Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_20161123_OGH0002_0010OB00191_16V0000_000&IncludeSelf=True
Timestamp: 2019-03-20 01:50:48
Document Index: 29498182

Matched Legal Cases: ['OGH', '§ 1300', 'OGH', 'OGH', '§ 1300', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 24', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§1', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 1299', 'OGH', 'OGH', '§2', '§3', '§ 1311', '§ 2', 'OGH', 'OGH', '§20', '§21', '§22', 'Art 3', '§ 20', '§ 21', 'Art 3', '§ 22', 'Art 3', '§ 20', '§ 21', 'OGH', 'OGH']

RIS - Rechtssätze und Entscheidungstext 1Ob191/16v - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 2Ob388/35 8Ob126/65 1Ob...
RS0026490
2Ob388/35; 8Ob126/65; 1Ob587/90; 4Ob1559/94; 1Ob191/16v
Haftung eines Reisebüros für den Schaden, den jemand durch eine unrichtige Auskunft über Verkehrsfragen erleidet. Unter Belohnung ist im § 1300 ABGB nicht gerade eine Gegenleistung in Geld zu verstehen.
2 Ob 388/35
Entscheidungstext OGH 04.06.1935 2 Ob 388/35
Veröff: SZ 17/98
8 Ob 126/65
Entscheidungstext OGH 15.06.1965 8 Ob 126/65
nur: Unter Belohnung ist im § 1300 ABGB nicht gerade eine Gegenleistung in Geld zu verstehen. (T1)
Veröff: NZ 1965,137
Auch; nur T1; Veröff: SZ 63/129 = NZ 1992,110
4 Ob 1559/94
Entscheidungstext OGH 31.05.1994 4 Ob 1559/94
Vgl auch; Beisatz: Hier: AGB‑Klauseln im Reisebürogewerbe (Reisevermittlungsvertrag); Verbandsklage. (T2)
ECLI:AT:OGH0002:1935:RS0026490
JJR_19350604_OGH0002_0020OB00388_3500000_001
Rechtssatz für 3Ob518/55 7Ob77/66 2Ob1...
3Ob518/55; 7Ob77/66; 2Ob135/68; 2Ob243/70; 1Ob11/72; 2Ob196/74; 2Ob20/76; 2Ob9/76; 5Ob536/76; 7Ob47/76; 7Ob519/78; 2Ob65/78; 2Ob27/80; 8Ob220/80; 1Ob35/80; 2Ob40/81; 8Ob291/81; 1Ob638/82; 7Ob686/82; 4Ob133/84; 4Ob521/87; 7Ob627/87; 4Ob578/87; 1Ob554/88; 4Ob2129/96h; 1Ob16/97b; 8Ob20/98v; 6Ob304/02b; 9Ob42/08d; 3Ob192/10x; 3Ob222/13p; 1Ob200/13p; 8ObA66/13h; 1Ob150/13k; 6Ob142/16z; 1Ob191/16v; 2Ob117/16v; 4Ob24/18k
3 Ob 518/55
Entscheidungstext OGH 30.11.1955 3 Ob 518/55
7 Ob 77/66
Entscheidungstext OGH 08.06.1966 7 Ob 77/66
nur: Es kommt nur darauf an, ob nach den allgemeinen Kenntnissen und Erfahrungen das Hinzutreten der weiteren Ursache, wenn auch nicht gerade normal, so doch wenigstens nicht ganz außergewöhnlich ist. (T1)
Veröff: JBl 1966,619
2 Ob 135/68
Entscheidungstext OGH 06.06.1968 2 Ob 135/68
Veröff: ZVR 1969/142 S 126
2 Ob 243/70
Entscheidungstext OGH 03.09.1970 2 Ob 243/70
nur T1; Beisatz: Vorschriftswidriges (§ 24 Abs 1 lit d StVO) Abstellen eines Personenkraftwagens. (T2)
Veröff: JBl 1971,89
2 Ob 196/74
Entscheidungstext OGH 12.09.1974 2 Ob 196/74
Veröff: ZVR 1975/73 S 111
2 Ob 20/76
Entscheidungstext OGH 27.02.1976 2 Ob 20/76
nur: Nach der Theorie von der adäquaten Kausalität ist ein ursächlicher Zusammenhang zwischen dem Verhalten des Schädigers und dem eingetretenen Schaden nicht nur dann anzunehmen, wenn das Verhalten den eingetretenen Schaden unmittelbar verursacht hat; ein adäquater Kausalzusammenhang liegt vielmehr auch dann vor, wenn eine weitere Ursache für den entstandenen Schaden hinzugetreten ist und dieses Hinzutreten nicht außerhalb der allgemeinen menschlichen Erwartung steht. Es kommt nur darauf an, ob nach den allgemeinen Kenntnissen und Erfahrungen das Hinzutreten der weiteren Ursache, wenn auch nicht gerade normal, so doch wenigstens nicht ganz außergewöhnlich ist. (T3)
