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Timestamp: 2016-10-24 06:59:21
Document Index: 171604286

Matched Legal Cases: ['Art. 90', 'Art. 75', 'Art. 72', 'Art. 74', 'Art. 100', 'Art. 95', 'Art. 106', 'Art. 42', 'Art. 4', 'BGE', 'BGE', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 95', 'BGE', 'Art. 97', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'BGE', 'Art. 282', 'BGE', 'BGE', 'Art. 129', 'BGE', 'BGE', 'Art. 125', 'Art. 66', 'Art. 68']

5A_433/2013 (10.12.2013)
5A_433/2013 � � Urteil vom 10. Dezember 2013
vom 1. Mai 2013.
X.________ (geb. 1952) und Y.________ (geb. 1948) heirateten am 19. Januar 1979. Aus ihrer Ehe gingen die zwei S�hne A.________ (geb. 1979) und B.________ (geb. 1982) hervor. Seit Oktober 2005 leben die Parteien getrennt. Das Getrenntleben wurde mit Eheschutzurteil des Gerichtspr�sidenten Brugg vom 10. Oktober 2006 geregelt.
B.a.�Am 3. Juli 2006 reichten die Parteien ein gemeinsames Scheidungsbegehren ein. Gest�tzt darauf wurde die Ehe mit Urteil des Gerichtspr�sidiums Brugg vom 22. Juni 2009 geschieden. Soweit vor Bundesgericht noch umstritten, wurde X.________ verpflichtet, Y.________ bis zu seinem Eintritt ins ordentliche AHV-Alter einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 1'715.-- zu bezahlen.
B.b.�Gegen dieses Urteil erhoben X.________ beim Obergericht des Kantons Aargau Appellation und Y.________ Anschlussappellation. W�hrend X.________ die Herabsetzung des Unterhalts auf monatlich Fr. 500.-- verlangte, forderte Y.________ die Erh�hung auf Fr. 2'200.--. Mit Urteil vom 30. September 2010 hiess das Obergericht die Appellation und die Anschlussappellation zum Teil gut und wies die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ck.
B.c.�Am 25. November 2011 f�llte das Gerichtspr�sidium Brugg ein neues Urteil. Es bestimmte den Unterhalt ab Rechtskraft der Scheidung bis und mit April 2012 auf Fr. 2'200.-- pro Monat und ab 1. Mai 2012 bis zum Eintritt des Beschwerdef�hrers ins ordentliche AHV-Alter auf Fr. 1'900.-- pro Monat.
B.d.�Gegen dieses Urteil gelangte X.________ am 16. Januar 2012 erneut mit Berufung ans Obergericht. Er beantragte, den monatlichen Unterhalt auf Fr. 1'433.-- ab Rechtskraft der Scheidung bis und mit April 2012 und auf Fr. 1'233.-- ab 1. Mai 2012 bis zu seinem Eintritt ins ordentliche AHV-Alter festzusetzen. In ihrer Anschlussberufung beantragte Y.________ einen monatlichen Unterhalt von Fr. 2'200.-- ab Rechtskraft der Scheidung bis und mit April 2012 und von Fr. 2'100.-- ab 1. Mai 2012 bis zum Eintritt von X.________ ins ordentliche AHV-Alter. In seinem Berufungsurteil vom 1. Mai 2013 verpflichtete das Obergericht X.________, Y.________ bis zu seinem Eintritt ins ordentliche AHV-Alter Unterhalt von Fr. 2'100.-- pro Monat zu leisten. Dabei �bernahm das Obergericht in Bezug auf X.________s monatliche Nettoeinnahmen die Zahlen der Vorinstanz, die sich aus einem Erwerbseinkommen von Fr. 5'815.-- und einem Mietertrag von Fr. 1'150.-- zusammensetzen.
Gegen dieses Urteil erhebt X.________ (Beschwerdef�hrer) mit Eingabe vom 10. Juni 2013 Beschwerde in Zivilsachen. Er verlangt, das vorinstanzliche Urteil aufzuheben, den Unterhalt, den er Y.________ (Beschwerdegegnerin) bis zum Eintritt ins ordentliche AHV-Alter schulde, auf Fr. 1'283.-- festzusetzen und von der Feststellung eines Mietertrages abzusehen.
