Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=1%20A%2010312/89
Timestamp: 2020-01-19 07:11:36
Document Index: 101589070

Matched Legal Cases: ['§ 818', '§ 819', '§ 814', '§ 818', '§ 817', '§ 2', '§ 6', '§ 812', 'BGH', 'BGH', '§ 818']

Rechtsprechung: 1 A 10312/89 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: OVG Rheinland-Pfalz, 14.11.1991
OVG Rheinland-Pfalz, 28.11.1991 - 1 A 10312/89
https://dejure.org/1991,2496
OVG Rheinland-Pfalz, 28.11.1991 - 1 A 10312/89 (https://dejure.org/1991,2496)
OVG Rheinland-Pfalz, Entscheidung vom 28.11.1991 - 1 A 10312/89 (https://dejure.org/1991,2496)
OVG Rheinland-Pfalz, Entscheidung vom 28. November 1991 - 1 A 10312/89 (https://dejure.org/1991,2496)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1991,2496) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Teilungsgenehmigung; Gemeinde; Anspruch; Vertrag; Zahlung; Abgeltung; Vorteil
VG Koblenz, 26.10.1989 - 1 K 136/88
DVBl 1992, 785
BauR 1992, 479
Aus diesem Grund hat die verwaltungsgerichtliche Rechtsprechung auch § 818 Abs. 3, 4 und § 819 Abs. 1 BGB für nicht anwendbar auf den öffentlich-rechtlichen Erstattungsanspruch erklärt (BVerwG, Urteil vom 12. März 1985 - BVerwG 7 C 48.82 - BVerwGE 71, 85 ; ebenso zu § 814 BGB auch in Bezug auf die Leistung des Bürgers an die Verwaltung VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 18. Oktober 1990 - 2 S 2098/89 - VBlBW 1991, 263 ; Hessischer VGH, Urteil vom 17. Juli 1990 - 11 UE 1487/89 - NJW 1991, 510; OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 28. November 1991 - 1 A 10312/89 - NVwZ 1992, 796).
Der öffentlich-rechtliche Erstattungsanspruch kann einem Träger der öffentlichen Verwaltung gegenüber einer Privatperson, aber auch einer Privatperson jenem gegenüber zustehen (…vgl. BSG, Urteile vom 16. Juli 1974, 1 RA 183/73, Rn. 12 …und vom 11. Oktober 1994, 1 RK 34/93, Rn. 12; OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 28. November 1991, 1 A 10312/89, Rn. 15; für rechtsgrundlos geleistete Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung im SGB II: BSG…, Urteil vom 27. August 2011, B 4 AS 1/10 R, Rn. 24, zitiert nach juris).
Ihr Vertrauen, einen rechtswidrig erlangten Vermögensvorteil gegen die Rückforderung verteidigen zu können, ist daher von vornherein nicht schutzwürdig (vgl. OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 28. November 1991, 1 A 10312/89, Rn. 24; BSG…, Urteil vom 13. April 2011, B 14 AS 98/10 R, Rn. 21; für die entsprechende Problematik beim Entreicherungseinwand gemäß § 818 Abs. 3 BGB: BVerwG…, Urteil vom 12. März 1985, 7 C 48/82, Rn. 14 und 18; für § 817 Satz 2 BGB: BVerwG…, Urteil vom 26. März 2003, 9 C 4/02, Rn. 19, zitiert nach juris).
Auch die Ausführungen der Beschwerde zum Urteil des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz vom 28. November 1991 - 1 A 10312/89 - (BauR 1992, 479 - BRS 52 Nr. 160) enthalten keine konkrete Rechtsfrage; die Beschwerde ist insoweit schon unzulässig.
In § 2 der Vereinbarung vom 5.10.1953 hat sich die Gemeinde jedenfalls teilweise einen Vorteil versprechen lassen, den sie beim normalen Gang des Verfahrens zur Aufstellung einer Abrundungssatzung nicht erlangt hätte (vgl. zur Frage eines Koppelungsverbots: OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 28.11.1991 - 1 A 10312/89 -, NVwZ 1992, 796; VGH Bad.-Württ., Urteil vom 10.6.1994 - 8 S 2376/93 -, NJW-RR 1995, 721).
Das Koppelungsverbot ist auch bei solchen "hinkenden" Austauschverträgen zu beachten (vgl. OVG Rheinland-Pfalz v. 28.11.1991, BauR 1992, 479 ).
Dagegen handelt es sich bei der Einvernehmenserteilung um eine konditional bestimmte Rechtsfolge, die keinen Gestaltungsspielraum zuläßt und auf die ein städtebaulicher Vertrag deswegen keinen Einfluß nehmen kann (…vgl. Ernst/Zinkahn/ Bielenberg Rdnr. 42 zu § 6 BauGBMaßnG; Busse, Kooperation im Bauplanungsrecht, BayVBl. 1994, 358; OVG Rheinland-Pfalz v. 28.11.1991, BauR 1992, 479 ).
Allerdings setzt die Anwendung jeder einzelnen Regelung der §§ 812 ff. BGB im öffentlichen Recht voraus, dass (auch) sie die Ausprägung eines allgemeinen, für das gesamte Recht geltenden Grundsatzes ist (vgl. OVG Koblenz, Urt. v. 28.11.1991 - 1 A 10312/89 -, DVBl 1992, 785, 787).
Die Vorschrift ist also eine besondere Ausprägung des Vertrauensschutzes; der Empfänger einer Leistung, die bewusst zur Erfüllung einer nicht bestehenden Verbindlichkeit erbracht worden ist, kann grundsätzlich darauf vertrauen, dass er die Leistung behalten darf (…BGH, Urt. v. 18.01.1979 - VII ZR 165/78 -, BGHZ 73, 202 = NJW 1979, 763; OVG Rheinland-Pfalz, Urt. v. 28.11.1991 - 1 A 10312/89 -, DVBl 1992, 785 = NVwZ 1992, 796).
Ihr Vertrauen, einen rechtswidrig erlangten Vermögensvorteil gegen die Rückforderung verteidigen zu können, ist daher von vornherein nicht schutzwürdig (VGH Baden-Württemberg, 18.10.1990 - 2 S 2098/89 - NVwZ 1991, 583; OVG Rheinland-Pfalz, Urt. v. 28.11.1991 - 1 A 10312/89 -, DVBl 1992, 785 = NVwZ 1992, 796;… vgl. BVerwG, Urt. v. 12.03.1984, a. a. O., BVerwGE 71, 85, für die entsprechende Problematik beim Entreicherungseinwand gemäß § 818 Abs. 3 BGB); der Grundsatz der Gesetzmäßigkeit der Verwaltung hat hier Vorrang (Ossenbühl, Staatshaftungsrecht, S. 434).
https://dejure.org/1991,8838
OVG Rheinland-Pfalz, 14.11.1991 - 1 A 10312/89 (https://dejure.org/1991,8838)
OVG Rheinland-Pfalz, Entscheidung vom 14.11.1991 - 1 A 10312/89 (https://dejure.org/1991,8838)
OVG Rheinland-Pfalz, Entscheidung vom 14. November 1991 - 1 A 10312/89 (https://dejure.org/1991,8838)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1991,8838) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.