Source: https://www.jura.hhu.de/rechtsberatung-durch-jurastudierende/law-clinic-rechtsberatung-durch-jurastudierende/faq-haeufig-gestellte-fragen.html
Timestamp: 2020-05-25 00:39:40
Document Index: 308859141

Matched Legal Cases: ['§ 662', '§ 665', '§ 664', '§ 663', '§ 666', '§ 667', '§ 670']

Universität Düsseldorf: FAQ - Häufig gestellte Fragen
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Hier finden Sie die Fragen für Interessenten an einer Beratung - siehe auch unserer FAQ für Berater.
Mit welchen Fällen kann ich die studentische Rechtsberatung beauftragen?
Die studentische Rechtsberatung befasst sich inhaltlich mit allen Rechtsfragen aus dem Zivilrecht (Verträge, Schadensersatz, Unterlassungsansprüche), dem Strafrecht (Bußgelder, Beschlagnahme) und dem Öffentlichen Recht. Ausdrücklich ausgenommen ist das Steuerrecht, das ausschließlich den Steuerberatern vorbehalten ist.
Als Richtwert sollten nur Streitigkeiten mit einem Gegenwert von bis zu 800 € an die studentische Rechtsberatung herangetragen werden.
Die Rechtsberatung erfolgt allerdings nur außergerichtlich, d.h. wir übernehmen für Sie Anrufe und Schreiben, dürfen Sie jedoch nicht vor Gericht vertreten. Hierfür müssen Sie zwingend einen Anwalt einschalten.
Ja, Grundlage der Rechtsberatung ist ein so genannter "Beratungsauftrag". Da Verträge nach deutschem Recht keiner Form bedürfen, kommt dieser Vertrag automatisch mit der Einreichung Ihrer Anfrage zustande.
Zwischen dem zu Beratenen und dem Beratenden besteht ein so genannter "Auftrag" im Sinne des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB). Damit sind Rechte und Pflichten für beide Parteien verbunden:
Der Beauftragte muss das ihm übertragene Geschäft unentgeltlich besorgen (§ 662 BGB).
Der Beauftragte muss Weisungen befolgen, die ihm erteilt wurden. Abweichungen sind nur zulässig, wenn er den Auftraggeber im Vorfeld informiert und dessen Entscheidung abwartet (§ 665 S. 2 BGB). • Der Beauftragte kann seine Pflichten nicht auf Dritte übertragen; soweit er Hilfspersonen einschaltet, haftet er für deren Fehlverhalten ( § 664 BGB).
Soweit ein Auftrag abgelehnt wird, ist dies dem Auftraggeber unverzüglich anzuzeigen ( § 663 BGB).
Der Beauftragte muss gegenüber dem Auftraggeber Rechenschaft ablegen und ihm jederzeit auf Anfrage Auskunft über den aktuellen Stand geben ( § 666 BGB).
Der Beauftragte muss alles herausgeben, was er zur Ausführung des Auftrags erhält (z.B. Unterlagen) oder aus der Geschäftsbesorgung erlangt ( § 667 BGB).
Der Auftraggeber muss Aufwendungen ersetzen, die der Beauftragte tatsächlich getätigt hat und die er nach den Umständen für erforderlich halten durfte ( § 670 BGB).
Wie teuer ist die Inanspruchnahme der studentischen Rechtsberatung?
Die Inanspruchnahme ist kostenlos - auch freiwillige Zuwendungen an die Beratenen sind nicht erlaubt. Dies ergibt sich aus der oben dargestellten rechtlichen Situation - erlaubt ist nur die unentgeltliche Rechtsberatung. Zu erstatten sind aber unter Umständen Aufwendungen des Beratenden: Gemeint sind etwa Porto- und Telefonkosten.