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Timestamp: 2019-10-19 19:10:58
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Matched Legal Cases: ['§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 44', '§ 8', '§ 8', 'Art. 3', 'BGH']

BVerwG, 21.10.1986 - 1 C 44.84 - dejure.org
https://dejure.org/1986,43
BVerwG, 21.10.1986 - 1 C 44.84 (https://dejure.org/1986,43)
BVerwG, Entscheidung vom 21.10.1986 - 1 C 44.84 (https://dejure.org/1986,43)
BVerwG, Entscheidung vom 21. Januar 1986 - 1 C 44.84 (https://dejure.org/1986,43)
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Ausländerrecht - Staatsangehörigkeit - Einbürgerung - Bekenntnis zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung
VG Freiburg, 06.06.1983 - 4 K 168/82
VGH Baden-Württemberg, 10.09.1984 - 1 S 2045/83
BVerwGE 75, 86
NJW 1987, 856
NVwZ 1987, 422 (Ls.)
DVBl 1987, 370
DÖV 1987, 917
Auf eine die Tarifparteien begünstigende Regelung deutet übrigens auch die Antragsabhängigkeit der Allgemeinverbindlicherklärung hin (vgl. BVerwG, Urteil vom 21. Oktober 1986 - BVerwG 1 C 44.84 -, NJW 1987, 856 ).
Hinzu kommt, daß nach der prinzipiellen Ordnung des Verhältnisses des einzelnen zum Staat im Grundgesetz bei gesetzlichen Begünstigungen ohnehin im Zweifel ein rechtlich geschütztes Individualinteresse zu bejahen ist (BVerfGE 15, 275 [BVerfG 05.02.1963 - 2 BvR 21/60], BVerwG, Urteil vom 21. Oktober 1986 - BVerwG 1 C 44.84 -, a.a.O.).
Auch wenn Maßstab einer gesetzlich vorgesehenen Begünstigung das öffentliche Interesse ist, kann das Gesetz nach Maßgabe dieses Maßstabs zugleich das Interesse des einzelnen an der Begünstigung rechtlich schützen, so daß dieser eine rechtsfehlerfreie Entscheidung zu beanspruchen hat (BVerwG, Urteil vom 21. Oktober 1986 - BVerwG 1 C 44.84 -, a.a.O.; BVerwGE 65, 19 [BVerwG 04.02.1982 - 3 C 19/81]; allgemein zur möglichen Identität von öffentlichem und privatem Interesse Leisner, DÖV 1970, 217 ff.).
BVerwG, Beschluss vom 27. Juni 1983 - 1 B 73.83 -, DVBl. 1983, 1013 (1014); Urteil vom 21. Oktober 1986 - 1 C 44.84 -, NJW 1987, 856 (858 f.).
vgl. BVerwG, Urteil vom 21. Oktober 1986 - 1 C 44.84 -, NJW 1987, 856 (858 f.); Beschluss vom 27. Juni 1983 - 1 B 73.83 -, DVBl. 1983, 1013 (1014); Beschluss vom 24. August 1979 - 1 C 27.76 -, Buchholz 130, § 8 RuStAG Nr. 9, S. 6 (8); Marx, § 8 RuStAG Rn. 63; aus der gefestigten Rechtsprechung zur Verfassungstreue von Beamten(-Bewerbern) vgl. nur: BVerwG, Urteil vom 6. Februar 1975 - II C 68/73 -, NJW 1975, 1135 (1137); BVerwG, Urteil vom 26. März 1975 - II C 11.74 -, BVerwGE 47, 365 (374 f.); BVerfG, Beschluss vom 31. Juli 1981 - 2 BvR 321/81 -, NJW 1981, 2683.
Nach der Ausländer nicht ausnehmenden prinzipiellen Ordnung des Verhältnisses des einzelnen zum Staat im Grundgesetz ist nämlich bei gesetzlichen Begünstigungen im Zweifel ein rechtlich geschütztes Individualinteresse zu bejahen (vgl. Urteil vom 21. Oktober 1986 - BVerwG 1 C 44.84 - Buchholz 130 § 8 RuStAG Nr. 29 S. 65).
Die Beschwer ist dann nicht gegeben, wenn die geltend gemachten Rechte unter Zugrundelegung des Klagevorbringens offensichtlich und eindeutig nach keiner Betrachtungsweise bestehen oder dem Kläger zustehen können, eine Verletzung subjektiver Rechte des Klägers also nicht in Betracht kommt (vgl. BSGE 62, 231 [232]; BVerwG, NJW 1987, S. 856 [857]).
Hieran würde es nur fehlen, wenn offensichtlich und eindeutig nach keiner Betrachtungsweise subjektive Rechte des Klägers verletzt sein könnten (vgl. Urteile vom 23. März 1982 - BVerwG 1 C 157.79 - Buchholz 451.25 LadschlG Nr. 20 und vom 21. Oktober 1986 - BVerwG 1 C 44.84 - Buchholz 130 § 8 RuStAG Nr. 29).
