Source: https://www.blaek.de/fortbildung/seminare-veranstaltungen-der-blaek/qualifikation-zur-fachgebundenen-genetischen-beratung
Timestamp: 2020-08-03 20:57:55
Document Index: 49593798

Matched Legal Cases: ['§ 7', '§ 23', '§ 23', '§7', '§7', '§ 23', '§ 7', '§ 23', '§ 7', '§ 23', '§ 7']

Qualifikation zur fachgebundenen genetischen Beratung | Bayerische Landesärztekammer
Vor und nach einer prädi­ka­ti­ven Unter­su­chung muss, nach einer diagno­s­ti­schen gene­ti­schen Unter­su­chung soll, die verant­wort­li­che ärzt­li­che Person der betrof­fe­nen Person eine gene­ti­sche Bera­tung durch eine ärzt­li­che Person anbie­ten, die die Quali­fi­ka­tion nach § 7 Abs. 1 und 3 GenDG in Verbin­dung mit der Richt­li­nie der Gendia­gno­s­tik-Kommis­sion (GEKO) über die Anfor­de­run­gen an die Quali­fi­ka­tion zur und Inhalte der gene­ti­schen Bera­tung gemäß § 23 Abs. 2 Nr. 2a und § 23 Abs. 2 Nr. 3 GenDG (in der Fassung vom 01.07.2011, veröf­fent­licht und in Kraft getre­ten am 11.07.2011), erfüllt.
Ärztin­nen und Ärzte, die fach­ge­bun­dene gene­ti­sche Bera­tung durch­füh­ren.
Basis­teil (gene­ti­sche Grund­la­gen, metho­di­sche Aspekte, Risi­koer­mitt­lung)
Fach­s­pe­zi­fi­scher Teil
Alle Fachärz­tin­nen und Fachärzte, die länger als fünf Jahre als Fach­arzt tätig sind und gene­tisch bera­ten möch­ten, können auch nach Ablauf der Frist vom 10. Juli 2016 die Wissens­kon­trolle zur fach­ge­bun­de­nen gene­ti­schen Bera­tung absol­vie­ren. Hier genügt weiter­hin die Refres­her-Maßnahme mit Wissens­kon­trolle. Der prak­tisch-kommu­ni­ka­tive Teil muss laut Schrei­ben vom Baye­ri­schen Staats­mi­nis­te­rium für Umwelt und Gesund­heit, Akten­zei­chen 32b-G8090.2–2011/5–94 „Umset­zung von §7 Abs. 3 GenDG – Quali­fi­zie­rung für gene­ti­sche Bera­tun­gen“ vom 29. März 2012 nicht absol­viert werden
Die Wissens­kon­trolle besteht entspre­chend Empfeh­lun­gen der Arbeits­gruppe zur fach­ge­bun­de­nen gene­ti­schen Bera­tung gemäß GenDG aus 20 Fragen, von denen fünf Fragen fach­s­pe­zi­fisch sind. Zum Beste­hen der Prüfung müssen 60 Prozent der Fragen rich­tig beant­wor­tet werden.
Ledig­lich Ärztin­nen und Ärzte, die aktu­ell in Weiter­bil­dung zum Fach­arzt sind bzw. noch keine fünf Jahre als Fach­arzt/-ärztin tätig sind, müssen nach Ablauf der Frist vom 10. Juli 2016 einen 72-stün­di­gen Kurs zur fach­ge­bun­de­nen gene­ti­schen Bera­tung mit anschlie­ßen­der Wissens­kon­trolle absol­vie­ren.
Das Semi­nar wird als online-Semi­nar ange­bo­ten.
Refres­her-Maßnahme (fakul­ta­tiv)
Fortbildungspunkte: 8 8 UE *) -- 8 € 200,-
Wissens­kon­trolle 60 min / 90 min *) -- € 0,-
*) abhän­gig vom Fach­ge­biet
vorauss. Februar 2021
Alle Fachärz­tin­nen und Fachärzte, die länger als fünf Jahre als Fach­arzt tätig sind und gene­tisch bera­ten möch­ten, können auch nach Ablauf der Frist vom 10. Juli 2016 die Wissens­kon­trolle zur fach­ge­bun­de­nen gene­ti­schen Bera­tung absol­vie­ren. Hier genügt weiter­hin die Refres­her-Maßnahme mit Wissens­kon­trolle.
