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Timestamp: 2013-05-19 01:15:46
Document Index: 200808244

Matched Legal Cases: ['§ 281', '§ 623', '§ 621', '§ 621', '§ 1587', '§ 621', '§ 1671', '§ 621', '§ 626', '§ 629', '§ 621']

Scheidung, anwaltliche Vertetung Familienrecht
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20.06.2008 23:56 | Preis: ***,00 € |
Vor einem Jahr reichte meine Frau den Scheidungsantrag ein. Die Verfahren zur Rentenauskunft zogen sich hin, doch jetzt liegen für beide die Versorgungsauskünfte vor. Das Familiengericht hat den Scheidungstermin in drei Wochen angesetzt. Außer der Scheidung wurden keine weiteren Anträge gestellt, namentlich nicht zu Zugewinn, Kindesunterhalt, Ehegattenunterhalt, Hausrat, Gesamtschuldnerausgleich oder Nutzungsausfallentschädigung für meine von mir nicht nutzbare Haushälfte.
Der Anwalt, der den Antrag gestellt hat, handelt im Auftrag meiner Frau. Von mir hat kein Anwalt ein Mandat. Falls keine weiteren Anträge gestellt werden, entscheidet das Gericht nur über die Ehescheidung und den Versorgungsausgleich.
Ich rechne nicht damit, daß im Termin darüber hinaus gehende Anträge gestellt werden. Dies vor allem, da ich annehme, daß meine Frau eine möglichst niedrige Gebührenrechnung ihres Anwalts wünscht. Doch was, wenn diese Annahmen sich nicht bewahrheiten ?
Kann die Honorarvereinbarung ungefähr so aussehen : Für den Fall keiner weiteren Anträge wird der Stundensatz fällig - gibt es weitere Verfahrensgegenstände, wird das bereits gezahlte Stundenhonorar auf die streitwertbezogene Gebühr angerechnet Vielen Dank im voraus für Ihre Informationen
Die von Ihnen angedachte Honorarvereinbarung auf Basis eines Stundensatzes ist gerade bei umfangreichen Scheidungsverfahren zwar durchaus üblich, beschränkt sich jedoch ausschließlich auf die außergerichtliche Tätigkeit. Im gerichtlichen Verfahren richten sich die Gebühren des Rechtsanwalts nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG). Der Streitwert bestimmt sich nach der Wertfestsetzung durch das Gericht. Hieran ist der Anwalt für das gerichtliche Verfahren gebunden, eine Abrechung auf Stundenbasis scheidet somit aus. Wenn Sie einen Rechtsanwalt nur für die terminierte Scheidung und den von Amts wegen durchführenden Versorgungsausgleich beauftragen, so bestimmt sich der Streitwert nach dem Nettoeinkommen beider Ehegatten in den letzten drei Monaten vor Anhängigkeit des Scheidungsantrages und bei dem Ausgleich lediglich gesetzlicher Rentenanwartschaften auf zusätzlich 1.000,00 €. Wenn Sie mir hier die erforderlichen Angaben zukommen lassen, kann ich gerne eine vorläufige Berechnung vornehmen. Grundsätzlich trägt bei einer Scheidung jede der Parteien die eigenen Anwaltskosten, die Gerichtskosten werden geteilt.
Mit freundlichen Grüssen gez. RA Dannheisser
(1) Für Familiensachen, die 1. die elterliche Sorge für ein Kind, soweit nach den Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuchs hierfür das Familiengericht zuständig ist,
betreffen, ist das Familiengericht ausschließlich zuständig. (2) Während der Anhängigkeit einer Ehesache ist unter den deutschen Gerichten das Gericht, bei dem die Ehesache im ersten Rechtszug anhängig ist oder war, ausschließlich zuständig für Familiensachen nach Absatz 1 Nr. 5 bis 9; für Familiensachen nach Absatz 1 Nr. 1 bis 4 und 13 gilt dies nur, soweit sie betreffen 1. in den Fällen der Nummer 1 die elterliche Sorge für ein gemeinschaftliches Kind einschließlich der Übertragung der elterlichen Sorge oder eines Teils der elterlichen Sorge wegen Gefährdung des Kindeswohls auf einen Elternteil, Vormund oder Pfleger,
Ist eine Ehesache nicht anhängig, so richtet sich die örtliche Zuständigkeit nach den allgemeinen Vorschriften. (3) Wird eine Ehesache rechtshängig, während eine Familiensache der in Absatz 2 Satz 1 genannten Art bei einem anderen Gericht im ersten Rechtszug anhängig ist, so ist diese von Amts wegen an das Gericht der Ehesache zu verweisen oder abzugeben. § 281 Abs. 2, 3 Satz 1 gilt entsprechend. § 623 Verbund von Scheidungs- und Folgesachen
(1) Soweit in Familiensachen des § 621 Abs. 1 Nr. 5 bis 9 und Abs. 2 Satz 1 Nr. 4 eine Entscheidung für den Fall der Scheidung zu treffen ist und von einem Ehegatten rechtzeitig begehrt wird, ist hierüber gleichzeitig und zusammen mit der Scheidungssache zu verhandeln und, sofern dem Scheidungsantrag stattgegeben wird, zu entscheiden (Folgesachen). Wird bei einer Familiensache des § 621 Abs. 1 Nr. 5 und 8 und Abs. 2 Satz 1 Nr. 4 ein Dritter Verfahrensbeteiligter, so wird diese Familiensache abgetrennt. Für die Durchführung des Versorgungsausgleichs in den Fällen des § 1587b des Bürgerlichen Gesetzbuchs bedarf es keines Antrags. (2) Folgesachen sind auch rechtzeitig von einem Ehegatten anhängig gemachte Familiensachen nach 1. § 621 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 im Fall eines Antrags nach § 1671 Abs. 1 des Bürgerlichen Gesetzbuchs,
Auf Antrag eines Ehegatten trennt das Gericht eine Folgesache nach den Nummern 1 bis 3 von der Scheidungssache ab. Ein Antrag auf Abtrennung einer Folgesache nach Nummer 1 kann mit einem Antrag auf Abtrennung einer Folgesache nach § 621 Abs. 1 Nr. 5 und Abs. 2 Satz 1 Nr. 4 verbunden werden. Im Fall der Abtrennung wird die Folgesache als selbständige Familiensache fortgeführt; § 626 Abs. 2 Satz 2 gilt entsprechend. (3) Folgesachen sind auch rechtzeitig eingeleitete Verfahren betreffend die Übertragung der elterlichen Sorge oder eines Teils der elterlichen Sorge wegen Gefährdung des Kindeswohls auf einen Elternteil, einen Vormund oder einen Pfleger. Das Gericht kann anordnen, dass ein Verfahren nach Satz 1 von der Scheidungssache abgetrennt wird. Absatz 2 Satz 3 gilt entsprechend. (4) Das Verfahren muss bis zum Schluss der mündlichen Verhandlung erster Instanz in der Scheidungssache anhängig gemacht oder eingeleitet sein. Satz 1 gilt entsprechend, wenn die Scheidungssache nach § 629b an das Gericht des ersten Rechtszuges zurückverwiesen ist. (5) Die vorstehenden Vorschriften gelten auch für Verfahren der in den Absätzen 1 bis 3 genannten Art, die nach § 621 Abs. 3 an das Gericht der Ehesache übergeleitet worden sind. In den Fällen des Absatzes 1 gilt dies nur, soweit eine Entscheidung für den Fall der Scheidung zu treffen ist. Nachfrage vom Fragesteller	21.06.2008 | 08:48
21.06.2008 | 17:25
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