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Timestamp: 2016-10-27 05:21:27
Document Index: 232652078

Matched Legal Cases: ['Art. 83', 'Art. 43', 'Art. 8', 'Art. 13', 'BGE', 'Art. 106', 'Art. 42', 'BGE', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'BGE', 'Art. 43', 'Art. 43', 'Art. 51', 'Art. 62', 'Art. 62', 'BGE', 'Art. 62', 'Art. 43', 'Art. 62', 'Art. 51', 'Art. 5', 'Art. 96', 'BGE', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 13', 'BGE', 'Art. 8', 'BGE', 'EGMR', 'Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 99', 'BGE', 'Art. 105', 'BGE', 'EGMR', 'BGE', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 13', 'Art. 8', 'Art. 62', 'Art. 8', 'Art. 8', 'EGMR', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 8', 'EGMR', 'BGE', 'Art. 66', 'Art. 68', 'Art. 64']

2C_530/2014 (22.01.2015)
2C_530/2014 � � Urteil vom 22. Januar 2015
�Der serbische Staatsangeh�rige A.A.________ (geb. 1960) reiste 1984 als Saisonnier in die Schweiz ein. Er verf�gt seit dem 25. Juni 1985 �ber eine Aufenthaltsbewilligung (Umwandlung einer Kurzaufenthaltsbewilligung in eine Ganzjahresbewilligung). Seine Ehefrau B.A.________ (geb. 1962) zog mit zwei gemeinsamen Kindern (geb. 1979 und 1980) im gleichen Jahr nach und erhielt im Oktober 1996 die Niederlassungsbewilligung.
B.a.�Mit Urteil des Kriminalgerichts des Kantons Luzern vom 4. Februar 2000 wurde A.A.________ der mehrfachen Hehlerei (in 74 F�llen) f�r schuldig befunden und zu neun Monaten Gef�ngnis und drei Jahren Landesverweis verurteilt. Dazu wurde ein vom Amtsstatthalteramt Hochdorf am 30. Dezember 1996 gew�hrter bedingter Vollzug von sechs Wochen Gef�ngnis wegen Widerhandlungen gegen das ANAG widerrufen. Gest�tzt auf dieses Urteil sowie die zahlreichen Betreibungen und offenen Schuldscheine verweigerte das Amt f�r Migration des Kantons Luzern mit Verf�gung vom 8. Juni 2001 die Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung von A.A.________. Am 18. Oktober 2001 hob das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern diese Verf�gung auf und wies das Amt an, die Aufenthaltsbewilligung zu verl�ngern. In den Erw�gungen wurde A.A.________ darauf hingewiesen, dass k�nftiges strafrechtlich auff�lliges Verhalten sein Aufenthaltsrecht in der Schweiz gef�hrde.
Am 2. M�rz 2011 sowie am 6. M�rz 2012 verwarnte das Amt f�r Migration A.A.________.
B.b.�Am 14. November 2012 verurteilte das Kriminalgericht des Kantons Luzern A.A.________ wegen Anstiftung zur Brandstiftung und Betrugs (begangen am 3. M�rz 2002) zu einer Freiheitsstrafe von 23 Monaten und drei Wochen, bedingt vollziehbar bei einer Probezeit von zwei Jahren. Weiter wurde er verpflichtet, diverse Zivilforderungen im Betrag von �ber Fr. 125'000.-- zu bezahlen, solidarisch haftend mit allf�lligen weiteren Haftpflichtigen. Infolge R�ckzugs der Berufung blieb dieses Urteil ohne Begr�ndung.
�Mit Verf�gung vom 24. Juli 2013 lehnte das Amt f�r Migration das Gesuch von A.A.________ um Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung ab und wies ihn aus der Schweiz weg. Die dagegen erhobenen kantonalen Rechtsmittel blieben erfolglos (Entscheid des Justiz- und Sicherheitsdepartementes des Kantons Luzern vom 17. Januar 2014 bzw. Urteil des Kantonsgerichts des Kantons Luzern vom 23. April 2014).
�Mit Eingabe vom 30. Mai 2014 erhebt A.A.________ Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten. Er beantragt, das Urteil des Kantonsgerichts vom 23. April 2014 sei aufzuheben und ihm die Aufenthaltsbewilligung zu verl�ngern. Eventualiter sei die Angelegenheit zur Neuentscheidung zur�ckzuweisen. Er beantragt f�r das vorinstanzliche wie das bundesgerichtliche Verfahren die unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung.
