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Timestamp: 2018-11-18 07:04:36
Document Index: 22395914

Matched Legal Cases: ['§ 19', '§ 21', '§ 54', '§ 54', '§ 21', '§ 54', '§ 28']

Hartz4 - SGB II- Behinderte Kinder - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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02.07.2005, 15:54 #1
Obwohl in vielen Fällen das Antragsformular für ALG2 nach SGB II nicht mal behinderte KINDER irgendwo brücksichtigt, haben die unter Umständen auch hier einen Mehrbedarf.
Kinder sind naturgemäss NICHT erwerbsfähig und erhalten Sozialgeld unter SGB II und leben mit erwerbsfähigen Mitgliedern einer Bedarfsgemeinschaft zusammen.
(1) Nicht erwerbsfähige Angehörige, die mit erwerbsfähigen Hilfebedürftigen in Bedarfsgemeinschaft leben, erhalten Sozialgeld, soweit sie keinen Anspruch auf Leistungen nach dem Gesetz über eine bedarfsorientierte Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung haben oder diese Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nicht ausreichen. Das Sozialgeld umfasst die sich aus § 19 Satz 1 Nr. 1 ergebenden Leistungen. Hierbei gelten ergänzend folgende Maßgaben:
2. Leistungen für Mehrbedarfe nach § 21 Abs. 4 werden auch gezahlt, wenn Eingliederungshilfe nach § 54 Abs. 1 Nr. 1 und 2 des Zwölften Buches erbracht wird.
Diese Voraussetzungen erfüllt z. B. mein Sohn, da er Eingliederungshilfe in Form eines Integrationshelfers in der Schule erhält., sogar einen Behindertenausweis 80% Behinderung mit den Merkzeichen G;H;B( Kopie anbei) und zweifellos mit mir als Erwerbsfähige in der „Bedarfsgemeinschaft“ lebt . :twisted:
SGB XII § 54 Leistungen der Eingliederungshilfe sind :
1. Hilfen zu einer angemessenen Schulbildung, insbesondere im Rahmen der
allgemeinen Schulpflicht und zum Besuch weiterführender Schulen
einschließlich der Vorbereitung hierzu; die Bestimmungen über die
Ermöglichung der Schulbildung im Rahmen der allgemeinen Schulpflicht
2. Hilfe zur schulischen Ausbildung für einen angemessenen Beruf
einschließlich des Besuchs einer Hochschule,
5. nachgehende Hilfe zur Sicherung der Wirksamkeit der ärztlichen und
ärztlich verordneten Leistungen und zur Sicherung der Teilhabe der
behinderten Menschen am Arbeitsleben.
Wer also behinderte Kinder hat, die solch eine Form der Eingliederungshilfe bekommen (bewilligter Bescheid muss vorliegen), sollte den Mehrbedarf unverzüglich bei der zuständigen ARGE geltend machen.
19.09.2005, 14:28 #2
habe 13.09. vom Versorgungsamt mitgeteilt bekommen, daß mein Sohn (13j) nunmehr als Behindert anerkannt und mit einem GdB von 80% und den Merkzeichen B, G, H geführt wird.
Ich selbst beziehe ALG II und verdiene mit einer geringfügigen Arbeit 162,- € mtl., was ändert sich - wenn überhaupr - für mich/uns? Ich kenn mich diesbezüglich überhaupt nicht aus und befinde mich sozusagen auf "Neuland".
19.09.2005, 20:57 #3
Ich bin zwar nicht Lillybelle, vor allem fliege ich nicht mehr so galant wie eine Libelle :mrgreen: , möchte aber trotzdem antworten.
Leistungen für Mehrbedarfe nach § 21 Abs. 4 werden auch gezahlt, wenn Eingliederungshilfe nach § 54 Abs. 1 Nr. 1 und 2 des Zwölften Buches
erbracht wird;
SGB II § 28 Abs. 1 Nr. 2
Das heißt, wenn deinem Sohn Eingliederungshilfe bewilligt wird (beantragen!!!), erhält er eieen Mehrbedarf von 35 % seines Regelsatzes.
Weitere Möglichkeiten sind Mehrbedarf für kostenaufwendige Ernährung, sofern dieses für deinen Sohn zutrifft
20.09.2005, 06:36 #4
vielen Dank, werde dies sofort beantragen.
hartz4, sgb, behinderte, kinder
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