Source: https://report.bkb.ch/2019/category/offenlegung_de/
Timestamp: 2020-08-13 06:07:39
Document Index: 208250720

Matched Legal Cases: ['Art. 44', 'Art. 33', 'Art. 62', 'Art. 44', 'Art. 44', 'Art. 44', 'Art. 44', 'Art. 44', 'Art. 44']

Der Konzern BKB verfügt per 31. Dezember 2019 mit einer Gesamtkapitalquote von 17,4% sowie einer Leverage Ratio von 7,9% über eine solide Eigenkapitalausstattung. Zusätzlich kann eine komfortable Quote für die kurzfristige Liquidität (LCR) von 136,6% im 4. Quartal 2019 ausgewiesen werden. Mit den vorliegenden Informationen per 31. Dezember 2019 trägt der Konzern BKB den Vorgaben aus der Eigenmittelverordnung (ERV) sowie den Offenlegungsvorschriften nach FINMA-RS 2016/1 «Offenlegung – Banken» vollständig Rechnung.
Als Finanzgruppe und Kategorie 3 Bank unterliegt die Basler Kantonalbank auf Konzernstufe den vollen Offenlegungspflichten nach FINMA-RS 2016/1 «Offenlegung – Banken». Aufbau und Tabellenstruktur werden vom Regulator detailliert vorgegeben und prägen die Aufbereitung der nachfolgenden Informationen. Die Rahmenbedingungen sehen vor, dass bei Tabellen mit flexiblem Format auf andere leicht zugängliche Informationen verwiesen werden kann. Dies nimmt der Konzern BKB vor allem im Bereich der qualitativen Beschreibung wahr und verweist dabei auf entsprechende Ausführungen im aktuellen Geschäftsbericht. Tabellen, welche aufgrund des zu beschreibenden Sachverhalts keine Anwendung finden oder deren Ausweis keine wesentliche Aussagekraft haben, werden nicht veröffentlicht. Eine Übersicht aller potenziellen Tabellen, inklusive Informationen über den Offenlegungsstatus, findet sich unter dem Abschnitt «Schematischer Aufbau des Offenlegungsberichts». Für Informationen zur «Corporate Governance» wird auf das Kapitel im publizierten Geschäftsbericht 2019 der BKB verwiesen.
Schematischer Aufbau des Offenlegungsberichts
Im Folgenden wird eine schematische Übersicht zu den nach FINMA-RS 2016/1 «Offenlegung – Banken» vorgesehenen Tabellen sowie eine Beurteilung der Anwendbarkeit im Kontext des Geschäftsumfelds der Basler Kantonalbank gegeben
Bezeichnung nach SA-BIZ
Wichtige aufsichtsrechtliche Kennzahlen und RWAs
https://my.nswow.ch/wow/7/506#BKB_KM1
Grundlegende Kennzahlen „TLAC-Anforderungen (auf Stufe Abwicklungsgruppe)“
nein, nur international systemrelevante Banken
https://my.nswow.ch/wow/7/506#BKB_OVA
Risikomanagementansatz der Bank
https://my.nswow.ch/wow/7/506#BKB_OV1
Überblick der risikogewichteten Positionen
Vergleich zwischen buchhalterischen und aufsichtsrechtlichen Positionen
https://my.nswow.ch/wow/7/509#BKB_LI1
Abgleich zwischen buchhalterischen Werten und aufsichtsrechtlichen Positionen 1
https://my.nswow.ch/wow/7/509#BKB_LI2
Darstellung der Differenzen zwischen den aufsichtsrechtlichen Positionen und den Buchwerten
https://my.nswow.ch/wow/7/509#BKB_LIA
Erläuterung zu den Differenzen zwischen Buchwerten und aufsichtsrechtlichen Werten
https://my.nswow.ch/wow/7/509#BKB_PV1
Prudentielle Wertanpassungen
https://my.nswow.ch/wow/7/510#BKB_CC1
Darstellung der regulatorisch anrechenbaren Eigenmittel 2
https://my.nswow.ch/wow/7/510#BKB_CC2
Überleitung der regulatorisch anrechenbaren Eigenmittel zur Bilanz 1
https://my.nswow.ch/wow/7/510#BKB_CCA
Hauptmerkmale regulatorischer Eigenkapitalinstrumente und anderer TLAC-Instrumente
TLAC1
TLAC Zusammensetzung international systemrelevanter Banken (auf Stufe Abwicklungsgruppe)
Wesentliche Gruppengesellschaften – Rang der Forderungen auf Stufe der juristischen Einheit
Abwicklungseinheit – Rang der Forderungen auf Stufe der juristischen Einheit
1 Tabelle LI1 und Tabelle CC2 werden kombiniert dargestellt.
2 Die Informationen der Tabelle werden zugunsten der Übersichtlichkeit in mehrere thematische Subtabellen aufgegliedert.
Makroprudentielle Aufsichtsmassnahmen
GSIB1
G-SIB Indikatoren
Geografische Aufteilung der Forderungen für den erweiterten antizyklischen Puffer nach Basler Mindeststandards
nein, nur Banken die Art. 44a ERV erfüllen
https://my.nswow.ch/wow/7/511#BKB_LR1
Leverage Ratio: Vergleich der Bilanzaktiven und des Gesamtengagements für die Leverage Ratio
https://my.nswow.ch/wow/7/511#BKB_LR2
Leverage Ratio: detaillierte Darstellung
https://my.nswow.ch/wow/7/512#BKB_LIQA
Liquidität: Management der Liquiditätsrisiken
https://my.nswow.ch/wow/7/512#BKB_LIQ1
Liquidität: Informationen zur Liquiditätsquote (LCR)
Liquidität: Informationen zur Finanzierungsquote (NSFR)
nein, noch keine Gültigkeit
https://my.nswow.ch/wow/7/513#BKB_CRA
Kreditrisiko: Allgemeine Informationen
https://my.nswow.ch/wow/7/513#BKB_CR1
https://my.nswow.ch/wow/7/513#BKB_CR2
Kreditrisiko: Veränderungen in den Portfolien von Forderungen und Schuldtiteln in Ausfall
https://my.nswow.ch/wow/7/513#BKB_CRB
Kreditrisiko: zusätzliche Angaben zur Kreditqualität der Aktiven 1
https://my.nswow.ch/wow/7/513#BKB_CRC
Kreditrisiko: Angaben zu Risikominderungstechniken
https://my.nswow.ch/wow/7/513#BKB_CR3
Kreditrisiken: Gesamtsicht der Risikominderungstechniken
https://my.nswow.ch/wow/7/513#BKB_CRD
Kreditrisiko: Angaben zur Verwendung externer Ratings im Standardansatz
https://my.nswow.ch/wow/7/513#BKB_CR4
Kreditrisiko: Risikoexpositionen und Auswirkungen der Kreditrisikominderung nach dem Standardansatz
https://my.nswow.ch/wow/7/513#BKB_CR5
IRB: Angaben über die Modelle
nein, keine Anwendung des IRB Ansatzes
IRB: Risikoexposition nach Positionskate- gorien und Ausfallwahrscheinlichkeiten
IRB: Risikomindernde Auswirkungen von Kreditderivaten auf die Risikogewichtung
IRB: RWA-Veränderung der Kreditrisiko- positionen
IRB: Ex post-Beurteilung der Ausfallwahrscheinlichkeitsschätzungen, nach Positionskategorien
IRB: Spezialfinanzierungen und Beteiligungstitel unter der einfachen Risiko- gewichtungsmethode
1 Die Informationen der Tabelle werden zugunsten der Übersichtlichkeit in mehrere thematische Subtabellen augegliedert.
Gegenparteikreditrisiko
https://my.nswow.ch/wow/7/514#BKB_CCRA
Gegenparteikreditrisiko: Allgemeine Angaben
Gegenparteikreditrisiko: Analyse nach Ansatz
nein, nur für systemrelevante Banken
Gegenparteikreditrisiko: Bewertungsanpassungen der Kreditpositionen (Credit Valuation Adjustment, CVA) zu Lasten der Eigenmittel
https://my.nswow.ch/wow/7/514#BKB_CCR3
Gegenparteikreditrisiko: Positionen nach Positionskategorien und Risikogewichtung nach dem Standardansatz
IRB: Gegenparteikreditrisiko nach Positionskategorie und Ausfallwahrscheinlichkeiten
https://my.nswow.ch/wow/7/514#BKB_CCR5
Gegenparteikreditrisiko: Zusammensetzung der Sicherheiten für die dem Gegenparteikreditrisiko ausgesetzten Positionen
https://my.nswow.ch/wow/7/514#BKB_CCR6
Gegenparteikreditrisiko: Kreditderivatpositionen
Gegenparteikreditrisiko: RWA-Veränderung der Gegenparteikreditrisikopositionen unter dem IMM-Ansatz (der EPE-Modellmethode)
nein, keine Anwendung eines IMM Ansatzes
https://my.nswow.ch/wow/7/514#BKB_CCR8
Gegenparteikreditrisiko: Positionen gegenüber zentralen Gegenparteien
Verbriefungen: Allgemeine Angaben
nein, kein Einsatz von Verbriefungen
Verbriefungen: Positionen im Bankenbuch
Verbriefungen: Positionen im Handelsbuch
Verbriefungen: Positionen im Bankenbuch und diesbezügliche Mindesteigenmittelanforderungen bei Banken in der Rolle des Originators oder Sponsors
Verbriefungen: Positionen im Bankenbuch und diesbezügliche Mindesteigenmittelanforderungen bei Banken in der Rolle des „Investors“
https://my.nswow.ch/wow/7/516#BKB_MRA
Marktrisiko: Allgemeine Angaben
https://my.nswow.ch/wow/7/516#BKB_MR1
Marktrisiko: Mindesteigenmittel nach dem Standardansatz
https://my.nswow.ch/wow/7/516#BKB_MRB
Marktrisiko: Angaben bei Verwendung des Modellansatzes (IMA)
https://my.nswow.ch/wow/7/516#BKB_MR2
Marktrisiko: RWA-Veränderung der Positionen unter dem Modellansatz (IMA)
https://my.nswow.ch/wow/7/516#BKB_MR3
Marktrisiko: Modellbasierte Werte für das Handelsbuch
https://my.nswow.ch/wow/7/516#BKB_MR4
Marktrisiko: Vergleich der VaR-Schätzungen mit Gewinnen und Verlusten
Zinsrisiken im Bankenbuch
IRRBBA
https://my.nswow.ch/wow/7/520#BKB_IRRBBA
Zinsrisiken: Ziele und Richtlinien für das Zinsrisikomanagement des Bankenbuchs
IRRBBA1
https://my.nswow.ch/wow/7/520#BKB_IRRBBA1
Zinsrisiken: Quantitative Informationen zur Positionsstruktur und Zinsneufestsetzung
IRRBB1
https://my.nswow.ch/wow/7/520#BKB_IRRBB1
Zinsrisiken: Quantitative Informationen zum Barwert und Zinsertrag
Vergütungen: Politik
nein, keine Offenlegungspflicht
Vergütungen: Ausschüttungen
Vergütungen: Spezielle Auszahlungen
Vergütungen: Unterschiedliche Ausschüttungen
https://my.nswow.ch/wow/7/522#BKB_ORA
https://my.nswow.ch/wow/7/522#BKB_CORGOV
In der folgenden Übersicht werden die grundlegenden Kennzahlen aus Eigenmitteln, Leverage Ratio und LCR der letzten beiden Perioden gegeben tabellarisch aufgeführt. Details zu den einzelnen Kennzahlen sind in den weiteren Tabellen dieses Berichts ersichtlich.
