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Timestamp: 2019-10-21 15:53:15
Document Index: 30938821

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 1', '§ 4', '§ 4', '§ 1', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 242', '§ 242']

﻿ ﻿ BAG – 2 AZR 561/11 | bag-urteil.com
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 25.10.2012, 2 AZR 561/11
Die Revision des Klägers gegen das Urteil des Landesarbeitsgerichts Düsseldorf vom 10. Mai 2011 – 16 Sa 229/11 – wird auf seine Kosten zurückgewiesen.
2 AZR 561/11 > Rn 1
2 AZR 561/11 > Rn 2
Der 1971 geborene Kläger war seit Februar 1993 als Kraftfahrzeugmechaniker bei der Rhine Area Labour Support Unit (RALSU) – Royal Logistic Corps (RLC) – der Streitkräfte des Vereinigten Königreichs beschäftigt. Er bezog zuletzt ein durchschnittliches Bruttomonatsgehalt in Höhe von 2.700,00 Euro.
2 AZR 561/11 > Rn 3
2 AZR 561/11 > Rn 4
2 AZR 561/11 > Rn 5
2 AZR 561/11 > Rn6
2 AZR 561/11 > Rn 7
2 AZR 561/11 > Rn 8
2 AZR 561/11 > Rn 9
2 AZR 561/11 > Rn 10
2 AZR 561/11 > Rn 11
2 AZR 561/11 > Rn 12
2 AZR 561/11 > Rn 13
2 AZR 561/11 > Rn 14
2 AZR 561/11 > Rn15
2 AZR 561/11 > Rn 16
2 AZR 561/11 > Rn 17
2 AZR 561/11 > Rn18
2 AZR 561/11 > Rn 19
2 AZR 561/11 > Rn 20
2 AZR 561/11 > Rn 21
2 AZR 561/11 > Rn 22
2 AZR 561/11 > Rn 23
2 AZR 561/11 > Rn 24
2 AZR 561/11 > Rn 25
2 AZR 561/11 > Rn 26
2 AZR 561/11 > Rn 27
2 AZR 561/11 > Rn 28
2 AZR 561/11 > Rn 29
2 AZR 561/11 > Rn 30
bb) Für das Fehlen einer anderweitigen Weiterbeschäftigungsmöglichkeit ist gem. § 1 Abs. 2 Satz 4 KSchG der Arbeitgeber darlegungs- und beweispflichtig. Dabei gilt eine abgestufte Darlegungslast. Bestreitet der Arbeitnehmer lediglich den Wegfall seines bisherigen Arbeitsplatzes, genügt der Vortrag des Arbeitgebers, wegen der betrieblichen Notwendigkeiten sei eine Weiterbeschäftigung zu den gleichen Bedingungen nicht möglich. Will der Arbeitnehmer vorbringen, es sei eine Beschäftigung an anderer Stelle möglich, obliegt es ihm darzulegen, wie er sich seine anderweitige Beschäftigung vorstellt. Erst daraufhin muss der Arbeitgeber eingehend erläutern, aus welchen Gründen eine Umsetzung nicht möglich war (BAG 1. März 2007 – 2 AZR 650/05 – Rn. 21, AP KSchG 1969 § 1 Betriebsbedingte Kündigung Nr. 164 = EzA KSchG § 1 Betriebsbedingte Kündigung Nr. 154; 15. August 2002 – 2 AZR 195/01 – zu II 1 c aa der Gründe, BAGE 102, 197).
