Source: http://www.nationalratswahl.at/ergebnisse.html
Timestamp: 2017-11-25 09:44:15
Document Index: 124245308

Matched Legal Cases: ['§110', '§67', '§107', '§ 2', '§ 3', '§ 2', '§100', '§ 105', '§ 2', '§106', '§ 109']

Ergebnisse bei der Nationalratswahl 2017 in Österreich
Ergebnisse bei der Nationalratswahl 2017:
endgültiges amtliches Endergebnis:
Bekanntgabe am 31.10.2017 um 15.24 Uhr durch das österreichische Innenministerium.
(Wobei das endgültige Endergebnis nicht "endgültig" ist, denn nun beginnen die Einspruchsfristen.
1. Es gibt eine 3-tägige Einspruchsfrist gegen das ziffernmäßige Ermittlungen gem. §110 NRWO.
2. Es gibt eine 4-wöchige Einspruchsfrist nach Beendigung des Wahlverfahrens. In dieser Frist kann die Nationalratswahl wegen jeder behaupteten Rechtswidrigkeit des Verfahrens (im Folgenden Wahlverfahren genannt) angefochten werden. (§67 VfGG). Alle wahlwerbenden Parteien können in dieser Frist eine Wahlanfechtung beim Verfassungsgerichtshof VfGH einbringen. Der VfGH kann die Wahlanfechtung ablehnen oder stattgeben, das Wahlergebnis abändern oder eine Wahlwiederholung anordnen.)
Vorzugsstimmen-Ergebnis:
Sebastian Kurz (ÖVP) hat auf Bundesebene so viele Vorzugsstimmen, wie Christian Kern (SPÖ), Heinz-Christian Strache (FPÖ) und Hans Peter Doskozil (SPÖ) zusammen. Das hat ihm aber dennoch kein zusätzliches Mandat gebracht oder verschoben. Die ganze Aktion "Vorzugsstimmen" war für alle Beteiligten somit mehr oder weniger nutzlos.
NRW17-Ergebnis in Mandaten je Partei:
mit Mandate: Kurz-ÖVP: 62, SPÖ: 52, FPÖ: 51, NEOS: 10, Pilz: 8,
ohne M.: Grüne: 0, GILT: 0, KPÖ: 0, Weiße: 0, FLÖ: 0, NBZ: 0, ODP: 0, SLP: 0, EUAUS: 0, CPÖ: 0, M: 0
Keine der Bewerberinnen und Bewerber auf den Bundesparteilisten erreichten Vorzugsstimmen in einem Ausmaß, das zu einer Umreihung auf der jeweiligen Bundesparteiliste geführt hat. Über Umreihungen auf den Landeslisten ist noch nichts bekannt.
Mandatsraub durch die künstliche 4% Hürde (gem. §107 Abs. 2 NRWO) in Zahlen:
(Der Mandatsraub hat diesmal nur Linksparteien betroffen)
GILT : 1 Mandat
Diese 6 Mandate wanderten - entgegen dem Verhältniswahl-Prinzip der Bundesverfassung - zu den größeren Parteien. (Die Interessensgemeinschaft für ein faires Wahlrecht will diesen Mißstand beenden.)
