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Timestamp: 2016-10-24 14:06:24
Document Index: 213166949

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 2', 'BGE', 'Art. 47', 'Art. 5', 'Art. 97', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 44', 'BGE', 'Art. 44', 'Art. 9', 'Art. 95', 'Art. 106', 'Art. 229', 'Art. 229', 'Art. 11', 'Art. 66']

Qualifizierte Widerhandlungen gegen das Bet�ubungsmittelgesetz, falsche Anschuldigung etc.; Strafzumessung; Beschleunigungsgebot; Probezeit,
Am 31. Januar 2008 verurteilte das Bezirksstrafgericht Sense X.________ unter anderem wegen einfacher und qualifizierter Widerhandlungen gegen das Bet�ubungsmittelgesetz sowie falscher Anschuldigungen zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 18 Monaten und zu einer Busse von 1'500 Franken. Die Strafe wurde als teilweise Zusatzstrafe zum Urteil des Tribunal du District de Martigny/St. Maurice vom 16. Januar 1997 und als Zusatzstrafe zum Urteil des Kantonsgerichts Graub�nden vom 27. November 2000 ausgesprochen. Das Bezirksstrafgericht verpflichtete X.________ �berdies zur Bezahlung einer Ersatzforderung von Fr. 500'000.-- und zog den beschlagnahmten Hanf zur Vernichtung ein. Die gegen die Verurteilung gerichtete Berufung X.________ wies der Strafappellationshof des Kantonsgerichts Freiburg am 19. M�rz 2009 ab, soweit er darauf eintrat. Die Ersatzforderung setzte er in teilweiser Gutheissung der Berufung auf Fr. 240'851.93 fest.
Am 28. September 2009 hiess die Strafrechtliche Abteilung des Bundesgerichts die Beschwerde von X.________ teilweise gut, hob das Urteil des Strafappellationshofs vom 19. M�rz 2009 auf und wies die Sache zur erg�nzenden Sachverhaltsfeststellung und neuen Entscheidung im Sinne der Erw�gungen an die Vorinstanz zur�ck (6B_498/2009). Die teilweise Gutheissung betraf (einzig) die Festsetzung der Strafe, namentlich die Frage, ob angesichts der insgesamt langen Verfahrensdauer allenfalls eine Verletzung des Beschleunigungsverbots vorliege und wie sich diese gegebenenfalls auswirke. Im �brigen wurde die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf einzutreten war.
Im neuen Verfahren verurteilte der Strafappellationshof des Kantonsgerichts Freiburg X.________ am 23. November 2010 zu einer Freiheitsstrafe von 11 Monaten, bedingt vollziehbar bei einer Probezeit von f�nf Jahren, als teilweise Zusatzstrafe zum Urteil des Tribunal du District de Martigny/St. Maurice vom 16. Januar 1997 und als Zusatzstrafe zum Urteil des Kantonsgerichts Graub�nden vom 27. November 2000, sowie zu einer Busse von Fr. 1'000.--.
Gegen dieses Urteil f�hren sowohl X.________ (6B_140/2011) als auch die Staatsanwaltschaft des Kantons Freiburg (6B_122/2011) Beschwerde in Strafsachen. X.________ beantragt die Aufhebung des angefochtenen Urteils des Strafappellationshofs des Kantonsgerichts Freiburg und die R�ckweisung der Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz. Die Staatsanwaltschaft verlangt, das Urteil des Strafappellationshofs sei aufzuheben. X.________ sei mit 11 Monaten Freiheitsstrafe zu bestrafen und mit Fr. 1'000.-- zu b�ssen, dies als Zusatzstrafe zum Urteil des Tribunal du District de Martigny/St. Maurice vom 16. Januar 1997, zum Urteil des Kantonsgerichts Graub�nden vom 27. November 2000 sowie zum Urteil des Untersuchungsrichteramts Freiburg vom 7. April 2008. Der bedingte Strafvollzug sei zu verweigern. Eventualiter sei die Angelegenheit zur Neubeurteilung an den Strafappellationshof zur�ckzuweisen.
