Source: https://www.kloeppel-versicherungsmakler.de/tag/unfallversicherung/
Timestamp: 2020-02-17 13:44:32
Document Index: 319406736

Matched Legal Cases: ['§ 20', '§ 827', '§ 3', '§ 4', '§ 9', '§ 2', '§ 86']

Unfallversicherung Archive - Kloeppel Versicherungsmakler GmbH
Wenn Ski Heil leider nicht geholfen hat – Bergungskosten in der Unfallversicherung
Unfallversicherung, Versicherungen
Winterzeit ist Unfallzeit. Man geht winterlichen Freizeitaktivitäten nach, der Straßenverkehr wird durch Schnee und Glätte beeinträchtigt und auch als Fußgänger hat man so ein Kreuz zu tragen. Gerade jetzt macht es Sinn, sich mit Ihren Kunden über den Unfallversicherungsschutz zu unterhalten.
In diesem Zusammenhang kann man ruhig auch an einen Bereich dieses wertvollen Schutzes denken, den man sonst evtl. nicht gar so sehr auf dem Radar hat: Die Bergungskosten.
Als Schadenbeispiel – ein Skifahrer stürzt in eine Bergschlucht, und muss von der Bergwacht gesucht und per Hubschrauber abtransportiert werden. Enorme Kosten entstehen. Gut, dass es die Bergungskosten gibt.
Bergungskosten sind in Wirklichkeit viel mehr und viel wertvoller, als man evtl. denken mag. Denn der Leistungspunkt Bergungskosten beinhaltet nicht nur die Kosten für z. B. Bergwachten oder Rettungsdienste, sondern beispielsweise auch die Kosten für den Transport ins Krankenhaus, einen notwendigen Krankenhauswechsel oder Suchkosten.
Beispiel 1: Suchkosten
Beim Fahrradfahren durch den Wald übersieht Herr G. eine hervorstehende Wurzel und überschlägt sich mit seinem Fahrrad. Durch den Sturz zieht sich Herr G. einen Beinbruch zu, sodass er nicht mehr laufen oder gar Fahrrad fahren kann. Glücklicherweise hat er im Wald Handyempfang und kann den Rettungsdienst rufen. Da Herr Gruber den genauen Aufenthaltsort jedoch leider nicht genau benennen kann, muss eine Suchaktion eingeleitet werden, um ihn zu finden. Da das Waldstück nicht mit Autos passierbar ist, muss ein Helikopter aufsteigen, um den Verletzen aus der Luft zu finden. Die erheblichen Kosten für den Einsatz des Helikopters und der Suchtruppen werden vollständig von der Unfallversicherung übernommen.
Beispiel 2: Kosten für den Transport ins Krankenhaus und einen Krankenhauswechsel
Frau E. stürzt beim Fensterputzen von der Leiter und klagt über starke Rückenschmerzen. Da ihr Mann keinen Fehler machen möchte, der zu einer dauerhaften Schädigung führen könnte, ruft er den Krankenwagen, der seine Gattin zum nächsten Krankenhaus bringt. Hier wird zunächst die Erstbehandlung durchgeführt, die Ärzte merken nach den ersten Untersuchungen aber, dass die Patientin in ein anderes Krankenhaus verlegt werden muss, das auf Rückenverletzungen spezialisiert ist. Die Unfallversicherung kommt sowohl für den ersten Transport vom Unfallort zum Krankenhaus, als auch für den Weitertransport in die Spezialklinik auf.
Beispiel 3: Überführungskosten des Toten zum letzten ständigen Wohnsitz
Während des Sommerurlaubes in Spanien wird Herr B. von einem Pkw erfasst. Durch den enormen Aufprall wurden lebenswichtige Organe verletzt, sodass Herr B. noch am Unfallort verstirbt. Über die Unfallversicherung rechnet die Ehefrau die Überführungskosten von Spanien an den Wohnort sowie die zusätzlich entstandenen Heimreisekosten für sich selbst und die gemeinsamen Kinder ab.
Wie Sie sehen, gibt es genügend gute Gründe, um die Bergungskosten der Unfallversicherung als wichtigen Leistungspunkt ansehen zu dürfen. Vor allem wenn Sie aktive und/oder reisebegeistert sind, sollten Sie diesen Punkt nicht vernachlässigen.
12. Januar 2020 /0 Kommentare/von Giuseppe Milano
https://www.kloeppel-versicherungsmakler.de/wp-content/uploads/2019/12/Depositphotos_1525360_original-1200x800.jpg 800 1200 Giuseppe Milano https://www.kloeppel-versicherungsmakler.de/wp-content/uploads/2016/02/kloeppel_logo.png Giuseppe Milano2020-01-12 08:00:162020-01-22 11:48:51Wenn Ski Heil leider nicht geholfen hat - Bergungskosten in der Unfallversicherung
Das Trinken alkoholischer Getränke hat in Deutschland eine jahrhundertelange Tradition. Etwa 104 Liter Bier trinkt jeder von uns durchschnittlich pro Jahr. Dazu kommen noch etwa 20 Liter Wein, fast 4 Liter Sekt und etwas über 5 Litern an Spirituosen. Das Volk lebt also nicht gerade abstinent. Da überrascht es nicht, dass nahezu jeder von uns schon einmal alkoholische Getränke zu sich nahm. Und nicht wenige von uns wissen auch, dass man mit einem ordentlichen Rausch so manche Dummheit macht…
Da Alkohol in der Bevölkerung ein Thema ist, möchten wir gänzlich wertungsfrei einmal den Blick darauf lenken, welche Folgen Alkoholgenuss für den Versicherungsschutz hat. Aufgrund oben erwähnter Dummheiten möchten wir den Schwerpunkt hier gerne auf die Unfallversicherung legen.
