Source: https://gesetze-in-app.de/ZPO/296
Timestamp: 2019-09-19 10:16:55
Document Index: 82162007

Matched Legal Cases: ['§ 296', '§ 296', '§ 296', 'BGH', '§ 296', 'BGH', 'BGH', '§ 296', 'BGH', 'BGH', '§ 296', 'BGH', 'BGH', '§ 296', 'BGH', '§ 528', 'BGH', '§531', 'BGH', 'BGH', '§ 296', 'BGH', 'BGH', '§ 296', 'BGH', '§ 296', 'BGH', '§ 296', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 296', '§ 276', '§ 277', 'BGH', 'BGH', '§ 296', '§ 296', '§ 296', 'BGH', '§ 296', 'BGH', 'BGH', '§ 296', 'BGH', 'BGH', '§ 296', 'BGH', '§ 296', 'BGH', '§ 296', 'BGH', 'BGH', '§ 296', '§ 296', '§ 296', 'BGH', '§296', 'BGH', 'BGH', '§ 296', 'BGH', '§ 296', 'BGH', '§ 296', 'BGH', '§ 379', 'BGH', '§ 296', 'BGH', '§ 296', 'BGH', '§ 528', 'BGH', '§ 296', 'BGH', 'BGH', '§ 296', 'Art. 103', '§ 296', '§ 356', '§ 523', '§ 296', '§ 296', '§ 296', '§ 523', '§ 282', '§ 296', 'BGH', '§ 296', '§ 529', 'BGH', '§ 296', 'BGH', 'BGH', '§ 296', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 296', 'BGH', 'BGH', '§ 296', 'Art. 103', 'BGH', '§ 296', 'BGH', '§ 296', 'BGH', 'BGH', '§ 296', 'BGH', '§ 296', 'BGH', 'BGH', '§ 296', '§ 539', 'BGH', '§ 296', '§ 528', 'BGH', 'BGH', '§ 296', '§ 275', 'BGH', '§ 296', '§ 275', 'BGH', 'BGH', '§ 296', 'BGH', '§ 296', '§ 275', 'BGH', 'BGH', '§ 275', '§ 296', 'BGH', '§ 296', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 296', 'BGH', 'BGH', '§ 296', 'BGH', '§ 296', 'BGH', 'BGH', '§ 296', 'BGH', 'BGH', '§ 296', 'BGH', 'BGH', '§ 296', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 296', '§ 273', '§ 275', '§ 276', 'BGH', '§ 296', '§ 340', 'BGH', 'BGH', '§ 340', '§ 296', '§ 296', 'BGH', '§ 296', '§ 272', 'BGH']

§ 296 ZPO: Zurückweisung verspäteten Vorbringens
§ 296 ZPO
§ 296a ZPO
BGH, BESCHLUSS vom 2.4.2016, Az. VIII ZR 97/15 14	bb)	Auch eine Verzögerung des Verfahrens im Sinne des § 296 Abs. 2 ZPO durch die nicht fristgerechte Einzahlung des Auslagenvorschusses kann hier nicht angenommen werden, weil im gegebenen Fall ohne jeden Aufwand erkennbar ist, dass die Verspätung allein nicht kausal für eine Verzögerung ist (vgl. BVerfGE 75, 302, 316 f.; BVerfG, NJW 1995, 1417 f.; BGH, Urteil vom 3. Juli 2012 -VI ZR 120/11, NJW 2012, 2808 Rn. 12, mwN).
BGH, BESCHLUSS vom 2.4.2016, Az. VIII ZR 97/15 Grobe Nachlässigkeit im Sinne des § 296 Abs. 2 ZPO liegt nur dann vor, wenn eine Prozesspartei ihre Pflicht zur Prozessförderung in besonders gravierender Weise vernachlässigt, wenn sie also dasjenige unterlässt, was nach dem Stand des Verfahrens jeder Partei als notwendig hätte einleuchten müssen (BGH, Urteile vom 24. September 1986 - VIII ZR 255/85, NJW 1987, 501 unter II 2 b cc; vom 15. Oktober 2002 - X ZR 69/01, NJW 2003, 200 unter II 6 b; jeweils mwN).
