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Timestamp: 2016-10-28 12:15:20
Document Index: 44944866

Matched Legal Cases: ['Art. 100', 'Art. 42', 'Art. 86', 'Art. 90', 'BGE', 'Art. 83', 'BGE', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 13', 'Art. 89', 'Art. 83', 'Art. 113', 'e contrario', 'Art. 95', 'Art. 106', 'Art. 42', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 97', 'Art. 42', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 13', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 13', 'BGE', 'Art. 8', 'BGE', 'EGMR', 'EGMR', 'Art. 8', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 99', 'Art. 5', 'Art. 9', 'Art. 121', 'Art. 46', 'BGE', 'Art. 99', 'Art. 32', 'Art. 37', 'Art. 40', 'Art. 99', 'Art. 86', 'BGE', 'Art. 96', 'Art. 40', 'Art. 99', 'BGE', 'Art. 5', 'Art. 9', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 9', 'Art. 62', 'Art. 99', 'Art. 86', 'Art. 61', 'Art. 62', 'Art. 8', 'Art. 99', 'Art. 86', 'Art. 62', 'Art. 62', 'Art. 61', 'Art. 64', 'Art. 10', 'Art. 62', 'Art. 10', 'BGE', 'Art. 62', 'BGE', 'Art. 62', 'BGE', 'BGE', 'Art. 62', 'Art. 8', 'Art. 8', 'BGE', 'BGE', 'EGMR', 'EGMR', 'Art. 2', 'EGMR', 'BGE', 'Art. 97', 'Art. 6', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 9', 'Art. 66', 'Art. 68']

2C_100/2014 (22.08.2014)
2C_100/2014 � � Urteil vom 22. Ąugust 2014
A.________, vertreten durch Rechtsanw�ltin
Dr. Franziska Ryser-Zwygart,
Bundesamt f�r Migration,
Verweigerung der Zustimmung zur Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung,
Beschwerde gegen das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts, Abteilung III, vom 5. Dezember 2013.
�A.________ (Jahrgang 1982) ist serbischer Staatsangeh�riger albanischer Abstammung. Er reiste am 1. Mai 1995 im Familiennachzug zu seinen Eltern in die Schweiz, worauf ihm eine Aufenthaltsbewilligung und im Jahr 1998 eine Niederlassungsbewilligung erteilt wurde.
�In den nachfolgenden Jahren wurde A.________ wiederholt straff�llig. Im Zeitraum zwischen 2003 und 2006 wurden neun Strafverf�gungen, haupts�chlich wegen Verst�ssen gegen das BetmG und gegen das SVG, ausgesprochen. Mit rechtskr�ftigem Urteil des Kreisgerichts X Thun vom 12. Januar 2006 wurde A.________ wegen versuchter vors�tzlicher T�tung, schwerer K�rperverletzung, Drohung, grober Verkehrsregelverletzung und fahrl�ssigen F�hrens eines Motorfahrzeuges in angetrunkenem Zustand verurteilt und in eine Arbeitserziehungsanstalt eingewiesen. A.________ verbrachte �ber drei Jahre in dieser Anstalt, davon zwei Jahre im geschlossenen Straf- und Massnahmevollzug.
�Nach seiner Entlassung aus der Anstalt verurteilte die Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn A.________ mit Strafbefehl vom 29. Juni 2011 und vom 3. Juni 2013 wegen Fahrens in fahrunf�higem Zustand mit einem Motorfahrzeug sowie wegen mehrfacher �bertretung des BetmG zu Geldstrafen und Bussen.
�Mit Verf�gung vom 2. April 2009 widerrief das Departement des Innern des Kantons Solothurn A.________s Niederlassungsbewilligung und ordnete seine Ausweisung aus der Schweiz an. Die dagegen erhobene Beschwerde hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Solothurn mit Urteil vom 29. Juni 2009 teilweise gut, best�tigte den Widerruf der Niederlassungsbewilligung, hob die Anordnung der Ausweisung auf und ordnete die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung an.
