Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=WM%201987,%201462
Timestamp: 2019-12-10 10:09:33
Document Index: 375337279

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

https://dejure.org/1987,143
BGH, 02.07.1987 - I ZR 188/85 (https://dejure.org/1987,143)
BGH, Entscheidung vom 02.07.1987 - I ZR 188/85 (https://dejure.org/1987,143)
BGH, Entscheidung vom 02. Juli 1987 - I ZR 188/85 (https://dejure.org/1987,143)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1987,143) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Ansprüche eines Vertragshändlers aus der Einbeziehung in die Absatzorganisation eines Unternehmens - Rechtsbeziehungen zwischen einem Fahrzeughersteller und einem Vertragshändler - Ansprüche eines Vertragshändlers auf Provisionszahlung gegen den Produkthersteller - ...
c) Der Prognosezeitraum ist beim Neuwagenkauf nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs mit fünf Jahren zu bemessen (BGHZ 135, 14, 19, 23 = NJW 1997, 1503; BGH, NJW 1996, 2302, 2304; NJW 1996, 2298, 2301; NJW-RR 1988, 42).
Ausgehend vom Mehrfachkundenumsatz des letzten Vertragsjahres, soweit es keinen atypischen Verlauf genommen hat, kann dann für den Prognosezeitraum unter Berücksichtigung der Quoten für "potentielle Mehrfachkunden" und für abwandernde Mehrfachkunden der für die weitere Berechnung maßgebende Umsatz mit Stammkunden ermittelt werden (vgl. BGH, NJW-RR 1988, 42; vgl. a. BGH, NJW 1996, 2302; NJW 1996, 2298).
Einer dieser Umstände kann sein, dass die Verkaufsbemühungen des Händlers in nicht unerheblichem Maße durch die von der Marke ausgehende "Sogwirkung" gefördert werden (vgl. BGH, NJW-RR 1988, 42, 44; NJW-RR 1994, 99, 101; NJW 1996, 2302, 2304; NJW-RR 2003, 1340, 1342).
Es entspricht deshalb meist der Billigkeit, bei der Bemessung des Ausgleichsanspruchs zu berücksichtigen, dass die Verkaufsbemühungen des Kfz-Händlers durch die von der Marke ausgehende "Sogwirkung" in nicht unerheblichem Ausmaß gefördert werden (vgl. BGH, NJW-RR 1988, 42, 44).
So wurden 10 % (NJW 1996, 2298, 2301), 25 % (NJW-RR 1988, 42; BGHZ 135, 14 = NJW 1997, 1503) und - bei gleichzeitiger Übernahme der Vertretung eines Konkurrenzproduktes bei Vertragsbeendigung - von 30 % (NJW 1996, 2302) nicht beanstandet.
OLG Köln, 30.06.1992 - 24 U 248/91