Source: http://bustler.de/gesetze.aspx?gesetz=PUAG
Timestamp: 2017-12-11 15:03:23
Document Index: 135279359

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 2', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 5', '§ 5', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 18', '§ 19', '§ 10', '§ 30', '§ 10', '§ 17', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 12', '§ 12', '§ 12', '§ 12', '§ 12', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 176', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 15', '§ 15', '§ 15', '§ 15', '§ 15', '§ 15', '§ 14', '§ 15', '§ 16', '§ 16', '§ 16', '§ 16', '§ 16', '§ 16', '§ 16', '§ 44', '§ 16', '§ 16', '§ 17', '§ 17', '§ 17', '§ 17', '§ 17', '§ 17', '§ 18', '§ 18', '§ 18', '§ 18', '§ 18', '§ 18', '§ 18', '§ 18', '§ 19', '§ 19', '§ 19', '§ 18', '§ 20', '§ 20', '§ 20', '§ 20', '§ 50', '§ 20', '§ 21', '§ 21', '§ 21', '§ 21', '§ 21', '§ 135', '§ 21', '§ 21', '§ 22', '§ 22', '§ 22', '§ 22', '§ 22', '§ 22', '§ 23', '§ 23', '§ 23', '§ 54', '§ 23', '§ 18', '§ 24', '§ 24', '§ 24', '§ 24', '§ 24', '§ 24', '§ 24', '§ 24', '§ 24', '§ 24', '§ 24', '§ 25', '§ 25', '§ 25', '§ 25', '§ 25', '§ 25', '§ 26', '§ 26', '§ 26', '§ 26', '§ 26', '§ 26', '§ 27', '§ 27', '§ 27', '§ 27', '§ 27', '§ 70', '§ 28', '§ 28', '§ 28', '§ 20', '§ 28', '§ 74', '§ 28', '§ 28', '§ 28', '§ 28', '§ 76', '§ 28', '§ 28', '§ 28', '§ 21', '§ 29', '§ 29', '§ 29', '§ 29', '§ 29', '§ 29', '§ 27', '§ 29', '§ 22', '§ 29', '§ 97', '§ 29', '§ 29', '§ 104', '§ 106', '§ 30', '§ 30', '§ 30', '§ 14', '§ 29', '§ 29', '§ 30', '§ 30', '§ 30', '§ 30', '§ 14', '§ 30', '§ 30', '§ 31', '§ 31', '§ 31', '§ 31', '§ 31', '§ 14', '§ 32', '§ 32', '§ 32', '§ 32', '§ 33', '§ 33', '§ 33', '§ 33', '§ 33', '§ 33', '§ 33', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 1', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 35', '§ 35', '§ 35', '§ 35', '§ 35', '§ 35', '§ 9', '§ 35', '§ 36', '§ 36', '§ 36', '§ 36', '§ 36', '§ 36']

PUAG | Gesetz zur Regelung des Rechts der Untersuchungsausschüsse ...
vom 19. Juni 2001 (BGBl. I S. 1142), das durch Artikel 4 Absatz 1 des Gesetzes vom 5. Mai 2004 (BGBl. I S. 718) geändert worden ist
§ 1 PUAG
§ 1 Einsetzung
§ 1 Abs. 1 Satz 1 PUAG
(1) Der Bundestag hat das Recht und auf Antrag eines Viertels seiner Mitglieder die Pflicht, einen Untersuchungsausschuss einzusetzen.
§ 1 Abs. 2 Satz 1 PUAG
(2) Die Einsetzung erfolgt durch Beschluss des Bundestages.
§ 1 Abs. 3 Satz 1 PUAG
(3) Ein Untersuchungsverfahren ist zulässig im Rahmen der verfassungsmäßigen Zuständigkeit des Bundestages.
§ 2 PUAG
§ 2 Rechte der qualifizierten Minderheit bei der Einsetzung
§ 2 Abs. 1 Satz 1 PUAG
(1) Ist die Einsetzung von einem Viertel der Mitglieder des Bundestages beantragt, so hat der Bundestag sie unverzüglich zu beschließen.
§ 2 Abs. 2 Satz 1 PUAG
(2) Der Einsetzungsbeschluss darf den in dem Einsetzungsantrag bezeichneten Untersuchungsgegenstand nicht ändern, es sei denn, die Antragstellenden stimmen der Änderung zu.
§ 2 Abs. 3 Satz 1 PUAG
(3) 1Hält der Bundestag den Einsetzungsantrag für teilweise verfassungswidrig, so ist der Untersuchungsausschuss mit der Maßgabe einzusetzen, dass dessen Untersuchungen auf diejenigen Teile des Untersuchungsgegenstandes zu beschränken sind, die der Bundestag für nicht verfassungswidrig hält.
§ 2 Abs. 3 Satz 2 PUAG
2Das Recht der Antragstellenden, wegen der teilweisen Ablehnung des Einsetzungsantrages das Bundesverfassungsgericht anzurufen, bleibt unberührt.
§ 3 PUAG
§ 3 Satz 1 PUAG
1Der Untersuchungsausschuss ist an den ihm erteilten Untersuchungsauftrag gebunden.
§ 3 Satz 2 PUAG
2Eine nachträgliche Änderung des Untersuchungsauftrages bedarf eines Beschlusses des Bundestages; § 2 Abs. 2 ist entsprechend anzuwenden.
§ 4 PUAG
§ 4 Satz 1 PUAG
1Der Bundestag bestimmt bei der Einsetzung die Zahl der ordentlichen und die gleich große Zahl der stellvertretenden Mitglieder des Untersuchungsausschusses.
§ 4 Satz 2 PUAG
2Die Bemessung der Zahl hat einerseits die Mehrheitsverhältnisse widerzuspiegeln und andererseits die Aufgabenstellung und die Arbeitsfähigkeit des Untersuchungsausschusses zu berücksichtigen.
