Source: https://pfad.wordpress.com/tag/vormundschaft/
Timestamp: 2019-01-21 15:33:08
Document Index: 23400668

Matched Legal Cases: ['§ 1791', '§ 13', '§ 33', '§ 37', '§ 1835', 'Art. 6', '§ 1835']

Vormundschaft | Aktuelles rund um PFlege- und ADoptivkinder
Expertise „Vormundschaft in der Pflegekinderhilfe“
Posted on Oktober 7, 2018. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, Vormundschaft |
Die Expertise „Vormundschaft in der Pflegekinderhilfe – Kooperation und Ehrenamt“ von Christian Erzberger und Henriette Katzenstein widmet sich dem Zusammenspiel zwischen Pflegekinderhilfe und Vormundschaft, das bisher in Forschung und Literatur wenig behandelt wurde. Diese Schnittstelle wurde im Rahmen der Beschäftigung mit der Weiterentwicklung der gesetzlichen Grundlagen und der Praxis in der Pflegekinderhilfe durch die Expert*innen des „Dialogforums Pflegekinderhilfe“ in den Blick genommen.
Den Hintergrund bildeten zum Einen die in der Praxis virulenten Kooperationsfragen: Aufgabenüberlappungen, Komplexität der Fallkonstellationen und unterschiedliche Traditionen und Perspektiven machen es in der Praxis nicht leicht, Vereinbarungen zur Zusammenarbeit, die meist auf lokaler Ebene ausgehandelt werden, zu erzielen. Zum Zweiten stellt der – gerade im Zuge der verstärkten Aufnahme von unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten zunehmende – Einsatz von ehrenamtlichen Vormündern besondere Anforderungen an deren Gewinnung, Auswahl, Qualifikation und Unterstützung. Zum Dritten ist zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Expertise eine umfassende Neuformulierung des Vormundschaftsrechts in Planung. Das neue Recht soll auch Normen beinhalten, die Fragen der Kooperation insbesondere zwischen den Erziehungspersonen im Alltag und den Sorgeberechtigten (Vormund, Pfleger*in) betreffen und wird insofern eine neue Grundlage für das Kooperationsverständnis in der Praxis bieten.
Insgesamt werden in den folgenden Ausführungen diese drei Themenkomplexe näher beleuchtet. Es erscheint notwendig, rechtlich gegründete Perspektiven zur Übernahme von Vormundschaften einerseits und ausgewogene bzw. auf Rollenklarheit basierende Zusammenarbeitskulturen andererseits zu entwickeln sowie den Blick auf die ehrenamtliche Tätigkeit von Vormündern zu werfen. Die Expertise will Grundlagen dafür liefern, die unterschiedlichen Aspekte der Vormundschaft im Bereich der Pflegekinderhilfe im Sinne von Handreichungen, Praxishilfen und Empfehlungen aufzubereiten, um sie den Fachkräften als Orientierungshilfe – aber auch zur praktikablen Umsetzung – in diesem Feld zur Verfügung zu stellen.
Die Expertise steht sowohl zum Download als auch als Printausgabe zum Bestellen zur Verfügung.
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„Pflegeeltern als Vormünder ihrer Pflegekinder?“ am 28.09. in Potsdam
Posted on August 29, 2018. Filed under: Berlin, Brandenburg, Fortbildung, Netzwerke, Pflegefamilie, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: Vormundschaft |
Am 28.09.2018 von 10-15 Uhr wird Henrike Hopp in der Fachhochschule Potsdam zum Thema „Pflegeeltern als Vormünder ihrer Pflegekinder?“ sprechen. Veranstalter ist die Beratungs- und Ombudsstelle Kinder- und Jugendhilfe Brandenburg e.V. (BOJE e.V.).
Rechtlich hat der ehrenamtliche Einzelvormund gem. §§ 1791a und 1791b BGB Vorrang vor anderen Formen der Vormundschaft. Das gilt auch für Pflegeeltern. Ob sie dies sein sollten, hängt unmittelbar mit dem Kind selbst, seiner Geschichte, seinen Möglichkeiten und seinen Perspektiven zusammen. Immer wieder stoßen allerdings Pflegeeltern, die die Vormundschaft für ihr Pflegekind übernehmen wollen, wegen grundsätzlicher Bedenken bei Fachkräften des Jugendamtes auf Ablehnung. Nach Erläuterung der rechtlichen Grundlagen und Informationen über die einschlägige aktuelle Rechtsprechung geht die Veranstaltung folgenden Fragen nach:
Wann macht es Sinn für Pflegeeltern, die Vormundschaft selbst zu übernehmen?
Wie können Pflegeeltern eine gewünschte Vormundschaft erhalten?
Was bedeutet es, Vormund für sein Pflegekind zu sein?
Was muss ein Vormund wissen und entscheiden?
Anmeldungen sind bis zum 20.09.2018 möglich.
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Posted on Juli 28, 2018. Filed under: Berlin, Brandenburg, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: Vormundschaft |
Am 28.09.2018 wird Henrike Hopp in Potsdam zum Thema „Pflegeeltern als Vormünder ihrer Pflegekinder?“ referieren. Veranstalter der Fortbildung ist BOJE – Beratungs- und Ombudsstelle Kinder- und Jugendhilfe Brandenburg e.V.
Stellungnahme des Paritätischen: Minderjährige unbegleitete Flüchtlinge brauchen Hilfe zur Erziehung!
Posted on Februar 19, 2018. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Politik, Publikationen, Rechtliches, Stellungnahmen | Schlagwörter: unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, Vormundschaft |
Angeregt durch Diskussionen im AK Jugendsozialarbeit am 30.1.2018, bei dem insbesondere über die Situation in Bayern berichtet wurde, wo massiv versucht wird, Angebote des betreuten Jugendwohnens nach § 13 Abs. 3 SGB VIII zur Regelversorgung für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge umzudeuten, hat der Paritätische Gesamtverband eine Stellungnahme verabschiedet, die deutlich unterstreicht, dass die Vormünder Minderjähriger einen klaren Anspruch auf Hilfe zur Erziehung haben, der als solcher nichts mit Angeboten der Jugendsozialarbeit zu tun hat. Darüber hinaus spricht sich der Verband gegen 4-fache Verlegungen junger Geflüchteter durch eine Erstunterbringung in sog. AnKER-Lagern aus, wie sie der Koalitionsvertrag vorsieht.
zur Stellungnahme vom 16.02.2018
Rechtsextreme wollen Vormundschaften für UMF übernehmen
Posted on Januar 15, 2018. Filed under: Fachkräfte, Hamburg, Jugendhilfe, Politik, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, Vormundschaft |
Besorgnis erregend ist ein diffamierender Aufruf der Identitären Bewegung aus Hamburg, die nun gezielt dazu aufruft, dass sich Personen aus den eigenen Reihen als Vormünder für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge bestellen lassen. Diese Entwicklung sollte in den Jugendhilfegremien vor Ort / auf Landesebene bekannt sein, um sich ggf. auf vergleichbare „Aufrufe“ und Entwicklungen vorbereiten zu können und entsprechende Bewerber*innen abweisen zu können.
