Source: http://www.gesetze-rechtsprechung.sh.juris.de/jportal/?quelle=jlink&query=SchulenNatSchGV+SH&psml=bsshoprod.psml&max=true&aiz=true
Timestamp: 2019-05-25 09:48:40
Document Index: 69452081

Matched Legal Cases: ['§ 7', '§ 12', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4']

Gesetze-Rechtsprechung Schleswig-Holstein SchulenNatSchGV SH | Landesnorm Schleswig-Holstein | Gesamtausgabe | Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Schulensee und Umgebung" vom 31. Juli 1986 | gültig ab: 01.01.2003
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Schulensee und...
juris-Abkürzung: SchulenNatSchGV SH
Ausfertigungsdatum: 31.07.1986
Fundstelle: GVOBl. 1986, 185
Gliederungs-Nr: 791-4-77
über das Naturschutzgebiet "Schulensee und Umgebung"
Vom 31. Juli 1986
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Schulensee und Umgebung" vom 31. Juli 1986 01.01.2003
(1) Der Schulensee mit den angrenzenden Landschaftsteilen in der Gemeinde Molfsee, Kreis Rendsburg-Eckernförde, und der Landeshauptstadt Kiel wird zum Naturschutzgebiet erklärt.
(2) Das Naturschutzgebiet wird mit der Bezeichnung "Schulensee und Umgebung" unter Nummer 120 in das beim Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume als oberster Landschaftspflegebehörde geführte Verzeichnis der Naturschutzgebiete eingetragen.
(1) Das Naturschutzgebiet ist rund 69 ha groß und umfaßt Teile der Gemarkung Gaarden, Hammer, Meimersdorf und Molfsee. In der dieser Verordnung als Anlage beigefügten Übersichtskarte, einem verkleinerten Auszug aus der Deutschen Grundkarte, ist die Grenze des Naturschutzgebietes schwarz punktiert dargestellt.
(2) Die Grenze des Naturschutzgebietes ist in der Deutschen Grundkarte im Maßstab 1 : 5.000 rot eingetragen. Die maßgebende Ausfertigung der Karte ist beim Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume als oberster Landschaftspflegebehörde verwahrt. Weitere Ausfertigungen sind beim
- Untere Landschaftspflegebehörde -, 2300 Kiel 1,
Bürgermeister der Gemeinde Molfsee, 2300 Molfsee,
Der Naturschutz für den Schulensee und seine Umgebung soll sicherstellen, daß ein stadtnahes, zusammenhängendes Feuchtgebiet in einem eiszeitlichen Becken des oberen Eidertales erhalten bleibt. Es beherbergt Wasserflächen mit Schwimmblattgesellschaften, ausgedehnte Röhrichte verschiedener Zusammensetzung, artenreiche Hochstaudenfluren, Weidengebüsch, Erlenbrüche, Waldbereiche und Grünländereien. Aufgrund seiner großen Vielfalt ist der Schulensee mit seiner Umgebung Lebensraum und Lebensstätte einer besonders bedrohten zahl- und artenreichen Pflanzen- und Tierwelt. Die Natur ist hier in ihrer Ganzheit zu erhalten und, soweit es zur Erhaltung bestimmter, bedrohter Pflanzen- und Tierarten erforderlich ist, durch planvolle Maßnahmen zu entwickeln und wiederherzustellen.
den See und die Eider mit Wasserfahrzeugen aller Art zu befahren,
im See und in der Eider zu baden oder mit Tauchgeräten zu tauchen,
das Naturschutzgebiet außerhalb von Wegen zu betreten oder mit dem Fahrrad oder Krankenfahrstuhl zu befahren,
im Naturschutzgebiet mit sonstigen Fahrzeugen zu fahren oder außerhalb von dafür bestimmten Wegen zu reiten.
Ackerflächen in vollem Umfang (in der Deutschen Grundkarte im Maßstab 1 : 5.000 und in der Übersichtskarte kariert dargestellt),
beim Inkrafttreten dieser Verordnung als Grünland genutzten Flächen in der bisherigen Art und dem bisherigen Umfang (in der Deutschen Grundkarte im Maßstab 1 : 5.000 und in der Übersichtskarte in waagerechter Schraffur dargestellt),
die ordnungsgemäße forstwirtschaftliche Bodennutzung im Sinne des § 7 Abs. 2 des Landschaftspflegegesetzes der als Wald genutzten Flächen in der bisherigen Art und dem bisherigen Umfang,
die erwerbsmäßige Ausübung der Fischerei in der
bisherigen Art und dem bisherigen Umfang,
der Fischfang mit der Handangel vom Boot aus in der Zeit vom 1. August bis zum 15. März eines jeden Jahres unter Berücksichtigung der Befahrensregelung nach Nummer 9 mit Ausnahme der Eider,
die mit der zuständigen unteren Landschaftspflegebehörde abgestimmte Unterhaltung der der Vorflut dienenden Gewässer nach Maßgabe des § 12 Abs. 2 des Landschaftspflegegesetzes; chemische Stoffe dürfen dabei nicht verwendet werden,
der Betrieb der Wasserversorgungsanlagen der Stadtwerke Kiel AG sowie alle notwendigen künftigen Änderungen und Erweiterungen bestehender Anlagen mit Ausnahme solcher Vorhaben, die nach Wasserrecht erlaubnis-, bewilligungs- oder planfeststellungsbedürftig sind,
das Befahren der Eider und des westlichen Teiles des Schulensees mit kleinen Wasserfahrzeugen ohne Motorkraft mit Ausnahme von Windsurfbrettern (in der Übersichtskarte und in der Deutschen Grundkarte im Maßstab 1 : 5.000 im Punktraster dargestellt; zum Erreichen dieser Wasserflächen ist es den Besitzern der Flurstücke 38/5 und 38/7 der Flur 2 in der Gemarkung Hammer gestattet, den für den Bootsverkehr gesperrten Teil des Schulensees mit dem Ruder- oder Paddelboot auf kürzestem Weg zu durchfahren,
das Baden im westlichen Teil des Sees (in der Übersichtskarte und in der Deutschen Grundkarte im Maßstab 1 : 5.000 im Punktraster dargestellt),
das Betreten und Befahren der eigenen Grundstücke durch die Grundstücksbesitzer oder deren Beauftragte sowie des Naturschutzgebietes durch Personen, die von den zuständigen Behörden dazu ermächtigt worden sind,
(1) Die unteren Landschaftspflegebehörden können im Einzelfall von den Verboten des § 4 Abs. 1 Nr. 10, 11 und 13 bis 17 Ausnahmen zulassen, die nicht zu einer nachhaltigen Störung führen und auch sonst den Schutzzweck nicht beeinträchtigen können.
§ 4 Abs. 1 Nr. 13 den See und die Eider mit Wasserfahrzeugen aller Art befährt,
§ 4 Abs. 1 Nr. 14 im See und in der Eider badet oder mit Tauchgeräten taucht,
§ 4 Abs. 1 Nr. 16 das Naturschutzgebiet außerhalb von Wegen betritt oder mit dem Fahrrad oder Krankenfahrstuhl befährt,
§ 4 Abs. 1 Nr. 17 im Naturschutzgebiet mit sonstigen Fahrzeugen fährt oder außerhalb von dafür bestimmten Wegen reitet.
Verordnung zum Schutze eines Landschaftsteiles im Rendsburg vom 27. Juli 1953 (GVOBl. Schl.-H. S. 91)
Stadtverordnung zum Schutze des Baumbestandes in der Landeshauptstadt Kiel vom 24. Juli 1980 (bekanntgegeben in den Kieler Nachrichten vom 28. Juli 1980)