Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F27-12-2001-6P-153-2001
Timestamp: 2016-10-28 23:39:49
Document Index: 122563148

Matched Legal Cases: ['Art. 10', 'Art. 9', 'Art. 91', 'Art. 31', 'Art. 2', 'Art. 48', 'Art. 11', 'Art. 102', 'Art. 90', 'Art. 273', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 277', 'BGE', 'Art. 10', 'Art. 11', 'Art. 10', 'Art. 11', 'Art. 66', 'BGE', 'BGE', 'Art. 13', 'BGE', 'BGE', 'Art. 63', 'BGE', 'Art. 11', 'BGE', 'BGE', 'Art. 11', 'BGE', 'Art. 48', 'BGE', 'Art. 156', 'Art. 278']

6P.153/2001 (27.12.2001)
6P.153/2001/bmt
6S.599/2001
Kassationshofes, Kolly, Karlen und Gerichtsschreiber Boog.
H.________, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Fritz Tanner, Gschneitacker 357, Postfach 3, Oberkulm,
Art. 10 StGB, Art. 9 BV (Strafverfahren);
F�hren eines Motorfahrzeugs in angetrunkenem Zustand,
(Staatsrechtliche Beschwerde und Nichtigkeitsbeschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau vom 15.5.2001 [ST. 2000. 00758]),
A.- Das Obergericht des Kantons Aargau erkl�rte H.________ mit Urteil vom 14. August 2001 in zweiter Instanz des F�hrens eines Motorfahrzeuges in angetrunkenem Zustand gem�ss Art. 91 Abs. 1 i.V.m. mit Art. 31 Abs. 2 SVG und Art. 2 Abs. 1 und 2 VRV schuldig und verurteilte ihn gest�tzt auf die Art. 48 Ziff. 2, 50 Abs. 2, 63, Art. 11 i.V.m. 66 und 68 Ziff. 1 StGB sowie auf Art. 102 Ziff. 1 SVG zu 24 Tagen Gef�ngnis, mit bedingtem Strafvollzug unter Auferlegung einer Probezeit von zwei Jahren, sowie zu Fr. 1'500.-- Busse, im Falle der Uneinbringlichkeit umwandelbar in Haft.
B.- H.________ f�hrt sowohl staatsrechtliche Beschwerde als auch eidgen�ssische Nichtigkeitsbeschwerde, mit denen er die Aufhebung des angefochtenen Urteils und R�ckweisung der Sache zur Neubeurteilung bzw. zur Freisprechung von Schuld und Strafe an die Vorinstanz beantragt.
C.- Das Obergericht des Kantons Aargau hat auf Gegenbemerkungen zu beiden Beschwerden verzichtet.
1.- Die staatsrechtliche Beschwerde und die eidgen�ssische Nichtigkeitsbeschwerde stimmen in ihren Begr�ndungen in weiten Teilen �berein. Nach der Rechtsprechung wird auf zwei inhaltlich �bereinstimmende Rechtsmittel nicht eingetreten, wenn infolge der Vermengung der R�gen die Begr�ndung f�r die bundesrechtlichen Rechtsmittel nicht ausreichend klar ersichtlich ist und damit den gesetzlichen Anforderungen (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG, Art. 273 Abs. 1 lit. b BStP) nicht gen�gt. Bei gleichlautender Begr�ndung zweier Rechtsmittel kann auf eine Beschwerde nur eingetreten werden, wenn darin R�gen vorgebracht werden, die im Rahmen des entsprechenden Rechtsmittels zul�ssig sind und die jeweiligen Begr�ndungsanforderungen erf�llen. Vorbringen, die zufolge der Verflechtung der R�gen nicht offenkundig aufscheinen und nicht eindeutig dem einen oder anderen Rechtsmittel zuzuordnen sind, werden vom Bundesgericht indes �bergangen (BGE 118 IV 293 E. 2a mit Verweisung auf BGE 116 II 745 E. 2).
