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Timestamp: 2016-10-23 16:12:50
Document Index: 280024960

Matched Legal Cases: ['Art. 88', 'BGE', 'Art. 88', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 88', 'BGE', 'Art. 12', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 95', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'Art. 9', 'Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'Art. 90', 'Art. 156', 'Art. 159']

1P.384/2006 (09.11.2006)
1P.384/2006 /ggs
1. Freiwillige Basler Denkmalpflege,
2. Basler Heimatschutz,
Dr. Carlo Bertossa,
Stiftung zur F�rderung des Museums der Kulturen Basel, Beschwerdegegnerin, vertreten durch
Advokat Stefan Schmid,
Bauinspektorat des Kantons Basel-Stadt, Rittergasse 4, 4001 Basel,
Erweiterung und Aufstockung des Museums der Kulturen,
Appellationsgerichts des Kantons Basel-Stadt als
Verwaltungsgericht vom 21. Dezember 2005.
Die Sammlung des Museums der Kulturen (vormals Museum f�r Natur- und V�lkerkunde) an der Augustinergasse 2 in Basel befindet sich zum einen Teil im so genannten "Berri-Bau", der 1824 vom Architekten Melchior Berri gebaut wurde, zum anderen im angrenzenden "Anbau Vischer". Dieser Annex wurde 1915-1917 durch das Architekturb�ro Vischer und S�hne als Erweiterungsbau des an der Augustinergasse 2 bestehenden Museums erstellt. Umstritten ist, ob nur der "Berri-Bau" oder auch der "Anbau Vischer" denkmalgesch�tzt ist. Beide liegen in der Stadtbild-Schutzzone.
Am 3. Oktober 2003 reichte die Stiftung zur F�rderung des Museums der Kulturen Basel ein Baugesuch um Erweiterung und Aufstockung des Museums ein: Das Dach des "Anbaus Vischer" soll abgerissen und durch einen neuen Dachaufbau ersetzt werden. Dort soll ein Ausstellungsraum entstehen. Der Rest des "Anbaus Vischer" soll ebenfalls umgebaut und erneuert werden. Insbesondere ist geplant, den Verputz abzuschlagen, um das darunterliegende Backstein-Mauerwerk zum Vorschein zu bringen. Anschliessend soll die Fassade mit h�ngenden und kletternden Pflanzen begr�nt werden. Weiter ist eine Verlegung des Museumseingangs vom "Berri-Bau" an der Augustinergasse 2 in den Sockel des "Anbaus Vischer" im Sch�rhof geplant. Damit w�rde der Zugang neu vom M�nsterplatz her erfolgen.
Mit Entscheid vom 25. Juni 2004 erteilte das Bauinspektorat unter verschiedenen Auflagen eine Ausnahmebewilligung f�r das Baubegehren und wies die dagegen erhobenen Einsprachen mit Verf�gungen vom 9. Juli 2004 ab. Der Heimatschutz Basel und die Freiwillige Basler Denkmalpflege erhoben dagegen erfolglos Rekurs bei der Baurekurskommission. Gegen deren abweisenden Entscheid vom 27. Oktober 2004 gelangten die beiden Rekurrenten an das Appellationsgericht als Verwaltungsgericht des Kantons Basel-Stadt. Sie verlangten die Aufhebung des angefochtenen Entscheids, eventualiter die R�ckweisung des Baubegehrens an die Baurekurskommission.
Das Appellationsgericht f�hrte am 21. Dezember 2005 einen Augenschein mit anschliessender Gerichtsverhandlung durch. Gleichentags wies das Appellationsgericht den Rekurs ab.
