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Timestamp: 2020-02-17 00:26:50
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Matched Legal Cases: ['§ 37', '§ 73', '§ 191', '§ 220', '§ 226', '§ 387', '§ 7', '§ 95', '§ 96', '§ 10', '§ 46', '§ 10', '§ 46', '§ 9', '§ 255', '§ 705', '§ 230', '§ 170', '§ 13', '§ 15', '§ 179', '§ 180', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 6', '§ 15', '§ 15', '§ 17', '§ 17', '§ 39', '§ 9', '§ 21', '§ 15', 'Art. 56', 'Art. 56', '§ 8', '§ 34', '§ 8', '§ 8', '§ 19', '§ 17', 'Art. 3', 'Art. 14', 'Art. 80', '§ 170', '§ 47', '§ 165', '§ 169', '§ 170', '§ 30', '§ 31', '§ 7', '§ 9', '§ 21', '§ 3', '§ 11', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 89', '§ 42', '§ 8', '§ 14', '§ 17', '§ 2', '§ 5', '§ 12', '§ 2', '§ 42', '§ 10', '§ 10', '§ 17', '§ 17', '§ 10', 'Art. 11', 'Art. 73']

BFH-Urteil vom 10.5.2007 (VII R 18/05) BStBl. 2007 II S. 914
1. Besteht zwischen einer Haftungsforderung und einem Erstattungsanspruch (hier: hinsichtlich des Bundesanteils von einer Organgesellschaft gezahlter Umsatzsteuer) materiell-rechtlich Gegenseitigkeit, kann die Körperschaft, welche den Erstattungsanspruch verwaltet, die Aufrechnung erklären, selbst wenn sie nicht Gläubiger der Haftungsforderung ist und diese auch nicht verwaltet.
2. Das FA kann in einem Insolvenzverfahren mit Haftungsforderungen aufrechnen, die vor der Eröffnung des Verfahrens entstanden sind, ohne dass es des vorherigen Erlasses eines Haftungsbescheides, der Feststellung der Haftungsforderung oder ihrer Anmeldung zur Tabelle bedarf (Fortführung des Urteils vom 4. Mai 2004 VII R 45/03, BFHE 205, 409, BStBl II 2004, 815).
AO § 37, § 73, § 191 Abs. 1, § 220 Abs. 2, § 226 Abs. 1 und 4; BGB § 387; GesO § 7 Abs. 5; InsO § 95 Abs. 1 Satz 3, § 96 Abs. 1 Nr. 1.
Vorinstanz: FG des Landes Brandenburg vom 26. August 2004 5 K 493/04 (EFG 2005, 1906)
BFH-Urteil vom 1.3.2006 (XI R 33/04) BStBl. 2007 II S. 919
Ein erstmaliger Bescheid über die Feststellung des verbleibenden Verlustabzugs nach § 10d EStG kann bis zum Ablauf der Feststellungsfrist auch dann noch ergehen, wenn eine Veranlagung zur Einkommensteuer vom FA wegen Ablaufs der zweijährigen Antragsfrist des § 46 Abs. 2 Nr. 8 Satz 2 EStG bestandskräftig abgelehnt worden ist.
EStG § 10d, § 46 Abs. 2.
Vorinstanz: FG Berlin vom 27. April 2004 7 K 7414/03 (EFG 2004, 1293)
BFH-Urteil vom 16.1.2007 (IX R 39/05) BStBl. 2007 II S. 922
Aufwendungen für den Umbau eines Großraumbüros in vier Einzelbüros unter Verwendung von Rigips-Ständerwerk sowie für die Anpassung der Elektroinstallation im hierdurch notwendigen Umfang sind sofort abziehbare Erhaltungsaufwendungen bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung.
EStG § 9 Abs. 1; HGB § 255 Abs. 2.
