Source: http://matrix-immobilien.at/immoabc.htm
Timestamp: 2019-06-24 09:07:00
Document Index: 123977261

Matched Legal Cases: ['§ 260', '§ 21', '§ 52', '§ 45', '§ 16', '§ 16', '§ 16', '§ 448', '§ 438', '§ 29', '§ 58', '§ 934', '§ 351', '§ 16']

Matrix-Immobilien, Manuela Helletsgruber, Immobilienmaklerin, Linz, Immobilien ABC
IMMOBILIEN - A B C
Aufteilung von Kosten auf mehrere Beteiligte, Eigentümer, Miteigentümer nach der Art, Höhe und Berechtigung; z.B. Betriebskostenabrechnung bei Miet- und Eigentumsobjekten.
Mit dem Alleinvermittlungsauftrag (auch Exklusivauftrag) wird der Immobilienmakler von seinem Kunden für eine bestimmte Zeit (Alleinvermittlungsfrist) schriftlich mit der Vermittlung eines Immobiliengeschäftes (z.B. Verkauf einer Liegenschaft) beauftragt. BESONDERE VEREINBARUNGEN IM ALLEINVERMITTLUNGSAUFTRAG: Die vereinbarte Provision wird auch für den Fall vereinbart, - daß das im Maklervertrag bezeichnete Geschäft entgegen dem bisherigen Verhandlungsverlauf wider Treu und Glauben nicht zustandekommt, weil der Auftraggeber einen erforderlichen Rechtsakt unterläßt. - daß entweder der Auftraggeber oder der vermittelte Dritte die vom Immobilienmakler namhaft gemachte Geschäftsgelegenheit einer anderen Person weitergibt, mit welcher das Geschäft zustandekommt. - daß ein anderes als ein zweckgleichwertiges Geschäft zustandekommt, sofern es in den Tätigkeitsbereich des Maklers fällt. - oder ein gesetzliches oder vertragliches Vorkaufs-, Wiederkaufs- oder Eintrittsrecht ausgeübt wurde. Für die Dauer des Alleinvermittlungsauftrages können zusätzlich folgende Provisionstatbestände vereinbart werden: Der Auftraggeber hat die oben genannte Provision zu zahlen, falls er den Alleinvermittlungsauftrag vertragswidrig ohne wichtigen Grund vorzeitig auflöst oder - das Geschäft während der Dauer des Alleinvermittlungsauftrages vertragswidrig durch die Vermittlung eines vom Auftraggeber beauftragten Maklers oder in anderer Weise (z.b. Selbstverkauf) zustandegekommen ist.
Abmachung, wonach Gewinn und Verlust eines von zwei Partnern durchgeführten Geschäftes (Gemeinschaftsgeschäft) zur Hälfte geteilt wird. (Italienisch: "zur Hälfte")
Treuhandkonto bei einem Kreditunternehmen für die Verwahrung von Fremdgeldern. Anderkonten können von Immobilienmaklern, Immobilienverwaltern, Rechtsanwälten, Notaren und Wirtschaftstreuhändern errichtet werden.
(Nachbar) Eigentümer einer Liegenschaft, die mit einer anderen (zur Bebauung vorgesehenen) Liegenschaft eine gemeinsame Grundgrenze besitzt (Bgld.) bzw. nur durch eine öffentliche Verkehrsfläche, ein Gewässer oder einen Grünstreifen in bestimmtem Ausmaß getrennt ist (NÖ, Slbg)., Wien), sonst, wer mit Einwirkung vom Baugrundstück rechnen muß.
Auf Grund des Stadterneuerungsgesetzes (Bundesgesetz) kann die Landesregierung durch Verordnung ein Gemeindegebiet oder einen Teil eines Gemeindegebietes, das städtebauliche Mißstände aufweist (insbesondere, wenn zumindest die Hälfte der Wohnungen -> Substandardwohnungen sind, eine dichte Verbauung vorliegt etc.) zum Assanierungsgebiet erklären. Vor dem Verkauf von Grundstücken oder Grundstücksteilen im Assanierungsgebiet muß der Eigentümer das Objekt zunächst der Gemeinde zum Kauf anbieten. Macht die Gemeinde von diesem Angebot keinen Gebrauch, dann bedarf der Kaufvertrag mit einem Dritten einer behördlichen Genehmigung, deren Erteilung von der Angemessenheit des Kaufpreises abhängt. Die Tatsache, daß sich ein Grundstück im Assanierungsgebiet befindet, wird im -> Grundbuch angemerkt. Für die Verbücherung eines Kaufvertrages ist neben den sonst erforderlichen Urkunden auch die behördliche Genehmigung beizubringen.
