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Timestamp: 2016-10-28 12:14:05
Document Index: 260132506

Matched Legal Cases: ['Art. 82', 'Art. 95', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 105', 'Art. 97', 'Art. 97', 'Art. 105', 'Art. 8', 'Art. 4', 'Art. 7', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 16', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 88', 'Art. 43', 'Art. 61', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 95', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 97', 'Art. 105', 'Art. 97', 'Art. 61', 'BGE', 'Art. 95', 'BGE', 'Art. 99', 'BGE', 'Art. 66', 'Art. 68', 'BGE']

8C_101/2010 (03.05.2010)
8C_101/2010
Der 1953 geborene E.________ war seit 4. April 1977 als Metzger f�r die L.________ AG t�tig und in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen die Folgen von Unf�llen versichert. Als er am 10. Oktober 2005 beim Wandern st�rzte, erlitt er eine Rotatorenmanschettenruptur an der rechten Schulter. Am 1. Juli 2006 glitt er in einem Bachbett aus und zog sich dabei eine Subscapularisl�sion an der linken Schulter zu. Die L.________ AG l�ste das Arbeitsverh�ltnis mit Schreiben vom 4. Juli 2007 unter Hinweis auf die seit 10. Oktober 2005 andauernde unfallbedingte Abwesenheit des E.________ durch K�ndigung per 31. Oktober 2007 auf. Die SUVA erbrachte f�r beide Unfallereignisse Versicherungsleistungen. Mit Verf�gung vom 14. Oktober 2008 sprach sie E.________ ab 1. Oktober 2008 eine Invalidenrente, basierend auf einer Erwerbsunf�higkeit von 23 %, und eine Integrit�tsentsch�digung, entsprechend einer 15%igen Integrit�tseinbusse, zu. Daran hielt sie auf Einsprache hin fest (Einspracheentscheid vom 19. Februar 2009). Das Verwaltungsgericht des Kantons Bern wies die gegen die Rentenh�he erhobene Beschwerde ab (Entscheid vom 14. Dezember 2009). E.________ l�sst beim Bundesgericht Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f�hren (Verfahren 8C_99/2010).
Am 1. Juni 2007 meldete sich E.________ unter Hinweis auf einen Sehnenriss rechts, eine Muskeltransplantation rechts und einen Sehnenanriss links zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an. Die IV-Stelle Bern holte Informationen zur gesundheitlichen sowie erwerblichen Situation ein und zog die Akten der SUVA bei. Nach Durchf�hrung des Vorbescheidverfahrens sprach sie E.________ f�r die Zeit vom 1. Oktober 2006 bis 30. September 2007 eine ganze Rente, vom 1. bis 31. Oktober 2007 eine Dreiviertelsrente und vom 1. bis 30. November 2007 eine halbe Rente zu; f�r die Zeit ab 1. Dezember 2007 verneinte sie einen Rentenanspruch unter Hinweis auf einen Invalidit�tsgrad von 36 % (Verf�gung vom 6. Mai 2009).
Das Verwaltungsgericht des Kantons Bern hiess die dagegen erhobene Beschwerde insoweit gut, als es E.________ bis 31. Dezember 2007 eine ganze Rente zusprach; im �brigen wies es die Beschwerde ab und auferlegte die Verfahrenskosten von Fr. 700.- vollumf�nglich E.________ (Entscheid vom 14. Dezember 2009).
E.________ l�sst Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f�hren mit dem Antrag, es sei ihm ab 1. Januar 2008 mindestens eine Viertelsrente zuzusprechen; eventualiter sei die Sache zwecks weiterer Abkl�rungen an das kantonale Gericht oder an die IV-Stelle zur�ckzuweisen. Ferner wird um Sistierung des Verfahrens bis zum Vorliegen der Expertise der Begutachtungsstelle I._______ ersucht. Der Eingabe liegt ein E-Mail des behandelnden Dr. med. B.________, Spezialarzt Orthop�die FMH, vom 13. Januar 2010 (samt Anfrage des Versicherten vom gleichen Tag) bei.
