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Timestamp: 2016-10-21 18:34:36
Document Index: 303162668

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 10', 'Art. 16', 'Art. 18', 'BGE', 'Art. 24', 'Art. 152', 'Art. 135', 'BGE', 'Art. 152']

U 162/00 (21.11.2000)
U 162/00 Vr
Pr�sident Lustenberger, Bundesrichter Meyer und Ferrari; Gerichtsschreiberin Bucher
Urteil vom 21. November 2000
S.________, 1950, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Roland Ilg, R�mistrasse 5, Z�rich,
A.- S.________, geboren 1950, war als Mitarbeiter der C.________ AG bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch unfallversichert, als er sich am 11. April 1996 bei einem Arbeitsunfall eine Malleolarfraktur medial links sowie ein H�matom und eine Hautnekrose am lateralen Malleolus zuzog. Am 16. April 1996 wurde die Verletzung durch Osteosynthese, Nekrosenexzision, H�matomausr�umung und Drainage operativ behandelt. Die SUVA erbrachte die gesetzlichen Leistungen. Nachdem der Versicherte seine Arbeit am 13. September 1996 wieder vollzeitig aufgenommen hatte, wurde am 8. Januar 1997 das Osteosynthesematerial wegen Schmerzen unklarer Ursache im oberen Sprunggelenk vorzeitig entfernt. Hierauf klagte der Versicherte �ber ein fehlendes Nachlassen, ja sogar eine Zunahme der Schmerzen und war wieder voll arbeitsunf�hig. Nachdem die SUVA ein Taggeld aufgrund einer Arbeitsunf�higkeit von 100 % ausgerichtet hatte, legte sie ihren Leistungen ab 2. September 1997 noch einen Arbeitsunf�higkeitsgrad von 50 % zugrunde. Gest�tzt auf den Bericht des Dr. med. B.________ �ber die kreis�rztliche Abschlussuntersuchung vom 13. Januar 1998 stellte die SUVA schliesslich mit Verf�gung vom 19. Januar 1998 die Versicherungsleistungen mit Wirkung ab 20. Januar 1998 ein, was sie mit Einspracheentscheid vom 12. Juni 1998 best�tigte.
B.- Die hiegegen eingereichte Beschwerde wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich mit Entscheid vom 14. M�rz 2000 ab.
C.- Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde l�sst S.________ beantragen, der kantonale Entscheid und der Einspracheentscheid seien aufzuheben; es sei ihm ab 20. Januar 1998 weiterhin ein halbes Taggeld auszurichten; eventualiter seien ihm eine angemessene Rente und eine angemessene Integrit�tsentsch�digung zuzusprechen; subeventualiter sei ein medizinisches Gutachten einzuholen. Ferner ersucht er um unentgeltliche Verbeist�ndung.
Die SUVA schliesst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Das Bundesamt f�r Sozialversicherung hat sich nicht vernehmen lassen.
1.- Das kantonale Gericht hat die von der Rechtsprechung entwickelten Grunds�tze bez�glich des Erfordernisses des nat�rlichen Kausalzusammenhangs (BGE 119 V 337 Erw. 1), des im Sozialversicherungsrecht �blichen Beweisgrades der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 119 V 338 Erw. 1), der W�rdigung �rztlicher Berichte und Gutachten im Allgemeinen (siehe auch BGE 125 V 352 Erw. 3a) sowie der antizipierten Beweisw�rdigung (siehe auch BGE 124 V 94 Erw. 4b) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen. Hinzuzuf�gen ist, dass auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner �rzte Beweiswert zukommt, sofern sie schl�ssig erscheinen, nachvollziehbar begr�ndet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverl�ssigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem Anstellungsverh�ltnis zum Versicherungstr�ger steht, l�sst nicht schon auf mangelnde Objektivit�t und auf Befangenheit schliessen (BGE 125 V 353 Erw. 3b/ee).
2.- a) SUVA-Kreisarzt Dr. med. B.________ legte seiner im Abschlussbericht vom 13. Januar 1998 enthaltenen Beurteilung, wonach der Fall abgeschlossen werden k�nne - was bedeutet, dass nach seiner Auffassung keine Behandlungsbed�rftigkeit mehr bestand -, dem Versicherten die gleichen T�tigkeiten wie vor dem Unfall wieder in vollem Umfang zumutbar seien und der Schaden f�r eine Integrit�tsentsch�digung zu gering sei, ausschliesslich den objektiven Befund zugrunde, wohingegen er die Schmerzen als subjektiv bezeichnete. In Anbetracht des objektiven Befundes (seitengleiche Muskulatur, seitengleiche Beschwielung, keine trophischen St�rungen, nicht gereiztes und nicht �berw�rmtes Gelenk, unauff�llige Narbe, gute Stabilit�t, gute rohe Kraft, gute F�higkeit gegenzuspannen, nur diskrete Bewegungseinschr�nkung, insgesamt guter Zustand des oberen Sprunggelenks, altersentsprechender R�ntgenbefund, radiologisch und klinisch unauff�llige Achsenverh�ltnisse) erscheinen die Schlussfolgerungen des Kreisarztes, gest�tzt auf welche die SUVA die Versicherungsleistungen mit Wirkung ab 20. Januar 1998 einstellte, in somatischer Hinsicht schl�ssig und nachvollziehbar begr�ndet. Der kreis�rztliche Bericht ist in sich widerspruchsfrei. Die Behauptung des Beschwerdef�hrers, selbst der SUVA-Arzt best�tige, dass nach wie vor erhebliche Bewegungseinschr�nkungen best�nden, ist aktenwidrig.