�Das Kantonsgericht des Kantons Luzern und das Bundesamt f�r Migration (heute: Staatssekretariat f�r Migration) beantragen die Abweisung der Beschwerde. Das Amt f�r Migration und das Justiz- und Sicherheitsdepartement des Kantons Luzern haben sich nicht vernehmen lassen.
1.1.�Gem�ss Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG ist die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten unzul�ssig gegen Entscheide auf dem Gebiet des Ausl�nderrechts betreffend Bewilligungen, auf die weder das Bundesrecht noch das V�lkerrecht einen Anspruch einr�umt. Da sich der Beschwerdef�hrer auf eine bestehende Ehe mit seiner niederlassungsberechtigten Ehefrau und somit auf einen grunds�tzlichen Bewilligungsanspruch nach Art. 43 AuG (SR 142.20) sowie auf das Recht auf Familienleben nach Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV beruft, ist auf sein rechtzeitig eingereichtes Rechtsmittel einzutreten. Ob ihm die begehrte Bewilligung aufgrund der konkreten Umst�nde tats�chlich zu erteilen ist, bildet eine Frage der nachfolgenden materiellen Beurteilung (vgl. BGE 136 II 177 E. 1.2 S. 180 mit Hinweisen).
1.2.�Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist folglich weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden. Immerhin pr�ft das Bundesgericht, unter Ber�cksichtigung der allgemeinen R�ge- und Begr�ndungspflicht (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG; vgl. BGE 134 II 244 E. 2.1 S. 245 f.), grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen, sofern die rechtlichen M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind (BGE 133 II 249 E. 1.4.1 S. 254). Eine qualifizierte R�gepflicht gilt u.a. hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten. Das Bundesgericht pr�ft solche R�gen nur, wenn sie in der Beschwerde pr�zise vorgebracht und begr�ndet worden sind (Art. 106 Abs. 2 BGG; vgl. BGE 133 II 249 E. 1.4.2 S. 254; 133 IV 286 E. 1.4 S. 287). Auf ungen�gend begr�ndete R�gen und bloss allgemein gehaltene, appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt es nicht ein (BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246).
2.1.�Der ausl�ndische Ehegatte einer Person mit Niederlassungsbewilligung hat nach Art. 43 AuG Anspruch auf Erteilung und Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn er mit dieser zusammenwohnt. Der Anspruch nach Art. 43 AuG erlischt allerdings (Art. 51 Abs. 2 AuG), wenn er rechtsmissbr�uchlich geltend gemacht wird, namentlich um Vorschriften dieses Gesetzes und seiner Ausf�hrungsbestimmungen �ber die Zulassung und den Aufenthalt zu umgehen (lit. a) oder wenn Widerrufsgr�nde nach Art. 62 AuG vorliegen (lit. b). Ein Widerrufsgrund liegt namentlich vor, wenn der Ausl�nder zu einer l�ngerfristigen Freiheitsstrafe, d.h. zu einer solchen von mehr als einem Jahr, verurteilt worden ist, wobei mehrere unterj�hrige Strafen bei der Berechnung nicht kumuliert werden d�rfen (Art. 62 lit. b AuG; BGE 135 II 377 E. 4.2 S. 381; 137 II 297 E. 2 S. 299 ff.; 139 I 31 E. 2.1 S. 32). Keine Rolle spielt, ob die Sanktion bedingt, teilbedingt oder unbedingt ausgesprochen wurde (Urteil 2C_515/2009 vom 27. Januar 2010 E. 2.1). Mit der Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von 23 Monaten und drei Wochen (Urteil des Kriminalgerichts des Kantons Luzern vom 14. November 2012) ist der Widerrufsgrund von Art. 62 lit. b AuG hier ohne Weiteres gegeben, was der Beschwerdef�hrer nicht bestreitet.
