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Timestamp: 2016-10-23 18:05:59
Document Index: 133155629

Matched Legal Cases: ['Art. 32', 'Art. 26', 'Art. 6', 'in dubio', 'in dubio', 'Art. 32', 'Art. 26', 'Art. 6', 'in dubio', 'BGE', 'Art. 90', 'BGE', 'in dubio', 'Art. 90', 'Art. 152', 'Art. 159', 'BGE', 'Art. 152', 'Art. 159']

X.________, Beschwerdef�hrer, vertreten durch F�rsprecher Peter von Ins, Bollwerk 21, Postfach 6624, 3001 Bern,
Z.________, Beschwerdegegnerin, vertreten durch F�rsprecher Josef Mock Bosshard, Schwarztorstrasse 7, Postfach 7315, 3001 Bern,
Art. 32 Abs. 1 BV, Art. 26 Abs. 4 KV/BE, Art. 6 Ziff. 2 EMRK (Strafverfahren; willk�rliche Beweisw�rdigung; Grundsatz "in dubio pro reo"),
Der aus Marokko stammende X.________ wurde dem Kreisgericht VIII Bern-Laupen zur Beurteilung �berwiesen wegen vors�tzlicher T�tung, eventuell vors�tzlicher schwerer K�rperverletzung, und Widerhandlung gegen das Bet�ubungsmittelgesetz. X.________ wurde vorgeworfen, er habe am 7. September 1998 auf der Bundesterrasse in Bern dem Y.________ w�hrend einer t�tlichen Auseinandersetzung mit einem Taschenmesser Stichverletzungen zugef�gt, an deren Folgen dieser nach wenigen Minuten verstarb.
Am 14. Juli 2000 sprach das Kreisgericht X.________ schuldig der vors�tzlichen schweren K�rperverletzung, der fahrl�ssigen T�tung und der Widerhandlung gegen das Bet�ubungsmittelgesetz. Es bestrafte ihn mit 4 Jahren Zuchthaus (abz�glich 563 Tage Untersuchungshaft, mit vorzeitigem Strafantritt seit dem 23. M�rz 2000). �berdies auferlegte es ihm eine Landesverweisung von 6 Jahren, bedingt bei einer Probezeit von 2 Jahren. Es verpflichtete ihn ferner zur Zahlung von Schadenersatz und Genugtuung an Z.________, die Schwester des Opfers.
Gegen das Urteil des Kreisgerichtes erkl�rten X.________ und Z.________ die Appellation. Am 21. August 2001 sprach das Obergericht des Kantons Bern X.________ der eventualvors�tzlichen T�tung schuldig. Gest�tzt darauf und den unangefochten gebliebenen Schuldspruch wegen Widerhandlung gegen das Bet�ubungsmittelgesetz verurteilte es ihn zu 7 Jahren Zuchthaus. In Bezug auf die Landesverweisung und im Zivilpunkt best�tigte es das Urteil des Kreisgerichtes.
Das Obergericht kam wie bereits das Kreisgericht in W�rdigung der Beweise zum Schluss, dass X.________ mit seinem Taschenmesser dem Y.________ die t�dlichen Stichverletzungen zuf�gte. X.________ hatte die Tat von Anfang an bestritten. Er war auch vor Obergericht nicht gest�ndig. Dieses st�tzte den Schuldspruch auf belastende Indizien.
X.________ f�hrt staatsrechtliche Beschwerde mit dem Antrag, das Urteil des Obergerichtes aufzuheben. Er r�gt, das Obergericht habe den Grundsatz "in dubio pro reo" als Beweisw�rdigungsregel verletzt.
X.________ hat zu den Vernehmlassungen Stellung genommen. Er h�lt an seinem Antrag fest.
Das Obergericht und der a.o. Generalprokurator haben zur Stellungnahme von X.________ Bemerkungen eingereicht. Sie halten an ihren Antr�gen ebenfalls fest. Z.________ hat auf weitere Bemerkungen verzichtet.
Mit Verf�gung vom 7. Mai 2003 hat der Pr�sident der I. �ffentlichrechtlichen Abteilung der staatsrechtlichen Beschwerde die aufschiebende Wirkung zuerkannt.
1.1 Nach dem in Art. 32 Abs. 1 BV, Art. 26 Abs. 4 KV/BE und Art. 6 Ziff. 2 EMRK verankerten Grundsatz "in dubio pro reo" ist bis zum gesetzlichen Nachweis der Schuld zu vermuten, dass der wegen einer strafbaren Handlung Angeklagte unschuldig ist. Als Beweisw�rdigungsregel bedeutet die Maxime, dass sich der Strafrichter nicht von einem f�r den Angeklagten ung�nstigen Sachverhalt �berzeugt erkl�ren darf, wenn bei objektiver Betrachtung Zweifel bestehen, ob sich der Sachverhalt so verwirklicht hat. Die Beweisw�rdigungsregel ist verletzt, wenn der Strafrichter an der Schuld des Angeklagten h�tte zweifeln m�ssen. Dabei sind bloss abstrakte und theoretische Zweifel nicht massgebend, weil solche immer m�glich sind und absolute Gewissheit nicht verlangt werden kann. Es muss sich um erhebliche und nicht zu unterdr�ckende Zweifel handeln, d.h. um solche, die sich nach der objektiven Sachlage aufdr�ngen. Bei der Beurteilung von Fragen der Beweisw�rdigung obliegt dem Bundesgericht eine Pr�fung unter dem Gesichtspunkt der Willk�r. Es greift nur ein, wenn der Sachrichter den Angeklagten verurteilte, obgleich bei objektiver W�rdigung des Beweisergebnisses offensichtlich erhebliche und schlechterdings nicht zu unterdr�ckende Zweifel an dessen Schuld fortbestanden. Willk�r liegt vor, wenn der angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft. Willk�r ist nicht schon dann gegeben, wenn eine andere L�sung ebenfalls vertretbar oder gar zutreffender erschiene, sondern nur dann, wenn das Ergebnis schlechterdings mit vern�nftigen Gr�nden nicht zu vertreten ist (BGE 129 I 49 E. 4; 128 I 81 E. 2 S. 86; 127 I 38 E. 2a; 124 IV 86 E. 2a mit Hinweisen).
1.2 Nach Art. 90 Abs. 1 lit. b OG muss die Beschwerdeschrift die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung dar�ber enthalten, welche verfassungsm�ssigen Rechte bzw. welche Rechtss�tze und inwiefern sie durch den angefochtenen Erlass oder Entscheid verletzt worden sind. Im staatsrechtlichen Beschwerdeverfahren pr�ft das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene und, soweit m�glich, belegte R�gen. Auf appellatorische Kritik tritt es nicht ein (BGE 125 I 492 E. 1b mit Hinweisen).
