Source: http://www.bejm-online.de/geschichte/satzung-ejth/?lang=
Timestamp: 2019-01-20 19:04:41
Document Index: 296665101

Matched Legal Cases: ['§1', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 8', '§ 12']

Satzung EJTh
Satzung der Evangelischen Jugend in Thüringen (EJTh)
§1 Präambel und Name
In der Verbundenheit des Bekenntnisses zu Jesus Christus, dem gemeinsamen Auftrag, jungen Menschen das Evangelium von Jesus Christus zu bezeugen und in dem gemeinsamen Willen, für die junge Generation einzutreten, schließen sich evangelische Jugendarbeitsformen und -zweige innerhalb der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Thüringen bei gegenseitiger Anerkennung der jeweils gewachsenen Prägungen zusammen. Der Zusammenschluß trägt den Namen „Evangelische Jugend in Thüringen“, im Folgenden „EJTh“.
1. Die EJTh will jungen Menschen helfen, in den vielfältigen Bezügen unserer Welt in Wort und Tat als Christ zu leben.
Dies tut sie, indem sie
(a) ihre Mitglieder und Arbeitsbereiche in deren Tätigkeit unterstützt, sowie deren Zusammenarbeit fördert und koordiniert,
(b) mit ihnen gemeinsame Ziele berät,
(c) haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen in Fragen der Aus-, Fort- und Weiterbildung in der Arbeit für Kinder und Jugendliche berät, begleitet und unterstützt,
(d) ehrenamtliche Mitarbeiterinnen gewinnt, weiterbildet, begleitet und
(e) die Anliegen ihrer Mitglieder in und gegenüber den Kirchen vertritt,
(f) die Interessen ihrer Mitglieder sowie gemeinsame Aufgaben wahrnimmt, insbesondere
– in der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in der Bundesrepublik Deutschland (aej),
– gegenüber dem Landesjugendring Thüringen e.V. (LJRTh),
– gegenüber der politischen und allgemeinen Öffentlichkeit.
2. Die Arbeit geschieht im Rahmen kirchlicher Ordnung.
1. Zur EJTh gehören
(a) die Jugendlichen und Mitarbeiterinnen der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit der Gemeinden und Superintendenturen der Landeskirche;
(b) Jugendverbände, Vereine und Gruppierungen, die im Gebiet der Ev.-Luth. Kirche in Thüringen eigenständig Jugendarbeit betreiben und in mindestens einem Viertel der Superintendenturen tätig sind.
(c) Einrichtungen oder Arbeitsformen überregionaler kirchlicher Jugendarbeit.
2. (a) Gruppierungen und Vereine, die die Kriterien nach Abs. 1 nicht erfüllen, können mit Gaststatus in die EJTh aufgenommen werden.
(b) Der Antrag auf Mitgliedschaft in der EJTh ist von dem jeweils zuständigen Organ schriftlich an den Vorstand der Jugendkammer der EJTh zu stellen. Über die Aufnahme entscheidet die Jugendkammer mit Zweidrittel-Mehrheit.
(c) Der Austritt aus der EJTh erfolgt durch schriftliche Mitteilung an den Vorstand mit einer Frist von sechs Monaten zum Jahresende.
(d) Wenn die Voraussetzung der Mitgliedschaft nach Abs. 1 nicht mehr gegeben ist, stellt die Jugendkammer das Erlöschen der Mitgliedschaft fest, sofern sie nicht einem Gaststatus nach (a) zustimmt.
(e) Die Mitgliedschaft endet ferner, wenn der Antrag auf Ausschluß eines Mitgliedes nach Anhörung und Beratung in der Jugendkammer die Zustimmung von drei Viertel der anwesenden stimmberechtigten Delegierten erhalten hat.
1. Die Finanzierung der EJTh geschieht durch Mittel der Landeskirche, durch Zuschüsse sowie andere Mittel.
2. Für die Verwaltung und Rechnungsführung der Finanzmittel ist die Landesgeschäftsstelle verantwortlich.
Die Organe der EJTh sind die Jugendkammer (im Folgenden: JUKA) und deren Vorstand.
Die Jugendkammer
1. Die JUKA setzt sich zusammen aus:
(a) den Vertreterinnen der gemeindlichen und kreiskirchlichen Jugendarbeit und Jugendsozial­arbeit, und zwar je Aufsichtsbezirk:
– zwei vom Landesjugendkonvent delegierte Vertreterinnen.
Vorschläge zur Nominierung können dabei von Kreisjugendkonventen und Jungen Gemeinden eingebracht werden;
– einer von der Kreisjugendpfarrerkonferenz zu delegierenden Jugendpfarrerin;
– einer vom Jugendwartkonvent zu delegierenden Jugendwartin.
(b) sechs Vertreterinnen der Mitglieder nach § 3 Abs. 1 (b).