E-Mail: gendg-info@blaek.de
GenDG: Ich besitze die Zusatzbezeichnung „Medizinische Genetik“. Ist für mich eine Wissenskontrolle erforderlich?“
GEN GenDG fachgebundene genetische Beratung Humangenetik Gendiagnostik Gendiagnostikgesetz
Genetik fachgebundene genetische Beratung Gendiagnostik Gendiagnostikgesetz
In den Richt­li­nien zum Gendia­gno­s­tik­ge­setz unter Kapi­tel VII Abs. 2 wird ausdrück­lich darauf hinge­wie­sen, dass Fachärzte mit der Zusatz­be­zeich­nung „Medi­zi­ni­sche Gene­tik“ keinen Quali­fi­ka­ti­ons­nach­weis erbrin­gen müssen.
GenDG: Ich mache nur Blutabnahme und Diagnostik und rechne keine Leistung bei der KVB ab. Muss ich dann die Wissenskontrolle absolvieren?
Genetik fachgebundene genetische Beratung Gendiagnostik
Genetik genetische Beratung fachgebundene genetische Beratung Gendiagnosik
Die Wissens­kon­trolle ist unab­hän­gig von der Hono­rie­rung. Der Quali­fi­zie­rungs­um­fang ist aller­dings abhän­gig von Art und Umfang der Diagno­s­tik und/oder Bera­tung.
GenDG: Ich bin Facharzt für Transfusionsmedizin mit der Zusatzbezeichnung Hämostaseologie und Ärztliches Qualitätsmanagement. Als Transfusionsmediziner und auch Hämostaseologe untersuche und berate ich Patienten auch hämostaseologisch. Muss ich bezüglich der fachgebundenen genetischen Beratung die Wissenskontrolle mit 20 Fragen absolvieren oder habe ich die Voraussetzung zur fachgebundenen genetischen Beratung durch meine Weiterbildung erfüllt?
Ausschließ­lich Kolle­gen mit folgen­den Weiter­bil­dungs-Abschlüs­sen erfül­len bereits die Voraus­set­zun­gen nach GenDG i.d.F. v. 31.7.09 und GEKO-RiLi i.d.F. v. 1.7.11:
FÄ für Human­ge­ne­tik und FÄ mit der früher erwerb­ba­ren Zusatz­be­zeich­nung „Medi­zi­ni­sche Gene­tik“,
FÄ für Frau­en­heil­kunde und Geburts­hilfe mit der erwor­be­nen Schwer­punkt­be­zeich­nung „Spe­zi­elle Geburts­hilfe und Präna­tal­me­di­zin“
(es ist kein Nach­weis erfor­der­lich für die „fach­ge­bun­dene gene­ti­sche Bera­tung im Kontext zu vorge­burt­li­chen Risi­ko­ab­klä­rung“ entspre­chend der Wissens­kon­trolle mit zehn gynä­ko­lo­gi­schen Fragen).
Gemäß o. g. Rechts­grund­la­gen ist die Wissens­kon­trolle mit 20 Fragen zu absol­vie­ren.
GenDG: Als Gynäkologin führe ich das Ersttrimester-Screening in der Praxis durch. Ich kläre die Patientinnen auf, mache den Ultraschall und nehme Blut ab. Die Auswertung erfolgt in einem auswärtigen Labor. Ab und zu nehme ich Patientinnen Blut zur Thrombophilie-Diagnostik bzw. selten für eine molekulargenetische Untersuchung ab. Auch diese Auswertung erfolgt in einem anderen Labor. Muss ich nun die Qualifikation zur fachgebundenen genetischen Beratung gemäß §7 Abs. 3 und § 23 Abs. 2 GenDG oder die Qualifikation zur genetischen Beratung im Kontext der vorgeburtlichen Risikoabklärung (prädiktiv) nachweisen?
Risikoabklärung Gynäkologie vorgeburtliche Risikoabklärung
fachgebundene genetische Beratung GenDG genetisch Qualifikation
Die Unter­schei­dung, ob eine Unter­su­chung unter die Quali­fi­ka­tion zur gene­ti­schen Bera­tung im Kontext der vorge­burt­li­chen Risi­ko­ab­klä­rung gefasst werden kann, rich­tet sich nach dem Kontext, unter dem die Unter­su­chung veran­lasst wird.