Mit Eingabe vom 20. Juni 2006 erheben der Heimatschutz Basel und die Freiwillige Basler Denkmalpflege staatsrechtliche Beschwerde beim Bundesgericht. Sie beantragen die Aufhebung des Appellationsgerichtsurteils vom 21. Dezember 2005. Das Appellationsgericht sei anzuweisen, das Baubegehren BGG-Z 9'004'896 im Sinne der Erw�gungen abzuweisen, eventualiter im Sinne der Erw�gungen neu zu beurteilen. Gleichzeitig ersuchen sie um Gew�hrung der aufschiebenden Wirkung.
Das Bauinspektorat des Kantons Basel-Stadt beantragt, die Beschwerde sei vollumf�nglich abzuweisen, w�hrend das Appellationsgericht als Verwaltungsgericht des Kantons Basel-Stadt auf Abweisung der Beschwerde schliesst, soweit darauf eingetreten werden k�nne. Die Stiftung zur F�rderung des Museums der Kulturen Basel ersucht ebenfalls um Abweisung der Beschwerde.
Mit Verf�gung vom 20. Juli 2006 hat der Pr�sident der I. �ffentlichrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts das Gesuch um aufschiebende Wirkung teilweise gutgeheissen und diese f�r die Projektbereiche
- Abbruch und Neugestaltung des Daches,
- teilweise Absenkung des Innenhofes mit Einbau eines neuen Eingangs und
- Umgestaltung der Fassade (Schliessen von alten Fenstern sowie Einbau von neuen Fenstern, Anbringen eines Pflanzenvorhangs an der Stirnwand)
Vorab ist zu pr�fen, in welchem Umfang das von den Beschwerdef�hrern erhobene Rechtsmittel und die von ihnen neu eingereichten Beweismittel respektive neu vorgebrachten Argumente zul�ssig sind.
1.1 Nach Art. 88 OG steht das Recht zur Beschwerdef�hrung B�rgern (Privaten) und Korporationen bez�glich solcher Rechtsverletzungen zu, die sie durch allgemein verbindliche oder sie pers�nlich treffende Erlasse oder Verf�gungen erlitten haben. Gem�ss st�ndiger Rechtsprechung kann mit staatsrechtlicher Beschwerde lediglich die Verletzung in rechtlich gesch�tzten Interessen ger�gt werden; zur Verfolgung bloss tats�chlicher Vorteile oder zur Geltendmachung allgemeiner �ffentlicher Interessen steht die staatsrechtliche Beschwerde nicht zur Verf�gung (BGE 120 Ia 110 E. 1a S. 111). Die Legitimation bestimmt sich im bundesgerichtlichen Verfahren ausschliesslich nach Art. 88 OG. Unmassgeblich ist daher grunds�tzlich, ob ein Beschwerdef�hrer im kantonalen Verfahren Parteistellung hatte (BGE 120 Ia 165 E. 1a S. 166).
Trotz fehlender Legitimation in der Sache selbst kann ein Beschwerdef�hrer indes aufgrund seiner Parteistellung im kantonalen Verfahren die Verletzung von Verfahrensvorschriften r�gen, deren Missachtung eine formelle Rechtsverweigerung darstellt (BGE 129 I 217 E. 1.4 S. 222 mit Hinweisen). Zur Verfolgung �ffentlicher Interessen oder bloss tats�chlicher Vorteile steht die staatsrechtliche Beschwerde nicht zur Verf�gung (BGE 118 Ia 232 E. 1a S. 234; 116 Ia 177 E. 3a S. 179 f.). Das nach Art. 88 OG erforderliche, rechtlich gesch�tzte Interesse ergibt sich diesfalls nicht aus der Berechtigung in der Sache, sondern aus der Teilnahme am kantonalen Verfahren. Eine solche ist stets dann gegeben, wenn dem Beschwerdef�hrer im kantonalen Verfahren Parteistellung zukam. Dieser kann mit staatsrechtlicher Beschwerde die Verletzung jener Parteirechte r�gen, die ihm nach dem kantonalen Verfahrensrecht oder unmittelbar aufgrund der Verfassung zustehen.
