Source: https://www.bikeandskate.de/e-scooter-versicherung/
Timestamp: 2019-10-20 22:19:50
Document Index: 144338295

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 29', '§ 29', '§ 29', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 29', '§ 26']

🥇 E-Scooter Versicherung: Wo kann man seinen E-Scooter versichern? - Bike & Skate
E-Scooter müssen in Deutschland zukünftig über eine Haftpflichtversicherung verfügen, um eine Straßenzulassung zu erhalten. Um euch die Suche nach einer entsprechenden E-Scooter Versicherung leichter zu machen, fasse ich euch auf dieser Seite die wichtigsten Infos zu den E-Scooter Versicherungen in Deutschland zusammen. Sobald ich weitere Informationen habe, werde ich diese in diesem Artikel ergänzen.
Bitte beachtet, dass ihr erst einen E-Scooter mit Straßenzulassung haben müsst. Das heißt, aktuell könnt ihr noch keine Versicherung abschließen! Erst, wenn das Gesetz verabschiedet wurde und ihr euren E-Scooter habt, könnt ihr eine Versicherung für diesen abschließen.
Alle Angaben ohne Gewähr. Zudem können sich jederzeit Änderungen ergeben!
1 Haftpflichtversicherungen
1.1 ARAG
1.2 Bavararia Direkt
1.3 Die Bayerische
1.4 HUK-COBURG
1.5 Württembergische
2 Zusatzversicherungen / Sachversicherungen
2.1 Wertgarantie
2.2 Zürich E-MobilSchutz
3 Braucht man eine E-Scooter Versicherung?
4 Welche von den genannten E-Scooter Versicherungen ist empfehlenswert?
5 Wie sieht die Versicherungsplakette aus?
6 Wie wird die Versicherungsplakette am E-Scooter angebracht?
7 Welche Farbe hat die Versicherungsplakette?
8 Warum wechselt die Farbe jährlich?
9 Woher bekommt man die Versicherungsplakette?
10 Was ist, wenn man keine gültige Versicherung hat?
11 Muss man eine Versicherungsbescheinigung bei sich führen?
12 Was benötigt man, um eine Versicherung für den E-Scooter abzuschließen?
13 Feedback und Fragen
Für E-Scooter muss eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden. Wer keine gültige Versicherung hat, dem drohen hohe Strafen. Insofern solltet ihr auf jeden Fall vor dem Fahren eine Versicherung abschließen und die Versicherungsplakette anbringen.
Die ARAG informiert über in ihrem Beitrag E-Scooter: Straßenzulassung in Sicht über die anstehende Versicherung von E-Scootern. Es ist damit zu rechnen, dass die ARAG eine der ersten Versicherungen sein wird, die die E-Scooter versichert.
Bavararia Direkt
Die Bavaria Direkt wird als eine der ersten Versicherungen eine E-Scooter Versicherung anbieten. Hierfür wurde bereits eine eigene Produktseite angelegt, auf der man bisher allgemeine Informationen findet.
Es ist damit zu rechnen, dass wir hier in Kürze Informationen zu Preisen und Ablauf finden.
Die Bayrische wird eine entsprechende E-Scooter Versicherung anbieten. Es wurde bereits kurzzeitig eine entsprechende Produktseite online gestellt, welche mittlerweile wieder deaktiviert wurde.
Hier die die ersten Infos zur E-Scooter Versicherung von die Bayrische:
Haftpflichtversicherung ab 4,13 Euro pro Monat.
Optionale Teilkaskoversicherung gegen den Diebstahl von Fahrzeugteilen mit 150 Euro Selbstbeteiligung.
Wer auch sein Auto bei der gleichen Versicherung versichert, kann durch unfallfreie E-Scooter-Jahre seinen Schadenfreiheitsrabatt der Autoversicherung erhöhen.
Die E-Scooter Versicherung ist Teil der KFZ-Haftpflichtversicherung, welche im Schadenfall bis zu einer Versicherungssumme von 100 Mio. Euro für Personen-, Sach- und Vermögensschäden absichern soll.
Sobald mir mehr Informationen vorliegen, erfahrt ihr sie hier.
