Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=FG%20Sachsen-Anhalt&Datum=20.02.2013&Aktenzeichen=2%20K%201037/10
Timestamp: 2019-10-21 06:20:53
Document Index: 206693221

Matched Legal Cases: ['§ 162', '§ 162', '§ 15', '§ 14', '§ 96', '§ 115']

FG Sachsen-Anhalt, 20.02.2013 - 2 K 1037/10 - dejure.org
https://dejure.org/2013,17069
FG Sachsen-Anhalt, 20.02.2013 - 2 K 1037/10 (https://dejure.org/2013,17069)
FG Sachsen-Anhalt, Entscheidung vom 20.02.2013 - 2 K 1037/10 (https://dejure.org/2013,17069)
FG Sachsen-Anhalt, Entscheidung vom 20. Februar 2013 - 2 K 1037/10 (https://dejure.org/2013,17069)
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§ 162 Abs 1 AO, § 162 Abs 2 AO, § 15 Abs 1 S 1 Nr 1 UStG 1999, § 14 AO 1999, § 96 Abs 1 S 1 FGO
Vorsteuerabzug bei vollständigem Verlust sämtlicher Eingangsrechnungen - Umfang des möglichen Zeugenbeweises zur ordnungsgemäßen Verbuchung später gestohlener Rechnungen
Vorsteuerabzug aus einst im Besitz befindlichen Rechnungen
Vorsteuerabzug bei vollständigem Verlust sämtlicher Eingangsrechnungen
Schätzung der Besteuerungsgrundlagen nach einem Diebstahl der Buchhaltungsunterlagen
Schätzung der Besteuerungsgrundlagen bei Verlust sämtlicher Rechnungen
EFG 2013, 1715
Das FG entschied in seinem in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2013, 1715 veröffentlichten Urteil, es sei nicht zu beanstanden, dass das FA die Vorsteuern nur in Höhe von 60 v.H. der vom Kläger im Voranmeldungsverfahren erklärten Beträge berücksichtigt habe.
Der Kläger beantragt, das Urteil des FG des Landes Sachsen-Anhalt vom 20. Februar 2013 2 K 1037/10 aufzuheben und die Sache zur erneuten Verhandlung und Entscheidung an das FG des Landes Sachsen-Anhalt zurückzuverweisen.
Die Klage in derselben Sache wies das FG mit --dem am 10. April 2013 zugestellten-- Urteil vom 20. Februar 2013 2 K 1037/10 als unbegründet ab, ließ jedoch die Revision wegen grundsätzlicher Bedeutung (§ 115 Abs. 2 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung --FGO--) zu, und zwar im Hinblick auf die Frage des Umfangs eines möglichen Zeugenbeweises bei vollständigem Verlust sämtlicher Belege.
Dass der Beklagte in den Jahren 2006 und 2007 im Rahmen der Schätzung keine Vorsteuern aus Eingangsumsätzen geschätzt hat, ist nicht zu beanstanden, es wird insoweit auf die einschlägige Rechtsprechung des BFH und der Finanzgerichte (FG) verwiesen, der der Senat folgt (z.B. BFH- Urteil vom 20. Juni 1984, I R 129/80; vom 19. Oktober 1978, V R 39/75, Bundessteuerblatt - BStBl. - II 1979, 345; BFH - Beschluss vom 31. Juli 2007 V B 156/06;… Sammlung amtlich nicht veröffentlichter Entscheidungen des BFH - BFH/NV 2008, 416; Urteil FG Hamburg vom 17. Dezember 2002, V 252/98; FG Sachsen - Anhalt vom 20. Februar 2013, 2 K 1037/10, Entscheidungen der Finanzgerichte - EFG - 2013, 1715).
VG Potsdam, 20.06.2012 - 2 K 398/10
In dem vor der Kammer zum Geschäftszeichen - VG 2 K 1037/10 - geführten verwaltungsgerichtlichen Verfahren wird der hiesige Kläger von der Gemeinde ... auf Ersatz des Schadens von 80.785,88 Euro in Anspruch genommen.