Source: https://www.rish.de/verband/rudern-in-zeiten-von-corona/
Timestamp: 2020-07-09 22:59:39
Document Index: 104697945

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 11', '§ 2', '§ 2', '§ 11', '§ 6', '§ 6']

Rudern in Zeiten von Corona – rish.de - Rudern in Schleswig-Holstein
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Download Empfehlungen für den Rudersport in der Covid 19-Pandemie (pdf)
Landesverordnung Schleswig-Holstein gültig ab 29. Juni 2020
Der Begriff „gemeinsamer privater Zweck“ wird in der Begründung zu § 2 klarstellend erläutert. Hier ein Auszug des Wortlautes. Den kompletten Teil entnehmen Sie bitte der Begründung der neuen Landesverordnung.
Mit dem Begriff „zu einem gemeinsamen privaten Zweck“ wird klargestellt, dass sich die Personen bewusst entscheiden, als Gruppe etwas gemeinsam zu unternehmen. Häufig kennen sich die Personen persönlich, notwendig ist das jedoch nicht. Auch muss die Gruppe nicht von vorneherein feststehen, es können auch später bewusst und im Einvernehmen mit den bisherigen Mitgliedern der Gruppe neue Personen dazu stoßen, sofern die Personenzahl nicht 10 übersteigt. Dies gilt beispielsweise für gemeinsames – auch vereinsgebundenes – Sporttreiben oder gemeinsame Gaststättenbesuche. Eine Zusammenkunft zu einem gemeinsamen privaten Zweck ist hingegen zu verneinen, wenn beispielsweise ein Gastwirt einer Gruppe von 6 Personen, ihnen unbekannte weitere 4 Personen an den Tisch setzen möchte, da der Verordnungsgeber nicht das Abstandsgebot generell für alle Zusammenkünfte von 10 Personen aufgehoben hat. Die Gruppengröße ist zudem laut Verordnung auf 10 Personen begrenzt. Es ist nicht zulässig, durch immer wieder neue Zusammensetzung der Gruppe den sonst vorgeschriebenen Abstand von 1,5 Metern zu unterschreiten. Beispielsweise ist es nicht erlaubt, bei einer Veranstaltung von 50 Personen jeweils 5 Gruppen à 10 Teilnehmer zu bilden, die sich untereinander jedoch mischen und den Mindestabstand unterschreiten, und nur zwischen den 10-er Gruppen den Abstand von 1,5 Metern zu wahren.
www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/I/Presse/PI/2020/Corona/200626_corona_vo_neu.html
Weitere Informationen finden Sie auf der Corona-Sonderseite des Landessportverbandes unter www.lsv-sh.de/corona.
Informationen des RVSH, 10. Juni 2020
die Auffassung des geschäftsführenden Vorstandes des Ruderverbandes Schleswig-Holstein vom 6. Juni 2020 wird durch die Ausführungen unten ministerriell bestätigt.
Im Rudersport in den Landesgrenzen von Schleswig-Holstein können also alle Mannschaftsboote mit maximal 10 Personen an Bord wieder gefahren werden.
Gern weisen wir darauf hin, dass in den Begründungen stand; 10 Personen, die sich kennen.
Also wir wünschen allen schleswig-holsteinischen Ruderinnen und Ruderern wieder viel Spaß beim Rudern im Einer bis hin zum gesteuerten Achter.
Weiterer Hinweis: Bitte die Empfehlung des Deutschen Ruderverbandes beachten, diese sind laut Verordnung verbindlich.
Und wir dürfen uns in Schleswig-Holstein sehr freuen: Diese Freiheiten gibt es noch längst nicht in allen Bundesländer.
Also gehen wir bitte sensibel damit um: Nur gesund zum Training und außerhalb des Bootes bitte den nötigen Abstand halten sowie insgesamt Hygieneregeln einhalten.
Und an dieser Stelle ein dickes Dankeschön an unseren Landessportverband Schleswig-Holstein mit unserem Präsidenten Hans-Jakob Tiessen sowie an unseren Deutschen Ruderverband mit unserem Vorsitzenden Siegfried Kaidel. Der Ruderverband Schleswig-Holstein hat im Mai 2020 durch diese beiden Verbände tatkräftige Unterstützung bei der Erreichung dieses Zieles erhalten.
