Source: https://issuu.com/kv_nordrhein/docs/kvno_aktuell1209
Timestamp: 2017-02-21 19:23:42
Document Index: 182513136

Matched Legal Cases: ['§ 73', '§ 73', '§ 73', '§ 115', '§ 115', '§ 17']

KVNO aktuell 12 2009 by KV Nordrhein - issuu
Freie Leistungen gedeckelt,
um Fallwerte zu stabilisieren
Unsolidarisch oder gerecht?
Das Problem ist der Ausgleich
Zuschuss für Assistenten
soll auf 3.500 Euro steigen
Neue Vergütung für die
DDD-Quoten eingeführt –
Richtgrößen neu berechnet
2	Korrekturen an den Regelleistungsvolumen: Kontingente für die freien Leistungen
4	Streit zwischen Haus- und Fachärzten: Schulterschluss oder Spaltpilz
6	Kliniken und Praxen setzen neue Lesegeräte ein: eGK kommt – Funktionen auf dem Prüfstand
7	Morbiditätsorientierter Risikostrukturausgleich: Berufsverbände setzen auf richtiges Codieren
8	Höhere Förderung von Weiterbildungsassistenten: 3.500 Euro Zuschuss für angehende Hausärzte
9	H1N1-Virus immer noch aktiv: Die Massenimpfung geht weiter
20	Was die Gesundheitsprämie bedeutet: Unsolidarisch – aber dafür gerecht?
22	Die Bilanz fällt gut aus - Hansen und Enderer freuen sich auf die Praxis: „Jetzt sind wir einfach wieder Ärzte“
24	500 bis 700 Ärzte täglich außerhalb der Sprechstunde im Einsatz: Über 1,3 Millionen Notfälle pro Jahr
27	KV Nordrhein war einer von gut 4.300 Ausstellern: KV-Service auf der MEDICA
28	Land fördert den hausärztlichen Nachwuchs
28	Keine Gesprächspsychotherapie auf Kassenkosten
29	SAPV-Versorgung nun auch in Aachen
29	Immer weniger und immer älter
30	Alle Praxisstandorte im Internet – Nutzerfreundlichkeit verbessert: Ärzte und Psychotherapeuten online besser finden
31	Praxisbörsentag in Köln: Praxisabgeber treffen Nachfolger
32	Aktuelle Fragen und Antworten an die Serviceteams: Was ist eigentlich ein Arztfall?
33	Sammeln Sie Fortbildungspunkte online
10	BKK Bundesverband kündigt Anerkennungsvereinbarung
10	Präventionsvertrag U10/U11 neue bkk
10	Novitas BKK übernimmt Rotavirus-Impfung
10	Wahltarifvertrag BKK
11	Hautkrebs-Screening unter 35 Jahre und Prävention Kinder U10/U11
11	Neue DMP-Vergütungen ab 1. Januar 2010
11	Praxisgebühr bei Vorsorgeuntersuchungen
11	Krankentransport zum Zahnarzt
12	Endgültige Fassung ICD-10-GM 2010 und OPS Version 2010 veröffentlicht
13	Zahlungsfrist bei Versicherten der Krankenversicherung der Bahn
13	Neue Adresse der DAK für Psychotherapie-Anträge
13	KVK- und Medikamentenmißbrauch
14	Arzneimittelvereinbarung 2010: Richtgrößen und neue Quoten
16	Parenterale Ernährung und Zytostatika-Zubereitungen – nur eine Rezeptur pro Rezept
16	Fehlen leider oft: Pflichtangaben auf Kassenrezepten
16	Rhinologika als Kombipräparat für Kinder wieder verordnungsfähig
17	Unding des Monats: Superstar der Abzocker
18	Neue Heilmittelrichtgrößen für 2010 vereinbart – Jetzt zählt das Eintragen von Praxisbesonderheiten
letztmalig wenden wir uns von dieser Stelle an Sie. Wir
tun dies heute einmal mehr mit banger Sorge um die Zukunft der ambulanten Medizin. Ja, nicht mehr und nicht
weniger steht auf dem Spiel, wenn wir, ein Hausarzt und
ein Facharzt, betrachten müssen, wie der Spaltpilz sein
Myzel immer weiter ausbreitet. In Ökosystemen profitiert
davon der Pilz, nicht aber die Lebewesen, die von ihm befallen sind. Das ist bei der Hausarzt-Facharzt-Problematik
und dem unsäglichen Spaltpilz § 73b nicht anders.
Aktuell werden in Deutschland sage und schreibe 1.800
Schiedsamtsverfahren vorbereitet, die dem Hausärzteverband zu „seinen“ Verträgen verhelfen sollen. Das allein ist
schon eine ungeheure Ressourcen-Verschwendung. Was
haben Sie und Ihre Patienten davon, dass Tausende von
Euro für Sitzungsgeld und Reisekosten rausgeschmissen
werden, damit die Schiedsämter zusammentreten und
tagen können? Gar nichts. Doch neben der Verschwendung beinhalten die Schiedsverfahren nach § 73b auch,
dass die Ressourcenverteilung im Gesundheitswesen an
der Selbstverwaltung vorbei von der Politik in die eigene Hand genommen wird. Das ist der eigentliche Sündenfall des Hausarztverbandes.
Ja, aber die Kolleginnen und Kollegen, die den Verträgen
beitreten werden, die werden davon etwas haben. Sagen die Funktionäre des Hausärzteverbandes. Auch dieses Versprechen wird einer Überprüfung durch die Realität nicht standhalten. Erste Erfahrungen im Süden geben einen Vorgeschmack. Durch eine abenteuerliche Bereinigungsakrobatik versuchen die beteiligten Kassen, die
Finanzierung der Versprechen an die Verbands-Hausärzte hinzubekommen. Letztendlich vor allem zu Lasten aller der Kolleginnen und Kollegen, die auch weiterhin im
KV-System arbeiten, Hausärzte und Fachärzte.
Die Bereinigungsproblematik verschärft die innerärztlichen
Verteilungskonflikte und vertieft die Gräben zwischen den
Fachgruppen und Versorgungsbereichen. Versorgungspolitisch bedeutet der § 73b einen Rückschritt.
Gesamtverantwortung zu übernehmen und zu tragen, das
war stets unser Leitgedanke. Das ist eine wenig spektakuläre und gleichermaßen schwierige Aufgabe in einer
Zeit, in der externe Gegner mit Häme die Autoaggression in unseren Reihen beobachten und der Spaltpilz innerhalb der Ärzteschaft Nahrung suchte und fand. Nach
unserer festen Überzeugung gibt es langfristig keine Alternative zum engen Schulterschluss der Ärzteschaft.
Wir machen es uns zu leicht, wenn wir die Ursachen für
unsere heutige Lage ausschließlich in einer verfehlten
Politik suchen würden. Sie liegen auch innerhalb unserer eigenen Reihen.
Jeder einzelne von uns ist aufgerufen, in unserem Versorgungsalltag wieder das kollegiale Miteinander im Interesse der Patienten zu entfalten und in den Institutionen der Selbstverwaltung die Gemeinsamkeiten zu betonen. Nur so haben wir als freiberuflich tätige niedergelassene Ärztinnen und Ärzte eine Chance. Wir jedenfalls wollen es auch weiterhin praktizieren.
Ihnen und Ihren Familien wünschen wir ein gesegnetes
Weihnachtsfest, Gesundheit und Erfolg im Neuen Jahr.
Dr. Leonhard Hansen	Dr. Klaus Enderer
KVNO aktuell 12 2009
Korrekturen an den Regelleistungsvolumen
Kontingente für die freien Leistungen
Ab dem 4. Quartal 2009 sind die freien Leistungen kontigentiert. Diese Maßnahme soll die Fallwerte stabilisieren.
Im 1. Halbjahr 2009 haben die Praxen in Nordrhein viel
mehr freie Leistungen abgerechnet als zuvor. Dieses Mehrabrechnen führt dazu, dass die Fallwerte für die Regelleistungsvolumen (RLV) immer weiter sinken.
Denn die freien Leistungen sind Bestandteil der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung, unterliegen aber nicht
dem RLV. Um die Fallwerte zu stabilisieren, haben Krankenkassen und KV Nordrhein die Abrechenbarkeit der freien Leistungen im 4. Quartal 2009 beschränkt. Die Verluste der Praxen begrenzt die KV Nordrhein auf 15 Prozent. Einen Antrag müssen Ärzte und Psychotherapeuten
Kontingente im 4. Quartal 2009
Die Höhe der Kontingente basiert auf dem Leistungsbedarf
des 4. Quartals 2008 (wenn nötig wiederum angepasst
um eine mögliche Höherbewertung im EBM 2009) bewertet mit dem 2009 geltenden Orientierungspunktwert
von 3,5001 Cent. Das Ergebnis hebt die KV noch um fünf
Die freien Leistungen zieht die KV in der für das jeweilige aktuelle Abrechnungsquartal prognostizierten Höhe
ab. Die übrig bleibende Geldmenge – aufgeteilt je Arztgruppe – ergibt dann das RLV-Vergütungsvolumen. Diese
Summe geteilt durch die jeweilige RLV-relevante Fallzahl
ergibt den arztgruppenabhängigen Fallwert.
tendenziell den Fallwert. Unterm Strich kommt dabei natürlich nicht mehr Honorar heraus.
Kontingente bleiben 2010
Die KV Nordrhein berechnet anhand des abgerechneten
Leistungsbedarfs aus dem 1. Quartal 2008 (bei entsprechenden Erhöhungen angepasst um die Höherbewertung
im EBM) bewertet mit dem ab 1. Januar 2010 geltenden
Orientierungspunktwert in Höhe von 3,5048 Cent die einzelnen Töpfe. Zum Beispiel den Topf für die Akupunkturleistungen des fachärztlichen Versorgungsbereiches.
Die im 1. Quartal 2010 aktuell abgerechneten Leistungen
je Leistungs- und Versorgungsbereich stellt die KV dem
jeweiligen Topf gegenüber. Drei Fälle sind möglich:
Fall 1: Werden genauso viele Leistungen wie im ersten
Quartal 2009 abgerechnet, so werden die Leistungen im
jeweiligen Topf mit 3,5048 Cent pro Punkt bezahlt.
Fall 2: Wenn eine Arztgruppe weniger freie Leistungen
erbringt als 2009, so werden diese auch mit 3,5048 Cent
pro Punkt bezahlt.
Fall 3: Werden mehr Leistungen abgerechnet, so erfolgt
eine Vergütung mit einem Punktwert unter 3,5048 Cent.
Ansonsten bleiben die Regeln zur Berechnung der RLV
weitgehend wie bisher bestehen. Ohne Änderungen laufen auch die Einzelleistungen weiter, die zusätzlich zu den
RLV honoriert werden. Dazu gehören zum Beispiel die Präventions-Leistungen.
Ziel: Fallwerte stabilisieren
Seit dem Start der Honorarreform Anfang 2009 ist die Zahl
der abgerechneten freien Leistungen und das dafür ausgezahlte Honorar stark gestiegen, und zwar um etwa 14
Prozent. Wenn nun aufgrund der Kontingentierung weniger freie Leistungen aus der morbiditätsorientierten Gesamtvergütung herausgerechnet werden, stabilisiert dies
Dialysesachkosten extrabudgetär
Eine Verbesserung betrifft die Dialysesachkosten. Sie wurden bisher zwar zusätzlich zum RLV, aber innerhalb der
morbiditätsbedingten Gesamtvergütung bezahlt. Ab 1. Januar 2010 zahlen die Krankenkassen die Dialysesachkosten zusätzlich zur morbiditätsbedingten Gesamtvergütung.
Im Jahr 2009 waren dies rund 170
Was passiert noch in 2010?
Vergütung ohne Mengenbegrenzung, mehr freie Leistungen oder
das Herausrechnen von Leistungen aus dem RLV – all dies führt
letztlich dazu, dass die Fallwerte
für die RLV in den Folgequartalen
immer niedriger werden. Und dies,
obwohl die Werte in den meisten
Fachgruppen in Nordrhein schon
auf einem erschreckend niedrigen
Niveau sind. So geht es offensichtlich nicht weiter.
Das Problem betrifft nicht nur das
Rheinland, es wird auch auf Bundesebene diskutiert. Im Laufe des
Jahres 2010 will die Kassenärztliche Bundesvereinigung eine dauerhafte Lösung zur Stabilisierung
der RLV finden. Wenn möglich bereits ab dem 2. Quartal.
rufsausübungsgemeinschaften gibt
es das Zusatzvolumen, sobald einer
der Ärzte, die dort tätig sind, über
verfügt. „Wir müssen zähneknirschend auf diese Regelung hoffen,
damit die Versorgung der Kranken
aufrechterhalten werden kann“,
sagt Dr. Leonhard Hansen, Vorsitzender der KV Nordrhein. Diese
„absurden Effekte“ habe das ehemals „rote Gesundheitsministerium“ produziert.
Bis Redaktionsschluss hatte der Bewertungsausschuss noch nicht über
die Zusatzvolumen entschieden. Bis
21. Dezember entscheidet im Zweifel der erweiterte Bewertungsausschuss unter Vorsitz von Prof. Jürgen Wasem als unparteiischem Vorsitzenden, mit welcher Variante der
Mengenbegrenzung die Praxen bis
2012 rechnen müssen.
Renaissance der Regionen
Neu: Zusatzvolumen
Dies dürfte das Ende der unbegrenzt mit dem Orientierungspunktwert bezahlten freien Leistungen
bedeuten. Derzeitiger Diskussionsstand ist, dass die KVen den Praxen gleichzeitig mit der Bekanntgabe der RLV auch „qualifikationsgebundene Zusatzvolumen“ (QZV)
zuweisen sollen. Die KBV plant, alle Leistungen durch RLV oder QZV
in der Menge mit einem Wert zu
Die Zusatzvolumen sollen alle Ärzte erhalten, die über entsprechende Qualifikationen verfügen. In Be-
Grundlegende Änderungen an der
Gesamtvergütung, der Leistungsbewertung im EBM und der Honorarverteilung sind erst ab 2012
zu erwarten. Dann sollen die Kompetenzen auf regionaler Ebene wieder stärker sein, so sieht es die Koalitionsvereinbarung vor. Konkret
könnte es also wieder mehr regionale Zusatzverträge geben, mehr
Spielraum bei der Höhe der Gesamtvergütung und mehr Einfluss
der KV Nordrhein auf die Honorarverteilung.
Ausführliche Informationen zu den Regelleistungsvolumen finden Sie im Internet unter
www.kvno.de 0 91203
Kontigentierte Leistungen
Die angegebenen Nummern und Kapitel beziehen sich auf den Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM).
n	Besondere Inanspruchnahme (01100 bis 01102)
n	Dringende Besuche (01411, 01412, 01415)
n	Auswertung Langzeit-EKG als Auftragsleistung
(03241 und 04241)
n	Nephrologische Leistungen des Abschnitts 4.5.4
n	Leistungen des Abschnitts 30.7.1 zur Versorgung
chronisch schmerztherapeutischer Patienten
n	Akupunktur des Abschnitts 30.7.3
n	KO-Leistungen
n	Ambulante praxisklinische Betreuung und
Nachsorge (01510 bis 01531)
n	Leistungen der Empfängnisregelung, Sterilisa-
n	n	n	n	n	n	n	n	n	n	n	n	n	n	n	n	n	n	n	tion und im Rahmen von Schwangerschaftsabbrüchen der Abschnitte 1.7.5 bis 1.7.7
Behandlung von Naevi Flammei und Hämangiomen (10320 bis 10324)
Laborkonsiliarpauschale und Laborgrundpauschale (12210 und 12225)
Auswertung Langzeit-EKG als Auftragsleistung
(13253, 27323)
Nephrologische Leistungen des Abschnitts
Bronchoskopie (09315, 09316, 13662 bis 13670)
Gesprächs- und Betreuungsleistungen (14220,
14222, 21216, 21220, 21222)
Histologie, Zytologie (19310 bis 19312, 19331)
ESWL (26330)
Leistungen des Abschnitts 30.7.1 zur Versorgung
Akupunktur des Abschnitts 30.7.3
Polysomnographie (30901)
MRT-Angiographie des Abschnitts 34.7
Leistungen des Kapitels 5 EBM (mit Ausnahme
des Abschnitts 5.3 im Zusammenhang mit einer
Leistung nach dem Katalog zu § 115b SGB V)
Sonographie (33060, 33061, 33070, 33072,
33073, 33075, 33076) durch die Gefäßchirurgen
Phlebologie (30500) durch Gefäßchirurgen
Chirotherapie des Abschnitts 30.2 EBM durch
Psychosomatik (35100 und 35110)
Sonographie mittels Duplex-Verfahren (33070,
33071, 33075) für Neurologen und Psychiater
Leistungen der Arztgruppen, die nicht dem RLV
Streit zwischen Haus- und FachĂ¤rzten
Schulterschluss oder Spaltpilz
Der Paragraf 73b reiĂ&#x;t die Fronten auch in Nordrhein auf. Am Ende kĂśnnten die Kassen die lachenden Dritten sein.
