Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=22.06.1977&Aktenzeichen=I%20R%208/75
Timestamp: 2019-06-18 04:06:46
Document Index: 59450213

Matched Legal Cases: ['§ 15', '§ 249', '§ 249', '§ 115', '§ 115', '§ 52']

BFH, 22.06.1977 - I R 8/75 - dejure.org
BFH, 22.06.1977 - I R 8/75
https://dejure.org/1977,269
BFH, 22.06.1977 - I R 8/75 (https://dejure.org/1977,269)
BFH, Entscheidung vom 22.06.1977 - I R 8/75 (https://dejure.org/1977,269)
BFH, Entscheidung vom 22. Juni 1977 - I R 8/75 (https://dejure.org/1977,269)
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Umwandlung einer GmbH in KG - Erlöschen der Pensionsverpflichtung - Gesellschafter-Geschäftsführer - Pensionsrückstellung - Gewinnerhöhende Auflösung
Bei Umwandlung einer GmbH in eine KG bleibt Pensionsrückstellung zugunsten des Gesellschafter-Geschäftsführers der GmbH bestehen, der Gesellschafter der KG geworden ist; kein Wahlrecht für die Auflösung einer Pensionsrückstellung
BFHE 123, 127
DB 1977, 2212
BStBl II 1977, 798
Diese hat zwar angenommen, daß Pensionsrückstellungen nicht gebildet werden dürfen (vgl. u.a. BFH-Urteile vom 16. Februar 1967 IV R 62/66, BFHE 87, 531, BStBl II 1967, 222; vom 21. Dezember 1972 IV R 53/72, BFHE 107, 564, BStBl II 1973, 298, sowie --für GmbH & Co. KG-- vom 22. Januar 1970 IV R 47/68, BFHE 98, 479, 481, BStBl II 1970, 415; vom 22. Juni 1977 I R 8/75, BFHE 123, 127, BStBl II 1977, 798); es ist aber auf die Höhe des Gesamtgewinns der Mitunternehmerschaft ohne Einfluß, ob eine Pensionsrückstellung in der Gesellschaftsbilanz unzulässig ist oder im Rahmen der zweistufigen Gewinnermittlung bei Pensionsgesellschaften zwar gebildet werden darf, aber durch einen zeit- und betragsgleichen Aktivposten in der Sonderbilanz wieder ausgeglichen werden muß.
Dieses Auflösungsverbot gilt auch für Pensionsrückstellungen (BFHE 123, 127, 134 f.).
e) Die hier vertretene Ansicht stimmt mit der neuen Rechtsprechung des BFH überein, nach der § 15 Nr. 2 EStG nicht für Vergütungen für Leistungen gilt, die weder rechtlich noch wirtschaftlich eine Verbindung mit dem Gesellschaftsverhältnis haben, also auf einem Leistungsaustausch beruhen, der sich weder zivilrechtlich noch nach wirtschaftlicher Betrachtung als Beitrag zur Verwirklichung des Gesellschaftszweckes (durch einen Gesellschafter) werten läßt (Urteile vom 8. Januar 1975 I R 142/72, BFHE 115, 37, BStBl II 1975, 437; vom 29. Januar 1976 IV R 42/73, BFHE 118, 176 [179], BStBl II 1976, 372 mit weiteren Nachweisen; vom 28. Januar 1976 I R 103/75, BFHE 118, 430 [432], BStBl II 1976, 746 und vom 22. Juni 1977 I R 8/75, BFHE 123, 127 [132 f.], BStBl II 1977, 798).
Das galt für Pensionsrückstellungen auch schon vor Inkrafttreten des Bilanzrichtlinien-Gesetzes - BiRiLiG - (BFH-Urteil vom 22. Juni 1977 I R 8/75, BFHE 123, 127, BStBl II 1977, 798, unter A II. 3. c der Gründe, m. w. N.; Stellungnahme 3/1977 des Hauptfachausschusses des Instituts der Wirtschaftsprüfer, Die Wirtschaftsprüfung - WPg - 1977, 464;… Baumbach/Duden/Hopt, Handelsgesetzbuch, 28. Aufl., § 249 Anm. 3 B;… Pankow/Pieger, Beck'scher Bilanzkommentar, 2. Aufl., § 249 Rdnr. 237).
