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Timestamp: 2016-10-27 07:10:01
Document Index: 164465468

Matched Legal Cases: ['Art. 72', 'Art. 74', 'Art. 9', 'Art. 75', 'Art. 75', 'BGE', 'Art. 42', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 97', 'BGE', 'BGE', 'Art. 105', 'BGE', 'BGE', 'Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'Art. 29', 'BGE']

4A_100/2014 � � Urteil vom 24. Juli 2014
B.________ Spit�ler AG,
vertreten durch Rechtsanw�ltin Andrea St�uble Dietrich,
A.________ (Kl�gerin; Beschwerdef�hrerin) wurde von ihrem Hausarzt mit Schreiben vom 2. Oktober 2009 wegen kolikartiger Bauchschmerzen und Reflux an die B.________ Spit�ler AG (Beklagte Beschwerdegegnerin) Spital C.________ �berwiesen. Am 5. Oktober 2009 wurde sie im Spital C.________ untersucht und am 7. Oktober 2009 eine laparoskopische Cholezystektomie (Entfernung der Gallenblase ohne �ffnung der Bauchdecke) vorgenommen. Nach der Operation klagte sie �ber �belkeit und Bauchschmerzen. Sie hatte zudem erh�hte Leberwerte. Deshalb wurde eine Sonographie und eine CT des Abdomens durchgef�hrt. Als Ursache der erh�hten Leberwerte wurden medikament�se Nebenwirkungen vermutet. Nach Absetzung der Medikamente reduzierten sich die Leberwerte, worauf die Patientin am 12. Oktober 2009 entlassen wurde. Am 15. Oktober 2009 wurde sie zur Kontrolle aufgeboten. Wegen ihres schlechten Gesundheitszustandes �berwies sie das Spital C.________ zur Durchf�hrung einer Magnetresonanz-Cholangio-Pankreatikographie (MRCP) an das Kantonsspital D.________. Dort wurde ein Verschluss unterhalb der Hepaticusgabel festgestellt. Am 16. Oktober 2009 fand am Universit�tsspital E.________ eine Revisionsoperation statt. Sie ergab, dass bei der Operation zur Entfernung der Gallenblase durch eine falsche Clipsetzung eine Gallengangverletzung verursacht worden war.
Am 8. Juni 2011 gelangte die Patientin an die Staatskanzlei des Kantons Solothurn und machte einen Anspruch auf Schadenersatz und Genugtuung geltend. Mit Verf�gung vom 30. Januar 2013 wies die Staatskanzlei das Gesuch um Schadenersatz und Genugtuung ab, auferlegte der Patientin die Verfahrenskosten von Fr. 2'500.-- und sprach keine Parteientsch�digung zu. Gegen diese Verf�gung reichte die Patientin beim Verwaltungsgericht des Kantons Solothurn Beschwerde ein. Sie beantragte, die Verf�gung der Staatskanzlei aufzuheben, festzustellen, dass bei der Behandlung im Spital C.________ vom 5. bis am 15. Oktober 2009 Fehler gemacht worden seien, die eine Haftung begr�ndeten, und die Sache an die Staatskanzlei zur Beurteilung der eingeklagten Forderung zur�ckzuweisen. Ferner sei festzustellen, dass das Verfahren vor der Staatskanzlei unentgeltlich sei, und die o/e-Kosten des Verfahrens der Beklagten aufzuerlegen. Mit Urteil vom 19. Dezember 2013 wies das Verwaltungsgericht die Beschwerde ab.
