Source: https://www.swhd.de/messstellenbetrieb
Timestamp: 2018-06-23 11:59:38
Document Index: 140498772

Matched Legal Cases: ['§3', '§ 5', '§ 30', '§ 31', '§ 35', '§ 29', '§ 35']

Alle Infos rund um Energie-Zähler
Energieverbrauch sicher im Griff
Als Messstellenbetreiber stellen wir geeichte Zähler zur Messung von Energie und Wasser zur Verfügung:
Damit können die Netzbetreiber und die Energielieferanten nachweisen, wieviel Energie oder Wasser ein Kunde verbraucht hat.
Der Zähler liefert außerdem die Messwerte, auf deren Basis der Lieferant die Abrechnung an den Kunden erstellt.
Immer aktuell – regelmäßiger Zählerwechsel
Die Zähler werden regelmäßig mit Ablauf der Eichfrist ausgetauscht: bei Stromzählern nach 16 Jahren, bei Gaszählern nach acht, bei Wasserzählern nach sechs und bei Fernwärmezählern nach fünf Jahren. Die Stadtwerke Heidelberg beauftragen mit dem Zählerwechsel auch Dienstleistungsunternehmen. Die Termine werden im Voraus per Post angekündigt. Die Monteure, die die Arbeit ausführen, können sich ausweisen. Wer dennoch unsicher ist, ob der Monteur im Auftrag der Stadtwerke Heidelberg handelt, kann sich bei der Zentrale unter 06221 513-0 oder über das Kundenzentrum unter 06221 513-2295 informieren. Für einen reibungsfreien Ablauf bitten wir, einen freien Zugang zu den Zählern zu ermöglichen.
Laut Messstellenbetriebsgesetz (MsbG) vom 2. September 2016 sind beim Strom ab 2017 und später auch beim Gas der sukzessive Ausbau von modernen Zählern vorgeschrieben. Das ist eine von vielen Maßnahmen der Bundesregierung, um die Energiewende voranzubringen. Denn die neuen Zähler schaffen Transparenz und unterstützen den Klimaschutz. Dabei kommen zwei Arten von Zählern zum Einsatz: Moderne Messeinrichtungen für rund 85 Prozent der Verbraucher, und intelligente Messsysteme für die übrigen rund 15 Prozent. Das Messtellenbetriebsgesetz
gibt einen hohen technischen Standard dafür vor,
Mehr Infos zu dem Gesetz finden Sie hier:
Die Stadtwerke Heidelberg Netze übernehmen nach §3 MsbG den Messstellenbetrieb als grundzuständiger Messstellenbetreiber, soweit nicht eine anderweitige Vereinbarung nach §§ 5 oder 6 Messstellenbetriebsgesetz (MsbG) durch den Anschlussnutzer bzw. den -nehmer getroffen wird. Die Stadtwerke Heidelberg Netze werden, soweit dies nach § 30 MsbG technisch möglich und nach § 31 MsbG wirtschaftlich vertretbar ist, Messstellen Im Bereich mit intelligenten Messsystemen und modernen Messeinrichtungen ausstatten.
Der Messstellenbetrieb wird als Standardleistungen gemäß § 35 des MsbG durchgeführt. Die §§ 29 bis 32 MsbG schreiben für die Ausstattung der Messstellen für die grundzuständigen Messstellenbetreiber nach Letztverbrauchs- bzw. Einspeisekategorien gestaffelte Preisobergrenzen für den Messstellenbetrieb vor (s.u.)
Weitere Informationen zu dem Gesetz...
Die Entgelte für den Messstellenbetrieb für intelligente Messsysteme und moderne Messeinrichtungen können dem Preisblatt Messstellenbetrieb Strom für Messstellen nach dem MsbG entnommen werden. Zusatzleistungen nach § 35 Abs. 2 MsbG können separat bestellt werden. Eine Übersicht über mögliche Zusatzleistungen und deren Entgelte sind dem Preisblatt zu entnehmen.
Möchten Sie mehr über die neuen Zähler wissen? Wir haben Fragen und Antworten für Sie zusammengestellt. Sollten Punkte offen bleiben, wenden Sie sich gerne unter der kostenlosen Servicenummer 0800 - 513 513 2 an unser Kundenzentrum .
An den modernen Messeinrichtungen können Sie den aktuellen Stromverbrauch auch während des Jahres ablesen. Nach Eingabe eines PINS erhalten Sie sogar monatliche Vergleichswerte.
Beim Ferraris-Zähler erfahren Sie dagegen nur einmal im Jahr, wie hoch Ihr Verbrauch ist.
Die moderne Messeinrichtung kann über ein Kommunikationsmodul, auch Gateway genannt, sicher in ein Kommunikationsnetz eingebunden werden.
Damit sind sie ein Baustein eines intelligenten Messsystems (s.u.).
Gleichzeitig hilft es den Energieversorgern, das Energiesystem besser zu steuern, indem sie Nachfrage und Angebot von Energie besser miteinander in Einklang bringen können.
Das ist eine zunehmend wichtige Aufgabe in der Energiewende, um die Netze stabil halten zu können.