Im zu beurteilenden Fall lassen sich die R�gen, die sich gegen die Beweisw�rdigung richten, und diejenigen, mit denen eine Verletzung von Bundesrecht geltend gemacht wird, hinreichend deutlich erkennen und den einzelnen Rechtsmitteln zuordnen. Auf die Beschwerden kann somit eingetreten werden. Dies gilt f�r die staatsrechtliche Beschwerde allerdings nur, soweit mit ihr die Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte ger�gt wird. Die R�ge, der kantonale Richter h�tte ein Gutachten �ber die Zurechnungsf�higkeit einholen m�ssen, betrifft Bundesrecht und ist der eidgen�ssischen Nichtigkeitsbeschwerde vorbehalten (BGE 106 IV 236 E. 2b). Ebenfalls nicht eingetreten werden kann auf die Beschwerde, soweit der Beschwerdef�hrer beantragt, die ausgesprochene Busse sei zu reduzieren.
2.- Dem Beschwerdef�hrer wird vorgeworfen, er sei am 20. Juli 1999 um ca. 01.30 Uhr in angetrunkenem Zustand mit seinem Personenwagen von seiner Wohnung in D�niken an die D�rrbergstrasse in Aarburg gefahren. Das Obergericht geht davon aus, die Polizei, die zur Schlichtung eines Familienstreits aufgeboten worden war, habe ihn dort am selben Tag um 11.00 Uhr angetroffen. Weil der Verdacht aufgekommen war, der Beschwerdef�hrer habe sein Fahrzeug in angetrunkenem Zustand nach Aarburg gelenkt, sei er angehalten und einem Atemlufttest unterzogen worden. Eine sp�ter vom Bezirksamt Zofingen angeordnete und um 12.01 Uhr im Spital Zofingen abgenommene Blutprobe habe einen Mittelwert von 1,49 Promille ergeben. Gem�ss R�ckrechnung des Bezirksamtes Zofingen habe die Blutalkoholkonzentration zur Fahrzeit 2,46 bis 2,61 Promille betragen.
Das Obergericht nimmt an, der Beschwerdef�hrer habe die Fahrt unvorhergesehenerweise unternommen. Er habe an jenem Abend seine Wohnungsschl�ssel seiner Bekannten A.________ ausgeliehen und es sei zwischen ihnen abgemacht gewesen, dass ihm die Schl�ssel wieder ins Restaurant gebracht w�rden. Erst als er nach dem Wirtshausbesuch habe feststellen m�ssen, dass sich niemand in seiner Wohnung befand und er nicht hinein gelangen konnte, weil seine Bekannte die Schl�ssel mit nach Aarburg genommen hatte, habe er sich zur Trunkenheitsfahrt veranlasst gesehen. Nachdem er sich zun�chst in seinem Wagen zum Schlafen gelegt habe, habe er nach einem Telefongespr�ch mit Frau A.________ und B.________, in dessen Wohnung sie sich aufhielt, vereinbart, die Schl�ssel in Aarburg abzuholen, habe aber entgegen deren Empfehlung hief�r kein Taxi genommen.
3.- a) Der Beschwerdef�hrer r�gt eine willk�rliche Beweisw�rdigung. Er macht geltend, das Obergericht h�tte erkennen m�ssen, dass er wegen einer schweren St�rung des Bewusstseins nicht f�hig gewesen sei, das Unrecht seiner Tat einzusehen oder gem�ss seiner Einsicht in das Unrecht der Tat zu handeln. Sein Zustand im Zeitpunkt der Tat liesse auf eine schwere Alkoholvergiftung schliessen. So habe C.________ ausgesagt, er (der Beschwerdef�hrer) habe, als er ihn in seinem Auto angesprochen habe, lallend gesprochen und sei zudem nachher in den Socken auf der Strasse herumgegangen.
Er habe offensichtlich nicht mehr gewusst, was er tat.
Im Weiteren habe seine Bekannte A.________ sinngem�ss erkl�rt, sie habe mit ihm vor der Fahrt telefoniert, es sei aber kein vern�nftiges Gespr�ch mehr m�glich gewesen. Aus diesen Gr�nden m�sse geschlossen werden, dass er nicht mehr zurechnungsf�hig gewesen sei. Im Weiteren beanstandet der Beschwerdef�hrer, er habe sich in der vorinstanzlichen Verhandlung nicht �ussern k�nnen, was einer Verweigerung des rechtlichen Geh�rs gleichkomme. Zuletzt r�gt er, dass das Obergericht bei der Festsetzung der Bussenh�he seine finanzielle Lage nicht ber�cksichtigt habe. Er habe bereits bei der erstinstanzlichen Verhandlung angegeben, dass er �ber kein Einkommen verf�ge.
