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Timestamp: 2019-07-18 16:32:51
Document Index: 341656896

Matched Legal Cases: ['Art. 14', '§ 74', '§ 74', '§ 74', '§ 74', '§ 74', '§ 74', '§ 74', '§ 74', 'Art. 14', '§ 74']

BVerwG, 24.05.1996 - 4 A 39.95 - dejure.org
https://dejure.org/1996,214
BVerwG, 24.05.1996 - 4 A 39.95 (https://dejure.org/1996,214)
BVerwG, Entscheidung vom 24.05.1996 - 4 A 39.95 (https://dejure.org/1996,214)
BVerwG, Entscheidung vom 24. Mai 1996 - 4 A 39.95 (https://dejure.org/1996,214)
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Wertminderung - Planfeststellung - Vorbehalt - Entschädigung - Ausgleichsbetrag - Vermögensnachteile - Lagenachteil - Grundeigentum - Übernahmeanspruch
Baurecht; Entschädigung wegen Wertminderung durch Straßenbau
NJW 1997, 142
NVwZ 1997, 165 (Ls.)
Art. 14 Abs. 1 GG schützt grundsätzlich nicht gegen eine Minderung der Wirtschaftlichkeit und gewährleistet nicht, jede sich bietende Chance einer günstigen Verwertung des Eigentums auszunutzen (vgl. nur BVerwG, Urteil vom 24. Mai 1996 - 4 A 39.95 - Buchholz 316 § 74 VwVfG Nr. 39 S. 18 f. m.w.N.).
Der Begriff der Nachteile deutet in Übereinstimmung mit dem Begriff der nachteiligen Wirkungen in § 74 Abs. 2 Satz 2 VwVfGBbg (vgl. hierzu BVerwG, Urteile vom 9. Februar 1995 - BVerwG 4 C 26.93 - BVerwGE 97, 367 und vom 24. Mai 1996 - BVerwG 4 A 39.95 - Buchholz 316 § 74 VwVfG Nr. 39) auf eine zusätzliche Zumutbarkeitsschwelle hin.
Die Beachtung des § 74 Abs. 2 Satz 3 VwVfGBbg entbindet nicht von der Pflicht, planbedingte Wertverluste gegebenenfalls als private Belange im Rahmen der Abwägungsentscheidung zu berücksichtigen (vgl. BVerwG, Urteil vom 24. Mai 1996 - BVerwG 4 A 39.95 - Buchholz 316 § 74 VwVfG Nr. 39 S. 19).
Dies gilt selbst dann, wenn die Ursächlichkeit der geminderten Wirtschaftlichkeit durch einen staatlichen Eingriff unzweifelhaft gegeben ist (Urteil vom 24. Mai 1996 - BVerwG 4 A 39.95 - Buchholz 316 § 74 VwVfG Nr. 39 S. 18 m.w.N.).
Einen Anspruch auf einen Ausgleich aller Vermögensnachteile, welche ein Planvorhaben auslöst, vermittelt § 74 Abs. 2 Satz 3 VwVfG nicht (Urteil vom 24. Mai 1996 - BVerwG 4 A 39.95 - UPR 1996, 388).
Ob das Abwägungsgebot einen derartigen Anspruch hergeben kann, weil planbedingte Wertverluste gegebenenfalls als private Belange im Rahmen der Abwägungsentscheidung zu berücksichtigen sind (Urteil vom 24. Mai 1996 a.a.O. S. 389) und die Grenze zur Abwägungsdisproportionalität erreicht ist, wenn die Wertverluste so massiv ins Gewicht fallen, dass den Betroffenen ein unzumutbares Opfer abverlangt wird (…Urteil vom 16. März 2006 a.a.O. Rn. 404), mag dahinstehen; denn es ist weder vorgetragen noch ersichtlich, dass das Grundeigentum durch die Wertverluste, die auch der Beklagte für möglich hält (PFB S. 598 f.), praktisch funktionslos werden könnte.
Dies gilt insbesondere auch für Wertverluste an einem Grundstück, die durch die behördliche Zulassung eines Vorhabens in der Nachbarschaft eintreten (…vgl. dazu auch BVerwG, Urteile vom 16. März 2006 - BVerwG 4 A 1001.04 -, juris Rn. 409, vom 29. Januar 1991 - BVerwG 4 C 51.89 -, BVerwGE 87, 332 und vom 24. Mai 1996 - BVerwG 4 A 39.95 -, Buchholz 316 § 74 VwVfG Nr. 39).
Abgesehen davon, dass sich die Klägerin als Gemeinde nicht unmittelbar auf Art. 14 Abs. 1 GG berufen kann, gewährleistet diese Norm nicht den Schutz jeder sich bietenden Chance für eine günstige Verwertung des Eigentums und schützt grundsätzlich nicht gegen eine Minderung der Wirtschaftlichkeit (vgl. BVerwG, Urt. v. 24.5.1996 - 4 A 39.95 -, NJW 1997, 142).
Sie sind als solche noch nicht geeignet, ein Abwehrrecht zu begründen (vgl. BVerwG, Urteil vom 24. Mai 1996 - BVerwG 4 A 39.95 - Buchholz 316 § 74 VwVfG Nr. 39).
VGH Baden-Württemberg, 15.10.2004 - 5 S 2586/03
Durch Bebauungsplan festgesetzte Baugebietsfläche; Anforderungen an den …
VG München, 20.07.2010 - M 2 K 09.2899
Planfeststellung; Staatsstraße; Kreisverkehr, Unter-, Überführung; Anwandweg