Source: http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerwG&Datum=15.02.1990&Aktenzeichen=4%20C%2047.89
Timestamp: 2013-12-08 10:39:52
Document Index: 344014015

Matched Legal Cases: ['Art. 14', 'Art. 14', 'Art. 14', 'BGH', 'Art. 14', 'Art. 14', 'Art. 14', 'BGH', 'Art. 14', 'Art. 14', 'Art. 14', 'Art. 14']

Enteignungsgesetz - Enteignung - Entsch�digungspflicht - Junktimklausel - Versto� gegen Junktimklausel - Enteignende Wirkung - Verfassungskonforme Auslegung einer gegen die Junktimklausel versto�enden Vorschrift - Inhalts- und Schrankenbestimmung
Wird zitiert von ... (62) BVerwG, 24.06.1993 - 7 C 26.92 NaturschutzverordnungDas gilt auch insoweit, als diese Regelungen in konkrete, durch Art. 14 Abs. 1 Satz 1 GG gesch�tzte Rechtspositionen eingreifen (Abweichung von BVerwGE 84, 361 [370 ff.]).Nach der �bereinstimmenden Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts und des Bundesgerichtshofs sind Regelungen, die die Nutzung von Grundst�cken aus Gr�nden des Natur- und Landschaftsschutzes beschr�nken, grunds�tzlich keine Enteignungen im Sinne des Art. 14 Abs. 3 GG, sondern Bestimmungen von Inhalt und Schranken des Eigentums im Sinne des Art. 14 Abs. 1 Satz 2 GG (vgl. BVerwGE 84, 361 [370 f.], BGHZ 90, 17 [24 f.], jeweils m.w.N.).Solche Eingriffe k�nnen zwar den Gesetzgeber dazu veranlassen, die Auswirkungen der Verordnung f�r die betroffenen Eigent�mer aus Gr�nden der Verh�ltnism��igkeit durch Gew�hrung einer finanziellen Entsch�digung abzumildern, ver�ndern aber den rechtlichen Charakter der Nutzungsbeschr�nkungen nicht (sog. ausgleichspflichtige Inhaltsbestimmungen, vgl. BVerfGE 58, 137 [147 ff.], 79, 174 [192], BVerwGE 84, 361 [367 f.]).Soweit der 4. Senat des Bundesverwaltungsgerichts in derartigen F�llen die Annahme einer Enteignung f�r m�glich gehalten hat (vgl. BVerwGE 84, 361 [370 ff.]), ist diese Rechtsprechung zeitlich vor der genannten Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 9. Januar 1991 ergangen.Denn die sog. Junktimklausel des Art. 14 Abs. 3 Satz 2 GG, die den Gesetzgeber dazu n�tigt, den Tatbestand der rechtlich zul�ssigen Enteignung genau zu bestimmen, gilt f�r Ma�nahmen der Inhalts- und Schrankenbestimmung nach Art. 14 Abs. 1 Satz 2 GG nicht (BVerwGE 84, 361 [366 ff.]).In dieser Rechtsprechung haben sich trotz mancher Unterschiede im Detail doch �bereinstimmend zwei haupts�chliche Fallgestaltungen herausgebildet, in denen die Grundst�ckseigent�mer nicht dem Regelfall entsprechend auf die Sozialbindung des Eigentums gem�� Art. 14 Abs. 2 GG verwiesen werden k�nnen, n�mlich zum einen bei Eingriffen in bereits verwirklichte Nutzungen und zum anderen beim Ausschlu� von Nutzungsm�glichkeiten, die sich nach Lage der Dinge objektiv anbieten oder sogar aufdr�ngen (vgl. BGHZ 90, 17 [24 f.], 99, 24 [31 f.]; 105, 15 [18]; BVerwGE 67, 84 [87, 91 f.]; 67, 93 [95 f.]; 84, 361 [371]).Ein Versto� gegen Bundesrecht, insbesondere Bundesverfassungsrecht ist nicht ersichtlich; im Gegenteil hat der Verwaltungsgerichtshof mit Recht angenommen, da� Art. 14 GG dem Schutz bislang bestehender konkreter Eigent�merbefugnisse den Vorzug vor dem Ausgleich in Geld gibt (BVerwGE 84, 361 [373 f.]).
BVerwG, 18.07.1997 - 4 BN 5.97 BNatSchG � 1 Abs. 3, � 4 S. 3, � 13; GG Art. 14; …Beschr�nkungen der Grundst�cksnutzung durch eine Naturschutzverordnung k�nnen zwar unzul�ssige, insbesondere unverh�ltnism��ige Inhalts- und Schrankenbestimmungen des Eigentums (Art. 14 Abs. 1 Satz 2 und Abs. 2 GG ) und deshalb rechtswidrig sein, werden dadurch jedoch in keinem Fall zur Enteignung im Sinne des Art. 14 Abs. 3 GG (im Anschlu� an BVerwGE 84, 361 ;