Es war die letzte Vertreterversammlung unter den Vorsitzenden Dr. Leonhard Hansen und Dr. Klaus Enderer. Am
5. Juni hatten sie ihre KĂźndigung eingereicht, nachdem
die Mehrheit der Vertreterversammlung die Position des
FĂźhrungsduos in Bezug auf die Ausstattung der Praxen
mit neuen LesegerĂ¤ten missbilligt hatte.
KV Nordrhein vorsaĂ&#x;. Im Zentrum stand die Analyse der
Honorarentwicklung.
Einzelleistungen erfolgreich ausgeweitet
Die vom Gesetzgeber vorgegebenen maximalen Steigerungsraten seien in allen Jahren realisiert worden.
Gleichzeitig habe die KV Nordrhein vieles als Einzelleistungen aus dem Budget geholt: Der Anteil der EinIn seinem Bericht zur Lage zog Hansen Bilanz Ăźber die
zelleistungen an der GesamtvergĂźtung stieg von 14 auf
vergangenen zehn Jahre, in denen er dem Vorstand der
33 Prozent. Daran haben laut
Hansen die Disease-ManageMehr Umsatz, mehr Praxen
ment-Programme (DMP) den
Die Tabelle zeigt, wie sich wichtige Eckdaten in der KV Nordrhein im Zeitraum zwischen 1999
entscheidenden Anteil.
und 2008 entwickelt haben.
54,3 Mio. FĂ¤lle
55,7 Mio. FĂ¤lle
+ 1,4 Mio. FĂ¤lle
2,551 Milliarden â&#x201A;Ź
3,071 Milliarden â&#x201A;Ź
+ 520 Millionen â&#x201A;Ź
3.811 FĂ¤lle/Arzt
3.376 FĂ¤lle/Arzt
- 435 FĂ¤lle
Anzahl Ă&#x201E;rzte
FĂ¤lle
178.952 â&#x201A;Ź
186.026 â&#x201A;Ź
+ 7.074 â&#x201A;Ź
14255 Ă&#x201E;rzte
16509 Ă&#x201E;rzte
+ 2254 Ă&#x201E;rzte
+ 15,81 %
Honorar je Arzt FĂ¤lle je Arzt
46,96 â&#x201A;Ź je Fall
55,10 â&#x201A;Ź je Fall
+ 8,14 â&#x201A;Ź
Honorar je Fall
â&#x20AC;&#x17E;Mit den DMP haben wir Vorbildliches geleistetâ&#x20AC;&#x153;, sagte
Hansen. Inzwischen seien fast
380.000 Typ-2-Diabetiker in
Nordrhein in das DMP eingeschrieben â&#x20AC;&#x201C; das sind Ăźber 90
Prozent der Typ-2-Diabetiker
insgesamt. Zahlreiche Parameter belegen den Erfolg der
Programme: Sinkende Blutdruckwerte, eine bessere medikamentĂśse Versorgung und
ein geringerer Raucheranteil
tragen dazu bei, dass DMPPatienten lĂ¤nger leben.
Die DMP sieht Hansen als
â&#x20AC;&#x17E;die einzigen Innovationen
der vergangenen Jahre, die
diese Bezeichnung verdie-
nen“. Sie seien ohne die KVen nicht zu operationalisieren gewesen.
Paragraf 73b ist wettbewerbsfeindlich
Nun aber sieht der scheidende Chef die KV bedroht. Es
fehle das „klare und eindeutige Bekenntnis der Politik zum
KV-System“. Der Kollektivvertrag bröckele. Die wohnortnahe und flächendeckende Versorgung lasse sich nur
„mit einem wirtschaftlich tragfähigen Geschäftsmodell“
Vor allem durch den Paragrafen 73b (hausarztzentrierte
Versorgung) habe die Politik die KVen aber vom Spielfeld
auf die Tribüne verbannt. „Das ist so, als würde Brasilien
bei der Fußball-Weltmeisterschaft grundsätzlich ausgeschlossen“, kritisierte Hansen.
Statt die existierenden konkreten Beiträge für innovative
Versorgungsansätze zu erproben, habe die Politik mit dem
Paragrafen 73b ein „folgenschweres Signal“ gesetzt: „Wer
am lautesten brüllt, wird am Ende belohnt“. Er verschärfe
die Verteilungskonflikte in der Ärzteschaft und vertiefe
die Gräben. Gegen die drohende Übermacht der Kassen
gibt es nach Hansens Ansicht keine Alternative zum engen Schulterschluss der Ärzteschaft. „Aber der Paragraf
73b zerreißt die Profession“, warnte Hansen.
Front statt Schulterschluss
Wie schwer der Schulterschluss zwischen Allgemeinmedizinern und Fachärzten fallen dürfte, zeigte die anschließende Diskussion in der Vertreterversammlung. „Seit
zwanzig Jahren hat es das KV-System nicht geschafft,
gute Bedingungen für den hausärztlichen Nachwuchs
zu schaffen“, kritisierte Reiner Kötzle, der Vorsitzende
des Hausarzt-Ausschusses und Mitglied des Hausärzteverbands.
Bei den Opthalmologen und anderen fachärztlichen
Versorgerpraxen sehe es finanziell doch nicht besser
aus als bei den Hausärzten, hielt Prof. Bernd Bertram
dagegen. „Wir sollten keine künstlichen Fronten aufmachen“, erklärte der Vorsitzende des Berufsverbandes
der Augenärzte.
Das sah der Kölner Allgemeinmediziner Dr. Guido Marx
anders: „Wir wollen eigene Wege gehen.“ Und dafür hätten die Hausärzte gute Karten. „Wir sind derzeit und in
Zukunft gefragter als die Spezialisten.“
Neurologe Dr. Frank Bergmann forderte Haus- und Fachärzte zur Zusammenarbeit auf. Es gebe gute Gründe,
Gemeinsamkeiten zu suchen, „auch wenn das manchmal besser in getrennten Schlafzimmern als im gemeinsamen Ehebett“ funktioniere. „Auf jeden Fall kosten aber
zwei Haushalte mehr als einer“, warnte der Vorsitzende des Ausschusses Fachärzte vor dem Ansinnen des
Hausärzteverbandes, eine eigene Abrechnungsstruktur
Die Ausgaben der KV Nordrhein belaufen sich 2010 auf
87,8 Millionen Euro. Das ist weniger als im laufenden
Jahr, sodass die Verwaltungskostensätze für die meisten Ärzte und Psychotherapeuten sinken.
Wer seine Abrechnung IT-unterstützt vornimmt, zahlt 2,6
Prozent, wer nicht per Diskette abrechnet muss weiterhin
3,5 Prozent zahlen. Die niedrigsten Sätze gelten für die
Online-Abrechner, die die Gesamtaufstellung auch noch
digital signieren: Bei ihnen beträgt der Verwaltungskostensatz 2,4 Prozent.
Den Bericht zur Lage des scheidenden Vorsitzenden Dr. Leonhard Hansen
finden Sie im Internet unter www.kvno.de 0 91205
Prüfsteine für die Telematikinfrastuktur
Die Vertreterversammlung beschloss, sich jetzt, da sich die elektronische Gesundheitskarte im Prüfstand befinde, konstruktiv in den Diskussionsprozess einzubringen.
„Innerhalb der Vertragsärzteschaft besteht ein sehr großes Interesse an einer
weiteren Vernetzung und ebenso an den Möglichkeiten der elektronischen Arztkommunikation. Alle Beteiligten streben dabei aber eine Effizienz- und Qualitätsverbesserung an.
Voraussetzung für eine breite Akzeptanz bei der Einführung einer Telematikinfrastruktur innerhalb der Ärzteschaft ist besonders:
n	keine zentrale Datenspeicherung und kein zentralisierbarer Zugriff auf die Daten
n	die Freiwilligkeit der Nutzung, besonders der Online-Anbindung
n	eine gute Funktionalität des Systems im Praxisablauf
n	ein nachweisbarer medizinischer Nutzen
n	kalkulierbare Kosten für die Anwender“
Der Vorstand der KV Nordrhein soll Maßnahmen zur Umsetzung dieser Forderungen ergreifen. Eine Arbeitsgruppe soll die Entwicklung im Bereich der Telematik begleiten.
Kliniken und Praxen setzen neue Lesegeräte ein
eGK kommt – Funktionen auf dem Prüfstand
Die Bundesregierung setzt den Aufbau der Telematikinfrastruktur fort. Die elektronische Gesundheitskarte soll zunächst die Versicherten-und Notfalldaten enthalten und den elektronischen Arztbrief ermöglichen.
Kassen wollen Online-Anbindung
Die elektronische Gesundheitskarte (eGK) kommt. Darauf
verständigte sich Gesundheitsminister Dr. Philipp Rösler
mit KBV-Vize Dr. Carl-Heinz Müller und der Chefin des
GKV-Spitzenverbandes, Dr. Doris Pfeiffer. Mit dem Treffen läutete Rösler die im Koalitionsvertrag angekündigte
„Bestandsaufnahme“ ein.
Für die Kassen wichtig ist die Entscheidung, ob es eine Online-Anbindung der Praxen geben wird. Die Prüfung samt möglicher Adressaktualisierung online bietet
für sie den Anreiz, die eGK auszugeben. Nach Angaben
des Dienstes heise online müssen derzeit bundesweit
15 Millionen Krankenversichertenkarten neu produziert
und verschickt werden, weil sich Name oder Anschrift
von Versicherten geändert haben. Das entfiele mit der
Online-Anbindung.
Versicherten- und Notfalldaten zuerst
„Wir gehen den Aufbau der Telematikinfrastruktur schrittweise an“, sagte Rösler. Die eGK soll demnach zunächst
nur die Versicherten- und Notfalldaten enthalten. Die
weiteren „medizinischen Anwendungen“ liegen so lange
auf Eis, bis praxistaugliche und sichere Lösungen gefunden seien. Das betrifft vor allem das elektronische Rezept. Den elektronische Arztbrief dagegen soll die eGK
rasch ermöglichen.
„Wir brauchen schnell Klarheit. Die Ärzte und Apotheker müssen verpflichtet werden, sich online anzubinden“, forderte der Vorsitzende des Ersatzkassenverbandes, Thomas Ballast. Die Vertreterversammlung der KV
Nordrhein pocht dagegen auf Freiwilligkeit (s. S. 5).
Ministerium, KBV und Kassen wollen noch in diesem Jahr
klären, wie der weitere Ausbau der Infrastruktur organisiert wird. Dabei dürfte es vor allem um eine effektivere
Organisation der gematik gehen, der mit der Einführung
der eGK betrauten Betreiberorganisation.
Wie auch immer der Streit um die Online-Anbindung ausgeht: Auf der Medica betonte Norbert Paland, im Bundesgesundheitsministerium zuständig für die Telematik, dass
am laufenden Basis-Rollout festgehalten werde.
Kliniken und Praxen können eGK lesen
der Kliniken und
Praxen im Rheinland verfügte Anfang November
über Lesegeräte, die
eGK einlesen können. Bei den Krankenhäusern dürfte
der Wert bis Jahresende noch steigen.
Humanmediziner und
mit neuem Lesegerät
bislang noch kein neues Lesegerät
*MKT Lesegerät
Auch die Tests für
die weitergehenden
Anwendungen sollten fortgesetzt werden. Die Tests mit
100.000 teilnehmenden Versicherten (sogenannte
100.000er-Tests)
stehen unter anderem in Essen/Bochum an.
Berufsverbände setzen auf richtiges Codieren
Das Thema Right Coding ist bei den nordrheinischen Berufsverbänden angekommen. Auf einer Veranstaltung am 4. November 2009, zu der der KV-Vorstand eingeladen hatte, einigten sie sich darauf, ihre Mitglieder über das Thema zu informieren.
Dr. Leonhard Hansen, Vorsitzender der KV Nordrhein, betonte, dass
es nicht um eine neue bürokratische Belastung gehe, sondern um
bares Geld für die Praxen in Nordrhein. „Wir möchten, dass Sie korrekte und vollständige Angaben des Gesundheitszustandes machen“.
Dadurch könne der Mittelzufluss aus dem Gesundheitsfonds gesichert und der Abfluss von rheinischen Beitragsmitteln an andere
Bundesländer vermieden werden.
Diagnosen: zwei Quartale und gesichert
Die Diagnose eines Patienten ist nur dann im Rahmen der Ausgleichszahlungen des Gesundheitsfonds zuschlagsfähig, wenn sie
in mindestens zwei verschiedenen Quartalen eines Jahres dokumentiert wurde und die Diagnosequalifizierung „G“ (= gesichert)
trägt. Die Diagnose muss in den verschiedenen Quartalen nicht immer von demselben Arzt oder Psychotherapeuten gestellt werden.
Auch müssen Ärzte und Psychotherapeuten die Diagnosen nicht in
aufeinander folgenden Quartalen stellen.
Auf Dauerdiagnosen achten
Andere häufig gemachte Fehler seien, dass trotz chronischer Erkrankung die ICD nicht als Dauerdiagnose markiert wird und beim
Patientenbesuch im nächsten Quartal verloren geht. Das komme
häufig infolge eines Arztwechsels vor, warnte Hansen.
Genauso fatal im Hinblick auf die Zuschläge sei die Angabe des
Kennzeichens „V“ (gleich Verdacht auf) oder „Z“ (gleich Zustand
nach). Zuschlag auslösend seien nur Diagnosen mit dem Qualifizierungskennzeichen „G“. „Sie haben zum Beispiel einen Patienten mit Zustand nach Herzinfarkt, der im Verlauf eine anhaltende
Herzinsuffienz ohne Beschwerden entwickelt“, erläuterte Hansen.
„Wenn Sie im ersten Quartal den alten Myokardinfarkt (125.2) plus
der Herzinsuffizienz ohne Beschwerden (150.11) dokumentieren,
im zweiten Quartal aber nur den alten Myokardinfarkt, wird auch
nur dieser berücksichtigt.“ Deshalb gilt: Immer alle Dauerdiagnosen dokumentieren.
Die Top-Ten-Zuschläge
HMG043 Hämophilie
HMG130 Dialysestatus
HMG107
5.064,71 €
4.080,55 €
HMG004 Myeloische Leukämie
Lungenmetastasen und Metastasen der
HMG008 Verdauungsorgane
Metastasen sonstiger Lokalisation, KaposiHMG009 Sarkom
Transplantation eines wichtigen Organs,
HMG174 Status des Empfängers
HMG001 HIV/AIDS
Sehr schwere Stoffwechselstörungen (HypoHMG021 pituitaritismus, alpha-1-Antitrypsinmangel,
näher bezeichnete Sphingolipidosen)
HMG067 Quadriplegie, andere ausgeprägte Lähmungen
* Hirarchisierte MorbiditätsGruppen
%-Zuschlag **
Die Top-Ten-Diagnosen
HMG080
HMG130
Diabetes ohne oder mit nicht näher bezeichneten Komplikationen Typ I Diabetes mellitus mit
neurologischen / peripheren zirkulatorischen
Dialysestatus
HMG091
HMG058
Depressionen und wahnhafte Störungen
Osteoarthritis der Hüfte oder des Knies, Rheumatoide Arthritis und entzündliche Bindegewebserkrankungen
Chonisch obstruktive Bronchitis / Emphysem
(Alter > 17 Jahre), Asthma bronchiale, Status
asthmaticus (Alter < 18 Jahre)
Sonstige ernste bösartige Neubildungen
Koronare Herzkrankheit / andere chronischischämische Erkrankungen des Herzens
HMG020
HMG016
HMG040
HMG038
HMG109
HMG013
HMG131
HMG054
HMG084
** Anteil an den gesamten Zuschlägen
Höhere Förderung von Weiterbildungsassistenten
Ab 1. Januar 2010 sollen Hausarztpraxen deutlich höhere Zuschüsse für Weiterbildungsassistenten erhalten. Die
Ausbildung würde damit attraktiver.
