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Timestamp: 2016-10-22 23:39:15
Document Index: 222172836

Matched Legal Cases: ['Art. 30', 'Art. 44', 'Art. 30', 'Art. 45', 'BGE', 'Art. 20', 'BGE', 'Art. 44', 'Art. 45', 'Art. 132']

C 285/00 (10.08.2001)
T.________, 1952, Beschwerdef�hrerin,
�ffentliche Arbeitslosenkasse Basel-Stadt, Hochstrasse 37, 4053 Basel, Beschwerdegegnerin,
Mit Verf�gung vom 4. April 2000 stellte die �ffentliche Arbeitslosenkasse Basel-Stadt die 1952 geborene T.________ wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit ab
29. Februar 2000 f�r 31 Tage in der Anspruchsberechtigung ein.
Die Kantonale Schiedskommission f�r Arbeitslosenversicherung Basel-Stadt wies die hiegegen eingereichte Beschwerde mit Entscheid vom 27. Juli 2000 ab.
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragt T.________ sinngem�ss die Aufhebung der vorinstanzlich best�tigten Einstellungsverf�gung vom 4. April 2000.
Die �ffentliche Arbeitslosenkasse Basel-Stadt l�sst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schliessen.
1.- Die Vorinstanz hat die massgeblichen Bestimmungen �ber die Einstellung in der Anspruchsberechtigung bei selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit (Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG), namentlich bei Verletzung arbeitsvertraglicher Pflichten (Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV) und die verschuldensabh�ngige Dauer der Einstellung (Art. 30 Abs. 3 Satz 3 AVIG in Verbindung mit Art. 45 Abs. 2 AVIV) sowie die Rechtsprechung zum arbeitslosenversicherungsrechtlichen Begriff des Selbstverschuldens (ARV 1998 Nr. 9 S. 44 Erw.
2b, 1982 Nr. 4 S. 39 Erw. 1a, je mit Hinweisen) richtig dargelegt. Zutreffend ist auch, dass das Verhalten beweism�ssig klar feststehen muss (BGE 112 V 245 Erw. 1; ARV 1999 Nr. 8 S. 39 Erw. 7b). Darauf kann verwiesen werden. Das vorwerfbare Verhalten muss zudem nach Art. 20 lit. b des �bereinkommens Nr. 168 der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) �ber Besch�ftigungsf�rderung und den Schutz gegen Arbeitslosigkeit vom 21. Juni 1988 (SR 0.822. 726.8; f�r die Schweiz in Kraft seit dem 17. Oktober 1991, AS 1991 1914) vors�tzlich erfolgt sein (vgl. BGE 124 V 236 Erw. 3b, welche Rechtsprechung gem�ss Urteil M. vom 17. Oktober 2000 [C 53/00] auch im Bereich von Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV anwendbar ist).
2.- a) Die kantonale Schiedskommission hat in einl�sslicher W�rdigung richtig dargelegt, dass das Verhalten der Versicherten dem Arbeitgeber Anlass zur K�ndigung gegeben hatte und diese daher zu Recht wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit in der Anspruchsberechtigung eingestellt wurde. Aufgrund der Aktenlage ist beweism�ssig klar erstellt, dass die Beschwerdef�hrerin seitens ihres Vorgesetzten, Dr. M.________, Praxis am B.________, anl�sslich eines Mitarbeitergespr�chs vom 22. Februar 2000 auf ihr mangelhaftes Verhalten in verschiedenen Punkten im Sinne einer letzten Mahnung aufmerksam gemacht und ihr die K�ndigung angedroht worden ist. Unbestritten ist zudem ihr Fernbleiben vom Arbeitsplatz am �bern�chsten Tag mit der Begr�ndung, das Gespr�ch erst "verdauen" zu m�ssen, worauf der Arbeitgeber die fristlose K�ndigung aussprach.
b) Die dagegen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhobenen Einw�nde verm�gen an diesem Ergebnis nichts zu �ndern. Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, sie h�tte ihre Absenzen nicht wie vereinbart um 7.00 Uhr melden k�nnen, da sie keinen Telefonanschluss besitzen w�rde und Telefonkabinen nicht immer frei seien. Einmal habe sie den Zug verpasst, da das Tram nicht vorw�rts gekommen sei (Absenzen vom 18. und 28. Oktober 1999). Bez�glich des kurzfristigen Urlaubs Ende Dezember 1999 in Amerika sei es schwierig gewesen, einen rechtzeitigen R�ckflug buchen zu k�nnen. Am 1. Februar 2000 habe sie Bewerbungsgespr�che gef�hrt und die Abwesenheit vom 3. Februar 2000 sei die Folge einer Operation gewesen, wobei ein �rztliches Zeugnis f�r die Zeit vom 4. bis 14. Februar 2000 vorliegt (Attest des Dr. X.________ vom 14. Februar 2000). Bei dieser Argumentation verkennt die Beschwerdef�hrerin, dass diese Vorkommnisse lediglich einen Teil der Unzufriedenheit des Arbeitgebers ausmachten. Dieser f�hrt in seinem Schreiben vom 22. Februar 2000 glaubhaft weitere sachlich gerechtfertigte Gr�nde an, weshalb er das Verhalten der Versicherten am Arbeitsplatz missbilligte. Namentlich habe er Reklamationen seitens verschiedener Patienten bez�glich ihres Verhaltens bekommen, wobei aufgrund der absenzenbedingten kurzfristigen Terminverschiebungen Patienten sogar den Zahnarzt gewechselt h�tten. Ein mit ihr dar�ber gef�hrtes Gespr�ch habe keine Ver�nderung gebracht. Ebenso legt er glaubhaft dar, dass die Beschwerdef�hrerin die Arbeitszeiten nicht vereinbarungsgem�ss einhielt. Trotz dieser geh�uften Fehlverhalten, ihrem Wissen um deren Missbilligung seitens des Arbeitgebers und der am Gespr�ch vom 22. Februar 2000 angedrohten K�ndigung blieb die Versicherte am 24. Februar 2000 ohne entschuldbaren Grund der Arbeit fern, womit sie dem Arbeitgeber Anlass zur K�ndigung gab bzw. eine solche (eventualvors�tzlich) in Kauf nahm.
Die verf�gte Einstellungsdauer von 31 Tagen, somit im untersten Bereich des schweren Verschuldens (Art. 45 Abs. 2 lit. c AVIV), l�sst sich unter Ber�cksichtigung der gesamten Umst�nde im Rahmen der Angemessenheitskontrolle (Art. 132 OG) nicht beanstanden.
Arbeit Basel-Stadt und dem Staatssekretariat f�r Wirtschaft