Source: https://gesetze-in-app.de/ZPO/167
Timestamp: 2019-09-18 09:51:30
Document Index: 330429584

Matched Legal Cases: ['§ 167', '§ 167', '§ 166', '§ 168', 'BGH', '§ 167', 'BGH', 'BGH', '§ 167', 'BGH', 'BGH', '§ 167', 'BGH', 'BGH', '§ 167', '§ 204', 'BGH', 'BGH', '§ 167', 'BGH', '§ 167', 'BGH', 'BGH', '§ 167', '§ 545', '§ 568', '§ 545', '§ 545', '§545', '§ 545', '§ 545', '§ 545', '§ 545', '§ 545', '§ 167', '§ 167', 'BGH', 'BGH', '§ 167', 'BGH', '§ 167', 'BGH', 'BGH', '§ 167', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 167', 'BGH', '§ 167', 'BGH', '§ 167', 'BGH', '§ 167', 'BGH', 'BGH', '§ 167', '§ 204', 'BGH', '§211', 'BGH', '§ 167', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 167', 'BGH', 'BGH', '§ 167', '§ 270', 'BGH', '§ 167', 'BGH', '§ 167', '§ 167', 'BGH', '§ 167', 'BGH', '§ 167', '§ 4', '§ 167', 'BGH', '§ 167', 'BGH', '§ 167', 'BGH', '§ 167', 'BGH', '§ 167', 'BGH', 'BGH', '§ 167', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 167', 'BGH', '§ 167', '§ 167', 'BGH', '§ 167', '§ 270', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 167', 'BGH', 'BGH', '§ 167', 'BGH', '§ 167', 'Art 229', '§ 6', 'Art 229', '§ 6', 'Art 229', '§ 194', '§ 167', 'BGH', '§ 167', '§ 167', '§ 691', '§ 167', 'BGH', 'BGH', '§ 167', 'BGH', '§ 167', 'BGH', 'BGH', '§ 167', 'BGH']

§ 167 ZPO: Rückwirkung der Zustellung
§ 167 ZPO
§ 166 ZPO
§ 168 ZPO
BGH, URTEIL vom 2.3.2016, Az. VI ZR 129/15 Bei der Frage, ob eine Klagezustellung 'demnächst' im Sinne von § 167 ZPO erfolgt ist, können dem Kläger Versäumnisse deshalb nur insoweit zugerechnet werden, wie sich feststellen lässt, dass die geforderte Handlung den Verfahrensgang verkürzt hätte (BGH, Urteil vom 5. Februar 2003 - IV ZR 44/02, VersR 2003, 489, 490 mwN).
BGH, URTEIL vom 2.3.2016, Az. VI ZR 118/15 Bei der Frage, ob eine Klagezustellung 'demnächst' im Sinne von § 167 ZPO erfolgt ist, können dem Kläger Versäumnisse deshalb nur insoweit zugerechnet werden, wie sich feststellen lässt, dass die geforderte Handlung den Verfahrensgang verkürzt hätte (BGH, Urteil vom 5. Februar 2003 - IV ZR 44/02, VersR 2003, 489, 490 mwN).
BGH, URTEIL vom 2.3.2016, Az. VI ZR 117/15 Bei der Frage, ob eine Klagezustellung 'demnächst' im Sinne von § 167 ZPO erfolgt ist, können dem Kläger Versäumnisse deshalb nur insoweit zugerechnet werden, wie sich feststellen lässt, dass die geforderte Handlung den Verfahrensgang verkürzt hätte (BGH, Urteil vom 5. Februar 2003 - IV ZR 44/02, VersR 2003, 489, 490 mwN).
BGH, URTEIL vom 4.8.2015, Az. IX ZR 255/14 Vielmehr ist im Einzelfall zu würdigen, ob der Gläubiger alles Erforderliche und Zumutbare für eine Zustellung (in § 167 ZPO) oder die Veranlassung der Bekanntgabe (in § 204 Abs. 1 Nr. 14 BGB) getan hat und ob der Rückwirkung schützenswerte Belange des Schuldners entgegenstehen (vgl. BGH, Urteil vom 27. Mai 1999 -VII ZR 24/98, MDR 1999, 1016, 1017).