Mit der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (Art. 82 ff. BGG) kann unter anderem die Verletzung von Bundesrecht ger�gt werden (Art. 95 lit. a BGG). Gem�ss Art. 105 Abs. 1 BGG legt das Bundesgericht seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat. Es kann deren Sachverhaltsfeststellung von Amtes wegen nur berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG; vgl. auch Art. 97 Abs. 1 BGG; Ausnahme: Beschwerden gem�ss Art. 97 Abs. 2 BGG [Art. 105 Abs. 3 BGG]).
Das kantonale Gericht hat die massgeblichen Rechtsgrundlagen, unter Ber�cksichtigung der intertemporalrechtlichen Fragen, die sich aufgrund der am 1. Januar 2008 im Rahmen der 5. IV-Revision erfolgten Rechts�nderungen stellen (vgl. Urteil 8C_829/2008 vom 23. Dezember 2008 E. 2.1 mit Hinweisen), zutreffend dargelegt. Es betrifft dies insbesondere die gesetzlichen Bestimmungen und von der Rechtsprechung entwickelten Grunds�tze zum Begriff der Invalidit�t (Art. 8 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG) und Erwerbsunf�higkeit (Art. 7 ATSG), zu den Voraussetzungen und zum Umfang des Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 1 IVG [in der bis 31. Dezember 2007 g�ltig gewesenen Fassung] und Art. 28 Abs. 2 IVG [in der seit 1. Januar 2008 in Kraft stehenden Fassung]), zur Ermittlung des Invalidit�tsgrades bei erwerbst�tigen Versicherten nach der Einkommensvergleichsmethode (Art. 16 ATSG), zur Aufgabe des Arztes oder der �rztin im Rahmen der Invalidit�tsbemessung (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99 f.) sowie zum Beweiswert und zur W�rdigung �rztlicher Berichte und Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3a S. 352). Darauf - wie auch auf die Erw�gungen zu dem im Sozialversicherungsrecht massgebenden Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 119 V 335 E. 1 S. 338; vgl. auch BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181 mit Hinweisen) - wird verwiesen.
Die Parteien sind sich einig und es ist letztinstanzlich nicht mehr umstritten, dass der Versicherte seit dem Unfall vom 10. Oktober 2005 bis anfangs Oktober 2007 aus gesundheitlichen Gr�nden zu 100 % arbeitsunf�hig war, weshalb ab 1. Oktober 2006 (Ablauf des Wartejahres) bis Ende Dezember 2007 (Art. 88a Abs. 1 IVV) eine ganze Rente der Invalidenversicherung auszurichten ist. Uneinigkeit besteht bez�glich der Frage, ob ab Januar 2008 weiterhin ein Rentenanspruch gegeben ist. Als Gesundheitsschaden stehen die Schulterbeschwerden im Vordergrund, welche (zumindest teilweise) auf die Unfallereignisse vom 10. Oktober 2005 und 1. Juli 2006 zur�ckzuf�hren sind, weshalb die IV-Stelle neben eigenen Abkl�rungen die SUVA-Akten beigezogen hat.