Die kantonale Beh�rde muss bei einer R�ckweisung ihrer neuen Entscheidung die Begr�ndung der Kassation zugrunde legen. Das gilt im Entscheidpunkt und f�r weitere Fragen insoweit, als sich die bundesgerichtliche Kassation auf andere Punkte auswirkt und es der Sachzusammenhang erfordert. In diesem Umfang ist die neue Entscheidung vor Bundesgericht anfechtbar (BGE 123 IV 1 E. 1; vgl. auch BGE 135 III 334 E. 2; 131 III 91 E. 5.2).
Verfahrensgegenstand bildet vorliegend (einzig) die Festsetzung der Strafe, insbesondere die Frage, ob eine Verletzung des Beschleunigungsgebots vorliegt und wie sich eine solche gegebenenfalls auswirkt, sowie die mit der Strafzumessung sachlich zusammenh�ngenden Punkte (siehe hierzu explizit BGE 117 IV 97 E. 4c). F�r eine erneute Diskussion des THC-Werts von 0,3% besteht folglich kein Raum mehr. Die Vorinstanz hat den Antrag des Beschwerdef�hrers, es sei der THC-Grenzwert von 0,3% auf seine wissenschaftliche Berechtigung zu �berpr�fen, im angefochtenen Entscheid deshalb zu Recht abgewiesen, soweit sie �berhaupt darauf eingetreten ist. Inwiefern das vorinstanzliche Vorgehen eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs begr�nden k�nnte, ist vor diesem Hintergrund unter Hinweis auf die Bindungswirkung des bundesgerichtlichen R�ckweisungsentscheids nicht ersichtlich.
Am 1. Januar 2007 ist der neue Allgemeine Teil des Strafgesetzbuches in Kraft getreten. Der Beschwerdef�hrer beging die inkriminierten Taten vor diesem Zeitpunkt. In Bezug auf die auszuf�llende Sanktion findet nach der zutreffenden und im �brigen unangefochtenen Auffassung der Vorinstanz das neue Recht Anwendung, da es f�r den Beschwerdef�hrer - mit R�cksicht auf die erweiterten M�glichkeiten des bedingten und teilbedingten Strafvollzugs - das mildere ist (Art. 2 Abs. 2 StGB; vgl. 6B_1065/2010 vom 31. M�rz 2010 E. 1.1 und 1.9.3).
Im Rahmen ihrer Neubeurteilung stellt die Vorinstanz den Verfahrensgang in der Angelegenheit "A.________" vom 16. September 1996 bzw. 9. Januar 1997 (Er�ffnung der Strafuntersuchung) bis 16. Juli 2010 (Urteil der 1. �ffentlich-rechtlichen Abteilung des Bundesgerichts mit Abweisung der Beschwerde betreffend Ausstand) minuzi�s dar. Gest�tzt darauf gelangt sie zum Schluss, dass sich die diesbez�gliche Gesamtverfahrensdauer in der Tat als zu lange erweist. Es sei nicht in jeder Hinsicht nachvollziehbar, weshalb vom Zeitpunkt der Verfahrenser�ffnung bis zum Abschluss der Untersuchung rund zehn Jahre ben�tigt worden seien. Immerhin sei hervorzuheben, dass das Verfahren als solches sehr umfangreich gewesen sei und zahlreiche Straftaten zu untersuchen gewesen seien. Die Gesamtdauer des Verfahrens m�sse indes in jedem Fall als �berm�ssig bezeichnet werden. Es sei von einer Verletzung des Beschleunigungsgebots auszugehen.
