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Timestamp: 2016-10-27 13:06:18
Document Index: 386134643

Matched Legal Cases: ['Art. 64', 'Art. 617', 'Art. 15', 'Art. 15', 'Art. 619', 'Art. 617', 'BGE', 'Art. 617', 'BGE', 'Art. 21', 'BGE', 'Art. 63', 'Art. 63', 'Art. 620', 'Art. 617', 'Art. 620', 'Art. 617', 'Art. 617', 'Art. 617', 'BGE', 'Art. 619', 'Art. 620', 'Art. 620', 'Art. 617', 'BGE', 'BGE', 'Art. 617', 'Art. 617', 'Art. 620', 'Art. 620', 'Art. 617', 'Art. 618', 'Art. 618', 'Art. 63', 'Art. 611', 'Art. 611', 'Art. 604', 'Art. 604', 'Art. 604', 'BGE', 'BGE', 'Art. 55', 'Art. 617', 'Art. 604', 'Art. 156', 'Art. 159']

5C.87/2000 (01.03.2001)
2. Y.________, Beklagte und Berufungskl�ger, beide vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Walter Locher, Museumstrasse 35, 9000 St. Gallen,
X.________, Kl�gerin und Berufungsbeklagte, vertreten durch Rechtsanwalt Prof. Dr. Reinhold Hotz, R�telistrasse 12, 9000 St. Gallen,
Sie hinterliess als gesetzliche Erben zwei T�chter und einen Sohn. Weil sich die Erben �ber die Aufteilung des Nachlasses nicht einigen konnten, reichte X.________ am 20. April 1993 Klage beim Bezirksgericht Werdenberg ein. Mit Urteil vom 29. Mai 1997 stellte das Bezirksgericht Werdenberg fest, dass der Nettonachlass Fr. 361'833. 35 und somit f�r jedes der Kinder Fr. 120'611. 10 betrage. Das Gericht teilte die Erbschaft unter die drei Kinder auf, wobei unter anderem die Grundst�cke Nrn. 1 und 2 X.________ zum Ertragswert von Fr. 42'190.-- und die Grundst�cke Nrn. 3 und 4 Z.________ zum Verkehrswert von Fr. 156'000.-- zugewiesen wurden. Y.________ erhielt vor allem Sparhefte. Die drei Erbteile wurden unter anderem durch Ausgleichszahlungen auf die gleiche H�he gebracht.
Gegen dieses Urteil f�hrten Z.________ und Y.________ Nichtigkeitsbeschwerde beim Kassationsgericht des Kantons St. Gallen, welches die Beschwerde am 26. Oktober 2000 abwies, soweit es darauf eintrat.
C.-Z.________ und Y.________ haben das Urteil des Kantonsgerichts St. Gallen auch mit Berufung beim Bundesgericht angefochten; sie beantragen, das angefochtene Urteil sei vollumf�nglich aufzuheben; das Begehren der Kl�gerin auf Zuweisung eines sich in der Erbschaft befindlichen landwirtschaftlichen Gewerbes zum Ertragswert sei abzuweisen; bei der Teilung des Nachlasses von W.________ seien die Grundst�cke Parzelle Nr. 4 und 2 und Nr. 3 zum Verkehrswert am Teilungstag zu bewerten und von diesen Wert sei bei der Losbildung auszugehen; eventuell sei das Urteil aufzuheben und die Streitsache in Anwendung von Art. 64 Abs. 1 OG an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
X.________ beantragt Abweisung der Berufung, soweit darauf eingetreten werden k�nne. Das Kantonsgericht hat sich nicht vernehmen lassen.