Alkoholkonsum hat Einfluss auf das Bewusstsein. Ab einem gewissen Punkt kann von einer Bewusstseinsstörung ausgegangen werden. Man hat sich dann nicht mehr im Griff, hat Probleme in der Motorik (z. B. torkeln, statt gehen), Sinnesstörungen (z. B. sieht doppelt), verliert Hemmungen und tut Dinge, die im nüchternen Zustand undenkbar wären. Man ist eben nicht mehr Herr seiner selbst.
Daher kann zumindest bei einem Vollrausch auch eine Schuldunfähigkeit (§ 20 StGB) vermutet werden. Dies hat allerdings nur strafrechtliche Auswirkungen. Eine Deliktunfähigkeit (§ 827 BGB), die sich z. B. auf Schadenersatzansprüche auswirkt, begründet sie nicht (im Paragraphen wird nur auf krankhafte Störungen eingegangen). Daher bleiben die Privathaftpflicht wie auch die Kfz-Haftpflicht leistungspflichtig, wenn einem Dritten ein Schaden zugefügt wird. In der Kfz-Versicherung wird der Versicherer dann jedoch mit Regressansprüchen auf den alkoholisierten Fahrer zukommen, da die Bedingungen eine alkoholisierte Nutzung des Fahrzeugs verbieten. Hier begeht man also eine Obliegenheitsverletzung. In der Kfz-Kaskoversicherung wird man aus diesem Grund entsprechend der Schwere des Verstoßes quoteln und die Leistung kürzen.
Nein, keine Sorge! Im Zuge des „Aufrüstens“ der Unfalltarife bieten inzwischen nahezu alle Anbieter auch berauschten Versicherten einen gewissen Schutz – zumindest bis zu gewissen Promillegrenze. Gerade jetzt in der Festival- und Bierzeltsaison ist das eine gute Sache.
Einschränkungen nur als Kfz-Führer
Wir möchten Sie darüber informieren, dass wir Anbieter haben, die eine Promillegrenze ausschließlich beim Führen von Kraftfahrzeugen vorsehen. Das scheint uns doch sehr akzeptabel zu sein, da man selbst in feuchtfröhlichster Stimmung merkt, dass man nicht mehr fahren sollte.
Leben Sie also nicht „straight edge“, hätten wir einige Versicherer als vorsorgliche Wahl in unserem Sortiment.
Parasiten und Tiergelege in der Unfallversicherung – eine vielleicht einzigartige Erweiterung des Unfallbegriffs
Eine Unfallversicherung leistet grundsätzlich dann, wenn der Unfallbegriff erfüllt wurde. Dieser wird – beim besten, wie auch beim schlechsten Tarif am Markt – in etwa so ausformuliert sein :
“ Ein Unfall liegt vor, wenn die versicherte Person durch ein plötzlich von außen auf ihren Körper einwirkendes Ereignis unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet“
Nun fand über die letzten zehn, zwanzig Jahre ein unglaubliches „Wettrüsten“ bei den verschiedenen Unfalltarifen statt. Beinahe schon Standard sind „Leistungspunkte“ wie z. B. Vergiftungen durch schädliche Stoffe, Erfrieren, Ertrinken, das Einwirken von Röntgenstrahlen,… Sie kennen den die oft ellenlangen „Hakenzettel“ ja selbst.
Weshalb hat man da so aufgerüstet? Im Wesentlichen deshalb, um den Unfallbegriff zu erweitern. Erleidet jemand beispielsweise Erfrierungen, hat man es keinesfalls mit einem plötzlichen Ereignis zu tun. Das dauert eine Weile und ein (physisches) Einwirken von außen fehlt außerdem. Eventuell muss ein Fuß oder gar ein Bein abgenommen werden – ohne den entsprechend erweiterten Unfallbegriff müsste kein Versicherer Leistungen erbringen. Das ist natürlich nicht schön.
Eine moderne Gefahr
Bei allen möglichen Ursachen, die zu (auch dauerhaften) Gesundheitsschädigungen führen können, wurde bislang ein Gebiet in der Branche weitestgehend vernachlässigt: Parasiten und Tiergelege. Da es immer mehr deutsche Urlauber nach Südamerika Südostasien oder den afrikanischen Kontinent zieht, ließ das Robert-Koch-Institut bereits vor Jahren einen rasanten Anstieg der Fälle von „Tropenkrankheiten“ feststellen. Darunter finden sich auch diverse von Unfalltarifen verursachte Krankheitsbilder.
Parasiten, die den menschlichen Körper als Lebensraum zu schätzen wissen, gibt es viele: Bandwürmer, Fadenwürmer, Toxoplasmen, Leberegel usw. Wie bei Krankheiten, die durch Viren oder Bakterien verursacht werden, können Krankheitsbild und Krankheitsbefall auch bei einem Parasitenbefall von Patient zu Patient stark varieren. Wo der eine ein Leben lang ohne spürbare Symptome mit seinen „Untermietern“ lebt, sind die Auswirkungen bei einer anderen Person hingegen dramatsich. Man geht z. B. davon aus, dass weltweit etwa 1 Milliarde (!) Menschen mit Hakenwürmern infiziert sind -“ nur“ 60.000 von ihnen sterben jährlich an den Folgen des Befalls. Was rein statistisch nicht der Rede wert wäre, ist als Schicksal des einzelnen Menschen natürlich immer ein tragischer Fall. Nicht immer steht am Ende der Tod – nein, auch dauerhafte gesundheitliche Schädigungen können die Folge sein. So können Spulwürmer Darmlähmung verursachen, Bandwurmlarven können ins Gehirn gelangen und dort Schaden verursachen. Die Liste könnte mit ähnlichen Beispielen beliebig weitergeführt werden…
Wo fängt man sich sowas ein?
