Source: https://www.bibukurse.de/einkommensteuer/ermittlung-gesamtbetrag-der-einkuenfte/altersentlastungsbetrag.html
Timestamp: 2017-12-14 02:11:52
Document Index: 88818501

Matched Legal Cases: ['§ 24', '§ 24', '§ 24', '§ 24', '§ 24', '§ 24', '§ 24']

Altersentlastungsbetrag - Einkommensteuer
Einkommensteuer - Altersentlastungsbetrag
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Der Altersentlastungsbetrag nach § 24a EStG ist eine Steuervergünstigung, die abhängig vom Alter des Steuerpflichtigen ist. Voraussetzung ist, dass der Steuerpflichtige vor dem Beginn des jeweiligen Kalenderjahres das 64. Lebensjahr vollendet hat.
Der Steuerpflichtige Udo L. aus Gronau (NRW) ist am 17.5.1946 geboren worden. Wann hat er sein 64. Lebensjahr vollendet? Für welches Kalenderjahr kann erstmals der Altersentlastungsbetrag angewendet werden?
Udo L. feiert am 17.5.2010 seinen 64. Geburtstag und hat also an diesem Tag sein 64. Lebensjahr vollendet. Er kann erstmals für das Jahr 2011 den Altersentlastungsbetrag anwenden.
Im Falle des Ehegatten-Splitting steht jedem der Ehepartner der Altersentlastungsbetrag gesondert zu (§ 24a IV EStG). Nach § 24a EStG gilt folgendes Schema für die Ermittlung des Altersentlastungsbetrags:
Hier klicken zum Ausklappen Arbeitslohn (Einkunftsart 4) ohne Versorgungsbezüge
+ positive Summe der übrigen Einkünfte (Einkunftsarten 1-3 und 5-7) ohne Leibrenten und Abgeordneten-Versorgungsbezüge
= Bemessungsgrundlage für Altersentlastungsbetrag.
Die Ermittlung des Altersentlastungsbetrag erfolgt in Abhängigkeit vom Veranlagungszeitraum durch einen speziellen Vomhundertsatz und einen jeweils sich ändernden Höchstbetrag (§ 24a V EStG).
Es werden lediglich „aktive“ Einkünfte vom Steuerpflichtigen zur Ermittlung der Bemessungsgrundlage für den Altersentlastungsbetrag herangezogen. „Passive“ Alterseinkünfte, wie Altersruhegelder und Pensionen, sind hingegen auszusondern. Man beachte insbesondere, dass unter dem Arbeitslohn nicht die Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit zu verstehen sind, sondern vielmehr lediglich der Bruttoarbeitslohn. Wenn die Summe der übrigen Einkünfte negativ ist, so erfolgt keine Kürzung der Ausgangsgröße, es ist also lediglich die positive Summe der übrigen Einkünfte auf den Arbeitslohn hinzuzurechnen. Die Tabelle in § 24a V EStG gibt die Prozentsätze an, die von der Bemessungsgrundlage für den Altersentlastungsbetrag anzusetzen sind in Abhängigkeit des jeweiligen Veranlagungszeitraums. Zusätzlich hierzu gibt es einen sich jeweils ändernden Höchstbetrag.
Hier klicken zum Ausklappen Der Steuerpflichtige Jean-Claude L. wurde am 18.9.1941 geboren. Er erzielt im Jahre 2006 einen Arbeitslohn von 15.000 €, darin enthaltene Versorgungsbezüge betragen 8.000 €. Seine Einkünfte aus selbstständiger Arbeit betragen 2.000 €, zusätzlich erzielte er negative Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung in Höhe von 5.000 €.
Die Bemessungsgrundlage für den Altersentlastungsbetrag ergibt sich damit als
Arbeitslohn ohne Versorgungsbezüge (15.000 – 8.000) 7.000 €
+ positive Summe der übrigen Einkünfte (2.000 – 5.000 = - 3.000) 0
= Bemessungsgrundlage für Altersentlastungsbetrag 7.000 €
Dem Steuerpflichtigen steht der Altersentlastungsbetrag zu, da er am 18.9.1941 geboren wurde und er damit seinen 64. Geburtstag am 18.9.2005 feiert und an diesem Tag sein 64. Lebensjahr vollendet. Im Jahr, das auf die Vollendung des 64. Lebensjahr folgt, darf er zum erstenmal den Altersentlastungsbetrag ansetzen, dies ist hier das Jahr 2006 als Veranlagungszeitraum. Im Jahre 2006 beträgt nach § 24a V EStG der relevante Prozentsatz 38,4 % der Bemessungsgrundlage für den Altersentlastungsbetrag, der Höchstbetrag liegt bei 1.824 €. Man rechnet daher 0,384·7.000 = 2.688 und nimmt als relevanten abzugsfähigen Altersentlastungsbetrag die Höchstgrenze von 1.824 €.
Man beachte den Unterschied zwischen
„positive Summe der Einkünfte“
… nur wenn die Summe der Einkünfte positiv ist, wird etwas dazuaddiert
… war oben relevant, die Summe aus 2.000 und -5.000 € ist negativ und also wurde 0 € hinzuaddiert und
„Summe der positiven Einkünfte“
… nur Einkünfte, die positiv sind, werden überhaupt berücksichtigt
… war im obigen Beispiel nicht relevant, denn dann wären die 5.000 € nicht gezählt worden.
Der Altersentlastungsbetrag ist insgesamt auf den nächsten vollen Eurobetrag aufzurunden (R 24a I 3 EStR).
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Der Steuerpflichtige Fritz Alt wurde am 18.9.1940 geboren. Er erzielt im Jahre 2005 einen Arbeitslohn von 10.000 €, darin enthaltene Versorgungsbezüge 2.000 €. Seine Einkünfte aus selbstständiger Arbeit betragen 2.000 €, zusätzlich erzielt er negative Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung in Höhe von 1.000 €.
Wie hoch ist die Bemessungsgrundlage für den Altersentlastungbetrag?
Bemessungsgrundlage für Altersentlastungsbetrag: €
Der Steuerpflichtige Fritz Alt wurde am 18.9.1940 geboren. Er erzielt im Jahre 2005 einen Arbeitslohn von 20.000 €, darin enthaltene Versorgungsbezüge 10.000 €. Seine Einkünfte aus selbstständiger Arbeit betragen 2.000 €, zusätzlich erzielt er negative Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung in Höhe von 4.000 €.
Der Arbeitnehmer-Pauschbetrag ist nicht zu berücksichtigen.
Für den Steuerpflichtigen Fritz Alt, der am 18.09.1940 geboren wurde, ergibt sich für 2008 die Bemessungsgrundlage für den Altersentlastungbetrag in Höhe von 2.000 €. Wie hoch ist der Altersentlastungsbetrag nach § 24a V EStG?
Altersentlastungsbetrag: €