Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ%2069,%20361
Timestamp: 2020-01-22 19:32:30
Document Index: 383297188

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 261', '§ 246', 'BGH', 'BGH', '§ 261', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 675', 'BGH', 'BGH']

BGH, 19.10.1977 - IV ZR 149/76 - dejure.org
https://dejure.org/1977,70
BGH, 19.10.1977 - IV ZR 149/76 (https://dejure.org/1977,70)
BGH, Entscheidung vom 19.10.1977 - IV ZR 149/76 (https://dejure.org/1977,70)
BGH, Entscheidung vom 19. Januar 1977 - IV ZR 149/76 (https://dejure.org/1977,70)
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Beurteilung der "demnächstigen" Zustellung, wenn zwischen dem Ablauf der Klagefrist und der Zustellung der Klage drei Monate liegen - Kläger und Prozessbevollmächtigter dürfen nach Fristablauf nicht unbegrenzt lange völlig untätig bleiben, nur weil noch keine ...
ZPO § 261b Abs. 3
Innerhalb eines Zeitraums von circa drei Wochen nach Ablauf der Klagefrist des § 246 Abs. 1 AktG (10. Juli 2003) hätte der Kläger zu 3 in Erwartung einer Zahlungsaufforderung untätig bleiben dürfen, ohne sich dem Vorwurf nachlässiger Prozessführung auszusetzen (vgl. BGHZ 69, 361, 364 f.) .
Die Feststellung ist aus den zu oben aa) genannten Gründen nicht zu treffen, da jedenfalls nach Ablauf einer gewissen Bearbeitungszeit der Anleger zur Rückfrage bei der ÖRA verpflichtet war (vgl. insofern BGH, Urteil vom 19. Oktober 1977, IV ZR 149/76, NJW 1978, 215, zu § 261 b ZPO a.F.).
Dies bedeutet aber nicht, dass er unbegrenzt lange völlig untätig bleiben darf (BGH, Urteil vom 19. Oktober 1977 - IV ZR 149/76, BGHZ 69, 361, 364).
Einer Partei sind jedoch solche nicht nur ganz geringfügige Verzögerungen der Zustellung zuzurechnen, die ihr Prozeßbevollmächtigter bei sachgerechter Prozeßführung hätte vermeiden können (…BGH, Urt. v. 6. April 1972, III ZR 210/69, NJW 1972, 1948;… Urt. v. 29. Juni 1993, X ZR 6/93, BB 1993, 1836;… Urt. v. 9. November 1994, VIII ZR 327/93, NJW-RR 1995, 254 m. w. N.; BGHZ 69, 361, 363;… BGHZ 145, aaO m. w. N.).
Dazu gehört es auch, daß sie im Sinne einer "möglich-sten" Beschleunigung wirken (…BGH, Urt. v. 23. Januar 1967, III ZR 3/66, NJW 1967, 779, 780; BGHZ 69, 361, 363;… Urt. v. 1. Dezember 1993, XII ZR 177/92, NJW 1994, 1073, 1074; OLG Frankfurt, NVersZ 2000, 429, 430).
Dies hätte Anlass geben müssen, zumindest durch entsprechende Nachfragen oder Erinnerungen beim Gericht auf das Weiterbetreiben des Verfahrens hinzuwirken (BGHZ 69, 361, 364 f ; BGH…, Urteil vom 12. Juli 2006 - IV ZR 23/05 = NJW 2006, 3206, 3207 Rn. 18).
Zwar war die L-AG mit der Vereinbarung des Lastschriftverfahrens als Gläubigerin des Versicherungsbeitrags für dessen rechtzeitige Einziehung (Abbuchung) verantwortlich (s. Urteil des Bundesgerichtshofs --BGH-- vom 19. Oktober 1977 IV ZR 149/76, BGHZ 69, 361; Palandt/Sprau, Bürgerliches Gesetzbuch, 76. Aufl., § 675f Rz 35).
Die Klägerin hatte bei vereinbartem Lastschriftverfahren mit der Erteilung der Einzugsermächtigung das für die Zahlung des Versicherungsbeitrags ihrerseits Erforderliche getan, wenn die Prämie bei Fälligkeit von ihrem Konto abgebucht werden konnte (BGH-Urteil in BGHZ 69, 361).
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