Der Beschwerdef�hrer macht geltend, das Obergericht habe das Spurenbild offensichtlich falsch interpretiert, mehrere auf die Verwicklung Dritter hinweisende Zeugenaussagen �bergangen, das Verhalten des Beschwerdef�hrers willk�rlich gew�rdigt und sich in Widerspr�chlichkeiten verwickelt. Zudem habe es die in der Summe offensichtlich erheblichen und schlechterdings nicht zu unterdr�ckenden Zweifel an der Schuld des Beschwerdef�hrers nicht beachtet.
2.1 Das Obergericht hat, wie dargelegt, den Beschwerdef�hrer aufgrund der ihn belastenden Indizien der eventualvors�tzlichen T�tung schuldig gesprochen. Es kam in �bereinstimmung mit dem Kreisgericht zum Ergebnis, der Beschwerdef�hrer habe dem Opfer die t�dlichen Stichverletzungen zugef�gt. Abweichend vom Kreisgericht nahm es an, der Beschwerdef�hrer habe dabei den Tod des Opfers in Kauf genommen, weshalb er sich der eventualvors�tzlichen T�tung schuldig gemacht habe.
Das Obergericht hat die Beweise einl�sslich gew�rdigt. Es schildert zun�chst die �rtlichkeiten, wo es zur t�dlichen Verletzung des Opfers kam. Es legt dar, auf der S�dseite des Bundeshauses-West befinde sich eine �ffentliche Fussg�ngerpromenade, die von der kleinen Schanze �ber die Bundesterrasse bis zum Hotel Bellevue f�hre. Auf der H�he des Bundeshauses-West bilde die Promenade eine halbrunde Anlage, das so genannte Rondell, mit Gehweg, Sitzb�nken, Rasen und einem kreisrunden Teich. In der Drogenszene werde der Weg um das Rondell "Haschergasse" genannt. �stlich des Rondells f�hre ein Fussweg, die Vannazhalde, hinunter zum Marzili. Auf gleicher H�he gehe es via westliche Treppe zum Bundesplatz oder unter dem Parlamentsgeb�ude hindurch via eine Art halbrunde Laube oder Galerie zur �stlichen Treppe zum Bundesplatz. An beiden Enden der Galerie befinde sich an der Hausmauer ein kleiner Brunnen mit fliessendem Wasser. In westlicher Richtung komme man zur Bergstation der Marzilibahn bzw. nach rechts zur Wetterstation. Dazwischen befinde sich ein k�nstlich angelegtes Beet aus kleinen Steinbrocken (bekieste Kunststeinanlage). Das Rondell sei t�glich Treffpunkt der Haschisch-Szene. Bei Regenwetter verlagere sich diese in die Galerie unter dem Parlamentsgeb�ude.
Das Obergericht �ussert sich sodann zu den verschiedenen Sach-, Personal- und weiteren Beweisen. Auf S. 92 ff. seines Urteils nimmt es eine Gesamtw�rdigung vor. Dabei verweist es einleitend auf die Erw�gungen des Kreisgerichtes. Sodann f�hrt das Obergericht aus, die gesamtheitliche W�rdigung s�mtlicher Indizien und ihre wechselseitige Verkn�pfung erg�ben insgesamt nur ein koh�rentes und schl�ssiges Gesamtbild bez�glich Tatphase und T�terschaft: F�rs Erste sei festzuhalten, dass sich am Tattag, dem Montag, 7. September 1998, bis gegen 11.30 Uhr auf der Bundesterrasse nichts Aussergew�hnliches zugetragen habe. Die vom Beschwerdef�hrer behauptete Auseinandersetzung zwischen ihm und Ausl�ndern mit Messern und Verletzungsfolgen habe jedenfalls nicht stattgefunden. Etwas Derartiges h�tte auffallen m�ssen, sei aber von niemanden festgestellt worden. Hingegen habe um ca. 11.30 Uhr eine Auseinandersetzung beim Rondell/Aufgang Vannazhalde begonnen, und zwar zun�chst zwischen einem unbekannten Ausl�nder und dem Beschwerdef�hrer. Es best�nden jedoch keine Hinweise, dass der Beschwerdef�hrer dabei durch den Ausl�nder mit einem Messer verletzt worden sei. Sicher habe aber der Beschwerdef�hrer ein Messer dabei gehabt. Dass er es schon zu diesem Zeitpunkt hervorgenommen und ge�ffnet habe, liege zwar nahe; dies k�nne jedoch offen bleiben. In der Folge sei die Auseinandersetzung zwischen dem Beschwerdef�hrer und dem Ausl�nder eskaliert. In dieser Phase habe sich das sp�tere Opfer, das einen Schirm bei sich gehabt habe, in den Streit eingemischt. Somit habe insoweit tats�chlich eine Auseinandersetzung stattgefunden, welche der Beschwerdef�hrer als die seinige mit zwei Personen geschildert habe. Diese laute Auseinandersetzung sei dann hin- und hergegangen, was dem Zeugen A.________ aufgefallen sei und diesen zum Stillstehen auf der Bundesterrasse bzw. zum Hinsehen veranlasst habe. Die Auseinandersetzung habe w�hrend einiger Minuten gedauert und sich allm�hlich auf der S�dseite des Rondells, wenige Meter am Zeugen B.________ vorbei, in Richtung West/Bergstation Marzilibahn entwickelt. Die von dort kommenden Schreie von M�nnerstimmen seien auff�llig laut gewesen und verschiedenen Angestellten mit B�ros im Bundeshaus West aufgefallen. Die Schreie seien somit nicht aus dem Bereich Wetterstation/Kiesbeet gekommen, sondern h�tten noch aus dem Bereich S�dseite Bundeshaut West bzw. gegen den Bereich der Verzweigung Bundesterrasse/Aufgang Bundesgasse gekommen sein m�ssen, da sie sonst im Bundeshaus West s�dseitig nicht h�tten geh�rt werden k�nnen. Im Verlauf der Auseinandersetzung, die sich immer mehr auf den Beschwerdef�hrer und das sp�tere Opfer konzentriert habe, habe letzteres, ohne selber nennenswert verletzt worden zu sein, mit seinem Schirm, der dabei in die Br�che gegangen sei, dem Beschwerdef�hrer die mitunter stark blutenden Verletzungen namentlich im Bereich der linken Augenbraue und �ber der Stirn-/Schl�fenregion links zugef�gt. Dies habe den Beschwerdef�hrer f�rs Erste veranlasst, von seinem Widersacher abzulassen und sich ostw�rts in Richtung Parlamentsgeb�ude bzw. gedeckten Unterstand zur�ckzuziehen.
