Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%201997,%202381
Timestamp: 2019-10-15 10:06:07
Document Index: 228402883

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 159', 'BGH', '§ 814', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 814', 'BGH', '§ 817', 'BGH']

BGH, 07.05.1997 - IV ZR 35/96 - dejure.org
https://dejure.org/1997,718
BGH, 07.05.1997 - IV ZR 35/96 (https://dejure.org/1997,718)
BGH, Entscheidung vom 07.05.1997 - IV ZR 35/96 (https://dejure.org/1997,718)
BGH, Entscheidung vom 07. Mai 1997 - IV ZR 35/96 (https://dejure.org/1997,718)
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Rückkaufswert aus Gruppenlebensversicherungsverträgen - Abtretung in unmittelbarem Zusammenhang mit einer Prämienzahlung - Gültigkeitserfordernis einer Einwilligung einer Gefahrsperson
VVG § 159 Abs. 2 S. 1
NJW 1997, 2381
VersR 1997, 1213
Denn diese Vorschrift schließt nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs eine Kondiktion erst aus, wenn der Leistende nicht nur die Tatumstände kennt, aus denen sich ergibt, dass er nicht verpflichtet ist, sondern auch weiß, dass er nach der Rechtslage nichts schuldet (BGH, Urteil vom 7. Mai 1997 - IV ZR 35/96, NJW 1997, 2381, unter II 4 a m.w.N.).
Ein Bereicherungsanspruch ist nach § 814 BGB nur ausgeschlossen, wenn der Bereicherungsgläubiger positive Kenntnis von der Nichtschuld hat, aus den ihm möglicherweise bekannten Umstände mithin im Rahmen einer Parallelwertung in der Laiensphäre auch die richtigen Schlüsse gezogen hat (BGH, Urt. v. 7. Mai 1997, IV ZR 35/96, NJW 1997, 2381, 2382; v. 20. Juli 2005, VIII ZR 199/04, NJW-RR 2005, 1464, 1466; BAG NZA 2005, 814, 816).
Die Bestimmung verkörpert den Grundsatz, dass bei der Rückabwicklung Rechtsschutz nicht in Anspruch nehmen kann, wer sich selbst durch gesetzes- oder sittenwidriges Handeln außerhalb der Rechtsordnung stellt (Senatsurteil vom 7. Mai 1997 - IV ZR 35/96, NJW 1997, 2381 unter II 4 c [juris Rn. 23];… BGH, Urteile vom 10. Oktober 2012 - 2 StR 591/11, NJW 2013, 401 Rn. 26;… vom 6. Mai 1965 - II ZR 217/62, BGHZ 44, 1 unter IV 3 [juris Rn. 15]; vom 7. März 1962 - V ZR 132/60, BGHZ 36, 395 unter 2).
Die Rückforderung des zum Zwecke einer Verbindlichkeit Geleisteten ist nur dann ausgeschlossen, wenn der Leistende im Zeitpunkt der Leistung positive Kenntnis von der Rechtslage hatte (st.Rspr.; BGH, Urteil vom 7. Mai 1997 - IV ZR 35/96, NJW 1997, 2381 unter II 4 a m.w.Nachw.).
Er hat aus den ihm bekannten Tatsachen auch eine im Ergebnis zutreffende rechtliche Schlussfolgerung zu ziehen, wobei allerdings eine entsprechende "Parallelwertung in der Laiensphäre" genügt (BGH 7. Mai 1997 - IV ZR 35/96 - NJW 1997, 2381; 23. Oktober 1980 - IV a ZR 45/80 - NJW 1981, 277, 278; 27. März 1969 - VII ZR 165/66 - NJW 1969, 1165, 1167;… MünchKommBGB/Lieb § 814 Rn. 10 mwN).
Sie will den Leistenden benachteiligen, während der Empfänger darauf vertrauen darf, dass er eine Leistung, die bewusst zur Erfüllung einer nicht bestehenden Verbindlichkeit erbracht worden ist, behalten darf (vgl. BGH, Urteil v. 7. Mai 1997 - IV ZR 35/96 -, NJW 1997, 2381, 2382).
§ 817 Satz 2 BGB verkörpert den Grundsatz, dass bei der Rückabwicklung Rechtsschutz nicht in Anspruch nehmen kann, wer sich selbst durch gesetzes- oder sittenwidriges Handeln außerhalb der Rechtsordnung stellt (BGH, Urteil vom 7. Mai 1997 - IV ZR 35/96, NJW 1997, 2381, 2383).
AG Duisburg, 16.02.2006 - 77 C 3287/05
Voraussetzungen für den Ausschluss aller Einwendungen tatsächlicher und …