Für Immobilientreuhänder werden in der Immobilienmaklerverordnung von 1996 idgF die Höhe der Provisionen geregelt, herausgegeben vom Bundesminister für Handel. Gewerbe und Industrie.
Bescheid der Baubehörde, mit dem Neu-, Zu- und Umbauten sowie Abbrüche von Gebäuden, Änderungen von bewilligten Raumwidmungen oder sonstige bewilligungspflichtige Bauführungen genehmigt werden. Nach der OÖ Bauordnung erlischt die Baubewilligung wenn nicht innerhalb von 3 Jahren ab Rechtskraft des Bescheides mit dem Bau begonnen worden ist. Außerdem erlischt sie, wenn nicht innerhalb von 5 Jahren der Bauausführung nicht fertiggestellt wurde. Fristenverlängerung jedoch möglich !
Der Flächenwidmungsplan festgelegte Prozentsatz der Verbaubarkeit einer Parzelle.
Bauführer ist derjenige, der im fremden Auftrag und für fremde Rechnung als Unternehmer ein Bauwerk herstellt. (Baumeister)
Die Bauklasse ist die in einem Gebiet laut Bebauungsplan zulässige Gebäudehöhe.
Grundflächen, die nach dem Flächenwidmungsplan der Gemeinde verbaut werden dürfen (Wohngebiete, Dorfgebiete, Kurgebiete, Kerngebiete, gemischte Baugebiete, Betriebsbaugebiete, Industriegebiete, Ländeflächen, Zweitwohnungsgebiete, Gebiete für Geschäftsbauten und Sondergebiete des Baulandes)
Diese muß unbedingt mit den Bebauungsbedingungen vorliegen. Dadurch wird von der zuständigen Behörde eine Grundfläche für bebaubar erklärt. Ohne Bauplatzerklärung kann eine Baubewilligung nicht erteilt werden.
Dingliches, veräußerliches, vererbliches, zeitlich beschränktes Recht, auf oder unter einem Grundstück ein Bauwerk zu haben. Dieses Recht kann sich auch auf Teile des Grundstückes erstrecken. Das Baurecht kann nicht auf weniger als zehn und nicht mehr als hundert Jahre bestellt werden. Es entsteht durch die bücherliche Eintragung als Last des Grundstückes - Baurechtseinlage.
Konzessionierte Gewerbetreibende, gemäß § 260 GewO, der zur Organisatorischen Durchführung von Neubauten und durchgreifenden Sanierungen berechtigt ist. Der Erwerb von Rechten an Gebäuden und Wohnungen von Bauträgern wurde im Bauträgervertragsgesetz idF BGBl 1999/72 genau geregelt.
Bauwerber ist derjenige in dessen Auftrag und für dessen Rechnung ein Bau ausgeführt werden soll.
Im Regelfall wird der Mieter mit der Tragung der Betriebskosten der von ihm genutzten Wohnung belastet. Anteilsmäßig werden die gemeinschaftlichen Kosten (Stiegenhausreinigung, Allgemeinlicht, Müllabfuhr, Grundsteuer, Kanal etc.) auf ihn überwälzt. Im Anwendungsbereich des Mietrechtsgesetzes (§§ 21 Abs. 1 ff) werden die Betriebskosten genau aufgezählt die vom Mieter zu tragen sind.
Besitz im juristischen Sinn ist die tatsächliche Macht einer Person über eine körperliche oder unkörperliche Sache, welche einen Gegenstand des rechtlichen Verkehrs ist, mit dem Willen sie als die seinige zu behalten (der Mieter = z.B. Besitzer)
Dachformen und -teile:
Traufe - unterer, meist waagrechter Abschluß, First - oberer, meist waagrechter Abschluß, Grat - Schnittstelle zweier Dachflächen, deren Traufen eine ausspringende Ecke bilden. Kehle (Ichse) - Schnittstelle zweier Dachflächen, deren Traufen eine einspringende Ecke bilden. Anfallspunkt - Punkt im First, in dem 3 oder mehrere Dachflächen zusammenstoßen. Verfallung - Gratlinie, die zwei verschieden hoch liegende Firste verbindet. Walmfläche - Dachfläche an der Schmalseite des Dachgrundrisses, anstelle einer Giebelwand.
