Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OVG%20Nordrhein-Westfalen&Datum=17.02.2011&Aktenzeichen=1%20A%20349/09
Timestamp: 2019-06-19 14:20:24
Document Index: 266227195

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 4', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 4', '§ 4']

OVG Nordrhein-Westfalen, 17.02.2011 - 1 A 349/09 - dejure.org
https://dejure.org/2011,7896
OVG Nordrhein-Westfalen, 17.02.2011 - 1 A 349/09 (https://dejure.org/2011,7896)
OVG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 17.02.2011 - 1 A 349/09 (https://dejure.org/2011,7896)
OVG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 17. Februar 2011 - 1 A 349/09 (https://dejure.org/2011,7896)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2011,7896) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Anspruch eines beihilfeberechtigten Justizamtsinspektors auf Gewährung von Beihilfe für zwischen dem 9. Januar 2007 und 6. März 2007 erworbene naturheilkundliche Präparate; Wirksamkeit eines grundsätzlichen Ausschlusses nicht verschreibungspflichtiger Medikamente i.R.d. Beihilfenverordnung Nordrhein-Westfalen ( BVO NRW); Verfassungsmäßigkeit der nachträglichen Erhebung des § 4 Abs. 1 Nr. 7 BVO NRW und der Anlage 2 BVO NRW 2007 in formellen Gesetzesrang
Anspruch eines beihilfeberechtigten Justizamtsinspektors auf Gewährung von Beihilfe für zwischen dem 9. Januar 2007 und 6. März 2007 erworbene naturheilkundliche Präparate; Wirksamkeit eines grundsätzlichen Ausschlusses nicht verschreibungspflichtiger Medikamente i.R.d. Beihilfenverordnung Nordrhein-Westfalen (BVO NRW); Verfassungsmäßigkeit der nachträglichen Erhebung des § 4 Abs. 1 Nr. 7 BVO NRW und der Anlage 2 BVO NRW 2007 in formellen Gesetzesrang
vgl. zum Bundesbeihilferecht etwa BVerwG, Urteil vom 24. Februar 2011 - 2 C 9.10 -, USK 2011, 88 = juris, Rn. 9 ff.; zum nordrhein-westfälischen Beihilferecht etwa OVG NRW, Urteile vom 24. Juni 2009 - 3 A 1795/08 -, OVGE 52, 160 = DÖD 2010, 17 = juris, Rn. 63 ff., vom 8. Juni 2010 - 1 A 1328/08 -, juris, 43 ff., vom 10. Dezember 2010 - 1 A 565/09 -, juris,Rn. 87 ff., vom 11. Juli 2011 - 1 A 498/09 -, juris, Rn. 73 ff., vom 21. November 2011 - 1 A 335/09 -, juris, Rn. 34 ff., vom 5. Dezember 2011 - 1 A 501/09 -, juris, Rn. 36 ff., 123 ff. sowie Beschluss vom 17. Februar 2011 - 1 A 349/09 -, juris, Rn. 64 ff. - alle genannten Entscheidungen zum Landesrecht auch in NRWE.
vgl. OVG NRW, Urteile vom 8. Juni 2010 - 1 A 1328/08 -, juris, Rn. 110: "..., weil die Beihilfevorschriften insoweit gegebenenfalls keine ... hinreichenden Regelungen zur Vermeidung unzumutbarer Härten enthalten.", vgl. auch Rn. 120 ff.; vom 10. Dezember 2010 - 1 A 565/09 -, juris, Rn. 117 ff.: "Ob es gemessen an diesen allgemeinen rechtlichen Anforderungen hier - wie auch seinerzeit im Beihilferecht des Bundes - ... an einer (hinreichenden) Regelung zur Vermeidung unzumutbarer Härten fehlt, kann im Ergebnis dahinstehen."; ebenso Urteil vom 17. Februar 2011 - 1 A 349/09 -, juris, Rn. 72 ff.; Urteil vom 11. Juli 2011 - 1 A 498/09 -, juris, Rn. 87; vgl. ferner das Urteil vom 21. November 2011 - 1 A 335/09 -, juris, Rn. 52 einer- und Rn. 56 ("das etwaige Fehlen") andererseits, sowie das Urteil vom 5. Dezember 2011 - 1 A 501/09 -, juris, Rn. 125. In allen diesen Entscheidungen, die auch in NRWE veröffentlicht sind, ging es dabei noch nicht unmittelbar um Beihilfeleistungen aufgrund einer finanziellen Härtefallregelung.