2.2.�Die Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung gest�tzt auf Art. 43 AuG in Verbindung mit Art. 62 lit. b AuG (vgl. Art. 51 Abs. 2 lit. b AuG) rechtfertigt sich jedoch nur, wenn sich die entsprechende Massnahme aufgrund der im Einzelfall vorzunehmenden Interessenabw�gung als verh�ltnism�ssig erweist (vgl. Art. 5 Abs. 2 BV; Art. 96 Abs. 1 AuG). Dabei sind namentlich die Schwere des Delikts und des Verschuldens, der Grad der Integration bzw. die Dauer der bisherigen Anwesenheit sowie die dem Betroffenen und seiner Familie drohenden Nachteile zu ber�cksichtigen (BGE 135 II 377 E. 4.3 S. 381). Einem Ausl�nder, der sich schon seit langer Zeit hier aufh�lt, soll der weitere Aufenthalt zwar nur mit besonderer Zur�ckhaltung verweigert werden, doch ist dies bei wiederholter bzw. schwerer Straff�lligkeit selbst dann nicht ausgeschlossen, wenn er hier geboren ist und sein ganzes bisheriges Leben im Land verbracht hat (vgl. das Urteil 2C_562/2011 vom 21. November 2011 E. 3.3 [Widerruf der Niederlassungsbewilligung eines hier geborenen 43-j�hrigen T�rken]). Bei schweren Straftaten, R�ckfall und wiederholter Delinquenz besteht - �berwiegende private oder famili�re Bindungen vorbehalten - auch in diesen F�llen ein �ffentliches Interesse daran, zur Aufrechterhaltung der Ordnung bzw. Verh�tung von (weiteren) Straftaten die Anwesenheit des Ausl�nders zu beenden (vgl. BGE 139 I 31 E. 2.3.1 und 2.3.2 S. 33 f. mit Hinweisen). Was das Fernhalteinteresse anbelangt, darf bei einem Ausl�nder, welcher sich - wie hier - nicht auf das Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europ�ischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits �ber die Freiz�gigkeit (Freiz�gigkeitsabkommen, FZA; SR 0.142.112.681) berufen kann, im Rahmen der Interessenabw�gung namentlich auch generalpr�ventiven Gesichtspunkten Rechnung getragen werden (Urteile 2C_817/2012 vom 19. Februar 2013 E. 2.1.2; 2C_1026/2011 vom 23. Juli 2012 E. 3 mit Hinweis).
2.3.�Hat ein Ausl�nder nahe Verwandte mit einem gefestigten Anwesenheitsrecht in der Schweiz und wird die intakte famili�re Beziehung tats�chlich gelebt, kann es Art. 8 Ziff. 1 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV verletzen, wenn ihm die Anwesenheit in der Schweiz untersagt und damit sein Familienleben vereitelt wird (BGE 130 II 281 E. 3.1 S. 285 mit Hinweisen). Der betreffende Anspruch gilt indessen nicht absolut. Vielmehr ist nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK ein Eingriff in das durch Ziff. 1 gesch�tzte Rechtsgut statthaft, soweit er gesetzlich vorgesehen ist und eine Massnahme darstellt, die in einer demokratischen Gesellschaft zum Schutze der dort angef�hrten �ffentlichen Interessen sowie der Rechte und Freiheiten anderer notwendig ist. Die Konvention verlangt insofern eine der nach schweizerischem Recht erforderliche analoge Abw�gung der sich gegen�berstehenden privaten Interessen an der Bewilligungserteilung und den �ffentlichen Interessen an deren Verweigerung (vgl. Urteil 2C_139/2014 vom 4. Juli 2014 E. 5 mit Hinweis), wobei Letztere in dem Sinne �berwiegen m�ssen, dass sich der Eingriff als notwendig erweist (vgl. BGE 139 I 145 E. 2.4 S. 149, 31 E. 2.3.3 mit Hinweis auf die Urteile des EGMR Emre gegen die Schweiz vom 22. Mai 2008 [Nr. 42034/04] � 64 ff.; Boultif gegen die Schweiz vom 2. August 2001 [Nr. 54273/00] � 46 ff.).
�Der Beschwerdef�hrer tr�gt mehrfach vor, die Vorinstanz habe ihre Begr�ndungspflicht verletzt, indem sie sich nicht konkret mit der Interessenabw�gung besch�ftigt habe. Die Begr�ndung sei l�ckenhaft und halte damit vor dem Anspruch auf rechtliches Geh�r nicht stand.
