Source: https://www.kzv-berlin.de/praxis-service/abrechnung/verordnungen/heilmittel/
Timestamp: 2020-03-29 05:08:12
Document Index: 149976927

Matched Legal Cases: ['§ 7', '§ 8', '§ 16', '§ 84', '§ 9', '§ 7', '§ 3', '§3']

Heilmittel | KZV Berlin
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Hinsichtlich der Details verweisen wir auf die Heilmittelverordnung.
Die Hersteller der Praxissoftware wurden über die neuen Vordrucke informiert.
Alle Praxen die das Formular per Hand ausfüllen möchten, haben die Möglichkeit sich das Formular Z13 beim Paul-Albrechts-Verlag anzufordern.
Gemeint ist die Durchführung der Behandlung mit der doppelten Therapiezeit in einem Termin, ohne dass sich die festgelegte Verordnungsmenge dadurch erhöht (d. h. es werden zwei Sitzungen in einem Termin durchgeführt). Die Heilmittel-Richtlinie Zahnärzte enthält hierzu keine ausdrückliche Regelung. Vor diesem Hintergrund haben sich KZBV und GKV-Spitzenverband auf folgende Sprachregelung geeinigt:
Grundsätzlich sollen Heilmittel je Behandlungstag maximal nur einmal verordnet bzw. abgegeben werden. Der Zahnarzt kann eine Doppelbehandlung nur in seltenen zahnmedizinisch begründeten Ausnahmefällen verordnen. Aus Sicht von KZBV und GKV-Spitzenverband können sich derartige Fallgestaltungen im zahnärztlichen Bereich hauptsächlich bei Vorliegen der Diagnosegruppen CD2, ZNSZ und SCZ ergeben. Die vom Zahnarzt im Feld „Verordnungsmenge“ angegebene Anzahl gilt als Höchstmenge. Soweit der Zahnarzt die Abgabe in Form einer Doppelbehandlung wünscht, kann er dies im Feld "Diagnose mit Leitsymptomatik, ggf. wesentliche Befunde, ggf. Spezifizierung der Therapieziele“ mittels Freitextangabe deutlich machen (z. B. KG als Doppelbehandlung). Sind im Feld „Verordnungsmenge“ zehn Einheiten angegeben, können fünf Doppelbehandlungen durchgeführt werden. Durch die Verordnung von Doppelbehandlungen erhöht sich die im Katalog genannte diagnosebezogene „Verordnungsmenge im Regelfall“ nicht.
Genehmigungsverzicht außerhalb des Regelfalls
Wir gehen davon aus, dass sich weitere Krankenkassen dem Genehmigungsverzicht gem. § 7 Abs. 4 Satz 3 HeilM-RL ZÄ anschließen. Über Änderungen werden wir umgehend informieren.
Der „langfristige Heilmittelbedarf“ gem. § 8 Abs. 4 Satz 3 HeilM-RL ZÄ muss weiterhin genehmigt werden.
CMD-Kurzbefund: Aufkleber und Software
Die Diagnostik craniomandibulärer Dysfunktionen (CMD) erfolgt stufenweise in
einer Diagnostik-Kaskade. Am Anfang steht dabei die Basisdiagnostik,
ob Symptome und/oder Beschwerden überhaupt absehbar auf eine CMD zurückzuführen sind (CMD-Screening). Hierfür wurde der CMD-Kurzbefund nach Ahlers/Jakstat eingeführt.
Um die Dokumentation zu vereinfachen, kann diese bei papiergebundener Kartei auf einem Aufkleber „CMD-Kurzbefund“ erfolgen. Für Praxen mit digitaler Karteiführung steht die neue Software dentaConcept CMDcheck 4 zur Verfügung.
Hinweis: Wir bitten um Beachtung, dass dies lediglich eine Teildarstellung ist. Informationen zur ausführlichen Dokumentation sind in der zahnärztlichen Heilmittelverordnung , im "Ersten Teil - Richtlinientext" unter "D. Zahnärztliche Diagnostik, § 16" aufgeführt.
