Source: https://www.gkv-spitzenverband.de/pflegeversicherung/forschung/modellprojekte/modellprojekte.jsp
Timestamp: 2020-06-04 17:12:16
Document Index: 202700554

Matched Legal Cases: ['§ 8', '§ 8', '§ 36', '§ 84', '§ 7', '§ 7', '§ 8']

Modellvorhaben zur Weiterentwicklung der Pflegeversicherung nach § 8 Abs. 3 SGB XI - GKV-Spitzenverband
Die Pflegeversicherung hat sich – als eine wichtige Säule der Sozialversicherung – bei der Absicherung des Risikos der Pflegebedürftigkeit bewährt. Derzeit erhalten rund 2,3 Millionen Pflegebedürftige Leistungen der Pflegeversicherung im häuslichen Bereich und rund 800.000 in stationären Einrichtungen. Trotz der vielen für die Pflegebedürftigen und deren Angehörige erreichten Verbesserungen bedarf es einer stetigen Weiterentwicklung der Versorgungsstrukturen. Dabei sollen bisherige Erfahrungen und die Konsequenzen der zu erwartenden demographischen Entwicklung wie beispielsweise die Zunahme älterer Pflegebedürftiger mit kognitiven und psychischen Einschränkungen, aber auch die vorgegebenen Rahmenbedingungen mit einbezogen werden. Maßgebend für die Weiterentwicklung sind insbesondere die Bedürfnisse und Erfordernisse der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen.
Für die Modellvorhaben zur Weiterentwicklung der Pflegeversicherung nach § 8 Abs. 3 SGB XI stehen jährlich bis zu 5 Mio. Euro zur Verfügung. Ziel der Förderung oder einer Auftragsvergabe ist es, insbesondere die Versorgungsmodelle, -konzepte, und -strukturen für Pflegebedürftige weiterzuentwickeln, zukunftsweisende und qualitätsgesicherte Versorgungsansätze zu unterstützen und vorhandene Pflegeangebote zu modernisieren. In diesem Zusammenhang können auch Maßnahmen im Bereich der pflegerischen Versorgungsforschung finanziert werden, die in ihrer Bewertung von Strukturen und Ergebnissen neben der Qualität und der Perspektive der Nutzerinnen und Nutzer auch die ökonomische Betrachtung aufnehmen.
Bei der Vereinbarung und Durchführung von Modellvorhaben kann im Einzelfall von den Regelungen des Siebten Kapitels sowie von § 36 und zur Entwicklung besonders pauschalierter Pflegesätze von § 84 Abs. 2 Satz 2 abgewichen werden.
Unter den jeweiligen Projekttiteln finden Sie detaillierte Informationen zu den einzelnen Projekten:
AniTa - Angehörige von älteren Menschen mit Pflege-/Unterstützungsbedarf im (Aus-)Tausch: eine überregionale Plattform zur Aktivierung ungenutzten Betreuungspotentials
Evaluation eines Modellprojektes zur Umsetzung des niederländischen Buurtzorg-Modells in Deutschland
Menschen mit schwerer Demenz in der stationären Pflege: randomisiert-kontrollierte Studie zum Nachweis der Wirksamkeit der multimodalen, psychosozialen Intervention MAKS-s
PfADe - Präventive Versorgungsstrukturen für versorgende Angehörige von Menschen mit Demenz
PhasaP - Psychopharmaka in der stationären und ambulanten Pflege – Herausforderungen im Umgang und Voraussetzungen für die Implementierung von Handlungsalternativen
Bestandsaufnahme von zielgruppenspezifischen präventiven und gesundheitsförderlichen Bedarfen, Potentialen und Interventionsmaßnahmen in der ambulanten Pflege
Case und Care Management im Rahmen trägerneutraler Pflegeberatung
Digitale Assistenzsysteme und Pflegebedürftigkeit: Nutzen, Potenziale und Handlungsbedarfe Wissenschaftliche Expertise/ Meta-Studie
EDe I - Entlastungsprogramm bei Demenz I
Ehrenamt in der Pflege: Koordinierungsstelle zur Vermittlung ehrenamtlicher Mitarbeiter in der stationären und ambulanten Pflege
Evaluation von § 7a SGB XI
IBIP – Interkulturelle BrückenbauerInnen in der Pflege
Kompetenzförderung von pflegenden Angehörigen und Patienten in der nachstationären Versorgungssituation
LEFA - Leben und Wohnen in Gastfamilien – Implementierung eines Unterstützungsarrangements für ältere Menschen mit Pflegebedarf in ländlichen Sozialräumen in Ostdeutschland
MADRIC - IT-gestütztes Monitoring von unerwünschten Arzneimittelwirkungen in der stationären Altenpflege
Maßnahmen zur Schaffung eines neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs und eines neuen bundesweit einheitlichen und reliablen Begutachtungsinstruments zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit nach dem SGB XI
Modellprojekt zur Erprobung von Aufbau, Betrieb und Auswirkungen unterschiedlicher Organisationsformen der Kurzzeitpflege
Nordlicht - das Kieler Projekt - Modellvorhaben zur Sicherung der Häuslichkeit nach einem Krankenhausaufenthalt durch assessmentgestützte Planung und Kooperation
Personalbemessung in vollstationären Pflegeeinrichtungen auf der Basis der Bedarfsklassifikationssysteme der "Referenzmodelle"
Pflegenetzwerk "Dorf in der Stadt" – Ein Konzept zur ambulanten Versorgung pflegebedürftiger, alter und behinderter Menschen in einem städtischen Wohnquartier
PLiP – Pflegeberatung ist Problemlösung - ein Ansatz zur Stärkung der Beratungskompetenz nach § 7 SGB XI
StaVaCare – Pilotstudie – Stabilität und Variation des Care-Mix in Pflegeheimen unter Berücksichtigung von Case-Mix und Outcome
Information für die Pflegekassen zum PLiP-Kartenset Die Informationen stehen exklusiv allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unserer Mitgliedskassen zur Verfügung und können über das Mitgliederportal GKV-Dialog heruntergeladen werden.
Grundsätze zur Projektförderung und Auftragsvergabe (PDF, 102 KB) gültig ab dem 17.10.2017
Hinweise für Anfragesteller für Modellprojekte nach § 8 Abs. 3 SGB XI (PDF, 60 KB)
Förderschwerpunkt Digitalisierung: Hinweise für die Anfragestellung für Modellvorhaben mit dem Fokus auf digitale Assistenztechnologien zur Unterstützung Pflegebedürftiger (PDF, 51 KB)
GKV Expertise zu "Digitalisierung für die Pflege" am 11. September 2019
Einladung zur Fachtagung: Digitalisierung für die Pflege – Wie können wir die Pflegebedürftigen stärken? (PDF, 223 KB)
Vortrag zu den Ergebnissen der wissenschaftlichen Expertise (PDF, 624 KB)
Auskünfte sowie Antragstellung unter:
GKV-Spitzenverband Abteilung Gesundheit, Modellprogramm Pflegeversicherung
Telefon: 030-206288-3165
Fax: 030-206288-83165
Band 16: Prävention in der ambulanten Pflege (PDF, 2,6 MB)