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Timestamp: 2020-08-05 17:05:27
Document Index: 37892889

Matched Legal Cases: ['§161', '§161', '§ 151', '§ 151', '§150', '§ 151', '§ 151', '§150', '§161', '§161', '§161', '§147', '§ 151', '§ 45', '§ 151', '§148']

Arbeitslosengeld nach Zwischenbeschäftigung (1) | Der Privatier
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Kap. 9.14: Arbeitslosengeld nach einer Zwischenbeschäftigung (1)
Der Privatier Veröffentlicht am 23.Apr.2018 von Privatier 24.Nov.2019
Immer wieder taucht in den Kommentaren die Frage auf, mit welchen Folgen man rechnen muss, wenn man während eines Dispojahres (oder auch während einer Phase, in der man sich vorrübergehend aus dem Bezug von ALG abgemeldet hat) wieder eine Beschäftigung ausüben möchte.
Oftmals wird dabei nach 450€-Jobs gefragt, aber auch nach MIDI-Jobs oder auch nach kurzfristigen Vollzeitjobs. Die Hauptsorge ist dabei immer: Wie wirkt sich eine solche Beschäftigung auf das Arbeitslosengeld aus?
Da es sich bei diesen geplanten Beschäftigungen in der Regel um Jobs handelt, die schlechter bezahlt werden als der frühere Job, besteht eben immer die Sorge, dass dadurch womöglich der ALG-Anspruch gemindert werden könnte.
Das werden wir uns heute einmal näher ansehen und werden dabei zwei Fälle unterscheiden. Vorab aber bereits der Hinweis: Die folgenden Ausführungen beziehen sich nur auf versicherungspflichtige Jobs! Sowohl Mini-Jobs, als auch selbständige Tätigkeiten (ohne ALG-Versicherung) stellen im Hinblick auf den ALG-Anspruch kein Problem dar.
Dies ist eine Regel, die nur dann zur Anwendung kommen kann, wenn man bereits einen (per offiziell festgestellten Bescheid mitgeteilten) Anspruch auf ALG1-Zahlung hat. Typischerweise also in Fällen, in denen sich jemand zunächst arbeitslos gemeldet hat, seinen Anspruch feststellen lassen hat und sich danach wieder abgemeldet hat. Die Regel trifft daher nicht zu, wenn sich jemand innerhalb eines Dispojahres befindet, denn dann gibt es ja noch keinen ALG1-Bescheid.
Was also besagt der Bestandsschutz im Bezug auf einen festgestellten ALG1-Bescheid?
Wir erinnern uns (schon oft erwähnt): Ein festgestellter ALG1-Anspruch hat bis zu vier Jahren Bestand (§161 Abs.2 SGB III). Diese Aussage gilt aber so uneingeschränkt nur, wenn zwischendurch durch erneute Tätigkeiten kein neuer Anspruch entstanden ist. Ein alter Anspruch erlischt nämlich mit dem Entstehen eines neuen Anspruches (§161 Abs.1 S.1 SGB III).
Aber genau an dieser Stelle greift jetzt der sog. Bestandsschutz (siehe § 151 Abs. 4 SGB III ). Dieser besagt, dass sich die Höhe des Arbeitslosengelds nicht ändert, wenn man zwischenzeitlich weniger verdient hat. Der Bestandsschutz gilt aber nur innerhalb von zwei Jahren und zwar nach dem letzten Tag, an dem Leistungen von der Agentur bezogen worden sind.
Zwei kleine Hinweise sollte man aber trotzdem noch berücksichtigen:
Die Höhe des ursprünglichen ALGs kann trotzdem verändert werden, wenn sich zwischenzeitlich die persönlichen Bedingungen geändert haben. Typisches Beispiel wäre die Steuerklasse. Durch den Bestandsschutz ist nämlich nur das Bemessungsentgelt geschützt. Die weitere Umrechnung in das pauschlierte Nettoentgelt und dann in das Leistungsentgelt kann also durchaus abweichen.
Eine weitere Änderung kann sich ergeben, wenn der Arbeitslose künftig nur noch in Teilzeit arbeiten möchte. In diesem Fall wird der alte Anspruch anteilig gekürzt (§ 151 Abs. 5 SGB III ).
Teilzeitvereinbarungen
Während also der oben beschriebene Bestandsschutz „nur“ zwei Jahre Gültigkeit hat, kann man mit einer Teilzeitvereinbarungen auch über noch längere Zeiträume hinzuverdienen, ohne dass dies schädlich ist.
Diese Regelung ergibt sich aus dem §150 Abs.1 S.5 SGB III, in dem der Bemessungsrahmen und der Bemessungszeitraum für den ALG-Anspruch definiert werden. Und unter gewissen Bedingungen werden dabei Teilzeitbeschäftigungen nämlich ganz einfach nicht berücksichtigt und können sich daher nicht auf die Höhe des ALG1 auswirken.
Da es bei diesen Bedingungen einige Dinge zu beachten gibt, möchte ich hier einmal den Originalgesetzestext wiedergeben. Er lautet:
Bei der Ermittlung des Bemessungszeitraums bleiben außer Betracht…
…Zeiten, in denen die durchschnittliche regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit auf Grund einer Teilzeitvereinbarung nicht nur vorübergehend auf weniger als 80 Prozent der durchschnittlichen regelmäßigen Arbeitszeit einer vergleichbaren Vollzeitbeschäftigung, mindestens um fünf Stunden wöchentlich, vermindert war, wenn die oder der Arbeitslose Beschäftigungen mit einer höheren Arbeitszeit innerhalb der letzten dreieinhalb Jahre vor der Entstehung des Anspruchs während eines sechs Monate umfassenden zusammenhängenden Zeitraums ausgeübt hat.
Sofern man die o.g. Bedingungen erfüllt, bietet sich damit also auch eine Gelegenheit, während eines Dispojahres noch etwas hinzuzuverdienen, ohne dass dies für die Höhe des ALG schädlich wäre.
Aber auch hier gelten die o.g. Hinweise hinsichtlich Änderungen, die sich aufgrund persönlicher Verhältnisse ergeben (z.B. Lohnsteuerklasse) und insbesondere was die volle Verfügbarkeit angeht. Gerade im Anschluss an eine Teilzeittätigkeit kann es vorkommen, dass die Agentur weiterhin von einer nur teilweisen Verfügbarkeit ausgeht und den ursprünglichen Anspruch kürzt.
Zur Vorsicht hier noch eine Klarstellung: Bei dem oben Geschriebenen geht es nicht um Beschäftigungen, die während einer Arbeitslosigkeit parallel zum ALG-Bezug ausgeübt werden! Das wäre ein gesondertes Thema, was ich aber hier nicht betrachten möchte.
Es geht oben immer um Beschäftigungen, die vor einer Arbeitslosmeldung bzw. zwischen zwei Phasen mit ALG-Anspruch, ausgeübt werden.
Nachdem ich das jetzt hier alles fertig geschrieben habe und der Eindruck entstehen könnte, dass man mit einem solchen zwischenzeitlichen Job vielleicht einige interessante Gestaltungen realisieren könnte, sind mir gerade erhebliche Bedenken gekommen!