Veröff: ZVR 1977/58 S 79
7 Ob 47/76
Entscheidungstext OGH 26.08.1976 7 Ob 47/76
nur T3; Veröff: ZVR 1978/27 S 24 = JBl 1977,599
2 Ob 65/78
Entscheidungstext OGH 27.04.1978 2 Ob 65/78
Beisatz: Die Adäquanz des Kausalzusammenhanges ist objektiv und nicht danach zu beurteilen, was dem Schädiger subjektiv voraussehbar war. (T4)
Veröff: SZ 51/58
nur T3; Beisatz: Hirnschädigung bei Frühgeburt wegen Verkehrsunfalles - Unterlassungen von Hebamme beziehungsweise, Arzt. (T5)
8 Ob 220/80
Entscheidungstext OGH 15.01.1981 8 Ob 220/80
2 Ob 40/81
Entscheidungstext OGH 28.04.1981 2 Ob 40/81
Beisatz: Pensionierung zufolge ärztlicher Fehldiagnose (irrtümliche Annahme eines Schädelgrundbruchs). (T6)
Veröff: SZ 55/9 = ZVR 1983/19 S 25
1 Ob 638/82
Entscheidungstext OGH 15.09.1982 1 Ob 638/82
nur: Nach der Theorie von der adäquaten Kausalität ist ein ursächlicher Zusammenhang zwischen dem Verhalten den Schädigers und dem eingetretenen Schaden nicht nur dann anzunehmen, wenn das Verhalten den eingetretenen Schaden unmittelbar verursacht hat; ein adäquater Kausalzusammenhang liegt vielmehr auch dann vor, wenn eine weitere Ursache für den entstandenen Schaden hinzugetreten ist und dieses Hinzutreten nicht außerhalb der allgemeinen menschlichen Erwartung steht. (T7)
Veröff: ZVR 1983/313 S 345
7 Ob 686/82
Entscheidungstext OGH 29.09.1982 7 Ob 686/82
4 Ob 133/84
Entscheidungstext OGH 26.11.1985 4 Ob 133/84
Auch; nur T7; Veröff: JBl 1987,720
7 Ob 627/87
Entscheidungstext OGH 25.06.1987 7 Ob 627/87
nur T7; nur T1; Veröff: ZVR 1988/69 S 147
nur T1; Veröff: WoBl 1988,34 = JBl 1988,248
4 Ob 2129/96h
Entscheidungstext OGH 25.06.1996 4 Ob 2129/96h
Auch; Beisatz: Hier: Karenzurlaub nicht als völlig atypische Folge eines ärztlichen Kunstfehlers. (T8)
Auch; nur T1; Veröff: SZ 2008/109
Entscheidungstext OGH 27.03.2014 1 Ob 150/13k
Auch; Beisatz: Kausalität und Adäquanz würden nur bei Hinzutreten von Umständen außerhalb der allgemeinen menschlichen Erwartung entfallen. (T9)
Beisatz: Dass ein sorglos verwahrter Hund angefahren und durch die dabei erlittenen Verletzungen bissig ist, liegt aber keineswegs außerhalb der allgemeinen Lebenserfahrung. (T10)
Beis wie T4; Beisatz: Hier: Verbandsklage. AGB‑Klausel im Reisevermittlungsvertrag zur Haftungsfreizeichnung bei leichter Fahrlässigkeit nur für typische und vorhersehbare Schäden ‑ intransparent. Zur Begrenzung der Ersatzpflicht nach dispositivem Recht muss nicht etwa die konkrete Gestalt des Schadens oder gar die Schadenshöhe vorhergesehen werden, sondern nur, dass ein bestimmtes Verhalten überhaupt zu einem derartigen Erfolg führen kann. (T11)
ECLI:AT:OGH0002:1955:RS0022546
JJR_19551130_OGH0002_0030OB00518_5500000_001
Rechtssatz für 3Ob57/74 2Ob20/76 2Ob12...
