Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ%20134,%20245
Timestamp: 2019-11-14 23:38:22
Document Index: 25329472

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 9', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 2', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 09.01.1997 - VII ZR 259/95 - dejure.org
BGH, 09.01.1997 - VII ZR 259/95
https://dejure.org/1997,581
BGH, 09.01.1997 - VII ZR 259/95 (https://dejure.org/1997,581)
BGH, Entscheidung vom 09.01.1997 - VII ZR 259/95 (https://dejure.org/1997,581)
BGH, Entscheidung vom 09. Januar 1997 - VII ZR 259/95 (https://dejure.org/1997,581)
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Bedeutung des Wortlauts bei die Grundlage einer öffentlichen Ausschreibung darstellenden Leistungsbeschreibungen; Leistungsbeschreibung von Material aus der Bauschuttaufbereitung; Zuschiebung eines unangemessenen Wagnisses an einen Auftragnehmer durch eine nicht ...
VOB-Vertrag: Unstreitiges Guthaben
VOB/A-Ausschreibung: BGH stellt Grundsätze für Auslegung auf! (IBR 1997, 180)
BGH, 06.03.1997 - VII ZR 259/95
BGHZ 134, 245
NJW 1997, 1577
WM 1997, 1581
DB 1997, 1028
BauR 1997, 466
ZfBR 1997, 188
Nach der Rechtsprechung des Senats darf der Bieter die Leistungsbeschreibung einer öffentlichen Ausschreibung nach der VOB/A im Zweifelsfall so verstehen, daß der Auftraggeber den Anforderungen der VOB/A an die Ausschreibung entsprechen will (BGH, Urteil vom 9. Januar 1997 - VII ZR 259/95 = = BGHZ 134, 245 = BauR 1997, 466 = ZfBR 1997, 188).
Danach ist die Leistung u.a. eindeutig zu beschreiben, § 9 Nr. 1 VOB/A. Dem Wortlaut der Ausschreibung kommt vergleichsweise große Bedeutung zu, weil der Empfängerkreis der Erklärung nur abstrakt bestimmt ist (BGH, Urteil vom 22. April 1993 - VII ZR 118/92 = BauR 1993, 595, 596 = ZfBR 1993, 219; Urteil vom 11. November 1993 - VII ZR 47/93 = BGHZ 124, 64 = BauR 1993, 236 = ZfBR 1994, 115; Urteil vom 23. Juni 1994 - VII ZR 163/93 = BauR 1994, 625, 626 = ZfBR 1994, 222; Urteil vom 9. Januar 1997 - VII ZR 259/95 aaO).
Umstände, die nach der Senatsrechtsprechung zu einer vom Wortlaut abweichenden Auslegung führen können (vgl. BGH, Urteil vom 9. Januar 1997 - VII ZR 259/95 aaO), liegen nicht vor.
Denn es kann im Zweifel nicht angenommen werden, dass der öffentliche Auftraggeber gegen diese Grundsätze verstoßen will (BGH, Urteil vom 9. Januar 1997 - VII ZR 259/95, BGHZ 134, 245, 248).
Danach werden durch die vereinbarten Preise alle Leistungen abgegolten, die nach der Leistungsbeschreibung, den verschiedenen Vertragsbedingungen und der gewerblichen Verkehrssitte zu den vertraglichen Leistungen gehören, § 2 Nr. 1 VOB/B. Bei einer öffentlichen Ausschreibung kommt dem Wortlaut der Leistungsbeschreibung vergleichsweise große Bedeutung zu (BGH, Urteil vom 9. Januar 1997 - VII ZR 259/95, BGHZ 134, 245, 248).
Deshalb darf der Bieter die Leistungsbeschreibung einer öffentlichen Ausschreibung nach der VOB/A im Zweifelsfall so verstehen, dass der Auftraggeber den Anforderungen der VOB/A an die Ausschreibung entsprechen will (BGH, Urteil vom 11. November 1993 - VII ZR 47/93, BGHZ 124, 64, 68; Urteil vom 9. Januar 1997 - VII ZR 259/95, aaO; Urteil vom 11. März 1999 - VII ZR 179/98, BauR 1999, 897, 898 = ZfBR 1999, 256).