BGH, URTEIL vom 4.8.2015, Az. III ZR 66/14 § 167 ZPO ist bei der Beurteilung der Frage, ob die dem Kläger zuzurechnende Verzögerung der Zustellung der Klageschrift noch als geringfügig anzusehen ist, auf die Zeitspanne abzustellen, um die sich der ohnehin erforderliche Zeitraum für die Zustellung der Klage als Folge der Nachlässigkeit des Klägers verzögert hat (im Anschluss an BGH, Urteile vom 10. Februar2011 -VII ZR 185/07, NJW2011, 1227 und vom 10. Juli 2015 - VZR 154/14, NJW 2015, 2666).
LG Nürnberg, Urteil vom 3.7.2014, Az. 6 O 5204/12 Das wurde nicht nur (zu § 167 ZPO) in Fällen angenommen, in denen Mängel der Klageschrift, etwa die Angabe einer falschen Anschrift der beklagten Partei, das Zustellungsverfahren verzögert haben, sondern auch dann, wenn nach Einreichung der Klage trotz vollständiger und ordnungsgemäßer Angabe aller maßgeblichen Verfahrensdaten die Anforderung des Gerichtskostenvorschusses unterbleibt (BGH a. a. O.).
BGH, URTEIL vom 3.5.2014, Az. VIII ZR 10/14 26	aa)	Allerdings	wird	in der Rechtsprechung der Instanzgerichte und in der mietrechtlichen Literatur unter Bezugnahme auf eine ältere Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (Senatsurteile vom 21. Oktober 1981 - VIII ZR 212/80, NJW 1982, 172 unter II 3 b [zur befristeten Bürgschaft]; vom 10. Februar 1971 - VIII ZR 208/69, WM 1971, 383 unter II 3 b [zur Mieterhöhungserklärung]) überwiegend die Auffassung vertreten, dass die Vorschrift des § 167 ZPO auf die Frist des § 545 BGB [früher § 568 BGB aF] keine Anwendung finde (OLG Stuttgart WuM 1987, 114; LG Berlin, NZM 2001, 40; LG Berlin, MM 1997, 40; Palandt/Weidenkaff, Bürgerliches Gesetzbuch, 73. Aufl., § 545 Rn. 9; Staudinger/Emmerich, aaO, § 545 Rn. 13; MünchKommBGB/Bieber, aaO, §545 Rn. 13; Erman/Lützenkirchen, BGB, 13. Aufl., § 545 Rn. 9; Soergel/ Heintzmann, aaO, § 545 Rn. 9; Feldhahn in Prütting/Wegen/Weinreich, BGB, 9. Aufl., § 545 Rn. 9; Schmidt-Futterer/Blank, aaO, § 545 Rn. 22; BeckOK BGB/Herrmann, aaO, § 545 Rn. 5; Musielak/Wittschier, ZPO, 11. Aufl. § 167 Rn. 2a; Stein/Jonas/Roth, ZPO, 22. Aufl., § 167 Rn. 3).
BGH, URTEIL vom 3.5.2014, Az. VIII ZR 10/14 28	bb)	In	der auch vom Berufungsgericht herangezogenen, grundlegenden Entscheidung vom 17. Juli 2008 (I ZR 109/05, BGHZ 177, 319) hat der Bundesgerichtshof allerdings seine ältere, restriktive Rechtsprechung aufgegeben und entschieden, dass § 167 ZPO regelmäßig auch auf Fristen anzuwenden ist, die auch durch außergerichtliche Geltendmachung gewahrt werden können.
BGH, BESCHLUSS vom 3.4.2014, Az. XII ZB 141/13 Da der Verzicht den Gläubiger von der Notwendigkeit der alsbaldigen gerichtlichen Geltendmachung seines Anspruchs entheben soll, bleibt er auch nach Ablauf der vom Schuldner eingeräumten Frist wirksam, wenn der Gläubiger die Streitsache vor Ablauf der Frist rechtshängig macht, wobei die Zustellung des Antrags in entsprechender Anwendung des § 167 ZPO auf den Eingang des Antrags zurückwirkt (vgl. BGH Urteil vom 16. März 2009 - II ZR 32/08 - NJW 2009, 1598 Rn. 22 mwN).
