Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NStZ-RR%202004,%20237
Timestamp: 2019-12-10 08:03:19
Document Index: 135026094

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 247', '§ 273', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: NStZ-RR 2004, 237 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BayObLG, 16.03.2004
BGH, 05.05.2004 - 2 StR 492/03
https://dejure.org/2004,6477
BGH, 05.05.2004 - 2 StR 492/03 (https://dejure.org/2004,6477)
BGH, Entscheidung vom 05.05.2004 - 2 StR 492/03 (https://dejure.org/2004,6477)
BGH, Entscheidung vom 05. Mai 2004 - 2 StR 492/03 (https://dejure.org/2004,6477)
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Auslegung des Inhalts eines Hauptverhandlungsprotokolls hinsichtlich der Verwendung von Beweismitteln; Rüge der fehlerhaften Ablehnung eines gestellten Beweisantrags; Einfluss einer posttraumatischen Belastungsstörung auf die Aussagetüchtigkeit und die ...
StPO § 247 § 273 Abs. 1
NStZ-RR 2004, 237
NZV 2004, 535
Weil aber solche Protokollierungen immer wieder erfolgen, kommt ihnen kein Beweiswert für eine Inaugenscheinnahme zu (BGH, Urteil vom 5. Mai 2004 - 2 StR 492/03 -, zitiert nach juris Rn. 7).
Der Senat konnte auch davon absehen, zunächst dienstliche Stellungnahmen von Tatrichter und Protokollführer einzuholen zur Frage, was unter der o. g. Protokollformulierung zu verstehen ist, da dies nur angängig ist, wenn das Protokoll - auch nach seiner vorrangig vorzunehmenden Auslegung (vgl. BGH NStZ-RR 2004, 237; BGH NJW 1982, 2739) - ersichtlich lückenhaft, unrichtig oder unklar ist.
Zwar ist der Inhalt eines Hauptverhandlungsprotokolls insoweit auslegungsfähig (vgl. BGH, Beschluss vom 5. Mai 2004 - 2 StR 492/03, NStZ-RR 2004, 237).
Darüber hinaus entspricht es allgemeiner Meinung, dass Feststellungen im Hauptverhandlungsprotokoll auslegungsfähig sind und für die Auslegung auch außerhalb desselben liegende Erkenntnisquellen zur Verfügung stehen (s. BGH, Urteil vom 5. Mai 2004 - 2 StR 492/03, NStZ-RR 2004, 237; zur freibeweislichen Klärung in Fällen der teilweisen Verlesung von Urkunden vgl. BGH, Beschlüsse vom 17. Juli 2003 - 1 StR 34/03, NStZ 2004, 279; vom 8. Juni 2010 - 1 StR 181/10, juris); hierzu gehören insbesondere die Akten.
Der Inhalt der Verhandlungsniederschrift ist der Auslegung zugänglich (st. Rspr., vgl. etwa BGH, Beschluss vom 2. Oktober 1985 - 2 StR 377/85, NJW 1986, 2063, 2064 mwN; Urteil vom 5. Mai 2004 - 2 StR 492/03, NStZ-RR 2004, 237).