KZBV und GKV-Spitzenverband haben sich auf eine Heilmittelverordnung geeinigt, die eine wesentlich umfangreichere Diagnostik als bisher voraussetzt. Eine Bema-Position wurde allerdings nicht aufgenommen. Insofern ist der Kurzbefund nach Ahlers/Jakstat als ein Angebot zu verstehen. Alle über die KZV-Schienentherapie hinausgehende Therapiemaßnahmen sind weiterhin als GOZ-Leistungen berechenbar.
Im Gegensatz zur vertragsärztlichen Versorgung besteht für die vertragszahnärztliche Heilmittelverordnung keine Richtgrößenvereinbarungen nach § 84 Abs. 6, 7 SGB V. Vor der Heilmittelverordnung hat sich der verordnende Vertragszahnarzt gleichwohl nach § 9 der zahnärztlichen Heilmittel-Richtlinie der Wirtschaftlichkeit der Verordnung zu versichern. Wie Sie erkennen, ist der Dokumentationspflicht in noch größerem Umfang als bisher Genüge zu leisten. Denn: Obwohl eine Budgetierung für Zahnärzte nicht gegeben ist – die Wirtschaftlichkeitsprüfung ist immer möglich.
Das geht aus § 7 Verordnung außerhalb des Regelfalls der Heilmittelrichtlinien hervor. Ist das Therapieziel trotz Ausschöpfens der Gesamtverordnungsmenge im Regelfall nicht erreicht worden, kann der Vertragszahnarzt eine Heilmittelverordnung außerhalb des Regelfalls vornehmen. Dazu ist die zahnmedizinische Notwendigkeit – mit einer prognostischen Abschätzung versehen – gesondert zu begründen. Auch ist erneut eine störungsbildabhängige geeignete Diagnostik durchzuführen, um auf der Basis des festgestellten Therapiebedarfes, der Therapiefähigkeit, der Therapieprognose und des Therapieziels die Heilmitteltherapie fortzuführen oder andere Maßnahmen einzuleiten. Liegen solche anderen Maßnahmen außerhalb der von der zahnärztlichen Approbation umfassten Möglichkeiten vor, ist der Versicherte auf weitergehende Maßnahmen im Rahmen einer vertragsärztlichen Behandlung zu verweisen.
§ 3 Voraussetzungen der Verordnung HeilM-RL ZÄ gibt vor, dass eine Verordnung nur zu Lasten der Krankenkasse erfolgen darf, wenn diese notwendig ist und eine Krankheit dadurch zu heilen, zu verhüten oder zu lindern ist.*Siehe §3 HeilM-RL ZÄ Somit gehört zur Schmerzlinderung und zum Behandlungsablauf der jeweiligen Indikationsgruppen grundsätzlich eine Schienentherapie.
Die Abgabe von Heilmitteln zu Lasten der Krankenkassen setzt eine Verordnung durch einen Vertragszahnarzt voraus. Die Therapeutin oder der Therapeut ist an die Verordnung gebunden, es sei denn in der Richtlinie ist etwas anderes bestimmt.
Die Indikation für die Verordnung von Heilmitteln ergibt sich nicht aus der Diagnose allein, sondern nur dann, wenn unter Gesamtbetrachtung der strukturellen/funktionellen Schädigungen, der Beeinträchtigung der Aktivitäten (Fähigkeitsstörungen) und unter Berücksichtigung der individuellen Kontextfaktoren in Bezug auf Person und Umwelt eine Heilmittelanwendung notwendig ist.
Kann ein Konsil nach BEMA-Nr. 181/182 abgerechnet werden, wenn der Behandler vor der Verordnung des Heilmittels die Behandlung mit dem Physiotherapeuten bespricht?
Webcode: W00301
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