Source: https://ausschreibungen-deutschland.de/474522_Fachliche_Beratungsleistungen_fuer_Gliederungen_des_Forums_Flughafen_und_RegionReferenznummer_2018_Kelsterbach
Timestamp: 2019-05-20 04:24:13
Document Index: 203245294

Matched Legal Cases: ['§ 123', '§ 125', '§ 124', '§ 125', '§ 21', '§ 98', '§ 19', '§ 21', '§ 155', '§ 160', '§ 160']

Öffentliche Ausschreibung Kelsterbach 2018 Fachliche Beratungsleistungen für Gliederungen des Forums Flughafen und Region Referenznummer der Bekanntmachung: 5371/15 2018-09-10
Ausschreibungen Kelsterbach
Fachliche Beratungsleistungen für Gliederungen des Forums Flughafen und Region Referenznummer ...
Fachliche Beratungsleistungen für Gliederungen des Forums Flughafen und Region Referenznummer der Bekanntmachung: 5371/15
Kontaktstelle(n): Herr Dr. Michael Charalambis
Hauptadresse: www.umwelthaus.org
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: https://www.had.de/onlinesuche_freeeu.html?SHOWPUB=5371-15
Andere: Gemeinnützige GmbH des Landes Hessen
Fachliche Beratungsleistungen für Gliederungen des Forums Flughafen und Region
Referenznummer der Bekanntmachung: 5371/15
Fallweise und/oder kontinuierliche wissenschaftlich-technische Beratungsleistungen in unterschiedlichen Disziplinen:
1) Unterstützung des Forums Flughafen und Region sowie seiner Gliederungen in Form der Erschließung, Aufbereitung und Beurteilung von Fragestellungen auf dem Gebiet des aktiven und passiven Schallschutzes;
2) Fachtechnische Beratung des Expertengremiums Aktiver Schallschutz beim Forum Flughafen und Region in Fragen des aktiven Schallschutzes an Flughäfen.
Das FFR und die Gliederungen, für die Unterstützungsleistungen benötigt werden, arbeiten im Wesentlichen an folgenden Themen und Projekten:
- Fluglärm; Entwicklung von Vorschlägen und Beurteilung von Planungen zur Reduzierung der Lärmbelastung der im Umfeld des Flughafens betroffenen Bevölkerung. Dies erfolgt durch Mitwirkung bei Flugverfahrensplanungen und grundsätzlichen Änderungen im Betriebskonzept des Flughafens; Mit Neuerungen und Alternativen zu Fluglärmberechnungen soll die Dokumentation der Belastungen und Entlastungen im Rahmen von Projektmonitorings sowie dauerhaften Monitorings verbessert werden; Dazu gehört die Anwendung und Weiterentwicklung des Frankfurter Fluglärmindexes; Rahmenbedingungen für passiven Schallschutz,
- Umwelt; Betrachtet werden Fragen der Umweltveränderungen durch den Flugbetrieb; Fragen der Luftschadstoffrelevanz sowie die Bewertung von Monitoringergebnissen zu Flora und Fauna,
- Raumplanung; Soziodemographische Veränderungen in den näheren und weiter entfernten Siedlungsgebieten des Flughafens; Veränderungen in der Sozialstruktur von Kommunen und ihre Zusammenhänge mit dem Flughafen; Arbeitsplätze, Strukturen und Veränderungen.
Ein Schwerpunkt der Tätigkeiten liegt eindeutig im Bereich aktiver Schallschutz, in dem ein Expertengremium, zusammengesetzt aus Fachleuten von Flughafen, Flugsicherung, Airlines, Kommunen und Landesregierung sowie weiterer Experten, z. B. von DLR, Fluglärmkommission oder Vereinigung Cockpit unter dem Vorsitz der DFS zusammenarbeiten.