Hingegen geht es nicht an, dass auf dem Umweg �ber die R�ge der Verletzung von Verfahrensvorschriften dem Richter materielle Fragen zur Pr�fung vorgelegt werden. Ein in der Sache nicht legitimierter Beschwerdef�hrer kann deshalb weder die Beweisw�rdigung kritisieren, noch geltend machen, die Begr�ndung sei materiell unzutreffend, noch die Tatsache r�gen, dass seine Antr�ge wegen Unerheblichkeit oder aufgrund antizipierter Beweisw�rdigung abgelehnt wurden. Die Beurteilung dieser Fragen kann von der Pr�fung der materiellen Sache nicht getrennt werden. Auf eine solche hat der in der Sache selbst nicht Legitimierte keinen Anspruch (BGE 120 Ia 157 E. 2a/bb S. 160; 118 Ia 232 E. 1a S. 234 f.).
1.2 Die Freiwillige Basler Denkmalpflege und der Basler Heimatschutz sind nach diesen Grunds�tzen nicht zur Beschwerdef�hrung in der Sache selbst legitimiert. Sie vertreten beide ausschliesslich �ffentliche Interessen, zu deren Wahrnehmung die staatsrechtliche Beschwerde nicht zur Verf�gung steht. Die in Art. 12 des Bundesgesetzes �ber den Natur- und Heimatschutz vom 1. Juli 1966 (NHG; SR 451) enthaltene Beschwerdebefugnis gilt im staatsrechtlichen Verfahren nicht (BGE 117 Ib 35 E. 4a S. 41), abgesehen davon, dass beide Vereine keine gesamtschweizerischen Organisationen sind. Zwar machen die Beschwerdef�hrer geltend, sie w�rden mit ihrer Beschwerde die Interessen ihrer Mitglieder wahrnehmen, ohne jedoch darzutun, welche Mitglieder inwiefern in welchen eigenen Rechten betroffen sein sollen. Auch dass diese Mitglieder die Mehrheit oder mindestens eine grosse Zahl ihrer gesamten Vereinsmitglieder ausmachen w�rden, belegen die Beschwerdef�hrer nicht. Soweit sich die Beschwerde gegen die materielle W�rdigung der verweigerten Schutzmassnahmen wendet, ist demzufolge nicht darauf einzutreten. Dagegen sind die Beschwerdef�hrer im Sinne der zitierten Rechtsprechung aufgrund ihrer Parteistellung im kantonalen Verfahren dazu legitimiert, die Verletzung von Verfahrensvorschriften geltend zu machen. Auf die R�gen der formellen Rechtsverweigerung ist demnach grunds�tzlich einzutreten, zumal die �brigen Sachurteilsvoraussetzungen erf�llt sind.
Mit der staatsrechtlichen Beschwerde k�nnen neue Tatsachen und Beweismittel im Allgemeinen nicht vorgebracht werden (BGE 118 Ia 20 E. 5a S. 26; 107 Ia 187 E. 2a S. 190 f.). Nach der Praxis des Bundesgerichts gelten in den folgenden vier Fallgruppen Ausnahmen: So sind neue Vorbringen rechtlicher und tats�chlicher Art zul�ssig, zu deren Geltendmachung erst die Begr�ndung des angefochtenen Entscheides Anlass gibt. Ebenfalls zuzulassen sind neue Vorbringen zu Gesichtspunkten, die sich aufdr�ngen und die deshalb von der kantonalen Instanz offensichtlich h�tten ber�cksichtigt werden m�ssen (BGE 99 Ia 113 E. 4a S. 122 mit Hinweisen). Eine weitere Ausnahme gilt f�r Vorbringen, die erstmals im Rahmen von Sachverhaltsabkl�rungen gem�ss Art. 95 OG Bedeutung erlangen (BGE 107 Ia 187 E. 2b S. 191 mit Hinweisen). Neue rechtliche Vorbringen werden schliesslich zugelassen, falls die letzte kantonale Instanz volle �berpr�fungsbefugnis besass und das Recht von Amtes wegen anzuwenden hatte (BGE 119 Ia 88 E. 1a S. 90; 107 Ia 187 E. 2b S. 191; zum Ganzen: Walter K�lin, Das Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde, 2. Aufl., Bern 1994, S. 369 f.). Die zul�ssigen neuen Vorbringen d�rfen sich in jedem Fall nur auf Tatsachen und Beweismittel beziehen, die bereits im Zeitpunkt des letzten kantonalen Entscheids existierten bzw. auf Rechtsnormen, die zu diesem Zeitpunkt bereits in Kraft waren (BGE 102 Ia 76 E. 2f S. 79, 243 E. 2 S. 246; K�lin, a.a.O., S. 370).
