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Timestamp: 2019-03-21 23:20:52
Document Index: 132171507

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 123', '§ 1', '§ 4', '§ 4', '§ 1', '§ 1', '§ 4', '§ 4', '§ 1', '§ 1', '§ 4', '§ 4', '§ 1', '§ 1', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 1', '§ 1']

BAG, 13.12.2007 - 2 AZR 818/06 - dejure.org
Anforderungen an eine Kündigungsschutzklage; verhaltensbedingte Kündigung und vorausgegangene Abmahnung
Wirksamkeit einer verhaltensbedingten Kündigung wegen der nicht rechtzeitigen Vorlage von Ergebnisprotokollen über sog. Jahresdurchsprachen bei Großkunden; Soziale Rechtfertigung einer Kündigung aus Gründen des Verhaltens eines Arbeitnehmers; Voraussetzungen an eine Kündigungsschutzklage; Auslegungsfähigkeit einer Klageschrift; Möglichkeit der nachträglichen Zulassung einer Kündigungsschutzklage
Verhaltensbedingte Kündigung und vorausgegangene Abmahnung
Kündigung - Anforderungen an eine Kündigungsschutzklage; verhaltensbedingte Kündigung und vorausgegangene Abmahnung
Abmahnung und Kündigung - immer wieder neu
Kündigungsschutzklage - Welche Angaben nicht erforderlich sind
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BAG v. 13.12.2007, Az.: 2 AZR 818/06 (Anforderungen an eine Kündigungsschutzklage)" von der Redaktion FA, original erschienen in: FA 2008, 183.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BAG vom 13.12.2007, Az.: 2 AZR 818/06 (Kündigungsschutzklage auch ohne ausdrücklichen Feststellungsantrag)" von RA Dr. Alexander Wolff, LL.M., original erschienen in: BB 2008, 1459 - 1460.
ArbG Nürnberg, 19.10.2005 - 4 Ca 1741/05
LAG Nürnberg, 26.07.2006 - 4 (9) Sa 927/05
NJW 2008, 1900
NZA 2008, 589
DB 2009, 1248
AP KSchG 1969 § 4 Nr. 64
Ist der Arbeitnehmer ordnungsgemäß abgemahnt worden und verletzt er dennoch seine arbeitsvertraglichen Pflichten erneut, kann regelmäßig davon ausgegangen werden, es werde auch zukünftig zu weiteren Vertragsstörungen kommen (Senat 13. Dezember 2007 - 2 AZR 818/06 - Rn. 38, AP KSchG 1969 § 4 Nr. 64 = EzA KSchG § 4 nF Nr. 82) .
Ist der Arbeitnehmer wegen gleichartiger Pflichtverletzungen schon einmal abgemahnt worden und verletzt er seine vertraglichen Pflichten gleichwohl erneut, kann regelmäßig davon ausgegangen werden, es werde auch weiterhin zu Vertragsstörungen kommen ( BAG 13. Dezember 2007 - 2 AZR 818/06 - Rn. 38, AP KSchG 1969 § 4 Nr. 64 = EzA KSchG § 4 nF Nr. 82) .
Dabei ist nicht erforderlich, dass es sich um identische Pflichtverletzungen handelt (vgl. BAG 13. Dezember 2007 - 2 AZR 818/06 - Rn. 40, aaO) .
Es reicht aus, dass die jeweiligen Pflichtwidrigkeiten aus demselben Bereich stammen und somit Abmahnungs- und Kündigungsgründe in einem inneren Zusammenhang stehen (BAG 13. Dezember 2007 - 2 AZR 818/06 - Rn. 41, aaO; 16. Januar 1992 - 2 AZR 412/91 - zu B I 2 b bb der Gründe, EzA BGB § 123 Nr. 36) .
BAG, 23.06.2009 - 2 AZR 283/08
Eine Kündigung aus Gründen im Verhalten des Arbeitnehmers iSv. § 1 Abs. 2 KSchG ist sozial gerechtfertigt, wenn der Arbeitnehmer mit dem ihm vorgeworfenen Verhalten eine Vertragspflicht - idR schuldhaft - erheblich verletzt, das Arbeitsverhältnis konkret beeinträchtigt wird, eine zumutbare Möglichkeit anderer Beschäftigung nicht besteht und die Lösung des Arbeitsverhältnisses in Abwägung der Interessen beider Vertragsteile billigenswert und angemessen erscheint (st. Rspr., vgl. Senat 13. Dezember 2007 - 2 AZR 818/06 - Rn. 37, AP KSchG 1969 § 4 Nr. 64 = EzA KSchG § 4 nF Nr. 82; 31. Mai 2007 - 2 AZR 200/06 - zu B II 1 der Gründe, AP KSchG 1969 § 1 Verhaltensbedingte Kündigung Nr. 57 = EzA KSchG § 1 Verhaltensbedingte Kündigung Nr. 71).