Das gesamte Spektrum von operativen Maßnahmen des Flugbetriebes, über Möglichkeiten der Reduzierung von Roll- und Bodenlärm, Forschungsprojekten mit eher längerfristiger Perspektive bis hin zu unterschiedlich konzeptionierten temporären, kontinuierlichen oder diskontinuierlichen Monitorings wird dabei betrachtet.
Das erwartete Aufgabenspektrum des/der Berater/s umfasst in den genannten Themenbereichen die inhaltlich/konzeptionelle Betreuung des Expertengremiums und diverser Arbeitsgruppen.
Von dem/den künftigen Auftragnehmer/n wird erwartet, dass er in diesen Themenbereichen - auf dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik - unterstützt, Anregungen zur Weiterentwicklung gibt, überaktuelle Entwicklungen an anderen Flughafenstandorten informiert, aktuelle Entwicklungen der einschlägigen Rechtsprechung ebenso antizipiert wie die mögliche Bedeutung von technischen/verfahrenstechnischen Neuerungen für die Arbeit in Frankfurt erkennt und diese Informationen transportiert.
Für alle Themenbereiche finden sich ausführliche Dokumentationen und Hinweise auf den verschiedenen Internetseiten des UNH - erreichbar über www.umwelthaus.org
Qualitätskriterium - Name: Konzeptionelle Umsetzung der ausgeschriebenen Leistung / Gewichtung: 30 %
Qualitätskriterium - Name: Personalkonzept (Organisation, Qualifikation und Erfahrung des mit der Ausführung des Auftrags betrauten Personals) / Gewichtung: 30 %
Umwelt- und Sozialmonitoring
a) Nichtvorliegen von zwingenden Ausschlussgründen nach § 123 Abs. 1, 4 GWB (Eigenerklärung im Formblatt "Eigenerklärung zur Eignung" erforderlich); liegt ein zwingender Ausschlussgrund vor, so sind aussagefähige Unterlagen zur Selbstreinigung gemäß § 125 GWB vorzulegen;
b) Nichtvorliegen von fakultativen Ausschlussgründen nach § 124 Abs. 1 GWB (Eigenerklärung im Formblatt "Eigenerklärung zur Eignung" erforderlich); liegt ein fakultativer Ausschlussgrund vor, so sind aussagefähige Unterlagen zur Selbstreinigung gemäß § 125 GWB vorzulegen;
c) Eintragung im Berufs- oder Handelsregister oder gleichwertige Bescheinigung einer Behörde des Ursprungs- oder Herkunftslandes des Bieters, soweit eintragungspflichtig (Eigenerklärung im Formblatt "Eigenerklärung zur Eignung" erforderlich und zusätzlich Nachweis über Eintragung, nicht älter als 6 Monate).
d) Vorliegen einer aktuellen Berufs- oder Betriebshaftpflichtversicherung bei einem in der EU zugelassenen Versicherungsunternehmen mit einer für die Auftragsausführung angemessenen Deckungssumme in Höhe von mindestens 10 Mio. (Eigenerklärung im Formblatt "Eigenerklärung zur Eignung" erforderlich und zusätzlich Nachweis über Versicherung, nicht älter als 6 Monate);
e) angemessener Gesamtumsatz des Bieters sowie angemessener Umsatz in Bezug auf Dienstleistungen, die mit der vorliegend ausgeschriebenen Leistung vergleichbar sind, in den Jahren 2014, 2015, 2016 (Eigenerklärung im Formblatt "Eigenerklärung zur Eignung" unter Angaben des Eigenleistungsanteils erforderlich);
f) Nichtvorliegen der Voraussetzungen für einen Ausschluss nach § 21 Abs. 1 AEntG (Arbeitnehmer-Entsendegesetz), § 98c Abs. 1 AufenthG (Aufenthaltsgesetz), § 19 Abs. 1 MiLoG (Mindestlohngesetz) und § 21 SchwArbG (Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz) (Eigenerklärung im Formblatt "Eigenerklärung zur Eignung" erforderlich).
