Source: http://www.jurablogs.com/2014/10/09/geld-zurueck-garantie-iii
Timestamp: 2017-09-22 06:23:06
Document Index: 69542105

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 5', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Geld-Zurück-Garantie III
Amtlicher Leitsatz: a) Der Tatbestand der Nummer 10 des Anhangs zu § 3 Abs. 3 UWG setzt keine hervorgehobene Darstellung der vermeintlichen Besonderheit des Angebots, sondern lediglich voraus, dass beim Verbraucher der unrichtige Eindruck erweckt wird, der Unternehmer hebe sich bei seinem Angebot dadurch von den Mitbewerbern ab, dass er dem Verbraucher freiwillig ein Recht einräume. Der Tatbestand ist jedoch nicht erfüllt, wenn dem angesprochenen Verbraucher gegenüber klargestellt wird, dass ihm keine Rechte eingeräumt werden, die ihm nicht schon kraft Gesetzes zustehen.
b) Eine gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2 Nr. 7 UWG irreführende Werbung mit bei Leistungsstörungen bestehenden Gewährleistungsansprüchen liegt nicht vor, wenn die im Gewährleistungsfall bestehenden Ansprüche nicht als etwas Ungewöhnliches herausgestellt, sondern als selbstverständlich bestehend bezeichnet werden.
Urteil vom 19.03.2014
Az.: I ZR 185/12
Der I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat auf die mündliche Verhandlung vom 19. März 2014 für Recht erkannt:
Auf die Revision der Klägerin wird das Urteil des 4. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Hamm vom 30. August 2012 unter Zurückweisung des Rechtsmittels im Übrigen im Kostenpunkt und insoweit aufgehoben, als die Klage mit den Unterlassungsanträgen zu I 4 Punkt 1 (Geld-Zurück-Garantie) und I 4 Punkt 3 (Risiko des Wa-renversands), mit den hierauf bezogenen Anträgen auf Auskunft und Schadensersatzfeststellung und hinsichtlich eines Zahlungs-betrags in Höhe von 455,49 � nebst Zinsen in Höhe von fünf Prozentpunkten über dem Basiszinssatz seit dem 16. März 2011 abgewiesen worden ist.
Im Umfang der Aufhebung wird die Berufung der Beklagten gegen das Urteil der 7. Kammer für Handelssachen des Landgerichts Bielefeld vom 3. Februar 2012 zurückgewiesen.
Die Kosten des Rechtsstreits werden der Klägerin zu 1/3 und der Beklagten zu 2/3 auferlegt ...
ratgeberrecht.eu:
BGH Geld-Zurück-Garantie III
Lampmann, Haberkamm & Rosenbaum:
BGH: Zu den Voraussetzungen einer unzulässigen Werbung mit Selbstverständlichkeiten
Mal wieder: Fast jeder Händler bei Amazon oder eBay ist akut abmahngefährdet
Werbung mit Selbstverständlichkeiten selbst beim Fehlen besonderer Hervorhebung verboten
Das Blog für IT-Recht:
LG Köln: Werbung mit „Gütesiegel“ für Reiseangebote im Internet kann irreführend sein (...
OLG Köln: “Testsieger” der Stiftung Warentest ist kein anerkanntes Gütezeichen
BGH: Eine unlautere Werbung mit Selbstverständlichkeiten kann auch ohne gesonderte Hervorhebung vorliegen
Geld-Zurück-Garantie – wenn gesetzliche Rechte angeblich freiwillig eingeräumt werden
OLG Köln: Der Hinweis auf einen Sicherungsschein durch einen Reiseveranstalter ist nicht zwangsläufig eine Werbung mit Selbstverständlichkeiten
Einfacher Verweis auf die gesetzlich zustehenden Rechte des Verbrauchers nicht wettbewerbswidrig
OLG Hamm: Die Motivierung von Kunden zur Abgabe von (positiven) Bewertungen durch Rabattversprechen ist wettbewerbswidrig / Zu der Rechtsmissbräuchlichkeit einer Abmahnung
BGH: Werbung mit Garantien auch ohne nähere Angaben zum Inhalt der Garantie zulässig
BGH zur Werbung mit Selbstverständlichkeiten
Amazon haftet für Verstöße gegen gesetzliche Informationspflichten
BGH: An Kinder gerichtete Werbung in Onlinespielen ist wettbewerbsrechtlich unzulässig
Veröffentlicht October 9, 2014 8:27am im Blog kanzlei.biz.
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