Source: https://www.transparenz.bremen.de/vorschrift_detail/bremen2014_tp.c.68879.de
Timestamp: 2019-10-15 11:15:10
Document Index: 280631525

Matched Legal Cases: ['§ 15', '§ 5', '§ 33', '§ 6', '§ 5', '§ 5', '§ 18', '§ 19', '§ 8', '§ 20', '§ 21', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 18', '§ 11', '§ 8', '§ 19', '§ 1', '§ 5', '§ 15', '§ 27']

FundstelleBrem.GBl. 2005, 419
Gliederungsnummer:223-k-6
Zitiervorschlag: "Verordnung über die Berufsfachschule für das Nahrungsgewerbe vom 5. August 2005 (Brem.GBl. 2005, 419), zuletzt mehrfach geändert durch Geschäftsverteilung des Senats vom 05. Juli 2011 und 13. Dezember 2011 (Brem.GBl. 2012 S. 24)"
juris-Abkürzung: NahrGewBerFSchulV BR
Gliederungs-Nr:: 223-k-6
Gliederungs-Nr: 223-k-6
§ 15 Form der Prüfung in den Fächern des fachrichtungsbezogenen Lernbereichs
(1) Der Unterricht in der Berufsfachschule für das Nahrungsgewerbe hat das Ziel, durch eine breit angelegte berufliche Grundbildung in die betriebliche Ausbildung einzuführen. Grundlagen beruflicher Handlungsfähigkeit sollen durch den Erwerb von Qualifikationen aus den Ausbildungsrahmenplänen der Ausbildungsverordnungen des Bundes (Qualifizierungsbausteine) erreicht werden. Außerdem sollen Vorstellungen über die für den jeweiligen Beruf typischen Tätigkeiten und Leitbilder gewonnen werden, die Grundlage der Entscheidung für einen bestimmten Beruf oder eine berufliche Fachrichtung sein können. Damit erzieht der Unterricht zur Fähigkeit, ein selbstverantwortetes Leben zu planen, die Anforderungen zu bewältigen sowie die Arbeitswelt und die Gesellschaft in sozialer, ökologischer und ökonomischer Verantwortung mitzugestalten.
(2) Mit der Weiterführung der erworbenen Allgemeinbildung in Verbindung mit den erworbenen beruflichen Kompetenzen wird ein Bildungsstand erreicht, der den Erweiterten Hauptschulabschluss einschließt.
Die Zielsetzung der berufsvorbereitenden Bildung in der Berufsfachschule für das Nahrungsgewerbe erfordert es, junge Menschen zu selbstständigem Planen, Durchführen und Beurteilen von Arbeitsaufgaben zu befähigen. Die für den Unterricht zu formulierenden Lernziele aller Lernbereiche sind aufeinander zu beziehen. Damit sollen die Ganzheitlichkeit des Unterrichts und der Berufsbezug der Theoriefächer, auch der allgemeinbildenden Fächer, hervorgehoben werden. Die Schülerinnen und Schüler sollen grundlegende Qualifikationen erwerben, jedoch geht es dabei nicht um Vollständigkeit im Sinne fachwissenschaftlicher Traditionen, sondern um exemplarische Auswahl sowie um Vermittlung von Überblick und Systematik als Voraussetzung für eigenständiges Lernen und das Denken in Zusammenhängen. Zur Bewältigung künftiger beruflicher Anforderungen sollen deshalb Qualifikationen vermittelt werden, die Flexibilität und Mobilität sowohl im Hinblick auf Veränderungen der Arbeitsorganisation als auch im Hinblick auf Entwicklungen innerhalb des Beschäftigungssystems fördern. Besondere Beachtung gilt dem fächerübergreifenden Lernansatz in den beruflichen Fächern einschließlich des fachpraktischen Unterrichts.