2.1 Nicht zu h�ren sind die Beschwerdef�hrer mit dem Einwand, das Appellationsgericht habe in einem Urteil vom 24. Februar 2006 einen analogen Sachverhalt anders entschieden, weshalb die Rechtsgleichheit verletzt sei. Der angefochtene Entscheid datiert vom 21. Dezember 2005, erging mithin vor dem von den Beschwerdef�hrern zitierten Urteil. Auf dieses Novum ist nicht einzutreten.
2.2 Ebenfalls nicht entgegenzunehmen ist das von den Beschwerdef�hrern erst im bundesgerichtlichen Verfahren eingereichte Parteigutachten zur Schutzw�rdigkeit des Vischer-Anbaus. Ein solches h�tten sie bereits im kantonalen Verfahren beibringen k�nnen. Der angefochtene Entscheid bietet jedenfalls keinen Anlass f�r die nachtr�gliche Einreichung einer Expertise. Auch sonstige Ausnahmegr�nde sind weder ersichtlich noch wurden solche von den Beschwerdef�hrern dargetan.
2.3.1 Indes machen die Beschwerdef�hrer erstmals vor Bundesgericht geltend, auch der umstrittene "Anbau Vischer" sei im kantonalen Denkmalverzeichnis vom 23. Juni 1981 (SG 497.300) aufgenommen. Indem das Appellationsgericht das Denkmalverzeichnis nicht beachtet und somit den Sachverhalt und die Entscheidgrundlagen ungen�gend abgekl�rt habe, habe es eine unzul�ssige Rechtsverweigerung begangen.
Der Eintrag im Denkmalverzeichnis lautet "Augustinergasse 2/Martinsgasse 22, Museum f�r Natur- und V�lkerkunde (jetzt Museum der Kulturen)". Den Beschwerdef�hrern ist darin zuzustimmen, dass weder die kantonalen Beh�rden noch die Parteien diese Problematik bisher ausdr�cklich thematisiert haben. S�mtliche Beteiligten, auch die Beschwerdef�hrer, sind offensichtlich bis anhin davon ausgegangen, der Anbau befinde sich in der Stadtbild-Schutzzone, was nach wie vor unbestritten ist. Der Eintrag im Denkmalverzeichnis war nie Prozessthema. Nachdem das Appellationsgericht im kantonalen Verfahren in Fragen des Denkmalschutzes �ber volle Kognition verf�gt (vgl. � 28 Abs. 2 des Gesetzes �ber den Denkmalschutz vom 20. M�rz 1980 [DSchG/BS; SG 497.100]; BGE 118 Ia 384 E. 4b S. 388; vgl. auch Christoph Winzeler, Grundfragen des neuen baselst�dtischen Denkmalschutzrechts, BJM 1982, S. 169 ff., 180) und das Recht von Amtes wegen anzuwenden hat, w�re es zur Konsultation des Denkmalverzeichnisses verpflichtet gewesen. Indes fragt sich, ob die kantonalen Instanzen dies nicht