b) Das Obergericht stellt fest, die R�ckrechnung der Blutalkoholkonzentration des Beschwerdef�hrers auf den Zeitpunkt der Fahrt habe einen Wert von mindestens 2,46 und h�chstens 2,61 Promille ergeben. Unter Ber�cksichtigung der Tatsache, dass der Beschwerdef�hrer nach der Fahrt gem�ss seinen Angaben noch einen halben Liter Bier konsumiert habe, sei davon auszugehen, dass der Blutalkoholgehalt zur Fahrzeit eher etwas unter diesem r�ckgerechneten Wert gelegen habe. Das Obergericht nimmt weiter an, bei den geltend gemachten Erinnerungsl�cken handle es sich um offensichtliche Schutzbehauptungen, zumal sich der Beschwerdef�hrer an s�mtliche Vorg�nge vor und nach der Fahrt pr�zis zu erinnern vermocht habe. Es best�nden zudem keinerlei Hinweise auf vegetative Symptome, wie etwa Erbrechen.
4.- a) Bei den Fragen, ob der Beschwerdef�hrer in alkoholisiertem Zustand Auto gefahren ist und in welchem Ausmass er alkoholisiert war, handelt es sich um Fragen der Beweisw�rdigung und damit um Tatfragen, welche mit staatsrechtlicher Beschwerde vorzutragen sind. Die Frage, ob aufgrund des festgestellten Bewusstseinszustandes des Beschwerdef�hrers seine Zurechnungsf�higkeit beeintr�chtigt oder gar aufgehoben war, ist demgegen�ber eine Rechtsfrage, die mit eidgen�ssischer Nichtigkeitsbeschwerde aufgeworfen werden muss (BGE 107 IV 3 E. 1a). Soweit der Beschwerdef�hrer in der staatsrechtlichen Beschwerde r�gt, das Obergericht h�tte erkennen m�ssen, dass er vollumf�nglich zurechnungsunf�hig gewesen sei, kann auf seine Beschwerde somit nicht eingetreten werden.
b) Dass der Beschwerdef�hrer in angetrunkenem Zustand von D�niken nach Aarburg gefahren ist, wird von ihm nicht mehr bestritten. Hinsichtlich des Grades der Alkoholisierung geht das Obergericht gest�tzt auf die R�ckrechnung des Bezirksamtes Zofingen von einem Blutalkoholgehalt von 2,46 bis 2,61 Promille aus. Diesen Wert ficht der Beschwerdef�hrer nicht an. Soweit der Beschwerdef�hrer r�gt, das Obergericht habe die Aussagen der Auskunftspersonen C.________ und A.________ nicht angemessen gew�rdigt, ist die Beschwerde unbegr�ndet.
C.________ sagte gegen�ber der Kantonspolizei aus, er habe den Beschwerdef�hrer um ca. 23.40 Uhr in D�niken in seinem Personenwagen schlafend vorgefunden. Er habe ihn angesprochen und gefragt, wo die Tochter seiner Freundin A.________ sei. Der Beschwerdef�hrer habe ihn schroff und lallend abgewiesen. Danach sei er ohne Schuhe, nur mit den Socken an den F�ssen, auf der Strasse herumgegangen.
A.________ f�hrte aus, sie habe sich in der fraglichen Nacht nach Aarburg begeben und die Nacht mit ihrer Tochter bei B.________ verbracht. Gegen 01.00 Uhr habe der Beschwerdef�hrer auf ihr Natel angerufen und wissen wollen, wo seine Hausschl�ssel seien. Im weiteren Verlauf des Gespr�chs habe sie das Telefon an B.________ �bergeben.
Dieser habe ihm geraten, mit dem Taxi nach Aarburg zu kommen. Als er ca. eine halbe Stunde sp�ter auftauchte, habe sie ihm eine Flasche Bier offeriert.
Die Aussagen von C.________, namentlich dass der Beschwerdef�hrer lallend gesprochen und auf den Socken herumgegangen ist, hat das Obergericht bei der Pr�fung der Schuldf�higkeit ber�cksichtigt. Ebenfalls in Betracht gezogen hat es das Telefongespr�ch mit A.________ bzw.
