Source: https://hartz.info/index.php?action=printpage;topic=121896.0
Timestamp: 2020-07-10 00:11:37
Document Index: 148691378

Matched Legal Cases: ['§ 7', '§ 67', '§ 41', '§ 67', '§ 67', '§ 67', '§ 67', '§67', '§ 67', '§ 67', '§ 67', '§ 67', '§67', '§ 9', '§67', '§67', '§ 168', '§67', '§ 67', '§ 67', '§ 67', '§ 67', '§ 67']

Seite drucken - Sammel-Thema zur vereinfachten Antragstellung/automatischen Weiterbewilligung
Hilfebereich => Fragen und Antworten zu Hartz IV / ALG II => Thema gestartet von: Ottokar am 29. März 2020, 12:48:38
Titel: Sammel-Thema zur vereinfachten Antragstellung/automatischen Weiterbewilligung
Beitrag von: Ottokar am 29. März 2020, 12:48:38
Fragen zur vereinfachten Antragstellung und automatischen Weiterbewilligung infolge des Sozialschutz-Paketes stellt bitte in diesem Sammel-Thema.
Titel: Re: Sammel-Thema zur vereinfachten Antragstellung/automatischen Weiterbewilligung
Beitrag von: robiwobi am 29. März 2020, 17:10:31
Habe ich die Änderungen im Rahmen des Sozialschutz Paketes richtig verstanden?:
Sollte ich zum 01. Juni einen Erstantrag stellen, würde das bedeuten, dass wenn dieser vorläufig bewilligt würde der Bewilligungszeitraum 6 Monate wäre und keine Vermögensprüfung erfolgen würde.
Nach Ablauf dieser 6 Monate zum 30. November würde keine automatische Weiterbewilligung erfolgen und es wäre auch kein Antrag auf eine abschließende Entscheidung notwendig, da Bewilligungszeitraum nach dem 01.09. endet.
Vermögensprüfung würde erst im siebten Monat erfolgen, dazu müsste ich aber Weiterbewilligungsantrag stellen.
Beitrag von: Harald53 am 29. März 2020, 19:33:15
Zitat von: robiwobi am 29. März 2020, 17:10:31
Die Vermögensprüfung wird sicherlich dann rückwirkend erfolgen, denn sonst würde ja jetzt jeder einfach mal ein halbes Jahr Hartz4 kassieren.
Beitrag von: Sabine13 am 29. März 2020, 19:37:51
Zitat von: Harald53 am 29. März 2020, 19:33:15
Die Vermögensprüfung wird sicherlich dann rückwirkend erfolgen,
Nur würde das dann das ganze Chaos perfekt machen, wenn festgestellt wird, man hatte gar keinen Anspruch und es käme zu einer Rückforderung incl.der KK Beiträge für jedes BG Mitglied.
Beitrag von: kämpfer am 29. März 2020, 19:43:28
Hier wird geschrieben das sie nachgeholt wird, persönlich glaube ich das in den 6 Monaten ohne Prüfung, Gnade vor Recht geht.
Beitrag von: Harald53 am 29. März 2020, 19:43:44
Zitat von: Sabine13 am 29. März 2020, 19:37:51
Na als Chaos würde ich das nicht bezeichnen, Rückforderungen durch das Jobcenter sind doch gang und gebe, vor allem bei Menschen die Arbeiten gehen und noch aufstocken.
Da wird auch genau bis auf den Cent gerechnet und bei Überzahlung muss zurückgezahlt werden.
Deshalb kann ich mir schwer vorstellen das jetzt jeder ohne Prüfung einfach Hartz4 kassieren kann (auch wenn man gar nicht berechtigt ist)
Zitat von: kämpfer am 29. März 2020, 19:37:51
Hier wird geschrieben das sie nachgeholt wird.
Beitrag von: kämpfer am 29. März 2020, 19:50:20
Sicherlich wird es in dem „Corona Zeitraum“ Gnade vor Recht gelten.
Überprüfungen werden stattfinden man wird nicht so hart sein.
Mal sehen wie sich das ganze entwickelt. :smile:
Beitrag von: robiwobi am 29. März 2020, 20:24:57
Das nicht, um das gehts ja.
Jetzt haben 6 Monate lang auch Leute Anspruch auf Hartz 4, die sonst zuviel Vermögen hätten. Es sei denn das Vermögen ist "erheblich".
Z.B. Selbstständige, die jetzt kein Einkommen mehr haben.
Natürlich nicht solche deren Monatseinkommen zu hoch ist.
Ab dem siebten Monat wird wieder geprüft und wer dann zuviel hat fliegt halt wieder raus.
Nein, nicht Gnade vor Recht, sondern einfach Recht. Es wird nicht rückwirkend geprüft.
Ottokar hat hier eine Zusammenfassung erstellt:
Beitrag von: Sabine13 am 29. März 2020, 20:29:21
Zitat von: robiwobi am 29. März 2020, 20:24:57
Das läßt sich auf den ersten Blick auch nicht gleich feststellen, wenn die Miet/Nebenkosten oder Zinsen der eigen genutzten Immobilie hoch sind.
Da zum Vermögen eines Selbständigen nicht nur Bar- oder Bankkontowerte zählen, sondern auch Forderungen, dürfte die Bewertung "erheblich" nicht ganz so einfach sein.
Beitrag von: Ottokar am 29. März 2020, 20:32:22
Da eine Vermögensprüfung immer nur zum Stichtag erfolgen kann, kann diese logischerweise nicht nachgeholt werden.
Das Gesetz regelt auch nicht, dass diese nachzuholen ist.
Der Hinweis auf einen Antrag auf eine abschließende Entscheidung bei einer vorläufigen Bewilligung gilt unabhängig davon, wann diese endet.
Beitrag von: The Witch am 29. März 2020, 20:33:40
Wie wäre es, einfach mal das Gesetz zu lesen? (Ist hier mittlerweile mehrfach verlinkt, eine Zusammenfassung durch Ottokar findet sich auf jeder Seite oben rechts in fetter roter Schrift.)
(1) Leistungen für Bewilligungszeiträume, die in der Zeit vom 1. März 2020 bis zum 30. Juni 2020 beginnen, werden nach Maßgabe der Absätze 2 bis 4
Zitat von: kämpfer am 29. März 2020, 19:43:28
Hier wird geschrieben das sie nachgeholt wird, (…)
(Dafür, dass der "Artikel" erst drei Tage alt ist, enthält er reichlich Schwachsinn.)
Beitrag von: robiwobi am 29. März 2020, 20:46:53
In dem Artikel steht: "Es ist damit zu rechnen, dass die Prüfung nach der Zeit der Krise erfolgt."
Das deckt sich mit Ottokars Zusammenfassung, dass Prüfungen wieder ab dem siebten Monat nach Antragstellung erfolgen.
Das missverstehen manche als würde da etwas nachgeholt. Nachholen ist was anderes.
Zitat von: Ottokar am 29. März 2020, 20:32:22
Muss ich dann das Jobcenter um eine EKS bitten weil sonst gar nichts passieren würde?
Beitrag von: Ottokar am 29. März 2020, 20:52:38
Zitat von: robiwobi am 29. März 2020, 20:46:53
Wenn du eine abschließende Entscheidung beantragst, musst du auch eine abschließende EKS abgeben.
Und wenn das JC eine abschließende Entscheidung treffen will, muss es von dir eine abschließende EKS fordern.
Das Formular findest du hier: https://www.arbeitsagentur.de/datei/anlageeks_ba013054.pdf
Beitrag von: superMeier am 29. März 2020, 21:04:43
Gilt der Verzicht auf Vermögensprüfung nun eigentlich nur für Selbstständige oder für alle die arbeitslos geworden sind? Dieses Wochenende ist das Gesetz ja nun meines Wissens in Kraft getreten. So wie ich das Jobcenter allerdings bei uns kenne, kann ich mir nicht vorstellen, dass da nun von heute auf morgen gar nicht mehr geprüft werden soll. Bin mal gespannt, was die Erfahrungsberichte hier in den nächsten Tagen ergeben werden.
Beitrag von: Harald53 am 29. März 2020, 21:08:46
Wenn die Vermögensprüfung doch nur zum Stichtag erfolgen kann, wie du geschrieben hast?
Wieso reicht dann nicht ein Kontoauszug vom Stichtag für die Vermögensprüfung?
