Source: https://www.gevestor.de/details/anlageberater-sachkunde-erfordert-qualifizierung-626659.html
Timestamp: 2019-07-24 09:11:36
Document Index: 94908134

Matched Legal Cases: ['§34', '§34', '§16', '§34', '§1', '§34']

34f Gewerbeordnung: Neue Erfordernisse für Anlageberater
Gewerbeordnung: Sachkunde bei Finanzanlagevermittlern nötig
Weiterbildung - Knut Einfeldt
Eine Qualifikation für Anlagevermittler ist aufgrund der ab 2013 geltenden gesetzlichen Novellierung der Gewerbeordnung unumgänglich. (Foto: Kzenon - Fotolia)
Durch die Neueinführung des §34f in der Gewerbeordnung zum 1. Januar 2013 verschärft der Gesetzgeber die regulatorischen Anforderungen an deutsche Anlageberater und -vermittler.
Neben der bisher bereits geprüften persönlichen und wirtschaftlichen Zuverlässigkeit, werden nun daneben weitere Anforderungen gestellt.
Neue Erfordernisse für Anlageberater
Dabei müssen zukünftig die folgenden Nachweise erbracht werden:
Letztere können dabei wahlweise durch Berufspraxis oder durch eine Sachkundeprüfung nachgewiesen werden.
Mehr unter: Anlageberater: Sachkunde erfordert Qualifizierung
Sachkundeprüfung oder Alte-Hasen-Regelung
An den Nachweis mittels Berufspraxis, man spricht hier auch von einer sogenannten “Alten-Hasen-Regelung”, sind allerdings enge Voraussetzungen geknüpft.
Um von der Sachkundeprüfung befreit zu werden, muss man bereits seit dem 1.1.2006 als selbstständiger Berater tätig gewesen sein.
Dies war durch eine Erlaubnis nach dem bisherigen §34c der Gewerbeordnung möglich.
Außerdem muss man für die vollständige Zeit lückenlose Prüfberichte vorweisen können, die nach §16 der Makler- und Bauträgerverordnung gefordert wurden.
Für seine Angestellten muss der Arbeitgeber bestätigen, dass der Arbeitnehmer seit dem Stichtag ununterbrochen als Finanzanlagenvermittler oder -berater tätig gewesen ist.
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Mehr dazu: Anlageberatung: Zulassungspflicht wird eingeführt
Prüfberichte stellen Schwierigkeit dar
Gerade aber mit dem lückenlosen Nachweis der Prüfberichte haben viele Berufspraktiker ihre Schwierigkeiten, wurde dies doch von den zuständigen Stellen in der Vergangenheit bestenfalls stichpunktartig überprüft.
Daher kommt für viele doch nur die Ablegung der Sachkundeprüfung mit der damit in der Regel verbundenen theoretischen Vorbereitung durch einen Lehrgang in Frage.
Der neue §34f der Gewerbeordnung unterteilt die Finanzanlagevermittlung in drei Teilbereiche. Je nach dem, in welchem dieser Teilbereiche der Anlagevermittler tätig ist oder zukünftig tätig werden will, benötigt er hierfür einen auf das Fachgebiet bezogenen Sachkundenachweis.
sonstige Vermögensanlagen im Sinne des §1 des Vermögensanlagengesetzes
Es kann damit für jeden einzelnen Teilbereich eine separate Erlaubnis oder eine Gesamterlaubnis für alle Teilbereiche beantragt werden. Dies gilt sowohl für selbstständige, wie auch für angestellte Finanzanlagevermittler.
Bisherige Inhaber von 34c-Erlaubnissen können dabei eine Übergangsregelung in Anspruch nehmen.
Nach Inkrafttreten des neuen §34f haben sie sechs Monate Zeit, die neue Erlaubnis zu beantragen, danach erlischt ihre bisherige Erlaubnis als Finanzanlagevermittler automatisch.
Eine Ausnahme bietet bei dieser Übergangsregelung die Sachkunde. Diese muss gegenüber der zuständigen Behörde erst innerhalb von zwei Jahren erbracht werden.
Von: Knut Einfeldt. Über den Autor
Knut Einfeldt ist geschäftsführender Gesellschafter der TUTOR-CONSULT GmbH, Neumünster. Die TUTOR-CONSULT befasst sich als Unternehmensberatung unter anderem seit über 10 Jahren mit dem Consulting und der Qualifizierung von Finanzdienstleistern.