§ 4 Satz 3 PUAG
3Jede Fraktion muss vertreten sein.
§ 4 Satz 4 PUAG
4Die Berücksichtigung von Gruppen richtet sich nach den allgemeinen Beschlüssen des Bundestages.
§ 4 Satz 5 PUAG
5Die Zahl der auf die Fraktionen entfallenden Sitze wird nach dem Verfahren der mathematischen Proportion (St. Lague/Schepers) berechnet.
§ 5 PUAG
§ 5 Satz 1 PUAG
Die ordentlichen und stellvertretenden Mitglieder werden von den Fraktionen benannt und abberufen.
§ 6 PUAG
§ 6 Abs. 1 Satz 1 PUAG
(1) 1Für den Vorsitz der Untersuchungsausschüsse sind die Fraktionen im Verhältnis ihrer Stärke zu berücksichtigen.
§ 6 Abs. 1 Satz 2 PUAG
2Der Untersuchungsausschuss bestimmt das Mitglied, das den Vorsitz führt, aus seiner Mitte nach den Vereinbarungen im Ältestenrat.
§ 6 Abs. 2 Satz 1 PUAG
(2) Der oder die Vorsitzende leitet das Untersuchungsverfahren und ist dabei an den Einsetzungsbeschluss des Bundestages und an die Beschlüsse des Untersuchungsausschusses gebunden.
§ 7 PUAG
§ 7 Stellvertretender Vorsitz
§ 7 Abs. 1 Satz 1 PUAG
(1) Der Untersuchungsausschuss bestimmt nach den Vereinbarungen im Ältestenrat ein Mitglied für den stellvertretenden Vorsitz; dieses Mitglied muss einer anderen Fraktion als der oder die Vorsitzende angehören.
§ 7 Abs. 2 Satz 1 PUAG
(2) Der oder die stellvertretende Vorsitzende besitzt alle Rechte und Pflichten des oder der abwesenden Vorsitzenden.
§ 8 PUAG
§ 8 Abs. 1 Satz 1 PUAG
(1) Der oder die Vorsitzende beruft den Untersuchungsausschuss unter Angabe der Tagesordnung ein.
§ 8 Abs. 2 Satz 1 PUAG
(2) Er oder sie ist zur Einberufung einer Sitzung zum nächstmöglichen Termin innerhalb des Zeitplanes verpflichtet, wenn dies von einem Viertel der Mitglieder des Untersuchungsausschusses unter Angabe der Tagesordnung verlangt wird.
§ 8 Abs. 3 Satz 1 PUAG
(3) Zur Einberufung einer Sitzung außerhalb des Zeitplanes oder außerhalb des ständigen Sitzungsortes des Bundestages ist der oder die Vorsitzende nur berechtigt, wenn ein entsprechendes Verlangen eines Viertels der Mitglieder des Untersuchungsausschusses unter Angabe der Tagesordnung vorliegt und der Präsident oder die Präsidentin des Bundestages hierzu die Genehmigung erteilt hat.
§ 9 PUAG
§ 9 Abs. 1 Satz 1 PUAG
(1) 1Der Untersuchungsausschuss ist beschlussfähig, wenn die Mehrheit seiner Mitglieder anwesend ist.
§ 9 Abs. 1 Satz 2 PUAG
2Er gilt solange als beschlussfähig, wie nicht auf Antrag die Beschlussunfähigkeit festgestellt wird.
§ 9 Abs. 2 Satz 1 PUAG
(2) 1Ist die Beschlussunfähigkeit festgestellt, so unterbricht der oder die Vorsitzende sofort die Sitzung auf bestimmte Zeit.
§ 9 Abs. 2 Satz 2 PUAG
2Ist der Untersuchungsausschuss auch nach Ablauf dieser Zeit noch nicht beschlussfähig, so ist unverzüglich eine neue Sitzung anzuberaumen.
§ 9 Abs. 2 Satz 3 PUAG
3In dieser Sitzung ist der Untersuchungsausschuss beschlussfähig, auch wenn nicht die Mehrheit seiner Mitglieder anwesend ist; hierauf ist in der Einladung hinzuweisen.
§ 9 Abs. 3 Satz 1 PUAG
(3) Bei Beschlussunfähigkeit darf der Untersuchungsausschuss keine Untersuchungshandlungen durchführen.
§ 9 Abs. 4 Satz 1 PUAG
(4) 1Soweit in diesem Gesetz nichts anderes bestimmt ist, beschließt der Untersuchungsausschuss mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen.
§ 9 Abs. 4 Satz 2 PUAG
2Bei Stimmengleichheit ist der Antrag abgelehnt.
§ 10 PUAG
§ 10 Abs. 1 Satz 1 PUAG
(1) 1Der Untersuchungsausschuss hat jederzeit das Recht und auf Antrag eines Viertels seiner Mitglieder die Pflicht, zu seiner Unterstützung eine Untersuchung zu beschließen, die von einem oder einer Ermittlungsbeauftragten durchgeführt wird.
§ 10 Abs. 1 Satz 2 PUAG
2Der Ermittlungsauftrag soll zeitlich auf höchstens sechs Monate begrenzt werden.
§ 10 Abs. 2 Satz 1 PUAG
(2) 1Der oder die Ermittlungsbeauftragte wird innerhalb von drei Wochen nach Beschlussfassung gemäß Absatz 1 mit einer Mehrheit von zwei Dritteln der anwesenden Mitglieder bestimmt.
§ 10 Abs. 2 Satz 2 PUAG
2Erfolgt diese Bestimmung nicht fristgemäß, bestimmt der oder die Vorsitzende im Einvernehmen mit der Stellvertretung und im Benehmen mit den Obleuten der Fraktionen im Untersuchungsausschuss innerhalb weiterer drei Wochen die Person des oder der Ermittlungsbeauftragten.
