Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_20150825_OGH0002_0050OB00127_15K0000_000&IncludeSelf=False
Timestamp: 2020-02-23 23:10:51
Document Index: 114077717

Matched Legal Cases: ['OGH', '§561', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 1118', 'OGH', 'OGH', '§ 44', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§509', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 1118', 'OGH', '§ 1118', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 1118', 'OGH', 'OGH', '§833', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§829', 'OGH', 'OGH', '§ 349', '§ 349', '§ 1118', 'OGH', '§ 366', 'OGH', 'OGH', '§1120', '§1393', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 1118', 'OGH', 'OGH', 'OGH']

RIS - Rechtssätze für 5Ob127/15k - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 2Ob507/49 3Ob150/49 (3Ob...
RS0013437
2Ob507/49; 3Ob150/49 (3Ob151/49); 3Ob19/58; 3Ob468/58; 5Ob296/65; 5Ob222/65; 8Ob362/67; 5Ob190/70; 7Ob649/84 (7Ob650/84); 5Ob61/84; 5Ob1086/92; 5Ob41/93; 5Ob458/97g; 5Ob44/98a; 5Ob238/98f; 8Ob349/99b; 8Ob207/02b; 1Ob89/06d; 3Ob21/13d; 3Ob129/15i; 5Ob127/15k; 4Ob100/18m
ZPO §561
Hat ein Miteigentümer einer Liegenschaft, dem nicht die Mehrheit der Anteile gehört, einen Bestandvertrag im eigenen Namen gekündigt, so genügt es, wenn er im Zuge des Kündigungsverfahrens die Zustimmung solcher Miteigentümer nachweist, denen mit ihm zusammen die Mehrheit der Anteile gehört. Dieses Einverständnis muss nicht schon zugleich mit der Kündigung nachgewiesen werden.
2 Ob 507/49
Entscheidungstext OGH 25.04.1950 2 Ob 507/49
Veröff: SZ 23/180
3 Ob 150/49
Entscheidungstext OGH 18.05.1949 3 Ob 150/49
Veröff: JBl 1949,430
3 Ob 19/58
Entscheidungstext OGH 30.01.1958 3 Ob 19/58
3 Ob 468/58
Entscheidungstext OGH 14.01.1959 3 Ob 468/58
5 Ob 296/65
Entscheidungstext OGH 11.11.1965 5 Ob 296/65
Veröff: MietSlg 17346
5 Ob 222/65
Entscheidungstext OGH 17.02.1966 5 Ob 222/65
Veröff: MietSlg 18348
8 Ob 362/67
Entscheidungstext OGH 16.01.1968 8 Ob 362/67
Vgl; Beisatz: Räumungsklage nach § 1118 ABGB. (T1)
5 Ob 190/70
Entscheidungstext OGH 16.09.1970 5 Ob 190/70
Veröff: SZ 43/157 = EvBl 1971/61 S 100 = MietSlg 22164
7 Ob 649/84
Entscheidungstext OGH 11.10.1984 7 Ob 649/84
Veröff: SZ 57/156
Beisatz: Hier: Ermäßigungsbegehren eines Mitmieters nach § 44 Abs 3 MRG. (T2)
Veröff: ImmZ 1985,174 = RZ 1985/74 S 195 = MietSlg 36/36
5 Ob 1086/92
Entscheidungstext OGH 10.11.1992 5 Ob 1086/92
Vgl auch; Beisatz: Hier: Nachweis der Mehrheit von Miteigentümern bezüglich der Kündigung des Verwalters durch Vorlage einer Unterschriftsliste im Verfahren. (T3)
Veröff: EvBl 1993,77
5 Ob 41/93
Entscheidungstext OGH 25.05.1993 5 Ob 41/93
Auch; Beisatz: Dem Minderheitseigentümer kann die Zustimmung auch schlüssig erteilt werden (SZ 57/156). (T4)
Vgl; Veröff: SZ 71/46
Vgl; Beisatz: Der Mehrheit der Mit- und Wohnungseigentümer ist die Kündigungslegitimation zuzubilligen. (T5)
Veröff: SZ 71/164
Auch; Beisatz: Für den Fall der Kündigung durch einen Mitmieter muss daher ebenfalls gelten, dass dieser dann aktiv legitimiert ist, wenn er im Zug des Kündigungsverfahrens die Zustimmung der übrigen Mitmieter nachweist. (T6)
Vgl auch; Beisatz: Hier: Rücktritt von einem Kaufvertrag. (T7)
ECLI:AT:OGH0002:1950:RS0013437
JJR_19500425_OGH0002_0020OB00507_4900000_001
Rechtssatz für 3Ob479/52 1Ob211/62 8Ob...