KM1: Grundlegende regulatorische Kennzahlen
Anrechenbare Eigenmittel (in 1000 CHF)
3 850 906
3 781 844
3 790 074
Hartes Kernkapital ohne Auswirkung von Übergangsbestimmungen für erwartete Verluste
3 851 367
3 859 615
Kernkapital ohne Auswirkung von Übergangsbestimmungen für erwartete Verluste
3 922 069
3 853 233
3 860 856
Gesamtkapital ohne Auswirkung von Übergangsbestimmungen für erwartete Verluste
Risikogewichtete Positionen (RWA) (in 1000 CHF)
22 553 673
22 944 064
22 237 066
1 835 525
CET1-Quote ohne Auswirkung von Übergangsbestimmungen für erwartete Verluste (%)
Kernkapitalquote ohne Auswirkung von Übergangsbestimmungen für erwartete Verluste (%)
Gesamtkapitalquote ohne Auswirkung von Übergangsbestimmungen für erwartete Verluste (%)
Basel III Leverage Ratio 1
Gesamtengagement (in 1000 CHF)
49 480 400
49 443 816
47 618 394
Zähler der LCR: Total der qualitativ hochwertigen, liquiden Aktiven (in 1000 CHF)
7 128 556
7 880 495
Nenner der LCR: Total des Nettomittelabflusses (in 1000 CHF)
5 681 136
1 Die Derivatepositionen für die Leverage Ratio werden ab 2019 nach SA-CCR berechnet.
OVA: Risikomanagementansatz der Bank
Wir verweisen bezüglich des Risikomanagentansatz der Bank auf das Kapitel «Erläuterungen zum Risikomanagement» im Anhang Konzern des publizierten Geschäftsberichts 2019 der Basler Kantonalbank.
OV1: Überblick der risikogewichteten Positionen
In der folgenden Übersicht werden die risikogewichteten Aktiven (RWA) einer Risikokategorie inklusive zugehörigem Berechnungsansatz zugeteilt und die daraus resultierenden zu unterlegenden Mindesteigenmittel berechnet. Die Mindesteigenmittel entsprechen 8% der risikogewichteten Aktiven.
Mindesteigen- mittel
Kreditrisiko (ohne CCR [Gegenparteikreditrisiko]) 1
18 301 126
18 161 632
1 464 090
Davon mit Standardansatz (SA) bestimmt 1
Davon mit Standardansatz bestimmt (SA-CCR)
1 368 242
1 357 797
Davon mit Modellansatz (IMA) bestimmt
1 062 846
1 Inklusive nicht gegenparteibezogene Risiken.
CC2: Überleitung der regulatorisch anrechenbaren Eigenmittel zur Bilanz
LI1: Abgleich zwischen buchhalterischen Werten und aufsichtsrechtlichen Positionen
Der buchhalterische Konsolidierungskreis des Konzerns Basler Kantonalbank besteht aus dem Stammhaus Basler Kantonalbank, der Bank Cler AG, Basel sowie der Keen Innovation AG, Basel. Im Unterschied zum buchhalterischen Konsolidierungskreis ist die Keen Innovation AG nicht in dem für die Eigenmittelunterlegung relevanten aufsichtsrechtlichen Konsolidierungskreis enthalten. Der buchhalterische Konsolidierungskreis hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Im Gegensatz zum Vorjahr wird die Keen Innovation AG nicht mehr im aufsichtsrechtlichen Konsolidierungskreis berücksichtigt. Die Einzelabschlüsse der beiden Konzernbanken basieren auf einheitlich gültigen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen.
Der Konzern Basler Kantonalbank besitzt noch weitere wesentliche Beteiligungen, die nicht konsolidiert werden. Folgende Beteiligungen von im Finanzbereich tätigen Unternehmen werden nach dem Schwellenwertverfahren (gem. Art. 33–40 ERV) behandelt. Dabei wird der über dem Schwellenwert liegende Anteil direkt vom Eigenkapital abgezogen, während der Anteil unter dem Schwellenwert risikogewichtet wird:
Pfandbriefzentrale der schweizerischen Kantonalbanken AG, Zürich
Folgende Beteiligungen von nicht im Finanzbereich tätigen Unternehmen werden risikogewichtet:
Keen Innovation AG, Basel
Pick-e-Bike AG, Oberwil (BL)
RSN Risk Solution Network AG, Zürich
In der folgenden Übersicht werden die buchhalterischen Werte nach ihren implizierten aufsichtsrechtlichen Risikokategorien aufgeteilt und zugeordnet.
Buchwerte auf Stufe des buchhalterischen Konsolidierungs- kreises
Buchwerte auf Stufe des auf- sichtsrechtlichen Konsolidierungs- kreises
Unter Kreditrisiko- vorschriften 2
Unter Gegen- parteikredit- risikovorschriften
Unter Verbriefungs- vorschriften
Unter Marktrisiko- vorschriften
Ohne Eigen- mittelanfor- derungen oder mittels Kapitalabzug
6 202 086
2 647 411
2 414 003
2 881 445
28 670 065
2 401 533
44 820 180
44 823 129
41 756 768
664 828
1 Referenz zu Tabelle CC1: Zusammensetzung der regulatorisch anrechenbaren Eigenmittel.
2 Inklusive Beträge, die unterhalb des Schwellenwertes für Abzüge liegen und Investments in kollektiv verwalteten Vermögen.
Unter Kreditrisiko- vorschriften
3 845 895
26 456 205
26 459 411
Verpflichtungen aus übrigen Finanzinstrumenten mit Fair Value-Bewertung
9 615 415
40 915 596
40 918 545
40 433 889
Davon nachrangige Verpflichtungen, anrechenbar als zusätzliches Kernkapital (AT1)
Reserven für allgemeine Bankrisiken 2
2 644 240
Davon als CET1 anrechenbar
Davon als AT1 anrechenbar
Gesetzliche Reserven / freiwillige Reserven / Gewinn- (Verlust-)Vorträge / Periodengewinn (-verlust) 2
986 821
(Eigene Kapitalanteile)
–80 627
Davon als CET1 anrechenbar 2
44 338 473
1 Referenz zu Tabelle CC1: Darstellung der regulatorisch anrechenbaren Eigenmittel.
2 Vom Periodengewinn von 111,8 Mio. CHF wird der nicht an die Kapitaleigner auszuschüttende Teil von 27,7 Mio. CHF in den Gewinnreserven berücksichtigt.
LI2: Darstellung der Differenzen zwischen den aufsichtsrechtlichen Positionen und den Buchwerten
In der folgenden Übersicht werden die Unterschiede zwischen den Positionswerten für aufsichtsrechtliche Zwecke und den nach angewandter Rechnungslegung ausgewiesenen Buchwerten aufgezeigt. Unterschiede entstehen beispielsweise als Ergebnis von bilateralen Nettingverträgen.
Positionen unter den:
Kreditrisiko- vorschriften
Verbriefungs- vorschriften
Gegenpartei- kreditrisiko- vorschriften
Marktrisiko- vorschriften
Buchwerte der Aktiven auf Stufe des aufsichtsrechtlichen Konsolidierungskreises (nach Tabelle LI1)
Buchwerte der Verpflichtungen auf Stufe des aufsichtsrechtlichen Konsolidierungskreises (nach Tabelle LI1)
Nettobetrag auf Stufe des aufsichtsrechtlichen Konsolidierungskreises
2 063 160
3 046 798
1 525 067
Differenzen aufgrund unterschiedlicher Verrechnungsregeln, andere als die bereits in Zeile 2 erfassten
–274 212
Differenzen in der Berücksichtigung von Wertberichtigungen und Rückstellungen-
Differenzen aufgrund aufsichtsrechtlicher Filter
Anwendung von Kreditminderungstechniken (CRM)
–240 858
–227 124
Andere Differenzen
Positionen aufgrund aufsichtsrechtlicher Vorgaben
46 871 850
43 053 024
LIA: Erläuterung zu den Differenzen zwischen Buchwerten und aufsichtsrechtlichen Werten
Die in der Tabelle LI2 aufgeführten Differenzen zwischen den Buchwerten und den Werten aufgrund von aufsichtsrechtlichen Vorgaben lassen sich im Wesentlichen wie folgt zusammenfassen:
Differenz aufgrund der Berechnung der Kreditäquivalente von Derivaten (Zeile 6 von LI2). Derivate werden gemäss Standardansatz (SA-CCR) behandelt. Dabei unterscheiden sich die aufsichtsrechtlich festgelegten Wiederbeschaffungskosten von den im buchhalterischen Abschluss enthaltenen positiven und negativen Wiederbeschaffungswerten, die – sofern eine Nettingvereinbarung besteht – mit den zur Sicherheit hinterlegten Barbeständen verrechnet werden (gemäss Rz 40 FINMA-RS 2015/1).
Differenz aufgrund der Anwendung von Kreditminderungstechniken (Zeile 9a von LI2). Im umfassenden Ansatz (gemäss ERV Art. 62) wird der buchhalterische Wert mit dem besicherten Positionsanteil (nach Abzug eines Haircuts) verrechnet.
Differenz in der Berücksichtigung von Wertberichtigungen (Zeile 7 von LI2). Die pauschalierten Einzelwertberichtigungen werden als Ergänzungskapital (T2) angerechnet (siehe dazu Tabelle CC1 Zeilen 76 + 77).
PV1: Prudentielle Wertanpassungen
Im Konzern Basler Kantonalbank werden keine prudentiellen Wertanpassungen vorgenommen.
