Source: https://boehmanwaltskanzlei.de/schranken-urheberrechtsschutz/vervielfaeltigung-zum-privaten-und-sonstigen-eigenen-gebrauch-s-53-urhg
Timestamp: 2020-08-06 02:03:58
Document Index: 113102538

Matched Legal Cases: ['§ 53', '§ 53', '§ 53', '§ 53', '§ 54', '§ 54', '§ 53']

Vervielfältigung zum privaten und sonstigen eigenen Gebrauch, § 53 UrhG | Schranken Urheberrechtsschutz | Urheberrechtsschutz | Urheberrecht | Medienrecht | Kompetenzen
Vervielfältigung zum privaten Gebrauch
Zum privaten Gebrauch nach § 53 Abs. 1 UrhG gehört alles, was innerhalb der privaten Sphäre des Vervielfältigenden liegt. Die berufliche oder gewerbliche Nutzung ist davon nicht erfasst.
Beispiele: Aufzeichnung eines Filmes durch Videorecorder und ähnliche technische Hilfsmittel. Speichern des Films auf Festplatte.
Die zulässigen Vervielfältigungsstücke dürfen nach § 53 Abs. 6 UrhG nicht verbreitet oder zu öffentlichen Wiedergaben benutzt werden.
§ 53 Abs. 2 UrhG erklärt Vervielfältigungshandlungen zum eigenen Gebrauch in den folgenden Fällen für zulässig:
zur Aufnahme in ein eigenes Archiv, soweit geboten,
Der Begriff des eigenen Gebrauchs ist umfassender als der des privaten Gebrauchs und umfasst alle in der internen Eigensphäre des Vervielfältigenden liegenden Benutzungshandlungen. Dabei kommt es alleine darauf an, dass eigennützige Interessen verfolgt werden, wozu auch berufliche oder gewerbliche gehören können.
Die finanziellen Einbußen, die der Urheber durch die Zulässigkeit dieser Verwertungshandlungen einbüßt, sollen durch die Regelungen der §§ 54-54h UrhG angemessen ausgeglichen werden. §§ 54 und 54a UrhG geben dem Urheber einen Vergütungsanspruch gegen den Hersteller von Geräten (Geräteabgabe) und gegen den Produzenten von Bild- und Tonträgern, sofern diese erkennbar zur Vornahme von Vervielfältigungen bestimmt sind.
Beispiel: CD-Rohlinge.
Start / Kompetenzen / Medienrecht / Urheberrecht / Urheberrechtsschutz / Schranken / Vervielfältigung zum privaten und sonstigen eigenen Gebrauch, § 53 UrhG