B.________. Dass es aus dem Umstand, wonach Frau A.________ den H�rer an B.________ �bergeben hatte, nicht geschlossen hat, mit dem Beschwerdef�hrer sei zu jenem Zeitpunkt kein richtiges Gespr�ch mehr m�glich gewesen, ist nicht willk�rlich.
Denn aus der Aussage von Frau A.________ ergibt sich in keiner Weise, dass sie sich mit dem Beschwerdef�hrer nicht mehr vern�nftig unterhalten konnte. Gegen eine solche Annahme spricht auch, dass B.________ offenbar ohne weiteres eine Vereinbarung hinsichtlich der �bergabe des Schl�ssels treffen konnte. Schliesslich vermerkt die Auskunftsperson auch nicht, dass der Beschwerdef�hrer speziell betrunken gewesen w�re; vielmehr hat sie ihm nach dessen Ankunft eine weitere Flasche Bier angeboten. Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegr�ndet.
c) Unbegr�ndet ist auch die R�ge der Verletzung des rechtlichen Geh�rs wegen fehlender Verhandlung vor Obergericht.
Gem�ss � 222 Abs. 1 StPO/AG findet bei der Beurteilung von Berufungen eine Parteiverhandlung statt, wenn im angefochtenen Urteil eine Freiheitsstrafe von �ber 18 Monaten oder eine freiheitsentziehende Massnahme ausgesprochen oder mit Berufung oder Anschlussberufung beantragt wird und bei der Beurteilung von Wiederaufnahmegesuchen. Diese Voraussetzungen sind im zu beurteilenden Fall nicht erf�llt.
Dass keine Parteiverhandlung durchgef�hrt wurde, entspricht somit der kantonalen strafprozessualen Regelung und ist nicht zu beanstanden. Hierin liegt auch keine Verletzung des rechtlichen Geh�rs, was sich schon daraus ergibt, dass die Berufung schriftlich und mit Begr�ndung erkl�rt werden muss (� 218 StPO/AG). Der Beschwerdef�hrer ist denn auch �ber seine ausf�hrliche schriftliche Begr�ndung der Berufung gen�gend zum Wort gelangt.
d) Das Obergericht zieht bei der Strafzumessung die finanziellen Verh�ltnisse des Beschwerdef�hrers nicht in Betracht.
Sinngem�ss verweist es aber in dieser Hinsicht auf den Entscheid des Bezirksgerichts Zofingen, dessen Erw�gungen es im angefochtenen Urteil lediglich erg�nzt. Das erstinstanzliche Urteil nimmt ausdr�cklich Bezug auf die finanziellen Verh�ltnisse des Beschwerdef�hrers, so dass auch diese Komponente f�r die Strafzumessung hinreichend festgestellt ist. Dass das Bezirksgericht die finanziellen Verh�ltnisse falsch ermittelt hat, macht der Beschwerdef�hrer nicht geltend.
e) Die staatsrechtliche Beschwerde erweist sich aus diesen Gr�nden als unbegr�ndet, soweit auf sie �berhaupt eingetreten werden kann.
5.- Die eidgen�ssische Nichtigkeitsbeschwerde ist rein kassatorischer Natur; sie f�hrt im Falle der Gutheissung zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids und R�ckweisung der Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz (Art. 277ter Abs. 1 BStP). Auf die Rechtsbegehren kann deshalb nur in diesem Rahmen eingetreten werden (BGE 118 IV 277 E. 1).
6.- a) Der Beschwerdef�hrer macht eine Verletzung von Art. 10 StGB geltend. Er sei zur Zeit der Tat wegen einer schweren St�rung des Bewusstseins nicht f�hig gewesen, das Unrecht seiner Tat einzusehen oder gem�ss seiner Einsicht in das Unrecht der Tat zu handeln.
b) Die Vorinstanz gelangt zum Schluss, der r�ckgerechnete Blutalkoholwert von 2,46 bis 2,61 Promille sch�fe keine Vermutung f�r eine vollumf�ngliche Aufhebung der Zurechnungsf�higkeit des Beschwerdef�hrers. Es sei indes entgegen dem erstinstanzlichen Urteil von einer Verminderung der Zurechnungsf�higkeit i.S.v. Art. 11 StGB auszugehen.
