Source: https://www.verbraucherfinanzen-deutschland.de/kapitalanlage/sparpl%C3%A4ne/
Timestamp: 2020-07-07 06:08:35
Document Index: 188937154

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Verbraucherfinanzen-Deutschland.de - Sparpläne
Es war kein gutes Jahr für Prämiensparer: So wurden allein in 2019 mehr als 200.000 Sparkassenkunden aus ihren Sparverträgen gedrängt. Das ist das Ergebnis einer Auswertung des Verbraucherportals biallo.de unter knapp 1.300 Banken und Sparkassen. Spitzenreiter in Sachen Kündigung ist Bayern. Nirgendwo sonst in der Republik haben so viele Sparkassen Prämiensparverträge gekündigt wie im Freistaat, nämlich 34 Geldhäuser. Zum Vergleich: Auf den weiteren Plätzen folgen Niedersachsen mit 13 und Nordrhein-Westfalen mit sieben Sparkassen. Seit Beginn der Kündigungswelle im Jahr 2015 haben insgesamt mehr als 90 Sparkassen Kündigungen verschickt.
Kündigung frühestens nach Erreichen der höchsten Prämienstaffel möglich
Mit der Kündigung von Prämiensparverträgen durch eine Sparkasse hat sich der Bundesgerichtshof am 14. Mai 2019 befasst. In diesem Fall hatten Sparer gegen die Kündigungen ihrer "S-Prämiensparen flexibel"-Sparverträge der Kreissparkasse Stendal in Sachsen-Anhalt geklagt. Eine feste Laufzeit oder eine Mindestlaufzeit wurde in den Sparverträgen nicht vereinbart. Der BGH vertritt hier folgende Auffassung: Verträge können wirksam gekündigt werden, sobald die höchste Prämienstufe erreicht wurde und in den Verträgen nichts anderes vereinbart worden ist. Im verhandelten Fall galt eine Prämienstaffel, die vom 3. bis zum 15. Sparjahr steigende Prämien vorsieht. Nach Ablauf des 15. Jahres ist die höchste Prämienstaffel in Höhe von 50 Prozent des Jahressparbeitrages erreicht. Sobald diese mindestens einmal ausbezahlt worden sei, könne die Sparkasse den Sparvertrag kündigen. So urteilte der BGH.
Prämiensparverträge waren bei Sparkassen und Sparern über viele Jahre beliebt. Für die Sparkassen waren sie eine gute Möglichkeit sich zu günstigen Konditionen mit Kapital zu versorgen, für den Sparer waren besonders die vereinbarten Prämienzahlungen lukrativ. Dementsprechend wurden Prämiensparverträge oft auch mit langen Laufzeiten von 25 Jahren oder mehr vereinbart. Es gibt auch Sparverträge mit einer Laufzeit von 1188 Monaten, sprich 99 Jahren.
Waren die Sparkassen an Prämiensparverträgen mit langen Laufzeiten interessiert, um sich langfristig mit Kapital einzudecken, sind sie heute für sie zum Ballast geworden. Aufgrund der anhaltend niedrigen Zinsen sind sie für die Sparkassen nicht mehr wirtschaftlich. Immer mehr Sparkassen versuchen deshalb ihre Prämiensparverträge loszuwerden und verschicken Kündigungen an ihre Kunden.
Die Entscheidung des BGH bezog sich zudem auf unbefristete Prämiensparverträge. „Bei befristeten Sparverträgen dürfte ein Kündigung vor dem Ende der Laufzeit ebenfalls nicht möglich sein. Denn dann würden dem Sparer, ähnlich wie bei Kündigungen vor Erreichen der höchsten Prämienstaffel, die Bonuszahlungen entzogen. Wurde in den Verträgen vereinbart, dass die höchste Prämienstufe über mehrere Jahre ausgezahlt wird, dürfte auch das einer Kündigung im Wege stehen“, so Rechtsanwalt Diler.
Studie zum Weltspartag: Über Kosten wissen die deutschen Sparer fast nichts
Die Spar-Zinsen sind niedrig, das Finanzwissen der Deutschen zu Geldanlage-Kosten ist aber geradezu unterirdisch. Das ergab eine GfK-Studie im Auftrag des Finanzdienstleisters Rentablo zum Weltspartag (30.10.). Die Sparer verschenken so jedes Jahr mehrere Milliarden Euro, lautet das Fazit, denn einige Kosten bei der Geldanlage ließen sich vermeiden.
