Source: https://gesetze-in-app.de/ZPO/717
Timestamp: 2019-09-19 04:47:23
Document Index: 389394441

Matched Legal Cases: ['§ 717', '§ 716', '§ 718', 'BGH', '§ 717', 'BGH', 'BGH', '§ 717', 'BGH', 'BGH', '§ 717', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 717', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 717', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 717', 'BGH', '§ 717', 'BGH', 'BGH', '§ 717', 'BGH', 'BGH', '§ 717', 'BGH', 'BGH', '§ 717', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§717', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§717', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 251', '§ 69', '§ 717', '§ 945', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 717', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 717', 'BGH', 'BGH', '§ 717', '§ 717', '§ 613', '§ 717', '§ 717', 'BGH', '§ 717', 'BGH', '§ 717', 'BGH', '§ 788', 'BGH', '§717', '§ 717', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 717', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§717', 'BGH', 'BGH', '§ 717', 'BGH', '§ 717', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 717', 'BGH', 'BGH', '§ 717', 'BGH', 'BGH', '§ 717', 'BGH', 'BGH', '§ 717', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§717', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 717', 'BGH', 'BGH', '§ 717', '§ 85', 'BGH', 'BGH', '§ 717', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 717', '§717', 'BGH', '§717', 'BGH', '§ 717', 'BGH', '§ 717', 'BGH', '§ 717', 'BGH', 'BGH', '§ 717', 'BGH', 'BGH', '§ 717', 'BGH', '§ 717', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 717', '§ 302', 'BGH', '§ 717', 'BGH', 'BGH', '§ 717', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 717', 'BGH', 'BGH', '§ 717', '§ 775', 'BGH', 'BGH', '§ 717', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 717', 'BGH', '§ 717', 'BGH']

§ 717 ZPO: Wirkungen eines aufhebenden oder abändernden Urteils
Wirkungen eines aufhebenden oder abändernden Urteils
§ 716 ZPO
§ 718 ZPO
BGH, BESCHLUSS vom 3.10.2016, Az. VII ZR 314/13 39	e) Hinsichtlich der Widerklage wird das Berufungsgericht zu berücksich- tigen haben, dass der Anspruch gemäß § 717 Abs. 2 ZPO nur insoweit besteht, als das für vorläufig vollstreckbar erklärte erstinstanzliche Urteil letztlich abgeändert wird (BGH, Urteil vom 25. Juni 2015 - VII ZR 220/14, BauR 2015, 1664 Rn. 89).
BGH, BESCHLUSS vom 4.6.2016, Az. IX ZB 23/14 Durch die Ablehnung einer Vergütungsfestsetzung ist der (vorläufige) Verwalter beschwert, weil zu seinen Gunsten keine abschließende Entscheidung ergeht, keine Bindungswirkung eintritt, das Verschlechterungsverbot nicht wirkt und er bei einer späteren niedrigeren Festsetzung der Vergütung der Haftung analog § 717 ZPO ausgesetzt ist (vgl. BGH, Urteil vom 20. März 2014 - IX ZR 25/12, WM 2014, 1345 Rn. 10 ff).
BGH, URTEIL vom 4.6.2016, Az. III ZR 28/15 Eine entsprechende Anwendung des grundsätzlich analogiefähigen § 717 Abs. 2 ZPO (BGH, Urteile vom 23. Mai 1985 - IX ZR 132/84, BGHZ 95, 10, 14 und vom 11. Mai 1999 - IX ZR 423/97, MDR 1999, 1087) setzt neben dem (hier bereits zweifelhaften) Vorliegen einer planwidrigen Regelungslücke voraus, dass der zu beurteilende Sachverhalt in rechtlicher Hinsicht in einem Maße mit dem von dem Gesetzgeber geregelten Tatbestand vergleichbar ist, dass angenommen werden kann, der Gesetzgeber wäre bei einer Interessenabwägung, bei der er sich von den gleichen Grundsätzen hätte leiten lassen wie beim Erlass der herangezogenen Norm, zu dem gleichen Abwägungsergebnis gekommen (z.B. Senat, Urteil vom 4. Dezember 2014 - III ZR 61/14, VersR 2015, 1176 Rn. 9; BGH, Urteil vom 21. Januar 2010 - IX ZR 65/09, BGHZ 184, 101 Rn. 32; jeweils mwN).
