Source: https://www.mietrecht.org/modernisierung/modernisierung-bad/
Timestamp: 2019-04-23 04:08:11
Document Index: 288227022

Matched Legal Cases: ['§ 555', '§ 555', '§ 555', 'BGH', '§ 555', '§ 559', '§ 559']

Modernisierung: Bad - Umlage, Berechnung und Mieterhöhung (mit Beispiel) - Mietrecht.org
Es liegt in der Entscheidungsfreiheit des Vermieters, ob er das Bad in der Wohnung seiner Mieter modernisieren lässt oder nicht. Modernisierung bedeutet für den Vermieter Werterhalt und Wertsteigerung seines Immobilieneigentums. Für den Mieter bedeutet Modernisierung eine Verbesserung des Wohnkomforts, die aber auch mit den Unannehmlichkeiten der Baumaßnahme einhergeht.
Mieter sind verpflichtet Modernisierungsmaßnahmen zu dulden (§ 555d I BGB). Nur in Ausnahmefällen (Härtefall § 555d II BGB) kann der Mieter der Modernisierungsmaßnahme entgegentreten. Ansonsten kann er nicht widersprechen.
Das Recht der Mieterhöhung bei Modernisierung richtet sich nach §§ 555b, 559 I BGB.
Wird das Badezimmer modernisiert, kann eine Maßnahme der Instandhaltung/Instandsetzung (Erhaltungsmaßnahme) oder eine modernisierende Instandhaltung oder eine Modernisierung vorliegen. Die Abgrenzung der Maßnahmen hat höchst unterschiedliche finanzielle Konsequenzen für den Mieter. Typische Maßnahmen sind der Austausch der vorhandenen Fliesen gegen neue Fliesen oder die Erneuerung der sanitären Einrichtungen.
Inhalt: Modernisierung des Badezimmers
b. Übertragung der Instandhaltungspflicht auf den Mieter (Kleinreparaturklausel)
c. Minderungsrechte des Mieters
b. Konkrete Modernisierungsmaßnahmen im Bad
4. Musterschreiben für Mieterhöhung nach Badmodernisierung
Strahlt der Vermieter die verdreckten Fliesenfugen im Badezimmer mit dem Kärcher ab, so dass sie wie neu aussehen, handelt es sich um eine Maßnahme der Instandhaltung.
Lässt der Vermieter gebrochene Fliesen austauschen, handelt es sich um eine Maßnahme der Instandsetzung.
Der Vermieter kann Instandsetzungsarbeiten als Schönheitsreparaturen vertraglich auf den Mieter übertragen. Schönheitsreparaturen sind alle Arbeiten, die durch die normale Wohnabnutzung bedingt sind. Sie lassen sich meist mit Farbe, Tapete und Gips erledigen.
Geht es um den Zustand der Badewanne, steht oft im Streit, was der Mieter zu vertreten hat. Ist die Badewanne infolge des jahrelangen Gebrauchs unansehnlich geworden, liegt eine normale Nutzung und Abnutzung vor, die der Vermieter im Rahmen seiner Instandhaltungspflicht (Austausch der Wanne, Neubeschichtung) bereinigen kann. Kleinere Emailschäden gehören zur normalen Abnutzung. Solche Bagatellschäden kann der Vermieter dem Mieter im Rahmen der Kleinreparaturklausel in Rechnung stellen. Dabei muss er gewisse Wertgrenzen berücksichtigen. (Beispiel: Austausch einer Mischbatterie).
Ist die gesamte Beschichtung unbrauchbar, geht der Sanierungsaufwand über die Kleinreparaturregelung hinaus, so dass der Vermieter in der Verantwortung steht. Es kann sich dann auch um eine zu seinen Lasten gehende Instandsetzung oder um eine modernisierende Instandsetzung halten.
Soweit die Badewanne kaum mehr zumutbar nutzbar ist (Mangel der Mietsache), steht dem Mieter in Bezug auf die Miete ein Minderungsanspruch zu. Zugleich kann der Mieter den Vermieter auffordern, die Badewanne wieder so herzurichten, dass der vertragsgemäße Gebrauch der Mietsache zu gewährleistet ist.
