Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=IVb%20ZR%20625/80
Timestamp: 2019-08-21 17:01:34
Document Index: 224291946

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 60', 'BGH', '§ 287', 'BGH']

BGH, 04.11.1981 - IVb ZR 625/80 - dejure.org
https://dejure.org/1981,87
BGH, 04.11.1981 - IVb ZR 625/80 (https://dejure.org/1981,87)
BGH, Entscheidung vom 04.11.1981 - IVb ZR 625/80 (https://dejure.org/1981,87)
BGH, Entscheidung vom 04. November 1981 - IVb ZR 625/80 (https://dejure.org/1981,87)
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Anspruch auf nachehelichen Unterhalt - Berechnung des Vorsorgeunterhalts - Beschränkung der Revisionszulassung - Wiedereinsetzung in den vorigen Stand
Diese Quote erhöht sich gegebenenfalls um trennungsbedingten Mehrbedarf, den der unterhaltsberechtigte Ehegatte konkret darlegen muß (Senatsurteile vom 4. November 1981 aaO 257 und vom 23. November 1983 - IVb ZR 21/82 - FamRZ 1984, 149, 151 = BGHZ 89, 108, insoweit dort jedoch nicht abgedruckt).
Einkommen, das der unterhaltsberechtigte Ehegatte nach der Scheidung durch erstmalige Aufnahme (…vgl. Senatsurteil vom 8. April 1981 aaO und vom 4. November 1981 aaO) oder durch Erweiterung einer bereits innegehabten Teilzeitarbeit (…vgl. Senatsurteil vom 14. November 1984 aaO) erzielt, bleibt daher bei der Bemessung des Unterhaltsbedarfs nach den ehelichen Lebensverhältnissen außer Betracht.
Denn bei dem Anspruch auf Vorsorgeunterhalt handelt es sich nicht um einen eigenständigen Anspruch, sondern um einen unselbständigen Teil des einheitlichen, den gesamten Lebensbedarf betreffenden Unterhaltsanspruchs (Senatsurteil vom 4. November 1981 - IVb ZR 625/80 - FamRZ 1982, 255).
Dem Revisionsgericht obliegt nicht nur die Prüfung der Sachentscheidungsvoraussetzungen, es ist insofern auch entscheidungsbefugt (…Bier, in: Schoch/Schmidt/Aßmann a.a.O. § 60 Rn. 71; BGH, Urteil vom 4. November 1981 - IVb ZR 625/80 - NJW 1982, 1873).
Soweit es hierbei auf das Einkommen der Ehegatten ankommt, kann nur auf nachhaltig erzielte, dauerhafte Einkünfte abgestellt werden, die den ehelichen Lebensstandard prägen (vgl. Senatsurt., NJW 1982, 1873 = FamRZ 1982, 255 (257) und NJW 1982, 1870 = FamRZ 1982, 576 (577);… Göppinger-Wenz, UnterhaltsR, 4. Aufl., Rdnrn. 676, 678).
Seine Höhe ist vom Tatrichter unter Berücksichtigung der Umstände des einzelnen Falles zu ermitteln, wobei es diesem nicht verwehrt ist, unter Zuhilfenahme allgemeiner Erfahrungssätze nach § 287 ZPO zu verfahren (vgl. Senatsurt. NJW 1982, 1873 = FamRZ 1982, 255 (257)).
Insoweit gelten für die Berücksichtigung des anzurechnenden Teiles des Einkommens aus unzumutbarer Tätigkeit die gleichen Erwägungen wie für die Anrechnung von Einkünften aus einer nach der Ehescheidung einsetzenden Erwerbstätigkeit, die die ehelichen Lebensverhältnisse gleichfalls nicht beeinflussen (vgl. Senatsurt., NJW 1982, 1873 = FamRZ 1982, 255 (257) - für den "Direktabzug" des für die Anrechnung verbleibenden Betrages des Einkommens aus nicht gebotener Tätigkeit auch Schwab, Brühler Schriften, S. 32 ff., 40).
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