Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerwG&Datum=16.05.2017&Aktenzeichen=4%20B%2024.16
Timestamp: 2019-05-20 17:47:37
Document Index: 22750445

Matched Legal Cases: ['§ 9', '§ 9', '§ 10', '§ 173', '§ 1', 'Art. 297', '§ 40']

BVerwG, 16.05.2017 - 4 B 24.16 - dejure.org
https://dejure.org/2017,21089
BVerwG, 16.05.2017 - 4 B 24.16 (https://dejure.org/2017,21089)
BVerwG, Entscheidung vom 16.05.2017 - 4 B 24.16 (https://dejure.org/2017,21089)
BVerwG, Entscheidung vom 16. Mai 2017 - 4 B 24.16 (https://dejure.org/2017,21089)
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§ 9 Abs 1 Nr 1 BauGB, § 9a Nr 1 Buchst a BauGB, § 10 BauGB, § 173 Abs 3 S 1 BBauG, § 1 Abs 5 BauNVO
Unwirksamer Bebauungsplan keine "lex posterior"; Überleitung als Bebauungsplan; Verhältnis von Art. 297 Abs. 1 StGBEG und Bauplanungsrecht
Rüge der Nichtbeachtung von Bundesrecht bei der Anwendung und Auslegung von Landesrecht i.R. der Nichtzulasungsbeschwerde; Anwendung des bundesrechtlichen Rechtsgrundsatzes "Iex posterior derogat legi priori" in Bezug auf Bebauungspläne; Verlust der früheren rechtlichen Wirkung eines Bebauungsplans bei Änderung dieser Bauleitplanung durch eine Gemeinde; Voraussetzungen für die Überleitung von städtebaulichen Plänen
Neuer Bebauungsplan verdrängt alten Benbauungsplan!
Neuer Bebauungsplan verdrängt grundsätzlich den alten Bebauungsplan
VG Stuttgart, 05.02.2013 - 13 K 556/12
BauR 2017, 1498
ZfBR 2017, 682
vgl. für einen Raumordnungsplan: Hess. VGH, Urteil vom 26. Juli 2004 - 4 N 406/04 -, juris Rn. 61; für Bebauungspläne BVerwG, Beschluss vom 16. Mai 2017 - 4 B 24.16 -, juris Rn. 4, und Urteil vom 10. August 1990 - 4 C 3.90 -, BRS 50 Nr. 2.
Entfällt wegen der Unwirksamkeit der späteren Norm die Möglichkeit der Normenkollision, kann diese Rechtsfolge nicht eintreten.Das hat zur Konsequenz, dass in diesem Fall die alte Rechtsnorm unverändert fortgilt (BVerwG, Beschl. v. 16.5.2017 - 4 B 24.16 - BauR 2017, 1498;… Urt. v. 29.1.2009 - 4 C 16.07 - BVerwGE 133, 98;… Urt. v. 10.8.1990 - 4 C 3.90 - BVerwGE 85, 289).
vgl. für einen Raumordnungsplan : Hessischer Verwaltungsgerichtshof, Urteil vom 26. Juli 2004 - 4 N 406/04 -, juris Rn. 61; für Bebauungspläne BVerwG, Beschluss vom 16. Mai 2017 - 4 B 24/16 -, juris Rn. 4, und Urteil vom 10. August 1990 - 4 C 3.90 -, BRS 50 Nr. 2.
Ein Aufhebungsbeschluss mit der Folge, dass die Festsetzungen des früheren Bebauungsplans auf jeden Fall - und sei es bei Unwirksamkeit der Festsetzungen des neuen Bebauungsplans auch ersatzlos - beseitigt werden, bedarf im Übrigen einen - im textlichen Teil des Plans zum Ausdruck zu bringenden - selbständigen Aufhebungsbeschluss der Gemeinde (vgl. BVerwG, B.v. 16.5.2017 - 4 B 24.16 - juris Rn. 4).
Sollte wegen Fehlens eines ausdrücklichen Aufhebungsbeschlusses durch die Beigeladene zu 2 vom Fortgelten des früheren Bebauungsplans auszugehen sein (vgl. BVerwG, B.v. 16.5.2017 - 4 B 24.16 - juris Rn. 4), lassen sich dem Beschwerdevorbringen keine Anhaltspunkte dafür entnehmen und sind auch sonst nicht ersichtlich, dass sich aus dessen Zwecksetzung ausnahmsweise ein gebietsübergreifender Nachbarschutz ergibt (…vgl. BayVGH, B.v. 2.5.2016 - 9 ZB 13.2048 u.a. - juris Rn. 14).
Darüber hinaus genügt die Beschwerde nicht den Anforderungen an die Darlegung der grundsätzlichen Bedeutung (siehe z.B. BVerwG, Beschluss vom 16. Mai 2017 - 4 B 24.16 - juris Rn. 2), denn sie wirft keine zu § 40 HVwVfG klärungsbedürftige Frage auf.