Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F11-03-2015-8C_741-2014
Timestamp: 2016-10-24 20:21:24
Document Index: 183040097

Matched Legal Cases: ['Art. 82', 'Art. 95', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 105', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 6', 'Art. 4', 'Art. 8', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 16', 'Art. 28', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 69']

8C_741/2014 (11.03.2015)
8C_741/2014 � � Urteil vom 11. M�rz 2015
vertreten durch Rechtsanw�ltin lic. iur. Nicole Allemann,
Beschwerde gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Solothurn vom 28. August 2014.
A.a.�A.________ verheiratet und Mutter von vier Kindern (Jg. 1996, 1997, 1998 und 2000), arbeitete zuletzt im Rahmen eines Teilzeitpensums als Angestellte bei der B.________ AG. Am 27. November 2007 wurde A.________ auf dem Trottoir von einem Auto angefahren und erlitt eine HWS-Distorsion, eine Kniekontusion, eine Rissquetschwunde am Kopf und verlor zwei Z�hne. Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) erbrachte die gesetzlichen Leistungen in Form von Heilbehandlung und Taggeld, stellte ihre Leistungen jedoch mit Verf�gung vom 9. Dezember 2008, best�tigt mit Einspracheentscheid vom 20. September 2010, per 31. Dezember 2008 ein.
A.b.�Bereits am 21. Juli 2008 hatte sich A.________ unter Hinweis auf die Unfallfolgen bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug angemeldet. Die IV-Stelle Solothurn sprach A.________ ein Belastbarkeitstraining im Netzwerk D.________ vom 2. M�rz bis 28. Juni 2009 zu und kl�rte die Verh�ltnisse in medizinischer sowie in beruflich-erwerblicher Hinsicht ab; namentlich veranlasste sie eine polydisziplin�re (internistische, rheumatologische und psychiatrische) Begutachtung bei dem Begutachtungsinstitut C.________ (Gutachten vom 18. August 2010. Nach durchgef�hrtem Vorbescheidverfahren sprach die IV-Stelle A.________ mit Verf�gung vom 29. Mai 2012 ausgehend von einem Invalidit�tsgrad von 100 % eine ganze befristete Invalidenrente f�r den Zeitraum ab 1. November 2008 bis 30. Juni 2010 zu.
Die hiegegen erhobene Beschwerde, mit welcher A.________ die weitere Ausrichtung einer ganzen Invalidenrente beantragen liess, wies das Versicherungsgericht des Kantons Solothurn mit Entscheid vom 28. August 2014 ab.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten l�sst A.________ beantragen, es sei ihr in Aufhebung des angefochtenen Entscheids r�ckwirkend ab 1. Juli 2010 eine halbe Invalidenrente zuzusprechen, eventualiter sei die Angelegenheit zur Neubeurteilung an die IV-Stelle zur�ckzuweisen. Zudem l�sst sie um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege ersuchen.
1.1.�Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (Art. 82 ff. BGG) kann wegen Rechtsverletzungen gem�ss Art. 95 f. BGG erhoben werden. Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz von Amtes wegen berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG). Das Vorliegen dieser Voraussetzungen hat die beschwerdef�hrende Partei darzulegen. Dazu gen�gt es nicht, einen von den tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz abweichenden Sachverhalt zu behaupten oder die eigene Beweisw�rdigung zu erl�utern (BGE 137 II 353 E. 5.1 S. 356; Urteil 9C_779/2010 vom 30. September 2011 E. 1.1.2, nicht publ. in: BGE 137 V 446, aber in: SVR 2012 BVG Nr. 11 S. 44). Eine Sachverhaltsfeststellung ist nicht schon dann offensichtlich unrichtig, wenn sich Zweifel anmelden, sondern erst, wenn sie eindeutig und augenf�llig unzutreffend ist (BGE 132 I 42 E. 3.1 S. 44). Es liegt noch keine offensichtliche Unrichtigkeit vor, nur weil eine andere L�sung ebenfalls in Betracht f�llt, selbst wenn diese als die plausiblere erschiene. Diese Grunds�tze gelten auch in Bezug auf die konkrete Beweisw�rdigung (Urteil 9C_431/2013 vom 12. August 2013 E. 1.2.1 mit Hinweisen).