RS0011819
3Ob479/52; 1Ob211/62; 8Ob8/67; 7Ob164/75; 3Ob513/80; 6Ob696/84; 6Ob725/88; 7Ob644/92 (7Ob645/92); 7Ob514/93; 1Ob166/02x; 1Ob247/12y; 5Ob127/15k; 6Ob127/15t; 1Ob40/16p; 5Ob154/16g; 4Ob72/19w
ABGB §509
Auf das Verhältnis zwischen dem Fruchtnießer eines Liegenschaftsanteiles und den Eigentümern nicht belasteter Liegenschaftsanteile sind die Vorschriften über die Eigentumsgemeinschaft entsprechend anzuwenden.
3 Ob 479/52
Entscheidungstext OGH 04.09.1952 3 Ob 479/52
SZ 25/233
1 Ob 211/62
Entscheidungstext OGH 12.09.1962 1 Ob 211/62
Beisatz: Verwalterbestellung und - abberufung. (T1)
8 Ob 8/67
Entscheidungstext OGH 31.01.1967 8 Ob 8/67
EvBl 1967/450 S 657 = JBl 1968,35 = ImmZ 1968,42
7 Ob 164/75
Entscheidungstext OGH 13.11.1975 7 Ob 164/75
Beisatz: Keine offenbare Gesetzwidrigkeit. (T2) = MietSlg 27099
3 Ob 513/80
Entscheidungstext OGH 24.09.1980 3 Ob 513/80
6 Ob 696/84
Entscheidungstext OGH 14.02.1985 6 Ob 696/84
Auch: Beisatz: Unterscheidung zwischen Fruchtnießern an ideellen Liegenschaftsanteilen verschiedener Miteigentümer und Fruchtnießern an Anteilen einer im Alleineigentum stehenden Liegenschaft ist weder für die Willensbildung innerhalb der Rechtsgemeinschaft noch für die Durchsetzung des Gemeinschaftswillens erheblich. (T3)
6 Ob 725/88
Entscheidungstext OGH 01.12.1988 6 Ob 725/88
7 Ob 644/92
Entscheidungstext OGH 17.03.1993 7 Ob 644/92
1 Ob 166/02x
Entscheidungstext OGH 29.04.2003 1 Ob 166/02x
Vgl auch; Beisatz: Die Verbücherung des Fruchtgenusses ist auch an Miteigentumsanteilen zulässig. (T4)
1 Ob 247/12y
Entscheidungstext OGH 14.03.2013 1 Ob 247/12y
Beisatz: Der Eigentümer des mit dem Fruchtgenuss belasteten Anteils ist damit von den Nutzungs- und Verwaltungsbefugnissen ausgeschlossen. (T5)
1 Ob 40/16p
Entscheidungstext OGH 31.03.2016 1 Ob 40/16p
Auch; Beisatz: Diese Grundsätze gelten auch für das Rechtsverhältnis der Fruchtgenussberechtigten des einen Miteigentumsanteils gegenüber dem Fruchtnießer des anderen Miteigentumsanteils. (T6)
5 Ob 154/16g
Entscheidungstext OGH 22.11.2016 5 Ob 154/16g
Auch; Veröff: SZ 2016/123
4 Ob 72/19w
Entscheidungstext OGH 24.09.2019 4 Ob 72/19w
ECLI:AT:OGH0002:1952:RS0011819
JJR_19520904_OGH0002_0030OB00479_5200000_001
Rechtssatz für 1Ob150/63 2Ob572/84 (2Ob...
