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Timestamp: 2019-10-18 14:50:42
Document Index: 84191414

Matched Legal Cases: ['§ 39', '§ 86', '§ 86', '§ 86', '§ 60', '§ 86', '§ 60']

LSG Niedersachsen-Bremen, 14.01.2008 - L 7 AS 772/07 ER - dejure.org
LSG Niedersachsen-Bremen, 14.01.2008 - L 7 AS 772/07 ER
https://dejure.org/2008,6433
LSG Niedersachsen-Bremen, 14.01.2008 - L 7 AS 772/07 ER (https://dejure.org/2008,6433)
LSG Niedersachsen-Bremen, Entscheidung vom 14.01.2008 - L 7 AS 772/07 ER (https://dejure.org/2008,6433)
LSG Niedersachsen-Bremen, Entscheidung vom 14. Januar 2008 - L 7 AS 772/07 ER (https://dejure.org/2008,6433)
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Grundsicherung für Arbeitsuchende - sozialgerichtliches Verfahren - einstweiliger Rechtsschutz - Rechtsschutzform - keine Versagung von Leistungen wegen Unzumutbarkeit der Mitwirkung - Anforderungen an Beibringung von Nachweisen - Grenze der Mitwirkungspflicht - ...
Vorläufiger Rechtsschutz gegen die Entziehung bereits bewilligter Sozialleistungen; Anfechtung einer Leistungsentziehung wegen fehlender Mitwirkung; Überschreitung der Mitwirkung des Sozialleistungsempfängers
SG Lüneburg, 31.10.2007 - S 40 AS 1452/07
Zwar hat diese Klage - entgegen einer zur früheren Fassung des § 39 Nr. 1 SGB II vertretenen Auffassung (vgl. Landessozialgericht Baden-Württemberg, Beschluss vom 27. Oktober 2008 - L 13 AS 4562/08 ER-B - ; LSG Niedersachsen-Bremen, Beschluss vom 14. Januar 2008 - L 7 AS 772/07 ER - FEVS 59, 469) - nach § 86a Abs. 1 Satz 1 SGG aufschiebende Wirkung; keiner der Ausnahmefälle des § 86a Abs. 2 SGG ist gegeben.
Deshalb ist in derartigen Fällen der Leistungsversagung ausnahmsweise auch die Statthaftigkeit des Rechtsbehelfs nach Abs. 2 a.a.O. zu bejahen (vgl. auch LSG Baden-Württemberg…, Beschluss vom 27. Oktober 2008 a.a.O.; LSG Niedersachsen-Bremen, Beschluss vom 14. Januar 2008 a.a.O.;… Krodel, a.a.O., Rdnr. 288b; offengelassen von LSG Niedersachsen-Bremen, Beschluss vom 18. Januar 2010 - L 13 AS 412/09 B - ).
Deshalb ist in derartigen Fällen der Leistungsversagung aufgrund mangelnder Mitwirkung ausnahmsweise auch die Statthaftigkeit des Rechtsbehelfs nach § 86 b Abs. 2 SGG zu bejahen; der Senat schließt sich daher der Rechtsprechung des 7. Senats zu diesem Problemkreis an (vgl. LSG Celle/Bremen, Beschl. v. 14. Januar 2008 - L 7 AS 772/07 ER - in: FEVS 59, 469 = NZS 2009, 58).
Soweit demgegenüber in Rechtsprechung und Literatur eine andere Ansicht vertreten wird, weil allein eine Aussetzungsentscheidung dem Rechtschutzziel des Bürgers - nämlich dem Erhalt von Sozialleistungen - nicht gerecht würde (so: LSG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 18. Mai 2009 - L 25 AS 770/09 B ER - LSG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 29. Mai 2009 - L 19 B 105/09 AS ER - Bayerisches LSG, Beschluss vom 29. Mai 2009 - L 20 R 332/09 B ER - LSG Niedersachsen-Bremen, Beschluss vom 14. Januar 2008 - L 7 AS 772/07 ER - in: FEVS 59, 469 = NZS 2009, 58 = NdsRpfl. 2008, 234), so überzeugt dies den Senat nicht.