BGH, URTEIL vom 4.6.2016, Az. III ZR 28/15 § 717 Abs. 2 ZPO lässt sich auf den Grundsatz zurückführen, dass der Gläubiger, der von einem noch nicht endgültig rechtsbeständigen Vollstreckungstitel Gebrauch macht, dies auf eigene Gefahr unternimmt und die Folgen zu tragen hat, falls der Titel letztlich keinen Bestand hat (z.B. BGH, Urteile vom 4. Dezember 1973 - VI ZR 213/71, BGHZ 62, 7, 9 und vom 3. Juli 1997 - IX ZR 122/96, BGHZ 136, 199, 205; vgl. dazu bereits Hahn/Mugdan, Die gesammelten Materialien zu den Reichsjustizgesetzen, Bd. 8, 1898, S. 135, 393 ff).
BGH, URTEIL vom 4.6.2016, Az. III ZR 28/15 Der nach den Grundsätzen der Gefährdungshaftung begründete Erstattungsanspruch des § 717 Abs. 2 ZPO ist als Instrument innerprozessualer Waffengleichheit anzusehen und findet seinen Grund in der Risikozuweisung an den Gläubiger, insoweit unabhängig von der materiellen Rechtslage (BGH, Urteil vom 3. Juli 1997 aaO; vgl. auch Urteil vom 5. Mai 2011 - IX ZR 176/10, BGHZ 189, 320, Rn. 14).
OLG Nürnberg, Beschluss vom 5.8.2015, Az. 7 UF 451/15 Allerdings kann die Beteiligte B. H. auch nicht doppelte Zahlung verlangen (vgl. BGH NJW 1997, 2601; NJW 1990, 2756; NJW 1993, 1111; Götz in Münchener Kommentar zur ZPO, 4. Auflage, Rn. 20 zu § 717 ZPO).
BGH, URTEIL vom 4.5.2015, Az. VII ZR 220/14 b)	Wird ein für vorläufig vollstreckbar erklärtes Urteil im Rechtsmittelzug teilweise abgeändert, so besteht ein Schadensersatzanspruch des Schuldners aus § 717 Abs. 2 Satz 2 ZPO nur, soweit das Urteil zu dem Nachteil des Gläubigers abgeändert worden ist (Anschluss an BGH, Versäumnisurteil vom 8. März 2007 - VII ZR 101/05, BauR 2007, 912 = NZBau 2007, 446, juris Rn. 10).
BGH, URTEIL vom 4.6.2014, Az. I ZR 249/12 23	(3)	Dieser rechtlichen Bewertung steht - anders als die Revision meint - auch nicht die zu § 717 Abs. 2 Satz 1 ZPO ergangene Entscheidung 'Steroidbeladene Körner' (BGH, Urteil vom 16. Dezember 2010 -XaZR 66/10, GRUR 2011, 364) entgegen.
BGH, BESCHLUSS vom 3.6.2014, Az. VII ZB 14/14 Diese Vorschrift beruht, wie der vergleichbare § 717 Abs. 2 ZPO, auf dem allgemeinen Rechtsgedanken, dass der Gläubiger aus einem noch nicht endgültigen Titel auf eigene Gefahr vollstreckt (BGH, Beschluss vom 5. Mai 2011 -VII ZB 39/10, WM 2011, 1142 Rn. 10).
BGH, URTEIL vom 4.2.2014, Az. IX ZR 25/12 Hiervon gehe auch der Bundesgerichtshof in seiner Entscheidung zur entsprechenden Anwendung des § 717 Abs. 2 ZPO auf den Fall der Aufhebung des Vergütungsfestsetzungsbeschlusses im Rechtsmittelverfahren (BGH, Urteil vom 17. November 2005 - IX ZR 179/04, BGHZ 165, 96) aus.
