Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OLG%20Frankfurt&Datum=28.11.2011&Aktenzeichen=23%20U%20280/09
Timestamp: 2020-07-15 09:56:54
Document Index: 51771275

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', '§ 249', '§ 280', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

OLG Frankfurt, 28.11.2011 - 23 U 280/09 - dejure.org
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OLG Frankfurt, 28.11.2011 - 23 U 280/09 (https://dejure.org/2011,196)
OLG Frankfurt, Entscheidung vom 28.11.2011 - 23 U 280/09 (https://dejure.org/2011,196)
OLG Frankfurt, Entscheidung vom 28. November 2011 - 23 U 280/09 (https://dejure.org/2011,196)
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LG Frankfurt/Main, 03.07.2009 - 31 O 264/08
BGH - XI ZR 508/11 (anhängig)
Es ist jedoch erforderlich, dass zumindest ansatzweise vorgetragen wird, dass und welche andere Anlage mit dem streitgegenständlichen erfolgt wäre (OLG Frankfurt vom 28.11.2011, 23 U 280/09, JURIS).
Denn auch dieses Risiko resultiert letztlich aus der Pflichtverletzung der Beklagten, so dass dieses nicht vom den Geschädigten, sondern vom Schädiger zu tragen ist (BGH vom 28.11.2007 III ZR 214/06, JURIS; OLG Frankfurt vom 28.11.2011 23 U 280/09, JURIS Rz. 109).
Der Kläger hat gemäß § 249 BGB ferner Anspruch auf Freistellung von allen steuerlichen und wirtschaftlichen Nachteilen, die mittelbar oder unmittelbar aus seiner Beteiligung an der R... G... -Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt D... B... ... resultieren und die ohne Zeichnung dieses Fondsanteils nicht eingetreten wären (Antrag zu Ziffer 2.) [Grünberg in Palandt, BGB, 74. Aufl. 2015, § 280 BGB, Rn. 32], wobei nur das negative Interesse zu ersetzen ist (OLG Frankfurt, Urteil vom 28. November 2011 - 23 U 280/09, Rn. 112; OLG Frankfurt…, Urteil vom 5. Oktober 2011 - 23 U 42/10, Rn. 108 nach juris) [s.o.].
Denn der Kläger muss zur Einschätzung des Interessenkonflikts der Bank nicht nur Kenntnis darüber haben, ob Provisionen geflossen sind, sondern auch in welcher Höhe (OLG Frankfurt, Urteil vom 28.11.2011, 23 U 280/09, Rdnr 57 nach juris ; BGH Beschlüsse vom 09.03. und 19.07.2011 XI ZR 191/10).
Denn auch dieses Risiko resultiert letztlich aus der Pflichtverletzung der Beklagten, so dass dieses nicht vom den Geschädigten, sondern vom Schädiger zu tragen ist (BGH, Urteil vom 28.11.2007, Az. III ZR 214/06; OLG Frankfurt am Main vom 28.11.2011, Az. 23 U 280/09).
Ohne Kenntnis der Provisionshöhe konnte er das konkrete Interesse der Beklagten aber nicht ausreichend einschätzen (vgl. BGH NJW 2007, 1876; WM 2011, 1506), sondern ging von der falschen Vorstellung aus, das Interesse der Beklagten erschöpfe sich im Erhalt des Agios von 5%, was nicht ausreicht, sich ein Bild vom wirtschaftlichen Eigeninteresse der Beklagten zu verschaffen (wie hier Senat, Urt.v. 28.11.2011 - 23 U 280/09; OLG München, Urt.v. 13.02.2012 - 19 U 3912/11).