Source: https://www.henkelhausen.de/agb-fuer-unternehmen-lieferbedingungen/
Timestamp: 2020-01-20 18:57:20
Document Index: 198432611

Matched Legal Cases: ['§ 14', '§ 284', '§ 147', '§ 276', '§ 276', '§ 276', '§ 478', '§ 276', '§ 478', '§ 276', '§ 276', '§ 478', '§ 438', '§ 634', '§ 305', '§ 276', '§ 439', '§ 315', '§ 315', '§ 315', '§ 771', '§ 771', '§ 276', '§ 276', 'Art. 14', '§ 305', '§ 305', '§ 305', '§ 139', '§ 305', '§ 139']

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AGB für Unternehmen — Lieferbedingungen
AGB für Ver­brau­cher – Lie­fer­be­din­gun­gen
AGB für Ver­brau­cher – Repa­ra­tur und Mon­ta­ge
AGB für Unter­neh­men – Lie­fer­be­din­gun­gen
AGB für Unter­neh­men – Repa­ra­tur und Mon­ta­ge
AGB für den Ein­kauf
All­ge­mei­ne Auf­trags- und Lie­ferbedin­gun­gen der HENKELHAUSEN GmbH & Co. KG im Geschäfts­ver­kehr mit Unter­neh­mern und der öffent­li­chen Hand
1. Gel­tungs­be­reich, All­ge­mei­nes
1.1 Die­se All­ge­mei­nen Auf­trags-, Lie­fer- und Leis­tungs­be­din­gun­gen (AGB) gel­ten aus­schließ­lich gegen­über Unter­neh­mern im Sin­ne von § 14 des Deut­schen Bür­ger­li­chen Gesetz­bu­ches (BGB), das heißt natür­li­chen oder juris­ti­schen Per­so­nen oder rechts­fä­hi­gen Per­so­nen­ge­sell­schaf­ten, wel­che die Ware oder Leis­tung zur gewerb­li­chen oder beruf­li­chen Ver­wen­dung erwer­ben. Sie gel­ten wei­ter­hin gegen­über Per­so­nen des öffent­li­chen Rechts und öffent­lich-recht­li­chen Son­der­ver­mö­gen.
1.2 Für die Geschäfts­be­zie­hung mit unse­ren Kun­den, auch für Aus­künf­te und Bera­tung, gel­ten aus­schließ­lich die nach­fol­gen­den Bedin­gun­gen (AGB).
Abwei­chen­de Bedin­gun­gen des Käu­fers und/oder Bestel­lers – nach­ste­hend „Kunde/n“ genannt – gel­ten nur, wenn und soweit wir sie aus­drück­lich schrift­lich aner­ken­nen. Unser Schwei­gen auf der­ar­ti­ge abwei­chen­de Bedin­gun­gen gilt ins­be­son­de­re nicht als Aner­ken­nung oder Zustim­mung, auch nicht bei zukünf­ti­gen Ver­trä­gen.
Unse­re AGB gel­ten anstel­le etwai­ger Ein­kaufs­be­din­gun­gen des Kun­den auch dann, wenn nach die­sen die Auf­trags­an­nah­me als bedin­gungs­lo­se Aner­ken­nung der Ein­kaufs­be­din­gun­gen vor­ge­se­hen ist, oder wir nach Hin­weis des Kun­den auf die Gel­tung sei­ner All­ge­mei­nen Ein­kaufs­be­din­gun­gen lie­fern, es sei denn, wir haben aus­drück­lich auf die Gel­tung unse­rer AGB ver­zich­tet. Der Aus­schluss der All­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen des Kun­den gilt auch dann, wenn die All­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen zu ein­zel­nen Rege­lungs­punk­ten kei­ne geson­der­te Rege­lung ent­hal­ten Der Kun­de erkennt durch Annah­me unse­rer Auf­trags­be­stä­ti­gung aus­drück­lich an, dass er auf sei­nen aus den Ein­kaufs­be­din­gun­gen abge­lei­te­ten Rechts­ein­wand ver­zich­tet.
1.3 Sofern Rah­men­ver­trä­ge oder sons­ti­ge Ver­trä­ge mit unse­ren Kun­den abge­schlos­sen sind, haben die­se Vor­rang. Sie wer­den, sofern dar­in kei­ne spe­zi­el­le­ren Rege­lun­gen getrof­fen sind, durch die vor­lie­gen­den AGB ergänzt.
1.4 Soweit im Fol­gen­den von Scha­dens­er­satz­an­sprü­chen die Rede ist, sind damit in glei­cher Wei­se auch Auf­wen­dungs­er­satz­an­sprü­che i.S.v. § 284 BGB gemeint
2. Aus­künf­te / Bera­tung / Eigen­schaf­ten der Pro­duk­te und Leis­tun­gen / Mit­wir­kungs­hand­lun­gen des Kun­den
2.1 Aus­künf­te und Erläu­te­run­gen hin­sicht­lich unse­rer Pro­duk­te und Leis­tun­gen durch uns oder unse­re Ver­triebs­mitt­ler erfol­gen aus­schließ­lich auf­grund unse­rer bis­he­ri­gen Erfah­rung. Sie stel­len kei­ner­lei Eigen­schaf­ten oder Garan­ti­en in Bezug auf unse­re Pro­duk­te dar. Die hier­bei ange­ge­be­nen Wer­te sind als Durch­schnitts­wer­te unse­rer Pro­duk­te anzu­se­hen.
Wir ste­hen man­gels aus­drück­li­cher ander­wei­ti­ger Ver­ein­ba­rung nicht dafür ein, dass unse­re Pro­duk­te und/oder Leis­tun­gen für den vom Kun­den ver­folg­ten Zweck geeig­net sind.
2.2. Alle Anga­ben über unse­re Pro­duk­te und Leis­tun­gen, ins­be­son­de­re die in unse­ren Ange­bo­ten und Druck­schrif­ten und im Inter­net und die dar­in ent­hal­te­nen Abbil­dun­gen, Zeich­nun­gen, Maß-, Eigen­schafts- oder Leis­tungs­merk­ma­le sowie sons­ti­ge, ins­be­son­de­re tech­ni­sche Anga­ben oder Anga­ben über Inhalts­stof­fe sind annä­hernd zu betrach­ten­de Durch­schnitts­wer­te. Dies gilt ent­spre­chend für Aus­sa­gen unse­rer Mit­ar­bei­ter, soweit dies nicht anders ver­ein­bart wird. Auch nicht mit Tole­ran­zen ver­se­he­ne Daten unse­rer Pro­duk­te, wie sie in unse­rer Inter­net­dar­stel­lung oder unse­ren Kata­lo­gen und/oder Bro­schü­ren ent­hal­ten sind, unter­lie­gen han­dels­üb­li­chen und/oder bran­chen­üb­li­chen pro­duk­ti­ons­be­ding­ten Abwei­chun­gen und Ver­än­de­run­gen, ins­be­son­de­re durch pro­duk­ti­ons­tech­ni­sche Wei­ter­ent­wick­lun­gen und ver­wand­te Mate­ria­li­en.
2.3 Soweit wir Ver­wen­dungs-/An­wen­dungs­hin­wei­se bezüg­lich unse­rer Pro­duk­te und/oder Leis­tun­gen geben, sind die­se mit bran­chen­üb­li­cher Sorg­falt abge­fasst, ent­bin­den unse­re Kun­den jedoch nicht von der Ver­pflich­tung zur sorg­fäl­ti­gen Prü­fung der Pro­duk­te und/oder Leis­tun­gen betref­fend der Eig­nung zu dem von ihnen gewünsch­ten Zweck. Der Kun­de bleibt – soweit nicht anders ver­ein­bart – in jedem Fall zur Prü­fung der Ver­wend­bar­keit unse­rer Pro­duk­te und/oder Leis­tun­gen zu dem von ihm beab­sich­tig­ten Ver­wen­dungs­zweck ver­pflich­tet. Ent­spre­chen­des gilt für Hin­wei­se zu Import-, Zoll- und Zer­ti­fi­zie­rungs­re­ge­lun­gen.
2.4 Eine Bera­tungs­pflicht hin­sicht­lich unse­rer Pro­duk­te und deren Ein­satz und/oder Leis­tun­gen über­neh­men wir nur aus­drück­lich kraft schrift­li­chem, geson­der­ten Bera­tungs­ver­trag.
2.5 Eine Bezug­nah­me auf Nor­men, ähn­li­che Rege­lun­gen sowie tech­ni­sche Anga­ben, Beschrei­bun­gen und Abbil­dun­gen des Lie­fer­ge­gen­stan­des in Ange­bo­ten und Pro­spek­ten bzw. im Inter­net und unse­rer Wer­bung, sowie auf zur Ver­fü­gung gestell­te Ana­ly­sen oder Beschrei­bung von phy­si­ka­li­schen Eigen­schaf­ten stel­len nur dann eine Eigen­schafts­an­ga­be unse­rer Pro­duk­te dar, wenn wir die Beschaf­fen­heit aus­drück­lich als “Eigen­schaft des Pro­duk­tes“ dekla­riert haben; ansons­ten han­delt es sich um unver­bind­li­che, all­ge­mei­ne Leis­tungs­be­schrei­bun­gen. Dies gilt man­gels ander­wei­ti­ger Ver­ein­ba­rung auch für Aus­sa­gen unse­rer Mit­ar­bei­ter.
2.6 Eine Garan­tie gilt nur dann als von uns über­nom­men, wenn wir schrift­lich eine Eigen­schaft und/oder einen Leis­tungs­er­folg als „recht­lich garan­tiert“ bezeich­net haben.
2.7 Eine Haf­tung für die Ver­wend­bar­keit und/oder Zulas­sungs- und/oder Regis­trie­rungs- und/oder Ver­kehrs­fä­hig­keit unse­rer Pro­duk­te oder Leis­tun­gen zu dem vom Kun­den in Aus­sicht genom­me­nen Ver­wen­dungs­zweck über­neh­men wir außer­halb der gesetz­lich zwin­gen­den Haf­tung nicht, soweit wir mit dem Kun­den nicht aus­drück­lich etwas ande­res ver­ein­bart haben. Die Rege­lung der Ziff. 11 bleibt unbe­rührt.
2.8 Der Kun­de ist ver­pflich­tet, uns alle für die Leis­tungs­er­brin­gung benö­tig­ten Infor­ma­tio­nen und Daten recht­zei­tig und voll­stän­dig zur Ver­fü­gung zu stel­len.
3. Pro­be­ex­em­pla­re / über­las­se­ne Unter­la­gen und Daten / Mus­ter / Kos­ten­an­schlä­ge
3.1 Die Eigen­schaf­ten von Mus­tern bzw. Pro­be­ex­em­pla­ren wer­den nur dann Ver­trags­be­stand­teil, wenn dies aus­drück­lich schrift­lich ver­ein­bart wur­de. Der Kun­de ist zur Ver­wer­tung und Wei­ter­ga­be von Mus­tern nicht berech­tigt.