BGH, URTEIL vom 4.2.2014, Az. IX ZR 25/12 Zur Durchsetzung des Rückforderungsanspruchs ist deshalb auf eine entsprechende Anwendung des §717 Abs. 2 ZPO zurückzugreifen (BGH, Urteil vom 17. November 2005 - IX ZR 179/04, BGHZ 165, 96, 102 f).
BGH, BESCHLUSS vom 4.9.2013, Az. IX ZR 25/12 Aufrechnungen gegen den Schadensersatzanspruch aus §717 Abs. 2 Satz 1 ZPO sind deshalb nur zulässig, wenn sie mit dem Sinn und Zweck der Vorschrift, dem Vollstreckungsschuldner bezüglich dieses Teils seines Schadens sofortigen Ersatz zu sichern, vereinbar sind (BGH, Urteil vom 17. November 2005 - IX ZR 179/04, BGHZ 165, 96, 105).
BGH, BESCHLUSS vom 4.8.2012, Az. III ZR 249/11 8	Auf	kraft Gesetzes (vgl. §§ 251, 361 AO, § 69 FGO) sofort vollziehbare Steuerbescheide, deren Wirksamkeit durch die Einlegung eines Rechtsmittels nicht gehemmt wird, sind weder § 717 Abs. 2 ZPO noch § 945 ZPO anwendbar (vgl. Senatsurteile vom 31. Januar 1963 - III ZR 138/61, BGHZ 39, 77, 79 fund vom 11. März 1982 - III ZR 174/80, BGHZ 83, 190, 196 f).
BGH, URTEIL vom 4.2.2012, Az. IX ZR 35/11 Im Übrigen setzt der Erstattungsanspruch aus § 717 Abs.3 ZPO nach der neueren Rechtsprechung des Senats nicht voraus, dass vor der Zahlung oder Leistung des Titelschuldners die Zwangsvollstreckung angedroht worden war (BGH, Urteil vom 5. Mai 2011 - IX ZR 176/10, NJW2011, 2518 Rn. 17 ff, zVb in BGHZ 189, 320).
BGH, URTEIL vom 4.2.2012, Az. IX ZR 34/11 Im Übrigen setzt der Erstattungsanspruch aus § 717 Abs.3 ZPO nach der neueren Rechtsprechung des Senats nicht voraus, dass vor der Zahlung oder Leistung des Titelschuldners die Zwangsvollstreckung angedroht worden war (BGH, Urteil vom 5. Mai 2011 - IX ZR 176/10, NJW 2011, 2518 Rn. 17 ff, zVb in BGHZ 189, 320).
LAG Düsseldorf, Urteil vom 2.2.2012, Az. 17 Sa 277/11 Der Schadensersatzanspruch auf Erstattung der im vorliegenden Verfahren in erster Instanz ausgeurteilten Lohnansprüche (Dezember 2006 bis November 2007) kann gemäß § 717 Abs. 2 S. 3 ZPO im anhängigen Verfahren bis zu dem Schluss der mündlichen Verhandlung geltend gemacht werden (BAG Urteil v. 18.12.2008 - 8 AZR 105/08 - AP Nr. 9 zu § 717 ZPO; BAG 27.11.2008 - 8 AZR 1023/06 - AP Nr. 8 zu § 613 a BGB Unterrichtung; Zöller/ Hergett ZPO 26. Auflage § 717 Rn. 13).
LAG Düsseldorf, Urteil vom 2.2.2012, Az. 17 Sa 277/11 Da der Erstattungsanspruch gemäß § 717 Abs.3 ZPO auf die Rückabwicklung nach Bereicherungsrecht verweist, sind auch bereicherungsrechtliche Grundsätze zu beachten (BGH 05.05.2011 - IX ZR 176/10 WM 2011, 1233).
LAG Köln, Beschluss vom 3.9.2011, Az. 10 Ta 440/10 5 Die Kosten des gegenstandslos gewordenen Beschwerdeverfahrens sind der Partei aufzuerlegen, die die Kostenfestsetzung betrieben hat, was der sogenannten Veranlasserhaftung gemäß § 717 Abs. 2 ZPO entspricht (vgl. hierzu OLG Köln, Beschluss vom 10.03.2006 – 17 W 232/04 – a. a. O.).
