Source: https://www.hansbeckergmbh.de/kostenstellen/strom
Timestamp: 2020-08-11 19:51:38
Document Index: 114145457

Matched Legal Cases: ['§9', '§9', '§9', '§9', '§9', '§ 9', '§10', '§10', '§55', '§19', '§19']

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Beim Strompreis selbst sind kaum Einsparungen möglich - bei den Zusatzkosten wie Abgaben und Steuern aber schon. Hier erfahren Sie, wie Sie dieses Potenzial nutzen: Z. B. durch den Einsatz von Take-or-pay-Klauseln, Erstattungsanträge für die Stromsteuer oder die Befreiung von den Netzentgelten.
Bündelungsmöglichkeiten nutzen
Eine Bündelung von Abnahmestellen auf wenige Versorger kann Vorteile bei Kunden- und Lieferanten bieten. Das Beschaffungsvolumen je Versorger wird größer, der Verwaltungsaufwand wird verringert und das Vertragsmanagement wird einfacher. Größere Abnahmemengen können zu günstigeren Preisen führen, wobei dies stark von der jeweiligen Abnahmestruktur abhängt. Durch Bündelung besteht die Gefahr, dass Abnahmestellen mit geringem Verbrauch durch größere Abnahmestellen „subventioniert“ werden, d. h. die Preise für die größeren Verbrauchsstellen werden günstiger, während die Preise für die kleinen Abnahmestellen höher werden. Deshalb sollten bei der Ausschreibung beide Varianten angefragt und den Versorgern die Möglichkeit gegeben werden, auch nur einzelne Standorte zur Belieferung anzubieten. Nur so können Sie dann beim Angebotsvergleich die Kosten beider Varianten objektiv vergleichen und darstellen.
Mit der Klausel werden Mindest-/Maximalabnahmemengen pro Jahr fixiert.
Eine klassische TOP-Klausel - beispielsweise 80/120 - bewirkt, dass der vereinbarte Arbeitspreis für eine Abnahmemenge von 80 bis 120 Prozent der vertraglich fixierten Jahresmenge Gültigkeit hat.
Beispiel: Eine fixierte Jahresmenge von 100.000 kWh bedeutet: Es besteht ein Toleranzband von 80.000-120.000 kWh.
Aufgrund des Aufpreises sollte die Klausel nur dann angewandt werden, wenn damit zu rechnen ist, dass bei den Jahresabnahmemengen in zukünftigen Vertragsperioden keine gravierenden Schwankungen auftreten.
Änderung des Stromabnahmeverhaltens prüfen
Durch eine Begrenzung der maximalen Leistungsaufnahme eines Stromverbrauchers können Abnahmespitzen reduziert werden.
Zur Abdeckung von Leistungsspitzen muss der Energieversorger nämlich umgehend Kraftwerkskapazitäten hochfahren, was er sich entsprechend teuer bezahlen lässt. Klären Sie deshalb mit den zuständigen Verantwortlichen ab, ob eine Leistungsbegrenzung möglich wäre.
Änderung der Einspeise-Spannungsebene senkt Netznutzungskosten
Durch den Einsatz eines Transformators beim Abnehmer kann Strom auf höherer Spannungsebene bezogen werden, wodurch sich die Netznutzungskosten deutlich absenken lassen. Die Netznutzungskosten sind umso geringer, je weniger stark ein Energieversorger die Lieferspannung transformieren muss. Klären Sie mit den zuständigen Verantwortlichen ab, ob der Einsatz eines Transformators möglich ist.
Für energieintensive Unternehmen ist es unter gewissen Voraussetzungen möglich, eine Teil- bzw. Kompletterstattung der Stromsteuer zu beantragen. Prüfen Sie, ob Ihr Unternehmen die Voraussetzungen erfüllt. www.zoll.de
Teilerstattung nach §9b Stromsteuergesetz
Ist ein Unternehmen als „Produzierendes Gewerbe“ klassifiziert, kann beim Hauptzollamt (HZA) der Antrag nach §9b Teilerstattung der bezahlten Stromsteuer (Vergütungssatz = 0,513 Cent/kWh) beantragt werden.