Darüber berichtet auch die SHZ vom 15.01.2018 im Artikel „Identitäre in Hamburg wollen Vormundschaften für Flüchtlinge“
Fachtag „Vormundschaften durch Ehrenamtliche – Anforderungen und Potentiale“ am 24.01. in Berlin
Posted on Dezember 3, 2017. Filed under: Berlin, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: Gastfamilien, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, Vormundschaft |
Der Fachtag „Vormundschaften durch Ehrenamtliche – Anforderungen und Potentiale“ am 24.01.2018 in Berlin (Wannsee) nutzt Erkenntnisse aus dem Projekt „Gewinnung ehrenamtlicher Vormundschaften – eine Chance für junge Geflüchtete“, das das Kompetenzzentrum Pflegekinder von Mai 2016 bis Dezember 2018 finanziert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend durchführt, und verfolgt das Ziel, den fachlichen Austausch über Formen, Chancen, Herausforderungen und Stolpersteine ehrenamtlicher Vormundschaften zu systematisieren und zu vertiefen.
Abschlusstagung des Projektes „Für junge Geflüchtete: Gastfamilien, Paten- und Vormundschaften“ am 08.12. in Berlin
Posted on Oktober 8, 2017. Filed under: Berlin, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: Gastfamilien, Patenfamilie, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, Vormundschaft |
Impulse für die Praxis der Jugendhilfe möchte die Abschlusstagung des Projektes „Für junge Geflüchtete: Gastfamilien, Paten- und Vormundschaften“ am 08.12. in Berlin geben.
„Für junge Geflüchtete: Gastfamilien, Paten- und Vormundschaften“ ist ein Modellprojekt, das in Kooperation der Diakonie Deutschland und des Kompetenz-Zentrum Pflegekinderhilfe e. V. von Januar 2016 bis Dezember 2017 durchgeführt und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird.
Gastfamilien, Vormundschaften und Patenschaften – sind Möglichkeiten sich für junge Geflüchtete zu engagieren und eine gute Ergänzung zu anderen, bestehenden Angebotenen der Jugendhilfe. Obgleich sie unterschiedliche Aufgaben und Schwerpunkte haben, benötigen sie durchweg qualifizierte professionelle Begleitung, um wirksam sein zu können.
Im Rahmen des Praxisprojekts wurden fachliche Empfehlungen entwickelt, insbesondere
zur Vermittlung von jungen Flüchtlingen in Gastfamilien
zur Qualifizierung von Gasteltern für junge Geflüchtete
zur Qualifizierung von Fachkräften
zur Förderung ehrenamtlicher Strukturen mit Vormündern und Paten.
In der Abschlusstagung werden Ergebnisse und Erkenntnissen aus dem Projekt aus Sicht der beiden Projektträger sowie der beteiligten kommunalen und freien Jugendhilfeträger vorgestellt. Darüber hinaus wird Prof. Wolf die wissenschaftliche Evaluation vorstellen und die daraus resultierenden Impulse für die Jugendhilfe insgesamt präsentieren.
Die Tagung wendet sich gleichermaßen an Praktiker*innen und interessiertes Fachpublikum.
Posted on August 8, 2017. Filed under: Berlin, Fachkräfte, Forschung, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: Gastfamilien, Patenfamilie, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, Vormundschaft |
Tagungsdokumentation „Neu Maß nehmen! Zukunftsperspektiven der Vormundschaft“ erschienen
Posted on April 15, 2017. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Netzwerke, Publikationen | Schlagwörter: Vormundschaft |
In der Schriftenreihe „Aktuelle Beiträge zur Kinder- und Jugendhilfe“ der Arbeitsgruppe Fachtagungen Jugendhilfe ist als Band 107 die 122-seitige Dokumentation der Tagung „Neu Maß nehmen! Zukunftsperspektiven der Vormundschaft“ erschienen.
Wie weit ist das Feld? Strategische Fragen und Aspekte zur Vormundschaft
Vormundschaft zwischen rechtlicher Vertretung und „Kümmern ums Kind“
Was brauchen Kinder von ihrem Vormund? Was hat mein Vormund für mich erreicht?
Kontinuität und Lebensbegleitung von Mündeln
Zukunftsperspektiven der Vormundschaft – Perspektiven für die rechtlichen Grundlagen
Ergebnisse der Arbeitsgruppen:
Altersgemäße Beteiligung bei der Gestaltung der Vormundschaft
Kinder in schwierigen Lebenslagen und Vormundschaft
Careleaver: 18 und dann?
Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge: Vormundschaft und nachhaltige Integration
Ehrenamtliche Vormünder erfolgreich gewinnen und ‚behalten‘
Herstellung einer ‚Passung‘ zwischen Vormund und Kind sowie Auswahl und Bestellung des Vormunds
Symposium „Vormundschaften für Pflegekinder“ am 31.10. in Hannover
Posted on August 31, 2016. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Niedersachsen, Pflegefamilie, Politik, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: Vormundschaft |
Am 31.10. findet in Hannover das Symposium „Vormundschaften für Pflegekinder – nach der Reform ist vor der Reform – Die Bedeutung einer Vormundschaft für das Pflegekind im Kontext von Chancen und Problemen bei der Ausübung – Praxis, Wissenschaft und Politik im Dialog“ statt.
Veranstalter sind die Stiftung zum Wohl des Pflegekindes und der Bundesverband Vormundschaftstag.
Vor dem Hintergrund der ersten Reform des Vormundschaftsrechts durch das Gesetz zur Änderung des Vormundschafts- und Betreuungsrechts von Juni 2011 werden die bisherigen Erfahrungen der Praxis erörtert und offene Problemstellungen mit Blick auf die bevorstehende große Vormundschaftsrechtreform mit Vertretern aus Wissenschaft und Politik diskutiert.
Prof. Dr. Barbara Veit, Lehrstuhl für Bürgerliches Recht – Schwerpunkt Familienrecht -, Georg August Universität Göttingen; Mitglied der Kinderrechtskommission des Deutschen Familiengerichtstages
Michael Grabow, Richter am Amtsgericht Pankow/Weißensee in Berlin, 1. Vorsitzender des bvvt. e. V.
