Source: http://www.gemeinde-kalt.de/archiv_dorferneuerung.htm
Timestamp: 2019-01-20 05:55:38
Document Index: 97391183

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 9', '§ 10', '§ 9', '§ 11', '§ 13', '§ 12', '§ 13', '§ 14', '§ 15', '§ 16']

Archiv Doferneuerung
Der Minister für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau des
LandesRheinland-Pfalz, HansArtur-Bauckhage, hat mit Schreiben vom
19. März 2001 die Ortsgemeinde Kalt als Investitions- und Maßnahmen-
schwerpunkt anerkannt. Das Schreiben hat folgenden Wortlaut:
Sehr geehrter Herr Ortsbürgermeister Esch-Probstfeld,
Nach Abschluß des Auswahl verfahrens erkenne ich Ihre Ortsgemeinde Kalt alsInvestitions-
und Maßnahmenschwerpunkt der Dorferneuerung ab dem Programmjahr 2001 an. Diese Anerkennung
ist zeitlich befristet; sie beträgt längstens sechs Jahre. Ich empfehle Ihrer Ortsgemeinde
zu Beginn der Schwerpunktförderung
1. eine ggfs. notwendige Fortschreibung und Anpassung des Dorferneuerungskonzeptes an aktuelle Bedürfnisse und Entwicklungen,
2. eine sog. Dorfmoderation als intensive Informations-, Bildungs- und Beratungsarbeit, um eine aktive Bürgerbeteiligung zu erreichen und den Dorferneuerungsgedanken nachhaltig vor Ort zu verankern.
Die genannten Projekte können auf Ihren Antrag hin mit bis zu 15.000 DM unterstützt werden. Gleichzeitig möchte ich Sie auf einen Arbeitsschwerpunkt der Dorferneuerung in Rheinland-Pfalz hinweisen. Kinder und Jugendliche sind für die Zukunft des ländlichen Raumes von großer Bedeutung. Ich habe dieses Thema untersuchen und die Ergebnisse und Handlungsansätze in beigefügtem Leitfaden dokumentieren lassen. Im letzten Jahr hat das Land erstmals einen Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft - Kinder- und jugendfreundliche Dorferneuerung" ausgelobt, an dem sich über 160 Ortsgemeinden beteiligt haben. Die Ergebnisse dieses Wettbewerbs können Sie der beiliegenden Broschüre entnehmen. Den gleichen Wettbewerb werde ich auch in diesem Jahr neu ausschreiben. Ideen und Projekte aus diesem Themenfeld werden künftig in der rheinland-pfälzischen Dorferneuerung stärkere Beachtung finden. Ich verbinde mit der Anerkennung der Ortsgemeinde als Investitions- und Maßnahmenschwerpunkt die Hoffnung, dass sich die Dorferneuerung in Kalt in besonderem Maße mit den Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen beschäftigt und sie in angemessener Weise berücksichtigt. Zur Abstimmung des weiteren Verfahrens bitte ich Kontakt mit dem Dorferneuerungsbeauftragten Ihres Landkreises sowie dem Referat 44 der Aufsichts- und Dienstleistungsdirketion in Trier aufzunehmen. Der Schwerpunktförderung in Kalt wünsche ich einen erfolgreichen Verlauf. Nutzen Sie bitte das zeitlich befristete Angebot einer vorrangigen Förderung mit Dorferneuerungsmitteln für sinnvolle, an der Zukunft des Dorfes orientierte Projekte. Je eine Kopie dieses Schreibens übersende ich der Verbandsgemeinde- und Kreisverwaltung sowie der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion in Trier.
