Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BFH/NV%202014,%201090
Timestamp: 2019-06-19 00:00:16
Document Index: 327056395

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 20', '§ 3', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8']

BFH, 04.02.2014 - I R 32/12 - dejure.org
https://dejure.org/2014,11764
BFH, 04.02.2014 - I R 32/12 (https://dejure.org/2014,11764)
BFH, Entscheidung vom 04.02.2014 - I R 32/12 (https://dejure.org/2014,11764)
BFH, Entscheidung vom 04. Februar 2014 - I R 32/12 (https://dejure.org/2014,11764)
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Zinslose Darlehen zwischen Tochterkapitalgesellschaften - Verbrauch des Nutzungsvorteils als nicht abziehbare Betriebsausgabe
Zinslose Darlehen zwischen Tochterkapitalgesellschaften; Verbrauch des Nutzungsvorteils als nicht abziehbare Betriebsausgabe
§ 3c Abs 1 Halbs 1 EStG 2002, § 8 Abs 1 KStG 2002, § 8b Abs 5 KStG 2002 vom 22.12.2003, § 8b Abs 1 KStG 2002, § 20 Abs 1 Nr 1 S 2 EStG 2002
Verbrauch des Nutzungsvorteils aus dem zinslosen Darlehen zwischen Tochterkapitalgesellschaften unterliegt dem Abzugsverbot gem. § 3c Abs. 1 EStG 2002 i.V.m. § 8 Abs. 1 KStG 2002
Steuerminderung kann für Zinsvorteil einer Muttergesellschaft ausgeschlossen sein
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BFH vom 04.02.2014, Az.: I R 32/12 (Zinslose Darlehen zwischen Tochterkapitalgesellschaften - Verbrauch des Nutzungsvorteils als nicht abziehbare Betriebsausgabe)" von RA/FAStR/StB Dr. Stefan Behrens, original erschienen in: BB 2014, 1885 - 1887.
BB 2014, 1885
BFH/NV 2014, 1090
Demgemäß sind die entsprechenden Zahlungen bei der C Ltd. als verdeckte Einlage der Klägerin zu erfassen (s. allgemein zur Konzeption bei vGA bei Schwestergesellschaften Beschluss des Großen Senats des Bundesfinanzhofs vom 26. Oktober 1987 GrS 2/86, BFHE 151, 523, BStBl II 1988, 348; Senatsurteil vom 4. Februar 2014 I R 32/12, BFH/NV 2014, 1090, m.w.N.) mit der weiteren Folge, dass die Zwischeneinkünfte in entsprechender Höhe auf der Grundlage des § 8 Abs. 3 Satz 3 KStG zu mindern sind.
Die letztgenannte Norm regelt zwar nur ein Abzugsverbot für substanzbezogene Gewinnminderungen (BFH-Urteil vom 04.02.2014 I R 32/12, BFH/NV 2014, 1090), doch fallen darunter steuerrechtlich alle Aufwendungen, die in einem so engen Zusammenhang mit dem Anteilserwerb stehen, dass sie als Anschaffungskosten bzw. Anschaffungsnebenkosten anzusehen sind (…vgl. Herlinghaus in Rödder/Herlinghaus/Neumann, KStG, § 8b Rz. 304).
Nach der Rechtsprechung des BFH sind mit den von § 8b Abs. 3 Satz 3 KStG erfassten, den jeweiligen Anteil betreffenden Gewinnminderungen ausschließlich substanzbezogene Wertminderungen des Anteils, die sich aus der ertragsteuerlichen Behandlung des Anteils selbst ergeben, und nicht jegliche mit dem Anteil wirtschaftlich zusammenhängende Aufwendungen gemeint (BFH-Urteile vom 14.1.2009 I R 52/08, BStBl II 2009, 674, unter II.2. der Gründe, m.w.N.; vom 4.2.2014 I R 32/12, BFH/NV 2014, 721).