Dort sei der Beschwerdef�hrer auf eine Gruppe von Angeh�rigen der Drogenszene getroffen, namentlich auf C.________, A.________ und D.________. Diesen habe er von seiner Auseinandersetzung mit zwei Personen erz�hlt. E.________ habe dann dem Beschwerdef�hrer Papiertaschent�cher �bergeben, worauf sich dieser zum westseitigen Brunnen begeben habe. Dort sei er dem Swisscom-Mitarbeiter F.________ aufgefallen, wie er sich vom Blut ges�ubert und auf Ekel erregende Weise in den Brunnen gespuckt habe. Im Anschluss an diesen Aufenthalt beim gedeckten Unterstand bei den Drogenkonsumenten bzw. beim westseitigen Brunnen habe sich der Beschwerdef�hrer entfernt. Er sei westw�rts in Richtung Marzilibahn gegangen, wo er seinen vormaligen Widersacher, das sp�tere Opfer, aufgesucht und diesen irgendwo im Bereich der S�dseite des Bundeshauses West bzw. gegen die Verzweigung Bundesterrasse/Aufgang Bundesgasse angetroffen habe.
Dort sei es nach dieser zeitlichen und �rtlichen Z�sur erneut zu einer heftigen Auseinandersetzung zwischen dem Beschwerdef�hrer und dem Opfer gekommen, in deren Folge der Beschwerdef�hrer - der in dieser zweiten Phase klar der aggressive Teil gewesen sei - mit seinem Taschenmesser auf das Opfer eingestochen und ihm die t�dlichen Verletzungen zugef�gt habe. F�r dieses Geschehen gebe es keine Tatzeugen. Zu Gunsten des Beschwerdef�hrers sei insoweit davon auszugehen, dass er den t�dlichen Stich in die rechte Brustseite des Opfers mehr oder weniger reflexartig, gleichsam als Quittung f�r die erlittenen Augenbrauenverletzungen, gef�hrt habe. Der Stich sei durch die Kleider des Opfers hindurch 10 cm tief in die Brust hinein gegangen; er sei entsprechend wuchtig und gezielt gef�hrt worden. Das t�dlich verletzte Opfer sei aus dem Tatortbereich noch einige Schritte weiter gegangen, denn der Tod sei nicht sofort eingetreten. Vielmehr sei dem Opfer eine Resthandlungsf�higkeit verblieben, die es ihm erm�glicht habe, sich laut um Hilfe rufend noch weiter westw�rts zu begeben. Dort habe es den in Richtung Parlamentsgeb�ude gehenden G.________ gekreuzt, dem es wegen seiner Verletzungen aufgefallen sei. Schliesslich sei das Opfer in die N�he der Wetterstation im Bereich des Bundeshauses West/bekieste Kunststeinanlage gegangen, wo es zusammengebrochen und bis zur medizinischen Hilfeleistung liegen geblieben sei. Dieses Opferverhalten stehe in allen Teilen mit den Befunden des medizinischen Sachverst�ndigen, Prof. Dirnhofer, in Einklang.
Demgegen�ber sei einerseits der Weggang des unbekannten Prim�rwidersachers des Beschwerdef�hrers - sowie eines allf�lligen Begleiters dieses Widersachers - festzustellen, und zwar gem�ss den Aussagen des Beschwerdef�hrers in Richtung Stadt; anderseits der alleinige Verbleib des Beschwerdef�hrers zur�ck auf der Bundesterrasse. Dieser habe offenkundig noch nicht im Einzelnen realisiert, was mit dem Opfer vorgefallen war. Auf der Bundesterrasse sei der Beschwerdef�hrer darauf weiterhin als sehr nerv�s aufgefallen, was zu seiner polizeilichen Anhaltung gef�hrt habe. Vom Tod des Opfers habe der Beschwerdef�hrer erst am n�chsten Tag durch die Polizei erfahren; dabei sei er fast zusammengebrochen.
Das Obergericht �ussert sich darauf speziell zur Frage eines Alternativszenarios zu Gunsten des Beschwerdef�hrers: Es bemerkt, insoweit sei mit Blick auf das widerspr�chliche und zum Teil l�genhafte Aussageverhalten des Beschwerdef�hrers zum Tatgeschehen zun�chst festzustellen, dass seine Bestreitungen als unglaubw�rdig erschienen, zumal er den Versuch einer Alibikonstruktion unternommen habe, der fehlgeschlagen sei. Zudem seien die Vorbringen des Beschwerdef�hrers, wonach er mit seinem Messer niemanden verletzt und die Tat nicht begangen habe, singul�r sowie mit den �brigen Beweismitteln - insbesondere den Befunden des Instituts f�r Rechtsmedizin betreffend Blut auch des Beschwerdef�hrers am Griff seines Messers sowie betreffend Blut des Beschwerdef�hrers an der abgebrochenen Stange des Schirmes des Opfers - nicht vereinbar. Auch w�re es mit der Lebensrealit�t selbst in der Drogenszene auf der engr�umigen Bundesterrasse nicht vereinbar, dass einerseits der Beschwerdef�hrer an der Auseinandersetzung, welche zum Tod des Opfers gef�hrt habe, �berhaupt nicht beteiligt gewesen sein solle, er aber praktisch gleichzeitig mit zwei unbekannten Ausl�ndern in eine andere Auseinandersetzung verwickelt gewesen w�re - die jedoch von keinem der Anwesenden auch nur ansatzweise bemerkt worden sei -, und dass anderseits die Auseinandersetzung des Opfers einzig mit unbekannter Drittt�terschaft h�tte stattfinden k�nnen. Dabei h�tte ein Drittt�ter ausgerechnet das Taschenmesser des Beschwerdef�hrers aus dessen Jacke beh�ndigen, mit dessen Blut verschmieren, dann waschen und wieder in dessen Jacke zur�cklegen m�ssen. Ausserdem h�tte ein Drittt�ter die Stange des Schirms des Opfers mit Blut des Beschwerdef�hrers verschmieren m�ssen, all dies ohne jedes Mitwirken, ja sogar ohne jede Wahrnehmung durch den - damals entgegen dessen Behauptung nie in Ohnmacht gefallenen - Beschwerdef�hrer selber. Diese Version sei ins Reich der Fantasie zu verweisen.
