1
cum laude – gut – 2
rite – genügend – 3
non sufficit – nicht genügend – 5
Das Gesamtprädikat der Promotionsleistung setzt zusammen aus – den Einzelnoten für die Begutachtung der Dissertation (mit insgesamt 60%) – der Note für die Prüfung des Rigorosums (20%) – der Note für die Verteidigungsleistung (20%)
Verleihung (§16)
Die Verleihung des Doktorgrades erfolgt auf Beschluss des Fakultätsrates.