Source: https://www.rechtslupe.de/strafrecht/die-gemeinschaftlich-begangene-koerperverletzung-3127343
Timestamp: 2019-08-18 07:12:56
Document Index: 395746330

Matched Legal Cases: ['§ 224', '§ 224', 'BGH', 'BGH', '§ 224', 'BGH', 'BGH', '§ 224', '§ 264', '§ 224', 'BGH', 'Art. 2', '§ 224', '§ 315', '§ 224', '§ 223', '§ 224', '§ 90']

Die gemein­schaft­lich began­ge­ne Körperverletzung | Rechtslupe
Die gemein­schaft­lich began­ge­ne Körperverletzung
Eine gemein­schaft­li­che Begehungsweise im Sinne des § 224 Abs. 1 Nr. 4 StGB ist nur gege­ben, wenn Täter und Beteiligter bei Begehung der Körperverletzung ein­ver­ständ­lich zusam­men­wir­ken.
Wobei es hier­für bereits genügt, wenn ein am Tatort anwe­sen­der Tatgenosse die Wirkung der Körperverletzungshandlung des Täters bewusst in einer Weise ver­stärkt, wel­che die Lage des Verletzten zu ver­schlech­tern geeig­net ist 1.
Daran kann es indes feh­len, wenn sich meh­re­re Opfer jeweils nur einem Angreifer aus­ge­setzt sehen, ohne dass die Positionen aus­ge­tauscht wer­den. Denn in einem sol­chen Fall ste­hen dem jewei­li­gen Opfer die Beteiligten gera­de nicht gemein­schaft­lich gegen­über.
Damit fehlt es an dem Grund für die Strafschärfung des § 224 Abs. 1 Nr. 4 StGB, der in der erhöh­ten abs­trak­ten Gefährlichkeit der Tat liegt, weil einem Geschädigten meh­re­re Angreifer kör­per­lich gegen­über­ste­hen und er des­halb in sei­ner Verteidigungsmöglichkeit tat­säch­lich oder ver­meint­lich ein­ge­schränkt ist 2.
Bundesgerichtshof, Beschluss vom 25. Juli 2017 – 3 StR 93/​17
Der zu eng gefaß­te Anklagevorwurf Zur Tat im pro­zes­sua­len Sinn gehört das gesam­te Verhalten des Täters, soweit es nach natür­li­cher Auffassung einen ein­heit­li­chen Lebensvorgang dar­stellt 3 müs­sen vor Erhebung einer Verfassungsbeschwerde alle zur Verfügung ste­hen­den pro­zes­sua­len Möglichkeiten ergrif­fen wer­den, um…
BGH, Beschluss vom 17.07.2012 – 3 StR 158/​12, BGHR StGB § 224 Abs. 1 Nr. 4 Gemeinschaftlich 4 mwN↩
BGH, Beschluss vom 30.06.2015 – 3 StR 171/​15, BGHR StGB § 224 Abs. 1 Nr. 4 Gemeinschaftlich 5 mwN↩
vgl. Meyer-Goßner, 60. Aufl., § 264, Rn. 2 mit Nachweisen…
Gefährliche Körperverletzung – und der Beitrag des Gehilfen Zwar kann das gemein­sa­me Wirken eines Täters und eines Gehilfen bei Begehung einer Körperverletzung zur Erfüllung der Qualifikation des § 224 Abs. 1 Nr. 4 StGB aus­rei­chen ((BGH, Urteil vom…
Arbeitsgerichtsverfahren mit grenz­über­schrei­ten­dem Bezug – und die… In einem arbeits­ge­richt­li­chen Rechtsstreit mit grenz­über­schrei­ten­dem Bezug iSv. Art. 2 Abs. 1 RL 2003/​8/​EG umfasst die einem Antragsteller mit Wohnsitz oder gewöhn­li­chem Aufenthalt in einem ande­ren Mitgliedstaat der Europäischen Union…
Die gemein­schaft­lich began­ge­ne gefähr­li­che Körperverletzung Den Qualifikationstatbestand des § 224 Abs. 1 Nr. 4 StGB ver­wirk­licht, wer die Tat mit einem ande­ren Beteiligten gemein­schaft­lich begeht. Weder Eigenhändigkeit noch Mittäterschaft wird vor­aus­ge­setzt; aus­rei­chend ist viel­mehr schon…
Schüße auf ein fah­ren­des Auto Ein gefähr­li­cher Eingriff in den Straßenverkehr gemäß § 315b Abs. 1 Nr. 3 StGB setzt bei Schüssen auf Fahrzeuge im Straßenverkehr vor­aus, dass die kon­kre­te Gefahr für eines der in…
Die gemein­schaft­lich began­ge­ne gefähr­li­che Körperverletzung Der gefähr­li­chen Körperverletzung gemäß § 224 Abs. 1 Nr. 4 StGB macht sich schul­dig, wer die Körperverletzung (§ 223 Abs. 1 StGB) mit einem ande­ren Beteiligten gemein­schaft­lich begeht. Dabei wird…
Gemeinschaftliche schwe­re Körperverletzung – duch dane­ben ste­hen? Zur Erfüllung des Qualifikationstatbestandes, dass die Täter die kör­per­li­che Misshandlung des Geschädigten gemein­schaft­lich im Sinne von § 224 Abs. 1 Nr. 4 StGB begin­gen, ist die eigen­hän­di­ge Mitwirkung jedes Einzelnen…
Asylbewerberleistungen – und die Subsidiarität der Verfassungsbeschwerde Nach dem Grundsatz der Subsidiarität aus § 90 Abs. 2 BVerfGG ((vgl. BVerfGE 107, 395, 414↩