Die Verteidigung begn�ge sich damit, pauschale Kritik am Verfahren und an den Sachverst�ndigen zu �ben sowie gezielte Einw�nde zu Einzelindizien vorzutragen. Sie unterlasse es jedoch, auch nur den Versuch zu unternehmen, ein einigermassen koh�rentes Alternativbild zum angef�hrten, den Beschwerdef�hrer belastenden Szenario aufzuzeigen. Dabei �bersehe die Verteidigung, dass der Indizienbeweis nicht bereits durch das "Madigmachen" einzelner Indizien vereitelt werde; denn das durch die Summe aller Mosaiksteinchen vermittelte Gesamtbild sei mehr als die Summe seiner Einzelteile. In dieser Hinsicht erwiesen sich die isolierten Hinweise auf eine Drittt�terschaft als ungeeignet, um un�berwindbare Zweifel an der T�terschaft des Beschwerdef�hrers zu wecken.
Insgesamt dr�nge sich auf Grund des reichhaltigen Beweismaterials die Feststellung auf, dass die vom Beschwerdef�hrer vorgetragenen Einw�nde letztlich nur zutreffen k�nnten, wenn eine derartige Summe von Zuf�llen gegeben w�re, wie sie in der Lebensrealit�t unvorstellbar sei.
Unter diesen Umst�nden best�nden auch f�r das Obergericht keine sachlich begr�ndeten, nicht zu unterdr�ckenden Zweifel an der T�terschaft des Beschwerdef�hrers. Die volle richterliche �berzeugung seiner T�terschaft sei gegeben.
Das Obergericht fasst das Beweisergebnis wie folgt zusammen: Nach einer ersten Phase der Auseinandersetzungen zwischen jedenfalls einem unbekannten Ausl�nder, dem Beschwerdef�hrer sowie dem Opfer beim Aufgang Vannazhalde/Rondell, welche sich in Richtung West/Marzilibahn entwickelt habe, und in deren Verlauf dem Beschwerdef�hrer seine Verletzungen am Kopf zugef�gt worden seien, sei eine zeitliche und �rtliche Z�sur eingetreten. Der Beschwerdef�hrer habe sich ostw�rts zum Parlamentsgeb�ude/gedeckten Durchgang entfernt, wo er mit einer Gruppe von Drogenkonsumenten zusammengetroffen sei und sich beim westseitigen Brunnen ges�ubert habe. Von dort habe sich der Beschwerdef�hrer darauf wieder westw�rts auf die Bundesterrasse begeben, wo er allein dem sich westw�rts in Richtung Marzilibahn entfernenden Opfer nachgefolgt sei, dieses aufgesucht und ihm drei Stichverletzungen, insbesondere die t�dliche in die Brust, zugef�gt habe.
2.2 Dem Schuldspruch des Obergerichtes liegen insbesondere die folgenden den Beschwerdef�hrer belastenden Indizien zugrunde:
Der Beschwerdef�hrer verhielt sich nach der Tat auff�llig. Er lief beim Rondell nerv�s hin und her, weshalb die inzwischen eingetroffene Polizei auf ihn aufmerksam wurde und ihn einer Kontrolle unterzog. Dabei stellten die Beamten in seinem Gesicht und an seinen H�nden frische Verletzungen fest. Der Beschwerdef�hrer, der darauf zu den Polizeifahrzeugen begleitet wurde, liess sich pl�tzlich zu Boden fallen, als ob er einen Schw�cheanfall h�tte. Als er sich wieder erhoben hatte, durchsuchten die Beamten seine Kleider und stellten die Effekten sicher. Darauf liess sich der Beschwerdef�hrer ein zweites Mal fallen. Nach den Feststellungen der Sanit�ter waren sein Puls und Blutdruck sowie seine Atmung jedoch normal. Nachdem er sich erneut erhoben hatte, fanden die Beamten in der Aussentasche seiner Jacke ein Taschenmesser.
Das Institut f�r Rechtsmedizin stellte auf diesem Taschenmesser Spuren fest, die vom Beschwerdef�hrer und dem Opfer stammten. Der Beschwerdef�hrer hinterliess am Griff des Taschenmessers eine biologische Spur. Auf dessen Klinge fanden sich Blutspuren des Opfers. Das Taschenmesser war bei der Sicherstellung triefend nass. Der Beschwerdef�hrer bestritt zwar, es gewaschen zu haben und machte geltend, es sei vom Regen nass geworden. Es war jedoch offensichtlich gewaschen worden.
Nach Aussage von Prof. Dirnhofer kann die Wunde des Opfers, die zu dessen Tod gef�hrt hat, aufgrund der Wundmorphologie mit dem beim Beschwerdef�hrer gefundenen Taschenmesser vereinbart werden.
Die beim Beschwerdef�hrer festgestellten Verletzungen sind Folge einer mehrfachen stumpfen Gewalteinwirkung. Nach dem rechtsmedizinischen Nachtragsgutachten vom 14. April 2000 konnten an der Bruchstelle der abgebrochenen Stange des sichergestellten Regenschirmes, den das Opfer mit sich f�hrte, Erbmerkmale festgestellt werden, die mit jenen des Beschwerdef�hrers �bereinstimmen. Nach dem Nachtragsgutachten muss aus rechtsmedizinischer Sicht in den engsten Betracht gezogen werden, dass die Verletzungen des Beschwerdef�hrers im Bereiche der linken Augenbraue und �ber der Stirn-/Schl�fenregion links durch die betreffende Schirmstange verursacht wurden.
F�nf Papiertaschent�cher, die der Beschwerdef�hrer von E.________ f�r die Wundreinigung erhalten hatte, konnten beim gedeckten Unterstand des Parlamentsgeb�udes auf der westlichen Seite erhoben werden. Eines der Taschent�cher wurde untersucht. Daran konnte Blut des Beschwerdef�hrers nachgewiesen werden.