Vorinstanz: FG Düsseldorf vom 17. Juni 2005 12 K 7052/03 F (EFG 2006, 571)
BFH-Urteil vom 10.5.2007 (IV R 2/05) BStBl. 2007 II S. 927
Der Inhaber eines gewerblichen bzw. land- und forstwirtschaftlichen Betriebs ist regelmäßig schon allein wegen seiner unbeschränkten Außenhaftung und des ihm allein möglichen Auftretens im Rechtsverkehr (Mit-)Unternehmer einer bürgerlich-rechtlichen Innengesellschaft, die zum Zwecke der stillen Beteiligung an seinem Unternehmen gegründet wurde. Dies gilt auch dann, wenn dem Inhaber des Betriebs im Innenverhältnis neben einem festen Vorabgewinn für seine Tätigkeit keine weitere Gewinnbeteiligung zusteht und die Geschäftsführungsbefugnis weitgehend von der Zustimmung des stillen Beteiligten abhängt.
BGB § 705; HGB § 230, § 170; EStG § 13 Abs. 1 Nrn. 1 und 5, Abs. 7 (früher 5), § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2; AO § 179 Abs. 2 Satz 2, § 180 Abs. 1 Nr. 2a.
Vorinstanz: Sächsisches FG vom 2. Dezember 2004 5 K 76/99 (EFG 2005, 1111)
BFH-Urteil vom 19.6.2007 (VIII R 100/04) BStBl. 2007 II S. 930
Die für die Bemessung von Pensionsrückstellungen in ständiger Rechtsprechung (BFH-Urteil vom 31. März 2004 I R 79/03, BFHE 206, 52, BStBl II 2004, 940) geltenden sog. Überversorgungsgrundsätze sind auch auf Zuwendungen eines Trägerunternehmens an eine Unterstützungskasse nach § 4d EStG anzuwenden.
EStG § 4 Abs. 3, § 4d, § 6a.
Vorinstanz: FG Münster vom 25. August 2004 1 K 209/02 E (EFG 2005, 267)
BFH-Urteil vom 26.6.2007 (IV R 28/06) BStBl. 2007 II S. 934
Einlagen, die zum Ausgleich eines negativen Kapitalkontos geleistet und im Wirtschaftsjahr der Einlage nicht durch ausgleichsfähige Verluste verbraucht werden, führen regelmäßig zum Ansatz eines Korrekturpostens mit der weiteren Folge, dass - abweichend vom Wortlaut des § 15a Abs. 1 Satz 1 EStG - Verluste späterer Wirtschaftsjahre bis zum Verbrauch dieses Postens auch dann als ausgleichsfähig zu qualifizieren sind, wenn hierdurch (erneut) ein negatives Kapitalkonto entsteht oder sich erhöht (Bestätigung der Rechtsprechung).
EStG § 15a.
Vorinstanz: FG Nürnberg vom 15. November 2005 I 235/2004 (EFG 2006, 1833)
BFH-Urteil vom 4.7.2007 (VIII R 68/05) BStBl. 2007 II S. 937
1. Eine durch ein notariell beurkundetes Verkaufsangebot erlangte Option auf den Erwerb von Aktien begründet regelmäßig noch kein wirtschaftliches Eigentum des potentiellen Erwerbers.
2. Bei rechtlich, wirtschaftlich und zeitlich verbundenen Erwerben von Aktienpaketen einer AG durch denselben Erwerber zu unterschiedlichen Entgelten muss der Kaufpreis (= Veräußerungspreis i.S. von § 17 Abs. 2 Satz 1 EStG) für das einzelne Paket für steuerliche Zwecke abweichend von der zivilrechtlichen Vereinbarung aufgeteilt werden, wenn sich keine kaufmännisch nachvollziehbaren Gründe für die unterschiedliche Preisgestaltung erkennen lassen.
EStG § 17 Abs. 1, Abs. 2 Satz 1; AO § 39 Abs. 2 Nr. 1.