In vielen Fällen werden Parasiten durch einen Zwischenwirt übertragen. Das kann z. B. ein Insektenstich sein. Da hätten wir bei den meisten modernen Unfalltarifen wohl auch den Unfallbegriff erfüllt. Anders sieht es aus, wenn die kleine Tochter beim Waldspaziergang Beeren pflückt, verspeist und sich dabei einen Fuchsbandwurm einfängt. Man muss also gar nicht bis in die Tropen. Auch daheim kann es passieren: Toxoplasmen übertragen sich durch Katzenkot. Den Stubentiger gestreichelt, dann wieder vom Wurstbrot gebissen, schon kann es passiert sein. Hunde kommen übrigens als Wirte für Fadenwürmer in Frage…
Das Problem für den Unfallschutz ist die Indenkörpergelangung durch natürliche Körperöffnungen, beim Verzehr nicht verdorbener Speisen oder ähnlichen Szenarien. Hier dürfte es bei den meisten Anbietern Ablehnungen der Leistung hageln, da auch der erweiterte Unfallbegriff nicht erfüllt ist. In unserem Toxoplasmen-Beispiel kann man z. B. nicht von einer Lebensmittelvergiftung ausgehen. Brot und Wurst waren ja schliesßlich noch gut.
Und Gelege?
Für manche Tiere scheint der menschliche Körper auch ein gut geeigneter Ort zu sein, um den eigenen Nachwuchs aufzuziehen. Fliegenlarven im Gehörgang, die sich bis zum Gehirn vorgearbeitet haben, finden Sie bei Google schnell. Auch andere Tiergelege im Körper von Menschen sind belegt – und nicht selten ebenfalls ein Urlaubsmitbringsel. Auch hier ist nicht immer klar, wie die Eier in den Körper gelangten und damit auch nicht, ob der Unfallbegriff erfüllt wurde oder vielleicht doch nicht.
Die Änderungen der Reisegewohnheiten wie auch der Klimawandel sorgen dafür, dass man in Sachen Unfallversicherung nicht mehr nur an Zecken denken sollte. Unsere verschiedenen Unfall-Deckungskonzepte bieten diese wertvolle Erweiterungen des Unfallbegriffs, die kann für Sie nur von Vorteil sein.
19. August 2018 /0 Kommentare/von Giuseppe Milano
https://www.kloeppel-versicherungsmakler.de/wp-content/uploads/2017/06/Depositphotos_91619742_original-1200-x-800.jpg 800 1200 Giuseppe Milano https://www.kloeppel-versicherungsmakler.de/wp-content/uploads/2016/02/kloeppel_logo.png Giuseppe Milano2018-08-19 08:00:492018-08-01 17:21:07Parasiten und Tiergelege in der Unfallversicherung - eine vielleicht einzigartige Erweiterung des Unfallbegriffs
…und immer ne Handbreit Wasser unterm Kiel! Das wichtigste zu Wassersportversicherungen
Wer zum ersten Mal ein Boot steuert, stellt schnell fest: Ein Boot hat keine Bremse. Anders als beim PKW lassen sich daher manche gefährlichen Situationen einfach nicht verhindern. Jedes Jahr ereignen sich auf dem Gebiet der Europäischen Union knapp 50.000 Unfälle in Zusammenhang mit Wassersport teilweise mit verheerendem Ausgang.
So stellt eine Wassersporthaftpflichtversicherung einen wichtigen Schutz für all diejenigen dar, die ihrer Leidenschaft auf den Wellen nachgehen möchten. Welche Haftpflichtgefahren sich aus dem Gebrauch von Motor-/Segelbooten und anderen Wasserfahrzeugen ergeben können, zeigen die nachfolgenden Beispiele:
Beispiel 1 Götz George:
Der Schauspieler wurde im Urlaub beim Schwimmen von einem Motorboot erfasst und am linken Bein schwer verletzt worden. Sein Fuß wurde verletzt und die Schiffsschraube zertrümmerte sein Knie. Er musste sich einer mehrstündigen Knieoperation unterziehen und mehrere Dreharbeiten absagen. George verklagte damals den Bootsbesitzer auf 1,1 Million DM Schmerzensgeld und Schadenersatz.
Beispiel 2 JJ Lehto:
Der ehemalige Automobilrennfahrer JJ Lehto verursachte 2010 in einem Kanal in Finnland einen schweren Bootsunfall. Mit zu hohem Tempo rammte er einen Brückenpfeiler. Ein Freund, der sich mit im Boot befand, kam dabei ums Leben.
Aber auch Otto Normalverbraucher bleibt nicht verschont…
Beispie 3 Feuer
Herr Müller quartiert sein Boot nach der Sommersaison in der Garage eines Freundes. Durch einen Schaden am Motor fängt das Boot Feuer. Die Garage brennt vollkommen aus.
Ein wenig verwundert es da schon, dass die Wassersporthaftpflicht in Deutschland noch keine Pflichtversicherung ist. In anderen Staaten ist Schutz gesetzlich vorgeschrieben. Ein entsprechender Nachweis ist bei der Nutzung des Boots immer mitzuführen. Ohne darf man die dortigen Gewässer nicht befahren.
Versicherungspflicht herrscht u. a. in Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Griechenland, Großbritannien, Italien, Kroatien, Luxemburg, Mazedonien, Niederlande, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Ungarn und teilweise in Tschechien.
Reicht die Privathaftpflichtversicherung?
Die meisten Versicherer haften auch im Rahmen der Privathaftpflicht für Wassersportschäden, wenn eine gewisse Motorstärke und Segelfläche nicht überschritten werden.
