Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VersR%201984,%20286
Timestamp: 2020-02-25 22:16:55
Document Index: 116424540

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 233', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: VersR 1984, 286 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 19.01.1984
https://dejure.org/1984,5290
BGH, 24.01.1984 - VI ZR 61/82 (https://dejure.org/1984,5290)
BGH, Entscheidung vom 24.01.1984 - VI ZR 61/82 (https://dejure.org/1984,5290)
BGH, Entscheidung vom 24. Januar 1984 - VI ZR 61/82 (https://dejure.org/1984,5290)
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Anspruch auf Schadensersatz bei einem Reitunfall - Vorliegen der zur Erkenntnis der Verantwortlichkeit erforderliche Einsichtsfähigkeit
VersR 1984, 286
Es entspricht ständiger höchstrichterlicher Rechtsprechung, dass derjenige, der sich bewusst einer Gefährdung aussetzt, in der Regel nicht in den Verletzungserfolg einwilligt (BGH, Urteil vom 24.1.1984, VersR 1984, 286, zitiert nach Juris).
Der bloße Umstand, dass die Klägerin an dem Workshop überhaupt teilgenommen hat, kann den Vorwurf des Mitverschuldens nicht begründen, genauso wenig wie der Umstand, dass jemand sich entschließt, eine gefährliche Sportart auszuüben (zum Reitsport vgl. BGH, Urteil vom 24.1.1984, VersR 1984, 286, zitiert nach Juris).
Hier sind keine Anhaltspunkte dafür vorgetragen oder sonst ersichtlich, die den Vorwurf rechtfertigen würden, die Klägerin habe Grund zur Annahme gehabt, sie werde die Übung nicht gefahrfrei ausführen können, so dass dies den Vorwurf des Mitverschuldens würde begründen können (vgl. BGH, Urteil vom 24.1.1984, VersR 1984, 286, zitiert nach Juris).
Die Entscheidung des Streitfalles wird nicht dadurch beeinflußt, daß sich bisher in aller Regel - ohne Beanstandung durch den erkennenden Senat - für Schadensersatzansprüche wegen ärztlicher Behandlungsfehler in Universitätskliniken die jeweiligen Bundesländer als passivlegitimiert angesehen haben (vgl. z. B. die Senatsurteile vom 15. Mai 1979 - VI ZR 70/70 - VersR 1979, 720, und v. 24. Januar 1984 - VI ZR 203/82 - VersR 1984, 286), und zwar auch noch für die Zeit nach Erlaß des Hochschulrahmengesetzes (BGHZ 88, 248).
Diese Ausführungen stehen im Einklang mit der ständigen Rechtsprechung des erkennenden Senats (vgl. Urteile vom 14. Juli 1977 - VI ZR 234/75 - VersR 1977, 864; vom 31. Januar 1978 - VI ZR 7/77 - VersR 1978, 515; vom 12. Januar 1982 - VI ZR 188/80 - VersR 1982, 366; vom 16. März 1982 - VI ZR 209/80 - VersR 1982, 670 und vom 24. Januar 1984 - VI ZR 61/82 - VersR 1984, 286).
BGH, 19.01.1984 - VII ZB 18/83
https://dejure.org/1984,2526
BGH, 19.01.1984 - VII ZB 18/83 (https://dejure.org/1984,2526)
BGH, Entscheidung vom 19.01.1984 - VII ZB 18/83 (https://dejure.org/1984,2526)
BGH, Entscheidung vom 19. Januar 1984 - VII ZB 18/83 (https://dejure.org/1984,2526)
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Sofortige Beschwerde gegen die Versagung der Wiedereinsetzung in den vorigen Stand - Nichteintragung einer Rechtsmittelfrist durch eine Rechtsanwaltsgehilfin als Organisationsverschulden eines Rechtsanwalts bei der gerichtlichen Fristenkontrolle
In dieser Hinsicht liegt der Streitfall anders als der Sachverhalt in dem vom Berufungsgericht zitierten Beschluß des Bundesgerichtshofs vom 19. Januar 1984 (VII ZB 18/83 - VersR 1984, 286), bei dem der Rechtsanwalt ein fehlerhaftes Abweichen seiner Gehilfin von allgemeinen Weisungen erkannt hatte und deshalb auch bei seiner späteren konkreten Weisung mit einem erneuten Versehen seiner Angestellten rechnen mußte.
Er hatte eine Fehlerquelle aufgedeckt und durfte deshalb nicht mehr auf die Einhaltung der allgemein gegebenen Anweisung vertrauen, sondern mußte vielmehr der Sicherung der Nachfrist seine besondere eigene Aufmerksamkeit widmen (vgl. auch Senatsbeschluß vom 19. Januar 1984 - VII ZB 18/83 = VersR 1984, 286).
a) Das Berufungsgericht führt aus, angesichts des vorausgegangenen Fehlverhaltens habe den Kläger eine besondere Sorgfaltspflicht hinsichtlich der Eintragung und Sicherung der Berufungsbegründungsfrist getroffen (vgl. hierzu BGH, Beschl. v. 19. Januar 1984 - VII ZB 18/83, VersR 1984, 286).
Der Rechtsanwalt muß der Sicherung einer laufenden Frist besondere eigene Aufmerksamkeit widmen, wenn - für ihn erkennbar - die konkrete Gefahr besteht, daß eine Fristsache außer Kontrolle gerät (BGH, Beschl. v. 19. Januar 1984 - VII ZB 18/83, VersR 1984, 286; v. 27. Juni 1985 - III ZB 2/85, VersR 1985, 889).
Im übrigen ist ein eigenverantwortliches Tätigwerden des Anwalts immer dann geboten, wenn im Rahmen zulässiger Delegation Anlaß zur Überprüfung oder zu Zweifeln auftaucht (vgl. Feiber, a.a.O., § 233 Rn. 63 unter Hinweis auf BGH, VersR 1984, 286).
BGH, 27.06.1985 - VII ZB 15/84
Voraussetzungen des Anspruchs auf Rückzahlung überzahlten Architektenhonorars - …
Es handelte sich um eine für sie offensichtliche Fehlerquelle, der sie besondere eigene Aufmerksamkeit zu widmen hatten (vgl. Senatsbeschl. v. 19. Januar 1984 - VII ZB 18/83 = VersR 1984, 286; Senatsurt. v. 22. November 1984 - VII ZR 160/84 = VersR 1985, 451).