Source: https://helden.de/blog/fluggeraete/drohnen-versichern/
Timestamp: 2019-08-19 21:07:31
Document Index: 97141954

Matched Legal Cases: ['§ 43', '§ 33', '§ 823', '§ 33', '§ 33', '§108', '§ 33', '§ 101']

Günstig Drohnen versichern - 5 Punkte die du als Pilot beachten musst!
/Günstig Drohnen versichern – 5 Punkte die du als Pilot beachten musst!
Drohnen versichern gehört in Deutschland zur gesetzlichen Pflicht. Das wissen mittlerweile die allermeisten Piloten. Die Modellflughalter Haftpflichtversicherung nach § 43 Abs. 2 LuftVG deckt die im Luftverkehrsgesetz geregelten Haftungsrisiken für Drohnenpiloten ab. Das Wichtigste dazu steht in § 33 LuftVG. Dort werden die Schadensersatzpflichten von Halter und Benutzer eines Fluggerätes geregelt.
Um den gesetzlichen Anforderungen nachzukommen, haben private Piloten zwei grundsätzliche Optionen:
Option 1: Drohnen versichern mit einer separaten Luftfahrtversicherung
Zum Einen bietet sich eine separate Luftfahrtversicherung an. Diese wird mittlerweile von einigen Versicherern wie zum Beispiel R+V, HDI oder Zürich angeboten. Auch der Deutsche Modellflieger Verband bietet seinen Mitgliedern eine vergleichsweise günstige separate Luftfahrtversicherung an, um Drohnen wie vorgeschrieben zu versichern.
Option 2: Drohnen versichern über die private Haftpflichtversicherung
Die zweite Option ist die Versicherung des Luftfahrtrisikos innerhalb der privaten Haftpflichtversicherung.
Zwar begrenzen viele Versicherer die Deckung ihrer Haftpflichtversicherung auf ein sehr geringes Gewicht der Fluggeräte oder versichern nur „nicht versicherungspflichtige Flugmodelle“, also Spielzeuge. Doch einige Versicherer haben mittlerweile erkannt, dass sie ihre Angebote im Zuge des anhaltenden Wachstumsbooms bei privat genutzten Drohnen anpassen müssen, um bei ihren Versicherten auf Ballhöhe zu bleiben.
Jeder Pilot muss sich also überlegen, welche Option für ihn oder sie die bessere ist. Im Folgenden beleuchten wir die wesentlichen 5 Unterschiede.
Unterschied 1: Versicherte Risiken
Grundsätzlich versichern beide Varianten die gesetzliche Haftung im Schadensfall. Das deutsche Gesetz kennt dabei zwei wesentliche Haftungstypen:
(1) die Gefährdungshaftung
(2) die Verschuldenshaftung
Beide Haftungstypen führen zu einem gesetzlichen Ausgleichsanspruch des Geschädigten im Schadensfall.
Eine Verschuldungshaftung liegt dann vor, wenn der Schaden auf einen Pilotenfehler zurückzuführen ist, der Pilot also am Schaden die „Schuld“ trägt. Dies kann beispielsweise durch Kontrollverlust nach waghalsigen Flugmanövern oder eine Ablenkung bei der Steuerung der Fall sein. Die Verschuldungshaftung ist im Wesentlichen im § 823 des BGB geregelt.
Bei der Gefährdungshaftung geht es nicht um ein Verschulden des Piloten. Hier wird alleine aufgrund der Tatsache, dass durch ein Fluggerät eine potenzielle Gefahrenlage geschaffen wurde, gehaftet. Hundebesitzer kennen dieses Risiko aus der Hundehaftpflichtversicherung, die in einigen Bundesländern ebenfalls gesetzlich vorgeschrieben ist. Auch hier kann ein Schaden (zum Beispiel ein Hundebiss) rein aus der “Gefährdungssituation“ heraus passieren, ohne dass den Hundehalter eine Schuld trifft.
An dieser Stelle halten wir fest, dass beide Varianten, die separate Drohnenversicherung und die Luftfahrtversicherung innerhalb der privaten Haftpflichtversicherung, die gesetzliche Haftpflicht, und damit beide Haftungstypen abdeckt. Vom Haftungstyp her gibt es also erst einmal keinen Unterschied.