Beitrag von: Ottokar am 29. März 2020, 21:20:08
Beitrag von: The Witch am 29. März 2020, 21:25:54
Beitrag von: kämpfer am 29. März 2020, 21:29:00
Beitrag von: Sabine13 am 29. März 2020, 21:35:08
Beitrag von: robiwobi am 29. März 2020, 21:38:54
Beitrag von: kämpfer am 29. März 2020, 21:45:20
@sabine13 Tiefenprüfung kommt nicht von den Geologen, schön wärs :grins:
Beitrag von: oldhoefi am 29. März 2020, 21:49:26
Beitrag von: Harald53 am 29. März 2020, 22:49:39
Dann könnte ja auch jeder der einer normalen Arbeit nachgeht einfach mal die 6 Monate das Harzt4 zusätzlich "mitnehmen" :nea:
Ich kanns mir net vorstellen, das das so laufen soll. Aber gut wir werden sehen :smile:
Beitrag von: Sabine13 am 29. März 2020, 22:56:07
Beitrag von: Ottokar am 30. März 2020, 08:33:13
Beitrag von: robiwobi am 30. März 2020, 09:53:48
Beitrag von: superMeier am 30. März 2020, 10:07:34
Beitrag von: kämpfer am 30. März 2020, 11:25:32
Beitrag von: robiwobi am 30. März 2020, 14:36:03
Beitrag von: kämpfer am 30. März 2020, 14:52:22
Obwohl gedruckt ist Geld ja schnell :zwinker:
Beitrag von: Gast35872 am 30. März 2020, 20:55:14
Beitrag von: FoxiBRB am 31. März 2020, 05:39:54
wenn ich einen Denkfehler habe,bitte nicht steinigen :scratch:
Beitrag von: sandy50j am 31. März 2020, 11:46:16
Beitrag von: ibrahim am 01. April 2020, 11:27:49
Beitrag von: Nö am 01. April 2020, 11:39:01
Beitrag von: ibrahim am 01. April 2020, 11:50:36
Beitrag von: Ottokar am 01. April 2020, 12:04:33
Beitrag von: ibrahim am 01. April 2020, 12:06:30
Beitrag von: Nö am 01. April 2020, 12:28:34
Du beantwortest die Fragen in der Anlage VM wahrheitsgemäß :clever:
Beitrag von: FoxiBRB am 01. April 2020, 14:52:03
Beitrag von: Ottokar am 01. April 2020, 14:59:31
Beitrag von: FoxiBRB am 01. April 2020, 15:07:42
Beitrag von: Ottokar am 01. April 2020, 15:13:20
Beitrag von: FoxiBRB am 01. April 2020, 15:17:57
Beitrag von: Ottokar am 01. April 2020, 15:20:19
Beitrag von: ibrahim am 01. April 2020, 18:15:54
Beitrag von: ollieh am 02. April 2020, 10:51:12
Beitrag von: robiwobi am 03. April 2020, 03:17:23
Beitrag von: bundf am 03. April 2020, 10:46:33
Beitrag von: Ottokar am 03. April 2020, 10:51:35
Beitrag von: bundf am 03. April 2020, 11:09:31
Beitrag von: Sabine13 am 03. April 2020, 11:13:46
Beitrag von: Ottokar am 03. April 2020, 11:16:47
Beitrag von: bundf am 03. April 2020, 12:31:37
Alles klar. Ich meinte auch den 01.03.2020. Bin schon ganz verwirrt und habe mich verschrieben :wand:
Beitrag von: oldhoefi am 04. April 2020, 01:47:26
Beitrag von: jordan2sheepy am 07. April 2020, 03:32:09
Beitrag von: Sabine13 am 07. April 2020, 12:08:10
Beitrag von: Sylvergirl am 08. April 2020, 11:25:47
Beitrag von: Ottokar am 08. April 2020, 11:38:58
Beitrag von: Sylvergirl am 08. April 2020, 14:19:03
Beitrag von: ollieh am 08. April 2020, 15:54:02
Mal sehen wie das so klappt. :smile:
Beitrag von: Angie69 am 09. April 2020, 18:41:12
Mit Schreiben vom 01.04.2020 Aufforderung zur Mitwirkung ich soll Kontoauszüge ab 01.12.2019 vorlegen da mein Anspruch auf Leistungen geprüft werden soll :weisnich:
Gleichzeitig wurde mir allerdings am 27.03.2020 mitgeteilt dass ich aus dem Bezug Falle auf Grund eines Gutachtens des ärztlichen Dienst und nun geklärt werden müsse wer für mich zuständig ist. Weitere Informationen habe ich nicht. Also keine Ahnung was ich nun tun muss oder ob ich etwas tun muss :weisnich:
Beitrag von: JensM1 am 09. April 2020, 19:45:32
Beitrag von: Sylvergirl am 09. April 2020, 20:55:23
Beitrag von: Angie69 am 09. April 2020, 21:32:55
Beitrag von: SantanaAbraxas am 10. April 2020, 06:19:29
Beitrag von: Ottokar am 10. April 2020, 10:27:51
Beitrag von: Klorakel am 12. April 2020, 11:32:59
Beitrag von: Ottokar am 12. April 2020, 11:42:14
Beitrag von: barrbarra am 13. April 2020, 13:47:04
Beitrag von: blaumeise am 13. April 2020, 13:52:11
Beitrag von: sagmal am 13. April 2020, 14:13:35
Beitrag von: blaumeise am 13. April 2020, 14:23:36
Guck hier: § 7 SGB II: http://www.buzer.de/gesetz/2602/a37292.htm (http://www.buzer.de/gesetz/2602/a37292.htm)
Beitrag von: Ottokar am 13. April 2020, 18:53:06
Beitrag von: Macccccy am 16. April 2020, 11:38:46
Beitrag von: gloegg am 16. April 2020, 14:31:20
Kommt denn trotz automatischer Weiterbewilligung ein entsprechender, schriftlicher Bescheid über die Weiterbewilligung?
Beitrag von: Lockenstab am 17. April 2020, 12:37:37
Ich wollt mal wissen was das für ein Account ist den man da anlegen muss, um online die Anträge einreichen zu können. Da steht auch was von "...Jobbörse einsehen können...". Nicht dass das so ein Account ist in dem ein SB mit rumfingern kann. Mus man da auf irgendwas achten beim regestieren?
Beitrag von: Nö am 17. April 2020, 12:51:55
Zitat von: Lockenstab am 17. April 2020, 12:37:37
Du meinst Jobcenter Digital?
Da fingert kein SB rum, sondern nur du und Menschen mit deinen Zugangsdaten. :wand:
Über das JC Digital wird z.b. dein WBA direkt in die E-Akte hochgeladen. Schnell, unbürokratisch und Praktisch.
Beitrag von: Lockenstab am 17. April 2020, 13:22:08
Zitat von: Nö am 17. April 2020, 12:51:55
Danke das wollte ich wissen.... sorry für die Frage als solches, aber man wäre ein Schelmm wenn man böses dabei denken würde.... Zutrauen würde ich das denen durchaus das Sie "Bestandskunden" damit so nen Acc aufdrücken wie die Dinger wo ein SB Zugriff drauf hat und auch nur der Änderungen in dem Ding vornehmen kann.
Nix für ungut... aber lieber einmal blöd gefragt als im schlamasel sitzen. :flag: :flag: :flag:
Beitrag von: gloegg am 17. April 2020, 16:37:33
Darf ich noch mal fragen, ob trotz automatischer Weiterbewilligung ein entsprechender, schriftlicher Bescheid über die Weiterbewilligung kommt? Hat jemand vielleicht schon einen Bescheid bekommen? Der Bescheid ist ja zu Nachweiszwecken (z.B. Beantragung Beratungshilfe, Befreiung GEZ etc.) notwendig...
Beitrag von: ThomasParis am 17. April 2020, 19:00:24
aufgrund der aktuellen Situation habe ich Ende März dann auch einen Erstantrag gestellt - lebe mit Partnerin in einer Bedarfsgemeinschaft.
Zu dem Zeitpunkt gab es noch keinen vereinfachten Antrag (+KAS), so dass ich erstmal den normalen Hauptantrag mit einigen Anhängen gestellt habe. Relativ zügig danach kam dann eine Rückmeldung über noch fehlende Unterlagen und Nachweise, die bitte einzureichen seien; in dem Fall Kontoauszüge seit September 2019, Paypal, Amazon, Auflistung über Gegenstände mit besonderem Wert und auch die Anlage VM. Ebenso die übersendete Eingliederungsvereinbarung, vollständiger Mietvertrag (statt einer bisher eingereichten Mietbescheinigung), letzte Jahresabrechnung usw.
In Zusammenhang mit dem vereinfachten Verfahren kam mir das etwas viel vor, und ich habe den vereinfachten Antrag + KAS ausgefüllt und versichert, dass wir kein erhebliches Vermögen haben.
Auf Nachfrage heißt es, dass die zuvor angeforderten Unterlagen dennoch erforderlich sind.
Wie gehe ich damit am Besten um? Auf der einen Seite haben wir nichts zu verbergen und würden gerne möglichst schnell die Hilfe erhalten, auf der anderen Seite kommt es mir vor, als wird uns hier etwas unterstellt und der Zugang unnötig erschwert.
Beitrag von: Sylvergirl am 17. April 2020, 21:33:35
Beitrag von: ThomasParis am 17. April 2020, 21:50:37
Zitat von: Sylvergirl am 17. April 2020, 21:33:35
Naja, ähnlich wie PayPal kann man auch hier Guthaben haben. Hab ich nicht, und mit meiner Versicherung darüber, dass kein erhebliches Vermögen vorliegt sollte das m.M.n. auch vom Tisch sein, aber naja. Scheinbar nicht.
Beitrag von: Ottokar am 18. April 2020, 10:56:43
Zitat von: gloegg am 16. April 2020, 14:31:20
Beitrag von: gloegg am 18. April 2020, 12:22:24
Danke Ottokar! :sehrgut:
Beitrag von: Ottokar am 19. April 2020, 11:12:12
Zitat von: ThomasParis am 17. April 2020, 19:00:24
Bei einem Erstantrag darf das JC die Unterlagen nach wie vor fordern.
Nur bei einem Weiterbewilligungsantrag hat der Gesetzgeber das Vorliegen der Anspruchsvoraussetzungen gesetzlich fingiert, womit eine Anspruchsprüfung und die damit verbundene Datenerhebung nicht mehr stattfinden darf.
In § 67 Abs 2 SGB II hat der Gesetzgeber für Erstanträge nur geregelt, dass in den ersten 6 Monaten keine Vermögensprüfung stattfindet, sofern der Antragsteller erklärt hat, dass das Vermögen nicht erheblich ist. Alle anderen Anspruchsvoraussetzungen müssen nach wie vor geprüft und die entsprechenden Daten erhoben werden.
Abgesehen davon gilt weiterhin, dass das JC die Leistung zeitnah erbringen muss, gegebenenfalls in Form einer vorläufigen Bewilligung (vgl. § 41a Abs. 1 SGB II).
Beitrag von: posaidon am 19. April 2020, 15:08:28
Mein aktueller Bescheid läuft bis Ende Mai. Muss ich jetzt einen Weiterbewilligungsantrag stellen? Versteh es nicht so recht
Beitrag von: ThomasParis am 19. April 2020, 23:56:53
Zitat von: Ottokar am 19. April 2020, 11:12:12
Keine Vermögensprüfung heißt im Klartext was? Denn alle dafür erforderlichen Unterlagen, die Aufschluss über Vermögen geben inkl. der Anlage VM muss ich ja trotz Versicherung über kein erhebliches Vermögen einreichen.
Wie auch immer, die Unterlagen sind vorbereitet, damit dürfen sich die Sachbearbeitenden dann rumschlagen.
Beitrag von: Ottokar am 20. April 2020, 09:41:56
Zitat von: ThomasParis am 19. April 2020, 23:56:53
Keine Vermögensprüfung heißt im Klartext was?
Wenn kein Vermögen geprüft wird, dürfen logischerweise auch keine Nachweise gefordert werden, da für eine solche Forderung dann die rechtliche Grundlage fehlt.
Rechtsgrundlage für Datenerhebungen im SGB II ist zuallererst § 67a Abs. 1 SGB X.
Danach darf das JC Daten erheben, deren Kenntnis das JC zur Erfüllung einer Aufgabe nach dem SGB II erforderlich ist.
Da lt. § 67 Abs. 1 und 2 SGB II für Bewilligungszeiträume, die in der Zeit vom 1. März 2020 bis zum 30. Juni 2020 beginnen, eine Vermögensprüfung bei nicht erheblichem Vermögen nicht zu den Aufgaben des JC gehört, gibt es auch keine Rechtsgrundlage für eine Datenerhebung zu Vermögensdaten.
Beitrag von: jordan2sheepy am 20. April 2020, 11:12:17
Zitat von: ThomasParis link
kann mir vorstellen dass sie halt mit den angeforderten daten dein EINKOMMEN, nicht aber vermoegen pruefen. somit waere es dann ja wieder rechtens wenn ich es richtig verstehe.