Da der Beklagte insoweit von der Klägerin etwas Unmögliches verlangt hat, kann von einer Mitwirkungsobliegenheit im Sinne des § 60 Abs. 1 SGB I nicht ausgegangen werden (LSG Niedersachsen, Beschluss vom 14. Januar 2008 - L 7 AS 772/07 ER m. w. N.).
LSG Niedersachsen-Bremen, 14.01.2010 - L 13 AS 412/09
Einstweiliger Rechtsschutz - Ablehnung von Grundsicherungsleistungen wegen …
Selbst wenn man aber zugunsten des Antragstellers von einer Zulässigkeit eines Antrages zur Gewährung vorläufigen Rechtsschutzes nach § 86 b Abs. 2 SGG ausgehen wollte (vgl. dazu: LSG Niedersachsen-Bremen, Beschluss vom 11. Januar 2008 - L 7 AS 772/07 ER - in: FEVS 59, 469, 473 = NZS 2009, 58 (nur Leitsatz)), so wäre dann den insoweit zutreffenden Ausführungen des SG Stade im angefochtenen Beschluss vom 16. Dezember 2009 beizutreten.
Geht der Antragsgegner also vorliegend davon aus, dass zwischen dem Antragsteller und Frau W Einstands- und Verantwortungsgemeinschaft besteht, ist er gehalten, die von ihm für entscheidungserheblich gehaltenen Auskünfte unmittelbar nach § 60 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 SGB II von ihr zu beschaffen, indem er - wie nunmehr mit dem allerdings ohne Rechtsbehelfsbelehrung versehenen Bescheid vom 17. August 2011 geschehen - einen entsprechenden Verwaltungsakt erlässt und diesen ggf. im Wege der Verwaltungsvollstreckung durchsetzt (so auch LSG Berlin-Brandenburg…, Beschluss vom 6. Mai 2008 - L 5 B 125/08 AS ER -, a. a. O., LSG Niedersachsen-Bremen, Beschluss vom 14. Januar 2008 - L 7 AS 772/07 ER -, LSG Sachsen-Anhalt…, Beschluss vom 15. November 2010 - L 2 AS 316/10 B ER -, jeweils zitiert nach juris, vgl. auch BSG , Urteil vom 1. Juli 2009 - B 4 AS 78/08 R -, a. a. O.).
Denn mit der Anordnung der aufschiebenden Wirkung könnte der Antragsteller die begehrten Leistungen für den streitigen Zeitraum nicht erlangen (vgl. auch LSG Niedersachsen-Bremen, Beschluss v. 11.01.2008 - L 7 AS 772/07 ER, zu finden unter www.sozialgerichtsbarkeit.de).
Denn mit der Anordnung der aufschiebenden Wirkung eines Rechtsmittels könnte die Antragstellerin die begehrten Leistungen für den streitigen Zeitraum nicht erlangen (so auch LSG Niedersachsen-Bremen, Beschluss vom 11.01.2008 - L 7 AS 772/07 ER -, zitiert nach sozialgerichtsbarkeit.de).
Es ist dem Antragsteller nicht möglich, Unterlagen eines Dritten vorzulegen, insbesondere wenn dieser das - wie wohl hier - verweigert (vgl. Sozialgericht Bremen, Beschluss vom 26. Juni 2009 - S 18 AS 884/09 ER - Beschluss vom LSG Niedersachsen-Bremen vom 14. Januar 2008 - L 7 AS 772/07 ER - jeweils bei juris).
LSG Nordrhein-Westfalen, 19.03.2008 - L 7 B 64/08
Bewilligung von Prozesskostenhilfe und Beiordnung eines Prozessbevollmächtigten ; …
LSG Nordrhein-Westfalen, 19.03.2008 - L 7 B 65/08
Bewilligung von Prozesskostenhilfe und Beiordnung eines Rechtsanwalts; Vorläufige …