Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW-RR%202011,%20154
Timestamp: 2018-12-12 04:22:18
Document Index: 347858640

Matched Legal Cases: ['§ 137', '§ 3', '§ 137', '§ 3', '§ 137', '§ 3', '§ 50', '§ 137', '§ 1909', '§ 52', '§ 1909', '§ 52', '§ 52']

Rechtsprechung: NJW-RR 2011, 154 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: OLG Bremen, 22.09.2010
OLG Dresden, 24.08.2010 - 20 UF 526/10
§ 137 Abs. 2 Satz 1 FamFG; § 3 Abs. 3 VersAusglG
FamFG § 137 Abs. 2; VersAusglG § 3 Abs. 3
Kurze Ehe; Versorungsausgleich
FamFG § 137 Abs. 2 S. 1; VersAusglG § 3 Abs. 3
Frist für die Durchführung des Versorgungsausgleichs bei einer kurzen Ehe
Anforderungen an die Einhaltung einer Frist für die Durchführung des Versorgungsausgleichs im Falle einer kurzen Ehe; Rechtliche Auswirkungen der Anwendung einer Sperrfrist im Hinblick auf das Entstehen isolierter Versorgungsausgleichsverfahren im Gegensatz zum gesetzlich angestrebten Verbundverfahren
AG Dresden, 05.07.2010 - 309 F 347/10
NJW-RR 2011, 154
MDR 2010, 1192
FamRZ 2011, 483
OLG Brandenburg, 01.02.2011 - 13 UF 94/10
Dies hat das OLG Dresden, dem der Senat folgt, in einer Entscheidung vom 24. August 2010, Az.: 20 UF 526/10, festgestellt.
Somit ist für diesen Verfahrensgegenstand auch ein Verfahrenswert gemäß § 50 FamGKG festzusetzen (so auch OLG Karlsruhe, NJW 2010, 2445; OLG Düsseldorf, FamRZ 2010, 2102; Schwamb, FamFR 2010, 467 in der Besprechung zu OLG Dresden a. a. O., das mit derselben Begründung eine Anwendung des § 137 Abs. 2 Satz 1 FamFG in den Fällen von späten Anträgen auf die Durchführung des Versorgungsausgleichs bei kurzer Ehe ablehnt).
OLG Bremen, 22.09.2010 - 4 UF 91/10
§ 1909 Abs. 1 Satz 1 BGB; § 52 Abs. 2 StPO
Ergänzungspflegschaft, Zeugnisverweigerungsrecht
BGB § 1909 Abs. 1 S. 1; StPO § 52 Abs. 2
Voraussetzungen der Bestellung eines Ergänzungspflegers zur Entscheidung über die Ausübung des Zeugnisverweigerungsrechts eines minderjährigen Kindes
Familienrecht - Ergänzungspfleger nur bei Bereitschaft zur Zeugenaussage gegen gesetzlichen Vertreter
AG Bremen, 15.03.2010 - 61 F 1005/10
OLG Bremen, 21.12.2016 - 4 UF 100/16
Anforderungen an die Feststellung der Aussagebereitschaft des Kindes vor …
Diese beiden Voraussetzungen für eine Ergänzungspflegerbestellung, also die fehlende Verstandesreife und die Aussagebereitschaft des Kindes, sind grundsätzlich im Ermittlungsverfahren von der Staatsanwaltschaft zu klären (so die ständige Rechtsprechung des Senats, Beschluss vom 22.9.2010 - 4 UF 91/10, NJW-RR 2011, 154; Beschluss vom 23.2.2015 - 4 UF 178/14 sowie Beschluss vom 16.2.2016 - 4 UF 174/15; vgl. auch OLG Brandenburg, Beschluss vom 22.10.2015 - 9 WF 209/15, RPfleger 2016, 228; OLG Koblenz, FamRZ 2014, 1719).
Der Senat hat hingegen in seiner bisherigen Rechtsprechung die Auffassung vertreten, dass die Bestellung eines Ergänzungspflegers nicht geboten ist, solange seitens der die Zeugenvernehmung beabsichtigenden Person bzw. Stelle das Vorliegen der Verstandesreife und der Aussagebereitschaft des Kindes nicht geprüft und festgestellt worden sind (vgl. OLG Bremen, NJW-RR 2011, 154 sowie Beschluss vom 23.2.2015 - 4 UF 178/14 sowie Beschluss vom 16.2.2016 - 4 UF 174/15; so auch OLG Koblenz, NZFam 2014, 716; OLG Schleswig, FamRZ 2013, 571; OLG Saarbrücken, NJW 2011, 2306).
Denn fehlt es hieran, ist für die Anordnung der Ergänzungspflegschaft von vornherein kein Raum (OLG Bremen, NJW-RR 2011 S. 154;… OLG Brandenburg, FamRZ 2010, S. 843; OLG Saarbrücken, NJW 2011, 2306 f.).
Das Familiengericht ist an deren Entscheidung über Frage der Verstandesreife des Zeugen gebunden (OLG Bremen, NJW-RR 2011, S. 154; OLG Saarbrücken, NJW 2011 S. 2306).
Hat das Kind die nötige Verstandesreife i.S. des § 52 Abs. 2 Satz 1 StPO , ist allein seine Entscheidung, ob es das Zeugnisverweigerungsrecht wahrnehmen will oder nicht, maßgebend (OLG Bremen JAmt 2011, 355).
Eine Pflegerbestellung scheidet aus, wenn das Kind nicht aussagen will (OLG Bremen JAmt 2011, 355; OLG Brandenburg FamFR 2011, 528).
Indessen enthebt dies das Amtsgericht - Familiengericht - nicht von der vorrangigen Prüfung, ob das Kind überhaupt aussagebereit ist; denn fehlt es hieran, ist für die Anordnung der Ergänzungspflegschaft von vornherein kein Raum (vgl. Saarländisches OLG NJW 2011, 2306; OLG Bremen NJW-RR 2011, 154).
Indessen enthebt dies das Amtsgericht - Familiengericht - nicht von der -vorrangigen Prüfung, ob das Kind überhaupt aussagebereit ist; denn fehlt es hieran, ist für die Anordnung der Ergänzungspflegschaft von vornherein kein Raum (vgl. Saarländisches OLG NJW 2011, 2306 ; OLG Bremen NJW-RR 2011, 154 ).