Beitrag von: zoolander am 20. April 2020, 22:01:19
Hallo zusammen, ich gehöre auch zu denjenigen, die noch keinen schriftlichen Bescheid über die automatische Verlängerung erhalten haben.
Eigentlich hatte ich schon einen formlosen Antrag unter Hinweis auf § 67 Abs. 5 SGB II (wie von ottokar geraten) aufgesetzt, doch haben sich gerade erst die Kosten der Unterkunft erhöht. Unterm Strich geht es um 25€ Plus pro Monat.
Ich hatte schon länger nichts mehr schriftlich mit dem Amt zu tun und weiß gerade nicht, ob, wie und wann eine Anpassung der Auszahlungshöhe stattfindet, wenn das Amt jetzt von meinen alten Werten ausgeht und ich die geänderten Daten erst noch nachreiche.
Andererseits will ich das Amt nicht noch verwirren und mit neuen Nachweisen die Bearbeitungszeit hinauszögern.
Beitrag von: Sabine13 am 20. April 2020, 22:49:42
Da du die Veränderung ohnedies mitteilen mußt, würde ich das mit einem Dreizeiler (Erhöhungsschreiben beifügen)machen und gleichzeitig dabei deinen Antrag verlängern.
Beitrag von: zoolander am 20. April 2020, 23:18:07
Was genau meinst du denn mit Erhöhungsschreiben? Eine kurze Auflistung der Kosten der Unterkunft?
Die Nachweise dann einfach per Post nachschicken?
Beitrag von: Sabine13 am 20. April 2020, 23:26:36
Die 25 Euro monatlich mehr, müssen ja irgendwo stehen oder aufgelistet und nachvollziehbar sein.
Du kannst die Unterlagen per Brief, Fax oder auch per Email senden.
Beitrag von: zoolander am 20. April 2020, 23:34:30
Klar, dass ich die Unterlagen nachreiche. Ich dachte, du meinst mit Erhöhungsschreiben evtl. einen Vordruck vom Amt. :smile: - gibt ja immer wieder Dinge, die man noch nicht kennt.
Selbstverständlich werden die Belege wie immer zugeschickt bzw. gefaxt. Der Mehrbedarf verteilt sich auch auf mehrere Posten.
Hoffe nur, dass es zum Ersten auch mit der Fortzahlung funktioniert, wenn nicht einfach die bisherigen Daten übernommen werden.
Beitrag von: Nö am 21. April 2020, 07:04:23
Geh auf Nummer Sicher, lade dir die Anlage WBA herunter, dort werden eh die Kosten der Unterkunft eingetragen.
Mit der Anlage (4 Seiten) bist du schnell durch wenn sich sonst nichts geändert hat.
Beitrag von: Vagabund am 21. April 2020, 14:30:56
Zitat von: gloegg am 17. April 2020, 16:37:33
Zitat von: Ottokar am 18. April 2020, 10:56:43
Bin neu hier im Forum und das ist mein erster Beitrag. Daher hab ich Euch beide mal zitiert um zu gleichzeitig zu testen, ob das Forum einen informiert wenn ein Beitrag zitiert wurde.
Wie ist das mit der GEZ aka Deutschlandradio?
Die haben mir nämlich heute wie immer geschrieben, dass meine Befreiung am 31.5.20 ausläuft und ich doch bitte wieder das typische Formular schicken soll.
Ich habe bis heute (21. April) noch nichts bezüglich der automatischen Verlängerung schriftlich bekommen, was mich aber noch nicht beunruhigt, da ich es erst zum 1. Juni ausläuft und nicht zum 1. Mai.
Ich vermute stark, die sind momentan so überlastet, dass sie Leute wo es zum 1. Juni ausläuft erst im Mai kontaktieren, und jetzt damit beschäftigt sind die abzuarbeiten, bei denen es schon zum 1. Mai ausläuft.
Zitat von: posaidon am 19. April 2020, 15:08:28
Ist bei mir genau so. Ich habe bei mehreren Seiten gelesen, auch welche die das neue Gesetzt sampt Paragraph zitieren, dass es bei Leuten die zum:
verlängern müssen, davon befreit sind und es automatisch gemacht wird.
Da es ein festes Gesetz ist, also nicht nur irgend eine förmliche Laberei, wär das Schlimmste was DIr passieren kann, dass es zum 1. Juni nicht kommt, aber direkt nachgeholt wird sobald Du telefonisch reklamierst.
Die sind verpflichtet das zu machen da es wie gesagt ein festes Gesetz ist.
Beitrag von: RicBLN am 21. April 2020, 15:32:16
Ich bin neu hier und habe da mal ein paar fragen und benötige das geballte Schwarmwissen von euch :)
Ich habe am 07.04.2020 den vereinfachten Antrag zwecks ALG2 per e-mail eingereicht. Die Eingangsbestätigung folgte auch per post.
nun verstichen weitere 12 Tage ohne E-Mail oder Brief zwecks Bewilligung.
Da ich nun ohne Geld auf dem Konto Mittellos bin und auch keine Miete und ähnliches bezahlen kann habe ich heute bei der Service Hotline Nachgefragt wie der aktuelle Stand der Dinge ist.
Anscheinend ging heute ein Brief an mich los indem hervorgeht das ich noch eine menge Unterlagen nachreichen muss.
Mietvertrag, Heizkostenabrechnung, die letzten 3 Monate Kontosuazüge, Personalausweis Kopie, meine Versichertenkarte und einen "grund" warum ich das beantrage bzw Hilfebedürftig bin.
Ohne diese Unterlagen geht es nicht weiter. :(
Mein Verständnis der neuen Regelungen ist eine etwas andere. "Schnell und unbürokratisch"... davon sehe ich absolut nichts.. es sind nun 14 tage vergangen in dem sich nichts gerührt hat.
Auch wenn gewisse unterlagen benötigt werden so versichere ich mit meiner Unterschrift das alle angaben auch stimmen. Ich möchte mich auch ungern Strafbar machen.
Desweiteren sehe ich das mit dem Perso und Mietvertrag auch ein. Die kontoauszüge und co nicht, da ja nun mal keine Vermögensprüfung mehr abgehalten wird. Mit der Abgabe der Kontoauszüge wird die ganze Neuregelung ad absurdum geführt.
Muss ich wirklich alles abgeben um Leistungen bewilligt zu bekommen?
Wenn allein schon die bearbeitung gute 2 wochen zeit in Anspruch nimmt würde es mit der übersendung der unterlagen bestimmt nochmal 1-2 wochen dauern.
So lange halte ich ohne Geld nicht mehr durch :(
Für Tipps und co wäre ich ihnen unglaublich dankbar!!
Beitrag von: Nö am 21. April 2020, 15:40:40
Zitat von: RicBLN am 21. April 2020, 15:32:16
Dann ist dein Verständnis leider falsch.
Du kannst nicht die Antragsvordrucke einreichen und glauben, dass nach 1 Woche blind Leistungen bewilligt werden.
Natürlich wird anhand der angeforderten Nachweise geprüft, ob du hilfebedürftig bist.
da ja nun mal keine Vermögensprüfung mehr abgehalten wird. Mit der Abgabe der Kontoauszüge wird die ganze Neuregelung ad absurdum geführt
Nein, sie dienen der Einkommensprüfung.
Mal abgesehen von dem"
"grund" warum ich das beantrage bzw Hilfebedürftig
" sind alle Nachweise nachvollziehbar.
Aber wenn es schnell gehen soll, schreib halt in 2 Sätzen warum du Leistungen beantragst und wie du zuvor deinen Lebensunterhalt gesichert hast.
Um so ein Schreiben würde ich mich nicht mit dem JC streiten.
Die haben derzeit genug Arbeit.
Beitrag von: ThomasParis am 21. April 2020, 19:24:36
Zitat von: jordan2sheepy am 20. April 2020, 11:12:17
Ja, in der Antwort hieß es, dass die Vereinfachung mich "nicht entbindet, die Angaben auch nachzuweisen". Im Falle der Versicherung über kein erhebliches Vermögens dachte ich, dass es eben doch vom Nachweis entbindet, und inwiefern Einkommen von September bis zum Monat der Antragstellung relevant ist, ist mir auch nicht ganz klar, aber gut. Dokumente sind eingereicht, bei ~50 weiteren eingereichten Seiten an Nachweisen heißt es jetzt erstmal wieder warten.
Beitrag von: RicBLN am 21. April 2020, 20:30:22
Zitat von: Nö am 21. April 2020, 15:40:40
Niemand redet von einer Woche. Ich hatte vor 7 Jahren das letzte mal h4 bezogen. Und ich kann halt vergleiche ziehen.
Daher die persönliche Einschätzung das sich nicht wirklich was geändert hat.
Und meine Definition von Schnell und Unbürokratisch sieht halt ein wenig anders aus. Siehe die Soforthilfen für Betriebe, Selbstständige und co.
Aber gut, genug Offtopic :)
Wenn ich alle Unterlagen morgen (digital) einreiche, könnte ich zumindest einen vorläufigen Bescheid beantragen?
Wie gesagt, mein erspartes ist nun weg und ich bin gelinde gesagt Pleite.
Beitrag von: Nö am 22. April 2020, 07:04:43
Zitat von: RicBLN am 21. April 2020, 20:30:22
Wenn ich alle Unterlagen morgen (digital) einreiche, könnte ich zumindest einen vorläufigen Bescheid beantragen?Wie gesagt, mein erspartes ist nun weg und ich bin gelinde gesagt Pleite.
Gelinde gesagt, bist du nur einer von Tausenden.
Derzeit werden tausende von Anträgen gestellt. Teilweise arbeiten MA aus dem JC unterstützend in der Agentur aufgrund der Anträge auf KUG.
Man leistet, was man kann.
Niemand redet von einer Woche.
Dir waren 2 Wochen zu lang.
2 Wochen bzw. 10-15 Werktage sind eine Frist, die für Neuanträge eingehalten werden sollte, wenn sie vollständig sind und es nicht gerade eine Pandemie herrscht.
Beitrag von: Lockenstab am 22. April 2020, 18:50:41
Ich muss jetzt mal meinem dicken Hals etwas Luft machen ....
Habe mich am Freitag beim JC digital regestriert, und heute mein Pin per Post erhalten.
Mich angemeldet und da die Pin eingegeben. Soweit so gut.... nun wollte ich eine VÄM machen und bekome die Meldung, dass ich mich mit meinem JC in verbindung setzen muss weil ich keine Berechtigung habe da irgendwas zu machen.