Zahlreiche Personen wurden zur Sache befragt. Obwohl sich in den Aussagen Ungenauigkeiten, Ungereimtheiten und Widerspr�che finden, ergibt sich daraus klar, dass:
- am Morgen des Tattages ab ca. 11.30 Uhr im Bereich des Rondells nur eine Auseinandersetzung stattfand, welche mit einem selbst f�r die Drogenszene aussergew�hnlichen und entsprechend auff�lligen L�rm und Geschrei verbunden war;
- an der Auseinandersetzung jedenfalls ein unbekannter Ausl�nder, der Beschwerdef�hrer sowie ein offenbar namentlich in der Drogenszene unbekannter Schweizer mit einem schwarzen knirps�hnlichen Schirm - d.h. das sp�terer Opfer - beteiligt waren;
- die Auseinandersetzung sich weiter auf der S�dseite des Rondells unmittelbar an B.________ vorbei in Richtung West/Marzilibahn entwickelte;
- dabei dem Beschwerdef�hrer mit dem Schirm seine Verletzungen am Kopf zugef�gt wurden;
- in der Folge der Beschwerdef�hrer auf der Bundesterrasse ostw�rts wegging;
- sich der Beschwerdef�hrer kurz darauf mit einer mitunter stark blutenden, auff�lligen Verletzung der linken Augenbraue beim gedeckten Durchgang unter dem Parlamentsgeb�ude einfand, wo er sich beim westseitigen Brunnen unter den Augen von F.________ s�uberte und mit einer Gruppe von Angeh�rigen der Drogenszene zusammentraf;
- der Beschwerdef�hrer den Angeh�rigen der Drogenszene von seiner Auseinandersetzung mit zwei Personen erz�hlte, was dazu f�hrte, dass er von E.________ Taschent�cher erhielt;
- er in der Folge - nachdem D.________ vom Vorhaben abgelassen hatte, ihn zu begleiten - sich westw�rts in Richtung Marzilibahn entfernte;
- darauf aus der Gegend Bundesterrasse/Aufgang zur Bundesgasse (mit Kiesbeet und Wetterstation) laute Schreie zu h�ren waren, welche verschiedenen Bundesangestellten mit B�ros im Bundeshaus West sowie jedenfalls D.________ und H.________ beim gedeckten Durchgang unter dem Parlamentsgeb�ude auffielen;
- sich darauf die Angeh�rigen der Drogenszene nach Erhalt der Nachricht �ber das Vorgefallene entfernten.
Somit r�cken auch die Personalbeweise wie bereits die angef�hrten Sachbeweise den Beschwerdef�hrer �rtlich und zeitlich in unmittelbare N�he zur Tat.
Der Beschwerdef�hrer bestritt die Tat von Anfang an. Er gab an, beim Rondell von zwei Unbekannten ausgeraubt und mit einem Messer bedroht worden zu sein; dabei sei er verletzt worden, worauf er sich blutend zum gedeckten Durchgang unter dem Parlamentsgeb�ude begeben habe. Der Beschwerdef�hrer will das Opfer nicht gekannt haben und ihm auch am Tattag nicht begegnet sein; von der Tat habe er nichts gesehen. Der Beschwerdef�hrer machte widerspr�chliche und konfuse Aussagen. Er passte diese laufend dem Stand der Ermittlungen an. Dies gilt insbesondere f�r seine Aussagen zur Herkunft des Messers, das sich bei seiner Anhaltung in seiner Jacke befand. So erkl�rte er zun�chst, das Messer trage er immer bei sich. Nachdem ihm er�ffnet worden war, dass an der Klinge des Messers Blutspuren des Opfers nachgewiesen werden konnten, �nderte er seine Aussagen und stellte in Frage, dass das Messer tats�chlich das seinige sei. In derselben Einvernahme sagte er zudem erstmals aus, er sei nach der Auseinandersetzung mit den zwei von ihm genannten Unbekannten in Ohnmacht gefallen und 20 Minuten bewusstlos liegen geblieben. Zuvor hatte er die Ohnmacht mit keinem Wort erw�hnt, sondern stets - auch auf mehrmaliges Fragen hin - erkl�rt, er sei unmittelbar nach dem Streit zu den Drogenkonsumenten bzw. zum Brunnen gegangen. Bei der kreisgerichtlichen Hauptverhandlung schliesslich gab der Beschwerdef�hrer ausdr�cklich zu Protokoll, das sichergestellte Messer geh�re nicht ihm. Es sei zwar bei ihm gefunden worden, aber er wisse nicht, wie es in seine Tasche gekommen sei. Sp�ter schob er die Erkl�rung nach, dass ihm w�hrend seiner Ohnmacht wohl jemand das Messer in die Tasche gesteckt habe. Je mehr der Beschwerdef�hrer aussagte, desto ausgepr�gter wurden die Kargheits-, Verlegenheits- und Fluchtsymptome; desto mehr verstrickte er sich in Widerspr�che und machte er klare Falschaussagen.
Der Beschwerdef�hrer hatte zun�chst offenbar nicht realisiert, wie schwer die Verletzungen des Opfers waren. Als ihm die Polizei mitteilte, dass das Opfer verstorben sei, begann er laut zu weinen. Der Zeuge A.________ sagte im �brigen aus, er habe gemerkt, dass der Beschwerdef�hrer - nach der Tat und vor der Anhaltung - etwas wusste; der Beschwerdef�hrer habe irgend etwas gespielt, das habe er - A.________ - gesp�rt.
Trotz aufw�ndiger Ermittlungen, bei denen auch entfernten Verdachtsmomenten nachgegangen wurde, ergaben sich keine konkreten Anhaltspunkte f�r eine Drittt�terschaft.
In Holland, wo der Beschwerdef�hrer fr�her lebte, ist er f�r die Zeit von 1982 bis 1992 strafrechtlich erfasst unter anderem wegen Widerhandlungen gegen das Bet�ubungsmittelgesetz (harte Drogen), "Verw�stung/Zerst�rung" und Diebstahls mit Gewaltanwendung. Verschiedene Aussagepersonen aus der Drogenszene schilderten ihn als aggressiv; er ziehe das Messer, wenn er genug habe und ihm etwas nicht passe; er habe h�ufig Streitereien gehabt, alle h�tten �ber ihn geflucht; er sei einer, der schnell explodieren k�nne. G.________ sagte aus, der Beschwerdef�hrer habe immer "Puff" gemacht; er - G.________ - habe auch schon gesehen, dass der Beschwerdef�hrer mit einem Messer herumgefuchtelt habe. Vor dem Hintergrund der Aggressivit�t des Beschwerdef�hrers in der Drogenszene ist der Einsatz seines stets mitgef�hrten Messers in der Auseinandersetzung mit dem Opfer nicht als pers�nlichkeitsfremd zu beurteilen. Dies gilt insbesondere dann, wenn man ber�cksichtigt, dass dem Beschwerdef�hrer vom Opfer zun�chst mit dem von diesem mitgef�hrten Schirm Verletzungen am Kopf zugef�gt worden waren. Nach Aussage des Zeugen A.________ in der untersuchungsrichterlichen Einvernahme war der Beschwerdef�hrer bereits erregt und ver�rgert, als er verletzt beim gedeckten Durchgang unter dem Parlamentsgeb�ude ankam.
2.3 W�rdigt man diese belastenden Indizien gesamthaft, so ist es nicht offensichtlich unhaltbar, wenn das Obergericht zum Schluss gekommen ist, dass der Beschwerdef�hrer dem Opfer mit seinem Taschenmesser die t�dlichen Verletzungen zugef�gt hat. Eine Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo" ist zu verneinen.