Kennen Sie in etwa die monatlichen Kosten Ihres Girokontos? Bei dieser Frage fühlte sich die Mehrheit der Deutschen noch auf der sicheren Seite. Drei von vier Befragten (76 %) bejahten die Frage, die ihnen von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) Anfang Oktober gestellt wurde. Aber schon bei den sonstigen Gebühren eines Girokontos, etwa für Bar-Abhebungen oder SMS für den TAN-Versand beim Online-Banking, war nur noch jeder Dritte (35 %) der Meinung, die Kosten in etwa zu kennen. Die Kaufnebenkosten und die laufenden Kosten einer eigenen Immobilie waren laut Umfrage immerhin noch etwa jedem Vierten vertraut, die laufenden Kosten eines Wertpapierdepots noch fast jedem Fünften (s. Tabelle Top 5).
Lebensversicherung, Investmentfonds: Die großen Unbekannten bei den Kosten
Ansonsten aber ist das Finanzwissen rund um die Kosten der Geldanlage so mies wie das aktuelle Zinsniveau. Die Abschlussprovisionen von Lebensversicherungen (11 %), Rentenversicherungen (9 %) oder Investmentfonds (9 %) kennt nach eigener Einschätzung nur etwa jeder Zehnte. Etwas besser sah es bei den Abschlussprovisionen von Bausparverträgen (15 %) aus. Die Bestandsprovisionen von Lebens- und Rentenversicherungen sowie Investmentfonds kennt hingegen laut Umfrage fast niemand auch nur annähernd (s. Tabelle Flop 5).
„Dabei können gerade Fonds-Sparer ihre Rendite deutlich verbessern, indem sie sich Abschluss- und Bestandsprovisionen erstatten lassen“, sagt André Rabenstein, Geschäftsführer von Rentablo. „Während der Gesetzgeber den Kunden von Lebens- und Rentenversicherungen die Provisionserstattung leider verwehrt, ist sie beim Fondssparen erlaubt“, so Rabenstein, der mit Rentablo selber ein solches Cash-Back-Programm anbietet.
Bestandsprovision Fonds: 5 Milliarden Euro jedes Jahr
Ein Rechenbeispiel: Etwa die Hälfte der jährlichen Fonds-Verwaltungsvergütung resultiert aus Bestandsprovisionen, die an den Vermittler fließt – egal, ob er für den Fondssparer etwas getan hat oder nicht. Derzeit haben die Deutschen laut Bundesverband Investment und Asset Management (BVI) gut eine Billion Euro in offenen Publikumsfonds angelegt. Wird 0,5 Prozent als durchschnittliche Bestandsprovision zu Grunde gelegt, ergibt das 5 Milliarden Euro jährliche Bestandsprovision, die die Rendite der Fondssparer mindert.
Wie die GfK-Studie zeigt, wissen die Deutschen davon und von den anderen Kosten der Geldanlage kaum etwas. Auffällig dabei: Generell sind Männer deutlich besser informiert, so jedenfalls ihre eigene Einschätzung. Beispiel Girokonto: Während 81 % der Männer angaben, die Kosten in etwa zu kennen, waren es nur 72 % der Frauen, was zu dem gemischten Wert von 76 % führte. „Dass Frauen unsicherer bei den Kosten sind, zieht sich durch die gesamte Studie“, so Rentablo-Geschäftsführer Rabenstein. „Es könnte aber auch sein, dass Frauen vorsichtiger ihre eigenen Kenntnisse einschätzen.“
Selbstständige überdurchschnittlich informiert
Weit überdurchschnittlich erklärten Selbstständige sowie Befragte mit einem Haushaltseinkommen von über 3.000 Euro pro Monat, sie würden die Kosten der Geldanlagen in etwa kennen. So meinte in diesen Gruppen immerhin jeder Zweite, er oder sie würden die Erwerbskosten und laufenden Kosten einer Immobilie in etwa kennen. Bei Abschluss- oder Bestandsprovisionen würde das nicht mal jeder Fünfte aus diesen Gruppen von sich sagen.
Studien-Initiator André Rabenstein rät mit Hinblick auf den anstehenden Weltspartag zu mehr Finanzbildung: „Wer sparen will, sollte schon bei den Kosten der Geldanlage mit dem Sparen anfangen. Denn: Ein gesparter Kosten-Euro ist genauso viel wert wie ein Rendite-Euro.“
So viele Sparer kennen Geldanlage-Kosten:
1. Girokonto (Monatliche Grundgebühr): 76%
2. Girokonto (Sonstige Gebühren): 35%
3. Immobilien (Kaufnebenkosten): 26%
4. Immobilien (Laufende Kosten): 27%
5. Depot (Monatliche Grundgebühr): 17%
1. Bestandsprovisionen Rentenversicherung: 6%
2. Bestandsprovisionen Investmentfonds 7%
3. Bestandsprovisionen Lebensversicherung 8%
4. Abschlussprovisionen Investmentfonds 9%
5. Abschlussprovisionen Rentenversicherung 9%
* Prozentwerte kaufmännisch gerundet.