Sobald die Unter­su­chung veran­lasst wird, weil ein begrün­de­ter Verdacht auf eine gene­ti­sche Störung besteht, wird die Quali­fi­ka­tion zur fach­ge­bun­de­nen gene­ti­schen Bera­tung (große Wissens­kon­trolle, 20 Fragen) benö­tigt.
Werden die glei­chen Unter­su­chun­gen rein vorsorg­lich, routi­ne­mä­ßig durch­ge­führt, ist die kleine Wissens­kon­trolle (10 Fragen) ausrei­chend.
GenDG: Muss ich den Nachweis im Rahmen des Gendiagnostikgesetzes erbringen, wenn ich nur das allgemeine Ultraschallscreening incl. Doppler im Rahmen der MUV mache?
Gendiagnostik fachgebundene genetische Beratung Doppler Gynäkologie
Gen genetisch Gendiagnostik genetische Untersuchung
Sobald die Unter­su­chung veran­lasst wird, weil ein Verdacht auf eine gene­ti­sche Störung besteht, ist die Quali­fi­ka­tion zur fach­ge­bun­de­nen gene­ti­schen Bera­tung (große Wissens­kon­trolle, 20 Fragen) gemäß GenDG/GEKO-RL notwen­dig. Wird die Unter­su­chung rein vorsorg­lich, routi­ne­mä­ßig durch­ge­führt, ist die kleine Wissens­kon­trolle (10 Fragen) gemäß genann­ten Rechts­grund­la­gen ausrei­chend.
GenDG: Ist auch für die Blutabnahme zur Gerinnungsdiagnostik, z. B. bei familiärem Risiko vor der Rezeptur eines oralen Antikonzeptivums, eine solche Fortbildung nötig?
Blutabnahme Gerinnungsdiagnostik familiäres Risiko diagnostische Untersuchung
Gen Gendiagnostik genetische Untersuchung GenDG
Schwie­rig wird es, wenn Unter­su­chun­gen veran­lasst werden, um eine Blut­ge­rin­nungs­stö­rung auszu­schlie­ßen. Bei diesen Unter­su­chun­gen kommt es sehr auf den Kontext an:
Wenn der Arzt Unter­su­chun­gen (auch z. B. die gene­ti­sche Analyse auf FV-Leiden) veran­lasst, um grund­sätz­lich eine Blut­ge­rin­nungs­stö­rung auszu­schlie­ßen, so wird laut GenDG von einer diagno­s­ti­schen Unter­su­chung ausge­gan­gen. Demzu­folge ist eine gene­ti­sche Bera­tung vor der Analyse nicht zwin­gend erfor­der­lich.
Möchte der Arzt aber nach einem posi­ti­ven Befund die gene­ti­sche Bera­tung selber durch­füh­ren, benö­tigt er die Quali­fi­ka­tion zur fach­ge­bun­de­nen gene­ti­schen Bera­tung (20 Fragen).
Wird dieselbe Unter­su­chung jedoch durch­ge­führt, weil in der Fami­lie Hinweise auf eine Blut­ge­rin­nungs­stö­rung vorlie­gen, muss gleich das GenDG berück­sich­tigt werden und die Quali­fi­ka­tion zur fach­ge­bun­de­nen gene­ti­schen Bera­tung (20 Fragen) nach­ge­wie­sen werden.
GenDG: Als Facharzt für Labormedizin mit der Zusatzbezeichnung Hämostaseologie sehe ich Patienten zur hämostaseologischen Anamnese und Diagnostik einschließlich molekulargenetischer Untersuchungen zur Thrombophilie-Abklärung. Selbstverständlich berate ich diese Patienten vor der Diagnostik sowie nach Vorliegen des Untersuchungsergebnisses. Brauche ich als Laborarzt dafür die Qualifikation zur fachgebundenen genetischen Beratung?