3.1.�Der Anspruch auf rechtliches Geh�r nach Art. 29 Abs. 2 BV gebietet, dass die Beh�rde die Vorbringen der betroffenen Person auch tats�chlich h�rt, pr�ft und in der Entscheidfindung ber�cksichtigt. Daraus folgt die Verpflichtung der Beh�rde, ihren Entscheid zu begr�nden (BGE 139 V 496 E. 5.1 S. 503 f.). Dabei ist es nicht erforderlich, dass sie sich mit allen Parteistandpunkten einl�sslich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdr�cklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die f�r den Entscheid wesentlichen Punkte beschr�nken. Die Begr�ndung muss so abgefasst sein, dass sich die betroffene Person �ber die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die h�here Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinn m�ssen wenigstens kurz die �berlegungen genannt werden, von denen sich die Beh�rde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid st�tzt (vgl. BGE 138 IV 81 E. 2.2 S. 84; 136 I 229 E. 5.2 S. 236 mit Hinweisen).
3.2.�Die Vorinstanz hat diese Grunds�tze eingehalten. Das angefochtene Urteil mag zwar teilweise etwas knapp begr�ndet sein. Wenn die Vorinstanz einzelne Elemente weniger stark gewichtet hat, als dem Beschwerdef�hrer vorschwebte, liegt darin jedoch keine Verletzung des rechtlichen Geh�rs. Die beh�rdliche Begr�ndungspflicht soll den Anspruch der Partei auf eine sachbezogene Begr�ndung gew�hrleisten (vgl. E. 3.1 hiervor); ob diese zutrifft, ist als materielle Frage von der Rechtsmittelinstanz zu entscheiden. Die Begr�ndungspflicht ist erf�llt, wenn die Betroffenen die entsprechende Erw�gung sachgerecht anfechten k�nnen (vgl. BGE 136 I 184 E. 2.2.1 S. 188); dies ist hier zweifellos der Fall.
3.3.�Soweit der Beschwerdef�hrer sich auf eine Mitteilung der IV-Stelle Luzern vom 15. April 2014 betreffend Kostengutsprache bzw. auf ein Schreiben der Stiftung C._______ vom 16. April 2014 betr. Aufbautraining bezieht, macht er nicht geltend, diese bereits vor der Vorinstanz eingereicht zu haben. Damit handelt es sich um sog. unechte Noven, die der Beschwerdef�hrer im kantonalen Verfahren h�tte einreichen k�nnen (Art. 99 Abs. 1 BGG; vgl. BGE 136 III 123 E. 4.4.3 S. 129). Diese Dokumente bleiben im vorliegenden Verfahren unbeachtlich.
3.4.�Die Vorinstanz hat damit den rechtserheblichen Sachverhalt willk�rfrei und f�r das Bundesgericht verbindlich festgestellt (Art. 105 Abs. 1 BGG).
�In der Sache selbst macht der Beschwerdef�hrer geltend, die Verweigerung der Verl�ngerung seiner Aufenthaltsbewilligung erweise sich als unverh�ltnism�ssig.
4.1.�Ausgangspunkt und Massstab sowohl f�r die Schwere des Verschuldens als auch f�r die fremdenpolizeiliche Interessenabw�gung ist die vom Strafrichter verh�ngte Strafe. Zwar liegt das Urteil des Kriminalgerichts des Kantons Luzern vom 14. November 2012 nur im Dispositiv vor (keine Begr�ndung infolge R�ckzugs der Berufung durch den Beschwerdef�hrer). Wie die Vorinstanz zu Recht ausgef�hrt hat, kann der Beschwerdef�hrer aus der fehlenden Begr�ndung jedoch nichts zu seinen Gunsten ableiten. Er wurde der Anstiftung zur Brandstiftung und des Betrugs f�r schuldig befunden und zu einer Freiheitsstrafe von 23 Monaten und drei Wochen, bedingt vollziehbar bei einer Probezeit von zwei Jahren, verurteilt. Weiter wurde er verpflichtet, diverse Zivilforderungen im Betrag von �ber Fr. 125'000.