Quelle: GfK-Studie 2019 KW40-SI im Auftrag von Rentablo.de
Prämiensparen -Stadtsparkasse München kündigt tausenden Sparern
Tausende treue Kunden der Stadtsparkasse München haben unschöne Post von ihrer Stadtsparkasse erhalten. Die Stadtsparkasse München kündigt zum Jahresende tausenden von Kunden die Sparverträge „Prämiensparen flexibel“.
Prämiensparverträge aus den 90er Jahren
Insbesondere in den 90er Jahren warb die Stadtsparkassen mit Sparverträgen, die mit Extrazinsen und Prämien versehen waren, die über die Vertragsjahre angestiegen sind. Teilweise erhalten Kunden heute bis zu 50 % p.a. Zinsen.
Niedrigzinsphase belastet Sparkassen und Banken
Die anhaltende Niedrigzinsphase belastet die Kreditinstitute nach wie vor. Sind Banken und Sparkassen in Kundenverträgen gebunden, die für Sparer vergleichsweise hohe Zinsen und Prämien erbringen, wird dies für die Geldinstitute nun teuer. Sie suchen daher nach Möglichkeiten sich von diesen Verträgen zu trennen. In der Vergangenheit haben Sparkassen bereits ähnliche Sparverträge versucht zu beenden, wie z.B. die sog. Scala-Verträge.
Kündigung der Sparkasse nur unter bestimmten Voraussetzungen – BGH-Urteil kein Freibrief für Geldinstitute
Eine Kündigung solcher Sparverträge die ist jedoch nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Geldinstitute können sich nicht pauschal auf das Niedrigzinsniveau berufen und damit die Kündigung begründen, weiß Fachanwältin Dr. Andrea Winter von der Kanzlei WinterWotsch in München. Der BGH hat in seinem aktuellen Urteil vom 14.05.2019 (Az. XI ZR 345/18) zwar die anhaltende Niedrigzinsphase als sachgerechten Grund für eine Kündigung durch eine Sparkasse angesehen. Dies gilt aber nur, wenn das letzte Sparjahr, oftmals sind 15 Sparjahre mit Prämienanstieg vereinbart, erreicht wurde, erläutert Fachanwältin Dr. Winter.
D.h. Verträge ohne Laufzeit können grundsätzlich nicht ohne Weiteres von der Sparkasse gekündigt werden. Bei den ausgesprochenen Kündigungen berücksichtigen die Sparkassen aber nicht immer die Laufzeitvereinbarungen und kündigen zu früh.
Sparer sollten nicht überstürzt handeln.
Sparer sollten das Konto nicht spontan auflösen und das angesparte Geld nicht abheben. Sparer sollten keinesfalls der Kündigung ohne Weiteres zustimmen oder diese akzeptieren.
Sparer sollten weiterhin die vereinbarten Raten einzahlen bzw. abbuchen lassen!
Verträge unterschiedlich – Einzelprüfung erforderlich!
Sparkassen haben unterschiedliche Varianten an Sparverträgen vereinbart, daher ist es erforderlich den Vertrag im Detail zu prüfen. Dr. Winter empfiehlt daher allen Sparern, die ein Kündigung erhalten haben, diese von einem Fachanwalt prüfen zu lassen.
Bei bestimmten langfristigen Sparverträgen werden Verbrauchern seit Jahren zu niedrige Zinsen gutgeschrieben, weil einige Kreditinstitute den Zinssatz in unzulässiger Weise reduzieren. Betroffene Kunden können die Zinserträge nachrechnen lassen und den fehlenden Betrag von der Bank einfordern.
Die Verbraucherzentralen haben bereits in der Vergangenheit über falsch berechnete Zinsgutschriften für langfristige Sparverträge informiert. Falsche Zinsberechnungen sind darauf zurückzuführen, dass in Sparverträgen oft noch Zinsänderungsklauseln enthalten sind, die der höchstrichterlichen Rechtsprechung nicht standhalten. Mehrfach hat der Bundesgerichtshof in den vergangenen Jahren Zinsänderungsklauseln für unwirksam erklärt, die nicht das erforderliche Mindestmaß an Kalkulierbarkeit möglicher Zinsänderungen aufweisen.
Anhaltende Verbraucherbeschwerden veranlassen die Marktwächter-Experten der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg dazu, erneut auf das Problem hinzuweisen. Banken und Sparkassen dürfen zwar den variablen Zinssatz anpassen, jedoch nicht willkürlich. Das Verfahren der Zinsänderung muss transparent und nachvollziehbar sein. In den letzten Jahren sind die Marktzinssätze erheblich gefallen. Infolgedessen haben die Kreditinstitute die Sparzinsen der Verträge regelmäßig nach unten angepasst, in manchen Fällen auf bis zu 0,01 bzw. 0,001 Prozent.
Aufgefallen sind den Marktwächter-Experten die reduzierten Zinsanpassungen unter anderem bei Riester-Banksparplänen und folgenden Sparprodukten: "Prämiensparen flexibel", "Vermögensplan" und "VorsorgePlus" der Sparkassen sowie "VR-Zukunft" der Volksbanken. Abgeschlossen überwiegend in den 1990er- und 2000er-Jahren beinhalten solche langfristigen Sparverträge einen variablen Zinssatz.