Das Minderungsrecht ist nur bei energetischen Sanierungsmaßnahmen für die Dauer von drei Monaten ausgeschlossen. Werden beispielsweise im Bad die Fenster ausgewechselt oder im Zusammenhang mit einer energiesparenden Heizungsanlage Installationsmaßnahmen durchgeführt, kann er die Miete in dem Zeitraum von bis zu 3 Monaten nicht mindern.
Muss der Vermieter die altersbedingt rissigen oder gebrochenen Fliesen ersetzen oder tauscht er die vergilbte und kaum mehr zumutbare Badewanne aus, kann er wählen, ob er den bisherigen Standard beibehält, insbesondere die alten Fliesen und die alte Badewanne durch gleichwertiges Material ersetzt. Dann handelt es sich grundsätzlich um eine Instandsetzungsmaßnahme. Die normale Abnutzung geht zu Lasten des Vermieters.
Entscheidet sich der Vermieter für neue moderne und meist teurere Fliesen, die erheblich über der Qualität der alten Fliesen liegen, liegt eine modernisierende Instandhaltung vor. Gleiches ist anzunehmen, wenn er die alte Badewanne durch eine hochmoderne, mit Düsen und behindertengerechten Sitzfläche versehene Wanne ersetzt.
Der Vermieter kann in diesem Fall die Miete erhöhen. Dazu muss er vom Gesamtkostenaufwand der Maßnahme jedoch die Kosten abziehen, die er für die reine Erhaltungsmaßnahme hätte aufwenden müssen (Erneuerung der vorhandenen Fliesen oder Badewanne gegen gleiche Qualität). Im Sprachgebrauch spricht man vom „Abzug neu für alt“.
In Abhängigkeit vom Alter des Materials und seinem Zustand gilt regelmäßig ein hoher Anteil der bei einer Modernisierung aufgewandten Kosten als für Instandsetzungs- und Instandhaltungsmaßnahmen verwendet. Im Mieterhöhungsschreiben sollte der Vermieter dazu im Detail eingehen. Sinnvollerweise verwendet er dazu Kostenanschläge des Handwerkerbetriebs.
Ersetzt der Vermieter den vorhandenen Fliesen oder die Badewanne durch neues, modernes Material, obwohl das vorhandene Material eigentlich nicht reparatur- oder erneuerungsbedürftig ist, dürfte es sich um eine Modernisierungsmaßnahme handeln. Er handelt dann über den reinen Erhaltungsaufwand hinaus.
Zugleich muss es sich um eine Maßnahme handeln, durch die der Gebrauchswert der Mietsache nachhaltig erhöht oder/und die allgemeinen Wohnverhältnisse auf Dauer verbessert werden. Positive Aspekte dieser Art können darin bestehen, dass die Optik dann zeitgemäß ist, der Wasserverbrauch verringert wird (Einbau einer Wasseruhr, Einbau von WC-Spülkästen mit einer Spartaste, die Verwendung von Niederschlagswasser zur Toilettenspülung, Duschkopf mit Regulierungsfunktion), die Sicherheit erhöht wird (Einstiegshilfe an der Badewanne, Beseitigung der Verletzungsgefahr bei rissigen Fliesen oder Ausrutschgefahr auf Bodenfliesen). Diese Aspekte sollten in der Modernisierungsankündigung und im Mieterhöhungsschreiben zum Ausdruck gebracht werden.
Der Einbau eines Handtuch- und Wäschetrockners wurde wegen der Doppelfunktion gegenüber einem Wandheizkörper als Modernisierung bewertet. Gleiches wurde für den Einbau einer Mischbatterie und eines Einhandmischers, eines Hänge-WC mit Spülstoppvorrichtung und eines größeren Waschbeckens angenommen (LG Berlin Az.: 65 S 321/10).
Im Einzelfall muss der Mieter (vor allem in größeren Altbauwohnungen) auch eine Grundrissänderung seiner Wohnung akzeptieren, (BGH Urt. v. 13. Februar 2008 – VIII ZR 105/07 in NJW 2008, 1218 : Umbau eines Bads unter Wegfall der Speisekammer). Grundsätzlich muss der Nutzungsgewinn der Modernisierung bei Grundrissveränderungen die Verluste durch den Wegfall von Räumlichkeiten übertreffen.