Hab die Nummer meine JC angerufen und landete in Berlin.... also Hotline angerufen...da erfahre ich dann das es schon ein Profil unter anderem Benutzernamen gibt.
Nach einem hin und her verriet mir mein Gegenüber den Benutzername, mit dem ich mich anmelden müsste um die VÄM digital machen zu können.
Hab ich nicht am Freitag den 17. noch gefragt um was es sich da handelt, ob das so ein Teil ist das SB für einen anlegt und SB Admin von diesem Account ist? User Nö meinte das ist nur um digital schnell und praktisch WBA usw. beim JC einreichen zu können....
Tja Pustekuchen.... genau so ein Account ist das wie ich es befürchtete. Denn nun bekomme ich die "alten" Zugangsdaten per Post zugesendet, in zwei Briefen, der eine mit dem PW der andere mit dem Benutzernahmen.
Anscheinend muss diesen Account das JC vom anderen LDK gemacht haben, den das läuft noch unter meinem Ehenamen, den ich so ganz nebenbei seit 11 Jahren nicht mehr führe. Mir wurde nie mitgeteilt das es so ein Account/Profil von mir beim JC gibt, und warum bitte bekommt man keine Meldung oder irgendwas das man sich nicht regestriern braucht weil´s schon was gibt?! Wenn man den LDK wegen Umzug wechselt wärend des ALG 2 bezuges, warum zieht so ein Account/Profil dann nicht mit um? Ich bin immer noch auf 180 .... Was die JC nicht alles an Daten und Unterlagen haben wollen, aber über sowas erhält man keinerlei Auskunft.... Das System scheint ja zu wissen das es von mir schon was gibt, sonst hätte man mich ja nicht geblockt...an statt der Pin hätte man ja auch einfach mla die anderen Zugangsdaten schicken können....
Jetzt darf ich halt doch zum JC fahren und die VÄM in Papierform in den Postkasten stecken..... unbürokratisch ist für mcih echt was anderes *kotz*
Beitrag von: ollieh am 22. April 2020, 19:42:40
Ist mir auch so ergangen. Habe beim Job Center auch angerufen und die wussten von nichts. Die haben überhaupt nicht verstanden was ich meinte. Hab das ganze Procedere auch gemacht aber nichts gebracht. Ist ja kein Problem die Weiterbewilligung soll ja voll automatisch abgewickelt werden ohne dass ich was machen muss. Das wissen die Jobcenter Mitarbeiter übrigens. Hatte deswegen extra angerufen. Muss keinen schriftlichen Antrag abgeben. Ich lass mich überraschen.
Beitrag von: Lockenstab am 22. April 2020, 19:46:48
Bei mir ist es ne VÄM und keine WBA :flag: :flag:
Beitrag von: ollieh am 22. April 2020, 20:53:18
Was ist eine VÄM ?
Beitrag von: Sabine13 am 22. April 2020, 20:55:42
Beitrag von: Nö am 23. April 2020, 08:35:31
Zitat von: Lockenstab am 22. April 2020, 18:50:41
Tja Pustekuchen.... genau so ein Account ist das wie ich es befürchtete
Mit Sicherheit hat kein MA einen Account für dich angelegt.
Wurde mal für deine BG eventuell von anderen BG-Mitgliedern mal ein Account angelegt?
Oder hast du bereits einen Account angelegt?
Beitrag von: a_good_heart am 23. April 2020, 09:05:05
Tja Pustekuchen.... genau so ein Account ist das wie ich es befürchtete.
vermutlich verwechselst du das mit diesem 'Bewerber-Profil', das mal ein SB über dich angelegt hat und das dann seit Jahren nicht mehr angepasst wurde. Dieses kann man selbst nur ansehen (sich schlapp lachen), aber nichts dran ändern... :smile:
Beitrag von: Vagabund am 23. April 2020, 14:17:19
Noch was bzgl WBS bzw. das Dokument für die GEZ Deutschlandradio:
Ich habe zuhause einen Drucker, der gleichzeitig Scanner und Kopierer ist.
Könnte ich dieses eine Dokument für die nicht ausfüllen, einscannen und es per E-Mail an die GEZ schicken?
Das würde sowohl denen als auch mir weiteren Papierkram und Briefverkehr sparen...vor allem in Zeiten wie jetzt, wo man nur raus gehen soll wenn s um Einkäufe etc. geht.
Beitrag von: Lockenstab am 23. April 2020, 19:20:20
Zitat von: a_good_heart am 23. April 2020, 09:05:05
mag dann wohl so sein... jedenfalls gibt´s da was, weswegen ich online keinen antraf einreichen kann. habs jetzt per mail direkt ans JC geschickt. egal wie, wird eh daueren und weit nach dem 1. erst kohle eintrudeln
Beitrag von: SantanaAbraxas am 25. April 2020, 10:11:11
Zitat von: Drago am 23. April 2020, 14:17:19
Das ist nicht unbedingt erforderlich, du kannst den Nachweis über die Weiterbewilligung auch nachreichen, sobald du den neuen Bescheid erhalten hast:
"Die Befreiung von der Rundfunkbeitragspflicht beginnt mit dem Leistungsbeginn des vorgelegten Nachweises. Zurückliegende Zeiträume können maximal drei Jahre rückwirkend ab Antragsstellung berücksichtigt werden."
Beitrag von: tt5355 am 26. April 2020, 12:36:07
ich bin selbstständig mit einer GmbH und ebenfalls betroffen.
Bei mir werden nun plötzlich nicht nur Kontoauszüge des Privatkontos, sondern ebenfalls BWA sowie Kontoauszüge(!) der GmbH gefordert.
Ist das rechtens und im Sinne der "vereinfachten" Antragsstellung?
Beitrag von: Nö am 27. April 2020, 07:03:05
Zitat von: tt5355 am 26. April 2020, 12:36:07
Deine Einkommenssituation muss geprüft werden. Daher die Nachweise.
Beitrag von: wannwirdsgut am 10. Mai 2020, 22:42:41
Meine Weiterbewilligung läuft zum 31. Mai aus. Verstehe ich es richtig, dass die weitere Weiterbewilligung automatisch geschieht und ich darüber noch eine schriftliche Bestätigung vom JC bekommen werde? Danke.
Beitrag von: etwas-ratlos am 11. Mai 2020, 00:23:35
Dasselbe Problem wie: wannwirdsgut habe ich auch.
Bewilligungsabschnitt läuft zum 31.05.2020 aus.
Wann kommt da was vom Jobcenter, also der automatische Weiterbewilligungsbescheid. Oder soll man sich besser mal beim JC melden.
Eine solche Situation wie mit Corona gab es auch noch nie.
Beitrag von: Ottokar am 11. Mai 2020, 09:54:14
Wie schon wiederholt in diesem Thema geschrieben und hier (https://hartz.info/index.php?topic=121895.0) zusammengefasst, sollte man unter Hinweis auf § 67 Abs. 5 SGB II zur Wahrung des Leistungsanspruches einen formlosen Weiterbewilligungsantrag stellen, wenn man 2 Wochen vor Ablauf des aktuellen Bewilligungszeitraumes noch keinen Weiterbewilligungsbescheid erhalten hat.
Wenn hier also der Bewilligungszeitraum am 31.05.2020 endet, sollte man am 18.05.2020 einen solchen formlosen Weiterbewilligungsantrag stellen, wenn man bis dahin noch keinen Weiterbewilligungsbescheid erhalten hat.
Beitrag von: Vagabund am 12. Mai 2020, 00:41:15
Zitat von: wannwirdsgut am 10. Mai 2020, 22:42:41
Zitat von: etwas-ratlos am 11. Mai 2020, 00:23:35
Ist bei mir genau so wie bei Euch beiden.
Ich hatte vorgestern nochmal etwas recherchiert und mehr oder weniger steht überall das Gleiche: Die WBAs werden automatisch rausgeschickt, sprich das macht kein Sachbearbeiter manuell.
Aber automatisch ist halt immer so ne Sache.
So oder so heisst es hier unter der Definition "formlos":
schriftlich, telefonisch oder persönlich.
https://www.hartziv.org/antrag.html
Also ich würde momentan erst mal telefonisch wählen. Die können dann ja nachschauen und dann entscheiden was los ist.
Eigentlich müssen sie dann die automatische Verlängerung ohne Dokumente (Kontoauszüge etc.) machen, denn ansonsten würden sie sich über das neue Gesetz bzw. den $67 Abs. 5 SGB II hinweg setzen.
Haben wir keine Leute hier, die zum 1. Mai automatisch verlängert bekamen?
Wenn ja, hat das bei Euch problemlos geklappt?
Beitrag von: etwas-ratlos am 12. Mai 2020, 09:52:16
Ob das bei anderen bereits geklappt hat, wäre interessant zu wissen, ja.
Beitrag von: Vagabund am 13. Mai 2020, 15:04:42
Zitat von: etwas-ratlos am 12. Mai 2020, 09:52:16
Mit Sicherheit gibt es davon hier im Forum einige. Lies Dir mal die ersten Seiten durch, da hatten mehrere geschrieben sie seien vom 1. Mai betroffen.
Aber bis jetzt hat von denen hier keiner mehr geschrieben.
Auf jeden Fall sind 2 Dinge sicher:
1) Dies hier ist der letzte, aktuellere Artikel zur Sache:
https://www.hartziv.org/news/20200420-jobcenter-verwirren-beim-hartz-iv-weiterbewilligungsantrag.html
"Die Informationen auf der offiziellen Seite der Agentur für Arbeit sorgen für Verwirrung. Unsere Redaktion wurde schon von zahlreichen Lesern kontaktiert, die nicht wissen, was zu tun ist. Zum einen lässt die Agentur für Arbeit in ihren Informationen die Zeiträume aus – regulär zwölf bzw. sechs Monate bei vorläufiger Bewilligung. Dass es sich bei “Leistungen auf Basis der Verhältnisse des bisherigen Bewilligungszeitraums” eben um diese Zeiträume handelt, steht für Bedürftige – wenn überhaupt – nur zwischen den Zeilen. Zudem ist auf der Seite der Agentur für Arbeit ein anklickbarer “Button” mit ANTRAG STARTEN angefügt, obwohl im vorgenannten Text steht, dass kein Antrag gestellt werden muss. Dies hat zur Folge, dass viele Hartz IV Bedürftige vorsorglich einen Weiterbewilligungsantrag gestellt haben, obwohl sie es nicht müssten."