RS0013426
1Ob150/63; 2Ob572/84 (2Ob573/84); 10Ob379/98b; 5Ob127/15k; 6Ob127/15t
Der Minderheitsmiteigentümer allein ist zur Klage nach § 1118 ABGB nicht berechtigt, außer es kommt ihm ein Verwaltungsrecht an der im Miteigentum stehenden Sache zu oder er beweist die Zustimmung der Mehrheitsmiteigentümer zur Klagsführung.
1 Ob 150/63
Entscheidungstext OGH 16.10.1963 1 Ob 150/63
Veröff: MietSlg 15110
nur: Der Minderheitsmiteigentümer allein ist zur Klage nach § 1118
ABGB nicht berechtigt. (T1)
10 Ob 379/98b
Entscheidungstext OGH 30.03.1999 10 Ob 379/98b
ECLI:AT:OGH0002:1963:RS0013426
JJR_19631016_OGH0002_0010OB00150_6300000_002
Rechtssatz für 8Ob230/64 (8Ob231/64, ...
RS0013441
8Ob230/64 (8Ob231/64, 8Ob232/64); 5Ob296/65; 5Ob222/65; 3Ob635/82; 3Ob507/89; 3Ob545/91; 7Ob2029/96z; 6Ob231/97g; 5Ob458/97g; 5Ob492/97g; 5Ob44/98a; 5Ob238/98f; 8Ob349/99b; 8Ob207/02b; 10Ob95/04z; 4Ob54/07f; 9Ob67/09g; 6Ob32/11s; 3Ob129/15i; 5Ob127/15k; 6Ob127/15t
Die Anteilsmehrheit der Miteigentümer ist zur Kündigung legitimiert (vgl MietSlg 8080, MietSlg 13284, MietSlg 13287 u.a.).
Veröff: MietSlg 16282
3 Ob 635/82
Entscheidungstext OGH 20.10.1982 3 Ob 635/82
Auch; Beisatz: Hier: Die Räumung des Mietgegenstandes zu begehren, ist ein Akt der ordentlichen Verwaltung. (T1)
7 Ob 2029/96z
Entscheidungstext OGH 13.03.1996 7 Ob 2029/96z
Beisatz: Der Hälfteeigentümer ist zur Aufkündigung von Mietverträgen nicht legitimiert. (T2)
Beisatz: Die interne Entscheidung, wer ermächtigt wird, die der Gemeinschaft ungeteilt zustehenden Gestaltungsrechte (hier: Kündigung) geltend zu machen, kann durch einen Beschluss der Mehrheit getroffen werden. Diese Entscheidung stellt sich als Maßnahme der ordentlichen Verwaltung dar. Dieser Beschluss verleiht die entsprechende Vertretungsmacht nach außen und damit die Einzelprozesslegitimation. (T3)
Auch; Veröff: SZ 71/46
Auch; Beisatz: Der Mehrheit der Mit- und Wohnungseigentümer ist die Kündigungslegitimation zuzubilligen. (T4)
10 Ob 95/04z
Entscheidungstext OGH 08.03.2005 10 Ob 95/04z
Beis wie T2; Beisatz: Der Hälfteeigentümer kann dann im eigenen Namen aufkündigen, wenn er das (bereits im Zeitpunkt der Zustellung der Aufkündigung vorliegende) Einverständnis solcher Mitgenossen hiezu nachweist, denen mit ihm zusammen die Mehrheit der Anteile gehört. (T5)
4 Ob 54/07f
Entscheidungstext OGH 22.05.2007 4 Ob 54/07f
Auch; Beis wie T2; Veröff: SZ 2007/79
Beisatz: Ein von den Miteigentümern eines Hauses mit außenstehenden Dritten abgeschlossener Mietvertrag kann von der Mehrheit der Miteigentümer im eigenen Namen gekündigt werden. Die Anteilsmehrheit der Miteigentümer ist zur Kündigung legitimiert; dies gilt auch für die Räumung wegen Mietzinsrückstandes gemäß § 1118 zweiter Fall ABGB. (T6)
ECLI:AT:OGH0002:1964:RS0013441
JJR_19640917_OGH0002_0080OB00230_6400000_001
Rechtssatz für 1Ob185/67 8Ob545/76 3Ob...