(3) Schülerinnen und Schüler nicht deutscher Herkunftssprache, die anstelle der Note in der ersten Fremdsprache im berechtigenden Zeugnis einer deutschen Schule die Note in der Herkunftssprache erhalten haben oder die nicht über einen an einer deutschen Schule erworbenen Abschluss nach § 5 Abs. 1 Nr. 1 verfügen, können anstelle von Englisch die Herkunftssprache wählen. Bei der Bewerbung um Zulassung zum Bildungsgang muss die Schülerin oder der Schüler sich entscheiden, in welcher Sprache sie oder er die Prüfung ablegen will. Kann die Herkunftssprache auf Grund der organisatorischen oder personellen Möglichkeiten in dem Bildungsgang nicht so unterrichtet werden, dass der Unterricht den fremdsprachlichen Anforderungen dieses Bildungsgangs entspricht, kann die Note durch eine Prüfung nach § 33 Abs. 5 der Zeugnisordnung festgestellt werden, sofern der Senatorin für Bildung, Wissenschaft und Gesundheit hierfür eine geeignete Prüferin oder ein geeigneter Prüfer zur Verfügung steht. Die Prüfung findet am Anfang des Bildungsgangs statt. Bei nicht ausreichenden Leistungen kann diese Prüfung einmal wiederholt werden. Die Wiederholung findet zum Ende des Bildungsgangs statt. Unabhängig davon können die Schülerinnen und Schüler am Englischunterricht des Bildungsgangs teilnehmen. Diese Fremdsprache ist jedoch nicht Gegenstand der Abschlussprüfung. Im Abschlusszeugnis oder im Abgangszeugnis wird diese Fremdsprache ebenfalls mit einer Note und dem Vermerk "Nicht Gegenstand der Prüfung" ausgewiesen.
(2) Bewerberinnen und Bewerber, die einen Bildungsgang der entsprechenden einjährigen Berufsfachschule bereits mit Erfolg durchlaufen oder die Abschlussprüfung endgültig nicht bestanden haben, werden nicht zugelassen.
(3) Bewerberinnen und Bewerber nicht deutscher Herkunftssprache, die nicht über einen an einer deutschen Schule erworbenen berechtigenden Abschluss nach Absatz 1 verfügen, müssen ausreichende deutsche Sprachkenntnisse nachweisen. Der Nachweis wird durch die erfolgreiche Teilnahme an einem Zulassungsverfahren nach § 6 erbracht.
(1) Der Antrag auf Zulassung ist unter Angabe des gewünschten Bildungsgangs bei der Schule bis zum 1. März eines jeden Jahres einzureichen. Mit dem Antrag ist die Erfüllung der Zulassungsvoraussetzung nach § 5 Abs. 1 Nr. 1 nachzuweisen sowie eine Erklärung darüber abzugeben, ob ein Ablehnungsgrund nach § 5 Abs. 2 vorliegt.
(1) Als Teil der schulischen Ausbildung wird mindestens ein Praktikum in geeigneten Betrieben der Wirtschaft oder Einrichtungen in kommunaler oder privater Trägerschaft (Praktikumstellen) oder Praktikumstellen oder in Form anderer Lernortekooperationen durchgeführt. Das Praktikum kann beim Fehlen geeigneter Praktikumstellen in schuleigenen Einrichtungen stattfinden. Das Praktikum soll zeitgleich für alle Schülerinnen und Schüler eines Klassenverbandes durchgeführt werden. Die Schülerinnen und Schüler unterliegen während der Dauer eines Praktikums denselben gesetzlichen Bestimmungen über Unfall- und Haftpflichtversicherung, die für die Teilnahme an schulischen Veranstaltungen gelten.
(2) Die schriftliche Prüfung kann als Prüfung mit zentral vorgegebenen Prüfungsaufgaben (zentrale Prüfung) gestaltet werden. In diesem Fall kann die Senatorin für Bildung, Wissenschaft und Gesundheit von den Regelungen nach § 18 Abs. 2 und § 19 Abs. 3 abweichen.
Die Prüfung wird von den öffentlichen Schulen im Lande Bremen, die einen Bildungsgang der Berufsfachschule für das Nahrungsgewerbe eingerichtet haben, durchgeführt.
(4) Die Vorsitzende oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses oder des Teilprüfungsausschusses kann gegen Beschlüsse des Prüfungsausschusses und der Teilprüfungsausschüsse Einspruch einlegen, über den die Senatorin für Bildung, Wissenschaft und Gesundheit entscheidet. Der Einspruch hat aufschiebende Wirkung.
