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Timestamp: 2020-03-30 10:59:05
Document Index: 258554460

Matched Legal Cases: ['§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 35', '§ 35', '§ 1']

Thüsing/Rachor/Lembke, KSchG § 10 Höhe der Abfindung / 2.1 Höchstgrenzen | Haufe Personal Office Platin | Personal | Haufe
Thüsing/Rachor/Lembke, KSchG § 10 Höhe der Abfindung / 2.1 Höchstgrenzen
Die Höhe der als angemessen festzusetzenden Abfindung wird in § 10 Abs. 1, 2 KSchG begrenzt. Als normale Höchstgrenze gibt § 10 Abs. 1 KSchG 12 Monatsverdienste vor. Diese Höchstgrenze von 12 Monatsverdiensten erhöht sich in Abhängigkeit von Lebensalter und längerer Betriebszugehörigkeit nach folgender Tabelle:
Höchstgrenzen in Abhängigkeit von Lebensalter und Beschäftigungsdauer
§ 10 Abs. 1 KSchG – unabhängig – – unabhängig – 12 Monatsverdienste
1. Alt. KSchG ab 50. Lebensjahr und mindestens 15 Jahre 15 Monatsverdienste
2. Alt. KSchG ab 55. Lebensjahr und mindestens 20 Jahre 18 Monatsverdienste
§ 10 Abs. 2 Satz 2 KSchG ab Regelaltersgrenze nach SGB VI – unabhängig – 12 Monatsverdienste
Nach der Sonderregelung in § 10 Abs. 2 Satz 2 KSchG kommt es zu keiner Erhöhung der Höchstgrenze, wenn der Arbeitnehmer im Auflösungszeitpunkt die Regelaltersgrenze nach § 35 Nr. 1 SGB VI (Vollendung des 67. Lebensjahres) erreicht hat, und zwar unabhängig davon, ob die nach § 35 Nr. 2 SGB IV vorgeschriebene Wartezeit erfüllt ist und unabhängig von der Höhe der Altersrente, die ein Arbeitnehmer erhält. Die Regelaltersgrenze gilt auch dann, wenn ein früherer Altersrentenbezug möglich ist.
Bei Alter und Betriebszugehörigkeit ist ausschlaggebend auf den Auflösungszeitpunkt abzustellen, d. h. bei der ordentlichen Kündigung auf den letzten Tag der Kündigungsfrist, bei der außerordentlichen Kündigung auf den Zugang der Kündigung.
Zur Berechnung der Beschäftigungsdauer im Unternehmen kann auf die Grundsätze zur Berechnung der Wartezeit nach § 1 KSchG zurückgegriffen werden. Nach diesen Grundsätzen bestimmt sich auch, ob und welche Vorbeschäftigungszeiten bei einer Unterbrechung des Arbeitsverhältnisses anzurechnen sind. Einzelvertragliche oder tarifvertragliche Bestimmungen zur Anrechnung von Vorbeschäftigungszeiten sind zu berücksichtigen.