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Timestamp: 2020-08-11 22:48:24
Document Index: 130148794

Matched Legal Cases: ['§ 15', '§ 16', '§ 17', '§ 16', '§ 17', '§ 16', '§ 53']

geschütztes Material verschlüsselt anbieten
21.01.2010, 21:12
Wenn ich einen Song legal gekauft habe darf ich doch Kopien an 7Freunde weitergeben? Das stimmt doch noch? (Sonst ist die Frage hinfällig)
Jetzt wollte ich wissen darf ich einen Song verschlüsseln und ihn im Internet öffentlich zur Verfügung stellen um dann meinen 7 Freunden das PW zu geben?
In diesem Fall wird der Song ja dann höchst wahrscheinlich von anderen heruntergeladen ist dann aber Nutzlos. Und wie sieht das aus wenn ich kleine Teile der Datei so entferne dass sie nutzlos ist und dann nur noch die kleinen Teile an meine Freunde weitergebe.
22.01.2010, 00:32
AW: geschütztes Material verschlüsselt anbieten
Wenn ich einen Song legal gekauft habe darf ich doch Kopien an 7Freunde weitergeben? Das stimmt doch noch?
Eine so pauschale Aussage kann man nicht machen, das muss immer im Einzelfall gesehen werden. Eine Privatkopie mit dem recht zur Weitergabe an den engsten Bekanntenkreis gibt es aber immer noch
Klares nein, denn hier kommt eine Veröffentlichung hinzu. Ob das verschlüsselt und mit Passwort belegt ist interessiert das Urhebrrecht nicht, denn es geht allein um die Veröffentlichung. Auch ist das nicht mehr der engste Bekanntenkreis, an den kann man es nämlich direkt weitergeben und braucht das Internet nicht.
Also ist das eindeutig ein Verstoß gegen Urheberrecht.
23.01.2010, 22:43
natürlich geht es noch um den egsten Bekanntenkreis. Nur Muss man für eine "direkte" Weitergabe erstmal einen Wechseldatenträger finden, der
groß genug für die Datei ist
an jeden Rechner passt
so formatiert ist, dass ihn jeder lesen kann (mein LUCKs gecryptetes ext2 mögen die wenigsten)
Internet hat jeder. Und wer nicht im Bekanntenkreis ist hat ja auch kein pw.
Und wie sieht es mit der 2. Möglichkeit aus? Ich liefere so wenig Informationen, dass das ganze nutzlos ist. Und wie sieht es aus wenn ich das ganze auf eine Website Stelle für die man ein pw braucht um Zugang zu bekommen?
25.01.2010, 12:53
Das ist völlig egal. Das Urheberrecht kennt nur die "Veröffentlichung". Und die ist bereits erfolgt, auch wenn keiner darauf zugreifen köntne. Sobald es öffentlich (und das heißt nicht zugänglich) gemacht wurde, kann ein Verstoß gegen Urheberrecht vorliegen.
Immer noch genauso. Wie tgesagt, ews geht nicht darum, ob jemand darauf zugreifen kann oder ob es bereits heruntergeladen wurde oder nicht. Es geht ganz allein um die Veröffentlichung. Und öffentlich ist alles, was nicht mehr privat ist.
Und wo endet privat? (Ein Server auf dem ein Login nötig ist hätte ich jetzt schon mal als sehr privat eingeschätzt.)
Auf dem Server auf meinem Rechner bei meinem E-Mail Acc. auf den auch jemand anders zugreifen könnte? In meinem Heimnetz in das jemand über W-LAN eindringen könnte? Meine HD über die jemand Kontrolle bekommen kann.
Ist es aber nicht mehr. Dann ist das Werk veröffentlicht. Das muss nicht heißen, dass auch jeder Zugang hat. Veröffentlicht heißt nicht zugänglich.
In meinem Heimnetz in das jemand über W-LAN eindringen könnte? Meine HD über die jemand Kontrolle bekommen kann.