Datum Quelle Bild
28.03.2003 Maifelder Chronik
05.10.2002 Maifelder Chronik
05.10.2002 Rhein-Zeitung
22.03.2002 Maifelder Chronik
15.03.2002 Rhein-Zeitung
28.06.2001 Rhein-Zeitung
06.04.2001 Rhein-Zeitung
29.03.2001 Maifelder Chronik
1. Dorfmoderation: Bürgerversammlung am 25. Juni 2001 als Einstiegsveranstaltung
1 a: Bewilligungsbescheid vom 20. Juni 2001
1 b: Kinder und Jugendliche
1 c: Dorfmoderation im Zeichen der Senioren
2. Fortschreibung Dorferneuerungskonzept
3. Neubeu Mehrzweckgebäude (Feuerwehr, Jugendraum, Geräteraum)
4. Seniorentreff
5. Aufsatz: Dorferneuerung in Kalt - Chancen für eine positive Weiterentwicklung
Stärken - Schwächen - Perspektiven? Welche Chanchen sehen die Bürger aus ihrer ganz persönlichen Sicht für die weitere Entwicklung ihrer Gemeinde. Diesen Fragen wird die Moderatorin Christane Hicking aus Kreuzberg/Ahr in der Bürgerversammlung nachgehen. Die Bürger sind aufgefordert, im Vorfeld der Bürgerversammlung einen Bewertungsbogen auszufüllen, in dem gefragt wird, wie sie ihren Ort derzeit einschätzen. Gefragt wird nach Wohnqualität, Vorhandensein privater Infrastruktur, Anbindung an den Arbeitsplatz, Verkehrssituation, Ortsbild und -gestaltung, Kontakt zu anderen Menschen, Freizeitangebot für Senioren, Freitzeitangebot für Kinder und Jugendliche, Freizeitangebot insgesamt, Pflege von Brauchtum und Tradition und nach der eigenen Identifizierung mit der Gemeinde.
Bewilligungsbescheid vom 20. Juni 2001: Der Minister des Innern und für Sport hat mit Bescheid vom 20. Juni 2001 der Ortsgemeinde Kalt eine Zuwendung in Höhe von 15.000,-- DM als Festbetragsfinanzierung für die Dorfmoderation (Informations-, Bildungs- und Beratungsarbeit) bewilligt.
--> Zeitungsauschnitt
Großer Erfolg beim Landeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft - Kinder- und jugendfreundliche Dorferneuerung"
Die Ortsgmeinde Kalt hat beim rheinland-pfälzischen Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft - Kinder- und jugendfreundliche Dorferneuerung" hervorragend abgeschnitten und in Rheinland-Pfalz bei 150 Wettbewerbsteilnehmern den 2. Platz belegt. Herr Staatsminister Walter Zuber hat dies in einer Pressekonferenz am 1.10.2002 im Kurfürstlichen Schloß in Mainz wie folgt begründet:
Kalt, eine Ortsgemeinde mit einem einprägsamen Namen römischen Ursprungs, liegt zwischen Mayen und Koblenz und gehört zur Verbandsgemeinde Maifeld. Von 473 Einwohnerinnen und Einwohnern sind 121 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre alt.
Bemerkenswert ist die landschaftliche Lage von Kalt, mit einem Blick weit über das Maifeld hinaus bis zur Hohen Acht.
Durch die intensive Zusammenarbeit von ehrenamtlich aktiven Eltern, Kindergarten und Ortsgemeinde können die verschiedenen Altersgruppen in die Dorfgemeinschaft eingebunden werden.
- jährliche Aktivitäten für unterschiedliche Altersstufen
- Arbeitskreis Kinder und Jugendliche
- Teilnahme an Festen zur Finanzierung des Jugendraumes
- Entwicklung eines Jugendlogos
- Zusammenarbeit von Jugendlichen, Dorfmoderation, Eltern und Ortsgemeinde
Besonders hervorzuheben sind in Kalt Aktivitäten und Projekte, die jährlich stattfinden wie Kinderzeltlager, Ferienaktionen, Beteiligung von Jugendlichen bei Dorffesten.
