Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VIII%20ZR%2064/01
Timestamp: 2019-09-21 03:51:56
Document Index: 292916381

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 242', 'BGH', '§ 242', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 259', 'BGH']

BGH, 17.07.2002 - VIII ZR 64/01 - dejure.org
BGH, 17.07.2002 - VIII ZR 64/01
https://dejure.org/2002,409
BGH, 17.07.2002 - VIII ZR 64/01 (https://dejure.org/2002,409)
BGH, Entscheidung vom 17.07.2002 - VIII ZR 64/01 (https://dejure.org/2002,409)
BGH, Entscheidung vom 17. Juli 2002 - VIII ZR 64/01 (https://dejure.org/2002,409)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2002,409) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Auskunftsanspruch - Vertragshändler - Hersteller - Vertragsabschluss - Distributionsvertrag - Direktvertrieb - Direktbelieferung - Verbundenes Unternehmen - Aktiengesetz - Muttergesellschaft - Tochtergesellschaft
Zum Auskunftsanspruch eines Vertragshändlers gegen den Hersteller über Verträge, welche die mit diesem verbundenen Unternehmen im Bezirk des Vertragshändlers über die Produkte des Herstellers geschlossen haben
Recht des Handels - Auskunftsanspruch eines Vertragshändlers
BGB §§ 242, 259, 260
Auskunftsanspruch wegen Verletzung der Exklusivität eines Vertragshändlers durch Veranlassung verbundener Unternehmen des Herstellers zu Direktgeschäften im Bezirk des Vertragshändlers
NJW 2002, 3771
MDR 2002, 1442
WM 2003, 255
BB 2002, 2351
DB 1996, 2182
Soll eine Auskunft zur Vorbereitung vertraglicher Schadensersatzansprüche aus einem Dauerschuldverhältnis dienen, so genügen für das Auskunftsverlangen der begründete Verdacht einer Vertragspflichtverletzung und die Wahrscheinlichkeit eines daraus resultierenden Schadens (Anschluss an BGH…, Beschluss vom 11. Februar 2008, II ZR 277/06, BeckRS 2008, 04552 Rn. 7 und Urteil vom 17. Juli 2002, VIII ZR 64/01, NJW 2002, 3771).
a) Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist ein Auskunftsanspruch aus dem Gesichtspunkt von Treu und Glauben (§ 242 BGB) gegeben, wenn die zwischen den Parteien bestehenden Rechtsbeziehungen es mit sich bringen, dass der Anspruchsberechtigte in entschuldbarer Weise über das Bestehen oder den Umfang seines Rechts im Ungewissen ist und wenn der Verpflichtete in der Lage ist, unschwer die zur Beseitigung dieser Ungewissheit erforderliche Auskunft zu erteilen (vgl. BGH, Urteil vom 17. Juli 2002 - VIII ZR 64/01, NJW 2002, 3771 unter II. 1. m.w.N.).
Soll die begehrte Auskunft zur Vorbereitung vertraglicher Schadensersatzansprüche aus einem Dauerschuldverhältnis dienen, so genügen für das Auskunftsverlangen der begründete Verdacht einer Vertragspflichtverletzung (vgl. BGH…, Beschluss vom 11. Februar 2008 - II ZR 277/06, BeckRS 2008, 04552 Rn. 7; Urteil vom 17. Juli 2002 - VIII ZR 64/01, NJW 2002, 3771 unter II. 1.) und die Wahrscheinlichkeit eines daraus resultierenden Schadens (vgl. BGH…, Beschluss vom 11. Februar 2008 - II ZR 277/06, BeckRS 2008, 04552 Rn. 7 m.w.N.).
