Source: https://www.datensicherheit-rheinmain.de/2014/08/05/bgh-provider-d%C3%BCrfen-ip-adressen-f%C3%BCr-sieben-tage-speichern/
Timestamp: 2019-04-25 15:47:34
Document Index: 356258157

Matched Legal Cases: ['BGH', 'EuG', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH: Provider dürfen IP-Adressen für sieben Tage speichern - externer Datenschutzbeauftragte und IT-Sicherheit Experten
Die Anbieter von Internetdiensten dürfen die IP-Adressen ihrer Kunden für interne Zwecke bis zu sieben Tage lang speichern. Das hat der Bundesgerichtshof in einem am Freitag bekanntgewordenen Urteil entschieden.
Die Vorratsdatenspeicherung bleibt ein heißes Eisen. Die Koalition hat sie nach dem dem Urteil des EuGH vorerst auf Eis gelegt. Jetzt billigt der BGH eine Speicherfrist von sieben Tagen. Das Gericht gab damit der Telekom im Streit mit einem Kunden Recht. Dieser hatte verlangt, dass die IP-Adressen sofort nach dem Ende der einzelnen Internetsitzungen gelöscht werden.
Die Speicherung sei technisch notwendig, um den Internetbetrieb angesichts der vielen Spam-Mails, Spionage- und Schadprogramme sowie anderer Missbräuche aufrechterhalten zu können, hatte die Telekom argumentiert.
Speicherung für eigene Zwecke
Der BGH bestätigte damit ein Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Frankfurt am Main. In dem OLG-Verfahren hatte ein Sachverständiger berichtet, dass monatlich mehr als eine halbe Million Missbrauchsmeldungen bei der Telekom eingingen. Davon stehen demnach 162 000 im Zusammenhang mit Spams. Zuerst hatte "Spiegel online" über das BGH-Urteil berichtet.
Rechtslage in Deutschland unklar
(BGH, Urteil v. 3.7.2014, III ZR 391/13)