Source: http://www.jurablogs.com/2014/11/28/der-von-der-verdachtsberichtserstattung-betroffene-kann-bei-spaeterer-ausraeumung-des-verdachts-von-dem-presseorgan-nicht-die-richtigstellung-der-urspruenglichen-berichterstattung-sondern-nur-die-nachtraegliche-mitteilung-nachtrag-verlangen-dass-nach-klaerung-des-sachverhalts-der-berichtete-verdacht-nicht-mehr-aufrechterhalten-werde
Timestamp: 2017-04-26 17:49:07
Document Index: 352788004

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Blogsfachanwalt-hannoverNovember 2014Der von der Verdachtsberichtserstattung Betroffene kann bei späterer Ausräumung des Verdachts von dem Presseorgan nicht die Richtigstellung der ursprünglichen Berichterstattung, sondern nur die nachträgliche Mitteilung (Nachtrag) verlangen, dass nach Klärung des Sachverhalts der berichtete Verdacht nicht mehr aufrechterhalten werdeNachtrag zu einer ursprünglich zulässigen Verdachtsberichterstattung nach Ausräumung des Verdachts Der vom VI. Zivilsenat heute entschiedene Fall betrifft die Frage eines Berichtigungsanspruchs des Betroffenen bei einer ursprünglich zulässigen Verdachtsberichterstattung, wenn der Tatverdacht später ausgeräumt wird.Der Kläger ist ehemaliger Chefjustiziar einer Bank. Er verlangt die Richtigstellung einer ihn betreffenden Berichterstattung in einem von der Beklagten verlegten Nachrichtenmagazin. Der angegriffene Beitrag geht der Frage nach, ob ein wegen des Verdachts von Pflichtverletzungen entlassenes Vorstandsmitglied der Bank Opfer einer Falschbezichtigung geworden ist. Der Beitrag berichtet über ein gegen einen früheren Sicherheitsberater der Bank eingeleitetes Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts, das Büro des ehemaligen Vorstandsmitglieds verwanzt, dessen Privatwohnung durchsucht und beim Frisieren von Dokumenten mitgeholfen zu haben. In diesem Zusammenhang gibt der Beitrag Aussagen des früheren Sicherheitsberaters wieder, wonach der namentlich genannte Kläger und zwei weitere Personen an der Beauftragung dieser Maßnahmen mitgewirkt haben sollen. Nach der Veröffentlichung des Beitrags wurde eine notarielle Erklärung des früheren Sicherheitsberaters bekannt, in der dieser von seinen angeblichen früheren Aussagen abrückte. Später wurde ein gegen ihn und den Kläger eingeleitetes Ermittlungsverfahren eingestellt.Das Oberlandesgericht hat sich nach einer Beweisaufnahme davon überzeugt, dass der Verdacht, der Kläger habe an Abhörmaßnahmen gegen das ehemalige Vorstandsmitglied mitgewirkt, unberechtigt sei. Es hat die Beklagte antragsgemäß verurteilt, in ihrem Nachrichtenmagazin unter der Überschrift “Richtigstellung” eine Erklärung zu veröffentlichen, wonach sie den Verdacht nicht aufrechterhalte ...Zum vollständigen Artikel45 Leserurheberrecht–blog.info:BGH: Die HSH-Nordbank und der Nachtrag zu einer ursprünglich zulässigen Verdachtsberich...27 LeserNIETZER & HÄUSLER:Vorgehen gegen Presse bleibt schwierig – neue BGH Entscheidung verweigert Recht auf „Ri...38 LeserLampmann, Haberkamm & Rosenbaum:BGH zur Berichtigung einer früheren Verdachtsberichterstattung durch einen weiteren Art...43 LeserKurz Pfitzer Wolf & Partner:Richtigstellung bei Verdachtsberichterstattung?23 Leserratgeberrecht.eu:Ausräumung des Verdachts - Anspruch auf Nachtrag97 LeserRechtsanwalt Olaf Moegelin:Untersagung von Berichterstattung über Zahnarzt der gesunde Zähne gezogen haben soll8 verwandte ArtikelBGH: Zur ursprünglich zulässigen Verdachtsberichterstattung nach Ausräumung des Verdachts - Kein Anspruch auf Richtigstellung sondern nur auf NachtragBGH: Nachtrag zu einer ursprünglich zulässigen Verdachtsberichterstattung nach Ausräumung des VerdachtsDie ursprünglich zulässige VerdachtsberichterstattungVerdachtsberichterstattung und RichtigstellungWenn nach einer zulässigen Verdachtsberichterstattung der Verdacht gegen den Betroffenen ausgeräumt wurde und die Rufbeeinträchtigung fortwirkt?Kein Anspruch auf Richtigstellung einer rechtmäßigen Verdachtsberichterstattung bei späterer Ausräumung des VerdachtsVerdachtsberichterstattung – und die spätere RichtigstellungPresserecht – „Wenn sich der Verdacht als unberechtigt herausstellt“ – Urteil des BGH zu Ansprüchen des Betroffenen einer ursprünglich rechtmäßigen VerdachtsberichterstattungÜber den ArtikelVeröffentlicht November 28, 2014 12:03pm im Blog fachanwalt-hannover.KategorienMedienrechtThemenMedienrecht, Meinungsfreiheit, Verdachtsberichterstattung, Lg Hamburg, Pressefreiheit, Presserecht, Fachanwalt, Olg Hamburg, Allgemeines Persönlichkeitsrecht, Presse, Medienfreiheit, Verdacht, Nachtrag, Richtigstellung, Presseorgan, Fachanwalt Für Urheber Und Medienrecht, Gegendarstellungsrecht, Nachträgliche RichtigstellungTäglich juristische Top-MeldundenMehr Informationen zum NewsletterTop-MeldungenWeiteresZeugenverhinderungsservicevon Carsten R. Hoenig / kanzlei-hoenig.deNein, wir werden keine Freundinnenvon Strafverfahren - in Koblenz und anderswoElektronische Akte/Akteneinsicht, oder: Keine Rechtsgrundlage in Rheinland-Pfalzvon Detlef Burhoff / Burhoff online BlogGutachten zum Beweis, “dass Betroffener nicht der Fahrzeugführer war” - kein Beweisantragvon Alexander Gratz / Verkehrsrecht BlogVermieter nicht über den Tod der Mieterin informiertvon Justillon - kuriose RechtsnachrichtenAls nächstes lesen - bislang 65 Leser:Feiertagszuschlag am 1. Mai auch für Minijobber