Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BSG&Datum=06.11.1997&Aktenzeichen=12%20RP%201/97
Timestamp: 2019-08-21 04:01:54
Document Index: 81321700

Matched Legal Cases: ['§ 55', '§ 55', '§ 55', '§ 20', '§ 55', '§ 55', '§ 28', '§ 28', '§ 55', '§ 28', '§ 5', '§ 55', '§ 28', '§ 5', '§ 1', '§ 5', '§ 55']

BSG, 06.11.1997 - 12 RP 1/97 - dejure.org
https://dejure.org/1997,1515
BSG, 06.11.1997 - 12 RP 1/97 (https://dejure.org/1997,1515)
BSG, Entscheidung vom 06.11.1997 - 12 RP 1/97 (https://dejure.org/1997,1515)
BSG, Entscheidung vom 06. November 1997 - 12 RP 1/97 (https://dejure.org/1997,1515)
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Pflegeversicherung - Beitrag - Höhe - Beitragsbemessung - Beitragssatz - Altersrente - Rente - Krankenkasse - Pflegekasse - Beihilfe - Verpflichtungsklage
BSGE 81, 177
NJW 1998, 2766
NZS 1998, 341 (Ls.)
Eine Pflicht zur Eigenversicherung nach dem SGB XI und eine über den Ehegatten vermittelte Beihilfeberechtigung schließen sich nicht gegenseitig aus (vgl. BSG, Urteile vom 6. November 1997 - 12 RP 1/97 und 12 RP 4/97 - BSGE 81, 177 = SozR 3-3300 § 55 SGB XI S. 3).
Bei Rentnern, die in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert sind, ist für die Entscheidung über die Tragung und Höhe der Pflegeversicherungsbeiträge der Rentenversicherungsträger und nicht die Pflegekasse sachlich zuständig (Aufgabe von BSG vom 6.11.1997 - 12 RP 1/97 = BSGE 81, 177 = SozR 3-3300 § 55 Nr. 2).
Soweit der Senat in seinem Urteil vom 6. November 1997 eine Zuständigkeit der Pflegekasse zur Feststellung der Beitragspflicht und Beitragshöhe auch hinsichtlich der Beiträge von pflichtversicherten Rentnern angenommen hatte (12 RP 1/97, BSGE 81, 177, 178 = SozR 3-3300 § 55 Nr. 2 S 8 f), hält er an dieser Rechtsprechung nicht mehr fest.
Diese war für den Erlaß des angefochtenen Bescheids sachlich zuständig (vgl zur Zuständigkeit der Pflegekassen für Beitragsbescheide Urteil vom 6. November 1997 - 12 RP 1/97, zur Veröffentlichung vorgesehen).
Der Senat hat hierzu in dem genannten Urteil vom 6. November 1997 (12 RP 1/97) zunächst ausgeführt, inwiefern Arbeitnehmer nur zur Hälfte mit Beiträgen belastet sind und inwiefern das Gesetz ihnen die Beamten durch die Halbierungsregelung gleichstellt.
Gleiches gilt, wenn die Ehefrau eines Beamten oder Ruhestandsbeamten als Rentnerin krankenversicherungspflichtig (Urteil vom 6. November 1997 - 12 RP 1/97) oder freiwilliges Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung ist (Urteil vom 6. November 1997 - 12 RP 5/96).
(…Zum Ganzen BSGE 81, 168, 169 = SozR 3-3300 § 20 Nr. 2 S 2/3; BSGE 81, 177, 178 = SozR 3-3300 § 55 Nr. 2 S 8/9).
Eine Entscheidung darüber, ob der Kläger in der sozialen Pflegeversicherung versicherungspflichtig ist oder nicht, läßt sich bei Sachverhalten der vorliegenden Art nur auf diesem Wege erreichen (BSGE 81, 177, 178 = SozR 3-3300 § 55 Nr. 2 S 8).
Die Klägerin hat ein berechtigtes Interesse an der Feststellung, ob ihre Leistungen gemäß § 28 Abs. 2 SGB XI wegen des Beihilfeanspruchs halbiert werden (siehe BSG, Urteil vom 06.11.1997 Az. 12 RP 1/97, Rdnr. 13).
Ebenso wenig kann sich die Klägerin darauf berufen, dass das Bundessozialgericht (BSG) mit drei Urteilen vom 06.11.1997 (Az. 12 RP 4/96, 12 RP 1/97 und 12 RP 5/96) für Personen, die neben ihrer Mitgliedschaft in der sozialen Pflegeversicherung über keinen eigenen Beihilfeanspruch verfügen, sondern lediglich als berücksichtigungsfähige Angehörige der Beihilfeberechtigten zählen, entschieden hat, dass diese nicht der Leistungs- und Beitragshalbierung nach § 28 Abs. 2 und § 55 Abs. 1 Satz 2 SGB XI unterliegen.
Über eine solche Konstellation hat das BSG ausdrücklich nicht entschieden (vergleiche BSG, Urteil vom 06.11.1997 Az. 12 RP 1/97, Rdnr. 25).
Ist ein Einzugsstellenverfahren nicht durchzuführen, ist beim Streit über die Versicherungspflicht oder die Beitragshöhe ausschließlich der Träger zuständig, in dessen Versicherungszweig die Versicherungspflicht und/oder Beitragshöhe streitig ist (vgl. BSGE 81, 177;… Soz-R 4-2400 § 28 h Nr. 1 und SozR 4-2500 § 5 Nr. 2).
Die Beteiligten sind mit den Verfügungen vom 14. und 27. September 2005 auf die Urteile des Bundessozialgerichts (BSG) vom 6. November 1997 - 12 RP 1/097 - (BSGE 81, 177 ff. = SozR 3-3300 § 55 Nr. 2), vom 23. September 2003 - B 12 RA 3/02 R - (…SozR 4-2400 § 28h Nr. 1) und vom 26. Mai 2004 - B 12 AL 4/03 R - (…SozR 4-2500 § 5 Nr. 2) hingewiesen worden.
Die Pflegekassen entscheiden sonach in streitigen Fällen sowohl über die Versicherungspflicht (§ 1 Abs. 2 Satz 1 SGB XI i.V.m. § 5 SGB V) als auch über die Betragshöhe (vgl. BSGE 81, 177, 178 = SozR 3-3300 § 55 Nr. 2).
Gleiches gilt, wenn die Ehefrau eines Beamten oder Ruhestandsbeamten als Rentnerin krankenversicherungspflichtig (Urteil vom 6. November 1997 - 12 RP 1/97) oder das Kind eines Beamten oder Ruhestandsbeamten freiwilliges Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung ist (Urteil vom 6. November 1997 - 12 RP 4/96).
LSG Nordrhein-Westfalen, 16.01.2007 - L 16 B 79/06