�Die f�r die Erteilung der Aufenthaltsbewilligung zust�ndige kantonale Beh�rde gelangte an das Bundesamt f�r Migration (BFM) und ersuchte um Zustimmung zur Erteilung der Aufenthaltsbewilligung, welche das BFM mit Verf�gung vom 31. August 2010 verweigerte. Das Bundesverwaltungsgericht best�tigte diese Verf�gung mit Urteil vom 5. Dezember 2013.
�Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 29. Januar 2014 beantragt A.________ die kostenf�llige Aufhebung des Urteils vom 5. Dezember 2013 sowie der Verf�gung des BFM vom 31. August 2010. Er beantragt weiter, der Antrag der Migrationsbeh�rden des Kantons Solothurn auf Zustimmung zur Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung des BFM sei gutzuheissen, das BFM habe die Zustimmung zur Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung zu erteilen und seine Aufenthaltsbewilligung sei zu verl�ngern. Weiter sei er nicht aus der Schweiz wegzuweisen und es sei ihm keine Ausreisefrist anzusetzen, eventualiter sei er vorl�ufig aufzunehmen. Die Gerichtskosten des bundesgerichtlichen Verfahrens und des vorinstanzlichen Verfahrens seien nicht ihm aufzuerlegen und es sei ihm f�r das bundesgerichtliche Verfahren, das vorinstanzliche Verfahren und das erstinstanzliche Verfahren vor dem BFM eine Parteientsch�digung auszurichten. Der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen.
�Die Vorinstanz hat auf eine Vernehmlassung verzichtet. Das BFM schliesst auf Abweisung der Beschwerde. In einer weiteren Eingabe h�lt der Beschwerdef�hrer an seinen Antr�gen vollumf�nglich fest. Mit Pr�sidialverf�gung vom 4. Februar 2014 wurde der Beschwerde die aufschiebende Wirkung erteilt.
1.1.�Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten wurde unter Einhaltung der gesetzlichen Frist (Art. 100 Abs. 1 BGG) und Form (Art. 42 BGG) eingereicht und richtet sich gegen einen Endentscheid des Bundesverwaltungsgerichts (Art. 86 Abs. 1 lit. a, Art. 90 BGG). Die erstinstanzliche Verf�gung des BFM vom 31. August 2010 wurde durch das angefochtene Urteil ersetzt und gilt als inhaltlich mitangefochten; sie stellt kein selbstst�ndiges Anfechtungsobjekt dar (Devolutiveffekt; BGE 134 II 142 E. 1.4 S. 144). Auf den Antrag auf Aufhebung der erstinstanzlichen Verf�gung kann nicht eingetreten werden.
1.2.�Nach Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG ist die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen Entscheide �ber ausl�nderrechtliche Bewilligungen ausgeschlossen, auf deren Erteilung weder das Bundes- noch das V�lkerrecht einen Rechtsanspruch einr�umen. F�r das Eintreten gen�gt, dass ein potenzieller Anspruch in vertretbarer Weise dargelegt wird (BGE 136 II 177 E. 1.2 S. 180; Urteil 2C_65/2012 vom 22. M�rz 2013 E. 1.1 nicht publ. in: BGE 139 II 393). Der Beschwerdef�hrer beruft sich zur Begr�ndung eines solchen Anspruches auf den in Art. 8 EMRK und auf Art. 13 BV verankerten Schutz des Privat- und Familienlebens. Er macht in vertretbarer Weise geltend, einen sehr engen Kontakt zu seiner Kernfamilie zu pflegen. Ob die Verweigerung einer Aufenthaltsbewilligung diese Grundrechte verletzt, ist eine Frage der materiellen Beurteilung. Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist zul�ssig.
