Source: https://www.fosbos-bayreuth.de/home/ausbildung/die-seminararbeit/
Timestamp: 2020-07-08 13:12:07
Document Index: 308572907

Matched Legal Cases: ['§ 17', '§ 5', '§ 6', '§ 19', '§ 19', '§ 19', '§ 19', '§ 26', '§ 35', '§ 31']

Berufliche Oberschule Bayreuth: Die Seminararbeit
1 Rechtliche Grundlagen (§ 17 FOBOSO)
2 Ziele der Seminararbeit
3 Arbeits- und Zeitnachweis für die Seminarphase
4 Gestaltung der Seminarphase im Sommer
5 Gestaltung des Unterrichts im Seminarfach in 13/1
6 Die Seminararbeit
7 Beratung durch die Lehrkraft
8 Bewertung der Seminararbeit
9 Gesamtleistung Seminar/-arbeit - Hochschulreifezeugnis – Durchschnittsnote
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(1) 1Nach der Fachabiturprüfung in Jahrgangsstufe 12 sowie in Jahrgangsstufe 13 ist das wissen-schaftspropädeutische Seminar zu belegen, eine Seminararbeit zu fertigen und zu präsentieren. 2Auf Antrag können auch Bewerberinnen und Bewerber am Seminarteil der Jahrgangsstufe 12 teil-nehmen, welche die Voraussetzungen gemäß § 5 Abs. 4 oder § 6 Abs. 4 erfüllen und in die Jahr-gangsstufe 13 aufgenommen werden. 3Seminare können in allen gemäß Anlage 1 einbringungsfä-higen Pflicht- und Wahlpflichtfächern, die an der Schule geführt werden, und gegebenenfalls auch fächerübergreifend angeboten werden. 4Das Nähere legt das Staatsministerium gesondert fest.
(2) 1Die individuellen Leistungen im Seminar, die Seminararbeit und die Präsentation der Seminar-arbeit mit Diskussion werden jeweils gesondert gemäß § 19 Abs. 1 bewertet. 2Aus dem Durchschnitt der Bewertungen nach Satz 1 wird ein Gesamtergebnis für das Seminar ermittelt; dabei zählen dieSeminararbeit zweifach, die übrigen Teile jeweils einfach. 3 § 19 Abs. 6 gilt entsprechend. 4Soweit eine der in Satz 1 genannten Leistungen mit 0 Punkten bewertet wird, ist das Seminar nicht bestan-den und wird insgesamt mit 0 Punkten bewertet. 5Dem Punktwert wird gemäß § 19 Abs. 1 Satz 2 eine Note zugeordnet.
Schülerinnen und Schüler werden mit den Grundlagen wissenschaftspropädeutischen Arbeitens vertraut gemacht. Bei der Anfertigung von Seminararbeiten sollen die Schülerinnen und Schüler selbstständig insbesondere
die wissenschaftlichen Darstellungskonventionen beherrschen lernen (z. B. Zitiertechnik, Literatur-nachweis, Versuchsbeschreibung, Befragungen, ...).
Jeder Seminarist führt einen Arbeits- und Zeitnachweis, mit dem er 60 einzubringende Stunden be-legt. Der Arbeits- und Zeitnachweis wird auf dem Formblatt der Schule geführt. Er wird von der betreuenden Lehrkraft überwacht und zusammen mit der schriftlichen Seminararbeit abgegeben.
Die Seminaristen bewerben sich über die ausgelegten Formulare für ein Rahmenthema und werden entsprechend ihren Wünschen und der Anzahl an Interessenten einem der Rahmenthemen zugeordnet. Bei zu vielen Interessenten entscheidet das Los.
Am Beginn der Seminarphase werden die Seminaristen über die Ziele, die Organisation, die geltenden Regeln des Seminars sowie die Grundsätze der Bewertung der Seminararbeit informiert.
Die Seminarphase beinhaltet zwei Teile:
Die Seminaristen erhalten im Rahmen der Seminarphase eine fundierte Einführung in grundlegende Methoden und Techniken wissenschaftlichen Arbeitens und werden zu einer tiefgründigen und planmäßigen Auseinandersetzung mit dem Thema angeleitet. Auf dieser Basissind sie in der Lage, ihr Thema der Seminararbeit in einem größeren Kontext in seiner Bedeutung zu erfassen und aufzuarbeiten. Die allgemeinen Seminare enthalten z. B. folgende Themen (die teilweise auch in die Fachseminare integriert sein können):
Literaturrecherche, Nutzung von Bibliotheken
Nutzung des Computers und des Internets
Die Teilnahme an den allgemeinen Seminaren wird im Tätigkeitsnachweis vermerkt.