Vermögenswirksame Leistungen (vL) und Fondssparen: da winken viele Groß- und Direktbanken ab. Aber auch bei karger Auswahl lohnt der Vergleich. Wer auf ETF-Fonds setzt, kommt besonders günstig weg. Das zeigt ein Check der Verbraucherzentrale NRW, Mitte August 2019, bei 12 Geldinstituten und Dienstleistern für Wertpapiere.
Sparpläne: Unzulässige Zinsänderungen bei 31 Anbietern
„Trotz klarer Vorgaben des Bundesgerichtshofs an die Transparenz von Zinsänderungsklauseln in langfristigen Sparverträgen haben wir bei 31 Instituten nach unserer Auffassung unzulässige Klauseln in den Verträgen gefunden“, sagt Niels Nauhauser, Abteilungsleiter Altersvorsorge, Banken, Kredite bei der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Die Experten der Verbraucherzentrale haben die ihnen vorgelegten Sparverträge daraufhin nachgerechnet.
Das Ergebnis: In 43 Fällen hatten die Institute insgesamt 89.970 Euro zu wenig Zinsen gezahlt, im Einzelfall durchschnittlich 2.092 Euro. „Im Mittel haben die Sparer nach unserer Berechnung nur die Hälfte der Zinsen erhalten, die ihnen bei Anwendung der BGH Rechtsprechung zustünden“, so Nauhauser. „Unsere Untersuchung macht deutlich, dass es sich nicht um Einzelfälle handelt und dass Sparer um einen erheblichen Teil ihrer Zinsen gebracht werden.“ Daneben kritisiert die Verbraucherzentrale auch den Umgang der Institute mit fehlerhaften Klauseln. Teilweise sollen diese einseitig durch neue ersetzt werden, die noch dazu zum Teil weiterhin intransparent sind.
Wohn-Riester-Beiträge steuerlich geltend machen
Riester-Verträge werden auf zwei Arten gefördert. Sparer profitieren nicht nur von staatlichen Zulagen, sondern auch von Steuervorteilen. Die förderfähigen Ausgaben für die Altersvorsorge können in der Steuererklärung als Sonderausgaben berücksichtigt werden. Daraus entsteht eine Steuerentlastung. Mit Wohn-Riester fördert der Staat die beliebteste private Altersvorsorge, die eigenen vier Wände. Neben 175 Euro Grundzulage und bis zu 300 Euro Zuschuss für jedes Kind können viele Riester-Sparer außerdem mit einer jährlichen Steuererstattung rechnen.
Eine Familie mit einem 2010 geborenen Kind und einem gemeinsamen Bruttoeinkommen von 60.000 Euro erhält insgesamt 650 Euro Zulagen und eine Steuererstattung von 108 Euro. Ein Alleinstehender mit einem Bruttoeinkommen von 36.000 Euro bekommt neben der Grundzulage zusätzlich rund 324 Euro Steuern vom Finanzamt zurück. Die Steuervorteile sind je nach Familienstand und Einkommen sehr unterschiedlich. "Familien profitieren bei der Riester-Förderung vor allem von den Zulagen, Alleinstehende haben oft eine höhere Steuerersparnis", so Werner Schäfer, Vorsitzender des Vorstandes der LBS Ostdeutsche Landesbausparkasse AG.
Im Niedrigzinszeitalter fällt die Vermögensbildung schwerer. Klassische Spareinlagen werfen kaum noch Erträge ab. Trotzdem kann sich ausdauerndes Sparen immer noch lohnen. Eine aktuelle Verivox-Hochrechnung zeigt: Schon wer 100 Euro monatlich anlegt, kann mit einem ETF-Sparplan in 32 Jahren mehr als 100.000 Euro Vermögen bilden.
Niedrigzins und Inflation kosten deutschen Sparern Milliarden
Umfrage: Verunsicherte Sparer
Mini-Zinsen und steigende Immobilienpreise verunsichern die deutschen Sparer.
Das ist das wesentliche Ergebnis der Frühjahrsumfrage 2019 von Kantar TNS, im Auftrag des Verbandes der Privaten Bausparkassen, zum Sparverhalten der Bundesbürger.
Vermögenswirksame Leistungen und ETF-Sparpläne: Mit kleinen Monatsbeiträgen viel erreichen
Jeder weiß, dass Kleinvieh auch Mist macht. Das lässt sich auf die Geldanlage übertragen: Wer jeden Monat schon eine kleine Summe anlegt, kann über die Jahre ein Vermögen aufbauen. Wenn die Firma mitmacht, umso besser, dann können Arbeitnehmer vermögenswirksame Leistungen (VL) nutzen. Finanztest hat berechnet, was ein ETF-Sparplan auf den weltweiten Aktienmarkt über 30 Jahre gebracht hätte: Mit einer Sparrate von 25 Euro im Monat hätten Anleger am Ende 27.600 Euro erzielt.