Ich werde mich also hinsetzen und diese Bedenken in einem zweiten Teil dieses Beitrages zusammenfassen. Danach mag dann jeder selber entscheiden, ob dies eine Lösung für ihn ist, oder ob man besser die Finger davon lassen sollte.
Kap. 9.14: Arbeitslosengeld nach einer Zwischenbeschäftigung (2) Kap. 9.3.2.7: Hinweise zum Dispositionsjahr: Krankenversicherung Kap. 9.13: Arbeitsagentur erfindet neue Regeln Kap. 9.3.2.8: Hinweise zum Dispositionsjahr: Rentenversicherung
Veröffentlicht unter Aktuelles,Kap. 9 - Agentur für Arbeit	Verschlagwortet mit § 151 Abs. 4 SGB III,§ 151 Abs. 5 SGB III,§150 Abs.1 S.5 SGB III,§161 Abs.1 S.1 SGB III,§161 Abs.2 SGB III,450€-Jobs,Arbeitslosengeld,Arbeitslosmeldung,Bemessungsentgelt,Bemessungsrahmen,Bemessungszeitraum,Bestandsschutz,Dispojahr,Dispositionsjahr,Hinweise zum Dispojahr,Leistungsentgelt,MIDI-Jobs,pauschlierte Nettoentgelt,Steuerklasse,Teilzeit,Teilzeitbeschäftigungen,Teilzeitvereinbarungen	permalink
Kap. 9.14: Arbeitslosengeld nach einer Zwischenbeschäftigung (1) — 63 Kommentare
Alfons sagte am 23.Apr.2018 um 14:35 :
Ganz so richtig ist der Satz „Ein alter Anspruch erlischt nämlich mit dem Entstehen eines neuen Anspruches (§161 Abs.1 S.1 SGB III)“ nicht.
Zu berücksichtigen ist 147 IV(4): Die Dauer des Anspruchs verlängert sich um die Restdauer des wegen Entstehung eines neuen Anspruchs erloschenen Anspruchs, wenn nach der Entstehung des erloschenen Anspruchs noch nicht fünf Jahre verstrichen sind; sie verlängert sich längstens bis zu der dem Lebensalter der oder des Arbeitslosen zugeordneten Höchstdauer.
D.h. ein alter Anspruch erlischt nicht mit der Entstehung eines neuen (z.B. nach 12monatiger Beschäftigung), sondern der alte Anspruch verlängert die Bezugsdauer des neuen.
Privatier sagte am 23.Apr.2018 um 20:47 :
Naja… ich habe mir die Formulierung mit dem Erlöschen eines ALG-Anspruches durch das Entstehen eines neuen Anspruches ja nicht ausgedacht, sondern genau so steht es im Gesetz!
Und auch der von Dir zitierte §147 SGB III enthält den Hinweis von den erloschenen Anspruch gleich zweimal: „…verlängert sich um die Restdauer des wegen Entstehung eines neuen Anspruchs erloschenen Anspruchs, wenn nach der Entstehung des erloschenen Anspruchs noch nicht fünf Jahre verstrichen sind…“
Es ist schon so: Der alte Anspruch erlischt, wenn ein neuer entsteht. Allerdings kann der bis dahin unverbrauchte Rest auf den neuen Anspruch übertragen werden.
Für die ALG-Dauer spielt es am Ende keine Rolle, ob es der alte oder der neue Anspruch ist, aber rechtlich macht es einen Unterschied.
Thomas sagte am 25.Apr.2018 um 12:43 :
Danke für die schnelle und präzise Antwort! So hatte ich es auch eingeschätzt, werde informieren wie es ausgegangen ist mit AG und Arbeitsamt.
Gruß und Danke für die tolle Homepage TS
Thomas sagte am 24.Apr.2018 um 22:21 :
Hallo hab mal Fragen zu meinem alten ALG Bescheid:
Habe einen Bescheid ohne jegliche Sperrfristen bekommen mit insgesamt 15 Monate! Habe davon 2 Monate den Anspruch / Zahlung erhalten! Anschließend eine neue Beschäftigung angetreten. Dieser Job ist nichts für mich, möchte ihn aufgeben.
Wenn ich ihn kündige bekomme ich eine Sperre für das ALG 1?
Wenn ich einen Aufhebungsbescheid mache bekomme ich eine Sperre für das ALG 1?
Muss ich mich kündigen lassen?
Das neue Arbeitsverhältnis ist höher vergütet!
Gruß und schönen Abend TS
Privatier sagte am 25.Apr.2018 um 11:48 :
Nach meiner Auffassung müsste jede Mitwirkung am Verlust des Arbeitsplatzes eine Sperre beim ALG1 zur Folge haben. Da spielt es dann erst einmal keine Rolle, ob man selber kündigt oder einen Aufhebungsvertrag unterschreibt.
Ein Ausnahme gibt es nur dann, wenn man besondere Gründe vorweisen kann. Dann kann die Agentur von einer Sperre absehen. Welche Gründe das sind, habe ich kürzlich in einem Beitrag erläutert: https://der-privatier.com/kap-9-13-3-arbeitsagentur-lockert-regeln-fuer-sperrfristen/
P.S.: Wenn der AG kündigt, hat dies keine Sperre zur Folge.
Robbe sagte am 18.Jul.2019 um 12:14 :
habe vom 3.März – 30.Juni mein ALG 1 unterbrochen und eine 850€ stelle angenommen.
Mein Arbeitsvernmittler hat mir gesagt, dass ich mich mit meinem ALG 1 nicht verschlechtern kann.
Dazu muss ich nicht mit einer Sperrfrist rechnen, da ich ja schon ALG 1 bekommen habe und diese Beschäftigung eine Unterbrechung ist und das ALG 1 für 4 Monate ruht.
Also habe ich gekündigt. Da ich noch 3 Monate Anspruch auf ALG 1 habe. Ab 1.10 möchte ich studieren.
Jetzt habe ich eine Sperrfrist bis zum 27.09.2019 bekommen.
Ist das alles ´rechtens´? Bzw. habe ich die Möglichkeit einen Widerspruch einzulegen?
Lieben Dank für die Seite
Privatier sagte am 18.Jul.2019 um 16:13 :
Ich habe meinen Kenntnisstand zum Thema „Zwischenbeschäftigungen“ im obigen Beitrag und meine Bedenken (gerade auch im Hinblick auf weitere Kündigungen) im zweiten Teil dieses Beitrages zusammengestellt.
Mein Fazit damals war, dass die Fragen für mich nicht alle vollständig geklärt sind. Und das hat sich inzwischen auch nicht verändert. Heisst: Ich kann die Frage nicht wirklich beantworten.
Vielleicht hat die Frage in einem spezialisierten Forum für Arbeitslose ja mehr Aussicht auf Beantwortung. Dort kennt man sich auch mit Folgen von wechselnden Beschäftigungen oftmals besser aus. Viel Erfolg!
FÜR2012 sagte am 18.Jul.2019 um 18:22 :
die Möglichkeit zum Widerspruch ist wohl gegeben (Frist beachten).
Wer selbst kündigt, muss mit einer Sperre UND Kürzung des ALG1-Anspruches rechnen. Vermeiden lässt sich dies bei „Kündigung aus wichtigem Grund“ (z.B. auf ärztliches Anraten, familiärer Zusammenzug, …); bitte noch selbst recherchieren!