Soweit der Kläger seine Nichtzulassungsbeschwerde auf § 115 Abs. 2 Nr. 2 FGO stützt --ohne dabei allerdings weiter zu differenzieren, ob er eine Entscheidung des BFH zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung oder zur Fortbildung des Rechts für erforderlich hält-- und dazu ausführt, dass die vom FG zitierte BFH-Entscheidung (BFH-Urteil vom 22. Juni 1977 I R 8/75, BFHE 123, 127, BStBl II 1977, 798) die Auffassung des FG nicht stützen könne, benennt er keinen abstrakten Rechtssatz, der mit den tragenden Rechtsausführungen in der Divergenzentscheidung nicht übereinstimmte (…vgl. BFH-Beschlüsse vom 15. Februar 2006 XI B 78/05, BFH/NV 2006, 1122;… vom 18. Oktober 2005 X B 51/05, BFH/NV 2006, 116;… Gräber/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 6. Aufl., § 115 Rz 54, m.w.N.).
BFH, 11.12.1980 - IV R 91/77
Umwandlung - GmbH - Abfindung - Pensionsanspruch - Vergütung
Weder die Umwandlung der GmbH in die KG noch der Eintritt des V in die KG haben zivilrechtlich zum Erlöschen dieser Verbindlichkeit geführt (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 22. Juni 1977 I R 8/75, BFHE 123, 127, 131, BStBl II 1977, 798).
Der Senat folgt damit dem Urteil des I. Senats in BFHE 123, 127, BStBl II 1977, 798 (dazu z. B. Knobbe-Keuk, Steuer und Wirtschaft 1978 S 68/75 - StuW 1978, 68/75-).
Nach der Rechtsprechung des BFH (Urteil vom 22.6. 1977 I R 8/75, BStBl II 1977, 798) zum Fall der Umwandlung einer GmbH in eine KG sei die Auflösung einer Pensionsrückstellung sowohl dem Grund als auch der Höhe nach nicht vorzunehmen.
Soweit sich aus dem BFH-Urteil vom 22.6.1977, BStBl II 1977, 798, keine Auflösung der Rückstellung der Höhe nach ergebe, könne es auf den Streitfall nicht übertragen werden.
Im Rahmen des Wechsels des Steuersubjekts kann zwar eine Pensionsrückstellung für ES bei der ASt weitergeführt werden (vgl. BFH-Urteil vom 22.6. 1977 I R 8/75, BStBl II 1977, 798 zur Rechtslage im Veranlagungszeitraum 1959), bei der steuerlich fortzuführenden Pensionsrückstellung ist zu berücksichtigen, dass der künftige Pensionsanspruch von ES weiterhin in seiner Stellung als Gesellschafter der Personengesellschaft zu erwerben ist, ES bis zum Umwandlungsstichtag den vollumfänglich zugesagten Pensionsanspruch noch nicht erdient hatte, seine Pensionsanwartschaft aus der Zeit der Tätigkeit als Geschäftsführer der GmbH sich nur auf einen Teil des künftig zu zahlenden Versorgungsbetrages beziehen konnte.
Die im letztgenannten Urteil geäußerte Auffassung ist - wie das FG verkannt hat - insoweit nicht im BFH-Urteil vom 22. Juni 1977 I R 8/75 (BFHE 123, 127, 132, BStBl II 1977, 798, 800, zu A II 2) aufgegeben, sondern gar nicht erörtert worden.
BFH, 22.10.1998 - VIII B 47/98
Höchstrichterlich geklärt und bejaht sei zwar die Rechtsfrage, ob bei einem Arbeitnehmer, der bei seinem früheren Arbeitgeber eine Mitunternehmerstellung erlange, die während der Arbeitnehmerzeit erdiente Pensionsanwartschaft "einzufrieren" sei (vgl. BFH-Urteile vom 8. Januar 1975 I R 142/72, BFHE 115, 37, BStBl II 1975, 437; vom 22. Juni 1977 I R 8/75, BFHE 123, 127, BStBl II 1977, 798; vom 24. November 1983 IV R 14/83, BFHE 139, 549, BStBl II 1984, 431).
Die Klägerin hat in substantiierter Weise weder einen abstrakten Rechtssatz der Vorentscheidung noch einen solchen der vermeintlichen Divergenzurteile in BFHE 115, 37, BStBl II 1975, 437, in BFHE 123, 127, BStBl II 1977, 798 und in BFHE 139, 549, BStBl II 1984, 431 herausgearbeitet.
Zu diesen Grundsätzen gehörte die zweistufige Gewinnermittlung jedenfalls hinsichtlich der Behandlung der Pensionsrückstellungen bei Inkrafttreten des § 52 Abs. 18 Satz 2 EStG noch nicht (vgl. BFH-Urteile in BFHE 107, 564, BStBl II 1973, 298, und vom 22. Juni 1977 I R 8/75, BFHE 123, 127, BStBl II 1977, 798).
BFH, 24.11.1983 - IV R 14/83
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