Source: https://gesetze-in-app.de/ZPO/162
Timestamp: 2020-02-21 15:15:38
Document Index: 347305414

Matched Legal Cases: ['§ 162', '§ 162', '§ 160', '§ 160', '§ 160', '§ 161', '§ 163', 'BGH', '§ 162', 'BGH', 'BGH', '§ 159', 'BGH', '§ 160', '§ 162', '§418', 'BGH', '§162', 'BGH', '§ 162', 'BGH', 'BGH', '§ 162', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 162', 'BGH', 'BGH', '§ 162', '§ 165', 'BGH', '§ 162', 'BGH', '§162', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 162', 'BGH', 'BGH', '§ 162', '§ 295', '§ 370', 'BGH']

§ 162 ZPO: Genehmigung des Protokolls
§ 162 ZPO
Titel 1: Mündliche Verhandlung
(1) Das Protokoll ist insoweit, als es Feststellungen nach § 160 Abs. 3 Nr. 1, 3, 4, 5, 8, 9 oder zu Protokoll erklärte Anträge enthält, den Beteiligten vorzulesen oder zur Durchsicht vorzulegen. Ist der Inhalt des Protokolls nur vorläufig aufgezeichnet worden, so genügt es, wenn die Aufzeichnungen vorgelesen oder abgespielt werden. In dem Protokoll ist zu vermerken, dass dies geschehen und die Genehmigung erteilt ist oder welche Einwendungen erhoben worden sind.
(2) Feststellungen nach § 160 Abs. 3 Nr. 4 brauchen nicht abgespielt zu werden, wenn sie in Gegenwart der Beteiligten unmittelbar aufgezeichnet worden sind; der Beteiligte, dessen Aussage aufgezeichnet ist, kann das Abspielen verlangen. Soweit Feststellungen nach § 160 Abs. 3 Nr. 4 und 5 in Gegenwart der Beteiligten diktiert worden sind, kann das Abspielen, das Vorlesen oder die Vorlage zur Durchsicht unterbleiben, wenn die Beteiligten nach der Aufzeichnung darauf verzichten; in dem Protokoll ist zu vermerken, dass der Verzicht ausgesprochen worden ist.
§ 161 ZPO
§ 163 ZPO
BGH, BESCHLUSS vom 4.5.2013, Az. V ZB 7/12 Im Übrigen darf das Vollstreckungsgericht das Protokoll noch nach Abschluss des Termins vor der Unterzeichnung fertigstellen, wenn es sich - wie bei der Aufnahme der Gebote - um Teile des Protokolls handelt, die nicht gemäß § 162 Abs. 1 Satz 1 ZPO den Beteiligten vorzulesen oder zur Durchsicht vorzulegen sind (BGH, Beschluss vom 5. Oktober 1954 -V BLw 25/54, BGHZ 14, 381, 397; Zöller/Stöber, ZPO, 29. Aufl., § 159 Rn. 5 mwN).
BGH, BESCHLUSS vom 2.10.2010, Az. VIII ZA 14/10 Das von der Beklagten vorgelegte gerichtliche Protokoll ist schon deswegen zu dem urkundlichen Beweis der behaupteten Mängel ungeeignet, weil ihm in Ermangelung der nach § 160 Abs.3 Nr. 5, § 162 Abs. 1 ZPO erforderlichen Genehmigung die Beweiskraft als öffentliche Urkunde (§418 ZPO) fehlt (BGH, Beschlüsse vom 18. Januar 1984 - IVb ZB 53/83, NJW 1984, 1465 unter II 1 c bb; vom 4. Juli 2007 -XII ZB 14/07, NJW-RR 2007, 1451 Rn. 8; Mu-sielak/Stadler, ZPO, 7.Aufl„ §162 Rn. 5; Zöller/Stöber, ZPO,
BGH, BESCHLUSS vom 3.6.2007, Az. XII ZB 14/07 Das durch § 162 Abs. 1 ZPO vorgeschriebene Verfahren der Verlesung und Genehmigung von Protokollerklärungen ist somit nicht im Sinne eines zwingenden Formerfordernisses zu verstehen; es soll lediglich Gewähr für die Richtigkeit des Protokolls bieten und damit seine Beweiskraft untermauern (Senatsbeschlüsse vom 18. Januar 1984 -IVbZB 53/83- FamRZ 1984, 372 f.; vom 25. Juni 1986 - IVb ZB 75/85-FamRZ 1986, 1089 f. [jeweils zu dem Rechtsmittelverzicht]; und Senatsurteil BGHZ 107, 142, 145 f. = FamRZ 1989, 847, 848 [zu dem Anerkenntnis]).
BGH, BESCHLUSS vom 3.6.2007, Az. XII ZB 14/07 7	Dem steht nicht entgegen, dass die Einhaltung des durch § 162 Abs. 1 ZPO vorgeschriebenen Verfahrens nach allgemeiner Ansicht bei Prozessvergleichen Wirksamkeitsvoraussetzung ist (BGHZ 79, 71, 74 f. und BGHZ 142, 84, 88 ff.)
BGH, URTEIL vom 2.8.1988, Az. XI ZR 5/88 Daß die Erklärung nach dem Inhalt des Protokolls entgegen § 162 Abs. 1 ZPO nicht vorgelesen und genehmigt worden ist, steht der Wirksamkeit nicht entgegen, soweit - wie hier - feststeht, daß die Erklärung tatsächlich abgegeben worden ist (BGH Beschluß vom 25. Juni 1986 - IVb ZB 75/85, NJW-RR 1986, 1327, 1328).
BGH, BESCHLUSS vom 4.2.1986, Az. i arz 130/86 Denn ein Verstoß gegen § 162 Abs. 1 ZPO führt bei einseitigen Prozeßhandlungen nicht zu deren Unwirksamkeit, sondern lediglich zu dem Verlust der Beweiskraft des Protokolls nach § 165 ZPO (BGH NJW 1984, 1465 f; BSG MDR 1981, 612; Stein/Jonas/Schumann, ZPO, 20. Aufl., § 162 Rdnr. 21 m.w.N.).
BGH, Urteil vom 3.0.1984, Az. IVb ZB 53/83 cc) Daß beim Prozeßvergleich die Einhaltung des §162 Abs. 1 ZPO nach allgemeiner Ansicht Wirksamkeitsvoraussetzung ist (BGHZ 16, 388, 390; BAG 8, 228, 232 f.;
BGH, URTEIL vom 3.0.1980, Az. VIII ZR 237/78 Damit dauerte die Unterbrechung der Verjährung solange an, bis das vom Staatlichen Materialprüfungsamt in Dortmund am 4. Januar 1977 gefertigte Gutachten entweder den Parteien im Beweissicherungsverfahren zugeleitet (BGHZ 53, 43, 47) oder - im Falle einer mündlichen Erläuterung - das entsprechende Protokoll den Parteien und dem Sachverständigen verlesen bzw. zur Durchsicht vorgelegt worden war (§ 162 Abs. 1 ZPO; BGHZ 60, 212, 213).
BGH, URTEIL vom 4.6.1972, Az. II ZR 122/72 Der darin liegende Verstoß gegen § 162 ZPO ist aber nach § 295 ZPO geheilt worden, weil dieser Mangel nicht in der sich nach § 370 ZPO der Beweisaufnahme anschließenden Verhandlung gerügt worden ist (BGHZ 28, 310, 311).