getan haben und sinngem�ss zum Schluss gekommen sind, der Eintrag im Denkmalverzeichnis umfasse den "Anbau Vischer" nicht. Das Appellationsgericht f�hrt im angefochtenen Urteil dazu aus, die Stadtbild-Schutzzone erstrecke sich �ber den ganzen M�nsterh�gel. So st�nden dort auch zahlreiche Geb�ude unter Denkmalschutz wie zum Beispiel viele H�user an der Augustinergasse, an der Martinsgasse, am Stapfelberg, am Schl�sselberg und auf dem M�nsterplatz. Dabei verweist das Appellationsgericht ausdr�cklich auf das Denkmalverzeichnis sowie auf die Stadt- und Zonenpl�ne. Im n�chsten Satz h�lt es fest, der "Anbau Vischer" sei jedoch nicht denkmalgesch�tzt (E. 2 S. 5 des angefochtenen Urteils). Daraus l�sst sich durchaus schliessen, das Appellationsgericht habe sich mit der Problematik auseinandergesetzt und festgestellt, der Eintrag im Denkmalverzeichnis meine den "Anbau Vischer" nicht. Auch die Basler Denkmalpflege geht in ihrer Stellungnahme vom 10. Februar 2004 davon aus, das Baubegehren betreffe "ein Geb�ude in der Schutzzone" sowie die Umgebung mehrerer denkmalgesch�tzter Geb�ude am M�nsterplatz. Desgleichen f�hrt die Baurekurskommission in ihrem Entscheid vom 27. Oktober 2004 unter Zitierung der Basler Denkmalpflege aus, der Umgebungsschutz sch�tze insbesondere den Blick auf eingetragene Denkm�ler. Offensichtlich erachtete sie den "Anbau Vischer" nicht als solches. Diese Differenzierung legt nahe, dass die Eintr�ge im Denkmalverzeichnis bei der Pr�fung des Bauvorhabens sehr wohl ber�cksichtigt, jedoch anders ausgelegt wurden als von den Beschwerdef�hrern. Dass das Appellationsgericht dazu keine weiteren Ausf�hrungen gemacht hat, ist ihm denn auch insofern nicht vorzuwerfen, da es gem�ss � 18 des Gesetzes �ber die Verwaltungsrechtspflege vom 14. Juni 1928 (VRPG/BS; SG 270.100) die von den Parteien anerkannten Tatsachen als wahr annehmen darf. Als anerkannt gelten nach dieser Bestimmung auch die in der angefochtenen Verf�gung ausdr�cklich festgestellten Tatsachen, welche der Rekurrent und die Beigeladene nicht bestritten haben. Nachdem sich die Beschwerdef�hrer nie auf den Eintrag im Denkmalverzeichnis berufen haben, sondern mit den �brigen Beteiligten die Stadtbild-Schutzzone als massgeblich erachtet haben, waren die kantonalen Beh�rden nicht gehalten, sich detailliert zum Eintrag zu �ussern.