CC1: Darstellung der regulatorisch anrechenbaren Eigenmittel
a): Zusammensetzung des regulatorischen Kapitals
Beträge in 1000 CHF
Gewinnreserven, inkl. Reserven für allgemeine Bankrisiken / Gewinn- (Verlust-)vortrag und Periodengewinn (-verlust) 2
Kapitalreserven und Fremdwährungsumrechnungsreserve (+/-) und übrige Reserven 2
Minderheitsanteile, als CET1 anrechenbar 2
Hartes Kernkapital, vor regulatorischen Anpassungen
Regulatorische Anpassungen bzgl. harten Kernkapitals
Summe der CET1-Anpassungenn
Hartes Kernkapital (net CET1)
Ausgegebene und einbezahlte Instrumente, vollständig anrechenbar
Davon Eigenkapitalinstrumente gemäss Abschluss
Davon Schuldtitelinstrumente gemäss Abschluss
Summe des zusätzlichen Kernkapitals, vor regulatorischen Anpassungen
Regulatorische Anpassungen am zusätzlichen Kernkapital
Netto Long-Position in eigenen AT1-Instrumenten
Summe der AT1- regulatorischen Anpassungen
Zusätzliches Kernkapital (net AT1)
Kernkapital (net tier 1 = net CET1 + net AT1)
Wertberichtigungen; Rückstellungen und Abschreibungen aus Vorsichtsgründen; Zwangsreserven auf Finanzanlagen
Regulatorische Anpassungen am Ergänzungskapital
Summe der T2-Anpassungen
Ergänzungskapital (net T2)
Regulatorisches Kapital (net T1 + net T2)
1 Referenz zu kombinierter Tabelle LI1 und CC2.
2 Vom Periodengewinn von 111,8 Mio. CHF wird der nicht an die Kapitaleigener auszuschüttende Teil von 27,7 Mio. CHF in den Gewinnreserven berücksichtigt.
b): Summe der risikogewichteten Positionen
c): Kapitalquoten nach Basel III
In der folgenden Übersicht werden die unterschiedlichen Kapitalquoten nach den Vorgaben der Eigenmittelverordnung berechnet. Die jeweiligen Quoten ergeben sich aus dem Verhältnis der Kapitalart (bspw. CET1) zur Summe der risikogewichteten Positionen (Tabelle CC1b, Zeile 60). Die Anforderungen an die Quoten werden ebenfalls in der Eigenmittelverordnung definiert und ergeben sich unter anderem aus der Einstufung der BKB als Kategorie 3 Bank. Die Gesamtanforderung des regulatorischen Kapitals setzt sich zusammen aus den Mindesteigenmitteln von 8% sowie einem Eigenmittelpuffer von 4% für die Banken der Kategorie 3 gemäss Anhang 8 ERV, zuzüglich des antizyklischen Puffers.
Nettozahlen (nach Berücksichtigung der Übergangsbestimmungen) in % der risikogewichteten Positionen
CET1-Quote (Ziffer 29, in % der risikogewichteten Positionen)
T1-Quote (Ziffer 45, in % der risikogewichteten Positionen)
Quote bzgl. des regulatorischen Kapitals (Ziffer 59, in % der risikogewichteten Positionen)
Institutsspezifische CET1-Pufferanforderungen gemäss Basler Mindeststandards (Eigenmittelpuffer + antizyklischer Puffer gemäss Art. 44a ERV + Eigenmittelpuffer für systemrelevante Banken) (in % der risikogewichteten Positionen)
Davon Eigenmittelpuffer gemäss Basler Mindeststandards (in % der risikogewichteten Positionen)
Davon antizyklischer Puffer gemäss Basler Mindeststandards (Art. 44a ERV, in % der risikogewichteten Positionen)
Verfügbares CET1 zur Deckung der Pufferanforderungen nach Basler Mindeststandards (nach Abzug von CET1 zur Deckung der Mindestanforderungen und ggf. zur Deckung von TLAC-Anforderungen) (in % der risikogewichteten Positionen)
CET1-Gesamtanforderung nach Anhang 8 ERV zuzüglich der antizyklischen Puffer nach Art. 44 und 44a ERV (in % der risikogewichteten Positionen)
Davon antizyklische Puffer nach Art. 44 und 44a ERV (in % der risikogewichteten Positionen)
Verfügbares CET1 (in % der risikogewichteten Positionen)
T1-Gesamtanforderung nach Anhang 8 ERV zuzüglich der antizyklischen Puffer nach Art. 44 und 44a ERV (in % der risikogewichteten Positionen)
Verfügbares T1 (in % der risikogewichteten Positionen)
Gesamtanforderung regulatorisches Kapital nach Anhang 8 ERV zuzüglich der antizyklischen Puffer nach Art. 44 und 44a ERV (in % der risikogewichteten Positionen)
Verfügbares regulatorisches Kapital (in % der risikogewichteten Positionen)
Nettozahlen (nach Berücksichtigung der Übergangsbestimmungen) in 1000 CHF
Beträge unter den Schwellenwerten für Abzüge (vor Risikogewichtung)
Nicht qualifizierte Beteiligungen im Finanzbereich und andere TLAC-Investments
Anwendbare Obergrenzen für den Einbezug in T2
Anrechenbare Wertberichtigungen im T2 im Rahmen des SA-BIZ-Ansatzes
Obergrenze für die Anrechnung der Wertberichtigungen im SA-BIZ-Ansatz
CCA: Hauptmerkmale regulatorischer Eigenkapitalinstrumente und anderer TLAC-Instrumente
Tier 1-Anleihe
CH0275764600
Auf das Instrument anwendbares Recht
Im Rahmen der Regeln nach den Übergangsbestimmungen von Basel III
Im Rahmen der nach Ablauf der Basel III Übergangsbestimmungen geltenden Regeln
Anrechenbar auf Einzelstufe, Gruppenstufe, Einzel- und Gruppenstufe
Hybride Instrumente (Nachrangige Anleihe mit bedingtem Forderungsverzicht)
In den aufsichtsrechtlichen Eigenmitteln angerechneter Betrag (in 1000 CHF)
Nominalwert des Instruments
304 000 in 1000 CHF
5 900 000 Stück je CHF 8.50
100 000 in 1000 CHF
Buchhalterische Klassifizierung
Ursprüngliches Emissionsdatum
Mit oder ohne Fälligkeit
Emittent kann vorzeitig kündigen, vorbehaltlich aufsichtsrechtliche Genehmigung
Falkultatives Call-Datum, bedingte Call-Daten (Steuer oder aufsichtsrechtlich) und Rückzahlungsbetrag
Erstmals am 1.4.2020 Tilgung der Anleihe als Ganzes
Spätere Call-Daten, sofern anwendbar
Danach jährlich per 1.4.
Fixe oder variable Dividende / Coupon
Fest mit Neufestsetzung alle 5 Jahre
Couponsatz und Index, wo anwendbar
3,000% bis zum 1.4.2020, danach Neufestsetzung alle 5 Jahre auf Basis 5-Jahres CHF-Swap (Minimum 0%) plus Aufschlag von 300 Basispunkten
Existenz eines Dividendenstoppers (keine Dividende auf dem Instrument impliziert keine Dividende auf den normalen Aktien)
Ja. Keine Gewinnausschüttung oder Rückkauf von Partizipationsscheinen, wenn Coupon nicht vollständig bezahlt wird
Zins- / Dividendenzahlung vollständig fakultativ, teilweise fakultativ oder verbindlich
Gewinnausschüttung völlig diskretionär
Dividendenzahlung völlig diskretionär
Zinszahlung völlig diskretionär
Existenz eines Step up oder anderer Anreize zur Rückzahlung
Nicht wandelbar, Forderungsverzicht
Bei Forderungsverzicht: permanent oder temporär
Bei temporärem Forderungsverzicht: Beschrieb des Write-Up Mechanismus
Position in der Subordinationshierarchie im Liquidationsfall (Angabe der Art des Instruments, das direkt vorrangig zum Instrument in der Gläubigerhierarchie der betroffenen juristischen Einheit ist)
AT1-Instrumente
nachrangig zu allen anderen nachrangigen Verpflichtungen ausser zu pari-passu Instrumenten
Existenz von Charakteristika, die eine vollständige Anerkennung nach den Basel III Regeln verhindern
LR1: Leverage Ratio: Vergleich der Bilanzaktiven und des Gesamtengagements für die Leverage Ratio
Für die Berechnung der ungewichteten Eigenmittelquote (Leverage Ratio) wird das anrechenbare Kernkapital (Tier 1-Kapital) durch das Gesamtengagement dividiert. Das Gesamtengagement für die Berechnung der Leverage Ratio setzt sich aus Bilanzpositionen, Derivaten, Wertpapierfinanzierungsgeschäften (SFTs) und Ausserbilanzpositionen zusammen und beläuft sich per 31. Dezember 2019 auf 49 480,4 Mio. CHF. Das anrechenbare Kernkapital von 3 920,4 Mio. CHF dividiert durch das Gesamtengagement ergibt eine Leverage Ratio von 7,9% per 31. Dezember 2019. Im Vergleich zum 30. Juni 2019 hat sich die Leverage Ratio mit einem Anstieg von 0.1 %-Punkten nur geringfügig verändert.
In den folgenden beiden Darstellungen werden detaillierte Informationen zur Datengrundlage für die Berechnung der Leverage Ratio gegeben.