BGH, BESCHLUSS vom 3.8.2011, Az. VIII ZB 27/09 Diese Vorschrift beruht, wie der vergleichbare § 717 Abs. 2 ZPO, auf dem allgemeinen Rechtsgedanken, dass der Gläubiger aus einem noch nicht endgültigen Titel auf eigene Gefahr vollstreckt (BGH, Beschluss vom 5. Mai 2011 -VIIZB 39/10, WM 2011, 1142 Rn. 10; vgl. Zöller/Stöber, ZPO, 28. Aufl., § 788 Rn. 22).
BGH, URTEIL vom 4.4.2011, Az. IX ZR 176/10 14	cc)	Der Erstattungsanspruch aus §717 Abs.3 Satz 2 ZPO lässt sich vielmehr ebenso wie derjenige aus § 717 Abs. 2 Satz 1 ZPO auf den Grundsatz zurückführen, dass der Gläubiger, der von einem noch nicht endgültig rechtsbeständigen Vollstreckungstitel Gebrauch macht, dies auf eigene Gefahr unternimmt und die Folgen zu tragen hat, falls der Titel letztlich keinen Bestand hat (BGH, Urteil vom 25. Oktober 1977 -VI ZR 166/75, BGHZ 69, 373, 378; vom 3. Juli 1997 - IX ZR 122/96, BGHZ 136, 199, 205; BAGE 11, 202, 206; BAGE 12, 158, 167 f).
BGH, URTEIL vom 4.4.2011, Az. IX ZR 176/10 Der Senat hat die Vorschrift des § 717 Abs. 2 Satz 1 ZPO insoweit, als die Leistung zur Abwendung der Zwangsvollstreckung zu ersetzen ist, als Instrument innerprozessualer Waffengleichheit angesehen (BGH, Urteil vom 3. Juli 1997 -IXZR 122/96, BGHZ 136, 199, 207).
BGH, URTEIL vom 4.4.2011, Az. IX ZR 176/10 Wie der Senat zur Frage der Aufrechnung gegen den Schadensersatzanspruch aus §717 Abs. 2 ZPO bereits ausgeführt hat (BGH, Urteil vom 3. Juli 1997 - IX ZR 122/96, BGHZ 136, 199 ff), regeln § 717 Abs. 2 und Abs.3 ZPO jeweils einen prozessualen Erstattungsanspruch, der Zahlungen oder andere Leistungen aufgrund eines vorläufig vollstreckbaren Urteils betrifft und sogleich nach Aufhebung dieses Urteils durchgesetzt werden kann.
BGH, BESCHLUSS vom 4.4.2011, Az. VII ZB 39/10 Bei dem Schadensersatzanspruch nach § 717 Abs. 2 Satz 1 ZPO hat der Bundesgerichtshof materiell-rechtliche Einwendungen nur zugelassen, soweit sie mit dem Sinn und Zweck der Vorschrift, dem Vollstreckungsschuldner bezüglich dieses Teils seines Schadens sofortigen Ersatz zu sichern, vereinbar sind (Urteile vom 3. Juli 1997 - IX ZR 122/96, BGHZ 136, 199; und vom 17. November 2005 - IX ZR 179/04, BGHZ 165, 96, 105).
BGH, URTEIL vom 4.11.2010, Az. Xa ZR 66/10 Erfüllt der Schuldner eine ihm durch Urteil auferlegte Unterlassungsverpflichtung, bevor der Gläubiger die ihm obliegende Sicherheitsleistung erbracht und dies dem Schuldner mitgeteilt hat, leistet er regelmäßig nicht zur Abwendung der Vollstreckung im Sinne des § 717 Abs. 2 ZPO (BGHZ 131, 233, 237).