RS0011873
1Ob185/67; 8Ob545/76; 3Ob513/80; 1Ob547/85; 1Ob671/85; 1Ob682/88; 8Ob678/90; 7Ob644/92 (7Ob645/92); 7Ob514/93; 7Ob142/92m; 6Ob140/05i; 1Ob11/08m; 1Ob247/12y; 5Ob127/15k; 6Ob127/15t; 1Ob40/16p; 5Ob154/16g
ABGB §833 ff A
Das Fruchtgenussrecht an einem Anteil einer im Miteigentum stehenden Sache gibt dem Fruchtnießer das Recht auf Ausübung der dem Anteileigentümer zustehenden Nutzungs- und Verwaltungsbefugnisse.
1 Ob 185/67
Entscheidungstext OGH 08.02.1968 1 Ob 185/67
MietSlg 20069
8 Ob 545/76
Entscheidungstext OGH 24.11.1976 8 Ob 545/76
1 Ob 547/85
Entscheidungstext OGH 17.04.1985 1 Ob 547/85
1 Ob 671/85
Entscheidungstext OGH 11.12.1985 1 Ob 671/85
1 Ob 682/88
Entscheidungstext OGH 09.11.1988 1 Ob 682/88
8 Ob 678/90
Entscheidungstext OGH 13.12.1990 8 Ob 678/90
Beisatz: Davon unberührt bleiben aber jene vertraglichen Pflichten des bisherigen Bestandgebers gegenüber dem Bestandnehmer, die sich aus seiner Rechtsstellung als Hauseigentümer ergeben und nicht die dem Fruchtnießer zustehende Nutzung und Verwaltung der Sache betreffen ( hier. Unterfertigung eines Bauansuchens ). (T1); Veröff: WoBl 1992,11
7 Ob 142/92m
Entscheidungstext OGH 08.07.2002 7 Ob 142/92m
Auch; Beisatz: Dem Fruchtnießer steht die volle Nutzung des herrschenden Grundstücks unter Schonung der Substanz zu; er ist zur Ausübung der Nutzungs- und Verwaltungsbefugnisse in Bezug auf dieses Grundstück berechtigt und kann auch Eingriffe Dritter in sein Fruchtgenussrecht abwehren. (T2); Veröff: SZ 2005/104
Auch; Beisatz: Dies gilt auch im Wohnungseigentumsrecht. (T3)
Beisatz: Der Eigentümer einer mit einem Fruchtgenussrecht belasteten Eigentumswohnung hat kein Recht auf die Benutzung (und Verwaltung) des Wohnungseigentumsobjekts selbst. Ebensowenig kommen ihm Rechte in Ansehung der allgemeinen Teile der Liegenschaft zu, sind doch auch die insoweit bestehenden Nutzungsrechte an das Recht zur (ausschließlichen) Nutzung eines bestimmten Wohnungseigentumsobjekts gebunden. (T4)
Beisatz: Erstreckt sich das Fruchtgenussrecht auf einen gesamten, mit dem Wohnungseigentum an einer bestimmten Wohnung verbundenen Miteigentumsanteil, kommen dem Fruchtgenussberechtigten nach außen hin - und auch im Verhältnis zu den übrigen Wohnungseigentümern - die Rechte eines Wohnungseigentümers zu. (T5)
ECLI:AT:OGH0002:1968:RS0011873
JJR_19680208_OGH0002_0010OB00185_6700000_001
Rechtssatz für 5Ob561/93 8Ob2027/96p 1...