Stromverbrauch muss mehr als 12.500 kWh/a betragen
Eine Entlastung wird nur gewährt, wenn der Entlastungsbetrag den Selbstbehalt in Höhe von 250 Euro pro Jahr übersteigt
Ein produzierendes Unternehmen hat einen Jahresstromverbrauch von 1.483.000 kWh. Die Voraussetzungen für eine Teilerstattung der Stromsteuer nach §9b werden erfüllt. Der Erstattungsbetrag wird wie folgt berechnet: 1.483.000 kWh x 0,513 Cent/kWh - 250 € Selbstbehalt = 7.357,79 €
Der Antrag muss beim zuständigen HZA gestellt werden und kann rückwirkend für das vorherige Kalenderjahr gestellt werden (Antragsablauf 31.12. des dem Verbrauch folgenden Jahres). Dem Antrag sind Nachweise für den bezogenen Strom für den Antragszeitraum beizufügen, was am einfachsten durch Kopien der Stromrechnungen zu belegen ist, da hier der Energieversorger die Stromsteuer, die Sie bezahlen mussten, explizit ausweist. Der Antrag kann unter www.zoll.de (Suchbegriff: Formular 1453) heruntergeladen werden.
Es besteht die Möglichkeit, dass bereits im aktuellen Bezugsjahr Anträge (monatlich, quartalsweise, oder halbjährlich) gestellt werden, wobei sich der Mehraufwand nur dann lohnt, wenn die Erstattung für den Erstattungszeitraum entsprechend hoch ist und das HZA dieser Vorgehensweise zugestimmt hat.
Stromsteuerkompletterstattung nach §9a StromStG
Für das produzierende Gewerbe und Unternehmen aus der Land- und Forstwirtschaft kann die bezahlte Stromsteuer komplett erlassen werden, wenn Strom für folgende Prozesse und Verfahren eingesetzt wird:
für die Elektrolyse,
für Erzeugnisse aus Beton, Zement und Gips, keramisch gebundenen Schleifkörpern, mineralischen Isomaterialien, Asphalt, Waren aus Graphit oder anderen Kohlenstoffen, Porenbetonerzeugnissen, mineralischen Düngemitteln zum Trocknen, Brennen, Schmelzen, Erwärmen, Warmhalten, Entspannen, Tempern oder Sintern der vorgenannten Erzeugnisse oder zu ihrer Herstellung verwendeten Vorprodukte,
für Metallerzeugung und -bearbeitung, im Rahmen der Herstellung von Metallerzeugnissen für die Herstellung von Schmiede-, Press- Zieh- und Stanzteilen, gewalzten Ringen, pulvermetallurgischen Erzeugnissen, zur Oberflächenveredelung (z.B. Verchromen, Pulverbeschichtung etc., die hierfür entnommene Menge muss beim HZA durch Zähler o.ä. nachgewiesen werden), zur Wärmebehandlung zum Schmelzen, Erwärmen, Warmhalten, Entspannen oder sonstiger Wärmebehandlung,
für Chemische Reduktionsverfahren.
Diese Einsatzgebiete sind nach §9a definiert.
In einem Unternehmen wird induktiv gehärtet. Für diesen Prozess (Beheizung des Ofens) entsteht ein jährlicher Verbrauch an Strom von 150.000 kWh. Für diesen Prozess ist eine Komplettbefreiung möglich. Das Unternehmen erhält eine Erstattung der Stromsteuer in Höhe von 150.000 kWh x 2,05 Cent = 3.075 €.
Der Antrag auf Komplettbefreiung der Stromsteuer kann rückwirkend für das vorherige Kalenderjahr gestellt werden (Antragsablauf 31.12. des dem Verbrauch folgenden Jahres). Wichtig ist, dass die für den Prozess entnommene Menge Strom dem Hauptzollamt (HZA) nachgewiesen werden muss. Idealerweise durch Zähler, die die verbrauchte Menge des Verfahrens ermittelt. Alternativ kann auch eine Berechnung der verbrauchten Strommenge eingereicht werden.
Außerdem ist dem Antrag eine sogenannte Betriebserklärung beizufügen. In dieser sollten Sie dem HZA die Verwendung des Stroms und eine exakte Beschreibung des Prozesses oder des Verfahrens erklären. Eine Auflistung mit Anzahl, Typ, Hersteller und Anschlusswerten sollte auch beigefügt werden. Desweiteren fordert das HZA meistens auch einen Lageplan, aus dem der genaue Standort der Anlagen ersichtlich ist. Dem Antrag sind Nachweise für den bezogenen Strom für den Antragszeitraum beizufügen, was am einfachsten durch Kopien der Stromrechnungen zu belegen ist, da hier der Energieversorger die Stromsteuer, die Sie bezahlen mussten, explizit ausweist. Den Antrag können Sie unter www.zoll.de (Suchbegriff: Formular 1452) herunterladen.