Gerade im Bad muss die Modernisierung zu einer Verbesserung der Wohnverhältnisse führen. Maßgebend ist die objektive Betrachtung, nicht die subjektive Einschätzung des Mieters. Notwendig ist aber auch eine Verbesserung des Gebrauchswerts, sodass alle nur gestalterischen oder ästhetischen Veränderungen im Badezimmer (Raumerleben, Lichtspiele, Wasserspiele) an sich belanglos sind. Sie gelten als Luxusaufwendungen, die für den Mieter eher verzichtbar sind. Allein das Argument, der Mieter brauche die Modernisierung nicht, kann das Modernisierungsinteresse des Vermieters jedoch nicht verhindern.
Der Mieter ist verpflichtet, die Sanierung als Modernisierungsmaßnahme zu dulden (§ 555d I BGB). Der Vermieter ist berechtigt, bis zu 11 % seines Kostenaufwandes auf den Mieter umzulegen. Da er die Kosten in Bezug auf das einzelne Badezimmer eines Mieters sehr genau erfassen kann, kann er diesen Kostenaufwand auf den jeweiligen Mieter umlegen. § 559 II BGB, der den Modernisierungsaufwand auf alle betroffene Wohnungen verteilt, ist insoweit nicht relevant.
Empfänger: Franz Bademeister… Mieter1 … Adresse
ich hatte Ihnen mit Schreiben vom 1.6.2013 angekündigt2, sämtliche Badezimmer in dem von Ihnen bewohnten Gebäude zu modernisieren. Wir haben die alten Fliesen durch moderne Fliesen ersetzt, die Badewanne gegen eine Wanne mit hohem Nutzkomfort ausgetauscht, die Elektrik erneuert, Wasseruhren zur individuellen Verbrauchserfassung und einen Spülkasten mit Spartaste eingebaut und neue Wasserhähne mit Einhebelmischern installiert.
Da sich durch die Maßnahme Ihre Wohnverhältnisse auf Dauer verbessert haben und Sie von der erhöhten Verkehrssicherheit (neue Elektrik, rutschsichere Wanne) und der Wasserverbrauchsreduzierung profitieren werden, bin ich gemäß § 559 II BGB berechtigt, 11 % meines Kostenaufwandes auf Ihre Jahreskaltmiete umzulegen. Daraus errechnet sich für Ihr Mietverhältnis die folgende Mieterhöhung.
Gesamtkostenaufwand Badmodernisierung für Ihre Wohneinheit im Gebäude Saalstraße 7, 12345 Hallstatt: 3.000 € (Kostenrechnung der Firma Wasserzauber vom 2.11.2013 liegt in Kopie bei)
Da das alte Inventar hätte instandgesetzt werden müssen, ist der damit verbundene Kostenaufwand in Höhe von 1.000 € vom Gesamtkostenaufwand abzuziehen3. Somit ergibt sich ein anrechenbarer Kostenaufwand für die Modernisierung von 2.000 €. Ich verweise insoweit auf die Kostenveranschlagung der Handwerkerfirma (Kopie anbei).
Die Mieterhöhung berechnet sich mit 11 % des auf Ihre Wohnung entfallenden Kostenaufwandes: 2.000 € Gesamtaufwand,
davon 11 % Mieterhöhung = 220 €/Jahr = 18,33 €/Monat
Nettokaltmiete nach Mieterhöhung: 378,33 €
32 Antworten auf "Modernisierung: Bad – Umlage, Berechnung und Mieterhöhung (mit Beispiel)"
28.06.2016 - 11:40 Antworten
Nach 9 Jahren haben sich dann die Ausgaben des Vermieters bezahlt gemacht?
Heisst das, der Vermieter mindert dann die Miete wieder um die vorherige Miete um die Erhöhung?
28.06.2016 - 12:21 Antworten
02.10.2016 - 09:10 Antworten
Und was ist, wenn der Vermieter sich entzieht und trotz Instandhaltungspflicht (z.B. ein abgewetzter Teppich im Wohnzimmer, abgewohnte Zimmertueren oder ein 30 Jahre altes Badezimmer – und nach 30 Jahren ist es auf! ) sich auf Anfrage der Mieter einfach nicht meldet? Fristen setzen und es sich dann endlich schön machen?