Über den Verteilungsschlüssel entscheiden die betreffenden Mitgliedsverbände, -ver­eine und -gruppierungen in gegenseitiger Absprache.
Stellt ein Jugendverband oder Verein mehr als eine Delegierte, so darf nur eine von diesen in einem kirchlichen Dienstverhältnis stehen. Stellt ein Mitglied eine Delegierte, darf diese nicht im kirchlichen Dienst stehen.
(c) je einer Vertreterin der Einrichtungen oder Arbeitsformen überregionaler kirchlicher Jugendarbeit, und zwar der
- Offenen Arbeit,
- Schülerarbeit,
- Studentenarbeit,
- Bildungsarbeit,
- Kulturarbeit.
Diese Vertreterinnen dürfen nicht zugleich angestellte Mitarbeiterinnen der „Landesstelle für evangelische Jugendarbeit“ sein. Wenigstens drei von ihnen dürfen nicht im kirchlichen Dienst stehen. Dazu bedarf es der Absprache zwischen den genannten Arbeitsbereichen.
(d) der Landesjugendpfarrerin der Ev.-Luth. Kirche in Thüringen;
(e) der Landesgeschäftsführerin der EJTh;
(f) der für Jugendarbeit verantwortlichen Dezernentin im Landeskirchenrat der Ev.-Luth. Kirche in Thüringen mit beratender Stimme (ohne Stimmrecht);
(g) je einer bzw. der Vertreterin der EJTh
- im Vorstand bzw. Hauptausschuß des Landesjugendrings Thüringen,
- im Landesjugendhilfeausschuß,
- in der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in der Bundesrepublik Deutschland (aej),
mit beratender Stimme (ohne Stimmrecht), soweit diese nicht bereits über andere Gruppierungen der JUKA angehören;
(h) je einer Vertreterin der Mitglieder mit Gaststatus nach § 3 Abs, 2 (a) als ständiger Gast ohne Stimmrecht.
2. Für die unter Abs. 1 (a)–(c) genannten Vertreterinnen ist jeweils eine Stellvertreterin zu benennen. Sie tritt im Verhinderungsfall der Vertreterin in die JUKA ein.
Die JUKA hat insbesondere folgende Aufgaben:
(a) Sie beschließt über Richtlinien ihrer Arbeit und über Fragen der Gesamtplanung.
(b) Die JUKA wählt aus ihrer Mitte die Vorsitzende und die stellvertretende Vorsitzende des Vorstands in getrennten Wahlgängen.
Gewählt ist, wer mehr als die Hälfte der Stimmen der anwesenden Vertreterinnen auf sich vereint.
(c) Die JUKA berät und beschließt über Anträge ihrer Mitglieder. Näheres regelt eine Geschäftsordnung.
(d) Die JUKA nimmt den Rechenschaftsbericht ihres Vorstands, den Geschäftsbericht der Geschäftsführerin der EJTh sowie die Jahres- und Arbeitsberichte aus den Zweigen und Arbeitsformen der Jugendarbeit bzw. Jugendverbandsarbeit entgegen.
(e) Die JUKA gibt den verschiedenen Zweigen und Arbeitsformen der Jugendarbeit Empfehlungen und entsendet Mitglieder in die Leitung der Facharbeitskreise der „Landesstelle für evangelische Jugendarbeit“.
(f) Die JUKA beruft Ausschüsse und gibt die entsprechende Rahmengeschäftsordnung.
(g) Sie wählt die Vertreterinnen der EJTh in anderen Gremien.
(h) Sie nimmt die in § 3 Abs. 2 genannten Aufgaben wahr.
(i) Sie beschließt über die Geschäfts- und Wahlordnung.
(j) Sie arbeitet mit in den Gremien der Jugendarbeit in den Gliedkirchen der EKD und anderen gesamtkirchlichen Zusammenschlüssen.
(k) Die JUKA unterhält und fördert Kontakte mit den Jugendarbeitszweigen anderer Kirchen.
(l) Sie wählt die Landesjugendpfarrerin und schlägt sie dem Landeskirchenrat zur Berufung vor.
1. Die JUKA tritt in der Regel zweimal im Jahr zusammen. Sie wird von der Vorsitzenden vier Wochen vor dem Termin schriftlich unter Angabe der Tagesordnung einberufen.
2. Verlangt der Vorstand oder mindestens ein Drittel der Delegierten schriftlich unter Angabe der Tagesordnung die Einberufung einer JUKA, so muß die Vorsitzende sie einberufen.
3. Die JUKA ist beschlußfähig, wenn ordnungsgemäß eingeladen wurde und wenigstens die Hälfte der Vertreterinnen anwesend sind. Bei festgestellter Beschlußunfähigkeit beruft die Vorsitzende innerhalb von zwei Monaten die JUKA erneut ein.