Durch Ihre Tätigkeit vom 3.März – 30.Juni haben Sie eigentlich noch keinen zusätzlichen, neuen Anspruch erworben, somit bleibt auch der bisherige ALG1-Tagessatz vom €-Betrag bestehen (sagte so auch Ihr AfA-Berater).
Ihre zitierten Aussagen vom AfA-Berater werden Sie vermutlich nicht schriftlich vorliegen haben; somit dürfte sich sein „Versprechen“ als für Sie wertlos erweisen.
Tina Meier sagte am 24.Jun.2018 um 14:53 :
o.g. Ausführungen folgende Fragestellung:
Bis zum 28.02.2013 wurde gearbeitet (Firma A). Ab 1.3.2013 arbeitslos. ALG.
Ab 1.7.2014 arbeitet Person X wieder (Firma B, Lohn weniger als Firma A). Ab 1.11.2015 arbeitslos und erhält Arbeitslosengeld nach Bestandsschutz in Höhe von Firma A.
Die Zahlung des Arbeitslosengeldes I endet am 15.07.2016 (Ende der Anspruchsfrist).
Ab 15.04.2017 arbeitet Person X wieder (Firma C, Lohn nochmals weniger als Firma B). Ab dem 31.07.2017 wird Person A wieder arbeitslos.
Ist es in diesem fiktiven Fall ratsam, die Kündigung auf 15.07.2017 vorzulegen damit Person A Bestandsschutz aus Firma A erhält?
Oder greift bei Person X sowieso keinen Bestandsschutz mehr aus Firma A?
Privatier sagte am 24.Jun.2018 um 21:31 :
Auf den ersten Blick würde ich sagen, dass Person X keinen Bestandsschutz aus Firma A hat und zwar gleich aus zwei Gründen:
Erstens ist der Anspruch inzwischen vollständig aufgebraucht und zweitens ist die Zeit längst abgelaufen (s. Beitrag oben).
Aber das Ganze ist auch mehr eine Frage für ein Arbeitslosen-Forum. Solche Konstellationen mit häufigem Wechsel von Beschäftigung und Arbeitslosigkeit sind dort besser aufgehoben und gehören nicht zu den Fragestellungen angehender Privatiers.
FÜR2012 sagte am 24.Jun.2018 um 23:34 :
Hallo Tina Meier,
aus der letzten Tätigkeit von ca. drei bis vier Monaten ergibt sich noch kein neuer Anspruch auf ALG1; somit erübrigt sich die Frage nach Bestandschutz.
HÄTTE!!! Person X noch nicht die kompletten „ALG1-Tage verbraucht“, dann könnte Person X die restlichen ALG1-Tage z.B. noch ab 1.8.2017 aufbrauchen.
Tina Meier sagte am 25.Jun.2018 um 08:17 :
Person X hat die letzte Tätigkeit seit dem 20.04.2017 gearbeitet = 14 Monate. Der Anspruch auf ALG 1 besteht somit.
FÜR2012 sagte am 29.Jun.2018 um 19:27 :
irgendwie ist dann ein Tippfehler in Ihrem Beitrag vom 24.6.18 (bezüglich der Datumsangaben)! Evtl. im letzten Fragesatz???
Thomas sagte am 1.Jul.2018 um 17:20 :
Hallo hab mal fragen zu meiner aktuellen Situation
Habe letztes Jahr eine Kündigung erhalten unter Einhaltung der Kündigungsfrist mit einer angemessenen Abfindung.
Der Bescheid für ALG 1 erfolgte problemlos ohne jegliche sperren und erhielt 2 Monate ALG 1.
Habe eine Beschäftigung am 1 april 18 angetreten und wurde zum 30. Mai 18 gekündigt.
Habe anschließend wieder ordnungsgemäs meinen Antrag auf ALG 1 gestellt und nach 4 tagen meinen neuen Bescheid bekommen.
Der neue Bescheid lautete genau über den gleichen Betrag ohne jegliche sperren. Was schon sehr positiv ist!
Meine Frage / Problem ist jetzt folgendes:
Da ich mittlerweile 55 Jahre alt wurde mir trotzdem nur eine gesamte bezugsdauer von 15 Monaten bewilligt! Gibt es dafür eine Rechtsgrundlage oder sollte ich einen Wiederspruch machen.
Habe leider in den verschiedenen Unterlagen / Beiträgen nichts gefunden….
Diese Homepage ist einfach nur toll und habe schon so viele gute Tips bekommen!
Privatier sagte am 1.Jul.2018 um 21:24 :
Hier geht es um den Unterschied zwischen einem „neuen“ und einem „alten“ Anspruch.
Wäre ein neuer Anspruch auf ALG entstanden, so würde dieser auch auf Basis der Bedingungen zu dessen Beginn festgestellt, also auch mit dem dann gültigen Alter (55 Jahre). Nach nur 2 Monaten Beschäftigung ist aber noch kein neuer Anspruch entstanden. Dazu wären mindestens 12 Monate erforderlich.
Es gibt also keinen neuen Anspruch. Somit kann nur der Rest des alten Anspruchs aufgebraucht werden. Insofern erscheint die Tendenz des neuen Bescheides schon in Ordnung. Warum es genau 15 Monate sind, kann ich nicht sagen. Es sollte der Rest vom letzten Mal sein.
Thomas sagte am 2.Jul.2018 um 09:53 :
Danke für die schnelle Info! Sowas in diese Richtung habe ich leider schon erwartet!
Werde mich in Kürze abmelden für den Rest des Jahres (Steuerliche Gründe).
Richard sagte am 30.Okt.2018 um 19:34 :
ich wundere mich das überall geschrieben wird,das die Bestandsschutzregelung gemäß § 151 SGB III Abs.4 Bemessungsentgelt
in der neuen gesetzlichen Fassung auch keine Bedingung steht, z.B, insofern noch mindestens ein Restanspruch auf Arbeitslosengeld von 1. Tag besteht.
Man stellt sich die Frage, woher die Bedingungen in den gültigen Fassung der nachfolgenden GA entnommen wurden. Historie oder Rechtsprechung oder…
Die GA-ALG-151 SGB III ist so missverständlich das es nicht klar ist, ob bei konkret erschöpftem Leistungsanspruch mit Aufhebungsbescheid und erneutem erworbenen Leistungsanspruch innerhalb der Zweijahresfrist auch der Bestandschutz im Bemessungsentgelt noch gilt?
Das Gesetz gibt das nicht her!
GA 151.4 Bestandsschutz
(1) Die Frist beginnt am Tag vor der Entstehung des Anspruchs und läuft kalendermäßig ab. Mindestens ein Tag der Frist muss mit tatsächlichem Bezug der Leistung (ohne Aufhebung der Bewilligung nach den §§ 45, 48 SGB X) belegt sein; im Übrigen kommt es nicht auf die Rechtmäßigkeit des Bezuges an.
