Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=MDR%202008,%20506
Timestamp: 2019-07-19 20:00:32
Document Index: 57302951

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 823', '§ 22', '§ 823', '§ 1004', '§ 22', '§ 23', 'BGH', 'BGH', 'EGMR', 'BGH', 'BGH', '§ 22', 'EGMR', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 1', 'Art. 10', 'Art. 11', 'BGH', '§ 839', 'Art. 1', 'Art. 5', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: MDR 2008, 506 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 31.01.2008
https://dejure.org/2007,346
BGH, 13.11.2007 - VI ZR 269/06 (https://dejure.org/2007,346)
BGH, Entscheidung vom 13.11.2007 - VI ZR 269/06 (https://dejure.org/2007,346)
BGH, Entscheidung vom 13. November 2007 - VI ZR 269/06 (https://dejure.org/2007,346)
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BGB §§ 823 Abs. 1, Abs. 2; 1004 Abs. 1 Satz 2; KunstUrhG §§ 22, 23
Vorbeugende Unterlassungsklage? - Im Bereich der Bildberichterstattung kann nicht mit einer "vorbeugenden" Unterlassungsklage über die konkrete Verletzungsform hinaus eine ähnliche oder "kerngleiche" Bildberichterstattung für die Zukunft verboten werden.
§ 823 BGB; § 1004 BGB; § 22 KunstUrhG; § 23 KunstUrhG
Keine "vorbeugende” Unterlassungsklage gegen künftige Bildveröffentlichungen
Grundsatzurteil: im Presserecht keine Art "vorbeugende Unterlassungsklage" über die konkrete Verletzungsform hinaus
Umfassendes Verbot der Veröffentlichung und Verbreitung von heimlich und unter Zuhilfenahme von Teleobjektiven aus großer Entfernung erstellten privater Fotos von einem früheren Leistungssportler; Möglichkeit des Verbots einer ähnlichen oder "kerngleichen " Bildberichterstattung für die Zukunft über eine konkrete Verletzungsform hinaus mit Hilfe einer vorbeugenden Unterlassungsklage; Feststellung der Zulässigkeit einer Bildveröffentlichung durch eine Abwägung zwischen dem Informationsinteresse der Öffentlichkeit und dem Interesse des Abgebildeten an dem Schutz seiner Privatsphäre
Van Almsinck
Zulässigkeit des Verbots einer Bildberichterstattung für die Zukunft
"kerngleiche" Bildberichterstattung
Urheberrecht - Verbot einer ähnlichen Bildberichterstattung für die Zukunft?
Keine "vorbeugende" Unterlassungsklage gegen Fotoveröffentlichungen
BGH lehnt vorbeugenden Unterlassungsanspruch gegen künftige Bildveröffentlichungen ab
Keine »vorbeugende« Unterlassungsklage gegen künftige Bildveröffentlichungen
Recht am eigenen Bild: Absoluter Unterlassungsanspruch gegen Bildveröffentlichungen?
Keine vorbeugende Unterlassungsklage gegen künftige Bildveröffentlichungen
Keine «vorbeugende» Unterlassungsklage gegen künftige Bildveröffentlichungen
123recht.net (Pressemeldung, 13.11.2007)
Franziska van Almsick scheitert mit Klage // Kein vorbeugender Persönlichkeitsschutz für Prominente
Keine Unterlassungsklage gegen künftige ähnliche Bildveröffentlichungen
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 13.11.2007, Az.: VI ZR 269/06 (Kein Anspruch auf Unterlassung "kerngleicher" Berichterstattung in anderem Kontext)" von RA Dr. Endress Wanckel, original erschienen in: NJW 2008, 1594 - 1595.
NJW 2008, 1593
MDR 2008, 506
GRUR 2008, 446
MIR 2008, Dok. 099
ZUM 2008, 437
afp 2008, 187
Wie der erkennende Senat zwischenzeitlich entschieden hat, lässt sich die im Wettbewerbsrecht entwickelte "Kerntheorie" auf das Recht der Bildberichterstattung nicht übertragen (vgl. Senatsurteile vom 13. November 2007 - VI ZR 265/06 - VersR 2008, 552 und - VI ZR 269/06 - NJW 2008, 1593).
Ein solches generelles Verbot stelle im vorliegenden Fall keine unzulässige Einschränkung der Pressefreiheit dar, wie dies der Bundesgerichtshof in seiner Entscheidung vom 13. November 2007 (VI ZR 269/06) im Falle einer erwachsenen bekannten Sportlerin angenommen habe.