Schutz ist bis zu einer gewissen Bootsgröße also enthalten. Problematisch wird es bei größeren bzw. stärker motorisierten Wasserfahrzeugen oder wenn man sich in Gewässern eines der oben genannten Länder tummeln möchte. Dann führt kein Weg an einer separaten Wassersporthaftpflicht vorbei.
Und der Bootsanhänger?
Ohne Anhänger kommt das Boot nur schwerlich zum See. Daher haben Bootseigner im Normalfall auch einen Bootsanhänger. Bootsanhänger zählen zur Gruppe der Spezialanhänger nach § 3 Abs. 2 Nr. 2 e FZV, die nicht zulassungspflichtig sind. Allerdings das sagt § 4 Abs. 2 Nr. 3 FZV benötigen sie ein amtliches Kennzeichen (weil keine Begrenzung auf max. 25 km/h). Man bekommt hier ein grünes Kennzeichen (§ 9 Abs 2.). Versicherungspflicht besteht für Bootsanhänger auch nicht (§ 2 Abs. 1 Nr. 6c). Der Bootsanhänger kann übrigens auch freiwillig mit schwarzem Kennzeichen und Kfz-Versicherung zugelassen werden. Und weil das alles schön kompliziert klingt, haben frischgebackene Bootseigener in aller Regel sehr viele Fragen zur Zulassung des Anhängers die sie natürlich lieber Ihnen stellen, statt der Zulassungsstelle…
Auch wenn keine Versicherungspflicht besteht, ist doch dringendst zu raten, für solchen zu sorgen. Die meiste Zeit wird der Anhänger (mit oder ohne Boot darauf) vom Zugfahrzeug abgekuppelt irgendwo ste-hen. Die Feststellbremse kann sich lösen, es kann sich jemand daran verletzen. Es gilt Gefährdungshaf-tung wie bei jedem normalen Anhänger auch – das darf man nicht vergessen! Ohne Versicherung zahlt man den Schaden ggf. aus eigener Tasche. Da ist es höchst angenehm, dass manche Versicherer die Trailerhaftpflicht für nicht zulassungspflichtige Anhänger automatisch und ohne Mehrkosten in die Wassersporthaftpflicht integriert.
Der Schutz für Boot
Wer sich auf boot24.de oder anderen Portalen mal ein wenig umschaut, wird schnell feststellen, dass selbst kleine, gebrauchte Boote überraschend teuer sind. Fünfstellig wird es eigentlich fast immer, wenn man nichts zum Aufblasen haben möchte. Praktischerweise verhält es sich im Bereich der Wassersportversicherungen wie bei den Kfz-Versicherungen. Es werden sowohl Haftpflichtlösungen als auch Kaskoabsicherungen angeboten. Dank der zusätzlichen Kaskoversicherungen können Wasserfahrzeuge gegen all die Gefahren abgesichert werden, die auf den hohen Wellen auf sich lauern – und nicht nur dort! Das heißt im Klartext: Versichert ist das Fahrzeug, die Maschinenanlage sowie das Zubehör. Zubehör sind bewegliche Sachen, die, ohne Bestandteil des Fahrzeugs zu sein, dem Betrieb des Fahrzeugs dauerhaft dienen. Hierunter fallen insbesondere technische Ausrüstung, Segel und Mobiliar. Die Kaskoversicherung bietet eine „All Risk-Deckung“ für die versicherten Sachen, bei der es nur wengier Gefahrenaussschlüsse gibt.
Aufgrund des hohen Preisniveaus bei Booten und größerem Gerät, wie auch der hohen Reparaturkosten, kann man keine Empfehlung geben, ab wann sich die Wassersportkasko nicht mehr lohnen würde. Die Preise, die hier aufgerufen werden, stehen normalerweise immer in einem gesunden Verhältnis zum Wert des Boots. Über die Selbstbeteiligung kann man dann natürlich noch an der Preisschraube drehen.
Wichtig zu beachten: Der Wert eines Boots kann sich durch Restaurationsarbeiten schnell drastisch erhöhen. Seien sie bitte sensibilisiert dafür, dass sie sich zeitnah informieren, damit der Versicherer über neue Werte informiert werden kann. Unterversicherung ist auch hier ein großes Thema! Es können übrigens auch persönliche Dinge abgesichert werden, die man mit an Bord nimmt (z. B. Unterhaltungselektronik, Angelausrüstung…).
Das sollte nicht vergessen werden!
Wasser hat bekanntlich zwar keine Balken aber eben auch keinen Notausgang. Gerade große Gewässer sind oft um einiges kälter, als die Luft. Fällt man ins Wasser, kann es zu einem Schockzustand kommen, die Muskeln können zerren oder gar reißen… Machner „Mann über Bord“ gehen so unter wie ein Stein. Dabei ist Ertrinken nicht die einzige Gefahr, die droht. Wird man zu spät gerettet und reanimiert, kann es zu Schädigungen des Hirns kommen, die durch den Sauerstoffmangel verursacht werden. Eine Unfallversicherung für alle, die regelmäßig mit auf dem Boot sind, ist also sehr empfehlenswert.
Ebenso sollte an Rechtsschutz gedacht werden. Nicht jeder ist ein „Kavlier der Seestraße“ und nimmt Rücksicht auf andere. Kommt es dadurch zu Sach- oder Personenschäden sollte man in der Lage sein, sein gutes Recht einzustreiten. Gerade, weil ein Boot in Deutschland keine Haftpflicht haben muss!
