Source: https://geschaeftsbericht.dal.de/geschaeftsentwicklung/anhang/
Timestamp: 2019-04-21 02:51:46
Document Index: 305801009

Matched Legal Cases: ['§ 274', '§ 274', '§ 285', '§ 253', '§ 9', '§ 271']

1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die Bilanzierung und Bewertung der einzelnen Bilanzposten wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften (HGB), der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung vorgenommen.
Die Barreserven und Forderungen sind mit dem Nennwert, die Verbindlichkeiten mit den Erfüllungsbeträgen bilanziert. Im Fall einer dauerhaften Wertminderung der Forderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.
Die Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere sind zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt.
Die Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen wurden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Im Fall einer dauerhaften Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.
Die immateriellen Anlagewerte und die Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach der Projected Unit Credit Method unter Anwendung eines Rechnungszinsfußes von 3,68 % bzw. 3,71 % und einer erwarteten Rentensteigerung von 1,5 % bzw. 2 % bewertet worden; der Bewertung liegen die Richttafeln 2005 G zugrunde.
Die Steuerrückstellungen und anderen Rückstellungen sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und tragen den am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken Rechnung.
Latente Steuern werden gemäß § 274 HGB auf temporäre und quasi-permanente Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen sowie auf bestehende steuerliche Verlustvorträge ermittelt. Hierbei werden auch entsprechende Differenzen der ertragsteuerlichen Organgesellschaften des Organträgers DAL Deutsche Anlagen-Leasing GmbH & Co. KG berücksichtigt. Die identifizierten Differenzen sowie die steuerlichen Verlustvorträge werden mit einem Steuersatz von 15,4 % (Gewerbesteuer) bewertet. Im Rahmen der Gesamtbetrachtung ergibt sich ein Überhang der aktiven latenten Steuern über die passiven latenten Steuern. Das Wahlrecht, den Aktivüberhang an latenten Steuern gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB anzusetzen, wird nicht in Anspruch genommen. Der Überhang aktiver latenter Steuern resultiert im Wesentlichen aus Buchwertdifferenzen auf in der Steuerbilanz aktivierte Firmenwerte, bei den Rückstellungen für Pensionen und bei den sonstigen Rückstellungen.
Die Forderungen an Kunden betreffen vor allem Forderungen aus dem laufenden Finanz- und Leistungsverkehr mit verbundenen Unternehmen und Objektgesellschaften. Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel ersichtlich. Die Angaben zum Anteilsbesitz im Sinne des § 285 Nr. 11 HGB sind in einer gesonderten Anlage zum Anhang dargestellt.
Wichtige unmittelbare Beteiligungen sind:
Bei den Sachanlagen handelt es sich um Betriebs- und Geschäftsausstattung.
Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Steuern in Höhe von T€ 23.972.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden betreffen vor allem Forderungen aus dem laufenden Finanz- und Leistungsverkehr mit verbundenen Unternehmen und Objektgesellschaften.
Die Pensionsrückstellungen sind in Höhe von T€ 2.946 für ehemalige Geschäftsführer der Gesellschaft gebildet. Die darauf entfallenden laufenden Pensionszahlungen betrugen in 2017 T€ 188. Die Erhöhung der Pensionsrückstellungen um T€ 2.284 resultiert aus der Übernahme entsprechender Pensionsverpflichtungen von Mitarbeitern, die im Rahmen eines Teilbetriebsübergangs im Geschäftsjahr von der Deutsche Sparkassen Leasing AG & Co. KG, Bad Homburg v.d.Höhe übernommen wurden. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 S. 1 HGB beträgt zum Ende des Geschäftsjahres T€ 798.
Die anderen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Tantiemerückstellungen in Höhe von T€ 1.540, engagementbezogene Einzelrückstellungen in Höhe von T€ 970 sowie Provisionsrückstellungen in Höhe von T€ 3.358.
Die Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen wurden im Interesse inländischer Beteiligungen zugunsten der jeweils finanzierenden Kreditinstitute bzw. aus Leasingnehmern eingeräumten Rückgriffsansprüchen eingegangen. Mit einer Inanspruchnahme wird nicht gerechnet.
Fristengliederung gemäß § 9 RechKredV
Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde die Staffelform gewählt.
Die Leasingerträge wurden im Wesentlichen aus der Geschäftsbesorgung für Tochtergesellschaften und Objektgesellschaften (T€ 17.653) erzielt.
In den Provisionserträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 4.467 enthalten.
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Kostenumlage, Dienstleistungen und aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen. Sie enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 423.
Unter den anderen Verwaltungsaufwendungen sind als laufende Posten insbesondere Aufwendungen für Raummieten, Verwaltung, Vertrieb, Beratung, Kosten des Zahlungsverkehrs und entsprechende Rückstellungszuführungen erfasst.
Während des Berichtsjahres waren durchschnittlich 79 weibliche und 99 männliche Mitarbeiter ausnahmslos im Angestelltenverhältnis beschäftigt.
Die Gesellschaft hat mit einigen ihrer Tochtergesellschaften Ergebnisabführungsverträge abgeschlossen. Die Verträge haben eine Laufzeit von fünf Jahren und verlängern sich jeweils um ein weiteres Jahr, wenn sie nicht zum Ende der Laufzeit gekündigt werden.
Die Gesellschaft hat mit ihren Beteiligungs- und Objektgesellschaften Geschäftsbesorgungsverträge abgeschlossen und somit die kaufmännische Verwaltung dieser Gesellschaften übernommen.
Die Geschäftsführung und Vertretung der Gesellschaft obliegt der persönlich haftenden Gesellschafterin DAL Deutsche Anlagen-Leasing Geschäftsführung GmbH, Mainz. Diese hat ein Stammkapital von € 62.000,00. Sie hat eine Einlage in Höhe von € 1,5 Mio. geleistet.
Die Gesellschaft hat Büroräume angemietet, aus denen sich folgende zukünftige finanzielle Verpflichtungen ergeben:
Die zukünftigen finanziellen Verpflichtungen aus der Anmietung des Fuhrparks betragen T€ 2.644. Sie bestehen gegenüber verbundenen Unternehmen.
Die Angaben zum Abschlussprüferhonorar sind im Konzernabschluss der Gesellschaft enthalten.
Der Konzernabschluss für die Gesellschaft mit ihren verbundenen Unternehmen und der Geschäftsbericht werden beim elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Darüber hinaus ist die Gesellschaft ein verbundenes Unternehmen im Sinne des § 271 HGB zur Deutsche Sparkassen Leasing AG & Co. KG, Bad Homburg v.d.Höhe und ihren verbundenen Unternehmen.