Die Seminargruppen arbeiten unter Anleitung der Betreuungslehrkräfte selbstständig. Die Arbeit in der Seminargruppe umfasst z. B.:
Recherche-Tätigkeiten: Bibliothek, Internet, Interviews, Exkursionen
Inhalte bezüglich des Rahmenthemas
Informationsauswertung und Zusammenfassung von Ergebnissen
Reflexion des Arbeitsprozesses und der Arbeitsergebnisse
Berichte und Diskussion zu Teilergebnissen
Die Seminaristen arbeiten während der Seminarphase auch außerhalb der Schule selbstständig an ihrer Seminararbeit (z. B. Bibliotheksarbeit, Firmenbesuche). Am Ende der Seminarphase erfolgt eine Zwischenpräsentation der bis dahin erarbeiteten Teile der Seminararbeit vor der Seminar-gruppe.
Alle Tätigkeiten im Rahmen des Fachseminars werden im Tätigkeitsnachweis vermerkt.
Der Unterricht im Seminarfach beginnt mit dem regulären Unterricht der 13. Jahrgangsstufe und endet mit einer Abschlusspräsentation der Seminararbeit, die nach der Abgabe der schriftlichen Arbeit von Januar bis März stattfinden kann. Die Seminararbeit ist am Dienstag der zweiten Schulwoche nach den Weihnachtsferien abzugeben.Der Unterricht im Seminarfach wird in den Stundenplan der 13. Jahrgangsstufe als zweistündiges Unterrichtsfach integriert und in den einzelnen Seminargruppen von der Betreuungslehrkraft gehalten.
Der Kerngedanke des Seminarfachs ist neben der systematischen wissenschaftspropädeutischen Einführung eine intensive Betreuung des gesamten Arbeitsprozesses. Die Seminaristen fertigen die Seminararbeit bis zum Abgabetermin selbstständig, jedoch in ständigem Kontakt mit der Betreuungslehrkraft an. Diese wird die Seminaristen als beratende und auch bewertende Instanz in allen Entstehungsphasen begleiten.
Im Seminarfach sollen neben der Erstellung der Seminararbeit Zwischenpräsentationen, Experi-mente, Protokolle, Portfolios, Exposés u.ä. angefertigt werden, um den Arbeitsprozess genau zu reflektieren. Über Inhalt und Umfang entscheidet die Betreuungslehrkraft.
Bestandteile der Seminararbeit
Deckblatt mit Name der Schule sowie Angabe der Schulart (FOS oder BOS), Schuljahr, Thema, Name des Verfassers, betreuende Lehrkraft, Abgabetermin
ggf. Anhang mit fachspezifischen Dokumentationen, angefertigten Gegenständen, Objekten auf Datenträgern, Internetseiten, Ton- und Videoaufnahmen, Materialien, Tabellen, Graphiken, Karten etc.
Erklärung über die selbstständige Anfertigung der Arbeit bzw. des Teils der Gruppenarbeit und darüber, dass keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel verwendet wurden.
Umfang des Ausarbeitungsteils: i.d.R. 15 Seiten reiner Text (in Ausnahmefällen ± 30%), DIN A4
Schriftart: Arial oder vergleichbar
Schriftgröße der Überschriften: maximal 14 Punkt
Schriftgrad: 11 Punkt
Zeilenabstand: 1 ½-zeilig
Ränder: Oben: 2,5 cm; Unten: 2,0 cm; Links: 2,5 cm; Rechts: 2,0 cm
Die Lehrkraft begleitet im themenbezogenen Teil den Fortgang der Arbeit in angemessener Weise. Sie vergewissert sich davon, dass die Arbeit vom Schüler selbstständig angefertigt wird. Hierzu gehört auch die Vereinbarung von Terminen, zu denen bestimmte Zwischenergebnisse (z. B. Arbeitsplan, Gliederungsentwurf, Skizzen, Exzerpte) vorgelegt und besprochen werden. Nimmt ein Seminarteilnehmer das Betreuungsangebot nicht wahr oder beachtet die gegebenen Hinweise nicht, so kann dies in der Bewertung berücksichtigt werden.
Grundlage der Bewertung sind die Abschlusspräsentation, die Leistungen im Rahmen des Seminarfachs und die schriftliche Seminararbeit. Korrektur und Bewertung erfolgen durch die Fachlehrkraft, die das Seminar betreut. Diese drei Teilleistungen werden entsprechend gewichtet. Soweit eine der genannten Teilleistungen mit 0 Punkten bewertet wird, ist das Seminar nicht bestanden und wird insgesamt mit 0 Punkten bewertet.
Abschlusspräsentation (25 %)
Die Präsentation zum Abschluss des Seminarfachs ist ein wesentlicher Bestandteil und soll die Leis-tung während des Seminars maßgeblich zum Ausdruck bringen. Die erstellte Seminararbeit wird der eigenen Seminargruppe bzw. einem Plenum in einer ausgearbeiteten Präsentation vorgestellt.