Veränderung Vorperiode
44 989 338
–169 158
Anpassungen in Bezug auf Investitionen in Bank-, Finanz-, Versicherungs- und Kommerzgesellschaften, die rechnungslegungsmässig aber nicht regulatorisch konsolidiert sind (Rz 6–7 FINMA-RS 15/3), sowie Anpassungen in Bezug auf Vermögenswerte, die vom Kernkapital abgezogen werden (Rz 16–17 FINMA-RS 15/3)
Anpassungen in Bezug auf Derivate (Rz 21–51 FINMA-RS 15/3)
1 200 129
Anpassungen in Bezug auf Wertpapierfinanzierungsgeschäfte (securities financing transactions, SFT) (Rz 52–73 FINMA-RS 15/3)
Anpassungen in Bezug auf Ausserbilanzgeschäfte (Umrechnung der Ausserbilanzgeschäfte in Kreditäquivalente) (Rz 74–76 FINMA-RS 15/3)
3 317 846
3 253 494
Gesamtengagement für die Leverage Ratio (Summe der Zeilen 1–7)
LR2: Leverage Ratio: detaillierte Darstellung
Bilanzpositionen (ohne Derivate und SFT aber inkl. Sicherheiten) (Rz 14–15 FINMA-RS 15/3)
44 402 633
44 539 198
–136 565
Summe der Bilanzpositionen im Rahmen der Leverage Ratio ohne Derivate und SFT
Positive Wiederbeschaffungswerte in Bezug auf alle Derivattransaktionen inklusive solche gegenüber CCPs (unter Berücksichtigung der erhaltenen Margenzahlungen und der Netting-Vereinbarungen gemäss Rz 22–23 und 34–35 FINMA-RS 15/3)
651 031
–17 090
Sicherheitszuschläge (Add-ons) für alle Derivate (Rz 22 und 25 FINMA-RS 15/3)
1 104 269
1 629 269
Wertpapierfinanzierungsgeschäfte (SFT)
Bruttoaktiven im Zusammenhang mit Wertpapierfinanzierungsgeschäften ohne Verrechnung (ausser bei Novation mit einer QCCP gemäss Rz 57 FINMA-RS 15/3) einschliesslich jener, die als Verkauf verbucht wurden (Rz 69 FINMA-RS 15/3), abzüglich der in Rz 58 FINMA-RS 15/3 genannten Positionen
Engagements gegenüber SFT-Gegenparteien (Rz 63–68 FINMA-RS 15/3)
Total Engagements aus Wertpapierfinanzierungsgeschäften
Übrige Ausserbilanzpositionen
Ausserbilanzgeschäfte zu Bruttonominalwerten vor der Anwendung von Kreditumrechnungs- faktoren
20 999 814
20 659 122
(Anpassungen in Bezug auf die Umrechnung in Kreditäquivalente) (Rz 75–76 FINMA-RS 15/3)
–17 681 968
–17 405 628
–276 340
Total Engagements aus übrigen Ausserbilanzpositionen
Anrechenbare Eigenmittel und Gesamtengagement
Kernkapital (Tier 1, Rz 5 FINMA-RS 15/3)
31.12.2019 in %
30.6.2019 in %
Leverage Ratio (Rz 3–4, FINMA-RS 2015/3)
LIQA: Liquidität: Management der Liquiditätsrisiken
Für Informationen zur Steuerung des Liquiditätsrisikomanagements, einschliesslich: Risikotoleranz, Struktur und Zuständigkeit für das Liquiditätsrisikomanagement, interne Berichterstattung zur Liquidität und Kommunikation der Liquiditätsrisikostrategie, der Richtlinien und Praktiken in den Geschäftsbereichen und an das Oberleitungsorgan sowie für Informationen zum Einsatz des Stress-Testings wird auf den Abschnitt OVA verwiesen.
Die Refinanzierungsstrategien der Konzernbanken evaluieren eine an das Marktumfeld angepasste Zielrefinanzierungsstruktur, welche in erster Linie die Sicherstellung einer stabilen Refinanzierungssituation, aber auch die Aspekte Risiko und Rentabilität berücksichtigen. Dabei wird die Refinanzierungsstruktur immer so ausgerichtet, dass alle gesetzlichen, regulatorischen und bankinternen Vorgaben eingehalten werden. Als Rahmenbedingung legt der Konzern Basler Kantonalbank durch den Bankrat die Risikotoleranz fest. Die Geschäftsleitung delegiert die Kompetenz zur Steuerung der Refinanzierungsstruktur an das jeweilige ALCO. Das Treasury (Stammhaus) setzt diese Vorgaben um. Das ALCO, die Geschäftsleitung und der Bankrat bzw. Verwaltungsrat werden ordentlich im Rahmen des ALM-Reportings sowie des monatlichen Finanz- und Risikoreportings über die Risikolage informiert. Bei aussergewöhnlichen Entwicklungen erfolgt dessen Orientierung ad hoc.
Die Konzernbanken streben einen gut diversifizierten Refinanzierungsmix mit unterschiedlichen Produkten, Investoren und geografischer Diversifikation an. Als Universalbanken können die Konzernbanken auf eine breite Investorenbasis sowie auf eine solide Eigenmittelausstattung zurückgreifen. Diverse Fremdwährungen sowie eine breite Produktpalette ergänzen den optimalen Refinanzierungsmix.
Das Treasury (Stammhaus) ist im Auftrag des jeweiligen ALCO verantwortlich für eine mindestens jährliche Überprüfung der Refinanzierungsstrategie der Konzernbanken. Die Ergebnisse der Prüfung werden an das jeweilige ALCO und an die jeweilige Geschäftsleitung berichtet. Sie enthalten gegebenenfalls an die Marktlage angepasste Optimierungsvorschläge, die jeweils durch die Geschäftsleitungen zu prüfen sind.
Mit einer soliden Kapitalbindungsbilanz steuern die Konzernbanken das Refinanzierungsspreadrisiko und dämmen Laufzeiteninkongruenzen bewusst ein. Zudem werden neben den regulatorischen Stresstests interne Stressszenarien simuliert, um bankenspezifische, marktspezifische und kombinierte Stressszenarien ebenfalls zu berücksichtigen. Für die Liquiditätssteuerung werden zusätzlich Liquiditätsablaufbilanzen verwendet. Zudem identifizieren Frühwarnindikatoren frühzeitig mögliche Stresssituationen.
Die jeweilige Geschäftsleitung der Konzernbanken legt ein umfassendes und wirksames Notfallkonzept für akute Liquiditätsengpässe der Bank fest. Das Konzept zeigt mögliche Gegenmassnahmen auf, die in institutsspezifischen, marktweiten oder kombinierten Liquiditätsstressszenarien ergriffen werden können, um weiterhin die jederzeitige Zahlungsfähigkeit der Bank zu gewährleisten. Darüber hinaus legt es Rollen, Verantwortlichkeiten, Prozesse und Handlungsoptionen im Notfall fest.
Der Liquiditätsnotfallplan besteht grundsätzlich aus zwei Teilen: einem strategischen Teil, der die grundsätzliche Definition von Rollen und Verantwortlichkeiten, Notfallauslösern, Notfallprozessen und grundsätzlichen Handlungsoptionen beinhaltet, und einem operativen Teil, der diese Handlungsoptionen quantifiziert und auf ihre Durchführbarkeit in den verschiedenen Szenarien hin einordnet. Dieser operative Teil dient als Information und als Handlungsanweisung des Notfallstabs zur fundierten Wahl adäquater Massnahmen im Notfall.
LIQ1: Liquidität: Informationen zur Liquiditätsquote (LCR)
4. Quartal 2019 Ungewichtete Monatsdurch- schnittswerte in 1000 CHF
4. Quartal 2019 Gewichtete Monatsdurch- schnittswerte in 1000 CHF
3. Quartal 2019 Ungewichtete Monatsdurch- schnittswerte in 1000 CHF
3. Quartal 2019 Gewichtete Monatsdurch- schnittswerte in 1000 CHF
8 757 689
13 997 663
1 291 571
13 297 977
3 038 370
10 959 293
10 712 192
1 111 438
9 011 313
6 613 814
8 227 518
5 888 002
837 520
759 057
8 022 997
6 253 671
7 467 566
4 298 533
1 424 338
4 255 013
1 328 820
2 847 572
2 843 224
Sonstige vertragliche Verpflichtungen zur Mittelbereit- stellung
9 772 940
9 373 428
8 494 671
Besicherte Finanzierungsgeschäfte (z.B. Reverse Repo-Geschäfte)
3 793 855
3 326 230
2 448 142
2 069 912
4 621 982
4 154 357
2 978 940
5 515 731
Quote für die kurzfristige Liquidität LCR (in %)
Das Kreditrisiko ist das Verlustrisiko infolge einer zeitweiligen oder dauernden Zahlungsunfähigkeit oder Zahlungsunwilligkeit eines Schuldners, einer Gegenpartei oder eines Emittenten und entsteht den Konzernbanken bei allen Kreditengagements in jeglicher Form, einschliesslich Erfüllungsrisiko (z.B. Settlement-Risiko bei Devisentransaktionen). Die Kreditgewährung an Privat- und Firmenkunden gehört zum Kerngeschäft der beiden Konzernbanken. Die Konzernbanken gehen die damit verbundenen Kreditrisiken bewusst ein und bewirtschaften sie im Sinne der Optimierung des Verhältnisses von Rendite und Risiko.
CRA: Kreditrisiko: allgemeine Informationen
Wir verweisen bezüglich des Management der Kreditrisiken auf das Kapitel «Erläuterungen zum Risikomanagement» im Anhang Konzern des publizierten Geschäftsberichts 2019 der Basler Kantonalbank.
CR1: Kreditrisiko: Kreditqualität der Aktiven
In der folgenden Übersicht werden umfassende Informationen zur Kreditqualität der bilanziellen und ausserbilanziellen Aktivpositionen der BKB gegeben. Der Begriff der ausgefallenen Position richtet sich in diesem Kontext nach der Definition des SA-BIZ und umfasst überfällige und gefährdete Positionen inklusive wertberichtigte Forderungen für latente Ausfallrisiken.
Wertberichtigung/
ausgefallenen Positionen
nicht ausgefallenen Positionen
40 443 143
40 539 564
3 183 918
3 182 644
44 845 914
44 941 061
CR2: Kreditrisiko: Veränderungen in den Portfolien von Forderungen und Schuldtiteln in Ausfall
a in 1000 CHF
Ausgefallene Forderungen und Schuldtitel, am Ende der Vorperiode (31.12.2018)
–64 251
–2 711
CRB: Kreditrisiko: Zusätzliche Angaben zur Kreditqualität der Aktiven
In den folgenden Tabellen wird die Qualität des Kreditportfolios anhand von unterschiedlich aufgegliederten Mengengerüsten dargestellt.
a) Mengengerüst der Positionen nach geographischen Gebieten
Gross- britannien
6 114 611
2 298 639
2 473 739
4 830 238
5 320 917
26 508 070
26 849 557
Übrige Positionen (inkl. nichtgegenparteienbezogene Risiken)
40 691 118
41 758 417
b) Mengengerüst der Positionen nach Branchen
Private Organi- sationen ohne Erwerbszweck
6 032 337
2 463 134
2 310 878
8 303 472
1 438 017
16 837 100
Übrige Positionen (inkl. Nichtgegen- parteienbezogene Risiken)
10 814 513
12 378 325
c) Mengengerüst der Positionen nach Restlaufzeiten
6 044 479
2 342 561
1 981 093
1 975 279
1 364 545
6 963 228
12 479 561
7 406 768
17 586 556
14 731 733
9 167 957
CRB 2: Mengengerüst der gefährdeten Positionen nach geographischen Gebieten1
Gefährdete Kundenausleihungen (Bruttobetrag)
1 Die Tabelle wurde nach dem Domizilprinzip erstellt.
CRB 3: Altersstruktur der überfälligen Positionen
überfällige Positionen in 1000 CHF
grösser 90 Tage bis zu 6 Monaten
grösser 6 Monate bis zu 12 Monaten
grösser 1 Jahr
Für weiterführende Informationen zu der Behandlung der Kreditqualität verweisen wir auf das Kapitel «Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Konzern» sowie das Kapitel «Angewandte Methoden zur Identifikation von Ausfallrisiken und zur Festlegung des Wertberichtigungsbedarfs» des Anhangs innerhalb des Geschäftsberichts 2019 der Basler Kantonalbank.