Die Vorinstanz pr�ft weiter, wie diese Verletzung zu sanktionieren ist. Aufgrund der Schwere der Taten erachtet sie einen Strafverzicht oder gar eine Verfahrenseinstellung als ausgeschlossen. Sie h�lt alleine eine Strafreduktion f�r sachgerecht. Die Verfahrensdauer betrage insgesamt 14 Jahre. Davon entfielen rund 10 Jahre auf die Untersuchung. Der Beschwerdef�hrer habe s�mtliche Beschwerdem�glichkeiten ausgesch�pft. Daraus werde ihm zwar kein Vorwurf gemacht, dennoch k�nne nicht v�llig ausser Acht gelassen werden, dass sein Vorgehen eine Verl�ngerung des Verfahrens bewirkt habe. Trotz der Komplexit�t des Falles und der (zeitintensiven) rechtlich nicht zu beanstandenden Aussch�pfung aller Rechtsmittel h�tte die Angelegenheit in ca. 10 Jahren abgeschlossen sein m�ssen. Das Verfahren habe damit insgesamt 3 bis 4 Jahre zu lange gedauert. Dieser Verletzung des Beschleunigungsgebots sei mit einer Reduktion der ausgef�llten Strafe um mindestens 30 - 40% Rechnung zu tragen. Weitere Gr�nde f�r eine Strafmilderung oder eine Strafminderung best�nden nicht. Insbesondere k�nne nicht gesagt werden, das Strafbed�rfnis habe sich wegen der seit der Tat verstrichenen Zeit deutlich vermindert, zumal rein faktisch die lange Verfahrensdauer auch Folge des Verhaltens des Beschwerdef�hrers sei. Von einem Wohlverhalten k�nne angesichts der weiteren Verst�sse des Beschwerdef�hrers gegen das Bet�ubungsmittelgesetz im Jahre 2005 (erst) ab diesem Zeitpunkt gesprochen werden.
Ohne Verletzung des Beschleunigungsgebots w�re nach der Auffassung der Vorinstanz eine Gesamtstrafe von 27 Monaten auszusprechen gewesen. Die (rechtskr�ftige) Grundstrafe betrage 9 Monate, als Zusatzstrafe verblieben 18 Monate. Diese Strafe (und die Busse von Fr. 1'500.--) seien wegen der �berlangen Verfahrensdauer auf 11 Monate (und Fr. 1'000.--) herabzusetzen. Der Verletzung des Beschleunigungsgebots werde demnach mit 7 Monaten (bzw. 500 Franken) Rechnung getragen. Mit diesem Ergebnis werde auch das Gleichbehandlungsgebot beachtet. Das Bezirksstrafgericht Sense sei bei der Angelegenheit des Mitangeklagten B.________ (ebenfalls) von einer rund vierj�hrigen Verfahrensverz�gerung ausgegangen. Es habe dessen Einsatzstrafe von 42 Monaten wegen der Verletzung des Beschleunigungsgebots sowie aus weiteren Gr�nden um 50% reduziert. Grunds�tzlich seien Mitt�ter nach den gleichen Massst�ben rechtsgleich zu beurteilen. Selbst gleich oder �hnlich gelagerte F�lle w�rden sich in zumessungsrelevanten Punkten aber massgeblich unterscheiden. Diese Umst�nde seien bei der Zumessung der Strafe in Rechnung gestellt worden.
Nach dem Daf�rhalten des Beschwerdef�hrers tr�gt die Vorinstanz der festgestellten Verletzung des Beschleunigungsgebots bzw. der �berlangen Dauer des Verfahrens bei der Wahl der Sanktionsart nicht hinreichend Rechnung. Er habe die Verfahrensverz�gerung nicht zu vertreten und auf die Verfahrensdauer nicht ungeb�hrlich eingewirkt. Die "schweren Taten", wof�r er ihm Rahmen des BetmG verurteilt worden sei, seien keine "handfesten Delikte", sondern "Spekulationen". Sein Verschulden wiege nicht schwer. Die Vorinstanz h�tte deshalb einen Strafverzicht oder eine Verfahrenseinstellung nicht (von vorneherein) einfach von der Hand weisen d�rfen.
