Source: http://schule-mv.de/lehrer/schulmitwirkung/
Timestamp: 2018-12-11 11:26:14
Document Index: 268440378

Matched Legal Cases: ['§ 80', '§ 81', '§ 82', '§ 83', '§ 75', '§ 91', '§ 75', '§ 80']

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Bildung und Erziehung können heute nicht mehr getrennt voneinander betrachtet werden. Schülerinnen und Schüler und die Eltern wollen dabei zunehmend mitgestalten und mitorganisieren, sie wollen gleichberechtigte Partner der Schule sein. Wohl wissend, dass sich eine vertrauensvolle Zusammenarbeit von Familie und Schule gut auf die schulischen Leistungen und die Persönlichkeits-entwicklung der Schülerinnen und Schüler auswirkt. Von einer guten Zusammenarbeit profitieren alle: Schülerinnen und Schüler lernen besser, Erziehungsberechtigte identifizieren sich mehr mit dem Anliegen der Schule und die Lehrkräfte werden so bei ihrer Arbeit unterstützt.
Wie Schülerinnen und Schüler und Erziehungsberechtigte bei der Gestaltung und Organisation der Bildung und Erziehung in den verschiedenen Gremien mitwirken, ist im Schulgesetz geregelt.
Schulgesetz Mecklenburg-VorpommernSchulmitwirkungsverordnungWahlkalender (Druckfassung)Wahlkalender (Lesefassung)
So ist die Schulmitwirkung für Schülerinnen und Schüler und für Erziehungsberechtigte in MV gesetzlich geregelt:
Schülermitwirkung laut Schulgesetz MV
Schülervertretungen und ihre Aufgaben (§ 80)
(1) Die Schülerinnen und Schüler wirken bei der Gestaltung und Organisation der schulischen Bildung und Erziehung auf schulischer und überschulischer Ebene mit durch
die Schülerversammlung und die Kassensprecherin oder den Klassensprecher,
den Schülerrat und die Schülersprecherin oder den Schülersprecher sowie die Schülervollversammlung,
den Kreisschülerrat,
den Vertreter der Schülerinnen und Schüler in Konferenzen.
(2) Im Rahmen der Schülermitwirkung soll allen Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit gegeben werden, Leben und Unterricht in ihrer Schule ihrem Alter und ihrer Verantwortungsfähigkeit entsprechend mitzugestalten. Die Schülerinnen und Schüler können sich dabei von der Schulleiterin oder dem Schulleiter, von den Lehrerinnen und Lehrern, von den Erziehungsberechtigten oder von einer von ihnen gewählten Vertrauenslehrerin oder einem von ihnen gewählten Vertrauenslehrer unterstützen und beraten lassen. Die Mitwirkung dient der Erfüllung des Bildungs- und Erziehungsauftrages. In diesem Sinne können die Schülerinnen und Schüler selbstgestellte Aufgaben in eigener Verantwortung durchführen.
(3) Zu den Aufgaben der Schülermitwirkung gehören insbesondere
Klassen- oder Jahrgangsstufensprecherin oder –sprecher, Schülerversammlung (§ 81)
Schülerrat, Schülersprecher und Schülervollversammlung (§ 82)
(2) Der Schülerrat wählt zu Beginn seiner Amtsperiode für die Dauer von zwei Schuljahren die Schülersprecherin oder den Schülersprecher und mehrere Stellvertreter aus seiner Mitte sowie die Schülervertreter in der Schulkonferenz und in den Fachkonferenzen. Die Schülervollversammlung kann mit einfacher Mehrheit die Urwahl der Schülersprecherin oder des Schülersprechers und mehrerer Stellvertreterinnen oder Stellvertreter aus der Mitte des Schülerrats beschließen. Die Schülersprecherin oder der Schülersprecher müssen mindestens der 7. Jahrgangsstufe angehören, eine oder einer ihrer oder seiner Stellvertreterinnen oder Stellvertreter der Jahrgangsstufe 5 oder 6. Die Gewählten bleiben grundsätzlich bis zur folgenden Neuwahl im Amt. Wenn im zweiten Schuljahr der Amtsperiode mehr als ein Drittel der bisherigen Mitglieder des Schülerrates aus dem Amt ausscheiden, werden unverzüglich Neuwahlen angesetzt.
Kreis- oder Stadtschülerrat (§ 83)
(1) In den Landkreisen und kreisfreien Städten bilden die Sprecherinnen und Sprecher der Schülerräte der im Landkreis oder in der kreisfreien Stadt befindlichen öffentlichen Schulen sowie der Schulen in freier Trägerschaft, an denen die Schulpflicht erfüllt werden kann, den Kreis- oder Stadtschülerrat. Die Schülerräte können ein anderes ihrer Mitglieder als Vertreter im Kreis- oder Stadtschülerrat bestimmen.
