Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BFHE%20175,%20351
Timestamp: 2019-11-11 22:00:50
Document Index: 309030670

Matched Legal Cases: ['§ 50', 'Art. 16', '§ 2', 'Art. 25', 'Art. 59', 'Art. 79', '§ 50', '§ 50', 'Art. 16', '§ 50', '§ 50']

BFH, 13.07.1994 - I R 120/93 - dejure.org
https://dejure.org/1994,775
BFH, 13.07.1994 - I R 120/93 (https://dejure.org/1994,775)
BFH, Entscheidung vom 13.07.1994 - I R 120/93 (https://dejure.org/1994,775)
BFH, Entscheidung vom 13. Juli 1994 - I R 120/93 (https://dejure.org/1994,775)
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EStG 1989 § 50 d Abs. 1 Satz 1; DBA-Polen Art. 16 Abs. 2; AO 1977 § 2; GG Art. 25, Art. 59 Abs. 2, Art. 79 Abs. 2
Doppelbesteuerung bei Kapitalertragsteuer
DBA: Steuerabzug bei Künstlern
Einkommensteuer; Rechtmäßigkeit der Regelung des § 50d Abs. 1 Satz 1 EStG (,,Treaty override'')
BFHE 175, 351
BB 1995, 88
BStBl II 1995, 129
Das mag prinzipiell in Einklang damit stehen, dass sowohl das Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung infolge dessen Transformation in nationales Recht (vgl. im Hinblick auf das DBA-Spanien: Zustimmungsgesetz vom 16. Januar 1968, BGBl II 1968, 9) als auch das Einkommensteuergesetz in der Normenhierarchie gleichrangig auf derselben Stufe stehen (vgl. z.B. Senatsurteil vom 13. Juli 1994 I R 120/93, BFHE 175, 351, BStBl II 1995, 129).
Der Beklagte ist ferner der Ansicht, dass auch der BFH in seinem Urteil vom 13. Juli 1994 ( I R 120/93) die Abweichung von in Doppelbesteuerungsabkommen festgelegten Besteuerungsregeln für rechtmäßig erachtet habe.
Das Zustimmungsgesetz ist vielmehr ein einseitiger Akt des deutschen Gesetzgebers, der mit Vorbehalten versehen, aufgehoben oder geändert werden kann (BFH-Urteil vom 13. Juli 1994 I R 120/93, BFHE 175, 351 , BStBl II 1995, 129 ).
Da der Gesetzgeber - wie bereits oben ausgeführt - die Möglichkeit hat, ein einfaches Gesetz durch ein anderes einfaches Gesetz zu ändern oder aufzuheben, besteht auch die Möglichkeit, das Vertragsgesetz und damit das DBA durch ein anderes Gesetz zu verdrängen (BFH-Urteil vom 13. Juli 1994 I R 120/93, BFHE 175, 351 , BStBl II 1995, 129 ).
Im Übrigen habe der BFH die Abweichung von in DBA festgelegten Besteuerungsgrundlagen für rechtmäßig erachtet (Urteil vom 13.07.1994, I R 120/93).
Auch der Bundesfinanzhof (BFH) hat die Abweichung von in DBA festgelegten Besteuerungsregeln für rechtmäßig erachtet (BFH-Urteil vom 13.07.1994, I R 120/93, BStBl. II 1995, 129, zu § 50d Abs. 1 S. 1 EStG und Art. 16 Abs. 2 DBA Polen).
25 GG ist nicht berührt, da das DBA-Türkei nicht zu den allgemeinen Regeln des Völkerrechts gehört (BFH-Urteil vom 13.07.1994, a.a.O., zum DBA-Polen).
Der vom Ag vorgebrachte Hinweis auf das BFH-Urteil vom 13. Juli 1994 (Az.: I R 120/93 - veröffentlicht in Der Betrieb - DB-;… 1994, S. 2531) sei unzutreffend.
Dies ergebe sich auch aus dem BFH-Urteil vom 13. Juli 1994 ( I R 120/93 ; DB 1994, S. 2531).
Die durch § 50 d Abs. 1 Satz 1 EStG 1989 geschaffene Änderung des Freistellungsverfahrens bei Vergütungen an Ausländer wird von der herrschenden Meinung (vgl. z.B. Kumpf in Herrmann/Heuer, Kommentar zum EStG, § 50 d Anm. 44;… Vogel, Kommentar zu DBA, 2.Aufl., Einleitung Rdn. 44) sowie vom BFH (Urteil vom 13. Juli 1994 I R 120/93 - BStBl II 1995, 129) für rechtmäßig gehalten, auch wenn dadurch bestehende Doppelbesteuerungsabkommen bezüglich ihrer Anwendung Einschränkungen erfahren sollten.
Das Zustimmungsgesetz ist ein einseitiger Akt des deutschen Gesetzgebers, der mit Vorbehalten versehen, aufgehoben oder geändert werden kann (so BFH-Urteil I R 120/93 - a.a.O. - mit Hinweisen auf die herrschende Meinung).
BFH, 28.11.2001 - I B 169/00
FG Köln, 12.03.1999 - 8 V 544/99
Streit über die Anwendung des Progressionsvorbehalts auf im Ausland erzielte …