Streitig und unter sachverhaltsm�ssig eingeschr�nktem Blickwinkel zu pr�fen ist, ob die Vorinstanz Bundesrecht verletzte, indem sie die mit Verf�gung der Beschwerdegegnerin vom 29. Mai 2012 zugesprochene ganze, bis 30. Juni 2010 befristete Invalidenrente best�tigt und eine weitere Rentenausrichtung verneint hat.
2.1.�Die f�r die Beurteilung relevanten gesetzlichen Grundlagen und die entscheidwesentliche Rechtsprechung wurden im kantonalen Entscheid zutreffend dargelegt. Es betrifft dies namentlich die Bestimmungen und Grunds�tze zu den Begriffen der Arbeitsunf�higkeit (Art. 6 ATSG) und der Invalidit�t (Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 Abs. 1 ATSG), zum Umfang des Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 2 IVG) sowie zur Beurteilung der sog. Statusfrage und damit zur anwendbaren Invalidit�tsbemessungsmethode (bei erwerbst�tigen Versicherten nach der Einkommensvergleichsmethode [Art. 28a Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 16 ATSG]; bei teilerwerbst�tigen Versicherten nach der gemischten Methode [Art. 28a Abs. 3 IVG]). Darauf wird verwiesen.
2.2.�Hervorzuheben ist, dass die f�r die Invalidit�tsbemessung massgebliche Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person ohne gesundheitliche Beeintr�chtigung erwerbst�tig w�re, mit R�cksicht auf die gesamten Umst�nde, so die pers�nlichen, famili�ren, sozialen und erwerblichen Verh�ltnisse, zu beantworten ist. Dabei handelt es sich zwangsl�ufig um eine hypothetische Beurteilung, die auch hypothetische Willensentscheidungen der versicherten Person zu ber�cksichtigen hat. Diese sind als innere Tatsachen einer direkten Beweisf�hrung indessen nicht zug�nglich und m�ssen in aller Regel aus �usseren Indizien erschlossen werden. Die Beurteilung hypothetischer Geschehensabl�ufe stellt eine Tatfrage dar, soweit sie auf Beweisw�rdigung beruht, selbst wenn darin auch Schlussfolgerungen aus der allgemeinen Lebenserfahrung mitber�cksichtigt werden. Ebenso sind Feststellungen �ber innere oder psychische Tatsachen Tatfragen, wie beispielsweise was jemand wollte oder wusste. Um Rechtsfragen handelt es sich demgegen�ber bei Folgerungen, die ausschliesslich - losgel�st vom konkreten Sachverhalt - auf die allgemeine Lebenserfahrung gest�tzt werden, oder bei der Frage, ob aus festgestellten Indizien mit Recht auf bestimmte Rechtsfolgen geschlossen worden ist (Urteile 8C_604/2014 vom 11. Dezember 2014 E. 2.2 und 8C_823/2013 vom 15. April 2014 E. 2.2, je mit Hinweisen).
Unbestrittenermassen ist die Beschwerdef�hrerin als teilerwerbst�tige Hausfrau zu qualifizieren, sodass die Invalidit�tsbemessung nach der gemischten Methode zu erfolgen hat. Beanstandet wird jedoch die prozentuale Aufteilung der beiden Bereiche "Erwerbst�tigkeit" einerseits und "Haushaltsf�hrung" andrerseits. Streitig sind sodann im erwerblichen T�tigkeitsbereich die Ermittlung des Valideneinkommens und des Invalideneinkommens einschliesslich des Verzichts auf einen leidensbedingten Abzug sowie im Haushaltsbereich die Ermittlung der Einschr�nkung.
Das kantonale Gericht und die Beschwerdegegnerin gehen davon aus, dass die Beschwerdef�hrerin bei intakter Gesundheit zu 45 % ausserh�uslich t�tig w�re und sich im Umfang von 55 % den Haushaltsaufgaben einschliesslich Kinderbetreuung widmen w�rde. Die Versicherte h�lt dem entgegen, sie w�rde ohne gesundheitliche Beeintr�chtigung zu mindestens 50 % im Betrieb ihres Ehemannes mitarbeiten und in den restlichen 50 % den Haushalt besorgen.