Weiterbildungsassistenten in den Praxen niedergelassener Ärzte sollen ab 1. Januar 3.500 Euro brutto monatlich
erhalten. Darauf haben sich die Kassenärztliche Bundesvereinigung, die Deutsche Krankenhausgesellschaft und
die Krankenkassen verständigt. Ein Vertrag ist allerdings
noch nicht unterzeichnet.
Kassen und KV zahlen
Die Fördersumme finanzieren Kassenärztliche Vereinigungen (KVen) und Krankenkassen wie bisher zu gleichen
Teilen. Gefördert werden sollen wie in der Vergangenheit
alle Ärztinnen und Ärzte, die im Rahmen des Initiativprogramms zur Förderung der Allgemeinmedizin eine Weiterbildung zum Hausarzt durchlaufen. Für die Tätigkeit in
unterversorgten Gebieten sind Zuschläge von 250 oder
500 Euro monatlich vorgesehen. Auch in den Krankenhäusern sollen die Förderbeträge deutlich steigen.
Hilfe für angehende Allgemeinmediziner
Außerdem haben sich die Verhandlungspartner darauf geeinigt, Koordinierungsstellen zu schaffen. Deren Aufgabe
soll sein, die künftigen Hausärzte bei der Planung ihrer
Weiterbildung zu unterstützen, die hausärztliche Weiterbildung zu fördern und zu evaluieren. Denn während die
klinische Weiterbildung meist klar strukturiert ist, standen
die Assistenten mit der Planung der Weiterbildung allein
da. Nun sollen die Koordinierungsstellen helfen.
Im Rahmen des „Initiativprogramms zur Sicherstellung
der allgemeinmedizinischen Versorgung“ fördern KVen
und Krankenkassen bereits seit 1999 zu gleichen Teilen
die Weiterbildung des hausärztlichen Nachwuchses in den
Vertragsarztpraxen. Die Fördersumme lag bislang bei bis
zu 2.040 Euro je Stelle.
50 Millionen für den Nachwuchs
Infos zur Weiterbildungs-Förderung
Die finanzielle Förderung von Weiterbildungsassistenten in der
Allgemeinmedizin können Hausärzte bei der KV Nordrhein beantragen. Informationen dazu, ein Merkblatt und den Antrag
zum Herunterladen finden Sie im Internet unter www.kvno.de
Praxen aus dem Rheinland, die einen Assistenten suchen, können im Internet-Angebot der KV Nordrhein ihr Angebot formulieren. Umgekehrt können Assistenzärzte, die eine Weiterbildungs-Stelle suchen, eine Anzeige aufgeben. Die Inserate sind
kostenfrei. Tragen Sie Ihre Daten einfach online in ein Formular
ein. Ausfüllen, abschicken, fertig. 0 9120 9
Assistenten-Stellen. Rund 25 Millionen Euro hat die KV
allein in den vergangenen zehn Jahren für die Weiterbildungsassistenten gezahlt. Dazu kommen Gelder der Kassen
in gleicher Höhe; insgesamt beläuft sich die Fördersumme
also auf 50 Millionen Euro. „Das war und ist eine wichtige
Investition in den hausärztlichen Nachwuchs, der dringend
für die künftige Versorgung gebraucht wird“, betont der
Vorsitzende der KV Nordrhein, Dr. Leonhard Hansen.
Die Kontingente wurden in den vergangenen Jahren bundesweit nur zu gut zwei Dritteln ausgeschöpft. Dafür ist
unter anderem die Höhe der Förderung im niedergelassenen Bereich verantwortlich, die bislang erheblich unter der im Krankenhaus lag. „Aus diesem Grund war die
Neuregelung dringend nötig“, so Hansen.
H1N1-Virus immer noch aktiv
Die Massenimpfung geht weiter
Die Zeit knappen Impfstoffes ist vorbei. Die Massenimpfung gegen die Neue Grippe läuft weiter.
Bis Ende November sind nach Angaben des PandemrixHerstellers GlaxoSmithKline rund 9,6 Millionen Dosen an
die Bundesländer ausgeliefert worden. Bis zu 4,8 Millionen Deutsche sind nach Angaben des „Spiegel“ bis dato geimpft. Derweil gibt es erste Anzeichen für ein Abklingen der H1N1-Welle. Für eine Entwarnung sei es aber
noch zu früh, teilte das Robert Koch-Institut Ende November mit.
PCR-Tests zurückhaltend einsetzen
Nach wie vor gilt die Vereinbarung von Krankenkassen
und Kassenärztlicher Bundesvereinigung, dass Ärzte PCRTests nur bei Risikopatienten einsetzen sollten und wenn
die Untersuchung ergänzend zum klinischen Befund nötig
erscheint. Die gesetzlichen Kassen übernehmen die Kosten nur, wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind. Außerdem muss das Laborergebnis innerhalb von 24 Stunden
nach Probeentnahme und spätestens 48 Stunden nach
Symptombeginn vorliegen. Bedenken Sie: Die Kosten der
Tests fallen ins Honorarbudget.
Steigende Resistenz gegen Neuraminidasehemmer
Ärzte sollten Tamiflu (Oseltamivir) und Relenza (Zanamivir) sehr zurückhaltend verordnen, um die Resistenzbildung der Influenzaviren nicht zu fördern. Eigendiagnosen, Unterdosierungen und die prophylaktische Gabe
der Neuraminidasehemmer sollten Ärzte vermeiden. Das
Arzneitelegramm weist darauf hin, dass in den USA die
kursierenden saisonalen H1N1-Influenzaviren schon nahezu vollständig resistent gegen Oseltamivir sind.
Tamiflu und Relenza können Ärzte zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung nur bei Vorliegen von Grippesymptomen zur Therapie verordnen. Eine prophylaktische Verordnung ist ausgeschlossen.
Formular zur Abrechnung ist da
Die Abrechnung der Impfungen gegen die Neue Grippe
ist ganz einfach. Bitte tragen Sie im Meldebogen Ihren
Namen, Praxissitz, lebenslange Arzt- und Betriebsstättennummer und die Zahl der Impfungen je Quartal oder
Monat ein, Unterschrift nicht vergessen. Geben Sie die
Zahl aller Impfungen an, unabhängig davon, ob Sie Kassen- oder Privatpatienten geimpft haben. Den Meldebogen können Sie Ihrer Bezirksstelle mit der Quartalsabrechnung einreichen oder faxen.
n	steht zum Herunterladen auf der Homepage der KV
Nordrhein zur Verfügung
n	ist via Faxabruf unter der Nummer 0211 5970
7586 für die Bezirksstelle Düsseldorf und unter
0211 5970 7587 für die Bezirksstelle Köln abrufbar
n	ist im KVNO-Portal im Menüpunkt „Pandemie“
eingestellt. Dort können Sie die Daten auch direkt
online eintragen und per Mausklick versenden, Unterschrift ist nicht nötig.
Laumann ruft Medizin-Personal zur Impfung auf
Die Impfbeteiligung des medizinischen Personals ist
nach Informationen des Landesgesundheitsministeriums
Nordrhein-Westfalen unzureichend. Da sich die Neue
Grippe weiter ausbreite, sei nicht hinnehmbar, dass Risikopatienten zusätzlichen Gefährdungen in Praxen und
Kliniken ausgesetzt sind, in denen sie eigentlich Hilfe
suchen, kritisiert Landesgesundheitsminister Karl-Josef
Laumann. Die Impfung schütze nicht nur den Geimpften selbst vor einer H1N1-Infektion, sie verhindere auch
die Weitergabe der Krankheit. 0 9120 9
Mehr Informationen zur Neuen Grippe finden Sie unter www.kvno.de
BKK Bundesverband kündigt
Mit der Einführung des Wohnortprinzips 2002 hatten die
Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der BKK
Bundesverband eine bundesweit gültige Anerkennungsvereinbarung zur Abrechnung von regionalen Sondervereinbarungen geschlossen. Nach der bis zum 31. Dezember
2009 gültigen Vereinbarung konnten für alle BKK-Versicherten Leistungen nach den nordrheinischen Sonderverträgen erbracht und abgerechnet werden, unabhängig vom Wohnort des Versicherten.
Diese Vereinbarung wurde vom BKK-Bundesverband zum
Jahresende gekündigt. Die Kündigung führt dazu, dass
Leistungen nach den folgenden nordrheinischen Sonderverträgen nur noch für BKK-Versicherte mit Wohnsitz in
Nordrhein abrechnungsfähig sind:
n	Strukturvertrag Ambulantes Operieren (Zentrumsn	n	n	n	n	n	n	n	n	vertrag und § 115 b)
Vereinbarung über die Durchführung des Hautkrebsscreenings unter 35 Jahre
Kataraktverträge der BKK
Vertrag über die Kostenerstattung bei Anfragen zur
Berufsunfähigkeit durch die BKK
Vertrag zur Behandlung der feuchten, altersbedingten Makuladegeneration
Vereinbarung zur Behandlung von netzhaut- und
glaskörperchirurgischen Eingriffen
Vereinbarung über zusätzliche Präventionsangebote U10/U11
Vereinbarung über die Durchführung von Reiseschutzimpfungen
Vereinbarung über die spezialisierte ambulante Palliativversorgung
Vereinbarung zur sozialpsychiatrischen Auffangkonzeption
Alle übrigen nordrheinischen Sonderverträge mit den
Betriebskrankenkassen sind von der Kündigung nicht
betroffen. Die Leistungen dieser Verträge sind nach wie
vor unabhängig vom Wohnort des Versicherten abrechnungsfähig.
Die KBV wird mit dem GKV-Spitzenverband Verhandlungen über den Abschluss einer bundesweiten Anerkennungsvereinbarung für alle Kassenarten aufnehmen. Wir
werden über das Verhandlungsergebnis in KVNO aktuell berichten.
Präventionsvertrag U10/U11 neue bkk
Die neue bkk hat ihre Teilnahme an dem Präventionsvertrag U10/U11 zum 31.12.2009 gekündigt. Damit können
diese Leistungen ab Januar 2010 nicht mehr zu Lasten
der neue bkk abgerechnet werden.
Novitas BKK übernimmt
Die Novitas BKK übernimmt ab 1. Dezember 2009 die
Impfung gegen Rotavirus bei Kindern und Säuglingen bis
zur 26. Lebenswoche. Bitte rechnen Sie diese Schutzimpfung mit der Symbolnummer 89701 ab. Die Vergütung
erfolgt außerhalb des Regelleistungsvolumens mit 7,00
Euro. Den Impfstoff verordnen Sie bitte zu Lasten der
Novitas BKK auf den Namen des Patienten. Zuzahlungen zum Impfstoff und die Praxisgebühr fallen nicht
an. 0 91210
Alle Krankenkassen, die zusätzliche Impfleistungen bzw. Reiseschutzimpfungen übernehmen, finden Sie unter www.kvno.de im Internet.
Wahltarifvertrag BKK
Der BKK Wahltarifvertrag, an dem 14 BKKen, unter anderem die Novitas BKK, beteiligt sind, wurde noch einmal
ausgeweitet. Für Anästhesieleistungen nach den GOÄNummern 450 bis 498 und für Leistungen der Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie nach den Nummern
800 bis 887 gilt der 1,8-fache Steigerungssatz. Des weiteren wurden verschiedene Sachkostenpauschalen, zum
Beispiel für Porto und Versandkosten und für Sachkosten,
die im Rahmen von Behandlungen und Untersuchungen
anfallen, vereinbart.
Weitere Informationen zu diesem Vertrag, der den Patienten dieser BKKen
mit Ausnahme bestimmter Leistungen eine Privatbehandlung ermöglicht,
finden Sie unter www.kvno.de im Internet.
und Prävention Kinder U10/U11
Die BKK Rieker Ricosta Weisser nimmt ab sofort an der
Vereinbarung der Betriebskrankenkassen zum HautkrebsScreening unter 35 Jahren und am Präventionsangebot
für Kinder U10/U11 teil. 0 91211
Alle teilnehmenden BKKen finden Sie unter www.kvno.de
Neue DMP-Vergütungen
Ab 1. Januar 2010 werden die Vergütungen bei den Folgedokumentationen aller Disease-Management-Programme
sowie die Betreuungspauschalen in den beiden Diabetesmellitus-Typ-1/Typ-2-Verträgen angepasst. Das sollte nach
dem Willen der Krankenkassen schon zu einem früheren
Zeitpunkt geschehen. Die KV Nordrhein hat eine Umsetzung erst zum 1. Januar vereinbaren können.
Folgende neue Regelungen greifen ab Januar 2010:
n	Für die Folgedokumentationen in den internistischen Disease-Management-Programmen erhalten
Sie 10,00 Euro, im DMP Brustkrebs gilt dies für die
Folgedokumentation, die beim Arztwechsel (Symbolnummer 90505) erstellt wird.
Die Vergütungsvereinbarung ist bis Ende 2013 festgeschrieben, wenn die deutlich gesunkene Finanzierung
der Disease-Management-Programme durch den Risikostrukturausgleich unverändert bleibt.
Nach wie vor bieten die DMP für die teilnehmenden Ärzte gute Honorierungsmöglichkeiten zusätzlich zu den Regelleistungsvolumen. Von daher ist die Zusage der Krankenkassen, die DMP weiterzuführen, auch aus Sicht der
KV Nordrhein wichtig.
Praxisgebühr bei
Auf Wunsch des Landesgesundheitsministeriums (MAGS)
weisen wir noch einmal darauf hin, dass die Inanspruchnahme von Vorsorgeuntersuchungen bei Versicherten der
gesetzlichen Krankenkassen keine Praxisgebühr auslöst.
Erst wenn daneben eine kurative Behandlung erfolgt, entsteht die Verpflichtung, die Praxisgebühr zu zahlen. Die
Versicherten können von der Möglichkeit Gebrauch machen, nur Vorsorgeleistungen in Anspruch zu nehmen.
Es ist vorgekommen, dass Arztpraxen Vorsorgeleistungen
nur in Verbindung mit kurativen Leistungen angeboten
haben, wodurch auch die Praxisgebühr fällig wurde. Bei
Weigerung wurde ein Arztwechsel empfohlen.
n	Im DMP Diabetes mellitus Typ 2 liegen die ärzt-
lichen Betreuungspauschalen (Symbolnummern
90321 und 90310) für teilnehmende Hausärzte und
Schwerpunktpraxen künftig bei 22,50 Euro. Der
Betreuungskomplex für die koordinierenden Ärzte
bei Typ-1-Patienten (Symbolnummer 90310A) wird
mit 27,50 Euro je Quartal honoriert.
Die Vergütung der Erst- und Folgedokumentationen sowie der Betreuungspauschalen beinhaltet wie bisher eine vollständige, plausible und fristgemäße Dokumentation. Sie haben Anspruch auf die DMP-Vergütung, wenn
der Patient in den drei dem Einschreibequartal folgenden
Quartalen im Programm verbleibt und die Kasse keine
Ausschreibung vornehmen muss, weil eine Dokumentation
fehlt oder nicht an die Datenstelle gesendet wurde.
Dies widerspricht dem Recht des Versicherten, nur eine
Vorsorgeleistung in Anspruch zu nehmen. Dieses Recht
korrespondiert mit der Pflicht des Vertragsarztes, diese auch durchzuführen, ansonsten erfüllt er nicht seine
vertragsärztlichen Pflichten.
Krankentransport zum Zahnarzt
Die gesetzlichen Krankenkassen können unter bestimmten Voraussetzungen auch die Kosten für eine Krankenfahrt zum Zahnarzt übernehmen. Ärzte können den Transport zum Zahnarzt verordnen, wenn die Mobilität des Patienten massiv eingeschränkt ist, er beispielsweise unter
einer schweren Gehbehinderung leidet und die Notwen-
digkeit einer Behandlung durch den Zahnarzt auch durch
einen Humanmediziner beurteilt werden kann.
Der Krankentransport sollte auf jeden Fall vorher von der
Kasse genehmigt werden. Wenn Sie den Transportschein
(Muster 4) ausstellen, sollten Sie den Patienten verpflichtend darauf hinweisen, dass die Verordnung nur gilt, wenn
die Kasse der Kostenübernahme zustimmt .