BGH, URTEIL vom 2.4.2013, Az. XI ZR 160/12 Da § 167 ZPO auch auf die Vorlegungsfrist anwendbar ist (BGH, Urteil vom 16. März 1970 -VII ZR 125/68, BGHZ 53, 332, 338) und die durch den Kläger infolge der zunächst unterlassenen Vorlage der die Zuständigkeit des angerufenen Gerichts begründenden Anleihebedingungen zu vertretende Verzögerung den Zeitraum von 14 Tagen nicht überschreitet (vgl. dazu BGH, Urteile vom 20. April 2000 -VIIZR 116/99, NJW 2000, 2282 und vom 10. Februar 2011 -VII ZR 185/07, NJW 2011, 1227 Rn. 8 f ), ist die Zustellung am 7. März 2009 noch demnächst (§ 167 ZPO) erfolgt.
BGH, URTEIL vom 4.11.2012, Az. IX ZR 130/10 Vorliegend beruhte die Verzögerung auf den Besonderheiten der in Italien zu bewirkenden Auslandszustellung, die in der alleinigen Verantwortung des Gerichts lag, so dass die Verzögerung nicht auf ein vorwerfbares Verhalten des Klägers zurückzuführen war und die Zustellung somit auch noch 'demnächst' im Sinne von § 167 Abs. 1 ZPO erfolgte (vgl. BGH, Urteil vom 11. Juli 2003, aaO; Zöller/Greger, ZPO, 29. Aufl., § 167 Rn. 12).
BGH, URTEIL vom 4.10.2012, Az. I ZR 86/11 Durch die Regelung in § 167 ZPO sollen die Parteien bei der Zustellung von Amts wegen vor Nachteilen durch Verzögerungen innerhalb des gerichtlichen Geschäftsablaufs bewahrt werden, weil sie auf den Geschäftsbetrieb keinen Einfluss nehmen können (vgl. BGH, Urteil vom 11. Juli 2003 -VZR 414/02, NJW 2003, 2830, 2831).
BGH, URTEIL vom 4.10.2012, Az. I ZR 86/11 Eine Abtretung der Klageforderung an einen Dritten nach Eintritt der Hemmungswirkung gemäß § 167 ZPO, § 204 Abs. 1 Nr. 1 BGB führt daher nicht zur Beendigung der Hemmung des Laufs der Verjährungsfrist (vgl. auch BGH, Urteil vom 20. Oktober 1983 -1 ZR 86/82, NJW 1984, 2102, 2104 zu §211 BGB aF).
LAG Köln, Urteil vom 2.0.2012, Az. 5 Sa 1560/10 55Demgegenüber nimmt der BGH an, die Bestimmung des § 167 ZPO sei grundsätzlich auch in den Fällen anwendbar, in denen mit der Zustellung eine Frist eingehalten werden soll, die auch durch außergerichtliche Geltendmachung gewahrt werden kann (BGH 17. Juli 2008 - I ZR 109/05 – BGHZ 177, 319, Rz 23 ff.).
BGH, URTEIL vom 4.11.2011, Az. IX ZR 85/10 Auch ist die am 23. Januar 2009 vorgenommene Zustellung demnächst erfolgt (§ 167 ZPO); mit Verfügung vom 7. Januar 2009 wurde der Gerichtskostenvorschuss eingefordert und dieser binnen von weiteren zwei Wochen eingezahlt (vgl. BGH, Urteil vom 12. November 2009 - III ZR 113/09, WM 2010, 72 Rn. 21 f).
BGH, URTEIL vom 3.10.2011, Az. IV ZR 143/10 18	Rechtzeitig	gerichtlich	geltend gemacht ist der Anspruch auch mit einem fristgerecht eingereichten Prozesskostenhilfeantrag, wenn der Versicherungsnehmer anschließend alles ihm Zumutbare dafür getan hat, dass die Zustellung der Klage nach der Bewilligung von Prozesskostenhilfe 'demnächst' i.S. von § 167 ZPO (entsprechend § 270 Abs.3 ZPO a.F.) erfolgt (Senatsurteil vom 1. Oktober 1986 - IVa ZR 108/85, BGHZ 98, 295, 300 f.).