vgl. zum Bundesbeihilferecht etwa BVerwG,Urteil vom 24. Februar 2011 - 2 C 9.10 -, USK 2011, 88 = juris, Rn. 9 ff.; zum nordrhein-westfälischen Beihilferecht etwa OVG NRW, Urteile vom 24. Juni 2009 - 3 A 1795/08 -, OVGE 52, 160 = DÖD 2010, 17 = juris, Rn. 63 ff., vom 8. Juni 2010 - 1 A 1328/08 -, juris, 43 ff., vom 10. Dezember 2010 - 1 A 565/09 -, juris,Rn. 87 ff., vom 11. Juli 2011 - 1 A 498/09 -, juris, Rn. 73 ff., vom 21. November 2011 - 1 A335/09 -, juris, Rn. 34 ff., vom 5. Dezember 2011 - 1 A 501/09 -, juris, Rn. 36 ff., 123 ff. sowie Beschluss vom 17. Februar 2011 - 1 A 349/09 -,juris, Rn. 64 ff. - alle genannten Entscheidungen zum Landesrecht auch in NRWE.
vgl. OVG NRW, Urteile vom 8. Juni 2010 - 1 A 1328/08 -, juris, Rn. 110: "..., weil die Beihilfevorschriften insoweit gegebenenfalls keine ... hinreichenden Regelungen zur Vermeidungunzumutbarer Härten enthalten.", vgl. auch Rn. 120 ff.; vom 10. Dezember 2010 - 1 A 565/09 -, juris, Rn. 117 ff.: "Ob es gemessen an diesen allgemeinen rechtlichen Anforderungen hier - wie auch seinerzeit im Beihilferecht des Bundes - ... an einer (hinreichenden) Regelung zur Vermeidung unzumutbarer Härten fehlt, kann im Ergebnis dahinstehen."; ebenso Urteil vom 17. Februar 2011 - 1 A 349/09 -, juris, Rn. 72 ff.; Urteil vom 11. Juli 2011 - 1 A 498/09 -, juris, Rn. 87; vgl. ferner das Urteil vom 21. November 2011 - 1 A 335/09 -, juris, Rn. 52 einer- und Rn. 56 ("das etwaige Fehlen") andererseits, sowie das Urteil vom 5. Dezember 2011 - 1 A 501/09 -, juris, Rn. 125. In allen diesen Entscheidungen, die auch in NRWE veröffentlicht sind, ging es dabei noch nicht unmittelbar um Beihilfeleistungen aufgrund einer finanziellen Härtefallregelung.
Urteil vom 10. Dezember 2010 - 1 A 565/09 -, juris Rn. 24 ff., und mit Beschluss vom 17. Februar 2011 - 1 A 349/09 -, juris Rn. 23 ff., entschieden hat, sind sie auch im Übrigen wirksam und schließen infolgedessen als gegenüber § 3 Abs. 1 Nr. 1 BVO NRW 2007 speziellere Vorschriften in ihrem Anwendungsbereich die Beihilfefähigkeit für die jeweils betroffenen Arzneimittel/Produkte (im Grundsatz) aus.
vgl. in diesem Sinne bereits Senatsurteile vom 6. Juni 2010 - 1 A 1328/08 -, juris Rn. 43 ff., und vom 10. Dezember 2010 - 1 A 565/09 -, a. a. O., Rn. 48 ff., sowie Senatsbeschlüsse vom 12. August 2010 - 1 A 1774/08 -, vom 2. Dezember 2010 - 635/09 -, und vom 17. Februar 2011 - 1 A 349/09 -, a. a. O., Rn. 40 ff.; ferner OVG NRW, Urteil vom 26. Juni 2009 - 3 A 1795/08 -, DÖD 2010, 17 = juris Rn. 24 ff.
