Source: http://sailiday.de/agb.php
Timestamp: 2017-10-23 13:09:42
Document Index: 138910257

Matched Legal Cases: ['§2', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 8']

sailiday.de | AGB
Der Reisevertrag kommt zwischen dem Buchenden (nachfolgend Reiseteilnehmer) und dem Reiseveranstalter SailiDay dann zustande, wenn Übereinstimmung über die wesentlichen Vertragsbestandteile (Preis, Leistung und Termin) besteht. Dadurch ergeben sich Rechte und Pflichten für den Kunden.
Das Vertragsangebot mit den wesentlichen Vertragsbestandteilen wird über die Buchungsfunktion der Website www.sailiday.de durch den Reiseteilnehmer abgegeben, die Annahme des Vertragsangebots erfolgt durch den Reiseveranstalter mittels einer Buchungsbestätigung per Email. Die Allgemeinen Reisebedingungen können bereits bei der Buchung durch den Reiseteilnehmer eingesehen werden und akzeptiert werden.
Daneben erhält der Reiseteilnehmer gesondert eine Rechnung per Post.
§2 Vertragsgegenstand und Reisepreis
Gegenstand des Vertrages ist eine Segelreise, begleitet durch einen professionellen Skipper. Die Segelreise bedarf der aktiven Mitwirkung aller Reiseteilnehmer, vor allem bei Ausübung des aktiven Segelsportes. Hin- und Rückreise des Reiseteilnehmers zum Abfahrts- bzw. Zielort sind nicht Gegenstand dieses Vertrages.
Folgende Kosten sind bei Segelreise nicht im Reisepreis inbegriffen:
Verpflegung, Liegeplatzgebühren während des Törns, Treibstoffkosten, sowie andere in Betracht kommende Kosten, die während der Reise anfallen.
Diese während der Fahrt anfallenden Kosten werden über eine bei Reisebeginn eingerichtete Bordkasse gedeckt. Der Einzahlungsbetrag beträgt pro Woche und pro Person ca. 100 Euro, am Ende der Reise wird ein etwaiger Rest an die Reiseteilnehmer ausbezahlt.
Die Teilnahme an einer Segelreise ist nur nach vorheriger Bezahlung des gesamten Reisepreises möglich. Der Reisepreis ist sofort fällig. Nähere Angaben zu den Zahlungsmodalitäten sind der Rechnung zu entnehmen.
§ 4 Reiseverlauf
Die Reiseroute wird durch die gemeinsame Absprache der Reiseteilnehmer bestimmt; im Zweifel entscheidet der Schiffsführer der Segelyacht.
Die vor Reisebeginn vereinbarte Reiseroute wird eingehalten, soweit das Wetter dies erlaubt. Abweichungen von der Route bedingt durch Flaute, Sturm oder Nicht-Belastbarkeit der Mitreisenden begründen keinen Ersatzanspruch, da solche Einflüsse auf Segelreisen unvermeidbar sind. Kann die geplante Reiseroute aus den o.a. Gründen nicht exakt eingehalten werden, setzt der Veranstalter bzw. sein Schiffsführer ggf. unter Berücksichtigung der Interessen der Reiseteilnehmer die neue oder weitere Reiseroute fest. Der Reiseveranstalter wird sich nach Maßgabe aller gegebenen Möglichkeiten dafür einsetzen, dass das Endziel der Reiseroute erreicht wird.
Bei Segelreisen können sich Abfahrtszeit und Ankunftszeit ändern, wenn auf der vorherigen Segelreise widrige Wetterverhältnisse oder andere unvorhersehbare Ereignisse zu einer Verzögerung geführt haben. Die Reise des Reiseteilnehmers kann sich ebenso durch solche Vorgänge verlängern, sodass der Ankunftstag sich verzögert. Derartige Verzögerungen aufgrund von Wetterverhältnissen oder aufgrund anderer unvorhersehbarer Ereignisse sind bei Segelreisen unvermeidlich und begründen keinen Ersatzanspruch des Reiseteilnehmers, es sei denn, es liegt ein nachweisbares Verschulden des Reiseveranstalters vor.
Eine Haftung des Reiseveranstalters für die Durchführung der Hin- und Rückreise des Reiseteilnehmers zum Abfahrtsort bzw. vom Ankunftsort der Segelreise bei Verzögerung ist ausgeschlossen.
§ 5 Mitwirkungspflichten des Reiseteilnehmers
Dem Teilnehmer ist bewusst, dass an ihn bestimmte Anforderungen an Gesundheit und Verhalten an Bord gestellt wird. Durch das Akzeptieren der Allgemeinen Reisebedingungen gibt der Reiseteilnehmer bekannt, dass er diesen Anforderungen entspricht. Bei Unklarheiten soll er sich vorher beim Reiseveranstalter über die Anforderungen erkundigen. Gebrechliche oder gehandikappte Personen können aus Gründen der Sicherheit leider nicht auf unseren Segelreisen einbuchen.