5.1 Inwieweit die Dauer eines Verfahrens als rechtsstaatswidrig anzusehen ist und welche Reaktion darauf erforderlich, bestimmt sich nach den Umst�nden des Einzelfalls. Bei einer Verletzung des Beschleunigungsgebots kommen nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts als Sanktionen die Reduktion der Strafh�he bei der Strafzumessung, die Schuldigsprechung des T�ters unter gleichzeitigem Strafverzicht sowie in extremen F�llen als ultima ratio die Einstellung des Verfahrens in Betracht (BGE 133 IV 158 E. 8; 130 IV 54 E. 3; 124 I 139 E. 2a; 119 Ib 311 E. 5b). Es ist zu ber�cksichtigen, wie schwer der Beschuldigte durch die Verfahrensverz�gerung getroffen wurde, wie gravierend die ihm vorgeworfenen Taten sind und welche Strafe ausgesprochen werden m�sste, wenn keine Verletzung des Beschleunigungsgebots vorliegen w�rde. Rechnung zu tragen ist auch den Interessen der Gesch�digten und der Komplexit�t des Falles, und es ist in Betracht zu ziehen, wer die Verfahrensverz�gerung zu vertreten hat (HANS WIPR�CHTIGER, Basler Kommentar, Strafgesetzbuch I, Basel 2007, 2. Aufl., Art. 47 N. 139; s.a. WERNER THEUNE, Leipziger Kommentar, Deutsches StGB, 12. Aufl., 2006, � 46 N. 245; siehe auch WOLFGANG WOHLERS, Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 2011, Art. 5 N. 12).
5.2 Die vorliegende Gesamtverfahrensl�nge von rund 14 Jahren ist als ganz erheblich zu bezeichnen. Sie r�ckt in die N�he der Verj�hrungsfrist von 15 Jahren gem�ss Art. 97 Abs. 1 lit. b StGB (vgl. insoweit namentlich das Urteil 6B_440/2008 vom 11. November 2008 E. 6). Das entgeht der Vorinstanz nicht. Sie stuft die Angelegenheit "A.________" jedoch zutreffend als aufw�ndig und umfangreich ein. �berdies weist sie in diesem Zusammenhang zu Recht auf das (zul�ssige) Prozessverhalten des Beschwerdef�hrers hin, welches massgeblich zur fraglichen Verfahrensl�nge beigetragen hat, wie - um nur ein Beispiel zu nennen - das Verfahren 1B_147/2010 vom 16 Juli 2010 zeigt (vgl. auch bundesgerichtlichen R�ckweisungsentscheid; s. BGE 119 IV 107 E. 1c). Ebenso zutreffend ber�cksichtigt die Vorinstanz die Schwere des Tatvorwurfs. Es geht um gewerbsm�ssigen Handel mit Hanf. Der Beschwerdef�hrer hat insoweit nach den Feststellungen der Vorinstanz durch den Verkauf von Hanf einen Umsatz von �ber 2 Millionen Franken erwirtschaftet (vgl. BGE 129 IV 188 E. 3.1.3, in dem ein Umsatz von Fr. 100'000.-- als erheblich bezeichnet wird) und bedeutende Gewinne erzielt. Im Jahre 1996 seien Tageseinnahmen bis zu Fr. 25'000.-- zu verzeichnen gewesen (angefochtener Entscheid, S. 13; vgl. auch Entscheid vom 19. M�rz 2009, S. 17, 21). Unter diesen Umst�nden durfte die Vorinstanz die dem Beschwerdef�hrer vorgeworfenen Taten ohne weiteres als schwer bezeichnen. Davon, dass es sich insoweit um blosse "Spekulationen" handelt, kann keine Rede sein. Dass der Beschwerdef�hrer aufgrund der �berlangen Verfahrensdauer schweren Belastungen ausgesetzt gewesen w�re, macht er nicht geltend. Seinen eigenen Angaben zufolge ist er Inhaber einer Handelsfirma und verdient gut. Sein steuerbares Einkommen belief sich gem�ss Steuererkl�rung 2006 auf rund Fr. 173'000.--. An seiner pers�nlichen Situation hat sich nach den unangefochten gebliebenen Feststellungen der Vorinstanz bis heute nichts ge�ndert (vgl. angefochtenen Entscheid, S. 13). Beeintr�chtigungen seines sozialen Ansehens oder seiner beruflichen Karriere sind somit nicht ausgewiesen. In Untersuchungshaft befand er sich nie. Unter Ber�cksichtigung all dieser Umst�nde durfte die Vorinstanz deshalb sowohl einen Strafverzicht als auch eine Verfahrenseinstellung als m�gliche und angemessene Sanktionsfolgen ablehnen und der Verletzung des Beschleunigungsgebots mit einer Reduktion der Strafe im Rahmen der Strafzumessung Rechnung tragen. Dies gilt umsomehr, als auch das Verschulden des Beschwerdef�hrers entgegen seiner Behauptung aus den im angefochtenen Entscheid geschilderten Gr�nden nicht als leicht einzustufen ist (vgl. angefochtenen Entscheid, S. 14; siehe insoweit auch 6B_440/2008 vom 11. November 2008 E. 6.5). Die Beurteilung der Vorinstanz h�lt sich im Rahmen ihres weiten Ermessens, und es kann entgegen der in der Beschwerde vertretenen Ansicht auch nicht von einer unzureichenden Begr�ndung bzw. von mangelnden Feststellungen gesprochen werden. Eine Verletzung von Bundesrecht liegt nicht vor.