Michael Greiwe, Geschäftsführer der Stiftung zum Wohl des Pflegekindes
Forum Einzelvormundschaft für Pflegekinder am 18.06. in Friedberg/H.
Posted on April 5, 2016. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Hessen, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: Vormundschaft |
Das Forum Einzelvormundschaft für Pflegekinder des IVA-Institutes findet am 18.06. in Friedberg/Hessen statt und widmet sich dem Thema „Amtsvormund: Rechte und Pflichten – Kooperation mit der Pflegefamilie„.
NRW: Praxisforum 2016 „Ehrenamtliche Vormünder, Pfleger – eine ungenutzte Ressource“ in Köln
Posted on März 2, 2016. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, Veranstaltungen | Schlagwörter: Pflegschaft, Vormundschaft |
Die Landesjugendämter Rheinland und Westfalen-Lippe führen vor dem Hintergrund des anhaltenden Flüchtlingszustroms ein 3. Praxisforum „Ehrenamtliche Einzelvormünder-eine ungenutzte Ressource“ durch. Termine sind der 7. April, der 9. Juni und der 1. September 2016 im LVR-Landesjugendamt Rheinland in Köln.
Die neuen fachlichen Herausforderungen haben bereits vielerorts zu neuen Kooperationen von Fachdiensten und -stellen sowie zu neuen Überlegungen zur Aufgabenwahrnehmung geführt. Da sich in vielen Städten und Gemeinden Bürgerinnen und Bürger engagieren wollen, gehören hierzu auch Überlegungen zu deren Einbeziehung als ehrenamtliche Vormünder, Pfleger, Paten oder Gasteltern für minderjährige unbegleitete Flüchtlinge. Die Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen erfordert jedoch Konzepte, Zeit und personelle Ressourcen: Einerseits für deren Gewinnung und Schulung und auch für deren weitere Begleitung und Beratung.
Die Teilnahmegebühr je Institution beläuft sich auf 190 Euro inklusive Verpflegung. Für jede weitere Person wird eine Verpflegungspauschale von 30 Euro erhoben.
Eine Anmeldung ist nur für das gesamte Projekt möglich. Anmeldeschluss: 18.03.2016.
Jugendämter suchen Vormünder für umF
Posted on September 8, 2015. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Publikationen | Schlagwörter: unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, Vormundschaft |
Die Süddeutsche Zeitung berichtet im Artikel „Vormund gesucht“ vom 08.09.2015 über die Suche mancher Jugendämter nach Ehrenamtlichen, die eine Einzelvormundschaft für einen unbegleiteten minderjährigen Füchtling übernehmen können. Grund ist die Überlastung des Jugendhilfesystems:
„Das Problem: Die Jugendämter, deren Mitarbeiter normalerweise die Vormundschaft für minderjährige Flüchtlinge übernehmen, sind längst überlastet. In Hamburg betreut ein Vormund zwischen 50 und 100 Jugendliche, auch in Berlin sind es längst mehr als die gesetzlich erlaubten 50.„
Berlin sucht Pflegefamilien und ehrenamtliche Vormünder für junge Flüchtlinge
Posted on September 3, 2015. Filed under: Berlin, Bewerber, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: Asyl, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, Vormundschaft |
In Berlin werden aktuell sowohl Pflegeeltern, als auch ehrenamtliche Vormünder für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge gesucht:
rbb-online vom 02.09.2015: Pflegeeltern für jugendliche Flüchtlinge gesucht
Tagesspiegel von 01.09.2015: Berlin sucht Pflegeeltern für junge Flüchtlinge
zum AKINDA – Netzwerk Einzelvormundschaften
Bericht zur Fachtagung „Pflegekinder und Pflegeeltern mit Migrationshintergrund – Arbeit mit Herkunftsfamilien“
Posted on Juni 14, 2015. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Hessen, Jugendhilfe, Netzwerke, Publikationen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Veranstaltungen | Schlagwörter: Migration, Rückführung, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, Vormundschaft |
Fachtagung „Pflegekinder und Pflegeeltern mit Migrationshintergrund – Arbeit mit Herkunftsfamilien“ für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pflegekinderdienste aus Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland am 27./28. April 2015
70 teilnehmende Fachkräfte gingen am ersten Tag gemeinsam mit der Referentin Sabine Kriechhammer-Yağmur vom Paritätischen Wohlfahrtsverband der Frage nach, welche Herausforderungen und Chancen Familien mit Migrationshintergrund in ihrer täglichen Arbeit darstellen. Die Referentin präsentierte in ihrem Vortrag zunächst einige Zahlen und Definitionen, die bei der Beleuchtung der Thematik für die Pflegekinderhilfe von zentraler Bedeutung sind: 9.105 Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund unter 27 Jahren waren 2008 als Vollzeitpflegekinder gemäß § 33 SGB VIII untergebracht. Dem gegenüber stand eine Zahl von 40.568 Pflegekindern in dieser Altersspanne ohne Migrationshintergrund. Angebote zur Förderung der Erziehungsfähigkeit und Rückkehr des Kindes in die Herkunftsfamilie werden für 22 Prozent der Familien ohne, aber nur für 5 Prozent der Familien mit Migrationshintergrund angeboten. Zahlen darüber, wie viele Pflegefamilien mit Migrationshintergrund bundesweit tätig sind, gibt es keine. Diese und andere Erläuterungen der Referentin machten deutlich, welche Aufgaben hier für die Pflegekinderhilfe noch zu leisten sind.
Als Definition des Begriffes „Menschen mit Migrationshintergrund“ wählte Sabine Kriechhammer-Yağmur den im Mikrozensus von 2003 verankerten Begriff: „Alle nach 1949 auf das heutige Gebiet der Bundesrepublik Deutschland Zugewanderten, sowie alle in Deutschland geborenen Ausländer und alle in Deutschland als Deutsche Geborenen mit zumindest einem nach 1949 zugewanderten oder als Ausländer in Deutschland geborenen Elternteil.“ Auf dieser Grundlage sind die beiden stärksten Migrationsgruppen die Aussiedler bzw. Spätaussiedler vorwiegend aus der Russischen Föderation (3,1 Millionen) sowie 2,5 Millionen Menschen aus der Türkei.