§ 10 Abs. 3 Satz 1 PUAG
(3) 1Ermittlungsbeauftragte bereiten in der Regel die Untersuchung durch den Untersuchungsausschuss vor.
§ 10 Abs. 3 Satz 2 PUAG
2Sie beschaffen und sichten die erforderlichen sächlichen Beweismittel.
§ 10 Abs. 3 Satz 3 PUAG
3Sie haben entsprechend § 18 das Recht auf Vorlage von Beweismitteln sowie entsprechend § 19 das Recht der Augenscheineinnahme.
§ 10 Abs. 3 Satz 4 PUAG
4Sie können Herausgabeansprüche entsprechend § 30 geltend machen.
§ 10 Abs. 3 Satz 5 PUAG
5Werden ihnen die Rechte gemäß Satz 3 oder 4 nicht freiwillig gewährt, bedarf es eines Beweisbeschlusses gemäß § 17 Abs. 1.
§ 10 Abs. 3 Satz 6 PUAG
6Ermittlungsbeauftragte können Personen informatorisch anhören.
§ 10 Abs. 3 Satz 7 PUAG
7Sie sind dem gesamten Untersuchungsausschuss verantwortlich.
§ 10 Abs. 3 Satz 8 PUAG
8Die Ergebnisse ihrer Tätigkeit stehen allen Mitgliedern des Untersuchungsausschusses zur Verfügung.
§ 10 Abs. 3 Satz 9 PUAG
9Nach Abschluss ihrer Untersuchung erstatten Ermittlungsbeauftragte dem Untersuchungsausschuss über das Ergebnis einen schriftlichen und mündlichen Bericht.
§ 10 Abs. 3 Satz 10 PUAG
10Darin unterbreiten sie dem Untersuchungsausschuss einen Vorschlag über die weitere Vorgehensweise.
§ 10 Abs. 3 Satz 11 PUAG
11Im Verkehr nach außen haben sie die gebührende Zurückhaltung zu wahren; öffentliche Erklärungen geben sie nicht ab.
§ 10 Abs. 4 Satz 1 PUAG
(4) 1Ermittlungsbeauftragte sind im Rahmen ihres Auftrages unabhängig.
§ 10 Abs. 4 Satz 2 PUAG
2Sie können jederzeit mit einer Mehrheit von zwei Dritteln der anwesenden Mitglieder abberufen werden.
§ 10 Abs. 4 Satz 3 PUAG
3Sie haben das Recht, für ihren Ermittlungsauftrag in angemessenem Umfang Hilfskräfte einzusetzen.
§ 11 PUAG
§ 11 Abs. 1 Satz 1 PUAG
(1) Über die Sitzungen des Untersuchungsausschusses wird ein Protokoll angefertigt.
§ 11 Abs. 2 Satz 1 PUAG
(2) 1Beweiserhebungen werden wörtlich protokolliert.
§ 11 Abs. 2 Satz 2 PUAG
2Zum Zwecke der Protokollierung darf die Beweisaufnahme auf Tonträger aufgenommen werden.
§ 11 Abs. 3 Satz 1 PUAG
(3) Über die Art der Protokollierung der Beratungen entscheidet der Untersuchungsausschuss.
§ 12 PUAG
§ 12 Sitzungen zur Beratung
§ 12 Abs. 1 Satz 1 PUAG
(1) Die Beratungen und Beschlussfassungen des Untersuchungsausschusses sind nicht öffentlich.
§ 12 Abs. 2 Satz 1 PUAG
(2) Der Untersuchungsausschuss kann den benannten Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Fraktionen den Zutritt gestatten.
§ 12 Abs. 3 Satz 1 PUAG
(3) Über Art und Umfang von Mitteilungen an die Öffentlichkeit aus nicht öffentlichen Sitzungen entscheidet der Untersuchungsausschuss.
§ 13 PUAG
§ 13 Sitzungen zur Beweisaufnahme
§ 13 Abs. 1 Satz 1 PUAG
(1) 1Die Beweiserhebung erfolgt in öffentlicher Sitzung.
§ 13 Abs. 1 Satz 2 PUAG
2Ton- und Filmaufnahmen sowie Ton- und Bildübertragungen sind nicht zulässig.
§ 13 Abs. 1 Satz 3 PUAG
3Der Untersuchungsausschuss kann Ausnahmen von Satz 1 zulassen.
§ 13 Abs. 1 Satz 4 PUAG
4Ausnahmen von Satz 2 bedürfen einer Mehrheit von zwei Dritteln der anwesenden Mitglieder sowie der Zustimmung der zu vernehmenden oder anzuhörenden Personen.
§ 13 Abs. 2 Satz 1 PUAG
(2) Die §§ 176 bis 179 des Gerichtsverfassungsgesetzes über die Aufrechterhaltung der Ordnung in der Sitzung finden entsprechende Anwendung.
§ 14 PUAG
§ 14 Ausschluss der Öffentlichkeit
§ 14 Abs. 1 Satz 1 PUAG
§ 14 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 PUAG
Umstände aus dem persönlichen Lebensbereich von Zeugen oder Dritten zur Sprache kommen, deren öffentliche Erörterung überwiegende schutzwürdige Interessen verletzen würde;
§ 14 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 PUAG
eine Gefährdung des Lebens, des Leibes oder der Freiheit von einzelnen Zeugen oder einer anderen Person zu besorgen ist;
§ 14 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 PUAG
ein Geschäfts-, Betriebs-, Erfindungs- oder Steuergeheimnis zur Sprache kommt, durch dessen öffentliche Erörterung überwiegende schutzwürdige Interessen verletzt würden;
§ 14 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 PUAG
besondere Gründe des Wohls des Bundes oder eines Landes entgegenstehen, insbesondere wenn Nachteile für die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland oder ihrer Beziehungen zu anderen Staaten zu besorgen sind.