g) Kurze Unternehmensdarstellung mit Angabe zu Sitz und Rechtsform des Bieters sowie zu etwaigen Gesellschaftern (vom Bieter zu erstellende Eigenerklärung erforderlich);
h) geeignete Referenzen über früher ausgeführte vergleichbare Dienstleistungsaufträge (in Form einer Liste der in den Jahren 2014, 2015 und 2016 erbrachten wesentlichen Dienstleistungen, mit Angabe des Werts, des Erbringungszeitraums, des öffentlichen oder privaten Auftraggebers und des Ansprechpartners (soweit nicht vertraulich) im Formblatt "Eigenerklärung zur Eignung");
i) hinreichende fachliche Expertise und Vernetzung mit Unternehmen, Inspektionen und Universitäten in den nachfolgend aufgelisteten Bereichen und - falls vorhanden - besondere Referenzen hierzu (etwa durch wissenschaftliche Veröffentlichungen oder ähnliches (vom Bieter zu erstellende Beschreibung erforderlich)):
- Expertise im Bereich Luftverkehr, insbesondere in Technik, Flugverfahren, Flugsicherung und deren komplexer Zusammenhänge und Wechselwirkungen sowie zu den einschlägigen internationalen Richtlinien (ICAO, IATA etc.) und transnationalen Projekte (Beispiel Single European Sky),
- Expertise im Bereich der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit den Zukunftsthemen Mobilität, Umwelt, Gesellschaftsentwicklung, Wirtschaft, Vernetzung und Nachhaltigkeit,
- Juristische Expertise auf dem Gebiet des Luftverkehrsrecht (hier insbesondere zu allen Fragestellungen im Zusammenhang mit Maßnahmen des aktiven und passiven Schallschutzes),
- Expertise im Bereich des Stakeholder Dialogs, der Mediation sowie der Bürgerbeteiligung,
- Expertise im Bereich der Entstehung und Ausbreitung von Schall/Lärm (hier insbesondere zum Thema Luftverkehrslärm sowie zu den Themen des aktiven und passiven Schallschutzes),
- Expertise in anderen luftfahrtrelevanten Sachgebieten (z. B. Luftschadstoffe, CO2-Verbrauch),
- Expertise im Bereich der Interessen und Bedürfnisse der im Forum Flughafen und Region vertretenen Akteure, insbesondere auch Einordnung in die Bundes- und Landespolitik sowie in internationale Zusammenhänge.
j) geeigete Ausstattung, technische Ausrüstung und geeignete Maßnahmen zur internen Qualitätssicherung der eigenen (wissenschaftlichen) Arbeit (vom Bieter zu erstellende Beschreibung erforderlich);
k) geeignete Anzahl an Beschäftigten und Führungskräften (Eigenerklärung, aus der die durchschnittliche Beschäftigtenzahl des Bieters und die Zahl seiner Führungskräfte in den Jahren 2014, 2015 und 2016 ersichtlich ist, im Formblatt "Eigenerklärung zur Eignung" erforderlich);
Es wird darauf hingewiesen, dass die Bieter sowie gegebenenfalls deren Nachunternehmen und Verleihunternehmen, soweit diese bereits bei Angebotsabgabe bekannt sind, zusammen mit dem Angebot die "Verpflichtungserklärung zu Tariftreue und Mindestentgelt bei öffentlichen Aufträgen" nach dem Hessischen Vergabe- und Tariftreuegesetz (HVTG) abzugeben haben. Das entsprechende Formular ist in den Vergabeunterlagen enthalten.
Das Verfahren für die Nachprüfung der Vergabe richtet sich nach den Vorschriften der §§ 155 ff. des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB). Zur Wahrung der Fristen wird auf die §§ 160 ff. GWB verwiesen. Insbesondere weisen wir darauf hin, dass ein etwaiger Nachprüfungsantrag gemäß § 160 Abs. 3 Satz 1 Nr. 4 GWB spätestens 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, zu stellen ist.