Um zu verdeutlichen, welche Menschen sich hinter dem Begriff verbergen und welche Familien oder Einzelpersonen nach Deutschland kommen und kamen, stellte die Referentin folgende Gruppen vor:
Arbeitsmigrantinnen und Arbeitsmigranten
Saisonarbeiterinnen und -arbeiter
nachkommende Familienangehörige der gleichen oder anderer Nationalitäten,
augenblicklich sehr relevant: Flüchtlinge mit und ohne Anerkennung, mit Duldung oder mit Bleiberecht,
und nicht zuletzt auch illegal hier lebende Menschen.
Sabine Kriechhammer-Yağmur wies darauf hin, dass diese Menschen, die aus allen gesellschaftlichen und sozialen Schichten kommen, ihre Weltanschauungen, Religionen, Kulturen, ethnische, nationale Herkunft und Sprachen mitbringen. Diese Personengruppe, so die Referentin, unterscheide sich wie deutsche Familien durch ihre Lebensentwürfe. Auch der Grad ihrer Verwurzelung in die deutsche Gesellschaft reiche von „Ich fühle mich noch immer als Fremde“ bis hin zu der Aussage „Ich bin hier Zuhause.“ Als Dilemma im Kontext der Betrachtung führte sie aus: „Durch den Prozess der Benennung als bestimmte Gruppe (Flüchtlinge, Frauen mit Migrationshintergrund) werden die Menschen erst zu „Anderen“ gemacht. Es werden also Gruppen konstruiert, die ggf. den notwendigen Blick auf das Individuum verstellen. Durch diese horizontale Differenzierung (das Nebeneinander verschiedener ethnischer Gruppen) wird die genauso notwendige vertikale Differenzierung (strukturelle Ungleichheit, Machtgefälle, etc.) vernachlässigt.“
Im Anschluss an diese eher grundsätzlichen Einführungen in die Thematik beschäftigte sich die Referentin mit den Themen Kultur, interkulturelle Öffnung und interkulturelle Kompetenz. Sie legte Wert darauf, den Kulturbegriff als Beschreibung einer gemeinsamen Lebensweise oder als Deutungsmuster einer Gruppe zu beschreiben. Kulturen seien daher weder statisch noch einheitlich, sondern immer mehrdeutig und widersprüchlich. Die Schlussfolgerung ihrer Ausführungen zum Kulturbegriff lautete: in jeder Gesellschaft gibt es verschiedene Kulturen, die nichts mit dem Migrationshintergrund der Menschen zu tun haben. Jeder Mensch werde in bestimmte Kulturen geboren, andere suche er sich freiwillig. Menschen würden durch kulturelle Einflüsse geprägt, seien aber durchaus in der Lage sich von diesen zu verabschieden und andere Kulturen zu wählen. Ihr wichtigstes Fazit lautete: „Es begegnen sich nie Kulturen, sondern immer Menschen“.
Nach Ausführungen zu den interkulturellen Kompetenzen, die in der Pflegekinderhilfe notwendig wären, übermittelte Sabine Kriechhammer-Yağmur zum Abschluss ihrer Betrachtungen einen Ideenkatalog, der hilfreich ist für die Arbeit der Pflegekinderdienste mit Herkunftsfamilien mit Migrationshintergrund. Nützlich ist dieser auch in der Ausbildung und Schulung von Pflegefamilien mit Migrationshintergrund und beim sensiblen Umgang mit den Kindern in diesem Spannungsfeld. In den Rückmeldungen der Teilnehmenden wurde deutlich, dass die sehr umfangreichen und differenzierten Überlegungen der Referentin vor Ort Anregungen dafür sein können, Einzelfälle unter anderen Blickwinkeln zu gestalten oder Konzepte für eine migrationssensible Pflegekinderhilfe zu entwickeln.
Drei Referentinnen gestalteten den zweiten Tag der Fachtagung. Helga Heugel, Bereichsleiterin des Pflegekinderdienstes im Jugendamt Stuttgart, schloss mit ihren Ausführungen direkt an die Überlegungen der Referentin vom Vortag an. Sie stellte unter anderem gelungene Beispiele der Vermittlung von Pflegekindern mit Migrationshintergrund in Familien mit und ohne Migrationshintergrund vor, und beleuchtete unter den Stichworten „Was wir verändern wollen“, „Was wir versucht haben“, „Was wir erreicht haben“, „Was wir gelernt haben“ und „Was wir tun“ die konkrete Arbeit der Pflegekinderhilfe der Landeshauptstadt Stuttgart. Zum Erreichten gehörten unter anderem ein bewussterer Blick bei der Werbung, Schulung und Überprüfung von Pflegeeltern auf die Ressource Migrationshintergrund. Unter der Rubrik des Gelernten wies sie darauf hin, dass sie erfahren konnten, dass mehr interkulturelle Familien tätig sind, als von den Fachkräften eingeschätzt wurde, und dass die Arbeit mit Pflegefamilien unbedingt interkulturelle Kompetenz voraussetze. Unter der Rubrik „Was wir tun“ stellte sie dar, dass die Netzwerke der Pflegefamilien mit Migrationshintergrund und die daraus entstehenden Ressourcen aktiv genutzt werden. Außerdem, dass Kolleginnen und Kollegen mit Migrationshintergrund zum Beispiel aus den ambulanten Hilfen in den Beratungskontext von Pflegefamilien einbezogen werden, und dass regelmäßig Fortbildungen zum Thema interkulturelle Kompetenz für die Fachkräfte aber auch für die Pflegepersonen durchgeführt werden. Die sehr anschaulichen und praxisnahen Ausführungen der Referentin stießen beim Fachpublikum auf große Resonanz.
Aus juristischer Sicht beleuchtete Diana Eschelbach, Doktorandin am Max-Planck Institut München und freie Mitarbeiterin des DIJuF Heidelberg, in ihrem Vortrag „Elternrechte – Was bleibt, was wechselt und warum?“ die Situation von Herkunftsfamilien, während und nach der Vermittlung des Kindes in die Pflegefamilie. Zwar ging auch Frau Eschelbach unter anderem unter dem Stichwort Religion des Kindes und Staatsangehörigkeit des Kindes auf möglicherweise mit dem Migrationshintergrund verbundene Aspekte ein. Andererseits schlug ihr Beitrag jedoch einen großen Bogen über alle relevanten rechtlichen Themen von Sorgerechtsentscheidungen bis zu Umgangsregelungen mit Herkunftseltern in der Pflegekinderhilfe.
