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Timestamp: 2016-10-28 10:23:49
Document Index: 204065057

Matched Legal Cases: ['Art. 4', 'Art. 28', 'Art. 28', 'BGE', 'Art. 5', 'Art. 28', 'Art. 27', 'BGE', 'Art. 27', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 132']

I 202/02 (11.12.2002)
Die 1959 geborene S.________ meldete sich am 26. August 2000 unter Hinweis auf Bein- und R�ckenbeschwerden sowie Asthma bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug (Rente) an. Die IV-Stelle Luzern zog Berichte des Kantonalen Spitals X.________ vom 21. und 26. Juli 1999 (im Zusammenhang mit einer Operation im Bereich des Unterschenkels rechts), 27. M�rz, 28. Juni (Belastungs-EKG), 25. August, 27. Oktober und 9. November 2000, des Kantonsspitals Y.________ vom 14. Januar 2000 (Allergietest), des Dr. med. F.________, Innere Medizin FMH, vom 26. September 2000 sowie des Dr. med. W.________, Allgemeine Medizin FMH, vom 13. Januar 2001 bei. Zudem liess die Verwaltung einen "Abkl�rungsbericht Haushalt" erstellen, der vom 30. Mai 2001 datiert, und holte einen Bericht des Dr. med. T.________, Allgemeine Medizin FMH, vom 16. Juli 2001 ein, dem zus�tzlich ein Schreiben des Dr. med. W.________ vom 25. Oktober 2000 sowie Stellungnahmen des Instituts f�r Radiologie am Zentrum Z.________ vom 7. Dezember 2000, 11. und 16. Januar 2001 beilagen. Anschliessend lehnte es die IV-Stelle - nach Durchf�hrung des Vorbescheidverfahrens - mit Verf�gung vom 14. September 2001 ab, der Versicherten eine Rente auszurichten.
Die dagegen erhobene Beschwerde hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern in dem Sinne gut, dass es die Verf�gung vom 14. September 2001 aufhob und die Sache an die IV- Stelle zur�ckwies, damit sie nach erfolgten Abkl�rungen im Sinne der Erw�gungen neu verf�ge (Entscheid vom 15. Februar 2002). Im Verlauf des Beschwerdeverfahrens hatte die Versicherte zus�tzliche Stellungnahmen des Instituts f�r Radiologie am Zentrum Z.________ vom 11. Juni, 11. Juli 2001 und 23. Januar 2002, des Dr. med. F.________ vom 16. Oktober 2001, der H�henklinik A.________ vom 27. November 2001 und des Dr. med. B.________, Dermatologie, Venerologie und Allergologie, vom 9. Januar 2002 einreichen lassen. Nach der Ausf�llung des vorinstanzlichen Entscheids wurden ausserdem ein Schreiben des Dr. med. B.________ vom 15. Februar 2002 sowie Zeugnisse des Dr. med. T.________ vom 18. und 26. Februar 2002 aufgelegt.
Die IV-Stelle Luzern f�hrt Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit dem Antrag, der kantonale Entscheid sei aufzuheben.
S.________ schliesst sinngem�ss auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Das Bundesamt f�r Sozialversicherung verzichtet auf eine Vernehmlassung.
Mit Schreiben vom 15. November 2002 reicht S.________ zus�tzliche Unterlagen ein.
Das kantonale Gericht hat die Bestimmungen und Grunds�tze �ber den Begriff der Invalidit�t (Art. 4 Abs. 1 IVG), die Voraussetzungen und den Umfang des Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 1 und 1bis IVG) sowie die Ermittlung des Invalidit�tsgrades bei Erwerbst�tigen nach der Methode des Einkommensvergleichs (Art. 28 Abs. 2 IVG; BGE 114 V 313 Erw. 3a mit Hinweisen, 104 V 136 Erw. 2a und b), bei Nichterwerbst�tigen im Sinne von Art. 5 Abs. 1 IVG, namentlich im Haushalt besch�ftigten Versicherten, nach der spezifischen Methode (Art. 28 Abs. 3 IVG in Verbindung mit Art. 27 Abs. 1 und 2 IVV; BGE 104 V 136 Erw. 2a; AHI 1997 S. 291 Erw. 4a) und bei teilerwerbst�tigen Versicherten nach der gemischten Methode (Art. 27bis Abs. 1 IVV; BGE 125 V 146, 104 V 136 Erw. 2a; ZAK 1992 S. 128 Erw. 1b mit Hinweisen) zutreffend dargelegt. Richtig sind auch die vorinstanzlichen Erw�gungen zur Aufgabe des Arztes oder der �rztin im Rahmen der Invalidit�tsbemessung (BGE 125 V 261 Erw. 4 mit Hinweisen), zum Beweiswert medizinischer Berichte und Gutachten (BGE 125 V 352 Erw. 3a) und zum Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 360 Erw. 5b mit Hinweisen). Darauf wird verwiesen.
