Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=21.12.1960&Aktenzeichen=VIII%20ZR%20146%2F59
Timestamp: 2019-03-22 03:04:07
Document Index: 168524372

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', '§ 647', '§ 559', '§704', '§ 366', '§ 647', '§ 1257', '§ 1207', '§ 366', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 366', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 647', 'BGH', '§ 994', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 21.12.1960 - VIII ZR 146/59 - dejure.org
BGH, 21.12.1960 - VIII ZR 146/59
§ 647 BGB, kein gesetzliches Unternehmerpfandrecht an bestellerfremden Sachen, entsprechend: § 559 BGB <Fassung bis 31.8.01>, §704 BGB;
zur Bedeutung des § 366 Abs. 3 HGB
Werkunternehmerpfandrecht: Gutgläubiger Erwerb eines gesetzlichen Pfandrechts
BGB § 647, BGB § 1257, BGB § 1207, HGB § 366
Kein gutgläubiger Erwerb eines gesetzlichen Unternehmerpfandrechts
BGHZ 34, 153
NJW 1961, 502
MDR 1961, 226
DB 1961, 164
JR 1962, 18
(c) Nichts anderes ergibt sich hier aus dem Umstand, dass kein Unternehmerpfandrecht entstanden ist, weil O. P. als Besteller nicht Eigentümer des Fahrzeugs war (vgl. BGH, Urteil vom 21. Dezember 1960 - VIII ZR 89/59, BGHZ 34, 122, 124 ff.) und das Unternehmerpfandrecht nicht gutgläubig erworben werden kann (vgl. BGH, Urteil vom 21. Dezember 1960 - VIII ZR 146/59, BGHZ 34, 153, 154 ff.).
Im übrigen hat der erkennende Senat in seinem gleichzeitig verkündeten, ebenfalls zum Abdruck bestimmten Urteil VIII ZR 146/59 ausdrücklich entschieden, dass der gutgläubige Erwerb eines gesetzlichen Unternehmerpfandrechts nicht möglich ist.
Gesetzliche Pfandrechte an bestellerfremden beweglichen Sachen können - außerhalb von § 366 Abs. 3 HGB - grundsätzlich nicht gutgläubig erworben werden, weil es hierfür an der erforderlichen rechtsgeschäftlichen Handlung des Bestellers fehlt, die Grundlage für einen guten Glauben sein könnte (BGHZ 34, 122, 126 f; 34, 153, 154 f; 35, 53, 61; 87, 274, 280; 100, 95, 101 [BGH 25.02.1987 - VIII ZR 47/86];… BGH, Urt. v. 4. Mai 1977 - VIII ZR 3/76, WM 1977, 710).
Werkunternehmerpfandrecht und Zurückbehaltungsrecht bei Reparatur eines …
Der erkennende Senat hat u.a. in zwei Entscheidungen vom 21. Dezember 1960 (BGHZ 34, 153 und 34, 122) dazu Stellung genommen.
In der erstgenannten Entscheidung (VIII ZR 146/59) hat er ausgesprochen, daß der Werkunternehmer nicht ein gesetzliches Unternehmerpfandrecht (§ 647 BGB) an Sachen, die den Besteller nicht gehören, kraft guten Glaubens erwerben kann.
Wie sich schon aus BGHZ 34, 122 und 34, 153 ergibt, besteht zwischen der Frage, ob ein Werkunternehmer an Sachen, die dem Besteller nicht gehören, kraft guten Glaubens ein gesetzliches Pfandrecht erwerben kann, und der Frage, ob der Werkunternehmer wenigstens Rechte nach den §§ 994 ff BGB gegen den Eigentümer hat, ein enger Zusammenhang.
Indessen brauchen die Anforderungen, die der Bundesgerichtshof an den guten Glauben dessen stellt, der ein gebrauchtes Fahrzeug zu Eigentum erwerben will, auf den Erwerb eines Pfandrechts nicht übertragen zu werden (…OLG Hamburg a.a.O.; Raiser JZ 1961, 285, 286) [BGH 21.12.1960 - VIII ZR 146/59].
BGH, 26.04.1961 - VIII ZR 41/60
OLG Frankfurt, 11.08.1982 - 20 VA 1/82
An dem Besteller nicht gehörenden Sachen kann ein gesetzliches Unternehmerpfandrecht kraft guten Glaubens nicht erworben werden (Vergleiche BGH, 1960-12-21, VIII ZR 146/59, BGHZ 34, 153 = NJW 1961, 502).