Wird unse­rer­seits auf­grund eines Waren­mus­ters ver­kauft, so sind Abwei­chun­gen hier­von bei der gelie­fer­ten Ware zuläs­sig und berech­ti­gen nicht zu Bean­stan­dun­gen und Ansprü­chen uns gegen­über, wenn sie han­dels­üb­lich sind und etwaig ver­ein­bar­te Spe­zi­fi­ka­tio­nen durch die gelie­fer­te Ware ein­ge­hal­ten wer­den, soweit nicht etwas ande­res ver­ein­bart wur­de.
3.2 An dem Kun­den bekannt­ge­ge­be­nen oder über­las­se­nen Mus­tern, Abbil­dun­gen, Zeich­nun­gen, Daten, Kos­ten­an­schlä­gen und sons­ti­gen Unter­la­gen über unse­re Pro­duk­te und Leis­tun­gen behal­ten wir uns alle Eigen­tums- und Urhe­ber­rech­te vor. Der Kun­de ver­pflich­tet sich, die in vor­ste­hen­dem Satz auf­ge­führ­ten Mus­ter, Daten und/oder Unter­la­gen nicht Drit­ten zugäng­lich zu machen, es sei denn, wir ertei­len unse­re aus­drück­li­che schrift­li­che Ein­wil­li­gung. Er hat die­se auf Auf­for­de­rung an uns zurück­zu­ge­ben, soweit ein dar­auf basie­ren­der Auf­trag an uns nicht bin­nen 4 Wochen nach Über­las­sung an den Kun­den erteilt wird.
Die Rege­lun­gen der Sät­ze 1 und 2 gel­ten ent­spre­chend für Unter­la­gen, Zeich­nun­gen oder Daten des Kun­den; die­se dür­fen wir jedoch sol­chen Drit­ten zugäng­lich machen, denen wir zuläs­si­ger­wei­se mit dem Kun­den ver­trags­ge­gen­ständ­li­che Lie­fe­run­gen und/oder Leis­tun­gen über­tra­gen, oder denen wir uns als Erfül­lungs­ge­hil­fen oder Lie­fe­ran­ten bedie­nen.
4. Ver­trags­schluss / Lie­fer- und Leis­tungs­um­fang / Beschaf­fungs­ri­si­ko und Garan­tie
4.1 Unse­re Ange­bo­te erfol­gen freiblei­bend, soweit sie nicht aus­drück­lich als ver­bind­lich gekenn­zeich­net sind oder aus­drück­lich ver­bind­li­che Zusa­gen ent­hal­ten oder sonst wie die Ver­bind­lich­keit aus­drück­lich ver­ein­bart wur­de. Sie sind Auf­for­de­run­gen zu Bestel­lun­gen.
Der Kun­de ist an sei­ne Bestel­lung als Ver­trags­an­trag 14 Kalen­der­ta­ge – bei elek­tro­ni­scher Bestel­lung 5 Werk­ta­ge (jeweils an unse­rem Sitz) – nach Zugang der Bestel­lung bei uns gebun­den, soweit der Kun­de nicht regel­mä­ßig auch mit einer spä­te­ren Annah­me durch uns rech­nen muss (§ 147 BGB). Dies gilt auch für Nach­be­stel­lun­gen des Kun­den.
4.2 Ein Ver­trag kommt – auch im lau­fen­den Geschäfts­ver­kehr – erst dann zustan­de, wenn wir die Bestel­lung des Kun­den schrift­lich oder in Text­form (d.h. auch per Tele­fax oder E-Mail) durch Auf­trags­be­stä­ti­gung bestä­ti­gen. Die Auf­trags­be­stä­ti­gung gilt nur unter der Bedin­gung, dass noch offe­ne Zah­lungs­rück­stän­de des Kun­den begli­chen wer­den und dass eine durch uns vor­ge­nom­me­ne Kre­dit­prü­fung des Kun­den durch die Schufa, Credit­re­fom, Euler Her­mes oder Bür­gel ohne nega­ti­ve Aus­kunft bleibt, soweit nicht aus­drück­lich etwas ande­res ver­ein­bart wird.
Bei Lie­fe­rung oder Leis­tung inner­halb der ange­bots­ge­gen­ständ­li­chen Bin­dungs­frist des Kun­den kann unse­re Auf­trags­be­stä­ti­gung durch unse­re Lie­fe­rung ersetzt wer­den, wobei die Absen­dung der Lie­fe­rung maß­geb­lich ist.
4.3 Bei Abruf­auf­trä­gen oder kun­den­be­ding­ten Abnah­me­ver­zö­ge­run­gen sind wir berech­tigt, das Mate­ri­al für den gesam­ten Auf­trag zu beschaf­fen und die gesam­te Bestell­men­ge sofort her­zu­stel­len bzw. die gesam­te Bestell­men­ge ein­zu­de­cken. Etwai­ge Ände­rungs­wün­sche des Kun­den kön­nen dem­nach nach Ertei­lung des Auf­tra­ges nicht mehr berück­sich­tigt wer­den, es sei denn, dass dies aus­drück­lich schrift­lich zwi­schen uns und dem Kun­den ver­ein­bart wor­den ist.
Soweit ein Kauf auf Abruf abge­schlos­sen ist, müs­sen zudem die ein­zel­nen Abru­fe, soweit nichts ande­res ver­ein­bart ist, min­des­tens 6 Wochen vor dem gewünsch­ten Lie­fer­ter­min bei uns ein­ge­hen, soweit kei­ne kür­ze­re Abruf- oder Lie­fer­frist ver­ein­bart wur­de. Soll­ten kei­ne anders lau­ten­den Ver­ein­ba­run­gen getrof­fen sein, ist der Kun­de ver­pflich­tet, inner­halb von 6 Mona­ten nach Ver­trags­schluss die gekauf­te Ware voll­stän­dig bei uns abzu­neh­men. Erfol­gen die Abru­fe nicht recht­zei­tig, so sind wir berech­tigt, die Abru­fe und deren Ein­tei­lung anzu­mah­nen und eine Nach­frist zum Abruf und zur Ein­tei­lung von 14 Kalen­der­ta­gen zu set­zen. Bei frucht­lo­sem Frist­ab­lauf sind wir berech­tigt, wegen des nicht erfüll­ten Teils vom Ver­trag zurück­zu­tre­ten oder Scha­dens­er­satz statt der Leis­tung zu ver­lan­gen. Wir müs­sen hier­in nicht noch­mals auf die Rech­te aus die­ser Klau­sel hin­wei­sen. Ziff. 4.8 Abs. 2 gilt ent­spre­chend.
4.4 Der Kun­de hat uns recht­zei­tig vor Ver­trags­schluss schrift­lich auf etwai­ge beson­de­re Anfor­de­run­gen an unse­re Pro­duk­te hin­zu­wei­sen. Sol­che Hin­wei­se erwei­tern jedoch nicht unse­re ver­trag­li­chen Ver­pflich­tun­gen und Haf­tung.
Man­gels ander­wei­ti­ger aus­drück­li­cher Ver­ein­ba­rung sind wir ledig­lich ver­pflich­tet, die bestell­ten Pro­duk­te als in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land ver­kehrs- und zulas­sungs­fä­hi­ge Ware zu lie­fern.
4.5 Wir sind ledig­lich ver­pflich­tet, aus unse­rem eige­nen Waren­vor­rat zu leis­ten (Vor­rats­schuld).
4.6 Die Über­nah­me eines Beschaf­fungs­ri­si­kos oder einer Beschaf­fungs­ga­ran­tie liegt nicht allein in unse­rer Ver­pflich­tung zur Lie­fe­rung einer nur der Gat­tung nach bestimm­ten Sache.
4.7 Ein Beschaf­fungs­ri­si­ko im Sin­ne von § 276 BGB über­neh­men wir nur kraft schrift­li­cher, geson­der­ter Ver­ein­ba­rung unter Ver­wen­dung der Wen­dung „über­neh­men wir das Beschaf­fungs­ri­si­ko…“.
4.8 Ver­zö­gert sich die Abnah­me der Pro­duk­te oder deren Ver­sand oder die Abnah­me unse­rer Leis­tung aus einem vom Kun­den zu ver­tre­ten­den Grund, sind wir berech­tigt, nach Set­zung und Ablauf einer 14-tägi­gen Nach­frist, nach unse­rer Wahl sofor­ti­ge Ver­gü­tungs­zah­lung zu ver­lan­gen oder vom Ver­trag zurück­zu­tre­ten oder die Erfül­lung abzu­leh­nen und Scha­dens­er­satz statt der gan­zen Leis­tung zu ver­lan­gen. Die Frist­set­zung muss schrift­lich oder in Text­form erfol­gen. Wir müs­sen hier­in nicht noch­mals auf die Rech­te aus die­ser Klau­sel hin­wei­sen.
Im Fal­le des vor­ste­hend gere­gel­ten Scha­dens­er­satz­ver­lan­gens beträgt der zu leis­ten­de Scha­dens­er­satz pau­schal 20% des Net­to­lie­fer­prei­ses bei Kauf­ver­trä­gen. Der Nach­weis einer ande­ren Scha­dens­hö­he oder des Nicht­an­fal­les eines Scha­dens bleibt bei­den Par­tei­en vor­be­hal­ten. Eine Umkehr der Beweis­last ist mit den vor­ste­hen­den Rege­lun­gen nicht ver­bun­den.
4.9 Wird der Ver­sand auf Wunsch des Kun­den oder aus Grün­den, die der Kun­de zu ver­tre­ten hat, ver­zö­gert, sind wir berech­tigt, begin­nend mit dem Ablauf der in der Anzei­ge der Ver­sand­be­reit­schaft in Schrift- oder Text­form gesetz­ten ange­mes­se­nen Frist, eine Ein­la­ge­rung auf Gefahr des Kun­den für Unter­gang und Ver­schlech­te­rung der Ware vor­zu­neh­men und die hier­durch ent­ste­hen­den Kos­ten mit 0,5% des Net­to-Rech­nungs­be­tra­ges der ein­ge­la­ger­ten Ware für jede ange­fan­ge­ne Woche in Rech­nung zu stel­len. Die ein­ge­la­ger­te Ware wird nur auf beson­de­ren Wusch des Kun­den ver­si­chert. Die Gel­tend­ma­chung wei­ter­ge­hen­der Rech­te bleibt unbe­rührt. Dem Kun­den bleibt der Nach­weis vor­be­hal­ten, dass kein oder ein wesent­lich gerin­ge­rer Kos­ten­auf­wand ent­stan­den ist.
Dar­über hin­aus sind wir berech­tigt, nach dem vor­ge­nann­ten Frist­ab­lauf gem. Ziff. 4.8 Satz 1 ander­wei­tig über die ver­trags­ge­gen­ständ­li­chen Waren zu ver­fü­gen und den Kun­den mit ange­mes­se­ner Frist neu zu belie­fern.
