Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=22.10.1979&Aktenzeichen=1%20StE%203/79
Timestamp: 2019-06-17 14:09:26
Document Index: 32559608

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 129', 'BGH', 'BGH', '§ 129']

BGH, 22.10.1979 - 1 StE 3/79 - dejure.org
https://dejure.org/1979,11335
BGH, 22.10.1979 - 1 StE 3/79 (https://dejure.org/1979,11335)
BGH, Entscheidung vom 22.10.1979 - 1 StE 3/79 (https://dejure.org/1979,11335)
BGH, Entscheidung vom 22. Januar 1979 - 1 StE 3/79 (https://dejure.org/1979,11335)
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Strafbarkeit wegen der Bildung einer kriminellen Vereinigung - Strafrechtliche Relevanz des Eintritts in eine Wehrsportgruppe - Strafbarkeit wegen der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung
Diese für Personengruppen typische Eigendynamik hat ihre besondere Gefährlichkeit darin, dass dem einzelnen Beteiligten, dem Mitglied, die Begehung von Straftaten erleichtert oder bei ihm das Gefühl persönlicher rechtlicher Verantwortung zurückgedrängt werden (BGH NJW 1980, 462 ff.;… BGHR § 129 StGB Gruppenwille 1; SK-.
Mitglied ist nach höchstrichterlicher Rechtsprechung, wer sich in die bestehende Organisation der Vereinigung eingliedert, d. h. seinen Willen der organisierten Willensbildung der Vereinigung unterordnet und seine Tätigkeit zur Förderung der kriminellen Ziele der Vereinigung mit Zustimmung der Vereinigung entfaltet (BGH NJW 1980, 462 ff.).
Es braucht hier nicht entschieden zu werden, ob eine durch die Dauerstraftat der Beteiligung als Mitglied an einer kriminellen Vereinigung (vgl. dazu BGHSt 29, 114 = NJW 1980, 462) einmal geschaffene Idealkonkurrenz dadurch in Wegfall kommen kann, daß die Straftat nach § 129 StGB - wie hier - wegen eines Verfahrenshindernisses nicht verfolgt werden darf.