CRB 4: Restrukturierte Positionen
gefährdet in 1000 CHF
nicht gefährdet in 1000 CHF
Restrukturierte Positionen
Ausleihungen, welche nach erfolgreichem Abschluss der sie betreffenden Sanierungsmassnahmen wieder im normalen Kreditgeschäft geführt sind, werden bis zum Ende des Geschäftsjahres als restrukturierte Ausleihung ausgewiesen. Der erfolg­reiche Abschluss der Sanierung führt zu einer als wesentlich beurteilten Verbesserung des Ausfallrisikos der betroffenen Aus­leihung. Die restrukturierten Ausleihungen werden deshalb in der Regel nicht mehr als gefährdet eingestuft. Die als restrukturiert ausgewiesenen Ausleihungen weisen keine bonitätsbedingten Sonderkonditionen mehr aus. Bonitätsbedingte Sonderkondi­tionen sind Zugeständnisse bei Zins- und/oder Tilgungsverpflichtungen zur Entlastung der finanziellen Situation der betroffenen Kunden.
CRC: Kreditrisiko: Angaben zu Risikominderungstechniken
Die Unterlegung von Kreditrisiken erfolgt nach dem internationalen Standardansatz (SA-BIZ). Für die Minderung des Kreditrisikos werden Sicherheiten angerechnet. Bei Bürgschaften oder Garantien wird der einfache Ansatz (Rz 163 – 190 FINMA-RS 2017/07) angewendet. Sicherheiten wie Bareinlagen, Schuldverschreibungen oder Aktien werden im umfassenden Ansatz (Rz 191 – 278 FINMA-RS 2017/07) berücksichtigt. Die Konzentration von risikomindernden Instrumenten wird regelmässig überwacht.
Für weiterführende Informationen verweisen wir auf das Kapitel «Erläuterungen zum Risikomanagement» im Anhang Konzern des publizierten Geschäftsberichts 2019 der Basler Kantonalbank.
CR3: Kreditrisiko: Gesamtsicht der Risikominderungstechniken
In der folgenden Übersicht werden alle zur Reduktion der Eigenmittelanforderungen verwendeten Techniken zur Risikominderung der Kreditrisiken gruppiert nach Besicherungskategorie dargelegt.
Besicherte Positionen
Durch Sicherheiten besicherte Positionen
Durch finan- zielle Garantien besicherte Positionen
Durch Kreditderivate besicherte Positionen
11 163 065
29 376 499
28 436 236
12 381 918
CRD: Kreditrisiko: Angaben zur Verwendung externer Ratings im Standardansatz
Die Basler Kantonalbank verwendet für die Ermittlung der Risikogewichte in den Positionsklassen Banken, öffentlich-rechtliche Körperschaften und Unternehmen die Ratings der Agentur Standard & Poor’s.
CR4: Kreditrisiko: Risikoexpositionen und Auswirkungen der Kreditrisikominderung nach dem Standardansatz
In der folgenden Übersicht werden Kreditrisiken in der Bilanz und Ausserbilanz nach Positionskategorien aufgelistet und die Entwicklung der Werte vor und nach der Anwendung von Umrechnungsfaktoren und Risikominderungen dargelegt. Die Positionen nach Anwendung von Kreditumrechnungsfaktoren und nach Risikominderungen (Spalten c + d) werden in die risikogewichteten Aktiven (RWA) umgerechnet. Die RWA-Dichte ergibt sich aus der Division der risikogewichteten Positionen (RWA) durch die Bilanz- und Ausserbilanzwerte (nach Anwendung von Kreditumrechnungsfaktoren und nach Risikominderungen).
Positionskategorie
Positionen vor Anwendung von Kreditumrechnungsfaktoren (CCF) und vor Anwendung von Risikominderung (CRM)
Positionen nach Anwendung von Kreditumrechnungsfaktoren (CCF) und nach Anwendung von Risikominderung (CRM)
RWA-Dichte
Ausserbilanzwerte
1 031 138
1 232 652
1 246 028
4 312 497
26 610 734
12 785 990
41 531 293
CR5: Kreditrisiko: Positionen nach Positionskategorien und Risikogewichtung nach dem Standardansatz
In der folgenden Übersicht werden die Bilanz- und Ausserbilanzwerte nach Anwendung von Kreditumrechnungsfaktoren und nach Risikominderungen (Total der Spalten c + d aus Tabelle CR4) ihrer jeweiligen Risikogewichtung im Standardansatz zugeordnet.
Total der Kreditrisikopositionen nach CCF und CRM 1
Banken und Effekten- händler
1 741 731
1 448 212
1 748 221
862 563
3 510 969
6 011 122
21 244 901
1 315 760
26 921 820
6 288 841
3 859 275
22 699 921
8 132 820
22 699 920
4 604 914
28 172 760
1 D.h., die zur Berechnung der Mindesteigenmittel verwendeten Werte (Bilanz- und Ausserbilanzpositionen, nach Kreditumrechnungsfaktoren), nach Abzug von Bewertungskorrekturen, Wertberichtigungen und Abschreibungen sowie nach Risikominderung, aber vor Risikogewichtung.
CCRA: Gegenparteikreditrisiko: Allgemeine Angaben
Bei den Gegenparteikreditrisiken handelt es sich vor allem um Risiken gegenüber Gegenparteien von Derivatgeschäften. Für die Überwachung der Gegenparteikreditrisiken im Derivategeschäft werden pro Gegenpartei respektive -gruppe Limiten geführt. Die Derivatpositionen werden nach dem Standardansatz SA-CCR gemäss Rz 32 – 122 FINMA-RS 2017/07 berechnet. Die Besicherung der Wiederbeschaffungswerte erfolgt auf täglicher Basis, hauptsächlich durch Cash-Collaterals. Dies trägt zu einer Minimierung der Wrong-Way-Risiken bei. Positionen gegenüber zentralen Gegenparteien (CCPs) sind durch Initial- und Variation-Margins geregelt. Die Auswirkungen einer Verschlechterung des BKB-Ratings werden als gering eingestuft.
Für weiterführende Informationen zum Kreditrisikomanagement verweisen wir auf das Kapitel «Erläuterungen zum Risikomanagement» im Anhang Konzern des publizierten Geschäftsberichts 2019 der Basler Kantonalbank.
CCR3: Gegenparteikreditrisiko: Positionen nach Positionskategorien und Risikogewichtung nach dem Standardansatz
In der folgenden Übersicht werden die berechneten Gegenparteikreditrisikopositionen den von der Eigenmittelverordnung vorgesehenen Risikogewichtungen zugeordnet.
Total der Kreditrisiko- positionen
602 911
CCR5: Gegenparteikreditrisiko: Zusammensetzung der Sicherheiten für die dem Gegenparteikreditrisiko ausgesetzten Positionen
In der folgenden Übersicht sind die erhaltenen und gelieferten Sicherheiten im Zusammenhang mit Gegenparteikreditrisiken von Derivattranskationen oder Wertpapierfinanzierungen (SFTs) aufgeteilt nach ihrer Insolvenzgebundenheit ersichtlich.
Bei Derivattransaktionen verwendete Sicherheiten
Bei SFTs verwendete Sicherheiten
Fair Value der erhaltenen Sicherheiten
Fair Value der gelieferten Sicherheiten
Segregiert 1
Nicht segregiert
Flüssige Mittel in CHF
Flüssige Mittel in ausländischer Währung
Forderungen gegenüber ausländischen Staaten
Forderungen gegenüber Staatsagenturen
1 «Segregiert» bedeutet, dass die Sicherheiten so gehalten werden, dass sie nicht in eine Konkursmasse fallen (bankruptcy-remote).
CCR6: Gegenparteikreditrisiko: Kreditderivatpositionen
Der Konzern Basler Kantonalbank weist per 31.12.2019 keine Kreditderivatpositionen aus.
CCR8: Gegenparteikreditrisiko: Positionen gegenüber zentralen Gegenparteien
In der folgenden Übersicht ist eine umfassende Darstellung der Positionen der Basler Kantonalbank gegenüber zentralen Gegenparteien ersichtlich.
EAD (nach CRM) 1
Positionen gegenüber QCCPs 2 (Total)
Positionen aufgrund von Transaktionen mit QCCPs (unter Ausschluss von Initial Margin und Beiträge an den Ausfallfonds)
Davon OTC Derivate
Segregiertes 3 Initial Margin
Nicht segregiertes Initial Margin 3
Vorfinanzierte Beiträge an den Ausfallfonds 4
Nicht vorfinanzierte Beiträge an den Ausfallfonds 5
1 D.h., der massgebende Betrag zur Berechnung der Mindesteigenmittel nach Berücksichtigung von Risikominderungstechniken, Wertanpassungen aufgrund des Gegenparteikreditrisikos (Credit Valuation Adjustments) und Anpassungen für spezifisches Wrong-Way-Risiko.
2 Eine qualifizierte zentrale Gegenpartei ist ein Unternehmen, das aufgrund einer entsprechenden Bewilligung der zuständigen Aufsichtsbehörde als zentrale Gegenpartei aktiv sein darf.
3 «Segregiert» bedeutet, dass die Sicherheiten so gehalten werden, dass sie nicht in eine Konkursmasse fallen (bankruptcy-remote).
4 D.h., die effektiven vorfinanzierten Beiträge oder die Beteiligung an solchen Beiträgen im Rahmen von Mechanismen zur Verlustteilung.
5 D.h. die Beiträge gemäss Fussnote 4 mit dem Unterschied, dass diese nicht vor Eintritt eines Verlustereignisses einbezahlt werden.
Das Marktrisiko ist die Gefahr eines Verlusts aus Wertschwankungen einer Position, die durch eine Veränderung der ihren Preis bestimmenden Faktoren wie Aktien- oder Rohstoffpreise, Wechselkurse und Zinssätze und deren jeweiligen Volatilitäten ausgelöst wird. Diese Wertschwankungen können sowohl Bilanz- als auch Ausserbilanzpositionen betreffen.