4.1.�Die Vorinstanz st�tzte sich bei der Annahme einer im Gesundheitsfall zu 45 % ausge�bten erwerblichen T�tigkeit im Wesentlichen auf das Protokoll der Besprechung der Versicherten mit der Aussendienstmitarbeiterin der SUVA vom 3. April 2008, auf die Anmeldung zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung vom 21. Juli 2008 sowie auf das Protokoll des Fr�herfassungsgespr�chs vom 24. September 2008, wo die Beschwerdef�hrerin jeweils angegeben hat, sie habe im Rahmen eines Pensums von rund 40 % gearbeitet. Dies stimmt mit dem Abschlussbericht der IV-Stelle Solothurn, Berufliche Eingliederung, vom 13. Juli 2009 sowie mit dem Gutachten des Begutachtungsinstituts C.________ vom 18. August 2010 �berein, wo ebenfalls festgehalten worden ist, die Versicherte sei in einem Pensum von 40 % im Betrieb ihres Ehemannes t�tig gewesen. Lediglich auf dem Fragebogen zur Rentenabkl�rung betreffend Erwerbst�tigkeit/Haushalt vom 30. August 2009 hat die Beschwerdef�hrerin angegeben, sie w�rde ohne Behinderung eine ausserh�usliche T�tigkeit im Gesch�ft ihres Ehemannes im Ausmass von 50 % aus�ben. Der Abkl�rungsfachmann der IV-Stelle hat sodann in seiner Stellungnahme vom 30. Juni 2011 dargelegt, aufgrund der bisher abgerechneten Beitr�ge, vor allem derjenigen f�r das Jahr 2008, sowie aufgrund der allgemeinen Lebenserfahrung sei, auch unter Ber�cksichtigung des Alters der vier Kinder, eine 45-%ige Erwerbst�tigkeit der Versicherten als realistisch anzusehen.
4.2.�Wenn die Vorinstanz angesichts der beschriebenen Sachlage zum Schluss kam, die von der IV-Stelle vorgenommene Aufteilung in 45 % Erwerbst�tigkeit und 55 % Haushaltst�tigkeit erweise sich als korrekt, ist diese Beurteilung nicht zu beanstanden. Die dagegen erhobenen Einwendungen lassen die f�r das Bundesgericht grunds�tzlich verbindliche Sachverhaltsfeststellung nicht als offensichtlich unrichtig oder rechtsverletzend erscheinen. Wie im angefochtenen Entscheid dargelegt wurde, fehlen Anhaltspunkte daf�r, dass die Beschwerdef�hrerin in einem h�heren Pensum erwerbst�tig gewesen w�re. Mit Ausnahme des Fragebogens zur Rentenabkl�rung vom 30. August 2009 �usserte sich die Versicherte denn auch immer dahin gehend, sie sei im Umfang von 40 % erwerbst�tig gewesen. Diese Angaben erfolgten unter verschiedenen Umst�nden, beim Fr�herfassungsgespr�ch vom 24. September 2008 mit �bersetzungshilfe des Ehemannes und anl�sslich der psychiatrischen Begutachtung durch das Begutachtungsinstitut C.________ unter Beizug einer Dolmetscherin. Keinesfalls war damit lediglich ein "Wunschpensum" gemeint, wie dies in der Beschwerde nun dargestellt wird, wurde doch verschiedentlich nach dem effektiv geleisteten Arbeitspensum gefragt. Die allenfalls missverst�ndliche Formulierung nach dem "Wunschpensum ohne Behinderung" findet sich lediglich im Protokoll des Fr�herfassungsgespr�chs vom 24. September 2008, wobei die dort angegebenen 40 % mit den Antworten auf die Frage nach dem effektiv geleisteten Pensum �bereinstimmen. Erg�nzend ist in diesem Zusammenhang darauf hinzuweisen, dass der Darstellung der konkret betroffenen Person erh�hter Stellenwert zukommt, da es sich bei der Statusfrage um einen hypothetischen, f�r den Fall intakter gesundheitlicher Verh�ltnisse angenommen Sachverhalt handelt. Die ersten, intuitiven Angaben sind in diesem Kontext sodann regelm�ssig als glaubhafter einzustufen als im Nachgang dazu gemachte, widersprechende Aussagen. Letztere bedingen eine kritische W�rdigung, k�nnen sie doch - bewusst oder unbewusst - von nachtr�glichen �berlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein ("Aussagen der ersten Stunde"; BGE 121 V 45 E. 2a S. 47).