3.1 IV-Stelle und kantonales Gericht nehmen sowohl f�r das unfall- wie auch das invalidenversicherungsrechtliche Verfahren gest�tzt auf den Abschlussbericht des SUVA-Kreisarztes Dr. med. C.________, Facharzt f�r Allgemeine Medizin FMH, vom 8. Oktober 2007 an, dem Versicherten sei unfallbedingt ein volles Pensum in einer leidensangepassten Besch�ftigung zumutbar. Gem�ss kreis�rztlicher Einsch�tzung sei davon auszugehen, dass T�tigkeiten, welche mit Lastenheben von 10 kg oder mehr �ber Arbeitsh�he rechts, mit Bewegungen �ber Schulterniveau ohne Gewicht rechts, mit Lastenheben �ber Brustniveau links sowie mit Lastenheben von mehr als 10 kg �ber Schulterniveau beidseitig verbunden seien, nicht mehr m�glich seien. Links k�nnten Lasten bis Brustniveau gehoben werden. F�r die rechte Schulter nicht zumutbar seien Extrempositionen sowie ruckartige Bewegungen mit Schl�gen und Vibrationen. Bewegungen �ber Schulterniveau ohne Gewichtheben k�nnten rechts nicht und links nur vereinzelt ausgef�hrt werden. Nach Ansicht des kantonalen Gerichts wird diese Einsch�tzung weder durch den Kreisarztbericht vom 15. Juli 2008, welcher bez�glich der linken Schulter zwar leicht schlechtere Werte angebe, noch durch die abweichenden Angaben der behandelnden �rzte in Zweifel gestellt. Deshalb bilde das kreis�rztliche Zumutbarkeitsprofil zu Recht Basis des von der IV-Stelle aufgrund der vom Bundesamt f�r Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) ermittelten Invalideneinkommens.
3.2 Der Beschwerdef�hrer wendet ein, die Ergebnisse der Untersuchungen des Kreisarztes vom 8. Oktober 2007 und vom 15. Juli 2008 w�rden offensichtlich in wesentlichen Punkten nicht �bereinstimmen. Am 8. Oktober 2007 habe die 5 kg schwere Hantel rechts m�helos bis Bauchniveau und die 10 kg schwere Hantel knapp bis Arbeitsh�he gehoben werden k�nnen. Auf der linken Seite habe die 5 kg schwere Hantel auf Schulterh�he und die 10 kg schwere Hantel auf Thoraxh�he gehoben werden k�nnen. Anl�sslich der Untersuchung vom 15. Juli 2008 seien niedrigere Belastungsgrenzen festgestellt worden. Die Angaben des Kreisarztes seien einerseits in sich selbst widerspr�chlich und anderseits nicht in Einklang mit seinen Untersuchungsergebnissen zu bringen. Daher k�nne auf seine Einsch�tzung nicht abgestellt werden. Im �brigen sei zu ber�cksichtigen, dass ein einmaliges Anheben von Gewichten nicht mit einer dauernden Arbeitst�tigkeit gleichgesetzt werden k�nne. Wenn der Beschwerdef�hrer die 10 kg schwere Hantel linksseitig bis Bauchniveau heben k�nne, heisse dies noch lange nicht, dass er in der Lage sei, eine T�tigkeit, welche derartiges Heben h�ufig verlange, auszu�ben. Dies habe die berufliche Abkl�rung in der Genossenschaft O.________, Eingliederungsst�tte f�r Behinderte, eindr�cklich aufgezeigt. Schliesslich w�rden die kreis�rztlichen Feststellungen auch von den Angaben der behandelnden �rzte abweichen. Der Beschwerdef�hrer sei in seiner Arbeitsf�higkeit �usserst eingeschr�nkt und k�nne selbst viele der so genannten einfachen und repetitiven T�tigkeiten nicht mehr aus�ben, weshalb das hypothetische Invalideneinkommen unter Ber�cksichtigung eines behinderungsbedingten Abzuges vom LSE-Tabellenlohn in der H�he von 25 % festgesetzt werden m�sse.