Für die Strommenge, die anderweitig in Ihrem Unternehmen verbraucht wurde, können Sie zusätzlich einen Antrag auf Teilerstattung nach § 9b StromStG stellen.
Prüfen Sie zudem, ob ein Spitzenausgleich nach §10 StromStG möglich ist.
Spitzenausgleich Strom- und Energiesteuer
Der Spitzenausgleich gemäß §10 StromStG und §55 EnergieStG soll Unternehmen mit hohen Energiekosten entlasten. Als Maßgabe, ob es sich um ein stromintensives Unternehmen handelt, dient die Höhe der vom Unternehmen gezahlten Rentenversicherungsbeiträge.
Bei einem positiven Antrag, wird ein Teil der gezahlten Stromsteuer und Energiesteuer zurückerstattet.
Sogenannte KMU (Unternehmen die weniger als 250 MA/ oder Umsatz kleiner 50 Mio €/ oder Bilanzsumme kleiner 43 Mio €) müssen im Jahr 2013 nachweislich damit beginnen, ein Energieaudit nach DIN EN 16247-2 Stand 09/2013 durchführen zu lassen, dass bis spätestens 31.12.2015 abgeschlossen sein muss.
Als Nachweis für 2013, 2014 und 2015 genügt es nachzuweisen, dass man mit der Einführung begonnen hat. Ab 2016 muss nachgewiesen werden, dass die Auditierung abgeschlossen und von einem zugelassenen Auditor abgenommen ist.
Alternativ hierzu ist es auch möglich, nach DIN EN ISO 50001 ein sogenanntes Energiemanagementsystem einzuführen, was jedoch wesentlich umfangreicher und kostenintensiver ist.
Firmen die bereits nach DIN ISO 14001 (Umweltmanagementsystem) zertifiziert sind, haben die Möglichkeit ein Zusatzmodul Energie zu buchen und sich diesbezüglich zertifizieren zu lassen.
Hier müssen dann ab 2016 branchenspezifische Energieeinsparungen nachgewiesen werden.
Umlagen, Abgaben
Für energieintensive Unternehmen, die als "produzierendes Gewerbe" klassifiziert sind, ist es unter gewissen Voraussetzungen möglich, eine Reduzierung von Umlagen und Abgaben beim Strom zu erzielen.
Folgende Umlagen, Abgaben werden in 2013 berechnet:
Befreiung der Netzentgelte nach §19 StromNEV
Seit 2011 besteht die Möglichkeit für stromintensive Unternehmen (produzierendes Gewerbe) die Netzentgelte zu reduzieren. Es kann eine vollständige Befreiung oder Teilerstattung vereinbart werden.
Folgende Voraussetzung müssen für eine Befreiuung gegeben sein:
Benutzungsstundenzahl von mehr als 7.000 Stunden
und Verbrauch von mehr als 10 GWh
Für eine einmalige, atypische Netznutzung (weicht stark von der geplanten Jahresnutzung ab) kann eine Reduzierung der Netzentgelte beantragt werden. Die Reduzierung ist bis max. 20 Prozent des veröffentlichen Netzentgeltes möglich. Die genaue Höhe bestimmt die Regulierungsbehörde.
Die Beantragung erfolgt über die Bundesnetzagentur gemäß §19 Absatz 2 StromNEV.
Unternehmen (produzierendes Gewerbe) mit energieintensiver Produktion haben die Möglichkeit, eine reduzierte EEG-Umlage zu beantragen.
- Der Stromverbrauch beträgt mehr als 1 GWh/a
- Das Verhältnis der Bruttowertschöpfung zu den Stromkosten beträgt mind.14 %
Sofern die Bedingungen erfüllt sind, muss ein Wirtschaftsprüfer die Daten des Antrags testieren. Der Antrag wird über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (www.BAFA.de) gestellt.
Ausschreibung - Richtigen Zeitpunkt wählen
Eine Ausschreibung kann jederzeit erfolgen, auch dann, wenn Ihr aktueller Vertrag noch eine vergleichsweise lange Restlaufzeit hat.
Sie können z.B. bereits Mitte des Jahres Verträge abschließen, bei denen die Belieferung z. B. erst ab Januar des Folgejahres oder des übernächsten Jahres erfolgt (bis maximal drei Jahre im Voraus).
Berücksichtigen Sie diese Information bei Ihren Überlegungen, insbesondere dann, wenn beispielsweise die Energiepreise an der Börse relativ niedrig sind. Wählen Sie in diesem Fall Vertragslaufzeiten, mit denen Sie sich möglichst lange das niedrige Preisniveau sichern.