-- zu bezahlen, solidarisch haftend mit allf�lligen weiteren Haftpflichtigen. Dem Urteil lag ein Brand in der 5�-Zimmer-Wohnung der Familie des Beschwerdef�hrers am 3. M�rz 2002 zu Grunde. Seine Ehefrau wurde im gleichen Zusammenhang mit Urteil des Kriminalgerichts des Kantons Luzern vom 5. Dezember 2013 wegen Betrugs zu einer Freiheitsstrafe von 14 Monaten verurteilt. Auch der Beschwerdef�hrer r�umt ein, dass die gegen ihn ausgesprochene Strafe "nicht unerheblich" sei. Trotzdem ist er der Auffassung, es liege ein "doch eher leichtes Verschulden" vor. Allein mit Blick auf die Straftatbest�nde erhellt, dass der Beschwerdef�hrer eine ganz erhebliche Gefahr f�r Leib und Leben geschaffen hat, weshalb es hier angesichts der ausgesprochenen Strafe und den zur Zahlung auferlegten Zivilforderungen wenig wahrscheinlich ist, dass das Kriminalgericht von einem leichten Verschulden ausgegangen ist (vgl. auch Urteile 2C_886/2013 vom 20. Dezember 2013 E. 2.3; 2C_79/2011 vom 8. Dezember 2011 E. 4). Soweit der Beschwerdef�hrer ausf�hrt, sein schlechter Gesundheitszustand und andere Gr�nde h�tten daf�r gesprochen, das Urteil des Kriminalgerichts durch eine h�here Instanz �berpr�fen zu lassen, ist ihm entgegenzuhalten, dass er im November 2012 die Berufung zur�ckgezogen und damit das Urteil des Kriminalgerichts und das darin festgelegte Strafmass akzeptiert hat. Gegen den Beschwerdef�hrer spricht sodann der Umstand, dass er diese Taten bloss ca. ein halbes Jahr nach dem Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern vom 18. Oktober 2001 beging, mit welchem dem Beschwerdef�hrer nochmals ein Chance zur Besserung einger�umt worden war (vgl. angefochtener Entscheid E. 3.2). Schliesslich muss der Beschwerdef�hrer auch die gegen ihn ausgesprochenen Verwarnungen vom 2. M�rz 2011 bzw. 6. M�rz 2012 gelten lassen (vgl. angefochtener Entscheid E. 3.5), worauf er kurz nach der ersten dieser Verwarnungen in angetrunkenem Zustand ein Motorfahrzeug f�hrte.
4.2.�Unzutreffend ist auch die Ansicht des Beschwerdef�hrers, die Nichtverl�ngerung seiner Aufenthaltsbewilligung erweise sich als unverh�ltnism�ssig, da kein Gewalt-, Sexual- oder Bet�ubungsmitteldelikt vorliege. Entscheidend ist vielmehr die Schwere des konkreten Delikts und des Verschuldens im konkreten Einzelfall. Sodann hat die Vorinstanz zu Recht ausgef�hrt, dass der Beschwerdef�hrer aus dem Umstand, dass die Tat (zum Zeitpunkt des angefochtenen Urteils) bereits elf Jahre zur�cklag, nichts zu seinen Gunsten ableiten kann, wurde er doch erst im Jahr 2009 f�r die Brandstiftung in Untersuchungshaft versetzt. Dass der Beschwerdef�hrer sich seit seiner Verhaftung bzw. Verurteilung (abgesehen von einer Verurteilung mit Strafbefehl vom 2. Mai 2011 wegen F�hrens eines Motorfahrzeugs in angetrunkenem Zustand zu einer bedingten Geldstrafe von 25 Tagess�tzen zu je Fr. 30.--) nichts mehr hat zuschulden kommen lassen, vermag eine R�ckfallgefahr nicht auszuschliessen. Insbesondere wird eine gute F�hrung im Strafvollzug bzw. in der Probezeit allgemein erwartet und l�sst keine verl�sslichen R�ckschl�sse auf das k�nftige Verhalten zu. Zu ber�cksichtigen ist zudem, dass der Beschwerdef�hrer seither unter dem Druck des h�ngigen ausl�nderrechtlichen Verfahrens steht. Damit konnte im Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils nicht von einer nachhaltigen Bew�hrung ausgegangen werden. Hinzu kommt, dass f�r Legalprognosen in fremdenpolizeilicher Hinsicht mit Blick auf das im Vordergrund stehende Interesse der �ffentlichen Ordnung und Sicherheit ein strengerer Beurteilungsmassstab zum Tragen kommt als im strafrechtlichen Sanktionenrecht (vgl. BGE 137 II 233 E. 5.2.2 S. 237; 130 II 176 E. 4.3.3 S. 188; je mit Hinweisen). Unzutreffend ist sodann die R�ge, die gegen ihn verf�gte fremdenpolizeiliche Massnahme stelle eine unzul�ssige Doppelbestrafung dar: In konstanter Rechtsprechung und in Ber�cksichtigung der Praxis des EGMR geht das Bundesgericht davon aus, dass Administrativmassnahmen der hier vorliegenden Art, welche als Folge von strafrechtlichen Verurteilungen verf�gt werden, nicht Strafcharakter haben und folglich keine unzul�ssige Doppelbestrafung darstellen (Urteil 2C_19/2011 vom 27. September 2011 E. 3 mit Hinweisen).