"Dass in o. g. Fällen keine Hartz IV Weiterbewilligungsanträge gestellt werden müssen, scheint aber auch noch nicht bei allen Jobcenter Mitarbeitern angekommen zu sein. So erreichen unsere Redaktion auch regelmäßig Nachrichten, wonach Mitarbeiter telefonisch die Auskunft erteilt haben sollen, dass weiterhin Weiterbewilligungsanträge zu stellen seien – auch bei langjährigen Empfängern von Hartz IV Leistungen, bei denen keine Veränderungen eintreten."
Der Artikel ist vom 20. April.
Mittlerweile sind wieder drei Wochen vergangen. Hoffen wir mal, dass sich die JC Mitarbeiter mittlerweile besser eingestellt haben.
2) Hätte es in Deutschland massenweise zum 1. Mai Probleme mit der automatischen Weiterbewilligung gegeben, sprich sie hätte nicht funktoniert, gehe ich doch stark davon aus, dass die Medien darüber berichtet hätten.
Nach meinem Kenntnisstand ist dem aber nicht so. Daher wird es schon überwiegend geklappt haben.
Beitrag von: Fettnäpfchen am 13. Mai 2020, 18:30:18
Also bei mir hat es überraschenderweise funktioniert trotz Optionskommune und eigenen Ansichten über das Recht!
Nach dem Widerspruch über diese Bewilligung kam dann nach einer Woche und ein o. zwei Tagen derr korrekte Bewilligungsbescheid.
Das aber wahrscheinlich nur weil es nicht vom Stammpersonal sondern einer vermutlichen "Aushilfskraft" kam.
Beitrag von: etwas-ratlos am 15. Mai 2020, 00:55:09
Das finde ich schon mal gut. Mal sehen wie das jetzt bei denen ist die ab 1.6. dran wären.
Beitrag von: etwas-ratlos am 15. Mai 2020, 01:12:28
@Drago, ich denke auch das sich dann mehrere hier im Forum gemeldet hätten, wenn die Weiterbewilligungen zum 1.5 nicht hingehauen hätten. Ich werde auf alle Fälle noch bis nä. woche warten.
Beitrag von: Vagabund am 15. Mai 2020, 18:12:20
Zitat von: etwas-ratlos am 15. Mai 2020, 01:12:28
Hätte das reihenweise nicht geklappt, hätte es bestimmt hier im Forum Rückmeldungen bzw. Fragen was nun zu tun ist gegeben.
Beitrag von: posaidon am 16. Mai 2020, 20:23:29
Bei mir hat es nicht geklappt. Mein Bescheid läuft Ende Mai aus. Hätte ich nicht doch einen neuen Antrag gestellt, würde ich im Juni kein Geld mehr bekommen. Die haben sogar einen Brief geschickt, weil noch ein Lohnzettel gefehlt hat und wenn dieser nicht bis 25.5 dort eingeht, ich kein Geld mehr erhalten werde
Beitrag von: Vagabund am 16. Mai 2020, 21:51:39
Zitat von: posaidon am 16. Mai 2020, 20:23:29
Bis Du Dir aber sicher, dass bei Dir folgendes zutrifft:
1) Hartz 4 Empfänger
2) keine weiteren Verdienste
Mich wundert das mit dem Lohnzettel.
Vielleicht gehen die etwas anders zu Werke, wenn es sich um Kunden handelt die eine Arbeit haben und nur Aufstocker sind?
Unter solchen Umständen würde ich eher verstehen, dass die zuerst prüfen müssen ob sich was verändert hat.
Soweit ich diese Regel von Ende März verstehe, betrifft das mit der automatischen Verlängerung ausschließlich die "normalen" Hartzern, die ausser Hartz 4 kein Einkommen haben das eventuell geprüft werden muss.
Mal noch was von einer Seite (hatte es schon gepostet, aber nochmal):
Beudeutet:
Endet der bisherige Bewilligungszeitraum in der Zeit vom 31.03.2020 bis einschließlich 30.08.2020, wird das Antragserfordernis (Weiterbewilligungsantrag mittels Formular WBA oder online) aus Vereinfachungsgründen ausnahmsweise ausgesetzt. Bedürftige müssen also keinen Antrag auf Weiterbewilligung stellen, denn diese läuft unter Annahme der bisherigen Voraussetzungen nach dem Gesetzeswortlaut nahtlos weiter, und zwar
Die Informationen auf der offiziellen Seite der Agentur für Arbeit sorgen für Verwirrung.
Unsere Redaktion wurde schon von zahlreichen Lesern kontaktiert, die nicht wissen, was zu tun ist. Zum einen lässt die Agentur für Arbeit in ihren Informationen die Zeiträume aus – regulär zwölf bzw. sechs Monate bei vorläufiger Bewilligung.
Dass es sich bei „Leistungen auf Basis der Verhältnisse des bisherigen Bewilligungszeitraums“ eben um diese Zeiträume handelt, steht für Bedürftige – wenn überhaupt – nur zwischen den Zeilen.
Zudem ist auf der Seite der Agentur für Arbeit ein anklickbarer „Button“ mit ANTRAG STARTEN angefügt, obwohl im vorgenannten Text steht, dass kein Antrag gestellt werden muss. Dies hat zur Folge, dass viele Hartz IV Bedürftige vorsorglich einen Weiterbewilligungsantrag gestellt haben, obwohl sie es nicht müssten.
Desweiteren hatte hier am 2. April ein ollieh geschrieben, ist der BEitrag #46, glaube auf Seite 2, 3 oder 4 im Thread. Er hatte angerufen und nachgefragt:
Beitrag von: DerCom am 16. Mai 2020, 22:31:34
habe einen Erstantrag zum ALGII mit dem Vereinfachten Antrag gestellt. Nun wurden in einer Zwischenmitteilung noch folgende Unterlagen gefordert:
1) Kopie Perso - Wird Vorder-und Rückseite benötigt und darf man Teile "unkenntlich" machen ?
2) Angeheftet war noch eine "Antragsbegründung" mit "Meinen Antrag auf ALGII begründe ich wie folgt" und "In den letzten 3 Monaten habe ich meinen Lebensunterhalt wie folgt sichergestellt" - Muss ich das ausfüllen, hab da verschiedenes drüber gelesen? (Unten auf dem Blatt steht auch noch was von "Laufzettel Antrag Stand 2013")
3) Ausgefüllte Anlage VM mit Unterlagen - das müsste doch momentan entfallen oder?
4) Vollständige Kontoauszüge bzw. Umsatzübersicht (4Wochen) aller Konten auch Paypal - Zählen da auch Kreditkarten ohne Guthabenfunktion bzw. -Konto, sowie ausserdem ein Depot mit Bestand, jedoch weit unter der Freigrenze dazu und kann ich generell auch Teile "unkenntlich" machen und wenn ja, was? Im Schreiben war dazu nichts zu finden...
Beitrag von: posaidon am 17. Mai 2020, 09:33:32
Ich bin Aufstocker und Lohnzettel muss ich immer abgeben. Einer hat gefehlt, ist mir selber gar nicht aufgefallen. Kontoauszüge waren alle dabei , die wollen immer nur die der letzten 6 Wochen
Beitrag von: Ottokar am 17. Mai 2020, 10:33:53
Zitat von: DerCom am 16. Mai 2020, 22:31:34
Der Ausweis wird zur Identifikation benötigt, da ja die persönliche Vorsprache entfällt.
Eine solche Antragsbegründung war und ist unzulässig.
Korrekt, das keine Vermögensprüfung stattfindet, darf auch die Anlage VM nicht gefordert werden, ebensoweinig wie Vermögensnachweise.
Hierbei geht es ausschließlich um Bankkonten und die Prüfung von Zahlungseingängen.
Beitrag von: DerCom am 17. Mai 2020, 12:52:15
Zitat von: Ottokar am 17. Mai 2020, 10:33:53
schonmal danke für die Antwort. Dann lasse ich die Antragsbegründung und die Anlage VM erstmal weg und schicke nur Perso und Bankkonten mit Paypal.
Wollte nur nochmal nachfragen, wie es erfahrungsgemäß mit dem unkenntlich machen (in Teilen) von Perso und Konten aussieht?
Beitrag von: Vagabund am 20. Mai 2020, 14:18:13
Da ich vermute, dass Ihr Beiden bei Zitieren benachrichtigt werdet:
Meine automatische Weiterbewilligung ist heute angekommen.
Sie geht allerdings für 6 statt 12 Monate, was ich aber aufgrund der Verlängerung ohne Nchweise mehr als nachvollziehen kann.
Ich vermute 6 Monate ist bei den meisten der Fall.
Beitrag von: Ottokar am 20. Mai 2020, 14:27:13
Um diese Frage beantworten zu können, fehlt mir die Datengrundlage.
Sollte der Bescheid keinen Grund für den verkürzten Bewilligungszeitraum beinhalten, würde ich Widerspruch einlegen.
Beitrag von: Vagabund am 20. Mai 2020, 15:08:48
Zitat von: Ottokar am 20. Mai 2020, 14:27:13
Ein direkter Grund, welcher individuell mit mir zu tun hat, ist im Schreiben nicht genannt. Die allgemeine Begründung ist dem Sinn nach in ein paar Worten so, dass es halt aufgrund von Covid19 automatisch verlängert wird und somit keine Prüfung der Kontoauszüge etc. erfolgt.
Also dem Sinn nach 12 Monate wären ohne Kontrolle ein zu langer Zeitraum.
Zudem ist ein riesengroßer, in fetten Buchstaben geschriebener Text im Anhang, der besagt aufgrund des Versuches Covid19 einzudämmen sollte man bitte nur im größten Notfall persönlich im JobCenter bzw. der Bundesagentur für Arbeit auftauchen.
Also dem Motto nach: Alles was per Post oder Telefon geht, soll man bitte auf diesem Weg machen.
Ich dachte an Deinen Tipp wegen des formlosen Antrages, hatte am Samstag etwas recherchiert und dann diesen Link gefunden.
Lies mal was da steht. Das ist ja quasi eine Aufforderung man soll ja keinen Antrag stellen, also wie die das da mit einem große "i" (info) und den letzten Satz in Fettbuchstaben darstellen.
Beitrag von: CCR am 20. Mai 2020, 17:47:22
Zitat von: DerCom am 17. Mai 2020, 12:52:15
ich würde bei der Frage wenn ich die Wohnungsmiete schon für den Monat bezahlt hätte und z.b noch 450€ auf dem Konto, einen Monat auf Geld vom Staat verzichten wüsste ich meine Rechte nicht.
Beitrag von: pinkpepper am 22. Mai 2020, 01:15:23
es geht um die automatische Weiterbewilligung in Bezug auf meine Wohnungsgröße bzw. -Kosten.