�Das Bundesgericht holte bei der Vorinstanz und der Beschwerdegegnerin eine Vernehmlassung ein. Am 13. September 2013 (Datum der Postaufgabe) erkl�rte die Vorinstanz den Verzicht auf eine solche. Die Beschwerdegegnerin beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 30. Oktober 2013, die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Zur Gew�hrung des Replikrechts wurden diese Eingaben dem Beschwerdef�hrer zur Kenntnis gebracht.
1.1.�Die Beschwerde richtet sich gegen einen Endentscheid (Art. 90 BGG) einer letzten kantonalen Instanz (Art. 75 Abs. 1 BGG), der eine verm�gensrechtliche Zivilsache im Sinne von Art. 72 Abs. 1 BGG zum Gegenstand hat. Der gesetzliche Mindeststreitwert (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG) ist erreicht. Auf die rechtzeitig (Art. 100 BGG) eingereichte Beschwerde ist demnach grunds�tzlich einzutreten.
1.2.�Im ordentlichen Beschwerdeverfahren sind vor Bundesgericht in rechtlicher Hinsicht alle R�gen gem�ss Art. 95 f. BGG zul�ssig. Das Bundesgericht wendet das Recht in diesem Bereich von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es pr�ft behauptete Rechtsverletzungen (Art. 42 Abs. 2 BGG) an sich mit freier Kognition. Nun dreht sich der Rechtsstreit aber einzig um die Unterhaltsfestsetzung. Diesbez�glich ist der Richter in verschiedener Hinsicht auf sein Ermessen verwiesen (Art. 4 ZGB; BGE 127 III 136 E. 3a S. 141; Botschaft, BBl 1996 I S. 115 f.). Bei der �berpr�fung solcher Entscheide �bt das Bundesgericht eine gewisse Zur�ckhaltung. Es greift nur ein, wenn die kantonale Instanz von dem ihr zustehenden Ermessen falschen Gebrauch gemacht hat. Das ist namentlich dann der Fall, wenn sie grundlos von in Lehre und Rechtsprechung anerkannten Grunds�tzen abgewichen ist, wenn sie Gesichtspunkte ber�cksichtigt hat, die keine Rolle h�tten spielen d�rfen, oder wenn sie umgekehrt rechtserhebliche Umst�nde ausser Acht gelassen hat. Aufzuheben und zu korrigieren sind ausserdem Ermessensentscheide, die sich als im Ergebnis offensichtlich unbillig, als in stossender Weise ungerecht erweisen (BGE 132 III 97 E. 1 S. 99; 131 III 12 E. 4.2 S. 15; 128 III 161 E. 2c/aa S. 162).
�In jedem Fall legt das Bundesgericht seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Diesbez�glich kann der Beschwerdef�hrer nur einwenden, die tats�chlichen Feststellungen seien offensichtlich unrichtig, das heisst willk�rlich (vgl. BGE 134 V 53 E. 4.3 S. 62; 133 II 249 E. 1.2.2 S. 252), oder w�rden auf einer anderen Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruhen (Urteil 5A_374/2010 vom 9. Juli 2010 E. 1), insbesondere auf der Verletzung einer verfahrensrechtlichen Verfassungsvorschrift (BGE 133 II 249, E. 1.4.3 S. 255). �berdies ist darzutun, inwiefern die Behebung des ger�gten Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG; BGE 135 I 19 E. 2.2.2 S. 22).
�F�r alle Vorbringen betreffend die Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte gilt schliesslich das strenge R�geprinzip (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 133 II 249 E. 1.4.2 S. 254). Die Beschwerdeschrift muss die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung dar�ber enthalten, welche verfassungsm�ssigen Rechte bzw. welche Rechtss�tze inwiefern durch den angefochtenen Erlass oder Entscheid verletzt worden sind. Das Bundesgericht pr�ft demnach nur klar und detailliert erhobene und soweit m�glich belegte R�gen; auf ungen�gend begr�ndete R�gen und rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt es nicht ein (BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246).
1.3.�Nicht einzutreten ist auf die Beschwerde, soweit der Beschwerdef�hrer verlangt, "es sei kein Mietertrag festzustellen". Zwar haben die kantonalen Gerichte gem�ss Art. 282 Abs. 1 lit. a ZPO im Unterhaltsentscheid anzugeben, von welchem Einkommen und Verm�gen jedes Ehegatten sie ausgehen. Dieser gesetzlichen Anforderung ist Gen�ge getan, wenn die erw�hnten Angaben in die Urteilsbegr�ndung Eingang finden. Die zitierte Norm verschafft einer Partei keinen gerichtlich durchsetzbaren Anspruch darauf, dass das kantonale Gericht Angaben �ber vorhandenes oder nicht vorhandenes Einkommen oder Verm�gen auch im Urteilsspruch selbst niederlegt.