4.1 Sowohl das Verwaltungsverfahren wie auch der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben Verwaltung und Sozialversicherungsgericht den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen. Diese Untersuchungspflicht dauert so lange, bis �ber die f�r die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht. Der Untersuchungsgrundsatz weist enge Bez�ge zum - auf Verwaltungs- und Gerichtsstufe geltenden - Grundsatz der freien Beweisw�rdigung auf. F�hren die im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes von Amtes wegen vorzunehmenden Abkl�rungen den Versicherungstr�ger oder das Gericht bei umfassender, sorgf�ltiger, objektiver und inhaltsbezogener Beweisw�rdigung (BGE 132 V 393 E. 4.1 S. 400) zur �berzeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei als �berwiegend wahrscheinlich (BGE 126 V 353 E. 5b S. 360; 125 V 193 E. 2 S. 195, je mit Hinweisen) zu betrachten und es k�nnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr �ndern, so liegt im Verzicht auf die Abnahme weiterer Beweise keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh�r (antizipierte Beweisw�rdigung; BGE 134 I 140 E. 5.3 S. 148; 124 V 90 E. 4b S. 94). Bleiben jedoch erhebliche Zweifel an Vollst�ndigkeit und/oder Richtigkeit der bisher getroffenen Tatsachenfeststellung bestehen, ist weiter zu ermitteln, soweit von zus�tzlichen Abkl�rungsmassnahmen noch neue wesentliche Erkenntnisse zu erwarten sind (Urteil 9C_167/2009 vom 28. Mai 2009 E. 3.1).
Der Untersuchungsgrundsatz z�hlt zu den in Art. 95 BGG erw�hnten bundesrechtlichen Vorschriften. Die unvollst�ndige (gerichtliche) Feststellung der rechtserheblichen Tatsachen (BGE 135 V 23 E. 2 S. 25 mit Hinweisen; ULRICH MEYER, in: Basler Kommentar, Bundesgerichtsgesetz, 2008, N. 25, 36 und 58-61 zu Art. 105 BGG; HANSJ�RG SEILER, in: Bundesgerichtsgesetz [BGG], 2007, N. 24 zu Art. 97 BGG), die Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes als einer wesentlichen Verfahrensvorschrift (statt vieler: Urteil 9C_850/2008 vom 6. Februar 2009 E. 2.2 mit Hinweis; ULRICH MEYER, a.a.O., N. 60 zu Art. 105 BGG; MARKUS SCHOTT, in: Basler Kommentar, Bundesgerichtsgesetz, 2008, N. 17 ff. zu Art. 97 BGG) sowie die Pflicht zu inhaltsbezogener, umfassender, sorgf�ltiger und objektiver Beweisw�rdigung (Art. 61 lit. c ATSG; BGE 132 V 393 E. 4.1 S. 400) stellen Rechtsverletzungen gem�ss Art. 95 lit. a BGG dar. Hat das kantonale Gericht die rechtserheblichen tats�chlichen Feststellungen in Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes getroffen, sind sie f�r das Bundesgericht nicht verbindlich (Urteil 8C_773/2008 vom 11. Februar 2009 E. 5.4, in: SVR 2009 EL Nr. 5 S. 17).
