Source: https://sevdesk.de/blog/steuertermine/
Timestamp: 2020-07-11 22:00:18
Document Index: 303780081

Matched Legal Cases: ['§12', '§ 13', '§ 18', '§ 19', '§ 43', '§ 149', '§ 240', '§ 240', '§ 3', '§ 109']

Wichtige Steuertermine – Übersicht, Schonfristen & Steuertipps
Definition Steuertermine
Welche Steuergesetze gibt es?
Wichtige Steuertermine für Unternehmer
↳Umsatzsteuer
↳Einkommensteuerautokratischer-fuehrungsstil
↳Die Körperschaftsteuer (GmbH, AG, Ltd., UG – haftungsbeschränkt)
↳Gewerbesteuer
Übersicht der Steuertermine pro Monat
Welche Schonfristen gibt es?
In Deutschland gibt es eine Vielzahl von Steuern und öffentlichen Abgaben, die an bestimmten Stichtagen an die (Bundes-)Finanzbehörden oder die Stadt entrichtet werden müssen.
Warum gibt es Steuertermine?
In den Steuergesetzen sind bestimmte Zahlungstermine vorgeschrieben. Beispielsweise monatliche, viertel- oder halbjährliche oder auch jährliche Zahlungen. Gäbe es die konkrete Gesetzesvorgabe nicht, wäre es ein großer Kontrollaufwand, wenn jeder einfach alle Steuern bezahlen würde, wann ihm danach ist.
Bestimmte Steuern und Abgaben sind nur für einige Zielgruppen wichtig. Beispielsweise wird eine Grundsteuer nur erhoben, wenn du ein Grundstück besitzt. Die Lohn- beziehungsweise Einkommensteuererklärung hingegen ist aber auch für Arbeitslose oder Rentner jährlich abzugeben, auch wenn am Ende keine Zahlung entrichtet werden muss.
Außerdem spielt es eine Rolle, ob du Angestellter, Freiberufler oder Unternehmer bist. Neben Lohn- und Einkommensteuer könnten Umsatzsteuer, Gewerbesteuer, Körperschaftssteuer und Grundsteuer auf dich zukommen. Als Privatperson auch die Kirchensteuer nebst Sozialabgaben und natürlich die Kfz-Steuer.
Es gibt sehr viele Steuergesetze, von denen du aber nicht immer betroffen bist, beispielsweise ist ein Tabaksteuergesetz für dich als Nichtraucher uninteressant. Und es gibt auch für Raucher keine Zahlungstermine, die in diesem Zusammenhang einzuhalten sind. Ähnlich ist es beim Erbschaftssteuer- oder Schenkungssteuergesetz oder auch dem Rennwett- und Lotteriegesetz.
In Berührung kommst du jedoch möglicherweise mit:
dem Gewerbesteuergesetz,
dem Grundsteuer- und eventuell Grunderwerbsteuergesetz,
dem Körperschaftssteuergesetz,
dem Kraftfahrzeugsteuergesetz,
dem Umsatzsteuergesetz
und eventuell in Firmen mit dem Umwandlungssteuergesetz.
Aktuell beträgt der Umsatzsteuer-Regelsatz in Deutschland laut §12 UStG (Umsatzsteuergesetz) 19% und der ermäßigte Satz (beispielsweise für Bücher oder Lebensmittel) 7%.
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Zahlst du monatlich, ist der Stichtag in der Regel jeweils der 10. des Folgemonats. Die Schonfrist (bei Zahlung per Überweisung oder Lastschrifteinzugsverfahren) endet üblicherweise am 15.
Jedoch solltest du dir von deinem Finanzamt stets eine aktuelle Übersicht über die Steuertermine des laufenden Jahres geben lassen, da einige Termine sich verschieben können.
Für Quartalszahler gelten die gleichen Stichtage, dann jeweils im Januar, April, Juli und Oktober.
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Falls du deine Waren oder Produkte, aber auch Dienstleistungen außerhalb der EU verkaufst, musst du keine Umsatzsteuer bezahlen, weil die Steuerschuld auf den Leistungsempfänger übergeht.