vgl. zum Bundesbeihilferecht etwa BVerwG, Urteil vom 24. Februar 2011 - 2 C 9.10 -, juris, Rn. 9 ff.; zum nordrhein-westfälischen Beihilferecht etwa OVG NRW, Urteile vom 24. Juni 2009 - 3 A 1795/08 -, juris, Rn. 63 ff., vom 8. Juni 2010 - 1 A 1328/08 -, juris, Rn. 43 ff., vom 10. Dezember 2010 - 1 A 565/09 -, juris, Rn. 87 ff., vom 11. Juli 2011 - 1 A 498/09 -, juris, Rn. 73 ff., vom 21. November 2011 - 1 A 335/09 -, juris, Rn. 34 ff., vom 5. Dezember 2011 - 1 A 501/09 -, juris, Rn. 36 ff., 123 ff., vom 12. September 2014 - 1 A 1601/13 -, juris, Rn. 30, sowie Beschluss vom 17. Februar 2011 - 1 A 349/09 -, juris, Rn. 64 ff.
Wie der Senat inzwischen wiederholt vgl. etwa Urteile vom 8. Juni 2010 - 1 A 1328/08 -, juris, und vom 10. Dezember 2010 - 1 A 565/09 -, juris, Beschluss vom 17. Februar 2011 - 1 A 349/09 -, juris, und Urteil vom 11. Juli 2011 - 1 A 498/09 -, juris, entschieden hat, ist sie auch im Übrigen wirksam und schließt infolgedessen als gegenüber § 3 Abs. 1 Nr. 1 BVO NRW 2007 speziellere Vorschrift in ihrem Anwendungsbereich die Beihilfefähigkeit für die der Sache nach betroffenen nicht verschreibungspflichtigen Arzneimittel (im Grundsatz) aus.
Gegen das ihm am 2.4.2009 zugestellte Urteil hat der Beklagte am 30.4.2009 den Antrag auf Zulassung der Berufung gestellt und am 19.5.2009 begründet, woraufhin der Senat mit Beschluss vom 13.1.2010 (1 A 349/09) die Berufung zugelassen hat.
Dies war und ist mit höherrangigem Recht vereinbar, vgl. BVerwG ,Urteile vom 26. Juni 2008 -2 C 2.07- und 5. Mai 2010 -2 C 12/10- ,Juris, sowie OVG NRW, Urteile vom 24. Juni 2009 -3 A 1795/08, vom 8. Juni 2010 -1 A 1328/08-, vom 24. November 2010 -3 A 1776/08- , vom 10. Dezember 2010 -1 A 565/09, vom 17. Februar 2011 -1 A 349/09- und vom 21. November 2011 -1 A 335/09-, Juris, was auch der Kläger nicht infrage stellt.
Wie der Senat inzwischen wiederholt - vgl. etwa Urteile vom 8. Juni 2010 - 1 A 1328/08 -, juris Rn. 43 ff., und vom 10. Dezember 2010 - 1 A 565/09 -, juris Rn. 48 ff., Beschluss vom 17. Februar 2011 - 1 A 349/09 -, juris Rn. 25 ff., 60 ff., und Urteile vom 11. Juli 2011 - 1 A 498/09 -, juris Rn. 34 ff., sowie vom 21. November 2011 - 1 A 335/09 -, juris Rn. 30 ff. - entschieden hat, ist sie auch im Übrigen wirksam und schließt infolgedessen als gegenüber § 3 Abs. 1 Nr. 1 i.V.m. § 4 Abs. 1 Nr. 7 Satz 1 BVO NRW 2007 speziellere Vorschrift in ihrem Anwendungsbereich die Beihilfefähigkeit für nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel, um die es hier geht, im Grundsatz aus.
Schließlich scheitert ein Anspruch auf Gewährung einer Beihilfe für die beschafften Präparate unabhängig davon an § 4 Abs. 1 Nummer 7 Buchstabe b und der Anlage 2 der BVO NRW i.v. mit dem Gesetz zur Erhebung dieser Regelung in Gesetzesrang vom 17. Februar 2009 (GV.NRW. S. 83), zur Wirksamkeit und Anwendbarkeit der Regelung vgl. OVG NRW, Urteil vom 26. Juni 2009 -3 A 1759/08, DÖD 2010, 17, Urteil vom 10. Dezember 2010 -1 565/09-, Beschluss vom 17. Februar 2011 -1 A 349/09- und Urteil vom 11. Juli 2011 -1 A 498/09-, wonach die Erstattungsfähigkeit nichtverschreibungspflichtiger Medikamente -hierzu zählen sämtlich die noch streitgegenständlichen Präparategrundsätzlich ausgeschlossen ist.