Sie ist beschlußfähig, wenn bei der Einberufung hierauf ausdrücklich hingewiesen worden ist.
4. Beschlüsse werden – soweit nicht anders festgelegt – mit einfacher Mehrheit gefaßt. Stimmenthaltungen werden im Ergebnis nicht berücksichtigt.
5. Die JUKA leitet die Vorsitzende oder ein von ihr beauftragtes Mitglied des Vorstandes.
6. Ergebnisse der Jugendkammer werden in einem Protokoll niedergeschrieben.
7. Die Sitzungen der JUKA sind öffentlich.
Personaldiskussionen finden in geschlossener Sitzung statt. Zu einzelnen Tagesordnungspunkten kann die Öffentlichkeit durch Beschluß der JUKA ausgeschlossen werden.
Gäste können auf Beschluß der JUKA das Wort ergreifen.
(a) der Vorsitzenden und der stellvertretenden Vorsitzenden der JUKA;
(b) vier in den Vorstand entsandten Mitgliedern der JUKA.
Von ihnen wird je eines delegiert aus dem Kreis
- der Kreisjugendpfarrerinnen und Jugendwartinnen;
- der Vertreterinnen des Landesjugendkonvents;
- der Vertreterinnen der Jugendverbände und Vereine;
- der Vertreterinnen der Einrichtungen und Arbeitsformen überregionaler Jugendarbeit.
2. Wird auch in der zweiten JUKA-Sitzung in Folge von einem der in Abs. 1 (b) genannten Kreise keine ihrer Vertretreterinnen in der JUKA in den Vorstand entsandt, kann deren Vorstandsplatz durch Wahl aus der Mitte der JUKA heraus besetzt werden.
3. Die Landesjugendpfarrerin, die Landesgeschäftsführerin der EJTh, die leitende Landesjugendwartin des CVJM-Thüringen (Ev. Jugendwerk), die für Jugendarbeit zuständige Dezernentin im Landeskirchenrat sowie die Vertreterin im Vorstand bzw. Hauptausschuß des Landesjugendringes nehmen mit Rede- und Antragsrecht an den Sitzungen teil.
4. Mitglieder der EJTh mit einem Gaststatus können eine Vertreterin als Gast (nur Rederecht) in den Vorstand entsenden.
5. Der Vorstand wird auf jeweils 3 Jahre gewählt bzw. gebildet. Die Mitglieder bleiben bis zur Wahl ihrer Nachfolger im Amt.
1. Der Vorstand arbeitet nach Satzung und Geschäftsordnung der JUKA und ist für die Ausführung ihrer Beschlüsse verantwortlich.
2. Er nimmt die Leitung der EJTh zwischen den Sitzungen der JUKA wahr.l
3. Er vertritt die EJTh gegenüber ihren Mitgliedern und Arbeitsbereichen, gegenüber der Ev.-Luth. Kirche in Thüringen sowie nach außen.
4. Er begleitet die Arbeit der Ausschüsse und weist ihnen Arbeitsaufträge zu.
5. Er begleitet und unterstützt die Landesgeschäftsführerin der EJTh.
6. Der Vorstand gibt vor der Berufung haupt- und nebenamtlicher Referentinnen in der „Landesstelle für evangelische Jugendarbeit“ sowie in der Jugendverbandsarbeit der Mitglieder der EJTh ein Votum ab.
7. Für die zwischen den Tagungen der JUKA geleistete Arbeit und gefällten Entscheidungen ist er der JUKA rechenschaftspflichtig.
1. Der Vorstand tagt in der Regel monatlich.
3. § 8 Abs. 4 und 6 gelten sinngemäß.
§ 12 Landesgeschäftsstelle
1. Die EJTh hat eine Landesgeschäftsstelle. Sie wird von der Landesgeschäftsführerin geleitet.
2. Die Landesgeschäftsführerin verantwortet ihre Arbeit gegenüber dem Vorstand.
Änderungen der Satzung bedürfen der Zustimmung von zwei Drittel der anwesenden Delegierten der JUKA. Anträge auf Änderung der Satzung sind auf der vorhergehenden Tagung der JUKA einzubringen. Die Änderungen bedürfen der Genehmigung des Landeskirchenrates.
Diese Satzung wurde am 7. November 1998 von der Jugendkammer der EJTh beschlossen sowie am 17. März und 2. Dezember 2000 geändert. Sie wurde am 12. Dezember 1998 sowie am 6. November 2001 vom Landeskirchenrat der Ev.-Luth. Kirche in Thüringen genehmigt.
Sie tritt in dieser Fassung am 1. Dezember 2001 in Kraft.
Nachsatz: Feminine Amts- und Funktionsbezeichnungen in der Satzung haben keine geschlechtsspezifische Bedeutung, sondern dienen lediglich der Vereinfachung der Ausdrucksweise.