Generell geregelt ist die Verordnung von Krankenfahren
in den Krankentransport-Richtlinien, eine spezielle Regelung für Fahrten zum Zahnarzt ist dort nicht enthalten.
Voraussetzung ist immer, dass die Fahrt im Zusammenhang mit einer medizinisch notwendigen Leistung steht.
Liegt ein zwingender Grund nicht vor, ist die Verordnung
ausgeschlossen. Das gilt zum Beispiel für Fahrten zum
Abstimmen von Terminen oder Abholen von Rezepten.
Gemeinsam mit den Krankenkassen hat die KV Nordrhein
eine Übersicht entworfen, um die Wahl des medizinisch
notwendigen und wirtschaftlichen Transportmittels für
Ihre Patienten zu erleichtern. Bitte beachten Sie: Erhebliche Kosten fallen bei Krankentransportwagen (KTW) an,
bei denen während der Fahrt eine medizinisch fachliche
Betreuung durchgeführt wird. Dabei reicht oftmals die
Verordnung eines Liegend-Taxis/Mietwagens.
Die Übersicht zur Verordnung von Krankenfahrten finden Sie im Internet
0 91212
Endgültige Fassung ICD-10-GM 2010
und OPS Version 2010 veröffentlicht
Das DIMDI hat die endgültige Fassung der ICD-10-GM
Version 2010 und die OPS Version 2010 auf seinen Internetseiten veröffentlicht. In die neue ICD-10-GM-Version flossen über 40 Vorschläge aus Fachgesellschaften
und von Fachleuten aus Ärzteschaft, Krankenkassen und
Kliniken ein. Dazu kamen noch einmal 100 Änderungen
der Weltgesundheitsorganisation.
Die wichtigsten Änderungen in der Version 2010:
n	Verschlüsselung für die Neue Grippe (Schweinegrippe)
n	Schlüsselnummern für Blindheit und Sehbeein-
trächtigung überarbeitet und neu geordnet, Tabelle
der Sehschärfe ergänzt
n	Appendizitis, Crohn-Krankheit und Colitis (ulcerosa)
differenzierter codierbar
n	Neue Schlüsselnummer für den septischen Schock
n	Neue Schlüsselnummer für HIV-Krankheit bei
Der Kommentar im Vorspann des Systematischen Verzeichnisses erläutert wichtige Änderungen in den einzelnen Kapiteln. Alle Änderungen im Detail sind in der
Aktualisierungsliste enthalten. Das Alphabetische Verzeichnis wurde an die Änderungen im Systematischen
Verzeichnis angepasst.
Bei der OPS Version 2010 können viele Prozeduren mit
der neuen Version präziser und differenzierter verschlüsselt werden. Diese Klassifikation ist eine Grundlage für
das pauschalierende Vergütungssystem der German Diagnosis Related Groups (G-DRG).
Bei der OPS Version flossen rund 220 Vorschläge sowie
zusätzliche Anforderungen aus der Weiterentwicklung
des Entgeltsystems für Krankenhausleistungen ein.
Wichtige Änderungen im Systematischen Verzeichnis:
n	Neue Codes für Diagnostik und Behandlung bei
und Verhaltensstörungen bei Erwachsenen, Kindern
und Jugendlichen sowie für Behandlung in Einrichtungen, die im Anwendungsbereich der PsychiatriePersonalverordnung liegen
n	Neue Codes für die aufwendige Pflege von Patienten
n	Neue Codes für die intensivmedizinische Komplexbehandlung im Kindesalter
n	Neue Codes für die Implantation von Stents und
n	Neue Codes für die Applikation zusatzentgeltpflichtiger Medikamente
n	Differenziertere Codierungsmöglichkeiten im Bereich der Chemotherapie
n	Differenziertere Codierungsmöglichkeiten für Dialyseverfahren
n	Spezifische Codes für NUB-Leistungen
n	Die Codes für Materialkombinationen bei Reposi-
tion von Fraktur und Luxation dürfen ab der OPS
Version 2010 im Geltungsbereich des § 17b KHG
Der Kommentar im Vorspann des Systematischen Verzeichnisses enthält eine Zusammenfassung der wichtigsten Neuerungen. Alle Änderungen im Detail finden Sie
in der Aktualisierungsliste. Das Alphabetische Verzeichnis wurde an die Änderungen im Systematischen Verzeichnis angepasst.
Im Internet unter www.dimdi.de finden Sie alle Dateien zum Herunter0 91213
Zahlungsfrist bei Versicherten der
Krankenversicherung der Bahn
Bitte achten Sie bei Mitgliedern der Krankenversicherung der Bundesbahnbeamten darauf, dass bei der Behandlung im Rahmen der Kostenerstattung die vertraglich vereinbarte Zahlungsfrist von sechs Wochen berücksichtigt wird. Private Abrechnungsstellen räumen oft nur
eine Zahlungsfrist von 30 Tagen ein.
Neue Adresse der DAK
für Psychotherapie-Anträge
kenversicherungsnummer 954 184 043, ungültig ist. Da
diese KVK von einer unbefugten Person weiterhin missbräuchlich eingesetzt wird, bittet die Regionaldirektion
darum, die Karte ggf. einzubehalten und die Regionaldirektion zu verständigen.
Im Internet der KV Nordrhein unter www.kvno.de, Mitglieder/Praxisinfos, finden Sie ab sofort unsere Warnungen zu Medikamenten- und Krankenversichertenkarten-Missbräuchen. Dort werden uns bekanntgewordene Fälle umgehend eingestellt. Aktuell finden Sie dort
noch zwei weitere Fälle mit der Vermutung eines Medikamenten-Missbrauchs aus dem Raum Leverkusen und
Köln. 0 91213
Wir möchten darauf hinweisen, dass die bisherige allgemeine Poststelle der Deutschen Angestellten-Krankenkasse (DAK) an der Graf-Adolf-Straße in Düsseldorf zum
31. Dezember 2009 endgültig aufgelöst wird.
Bitte senden Sie Briefe und Psycho- bzw. Verhaltenstherapie-Anträge nur noch an die neue zentrale Poststelle:
DAK, DigiZentrum, 45099 Essen.
KVK- und Medikamentenmißbrauch
Die AOK Rheinland/Hamburg, Regionaldirektion Kreis Aachen, macht darauf aufmerksam, dass die Krankenversichertenkarte der Patientin G. V., geb. 1.02.1984, Kran-
Wenn die Hotline
der Serviceteams
überlastet ist,
die Ansprechpartner der einzelnen Abteilungen
direkt an. In der
finden Sie Namen,
und die E-MailAdressen.
Die Servicebroschüre erhalten Sie:
Ralf Coutelle
Telefon 0221 7763 6270, Telefax 0211 7763 6266
E-Mail ralf.coutelle@kvno.de
Arzneimittelvereinbarung 2010: Richtgrößen und neue Quoten
Neue Quoten kommen im nächsten Jahr auf die Praxen in Nordrhein zu. Zur Steuerung der Arzneimittelausgaben gibt es wie bisher Richtgrößen. Für die Ärztinnen und Ärzte gilt 2010 wieder: Wer die individuellen Ziele erreicht, ist von Richtgrößenprüfungen befreit.
Das Ausgabenvolumen beläuft sich im kommenden Jahr
auf 3,28 Milliarden Euro, das sind 4,5 Prozent mehr als
im Jahr 2009. Darauf haben sich KV Nordrhein und die
Krankenkassen verständigt.
Richtgrößen und Quotenregelung
Die Richtgrößen wurden neu berechnet. Grundlage für
die Berechnung sind die Verordnungsanteile und Fallzahlen in den einzelnen Fachgruppen aus dem Jahr 2008
und das vereinbarte Richtgrößenvolumen 2010. Änderungen in den Fachgruppen spiegeln somit das Verordnungsverhalten des Vorjahres wider, beispielsweise
wenn sich die Zahl der Verordnungen verändert oder
die Mitbehandlung durch andere Fachärzte die Verordnungsanteile beeinflussten.
Außerdem spielt die Preisentwicklung eine Rolle. Im
Generikabereich sind die Preise zum Beispiel 2008 um
durchschnittlich vier Prozent zurückgegangen. Diese Ersparnisse machen sich am meisten bei den Allgemeinmedizinern und den hausärztlichen Internisten
bemerkbar. Preiswertere Präparate lassen die Richtgröße sinken.
Bei den Me-too-Quoten gibt es keine Änderung gegenüber 2009. Jedoch gibt es nun 17 DDD-Quotenziele. Diese haben die KV und die Kassen in Nordrhein in Anlehnung an Rahmenvorgaben der Bundesebene festgelegt.
Die Anteile beziehen sich auf Standarddosen (DDD).
Zwölf der 17 Quoten beziehen sich auf Leitsubstanzen,
die in einer Arzneimittelgruppe in einem bestimmten
Mindestanteil verordnet werden sollten. So sollte beispielsweise in der Gruppe der Statine der Anteil von
Simvastatin bei 89 Prozent liegen. Also sollten Sie bei
neun von zehn Patienten, die mit einem Statin behandelt
werden, Simvastatin verordnen.
Höchst- und Mindestquoten
Zusätzlich zu den Quoten der Leitsubstanzen gibt es drei
Höchst- und zwei Mindestquoten. Die Mindestquoten für
generische Antibiotika und Epoetin-Biosimilars sind schon
aus der bisherigen geltenden Arzneimittelvereinbarung bekannt.Neu ist die Mindestquote für Somatropin-Biosimilars.
Höchstquoten gelten für die Ezetimib-haltigen Arzneimittel
Inegy und Ezetrol und für GLP-1-Analoga Exenatid (Byetta)
und Liraglutid (Victoza).
Befreiung von der Richtgrößenprüfung
Ärzte, die die Generika-, Me-too- und alle sie betreffenden
DDD-Quoten einhalten, sind von der Richtgrößenprüfung befreit. Also auch wer mehr verordnet als die Richtgröße vorsieht, braucht keine Prüfung zu fürchten, wenn er die anderen Ziele erreicht.
Andererseits droht Ärzten, die ihre Richtgröße überschreiten ein Regress, wenn sie ihre Me-too-Quote überschreiten und mindestens ein DDD-Quotenziel verfehlen. Der Honorarabzug kann in diesem Fall bis zur fünf Prozent des Honorars betragen.
Neue Praxisbesonderheiten
Nach wie vor gibt es Praxisbesonderheiten, die das Überschreiten der Richtgröße rechtfertigen und bei der Richtgrößenprüfung berücksichtigt werden. Zwei neue Praxisbesonderheiten kommen 2010 hinzu:
n	Ziconoxid (Prialt), allerdings nur dann, wenn eine zuvor durchgeführte Opioidtherapie nicht ausreicht, oder
nicht vertragen wurde.
n	Linezolid (Zyvoxid), nur zur Fortführung einer im Krankenhaus begonnenen Linezolid-Therapie über insgesamt maximal 28 Tage.
Dabei handelt es sich um Verordnungen, die die Prüfungsstelle in dem Umfang als Praxisbesonderheit anerkennt, wie
sie über den Durchschnitt einer Fachgruppe hinausgehen
(sogenannte Praxisbesonderheiten nach Schritt 2). Die Praxisbesonderheit Voriconazol wurde für 2010 allerdings wieder gestrichen, weil sich der Umsatz in Nordrhein überproportional im Vergleich zum Bund entwickelt hat.
Die Vereinbarungen in Nordrhein orientieren sich an Rahmenvorgaben, die die Kassenärztliche Bundesvereinigung und der
Spitzenverband der Krankenkassen verhandelt haben. Diese
Rahmenvorgabe hat der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie kritisiert. Mit den Vereinbarungen würde in
die Therapiefreiheit des Arztes eingegriffen.
Richtgrößen 2010
2010AV/RV* in EURO
AV:	46,70	RV:	127,44
AV:	5,90	RV:	13,33
AV:	7,77	RV:	13,68
AV:	19,62	RV:	55,96
HNO einschl. Phoniatrie und
AV:	12,56	RV:	5,89
Innere Medizin, fachärztlicheinschl. Angiologie, Endokrinologie, Gastroentereologie, Hämatologie und Internistische
Onkologie, Kardiologie, Nephrologie, Pneumologie, Rheumatologie
AV:	271,51	RV:	340,08
AV:	6,14	RV:	4,43
AV:	43,26	RV:	121,04
AV:	22,11	RV:	19,12
AV:	27,80	RV:	56,23
Nervenheilkunde(Neurologie/
AV:	132,66	RV:	150,87
Psychiatrie) Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapieeinschl. Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie
Orthopädie einschl. orthopädi- AV:	6,33	RV:	17,22
scher Rheumatologie
AV:	24,37	RV:	61,27
Quelle: KVNO
„Anstatt konstruktive Vorschläge zu machen, wie das System der sozialen Krankenversicherung auf Dauer zu finanzieren ist, versucht die pharmazeutische Industrie, die Verhandlungen auf Landesebene zu sabotieren“, weist Dr. Leonhard
Hansen, Vorsitzender der KV Nordrhein, die Kritik zurück. Die
KV Nordrhein verfolge weiter das Ziel, die finanzielle Verantwortung für Arzneimittelverordnungen auf Kassen und die
pharmazeutische Industrie zu übertragen.
Im Januar erhalten Sie eine Extra-Ausgabe von KVNO aktuell zur neuen
Arzneimittelvereinbarung. Ausführliche Intormationen inklusive der Vereinbarung im Wortlaut und der aktualisierten Me-too-Liste finden Sie im
Internet unter www.kvno.de 0 91215
DDD-Quoten
Verordnungs: Anteil (DDD)
Antibiotika: Anteil Generika
Anteil Enalapril, Lisinopril, Ramipiril
ACE-Hemmer-Diuretika-Kombinationen:
Anteil Enalapril, Lisinopril, Ramipiril jeweils
mit Diuretikum
Anteil Simvastatin
HMG-CoA-Reduktasehemmer plus ezetimibhaltige Arzneien:
Anteil ezetimibhaltiger Arzneimittel
Orale Antidiabetika: Anteil Metformin
oder Sulfonylharnstoffpräparate
Antidiabetika exklusive Insuline:
Anteil der GLP-1-Analoga
Erythropoetin: Anteil Biosimilars
Anteil Bisoprolol, Metoprolol
Anteil Tamsulosin
Selektive Serotonin-Rückaufnahme­Inhibitoren: Anteil Citalopram
Bisphosphonate zur Osteoporosebehandlung:
Anteil Alendronsäure
Nicht-steroidale Antirheumatika:
Anteil Diclofenac, Ibuprofen
Schleifendiuretika: Anteil Furosemid
Anteil Amlodipin, Nitrendipin
Nichtselektive Monoamin-Rückaufnahme­
hemmer: Anteil Amitriptylin
Somatropinhaltige Arzneimittel:
Anteil biosimilarer Somatropine
≥ 83,0 %
≥ 89,0 %
≥ 30,0 %
≥ 88,0 %
≥ 52,0 %
≥ 78,0 %
≥ 87,0 %
≥ 53,0 %
≥ 76,0 %
≥ 34,0 %
Parenterale Ernährung und Zytostatika-Zubereitungen –
Bei Verordnungen von Rezepturen wie parenteraler Ernährung oder Zytostatika-Zubereitungen darf auf einem Rezept (Muster 16) nur eine Rezeptur stehen. Nur
so können die Apotheken diese Verordnungen abrechnen. Bitte beachten Sie zudem: nur die Vorderseite des
Vordruckes benutzen. Nur wenn der Platz auf der Vorderseite nicht ausreicht, können Sie auch die Rückseite
mitbenutzen. Derzeit stehen auf jedem dritten Rezept
mehrere Rezepturen. Die Kassen haben angekündigt, ab
Januar bei Verordnungen von Zytostatika-Zubereitungen und parenteraler Ernährung zu prüfen, ob sie entsprechend der Vordruckvereinbarung ausgefüllt sind,
also nicht mehr als eine Rezeptur oder Zubereitung pro
Rezept enthalten.
Fehlende oder unvollständige Angaben auf Kassenrezepten (Muster 16) bemängeln die Krankenkassen immer häufiger. Sie führen zu Regressen gegenüber den Apotheken. Dies betrifft besonders handschriftliche Ergänzungen und den fehlenden Namen des verordnenden Arztes
- vor allem bei Verordnungen im Krankenhaus.
nur diese kleinere Packung abgeben. Es sei denn, die
handschriftliche Ergänzung wurde mit Datumsangabe
In Gemeinschaften: Verordner kennzeichen
Handschriftliche Änderungen und Ergänzungen von Verordnungen, zum Beispiel der Bezeichnung des Arzneimittels oder der verordneten Menge, bedürfen einer erneuten Arztunterschrift mit Datumsangabe. So bestimmen es die Vordruckvereinbarung und die Arzneimittelrichtlinien.