1.3.�Der Beschwerdef�hrer, der am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen und mit seinen Antr�gen unterlegen ist, hat ein schutzw�rdiges Interesse an der Aufhebung oder Ab�nderung des angefochtenen vorinstanzlichen Urteils. Er ist zur Beschwerde legitimiert (Art. 89 Abs. 1 BGG). Auf die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist einzutreten.
1.4.�Nicht einzutreten ist hingegen auf den Eventualantrag, A.________ sei vorl�ufig aufzunehmen. Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist auf dem Gebiet der vorl�ufigen Aufnahme ausgeschlossen (Art. 83 lit. c Ziff. 3 BGG). Die Beschwerde, welche sich gegen ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts richtet, kann in diesem Punkt auch nicht als subsidi�re Verfassungsbeschwerde entgegen genommen werden (Art. 113 BGG e contrario).
1.5.�Mit der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann eine Rechtsverletzung nach Art. 95 und 96 BGG ger�gt werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG), doch pr�ft es, unter Ber�cksichtigung der allgemeinen R�ge- und Begr�ndungspflicht (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), grunds�tzlich nur die geltend gemachten Vorbringen, sofern allf�llige weitere rechtliche M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind (BGE 138 I 274 E. 1.6 S. 280 mit Hinweis). Die Verletzung von Grundrechten sowie von kantonalem und interkantonalem Recht untersucht es in jedem Fall nur insoweit, als eine solche R�ge in der Beschwerdepr�zise vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 139 I 229 E. 2.2 S. 232; 134 II 244 E. 2.2 S. 246).
1.6.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt zugrunde (Art. 105 Abs. 1 BGG), es sei denn, dieser sei offensichtlich unrichtig oder beruhe auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG (Art. 105 Abs. 2 BGG). Offensichtlich unrichtig festgestellt ist ein Sachverhalt, wenn er willk�rliche Feststellungen beinhaltet (BGE 137 I 58 E. 4.1.2 S. 62). Die betroffene Person muss rechtsgen�gend dartun, dass und inwiefern der festgestellte Sachverhalt in diesem Sinne mangelhaft erscheint und die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG); rein appellatorische Kritik an der Sachverhaltsermittlung und an der Beweisw�rdigung gen�gt den Begr�ndungs- bzw. R�geanforderungen nicht (vgl. BGE 139 II 404 E. 10.1 S. 445 mit Hinweisen).
Der Beschwerdef�hrer macht geltend, die verweigerte Zustimmung des BFM zur Erteilung seiner Aufenthaltsbewilligung verletze Art. 8 EMRK und Art. 13 BV.
2.1.�Art. 8 EMRK begr�ndet praxisgem�ss keinen Anspruch auf Einreise und Aufenthalt oder auf einen besonderen Aufenthaltstitel. Diese Bestimmung hindert die Konventionsstaaten nicht daran, die Anwesenheit auf ihrem Staatsgebiet zu regeln und den Aufenthalt ausl�ndischer Personen unter Beachtung �berwiegender Interessen des Familien- und Privatlebens gegebenenfalls auch wieder zu beenden (BGE 140 I 145 E. 3.1 S. 147; 139 I 330 E. 2.1 S. 335 f.). Das entsprechende, in Art. 8 EMRK bzw. in Art. 13 BV gesch�tzte Recht ist ber�hrt, wenn eine staatliche Entfernungs- oder Festhaltemassnahme eine nahe, echte und tats�chlich gelebte famili�re Beziehung einer in der Schweiz gefestigt anwesenheitsberechtigten Person beeintr�chtigt, ohne dass es dieser zum Vornherein ohne Schwierigkeiten m�glich bzw. zumutbar w�re, das entsprechende Familienleben andernorts zu pflegen (BGE 139 I 330 E. 2.1 S. 336; 137 I 247 E. 4.1.2 S. 249 f.).