MRA: Marktrisiko: allgemeine Angaben
Für weiterführende Informationen zum Marktrisiko verweisen wir auf das Kapitel «Erläuterungen zum Risikomanagement» im Anhang Konzern des publizierten Geschäftsberichts 2019 der Basler Kantonalbank.
MRB: Marktrisiko: Angaben bei Verwendung des Modellansatzes
Das Marktrisiko im Handelsbuch wird von der Risikokontrolle des Stammhauses für den Konzern und die Konzernbanken berechnet und überwacht. Für die Berechnung wird ein Value at Risk-Modell eingesetzt, das von der Risikokontrolle des Stammhauses entwickelt wurde und auf der Methode der historischen Simulation beruht. Dabei werden die Marktpreise der betrachteten Handelsgeschäfte als Funktion der den Preis bestimmenden Faktoren, wie z.B. Aktien, Zinsen, Wechselkurse und deren Volatilitäten, dargestellt, so dass der Value at Risk der Preisveränderung anhand der historischen Veränderungen der den Preis beeinflussenden Faktoren simuliert werden kann. Die Historie umfasst die letzten 520 Handelstage. Die Risikofaktordaten werden soweit es möglich ist von Reuters bezogen. Risiken, die mit der Methode der historischen Simulation nicht abgebildet werden können (z.B. Dividendenrisiken), werden mit Hilfe von Pauschalverfahren berechnet.
Da die in der Value at Risk Berechnung zugrunde gelegte Historie der Risikofaktoren unter Umständen nicht alle Informationen bezüglich möglicher zukünftiger Kursschwankungen enthält, ist regulatorisch zusätzlich die Berechnung eines stressbasierten Value at Risk (kurz Stress-VaR) vorgeschrieben. Dem Stress-VaR liegt eine historische Datenreihe aus der Marktstressperiode von Mitte 2008 bis Mitte 2009 zugrunde. Der normale und der Stress-VaR gehen in die Berechnung des Eigenmittelerfordernisses für das allgemeine Marktrisiko ein. Darüber hinaus berechnet das Stammhaus für den normalen VaR einen Zuschlag für spezifische Risiken und erhält damit die Risikomasszahl, die den vom Bankrat gesprochenen Risikolimiten gegenübergestellt wird.
Das VaR-Modell ist von der FINMA als internes Modell zur Berechnung der Eigenmittelanforderung für das allgemeine Marktrisiko anerkannt. Das spezifische Marktrisiko wird nach dem Standardverfahren unterlegt.
MR1: Marktrisiko: Eigenmittelanforderungen nach dem Standardansatz
In der folgenden Übersicht sind die risikogewichteten Aktiven nach dem Standardansatz für Marktrisiken dargestellt.
RWA in 1000 CHF
Outright-Produkte 1
Zinsrisiko (allgemeines und spezifisches)
Aktienrisiko (allgemeines und spezifisches)
1 Outright umfasst Produkte ohne Optionscharakter.
MR2: Marktrisiko: RWA-Veränderung der Positionen unter dem Modellansatz (IMA)
In der folgenden Übersicht werden die RWA-Veränderungen der Positionen des Handelsbuchs unter dem Modellansatz (IMA) dargestellt.
Stressbasierter VaR
RWA per 30.6.2019
RWA per 30.6.2019 (Tagesendwert)
1 363 014
1 555 367
Veränderung im Risikoniveau
–15 442
–865 766
–881 208
RWA per 31.12.2019 (Tagesendwert)
RWA per 31.12.2019
626 289
RWA am Ende der vorangegangenen/aktuellen Berichtsperiode bezeichnet die RWA (60-Tage-Mittel) am jeweiligen Halbjahresende.
Regulatorische Anpassungen ergeben sich aus der Differenz von RWA (Tagesendwert) und RWA (60-Tage-Mittel) zu Beginn und am Ende der Betrachtungsperiode.
RWA am Ende der vorangegangenen/aktuellen Berichtsperiode (Tagesendwert) bezeichnet die RWA am jeweiligen Tagesende, d.h. ohne die Bildung eines 60-Tage-Mittels.
Veränderungen im Risikoniveau beinhalten alle Anpassungen im Risiko aufgrund von Positionsveränderungen. Wechselkursschwankungen werden ebenfalls bei den Veränderungen im Risikoniveau ausgewiesen, da sie als ein Bestandteil der durch Positionsveränderungen ausgelösten RWA-Schwankungen angesehen werden können.
MR3: Marktrisiko: modellbasierte Werte für das Handelsbuch
In der folgenden Übersicht werden Minimum, Maximum, Durchschnitt sowie die Halbjahresendwerte des mit dem Modellansatz berechneten Value at Risk in einem 10-Tages-Horizont dargestellt.
VaR für eine Haltedauer von zehn Tagen und einem Konfidenzniveau von 99%
VaR per 31.12.2019
Stressbasierter VaR für eine Haltedauer von zehn Tagen und einem Konfidenzniveau von 99%
Stressbasierter VaR per 31.12.2019
MR4: Marktrisiko: Vergleich der VaR-Schätzungen mit Gewinnen und Verlusten
Die folgende Backtesting- Grafik stellt den regulatorischen Value at Risk (kurz VaR) dem täglichen Handels-P&L während eines Jahres gegenüber. Unser Markt-Risikomodell verzeichnete im zweiten Halbjahr 2019 zwei Ausnahmefälle. Unter Ausnahmefällen versteht die Basler Kantonalbank alle Tagesverluste, die über dem 99%-Tages-Value at Risk liegen. Unter normalen Umständen erwartet die Basler Kantonalbank zwei bis drei solche Ausnahmefälle pro Jahr. Die beiden Ausnahmefälle am 2. sowie am 21. August 2019 wurden jeweils durch starke Bewegungen in der CHF-Zinskurve verursacht.
IRRBBA: Zinsrisiken: Ziele und Richtlinien für das Zinsrisikomanagement des Bankenbuchs
1. Informationen zu Zielen und Strategien für das Zinsrisikomanagement gemäss Tabelle IRRBBA
a) Definition des IRRBB zum Zwecke der Risikosteuerung und -messung
Im Konzern BKB wird zwischen den folgenden drei Zinsrisikoarten unterschieden:
Das Zinsneufestsetzungsrisiko entsteht zum einen bei Positionen mit unbestimmtem Zinsneufestsetzungsdatum oder variablem Zins (z.B. Privatkonti, variable Hypotheken) zum Zeitpunkt einer Zinsanpassung und zum anderen bei Festzinspositionen aus der zeitlichen Inkongruenz der Endfälligkeiten von Aktiva, Passiva und ausserbilanziellen Positionen.
Die Auswirkung von Zinsänderungen auf Finanzinstrumente, die zwar eine ähnliche Laufzeit aufweisen, aber auf Basis von unterschiedlichen Zinssätzen bewertet werden, wird als Basisrisiko bezeichnet. Eine besondere Form des Basisrisikos lässt sich bei Produkten - wie z.B. variablen Hypotheken oder Spar- und Einlagegeldern - identifizieren, deren Zinsen zwar der Entwicklung eines Referenzzinssatzes oder einer Kombination von Referenzzinssätzen folgen, wobei jedoch in zeitlicher Hinsicht keine vollständige Synchronität der Zinsänderungen besteht. Weiter besteht eine allfällige Inkongruenz von Absicherungsinstrumenten (Swaps) zu den entsprechenden Grundgeschäften.
Das Optionsrisiko entsteht aus Optionen oder aus eingebetteten (impliziten) Optionen, bei denen die Bank oder der Kunde die Höhe und den zeitlichen Verlauf von Zahlungsströmen beeinflussen kann (z.B. bei Einlagen ohne feste Laufzeit mit Floor, Termineinlagen oder Festzinskrediten). Werden solche Instrumente mit impliziten Optionen nicht angemessen überwacht, können ihre asymmetrischen Zahlungsmerkmale insbesondere für ihre Verkäufer ein erhebliches Risiko darstellen.
b) Strategien zur Steuerung und Minderung des IRRBB
Im übergeordneten Reglement zum Risikomanagement (Konzern und Konzernbanken) hat der Bankrat für den Konzern BKB und die beiden Konzernbanken, das Stammhaus BKB und die Bank Cler, sein Rahmenwerk für ein angemessenes Risikomanagement, unter anderem für Marktrisiken, festgelegt. Unter Einhaltung dieser Vorgaben ist das ALCO (Asset Liability Committee) der jeweiligen Konzernbank für die Steuerung der Zinsrisiken im Bankenbuch verantwortlich. Das ALCO der Basler Kantonalbank delegiert die Bewirtschaftung des Zinsrisikos innerhalb dieser Rahmenbedingungen an die Abteilung Treasury. Durch diese klar strukturierten Rahmenbedingungen, Rollenverteilungen und Verantwortlichkeiten wird eine wirksame, nachhaltige und in die bankweiten Risikomanagement-Prozesse integrierte Bewirtschaftung des Zinsrisikos ermöglicht. Hauptziel ist die Erreichung eines nachhaltigen Zinserfolgs unter Einhaltung der Vorgaben aus den regulatorischen und ökonomischen Stressszenarien.
Der Bankrat legt in einer Risikotoleranz-Vorgabe (RTV) übergeordnete Risikolimiten und Schwellenwerte für die Steuerung des IRRBB im Stammhaus und im Konzern BKB fest. Die Risikotoleranz-Vorgabe (RTV) für die Bank Cler wird vom Verwaltungsrat erlassen. Auf untergeordneter Stufe definiert das ALCO weitere Risikolimiten und Schwellenwerte, welche ausserordentliche Positionierungen oder Volatilitäten per Ampelsystem begrenzen. Die Oberleitungsgremien werden quartalsweise sowie anlassbezogen über die Einhaltung der Limiten informiert. Das Treasury (Stammhaus) und die jeweilige Risikokontrolle berichten zudem wöchentlich, monatlich und anlassbezogen an das jeweilige ALCO über die Einhaltung der festgelegten Limiten und die Massnahmen, die zur Steuerung des Zinsrisikos notwendig sind. Das Treasury (Stammhaus) gibt die vom ALCO beschlossenen Massnahmen bei der Abteilung Handel der BKB in Auftrag. Die Abteilung Risikokontrolle der jeweiligen Konzernbank überwacht und misst die Zinsrisiken, informiert bei Überschreitungen die zuständigen Gremien und stellt die Messdaten zur weiteren Verarbeitung zur Verfügung.