Der Beschwerdef�hrer bestandet eine Verletzung des Gleichbehandlungsgebots. Die von der Vorinstanz mittels Prozentsatz kalkulierte Strafreduktion bewirke eine Ungleichbehandlung. Ihr Vorgehen laufe auf die Bevorzugung des strenger bestraften Mitangeklagten B.________ hinaus. Diesem seien von 42 Monaten 21 Monate abgezogen worden, ihm indessen lediglich 7 von 18. Im Sinne einer rechtsgleichen Strafzumessung m�ssten ihm - dem Beschwerdef�hrer - ebenso viele Monate erlassen werden wie dem Mitangeklagten. Wenn man dieser Auffassung des Beschwerdef�hrers folgte, erg�be sich hier offenbar eine Strafe von "minus 3 Monaten".
6.1 Aufgrund der weiten Strafrahmen und des Ermessensspielraums des Sachrichters bei der Strafzumessung kann es bei Mitt�tern zu erheblichen Unterschieden im Strafmass kommen. Der Grundsatz der Gleichbehandlung und Gleichm�ssigkeit der Strafzumessung ist nur verletzt, wenn es der Richter bei der Festlegung der einzelnen Strafen unterl�sst, im Sinne einer Gesamtbetrachtung beide Strafzumessungen in Einklang zu bringen (vgl. zur Frage der Strafzumessung bei Mitt�terschaft BGE 135 IV 191 E. 3.2; vgl. auch BGE 136 IV 1). Ist aus formellen Gr�nden nur �ber einen Mitt�ter zu urteilen, w�hrend die Strafe des andern bereits feststeht, so geht es darum, einen hypothetischen Vergleich anzustellen. Dabei hat der Richter sich einzig von seinem pflichtgem�ssen Ermessen leiten zu lassen. Die Autonomie des Richters kann zur Folge haben, dass die Strafen zweier Mitt�ter in einem Missverh�ltnis stehen. Dies ist verfassungsrechtlich unbedenklich und hinzunehmen, solange die in Frage stehende Strafe als solche angemessen ist (BGE 135 IV 191 E. 3.3).
6.2 Die Vorinstanz erachtet - �hnlich wie das Bezirksstrafgericht Sense f�r den Mitangeklagten B.________ - das Verfahren "A.________", welches insgesamt rund 14 Jahren dauerte, im Umfang von drei bis vier Jahren als zu lang. Ausgehend hievon gesteht sie dem Beschwerdef�hrer wegen der festgestellten Verletzung des Beschleunigungsgebots eine Strafreduktion von rund 40% zu, was sie nicht nur f�r sich gesehen, sondern auch im Hinblick auf die Strafzumessung des Mitangeklagten B.________ f�r angemessen h�lt. Dessen Strafe wurde (vom Bezirksstrafgericht Sense) wegen Verletzung des Beschleunigungsgebots und aus andern Gr�nden um 50% reduziert. Dass und inwieweit sich die Vorinstanz bei ihren Erw�gungen nicht von den rechtlich massgeblich Gesichtspunkten hat leiten lassen, ist nicht ersichtlich. Dass sie die hier zu beurteilende Strafreduktion wegen der Verletzung des Beschleunigungsgebots mittels Prozentsatz im Hinblick auf die ebenso berechnete Herabsetzung der Strafe des Mitt�ters unter Angleichung daran ermittelt und in Abzug bringt, ist vertretbar und steht in ihrem Ermessen. Ein Anspruch darauf, dass die Strafe des Beschwerdef�hrers um gleich viele Monate wie diejenige des Mitt�ters reduziert wird, besteht nicht. Jener w�rde ansonsten v�llig zu Unrecht davon profitieren, dass der Mitangeklagte B.________ wegen schwererer Taten und/oder gr�sseren Verschuldens zu einer h�heren "Einsatzstrafe" als er selber verurteilt wurde. Im �brigen ist nicht ersichtlich, dass die konkrete Strafreduktion um 7 Monate f�r sich gesehen zu gering oder die im Ergebnis ausgef�llte Freiheitsstrafe von 11 Monaten unter Verletzung des der Vorinstanz zustehenden Ermessens unzul�ssig hoch ausgefallen w�re. Eine Verletzung von Bundesrecht ist insoweit nicht auszumachen. Bei dieser Sachlage kann der Beschwerdef�hrer nichts f�r sich aus der Strafzumessung des Mitangeklagten B.________ ableiten.