Meine Wohnung wird im Rahmen der ALG II Leistungen komplett vom Amt übernommen. Ende letzten Jahres erhielt ich ein Schreiben mit dem Hinweis, dass diese zu teuer sei und der Aufforderung, dass ich ab Juli 2020 umziehen sollte oder in meinem Fall eine/n neue/n Mitbewohner/in suchen sollte. Mein Antrag auf Weiterbewilligung im Februar wurde ebenfalls im Februar 2020 für den Zeitraum vom 01.04.2020 - 31.03.2021 bewilligt. Im Bescheid sind die gekürzten Leistungen der Miete ab Ende Juni 2020 aufgeführt.
Nun sind mir die neuen Bestimmungen aufgefallen, dass ALG II Bezieher keinen Weiterbewilligungsantrag einreichen müssen, wenn Leistungen innerhalb des Bewilligungszeitraums zwischen dem 31.03.2020 und dem 31.08.2020 enden. Der Bezug verlängert sich automatisch um ein Jahr.
Gilt diese Regelung auch für mein Wohnungsproblem? Teile meiner Leistungen (Mehrkosten für die Wohnung) werden ab Ende Juni 2020 gekürzt.
Beitrag von: Ottokar am 22. Mai 2020, 09:56:08
Zitat von: pinkpepper am 22. Mai 2020, 01:15:23
Beitrag von: etwas-ratlos am 23. Mai 2020, 10:30:17
War bei mir auch gerade in der Post, weiterbewilligt nach §67, Abs. 5/SGB 2 für 12 Monate.
Beitrag von: DerCom am 27. Mai 2020, 09:16:09
Hallo ottokar, erstmal vielen dank für die hilfe, antrag ohne Begründungsschreiben und anlage zu vm ist durchgegangen und bewilligt bis Ende September. Prompt kam nen Anruf , wo ich Lebenslauf usw hochladen sollte, das hab ich aber vor nem monat schon selber freiwillig gemacht und der dame auch gesagt, aber angeblich kann sie das nicht sehen und bekomme jetzt neue daten.und soll das nochmal machen. Und wurde noch gefragt, wie ich mich denn grade bewerbe auf welchen Portalen, hab gesagt nicht nur auf Portalen sondern auch einzelne Firmen..mehr noch nicht passiert, bekomme jetzt wie gesagt nochmal neue Daten.. irgendwelche verhaltenstipps? LG Der-Com
Beitrag von: wannwirdsgut am 27. Mai 2020, 23:41:25
Zitat von: Ottokar am 11. Mai 2020, 09:54:14
Danke Ottokar. Wollte noch erwähnen, dass die Weiterbewilligung automatisch und schriftlich bestätigt wurde.
Beitrag von: Vagabund am 29. Mai 2020, 22:42:22
Zitat von: etwas-ratlos am 23. Mai 2020, 10:30:17
Ich habe von einem Bekannten gehört, dass er im Bekanntenkreis Leute hat, bei denen es auch für 12 Monate ist.
Bei mir ist heute der erste Betrag überwiesen worden, welcher zum Zeitraum der automatischen Verängerung gehört.
Beitrag von: Tarifas93 am 30. Mai 2020, 15:34:41
ich bin ab Juli 2020 arbeitslos bzw. bedürftig, da mein BAföG dort ausläuft (Zweiter Bildungsweg). Nun finde ich zurzeit keine zukünftige Anstellung/Ausbildung und muss einen Erstantrag stellen (bin ü25, lebe allein). Sollte ich diesen jetzt schon stellen oder betrifft mich dieser vereinfachte Antrag (noch) nicht? (da ich ja zurzeit noch BAföG beziehe). Wollte ihn jedoch schon jetzt stellen, um die Bearbeitungszeit entgegenzuwirken.
2. Frage: Online beantragen (mithilfe des Uploads auf der Seite) oder extra per Mail mit Anschreiben?
3. Frage: Kontoauszüge von den letzten 3 Monaten oder 6 Monaten miteinsenden?
Dieses Thema betrifft mich zum ersten Mal und bin daher noch etwas unvertraut mit der Organisation.
Beitrag von: Ottokar am 31. Mai 2020, 11:41:12
Zitat von: Tarifas93 am 30. Mai 2020, 15:34:41
betrifft mich dieser vereinfachte Antrag (noch) nicht?
Dein Bewilligungszeitraum würde am 01.07.2020 beginnen, damit betrifft dich das vereinfachte Antragsverfahren nicht mehr.
Wollte ihn jedoch schon jetzt stellen, um die Bearbeitungszeit entgegenzuwirken
Nichts davon. Wenn das JC was haben will, wird es sich melden.
Beitrag von: Tarifas93 am 31. Mai 2020, 17:51:53
Zitat von: Ottokar am 31. Mai 2020, 11:41:12
Verstehe, ich frage deswegen nach weil ich auf der Hauptseite der Agentur/des Jobcenters keinen anderen Antrag dafür finde :weisnich: oder ein Hauptantrag ist etwas versteckt..
Tarifas93
Beitrag von: SantanaAbraxas am 31. Mai 2020, 19:55:43
Die dritte Download Datei wäre das "normale" Antragsformular für den Hauptantrag, weiter unten gibt es Anlagen KdU, EK und VM etc.
Beitrag von: Betty1 am 02. Juni 2020, 12:22:58
Gibt es ein Link zu vereinfachten Antragsstellung auf Leistungen Arbeitslosengeld Zwei?
Beitrag von: Sabine13 am 02. Juni 2020, 12:32:34
https://hartz.info/index.php?topic=15974.0
Beitrag von: Betty1 am 02. Juni 2020, 12:36:26
Zitat von: Sabine13 am 02. Juni 2020, 12:32:34
Ja, Danke. Das wird gebraucht.
Ich muss zum 01.07. einen neuen antrag stellen und werde diesen vereinfachten Antrag ausfüllen.
Beitrag von: Fettnäpfchen am 03. Juni 2020, 18:01:45
Zitat von: Betty1 am 02. Juni 2020, 12:36:26
Erstanträge gehen nur bis 30.06.
Wenn es ein WBA ist geht es jedoch noch bis Ende 08.2020
Beitrag von: Angie69 am 04. Juni 2020, 08:00:00
Der vereinfachte Zugang wurde verlängert
Der vereinfachte Zugang in die Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) wird über
die bisherige Geltungsdauer hinaus bis zum 30. September 2020 verlängert
Beitrag von: The Witch am 04. Juni 2020, 08:04:57
Der wurde noch nicht verlängert. Das gestern Beschlossene ist bisher lediglich eine Absichtserklärung. Die Wahrscheinlichkeit, dass es so kommt, ist zwar hoch - aber einstweilen sollte man sich mit solchen Aussagen zurückhalten
Beitrag von: robiwobi am 05. Juni 2020, 10:26:08
Frage zur möglichen Verlängerung der Geltungsdauer von § 67 SGB II.
Das betrifft nur die vereinfachte Antragstellung die anstatt bis Juni jetzt bis September möglich sein wird?
D.h. die Vermögensprüfung ist für 6 Monate nach Beginn des Bewilligungszeitraumes ausgesetzt, danach finden Vermögensprüfungen wieder statt?
Mein Antrag wurde bis Oktober bewilligt und ich denke mal ich kann weiterhin davon ausgehen, dass sollte ich danach einen WBA einreichen, bei diesem dann eine Vermögensprüfung erfolgen wird.
Beitrag von: Ottokar am 05. Juni 2020, 10:50:16
Zitat von: robiwobi am 05. Juni 2020, 10:26:08
Das wird vermutlich die komplete Regelung in § 67 SGB II betreffen, also auch Weiterbewilligungen.
Dann fällt dein neuer Bewilligungszeitraum weder in die aktuelle noch die geplante längere Frist, d.h. die Weiterbewilligung wird dann ohne die Regelungen aus § 67 SGB II erfolgen, also mit Vermögensprüfung und allem Drum und Dran, wie vorher.
Beitrag von: Katrin2512 am 15. Juni 2020, 11:35:51
ich bin momentan auch etwas überrascht von der Reaktion des Jobcenter in meiner Stadt.
Habe dort einen "vereinfachten Antrag" Ende Mai eingereicht, bin selbständig im Sinne Freiberufler, von der Soforthilfe ausgeschlossen und musste somit nunmehr diesen Weg wählen. Die Problematik, was die extrem geringen Einnahmen bisweilen auch gar keine betraf bereits seit Ende März und natürlich auch im Monat April/Mai. Diese Zeit konnte ich aufgrund einiger Ersparnisse noch überbrücken, muss allerdings auch dazu sagen, dass ich keine Kenntnis davon hatte, dass es für freiberuflich tätige Selbständige welche auf der Basis und dem Erfolg ihrer Honorare bisher ihr Geschäft betrieben haben, mittlerweile auch ein Corona bedingte , schnelle Hilfe gibt.
Nun habe ich Ende Mai nach den Vorgaben des vereinfachten Antrages (Anträge, Formulare , Infos fand man ja im Netz) diesen Antrag mit allen notwendigen Belegen (Miete, Nebenkosten, freiwillige Mitgliedschaft gesetzl. KV/ Beitrag) eingereicht.
Ich habe auch sehr schnell Antwort bekommen und zwar mit einem umfassenden und neuen Antrag, der so ziemlich alles umfasst, was es nur gibt oder man eigentlich offenlegen kann. Von steuerlichen Auswertungen, BZA, Kontoauszügen über mehrere Monate ect..., einfach? Ich habe im Übrigen meine laufenden Kosten 2,5 Monate selbst bestritten.
Kann das denn so korrekt sein? Wer kann mir einen Ratschlag geben? Vermögen wurde doch ausgesetzt, zumal das wenn überhaupt einer bestehenden und seit meiner Jugend angesparten Altersvorsorge zu entnehmen wäre, natürlich kontraproduktiv und zweckentfremdet.
Auf den Hinweis der Gesetzmäßigkeiten und somit auch der Änderungen bzgl Covi19 und der vereinfachten Hilfe habe ich bereits per Email an den Sachbearbeiter hingewiesen. Dieser besteht auf Vollständikeit des umfassenden Hartz-IV Antrages, inkl aller BWA's.
Vielleicht kann mir hier jemand einen Tipp oder Rat geben?
Vielleicht kurz zu mir, bin seit zwei Jahren selbständig, Freiberufler, bisher eine BWA von 2018 vorhanden, umsatzsteuerpflichtig, habe bisher noch nie einen Antrag über Hartz-IV gestellt, stamme aus Würzburg(Bayern).
Grüße an Alle / Bleibt gesund.
Beitrag von: robiwobi am 15. Juni 2020, 12:09:58
Die Vermögensprüfung ist für 6 Monate nach Antragstellung ausgesetzt, eventuelles Einkommen wir aber nach wie vor geprüft.