BGH, BESCHLUSS vom 2.4.2016, Az. VIII ZR 97/15 16	dd) Ferner fehlt es im gegebenen Fall an der Ausübung des dem Berufungsgerichts bei der Entscheidung nach § 296 Abs. 2 ZPO eingeräumten Ermessens (vgl. BVerfGE 69, 145, 150; BVerfG, NJW 2000, 1327; BGH, Urteil vom 21. September 1982 - VI ZR 272/80, WM 1982, 1281 unter II 3; Beschluss vom 2. September 2013 - VII ZR 242/12, aaO Rn. 15).
BGH, URTEIL vom 4.3.2016, Az. IX ZR 197/15 Hierzu zählt etwa die Zulassung verspäteten Vorbringens entgegen § 296 Abs.1, 2 ZPO (BGH, Urteil vom 21. Januar 1981 -VIIIZR 10/80, NJW 1981, 928 unter 2.; vom 26. Oktober 1983 - IVb ZR 14/82, NJW 1984, 305 unter ll.2.a.; vom 11. Juni 2010 - VZR 85/09, NJW 2010, 2873 Rn. 27 mwN), entgegen § 528 Abs.3 ZPO aF (BGH, Beschluss vom 26. Februar 1991 - XI ZR 163/90, NJW 1991, 1896 f) oder entgegen §531 Abs. 2 ZPO (BGH, Beschluss vom 22. Januar 2004 - VZR 187/03, NJW 2004, 1458, 1459 unter 4.; Urteil vom 27. Februar 2007 -XI ZR 56/06, NJW 2007, 3127 Rn. 19).
BGH, BESCHLUSS vom 1.8.2013, Az. VII ZR 242/12 Grobe Nachlässigkeit im Sinne des § 296 Abs. 2 ZPO liegt dann vor, wenn eine Prozesspartei ihre Pflicht zur Prozessführung in besonders gravierender Weise vernachlässigt, wenn sie also dasjenige unterlässt, was nach dem Stand des Verfahrens jeder Partei hätte als notwendig einleuchten müssen (vgl. BGH, Urteil vom 15. Oktober 2002 -XZR 69/01, NJW 2003, 200, 202 m.w.N.).
BGH, BESCHLUSS vom 1.8.2013, Az. VII ZR 242/12 15	(b)	Außerdem	fehlt es an der Ausübung des dem Landgericht bei der Entscheidung nach § 296 Abs. 2 ZPO zustehenden Ermessens (vgl. BGH, Urteil vom 21. September 1982 - VI ZR 272/80, WM 1982, 1281, 1282; BVerfG, NJW 1985, 1150, 1151; zu den Kriterien für die Ermessensausübung vgl. Leipold in: Stein/Jonas, ZPO, 22. Aufl., § 296 Rn. 148 f.).
BGH, BESCHLUSS vom 2.6.2012, Az. VIII ZR 273/11 8	Ob der Antrag nach § 296 Abs. 1 ZPO hätte zurückgewiesen werden dürfen, ist in den Rechtsmittelinstanzen nicht zu prüfen (BGH, Urteile vom 4. Mai 2005 - XII ZR 23/03, aaO unter 2 b bb; vom 22. Februar 2006 - IV ZR 56/05, BGHZ 166, 227 Rn. 12 ff.; jeweils mwN).
BGH, BESCHLUSS vom 4.1.2011, Az. IX ZB 237/09 Nach den zivilprozessualen Regeln setzt die Zurückweisung verspäteten Vorbringens (§ 296 Abs. 1 ZPO) die Belehrung über die Folgen einer Fristversäumung nach § 276 Abs. 2, § 277 Abs. 2 ZPO voraus (BGH, Urteil vom 12. Januar 1983 -IVaZR 135/81, BGHZ 86, 218, 225 f; Zöller/Greger, ZPO, 28. Aufl., § 296 Rn. 9c).