Besonders hilfreich für die tägliche Arbeit in der Pflegekinderhilfe waren die sehr differenzierten Ausführungen der Referentin unter der Rubrik Beteiligung von sorgeberechtigten bzw. nichtsorgeberechtigten Eltern an der Hilfeplanung oder die Auflistung, welche Angelegenheiten des täglichen Lebens unter dem Begriff Alltagssorge zu subsumieren sind und daher von den Pflegeeltern für ihr Pflegekind getroffen werden können. In Abgrenzung hierzu ging sie auf die Angelegenheiten von erheblicher Bedeutung ein, für die immer nur der Inhaber des Sorgerechts entscheidungsbefugt ist.
Auch mit der Frage, wer zum Vormund für ein Pflegekind bestellt werden kann, beschäftigte sich die Referentin grundlegend. Obwohl das Gesetz einen ehrenamtlichen Einzelvormund bevorzugt, werden 70-80 Prozent aller Vormundschaften für Pflegekinder im Jugendamt geführt. Entscheidend für die Bestellung von Pflegeeltern zum Vormund sei:
Dauer des Pflegeverhältnisses und weitere Perspektive,
Bindung an die Pflegeeltern,
Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit dem Jugendamt,
Klärung des Umgangs mit den leiblichen Eltern,
Umgang mit Geschwisterkindern,
hinreichende Informationen für Pflegeeltern über vormundschaftliche Aufgaben,
akute Probleme sind gelöst bzw. abschließend bearbeitet.
Als Ausschlusskriterium nannte die Referentin: „Pflegeeltern stehen einem dem Kindeswohl dienlichen Kontakt zum Herkunftssystem ablehnend gegenüber.“
An die Ausführungen von Diana Eschelbach schloss sich inhaltlich, aber auch unter der Beachtung der Perspektive der Elternrechte in der Pflegekinderhilfe, der Vortrag von Sabina Langenohl, Diplom-Pädagogin und freie Mitarbeiterin der GEBIT in Münster, nahtlos an. Sie stellte das Modellprojekt zur Rückführung von Kindern aus der Jugendhilfe, welches sie mit neun Kommunen durchgeführt hat, vor. Langenohl ging neben den organisatorischen Vorgaben des Projektes zunächst auf die Frage ein, warum das Thema Rückführung von Kindern so bedeutsam ist, warum aber andererseits nur wenige geplante Rückführungen stattfinden. Die Teilnehmenden des Modellprojektes hatten sich mit Thesen beschäftigt, die auch während des Vortrages von Sabina Langenohl spannende und kontroverse Diskussionen auslösten. Unter der Überschrift „Ist das so?“ stellte die Referentin vier Thesen vor, die während des Projektes bearbeitet wurden.
„Man soll immer so lange wie möglich versuchen mit ambulanten Hilfen zu arbeiten.“
„Kinder brauchen Verlässlichkeit und Klarheit, müssen eindeutig wissen, wo sie in Zukunft leben werden.“
„Eltern, die Umgangskontakt unregelmäßig wahrnehmen, sind schlechte Eltern und zu unzuverlässig, um ein Kind großzuziehen.“
„Nach zwei Jahren in der Pflegefamilie hat das Kind Bindungen aufgebaut und es ist keine Rückführung mehr möglich.“
Schnell wurde klar, dass diese Thesen nicht uneingeschränkt so stehen bleiben können, sondern dass es am Einzelfall orientierte und differenzierte Betrachtungen geben muss.
Das Projekt, das Frau Langenohl vorstellte, führte übrigens nicht zur Entwicklung eines einheitlichen Konzeptes, sondern hatte unter anderem das Ergebnis, dass vor einer Rückführung eine sorgfältige Diagnostik zu erstellen ist und Kriterien gefunden werden müssen, um die Entwicklung des Einzelfalles einzuschätzen. Die Pflegekinderhilfe braucht Konzepte, die auf Rückführung ausgerichtet sind. Der gesetzliche Auftrag des § 37 SGB VIII muss von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern öffentlicher und freier Träger in der Jugendhilfe intensiv wahrgenommen werden.
Nach zwei Tagen, die eine Fülle von Basiswissen, aber auch neue Ideen und überlegenswerte Ansätze für die Pflegekinderhilfe vor Ort boten, bleibt zu hoffen, dass einige Anregungen konstruktiv umgesetzt werden.
Beate Fischer-Glembek
Quelle: LJA Info Ausgabe Juni 2015
Runder Tisch der Pflege- und Adoptivfamilienverbände äußert sich zur Vormundschaft für Pflegekinder
Posted on April 21, 2015. Filed under: Jugendhilfe, Netzwerke, PFAD Verband, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rechtliches, Stellungnahmen | Schlagwörter: Pflegschaft, Vormundschaft |
Der Runde Tisch der Pflege- und Adoptivfamilienverbände beschäftigte sich bei seinem letzten Treffen mit dem Ende 2014 vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz im Zusammenhang mit einer geplanten zweiten Reformstufe für die Vormundschaft veröffentlichten Eckpunktepapier für die weitere Reform des Vormundschaftsrechts (pdf, Stand: 13.10.2014).
Die Verbände erarbeiteten dazu ein gemeinsames Papier, um die Position von Pflegefamilien in die Diskussion der Expertengruppe einzubringen, die die Reform vorbereitet.
⇒ Positionspapier „Vormundschaft für Pflegekinder – Erfordernisse aus der Perspektive der Pflegefamilienverbände“ (pdf, Stand: April 2015)
BbP-Familientreffen 2015 in Herbstein
Posted on April 14, 2015. Filed under: Adoptivfamilie, Fortbildung, Gesundheit, Hessen, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: Behinderung, Inklusion, Sonderpflege, Vormundschaft |
Über Pfingsten 2015 (22.-25.05.) lädt der Bundesverband behinderter Pflegekinder (BbP) e.V. seine Mitglieder wieder zum jährlichen Familientreffen ins Kolping-Feriendorf Herbstein ein.
„Rechte und Pflichten von Pflegeeltern“ am 25.04. in Berlin
Posted on April 9, 2015. Filed under: Berlin, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: Namensänderung, Rückführung, Umgangskontakt, Verbleibensanordnung, Vormundschaft |
Am 25.04. referiert Fachanwalt Steffen Siefert für den AktivVerbund e.V. zum Thema „Rechte und Pflichten von Pflegeeltern„. Das Tagesseminar findet von 10 – 17 Uhr im Mercure Hotel Berlin City West statt.
Was tun, wenn die Herausnahme des Pflegekindes droht
Die Möglichkeit einer Verbleibensanordnung
Einzelvormundschaft für Pflegeeltern – Vorteile, Nachteile und Voraussetzungen, diese zu bekommen
Umgangsprobleme
Voraussetzungen einer Namensänderung
Fragen der Teilnehmer und Teilnehmerinnen sind willkommen.