Verwaltung und Vorinstanz sind gest�tzt auf die im "Abkl�rungsbericht Haushalt" vom 30. Mai 2001 festgehaltenen und unterschriftlich best�tigten Aussagen der Beschwerdegegnerin mit Recht davon ausgegangen, dass diese im Gesundheitsfall mit einem Pensum von 50 % als Raumpflegerin erwerbst�tig w�re und der Invalidit�tsgrad demzufolge nach der gemischten Methode festzusetzen ist.
3.1 In Bezug auf den erwerblichen Bereich gelangte die Vorinstanz zum Ergebnis, die vorliegenden medizinischen Stellungnahmen bildeten keine hinreichende Grundlage zur Beantwortung der Frage, welche T�tigkeit der Beschwerdegegnerin in welchem Ausmass zugemutet werden k�nne. Die Beschwerde f�hrende IV-Stelle macht demgegen�ber geltend, eine relevante Unklarheit bestehe nicht, da selbst im Falle eines Abstellens auf die ung�nstigste Beurteilung der Arbeitsf�higkeit keine anspruchsbegr�ndende Invalidit�t vorliege.
3.2 Die durchgef�hrten medizinischen Abkl�rungen ergaben Aussagen in Bezug auf mehrere Symptombereiche (R�cken- und Beinbeschwerden, Atmungsprobleme, Verdacht auf ein psychisches Beschwerdebild). Unter diesen Umst�nden hat die IV-Stelle f�r die medizinische Beurteilung grunds�tzlich zu Recht auf den Bericht des Dr. med. T.________ vom 16. Juli 2001 abgestellt, da dieser Arzt seine Stellungnahme in Ber�cksichtigung der Gesamtsituation abgeben konnte. Die Vorinstanz erachtete diesen Bericht indessen als nicht hinreichend aussagekr�ftig, da er widerspr�chliche Aussagen enthalte und zudem nicht mit den anderen �rztlichen Stellungnahmen �bereinstimme. Demgegen�ber macht die IV-Stelle geltend, der Bericht des Dr. med. T.________ enthalte keine einander widersprechenden Angaben und ein rentenbegr�ndender Invalidit�tsgrad liege auch dann nicht vor, wenn auf andere �rztliche Berichte abgestellt werde.
Ob das kantonale Gericht die Zuverl�ssigkeit der Stellungnahme des Dr. med. T.________ mit zutreffender Begr�ndung in Zweifel gezogen hat, muss vorliegend nicht gepr�ft werden. F�r die Beurteilung des Rentenanspruchs relevante Unsicherheiten ergeben sich jedenfalls aus dem zwischenzeitlich eingereichten Attest dieses Arztes vom 18. Februar 2002, welches das Eidgen�ssische Versicherungsgericht im Rahmen der ihm bei Streitigkeiten um Versicherungsleistungen zustehenden umfassenden Kognition (Art. 132 OG) zu ber�cksichtigen hat (RKUV 1999 Nr. U 333 S. 197 Erw. 1 mit Hinweisen). Laut diesem Dokument war die Beschwerdegegnerin ab 1. Juli 2001 zu 80 % arbeitsunf�hig. In einem weiteren Attest vom 26. Februar 2002 erkl�rt Dr. med. T.________, die Patientin k�nne noch w�hrend zwei Stunden pro Tag eine Arbeit ohne k�rperliche Anstrengung aus�ben. Den Akten ist nicht mit hinreichender Zuverl�ssigkeit zu entnehmen, ob und gegebenenfalls inwiefern sich der Gesundheitszustand w�hrend der Zeit zwischen der Untersuchung vom 18. Juni 2001, welche dem Bericht vom 16. Juli 2001 zu Grunde lag, und dem 1. Juli 2001 verschlechtert hat, oder ob die Aussage vom 16. Juli 2001, ein Pensum von vier bis f�nf Stunden pro Tag als Raumpflegerin sei der Beschwerdegegnerin zumutbar, bereits damals zu optimistisch war. Eine erg�nzende medizinische Abkl�rung ist daher unumg�nglich.
Das kantonale Gericht hat auch die Festsetzung des Invalidit�tsgrades nach der spezifischen Methode f�r den Haushaltsbereich auf 34 % beanstandet, wobei es insbesondere auf den Umstand hinwies, dass die Bemessung der Einschr�nkung durch die Abkl�rungsperson nachtr�gliche Ab�nderungen erfuhr. Den vorinstanzlichen Erw�gungen ist jedenfalls insoweit beizupflichten, als die Reduktion der Einschr�nkung im Bereich "Wohnungspflege" von 100 % auf 50 %, welche mit der Zumutbarkeit einer 50 %igen Erwerbst�tigkeit als Raumpflegerin begr�ndet wurde, auf Grund der insoweit unzureichend erh�rteten medizinischen Ausgangslage (Erw. 3 hievor) nochmaliger �berpr�fung bedarf. Der kantonale R�ckweisungsentscheid ist daher auch insoweit zu Recht ergangen.