Vorinstanz: FG Baden-Württemberg vom 27. Oktober 2005 6 K 284/04 (EFG 2006, 186)
EStG § 9 Abs. 1, § 21 Abs. 1.
Vorinstanz: FG Baden-Württemberg vom 21. April 2004 12 K 283/01 (EFG 2005, 873)
BFH-Urteil vom 30.8.2007 (IV R 14/06) BStBl. 2007 II S. 942
Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung eines Mitunternehmers, der sozialversicherungsrechtlich als Arbeitnehmer angesehen wird, gehören - unabhängig davon, ob sie dem Mitunternehmer zufließen - zu den Vergütungen, die er von der Gesellschaft für seine Tätigkeit im Dienste der Gesellschaft bezogen hat (Bestätigung der ständigen Rechtsprechung).
EStG § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2.
Vorinstanz: FG Düsseldorf vom 18. Januar 2006 7 K 3855/05 F (EFG 2006, 736)
BFH-Beschluss vom 4.4.2007 (I R 57/06) BStBl. 2007 II S. 945
Steht Art. 56 EG der Regelung eines Mitgliedstaates entgegen, nach welcher ein Abzugsverbot von Gewinnminderungen im Zusammenhang mit der Beteiligung einer Kapitalgesellschaft an einer anderen Kapitalgesellschaft bezogen auf Auslandsbeteiligungen früher in Kraft tritt als für Inlandsbeteiligungen?
EG Art. 56; KStG 1999 i.d.F. des UntStFG § 8b Abs. 3, § 34 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2.
Vorinstanz: FG Rheinland-Pfalz vom 29. September 2005 6 K 2727/04 (EFG 2006, 1696)
BFH-Urteil vom 23.8.2007 (VI R 74/04) BStBl. 2007 II S. 948
Bei der Bemessung der verbilligten Überlassung einer Unterkunft, die als Sachbezug dem Arbeitsentgelt hinzuzurechnen ist, sind die amtlichen Werte der Sachbezugsverordnung in ihrer in den Jahren 1995 bis 1997 jeweils gültigen Fassung im Festsetzungsverfahren zwingend anzusetzen.
EStG 1995 § 8 Abs. 2 Sätze 2 und 3; EStG 1996 § 8 Abs. 2 Sätze 6 und 7; EStG § 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1; SGB IV § 17 Abs. 1 Nr. 3; GG Art. 3 Abs. 1, Art. 14 Abs. 1, Art. 80.
Vorinstanz: Niedersächsisches FG vom 2. September 2004 11 K 691/99 (EFG 2005, 784)
BFH-Urteil vom 6.6.2007 (II R 54/05) BStBl. 2007 II S. 954
Erlangt das FA erst mehr als drei Jahre nach Steuerentstehung Kenntnis von einer vollzogenen Schenkung i.S. des § 170 Abs. 5 Nr. 2 AO, beginnt die Festsetzungsfrist mit Ablauf des Jahres der Kenntniserlangung.
AO § 47, § 165 Abs. 1 Satz 1 und 4, § 169 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 Satz 1 Nr. 2, § 170 Abs. 1, Abs. 2 Satz 1 Nr. 1, Abs. 5 Nr. 2; ErbStG § 30 Abs. 1, Abs. 4 Nr. 4, § 31.
Vorinstanz: FG Düsseldorf vom 7. Juli 2004 4 K 5726/01 Erb (EFG 2006, 470)
EStG § 7 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2, § 9 Abs. 1, § 21 Abs. 1; Anfg § 3 Abs. 2, § 11.
Vorinstanz: FG Düsseldorf vom 22. November 2006 7 K 1350/05 E
BFH-Urteil vom 11.7.2007 (I R 104/05) BStBl. 2007 II S. 957
Wären die im Rahmen der Ansparabschreibung geltend gemachten Investitionsgüter objektiv nur im Falle einer wesentlichen Betriebserweiterung verwendbar, kann von einer voraussichtlichen Anschaffung i.S. von § 7g Abs. 3 EStG nur ausgegangen werden, wenn die Investitionsgüter verbindlich bestellt worden sind.
