Source: https://www.rechtsanwalt-flatz.at/strafrecht-wien/koerperverletzung-fahrlaessige-toetung-totschlag-mord/
Timestamp: 2019-05-24 10:47:26
Document Index: 247876095

Matched Legal Cases: ['§ 83', '§ 85', '§ 86', '§ 88', '§ 91', '§ 83', '§ 91']

Rechtsanwalt Wien » STRAFRECHT » KÖRPERVERLETZUNG
Ihnen wird eine Körperverletzung oder eine fahrlässige Körperverletzung zur Last gelegt?
Ich verteidige Sie bei der Polizei und vor Gericht. Aufgrund meiner langjährigen Berufserfahrung im Strafrecht als Strafverteidiger bin ich Experte und berate Sie ausführlich und bestmöglichst. Ich stehe Ihnen als Rechtsanwalt und Strafverteidiger in ganz Wien und Niederösterreich zur Verfügung und wenn notwendig auch in allen anderen Bundesländern.
Was gilt im Strafrecht als Körperverletzung?
Im Strafrecht gilt als Körperverletzung grundsätzlich eine Gesundheitsschädigung oder Beeinträchtigungen der körperlichen Unversehrtheit.
Strafrechtlich relevante Körperverletzungen sind zB Blutergüsse, Schnitte, Prellungen oder Knochenbrüche. Als unerhebliche Beeinträchtigung, die noch keine Verletzung am Körper begründet, kann neben einer bloßen Hautrötung durchaus ein leichtes, kurzes Nasenbluten oder eine linsengroße Hautabschürfung am Daumen angesehen werden.
§ 83 StGB Körperverletzung
Wer einen anderen am Körper verletzt oder an der Gesundheit schädigt, ist mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bis zu 720 Tagessätzen zu bestrafen.
Ebenso ist zu bestrafen, wer einen anderen am Körper mißhandelt und dadurch fahrlässig verletzt oder an der Gesundheit schädigt.
Wer eine Körperverletzung an einer Person, die mit der Kontrolle der Einhaltung der Beförderungsbedingungen oder der Lenkung eines Beförderungsmittels einer dem öffentlichen Verkehr dienenden Anstalt betraut ist, während oder wegen der Ausübung ihrer Tätigkeit begeht, ist mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren zu bestrafen.
Wer einen anderen am Körper misshandelt und dadurch fahrlässig eine länger als vierundzwanzig Tage dauernde Gesundheitsschädigung oder Berufsunfähigkeit oder eine an sich schwere Verletzung oder Gesundheitsschädigung zufügt, ist mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren zu bestrafen.
Ebenso ist zu bestrafen, wer eine Körperverletzung an einem Beamten, Zeugen oder Sachverständigen während oder wegen der Vollziehung seiner Aufgaben oder der Erfüllung seiner Pflichten begeht.
Ebenso ist der Täter zu bestrafen, wenn er mindestens drei selbstständige Taten (Körperverletzungen) ohne begreiflichen Anlass und unter Anwendung erheblicher Gewalt begangen hat.
Mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren ist zu bestrafen, wer einen anderen am Körper verletzt oder an der Gesundheit schädigt und dadurch, wenn auch nur fahrlässig, eine schwere Körperverletzung oder Gesundheitsschädigung des anderen herbeiführt.
Ebenso ist zu bestrafen, wer eine Körperverletzung begeht auf eine Weise, mit der Lebensgefahr verbunden ist, oder mit mindestens zwei Personen in verabredeter Verbindung oder unter Zufügung besonderer Qualen.
§ 85 StGB Körperverletzung mit schweren Dauerfolgen
Wer einen anderen am Körper misshandelt und dadurch fahrlässig für immer oder für lange Zeit den Verlust oder eine schwere Schädigung der Sprache, des Sehvermögens, des Gehörs oder der Fortpflanzungsfähigkeit oder eine erhebliche Verstümmelung oder eine auffallende Verunstaltung oder ein schweres Leiden, Siechtum oder Berufsunfähigkeit des Geschädigten, herbeiführt, ist mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren zu bestrafen.
