Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VI%20ZR%2086/89
Timestamp: 2020-07-10 23:36:05
Document Index: 138114108

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 176', '§ 205', '§ 1542', '§ 176', 'BGH']

BGH, 09.01.1990 - VI ZR 86/89 - dejure.org
https://dejure.org/1990,1643
BGH, 09.01.1990 - VI ZR 86/89 (https://dejure.org/1990,1643)
BGH, Entscheidung vom 09.01.1990 - VI ZR 86/89 (https://dejure.org/1990,1643)
BGH, Entscheidung vom 09. Januar 1990 - VI ZR 86/89 (https://dejure.org/1990,1643)
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Familienversicherung - Heilbehandlungskosten - Familienhilfe - Ersatzanspruchübergang
RVO § 176b, § 205, § 1542 (a. F.)
NJW-RR 1990, 344
MDR 1990, 614
FamRZ 1990, 366 (Ls.)
VersR 1990, 437
Damit ist ein möglichst weitgehender Schutz des Sozialversicherungsträgers vor anderweitigen Verfügungen des Geschädigten bezweckt (vgl. Senatsurteil vom 9. Januar 1990 - VI ZR 86/89, VersR 1990, 437, 438).
Damit ist ein möglichst weitgehender Schutz des SVT vor anderweitigen Verfügungen des Geschädigten bezweckt (vgl. auch Senatsurteil vom 9. Januar 1990 - VI ZR 86/89 aaO).
Der Senat hat diesen Grundsatz erst kürzlich selbst für den Wechsel von der Familienhilfe in eine freiwillige Versicherung nach § 176 b Abs. 1 Nr. 2 RVO bestätigt (Senatsurteil vom 9. Januar 1990 - VI ZR 86/89 aaO).
Insoweit liegt es dann ähnlich wie in den Fällen, in denen bei Sozialversicherungsleistungen zum Zeitpunkt des Schadenseintritts zwar schon ein Sozialversicherungsverhältnis besteht, die Leistungen später aber auf einer völlig veränderten und nicht vorhersehbaren Grundlage, etwa infolge einer Systemänderung (Senatsurteile vom 4. Oktober 1983 - VI ZR 44/82 - VersR 1984, 35, 36 …und vom 17. April 1990 - VI ZR 276/89 - = aaO.) oder aufgrund einer erst nach Beendigung der bei Schadenseintritt bestehenden Sozialberechtigung und ohne jeden Bezug zu dieser neugeschaffenen Berechtigung erbracht werden (Senatsurteil vom 9. Januar 1990 - VI ZR 86/89 - VersR 1990, 437, 438f).
Soweit sich die Klägerin auf ihre Rechtsnachfolge nach dem Sozialhilfeträger beruft, ist ihr Vorbringen unabhängig davon, ob auch dafür die zwischen zwei Sozialversicherungsträgern gegebene Rechtslage besteht (vgl. BGH VersR 1990, 437 ff), schon aus diesem Grunde unschlüssig.