4.10 Bei kun­den­sei­tig ver­spä­te­tem Lie­fer­auf­trag oder -abruf sind wir berech­tigt, die Lie­fe­rung um den glei­chen Zeit­raum des kun­den­sei­ti­gen Rück­stan­des zuzüg­lich einer Dis­po­si­ti­ons­frist von 4 Werk­ta­gen am Ort unse­res Sit­zes hin­aus­zu­schie­ben.
4.11 Anwen­der­infor­ma­tio­nen für unse­re Pro­duk­te sowie ein Pro­dukt­la­bel schul­den wir nur – soweit nicht aus­drück­lich in Schrift- oder Text­form abwei­chend ver­ein­bart oder falls wir einer abwei­chen­den gesetz­li­chen Regu­lie­rung unter­lie­gen – in deut­scher oder nach unse­rer Wahl in eng­li­scher Spra­che.
Der Kun­de ist dafür ver­ant­wort­lich, uns jeg­li­che not­wen­di­ge Infor­ma­ti­on bezüg­lich der bestell­ten Ware inner­halb ange­mes­se­ner Zeit zukom­men zu las­sen, damit die Bestel­lung ver­trags­ge­mäß aus­ge­führt wer­den kann.
4.12 Wir behal­ten uns vor, die Spe­zi­fi­ka­ti­on der Ware inso­weit abzu­än­dern, als gesetz­li­che Erfor­der­nis­se dies not­wen­dig machen, soweit durch die­se Ände­rung kei­ne Ver­schlech­te­rung hin­sicht­lich Qua­li­tät und Brauch­bar­keit zu dem übli­chen Zweck und soweit die Eig­nung zu einen bestimm­ten Zweck ver­ein­bart wur­de zu die­sem Zweck, her­bei­ge­führt wird.
4.13 Wir sind zu Mehr- oder Min­der­lie­fe­run­gen bis zu 5% der ver­ein­bar­ten Lie­fer­men­ge berech­tigt.
Wir sind wei­ter­hin berech­tigt, Pro­duk­te mit han­dels­üb­li­chen Abwei­chun­gen in Qua­li­tät, Abmes­sung, Gewicht, Far­be und Aus­rüs­tung zu lie­fern. Sol­che Ware gilt als ver­trags­ge­recht.
4.14. Bestel­lun­gen, die einen Gesamt­be­stell­wert in Höhe von min­des­tens EUR 35,00 (Min­dest­be­stell­wert) nicht errei­chen, wer­den von uns man­gels ander­wei­ti­ger, aus­drück­li­cher Erklä­rung unse­rer­seits nicht zur Lie­fe­rung ange­nom­men. Maß­geb­lich für die Ermitt­lung des Gesamt­be­stell­wer­tes ist der zum Zeit­punkt der Bestel­lung in unse­rer jeweils gül­ti­gen Preis­lis­te oder in der jewei­li­gen Preis­ver­ein­ba­rung zwi­schen uns und dem Kun­den ange­ge­be­ne Net­to­rech­nungs­preis. Tätigt ein Kun­de für einen Anlie­fe­rungs­tag pro Ver­sand­stel­le meh­re­re Ein­zel­be­stel­lun­gen, bei denen jede für sich betrach­tet den Gesamt­be­stell­wert nicht erreicht und die an einen ein­heit­li­chen Ort zu lie­fern sind, so sind die­se Bestel­lun­gen bei der Ermitt­lung des Gesamt­be­stell­wer­tes zusam­men­zu­fas­sen. Des Wei­te­ren wer­den bei der Ermitt­lung des Gesamt­be­stell­wer­tes nur sol­che Bestel­lun­gen zu einer ein­heit­li­chen Bestel­lung zusam­men­ge­fasst, die von einem ein­heit­li­chen Ort ver­sen­det wer­den.
5. Lie­fe­rung / Erfül­lungs­ort / Lie­fer­zeit / Lie­fer­ver­zug / Ver­pa­ckung
5.1 Ver­bind­li­che Lie­fer­ter­mi­ne und -fris­ten müs­sen aus­drück­lich ver­ein­bart wer­den. Bei unver­bind­li­chen oder unge­fäh­ren (ca..) Lie­fer­ter­mi­nen und -fris­ten bemü­hen wir uns, die­se nach bes­ten Kräf­ten ein­zu­hal­ten.
5.2 Lie­fer- und/oder Leis­tungs­fris­ten begin­nen mit dem Zugang unse­rer Auf­trags­be­stä­ti­gung beim Kun­den, man­gels sol­cher bin­nen 5 Kalen­der­ta­gen nach Zugang der kun­den­sei­ti­gen Bestel­lung bei uns, jedoch nicht, bevor alle wirt­schaft­li­chen, tech­ni­schen und logis­ti­schen Ein­zel­hei­ten der Aus­füh­rung des Auf­tra­ges zwi­schen uns und dem Kun­den geklärt sind und alle sons­ti­gen vom Kun­den zu erfül­len­den Vor­aus­set­zun­gen vor­lie­gen, ins­be­son­de­re ver­ein­bar­te Anzah­lun­gen oder Sicher­hei­ten und not­wen­di­ge Mit­wir­kungs­leis­tun­gen voll­stän­dig geleis­tet sind. Ent­spre­chen­des gilt für Lie­fer­ter­mi­ne. Hat der Kun­de nach Auf­trags­er­tei­lung Ände­run­gen ver­langt, so beginnt eine neue ange­mes­se­ne Lie­fer­frist mit der Bestä­ti­gung der Ände­rung durch uns.
5.3 Lie­fe­run­gen vor Ablauf der Lie­fer­zeit sind zuläs­sig, soweit nicht aus­drück­lich ein ver­bind­li­cher Lie­fer­ter­min ver­ein­bart wur­de. Als Lie­fer­tag gilt bei Hol­schul­den der Tag der Mel­dung der Ver­sand­be­reit­schaft, ande­ren­falls der Tag der Absen­dung der Pro­duk­te, bei Bring­schuld der Tag der Ablie­fe­rung am ver­ein­bar­ten Lie­fer­ort.
5.4 Das Inter­es­se des Kun­den an unse­rer Leis­tung ent­fällt man­gels ande­rer schrift­li­cher Ver­ein­ba­rung nur dann, wenn wir wesent­li­che Tei­le nicht oder ver­zö­gert lie­fern.
5.5 Gera­ten wir in Lie­fer­ver­zug, muss der Kun­de uns zunächst eine ange­mes­se­ne Nach­frist von min­des­tens – soweit nicht unan­ge­mes­sen – 14 Kalen­der­ta­gen zur Leis­tung set­zen. Ver­streicht die­se frucht­los, bestehen Scha­dens­er­satz­an­sprü­che wegen Pflicht­ver­let­zung – gleich aus wel­chem Grun­de – nur nach Maß­ga­be der Rege­lung in Ziff. 11.
5.6 Wir gera­ten nicht in Ver­zug, so lan­ge der Kun­de mit der Erfül­lung von Ver­pflich­tun­gen uns gegen­über, auch sol­chen aus ande­ren Ver­trä­gen, in Ver­zug ist.
5.7 Wir neh­men Ver­pa­ckun­gen man­gels ande­rer Ver­ein­ba­rung nur auf Grund und im Umfang gesetz­li­cher Ver­pflich­tung zurück.
6. Höhe­re Gewalt / Selbst­be­lie­fe­rung
6.1 Erhal­ten wir aus von uns nicht zu ver­tre­ten­den Grün­den für die Erbrin­gung unse­rer geschul­de­ten ver­trags­ge­gen­ständ­li­chen Lie­fe­rung oder Leis­tung Lie­fe­run­gen oder Leis­tun­gen unse­rer Unter­lie­fe­ran­ten trotz ord­nungs­ge­mä­ßer und aus­rei­chen­der Ein­de­ckung vor Ver­trags­schluss mit dem Kun­den ent­spre­chend der Quan­ti­tät und der Qua­li­tät aus unse­rer Lie­fer- oder Leis­tungs­ver­ein­ba­rung mit dem Kun­den (kon­gru­en­te Ein­de­ckung) nicht, nicht rich­tig oder nicht recht­zei­tig oder tre­ten Ereig­nis­se Höhe­rer Gewalt von nicht uner­heb­li­cher Dau­er (d.h. mit einer Dau­er von län­ger als 14 Kalen­der­ta­gen) ein, so wer­den wir unse­ren Kun­den unver­züg­lich schrift­lich oder in Text­form infor­mie­ren. In die­sem Fall sind wir berech­tigt, die Lie­fe­rung um die Dau­er der Behin­de­rung her­aus­zu­schie­ben oder wegen des noch nicht erfüll­ten Teils vom Ver­trag ganz oder teil­wei­se zurück­zu­tre­ten, soweit wir unse­rer vor­ste­hen­den Infor­ma­ti­ons­pflicht nach­ge­kom­men sind und nicht das Beschaf­fungs­ri­si­ko nach § 276 BGB oder eine Lie­fer­ga­ran­tie über­nom­men haben. Der Höhe­ren Gewalt ste­hen gleich Streik, Aus­sper­rung, behörd­li­che Ein­grif­fe, Ener­gie- und Roh­stoff­knapp­heit, unver­schul­de­te Trans­port­en­g­päs­se oder -hin­der­nis­se, unver­schul­de­te Betriebs­be­hin­de­run­gen – z.B. durch Feu­er, Was­ser und Maschi­nen­schä­den – und alle sons­ti­gen Behin­de­run­gen, die bei objek­ti­ver Betrach­tungs­wei­se nicht von uns schuld­haft her­bei­ge­führt wor­den sind.
6.2 Ist ein Lie­fer­ter­min oder eine Lie­fer­frist ver­bind­lich ver­ein­bart und wird auf­grund von Ereig­nis­sen nach Ziff. 6.1 der ver­ein­bar­te Lie­fer­ter­min oder die ver­ein­bar­te Lie­fer­frist über­schrit­ten, so ist der Kun­de berech­tigt, nach frucht­lo­sem Ver­strei­chen einer ange­mes­sen Nach­frist wegen des noch nicht erfüll­ten Teils vom Ver­trag zurück­zu­tre­ten. Wei­ter­ge­hen­de Ansprü­che des Kun­den, ins­be­son­de­re sol­che auf Scha­dens­er­satz, sind in die­sem Fall aus­ge­schlos­sen.
6.3 Vor­ste­hen­de Rege­lung gemäß Ziff. 6.2 gilt ent­spre­chend, wenn aus den in Ziff. 6.1 genann­ten Grün­den auch ohne ver­trag­li­che Ver­ein­ba­rung eines fes­ten Lie­fer­ter­mins dem Kun­den ein wei­te­res Fest­hal­ten am Ver­trag objek­tiv unzu­mut­bar ist.