Die Interessenvertretung des Sports und Rudersports im Sportland Land Schleswig-Holstein funktioniert.
Ergänzung zur Landesverordnung, 10. Juni 2020
In Ergänzung zur neuen Landesverordnung – gültig vom 8. bis 28. Juni 2020 – hat der LSV am 10. Juni nachfolgende Information aus dem Ministerium für Inneres, ländliche Räume, Integration und Gleichstellung erhalten:
Informationen des RVSH, 6. Juni 2020
gern informieren wir über die aktuelle Coronaverordnung des Landes Schleswig-Holstein vom 5. Juni 2020, die mit Wirkung zum 8. Juni 2020 in Kraft tritt.
Für den Rudersport ist folgende Aussage von besonderem Interesse:
1. Das Abstandsangebot aus § 2 Absatz 1 ist einzuhalten;
In § 2 Absatz 1 wird definiert: Im privaten und öffentlichen Raum ist zu anderen Personen ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten (Abstandsgebot). Dies gilt nicht,
3. bei Zusammenkünften zu privaten Zwecken mit bis zu 10 Personen.
In den Erläuterungen zu § 11 Sport wird ausgeführt: Gemäß Nummer 1 ist das Abstandsgebot nach § 2 Absatz 1 bei der Sportausübung einzuhalten. Insofern gelten auch die dortigen Ausnahmen vom Abstandsgebot.
Die privaten Zwecke werde zu § 2 in den Begründungen erläutert: Ausgenommen vom Abstandsgebot sind auch Zusammenkünfte zu privaten Zwecken von bis zu 10 Personen. Die Erweiterung auf 10 Personen ersetzt die bisherige Regelung zu Familien. Mit dem Begriff “zu privaten Zwecken” wird klargestellt, dass sich die Personen kennen.
Es wird explizit ausgeführt, dass diese enger als 1,50 m von einander entfernt Platz nehmen dürfen.
In § 11 Absatz 1.7 wird ausgeführt:
7. vom Deutschen Olympischen Sportbund oder von einzelnen Sportfachverbänden entwickelte Empfehlungen werden vor Aufnahme des Sportbetriebes umgesetzt und vor Ort mit dem Hinweis auf deren Verbindlichkeit ausgehängt.
Diese Aussage ist eine “oder”-Verknüpfung, sie wird also umgesetzt, indem die Empfehlung des Deutschen Ruderverbandes umgesetzt wird (bei einer “oder”-Verknüpfung in einer Aussage reicht es, das eine Teilaussage wahr ist).
Die Empfehlungen des Deutschen Ruderverbandes vom 14. Mai sind so ausgelegt, dass Mannschaftsboote gefahren werden können.
Der geschäftsführende Vorstand des Ruderverbandes Schleswig-Holstein ist mit diesen Ausführungen einstimmig zur Auffassung gekommen, dass das Rudern in Mannschaftsbooten im Einklang mit der aktuellen Verordnungslage in Schleswig-Holstein ist.
Wir haben nur folgenden Bitten:
Der Steuermann trägt einen Mund-Nasen-Schutz, gemäß Empfehlung Deutscher Ruderverband.
Die Vorgaben der aktuellen Landesverordnung und der aktuellen Empfehlung des Deutschen Ruderverbandes sind umzusetzen.
Es ist zu prüfen, ob es weitergehende lokale Verordnungen gibt, die den beschriebenen Rahmen lokal weitergehend einschränken.
Bei Konflikten vor Ort mit Ordnungsbehörden bitten wir um defensives Verhalten und unverzüglich um Kontaktaufnahme zu unserem Verbandsjuristen Dr. Lars Koltermann. Der Ruderverband Schleswig-Holstein wird bei der Bewertung der Sachlage rechtsberatend helfen.
Die Ausführungen gelten in Schleswig-Holstein, so ist u.a. in Niedersachsen auf Grund der dortigen aktuellen Landesverordnung das Rudern im Mannschaftsboot derzeit nicht allgemein möglich.
Landesverordnung Schleswig-Holstein gültig ab 8. Juni 2020
Schwimmbäder dürfen mit entsprechenden Hygienekonzepten wieder öffnen.
https://www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/I/Presse/PI/2020/Corona/200605_neue_VO_Lockerungen.html
Weitere Informationen finden Sie auf der Corona-Sonderseite des Landessportverbandes unter www.lsv-sh.de.