Die früher gebräuchlichen gebrannten Tonziegel wurden als rechteckige Flachziegel und als Flachziegel mit abgerundetem unterem Ende ("Biberschwanzziegel") hergestellt. In südlichen Gebieten wurden übereinander verlegte gewölbte Ziegel ("Mönch und Nonne") verwendet. Heute werden aus vorgeschnittenen Tonstücken Preßziegel hergestellt (Preßfalzziegel, Strangfalzziegel) sowie verschiedene Dachsteinformen aus anderem Material (Beton).
Förmliche Überlassung des Nachlasses an den ausgewiesenen Erben durch Gerichtsbeschluß (Einantwortungsurkunde). Dadurch erlangt der Erbe das Eigentum am Nachlaß.
Dieser muß im Maßstab 1:100 und farbig angelegt sein, in der Regel in dreifahcer Ausfertigung. Mit Lageplan im Maßstab 1:500 bzw. 1:1000 mit Nordpfeil, sowie mit den Grundrissen aller Geschosse, Ansichten und Schnitte.
Das Grundbuchsgesetz kennt drei Arten von Eintragungen im -> Grundbuch: Einverleibungen, Vormerkungen und Anmerkungen (auch "Ersichtlichmachungen"). Einverleibungen bewirken den unbedingten Erwerb oder die Löschung von Rechten wie z.B. von Eigentums- oder Pfandrechten (Intabulationen und Extabulationen). Vormerkungen (Pränotationen) bewirken hingegen bedingte Erwerbe oder Löschungen von Rechten, die einer nachfolgenden Rechtfertigung bedürfen. Durch Anmerkungen werden keine bücherlichen Rechte begründet, sie haben den Zweck, im Interesse Dritter tatsächliche Verhältnisse bekanntzumachen oder ganz bestimmte Rechtswirkungen herbeizuführen (z.B. Anmerkung der Minderjährigkeit bzw. des Eintritts der Volljährigkeit; Anmerkung von Konkurs- oder Ausgleichseröffnung; bei Wohnungseigentum Anmerkung von Vereinbarungen über die Aufteilung von Aufwendungen; Anmerkung der Abtretung von Hauptmietzinsen gemäß § 52 MRG; Ersichtlichmachung der Tatsache, daß ein Grundstück in einem -> Assanierungsgebiet liegt; -> Anmerkung der Rangordnung für die beabsichtigte Verpfändung oder Veräußerung).
-> Eintragungsarten im Grundbuch. Eintragungsart im Grundbuch, durch welche einen Recht unbedingt erworben, übertragen, Beschränkt oder aufgehoben wird. (z.B. Eintragung des Eigentums an einer Liegenschaft auf Grund eines Kaufvertrages)
Gemäß § 45 Abs 1 u 1a MRG darf der Vermieter bei einem vor dem 1.3.1994 vermieteten Mietgegenstand (in einem Gebäude, für das die Baubehörde den Abbruch weder bewilligt noch aufgetragen hat) neben dem gültig vereinbarten Mietzins einen Erhaltungs- und Verbesserungsbeitrag einheben, sofern (Stand VI/2000) der monatliche Altmietzins pro Quadratmeter Nutzfläche bei einer
Wohnung der Kat A bzw. bei einer Geschäftsräumlichtkeit
niedriger ist als ATS 23,-- Wäre allerdings im Fall der Neuvermietung der nach § 16 Abs 1 und 9 MRG zulässige Hauptmietzins (das ist der - allenfalls wertgesicherte - angemessene Hauptmietzins) bei einer Geschäftsräumlichkeit monatlich niedriger als ATS 34,50/m2 Nutzfläche, so darf der Vermieter nur den Unterschiedsbetrag zwischen dem bisherigen Hauptmietzins und zwei Drittel des nach § 16 Abs 1 und 9 MRG angemessenen Betrages als EVB verlangen; der Betrag von ATS 34,50 valorisiert sich entsprechend der Regelung des § 16 Abs 6 MRG (abs 1a leg cit);
Dazu ein Beispiel: Magazin; Altmietzins mtl. ATS 10/m2, angemessener Hauptmietzins im Neuvermietungsfall mtl. ATS 21/m2, zwei Drittel vom letztgenannten Betrag sind ATS 14,--; der monatliche EVB (Zuschlag zum Altmietzins) beträgt sohin ATS 4/m2; Bei gemischt genutzten Objekten darf nur dann der EVB für Geschäftsobjekte eingehoben werden, wenn der vereinbarte Geschäftszweck den Wohnzweck bedeutend überwiegt
Wohnung der Kat B
niedriger ist als ATS 17,20
Wohnung der Kat C oder Wohnung der Kat D in brauchbarem Zustand
niedriger ist als ATS 11,50
Wohnung der Kat D in unbrauchbarem Zustand
niedriger ist als ATS 8,60
Vom Bauführer wird ordnungs- und gesetzmäßig fertiggestellt Bau, auf Grund der Baubewilligung, der Behörde bestätigt.
