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Timestamp: 2016-10-26 15:20:37
Document Index: 359487795

Matched Legal Cases: ['Art. 6', 'Art. 16', 'Art. 16', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 19']

8C_64/2010 (20.04.2010)
Die 1971 geborene K.________ war als Mitarbeiterin der Firma T.________ bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen die Folgen von Unf�llen versichert, als sie am 6. M�rz 2007 zusammen mit einer Arbeitskollegin im Auto nach Hause fuhr, wobei das Fahrzeug mit einem parkierten Lastwagen kollidierte. Die Versicherte wurde f�r acht Tage im Spital X.________ hospitalisiert; die �rzte diagnostizierten verschiedene Frakturen im Gesichtsbereich. Die SUVA anerkannte ihre Leistungspflicht f�r die Folgen dieses Ereignisses und erbrachte die gesetzlichen Leistungen. Nachdem die Versicherte im Auftrag der Motorfahrzeughaftpflichtversicherung im M�rz 2008 an mehreren Tagen von Privatdetektiven observiert worden war, stellte die SUVA mit Verf�gung vom 17. Juni 2008 und Einspracheentscheid vom 3. Oktober 2008 ihre Taggeldleistungen per 14. M�rz 2008 und die �bernahme der Heilkosten per 30. Juni 2008 ein.
Mit Beschwerde beantragt K.________, die SUVA sei unter Aufhebung des Einsprache- und des kantonalen Gerichtsentscheides zu verpflichten, ihre Taggeldleistungen auch �ber den 14. M�rz 2008 hinaus und die �bernahme der Heilungskosten auch �ber den 30. Juni 2008 hinaus zu erbringen.
Streitig und zu pr�fen ist zun�chst, ob die Beschwerdef�hrerin �ber den 14. M�rz 2008 hinaus Anspruch auf ein Taggeld der Unfallversicherung hatte.
3.1 Ist der Versicherte infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunf�hig (Art. 6 ATSG), so hat er gem�ss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Der Anspruch auf Taggeld entsteht am dritten Tag nach dem Unfalltag. Er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsf�higkeit, mit dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod des Versicherten (Art. 16 Abs. 2 UVG).
3.2 Das kantonale Gericht hat in sorgf�ltiger W�rdigung der Akten, insbesondere unter Bezugnahme auf den Bericht der Privatdetektive vom 1. April 2008 und der Stellungnahme des SUVA-Kreisarztes Dr. med. B.________ vom 4. Juni 2008 �berzeugend erwogen, dass die Versicherte sp�testens ab dem 14. M�rz 2008 wieder voll arbeitsf�hig war. Was die Beschwerdef�hrerin gegen diese W�rdigung vorbringt, vermag keine Zweifel an deren Richtigkeit zu begr�nden: Hatte eine private Haftpflichtversicherung eine Person rechtm�ssig durch einen Privatdetektiv �berwachen lassen, so kann der Unfallversicherungstr�ger die entsprechenden Beweismittel verwerten (BGE 129 V 323); dies gilt entgegen der in der Beschwerde vertretenen Ansicht unabh�ngig von der Frage, ob im konkreten Fall nur beim Haftpflichtversicherer, nicht aber bei der SUVA, ein entsprechender Verdacht auf Versicherungsmissbrauch bestanden hatte. Wenig glaubhaft ist sodann das Vorbringen der Versicherten, an jedem der Tage, an denen sie observiert wurde, ausnahmsweise Schmerzmittel in einer auf Dauer unzumutbaren und gesundheitssch�digenden Menge eingenommen zu haben. Da die Beschwerdegegnerin zudem die Akten vor ihrem Entscheid einem Kreisarzt vorgelegt hat, braucht vorliegend nicht gepr�ft zu werden, ob die Stellungnahme einer medizinischen Fachperson zu den Observationsergebnissen in jedem Fall notwendig ist. Auf den Bericht eines versicherungsinternen Arztes kann jedenfalls dann abgestellt werden, wenn auch nicht geringe Zweifel an der Richtigkeit seiner Schlussfolgerungen besteht (BGE 135 V 465 E. 4.7 S. 471); vorliegend hat keine medizinische Fachperson, welche Kenntnis von den Observationsergebnissen hatte, �ber den 14. M�rz 2008 hinaus eine Arbeitsunf�higkeit bescheinigt.
3.3 War die Beschwerdef�hrerin ab dem 14. M�rz 2008 wieder voll arbeitsf�hig, so ist die Einstellung der Taggeldleistungen auf dieses Datum hin nicht zu beanstanden, ohne dass gepr�ft zu werden brauchte, ob die Versicherte am 6. M�rz 2007 eine rechtlich dem Schleudertrauma der Halswirbels�ule �quivalente Verletzung erlitten hat; auch bei diesen Verletzungen tritt in einer Vielzahl der Unf�lle schon nach kurzer Zeit eine deutliche Besserung ein (BGE 134 V 109 E. 9.3 S. 124 mit weiteren Hinweisen) und ist ein l�ngerer oder gar dauernder Ausstieg aus dem Arbeitsprozess eher ungew�hnlich (BGE 134 V 109 E. 10.2.7 S. 129).
Streitig und zu pr�fen ist zudem, ob die SUVA �ber den 30. Juni 2008 hinaus noch die Heilbehandlung zu �bernehmen hat. Heilbehandlungsleistungen sind vom Unfallversicherungstr�ger grunds�tzlich so lange zu erbringen, wie von der Fortsetzung der �rztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes zu erwarten war (vgl. Art. 19 Abs. 1 UVG). Wie die Vorinstanz zutreffend erwogen hat, war dies bei der Beschwerdef�hrerin, die seit sp�testens dem 14. M�rz 2008 wieder voll arbeitsf�hig war, �ber den 30. Juni 2008 hinaus nicht mehr der Fall, so dass auch die Einstellung dieser Leistungen nicht zu beanstanden ist. Die Beschwerde der Versicherten ist somit abzuweisen.