§ 14 Abs. 2 Satz 1 PUAG
§ 14 Abs. 3 Satz 1 PUAG
§ 14 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 PUAG
§ 14 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 PUAG
Mitglieder des Bundesrates, der Bundesregierung und ihre Beauftragten,
§ 14 Abs. 3 Satz 1 Nr. 3 PUAG
§ 14 Abs. 4 Satz 1 PUAG
(4) 1Über den Ausschluss oder die Beschränkung der Öffentlichkeit entscheidet der Untersuchungsausschuss.
§ 14 Abs. 4 Satz 2 PUAG
2Der oder die Vorsitzende begründet auf Beschluss des Untersuchungsausschusses die Entscheidung in öffentlicher Sitzung.
§ 15 PUAG
§ 15 Geheimnisschutz
§ 15 Abs. 1 Satz 1 PUAG
(1) 1Beweismittel, Beweiserhebungen und Beratungen kann der Untersuchungsausschuss mit einem Geheimhaltungsgrad versehen.
§ 15 Abs. 1 Satz 2 PUAG
2Vor einer Entscheidung nach Satz 1 kann der oder die Vorsitzende eine vorläufige Einstufung vornehmen.
§ 15 Abs. 2 Satz 1 PUAG
(2) 1Die Entscheidung über die Einstufung richtet sich nach der Geheimschutzordnung des Bundestages.
§ 15 Abs. 2 Satz 2 PUAG
2§ 14 Abs. 3 ist entsprechend anzuwenden.
§ 15 Abs. 3 Satz 1 PUAG
(3) Soweit dieses Gesetz nichts Abweichendes bestimmt, gilt für die Behandlung der Verschlusssachen sowie für streng geheime, geheime und vertrauliche Sitzungen und deren Protokollierung die Geheimschutzordnung des Bundestages.
§ 16 PUAG
§ 16 Zugang zu Verschlusssachen und Amtsverschwiegenheit
§ 16 Abs. 1 Satz 1 PUAG
(1) 1Verschlusssachen des Geheimhaltungsgrades VS-VERTRAULICH und höher, die der Untersuchungsausschuss eingestuft oder von einer anderen herausgebenden Stelle erhalten hat, dürfen nur den Mitgliedern des Untersuchungsausschusses, den Mitgliedern des Bundesrates und der Bundesregierung sowie ihren Beauftragten zugänglich gemacht werden.
§ 16 Abs. 1 Satz 2 PUAG
2Ermittlungsbeauftragten, den von ihnen eingesetzten Hilfskräften sowie den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Mitglieder des Untersuchungsausschusses, des Sekretariats und der Fraktionen im Untersuchungsausschuss dürfen sie zugänglich gemacht werden, soweit diese zum Umgang mit Verschlusssachen ermächtigt und zur Geheimhaltung förmlich verpflichtet sind.
§ 16 Abs. 2 Satz 1 PUAG
(2) 1Die Mitglieder des Untersuchungsausschusses, Ermittlungsbeauftragte und die in Absatz 1 bezeichneten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und Hilfskräfte sind auch nach Auflösung des Ausschusses verpflichtet, über die ihnen bekannt gewordenen, in Absatz 1 bezeichneten Verschlusssachen Verschwiegenheit zu bewahren.
§ 16 Abs. 2 Satz 2 PUAG
2Ohne Genehmigung des Präsidenten oder der Präsidentin des Bundestages dürfen sie weder vor Gericht noch außergerichtlich aussagen.
§ 16 Abs. 2 Satz 3 PUAG
3§ 44c Abs. 2 Satz 2 und Abs. 3 des Abgeordnetengesetzes gilt entsprechend.
§ 16 Abs. 3 Satz 1 PUAG
(3) 1Wird einem Mitglied des Ausschusses ein fremdes Geheimnis, namentlich ein zum persönlichen Lebensbereich gehörendes Geheimnis oder ein Betriebs- oder Geschäftsgeheimnis im Rahmen der Untersuchungshandlung bekannt, darf es dieses Geheimnis nur offenbaren, wenn es dazu von der berechtigten Person ermächtigt worden ist.
§ 16 Abs. 3 Satz 2 PUAG
2Dies gilt nicht, wenn die Offenlegung des Geheimnisses gesetzlich geboten ist.
§ 17 Beweiserhebung
§ 17 Abs. 1 Satz 1 PUAG
§ 17 Abs. 2 Satz 1 PUAG
§ 17 Abs. 3 Satz 1 PUAG
(3) 1Die Reihenfolge der Vernehmung von Zeugen und Sachverständigen soll im Untersuchungsausschuss möglichst einvernehmlich festgelegt werden.
§ 17 Abs. 3 Satz 2 PUAG
2Bei Widerspruch eines Viertels der Mitglieder des Untersuchungsausschusses gelten die Vorschriften der Geschäftsordnung des Bundestages zur Reihenfolge der Reden entsprechend.
§ 17 Abs. 4 Satz 1 PUAG
§ 18 Vorlage von Beweismitteln
§ 18 Abs. 1 Satz 1 PUAG
§ 18 Abs. 2 Satz 1 PUAG
(2) 1Die Entscheidung über das Ersuchen nach Absatz 1 trifft der zuständige Bundesminister oder die zuständige Bundesministerin, soweit sie nicht durch Gesetz der Bundesregierung vorbehalten ist.
§ 18 Abs. 2 Satz 2 PUAG
2Wird das Ersuchen abgelehnt oder werden sächliche Beweismittel als Verschlusssache eingestuft vorgelegt, ist der Untersuchungsausschuss über die Gründe der Ablehnung oder der Einstufung schriftlich zu unterrichten.