Die gültigen Stimmen entfielen auf die einzelnen wahlwerbenden Parteien wie folgt:
Platz: Partei: Stimmen: % +/-
Peter PILZ (altgrüne): 223.543
KPÖ Plus (inkl. Junge Grüne):
WEIßE (Direkte Demokratie):
FLÖ (Dr. Karl Schnell / Rosenkranz):
NBZ (Migrantenpartei):
ODP (Obdachlosenpartei):
EUAUS (Liste "Für Österreich, Zuwanderungsstopp,
Grenzschutz, Neutralität, EU-Austritt"):
CPÖ (Christenpartei):
M (Männerpartei):
Team Stronach - hat nicht mehr kandidiert
BZÖ - hat nicht mehr kandidiert
Endergebnisse der Parteien nach Bundesländern in %:
ÖVP SPÖ FPÖ NEOS PILZ GRÜNE GILT KPÖ WEIßE FLÖ
Burgenland 32,8% 32,9% 25,7% 2,9% 2,8% 2,0% 0,7% 0,4% 0,1% 0,1%
Kärnten 26,8% 29,3% 31,8% 4,3% 3,6% 2,4% 0,9% 0,5% 0,2% 0,1%
Niederösterreich 35,6% 24,8% 25,9% 4,8% 4,1% 2,7% 1,1% 0,5% 0,2% 0,1%
Oberösterreich 31,5% 27,6% 26,8% 4,8% 3,7% 3,7% 1,0% 0,6% 0,2% 0,1%
Salzburg 37,7% 22,2% 24,4% 5,7% 3,5% 4,0% 0,9% 0,6% 0,2% 0,7%
Steiermark 29,4% 25,1% 29,4% 5,0% 3,9% 2,8% 0,8% 1,1% 0,1% 0,2%
Tirol 38,4% 20,8% 24,9% 5,7% 3,8% 4,5% 0,8% 0,6% 0,1% 0,2%
Vorarlberg 34,7% 17,8% 24,4% 9,0% 3,0% 7,2% 1,0% 0,7% 0,2% 0,2%
Wien 21,6% 34,5% 21,3% 6,5% 7,5% 5,9% 0,9% 1,4% 0,1% 0,1%
Österreich 31,5% 26,9% 26,0% 5,3% 4,4% 3,8% 0,9% 0,8% 0,2% 0,2%
Quelle: Innenministerium BMI
Das bisherige Parteiensystem in Österreich, welches seit 60 Jahren existiert hat, ist seit dieser Wahl Geschichte.
Das zeigt sich daran, daß es nun 3 Parteien gibt, die ungefähr gleich groß sind, nämlich zwischen 26% und 32%.
Weiters gelang es allen diesen 3 Parteien, daß sie nun zumindest in einem Bundesland die stimmenstärkste Partei geworden sind: Die FPÖ in Kärnten, die SPÖ in Wien & Burgenland, sowie die ÖVP in den restlichen 6 Bundesländern.
Das vorläufige amtliche Endergebnis der Nationalratswahl 2017.
Bekanntgabe am 19.10.2017 um 23:13 Uhr.
Wahlbeteiligung: 80,0%
Die Zahl der Wahlberechtigten betrug 6,400.998.
Es wurden 5,120.879 Stimmen abgegeben. Davon waren 5,069.929 gültig, 50.950 ungültig.
Peter PILZ (altgrüne): 223.544
vorläufiges Endergebnis in % mit fast allen Wahlkarten;
Stand 17.10.2017: 37.000 Wahlkarten fehlten noch, die in fremden Wahlkreisen abgegeben wurden:
Wahlberechtigte: 6.400.998; Abgegebene Stimmen: 5.083.348; Gültige Stimmen: 5.032.828
Qu: Innenministerium, Dienstag, 17. Oktober 2017, 10:29 Uhr
Veränderungen zum vorläufigen Ergebnis ohne Wahlkarten:
* SPÖ fällt von Platz 1 nur auf Platz 2 - und nicht wie beim vorläufigen Ergebnis ohne Wahlkarten - auf Platz 3.
* Die Grüne Partei fliegt aus dem Nationalrat des Parlaments.
* Die Weiße Liste überholt - im Vergleich zum vorläufigen Ergebnis ohne Wahlkarten - die FLÖ, kommt aber trotzdem nicht in den Nationalrat.
Liste Sebastian Kurz / ÖVP: 1.586.106 31,52% (+7,52%)
2. SPÖ: 1.351.918 26,86% (+0,04%)
FPÖ: 1.310.614 26,04% (+5,54%)
NEOS: 264.317
Peter PILZ (altgrüne): 220.088
(+4,37%)
GRÜNE: 189.467
(-8,65%)
15.10.2017: vorläufiges Endergebnis in % (ohne Wahlkarten):
* ÖVP +7,4% und FPÖ +6,8% sind die großen Gewinner der Wahl.
