Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ%20130,%20150
Timestamp: 2019-09-16 01:21:34
Document Index: 385470982

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 3', '§ 31', '§ 31', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 3', 'BGH', 'BGH', '§ 3', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 6', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 30.06.1995 - V ZR 184/94 - dejure.org
https://dejure.org/1995,345
BGH, 30.06.1995 - V ZR 184/94 (https://dejure.org/1995,345)
BGH, Entscheidung vom 30.06.1995 - V ZR 184/94 (https://dejure.org/1995,345)
BGH, Entscheidung vom 30. Juni 1995 - V ZR 184/94 (https://dejure.org/1995,345)
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AGBG §§ 3, 6 Abs. 1; WEG § 31
"Time-Sharing" von Ferienwohnungen im Treuhand-Modell; Dauerwohnrecht nach Bruchteilen
Anteiliges Dauerwohnrecht - Time-Sharing - Ferienwohnung
Wirksamkeit eines Time-Sharing-Vertrages mit Anspruch des Käufers auf Grundbucheintragung eines anteiligen Dauerwohnrechts nach § 31 WEG
"Time-Sharing" von Ferienwohnungen im Treuhand-Modell
Time-Sharing beim Dauerwohnrecht
Zivilrecht; time-sharing-Vertrag mit Überrumpelungseffekt
Time-Sharing: Klauselkontrolle beim Treuhand-Model (RA Dr. Thomas Hildenbrand; NJW 1995, 2967)
"Time-Sharing" im Treuhand-Modell (IBR 1996, 38)
BGHZ 130, 150
NJW 1995, 2637
ZIP 1995, 1359
MDR 1995, 1113
DNotZ 1996, 88
WM 1995, 1632
BB 1995, 2186
DB 1995, 1955
ZfBR 1995, 297
Bestimmungen, die diese Hauptleistungspflicht verändern, ausgestalten oder modifizieren, gehören dagegen nicht zur eigentlichen Leistungsbeschreibung (BGH, Urteil vom 30. Juni 1995 - V ZR 184/94, BGHZ 130, 150, 156 mwN).
Überraschenden Charakter hat eine Klausel, wenn sie von den Erwartungen eines vertragstypischen Durchschnittskunden deutlich abweicht und dieser mit ihr den Umständen nach vernünftigerweise nicht zu rechnen braucht (st. Rspr.; s. etwa Senatsurteil vom 11. Dezember 2003 - III ZR 118/03, NJW-RR 2004, 780, 781 mwN; BGH, Urteile vom 30. Juni 1995 - V ZR 184/94, BGHZ 130, 150, 154 …und vom 1. Oktober 2014 - VII ZR 344/13, BGHZ 202, 309, 313 f Rn. 14).
Der Überraschungscharakter einer allgemein ungewöhnlichen Klausel kann schon entfallen, wenn sie inhaltlich ohne weiteres verständlich und drucktechnisch so hervorgehoben ist, dass erwartet werden kann, der Gegner des Verwenders werde von ihr Kenntnis nehmen (BGH, Urteil vom 6. Dezember 1984 - IX ZR 115/83, WM 1985, 155, 156 f; vom 30. Juni 1995 - V ZR 184/94, BGHZ 130, 150, 155;… vom 21. Juni 2001, aaO mwN).
Der für die Anwendung des § 3 AGBG vorausgesetzte Überrumpelungseffekt kann sich auch daraus ergeben, daß der Vertragspartner nach den individuellen Begleitumständen des Vertragsschlusses vernünftigerweise nicht mit einer solchen Klausel rechnen mußte (BGHZ 102, 152, 159; 109, 197, 201; 130, 150, 154;… BGH, Urt. v. 17. März 1994 - IX ZR 102/93, NJW 1994, 1656, 1657).
Entscheidend ist das bei dem Vertragspartner individuell vorhandene oder ihm individuell mögliche Umstandswissen; welche Schlüsse aus diesen Erkenntnismöglichkeiten zu ziehen waren, bestimmt sich demgegenüber nach einem objektiv-typisierenden Maßstab (…Lindacher, in: Wolf/Horn/Lindacher, AGBG 4. Aufl. § 3 Rn. 37; vgl. BGHZ 102, 152, 159; 130, 150, 154;… BGH, Urt. v. 24. September 1980 - VIII ZR 273/79, NJW 1981, 117, 118;… v. 9. April 1987 aaO).
Der Überraschungscharakter einer allgemein ungewöhnlichen - etwa nicht vertragstypkonformen - Klausel entfällt, wenn sie inhaltlich ohne weiteres verständlich und drucktechnisch so hervorgehoben ist, daß erwartet werden kann, der Gegner des Verwenders werde von ihr Kenntnis nehmen (BGHZ 130, 150, 155;… BGH, Urt. v. 6. Dezember 1984 - IX ZR 115/83, NJW 1985, 848, 849; v. 22. Mai 1991 - IV ZR 232/90, VersR 1991, 911, 912; v. 14. Dezember 1994 - IV ZR 3/94, NJW 1995, 784, 785; vgl. auch BGHZ 121, 107, 112).
Insgesamt unwirksam ist ein Vertrag gemäß § 6 Abs. 3 AGBG nämlich nur dann, wenn einer Partei im Hinblick auf die Unwirksamkeit einzelner oder mehrerer Abreden ein Festhalten am Vertrag zum Zeitpunkt der Geltendmachung von vertraglichen Ansprüchen nicht mehr zuzumuten ist (vgl. BGHZ 130, 115, 121 f.) oder wenn aufgrund des Wegfalls der unwirksamen Klauseln keine der Auffüllung durch dispositives Recht oder durch ergänzende Vertragsauslegung zugängliche Vereinbarung mehr verbliebe (BGHZ 130, 150, 155 f.).
Denn dies würde einen objektiv mehrdeutigen Sinngehalt voraussetzen (vgl BGHZ 130, 150, 153 = NJW 1995, 2637, 2638; NJW 1961, 1668 f), der bei Begriffen der hier in Rede stehenden Art - jedenfalls im Rahmen normativ wirkender und daher allein nach ihrer objektiven Erklärungsbedeutung auszulegender Verträge - schwerlich denkbar ist.
BGH, 10.05.1996 - V ZR 154/95
Vertragswirksamkeit trotz unwirksamer AGB
OLG Köln, 16.07.2002 - 15 U 18/02
LG Bonn, 20.11.1995 - 10 O 390/95
OLG Frankfurt, 19.12.2014 - 18 U 57/13
Vertragsstrafe aus Vergleich (Vermarktung von Wassersporthindernissen …
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