Nun gilt es noch die Leistungsausschlüsse, die meist im Kleingedruckten geregelt sind, zu beleuchten. Während private Haftpflichtversicherungen das Luftfahrtrisiko in ihren Versicherungsbedingungen pauschal mit einem übersichtlichen Absatz mit einschließen, führen separate Drohnenversicherungen die einzelnen Risiken und etwaige Ausschlüsse ausführlich und im Einzelnen auf. Hier muss jede Police einzeln geprüft werden. Piloten sollten bei Angeboten die folgenden Leistungen prüfen:
Freies Fliegen auch außerhalb von Modellflugplätzen
Flüge mit Kamera (Video, Foto, FPV Flüge)
Autonomes Fliegen, Flug via Autopilot, Waypoints, FollowMe
Weltweite Geltung (Einsatz im Urlaub)
Zusammengefasst: Beide Varianten versichern beide Haftungstypen der gesetzlichen Haftung. Das heißt, dass auch die Gefährdungshaftung in beiden Fällen versichert ist. Welche Flugszenarien von der Leistung ausgeschlossen werden, ist im Einzelfall zu prüfen. Private Haftpflichtversicherungen schließen das Luftfahrtrisiko meist pauschal und ohne Diskussion einzelner Szenarien mit ein.
Unterschied 2: Versicherte Piloten
Nachdem nun die versicherten Risiken bekannt sind, stellt sich noch die Frage: Wer ist denn eigentlich versichert?
Bei der Antwort ist zwischen dem Halter (Eigentümer) und dem Benutzer (Pilot im Schadensfall) zu unterscheiden. In der Regel sind beide identisch: Der Eigentümer eines Fluggeräts nutzt dieses als Pilot. Doch was gilt, wenn Halter und Benutzer nicht identisch sind? Wer ist versichert, wenn der Halter sein Fluggerät einem anderen Piloten leiht?
Das Gesetz ist in Form des § 33 LuftVG eindeutig. In Absatz 1 steht:
„Wird beim Betrieb eines Luftfahrzeugs durch Unfall jemand getötet, sein Körper oder seine Gesundheit verletzt oder eine Sache beschädigt, so ist der Halter des Luftfahrzeugs verpflichtet, den Schaden zu ersetzen.“
Die hier geregelte Haftung des Halters (Eigentümers) liegt in der Natur der bereits oben geschilderten Gefährdungshaftung. Mit der Anschaffung des Fluggeräts ist der Halter für potenzielle Gefahrensituationen verantwortlich und haftet für alle Schäden, die mit seinem Fluggerät verursacht werden.
Absatz 2 regelt im letzten Satz noch die Haftung des Benutzers:
„Benutzt jemand das Luftfahrzeug ohne Wissen und Willen des Halters, so ist er an Stelle des Halters zum Ersatz des Schadens verpflichtet. Daneben bleibt der Halter zum Ersatz des Schadens verpflichtet, wenn die Benutzung des Luftfahrzeugs durch sein Verschulden ermöglicht worden ist. Ist jedoch der Benutzer vom Halter für den Betrieb des Luftfahrzeugs angestellt oder ist ihm das Luftfahrzeug vom Halter überlassen worden, so ist der Halter zum Ersatz des Schadens verpflichtet; die Haftung des Benutzers nach den allgemeinen gesetzlichen Vorschriften bleibt unberührt.“
Der Halter wird also im Schadensfall immer erster Ansprechpartner für einen Geschädigten sein. Sollte bei dem Verleihen eines Fluggeräts der Schaden durch das Verschulden des abweichenden Benutzers zustande gekommen sein (Pilotenfehler), so ist es denkbar, dass der Luftfahrtversicherer des Halters den Benutzer in Regress nimmt. Beide Piloten sollten also über eine Drohnenhaftpflicht verfügen.
Zurück zu unseren beiden Varianten der Drohnenversicherung. Die separate Drohnenversicherung deckt die Halterhaftpflicht, so wie sie in § 33 LuftVG geregelt ist, eindeutig ab.
Dies ist bei privaten Haftpflichtversicherungen, die versicherungspflichtige Fluggeräte mitversichern, nicht immer der Fall. Wichtig ist hier, dass explizit „Besitz, Eigentum und der Gebrauch“ versichert werden. Nur dann ist man auch als Halter gesetzeskonform versichert, wenn Freunde oder Bekannte das eigene Fluggerät nutzen.
Zusammengefasst: Die gesetzlich benötigte Drohnenhaftpflicht wird von einer separaten Drohnenversicherung immer abgedeckt. Bei privaten Haftpflichtversicherungen ist auf die entsprechende Formulierung im Vertragswerk zu achten. Neben dem Gebrauch und dem Eigentum muss das Eigentum als Halter explizit mit abgedeckt sein. Dies ist schon alleine für die erforderliche Versicherungsbestätigung, die man beim Fliegen im Falle einer Kontrolle mit sich führen muss, erforderlich (siehe Punkt Service weiter unten).