Darüber hinaus entstanden zahlreiche Maßnahmen im Rahmen der Dorfmoderation. Es wurden mehrere Arbeitskreissitzungen Kinder und Jugendliche durchgeführt. Jugendliche werden in die Konzeption und den Entscheidungsprozess für einen Jugendraum eingebunden, um ihnen Verantwortung und Mitsprache zu eröffnen. Durch Aktionen im Rahmen von Dorffesten leisten sie einen eigenen finanziellen Beitrag für den Jugendraum. Ihre Aktivitäten sind auch in dem selbstgestalteten Logo Wir sind wieder aktiv dokumentiert.
Um allen Jugendlichen die Nutzung von neuen Medien zu ermöglichen, ist ein Internet-Café geplant. Der Chancengleichheit aller Jugendlichen im Umgang mit neuen Medien wird hier ein hoher Stellenwert eingeräumt. In diesem Zusammenhang steht auch die Erweiterung der Homepage von Kalt um einen Jugendbereich.
Die Ortsgemeinde Kalt führt eine kontinuierliche Jugendarbeit durch und greift neue Ideen auf, die zukunftsorientiert sind und sich aus der Dorfmoderation entwickelt haben.
Mainz, den 1.10.2002
Ministerium des Innern und für Sport: Walter Zuber, Staatsminister
Schwerpunktgemeinde Kalt 28.08.2001 Pressemitteilung
Großer Andrang auf dem ersten Treffen der AG "Kinder und Jugendliche" -
Demnächst große Befragung unter den 6- bis 18-Jährigen
Der Raum der Feuerwehr drohte fast aus allen Nähten zu platzen, so viele Jugendliche und Eltern waren vergangene Woche gekommen, um die Ideen aus der Bürgerversammlung weiter zu verarbeiten. "Wir brauchen vor allem ein Angebot im Ort", meinte ein Mutter stellvertretend für die Eltern, die in der Arbeitsgruppe die Interessen ihrer Kinder und Jugendlichen vertreten. Dabei erfuhren die Teilnehmer, dass auch das Angebot des Schützenvereins stärker von der Jugend angenommen werden kann. "Unser Verein steht allen Jugendlichen offen, bis 14 Jahre erheben wir keine Beiträge", informierte Hubert Mohr die Teilnehmer, davon zahlreiche Neubürger, die den Hinweis dankbar aufnahmen.
Unter den Stichwörtern "Jugendraum", "Spielplätze" und allgemein "Kinder und Jugendliche" hatten sie sich für die Arbeit bei der Dorfmoderatorin Christiane Hicking angemeldet. Unter diesen Mottos standen dann auch die kleineren Gruppen, auf die sich die Teilnehmer aufteilten. Ging es doch darum, zu prüfen, was ist machbar, wie ist es machbar und was muss dabei beachtet werden? Ebenso sollte beantwortet werden: Wie viel können wir zum Erreichen des Zieles beitragen? Was können wir leisten, damit es auch dauerhaft von Erfolg gekrönt ist? Da es, wie gesagt, bei 23 Personen recht eng war im Feuerwehrhaus, gingen Judith, Simon, Philipp, Nino und Christoph bei dem schönen Wetter auf den Dorfplatz, während Stephanie Bederke und Dirk Boddemer vor Ort die Spielplätze unter die Lupe nahmen. Viele Gedanken wurden auf diese Weise zusammengetragen und untereinander vorgestellt. Anschließend wurde beschlossen, im zweiten Schritt das Interesse der Kinder und Jugendlichen stärker abzuklopfen.
Am Mittwoch, den 19. September 2001 finden Befragungen verschiedener Altersgruppen in der Schützenhalle statt:
6 - 10 Jahre 16.00 - 17.00 Uhr
10 - 14 Jahre 17.30 - 18.30 Uhr
ab 14 Jahre 19.00 - 20.00 Uhr
Die 10- und 14-Jährigen können sich aussuchen, in welche Gruppe sie lieber gehen möchten. Die Befragungen finden ohne Eltern statt.