Name, Anschrift und Berufsbezeichnung der verschreibenden Person auf dem Rezept fordert die Arzneimittelverschreibungsverordnung. Bei Gemeinschaftspraxen, medizinischen Versorgungszentren und anderen arztübergreifenden Berufsausübungsgemeinschaften muss der
Name des verordnenden Arztes im Vertragsarztstempel kenntlich gemacht (unterstrichen) werden. Die aufgedruckte lebenslange Arztnummer muss dem verordnenden Arzt entsprechen.
Dies gilt streng genommen auch für Präzisierungen. Beispiel: Sie bedrucken ein Rezept mit „N3“ zur Angabe der
Packungsgröße und ergänzen handschriftlich 100 Stück
zur Präzisierung. Wenn bei dem Arzneimittel auch eine
kleinere Packung als 100 Stück als „N3“ verfügbar ist,
darf der Apotheker nach Ansicht einiger Krankenkassen
In Krankenhäusern, Universitätskliniken und Notfallambulanzen fehlt der Name des verordnenden Arztes häufig
im Arztstempel. Er ist dann handschriftlich und leserlich
zu ergänzen, damit die Apotheke nicht regressiert werden
kann oder um eine Änderung des Rezeptes bitten muss.
Denn das ist für alle Beteiligten aufwendig.
Rhinologika als Kombipräparat für Kinder wieder verordnungsfähig
Nicht verschreibungspflichtige Rhinologika in fixer Kombination mit gefäßaktiven Stoffen können weiterhin für
Kinder bis zwölf Jahren und Jugendliche mit Entwicklungsstörungen von zwölf bis 18 Jahren zu Lasten der Krankenkassen verordnet werden. Die Einschränkung wurde
zum 1. November gestrichen, da für die Kombinationspräparate kein höheres Gefährdungspotenzial als für die
Monopräparate zu erwarten ist. Für Erwachsene können
Mittel gegen Erkältungskrankheiten weiterhin nicht zu
Unding des Monats: Superstar der Abzocker
Wenn Deutschland den Superstar unter den Abzockern
suchen würde, dann hätte das Pharmaunternehmen
­Novartis gute Chancen auf den Sieg.
„Wer hat denn eine Abzocke aktuell laufen?“, könnte eine Jury von „Deutschland sucht den Superabzocker“ in
der Kandidatenrunde fragen. Da dürfte sich der Boss von
Novartis Deutschland, Dr. Dirk Kosche, mit gutem Gewissen melden. Denn was Novartis mit seiner Preispolitik für das Immunsuppressivum Certican treibt, dürfte
wohl als Abzocke zu bewerten sein.
Certican: Kohle mit Krebskranken
Der Wirkstofff Everolimus ist unter dem Präparate-Namen Afinitor seit 15. August 2009 mit der Indikation
Nierenzellkarzinom auf dem Markt. Für 90 Tabletten à
zehn Milligramm liegt der Apothekenverkaufspreis bei
14.092 Euro. Die Substanz war jedoch schon seit 2004
als Immunsuppressivum bekannt – und deutlich preiswerter. Für 900 Tabletten à ein Milligramm Certican
zahlte man „nur“ 12.794 Euro. Das „Problem“ löst Novartis auf unnachahmliche Weise. Der Konzern hebt den
Preis von Certican Mitte Oktober um 16 Prozent auf Afinitor-Niveau an.
Der Lucentis-Coup
„Ist denn bei euch früher schon was gelaufen?“, könnte eine Jury nachhaken. „Klar“, könnte Kosche schmunzelnd entgegnen. „Zum Beispiel unser Lucentis-Coup“.
Das Präparat zur Behandlung der altersbedingten feuchten Makuladegeneration (AMD) bietet der Pharma-Riese seit 2007 für rund 1.300 Euro pro Dosis an, das nach
seiner Wirkung in Betracht kommende Präparat Avastin
der Firma Roche kostet dagegen nur 65 Euro – ist aber
für die AMD-Behandlung nicht zugelassen. Das dürfte
auch so bleiben. Denn Roche gehört zu einem Drittel zur
Novartis-Unternehmensgruppe. Und untereinander die
Preise kaputt zu machen, das geht nicht. Andere kommt
teuer zu stehen, dass Novartis die Preise für seine neuen
Produkte in Deutschland praktisch frei festlegen kann.
Zumal wenn der Konzern wie im Herbst 2007 Verträge
angreift, die Ärzten die Möglichkeit einräumen, weiter
Avastin zu verordnen. Novartis will die Verordnung des
etwa 30-mal so teuren Präparats juristisch durchdrücken. „Geile Idee“, lobt dieJury. Als „asozial“ bezeichnet
der Bremer Gesundheitsökonom Gerd Glaeske dagegen
diese Preispolitik. Schließlich winken auch die Gerichte
ab. „Bei Mehrkosten von 1,4 Milliarden Euro für die gesetzliche Krankenversicherung spielt auch deren Stabilität eine große Rolle“, so das Düsseldorfer Sozialgericht.
Andere kommt teuer zu stehen, dass Novartis die Preise
für seine neuen Produkte in Deutschland praktisch frei
festlegen kann. Zumal wenn der Konzern wie im Herbst
2007 Verträge angreift, die Ärzten die Möglichkeit einräumen, weiter Avastin zu verordnen. Novartis will die
Verordnung des etwa 30-mal so teuren Präparats juristisch durchdrücken. „Geile Idee“, lobt die Jury. Als „asozial“ bezeichnet der Bremer Gesundheitsökonom Gerd
Glaeske dagegen diese Preispolitik. Schließlich winken
auch die Gerichte ab. „Bei Mehrkosten von 1,4 Milliarden Euro für die gesetzliche Krankenversicherung spielt
auch deren Stabilität eine große Rolle“, so das Düsseldorfer Sozialgericht.
Kampf in die Praxen tragen
Gestern Lucentis, heute Certican. „Und wie zockt ihr morgen ab?“, fragt die neugierige Jury. Das verrät der Konzern natürlich nicht. Doch Ruhe dürfte an der Front nicht
einkehren. Das zeigt der Blick zurück. So rief Dr. Peter
Maag, 2007 Deutschland-Chef des Unternehmens, laut
Stern zum „Straßenkampf“ in den Praxen auf. Rund 700
Referenten, Muster in Massen, als Fortbildungen in attraktivem Umfeld getarnte Vergnügungsfahrten und gut
dotierte Anwendungsbeobachtungen sollten die Blutdrucksenker Exforge und Diovan im deutschen Markt
platzieren. „Ich halte das Medikament (Exforge, Anm. d.
Red.) für völlig überflüssig. Der Einzige, der es braucht, ist
Novartis“, zitiert der Stern Prof. Peter Sawicki, den Leiter
des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen. Die Kritik kann Novartis egal sein. Was
zählt, ist der Sieg im Marketing-Krieg. Immerhin stieg
der Exforge-Umsatz durch den Feldzug um 145 Prozent. Eine Jury wäre begeistert. Novartis kommt auf jeden Fall eine Runde weiter. Und wenn sie so weitermachen, haben sie gute Aussicht einmal den Titel „Superabzocker“ zu holen.
Neue Heilmittelrichtgrößen für 2010 vereinbart –
Jetzt zählt das Eintragen von Praxisbesonderheiten
Im kommenden Jahr stehen den Ärzten in Nordrhein 404
Millionen Euro für Heilmittel-Verordnungen zur Verfügung,
genauso viel wie das Ausgabenvolumen 2009. Es soll für
sämtliche Verordnungen von Physio-, Ergo-, Stimm-,
Sprech- und Sprachtherapie und Podologie reichen.
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung und der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen erwarten einen
leichten Anstieg der Heilmittel-Umsätze auf Bundesebene. Dennoch waren die Kassen im Rheinland nicht bereit,
das Budget für Heilmittel zu erhöhen. Im Gegenteil, die
Kassen wollten das Volumen erneut absenken. Das zumindest hat die KV Nordrhein verhindert.
Heilmittelrichtgrößen 2010
Chirurgie (einschließlich
Gefäß-, Plastische, Unfallund Visceralchirurgie)
HNO (einschließlich Phoniatrie
und Pädaudiologie)
Innere Medizin, fachärztlich
(einschließlich Angiologie,
Kardiologie, Nephrologie,
Pneumologie, Rheumatologie)
Orthopädie (einschließlich
Rheumatologie)
*AV: Allgemeinversicherte (Mitglieder und Familienversicherte)
RV: Rentenversicherte
Für Fachgruppen, die in der Tabelle nicht aufgeführt sind,
wurden keine Heilmittel-Richtgrößen vereinbart. Bei den
fachärztlichen Internisten mit Schwerpunktbezeichnung
Rheumatologie (früher Teilgebiet „Rheumatologie“) bleibt
die Richtgröße ausgesetzt.
Im nächsten Jahr können die Ärzte in Nordrhein ihren
gesetzlich versicherten Patienten Heilmittel für 404 Millionen Euro verordnen.
Änderungen gibt es bei den Richtgrößen. Die für Chirurgen und fachärztlich tätige Internisten steigen leicht.
Noch sparsamer mit Heilmittelverordnungen umgehen
müssen dagegen HNO-Ärzte und Kinderärzte. Die Änderungen resultieren vor allem aus „Wanderbewegungen“
der Patienten. Diese führen zu einem veränderten Morbiditätsspektrum der Patienten in den Fachgruppen. Und
daran sind die Richtgrößen angepasst worden.
Heilmittel-Infos der KBV
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) bie-
abgerechnet werden. „Davon machen leider nur wenige Praxen Gebrauch“, berichtet Dr. Manfred Eggen, beratender Arzt
der KV Nordrhein. Dabei sei dies oft eine gute Möglichkeit,
ein lästiges Richtgrößenverfahren zu verhindern.
tet Heilmittelinformation im Internet an. Ärzte finden hier die wichtigsten Gesetzestexte, Verord-
Verfahren verhindern, Besonderheiten eintragen
nungsvordrucke und Gerichtsurteile. Die Internet-
In den vergangenen Jahren haben die Ärzte in Nordrhein
immer weniger Praxisbesonderheiten bei Heilmitteln eingetragen. Damit riskieren sie, ohne Not in Richtgrößenverfahren zu geraten. Um das zu verhindern, hat die Prüfungsstelle die Diagnosen in Form der ICD-10-Codes geprüft, um
festzustellen, ob Praxen vergessen haben, die Symbolziffern
anzusetzen. Wenn dies der Fall war, hat die Prüfungsstelle
dies nachgeholt und die Besonderheiten bei der Vorabprüfung berücksichtigt, also die Kosten der Heilmittelverordnungen für die Praxisbesonderheiten von der gesamten Verordnungssumme abgezogen.
plattform „Verordnete Leistungen“ deckt auch die
Themen Hilfsmittel, Rehabilitation und Soziotherapie mit entsprechenden Informationen ab. Umfangreiche Linksammlungen und Infos über Wirtschaftlichkeitsprüfungen und Regresse bei Heilmittelverordnungen ergänzen das Angebot.
Das Portal finden Sie unter www.verordnete-leistungen.de
Zwei neue Praxisbesonderheiten
Die Liste der Praxisbesonderheiten 2010 haben Kassen
und KV um zwei Punkte verlängert:
n	Maßnahmen der Physikalischen Therapie ohne MLD
(Symbolnummer 90984) für die ersten drei Monate nach konservativ behandelten Rupturen und
Frakturen nach den ICD-10 Codes S83.53, S83.54,
S42.21 bis S42.29, S12.21 bis S12.25, S22.01 bis
S22.06, S32.01 bis S32.05.
n	Maßnahmen der Manuellen Lymphdrainage (Sym-
bolnummer 90985) für die ersten drei Monate nach
konservativ behandelten Rupturen und Frakturen
nach den ICD-10 Codes S83.53, S83.54, S42.21 bis
S42.29.
Diesen aufwändigen Service kann die Prüfungsstelle in Zukunft nicht mehr leisten. „Die Praxen sollten also nun penibel darauf achten, bei den entsprechenden Patienten die
Symbolziffern für die Praxisbesonderheiten anzusetzen“,
betont Eggen. Dadurch reduzieren Praxen das Risiko erheblich, in ein Prüfverfahren zu schlittern. Dies ist nämlich
zumindest lästig – im schlimmsten Fall führt dies zu einem
Regress. Das ist besonders dann ärgerlich, wenn er durch
das Eintragen der Symbolnummern für Praxisbesonderheiten hätte vermieden werden können. 0 91219
Eine Übersicht aller Praxisbesonderheiten können Sie über den Faxabruf
unter 0211 5970 7541 abrufen. Auch im Internet unter www.kvno.de
Bitte geben Sie bei beiden Therapien den Unfalltag auf der
Verordnung an. Die Erstbehandlung muss bei einem Chirurgen oder Orthopäden erfolgen.
Die Heilmittel-Therapien in diesen Indikationsbereichen werden als Besonderheiten aus dem Heilmittelbudget herausgerechnet. Die Symbolnummern für Praxisbesonderheiten
können Sie an jedem Tag des Quartals an der Stelle des Behandlungsausweises eintragen, an dem auch die Leistungen
Was die Gesundheitsprämie bedeutet
Unsolidarisch – aber dafür gerecht?
Gleich mit seiner Jungfernrede provozierte Gesundheitsminister Philipp Rösler heftige Attacken der Opposition. Im
Zentrum der Kritik: der von der Koalition angekündigte Einstieg in eine einkommensunabhängige Prämie zur Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung.
Schon 2005 hatte eine solche Prämie im Wahlprogramm
der CDU eine Debatte um Solidarität und Gerechtigkeit
ausgelöst. Damals wie heute erscheint eine vorurteilsfreie Bewertung der „Prämie“ fast unmöglich. Denn das
Verdikt der Kritiker: „…die Sekretärin bezahlt so viel wie
der Chef!“ erweist sich in aller Regel als sozialpolitisches
K.-o.-Argument.
Die Frage, inwieweit der Status quo für Solidarität und
Gerechtigkeit sorgt, tritt zumeist in den Hintergrund. Der
Kölner Wirtschaftswissenschaftler Professor Johann Eekhoff erinnerte jüngst daran, dass die Solidarität derzeit
an der Beitragsbemessungsgrenze ende.
Nicht die „Reichen“, sondern die Bezieher der mittleren
Einkommen tragen heute in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) die Hauptlast der Solidarität. Der „Chef“
zahlt weniger, als es seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit entspricht – sofern er die GKV-Solidargemeinschaft nicht längst in Richtung private Krankenversicherung verlassen hat.
Der Status quo ist ungerecht
Tatsächlich erzeugt das derzeitige Finanzierungsmodell
Effekte, die gerade unter dem Aspekt der Verteilungsund Belastungsgerechtigkeit kaum zu begründen sind.
Etwa die Subventionierung der „Hausfrauen-Ehe“ durch
die beitragsfreie Mitversicherung oder die Vernachlässigung anderer Einkunftsarten, wie Mieten und Zinserträge, bei GKV-Pflichtmitgliedern. Daher hält zum Beispiel
Prof. Jürgen Wasem von der Universität Essen-Duisburg
eine Verlagerung des sozialen Transfers in das Steuersystem zumindest für bedenkenswert.
Im Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und FDP heißt
es zum Thema GKV-Finanzierung: „Langfristig wird das
bestehende Ausgleichssystem überführt in eine Ordnung
mit (…) einkommensunabhängigen Arbeitnehmerbeiträgen, die sozial ausgeglichen werden.“ Außerdem soll der
Arbeitgeberbeitrag festgeschrieben werden. Details regelt eine Regierungskommission.
Prämie entlastet die Mitte
Je nach Modell sehen Experten die monatliche Prämie
zwischen 110 und 170 Euro. Der für den Sozialausgleich
benötigte Steuerzuschuss wird auf jährlich 14 bis 35 Milliarden Euro kalkuliert.
Die Prämie macht das Gesundheitswesen insgesamt weder teurer noch billiger. Dagegen gäbe es bei Steuerzahlern und Versicherten sowohl Gewinner als auch Verlierer.
Die Prämie entlastet die Mitte, und zwar bereits ab ca.