Labormedizin Hämostaseologie Thrombophilie-Abklärung
Gen Gendiagnostik fachgebundene genetische Beratung
Die Quali­fi­ka­tion zur fach­ge­bun­de­nen gene­ti­schen Bera­tung brau­chen Sie nur, wenn Sie prädik­tive gene­ti­sche Unter­su­chun­gen vorneh­men oder wenn Sie nach einem posi­ti­ven diagno­s­ti­schen gene­ti­schen Befund die Bera­tung selber durch­füh­ren möch­ten. Ob es sinn­voll ist, an einer Quali­fi­ka­tion zur fach­ge­bun­de­nen gene­ti­schen Bera­tung teil­zu­neh­men, müssen Sie entschei­den, da die Beschei­ni­gung nicht zum Tätig­wer­den außer­halb der Fach­ge­biets­gren­zen berech­tigt. Diese sind für jedes Gebiet durch die Defi­ni­tion des Gebie­tes in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für die Ärzte Bayerns fest­ge­legt. Das Gebiet Labo­ra­to­ri­ums­me­di­zin umfasst nach dieser Defi­ni­tion die Bera­tung und Unter­stüt­zung der in der Vorsorge und Kran­ken­be­hand­lung Täti­gen, nicht jedoch die unmit­tel­bare Pati­en­ten­be­ra­tung.
GenDG: Wenn ich die Wissenskontrolle absolviert habe, muss ich dann nach den fünf Jahren Übergangsfrist das 72-stündige Seminar absolvieren?
Wissenskontrolle 72Stundenkurs Übergangsfrist
Mit der bestan­de­nen Wissens­kon­trolle ist Ihre Quali­fi­ka­tion zur fach­ge­bun­de­nen gene­ti­schen Bera­tung nach­ge­wie­sen. Eine weitere Quali­fi­ka­tion, wie das 72-stün­dige Semi­nar, ist nach derzei­ti­ger Geset­zes­lage nicht erfor­der­lich.
GenDG: Sind für die Qualifikation zur fachgebundenen genetischen Beratung gem. § 7 Abs. 1 und 3 sowie § 23 Abs. 2, d. h. die prädiktive Untersuchung, eine oder zwei getrennte Prüfungen erforderlich?
prädikative Untersuchung Gynäkologie
Fachgebundene genetische Beratung Gen Gendiagnostik
Der Erwerb der Quali­fi­ka­tion der fach­ge­bun­de­nen gene­ti­schen Bera­tung schließt die Quali­fi­ka­tion zur fach­ge­bun­de­nen gene­ti­schen Bera­tung im Kontext vorge­burt­li­cher Risi­ko­ab­klä­rung mit ein.
GenDG: Bisher führe ich als Gynäkologin Nackentransparenzmessungen (NT) mit Risikoberechnung für Trisomie 21,13, weiterführende Sonografie (DEGUM II) und Amniozentesen durch. Benötige ich jetzt die "Qualifikation zur fachgebundenen genetischen Beratung gemäß § 7 Abs. 3 u. § 23 Abs. 2 GenDG (20 Fragen) oder die unter Punkt 2 genannte Qualifikation zur fachgebundenen genetischen Beratung im Kontext der vorgeburtlichen Risikoabklärung (prädiktiv) gemäß § 7 Abs. 1 GenDG (10 Fragen)?
Gynäkologie Nackentranzparenzmessung Trisomie Sonografie vorgeburtliche Risikoabklärung begründeter Verdacht
Gen fachgebundene genetische Beratung GenDG
Die Beant­wor­tung rich­tet sich in erster Linie nicht nur nach den Unter­su­chungs­me­tho­den, sondern nach der Anamnese. Sobald die Unter­su­chung veran­lasst wird, weil ein begrün­de­ter Verdacht auf eine gene­ti­sche Störung vorliegt, wird die Quali­fi­ka­tion zur fach­ge­bun­de­nen gene­ti­schen Bera­tung (große Wissens­kon­trolle, 20 Fragen) benö­tigt. Werden die glei­chen Unter­su­chun­gen rein vorsorg­lich, routi­ne­mä­ßig durch­führt, reicht die kleine Wissens­kon­trolle (10 Fragen) gemäß GenDG-GEKO-RL. Für die gene­ti­sche Bera­tung vor und nach Amnio­zen­tese, Chorion­zot­ten­bi­op­sie und Nabel­schnur­punk­tion wird immer die Quali­fi­ka­tion zur fach­ge­bun­de­nen gene­ti­schen Bera­tung (20 Fragen) benö­tigt.