Zwar deutet ein solches Erfordernis in der Regel auf subjektive Rechte hin (vgl. Urteil vom 21. Oktober 1986 - BVerwG 1 C 44.84 - Buchholz 130 § 8 RuStAG Nr. 29 S. 64 f., insoweit in BVerwGE 75, 86 nicht abgedruckt; vgl. auch Urteil vom 25. November 2004 - BVerwG 2 C 46.03 - Buchholz 236.1 § 44 SG Nr. 8 S. 3).
Die Behörde hat demgemäß zu prüfen, ob die Einbürgerung sowohl nach den persönlichen Verhältnissen des Bewerbers als auch nach allgemeinen politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Gesichtspunkten im staatlichen Interesse erwünscht ist (BVerwG, Urteil vom 21.10.1986 - 1 C 44.84 -, BVerwGE 75, 86, 88 f. m.w.Nachw.).
Die freiheitlich demokratische Grundordnung umfasst die Grundprinzipien der Staatsgestaltung, die das Grundgesetz als unantastbar anerkennt und die deshalb gegen Angriffe verteidigt werden sollen (BVerwG, Urteil vom 21.10.1986, a.a.O., S. 93 m.w.Nachw.).
Liegen tatsächliche Umstände vor, die es der Behörde zweifelhaft erscheinen lassen, dass der Bewerber sich zur freiheitlich demokratischen Grundordnung bekennt und für ihre Erhaltung eintreten wird, und sind diese Umstände objektiv geeignet, solche Zweifel hervorzurufen, ist es folglich nicht ermessensfehlerhaft, die Einbürgerung als nicht im staatlichen Interesse liegend abzulehnen (BVerwG, Urteil vom 21.10.1986, a.a.O., S. 94 m.w.Nachw.).
Es findet keine Abwägung mit den persönlichen Interessen des Bewerbers, sondern nur eine Abwägung der für und gegen die Einbürgerung sprechenden staatlichen Belange statt (ständige Rechtsprechung, vgl. BVerwG, Urteil vom 21.10.1986, a.a.O.;… Beschluss vom 19.2.1991, Buchholz 130 § 8 RuStAG Nr. 41, S. 66 m.w.Nachw.).
Die Bestimmung schützt jedoch nicht gegen Nachteile, die infolge anderer Differenzierungsmerkmale entstehen (vgl. BVerfGE 2, 266, 286; 75, 40, 70; BVerwGE 75, 86, 96).
Die Gerichte dürfen nicht eigenes Ermessen an die Stelle des behördlichen Ermessens setzen, wenn ihnen eine andere Entscheidung den Umständen des Falles gemäßer erscheint (vgl. z.B. BVerwGE 64, 7 ; 75, 86 ; Beschluß vom 11. Oktober 1985 - BVerwG 1 B 102.85 - Buchholz 130 § 8 RuStAG Nr. 26).
Danach ist kein Raum für die Annahme, daß zur Beseitigung fortwirkender Folgen des erwähnten Verfassungsverstoßes bei dem betroffenen Personenkreis gruppentypisch ein öffentliches Interesse an der Einbürgerung besteht, wenn sie von dem Optionsrecht des Art. 3 RuStAÄndG 1974 keinen Gebrauch gemacht haben (BVerwGE 75, 86 ).
Zwar darf die Behörde auch in diesen Fällen die Einbürgerung ablehnen, wenn sie aus sachgerechten Gründen zu dem Ergebnis kommt, daß sie nicht im staatlichen Interesse liegt (BVerwGE 75, 86 ).
Die Frist bezweckt, innerhalb angemessener Zeit die sich aus dem Optionsrecht ergebenden staatsangehörigkeitsrechtlichen Beziehungen möglichst klarzustellen (BVerwGE 75, 86 ).
BVerwG, 25.11.2004 - 2 C 46.03
Anspruch auf fehlerfreie Ermessenausübung; Antrag; Belange der Bundeswehr; …
OVG Bremen, 18.05.1999 - 1 HB 497/98
Berücksichtigung des Wohlwollensgebots der Genfer Flüchtlingskonvention bei …
OVG Rheinland-Pfalz, 26.07.1988 - 12 A 79/88
Zulassung eines Rechtslehrers an einer deutschen Hochschule als …
OVG Nordrhein-Westfalen, 12.05.2011 - 12 A 356/10
Rechtmäßigkeit einer Ermessensentscheidung hinsichtlich einer Einbürgerung gem. § …
OVG Nordrhein-Westfalen, 15.02.2011 - 12 A 1460/10
Verwehrung der Einbürgerung eines mehrere Restaurants und Arbeitsplätze in …
VG Köln, 10.08.2005 - 10 K 9015/04
Einbürgerung einer marokkanischen Staatsangehörigen in den deutschen …
OVG Rheinland-Pfalz, 23.04.1993 - 7 B 12396/92
BVerwG, 12.06.1990 - 1 CB 23.90
Rechtsanspruch des wissenschaftlichen Mitarbeiters eines Rechtsanwalts beim BGH …
BVerwG, 30.09.1987 - 6 B 43.87
BVerwG, 08.01.1990 - 1 A 117.89
VG München, 25.08.1987 - M 17 E 87.5070