ALG1 Restanspruch mit Bestandschutz Bemessungsentgelt 181 Tage.Anspruch erschöpft am 14.02.2017.Arbeitsaufnahme am 16.02.2017 bis 15.11.2018. Neuer Anspruch 300 Tage mit geringerem Verdienst innerhalb der Frist. Greift hier nun der Bestandschutz aufgrund des Vergleiches des alten Bemessungsgeldes mit dem neuen innerhalb der Frist von 2 Jahren zurück gerechnet nach § 151 SGB III Abs.4 Bemessungsentgelt.
Oder wird der Bestandschutz durch die Ausschöpfung ALG 1 2017 ausgehebelt ????
Wer weiß es sicher? Keine Spekulation! Danke
Privatier sagte am 31.Okt.2018 um 12:57 :
„Wer weiß es sicher? Keine Spekulation!“
Wenn Sie eine rechtssichere Antwort suchen, sollten Sie sich entweder direkt mit der Agentur für Arbeit in Verbindung setzen oder ggfs. einen fachkundigen Anwalt befragen.
Alternativ bietet sich auch an, die Frage einmal in einem spezialisierten Forum für Arbeitslose zu stellen (Link unter „Empfehlungen->Blogs und Foren“, ganz am Ende). In solchen Foren sind oftmals auch Fachleute/Mitarbeiter der entsprechenden Ämter/Institutionen vertreten.
Gregor sagte am 14.Feb.2019 um 16:09 :
Hallo, ich habe eine wirklich wichtige und aktuelle Frage. Ich habe im März 2015 eine neue Arbeitsstelle angefangen. Mein Bruttogehalt mtl. war 5.300€ (zzgl. Weihnachts-,Urlaubsgeld sowie einer Tantieme von 6900€). Im Januar 2017 wurde ich krank und bekam dann noch 6 Wochen Gehalt und dann Krankengeld. Mein Beschäftigungsverhältnis endete am 31.03.2018 und ich meldete mich rechtzeitig arbeitslos. Am 04.04.2018 habe ich ein neues Arbeitsverhältnis angefangen mit einem mtl. Bruttogehalt von 800€. Dieses Arbeitsverhältnis ging bis zum 17.01.2019. Ich habe mich wieder rechtzeitig arbeitslos gemeldet und warte nun auf den Leistungsbescheid. Nach was wird nun mein Arbeitslosengeld berechnet? Ich habe gelesen es gibt so etwas wie eine Bestandschutzregelung?!!. Wäre toll wenn mir hier jemand helfen könnte. Danke
Privatier sagte am 14.Feb.2019 um 18:49 :
“ Ich habe gelesen es gibt so etwas wie eine Bestandschutzregelung?!!. Wäre toll wenn mir hier jemand helfen könnte.“
Genau DAS habe ich ja im obigen Beitrag beschrieben!
Ursula sagte am 19.Jun.2019 um 12:01 :
ich (jetzt 61 Jahre) habe im vergangenen Jahr 3 Monate ALG1 bezogen, danach eine um 4 Wochenstunden reduzierte (mehr waren von Seiten des Arbeitgebers nicht möglich) bei entsprechend geringerem Gehalt,Stelle angetreten, die dann während der Probezeit mit der Arbeitgeberkündigung endete. Das Arbeitsverhältnis hat also lediglich knapp 5 Wochen bestanden. Greift hier der s.g. Bestandsschutz oder muss ich aufgrund der ganz kurzfristig, verringerten Stundenzahl, mit Einbussen bei der Berechnung des Leistungsentgeldes, rechnen. Vielen Dank MfG
Privatier sagte am 20.Jun.2019 um 13:37 :
Das ist ein typischer Fall von Bestandsschutz (wie oben beschrieben), da würde ich mir keine Sorgen um die Höhe des ALG machen. Gilt allerdings nur dann, wenn Sie sich weiterhin für Jobangebote in Vollzeit vermitteln lassen wollen.
Birgit Rosbiegalle sagte am 1.Jul.2019 um 10:12 :
Ich war nur 1 Tag arbeitslos. 1.5 Jahre neuen Job mit weniger Lohn. Jetzt wieder arbeitslos. Arbeitsamt will mir jetzt nur für 1halbes Jahr den Bestandsschutz gewähren. Dann nach dem niedrigen Lohn berechnen. Ist das korrekt?
Privatier sagte am 1.Jul.2019 um 20:02 :
Vielleicht liegt ja auch einfach ein Missverständnis bei der Formulierung der Frage bzw. der Antwort vor??
Denn, nur wenn Sie sich innerhalb des nächsten halben Jahres arbeitslos melden, wird Ihnen der Bestandsschutz gewährt, erfolgt die Meldung danach, wird auf Basis des niedrigeren Lohn berechnet. Oftmals kommt es darauf an, wie man fragt und was der andere versteht…
Jedenfalls bin ich der Auffassung, wenn Sie sich jetzt arbeitslos melden, muss der Bestandsschutz greifen und dieser Anspruch sollte dann auch weiter gültig bleiben.
P.S.: Die unten stehende Frage bzw. Hinweis von FÜR2012 wäre daher schon wichtig!
FÜR2012 sagte am 1.Jul.2019 um 11:38 :
Hallo Birgit Rosbiegalle,
haben Sie denn schon den aktuellen, neuen Bescheid erhalten? Ggf. den Bescheid abwarten.
Manchmal sind die mündlichen Aussagen von Arbeitsamtsachbearbeitern falsch und oft stimmt dann der Bescheid trotzdem!
Jan sagte am 22.Aug.2019 um 09:32 :
ich habe am 03.04.2018 einen bis zum 30.09.2019 befristeten Arbeitsvertrag geschlossen. Es besteht die Möglichkeit einen neuen, dann unbefristeten Arbeitsvertrag zu schließen.Da ich einen höheren Anspruch auf ALG 1 am 02.04.2019 (letzter Tag des Bezugs) hatte als der sich neu ergebende Anspruch aus dem jetzigen Beschäftigungsverhältnis, greift der Bestandsschutz.
Ich werde den neuen Vertrag zum 07.10.2019 in Übereinstimmung mit dem Arbeitgeber schließen.
Es besteht ja grundsätzlich Vertragsfreiheit aber ich vermute, die BA wir eine Sperrzeit wegen dieser Unterbrechung verhängen. (Ich hätte ja die Tätigkeit nahtlos antreten können)
„Rette“ ich auch in der verhängten Sperrzeit meinen erhöhten ALG 1 Anspruch für die nächsten zwei Jahre? Der Anspruch entsteht ja, ruht aber.
Privatier sagte am 22.Aug.2019 um 17:40 :
Sorry, aber ich habe den Fall nicht wirklich verstanden. Ich habe aber ohnehin den Eindruck, dass es sich hier mehr um eine Frage für ein Arbeitslosenforum handelt. Dort kann man sicher besser weiterhelfen.
Thomas W. sagte am 14.Sep.2019 um 21:06 :
zu Beginn des Beitrags wurde auch die geringfügige Beschäftigung, also der 450-Euro Minijob, als Jobvariante für eine Zwischenbeschäftigung angeführt. Meine Frage: Kann ein Minijob denn überhaupt einen neuen ALG-Anspruch entstehen lassen, da dabei ja keine Beiträge in die Arbeitslosenversicherung abgeführt werden? M.E. verhält sich der Minijob an dieser Stelle neutral. D.h., selbst wenn ich ihn 3 Jahre ausübe und danach noch innerhalb der 4-Jahresfrist bin, greift mein alter Anspruch auf ALG1. Oder?