12.04.2017 - 17:37 Antworten
vielen Dank für Ihre tolle informative Internetseite. Leider konnten nicht alle meine Fragen beantwortet werden. Ich hatte dem Vermieter Mängel im veralteten Bad gemeldet mit der Bitte um Instandhaltung(durch Verrostung u. Verkalkung undichte Armaturen an Waschbecken u. Wanne. Die Wanne ist so rau, dass sie schlecht zu reinigen ist und man auch auf ein Vollbad lieber verzichtet). Als Antwort kam das Angebot, das ganze Bad zu erneuern, wenn ich einverstanden wäre. Ich antwortete, dass die Entscheidung wohl beim Vermieter liegt. Es folgte eine Modernisierungsankündigung ohne Termin. Ein nicht detaillierter Betrag für Sanitär und Fliesen wurde berechnet: 50% der Modernisierungskosten werden mit der 11%Regelung als Mieterhöhung(in 2 Monaten)angerech-net. Von Instandhaltung keine Rede. Meine Fragen:
1. Mieterhöhung schon vor der Erneuerung?
2. Dusche statt Wanne, HängeWC statt StandWC sind Modernisierung od. Instandhaltung/Verbesserung des Wohnkomforts?
Auf Ihre Meinung bin ich sehr gespannt.
13.04.2017 - 08:58 Antworten
undichte Amateuren sind sicherlich Vermietersache – das ist relativ klar. Eine raue Wanne muss aber m.E. nicht unbedingt einen Mangel darstellen, erst recht nicht, wenn Sie die Wohnung schon in diesem Zustand angemietet haben.
13.04.2017 - 15:05 Antworten
vielen Dank für die schnelle Antwort. Meine 1. Frage war eigentlich die wichtigste. Was halten Sie davon, dass der Vermieter schon vor der Modernisierungsmaßnahme eine Mieterhöhung einfordert?
Dennis Büsing
10.05.2017 - 15:29 Antworten
Ok mal eine Frage zu dem Thema.
Ich würde demnächst in eine neue Wohnung umziehen, die Fliesen in Bad und Küche sind alt und herunter gekommen und sollen noch vor meinem Bezug (alter mieter 01.07.17 raus – ich 01.08.17 rein) getauscht bzw neu darüber gefliest werden.
Ist in diesem Falle eine Mieterhöung zu erwarten bzw ist das überhaupt danach nachdem ich eingezogen wäre erlaubt die Miete nachträglich zu erhöhen als im Mietvertrag steht?
10.05.2017 - 19:30 Antworten
ich sehe keine Probleme, zumal sich der Mietpreis im Mietvertrag ja schon auf den neuen zustand bezieht.
Michael Grossig
27.06.2017 - 20:16 Antworten
unser Vermieter hat uns angeboten das Bad zu modernisieren. Kostenvoranschlag ca. 15.000,00 Euro. Daran sollen wir uns mit 3.000-4.000 beteiligen, weil wir die Amaturen und Fliesen, sowie die gesamte Badgestaltung ausgesucht haben. Dies jedoch auf Bitten des Vermieters. Jetzt will er plötzlich Geld dafür. Die ganze Zeit über hat er nie etwas von Kosten erwähnt. Was können wir tun?
28.06.2017 - 08:40 Antworten
Instandhaltung geht zu Lasten des Vermieters. Wenn Sie sich daran beteiligen wollen, weil der Vermieter das Bad sonst nicht erneuern würde, dann ist das möglich.
27.07.2017 - 06:26 Antworten
Vielen Dank für die vielen grundsätzlichen Informationen. Dazu zwei Fragen bezüglich meiner laufenden Modernisierung des Bades:
1. Es sind einerseits Schäden entstanden, die es erfordern, dass Räume in kleinen Teilen neu gestrichen werden müssen. Darüber hinaus ändert sich der Grundriss der Wohnung so, dass Möbel nicht mehr an ihre vorige Position passen. Besteht Anspruch auf Schadensersatz?
2. Es befand sich vorher eine Badewanne im Badezimmer, welche nun durch eine Dusche ersetzt wird, was vorher in keiner Benachrichtigung seitens des Vermieters oder der Baufirma angekündigt wurde. Besteht Anspruch auf Mietminderung?
