Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=24.04.2018&Aktenzeichen=VI%20ZR%2025/17
Timestamp: 2020-03-29 03:32:57
Document Index: 380805821

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 833', 'BGH', '§ 830', 'BGH', 'BGH']

BGH, 24.04.2018 - VI ZR 25/17 - dejure.org
bb) Die Gefährdungshaftung nach § 833 Satz 1 BGB setzt weiter voraus, dass sich in der Beschädigung der Sache eine "spezifische" oder "typische" Tiergefahr desjenigen Tieres verwirklicht hat, dessen Halter in Anspruch genommen werden soll (vgl. BGH, Urteil vom 24. April 2018 - VI ZR 25/17, MDR 2018, 1059 Rn. 9).
Zutreffend führt die Zivilkammer im angefochtenen Urteil zunächst aus, dass es dabei auf das individuelle vorsätzliche Handeln eines jeden der drei Beklagten ankommt (LGU 7); § 830 Abs. 1 Satz 2 BGB ändert hieran nichts, da diese Norm allein die Überbrückung von Kausalitätszweifeln bezweckt und nichts darüber besagt, ob einem auf Schadensersatz in Anspruch Genommenen überhaupt eine schuldhafte rechtswidrige Handlung zur Last fällt (vgl. dazu insb. BGH, Urt. v. 24.04.2018 - VI ZR 25/17, Rdn. 13 m.w.N., juris = BeckRS 2018, 14801).
Dies ist dann der Fall, wenn ein der tierischen Natur entsprechendes unberechenbares und selbständiges Verhalten des betreffenden Tieres für die Entstehung des Schadens adäquat ursächlich geworden ist, wobei Mitursächlichkeit - wie sonst auch - ausreicht (BGH, Urteil vom 24. April 2018, VI ZR 25/17, juris, Rdn. 9 m.w.N.).