Sollten Sie kurzfristig einen Vertrag abschließen müssen, sollten Sie unter Beachtung der genannten Rahmenbedingungen kürzere Vertragslaufzeiten wählen. Kurze Laufzeiten bieten die Möglichkeit, Ihren Bedarf erneut auszuschreiben, wenn die Preise wieder nachgeben. So können Sie sich Preise auf einem eher günstigeren Level sichern.
Eher kürzere Laufzeiten sollten auch dann unbedingt gewählt werden, wenn damit zu rechnen ist, dass ihr Bedarf stark steigen wird, oder sich stark verringern könnte.
Auf keinen Fall sollten Sie sich unter solchen Bedingungen auf die Abnahme von Mindest- / oder Maximalmengen (sogenannte-Take-or-pay-Klauseln) einlassen.
Vertragslaufzeiten und Vorlaufzeiten
Üblich sind Vertragslaufzeiten von 12, 24 oder 36 Monaten.
Beachten Sie unbedingt, dass ein neuer Versorger mindestens sechs bis acht Wochen Vorlaufzeit benötigt, um die Belieferung sicherstellen zu können. Entsteht Ihnen für diese Zeit eine Versorgungslücke, muss gegebenenfalls beim bisherigen EVU Aushilfsenergie zum Grundversorgungstarif bezogen werden, der jedoch deutlich über dem vereinbarten Tarif liegt.
Bedarfsplanung in die Verhandlungen einfließen lassen
Ihren zukünftigen Bedarf ermitteln Sie zum einen anhand der bisherigen Verbrauchszahlen, zum anderen anhand der Prognosewerte.
Fragen Sie die Verantwortlichen aus den Bereichen Betriebs- / Produktionsleitung, Instandhaltung, Facility Management, Vertrieb und Marketing, ob sich Ihr Energiebedarf in der vorgesehenen Vertragsperiode gegenüber dem bisherigen Abnahmeverhalten verändern wird. Gründe hierfür können beispielsweise sein:
Neubau / Anbau / Umbau / Verlagerung / Schließung von Standorten bzw. Abnahmestellen
Nachrüstung von Klimageräten oder Anlagen
Größere / andere Kompressoren-Anlagen
Umstellung von flüssiggasbetriebenen auf batteriebetriebene Gabelstapler
Lassen Sie sich von den jeweiligen Fachabteilungen entsprechende Planungsdaten über die Zeitschiene geben, in der die Veränderungen stattfinden sollen, inklusive einer Abschätzung des Mehr- / Minderverbrauchs und der Leistungszunahme / -abnahme und ggf. der Veränderung der Anschlussleistung.
Festlegen der Art des Stroms
Klären Sie im Vorfeld, ob Sie aufgrund der Unternehmensphilosophie, den Wertvorstellungen in Ihrem Unternehmen oder eines (anstehenden) Ökoaudits zukünftig oder auch aktuell „reinen“ Ökostrom beziehen möchten oder müssen.
Ökostrom bezeichnet Strom, der z. B. aus Wasser- und Windkraft oder Photovoltaik gewonnen wird. Er ist teurer als Strom aus einer Energiemixerzeugung (Gas, Kohle, Atomkraft etc.).
Diese Entscheidung hat direkten Einfluss auf Ihren zukünftigen Strompreis.
Im Rahmen der Verhandlung oder Ausschreibung können Sie erst einmal beide Energiearten anfragen, um so eine zusätzliche Entscheidungshilfe zu bekommen.
Richtigen Beschaffungszeitpunkt wählen
Verfolgen Sie die aktuell an der Energiebörse EEX (www.eex.com) gehandelten Strompreise unter der Rubrik „Phelix Futures". Finden Sie dadurch den optimalen Beschaffungszeitpunkt heraus.
Nach unserer Erfahrung sollte in jedem Fall, spätestens jedoch vor Abschluss eines neuen Vertrages, eine Ausschreibung erfolgen. In diesem Fall ist der Beschaffungszeitpunkt nicht frei wählbar und Sie können somit nicht flexibel auf den derzeitigen Marktpreis reagieren. Trotzdem sollten Sie gemäß der aktuellen Hoch- bzw. Niedrigpreisphase versuchen, anhand von Vertragslaufzeiten die Abnahmeverpflichtungen für Ihr Unternehmen bestmöglich zu steuern.