20. Juni 2017 /0 Kommentare/von Charlotte Annas
https://www.kloeppel-versicherungsmakler.de/wp-content/uploads/2017/06/Depositphotos_31838399_original-1200-x-800.jpg 800 1200 Charlotte Annas https://www.kloeppel-versicherungsmakler.de/wp-content/uploads/2016/02/kloeppel_logo.png Charlotte Annas2017-06-20 12:00:022017-06-20 12:01:33...und immer ne Handbreit Wasser unterm Kiel! Das wichtigste zu Wassersportversicherungen
Wir schreiben das Jahr 1880. Schlechte Bedingungen in Fabriken, Sonntagsarbeit und ein gesundheitsschädigendes Arbeitsumfeld führen in der Zeit der aufkommenden Industrialisierung vermehrt zu schweren Unfällen am Arbeitsplatz. Betroffen sind vor allem Berufsgruppen im Bergbau, unter Tage und Fabrikarbeiter. Angesichts der aufkommenden Proteste und Streiks der Arbeiterbewegung, dem sozialen Missstand und seiner schwierigen parlamentarischen Situation, hält Reichskanzler Bismarck politisches Handeln für dringend angebracht. Ziel soll eine stärkere Staatsbindung der Deutschen sein. Dieses Handeln lässt 1883 zunächst die gesetzliche Krankenversicherung entstehen, welche eine wichtige Station auf dem Weg zum modernen Sozialstaat darstellt. Seine Vorgehensweise findet international hohe Beachtung. Ein Jahr später, 1884, wird die gesetzliche Unfallversicherung ins Leben gerufen. Über die soll es im nachfolgenden Artikel gehen.
Ein Modell, das Geschichte schrieb
Mit der Schaffung seines Modells zur Sozialversicherung hat Bismarck ein System kreiert, das bis heute die Grundlage eines jeden Sozialstaates bildet und von immer mehr Ländern übernommen worden ist. Seit 1969 ist die gesetzliche Unfallversicherung in Deutschland im SGB VII geregelt und gehört wie bereits angeschnitten zu den ältesten Sparten der Deutschen Sozialversicherung. Im Gegensatz zur Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung ist die gesetzliche Unfallversicherung für die Versicherten beitragsfrei. Die Kosten für den umfassenden Versicherungsschutz der Prävention, Rehabilitation und Entschädigung tragen die Arbeitgeber. Im Bereich der Öffentlichen Hand tragen der Bund, die Länder und Gemeinden die Kosten.
Als erstes hat man wohl Arbeitnehmer im Sinn. Das stimmt natürlich. Jeder Arbeitnehmer und jeder Auszubildender ist gegen Unfälle, die sich am Arbeitsplatz/in der Schule, auf dem direkten Weg dorthin und zurück ereignen. Unter dem Schutz fallen außerdem auch folgende Personen:
Landwirte und deren Familienangehörige
Kinder, die Tageseinrichtungen besuchen
Behinderte Menschen in Werkstätten für behinderte Menschen
Zivil- und Katastrophenschutzhelfer
Häuslich Pflegende und Haushaltshilfen
Helfer bei nicht gewerbsmäßigen Bauarbeiten
Personen, die für den Bund, ein Land, eine Gemeinde oder eine andere öffentlich-rechtliche Institution ehrenamtlich tätig sind sowie Zeugen vor Gericht
Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger bei Erfüllung ihrer Meldepflichten
Freiwillig versicherte Unternehmer (Erklärung: Selbstständige können grundsätzlich selbst entscheiden, ob sie sich über die gesetzlichen Unfallversicherung versichern wollen.
Allen voran steht der Präventionsauftrag des Gesetzgebers, also die Verhütung von Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren. Als Beispiel sind hier die Begehungen der Firmen durch die Berufsgenossenschaften zu nennen, welche die Sicherheitsvorschriften prüfen (z. B. das Tragen von Sicherheitsschuhen, korrektes Anbringen von Feuerlöschern usw.). Aber auch Lehrveranstaltungen und die Zurverfügungstellung von kostenlosen Informationsmaterialien zum Thema Arbeitssicherheit für Unternehmen und Versicherte fällt in ihren Aufgabenbereich.
Kommt es zu einem Arbeitsunfall oder einer Berufskrankheit, gilt es, Ihre Gesundheit und die Leistungsfähigkeit mit allen geeigneten Mitteln wiederherzustellen (Heilbehandlungen) und sie oder ihre Hinterbliebenen durch Geldleistungen zu entschädigen. Außerdem erhalten Sie Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben und am Leben in der Gemeinschaft, z. B. durch Umschulungen. Ist es nicht möglich gewesen, die Leistungsfähigkeit wieder komplett herzustellen und Sie bleiben zu mindestens 20 % erwerbsgemindert, wird eine Unfallrente ausgezahlt. Auch kommt die gesetzliche Unfallversicherung für alle Behandlungskosten auf, die jemals in Zusammenhang mit dem versicherten Unfall stehen. Dazu zählen auch Spätfolgen.
Kind: Die Aufgabe der gesetzlichen Unfallversicherung ist es, zu gewährleisten, dass die Folgen eines Unfalls für die Ausbildung und das spätere Berufsleben des Kindes so gut wie möglich ausgeglichen werden. Idealerweise sollte das Kind später so gestellt sein, als wäre der Unfall nicht passiert.
Beispiel: Der 9- jährige Paul fährt bei gutem Wetter immer mit dem Fahrrad zur Schule. Eines Morgens stürzt er in einer Kurve und schleudert auf den Asphalt. Obwohl Paul einen Sturzhelm trägt, fügt er sich schwere Verletzungen am Gesicht und Rücken zu und ist seitdem querschnittsgelähmt.
