Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ%20201,%2065
Timestamp: 2019-06-18 04:09:36
Document Index: 18861318

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 138', '§ 343', '§ 34', '§ 138', '§ 343', '§ 34', '§ 138', '§ 34', '§ 241', '§ 241', '§ 138', '§ 34', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 29.04.2014 - II ZR 216/13 - dejure.org
https://dejure.org/2014,14918
BGH, 29.04.2014 - II ZR 216/13 (https://dejure.org/2014,14918)
BGH, Entscheidung vom 29.04.2014 - II ZR 216/13 (https://dejure.org/2014,14918)
BGH, Entscheidung vom 29. April 2014 - II ZR 216/13 (https://dejure.org/2014,14918)
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BGB § 138 Abs. 1, § 343; GmbHG § 34
§ 138 Abs 1 BGB, § 343 BGB, § 34 GmbHG
Gesellschafterausschließung in der GmbH: Satzungsbestimmung über Abfindungsausschluss bei groben Pflichtverletzungen; Abfindungsausschluss als Vertragsstrafe
BGB §§ 138 Abs. 1, 343, 738; GmbHG § 34; AktG § 241 Nr. 4
Sittenwidrigkeit eines gesellschaftsvertraglichen Abfindungsausschlusses wegen Pflichtverletzung des ausscheidenden Gesellschafters
Zur Sittenwidrigkeit einer Bestimmung in der Satzung einer GmbH, nach der im Fall einer (groben) Verletzung der Interessen der Gesellschaft oder der Pflichten des Gesellschafters keine Abfindung zu leisten ist
Entschädigungsloser Ausschluss eines Gesellschafters aus wichtigem Grund?
Abfindungsausschluss in einer GmbH-Satzung grundsätzlich nichtig
Abfindung, Abfindung bei Hinauskündigung, Abfindungsausschluss, Abfindungsbeschränkung, Abfindungsklausel, Abfindungsklausel GmbH, anfänglich unwirksame Abfindungsklauseln, Ausschluss des Gesellschafters, Einziehung des Geschäftsanteils, Einziehung von Geschäftsanteilen, Einziehungsbeschluss, Grenzen der Abfindungsbeschränkung, Hinauskündigungsklausel, Rechtsfolgen unwirksamer Hinauskündigungsklauseln, sittenwi, Sittenwidrige Beschlüsse nach § 241 Nr. 4 AktG analog, Vertragsstrafe in der Form einer Verfallklausel, Zwangseinziehung des Geschäftsanteils
Abfindungsausschlüsse in GmbH-Satzungen sind sittenwidrig und grundsätzlich nicht als Vertragsstrafe zulässig
Abfindungsausschluss als Vertragsstrafe ist sittenwidrig
Abfindungsklausel ist im Fall einer Pflichtverletzung nicht generell als Vertragsstrafe einzuordnen
Abfindung bei Zwangseinziehung eines GmbH-Anteils
Abfindungsausschluss in GmbH-Satzung sittenwidrig
Kein Abfindungsausschluss bei Anteilseinziehung
Unwirksamer Abfindungsausschluss in der Satzung einer GmbH
Entschädigungslose Einziehung eines Gesellschaftsanteils sittenwidrig
Sittenwidrigkeit des Abfindungsausschlusses im GmbH-Gesellschaftsvertrag
GmbH-Gesellschafter sollten Ihre Satzung überprüfen.
Ausschluss des Abfindungsanspruchs bei Ausschluss eines Gesellschafters aus wichtigem Grund ist sittenwidrig
Sittenwidrigkeit eines Abfindungsausschlusses in der Satzung einer GmbH
BGB §§ 138, 343; GmbHG § 34
Sittenwidrigkeit eines Abfindungsausschlusses bei der Einziehung eines Geschäftsanteils aus wichtigem Grund und dessen Unzulässigkeit als Vertragsstrafe
Abfindungsausschluss bei pflichtwidrigem Verhalten von Gesellschafter
Ein gesellschaftsvertraglicher Abfindungsausschluss ist grundsätzlich sittenwidrig
Abfindungsausschluss als Sanktionsmittel ist sittenwidrig
rosepartner.de (Entscheidungsbesprechung)
Ausschluss des Gesellschafters ohne Abfindung?