2.3.2 Selbst wenn sich jedoch die kantonalen Beh�rden im Baugesuchsverfahren nicht ausdr�cklich zum Eintrag im Denkmalverzeichnis ge�ussert haben respektive diesen allenfalls nicht ber�cksichtigt haben und die R�ge der Beschwerdef�hrer insofern grunds�tzlich als Novum zuzulassen w�re, ist Folgendes in Erw�gung zu ziehen:
Die Beschwerdef�hrer bringen vor, das Denkmalverzeichnis beziehe sich auf die gesamte Parzelle Grundbuch Basel Sektion 5, Parzelle 14, an der Augustinergasse 2. Indes �bersehen sie dabei, dass sich auf der genannten Parzelle neben den von ihnen genannten Geb�uden auch die Geb�ude Martinsgasse 22, Schl�sselberg 5 sowie Schl�sselberg 9 befinden. In der alphabetischen Aufz�hlung des Denkmalverzeichnisses wird das Museum der Kulturen sowohl unter der Augustinergasse 2 wie auch unter der Martinsgasse 22 genannt. Weiter findet sich auch das Geb�ude Schl�sselberg 5 mit der Bezeichnung "zum Weissen B�r" im Denkmalverzeichnis. Hingegen fehlt ein Eintrag zum Geb�ude am Schl�sselberg 9. Demzufolge sind nicht s�mtliche Geb�ude auf der fraglichen Parzelle automatisch vom Denkmalschutz erfasst. Die Zug�nge Augustinergasse 2 und Martinsgasse 22 betreffen jedenfalls den "Berri-Bau". Dass zwingend der gesamte Geb�udekomplex gemeint sei, weil auch der Annexbau dieselbe Adresse hat und derzeit noch �ber keinen eigenen Eingang verf�gt, ist daraus nicht zwingend zu schliessen. Hinzu kommt, dass sich s�mtliche kantonale Instanzen w�hrend des Verfahrens einig waren, dass der "Anbau Vischer" in denkmalpflegerischer Hinsicht grosse Qualit�tsunterschiede zum "Berri-Bau" aufweise. So hat etwa die Basler Denkmalpflege im Bauentscheid vom 25. Juni 2004 zur Frage nach der Qualit�t des "Anbaus Vischer" ausgef�hrt:
"Der Bau des Museums der Kulturen wurde 1915/17 durch die Architekten Vischer und S�hne als Erweiterungsbau des Museums an der Augustinergasse erstellt. Er ist keine Zierde im Hofgel�nde des alten Sch�rhofs, sodass eine Ver�nderung dieses Geb�udes grunds�tzlich zul�ssig erscheint."
Die Baurekurskommission bezeichnete den "Anbau Vischer" in ihrem Entscheid vom 27. Oktober 2004 als "das schw�chste Element" der Bauten in der Umgebung. Es ist davon auszugehen, dass sie auch bei einer ausdr�cklichen Pr�fung des Eintrags im Denkmalverzeichnis zum Schluss gekommen w�ren, dieser umfasse nicht beide Museumsbauten. Eine formelle Rechtsverweigerung ist den kantonalen Beh�rden deshalb nicht vorzuwerfen.
Die Beschwerdef�hrer werfen dem Appellationsgericht Rechtsverweigerung und Willk�r vor, weil es auf die Einholung einer Expertise verzichtet habe. Sie berufen sich auf � 18 VRPG/BS, wonach das Appellationsgericht den Beweisantr�gen der Parteien Folge zu geben hat, wenn sie zur Feststellung des Sachverhaltes dienlich erscheinen. Diese Bestimmung geht indessen nicht �ber die diesbez�glichen Garantien der Bundesverfassung hinaus.
3.1 Der in Art. 29 Abs. 2 BV gew�hrleistete Anspruch auf rechtliches Geh�r verlangt, dass die Beh�rde die Vorbringen des vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen auch tats�chlich h�rt, pr�ft und in der Entscheidfindung ber�cksichtigt (BGE 124 I 49 E. 3a S. 51 und 241 E. 2 S. 242, je mit Hinweisen). Die Begr�ndungspflicht und der Anspruch auf Begr�ndung sind nicht bereits dadurch verletzt, dass sich die urteilende Beh�rde nicht mit allen Parteistandpunkten einl�sslich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdr�cklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die f�r den Entscheid wesentlichen Punkte beschr�nken (vgl. BGE 126 I 97 E. 2b S. 102; 124 II 146 E. 2a S. 149; 124 V 180 E. 1a S. 181; 123 I 31 E. 2c S. 34; 121 I 54 E. 2c S. 57, je mit Hinweisen).