RS0022940
3Ob57/74; 2Ob20/76; 2Ob129/78; 1Ob563/79; 8Ob206/81; 1Ob638/82; 2Ob241/82; 1Ob738/83; 6Ob529/84; 1Ob643/84 (1Ob644/84); 5Ob586/87; 7Ob46/89; 4Ob2361/96a; 3Ob2273/96b; 4Ob154/98w; 1Ob313/98f; 1Ob296/98f; 1Ob65/01t; 1Ob170/01h; 9Ob238/02v; 2Ob294/04f; 2Ob174/06m; 9Ob42/08d; 2Ob113/08v; 2Ob223/09x; 8Ob11/11t; 4Ob154/13w; 3Ob222/13p; 4Ob20/14s; 2Ob71/15b; 1Ob191/16v; 10Ob6/18g; 6Ob182/18k
Die Adäquanz des Kausalzusammenhanges ist objektiv und nicht danach zu beurteilen, was dem Schädiger subjektiv vorhersehbar war. Das Hinzutreten einer gewollten, rechtswidrigen Handlung eines Dritten ist adäquat, wenn diese nicht außerhalb jeder Wahrscheinlichkeit lag.
3 Ob 57/74
Entscheidungstext OGH 02.04.1973 3 Ob 57/74
Veröff: Arb 9224 = JBl 1974,372
nur: Die Adäquanz des Kausalzusammenhanges ist objektiv und nicht danach zu beurteilen, was dem Schädiger subjektiv vorhersehbar war. (T1)
2 Ob 129/78
Entscheidungstext OGH 03.04.1979 2 Ob 129/78
Entscheidungstext OGH 05.11.1981 8 Ob 206/81
nur T1; Beisatz: Folgeunfall (T2)
2 Ob 241/82
Entscheidungstext OGH 09.11.1982 2 Ob 241/82
Veröff: ZVR 1983/185 S 243
Auch; Veröff: SZ 57/53
Auch; nur T1; Veröff: SZ 57/196 = RdW 1985,209 = JBl 1986,101
7 Ob 46/89
Entscheidungstext OGH 14.12.1989 7 Ob 46/89
nur T1; Veröff: SZ 62/203
Veröff: SZ 70/11
4 Ob 154/98w
Entscheidungstext OGH 30.06.1998 4 Ob 154/98w
1 Ob 65/01t
Entscheidungstext OGH 27.03.2001 1 Ob 65/01t
1 Ob 170/01h
Entscheidungstext OGH 17.08.2001 1 Ob 170/01h
Vgl auch; nur T1; Beisatz: Hier: Vom Werkunternehmer zu vertretender Zeitwertverlust eines von ihm unzureichend reparierten PKWs, der durch die Führung des Gewährleistungsprozesses des Käufers gegen den Werkbesteller entstanden ist. (T3)
9 Ob 238/02v
Entscheidungstext OGH 18.12.2002 9 Ob 238/02v
nur: Das Hinzutreten einer gewollten, rechtswidrigen Handlung eines Dritten ist adäquat, wenn diese nicht außerhalb jeder Wahrscheinlichkeit lag. (T4)
Beisatz: Der Vertragserrichter und Treuhänder, der ja gerade deshalb mit seiner Aufgabe betraut wird, weil er den Betroffenen vor Übervorteilung durch andere am Geschäft Beteiligte bewahren soll, wird nicht deshalb von seiner Haftung befreit, weil der Betroffene in der Folge von anderen Beteiligten tatsächlich (allenfalls auch vorsätzlich) überfordert wird. (T5)
