Source: http://econn.org/clulas-estaminais.html?page=3
Timestamp: 2018-07-20 14:23:44
Document Index: 354543438

Matched Legal Cases: ['§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 6', '§ 5']

Erfüllung der Voraussetzungen nach § 5 StZG
Alle genehmigten Anträge betreffen Forschungsvorhaben, die hochrangige Forschungsziele für den wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn in der Grundlagenforschung verfolgen. Daneben formulieren die Forschungsvorhaben in ihrer weiteren Perspektive meist Ziele zur Entwicklung neuer diagnostischer, präventiver oder therapeutischer Verfahren, z. B. Zellersatztherapien zur Behandlung neurodegenerativer Erkrankungen oder von Myokard-Infarkten.
Ausschlaggebend für die Erfüllung der gesetzlichen Voraussetzung der Hochrangigkeit der Forschungsziele nach § 5 Nr. 1 StZG war indes bei allen genehmigten Anträgen, dass im jeweiligen Forschungsvorhaben wissenschaftliche Fragestellungen im Bereich der Grundlagenforschung geklärt werden sollen, von deren Bearbeitung wichtige Erkenntnisse für das Verständnis der menschlichen Embryonalentwicklung und Zelldifferenzierung zu erwarten sind.
Die Antragsteller aller genehmigten Anträge konnten auf eigene oder fremde Voruntersuchungen im Tiermodell verweisen, die nach Auffassung der Genehmigungsbehörde ausreichend waren, um die gesetzliche Voraussetzung nach § 5 Nr. 2 Buchstabe a StZG zu erfüllen und damit den Übergang zur Nutzung humaner embryonaler Stammzellen zu rechtfertigen. Es ging jeweils um Fragestellungen, deren Beantwortung einen zusätzlichen relevanten Erkenntnisgewinn durch die Verwendung humaner embryonaler Stammzellen wissenschaftlich plausibel macht.
Die gesetzliche Voraussetzung nach § 5 Nr. 2 Buchstabe b StZG, dass der mit dem Forschungsvorhaben angestrebte wissenschaftliche Erkenntnisgewinn sich voraussichtlich nur mit humanen embryonalen Stammzellen erreichen lässt, wurde von der Genehmigungsbehörde bei den genehmigten Anträgen jeweils auf der Basis der wissenschaftlich begründeten Darlegung des Antragstellers im Hinblick auf die konkrete Fragestellung anhand des aktuellen Forschungsstandes hinsichtlich der Eignung und Verfügbarkeit möglicher Alternativen zu humanen embryonalen Stammzellen geprüft.
Im Rahmen der Prüfung der Genehmigungsvoraussetzungen nach § 6 Abs. 4 Nr. 2 StZG hat die Genehmigungsbehörde bei allen genehmigten Anträgen die ethische Vertretbarkeit der betreffenden Forschungsvorhaben im Sinne der Erfüllung der gesetzlichen Voraussetzungen nach § 5 StZG bejaht.