4.3.�Zusammenfassend haben die Beschwerdegegnerin und die Vorinstanz den Invalidit�tsgrad zu Recht anhand der gemischten Methode bei einer Aufteilung von 45 % Erwerbst�tigkeit und 55 % Haushaltst�tigkeit ermittelt.
Streitig und zu pr�fen ist sodann der Invalidit�tsgrad im Erwerbsbereich und diesbez�glich namentlich die dem Einkommensvergleich zugrunde zu legenden Verdienste.
5.1.1.�Das hypothetische Einkommen, welches die Beschwerdef�hrerin ohne Gesundheitsschaden bei einem Besch�ftigungsgrad von 45 % erzielen w�rde (Valideneinkommen), hat die Vorinstanz anhand der Durchschnittsl�hne gem�ss der vom Bundesamt f�r Statistik herausgegebenen schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) ermittelt, da bez�glich des zuletzt erzielten Verdienstes zu unterschiedliche Angaben vorl�gen. Sie hat dargelegt, dass die Versicherte als gelernte Malerin/Tapeziererin ihre Arbeitskraft vorwiegend auf der Baustelle f�r Maler-, Reinigungs-, Aufr�um-, Magazin-, B�ro- und Handlangerarbeiten h�tte einsetzen k�nnen und daher auf den Durchschnittswert im Baugewerbe (LSE 2010, Privater Sektor, Tabelle TA1, Baugewerbe Ziff. 41 bis 43, Anforderungsniveau 3, Frauen) abgestellt. Angepasst an die betriebs�bliche w�chentliche Arbeitszeit von durchschnittlich 41,6 Stunden hat das kantonale Gericht f�r das 45%-Pensum ein Valideneinkommen von Fr. 2'486.50 pro Monat bzw. Fr. 29'838.- pro Jahr ermittelt.
In der Beschwerde wird dagegen im Wesentlichen eingewendet, bei ihrer Arbeit auf der Baustelle w�re die Versicherte dem Gesamtarbeitsvertrag (GAV) f�r das Maler- und Gipsergewerbe oder das Bauhauptgewerbe unterstellt. Als gelernte Berufsarbeiterin mit �ber dreij�hriger Berufserfahrung h�tte sie als Malerin gem�ss GAV im Jahr 2012 Anspruch auf einen monatlichen Mindestlohn von Fr. 4'780.-, was unter Ber�cksichtigung des 13. Monatslohnes und gewichtet mit 50 % ein Valideneinkommen von Fr. 2'589.16 pro Monat bzw. Fr. 31'070.- pro Jahr ergebe.
5.1.2.�F�r die Bemessung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte Person im massgebenden Zeitpunkt des Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tats�chlich verdienen w�rde. Die Ermittlung des Valideneinkommens muss so konkret wie m�glich erfolgen. Da die bisherige T�tigkeit erfahrungsgem�ss fortgesetzt worden w�re, ist in der Regel vom letzten Lohn auszugehen, der vor Eintritt der Gesundheitssch�digung erzielt wurde. Dieses Gehalt ist wenn n�tig der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung anzupassen (BGE 135 V 58 E. 3.1 S. 59).