3.2 Weiter ergibt sich aus Art. 29 Abs. 2 BV der Anspruch der Parteien, mit rechtzeitig und formg�ltig angebotenen Beweisantr�gen und Vorbringen geh�rt zu werden, soweit diese erhebliche Tatsachen betreffen und nicht offensichtlich beweisuntauglich sind (BGE 120 Ib 379 E. 3b S. 383; 106 Ia 161 E. 2b S. 162, je mit Hinweisen). Keine Verletzung des rechtlichen Geh�rs liegt vor, wenn ein Gericht auf die Abnahme beantragter Beweismittel verzichtet, weil es auf Grund der bereits abgenommenen Beweise seine �berzeugung gebildet hat und ohne Willk�r in vorweggenommener Beweisw�rdigung annehmen kann, dass seine �berzeugung durch weitere Beweiserhebungen nicht ge�ndert w�rde (BGE 119 Ib 492 E. 5b/bb S. 505 f.; 115 Ia 97 E. 5b S. 101, je mit Hinweisen).
3.3 Das Appellationsgericht setzt sich im angefochtenen Urteil entgegen der Behauptung der Beschwerdef�hrer sehr wohl mit der Qualit�t des "Anbaus Vischer" auseinander und legt dar, dass es dazu einerseits auf die Meinung der Fachinstanzen, insbesondere der Baurekurskommission und der Denkmalpflege, abstellt. Die Baurekurskommission hatte bei ihrem Entscheid zudem eine Denkmalschutzexpertin beigezogen, wie dies � 2 Abs. 3 des Gesetztes betreffend die Baurekurskommission vom 7. Juni 2000 (BRKG/BS; SR 790.100) vorsieht. Weiter bestimmt � 13 Abs. 1 der Bau- und Planungsverordnung vom 19. Dezember 2000 (BPV/BS; SG 730.110), dass die nach der Gesetzgebung �ber den Denkmalschutz zust�ndigen Beh�rden nach den Vorschriften �ber den Denkmalschutz und den Zonenvorschriften die Zul�ssigkeit von Ver�nderungen und die Gestaltung von eingetragenen Denkm�lern sowie von Bauten und Anlagen in der Stadt- und Dorfbild-Schutzzone beurteilen. Gem�ss Abs. 2 der zitierten Norm wird die Gestaltung von Bauten, Anlagen, Reklamen, Aufschriften und Bemalungen im n�heren Sichtbereich von eingetragenen Denkm�lern von der Basler Denkmalpflege beurteilt. Ist also ein Baugesuch in der Stadtbild-Schutzzone zu pr�fen, hat das Bauinspektorat in jedem Falle die Fachinstanz beizuziehen. In dieser Funktion hat sich denn die Denkmalpflege auch eingehend zum Vorhaben ge�ussert. Ihr Entscheid ist f�r die Bauinspektion verbindlich (� 17 BPV/BS). Zudem hat das Appellationsgericht selber einen Augenschein durchgef�hrt und sich vor Ort einen Eindruck �ber die Situation verschafft. Wenn es aufgrund dieser Abkl�rungen auf die Einholung einer weiteren Expertise verzichtet hat, ist dies verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden.
Sodann werfen die Beschwerdef�hrer dem Appellationsgericht vor, es habe seine Kognition unzul�ssigerweise beschr�nkt und damit eine Verletzung von Art. 9 und Art. 29 BV begangen.