OLG München, Urteil vom 5.1.2010, Az. 10 U 5168/09 a) Zum einen konnte die Anregung auf Erholung eines Gutachtens schon nicht verspätet sein, weil es sich nicht um ein Angriffsmittel i.S. d. § 296 I ZPO handelt (vgl. auch BVerfG a. a. O.), ganz abgesehen davon, dass es das Landgericht unterlassen hat, der Klägerin eine Entschuldigung der angenommenen Verspätung zu ermöglichen (vgl. Thomas/Putzo/Reichold, a. a. O., § 296 Rd. 28, 32 m. w. N.).
BGH, URTEIL vom 4.10.2009, Az. I ZR 186/07 17	Das	Berufungsgericht hat weiterhin ausgeführt, dass diese Verfahrens- weise die Beklagte grundsätzlich nicht daran gehindert hätte, den Antrag auf Einholung eines Sachverständigengutachtens bis zur letzten mündlichen Verhandlung aufrechtzuerhalten, und dass das Gericht in diesem Fall zu entscheiden gehabt hätte, ob dem Beweisantrag noch stattzugeben oder ob er gemäß § 296 Abs. 2 ZPO als verspätet zurückzuweisen gewesen wäre (vgl. BGH, Urt. v. 27.11.1997 - III ZR 246/96, NJW 1998, 761, 762).
BGH, URTEIL vom 5.2.2009, Az. V ZR 30/08 Ob das Landgericht die Zurückweisung rechtsfehlerfrei auf § 296 Abs. 1 ZPO hätte stützen können, bedarf keiner Entscheidung, weil das Rechtsmittelgericht die fehlerhafte Präklusionsentscheidung nicht auf eine andere rechtliche Grundlage stellen darf (BGH, Urt. v. 13. Dezember 1989, VIII ZR 204/82, NJW 1990, 1302, 1304; Urt. v. 1. April 1992, VIII ZR 86/91, NJW 1992, 1965; Urt. v. 4. Mai 2005, XII ZR 23/03, NJW-RR 2005, 1007, 1008).
BGH, BESCHLUSS vom 2.8.2008, Az. VIII ZR 85/08 Eine bloße Mitteilung der Geschäftsstelle kann auch dann, wenn sie zugestellt wurde, eine der in § 296 Abs. 1 ZPO genannten Fristen nicht in Lauf setzen (vgl. BGHZ aaO; Zöller/Greger, aaO, § 296 Rdnr. 9 d).
BGH, BESCHLUSS vom 4.2.2006, Az. VII ZR 139/05 4	Grob nachlässig im Sinne des § 296 Abs. 2 ZPO handelt die Partei, wenn sie ihre Prozessförderungspflicht in besonders hohem Maße vernachlässigt, also dasjenige unterlässt, was jeder Partei nach dem Stand des Verfahrens alles notwendig hätte einleuchten müssen (BGH, Urteil vom 20. März 1997 -VII ZR 205/96, aaO).
BGH, URTEIL vom 3.2.2006, Az. XII ZR 210/04 Dem entspricht, dass das Rechtsmittelgericht den Tatsachenvortrag einer Partei auch dann zu berücksichtigen hat, wenn die Vorinstanz ihn nach § 296 Abs. 1 ZPO als verspätet hätte zurückweisen müssen (vgl. BVerfG NJW 1985, 1150).
LG Köln, Urteil vom 3.2.2005, Az. 28 O 64/05 Kraft der Natur des Eilverfahrens und des dort zur Vorbereitung der mündlichen Verhandlung nicht geltenden § 296 ZPO sind Schriftsätze, die nach dem Schluss der mündlichen Verhandlung eingereicht werden, wohl generell nicht mehr zu beachten (so wohl auch OLG München. Urt. v. 19.8.1993 – 6 U 3250/93, NJW-RR 1994, 556).