Dies wird als Reverse-Charge-Verfahren bezeichnet und ist in § 13b UStG geregelt. Dort sind in den Absätzen 1 und 2 in Nr. 1 bis 11 alle Fälle aufgeführt. Zur Überprüfung musst du eine Liste dieser innergemeinschaftlichen Lieferungen an das Bundeszentralamt für Steuern einreichen. Die Liste nennt man auch „Zusammenfassende Meldung“ (§ 18a UStG).
Hinweis zu Kleinunternehmer
Von der Umsatzsteuerpflicht befreit sind Kleinunternehmer, deren Umsatz im Vorjahr 17.500 Euro nicht überstiegen hat und im laufenden Kalenderjahr voraussichtlich nicht über 50.000 Euro liegen wird. Regelungen zur Besteuerung von Kleinunternehmern (Kleinunternehmerregelung) findest du in § 19 UStG.
Für dich als Kleinunternehmer bedeutet das zum einen, dass du auf deinen Rechnungen keine Umsatzsteuer ausweisen darfst und zum anderen aber auch keine Steuerzahlungen über die Vorsteuer zurückholen kannst. Wenn du die Regelung für dich in Anspruch nimmst, musst du auf deiner Rechnung durch eine geeignete Formulierung darauf hinweisen, dass du als Kleinunternehmer von der Umsatzsteuerpflicht befreit bist.
Die Einkommenssteuererklärung richtet sich nach den Vorgaben des Einkommensteuergesetzes (EStG) und muss dem zuständigen Finanzamt bis zum 31. Mai des Folgejahres vorliegen.
Solltest du deine Erklärung von einem Steuerberater erstellen lassen, gilt diese Frist nicht, sondern verlängert sich um einige Monate bis zum 31. Dezember. Wie jeder Beschäftigte in Deutschland zahlst auch du als Selbstständiger Einkommenssteuer. Deren Berechnung hängt vor allem von der Rechtsform deines Unternehmens ab.
Unter „Erhebungsformen“ versteht man die Varianten, mit denen die Steuer erhoben wird. Das wäre zum einen die Lohnsteuer, die vom Arbeitnehmer zu tragen und über die jeweiligen Arbeitgeber ans Finanzamt abzuführen ist.
Und zum anderen die Kapitalertragsteuer, die Unternehmen bezahlen müssen. Die Kapitalertragsteuer ist in den §§ 43 ff EStG geregelt. Sie ist auf Erträge aus Geld- und Kapitalanlagen zu entrichten.
Steuertermine der Einkommensteuererklärung
Bisher war der Abgabetermin für die Steuererklärung der 31. Mai des Folgejahres. Die entsprechende Vorschrift in § 149 AO hat sich jedoch auf den 31. Juli verlängert. Wenn du von einem Steuerberater vertreten wirst, hast du sogar Zeit bis zum 31. Dezember des Folgejahres.
Als Selbstständiger zahlst du die Steuer nicht auf deine Einnahmen (also das Äquivalent der Lohnzahlung beim Arbeitnehmer), sondern auf deine Gewinne. Das Finanzamt schätzt daraufhin deine Steuer für das Folgejahr und du musst abgesehen von der Nachzahlung oder Rückerstattung deiner Steuer aufgrund der Abgabe deiner Erklärung auch Vorauszahlung für das nächste Jahr leisten.
Die Termine samt Zahlungsbetrag sind im Vorauszahlungsbescheid festgelegt. Die Termine sind jährlich am: 10. März, 10. Juni, 10. September und 10. Dezember.
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Damit du eine kleine Hilfe hast, in welchem Monat du an welche Steuer denken musst, haben wir dir die wichtigsten Steuertermine hier monatlich aufgeführt.
Achtung: Wenn der Zahlungstermin auf einen Samstag, Sonntag oder gesetzlichen Feiertag fällt, dann verlängert sich die Zahlungsfrist auf den nächstfolgenden Werktag. Daher sind die Fristen für die Termine 2020 oft nicht am 10. des Monats, sondern am 11. oder gar 14. des Monats. Am besten achtest du jedes Jahr auf die aktuelle Tabelle der Abgabefristen oder wirfst zur Sicherheit immer einen Blick auf den Kalender.