7. Ver­sand / Gefahr­über­gang / Abnah­me
7.1 Soweit nicht anders ver­ein­bart, ist eine Hol­schuld (Aus­lie­fe­rung ex works – Incoterms 2010) geschul­det.
7.2 Die Wahl des Trans­port­we­ges und des Trans­port­mit­tels bleibt bei ver­ein­bar­ter Ver­sen­dung man­gels ande­rer Ver­ein­ba­rung uns vor­be­hal­ten. Wir wer­den uns jedoch bemü­hen, hin­sicht­lich Ver­sand­art und Ver­sand­weg Wün­sche des Kun­den zu berück­sich­ti­gen, ohne dass hier­auf jedoch ein Anspruch des Kun­den besteht. Dadurch beding­te Mehr­kos­ten – auch bei ver­ein­bar­ter Fracht-Frei-Lie­fe­rung – gehen, wie die Trans­port- und Ver­si­che­rungs­kos­ten, zu Las­ten des Kun­den.
7.3 Die Gefahr des zufäl­li­gen Unter­gangs oder der zufäl­li­gen Ver­schlech­te­rung geht bei ver­ein­bar­ter Hol­schuld mit Über­ga­be der zu lie­fern­den Pro­duk­te an den Kun­den, bei ver­ein­bar­ter Ver­sen­dungs­schuld an den Spe­di­teur, den Fracht­füh­rer, oder die sonst zur Aus­füh­rung der Ver­sen­dung bestimm­ten Unter­neh­mun­gen, auf den Kun­den über. Vor­ste­hen­des gilt auch, wenn eine ver­ein­bar­te Teil­lie­fe­rung erfolgt für den betrof­fe­nen Teil der Ware.
Wird die Abho­lung oder der Ver­sand auf Wunsch oder aus Ver­schul­den des Kun­den gegen­über dem ver­ein­bar­ten Zeit­punkt auf Wunsch des Kun­den ver­zö­gert, so lagern wir die Waren auf Kos­ten und Gefahr des Kun­den. In die­sem Fall steht die Anzei­ge der Ver­sand­be­reit­schaft dem Ver­sand gleich.
7.4 Ver­zö­gert sich die Sen­dung dadurch, dass wir infol­ge gänz­li­chen oder teil­wei­sen Zah­lungs­ver­zu­ges des Kun­den von unse­rem Zurück­be­hal­tungs­recht Gebrauch machen, oder aus einem sons­ti­gen vom Kun­den zu ver­tre­ten­den Grund, so geht die Gefahr spä­tes­tens ab Datum der Absen­dung der Mit­tei­lung der Ver­sand- und/oder Leis­tungs­be­reit­schaft gegen­über dem Kun­den auf den Kun­den über.
8. Män­gel­rü­ge / Pflicht­ver­let­zung wegen Sach­män­geln (Gewähr­leis­tung)
8.1 Erkenn­ba­re Sach­män­gel unse­rer Lie­fer­ge­gen­stän­de sind vom Kun­den unver­züg­lich, spä­tes­tens jedoch 12 Kalen­der­ta­ge nach Abho­lung bei Lie­fe­rung ab Werk oder Lager­ort, ansons­ten nach Anlie­fe­rung, ver­steck­te Sach­män­gel unver­züg­lich nach Ent­de­ckung, Letz­te­re spä­tes­tens jedoch inner­halb der Gewähr­leis­tungs­ver­jäh­rungs­frist nach Ziff. 8.7 uns gegen­über schrift­lich zu rügen.
Eine nicht frist- und form­ge­rech­te Rüge schließt jeg­li­chen Anspruch des Kun­den aus Pflicht­ver­let­zung wegen Sach­män­geln aus. Dies gilt nicht im Fal­le vor­sätz­li­chen, grob fahr­läs­si­gen oder arg­lis­ti­gen Han­delns unse­rer­seits, im Fal­le der Ver­let­zung von Leben, Kör­per oder Gesund­heit oder Über­nah­me einer Garan­tie der Män­gel­frei­heit, oder eines Beschaf­fungs­ri­si­kos nach § 276 BGB oder sons­ti­gen gesetz­lich zwin­gen­den Haf­tungs­tat­be­stän­den. Die gesetz­li­chen Son­der­vor­schrif­ten bei End­lie­fe­rung der Ware an einen Ver­brau­cher (Lie­fe­ran­ten­re­gress, § 478 BGB) blei­ben unbe­rührt.
8.2 Bei Anlie­fe­rung erkenn­ba­re Sach­män­gel unse­rer Lie­fer­ge­gen­stän­de müs­sen zudem dem anlie­fern­den Trans­port­un­ter­neh­men gegen­über gerügt und die schrift­li­che oder text­li­che Auf­nah­me der Män­gel von die­sem ver­an­lasst wer­den. Eine nicht frist- und form­ge­rech­te Ver­an­las­sung der Auf­nah­me der Män­gel­rü­ge gegen­über dem anlie­fern­den Trans­port­un­ter­neh­men schließt jeg­li­chen Anspruch des Kun­den aus Pflicht­ver­let­zung wegen Sach­män­geln aus. Dies gilt nicht im Fal­le arg­lis­ti­gen, vor­sätz­li­chen oder grob fahr­läs­si­gen Han­delns unse­rer­seits, im Fal­le der Ver­let­zung von Leben, Kör­per oder Gesund­heit, oder Über­nah­me eines Beschaf­fungs­ri­si­kos nach § 276 BGB, einer Garan­tie der Män­gel­frei­heit, oder der Haf­tung nach einem gesetz­lich zwin­gen­den Haf­tungs­tat­be­stand und im Fal­le des Rück­grif­f­an­spru­ches in der Lie­fer­ket­te (Lie­fe­ran­ten­re­gress — § 478 BGB).
Soweit Stück­zahl- und Gewichts­män­gel nach den vor­ste­hen­den Unter­su­chungs­pflich­ten bereits bei Anlie­fe­rung erkenn­bar waren, hat der Kun­de die­se Män­gel beim Emp­fang unse­rer Lie­fer­gen­stän­de gegen­über dem anlie­fern­den Trans­port­un­ter­neh­men zu bean­stan­den und sich die Bean­stan­dung beschei­ni­gen zu las­sen. Ziff. 8.2 Satz 2 gilt ent­spre­chend.
8.3 Mit Beginn der Ver­ar­bei­tung, Bear­bei­tung, Ver­bin­dung oder Ver­mi­schung mit ande­ren Sachen gel­ten die gelie­fer­ten Pro­duk­te als ver­trags­ge­mäß vom Kun­den geneh­migt. Ent­spre­chen­des gilt im Fal­le der Wei­ter­ver­sen­dung vom ursprüng­li­chen Bestim­mungs­ort, soweit dies nicht der übli­chen Ver­wen­dung der gelie­fer­ten Ware ent­spricht.
Es obliegt dem Kun­den, vor Beginn einer der vor­be­zeich­ne­ten Tätig­kei­ten oder der sons­ti­gen Ver­wen­dung der von uns gelie­fer­ten Pro­duk­te durch in Umfang und Metho­dik geeig­ne­te Prü­fun­gen abzu­klä­ren, ob die gelie­fer­ten Pro­duk­te für die von ihm beab­sich­ti­gen Ver­wen­dungs­zwe­cke geeig­net sind, soweit eine sol­che Eig­nung nicht von uns ver­trag­lich geschul­det ist.
8.4 Sons­ti­ge Pflicht­ver­let­zun­gen unse­rer­seits sind vor der Gel­tend­ma­chung wei­te­rer Rech­te vom Kun­den unver­züg­lich unter Set­zung einer ange­mes­se­nen Abhil­fe­frist schrift­lich abzu­mah­nen, ansons­ten geht der Kun­de den hier­aus resul­tie­ren­den Rech­ten ver­lus­tig. Dies gilt nicht im Fal­le vor­sätz­li­chen, grob fahr­läs­si­gen oder arg­lis­ti­gen Han­delns unse­rer­seits, im Fal­le der Ver­let­zung von Leben, Kör­per oder Gesund­heit oder Über­nah­me einer Garan­tie oder eines Beschaf­fungs­ri­si­kos nach § 276 BGB oder bei einem gesetz­lich zwin­gen­den Haf­tungs­tat­be­stand.
8.5 Ist ein Pro­dukt man­gel­haft kön­nen wir zunächst wäh­len, ob wir Nach­er­fül­lung durch Besei­ti­gung des Man­gels (Nach­bes­se­rung) oder durch Lie­fe­rung eines man­gel­frei­en Pro­duk­tes (Ersatz­lie­fe­rung) leis­ten. Im Fal­le der Ersatz­lie­fe­rung hat uns der Kun­de das man­gel­haf­te Pro­dukt nach den gesetz­li­chen Vor­schrif­ten zurück­zu­ge­ben.
Die Ersatz­lie­fe­rung ist bei bestimm­ten Pro­duk­ten, die spe­zi­ell für den Kun­den ange­fer­tigt wur­den, sowie bei elek­tro­ni­schen Bau­tei­len, ein­ge­stell­ten Reg­lern und Steu­er­ge­rä­ten von vorn­her­ein aus­ge­schlos­sen. Das Recht des Kun­den zu Min­de­rung und Rück­tritt im Fal­le des Fehl­schla­gens der Nach­bes­se­rung bleibt unbe­rührt.
8.6 Män­gel, die der Kun­de selbst zu ver­tre­ten hat und unbe­rech­tig­te Rekla­ma­tio­nen wer­den wir, soweit der Kun­de Voll­kauf­mann im Sin­ne des Han­dels­ge­setz­bu­ches ist, im Auf­trag und auf Kos­ten des Kun­den besei­ti­gen.
8.7 Soweit die Pflicht­ver­let­zung sich nicht aus­nahms­wei­se auf eine Werk­leis­tung unse­rer­seits bezieht, ist der Rück­tritt aus­ge­schlos­sen, soweit unse­re Pflicht­ver­let­zung uner­heb­lich ist.
8.8 Ansprü­che wegen Schlecht­leis­tung auf Grund von Sach­män­geln unse­rer Lie­fer­ge­gen­stän­de ver­jäh­ren — soweit nicht schrift­lich oder in Text­form aus­drück­lich etwas Abwei­chen­des ver­ein­bart ist — 12 Mona­te, gerech­net vom Tage des Gefahr­über­gangs (sie­he Ziff. 7.3), im Fal­le der kun­den­sei­ti­gen An- oder Abnah­me­ver­wei­ge­rung vom Zeit­punkt der Bereit­stel­lungs­an­zei­ge zur Waren­über­nah­me an. Dies gilt nicht für Scha­dens­er­satz­an­sprü­che aus einer Garan­tie, der Über­nah­me eines Beschaf­fungs­ri­si­kos im Sin­ne von § 276 BGB, Ansprü­chen wegen der Ver­let­zung von Leben, Kör­per oder Gesund­heit, arg­lis­ti­gen, vor­sätz­li­chen, oder grob fahr­läs­si­gen Han­delns unse­rer­seits, oder in den Fäl­len des § 478 BGB (Rück­griff in der Lie­fer­ket­te mit Ver­brau­cher als End­ab­neh­mer), § 438 Abs. 1 Nr. 2 (Errich­tung von Bau­wer­ken und Lie­fe­rung von Sachen für Bau­wer­ke) und § 634a Abs. 1 Nr. 2 BGB (Bau­män­gel) oder soweit sonst gesetz­lich eine län­ge­re Ver­jäh­rungs­frist zwin­gend fest­ge­legt ist. § 305b BGB (der Vor­rang der Indi­vi­du­al­ab­re­de in münd­li­cher oder text­li­cher oder schrift­li­cher Form) bleibt unbe­rührt. Eine Umkehr der Beweis­last ist mit der vor­ste­hen­den Rege­lung nicht ver­bun­den.