Was der Beschwerdef�hrer vorbringt, f�hrt zu keiner anderen Beurteilung.
Da ein Indiz immer nur mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auf die T�terschaft oder die Tat hinweist, l�sst es, einzeln betrachtet, die M�glichkeit des Andersseins offen, enth�lt daher auch den Zweifel. Alle Indizien zusammen k�nnen aber vollen Beweis und volle �berzeugung bringen und jeden vern�nftigen Zweifel ausschliessen. In diesem Fall sind sie nicht einzeln, sondern in ihrer Gesamtheit zu w�rdigen (Urteil 1P.87/2002 vom 17. Juni 2002, publ. in Pra. 2002 S. 953 ff. Nr. 180, E. 3.4 mit Hinweisen).
Der Beschwerdef�hrer legt jedenfalls nicht in einer den Anforderungen von Art. 90 Abs. 1 lit. a OG gen�genden Weise dar, inwiefern das angefochtene Urteil schlechthin unhaltbar sein soll, wenn man die belastenden Gesichtspunkte gesamthaft w�rdigt. Er beschr�nkt sich im Wesentlichen darauf, belastende Indizien aus dem Zusammenhang zu l�sen und deren Beweiskraft f�r sich alleine in Frage zu stellen. Was er insoweit geltend macht, ist nicht geeignet, eine Verfassungsverletzung darzutun. Zu den einzelnen Einw�nden ist Folgendes zu bemerken:
3.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt, das Obergericht habe das Spurenbild offensichtlich falsch interpretiert. Es st�tze den Schuldspruch vor allem auf die Tatsache, dass an dem beim Beschwerdef�hrer sichergestellten Messer Blutspuren des Opfers aufgefunden worden seien. Unstreitig seien an der Klinge des beim Beschwerdef�hrer vorgefundenen Messers Blutspuren des Opfers gefunden worden. Diese liessen sich mit der in der ersten Geschehensphase dem Opfer durch den Beschwerdef�hrer zugef�gten geringf�gigen Schnittwunde an der Hand vereinbaren (gem�ss Prof. Dirnhofer eine Abwehrverletzung), habe doch der Beschwerdef�hrer nach der Aussage von B.________ ein Messer in der Hand gehabt, mit welchem er seine Widersacher bedroht habe. Das sichergestellte Messer weise eine Klingenl�nge von 8 cm bzw. inklusive Ansatz von maximal 8,6 cm auf. Die beim Opfer vorgefundene t�dliche Stichverletzung sei 10 cm tief; der Stich sei mit Wucht gef�hrt worden, sei doch unterhalb der Einstichstelle eine Rippe durchtrennt worden. Verneine man nicht schon grunds�tzlich, dass mit dem maximal gut 8,5 cm langen Messer eine 10 cm tiefe Wunde bewirkt werden k�nne, so m�ssten doch immerhin an den Einstichr�ndern gut sichtbare Spuren des Messergriffes (nicht Klingenr�cken) vorgefunden werden k�nnen, die von dem mit Wucht ausgef�hrten Stich her stammten. Es seien aber kein solchen gefunden worden. Weiter m�ssten am Messergriff - da sich dieser ja einige Zentimeter im K�rperinnern befunden haben m�sste - Blut- oder DNA-Spuren des Opfers aufgefunden werden k�nnen. Auch solche seien am Griff nicht nachgewiesen worden. Diese Spuren h�tten auf der unregelm�ssigen Griffoberfl�che bzw. an der stirnseitigen Klingenbefestigung selbst durch das Waschen des Messers am Brunnen nicht zum Verschwinden gebracht werden k�nnen, seien doch selbst auf der glatten Klinge die Spuren der Handverletzung des Opfers nachweisbar. Es best�nden daher in tats�chlicher Hinsicht �berhaupt keine Hinweise darauf, dass die t�dlichen Stichwunden dem Opfer mit dem beim Beschwerdef�hrer sichergestellten Messer zugef�gt worden seien. Bei objektiver und willk�rfreier W�rdigung dieser Zusammenh�nge k�nne daher nur der eine unumst�ssliche Schluss gezogen werden, n�mlich dass der Beschwerdef�hrer mit seinem Messer das Opfer in einer ersten Phase der Auseinandersetzung an der Hand verletzt habe, mehr nicht. Wenn das Obergericht aus der Zurechnung des Messers zum Beschwerdef�hrer und dem Fund der Blutspur an der Messerklinge den Schluss ziehe, dass der Beschwerdef�hrer auch die in einer �rtlich und zeitlich getrennten Phase erfolgten t�dlichen Stiche ausgef�hrt habe, gehe es nicht nur weit �ber das aufgrund der vorliegenden Spuren Ableitbare hinaus, sondern lasse ebenso die mit dieser These verbundenen erheblichen Zweifel ausser Acht bzw. werte es Unsicherheiten im Beweisergebnis konsequent gegen den Beschwerdef�hrer.
Der a.o. Generalprokurator bringt vor, der Beschwerdef�hrer erhebe diese Einw�nde erstmals in der staatsrechtlichen Beschwerde. Der Beschwerdef�hrer bestreitet das. Es kann offen bleiben, ob es sich um ein unzul�ssiges Novum handelt, da die Einw�nde aus den folgenden Erw�gungen ohnehin unbegr�ndet sind.
Es trifft zu, dass der medizinische Sachverst�ndige, Prof. Dirnhofer, an der kreisgerichtlichen Verhandlung aussagte, die Wunde sei 10 cm tief gewesen. Er sagte aber ebenfalls aus, die Wunde k�nne mit einer Klinge von 8,5 cm L�nge verursacht worden sein; das Gewebe gebe etwas nach. Ebenso f�hren Hunger/D�rwald/Tr�ger (Lexikon der Rechtsmedizin, Leipzig etc. 1993, S. 238) aus, der Stichkanal sei wegen Weichteilkompression bei wuchtigem Stoss oft l�nger als die verwendete Klinge. Von einem wuchtigen Stoss ist im vorliegenden Fall auszugehen, da unmittelbar unterhalb des Einstichs eine Rippe durchtrennt wurde (Aussage Prof. Dirnhofer).