4.1 Das Appellationsgericht hat nach � 8 Abs. 1 VRPG/BS zu pr�fen, ob die Baurekurskommission das �ffentliche Recht - vorliegend insbesondere das Denkmalschutzgesetz - nicht oder nicht richtig angewendet, den Tatbestand unrichtig festgestellt, wesentliche Form- oder Verfahrensvorschriften verletzt, oder eine ihr vorgeschriebene Verf�gung grundlos verz�gert habe. Soweit das Appellationsgericht die Einhaltung des DSchG/BS pr�ft, entscheidet es auch �ber die Angemessenheit einer Verf�gung. Seine Kognition beschr�nkt sich darum auch bei der Beurteilung, ob ein Bauvorhaben in der Schutzzone zu einer nach � 37 des Bau- und Planungsgesetzes vom 17. November 1999 (BPG/BS; SG 730.100) unzul�ssigen Beeintr�chtigung des nach aussen sichtbaren historischen oder k�nstlerischen Charakters der bestehenden Bebauung f�hrt, nicht auf die Frage, ob die Bewilligungsbeh�rde von ihrem Ermessen einen willk�rlichen Gebrauch gemacht hat. Wie das Appellationsgericht im angefochtenen Urteil richtig ausf�hrt, besteht hier vielmehr die volle richterliche Kognition, da es um die richtige Anwendung der Schutzzonenbestimmungen selber geht. Allerdings legt sich das Appellationsgericht, soweit es bei den erw�hnten Vorschriften um die Anwendung und Auslegung unbestimmter Rechtsbegriffe geht, auch bei freier Kognition eine gewisse Zur�ckhaltung auf, um dem Beurteilungsspielraum und der Sachkenntnis der Verwaltung Rechnung zu tragen (BJM 2001, S. 26 ff.). Dieses Vorgehen ist verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden. Es entspricht der Kognition des Bundesgerichts in Fragen des Denkmalschutzes: Obwohl das Bundesgericht frei pr�ft, ob eine Eigentumsbeschr�nkung im �ffentlichen Interesse liegt und verh�ltnism�ssig ist, auferlegt es sich Zur�ckhaltung, soweit die Beurteilung von der W�rdigung der �rtlichen Verh�ltnisse abh�ngt, welche die kantonalen Beh�rden besser kennen (BGE 129 I 337 E. 4.1 S. 344; 126 I 219 E. 2c S. 222; 119 Ia 362 E. 3a S. 366). Dies gilt insbesondere auf dem Gebiet des Denkmalschutzes und selbst dann, wenn das Bundesgericht einen Augenschein durchgef�hrt hat. Es ist in erster Linie Sache der Kantone, dar�ber zu befinden, welche Objekte sch�tzenswert sind (vgl. BGE 120 Ia 270 E. 3b S. 275; 118 Ia 384 E. 4b S. 388 mit Hinweisen).
4.2 Den Beschwerdef�hrern ist darin zuzustimmen, dass E. 3.4.2 des angefochtenen Urteils den Eindruck erweckt, das Appellationsgericht beschr�nke seine �berpr�fungsbefugnis unzul�ssigerweise. Es hat jedoch in E. 1.3 seines Entscheids die oben zitierten Grunds�tze seiner Kognition genannt und diese anschliessend bei der Pr�fung, ob die Baurekurskommission richtig entschieden habe, entsprechend angewandt. Die E. 3.4.3, 3.4.4 und 3.5 des angefochtenen Urteils lassen jedenfalls keine unzul�ssige Zur�ckhaltung bei der �berpr�fung erkennen. Die Beschwerdef�hrer legen denn auch nicht konkret dar, worin die Rechtsverweigerung respektive die unzul�ssige Kognitionsbeschr�nkung bestehen soll (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG).
Soweit die Beschwerdef�hrer die vom Appellationsgericht vorgenommene materielle W�rdigung in Frage stellen, sind sie dazu, wie in E. 1.1 hiervor gesehen, nicht legitimiert.
Daraus folgt, dass die staatsrechtliche Beschwerde abzuweisen ist, soweit darauf eingetreten werden kann. Bei diesem Verfahrensausgang haben die Beschwerdef�hrer die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens zu tragen (Art. 156 Abs. 1 OG). Zudem haben sie die Beschwerdegegnerin f�r das bundesgerichtliche Verfahren angemessen zu entsch�digen (Art. 159 Abs. 1 OG).
Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 3'000.-- wird den Beschwerdef�hrern unter solidarischer Haftbarkeit auferlegt.
Die Beschwerdef�hrer haben die Beschwerdegegnerin f�r das bundesgerichtliche Verfahren unter solidarischer Haftbarkeit mit Fr. 2'000.-- zu entsch�digen.