Diese setzen voraus, dass zwischen den Parteien eine Sonderverbindung besteht, bei der es sich auch um einen Vertrag mit Schutzwirkung zugunsten Dritter handeln kann, und die konkreten Rechtsbeziehungen es mit sich bringen, dass der Anspruchsberechtigte in entschuldbarer Weise über das Bestehen oder den Umfang seines Rechts im Ungewissen ist, während der Verpflichtete die zur Beseitigung der Ungewissheit erforderlichen Auskünfte unschwer geben kann (st. Rspr.;… vgl. nur Senatsurteil vom 9. November 2017 aaO Rn. 24; BGH, Urteile vom 28. Oktober 1953 - II ZR 149/52, BGHZ 10, 385, 387; vom 17. Mai 1994 - X ZR 82/92, BGHZ 126, 109, 113; vom 17. Juli 2002 - VIII ZR 64/01, NJW 2002, 3771;… vom 6. Februar 2007 - X ZR 117/04, NJW 2007, 1806 Rn. 13;… vom 1. August 2013 - VII ZR 268/11, NJW 2014, 155 Rn. 20;… vom 26. September 2013 - VII ZR 227/12, NJW 2014, 381 Rn. 14;… vom 28. Januar 2015 - XII ZR 201/13, NJW 2015, 1098 Rn. 10;… vom 14. Juni 2016 - II ZR 121/15, WM 2016, 1533 Rn. 11, 17 …und vom 25. Juli 2017 - VI ZR 222/16, NJW 2017, 2755 Rn. 13).
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist ein Auskunftsanspruch aus dem Gesichtspunkt von Treu und Glauben gegeben, wenn die zwischen den Parteien bestehenden Rechtsbeziehungen es mit sich bringen, dass der Anspruchsberechtigte in entschuldbarer Weise über das Bestehen oder den Umfang seines Rechts im Ungewissen ist und wenn der Verpflichtete in der Lage ist, unschwer die zur Beseitigung dieser Ungewissheit erforderliche Auskunft zu erteilen (vgl. BGH, Urteil vom 17. Juli 2002 - VIII ZR 64/01, NJW 2002, 3771 unter II. 1. m.w.N.).
OLG München, 24.10.2018 - 3 U 1551/17
Auskunft über Abnehmers eines Krans mit Anschrift, Vertragsdatum, Typ, Kaufpreis …
Nach ständiger Rechtsprechung des BGH ist ein Auskunftsanspruch aus dem Gesichtspunkt von Treu und Glauben gegeben, wenn die zwischen den Parteien bestehenden Rechtsbeziehungen es mit sich bringen, dass der Anspruchsberechtigte in entschuldbarer Weise über das Bestehen oder den Umfang seines Rechts im Ungewissen ist und wenn der Verpflichtete in der Lage ist, unschwer die zur Beseitigung dieser Ungewissheit erforderliche Auskunft zu erteilen (BGH NJW 2002, 3771, BGH WM 2001, 686).
Schließlich kommt unabhängig von der Frage, ob zur Begründung eines Auskunftsanspruchs der Verdacht einer vorvertraglichen Pflichtverletzung ausreicht oder dieser Leistungsanspruch dem Grunde nach feststehen muss (vgl. BGH, Urteil vom 17. Juli 2002 - VIII ZR 64/01, WM 2003, 255, 256 mwN sowie BGH, Beschluss vom 27. Juli 2000 - III ZR 279/99, NJW-RR 2001, 705, 706 und Urteil vom 6. Mai 2004 - III ZR 248/03, VIZ 2004, 492, 494), ein Anspruch auf Auskunft nicht in Betracht, wenn - wie hier - feststeht, dass der vom Auskunftsbegehrenden zugrunde gelegte Leistungsanspruch nicht besteht (vgl. BGH, Urteil vom 14. Juli 1987 - IX ZR 57/86, WM 1987, 1127, 1128 und Beschluss vom 27. Juli 2000 - III ZR 279/99, NJW-RR 2001, 705, 706;… BAG, NZA-RR 2010, 95 Rn. 13).
Dies setzt voraus, dass zwischen den Parteien eine Sonderverbindung besteht und die konkrete Rechtsbeziehung es mit sich bringt, dass der Berechtigte in entschuldbarer Weise über Bestehen oder Umfang seines Rechts im Ungewissen ist und der Verpflichtete die zur Beseitigung der Ungewissheit erforderlichen Auskünfte unschwer geben kann (BGH, Urteile vom 17. Mai 1994 - X ZR 82/92, BGHZ 126, 109, 113; vom 17. Juli 2002 - VIII ZR 64/01, NJW 2002, 3771 …und vom 6. Februar 2007 - X ZR 117/04, NJW 2007, 1806 Rn. 13).