Die Haf­tung für Sach­män­gel beim Ver­kauf gebrauch­ten Sachen ist aus­ge­schlos­sen. Vor­ste­hen­de Aus­nah­me nach Ziff. 8.8 Absatz 1 Satz 2 gilt ent­spre­chend.
Unse­re Haf­tung für Sach­män­gel setzt vor­aus, dass der Kun­de die von uns oder her­stel­ler­sei­tig vor­ge­ge­be­nen War­tungs­in­ter­val­le und –arbei­ten am Lie­fer­ge­gen­stand ein­ge­hal­ten hat, es sei denn, dass der Sach­man­gel nicht auf der Nicht­ein­hal­tung die­ser War­tungs­in­ter­val­le und/oder –arbei­ten beruht.
8.9 Bes­sert der Kun­de oder ein Drit­ter die von uns gelie­fer­ten Pro­duk­te unsach­ge­mäß nach, besteht kei­ne Haf­tung unse­rer­seits für die dar­aus ent­ste­hen­den Fol­gen. Glei­ches gilt für ohne unse­re vor­he­ri­ge Zustim­mung vor­ge­nom­me­ne Ände­run­gen des Lie­fer­ge­gen­stan­des.
8.10 Wei­ter­ge­hen­de Ansprü­che des Kun­den wegen oder im Zusam­men­hang mit Män­geln oder Man­gel­fol­ge­schä­den, gleich aus wel­chem Grund, bestehen nur nach Maß­ga­be der Bestim­mun­gen in Ziff. 11.
8.11 Unse­re Gewähr­leis­tung (das heißt Ansprü­che aus Pflicht­ver­let­zung wegen Schlecht­leis­tung bei Sach­män­geln im Zusam­men­hang mit dem mit uns geschlos­sen Kauf­ver­trag) und die sich hier­aus erge­ben­de Haf­tung ist aus­ge­schlos­sen, soweit Män­gel und damit zusam­men­hän­gen­de Schä­den nicht nach­weis­bar auf feh­ler­haf­ten Her­stel­lungs­stof­fen, feh­ler­haf­ter Pro­duk­ti­on und/oder Ver­ar­bei­tung oder, soweit geschul­det, man­gel­haf­ter Nut­zungs­an­lei­tung beru­hen. Ins­be­son­de­re ist die Gewähr­leis­tung und die sich hier­aus erge­ben­de Haf­tung auf­grund Pflicht­ver­let­zung wegen Schlecht­leis­tung aus­ge­schlos­sen für die Fol­gen feh­ler­haf­ter Benut­zung, unge­eig­ne­ten Lager- und Trans­port­be­din­gun­gen, und für die Fol­gen che­mi­scher, elek­tro­ma­gne­ti­scher, mecha­ni­scher oder elek­tro­ly­ti­scher Ein­flüs­se, die nicht den in unse­rer Pro­dukt­be­schrei­bung oder einer abwei­chend ver­ein­bar­ten Pro­dukt­spe­zi­fi­ka­ti­on oder dem jeweils pro­dukt­spe­zi­fi­schen Daten­blatt unse­rer­seits oder her­stel­ler­seits vor­ge­se­he­nen und dem Kun­den bekannt­ge­ge­be­nen, durch­schnitt­li­chen Stan­dard­ein­flüs­sen ent­spre­chen. Vor­ste­hen­des gilt nicht bei arg­lis­ti­gem, grob fahr­läs­si­gen oder vor­sätz­li­chem Han­deln unse­rer­seits, oder Ver­let­zung von Leben, Kör­per oder Gesund­heit, der Über­nah­me einer Garan­tie, eines Beschaf­fungs­ri­si­kos nach § 276 BGB und einer Haf­tung nach einem sons­ti­gen gesetz­lich zwin­gen­den Haf­tungs­tat­be­stand.
8.12 Ansprü­che des Kun­den wegen der zum Zweck der Nach­er­fül­lung erfor­der­li­chen Auf­wen­dun­gen, ins­be­son­de­re Trans­port-, Wege-, Arbeits- und Mate­ri­al­kos­ten, sind aus­ge­schlos­sen, soweit die Auf­wen­dun­gen sich erhö­hen, weil der Lie­fer­ge­gen­stand nach­träg­lich an einen ande­ren Ort als die Aus­lie­fe­rungs-Nie­der­las­sung des Kun­den ver­bracht wor­den ist, es sei denn, die Ver­brin­gung ent­spricht sei­nem bestim­mungs­ge­mä­ßen Gebrauch. § 439 Abs. 2 und 3 BGB blei­ben unbe­rührt.
8.13 Män­gel­an­sprü­che bestehen nicht bei nur uner­heb­li­cher Abwei­chung von der ver­ein­bar­ten oder übli­chen Beschaf­fen­heit oder Brauch­bar­keit.
8.14 Die Aner­ken­nung von Pflicht­ver­let­zun­gen in Form von Sach­män­geln durch uns bedarf stets der Schrift­form.
9. Prei­se / Zah­lungs­be­din­gun­gen / Unsi­cher­heits­ein­re­de
9.1 Alle Prei­se ver­ste­hen sich ab Werk bzw. Lager und grund­sätz­lich in EURO net­to aus­schließ­lich See- oder Luft­trans­port­ver­pa­ckung, Fracht, Por­to und, soweit eine Trans­port­ver­si­che­rung ver­ein­bart wur­de, Ver­si­che­rungs­kos­ten, zuzüg­lich vom Kun­den zu tra­gen­der Mehr­wert­steu­er (soweit gesetz­lich anfal­lend) in der jeweils gesetz­lich vor­ge­schrie­be­nen Höhe ab Werk bzw. Lager zuzüg­lich etwai­ger län­der­spe­zi­fi­scher Abga­ben bei Lie­fe­rung in ande­re Län­der als die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land, sowie zuzüg­lich Zoll und ande­rer Gebüh­ren und öffent­li­cher Abga­ben für die Lieferung/Leistung. Die gül­ti­gen Prei­se erge­ben sich – man­gels ander­wei­ti­ger Ver­ein­ba­rung mit dem Kun­den – aus unse­rer jeweils bei Ver­trags­schluss zwi­schen uns und dem Kun­den gel­ten­den all­ge­mei­nen Preis­lis­te.
9.2 Ande­re Zah­lungs­me­tho­den als Bar­zah­lung oder Bank­über­wei­sung bedür­fen geson­der­ter Ver­ein­ba­rung zwi­schen uns und dem Bestel­ler; dies gilt ins­be­son­de­re für die Bege­bung von Schecks und Wech­seln
9.3 Soweit beim Kun­den oder bei uns Steu­ern oder Abga­ben auf die von uns erbrach­te Leis­tung anfal­len (Quel­len­steu­er), stellt der Kun­de uns von die­sen Steu­ern und Abga­ben frei.
9.4 Wir sind berech­tigt, Teil­ab­rech­nun­gen ent­spre­chend dem Fort­gang der Auf­trags­be­ar­bei­tung zu erstel­len und / oder Abschlags­zah­lun­gen ent­spre­chend dem Fort­gang der Bear­bei­tung zu ver­lan­gen.
9.5 Der Kauf­preis wird 14 Kalen­der­ta­ge nach Rech­nungs­zu­gang, nicht jedoch vor Ablie­fe­rung der Lie­fer­ge­gen­stän­de, im Fal­le der Abnah­me­ver­wei­ge­rung 7 Kalen­der­ta­ge nach Zugang der Bereit­stel­lungs­an­zei­ge zur Abho­lung, zur Zah­lung fäl­lig.
9.6 Zahlt der Kun­de in ande­rer Wäh­rung als in EURO, tritt erst dann Erfül­lung ein, wenn die Devi­sen­zah­lung am Tage des Zah­lungs­ein­gangs dem ver­ein­bar­ten EURO-Betrag ent­spricht.
9.7 Leis­tun­gen, die nicht Bestand­teil des ver­ein­bar­ten Lie­fer­um­fan­ges sind, wer­den man­gels abwei­chen­der Ver­ein­ba­rung auf der Basis unse­rer jeweils gül­ti­gen all­ge­mei­nen Preis­lis­ten aus­ge­führt.
9.8 Wir sind berech­tigt, die Ver­gü­tung ein­sei­tig ent­spre­chend im Fal­le der Erhö­hung von Mate­ri­al­her­stel­lungs- und/oder Mate­ri­al- und/oder Pro­dukt­be­schaf­fungs­kos­ten, Lohn- und Lohn­ne­ben­kos­ten, Sozi­al­ab­ga­ben sowie Ener­gie­kos­ten und Kos­ten durch Umwelt­auf­la­gen, und/oder Wäh­rungs­re­gu­la­ri­en und/oder Zol­län­de­rung, und/oder Fracht­sät­ze und/oder öffent­li­che Abga­ben zu erhö­hen, wenn die­se die Waren­her­stel­lungs- oder Beschaf­fungs­kos­ten oder Kos­ten unse­rer ver­trag­lich ver­ein­bar­ten Leis­tun­gen unmit­tel­bar oder mit­tel­bar beein­flus­sen und wenn zwi­schen Ver­trags­ab­schluss und Lie­fe­rung mehr als 4 Mona­te lie­gen. Eine Erhö­hung im vor­ge­nann­ten Sin­ne ist aus­ge­schlos­sen, soweit die Kos­ten­stei­ge­rung bei ein­zel­nen oder aller der vor­ge­nann­ten Fak­to­ren durch eine Kos­ten­re­du­zie­rung bei ande­ren der genann­ten Fak­to­ren in Bezug auf die Gesamt­kos­ten­be­las­tung für die Lie­fe­rung auf­ge­ho­ben wird (Kos­ten­sal­die­rung). Redu­zie­ren sich vor­ge­nann­te Kos­ten­fak­to­ren, ohne dass die Kos­ten­re­du­zie­rung durch die Stei­ge­rung ande­rer der vor­ge­nann­ten Kos­ten­fak­to­ren aus­ge­gli­chen wird, ist die Kos­ten­re­du­zie­rung im Rah­men einer Preis­sen­kung an den Kun­den wei­ter­zu­ge­ben.
Liegt der neue Preis auf Grund unse­res vor­ge­nann­ten Preis­an­pas­sungs­rech­tes 20% oder mehr über dem ursprüng­li­chen Preis, so ist der Kun­de zum Rück­tritt von noch nicht voll­stän­dig erfüll­ten Ver­trä­gen berech­tigt. Er kann die­ses Recht jedoch nur unver­züg­lich nach Mit­tei­lung des erhöh­ten Prei­ses gel­tend machen.