Unbehelflich ist ebenso der Einwand, man habe an der Einstichstelle keine Stanzmarke des Messergriffes gefunden und am Griff auch keine Blutspuren des Opfers, sondern nur an der Klinge. Wie der a.o. Generalprokurator zutreffend bemerkt, erfolgte der Stich durch die Kleidung, die d�mpfend und "abschirmend" wirkte. Stanzmarken entstehen zudem vornehmlich bei hartem Untergrund. Ein solcher ist hier nicht gegeben. Der elastische Untergrund wurde mit der Durchtrennung der Rippe vielmehr noch zus�tzlich geschw�cht. Bei Schl�gen auf die Haut wird ausserdem Blut zun�chst weggedr�ngt. Es musste hier deshalb nicht zwingend am Messergriff haften bleiben, zumal sich dieser, wie sich aus dem Gesagten ergibt, ohnehin nicht im K�rperinnern befunden haben musste. Ausserdem umfasste der Beschwerdef�hrer den Messergriff mit der Hand.
In Anbetracht dessen ist die Annahme, die t�dlichen Verletzungen seien dem Opfer mit dem sichergestellten Taschenmesser zugef�gt worden, nicht willk�rlich.
3.2 Der Beschwerdef�hrer macht geltend, es best�nden Hinweise auf eine Drittt�terschaft.
3.2.1 Dazu bringt er zun�chst vor, das Spurenbild passe genau in den Kontext einer Drittt�terschaft. Der Einwand ist im Lichte des oben (E. 3.1) Dargelegten unbegr�ndet.
3.2.2 Soweit der Beschwerdef�hrer geltend macht, die Auseinandersetzung sei f�r ihn - nach der ersten Phase - durch das Weggehen, das Waschen der Wunde und den Ruf nach Hilfe abgeschlossen gewesen, �bt er lediglich appellatorische Kritik an der Beweisw�rdigung des Obergerichtes. Darauf ist nicht einzutreten.
3.2.3 Der Beschwerdef�hrer bringt vor, B.________ habe ausgesagt, dass der unbekannte Araber, welcher mit dem Beschwerdef�hrer und dem sp�teren Opfer in die Auseinandersetzung verwickelt gewesen sei, ebenfalls ein Messer in der Hand gehalten und damit seine Widersacher bedroht habe. Damit sei - trotz Ausscheidens des Beschwerdef�hrers - ein Messer in der Auseinandersetzung vorhanden geblieben.
Der Beschwerdef�hrer �bergeht insoweit namentlich den Umstand, dass Blut des Opfers an der Klinge seines Messers nachgewiesen wurde. Der Beschwerdef�hrer legt nur dar, wie sich die Sache gegebenenfalls anders, als vom Obergericht angenommen, zugetragen haben k�nnte. Das gen�gt nicht, um Willk�r darzutun.
3.2.4 Die Beschwerde ist auch unbehelflich, soweit der Beschwerdef�hrer auf Aussagen verweist, wonach M�nner nach der Tat weggerannt bzw. mit einem Auto schnell weggefahren seien.
Es liegt auf der Hand, dass das Eintreffen der Polizei und der Sanit�t in der Drogenszene eine Absatzbewegung ausl�ste. Der Schuldspruch ist deshalb auch im Lichte der erw�hnten Aussagen nicht willk�rlich. Soweit Hinweise darauf vorliegen, dass Personen im Geb�sch verschwanden, ist - wie der a.o. Generalprokurator in der Vernehmlassung zutreffend ausf�hrt - zu vermuten, dass diese dort nach dem Eintreffen der Polizei Drogen versteckten.
3.3 Der Beschwerdef�hrer r�gt Widerspr�chlichkeiten im Beweisergebnis.
3.3.1 Er bringt vor, das Obergericht gehe einerseits aufgrund der Aussagen der Angestellten im Bundeshaus West davon aus, dass um das Bundeshaus herum Geschrei und Streitigkeiten an der Tagesordnung gewesen seien. Kurz darauf f�hre es anderseits zum Ausschluss der Drittt�terschaft aus, eine zweite Auseinandersetzung an diesem Tag mit lautem Geschrei - wie sie nach der Version des Beschwerdef�hrers h�tte stattfinden m�ssen - m�sste ein "ins Reich der Theorie zu versetzender Riesenzufall" sein.
Der Beschwerdef�hrer reisst insoweit die Erw�gungen des Obergerichtes aus dem Zusammenhang und gibt sie nur verk�rzt wieder. Das Obergericht legt auf S. 69 seines Urteils dar, beinahe alle Bundesangestellten mit B�ros im Bundeshaus West h�tten ausgesagt, rund um das Bundeshaus seien Geschrei und Streitigkeiten an der Tagesordnung. Auf S. 74 f. f�hrt das Obergericht aus, es w�re letztlich ein ins Reich der Theorie zu verweisender Riesenzufall, wenn selbst mit Blick auf die Verh�ltnisse in der Szene am Morgen des Tattages eine zweite, zwangsl�ufig auch nicht allt�gliche Auseinandersetzung mit lautem Geschrei stattgefunden h�tte, welche schliesslich zum Tod des Opfers gef�hrt h�tte, aber von niemandem bemerkt worden w�re.
Das Obergericht ber�cksichtigt somit im genannten Satz auf S. 74 f. seines Urteils ausdr�cklich die Verh�ltnisse in der Drogenszene, wo nach den Aussagen der Bundesangestellten Streitigkeiten und Geschrei an der Tagesordnung waren. Es geht davon aus, dass eine Auseinandersetzung wie hier, bei der ein Messer zum Einsatz kam, selbst in der Drogenszene nicht allt�glich war und es deshalb jemandem h�tte auffallen m�ssen, wenn am gleichen Morgen eine zweite derartige Auseinandersetzung stattgefunden h�tte, was nicht der Fall war. Widerspr�chlich ist das nicht.
3.3.2 Der Beschwerdef�hrer bringt vor, nach den Ausf�hrungen des Obergerichts (S. 74 Ziff. 3) best�nden nicht die geringsten "handfest-konkreten Anhaltspunkte" f�r eine Drittt�terschaft. Auf der gleichen Seite stelle es jedoch fest, dass an der Wohnungst�re des Opfers kurz nach der Tat das angebrachte Siegel gebrochen und insoweit ein positiver Sangur-Test durchgef�hrt worden sei. Wenn schon jemand in die versiegelte Wohnung des Opfers eindringe und dabei noch Blutspuren hinterlasse - nota bene als sich der Beschwerdef�hrer in Untersuchungshaft befunden habe -, l�gen schon allein gest�tzt darauf deutliche Anhaltspunkte f�r die Verwicklung Dritter in die T�tung und damit ein Widerspruch zum kategorischen Ausschluss der Drittt�terschaft vor.
