Source: https://www.e-dis.de/cps/rde/xchg/edis/hs.xsl/1714.htm
Timestamp: 2017-04-26 23:21:50
Document Index: 329775289

Matched Legal Cases: ['§33', '§100', '§100', '§ 101', '§ 27', '§ 27', '§ 27']

Einspeiseabrechnung - E.DIS AG E.DIS AG
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1.5 Einbindung von Betreibern
Anlagen mit einer installierten Leistung bis zu 100 kW erhalten in der Regel diese Messvorrichtung. Es wird zum 31.12. jeden Jahres eine Abrechnung mit dem Zeitraum vom 01.01. – 31.12. erstellt. Der Anlagenbetreiber sollte bis spätestens zum 28.02. des Folgejahres die Zählerstände zum Stichtag 31.12. mitteilen, damit die Abrechnung zeitnah erstellt werden kann. Jeder Anlagenbetreiber erhält zur Mitteilung des Zählerstandes an den Verteilnetzbetreiber (VNB) eine Ablesekarte. Sollte dies nicht der Fall sein, so kann der Anlagenbetreiber die Zählerstände auch selbstständig an den VNB mitteilen.
2.1.3 Bemessungsleistung
2.2 Aufteilungsfaktoren
Werden die Energiemengen mehreren Anlagen des gleichen Energieträgers an einer Übergabemessung erfasst, dann wird die Gesamtmenge im Verhältnis der Anlagenleistungen auf die angeschlossenen Einzelanlagen verteilt. Eine Ausnahme stellt dabei jedoch Windenergie dar: Wenn mehrere Windenergieanlagen an einer gemeinsamen Messung angeschlossen sind, wird der Aufteilungsfaktor einer einzelnen Windenergieanlage berechnet, indem der Referenzertrag dieser Windenergieanlage durch die Summe der Referenzerträge des gesamten Windparks dividiert wird. Bei jeder neu angeschlossenen Anlage wird der Aufteilungsfaktor für den gesamten Windpark tagesscharf neu berechnet. Der gesamte Faktor darf nicht größer oder kleiner 1 sein, d.h. nicht größer oder kleiner 100%.
2.3 Direktvermarktung
Über diesen Tranchenzählpunkt wird 100% der Gesamterzeugung an den Drittanbieter übermittelt.
Anlagen ab einer Leistung von 500 KW müssen seit dem 01. August 2014 in die Direktvermarktung wechseln.
Ab dem 01. Januar 2016 wurde diese Grenze weiter hinunter gesetzt, sodass ab diesem Datum Anlagen mit einer Leistung von 100 KW in die Direktvermarktung wechseln müssen.
Bestandsanlagen, welche vor dem 01. August 2014 in Betrieb waren, gelten diese Verpflichtungen nicht. Diese können weiterhin monatlich zwischen Direktvermarktung nach Marktprämienmodell und der fixen Einspeisevergütung vom Netzbetreiber wählen.
2.3.1 Teildirektvermarktung
Bsp.: bei Teildirektvermaktung 50% Drittanbieter 1, 50% Drittanbieter 2
Jeweils werden über die Tranchenzählpunkte 50% der Gesamterzeugung an den Drittanbieter übermittelt.
2.3.2 Fernsteuerbarkeitsbonus
Die Fernsteuerbarkeit ist seit dem 01. August 2014 verpflichtend. Hintergrund ist, dass nicht nur der Netzbetreiber die Möglichkeit haben soll, Anlagen zu regeln, sondern auch der Direktvermarkter.
Anlagen, die nach dem 01. August 2014 in Betrieb genommen wurden, erhalten diesen Bonus nicht mehr. Hier wird in der Direktvermarktung nach Marktprämienmodell ausschließlich der Marktwert von dem anzulegenden Wert abgezogen.
Für Photovoltaikanlagen mit einer Inbetriebnahme ab dem 01.01.2009 besteht die Möglichkeit einer finanziellen Förderung des separat gemessenen Selbstverbrauchs. Zunächst lag die Fördergrenze bei Anlagen mit einer installierten Leistung bis 30 kWp. Ab dem 01.07.2010 war durch Änderungen im Erneuerbare-Energien- Gesetz der geförderte Selbstverbrauch für Neuanlagen bis zu 500 kWp zugelassen. Der geförderte Selbstverbrauch wurde mit der Novellierung des EEG zum 31.12.2011 für Neuanlagen gestrichen.
Das Marktintegrationsmodell wurde mit der Novellierung des EEG im Jahr 2012 eingefügt. In §33 wurde festgelegt, dass nur noch 90% der erzeugten Strommenge eine Förderung nach den EEG-Einspeisetarifen erhalten kann. Die übrigen 10% sollten zunächst selbst verbraucht werden. Für die über der Fördergrenze eingespeiste Energie kann nach dem Marktintegrationsmodell lediglich der entsprechende Börsenmarktwert vergütet werden.