9.9 Tra­gen wir aus­nahms­wei­se ver­trags­ge­mäß die Fracht­kos­ten, so trägt der Kun­de die Mehr­kos­ten, die sich aus Tarif­er­hö­hun­gen der Fracht­sät­ze nach Ver­trags­schluss erge­ben.
9.10 Ver­ein­bar­te Zah­lungs­fris­ten lau­fen vom Tag der Lie­fe­rung.
9.11 Mit Ein­tritt des Ver­zu­ges wer­den Ver­zugs­zin­sen in Höhe von 9 Pro­zent­punk­ten über dem bei Fäl­lig­keit der Zah­lungs­for­de­rung jewei­li­gen Basis­zins­satz berech­net. Die Gel­tend­ma­chung eines dar­über hin­aus­ge­hen­den Scha­dens bleibt vor­be­hal­ten.
9.12 Bei ver­ein­bar­ter Über­wei­sung gilt als Tag der Zah­lung das Datum des Geld­ein­gan­ges bei uns oder der Gut­schrift auf unse­rem Kon­to bzw. auf dem Kon­to der von uns spe­zi­fi­zier­ten Zahl­stel­le.
9.13 Ein Zah­lungs­ver­zug des Kun­den bewirkt die sofor­ti­ge Fäl­lig­keit aller Zah­lungs­an­sprü­che aus der Geschäfts­ver­bin­dung mit dem Kun­den. Ohne Rück­sicht auf Stun­dungs­ab­re­den, Wech­sel­lauf- und Raten­zah­lungs­ver­ein­ba­run­gen sind in die­sem Fall sämt­li­che Ver­bind­lich­kei­ten des Kun­den uns gegen­über unver­züg­lich zur Zah­lung fäl­lig.
9.14 Wer­den Zah­lungs­be­din­gun­gen nicht ein­ge­hal­ten oder Umstän­de bekannt oder erkenn­bar, die nach unse­rem pflicht­ge­mä­ßen kauf­män­ni­schen Ermes­sen begrün­de­te Zwei­fel an der Kre­dit­wür­dig­keit des Kun­den ent­ste­hen las­sen, und zwar auch sol­che Tat­sa­chen, die schon bei Ver­trags­schluss vor­la­gen, uns jedoch nicht bekannt waren oder bekannt sein muss­ten, so sind wir unbe­scha­det wei­ter­ge­hen­der gesetz­li­cher Rech­te in die­sen Fäl­len berech­tigt, die Wei­ter­ar­beit an lau­fen­den Auf­trä­gen oder die Belie­fe­rung ein­zu­stel­len und für noch aus­ste­hen­de Lie­fe­run­gen Vor­aus­zah­lun­gen oder Stel­lung ange­mes­se­ner, übli­cher Sicher­hei­ten z.B. in Form einer Bank­bürg­schaft eines deut­schen, dem Ein­la­gen­si­che­rungs­fonds ange­schlos­se­nen Kre­dit­in­sti­tu­tes zu ver­lan­gen und nach erfolg­lo­sem Ver­strei­chen einer ange­mes­se­nen Nach­frist für die Leis­tung von sol­chen Sicher­hei­ten — unbe­scha­det wei­te­rer gesetz­li­cher Rech­te — vom Ver­trag hin­sicht­lich des noch nicht erfüll­ten Teils zurück­zu­tre­ten. Der Kun­de ist ver­pflich­tet, uns alle durch die Nicht­aus­füh­rung des Ver­tra­ges ent­ste­hen­den Schä­den zu erset­zen.
9.15 Ein Zurück­be­hal­tungs- oder Auf­rech­nungs­recht des Kun­den besteht nur hin­sicht­lich sol­cher Gegen­an­sprü­che, die nicht bestrit­ten oder rechts­kräf­tig fest­ge­stellt sind.
9.16 Ein Zurück­be­hal­tungs­recht kann vom Kun­den nur inso­weit aus­ge­übt wer­den, als sein Gegen­an­spruch auf dem glei­chen Ver­trags­ver­hält­nis beruht.
9.17 Ein­ge­hen­de Zah­lun­gen wer­den zunächst zur Til­gung der Kos­ten, dann der Zin­sen und schließ­lich der Haupt­for­de­run­gen nach ihrem Alter ver­wen­det.
Eine ent­ge­gen­ste­hen­de Bestim­mung des Kun­den bei der Zah­lung ist unbe­acht­lich.
9.18 Für die Recht­zei­tig­keit der Zah­lung, gleich­gül­tig auf wel­chem Wege sie geleis­tet wird, ist aus­schließ­lich der Tag der Bu­chung auf unse­rem Kon­to maß­ge­bend. Bei Scheck­zah­lun­gen ist der Tag der Wert­stel­lung maß­geb­lich. Zah­lun­gen des Kun­den müs­sen por­to- und spe­sen­frei zu unse­ren Guns­ten geleis­tet wer­den.
10. Eigen­tums­vor­be­halt
10.1 Wir behal­ten uns das Eigen­tum an allen von uns gelie­fer­ten Waren vor (nach­ste­hend ins­ge­samt “Vor­be­halts­wa­re”), bis alle unse­re For­de­run­gen aus der Geschäfts­ver­bin­dung mit dem Kun­den ein­schließ­lich der künf­tig ent­ste­hen­den Ansprü­che aus spä­ter abge­schlos­se­nen Ver­trä­gen begli­chen sind. Dies gilt auch für einen Sal­do zu unse­ren Guns­ten, wenn ein­zel­ne oder alle For­de­run­gen von uns in eine lau­fen­de Rech­nung (Kon­to­kor­rent) auf­ge­nom­men wer­den und der Sal­do gezo­gen ist.
10.2 Der Kun­de hat die Vor­be­halts­wa­re aus­rei­chend, ins­be­son­de­re gegen Feu­er und Dieb­stahl, zu ver­si­chern. Ansprü­che gegen die Ver­si­che­rung aus einem die Vor­be­halts­wa­re betref­fen­den Scha­dens­fall wer­den bereits hier­mit in Höhe des Wer­tes der Vor­be­halts­wa­re an uns abge­tre­ten.
10.3 Der Kun­de ist berech­tigt, die gelie­fer­ten Pro­duk­te im gewöhn­li­chen Geschäfts­ver­kehr wei­ter zu ver­kau­fen. Ande­re Ver­fü­gun­gen, ins­be­son­de­re Ver­pfän­dun­gen oder Ein­räu­mung von Siche­rungs­ei­gen­tum, sind ihm nicht gestat­tet. Wird die Vor­be­halts­wa­re bei Wei­ter­ver­äu­ße­rung vom Drit­ter­wer­ber nicht sofort bezahlt, ist der Kun­de ver­pflich­tet, nur unter Eigen­tums­vor­be­halt wei­ter zu ver­äu­ßern. Die Berech­ti­gung zur Wei­ter­ver­äu­ße­rung der Vor­be­halts­wa­re ent­fällt ohne wei­te­res, wenn der Kun­de sei­ne Zah­lung ein­stellt, oder uns gegen­über in Zah­lungs­ver­zug gerät.
10.4 Der Kun­de tritt uns bereits hier­mit alle For­de­run­gen ein­schließ­lich Sicher­hei­ten und Neben­rech­te ab, die ihm aus oder im Zusam­men­hang mit der Wei­ter­ver­äu­ße­rung von Vor­be­halts­wa­re gegen den End­ab­neh­mer oder gegen Drit­te erwach­sen. Er darf kei­ne Ver­ein­ba­rung mit sei­nen Abneh­mern tref­fen, die unse­re Rech­te in irgend­ei­ner Wei­se aus­schlie­ßen oder beein­träch­ti­gen, oder die Vor­aus­ab­tre­tung der For­de­rung zunich­te machen. Im Fal­le der Ver­äu­ße­rung von Vor­be­halts­wa­re mit ande­ren Gegen­stän­den gilt die For­de­rung gegen den Dritt­ab­neh­mer in Höhe des zwi­schen uns und dem Kun­den ver­ein­bar­ten Lie­fer­prei­ses als abge­tre­ten, sofern sich aus der Rech­nung nicht die auf die ein­zel­nen Waren ent­fal­len­den Beträ­ge ermit­teln las­sen.
10.5 Der Kun­de bleibt zur Ein­be­zie­hung der an uns abge­tre­te­nen For­de­rung bis zu unse­rem jeder­zeit zuläs­si­gen Wider­ruf berech­tigt. Wir ver­pflich­ten uns jedoch, die Ein­zugs­er­mäch­ti­gung nur bei berech­tig­tem Inter­es­se zu wider­ru­fen. Ein sol­ches berech­tig­tes Inter­es­se liegt bei­spiels­wei­se vor, wenn der Kun­de sei­nen Zah­lungs­ver­pflich­tun­gen nicht ord­nungs­ge­mäß nach­kommt oder in Zah­lungs­ver­zug gerät. Auf unser Ver­lan­gen ist er ver­pflich­tet, uns die zur Ein­zie­hung abge­tre­te­ner For­de­run­gen erfor­der­li­chen Aus­künf­te und Unter­la­gen voll­stän­dig zu geben und, sofern wir dies nicht selbst tun, sei­ne Abneh­mer unver­züg­lich von der Abtre­tung an uns zu unter­rich­ten.
10.6 Nimmt der Kun­de For­de­run­gen aus der Wei­ter­ver­äu­ße­rung von Vor­be­halts­wa­ren in ein mit sei­nen Abneh­mern bestehen­des Kon­to­kor­rent­ver­hält­nis auf, so tritt er einen sich zu sei­nen Guns­ten erge­ben­den aner­kann­ten Schluss­sal­do bereits jetzt in Höhe des Betra­ges an uns ab, der dem Gesamt­be­trag der in das Kon­to­kor­rent­ver­hält­nis ein­ge­stell­ten For­de­rung aus der Wei­ter­ver­äu­ße­rung unse­rer Vor­be­halts­wa­re ent­spricht.
10.7 Hat der Kun­de For­de­run­gen aus der Wei­ter­ver­äu­ße­rung der von uns gelie­fer­ten oder zu lie­fern­den Pro­duk­ten bereits an Drit­te abge­tre­ten, ins­be­son­de­re auf­grund ech­ten oder unech­ten Fac­to­rings, oder sons­ti­ge Ver­ein­ba­run­gen getrof­fen, auf­grund derer unse­re der­zei­ti­gen oder künf­ti­gen Siche­rungs­rech­te gemäß Ziff. 10 beein­träch­tigt wer­den kön­nen, hat er uns dies unver­züg­lich anzu­zei­gen. Im Fal­le eines unech­ten Fac­to­rings sind wir berech­tigt, vom Ver­trag zurück­zu­tre­ten und die Her­aus­ga­be bereits gelie­fer­ter Pro­duk­te zu ver­lan­gen. Glei­ches gilt im Fal­le eines ech­ten Fac­to­rings, wenn der Kun­de nach dem Ver­trag mit dem Fac­tor nicht frei über den Kauf­preis der For­de­rung ver­fü­gen kann.