Wenn das passiert, bist du auch haftbar, wenn dann gegen Urheberrecht verstoßen wird. Für die Sicherheit ist man selbst verantwortlich.
30.01.2010, 17:51
Wenn jemand mein WLAN hackt ist das was ganz anderes.
Nur wenn das stimmt was du sagst dürfte ich überhaupt keine Inhalte mit Copyrights auf meinem Computer haben. Da auf dem ja ein SSH-Server läuft. Den knackt zwar keiner aber wenn ein Server mit pw-Zugang als öffentlich zählt währe das ja verboten. Gleiches gilt wahrscheinlich für fast alle Rechner, die mit dem Internet verbunden sind irgendwo gibt es immer einen Sevice der nur durch ein PW geschützt wird.
Natürlich ist das so, das du, wenn du urheberrechtlich geschütztes Material auf einem öffentlichen(!) Server hast, die Genehmigung des Urhebers brauchst. Auch bei privaten Rechner, die im Internet sind. Du kannst dich ja mal erkundigen, wieviele schon zahlen mussten, weil sie urheberrechtlich geschütztes Material auf ihrem Rechner hatten und dieses durch irgendwelche Programme zum Download angeboten haben. Das sollte inzwischen allgemein bekannt sein, zumindest die Medien ziehen darüber immer wieder her. Und genau deswegen sollte man immer genau wissen, was man auf seinem Rechner hat.
Und bevor du jetzt kommst: Dann sind ja alle Verbracher! - das wäre Schwachsinn. Solange der Urheber nichts dagegen hat oder es nicht merkt, solange passiert auch nichts. Nur darf man sich eben darauf nicht verlasen. Und wenn man anfängt, das Materisl bewusst zu verbreiten, wird sich auch bald jemand finden, der unvorsichtig ist ...
PS: Du musst das nicht glauben, zwingt dich keiner zu. Aber ich werde auch nicht deine Meinung annehmen, nur weil du mit "Mengenbeweisen" kommst
Auch bei privaten Rechner, die im Internet sind. Du kannst dich ja mal erkundigen, wieviele schon zahlen mussten, weil sie urheberrechtlich geschütztes Material auf ihrem Rechner hatten und dieses durch irgendwelche Programme zum Download angeboten haben.
Ja, aber ich meine dafür sorge tragen zu können, dass niemand das Material laden kann, der es nicht darf. (bzw. das es denen die es können zu viel Aufwand wird) Nur könnte die Polizei z.B durch Beschlagnahmungen herausbekommen, dass da Material liegt auf das man zugreifen könnte. Soweit möchte ich es allerdings nicht kommen lassen.
Es geht mir nicht darum das Files illegal verteilt werden, sondern dass sie nur irgendwo liegen. Sprich ich will nicht Files illegal verteilen und dann sagen war nicht meine Absicht.
Im übrigen weiß ich, das z.B. die Uni in Ulm keinen Ärger mehr dafür bekommen hat, dass sie Kinderpornos auf ihrem Server anbot nachdem sie denjenigen geliefert hatte der das Zeug da ohne ihren willen Deponiert hatte. Aber das hat mit meinem Problem nichts zu tun.
Und damit zu meinem Problem das ich immer noch habe: Ich verstehe immer noch nicht was öffentlich ist. Wenn öffentlich nicht heißt das jeder Zugang dazu hat was heißt es dann? (Im Duden steht "für jeden hörbar u. sichtbar". Das ist bei mir nicht der Fall.)
@aaky: Bitte nicht an mir verzweifeln irgendwann blicke ich es auch.
30.01.2010, 23:54
Im Duden steht "für jeden hörbar u. sichtbar".