2.2.�Der nach Art. 8 Abs. 1 EMRK garantierte Schutz des Familienlebens beschr�nkt sich grunds�tzlich auf die Kernfamilie, und damit auf die Gemeinschaft der Ehegatten mit ihren minderj�hrigen Kindern (BGE 140 I 77; 139 II 393 E. 5.1 S. 402; Urteil 2C_650/2010 vom 10. Februar 2011 E. 4.2). Nach der Rechtsprechung des EGMR kann zwar unter bestimmten Voraussetzungen auch die Beziehung von jungen Erwachsenen zu ihren Eltern vom Begriff des Familienlebens im Sinne der Konvention erfasst sein (vgl. Urteil des EGMR in Sachen Maslov gegen �sterreich vom 23. Juni 2008, Beschwerde Nr. 1638/03, Rz. 62, mit Hinweisen). Ob sich der vollj�hrige Beschwerdef�hrer gest�tzt auf seine Beziehung zu seinen Familienmitgliedern oder auf Grund �ber das �bliche Mass hinausgehender Integration auf den Schutzbereich von Art. 8 Ziff. 1 EMRK berufen kann, braucht indessen nicht abschliessend gepr�ft zu werden, weil ein Eingriff gest�tzt auf eine gesetzliche Grundlage und eine Verh�ltnism�ssigkeitspr�fung (Art. 8 Ziff. 2 EMRK) gerechtfertigt werden kann (BGE 135 I 143 E. 2.1 S. 147), was vorliegend der Fall ist.
Hinsichtlich der Rechtsgrundlage f�r die Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung r�gt der Beschwerdef�hrer, das BFM h�tte sein Vetorecht im Sinne von Art. 99 AuG w�hrend laufender Rechtsmittelfrist gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts Solothurn vom 29. Juni 2009 aus�ben m�ssen. Mit diesem Urteil sei der Widerruf der Nieder lassungsbewilligung best�tigt, jedoch im Sinne einer milderen Massnahme die Erteilung der Aufenthaltsbewilligung angeordnet worden. Die erst mit Verf�gung vom 31. August 2010 erfolgte Verweigerung der Zustimmung zur Erteilung der Aufenthaltsbewilligung verstosse gegen Treu und Glauben sowie den Grundsatz, dass staatliche Beh�rden und Private sich nicht widerspr�chlich oder rechtsmissbr�uchlich zu verhalten h�tten und sei willk�rlich (Art. 5 Abs. 3 und Art. 9 BV).
3.1.�Gem�ss der verfassungsm�ssigen Kompetenzaufteilung (Art. 121 BV) zwischen Bund und Kantonen steht dem Bund auf dem Gebiet des Ausl�nderrechts eine umfassende Gesetzgebungskompetenz zu. Der Bundesgesetzgeber bestimmt, inwieweit die Kantone mit dem Vollzug des Bundesrechts betraut werden (Art. 46 BV; BGE 127 II 49 E. 3a S. 51 ff.; NYFFENEGGER, in: Kommentar zum Bundesgesetz �ber die Ausl�nderinnen und Ausl�nder, 2010, N. 4 zu Art. 99 AuG). Die kantonal zust�ndige Beh�rde erteilt die Bewilligungen gem�ss Art. 32-35 AuG und Art. 37-39 AuG; vorbehalten bleibt die Zustimmung des BFM in den daf�r vorbehaltenen F�llen (Art. 40 Abs. 1 AuG in Verbindung mit Art. 99 AuG und Art. 86 Abs. 2 lit. a VZAE). Auf Grund der gesetzlichen Regelung sind die Kantone somit befugt, eine fremdenpolizeiliche Bewilligung in eigener Zust�ndigkeit zu verweigern. Deren Erteilung bedarf jedoch in den daf�r vorgesehenen F�llen der Zustimmung des BFM (Urteil 2C_774/2008 vom 15. Januar 2009 E. 4.2, in Fortf�hrung einer unter dem ANAG [BS 1 121] entwickelten Rechtsprechung, vgl. dazu BGE 127 II 49 E. 3 S. 51 ff.).