FG Köln, Urteil vom 4.10.2003, Az. 15 K 3339/00 Dies ermöglicht es dem Gericht zugleich, den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit zu wahren, das heißt, diese scharfe Waffe mit Vorsicht und dem rechtsstaatlich gebotenen Augenmaß zu handhaben (so zutreffend BVerfG a. a.O. zur Präklusionsvorschrift des § 296 Abs.1 ZPO)
BGH, URTEIL vom 4.2.2003, Az. IX ZR 137/00 Ein solcher zeitlicher Aufschub gilt aber nicht als Verzögerung im Sinne von §296 ZPO a.F. (BGHZ94, 195, 213; BGH, Urt. v. 26. April 1984 -VIII ZR 217/83, NJW 1985, 1556; BAG NJW 1989, 2213, 2214).
LG Köln, Urteil vom 3.9.2002, Az. 9 S 127/02 Das OLG Köln hat sich in der oben zitierten Entscheidung auf den Standpunkt gestellt, dass selbst in Fällen ständiger Klageerhöhungen (so etwa in Mietstreitigkeiten, wenn die Klage um die jeweils neu aufgelaufenen Rückstände erhöht wird) die Gefahr einer Verzögerung der Erledigung des Rechtsstreits hinzunehmen ist, wenn die Entscheidungsreife durch eine nachträgliche Veränderung der prozessualen Lage, die nicht die Verspätungsfolgen des § 296 ZPO auslöst, hinausgezögert wird (OLG Köln, NJW-RR 1992, S. 908, 909).
BGH, URTEIL vom 2.9.2002, Az. X ZR 69/01 Nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts und des Bundesgerichtshofs liegt grobe Nachlässigkeit im Sinne der genannten Bestimmung -	gleichermaßen wie im Sinne des § 296 Abs. 2 ZPO - nur dann vor, wenn eine Prozeßpartei ihre Pflicht zur Prozeßführung in besonders gravierender Weise vernachlässigt, wenn sie also dasjenige unterläßt, was nach dem Stand des Verfahrens jeder Partei hätte als notwendig einleuchten müssen (vgl. BVerfG NJW 1985, 1149; BGH, Urt. v. 24.9.1986 - VIII ZR 255/85, NJW 1987, 501, 502; Urt. v. 5.7.1990 - I ZR 164/88, NJW 1991, 493, 494).
BVerfG, Urteil vom 3.11.1998, Az. 1 BvR 47/99 Das Gericht kann, wenn es dem Beweisantrag nicht stattgeben will, diesen vielmehr nur unter den Voraussetzungen des § 296 Abs. 2 ZPO zurückweisen, also nur dann, wenn die Verspätung auf grober Nachlässigkeit beruht (vgl. BGH, NJW 1980, S. 343 <344>; Zöller/Greger, ZPO, 21. Aufl. 1999, § 379 Rn. 7; BVerfGE 69, 145 <149 f.>).
BGH, BESCHLUSS vom 1.8.1998, Az. II ZB 6/98 Eine Zurückweisung des insgesamt neuen Vorbringens der Beklagten gemäß § 296 ZPO wegen Verspätung kommt ebensowenig in Betracht (vgl. BVerfG NJW 1982, 1635).
BGH, Urteil vom 4.2.1997, Az. VII ZR 205/96 Grob nachlässig im Sinne des § 296 Abs. 2 ZPO handelt die Partei, wenn sie ihre Prozeßförderungspflicht in besonders hohem Maße vernachlässigt, also dasjenige unterläßt, was jeder Partei nach dem Stand des Verfahrens als notwendig hätte einleuchten müssen (BGH, Urteil vom 24. September 1986 - VIII ZR 255/85 = WM 1986, 1509, 1510; Zöller/Gümmer, ZPO, 20. Auf1., § 528 Rdn. 23 m.w.N.).
BGH, URTEIL vom 3.11.1990, Az. VIII ZR 355/89 Eine solche aberkennende Entscheidung liegt nicht nur dann vor, wenn das Gericht die Gegenforderung aus materiell-rechtlichen Gründen nicht durchgreifen läßt, sondern u.U. auch dann, wenn die Aufrechnung aus prozessualen Gründen scheitert, insbesondere wegen Verspätung tatsächlichen Vorbringens (§ 296 ZPO) oder wegen fehlender Substantiierung (BGHZ 33, 236, 242; BGH, Urteil vom 7. Mai 1987 - VII ZR 158/86 = WM 1987, 1086).