RS0013226
5Ob561/93; 8Ob2027/96p; 1Ob242/98i; 10Ob53/08d; 2Ob123/11v; 4Ob108/12d; 3Ob21/13d; 7Ob30/15k; 5Ob127/15k; 6Ob127/15t; 9Ob74/17y; 2Ob81/18b; 10Ob19/18v
ABGB §829
Der Miteigentümer (hier: Minderheitseigentümer) ist zwar berechtigt, ungerechtfertigte Eingriffe in das (gemeinsame) Eigentum gegen jeden - daher auch gegen einen anderen Miteigentümer - geltend zu machen. Also auch gegen einen titellosen Benützer mit Räumungsklage vorzugehen. Daraus folgt aber nicht, dass in allen Fällen auch die Übergabe des geräumten Objektes an ihn zu erfolgen hat. Dazu bedürfte es eines Rechtstitels seinerseits. Anderenfalls kann er nur die Räumung schlechthin begehren. Dies stellt aber gegenüber dem gestellten Begehren auf geräumte Übergabe an die klagende Partei (hier: Minderheitseigentümer) ein "Minus" dar.
5 Ob 561/93
Entscheidungstext OGH 09.11.1993 5 Ob 561/93
8 Ob 2027/96p
Entscheidungstext OGH 18.04.1996 8 Ob 2027/96p
Vgl aber; nur: Der Miteigentümer ( hier: Minderheitseigentümer ) ist zwar berechtigt, ungerechtfertigte Eingriffe in das ( gemeinsame ) Eigentum gegen jeden - daher auch gegen einen anderen Miteigentümer - geltend zu machen. Also auch gegen einen titellosen Benützer mit Räumungsklage vorzugehen. Daraus folgt aber nicht, dass in allen Fällen auch die Übergabe des geräumten Objektes an ihn zu erfolgen hat. Dazu bedürfte es eines Rechtstitels seinerseits. Anderenfalls kann er nur die Räumung schlechthin begehren. (T1)
Beisatz: Der Ansicht, bei Fehlen eines Rechtstitels auf ausschließliche Benutzung der zu räumenden Wohnung könne der klagende Minderheitseigentümer nur die Räumung schlechthin begehren, vermag der erkennende Senat nicht zu folgen, da die Räumung im Sinne des § 349 EO von der Übergabe der geräumten Liegenschaft an den betreibenden Gläubiger nicht getrennt werden kann. Zur Übernahme der geräumten Wohnung sind die Miteigentümer insgesamt berechtigt, weshalb im Übergabebegehren sämtliche Miteigentümer als daraus Berechtigte zu nennen sind. (T2)
Auch; nur: Der Miteigentümer (hier: Minderheitseigentümer) ist zwar berechtigt, ungerechtfertigte Eingriffe in das (gemeinsame) Eigentum gegen jeden - daher auch gegen einen anderen Miteigentümer - geltend zu machen. Also auch gegen einen titellosen Benützer mit Räumungsklage vorzugehen. Daraus folgt aber nicht, dass in allen Fällen auch die Übergabe des geräumten Objektes an ihn zu erfolgen hat. Dazu bedürfte es eines Rechtstitels seinerseits. (T3)
Beis wie T2 nur: Die Räumung im Sinne des § 349 EO kann von der Übergabe der geräumten Liegenschaft an den betreibenden Gläubiger nicht getrennt werden. Zur Übernahme der geräumten Wohnung sind die Miteigentümer insgesamt berechtigt, weshalb im Übergabebegehren sämtliche Miteigentümer als daraus Berechtigte zu nennen sind. (T4)
Vgl; nur ähnlich T1; Beis ähnlich wie T2
Vgl auch; Beisatz: Die Rechtsprechung, wonach zur Erhebung einer Räumungsklage gegen einen titellosen Benützer auch ein Minderheitseigentümer legitimiert ist, lässt sich nicht auf die Erhebung einer Räumungsklage nach § 1118 ABGB übertragen. (T5)
2 Ob 81/18b
Entscheidungstext OGH 29.11.2018 2 Ob 81/18b
Vgl auch; Beisatz: Hier: Herausgabeanspruch des Miteigentümers: Zwar kann jeder Miteigentümer die Herausgabe der Sache (§ 366 ABGB) begehren, jedoch nur an alle Miteigentümer gemeinsam. (T6)
ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0013226
JJR_19931109_OGH0002_0050OB00561_9300000_001
Rechtssatz für 4Ob2146/96h 5Ob117/98m...