Der Statistik nach zu urteilen, ist Kalt eine sehr junge Gemeinde, berichtete Ortsbürgermeister Willi E. Probstfeld. "Es ist also wichtig, dass möglichst viele kommen und zeigen, dass es sich lohnt, sich ernsthafte Gedanken über verschiedenste Projekte zu machen. Besonders erfreut war die Dorfmoderatorin über die bunte Mischung der Teilnehmer: Neben Mädchen und Jungen, Eltern von Kleinkindern und fast erwachsenen Jugendlichen konnte sie aktive Mitglieder des Gemeinde-, Kirchen und Vereinslebens sowie eine ausgebildete Jugendpflegerin begrüßen. Diese Mannschaft vereinbarte außerdem einen weiteren Termin für Mittwoch, den 26. September 2001, worin die Ergebnisse aus der Befragung ausgewertet werden sollen.
Pressemitteilung 23.10.2001
An alle Kinder und Jugendlichen in Kalt
Vor einem Monat etwa haben eingie von Euch tolle Vorschläge gemacht, was man in Kalt alles machen könnte. Jetzt wird Martina Luig von der Kreisjugendpflege erzählen, wie sie Euch unterstützen kann. Außerdem wollen wir mit Euch ein Logo malen, was immer dann in der Zeitung oder anders wo erscheint, wenn es eine Nachricht für Euch gibt.
Und dann gibt es noch eine Idee, aber Ihr entscheidet darüber!
Mit Kindern und Erwachsenen hatten wir beim letzten Treffen überlegt ein paar "starke" Mädels und Jungs zu wählen, die bei besonderen Aktionen Ansprechpartner für Euch sind oder Euch über besondere Neuigkeiten informieren. Damit wir wissen, was Ihr darüber denkt, wäre es Klasse wenn möglichst viele von Euch aus allen Altersgruppen (also von 6 - 9 Jahre, von 10 - 13 Jahre und von 14 Jahre aufwärts) dazu kämen.
Das Treffen findet statt am Dienstag, den 20. November 2001 um 17:00 Uhr im Feuerwehrhaus am Dorfplatz.
Über eine große Beteiligung freuen sich Martina Luig, Kreisjugendpflege, und Christiane Hicking, Moderatorin.
Pressemitteilung 27.11.2001
"Wir sind wieder aktiv" - Viel Phantasie bei den Entwürfen für ein Logo
In kürzester Zeit malten mehr als 16 Kinder und Jugendliche auf kleinen und großen Blättern viele Vorschläge für ein Logo zum Jugendraum und dem Motto "Wir sind wieder aktiv". "Ich bin überrascht über die vielen tollen Vorschläge - da sind ja wahre Kunstwerke dabei" staunte eine Mutter nicht schlecht, als Moderatorin Christiane Hicking alle Entwürfe an die Wand hing. Die Wahl fiel nicht leicht und so kamen bei der Abstimmung der jungen Künstler zwischen 7 und 17 Jahren auch gleich mehrere Vorschläge in die Endausscheidung.
Beratung der Kreisjugendpflege
Zwischen den Wahlergebenissen konnte Kreisjugendpflegerin Martina Luig begrüßt werden. Sie gab den Teilnehmern - darunter auch einigen Eltern - eine ganze Reihe wertvoller Tips, soll doch die Einrichtung von Räumen für die Kinder und Jugendlichen gut vorbereitet sein. Auch für Feste und andere Aktionen konnten sich die Teilnehmer manchen Ratschlag holen.
Im nächsten Jahr werden also Kinder- und Jugendräume besucht. Außerdem sollen die vielen Entwürfe nicht in der Versenkung verschwinden. Die Termine zu den einzelnen Veranstaltungen werden rechtzeitig bekannt gegeben. Für den Besuch in anderen Gemeinden wird die Arbeitsgruppe "Kind und Jugend" genügend Mitfahrgelegenheiten anbieten.
