Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=19.04.2011&Aktenzeichen=II%20ZB%2025%2F10
Timestamp: 2019-03-24 08:00:13
Document Index: 253737015

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 7', '§ 5', 'BGH', 'BGH', '§ 5', 'BGH', 'BGH', '§ 5', 'BGH', '§ 56', 'BGH', '§ 5', '§ 5', 'BGH', '§ 5', 'BGH', 'BGH', '§ 5', 'BGH', 'BGH', '§ 5', '§ 5', 'BGH', 'BGH', '§ 5', '§ 5', 'BGH']

BGH, 19.04.2011 - II ZB 25/10 - dejure.org
§ 5 Abs 1 GmbHG, § 5a Abs 2 S 2 GmbHG
Ein Sacheinlagenverbot gilt nicht für eine den Betrag des Mindestkapitals erreichende oder übersteigende Erhöhung des Stammkapitals einer haftungsbeschränkten Unternehmergesellschaft
Kein Sacheinlagenverbot für Kapitalerhöhung einer UG auf den Betrag des Mindeststammkapitals
Keine Geltung des Sacheinlagenverbots für eine den Betrag von 25.000 ? erreichende oder übersteigende Erhöhung des Stammkapitals einer Unternehmergesellschaft
GmbHG § 5 Abs. 1; GmbHG § 5a Abs. 2 S. 2
Geltung des Sacheinlagenverbot nicht für eine den Betrag des Mindestkapitals erreichende oder übersteigende Erhöhung des Stammkapitals einer haftungsbeschränkten Unternehmergesellschaft
Unternehmergesellschaft: Erhöhung des Stammkapitals auf den Betrag des Mindestkapitals einer GmbH auch durch Sacheinlage möglich
Zur Geltung des Sacheinlageverbots für Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt)
Sacheinlagenverbot bei einer Unternehmergesellschaft I
Sacheinlageverbot bei Unternehmergesellschaft
Bei der Unternehmergesellschaft ist eine Kapitalerhöhung durch eine Sacheinlage bereits dann möglich, wenn hierdurch ein Stammkapital von 25.000 EUR erreicht wird
Unternehmergesellschaft: Sacheinlagenverbot gilt nicht bei Kapitalerhöhung
Notare Bayern , S. 90 (Entscheidungsbesprechung)
Kapitalerhöhung bei der UG
GmbHG § 5a Abs. 2 Satz 2, Abs. 5, § 5 Abs. 1, § 7 Abs. 2
Sacheinlagenverbot nach § 5a Abs. 2 Satz 2 GmbHG; Kapitalerhöhung bei Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt)
BGH sorgt für Rechtssicherheit
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des BGH vom 19.04.2011, Az.: II ZB 25/10 (Sacheinlagenverbot nach § 5a Abs. 2 Satz 2 GmbHG)" von Notarassessor Stefan Heinze, original erschienen in: DNotZ 2011, 705 - 711.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des BGH vom 19.04.2011; Az.: II ZB 25/10 (Übergang einer UG (haftungsbeschränkt zu einer GmbH kann auch durch Sacheinlagen erfolgen)" von RA Daniel Marhewka, original erschienen in: BB 2011, 1552 - 1553.
Kurznachricht zu "Sacheinlageverbot und Volleinzahlungsgebot bei der Unternehmergesellschaft im Vorgang der Kapitalerhöhung" von Prof. Dr. Antonio Miras, original erschienen in: DStR 2011, 1379 - 1382.
AG Hamburg, 17.08.2010 - HRB 112959
OLG Hamburg, 12.11.2010 - 11 W 78/10
BGHZ 189, 254
NJW 2011, 1881
ZIP 2011, 955
MDR 2011, 737
DNotZ 2011, 705
NZI 2011, 547
FGPrax 2011, 191
WM 2011, 984
BB 2011, 1550
DB 2011, 1216
Rpfleger 2011, 515
NZG 2011, 664
OLG Celle, 17.07.2017 - 9 W 70/17
Auf eine solche Kapitalerhöhung sind Sonderregelungen für die Unternehmergesellschaft, wie sie in § 5a Abs. 1 bis Abs. 4 GmbHG enthalten sind, nicht mehr anzuwenden (vgl. BGH II ZB 25/10, Rn. 16).
Daraus folgt im Umkehrschluss, dass die Anforderungen an diese Kapitalerhöhung sich nach den § 56 ff. GmbHG bestimmen (vgl. BGH II ZB 25/10, Rn. 20).