Der Systemdienstleistungsbonus ist in der Systemdienstleistungsverordnung (SDLWindV) geregelt. Dieser Bonus wird Anlagen gewährt, welche den technischen Anforderungen der SDLWindV entsprechen. Diese Anforderungen an die Betreiber von Windenergieanlagen tragen zur Netzstabilität und zu einem Last- und Erzeugungsmanagement bei. Bei Anlagen, welche ab dem 01. August 2014 in Betrieb genommen wurden, entfällt dieser Bonus.
Bei Windenergieanlagen, die vor dem 01.08.2014 in Betrieb gegangen sind, waren Sie es gewohnt, auf den Abrechnungen die Grundvergütung, sowie bei fernsteuerbaren Windenergieanlagen den Marktwert, sowie den Zuschlag nach §100, Abs. 8 EEG ausgewiesen zu bekommen.
Durch die Änderung im EEG 2014, die zum 01.08.2014 in Kraft trat, entfällt der Zuschlag nach §100, Abs. 8 EEG. Des Weiteren wurde die Grundvergütung nach EEG umbenannt in Anzulegender Wert.
Mit der Novellierung des EEG im Jahr 2014 hat der Gesetzgeber eine maximale Fördergrenze für Biogasanlagen eingefügt. Diese ist für Anlagen mit der Inbetriebnahme vor dem 01.08.2014 in § 101 Abs. 1 geregelt. Die Fördergrenze ergibt sich in diesen Fällen aus dem jeweils höheren Wert: 95% der installierten Leistung oder dem historischen Maximum der jeweiligen Bemessungsleistung.
5.3.1 Bis Inbetriebnahme 2011
Formaldehyd-Bonus
Technologie-Bonus (T1 = Gasaufbereitung 0-350 Nm³/h)
NaWaRo-Bonus (Holzvergaser bzw. Pflanzenöl)
NaWaRo-Bonus (Holzverbrennung)
Trockenfermentations-Bonus
Technologie-Bonus (T2 = Gasaufbereitung 350-700 Nm³/h)
NaWaRo-Bonus (Biogas)
Technologie-Bonus (T3 = Innovative Anlagentechnik)
5.3.2 Bis Inbetriebnahme 7/2014
Grundvergütung (§ 27)
Einsatzstoffvergütungsklasse I
Einsatzstoffvergütungsklasse II
Vergärung von Bioabfällen (§ 27a)
Vergärung von Gülle (§ 27b)
Gasaufbereitungsbonus (G1 = max. bis 700 Nm³)
Gasaufbereitungsbonus (G2 = max 1.000 Nm³)
Gasaufbereitungsbonus (G3 = max. 1.400 Nm³)
5.3.3 Ab Inbetriebnahme 8/2014
Für Anlagen mit einem Inbetriebnahmedatum ab dem 01.08.2014 wird lediglich der „Anzulegende Wert“ in Abhängigkeit der Einspeisemenge vergütet. Darüber hinaus wird nach EEG 2014 jeder Neuanlage mit einer installierten Leistung von >100kW ein pauschaler Flexibilitätszuschlag gewährt.
Nach dem KWKG wird auch der Selbstverbrauch, bzw. der Selbstverbrauch durch Dritte mit dem KWKG-Zuschlag befördert. Mit der Novelle de KWKG zum 01.01.16 wird die Förderung auf Anlagen unter 50 kW bzw. auf Anlagen in stromkostenintensiven Unternehmen sowie weiteren Ausnahmen nach dem EEG beschränkt. Diese Zahlung unterliegt auch der Umsatzsteuer.
Große Anlagen (größer 2 MW) und Anlagen mit Einrichtungen zur Abwärmeabfuhr können nicht nur nach den aus den Messgeräten ermittelten Strommengen abgerechnet werden. Hier ist eine jährliche Berechnung der KWK-Netto-Stromerzeugung sowie der KWKG-Nettoeinspeisung erforderlich. Diese ist dem Netzbetreiber und dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) vorzulegen. Auf der Basis dieser Berechnung werden dann die Zählerwerte korrigiert. Mit der Novelle des KWKG zum 01.01.16 entfällt die Pflicht ein Wirtschaftsprüfertestat vorzulegen.
Wenn nicht die gesamte erzeugte Strommenge als KWK-Stromerzeugung vergütet werden kann, werden die tatsächlich gemessenen Werte für Einspeisung und Selbstverbrauch mit dem Quotienten aus Wärmerzeugung und Nutzwärme multipliziert. Wenn z.B. nur 95% der erzeugten Wärme tatsächlich genutzt wurden, erhalten Sie auch nur 95% der tatsächlich gemessenen Einspeisung bzw. des Selbstverbrauchs nach dem KWKG vergütet.