Christiane Hicking, Moderatorin
Dorfmoderation im Zeichen der Senioren
Alle Bürger von Kalt, die das 65. Lebensjahr vollendet haben oder in diesem Jahr vollenden werden, sind herzlich zu einem Seniorentreff am kommenden Dienstag, den 12. März 2002 von 15:00 bis 18:00 Uhr ins Feuerwehrhaus am Dorfplatz eingeladen. Im Rahmen eines gemütlichen Beisammenseins sollen unter der Regie von unserer Dorfmoderatorin Christiane Hicking bei Kaffee und Kuchen (bitte Kaffeegedeck mitbringen) Vorstellungen für künftige Treffen dieser Art besprochen werden.
Kalt, den 04.März 2002 W.E.Probstfeld
Nachdem unsere Dorfmoderatorin Frau Christiane Hicking sich in verschiedenen Arbeitskreisen mit den Themenbereichen Kinder und Jugend und Ortsbild befasst hat, sind nun die Seniorinnen und Senioren an der Reihe. Was kann man für ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger in Kalt mehr tun? Besteht Interesse an zusätzlichen gemeinsamen Aktivitäten? Bereits in der Bürgerversammlung im Sommer 2001 sind zahlreiche Vorschläge aus der Bevölkerung für die Belange der Senioren eingebracht worden.
Der erste Meinungs- und Erfahrungsaustausch für die Interessen der Senioren im Rahmen der Dorfmoderation findet statt am Mittwoch, den 16. Januar 2002, um 19.00 Uhr im Feuerwehrgerätehaus in Kalt.
Hierzu sind alle aktiven Senioren und alle, die sich gerne für ältere Mitbürger engagieren, herzlich eingeladen
Schwerpunktgemeinde Kalt 29.01.2002 Pressemitteilung
Senioren gaben Startschuss zu eigenem Programm - Erster Nachmit-tag für die älteren Mitbürger im März geplant
"Die Senioren bilden wie Kinder und Jugendliche einen Schwerpunkt in der Dorferneuerung", begründete Dorfmoderatorin Christiane Hicking die Beteiligung dieser Zielgruppen in der Ortsent-wicklungsplanung vor zwei Wochen im Feuerwehrhaus in Kalt. Dass sie allerdings auf so eine unternehmungslustige Truppe stieß, überraschte sie schon. "Seit ich in Rente bin, fühle ich mich nicht mehr genügend aus-gelastet - ich möchte mehr im Ort tun", meinte eine Teilnehme-rin. Andere waren nicht weniger engagiert: "Ich habe zwar noch ein paar Enkelkinder, die mich auf Trapp halten, und habe daher eigentlich nicht viel Zeit, aber ein Seniorennachmittag fehlt schon im Ort." "Wie wäre es mit Gymnastik für unsere Altersgrup-pe oder mit Theaterbesuchen," lautete ein anderer Vorschlag. Auch die Verbesserung eines Rundwanderweges um den Ort, die Er-neuerung von Bänken, der Verkehr - hier insbesondere der Winter-dienst - sowie der ÖPNV waren Themen, die sehr lebhaft diskutiert wurden. Ortsbürgermeister Willi E. Probstfeld und Beigeordneter Alfred Engel konnten mit guten Nachrichten aufwarten. So ist konkret beabsichtigt, dass derzeitige Feuerwehrhaus zu einem Senioren-treff umzubauen; ab sofort ist schon ein monatlicher Senioren-nachmittag möglich. "Das wäre schon eine feine Sache, denn wir wohnen doch alle in der Nähe", lautete dann auch die Anerkennung für das ziemlich außergewöhnliche Projekt Anschließend ging es schon an die Planung: Die Nachmittage sollen an jedem zweiten Dienstag im Monat statt-finden. Im ersten halben Jahr werden regelmäßig kleine Aufrufe in der Zeitung erscheinen, bis sich der Seniorennachmittag fest etabliert hat. Auch gab es schon konkrete Vorstellungen, wie ein Raum ausgestattet sein müsste, damit hier regelmäßig Veranstaltungen dieser Art stattfinden können.