Rudern während der Corona-Pandemie, 02. Juni 2020
Schreiben des DRV-Vorsitzenden Siegfried Kaidel an den Ministerpräsidenten des Landes Schleswig-Holstein Daniel Günther
wie überall im Land sind auch wir Ruderer seit März von der Pandemie betroffen. Im Rahmen der allgemeinen Lockerungen ist das Rudern – zumindest im Einer – inzwischen wieder erlaubt.
Für diese Möglichkeit sind wir sehr dankbar, jedoch ist Rudern im Wesentlichen auch ein Mannschaftssport. Gern würde der Deutsche Ruderverband seinen Vereinen bundesweit und zeitnah das Rudern in allen Bootsklassen wieder ermöglichen; die Großboote sind gerade für den Sport im Kinder- und Jugendbereich unabdingbar.
In den Booten rudern die Sportler*innen hintereinander rückwärts. Die Distanz zu anderen Booten auf dem Wasser wird durch die Länge der Riemen/Skulls gewährleistet. Bauartbedingt liegen die Ruderplätze ca. 1,35 bis 1,40 m auseinander, sodass die vorgegebene Distanz von 1,5 Metern auf dem Wasser im Boot nicht eingehalten werden kann, das ist soweit richtig. Wir möchten jedoch auch darauf hinweisen, dass Rudern auch in den Großbooten durchgängig kontaktlos garantiert ist und ein „face to face“ Kontakt nicht stattfindet. Gerade dieser wird auch vom Robert Koch Institut immer wieder als wesentlicher Risikofaktor genannt. Die Atemluft wird stark verwirbelt und der UV-Einfluss trägt wesentlich dazu bei, mögliche Viren zu zerstören. Insgesamt gesehen finden sich so beim Rudertraining im Großboot im Infektionsverdachtsfall keine Kontaktpersonen der Kategorie I gem. RKI-Definition.
Das Rudern bietet jedoch noch weitere Ansätze zur Absicherung der Sportlerinnen und Sportler. Die Sportgeräte (Riemen und Skulls) werden im Gegensatz zu anderen Sportarten, wie z.B. in Fitnessstudios, während des Einsatzes nur von einem Sportler berührt und können nach dem Gebrauch einfach und schnell desinfiziert werden.
Gemeinsam mit dem Sportmediziner Prof. Dr. Jürgen Steinacker von der Universität Ulm und Vorsitzender der sportmedizinischen Kommission des Weltruderverbands FISA hat der Deutsche Ruderverband Empfehlungen für den Rudersport in der Covid-19 Pandemie erarbeitet und veröffentlicht, die wir zu Ihrer Information beigefügt haben.
Wie in den beiliegenden Richtlinien ausgeführt, wird im Rudern ein sogenanntes Fahrtenbuch geführt. Diese gesetzliche Auflage gibt detaillierte Auskunft darüber, welche Boote von welcher Besetzung wann genutzt wurden. Dadurch ist ein sicheres Management und leichtes Nachvollziehen der Kontaktpersonen im Infektionsverdachtsfall gegeben.
Aus Gründen der Sicherheit hat das Präsidium des Deutschen Ruderverbandes beschlossen, den Wettkampfsport bis Ende August auszusetzen und das Rudern nur zu Trainingszwecken oder als Freizeitsport zu ermöglichen. Für die breitensportliche Ausübung des Rudersports in Großbooten wird für diese Saison eine feste Besetzung angestrebt, so dass auch hier der Kontakt zwischen den Ruderinnen und Ruderern minimiert wird. Wir möchten so die Bemühungen der Politik zur Eindämmung der Pandemie unterstützen und unseren Mitgliedern gleichzeitig etwas den Weg in Richtung Normalität ebnen.
Wir möchten Sie heute freundlich darum bitten, unsere Ausführung bei der Weiterentwicklung der Allgemeinverfügungen zu berücksichtigen.
Selbstverständlich stehen wir für weitere Ausführungen und Gespräche jederzeit zur Verfügung. Als ersten Ansprechpartner wenden Sie sich bitte an unseren Generalsekretär, Herrn Jens Hundertmark, […].