Mit Beschwerde in Zivilsachen beantragt die Beschwerdef�hrerin dem Bundesgericht im Wesentlichen, das Urteil des Verwaltungsgerichts aufzuheben, festzustellen, dass bei der Behandlung im Spital C.________ vom 5. bis am 15. Oktober 2009 Fehler gemacht worden seien, die eine Haftung begr�ndeten, und die Sache an die Staatskanzlei zur Beurteilung der eingeklagten Forderung zur�ckzuweisen. Eventuell sei die Sache an das Verwaltungsgericht zur�ckzuweisen mit der Weisung, das von der Beschwerdef�hrerin beantragte Gutachten einzuholen und die Beschwerdegegnerin aufzufordern, die vor Anhebung des Prozesses abgegebene Stellungnahme des beratenden Arztes der "F.________ Versicherung" zu edieren. Die Beschwerdegegnerin und das Verwaltungsgericht schliessen auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Die Parteien haben unaufgefordert eine Replik und eine Duplik eingereicht.
Zu beurteilen ist die Haftung aus �rztlicher T�tigkeit in einem �ffentlichen Spital, die sich nach dem kantonalen Gesetz vom 26. Juni 1966 �ber die Haftung des Staates, der Gemeinden, der �ffentlich-rechtlichen K�rperschaften und Anstalten und die Verantwortlichkeit der Beh�rden, Beamten und �ffentlichen Angestellten und Arbeiter (Verantwortlichkeitsgesetz; VG/SO; BGS 124.21) richtet. Da diese �ffentlich-rechtliche Streitsache in unmittelbarem Zusammenhang mit Zivilrecht steht, unterliegt der angefochtene Entscheid, wie die Beschwerdef�hrerin zutreffend erkennt, entgegen der Rechtsmittelbelehrung nicht der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten, sondern der Beschwerde in Zivilsachen (Art. 72 Abs. 2 lit. b BGG).
1.1.�Die Beschwerdef�hrerin behauptet vor Bundesgericht unwidersprochen, der f�r die Beschwerde notwendige Streitwert von Fr. 30'000.-- (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG) werde �berschritten. Im angefochtenen Entscheid finden sich diesbez�glich keine Ausf�hrungen oder Feststellungen. Der Frage kommt keine Bedeutung zu. Der Anspruch basiert auf einem kantonalen Haftungsgesetz, dessen Anwendung das Bundesgericht grunds�tzlich nur unter dem Gesichtspunkt der Willk�r (Art. 9 BV) pr�fen kann. Die von der Beschwerdef�hrerin erhobenen R�gen der willk�rlichen Feststellung des Sachverhalts, der willk�rlichen Rechtsanwendung und der Verletzung des rechtlichen Geh�rs w�ren aber auch der subsidi�ren Verfassungsbeschwerde zug�nglich. Sie w�ren daher selbst dann zu beurteilen, wenn der Streitwert f�r eine Beschwerde in Zivilsachen nicht erreicht w�rde.
1.2.�Gem�ss Art. 75 Abs. 1 BGG ist die Beschwerde zul�ssig gegen Entscheide letzter kantonaler Instanzen und des Bundesverwaltungsgerichts. Letztinstanzlichkeit gem�ss Art. 75 Abs. 1 BGG bedeutet, dass der kantonale Instanzenzug f�r die R�gen, die dem Bundesgericht vorgetragen werden, ausgesch�pft sein muss (BGE 134 III 524 E. 1.3 S. 527 mit Hinweisen).
1.3.�Nach Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Begr�ndung der Antr�ge in gedr�ngter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt. Unbeachtlich sind blosse Verweise auf die Akten; inwiefern das angefochtene Urteil Recht verletzt, ist in der Rechtsschrift selbst darzulegen (BGE 140 III 115 E. 2 S. 116; 133 II 396 E. 3.1 S. 399 f.; je mit Hinweisen).
1.4.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Die Feststellung des Sachverhaltes kann nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). "Offensichtlich unrichtig" bedeutet dabei "willk�rlich" (BGE 140 III 115 E. 2 S. 117 mit Hinweisen).