Hief�r spr�chen auch die Umst�nde, dass der Beschwerdef�hrer nach der Darstellung von C.________, als er ihn vor dem Haus in seinem Personenwagen vorgefunden habe, nur mehr lallend gesprochen habe und er hernach in den Socken auf der Strasse herumgeschritten sei. Dies lasse zusammen mit der Blutalkoholkonzentration auf eine reduzierte Bewusstseinslage schliessen.
c) Gem�ss Art. 10 StGB ist nicht strafbar, wer zur Zeit der Tat wegen Geisteskrankheit, Schwachsinn oder schwerer St�rung des Bewusstseins nicht f�hig war, das Unrecht seiner Tat einzusehen oder gem�ss seiner Einsicht in das Unrecht der Tat zu handeln. War der T�ter zur Zeit der Tat in seiner geistigen Gesundheit oder in seinem Bewusstsein beeintr�chtigt, so dass die F�higkeit, das Unrecht seiner Tat einzusehen oder gem�ss seiner Einsicht in das Unrecht der Tat zu handeln, herabgesetzt war, so kann der Richter gem�ss Art. 11 StGB die Strafe nach freiem Ermessen mildern (Art. 66 StGB).
Bei der Trunkenheit steht in erster Linie die Steuerungsf�higkeit in Frage, da bei Rauschzust�nden die Einsichtsf�higkeit in der Regel weniger beeintr�chtigt ist. Nach der Rechtsprechung f�llt bei einer Blutalkoholkonzentration von �ber 2 Gewichtspromillen eine Verminderung der Zurechnungsf�higkeit in Betracht. Der Blutalkoholkonzentration kommt bei der Beurteilung der Zurechnungsf�higkeit allerdings keine vorrangige Bedeutung zu.
Sie bietet lediglich eine grobe Orientierungshilfe (vgl.
Klaus Foerster, St�rungen durch psychotrope Substanzen, in:
2000, S. 166; Peter Hentschel, Trunkenheit, Fahrerlaubnisentziehung, Fahrverbot, 8. Aufl. 2000, N 269). F�r die Frage, ob die hohe Alkoholisierung die Schuldf�higkeit ausschliesst, sind immer auch die n�heren Umst�nde der konkreten Tat sowie Verhalten, Pers�nlichkeit und insbesondere die Alkoholvertr�glichkeit und -gew�hnung des T�ters zu ber�cksichtigen.
Im Sinne einer groben Faustregel geht die Rechtsprechung lediglich davon aus, dass bei einer Blutalkoholkonzentration von unter 2 Promille in der Regel keine Beeintr�chtigung der Schuldf�higkeit gegeben ist und dass bei einer solchen von 3 Promille und dar�ber meist Schuldunf�higkeit vorliegt. Bei einer Blutalkoholkonzentration im Bereich zwischen 2 und 3 Promillen besteht somit im Regelfall die Vermutung f�r eine Verminderung der Zurechnungsf�higkeit.
Diese Vermutung kann jedoch im Einzelfall durch Gegenindizien umgestossen werden. Der Faustregel liegt kein allgemeiner medizinischer Erfahrungssatz zu Grunde (BGE 122 IV 49 E. 1b mit Hinweisen; BGE 119 IV 120 E. 2b).
d) Der Beschwerdef�hrer r�gt im Rahmen der Nichtigkeitsbeschwerde zu Recht keine Verletzung von Art. 13 StGB.
Denn wenn, wie das hier der Fall ist, f�r die Beurteilung der Zurechnungsf�higkeit neben der Blutalkoholkonzentration keine weiteren Indizien zur Verf�gung stehen, kann nach der Rechtsprechung eine psychiatrische Begutachtung unterbleiben.