BVerfG, vom 5.10.1990, Az. 2 BvR 206/91 b) Wie der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts in seinem Beschluß vom 5. Mai 1987 (vgl. BVerfGE 75, 302 <312 ff.>) für einen vergleichbaren Fall entschieden hat, stellt die fehlerhafte Anwendung des § 296 Abs. 1 ZPO nicht stets eine Verletzung des Art. 103 Abs. 1 GG dar.
BVerfG, Urteil vom 1.9.1989, Az. 1 BvR 604/90 Die Präklusionsvorschriften des § 296 ZPO (vgl. BVerfGE 69, 145 <149> m.w.N.) sowie des § 356 ZPO (vgl. BVerfGE 69, 248 <253>), die auch im Berufungsverfahren anwendbar sind (§ 523 ZPO), genügen diesen Anforderungen.
BVerfG, Urteil vom 1.9.1989, Az. 1 BvR 604/90 aa) Die Anwendung der Präklusionsvorschrift des § 296 Abs. 2 ZPO durch das Landgericht ist offenkundig unrichtig (vgl. BVerfGE 69, 145 <149>; 75, 302 <312 f.>).
BVerfG, Urteil vom 1.9.1989, Az. 1 BvR 604/90 Nach § 296 Abs. 2 ZPO können - wenn dem Rechtsuchenden keine der in § 296 Abs. 1 ZPO aufgezählten Fristen gesetzt worden war (vgl. BVerfGE 69, 145 <150>) - auch in der Berufungsinstanz (vgl. § 523 ZPO) nur Angriffs- und Verteidigungsmittel, die entgegen § 282 Abs. 1 ZPO nicht rechtzeitig vorgebracht werden, zurückgewiesen werden, wenn ihre Zulassung nach der freien Überzeugung des Gerichts die Erledigung des Rechtsstreits verzögern würde und die Verspätung auf grober Nachlässigkeit beruht.
BVerfG, vom 4.8.1989, Az. 1 BvR 72/91 Wäre der Termin vom 5. Dezember 1989 als 'Durchlauftermin' zu qualifizieren, wäre für die Anwendung von § 296 Abs. 1 ZPO von vornherein kein Raum gewesen (BVerfGE 69, 126 <139 f.>).
BGH, URTEIL vom 3.2.1989, Az. I ZR 230/81 Das Gesetz nimmt daher einen Verzicht des Beklagten auf die verzichtbare Rüge an, wem diese überhaupt nicht oder ohne genügende Entschuldigung nicht vor der ersten Verhandlung zur Hauptsache (§ 296 Abs.3 ZPO) oder nicht im ersten Rechtszug (§ 529 Abs. 1 Satz 2 ZPO) vorgebracht wurde (vgl. BGH Urt. v. 1. 4. 19* - VIII ZR 159/80, NJW 1981, 2646).
BVerfG, Urteil vom 1.1.1988, Az. 2 BvR 801/90 Um unter diesen Voraussetzungen zu einer entsprechenden Anwendung der Vorschrift des § 296 Abs. 1 ZPO und demgemäß zu einer Prüfung zu gelangen, ob die Verspätung genügend entschuldigt war, was das Landgericht verneint hat, hätte es nach der höchstrichterlichen fachgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. BGH, NJW-RR 1986, S. 1317) der Bejahung der Frage bedurft, ob die Beschwerdeführer als Berufungsbeklagte bis zu dem Ablauf der gesetzten Frist gehalten waren, entsprechend den vorstehenden Darlegungen zur Nutzung des Dachgeschosses und dem damit nach den Urteilsgründen notwendig zusammenhängenden Nutzungswunsch in bezug auf die streitbefangene Wohnung vorzutragen und Beweis anzubieten.
