Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=25.02.2014&Aktenzeichen=VI%20ZR%20299/13
Timestamp: 2020-02-25 17:23:43
Document Index: 222745003

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 823', '§ 45', '§ 823', '§ 45', '§ 823', '§ 45', '§ 45', '§ 823', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 25.02.2014 - VI ZR 299/13 - dejure.org
https://dejure.org/2014,7814
BGH, 25.02.2014 - VI ZR 299/13 (https://dejure.org/2014,7814)
BGH, Entscheidung vom 25.02.2014 - VI ZR 299/13 (https://dejure.org/2014,7814)
BGH, Entscheidung vom 25. Februar 2014 - VI ZR 299/13 (https://dejure.org/2014,7814)
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BGB § 823 Abs. 1; StVO § 45 Abs. 2, Abs. 6; Richtlinie für die Sicherung von Arbeitsstellen an Straßen-RSA 95
§ 823 Abs. 1 BGB; §§ 45 Abs. 2, 45 Abs. 6 StVO
§ 823 Abs 1 BGB, § 45 Abs 2 StVO, § 45 Abs 6 StVO, Teil A Nr 1.3.1 Abs 1 RSA, Teil A Nr 1.3.3 Abs 2 RSA
Verkehrssicherung einer Baustelle im Winter: Einrichtung eines Notweges trotz eines auf der gegenüberliegenden Seite vorhandenen Gehwegs
Zur Verkehrssicherung einer Baustelle im Winter
Baustelle - Verkehrssicherung
Erforderlichkeit des Offenthaltens eines Notwegs für Fußgänger im Winter trotz eines auf der gegenüberliegenden Seite vorhandenen Gehwegs in einem Baustellenbereich aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht
Zur Verkehrsicherungspflicht einer Baustelle im Winter; §§ 823 Abs. 1 BGB; 45 Abs. 2, Abs. 6 StVO ; Richtlinie für die Sicherung von Arbeitsstellen an Straßen-RSA 95
Winterliche Verkehrssicherungspflicht an Baustellen; Winterdienst; Schneeglätte; Eisglätte; allgemeines Lebensrisiko
Zur Frage, ob im Baustellenbereich immer ein Notweg für Fußgänger offen zu halten ist
Glatteisunfall - Verletzung der Verkehrssicherungspflicht - Erforderlichkeit eines Notwegs in einem Baustellenbereich bei gestreutem gegenüberliegendem Gehweg
Die Baustelle im Winter - und der Gehweg auf der gegenüberliegenden Straßenseite
Baustellen müssen auch im Winter nicht unbedingt über einen Notweg verfügen
Stadt hat keine Pflicht zur Bereitstellung eines Notwegs zur Umgehung einer Baustelle
Zusätzlicher Notweg an Baustellen?
Keine Pflicht zur Offenhaltung eines Notwegs in einem Baustellenbereich, wenn auf der gegenüberliegenden Straßenseite ein Gehweg vorhanden ist
haerlein.de (Entscheidungsbesprechung)
Wer kann wann wegen Verletzung der Verkehrssicherungspflicht haften?
Bauunternehmer haftet nicht für Glatteisunfall neben gesperrtem Gehweg! (IBR 2014, 348)
LG Itzehoe, 12.12.2012 - 2 O 195/12
OLG Schleswig, 25.06.2013 - 11 U 9/13
NJW 2014, 2104
NZM 2014, 604
NZV 2014, 401
VersR 2014, 642
BauR 2014, 1187
BauR 2014, 1954
Es sind diejenigen Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, die ein verständiger, umsichtiger, vorsichtiger und gewissenhafter Angehöriger des betroffenen Verkehrskreises für ausreichend halten darf, um andere Personen vor Schäden zu bewahren (z.B. BGH, Urteil vom 25. Februar 2014 - VI ZR 299/13, NJW 2014, 2104, 2105 Rn. 8).
Er muss die Maßnahmen ergreifen, die ein umsichtiger und verständiger, in vernünftigen Grenzen vorsichtiger Arbeitgeber für notwendig und ausreichend hält, um andere vor Schäden zu bewahren (vgl. BGH 25. Februar 2014 - VI ZR 299/13 - Rn. 8; 1. Oktober 2013 - VI ZR 369/12 - Rn. 13) .