GenDG: Wie ist die rechtliche Lage, wenn der Gynäkologe lediglich die NT-Messung macht, die Patientin zur Blutabnahme aber ins Labor schickt?
Gynäkologie NT-Messung Blutabnahnme Wissenskontrolle
Gen Gendiagnostik fachgebundene genetische Beratung GenDG
Wird die NT-Messung routi­ne­mä­ßig durch­ge­führt, reicht gemäß GenDG-RL die kleine Wissens­kon­trolle (zehn Fragen). Sobald die NT-Messung aber in einem begrün­de­ten Verdachts­fall veran­lasst wird, wird die große Wissens­kon­trolle (20 Fragen) benö­tigt.
GenDG: Muss ich als Facharzt für Orthopädie, wenn ich zu diagnostischen Zwecken HLA-Bestimmungen bei Rheumapatienten veranlasse, die spezielle Qualifikation (nach dem Gendiagnostik-Gesetz) erwerben oder kann ich das wie bisher veranlassen ohne mit dem Gesetz in Konflikt zu kommen?
Orthopädie Rheumapatienten HLA-Bestimmungen prädikative Untersuchung diagnostische Untersuchung Erbkrankheit
Gen GenDG fachgebundene genetische Beratung
Die HLA-Bestim­mung kann z.B. aus zwei Grün­den erfol­gen:
1) HLA-Bestim­mung, wegen Gewebe-(Organ-)Trans­plan­ta­tion:keine gene­ti­sche Ziel­set­zung, daher fällt diese HLA-Bestim­mung nicht unter das GenDG.
2) HLA-Bestim­mung z.B. bei Verdacht auf M. Bech­te­rew: hier erfolgt die HLA-Bestim­mung um eine Erbkrank­heit zu diagno­s­ti­zie­ren.
HLA-Unter­su­chun­gen bei Rheuma sind eher in die zweite Gruppe einzu­sor­tie­ren.
Grund­sätz­lich müssen Sie nach dem GenDG unter­schei­den, ob Sie eine diagno­s­tisch (=diffe­ren­ti­al­dia­gno­s­ti­sche) gene­ti­sche Unter­su­chung oder eine prädik­tive gene­ti­sche Unter­su­chung veran­las­sen. Eine diagno­s­tisch gene­ti­sche Unter­su­chung liegt dann vor, wenn Sie bei einem Pati­en­ten mit klini­schen Sympto­men eine gene­ti­sche Erkran­kung nach­wei­sen oder ausschlie­ßen wollen. Bei einer prädik­ti­ven gene­ti­schen Unter­su­chung haben Sie einen („noch“) gesun­den Pati­en­ten (Ratsu­chen­den) vor sich, der z.B. wissen will, ob er später an der zu unter­su­chen­den Erbkrank­heit erkran­ken wird, oder ob er z.B. hetero­zy­go­ter Muta­ti­ons­trä­ger ist.
Die Quali­fi­ka­tion zur fach­ge­bun­de­nen gene­ti­schen Bera­tung benö­ti­gen Sie insbe­son­dere, wenn Sie eine prädik­tive Diagno­s­tik veran­las­sen, da diese in eine gene­ti­sche Bera­tung einge­bun­den sein muss (Trias: gene­ti­sche Bera­tung – Unter­su­chung – gene­ti­sche Bera­tung).
Veran­las­sen Sie eine diagno­tisch gene­ti­sche Unter­su­chung, benö­ti­gen Sie keine Quali­fi­ka­tion zur fach­ge­bun­de­nen gene­ti­schen Bera­tung, da Sie nach Abschluss der Unter­su­chung dem Pati­en­ten den Befund mittei­len und ihn dann an einen FA für Human­ge­ne­tik zur gene­ti­schen Bera­tung über­wei­sen können.
Es gilt jedoch für Sie auch das GenDG bei der der diagno­s­tisch gene­ti­schen Unter­su­chung, insbe­son­dere: Sie müssen den Pati­en­ten über die Unter­su­chung aufklä­ren, die Aufklä­rung muss in der Pati­en­ten­akte doku­men­tiert werden, sinn­voll ist es, den Pati­en­ten dies mit Unter­schrift bestä­ti­gen zu lassen, der Pati­ent muss schrift­lich einwil­li­gen, dass er mit der Unter­su­chung einver­stan­den ist.