Deswegen auch unter anderem die Kontoauszüge aus denen das Jobcenter auch andere für die Bewilligung wichtige Informationen ablesen kann, (z.B. bezahlte Studiengebühren).
Insofern ist das korrekt und ich würde mir an deiner Stelle keine Sorgen machen.
Wenn dein anrechenbares Vermögen allerdings erheblich ist, also mehr als 60000€ beträgt, hättest du keinen Anspruch auf Hartz 4.
Ich bin auch selbstständig und habe wegen Corona Hartz 4 beantragt und bin auch aufgefordert worden Kontoauszüge usw einzureichen.
Beitrag von: Fettnäpfchen am 15. Juni 2020, 13:41:58
Katrin2512
Zitat von: Katrin2512 am 15. Juni 2020, 11:35:51
Willkommen im Club und der Realität diverser JC.... aber lieber zum Thema
Ich habe auch sehr schnell Antwort bekommen und zwar mit einem umfassenden und neuen Antrag, der so ziemlich alles umfasst, was es nur gibt oder man eigentlich offenlegen kann. Von steuerlichen Auswertungen, BZA, Kontoauszügen über mehrere Monate ect..., einfach?
Ohne genaue Angaben was alles genau gefordert wurde schwierig aber ich glaube dir mal dass das JC weit über das Ziel geschossen hat und empfehle dir deswegen nach dem unten stehenden vorzugehen und dies dem SB auch sehr deutlich zu schreiben.
https://hartz.info/index.php?topic=121895.0 > Änderungen des SGB II durch das Sozialschutz-Paket infolge der Corona-Pandemie
Betroffenen ist zu raten, ihr Jobcenter auf § 67 SGB II und die Weisung der BA vom 17.03.2020 hinzuweisen und deren Einhaltung zu fordern, sowie sich beim sowie sich beim Kundenreaktionsmanagement der BA zu beschweren. Bei Optionskommunen ist die Landesregierung die zuständige Beschwerdestelle.*
*Gerade durch positive Rückmeldungen hier aus dem Forum,würde ich auch diese Kontaktmöglichkeit für Optionskommunen empfehlen,die behaupten,das KRM ist nicht zuständig. (ausgeliehen von ghi)
Fax:030-184001-2357 zu beschweren. Bei Optionskommunen ist die Landesregierung die zuständige Beschwerdestelle.
Aufgrund deiner Aussage würde ich unverzüglich das fett markierte umsetzen und eine Kopie davon dem SB zukommen lassen vetl. noch mit dem Zusatz Zivilklage anzustreben wenn .....
Diese Zeit konnte ich aufgrund einiger Ersparnisse noch überbrücken, muss allerdings auch dazu sagen, dass ich keine Kenntnis davon hatte, dass es für freiberuflich tätige Selbständige welche auf der Basis und dem Erfolg ihrer Honorare bisher ihr Geschäft betrieben haben, mittlerweile auch ein Corona bedingte , schnelle Hilfe gibt.
Ja es erwischt immer die falschen.
Beitrag von: lotti am 27. Juni 2020, 12:46:17
ich habe (aus Unkenntnis der automatischen WBA) am 17.06.2020 meinen WBA per Boten-/Zeugeneinwurf abgegeben.
Trotz dieser automatischen WB habe ich bis heute keinen neuen Weiterbewilligungsbescheid ab 01.07.2020 erhalten
Mache mir jetzt echt Sorgen.
...was soll ich machen, wenn am 30.06.2020 kein Geld überwiesen worden ist?
Beitrag von: Ottokar am 27. Juni 2020, 16:21:47
Zitat von: lotti am 27. Juni 2020, 12:46:17
was soll ich machen, wenn am 30.06.2020 kein Geld überwiesen worden ist?
1. Am 01.07.2020 beim JC anrufen und nachfragen, was mit dem WBA ist.
2. Sollte der noch nicht bearbeitet worden sein, noch am gleichen Tag beim zuständigen Sozialgericht Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung stellen mit dem Inhalt, dein Jobcenter zur vorläufigen Zahlung deines ALG II zu verurteilen.
Beitrag von: lotti am 28. Juni 2020, 12:00:01
Vielen Dank für die schnelle Antwort. :sehrgut:
Beitrag von: Rosi am 30. Juni 2020, 17:25:01
Wie ist das , wenn man nach 6 Monaten leider noch kein genügend Einkommen erzielt, mit Weiterbewilligung, meine Grundsicherung ist bis 31.08.2020 genehmigt.
mir erschließt sich nicht eindeutig, ob dann Vermögensprüfung weiterhin ausgesetzt ist, der M;ittelstandsbund bezieht sich auf den Kabinettsbeschluß vom 17.06.2020und sagt klar keine Vermögesprüfung, bei der Arge steht es anders.Da ich meine Altersvorsorge, die echt nicht groß ist nicht so Harz 4 sicher (also nicht alles in eindeutige Rentenverträge ect.)angelegt habe, und kurz vor Rente stehe meine Frage,. erhebliches Vermögen besteht nicht.
Beitrag von: Ottokar am 30. Juni 2020, 17:57:49
Zitat von: Rosi am 30. Juni 2020, 17:25:01
meine Grundsicherung ist bis 31.08.2020 genehmigt.
mir erschließt sich nicht eindeutig, ob dann Vermögensprüfung weiterhin ausgesetzt ist,
Die Vermögensprüfung ist bis 30.06.2020 ausgesetzt.
kurz vor Rente stehe
Beitrag von: Rosi am 30. Juni 2020, 18:25:04
4 jahre knapp
Beitrag von: Rico am 30. Juni 2020, 20:02:47
Nach 15 Jahren Selbständigkeit musste ich nun ebenfalls Grundsicherung beantragen.
Antrag VA+KAS
Eine Anlage VM habe ebenfalls erhalten. Nach einem kurzen Hinweis auf §67 SGBII wurden im nächsten Schreiben des JC keine VM mehr verlangt.
Mein Antrag wurde jetzt positiv beschieden. Mai bis Oktober. Geld wurde pünktlich und rückwirkend für Mai und Juni und Juli überwiesen. Allerdings ohne meine Krankenkassenbeiträge von Mai und Juni. Bekomme ich diese von meiner Krankenkasse noch zurückerstattet??
Habe jetzt eine Anlage Kdu erhalten. Ist die Prüfung nicht ebenfalls ausgesetzt? Sollte ich die Anlage Kdu ausfüllen, obwohl alle Daten zur Wohnung dem JC schon seit Antragstellung vorliegen?
Beitrag von: robiwobi am 30. Juni 2020, 22:29:18
Warum nur bis 30.06.2020?
Ich dachte für Anträge, die bis zum 30. September gestellt werden erfolgt für 6 Monate keine Vermögensprüfung.
"(1) Leistungen für Bewilligungszeiträume, die in der Zeit vom 1. März 2020 bis zum 30. Juni 2020 beginnen, werden nach Maßgabe der Absätze 2 bis 4 erbracht.
(2) Abweichend von den §§ 9, 12 und 19 Absatz 3 wird Vermögen für die Dauer von sechs Monaten nicht berücksichtigt."
Der ursprünglicher Zeitraum bis 30. Juni wurde mit Punkt (6) bis zum 30. September verlängert.
Da am 01. September bei der Fragestellerin ein neuer Bewilligungszeitraum beginnt, besteht die Frage ob dann weiterhin für 6 Monate keine Vermögensprüfung erfolgt.
Beitrag von: Angie69 am 30. Juni 2020, 23:26:37
Zitat von: Rico am 30. Juni 2020, 20:02:47
Allerdings ohne meine Krankenkassenbeiträge von Mai und Juni. Bekomme ich diese von meiner Krankenkasse noch zurückerstattet??
Bezüglich deiner Krankenkasse kann ich dir leider nichts genaues sagen. Am Besten wäre es sich direkt mit der Krankenkasse in Verbindung zu setzen.
Bei der KdU wird unangemessene KdU übernommen..das heißt aber nicht das die Prüfung ausgesetzt ist ob man tatsächlich die angegebene KdU zahlen muss.
Sonst könnte jeder eine fiktive Miete angeben.
Daher würde ich die Anlage ausfüllen.
Welche Dokumente verlangt werden dürfen findest du hier:
Hier noch für später die örtlichen Richtlinien für KdU
Wenn du noch speziellere Fragen hast mach am Besten ein eigenes Thema auf.
Beitrag von: Rico am 01. Juli 2020, 01:16:02
Zitat von: Angie69 am 30. Juni 2020, 23:26:37
Ich habe schon bei Antragstellung neben meinem Mietvertrag eine Nebenkostenabrechnung abgegeben.
Aus dieser geht meine Kaltmiete, Betriebskosten, Heizungskosten, Wohnungsgröße und die Anschrift der Hausverwaltung klar hervor.
Ich habe jetzt eine aktuelle Nebenkostenabrechnung, mit Erstattung von Guthaben vorliegen.
Nur diese wollte ich abgeben und die KDU mit dem Hinweis auf §67 SGBII Absatz 2 und 3 nicht einreichen.
Die KDU fragt nur zusätzlich das Baujahr der Unterkunft und die Anzahl der in Wohnung lebenden Personen ab.
Was mich an der Anlage KDU stört: Anlage zur Feststellung der angemessenen Kosten der Unterkunft und Heizung. Sollte die bei VA Erstanträgen im Zeitraum 1.4.2020-30.6.2020 nicht sowieso vollständig übernommen werden???
Ich finde die SBs tricksen schon etwas. (z.B. Anlage VM, die man mit dem Hinweis auf §67 SGBII schmerzfrei wegdrücken kann.)
Beitrag von: Angie69 am 01. Juli 2020, 07:06:00
Ich sehe keine Nachteile durch die Abgabe der Anlage KdU. Wenn es den SB glücklich macht :zwinker: ändert ja Nichts daran das die KdU komplett übernommen werden muss. Ist deine KdU zu hoch kommt irgendwann eine Aufforderung zur Kostensenkung. Da kann man dann schau was du tun kannst.wenn es soweit ist.
Aber da werden sich sicherlich noch weitere User zu Wort melden.
Beitrag von: Ottokar am 01. Juli 2020, 12:22:55
Zitat von: Rosi am 30. Juni 2020, 18:25:04
Wenn du schon 60 oder älter bist, wäre die Verwertung von Altersvorsorgen eine unzumutbare Härte.
Andernfalls, und wenn du sicher gehen willst, solltest du die derzeitigen Anlageformen rechtssicher machen. D.h. entweder einen Verwertungsausschluss nach § 168 Abs. 3 VVG vertraglich ergänzen, oder falls das nicht möglich ist die Anlageform wechseln in eine wo das möglich ist.