Beantragung der Aufwandsentschädigung für Vormünder muss bis 31.03. erfolgen
Posted on März 11, 2015. Filed under: Finanzielles, Pflegefamilie, Rechtliches | Schlagwörter: Aufwandsentschädigung, Vormundschaft |
Pflegeeltern, die ehrenamtlich die Vormundschaft für ihr Pflegekind übernommen haben, können nach § 1835a BGB beim zuständigen Amtsgericht eine jährliche Aufwandspauschale von 399 € beantragen. Dies ist jedoch nur binnen 3 Monaten nach Ablauf eines Jahres möglich, danach erlischt der Anspruch.
2. Praxisforum Ehrenamtliche Vormünder am 12.03. in Köln
Posted on Januar 12, 2015. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, Veranstaltungen | Schlagwörter: Jugendamt, Pflegschaft, Vormundschaft |
Die gesetzlichen Regelungen im Vormundschaftsrecht haben einiges bewegt: Monatliche Besuchskontakte, eine Fallzahlobergrenze, die Verpflichtung zur persönlichen Gewährleistung der Pflege und Erziehung des Mündels durch den Vormund. Hierdurch haben sich die strukturellen und personellen Bedingungen der Aufgabenwahrnehmung in Jugendämtern und bei freien Trägern verändert.
Im Praxisforum Ehrenamtliche Vormünder, welches die beiden nordrhein-westfälischen Landesjugendämter im Jahr 2015 zum zweiten Mal durchführen werden, erhalten die Jugendämter auf drei Arbeitssitzungen Möglichkeiten, mit fachlicher Begleitung, durch Input und praktisches Coaching vor Ort, diese noch nicht genutzte Ressource für Ihre Aufgabenwahrnehmung zu erschließen. Es sollen regionale fachliche Konzepte zur Gewinnung, Schulung und Mitarbeit von ehrenamtlichen Vormündern erarbeitet werden.
Die Veranstaltung richtet sich an die Jugendämter in Nordrhein-Westfalen, die neben der vorhandenen Amtsvormundschaft auch ehrenamtliche Einzelvormünder mit der Führung von Vormundschaften durch das Familiengericht bestellen lassen wollen. Weitere Teilnehmende werden die Vertreterinnen und Vertreter der Kooperationspartner sein.
Das Praxisforum beginnt am 12. März 2015 mit einer Auftaktveranstaltung. Die Veranstaltungen finden in der Zentralverwaltung des Landschaftsverbandes Rheinland im Horion-Haus, Hermann-Pünder-Str. 1 in Köln-Deutz statt.
Anmeldeschluss ist der 12.02.2015.
Materialien zum Bundesforum Vormundschaft und Pflegschaft 2014
Posted on November 20, 2014. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen, Veranstaltungen | Schlagwörter: Pflegschaft, Vormundschaft |
Die umfangreichen Materialien zum Bundesforum Vormundschaft und Pflegschaft, das vom 10.–12.09. in Hamburg unter dem Titel „Von der Sorge zur Verantwortung – Vormundschaft auf dem richtigen Weg!?“ stattfand, stehen auf der Seite des Deutsche Institut für Jugendhilfe und Familienrecht e.V. (DIJuF) zur Verfügung.
Darunter findet sich auch der von Dr. Carmen Thiele, PFAD Bundesfachverband der Pflege- und Adoptivfamilien e. V., Berlin und Irmgard Hader (KrJA Biberach) angebotene Workshop „Der Vormund in der Pflegefamilie zwischen Ansprüchen und Ablehnung“
Folien „Wenn der Vormund zwölfmal klingelt…”
Ergebnis (Foto)
Sonderworkshop „Vormundschaftsrecht in Europa“ am 12./13.12. in Regensburg
Posted on November 4, 2014. Filed under: Bayern, Fachkräfte, International, Jugendhilfe, Netzwerke, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: Vormundschaft |
Am 12./13.12. wird auf Anregung des Bundesjustizministeriums an der Universität Regensburg in der Symposienreihe zum Europäischen Familienrecht ein Workshop zur Reform des Vormundschaftsrechts stattfinden. Das Vormundschaftsrecht soll dort vor allem aus rechtsvergleichender Perspektive betrachtet werden, um Näheres über Erfahrungen aus dem europäischen Ausland zu erfahren. Veranstalter sind Prof. Dr. Dr. h.c. Dieter Schwab und Prof. Dr. Anatol Dutta.
Umfrage: Was denkt der Mündel von seinem Vormund?
Posted on November 1, 2014. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Pflegefamilie | Schlagwörter: Pflegschaft, Vormundschaft |
Das DIH (Deutsches Institut für Heimerziehungsforschung) und der BVVT (Bundesverband Vormundschaftstag e.V.) führen mit einer Studierendengruppe der EHB (Projekttag Vormundschaft) eine Studie durch. Es geht darum, das Verhältnis von Vormund und Mündel zu untersuchen. Seit dem Gesetz zur Änderung des Vormundschafts- und Betreuungsrechtes vom Juli 2011/12 wird in der Fachöffentlichkeit die Frage diskutiert, wie die dort niedergeschriebene Neubestimmung des Vormund-Mündel-Verhältnisses in der Praxis ausgefüllt oder umgesetzt werden kann.
Das Projekt findet breite Unterstützung. Das Bundesforum Vormundschaft/Pflegschaft des DIJuF hat den Fragebogen auf seiner Homepage veröffentlicht, der Bundesverband unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge (BUMF) weist in seinem Newsletter darauf hin, der AWO-Vormundschaftsverein, der Betreuungsverein der Caritas, die Berliner Stadtvormünder und eine Fülle von Jugendämtern und Vormundschaftsvereinen habe Ihre Hilfe zugesagt.
Das Ziel der Studie besteht darin, die Qualität dieses Verhältnisses zu erfragen. Dabei wollen wir die Erfahrungen und Erlebnisse der Mündel zugrunde legen.
In einem ersten Schritt wird eine bundesweit angelegte Fragebogen-Aktion durchgeführt. Anschließend sollen die erhobenen Daten durch Interviews exemplarisch veranschaulicht werden.
⇒ zum Fragebogen
„Amtsvormundschaft endet, Einzelvormundschaft beginnt“ am 20.09. in Frankfurt/Main
Posted on August 1, 2014. Filed under: Fortbildung, Hessen, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: Pflegschaft, Vormundschaft |
Das Forum Einzelvormundschaft des IVA Instituts will Einzelvormünder/-pfleger für Pflege- oder Heimkinder oder solche, die dies werden wollen, ansprechen. Es bietet Raum zum Austausch über ihre besonderen Themen und Fragestellungen und Möglichkeiten zur Qualifizierung und Fortbildung.