3.2.�Das Verwaltungsgericht des Kantons Solothurn hat mit rechtskr�ftigem Urteil vom 29. Juni 2009 die Niederlassungsbewilligung des Beschwerdef�hrers widerrufen und entschieden, diesem sei als mildere Massnahme zur Ausweisung eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen. Streitgegenstand des kantonalen Verfahrens war damit der Widerruf der Niederlassungsbewilligung des Beschwerdef�hrers und dessen Konsequenzen, w�hrend der Streitgegenstand des vorinstanzlichen Verfahrens vor Bundesverwaltungsgericht und des vorliegenden bundesgerichtlichen Verfahrens durch den Rahmen der vorinstanzlich angefochtenen Verf�gung des BFM vom 31. August 2010 bestimmt wird. Er beschr�nkt sich auf die Verweigerung der Zustimmung des BFM zur Erteilung der Aufenthaltsbewilligung.
�Das vorinstanzliche Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht stellt keine Fortsetzung des kantonalen Verfahrens dar. Ob die als mildere Massnahme zur Ausweisung gesetzlich nicht vorgesehene Erteilung der Aufenthaltsbewilligung (Art. 96 Abs. 2 AuG) rechtm�ssig war (vgl. dazu Urteil 2C_254/2010 vom 15. Juli 2010 E. 4.3), liegt ausserhalb des Streitgegenstandes und ist im bundesgerichtlichen Beschwerdeverfahren nicht zu �berpr�fen. Aufgrund der in E. 3.1 dargestellten Kompetenzaufteilung zwischen Bund und Kantonen auf dem Gebiet des Ausl�nderrechts wurde dem Beschwerdef�hrer mit dem kantonalen Urteil die Aufenthaltsbewilligung jedoch nicht definitiv erteilt, sondern nur entschieden, dass das Gesuch auf kantonaler Ebene und beschr�nkt auf deren Kompetenzbereich gutzuheissen sei.Die Zustimmung der Bundesbeh�rde bleibt nach der ausdr�cklichen Regelung von Art. 40 Abs. 1 AuG in Verbindung mit Art. 99 AuG vorbehalten.
3.3.�Mit Verf�gung vom 31. August 2010 hat das BFM seine Zustimmung zur Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung an den Beschwerdef�hrer in Anwendung der zitierten Bestimmungen verweigert. Gem�ss st�ndiger Praxis ist das BFM nicht gehalten, das Vetorecht bereits w�hrend laufender Rechtsmittelfrist in Form einer Beh�rdenbeschwerde gegen das kantonale Urteil auszu�ben (Urteil 2C_505/2013 vom 4. Oktober 2013 E. 3; Urteil 2C_774/2008 vom 15. Januar 2009 E. 4.2, in Fortf�hrung einer unter dem ANAG [BS 1 121] entwickelten Rechtsprechung, vgl. dazu BGE 127 II 49 E. 3 S. 51 ff.). Ein rechtsmissbr�uchliches oder willk�rliches Verhalten des BFM (Art. 5 Abs. 3 und Art. 9 BV) liegt damit nicht vor.