§ 6 Rücktritt des Reiseteilnehmers
Tritt der Reiseteilnehmer vor Reisebeginn von der Reise zurück, so muss dies dem Reiseveranstalter unverzüglich mindestens in Textform mitgeteilt werden.
Stellt der Reiseteilnehmer eine Ersatzperson für den stornierten Reisezeitraum oder gelingt es dem Veranstalter, eine Ersatzperson für diese Zeit zu finden, so werden alle bis dahin geleisteten Zahlungen – abzüglich einer Verwaltungskostenpauschale von 30,- € und abzüglich eventuell darüber hinaus entstandener Kosten – zurückerstattet, sobald die Ersatzperson den vollen Reisepreis bezahlt hat. Der Reiseveranstalter hat das Recht, eine Ersatzperson des Reiseteilnehmers abzulehnen, wenn diese den Erfordernissen einer Teilnahme an die Segelreise nicht genügt, die Beweislast trägt der Reiseteilnehmer.
Stornierung bis 90 Tage vor Reisebeginn: pauschal 150,- €
Stornierung bis 60 Tage vor Reisebeginn: 50% des Reisepreises
Stornierung bis 30 Tage vor Reisebeginn: 80% des Reisepreises
Stornierung kürzer als 30 Tage vor Reisebeginn: 100% des Reisepreises.
§ 7 Besonderes Rücktrittsrecht
Kann die Segelyacht nach Bekanntgabe des Reiseveranstalters nicht termingerecht zum geplanten Reisebeginn bereitgestellt werden, so hat der Reiseteilnehmer das Recht, nach 36 Stunden (bei einwöchigen Segelreisen) bzw. 48 Stunden (bei zwei- oder mehrwöchigen Segelreisen) vom Vertrag zurückzutreten und den bereits bezahlten Reisepreis zurückzuverlangen.
Die 36/48-Stunden-Frist rechnet ab 18.00 Uhr des ersten Reisetages, der gleichzeitig Ankunftstag ist. Bei einer Überliegezeit von bis zu 36 Stunden bei einwöchigen Segelreisen bzw. 48 Stunden bei zwei- oder mehrwöchigen Segelreisen, verursacht durch Unfall, Ausfall oder Beschädigung einer wesentlichen Bordeinrichtung, entstehen keine Ersatzansprüche der Teilnehmer. Eine weitere Überliegezeit räumt dem Teilnehmer das Recht auf anteilige Rückerstattung des gezahlten
Reisepreises ein. Fallen insgesamt mehr als 48 Stunden bei einer einwöchigen Segelreise bzw. 72 Stunden bei einer zwei- oder mehrwöchigen Segelreise durch Beschädigung etc. aus, so besteht Anspruch auf anteilige Rückerstattung. Der Veranstalter kann ggf. eine Ersatzyacht stellen.
§ 8 Rechte des Reiseveranstalters
Der Veranstalter behält sich vor, eine Segelreise - bei voller Rückerstattung des gezahlten Reisepreises - zu stornieren, wenn die Mindestteilnehmerzahl von drei Teilnehmern nicht zustande kommt oder sich durch Stornierungen nicht ergibt. Die Wahrscheinlichkeit eines Reise-Stornos durch den Veranstalter aus diesem Grund liegt nach jahrelangen Erfahrungen unter 2%.
Die Yacht ist kasko- und haftpflichtversichert. Grob fahrlässige und mutwillige Zerstörungen sind vom Verursacher zu ersetzen. Es gelten die gesetzlichen Bestimmungen.
Der Reiseveranstalter haftet nicht für an Bord abhanden gekommene oder beschädigte Gegenstände oder Wertsachen der Reiseteilnehmer. Es empfiehlt sich, eine entsprechende Versicherung abzuschließen.
Die Haftung des Reiseveranstalters ist für Schäden, die nicht Körperschäden sind, auf die dreifache Höhe des Reisepreises beschränkt, es sei denn, der Schaden ist durch grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz des Reisveranstalters herbeigeführt. Sie ist ebenfalls auf diese Höhe beschränkt, wenn für einen Schaden der Veranstalter allein wegen Verschuldens eines Leistungsträgers einzustehen hat.
Der Veranstalter haftet nicht für Reiseabbruch oder Beeinträchtigung der Reise, wenn dies durch extrem schlechte Wetterbedingungen, Höhere Gewalt, wie Revolution, Streik, politische Unruhen, oder durch Eingriffe von Hoher Hand, wie Beschlagnahme etc., hervorgerufen wird.
Sämtliche Beanstandungen des Reiseteilnehmers müssen bis spätestens einen Monat nach dem vorgesehenen Ende der Segelreise dem Reiseveranstalter schriftlich mitgeteilt werden.