* Die Liste Peter Pilz schafft aus dem Nichts mit 4,1% den Einzug ins Parlament und zählt ebenfalls zu den großen Gewinnern.
* Die Grünen verlieren nach dem derzeitigen vorläufigen Ergebnis 9,1% und fliegen aus dem Parlament. Das ist das überraschende Ergebnis der Nationalratswahl 2017.
* Die SPÖ kommt erstmals in der Geschichte der 2. Republik nur auf Platz 3 und verliert den Bundeskanzler. Somit wird die SPÖ aller Voraussicht nach in Opposition gehen.
* NEOS kann ihr Ergebnis halten und geringfügig ausbauen.
* Alle anderen Parteien unter 1% und somit bedeutungslos.
Das Wahlkartenergebnis und das Gesamtergebnis wird für Donnerstag erwartet.
ÖVP-FPÖ, ÖVP-SPÖ oder SPÖ-FPÖ werden die nächste gemeinsame Regierungskoalition bilden. Da ja der amtierende grüne Bundespräsident Alexander Van der Bellen in seinem Wahlkampf zur Bundespräsidentenwahl das Wahlversprechen abgegeben hat, die FPÖ und HC Strache nicht in der Bundesregierung anzugeloben, bleibt nur mehr die SPÖ-ÖVP Koalition übrig, wie bisher nur wahrscheinlich mit anderen Personen.
Somit hätte man sich den ganzen langen Wahlkampf sparen können.
Zu diesem Resümee ist ja auch schon der jetzige Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) bei der SPÖ-Wahlkampfschlußveranstaltung gekommen. Er hat somit eine gute Chance, auch weiterhin Bundeskanzler der Republik Österreich zu bleiben.
vorläufiges Endergebnis in % (ohne Wahlkarten) im Detail:
ÖVP: 1.341.930 31,36% (+7,37%)
FPÖ: 1.170.455 27,35% (+6,85%)
SPÖ: 1.144.516 26,75% (-0,07%)
NEOS: 212.251 4,96% (-0,00%)
Peter PILZ: 177.035 4,14%
GRÜNE: 141.959 3,32% (-9,10%)
GILT (Roland Düringer): 39.466 0,92%
KPÖ Plus (inkl. Junge Grüne): 31.381 0,73% (-0,29%)
FLÖ (Dr. Karl Schnell / Rosenkranz): 7.731 0,18%
WEIßE (Direkte Demokratie): 7.604 0,18%
NBZ (Migrantenpartei): 2.631 0,06%
ODP (Obdachlosenpartei): 661 0,02%
SLP: 571 0,01% (-0,01%)
EUAUS (Liste "Für Österreich,
Zuwanderungsstopp, Grenzschutz,
Neutralität, EU-Austritt"): 500 0,01%
CPÖ (Christenpartei): 338 0,01% -0,13%
M (Männerpartei): 183 0,01% -0,01%
Hochrechnungen 2017:
Es wird diesmal drei unterschiedliche Hochrechnungen geben:
* Arge Wahlen für ATV (in Koop mit PULS 4 und schau tv) und APA / inkl. Wahlkarten
* Sora für den ORF / inkl. Wahlkarten
* Prof. Erich Neuwirth für Servus TV (Er ist ein Statistik-Professor) / exkl. Wahlkarten
Arge Wahlen und Sora berechnen ihre Prognose der Wahlkarten mit ein - sie prognostizieren also, wie die Wahl im Endeffekt ausgehen wird. Die erste Hochrechnung von Erich Neuwirth auf Servus hingegen prognostiziert ein Ergebnis OHNE Wahlkarten.
Qu. https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=1727460717278755&id=100000445297598
Anm.: Es wird spannend, ob alle Fernsehstationen nur Hochrechnungen bringen oder auch IST-Zahlen, d..h. die tatsächlichen Ergebnisse der ausgezählten Stimmen.