4.3.�Entgegen der Ansicht des Beschwerdef�hrers liegt schliesslich auch kein Verstoss gegen die Rechtsgleichheit vor, indem das Migrationsamt nur die Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdef�hrers nicht verl�ngert, seiner Ehefrau indes die Niederlassungsbewilligung belassen hat. Erstens wurde die Ehefrau "nur" zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 14 Monaten verurteilt. Zudem lagen gegen sie - soweit ersichtlich - keine Vorstrafen oder Verwarnungen vor. Schliesslich verf�gt die Ehefrau �ber eine unbefristete Niederlassungsbewilligung und nicht bloss �ber eine befristete Aufenthaltsbewilligung wie der Beschwerdef�hrer.
4.4.�Der Beschwerdef�hrer reiste Ende 1984 im Alter von 24 Jahren in die Schweiz ein. Diese recht lange Aufenthaltsdauer ist insofern zu relativieren, als er sich w�hrend einer gewissen Zeit in Untersuchungshaft befand (vgl. BGE 134 II 10 E. 4.3 S. 23 f.). Zudem konnte er sich - wie die Vorinstanz zu Recht ausgef�hrt hat - weder in beruflicher noch in sozialer Hinsicht integrieren. Er arbeitete etwa bis Ende 2003 bei diversen Arbeitgebern, bezog vom September 1996 bis September 1998 Arbeitslosengelder und bezieht seit dem 1. Februar 2004 eine Dreiviertelrente der Invalidenversicherung. Unter diesen Umst�nden erscheint es unwahrscheinlich, dass der heute 55-j�hrige Beschwerdef�hrer sich "in n�chster Zeit wieder in den Arbeitsmarkt integrieren und dadurch von der �ffentlichkeit unabh�ngig wird", wie er geltend macht. Schliesslich liegt eine desolate finanzielle Situation vor, die auch der Beschwerdef�hrer nicht besch�nigen will: Unter anderem mussten gegen ihn zwischen Februar 2008 und Februar 2013 36 Betreibungen im Umfang von Fr. 54'144.75 eingeleitet werden und es bestehen 76 offene Verlustscheine im Betrag von Fr. 161'350.90. Zudem muss der Beschwerdef�hrer gem�ss dem Urteil des Kriminalgerichts vom 14. November 2012 noch Gerichtsgeb�hren und Zivilforderungen in der H�he von insgesamt �ber Fr. 130'000.-- bezahlen (vgl. angefochtener Entscheid E. 4.1). Wie der Beschwerdef�hrer unter diesen Umst�nden (mit Hilfe der monatlichen Lohnpf�ndung der Ehefrau von Fr. 700.--) diese Schulden abzahlen will, bleibt unklar.
4.5.�Der Beschwerdef�hrer lebt mit seiner niederlassungsberechtigten Ehefrau zusammen und pflegt - soweit ersichtlich - eine intakte und tats�chlich gelebte famili�re Beziehung. Zudem lebt noch eine erwachsene Tochter in der Schweiz. Die Vorinstanz erwog, dass insofern ein nicht unbetr�chtliches privates Interesse f�r den Verbleib des Beschwerdef�hrers spricht. Auf der anderen Seite ist der Beschwerdef�hrer in seiner Heimat aufgewachsen und hat von 1980 bis 1982 dort auch Milit�rdienst geleistet. In Serbien leben sein aus der Schweiz ausgewiesener Sohn sowie weitere Angeh�rige. Er hat seine Heimat regelm�ssig ferienhalber besucht und besitzt dort auch seit etwa 20 Jahren ein Einfamilienhaus. Die Vorinstanz hat sodann ausgef�hrt, eine Wegweisung sei auch aus medizinischer Sicht vertretbar (vgl. angefochtener Entscheid E. 5.1). Dagegen bringt der Beschwerdef�hrer nichts Substantielles vor: Er begn�gt sich auf einen Verweis auf medizinische Unterlagen aus dem Jahr 2002, die offensichtlich nicht mehr aktuell sind. Inwiefern die medizinische Versorgung f�r den Beschwerdef�hrer in Serbien nicht sichergestellt sein soll, ist nicht ersichtlich.