RS0106071
4Ob2146/96h; 5Ob117/98m; 5Ob7/00s; 8ObA40/05y; 7Ob303/06v; 5Ob174/12t; 5Ob223/14a; 3Ob129/15i; 5Ob127/15k; 6Ob127/15t; 5Ob97/15y; 10Ob15/17d
ABGB §1120 Ba
ABGB §1393 Cd
Der außerbücherliche Erwerber einer Liegenschaft, dem der Besitz daran schon vor der Einverleibung seines Eigentumsrechts übertragen wurde, hat ein Interesse am Erwerb der Bestandzinsforderung und damit auch am Recht, den Verzug des Mieters mit Kündigung oder Räumungsklage geltend zu machen, weil er regelmäßig nicht erwarten kann, dass der Veräußerer, der mit dem Besitz und der Verwaltung der Liegenschaft nichts mehr zu tun haben will, diese Rechte wahrnimmt. Das Kündigungsrecht wegen Mietzinsrückstandes soll daher grundsätzlich auch auf den Zessionar übergehen. Die Gefahr, dass dem Erwerber durch die Aufspaltung von Bestandgeberrechten und Bestandgeberpflichten die Möglichkeit eröffnet wird, zwar den Bestandzins zu fordern, die Erhaltungspflichten aber nicht wahrzunehmen, besteht nicht, weil der Mieter zur Erfüllung seiner Ansprüche aus dem Vertrag nicht nur den bücherlichen Eigentümer, sondern auch den außerbücherlichen Erwerber in Anspruch nehmen kann.
4 Ob 2146/96h
Entscheidungstext OGH 09.07.1996 4 Ob 2146/96h
5 Ob 117/98m
Entscheidungstext OGH 22.12.1998 5 Ob 117/98m
Vgl auch; nur: Der Mieter kann zur Erfüllung seiner Ansprüche aus dem Vertrag nicht nur den bücherlichen Eigentümer, sondern auch den außerbücherlichen Erwerber in Anspruch nehmen. (T1)
Beisatz: Dies gilt auch für den Fall der Rechtsnachfolge auf Bestandgeberseite durch Erwerb im Zwangsversteigerungsverfahren. (T2)
5 Ob 7/00s
Entscheidungstext OGH 13.07.2000 5 Ob 7/00s
8 ObA 40/05y
Entscheidungstext OGH 30.03.2006 8 ObA 40/05y
Vgl auch; Beisatz: Der außerbücherliche Erwerber ist legitimiert, rückständige Mietzinse geltend zu machen und wegen rückständiger Mietzinsen die Räumung gemäß § 1118 ABGB zu begehren. (T3)
5 Ob 174/12t
Entscheidungstext OGH 14.02.2013 5 Ob 174/12t
Auch; Beisatz: Der Veräußerer kann daher nach Vertragsübergang auf den Erwerber nur mehr den bei ihm aufgelaufenen Zinsrückstand einfordern, aber nicht mehr das Bestandverhältnis lösen, weil er andernfalls in die Rechtsposition des Erwerbers eingreifen würde. Der Erwerber hingegen kann den Auflösungsgrund der Nichtzahlung des Mietzinses beim Voreigentümer aufgreifen, obwohl er selbst (ohne Zession) zur Geltendmachung von Rückständen aus Vorperioden nicht legitimiert ist. (T4)
Auch; nur T3; Beisatz: Der außerbücherliche Erwerb bloß eines Hälfteanteils reicht für eine Aktivlegitimation aber nicht aus (vgl RS0013426). (T5)
Vgl auch; Beisatz: Im Fall eines Kettenbaurechtsvertrags ist die Bauberechtigte noch vor Intabulation des neuen Baurechts ab dem vereinbarten Stichtag zur Weiterverrechnung des Bauzinses an den Nutzungsberechtigten berechtigt. (T6)
ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0106071
JJR_19960709_OGH0002_0040OB02146_96H0000_001