3.4.�Der Beschwerdef�hrer moniert in diesem Zusammenhang eine Verletzung seines Anspruchs auf Treu und Glauben (Art. 9 BV). Die Bundesverfassung verleiht dem Einzelnen insbesondere einen Anspruch auf Schutz von berechtigten, auf einer Vertrauensgrundlage basierenden Erwartungen, falls er gest�tzt auf diese Vertrauensgrundlage ohne Nachteil nicht mehr r�ckg�ngig machbare Dispositionen getroffen hat. Angesichts der oben dargestellten Kompetenzaufteilung (E. 3.1) stellt das kantonale Urteil des Verwaltungsgerichts Solothurn vom 29. Juni 2009 indes keine Vertrauensgrundlage im Sinne der Rechtsprechung dar (BGE 137 I 69 E. 2.5.1 S. 73; Urteil 2C_502/2013 vom 30. September 2013 E. 2.1). Der Beschwerdef�hrer hat zudem gest�tzt auf dieses Urteil keine Dispositionen get�tigt, die er ohne nachteilige Folgen nicht mehr r�ckg�ngig machen konnte. Der geltend gemachte erfolgreiche Abschluss einer strafrechtlichen Massnahme, der Erwerb eines Lehrabschlusses sowie die Aus�bung einer Arbeit sind keine Dispositionen im Sinne der zitierten Rechtsprechung, da ihnen ein kausaler Bezug zum kantonalen Urteil fehlt. Die Aus�bung des Vetorechts des BFM verletzt den Anspruch des Beschwerdef�hrers auf Treu und Glauben (Art. 9 BV) nicht.
Der Beschwerdef�hrer r�gt, indem das BFM seine Zustimmung in Anwendung von Art. 62 AuG (Art. 99 AuG in Verbindung mit Art. 86 Abs. 2 lit. a VZAE) mit der Begr�ndung verweigert habe, aus der Dauer der angeordneten Massnahme im Sinne von Art. 61 StGB k�nne auf das Vorliegen eines Widerrufsgrundes im Sinne von Art. 62 lit. b AuG geschlossen werden, seien diese Bestimmungen (und damit die gesetzliche Grundlage f�r die Einschr�nkung des durch Art. 8 Ziff. 1 EMRK gesch�tzten Rechtsguts) unzutreffend ausgelegt und an gewendet worden.
4.1.�Gem�ss Art. 99 AuG in Verbindung mit Art. 86 Abs. 2 lit. a VZAE verweigert das BFM die Zustimmung zur Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung insbesondere, wenn Widerrufsgr�nde nach Art. 62 AuG vorliegen. Ein Widerrufsgrund im Sinne von Art. 62 lit. b AuG liegt vor, wenn der Gesuchsteller zu einer l�ngerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt oder gegen ihn eine Massnahme im Sinne von Art. 61 oder Art. 64 StGB angeordnet worden ist.
4.2.�Nach Art. 10 Abs. 1 lit. a aANAG (BS 1 121) konnte ein Ausl�nder aus der Schweiz ausgewiesen werden, wenn er wegen eines Vergehens oder Verbrechens bestraft worden war. Obwohl nicht ausdr�cklich gesetzlich vorgesehen, existierte die Anordnung einer strafrechtlichen Massnahme als Widerrufsgrund einer fremdenpolizeilichen Bewilligung bereits vor Inkrafttreten von Art. 62 lit. b AuG am 1. Januar 2008. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung konnte n�mlich in Anwendung von Art. 10 aANAG ein Ausl�nder fremdenpolizeilich ausgewiesen werden, wenn ihm gegen�ber eine strafrechtliche Massnahme wie eine Einweisung in eine Arbeitserziehungsanstalt angeordnet worden war (BGE 125 II 521 E. 3c/bb S. 525 f.).
�Aus den Materialien geht hervor, dass Art. 62 lit. b AuG die mit BGE 125 II 521 begr�ndete Praxis zu strafrechtlichen Massnahmen gesetzlich verankert (Botschaft des Bundesrates zum Bundesgesetz �ber die Ausl�nderinnen und Ausl�nder vom 8. M�rz 2002, BBl 2002 3810). Ihnen ist somit bei der Auslegung und Anwendung des erst am 1. Januar 2008 in Kraft getretenen Art. 62 lit. b AuG ein erh�hter Stellenwert beizumessen (BGE 138 III 694 E. 2.4 S. 698; Urteil 6B_991/2013 vom 24. April 2014 E. 2.4.3). In Fortf�hrung der mit BGE 125 II 521 begr�ndeten Praxis stellt die Anordnung einer strafrechtlichen Massnahme in Form einer Einweisung in eine Arbeitserziehungsanstalt somit einen Widerrufsgrund im Sinn von Art. 62 lit. b AuG dar, ohne dass damit �ber die Verh�ltnism�ssigkeit eines solchen Widerrufs bereits entschieden w�re.
