Source: https://www.diebewertung.de/pro-casa-care-24-gmbh-insolvent/
Timestamp: 2020-02-18 12:50:33
Document Index: 22013599

Matched Legal Cases: ['§ 21', '§ 22', '§ 22', '§ 23', '§ 8', '§ 23', '§ 55', '§ 21', '§ 3', '§ 3', '§ 4']

Pro Casa Care 24 GmbH-Insolvent - Diebewertung
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Pro Casa Care 24 GmbH-Insolvent
Insolvenz | © 422737 / Pixabay
In dem Verfahren über den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der Pro Casa Care 24 GmbH Kirchfeldstraße 72 76149 Karlsruhe vertreten durch die Geschäftsführerin Jutta Janicki, geb. Kokoschka
Register-Nr.: HRB 729650
– Schuldnerin –
Zur Verhinderung nachteiliger Veränderungen in der Vermögenslage der Schuldnerin bis zur Entscheidung über den Antrag wird am 02.11.2018 um 17:00 Uhr angeordnet (§§ 21, 22 InsO):
2. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wird bestellt :
Rechtsanwalt Andreas Hendriock
Hermsheimer Straße 3, 68163 Mannheim
Telefon: 0621 4908010, Fax: 0621 49080150
Der vorläufige Insolvenzverwalter ist nicht der allgemeine Vertreter der Schuldnerin. Er hat die Aufgabe, durch Überwachung der Schuldnerin deren Vermögen zu sichern und zu erhalten (§ 22 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 InsO). Der vorläufige Insolvenzverwalter wird zugleich beauftragt, als Sachverständiger zu prüfen, ob ein nach der Rechtsform der Schuldnerin maßgebender Eröffnungsgrund vorliegt und welche Aussichten für eine Fortführung des schuldnerischen Unternehmens bestehen. Er hat ferner zu prüfen, ob das schuldnerische Vermögen die Kosten des Verfahrens decken wird (§ 22 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 InsO).
Der Schuldnerin wird verboten, über Bankkonten und über Außenstände der Schuldnerin ganz oder teilweise zu verfügen. Hinsichtlich der Bankkonten und der Außenstände der Schuldnerin geht die Verwaltungs- und Verfügungsbefugnis auf den vorläufigen Insolvenzverwalter über. Der vorläufige Insolvenzverwalter wird ermächtigt, Bankguthaben und sonstige Forderungen der Schuldnerin einzuziehen sowie eingehende Gelder entgegenzunehmen.
Die Konten der Schuldnerin führenden Kreditinstitute werden dem vorläufigen Insolvenzverwalter gegenüber zur Auskunftserteilung verpflichtet, insbesondere durch Vorlage einer die Einzelbuchungen ausweisenden Umsatzübersicht für das laufende und das vorhergehende Jahr.
Den Schuldnern der Schuldnerin (Drittschuldnern) wird verboten, an die Schuldnerin zu zahlen. Sie werden aufgefordert, Leistungen unter Beachtung dieser Anordnung nur noch an den vorläufigen Insolvenzverwalter zu leisten (§ 23 Abs. 1 Satz 3 InsO).
Gemäß § 8 Abs. 3 InsO wird der vorläufige Insolvenzverwalter beauftragt, die Zustellungen des Beschlusses an die Schuldner der Schuldnerin vorzunehmen (§ 23 Abs. 1 Satz 2 InsO) und hierüber Nachweis zu führen.
Der vorläufige Insolvenzverwalter wird ab Datum dieses Beschlusses ermächtigt
a) zum Ankauf und zur Vorfinanzierung von Ansprüchen auf Arbeitsentgelt mit den Arbeitnehmern der Insolvenzschuldnerin, sofern erforderlich, auch durch Abschluss einzelner Vereinbarungen oder einer Betriebsvereinbarung. Insoweit wird den Geschäftsführern der Schuldnerin der alleinige Abschluss derartiger Vereinbarungen untersagt und geht die Verwaltungs- und Verfügungsbefugnis auf den vorläufigen Insolvenzverwalter über. Es ist hierbei jedoch unschädlich, wenn die Insolvenzschuldnerin dreiseitigen Vereinbarungen dieses Inhalts beitritt.
b) zum Abschluss von Darlehensverträgen zur Vorfinanzierung der Nettoarbeitsentgelte – Insolvenzgeldvorfinanzierung – mit der VR Bank Rhein-Neckar eG, Augustaanlage 61, 68165 Mannheim. Insoweit wird den Geschäftsführern der Schuldnerin der Abschluss entsprechender Verträge untersagt und geht die Verwaltungs- und Verfügungsbefugnis auf den vorläufigen Insolvenzverwalter über.
Für die beschriebenen Leistungen, insbesondere die durch die Darlehensaufnahme entstehenden Zinsen, Kosten und Bearbeitungsgebühren und etwaige von der Bundesagentur für Arbeit Karlsruhe-Rastatt nicht erstattete Differenzbeträge können so durch den vorläufigen Insolvenzverwalter Masseverbindlichkeiten gemäß § 55 Abs. 2 InsO begründet werden.
Der vorläufige Insolvenzverwalter ist berechtigt, die Geschäftsräume und betrieblichen Einrichtungen der Schuldnerin einschließlich der Nebenräume zu betreten und dort Nachforschungen anzustellen. Die Geschäftsführerin der Schuldnerin hat ihm Einsicht in die Bücher und Geschäftspapiere zu gestatten und sie diesem auf Verlangen bis zur Entscheidung über die Eröffnung des Verfahrens herauszugeben. Sie hat ihm alle Auskünfte zu erteilen, die zur Sicherung der künftigen Insolvenzmasse und zur Aufklärung der schuldnerischen Vermögensverhältnisse erforderlich sind.
Bei Missachtung dieser Pflichten kann das Gericht die Geschäftsführerin der Schuldnerin zur Abgabe der eidesstattlichen Versicherung laden, durch den Gerichtsvollzieher zwangsweise vorführen lassen oder in Haft nehmen (§§ 21 Abs. 3, 97, 98 InsO).
Die in einem elektronischen Informations- und Kommunikationssystem erfolgte Veröffentlichung wird dort mindestens für die Dauer der Wirksamkeit der Anordnung gespeichert. Im Falle der Eröffnung erfolgt eine Löschung spätestens sechs Monate nach der Aufhebung oder der Rechtskraft der Einstellung des Verfahrens (§ 3 Abs. 1 S. 1 InsOBekV); falls nicht eröffnet wird, erfolgt eine Löschung spätestens sechs Monate nach Aufhebung der veröffentlichten Sicherungsmaßnahme (§ 3 Abs. 1 S. 2 InsOBekV).
Gegen die Entscheidung können die Schuldnerin und die Gläubiger der Schuldnerin in gleicher Weise die sofortige Beschwerde einlegen, soweit damit das Fehlen der internationalen Zuständigkeit für die Eröffnung eines Hauptinsolvenzverfahrens nach Artikel 5 Absatz 1 der Verordnung (EU) 2015/848 gerügt werden soll (Artikel 102c – § 4 EGInsO).
Rechtsbehelfe können auch als elektronisches Dokument eingelegt werden. Eine Einlegung per E-Mail ist nicht zulässig. Wie Sie bei Gericht elektronisch einreichen können, wird auf www.ejustice-bw.de beschrieben.
101 IN 796/18
Amtsgericht Karlsruhe – Insolvenzgericht – 02.11.2018
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