Bei einer Veranstaltung am 20.09. wird Henriette Katzenstein vom Deutschen Institut für Jugendhilfe- und Familienrecht(DIJuF) zum Thema „Amtsvormundschaft endet, Einzelvormundschaft beginnt“ referieren. Sie wird folgende Gesichtspunkte behandeln:
Für und Wider der Einzelvormundschaft
Übergang von der Amtsvormundschaft zur Einzelvormundschaft
Rechte des Mündels?
Pflichten und Rechte des ehrenamtlichen Vormunds?
Beratung durch das Jugendamt?
Urteil: Großeltern müssen bei der Auswahl eines Vormunds in Betracht gezogen werden
Posted on Juli 27, 2014. Filed under: Jugendhilfe, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: Herkunftsfamilie, Vormundschaft |
Der Schutz der Familie nach Art. 6 Abs. 1 GG schließt auch familiäre Bindungen zwischen nahen Verwandten ein, insbesondere zwischen Großeltern und ihrem Enkelkind. Dies hat der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts mit einem am 25.07.2014 veröffentlichten Beschluss festgestellt.
Soweit tatsächlich eine engere familiäre Bindung besteht, haben Großeltern daher ein Recht darauf, bei der Auswahl eines Vormunds für ihr Enkelkind in Betracht gezogen werden. Ihnen kommt der Vorrang gegenüber nicht verwandten Personen zu, sofern nicht im Einzelfall konkrete Erkenntnisse darüber bestehen, dass dem Wohl des Kindes anderweitig besser gedient ist. Die vom Bundesverfassungsgericht zu entscheidende Verfassungsbeschwerde einer Großmutter blieb im Ergebnis ohne Erfolg, denn das Familiengericht hatte die verfassungsrechtlichen Anforderungen bei seiner Auswahlentscheidung hinreichend beachtet.
Bundesforum Vormundschaft und Pflegschaft: „Von der Sorge zur Verantwortung – Vormundschaft auf dem richtigen Weg!?“ am 10.-12. 09. Hamburg
Posted on Juli 10, 2014. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Hamburg, Jugendhilfe, Netzwerke, Veranstaltungen | Schlagwörter: Pflegschaft, Vormundschaft |
Die in vierjährigem Turnus stattfindende bundesweite Fachtagung des Bundesforums Vormundschaft und Pflegschaft will dieses Jahr die pädagogischen Herausforderungen, die eine – geteilte und gemeinsame – Verantwortung für Kinder und Jugendliche mit sich bringt, in den Blick nehmen.
Im Bundesforum Vormundschaft und Pflegschaft sind 15 Organisationen und Einzelpersonen vertreten, die sich langjährig mit der Vormundschaft befassen. Zielgruppe der Fachtagung sind alle Professionen, die mit Vormundschaft und Pflegschaft befasst sind: Amts- und Vereinsvormünder/innen und -pfleger/innen, ehrenamtliche und Berufsvormünder/innen, Rechtspfleger/innen, Soziale Dienste, Pflegekinderdienste, Wissenschaftler/innen und Student/innen.
Die Tagung beschäftigt sich mit Fragen wie: Was tun, wenn Jugendliche besonders „schwierig“ erscheinen, niemand die Verantwortung für den jungen Menschen übernehmen will und zwischen den professionellen Beteiligten Uneinigkeit herrscht? Wie weit geht die Fachaufsicht der Rechtspfleger/ innen und (wie) kann sie überhaupt sinnvoll ausgeübt werden? Wie kann es gelingen, Kinder und Jugendliche angemessen zu beteiligen und sich mit ihnen auseinanderzusetzen? Wie kooperiert man überhaupt sinnvoll und effektiv mit Sozialen Diensten, Pflegekinderdiensten und anderen professionellen Helfer/inne/n?
„Welche Rechte und Pflichten haben Pflegeeltern? “ am 28.06. in Reith/Lks. Bad Kissingen
Posted on Mai 18, 2014. Filed under: Bayern, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: Vormundschaft |
Diplom-Sozialarbeiterin Henrike Hopp wird am 28.06. in Oberthulba-Reith im Landkreis Bad Kissingen über die Frage „Welche Rechte und Pflichten haben Pflegeeltern?“ informieren. Der Fortbildungskurs des PFAD Bundesverbandes e.V. findet in Kooperation mit dem PFAD FÜR KINDER Landesverband Bayern e.V. und dem Ortsverein PFAD FÜR KINDER Bad Kissingen e.V. statt.
Die Aufnahme eines Pflegekindes bringt die Pflegeeltern in eine bestimmte rechtliche Position, die in Zusammenhang mit den Herkunftseltern, den Sorgeberechtigten, dem Jugendamt und dem freien Träger gesehen werden muss.
Welche Entscheidungsrechte haben Pflegeeltern?
Was dürfen Pflegeeltern für das Kind planen und entscheiden?
Was ist mit den Sorgeberechtigten?
Wann gibt es einen Vormund oder einen Pfleger?
Welche Aufgabe hat ein Vormund?
Wann ist die Übernahme der Vormundschaft oder Pflegschaft durch die Pflegeeltern sinnvoll?
Die Referentin beantwortet gerne Ihre Fragen.
Als besonderes Angebot sponsert der PFAD FÜR KINDER Ortsverein Bad Kissingen e.V. ein Outdoor-Programm für Kinder/Jugendliche von 6 bis 18 Jahren. Altersgerecht werden für drei Gruppen attraktive Aktionen in und mit der Natur angeboten. Eine vorherige Anmeldung für die Kinderbetreuung ist unbedingt erforderlich. Bitte statten Sie die Kinder entsprechend aus (siehe Flyer).
„Pflegeeltern als Vormünder, Aufgaben – Herausforderungen – Risiken – Chancen“ am 27.03. in Berlin
Posted on Februar 27, 2014. Filed under: Berlin, Fortbildung, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: Pflegschaft, Vormundschaft |
Seit dem 29. Juni 2011 gibt es ein neues Vormundschafts- und Betreuungsrecht. Damit sind die Aufgaben der Vormünder enorm gewachsen. Dies führt u.a. dazu, dass vermehrt Pflegeeltern angefragt werden, ob sie die Vormundschaft ihres Pflegekindes übernehmen wollen. Den Pflegeeltern fehlen jedoch häufig Informationen, um gut für Ihr Pflegekind und Ihre Familie entscheiden zu können.
die Rechtsgrundlagen der Vormundschaft,
die Aufgaben und die Verantwortung des Vormundes mit Blick auf die Veränderungen im Gesetz,
das Selbstverständnis und die Stellung des Vormundes.
