Source: https://www.ibr-seminare.de/Seminardetails/brennpunkte-des-vergaberechts-5319.html
Timestamp: 2020-06-04 21:43:30
Document Index: 245945077

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'BGH']

Brennpunkte des Vergaberechts - IBR-SEMINARE
Aktuelle Probleme aus Auftraggeber- und Bietersicht
RA Dr. Oliver Homann
ist als Rechtsanwalt, Fachanwalt für Vergaberecht und Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht tätig und leitet das Kölner Büro der Sozietät Leinemann Partner Rechtsanwälte mbB. Seit über 20 Jahren berät er Mandanten schwerpunktmäßig auf dem Gebiet des Vergaberechts und verfügt über besondere Erfahrung bei der Betreuung von Vergabenachprüfungsverfahren. Seit Einführung des vergaberechtlichen Rechtsschutzes im Jahre 1999 hat Herr Dr. Homann in einer Vielzahl von Verfahren vor Vergabekammern und Vergabesenaten sowohl Auftraggeber als auch Auftragnehmer erfolgreich vertreten. Herr Dr. Homann wirkt bei verschiedenen vergaberechtlichen Standardwerken als Autor mit. Er veröffentlicht regelmäßig in den Zeitschriften "IBR Immobilien- & Baurecht" und "VPR Vergabepraxis & -recht" sowie in anderen vergaberechtlichen Fachzeitschriften. Dr. Homann ist zudem Mitglied des Prüfungsausschusses für neue Fachanwälte im Vergaberecht bei der Rechtsanwaltskammer Köln sowie Lehrbeauftragter für Vergaberecht an der Fachhochschule Münster.
Alle Personen, die mit der Vergabe öffentlicher Aufträge befasst sind, z. B. Behörden/Vergabestellen, Bauunternehmen, Architekten und Ingenieure, Dienstleistungsunternehmen, Juristen.
Das Vergaberecht ist in den letzten Jahren immer umfangreicher und komplizierter geworden und hat durch seine umfassende Reform im Oberschwellenbereich sowie die Einführung der Unterschwellenvergabeordnung (UVgO) für den Unterschwellenbereich ein neues Gesicht bekommen. Auch die VOB/A wurde in diesem Jahr renoviert. Dabei zeigt sich jedoch, dass es nach wie vor dieselben kritischen Punkte sind, die eine reibungslose Vergabe bzw. eine erfolgreiche Bewerbung gefährden. Ziel des Seminars ist es, diese "Dauerbrenner" aus vergaberechtlicher Sicht unter Berücksichtigung der neuesten Rechtsprechung zu beleuchten. Das Bewusstsein für Fallstricke wird geschärft und die gebotenen rechtssicheren Vorgehensweisen werden aufgezeigt. Dabei wird besonderer Wert darauf gelegt, die Problemstellungen mit aktuellen Beispielen aus der Rechtsprechung darzustellen. Dem Referenten ist hierbei ein Dialog mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wichtig.
Überblick über die aktuellen Grundlagen des Vergaberechts
Kurzer Abriss über die gesetzliche Struktur des Vergaberechts, GWB, VgV, UVgO und die neue VOB/A
Landesvergabegesetze: Jedes Bundesland regelt Vergaberecht unterschiedlich
Die eindeutige und erschöpfende Leistungsbeschreibung
Unklarheiten und Lücken vermeiden, Berichtigung von Fehlern im laufenden Vergabeverfahren
Müssen Bieter auf Fehler im LV hinweisen?
Produktneutrale Ausschreibung, Benennung von Leitfabrikaten und "vergleichbaren" Produkten
Ausschluss von abweichenden Angeboten oftmals unzulässig (BGH, Urteil vom 18.06.2019 - X ZR 86/17)
Welche Kriterien sind mit welcher Gewichtung angemessen?
Neue Freiheiten bei "soften" Zuschlagskriterien
Die einheitliche europäische Eigenerklärung: Fluch oder Segen?
Das ewige Kreuz mit der losweisen Vergabe
Wann müssen Beschaffungen in Lose aufgeteilt werden?
Wie bestimme ich Fachlose richtig?
Ist eine Vergabe an einen Generalplaner oder Generalunternehmer überhaupt möglich?
Die Grenzen der Spekulation
Dürfen Bieter noch spekulieren? Der BGH (Urteil vom 19.06.2018 - X ZR 100/16) zeigt hier neue Grenzen auf
Ökonomische Vergabeverfahren oberhalb und unterhalb der Schwellenwerte durch Rahmenvereinbarungen
Bei welchen Vergaben sind Rahmenvereinbarungen sinnvoll?
Werden Rahmenvereinbarungen nach dem EuGH (Urteil vom 19.12.2018 - Rs. C-216/17) weniger attraktiv?
Wenn mehrere Unternehmen zusammen anbieten
Welche Besonderheiten sind bei Bietergemeinschaften und Nachunternehmern zu beachten?
Wann kann der Einsatz von Nachunternehmern verboten werden (Berücksichtigung von EuGH, Urteil vom 27.11.2019 - Rs. C-402/18 und EuGH, Urteil vom 26.09.2019 - Rs. C-63/18)?
Wie geht man mit Newcomern und den verschärften Anforderungen an Eignungsleihe um?
Behebung von Fehlern und Unklarheiten im laufenden Vergabeverfahren
Möglichkeiten und Grenzen, Anpassung der Leistungsbeschreibung auch nach Angebotsöffnung? Korrektur der Eignungs- und Zuschlagskriterien?
Neue Regeln für das Nachfordern fehlender Unterlagen
Wann bietet sich die „Flucht in die Aufhebung“ an?
Wann müssen laufende Verträge neu ausgeschrieben werden?
Welche Vertragsänderungen führen zur Ausschreibungspflicht
Ausnahmen: Kein Vergaberecht trotz wesentlicher Änderungen
Wann können Verträge verlängert werden (Berücksichtigung von EuGH, Urteil vom 18.09.2019 - Rs. C-526/17)
Eskalationsstufen im Vergabeverfahren beherrschen
Von der Bieterfrage über die Rüge zum Nachprüfungsverfahren: Risiko und Chancen von Rüge und Nachprüfungsverfahren
Richtige Reaktion von Auftraggeber und Bieter bei Meinungsverschiedenheiten im laufenden Vergabeverfahren
Schadensersatz auch ohne vorherige Rüge oder Nachprüfungsverfahren (BGH, Urteil vom 17.09.2019 - X ZR 124/189)
Donnerstag, 29.10.2020, 09:30 - 17:00 Uhr