In Pauls Fall würde man nach § 86 Nr. 2 SGB VII von einem Kinder-Jahresarbeitsverdienst von 11.620 Euro ausgehen. Der Betrag ergibt sich aus 33,3 % der Bezugsgröße, die im Westen im Jahr 2016 bei 34.860 Euro lag. Bei einer Minderung der (fiktiven) Erwerbstätigkeit (MdE) von 100 % würde das eine Jahresrente von 7.746,67 Euro bedeuten. Bitte beachten Sie: Der Prozentsatz der MdE ist nicht gleichbedeutend wie der Prozentsatz der Behinderung! Letzterer wird von den Berufsgenossenschaften festgelegt.
Auch hierzu ein Beispiel: Herr L. ist 56 Jahre alt und seit 28 Jahren dem Lärmpegel einer Druckerei ausgesetzt, wo er überwiegend verantwortlich für die Bedienung der veralteten Heftmaschine ist. Obwohl er alle Sicherheitsvorschriften befolgt und regelmäßig Gehörschutz trägt, klagt er mit der Zeit über zunehmende Schwerhörigkeit, Schwindel und lautes Pfeifen in den Ohren. Aufgrund seiner stark geminderten Hörfähigkeit zieht sich Herr L. sozial immer mehr zurück. Als er nach Drängen seiner Frau endlich einen Arzt aufsucht, stellt dieser ein Loch im Trommelfell fest und bescheinigt ihm seinen lauten Arbeitsplatz als Auslöser. Die gesetzliche Unfallversicherung errechnet Herrn L. eine Minderung der Erwerbsfähigkeit von berücksichtigt hier neben dem rein körperlichen Schaden auch eine wesentliche Einschränkung der Erlebnis- und Gestaltungsfähigkeit mit ausgeprägten depressiven Störungen.
Zur Verdeutlichung: Im Jahr 2015 waren 14.460 schwere Arbeitsunfälle zu verzeichnen, bei denen es zur Zahlung einer Rente oder eines Sterbegelds gekommen ist.
Die gesetzliche Unfallversicherung (Berufsgenossenschaft) zahlt eine verhältnismäßig hohe Rente für Personen, die einen Arbeitsunfall bzw. Wegeunfall erlitten haben. Wegen der Kürzung des Erwerbsminderungsgrades sind die Unfallrenten in der Praxis allerdings häufig nicht besonders hoch. Die große Zahl der Fälle einer Berufsunfähigkeit sind nicht auf Arbeitsunfälle bzw. Arbeitswegunfälle zurückzuführen, sondern haben erfahrungsgemäß ihre Ursache im Haushalt oder in der Freizeit. Besonders für Kinder kann die private Unfallversicherung darüber entscheiden, wie sich ihre Zukunft gestaltet.
Sollten Sie weitere Informationen diesbezüglich benötigen, stehen wir Ihnen mit Rat und Tat zur Seite
16. Juni 2017 /0 Kommentare/von Sebastian Kloeppel
https://www.kloeppel-versicherungsmakler.de/wp-content/uploads/2017/06/shutterstock_126066362-1200-800.jpg 800 1200 Sebastian Kloeppel https://www.kloeppel-versicherungsmakler.de/wp-content/uploads/2016/02/kloeppel_logo.png Sebastian Kloeppel2017-06-16 18:00:152017-06-16 19:11:37Prävention, Rehabilitation, Entschädigung Geschichtliches und Grundsätzliches zur gesetzlichen Unfallversicherung
Ist „Unfall“ wirklich „Unfall?“ – Basiswissen und intelligente Lösungen zur Privaten Unfallversicherung
„Es nimmt der Augenblick, was Jahre geben“, lautet ein Zitat von Goethe.
Im Hinblick auf die jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes wird einmal mehr verdeutlicht, wie vergänglich ein Leben ist. Demnach registrierte die Polizei im vergangenen Jahr etwa zweieinhalb Millionen Verkehrsunfälle mehr als noch im Jahr zuvor. Müdigkeit, technische Mängel, Witterungseinfiüsse, Fehlverhalten der Fahrer . Die Gründe für Verkehrsunfälle sind genau so unterschiedlich wie ihre Ausgänge. Demnach sei auch die Zahl der Unfalltoten um 84 Personen gestiegen. 84 Personen zu viel – dennoch zeigt eine aktuelle Statistik, dass sich lediglich knapp 5 % aller Unfälle im Straßenverkehr ereignen. Der mit Abstand größte Teil aller Unfälle – fast 70 % – fallen in den Bereich ,,Haushalt und Freizeit“.
Wieso sollte ich zusätzlich eine Unfallversicherung abschließen? Schließlich gibt es doch schon die gesetzliche!
Der größte Unterschied zwischen den beiden Versicherungen besteht darin, dass die gesetzliche Unfallversicherung als Teil der Sozialversicherung ausschließlich Berufskrankheiten und Arbeitsunfälle abdeckt, bzw. Unfälle, die sich auf dem direkten Arbeits-/Heimweg ereignen. Ebenfalls versichert sind Schüler und Studenten in oder auf dem direkten Weg zur Schule oder Universität sowie Arbeitssuchende, auf dem Weg zum Jobcenter. Ziel der gesetzlichen Unfallversicherung ist es, dem Versicherungsnehmer die schnellstmögliche Genesung und Wiederaufnahme seiner Arbeitstätigkeit zu ermöglichen. Dies wird u. a. unterstützt durch spezielle BG-Kliniken. Hauptaufgabe der BG-Kliniken ist die Behandlung und Wiederherstellung von schwer verletzten Unfallopfern und Menschen mit Berufskrankheiten. Sie begleiten ihre Patienten über die Entlassung hinaus zur Reha bis zur Rückkehr ins Berufs – und Privatleben nach dem Motto „Reha vor Rente!“.
