Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%201995,%2043
Timestamp: 2020-02-27 12:18:07
Document Index: 143101589

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 164', '§ 126', '§ 766', '§ 164', '§ 164', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 164', 'BGH', 'BGH', '§ 164', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 766', '§ 126', 'BGH', '§ 766', '§ 766', '§ 126', 'BGH', 'BGH', '§ 54']

BGH, 13.10.1994 - IX ZR 25/94 - dejure.org
https://dejure.org/1994,169
BGH, 13.10.1994 - IX ZR 25/94 (https://dejure.org/1994,169)
BGH, Entscheidung vom 13.10.1994 - IX ZR 25/94 (https://dejure.org/1994,169)
BGH, Entscheidung vom 13. Januar 1994 - IX ZR 25/94 (https://dejure.org/1994,169)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1994,169) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Vollmacht - Schriftform - Unterschrift - Bürge
Wirksamkeit der Unterschrift unmittelbar über vorgedruckter Angabe "selbstschuldnerische Bürgschaft"
BGB § 164, § 126 Abs. 1, § 766 Satz 1
Darlegungs- und Beweislast bei Berufung auf Unternehmensbezogenheit einer Willenserklärung; Anforderungen an eine Unterschrift
Beweislast für Handeln in fremdem Namen; Rechtscharakter von § 164 Abs. 2 BGB-, Grenzen der "Unternehmensbezogenheit" eines Geschäfts
NJW 1995, 43
ZIP 1994, 1860
MDR 1995, 347
WM 1994, 2233
BB 1995, 11
DB 1995, 37
Wie sich aus der Auslegungsregel des § 164 Abs. 2 BGB ergibt, wird eine Erklärung in eigenem Namen abgegeben, wenn die Umstände nicht hinreichend deutlich ergeben, dass sie in fremdem Namen abgegeben werden soll (BGH, Urteil vom 13. Oktober 1994 - IX ZR 25/94, WM 1994, 2233, 2334;… vom 27. Oktober 2005 - III ZR 71/05, NJW-RR 2006, 109 Rn. 6 f).
Letztlich ist es jedoch immer eine Frage des Einzelfalls, ob der Erklärende als Vertreter gehandelt hat oder eine eigene Verpflichtung eingegangen ist (vgl. BGH, Urt. v. 13. Oktober 1994 - IX ZR 25/94, WM 1994, 2233, 2234; v. 6. April 1995 - III ZR 52/94, NJW-RR 1995, 991).
Der Wille, im Namen des Unternehmens zu handeln, muss indes hinreichend zum Ausdruck kommen und für den anderen Teil - zumindest aus den Umständen - erkennbar sein (BGH, Urteil vom 13.10.1994, IX ZR 25/94, NJW 1995, 44).
Bei unternehmensbezogenen Geschäften besteht zwar eine tatsächliche Vermutung, dass der Handelnde für das Unternehmen aufgetreten ist (BGH, Urteil vom 28.02.1985, III ZR 183/83, NJW 1986, 1675); dabei muss der Handelnde indes darlegen und beweisen, dass sich das Geschäft erkennbar auf das Unternehmen bezogen hat (BGH, Urteil vom 13.10.1994, IX ZR 25/94, NJW 1995, 44;… Palandt-Heinrichs, a.a.O., § 164, Rn 18 mwN).
Es handelt sich bei diesem Grundsatz nicht um eine Beweis-, sondern um eine Auslegungsregel, die voraussetzt, daß der Handelnde sein Auftreten für ein Unternehmen hinreichend deutlich macht (Senatsurteil vom 28. Januar 1992 - XI ZR 149/91, WM 1992, 267, 269; BGH, Urteil vom 13. Oktober 1994 - IX ZR 25/94, WM 1994, 2233, 2234, jew. m.w.Nachw.).
Diese gehen zu Lasten des Beklagten (vgl. BGH, Urteil vom 13. Oktober 1994 - IX ZR 25/94, WM 1994, 2233, 2234).
Gerade dieses Aufklärungsrisiko soll § 164 Abs. 1 und 2 BGB demjenigen, der mit einem möglichen Vertreter verhandelt, abnehmen (BGH, Urteil vom 13.10.1994 - IX ZR 25/94, NJW 1995, 43).
Es handelt sich bei diesem Grundsatz nicht um eine Beweis-, sondern um eine Auslegungsregel, die voraussetzt, dass der Handelnde sein Auftreten für ein Unternehmen hinreichend deutlich macht (BGH, NJW 1995, 43).
Nach den Grundsätzen des unternehmensbezogenen Handelns war dieser Auftrag dem Geschäftsherrn zuzurechnen (vgl. RGZ 67, 148, 149; BGHZ 91, 148, 152; 92, 259, 268; BGH, Urt. v. 13. Oktober 1994 - IX ZR 25/94, NJW 1995, 43, 44).
In einem zweiten Schritt ist zu prüfen, ob die Erteilung der in einem bestimmten Sinn ausgelegten Bürgschaftserklärung dem Schriftformerfordernis nach § 766 Satz 1, § 126 Abs. 1 BGB entspricht (BGH, Urt. v. 13. Oktober 1994 - IX ZR 25/94, WM 1994, 2233, 2235;… MünchKomm-BGB/Pecher, 2. Aufl. § 766 Rdn. 3).
In einem zweiten Schritt ist zu prüfen, ob die Erteilung der in einem bestimmten Sinne auszulegenden Bürgschaftserklärung dem Schriftformerfordernis nach § 766 Satz 1, § 126 Abs. 1 BGB entspricht (BGH, Urt. v. 13. Oktober 1994 - IX ZR 25/94, ZIP 1994, 1860, 1862; v. 30. März 1995 - IX ZR 98/94, ZIP 1995, 812).
OLG Köln, 29.11.1996 - 19 U 80/96
Handeln in fremden Namen; Darlegungs- und Beweislast bei unternehmensbezogenen …
LG Flensburg, 05.12.2006 - 1 S 94/06
Keine Erleichterungen der Darlegungslast nach den Grundsätzen des …
BGH, 27.10.2005 - III ZR 90/05
Geschäftsführer einer GmbH; Geschäftsanteile; Notarvertrag; Befugnisse des …
OLG Celle, 03.06.2004 - 6 U 43/04
Werklohnanspruch: Einwendung einer Verrechnungsabrede und Beweislast des …
BayObLG, 14.08.2003 - 1Z BR 46/03
Entsprechenden Anwendung des § 54c Abs. 3 BeurkG auf vom Notar verwahrte …
FG Nürnberg, 29.01.2009 - VI 310/05
Schadensersatzpflicht nach bürgerlichem Recht als Voraussetzung für die Annahme …
OLG Brandenburg, 09.07.2008 - 7 U 12/08
LAG Berlin, 26.09.2003 - 6 Sa 269/03
OLG Zweibrücken, 31.10.2002 - 4 U 191/01
Vorrang des Grundsatzes des unternehmensbezogenen Geschäfts vor der gesetzlichen …
OLG Koblenz, 08.02.2000 - 1 Ws 796/99
LG Köln, 07.03.2016 - 36 O 135/15
Rückzahlungsanspruch eines Geldbetrages aufgrund Darlehensvertrags; Beweislast …
OLG Düsseldorf, 16.09.1999 - 10 U 143/98
LG Bielefeld, 15.07.2003 - 20 S 59/03
Anspruch auf Schadensersatz gegen einen Insolvenzverwalter persönlich; …