b) Im Gegensatz zum Kreisarzt bezeichnet Dr. med. K.________, der neue Hausarzt des Beschwerdef�hrers, diesen in einem Zeugnis vom 7. August 1998 auch f�r die Zeit ab 20. Januar 1998 als lediglich zu 50 % arbeitsf�hig f�r leichte Arbeit. Dieses mit keinerlei Begr�ndung versehene Zeugnis (welches m�glicherweise auch nichtsomatische Aspekte ber�cksichtigt) vermag indessen in somatischer Hinsicht keine Zweifel an der Richtigkeit des alle Anforderungen erf�llenden kreis�rztlichen Abschlussberichtes zu erwecken, der seinerseits im Einklang steht mit fr�heren Arztberichten, die eine gute Heilung des Kn�chelbruchs belegen: Dr. med. F.________, Abteilung f�r Radiologie des Spitals Y.________, rapportierte am 14. M�rz 1997 eine vollst�ndig verheilte Fraktur des Malleolus medialis in guter Stellung und verneinte das Vorliegen wesentlicher degenerativer Ver�nderungen bzw. einer Gelenkspaltverschm�lerung oder einer Achsenabweichung. Dr. med. Z.________, Klinik X.________, der ein MRI des linken oberen Sprunggelenks durchf�hrte, fand gem�ss Bericht vom 24. April 1997 keine strukturellen Ver�nderungen in der Tibialis posterior-Sehne, keine Zeichen einer Tendovaginitis derselben, keine Osteonekrose, keine Gelenkmaus und keine Taluspathologie. Eine pathologisch anatomische Ver�nderung konnte laut Bericht vom 2. Juli 1997 auch Dr. med. I.________, Chirurgische Abteilung des Spitals Y.________, nicht feststellen. Schliesslich berichtete auch Dr. med. H.________, der fr�here Hausarzt des Beschwerdef�hrers, am 22. Oktober 1997 von einer maximal leichtgradigen Einschr�nkung bei der Dorsalextension ohne Hinweise auf entz�ndliche Ver�nderungen, was die beschwerdef�hrerische Behauptung, die behandelnden �rzte best�tigten erhebliche Bewegungseinschr�nkungen, widerlegt. Die haus�rztlichen Atteste aus den Monaten Oktober und November 1997 verm�gen von vornherein nicht f�r eine �ber den 19. Januar 1998 hinausgehende 50 %ige Arbeitsunf�higkeit zu sprechen, da sie sich auf einen fr�heren Zeitraum beziehen, f�r den auch die SUVA noch von einer 50 %igen Arbeitsunf�higkeit ausging. Es bestehen demnach keine Indizien gegen die Zuverl�ssigkeit des kreis�rztlichen Abschlussberichts, sodass unter Verzicht auf weitere Abkl�rungen somatischer Art vollumf�nglich darauf abgestellt werden kann.
Nach der gesamten Aktenlage bestehen keine Anhaltspunkte f�r eine ad�quat kausal verursachte psychogene Fehlentwicklung (BGE 115 V 133).
3.- Nach dem Gesagten hat die SUVA zu Recht ihre bisher ausgerichteten Leistungen eingestellt und die Gew�hrung weiterer Leistungen abgelehnt. Eine Heilbehandlung (Art. 10 UVG) w�rde eine unfallbedingte Behandlungsbed�rftigkeit, die Ausrichtung eines Taggeldes (Art. 16 UVG) oder einer Invalidenrente (Art. 18 UVG; BGE 115 V 133 Erw. 2) eine unfallbedingte Arbeitsunf�higkeit und die Zusprechung einer Integrit�tsentsch�digung (Art. 24 UVG) eine unfallbedingte dauernde erhebliche Sch�digung der k�rperlichen oder geistigen Integrit�t voraussetzen, samt und sonders Erfordernisse, welche, wie aus den bisherigen Darlegungen hervorgeht, nicht erf�llt sind.
4.- Die unentgeltliche Verbeist�ndung kann gew�hrt werden (Art. 152 in Verbindung mit Art. 135 OG), da die Bed�rftigkeit aktenkundig ist, die Beschwerde, wenn auch im Sinne eines Grenzfalles, nicht als aussichtslos zu bezeichnen ist und die Vertretung geboten war (BGE 125 V 202 Erw. 4a mit Hinweisen). Es wird indessen ausdr�cklich auf Art. 152 Abs. 3 OG aufmerksam gemacht, wonach die beg�nstigte Partei der Gerichtskasse Ersatz zu leisten haben wird, wenn sie sp�ter dazu im Stande ist.
wird Rechtsanwalt Dr. Roland Ilg, Z�rich, f�r das
Verfahren vor dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht
Luzern, 21. November 2000