HUK-COBURG E-Scooter Versicherung: Die HUK-COBURG wird E-Scooter bereits ab dem ersten Tag mit Inkrafttreten des Gesetzes zu den Elektrokleinstfahrzeugen versichern können. Neben der notwendigen Haftpflichtversicherung wird man auch eine Teilkasko-Versicherung anbieten, welche u. a. gegen Diebstahl versichert.
Wer will, kann sich per E-Mail informieren lassen, sobald die HUK-COBURG die E-Scooter versichert.
Die Württembergische hat bereits eine entsprechende Produktseite für die Versicherung von E-Scootern online gestellt.
Hier die ersten Infos zur E-Scooter Versicherung von der Württembergischen:
Haftpflichtversicherung für 29,90 Euro pro Jahr.
Optionale Teilkaskoversicherung mit 150 Euro Selbstbehalt gegen:
Entwendung, Diebstahl, Raub, Unterschlagung (wird der E-Scooter nicht mehr aufgefunden den Wiederbeschaffungswert)
Finanzieller Schutz bis zu 100 Mio. Euro pauschal für Personen- und Sachschäden, max. 15 Mio. Euro je geschädigte Person.
Wer mit dem E-Scooter startet und ihn bei der Württembergischen versichern lässt, kann sich später beim ersten Auto oder Motorrad bis zu zwei schadenfreie Jahre anrechnen lassen.
Sobald mir weitere Informationen zur Württembergische E-Scooter Versicherung vorliegen, werde ich diese hier ergänzen.
Zusatzversicherungen / Sachversicherungen
Für E-Scooter ist eine Haftpflichtversicherung vorgeschrieben. Wer will, kann auch zusätzlich noch eine Sachversicherung abschließen. Diese kann die Haftpflichtversicherung sinnvoll ergänzen und so beispielsweise gegen Diebstahl, Akkuschäden und Co. versichern.
Auch die Wertgarantie möchte eine E-Scooter Versicherung anbieten. Bisher ist die Wertgarantie vor allem als Spezialversicherer für Smartphones, Haushaltsgeräte und Fahrräder/E-Bikes bekannt.
Inwieweit man eine Haftpflichtversicherung für E-Scooter anbieten wird, oder ob es sich auch um eine Zusatzversicherung / Sachversicherung für E-Scooter handelt, bleibt abzuwarten.
Zürich E-MobilSchutz
Auch bei der Zürich findet man bereits eine Produktseite zur E-Scooter Versicherung.
Hier die ersten Infos zur E-Scooter Versicherung der Zürich:
Sachversicherung für 101,15 Euro pro Jahr (8,43 Euro monatlich).
Selbstbeteiligung je Versicherungsfall: 10%, mindestens 250,00 Euro je Schadensfall.
Zubehör ist bis 1.000 Euro auf erstes Risiko versichert.
Versicherungsschutz besteht unter anderem bei Beschädigung oder Zerstörung insbesondere durch:
Konstruktions-, Material oder Ausführungsfehler
Wasser-, Öl oder Schmiermittelmangel
Sturm, Frost, Eisgang oder Überschwemmung
Fall, Sturz oder Unfall
Versicherungsschutz besteht auch bei Abhandenkommen infolge Diebstahl, Einbruchdiebstahl oder Raub
Beim Zürich E-MobilSchutz handelt es sich nicht um die gesetzlich vorgeschriebene Haftpflichtversicherung, sondern um eine Art Zusatzversicherung für den E-Scooter.
Braucht man eine E-Scooter Versicherung?
Ja, für E-Scooter wird zukünftig eine Haftpflichtversicherung benötigt. Diese ist Pflicht!
E-Scooter gehören zu den sogenannten Elektrokleinstfahrzeugen. Diese dürfen gemäß § 2 der Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung (eKFV) nur auf öffentlichen Straßen in Betrieb genommen werden, sofern der E-Scooter eine gültige Versicherungsplakette für Elektrokleinstfahrzeuge nach § 29a der Fahrzeug-Zulassungsverordnung führt.
Bitte beachtet, dass man für den Abschluss der Versicherung einen E-Scooter mit allgemeiner Betriebserlaubnis (ABE) benötigt. Alle bisher verkauften E-Scooter haben diese nicht und können somit nicht versichert werden.