AG Heinsberg, Urteil vom 5.9.2011, Az. 35 C 21/11 Der Gerichtskostenvorschuss ist am 23.02.2011 per Rechnung an die Klägerin gesandt worden, unstreitig ist nach deren Eingang bei den Prozessbevollmächtigten innerhalb von zwei Wochen am 16.03.2011 der Vorschuss gezahlt worden, so dass die Voraussetzungen des § 167 ZPO vorliegen und die Zustellung demnächst erfolgt ist (vgl. BGH NJW 1986, 1347).
LArbG Nürnberg, Beschluss vom 1.7.2011, Az. 4 Ta 112/11 Es stand ein ausreichend langer Zeitraum zur Verfügung, um auch ohne die Rückwirkung des § 167 ZPO einen Terminsantrag bei Gericht zu stellen und die zweiten Stufe der Ausschlussfrist zu wahren (vgl. hierzu nunmehr: BVerfG v. 01.12.2010 - 1 BvR 1682/07 - NZA 2011, 354).
LG München, Beschluss vom 1.7.2011, Az. 1 S 809/11 Grundsätzlich ist eine Verzögerung der Klagezustellung nur geringfügig, § 167 ZPO bleibt also anwendbar, wenn die Einzahlung des Gerichtskostenvorschusses innerhalb eines Zeitraums von zwei Wochen oder geringfügig mehr nach Zugang der Vorschussanforderung erfolgt (BGH NJW 2009, 999 f.; LG München I ZWE 2009, 35).
LG München, Beschluss vom 1.7.2011, Az. 1 S 809/11 Die Verzögerung von unter zwei Wochen ist aber geringfügig im Sinne des § 167 ZPO und hindert dessen Anwendung also nicht (BGH NJW 2009, 999 f.; LG München I ZWE 2009, 35).
LAG Hamm, Beschluss vom 2.5.2011, Az. 14 Ta 295/11 25dd) Im Übrigen ist bislang höchstrichterlich nicht entschieden, ob unter Berücksichtigung des Grundrechts auf effektiven Rechtsschutz im Sinne der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts (vgl. BVerfG, 1. Dezember 2010, a.a.O.) wie schon vom Landesarbeitsgericht Niedersachsen (7. August 2002, a.a.O.) angenommen § 167 ZPO verfassungskonform dahin auszulegen und anzuwenden ist, dass die Stellung des Prozesskostenhilfeantrags unter gleichzeitiger Einreichung des Entwurfs der Klageschrift und vollständiger Prozesskostenhilfeunterlagen rückwirkend die Frist des § 4 KSchG wahrt, sofern unverzüglich nach positiver oder negativer rechtskräftiger Entscheidung über das Prozesskostengesuch die Klage zugestellt wird.
LAG Hamm, Beschluss vom 2.4.2011, Az. 14 Ta 106/11 13(2) Nach Auffassung des Bundesgerichtshofs ist die Bestimmung des § 167 ZPO, wonach der Eingang eines Antrags oder einer Erklärung bei Gericht zur Wahrung einer Frist ausreicht, wenn die Zustellung demnächst erfolgt, auch in den Fällen anwendbar, in denen durch die Zustellung eine Frist gewahrt werden soll, die auch durch außergerichtliche Geltendmachung gewahrt werden kann (vgl. BGH, 17. Juli 2008, I ZR 109/05, NJW 2009, 765).
LAG Hamm, Beschluss vom 2.4.2011, Az. 14 Ta 106/11 Dem steht nicht entgegen, dass Sinn und Zweck der Regelung bei einzelnen Fristen einer Rückwirkung der Zustellung ausnahmsweise entgegen stehen können, so dass von dem Grundsatz der Anwendung des § 167 ZPO auch auf Fristen, die durch außergerichtliche Geltendmachung gewahrt werden können, Ausnahmen zuzulassen sind (vgl. BGH, a.a.O., Zöller/Greger, a.a.O., MünchKomm-ZPO/Häublein, § 167 Rn. 5).
BGH, URTEIL vom 5.0.2011, Az. V ZR 73/09 Es fehlen schon Feststellungen dazu, ob die Klage 'demnächst' im Sinne von § 167 ZPO zugestellt worden ist (vgl. dazu Senat, Urteil vom 16. Januar 2009 - V ZR 74/08, BGHZ 179, 230 Rn. 16).