BGH, URTEIL vom 2.9.1986, Az. VI ZR 107/86 Diese Regelung ist, -sofern sie nicht 'mißbraucht', d.h. ohne Rücksicht auf Sinn und den Zweck der Präklusionsvorschriften angewandt wird, auch verfassungsrechtlich unbedenklich (BVerfG, Besohl, vom 30.1.1985 - 1 BvR 99/84 BVerfG 69, 126, 137 ff = NJW 1985, 1149 zu § 296 Abs. 2 ZPO; BGH, Urteil vom 2. Dezember 1982 - VII ZR 71/82 - BGHZ 86, 31, 33 ff).
BGH, URTEIL vom 2.9.1986, Az. VI ZR 107/86 Zivilsenats .des Bundesgerichtshofes jedenfalls dann ein Mißbrauch der Regelung des § 296 Abs. 1 ZPO, wenn ein Beklagter mit einem zwar verspäteten, aber im Termin vorliegenden Sachvortrag nicht mehr gehört wird (BGH aaO S. 39).
BGH, URTEIL vom 2.9.1986, Az. VI ZR 107/86 Für den Fall des § 296 Abs. 2 ZPO hat auch das Bundesverfassungsgericht aaO ausgeführt, der Ausschluß von Angriffs- und Verteidigungsmitteln lasse sich nicht mehr mit Art. 103 Abs. 1 GG (Wahrung des rechtlichen Gehörs) vereinbaren, soweit das Gericht einen frühen ersten Termin als Durchlauftermin geplant und auch abgehalten habe, wobei das Bundesverfassungsgericht darauf abstellt, daß das Gericht eine zur Streitentscheidung geeignete Verfahrensvorbereitung für den frühen ersten Termin erkennbar nicht getroffen hat (BVerfG aaO S. 139).
BGH, URTEIL vom 4.6.1985, Az. I ZR 145/83 Wie der Bundesgerichtshof entschieden hat, setzt die Anwendung der harten Sanktion des § 296 Abs. 1 ZPO voraus, daß der beklagten Partei durch die Belehrung in aller Deutlichkeit klargemacht wird, welcher Nachteil ihr bei Nichteinhaltung der gesetzten Frist bevorsteht, und daß es hierfür nicht genügt, ihr lediglich formularraäßig den Wortlaut des S 296 Abs. 1 ZPO raitzuteilen (BGHZ 86, 218, 225; vgl. auch BVerfG NJW 1982, 1453, 1454 sowie Zöller/Stephan, ZPO, 14. Aufl., S 277 Rz 3 und § 296 Rz 8; Thomas/Putzo, ZPO, 13 Aufl., S 296 An. 3d).
BGH, URTEIL vom 4.6.1985, Az. I ZR 145/83 Hiervon ist auch das Berufungsgericht ausgegangen; es hat jedoch zu Unrecht angenommen, daß der vorliegende Sachverhalt sich von dem des Urteils des Bundesgerichtshofes unterscheide, weil vorliegend - anders als mit dem im BGH-Fall verwendeten Formblatt ZPM 225 - 'über den Gesetzeswort laut (des § 296 Abs. 1 ZPO) hinaus dem Adressaten in einer Form, die auch für den Laien verständlich sei, sinnfällig vor Augen geführt' worden sei, welcher Nachteil ihm bei Nichteinhaltung der Frist bevorstehe.
BGH, URTEIL vom 1.11.1984, Az. VII ZR 313/87 Diese Voraussetzungen lagen in dem für die Beurteilung nach § 296 Abs. 1 ZPO maßgeblichen Zeitpunkt des Vorbringens (Senatsurteil BGHZ 77, 306, 309) nicht vor.
BGH, URTEIL vom 1.11.1984, Az. VII ZR 313/87 Die rechtsfehlerhafte Anwendung des § 296 Abs. 1 ZPO begründet ohne weiteres einen wesentlichen Verfahrensmangel i.S.d.§ 539 ZPO (vgl. BGHZ 86, 218, 219).