10. Januar: Lohnsteuer und Umsatzsteuer. Bei der Umsatzsteuer sind die monatliche sowie die vierteljährliche gemeint.
10. Februar: Lohnsteuer und Umsatzsteuer. Bei der Umsatzsteuer ist die monatliche USt gemeint.
15. Februar: Gewerbesteuer und Grundsteuer.
10. März: Lohnsteuer und Umsatzsteuer. Bei der Umsatzsteuer ist die monatliche USt gemeint.
Außerdem sind die Einkommensteuer-Vorauszahlung sowie die Körperschaftssteuer fällig.
10. April: Lohnsteuer und Umsatzsteuer. Bei der Umsatzsteuer sind sowohl die monatliche als auch die vierteljährliche USt fällig.
10. Mai: Lohnsteuer und Umsatzsteuer. Bei der Umsatzsteuer ist die monatliche USt gemeint.
15. Mai: Gewerbesteuer und Grundsteuer.
10. Juni: Lohnsteuer und Umsatzsteuer. Dabei ist die monatliche USt gemeint.
Dazu kommen die Einkommensteuer-Vorauszahlung sowie die Körperschaftssteuer.
10. Juli: Lohnsteuer und Umsatzsteuer. Dabei sind die monatliche und die vierteljährliche Umsatzsteuer gemeint.
10. August: Lohnsteuer und Umsatzsteuer. Dabei ist die monatliche USt gemeint.
15. August: Gewerbesteuer und Grundsteuer
10. September: Lohnsteuer und Umsatzsteuer. Dabei ist die monatliche USt gemeint.
10. Oktober: Lohnsteuer und Umsatzsteuer. Dabei sind die monatliche sowie die vierteljährliche USt gemeint.
10. November: Lohnsteuer und Umsatzsteuer. Dabei ist die monatliche USt gemeint.
15. November: Gewerbesteuer und Grundsteuer.
10. Dezember: Lohnsteuer und Umsatzsteuer. Dabei ist die monatliche USt gemeint.
Diese Steuertermine sind 2020 wichtig für dich
Für alle Steuern gelten nach § 240 (3) Satz 1 AO (Abgabenordnung) sogenannte Schonfristen. Seit 2004 wurden allerdings die Schonfristen für die Umsatzsteuervoranmeldung und die Lohnsteueranmeldungen abgeschafft. Für alle anderen Steuern gilt eine Schonfrist von 3 statt wie bisher 5 Tagen. Das bedeutet, wenn deine Zahlung innerhalb dieser Schonfrist auf dem Konto deines zuständigen Finanzamtes eingeht, hast du pünktlich bezahlt und es werden keine Säumniszuschläge erhoben.
In § 240 (1) AO wird festgelegt, dass bei einer verspäteten Zahlung an das Finanzamt für jeden angefangenen Monat ein Säumniszuschlag in Höhe von „1 Prozent des abgerundeten rückständigen Steuerbetrags“ zu entrichten ist; „abzurunden ist auf den nächsten durch 50 Euro teilbaren Betrag.“
Wenn du von einem Steuerberater vertreten wirst, hast du die Möglichkeit, die Abgabefrist bis zum 31. Dezember zu verlängern. (§§ 3 und 4 StBergG und § 109 (2) AO).
Wenn ein guter Grund vorliegt, hast du die Chance, dass du deine Steuererklärung für 2018 noch bis 28. Februar 2020 hinausschieben kannst. Aber eine zweite Verlängerung kommt dann nicht mehr infrage.
Die Möglichkeit zur Fristverlängerung gilt hingegen nicht für Steuervergütungen oder Umsatzsteuererklärungen, wenn dein Geschäft bis zum 31. Dezember 2018 aufgegeben wurde. Wenn du eine Fristverlängerung benötigst, dann solltest du auf jeden Fall mit deinem Steuerberater oder dem Finanzamt besprechen, welche Möglichkeiten dir dafür zur Verfügung stehen.
Um die Steuerzahlungen kommst du leider nicht herum. Du wirst allerdings auch nicht vom Finanzamt im Vorfeld daran erinnert. Daher solltest du dir die wichtigen Termine am bestem im Kalender notieren und peinlich genau einhalten, um der Zahlung der Säumniszuschläge zu entgehen. Im Notfall jedoch kannst du auch versuchen, eine Fristverlängerung zu erreichen. Gut ist, wenn dein Steuerberater dich dabei unterstützt und deine wichtigen Steuertermine ebenfalls auf Wiedervorlage nimmt.