1.-Die Beklagten r�gen bez�glich der Parzelle Nr. 2 eine unrichtige Anwendung von Art. 617 aZGB, welcher im massgebenden Zeitpunkt (Todestag der Erblasserin vom 29. April 1987; Art. 15 SchlT ZGB) wie folgt lautete:
"Grundst�cke sind den Erben zu dem Wert anzurechnen,
Grundst�cke sind hiebei nach dem
Ertragswerte, andere Grundst�cke nach dem Verkehrswerte
zu sch�tzen.. "
a) Das Kantonsgericht hat im angefochtenen Entscheid ausgef�hrt, ein wesentliches Kriterium f�r den landwirtschaftlichen oder nichtlandwirtschaftlichen Charakter eines Grundst�cks stelle dar, welche Zuweisung ein Grundst�ck in der Zonenordnung erfahren habe. Die Ausscheidung eines Grundst�cks im Zonenplan sei aber f�r den Zuweisungsrichter nicht absolut verbindlich. Die Parzelle Nr. 2 sei durch den kommunalen Nutzungsplan dem �brigen Gemeindegebiet zugeordnet worden, welches das Gebiet umfasse, das f�r eine sp�tere bauliche Entwicklung oder nicht f�r eine bestimmte Nutzung vorgesehen sei. Im kantonalen Richtplan liege sie im "weiteren Siedlungsgebiet". Soweit auf die raumplanerische Zuordnung des Grundst�cks abgestellt werde, sei der kommunale Zonenplan, der "parzellenscharf" und "grundeigent�merverbindlich" �ber die raumplanerische Zuordnung Auskunft gebe, beizuziehen.
Damit stehe fest, dass das Grundst�ck weder zur Landwirtschafts- noch zur Bauzone geh�re. Die Gemeinde S.________ habe das Grundst�ck nicht der Bauzone zugewiesen, weil gem�ss Art. 15 RPG nur das voraussichtlich innert 15 Jahren erschlossene und ben�tigte Gebiet dieser Zone zuzuweisen sei.
Die Baulandqualit�t der Parzelle an sich sei nicht infrage gestellt, doch habe die Gemeinde im Jahre 1997 aus Kapazit�tsgr�nden von einer Einzonung abgesehen. Gem�ss den Ausf�hrungen des Gemeinderates im Einspracheentscheid vom 27. Oktober 1997 sei somit nicht zu erwarten, dass die Parzelle Nr. 2 in naher Zukunft der Bauzone zugewiesen werde. Aufgrund der kommunalen Zonenzuweisung und den damit in Zusammenhang stehenden raumplanerischen Tatsachen k�nne dem Grundst�ck Nr. 2 der landwirtschaftliche Charakter nicht abgesprochen werden. In subjektiver Hinsicht komme hinzu, dass die Parzelle seit Jahren von der Kl�gerin als P�chterin im landwirtschaftlichen Sinne genutzt werde. Aufgrund des bestehenden langfristigen landwirtschaftlichen Pachtvertrages und der Absicht der Kl�gerin, das Grundst�ck weiterhin landwirtschaftlich zu betreiben, sei davon auszugehen, dass auch die zuk�nftige Nutzung landwirtschaftlicher Natur sein werde.
Im �brigen verwies das Kantonsgericht die Beklagten auf Art. 619 aZGB, wonach die Miterben ein Gewinnbeteiligungsrecht haben, wenn ein zum Ertragswert �bernommenes Grundst�ck binnen 25 Jahren ver�ussert wird.
b) Die Beklagten beanstanden, dass die Vorinstanz den landwirtschaftlichen Charakter der Parzelle einfach mit dem Hinweis auf die Zonenordnung - allerdings unter unrichtiger W�rdigung des Sachverhalts - bejaht habe. Ein Grundst�ck sei dann landwirtschaftlich, wenn es der Aus�bung einer landwirtschaftlichen Berufst�tigkeit diene. Die Praxis bediene sich, wie der Berner Kommentar von Tuor/Picenoni im Einzelnen darlege, bei der Beurteilung der Voraussetzungen von Art. 617 aZGB zahlreicher Kriterien. Einzig auf die Zonenordnung abzustellen und erst noch ohne Ber�cksichtigung des kommunalen Richtplanes und der Aussagen des Gemeinderates aus dem Jahre 1996, sei bundesrechtswidrig. Die Parzelle Nr. 2 sei nicht mit einem landwirtschaftlichen Gewerbe verbunden. Dies ergebe sich schon daraus, dass der Wert des Geb�udes fast das Siebenfache des �brigen Grundst�cks betrage. Die dauernde landwirtschaftliche Zweckbestimmung sei schliesslich unvern�nftig, nachdem vorliegend lediglich ein Hobbybetrieb der 59�-j�hrigen Kl�gerin sowie ihres als Postbeamter t�tigen Ehemannes vorhanden sei.