„Ungefähr die Hälfte der Berechtigten verzichtet auf VL“, wundert sich Finanztest-Projektleiter Boštjan Krisper, „damit verlieren sie einen Haufen Geld.“ Der Tipp: Beim Betriebsrat oder in der Personalstelle nachfragen, was einem zusteht. Dann eine passende Anlageform aussuchen – das kann beispielsweise ein Aktienfonds sein, ein Bausparvertrag oder ein Banksparplan. Trotz Niedrigzinsen gibt es auch hier Angebote, von denen Zinssparer sonst nur träumen. Je nach Verdienst kann es auch eine Sparzulage vom Staat geben. Und dann vielleicht den Vertrag aufstocken, um noch mehr zu sparen. Finanztest empfiehlt für VL – und übrigens auch für eigenständiges Sparen – vor allem ETF-Sparpläne. Vorteil: Sie sind preiswert, flexibel, unkompliziert und vielseitig und nicht so riskant, wie viele glauben. Außerdem versprechen sie eine gute Rendite – wenn man lange Zeit sparen und warten kann, falls die Kurse zum Auszahltermin gerade im Keller sind. Eins jedenfalls sei sicher, so Finanztest: Von Geld auf dem Sparbuch allein werde niemand reich.
In tausenden Fällen haben Sparkassen ihren Kunden vorzeitig Prämiensparverträge gekündigt, die eigentlich eine Laufzeit von 25 oder 30 Jahren versprachen, mitunter sogar unbegrenzt laufen sollten. Verbraucherschützer zweifeln zudem daran, dass es bei der Verzinsung stets mit rechten Dingen zuging. Wie Verbraucher sich gegen eine Kündigung wehren können und wo die Zinsanpassung überprüft werden kann, beschreibt die Stiftung Warentest in der März-Ausgabe 2019 ihrer Zeitschrift Finanztest.
Die Verbraucherzentrale Sachsen hat bei Stichproben festgestellt, dass vielen Kunden von Langzeitsparverträgen bis zu vierstellige Eurobeträge an Zinsen vorenthalten worden sind. Im Gespräch mit dem MDR-Magazin "Umschau" erklärt Christina Siebenhüner von der Verbraucherzentrale Sachsen, dass es sich um Sparverträge mit variabler Verzinsung handelt, in denen die Zinsen zum Nachteil der Kunden falsch berechnet worden sind: "Die Zinsen wurden über sehr lange Zeiträume zu Ungunsten der Verbraucher berechnet. Unsere Stichproben haben ergeben, dass bei Sparverträgen über 25 Jahre mit einer Einzahlung von rund 100 Euro pro Monat durchaus eine Summe im mittleren vierstelligen Bereich an Zinsen nicht an die Sparer ausgezahlt wurde."
Aufgefallen sind der Verbraucherzentrale die falschen Berechnungen im Rahmen der Überprüfung von gekündigten langfristigen Sparkassen-Prämiensparverträgen: "Wir haben festgestellt, dass in den Langzeitsparverträgen, die variabel verzinst sind, nicht deutlich wurde, wie die Zinsen an die Zinsentwicklung am Markt angepasst wurden. Da es dazu höchstrichterliche Rechtsprechung gibt, die also ganz genau vorgibt, wie die Zinsen anzupassen sind, haben wir zum einen nachgerechnet und zum anderen auch nachgefragt", so Siebenhüner.
Die Verbraucherschützer halten es für wahrscheinlich, dass es auch bei anderen Banken fehlerhafte Zinsberechnungen gegeben haben könnte und auch jetzt immer noch gibt. Die VZ Sachsen bietet für verunsicherte Kunden von Sparverträgen ab dem 15. Februar ein individuelle Prüfung an: "Für 85 Euro berechnen Kreditsachverstände die Zinsanpassung der Langzeitsparverträge Monat für Monat nach, erstellen ein Gutachten und eine Erläuterung für Verbraucher. Das Angebot gilt nicht nur für sächsische Verbraucher, da es unproblematisch schriftlich abgewickelt werden kann", so Christina Siebenhüner. Mit diesem Gutachten können Kunden dann zu ihrer Bank gehen und eventuelle Ausstände einfordern.
Wertverlust für deutsche Sparer weiter auf Rekordhoch
Eine gestiegene Inflationsrate und weiterhin niedrige Zinsen auf Geldeinlagen haben im dritten Quartal 2018 zu einem neuen Rekord beim Wertverlust für deutsche Sparer geführt. Insgesamt verloren sie dadurch 10,8 Milliarden Euro. Das sind durchschnittlich 130 Euro pro Bundesbürger. Damit liegt der Realzins-Verlust, den deutsche Sparer in den vergangenen drei Monaten erleiden mussten, nochmal deutlich über dem bisherigen Negativ-Rekordwert von 9,8 Milliarden Euro im zweiten Quartal dieses Jahres. Zu diesen Ergebnissen kommt der quartalsweise erscheinende comdirect Realzins-Radar.