BGH, URTEIL vom 3.11.2010, Az. VIII ZR 9/10 Der Erstattungsanspruch nach § 717 Abs.3 Satz 2 ZPO setzt voraus, dass die Leistung in der Zwangsvollstreckung beigetrieben wurde oder der Schuldner sie zur Abwendung einer drohenden Zwangsvollstreckung erbracht hat, die Leistung also auf den Vollstreckungswillen des Gläubigers zurückzuführen ist (vgl. BGH, Urteil vom 22. Juni 1976 - X ZR 44/74, NJW 1976, 2162 unter B II).
BGH, URTEIL vom 4.1.2010, Az. I ZR 30/08 Ebenso wenig stehen der Aufrechnung der Beklagten Sinn und Zweck der Vorschrift des § 717 Abs. 2 ZPO entgegen, die gewährleisten soll, dass der aufgrund eines vorläufig vollstreckbaren Urteils in Anspruch Genommene seine Leistung zur Abwehr der Vollstreckung nach Aufhebung des Titels sogleich zurückerhält (vgl. BGHZ 136, 204).
BGH, URTEIL vom 4.1.2009, Az. IX ZR 36/08 Zugleich ist jedoch anerkannt, dass ein zunächst in Betracht kommender Schadensersatzanspruch aus § 717 Abs. 2 ZPO ausscheidet, wenn der materiellrechtliche Anspruch, dessen nicht rechtsbeständige Titulierung der Vollstreckung zugrunde lag, später rechtsbeständig tituliert wird (BGHZ 136, 199, 211; BGH, Beschl. v. 7. April 2005 - IX ZR 294/01, NJW-RR 2005, 1135).
BGH, URTEIL vom 4.1.2009, Az. IX ZR 36/08 Wird die in Rede stehende Forderung dem Vollstreckungsgläubiger rechtskräftig zuerkannt, steht fest, dass der Vollstreckungsschuldner überhaupt keinen Schadensersatzanspruch aus §717 Abs. 2 ZPO hatte (BGHZ 136, 199, 204; BGH, Beschl. v. 7. April 2005 aaO).
BGH, URTEIL vom 4.10.2008, Az. IX ZR 139/07 Durchsetzbar war die Forderung aus § 717 Abs. 2 ZPO erst vom Erlass des Berufungsurteils vom 17. Januar 2006 an (vgl. auch BGHZ 136, 199, 201; 169, 308, 312 Rn. 14: 'Zur Auslösung der Schadensersatzpflicht genügt die Aufhebung des vorläufig vollstreckbaren Urteils ...').
BGH, URTEIL vom 4.11.2006, Az. IX ZR 161/04 19	(2)	Die Erklärung des Beklagten, den beim Bundesgerichtshof anhängi- gen Rechtsstreit über die Wandelung des Kaufvertrages vom 1. Juni 1994 nicht aufnehmen zu wollen, hatte im Hinblick auf den gegen die Masse geltend gemachten Anspruch aus § 717 Abs. 2 ZPO nicht die Wirkung des § 85 Abs. 2 InsO (BGH, Beschl. v. 12. Februar 2004, aaO).
BGH, URTEIL vom 4.10.2005, Az. IX ZR 179/04 Eine analoge Anwendung des § 717 Abs. 2 ZPO kommt deshalb in den Fällen in Betracht, in denen der für die Vorschrift maßgebliche Haftungsgrund in vergleichbarer Weise zutrifft (BGH, Urt. v. 11. Mai 1999 -IX ZR 423/97, WM 1999, 1499 ff).
BGH, URTEIL vom 4.10.2005, Az. IX ZR 179/04 Mit diesem Zweck wäre es unvereinbar, die Aufrechnung zuzulassen, soweit damit die Leistung zur Abwendung der Vollstreckung oder der durch die Vollstreckung beigetriebenen Beträge betroffen ist (BGHZ 136, 199, 202 f; Stein/Jonas/Münzberg, aaO § 717 ZPO Rn. 33; Musielak/Lack-mann, aaO §717 ZPO Rn. 13).