(2) Der Kreis- oder Stadtschülerrat wählt aus seiner Mitte einen Vorstand mit insgesamt bis zu zwölf Mitgliedern, dem eine Vorsitzende beziehungsweise ein Vorsitzender und zwei Stellvertreter beziehungsweise Stellvertreterinnen angehören, die Anzahl der weiteren Mitglieder des Vorstandes legt der Kreis- oder Stadtschülerrat vor der Wahl fest. § 75 Absatz 4 Satz 3 bis 7 gilt entsprechend.
(3) Der Kreis- oder Stadtschülerrat berät Angelegenheiten, die für die Schülerinnen und Schüler der Schulen des jeweiligen Gebietes von besonderer Bedeutung sind. Er hat darauf zu achten, dass die Belange aller im Gebiet vorhandenen Schularten angemessen berücksichtigt werden. Die Schulträger und zuständigen Schulbehörden unterrichten den Kreis- oder Stadtschülerrat rechtzeitig über alle Angelegenheiten von grundsätzlicher Bedeutung für die Schülerinnen und Schüler.
(4) Dem Kreis- oder Stadtschülerrat sind vom Landkreis oder von der kreisfreien Stadt die zur Wahrnehmung seiner Aufgaben erforderlichen Einrichtungen und der notwendige Geschäftsbedarf zur Verfügung zu stellen.
(1) Als Vertretungen aller Schülerinnen und Schüler des Landes und ihrer Erziehungsberechtigten werden der Landesschülerrat und der Landeselternrat gebildet.
Landesschülerrat (§ 91)
(1) Der Landesschülerrat vertritt die Schülerinnen und Schüler der Schulen in öffentlicher Trägerschaft und der Schulen in freier Trägerschaft, an denen der Schulpflicht genügt werden kann.
(2) Der Landesschülerrat besteht aus bis zu je sechs Vertretern der jeweiligen Kreis- und Stadtschülerräte.
(3) Die Vertreter der jeweiligen Kreis- und Stadtschülerräte werden von den Mitgliedern der Kreis- oder Stadtschülerräte für die Dauer von zwei Jahren gewählt. Dabei sollen die verschiedenen Schularten berücksichtigt werden. Für jedes Mitglied des Landesschülerrates ist ein Ersatzmitglied zu wählen. Wählbar als Vertreter oder Ersatzmitglied ist jede Schülerin und jeder Schüler, der zum Zeitpunkt seiner Wahl Mitglied eines Schülerrates oder eines Kreis- oder Stadtschülerrates ist. Der Landesschülerrat führt seine Geschäfte nach Ablauf seiner Amtsperiode bis zum Zusammentritt des neuen Landesschülerrates weiter.
(4) Der Landesschülerrat wählt aus seiner Mitte einen Vorstand, dem der Vorsitzende, zwei Stellvertreter und mindestens vier weitere Schülerinnen und Schüler angehören. Im Vorstand sollen Schülerinnen und Schüler aller Gruppen nach Absatz 2 vertreten sein. § 75 Absatz 4 Satz 4 bis 7 gilt entsprechend.
(5) Die oberste Schulbehörde informiert den Landesschülerrat über alle wichtigen allgemeinen Angelegenheiten des Schulwesens und erteilt ihm die für seine Arbeit erforderlichen Auskünfte. Der Landesschülerrat wird vor dem Erlass von Rechtsverordnungen und Verwaltungsvorschriften, die die schulischen Interessen der Schülerinnen und Schüler berühren, angehört. Dieses gilt insbesondere für allgemeine Bestimmungen über die
Bildungs- und Erziehungsziele mit Ausnahme der Rahmenpläne, die Zulassung von Schulbüchern, Lehr- und Lernmitteln,
Aufnahme der Schülerinnen und Schüler in Schulen in öffentlicher Trägerschaft, Wahl der Bildungsgänge sowie die Übergänge zwischen den Schularten,
Versetzungen, Prüfungen, Abschlüsse und Berechtigungen,
Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen,
Mitwirkung von Schülerinnen und Schülern und Erziehungsberechtigten,
Durchführung von Schulversuchen.
(6) § 80 Absatz 8 gilt entsprechend.
Tel: 0385 588 7522
Geschäftsstelle des Landesschülerrats
beim Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur MV
Tel: 0385 588 7525
E-Mail: landesschuelerrat-mv@bm.mv-regierung.de
Tel: 0385 588 7524
Der Landesschülerrat vertritt die Interessen der Schülerinnen und Schüler in der Öffentlichkeit und gegenüber Institutionen. Er ist die gesetzlich legitimierte Vertretung aller Schülerinnen und Schüler in Mecklenburg-Vorpommern und setzt sich für deren Rechte ein.
Schulmitwirkung - Wahlkalender für das Schuljahr 2018/2019
Schulvertretung Wahlkalender 2018-2019 (Lesefassung)