1.800 Euro monatliches Bruttoeinkommen. Teurer wäre
der Systemwechsel für Personen mit deutlich überdurchschnittlichen Einkommen. Ihre zusätzliche Steuerlast läge
höher als die Einsparung, die sie durch die (günstigere)
GKV-Prämie realisieren könnten. Da die Einkommensteuer keine Bemessungsgrenze kennt, wären insbesondere
die Topverdiener die Verlierer des Systems.
Auch die Geringverdiener würden zunächst zur Kasse
gebeten. Denn ihre Prämie läge höher als der lohnbezo-
gene GKV-Beitrag, den sie heute entrichten. Dieser Personenkreis soll jedoch durch den Sozialausgleich gezielt
Achillesferse Sozialausgleich
Aber gerade der Sozialausgleich ist die Achillesferse der
Prämie. Er könnte bis zu einem Drittel der Versicherten
zu Transferempfängern machen. Dieser Umstand könnte eine neue Verteilungsbürokratie erfordern. Vor allem
aber würde er die gesellschaftliche Akzeptanz der Prämie nachhaltig schwächen.
Philipp Rösler hat dies schnell erkannt. Noch bevor die
Regierungskommission berufen wurde, hat er klargestellt,
dass der Transfer für die sozial Schwachen kein Almosen
sein darf. Daher plädiert der Minister für „einen automatischen Sozialausgleich, den niemand extra beantragen muss“. Darüber hinaus soll auch die beitragsfreie
Ehegattenversicherung im schwarz-gelben Prämienmodell Bestand haben.
Anhänger der reinen ökonomischen Lehre dürften diese Zugeständnisse als Verwässerung des Prämienmodells deuten. Für andere ist der jüngste Vorstoß des Ministers schlicht ein Ausdruck politischen Realitätssinns.
Denn die Front der Prämien-Kritiker reicht weit ins eigene Lager der schwarz-gelben Koalition hinein. Der Abmachung im Koalitionsvertrag zum Trotz hat Horst Seehofer die Prämie mehrfach als „tot“ bezeichnet. Vielleicht
kann Philipp Rösler sie durch seine jüngsten Äußerungen wiederbeleben.
Inmitten des Schlachtenlärms für und wider die Prämie
ist freilich ein ursprüngliches Anliegen ihrer Erfinder in
Vergessenheit geraten: mehr Generationengerechtigkeit
und der Einstieg in eine Kapitaldeckung.
Stimmen zur Prämie
Stefan Romberg, gesundheitspolitischer Sprecher der
Es wird bei der Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung zu Veränderungen kommen müssen, weil
es notwendig ist, das System zukunftssicher zu machen. Das ist ein Problem, das in der gesetzlichen Krankenversicherung jahrzehntelang nicht angegangen
worden ist, die mit dem Umlageverfahren jetzt schon
auf Kosten der nachfolgenden Generationen lebt.
Selbst verständlich darf
es nicht zu einer übermäßigen
Belastung der Bürger kommen. Es
ist sehr viel gerechter, den sozialen Ausgleich
über Steuern zu
leisten. Denn Steuern zahlt jeder Bürger, der dazu finanziell in der Lage ist. Das heißt übrigens auch: Der
Privatpatient leistet auf diese Weise einen Beitrag zum
sozialen Ausgleich innerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung.
Heike Gebhard, gesundheitspolitische Sprecherin der
Einkommensunabhängige Beiträge sind bekanntlich
nur für Besserverdienende interessant. Das heißt, sie
sind für den jeweiligen Chef, nicht aber für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Vorteil. Diese Art
von Gleichmacherei, eine solche Kopfpauschale, zerstört den Zusammenhalt unserer Gesellschaft.
Warum ein soziales System
ein neues, unsoziales System dann sozial ausgleichen
zu müssen? Eigentlich müssten wir doch alles daransetzen, unser System so weiterzuentwickeln,
dass alle Versicherten, egal ob gesetzlich oder privat versichert, den gleichen Zugang zur medizinischen
Versorgung erhalten. Die von CDU/CSU und FDP unterzeichnete Vereinbarung führt nicht nur zu einer Zwei-,
sondern zu einer Mehrklassenmedizin.
Die Zitate stammen aus der Plenardebatte des NRW-Landtags am 4.11.2009
Die Bilanz fällt gut aus - Hansen und Enderer freuen sich auf die Praxis
„Jetzt sind wir einfach wieder Ärzte“
Zum Jahreswechsel geben der Vorstandsvorsitzende Dr. Leonhard Hansen und sein Stellvertreter, Dr. Klaus Enderer, ihr Amt ab. Wir sprachen über die Erfolge und Misserfolge in dieser Zeit – und ihre Zukunft als Ärzte in der
Was hat sich in den gut zehn Jahren bewegt?
Hansen: Mit der strukturierten Versorgung von Diabetikern waren wir im Rheinland Trendsetter. Mittlerweile ist bundesweit selbstverständlich, was wir Ende der 90er Jahre angepackt haben. Auch wenn wir
uns die späteren Disease-Management-Programme in
manchen Punkten anders gewünscht haben: Von der
Strukturierung profitieren Ärzte, Kassen und vor allem die Patienten.
Den richtigen Weg haben wir auch mit der Neuorganisation des Notdienstes eingeschlagen. Inzwischen sorgen
74 Notfall-Praxen an Kliniken dafür, dass nur die Patienten in der stationären Versorgung landen, die dort auch
hingehören. Mit der guten Erreichbarkeit durch die Arztrufzentrale und der einheitlichen Rufnummer ist unser
Notdienst wieder zum Aushängeschild geworden.
Enderer: Mit qu.no haben wir ein eigenes Qualitätsmanagement-System entwickelt, das praxisindividuell gestaltet werden kann, schnell und kostengünstig ist. Gefördert haben wir außerdem die Qualitätszirkel. Mehr als
1.300 Zirkel gibt es zurzeit in Nordrhein, die ThemenpaDr. Leonhard Hansen, geboren
am 5. Juli 1950, Anfang 1979
ließ er sich als Allgemeinarzt in
Alsdorf im Kreis Aachen nieder. 1997 wurde er zum stellvertretenden Vorsitzenden der
KV Nordrhein gewählt; seit
2000 ist Hansen Vorstandsvorsitzender.
lette reicht von A wie Aids bis Z wie Zytologie. Moderatoren und Tutoren profitieren zudem vom Dienst eQZ
im KVNO-Portal.
Als „Pillen-Rebell“ sind sie einmal in der Zeitschrift
„Capital“ erschienen. Wie bewerten Sie Ihr Engagement in Sachen Arzneimittel?
Hansen: Wir sind das Thema in Nordrhein zum Beispiel
mit der Me-too-Liste sehr offensiv angegangen. Und uns
ist jahrelang gelungen, zumindest den Anstieg der Ausgaben deutlich zu bremsen – ohne dass die Versorgung
qualitativ gelitten hätte.
Trotz Me-too-Liste und Richtgrößen stiegen die Umsätze in den Praxen aber nicht gewaltig.
Hansen: Das ist richtig. Aber ein Umsatzanstieg seit
1999 um 520 Millionen oder rund 20 Prozent − und das
während permanenter Budgetierung und Kostendämpfung − ist auch nicht als schlecht zu bezeichnen. Da
gleichzeitig die Zahl der Praxen erheblich gestiegen ist,
bleiben indes nur fünf Prozent mehr pro Arzt. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass wir von einem hohen Niveau kommen.
Dr. Klaus Enderer, geboren am
4. Dezember 1941, ließ sich
1984 in Köln nieder. Seit 2005
ist der Hautarzt stellvertretender
Vorsitzender der KV Nordrhein.
Als die Vertreterversammlung
am 5. Juni 2009 die Umsetzung
des Basis-Rollouts missbilligte,
kündigte das Vorstandsduo.
Die Honorarreform sollte die Umsätze ankurbeln. Sie
können mit dem Ergebnis kaum glücklich sein, oder?
Enderer: So ist es. Die Schlechterstellung der nordrheinischen Praxen mit extrem niedrigen Regelleistungs­
volumen im Vergleich zu anderen KVen ist die größte
Niederlage. Trotz intensiver Vorstellungen in Berlin hier
nichts erreicht zu haben, das hat mich im Wesentlichen
zum Protest in Form der Kündigung getrieben.
Ist die Honorarreform das zentrale Problem?
Hansen: Nein, das ist die politische Ebene. Der Weg in
die Staatsmedizin mit dem Gesundheitsfonds und dem
morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich führt
zu immer mehr Bürokratie. Dies raubt unsere Motivation. Außerdem fehlt eine klare Wettbewerbsordnung.
Hansen: An der Erpressbarkeit der Politik. Der Paragraf
73b ist ein Kniefall vor dem Druck, den Hoppenthallers
Hausärzte in Bayern ausgeübt haben. Und gleichzeitig
ist es der Verrat am Kollektivvertrag. Denn wie soll die
KV die Versorgung sicherstellen, wenn ihr die materielle Grundlage dafür entzogen wird? Die Folgen könnten
fatal sein. Schließlich haben die KVen seit über 50 Jahren mit der Sicherstellung einer frei zugänglichen medizinischen Versorgung maßgeblich zum sozialen Frieden beigetragen.
Der Hausärzteverband sagt, man brauche die Verträge, um endlich das Honorar der Hausärzte richtig zu
Hansen: Das ist einfach nicht richtig. Wir, das heißt
der Hausärzteverband und die KV zusammen, hätten in
Nordrhein opulente Add-on-Verträge abschließen können. Das aber wollte der Bundesvorstand des Verbandes
nicht. Der opfert die ärztliche Solidarität auf dem Altar
der Verbandsinteressen. Diese Zerrissenheit schwächt
die ganze Profession.
Wenn Sie den Vorstandssessel räumen, glauben Sie,
ein gut bestelltes Haus zu hinterlassen?
Enderer: Absolut. Wir haben die Effizienz der Verwaltung im vergangenen Jahrzehnt extrem erhöht. Denken
Sie nur an die Organisationsreform, in deren Zusammenhang wir sieben Bezirksstellen auf zwei konzentriert haben. Und das lief reibungslos.
Die Zahl der Mitarbeiter ist von über 1.000 auf 850 Mitarbeiter gesunken – trotz einer deutlich gestiegenen Zahl
von Praxen und ständig wachsender Aufgaben. Die Qualität stimmt trotzdem. Als erste und bislang einzige KV
haben wir alle Bereiche unserer Organisation zertifiziert.
Aber auch wenn der Laden noch so gut läuft: Derzeit fehlt
das klare Bekenntnis der Politik zum KV-System. Der Kollektivvertrag ist unsere Geschäftsgrundlage.
Meinen Sie, der bleibt erhalten?
Hansen: Davon gehe ich aus. Denn wenn die Politik das
Versorgungsniveau erhalten will, dann wird das ohne KV
nicht gehen. Wer sonst sollte den Notdienst organisieren,
die Qualität prüfen und die Sicherstellung in der Fläche
gewährleisten? Schließlich lässt sich die Abrechnung –
übrigens auch von Selektivverträgen – aus einer Hand
einfach günstiger abwickeln als wenn sieben verschiedene Stellen das übernehmen. Mal ganz abgesehen von der
Bürokratie, die das zusätzlich verursachen würde.
Geben Sie alle Ämter zum Jahreswechsel ab?
Hansen: Nein. Ich bleibe zum Beispiel im Gemeinsamen
Bundesausschuss aktiv. Da arbeite ich weiter im Ausschuss Arzneimittel. Aber mehr als ein paar Stunden pro
Woche bin ich berufspolitisch nicht aktiv. Das ist nach
etlichen Jahren mit 70-Stunden-Wochen tatsächlich nur
ein Nebenjob.
Haben Sie Angst, nach zehn Jahren als Funktionär in
die Praxis zurückzugehen?
Hansen: Nein, im Gegenteil. Ich freue mich sehr. Ich war
ja auch nie ganz raus, habe immer, wenn es ging, mal ein
paar Stunden in der Praxis gearbeitet. Erstens, weil ich
gerne Arzt bin und zweitens, weil ich als Vorstand nicht
wie ein Blinder von der Farbe reden wollte. Aber ab dem
kommenden Jahr bin ich wieder richtig aktiv. Mit Hausbesuchen und allem was dazugehört.
500 bis 700 Ärzte täglich außerhalb der Sprechstunde im Einsatz
Über 1,3 Millionen Notfälle pro Jahr
Die ambulante Versorgung findet rund um die Uhr statt. In Nordrhein klappt das gut.
Vor ein paar Jahren noch war der Notfalldienst ein Sorgenkind. Im Rahmen eines Projekts haben Mitarbeiter
der KV Nordrhein mit notdiensterfahrenen Ärztinnen
und Ärzten ab 1999 Maßnahmen erarbeitet, um die Erreichbarkeit, die Organisation des Fahrdienstes und Vertretungen zu verbessern.
200.000 Fahrten im Notdienst
Ein weiteres Ziel der Gruppe: Die Trampelpfade ins Krankenhaus sperren. Dies sollte vor allem mit Hilfe zentraler Notdienstpraxen gelingen, also festen Anlaufstellen,
die oft direkt am Krankenhaus angesiedelt den Marsch
in den stationären Bereich verhindern. Zum Nutzen von
Niedergelassenen, Kliniken und Patienten.
Die Behandlung außerhalb der Sprechstundenzeiten
leisten täglich 500 Ärztinnen und Ärzte. Am Wochenende und an Feiertagen sind es sogar 700.
Etwa 200.000 Patienten verwiesen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Arztrufzentrale an die Notfallpraxen oder die Ärzte, die den Notdienst von ihrer
Praxis aus durchführen. Rund 200.000 Einsatzaufträge gingen direkt an den Fahrdienst.
Ein weiterer Baustein der Notfallversorgung
Ein weiterer wichtiger Baustein der Notfallversorgung
ist die Arztrufzentrale. Sie hat 2003 zunächst nur für
82 zentrale Notfallpraxen
den Bereich Düsseldorf den Betrieb aufgenommen.
Inzwischen gibt es 82 Notfalldienstpraxen im Rheinland,
In den vergangenen zwölf Monaten vermittelte sie
74 davon befinden sich an
700.000 Patientinnen
1,3 Millionen Notdienst-Fälle
Krankenhäusern. Ausschließund Patienten an den
Im Jahr 2008 rechneten die Ärzte in Nordrhein
lich für die Versorgung von
organisierten Notfall1,3 Millionen Behandlungsfälle im Notdienst ab.
dienst. In der Arzt3. Quartal 2
stehen 19 Notfalldienstrufzentrale sind rund
uartal 200
praxen zur Verfügung.
140 Mitarbeite341.183 278.231 21%
Eine Notfalldienstrinnen und Mit26%
arbeiter wech26%
betreut nur HNOselnd im Ein358.678
Die Patienten neh1 . Qu
artal 2009
men den Notfalldienst
in Nordrhein gut an. Im
vergangenen Jahr haben die
niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte mehr
als 1,3 Millionen Patientinnen und Patienten nachts, feiertags und am Wochenende versorgt.
„Wir wollen unsere Arbeit ständig
verbessern“, kündigt
Jutta Fundel, Geschäftsführerin der KV Nordrhein Notdienst
und Bürgerberatungs GmbH an. Deswegen werden im
kommenden Jahr Ärzte stichprobenartig kurz telefo-
nisch befragt, ob und wie Abläufe mit der Arztrufzentrale verbessert werden könnten.
Alle Jahre wieder: Ansturm an Weihnachten
Mehr als 100.000 Notfälle haben die niedergelassenen
Ärzte in Nordrhein zwischen dem 24. Dezember 2008 und
dem 1. Januar 2009 behandelt. Einen ähnlichen Ansturm
erwartet Fundel auch in diesem Jahr: „Die Telefone in der
Arztrufzentrale in Duisburg dürften keinen Augenblick
stillstehen.“ Und in einigen zentralen Notdienstpraxen im
Rheinland müssen die Patienten teilweise längere Wartezeiten in Kauf nehmen.