4.2.1 Der Kreisarzt geht in seinem Abschlussbericht vom 8. Oktober 2007 von einer 100%igen Arbeitsf�higkeit in einer leidensangepassten T�tigkeit aus. Aufgrund der unfallbedingten Sch�digungen der beiden Schultern seien gewisse Gewichtslimiten zu beachten (vgl. E. 4.1 hiervor). Es ist dem Versicherten beizupflichten, dass die anl�sslich der kreis�rztlichen Untersuchung vom 15. Juli 2008 getesteten Bewegungsabl�ufe leicht abweichende Belastungsgrenzen ergeben haben. Daraus kann allerdings entgegen seiner Ansicht nicht ohne weiteres abgeleitet werden, es habe sich auch das Zumutbarkeitsprofil ge�ndert. Deshalb ist die Einsch�tzung des Kreisarztes, es habe sich bez�glich Zumutbarkeit seit der Abschlussuntersuchung vom 8. Oktober 2007 keine Ver�nderung ergeben, nicht per se widerspr�chlich. Die Vorinstanz hat sodann auch nachvollziehbar dargelegt, dass die kreis�rztliche Beschreibung der unfallbedingten Einschr�nkung in der Arbeitsf�higkeit vom 8. Oktober 2007 insgesamt verst�ndlich ist. Allerdings f�llt auf, dass die behandelnden �rzte die Einsch�tzung des Kreisarztes nicht teilen. So attestiert der Hausarzt Dr. med. G.________, Facharzt f�r Allgemeinmedizin FMH, eine h�chstens 60%ige Arbeitsf�higkeit in einer �berwachungst�tigkeit (Schreiben vom 7. Dezember 2007). Dr. med. B.________ gibt zu bedenken, dass es bereits bei geringen Belastungen, welche im kreis�rztlichen Zumutbarkeitsprofil noch als m�glich eingestuft w�rden, zu rascher Erm�dbarkeit, einem Intentionstremor und anschliessend zu Schmerzen wegen muskul�rer Verspannungen komme (Stellungnahme vom 25. September 2008). Dr. med. S.________, Leitender Arzt Schulter, Spital Z.________, Orthop�dische Klinik, ist der Ansicht, eine Arbeit auf Bauchh�he, welche mit Gewichtheben von maximal 5 kg verbunden ist, sei in einem vollen Pensum zumutbar (Arztbericht vom 26. Juli 2007). Anl�sslich der beruflichen Abkl�rung in der Genossenschaft O.________ vom 26. Februar bis 23. Mai 2008, veranlasst durch die Invalidenversicherung zur �berpr�fung der Belastbarkeit, Leistungs-, Lern- und Vermittlungsf�higkeit, zeigte sich - bei grosser Einsatzbereitschaft des Versicherten - eine starke Einschr�nkung durch die Schulterprobleme mit einer Leistungsf�higkeit zwischen 40 und 55 %. Besonders mit dem rechten Arm waren Bewegungs- und Krafteins�tze nur minimal m�glich (Bericht der Genossenschaft O.________ vom 12. Juni 2008).
4.2.2 Im angefochtenen Gerichtsentscheid wird zwar zutreffend ausgef�hrt, die Stellungnahmen der behandelnden �rzte seien nur "d�rftig" begr�ndet und basierten nicht allesamt auf aktuellen Untersuchungen. Daraus allein kann allerdings nicht auf deren fehlende Aussagekraft geschlossen werden. Die IV-Stelle (in Anlehnung an die SUVA) und das kantonale Gericht sind n�mlich f�r die Zeit zwischen kreis�rztlicher Abschlussuntersuchung vom 8. Oktober 2007 und erneuter Standortbestimmung vom 15. Juli 2008 nicht von einer Verbesserung des Gesundheitszustandes ausgegangen. Dr. med. B.________ ist zudem als Orthop�de besonders geeignet, �ber die Auswirkungen der Schulterproblematik auf die Arbeitsf�higkeit Auskunft zu geben. Dies gilt umso mehr f�r Dr. med. S.________, welcher als Schulterspezialist �ber das Wissen und die notwendige Erfahrung verf�gen d�rfte, die Belastungsgrenzen bei den vorliegenden Diagnosen qualifiziert absch�tzen zu k�nnen. Demgegen�ber st�tzt sich der Kreisarzt als Allgemeinpraktiker bei der Erstellung (8. Oktober 2007) sowie �berpr�fung (15. Juli 2008) des Zumutbarkeitsprofils (unter anderem) auf die Ergebnisse des Versuchs, zwei Hanteln mit je 5 und 10 kg zu tragen und zu heben. Dr. med. B.