Bewilligungsbescheid vom 22.Juni 2001: Der Minister des Inneren und für Sport hat mit Bescheid vom 22.06.2001 der Ortsgemeinde Kalt eine Zuwendung in Höhe von 15.000 DM als Festbetragsfinanzierung zur Fortschreibung des Dorferneuerungskonzepts bewilligt.
Mit der Fortschreibung des Dorferneuerungskonzepts wurde gemäß Gemeinderatsbeschluß vom 15.08.2001 das Büro Karst, Nörtershausen beauftragt.
Die Baugenehmigung liegt vor, die Zuschussbewilligung des Ministeriums des Innern und für Sport ist am 10.Oktober 2002 eingegangen und dem vorzeitigen Baubeginn wurde von Feuerwehrseite ebenfalls zugestimmt. Zwischenzeitlich läuft die öffentliche Ausschreibung. Damit sind die Voraussetzungen für einen Baubeginn noch in diesem Jahr gegeben, soweit die Witterung dies zuläßt.
Entwurf Mehrzweckgebäude:
Umbau des derzeitigen Feuerwehrhauses zu einem Seniorentreff
Die Baugenehmigung liegt vor, die Zuschussbewilligung des Ministeriums des Innern und für Sport ist am 10. Oktober 2002 eingegangen. Damit sind auch hier die Voraussetzungen für einen Baubeginn gegeben. Der Umbau wird so schnell wie möglich, jedoch unter Berücksichtigung des Baufortschritts des neuen Mehrzweckgebäudes in Angriff genommen.
Entwurf Seniorentreff:
Seniorentreff am 14. Mai 2002
Konzeption Seniorentreff
Vorbemerkung: Zur Förderung und Stärkung der dörflichen Gemeinschaft beabsichtigt die Gemeinde Kalt, für ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger verbesserte Möglichkeiten für gemeinsame Aktivitäten zu schaffen. Zu diesem Zweck ist eine geeignete Räumlichkeit erforderlich. Der Ortsgemein-derat hat in seiner Sitzung am 23. Januar 2002 beschlossen, das frei werdende Feuerwehrhaus am Dorfplatz von der Verbandsgemeinde Maifeld anzukaufen und es zu einer Senioreneinrichtung umzubauen. Im Rahmen der zur Zeit im Gange befindlichen Dorfmoderation wird dieses Vorhaben ausdrücklich begrüßt; es bildet eine wichtige Grundlage für zukünftige Akti-vitäten und Initiativen im Seniorenbereich. Die Dorfmoderation wird voraussichtlich im Frühjahr 2002 abgeschlossen; die Ergebnisse fließen in die derzeit beim Planungsbüro Karst in Arbeit befindliche Fortschreibung des Dorferneuerungskonzepts ein. Auf dieser Basis wird zu gegebener Zeit eine endgültige Konzeption entwickelt. Für eine Zusammenstellung wesentli-cher Grundlagen und Leitlinien für eine zukünftige Senioreneinrichtung besteht zum derzeiti-gen Zeitpunkt gleichwohl bereits ein Bedarf, weil schon vor dem Umbau in dem alten Feuer-wehrhaus regelmäßige Seniorentreffs beabsichtigt sind.
§ 1 Seniorenbegriff: Als Seniorinnen u. Senioren werden alle Einwohnerinnen u. Einwohner von Kalt angesehen, die das 65. Lebensjahr vollendet haben oder im jeweils laufenden Jahr vollenden werden.
§ 2 Derzeitige Aktivitäten im Seniorenbereich: Zur Zeit gibt es in Kalt im Seniorenbereich unter der Regie der Gemeinde folgende Aktivitä-ten: · Bustour im Sommer · Verteilung Martinsbrezel · Vorweihnachtlicher Nachmittag in der Schützenhalle Diese Aktivitäten bleiben unberührt und sind auch in Zukunft in der bisherigen Weise beab-sichtigt. Ergänzungen sind jederzeit möglich.