Allgemeines zum Einbau
Städte und Gemeinden vergeben das Recht für die Durchleitung von Energie gegen eine Konzessionsabgabe an ein Unternehmen. Dieses Unternehmen ist als Netzbetreiber für Instandhaltung, Betrieb und Ausbau der Energienetze vor Ort zuständig.
Der Messstellenbetreiber bei den Stadtwerken Heidelberg Netze garantiert Ihnen heute schon eine reibungslose Messung der gelieferten oder verbrauchten Energie und ist auch weiterhin gerne zuverlässig für Sie da (s. Kontakt).
Die Stadtwerke Heidelberg Netze kommen bei Ablauf der Eichfrist im Rahmen des turnusmäßigen Wechsels von Zählern aktiv auf Sie zu. Daher müssen Sie nichts selbst tun.
Möchten Sie jedoch schon vor den Stichtagen für den Pflichteinbau bzw. vor der turnusmäßigen Wechselfrist eine moderne Messeinrichtung oder ein intelligentes Messsysteme erhalten, ist auch dies möglich: Wenden Sie sich dann einfach an den Messstellenbetreiber bei den Stadtwerken Heidelberg (s. Kontakt).
Nein, ihr Einbau ist rechtlich vorgeschrieben.
Moderne Messeinrichtungen können Ihnen neben dem Zählerstand auch den aktuellen Verbrauch sowie Vergleichswerte der Vormonate direkt im Display anzeigen.
Sie sind mit einem PIN geschützt. Erst durch seine Eingabe sehen Sie in einer zweiten Zeile des Displays Ihren aktuellen Verbrauch. Den PIN können Sie bei uns erfragen (s. „Kontakt“). Dazu erhalten Sie außerdem eine Bedienungsanleitung.
Ihr Vorteil dabei: Sie können sich an dem Zähler direkt über Ihren aktuellen Stromverbrauch informieren. Damit haben sie mehr Infos als durch die bislang übliche jährliche Stromabrechnung und können daraus Strom-Einsparpotenziale in Ihrem Haushalt ableiten.
Die bisher üblichen Ferraris-Zähler aller Kunden mit weniger als 6.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch werden ab 2017 bei Ablauf der Eichfrist sukzessive durch moderne Messeinrichtungen ersetzt.
Wir werden unsere Kunden rechtzeitig per Anschreiben über den Tausch informieren und über eine Firma, die den Austausch in unserem Auftrag durchführt, vorher einen Termin mit Ihnen vereinbaren.
Das Messstellenbetriebsgesetz legt eine jährliche Preisobergrenze für eine moderne Messeinrichtung von 20 Euro/Jahr fest.
Wie schon jetzt, trägt der Verbraucher oder Anlagenbetreiber die Kosten für den Stromzähler.
Wann werden die intelligenten Messsystemen eingebaut?
Ab dem 3. Quartal 2017 führen wir bei ausgewählten Kunden oder bei solchen, die ein Messsystem vorab möchten, die ersten Testinstallationen durch. Wer interessiert ist, daran teilzunehmen, kann sich gerne schon jetzt bei uns melden (s. Kontakt).
Ab 2018 bauen wir dann sukzessive bei Kunden mit einem Jahresstromverbrauch von über 10.000 Kilowattstunden und bei Erzeugern zwischen sieben und 100 Kilowatt installierter Leistung intelligente Messsysteme ein.
Wieviel kosten der Einbau und der Betrieb?
Für den Einbau und Betrieb der intelligenten Messsysteme sind folgende Preisobergrenzen pro Jahr festgelegt:
Verbraucher mit Jahresverbrauch (kWh/a) Erzeuger mit Leistung (kW) Preisobergrenze (€)
Wenn der grundzuständige Messstellenbetreiber sich dazu entschließt, bereits für den Jahresverbrauch von unter 6.000 Kilowattstunden intelligente Messsysteme einzusetzen, ergeben sich folgende jährliche Preisobergrenzen:
Verbraucher mit Jahresverbrauch (kWh/a)
4.000 - 6.000 60
3.000 - 4.000 40
2.000 - 3.000 30
< 2.000 23
Bei den modernen Messeinrichtungen für Haushalte bis 6.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch – das sind die allermeisten Kunden, denn ein Vier-Personen-Haushalt verbraucht durchschnittlich 3.500 Kilowattstunden im Jahr – und auch bei intelligenten Messsystemen für Abnehmer bis zu einem Jahresverbrauch von 10.000 Kilowattstunden werden die Daten daher auch nur einmal im Jahr an den Energieversorger übermittelt.
Zusätzlich erhalten die Kunden mit einem Jahresverbrauch zwischen 6.000 und 10.000 Kilowattstunden ihre Daten nach dem Messstellenbetriebsgesetz zum Zwecke der eigenen Auswertung des Verbrauchs. Sie werden nicht weitergeleitet.
Das Kundenzentrum der Stadtwerke Heidelberg erreichen Sie unter der kostenlosen
Servicenummer: 0800 - 513 513 2
Technische Fragen und Anfragen wegen PIN
Mess- und Zählerwesen:
messstellenbetrieb@swhd.de
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