In einem solchen Fall wird auch der Gutachter nicht anders als der Richter beweism�ssig ausschliesslich oder doch haupts�chlich auf die Blutalkoholkonzentration abstellen m�ssen (BGE 119 IV 120 E. 2b a.E.). Bei dieser Konstellation darf der Richter mit anderen Worten auch ohne psychiatrische Untersuchung �ber die allf�llige Einschr�nkung der Zurechnungsf�higkeit befinden. Da der Beschwerdef�hrer eine st�rkere Herabsetzung der Zurechnungsf�higkeit geltend macht, als die Vorinstanz sie ihm zugestand, ist auf die Beschwerde einzutreten (vgl. BGE 106 IV 241 E. 1b).
e) Die Auffassung der Vorinstanz, die Zurechnungsf�higkeit des Beschwerdef�hrers sei vermindert, mithin nicht v�llig aufgehoben gewesen, verletzt kein Bundesrecht. Dass der Beschwerdef�hrer betrunken war, steht ausser Frage und ergibt sich aus dem betr�chtlichen Alkoholkonsum und den �usserlich erkennbaren Ausfallerscheinungen. Letztere haben aber kein derartiges Ausmass angenommen, dass die Vermutung f�r eine verminderte Zurechnungsf�higkeit umgestossen w�rde.
Jedenfalls sprechen die Umst�nde, dass der Beschwerdef�hrer in den Socken auf der Strasse herumgestreunt ist und seine Sprache verwaschen war, noch nicht f�r eine vollst�ndige Zurechnungsunf�higkeit.
In der Literatur wird denn auch darauf hingewiesen, dass eine schwere Beeintr�chtigung nicht vorliegt, wenn das Verhalten des T�ters vor, w�hrend oder nach der Tat u.a. zeigt, dass ein Realit�tsbezug erhalten war und dass er sich an wechselnde Erfordernisse der Situation anpassen konnte. Zurechnungsunf�higkeit ist nur anzunehmen, wenn eine schwere akute toxische Bewusstseinsst�rung, eine drogeninduzierte Psychose oder eine andere schwere St�rung wie z.B. ein Delir vorgelegen hat (Volker Dittmann, Psychotrope Substanzen, Delinquenz und Zurechnungsf�higkeit, Schweizerische Rundschau f�r Medizin [PRAXIS] 85/1996 S. 111; vgl. auch Foerster, a.a.O., S. 167).
Im zu beurteilenden Fall war sich der Beschwerdef�hrer seiner Situation bewusst, und konnte darauf ad�quat reagieren. Weder der Realit�tsbezug noch das Auffassungsverm�gen waren wesentlich herabgesetzt. Dies ergibt sich jedenfalls aus seinem Telefongespr�ch mit A.________ und B.________, mit denen er �ber die R�ckgabe der Schl�ssel verhandeln und eine Vereinbarung treffen konnte. Insgesamt hat sich der Beschwerdef�hrer relativ geordnet verhalten.
Seine Leistungsf�higkeit war demnach nicht v�llig eingeschr�nkt und sein Auffassungsverm�gen nicht wesentlich herabgesetzt.
Im �brigen ergibt sich aus den Akten, dass der Beschwerdef�hrer offenbar zu erheblichem Alkoholkonsum neigt. Jedenfalls ist er schon im Jahre 1995 u.a. wegen Fahrens in angetrunkenem Zustand mit einem Blutalkoholgehalt von 2,44 Promille verurteilt worden und hat er im Rahmen der Administrativmassnahme einen Nachschulungskurs f�r wiederholt alkoholauff�llige Fahrzeuglenker absolviert.
Angesichts der H�he des Blutalkoholgehalts ist von einer recht ausgepr�gten Gew�hnung auszugehen (vgl. hiezu die Bemerkung von Egon Stephan, Trunkenheitsdelikte im Verkehr, AJP 1994, S. 448 und 453, wonach bei normalem Trinktempo und durchschnittlichem K�rpergewicht etwa 1 Liter Wein erforderlich ist, um den Wert von 0,8 Promille zu �berschreiten und wonach bei Blutalkoholkonzentrationswerten �ber 1,6 Promille eine regelm�ssige Alkoholaufnahme von wesentlich mehr als 80 Gramm Alkohol t�glich �ber l�ngere Zeitr�ume mit Sicherheit anzunehmen ist). Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegr�ndet.