Kommt es mithin für die Abwägung maßgeblich auf den Informationswert der Abbildung an, kann, wenn - wie im Streitfall - die beanstandeten Abbildungen im Zusammenhang mit einer Wortberichterstattung verbreitet worden sind, bei der Beurteilung die zugehörige Wortberichterstattung nicht unberücksichtigt bleiben (BVerfG, NJW 2008, 1793, 1796; so auch EGMR, NJW 2004, 2647, 2650 von Hannover gegen Deutschland; Senat, BGHZ 158, 218, 223; Urteile vom 28. September 2004 - VI ZR 305/03 - VersR 2005, 83; vom 6. März 2007 - VI ZR 13/06 - VersR 2007, 697, 699 und - VI ZR 51/06 - VersR 2007, 957, 959; vom 3. Juli 2007 - VI ZR 164/06 - VersR 2007, 1283, 1284; vom 14. Oktober 2008 - VI ZR 271/06 -, - VI ZR 272/06 -, - VI ZR 256/06 - und - VI ZR 269/06 -, sämtlich z.V.b.).
Ihr Informationsgehalt ist vielmehr nach der ständigen Rechtsprechung des Senats in Zusammenschau mit der sie begleitenden Wortberichterstattung, die der Kläger nicht beanstandet, zu bewerten (vgl. BGHZ 158, 218, 223; Urteile vom 28. September 2004 - VI ZR 305/03 - VersR 2005, 83; vom 6. März 2007 - VI ZR 13/06 - VersR 2007, 697, 699 und - VI ZR 51/06 - VersR 2007, 957, 959; vom 3. Juli 2007 - VI ZR 164/06 - VersR 2007, 1283, 1284; vom 14. Oktober 2008 - VI ZR 271/06 -, - VI ZR 272/06 -, - VI ZR 256/06 - und - VI ZR 269/06 -, sämtlich z.V.b.).
Der erkennende Senat hat nach Erlass des Berufungsurteils in mehreren Entscheidungen zum abgestuften Schutzkonzept der §§ 22, 23 KUG bei Bildveröffentlichungen von "Prominenten" unter Berücksichtigung der Rechtsprechung des EGMR und des Bundesverfassungsgerichts Stellung genommen (vgl. Senat, BGHZ 174, 262 ff.; Urteile vom 19. Oktober 2004 - VI ZR 292/03 - VersR 2005, 84 ff.; vom 15. November 2005 - VI ZR 286/04 - VersR 2006, 274 ff.; vom 6. März 2007 - VI ZR 13/06 - VersR 2007, 697, 698 f. und - VI ZR 51/06 - NJW 2007, 1977 ff.; vom 19. Juni 2007 - VI ZR 12/06 - VersR 2007, 1135 ff.; vom 3. Juli 2007 - VI ZR 164/06 - VersR 2007, 1283 ff.; vom 13. November 2007 - VI ZR 269/06 - NJW 2008, 1593 ff.; vom 24. Juni 2008 - VI ZR 156/06 - VersR 2008, 1268 ff.; vom 1. Juli 2008 - VI ZR 67/08 - WRP 2008, 1367 ff. und - VI ZR 243/06 - WRP 2008, 1363 ff.).
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes zur Persönlichkeitsverletzungen, insbesondere im Bereich der Presse- und Bildberichterstattung, kann weder mit einer "vorbeugenden" Unterlassungsklage über die konkrete Verletzungsform hinaus eine ähnliche oder "kerngleiche" Bildberichterstatlung für die Zukunft, noch die erneute Verbreitung eines Bildnisses - sofern die Verbreitung nicht schon an sich unzulässig ist, etwa weil die Intimsphäre tangiert wird - generell verboten werden (vgl. BGH, Urt. v. 13. November 2007 - VI ZR 269/06, NJW 2008, 1593;… Urt. v. 6. Oktober 2009 - VI ZR 314/08, NJW 2010, 1454).
Eine vorweggenommene Abwägung, die sich mehr oder weniger nur auf Vermutungen stützen könnte und die im konkreten Verletzungsfall im Vollstreckungsverfahren nachgeholt werden müsste, verbietet sich schon im Hinblick auf die Bedeutung der betroffenen Grundrechte (BGH, Urt. v. 13. November 2007 - VI ZR 269/06, NJW 2008, 1593).
Nach der Rechtsprechung des erkennenden Senats kann im Bereich der Bildberichterstattung weder mit einer "vorbeugenden" Unterlassungsklage über die konkrete Verletzungsform hinaus eine ähnliche oder "kerngleiche" Bildberichterstattung für die Zukunft noch die erneute Verbreitung eines Bildnisses - sofern die Verbreitung nicht schon an sich unzulässig ist, etwa weil die Intimsphäre tangiert wird - generell verboten werden (vgl. Senatsurteile BGHZ 158, 218, 225 f. ; 174, 262, 266; 177, 119, 131; vom 13. November 2007 - VI ZR 269/06 - NJW 2008, 1593, 1594; vom 1. Juli 2008 - VI ZR 243/06 - VersR 2008, 1506; vom 17. Februar 2009 - VI ZR 75/08 - NJW 2009, 1502).