1.4.1.�Willk�rlich ist ein Entscheid nach konstanter Rechtsprechung nicht schon dann, wenn eine andere L�sung ebenfalls vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen w�re. Das Bundesgericht hebt einen kantonalen Entscheid wegen Willk�r vielmehr nur auf, wenn er offensichtlich unhaltbar ist, mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft. Dabei gen�gt es nicht, wenn sich nur die Begr�ndung des angefochtenen Entscheides als unhaltbar erweist. Eine Aufhebung rechtfertigt sich nur dann, wenn der Entscheid auch im Ergebnis verfassungswidrig ist (BGE 140 III 16 E. 2.1 S. 18 f. mit Hinweisen).
1.4.2.�Wer die Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz anfechten will, muss substanziiert darlegen, inwiefern die Voraussetzungen einer Ausnahme gem�ss Art. 105 Abs. 2 BGG gegeben sind und das Verfahren bei rechtskonformer Ermittlung des Sachverhalts anders ausgegangen w�re; andernfalls kann ein Sachverhalt, der vom im angefochtenen Entscheid festgestellten abweicht, nicht ber�cksichtigt werden (BGE 140 III 16 E. 1.3.1 S. 17 f. mit Hinweisen). Nicht einzutreten ist daher auf die R�ge, die Feststellung der Vorinstanz, der Gallengang sei anl�sslich der Operation verletzt worden, sei in erheblicher Weise unpr�zis, da der Hauptgallengang nicht nur verletzt, sondern durchtrennt worden sei. Inwiefern dieser Feststellung f�r den Ausgang des Verfahrens Bedeutung zukommt, zeigt die Beschwerdef�hrerin nicht auf und ist auch nicht ersichtlich.
Die Vorinstanz erachtete es zwar als glaubhaft, dass der Beschwerdef�hrerin vor der Operation ein Aufkl�rungsprotokoll �bergeben worden sei. Sie zitiert aus einem Schreiben der Versicherung, wonach sich der behandelnde Arzt an die Konsultation genauer erinnere, weil er von der Beschwerdef�hrerin das erste Mal in seiner Praxis gefragt worden sei, welche Komplikationen er pers�nlich erlebt habe. Auch die Beschwerdef�hrerin sei auf das Aufkl�rungsgespr�ch zu sprechen gekommen. Dennoch erachtete die Vorinstanz den strikten Beweis, dass die Beschwerdef�hrerin �ber allf�llige Verletzungsm�glichkeiten der Galleng�nge aufgekl�rt worden sei, nicht f�r erbracht. Sie ging aber davon aus, der Beschwerdegegnerin sei der Nachweis einer hypothetischen Einwilligung gelungen.
2.1.�Sie ber�cksichtigte dabei, dass die Beschwerdef�hrerin von ihrem Hausarzt an das Spital C.________ �berwiesen wurde und anl�sslich der Besprechung der Operation am 5. Oktober 2009 auf eine rasche Vornahme dr�ngte. Das Risiko, bei der Entfernung der Gallenblase an den Galleng�ngen verletzt zu werden, betrage lediglich 0.4 bis 0.6 % und sei als �usserst gering zu bezeichnen. Dass sich die Beschwerdef�hrerin f�r eine Operation an der offenen Bauchdecke entschieden h�tte, bei der das Risiko der Verletzung der Galleng�nge noch minimer sei, erachtete die Vorinstanz als unwahrscheinlich, da dort wesentlich gr�ssere Narben entst�nden und jede Operation mit Risiken verbunden sei.
