Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=LG%20Saarbr%C3%BCcken&Datum=15.10.2010&Aktenzeichen=13%20S%2068/10
Timestamp: 2020-07-09 02:25:04
Document Index: 136450874

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', '§ 5', '§ 398', 'BGH', 'BGH', '§ 5', 'BGH', '§ 398']

LG Saarbrücken, 15.10.2010 - 13 S 68/10 - dejure.org
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LG Saarbrücken, 15.10.2010 - 13 S 68/10 (https://dejure.org/2010,4431)
LG Saarbrücken, Entscheidung vom 15.10.2010 - 13 S 68/10 (https://dejure.org/2010,4431)
LG Saarbrücken, Entscheidung vom 15. Januar 2010 - 13 S 68/10 (https://dejure.org/2010,4431)
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Zur Wirksamkeit der Abtretung der Schadensersatzansprüche aus Verkehrsunfall an Kfz-Sachverständigen
Der Kläger ist aktiv legitimiert, da die formularmäßige Abtretung der Sachverständigenkosten mangels hinreichender Bestimmtheit unwirksam ist (vgl. BGH, Urteil vom 07.06.2011 - VI ZR 260/10, VersR 2011, 1008 f.; vorgehend Urteil der Kammer vom 15.10.2010 - 13 S 68/10, Schaden-Praxis 2010, 446).
Das Amtsgericht ist unter Hinweis auf die Rechtsprechung der Kammer (vgl. Kammer, Urteil vom 15.10.2010 - 13 S 68/10, Schaden-Praxis 2010, 446), die vom Bundesgerichtshof zwischenzeitlich bestätigt worden ist (vgl. BGH, Urteil vom 07.06.2011 - VI ZR 260/10, VersR 2011, 1008), von der Aktivlegitimation der Klägerin ausgegangen, weil die Forderungsabtretung zwischen der Klägerin und dem Geschädigten des Verkehrsunfalls, dem Zeugen ..., hinreichend bestimmt und daher wirksam sei.
Diese Voraussetzungen liegen vor, wenn der Sachverständige den ihm abgetretenen Anspruch auf Erstattung seines eigenen Honorars gegenüber der gegnerischen Versicherung geltend macht (vgl. ausführlich LG Saarbrücken, Urt. V. 15.10.2010, 13 S 68/10, juris Rn. 19; Säbel, NZV 2006, 6, 11).
Auch beim Sachverständigen ist der Forderungseinzug als Nebenleistung zum Berufs- oder Tätigkeitsbild des Sachverständigen anzusehen, wenn der Haftungsgrund unstreitig ist (OLG Dresden, Urteil v. 19.02.2014, 7 U 111/12; LG Saarbrücken, Urt. v. 15.10.2010, 13 S 68/10;… LG Bonn, Urt. v. 28.9.2011, 5 S 148/11).
Nach den vorgenannten Grundsätzen ist der Forderungseinzug durch den Sachverständigen damit aber als Nebenleistung zu seinem Berufs- bzw. Tätigkeitsbild als Sachverständiger für Kfz-Schäden anzusehen und nach § 5 Abs. 1 RDG grundsätzlich erlaubt (vgl. LG Saarbrücken, Urt. v. 15.10.2010, 13 S 68/10;… LG Bonn, Urt. v. 28.9.2011, 5 S 148/11; OLG Dresden, Urteil v. 19.02.2014, 7 U 111/12).
Eine wirksame Abtretung nach § 398 BGB setzt zunächst voraus, dass die abzutretende Forderung hinreichend bestimmt oder zumindest bestimmbar ist (vgl. BGHZ 7, 365; BGH, Urteil vom 12, Oktober 1999 - XI ZR 24/99, ZIP 1999, 2058; Beschluss vom 19. März 2009 - IX ZR 39/08, ZIP 2009, 817 f., LG Saarbrücken - Urteil vom 15.10.2010 - 13 S 68/10).
