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Timestamp: 2020-02-28 03:17:23
Document Index: 145649366

Matched Legal Cases: ['§ 34', '§ 98', '§ 34', '§ 67', '§ 35', '§ 98', '§ 1', '§ 29']

Einkommensteuer – FreeFinance
1 Die Einkommensteuer
1.1 Einkommensteuer bis inkl. 2008
1.2 Einkommensteuer von 2009 bis 2015
1.3 Einkommensteuer ab 2016
2.1 Außergewöhnliche Belastung § 34 EStG
3 Pendlerpauschale
4 Einkommenssteuererklärung
5 Beschränkte Steuerpflicht § 98 EStG
Die Einkommensteuer ist in Österreich eine direkte Personensteuer. Alle Einkünfte der sieben Einkunftsarten werden addiert und mit den Ausgaben gegen gerechnet. Die Validität der Ausgaben ist per Gesetz für die verschiedenen Einkunftsarten geregelt. Berücksichtigt werden zusätzliche Parameter wie z.B.: Familienstand, Kinder oder sonstige Absetzbeträge.
Berechnet wird die Einkommensteuer nach gesetzlich vorgeschriebenen Regeln und Schemata. Das folgende Schema wird bei der Berechnung des Einkommens zugrunde gelegt:
Summe aller betrieblichen Einkünfte
+ Summe aller außerbetrieblichen Einkünfte
- (bezahlte) Sozialversicherung
- Sonderausgaben, Werbungskosten und außergewöhnliche Belastungen
Werden Verluste erwirtschaftet, müssen diese grundsätzlich im selben Kalenderjahr mit anderen Einkünften gegen gerechnet werden. Hat diese Berechnung einen Verlust zum Ergebnis, so ist dieser seit 1.1.2007 auf die folgenden 3 Jahre aufteilbar Verlustausgleich. Vor 2007 bestand nur bei Betriebsgründung die Möglichkeit Verluste in späteren Jahren geltend zu machen. Werden vortragsfähige Verluste einbezogen, dürfen diese nur bis maximal 75% des Einkommens ausmachen. Diese Grenze wird Vortragsgrenze genannt.
Auf Basis des Einkommens wird die gesamte Steuerbelastung errechnet. Diese Regeln ändern sich in unregelmäßigen Abständen.
Einkommensteuer bis inkl. 2008
bis 10.000 0% steuerfrei
10.000 – 25.000 38,33333% (Einkommen – 10.000) * 5.750 / 15.000
25.000 – 51.000 43,59615% (Einkommen – 25.000) * 11.335 / 26.000 + 5.750
über 51.000 50% (Einkommen – 51.000) * 0,5 + 17.085
Tabelle: Einkommensteuerberechnung
Vom berechneten Steuerbetrag können noch Absetzbeträge für Kinder, Alleinverdiener oder sonstige Absetzbeträge für besondere Aufwendungen abgezogen werden.
Einkommensteuer von 2009 bis 2015
11.000 – 25.000 36,5%
25.000 – 60.000 43,2143%
über 60.000 50%
Einkommensteuer ab 2016
11.000 – 18.000 25%
18.000 – 31.000 35%
31.000 - 60.000 42%
60.000 - 90.000 48%
90.000 - 1.000.000 50%
Grundsätzlich stehen verschiedenste Steuerbefreiungen zur Verfügung. Die Anwendbarkeit ist individuell zu prüfen.
Außergewöhnliche Belastung § 34 EStG
die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit ist beeinträchtigt (soweit über Selbstbehalt)
bis 7.300 EUR 6%
7.300 EUR bis 14.600 EUR 8%
14.600 EUR bis 36.400 EUR 10%
ab 36.400 EUR 12%
Verminderung Selbstbehalt um je einen Prozentpunkt
falls AVAB/AEAB
Sonstige Bezüge gem. § 67 (1) und (2) sind als Einkünfte für Zwecke der Berechnung des Selbstbehaltes anzusetzen. Abzug ohne Selbstbehalt, insbesondere:
Ersatzbeschaffungen bei Katastrophenschäden
auswärtige Berufsausbildung eines Kindes mangels entspre¬chender Ausbildungsmöglichkeit in der Nähe in Höhe eines Pauschbetrags von € 110/Monat (siehe VO BGBl 1995/624 und BGBl 1993/604 idgF)
das Pflegegeld übersteigende Aufwendungen iZm dem Bezug erhöhter Familienbeihilfe
Aufwendungen iSd § 35, die an Stelle der Pauschbeträge geltend gemacht werden
Belastungen können sein
Fahrtkosten ins Spital
Spezielle Aufwandersätze für Behinderte
Kindergarten, Hort oder Tagesheimstätten, HausgehilfInnen nur bei berufstätigen AlleinerzieherInnen
Die Pendlerpauschale kann unter bestimmten Voraussetzungen zur Anwendung kommen. Details hierzu unter Pendlerpauschale.
Die somit berechnete Einkommensteuer muss an das Finanzamt abgeführt werden (Einkommenssteuererklärung). Bereits bezahlte Steuern, z.B.: aus Finanzamtsvorschreibungen oder aus Dienstverhältnissen, werden bei der Berechnung des noch ausständigen Betrages natürlich berücksichtigt.
Sie ist abzugeben, wenn das Einkommen, in dem keine lohnsteuerpflichtigen Einkünfte (aus einem ordentlichen Dienstverhältnis) enthalten sind, mehr als EUR 8.887 beträgt. Sind im Einkommen neben lohnsteuerpflichtigen Einkünften auch andere Einkünfte in Höhe von mindestens EUR 730 enthalten, so ist eine Einkommensteuererklärung ab einem Gesamteinkommen in Höhe von EUR 10.000 beim Finanzamt einzureichen.
Beschränkte Steuerpflicht § 98 EStG
Weder Wohnsitz
noch gewöhnlicher Aufenthalt in Österreich
Auf Antrag Behandlung als unbeschränkt steuerpflichtig gem. § 1 Abs 4 EStG für EU und EWR-Bürger
Beschränkte Steuerpflicht nach dem Territorialitätsprinzip erfasst Einkünfte aus:
im Inland betriebener LuF
selbständiger Arbeit, falls im Inland
ausgeübt, oder
verwertet (dh wirtschaftl. Erfolg dient unmittelbar der inländi¬schen Volkswirtschaft)
Gewerbebetrieb im Inland, falls
kaufmännische, technische Beratung
Arbeitskräftegestellung im Inland
Sportler, Artist oder Mitwirkender an Unterhaltungsdarbie¬tungen
ansonsten nur wenn Betriebsstätte (§ 29 BAO), ständiger Vertreter oder unbewegliches Vermögen (ab 2006) im Inland
nichtselbständiger Arbeit, soweit
im Inland ausgeübt oder verwertet
aus inländischen öffentlichen Kassen
Kapitalvermögen, soweit Inlandseinkünfte
aus Ausschüttungen u. Zuwendungen mit KESt-Abzug
als echter stiller Gesellschafter (an Handelsgewerbe) mit KESt-Abzug
Besicherung mit inländischem Grundvermögen, Rechten, Schiffen (außer Forderungswertpapiere)
Inlandsvermietung (Liegenschaft, Rechte, Sachinbegriffe)
Spekulationsgeschäfte mit inländischen Grundstücken oder grundstücksgleichen Rechten
Veräußerungen von Inlandsbeteiligungen
Fristen, Steuerbefreiungen, Pendlerpauschale
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