Solltet ihr also bereits einen E-Scooter besitzen, solltet ihr euch bei eurem Hersteller erkundigen, ob dieser eine Anpassung oder einen Umtausch vornimmt.
Wenn ihr euch hingegen erst einen E-Scooter kaufen wollt, so achtet darauf, dass ihr euch einen E-Scooter mit Straßenzulassung kauft. So seid ihr auf der sichereren Seite.
Welche von den genannten E-Scooter Versicherungen ist empfehlenswert?
Leider darf ich aufgrund gesetzlicher Vorschriften keine E-Scooter Versicherungen miteinander vergleichen und kann euch hier nur eine Übersicht der verschiedenen Anbieter aufführen.
Ihr solltet euch allerdings vor Abschluss der Versicherung die Allgemeinen Versicherungsbedingungen durchlesen und miteinander vergleichen. In diesen findet ihr genau definiert was versichert ist und was nicht. Die Versicherung wird sich im Schadensfall immer auf diese berufen!
Wie sieht die Versicherungsplakette aus?
Das Aussehen der Versicherungsplakette ist in Anlage 13 zu § 29a beschrieben und sieht wie folgt aus:
Wie man sieht gibt es zwei Zeilen mit jeweils bis zu drei Zahlen oder Buchstaben. Sofern eine der Zeilen nur einen oder zwei Buchstaben enthält sind diese entsprechend mittig darzustellen.
Die Versicherungsplakette muss zusätzlich mit einem fälschungserschwerenden Hologramm ausgestattet sein.
Wie wird die Versicherungsplakette am E-Scooter angebracht?
Bei der Versicherungsplakette handelt es sich um einem Aufkleber.
Die Hersteller von E-Scootern werden hierfür eine entsprechende Möglichkeit vorsehen, damit ihr den Aufkleber gut sichtbar anbringen könnt.
In den meisten Fällen wird das vermutlich direkt hinten auf dem Schutzblech sein. Es gibt aber auch Hersteller, die das über einen separaten Kennzeichenhalter lösen, auf dem man dann die Versicherungsplakette aufklebt.
§ 29a der eKFV schreibt unter anderem vor, dass der Aufkleber aus acht Metern noch gut lesbar sein muss. Auch solltet ihr auf jeden Fall keine weiteren Aufkleber oder andere Schriftzeichen anbringen, da dies die Lesbarkeit beeinträchtigen könnte.
Welche Farbe hat die Versicherungsplakette?
Vielleicht ist dem einen oder anderen bereits aufgefallen, dass es die Versicherungsplaketten in verschiedenen Farben gibt.
Auch die Farbe ist reglementiert. Die Farbe gilt immer für das aktuelle Versicherungsjahr.
Es gibt drei Farben: Grün, Schwarz und Blau.
Das aktuelle Versicherungsjahr hat am 1. März 2019 begonnen und gilt bis Ende Februar 2020. Für das aktuelle Versicherungsjahr 2019 wird die Versicherungsplakette grün sein.
seit 1. März 2019: grüne Versicherungsplakette
ab 1. März 2020: schwarze Versicherungsplakette
ab 1. März 2021: blaue Versicherungsplakette
Ab dem 1. März 2022 beginnt es dann wieder von vorne mit der Farbe Grün.
Warum wechselt die Farbe jährlich?
Die Antwort ist relativ einfach. Durch den Farbwechsel kann man schnell erkennen, ob der E-Scooter über eine gültige Versicherung verfügt.
Da man als Fahrer eines E-Scooters keine Zulassung beantragen und auch keine Steuern zahlen muss, aber eine Haftpflichtversicherung für diesen benötigt, soll sichergestellt werden, dass dies leicht kontrolliert werden kann.
Durch das Kennzeichen weist man nach, dass der E-Scooter haftpflichtversichert ist. So sind Personen-, Sach- und Vermögensschäden abgesichert, die der E-Scooter bei Dritten verursacht.
Und da sich die Versicherung nicht jährlich automatisch verlängert, sondern immer wieder neu beantragt werden muss, kann so schnell erkannt werden, ob der Fahrer des E-Scooters über eine gültige Versicherung verfügt.