BGH, BESCHLUSS vom 4.3.2005, Az. IX ZR 221/04 Der Bundesgerichtshof hat bereits entschieden, daß ein Aktivprozeß nicht vorliegt, wenn über einen von dem Insolvenzschuldner erhobenen Anspruch zu dessen Gunsten erkannt, die ausgeurteilte Leistung im Wege der Zwangsvollstreckung oder zu ihrer Abwendung erbracht worden ist und der Titelschuldner im Rechtsmittelverfahren wegen seiner Leistung gemäß §717 Abs. 2 ZPO Ersatz verlangt (vgl. RGZ 85, 214, 219; 122, 51, 53; BGH, Urt. v. 5. Dezember 1985 -VIIZR 284/83, WM 1986, 295; v. 27. März 1995, aaO; Beschl. v. 12. Februar 2004 - V ZR 288/03, WM 2004, 751).
LG Köln, Urteil vom 2.2.2005, Az. 33 O 34/02 Trotz Ordnungsmittelandrohung im Urteil leistet der Schuldner nur dann zur Abwendung der Vollstreckung im Sinne des § 717 Abs. 2 ZPO, wenn er sich mit der Leistung einem Vollstreckungsdruck beugt, was bei eigener Leistung vor Sicherheitsleistung des Gläubigers regelmäßig nicht der Fall ist (BGH WRP 1996, 207; Herget, in: Zöller, § 717 Rn. 7).
BGH, BESCHLUSS vom 2.4.1995, Az. III ZR 216/82 3 Der Anspruch aus § 717 Abs. 2 ZPO ist im Umfang der beigetriebenen oder zur Abwendung der Beitreibung gezahlten Beträge nur das Spiegelbild des dem Kläger zuerkannten Zahlungsanspruchs; in dieser Höhe zuzüglich Zinsen und Kosten erhöht er den Streitwert nicht (vgl. BGHZ 38, 237 [241]).
BGH, URTEIL vom 4.0.1992, Az. III ZR 197/90 Die Amtspflicht gegenüber dem Schuldner, die Voraussetzungen für die Zwangsvoll 13 - Streckung einzuhalten (vgl. zu dem Schutzzweck des § 717 Abs. 2 ZPO bei rechtmäßiger Vollstreckung: BGHZ 85, 110), insbesondere ihm den gesetzlichen Bestimmungen gemäß die Gelegenheit zu geben, die Vollstreckungsmaßnahmen noch abzuwenden, soll ihn vor Nachteilen bewahren, die ihm durch die Zwangsmaßnahmen im Geschäftsleben drohen, unter anderem auch dadurch, daß seine künftigen Vertragspartner von Vertragsabschlüssen bezüglich des zu pfändenden Gegenstandes Abstand nehmen.
BGH, BESCHLUSS vom 4.11.1991, Az. III ZR 9/91 Die vorläufige Vollstreckbarkeit ist kein zwingender Beweis für den Bestand und die Fälligkeit der titulierten Forderung, geht doch der vorweggenommene Zwangszugriff auf Gefahr des Klägers (§ 717 ZPO; Weber aaO; OLG Köln aaO).
BGH, BESCHLUSS vom 3.1.1988, Az. I ZR 214/87 In einem solchen Falle käme im Hinblick auf den Ersatzanspruch nach § 717 Abs.3 ZPO ein nicht zu ersetzender Nachteil grundsätzlich dann in Betracht, wenn der Gläubiger die Abwendungsbefugnis des Schuldners durch eine unverhältnismäßig niedrige Gegensicherung zunichte machen könnte (vgl. BGHZ 21, 377, 378).
BGH, Urteil vom 4.0.1988, Az. IX ZR 265/86 Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGHZ 30, 123, 128 ff; zuletzt 95, 10, 14 m.w.N.) beruhen § 717 Abs. 2 ZPO und vergleichbare Vorschriften der Zivilprozeßordnung (vgl. §§ 302 Abs.4 Satz 3, 600 Abs. 2, 641 g, 945, 1042 c Abs. 2 Satz 3, 1044 Abs.3 ZPO) auf dem allgemeinen - der entsprechenden Anwendung auf andere, gesetzlich nicht geregelte Fälle zugänglichen - Rechtsgedanken, daß die Vollstreckung aus einem nicht endgültigen Vollstreckungstitel auf Gefahr des Gläubigers geht.
