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Timestamp: 2018-06-19 01:15:58
Document Index: 50283385

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 2', '§ 7', '§ 8', '§ 9', '§ 11', '§ 12', '§ 13', '§ 14', '§ 15', '§ 16', '§ 17', '§ 18', '§ 19', '§ 20', '§ 21', '§ 22', '§ 23', '§ 24', '§ 25', '§ 26', '§ 27', '§ 28', '§ 29', '§ 30', '§ 31', '§ 32', '§ 33', '§ 34', '§ 35', '§ 36', '§ 37', '§ 38', '§ 39', '§ 40', '§ 41', '§ 42', '§ 43', '§ 44', '§ 45', '§ 46', '§ 47', '§ 48', '§ 49', '§ 50', '§ 51', '§ 52', '§ 53', '§ 54', '§ 55', '§ 56', '§ 57', '§ 58', '§ 59', '§ 60', '§ 61', '§ 62', '§ 63', '§ 64', '§ 65', '§ 66', '§ 67', '§ 68', '§ 69', '§ 70', '§ 71', '§ 72', '§ 73', '§ 74', '§ 11', '§ 16', '§ 21', '§ 26', '§ 28', '§ 35', '§ 40', '§ 45', '§ 47', '§ 55', '§ 57', '§ 61', '§ 63', '§ 187', '§ 127', '§ 3', '§ 4', '§ 6', '§ 127', '§ 127', '§ 5', '§ 91', '§ 566', '§ 1004', '§ 17', '§ 17', '§ 17', '§ 17', '§ 54', '§ 54', '§ 8', '§ 54', '§ 54', '§ 17', '§ 17', '§ 22', '§ 54', '§ 54', '§ 17', '§ 17', '§ 17', '§ 17', '§ 60', '§ 17', '§ 17', '§ 60', '§ 17', '§ 17', '§ 98', '§ 54', '§ 54', '§ 57', '§ 1896', '§ 56', '§ 383', '§ 17', '§ 15', '§ 17', '§ 17', '§ 21', '§ 44', '§ 45', '§ 47', '§ 49', '§ 51', '§ 52', '§ 57', '§ 17', '§ 43', '§ 44', '§ 46', '§ 53', '§ 63', '§ 43']

VORIS Nds. FischG | Landesnorm Niedersachsen | Gesamtausgabe | Niedersächsisches Fischereigesetz (Nds. FischG) vom 1. Februar 1978 | gültig ab: 01.03.1978
Ausfertigungsdatum: 01.02.1978
Fundstelle: Nds. GVBl. 1978, 81, 375
Stand: letzte berücksichtigte Änderung: mehrfach geändert durch Artikel 15 des Gesetzes vom 13.10.2011 (Nds. GVBl. S. 353)
Niedersächsisches Fischereigesetz (Nds. FischG) vom 1. Februar 1978 01.03.1978
Inhaltsverzeichnis 01.03.1978
Eingangsformel 01.03.1978
Erster Teil - Das Fischereirecht 01.03.1978
Abschnitt 1 - Das Fischereirecht in Binnengewässern 01.03.1978
§ 1 01.03.1978
§ 2 01.03.1978
§ 7 01.03.1978
§ 8 01.03.1978
§ 9 01.01.2005
Abschnitt 2 - Der Fischereipachtvertrag 01.03.1978
§ 11 01.03.1978
§ 12 01.01.2005
Abschnitt 3 - Die Fischereierlaubnis 01.03.1978
§ 13 01.03.1978
§ 14 01.03.1978
§ 15 01.03.1978
Abschnitt 4 - Die Fischerei in Küstengewässern 01.03.1978
§ 16 01.03.1978
§ 17 01.01.2005
Zweiter Teil - Der Fischereibezirk 01.03.1978
Abschnitt 1 - Entstehung, Gestaltung 01.03.1978
§ 18 01.03.1978
§ 19 01.03.1978
§ 20 01.11.2011
Abschnitt 2 - Verpachtung der Fischerei in Fischereibezirken 01.03.1978
§ 21 01.11.2011
§ 22 01.03.1978
Dritter Teil - Die Fischereigenossenschaft 01.03.1978
Abschnitt 1 - Allgemeines 01.03.1978
§ 23 01.03.1978
§ 24 01.03.1978