(2) Die Vorsitzende oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses setzt Ort, Datum und Uhrzeit für alle Teile der Prüfung verbindlich fest und teilt allen Beteiligten unverzüglich Prüfungsort und Termine in geeigneter Form mit. Im Fall einer zentralen Prüfung wird der Termin für diese Prüfung von der Senatorin für Bildung, Wissenschaft und Gesundheit festgelegt.
(1) Zur Prüfung ist zugelassen, wer zu Beginn der Prüfung Schülerin oder Schüler der Berufsfachschule für das Nahrungsgewerbe ist.
(2) Zur Prüfung wird nicht zugelassen, wer ohne Erfolg am Praktikum nach § 8 teilgenommen hat oder wer in einem Unterrichtsfach der Fachpraxis die Vornote "ungenügend" erhält. Über Ausnahmen entscheidet der Prüfungsausschuss.
Form der Prüfung in den Fächern
des fachrichtungsbezogenen Lernbereichs
Am Ende des ersten Schulhalbjahres legt die Schule fest, ob die Prüfung
als schriftliche Prüfung und praktische Prüfung oder als kombinierte Prüfung nach § 20 durchgeführt werden soll oder
ganz oder teilweise durch eine Projektarbeit nach § 21 ersetzt werden soll.
(1) Die praktische Prüfung erstreckt sich auf die Fächer der Fachpraxis und wird in einer gemeinsamen Aufgabenstellung durchgeführt. Die Zeit für die praktische Prüfung beträgt in der Regel 180 Minuten.
(2) Die Fachlehrerin oder der Fachlehrer legt der Schulleiterin oder dem Schulleiter spätestens vier Wochen vor Beginn der praktischen Prüfung zwei Aufgabenvorschläge in einem versiegelten Umschlag vor. Zu allen Aufgabenvorschlägen gehört die Angabe der Bearbeitungsdauer und eine genaue Beschreibung der vom Prüfling erwarteten Leistung (Erwartungshorizont) einschließlich der Angabe von Bewertungskriterien. Aus diesen Vorschlägen wählt die Schulleiterin oder der Schulleiter eine Prüfungsaufgabe aus. Sie oder er ist berechtigt, nach Rücksprache mit der Fachlehrerin oder dem Fachlehrer Vorschläge abzuändern, zu ergänzen oder neue Aufgaben zu stellen.
(6) Die Prüfungsarbeiten werden vom Mitglied des Prüfungsausschusses nach § 11 Abs. 1 Nr. 3 (Fachlehrerin oder Fachlehrer) oder vom Mitglied des Teilprüfungsausschusses nach § 11 Abs. 2 Nr. 2 als Referentin oder Referent beurteilt und benotet. Die Vorsitzende oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses bestellt für jedes Prüfungsfach ein weiteres Mitglied nach § 11 Abs. 2 Nr. 3 als Korreferentin oder Korreferenten. Diese oder dieser beurteilt und benotet die Prüfungsarbeiten ebenfalls. Stimmen die erteilten Noten nicht überein, entscheidet der Prüfungsausschuss.
Verfahren der Lebensmittelbe- und -verarbeitung.
(2) Die Zeit für die Bearbeitung der schriftlichen Prüfungsaufgaben beträgt jeweils 90 Minuten. Im Falle einer kombinierten Prüfung entfällt das zweite schriftliche Prüfungsfach.
(3) Spätestens vier Wochen vor Beginn der schriftlichen Prüfung werden für jedes Fach zwei Aufgabenvorschläge in einem versiegelten Umschlag vorgelegt. Zu allen Aufgabenvorschlägen gehört die Angabe der Bearbeitungsdauer und eine genaue Beschreibung der vom Prüfling erwarteten Leistung (Erwartungshorizont) einschließlich der Angabe von Bewertungskriterien. Dabei gilt für das Verfahren der Auswahl der Prüfungsaufgaben:
Für das Fach nach Absatz 1 Nr. 1 legt die Schulleiterin oder der Schulleiter der Senatorin für Bildung, Wissenschaft und Gesundheit die Aufgabenvorschläge zur Genehmigung vor. Aus diesen Vorschlägen wählt die Senatorin für Bildung, Wissenschaft und Gesundheit eine Prüfungsaufgabe aus. Wenn ihm Aufgaben ungeeignet oder änderungsbedürftig erscheinen, kann er neue Vorschläge anfordern.