Das ist ein Sammelthema ausschließlich zur vereinfachten Antragstellung/automatischen Weiterbewilligung aufgrund des Sozialschutz-Pakets infolge der Corona-Pandemie.
Für Fragen, die nicht die vereinfachte Antragstellung/automatischen Weiterbewilligung betreffen, ist ein eigenes Thema im Hilfebereich Fragen und Antworten zu Hartz IV / ALG II (https://hartz.info/index.php?board=4.0) zu eröffnen. Danke.
Beitrag von: Canulo am 01. Juli 2020, 19:41:13
habe Mitte Juni Grundsicherung beantragt. Ein Bescheid liegt noch nicht vor. Nun soll ich einen Fragebogen ausfüllen, mit der Begründung, dass ich "Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende" beziehe.
Nun beziehe ich bisher gar nichts. Muss ich den Fragebogen trotzdem (jetzt schon) ausfüllen? Und ist es korrekt, dass ich der Veröffentlichung meiner Daten in der Jobbörse der BA nicht generell widersprechen darf? Vorgegeben ist, mindestens "anonym veröffentlichen" anzukreuzen. Wenn man Gründe habe, die generell gegen eine Veröffentlichung sprächen, solle man sich von seinem Vermittler beraten lassen.
Beitrag von: Ottokar am 02. Juli 2020, 12:20:32
Zitat von: Canulo am 01. Juli 2020, 19:41:13
Muss ich den Fragebogen trotzdem (jetzt schon) ausfüllen?
Vermutlich nicht, aber um diese Frage vernünftig beantworten zu können müsste man schon den Inhalt dieses Fragebogens kennen.
Und ist es korrekt, dass ich der Veröffentlichung meiner Daten in der Jobbörse der BA nicht generell widersprechen darf? Vorgegeben ist, mindestens "anonym veröffentlichen" anzukreuzen.
Das ist mal wieder ein Schildbürgerstreich.
Natürlich darfst du widersprechen, dann muss das JC die Daten anonym veröffenlichen, denn Letzteres darf das JC lt. Gesetz.
Beitrag von: Canulo am 02. Juli 2020, 12:45:30
Danke für die Infos. Der Fragebogen umfasst neun Seiten. Ungefähr das gleiche, was die immer für ihr sogenanntes "Profiling" haben wollen. War früher schon mal beim JC, kenne das daher.
"Teil 1: Persönliche Angaben", "Teil 2: Vorbereitung Vermittlungsgespräch". Z.B.: Was für eine Tätigkeit suchen sie? Sind sie bereit, umzuziehen, sich ein Auto anzuschaffen etc. Fähigkeiten, nochmal den halben Lebenslauf abpinnen ...
Schon etwas widersinnig, finde ich, da man bei der "Corona-Grundsicherung" ja angeblich auf das "Angebot" der "Arbeitsvermittlung" verzichten darf. Dafür soll ich nun, wenn ich berufstätig bin, extra noch einen "Nachweis" dafür beilegen. Habe mal den letzten Steuerbescheid kopiert.
Beitrag von: Ottokar am 02. Juli 2020, 13:39:37
Ich würde den Fragebogen ignorieren, dieser ist keine Voraussetzung für den Anspruch auf ALG II.
Beitrag von: Retep85 am 02. Juli 2020, 22:10:31
mein ALG2 ist Ende Juni ausgelaufen. Wegen dem §67(5) bin ich davon ausgegangen, dass ich gar nichts machen muss und alles von selber läuft. Gestern habe ich bemerkt, dasds kein Geld überwiesen wurde und meine Miete konnte nur abgebucht werden, weil ich geahnt habe, dass es zu Verzögerungen kommt und deshalb noch den Betrag drauf gelassen habe.
Ich habe mein Jobcenter angerufen und wurde zur zuständigen Sachbearbeiterin durchgestellt, die mir gesagt hat, dass das nur für ALG1 gilt, aber sie würde mir die Formulare zu schicken und ich muss die letzten Kontoauszüge befügen. Ich war mir dann nicht mehr sicher, ob ich richtig gelesen habe und habe alles akzeptiert.
Danach habe ich noch mal nachgeschaut und wenn ich das richtig sehe steht da eindeutig ALG2. Ich habe daraufhin eine E-Mail an das Jobcenter geschrieben, in der ich das als Zahlungsverzug bezeichnet habe, mit der Bitte, dass sie sich darum kümmern das zu beheben.
In der E-Mail steht zusammengefasst ungefähr: Wegen § 67 wäre ich der Meinung, dass mir Leistungen zu stehen und weil sie nicht auf mein Konto eingehen, wäre das Jobcenter in Zahlungsverzug. Leider hat mein Telefonat am ... um ... mit Schachberaterin ... zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis geführt, weil es eine Meinungverschiedenheit über den Inhalt von § 67 gibt. Die E-Mail sei ein Angebot meiner SEeite die Meinung zu überdenken. Der Text von § 67 befindet sich auch als PDF im E-Mail-Anhang, falls Sie nachlesen wollen. Daqnaben schreibe ich die E-Mail vor allem, damit es mir leichter ist nachzuweisen, dass ich Sie über mein Anliegen in Kenntnis gesetzt habe. Wenn nichts passiert, ziehe ich in Erwägung mich über mögliche rechtliche Schritte zu informieren. Falls ich mich im Irrtum befinde, bin ich immer noch bereit die Formulare auszufüllen, daher schicken Sie sie mir bitte wie telefonisch vereinbart trotzdem zu.
Ich wollte eigentlich jetzt bis Montag warten, ob sich etwas tut. Ich bin mir aktuell aber nicht sicher, ob ich eventuell Probleme bekomme, weil es formlos war. Gibt es noch andere Sachen, die ich am besten morgen erledigen sollte, um alles wasserdicht zu machen, damit das Problem schnellstmöglich behoben werden kann?
Macht es einen Unterschied, dass meine letzte Bewilligung wegen vermutlich eines Fehlers beim Ausfüllen nur vorläufig war, weil meine Aufwandsentschädigu8ng für Fahrdienste für meinen Sportverein noch nicht in gesamter Höhe fest stand und die noch überprüfen wollten, ob ich dadurch genug verdiene, um nicht bedürftig zu sein? Ja, ich weiß. Das klingt so absurd, dass es vermutlich nur ein Fehler war, dass das als Selbständige Arbeit eingetragen wurde. Trotzdem habe ich bisher nur gelesen, dass es deswegen wieder gegebenenfalls nur für 6 Monate bewilligt wird. Stimmt das so weit?
Da passieren bei uns so komische Sachen immer auf dem Jobcenter, dass ich sogar in diesem Fall schon am überlegen war, ob ich einfach die Formulare ausfülle und meine Ruhe habe. Aber irgendwann reicht es auch mal.
Beitrag von: Ottokar am 03. Juli 2020, 11:18:13
Zitat von: Retep85 am 02. Juli 2020, 22:10:31
Ich habe mein Jobcenter angerufen und wurde zur zuständigen Sachbearbeiterin durchgestellt, die mir gesagt hat, dass das nur für ALG1 gilt,
Diese Aussage ist Unsinn, denn diese Regelung gilt für ALG II nicht für ALG I. Für ALG I existiert eine solche Regelung nicht, die würde auch keinen Sinn machen, da man beim ALG I keine Weiterbewilligung beantragen kann.
Ich wollte eigentlich jetzt bis Montag warten, ob sich etwas tut. Ich bin mir aktuell aber nicht sicher, ob ich eventuell Probleme bekomme, weil es formlos war.
Der Punkt ist hier nicht, dass es formlos war, sondern der Nachweis der Zustellung.
Eine E-Mail erfüllt nicht die rechtlichen Anforderungen an einen Zugangsnachweis und wenn dein JC schon bei der Weiterbewilligung so frech lügt, solltest du unbedingt belegen können, dass das JC die Mitteilung erhalten hat.
Gibt es noch andere Sachen, die ich am besten morgen erledigen sollte, um alles wasserdicht zu machen, damit das Problem schnellstmöglich behoben werden kann?
Du könntest dich absichern, indem du beim JC zeitgleich einen schriftlichen "Antrag auf vorläufige Zahlung" (http://hartz.info/index.php?topic=34) stellst mit Frist von einer Woche, Datum angeben. Wenn das Jobcenter den nicht bewilligt oder innerhalb der Frist bearbeitet, dann stelle beim zuständigen Sozialgericht Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung mit dem Inhalt, dein Jobcenter zur vorläufigen Zahlung deines ALG II zu verurteilen. Beides jeweils unter Hinweis auf die gesetzlich geregelte automatische Weiterbewilligung lt. § 67 Abs. 5 SGB II.
Macht es einen Unterschied, dass meine letzte Bewilligung wegen vermutlich eines Fehlers beim Ausfüllen nur vorläufig war
Nein, das macht keinen Unterschied. In dem Fall regelt § 67 Abs. 5 SGB II, dass die automatische Weiterbewilligung ebenfalls vorläufig erfolgt.
Beitrag von: Retep85 am 03. Juli 2020, 12:53:21
Okay, danke. Das hat mir sehr geholfen. Ich bin gespannt, was sich ergibt. Ich werde dann hier berichten.
Eventuell habe ich später noch mal fragen für einen Bekannten, der sich von dem Verhalten dort hat einschüchtern lassen, dass er seit lägerer Zeit schon sich über Mildtätigkeiten durchschlägt. Ich habe jetzt noch mal bei ihm angeregr, dass er sich noch mal dort meldet, weil die Hürden jetzt einfache sein sollten. Er war auch da, hat aber so weit ich weiß nur mündlche Beruhigungen bekommen, dass sie sich darum kümmern. Weil er so gar nichts schriftlich hatte, war ich sofort skeptisch, aber er wollte erstmal abwarten, ob etwas passiert. Ich werde ihn dann mal fragen, ob schon etwas passiert ist und ihn vorschlagen, ob er sich nicht einen Beleg aushändigen lassen möchte, damit er weiß, was vereinbart wurde und das nachher auch nachweisen kann. Dem ist das leider alles unangenehm, dass er beim kleinsten Windzug aufgibt.
Beitrag von: Retep85 am 09. Juli 2020, 16:17:44
Ich habe heute die Bewilligung im Briefkasten gehabt und die Zahlung soll auch raus sein. Heute morgen habe ich auf dem Kontoauszug noch nichts gesehen, aber das wird dann die Tage kommen. Das Schreiben wurde laut Datum noch am selben Tag bearbeitet, wie die das Schreiben bekommen haben. Ich verstehe zwar nicht,. weshalb die es sich so kompliziert machen müssen, aber wenn es jetzt funktioniert, ist mir das egal.