Auch dieser Einwand ist unbehelflich. Dass diejenige Person, die das Siegel gebrochen hat, etwas mit der T�tung zu tun gehabt haben k�nnte, ist eine blosse Spekulation des Beschwerdef�hrers. Da das Opfer ebenfalls Kontakte zur Drogenszene hatte, ist es gut denkbar, dass Dritte nach der Nachricht seines Todes Grund hatten, in der Wohnung nach irgendetwas - m�glicherweise versteckte Drogen - zu suchen. Der Beschwerdef�hrer �bergeht auch insoweit die zahlreichen und schwerwiegenden Indizien, die f�r seine T�terschaft sprechen. Willk�r in Bezug auf das Ergebnis der obergerichtlichen Beweisw�rdigung wird auch mit dem vorliegenden Einwand nicht dargetan.
3.3.3 Der Beschwerdef�hrer macht geltend, das Obergericht gehe einerseits ausdr�cklich von einer Auseinandersetzung aus, welche sp�testens ab 11.30 Uhr in Gang gewesen sei. Anderseits gestehe es dem Beschwerdef�hrer zu, dem Opfer die Stichverletzungen "reflexartig" zugef�gt zu haben. Mit Blick auf den Tatzeitpunkt h�tte der Kampf zwischen dem Beschwerdef�hrer und dem Opfer praktisch eine halbe Stunde dauern m�ssen, bevor der Beschwerdef�hrer "im Reflex" die t�dlichen Stiche ausgef�hrt h�tte. Damit sei augenf�llig, dass der vom Obergericht angenommene Sachverhalt in sich derart widerspr�chlich sei, dass er sich unter keinen Umst�nden so verwirklicht haben k�nne.
Das Obergericht geht, wie dargelegt, von einem zweiphasigen Tatgeschehen aus, unterbrochen durch eine zeitliche und �rtliche Z�sur, als sich der Beschwerdef�hrer zum Durchgang unter dem Parlamentsgeb�ude begab, dort mit Drogenkonsumenten zusammentraf und sich beim Brunnen s�uberte; nach dieser Z�sur sei es erneut zu einer heftigen Auseinandersetzung gekommen. Das Obergericht nimmt zugunsten des Beschwerdef�hrers an, dass dieser den t�dlichen Stich in die rechte Brustseite des Opfers "mehr oder weniger reflexartig" f�hrte, gleichsam als Quittung f�r die erlittenen Augenbrauenverletzungen. Liest man die Erw�gungen des Obergerichts im Wortlaut und ber�cksichtigt man die von ihm angenommene Z�sur, so ergibt sich, dass ein Widerspruch im angefochtenen Urteil auch insoweit nicht vorliegt. Selbst bei einem l�ngeren ununterbrochenen Streit, der sich immer weiter steigert, ist es im �brigen denkbar, dass einer der Streitenden pl�tzlich - endg�ltig - die Nerven verliert und dem andern "mehr oder weniger reflexartig" eine Verletzung zuf�gt.
3.4 Der Beschwerdef�hrer macht geltend, es widerspreche offensichtlich der allgemeinen Lebenserfahrung, dass er bei Ver�bung eines Gewaltverbrechens am Tatort anwesend geblieben w�re und gar mit auff�lligem und nerv�sem Verhalten auf sich aufmerksam gemacht h�tte. Es liege vielmehr nahe, dass die Erkl�rung f�r sein Verhalten in der Tatsache liege, dass er das Opfer mit seinem Messer an der Hand verletzt habe und dann in Panik geraten sei, dass ihm �ber den Besitz des Messers bzw. die Blutspuren daran ein Verbrechen zugerechnet werden k�nnte; �berdies habe er als in der Szene bekannter Haschischdealer damit rechnen m�ssen, in gr�ssere Schwierigkeiten zu geraten. Bezeichnenderweise �ussere sich das Obergericht nicht plausibel dazu, weshalb der vermeintliche T�ter l�ngere Zeit in der N�he des Tatorts h�tte bleiben und sich auff�llig benehmen sollen und es �berdies noch unterlassen h�tte, das angebliche Tatmesser verschwinden zu lassen. Das Obergericht begn�ge sich vielmehr mit einem pauschalen Hinweis auf die Verwirrung des Beschwerdef�hrers nach der Tat.
Die Beschwerde ist auch in diesem Punkt unbegr�ndet. Bis zum Zusammenbruch des Opfers - abseits und nicht einsehbar vom Rondell aus - bemerkte den fatalen Ausgang der Auseinandersetzung offenbar niemand, auch der Beschwerdef�hrer nicht. Vom t�dlichen Ausgang des Streites erfuhr dieser erst durch die Polizei. Das Verweilen auf der Bundesterrasse spricht unter diesen Umst�nden nicht ohne weiteres f�r die Unschuld des Beschwerdef�hrers. Im �brigen hatte er sein Taschenmesser offensichtlich gewaschen, weshalb er in seiner Vorstellung davon ausgehen konnte, dass darauf keine Spuren mehr nachweisbar seien.
Die Bed�rftigkeit des Beschwerdef�hrers kann angenommen werden. Von der Zuchthausstrafe von 7 Jahren wird er nach Abzug der Untersuchungshaft und des vorzeitigen Strafvollzugs - gute F�hrung vorausgesetzt - noch zwei Jahre verb�ssen m�ssen. Dies stellt einen schweren Eingriff in die pers�nliche Freiheit dar. Der Beschwerdef�hrer konnte sich deshalb zur Beschwerde veranlasst sehen. Die unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung nach Art. 152 OG wird daher bewilligt. Dem Beschwerdef�hrer sind keine Kosten aufzuerlegen und seinem Vertreter ist eine Entsch�digung auszurichten.
Die private Beschwerdegegnerin, welche obsiegt, hat eine Vernehmlassung eingereicht. Im zweiten Schriftenwechsel hat sie auf weitere Bemerkungen verzichtet. Der Beschwerdef�hrer hat ihr eine Entsch�digung zu bezahlen (Art. 159 Abs. 1 und 2 OG). Die Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege befreit ihn von dieser Pflicht nicht (BGE 112 Ia 14 E. 3c S. 18; Jean-Fran�ois Poudret/Suzette Sandoz-Monod, Commentaire de la loi f�d�rale d'organisation judiciaire, Band V, Bern 1992, Art. 152 N. 6 S. 124 und Art. 159 N. 2 S. 160).
Dem Vertreter des Beschwerdef�hrers, F�rsprecher Peter von Ins, wird aus der Bundesgerichtskasse eine Entsch�digung von Fr. 2'500.-- ausgerichtet.
Der Beschwerdef�hrer hat die private Beschwerdegegnerin, Z.________, f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 500.-- zu entsch�digen.