BVerfG, Urteil vom 2.10.1983, Az. 1 BvR 99/84 Die Regelung, die mit dem Grundgesetz vereinbar ist (BVerfGE 55, 72), verpflichtet aber das Gericht, in vollem Umfang nachzuprüfen, ob im Zeitpunkt der erstinstanzlichen Entscheidung § 296 ZPO objektiv zutreffend angewandt worden ist (vgl. Albers in: Baumbach/ Lauterbach/Albers/Hartmann, ZPO, 43. Aufl., An. 4 B zu § 528).
BGH, URTEIL vom 4.6.1983, Az. VII ZR 328/82 Der erkennende Senat hat dann durch Urteil vom 2. Dezember 1982 (BGHZ 86, 31 = NJW 1983, 575) ausdrücklich entschieden, daß § 296 Abs. 1 ZPO regelmäßig auch gilt, wenn dem Beklagten die Bestimmung der Frist zugleich mit einer Ladung zu dem frühen ersten Termin zugestellt worden ist (§ 275 Abs.3 ZPO).
BGH, URTEIL vom 4.6.1983, Az. VII ZR 328/82 § 296 Abs. 1 ZPO stellt durch die Bezugnahme auf § 275 Abs. 1 Satz 1 ZPO deshalb ausdrücklich klar, daß verspätetes Vorbringen auch dann zurückzuweisen ist, wenn die zur Vorbereitung des frühen ersten Termins gesetzte Klageerwiderungsfrist unentschuldigt und prozeßverzögernd versäumt wird (BGHZ 86, 31, 36).
BGH, URTEIL vom 3.0.1983, Az. IVa ZR 135/81 Das gilt auch für die hier einschlägige Norm des § 296 Abs. 1 ZPO (vgl. BVerfGE 54, 117, 123 f.).
BGH, URTEIL vom 4.11.1982, Az. VII ZR 71/82 Setzt er sich darüber hinweg, ist sein nachgetragenes Vorbringen gemäß § 296 Abs. 1 ZPO in Verbindung mit § 275 Abs. 1 Satz 1 ZPO ohne Anberaumung eines Haupttermins zurückzuweisen (LG Aachen und Lange, aaO; wohl auch BGH NJW 1981, 232).
BGH, URTEIL vom 4.11.1982, Az. VII ZR 71/82 Erweist sich die gesetzte Frist im konkreten Fall als zu kurz, so mag - das kann hier offenbleiben - der Beklagte damit seine Verspätung entschuldigen können (OLG München, MDR 1980, 147 f (Nr. 76); Deubner, NJW 1979, 337, 338; Lange, aaO, S. 413; Zöller/Stephan, aaO, § 275 An. II 1); dagegen besteht kein Anlaß, den Verzögerungsbegriff in § 296 Abs. 1 ZPO je nach der vom Gericht gewählten Verfahrensart unterschiedlich auszulegen (a.A. wohl OLG Oldenburg, MDR 1978, 1027).
BGH, URTEIL vom 2.8.1982, Az. VI ZR 272/80 Damit konnte die Präklusionswirkung des § 296 Abs. 1 ZPO nicht herbeigeführt werden (vgl. BGHZ 76, 236, 238 ff.; ferner BGH, Urteile vom 17. April 1980 - VII ZR 114/79 -NJW 1980, I960, vom 23. Oktober 1980 - VII ZR 307/79 -NJW 1981, 286 und vom 12. Februar 1981 - VII ZR 112/80 -NJW 1981, 1217).
BGH, URTEIL vom 3.4.1982, Az. VIII ZR 152/81 Sie dienen vielmehr allein der Beschleunigung des Rechtsstreits (vgl. BGHZ 75, 158, 142 zu § 296 ZPO n.F.).
BGH, Urteil vom 3.4.1982, Az. VIII ZR 152/81 Sie dienten vielmehr allein der Beschleunigung des Rechtsstreits (unter Hinweis auf BGHZ 75, 138, 142 zu § 296 ZPO).
BGH, URTEIL vom 4.1.1981, Az. VII ZR 112/80 Dann aber ist § 296 Abs. 1 ZPO nicht anwendbar (BGHZ 77, 306).