Unterschied 3: Anzahl der Fluggeräte
Ein weiterer Unterschied kann in der Anzahl der versicherten Fluggeräte bestehen. Während private Haftpflichtversicherungen die Anzahl der versicherten Flugmodelle nicht limitieren, ist diese bei manchen separaten Drohnenversicherungen begrenzt (nicht so zum Beispiel bei den Angeboten der Verbände DMFV und DMO). Einige Versicherer begrenzen ihre Deckung sogar auf nur ein Modell pro Police. Andere bieten eine gestaffelte Anzahl an Fluggeräten in Abhängigkeit der versicherten Deckungssumme (und des Preises) an. Dies ist bei der privaten Haftpflichtversicherung aufgrund der unlimitierten Anzahl nicht erforderlich.
Der skizzierte Unterschied ist wichtig für Piloten, die mehrere Drohnen versichern wollen. Wollen diese das Luftfahrtrisiko separat versichern, können bei manchen Versicherern mehrere Drohnenversicherungen erforderlich werden (siehe Punkt Preis weiter unten).
Unterschied 4: Service zur Drohnenversicherung
Drohnen versichern ist manchmal anstrengend. Wer schon einmal versucht hat, eine Fachfrage zur Luftfahrtversicherung beim normalen Kundenservice eines Versicherers zu adressieren, der weiß den Service von Spezialversicherern zu schätzen.
Auch die im Falle einer Kontrolle benötigte Versicherungsbestätigung ist bei einem großen Haftpflichtversicherer, der Flugmodelle mit einschließt, nicht einfach zu erhalten. Dieser Versicherungsnachweis ist vom Piloten aber immer mitzuführen. Wer das Dokument nicht mitführt, begeht nach §108 LuftVZO eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem saftigen Bußgeld geahndet werden kann.
Guter Service und fachkundige Antworten sind in Regel bei einer separaten Drohnenversicherung schneller zu erhalten als beim Kundenservice eines konventionellen Haftpflichtversicherers. Auch Haftpflicht Helden beantwortet alle Fragen sehr schnell und stellt die erforderliche Versicherungsbestätigung für Urlaube sogar in englischer Sprache aus.
Unterschied 5: Preis
Kommen wir zu einem für viele Piloten sehr wichtigen und von uns in der Überschrift dieses Artikels angesprochenen Unterschied bei der Drohnenversicherung: Dem Preis.
Eine separate Drohnenversicherung kostet je nach Versicherungssumme zwischen 40 und 120 Euro. Möchte man mehrere Drohnen versichern, können bei manchen Gesellschaften sogar mehrere Policen erforderlich werden.
Ausgewählte private Haftpflichtversicherungen schließen das Luftfahrtrisiko ohne Aufpreis mit ein. Dazu gehören zum Beispiel die Haftpflichtkasse Darmstadt oder die VHV (jeweils die etwas teureren Top Tarife).
Fazit: Sind also alle oben genannten Punkte positiv geprüft (Halter als versicherte Person, keine Ausschlüsse wichtiger Flugszenarien, guter Service), dann entscheidet der Preis. Und dieser ist bei einer privaten Haftpflichtversicherung inklusive Luftfahrtrisiko eindeutig besser. Denn eine Versicherung kostet weniger als mehrere.
Drohnen versichern mit Haftpflicht Helden
Der private Haftpflichtschutz von Haftpflicht Helden erfüllt alle oben gestellten Anforderungen (gut, sonst hätten wir diesen Artikel kaum verfasst):
Gesetzliche Haftung inklusive Gefährdungshaftung bei Drohnen bis 50.000.000 Euro
Versicherung als Halter gemäß § 33 ff LuftVG in Verbindung mit § 101 ff LuftVZO
Kein Ausschluss erlaubter Flugszenarien und weltweite Gültigkeit (auch USA)
Schneller Service und Ausstellung der benötigten Versicherungsbestätigung (deutsch und für Urlaube englisch)
Ein Preis inklusive privater Haftpflichtversicherung: 72 Euro im Jahr
Mit dem Wechselservice sparen
Zahlreiche Piloten haben bereits vor Jahren eine private Haftpflichtversicherung gekauft. In diesem Fall kann unser Wechselservice genutzt werden.
Anstatt des konkreten Startdatums wird beim Kauf der aktuelle Haftpflichtversicherer angegeben und ein Wechsel in Auftrag gegeben. Der Wechsel wird dann ohne Bürokratie und Kündigungsformulare erledigt.
Die Drohnenversicherung gilt dann sofort und bis zum fristgemäßen Ablauf des alten Vertrags sogar kostenfrei. Läuft die private Haftpflichtversicherung also zum Beispiel noch 5 Monate, dann ist die Drohnenversicherung bei Haftpflicht Helden in dieser Zeit kostenfrei mitversichert.
So kann jeder private Pilot extrem günstig zu seiner Drohnenversicherung kommen und gleichzeitig für alle Eventualitäten abgesichert sein.
Drohnen ohne CE-Kennzeichen: Vorsicht beim Versicherungsschutz! →← Drohne USA – Einführung und Drohnenversicherung
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