BGH, Urteil vom 4.0.1988, Az. IX ZR 265/86 Es fragt sich, ob dieser Grundsatz mit der sich bei entsprechender Anwendung von § 717 Abs. 2 Satz 1 ZPO ergebenden Folge der im Bereich der Gefährdungshaftung (BGHZ 85, 110, 113) liegenden Schadensersatzpflicht des Gläubigers auch angewendet werden kann,
BGH, Urteil vom 2.6.1984, Az. VI ZR 264/82 Die Vorschrift des § 717 Abs. 2 ZPO beruht auf dem Grundsatz, daß der Gläubiger, der aus einem noch nicht rechtsbeständigen Titel vollstreckt, dies auf seine Gefahr unternimmt und deshalb die aus dem Vollstreckungszugriff entstandenen Folgen tragen muß, wenn der Vollstreckungstitel im Ergebnis keinen Bestand hat (Senat BGHZ 54, 76, 80 f; 69, 373, 378; BGH, Urteil vom 11. März 1982 - III ZR 174/80 -BGHZ 83, 190, 196).
BGH, URTEIL vom 2.5.1984, Az. IX ZR 121/85 Dieser Anspruch auf Schadensersatz, der in dem anhängigen Rechtsstreit geltend gemacht werden kann (§ 717 Abs. 2 Satz 2 ZPO), steht entgegen dem Wortlaut der Bestimmung auch dem Kläger zu, wenn ihm der Schaden entstanden ist (BGH Beschluß vom 2. Februar 1962 - V ZR 70/60 - - NJW 1962, 806).
BGH, Urteil vom 5.1.1978, Az. V ZR 122/75 Denn auch ohne einen solchen Ausspruch tritt die vorläufige Vollstreckbarkeit des Berufungsurteils außer Kraft (§ 717 Abs. 1 ZPO) und das Revisionsurteil ist daher als 'vollstreckbare Entscheidung' im Sinne des § 775 Nr. 1 ZPO anzusehen (vgl. BGHZ 37, 79, 94; Senatsurteil vom 25. März 1977 - V ZR 242/75 Furtner, DRiZ 1957, 184, 186).
BGH, Urteil vom 2.9.1977, Az. VI ZR 166/75 In gleicher Weise ist anerkannt, daß ein Gläubiger für die Folgen seiner Vollstreckung aus einem landgerichtlichen Urteil auch dann auf Schadensersatz haftet (§ 717 Abs. 2 ZPO), wenn dieser Titel zunächst - jedoch erst nach der aus dem erstinstanzlichen Urteil vollzogenen Vollstreckungshandlung - vom Berufungsgericht bestätigt, dann aber in der Revisionsinstanz aufgehoben worden war; dann wird er nicht etwa rückwirkend vonseiner Haftung für Schäden, deren Ursache (vgl. oben unter II 1) in den Zeitraum bis zu dem Erlaß des Berufungsurteils fällt, befreit (BGHZ 54, 76, 82; vgl. schon BGHZ 11, 303, 304i Pecher, Schadensersatzansprüche aus ungerechtfertigter Vollstreckung 1967 S.187)«
BGH, BESCHLUSS vom 4.4.1972, Az. III ZR 218/68 Hier wird man den Sinn des § 717 ZPO darin zu sehen haben, daß eine wegen Fehlens der - vorläufigen -Vollstreckungsgrundlage unberechtigt gewordene Vermögensverschiebung beschleunigt rückgängig gemacht werden soll (vgl. BAG NJW 1962, 1125).
BGH, URTEIL vom 3.2.1972, Az. III ZR 174/80 Die Vollziehung eines Heranziehungsbescheids zur Bardepotpflicht, der später im Rechtsweg aufgehoben wird, begründet keinen Schadensersatzanspruch in entsprechender Anwendung von § 717 Abs. 2 ZPO (im Anschluß an BGHZ 39, 77).