2.2.�Die Beschwerdef�hrerin r�gt den Schluss auf ihre hypothetische Einwilligung als willk�rlich. Sie macht geltend, wenn man ihr gesagt h�tte, dass es in den �ffentlichen Spit�lern im Kanton Solothurn in den letzten Jahren wiederholt vorgekommen sei, dass bei einer laparoskopischen Cholezystektomie der Hauptgang durchgetrennt worden sei und dass dieses Risiko bei der Operation mit einem Schnitt in der Bauchdecke wesentlich geringer sei, h�tte sie sich wahrscheinlich f�r die Operation mit dem Schnitt in der Bauchdecke entschieden. Hinzu komme, dass das Risiko einer Verletzung gesenkt werden k�nne, wenn vorg�ngig eine ERCP (endoskopische retrograde Cholangiopankreatikographie) zur Darstellung der Gallenwege gemacht werde, was in manchen Spit�lern der Fall sei, nicht aber im Spital C.________. Darauf h�tte die Beschwerdef�hrerin aufmerksam gemacht werden m�ssen. Sie h�tte sich dann die Sache noch einmal �berlegen k�nnen und h�tte sich in einem anderen Spital operieren lassen. Die Vorinstanz begr�nde die hypothetische Einwilligung mit dem niedrigen Risiko der Verletzung des Gallenganges, der Tatsache, dass eine Operation mit Bauchschnitt eine Narbe hinterlassen h�tte, und dem Allgemeinwissen um das mit einer Operation verbundene Risiko. Diese Argumentation m�sse als Abstellen auf eine Normhypothese angesehen werden, nicht als Schluss aus anderweitigen konkreten Umst�nden. Der Schluss m�sse aber jedenfalls als willk�rlich bezeichnet werden.
2.3.�Mit ihren Ausf�hrungen zur Normhypothese bezieht sich die Beschwerdef�hrerin wohl auf die Rechtsprechung des Bundesgerichts, wonach Feststellungen oder Schl�sse, die nicht auf der beweism�ssigen W�rdigung von vorgebrachten Umst�nden oder konkreten Anhaltspunkten beruhen, sondern ausschliesslich aufgrund von Erfahrungss�tzen getroffen wurden, die sich aus der allgemeinen Lebenserfahrung ableiten, im Rahmen der Beschwerde in Zivilsachen frei �berpr�ft werden k�nnen, sofern sie allgemein f�r gleich gelagerte F�lle Geltung beanspruchen und gleichsam die Funktion von Normen �bernehmen (BGE 140 III 115 E. 2 S. 117 mit Hinweisen). Da sich der zu beurteilende Anspruch auf kantonales Recht st�tzt, ist die Kognition des Bundesgerichts allerdings auch bez�glich von Gesetzesnormen auf Willk�r beschr�nkt. Die Vorinstanz hat zudem darauf abgestellt, dass die Beschwerdef�hrerin auf eine rasche Vornahme der Operation gedr�ngt hat. Damit hat sie die konkreten Umst�nde des Einzelfalles vor dem Hintergrund der allgemeinen Lebenserfahrung gew�rdigt und eine Beweisw�rdigung im Einzelfall vorgenommen.
2.4.�Entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrerin ist sie dabei nicht in Willk�r verfallen. Da die Beschwerdef�hrerin auf eine schnelle Vornahme der Operation dr�ngte, ist es nicht willk�rlich anzunehmen, sie h�tte angesichts des geringen Risikos nicht auf den Wechsel in ein Spital gedr�ngt, in dem vor der Operation regelm�ssig eine ERCP durchgef�hrt wurde. Ein Spitalwechsel h�tte n�mlich zu einer Verz�gerung f�hren k�nnen. Auch der Schluss, die Beschwerdef�hrerin h�tte sich mit Blick auf das geringe Risiko f�r die Vermeidung einer grossen Narbe entschieden, ist nicht offensichtlich unhaltbar. Dass sie sich als erste Patientin nach den Komplikationen erkundigt hat, die der Arzt, der die Operation leitete, pers�nlich erlebt habe, kann zwar als Indiz gewertet werden, dass sie den mit der Operation verbundenen Risiken besondere Beachtung schenkte. Es spricht aber auch daf�r, dass f�r sie weniger die allgemeinen Fallzahlen als die konkrete Erfahrung der Person, welche die Operation durchf�hrte, ausschlaggebend war. Die Annahme einer hypothetischen Einwilligung ist im Ergebnis nicht offensichtlich unhaltbar.
Die Beschwerdef�hrerin ist der Auffassung, anl�sslich der Operation sei es zu einem Kunstfehler gekommen, indem der Gallenhauptgang durch falsche Setzung der Clips verletzt worden sei.
