Source: http://agjus.univie.ac.at/pruefungen/allgemeines/pruefungsrecht/
Timestamp: 2017-08-17 15:30:52
Document Index: 266316662

Matched Legal Cases: ['§ 27', '§ 29', '§ 59', '§ 59', '§ 30', '§ 6', '§ 79', '§ 79', '§ 13', '§ 59', '§ 77']

Im Studienplan ist die Durchführung von Prüfungen genauer geregelt. Deine wichtigsten Rechte und rechtlichen Bestimmungen beschreiben wir im Folgenden näher.
Prüfungen dienen der Feststellung des Studienerfolgs durch stichprobenartigen Nachweis jener fachlichen Kenntnisse, Einsichten und Fähigkeiten, die im Prüfungsfach aufgrund einer wissenschaftlichen Berufsvorbildung für Juristen erwartet werden können.
Bei der Prüfung ist insbesondere darauf zu achten, ob der Kandidat den angegebenen Prüfungsstoff und die mit ihm verbundenen wesentlichen Anliegen des Faches, den Aufbau, die maßgeblichen Institutionen, Ordnungsfragen, Problemlagen und Sinnzusammenhänge des Faches sowohl kennt, als auch verstanden hat.
Der Prüfer hat die Prüfung auf faire Weise durchzuführen und somit alles zu unterlassen, was die Kandidaten diskreditieren oder in ihrer persönlichen Würde verletzen könnte.
Fremdsprachige Prüfungen
§ 27 Abs 4 Studienplan
Prüfungen können in jenen Fächern in einer Fremdsprache abgelegt werden, die nicht wesentlich an die deutsche Sprache gebunden sind. Auf die Ablegung von Prüfungen in einer Fremdsprache besteht kein Anspruch, der Prüfer muss der Prüfung in einer Fremdsprache zustimmen.
Prüfungsstoff & Lernbehelfe
§ 29 Studienplan
Der für die Vorbereitung und Abhaltung von Prüfungen in den Pflichtfächern maßgebliche Prüfungsstoff ist dem Semesterstundenausmaß entsprechend zu begrenzen. Dein Prüfer muss geeignete Studienbehelfe rechtzeitig bekannt geben, spätestens 3 Monate vor dem Prüfungstermin.
Dies gilt nicht für aktuelle Gesetzesänderungen, sofern die Aneignung auch in kürzerer Zeit zumutbar ist. Unter Studienbehelfe werden Lernunterlagen in Form von Büchern oder Skripten verstanden. Die Studienbehelfe müssen dem Wert der Prüfung entsprechen, was sich aus der Semesterstundenanzahl ergibt. Zum Prüfungsstoff gehören die Lehrinhalte der bekannt gegebenen Studienbehelfe und der aktuellen Lehrveranstaltungen des Prüfers.
Dem Kandidaten sind mindestens 3 Fragen aus dem Gebiet des Prüfungsstoffes zu stellen, die sich auch jeweils auf unterschiedliche Teilgebiete oder Themenkreise beziehen. Es dürfen auch nicht ausschließlich Fragen gestellt werden, die aus Rand- oder Grenzbereichen stammen.
Schwere Mängel sind z. B.: weniger als 3 Fragen, Fragen ausschließlich aus Randgebieten oder nur aus demselben Teilgebiet, Lärm, Unterlassung der Führung eines Prüfungsprotokolls, Beschimpfung der Kandidaten, etc. Prüfungen, die einen schweren Mangel aufweisen, können binnen zwei Wochen (ab Bekanntgabe des Ergebnisses) schriftlich beim Studienpräses gerügt werden und sind von diesem aufzuheben.
Sowohl schriftliche als auch mündliche Prüfungen aus allen Fächern werden jeweils dreimal pro Semester angeboten: WS: Oktober, November, Jänner; SS: März, April, Juni.
Falls Du es verabsäumt hast, Dich rechtzeitig von der Prüfung abzumelden bzw. an der Prüfung nicht teilnehmen konntest, bist Du automatisch für dieselbe Prüfung für den nächsten Termin gesperrt.
Falls Du einen triftigen Grund für Dein Nichterscheinen hattest, gibt es folgende Möglichkeiten:
Krankheit: in diesem Fall bringst Du ein ärztliches Attest persönlich dem StudienServiceCenter (Dekanat) während den Öffnungszeiten vorbei.
bei allen anderen Gründen musst Du Dich an Prof. Perthold persönlich wenden
Falls Du Fragen oder Schwierigkeiten hast, stehen wir Dir mit unserer Beratung natürlich gerne zur Verfügung!