7.- a) Der Beschwerdef�hrer wendet sich ferner gegen die Strafzumessung. Er r�gt insbesondere, die Vorinstanz habe seine finanzielle Lage bei der Bemessung der Busse nicht ber�cksichtigt. Bereits anl�sslich der erstinstanzlichen Verhandlung habe er vorgebracht, dass er �ber kein Einkommen verf�ge. Die ausgesprochene Busse sei somit, sofern sie �berhaupt gerechtfertigt sei, angemessen zu reduzieren.
b) Die Vorinstanz nimmt im Rahmen der Strafzumessung an, das Unrechtsbewusstsein des Beschwerdef�hrers sei im Zeitpunkt des Entschlusses zur Trunkenheitsfahrt alkoholbedingt reduziert gewesen, was strafmildernd zu ber�cksichtigen sei. Neben diesem vom Bezirksgericht Zofingen unber�cksichtigt gebliebenen Gesichtspunkt der verminderten Zurechnungsf�higkeit sei indessen ein sich zu Ungunsten des Beschwerdef�hrers auswirkender Umstand zu ber�cksichtigen.
Das Bezirksgericht sei in seinem Urteil von der Vorstrafenlosigkeit des Beschwerdef�hrers ausgegangen. Diese Annahme treffe nicht zu, ergebe sich doch aus den beigezogenen Akten, dass der Beschwerdef�hrer - nachdem er bereits fr�her einschl�gig straff�llig geworden sei - mit Urteil des Obergerichts des Kantons Solothurn vom 7. Dezember 1995 wegen Fahrens in angetrunkenem Zustand, versuchter Vereitelung einer Blutprobe, pflichtwidrigen Verhaltens bei Unfall sowie wegen einfacher Verletzung einer Verkehrsregel zu einer bedingten Gef�ngnisstrafe von sieben Wochen und zu einer Busse von Fr. 800.-- verurteilt worden war. Unter Ber�cksichtigung dieser Elemente der Strafzumessung rechtfertige sich insgesamt keine Reduktion der vom Bezirksgericht ausgesprochenen Strafe. Das Bezirksgericht Zofingen f�hrt aus, �ber die finanziellen Verh�ltnisse des Beschwerdef�hrers l�gen keine genauen Zahlen vor. Er arbeite als Automatenaufsteller.
F�r die Jahre 1998 und 1999 seien 22 Betreibungen verzeichnet und es existierten 28 Verlustscheine im Betrag von Fr. 112'619.--. Es sei anzunehmen, dass das Einkommen des Beschwerdef�hrers geringer sei, als das Bezirksamt bei der Festlegung der Busse im Strafbefehl vom 20. Dezember 1999 angenommen habe. Aus diesem Grund k�nne die Busse auf Fr. 1'500.-- festgesetzt werden.
c) Gem�ss Art. 63 StGB misst der Richter die Strafe nach dem Verschulden des T�ters zu; er ber�cksichtigt dabei die Beweggr�nde, das Vorleben und die pers�nlichen Verh�ltnisse des Schuldigen. Der Sachrichter hat im Urteil die wesentlichen schuldrelevanten Tat- und T�terkomponenten so zu er�rtern, dass festgestellt werden kann, ob alle rechtlich massgebenden Gesichtspunkte ber�cksichtigt und wie sie gewichtet wurden. Bei der Gewichtung der zu beachtenden Komponenten steht ihm indes ein erheblicher Spielraum des Ermessens zu. Das Bundesgericht greift in dieses auf Nichtigkeitsbeschwerde hin nur ein, wenn das kantonale Gericht den gesetzlichen Strafrahmen �ber- oder unterschritten hat, wenn es nicht von den rechtlich massgebenden Gesichtspunkten ausgegangen ist oder die Strafe in Ermessens�berschreitung unverh�ltnism�ssig streng oder milde angesetzt hat (BGE 127 IV 101 E. 2; 124 IV 286 E. 4a je mit Hinweisen).