�In Bezug auf die Ehefrau hat die Vorinstanz ausgef�hrt, dass dieser nicht ohne Weiteres zuzumuten sei, ihrem Ehemann nach Serbien zu folgen, um dort mit ihm das Familienleben zu f�hren. Wohl k�nnen famili�re Beziehungen dazu f�hren, dass von einer Entfernung eines straff�llig gewordenen Ausl�nders abzusehen ist, wenn die Massnahme wegen der Unzumutbarkeit der Ausreise f�r die Familienangeh�rigen zu einer Trennung der Familiengemeinschaft f�hrt. Die Schwere der hier begangenen Delikte, die wiederholte Straff�lligkeit trotz Verwarnung sowie die nicht hinzunehmende R�ckfallgefahr lassen eine solche R�cksichtnahme im vorliegenden Fall indessen nicht zu. Dazu kommt, dass die Ehefrau an der Brandstiftung, die zum Urteil des Kriminalgerichts vom 14. November 2012 gef�hrt hat, beteiligt war und daf�r mit einer Freiheitsstrafe von 14 Monaten bestraft worden ist. Zu Recht hat die Vorinstanz daraus geschlossen, dass sich die Ehefrau damit nicht auf die Unzumutbarkeit eines Ehelebens in Serbien berufen kann.
4.6.�Das �ffentliche Interesse an der Entfernung des Beschwerdef�hrers �berwiegt somit sein privates Interesse sowie dasjenige seiner Angeh�rigen an seinem weiteren Verbleib in der Schweiz, selbst wenn die famili�re Beziehung deshalb eventuell nur noch unter erschwerten Bedingungen gelebt werden kann (vgl. BGE 129 II 215 E. 3.4 und 4.1 S. 218; Urteile 2C_953/2013 vom 16. September 2014 E. 3.2; 2C_836/2013 vom 10. Februar 2014 E. 3.4; 2C_1065/2012 vom 2. Juli 2013 E. 3.2.2). Die verf�gte fremdenpolizeiliche Massnahme erweist sich als verh�ltnism�ssig.
4.7.�Der Entfernung des Beschwerdef�hrers steht unter diesen Umst�nden auch der in Art. 8 Ziff. 1 EMRK (und Art. 13 BV) verankerte Anspruch auf Achtung des Familien- und Privatlebens nicht entgegen. Zwar hat der Beschwerdef�hrer aufgrund der gelebten Beziehung zu seiner Ehefrau gest�tzt auf Art. 8 Ziff. 1 EMRK grunds�tzlich einen Anspruch auf Aufenthalt in der Schweiz (vgl. E. 2.3 hiervor). Im vorliegenden Fall ist ein Eingriff in das Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens gem�ss Ziff. 2 dieser Bestimmung gerechtfertigt: Er st�tzt sich auf Art. 62 lit. b AuG und damit auf eine gesetzliche Grundlage im Landesrecht. Er bezweckt die Aufrechterhaltung der hiesigen Ordnung sowie die Verhinderung weiterer strafbarer Handlungen und verfolgt �ffentliche Interessen, die in Art. 8 Ziff. 2 EMRK ausdr�cklich genannt sind. Zudem stellt das Vorliegen einer erheblichen Verschuldung - entgegen der Ansicht des Beschwerdef�hrers - ein zul�ssiges �ffentliches Interesse im Rahmen von Art. 8 Ziff. 2 EMRK dar (Urteile des EGMR Hasanbasic gegen Schweiz vom 11. Juni 2013 [Nr. 52166/09] � 59; Palanci gegen Schweiz vom 25. M�rz 2014 [Nr. 2607/08] � 58]). Schliesslich erweist sich der Eingriff - wie dargelegt - auch als verh�ltnism�ssig (vgl. BGE 135 I 143 E. 2.1 S. 147 mit Hinweisen).
