Source: http://www.beraternews.net/recht/urteile/einbetten-von-youtube-videos-keine-urheberrechtsverletzung-3574984/
Timestamp: 2018-01-17 06:34:29
Document Index: 151089469

Matched Legal Cases: ['EuG', 'BGH', 'EuG', 'BGH', 'EuG', 'EuG']

Einbetten von Youtube-Videos keine Urheberrechtsverletzung
Veröffentlicht am 27. Oktober 2014 von CSchaeufele
Der Europäische Gerichtshof hat in einem Grundsatzurteil vom 21. Oktober entschieden, dass das Einbetten auf anderen Internetseiten wie zum Beispiel Youtube-Videos öffentlich zugänglicher geschützter Inhalte in die eigene Website mittels des sogenannten Framing keinen Urheberrechtsverstoß darstellt.
Brüssel, 27.10.2014 – Der EuGH, der Europäische Gerichtshof, hat in einem Grundsatzurteil entschieden, dass framende Links keine Urheberechtsverletzung darstellen. Es handele sich nicht um eine öffentliche Wiedergabe im Sinne der Richtlinie zur Informationsgesellschaft, solange sich die Wiedergabe nicht an ein neues Publikum wende und keine andere Wiedergabetechnik einsetze. Das Urteil beendet einen jahrelangen Rechtsstreit.
Youtube-Videos mit Frame einbetten
Unter Framing versteht man das Einbinden von Multimediainhalten in eine Webseite, indem diese durch einen elektronischen Verweis vom Ursprungsort abgerufen und in einem Rahmen, einem Frame, auf der eigenen Seite wiedergegeben werden. Auf diese Weise werden auch Youtube-Videos in eine Internetseite eingebettet.
Dem Urteil ging folgender Fall voraus
Da das Urheberrecht in Europa weitgehend harmonisiert ist, konnte der BGH nicht ohne Berücksichtigung der Auffassung des EuGH entscheiden. Andernfalls hätte das Framing in den Mitgliedsstaaten unterschiedlich bewertet werden können, was vom europäischen Gesetzgeber nicht gewollt ist. Daher reichte der BGH die Frage an den EuGH weiter, “ob bei der hier in Rede stehenden Einbettung eines auf einer fremden Internetseite öffentlich zugänglich gemachten fremden Werkes in eine eigene Internetseite eine öffentliche Wiedergabe im Sinne des Artikel 3 Absatz 1 der Richtlinie 2001/29/EG vorliegt”. (Quelle zdnet.de)
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