Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=22.02.2006&Aktenzeichen=VIII%20ZR%2040/04
Timestamp: 2020-02-29 00:52:28
Document Index: 266615842

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 22.02.2006 - VIII ZR 40/04 - dejure.org
BGH, 22.02.2006 - VIII ZR 40/04
https://dejure.org/2006,1150
BGH, 22.02.2006 - VIII ZR 40/04 (https://dejure.org/2006,1150)
BGH, Entscheidung vom 22.02.2006 - VIII ZR 40/04 (https://dejure.org/2006,1150)
BGH, Entscheidung vom 22. Februar 2006 - VIII ZR 40/04 (https://dejure.org/2006,1150)
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Voraussetzungen für eine Überprüfung der vom Berufungsgericht vorgenommenen Auslegung allgemeiner Geschäftsbedingungen durch den Bundesgerichtshof; Maßstab für die Auslegung allgemeiner Geschäftsbedingungen ; Voraussetzungen eines Anspruchs auf Auskunft und Auszahlung ...
Zur Pflicht des Franchisegebers, Einkaufsvorteile an den Franchisenehmer weiterzugeben
Franchisevertrag; Weitergabe von Einkausvorteilen an den Franchisenehmer
Zur Frage, ob der Franchisegeber aufgrund des Franchisevertrags oder einer von seiner Tochtergesellschaft mit dem Franchisenehmer getroffenen Vereinbarung verpflichtet ist, Einkaufsvorteile, die die Tochtergesellschaft mit Automobilherstellern ausgehandelt hat und die ...
Weitergabe von seitens des Franchisegebers mit Lieferanten von Mietfahrzeugen ausgehandelten Rabatten an die Franchisenehmer
"Auszahlung von Einkaufsvorteilen anFranchisenehmer"
Franchising - Preisbindung durch Franchisegeber
Franchisevertrag, Weitergabe von Einkaufsvorteilen an den Franchisenehmer
Keine Auskunftspflicht der "Mutter" des Franchisegebers über nicht erzielte Einkaufsvorteile
LG München I, 20.03.2003 - 4 HKO 6183/00
OLG München, 20.11.2003 - U (K) 2835/03
OLG München, 16.11.2006 - U (K) 2835/03
NJW-RR 2006, 776
ZIP 2006, 810
GRUR 2006, 610
WM 2006, 923
BB 2006, 1071
Eine vorsorgliche Wiederholung ist nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs jedenfalls dann entbehrlich, wenn - wie hier - die betreffende Partei in erster Instanz obsiegt hat und das entsprechende Vorbringen hierfür unerheblich war (vgl. BGH, Urteile vom 5. November 1996 - VI ZR 343/95, NJW 1997, 528 unter II 2; vom 22. Februar 2006 - VIII ZR 40/04, NJW-RR 2006, 776 Rn. 28;… vom 27. Februar 2007 - XI ZR 195/05, NJW-RR 2007, 2106 Rn. 44, insoweit in BGHZ nicht abgedruckt;… vom 7. Januar 2008 - II ZR 283/06, BGHZ 175, 86 Rn. 17;… vom 20. September 2011 - II ZR 4/10, juris Rn. 19).
Der Berufungsbeklagte kann in der Berufungserwiderung grundsätzlich weitgehend auf sein Vorbringen in erster Instanz Bezug nehmen und sich auf die Verteidigung des angefochtenen Urteils beschränken (st.Rspr.; vgl. nur BGH, Urteile vom 17. Mai 2002 - V ZR 123/01, WM 2002, 2421, 2424 und vom 22. Februar 2006 - VIII ZR 40/04, WM 2006, 923, 926).
BGH, 11.11.2008 - KVR 17/08
Er hat diese Pflicht lediglich im Einzelfall den Regelungen des jeweiligen Franchisevertrages entnommen (BGH NJW-RR 2003, 1635, 1637 - Apollo-Optik;… Urt. v. 20.5.2003 - KZR 27/02, WuW/E DE-R 1170, 1172 - Preisbindung durch Franchisegeber II; ebenso BGH, Urt. v. 22.2.2006 - VIII ZR 40/04, NJW-RR 2006, 776, 778 - Hertz).
OLG Düsseldorf, 13.12.2006 - U (Kart) 36/05
Kein gesetzlicher Anspruch des Franchisenehmers gegen den Franchisegeber auf …
Bei dieser Vertragsklausel handelt es sich nach dem unstreitigen Vortrag der Parteien um Allgemeine Geschäftsbedingungen, die somit ihrem objektiven Inhalt und typischen Sinn nach einheitlich so auszulegen sind, wie sie von verständigen und redlichen Vertragspartnern unter Abwägung der Interessen der normalerweise beteiligten Verkehrskreise verstanden werden, wobei die Verständigungsmöglichkeiten des durchschnittlichen Vertragspartners des Verwenders zu Grund zu legen sind (st. Rspr. vgl. BGH NJW-RR 2006, 776, 777).
Hingegen hat er einen Leistungsanspruch des Franchise-Nehmers auf Auszahlung von Werbekostenzuschüssen bei einer Vertragsklausel verneint, die den Franchise-Geber verpflichtet, den Franchise-Nehmer hinsichtlich des Erwerbs von Material und Ausrüstung "bei der Erarbeitung von Verfahrensweisen zu unterstützen", weil darin ein mit der Vertragsklausel in der A.-Entscheidung vergleichbare konkrete Verpflichtung zur "Weitergabe" von Einkaufsvorteilen nicht enthalten sei (BGH NJW-RR 2002, 1554; BGH NJW-RR 2006, 776, 777).
Nachdem hier der BfI ausweislich der Anlagen K 14 und K 15 seine Mitglieder "bei Fragen des Wettbewerbs" berät und "Behinderungen von Parallelhändlern seitens (der) Hersteller oder Vertragshändler" entgegenwirken will sowie seine Mitglieder einerseits das UWG einhalten und andererseits den Vorstand über "Inkorrektheiten in der Importbranche" informieren sollen und der Vorstand hierauf reagieren soll, lässt sich aus der Gesamtheit dieser Formulierungen entnehmen, dass der Vereinszweck des BfI auch die Abwehr wettbewerbswidrigen Verhaltens ist und damit die zumindest schlüssige Beauftragung durch die Mitglieder zur Wahrnehmung ihrer wettbewerblichen Interessen gegeben ist, zumal der Bundesgerichtshof vergleichbare Formulierungen ("mit Hilfe einer einheitlichen Marketingpolitik und gestützt auf eine leistungsfähige Zentrale die Wettbewerbsvorteile der Großvertriebsformen auf diesem Geschäftsgebiet auszugleichen" bzw. "das Ziel, die Leistungsfähigkeit der beteiligten mittelständischen Facheinzelhändler zu stärken und dadurch die Wettbewerbsbedingungen auf dem Markt der elektronischen Hausgeräte ("Weiße Ware") zu verbessern" vgl. BGH GRUR 2006, 610 - Tz. 22 und 24 - Sammelmitgliedschaft IV ) hat ausreichen lassen.
OLG Düsseldorf, 13.12.2006 - U (Kart) 37/05
Allgemeine Geschäftsbedingungen sind ihrem objektiven Inhalt und typischen Sinn einheitlich so auszulegen, wie sie von verständigen und redlichen Vertragspartnern unter Abwägung der Interessen der normalerweise beteiligten Verkehrskreise verstanden werden, wobei die Verständigungsmöglichkeiten des durchschnittlichen Vertragspartners des Verwenders zu Grund zu legen sind (st. Rspr. vgl. BGH NJW-RR 2006, 776, 777).