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 29.04.2014, Az.: II ZR 216/13 (Gesellschafter: Nichtigkeit eines Abfindungsausschlusses in der Satzung nach Einziehung wegen grober Pflichtwidrigkeit ...)" von Notar Dr. Thomas Wachter, original erschienen in: GmbHR 2014, 811 - 817.
Kurznachricht zu "BGH: Gesellschaftsvertragliche Abfindungsklausel ist im Fall einer Pflichtverletzung nicht generell als Vertragsstrafe einzuordnen" von Prof. Dr. Barbara Grunewald, original erschienen in: BB 2014, 2323 - 2325.
Rpfleger 2014, 522
NZG 2014, 820
Über die Revision der Klägerin ist, obwohl die Beklagte im Verhandlungstermin vor dem Senat nicht vertreten war, durch streitiges Endurteil (unechtes Versäumnisurteil) und nicht durch Versäumnisurteil zu entscheiden, weil die Revision sich auf der Grundlage des vom Berufungsgericht festgestellten Sachverhalts als unbegründet erweist (vgl. BGH, Urteil vom 10. Februar 1993 - XII ZR 239/91, NJW 1993, 1788; Urteil vom 13. März 1997 - I ZR 215/94, NJW 1998, 156, 157; Urteil vom 29. April 2014 - II ZR 216/13, BGHZ 201, 65 Rn. 5).
Über die Revision des Beklagten ist, obwohl der Kläger im Verhandlungstermin vor dem Senat nicht vertreten war, durch streitiges Endurteil (unechtes Versäumnisurteil), nicht durch Versäumnisurteil zu entscheiden, da sich die Revision auf der Grundlage des vom Berufungsgericht festgestellten Sachverhalts als unbegründet erweist (vgl. BGH, Urteil vom 29. April 2014 - II ZR 216/13, juris Rn. 5, insoweit nicht abgedruckt in BGHZ 201, 65;… Urteil vom 16. April 2013 - II ZR 118/11, ZIP 2013, 1174 Rn. 5;… Urteil vom 12. Juli 2011 - II ZR 28/10, BGHZ 190, 242 Rn. 6; Urteil vom 13. März 1997 - I ZR 215/94, NJW 1998, 156, 157; Urteil vom 10. Februar 1993 - XII ZR 239/91, NJW 1993, 1788).
Allerdings kann auch der Eingriff in unverzichtbare Gesellschafterrechte zur Nichtigkeit führen, wenn der Beschluss für sich selbst betrachtet sittenwidrig ist (angenommen bei Ausschluss eines Gesellschafters ohne Abfindung, BGH II ZR 216/13).
LG Potsdam, 01.03.2018 - 51 O 61/16
Ausschluss aus einer Genossenschaft - Wirksamkeit
Anders als bei dem Entzug der Abfindung bei einer GmbH ist der Ausschluss vom Beteiligungsfonds auch nicht für das Mitglied existenzgefährdend, so dass es auch nicht sittenwidrig ist, den Anspruch am Beteiligungsfonds in bestimmten Fällen gar nicht erst entstehen zu lassen (zur anderweitigen Regelung bei einer GmbH BGH v. 29.4.2014, II ZR 216/13 Rn. 11 ff.).
LG Landshut, 25.08.2017 - 22 O 412/04
Angemessenheit einer Vertragsstrafe
Eine Vertragsstrafe soll als Druckmittel zur ordnungsgemäßen Leistung anhalten oder einen Schadensersatzanspruch pauschalieren, vgl. BGH 29.04.2014, II ZR 216/13, NZG 2014, 820 ff. Die Verwirkung einer Vertragsstrafe setzt das Verschulden des Verletzers voraus, BGH a.a.O. Rn 18. Die Festlegung der Höhe einer Vertragsstrafe muss sich im Hinblick auf den doppelten Charakter der Vertragsstrafe, die sowohl Präventions- als auch Kompensationsfunktion hat, einerseits daran orientieren, wie hoch ein zu erwartender Schaden ist, andererseits muss auch berücksichtigt werden, in welchem Verhältnis die Interessen des Verletzers an der Handlung zum Interesse des Anspruchsstellers an deren Unterbleiben stehen.