Empfehlungen für den Rudersport in der Covid 19-Pandemie, Fassung vom 14.Mai 2020
Die Mitglieder des Deutschen Ruderverbands e.V. (DRV) haben in den vergangenen Wochen ihren verantwortungsbewussten Beitrag zur Eindämmung der Corona-Pandemie geleistet und leisten diesen auch weiterhin. Da die Kontaktbeschränkungen aufgrund des derzeitigen Verlaufs der Covid 19-Pandemie in allen Bereichen des öffentlichen Lebens gelockert werden können, hat der Vorstand des DRV gemeinsam mit dem ärztlichen Leiter der Sektion Sport- und Rehabilitationsmedizin der Universität Ulm, Prof. Dr. med. Jürgen M. Steinacker, seine Empfehlungen vom 17.04.2020 aktualisiert. Diese beschreiben nun weitere Handlungs- möglichkeiten für die in allen Ländern bereits eingeleitete schrittweise Wiederaufnahme des Ruderbetriebs. Sie können die vorrangigen Vorgaben der Länder und der örtlich zuständigen Behörden nicht ersetzen, dienen aber in Fragen der Rechtsauslegung als Fachbeitrag.
Rudern ist ein vereinsbezogener Sport, daher ist die bereits flächendeckend erteilte Erlaubnis zur Öffnung eines Bootshauses, um das Sportgerät nutzen zu können, ein wichtiger Schritt. Nun erlauben oder planen die Länder in unterschiedlichen Schritten auch die Wiederaufnahme von kontaktbehafteten Mannschaftssportarten oder das Sporttreiben in geschlossenen Räumen.
Landesverordnung Schleswig-Holstein 16. Mai 2020
Die Gesamtverordnung des Landes Schleswig-Holstein finden Sie unter folgendem Link: www.schleswig-holstein.de/DE/Schwerpunkte/Coronavirus/Erlasse/Landesverordnung_Corona.html
Quelle: Hans-Jakob Tiessen, Präsident des Landessportverbandes
Informationen RVSH 03. Mai 2020
ab 4. Mai 2020 gelten im Land Schleswig-Holstein die angegebenen Vorgaben des Landes Schleswig-Holstein für unseren Sport.
Diese Information dient dazu, dass alle Ruderinnen und Ruderer in Schleswig-Holstein auf dem gleichen Wissensstand sind.
Für uns Ruderinnen und Ruderer insbesondere interessant ist § 6 (11) der Landesverordnung vom 3. Mai sowie natürlich die Empfehlungen des Deutschen Ruderverbandes (pdf) und des Deutschen Olympischen Sportbundes (pdf), die nach § 6 (11.7) der Landesverordnung verbindlich sind.
Aufgrund der sehr schnellen Situationsveränderung wird der Ruderverband Schleswig-Holstein keine eigenen Empfehlungen herausgeben. Mit den Vorgaben des Landes Schleswig-Holstein, des Deutschen Ruderverbandes und des Deutschen Olympischen Sportbundes sind genug Regeln auf dem Markt.
Bitte in Zukunft überprüfen, wie die Bedingungen nach Ablaufdatum dieser Ersatzverkündigung am 17. Mai 2020 sich womöglich verändert haben.
Bleibt abschließend der Wunsch, dass unsere Ruderinnen und Ruderer die gewonnenen Freiheiten beim Rudern an frischer Luft mit entsprechendem Abstand unter Beachtung der Hygienestandards angemessen nutzen.
Land Schleswig-Holstein: Coronavirus – Informationen für Schleswig-Holstein
DRV: Regelmäßig aktualisierte Informationen zum Coronavirus
LSV: Coronavirus und die Auswirkungen auf den Sport
Universität Potsdam: Handlungsempfehlung zu Sport und Bewegung während der Corona-Krise
29. Juni 2020 /1 Kommentar/von rish.de
https://www.rish.de/news/wp-content/uploads/2020/05/dosb-vereinssport-leitplanken-corona.png 1341 1600 rish.de https://www.rish.de/images/rish-header-logo.png rish.de2020-06-29 10:00:512020-06-29 14:52:36Rudern in Zeiten von Corona
Ich freue mich darüber, dass das Rudern im Einer wieder möglich ist, kann aber nur schwer verstehen, dass das Rudern im 2er nicht erlaubt ist, wenn doch 3 Segler in einer Jolle segeln dürfen?!?!?
Vielleicht gibt es doch bald eine neue Regelung?!?!?