Source: https://www.1aaussicht.de/gruendungscoaching.html
Timestamp: 2018-05-25 05:22:39
Document Index: 5155747

Matched Legal Cases: ['§ 57', '§ 20', '§ 16', '§ 57', '§ 20', '§ 16']

Die Beratungen richten sich an Existenzgründer / Nachfolger, die sich gerade selbständig gemacht haben und Unterstützung benötigen.
Um Existenzgründern / Unternehmensnachfolgern die Finanzierung von Coachingmaßnahmen zu erleichtern und die Erfolgsaussichten von Existenzgründungen zu erhöhen, kann bei der KFW ein Zuschuss für Coachingmaßnahmen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) beantragt werden.
Existenzgründer / Nachfolger mit Sitz und Geschäftsbetrieb in Deutschland
im Bereich der gewerblichen Wirtschaft (Handel, Handwerk, Industrie, Gast- und Fremdenverkehrsgewerbe, Handelsvertreter und -makler, sonstige Dienstleistungs- sowie Verkehrsgewerbe)
von Angehörigen Freier Berufe, sofern der überwiegende Geschäftsbetrieb nicht auf die entgeltliche Unternehmensberatung gerichtet ist
Der Beginn der selbständigen Tätigkeit (Gründung, Unternehmensübernahme, tätige Beteiligung, jeweils mit Geschäftsführungsfunktion, durch Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug etc. nachzuweisen) muss erfolgt sein und darf im Zeitpunkt der Antragstellung nicht länger als 5 Jahre zurückliegen.
Existenzgründer aus der Arbeitslosigkeit, die Leistungen nach SBG II und SGB III beziehen, erhalten im ersten Jahr nach der Gründung eine besondere Förderung.
Die Existenzgründung muss auf Vollexistenz ausgerichtet sein.
die überwiegend Rechts-, Versicherungs- und Steuerfragen zum Inhalt haben,
zur Ausarbeitung von Verträgen, Aufstellung von Jahresabschlüssen oder Durchführung von Buchführungsarbeiten,
die die Gestaltung und Erstellung von Werbematerialien (z. B. Briefpapier, Logos, Flyer) sowie Internetseiten zum Inhalt haben,
die Akquisitions- und Vermittlungstätigkeiten beinhalten und / oder deren Zweck auf den Erwerb von Waren und Dienstleistungen ausgerichtet sind, die vom Berater selbst vertrieben werden,
die mit anderen ESF-Mitteln finanziert werden (Kumulierungsverbot),
in bestimmten Branchen (landwirtschaftliche Primärproduktion, Fischerei und Aquakultur).
Darüberhinaus sind Sanierungsfälle und Unternehmen in Schwierigkeiten ausgeschlossen.
Insbesondere kann keine Förderung erfolgen, wenn nach deutschem Recht die Voraussetzungen zur Eröffung eines Insolvenzverfahrens erfüllt sind.
Wie sieht die besondere Förderung von Existenzgründern aus der Arbeitslosigkeit aus?
Als Existenzgründer aus der Arbeitslosigkeit wird im Rahmen dieses Programmes im ersten Jahr nach der Gründung eine besondere Förderung, sofern in diesem Zeitraum ein Gründungszuschuss (§ 57 SGB III), Regelleistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts (§ 20 SGB II), Einstiegsgeld ( 16b SBG II) oder Leistungen zur Eingliederung von Selbständigkeit (§ 16c SGB II) gezahlt wurden, gewährt.
Für die durch das Gründercoaching Deutschland geförderte Maßnahme darf keine andere Unterstützung aus ESF-Mitteln beantragt worden sein.
Weitere Fördermöglichkeiten können in Anspruch genommen werden, wenn sich die Inhalte der einzelnen Fördermaßnahmen deutlich unterscheiden.
Existenzgründer / Nachfolger erhalten in den alten Bundesländern einen Zuschuss in Höhe von 50 % des Beratungshonorars.
Das maximal förderfähige Tageshonorar beträgt 800 €. Ein Tagewerk darf nicht mehr als 8 Stunden umfassen.
Das insgesamt vertraglich zu vereinbarende Nettoberaterhonorar darf die Bemessungsgrundlage von max. 6.000 € nicht übersteigen.
Ein gefördertes Gründercoaching setzt immer eine Coachingempfehlung eines Regionalpartners und eine Coachingzusage der KFW voraus. Es besteht kein Rechtsanspruch.
Insgesamt können innerhalb der ESF-Förderpoeriode (bis 31.12.2013) eine Förderung bis zu einer maximalen Bemessungsgrundlage von 6.000 € beantragt werden.
Diese kann sowohl durch Anträge in beiden Fördervarianten - Gründercoaching Deutschland für Existenzgründer und Gründercoaching Deutschland für Existenzgründer aus der Arbeitslosigkeit - als auch durch mehrere Anträge in einer Fördervarinate ausgeschöpft werden.
Besonderer Zuschuss für Existenzgründungen aus der Arbeitslosigkeit
Existenzgründer aus der Arbeitslosigkeit, die Gründungszuschuss (§ 57 SGB III), Regelleistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts (§ 20 SGB II), Einstiegsgeld ( 16b SBG II) oder Leistungen zur Eingliederung von Selbständigkeit (§ 16c SGB II) beziehen, erhalten im gesamten Bundesgebiet einen Zuschuss von 90 des Nettoberatungshonorars bei einer max. Bemessungsgrenze von 4.000 €.
Das max. förderfähige Tageshonorar beträgt 800 €. Ein Tagewerk darf nicht mehr als 8 Stunden pro Tag umfassen. Das insgesamt vertraglich zu vereinbarende Nettoberatungshonorar darf die Bemessungsgrundlage von max. 4.000 € nicht übersteigen.
Welche Kosten muss der Existenzgründer / Nachfolger selbst tragen?
Folgende Kosten (Selbstbeteiligung) werden nicht ersetzt:
die Fahrtkosten des Beraters,
sonstige in der Beraterrechnung aufgeführten Nebenkosten,
die Mehrwertsteuer des gesamten Rechnungsbetrages.
Die Zahlung des Eigenanteil am Beratungshonorar müssen der KFW nachgewiesen werden.
Die Selbstbeteiligung darf nicht aus Mitteln des ESF oder von der Unternehmensberatung 1a Aussicht (un-)mittelbar finanziert werden.
Merkblatt Gründercoaching Deutschland >>