Wahlanfechtung? Wahlaufhebung? Wahlwiederholung?
Der Präsident des Verfassungsgerichtshofes Dr. Gerhard Holzinger im Ö1-Interview: "Es ist eigentlich nicht damit zu rechnen, daß es diesmal zu einer Wahlaufhebung kommt." ... Wenn überhaupt betreffe es (nur) Wahlsprengel und nur bei sehr knappen Abstand zwischen wahlwerbenden Gruppen, so Holzinger. Weiters hofft Holzinger "... daß in Gefolge unserer Entscheidung vom vergangenem Jahr die Wahlbehörden jetzt ihre Aufgabe die Wahlen so durchzuführen, wie es das Gesetz das vorsieht, daß das jetzt bei dieser Nationalratswahl alles glatt verläuft. Im Übrigen gehe ich auch davon aus, daß auch die technischen Probleme im Zusammenhang mit Wahlkarten gelöst sind. Also ich bin eigentlich sehr optimistisch. ..."
Qu: Ö1 Journal vom 14.10.2017
Ergebnisse bei der Nationalratswahl 2013:
16.10.2013: Amtliches Endergebnis zur Nationalratswahl vom 29.9.2013:
SPÖ 26,8%, ÖVP 24,0%, FPÖ 20,5%, Grüne 12,4%, Stronach 5,7%, NEOS 5,0%, BZÖ 3,5%, KPÖ 1,0%, Piraten 0,8%, CPÖ 0,14.%, Wandl 0,07%, SLP 0,02%, EUAUS 0,01%, Männerpartei 0,01%.
SPÖ-ÖVP haben trotz der vielen Skandale und Korruption wieder die absolute Mehrheit. Die SPÖ-ÖVP Koalition wird fortgesetzt. Die Frage ist nur mit welchem Regierungsprogramm und mit welchen Ministern.
Sozialdemokratische Partei Österreichs (SPÖ): 1.258.605 Stimmen (26,8%)
Österreichische Volkspartei (ÖVP): 1.125.876 Stimmen (24,0 %)
Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ): 962.313 Stimmen (20,5 %)
Die Grünen - Die Grüne Alternative (GRÜNE): 582.657 (12,4 %)
Team Frank Stronach (FRANK): 268.679 Stimmen (5,7 %)
NEOS Das Neue Österreich und Liberales Forum (NEOS): 232.946 Stimmen(5,0 %)
BZÖ - Liste Josef Bucher (BZÖ): 165.746 Stimmen (3,5 %)
Kommunistische Partei Österreichs (KPÖ): 48.175 Stimmen (1,0 %)
Piratenpartei Österreichs (PIRAT): 36.265 Stimmen (0,8 %)
Christliche Partei Österreichs (CPÖ): 6.647 Stimmen (0,14 %) ... durfte nur in OÖ, Steiermark, Vorarlberg Burgenland am Stimmzettel stehen
Der Wandel (WANDL): 3.051 Stimmen (0,05 %) ... durfte nur in Wien und OÖ am Stimmzettel stehen
Sozialistische LinksPartei (SLP): 947 Stimmen (0,02 %) ... durfte nur in Wien am Stimmzettel stehen
EU-Austrittspartei (EUAUS): 510 Stimmen (0,01 %) ... durfte nur in Vorarlberg am Stimmzettel stehen
Männerpartei (M): 490 Stimmen (0,01%) ... durfte nur in Vorarlberg am Stimmzettel stehen
Vorzugsstimmen-Ergebnis auf dem Bundeswahlvorschlag NR-Wahl 2013:
35.728 Kurz, Sebastian ÖVP 1986 Staatssekretär
28.635 Strache, Heinz-Christian FPÖ 1969 Klubobmann, Zahntechniker
25.258 Spindelegger, Dr. Michael ÖVP 1959 Vizekanzler
21.253 Faymann, Werner SPÖ 1960 Bundeskanzler
19.582 Glawischnig-Piesczek, Mag. Dr. Eva Grüne 1969 Abgeordnete zum Nationalrat
12.715 Gönültas, Resul Ekrem SPÖ 1979 Geschäftsführer
Mehr => Vorzugsstimmen-Ergebnis Nationalratswahl 2013
30.9.2013: vorläufiges Endergebnis (inkl Briefwähler aber noch ohne Wahlkarten in fremden Wahlkreisen)
SPÖ 26,9%, ÖVP 24,0%, FPÖ 20,6%, Grüne 12,3%, Stronach (Frank) 5,7%, NEOS 4,9%,BZÖ 3,5%, KPÖ 1,0%, Piraten 0,8%, Wandl 0,05%, CPÖ 0,14.%, SLP 0,02%, EUAUS 0,01%, Männerpartei 0,01%.
Durch die Briefwähler verlor die SPÖ ein weiteres Mandat, die FPÖ verlor ebenfalls wieder zwei Mandate gegenüber Sonntag, die Grünen gewannen 2 Mandate und die ÖVP verliert ein Mandat weniger als am Sonntag erwartet.
Die neue vorläufige Mandatsverteilung:
SPÖ 52, ÖVP 47, FPÖ 40, Grüne 24, Frank 11, NEOS 9.
Die ESM-Koalition aus SPÖ-ÖVP-Grüne haben nun wieder eine 2/3 Mehrheit und können wieder zu Dritt Verfassungsänderung ganz im Sinne der EU im österreichischen Parlament durchwinken.
Migranten im Österreichischen Parlament: Laut Kurier.at vom 1. Oktober 2013 haben es folgende Migranten ins Parlament geschafft: Asdin El Habbassi (ÖVP, "Maokkaner"), Aygül Berivan Aslan (Grüne, "kurdischer Hintergrund"), Nurten Yilmaz (SPÖ, "türkischstämmig")
29.9.2013: vorläufiges-Ergebnis (ohne Wahlkarten-Wähler):
SPÖ 27,1%, ÖVP 23,8%, FPÖ 21,4%, Grüne 11,5%, Stronach (Frank) 5,8%, NEOS 4,8%, BZÖ 3,6%, KPÖ 1,0%, Piraten 0,8%, Wandl 0,05%, CPÖ 0,14.%, SLP 0,02%, EUAUS 0,01%, Männerpartei 0,01%.
Die vorläufige Mandatsverteilung:
SPÖ 53, ÖVP 46, FPÖ 42, Grüne 22, Frank 11, NEOS 9.
SPÖ-ÖVP hat demnach wieder die absolute Mehrheit an Mandaten erringen können und kann weiterregieren.
SPÖ-ÖVP-Grüne haben keine 2/3 Mehrheit mehr und können keine EU-Vorgaben mehr im Parlament durchwinken. NEOS haben sich aber schon als Mehrheitsbeschaffer in EU-Fragen angeboten.
29.9.2013: Hochrechnung 18:00 Uhr:
SPÖ 27,1%, ÖVP 23,8%, FPÖ 21,4%, Grüne 11,4%, Stronach (Frank) 5,8%, NEOS 4,8%, BZÖ 3,7%, Piraten ...%, KPÖ ...%, Wandl ...%, SLP ...%, EUAUS ...%, CPÖ ....%, Männerpartei ...%
27.9.2013: letztes Umfrage-Ergebnis
Mandatsvergabe:
Derzeit sind 183 Nationalratsmandate zu vergeben:
vom Jahr 1929 bis 1970 wurden nur 165 Mandate vergeben;
vor 1920 und dann wieder ab 1971 wurden 183 Nationalratsmandate vergeben (Die Erhöhung im Jahr 1971 erfolgte aufgrund der SPÖ-FPÖ Wahlrechtsreform )
1. Vergabe von Grundmandaten:
Grundmandate können nur in einem Regionalwahlkreis in einem Bundesland erreicht werden.
Dabei werden die Mandate je Regionalwahlkreis aufgrund der gültigen Stimmen dividiert durch die Wahlzahl vergeben.
Bei der NR-Wahl zu vergebende Grundmandate je Bundesland (Wahlrecht seit 1992):
Burgenland: 7, Kärnten: 13, Niederösterreich: 37, Oberösterreich: 32, Salzburg: 11, Steiermark: 27, Tirol: 15, Vorarlberg: 8, Wien: 33.
D.h. alle 183 Nationalratsmandate werden im ersten Ermittlungsverfahren auf die Regionalwahlkreise in den Bundesländern zugeordnet.
D.h. es werden 17% (Wien) bis 90% (Osttirol) der gültigen Stimmen in einem Regionalwahlkreis benötigt, damit eine Partei ein Grundmandat schafft.
Es ist noch keine einzige Partei in den Nationalrat nur aufgrund eines Grundmandates in den Nationalrat eingezogen und ohne dabei die bundesweite 4% Hürde zu schaffen. Selbst der Politikstar der 2. Republik - Jörg Haider - verfehlte 2006 das Grundmandat in Kärnten und schaffte mit dem BZÖ den Einzug in den Nationalrat nur aufgrund des Überschreitens der bundesweiten 4% Hürde.
Das extrem unfaire Wahrecht bei der Vergabe der Grundmandate haben SPÖ und ÖVP im Nationalrat und Bundesrat beschlossen.
Rechtsgrundlage: Nationalratswahlordnung § 2 - § 3
2. Vergabe von Mandaten in den Bundesländern nach Landeswahlvorschlägen:
im zweiten Ermittlungsverfahren werden nur mehr jene Parteien berücksichtigt, die entweder im ersten Ermittlungsverfahen ein Grundmandat erreicht haben oder bundesweit die 4%-Hürde übersprungen haben. Es werden je Bundesland die Mandate enstrechend der Formel: Gültige Stimmen durch Wahlzahl aufgeteilt und danach die Anzahl der Grundmandate abgezogen.
Rechtsgrundlage: Nationalratswahlordnung § 2, §100 - § 105
3. Vergabe der Restmandate nach dem Bundeswahlvorschlag:
im dritten Ermittlungsverfahren werden alle noch übrig gebliebenen Mandate nach dem D'Hondt-Verfahren verteilt.
Bei Verwendung des D’hondtschen Höchstzahlverfahrens teilt man die Zahl der erhaltenen Stimmen einer Partei nacheinander durch eine aufsteigende Folge natürlicher Zahlen (1, 2, 3, 4, 5, …, n). Die dabei erhaltenen Bruchzahlen werden als Höchstzahlen bezeichnet. Als Basis dieser Division (Dividend) wird dabei immer die ursprüngliche „Zahl der Stimmen“ herangezogen. Die Höchstzahlen werden danach absteigend nach ihrer Größe geordnet. Die so ermittelte Reihenfolge gibt die Vergabereihenfolge der Sitze an. Es finden so viele Höchstzahlen Berücksichtigung, wie noch Mandate zu vergeben sind.
Rechtsgrundlage: Nationalratswahlordnung § 2, §106 - § 109
Wie ein faires Wahlrecht ausschauen würde, wo jede Stimme gleich viel Wert wäre => www.faireswahlrecht.at
Geschichtlicher Rückblick: Ergebnisse der 2. Republik Österreichs
Nationalratswahl 28. September 2008:
Die an der undemokratische 4% Hürde gescheiterten Parteien schafften in Summe 6,09% der Stimmen. D.h. Ihnen wurden in Summe ca 10 Mandate vorenhalten.
Österreich-Endergebnis der Nationalratswahl 2008 in Mandate je Partei:
2008: SPÖ: 57 ÖVP: 51 FPÖ: 34 BZÖ: 21 Grüne: 20
Bei der Nationalratswahl 2008 bestraften die Wähler die Regierungsparteien ÖVP und SPÖ mit schweren Verlusten: ÖVP (-8,3%) und SPÖ (-6,0%). Diese beide - ehemaligen - Großparteien wollten doch allen ernstes dem Vollmachtgeber Volk eine Volksabstimmung zum EU-Reformvertrag vorenthalten. Aber aber der tägliche Zack zwischen den Koalitionsparteinen SPÖ & ÖVP ging den Österreichern schon ziemlich auf die Nerven.
Großer Wahlsieger Jörg Haider mit dem BZÖ, der fast verdreifacht und HC Strache (FPÖ) der vereineinhalbfachte.
* Wilhelm Molterer (ÖVP) trat einen Tag nach der Wahl zurück. Er hatte die vorverlegte Neuwahl unter dem Motto "Es reicht" initiiert. Am 28. November 2008 wurde Josef Pröll zu seinem Nachfolger gewählt.
* Alexander van der Bellen (Grüne) trat am 3. Oktober 2008 als Bundessprecher zurück. Seine Nachfolgerin wurde Eva Glawischnig-Piesczek.
* Jörg Haider (BZÖ) verstarb - nach offizieller Version - am 11. Oktober 2008 (also nur 3 Wochen nach seinem großen Wahlsieg) bei einem Autounfall. Die Aufarbeitung des mysteriösen Verkehrsunfalls war mehr als dürftig. Deshalb gibt es wilde Spekulation, was tatsächlich zu dem Verkehrsunfall führte. => Jörg Haider
* Werner Faymann (SPÖ) blieb im Amt. Er hatte ja erst kurz zuvor den am 7. Juli 2008 zurückgetretenen Alfred Gusenbauer ersetzt.
Aufgrund der Nationalratswahl 2006 kam es zur Regierung Gusenbauer: 11. Jänner 2007 bis 2. Dezember 2008
Bundeskanzler Alfred Gusenbauer (SPÖ), Vizekanzler Wilhelm Molterer (ÖVP),
SPÖ: 35,3 % ÖVP: 34,3 % Grüne: 11,0 % FPÖ: 11,0 % BZÖ: 4,1%
Matin: 2,8 % KPÖ: 1,0 % NFÖ: 0,2 % SLP: 0,0 %
Durch die Nationalratswahl 2002 gab es keine Änderung: Die ÖVP-FPÖ Koalition wurde verlängert
Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP), Vizekanzler Herbert Haupt (FPÖ) bis 20. Oktober 2003 , Vizekanzler Hubert Gorbach ab 21. Oktober 2003. Dabei verlor die FPÖ fast zwei Drittel ihrer Wähler von 1999 und fiel von 26,9% auf 10,0% der Wählerstimmen zurück. Die Koalition mit der ÖVP wurde dennoch fortgesetzt.
SPÖ: 36,51% ÖVP: 42,30% FPÖ: 10,01% Grüne: 9,47%
LIF: 0,98% KPÖ: 0,56% SLP: 0,08% CWG: 0,04%
Am 7. September 2002 hielt die FPÖ ein außerordentlicher Parteitag in der steirischen Stadt Knittelfeld ab. Das Zerwürfnis vom übermächtigen Jörg Haider mit der amtierenden Parteiobfrau und Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer erreichte seinen Höhepunkt. Am darauffolgenden Tag traten Vizekanzlerin Riess-Passer, Finanzminister Karl-Heinz Grasser und Klubobmann Peter Westenthaler zurück. Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP) nutzte die Chance seines Lebens und erzwang vorgezogenen Neuwahlen, die gegenständliche Nationalratswahl 2002. Dabei hatte sich Wolfgang Schüssel den damals populären Finanzimister Karl Heint Grasser von der FPö geangelt. Die ÖVP vereinhalbfachte sich von 27% auf 42%. Schüssel war bis zur folgenden Wahl 2006 der Star innerhalb der ÖVP.
www.nationalratswahl.at - Wahlergebnisse