AG Dortmund, Urteil vom 2.3.2010, Az. 512 C 39/08 Ob eine Zustellung 'demnächst' im Sinne des § 167 ZPO erfolgt ist, beurteilt sich nach dem Sinn und Zweck dieser Regelung (BGH Beschl. v. 30.11.2006 – III ZB 22/06).
BGH, BESCHLUSS vom 4.11.2009, Az. IX ZB 238/08 12	Allerdings geht der Bundesgerichtshof in ständiger Rechtsprechung im Rahmen des § 167 ZPO davon aus, dass der Kläger oder sein Prozessbevollmächtigter verpflichtet sind, bei einer Klageeinreichung ohne Kostenvorschuss nach angemessener Frist wegen einer ausgebliebenen Vorschussanforderung bei Gericht nachzufragen (BGHZ 69, 361, 363 f m.w.N.; 168, 306, 311 Rn. 18 m.w.N.).
BGH, URTEIL vom 4.10.2009, Az. III ZR 113/09 21	a) Bei der Beurteilung der Frage, ob eine Zustellung noch als 'demnächst' erfolgt angesehen werden kann, ist zwar nicht auf eine rein zeitliche Betrachtungsweise abzustellen (vgl. BGH, Urteil vom 12. Juli 2006 - IV ZR 23/05 - NJW 2006, 3206, 3207, Rn. 17); vielmehr will § 167 ZPO die Parteien vor Nachteilen durch Verzögerungen der Zustellung bewahren, die innerhalb des gerichtlichen Geschäftsbetriebs liegen und von ihnen nicht beeinflusst werden können (vgl. BGHZ 145, 358, 362; Musielak/Wolst, ZPO, 7. Aufl. 2009, § 167 Rn. 2; MünchKommZPO/Häublein, 3. Aufl. 2008, § 167 Rn. 1, 9).
BGH, URTEIL vom 4.8.2009, Az. IX ZR 74/08 Denn die durch einen Antrag auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe eintretende Verzögerung der Zustellung ist nur dann unschädlich, wenn die Partei nach der Entscheidung über ihr Gesuch alles Zumutbare tut, damit die Klage 'demnächst' im Sinne des § 167 ZPO (§ 270 Abs.3 ZPO a.F.) zugestellt werden kann (BGHZ 98, 295, 301; BGH, Urt. v. 8. März 1989 - IVaZR 17/88, NJW-RR 1989, 675; Beschl. v. 30. November 2006 - III ZB 22/06, NJW 2007, 439, 441 Rn. 13).
BGH, URTEIL vom 1.1.2009, Az. II ZR 185/07 Diese Zustellungen sind jedoch jeweils als noch 'demnächst' i.S. von § 167 ZPO und damit als fristwahrend anzusehen, weil der im vorliegenden Fall auf vermeidbare Verzögerungen im gerichtlichen Geschäftsablauf zurückzuführende Zeitraum dem Kläger zu 3 nicht angelastet werden kann (vgl. BGH, Urt. v. 20. April 2000 - VII ZR 116/99, ZIP 2000, 1140).
BGH, BESCHLUSS vom 2.11.2008, Az. IX ZR 246/06 3	2.	Entgegen der Ansicht der Beschwerde weisen die Ausführungen des Berufungsgerichts zur Frage der noch 'demnächst' erfolgten Zustellung keine zulassungsrelevanten Rechtsfehler auf.Unter Bezugnahme auf die höchstrichterliche Rechtsprechung ist das Berufungsgericht davon ausgegangen, dass regelmäßig nur eine Verzögerung von bis zu zwei Wochen noch als geringfügig und damit als unschädlich im Sinne des § 167 ZPO anzusehen ist (vgl. BGH, Urt. v. 29. Juni 1993 -XZR 6/93, NJW 1993, 2811, 2812; v. 2. November 2005 -VIII ZR 39/04, NJW 2006, 364, 366).
LAG Köln, Urteil vom 1.4.2007, Az. 2 Sa 69/07 43Da die Klägerin im vorliegenden Fall ihren Aufhebungsantrag hinsichtlich des Aussetzungsbeschlusses bereits am 28.03.2006 gestellt hatte und zudem nach ständiger Rechtsprechung die weitere Aussetzung von Zahlungsklagen nach positiver erstinstanzlicher Entscheidung der Kündigungsschutzklage regelmäßig ermessensfehlerhaft ist (vgl. LAG Frankfurt am Main, Beschluss vom 07.08.2003 – 11 Ta 267/03 – NZA-RR 2004, Seite 264) durfte die Klägerin darauf vertrauen, dass die Klageerweiterungen zu dem ausgesetzten Verfahren jedenfalls ab Stellung des Aufhebungsvertrages zu einer demnächstigen Zustellung im Sinne des § 167 ZPO führen würden.
