Source: http://immobilien-zwangsversteigerung-hilfe.com/zwangsversteigerungverhindern.html
Timestamp: 2019-04-21 10:40:14
Document Index: 291428287

Matched Legal Cases: ['§ 43', '§ 83', '§ 30', '§ 30', '§ 30', '§ 765', '§ 133', '§ 74', '§ 74']

ImmobilienakuthilfeZwangsversteigerung verhindern
Umfinanzierungen, das heisst, dass andere Banken dem Schuldner ein neues Darlehen gewähren, sind davon abhängig, wie sich das frühere schuldrechtliche Darlehensgeschäft zwischen der vorangegangenen Bank und dem Darlehensnehmer im Hinblick auf die Einhaltung des Vertrages gestaltet hat. Das heisst wenn man in Zahlungsrückstand war und das Darlehen gekündigt werde kann man in der Regel eine Umschuldung oder Umfinanzierung vergessen.
Ein wesentlicher formaler Prüfungspunkt bei Beginn eines Zwangsversteigerungsverfahrens sollte immer die Abklärung sein, ob der Anordnungsbeschluss ordnungsgemäß an den Vollstreckungsschuldner zugestellt wurde.
Ist dies nicht der Fall, so ist der Versteigerungstermin nach § 43 ZVG aufzuheben. Der Zuschlag ist zu versagen. (§ 83 ZVG)
Weitere Rechte hat der Zwangsvollstreckungsschuldner im Versteigerungsverfahren aus § 30a ZVG. Auf die Dauer von sechs Monaten ist eine einstweilige Einstellung durch das Amtsgericht auf Antrag des Schuldners vorzunehmen, wenn eine Aussicht besteht, dass durch die Einstellung die Versteigerung vermieden wird.
Eine Ablehnung eines derartigen Schuldnerantrages durch das Amtsgericht kommt allerdings dann in Frage, wenn die einstweilige Einstellung dem betreibenden Gläubiger unter Berücksichtigung seiner wirtschaftlichen Verhältnisse nicht zuzumuten ist. Insgesamt ergibt sich aus der Norm des § 30a ZVG das Recht des Schuldners die Möglichkeit, die einstweilige Einstellung des Zwangsversteigerungsverfahrens zu erwirken, wenn er seine persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse dem Amtsgericht gegenüber offenlegt und substantiell vorträgt, wie eine Versteigerung vermieden werden kann.
Wenn das Amtsgericht die einstweilige Einstellung auf Antrag des Schuldners ablehnt, hat der Schuldner das Recht der sofortigen Beschwerde. (§ 30b Abs. 3 ZVG)
Hier ist es besonders wichtig sich bei der Immobilienakuthilfe zu melden, da in der Regel der Schuldner nicht die Erfahrung hat solche einen Antrag stichhaltig zu begründen und er dann in der Regel abgelehnt wird.
Eine Vollstreckungsschutzmaßnahme ergibt sich aus § 765a ZPO. Danach kann auf Antrag des Schuldners das Vollstreckungsgericht eine Maßnahme der Zwangsvollstreckung, wozu auch die Zwangsversteigerung gehört, ganz oder teilweise aufheben, untersagen oder einstweilen einstellen, wenn die Maßnahme unter voller Würdigung des Schutzbedürfnisses des Gläubigers wegen ganz besonderer Umstände eine Härte bedeutet, die mit den guten Sitten nicht vereinbar ist. In vielen Fällen der sogenannten Suizidgefahr sind von gerichtlicher Seite her Sachverständigengutachten von hochqualifizierten Gerichtssachverständigen einzuholen, die sich mit der Suizidgefahr des Schuldners eingehendst und verantwortlich auseinandersetzen.
Was ist Bietvollmacht?
Die Bietvollmacht besagt, dass bei der Abgabe eines Gebotes Stellvertretung zulässig ist. Auf die einzelnen Wirksamkeitsvoraussetzungen, orientierend nach Gesetz und Rechtsprechung, wird verwiesen. Diese sind zu beachten.
Was geschieht, wenn der Ersteigerer nicht zahlt? Wenn der Ersteigerer nicht zahlt, wird gegen ihn eine sogenannte Wiedervollstreckung eingeleitet. (§ 133 ZVG)
Die Einholung eines Sachverständigengutachtens seitens des Zwangsversteigerungsgerichts im Versteigerungsverfahren dient der Beschlussfassung im Zusammenhang mit der Verkehrswertfestsetzung.(§ 74a ZVG)
Ein derartiger Wertfestsetzungsbeschluss, der sich auf die Ausführungen des gerichtlichen Sachverständigengutachtens stützt, ist mit der sofortigen Beschwerde anfechtbar. (§ 74a Abs. 5 ZVG) Zu beachten ist die Zweiwochenfrist.
Nach Erstellung des Gutachtens erhalten Gläubiger und Schuldner die Mitteilung des Gerichtes, in welcher Höhe beabsichtigt ist, die Verkehrswertfestsetzung vorzunehmen. Sollten Einwendungen existieren, müssen diese vorgebracht werden.
Gegen den anschließend ergehenden Beschluss über die Festsetzung des Grundstückswertes kann mit einer sofortigen Beschwerde (Zweiwochenfrist) vorgegangen werden. Wenn kein Rechtsmittel eingelegt wird, oder falls ein Rechtsmittel rechtskräftig zurückgewiesen wird, erlangt die Verkehrswertfestsetzung Rechtskraft.