§ 18 Abs. 2 Satz 3 PUAG
3Die Vorlage ist mit einer Erklärung über die Vollständigkeit zu verbinden.
§ 18 Abs. 3 Satz 1 PUAG
§ 18 Abs. 4 Satz 1 PUAG
(4) Gerichte und Verwaltungsbehörden sind zur Rechts- und Amtshilfe, insbesondere zur Vorlage sächlicher Beweismittel, verpflichtet.
§ 18 Abs. 4 Satz 2 PUAG
Über Streitigkeiten entscheidet auf Antrag des Untersuchungsausschusses oder eines Viertels seiner Mitglieder der Ermittlungsrichter oder die Ermittlungsrichterin des Bundesgerichtshofes.
§ 19 PUAG
§ 19 Augenschein
§ 19 Satz 1 PUAG
Für die Einnahme eines Augenscheins gilt § 18 Abs. 1 bis 3 erster Halbsatz und Abs. 4 entsprechend.
§ 20 PUAG
§ 20 Ladung der Zeugen
§ 20 Abs. 1 Satz 1 PUAG
(1) 1Zeugen sind verpflichtet, auf Ladung des Untersuchungsausschusses zu erscheinen.
§ 20 Abs. 1 Satz 2 PUAG
2§ 50 der Strafprozessordnung findet keine Anwendung.
§ 20 Abs. 2 Satz 1 PUAG
(2) In der Ladung sind Zeugen über das Beweisthema zu unterrichten, über ihre Rechte zu belehren und auf die gesetzlichen Folgen des Ausbleibens sowie darauf hinzuweisen, dass sie einen rechtlichen Beistand ihres Vertrauens zu der Vernehmung hinzuziehen dürfen.
§ 21 PUAG
§ 21 Folgen des Ausbleibens von Zeugen
§ 21 Abs. 1 Satz 1 PUAG
(1) 1Erscheinen ordnungsgemäß geladene Zeugen nicht, so kann der Untersuchungsausschuss ihnen die durch ihr Ausbleiben verursachten Kosten auferlegen, gegen sie ein Ordnungsgeld bis zu 10.000 Euro festsetzen und ihre zwangsweise Vorführung anordnen.
§ 21 Abs. 1 Satz 2 PUAG
2Im Falle wiederholten Ausbleibens kann das Ordnungsgeld noch einmal festgesetzt werden.
§ 21 Abs. 1 Satz 3 PUAG
3§ 135 Satz 2 der Strafprozessordnung ist anzuwenden.
§ 21 Abs. 2 Satz 1 PUAG
(2) 1Maßnahmen nach Absatz 1 unterbleiben, wenn Zeugen ihr Ausbleiben rechtzeitig genügend entschuldigen.
§ 21 Abs. 2 Satz 2 PUAG
2Wird das Ausbleiben nachträglich genügend entschuldigt, so sind die nach Absatz 1 getroffenen Anordnungen aufzuheben, wenn die Zeugen glaubhaft machen, dass sie an der Verspätung kein Verschulden trifft.
§ 22 PUAG
§ 22 Zeugnis- und Auskunftsverweigerungsrecht
§ 22 Abs. 1 Satz 1 PUAG
§ 22 Abs. 2 Satz 1 PUAG
§ 22 Abs. 3 Satz 1 PUAG
§ 22 Abs. 4 Satz 1 PUAG
§ 23 PUAG
§ 23 Vernehmung von Amtsträgern
§ 23 Abs. 1 Satz 1 PUAG
(1) § 54 der Strafprozessordnung ist anzuwenden.
§ 23 Abs. 2 Satz 1 PUAG
(2) Die Bundesregierung ist verpflichtet, die erforderlichen Aussagegenehmigungen zu erteilen; § 18 Abs. 1 bis 3 erster Halbsatz gilt entsprechend.
§ 24 PUAG
§ 24 Vernehmung der Zeugen
§ 24 Abs. 1 Satz 1 PUAG
§ 24 Abs. 2 Satz 1 PUAG
§ 24 Abs. 3 Satz 1 PUAG
(3) Vor der Vernehmung hat der oder die Vorsitzende die Zeugen zur Wahrheit zu ermahnen, ihnen den Gegenstand der Vernehmung zu erläutern und sie über die strafrechtlichen Folgen einer unrichtigen oder unvollständigen Aussage zu belehren.
§ 24 Abs. 4 Satz 1 PUAG
(4) 1Der oder die Vorsitzende vernimmt die Zeugen zur Person.
§ 24 Abs. 4 Satz 2 PUAG
2Zu Beginn der Vernehmung zur Sache ist den Zeugen Gelegenheit zu geben, das, was ihnen von dem Gegenstand ihrer Vernehmung bekannt ist, im Zusammenhang darzulegen.
§ 24 Abs. 5 Satz 1 PUAG
(5) 1Zur Aufklärung und zur Vervollständigung der Aussage sowie zur Erforschung des Grundes, auf dem das Wissen der Zeugen beruht, kann zunächst der oder die Vorsitzende weitere Fragen stellen.
§ 24 Abs. 5 Satz 2 PUAG
2Anschließend erhalten die übrigen Mitglieder das Wort zu Fragen.
§ 24 Abs. 5 Satz 3 PUAG
3Für die Festlegung der Reihenfolge und der Dauer der Ausübung des Fragerechts der einzelnen Fraktionen sind die Vorschriften der Geschäftsordnung und die Praxis des Bundestages zur Reihenfolge der Reden und zur Gestaltung von Aussprachen entsprechend anzuwenden, sofern der Untersuchungsausschuss nicht einstimmig Abweichendes beschließt.