LG Dortmund, Urteil vom 5.11.2006, Az. 3 O 799/04 1.1.2005 eintrat (dagegen: Palandt Art 229 § 6 Rn 6, Münchener Kommentar Art 229 § 6 EGBGB Rn 12, Staudinger, Neubearbeitung 2003, Art 229 EGBGB Rn. 11, Erman 11. Aufl. Vor § 194 Rn. 9; Oberlandesgerichte Stuttgart (6 U 92/05) und Bamberg NJW 2006, 304; dafür OLG Hamm 5 U 43/00 und 5 U 202/00) und ob die Voraussetzungen des § 167 ZPO angesichts der erst am 30.11.2005 erfolgten Vorschusszahlung vorliegen.
BGH, URTEIL vom 3.6.2006, Az. IV ZR 23/05 22	Allerdings wird teilweise die Auffassung vertreten, bei der Auslegung des Begriffes 'demnächst' im Sinne von § 167 ZPO müsse eine Abwägung der widerstreitenden materiell-rechtlichen Parteiinteressen erfolgen und danach entschieden werden, welche weiteren Sorgfaltspflichten oder -Obliegenheiten den Kläger und seinen Prozessbevollmächtigten mit Blick auf die Beschleunigung der Zustellung über die allgemein für eine ordnungsgemäße Zustellung erforderliche Mitwirkung hinaus träfen (vgl. dazu OLG Hamm aaO; Greger in Zöller, ZPO 25. Aufl. § 167 Rdn. 10).
LG Dortmund, Urteil vom 4.2.2006, Az. 2 O 138/05 29Die Vorschrift des § 691 Abs.II ZPO, nach der Verzögerungen von bis zu 1 Monat im Mahnverfahren unschädlich sind, ist auf § 167 ZPO nicht anwendbar (BGH FamRZ 2004, 21; OLG Hamm OLGR 2004, 186).
BGH, BESCHLUSS vom 2.4.2005, Az. IV ZR 448/02 Der Bundesgerichtshof hat mit Beschluß vom 24. September 2003 (IV ZR 448/02, FamRZ 2004, 21) bereits entschieden, daß auch nach der Einführung des § 167 ZPO durch das Zustellungsreformgesetz vom 25. Juni 2001 an der bisherigen Rechtsprechung festzuhalten ist, nach der im Regelfall nur von der Partei und ihrem Prozeßbevollmächtigten verursachte Zustellungsverzögerungen von bis zu 14 Tagen als geringfügig anzusehen sind (vgl. auch BGH, Urt. v. 22. September 2004 - VIII ZR 360/03, NJW 2004, 3775, 3776).
LG Düsseldorf, Urteil vom 2.0.2004, Az. 4a O 321/02 Unschädlich könnte dies nur unter den Voraussetzungen des § 167 ZPO sein, welcher vorsieht, dass bereits der Eingang des Schriftstückes bei Gericht die einzuhaltende Frist wahrt, wenn die Zustellung anschließend 'demnächst' erfolgt, d.h. in nicht allzu erheblichem zeitlichen Abstand vom Fristablauf.Neben einer zeitlichen Komponente legt die Rechtsprechung diesem Merkmal auch eine wertende Komponente bei, indem sie darauf abstellt, ob der Zustellungsbetreiber alles ihm Zumutbare für eine alsbaldige Zustellung getan hat und der Rückwirkung keine schutzwürdigen Belange des Gegners entgegen stehen (BGH, NJW 1999, 3125).
BGH, URTEIL vom 3.1.1981, Az. VIII ZR 313/79 aa) Wie das Berufungsgericht zutreffend dargelegt hat, regelt § 167 Abs. 2 ZPO lediglich die Förmlichkeiten einer Zustellung durch den Gerichtsvollzieher (vgl. BGHZ 67, 271, 277).