2 AZR 561/11 > Rn 31
2 AZR 561/11 > Rn 32
2 AZR 561/11 > Rn 33
(2) Aus Sinn und Zweck von § 4 SchutzTV ergibt sich nichts anderes. Die Bestimmung regelt zwar im Einzelnen, wie die Eignung des Arbeitnehmers für verfügbare Arbeitsplätze festzustellen ist (§ 4 Nr. 1 Satz 2 SchutzTV), welche Arbeitsplätze dem betroffenen Arbeitnehmer in welcher Reihenfolge anzubieten sind und welche Folgen es hat, wenn der Arbeitnehmer die Angebote ablehnt (§ 4 Nr. 2 und 3 SchutzTV). Auch die Verfahren zur Ermittlung von Gleichwertigkeit und Zumutbarkeit eines Arbeitsplatzes (§ 4 Nr. 4 SchutzTV) sowie die Voraussetzungen für die Gewährung einer Einarbeitungszeit und deren Dauer (§ 4 Nr. 6 SchutzTV) sind näher bestimmt (vgl. BAG 13. August 2009 – 6 AZR 330/08 – Rn. 21, BAGE 131, 325). Dass dem Arbeitnehmer gem. § 4 Nr. 1 Satz 1 SchutzTV ein verfügbarer oder bis zum Ablauf seiner Kündigungsfrist verfügbar werdender Arbeitsplatz angeboten werden muss, wenn er für ihn geeignet ist, entspricht aber der ohnehin bestehenden Verpflichtung des Arbeitgebers aus § 1 Abs. 2 Satz 2 Nr. 2 Buchst. b KSchG. Für den Streit über deren Einhaltung gelten die dargestellten allgemeinen Grundsätze zur Verteilung der Darlegungslast. Für den Streit über die Erfüllung des in § 4 SchutzTV geregelten, insoweit inhaltsgleichen Unterbringungsanspruchs des Arbeitnehmers bedarf es damit keiner von diesen Grundsätzen abweichenden Verteilung der Darlegungslast. Etwas anderes folgt auch nicht daraus, dass § 4 SchutzTV einen im Vergleich zum allgemeinen Verständnis des Begriffs „Einzugsgebiet“ in § 1 Abs. 2 Satz 2 Nr. 2 Buchst. b KSchG größeren Umkreis vorsieht, innerhalb dessen verfügbare geeignete Arbeitsplätze anzubieten sind (gem. § 4 Nr. 2d iVm. § 4 Nr. 4d SchutzTV 60 km). Damit ist nicht gesagt, wie im Kündigungsschutzprozess die Darlegungslast abzustufen ist, wenn Streit darüber besteht, ob ein geeigneter Arbeitsplatz – auch im erweiterten Einzugsbereich – tatsächlich verfügbar war.
2 AZR 561/11 > Rn 34
2 AZR 561/11 > Rn 35
2 AZR 561/11 > Rn 36
2 AZR 561/11 > Rn 37
2 AZR 561/11 > Rn 38
2 AZR 561/11 > Rn 39
2 AZR 561/11 > Rn 40
2 AZR 561/11 > Rn 41
2 AZR 561/11 > Rn 42
2 AZR 561/11 > Rn 43
2 AZR 561/11 > Rn 44
2 AZR 561/11 > Rn 45
2 AZR 561/11 > Rn 46
2 AZR 561/11 > Rn 47
2 AZR 561/11 > Rn 48
2 AZR 561/11 > Rn 49
2 AZR 561/11 > Rn 50
2 AZR 561/11 > Rn 51
2 AZR 561/11 > Rn 52
2 AZR 561/11 > Rn 53
2 AZR 561/11 > Rn 54
2 AZR 561/11 > Rn 55
2 AZR 561/11 > Rn 56
2 AZR 561/11 > Rn 57
2 AZR 561/11 > Rn 58
2 AZR 561/11 > Rn 59
2 AZR 561/11 > Rn 60
2 AZR 561/11 > Rn 61
2 AZR 561/11 > Rn 62
aa) Der Gleichbehandlungsgrundsatz gebietet dem Arbeitgeber, seine Arbeitnehmer oder Gruppen von Arbeitnehmern, die sich in vergleichbarer Lage befinden, bei Anwendung einer selbst gesetzten Regel gleichzubehandeln. Damit verbietet er eine sachfremde Gruppenbildung und die willkürliche Schlechterstellung einzelner Arbeitnehmer innerhalb einer Gruppe. Sachfremd ist eine Differenzierung, wenn es für die unterschiedliche Behandlung keine billigenswerten Gründe gibt, wenn die Regelung also für eine am Gleichheitsgedanken orientierte Betrachtungsweise als willkürlich anzusehen ist (BAG 27. Juni 2012 – 5 AZR 317/11 – Rn. 17, EzA TVG § 4 Metallindustrie Nr. 148; 21. Oktober 2009 – 10 AZR 664/08 – Rn. 24, AP BGB § 242 Gleichbehandlung Nr. 210 = EzA BGB 2001 § 242 Gleichbehandlung Nr. 21).
2 AZR 561/11 > Rn 63
2 AZR 561/11 > Rn 64
Das Urteil BAG – 2 AZR 561/11 wird zitiert in: