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Timestamp: 2018-07-16 13:00:26
Document Index: 281356951

Matched Legal Cases: ['Art. 42', 'BGE', 'Art. 87', 'Art. 87', 'Art. 95', 'Art. 97', 'BGE']

8C_962/2009 11.12.2009
8C_962/2009
Mit unangefochten gebliebener Verfügung vom 1. Februar 2007 wies die IV-Stelle des Kantons Aargau ein Rentengesuch des 1966 geborenen B.________ ab, da kein invalidisierender Gesundheitsschaden vorlag. Am 28. April 2008 meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf einen Bericht des Dr. med. H.________, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 14. April 2008 erneut zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle trat auf diese Neuanmeldung mit Verfügung vom 10. Juni 2008 nicht ein.
Die von B.________ hiegegen erhobene Beschwerde wies das Versicherungsgericht des Kantons Aargau mit Entscheid vom 24. September 2009 ab, soweit es auf sie eintrat.
Mit Beschwerde beantragt B.________, er sei unter Aufhebung der Verfügung und des kantonalen Gerichtsentscheides zu berenten, eventuell sei die Sache zu weiteren Abklärungen an die IV-Stelle zurückzuweisen. Gleichzeitig stellt B.________ ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege.
1.3 Die Vorinstanz ist auf den Antrag des Versicherten auf Ausrichtung einer Invalidenrente nicht eingetreten. Der Beschwerdeführer beantragt vor Bundesgericht erneut, er sei zu berenten, ohne sich jedoch mit dem vorinstanzlichen Nicht-Eintreten auseinanderzusetzen. Auf den Eventualantrag ist somit vorliegend nicht einzutreten (Art. 42 Abs. 2 BGG; vgl. auch BGE 123 V 335 E. 1b S. 337 f.).
1.4 Einzutreten ist demgegenüber auf die Beschwerde, soweit der Versicherte sinngemäss geltend macht, die IV-Stelle sei ihrerseits zu Unrecht nicht auf die Neuanmeldung eingetreten und habe demgemäss zu Unrecht auf weitere medizinische Abklärungen verzichtet.
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird eine neue Anmeldung gemäss Art. 87 Abs. 4 in Verbindung mit Art. 87 Abs. 3 IVV nur dann geprüft, wenn glaubhaft gemacht wird, dass sich der Invaliditätsgrad des Versicherten in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat.
Mit Verfügung vom 1. Februar 2007 wurde ein Rentenanspruch des Beschwerdeführers mangels eines invalidisierenden Gesundheitsschadens verneint. Der Versicherte begründete seine Neuanmeldung vom 28. April 2008 lediglich mit dem Bericht des Dr. med. H.________ vom 14. April 2008. Wie das kantonale Gericht für das Bundesgericht grundsätzlich verbindlich festgestellt hat, finden sich in diesem Bericht keine Hinweise auf eine wesentliche Verschlechterung des Gesundheitszustands des Versicherten zwischen dem 1. Februar 2007 und dem 10. Juni 2008. Was der Beschwerdeführer gegen diese Feststellung vorbringt, vermag sie nicht als offensichtlich unrichtig oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruhend erscheinen zu lassen (vgl. Art. 97 Abs. 1 BGG). Unbehelflich sind insbesondere die Hinweise des Versicherten auf den Untersuchungsgrundsatz; dieser spielt erst dann, wenn eine Verschlechterung des Invaliditätsgrades zumindest glaubhaft gemacht ist (BGE 130 V 64 E. 5.2.5 S. 68 f.). Da die der Verwaltung eingereichten Unterlagen nicht ausreichen, eine solche Verschlechterung auch nur glaubhaft zu machen, ist die Beschwerdegegnerin zu Recht nicht auf die Neuanmeldung eingetreten. Die Verfügung und der kantonale Gerichtsentscheid waren somit rechtens; die Beschwerde ist abzuweisen, soweit auf sie einzutreten ist.