Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OLG%20M%C3%BCnchen&Datum=27.04.2006&Aktenzeichen=19%20U%203717/04
Timestamp: 2019-09-18 20:52:38
Document Index: 273862085

Matched Legal Cases: ['Art. 1', '§ 1', '§ 171', '§ 1', '§ 9', '§ 145', 'BGH', '§ 357', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

OLG München, 27.04.2006 - 19 U 3717/04 - dejure.org
https://dejure.org/2006,1586
OLG München, 27.04.2006 - 19 U 3717/04 (https://dejure.org/2006,1586)
OLG München, Entscheidung vom 27.04.2006 - 19 U 3717/04 (https://dejure.org/2006,1586)
OLG München, Entscheidung vom 27. April 2006 - 19 U 3717/04 (https://dejure.org/2006,1586)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2006,1586) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Unzulässigkeit des Bestreitens von Einzelheiten eines kreditfinanzierten Immoblienerwerbs mit Nichtwissen bei Vollmacht des Kreditinstitus für selbstständige Vermittler
Rechtsfolgen unterbliebener Belehrung über das Widerrufsrecht nach dem HWiG; Rechtsfolgen einer Weisung auf Auszahlung der Darlehensvaluta im Rahmen eines Grundstückskaufvertrages auf ein Treuhandkonto
Zurechenbarkeit einer Haustürsituation
RBerG Art. 1 § 1; BGB §§ 171 ff; HWiG §§ 1 ff; VerbrKrG § 9; BGB §§ 145 ff, 242
Unzulässigkeit des Bestreitens von Einzelheiten eines kreditfinanzierten Immoblienerwerbs mit Nichtwissen bei Vollmacht des Kreditinstituts für selbständige Vermittler
Folgen von Widerrufsbelehrungsmängeln im Immobilien-Strukturvertrieb
Bankenhaftung für "Schrottimmobilien" - OLG München widerspricht nachdrücklich dem OLG Bremen
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des OLG München vom 27.04.2006, Az.: 19 U 3717/04 (Unzulässigkeit des Bestreitens von Einzelheiten eines kreditfinanzierten Immobilienerwerbs mit Nichtwissen bei Vollmacht...)" von RA Dr. Jochen Strohmeyer, original erschienen in: ZfIR 2007 ...
LG München II, 26.05.2004 - 4 O 5117/01
OLG München, 28.10.2004 - 19 U 3717/04
BGH, 04.07.2007 - XI ZR 169/06
NJW 2006, 1811
ZIP 2007, 267 (Ls.)
NZM 2006, 481
Aufgrund dessen kann für das Jahr 1992 eine uneingeschränkt herrschende Rechtsauffassung, nach welcher weder eine Widerrufsmöglichkeit noch eine Belehrungspflicht nach dem Haustürwiderrufsgesetz bestand, nicht angenommen werden (anders - allerdings ohne jeden Nachweis - OLG Stuttgart WM 2007, 1121, 1122 f.; vgl. hierzu auch für Darlehensverträge aus dem Jahr 1994: OLG Karlsruhe WM 2007, 16, 19; aus dem Jahr 1997: OLG Celle NJW 2006, 1817, 1818; aus dem Jahr 1999: OLG München NJW 2006, 1811, 1815).
Davon kann hier indes nicht ausgegangen werden, da nichts dafür ersichtlich ist, dass die Risiken des Vertragswerks vom Kläger innerhalb der einwöchigen Widerrufsfrist erkannt worden wären (vgl. OLG Celle NJW 2006, 1817 f.; OLG München NJW 2006, 1811, 1815; Bungeroth WM 2004, 1505, 1509).
Davon kann hier - worauf die Revisionserwiderung zu Recht verweist - indes nicht ausgegangen werden, da nichts dafür ersichtlich ist, dass die Risiken des Vertragswerks von der Klägerin innerhalb der einwöchigen Widerrufsfrist erkannt worden wären (vgl. OLG Celle NJW 2006, 1817 f.; OLG München NJW 2006, 1811, 1815; Bungeroth WM 2004, 1505, 1509).
Davon kann hier indes nicht ausgegangen werden, da nichts dafür ersichtlich ist, dass die Risiken des Vertragswerks von dem Kläger innerhalb der einwöchigen Widerrufsfrist erkannt worden wären (vgl. OLG Celle NJW 2006, 1817 f.; OLG München NJW 2006, 1811, 1815; Bungeroth WM 2004, 1505, 1509).
Davon kann hier indes nicht ausgegangen werden, da nichts dafür ersichtlich ist, dass die Risiken des Vertragswerks von den Klägern innerhalb der einwöchigen Widerrufsfrist erkannt worden wären (vgl. OLG Celle NJW 2006, 1817 f.; OLG München NJW 2006, 1811, 1815; Bungeroth WM 2004, 1505, 1509).
Davon kann indessen hier nicht ausgegangen werden, da nichts dafür ersichtlich ist, dass die Risiken des Vertragswerks von dem Kläger innerhalb der Widerrufsfrist auch erkannt worden wären (vgl. OLG Celle NJW 2006 S. 1817; München NJW 2006 S. 1811 f., 1815; OLG Frankfurt am Main Hinweisbeschluss in 9 U 58/06).
Im Übrigen ist eine Schadensursächlichkeit des Unterlassens einer ordnungsgemäßen Widerrufsbelehrung von vornherein dann ausgeschlossen, wenn der Verbraucher den Wohnungskaufvertrag vor Abschluss des Darlehensvertrages abgeschlossen hatte (OLG Frankfurt BKR 2006 S. 156 f., 157; OLG München ZIP 2007 S. 267 f., 268).
Daher kann auch hier dahinstehen, ob für Altfälle eine §§ 357 Abs. 1 Satz 1, 346 Abs. 2 Satz 2 BGB n.F. entsprechende Äquivalenzvermutung bestünde (vgl. Senat, NJW 2006, 1811 [1816]).
Zwar stellt das Unterlassen einer Widerrufsbelehrung eine echte Pflichtverletzung und nicht lediglich eine Obliegenheitsverletzung dar ( BGH WM 2006, 2343 [BGH 19.09.2006 - XI ZR 204/04] ; OLG München ZIP 2007, 267,268).
Zwar stellt das Unterlassen einer Widerrufsbelehrung eine echte Pflichtverletzung und nicht lediglich eine Obliegenheitsverletzung dar (BGH WM 2006, 2343; OLG München ZIP 2007, 267,268).