5.1.3.�Das kantonale Gericht hat einl�sslich dargelegt, dass f�r die bisherige T�tigkeit der Versicherten im per Sommer 2007 er�ffneten Einzelunternehmen des Ehemannes aufgrund unterschiedlicher Angaben nicht zuverl�ssige Schl�sse hinsichtlich des im Gesundheitsfall erzielten Einkommens gezogen werden k�nnen, dass aber davon auszugehen sei, die Beschwerdef�hrerin w�rde ihre Arbeitskraft vorwiegend auf der Baustelle einsetzen. Wenn die Vorinstanz bei dieser Ausgangslage auf den tabellarischen Wert der LSE 2010 f�r den Privaten Sektor, Baugewerbe, Anforderungsniveau 3, Frauen, abgestellt und f�r den Anteil Erwerbst�tigkeit von 45 % ein j�hrliches Valideneinkommen von Fr. 29'838.- ermittelt hat, ist dies nicht zu beanstanden. Soweit die Versicherte stattdessen unter Berufung auf den GAV f�r das Maler- und Gipsergewerbe die Ber�cksichtigung eines j�hrlichen Valideneinkommens von Fr. 31'070.- geltend macht, ist darauf hinzuweisen, dass der etwas h�here Wert daraus resultiert, dass die Beschwerdef�hrerin den Anteil mit 50 % gewichtet hat. Geht man indessen korrekterweise von einem Anteil Erwerbst�tigkeit von 45 % aus, erg�be sich bei der Betrachtungsweise der Versicherten unter Ber�cksichtigung des GAV ein tieferes Valideneinkommen von Fr. 27'963.-. Auf die Frage, ob anstelle der LSE der GAV beizuziehen sei, ist daher nicht weiter einzugehen.
5.1.4.�Zusammenfassend bleibt es bei einem Valideneinkommen von Fr. 29'838.- f�r einen Anteil Erwerbst�tigkeit von 45 %.
5.2.1.�Das trotz Gesundheitssch�digung in einer leidensadaptierten T�tigkeit zumutbarerweise erzielbare Einkommen (Invalideneinkommen) hat die Vorinstanz anhand der LSE 2010, Privater Sektor, TA1, Total, Anforderungsniveau 4, Frauen, angepasst an die betriebs�bliche w�chentliche Arbeitszeit von 41,6 Stunden, f�r den Anteil Erwerbst�tigkeit von 45 % auf Fr. 23'728.- festgesetzt.
Die Beschwerdef�hrerin macht diesbez�glich im Wesentlichen geltend, es sei nicht auf den Totalwert, sondern auf den Durchschnittswert im Dienstleistungssektor, Anforderungsniveau 4, Frauen, abzustellen, da ihr aufgrund der physischen Einschr�nkungen eine T�tigkeit im Produktionssektor verwehrt sei. Zudem sei beim Invalideneinkommen ein Abzug von 25 % gerechtfertigt. Indem das kantonale Gericht die einen Abzug rechtfertigenden Umst�nde, insbesondere die fehlende Qualifikation und Berufserfahrung, mangelnde Deutschkenntnisse sowie fehlender F�hrerausweis nicht gew�rdigt habe, sei das Ermessen rechtsfehlerhaft ausge�bt worden.
5.2.2.�Die vorinstanzlich festgestellte vollst�ndige Arbeits- und Leistungsf�higkeit der Beschwerdef�hrerin f�r eine angepasste k�rperlich leichte T�tigkeit ergibt sich aus dem Gutachten des Begutachtungsinstituts C.________ vom 18. August 2010 und ist grunds�tzlich nicht bestritten. Wie im Gutachten dargelegt, ist Voraussetzung f�r die 100%ige Arbeitsf�higkeit, dass die Versicherte keine repetitiven T�tigkeiten �ber Schulterh�he, keine T�tigkeiten mit anhaltender Zwangshaltung der HWS und keine repetitiven HWS-Rotationsbewegungen durchf�hren muss; zudem ist ihr kein Heben von Lasten �ber 15 kg sowie kein repetitives Heben �ber 5 kg m�glich. Inwiefern solche T�tigkeiten lediglich im Dienstleistungssektor m�glich sein sollten, ist nicht ersichtlich und wird in der Beschwerde nicht dargelegt. Die Einschr�nkungen der Versicherten hat das kantonale Gericht durch Abstellen auf das Anforderungsniveau 4 ber�cksichtigt, was nicht zu beanstanden ist.
5.2.3.�Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenl�hne herabzusetzen sind, h�ngt von s�mtlichen pers�nlichen und beruflichen Umst�nden des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschr�nkung, Alter, Dienstjahre, Nationalit�t/Aufenthaltskategorie und Besch�ftigungsgrad). Der Einfluss s�mtlicher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach pflichtgem�ssem Ermessen gesamthaft zu sch�tzen, wobei der Abzug auf insgesamt h�chstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481; 126 V 75 E. 5b/bb S. 80).