07.08.2017 - 15:14 Antworten
Wir haben von Vermieter eine unrenovierte Wohnung zum 24.7.2017 (Bielefeld) übernommen und nach dem Entfernen der alten Küche festgestellt, dass die 3 Lagen PVC in der Küche nicht wirklich schön sind. Er stimmt zu, dass wir Angebote für das Verlegen lassen von Fliesen einholen dürfen. Zu den vorgeschlagenen Fließen stimmt er dann auch zu. Nachdem nun der mögliche Rechnungsbetrag für eine professionelle Verlegung (~1.300 EUR – Arbeit und Material) vorliegt, und wir uns bereit erklärt haben die Materialkosten zu tragen (ca. 350 EUR), spricht er von einer „moderaten“ Mieterhöhung in Höhe von 20 EUR, weil der Wohnwert ja steigt. Ist das rechtens??
Da er derzeit im Urlaub ist, müssten wir den kompletten Rechnungsbetrag vorstrecken, damit es noch vor unserem Umzugstermin am kommenden Samstag verlegt werden kann.
Mir kommt das inzwischen etwas spanisch vor, v.a. da wir uns wegen seiner Abwesenheit auch um die Behebung von Feuchtigkeitsschäden im Arbeits-/Wohnzimmer und Keller kümmern sollen/müssen (inkl. Vertragserteilung). Für August wurde (leider) bereits die volle Miete überwiesen, sodass Mietminderungen für August m.M.n. nicht greifen. Bislang hatten wir auch auf Fristsetzungen zur Behebung verzichtet, um nicht gleich Zwietracht zu sähen.
Was ist Eure Empfehlung denn diesbezüglich? Ich würde mich über Euren Rat sehr freuen!!!
07.08.2017 - 15:46 Antworten
wenn es tatsächlich nur ein optisches Problem ist („…die 3 Lagen PVC in der Küche nicht wirklich schön sind.“), dann kann ich es durchaus nachvollziehen, dass der Vermieter seine Investition (Ihnen zu Liebe), auch irgendwie finanzieren möchte.
Maritta Sebert
24.08.2017 - 13:36 Antworten
Hallo, ich bin 83 Jahre alt und habe die Zusage meiner Krankenkasse, eine Dusche einbauen zu lassen. Bisher hatte ich Wanne. Kann ich aber nicht mehr nutzen. Die Kasse übernimmt den Haupteil der Kosten, bis zu 4000 €.
Kann mir der Vermieter die volle Rechnung als Modernisierungskosten anrechnen obwohl er nur einen ganz kleinen Restbetrag Zahlen muss?
28.08.2017 - 14:22 Antworten
Fördermittel oder Zuschüsse muss der Vermieter heraus rechnen. Er kann ja schlecht doppelt kassieren.
24.10.2017 - 08:25 Antworten
Ich hoffe Sie können mir kurz mit meinem Fall helfen:
Wir hatten einen Wasserschaden, der durch eine Nebenpartei verursacht wurde.
Danach wurde das komplette Bad neu gemacht.
Soweit ich weiß hätten z.B. Badewanne und Boiler nicht erneuert werden müssen.
Dies wurde allerdings gemacht, nachdem es mit mir abgesprochen wurde und
ich auch darum gebeten hatte, da alles ziemlich abgenutzt war.
Der Vermieter und ich hatten ebenfalls ausgemacht, dass keine Mieterhöhung
stattfinden wird, allerdings lediglich mündlich.
Jetzt habe ich ein Schreiben erhalten, welches eine Mieterhöhung beinhaltet.
In meinem Fall ist es eine Warmmieterhöhung von 9,1%
Ist das gerechtfertigt? Kann ich das dennoch irgendwie anfechten?
Ich hoffe Sie können mir dabei helfen und bedanke mich bereits im Voraus!
24.10.2017 - 22:03 Antworten
ich weiss leider nicht, auf welcher Grundlage der Vermieter die Miete erhört hat. Lassen Sie die Erhöhung im Zweifel rechtlich prüfen.
04.11.2017 - 11:46 Antworten
Ich habe eine Frage bzgl unseres Bades.