§ 24 Abs. 6 Satz 1 PUAG
§ 25 PUAG
§ 25 Zulässigkeit von Fragen an Zeugen
§ 25 Abs. 1 Satz 1 PUAG
(1) 1Der oder die Vorsitzende hat ungeeignete oder nicht zur Sache gehörende Fragen zurückzuweisen.
§ 25 Abs. 1 Satz 2 PUAG
2Zeugen können den Vorsitzenden oder die Vorsitzende auffordern, Fragen zurückzuweisen.
§ 25 Abs. 1 Satz 3 PUAG
3Bei Zweifeln über die Zulässigkeit von Fragen sowie über die Rechtmäßigkeit ihrer Zurückweisung entscheidet der Untersuchungsausschuss auf Antrag seiner Mitglieder; die Zurückweisung einer Frage bedarf einer Mehrheit von zwei Dritteln der anwesenden Mitglieder.
§ 25 Abs. 2 Satz 1 PUAG
(2) Beschließt der Untersuchungsausschuss die Unzulässigkeit einer Frage, auf die bereits eine Antwort gegeben worden ist, darf im Bericht des Untersuchungsausschusses auf die Frage und die Antwort nicht Bezug genommen werden.
§ 26 PUAG
§ 26 Abschluss der Vernehmung
§ 26 Abs. 1 Satz 1 PUAG
(1) Den einzelnen Zeugen ist das Protokoll über ihre Vernehmung zuzustellen.
§ 26 Abs. 2 Satz 1 PUAG
(2) 1Der Untersuchungsausschuss stellt durch Beschluss fest, dass die Vernehmung der jeweiligen Zeugen abgeschlossen ist.
§ 26 Abs. 2 Satz 2 PUAG
2Die Entscheidung darf erst ergehen, wenn nach Zustellung des Vernehmungsprotokolls zwei Wochen verstrichen sind oder auf die Einhaltung dieser Frist verzichtet worden ist.
§ 26 Abs. 3 Satz 1 PUAG
(3) Zeugen sind von dem oder der Vorsitzenden des Untersuchungsausschusses am Ende ihrer Vernehmung darüber zu belehren, unter welchen Voraussetzungen diese gemäß Absatz 2 abgeschlossen ist.
§ 27 PUAG
§ 27 Grundlose Zeugnisverweigerung
§ 27 Abs. 1 Satz 1 PUAG
(1) Wird das Zeugnis ohne gesetzlichen Grund verweigert, so kann der Untersuchungsausschuss Zeugen die durch ihre Weigerung verursachten Kosten auferlegen und gegen sie ein Ordnungsgeld bis zu 10.000 Euro festsetzen.
§ 27 Abs. 2 Satz 1 PUAG
(2) Unter der in Absatz 1 bestimmten Voraussetzung kann der Ermittlungsrichter oder die Ermittlungsrichterin des Bundesgerichtshofes auf Antrag des Untersuchungsausschusses oder eines Viertels seiner Mitglieder zur Erzwingung des Zeugnisses die Haft anordnen, jedoch nicht über die Zeit der Beendigung des Untersuchungsverfahrens, auch nicht über die Zeit von sechs Monaten hinaus.
§ 27 Abs. 3 Satz 1 PUAG
(3) § 70 Abs. 4 der Strafprozessordnung ist entsprechend anzuwenden.
§ 28 PUAG
§ 28 Sachverständige
§ 28 Abs. 1 Satz 1 PUAG
(1) Auf Sachverständige sind die Vorschriften der §§ 20, 22 bis 26 entsprechend anzuwenden, soweit nicht nachfolgend abweichende Regelungen getroffen sind.
§ 28 Abs. 2 Satz 1 PUAG
(2) Die Auswahl der zuzuziehenden Sachverständigen erfolgt durch den Untersuchungsausschuss; § 74 der Strafprozessordnung findet keine Anwendung.
§ 28 Abs. 3 Satz 1 PUAG
§ 28 Abs. 4 Satz 1 PUAG
(4) 1Sachverständige haben das Gutachten innerhalb der vereinbarten Frist unparteiisch, vollständig und wahrheitsgemäß zu erstatten.
§ 28 Abs. 4 Satz 2 PUAG
2Auf Verlangen des Untersuchungsausschusses ist das Gutachten schriftlich zu erstellen und mündlich näher zu erläutern.
§ 28 Abs. 5 Satz 1 PUAG
(5) Die Vorschriften des § 76 der Strafprozessordnung über das Gutachtensverweigerungsrecht sind entsprechend anzuwenden.
§ 28 Abs. 6 Satz 1 PUAG
(6) 1Weigern sich die zur Erstattung des Gutachtens verpflichteten Sachverständigen, nach Absatz 3 eine angemessene Frist abzusprechen, oder versäumen sie die abgesprochene Frist, so kann der Untersuchungsausschuss gegen sie ein Ordnungsgeld bis zu 10.000 Euro festsetzen.
§ 28 Abs. 6 Satz 2 PUAG
2Dasselbe gilt, wenn die ordnungsgemäß geladenen Sachverständigen nicht erscheinen oder sich weigern, ihr Gutachten zu erstatten oder zu erläutern; in diesen Fällen kann der Untersuchungsausschuss zugleich den Sachverständigen die durch ihre Säumnis oder Weigerung verursachten Kosten auferlegen.
§ 28 Abs. 6 Satz 3 PUAG
3§ 21 Abs. 2 gilt entsprechend.
§ 29 Herausgabepflicht
§ 29 Abs. 1 Satz 1 PUAG
(1) 1Wer einen Gegenstand, der als Beweismittel für die Untersuchung von Bedeutung sein kann, in seinem Gewahrsam hat, ist verpflichtet, ihn auf Verlangen des Untersuchungsausschusses vorzulegen und auszuliefern.
