Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=JZ%201962,%20486
Timestamp: 2019-06-25 04:42:28
Document Index: 80073059

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1004', '§ 1004', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1004', 'BGH']

Rechtsprechung: JZ 1962, 486 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 24.10.1961
JZ 1962, 486
https://dejure.org/1961,1728
BGH, 24.10.1961 - VI ZR 89/59 (https://dejure.org/1961,1728)
BGH, Entscheidung vom 24.10.1961 - VI ZR 89/59 (https://dejure.org/1961,1728)
BGH, Entscheidung vom 24. Januar 1961 - VI ZR 89/59 (https://dejure.org/1961,1728)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1961,1728) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
MDR 1962, 124
DB 1962, 66
Die Bezugnahme des Beschuldigten auf das Urteil des Bundesgerichtshofs VI ZR 89/59 vom 14. November 1961 (wiedergegeben bei LM Nr. 58 zu § 1004 BGB) geht fehl.
In dem vom Beschuldigten angeführten, bereits oben erwähnten Urteil VI ZR 89/59 (= LM Nr. 58 zu § 1004 BGB) hat der Bundesgerichtshof ausdrücklich den Fall offengelassen, in dem der Täter "gar bewußt unwahre Behauptungen vortragt".
BGH, 20.12.1965 - NotSt (Brfg) 2/65
Bestrafung leichterer Dienstvergehen - Grundsatz der Einheit des Dienstvergehens …
Nach höchstrichterlicher Rechtsprechung kann einem Parteivertreter vor Gericht nicht verwehrt werden, das, was er zur Sache zu sagen hat, auch in starken und eindringlichen Ausdrücken zu erklären, selbst wenn das dem Gegner unangenehm im Ohre klingt; er darf auch seine Überzeugung von den aus seinem Tatsachenvortrag sich ergebenden Folgerungen eindeutig vorbringen, selbst wenn das die Persönlichkeit und Ehre anderer berührt (RGZ 140, 392; BGH DRiZ 1962, 60).
übrigen wird wegen der Besonderheiten des Ehrschutzes gegenüber Ehrkränkungen in Prozessen auf das Urteil des Senats vom 14." November 1961 - VI ZR 89/59 - = IM BUB §ylQ04, Nr. 58 = -vTJY/.
Insoweit liegt die Sache wesentlich anders als in dem Fall, der dem Urteil des Senats vom 24. Oktober 1961 - VI ZR 89/59 - = VersR 1962, 62 zugrunde lag.
Was ihren schriftsätzlichen Vortrag in diesem Rechtsstreit angehe, sei zu berücksichtigen, daß insoweit ein anderer Maßstab anzulegen sei als an Schriften anderer Art (BGH DRiZ 1962, 60).
Wie nämlich der VI. Zivilsenat in seinem Urteil vom 14. November 1961 entschieden hat, kann gegenüber dem Vorbringen einer Partei, das der Rechtsverfolgung in einem Zivilprozeß dient, der in seiner Ehre Betroffene nicht Widerruf fordern (LM Nr. 58 zu § 1004 BGB = JZ 1962, 489 [BGH 24.10.1961 - VI ZR 89/59] mit Anm. von Weitnauer;… vgl. auch Helle in NJW 1961, 1896 und Helle, Schutz der persönlichen Ehre und des wirtschaftlichen Rufs im Privatrecht, Tübingen 1957, S. 109; Michel in MDR 1959, 709).