Der Beschwerdef�hrer kritisiert die Dauer der angeordneten Probezeit von f�nf Jahren. Die letzten Straftaten datierten aus dem Jahre 2005. Seither habe er sich wohl verhalten, was belege, dass er f�r die Etablierung des Hanfs k�mpfen k�nne, ohne mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten. Die Gefahr eines "R�ckfalls" bestehe somit nicht. Vor diesem Hintergrund und im Lichte des Gleichbehandlungsgebots - der Mitangeklagte B.________ sei in den Genuss der k�rzest m�glichen Probezeit gekommen - m�sse auch ihm eine Probezeit von zwei Jahren zugestanden werden.
7.1 Schiebt das Gericht den Vollzug einer Strafe ganz oder teilweise auf, so bestimmt es dem Verurteilten eine Probezeit von zwei bis f�nf Jahren (Art. 44 Abs. 1 StGB). Die Bemessung der Probezeit richtet sich innerhalb des gesetzlichen Rahmens nach den Umst�nden des Einzelfalls, insbesondere nach der Pers�nlichkeit und dem Charakter des Verurteilten sowie der R�ckfallgefahr. Je gr�sser diese Gefahr, desto l�nger muss die Probezeit sein, damit der Verurteilte von weiteren Delikten abgehalten wird. Ihre Dauer muss mit anderen Worten so festgelegt werden, dass sie die gr�sste Wahrscheinlichkeit zur Verhinderung eines R�ckfalls bietet. Die Beh�rden verf�gen in diesem Zusammenhang �ber einen weiten Ermessensspielraum. In diesen greift das Bundesgericht nur ein, wenn der Richter sein Ermessen in missbr�uchlicher Weise �berschreitet (BGE 95 IV 121 E. 1; Urteile 6B_1001/2008 vom 25. M�rz 2009 E. 6.3; 6S.457/2006 vom 5. April 2006 E. 3). Keine Rolle spielt insoweit die Schwere der Tat (ROLAND M. SCHNEIDER/ROY GARR�, in: Basler Kommentar Strafrecht I, 2. Auflage 2007, N. 4 zu Art. 44 StGB).