„Natürlich ist es sinnvoll, einen Teil des Ersparten kurzfristig verfügbar zu halten. Sparer sollten jedoch bedenken, dass der Preis für diese Flexibilität ein schleichender Wertverlust ist“, sagt Arno Walter, Vorstandsvorsitzender der comdirect bank AG. Besonders deutlich wird dies in der langfristigen Betrachtung: Seit Ende 2010 haben die Deutschen insgesamt 102,2 Milliarden Euro verloren, indem sie ihr Geld in Sparprodukte investierten, deren Verzinsung unterhalb der Inflationsrate lag.
Walter appelliert daher an die Sparer: „Überlegen Sie sich genau, welchen Teil ihres Ersparten Sie für unerwartete Ausgaben verfügbar halten müssen und überprüfen Sie regelmäßig, wie oft Sie diesen Teil wirklich gebraucht haben. Der Rest sollte in den langfristigen Vermögensaufbau investiert werden – und hier führt in der aktuellen Nullzinsphase an Wertpapieren kein Weg vorbei!“
Viele Firmen zahlen Vermögenswirksame Leistungen auf freiwilliger Basis – nachfragen lohnt sich
Tipp: Aktiv nachfragen beim Arbeitgeber
Einerseits sollten Arbeitgeber noch aktiver über Vermögenswirksame Leistungen aufklären, andererseits sollten aber auch Angestellte aktiv auf ihren Arbeitgeber zugehen. Denn selbst wenn die vermögenswirksamen Leistungen nicht im Arbeits- oder Tarifvertrag geregelt sind: „Viele Firmen leiden unter Fachkräftemangel. Die freiwillige Übernahme von VL-Zahlungen kann die Attraktivität als Arbeitgeber steigern. Wer nach VL fragt, hat daher gute Chancen, auf offene Ohren bei seinem Arbeitgeber zu stoßen“, erklärt Robert Freitag von der Sutor Bank.
VL-Zahlungen sind grundsätzlich nicht an bestimmte Beschäftigungsverhältnisse gebunden. Das ist besonders für Frauen interessant, da sie häufiger in Teilzeit beschäftigt sind. „Auch wer Teilzeit arbeitet, hat Anspruch auf VL“, sagt Robert Freitag. Hier käme es jedoch ebenfalls darauf an, ob ein Arbeitgeber tariflich zur Zahlung von VL verpflichtet ist oder dies gegebenenfalls freiwillig übernehme.
Vermögensaufbau lohnt sich auch mit kleinen Beträgen
Mit vermögenswirksamen Leistungen lässt sich auch mit geringen Beträgen über die Jahre Vermögen aufbauen – etwa als Bestandteil der Altersvorsorge. Bei einer Einzahlungsdauer von sechs Jahren à 40 Euro monatlich fließen allein 2.880 Euro in die Geldanlage. Die Renditechancen sind vor allem beim VL-Sparen mit Aktienfonds gut. Nach Berechnungen des Fondsverbandes BVI erzielten VL-Fondssparpläne mit deutschen Aktienfonds über die letzte VL-Periode von 2011 bis 2017 eine Durchschnittsrendite von 6,17 Prozent pro Jahr. Auch weltweit anlegende Aktienfonds eignen sich gut für das VL-Sparen, weil das Risiko möglicher Kursverluste über verschiedene Länder breit gestreut werden kann.
Aufgrund der festen Laufzeit von VL-Verträgen – sechs Jahre Einzahlphase, die verbleibenden Monate bis Jahresende dienen als Ruhephase – ist der Zeitraum ausreichend lang, um auch zwischenzeitliche Schwankungen am Aktienmarkt wieder auszugleichen. „Nach Ende der Ruhephase kann frei über das Geld verfügt werden“, sagt Robert Freitag. „Es empfiehlt sich jedoch, das Geld weiter für sich arbeiten zu lassen – entweder indem man seine Anlage in der vorhandenen Form beibehält oder bei Bedarf in andere Anlageformen umschichtet.“ Je nach verbleibender Zeit bis zum Renteneintritt könne dann entweder weiterhin in Aktienfonds gespart werden oder eine Umschichtung in Rentenfonds vorgenommen werden.