Vielmehr genügt der begründete Verdacht einer Vertragspflichtverletzung (BGH, Urteil vom 17. Juli 2002 aaO).
Voraussetzung dafür ist, dass sich ausreichende Anhaltspunkte dafür ergeben, dass die Nachzahlungsansprüche, die mit Hilfe der Auskunft geltend gemacht werden, bestehen (vgl. dazu BGH NJW 2002, 3771; BAG DB 1996, 2182; OLG Stuttgart ZIP 2007, 275, 276;… Palandt/Grüneberg, aaO Rdn. 6) und die begehrte Auskunft der Beklagten unter Berücksichtigung der beiderseitigen Interessen zumutbar ist.
Voraussetzung dafür ist, dass der Leistungsanspruch, der mit Hilfe der Auskunft geltend gemacht werden soll, zumindest möglich, wenn nicht gar überwiegend wahrscheinlich (so Palandt/Heinrichs, aaO Rdn. 6 m.w.Nachw. unter Bezugnahme auf BGH NJW 2002, 3771; BAG DB 1996, 2182; OLG Stuttgart ZIP 2007, 275, 276) ist.
Zwar ist ein Auskunftsanspruch aus dem Gesichtspunkt von Treu und Glauben gegeben, wenn die zwischen den Parteien bestehenden Rechtsbeziehungen es mit sich bringen, dass der Anspruchsberechtigte in entschuldbarer Weise über das Bestehen oder den Umfang seines Rechts im Ungewissen ist und wenn der Verpflichtete in der Lage ist, unschwer die zur Beseitigung dieser Ungewissheit erforderliche Auskunft zu erteilen (BGH…, Urteil vom 22. November 2000 - VIII ZR 40/00, NJW 2001, 821, zitiert juris Rn. 11; vom 17. Juli 2002 - VIII ZR 64/01, NJW 2002, 3771, zitiert juris Rn. 9).
Soll die begehrte Auskunft einen vertraglichen Schadensersatzanspruch belegen, muss dieser nicht bereits dem Grund nach feststehen; vielmehr reicht im Regelfall schon der begründete Verdacht einer Vertragspflichtverletzung aus (vgl. BGH, Urteil vom 17. Juli 2002, aaO;… Palandt/Heinrichs, BGB, 73. Aufl., § 259 Rn. 5 ff.).
Zwar muss für einen solchen Auskunftsanspruch der vertragliche Schadensersatzanspruch nicht bereits dem Grund nach feststehen, wenn die begehrte Auskunft diesen erst belegen soll, vielmehr reicht schon der begründete Verdacht einer Vertragspflichtverletzung aus (BGH NJW 2002, 3771 f. m.w.N.).
OLG Celle, 19.06.2003 - 11 U 10/03
Forderungsabtretung: Auskunftsanspruch des Zessionars über die an andere …
Umfang des Schadensersatzes wegen Verstoßes gegen ein vertragliches …
OLG Düsseldorf, 20.08.2008 - U (Kart) 1/08
Keine Auskunftspflicht des Herstellers gegenüber dem nicht …
OLG Köln, 07.09.2006 - 8 U 29/06
Auskunftspflicht des ausgeschiedenen Steuerberaters bei Verdacht der Mitnahme von …
LG Coburg, 07.12.2010 - 23 O 435/10
Keine Auskunft über Handwerker-Streit
OLG Celle, 27.05.2003 - 11 U 10/03
LG Dortmund, 18.11.2009 - 2 O 103/09
OLG Celle, 28.11.2003 - 11 U 10/03
LG Bonn, 04.08.2017 - 1 O 204/16
Gesamtrechtsnachfolge, Kommanditist, Haftung KG, Nichtwissen
LG Mannheim, 08.10.2012 - 24 O 33/12
Anspruch einer Baugesellschaft auf Einsicht in die Dokumente bei Zugrundeliegen …
LG Stade, 04.06.2009 - 8 O 174/08
Rechtmäßigkeit der außerordentlichen Kündigung eines Handelsvertretervertrages …