c) Soweit die Beklagten behaupten, die Vorinstanz habe ihren Entscheid ausschliesslich auf die Zonenordnung abgest�tzt, trifft dieser Vorwurf, wie sich aus dem angefochtenen Entscheid und der soeben dargestellten Zusammenfassung (E. 1 a) ohne weiteres ergibt, nicht zu. Richtig ist zwar, dass das Kantonsgericht bei der Beurteilung der Frage, ob es sich bei der Parzelle Nr. 2 um ein landwirtschaftliches Grundst�ck handelt, der Zonenordnung in �bereinstimmung mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (BGE 116 II 167 E. 3 S. 170; 113 II 136 E. 5) erhebliches und mehr Gewicht einger�umt hat, als der von den Beklagten angerufene Berner Kommentar (Tuor/Picenoni, N. 14 ff. zu Art. 617 aZGB). Dies ist darauf zur�ckzuf�hren, dass die Zonenpl�ne im Jahre 1964, dem Erscheinungsjahr des Berner Kommentars, insbesondere im Zusammenhang mit der Abgrenzung von Bau- und Landwirtschaftsland eine untergeordnetere Rolle gespielt haben, als die Ortsplanung unter der Herrschaft des Raumplanungsgesetzes (BGE 111 II 326 E. 3a/cc, S. 327). Die starke Gewichtung der Zonenordnung verletzt daher kein Bundesrecht.
d) Das Grundst�ck Nr. 2 befindet sich nach dem g�ltigen Zonenplan der Gemeinde S.________ im "�brigen Gemeindegebiet".
Gem�ss Art. 21 des Baugesetzes des Kantons St. Gallen umfasst das "�brige Gemeindegebiet" das Gebiet, das f�r eine sp�tere bauliche Entwicklung oder nicht f�r eine bestimmte Nutzung vorgesehen ist. Die Parzelle Nr. 2 befindet sich demnach gegenw�rtig weder in der Bau- noch in der Landwirtschaftszone.
Der Beklagte Y._________ hat sich im Jahre 1997 gegen die Zuweisung der Parzelle Nr. 2 zum �brigen Gemeindegebiet mit Einsprache zur Wehr gesetzt; die Gemeinde S.________ hat jedoch die Einsprache am 27. Oktober 1997 mit der Begr�ndung abgewiesen, die Parzelle werde in den n�chsten 15 Jahren nicht als Bauland ben�tigt, sie weise zudem eine ung�nstige Form auf und biete Erschliessungsprobleme. Zwar sei das Gebiet im Gemeinderichtplan f�r eine sp�tere Einzonung vorgesehen; deshalb werde es nicht der Landwirtschaftszone zugewiesen. Da aber eine �berbauung aus Kapazit�tsgr�nden innerhalb des Planungshorizonts von 15 Jahren nicht in Betracht falle, sei es mit Recht dem �brigen Gemeindegebiet zugeordnet worden. Dieser Entscheid ist in Rechtskraft erwachsen.
Die Schlussfolgerung des Kantonsgerichts, es sei nicht zu erwarten, dass die Parzelle in naher Zukunft �berbaut werde, ist bei dieser Sachlage nicht zu beanstanden.
Vielmehr trifft diese Prognose f�r den gesamten Planungshorizont zu. Das Kantonsgericht durfte daher ohne Verletzung von Bundesrecht annehmen, aufgrund der kommunalen Zonenzuweisung und den damit in Zusammenhang stehenden raumplanerischen Tatsachen k�nne dem Grundst�ck Nr. 2 der landwirtschaftliche Charakter nicht abgesprochen werden (vgl. BGE 83 II 109 S. 113). Das Kantonsgericht hat den Gemeinderichtplan zwar wohl versehentlich als kantonalen Richtplan bezeichnet. Dieses offensichtliche Versehen k�nnte an sich durch das Bundesgericht von Amtes wegen korrigiert werden (Art. 63 Abs. 2 letzter Satz OG). Da der Verschrieb aber nicht von rechtserheblicher Bedeutung ist, kann auf eine Berichtigung verzichtet werden (Poudret/Sandoz-Monod, Commentaire de la loi d'organisation judiciaire, Bd. II, Bern 1990, N. 5.1 zu Art. 63 OG).
e) Das Kantonsgericht hat sich auch mit den pers�nlichen Verh�ltnissen der Kl�gerin auseinander gesetzt und unter Hinweis auf das erstinstanzliche Urteil ausgef�hrt, weshalb die Kl�gerin die Parzelle Nr. 2 zusammen mit zugepachteten Grundst�cken landwirtschaftlich nutze. Die Beklagten bestreiten die landwirtschaftliche Nutzung, indem sie ausf�hren, die Kl�gerin sei mittlerweile 59�-j�hrig und betreibe mit ihrem als Postbeamten t�tigen Ehemann lediglich einen Hobbybetrieb.