Wie die Vorinstanz einl�sslich und �berzeugend dargelegt hat, wurde den gesundheitlichen Einschr�nkungen im Rahmen der noch vollumf�nglich zumutbaren leichten T�tigkeit geb�hrend Rechnung getragen und sind auch die �brigen Merkmale, die einen Abzug rechtfertigen k�nnten, nicht erf�llt. Im Totalwert �ber alle Branchen sind im Anforderungsniveau 4 gen�gend Stellen enthalten, welche der Beschwerdef�hrerin trotz ihrer gesundheitlichen Einschr�nkungen zumutbar sind. Somit ist nicht zu beanstanden, dass das kantonale Gericht keinen Abzug vom Tabellenlohn wegen leidensbedingten Einschr�nkungen vorgenommen hat.
5.2.4.�Hat die Vorinstanz den von der Versicherten beantragten Abzug zu Recht nicht gew�hrt, bleibt es bei einem Invalideneinkommen von Fr. 23'728.- f�r den Anteil Erwerbst�tigkeit von 45 %.
5.3.�Wird zusammenfassend dem Valideneinkommen von Fr. 29'838.-ein Invalideneinkommen von Fr. 23'728.- gegen�bergestellt, ergibt sich im erwerblichen Bereich ein Invalidit�tsgrad von 20,48 %, gewichtet mit 45 % ein Teilinvalidit�tsgrad von 9,22 %.
Ger�gt wird schliesslich die Ermittlung des Invalidit�tsgrades im Haushaltsbereich, namentlich das Fehlen einer Abkl�rung an Ort und Stelle.
6.1.�F�r gew�hnlich stellt die von einer qualifizierten Person durchgef�hrte Abkl�rung vor Ort (nach Massgabe von Art. 69 Abs. 2 IVV) die geeignete und gen�gende Vorkehr zur Bestimmung der gesundheitlichen Einschr�nkung im Haushalt dar (vgl. SVR 2012 IV Nr. 19 S. 86, 9C_201/2011 E. 2). Das Vorgehen der Beschwerdegegnerin, die entsprechenden Einschr�nkungen anhand einer nicht auf konkreten Abkl�rungen beruhenden Einsch�tzung des Abkl�rungsfachmannes festzusetzen, ist - worauf die Vorinstanz zu Recht hingewiesen hat - nicht unproblematisch. Ob im konkreten Fall auf eine Abkl�rung vor Ort verzichtet werden konnte, braucht indes nicht n�her er�rtert zu werden, da selbst bei Abstellen auf die eigene Sch�tzung der Versicherten kein rentenbegr�ndender Invalidit�tsgrad resultieren w�rde.
6.2.�Die Beschwerdef�hrerin sch�tzt ihre Einschr�nkung im Haushaltsbereich auf 70 %, unter Ber�cksichtigung der zumutbaren Mithilfe der Familienmitglieder auf 50 %. Bei einer Gewichtung von 50 % beziffert sie die Einschr�nkung im Haushaltsbereich daher mit 25 %.
6.3.�Wird auf die Angaben der Beschwerdef�hrerin abgestellt und von einer Einschr�nkung von 50 % ausgegangen, der Anteil Haushalt jedoch korrekterweise mit 55 % nicht mit 50 % gewichtet, erg�be sich f�r den Anteil Haushalt ein Teilinvalidit�tsgrad von 27,5 %.
Selbst unter Ber�cksichtigung des auf den Angaben der Beschwerdef�hrerin beruhenden Teilinvalidit�tsgrades f�r den mit 55 % gewichteten Anteil Haushalt von 27,5 % erg�be sich zusammen mit dem Teilinvalidit�tsgrad f�r den mit 45 % gewichteten Anteil Erwerbst�tigkeit von 9,22 % ein rentenausschliessender Gesamtinvalidit�tsgrad von 36,72 %, was zur Abweisung der Beschwerde f�hrt.
Luzern, 11. M�rz 2015