2 Ob 294/04f
Entscheidungstext OGH 17.02.2005 2 Ob 294/04f
Auch; nur T4; Veröff: SZ 2008/109
2 Ob 113/08v
Entscheidungstext OGH 13.11.2008 2 Ob 113/08v
Auch; Beisatz: Mit welchen Auswirkungen einer Unwirksamkeit des Grundgeschäfts auf Vertragsverhältnisse des Partners mit Dritten gerechnet werden konnte, kann objektiv nur aus der Position ex ante beurteilt werden. (T6)
Vgl auch; Beisatz: Hier: Keine Adäquanz bei Verwendung eines ungewöhnlichen Namens für eine Nebenfigur in einem Roman in Bezug auf einen messbaren Umsatzrückgang in der Ordination des namensgleichen Klägers. (T7)
4 Ob 20/14s
Entscheidungstext OGH 20.05.2014 4 Ob 20/14s
Beisatz: Hier: Adäquanz bejaht bei Verletzung des Feuerwehrmannes während eines Löscheinsatzes wegen fahrlässigen Außerachtlassens einer Bratpfanne am E‑Herd. (T8)
Auch, nur T4; Veröff: SZ 2015/55
nur T1; Beisatz: Hier: Verbandsklage. AGB‑Klausel im Reisevermittlungsvertrag zur Haftungsfreizeichnung bei leichter Fahrlässigkeit nur für typische und vorhersehbare Schäden ‑ intransparent. Zur Begrenzung der Ersatzpflicht nach dispositivem Recht muss nicht etwa die konkrete Gestalt des Schadens oder gar die Schadenshöhe vorhergesehen werden, sondern nur, dass ein bestimmtes Verhalten überhaupt zu einem derartigen Erfolg führen kann. (T9)
6 Ob 182/18k
Entscheidungstext OGH 25.10.2018 6 Ob 182/18k
ECLI:AT:OGH0002:1973:RS0022940
JJR_19730402_OGH0002_0030OB00057_7400000_003
Rechtssatz für 5Ob87/75 8Ob19/76 7Ob47...
RS0022906
5Ob87/75; 8Ob19/76; 7Ob47/76; 7Ob519/78; 2Ob4/78; 2Ob202/78; 2Ob129/78; 8Ob116/80 (8Ob117/80); 2Ob40/81; 7Ob592/82; 8Ob90/83; 8Ob122/83; 3Ob531/84; 1Ob587/84; 8Ob20/84; 7Ob32/86; 1Ob687/86 (1Ob688/86); 4Ob521/87; 7Ob627/87; 2Ob97/89; 7Ob15/91; 7Ob512/93; 2Ob46/93; 1Ob8/95; 4Ob578/95; 2Ob291/97a; 6Ob21/01h; 2Ob215/07t; 7Ob17/10s; 3Ob192/10x; 1Ob200/13p; 8ObA66/13h; 1Ob150/13k; 2Ob71/15b; 9Ob6/16x; 1Ob191/16v; 2Ob117/16v
Der Schädiger hat nur für adäquat herbeigeführte Schäden einzustehen, was dann der Fall ist, wenn die Schadensursache ihrer allgemeinen Natur nach für die Herbeiführung eines derartigen Erfolges nicht als völlig ungeeignet erscheinen muss und nicht nur infolge einer ganz außergewöhnlichen Verkettung von Umständen zu einer Bedingung des Schadens wurde.