Privatier sagte am 15.Sep.2019 um 20:43 :
Ja, völlig richtig. Die im obigen Beitrag erläuterten Randbedingungen gelten immer nur für versicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse, also nicht für Mini-Jobs.
Sorry, wenn die Eingangsfrage da evtl. zu anderen Schlussfolgerungen verleitet hat.
Süeda Bircan sagte am 28.Nov.2019 um 21:58 :
ich bin 50 Jahre alt (relevant für Dauer des Anspruchs?) und habe ab September 2018 Leistung von der Agentur für Arbeit bezogen, während ich an einer von der Agentur geförderten Aufstiegsweiterbildumg teilgenommen habe. Ende der Weiterbildung 23.04.2019. Bis 14.05.2019 habe ich Arbeitslosengeld bezogen. Ab 15.05. Bis 31.10.2019 habe ich gearbeitet und 490 Euro mehr brutto gehabt als vor der Weiterbildung und ersten Arbeitslosigkeit. Ab 01.11.2019 bin ich arbeitslos gemeldet und bekomme nun weniger ALG1 als zuvor.
Worauf basiert in so einem Fall die Berechnung der Agentur?
Wie lange ist der Gesamtanspruch? Mir wurde nach dem vorigen Leistungsbezug noch ALG1 Anspruch für weitere 7 Monate und ein paar Tage bewilligt. Ist es der Anspruch bei über 50 Jährigen nicht bei 24 Monaten?
8,5 + 7 Monate = 15,5 Monate.
Mit meinem bisherigen Wissens- und Kenntnisstand stimmt hier einiges nicht, aber leider gibt es meines Wissens keine Beratungs-/Anlaufstelle für solche Fragen außerhalb der Agentur für Arbeit.
Vielleicht ist es auch fürs andere hilfreich, wenn Sie mir hierzu Informationen geben können.
S. Bircan
Privatier sagte am 29.Nov.2019 um 08:43 :
Das ist so eine Frage, die eigentlich nur ungerne beantworte, denn einerseits handelt es sich hier um ein reines Arbeitslosenproblem. Und „Der-Privater“ ist kein Arbeitslosenforum und soll auch keines werden. Solche Fragen können an anderer Stelle besser beantwortet werden.
Andererseits fehlen in der Frage eine ganze Reihe von Angaben, so dass ich hier sehr viel raten muss. 🙁
Aber heute habe ich einmal Lust auf ein Rate-Spielchen und darum versuche ich einmal eine Deutung:
Wenn Sie heute 50 Jahre alt sind, so waren Sie zu Beginn der ersten Arbeitslosigkeit im Sept.2018 vermutlich noch keine 50 Jahre. 😉
Wenn ich weiter annehme, dass Sie zuvor mindestens 24 Monate in einem versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis gearbeitet haben, so hätten Sie zu Beginn im Sept.2018 einen Anspruch auf 12 Monate ALG1 gehabt (s. Beitrag: „Alles im Rahmen“ ).
Wenn ich nun weiter annehme, dass es seinerzeit keine Sperre gegeben hat, so sind Sie im Sept.2018 mit einem Anspruch von 12 Monaten in die Arbeitslosigkeit gestartet.
Die nächste Annahme betrifft die Dauer der Weiterbildung: Wenn wir davon ausgehen, dass diese ca. 7 Monate gedauert hat, so sind Ihnen dafür ca. 3,5 Monate von Ihrem ALG1-Anspruch angerechnet worden (immer die Hälfte der Maßnahmendauer).
Wenn Sie nun im Anschluss an die Maßnahme noch einen weiteren Monat ALG bezogen haben, sind damit dann insgesamt: 3,5 + 1 = 4,5 Monate des ursprünglichen Anspruches verbraucht und es verbleiben noch: 12 – 4,5 = 7,5 Monate. Das würde zu Ihrer Aussage „7 Monate und ein paar Tage“ passen.
Die dann anschliessende Beschäftigung von 5-6 Monaten war zu kurz, um einen neuen Anspruch zu erwerben, deshalb kann nur der alte Anspruch weiter verbraucht werden. Es wird also keine neue Berechnung des Bemessungsentgelts oder der Dauer durchgeführt. Weder Ihr höheres Alter, noch der zuletzt höhere Verdienst wirken sich aus.
Wenn Sie aber jetzt trotzdem weniger als vorher bekommen, so gehe ich davon aus, dass sich an Ihren persönlichen Verhältnissen etwas verändert hat. Ich tippe einmal auf einen Wechsel der Steuerklasse. Wenn Sie beim ersten Antrag z.B. in St.Kl.IV gewesen sind und im Laufe der Zeit auf St.Kl.V gewechselt haben, fällt das jetzige ALG niedriger aus.
Soweit mein Erklärungsversuch. Falls ich richtig gelegen habe, wäre es nett, wenn Sie dies kurz bestätigen könnten. Falls nicht, würde ich Sie bitten, Ihre Fragen doch besser in einem Arbeitslosenforum zu stellen. Wenn Sie dort ein paar mehr Angaben machen, kann man Ihnen dort sicher besser helfen.
Stefanie W. sagte am 4.Dez.2019 um 20:33 :
Super hilfreich – lieben Dank! Ich habe eine Frage unabhängig zum Geld (Bestandsschutz), die widersprüchlich beantwortet wird und ich würde mich über eine Antwort freuen: Wenn ich aus der Arbeitslosigkeit eine Projektanstellung für 3 Monate annehmen, verlängert sich dann der Bestandsschutz um 1,5 Monate (also jeweils immer um die Hälfte der Zwischenbeschäftigung)? Sämtliche Beispiele berechnen das so aber immer auf 12 Monate (also 6 Monate Verlängerung) bezogen und ich bin mir nicht sicher, ob es ggf. eine Regelung gibt, dass die Verlängerung erst bei 12 Monaten Zwischenbeschäftigung greift. Ich hoffe das war verständlich ausgedrückt!? Nettonachricht: Ich möchte wissen, ob die die Anspruchszeit (analog zu Weiterbildungen) unabhängig von der Dauer stets um die Hälfte der Zeit verlängert. Danke für die Hilfe!!!
FÜR2012 sagte am 4.Dez.2019 um 22:55 :
Hallo Stefanie W.,
erst nach min. 12 Monaten sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung innerhalb von 24 Monaten erfolgt bei erneuter Arbeitslosmeldung eine Neuberechnung des ALG1.
Annahme: Projektanstellung ist für mich keine AfA-Qualifikation!
Stefanie W. sagte am 5.Dez.2019 um 08:18 :
Herzlichen Dank für die Antwort, d.h. nur noch mal zur Sicherheit: Sowohl Betrag als auch Ende der Laufzeit bleibt unverändert? Hatte gedacht, dass ich die drei Monate, die ich im Projekt angestellt bin und somit auch einzahle, zur Hälfte geltend machen kann. Vor allem der Zeitaspekt ist mir dabei wichtig, denn ich möchte danach gerne gründen … Dankeschön!