Diese Rechts-/Auslegungsfragen hat das Gericht daher zunächst selbst zu beurteilen und kann bzw. darf sich allenfalls ergänzend - etwa bei diesbezüglichen tatsächlichen bzw. technischen Fragen bzw. Vorfragen sowie hinsichtlich des fachlichen Sprachgebrauchs (vgl. BGH, Urteil vom 09.01.1997, VII ZR 259/95, BauR 1997, 466; BGH; Urteil vom 23.06.1994, VII ZR 163/93, BauR 1994, 625) - sachverständiger Hilfe bedienen.
a) Ein Bieter darf die Leistungsbeschreibung einer öffentlichen Ausschreibung nach der VOB/A im Zweifelsfall so verstehen, dass der Auftraggeber den Anforderungen der VOB/A an die Ausschreibung entsprechen will (vgl. BGH…, Urteil vom 22. Dezember 2011 - VII ZR 67/11, BGHZ 192, 172 Rn. 15; Urteil vom 11. März 1999 - VII ZR 179/98, BauR 1999, 897, 898 = ZfBR 1999, 256; Urteil vom 9. Januar 1997 - VII ZR 259/95, BGHZ 134, 245, 248; Urteil vom 11. November 1993 - VII ZR 47/93, BGHZ 124, 64, 68).
OLG Koblenz, 19.05.2006 - 8 U 69/05
Öffentliche Ausschreibung: Auslegung der Leistungsbeschreibung
Der Horizont der Bieter und ihre Verständnismöglichkeit sind maßgeblich, auch wenn der Erklärende die Erklärung anders verstanden hat und auch verstehen durfte (BGH BauR 1993, 595 ff.; BGH BauR 1994, 236 ff.; BGH BauR 1997, 466f.; BGH NJW 1999, 2432 ff.; BGH BauR 2002, 935 ff.; OLG Koblenz BauR 2001, 1442 ff.).
Vielmehr kommt es im Rahmen einer Auslegung darauf an, wie die beteiligten Fachkreise, die Bieter, die verwendete Terminologie üblicherweise einheitlich in dem speziellen, fachlichen Sinne verstehen (BGH BauR 1997, 466 f.; OLG Koblenz BauR 2001, 1442 ff.; BGH BauR 2004, 1438 ff.).
Aus diesen Gründen ist schließlich der seitens des Bundesgerichtshofs am 09. Januar 1997 entschiedene Fall (BGH BauR 1997, 466 f.) mit dem vorliegenden nicht vergleichbar.
OLG Koblenz, 17.04.2002 - 1 U 829/99
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs kommt bei Leistungsbeschreibungen, die Grundlage einer öffentlichen Ausschreibung sind, dem Wortlauf eine vergleichsweise große Bedeutung zu (BGH NJW 97, 1577; OLG Koblenz NZBau 01, 633 f.).
Nach gefestigter Rechtsprechung kann ein Bieter eine Ausschreibung nach der VOB/A bei möglichen Auslegungszweifeln in einem mit der VOB/A konformen Sinne verstehen (BGH NJW 97, 1577 f.; OLG Koblenz NZBau 01, 633 f.; BGH BauR 94, 236 ff., 238).
Ein "Auslegungsvertrauen" (vgl. BGH NJW 97, 1577 ff.), wonach mit Grundwassereintritt nur in einem bestimmten Teilbereich zu rechnen war, konnte für die Klägerinnen nicht entstehen, weil sie die Leistungsbeschreibung und das Bodengutachten in ihrer Gesamtheit berücksichtigen mussten (BGH, NJW 97, 61 f.).
Auszugehen ist vom Wortlaut, dem im Hinblick auf den einzuhaltenden Gleichheitsgrundsatz sowie das Transparenzgebot und die Anonymität des Adressatenkreises besondere Bedeutung zukommt (BGH NJW 1997, 1577; OLG Düsseldorf, Beschluss v. 15.06.2000, Verg 6/00; OLG Koblenz, Urteil v. 27.01.1999, 1 U 420/96).
Alle Bieter hätten die Ausschreibung richtig verstanden und ein gleichwertes Produkt angeboten (BGH, MDR 1997, 636).
LG Berlin, 12.11.2002 - 13 O 264/02
Pauschalvertrag: Keine Vergütung für erforderliche Zusatzleistungen
OLG Hamm, 15.02.2011 - 26 U 100/10
OLG Zweibrücken, 15.02.2002 - 2 U 30/01
Kosten der Verkehrsregelung aufgrund Auflagen der Straßenverkehrsbehörde
OLG Köln, 03.03.2000 - 11 U 46/98
Empfehlung in einer Leistungsbeschreibung: Bedeutung?
LG Köln, 12.06.2007 - 5 O 367/06
Keine Mehrvergütung bei funktionaler Ausschreibung !
LG Hannover, 07.04.2006 - 13 O 173/04
Wer ist bzw. wird Eigentümer der Stahlgleitschwellen?
VK Sachsen, 05.09.2005 - 1/SVK/104-05
Wertung: Zulässigkeit der nachträglichen Bildung von "Unterkriterien der …
OLG Frankfurt, 04.12.1997 - 1 U 58/96
Ersatz von Mehrkosten totz Pauschalvertrages; Verwendung der Formulierung …
OLG München, 15.07.1998 - 27 U 101/98
Restwerklohn für Kanalarbeiten