3.1.�Die Vorinstanz st�tzt sich im Wesentlichen auf ein vom leitenden Arzt an einer Universit�tsklinik f�r viszerale Chirurgie und Medizin im Auftrag der Krankenkasse verfasstes Gutachten, das auf s�mtlichen Berichten im Zusammenhang mit den zwei Operationen der Beschwerdef�hrerin basiert. Gest�tzt darauf kam sie zum Schluss, es l�gen keine Kunstfehler vor. Bei der Operation habe sich ein der Operation immanentes Risiko verwirklicht.
3.2.�Die Beschwerdef�hrerin st�tzt sich auf die Stellungnahmen eines Internisten, des Vertrauensarztes ihres Anwaltes, wonach es zu Verletzungen des Gallenweges nur bei komplizierten anatomischen Verh�ltnissen kommen k�nne, die im zu beurteilenden Fall nicht gegeben gewesen seien. Sie r�gt, die Vorinstanz habe sich damit mit dem formalen Hinweis, es handle sich um ein Parteigutachten von einem Allgemeinpraktiker, inhaltlich nicht auseinandergesetzt. Ebenso sei die Vorinstanz nicht auf die Ausf�hrungen der Beschwerdef�hrerin zur deutschen Lehre und Rechtsprechung eingegangen, welche die Durchtrennung der Gallenwege als Kunstfehler beurteilten. F�r diese Auffassung beruft sich die Beschwerdef�hrerin auch auf ein Gutachten, das in einem von der Strafkammer des Obergerichts des Kantons Solothurn beurteilten Fall eingeholt wurde. In diesem Fall hatten die �rzte den Gallenblaseneingang mit dem Hauptgallengang verwechselt. Die �rzte hatten in diesem Fall trotz w�hrend der Operation aufgetretener Indizien, die f�r eine Verwechslung sprachen, und trotz Bedenken, ob sie den Gallengang richtig identifiziert hatten, statt die (in diesem Fall vorhandenen) ERPC-Bilder zu konsultieren oder eine interoperative Cholangiographie zu erstellen, als einzige Massnahme den Notfallarzt hinzugezogen, der die G�nge auch falsch identifizierte. Diese Massnahme erachteten die Gutachter als inad�quat. Die Beschwerdef�hrerin ist der Auffassung, die Vorinstanz h�tte ihrem Antrag, bei einer der Personen, die dieses Gutachten verfasst hatten, auch f�r den hier zu beurteilenden Fall ein Gutachten einzuholen, stattgeben m�ssen ebenso wie dem Antrag auf Herausgabe der Stellungnahme des beratenden Arztes der "F.________ Versicherung". Das Gutachten, auf das die Vorinstanz abgestellt habe, sei in einem anderen Prozess erstellt worden. Die Beschwerdef�hrerin beziehungsweise ihrem Rechtsvertreter sei mithin keine Gelegenheit einger�umt worden, sich zur Person des Gutachters zu �ussern oder Erg�nzungsfragen zu stellen. Insoweit sieht sie ihren Anspruch auf rechtliches Geh�r als verletzt an.
3.3.�Der aus Art. 29 Abs. 2 BV fliessende Anspruch auf rechtliches Geh�r verleiht der betroffenen Partei das Recht, in einem Verfahren, welches in ihre Rechtsstellung eingreift, mit rechtzeitig und formg�ltig angebotenen Beweisantr�gen geh�rt zu werden, soweit diese erhebliche Tatsachen betreffen und nicht offensichtlich beweisuntauglich sind. Es liegt daher keine Verletzung des rechtlichen Geh�rs vor, wenn ein Gericht auf die Abnahme beantragter Beweismittel verzichtet, weil es aufgrund bereits abgenommener Beweise seine �berzeugung gebildet hat und ohne Willk�r in vorweggenommener Beweisw�rdigung annehmen darf, dass seine �berzeugung durch weitere Beweiserhebungen nicht ge�ndert w�rde (BGE 134 I 140 E. 5.3 S. 148; 131 I 153 E. 3 S. 157). Der Anspruch auf rechtliches Geh�r ist hingegen verletzt, wenn ein Gericht einem Beweismittel zum vornherein ohne sachliche Begr�ndung jede Erheblichkeit oder Tauglichkeit abspricht (BGE 114 II 289 E. 2 S. 291; 106 II 170 E. 6b S. 171).
