Source: https://www.uvp.de/de/uvp-report/aktuelles-heft
Timestamp: 2020-04-09 19:51:23
Document Index: 242770129

Matched Legal Cases: ['§ 16', '§ 16', '§ 54', '§ 13', 'Art. 13', '§ 13', '§ 13', 'EuG']

01 Fachbeitrag / Original Article Balla & Borkenhagen
UVP-report 2019
33 (2): 82-90
Fachbeitrag / Original Article
Der neue UVP-Bericht – Anforderungen des novellierten Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung
The New EIA Report – New Requirements According to the German EIA Act as Amended
Stefan Balla & Jörg Borkenhagen
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DOI: 10.17442/uvp-report.033.09
Online veröffentlicht Published online: 06/03/2020
Im Jahr 2017 wurde das UVPG auf der Basis der UVP-Änderungsrichtlinie 2014/52/EU inhaltlich deutlich erweitert, neu gegliedert und sprachlich erheblich überarbeitet. Eine wesentliche Änderung betrifft die Unterlagen des Vorhabenträgers zur UVP. Während bisher keine spezifische Berichtsform für diese Unterlagen gesetzlich vorgegeben war, ist zukünftig vom Vorhabenträger gemäß § 16 UVPG ein UVP-Bericht zu erstellen. Der Artikel beschreibt die wesentlichen Neuregelungen zum UVP-Bericht und ihre praktische Relevanz in zukünftigen UVP-Verfahren. Die neue Anlage 4 zum UVPG enthält zahlreiche detaillierte Anforderungen, die ein UVP-Bericht enthalten muss, soweit sie für das Vorhaben von Bedeutung sind. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich, dass viele Punkte bereits nach altem Recht gefordert waren, nun allerdings explizit im Gesetz formuliert sind. Zukünftig ist daher besondere Sorgfalt geboten, um einen aus gesetzlicher Sicht vollständigen UVP-Bericht zu erstellen. Entsprechend fordert § 16 Abs. 7 UVPG spezifische Maßnahmen zur Gewährleistung einer ausreichenden fachlichen Qualität des UVP-Berichts. Neue Anforderungen ergeben sich insbesondere in Bezug auf schwere Unfälle und Katastrophen, Auswirkungen auf das globale Klima (Treibhausgasemissionen und -senken), Klimaanpassung sowie die Überwachung von Umweltauswirkungen. Dazu ist – etwa in Forschungsvorhaben und Leitfäden – eine Methodenentwicklung und -standardisierung erforderlich, die ein einheitliches fachliches Verständnis zu den notwendigen Untersuchungen und Beschreibungen schafft.
In 2017, the German EIA Act (UVP-Gesetz) was amended to comply with the Directive 2014/52/EU. Among others, substantial changes were made regarding the documents to be prepared by the developer. While previously there were no formal requirements, now an EIA report has to be prepared. The article describes the essential new requirements and their practical relevance for future EIA procedures. The new Annex 4 to the act specifies the substantial requirements in detail. On closer inspection, however, it becomes obvious that many matters had been required before but now are merely mentioned explicitly. Special attention needs to be paid to achieve an EIA report fully meeting the legal requirements. New issues which have to be dealt with include major accidents and catastrophes, effects on the global climate (greenhouse gas emissions and sinks), climate adaptation, and monitoring of environmental effects. For this aim, it is necessary to develop and standardise methods to achieve a common understanding of the necessary tasks.
Germany; Environmental impact assessment; EIA report; Environmental law; Federal law
02 Fachbeitrag / Original Article Rietzler
33 (2): 91-96
Das Recht der grenzüberschreitenden Umweltverträglichkeitsprüfung inländischer Vorhaben nach dem neuen UVPG
Legal Provisions for Transboundary EIA Procedures According to the German EIA Act as Amended
DOI: 10.17442/uvp-report.033.10
Die Bedeutung der grenzüberschreitende Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) wächst seit geraumer Zeit erheblich. Das Regelungsregime der Espoo-Konvention steuert das grenzüberschreitende UVPVerfahren maßgeblich, insbesondere die Beteiligung der ausländischen Behörden und Öffentlichkeit. Deutschland hat die Konventionsvorgaben im UVPG umgesetzt, wobei der Gesetzgeber die Gelegenheit der UVPG-Novelle 2017 genutzt hat, um die bisher geltenden Vorschriften über grenzüberschreitende Umweltprüfungen in den §§ 54 ff. UVPG zusammenzuführen, teilweise neu zu fassen und Einzelheiten zu ergänzen. Der Artikel gibt einen kurzen Überblick über das grenzüberschreitende Verfahren inländischer Vorhaben mit besonderem Augenmerk auf die Vorgaben der Espoo-Konvention, denn in deren Licht sind die einschlägigen Vorschriften des UVPG auszulegen und anzuwenden.
The relevance of transboundary environmental impact assessment (EIA) has significantly increased since a fairly long time. Important provisions for transboundary EIA are made by the Espoo Convention on Environmental Impact Assessment in a Transboundary Context. This applies particularly for the consultation of authorities and public participation in the affected neighbouring countries. In Germany, the provisions of the convention were implemented by the EIA Act (UVP-Gesetz). The 2017 amendments updated the provisions and brought them together in section 54. The article provides a brief overview on transboundary EIA procedures with a special focus on the provisions of the Espoo Convention.