Woher bekommt man die Versicherungsplakette?
Die Versicherungsplakette bekommt ihr direkt von eurer Versicherung.
Ihr sucht euch also einfach eine Versicherung eurer Wahl aus und beantragt diese. Innerhalb weniger Tage solltet ihr dann eure Versicherungsunterlagen zusammen mit der Versicherungsplakette erhalten.
Eine Zulassung bei einer Zulassungsstelle oder das Zahlen von Steuern ist nicht notwendig, was das Ganze sehr unkompliziert macht.
Was ist, wenn man keine gültige Versicherung hat?
Hat man keine gültige Versicherung für den E-Scooter, so ist das strafbar.
Nach § 6 Abs. 1 Pflichtversicherungsgesetz drohen Freiheitsstrafen von bis zu einem Jahr oder Geldstrafen.
Sofern ihr das fahrlässig tut, so droht nach § 6 Abs. 2 Pflichtversicherungsgesetz immer noch eine Freiheitsstrafe von bis zu sechs Monaten oder bis zu 180 Tagessätzen, d. h. bis zu sechs Netto-Monatsgehälter! Das kann also richtig teuer werden! Ihr solltet also unbedingt darauf achten, dass ihr über ein gültiges Versicherungskennzeichen verfügt.
Und wenn man vorsätzlich mit seinem E-Scooter ohne Versicherung fährt, so kann der E-Scooter nach § 6 Abs. 3 Pflichtversicherungsgesetz auch eingezogen werden.
Das Fahren mit E-Scootern, welche über keine allgemeine Betriebserlaubnis verfügen und somit auch nicht versichert sind, ist keine gute Idee. Vermutlich wird man dagegen auch in Zukunft viel härter vorgehen. Also kauft euch lieber direkt einen E-Scooter, welchen ihr auch fahren dürft und versichert ihn korrekt.
Zudem gibt es einen Bußgeldkatalog, in dem entsprechen Verstöße als Ordnungswidrigkeit geahndet werden können. Wer keine gültige Versicherungsplakette auf seinem E-Scooter angebracht hat, riskiert ein Bußgeld von 40 Euro. Allerdings: Wer keine Versicherung abgeschlossen hat, macht sich strafbar!
Muss man eine Versicherungsbescheinigung bei sich führen?
Aufgrund der Versicherungspflicht könnte man denken, dass man immer eine Versicherungsbescheinigung bei sich führen muss, wie das beim Mofa vorgeschrieben ist.
Das ist zum Glück beim E-Scooter nicht so.
Man muss keine Versicherungsbescheinigung bei sich führen!
Nach § 29a Abs. 2 eKFV genügt es, wenn die Bescheinigung über die Versicherungsplakette für eine Inbetriebnahme aufbewahrt wird und zuständigen Personen auf Verlangen ausgehändigt wird.
Was benötigt man, um eine Versicherung für den E-Scooter abzuschließen?
Leider könnt ihr nachdem ihr euren E-Scooter gekauft habt, nicht sofort mit diesem losfahren. Ihr müsst erst eine Versicherung abschließen. Das ist etwas schade, da man ja auch seinen neuen E-Scooter ausprobieren möchte.
Sobald ihr euren E-Scooter habt, könnt ihr eine Versicherung für diesen beantragen.
Nach § 26 eKFV benötigt die Versicherung für den Abschluss nur ein paar Angaben zu eurer Person sowie zu eurem E-Scooter.
Zu den persönlichen Daten gehören z. B. Name, Adresse und Geburtsdatum. Diese Daten werden auch an das Zentrale Fahrzeugregister weitergegeben.
Von eurem E-Scooter benötigt ihr die Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE), welche ihr zusammen mit eurem E-Scooter erhalten. Zudem wird die Fahrzeug-Identifizierungsnummer (FIN) benötigt, welche ihr auf dem Typenschild am Rahmen eures E-Scooters oder auf eurem Kaufbeleg vorfinden solltet.
Habt ihr Feedback oder Fragen? Dann hinterlasst einfach einen Kommentar.
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