Es trifft nicht zu, dass das Grundst�ck nur aus Liebhaberei landwirtschaftlich betrieben wird. Der Bericht �ber die Berechnung der ausreichenden Existenz gem�ss Art. 620 aZGB, welchen das Schweiz. Bauernsekretariat am 22. Februar 1990 f�r die Familie X.________ erstattet hat, und welcher die ausreichende Existenz bejaht, mag zwar in manchen Punkten nicht mehr aktuell sein. Ihm l�sst sich aber zweifelsfrei entnehmen, dass bei mehr als einer Hektare Eigenland und ca. neun Hektaren Pachtland mit den zugeh�rigen landwirtschaftlichen Bauten (Stall, Scheune) offensichtlich nicht von einem Hobbybetrieb gesprochen werden kann. F�r die Annahme eines landwirtschaftlichen Grundst�cks im Sinne von Art. 617 aZGB ist nicht erforderlich, dass die Personen, die auf dem Grundst�ck wohnen, ihren gesamten Lebensunterhalt aus der Landwirtschaft beziehen. Ein Grundst�ck muss also nicht notwendigerweise zu einem landwirtschaftlichen Gewerbe geh�ren, das im Sinne von Art. 620 aZGB eine ausreichende landwirtschaftliche Existenz bietet (Tuor/Picenoni, Berner Kommentar, N. 5 zu Art. 617 aZGB). Doch darf die landwirtschaftliche Produktion nicht so geringf�gig sein, dass sie neben den andern Eink�nften eine ganz bescheidene Rolle spielt, so etwa, wenn die Hausfrau bloss Gem�se und Obst f�r den Hausgebrauch zieht (Escher, Z�rcher Kommentar, N. 24 und 25 zu Art. 617 aZGB). So verh�lt es sich im vorliegenden Fall nicht. Auch wenn m�glicherweise nicht von einer ausreichenden Existenz f�r eine ganze Familie gesprochen werden kann, �bt die Kl�gerin doch eine landwirtschaftliche Berufst�tigkeit aus und gebraucht daher die Parzelle einschliesslich Wohnhaus landwirtschaftlich (vgl. dazu Tuor/Picenoni, a.a.O. N. 14 zu Art. 617 aZGB). Der Umstand, dass der Ehemann der Kl�gerin als Postbeamter t�tig ist und mit der Kl�gerin auf dem Grundst�ck wohnt, steht bei dieser Sachlage der Annahme eines landwirtschaftlichen Grundst�cks nicht entgegen, auch wenn es sich hier um einen Grenzfall handelt (vgl. BGE 5C.88/1998 vom 13. Juli 1998 i.S. Sch. gegen Sch. und Mitb.). Was die Beklagten aus dem Alter der Kl�gerin ableiten wollen, ist nicht ohne weiteres klar. Massgebend ist, dass die Parzelle seit langer Zeit landwirtschaftlich genutzt wird und weiterhin zu diesem Zweck verwendet werden soll. Wird die Liegenschaft zu einem �ber dem Ertragswert liegenden Preis ver�ussert, steht den Beklagten im Rahmen von Art. 619 aZGB ein Gewinnbeteiligungsrecht zu.
2.-Die Beklagten machen geltend, die Kl�gerin habe vor erster Instanz die Zuweisung eines landwirtschaftlichen Gewerbes nach Art. 620 aZGB verlangt. Sie r�gen, die Vorinstanz habe diese Bestimmung nicht, bzw. unrichtig angewendet.