§ 3 Zielsetzung des Seniorentreffs: Zielsetzung des Seniorentreffs ist es, zur Förderung und Stärkung der dörflichen Gemein-schaft in der Gemeinde Kalt für ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger verbesserte Angebote und Möglichkeiten für gemeinsame Aktivitäten in einer zentralen Räumlichkeit zu schaffen. Es soll möglichst viel Eigeninitiative und Selbstverantwortung entwickelt werden. Zu diesem Zweck wird auch angestrebt, dass sich aus dem Kreis der Seniorinnen und Senioren ein enge-res Team für entsprechende Vorbereitungen bildet.
§ 4 Betreiber des Seniorentreffs: Betreiber des Seniorentreffs ist die Ortsgemeinde Kalt. Grundlegende Entscheidungen werden vom Ortsgemeinderat getroffen. Im übrigen ist der Ortsbürgermeister für Geschäfte der lau-fenden Verwaltung zuständig.
§ 5 Räumlichkeiten: Für den Seniorentreff steht nach Abstimmung mit der Verbandsgemeinde Maifeld in Polch zunächst der Aufenthaltsraum im derzeitigen Feuerwehrhaus bereit. Nach dem geplanten Neubau eines Feuerwehrhauses wird die Ortsgemeinde Kalt das derzeitige Feuerwehrhaus von der Verbandsgemeinde Maifeld ankaufen und umbauen. Es steht dann insgesamt (derzei-tiger Aufenthaltsraum und Garage und Nebenräume) zur Verfügung.
§ 6 Namensgebung: Über eine endgültige Namensgebung des Gebäudes, in dem der Seniorentreff eingerichtet wird, wird nach dessen Fertigstellung vom Gemeinderat entschieden. Vorschläge aus dem Seniorenbereich werden gerne entgegen genommen.
§ 7 Einrichtung/Ausstattung: Über die Einrichtung und Ausstattung des Seniorentreffs wird ebenfalls zeitgerecht vor Fer-tigstellung der geplanten Umbaumaßnahmen vom Gemeinderat entschieden. Für die Kosten der Einrichtung/Ausstattung wird das Dorffestgremium und die Jagdgenossenschaft um einen Zuschuß ersucht.
§ 8 Anderweitige Nutzung der Räumlichkeiten: Die Räumlichkeiten des Seniorentreffs können bei Bedarf von anderen Vereinen/Gruppen der Gemeinde Kalt für Besprechungen/Versammlungen etc. in Anspruch genommen werden. Ei-ne Vermietung für jegliche private Anlässe wie z.B. Festlichkeiten und Familienfeiern, Jubi-läen, Geburtstage, Kommunionfeiern, Kindtaufen etc. oder Traueranlässe) ist ausgeschlossen. Für derartige Zwecke stehen in Kalt ausschließlich die Räumlichkeiten der Schützengilde zur Verfügung.
§ 9 Laufende Unterhaltungskosten: Die laufenden Unterhaltungskosten des Gebäudes (Heizung, Strom, Versicherungen etc.) werden von der Ortsgemeinde Kalt getragen.
§ 10 Sonstige Kosten: Zielsetzung ist es, dass der Gemeinde neben den laufenden Gebäudeunterhaltungskosten (§ 9) keine weiteren Kosten entstehen.
§ 11 Reinigung: Nach jeder Benutzung sind die Räumlichkeiten von den Benutzern aufgeräumt und besenrein an den Ortsbürgermeister oder an eine vom ihm beauftragte Person zurückzugeben. Darü-berhinaus werden mehrmals jährlich Grundreinigungen durchgeführt. Zu diesem Zweck wird ein Reinigungsplan aufgestellt. Zielsetzung ist es, dass sich die Benutzer des Gebäudes in angemessenem Umfang an Reinigungsaktivitäten beteiligen. Auf § 13 (Freiwillige Helfer wird hingewiesen).