3.4.�Der Anspruch auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV) verlangt sodann, dass die Gerichte die rechtserheblichen Vorbringen der Parteien anh�ren und bei der Entscheidfindung ber�cksichtigen. Damit sich die Parteien ein Bild �ber die Erw�gungen des Gerichts machen k�nnen, ist sein Entscheid zu begr�nden. Die Begr�ndung muss kurz die �berlegungen nennen, von denen sich das Gericht hat leiten lassen und auf die sich sein Entscheid st�tzt. Nicht erforderlich ist hingegen, dass sich der Entscheid mit allen Parteistandpunkten einl�sslich auseinander setzt und jedes einzelne Vorbringen ausdr�cklich widerlegt. Es gen�gt, wenn der Entscheid gegebenenfalls sachgerecht angefochten werden kann (BGE 136 I 184 E. 2.2.1 S. 188 mit Hinweisen).
3.5.�Die Vorinstanz hielt fest, die Beschwerdef�hrerin lege mit keinem Wort da, wieso das Gutachten, auf das schon die erste Instanz abstellte, nicht gen�gen sollte. Die Beschwerdef�hrerin verweist auf die Seiten 6-16 ihrer Beschwerde gegen den erstinstanzlichen Entscheid. Durch diese ziehe sich wie ein roter Faden die Kritik an der erstinstanzlichen Auffassung, im Ergebnis k�nne den Aussagen des Gutachters gefolgt werden, der festgehalten habe, anl�sslich der Gallenblasenoperation habe eine Fehlinterpretation der Anatomie der Gallenwege zur falschen Clipsetzung gef�hrt, wobei sich der Grund hierf�r nicht mehr eruieren lasse. Dies sei jedoch nicht als Kunstfehler sondern als behandlungsimmanentes Risiko eines solchen Eingriffes zu qualifizieren. Die Beschwerdef�hrerin zeigt aber nicht auf, was sie an den bezeichneten Stellen ausgef�hrt und in welchen Punkten sie das Gutachten konkret beanstandet hat. Bereits in formeller Hinsicht gen�gt die Beschwerde damit den Begr�ndungsanforderungen nicht. Ein Gutachten kann entweder in Zweifel gezogen werden, indem Unzul�nglichkeiten, Widerspr�che oder Unklarheiten im Gutachten selbst aufgezeigt werden. Eine Partei kann sich aber auch auf abweichende Einsch�tzungen anderer �rzte berufen, wie dies die Beschwerdef�hrerin in Bezug auf den Vertrauensarzt ihres Rechtsvertreters tut. Mit letzterem wird das Gutachten aber nur als ungen�gend ausgewiesen, wenn die vom Gutachten abweichende Einsch�tzung das Gericht zu �berzeugen vermag, was hier nicht der Fall war. Dass die Beschwerdef�hrerin eigentliche Unzul�nglichkeiten des Gutachtens selbst ger�gt h�tte, zeigt sie nicht auf und ist nicht festgestellt. Zu pr�fen bleibt, ob die abweichende Meinung des Vertrauensarztes und die Hinweise auf andere Gerichtsentscheide zur Frage der Gallengangverletzung bei willk�rfreier W�rdigung Zweifel am Gutachten h�tten erwecken m�ssen.
