Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ%2048,%20344
Timestamp: 2019-07-18 01:47:22
Document Index: 30125869

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BGH, 25.10.1967 - VIII ZR 215/66 - dejure.org
https://dejure.org/1967,215
BGH, 25.10.1967 - VIII ZR 215/66 (https://dejure.org/1967,215)
BGH, Entscheidung vom 25.10.1967 - VIII ZR 215/66 (https://dejure.org/1967,215)
BGH, Entscheidung vom 25. Januar 1967 - VIII ZR 215/66 (https://dejure.org/1967,215)
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Voraussetzungen der Verwirkung des Maklerlohns - Inhalt der Pflichten eines Maklers gegenüber dem Auftraggeber - Unterschiede der Pflichten eines Vermittlungsmaklers gegenüber einem Nachweismakler - Inhalt der Pflichten eines Maklers bei gestatteter Doppeltätigkeit - Erforderliche subjektive Elemente bei der Verwirkung des Maklerlohns
BGHZ 48, 344
NJW 1968, 150
MDR 1968, 235
DB 1967, 2215
Mit Rücksicht hierauf reicht es jedenfalls in Fällen, in denen - wie bei Immobiliengeschäften - eine Doppeltätigkeit weitgehend üblich ist und der Kunde deshalb hiermit rechnen muß, aus, den Makler auf eine strenge Unparteilichkeit gegenüber seinen beiden Auftraggebern zu verpflichten (BGHZ 48, 344, 348).
Dem Vorbringen des Klägers läßt sich nicht entnehmen, daß der Kreditvermittler seine Verpflichtung zur strengen Unparteilichkeit gegenüber seinen beiden Auftraggebern (vgl. BGHZ 48, 344, 348) verletzt hätte.
Der Gefahr von Interessenkollisionen hat er gegebenenfalls als "ehrlicher Makler" durch strenge Unparteilichkeit entgegenzuwirken (vgl. BGHZ 48, 344, 347 f;… BGH, Urt. v. 18. Mai 1973 - IV ZR 21/72, NJW 1973, 1458, 1459;… BGB-RGRK/Dehner, 12. Aufl. § 654 Rdn. 2;… Palandt/Thomas aaO. § 654 Rdn. 8).
Er hat also beiden Seiten in gleicher Weise fair zu dienen (BGHZ 48, 344, 347 = NJW 1968, 150; BGH NJW-RR 1998, 992, 993).
Schließlich ist es dem Makler dem Grunde nach verwehrt, in Preisverhandlungen der Parteien des Hauptvertrages aktiv einzugreifen (BGHZ 48, 344, 347 = NJW 1968, 150; OLG Hamm VersR 1991, 545; OLG Düsseldorf NZM 2001, 480 = MDR 2000, 944).
(1) Mit Grundsatzurteil vom 25.10.1967 - VIII ZR 215/66 - hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass der Makler die Interessen seines Auftraggebers loyal wahrzunehmen und sich für einen günstigen Abschluss dergestalt einzusetzen hat, dass bei einem Verkaufs-Auftrag ein möglichst hoher, bei einem Kauf-Auftrag ein möglichst niedriger Preis erzielt wird.
Darin liegt aber eher ein Vermitteln; der insoweit erforderliche Vermittlungsmaklervertrag setzt jedoch eine Klarstellung der Position der Klägerin als Makler der einen oder der anderen Seite oder aber als Doppelmakler (vgl. BGHZ 48, 344, 346 ff.) [BGH 25.10.1967 - VIII ZR 215/66] - mit jeweils anderem Inhalt ihrer jeweiligen Maklerpflichten - erst recht voraus.
d) Die Rechtsprechung verlangt im übrigen auch von einem Makler, der seine Vermittlungstätigkeit für beide Seiten offen gelegt hat, die Wahrung strenger Unparteilichkeit (vgl. BGHZ 48, 344, 346).
Wegen der besonderen Sensibilität von Preisverhandlungen führt der Grundsatz der strengen Unparteilichkeit dazu, dass der beiderseitige Vermittlungsmakler in der Regel in Preisverhandlungen nicht eingreifen darf (BGHZ 48, 344, 348).
Der Doppelmakler muß sich daher strenger Unparteilichkeit gegenüber beiden Auftraggebern befleißigen, um ihnen in fairer Weise zu dienen (BGHZ 48, 344, 348; BGH NJW 1964, 1467; BGH WM 1992, 279 ).
Der Makler darf insbesondere nicht - wie die Klägerin es vorliegend getan hat - dergestalt in die Preisverhandlungen eingreifen, daß er die Interessen einer Partei "schlecht und gewissenlos" (vgl. BGHZ 48, 344, 347) wahrnimmt.
Denn verletzt der Makler seine Pflicht zur Unparteilichkeit in so krasser Weise, wie es die Klägerin getan hat, trifft ihn der Vorwurf der Treuwidrigkeit ohne weiteres (vgl. BGHZ 48, 344, 350;… Palandt-Thomas, aaO., 654 Rdnr. 8;… Staudinger/Reuter, aaO. Rdnr. 6).
BGH, 23.10.1980 - IVa ZR 27/80
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Koppeltätigkeit , Makler
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