§ 25 01.03.1978
Abschnitt 2 - Satzung, Organe 01.03.1978
§ 26 01.03.1978
§ 27 01.03.1978
Abschnitt 3 - Vorstand 01.03.1978
§ 28 01.03.1978
§ 29 01.03.1978
Abschnitt 4 - Mitgliederversammlung 01.03.1978
§ 30 01.03.1978
§ 31 15.10.2010
§ 32 01.03.1978
§ 33 01.03.1978
§ 34 01.03.1978
Abschnitt 5 - Finanzwesen 01.03.1978
§ 35 01.03.1978
§ 36 01.03.1978
Abschnitt 6 - Aufsicht 01.03.1978
§ 37 01.11.2011
§ 38 01.03.1978
§ 39 01.01.2005
Vierter Teil - Schutz der Fischbestände und der Fischerei 01.03.1978
Abschnitt 1 - Schutz der Fischbestände und der natürlichen Lebensgemeinschaften 01.03.1978
§ 40 01.03.1978
§ 41 01.11.2011
§ 42 01.11.2011
§ 43 01.11.2011
§ 44 01.01.2005
Abschnitt 2 - Fischseuchen 01.03.1978
§ 45 01.01.2005
§ 46 01.01.2005
Abschnitt 3 - Schutz der Fischerei 01.03.1978
§ 47 01.01.2005
§ 48 01.11.2011
§ 49 01.11.2011
§ 50 01.03.1978
§ 51 01.03.1978
§ 52 01.03.1978
Abschnitt 4 - Erlaß von Verordnungen zum Schutz der Fischbestände und der Fischerei 01.03.1978
§ 53 01.01.2005
Abschnitt 5 - Vereinigungen von Sportfischern 01.03.1978
§ 54 01.11.2011
Fünfter Teil - Überwachung der Fischerei 01.03.1978
Abschnitt 1 - Fischereiaufsicht 01.03.1978
§ 55 01.03.1978
§ 56 01.03.1978
Abschnitt 2 - Fischereierlaubnisschein, Fischereischein 01.03.1978
§ 57 01.03.1978
§ 58 01.01.2005
§ 59 01.01.2005
Abschnitt 3 - Fischereikundlicher Dienst 01.03.1978
§ 60 01.01.2006
Abschnitt 4 - Straftaten und Ordnungswidrigkeiten 01.03.1978
§ 61 01.03.1978
§ 62 01.01.2002
Sechster Teil - Schluß- und Übergangsbestimmungen 01.03.1978
§ 63 01.03.1978
§ 64 01.01.2005
§ 65 01.03.1978
§ 66 01.03.1978
§ 67 01.03.1978
§ 68 01.03.1978
§ 69 01.03.1978
§ 70 01.03.1978
§ 71 01.01.2005
§ 72 01.01.2005
§ 73 01.01.2005
§ 74 01.03.1978
Anlage 1 01.03.1978
Anlage 2 01.01.2005
§§ 11 u. 12
§§ 16 u. 17
Der Fischereibezirk
Entstehung, Gestaltung
Verpachtung der Fischerei in Fischereibezirken
§§ 21 u. 22
Die Fischereigenossenschaft
§§ 26 u. 27
§§ 28 u. 29
§§ 35 u. 36
§§ 40-44
§§ 45 u. 46
§§ 47-52
Erlaß von Verordnungen zum Schutz der Fischbestände und der Fischerei
§§ 55 u. 56
§§ 57-59
§§ 61 u. 62
§§ 63-74
(1) Selbständige Fischereirechte sind auf Antrag in das Wasserbuch einzutragen; der Berechtigte hat sein Recht glaubhaft zu machen. Die Eintragung nimmt die Wasserbehörde vor, die für Entscheidungen über den Ausbau und die Unterhaltung des Gewässers zuständig ist (Wasserbuchbehörde). Besteht Streit über ein selbständiges Fischereirecht, so kann die Wasserbuchbehörde die Eintragung davon abhängig machen, daß ein rechtskräftiges Urteil vorgelegt wird, aus dem sich das Recht des Antragstellers ergibt.