3.6.�Die Vorinstanz ist der Meinung des Vertrauensarztes nicht nur aus formellen Gr�nden nicht gefolgt, sondern auch aus inhaltlichen Gr�nden, weil er nicht dargelegt hatte, woher er die These habe, dass nur dann ein der Operation immanentes Risiko vorliegen k�nne, wenn die anatomischen Strukturen un�bersichtlich seien. Die Beschwerdef�hrerin bemerkt hierzu zwar, man m�sse kein Chirurg sein, um zu verstehen, dass bei komplizierten anatomischen Verh�ltnissen eine Verwechslung des Hauptgallenganges eher m�glich und auch eher entschuldbar sei, als bei normalen anatomischen Gegebenheiten. Damit wird aber nicht plausibel erkl�rt, weshalb dieser Umstand den auf diesem Gebiet spezialisierten �rzten nicht aufgefallen sein sollte im Gegensatz zum Vertrauensarzt des Rechtsvertreters, der nach den Feststellungen der Vorinstanz nicht auf dem Fachgebiet spezialisiert, sondern Internist ist. Es �ndert nichts daran, dass der Vertrauensarzt seine Meinung in keiner Weise belegt hat. Die Vorinstanz hat in diesem Punkt aber nicht allein auf die Auffassung des Gutachters abgestellt. Sie ber�cksichtigte zudem ein Gutachten aus einem fr�her vom Verwaltungsgericht (und mit Urteil 4A_323/2007 vom 24. Oktober 2007 auch vom Bundesgericht) beurteilten Fall. In diesem Gutachten wird nach den Feststellungen der Vorinstanz, obwohl ebenfalls keine komplizierten anatomischen Verh�ltnisse gegeben waren, von einem operationsimmanenten Risiko ausgegangen. Dass diese Feststellung offensichtlich unzutreffend w�re, zeigt die Beschwerdef�hrerin nicht rechtsgen�glich auf. Vor diesem Hintergrund kann von Willk�r keine Rede sein, wenn die Vorinstanz auch bei einer Verletzung bei �bersichtlichen Strukturen nicht zwingend auf einen Kunstfehler schliesst. Aus dem im von der Strafkammer des Obergerichts behandelten Fall erstellten Gutachten kann die Beschwerdef�hrerin nichts ableiten. Daraus geht zwar hervor, dass eine Verletzung des Gallenhauptgangs eine Sorgfaltspflichtverletzung darstellen kann. Die konkreten Umst�nde waren aber andere, indem bereits w�hrend der Operation Indizien f�r eine fehlerhafte Behandlung auftraten. Dass mit Blick auf die ausl�ndische Rechtsprechung vielleicht auch eine andere W�rdigung denkbar w�re, gen�gt nicht, um die Einsch�tzung der Vorinstanz als willk�rlich auszuweisen. Auf diese nicht den konkret zu beurteilenden Fall betreffenden Meinungen musste die Vorinstanz nicht weiter eingehen, wenn sie sich willk�rfrei auf ein zum konkreten Fall ergangenes Gutachten st�tzen konnte.
3.7.�Nicht stichhaltig ist auch der Einwand, da das Gutachten, auf das die Vorinstanz ihren Entscheid st�tze, in einem anderen Verfahren eingeholt worden sei, habe der Rechtsvertreter der Beschwerdef�hrerin keine M�glichkeit gehabt, sich zur Wahl des Gutachters zu �ussern oder Erg�nzungsfragen zu stellen. Es ist nicht festgestellt und die Beschwerdef�hrerin zeigt auch nicht mit Aktenhinweis auf, dass sie im kantonalen Verfahren prozesskonform beantragt h�tte, es seien dem Gutachter Zusatzfragen zu stellen, oder dass sie Einw�nde zur Person des Gutachters erhoben h�tte. Unter diesen Umst�nden ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz auf das Gutachten abstellt. Eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs ist nicht dargetan.