Privatier sagte am 5.Dez.2019 um 11:40 :
„Wenn ich aus der Arbeitslosigkeit eine Projektanstellung für 3 Monate annehme…“
Für ist diese Formulierung etwas merkwürdig oder anders gesagt: Mir ist nicht klar, was damit zum Ausdruck gebracht werden soll!
Was ist eine Projektanstellung? Und was heisst „aus der Arbeitslosigkeit“?
Sollte es sich dabei um eine Maßnahme der Arbeitsagentur handeln, die unter dem Überbegriff „Weiterbildung / Eingliederung“ läuft, so gilt man weiterhin als arbeitslos, es wird aber nur die Hälfte der Zeit auf den bestehenden Anspruch angerechnet.
Handelt es sich aber um eine „normale“ befristete Beschäftigung, so ist ja der Status der Arbeitslosigkeit damit erst einmal beendet. Der ALG-Anspruch wird in dieser Zeit nicht verbraucht und nicht verändert. Allerdings wird auch in nur 3 Monaten kein neuer Anspruch erworben. Weder in der Höhe, noch in der Zeit.
Wenn anschliessend wieder ALG beantragt wird, wird also der alte Anspruch unverändert fortgeführt. Unverändert immer nur dann, wenn sich die persönl. Verhältnisse nicht verändert haben.
Togo sagte am 5.Dez.2019 um 12:00 :
“….es wird aber nur die Hälfte der Zeit auf den bestehenden Anspruch angerechnet.“
Das habe ich nicht ganz verstanden. Wie ist das gemeint?
Privatier sagte am 5.Dez.2019 um 17:29 :
Das ergibt sich aus §148 Abs.1 Nr.7 SGB III :
„Die Dauer des Anspruchs auf Arbeitslosengeld mindert sich um jeweils einen Tag für jeweils zwei Tage, für die ein Anspruch auf Arbeitslosengeld bei beruflicher Weiterbildung nach diesem Buch erfüllt worden ist.“
Beispiel: Für ein vierwöchiges Seminar (z.B. Bewerber-Seminar), das die Agentur im Verlaufe einer Arbeitslosigkeit anordnet, vermindert sich der ALG-Anspruch nur um 2 Wochen.
Haase/Pohle sagte am 24.Feb.2020 um 21:50 :
habe im März 2018 einen Arbeitslosengeldbescheid erhalten mit Sperrfrist auf Grund außerordentlicher Kündigung. Klage zum Arbeitsgericht. Ordentliche Kündigung mit Beendigung AV Juli 2018. Ab 01.08. bis 31.08.18 erstmaliger Bezug von Arbeitslosengeld. Es erging ein Änderungsbescheid Aufhebung Sperrfrist und Zahlung Arbeitslosengeld Monat August. Ab 01.09.2018 neue Arbeit mit geringerem Arbeitsentgelt – Kündigung nicht ausgeschlossen. Meine Frage: Wann endet mein Anspruch auf das höhere Arbeitslosengeld aus meinem ersten AV? (31.07.2020 oder?)
Privatier sagte am 25.Feb.2020 um 11:34 :
Im Beitrag oben steht: „Der Bestandsschutz gilt aber nur innerhalb von zwei Jahren und zwar nach dem letzten Tag, an dem Leistungen von der Agentur bezogen worden sind.“
Wenn also der letzte Tag des Leistungsbezuges der 31.08.2018 war, so gilt der Bestandsschutz bis maximal zum 31.08.2020.
Stanislaw Uljanow sagte am 13.Mrz.2020 um 13:13 :
mein Name ist Stanislaw Uljanow. Ein Russe, werden nun Einige sagen.
Nein, bin ein „echter“ Deutscher.
Im April 2017 bin ich mit 57 Jahren zum ersten Mal, nach 35 Jahren, arbeitslos geworden.
War dann bis 31.12.17(8,25 Monate)ohne Anstellung.
Ab dem 1.1.2018 dann wieder eine neue Anstellung für 10 Monate.
Vom 01.11.2018 bis 28.02.2019 (vier ganze Monate)wieder arbeitslos.
Mein Bescheid vom AA ist für 18 Monate ALG1.
Somit müsste ich noch ein „Guthaben“ von 5,75 Monaten besitzen.
Seit dem 01.03.2019 bin ich seit knapp 13 Monaten ohne Unterbrechung angestellt.
Leider werde ich wohl im Mai/Juni 2020(dann nach 15 oder 16 Monaten Arbeit) wiederholt meine Stelle verlieren.(wieder wegen Auftragsmangel!)
Wie lange kann ich dann ALG 1 beziehen ?
18 Monate ? Oder 18 + 5,75 Monate ?
Ich habe so meine Zweifel.
Über eine Antwort freue ich mich sehr.
Schöne Grüße von Stanislaw
eSchorsch sagte am 13.Mrz.2020 um 17:58 :
Die Zweifel sind berechtigt!
Es wird keine 18 Monate ALG1 geben, da hierfür 36 Monate Beschäftigung vorausgehen muß. https://www.lohnsteuer-kompakt.de/fag/0/677/wie_lange_wird_arbeitslosengeld_gezahlt
Sieh also zu, dass wenigstens die 16 Monate Beschäftigung erreicht werden, damit es 8 und nicht nur 6 Monate ALG1 werden.
Das Restguthaben dürft dazu kommen, da noch keine 2 Jahre seit dem letzten ALG1-Bezug liegen.
PS: Verlasse dich nicht auf die Auskunft eines anonymen Ratgebers im Internet. Nur das Arbeitsamt kann da verbindliche Auskunft geben und letzte Zweifel beseitigen. Frage dort an, die sind verpflichtet deine gestellten Fragen zu beantworten! Du bist dort auch kein Bittsteller, sondern ein Versicherter der jahrzehntelang brav seine Beiträge geleistet hat und nun eine Frage zu seinen Leistungen hat.
Stanislaw Uljanow sagte am 14.Mrz.2020 um 14:08 :
Hallo an eSchorsch, an den Privatier und alle anderen Interessierten,
zunächst bedanke ich mich für die guten Ratschläge.
Ja, ich werde auf alle Fälle eine schriftliche Anfrage an das AA stellen, wie das mit der Bezugsdauer wird.
Nun hat mir ein Bekannter noch einen Tip gegeben:
Das AA ist verpflichtet, bei Arbeitnehmern über 50 Jahre, die letzten 60 Monate
zu berücksichtigen. Denn dann hätte ich in den vergangenen fünf Jahren,
47,75 Monate gearbeitet.
Der Bekannte sagte mir aber gleich, das „vergisst“ das AA sehr oft und gerne.
Wisst Ihr etwas darüber ?
Sollte ich in meiner Anfrage an das AA dies gleich so (vor)formulieren ?
Ehrlich liebe Leute, ich gehe lieber schaffen, als mich mit denen vom AA
herum zu schlagen. Von Denen hatte ich nie wirkliche Hilfe bekommen !
Selbst wenn für mich im Arbeitsleben die Arbeitsbedingungen immer schlechter und die Luft immer dünner wird.
Obwohl ich sehr gut im Maschinenbau ausgebildet und weiterqualifiziert bin.