Bei Anbau an Nachbargrenzen muß das Gebäude Feuermauern in allen Geschossen ohne Öffnungen erhalten. Herstellung von Öffnungen ist nur mit Zustimmung des Nachbarn gegen jederzeitigen Widerruf zulässig, sofern nicht öffentliche Rücksichten entgegenstehen.
Vertraglich eingeräumtes Recht, eine fremde Sache unter Schonung der Substanz ohne alle Einschränkungen zu gebrauchen (z.B. Fruchtgenuß an einem Miethaus - die Einkünfte fließen dem Fruchtgenußberechtigten zu).
Ein Pfandrecht an einer Liegenschaft wird Hypothek oder Grundpfand genannt (§ 448 ABGB). Sie dient zur Sicherstellung einer Forderung des Hypothekargläubigers gegen den Liegenschaftseigentümer (z.B. aus einem Darlehensvertrag). Im -> Grundbuch wird die Hypothek im Lastenblatt der betreffenden Grundbuchseinlage eingetragen. Zusätzlich zur Hauptforderung können auch Nebenforderungen (Zinsen, Verzugs- und Zinseszinsen, Rechtsanwaltskosten, Exekutionskosten etc.) durch eine Nebengebührensicherstellung (Nebengebührenkaution) sichergestellt werden. Bei einer Höchstbetragshypothek (Kredithypothek) wird nur ein Höchstbetrag angegeben, in dem auch Zinsen und Nebengebühren Deckung finden müssen. Im Rahmen dieses Höchstbetrages können gewährte und zu gewährende Kredite aller Art, jedoch keine Darlehen, sichergestellt werden. Das Pfandrecht kann für dieselbe Forderung ungeteilt auf zwei oder mehrere Grundbuchskörper (Einlagen) eingetragen werden. Eine Einlage wird als Haupteinlage, die übrigen werden als Nebeneinlagen bezeichnet. Davon unabhängig haftet jede Liegenschaft für die ganze Forderung des Gläubigers (Simultanhypothek). Soll eine mit einer Hypothek belastete Liegenschaft übertragen, die Hypothek aber nicht vom Erwerber übernommen werden, so hat der Verkäufer für die Lastenfreistellung zu sorgen und dem Käufer die für die Löschung der Hypothek erforderliche Urkunde (Löschungsquittung) zur Verfügung zu stellen.
Inhaber ist derjenige, der eine Sache in seiner Macht oder seinem Gewahrsam hat, ohne den Willen sie als die seinige zu behalten.
Berufsbezeichnung für Makler, Verwalter oder Bauträger. Die österreichische Gewerbeordnung sieht vor, das Verwalter-, Makler oder Bauträgertätigkeit nur mit dem Nachweis der Befähigung ausgeübt werden kann.
Wohnung z. B. in einer ehemaligen Fabriksetage.
Lt. Konsumentenschutzgesetz muß der Immobilientreuhänder dem Interessenten bzw. Auftraggeber, der Verbraucher ist, eine schriftliche Übersicht geben, aus der sämtliche dem Verbraucher durch den Abschluß des zu vermittelnden Geschäftes voraussichtlich erwachsene Kosten, einschließlich der Vermittlungsprovision,hervorgehen.
-> Hypothek..
= Gelder, die von Bund oder Länder bzw. Gemeinden oder bestimmten Fonds zur Förderung des Wohnungsbaues zur Verfügung gestellt werden.
