Source: https://www.kujus-strafverteidigung.de/blog/strafrechts-abc/belohnung-und-billigung-von-straftaten/
Timestamp: 2018-12-13 23:39:52
Document Index: 177850473

Matched Legal Cases: ['§ 140', '§ 140', '§ 140', '§ 11', '§ 140', '§ 130', '§ 138', '§ 78']

Belohnung und Billigung von Straftaten | § 140 StGB | Strafrechts-ABC
Belohnung und Billigung von Straftaten – § 140 StGB
Wann ist das Belohnen oder Billigen von Taten strafbar?
Anzeige wegen Belohnung und Billigung von Straftaten: Was kann ich tung?
Die Belohnung und Billigung von Straftaten steht unter Strafe, § 140 StGB.
in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) billigt
Der Straftatbestand der „Belohnung und Billigung von Straftaten“ schützt den öffentlichen Frieden. Der Tatbestand des § 140 StGB soll ein Klima verhindern, in welchem Straftaten gedeihen können und gutgeheißen werden.
Voraussetzung ist zunächst, dass es sich um ein in der Norm genanntes Delikt handelt. Es handelt sich dabei um besonders schwere Delikte – etwa der sexuelle Missbrauch von Kindern, die Vergewaltigung, der Hochverrat oder der Landesverrat.
Das Belohnen eines der genannten Delikte muss nicht in materieller Art geschehen. Ausreichend ist auch ein ideelles Belohnen – bspw. in der Auszeichnung des Täters als Zeichen der Anerkennung seiner Taten. Dies ist besonders in Gang-Milieus anzutreffen.
Das Billigen einer der genannten Taten muss geeignet sein, den öffentlichen Frieden zu stören. Überdies muss eine hinreichende Öffentlichkeit bestehen.
Neben dem Belohnen oder Billigen von Straftaten ist auch die „Anleitung zu Straftaten“ (§ 130a StGB) und die „Nichtanzeige geplanter Straftaten“ (§ 138 StGB) unter Strafe gestellt.
Die Straftat „Belohnung und Billigung von Straftaten“ wird mit einer Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren geahndet.
Die konkrete Strafe im Einzelfall ist u.a. von der Schwere und Intensität der Rechtsgutverletzung abhängig. Entscheidend ist dabei insbesondere das belohnte Delikt und das Ausmaß Belohnung.
Die Straftat Belohnung und Billigung von Straftaten verjährt nach § 78 Abs. 3 Nr. 4 StGB nach 5 Jahren.
Ihnen wird eine Belohnung und/ oder Billigung von Straftaten vorgeworfen? Sie haben eine Anzeige, also eine Vorladung, einen Strafbefehl oder eine Anklage erhalten?
Der Tatvorwurf der der Belohnung und Billigung von Straftaten sollte nicht „auf die leichte Schulter“ genommen werden. Es drohen erhebliche Strafen und einschneidende persönliche Nachteile.
Die Kanzlei KUJUS Strafverteidigung steht Ihnen im gesamten Strafverfahren zur Seite. Wir sind ausschließlich im Strafrecht und bundesweit für Sie tätig.