Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=12.12.2014&Aktenzeichen=V%20ZR%2036/14
Timestamp: 2019-05-20 01:37:38
Document Index: 317839661

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1004', '§ 862', '§ 1004', '§ 242', '§ 862', '§ 1004', '§ 1023', '§ 1090', '§ 1023', '§ 1023', '§ 242', '§ 1020', '§ 873', '§ 1023', '§ 1026', '§ 97', '§ 242', '§ 1023', '§ 1090', '§ 1023', '§ 1023', '§ 1023', '§ 1023', 'BGH', '§ 242', '§ 1023', '§ 1023', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 12.12.2014 - V ZR 36/14 - dejure.org
BGH, 12.12.2014 - V ZR 36/14
https://dejure.org/2014,51198
BGH, 12.12.2014 - V ZR 36/14 (https://dejure.org/2014,51198)
BGH, Entscheidung vom 12.12.2014 - V ZR 36/14 (https://dejure.org/2014,51198)
BGH, Entscheidung vom 12. Dezember 2014 - V ZR 36/14 (https://dejure.org/2014,51198)
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§ 1004 Abs. 1 Satz 2 BGB, § ... 1004 Abs. 1 Satz 1 BGB, § 862 Abs. 1 Satz 2 BGB, § 1004 Abs. 2 BGB, § 242 BGB, § 862 Abs. 1 BGB, § 1004 Abs. 1 BGB, § 1023 Abs. 1 BGB, § 1090 Abs. 2 BGB, § 1023 Abs. 1, § 1023 BGB, § 242 BGB (Staudinger/Mayer, BGB, § 1020 BGB, §§ 873, 877 BGB, § 1023 Abs. 1 Satz 2 BGB, § 1026 BGB, § 97 Abs. 1 ZPO
§ 242 BGB, § 1023 Abs 1 BGB, § 1090 Abs 2 BGB
Beschränkte persönliche Dienstbarkeit: Anspruch auf Verlegung der Ausübung eines Geh- und Fahrrechts auf einen anderen Grundstücksteil
Entsprechende Anwendung von § 1023 BGB auf den Berechtigten einer Dienstbarkeit
Keine Verlegung des Zufahrtsweges wegen Beschwerlichkeit für Berechtigten
Kein Anspruch des Dienstbarkeit berechtigten auf Ausübungsverlegung einer eingetragenen beschränkt persönlichen Dienstbarkeit
Keine entsprechende Anwendung von § 1023 BGB auf den Dienstbarkeitsberechtigten, wenn die Ausübungsstelle rechtsgeschäftlich zum Inhalt der Dienstbarkeit gemacht worden ist
Grunddienstbarkeiten mit festgelegter Ausübungsstelle
Dingliche Unterlassungsansprüche - und ihre Verwirkung
Zur entsprechenden Anwendung von § 1023 BGB auf den Dienstbarkeitsberechtigten
Keine Inhaltsänderung einer Dienstbarkeit gegen den Willen des Dienstbarkeitsverpflichteten
Die Vorschrift des § 1023 BGB hat Ausnahmecharakter und ist nicht analogiefähig
Kurznachricht zu "Zum Verlegungsanspruch des Dienstbarkeitsberechtigten - Anmerkung zum Urteil des BGH vom 12.12.2014" von Notarass. Dr. Dirk-Ulrich Otto, original erschienen in: NotBZ 2015, 227 - 228.
AG Bad Kissingen, 13.09.2012 - 21 C 424/11
LG Schweinfurt, 04.02.2014 - 24 S 72/12
NJW 2015, 1750
MDR 2015, 504
WM 2015, 1430
Rpfleger 2015, 390
Eines Rückgriffs auf den - nur in besonderen Ausnahmefällen aus Treu und Glauben (§ 242 BGB) begründeten - Anspruch des Berechtigten auf Verlegung der Ausübungsstelle (vgl. Senat, Urteil vom 12. Dezember 2014 - V ZR 36/14, NJW 2015, 1750 Rn. 24) bedarf es dafür nicht (…zum Vorrang des Anspruchs aus der Kausalbeziehung: vgl. NK-BGB/Otto, 3. Aufl. § 1023 Rn. 32;… Staudinger/Mayer, BGB [2009], § 1023 Rn. 14).
OLG München, 17.02.2016 - 15 U 3001/14
Kein Bestehen einer Grunddienstbarkeit mangels Ausübung durch Bestehen eines …
Eine entsprechende Anwendung dieser Vorschrift auf den Dienstbarkeitsberechtigten scheidet aus, wenn die Ausübungsstelle rechtsgeschäftlich zum Inhalt der Dienstbarkeit gemacht worden ist (BGH, Urt. v. 12.12.2014, Az. V ZR 36/14, NJW 2015, 1750, Rn. 18).
Dies lässt den Ausnahmecharakter der Vorschrift erkennen und damit den Schluss zu, dass der Verlegungsanspruch bewusst nur für den Eigentümer geschaffen worden ist (BGH, NJW 2015, 1750).
Ist ein bestimmter Ausübungsort Inhalt der Dienstbarkeit geworden, kann und muss er sich darauf einrichten, dass ein weitergehendes Recht zur Nutzung des dienenden Grundstücks als aus dem Grundbuch ersichtlich nicht besteht (BGH, NJW 2015, 1750).
Auch das Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme vermag eine Inhaltsänderung der Dienstbarkeit gegen den Willen des Dienstbarkeitsverpflichteten nicht zu rechtfertigen (BGH, NJW 2015, 1750).
Ein solcher kommt nur in Betracht, wenn die Ausübung der Dienstbarkeit an der bisher vorgesehenen Stelle auf Grund nachträgliche eingetretener, nicht auf einer willkürlichen Benutzungsänderung beruhender Umstände für den Dienstbarkeitsberechtigten mit unzumutbaren Nachteilen verbunden ist (BGH, NJW 2015, 1750).