Wenn in die private Unfallversicherung eine Todesfallleistung integriert wurde und die versicherte Person durch einen Unfall (innerhalb eines Jahres!) verstirbt, wird die vereinbarte Todesfallsumme ausbezahlt. Damit lassen sich beispielsweise die Kosten für die Beerdigung abdecken oder schützt die Hinterbliebenen vor unerwarteten finanziellen Belastungen.
Kommt es nach einem Unfall zu einer Krankschreibung, die länger als sechs Wochen andauert, zahlt die Krankenkasse ein niedriges Krankengeld. Dies reicht oft nicht aus, um sich finanziell über Wasser halten zu können. Diesen Umstand kann der Versicherungsnehmer mit einem Unfall-Krankentagegeld auf das Niveau seines gewohnten Einkommens aufstocken. Je nach Versicherer sind natürlich weitere Zusatzleistungen möglich.
Unfall = Unfall
Herr W. hält sich in seiner Freizeit gern in der Natur auf. Wandern und Radfahren zählen zu seinen bevorzugten Aktivitäten im Sommer. Nach einem Ausflug bemerkt er eine vollgesogene Zecke an seiner Wade. Als erfahrener Naturliebhaber entfernt er diese professionell mit einer Zeckenkarte. Zwei Jahre später kommt es nach Wochen anhaltender Kopf- und Gliederschmerzen zu Lähmungserscheinungen in seinem Bein. Ein Arzt diagnostiziert Borreliose. Zwar schloss Herr W. in der Vergangenheit eine private Unfallversicherung ab, doch diese weigert sich nun, die errechnete Invaliditätssumme zu zahlen. Begründung: Der Zeckenbiss (= das Unfallereignis), welcher die gesundheitliche Schädigung (Infektion) verursachte, liegt zu weit in der Vergangenheit. Grundsätzlich sind Unfallereignisse zeitnah beim Unfallversicherer anzuzeigen. Je nach Versicherungstarif variiert diese Frist extrem. Einige Versicherer verfahren anders. Sie stellen nicht den Zeckenbiss, sondern den Ausbruch der Krankheit als Unfallereignis dar. Diese Ausnahmeregelung sollten Sie – besonders jetzt in den Sommermonaten – unbedingt im Hinterkopf behalten!
Frau L. ist 59 Jahre alt und seit kurzem verwitwet. Nach dem Tod ihres Mannes will sie in eine kleinere Wohnung umziehen. Unerwartet kündigen sich für den nächsten Tag Kaufinteressenten für ihr Haus an. Trotz des zunehmend beklemmenden Gefühls im Brustbereich und starker Schmerzen im linken Arm, beschließt sie, Reinigungsarbeiten am Fenster aufzunehmen. Als sie das Bewusstsein verliert, stürzt sie von der Leiter und zieht sich eine Halswirbelfraktur zu. Da Frau L. zum Unfallzeitpunkt allein im Haus ist, dauert es mehrere Stunden, bis sie von ihrer Nachbarin gefunden wird. Trotz der sofortigen Behandlung und gleich angeordneter Operation bleibt Frau L. aufgrund des Ausmaßes der Verletzung halbseitig gelähmt. Gewöhnlich besteht bei Geistes- und Bewusstseinsstörungen, welche letztendlich das Eintreten des Infarktes darstellen, kein Versicherungsschutz. Sofern die Unfallursachen auf Herzinfarkte, Schlaganfälle, epileptische Anfälle oder andere Krampfanfällen zurückführbar sind, muss die Versicherung in der Regel nicht zahlen. Tritt ein ähnlicher Fall bei ihnen ein, erinnern Sie sich an die Ausnahmeregelung einiger Versicherer die wir bieten. Diese Tarife erkennen Schlaganfälle sowie Herzinfarkte als auslösenden Unfallfaktor konkret an.
Wie sich an den beiden Beispielen zeigt, können die alltäglichsten Situationen gravierende Unfälle auslösen, die immense persönliche, soziale und finanzielle Folgen mit sich ziehen.
Weitere Informationen, Details zu Produkten und bei Fragen stehen wir Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.
31. März 2017 /0 Kommentare/von Sebastian Kloeppel
https://www.kloeppel-versicherungsmakler.de/wp-content/uploads/2017/03/Cellacast-Active.jpg 600 1200 Sebastian Kloeppel https://www.kloeppel-versicherungsmakler.de/wp-content/uploads/2016/02/kloeppel_logo.png Sebastian Kloeppel2017-03-31 12:04:182017-03-31 16:32:05Ist "Unfall" wirklich "Unfall?" - Basiswissen und intelligente Lösungen zur Privaten Unfallversicherung
Kinderunfallversicherung – Die verkannte Gefahr!
Kinder, Unfallversicherung
Haben Familien eine Unfallversicherung sind oft die Kinder mit niedrigeren Summen abgesichert als die Erwachsenen. Die Kinder müssen ja noch kein eigenes Einkommen absichern und es sind ja auch noch die Eltern da.
Doch diese Meinung ist trügerisch und aus unserer Sicht auch nicht haltbar.
Wir möchten Ihnen im Folgenden aufzeigen, warum die Kinderunfallversicherung wichtig ist und warum man eine möglichst hohe Summe absichern sollte. Benötigen Kinder vielleicht auch einen etwas anderen Versicherungsschutz als Erwachsene?
Für die Erwachsenenunfallversicherung gilt ja die Formel, dass man für die Invaliditätssumme das x-fache (je nach Alter) des Bruttojahreseinkommens absichern soll. Doch wie sieht es bei Kindern aus?
Eine genaue Formel können wir Ihnen auch nicht nennen, jedoch empfehlen wir Ihnen die Kinder mit einer höheren Versicherungssumme abzusichern als die Erwachsenen. Warum das denn?