10.8 Bei kun­den­sei­tig ver­schul­de­tem ver­trags­wid­ri­gem Han­deln, ins­be­son­de­re bei Zah­lungs­ver­zug, sind wir nach Rück­tritt vom Ver­trag zur Rück­nah­me aller Vor­be­halts­wa­ren berech­tigt. Der Kun­de ist in die­sem Fall ohne wei­te­res zur Her­aus­ga­be ver­pflich­tet und trägt die für die Rück­nah­me erfor­der­li­chen Trans­port­kos­ten. In der Rück­nah­me der Vor­be­halts­wa­re durch uns liegt ein Rück­tritt vom Ver­trag. Wir sind bei Rück­tritt berech­tigt, die Vor­be­halts­wa­re zu ver­wer­ten. Der Ver­wer­tungs­er­lös wird, abzüg­lich ange­mes­se­ner Kos­ten der Ver­wer­tung, mit den­je­ni­gen For­de­run­gen ver­rech­net, die uns der Kun­de aus der Geschäfts­be­zie­hung schul­det. Zur Fest­stel­lung des Bestan­des der von uns gelie­fer­ten Ware dür­fen wir jeder­zeit zu den nor­ma­len Geschäfts­stun­den die Geschäfts­räu­me des Kun­den betre­ten. Von allen Zugrif­fen Drit­ter auf Vor­be­halts­wa­re oder uns abge­tre­te­ner For­de­rung hat uns der Kun­de unver­züg­lich schrift­lich zu unter­rich­ten.
10.9 Über­steigt der Wert der für uns nach vor­ste­hen­den Bestim­mun­gen bestehen­den Sicher­hei­ten die gesi­cher­ten For­de­run­gen ins­ge­samt um mehr als 10%, sind wir auf Ver­lan­gen des Kun­den inso­weit zur Frei­ga­be von Sicher­hei­ten nach unse­rer Wahl ver­pflich­tet.
10.10 Bear­bei­tung und Ver­ar­bei­tung der Vor­be­halts­wa­re erfolgt für uns als Her­stel­ler, ohne uns jedoch zu ver­pflich­ten. Wird die Vor­be­halts­wa­re mit ande­ren, uns nicht gehö­ren­den Gegen­stän­den ver­ar­bei­tet oder untrenn­bar ver­bun­den, so erwer­ben wir das Mit­ei­gen­tum an der neu­en Sache im Ver­hält­nis des Net­to-Rech­nungs­be­tra­ges unse­rer Ware zu den Net­to-Rech­nungs­be­trä­gen der ande­ren ver­ar­bei­te­ten oder ver­bun­de­nen Gegen­stän­de. Wer­den unse­re Waren mit ande­ren beweg­li­chen Gegen­stän­den zu einer ein­heit­li­chen Sache ver­bun­den, die als Haupt­sa­che anzu­se­hen ist, so über­trägt der Kun­de uns schon jetzt im glei­chen Ver­hält­nis das Mit­ei­gen­tum hier­an. Der Kun­de ver­wahrt das Eigen­tum oder Mit­ei­gen­tum unent­gelt­lich für uns. Die hier­nach ent­ste­hen­den Mit­ei­gen­tums­rech­te gel­ten als Vor­be­halts­wa­re. Auf unser Ver­lan­gen ist der Kun­de jeder­zeit ver­pflich­tet, uns die zur Ver­fol­gung unse­rer Eigen­tums- oder Mit­ei­gen­tums­rech­te erfor­der­li­chen Aus­künf­te zu ertei­len.
10.11 Sind bei Lie­fe­run­gen in das Aus­land im Ein­fuhr­staat zur Wirk­sam­keit des vor­ste­hend genann­ten Eigen­tums­vor­be­halts oder der dort bezeich­ne­ten sons­ti­gen Rech­te unse­rer­seits sei­tens des Kun­den bestimm­te zusätz­li­che Maß­nah­men und/oder Erklä­run­gen über die Ver­ein­ba­rung des Eigen­tums­vor­be­hal­tes hin­aus erfor­der­lich, so hat der Kun­de uns hier­auf schrift­lich oder in Text­form hin­zu­wei­sen und sol­che Maß­nah­men und/oder Erklä­run­gen auf sei­ne Kos­ten unver­züg­lich durch­zu­füh­ren bzw. abzu­ge­ben. Wir wer­den hier­an im erfor­der­li­chen Umfang mit­wir­ken. Lässt das Recht des Ein­fuhr­staa­tes einen Eigen­tums­vor­be­halt nicht zu, gestat­tet es uns aber, sich ande­re Rech­te an dem Lie­fer­ge­gen­stand vor­zu­be­hal­ten, so kön­nen wir alle Rech­te die­ser Art nach bil­li­gem Ermes­sen (§ 315 BGB) aus­üben. Soweit eine gleich­wer­ti­ge Siche­rung der Ansprü­che von uns gegen den Kun­den dadurch nicht erreicht wird, ist der Kun­de ver­pflich­tet, uns auf sei­ne Kos­ten unver­züg­lich ande­re geeig­ne­te Sicher­hei­ten an der gelie­fer­ten Ware oder sons­ti­ge Sicher­hei­ten nach unse­rem bil­li­gem Ermes­sen (§ 315 BGB) zu ver­schaf­fen. Das Recht des Kun­den auf gericht­li­che Über­prü­fung und Kor­rek­tur unse­rer Bil­lig­keits­ent­schei­dung (§ 315 III BGB) bleibt jeweils unbe­rührt.
10.12 Bei Pfän­dun­gen oder sons­ti­gen Ein­grif­fen Drit­ter hat uns der Kun­de unver­züg­lich schrift­lich zu benach­rich­ti­gen, damit wir Kla­ge gemäß § 771 ZPO erhe­ben kön­nen. Soweit der Drit­te nicht in der Lage ist, uns die gericht­li­chen und außer­ge­richt­li­chen Kos­ten einer Kla­ge gemäß § 771 ZPO zu erstat­ten, haf­tet der Kun­de uns für den uns ent­ste­hen­den Aus­fall.
11. Haf­tungs­aus­schlus­s/-begren­zung
11.1 Wir haf­ten vor­be­halt­lich nach­ste­hen­der Aus­nah­men nicht, ins­be­son­de­re nicht für Ansprü­che des Kun­den auf Scha­dens­er­satz oder Auf­wen­dungs­er­satz — gleich aus wel­chem Rechts­grund — bei Ver­let­zung von Pflich­ten aus dem Schuld­ver­hält­nis.
11.2 Vor­ste­hen­der Haf­tungs­aus­schluss gemäß Ziff. 11.1 gilt nicht, soweit gesetz­lich zwin­gend gehaf­tet wird, sowie:
für eige­ne vor­sätz­li­che oder grob fahr­läs­si­ge Pflicht­ver­let­zung und vor­sätz­li­che oder grob fahr­läs­si­ge Pflicht­ver­let­zung von gesetz­li­chen Ver­tre­tern oder Erfül­lungs­ge­hil­fen;
für die Ver­let­zung von wesent­li­chen Ver­trags­pflich­ten; „Wesent­li­che Ver­trags­pflich­ten“ sind sol­che, , deren Erfül­lung den Ver­trag prä­gen und auf die der Kun­de ver­trau­en darf;
im Fal­le der Ver­let­zung von Leib, Leben und Gesund­heit auch durch gesetz­li­che Ver­tre­ter oder Erfül­lungs­ge­hil­fen;
im Fal­le des Ver­zu­ges, soweit ein fixer Lie­fer- und/oder fixer Leis­tungs­zeit­punkt ver­ein­bart war;
soweit wir die Garan­tie für die Beschaf­fen­heit unse­rer Ware oder das Vor­han­den­sein eines Leis­tungs­er­fol­ges, oder ein Beschaf­fungs­ri­si­ko im Sin­ne von § 276 BGB über­nom­men haben;
bei einer Haf­tung nach dem Pro­dukt­haf­tungs­ge­setz oder ande­ren gesetz­lich zwin­gen­den Haf­tungs­tat­be­stän­den.
11.3 Im Fal­le, dass uns oder unse­ren Erfül­lungs­ge­hil­fen nur leich­te Fahr­läs­sig­keit zur Last fällt und kein Fall vor­ste­hen­der Ziff. 11.2, dort 4, 5 und 6 Spie­gel­strich vor­liegt, haf­ten wir auch bei der Ver­let­zung wesent­li­cher Ver­trags­pflich­ten nur für den ver­trags­ty­pi­schen und vor­her­seh­ba­ren Scha­den.
11.4 Unse­re Haf­tung ist der Höhe nach für jeden ein­zel­nen Scha­dens­fall begrenzt auf eine Haf­tungs­höchst­sum­me in Höhe von EUR 300.000,00. Dies gilt nicht, wenn uns Arg­list, Vor­satz oder gro­be Fahr­läs­sig­keit zur Last fällt, für Ansprü­che wegen der Ver­let­zung von Leib, Leben oder Gesund­heit sowie im Fal­le einer For­de­rung, die auf einer uner­laub­ten (delik­ti­schen) Hand­lung oder einer aus­drück­li­chen über­nom­me­nen Garan­tie oder der Über­nah­me eines Beschaf­fungs­ri­si­kos nach § 276 BGB beruht oder in Fäl­len gesetz­lich zwin­gen­der abwei­chen­der höhe­rer Haf­tungs­sum­men. Eine wei­ter­ge­hen­de Haf­tung ist aus­ge­schlos­sen.
11.5 Die Haf­tungs­aus­schlüs­se bzw. -beschrän­kun­gen gemäß der vor­ste­hen­den Ziff. 11.1 bis 11.4 und Ziff. 11.6 gel­ten im glei­chen Umfang zu Guns­ten unse­rer Orga­ne, unse­rer lei­ten­den und nicht­lei­ten­den Ange­stell­ten und sons­ti­gen Erfül­lungs­ge­hil­fen sowie unse­ren Sub­un­ter­neh­mern.
11.6 Eine Umkehr der Beweis­last ist mit den vor­ste­hen­den Rege­lun­gen nicht ver­bun­den.
12. Rück­nah­men
12.1 Die Rück­nah­me von Lie­fer­ge­gen­stän­den ist, außer­halb von Gewähr­leis­tungs­fäl­len, also im Fal­le der Lie­fe­rung man­gel­haf­ter Pro­duk­te unter Berück­sich­ti­gung der Rege­lun­gen die­ser All­ge­mei­nen Auf­trags- und Lie­fer­be­din­gun­gen (Ziff. 8) oder sons­ti­gen zwin­gen­den gesetz­li­chen Grün­den, grund­sätz­lich aus­ge­schlos­sen. Eine Aus­nah­me gilt nur in sol­chen Fäl­len, in denen der Net­to­rech­nungs­be­trag des jewei­li­gen Lie­fer­ge­gen­stan­des min­des­tens EUR 35,00 beträgt und es sich nicht um spe­zi­ell für den Kun­den ange­fer­tig­te Pro­duk­te, elek­tro­ni­schen Bau­tei­le, ein­ge­stell­te Reg­ler oder Steu­er­ge­rä­te han­delt, oder wenn aus­drück­lich etwas ande­res ver­ein­bart ist.
