Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=III%20ZR%2033/92
Timestamp: 2020-04-09 11:44:28
Document Index: 108170228

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 34', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 34', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 249', '§ 252', '§ 249', '§ 252', '§ 252', '§ 249', 'BGH']

BGH, 14.01.1993 - III ZR 33/92 - dejure.org
https://dejure.org/1993,2720
BGH, 14.01.1993 - III ZR 33/92 (https://dejure.org/1993,2720)
BGH, Entscheidung vom 14.01.1993 - III ZR 33/92 (https://dejure.org/1993,2720)
BGH, Entscheidung vom 14. Januar 1993 - III ZR 33/92 (https://dejure.org/1993,2720)
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Kürzung eines Schadensersatzanspruches wegen entgangener Pensionseinnahmen aufgrund der hierauf zu zahlenden Einkommenssteuer - Herabsetzung des entgangenen Gewinns um die darauf fiktiv zu zahlende Einkommensteuer im Wege der Vorteilsausgleichung - Versteuerung von ...
Er hat hierbei den Grundsatz entwickelt, daß schadensbedingte Steuerersparnisse des Geschädigten stets den zu ersetzenden konkreten Schaden verringern, also dem Schädiger gutzubringen sind, wenn nicht gerade der Zweck der Steuervergünstigung einer solchen Entlastung entgegensteht (vgl. Senatsurteile vom 24. September 1985 - VI ZR 65/84 - VersR 1986, 162, 163 und vom 28. April 1992 - VI ZR 360/91 - VersR 1992, 886, 887; BGH, Urteil vom 14. Januar 1993 - III ZR 33/92 - NJW 1993, 1643 m.w.N.).
Auf dem Boden dieser Rechtsprechung hat der erkennende Senat in Bestätigung des Urteils des VII. Zivilsenats vom 22. März 1979 - VII ZR 259/77 - BGHZ 74, 103, 115 f. bereits am 26. Februar 1980 - VI ZR 2/79 - VersR 1980, 529, also vor der Beratung des Klägers durch den Beklagten, für die Steuervergünstigung des § 34 Abs. 2 Nr. 2 EStG entschieden, daß eine Vorteilsausgleichung ausscheidet (vgl. zuletzt Senatsurteil vom 10. November 1987 - VI ZR 290/86 - VersR 1988, 464, 465 m.w.N.; BGH, Urteil vom 14. Januar 1993 - III ZR 33/92 - NJW 1993, 1643).
Diese Vorschrift will den Geschädigten begünstigen, nicht aber den Schädiger (BGHZ 74, 103, 116; BGH, Urteil vom 14. Januar 1993 - III ZR 33/92 - aaO.).
Ein auf den Schaden an sich anrechenbarer Steuervorteil wird grundsätzlich durch die den Geschädigten hinsichtlich der Schadensersatzleistung treffende Steuerpflicht ausgeglichen, ohne daß die Beträge im Einzelfall festgestellt zu werden brauchen (vgl. BGH a.a.O. sowie Senatsurteil vom 14. Januar 1993 - III ZR 33/92 = NJW 1993, 1643 m.w.N.).
Soweit dabei hinsichtlich der Schadensersatzleistung - anders als beim erzielten Gewinn - nach § 34 Abs. 2 Nr. 2 EStG die Möglichkeit besteht, dass die Entschädigung nur mit dem halben Steuersatz zu versteuern ist, soll dies den Besonderheiten in der Person des Geschädigten Rechnung tragen und nicht den Schädiger entlasten; ihm kommt dieser Steuervorteil daher nicht zugute, so dass er auch nicht schadensmindernd berücksichtigt werden kann (vgl. BGHZ 53,132, 138; BGHZ 74, 103, 116; BGH NJW 1980, 1788; BGH NJW 1993, 1643;… Palandt/Heinrichs, a.a.O., vor § 249, Rdn. 145 und § 252 BGB, Rdn. 11;… MüKo/Grunsky, a.a.O., vor § 249 BGB, Rdn. 98 a und § 252 BGB, Rdn. 6 a;… Staudinger/Medicus, a.a.O., § 252 BGB, Rdn. 51;… Soergel/Mertens, a.a.O., vor § 249 BGB, Rdn. 277).
Diese Steuerermäßigung geht den Schädiger nichts an, weil sie die Vermeidung von Härten anstrebt, die in der Regel durch erhöhte Steuerbelastungen infolge einer Zusammenballung der Einkünfte aus mehreren Jahren entstehen (BGH Urteil v. 14.01.1993 - III ZR 33/92 - NJW 93, 1643).