Source: http://www.servat.unibe.ch/dfr/bger/190705_6B_1212-2018.html
Timestamp: 2020-02-21 22:33:40
Document Index: 230126062

Matched Legal Cases: ['BGer', 'BGer', 'Art. 436', 'Art. 432', 'Art. 436', 'Art. 433', 'Art. 66']

DFR - BGer 6B_1212/2018 vom 05.07.2019
BGer 6B_1212/2018 vom 05.07.2019
A. A.________ war am 20. Februar 2013 mit Umzugsarbeiten beschäftigt. Er parkierte einen Bus vor einem Mehrfamilienhaus ausserhalb der markierten Parkfelder. Als X.________, Polizist bei der Gemeindepolizei U.________, eine Busse wegen Falschparkierens ausstellen wollte, eskalierte die Situation. A.________ entriss dem Polizisten das Strafmandat, zerknitterte es und warf es auf den Boden. Daraufhin wollte sich A.________ entfernen. Er ignorierte die Aufforderung stehenzubleiben, weshalb er von X.________ zu Boden gebracht, mit Handschellen gefesselt und auf die Polizeiwache verbracht wurde. X.________ wird vorgeworfen, A.________ derart heftig mit dem Kopf voran gegen die Wand respektive die Klingelanlage des Mehrfamilienhauses gestossen zu haben, dass diese beschädigt wurde.
B. Das Bezirksgericht Brig sprach X.________ am 22. Juni 2017 vom Vorwurf des Amtsmissbrauchs und der einfachen Körperverletzung frei.
C. X.________ führt Beschwerde in Strafsachen. Er beantragt, das Urteil des Kantonsgerichts sei aufzuheben, und er sei von Schuld und Strafe freizusprechen.
3. Die Vorinstanz spricht dem Beschwerdeführer und dem Beschwerdegegner 2 für das Berufungsverfahren keine Entschädigung zu. Sie erwägt, der Beschwerdeführer habe gegenüber dem unterliegenden Privatkläger gestützt auf Art. 436 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 432 Abs. 2 StPO einen Entschädigungsanspruch, nachdem in Bezug auf das Antragsdelikt (Vorwurf der einfachen Körperverletzung) ein Freispruch erfolge und der Beschwerdegegner 2 den Antrag im Zivilpunkt zurückgezogen habe. Ebenso habe der Beschwerdegegner 2 gegenüber dem teilweise unterliegenden Beschwerdeführer gestützt auf Art. 436 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 433 Abs. 1 lit. a StPO einen Entschädigungsanspruch. Beide Ansprüche seien wettzuschlagen (Entscheid S. 34).
4. Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Der Beschwerdeführer wird ausgangsgemäss kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG). Dem Beschwerdegegner 2 ist keine Entschädigung zuzusprechen, da er im bundesgerichtlichen Verfahren nicht zur Vernehmlassung eingeladen wurde.
3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht Wallis, I. Strafrechtliche Abteilung, schriftlich mitgeteilt.