Source: https://www.rechtslupe.de/zivilrecht/vormerkung-zugunsten-eines-noch-zu-bestimmenden-berechtigten-344927
Timestamp: 2019-12-07 18:46:03
Document Index: 191556580

Matched Legal Cases: ['§ 883', '§ 885', '§ 885', '§ 885', '§ 873', 'BGH', 'BGH', '§ 873', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Vor­mer­kung zuguns­ten eines noch zu bestim­men­den Berech­tig­ten | Rechtslupe
Vormerkung zugunsten eines noch zu bestimmenden Berechtigten
Vor­mer­kung zuguns­ten eines noch zu bestim­men­den Berech­tig­ten
Die Bewil­li­gung einer Vor­mer­kung zuguns­ten eines von drit­ter Sei­te noch zu benen­nen­den Berech­tig­ten ist wirk­sam, sofern der Berech­tig­te im Zeit­punkt der Ein­tra­gung der Vor­mer­kung bestim­mungs­ge­mäß benannt wor­den ist.
Das Ent­ste­hen einer rechts­ge­schäft­lich begrün­de­ten Vor­mer­kung erfor­dert einen siche­rungs­fä­hi­gen Anspruch, die Bewil­li­gung des betrof­fe­nen Rechts­in­ha­bers und die Ein­tra­gung in das Grund­buch (§ 883 Abs. 1, § 885 Abs. 1 BGB).
Bei einer Auf­las­sungs­vor­mer­kung ist Betrof­fe­ner der Inha­ber des Eigen­tums, wel­ches durch die Erfül­lung des gesi­cher­ten Anspruchs über­tra­gen wird 1.
Die Bewil­li­gung bezieht sich auf die­sel­be Rechts­än­de­rung wie die Ein­tra­gung, stimmt also mit die­ser inhalt­lich über­ein 2. Dem steht nicht ent­ge­gen, dass die Bewil­li­gung der Vor­mer­kung zuguns­ten eines noch unbe­nann­ten Drit­ten erfolg­te, die Ein­tra­gung aber nur nach einer Indi­vi­dua­li­sie­rung des Drit­ten mög­lich war, weil eine Vor­mer­kung nicht für einen unbe­nann­ten Drit­ten ein­ge­tra­gen wer­den kann 3. Die Bewil­li­gung einer Vor­mer­kung zuguns­ten eines von drit­ter Sei­te noch zu benen­nen­den Berech­tig­ten ist wirk­sam, sofern der Berech­tig­te im Zeit­punkt der Ein­tra­gung der Vor­mer­kung bestim­mungs­ge­mäß benannt wor­den und mit der in der Ein­tra­gung genann­ten Per­son iden­tisch ist. Aus­rei­chend ist näm­lich, dass Bewil­li­gung und Ein­tra­gung im Zeit­punkt ihres Zusam­men­tref­fens über­ein­stim­men 4. Das war hier bei Ein­tra­gung der Vor­mer­kung im April 2006 der Fall; denn zu die­sem Zeit­punkt war die Klä­ge­rin bestim­mungs­ge­mäß, d.h. ent­spre­chend den Vor­ga­ben der Ver­käu­fe­rin, als Käu­fe­rin benannt und damit zugleich als Vor­mer­kungs­be­rech­tig­ter indi­vi­dua­li­siert wor­den.
Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 29. Juni 2012 – V ZR 27/​11
Vor­mer­kung zuguns­ten eines noch zu bestim­men­den Berech­tig­ten Die Bewil­li­gung einer Vor­mer­kung zuguns­ten eines von drit­ter Sei­te noch zu benen­nen­den Berech­tig­ten ist wirk­sam, sofern der Berech­tig­te im Zeit­punkt der Ein­tra­gung der Vor­mer­kung bestim­mungs­ge­mäß…
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vgl. Palandt/​Bassenge, BGB, 71. Aufl., § 885 Rn. 10; Lem­ke in Lem­ke, Immo­bi­li­en­recht, § 885 BGB Rn. 12[↩]
vgl. zu der not­wen­di­gen Kon­gru­enz von Eini­gung und Ein­tra­gung gemäß § 873 BGB: BGH, Beschluss 23.09.1993 – V ZB 27/​92, BGHZ 123, 297, 301 sowie Soergel/​Stürner, BGB, 13. Aufl., § 873 Rn. 16 mwN[↩]
vgl. BGH, Urteil vom 22.12.1982 – V ZR 8/​81, NJW 1983, 1543, 1544[↩]
vgl. BGH, Urteil vom 26.11.1999 – V ZR 432/​98, BGHZ 143, 175, 182[↩]