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Timestamp: 2019-08-19 06:45:22
Document Index: 288379884

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 577', '§ 559', '§ 576', '§ 547', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, Beschluss vom 07.04.2005 - IX ZB 63/03 - openJur
Beschluss vom 07.04.2005 - IX ZB 63/03
BGH, Beschluss vom 07.04.2005 - IX ZB 63/03
openJur 2012, 58769
Auf die Rechtsbeschwerde des Schuldners wird der Beschluß der 3. Zivilkammer des Landgerichts Ravensburg vom 6. Februar 2003 aufgehoben. Die Sache wird zur erneuten Entscheidung, auch über die Kosten des Rechtsbeschwerdeverfahrens, an das Landgericht zurückverwiesen.
Der Gegenstandswert für das Rechtsbeschwerdeverfahren wird auf 300 &euro; festgesetzt.
Das Rechtsbeschwerdegericht hat zunächst von Amts wegen zu prüfen, ob die sofortige Beschwerde statthaft war. Nur dann ist auch die Befugnis zur Rechtsbeschwerde gegeben (BGHZ 144, 78, 82; Beschl. v. 18. September 2003 -IX ZB 75/03, WM 2003, 2344; v. 16. Oktober 2003 -IX ZB 599/02, WM 2003, 2390).
c) Beschlüsse, die der Rechtsbeschwerde unterliegen, müssen den maßgeblichen Sachverhalt, über den entschieden wird, wiedergeben (Senatsbeschlüsse vom 20. Juni 2002 -IX ZB 56/01, NJW 2002, 2648, 2649; v.
5. August 2002 -IX ZB 51/02, WM 2002, 1894, 1895; v. 5. Februar 2004 -IX ZB 29/03, WM 2004, 1686). Denn das Rechtsbeschwerdegericht hat grundsätzlich von demjenigen Sachverhalt auszugehen, den das Beschwerdegericht festgestellt hat (§ 577 Abs. 2 Satz 4, § 559 ZPO). Fehlen tatsächliche Feststellungen, ist es zu einer rechtlichen Überprüfung nicht in der Lage. Ausführungen des Beschwerdegerichts, die eine solche Überprüfung nicht ermöglichen, sind keine Gründe im zivilprozessualen Sinne; sie ziehen die Aufhebung der angefochtenen Entscheidung nach sich (§ 576 Abs. 3, § 547 Nr. 6 ZPO). Der Verfahrensmangel ist von Amts wegen zu berücksichtigen (Senatsbeschluß v. 5. August 2002 -IX ZB 51/02, ZIP 2002, 1695 f; v.
5. Februar 2004 -IX ZB 29/03, ZIP 2004, 1466; BayObLG NZI 2000, 434; OLG Celle NZI 2001, 596; vgl. für die Revision auch BGHZ 154, 99, 101; 156, 97, 596; vgl. für die Revision auch BGHZ 154, 99, 101; 156, 97, 99; 156, 216, 218; Beschl. v. 12. Februar 2004 -V ZR 125/03, WM 2004, 2223, 2224).
Eine Statthaftigkeit der sofortigen Beschwerde kommt nur dann in Betracht, wenn der Schuldner zumindest die erfüllbaren Anforderungen in der gerichtlichen Aufforderung vom 26. September 2002 erfüllt hat (BGH, Beschl. v.
16. Oktober 2003 aaO).
Hinsichtlich der erforderlichen Angaben im Gläubigerund Forderungsverzeichnis sowie im Schuldenbereinigungsplan verweist der Senat auf die Ausführungen in den Beschlüssen vom heutigen Tage in den Parallelsachen IX ZB 129/03 und IX ZB 195/03.
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