Das interessiert aber keinen Personaler mehr. Die wollen nur noch junge, dümmliche Jasager mit wenig Ansprüchen einstellen.
So meine Erfahrungen, bei über 80(!) Bewerbungen.
Ich freue mich über weitere Rückantworten sehr.
Aber nun wünsche ich uns allen ein erholsames Wochenende.
LG Stanislaw
eSchorsch sagte am 14.Mrz.2020 um 14:56 :
„Das AA ist verpflichtet, bei Arbeitnehmern über 50 Jahre, die letzten 60 Monate zu berücksichtigen.“
Das hat der Bekannte etwas missverständlich ausgedrückt.
Arbeitnehmern über 50 erhalten länger als 12 Monate ALG1, sofern sie in den 60 Monaten vor Beschäftigungsende eine Mindestanzahl an versicherten Monaten erreicht haben, siehe https://der-privatier.com/arbeitslosengeld-alles-im-rahmen/ Diese erreichten Monate nennt man im Amtsdeutsch Anwartschaftszeiten.
Paragraph 143 (2) SGB III verfügt dass diese Anwartschaftszeiten sich nicht überschneiden, sondern die neue AWZ nur soweit zeitlich zurückreicht, bis man auf eine alte AWZ stößt.
Man kann es ganz platt so ausdrücken, nach ALG1 wird die Uhr Anwartschaftszeit auf Null zurückgesetzt. Man muß nach ALG1 wieder neue 36 Monate arbeiten, bevor man 18 neue Monate ALG1 erhält.
Zum AA anfragen: Ich würde das ähnlich wie in deinem ersten Beitrag fragen, aber keine Antwortmöglichkeit vorgeben. Und im Nachsatz fragen, wie es mit dem Restanspruch aus dem „2017er“ ALG1 ist. Also sich möglichst dumm stellen, aber präzise Fragen stellen.
PS: Kundennummer vom alten Bescheid nicht vergessen. Die sollen ihre Energie in die Beantwortung deiner Fragen stecken und nicht in die Suche „wer ist das eigentlich“
Privatier sagte am 14.Mrz.2020 um 17:04 :
Auch diesem Kommentar kann ich nur zu 100% zustimmen. Korrekt.
Stanislaw Uljanow sagte am 22.Mrz.2020 um 13:00 :
gerne würde ich nun über Neuigkeiten berichten.
Leider habe immer noch keine Antwort, bzüglich auf meine Anfrage beim AA erhalten.
Die AA’ter sind wohl zur Zeit völlig überlastet.
Garantiert werde ich, bei neuen Rückmeldungen vom AA,
Euch die Info’s weiter geben.
Privatier sagte am 13.Mrz.2020 um 18:17 :
Ich kann eSchorsch da zustimmen: Je nach Dauer der aktuellen Beschäftigung wird sich der neue Anspruch auf 6 oder 8 Monate belaufen. Der Rest des alten Anspruches sollte dann dazu gerechnet werden.
Renate Münznerich sagte am 16.Mrz.2020 um 13:06 :
Folgende Konstellation (und nachfolgend die Fragebn 1) bis 3):
ALGI-Bezug für 2 Jahre bewilligt (>58 Jahre)
Job angetreten nach 2 Monaten Bezug, d.h. Restanspruch 1 Jahr und 10 Monate bleibt
neuer Job:
– statt 40 nur 30 Stunden pro Woche und damit auch weniger Gehalt
(da weiter Arbeitsweg von >2 Stunden pro Richtung, nicht anders möglich)
– Dauer knapp unter 2 Jahre (im gegenseitigem Einvernehmen, um nicht die Frist für den Bestandschutz zu gefährden)
1) Kann der Bestandsschutz bei Befristung, die knapp unter 2 Jahre liegt, und damit ganz offensichtlich im Einvernehmen so zustande kam, mit Sperrfrist bestraft werden?
2) Ist der lange Arbeitsweg Grund genug, anzuerkennen, dass hier gar keine Vollzeitarbeit von 40 Stunden leistbar wäre, wenn sie allerdings bei der Arbeitssuche momentan und auch nach dieser befristeten Tätigkeit von knapp 2 Jahren sehr wohl wieder angestrebt wird?
3) Hätte generell eine Befristung von 2 Jahren (so wie allgemein oft üblich)zur Folge, dass die Frist für den Bestandschutz überschritten wird? Ich wollte da lieber auf Nummer Sicher gehen. Zumal mit dann 61 Jahren meine Chance auf einen neuen Job doch nicht mehr ganz so hoch wäre…
Privatier sagte am 16.Mrz.2020 um 19:05 :
Zu 1: Befristete Arbeitsverträge können bei Ablauf nicht mit einer Sperre belegt werden. Die Länge spielt dabei keine Rolle.
Zu 2: Kann ich nicht beantworten. Ich nehme aber an, wenn zukünftig weiterhin in Vollzeit gearbeitet werden soll, sollten sich daraus keine Nachteile ergeben.
Zu 3: Ja, mit einer auf exakt zwei Jahre befristeten Anstellung verliert man den Bestandschutz.
FÜR2012 sagte am 16.Mrz.2020 um 21:23 :
Hallo Renate Münznerich,
Nach einer „Zwischenbeschäftigung“ mit z.B. nur 15 Wochenstunden habe ich mich wieder arbeitslos gemeldet.
Bei länger als 12 Monaten Beschäftigung erfolgt eine Neuberechnug für die Anspruchsdauer. Restanspruch und neuer Anspruch werden addiert und ggf. begrenzt (Alter). Dann erfolgt noch der Vergleich „alter Tagessatz“ zu „neuem Tagessatz“; der höhere Wert wird übernommen (2-Jahres-Regel).
Ausschlaggebend bei der Arbeitslosmeldung ist die „gesuchte Arbeitzeit“. Vollzeit bedeutet voller ALG1-Satz; Teilzeit nur anteilig.
Bitte unbedingt selbst in den Gesetzen und Bestimmungen nachlesen. Es kommen immer noch einige weitere Bedingungen hinzu. Diese dürften/ können Sie vermutlich auch erfüllen. Es müssen dann meist immer ALLE Bedingungen erfüllt werden.
Lomi sagte am 6.Apr.2020 um 04:51 :
Hallo. Ich habe 6 Monate bei Job 1 gearbeitet wurde dann arbeitslos habe ein Monat Arbeitslosengeld bekommen da ich einen neuen Job angenommen habe, wo ich weniger verdient habe.und nach 6 Monaten kam wieder eine Kündigung:(
Habe ich das Recht von Job 1 das Arbeitslosengeld zu bekommen? Oder wird das von Job 2 berechnet?
joerg sagte am 6.Apr.2020 um 13:12 :
Hoi! Nach Job 1 hast du einen Anspruch erworben, den hast du schriftlich und der hält vier Jahre.