Daher reicht es aus, diejenigen Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, die ein verständiger, umsichtiger, vorsichtiger und gewissenhafter Arbeitgeber für ausreichend halten darf, um die Arbeitnehmer vor Schäden zu bewahren und die den Umständen nach zuzumuten sind (vgl. zur Verkehrssicherungspflicht BGH 25. Februar 2014 - VI ZR 299/13 - Rn. 9; 1. Oktober 2013 - VI ZR 369/12 - Rn. 14) .
BGH, 05.07.2019 - V ZR 96/18
Keine verschuldensunabhängige Haftung eines Recyclingunternehmens oder des …
Daher reicht es aus, diejenigen Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, die ein verständiger, umsichtiger, vorsichtiger und gewissenhafter Angehöriger der betroffenen Verkehrskreise für ausreichend halten darf, um andere Personen vor Schäden zu bewahren, und die den Umständen nach zuzumuten sind (st. Rspr., vgl. BGH, Urteil vom 25. Februar 2014 - VI ZR 299/13, VersR 2014, 642 Rn. 8 f. mwN).
BGH, 02.07.2019 - VI ZR 184/18
Schadensersatzanspruch aufgrund eines Glatteisunfalls; Umfang der Streupflicht …
Sie entsprechen der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zum Inhalt und Umfang der allgemeinen Verkehrssicherungspflicht (vgl. nur Senatsurteil vom 25. Februar 2014 - VI ZR 299/13, VersR 2014, 642 Rn. 8 f.; BGH…, Urteil vom 19. Juli 2018 - VI ZR 251/17, VersR 2019, 53 Rn. 17 f.; jeweils mwN).
Eine Gefahr kann erst haftungsbegründend werden, wenn sich die naheliegende Möglichkeit ergibt, dass Rechtsgüter anderer verletzt werden (BGH, Urteil vom 25.02.2014, VI ZR 299/13, 2104 [2105] Rn. 9, zitiert Beck-online; von Ungern-Sternberg, in: GRUR 2015, 205 [217], zitiert Beck online).
Der BGH führt in seinem Urteil vom 25.02.2014, Az. VI ZR 299/13 u.a. aus:.
Denn derjenige, der in seinem Verantwortungsbereich eine Gefahrenlage schafft oder andauern lässt, muss alle ihm zumutbaren Maßnahmen und Vorkehrungen treffen, um eine Schädigung anderer zu verhindern (BGH, Urteil vom 25.02.2014 - VI ZR 299/13 = VersR 2014, 642; BGH…, Urteil vom 01.10.2013 - VI ZR 369/12, Rn. 13 = VersR 2014, 78; BGH…, Urteil vom 02.03.2010 - VI ZR 223/09, Rn. 5 = VersR 2010, 544; BGH…, Urteil vom 20.12.2005 - VI ZR 33/05, juris-Rn. 11 = VersR 2006, 420; BGH…, Urteil vom 13.07.1989 - III ZR 122/88, juris-Rn. 10 = VersR 1989, 927).
VGH Hessen, 19.11.2014 - 5 A 969/14
Der Bundesgerichtshof habe in seinem Urteil vom 25. Februar 2014 - VI ZR 299/13 - ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die RSA als untergesetzliche Norm keine verbindliche Regelung der Sorgfaltsanforderungen des Verkehrssicherungspflichtigen darstelle.
Allerdings geben die RSA einen Anhaltspunkt für die Verkehrsanschauung hinsichtlich des Inhalts und des Umfangs der Verkehrssicherungspflicht (BGH, Urteil vom 25. Februar 2014 - VI ZR 299/13 -, NJW 2014, 2104 = NZV 2014, 401; OLG Düsseldorf, Urteil vom 14. Januar 2005 - I - 22 U 81/04 -, DAR 2006, 153 = VersR 2006, 666).
Eine Gefahr kann erst haftungsbegründend werden, wenn sich die naheliegende Möglichkeit ergibt, dass Rechtsgüter anderer verletzt werden (BGH, Urteil vom 25.02.2014, VI ZR 299/13, 2104 [2105] Rn. 9, zitiert Beck-online; von Ungern - Sternberg, in: GRUR 2015, 205 [217], zitiert Beck-online).
7 Eine Gefahr wird für den Verkehrssicherungspflichtigen dann haftungsbegründend, wenn sich für ein sachkundiges Urteil die nahe liegende Möglichkeit ergibt, dass Rechtsgüter anderer verletzt werden (BGH NJW 2014, 2104, 2105).