§ 29 Abs. 1 Satz 2 PUAG
2Diese Pflicht besteht nicht, soweit das Beweismittel Informationen enthält, deren Weitergabe wegen ihres streng persönlichen Charakters für die Betroffenen unzumutbar ist.
§ 29 Abs. 2 Satz 1 PUAG
(2) 1Im Falle der Weigerung kann der Untersuchungsausschuss gegen die Person, die den Gewahrsam hat, ein Ordnungsgeld bis zu 10.000 Euro festsetzen.
§ 29 Abs. 2 Satz 2 PUAG
2Der Ermittlungsrichter oder die Ermittlungsrichterin des Bundesgerichtshofes kann auf Antrag des Untersuchungsausschusses oder eines Viertels seiner Mitglieder zur Erzwingung der Herausgabe die Haft anordnen.
§ 29 Abs. 2 Satz 3 PUAG
3§ 27 Abs. 2 und 3 gilt entsprechend.
§ 29 Abs. 2 Satz 4 PUAG
4Die in diesem Absatz bestimmten Ordnungs- und Zwangsmittel dürfen gegen Personen, die nach § 22 Abs. 1 und 2 zur Verweigerung des Zeugnisses oder der Auskunft berechtigt sind, nicht verhängt werden.
§ 29 Abs. 3 Satz 1 PUAG
(3) 1Werden Gegenstände nach Absatz 1 nicht freiwillig vorgelegt, so entscheidet auf Antrag des Untersuchungsausschusses oder eines Viertels seiner Mitglieder der Ermittlungsrichter oder die Ermittlungsrichterin des Bundesgerichtshofes über die Beschlagnahme und die Herausgabe an den Untersuchungsausschuss; § 97 der Strafprozessordnung gilt entsprechend.
§ 29 Abs. 3 Satz 2 PUAG
2Zur Beschlagnahme der in Absatz 1 bezeichneten Gegenstände kann der Ermittlungsrichter oder die Ermittlungsrichterin des Bundesgerichtshofes auch die Durchsuchung anordnen, wenn Tatsachen vorliegen, aus denen zu schließen ist, dass der gesuchte Gegenstand sich in den zu durchsuchenden Räumen befindet.
§ 29 Abs. 3 Satz 3 PUAG
3Die §§ 104, 105 Abs. 2 und 3, §§ 106, 107 und 109 der Strafprozessordnung sind entsprechend anzuwenden.
§ 30 PUAG
§ 30 Verfahren bei der Vorlage von Beweismitteln
§ 30 Abs. 1 Satz 1 PUAG
(1) Wenn die Person, die den Gewahrsam hat, einwendet, verlangte Beweismittel seien für die Untersuchung nicht bedeutsam oder beträfen ein in § 14 Abs. 1 Nr. 1 bis 4 bezeichnetes Geheimnis, so dürfen die in § 29 Abs. 2 bestimmten Ordnungs- und Zwangsmittel und die in § 29 Abs. 3 Satz 1 bezeichnete Herausgabe nur dann angeordnet werden, wenn das Beweismittel keine Informationen enthält, deren Weitergabe wegen ihres streng vertraulichen Charakters für die Betroffenen unzumutbar ist, und der Untersuchungsausschuss für dieses Beweismittel den Geheimhaltungsgrad GEHEIM beschlossen hat.
§ 30 Abs. 2 Satz 1 PUAG
(2) 1Die Durchsicht und die Prüfung der Beweiserheblichkeit der vorgelegten Beweismittel steht dem Untersuchungsausschuss zu.
§ 30 Abs. 2 Satz 2 PUAG
2Beweismittel, die sich nach einmütiger Auffassung des Untersuchungsausschusses für die Untersuchung als unerheblich erweisen, sind der Person, die den Gewahrsam hatte, unverzüglich zurückzugeben.
§ 30 Abs. 3 Satz 1 PUAG
(3) 1Nach Durchsicht und Prüfung der in Absatz 1 bezeichneten Beweismittel kann der Untersuchungsausschuss die Aufhebung der Einstufung in den Geheimhaltungsgrad GEHEIM beschließen, soweit die Beweismittel für die Untersuchung erheblich sind.
§ 30 Abs. 3 Satz 2 PUAG
2Betreffen sie ein in § 14 Abs. 1 Nr. 1 bis 4 bezeichnetes Geheimnis, so darf der Untersuchungsausschuss den Beschluss nach Satz 1 nur dann fassen, wenn ihre öffentliche Verwendung zur Erfüllung des Untersuchungsauftrages unerlässlich und nicht unverhältnismäßig ist.
§ 30 Abs. 4 Satz 1 PUAG
(4) 1Vor der Beschlussfassung nach Absatz 3 Satz 1 ist die Person, die über das Beweismittel verfügungsberechtigt ist, zu hören.
§ 30 Abs. 4 Satz 2 PUAG
2Widerspricht sie der Aufhebung des Geheimhaltungsgrades GEHEIM, so hat die Aufhebung zu unterbleiben, wenn nicht der Ermittlungsrichter oder die Ermittlungsrichterin des Bundesgerichtshofes auf Antrag des Untersuchungsausschusses oder eines Viertels seiner Mitglieder sie für zulässig erklärt.
§ 31 PUAG
§ 31 Verlesung von Protokollen und Schriftstücken
§ 31 Abs. 1 Satz 1 PUAG
(1) Die Protokolle über Untersuchungshandlungen von anderen Untersuchungsausschüssen, Gerichten und Behörden sowie Schriftstücke, die als Beweismittel dienen, sind vor dem Untersuchungsausschuss zu verlesen.
§ 31 Abs. 2 Satz 1 PUAG
(2) Der Untersuchungsausschuss kann beschließen, von einer Verlesung Abstand zu nehmen, wenn die Protokolle oder Schriftstücke allen Mitgliedern des Untersuchungsausschusses zugänglich gemacht worden sind.