Thesenpapier, Argumentationsstruktur
Fachlich richtige Aussagen, empirische Fakten und Theorien
Eigene Position und Gegenpositionen
Artikulation, Modulation und Sprechtempo
Präsentationsformen und Anschauungsmittel
Leistungen im Seminar (25 %)
Zur Bewertung der Leistungen im Seminar können folgende Einzelleistungen herangezogen werden: Kurzreferate, Präsentation vorläufiger Arbeitsergebnisse, Zitierübung, Probeseite, Versuchsaufbau, Befragungen, Ausmaß der notwendigen Hilfen, Teamfähigkeit, Selbstständigkeit, Methodenkompetenz, o. ä.
Schriftliche Ausarbeitung der Seminararbeit (50 %)
In die Bewertung der schriftlichen Ausarbeitung werden folgende allgemeine Kriterien einbezogen und entsprechend gewichtet:
Inhalt und Aufbau (50 %)
Darstellung und Auswertung von Versuchsdurchführungen und Befragungen
Darstellung bzw. Diskussion der Ergebnisse
kritische Distanz zu den eigenen Ergebnissen und Urteilen
Wissenschaftliche Arbeitstechniken (20 %)
sinnvoller Einsatz von Fachliteratur
Umfang und Gründlichkeit der Materialrecherche
Anwendung fachspezifischer Methoden (Versuchsdurchführung, Befragung, …)
korrekte Zitiertechnik
Sprache (20 %)
Form (10 %)
angemessene Veranschaulichung
Sauberkeit und Übersichtlichkeit von Graphiken und des Schriftbilds
Einhaltung der vereinbarten Schreibformate und Regelungen
formale Korrektheit der Quellennachweise / des Literaturverzeichnisses
Abweichungen der Ausarbeitung vom vorgegebenen Umfang im Bereich von ± 30 % werden tole-riert, darüber hinausgehende Abweichungen (Überlängen / Unterlängen) können bei der Bewertung angemessen berücksichtigt werden und zu Punktabzug führen.
Seminararbeit in Fremdsprachen
Seminararbeiten in Fremdsprachen können in der gewählten Fremdsprache abgefasst werden. Bei Abfassung in deutscher Sprache ist eine Zusammenfassung in der gewählten Fremdsprache zwingend erforderlich.
„Als Plagiat bezeichnet man allgemein die bewusste Aneignung fremden Geistesgutes. Plagiator ist derjenige, der ein fremdes Werk oder Teile eines fremden Werkes als sein eigenes Werk ausgibt und somit ‚geistigen Diebstahl’ begeht. Der Plagiator begeht eine zivilrechtlich unerlaubte und zum Schadensersatz an den Autor verpflichtende Handlung, die gleichzeitig auch noch strafbar ist. Der Plagiator ist also derjenige, der seinen Text wörtlich bei einem anderen Urheber abschreibt, ohne ihn korrekterweise zu zitieren, um anschließend dieses Werk als sein eigenes geistiges Eigentum wieder herauszugeben.“ (Karsten Kutschera)
(Quelle: Karsten Kutschera, Rechtliche Aspekte elektronischer Veröffentlichung, in: , gesehen 14.3.2006.)
Bei einem Plagiat geht es also um die wörtliche oder geringfügig abgeänderte Übernahme von we-sentlichen, zusammenhängenden Textpassagen bzw. des Gedankengutes ohne Quellenangabe. In diesen Fällen wird die gesamte Arbeit mit 0 Punkten bewertet.
Folgen von Nichtabgabe / nicht termingerechter Abgabe / Plagiat
Bei Nichtabgabe bzw. nicht termingerechter Abgabe der schriftlichen Arbeit (§ 19 Abs. 4 FOBOSO) oder erwiesenem Plagiat wird die Gesamtleistung mit 0 Punkten bewertet. Leistungsbewertungen in der Seminarphase stehen deshalb unter dem Vorbehalt, dass diese Fälle nicht eintreten.
Gemäß § 26 Abs. 1 Satz 7 FOBOSO sind das Thema der Seminararbeit bzw. eine Kurzform des Themas und die erreichte Punktzahl/Note (Gesamtleistung aus Seminarphase, schriftlicher Ausarbeitung, Präsentation) im Zeugnis der fachgebundenen Hochschulreife bzw. im Jahreszeugnis auszuweisen. Bei der Abiturprüfung geht die verdoppelte Punktzahl des Seminars in das Abschlussergebnis ein (§ 35 Abs. 7 Satz 1 Nr. 1). Wird das Seminar mit 0 Punkten bewertet, ist die Teilnahme an der Abschlussprüfung ausgeschlossen (§ 31 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 FOBOSO).
Handreichung für Schüler [PDF]
Bewertungsbogen Seminarfach [PDF]
Deckblatt und Selbständigkeitserklärung [PDF]
08. Juli 2020 - 08. August 2020