sich zu dessen �bernahme bereit erkl�rt und als hief�r geeignet erscheint, diesem Erben zum Ertragswert
a) Es trifft an sich zu, dass die Kl�gerin urspr�nglich beantragt hat, es sei ihr "das landwirtschaftliche Gewerbe, das sich in der Erbschaft befindet, zum Ertragswert auf Anrechnung ungeteilt zuzuweisen. " Anl�sslich der Schlussverhandlungen pr�zisierte sie ihre Rechtsbegehren und stellte den Antrag, ihr sei auf Anrechnung an ihren Erbteil "das in der Erbschaft befindliche landwirtschaftliche Gewerbe, bestehend aus den landwirtschaftlichen Grundst�cken Nr. 2 und Nr. 1 (mit Geb�uden), zum Ertragswert von Fr. 42'190.-- zuzuweisen. " F�r die Kl�gerin stand das genannte Begehren urspr�nglich vor dem Hintergrund von Art. 620 aZGB. Weil sie gest�tzt auf das Beweisverfahren offenbar selbst am Vorliegen der weiteren Voraussetzungen f�r die Annahme eines landwirtschaftlichen Gewerbes zweifelte, stellte sie ihr neues Rechtsbegehren auch vor den Hintergrund von Art. 617 aZGB. Es handelt sich dabei lediglich um eine andere rechtliche Begr�ndung des n�mlichen Begehrens, n�mlich die Zuweisung der fraglichen Grundst�cke zum Ertragswert. �nderungen der rechtlichen Begr�ndung von Rechtsbegehren betreffen nicht das kantonale Verfahrensrecht (BGE 125 III 305 E. 2e S. 311), sondern sie sind von Bundesrechts wegen zul�ssig und zuzulassen (BGE 107 II 119 E. 2a S. 122; 113 Ia 309 E. 3b S. 312). Der Einwand, die Kl�gerin h�tte ihr Begehren nicht nachtr�glich auf Art. 617 aZGB st�tzen d�rfen, ist daher unbegr�ndet.
b) Dass es sich bei der Parzelle Nr. 1, welche tief im Landwirtschaftsgebiet und der Landwirtschaftszone liegt und auch landwirtschaftlich genutzt wird, um ein landwirtschaftliches Grundst�ck handelt, ist mit Recht nicht mehr bestritten. Wie gezeigt, verletzte die Vorinstanz auch bez�glich der Parzelle Nr. 2 kein Bundesrecht, indem sie annahm, sie sei ein landwirtschaftliches Grundst�ck im Sinne von Art. 617 aZGB. Bei dieser Sachlage durfte das Kantonsgericht die Frage offen lassen, ob es sich bei der Parzelle Nr. 2 auch um einen Teil eines landwirtschaftlichen Gewerbes im Sinne von Art. 620 aZGB handelt. Die ausf�hrlichen Darlegungen der Beklagten zur Auslegung und Anwendung von Art. 620 aZGB gehen deshalb am Streitgegenstand vorbei und sind ohne Belang. Darauf kann nicht eingetreten werden.
3.-Die Beklagten r�gen eine unrichtige Anwendung von Art. 617 aZGB bez�glich der Parzelle Nr. 3. Es ist unbestritten, dass diese Parzelle zum Verkehrswert zu sch�tzen ist und dass dieser im Jahre 1995 Fr. 150'000.-- betragen hat. Die Beklagten haben anl�sslich der Schlussverhandlung vom 6. Juni 1996 noch selber beantragt, es sei bez�glich der Parzelle Nr. 3 von einem Wert von Fr. 150'000.-- auszugehen.
Die Beklagten f�hren aber nunmehr aus, sie h�tten den Instruktionsrichter der Vorinstanz insbesondere anl�sslich des Augenscheins ausdr�cklich auf den bauf�lligen Zustand des Geb�udes aufmerksam gemacht und darauf hingewiesen, dass die Sch�tzung aus dem Jahre 1995 nicht mehr relevant sei. Bei einer Grundst�cksfl�che von 350 m2 sei angesichts des zwischenzeitlich eingetretenen Zerfalls des Geb�udes ein Preis von Fr. 428.--/m2 (total Fr. 150'000.--) v�llig �bersetzt.
Es trifft an sich zu, dass die Parteien gest�tzt auf Art. 618 ZGB eine Nachsch�tzung verlangen k�nnen, wenn ein Zivilprozess sehr lange dauert, weil es m�glich ist, dass sich der Wert einer Liegenschaft beispielsweise wegen einer Ver�nderung der Marktlage, der Zonenordnung oder der tats�chlichen Verh�ltnisse auf dem Grundst�ck wesentlich erh�ht oder vermindert hat (vgl. Escher, Z�rcher Kommentar, N. 7 zu Art. 618 ZGB; Spahr, Valeur et valorisme en mati�re de liquidations successorales, Diss. Fribourg 1994, S. 120 f. Ziffer 2.3.2). Die Parteien, welche eine Nachsch�tzung insbesondere nach verh�ltnism�ssig kurzer Zeit w�nschen, haben aber darzulegen, inwiefern eine Wertver�nderung eingetreten sein k�nnte.