Außerdem werden wir uns mit den verschiedenen Rollen in der Zusammenarbeit mit anderen Fachdiensten und Kooperationspartnern, sowie über den Umgang mit Meinungsverschiedenheiten oder Konflikten im Hilfekontext beschäftigen.
Es soll eine Diskussion angeregt werden, in der praktische Fragen zur Sprache kommen, wie bspw. „Was spricht für und was spricht gegen Pflegeeltern als Vormund?“
Die TeilnehmerInnen können Beispiele aus der Praxis zu diesem Seminar der Familien für Kinder gGmbH mitbringen.
Beantragung der Aufwandsentschädigung für Vormünder bis 31.03. möglich
Posted on Februar 20, 2014. Filed under: Finanzielles, Pflegefamilie, Rechtliches | Schlagwörter: Vormundschaft |
Pflegeeltern, die ehrenamtlich die Vormundschaft für ihr Pflegekind übernommen haben, können nach § 1835a BGB beim zuständigen Amtsgericht eine jährliche Aufwandspauschale beantragen. Dies ist jedoch nur binnen 3 Monaten nach Ablauf eines Jahres möglich, danach erlischt der Anspruch.
Bitte um Beteiligung: Pflegefamilie und Vormund – Erfahrungen aus der Perspektive der Pflegefamilien
Posted on Dezember 5, 2013. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie | Schlagwörter: Vormundschaft |
Der PFAD Bundesverband wird 2014 verstärkt die Perspektive der Pflegefamilien in die fachliche Diskussion zum Vormundschaftsrecht einspeisen. Dafür brauchen wir Ihre Mithilfe!
Wie haben Sie als Pflegefamilie im letzten Jahr die Vormünder für Ihre Pflegekinder erlebt? Was fanden Sie, war besonders gut und was hat Ihre Familie zusätzlich belastet?
Praxisforum „Ehrenamtliche Vormünder … eine ungenutzte Ressource“ ab 15.01. in Köln
Posted on November 15, 2013. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, Veranstaltungen | Schlagwörter: Jugendamt, Pflegschaft, Vormundschaft |
Der „ungenutzten Ressource“ ehrenamtliche Vormünder widmet sich ein Praxisforum der beiden Landesjugendämter in NRW.
Es bietet den teilnehmenden Jugendämtern an vier Arbeitssitzungen (15.01., 20.02., 03.04., 04.11.) Möglichkeiten, mit fachlicher Begleitung, durch Input und praktisches Coaching vor Ort, diese bislang noch nicht genutzte Ressource für Ihre Aufgabenwahrnehmung zu erschließen. Erarbeitet werden regionale fachliche Konzepte zur Gewinnung, Schulung und Mitarbeit von ehrenamtlichen Vormündern, bei denen personelle Ressourcen, weitere örtliche Bedingungen und Möglichkeiten der fachlichen Kooperation mit freien Trägern einbezogen werden.
Posted on November 2, 2013. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, PFAD Verband, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: Haftpflichtversicherung, Hilfe für junge Volljährige, Pflegschaft, Verselbständigung, Vormundschaft |
„Mit Unterstützung durch die Jugendhilfe konnten Pflegekinder bei ihren Pflegeeltern Entwicklungsrückstände aufholen, neue tragfähige Bindungen entwickeln und emotionale Sicherheit erleben. In der Schlussphase der Hilfe zur Erziehung wird bereits Erreichtes oft durch fehlendes Einfühlungsvermögen in die Lebenswelt des Jugendlichen und das Beenden individueller Hilfen aufs Spiel gesetzt. Schwer zu motivierende Jugendliche lassen sich mit dem Argument der mangelnden Mitwirkungsbereitschaft problemlos aus dem Jugendhilfesystem ausgliedern. Unser Fachtag in Frankfurt und die Beiträge dieser Zeitschrift zeigen deutlich, wie wichtig es ist, auch komplizierte Wege ins Erwachsenenleben ausreichend und lange genug zu begleiten. Die finanziellen Aufwendungen für qualifiziertes Personal und eine über das 18. Lebensjahr hinausgehende Leistung der Jugendhilfe sind für unsere Gesellschaft gut angelegt.“
Fachtag Vormundschaften am 27.11. in Münster
Posted on September 27, 2013. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: Pflegschaft, Vormundschaft |
Am 27.11. veranstaltet die Fachhochschule Münster zusammen mit dem LWL-Bildungszentrum Jugendhof Vlotho und dem LWL-Landesjugendamt Westfalen einen „Fachtag Vormundschaften“ in Münster.
Die Fachtagung Vormundschaften möchte sich mit den Entwicklungen seit Inkrafttreten der Vormundschaftsrechtsänderung befassen, aktuelle Fragen der Fachpraxis aufgreifen und vorausschauend Vorschläge für die Gestaltung der 2. Stufe einer Vormundschaftsrechtsänderung erarbeiten.
Fachtagung “Pflegeelternrechte im Umbruch” am 12.10. in Herrieden
Posted on September 19, 2013. Filed under: Bayern, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: Erbrecht, Ergänzungspfleger, Pflegschaft, Rückführung, Vormundschaft |
Die Fachtagung des PFAD FÜR KINDER Landesverband Bayern e.V. beschäftigt sich heuer mit dem Thema “Pflegeelternrechte im Umbruch“. Sie findet am 12.10. in Herrieden im Landkreis Ansbach statt.
Als Hauptreferentin konnte Frau RAin Gila Schindler zum Thema “Pflegekinder und ihre Pflegeeltern – rechtlos, oder?” gewonnen werden. Am Nachmittag finden weitere Arbeitkreise statt:
Zuständigkeitswechsel der Jugendämter oder von Jugendamt zum Bezirk und Kontinuität der Hilfe zur Erziehung
Leitung: Gila Schindler, Rechtsanwältin aus Heidelberg
Erbrechtliche Absicherung von Pflegekindern / Elternunterhalt
Leitung: Karin Meyer-Weber, Rechtsanwältin aus Ansbach
Rückführung / Herausgabeverlangen
Leitung: Gerd Schneider, Rechtsanwalt aus Metzingen
Sorgerecht / Elterliche Sorge bei Familienpflege / Vormundschaft / Ergänzungspflegschaft
Leitung: Melanie Weeger, Rechtsanwältin aus Ansbach
Für Kinder bis 14 Jahren kann eine Betreuung angeboten werden.
Die Anmeldung ist möglich bis zum 25.09.