EStG § 7g Abs. 3.
Vorinstanz: FG Münster vom 30. August 2005 6 K 6539/03 F (EFG 2006, 255)
EStG § 7 Abs. 1 Satz 3; HGB § 89b.
Vorinstanz: Niedersächsisches FG vom 9. Juni 2004 3 K 85/00
BFH-Urteil vom 22.8.2007 (I R 32/06) BStBl. 2007 II S. 961
1. Die Begründung einer Organschaft zwischen verschiedenen kommunalen Eigenbetrieben in der Rechtsform einer GmbH als Organgesellschaften und einer kommunalen Holding-GmbH als Organträgerin ist grundsätzlich nicht als missbräuchliche Gestaltung i.S. von § 42 Abs. 1 AO anzusehen (Anschluss an das Senatsurteil vom 14. Juli 2004 I R 9/03, BFHE 207, 142).
2. Der Senat hält auch unter der Geltung des sog. Halbeinkünfteverfahrens daran fest, dass eine Kapitalgesellschaft aus körperschaftsteuerlicher Sicht über keine außerbetriebliche Sphäre verfügt (Bestätigung der ständigen Rechtsprechung seit Senatsurteil vom 4. Dezember 1996 I R 54/95, BFHE 182, 123).
3. Das Unterhalten eines strukturell dauerdefizitären kommunalen Eigenbetriebes in der Rechtsform einer GmbH (hier: das Unterhalten eines Bäderbetriebs) ohne Verlustausgleich und ggf. ohne angemessenen Gewinnaufschlag durch die Gesellschafterin (Trägerkörperschaft) führt regelmäßig zur Annahme einer vGA (Bestätigung des Senatsurteils vom 14. Juli 2004 I R 9/03, BFHE 207, 142).
4. Der ordentliche und gewissenhafte Geschäftsleiter einer Organgesellschaft darf den Gesellschaftern auch dann keine Vermögensvorteile zuwenden, wenn seine Handlungsweise für den Organträger von Vorteil wäre. Der Vorteilsausgleich muss sich zwischen der Kapitalgesellschaft und ihrem Gesellschafter vollziehen (Bestätigung des Senatsurteils vom 1. August 1984 I R 99/80, BFHE 142, 123, BStBl II 1985, 18).
KStG § 8 Abs. 2, Abs. 3 Satz 2, § 14, § 17; EStG § 2 Abs. 1, § 5 Abs. 1, § 12 Nr. 1; GewStG § 2 Abs. 2 Satz 1; AO § 42 Abs. 1.
Vorinstanz: FG Düsseldorf vom 7. Februar 2006 6 K 6095/03 K,G,F (EFG 2006, 1007)
BFH-Urteil vom 19.7.2007 (V R 11/05) BStBl. 2007 II S. 966
1. Entgelt für eine Leistung i.S. des § 10 Abs. 1 Satz 2 UStG ist alles, was der Leistende für seine Leistung vom Leistungsempfänger erhalten hat, außer der Umsatzsteuer. Zahlt der Kunde die Leistung irrtümlich doppelt oder zahlt er versehentlich zu viel, ist der Gesamtbetrag Entgelt i.S. des § 10 Abs. 1 Satz 2 UStG (Anschluss an BFH-Urteil vom 13. Dezember 1995 XI R 16/95, BFHE 179, 465, BStBl II 1996, 208).
2. Werden Über- oder Doppelzahlungen zurückgezahlt, liegt eine Minderung der Bemessungsgrundlage nach § 17 UStG vor.
UStG 1993 § 17, § 10 Abs. 1; Richtlinie 77/388/EWG Art. 11 Teil A Abs. 1 Buchst. a; MwStSystRL 2006/112 Art. 73.
Vorinstanz: FG des Landes Sachsen-Anhalt vom 30. September 2004 3 K 2263/03