d) Die Vorinstanz ber�cksichtigt im Gegensatz zum Bezirksgericht strafmildernd, dass die Zurechnungsf�higkeit des Beschwerdef�hrers im Sinne von Art. 11 StGB vermindert war. Nach herrschender Auffassung muss der Richter die Strafe herabsetzen, wenn er den Strafmilderungsgrund der verminderten Zurechnungsf�higkeit anerkennt (BGE 123 IV 49 E. 2c; 118 IV 1 E. 2 mit Hinweisen). Dabei steht das Ausmass der Reduktion der Strafe in Verh�ltnis zur Verminderung der Zurechnungsf�higkeit (vgl. BGE 121 IV 49 E. 1b; 118 IV 1 E. 2 S. 5). Im zu beurteilenden Fall hat die Vorinstanz die Strafe nicht herabgesetzt, sondern im Gegensatz zur ersten Instanz straferh�hend die einschl�gige Vorstrafe gew�rdigt, so dass sich Strafmilderungs- und Straferh�hungsgrund gegenseitig aufheben. Ob darin ein Verstoss gegen das Verbot der reformatio in peius liegt (vgl. � 210 StPO/AG), macht der Beschwerdef�hrer nicht geltend und k�nnte im Verfahren der eidgen�ssischen Nichtigkeitsbeschwerde auch nicht gepr�ft werden. Das angefochtene Urteil verletzt in diesem Punkt im Ergebnis kein Bundesrecht. Denn sinngem�ss geht die Vorinstanz von einer eher geringf�gigen Verminderung aus. Damit �berschreitet sie ihr Ermessen nicht, verlangt doch schon die Anwendung von Art. 11 StGB, dass der T�ter in hohem Masse in den Bereich des Abnormen f�llt, seine Geistesverfassung nach Art und Grad stark vom Durchschnitt nicht bloss der Rechts-, sondern auch der Verbrechensgenossen abweicht (BGE 116 IV 273 E. 4b; 107 IV 3 E. 1b). Eine dieses Mass zus�tzlich erheblich �berschreitende Abnormit�t ist hier nicht zu erkennen.
Ebenfalls nicht zu beanstanden ist die Bemessung der Busse. Auch bei dieser ist zun�chst das Verschulden des T�ters zu ermitteln und alsdann, in einem weiteren Schritt, deren H�he anhand der Einkommens- und Verm�gensverh�ltnisse des Schuldigen sowie der weiteren in Art. 48 Ziff. 2 StGB genannten Umst�nde festzusetzen (BGE 119 IV 330 E. 3; 116 IV 4 E. 2a). Das Bezirksgericht hat die vom Bezirksamt Zofingen mit Strafbefehl vom 20. Dezember 1999 ausgesprochene Busse von Fr. 2'500.-- auf Fr. 1'500.-- herabgesetzt. Es hat dabei die finanziellen Verh�ltnisse des Beschwerdef�hrers in Erw�gung gezogen und Familienstand, Familienpflichten, Beruf, Alter sowie Gesundheitszustand abgekl�rt. Soweit die Einkommensverh�ltnisse nicht im Detail bekannt sind, liegt dies an den nur rudiment�ren Angaben des Beschwerdef�hrers, der sowohl im Untersuchungsverfahren als auch in den gerichtlichen Verhandlungen angab, er wisse nicht, was er durchschnittlich verdiene. Auch wenn man von einem Reineinkommen als Selbstst�ndigerwerbender gem�ss Ermessenseinsch�tzung von 1998 von Fr. 18'000.-- ausgeht, erscheint eine Busse von Fr. 1'500.-- nicht als unverh�ltnism�ssig hart. Jedenfalls hat die Vorinstanz damit ihr Ermessen nicht �berschritten.
Die Beschwerde ist somit auch in diesem Punkt unbegr�ndet.
8.- Aus diesen Gr�nden sind sowohl die staatsrechtliche Beschwerde als auch die eidgen�ssische Nichtigkeitsbeschwerde abzuweisen, soweit auf sie eingetreten werden kann. Bei diesem Ausgang des Verfahrens tr�gt der Beschwerdef�hrer die Kosten (Art. 156 Abs. 1 OG und Art. 278 Abs. 1 BStP).
1.- Die staatsrechtliche Beschwerde und die eidgen�ssische Nichtigkeitsbeschwerde werden abgewiesen, soweit auf sie einzutreten ist.
2.- Die Gerichtsgeb�hren von insgesamt Fr. 4'000.-- werden dem Beschwerdef�hrer auferlegt.
3.- Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer, der Staatsanwaltschaft und dem Obergericht (3. Strafkammer) des Kantons Aargau schriftlich mitgeteilt.