________ wendet gegen die Einsch�tzung des Kreisarztes ein, es komme bereits bei geringeren Belastungen zu rascher Erm�dbarkeit, einem Intentionstremor und anschliessend zu Schmerzen wegen muskul�rer Verspannungen (Stellungnahme vom 25. September 2008). Auch Dr. med. S.________ geht von einer tieferen Belastungsgrenze aus. Entgegen der Ansicht des kantonalen Gerichtes kann nicht angenommen werden, er best�tige das Zumutbarkeitsprofil des Kreisarztes, weil er Arbeiten auf Bauchh�he bis zu einem Gewicht von 5 kg in einem vollen Pensum als zumutbar erachtet (Arztbericht vom 26. Juli 2007). Gleichzeitig gibt der behandelnde Spezialarzt n�mlich an, das Tempo h�nge von der Art der Besch�ftigung ab. Dies weist darauf hin, dass allenfalls auch in einer angepassten Arbeit Leistungseinschr�nkungen bestehen. Soweit Dr. med. C.________ in seinem Bericht vom 15. Juli 2008 und seiner Beurteilung vom 28. August 2008 nach nochmaliger Dossiervorlage wiederholt, bei Beachtung der Zumutbarkeitsgrenze sei eine ganzt�gige Pr�senz am Arbeitsplatz m�glich, l�sst sich daraus keine Klarheit gewinnen. Denn eine vollzeitige Anwesenheit kann nicht zwingend einer uneingeschr�nkten Leistungsf�higkeit gleichgesetzt werden. Die Frage, welche T�tigkeiten in einem vollen Pensum zumutbar sind, ohne zu einer �berbeanspruchung zu f�hren, l�sst sich aufgrund der vorliegenden medizinischen Akten jedenfalls nicht zweifelsfrei beantworten. W�hrend es Hinweise gibt, dass ein ganzt�giger Einsatz in einer angepassten Besch�ftigung m�glich sein sollte, ist nicht gekl�rt, in welchen - gem�ss Ansicht des Dr. med. C.________ den Leiden angepassten - T�tigkeiten allenfalls eine Leistungseinbusse besteht. Der Kreisarzt setzt sich mit den abweichenden Auffassungen der behandelnden �rzte nicht auseinander. Die Beurteilung des Dr. med. P.________, Facharzt FMH f�r Chirurgie, SUVA-Versicherungsmedizin, vom 5. Februar 2009, welche im Wesentlichen in der Best�tigung der kreis�rztlichen Auffassung besteht, liefert keine zus�tzlichen Aufschl�sse. Insbesondere mit Blick auf die erw�hnten Stellungnahmen der behandelnden Spezial�rzte muss in Frage gestellt werden, ob die im kreis�rztlichen Zumutbarkeitsprofil genannten Belastungsgrenzen richtig angesetzt wurden. In diesem Zusammenhang ist zudem von einer Unvollst�ndigkeit der kreis�rztlichen Angaben zur Restarbeitsf�higkeit auszugehen, weil die bezifferten Belastungsgrenzen nicht in Relation zur Leistungsf�higkeit gesetzt wurden. Denn aufgrund der Hinweise der Dres. med. S.________ und B.________ wird deutlich, dass Leistungseinbussen in einer ganzt�gigen Besch�ftigung zumindest dann bestehen k�nnten, wenn mit den oberen Extremit�ten (auch geringere als im Zumutbarkeitsprofil angegebene) Gewichte gehoben werden m�ssen. Der Abkl�rungsbericht der Genossenschaft O.________ weist in dieselbe Richtung, kann zur Kl�rung der Sachlage aber nicht dienen, da er nicht auf medizinischen Erkenntnissen fusst. Verm�gen die Berichte der behandelnden �rzte demnach erhebliche Zweifel an Vollst�ndigkeit und Richtigkeit der Einsch�tzung des Kreisarztes auszul�sen, ohne selber umfassende Angaben zur Zumutbarkeit zu liefern, so besteht keine zuverl�ssige Grundlage zur Berechnung der Invalidit�t. Es l�sst sich nicht ermitteln, ob der Versicherte auch in der Zeit nach Dezember 2007 Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung hat. Weil die entscheidwesentliche medizinische Sachlage von Vorinstanz und Verwaltung l�ckenhaft erhoben worden sind, ist das Bundesgericht an die Tatsachenfeststellungen des kantonalen Gerichts nicht gebunden (E. 4.1 hiervor).