4.8.�Erg�nzend ist darauf hinzuweisen, dass eine strafrechtliche Verurteilung die Erteilung einer neuen Aufenthaltsbewilligung nicht zwingend ein f�r alle Mal verunm�glicht. Unter gewissen Voraussetzungen kann nach einer angemessenen Bew�hrungsdauer im Heimatland eine Neubeurteilung angezeigt sein (vgl. dazu Urteile 2C_1224/2013 vom 12. Dezember 2014 E. 5.1.2; 2C_1170/2012 vom 24. Mai 2013 E. 3.3). In diesem Rahmen ist der Zeitablauf, verbunden mit Deliktsfreiheit, angemessen zu ber�cksichtigen. Damit wird dem Umstand Rechnung getragen, dass die seit der Tat verflossene Zeit und das seitherige Verhalten des Ausl�nders beim bewilligungsrechtlichen Entscheid mitzuber�cksichtigen sind (BGE 139 I 325 E. 2.4 S. 329 f.; 130 II 493 E. 5 S. 504; allgemein BGE 139 II 534 E. 5.4.2 S. 542; zu Art. 8 EMRK vgl. z.B. Urteile des EGMR Udeh gegen die Schweiz vom 16. April 2013 [Nr. 12020/09] � 46 ff.; A.W. Khan gegen Vereinigtes K�nigreich vom 12. Januar 2010 [Nr. 47486/06] � 41).
�Der Beschwerdef�hrer r�gt schliesslich, das Kantonsgericht habe im vorinstanzlichen Verfahren zu Unrecht die unentgeltliche Rechtspflege verweigert. Zudem habe die Beurteilung der Aussichtslosigkeit nach Einreichung der Rechtsschrift zu geschehen und nicht erst mit der Urteilsf�llung.
5.1.�Die Vorinstanz hat die Beschwerde als aussichtslos bezeichnet, da sie die Erfolgsaussichten als erheblich geringer beurteilte als die Chance eines Obsiegens. Indessen besteht im Zusammenhang mit der Nichtverl�ngerung einer Aufenthaltsbewilligung keine derart klare Praxis des Bundesgerichts f�r F�lle, die mit dem vorliegenden vergleichbar sind. In dieser Situation kann angesichts der Bedeutung des Entscheids nicht gesagt werden, dass eine Partei, die �ber die n�tigen Mittel verf�gt, sich bei vern�nftiger �berlegung nicht zu einem Prozess entschliessen w�rde (vgl. BGE 138 III 217 E. 2.2.4 S. 218; 133 III 614 E. 5 S. 616).
5.2.�Die Vorinstanz hat die Mittellosigkeit des Beschwerdef�hrers nicht in Frage gestellt und diese scheint aufgrund der eingereichten Unterlagen als erstellt. Die Notwendigkeit der anwaltlichen Verbeist�ndung liegt auf der Hand. Der Anspruch auf unentgeltliche Prozessf�hrung und unentgeltlichen Rechtsbeistand im vorinstanzlichen Verfahren ist damit ausgewiesen; der angefochtene Entscheid ist insoweit aufzuheben, als darin das entsprechende Gesuch abgewiesen wurde, und die Sache zur Neuregelung der Kosten und zur Bemessung des Honorars der unentgeltlichen Rechtsvertretung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Bei diesem Ergebnis ist damit nicht mehr weiter auf die Frage des Zeitpunkts der Beurteilung des UP-Gesuchs im vorinstanzlichen Verfahren einzugehen.
�Bei diesem Ausgang des Verfahrens obsiegt der Beschwerdef�hrer teilweise; insoweit sind keine Kosten zu erheben (Art. 66 Abs. 4 BGG) und hat der Kanton Luzern dem Beschwerdef�hrer eine reduzierte Parteientsch�digung auszurichten (Art. 68 BGG). Im Umfang des Unterliegens tr�gt der Beschwerdef�hrer die bundesgerichtlichen Kosten; es kann ihm jedoch auch f�r das Verfahren vor Bundesgericht die unentgeltliche Rechtspflege gew�hrt werden (Art. 64 BGG).
�Mit dem Entscheid in der Sache selber wird schliesslich das Gesuch um aufschiebende Wirkung gegenstandslos.
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen; der Entscheid des Kantonsgerichts Luzern vom 23. April 2014 wird insofern aufgehoben, als darin die unentgeltliche Prozessf�hrung und Verbeist�ndung abgewiesen wurde. Die Sache wird diesbez�glich im Sinne der Erw�gungen an die Vorinstanz zur�ckgewiesen. Im �brigen wird die Beschwerde abgewiesen.
2.2.�Rechtsanwalt Josef Flury, Luzern, wird zum unentgeltlichen Rechtsbeistand bestellt und aus der Bundesgerichtskasse mit Fr. 1'500.-- entsch�digt.