Einer Umfrage des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) zufolge spart die Mehrheit der Deutschen trotz der anhaltenden Niedrigzinsphase. Ihr Anteil ist in den vergangenen Jahren allerdings deutlich gesunken. "Sparen ist von elementarer Bedeutung für jeden Einzelnen. Insbesondere in Zeiten des demografischen Wandels spielt das bewusste Sparen eine wichtige Rolle bei der Schließung der drohenden Rentenlücke im Zuge des rückläufigen Versorgungsniveaus der gesetzlichen Rentenversicherung", erklärt BVR-Vorstand Dr. Andreas Martin.
Nach den aktuellen Zahlen der BVR-Umfrage zum Sparverhalten legen noch 71 Prozent der Bundesbürger einen monatlichen Geldbetrag zur Seite. Im Jahr 2016 hatte der Anteil noch bei 80 Prozent gelegen. Der Anteil an Nichtsparern ist insbesondere bei Geringverdienern besonders ausgeprägt. "Grund für den rückläufigen Anteil an Sparern dürfte in erster Linie die seit 2016 vorherrschende Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank sein, durch die das allgemeine Zinsniveau noch einmal deutlich gefallen ist. Dieser Trend macht sich auch in der seit 2016 stagnierenden Zahl von Riester-Verträgen bemerkbar", so Martin.
Wertpapiere waren unter den Sparern zuletzt besonders gefragt. Sie verzeichneten in 2017 und 2018 das höchste Nachfrageplus. Getrieben wurde die Nachfrage nach Anlagen mit mehr Risiko und Rendite in erster Linie vom aktuellen Niedrigzinsniveau. Insbesondere Bundesbürger mit überdurchschnittlichen Einkommen dürften ihr Augenmerk verstärkt auf Wertpapiere gerichtet haben. Von Ende 2016 bis zum ersten Quartal 2018 stieg das Sparen in Wertpapiere um mehr als 27 Milliarden auf 63,9 Milliarden Euro. Besonders beliebt waren Investmentzertifikate und Aktien. Rentenpapiere mussten hingegen wie bereits in den vergangenen Jahren einen Mittelabfluss hinnehmen, wenn auch weniger stark als in den Vorjahren.
Trotz der anhaltenden Nullzinspolitik sparen die Deutschen fleißig weiter. Die Sparquote ist in den letzten Jahren sogar gestiegen: von 8,96 Prozent im Jahr 2013 auf 9,99 Prozent in diesem Jahr. Wer mit seinem Ersparten heute noch attraktive Renditen erwirtschaften will, muss aber eine gewisse Risikobereitschaft mitbringen und Durchhaltevermögen zeigen, so der Bundesverband deutscher Banken.
Besonderer Vorteil eines Fondssparplans neben den Renditechancen ist seine Flexibilität: Der Anleger ist nicht an feste Laufzeiten gebunden und kann seine Sparraten jederzeit ändern und bei Bedarf ganz stoppen. Das angesparte Kapital ist für ihn zudem grundsätzlich frei verfügbar und muss nicht vorab gekündigt werden, so der Bankenverband weiter.
Die Deutschen sparen mehr in Wertpapieren. Beliebteste Sparform bleiben aber Bankeinlagen. Zu diesem Ergebnis kommt der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) in seiner aktuellen Studie zum Spar- und Anlageverhalten der Bundesbürger. 2017 stieg das Wertpapiersparen um mehr als 20 Milliarden auf 57,9 Milliarden Euro. Besonders beliebt waren dabei Investmentfonds und Aktien. "Wertpapiere werden von den Bundesbürgern verstärkt als Anlagealternative genutzt, um angesichts der extrem niedrigen Zinsen und der sich normalisierenden Inflation positive Renditen erzielen zu können", erklärt BVR-Vorstand Dr. Andreas Martin.
Das Baby ist da – und nicht selten fragen sich Eltern, Großeltern und Paten schon bald, wie für den Nachwuchs vorgesorgt werden kann – ob für den Führerschein, das Studium oder einen Auslandsaufenthalt.
Bankenverband -Tipp: Zahlen Sie jeden Monat für das Kind bereits 25 Euro in einen Aktienfonds oder ein Depot ein. Denn auch wenn die Bundesbürger im internationalen Vergleich das Anlegen in Aktien und Fonds scheuen, bieten sich diese insbesondere für die langfristige Anlage an.
Bis zum 18. Lebensjahr der Kinder haben grundsätzlich die Eltern die Konto- und Depotvollmacht. Spätestens ab der Volljährigkeit dürfen die Schüler oder Auszubildenden das Depot selbst verwalten. Achtung: Eltern sollten wissen, dass das für die Kinder angelegte Geld auch diesen gehört, so der Bundesverband deutscher Banken.
Täglich 12 EUR sparen - das ist deutscher Durchschnitt!
Wie ticken die Deutschen, wenn es um ihre Finanzen und ihre Vorsorge geht? Zu diesem Thema führte das Marktforschungsinstitut Kantar TNS eine repräsentative Umfrage im Auftrag der Deutschen Vermögensberatung AG (DVAG) durch. Diese beschäftigte sich unter anderem mit folgenden Fragen: Wie viel können die Deutschen monatlich zurücklegen? Gibt es einen Unterschied im Sparverhalten zwischen Jung und Alt?