Parifizierung = Nutzwertfestsetzung
Damit Wohnungseigentum begründet werden kann, muß eine Nutzwertgutachten erstellt werden, in dem die Nutzwerte der Wohnungsobjekte nach der Nutzfläche und gewissen Zu- oder Abschlägen ermittelt werden. Diese Gutachten ist der Einverleibung des Wohnungseigentums zugrunde zu legen.
-> Anmerkung der Rangordnung. Der Eigentümer einer Liegenschaft kann die Rangordnung für eine beabsichtigte Veräußerung oder Verpfändung der Liegenschaft im Grundbuch anmerken lassen. Die Wirkung besteht darin, daß derjenige der den Rangordnungsbeschluß und eine einverleibungsfähige Urkunde vorlegt, im Rang der Anmerkung der Rangordung sein Recht im Grundbuch eintragen lassen kann. Durch die Anmerkung kann der Rang für längstens 1 Jahr offen gehalten werden.
Das Rang- oder Prioritätsprinzip besagt, daß sich die Rangordnung einer Eintragung im -> Grundbuch nach dem Zeitpunkt richtet, in dem die Eingabe beim Grundbuchsgericht eingelangt ist (§§ 438, 440 ABGB, § 29 Grundbuchsgesetz). Es gilt der alte Grundsatz "Früher an Zeit, stärker an Recht". Zur Wahrung des Rangprinzipes hat das Gericht einlangende Grundbuchseingaben mit einem Einlaufstempel zu versehen, der neben dem Datum auch die Uhrzeit enthält. Die Eingaben werden im "Tagebuch" (Verzeichnis der eingelangten Eingaben) eingetragen und mit einer Tagebuchzahl (TZ) versehen, die in der entsprechenden Grundbuchseinlage ersichtlich gemacht wird ("Plombe"). Durch die Plombe ist erkennbar, daß ein Grundbuchsgesuch anhängig ist. Rangvorbehalt Bei der Löschung eines Pfandrechtes (Hypothek) kann der Grundstückseigentümer durch Anmerkung des Rangvorbehaltes im Grundbuch erwirken, daß ihm die Eintragung einer neuen Hypothek im Rang und bis zur Höhe der gelöschten Hypothek binnen drei Jahren nach der Bewilligung der Anmerkung vorbehalten bleibt. Dieser Vorbehalt ist bei Eigentumswechsel auch zugunsten des neuen Eigentümers wirksam (§ 58 Grundbuchsgesetz).
Für die sogenannte mietrechtliche Normwohnung wurde ein Betrag (Bundesländerweise unterschiedlich) festgesetzt, der als Richtwert für die Berechnung des Mietzinses zu dienen hat. Ein System von zu- und Abschlägen erlaubt die Anpassung an das individuelle Mietobjekt. Der Richtwert kommt dann zur Anwendung, wenn keine angemessene Miete (Wohnungen in Neubauten nach dem 8.5.45, in denkmalgeschützten Häusern o. Wohnungen der KAT. A o. B mit über 130 m² Nutzfläche) verlangt werden kann oder das Objekt nicht
-> Dienstbarkeit. Dingliches Recht an einer fremden Sache, das den jeweiligen Eigentümer der Sache zu einer Duldung oder Unterlassung verpflichtet (z.B. Wohnungsrecht, Fruchtgenußrecht, etc.)
Eine Verkürzung oder Verletzung über die Hälfte liegt vor, wenn bei einem entgeltlichen Rechtsgeschäft ein Vertragsteil weniger als die Hälfte dessen bekommt, was der andere Vertragsteil als Gegenleistung erhält. Für die Beurteilung des Mißverhältnisses ist der "gemeine Wert" (Marktpreis) des Vertragsgegenstandes im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses maßgebend. Der benachteiligte Vertragsteil kann durch Klage die Aufhebung des Vertrages verlangen, der andere Vertragsteil kann durch Klage die Aufhebung des Vertrages verlangen, der andere Vertragsteil kann aber das Geschäft dadurch aufrechterhalten, daß er die Differenz auf den Marktpreis aufzahlt. Das Recht auf Vertragsanfechtung kann vertraglich nicht ausgeschlossen werden, es verjährt binnen 3 Jahren nach Vertragsabschluß (§ 934 ABGB). Kaufleute können im Rahmen ihres Unternehmens geschlossene Geschäfte nicht wegen Verkürzung über die Hälfte anfechten (§ 351 a Handelsgesetzbuch). Weiters ist die Vertragsanfechtung ausgeschlossen, wenn die Übernahme zum Liebhaberpreis erfolgt ist bzw. bei Vertragsabschluß der wahre Wert bekannt war und dies ausdrücklich im Vertrag festgehalten ist. Auch beim Erwerb im Wege einer gerichtlichen Zwangsversteigerung ist die Anfechtung wegen Verkürzung über die Hälfte ausgeschlossen.