Das Kantonsgericht hat zum Begehren, f�r die Parzelle Nr. 3 eine Neusch�tzung durchzuf�hren, ausgef�hrt, es sei nicht vorgebracht worden, welche konkreten Umst�nde seit 1995 neu eingetreten sein sollen und es seien auch keine solchen ersichtlich. Das Kantonsgericht hat demnach nach Durchf�hrung eines Augenscheins in tats�chlicher Hinsicht festgestellt, es seien seit dem Gutachten aus dem Jahre 1995 entgegen der Behauptung der Beklagten keine konkreten �nderungen am Geb�ude ersichtlich, welche dessen Wert vermindert h�tten. An diese tats�chliche Feststellung ist das Bundesgericht gebunden (Art. 63 Abs. 2 OG), so dass auf diese R�ge nicht eingetreten werden kann. Abgesehen davon hat das Kantonsgericht mit seiner Feststellung, es habe sich seit 1995 am Geb�ude nichts Wesentliches ver�ndert, nicht verkannt, dass nicht der Zeitpunkt der Sch�tzung im Jahre 1995, sondern der Zeitpunkt der Erbteilung f�r die Wertbestimmung der Liegenschaft massgebend ist. Es ist deshalb kein Bundesrecht verletzt worden.
4.-a) Die Beklagten r�gen eine Verletzung von Art. 611 Abs. 3 ZGB, wonach die Verteilung der Lose nach Vereinbarung oder durch Losziehung unter den Erben erfolgen soll. Sie machen geltend, weder das Bezirksgericht Werdenberg noch die Vorinstanz h�tten Lose gebildet; diese seien aber Voraussetzung daf�r, dass der Richter eine direkte Zuweisung der Nachlassgegenst�nde vornehmen k�nne. Eine direkte Zuweisung durch den Richter komme zudem nur dann infrage, wenn einer der Erben sie verlange. Dies sei hier nicht der Fall. Insbesondere sei die Zuweisung der Parzelle Nr. 1 an den Beklagten 1 nicht ausgewiesen. Bei der Losbildung m�ssten zudem der Ortsgebrauch, die pers�nlichen Verh�ltnisse und die W�nsche der Mehrheit ber�cksichtigt werden. Im vorliegenden Fall sei weder ein Ortsgebrauch nachgewiesen, noch liege eine Mehrheitsmeinung vor, welche eine Losbildung erlaube. Die Vorinstanz weise die Parzellen Nrn. 3 und 4 zu Unrecht mit der Begr�ndung der Beklagten 1 zu, die Beklagten h�tten sich lediglich gegen die Zuweisung an die Beklagte 1 gewendet, aber nicht vorgebracht, wer die Liegenschaften h�tte �bernehmen sollen. Sie h�tten zumindest implizit die Auffassung vertreten, die Liegenschaften seien der Kl�gerin zuzuweisen.
b) Das Kantonsgericht hat ausgef�hrt, dem Richter komme die selbstst�ndige Zuweisungskompetenz zu. Bei der Zuteilung gelte der Grundsatz der Gleichberechtigung. Die gegens�tzlichen Parteiinteressen sollten durch Ber�cksichtigung des Ortsgebrauchs, der pers�nlichen Verh�ltnisse und der W�nsche der Mehrheit der Miterben gel�st werden (Art. 611 Abs. 2 ZGB). In differenzierter Anwendung dieser Grunds�tze und insbesondere unter Ber�cksichtigung der pers�nlichen Verh�ltnisse der Parteien hat das Kantonsgericht zun�chst die Parzellen Nrn. 2 und 1 an die Kl�gerin best�tigt. Anschliessend hat es gepr�ft, ob der Teilungsrichter berechtigt ist, die Zuweisung der Nachlassgegenst�nde an die Beklagten vorzunehmen, und hat diese Frage bejaht. Schliesslich hat es die Liegenschaften Nrn. 3 und 4 an die Beklagte 1 best�tigt und ebenso die Zuweisung der Sparguthaben an den Beklagten 2.