OLG Frankfurt, 19.04.2012 - 16 U 189/11
Recht am eigenen Bild und Wort: Konkludente Einwilligung in Filmaufnahmen während …
LG Berlin, 08.04.2008 - 27 O 16/08
BGH, 31.01.2008 - III ZR 186/06
https://dejure.org/2008,1782
BGH, 31.01.2008 - III ZR 186/06 (https://dejure.org/2008,1782)
BGH, Entscheidung vom 31.01.2008 - III ZR 186/06 (https://dejure.org/2008,1782)
BGH, Entscheidung vom 31. Januar 2008 - III ZR 186/06 (https://dejure.org/2008,1782)
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Einordnung von Rechtsbeziehungen zwischen einer Versicherten und dem beklagten Land als Träger des Landeskrankenhauses als öffentlich-rechtlich; Verwahrung und Heilbehandlung von Geisteskranken und Gemütskranken und Schutz der Außenwelt vor ihnen als Aufgabe eines Landeskrankenhauses; Rechtswidrigkeit einer mit Freiheitsbeschränkungen verbundenen Unterbringung in einer geschlossenen Abteilung eines psychiatrischen Landeskrankenhauses; Haftung für eine Verletzung der Pflicht zur Beaufsichtigung von Patienten in einer von einer Körperschaft des öffentlichen Rechts getragenen offenen psychiatrischen Klinik
Haftung des Trägers eines psychiatrischen Landeskrankenhauses für Behandlungsfehler bei freiwilliger Unterbringung des Patienten
Behandlung in geschlossener Abteilung öffentlich-rechtlich
Amtshaftung bei Behandlung in geschlossener Abteilung in einem Landeskrankenhaus; Arzthaftungsrecht
LG Lüneburg, 11.01.2006 - 2 O 401/04
OLG Celle, 10.07.2006 - 1 U 12/06
NJW 2008, 1444
FamRZ 2008, 782 (Ls.)
VersR 2008, 778
Maßnahmen der gegen den Willen des Betroffenen erfolgenden Unterbringung und der ärztlichen Zwangsbehandlung aufgrund der Unterbringungsgesetze - hier: Art. 1 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 10 Abs. 2 Satz 1, Art. 11 Abs. 1 Satz 1 des Bayerischen Unterbringungsgesetzes (BayUnterbrG) - sind stets öffentlich-rechtlicher Natur (Senat, Urteile vom 24. September 1962 - III ZR 201/61, BGHZ 38, 49, 50 ff und vom 19. Januar 1984 - III ZR 172/82, NJW 1985, 677, 678; Beschluss vom 31. Januar 2008 - III ZR 186/06, NJW 2008, 1444 Rn. 4;… MünchKommBGB/Papier, 5. Aufl., § 839 Rn. 165).
aa) Zutreffend geht das Berufungsgericht davon aus, dass die Unterbringung von psychisch Kranken oder psychisch Gestörten zum Schutz der öffentlichen Sicherheit und Ordnung in einem psychiatrischen Krankenhaus (Art. 1 Abs. 1 BayUnterbrG) eine genuin staatliche Aufgabe ist (Senat, Beschluss vom 31. Januar 2008 - III ZR 186/06, NJW 2008, 1444 Rn. 4;… vgl. Zimmermann, BayUnterbrG, 2. Aufl., Art. 5 Rn. 2).
Haftung für Behandlungsfehler im Rahmen einer Zwangsbehandlung; Haftung bei …
Dies hat die Rechtsprechung insbesondere bei der Verwahrung und Behandlung von Insassen in geschlossenen Anstalten, die sich dort auf Grund einer Einweisung nach den Unterbringungsgesetzen befinden, angenommen (vgl. BGH, Urteil v. 24. September 1962, III ZR 201/61 - BGHZ 38, 49 = NJW 1963, 40; BGH, Urteil v. 19. Januar 1984, III ZR 172/82 - NJW 1985, 677, 678; BGH, Beschluss v. 31. Januar 2008, III ZR 186/06 - MDR 2008, 506 ; ebenso für die psychiatrische Abteilung eines Kreiskrankenhauses OLG Oldenburg, Urteil v. 1. März 1994, 5 U 127/93 - NJW-RR 1996, 666 ).
Die Behandlung eines Patienten in der geschlossenen Abteilung eines psychiatrischen Landeskrankenhauses ist auch dann öffentlich-rechtlicher Natur, wenn sie im Einverständnis des Patienten und seines Betreuers und nicht etwa aufgrund einer hoheitlichen Unterbringung erfolgt (BGH, Beschluss vom 31.01.2008 - III ZR 186/06).
vgl. BGH, Urteil vom 24.09.1962 - III ZR 201/61 -, juris, bestätigt durch Beschluss vom 31.01.2008 - III ZR 186/06 -, juris Rn. 3 ff.