Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VI%20ZR%20172/99
Timestamp: 2020-05-28 05:39:35
Document Index: 271850819

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 253', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 256', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 65', '§ 287', '§ 287', 'BGH']

BGH, 06.06.2000 - VI ZR 172/99 - dejure.org
https://dejure.org/2000,434
BGH, 06.06.2000 - VI ZR 172/99 (https://dejure.org/2000,434)
BGH, Entscheidung vom 06.06.2000 - VI ZR 172/99 (https://dejure.org/2000,434)
BGH, Entscheidung vom 06. Juni 2000 - VI ZR 172/99 (https://dejure.org/2000,434)
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ZPO §§ 253 Abs. 1, 256 Abs. 1
Feststellungsanspruch bezüglich des künftig entstehenden unfallbedingten Verdienstausfallschadens
Antrag auf Feststellung - Ersatz zukünftig entstehenden Schadens - Unfall - Anspruch - Umfang
Verdienstausfall für Schüler und Studenten
Bei einem jüngeren Menschen kann ohne konkrete Anhaltspunkte nicht angenommen werden, daß er auf Dauer die ihm zu Gebote stehenden Möglichkeiten für eine gewinnbringende Erwerbstätigkeit nicht nutzen werde
LG Düsseldorf, 07.07.1997 - 1 O 396/94
OLG Düsseldorf, 16.04.1999 - 22 U 155/97
NJW 2000, 3287
NZV 2001, 34
VersR 2000, 1521
Im Zweifel ist das gewollt, was nach den Maßstäben der Rechtsordnung vernünftig ist und der richtig verstandenen Interessenlage des Antragstellers entspricht (Senat, Urteil vom 6. Juni 2000 - VI ZR 172/99, NJW 2000, 3287, 3289; BGH…, Urteil vom 14. März 2008 - V ZR 16/07, BGHZ 176, 35 Rn. 7 jeweils mwN).
Dabei sind unter "zukünftigen materiellen Schäden" bei sachgerechter Auslegung des Klageantrags auch solche zu verstehen, die ab Einreichung der Klage, aber noch während des laufenden Rechtsstreits, entstehen (vgl. BGH, Urteil vom 06. Juni 2000 - VI ZR 172/99 -, Rn. 16;… NK-MedR/Sommerfeld, 2. Aufl. 2014, § 256 ZPO, Rn. 6).
Der Gläubiger braucht daher nur die Umstände darzulegen, aus denen sich die Wahrscheinlichkeit eines entgangenen Gewinns ergibt, wobei an die Darlegung keine zu strengen Anforderungen gestellt werden dürfen (BGHZ 100, 36, 49 f.; BGH, Urt. v. 6.6.2000 - VI ZR 172/99, NJW 2000, 3287, 3288;… Urt. v. 2.5.2002 - III ZR 100/01, NJW 2002, 2556, 2557;… Sen.Urt. v. 26.7.2005 - X ZR 134/04, NJW 2005, 3348).
Im Zweifel ist das gewollt, was nach den Maßstäben der Rechtsordnung vernünftig ist und der recht verstanden Interessenlage entspricht (BGH 6. Juni 2000 - VI ZR 172/99 - zu II 2 der Gründe, NJW 2000, 3287;… Rosenberg/Schwab/Gottwald Zivilprozessrecht 16. Aufl. § 65 Rn. 19).
Dies gilt insbesondere dann, wenn das haftungsauslösende Ereignis den Geschädigten zu einem Zeitpunkt getroffen hat, als er noch in der Ausbildung oder am Anfang seiner beruflichen Entwicklung stand und deshalb noch keine Erfolge in der von ihm angestrebten Tätigkeit nachweisen konnte (vgl. Senatsurteile vom 6. Juni 2000 - VI ZR 172/99, VersR 2000, 1521, 1522;… vom 5. Oktober 2010 - VI ZR 186/08, aaO Rn. 18).
Soweit sich keine Anhaltspunkte ergeben, die überwiegend für einen Erfolg oder einen Misserfolg sprechen, liegt es nahe, nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge von einem voraussichtlich durchschnittlichen Erfolg des Geschädigten in seiner Tätigkeit auszugehen und auf dieser Grundlage die weitere Prognose der entgangenen Einnahmen anzustellen und den Schaden gemäß § 287 ZPO zu schätzen; verbleibenden Risiken kann durch gewisse Abschläge Rechnung getragen werden (…Senatsurteile vom 17. Februar 1998 - VI ZR 342/96, aaO;… vom 20. April 1999 - VI ZR 65/98, aaO; vom 6. Juni 2000 - VI ZR 172/99, aaO;… vom 5. Oktober 2010 - VI ZR 186/08, aaO Rn. 21).
Ergeben sich keine Anhaltspunkte, die überwiegend für einen Erfolg oder einen Misserfolg sprechen, dann liegt es nahe, nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge von einem voraussichtlich durchschnittlichen Erfolg des Geschädigten in seiner Tätigkeit auszugehen und auf dieser Grundlage die weitere Prognose der entgangenen Einnahmen anzustellen und den Schaden gemäß § 287 ZPO zu schätzen; verbleibenden Risiken kann durch gewisse Abschläge Rechnung getragen werden (…Senatsurteile vom 17. Februar 1998 - VI ZR 342/96, aaO;… vom 20. April 1999 - VI ZR 65/98, aaO; vom 6. Juni 2000 - VI ZR 172/99, aaO).
Im Zweifel gilt, was nach den Maßstäben der Rechtsordnung vernünftig ist und der recht verstandenen Interessenlage entspricht (vgl. Senatsurteil vom 6. Juni 2000 - VI ZR 172/99 - VersR 2000, 1521, 1522 m.w.N.).
Im Zweifel gilt, was nach den Maßstäben der Rechtsordnung vernünftig ist und der recht verstandenen Interessenlage entspricht (vgl. BGH, Urt. v. 6.6.2000 - VI ZR 172/99, NJW 2000, 3287, 3289, m.w.N.).
Der Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 6. Juni 2000 (VI ZR 172/99, NJW 2000, 3287, 3289 f.) lässt sich nichts Gegenteiliges entnehmen.
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