Die vergangene Pflichtverletzung muss sich deshalb noch für die Zukunft belastend auswirken (st. Rspr., vgl. Senat 13. Dezember 2007 - 2 AZR 818/06 - Rn. 38, AP KSchG 1969 § 4 Nr. 64 = EzA KSchG § 4 nF Nr. 82; 31. Mai 2007 - 2 AZR 200/06 - zu B II 1 der Gründe, AP KSchG 1969 § 1 Verhaltensbedingte Kündigung Nr. 57 = EzA KSchG § 1 Verhaltensbedingte Kündigung Nr. 71).
Eine negative Prognose liegt vor, wenn aus der konkreten Vertragspflichtverletzung und der daraus resultierenden Vertragsstörung geschlossen werden kann, der Arbeitnehmer werde auch zukünftig den Arbeitsvertrag nach einer Kündigungsandrohung erneut in gleicher oder ähnlicher Weise verletzen (Senat 13. Dezember 2007 - 2 AZR 818/06 - aaO.).
Liegt eine ordnungsgemäße Abmahnung vor und verletzt der Arbeitnehmer erneut seine vertraglichen Pflichten, kann regelmäßig davon ausgegangen werden, es werde auch zukünftig zu weiteren Vertragsstörungen kommen (Senat 13. Dezember 2007 - 2 AZR 818/06 - aaO.).
Denn entscheidend ist, dass der Arbeitgeber nicht mehr erwarten kann, dass sich der Arbeitnehmer künftig vertragsgerecht verhält (BAG v. 12.02.2009 - 2 AZR 603/07, NZA 2009, 894; BAG v. 13.12.2007 - 2 AZR 818/06, NZA 2008, 589; BAG v. 12.01.2006 - 2 AZR 179/05, NZA 2006, 980; BAG v. 27.11.2003 - 2 AZR 692/02 n.v.).
Sie dient der Verobjektivierung der Prognose (BAG v. 13.12.2007 - 2 AZR 818/06, NZA 2008, 589; BAG v. 12.01.2006 - 2 AZR 179/05, NZA 2006, 980).
Erforderlich ist ein Verhalten des Arbeitnehmers, durch das das Arbeitsverhältnis konkret beeinträchtigt wird, eine zumutbare Weiterbeschäftigungsmöglichkeit einer anderen Beschäftigung nicht besteht und die Lösung des Arbeitsverhältnisses in Abwägung der Interessen beider Vertragsteile billigenswert und angemessen erscheint (BAG v. 13.12.2007 - 2 AZR 818/06, NZA 2008, 589; BAG v. 12.01.2006, 2 AZR 179/05, NZA 2006, 980).
Es genügt, dass aus der Klage ersichtlich ist, gegen wen sie sich richtet, wo der Kläger tätig war und vor allem, dass er seine Kündigung nicht als berechtigt anerkennen will (BAG 13. Dezember 2007 - 2 AZR 818/06 - Rn. 20 mwN) .
Die Revision verkennt, dass es im vorliegenden Fall, anders als in dem mit Urteil des Bundesarbeitsgerichts vom 13. Dezember 2007 - 2 AZR 818/06 - entschiedenen Fall, nicht um die Auslegung der Klageschrift geht.
Die fragliche Pflichtverletzung muss sich deshalb noch für die Zukunft belastend auswirken (st. Rspr., Senat 13. Dezember 2007 - 2 AZR 818/06 - Rn. 38, AP KSchG 1969 § 4 Nr. 64 = EzA KSchG § 4 nF Nr. 82;… 31. Mai 2007 - 2 AZR 200/06 - Rn. 15, AP KSchG 1969 § 1 Verhaltensbedingte Kündigung Nr. 57 = EzA KSchG § 1 Verhaltensbedingte Kündigung Nr. 71).
Eine entsprechende Prognose ist berechtigt, wenn aus der konkreten Vertragspflichtverletzung und der daraus resultierenden Vertragsstörung geschlossen werden kann, der Arbeitnehmer werde den Arbeitsvertrag auch künftig erneut in gleicher oder ähnlicher Weise verletzten (…Senat 23. Juni 2009 - 2 AZR 283/08 - Rn. 14; 13. Dezember 2007 - 2 AZR 818/06 - Rn. 38, aaO).