Mit Freiheitsstrafe von einem bis zu zehn Jahren ist zu bestrafen, wer einen anderen am Körper verletzt oder an der Gesundheit schädigt und dadurch, wenn auch nur fahrlässig, eine schwere Dauerfolge beim Verletzten herbeiführt.
§ 86 StGB Körperverletzung mit tödlichem Ausgang
Wer einen anderen am Körper misshandelt und dadurch fahrlässig dessen Tod herbeiführt, ist mit Freiheitsstrafe von einem bis zu zehn Jahren zu bestrafen.
Wer einen anderen am Körper verletzt oder an der Gesundheit schädigt und dadurch fahrlässig dessen Tod herbeiführt, ist mit Freiheitsstrafe von einem bis zu fünfzehn Jahren zu bestrafen.
Wer einem anderen eine schwere Körperverletzung absichtlich zufügt, ist mit Freiheitsstrafe von einem bis zu zehn Jahren zu bestrafen.
Zieht die Tat eine schwere Dauerfolge nach sich, so ist der Täter mit Freiheitsstrafe von einem bis zu fünfzehn Jahren, hat die Tat den Tod des Geschädigten zur Folge, mit Freiheitsstrafe von fünf bis zu fünfzehn Jahren zu bestrafen.
§ 88 StGB Fahrlässige Körperverletzung
Wer fahrlässig einen anderen am Körper verletzt oder an der Gesundheit schädigt, ist mit Freiheitsstrafe bis zu drei Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 180 Tagessätzen zu bestrafen.
Handelt der Täter nicht grob fahrlässig und die verletzte Person mit dem Täter verwandt oder verschwägert und aus der Tat keine Gesundheitsschädigung oder Berufsunfähigkeit einer anderen Person von mehr als vierzehntägiger Dauer erfolgt oder der Täter ein Angehöriger eines gesetzlich geregelten Gesundheitsberufes und die Körperverletzung in Ausübung seines Berufes zugefügt worden, so ist der Täter nach nicht zu bestrafen.
Wer grob fahrlässig oder in dem in bezeichneten Fall einen anderen am Körper verletzt oder an der Gesundheit schädigt, ist mit Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 360 Tagessätzen zu bestrafen.
Hat die Tat nach eine schwere Körperverletzung zur Folge, so ist der Täter mit Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 360 Tagessätzen zu bestrafen. Hat die Tat nach grober Fahrlässigkeit eine schwere Körperverletzung zur Folge, ist der Täter mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren, hat sie jedoch eine schwere Körperverletzung einer größeren Zahl von Menschen zur Folge, mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren zu bestrafen.
§ 91 StGB Raufhandel
Wer an einer Schlägerei tätlich teilnimmt, ist schon wegen dieser Teilnahme mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bis zu 720 Tagessätzen zu bestrafen, wenn die Schlägerei eine schwere Körperverletzung eines anderen verursacht, wenn sie aber den Tod eines anderen verursacht, mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren.
Wer an einem Angriff mehrerer tätlich teilnimmt, ist schon wegen dieser Teilnahme mit Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 360 Tagessätzen zu bestrafen, wenn der Angriff eine Körperverletzung eines anderen verursacht, wenn er aber eine schwere Körperverletzung eines anderen verursacht, mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bis zu 720 Tagessätzen, wenn er den Tod eines anderen verursacht, mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren.
Wer an einer Schlägerei oder einem Angriff mehrerer in einem Sicherheitsbereich bei einer Sportgroßveranstaltung tätlich teilnimmt, ist schon wegen dieser Teilnahme mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bis zu 720 Tagessätzen zu bestrafen.
Der Täter, dem aus der Teilnahme kein Vorwurf gemacht werden kann, ist nicht zu bestrafen.
§§ 83 bis 88 StGB, § 91 StGB