Ab einem Einkaufsvolumen an Strom von 5 GWh pro Jahr bietet es sich an, den Strom nicht mehr nur komplett für ein Jahr einzukaufen (Vollbezug), sondern in zeitlich versetzten Tranchen zu beziehen. Diese Beschaffungsform wird auch als strukturierte Beschaffung bezeichnet. Im Vergleich zum Vollbezug ergeben sich folgende Vor- und Nachteile:
Risikominimierung, da Strommengen zu unterschiedlichen Bezugszeitpunkten eingekauft werden
Teilweise kann Mehraufwand auch an Energieversorger übertragen werden, allerdings verteuert diese Dienstleistung die Strombezugskosten.
Für die strukturierte Beschaffung gibt es verschiedene Varianten wie der klassische Trancheneinkauf oder das Portfoliomanagement, die unter anderem auch von Energieversorgern als Einkaufsdienstleistung angeboten werden.
Beim Stromeinkauf lohnt es sich, Befreiungsmöglichkeiten von der EEG-Umlage oder stromsparende Umrüstungsmöglichkeiten zu prüfen. Der Beschaffungspreis selbst hängt vor allem vom Beschaffungszeitpunkt ab. Hier finden Sie einen Link zur Energiebörse EEX.
Individulle Benchmarks anfordern
Beschaffungszeitpunkt Stromeinkauf
Um Ihren aktuellen Beschaffungszeitpunkt zu beurteilen, können Sie auf der Website der Energiebörse EEX (www.eex.com) die aktuell gehandelten Strompreise unter der Rubrik Phelix Futures einsehen. Hier finden Sie den aktuellen Preis in der Spalte "Settl. Price". Außerdem können Sie sich über einen Button in der gleichen Zeile die historischen Daten aufrufen. So finden Sie heraus, ob die Beschaffung zum aktuellen Zeitpunkt günstig wäre.
Egal ob Sie eine Ausschreibung oder ein Projekt planen. Gerne sind wir Ihnen bei der Erstellung der notwendigen Unterlagen behilflich. Fragen Sie unverbindlich nach!
Individuelle Vorlagen anfordern
Projektbeispiel: Stromeinkauf Industrie
1.600.000 € p.a.
Aufgabe von Hans Becker war es, den Stromeinkauf für den Kunden zu untersuchen.
Aus Rechnungen, Verträgen und Lastgangprofilen wurde der Strombedarf des Kunden untersucht.
Leistungsabnahme: Die Leistungsabnahme verläuft relativ gleichmäßig. Hohe Lastspitzen treten nicht auf, daher ist ein Lastspitzenmanagement nicht notwendig.
Netzeinstufung: Aus dem Netznutzungsvertrag ist erkennbar, dass der Kunde mit Mittelspannung versorgt wird. Der Kunde besitzt eine Trafostation. Die Netzeinstufung ist damit bereits optimal.
Arbeitspreis: Der Arbeitspreis ist bis Ende des Geschäftsjahres fixiert. Ein neues Angebot des Versorgers für eine Belieferung der nächsten 12 Monate liegt bereits vor.
Stromsteuer und Abgaben: Es wurden auf Kundenseite bereits alle Anträge zur Stromsteuererstattung gestellt. Ein Spitzenausgleich kann nicht erstattet werden, da die Voraussetzungen nicht gegeben sind.
Die Härtefallregelung zur EEG-Abgabe wurde geprüft. Da der Energieverbrauch größer als 14% der Brutto-Wertschöpfung liegt, kann der Kunde von der EEG-Abgabe befreit werden. Die Anträge werden hierzu vorbereitet.
Hans Becker empfahl dem Kunden, eine Neuausschreibung Stromeinkauf für die nächsten 24 Monate durchzuführen.
Es wurde geprüft, ob der Stromeinkauf struktuiert (in Tranchen) oder komplett eingekauft werden soll. Die Geschäftsleitung entschied sich aus Planbarkeitsgründen für den Kompletteinkauf des Strombedarfs. Die Anträge zur EEG-Erstattung wurden beim Netzbetreiber eingereicht.
Hans Becker führte eine Ausschreibung mit dem bestehenden und alternativen Energieversorgern durch.
In Gesprächen zeigte sich, dass das optimale Ergebnis mit einem alternativen Stromanbieter erreicht werden konnte.
Einsparung Stromeinkauf:
Einsparung EEG-Abgabe:
60.000 € p.a.
Alle kaufmännischen und steuerlichen Optimierungsansätze wurden geprüft
Planungssicherheit für 24 Monate
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