§ 31 Abs. 3 Satz 1 PUAG
(3) Eine Verlesung der Protokolle und Schriftstücke oder die Bekanntgabe ihres wesentlichen Inhalts in öffentlicher Sitzung findet nicht statt, wenn die Voraussetzungen des § 14 Abs. 1 vorliegen.
§ 32 PUAG
§ 32 Rechtliches Gehör
§ 32 Abs. 1 Satz 1 PUAG
(1) Personen, die durch die Veröffentlichung des Abschlussberichtes in ihren Rechten erheblich beeinträchtigt werden können, ist vor Abschluss des Untersuchungsverfahrens Gelegenheit zu geben, zu den sie betreffenden Ausführungen im Entwurf des Abschlussberichtes innerhalb von zwei Wochen Stellung zu nehmen, soweit diese Ausführungen nicht mit ihnen in einer Sitzung zur Beweisaufnahme erörtert worden sind.
§ 32 Abs. 2 Satz 1 PUAG
(2) Der wesentliche Inhalt der Stellungnahme ist in dem Bericht wiederzugeben.
§ 33 PUAG
§ 33 Berichterstattung
§ 33 Abs. 1 Satz 1 PUAG
(1) 1Nach Abschluss der Untersuchung erstattet der Untersuchungsausschuss dem Bundestag einen schriftlichen Bericht.
§ 33 Abs. 1 Satz 2 PUAG
2Der Bericht hat den Gang des Verfahrens, die ermittelten Tatsachen und das Ergebnis der Untersuchung wiederzugeben.
§ 33 Abs. 2 Satz 1 PUAG
(2) Kommt der Untersuchungsausschuss nicht zu einem einvernehmlichen Bericht, sind Sondervoten in den Bericht aufzunehmen.
§ 33 Abs. 3 Satz 1 PUAG
(3) Ist abzusehen, dass der Untersuchungsausschuss seinen Untersuchungsauftrag nicht vor Ende der Wahlperiode erledigen kann, hat er dem Bundestag rechtzeitig einen Sachstandsbericht über den bisherigen Gang des Verfahrens sowie über das bisherige Ergebnis der Untersuchungen vorzulegen.
§ 33 Abs. 4 Satz 1 PUAG
(4) Auf Beschluss des Bundestages hat der Untersuchungsausschuss dem Bundestag einen Zwischenbericht vorzulegen.
§ 34 PUAG
§ 34 Rechte des Verteidigungsausschusses als Untersuchungsausschuss
§ 34 Abs. 1 Satz 1 PUAG
(1) 1Beschließt der Verteidigungsausschuss, eine Angelegenheit zum Gegenstand seiner Untersuchung zu machen, hat er bei seinen Untersuchungen die Rechte eines Untersuchungsausschusses.
§ 34 Abs. 1 Satz 2 PUAG
2Der Verteidigungsausschuss hat sich auf Verlangen von einem Viertel seiner Mitglieder als Untersuchungsausschuss zu konstituieren.
§ 34 Abs. 1 Satz 3 PUAG
3Die §§ 1 bis 3 gelten entsprechend.
§ 34 Abs. 2 Satz 1 PUAG
(2) Den Vorsitz führt der oder die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses.
§ 34 Abs. 3 Satz 1 PUAG
(3) Macht der Verteidigungsausschuss eine Angelegenheit zum Gegenstand seiner Untersuchung, kann er zu deren Durchführung einen Unterausschuss einsetzen, in den auch stellvertretende Mitglieder des Verteidigungsausschusses entsandt werden können.
§ 34 Abs. 4 Satz 1 PUAG
(4) Für das Verfahren des Verteidigungsausschusses als Untersuchungsausschuss gelten die Vorschriften dieses Gesetzes.
§ 34 Abs. 4 Satz 2 PUAG
Über das Ergebnis seiner Untersuchung hat der Verteidigungsausschuss dem Bundestag einen Bericht zu erstatten; eine Aussprache darf sich nur auf den veröffentlichten Bericht beziehen.
§ 35 PUAG
§ 35 Kosten und Auslagen
§ 35 Abs. 1 Satz 1 PUAG
(1) Die Kosten des Untersuchungsverfahrens trägt der Bund.
§ 35 Abs. 2 Satz 1 PUAG
(2) 1Zeugen, Sachverständige und Ermittlungsbeauftragte erhalten eine Entschädigung oder Vergütung nach dem Justizvergütungs- und -entschädigungsgesetz.
§ 35 Abs. 2 Satz 2 PUAG
2Der Untersuchungsausschuss kann auf Antrag beschließen, dass Gebühren des rechtlichen Beistandes den Zeugen erstattet werden.
§ 35 Abs. 2 Satz 3 PUAG
3Ermittlungsbeauftragte erhalten eine Vergütung nach der höchsten Honorargruppe gemäß § 9 Abs. 1 Satz 1 des Justizvergütungs- und -entschädigungsgesetzes.
§ 35 Abs. 3 Satz 1 PUAG
(3) Die Entschädigung, die Vergütung und die Erstattung der Auslagen setzt der Präsident oder die Präsidentin des Bundestages fest.
§ 36 PUAG
§ 36 Gerichtliche Zuständigkeiten
§ 36 Abs. 1 Satz 1 PUAG
§ 36 Abs. 2 Satz 1 PUAG
(2) 1Hält der Bundesgerichtshof den Einsetzungsbeschluss für verfassungswidrig und kommt es für die Entscheidung auf dessen Gültigkeit an, so ist das Verfahren auszusetzen und die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes einzuholen.
§ 36 Abs. 2 Satz 2 PUAG
2Satz 1 gilt für den Ermittlungsrichter oder die Ermittlungsrichterin des Bundesgerichtshofes entsprechend.
§ 36 Abs. 3 Satz 1 PUAG