5.1.�Zur Rechtfertigung eines Eingriffs in das durch Art. 8 Ziff. 1 EMRK gesch�tzte Rechtsgut ist konventionsrechtlich eine Interessenabw�gung erforderlich, welche die individuellen Interessen an der Erteilung bzw. am Erhalt des Anwesenheitsrechts und der �ffentlichen Interessen an dessen Verweigerung in Betracht zieht (Art. 8 Ziff. 2 EMRK). Das �ffentliche Interesse �berwiegt, wenn die Massnahme durch ein "herausragendes soziales Bed�rfnis" gerechtfertigt und in Bezug auf das rechtm�ssig verfolgte Ziel verh�ltnism�ssig erscheint bzw. einer "fairen" Interessenabw�gung entspricht (BGE 140 I 145 E 3.1 S. 147; 139 I 330 E. 2.2 S. 336). Dies beurteilt sich anhand der Kriterien der Natur und der Schwere der begangenen Delikte, der seit der Tatbegehung verstrichenen Zeit, des seitherigen Verhaltens, der Dauer des Aufenthalts der ausl�ndischen Person im Aufnahmestaat, der Intensit�t ihrer sozialen, kulturellen und famili�ren Bindungen, ihrer famili�ren Situation und namentlich der Interessen und des Wohls ihrer Kinder (BGE 139 I 145 E. 2.4 S. 149; Urteile des EGMR�
Kissiwa Koffi gegen Schweiz�vom 15. November 2012 � 63;�
Boultif gegen Schweiz�vom 2. August 2001 � 48; vgl. auch die Urteile des EGMR�
�ner gegen Niederlande�vom 18. Oktober 2006 � 57 sowie�
Maslov gegen �sterreich�vom 23. Juni 2008 � 57 f.).
�Nach der Rechtsprechung ist ein niedergelassener Ausl�nder, der sich schon seit langer Zeit hier aufh�lt, nur mit Zur�ckhaltung auszuweisen. Namentlich Gewaltdelikte begr�nden angesichts des hohen konventionsrechtlichen Stellenwert des Schutzes des Lebens gegen deliktische Gef�hrdung (Art. 2 EMRK) ein erhebliches �ffentliches Interesse am Widerruf einer fremdenpolizeilichen Bewilligung (Urteil des EGMR i.S. �ner gegen Niederlande vom 18. Oktober 2006 [46410/99] � 63; BGE 139 I 16 E. 2.2.1 S. 19 f.; Urteil 2C_496/2013 vom 15. November 2013 E. 2.2 und E. 3.2 und die dort aufgef�hrte Kasuistik). Bei wiederholter bzw. schwerer Straff�lligkeit muss zum Schutz der �ffentlichkeit selbst ein geringes Restrisiko weiterer Beeintr�chtigungen nicht in Kauf genommen werden und ist diese Massnahme selbst dann nicht ausgeschlossen, wenn ein Ausl�nder hier geboren ist und sein ganzes bisheriges Leben in der Schweiz verbracht hat (Urteil 2C_496/2013 vom 15. November 2013 E. 2.2; 2C_298/2012 vom 5. April 2012 E. 2.2.1).
5.2.�Der Beschwerdef�hrer wurde im Zeitraum zwischen 2003 und 2013 wiederholt straff�llig. Das unter dem Aspekt der Rechtsgutverletzung gewichtigste Delikt beging er im Jahr 2006 in Form einer versuchten vors�tzlichen T�tung und schweren K�rperverletzung. Sein Verschulden wiegt schwer. Die versuchte vors�tzliche T�tung und die schwere K�rperverletzung gelten als �usserst gravierende Verst�sse gegen die Rechtsordnung und begr�nden ein erh�htes �ffentliches Interesse am Widerruf der Niederlassungsbewilligung.
