Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=4%20CN%202.15
Timestamp: 2020-01-29 18:32:42
Document Index: 206816713

Matched Legal Cases: ['§ 47', '§ 133', '§ 13', '§ 47', '§ 47', '§ 3', '§ 61', '§ 47', '§ 47', '§ 47', '§ 47', '§ 47', '§ 47']

BVerwG, 29.09.2015 - 4 CN 2.15 - dejure.org
https://dejure.org/2015,30507
BVerwG, 29.09.2015 - 4 CN 2.15 (https://dejure.org/2015,30507)
BVerwG, Entscheidung vom 29.09.2015 - 4 CN 2.15 (https://dejure.org/2015,30507)
BVerwG, Entscheidung vom 29. September 2015 - 4 CN 2.15 (https://dejure.org/2015,30507)
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Normenkontrollantrag; Präklusion; Einwendung; Einwender; Auslegung; Falschbezeichnung; falsa demonstratio.
§ 47 Abs 2a VwGO, § 133 BGB, § 13 Abs 2 Nr 2 BauGB
Präklusion bei falscher Bezeichnung des Einwenders (§ 47 Abs. 2a VwGO)
Normenkontrollantrag; Präklusion
VwGO § 47 Abs. 2a; BauGB § 3 Abs. 2
BVerwGE 153, 74
NVwZ-RR 2016, 3
ZfBR 2016, 48
Die Norm gilt auch für nach § 61 Nr. 1 VwGO beteiligungsfähige Personengesellschaften (BVerwG, Urteil vom 29. September 2015 - 4 CN 2.15 - BVerwGE 153, 74 Rn. 8).
Der vom Antragsgegner hierzu zitierte Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts vom 29. September 2015 (4 CN 2.15) steht dem nicht entgegen.
Ähnlich der Regelung zur prozessualen Präklusion bei Normenkontrollen (§ 47 Abs. 2a VwGO) soll nur derjenige den Rechtsbehelf erheben können, der durch seine Beteiligung im Verwaltungsverfahren seinen Abwehrwillen zum Ausdruck gebracht hat (vgl. zu § 47 Abs. 2a VwGO: BVerwG, Urteil vom 29. September 2015 -4 CN 2.15-, NVwZ-RR 2016, 3, Rn. 9f [prozessuale Präklusion auch bei sich aufdrängenden Einwendungen]).
Die Antragsbefugnis muss nach § 47 Abs. 2 Satz 1 VwGO für den jeweiligen Antragsteller bestehen (vgl. BVerwG…, Urteil vom 29. Juni 2015 - 4 CN 5.14 - Buchholz 310 § 47 VwGO Nr. 200 Rn. 9; zu § 47 Abs. 2a VwGO a.F. BVerwG, Urteil vom 29. September 2015 - 4 CN 2.15 - BVerwGE 153, 74 Rn. 15).
Auf die von der Antragsgegnerin aufgeworfene Frage, ob das Einwendungsschreiben vom 27.10.2015 die Antragstellerinnen als Urheberinnen erkennen lässt (vgl. zum rechtlichen Maßstab insoweit BVerwG, Urt. v. 29.09.2015 - 4 CN 2.15, BVerwGE 153, 74 ff.), kommt es nicht an.
Unerheblich ist in diesem Zusammenhang, ob die unterlassenen Einwendungen der Gemeinde bekannt waren oder sich ihr zumindest hätten aufdrängen müssen und ob sie sich gegebenenfalls von sich aus mit ihnen auseinandergesetzt hat (vgl. BVerwG…, Urteil vom 18. November 2010 - BVerwG 4 CN 3.10 -, BVerwGE 138, 181, juris Rn. 9;… Beschluss vom 27. Mai 2013 - BVerwG 4 BN 28.13 -, BRS 81 Nr. 73, juris Rn. 5; Urteil vom 29. September 2015 - BVerwG 4 CN 2.15 -, juris Rn. 10).
b) Der Eintritt der Rechtsfolge des § 47 Abs. 2a VwGO hängt zusätzlich davon ab, dass die Auslegung des Planentwurfs und die ortsübliche Bekanntmachung ihres Orts und ihrer Dauer ordnungsgemäß erfolgt sind (BVerwG, Urt. v. 29.9.2015 - 4 CN 2.15 - NVwZ-RR 2016, 3;… Urt. v. 18.11.2010 - 9 CN 1.02 -BVerwGE 117, 209).
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