7.2 Der Beschwerdef�hrer ist im Strafregister wegen Widerhandlungen gegen das Bet�ubungsmittelgesetz und falscher Anschuldigungen mehrfach verzeichnet. Die letzten Straftaten, die er sich zuschulden kommen liess, datieren aus dem Jahre 2005. Dem bei den Akten liegenden Strafregisterauszug vom 29. September 2010 sind seither keine neuen Verurteilungen zu entnehmen. Die pers�nliche Situation des Beschwerdef�hrers hat sich nach den verbindlichen Feststellungen im angefochtenen Entscheid nicht ver�ndert. Er k�mpft nach wie vor f�r die Etablierung des Industriehanfs in der Schweiz. Vor diesem Hintergrund, namentlich aufgrund seiner (anhaltenden) Delinquenz auch nach Er�ffnung des Strafverfahrens und der fortw�hrenden, intensiven Befassung mit der Thematik Hanf, durfte die Vorinstanz Zweifel am k�nftigen Wohlverhalten des Beschwerdef�hrers hegen bzw. von einem (gewissen) R�ckfallrisiko ausgehen und deshalb die Ansicht vertreten, bei einer Probezeit von f�nf Jahren sei die Wahrscheinlichkeit weiterer Straftaten am geringsten. Sie hat sich damit bei ihrer Entscheidfindung von den rechtlich massgeblichen Gesichtspunkten leiten lassen. Aus dem Umstand dass das Bezirksstrafgericht Sense dem Mitangeklagten B.________ eine minimale Probezeit von zwei Jahren bestimmte, kann der Beschwerdef�hrer nichts f�r sich ableiten. Die Vorinstanz geht insoweit bei der Prognosebeurteilung zutreffend allein von den Umst�nden aus, welche den Beschwerdef�hrer betreffen. Im �brigen ergibt sich aus dem Urteil des Bezirksstrafgerichts Sense vom 31. Januar 2008, dass B.________ im Zusammenhang mit Bet�ubungsmitteldelikten nicht vorbestraft ist und ihm seit Fr�hling 2000 kein strafbares Verhalten im Zusammenhang mit dem Anbau und Verkauf von Hanf zur Last gelegt werden kann. Die Bemessung der Probezeit auf f�nf Jahre ist bundesrechtskonform.
Der Beschwerdef�hrer wendet sich gegen den vorinstanzlichen Kostenentscheid. Die Verfahrenskosten f�r das Berufungsverfahren, zu deren H�he die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid nicht Stellung nehme, seien mit �ber Fr. 10'000.-- �berrissen bzw. erschienen im Vergleich zu den im ersten Berufungsverfahren erhobenen Kosten von Fr. 7'500.-- als willk�rlich hoch. Denn das vorliegende Verfahren betreffe nur die Frage der Verletzung des Beschleunigungsgebots, w�hrend das erste Verfahren den ganzen Prozessstoff umfasst habe. Angesichts seines Obsiegens sei es auch nicht vertretbar, ihm die Verfahrenskosten zu drei Vierteln aufzuerlegen.
8.1 Das Bundesgericht pr�ft die Anwendung der kantonalen Kostenbestimmungen nur auf Willk�r (Art. 9 BV; Art. 95 BGG). Die R�ge der Verletzung kantonalen Rechts unterliegt den qualifizierten Begr�ndungsanforderungen von Art. 106 Abs. 2 BGG.
8.2 Nach Art. 229 der Strafprozessordnung des Kantons Freiburg (StPO/FR) tr�gt grunds�tzlich der Verurteilte die Verfahrenskosten. Der Beschwerdef�hrer ist mit seinen zahlreichen Anliegen im ersten wie im zweiten Berufungsverfahren (nur) teilweise durchgedrungen. S�mtliche Schuldspr�che wurden best�tigt. Lediglich im Rahmen der Straffestsetzung (unter Einschluss der H�he der Ersatzforderung) konnte er gewisse Erfolge verzeichnen. Unter diesen Umst�nden erscheint die Kostenauflage an den Beschwerdef�hrer im Umfang von drei Vierteln nicht willk�rlich. Nichts anderes gilt in Bezug auf die ermittelte H�he der Verfahrenskosten. Die Vorinstanz bestimmt diese gest�tzt auf Art. 229 StPO/FR in Anwendung des kantonalen Tarifs der Gerichtskosten in Strafsachen (StKT; siehe angefochtenen Entscheid, S. 4 und 17 mit Verweis auf den Entscheid vom 19. M�rz 2009, S. 57), und zwar sowohl f�r den ersten Entscheid vom 19. M�rz 2009, soweit dieser Bestand hat, als auch f�r den zweiten Entscheid vom 23. November 2010 (Art. 11 StKT). Der Betrag von Fr. 10'000.-- erscheint vor dem Hintergrund des Verfahrensumfangs keineswegs als unhaltbar hoch. Von einer willk�rlichen Anwendung des kantonalen Verfahrensrechts kann keine Rede sein. Die Vorbringen des Beschwerdef�hrers zielen ins Leere.
Die Beschwerde ist damit abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten dem Beschwerdef�hrer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).