Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ%2027,%20306
Timestamp: 2020-02-18 15:10:32
Document Index: 8444193

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 399', '§ 399', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 23.05.1958 - VIII ZR 434/56 - dejure.org
https://dejure.org/1958,409
BGH, 23.05.1958 - VIII ZR 434/56 (https://dejure.org/1958,409)
BGH, Entscheidung vom 23.05.1958 - VIII ZR 434/56 (https://dejure.org/1958,409)
BGH, Entscheidung vom 23. Mai 1958 - VIII ZR 434/56 (https://dejure.org/1958,409)
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BGHZ 27, 306
NJW 1958, 1281
MDR 1958, 600
DB 1958, 709
In diesem Fall tritt der Anspruch auf Gegenleistung aus der Masse an die Stelle des veräußerten Gegenstandes (BGHZ 27, 306, 307 f.) [BGH 23.05.1958 - VIII ZR 434/56].
Das vereinbarte Abtretungsverbot setzt sich auch gegenüber den Vorausabtretungen durch (BGHZ 27, 306, 307 [BGH 23.05.1958 - VIII ZR 434/56]; LAG Düsseldorf, DB 1976, 440 [LAG Düsseldorf 16.10.1975 - 14 Sa 960/75]; MünchKomm-Roth, BGB, § 399 Rz 29; Weber, BGB-RGRK, § 399 Rd. 39); denn die Gehaltsforderung, entsteht aufgrund des Abtretungsausschlusses von vornherein nur als nicht abtretbare Forderung und kann deshalb von der früheren Abtretung nicht erfaßt werden.
Unwirksam ist auch die Verpfändung eines künftigen Rechts, wenn es als nicht übertragbares Recht entsteht (BGHZ 27, 306, 307 f; 77, 274, 276;… BGH, Urt. v. 4. Juni 1959 - VII ZR 42/58, WM 1959, 854).
Hat sich der Vorbehaltsverkäufer z.B. die Forderung gegen den Zweitkäufer im voraus abtreten lassen, so deckt die Ermächtigung nicht eine Veräußerung, bei der die Unabtretbarkeit der Kaufpreisforderung vereinbart wird (BGHZ 27, 306, 309 f [BGH 23.05.1958 - VIII ZR 434/56]; 51, 113, 116 [BGH 28.11.1968 - VII ZR 157/66]m.w.N.).
Den gleichen Standpunkt hat der VIII. Zivilsenat in BGHZ 27, 306 eingenommen.
Darauf, ob eine "unberechtigte" Veräußerung auch dann vorliegt, wenn im vorliegenden Fall der "verlängerte Eigentumsvorbehalt" mangels Bestimmbarkeit der abzutretenden Forderungen nicht wirksam vereinbart sein sollte, wird weiter unten eingegangen (vgl. auch hierzu BGHZ 27, 306 ff).
Das führt dazu, daß trotz der Unwirksamkeit des verlängerten Eigentumsvorbehalts mangels genügender Bestimmbarkeit die sich aus Ziffer 10 Absatz 6 Satz 1 der Lieferungsbedingungen ergebende Ermächtigung des Käufers zur Weiterveräußerung der Ware wirksam bleibt (vgl. auch BGHZ 27, 306, 309).
Die nicht verbotene Abtretung ist wirksam, auch wenn die Bestimmbarkeit der einzelnen Forderung weder zur Zeit der Abtretung noch zur Zeit ihrer Entstehung in jedem Fall gewährleistet ist; es genügt, dass die Forderung individualisierbar ist (BGH BGHZ 27, 306).
Die Rechtsprechung hat dem Gläubiger, dem aufgrund verlängerten Eigentumsvorbehalts die Kaufpreisforderung zusteht, deshalb ein Aussonderungsrecht zugesprochen (BGHZ 27, 306 f. [BGH 23.05.1958 - VIII ZR 434/56]).
BGH, 04.06.1959 - VII ZR 42/58