Kinder sind besonders gefährdet. Denn sie sehen die Welt mit „anderen Augen“ und nehmen Gefahren oft nicht realistisch wahr. Auch Eltern erkennen die Gefahrenquellen manchmal nicht sofort. Zudem entsteht nach dem Unfall eines Kindes oft erheblicher finanzieller Aufwand:
hohe Kosten für die Betreuung
eventuell Umschulung in einer Privatschule
behindertengerechten Wohnraum schaffen
behindertengerechtes Fahrzeug kaufen (mehrmals)
Therapien, die der zuständige Sozialversicherungsträger nicht übernimmt
Wie auch bei den Erwachsenen tritt auch bei Kindern die gesetzliche Unfallversicherung nur bei Schul- und Wegeunfällen ein. Man ist also bei Freizeitunfällen auf eine private Unfallversicherung angewiesen.
Die „Restlebenszeit“ ist bei Kindern in der Regel auch länger als bei Erwachsenen, darum benötigen sie mehr Kapital um ihr restliches Leben zu bestreiten. Auch eine Unfallrente macht für Kinder Sinn, da sie eventuell nie ein eigenes Einkommen haben werden und darüber die Kosten des täglichen Lebens finanzieren könnten.
Kinder benötigen im Gegensatz zu Erwachsenen einen etwas anderen Unfallversicherungsschutz. Dieser sollte in der Regel auf die Bedürfnisse von Kindern abgestimmt sein. Denn was für Erwachsene im Umgang selbstverständlich ist, kann für Kinder eine Gefahrenquelle darstellen oder gefährliche Reaktionen auslösen. So sollten in einer Kinderunfallversicherung folgende Leistungen mitversichert sein:
Beitragsfortführung bei Tod des VN
Versicherertarife
Bei vielen Versicherern gibt es einen Unfalltarif für Erwachsene und Kinder. Diese unterscheiden sich oft nur durch den günstigeren Beitrag für Kinder. Es gibt aber auch ein paar Versicherer, die spezielle Tarife für Kinder entwickelt haben um näher auf die Bedürfnisse der Kinder einzugehen. Hier gilt dann teilweise auch der Ausbruch bestimmter Kinderkrankheiten als Unfall, oder es ist auch der Umgang mit Feuerwerkskörpern oder Unfälle beim Lenken eines Kfz mitversichert.
Weitere Informationen und Details zum Thema Unfallversicherung finden Sie hier.
28. Juni 2016 /von Sebastian Kloeppel
https://www.kloeppel-versicherungsmakler.de/wp-content/uploads/2016/09/Depositphotos_86422640_original.jpg 1001 1500 Sebastian Kloeppel https://www.kloeppel-versicherungsmakler.de/wp-content/uploads/2016/02/kloeppel_logo.png Sebastian Kloeppel2016-06-28 12:00:562017-02-28 20:03:56Kinderunfallversicherung - Die verkannte Gefahr!
Seniorenunfallversicherung – Veränderungen in der Unfallversicherung für den 3. Lebensabschnitt
Senioren, Unfallversicherung
Rentner haben keine Zeit, aber viele Interessen. So oder so ähnlich könnte man die Menschen beschreiben, die sich in Ihrem Lebensabend befinden aber dennoch das Leben voll genießen wollen. Denn auch Senioren werden weiterhin Skifahren, in den Urlaub fahren oder ganz allgemein ihren Hobbies nachgehen.
Aktuell gibt es ca. 17 Millionen Menschen in Deutschland die 65 Jahre oder älter sind. Die Tendenz ist steigend. Wir möchten Sie im Folgenden speziell auf die Auswirkungen in der Unfallversicherung hinweisen.
Rentner sind in der gesetzlichen Unfallversicherung nicht mehr abgesichert. Das bedeutet ein Großteil der Personen, die für eine Seniorenunfallversicherung in Frage kommen, haben keinen gesetzlichen Unfallschutz mehr.
Bei der Unfallversicherung nach dem Erwachsenentarif gibt es aktuell 3 mögliche Veränderungen mit Erreichen eines bestimmten Alters (je nach Versicherer unterschiedlich):
Es reduziert sich der Leistungsumfang, durch Wegfall von Progressionen, Mehrleistungen und Unfallrenten bei unverändertem Beitrag
Der Leistungsumfang bleibt erhalten, jedoch wird der Beitrag oft stark angehoben
Der Beitrag steigt jährlich um einen bestimmten Prozentsatz bei gleichbleibender Leistung
Haushaltsservice (z. B. Wohnungsreinigung, Wäsche waschen)
Betreuung von Kindern und Haustieren
Diese Leistungen variieren jedoch in Höhe, Dauer und Umfang von Tarif zu Tarif. Wichtig ist auch, dass man neben einer eventuellen Unfallrente auch eine Kapitalabfindung im Schadensfall bekommt. Denn gerade zum Umbau der Wohnung oder des Hauses benötigt man das Geld auf einmal und nicht als Rentenzahlung.
Zu beachten ist jedoch auch bei den Seniorentarifen das Höchsteintrittsalter. Doch auch hier bieten immer mehr Versicherer Tarife ohne Höchstaufnahmealter.
https://www.kloeppel-versicherungsmakler.de/wp-content/uploads/2016/09/alter_vorsorge.jpg 1000 1500 Sebastian Kloeppel https://www.kloeppel-versicherungsmakler.de/wp-content/uploads/2016/02/kloeppel_logo.png Sebastian Kloeppel2016-06-28 12:00:132017-02-28 20:04:29Seniorenunfallversicherung - Veränderungen in der Unfallversicherung für den 3. Lebensabschnitt