Im derzeitigen makroökonomischen Umfeld gibt es eine grosse Ungewissheit bezüglich der zukünftigen Zinsentwicklung. Um in diesem unsicheren Marktumfeld einen nachhaltigen und möglichst stabilen Zinserfolg zu erreichen, wird die Zinsänderungsrisikotoleranz der beiden Konzernbanken über die strategische Anlage der eigenen Mittel in CHF definiert (ALM-Benchmark-Strategie). Bei Fremdwährungen wird kein strategisches Zinsrisikomanagement betrieben, aber die Absicherung der Positionen sichergestellt. Die Überprüfung der Strategie erfolgt durch das Treasury (Stammhaus) resp. die Risikokontrolle (Bank Cler). Im Anschluss an die Begutachtung der Strategie durch die Geschäftsleitung und den Risikoausschuss der jeweiligen Konzernbank wird diese dem Bankrat (Stammhaus) resp. dem Veraltungsrat (Bank Cler) zur Genehmigung vorgelegt. Nach der Bestimmung der Rahmenbedingungen bezüglich der Risikotoleranz durch die Oberleitungsorgane, erfolgt die operative Umsetzung wiederum durch das Treasury (Stammhaus).
Im taktischen Zinsrisikomanagement werden die optimale Bilanzstrukturportfolio-Steuerung des Zinsrisikos sowie eine effiziente Umsetzung der ALM-Benchmark-Strategie angestrebt. Dabei wird die taktische Zinssensitivität, welche die Abweichung von der strategischen Zinssensitivität widerspiegelt, gesteuert. Ist die taktische Zinssensitivität in allen Laufzeitgaps 0, wird die ALM-Benchmark-Strategie zu 100% ausgeführt. Die maximale Abweichung der taktischen Positionierung von der ALM-Benchmark-Strategie wird in den Risikotoleranz-Vorgaben durch die Oberleitungsorgane über Value at Risk-Limiten begrenzt.
c) Periodizität der Berechnung und Beschreibung der IRRBB-Messgrössen
Die beiden Konzernbanken identifizieren, messen, überwachen und kontrollieren die Zinsrisiken im Bankenbuch wöchentlich, monatlich und anlassbezogen. Die Risikolimite und der Schwellenwert für das standardisierte Zinsschockszenario gemäss FINMA RS 2019/02 (paralleler Schock nach oben) und das Modellrisiko aus der Replikation der Bodensatzprodukte (siehe hierzu auch Abschnitt g, Ziffer 5) gelten für die monatlichen Messungen. Im FINMA-Rundschreiben 2019/2 werden für die Durchführung regulatorischer Stresstests 6 standardisierte Zinsschockszenarien vorgegeben. In der RTV wird das erste dieser Szenarien (standardisiertes Zinsschock-Szenario (paralleler Schock nach oben)) limitiert: Der Barwertverlust im Bilanzstrukturportfolio im Verhältnis zum Kernkapital bei einer parallelen Verschiebung der Zinskurve nach oben in Abhängigkeit der Währung (z.B. +150 bp für CHF). Diese Risikolimite begrenzt den Spielraum der Oberleitungsorgane bei der Festlegung der ALM-Benchmark-Strategie. Der taktische Value at Risk für die Abweichung von der ALM-Benchmark-Strategie wird wöchentlich bestimmt. Diese drei Messgrössen werden durch die Oberleitungsorgane in den Risikotoleranz-Vorgaben begrenzt. Des Weiteren hat das ALCO der jeweiligen Konzernbank auf wöchentlicher sowie monatlicher Basis einzuhaltende Schwellenwerte für die Zinssensitivität gegenüber der ALM-Benchmark-Strategie eingeführt.
Als Messgrössen für das IRRBB werden die Barwertänderungen der Eigenmittel (ΔEVE) sowie Änderungen der geplanten Erträge (ΔNII) betrachtet. Für die interne Steuerung wird barwertig jeweils der Aussenzins (Kundenzins) mit einer risikofreien Zinskurve (Innenzins) diskontiert. Für die Value at Risk-Berechnung wird eine historische Simulation verwendet, indem die (barwertigen) Zinssensitivitäten mit historischen Zinssatzveränderungen multipliziert werden.
d) Implementierte Zinsschock- und Stressszenarien
Im Konzern BKB werden die folgenden Szenarien betrachtet:
Barwertszenarien (ΔEVE): 6 standardisierte Zinsschockszenarien gemäss FINMA Rundschreiben 2019/2, Anhang 2, sowie weitere interne Szenarien, die zum Zwecke der Steuerung verwendet werden.
Ertragsszenarien (ΔNII): 3 standardisierte Szenarien (Basis, Parallelverschiebung nach oben/unten) gemäss FINMA Rundschreiben 2016/1, Tabelle IRRBB1, sowie weitere interne Szenarien, wobei in diesen auch Bilanzstruktur- und Margenveränderungen berücksichtigt werden.
Die internen barwertigen Zinsschockszenarien sollen dazu dienen, die ALM-Benchmark-Strategie der jeweiligen Konzernbank einzuhalten. Die internen, realistischen, historischen sowie hypothetischen Zinsszenarien erklären mögliche periodische Zinserfolgseffekte im Zeitablauf. Darüber hinaus werden die Basisrisiken durch einen Stresstest begrenzt.
e) Abweichende Modellannahmen im Vergleich zur Tabelle IRRBB1
ΔNII-Messgrösse: Die ΔNII-Berechnung erfolgt bankintern aufbauend auf der Mittelfristplanung und orientiert sich an der Planbilanz, den geplanten Margen und den erwarteten Marktzinssätzen.
ΔEVE-Messgrösse: Im Falle des internen Reportings für den Konzern wird das Zinsrisiko ohne Konsolidierung berechnet, da die Konsolidierungsberichte erst nach der Veröffentlichung der internen Berichte verfügbar sind.
Zusätzlich zu den 6 standardisierten Zinsschockszenarien gemäss FINMA-Rundschreiben 2019/2 werden intern auch ΔEVE-Messgrössen verwendet, bei denen das Eigenkapital nicht ausgeschlossen ist. Absicherungsentscheide werden aufgrund eines Benchmarks mit Hilfe der taktischen Sensitivität getroffen. Diese berücksichtigt die Sensitivität des Eigenkapitals und bildet die Grundlage zur Berechnung des taktischen Value at Risk für die Abweichung von der ALM-Benchmark-Strategie und bei der Bewertung von Drehrisiken der Zinsstrukturkurve.
f) Absicherung des IRRBB
Die Absicherung der Zinsrisiken wird im Konzern BKB ausschliesslich über Derivate und Instrumente, welche unter der Kontrolle der Konzernbanken sind, getätigt. Die Konzernbanken versuchen nicht, das Kundengeschäft zum Zwecke der Zinsrisikoreduktion zu beeinflussen. Derivate dürfen nur eingegangen werden, wenn sie den Value at Risk für die Abweichung von der ALM-Benchmark-Strategie reduzieren oder wenn sie die Zinssensitivität des Bankenbuches gegenüber Marktzinsschwankungen in einem Laufzeitband verringern. Derivative Absicherungen können jederzeit aufgelöst werden. Da das Stammhaus BKB eine eigene Handelsabteilung betreibt, schliessen die Konzernbanken Derivate aus dem Bankenbuch lediglich mit der Handelsabteilung des Stammhauses BKB ab. Diese ist dafür verantwortlich, dass alle intern abgeschlossenen Derivate mit externen Geschäften abgedeckt sind. Dabei müssen insbesondere die internen und regulatorischen Vorgaben zum Hedge Accounting berücksichtigt werden.
g) Modellierungs- und Parameterannahmen in den Barwert- und Ertragsszenarien
Annahmen zu ΔEVE
Alle Zahlungsströme werden unter Berücksichtigung der Zinsmargen dargestellt (Aussenzins).
Die Zahlungsströme werden auf Positionsebene bestimmt.
Die Diskontierung der Zahlungsströme (mit Marge) erfolgt für Positionen in CHF auf Basis der Swiss Reference Rates (SARON) und entsprechenden-Swap-OIS-Rates, die als Näherung für eine risikofreie Zinskurve angesehen werden (Innenzins). Für Positionen in anderer Währung als CHF basiert die Diskontierung auf OIS respektive ON-Raten.
Annahmen zu ΔNII
Das Basisszenario zur Berechnung der regulatorischen Kennzahlen wird mit folgenden Annahmen berechnet:
Marktzinssätze: Die Marktzinssätze entsprechen denen des Auswertungsdatums und werden während des gesamten Simulationshorizonts konstant gehalten.
Creditspreads: Die Creditspreads werden mit Hilfe von historischen Marktdaten aufgrund von Laufzeit und Abschlussdatum pro Position berechnet und auf Portfolioebene aggregiert. Die Creditspreads von simulierten Neugeschäften werden auf Portfolioebene konstant auf dem Niveau des Auswertungsdatums gehalten.
Kundenzinssatzanpassungslogik: Die Kundenzinssätze der Produkte ohne feste Endfälligkeit werden monatlich angepasst, um unter Berücksichtigung der Replikation die Margen konstant zu halten.
Laufzeit von Neugeschäft: Neugeschäft wird monatlich jeweils zum Monatsende generiert, so dass die Bilanz per Monatsende jeweils konstant ist. Die Laufzeit des Neugeschäfts wird mit dem volumengewichteten Durchschnitt des Bestandes-Geschäfts auf Basis der Ursprungs-laufzeit auf Portfolioebene festgelegt.
ALM-Benchmark-Strategie: Um die vorgegebene ALM-Benchmarkstrategie während des Simulationshorizonts einzuhalten, werden entsprechende Hedge-Transaktionen generiert.
Die geplanten Erträge werden intern im Zuge der jährlichen Mittelfristplanung ebenfalls anhand verschiedener interner Szenarien simuliert. Neben Annahmen zur Zinsentwicklung werden dabei auch unterschiedliche Geschäftsstrategien sowie das Kundenverhalten modelliert. Als Grundlage dient ein Basisszenario, das die Entwicklung der Erträge unter den Planungsannahmen in einem normalen Marktumfeld beschreibt. Aufbauend darauf werden weitere Stressszenarien definiert, mit denen die Entwicklung der Erträge unter extremen Marktentwicklungen gegenüber dem Basisszenario dargestellt werden (siehe hierzu auch Abschnitt d).