Was der Duden mit Recht zu tun hat ist mir allerdings nicht klar (Rechtssprache und Umgangssprache sind zwei verschiedene Welten) aber bleiben wir beim Duden. Wenn die Welt nun nur aus Tauben und Blinden besteht (was wahrscheinlich nicht mal so abwegig ist, wenn man das Verhalten der Menschen beobachtet) - was dann? Dann ist es nach dem Duden immer noch öffentlich. Aber lesen und hören kann es trotzdem keiner.
Oder die Menschen sprechen alle eine andere Sprache und erkennen die Farben nicht. Auch dann wäre es immer noch öffentlich. Und jetzt sind wir schon der Sache nahe dran. Die die es höhren / sehen können es zwar nicht "verstehen" (weil es verschlüsselt ist), aber sie können es hören und sehen. Und damit wird es öffentlich.
Keine Ahnung, ob das jetzt für dich verständlicher war.
Wenn die es können, können es auch andere. Es gibt keinen Schutz, der nicht umgangen werden kann/umgangen wird. Und dann?
Ich will es mal noch anders versuchen: Solange der Urheber nicht mitbekommen kann, dass da sein Werk liegt, solange wird auch nichts passieren. Aber wenn er es mitbekommt (weil irgendjemand, der es runtergeladen hat "fahrlässig" war) oder er sich gar anmeldet, um das verschlüsselte Material zu bekommen (sowas solls geben), dann nützt auch das Ganze "Ich habs doch aber geschützt" nichts mehr, denn wenn es wirklich zuverlässig geschützt gewesen wäre, hätte der Urheber es nicht mitbekommen ...
Ist mir bekannt - und findest du auch in anderen Beiträgen von mir: Es wird immer der bestraft, der das Recht verletzt hat. Wenn man ihn dann ausfindig machen kann ...
31.01.2010, 11:10
Es gibt keinen Schutz, der nicht umgangen werden kann/umgangen wird. Und dann?
Da hast du recht. Aber solange es 75Mio Rechner in Deutschland gibt, die einfacher zu knacken sind und ähnliches Material enthalten wähne ich mich doch ziemlich sicher. Mal ganz davon abgesehen, das es erheblich leichter ist einfach in mein Haus einzubrechen und den Zugehörigen originalen Datenträger zu klauen.
Es geht mir nicht darum, dass ich es nicht schaffe das das Material verteilt wird sondern das es erahnbar ist was sich in der Datei an die erstmal niemand ran kommt drin steht und das dann ist die Frage ob es ärger geben kann. Denn genau das ist meine Befürchtung: Der Freund könnte die Daten illegal vervielfältigen. Das ist dann zwar eigentlich nicht mein Problem aber man kann etwas über den Server erfahren der Server braucht gar nicht geknakt werden damit man herausbekommt was da drauf ist.
Und mal anders gefragt: Was ist dann überhaupt privat? Deiner Erklärung nach wäre dann ja alles öffentlich.
31.01.2010, 13:18
Aber solange es 75Mio Rechner in Deutschland gibt, die einfacher zu knacken sind und ähnliches Material enthalten wähne ich mich doch ziemlich sicher.
Nur das die 75Mio Rechner uninteressant sind. Zumindest was die Herrkunft bestimmter Dateien angeht
Mal ganz davon abgesehen, das es erheblich leichter ist einfach in mein Haus einzubrechen und den Zugehörigen originalen Datenträger zu klauen.
Dann wäre er aber nicht verwertbar. Jemanden beim unrechtmäßigen Zurverfügungstellen urheberrechtlich geschützter Werke zu erwischen ist viel besser und kann - im Gegensatz zu deinem ziemlich schlechten Beispiel - auch vor Gericht verwertet werden.
sondern das es erahnbar ist was sich in der Datei an die erstmal niemand ran kommt drin steht und das dann ist die Frage ob es ärger geben kann. Denn genau das ist meine Befürchtung: Der Freund könnte die Daten illegal vervielfältigen.
Na endlich hast du verstanden, worum es geht
Das ist dann zwar eigentlich nicht mein Problem aber man kann etwas über den Server erfahren der Server braucht gar nicht geknakt werden damit man herausbekommt was da drauf ist.