§ 12 Ausgabe von Speisen und Getränken: Von seiten der Gemeinde Kalt wird keine Konzession für die Ausgabe von Speisen und Ge-tränken beantragt. Insoweit ist auch jegliche Haftung der Gemeinde ausgeschlossen. Dies schließt nicht aus, das Benutzer der Räumlichkeiten z.B. Getränke und kleinere Speisen für den eigenen Bedarf selbst organisieren und mit bringen.
§ 13 Freiwillige Helfer: Freiwillige Helfer aus der Dorfbevölkerung, die bei den Seniorenaktivitäten im Seniorentreff mithelfen, diese unterstützen und mitarbeiten wollen, sind willkommen.
§ 14 Schlüssel: Der Schlüssel für den Seniorentreff wird beim Ortsbürgermeister aufbewahrt.
§ 15 Öffnungszeiten: Die Öffnungszeiten des Seniorentreffs sind noch festzulegen. Im Rahmen der Dorfmoderation wurde vorgeschlagen, bis auf weiteres den Seniorentreff einmal im Monat (jeweils der zweite Dienstag) nachmittags von 14.30 Uhr bis 18.00 Uhr zu öffnen.
§ 16 Hausordnung: Die Benutzer der Räumlichkeiten haben sich an eine noch zu erstellende Hausordnung zu halten.
Kalter Senioren werden jetzt richtig aktiv
Erster Nachmittag für ältere Bürger fand großen Anklang - Vorschläge für weitere Treffen gemacht
KALT. Das kleine Feuerwehrhaus in Kalt platzte fast aus den Nähten beim ersten Seniorentreff der Gemeinde. Fast 30 ältere Bürger waren gekommen und bekundeten reges Interesse an derartigen Veranstaltungen. Im Laufe des Nachmittags kamen so viele Anregungen für weitere Aktivitäten, dass der Rest des Jahres schon mehr oder weniger ausgebucht ist. Unter anderem besteht Interesse an Gymnastik, Ernährungsberatung, rechtlicher Unterstützung, Film- und Diavorträgen, Informationen rund um den Garten, Straßenverkehrs- und kriminalpolizeiliche Beratung und vielem mehr. Die Idee, einmal im Monat ein Seniorentreffen zu veranstalten, entstand im Rahmen der Dorfmoderation. Kalt war im vergangenen Jahr als Schwerpunktgemeinde der Dorferneuerung anerkannt worden. Die Gemeinde wählte Christiane Hicking zur Dorfmoderatorin. Sie betreibt in Altenahr-Kreuzberg ein Büro mit den Aufgabenschwerpunkten Dorferneuerung, Kulturtourismus, Stilberatung und Planung für Tief- und Straßenbau. Unter der Regie von Christiane Hicking möchte Kalt aus der Anerkennung als Investitions- und Maßnahmenschwerpunkt den größtmöglichen Nutzen ziehen. Unter diesem Aspekt entsteht zur Zeit ein Mehrzweckgebäude, in der ein Jugendraum und die Feuerwehr einen Platz finden sollen. Auf einen Beschluss des Gemeinderates hin wird das derzeitige Feuerwehrhaus in Zukunft als Senioren- und Vereinsraum genutzt. "Veranstaltungen wie das Seniorentreffen werden von der Gemeinde im Interesse der Förderung der dörflichen Gemeinschaft sehr begrüßt und unterstützt", so Ortsbürgermeister Willi Esch-Probstfeld. Seiner Meinung nach sei es wichtig, dass sich möglichst viel Eigeninitiative und Selbstverantwortung unter den Bürgern entwickele. (hi)
Rhein-Zeitung, 15.03.2002
Aufsatz: Dorferneuerung in Kalt - Chancen für eine positive Weiterentwicklung