3.8.�Soweit die Beschwerdef�hrerin die Einholung weiterer Gutachten beantragt oder die Stellungnahme des beratenden Arztes der "F.________ Versicherung", ist es ihr nicht gelungen aufzuzeigen, dass das Gutachten, auf das sich die Vorinstanz gest�tzt hat, bei willk�rfreier W�rdigung als ungen�gend betrachtet werden m�sste. Damit erweist sich ihre R�ge als unbegr�ndet.
Mit Blick auf die postoperative Behandlung erkennt die Beschwerdef�hrerin darin einen Kunstfehler, dass die Verletzung des Gallenhauptgangs erst drei Tage nach der Nachkontrolle diagnostiziert worden sei.
4.1.�Der Gutachter, auf den die Vorinstanz abstellte, kam zum Schluss, aufgrund des Austrittsberichtes des Spitals C.________ seien die Ver�nderungen als medikament�se Nebenwirkungen eingestuft worden. Dies sei zweifellos eine m�gliche Erkl�rung, und da sich nach Stoppen der Medikamentenabgabe die Werte leichtgradig gebessert h�tten, sei es durchaus erlaubt gewesen, die Patientin nach Hause zu entlassen.
4.2.�Die Beschwerdef�hrerin macht unter Hinweis auf die Akten geltend, die Leberwerte (Bilirubin), die nach Absetzen der Medikamente vom 9. auf den 10. Oktober von 52 auf 48 leicht gesunken seien, aber immer noch weit �ber der Norm gelegen h�tten, seien bis zum Entlassungstag bereits wieder auf 78 angestiegen. Sp�testens in diesem Zeitpunkt h�tte die Fehldiagnose bemerkt und korrigiert werden m�ssen. In diesem Zusammenhang r�gt die Beschwerdef�hrerin auch die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz, die erh�hten Leberwerte h�tten sich nach Absetzung der Medikamente reduziert, woraufhin die Beschwerdef�hrerin am 12. Oktober 2009 aus dem Spital C.________ entlassen worden sei, als aktenwidrig, da der Wert bis am 12. Oktober 2009 (Entlassungstag) wieder auf 78 angestiegen sei.
4.3.�Die Beschwerdef�hrerin hat vor der Vorinstanz das Gutachten, auf das bereits die Staatskanzlei abgestellt hatte, unter Hinweis auf die abweichende Einsch�tzung des Vertrauensarztes ihres Anwaltes beanstandet. Der Vertrauensarzt ist aber von der Einsch�tzung im Gutachten nicht mit dem Hinweis abgewichen, die Leberwerte seien nach einem leichten Absinken wieder angestiegen. Er hielt vielmehr allgemein fest, das Muster der Leberwerte habe nicht den eingesetzten Medikamenten entsprochen. Dass die Beschwerdef�hrerin den Wiederanstieg der Werte und den Widerspruch, den sie darin zu den Ausf�hrungen des Gutachters zu erkennen scheint, bereits im kantonalen Rechtsmittelverfahren thematisiert hat, ist nicht festgestellt und zeigt sie nicht auf. Mit Blick auf die materielle Aussch�pfung des Instanzenzuges haben die Parteien in tats�chlicher Hinsicht ihre Kritik aber bereits im kantonalen Verfahren vorzubringen, damit dort gegebenenfalls weitere Beweismassnahmen (wie Zusatzfragen an den Gutachter) angeordnet werden k�nnen. Erfolgt die Beanstandung, obwohl nicht erst der angefochtene Entscheid dazu Anlass gab, erst vor Bundesgericht, fehlt es insoweit an der materiellen Aussch�pfung des Instanzenzuges und ist auf die R�ge nicht einzutreten. F�r die Vorinstanz war offensichtlich die Einsch�tzung des Experten ausschlaggebend, nicht die von ihr im Sachverhalt getroffene Feststellung, die sich im Ergebnis an das Gutachten anlehnt. Damit ist auch auf die R�ge der willk�rlichen Feststellung des Sachverhaltes nicht einzutreten.
Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend, wird die Beschwerdef�hrerin kosten- und entsch�digungspflichtig.