Die Badewanne hat stellenweise kaum noch Emaille drauf und ist sehr raus und rillig. Der Abfluss ist undicht und wurde von uns provisorisch gerichtet da er darauf nicht reagiert hat. Die Fugen sind schon stellenweise komplett ausgewaschen und rissig. Darin bildet sich auch immer wieder schwarzer Schimmel, da ich diese ja gar nicht mehr trocken bekomme und auch Wasser wahrscheinlich hinter die Fliesen läuft. Den Schimmel bekämpfe ich alle paar Wochen mit Chemie. Die Sockel an der Badewanne lösen sich. Es sind kaputte Fliesen dabei. Der Vormieter hatte eine Holzdecke in Bad verbaut, die haben wir jetzt runter gerissen und in den Ecken war natürlich Schimmel.
Das hat sich unser Vermieter auch schon alles angesehen und war der Meinung dass is ja alles noch ganz gut.
Jetzt hat der Vermieter gegenüber einem anderen Mieter im Haus abgekündigt, dass er die Bäder renovieren möchte. Und dann alle, da er das Marode Rohrsystem im ganzen Haus erneuern möchte.
Im gleichen Zuge hat er eine Mieterhöhung angekündigt aufgrund der Renovierung der Bäder.
Da er definitiv keine höherwertigen Materialien verbauen wird darf er dann die Instandsetzung auf uns Mieter umlegen?
Wir wohnen seit 1 1/2 Jahren in dieser Wohnung.
05.11.2017 - 08:15 Antworten
Instandhaltungskosten gehen immer zu Lasten des Vermieters.
12.11.2017 - 22:42 Antworten
Wir haben ein Schreiben von unserer Vermieterin erhalten indem Sie eine Modernisierung des Badzimmers ankündig. Hierbei soll ein neues, größeres Badezimmer in einem unserer Kinderzimmer entstehen. Es wird eine Badewanne hinzugefügt und eine Fußbodenheizung, die vorher nicht vorhanden war.
Unsere Wohnung(Altbau) würde sich dadurch um einen Wohnraum verkleinern. Um ein neues Bad haben wir nicht gebeten, im Gegenteil, wir würden mit dem alten, keineren Bad, welches funktionsfähig ist, auskommen.
Dieses hätte außerdem eine Mieterhöhung zur Folge.
Darf die Vermieterin die Struktur unserre Wohnung verändern und von 6 auf 5 Zimmer verkleinern?
Ist es eine Modernisierung, wenn das vorhandene Bad intakt ist und können die Kosten auf uns umgelegt werden?
Haben wir die Möglichkeit zu widersprechen? Bzw. was wäre ein Härteeinwand ( zB. wenn man mit einem einjährigen Kind zu Hause ist?)
03.03.2018 - 16:30 Antworten
ich habe in meiner vermieteten Wohnung mit Abstimmung der Mieter das gesamte Bad
neu renoviert (Kosten ca. € 16.000,-).
Die Renovierung ist nun abgeschlossen.
Kann ich nun eine Mieterhöhung verlangen, obwohl ich die Mieterhöhung zuvor nicht angekündigt habe.
was genau wurde modernisiert? Oder handelt es sich um eine Instandhaltung? Recherchieren Sie, wie Sie eine Modernisierungsmieterhöhung rechtswirksam umsetzen.
05.03.2018 - 12:31 Antworten
Das Bad wurde komplett modernisiert (Neue Fliesen an Wand und Boden, neue Wasserleitungen, neune Toilette, neuer Waschtisch,
sowie eine begehbare Dusche). Wo kann ich mich erkundigen, wie ich die Modernisierungsmieterhöhung rechtswirksam umsetzen kann.
06.03.2018 - 11:18 Antworten
recherchieren Sie bei Google erstmal nach dem Unterschied zwischen Modernisierung und Instandhaltung. Hier werfen Sie im Moment einiges durcheinander.
16.03.2018 - 09:20 Antworten
Vielen Dank für die tolle, informative Seite!
Meine Mieter haben angefragt, ob nicht ihr Bad saniert werden könne, weil ihnen die Optik nicht gefällt. Mängel bestehen keine.
Ich würde nun gerne einen Nachtrag zu den Sanierungsleistungen mit den Mietern schließen, dabei aber auf eine wesentlich kürzere Armortiersierung als bei der 11%-Regelung abzielen.
Bspw. 6000 EUR Kosten, auf 72 Monate verteilt = 83,33 EUR vereinbarter Modernisierungsaufschlag.