5 Ob 87/75
Entscheidungstext OGH 17.06.1975 5 Ob 87/75
Veröff: MietSlg 27235
8 Ob 19/76
Entscheidungstext OGH 04.02.1976 8 Ob 19/76
Veröff: ZVR 1978/27 S 24 = JBl 1977,599
Veröff: RZ 1979/24 S 121
2 Ob 202/78
Entscheidungstext OGH 09.01.1979 2 Ob 202/78
Veröff: ZVR 1980/16 S 22
nur: Der Schädiger hat nur für adäquat herbeigeführte Schäden einzustehen. (T1)
Beisatz: Pensionierung zufolge ärztlicher Fehldiagnose (irrtümliche Annahme eines Schädelgrundbruches). (T2)
Veröff: ZVR 1984/337 S 369
Veröff: SZ 57/173 = JBl 1986,98
8 Ob 20/84
Entscheidungstext OGH 13.12.1984 8 Ob 20/84
7 Ob 32/86
Entscheidungstext OGH 10.07.1986 7 Ob 32/86
Veröff: SZ 60/49 = MR 1987,93 (Korn)
nur T1; Veröff: ZVR 1988/69 S 147
Veröff: VersRdSch 1992,121 = VersR 1992,987
7 Ob 512/93
Entscheidungstext OGH 21.04.1993 7 Ob 512/93
Beisatz: Mit Mängeln einer Tankanlage muss der Öllieferant immer rechnen; dies auch dann, wenn die Tankanlage einer Gebietskörperschaft gehört. (T3)
Auch; nur T1; nur: Was dann der Fall ist, wenn die Schadensursache nicht nur infolge einer ganz außergewöhnlichen Verkettung von Umständen zu einer Bedingung des Schadens wurde. (T4)
Veröff: SZ 2015/55
Beisatz: Hier: Verbandsklage. AGB‑Klausel im Reisevermittlungsvertrag zur Haftungsfreizeichnung bei leichter Fahrlässigkeit nur für typische und vorhersehbare Schäden ‑ intransparent. Zur Begrenzung der Ersatzpflicht nach dispositivem Recht muss nicht etwa die konkrete Gestalt des Schadens oder gar die Schadenshöhe vorhergesehen werden, sondern nur, dass ein bestimmtes Verhalten überhaupt zu einem derartigen Erfolg führen kann. (T5)
ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0022906
JJR_19750617_OGH0002_0050OB00087_7500000_001
Rechtssatz für 1Ob688/83 10Ob20/05x 4O...
RS0019472
1Ob688/83; 10Ob20/05x; 4Ob130/09k; 8Ob49/14k; 1Ob191/16v
Das Reisebüro ist bei Entgegennahme rechtsgeschäftlicher Erklärungen des Reisenden zum Zwecke der Weiterleitung an den Reiseveranstalter und bei Bekanntgabe der Erklärung des Reiseveranstalters an den Reisenden über die Annahme oder Ablehnung des Angebots nicht Bote des Reisenden, sondern Gehilfe des Reiseveranstalters. Das Risiko einer fehlerfaften Weiterleitung des Anbots durch das vermittelnde Reisebüro trägt daher nicht der Reisende, sondern der Reiseveranstalter.
Veröff: SZ 57/37 = EvBl 1984/111 S 435 = RdW 1984,275 = JBl 1986,49 (zustimmend Wilhelm JBl 1986,10)
10 Ob 20/05x
Entscheidungstext OGH 23.05.2005 10 Ob 20/05x
Auch; nur: Das Reisebüro ist bei Entgegennahme rechtsgeschäftlicher Erklärungen des Reisenden zum Zwecke der Weiterleitung an den Reiseveranstalter und bei Bekanntgabe der Erklärung des Reiseveranstalters an den Reisenden über die Annahme oder Ablehnung des Angebots nicht Bote des Reisenden, sondern Gehilfe des Reiseveranstalters. (T1)
Beisatz: Hier: AGB‑Klauseln im Reisebürogewerbe (Reisevermittlungsvertrag); Verbandsklage. (T2)
ECLI:AT:OGH0002:1984:RS0019472
JJR_19840222_OGH0002_0010OB00688_8300000_001
Rechtssatz für 1Ob688/83 4Ob546/88 (4Ob...
RS0029650
1Ob688/83; 4Ob546/88 (4Ob547/88); 2Ob579/92; 4Ob130/09k; 1Ob191/16v
HVG §1
Wird ein Reisebüro von einem Reiseveranstalter mit der Vermittlung von Vertragsabschlüssen ständig betraut, übt es eine der Handelsvertretertätigkeit entsprechende Tätigkeit aus. Es ist zur erfolgreichen Besorgung der Vermittlung des Reisevermittler bei seiner Tätigkeit ein Verschulden, zB bei der Preisberechnung, hat er neben dem Reiseveranstalter hiefür einzustehen.