Mit ihr begibt sich das Registergericht von Amts wegen in eine Überprüfung, ob bei der Unternehmergesellschaft im Zeitpunkt des Kapitalerhöhungsbeschlusses womöglich Insolvenzgründe vorgelegen haben könnten (nämlich das bisherige Stammkapital entweder gemindert oder aufgezehrt sein könnte); eine solche Prüfung stellt jedoch eine den Übergang von der Unternehmergesellschaft zur Voll-GmbH ohne sachlichen Grund erschwerende Maßnahme dar, die im Widerspruch zu den Maßstäben der Entscheidung des Bundesgerichtshofs II ZB 25/10, Rn. 20, stünde.
Unternehmergesellschaft: Gebot der Volleinzahlung bei einer das …
Im Hinblick auf die Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 19.4.2011 (NJW 2011, 1881) hält der Senat nicht mehr an seiner Auffassung fest, dass die Beschränkungen des § 5 Abs. 1 bis 4 erst dann entfallen, wenn eine Volleinzahlung des Stammkapitals im Sinne des § 5 Abs. 1 GmbHG erbracht worden ist (vgl. Senatsbeschluss vom 23.9.2010, DB 2010, 2213).
Der Übergang von der Unternehmergesellschaft zur normalen GmbH sei in der Systematik des Gesetzes angelegt; die erfolgreich werbend tätige Unternehmergesellschaft solle nach der Gesetzessystematik typischerweise in die normale GmbH übergehen (BGH NJW 2011, 1881/1882 f.).
OLG Stuttgart, 13.10.2011 - 8 W 341/11
Unternehmergesellschaft: Abhängigkeit der Eintragung einer Kapitalerhöhung von …
Der Wegfall der Beschränkungen des § 5a Abs. 1 bis 4 GmbHG ist nicht von einer Volleinzahlung des Stammkapitals abhängig (wie OLG Hamm, 5. Mai 2011, 27 W 24/11, GmbHR 2011, 655; vgl. auch BGH, 19. April 2011, II ZB 25/10, ZIP 2011, 955; entgegen OLG München, 23. September 2010, 31 Wx 149/10, NJW 2011, 464).
Für seine Rechtsauffassung nimmt der Rechtspfleger des Registergerichts Bezug auf den Beschluss des OLG München vom 23. September 2010 (31 Wx 149/10 - NJW 2011, 464 = DNotZ 2011, 313 = NZG 2010, 1303 u.a.), wohingegen die Beschwerdeführerin für ihre gegenteilige Rechtsauffassung auf die Entscheidungen des BGH vom 19.April 2011 (II ZB 25/10 - ZIP 2011, 955 = MDR 2011, 737 = DB 2011, 1216 u.a.) und des Oberlandesgerichts Hamm vom 5. Mai.2011 (27 W 24/11 - GmbHR 2011, 655 = RNotZ 2011, 439) Bezug nimmt.
Für das Sacheinlagenverbot nach § 5a Abs. 2 Satz 2 GmbHG für Unternehmergesellschaften (haftungsbeschränkt) hat der BGH mit Beschluss vom 19. April 2011 festgestellt, dass dieses bei Kapitalerhöhungen auf mindestens 25.000 EUR bereits für den Kapitalerhöhungsvorgang nicht mehr gelte (II ZB 25/10 - ZIP 2011, 955 = DB 2011, 1216 = MDR 2011, 737 u. a.; zustimmende Besprechungen dieser Entscheidung vgl. Miras DStR 2011, 1379; Berninger EWiR 2011, 349; Friedel jurisPR-HaGesR 8/11 Anm. 3, m. w. Nachw. ).
Dies entspricht der einhelligen Auffassung in Rechtsprechung und Literatur (vgl. etwa BGH v. 19.04.2011 - II ZB 25/10, NJW 2011, 1881 Tz. 19 zum "Übergang" in die normale GmbH ohne Rechtsformwandel und allg. Roth , in: Roth/Altmeppen, GmbHG, 7. Aufl. 2012, § 5a Rn. 5;… Fastrich , in: Baumbach/Hueck, GmbHG, 20. Aufl. 2013, § 5a Rn. 3, 7; Seibert , GmbHR 2007, 673, 675; Miras, NJW 2013, 212).
Maßgeblicher Zeitpunkt für den Wegfall der Haftungsbeschränkung ist die Eintragung des Gesellschafterbeschlusses über die Kapitalerhöhung im Handelsregister (vgl. BGH NJW 2011, 1881 Rn. 19 f).
LG Dortmund, 28.03.2017 - 1 S 177/16
Verwalter-UG wird zur GmbH - Bonitätszweifel bleiben!
Nach der Rechtsprechung des BGH gilt das für die UG ansonsten geltende Verbot von Sacheinlagen nach § 5a Abs. 2 S. 2 GmbHG nicht, wenn es um eine den Betrag des Mindestkapitals nach § 5 Abs. 1 GmbHG erreichende oder übersteigende Erhöhung des Stammkapitals einer Unternehmergesellschaft geht (vgl. BGH, Beschl. v. 19.4. 2011 - II ZB 25/10).