12.2 Vor­aus­set­zung für eine Rück­nah­me ist die fracht­freie Rück­sen­dung und der Gut­be­fund des jewei­li­gen Lie­fer­ge­gen­stan­des nach von uns durch­ge­führ­ter Über­prü­fung.
13. Erfül­lungs­ort / Gerichts­stand / Anwend­ba­res Recht
13.1 Erfül­lungs­ort für alle ver­trag­li­chen Ver­pflich­tun­gen ist mit Aus­nah­me des Fal­les der Über­nah­me einer Bring­schuld oder ander­wei­ti­ger Ver­ein­ba­rung der Sitz unse­rer Gesell­schaft.
13.2 Aus­schließ­li­cher Gerichts­stand für alle Strei­tig­kei­ten ist — soweit der Kun­de Kauf­mann im Sin­ne des Han­dels­ge­setz­bu­ches ist — der Sitz unse­rer Gesell­schaft. Die­se Zustän­dig­keits­re­ge­lung des Sat­zes 1 gilt klar­stel­lungs­hal­ber auch für sol­che Sach­ver­hal­te zwi­schen uns und dem Bestel­ler, die zu außer­ver­trag­li­chen Ansprü­chen im Sin­ne der EG VO Nr. 864 / 2007 füh­ren kön­nen. Wir sind jedoch auch berech­tigt, den Kun­den an sei­nem all­ge­mei­nen Gerichts­stand zu ver­kla­gen.
13.3 Für alle Rechts­be­zie­hun­gen zwi­schen dem Kun­den und uns gilt aus­schließ­lich das Recht der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land, unter Aus­schluss des UN-Kauf­rech­tes (CISG). Es wird aus­drück­lich klar­ge­stellt, dass die­se Rechts­wahl auch als eine sol­che im Sin­ne von Art. 14 Abs. 1 b) EG VO Nr. 864 / 2007 zu ver­ste­hen ist und somit auch für außer­ver­trag­li­che Ansprü­che im Sin­ne die­ser Ver­ord­nung gel­ten soll.
Ist im Ein­zel­fall zwin­gend aus­län­di­sches Recht anzu­wen­den, sind unse­re AGB so aus­zu­le­gen, dass der mit ihnen ver­folg­te wirt­schaft­li­che Zweck wei­test mög­lich gewahrt wird.
14. Export­kon­trol­le / Pro­dukt­zu­las­sung
14.1 Die gelie­fer­te Ware ist man­gels abwei­chen­der ver­trag­li­cher Ver­ein­ba­run­gen mit dem Kun­den zum erst­ma­li­gen Inver­kehr­brin­gen inner­halb der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land (Erst­lie­fer­land) bestimmt.
14.2 Die Aus­fuhr bestimm­ter Güter kann — z.B. auf­grund ihrer Art oder ihres Ver­wen­dungs­zwe­ckes oder End­ver­bleibs — der Geneh­mi­gungs­pflicht unter­lie­gen. Der Kun­de ist selbst ver­pflich­tet, die für die­se Güter ein­schlä­gi­gen Aus­fuhr­vor­schrif­ten und Embar­gos, ins­be­son­de­re der Euro­päi­schen Uni­on (EU), Deutsch­lands bezie­hungs­wei­se ande­rer EU-Mit­glieds­staa­ten sowie gege­be­nen­falls der USA oder asia­ti­scher oder ara­bi­scher Län­der, strikt zu beach­ten.
Zudem ist der Kun­de ver­pflich­tet, dass bei Ver­brin­gung in ein ande­res als das mit uns ver­ein­bar­te Erst­lie­fer­land die erfor­der­li­chen natio­na­len Pro­dukt­zu­las­sun­gen oder Pro­dukt­re­gis­trie­run­gen ein­ge­holt wer­den und dass die im natio­na­len Recht des betrof­fe­nen Lan­des ver­an­ker­ten Vor­ga­ben zur Bereit­stel­lung der Anwen­der­infor­ma­tio­nen in der Lan­des­spra­che erfüllt sind.
14.3 Der Kun­de wird ins­be­son­de­re prü­fen und sicher­stel­len, dass
die über­las­se­nen Güter nicht für eine rüs­tungs­re­le­van­te, kern­tech­ni­sche oder waf­fen­tech­ni­sche Ver­wen­dung bestimmt sind;
kei­ne Unter­neh­men und Per­so­nen, die in der US-Denied Per­sons List (DPL) genannt sind, mit US-Ursprungs­wa­ren, US-Soft­ware und US-Tech­no­lo­gie belie­fert wer­den;
kei­ne Unter­neh­men und Per­so­nen, die in der US-Warning List, US-Enti­ty List oder US-Spe­ci­al­ly Desi­gna­ted Natio­nals List genannt sind, ohne ein­schlä­gi­ge Geneh­mi­gung mit US-Ursprungs­er­zeug­nis­sen belie­fert wer­den;
kei­ne Unter­neh­men und Per­so­nen belie­fert wer­den, die in der Lis­te der Spe­ci­al­ly Desi­gna­ted Ter­ro­rists, For­eign Ter­ro­rist Orga­ni­za­ti­ons, Spe­ci­al­ly Desi­gna­ted Glo­bal Ter­ro­rists oder der Ter­ro­ris­ten­lis­te der EU genannt wer­den;
kei­ne mili­tä­ri­schen Emp­fän­ger mit den von uns gelie­fer­ten Pro­duk­ten belie­fert wer­den;
kei­ne Emp­fän­ger belie­fert wer­den, bei denen ein Ver­stoß gegen sons­ti­ge Export­kon­troll­vor­schrif­ten, ins­be­son­de­re der EU oder der ASE­AN-Staa­ten vor­liegt;
alle Früh­warn­hin­wei­se der zustän­di­gen deut­schen oder natio­na­len Behör­den des jewei­li­gen Ursprungs­lan­des der Lie­fe­rung beach­tet wer­den.
14.4 Der Zugriff auf und Nut­zung von unse­rer­seits gelie­fer­ten Gütern darf nur dann erfol­gen, wenn die oben genann­ten Prü­fun­gen und Sicher­stel­lun­gen erfolgt sind; ande­ren­falls sind wir nicht zur Leis­tung ver­pflich­tet.
14.5 Der Kun­de ver­pflich­tet sich, bei Wei­ter­ga­be der von uns gelie­fer­ten Güter an Drit­te die­se Drit­ten in glei­cher Wei­se wie in den Ziff. 14.1–14.4 zu ver­pflich­ten und über die Not­wen­dig­keit der Ein­hal­tung sol­cher Rechts­vor­schrif­ten zu unter­rich­ten.
14.6 Der Kun­de stellt uns von allen Schä­den frei, die aus der schuld­haf­ten Ver­let­zung der vor­ste­hen­den Pflich­ten gem. Ziff. 14.1–14.5 resul­tie­ren.
15. Incoterms / Schrift­form / Sal­va­to­ri­sche Klau­sel
15.1 Soweit Han­dels­klau­seln nach den Inter­na­tio­nal Com­mer­ci­al Terms (INCOTERMS) ver­ein­bart sind, gel­ten die INCOTERMS 2010.
15.2 Alle Ver­ein­ba­run­gen, Neben­ab­re­den, Zusi­che­run­gen und Ver­trags­än­de­run­gen bedür­fen der Schrift­form. Dies gilt auch für die Abbe­din­gung der Schrift­form­ab­re­de selbst. Der Vor­rang der Indi­vi­du­al­ab­re­de in schrift­li­cher, text­li­cher oder münd­li­cher Form (§ 305b BGB) bleibt unbe­rührt.
15.3 Soll­te eine Bestim­mung die­ses Ver­tra­ges aus Grün­den des Rech­tes der All­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen nach §§ 305 bis 310 BGB ganz oder teil­wei­se unwirksam/nichtig oder nicht durch­führ­bar sein oder wer­den, gel­ten die gesetz­li­chen Rege­lun­gen.
Soll­te eine gegen­wär­ti­ge oder zukünf­ti­ge Bestim­mung des Ver­tra­ges aus ande­ren Grün­den als den Bestim­mun­gen betref­fend das Recht der All­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen nach §§ 305 bis 310 BGB ganz oder teil­wei­se unwirksam/nichtig oder nicht durch­führ­bar sein oder wer­den, so wird hier­von die Gül­tig­keit der übri­gen Bestim­mun­gen die­ses Ver­tra­ges nicht berührt, soweit nicht die Durch­füh­rung des Ver­tra­ges — auch unter Berück­sich­ti­gung der nach­fol­gen­den Rege­lun­gen — für eine Par­tei eine unzu­mut­ba­re Här­te dar­stel­len wür­de. Das Glei­che gilt, wenn sich nach Abschluss des Ver­tra­ges eine ergän­zungs­be­dürf­ti­ge Lücke ergibt.
Ent­ge­gen einem etwai­gen Grund­satz, wonach eine Sal­va­to­ri­sche Erhal­tens­klau­sel grund­sätz­lich ledig­lich die Beweis­last umkeh­ren soll, soll die Wirk­sam­keit der übri­gen Ver­trags­be­stim­mun­gen unter allen Umstän­den auf­recht erhal­ten blei­ben und damit § 139 BGB ins­ge­samt abbe­dun­gen wer­den.
Die Par­tei­en wer­den die aus ande­ren Grün­den als den Bestim­mun­gen betref­fend das Recht der All­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen nach §§ 305 bis 310 BGB unwirksame/ nichtige/ undurch­führ­ba­re Bestim­mung oder aus­fül­lungs­be­dürf­ti­ge Lücke durch eine wirk­sa­me Bestim­mung erset­zen, die in ihrem recht­li­chen und wirt­schaft­li­chen Gehalt der unwirksamen/ nichtigen/ undurch­führ­ba­ren Bestim­mung und dem Gesamt­zweck des Ver­tra­ges ent­spricht. § 139 BGB (Teil­nich­tig­keit) wird aus­drück­lich aus­ge­schlos­sen. Beruht die Nich­tig­keit einer Bestim­mung auf einem dar­in fest­ge­leg­ten Maß der Leis­tung oder der Zeit (Frist oder Ter­min), so ist die Bestim­mung mit einem dem ursprüng­li­chen Maß am Nächs­ten kom­men­den recht­lich zuläs­si­gen Maß zu ver­ein­ba­ren.
Gemäß den Bestim­mun­gen des Daten­schutz­ge­set­zes und der Daten­schutz-Grund­ver­ord­nung wei­sen wir dar­auf hin, dass die Ver­trags­ab­wick­lung in unse­rem Unter­neh­men über eine EDV-Anla­ge geführt wird und wir in die­sem Zusam­men­hang auch die auf­grund der Geschäfts­be­zie­hung mit dem Kun­den erhal­te­nen Daten spei­chern.
Kre­feld, Juli 2018
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