Liegt eine solche Abmahnung vor und verletzt der Arbeitnehmer gleichwohl erneut seine vertraglichen Pflichten, kann regelmäßig davon ausgegangen werden, es werde auch künftig zu weiteren Vertragsstörungen kommen (…Senat 23. Juni 2009 - 2 AZR 283/08 - Rn. 14; 13. Dezember 2007 - 2 AZR 818/06 - Rn. 38, aaO).
ArbG Dessau-Roßlau, 21.03.2012 - 1 Ca 148/11
Kündigung nach Beleidigung des Arbeitgebers durch Betätigung des …
Dabei ist gerade im arbeitsgerichtlichen Verfahren ein großzügiger Maßstab anzulegen (vgl. BAG, Urt. v. 13.12.2007- 2 AZR 818/06 Rz. 29 m. w. N.).
Die insoweit erforderliche negative Prognose weiterer Pflichtverletzungen wäre nur dann zu bejahen, wenn aus der konkreten Vertragspflichtverletzung und der daraus resultierenden Vertragsstörung geschlossen werden könnte, dass die Klägerin den Arbeitsvertrag auch zukünftig erneut in gleicher Weise verletzen werde (vgl. BAG, Urt. v. 13.12.2007 - 2 AZR 818/06 Rnr. 37, AP Nr. 64 zu § 4 KSchG 1969).
Die vergangene Pflichtverletzung muss sich deshalb noch in der Zukunft belastend auswirken (st. Rspr., vgl. zuletzt Senat 13. Dezember 2007 - 2 AZR 818/06 - AP KSchG 1969 § 4 Nr. 64 = EzA KSchG § 4 nF Nr. 82;… 31. Mai 2007 - 2 AZR 200/06 - Rn. 15, AP KSchG 1969 § 1 Verhaltensbedingte Kündigung Nr. 57 = EzA KSchG § 1 Verhaltensbedingte Kündigung Nr. 71).
Außerordentliche Kündigung wegen Arbeitszeitbetruges
LAG Düsseldorf, 19.12.2012 - 7 Sa 603/12
Prozessuale Mitwirkungspflicht des Klägers im Kündigungsschutzrechtsstreit; …
ArbG Bremen-Bremerhaven, 07.04.2010 - 2 Ca 2496/09
Arbeitszeitverletzung; Abmahnung; Betriebsanhörung Kündigung
LAG Rheinland-Pfalz, 08.07.2014 - 7 Sa 135/14
Verhaltensbedingte Kündigung einer Angestellten der Stationierungsstreitkräfte im …
ArbG Koblenz, 30.04.2015 - 5 Ca 2268/14
LAG Köln, 08.03.2012 - 5 Ta 129/11
Prozesskostenhilfe; Anforderungen an einen PKH-Antrag; Konkludente Antragstellung …
LAG Düsseldorf, 12.10.2010 - 16 Sa 804/10
Vorhandensein von Haushaltsmitteln als Wirksamkeitsvoraussetzung für die …
LAG Hamm, 10.02.2014 - 14 Ta 310/13
Entscheidung über Prozesskostenhilfeantrag
LAG München, 15.03.2013 - 10 Ta 50/13
PKH - Übersendung der Erklärung über die persönlichen und wirtschaftlichen …
LAG Hamm, 10.02.2014 - 14 Ta 529/13
LAG Schleswig-Holstein, 01.09.2009 - 5 Sa 112/09
Kündigung, außerordentlich, Umdeutung in fristgemäße Kündigung, …
LAG Hamm, 25.07.2012 - 3 Sa 386/12
Mündlicher Antrag auf Elternzeit
LAG Köln, 22.09.2010 - 1 Ta 240/10
LAG Hamm, 24.06.2009 - 3 Sa 1908/08
Unwirksame verhaltensbedingte Kündigung bei zumutbarer Hinnahme wiederholten …
LAG Sachsen-Anhalt, 05.01.2011 - 2 Ta 191/10
Prozesskostenhilfe - konkludenter PKH-Antrag - Vergleichsmehrwert
LAG Hamm, 28.05.2009 - 8 Sa 113/09
betriebsbedingte Kündigung; Interessenausgleich mit Namensliste; grobe …
LAG Mecklenburg-Vorpommern, 03.12.2012 - 3 Ta 32/12
Auslegung - PKH-Antrag - Widerklage
LAG Nürnberg, 24.01.2014 - 3 Sa 357/13
Fristlose Kündigung wegen unerlaubten Zugriffs auf das Computersystem des …
ArbG Oldenburg, 06.07.2011 - 3 Ca 63/11
LAG München, 10.02.2011 - 2 Sa 726/10