Um eine solche Nebenleistung handelt es sich im vorliegenden Fall, da die Geltendmachung von Sachverständigenkosten bei der Unfallschadenregulierung bereits in der Gesetzesbegründung als Anwendungsfall der als Nebenleistung zulässigen Inkassotätigkeit namentlich genannt wird (…BT-Drs. 16/3655, S. 53; LG Saarbrücken - Urteil vom 15.10.2010 - 13 S 68/10).
Gegenstand der Tätigkeit ist nämlich die Einziehung streitiger Ansprüche (vgl. LG Saarbrücken Urteil vom 15.10.2010 AZ: 13 S 68/10. Allerdings ist die Tätigkeit nach § 5 Abs. 1 RDG als erlaubt anzusehen. Nach dieser Vorschrift sind Rechtsdienstleistungen im Zusammenhang mit einer anderen Tätigkeit gestattet, wenn sie als Nebentätigkeit zum Berufs- oder Tätigkeitsbild gehören. Dem Sachverständigen ist es danach erlaubt, den Unfallschaden jedenfalls im Umfang seiner Honorarforderung aufgrund wirksamer Abtretung geltend zu machen, schon weil er regelmäßig besser in der Lage ist, die Erforderlichkeit der jeweils eingegangenen Kosten zu begründen (vgl. LG Saarbrücken 16. Januar 2009 - 13 S 154/08 - und vom 26. Juni 2009 -13 S 100/08; vgl. auch Säbel, NZV2006, 6, 10).
Insoweit kann auf die obigen Ausführungen zur Frage der Bestimmbarkeit der Abtretung sowie die Entscheidung des LG Saarbrücken AZ 13 S 68/10 zur Vermeidung von Wiederholungen verwiesen werden (vgl. Revisionsentscheidung BGH NJW 2011, 2713).
Die Abtretungserklärung unterscheidet sich von der dem Landgericht Saarbrücken unter dem Aktenzeichen 13 S 68/10 vorliegenden Abtretung entscheidend.
Daran fehlt es insbesondere, wenn ein nur summenmäßig bestimmter oder bestimmbarer Teil der Forderungsgesamtheit abgetreten wird, da dann nicht erkennbar ist, welcher Teil der Forderung abgetreten ist (LG Saarbrücken/Urteil vom 15.10.2010, Az.: 13 S 68/10).
Denn den dagegen erhobenen Einwendungen des Landgerichts (LG Saarbrücken, Urteil vom 15.10.2010, -13 S 68/10-) trägt die Abtretung vom 16.11.2010 in vollem Umfang Rechnung.
Ein wirksamer Abtretungsvertrag nach § 398 BGB setzt voraus, dass die abzutretende Forderung bestimmt oder zumindest bestimmbar ist (vgl. LG Saarbrücken, Urteil vom 15. Oktober 2010, Az.: 13 S 68/10).
Gegenstand der Tätigkeit ist nämlich die Einziehung streitiger Ansprüche (vgl. LG Saarbrücken Urteil vom 15.10.2010 AZ: 13 S 68/10).
Insoweit kann auf die obigen Ausführungen zur Frage der Bestimmbarkeit der Abtretung sowie die Entscheidung des LG Saarbrücken AZ 13 S 68/10 zur Vermeidung von Wiederholungen verwiesen werden.
Diese Voraussetzungen liegen vor, wenn der Sachverständige den ihm abgetretenen Anspruch auf Erstattung seines eigenen Honorars gegenüber der gegnerischen Versicherung geltend macht (vgl. ausführlich LG Saarbrücken, Urteil vom 15.10.2010, 13 S 68/10, juris Rn. 19; Sabel, NZV 2006, 6, 11).
AG Hamburg-St. Georg, 22.07.2011 - 922 C 71/11
Sachverständigenkosten nach Verkehrsunfall - BVSK-Vorgaben