aa) Gem�ss Art. 604 Abs. 1 ZGB kann jeder Miterbe zu beliebiger Zeit die Teilung der Erbschaft verlangen. Das haben die Parteien getan. Sie haben nicht nur die Feststellung der Erbschaft, sondern auch deren Teilung verlangt (insb. Begehren 1a der Beklagten). Die Kl�gerin hat zudem die Zuweisung der Parzellen Nrn. 2 und 1 anbegehrt. Der Anspruch aus Art. 604 Abs. 1 ZGB geht an sich nur auf Vornahme der Teilung, nicht auch auf Zuweisung bestimmter Objekte. Gest�tzt auf �usserungen in der Lehre (Tuor/Picenoni, Berner Kommentar, N. 4 f und g zu Art. 604 ZGB und eine Reihe dort zitierter Autoren) sowie einer �lteren Rechtsprechung (BGE 69 II 357 E. 7 und 10 S. 369) hat das Bundesgericht in BGE 101 II 41 E. 4b S. 45 erneut best�tigt, dass der angerufene Richter allenfalls ein vollstreckbares Urteil zu f�llen habe, d.h. ein solches, das die Teilung durchf�hrt und die Verteilung der Erbschaftsbestandteile auf die einzelnen Erben durch die Vollzugsorgane unmittelbar erm�glicht (so auch mit einl�sslicher Begr�ndung Seeberger, Die richterliche Erbteilung, Diss. Freiburg 1992 S. 65 ff. mit zahlreichen Hinweisen). Das Kantonsgericht hat somit kein Bundesrecht verletzt, indem es die Erbschaftsbestandteile konkret zugewiesen hat (so auch:
nicht ver�ffentlichter Entscheid des Bundesgerichts vom 22. Juni 1995 i.S. N.B. und L.H. gegen J.H. und K.H. mit Hinweisen).
bb) Das Kantonsgericht hat �berzeugende �berlegungen �ber die Verteilung der Erbschaftsgegenst�nde angestellt, die von den Beklagten nicht hinreichend begr�ndet als bundesrechtswidrig ger�gt werden (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG). Ihre Ausf�hrungen dar�ber, dass das Kantonsgericht ihren W�nschen nicht vollumf�nglich gefolgt ist, gen�gt als Begr�ndung nicht. Im �brigen ist die Zuweisung der Parzellen Nrn. 2 und 1 an die Kl�gerin nicht bundesrechtswidrig, weil diese dort seit 1961 wohnt und das Grundst�ck zusammen mit andern Parzellen selber bewirtschaftet (Neukomm/Czettler, Das b�uerliche Erbrecht, 5. Aufl. Brugg 1982 S. 133; Seeberger, Die richterliche Erbteilung, Freiburg 1992, S. 231; zur�ckhaltender bei der Ber�cksichtigung des Selbstbewirtschafters:
Escher, Z�rcher Kommentar, N. 1a zu Art. 617 ZGB). Demgegen�ber wohnen die Beklagten nicht in der N�he. Die starke Gewichtung der pers�nlichen Verh�ltnisse bei der Verteilung der Erbschaftsgegenst�nde ist nicht zu beanstanden (so auch See-berger, a.a.O., S. 219; Schaufelberger, Basler Kommentar, N. 7 zu Art. 604 ZGB). Dass die �brigen Liegenschaften bei dieser Sachlage den Beklagten zugewiesen werden, ergibt sich aus dem Grundsatz der Gleichbehandlung der Erben, zumal diese nicht die Versteigerung der Grundst�cke beantragen. Die Beklagten k�nnen die der Beklagten 1 zugewiesenen Grundst�cke auf ihren Wunsch unter sich anders verteilen, als vom Gericht beschlossen.
Die Berufung muss aus diesen Gr�nden abgewiesen werden, soweit darauf eingetreten werden kann.
5.- Bei diesem Ausgang des Verfahrens haben die Beklagten die Gerichtskosten zu tragen und der Kl�gerin eine Parteientsch�digung zu entrichten (Art. 156 Abs. 1 und Art. 159 Abs. 2 OG).
1.- Die Berufung wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist, und das Urteil des Kantonsgerichts St. Gallen, I. Zivilkammer, vom 21. Dezember 1999 wird best�tigt.
2.- Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 6'000.-- wird den Beklagten auferlegt.
3.- Die Beklagten haben der Kl�gerin f�r das bundesgerichtliche Verfahren eine Parteientsch�digung von Fr. 6'000.-- zu bezahlen.
Lausanne, 1. M�rz 2001