Germany; Environmental impact assessment; Public participation; Consultation of authorities; Environmental law, Federal law
03 Bericht / Report Klippstein & Liedtke
33 (2): 97-103
Bericht aus der Praxis / Practice report
Umweltverträglichkeitsprüfung im Genehmigungsverfahren für Windenergieanlagen – „Lieber ein bisschen mehr als zu wenig“, ein Praxisbericht zu rechtlichen Unsicherheiten in NRW
Environmental Impact Assessment in the Approval Process for Wind Turbines – “better a little more than too little”. A Report from Practice on Legal Uncertainties in NRW
Agnes Klippstein & Katharina Liedtke
DOI: 10.17442/uvp-report.033.11
Die Windenergiebranche führt als Hauptgründe für den Einbruch des Windenergieausbaus u. a. lange Genehmigungsverfahren und die hohe Anzahl an Widerspruchs- und Klageverfahren an. Aufgrund langjähriger Erfahrungen mit der landschaftsplanerischen Begleitung von Windenergieprojekten sehen die Autorinnen Hürden und Probleme im Genehmigungsverfahren mit Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) in NRW in der oft zu weitreichenden Abgrenzung der Windfarm und quantitativ und qualitativ unsicheren Datenlage beim Schutzgut Tiere. Beides führt oft zu Worst-Case-Annahmen.
Wind energy industry regards long approval professes and the high number of lawsuits as major reasons for the setback in wind energy development. Due to their long experience in consulting wind energy projects regarding nature conservation, the authors identify too extensive delimitation of the wind farm as well as lacking data and unclear data quality regarding the fauna as procedural issues. In NRW, these issues often lead to worst case assumptions.
Northrhine-Westphalia; Environmental impact assessment; Pollution control permit; Wind energy; Energy management, environmental issues; Environmental law
04 Fachbeitrag / Original Article Niederhausen
33 (2): 104-110
Außenbereich unter Druck – Zur Nutzung des § 13b BauGB in Niedersachsen
Exterior Zone under Pressure. On the Application of Art. 13b Building Code in Lower Saxony
Inga Niederhausen
DOI: 10.17442/uvp-report.033.12
Anhand von 77 Bebauungsplänen nach § 13b Baugesetzbuch (BauGB) beleuchtet der Beitrag die Nutzung des Instruments in Niedersachsen. Betrachtet werden die Nutzung nach Einwohnerzahlen, Bevölkerungsdichte, wachsenden und schrumpfenden Regionen sowie die Größe der Geltungsbereiche. Für 50 der Bebauungspläne werden darüber hinaus die Entwicklung aus dem Flächennutzungsplan, die Auseinandersetzung mit dem Vorrang der Innenentwicklung sowie der Anschluss an einen im Zusammenhang bebauten Ortsteil analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass der Außenbereich mit § 13b BauGB weiter in den Fokus baulicher Nutzung gerät.
On the basis of 77 binding land-use plans according to article 13b Building Code, the article highlights the application of the instrument in Lower Saxony. The application rate in relation to population numbers, population density, growing and shrinking regions as well as the size of the areas of application are considered. For 50 of the plans, the development from the preparatory land-use plan, the examination of the priority of interior development as well as the connection to a builtup area are additionally analysed. The results show that article 13b continues to set the focus of development on the exterior zone.
Lower Saxony; Binding land-use planning; Interior vs. exterior zone; Environmental assessment; Planning law
05 Fachbeitrag / Original Article Sybertz et al.
33 (2): 111-120
Fachbeitrag Wasserrahmenrichtlinie im Straßenbau – Inhalte, Ablauf und Methoden der Prüfung
Technical Contribution Water Framework Directive in Road Construction – Contents, Process and Assessment Methods
Janine Sybertz, Marie Hanusch & Dieter Grotehusmann
DOI: 10.17442/uvp-report.033.13
Nach dem Urteil des EuGH zur Weservertiefung vom 1. Juli 2015 ist die Prüfung, ob ein Vorhaben mit dem Verschlechterungsverbot und Verbesserungsgebot nach Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) bzw. Wasserhaushaltsgesetz vereinbar ist, zwingende Vorgabe für dessen Zulassung. Straßenbauvorhaben gehören hierbei zu den regelmäßig abzuprüfenden Vorhabentypen. Der Beitrag stellt die grundlegenden rechtlichen und fachlichen Prüfmaßstäbe eines Fachbeitrags WRRL für den Straßenbau zusammen und unterbreitet Vorschläge für einen zielgerichteten Ablauf der Prüfung und die fachgerechte Prognose der für den Straßenbau relevanten Wirkfaktoren. Trotz nach wie vor bestehender offener Fragen kann festgestellt werden, dass im Straßenbau bei sachgerechter Planung vielen Anforderungen der WRRL bereits mit den bestehenden Planungsinstrumenten entsprochen wird.
According to the decision by the European Court of Justice on the deepening of river Weser of 1 July 2015, it must be assessed whether a project proposal complies with the prevention of deterioration and the achievement of a good status or ecological potential according to the environmental objectives of the Water Framework Directive (WFD) and the German Water Resources Act before approval. Road construction projects are among the types of projects to be regularly assessed. The article compiles the basic legal and technical standards for a technical contribution WFD to road construction projects and makes suggestions for a suitable assessment process and a professional prediction of the relevant impact factors of road construction. Despite still existing open questions, many requirements of the WFD are already met with the existing planning instruments in road construction, if planned properly.
Germany; Water Framework Directive; Road construction; Environmental impact assessment; Environmental law; Impact analysis; Ground water protection; Surface water protection