Neun Millionen Menschen verschenken vermögenswirksame Leistungen
Mehr als 23 Millionen Arbeitnehmer haben ein Anrecht auf sogenannte vermögenswirksame Leistungen - doch nur 14 Millionen von ihnen nutzen diese auch. Fast jeder zweite Angestellte verzichtet also jährlich auf Geld, das ihm eigentlich zustehen würde. Dabei ist das Prinzip dieser Leistungen simpel. Der Arbeitgeber überweist seinen fest angestellten Mitarbeitern jeden Monat einen bestimmten Betrag, der von Branche zu Branche unterschiedlich ausfällt. "Das kann von 6,65 Euro bei Beamten und Angestellten des öffentlichen Diensts bis hin zu 40 Euro im Bankensektor gehen", sagt Brigitte Carle, Vorstand beim Stuttgarter Finanzdienstleister Pecunis AG. Ob und wie viel vermögenswirksame Leistungen gezahlt werden, hängt davon ab, ob sich der Arbeitgeber durch eine Betriebsvereinbarung oder einen Arbeits- oder Tarifvertrag dazu verpflichtet hat. Ist dies der Fall fließt der vom Arbeitgeber zugeschossene Betrag in einen Sparvertrag. Dieser besitzt in der Regel eine Laufzeit von sieben Jahren, wobei das letzte Jahr beitragsfrei ist. Die Anlageform kann der Arbeitnehmer dabei selbst bestimmen. "Bei Bausparverträgen, Aktienfonds oder der Tilgung eines Bausparkredits gibt es zusätzlich eine staatliche Förderung für Geringverdiener", sagt Brigitte Carle.
Um solche Staatszuschüsse zu erhalten, darf das Jahreseinkommen des Empfängers eine gewisse Grenze nicht überschreiten. Bei Aktienfonds etwa beträgt sie 20.000 Euro für Alleinstehende und 40.000 Euro für Ehepaare. Ist diese Bedingung erfüllt, greift die sogenannte Arbeitnehmersparzulage, und der Staat zahlt noch einmal 20 Prozent auf jährliche Einzahlungen bis 400 Euro. Das bedeutet ein direktes Geldgeschenk von bis zu 80 Euro im Jahr. Beim Bausparen liegt die Einkommensgrenze niedriger: 17.900 Euro für Alleinstehende, 35.800 Euro für Ehepaare. So verteilt der Staat jährlich mehr als 78 Millionen Euro an Arbeitnehmer, Beamte, Richter, Soldaten und Auszubildende. Teilzeitbeschäftigte erhalten den Arbeitgeberzuschuss meist nur anteilig, freie Mitarbeiter und Rentner gar nicht.
Trotz niedriger Zinsen finanzielles Polster für den Ruhestand aufbauen
Das Zinstief hält an – und immer mehr Sparer und Anleger fragen sich: wie kann ich in Zeiten der Niedrigzinsen langfristig Vermögen aufbauen – zum Beispiel für den Ruhestand? Klar ist: Die gesetzliche Rente reicht nicht, um den Lebensstandard im Alter zu sichern. Die klassische Kapitallebensversicherung hat an Attraktivität verloren, seitdem die Verzinsung immer weiter gesunken ist. Derzeit beträgt der Garantiezins noch 1,75 Prozent. Eine weitere Senkung wird diskutiert. Was tun, damit man später nicht mit leeren Taschen dasteht? Eine Möglichkeit sind Fondssparpläne. Mit Mischfonds und Aktienfonds waren in der Vergangenheit auf lange Sicht Renditen von im Schnitt über sechs Prozent möglich. Gerade bei langfristiger Vorsorge macht die höhere Rendite einen großen Unterschied. Ein Beispiel: Wird ein Fondssparplan im Alter von 25 Jahren mit einem regelmäßigen monatlichen Sparbeitrag von 100 Euro abgeschlossen, sind bis zum 60. Geburtstag insgesamt 42.000 Euro an Sparbeiträgen eingezahlt. Bei einer Rendite von zum Beispiel zwei Prozent käme der Sparer mit Zins und Zinseszins auf ein Vermögen von gut 60.000 Euro. Bei einer Rendite von beispielsweise sechs Prozent könnten es dagegen etwa sogar 138.000 Euro werden. Die individuelle steuerliche Seite ist hier zwar nicht berücksichtigt. Dennoch wird deutlich, wie wichtig es ist auf die Rendite zu achten. Zwar ist bei Fondssparplänen die Wertentwicklung nicht garantiert, die Erfahrung zeigt jedoch, dass bei einem langfristigen Anlagehorizont Kursschwankungen nicht so stark ins Gewicht fallen und dennoch attraktive Renditen möglich sind.