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Timestamp: 2020-02-28 06:10:12
Document Index: 100638488

Matched Legal Cases: ['§ 108', '§ 108', '§ 227', 'BGH', 'BGH', '§ 227', '§ 6', '§ 124', '§ 108', '§ 102']

BVerwG, 29.09.1994 - 3 C 28.92 - dejure.org
https://dejure.org/1994,1689
BVerwG, 29.09.1994 - 3 C 28.92 (https://dejure.org/1994,1689)
BVerwG, Entscheidung vom 29.09.1994 - 3 C 28.92 (https://dejure.org/1994,1689)
BVerwG, Entscheidung vom 29. September 1994 - 3 C 28.92 (https://dejure.org/1994,1689)
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VG Schleswig, 04.05.1992 - 7 A 213/88
BVerwGE 96, 368
NJW 1995, 1441
MDR 1995, 849
NVwZ 1995, 691 (Ls.)
Auch in derartigen Fällen braucht der Kläger deshalb zu seinem ihm abgeschnittenen Vortrag und dessen Kausalität für die angefochtene Entscheidung grundsätzlich nichts weiter darzulegen (Urteile vom 10. Dezember 1985 9 C 84/84, NJW 1986, 1057; vom 3. Juli 1992 8 C 58/90, NJW 1992, 3185; Beschlüsse vom 29. September 1994 3 C 28.92, Buchholz, a.a.O., 310, § 108 VwGO Nr. 271;… vom 2. November 1998 8 B 162.98, Buchholz, a.a.O., 310, § 108 VwGO Nr. 285;… vom 19. Januar 1999 8 B 186.98, Buchholz, a.a.O., 303, § 227 ZPO Nr. 26).
Ist daher die Verlegung/Vertagung zur Gewährung rechtlichen Gehörs notwendig, hat also ein Verfahrensbeteiligter seinerseits alles in seinen Kräften Stehende und nach Lage der Dinge Erforderliche getan, um sich durch Wahrnehmung des Verhandlungstermins rechtliches Gehör zu verschaffen, ist er hieran jedoch ohne Verschulden verhindert, verbleibt dem Gericht bei seiner Entscheidung kein Ermessensspielraum (BVerwGE 96, 368, 370).
Hiervon ausgehend hätte der Vorsitzende des LSG allein durch die Aufhebung des bereits anberaumten Termins sowie eine Neubestimmung zu gegebener Zeit von seinem insoweit bestehenden Ermessen rechtmäßig Gebrauch machen können; ein erheblicher Grund für die Terminsverlegung eröffnet nämlich nicht nur die Möglichkeit, sondern die Pflicht des Gerichts, dem Antrag auch zu folgen (BSGE 1, 277, 279; BSG vom 19. Dezember 1991, 4 RA 88/90, NJW 1992, 1190 = HV-INFO 1992, 1316 und BVerwGE 96, 368).
Zur Gewährung des rechtlichen Gehörs und eines insoweit prozeßordnungsgemäßen Verfahrens muß die mündliche Verhandlung vertagt werden (BVerwG, Urt. v. 29.09.1994 - 3 C 28.92, NJW 1995, 1441).
Mit dieser Argumentation hat das Bundespatentgericht der Sache nach höchstrichterliche Rechtsprechung angewendet, wonach der Betroffene zunächst seinerseits alles in seinen Kräften Stehende und nach Lage der Dinge Erforderliche getan haben muß, um sich in der mündlichen Verhandlung rechtliches Gehör zu verschaffen (…vgl. BGH, Urt. v. 24.11.1988 - III ZR 69/88, BGHR ZPO § 227; BVerwG, Urt. v. 29.09.1994 - 3 C 28.92, NJW 1995, 1441).
Ein erheblicher Grund für die Terminsverlegung eröffnet nicht nur die Möglichkeit, sondern begründet die Pflicht des Gerichts zur Terminsverlegung (BSG NJW 1992, 1190; BVerwG NJW 1995, 1441 ).
Dies rechtfertigt es, auf entsprechende Darlegungen in der Gehörsrüge zu verzichten (Urteil vom 29. September 1994 - BVerwG 3 C 28.92 - BVerwGE 96, 368 = Buchholz 427.6 § 6 BFG Nr. 1 S. 3 f.).
Da es bereits an einer schlüssigen und substantiierten Darlegung der Verhandlungsunfähigkeit fehlte, kann dahinstehen, ob die Organisation einer Vertretung durch einen Berufskollegen möglich und ob für die erfolgreiche Geltendmachung der Gehörsrüge vom Kläger weiter darzulegen gewesen wäre, was er bei ausreichender Gehörsgewährung noch vorgetragen hätte und inwiefern der weitere Vortrag zur Klärung des geltend gemachten Anspruchs geeignet gewesen wäre (…vgl. dazu BVerwG, B.v. 14.9.1999 - 5 B 54.99 - juris Rn. 8;… B.v. 19.8.1997 - 7 B 261.97 - NJW 1997, 3328 = juris Rn. 4; U.v. 29.9.1994 - 3 C 28.92 - juris Rn. 46;… BVerfG, B.v. 13.3.1993 - 2 BvR 1988/92 - DVBl 1993, 601 = juris Rn. 34;… BayVGH, B.v. 25.4.2018 - 12 ZB 17.1072 - juris Rn. 7;… OVG NW, B.v. 19.4.2004 - 8 A 590/04.A - juris Rn. 3 ff.;… Seibert in Sodan/Ziekow, VwGO, 4. Aufl. 2014, § 124 Rn. 223 m.w.N.).
Aus den von der Beschwerde in Bezug genommenen Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts vom 17. März 1995 - 6 B 65.94 - (Buchholz 310 § 108 VwGO Nr. 262) und vom 29. September 1994 - 3 C 28.92 - (BVerwGE 96, 368) folgt nichts anderes.
Eine Verschiebung oder Vertagung des Termins zur mündlichen Verhandlung ist nur dann erforderlich, wenn der Beteiligte alles in seinen Kräften Stehende und nach Lage der Dinge Erforderliche getan hat, um sich durch Wahrnehmung des Verhandlungstermins rechtliches Gehör zu verschaffen, hieran jedoch ohne Verschulden gehindert worden ist (BVerwG, U.v. 29.9.1994 - 3 C 28.92 - juris Rn. 48 m.w.N.;… BayVGH, B.v. 24.1.2018 - 10 ZB 17.31304 - juris Rn. 4;… BayVGH, B.v. 26.1.2018 - 10 ZB 17.31356 - juris Rn. 4;… Brüning in Posser/Wolff, BeckOK VwGO, Stand 1.4.2019, § 102 Rn. 9).
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Berufungszulassungsantrag, rechtliches Gehör, Verfahrensmangel, …
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VGH Bayern, 26.01.2018 - 10 ZB 17.31356
Teilnahme an der mündliche Verhandlung - Arztbesuch des Klägers
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