Variable Positionen: Für die Bestimmung der Barwertveränderungen müssen Zins- und Kapitalfälligkeiten auf Positionsebene bekannt sein. Im Falle von Kundenprodukten, bei denen diese nicht ex ante definiert sind (Bodensatzprodukte), müssen Modellverfahren angewendet werden. Im Konzern BKB wird der Ansatz replizierender Portfolios verwendet. Dabei besteht die Grundidee darin, das Zinsbindungsverhalten einer Position mittels Portfolios aus Marktzins-Kombinationen (Benchmark-Portfolios) zu simulieren.
Positionen mit Rückzahlungsoptionen: Im Konzern BKB ist im Falle der Inanspruchnahme einer Rückzahlungsoption durch den Kunden eine Vorfälligkeitsentschädigung an die Bank zu entrichten. Aus diesem Grund kann bei Positionen mit Rückzahlungsoption die (unbekannte) Zinsbindung mit der vertraglich festgelegten Zinsbindung gleichgesetzt werden. Bestehende Positionen werden in der Simulation nicht vorzeitig zurückgezahlt.
Termineinlagen: Der Zinsertragseffekt von vorzeitigen Abzügen von Termineinlagen wird im Rahmen einer Vorfälligkeitsentschädigung berücksichtigt. Bestehende Positionen werden in der Simulation nicht vorzeitig abgezogen.
Automatische Zinsoptionen: Die beiden Konzernbanken bieten grundsätzlich keine Produkte mit automatischen, verhaltensunabhängigen Rückzahlungsoptionen an. Es besteht jedoch noch ein Restbestand an Plafond Hypotheken bei der BKB, wobei die Optionskomponente gemäss Standard Bewertungsverfahren in der Zinsrisikomessung berücksichtigt wird.
Derivative Positionen: Zinsderivate dienen der Steuerung des Zinsrisikos. Bei den ΔNII-Berechnungen wird im Verlauf des Simulationshorizontes die ALM-Benchmark-Strategie mit simulierten Zinsderivaten eingehalten.
Sonstige Annahmen: Bei sämtlichen ΔNII-Simulationen wird darauf geachtet, dass die regulatorischen und ökonomischen Anforderungen eingehalten werden.
IRRBBA1: Zinsrisiken: quantitative Informationen zur Positionsstruktur und Zinsneufestsetzung
Volumen in CHF Mio.
Durchschnittliche Zinsneufestsetzungs frist (in Jahren)
Maximale Zinsneufestsetzungsfrist (in Jahren) für Positionen mit modellierter (nicht deterministischer) Bestimmung des Zinsneufest- setzungsdatums
Davon andere wesentliche Währungen, die mehr als 10% der Vermögens- werte oder Verpflichtungen der Bilanzsumme ausmachen
Bestimmtes Zinsneufest- setzungs- datum
Forderungen aus Zinsderivaten 1
Verpflichtungen aus Zinsderivaten 1
Unbestimm- tes Zinsneu- festsetzungs- datum
1 Bestand an Zinsderivaten 36 784 Mio. CHF. Der Doppelausweis, sowohl unter den Forderungen wie auch unter den Verpflichtungen, ist technisch bedingt.
IRRBB1: Zinsrisiken: Quantitative Informationen zum Barwert und Zinsertrag
∆NII (Änderung des Ertragswerts) 1 2
–378 078
–345 591
–107 637
–121 184
Steepener-Schock
–132 044
–117 276
Flattener-Schock
–81 314
–77 269
1 Zur Berechnung von ΔNII wurden die Bilanzbestände gemäss Finma Rundschreiben 2019/02 konstant gehalten. Flüssige Mittel werden gemäss den Erläuterungen der Zinsrisikomeldung zur Berechnung von ΔNII nicht berücksichtigt, auch nicht die applizierten Negativzinssätze der SNB.
2 Der Konzern BKB steuert die Risiken für NII unter Berücksichtigung interner Annahmen, die von der aufsichtsrechtlichen Definition für ∆NII abweichen und insbesondere auch dynamische Anpassungen von Kundenmargen und -volumina sowie die Gewinne resp. Kosten aus dem Halten von Barmitteln bei der Schweizerischen Nationalbank berücksichtigen. Auf Basis dieser Annahmen sind die Ergebnisse für ∆NII bei der Anwendung der regulatorischen Zinsszenarien deutlich stabiler.
3 Das Maximum entspricht dem grössten Barwertverlust resp. dem grössten Ertragseinbruch unter den betrachteten Zinsszenarien.
REM: Vergütungen
Wir verweisen bezüglich der Vergütungen auf das Kapitel «Vergütungsbericht» im Geschäftsberichts 2019 der Basler Kantonalbank.
ORA: Operationelle Risiken: Allgemeine Angaben
Für weitere Informationen zum operationellen Kreditrisiko­management verweisen wir bezüglich des Management der Kreditrisiken auf das Kapitel «Erläuterungen zum Risikomanagement» im Anhang Konzern des publizierten Geschäftsberichts 2019 der Basler Kantonalbank.
Für weitere Informationen zur Corporate Governance verweisen wir auf das Kapitel «Corporate Governance» des publizierten Geschäftsberichts 2019 der Basler Kantonalbank.
Das nachfolgende Glossar zeigt die wichtigsten Begrifflichkeiten und Abkürzungen innerhalb des Offenlegungsberichts und gibt, wo sinnvoll, eine kurze Erläuterung.
Abkürzung/Begrifflichkeit
Sicherheitszuschlag bei der Berechnung von Derivaten
Zusätzliches Kernkapital (Additional Tier 1) , als Teil der anrechenbaren Eigenmittel innerhalb der Vorgaben der Eigenmittelverordnung
Gefährdete und überfällige Forderungen inklusive wertberichtigte Forderungen für latente Ausfallrisiken
Organisatorische Ausgestaltung einer Unternehmensgruppe (Bildung einer Zweckgesellschaft), um Sicherheiten aus der Konkursmasse zu halten
Internationale Rahmenbedingungen zur Regulierung von Banken (Kernelement: Stärkung und Qualität der Eigenmittel)
Cash-Collaterals
Barsicherheiten im Kredit- und Derivategeschäft
Kreditumrechnungsfaktor (Credit Conversion Factor) , um ausserbilanzielle Positionen in der risikobasierten Eigenmittelregelung in Kreditrisikoäquivalente zu überführen
CCP / QCCP
(Qualifizierte) zentrale Gegenpartei (Qualified Central Counterparty) - Beim Abschluss von Handelsgeschäften auf Handelsplattformen diejenige Gegenpartei, welche sich zwischen zwei Geschäftspartner stellt und beim Abschluss von Geschäften die eingegangenen Verpflichtungen übernimmt und deren Erfüllung garantiert
Kreditausfall-Swap (Credit Default Swap) - Derivatives Finanzprodukt zum Bewirtschaften von Ausfallrisiken
Hartes Kernkapital (Common Equity Tier 1) , als Teil der anrechenbaren Eigenmittel innerhalb der Vorgaben der Eigenmittelverordnung
Kreditrisikominderung (Credit Risk Mitigation) - Mit dem Abschluss von Sicherheitsgeschäften (bspw. CDS) kann das Kreditrisiko gemindert werden
Kreditbewertungsanpassung (Credit Valuation Adjustment) - Wertanpassungen von Derivaten aufgrund des Gegenparteikreditrisikos
Kredithöhe zum Zeitpunkt des Ausfalls (Exposure at Default) - Bankenaufsichtsrechtlicher Risikoparameter im Kreditgeschäfts
EEPE/EPE
Effektiver erwarteter positiver Wiederbeschaffungswert (Effective Expected Positive Exposure) - Bestimmung der Eigenkapitalanforderungen für das Gegenparteiausfallrisiko auf Portfolioebene mittels Modellansatz
Verordnung über die Eigenmittel und Risikoverteilung von Banken und Effektenhändler (Eigenmittelverordnung)
Rundschreiben der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht
Qualitative hochwertige, liquide Aktive (High Quality Liquid Assets) - Anrechenbare Vermögenswerte zur Berechnung der LCR (Zähler)
Interner Modellansatz (Internal Model Approach) - zur Berechnung der Marktrisiken können bankeigene mathematische Modelle zum Einsatz kommen
Interne Modellmethode (Internal Model Method) - zur Berechnung der Gegenparteikreditrisiken können bankeigene mathematische Modelle zum Einsatz kommen
Interner Ratingbasierter Ansatz (Internal Rating Based) - Internes Modell zur Berechnung der Kreditrisiken mittels Ausfallwahrscheinlichkeiten
Incremental Risk Charge - Zusätzlicher Risikoabschlag bei der Berechnung der Eigenmittel für Kreditrisiken
Mindestliquiditätsquote (Liquidity Coverage Ratio) - Kennzahl zur Berechnung der kurzfristigen Liquidität in einem 30-tägigen Betrachtungshorizont
Net Tier 1 / Net T1 / T1
Kernkapital - Kapitalbestandteile, die dauerhaft zur Verfügung stehen. Sie setzten sich zusammen aus der Summe aus hartem Kernkapital (CET 1) und zusätzlichem Kernkapital (AT1)
Net Tier 2 / Net T2 / T2
Ergänzungskapital - Kapitalinstrumente mit besonderen Anforderungen (bspw. Laufzeit und Rückzahlungsbedingungen)
Ausserbörslicher Handel (Over-the-counter) - finanzielle Transaktionen, die nicht über eine Börse abgewickelt werden
Outright-Produkte
Umfasst Produkte ohne Optionscharakter
Risikogewichtete Aktive (Risk Weighted Assets) - Basis für die Berechnung der Eigenmittelanforderungen
SA-BIZ
Internationaler Standardansatz (zur Berechnung von Kreditrisiken) - erarbeitet von der Bank für internationalen Zahlungsausgleich (BIZ)
SA-CCR / CCR
Standardansatz zur Berechnung der Gegenparteikreditrisiken (Standardised Approach for Measuring Counterparty Credit Risk Exposure) - erarbeitet von der Bank für internationalen Zahlungsausgleich (BIZ)
Wertpapierfinanzierungsgeschäft (Securities Financing Transaction) - Geschäfte, bei denen Vermögenswerte zur Generierung von Finanzierungsmitteln genutzt werden (bspw. Repogeschäfte)
Value-at-Risk - ein Standardmass zur Berechnung von Risiken in einem Portfolio
Wrong-Way-Risiko
Risiko, das aus dem Abwicklungsprozess beim Ausfall einer Gegenpartei aufgrund von makroökonomischen Abhängigkeiten entsteht und im Rahmen des Gegenparteikreditrisikos berücksichtigt wird