Angesichts des großen Patienten-Andrangs ist besonders ärgerlich, wenn Ärzte nicht zum Dienst erscheinen,
ohne sich bei der Kreisstelle abgemeldet zu haben. „Wir
mussten unendlich herumtelefonieren, um irgendwie Er-
satz zu beschaffen“, berichtet Dorith Schindler, die Geschäftsführerin der Notfallpraxis Düsseldorf. Die Ärzte
in den Notfallpraxen dürfen die Patienten nur außerhalb der Sprechstundenzeiten behandeln. „Die Kollegen
sollten einen Vertreter organisieren, wenn sie die Praxis
schließen – besonders an Brückentagen, um Weihnachten und Ostern“, sagt Dr. Carsten König, Vorsitzender des
Vereins „Notdienst Düsseldorfer Ärzte“.
Die Arztrufzentrale ist über die Weihnachtsfeiertage bis
ins neue Jahr während der Zeiten des organisierten Notfalldienstes zu erreichen. Am Montag, den 28. und am
Dienstag, den 29. Dezember nimmt die Arztrufzentrale
also erst um 18 Uhr ihren Dienst auf, am Mittwoch, den
30. Dezember bereits um 12 Uhr.
Die Arztrufzentrale ist für Patientinnen und Patienten unter der Rufnummer 0180 50 44 100 (14 Cent/Minute aus dem Festnetz, Mobilfunk kann
abweichen) zu erreichen.
Einsätze im Sitz- und Fahrdienst
Die Tabelle zeigt die Einsätze im Sitz- und Fahrdienst, die die Arztrufzentrale in den vergangenen zwölf Monaten vermittelt hat.
Vermittlung*
*Vermittlung von Telefonnummern diensthabender Ärtzinnen und Ärzte
Die Notdienst-Macher
Dorith Schindler,
Geschäftsführerin der Notfallpraxis Düsseldorf
Hinter den Kulissen der zentralen Notfallpraxis in Düsseldorf hält Dorith Schindler die Fäden in der Hand. Über
50 Medizinische Fachangestellte (darunter zehn Vollzeitkräfte) koordiniert die Geschäftsführerin der Praxis,
sorgt dafür, dass an den Wochenenden stets acht, wochentags vier Helferinnen die Ärztinnen und Ärzte unterstützen. Defekte EKG-Geräte, fehlende Verbände, Ärzte, die nicht zum Dienst erscheinen – um all die kleinen
Katastrophen kümmert sich Schindler
seit nunmehr 17 Jahren. „Auf dem Handy
bin ich im Notfall immer erreichbar“, versichert die Düsseldorferin. Wichtiger Bestandteil ihrer Arbeit:
die Kostenkontrolle.
„Die Abgaben der Ärzte müssen reichen, um den Betrieb zu organisieren.“ Der
Betrieb, das sind knapp 90.000 Notfall-Behandlungen
pro Jahr. Und der funktioniert gut.
Ronald Grüner,
Notdienstkoordinator in Moers
Ronald Grüner ist von zentralen Notfalldienstpraxen
wie der am Krankenhaus Bethanien in Moers überzeugt.
„Sie bieten einen Vorteil für alle Seiten“, sagt der Allgemeinmediziner. Als bekannte Anlaufstelle verhindern
sie, dass Patienten außerhalb der Sprechstundenzeiten in
die Krankenhäuser „abwandern“. Außerdem bringen sie
wirtschaftliche Vorteile: Sie sorgen für höhere Fallzahlen und Umsätze, verringern die Dienstfrequenz und die
Zahl der Fahrten, weil die zentralen Praxen länger geöffnet sind. „Es ist auch leichter, einen Vertreter zu finden“,
betont Grüner. Denn
die Dienste sind lukrativ und fänden
in den vorbereiteten Räumen der zentralen Notfallpraxis
statt. Für Grüner
„Der Notdienst ist
– und zentralisiert ist der Service für die Patienten einfach besser.“
Disponentin in der Arztrufzentrale
Zurzeit klingelt das Telefon in der nordrheinweiten Arztrufzentrale in Duisburg pausenlos. „Im Winter ist ein hohes Anrufaufkommen die Normalität – und jetzt kommt
noch die Schweinegrippe dazu“, berichtet Strauch. Bis
zu 30 Kolleginnen und Kollegen pro Schicht nehmen die
Anrufe der Patienten aus ganz Nordrhein entgegen. Die
Disponenten wie Strauch sind für die Bereitmeldung der
diensthabenden Ärzte zuständig, vermitteln Hausbesuche an die Ärzte im Fahrdienst und stehen in Kontakt mit
den Ärzten, die den Sitzdienst von ihrer eigenen Praxis
aus verrichten. Sie geben Strauch durch, wann die Patienten direkt in die
Praxis kommen können und wann sie
unterwegs sind. „Das
klappt reibungslos“,
so Strauch. Den Job
macht die 29-Jährige
gern: „Es ist ein interessantes und abwechslungsreiches
Tätigkeitsfeld, und ich habe das Gefühl, helfen zu können.“
KV Nordrhein war einer von gut 4.300 Ausstellern
KV-Service auf der MEDICA
Die MEDICA in Düsseldorf lockte dieses Jahr 138.000 Besucher, darunter auch Tausende niedergelassene Ärzte.
Die konnten sich nicht nur über neue Medizintechnik informieren, sondern auch über Angebote der KV Nordrhein.
Gut 400 Ärzte und Psychotherapeuten besuchten an den
vier Messetagen den Stand der Halle 16, den sich die KV
Nordrhein mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung
(KBV) teilte. „Viele Ärzte haben die Gelegenheit genutzt
und sich aktuelle Infos samt Meldebogen zur Abrechnung
der Impfungen gegen die Neue Grippe geholt“, berichtet
Ulrike Giese vom Serviceteam der KV Nordrhein.
Claudia Pintaric (r.) und Jörg Husemann (l.) präsentierten
das KVNO-Portal.
anstaltungsdaten online zu pflegen. Für die QZ-Teilnehmer gibt es eine Seite, auf der der Moderator wichtige
Informationen bereitstellen kann, zum Beispiel neue Veranstaltungstermine, Kontaktdaten oder Literatur.
Stefan Kapferer, Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium (zweiter v. l.), und Bernd Zimmer (dritter v.
l.), Vize-Präsident der Ärztekammer Nordrhein, informierten sich über die Online-Abrechnung.
Auf großes Interesse trafen auch der Heilberufeausweis
und die Online-Abrechnung. „Fragen zu den Lesegeräten
und der Software standen im Mittelpunkt“, sagt Heike
Leuschner von der Abteilung IT in der Arztpraxis.
Beim KVNO-Portal interessierten sich die Besucher vor
allem für den Dienst „elektronische Qualitätszirkel“ (eQZ).
Er ermöglicht zum Beispiel den Moderatoren, ihre Ver-
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung stellte unter anderem die Online-Arztbibliothek vor.
Land fördert den hausärztlichen Nachwuchs
Die Frist für die bereits im Juni angekündigte finanzielle Förderung hausärztlicher Niederlassungen und der
hausärztlichen Weiterbildung in 107 Kommunen des
Landes Nordrhein-Westfalen war leider sehr kurz. Das
Antragsverfahren lief lediglich vom 30. November bis
zum 15. Dezember 2009. Doch auch danach ist laut Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann „eine gestaffelte
Förderung“ möglich.
Die maximale Fördersumme beträgt 50.000 Euro. Antragsberechtigt sind Hausärzte, die in einer der vom
Land benannten 107 Kommunen eine Praxis gründen
oder übernehmen wollen. Dabei handelt es sich um Städte und Gemeinden, in denen in den kommenden Jah-
ren ein Mangel an Hausärzten zu erwarten ist. Dort ist
auch die Gründung von Zweigpraxen förderfähig. Darüber hinaus fördert das Land die Stellen hausärztlicher
Weiterbildungs-Assistenten mit bis zu 2.000 Euro monatlich – zusätzlich zur Förderung von Krankenkassen
und KV Nordrhein.
Die KV Nordrhein begrüßt die Förderinitiative der Landesregierung. „Ich hoffe, dass viele künftige Kolleginnen
und Kollegen von der Förderung profitieren und trotz der
knapp bemessenen Frist davon Gebrauch machen“, sagt
Dr. Leonhard Hansen, Vorsitzender der KV Nordrhein.
Sämtliche Antragsunterlagen und Informationen zum Verfahren sind im
Internet abrufbar unter www.hausarzt.nrw.de. 0 91228
Die Gesprächspsychotherapie wird es auch künftig nicht
als Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV)
geben. Nach einem letztinstanzlichen Urteil des Bundessozialgerichts muss der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) die Gesprächspsychotherapie nicht in
seine Psychotherapie-Richtlinie aufnehmen.
Als „besonnen und ausgewogen (...) im Interesse der
Versichertengemeinschaft lobte der Vorsitzende des
G-BA, Dr Rainer Hess, die Entscheidung der Kasseler Richter. Ein anders lautendes Urteil hätte zu einem
grundlegenden Umbruch der psychotherapeutischen
Versorgung führen können. Dem G-BA zufolge ist eine breite Versorgungsrelevanz ein wesentliches Kriterium für die umfassende Aufnahme eines Psychotherapieverfahrens in den GKV-Leistungskatalog. „Diese
konnte für die Gesprächspsychotherapie bislang nicht
anhand wissenschaftlicher Belege nachgewiesen werden“, so Hess.
Das Bundessozialgericht verweigerte mit seinem Urteil einem Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeu-
ten die Eintragung ins Arztregister. „Therapeuten, die
nur für die Gesprächspsychotherapie qualifiziert sind
und deshalb die Mehrzahl der Patienten nicht adäquat
versorgen können, müssen nicht zur vertragsärztlichen
Versorgung zugelassen werden“, erklärten die Richter.
In einem zweiten Fall wiesen sie das Begehren einer
bereits zugelassenen Psychotherapeutin ab, auch gesprächspsychotherapeutische Behandlungen abrechnen
zu können. (Az. B 6 KA 45/08 und B 6 KA 11/09 R).
In der Urteilsbegründung verwies der Vertragsarztsenat
des BSG aber auch auf mögliche Ausnahmen hin: Der
Ausschluss der Gesprächspsychotherapeuten von der
Regelversorgung berühre nicht den Anspruch der Versicherten auf eine geeignete und wirtschaftliche Behandlung. Wenn sich die Behandlungsmethode im Einzelfall als besonders geeignete und gleichzeitig wirtschaftliche erweise, könnten sich Versicherte „nach
vorheriger Anfrage an die Krankenkasse“ die Kosten erstatten lassen. Generell GKV-Leistung sind die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, die analytische
Psychotherapie und die Verhaltenstherapie.
SAPV-Versorgung nun auch in Aachen
Aachen ist die dritte Region im Rheinland, in der ein Vertrag über die spezialisierte ambulante Palliativversorgung
(SAPV) geschlossen worden. Pioniere bei der SAPV sind
Mettmann und Düren (wir berichteten).
Schwerstkranke und sterbenden Menschen können hier
künftig auf ihren Wunsch zu Hause umfassend medizinisch und pflegerisch versorgt werden, bei Bedarf rund
um die Uhr. Ziel ist, den Weg ins Krankenhaus oder in
ein Hospiz oder das Sterben im Altenheim zugunsten
des letzten Lebensabschnittes in der gewohnten häuslichen Umgebung zu vermeiden. Den Vertrag haben alle gesetzlichen Krankenkassen mit Ärzten, Pflegefachkräften und weiteren Beteiligten vor Ort geschlossen.
Beteiligt ist auch die KV Nordrhein.
Das Versorgungsgebiet des Palliative Care Teams erstreckt sich auf die Städteregion Aachen. Dazu gehören:
Stadtgebiet Aachen, Herzogenrath/Kohlscheid, Würse-
len, Alsdorf, Baesweiler, Stolberg, Eschweiler/Weisweiler und Röttgen. Darüber hinaus ist das Team auch in
den grenznahen Gebieten Belgiens und der Niederlande
tätig. Hierbei erstreckt sich das Betreuungsgebiet insbesondere auf die Gemeinden Raeren/Hergenrath/Eupen/Kelmis in Belgien sowie Vaals und Kerkrade in den
Niederlanden. In diesen Bereichen leben rund 30 000
deutschsprachige Bürger.
Für die Versorgung steht in der Städteregion Aachen das
Palliative Care Team „Home Care Städteregion Aachen“
bereit. Gegründet im Oktober 2003 als palliativmedizinisches Projekt, geht es auf eine Initiative niedergelassener Aachener Onkologen zurück. Das Team besteht aus
elf qualifizierten Palliativ-Ärzten und rund 25 qualifizierten Palliativ-Pflegefachkräften; sie decken im Versorgungsgebiet eine Einwohnerzahl von etwa 500 000
Mehr Informationen zur SAPV finden Sie unter www.kvno.de
0 91228
Deutschlands Bevölkerung
nimmt ab, die Einwohner
werden älter, und es werden noch weniger Kinder
geboren als heute. Diese
Voraussage hat das Statistische Bundesamt gemacht. Seit 2003 geht die
Zahl der Einwohner zurück.
Diese Entwicklung wird
sich nach Ansicht der Statistiker fortsetzen – und
sogar verstärken.
Von je 100 Einwohnern sind*
Zahl der Einwohner in Deutschland
Annahme Prognose
jährliche Zuwanderung von 200 000 Personen;
Geburtenrate annähernd konstant
jährliche Zuwanderung von 100 000 Personen;
Ende 2008 lebten 82 Millionen Menschen in der Bundesrepublik, 2060 werden es
zwischen 65 Millionen und 70 Millionen sein. Ist heute
*nach Prognose 2
jeder fünfte Deutsche 65 Jahre und älter, wird es 2060
Alle Praxisstandorte im Internet – Nutzerfreundlichkeit verbessert
Ärzte und Psychotherapeuten online besser finden
Die Arzt- und Psychotherapeutensuche der KV Nordrhein im Internet greift auf eine neue Datenbank zu. Die Suche wurde verbessert, und User finden mehr Informationen.
Aufgrund der erweiterten Möglichkeiten des Vertragsarztrechtsänderungsgesetzes (zum Beispiel mehrere Praxisstandorte) musste die KV nicht nur die Datenbank des
Arztregisters überarbeiten, sondern auch die Onlinesuche,
die auf diese Daten zugreift.
4,5 Millionen Suchen pro Jahr
Das Online-Arztverzeichnis der KV Nordrhein registriert
im Schnitt rund 12.500 Zugriffe pro Tag. Das sind 380.000
Klicks pro Monat, mehr als 4,5 Millionen Suchen pro Jahr. In
der Datenbank sind die mehr als 18.000 Kassenärzte, Psychologischen Psychotherapeuten sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten aufgeführt, die in den Regierungsbezirken Düsseldorf und Köln praktizieren.
Interessenten können nach verschiedenen Merkmalen wie
Nachname, Ort oder Fachgebiet suchen, um eine bestimmte
Ärztin oder einen Psychotherapeuten zu finden.
Wer möchte, kann auch das Geschlecht als Auswahlkriterium
verwenden. Außer zu ärztlichen und psychotherapeutischen
Qualifikationen gibt es Auskünfte über Sprechzeiten und natürlich Anschrift und Telefonnummer der Praxis. Auch Fremdsprachen-Kenntnisse, die auf Selbstauskünften beruhen, sind
aufgeführt. Auf diese Weise lässt sich beispielsweise ein Augenarzt finden, der Chinesisch spricht. Die Palette reicht von
Albanisch über Hebräisch und Persisch bis Vietnamesisch.
Nach Praxen, die für gehbehinderte Patienten und Rollstuhlfahrer zugänglich sind, kann ebenso gesucht werden wie
nach Ärzten, die die Gebärdensprache beherrschen. Wer nicht
weiß, wie er zur ausgewählten Praxis gelangt, hat die Möglichkeit, die Fahrplanauskunft des Verkehrsverbundes RheinRuhr oder für die Anfahrt mit dem Auto einen Routenplaner
In der neuen Suche besteht die Möglichkeit, alle Praxisstandorte einschließlich Zweigpraxen, weiteren Betriebsstätten, OP- und Dialyse-Zentren zu finden. Auch überörtliche Praxisgemeinschaften stellt die Arzt- und Psychotherapeutensuche nun dar.
Außerdem ist möglich, die Teilnehmer an der Palliativversorgung in Nordrhein zu finden. Die Auswahlfelder
von Fachgebiet und Zusatzbezeichnung sind im Grunde
wie zuvor, nur redaktionell und grafisch überarbeitet.
Was viele User wünschten, geht nun: Die Suche können
sie per Druck auf die Enter- oder Returntaste auslösen.
Der lästige Klick auf den Knopf „Suche“ entfällt.