4.3 Zusammenfassend ist festzustellen, dass die vorliegenden �rztlichen Stellungnahmen den praxisgem�ssen Anforderungen an eine beweiskr�ftige medizinische Grundlage nicht gen�gen (vgl. BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232 mit Hinweis). Die Sache ist in Nachachtung des Untersuchungsgrundsatzes (E. 4.1 hiervor) an die IV-Stelle zur�ckzuweisen. Es kann nicht im Sinne antizipierter Beweisw�rdigung gesagt werden, von einer zus�tzlichen, nachvollziehbar und schl�ssig begr�ndeten medizinischen Beurteilung seien keine verwertbaren entscheidrelevanten Erkenntnisse zu erwarten (vgl. SVR 2009 UV Nr. 3 S. 9 E. 8.3, 8C_354/2007). Die Verwaltung hat daher zus�tzliche medizinische Abkl�rungsmassnahmen zu veranlassen und hernach gest�tzt auf die gewonnenen Erkenntnisse erneut �ber den Rentenanspruch ab Januar 2008 zu verf�gen.
5.1 Weiterungen zur Frage der Zul�ssigkeit (Art. 99 Abs. 1 BGG; BGE 135 V 194) des erst mit Beschwerde ans Bundesgericht eingereichten E-Mails des Dr. med. B.________ vom 13. Januar 2010, in welchem er die Konsultationsdaten zwischen 4. Juli 2006 und 17. M�rz 2009 angibt, er�brigen sich, da dieses Schreiben im Rahmen der erneuten Pr�fung des Rentenanspruchs durch die IV-Stelle ber�cksichtigt werden kann.
5.2 Das Sistierungsgesuch wurde f�r den Fall gestellt, dass das Bundesgericht einen zus�tzlichen Abkl�rungsbedarf verneine. Beim vorliegenden Ausgang des Verfahrens erweist sich der Antrag auf Sistierung des Verfahrens vor Bundesgericht demgem�ss als gegenstandslos.
Die R�ckweisung der Sache an die Verwaltung zur erneuten Abkl�rung (mit noch offenem Ausgang) gilt f�r die Frage der Auferlegung der Gerichtskosten wie auch der Parteientsch�digung als vollst�ndiges Obsiegen im Sinne von Art. 66 Abs. 1 sowie Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG, unabh�ngig davon, ob sie beantragt oder ob das entsprechende Begehren im Haupt- oder im Eventualantrag gestellt wird (BGE 132 V 215 E. 6.1 S. 235; Urteil 8C_671/2007 vom 13. Juni 2008 E. 4.1). Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten daher der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Dem obsiegenden, durch eine Rechtsschutzversicherung vertretenen Beschwerdef�hrer steht eine angemessene Parteientsch�digung zu, welche den Synergieeffekten aus dem gleichzeitig beim Bundesgericht anh�ngig gemachten Prozess im Unfallversicherungsbereich (Verfahren 8C_99/2010) Rechnung tr�gt.
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Der Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Dezember 2009 und die Verf�gung der IV-Stelle Bern vom 6. Mai 2009 werden aufgehoben, soweit sie einen Rentenanspruch ab 1. Januar 2008 verneinen, und die Angelegenheit wird an die IV-Stelle Bern zur�ckgewiesen, damit sie, nach erfolgter Abkl�rung im Sinne der Erw�gungen, �ber den Rentenanspruch ab 1. Januar 2008 neu verf�ge. Im �brigen wird die Beschwerde abgewiesen.
Die Sache wird zur Neuverlegung der Parteientsch�digung und der Gerichtskosten des vorangegangenen Verfahrens an das Verwaltungsgericht des Kantons Bern zur�ckgewiesen.