�Die durchlaufene strafrechtliche Massnahme ist zwar positiv zu Gunsten des Beschwerdef�hrers zu werten. Das seit der Verurteilung im Jahr 2004 an den Tag gelegte Verhalten vermag jedoch deswegen kein �berwiegendes privates Interesse an einem Verbleib in der Schweiz zu begr�nden, weil der Beschwerdef�hrer auch nach seiner Entlassung aus der Arbeitserziehungsanstalt wegen Verst�ssen gegen die Strassenverkehrsgesetzgebung und das BetmG verurteilt worden ist. Wiegen diese Taten auch weniger schwer als ein vors�tzliches T�tungsdelikt, so stellen sie doch ein hohes Risiko f�r einen Unfall mit Schwerverletzten oder Todesopfern dar und zeigen, dass der Beschwerdef�hrer ausserordentlich grosse M�he mit der Einhaltung der Rechtsordnung hat.
�Die Vorinstanz stellte weiter sachverhaltsm�ssig keine Elemente fest, welche auf ein besonderes Abh�ngigkeitsverh�ltnis des vollj�hrigen und kinderlosen Beschwerdef�hrers zu seiner Kernfamilie schliessen lassen w�rden. In der Beschwerde wird nicht aufgezeigt, inwiefern die Vorinstanz dabei den Sachverhalt willk�rlich festgestellt haben sollte (Art. 97 Abs. 1 BGG; oben, E. 1.6). Der Beschwerdef�hrer verf�gt angesichts seiner langj�hrigen Aufenthaltsdauer sicher �ber eine starke Bindung zur Schweiz und galt an seinem Arbeitsplatz als zuverl�ssiger und gesch�tzter Mitarbeiter. Die famili�re, soziale und kulturelle Integration des Beschwerdef�hrers vermag jedoch das durch das begangene Gewaltdelikt begr�ndete sehr erhebliche �ffentliche Interesse an seiner Fernhaltung nicht zu �berwiegen.
�Der Beschwerdef�hrer ist im Alter von 13 Jahren in die Schweiz gelangt. Auch wenn ihn eine Ausweisung nach Serbien zweifelsohne hart treffen wird, ist nicht zu verkennen, dass er albanisch spricht und mit seinem Heimatstaat vertraut ist. In Serbien herrscht auch keine Situation allgemeiner Gewalt oder besonders angespannte politische Lage; es handelt sich vielmehr um einen verfolgungssicheren Staat (vgl. Art. 6a Abs. 2 lit. a AsylG). Dass er sich in Serbien auf albanisch nicht verst�ndigen k�nne, ist sachverhaltsm�ssig nicht erstellt und es steht dem Beschwerdef�hrer auch frei, sich im albanischsprachigen Teil Serbiens niederzulassen; auch dieser Umstand macht eine R�ckweisung entgegen seinen Ausf�hrungen nicht unzumutbar.
�Selbst falls der Beschwerdef�hrer sich auf Art. 8 EMRK berufen k�nnte - was vorliegend offen gelassen wurde - entspr�che die Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung einem fairen Interessenausgleich und verletzt weder Art. 8 EMRK noch Art. 9 BV.
Die Beschwerde erweist sich als unbegr�ndet und ist abzuweisen. Bei diesem Verfahrensausgang hat der Beschwerdef�hrer die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens von Fr. 2'000.-- zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Es werden keine Parteientsch�digungen gesprochen (Art. 68 Abs. 1 und 3 BGG).
Die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens von Fr. 2'000.-- werden dem Beschwerdef�hrer auferlegt.
Lausanne, 22. August 2014