Veröff: SZ 57/37 = EvBl 1984/111 S 435 = RdW 1984,275 = JBl 1986,49; hiezu kritisch Wilhelm JBl 1986,10
4 Ob 546/88
Entscheidungstext OGH 10.05.1988 4 Ob 546/88
Auch; nur: Wird ein Reisebüro von einem Reiseveranstalter mit der Vermittlung von Vertragsabschlüssen ständig betraut, übt es eine der Handelsvertretertätigkeit entsprechende Tätigkeit aus. (T1)
Veröff: RdW 1988,423
2 Ob 579/92
Entscheidungstext OGH 11.11.1992 2 Ob 579/92
Auch; Beisatz: Hier: Verpflichtung des Reisebüros, den Kunden über Reiseversicherung zu informieren. (T2)
Vgl; Beisatz: Die Haftung des Reisevermittlers für fehlerhafte Beratung und Vermittlung tritt in einem solchen Fall neben die allfällige Haftung des Reiseveranstalters. (T3)
Vgl auch; Beisatz: Hier: AGB‑Klauseln im Reisebürogewerbe (Reisevermittlungsvertrag); Verbandsklage. (T4)
ECLI:AT:OGH0002:1984:RS0029650
JJR_19840222_OGH0002_0010OB00688_8300000_004
8Ob1580/92; 8Ob1010/92; 9Ob1546/95; 1Ob224/06g; 3Ob72/07w; 8ObA5/08f; 8ObA89/08h; 4Ob151/09y; 6Ob3/11a; 3Ob196/10k; 6Ob247/10g; 6Ob41/11i; 9ObA28/11z; 8ObA40/10f; 6Ob65/11v; 9Ob87/10z; 7Ob29/11g; 3Ob62/11f; 7Ob79/11k; 9Ob17/11g; 9Ob5/11t; 1Ob77/12y; 7Ob5/12d; 5Ob5/13s; 9ObA57/13t; 9ObA49/14t; 9ObA130/14d; 9ObA12/15b; 9Ob62/14d; 4Ob135/15d; 9ObA60/15m; 9ObA64/16a; 1Ob191/16v; 9ObA17/17s; 4Ob86/17a; 9ObA113/16g; 9ObA97/17f; 6Ob107/17d; 9ObA71/17g; 1Ob192/17t; 9ObA128/17i; 1Ob239/17d; 1Ob14/18t; 1Ob103/18f; 9ObA143/17w; 9ObA22/18b; 8ObA63/18z
Rechtssatz für 4Ob1559/94 1Ob191/16v
RS0026125
4Ob1559/94; 1Ob191/16v
Dass auch ein Reisebüro - so wie jeden anderen Gewerbetreibenden im Rahmen seines Betriebes - bei einer von Kunden im Zusammenhang mit einer Reisebuchung in Anspruch genommenen Beratung vorvertragliche Aufklärungspflichten und als Nebenleistungspflichten Schutzpflichten und Sorgfaltspflichten treffen, und es dabei für den Sorgfaltsmaßstab nach § 1299 ABGB einzustehen hat, liegt klar auf der Hand.
Auch; Beisatz: Hier: AGB‑Klauseln im Reisebürogewerbe (Reisevermittlungsvertrag); Verbandsklage. (T1)
ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0026125
JJR_19940531_OGH0002_0040OB01559_9400000_001
7Ob201/05t; 7Ob131/06z; 7Ob140/06y; 7Ob23/07v; 7Ob85/07m; 1Ob224/06g; 7Ob82/07w; 3Ob72/07w; 7Ob216/07a; 7Ob227/07v; 2Ob75/07d; 7Ob74/07v; 7Ob259/07z; 7Ob257/07f; 7Ob6/08w; 10Ob47/08x; 6Ob253/07k; 7Ob189/08g; 2Ob210/08h; 3Ob278/08s; 7Ob282/08h; 10Ob70/07b; 3Ob12/09z; 6Ob128/09f; 6Ob212/09h; 5Ob159/09g; 3Ob35/10h; 7Ob79/10h; 9Ob52/10b; 7Ob109/09v; 9ObA92/10k; 10Ob25/09p; 1Ob43/11x; 5Ob219/10g; 3Ob168/12w; 7Ob64/12f; 6Ob19/13g; 4Ob62/13s; 7Ob148/13k; 7Ob130/13p; 7Ob3/14p; 9Ob56/13w; 4Ob66/14f; 7Ob109/14a; 7Ob144/14y; 7Ob106/14k; 7Ob185/14b; 7Ob16/15a; 6Ob162/15i; 4Ob135/15d; 7Ob48/15g; 6Ob21/16f; 3Ob73/16f; 6Ob139/16h; 4Ob210/16k; 6Ob242/15d; 1Ob191/16v; 1Ob192/16s; 4Ob265/16y; 1Ob96/17z; 9Ob14/17z; 3Ob43/17w; 7Ob148/17s; 7Ob180/17x; 7Ob195/17b; 7Ob150/17k; 4Ob147/17x; 8Ob24/17p; 5Ob11/18f; 6Ob210/17a; 10Ob17/18z; 1Ob57/18s; 7Ob122/18v; 7Ob197/18y