Bei der 11%-Regelung wären es lediglich 660 EUR p.a. bzw. 55 EUR monatlich.
Denken Sie, das wäre ein gangbarer Weg mit dem Nachtrag zum Mietvertrag, oder haben Sie Kenntnis davon, dass solche Regelungen bereits „gekippt“ wurden, weil mehr als 11% erhöhrt wurde, auch bei neuer vertraglicher Vereinbarung?
19.03.2018 - 13:06 Antworten
ich würde für so einen Fall eine einvernehmliche Mieterhöhung vereinbaren. M.E. sind Sie hier nicht an die 11% gebunden – das Ganze ist Verhandlungssache.
09.07.2018 - 18:39 Antworten
Bei uns wurde vor 3 Jahren das Bad komplett umgebaut und vergrößert. Dafür wurden uns Modernisierungskosten in Höhe von 100€ mtl auf die Miete geschlagen. Heute kam eine Mieterhöhung von 81€ weil durch die Modernisierung die Wohnqualität nun besser wäre. Ist das rechtens?
Pesic Susanne
06.08.2018 - 19:47 Antworten
meine Mutter hat das Haus verkauft in dem ich eine Wohnung bewohne. Jetzt hat mein neuer Vermieter nicht nur die Miete drastisch erhöht, sondern auch das 47 Jahre alte Bad in meiner Wohnung komplett saniert, was ich auch gut fand. Im Mietvertrag, der ab 01.03.18 läuft, haben wir in einen Zusatztext vereinbart, dass er das Material bis zu einem Betrag von € 3000,- bezahlt und ich den Rest.
Jetzt habe ich von ihm eine Rechnung bekommen wo er von mir 9.600,00 € verlangt.
Er hat mir vor der Renovierung weder einen Kostenvoranschlag vorgelegt noch hat er mich gefragt bis zu welchem Betrag ich bezahlen kann.Von ihm kam immer nur, das kriegen wir schon. Ich denke das solche Vereinbarungen als sittenwidrig gelten.
Bin alleinerziehende Mutter und habe leider auch keine Rechtsschutzversicherung.
Kann mir jemand sagen, ob ich diese Rechnung bezahlen muss?
Susanne Pesic
07.08.2018 - 10:04 Antworten
bitte lassen Sie sich zu Ihrem Vertrag beraten.
05.09.2018 - 12:46 Antworten
unser Vermieter ersetzt unser derzeitiges Bad durch ein modernes, ohne dass es einen notwendigen Anlass gibt. Alles in unserem derzeitigen Bad ist funktionstüchtig und relativ modern (Fließen, Wanne, Dusch etc. alles in Weiß) und ohne Schäden. Also wird die Modernisierungsmaßnahme vermutlich nur aus optischen Gründen und vermutlich aus steuerlichen Gründen erfolgen. Kann der Vermieter die Kosten trotzdem auf uns als Mieter umlegen?
Instandhaltungen sind nicht als Modernisierungskosten umlegbar. Einzelne Punkte wie z.B. ein wandhängendes WC könnten Ausnahmen bilden.
M.Poulh
13.10.2018 - 21:17 Antworten
Guten Abend Herr Hundt, nachdem mir vor 2 Jahren ein Haus durch Erbschaft zugefallen ist, erklärt mir der Mieter vor Zeugen er hätte das ganze Bad alleine und auf eigene Kosten neu verfließt . Das war zunächst schon einmal schlimm da offenbar ohne vorherige Absprache gehandelt wurde. Das Haus ist eine wunderbare Altbau-Villa . Wie sieht es nun aus wenn ich das ganze Bad modernisieren möchte ? ( das Haus ist von 1910 ) Es wird die doppelte Arbeit sein nun beide Schichten Fließen abzutragen ( der Mieter hat „ überfließt „ ).. Darf ich als Vermieter statt einer Badewanne auch eine Dusche einbauen ? Oder hat der Mieter hier ein Mitspracherecht ? Es ist leider ein sehr schwieriger Mieter. Besten Dank
⇐ Modernisierung: Aufzug – Umlage, Berechnungsbeispiel und Mieterhöhung
Modernisierung: Balkon(anbau) – Kostenumlage, Berechnung und Mieterhöhung ⇒