Privatier sagte am 6.Apr.2020 um 15:38 :
Joerg hat schon korrekt geantwortet. Mehr Details dazu gibt es im Beitrag:
https://der-privatier.com/anspruch-auf-arbeitslosengeld-hat-bis-zu-vier-jahre-bestand/
Lomi sagte am 7.Apr.2020 um 05:47 :
Ja Anspruch schon aber bekomme ich das Geld von Job 1 die 60% oder wird das neu berechnet und ich bekomme von Job 2 wo ich weniger verdient habe die 60% das habe ich nicht verstanden
Sorry und danke für die Antworten
Joerg sagte am 7.Apr.2020 um 10:16 :
Ebenfalls sorry 😂 du hast es schriftlich, in diesem Beitrag erklärt und einen Link oben. UND stehst in regem Kontakt mit dem Amt, welches nicht nur Geld überweist, sondern auch per Telefon oder E-Mail antworten wird. Bedeutet, du hast informiert und erhälst Post (und Geld) zu deinem Anspruch, der gemäß deinen Angaben und der Rechtslage aus deinem erstgenannten Arbeitsverhältnis entstanden ist. Also alles gut.
J.H. sagte am 4.Jun.2020 um 14:01 :
Hallo! Ich freue mich, diese Seite hier gefunden zu haben.
Ich habe da auch ein Problem. dass ich hier versuche kurz darzulegen.
Ich bin 48, habe 22 Jahre in einer firma gearbeitet, dabei in den letzten 7 Jahren durchgängig etwa 2800 Euro brutto verident, bis ich den den Arbeitsplatz verlor. Dann war ich einen Monat Arbeitslos und habe auch Alg bekommen. Dann gab es direkt eine neue Stelle und ich habe sogar mehr verdient. 3000 Euro. Den Arbeitsplatz verlor ich ebenfalls aufgrund einer Pleite zum Ende der Probezeit nach 6 Monaten. Es folgten erneut drei Monate mit AlG in selber Höhe wie zuvor. Anschließend habe ich nun 9 Monate geabteitet für 2650 Euro Brutto, bis auch diese Firma (bdingt durch Corona)zur Aufgabe gezwungen war.
Jetzt wurde für die Berechnung des ALG nur die letzte Stelle mit den 2650 Euro berücksichtigt und dementsprechend fällt nun auch das Alg gering aus. Wenn ich lese, was hier so steht, scheint hier doch etwas nicht zu stimmen, oder? Wäre es möglich, mich hier im kurzen zu erleuchten? Lässt sich mit den Angaben auch ermitteln, wie lange der Anspruch nun bestehen dürfte? Mir wurden nun 6 Monate bewilligt.
Privatier sagte am 4.Jun.2020 um 18:11 :
Wenn ich das alles richtig verstanden habe, habe ich auch Zweifel, inwieweit hier alle richtig berechnet wurde.
Sind Sie sicher, dass Sie im ALG-Antrag die oben erwähnten Zeiten von Beschäftigungen und ALG-Bezug lückenlos angegeben haben?
Sie müssten eigentlich einen neuen Anspruch erworben haben, da Sie in der Rahmenfrist von 30 Monate mehr als 12 Monate an versicherungspfl. Zeiten haben. Daher: Neuer Anspruch=12 Monate.
Auch ein Bestandsschutz sollte noch greifen, da der letzte ALG-Bezug weniger als zwei Jahre zurückliegt.
Ich würde einmal versuchen, mir den aktuellen Bescheid erläutern zu lassen und dabei natürlich die Bedenken vorbringen. Je nach Ergebnis wäre dann u.U. ein Widerspruch angebracht. Insbesondere, was die Dauer angeht. Bei der Höhe wird sich aber kein großer Unterschied ergeben. Die 6 Monate mit den höheren Einkünften finden keine Berücksichtung, da immer nur die letzten 12 Monate berechnet werden.
Mark sagte am 6.Jun.2020 um 15:58 :
Szenario: ich habe ALG 1 Entgelt erhalten auf Basis von Vollzeit während der Zeit in der ich Anspruch erarbeitet habe.
Dann war ich zwischenzeitlich weniger als 2 Jahre Teilzeit(!) beschäftigt (Befristeter Vertrag >1 Jahr, < 2 Jahre). Damit geniesse ich Bestandsschutz.
Wie wird jetzt das neue ALG Entgelt berechnet? Ich möchte jetzt wieder Vollzeit arbeiten, habe aber in der Zwischenzeit wie gesagt nur teilzeit gearbeitet. Wird damit das alte, bestandsgeschützte ALG Entgelt gemäß der Teilzeitvereinbarung gekürzt?
Privatier sagte am 6.Jun.2020 um 16:49 :
Sofern die im Beitrag oben aufgeführten Bedingungen für die Teilzeitbeschäftigung alle erfüllt sind, sollten diese Zeiten nicht berücksichtigt werden und daher ALG in alter Höhe gezahlt werden.
Auch eine Kürzung aufgrund der Teilzeittätigkeit sollte nicht erfolgen, wenn man deutlich machen kann, dass dies zukünftig nicht mehr gewünscht ist.
Mark sagte am 7.Jun.2020 um 09:27 :
Vielen Dank für die schnelle Antwort! Herzlichen Gruß.
ctrader sagte am 7.Jun.2020 um 12:01 :
Ich verstehe die Beiträge oben so, dass eine Zwischenbeschäftigung nur dann genauer zu prüfen ist, wenn Versicherungspflicht bei der Arbeitslosenversicherung besteht. Das sehe ich nicht bei freiberuflicher Tätigkeit, selbstständiger Tätigkeit (z.B. Gewerbe), Minijob (z.B. auch im Privathaushalt) bis 450,- €.
Wie verhält sich das bei einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung im europäischen oder nichteuropäischen Ausland ( z.B. CH) ?
Privatier sagte am 7.Jun.2020 um 12:47 :
Zu allen Fragen, die in irgendeiner Weise das Ausland (oder Ausländer) betreffen, kann ich keine Einschätzung abgeben.
Ramona-M sagte am 29.Jul.2020 um 06:06 :
Ich war ab 16.09.19 arbeitslos und bekam eine ALG-Bescheinigung zu dieser Zeit über 24 Monate.
Zwischenzeitlich war ich vom 01.01. – 31.07.20 wieder in Vollzeit beschäftigt und sogar mit einem höheren Gehalt wie vor dem 16.09.19.
Meine neue ALG-Bescheinigung ab dem 01.08.20 hat denselben Betrag wie die vor der letzten Beschäftigung, obwohl mein Verdienst bei der letzten Beschäftigung höher war.
Bedeutet das, daß dieser höhere Verdienst keine Auswirkung auf das neue ALG hat?
Und die neue Anspruchsdauer sind auch keine 24 Monate mehr, sondern nur 615 Kalendertage.
Wurde dabei die erste Inanspruchnahme des ALG vom 16.09. bis 31.12.19 mit angerechnet?
Privatier sagte am 29.Jul.2020 um 10:59 :
Vorab: Ich habe Ihren Namen etwas abgeändert. Bitte nutzen Sie diesen Namen bei evtl. weiteren Kommentaren. Danke.
Zur Frage: Der (neue) Bescheid der Agentur ist korrekt. Sie haben mit Ihrer zwischenzeitlichen Beschäftigung von 7 Monaten keinen neuen Anspruch auf ALG erworben. Dafür wären mindestens 12 Monate erforderlich gewesen.
Insofern bleibt nur der alte Anspruch, sowohl hinsichtlich der Höhe des Anspruches, als auch von der verbliebenen Restdauer.
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