Auch; Ähnlich nur T31
Rechtssatz für 6Ob142/09i 1Ob191/16v
RS0125306
6Ob142/09i; 1Ob191/16v
Ausübungsvorschriften für das Reisebürogewerbe §2
Ausübungsvorschriften für das Reisebürogewerbe §3
Bei der Verordnung über Ausübungsvorschriften für das Reisebürogewerbe (IVO) BGBl II 1998/401 handelt es sich um ein Schutzgesetz im Sinne des § 1311 ABGB. Zweck der Informationspflichten nach §§ 2, 3 IVO ist es, dem Reisenden eigene Nachforschungen betreffend Passvorschriften und Visavorschriften zu ersparen. Werden dem Kunden keine Kataloge zur Verfügung gestellt, in denen sich nähere Informationen über Einreisebestimmungen befinden, so reicht das Durchblättern von Katalogen anlässlich des Buchungsgesprächs keineswegs aus. Ebenso wenig entspricht es den Informationspflichten, wenn bloß pauschal auf den Kunden nicht zur Verfügung gestellte Kataloge oder auf die Möglichkeit der Auskunftserteilung durch andere Stellen, etwa das Außenministerium oder ausländische Botschaften, verwiesen wird.
Vgl auch; Beisatz: Dabei handelt es sich um eine Vorschrift, die vorvertragliche Informationspflichten zum Schutz des Verbrauchers über Umstände, die einen bestimmenden Einfluss auf die Entscheidung zum Vertragsabschluss haben können, anordnet. (T1)
ECLI:AT:OGH0002:2009:RS0125306
JJR_20090918_OGH0002_0060OB00142_09I0000_001
Rechtssatz für 7Ob189/11m 1Ob191/16v
RS0127975
7Ob189/11m; 1Ob191/16v
ECG §20
ECG §21
ECG §22
RL 2000/31/EG Art3 Abs2
RL 2000/31/EG Art3 Abs3
RL 2000/31/EG Art3 Abs4
Art 3 Abs 2 RL 2000/31/EG ‑ umgesetzt in Österreich durch § 20 ECG ‑ statuiert das sogenannte Herkunftslandprinzip, nach welchem der Anbieter eines in einem der Mitgliedstaaten niedergelassenen Dienstes der Informationsgesellschaft grundsätzlich nur den ‑ in den koordinierten Bereich der Richtlinie fallenden ‑ Rechtsvorschriften seines Herkunftsstaats unterliegt.
Das Herkunftslandprinzip wird durch eine Reihe von Ausnahmen durchbrochen. § 21 ECG enthält die in Art 3 Abs 3 in Verbindung mit dem Anhang der RL 2000/31/EG genannten Bereiche, welche allgemein von der Geltung des Herkunftslandprinzips ausgenommen sind. § 22 ECG sieht in Umsetzung von Art 3 Abs 4 RL 2000/31/EG vor, dass die Mitgliedstaaten im Einzelfall zum Schutz besonderer Interessen unter Wahrung des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes vom Herkunftslandprinzip abweichende Maßnahmen treffen können.
Vgl auch; Beisatz: AGB‑Klauseln im Reisebürogewerbe (Reisevermittlungsvertrag); Verbandsklage. Das Herkunftsprinzip des § 20 Abs 1 ECG gilt nicht, weil § 21 Z 6 ECG davon vertragliche Schuldverhältnisse in Bezug auf Verbraucherverträge einschließlich der gesetzlichen Informationspflichten, die einen bestimmenden Einfluss auf die Entscheidung zum Vertragsabschluss haben, ausnimmt; darunter fallen auch vorvertragliche Schutz‑ und Aufklärungspflichten. (T1)
ECLI:AT:OGH0002:2012:RS0127975
JJR_20120509_OGH0002_0070OB00189_11M0000_001