Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=25.04.2007&Aktenzeichen=VI%20ZB%2066/06
Timestamp: 2019-06-26 21:17:46
Document Index: 136214222

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 25.04.2007 - VI ZB 66/06 - dejure.org
https://dejure.org/2007,1541
BGH, 25.04.2007 - VI ZB 66/06 (https://dejure.org/2007,1541)
BGH, Entscheidung vom 25.04.2007 - VI ZB 66/06 (https://dejure.org/2007,1541)
BGH, Entscheidung vom 25. April 2007 - VI ZB 66/06 (https://dejure.org/2007,1541)
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Pflicht eines Rechtsanwalts zur eigenverantwortlichen Überprüfung der Richtigkeit einer ihm vorgelegten Eintragung des Fristendes für eine Berufungsbegründung; Wiedergabe des Streitgegenstandes und der Anträge der Parteien in beiden Instanzen bei der Rechtsbeschwerde unterliegenden Beschlüssen; Zurückweisung eines Antrags des Beklagten auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand aufgrund der Anrechnung des Verschuldens des Prozessbevollmächtigten bei einer Fristversäumnis
Pflicht des Rechtsanwalts zur Überprüfung des Fristendes bei Vorlage aufgrund einer Vorfrist
LG Lüneburg, 17.03.2006 - 3 O 365/04
OLG Celle, 10.08.2006 - 7 U 87/06
LG Lüneburg, 07.10.2008 - 3 O 365/04
Eine Sachdarstellung ist jedoch ausnahmsweise entbehrlich, wenn sich der maßgebliche Sachverhalt und das Rechtsschutzziel mit noch hinreichender Deutlichkeit aus den Beschlussgründen ergeben (vgl. Senatsbeschlüsse vom 25. April 2007 - VI ZB 66/06, VersR 2008, 273 Rn. 3;… vom 8. Mai 2007 - VI ZB 74/06, VersR 2008, 139 Rn. 4 …und vom 22. Januar 2008 - VI ZB 46/07, VersR 2008, 1374 Rn. 4).
b) Eine Sachdarstellung ist lediglich dann ausnahmsweise entbehrlich, wenn sich der maßgebliche Sachverhalt und das Rechtsschutzziel noch mit hinreichender Deutlichkeit aus den Beschlussgründen ergeben (Senat, Beschlüsse vom 19. März 2013 - VI ZB 68/12, z.V.b.;… vom 8. Mai 2012 - VI ZB 1/11, VI ZB 2/11, aaO;… vom 22. Januar 2008 - VI ZB 46/07, aaO;… vom 8. Mai 2007 - VI ZB 74/06, aaO; vom 25. April 2007 - VI ZB 66/06, aaO).
Bei der Vorlage muss sich der Rechtsanwalt davon überzeugen, ob ihm am Tag des notierten Fristablaufs noch Zeit für die Anfertigung der Rechtsmittelbegründung oder für einen Antrag auf Verlängerung der Begründungsfrist verbleibt (Senat, Beschlüsse vom 25. April 2007 - VI ZB 66/06, VersR 2008, 273 Rn. 7 …und vom 29. September 1998 - VI ZB 16/98 aaO).
Nach der Rechtssprechung des Bundesgerichtshofs darf sich der Rechtsanwalt im Rahmen der gebotenen Fristenkontrolle grundsätzlich auf die Prüfung des Erledigungsvermerks in der Handakte beschränken, was hier geschehen ist (Beschluss des BGH vom 22.01.2008, AZ VI ZB 46/07; BGH, NJW 2007, 2332).
Auch war die allgemein erteilte Weisung an die Kanzleiangestellten ausreichend, nach der sämtliche Haupt- und Vorfristen im Fristenkalender sofort zu notieren und diese Eintragungen entsprechend in der Akte zu vermerken und bei Rechtsmittelsachen neben der Rechtsmittel- und Rechtsmittelbegründungsfrist auch jeweils eine Vorfrist von einer Woche einzutragen waren (vgl. dazu Beschluss des BGH vom 22.01.2008, AZ VI ZB 46/07; BGH, NJW 2007, 2332).
Der Rechtsanwalt hat jedoch zur Fristsicherung eine eigenständige Prüfung vorzunehmen, sobald ihm die Akten im Zusammenhang mit der Frist zur Bearbeitung vorgelegt werden (BGH, NJW 2007, 1599. BGH, Beschluss vom 25. April 2007, VI ZB 66/06, zitiert nach juris).
Der Prozessbevollmächtigte des Beklagten hat indessen keine Vorsorge dafür getroffen, dass neben dem Ende der Berufungsbegründungsfrist eine Vorfrist notiert worden ist, die es ihm ermöglicht hätte, das Rechtsmittel gegen das Urteil des Landgerichts Dresden vom 28. April 2017 rechtzeitig einzulegen (vgl. BGH…, Beschluss vom 24. Januar 2012 - II ZB 3/11, NJW-RR 2012, S. 747/8, Rn. 8, zitiert nach juris; BGH, Beschluss vom 25. April 2007 - VI ZB 66/06, NJW 2007, 2332, Rn. 7, zitiert nach juris; BGH…, Beschluss vom 25. September 2003 - V ZB 17/03, FamRZ 2004, S. 100, Rn. 6, zitiert nach juris).
LAG Rheinland-Pfalz, 18.10.2011 - 3 Sa 284/11
Versäumung der Berufungsbegründungsfrist - Pflicht des Prozessbevollmächtigten …