Für das Fach nach Absatz 1 Nr. 2 legt die Fachlehrerin oder der Fachlehrer der Schulleiterin oder dem Schulleiter die Aufgabenvorschläge zur Genehmigung vor. Aus diesen Vorschlägen wählt die Schulleiterin oder der Schulleiter eine Prüfungsaufgabe aus. Wenn ihr oder ihm Aufgaben ungeeignet oder änderungsbedürftig erscheinen, kann sie oder er neue Vorschläge anfordern.
(4) § 18 Abs. 3 bis 5 gilt entsprechend.
(5) Die Prüfungsarbeiten werden vom Mitglied des Prüfungsausschusses nach § 11 Abs. 1 Nr. 3 (Fachlehrerin oder Fachlehrer) als Referentin oder Referent beurteilt und benotet. Die Vorsitzende oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses bestellt für jedes Prüfungsfach eine weitere Fachlehrerin oder einen weiteren Fachlehrer als Korreferentin oder Korreferenten. Diese oder dieser beurteilt und benotet die Prüfungsarbeiten ebenfalls. Stimmen die erteilten Noten nicht überein, entscheidet der Prüfungsausschuss.
(1) In der kombinierten Prüfung werden Inhalte eines Faches der schriftlichen Prüfung und der Fächer der praktischen Prüfung zu einer Prüfungsaufgabe zusammen gefasst.
(2) Die Zeit für die Bearbeitung der Prüfungsaufgabe beträgt für den schriftlichen Teil 90 Minuten, für den praktischen Teil in der Regel 180 Minuten.
(1) Im zweiten Schulhalbjahr erhält der Prüfling im Rahmen eines fächerübergreifenden Unterrichts oder aus einer Themenstellung des Praktikums nach § 8 eine anwendungsbezogenen Aufgabe als Projektarbeit.
(2) Das Fach der schriftlichen Prüfung nach § 19 Abs. 1 Nr. 2 oder die praktischen Prüfungsfächer oder alle drei Fächer können in einer umfassenden Aufgabenstellung durch eine Projektarbeit ersetzt werden.
(7) Die Bewertung geht als Note in das jeweilige Prüfungsfach oder in die jeweiligen Prüfungsfächer ein.
(5) Hat der Prüfling die Prüfung bestanden, erhält er ein Abschlusszeugnis. Das Abschlusszeugnis erhält einen Vermerk über die Zuerkennung des Erweiterten Hauptschulabschlusses. Hat der Prüfling die Prüfung nicht bestanden und verlässt er die Schule, erhält er ein Abgangszeugnis. Form und Inhalt der Zeugnisse legt die Senatorin für Bildung, Wissenschaft und Gesundheit fest.
(1) Versucht ein Prüfling, das Ergebnis der Prüfung durch Täuschung zu beeinflussen, so ist die gesamte Prüfung für nicht bestanden zu erklären. In leichteren Fällen ist die betroffene Prüfungsleistung zu wiederholen.
(1) Diese Verordnung tritt mit Wirkung vom 1. August 2005 in Kraft. Sie tritt mit Ablauf des 31. Juli 2015 außer Kraft.
Stundentafel für die Berufsfachschule für das Nahrungsgewerbe
Verfahren der Lebensmittelbe- und -verarbeitung
Präsentation / Service
400 Jahresunterweisungsstunden davon in Teilung abhängig von der Lerngruppengröße
Verordnung über die Berufsfachschule für das Nahrungsgewerbe vom 5. August 2005 01.08.2005 bis 31.07.2013
Inhaltsverzeichnis 01.08.2005 bis 31.07.2013
§ 1 - Aufgaben und Ziele 01.08.2005 bis 31.07.2013
§ 5 - Voraussetzungen für die Zulassung 01.08.2005 bis 31.07.2013
§ 15 - Form der Prüfung in den Fächern des fachrichtungsbezogenen Lernbereichs 01.08.2005 bis 31.07.2013
§ 27 - Täuschung und Behinderung 01.08.2005 bis 31.07.2013
Anlage - Stundentafel für die Berufsfachschule für das Nahrungsgewerbe 01.08.2005 bis 31.07.2013