Der Verkäufer oder Vermieter einer Immobilie beauftragt einen oder mehrere Immobilienmakler mit der Vermittlung eines Vermittlungsgeschäftes. Im Gegensatz zum Alleinvermittlungsauftrag kann dieser "allgemeine" Maklervertrag unbefristet abgeschlossen werden und ist jederzeit kündbar. Vollmacht Wird ein Vertrag geschlossen, der jemand ein im aufgetragenes Geschäft im Namen des anderen zur Besorgung übernimmt, nennt man ihn Bevollmächtigungsvertrag. Diese Vollmacht kann mündlich oder schriftliche, allgemein oder besonders, unumschränkt oder beschränkt sein.
Die Wertsicherungs- oder Indexklausel ist eine Vertragsbestimmung, wonach eine Leistung (z.B. der vom Mieter zu entrichtende Mietzins) dem jeweils zum Zeitpunkt der Fälligkeit entsprechenden Geldwert angepaßt wird. Als Maßstab für die Änderung des Geldwertes werden Wertsicherungsvereinbarungen zumeist Lebenserhaltungskosten- bzw. Verbraucherpreisindizes zugrunde gelegt, welche vom österreichischen Statistischen Zentralamt errechnet werden. Die Wertsicherung von -> Kategoriemietzinsen kann nur nach Maßgabe des § 16 Abs. 4 MRG vereinbart werden (Verbraucherpreisindex 1976 mit 10% Schwellenwert).
Seitens der Landesregierungen werden umfangreiche Förderungen für den Bau von Miet- u. Eigentumswohnungen, sowie Einfamilienwohnhäuser, Sanierungen von Altbauten etc. Angeboten. Diese Förderungen bestehen entweder aus der Gewährung von zinsenbegünstigten Darlehen, Zuschüssen, einmaligen Beihilfen. MEHR UNTER: http://www.ooe.gv.at/foerderung/wohnbau
Besondere Form des Miteigentums an einer Liegenschaft, im Wohnungseigentumsgesetz (WEG 1975) geregelt. Mit dem Miteigentumsanteil (Mindestanteil) ist das Recht verbunden, eine bestimmte Wohnung oder sonstige selbständige Räumlichkeit (Büro, Geschäftslokal) ausschließlich zu nutzen und darüber allein zu verfügen. Mit den Räumlichkeiten kann auch Zubehör (Abstellplatz, Hausgarten) verbunden sein. Die Nutzung der allgemeinen Teile der Liegenschaft und des Hauses steht allen Wohnungseigentümern gemeinsam zu, Sondernutzungen durch einzelne Wohnungseigentümer bedürfen der Zustimmung der übrigen Miteigentümer. Zur Begründung des Wohnungseigentums muß eine Nutzwertfestsetzung (früher: Parifizierung) vorliegen. Die Nutzwerte werden nach der Nutzfläche der Wohnungseigentumsobjekte mit Zu- oder Abschlägen für werterhöhende oder wertmindernde Umstände (Ausstattung, Zubehör, Stockwerkslage etc.) ermittelt. Die Mindestanteile müssen dem Verhältnis der Nutzwerte entsprechen. Der Mindestanteil ist die "kleinste Einheit", an der kein weiteres Teileigentum begründet werden kann. Die einzige Ausnahme ist das gemeinsame Wohnungseigentum von Ehegatten je an der Hälfte des Mindestanteils. Wohnungseigentum wird durch den Abschluß von Wohnungseigentums- und Kaufverträgen und durch Einverleibung im Grundbuch erworben.
Meist bei Grundstücken; Reproduktionswert abzüglich Altersabschlag unter Berücksichtigung des Ertragwertes.
Zwanghypothek
Art der Zwangvollstreckung in das unbewegliche Vermögen eines Schuldners
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