Das Obergericht geht von einer lebenspr�genden Ehe aus. Es kommt zum Schluss, die Existenzminima beider Parteien k�nnten gedeckt werden; das Einkommen reiche jedoch nicht aus, um den geb�hrenden Bedarf beider Parteien zu finanzieren. Anstatt den geb�hrenden Bedarf angemessen zu k�rzen, rechtfertige es sich daher, die Methode der Existenzminimumberechnung mit �berschussverteilung anzuwenden und den Parteien den �berschuss je h�lftig zuzuweisen. Der Beschwerdef�hrer stellt diese Berechnungsweise zu Recht (vgl. BGE 137 III 102 E. 4.2.1.1) nicht in Frage. Er kritisiert aber die Art und Weise, wie das Obergericht seinen Bedarf ermittelt (E. 3-6) und wie es sein Einkommen berechnet (E. 7).
3.1.�Die Vorinstanz rechnet dem Beschwerdef�hrer bei der Ermittlung des Existenzminimums den h�lftigen Grundbetrag f�r Ehegatten von Fr. 850.-- und nicht den Grundbetrag von Fr. 1'200.-- f�r einen Einpersonenhaushalt an. Sie begr�ndet dies damit, dass der Beschwerdef�hrer im Konkubinat lebe und es angebracht sei, "f�r ein Konkubinatspaar, das eine dauernde Hausgemeinschaft bildet, den gleichen Grundbetrag wie f�r ein Ehepaar zu nehmen und f�r den im Konkubinat lebenden Partner den halben Ehegattengrundbetrag einzusetzen".
3.2.�Der Beschwerdef�hrer erachtet das Vorgehen der Vorinstanz als bundesrechtswidrig. Es sei nicht einzusehen, weshalb ein w�hrend der Scheidung eingegangenes Konkubinat seitens des Unterhaltsschuldners einen Einfluss auf die nacheheliche Rente habe, w�hrend ein nachehelich eingegangenes Konkubinat dessen Leistungsf�higkeit ebenfalls verbessere, ohne sich aber auf die H�he der Rente auszuwirken. In beiden F�llen m�sse das Konkubinat des Unterhaltsverpflichteten ohne Einfluss auf die H�he des Unterhalts bleiben.
3.3.�Die vom Beschwerdef�hrer aufgestellte Forderung, beim Konkubinat keine R�cksicht auf den Zeitpunkt zu nehmen, in dem der Unterhaltsschuldner dieses eingeht, findet im Gesetz keine St�tze. Wird der Unterhalt - wie hier (E. 2) - anhand des Existenzminimums mit �berschussverteilung ermittelt, so ist das Existenzminimum auf der Basis der aktuellen, das heisst im Zeitpunkt des Scheidungsurteils gegebenen Verh�ltnisse zu bestimmen. Entsprechend ist sowohl auf Seiten des unterhaltsberechtigten als auch beim unterhaltspflichtigen Teil eine so genannte (einfache) Wohn- und Lebensgemeinschaft zu ber�cksichtigen (vgl. BGE 138 III 97 E. 2.3.2 S. 100). Davon ist der - hier nicht im Streit stehende - Fall zu unterscheiden, da die eine Partei eine solche Wohn- und Lebensgemeinschaft erst in der Zeit nach Rechtskraft der Scheidung eingeht, was die andere Partei dazu veranlassen kann, gest�tzt auf Art. 129 ZGB eine Ab�nderung des Scheidungsurteils anzustreben. Im �brigen macht der Beschwerdef�hrer nicht geltend, dass es seinem Konkubinat an der n�tigen Stabilit�t fehle, um seine erh�hte wirtschaftliche Leistungsf�higkeit zu rechtfertigen (vgl. BGE 138 III 97 E. 2.3 mit Hinweisen).
3.4.�Im gleichen Zusammenhang kritisiert der Beschwerdef�hrer, dass die Vorinstanz der Beschwerdegegnerin den Grundbetrag bloss um um Fr. 100.-- auf Fr. 1'100.-- gek�rzt habe, obwohl auch sie zusammen mit ihrem Sohn lebe. Mithin wirft der Beschwerdef�hrer dem Obergericht vor, es behandle sein Konkubinat nicht gleich wie das Zusammenleben der Beschwerdegegnerin mit dem gemeinsamen, erwachsenen Sohn. Der Vorwurf ist unbegr�ndet. Unter den gegebenen Umst�nden ist es mit dem Bundesrecht durchaus vereinbar, die Stabilit�t und die Synergien aus dem Zusammenleben mit einem erwachsenen Kind anders zu gewichten als jene, die sich aus dem Zusammenleben mit einer neuen Partnerin oder einem neuen Partner ergeben.
4.1.�Die Vorinstanz hat beim Beschwerdef�hrer Wohnkosten von Fr. 900.-- und bei der Beschwerdegegnerin solche von Fr. 1'000.-- ber�cksichtigt. Auf die Kritik, die der Beschwerdef�hrer bereits in seiner Berufung an dieser L�sung �bte, ist die Vorinstanz nicht eingetreten, da sie diese f�r versp�tet bzw. zu wenig substantiiert erachtet hat. Im �brigen habe der Beschwerdef�hrer nicht den Nachweis erbracht, mehr f�r das Wohnen aufwenden zu m�ssen.
4.2.�In seiner Beschwerde wiederholt der Beschwerdef�hrer seine Forderung nach Gleichbehandlung mit der Beschwerdegegnerin bei den Wohnkosten, ohne darauf einzugehen, dass die Vorinstanz sein Anliegen auch mit dem Argument einer mangelnden bzw. versp�teten R�ge verworfen hat. Wenn einer Partei Wohnkosten von Fr. 1'000.-- zugebilligt w�rden, m�sse die andere Partei �ber den n�mlichen Betrag verf�gen d�rfen. Die Rechtsprechung der Vorinstanz f�hre dazu, dass die Ehegatten in der Scheidungsphase eine m�glichst teure Wohnung mieteten, um sich eine g�nstige Ausgangslage f�r die Bedarfsberechnung zu verschaffen.
4.3.�Ob die Vorinstanz die Vorw�rfe des Beschwerdef�hrers zu Recht als versp�tet erachtet hat, kann offen bleiben. So oder so ist die Kritik am vorinstanzlichen Urteil unbegr�ndet. Soweit sich die Vorinstanz bei der Ermittlung des Unterhalts am Existenzminimum orientiert, ist der Aufwand f�r das Wohnen konkret zu ermitteln (vgl. Urteil 5A_474/2013 vom 10. Dezember 2013 E. 3.3. Dies f�hrt regelm�ssig dazu, dass f�r das Wohnen unterschiedliche Betr�ge einzusetzen sind, da die Parteien kaum je genau gleich viel f�r das Wohnen aufwenden m�ssen. Der Beschwerdef�hrer tut nicht dar, dass die Vorinstanz den tats�chlichen Bedarf der Beschwerdegegnerin f�r das Wohnen falsch ermittelt h�tte oder er selbst mehr f�r das Wohnen aufwenden m�sste. Er macht auch nicht geltend, dass der Beschwerdegegnerin zuzumuten w�re, in eine billigere Wohnung umzuziehen. Damit ist auch der Bef�rchtung der Boden entzogen, jemand beziehe allein deshalb eine teurere Wohnung, weil er sich davon Vorteile bei der Unterhaltsberechnung erhofft.
5.1.�Die Vorinstanz hat es abgelehnt, dem Beschwerdef�hrer bei der Ermittlung des Existenzminimums einen "Erwerbst�tigenbonus" zuzugestehen. Bei der Ermittlung des Existenzminimums seien nur die tats�chlichen Auslagen zu ber�cksichtigen, die mit der Erwerbst�tigkeit zusammenh�ngen.
5.2.�Der Beschwerdef�hrer ist anderer Meinung. Er fordert unter Hinweis auf Rolf Vetterli (St. Galler Tagung zum Eherecht 2008) und das deutsche Recht bei der Ermittlung seines Bedarfs einen "Bonus", weil er ein doppeltes Arbeitspensum erledigen m�sse, n�mlich Erwerb und Haushalt inkl. Garten, w�hrend die Beschwerdegegnerin pensioniert sei und nur noch den Haushalt f�hren m�sse.
5.3.�F�r den vom Beschwerdef�hrer geforderten "Bonus" liefert das geltende Recht keine Grundlage. Fehlt es den Ehegatten - wie hier (E. 2) - an den Mitteln, um ihre bisher w�hrend der Ehe gef�hrte Lebenshaltung auch nach der Scheidung weiterzuf�hren, so hat ein jeder von ihnen Anspruch darauf, auf dem gleichen (tieferen) Standard leben zu k�nnen wie der andere (BGE 137 III 102 E. 4.2.1.1 S. 106; 129 III 7 E. 3.1.1. S. 8 f.). Allein der Umstand, dass nur der Beschwerdef�hrer ein Erwerbseinkommen erzielt und sich deshalb einer Doppelbelastung gegen�bersieht, rechtfertigt es nicht, ihm zus�tzliche Mittel zur Bestreitung seiner Lebenshaltungskosten zuzubilligen. Im �brigen macht der Beschwerdef�hrer auch nicht geltend, dass der Verzicht auf den von ihm geforderten Bonus dazu f�hrt, dass die Beschwerdegegnerin ihren w�hrend der Ehe gelebten Lebensstandard verbessert. Die Beschwerde erweist sich in dieser Hinsicht als unbegr�ndet.
6.1.�Die Vorinstanz hat dem Beschwerdef�hrer Arbeitswegkosten von Fr. 80.-- pro Monat angerechnet, wie sie bei Ben�tzung eines Rollers anfallen. Gegen diesen von der Beschwerdegegnerin zugestandenen Betrag habe der Beschwerdef�hrer bloss eingewendet, dass er den Arbeitsweg nicht auf dem Roller zur�cklegen k�nne. Damit habe er die Ausf�hrungen der Beschwerdegegnerin nicht substantiiert bestritten.
6.2.�Der Beschwerdef�hrer verlangt vor Bundesgericht, die Fr. 174.--pro Monat zu ber�cksichtigen, die ihm das Gerichtspr�sidium Brugg unter diesem Titel zugebilligt hatte. Er ist der Meinung, dass er seinen Anspruch gen�gend substantiiert habe. Es brauche nur wenig Fantasie, um zu sehen, dass er auf ein Auto angewiesen sei, da er Schicht arbeite und in gepflegtem Tenue zur Arbeit zu erscheinen habe.
6.3.�Der Vorwurf ist insofern begr�ndet, als die Vorinstanz in diesem Punkt mangels Substantiierung im Ergebnis gar nicht auf die Berufung des Beschwerdef�hrers eingetreten ist. Das Gerichtspr�sidium Brugg war davon ausgegangen, der Beschwerdef�hrer sei f�r den Weg zur Arbeit auf ein Auto angewiesen, pro Kilometer sei ihm aber weniger als verlangt anzurechnen. Dass er seine Forderung nicht hinreichend substantiiert h�tte, war vor dem Gerichtspr�sidium kein Thema und wurde auch von der Beschwerdegegnerin nicht geltend gemacht. Letztere stellte sich vielmehr auf den Standpunkt, dass der Beschwerdef�hrer den Weg zur Arbeit auch auf einem Roller zur�cklegen k�nne. Vor diesem Hintergrund ist es nicht nachvollziehbar, wie die Vorinstanz dem Beschwerdef�hrer nun vorwirft, seinen Anspruch, den Weg zur Arbeit mit dem Auto zur�ckzulegen, nicht gen�gend substantiiert zu haben. Die Beschwerde ist in diesem Punkt gutzuheissen, damit die Vorinstanz inhaltlich zur Frage Stellung nehme, ob der Beschwerdef�hrer f�r den Weg zur Arbeit auf ein Auto angewiesen ist und welcher Abzug sich gegebenenfalls daraus ergibt.
7.1.�Bei der Ermittlung des Einkommens hat die Vorinstanz dem Beschwerdef�hrer einen Ertrag von Fr. 1'150.-- angerechnet. Dieser Betrag geht zur�ck auf die Vermietung der Liegenschaft "C.________" an einen der S�hne.