Antrag auf freie Prüferwahl
§ 59 Abs 1 Z 13 UG 2002
Anträge auf Prüferwahl werden in der Praxis bei Vorliegen wichtiger Gründe genehmigt (zB. wenn Dich der Prüfer beleidigt hat). Zwingend ist es beim Drittantritt. Zuständig: Studienprogrammleitung
Antrag auf abweichende Prüfungsmethode
§ 59 Abs 1 Z 12 UG 2002
Bei länger andauernder Behinderung (insbesondere: Stottern und andere Sprachschwierigkeiten, Armbrüche, Blindheit,...)
Wenn die Ablegung der Prüfung in vorhergesehener Methode unmöglich ist
Die abweichende Methode den Inhalt und die Anforderungen der Prüfung nicht beeinträchtigt
Zuständig: Studienprogrammleitung
Kodex bei schriftlichen Prüfungen
Gem. § 30 Studienplan ist bei Prüfungen des judiziellen und staatswissenschaftlichen Abschnittes die Verwendung von Gesetzestexten zu gestatten.
§ 6 Abs 6 Satzung der Uni Wien [Studienrecht]
Ein "wichtiger Grund" ist zB. Übelkeit, Nervenzusammenbruch, etc.
Antrag ist binnen 2 Wochen zu stellen. Zuständig: Studienprogrammleitung - Wichtig: Prüfung muss tatsächlich abgebrochen werden!
Bekanntgabe und Begründung der Note
§ 79 UG 2002
Das Ergebnis einer mündlichen Prüfung muss nach dem Ende der Prüfung bekannt gegeben werden. Wurde die Prüfung negativ beurteilt, muss Dir der Prüfer die Gründe dafür erläutern. Auf Antrag müssen Dir die Gründe auch schriftlich mitgeteilt werden (§ 79 Abs 4 UG 2002). Das Ergebnis einer schriftlichen Prüfung muss Dir spätestens 4 Wochen nach dem Prüfungstermin bekannt gegeben werden
Einsicht in die Beurteilungsunterlagen und das Prüfungsprotokoll ist binnen 6 Monaten ab Bekanntgabe der Note möglich. Die Unterlagen dürfen kopiert werden. Unabhängig vom offiziellen Einsichtstermin! Lichtbildausweis mitnehmen!
Eine Anfechtung ist binnen 2 Wochen ab Bekanntgabe der Note möglich. Zuständig: Studienpräses - Dieser hat eine Frist von 6 Monaten, um zu entscheiden (in der Praxis geht es aber meistens schneller). Eine Berufung gegen die Beurteilung selbst ist nicht zulässig. Wird der Anfechtung stattgegeben, wird die negative Prüfung nichtig.
Prüfung weist mindestens einen schweren Mangel auf. Ein "schwerer Mangel" ist z.B.
Wenn möglich: Zeugen angeben!
von negativen Prüfungen: § 13 Satzung der Uni Wien [Studienrecht]
4 Antritte (das sind 3 Wiederholungen) Beim 3. Antritt hast Du freie Prüferwahl (§ 59 Abs 1 Z 13 UG 2002). Der 4. Antritt wird kommissionell abgehalten. Die Kommission besteht aus mindestens 3 Prüfern. Auf Antrag kann bereits der 3. Antritt kommissionell abgehalten werden. Bei der MP StEOP-Einführung gibt es mittlerweile auch 4 Antritte.
von positiven Prüfungen: § 77 UG 2002
Innerhalb von 6 Monaten nach der Prüfung möglich, spätestens jedoch bis zum Ende des betreffenden Abschnitts. Es zählt nicht die besser benotete Prüfung sondern die letzte. Es ist kein Antrag nötig, einfach noch einmal anmelden und antreten.
Abgabefrist=Ende des Semesters
Im WS: 31.Jänner
Im SoSe: 30.Juni
LV-Leiter kann Abgabefrist bis spätestens zum Ende der Nachfrist des nächsten Semesters ausdehnen:
Im WS: 30. April
Im SoSe: 30. November
Hier kannst du Dir unsere Power-Point-Präsentation zum Tutorium: "Prüfungsrecht" als PDF herunterladen.