BGH, Urteil vom 3.0.1981, Az. VIII ZR 10/80 § 296 Abs. 1 ZPO darauf an, ob die Berücksichtigung einer nach Fristablauf eingehenden Begründung den Rechtsstreit verzögern würde oder ob die Verspätung hinreichend entschuldigt ist (BGHZ 75, 138, 140; Senatsurteil vom 13. Februar 1980 - VIII ZR 61/79 = NJW 1980, 1102 = WM 1980, 555).
BGH, URTEIL vom 4.5.1980, Az. VII ZR 143/79 1. Zwar handelt es sich bei allen Rechnungspositionen, über die das Berufungsgericht durch Teilurteil entschieden hat - so auch bei den hier streitigen -, um abgrenzbare Teile des Werklohnanspruchs, welche einer selbständigen Entscheidung ohne Vorgriff auf den dem Schlußurteil vorbehaltenen Klagerest unterliegen* Es geht aber nicht an, auf diesem Wege einen Teil der Klage mit der Begründung zu erledigen, die Berücksichtigung des diesen Klageteil betreffenden verspäteten Vorbringens würde seine Erledigung durch Teilurteil verzögern* a)	Die Bestimmungen über die Zurückweisung verspäteten Vorbringens (§§ 296, 528 ZPO) dienen - wie sich aus ihrem Wortlaut ergibt - der Beschleunigung der Erledigung des Rechtsstreits (BGHZ 75, 136, 143).
BGH, Urteil vom 4.2.1980, Az. VII ZR 147/79 b)	Zur wirksamen Setzung der in § 296 Abs. 1 ZPO auf geführten Präklusionsfristen bedarf es u.a. der Zustellung einer beglaubigten Abschrift der fristsetzenden richterlichen Verfügung (im Anschluß an BGH, Urteil vom 13. März 1980 - VII ZR 147/79).
BGH, Urteil vom 4.2.1980, Az. VII ZR 147/79 2.	Wie der Senat in dem (zur Veröffentlichung in BGHZ bestimmten) Urteil vom 13* März 1980 - VII ZR 147/79 -(NJW 1980, 1167) entschieden hat, bedarf es zur wirksamen Setzung der in § 296 Abs. 1 ZPO aufgeführten Präklusionsfristen (§ 273 Abs. 2 Nr. 1; § 275 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 und 4; § 276 Abs. 1 Satz 2, Abs.3 ZPO) unter anderem
BGH, vom 3.1.1980, Az. VIII ZR 61/79 Das ergibt sich schon aus dem Hinweis auf § 296 ZPO in § 340 Abs.3 Satz 3 ZPO, der andernfalls sinnlos wäre, und ist, soweit ersichtlich, nunmehr herrschende Meinung (vgl. BGH Urteil vom 12. Juli 1979 - VII ZR 284/78 = BGHZ 73, 138; Baumbach/Lauterbach/ Albers/Hartmann, ZPO, 38. Aufl. § 340 An. 3 F haben die abweichende Ansicht der 36. Aufl. aufgegeben).
BVerfG, vom 2.4.1978, Az. 1 BvR 799/78 Möglicherweise wollte das Oberlandesgericht in Wirklichkeit auf § 296 Abs. 2 ZPO abstellen, dessen entsprechende Anwendung auf das Beschwerdeverfahren vertreten wird (vgl. neben dem zitierten Schrifttum und der vom Oberlandesgericht zitierten Entscheidung des Kammergerichts in OLGZ 1968, 440 auch KG in OLGZ 1979, 366 zu § 296 Abs. 2 ZPO n.F.).
BGH, URTEIL vom 5.11.1976, Az. VII ZR 284/78 § 296 Abs. 1 ZPO enthält keine Strafvorschrift für unentschuldigte Verspätung, sondern dient allein der Beschleunigung des Rechtsstreits (vgl. zu den §§ 272 b, 297, 529 Abs. 2 ZPO a.F. BGH NJW 1975, 1928).