Mein Reden seit dem ersten Beitrag.
Was ist dann überhaupt privat? Deiner Erklärung nach wäre dann ja alles öffentlich.
Alles was auf öffentlichen Servern liegt - ja. Es geht hier auch um den Zweck. Was ich auf meinem privaten Rechner habe ist zunächst mal nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Das es u.U. auch öffentlich sein kann, gut, aber es ist nicht der Zweck. Was anderes, wenn ich auf einem Server Dateien bereitstelle, die dafür gedacht sind, dass andere sie bekommen. Dann ist der Zweck die Verteilung.
Und ansonsten hab ich gerade nochmal nachgeschaut, die Veröffentlichung kann sogar völlig egal sein. Da auch das Vervielfältigungsrecht und Verbreitungsrecht Rechte des Urhebers sind, könnte sogar dagegen verstoßen werden. Da muss es noch gar keiner haben oder keiner muss Zugr4iff darauf haben.
UrhG § 15 Allgemeines
1.das Vervielfältigungsrecht (§ 16),
2.das Verbreitungsrecht (§ 17),
UrhG § 16 Vervielfältigungsrecht
UrhG § 17 Verbreitungsrecht
01.02.2010, 01:56
Ah so langsam kommt licht ins dunkel... Aber das würde die 7 Freunde Regelung widerlegen.
Für UrhG § 16 gibt es zwar Einschränkungen z.B. UrhG § 53:
Laut Wikipedia beruft sich darauf die 7Freunde Regel. ich kann es allerdings jetzt nicht finden. Allenfalls Abs2 Nr1, (wobei das schon ziemlich an den Haaren herbeigezogen ist (Eine Empfehlung ist jetzt nicht wirklich wissenschaftlich.) aber das gilt ja auch nur für "photomechanische Verfahren" Muss ich jetzt wider meine Dateien ausdrucken? Ich hoffe da gibt es noch das Programm von Heiße, dass die Daten in bunte Karos umgewandelt hat .
Die "7 Freunde" (manchmal auch 10) stehen auch nicht im Gesetz sondern resultieren aus der Rechtssprechung, wie oft eine Privatkopie an engste Freunde und Bekannte weitergebeben darf und es immer noch als privater Gebrauch gilt.
Allerdings wird eine Bereitstellung auf einem Server davon garantiert ausgeschlossen, da es eben nicht mehr privat ist (sondern öffentlich).
01.02.2010, 17:12
mir geht es ja nicht um die 7 sondern darum, dass das Kopieren von Daten im Normalfall kein "photomechanisches Verfahren" ist.
01.02.2010, 17:29
Ich dachte, du meinst die Regel, weil du geschreiben hattest
Laut Wikipedia beruft sich darauf die 7Freunde Regel. ich kann es allerdings jetzt nicht finden.
Das mit dem photomechanischen Verfahren bezieht sich auf die Herstellung der Kopien durch Dritte
...Der zur Vervielfältigung Befugte darf die Vervielfältigungsstücke auch durch einen anderen herstellen lassen, sofern dies unentgeltlich geschieht oder es sich um Vervielfältigungen auf Papier oder einem ähnlichen Träger mittels beliebiger photomechanischer Verfahren oder anderer Verfahren mit ähnlicher Wirkung handelt.
Das gehört nur zu diesem Satz. Man darf sich also keine digitale Kopie urheberrechtlich geschützte Werke durch Dritte gegen Geld herstellen lassen. Oder man lässt es eben drucken - solche Programme sind einfach und schnell geschrieben - nur bis du es wieder zurückgewandelt hast, hast du es auch selbst kopiert
Dann bedanke ich mich mal. Ich glaube so langsam blicke ich durch.
Ein [gelöst] oder sowas setzt ihr nicht vor den Titel wenn sich der Sachverhalt mehr oder weniger geklärt hat?
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