Außerdem bleibt nach einer Suche das Suchformular mit
allen eingetragenen Suchparametern unter den Ergebnissen erhalten. Bei einem unbefriedigenden Ergebnis
kann man die Suche sofort verändern, ohne alle Daten
Durch die Migration in die neue Datenbank kann es vorkommen, dass einige Datensätze fehlerhaft sind. Deshalb
bitten wir Sie um ihre Mitarbeit. Prüfen Sie ihre Daten
in der neuen Onlinesuche. Kontrollieren Sie bitte auch,
ob die Sprechzeiten noch stimmen. Sollten Fehler auffallen, so melden Sie diese bitte mit dem Online-Formular, das Sie auf der KV-Homepage finden, über das
KVNO-Portal oder mit einer kurzen E-Mail an Ihr Arztregister in Köln oder Düsseldorf. 0 91230
Die Arzt- und Psychotherapeutensuche finden Sie unter www.kvno.de
Praxisabgeber treffen Nachfolger
Zwei Praxisbörsentage gab es bereits in Düsseldorf. Der dritte fand in Köln statt. Auch hier war der Andrang groß.
Rund 250 Ärzte und Psychologische Psychotherapeuten kamen am Samstag, 7. November, in die
Bezirksstelle Köln, um sich über Wege zur Niederlassung, die Praxisabgabe und -übernahme zu informieren.
Über 180 Inserate
einerseits, nach einem Sitz oder einer Anstellung
andererseits, zog es viele Besucherinnen und Besucher zu den Pinnwänden. Dort hatten sie die Gelegenheit, Biete- oder Suche-Inserate aufzuhängen.
Mehr als 180 zählten die Veranstalter an diesem Tag.
Und bei mehr als der Hälfte trug sich an diesem Tag
jemand zwecks Kontaktaufnahme ein. Nicht selten
kam es auch direkt zum persönlichen Kontakt, bis
hin zur Übergabe von Bewerbungsunterlagen. „Das
freut uns natürlich besonders“, sagt Frank Bausch,
Geschäftsführer der KV Nordrhein Consult. Inzwischen haben die ersten beiden Praxisbörsentage
tatsächlich zu Praxisübergaben geführt.
Rund 100 Kontakte schaffte der Praxisbörsentag zwischen Ärzten und Psychotherapeuten, die einen Nachfolger, einen Sitz oder eine Anstellung suchten.
Stark gefragt waren auch die Beratungsangebote. Allen
voran die Niederlassungsberater hatten gut zu tun. An
weiteren Ständen holten sich die Besucher Informationen zu rechtlichen Aspekten von Abgabe und Übernahme einer Praxis, zu Kooperationsmodellen oder zur Online-Praxisbörse.
Praxisbörsen 2010
KV Nordrhein Consult
Tel.: 0211/5970-8127
Fax: 0211/52800-86 39
Acht Vorträge griffen
Themen wie Praxiswertermittlung, steuerliche Aspekte der Abgabe und Finanzierung
einer Praxis auf. Im
nächsten Jahr sind zwei
Praxisbörsentage geplant dafür, am 12. Juni in Düsseldorf und am
13. November in Köln.
0 91231
Die Vorträge des Praxisbörsentags finden sie unter
Was ist eigentlich ein Arztfall?
Bei den Serviceteams der KV Nordrhein gehen pro Monat rund 7.000 Anrufe, Faxe und E-Mails ein. Im Oktober
standen Fragen rund um die Neue Grippe und die Abrechnung im Mittelpunkt.
Im EBM gibt es Ausschlüsse bezogen auf den Arztfall.
Was ist überhaupt ein Arztfall?
Der Arztfall ist definiert als die Behandlung desselben
Versicherten durch denselben an der vertragsärztlichen
Versorgung teilnehmenden Arzt in einem Kalendervierteljahr zu Lasten derselben Krankenkasse unabhängig
von der Betriebs- oder Nebenbetriebsstätte.
Beispiel: Ein Patient wird in einer Berufausübungsgemeinschaft von einem Arzt behandelt. Der andere Arzt stellt
im Rahmen der Urlaubsvertretung ein Wiederholungsrezept aus. Somit besteht dieser Behandlungsfall aus
zwei Arztfällen. Die beiden Arztfälle sind aus den unterschiedlichen lebenslangen Arztnummern erkennbar.
In dieser Konstellation ist neben der Versicherten- oder
Grundpauschale auch die EBM-Nummer 01430 (Verwaltungskomplex) abrechenbar.
Wie rechne ich die Impfung gegen die Neue Grippe ab?
Für diese Impfung gibt es keine Abrechnungsziffer. Die
Abrechnung läuft für gesetzlich und privat versicherte
Patienten über die KV Nordrhein. Für die Abrechnung
verwenden Sie einen Meldebogen, mit dem Sie die Zahl
der durchgeführten Impfungen im 4. Quartal 2009 oder
dem 1. Quartal 2010 angeben. Den Meldebogen können
Sie aus dem KVNO-Portal heraus online versenden, von
der Homepage der KV Nordrhein herunterladen oder per
Fax abrufen und an Ihre Bezirksstelle senden (s. S. 9).
Die Abrechnung ist monatlich oder quartalsweise möglich, ein Wechsel der Abrechnungsweise innerhalb des
Quartals ist leider ausgeschlossen. Bei monatlicher Abrechnung erfolgt automatisch eine Abschlagszahlung ab
einer Häufigkeit von 500 Impfungen im Monat. Ansonsten findet die Abrechnung mit der normalen Quartalsabrechnung statt.
Bei quartalsweiser Abrechnung kann eine Abschlagszahlung auf die Quartalsabrechnung ab einem Gesamtvolumen von 500 Impfungen erfolgen. Dafür ist eine separate formlose Anforderung nötig. Bitte reichen Sie den
Meldebogen erst nach Ablauf des Quartals ein.
Was geben wir auf der Gesamtaufstellung unter Punkt
4 als „LAG“ ein?
Bitte tragen Sie unter Punkt 4 der Gesamtaufstellung die
Betriebsstättennummer ihrer Laborgemeinschaft ein.
Müssen Patienten Praxisgebühr zahlen, die mit einer
europäischen Krankenversichertenkarte kommen?
Ja. Im Rahmen des zwischenstaatlichen Sozialversicherungsabkommens (SVA)/Auslandsabkommen haben
die Patienten die gleichen Rechte und Pflichten wie in
Deutschland gesetzlich Krankenversicherte. Somit müssen sie die Praxisgebühr beim ersten Arzt-PatientenKontakt im Quartal zahlen. Überweisungen können ausgestellt werden.
Thema: Kinder- und Jugendpsychotherapie und -psychiatrie,
Kontakt:	Dr. Jürgen Junglas
Telefon 02241 336 061
Telefax 02241 3970 571
E-Mail:	j.junglas@t-online.de
Thema: OPD*-fundierte psychodynamische Supervision/
Kontakt: Dr. Frank van Well
Telefon 0221 8001 796
Telefax 0221 9983 513
*Operationalisierte Psychodynamische
Sammeln Sie Fortbildungspunkte online
Ärzte können im Arzneimittel-Infoservice (AIS) der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) nun auch Fortbildungspunkte sammeln. Themen des Angebots im Internet sind Anwendungsgebiete, Nutzen und Wirksamkeit neuer Wirkstoffe. Neu im AIS-Angebot ist zudem
ein Newsletter, der über aktuelle Entwicklungen auf dem
Arzneimittelmarkt informiert.
Die Fortbildungen bietet die KBV thematisch angelehnt
an die jeweils jüngste Ausgabe des Informationsdienstes „Wirkstoff aktuell“ an. Wer die Multiple-Choice-Fragen korrekt beantwortet, erhält zwei CME-Punkte (CME:
AIS bietet zudem gebündelte praxisnahe Informationen
zu Arzneimitteln und deren Verordnung. Dazu gehören
Hilfen beim Verordnungsmanagement, Analysen zur Ausgabenentwicklung und Hinweise zu Wirtschaftlichkeitsprüfungen. Die Themenpalette reicht von A wie Aut idem
bis Z wie Zoledronsäure.
Das neue Fortbildungsangebot präsentierte
Wolfgang Reinert (r.) auf der Medica.
Continuing Medical Education). Wenn Sie Ihre Fortbildungsnummer angeben, übermittelt der AIS die erworbenen Punkte online an die zuständige Ärztekammer. Der
Die Rubrik „Verordnungssteuerung“ bietet einen Überblick über die gesetzlichen Vorgaben, die den Arzneimittelmarkt beeinflussen. Diese reichen von der Aut-idemRegelung über Rabattverträge bis zum Zweitmeinungsverfahren. Die Besucher der Seite können sich auch interaktiv einbringen, zum Beispiel über Online-Umfragen
Den AIS finden Sie unter www.arzneimittel-infoservice.de
0 91233
Infomärkte in Düsseldorf und Köln
Auf dem Infomarkt am 6. Januar haben Sie Gelegenheit, Ihre Fragen zu Praxisübergabe oder -übernahme, Niederlassung, Honorar und Abrechnung, Verordnung von Arzneimitteln, den Verträgen oder den Einsatz von IT in der Praxis
zu stellen. Für allgemeine Fragen aus dem Praxisalltag stehen die Mitarbeiter der Serviceteams Rede und Antwort.
Eine Anmeldung zum Infomarkt ist nicht erforderlich.
n	n	n	n	n	n	n	n	n	n	Niederlassungsberatung der KV Nordrhein
Verträge in Nordrhein
KVNO-Portal: Online-Dienste für Praxen in Nordrhein
KOSA – Kooperationsberatung für Selbsthilfe und Ärzte
In Köln bieten wir lediglich die Themen Honorar und Abrechnung an, zudem stehen Mitarbeiter des Serviceteams zur Verfügung.
Termin: Ort: und Mittwoch, 6. Januar 2010, 15 Uhr bis 18 Uhr
KV Nordrhein (Haus der Ärzteschaft), Tersteegenstraße 9, 40474 Düsseldorf
KV Nordrhein, Bezirksstelle Köln, Sedanstraße 10-16, 50668 Köln
Wie geht es weiter im Gesundheitswesen?
„Nach der Wahl ist vor Reformen: Wie geht’s weiter im Gesundheitswesen?“, diese Frage steht im Mittelpunkt der
ersten focus-Veranstaltung der KV Nordrhein im Jahr 2010. Wohin wird der Trend gehen: mehr Privat – mehr Staat?
Die schwarz-gelbe Koalition stellt den Gesundheitsfonds auf den Prüfstand: Was bleibt? Was wird sich ändern? Gibt
es eine Reform der Honorarreform für Ärzte?
Termin: Mittwoch, 3. Februar 2010, 16 Uhr bis 19.30 Uhr
Ort: KV Nordrhein (Haus der Ärzteschaft), Tersteegenstraße 9, 40474 Düsseldorf
Cognomed – Gesellschaft für Fortbildung im Gesundheitswesen
Reinhardstr. 50, 10117 Berlin
Telefon 030 2787 8385, Telefax 030 2787 8380, E-Mail info@cognomed.de
Marketing im Gesundheitswesen – Neue Wege?
Marketing ist für alle Beteiligten im Gesundheitswesen ein legitimes und unverzichtbares Instrument, um Waren und
Leistungen bekannt zu machen. Aufgrund der unterschiedlichen Interessenlagen ist es wichtig, diese darzulegen und
das Verständnis für die andere Seite zu fördern. Die KV Nordrhein und die Firmen Boehringer Ingelheim, Takeda Pharma und Novo Nordisk laden hierzu ins Haus der Ärzteschaft ein. Referenten wie Prof. Michael von Brück vom Lehrstuhl für Religionswissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München werden das Thema beleuchten.
Termin: Samstag, 6. Februar 2010, 11 Uhr bis 15.30 Uhr
Anmeldung: KV Nordrhein
Telefon 0211 5970 8281, Telefax 0211 5970 8100, E-Mail britta.schnur@kvno.de
16.12.2009	n	6.1.2010	KV Nordrhein Consult: „Honorarverteilung, Abrechnung, Regelleistungsvolumen“, Düsseldorf
Infomarkt der KV Nordrhein, Düsseldorf und Köln
n	6.1.2010	Veranstaltung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung in Zusammenarbeit mit der KV
Nordrhein: „Moderne Investitionsförderung für Arztpraxen“, Düsseldorf
13.1.2010 IQN-Fortbildung „Verordnungssicherheit Teil 7: Verordnung oraler Kontrazeptiva“, Düsseldorf
20. – 24.01.2010	Lehrstuhl für Naturheilkunde der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung,
Fortbildungsveranstaltung: „Zusatzbezeichnung Naturheilverfahren“, Essen
27.1.2010 IQN-Fortbildung: „Fehler und Gefahren bei der Cholezystektomie“, Düsseldorf
n	3.2.2010	focus – Zukunftsperspektiven im Gesundheitswesen: „Nach der Wahl ist vor Reformen – Wie
geht’s weiter im Gesundheitswesen?“, Düsseldorf
n	6.2.2010	KV Nordrhein in Zusammenarbeit mit Böhringer Ingelheim, Novo Nordisk Pharma, Solvay
Arzneimittel und Takeda Pharma: „Marketing im Gesundheitswesen“, Düsseldorf
KV Nordrhein Consult: „Datenschutz und Datensicherheit in der Arztpraxis“, Düsseldorf
KV Nordrhein Consult: „Boxenstopp – Coaching“, Düsseldorf
IQN-Fortbildung „Verordnungssicherheit Teil 8: Anwendung von
Thrombozytenaggregationshemmern“, Düsseldorf
12.2.2010	19.2.2010	24.2.2010 n	3.3.2010	3.3.2010	n	5. – 6.3.2010	6.3.2010	10. – 11.3.2010	10. - 14.3.2010	n	13.3.2010	14. - 18.3.2010	Fortbildungsveranstaltung der Tinnitus-Therapie-Zentren in Zusammenarbeit mit der KV
Nordrhein „Tinnitus – Diagnostik und Therapie“, Düsseldorf
Lehrstuhl für Naturheilkunde der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung,
KV Nordrhein, Fortbildungsveranstaltung für Medizinische Fachangestellte: „Richtig abrechnen
– Beispiele aus der Praxis“, Köln
n	17.3.2010	Mitgliederversammlung der Kreisstelle Oberberg der KV Nordrhein, Wiehl
KV Nordrhein Consult: „Betriebswirtschaftliches Basiswissen für die Arztpraxis“, Düsseldorf
24.3.2010	n	24.3.2010	KV Nordrhein, Fortbildungsveranstaltung: „Einführungsworkshop rational und rationell
verordnen“, Düsseldorf
n	7.4.2010	Infomarkt der KV Nordrhein, Düsseldorf und Köln
5. IQN-Kongress: „Qualitätssicherung in ärztlicher Hand - zum Wohle der Patienten“,
IQN-Fortbildung: „Fehler und Gefahren bei der ärztlichen Betreuung von Schwangeren“,
IQN-Fortbildung: „Verordnungssicherheit Teil 9: Elektronische Verordnungssysteme – wann und
wie nützen sie im Praxisalltag?“, Düsseldorf
17.4.2010	24.4.2010	9.6.2010	30.6.2010	Termine
KV Nordrhein, Fortbildungsveranstaltung für Mitglieder: „Brennpunkt Demenz – Praxis im
Dialog“, Köln
Symposium der Gesundheitsakademie BR Bonn: „Reisemedizin, Impfschutz und internationale
Gesundheit“, Bonn
Lehrstuhl für Naturheilkunde der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung:
n	17.3.2010	36
KV Nordrhein Consult: „Honorarverteilung, Abrechnung, Regelleistungsvolumen“, Düsseldorf
zum 1. April 2010
n	Vorgestellt:
Das Vorstandsduo
Dr. Leonhard Hansen,
Dr. Klaus Enderer, Ruth Bahners
n	DMP-Bericht:
Druckhaus Limbach, Köln
aktuell 1+2 10
n	Fusionitis:
Warum es immer
weniger Kassen gibt
Die KV Nordrhein hilft
einen Praxis-Nachfolger zu suchen
am 10. Feburar 2010
KVNO aktuell erscheint in zehn Ausgaben pro Jahr als Mitteilungsorgan für die Mitglieder der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein. Themen dieser Ausgabe sind unter anderem: Regelleistungsvolumen, Gesundheitsprämie und Weiterbildungsassistenten