7.2.�Der Beschwerdef�hrer kritisiert das Vorgehen der Vorinstanz in zweifacher Hinsicht. Zum einen moniert er, dass ein Teil der angerechneten Fr. 1'150.-- nicht Verm�gensertrag darstelle, sondern darauf zur�ckzuf�hren sei, dass er eine Pferdepension betrieben habe. Es sei stossend, wenn ihm als 60-j�hrigem Berufschauffeur zugemutet werde, zus�tzlich einem Nebenerwerb nachzugehen, um seiner geschiedenen, pensionierten Frau einen h�heren Lebensstil zu erm�glichen. Zum andern sei der Betrag von Fr. 1'150.-- auch deshalb nicht zum Einkommen zu z�hlen, weil es sich dabei um Verm�gensertrag handle und kein Mangelfall vorliege. Anders zu entscheiden, h�tte zur Folge, dass der Unterhaltsverpflichtete sein Verm�gen konservieren m�sste und dieses nicht umschichten d�rfte. Im �brigen habe eine g�terrechtliche Auseinandersetzung stattgefunden. Daher m�sste auch der Verm�gensertrag auf Seiten der Beschwerdegegnerin ber�cksichtigt werden.
7.3.1.�Auf die Kritik des Beschwerdef�hrers an der vorinstanzlichen Feststellung des Sachverhalts ist nicht einzutreten. Das Obergericht hat den Betrag von Fr. 1'150.-- als Einnahme aus der Vermietung der Liegenschaft "C.________" bezeichnet. Dass sie dem Beschwerdef�hrer damit auch Einkommen aus einem Nebenerwerb (Pferdepension) angerechnet hat, ist nicht in rechtsgen�glicher Weise dargetan. Damit kann offen bleiben, ob dem Beschwerdef�hrer auch dieses Einkommen anzurechnen w�re, wenn �ber den nachehelichen Unterhalt zu befinden ist.
7.3.2.�Soweit sich der Beschwerdef�hrer auf den Standpunkt stellt, dass ein Verm�gensertrag nach Durchf�hrung der g�terrechtlichen Auseinandersetzung nicht zur Befriedigung von Unterhaltsforderungen herbeigezogen werden kann, ist ihm nicht zu folgen. Nach Art. 125 Abs. 2 Ziff. 5 ZGB sind bei der Unterhaltsfestsetzung Einkommen und Verm�gen der Ehegatten zu ber�cksichtigen. Zum Einkommen z�hlen nicht nur die Erwerbseink�nfte eines Ehegatten, sondern in gleicher Weise - und entgegen der Meinung des Beschwerdef�hrers nicht nur in Mankof�llen - auch die Ertr�gnisse aus seinem Verm�gen (Urteil 5A_14/2008 vom 28. Mai 2008 E. 5). Der Beschwerdef�hrer irrt auch, wenn er meint, dass er durch den angefochtenen Entscheid daran gehindert werde, von der Substanz seines Verm�gens zu zehren oder dieses umzuschichten. Beides bleibt ihm freigestellt, soweit er seiner Unterhaltspflicht weiterhin nachkommt. Erneut ins Leere geht schliesslich seine Kritik, wonach ihn die Vorinstanz gegen�ber der Beschwerdegegnerin benachteiligt habe. Um diesen Vorwurf zu erheben, gen�gt es nicht, die g�terrechtliche Auseinandersetzung als Nullsummenspiel zu bezeichnen. Vielmehr m�sste der Beschwerdef�hrer dartun, welche Verm�gensertr�ge die Beschwerdef�hrerin aus dem Verm�gen erzielt, das ihr bei der g�terrechtlichen Auseinandersetzung zugeflossen ist, ohne dass die Vorinstanz diese Ertr�ge bei der Unterhaltsberechnung ber�cksichtigt h�tte.
Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde in Zivilsachen insoweit gutzuheissen ist, als die Vorinstanz nicht gepr�ft hat, ob der Beschwerdef�hrer f�r den Weg zur Arbeit auf ein Auto angewiesen ist. Im �brigen ist die Beschwerde abzuweisen. Im Rahmen ihres Unterliegens tragen der Beschwerdef�hrer und die Beschwerdegegnerin die Gerichtskosten (Art. 66 Abs. 1 BGG). Die zur Hauptsache obsiegende Beschwerdegegnerin hat Anspruch auf eine Parteientsch�digung (Art. 68 Abs. 1 BGG).
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Die Ziffern 1.1, 2 und 3 des Urteils des Obergerichts des Kantons Aargau, Zivilgericht, 2. Kammer, vom 1. Mai 2013 wird aufgehoben. Die Sache wird im Sinne der Erw�gungen zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckgewiesen. Im �brigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
Die Gerichtskosten von Fr. 2'000.-- werden zu Fr. 1'600.-- dem Beschwerdef�hrer und zu Fr. 400.-- der Beschwerdegegnerin auferlegt.