(2) Die Eintragung eines selbständigen Fischereirechts in das Wasserbuch hat vorbehaltlich des Absatzes 3 keine rechtliche Wirkung. § 187 Abs. 4 und 5 des Niedersächsischen Wassergesetzes ist anzuwenden.
(4) Ein selbständiges Fischereirecht erlischt, soweit es nicht schon nach bisherigem Recht wegen fehlender Eintragung erloschen ist, mit Ablauf des dritten nach Inkrafttreten dieses Gesetzes beginnenden Kalenderjahres, wenn es bis zu diesem Zeitpunkt nicht in das Wasserbuch oder in das Grundbuch eingetragen worden ist. Ist ein Rechtsstreit über ein selbständiges Fischereirecht, dessen Eintragung in das Wasserbuch beantragt worden ist, am Stichtag noch nicht beendet, so erlischt das Recht, wenn es nicht innerhalb von drei Monaten nach Beendigung des Rechtsstreits in das Wasserbuch eingetragen wird.
wenn es durch Rechtsgeschäft aufgehoben wird,
wenn es auf den Eigentümer des Gewässers übergeht,
wenn das Gewässer beseitigt oder in Rohre gefaßt wird.
(2) Wird ein Gewässer beseitigt oder in Rohre gefaßt, so erlischt ein selbständiges Fischereirecht mit dem in der Planfeststellung oder Plangenehmigung (§§ 127, 128 des Niedersächsischen Wassergesetzes ) bestimmten Zeitpunkt, ist ein Zeitpunkt nicht bestimmt, mit dem Beginn des Ausbaues. Der Ausbauunternehmer ist verpflichtet, das Fischereirecht abzulösen; § 3 Abs. 2 und 3, § 4 und § 6 des Reallastengesetzes sind entsprechend anzuwenden.
(1) Wird durch den Ausbau eines Gewässers nicht nur zeitweise der Ertrag der Fischerei erheblich gemindert oder ihre Ausübung erheblich erschwert, so kann der Inhaber eines selbständigen Fischereirechts von der Unanfechtbarkeit der Planfeststellung oder Plangenehmigung an (§§ 127, 128 des Niedersächsischen Wassergesetzes ) von dem Eigentümer des Gewässers verlangen, daß das Fischereirecht aufgehoben und abgelöst wird. Der Anspruch ist spätestens bis zum Ablauf des fünften seit Beendigung des Ausbaues beginnenden Kalenderjahres geltend zu machen. Entschädigungsansprüche, die dem Fischereiberechtigten nach dem Wasserrecht zustehen, bleiben unberührt.
(1) Wird ein fließendes Gewässer ganz oder zum Teil in ein neues Bett verlegt, so steht dem Inhaber eines selbständigen Fischereirechts das Fischereirecht an den neuen Gewässerstrecken und, wenn mit ihnen verbundene Altwässer erhalten bleiben, auch an diesen zu. Mehreren Fischereiberechtigten steht das Fischereirecht jeweils an den Gewässerstrecken zu, die ihnen in der Planfeststellung oder Plangenehmigung ( §§ 127, 128 des Niedersächsischen Wassergesetzes ) zugewiesen sind; fehlt eine besondere Regelung, so steht ihnen das Fischereirecht an den neuen Gewässerstrecken anteilig zur gesamten Hand entsprechend dem Verhältnis der Gewässerflächen zu, auf die sich ihre Fischereirechte vor dem Ausbau erstreckten. Das Fischereirecht an Altwässern, die infolge des Ausbaues keine Verbindung mit den neuen Gewässerstrecken mehr besitzen, steht dem Eigentümer zu.
(2) Wird ein fließendes Gewässer dauernd angestaut, so steht dem Fischereiberechtigten das Fischereirecht auch an den durch den Stau entstandenen Gewässerteilen zu. § 5 Abs. 2 ist anzuwenden.
Steht ein selbständiges Fischereirecht dem jeweiligen Eigentümer eines Grundstücks zu und wird dieses geteilt, so besteht das Fischereirecht für den Teil fort, den die Berechtigten bei der Teilung bestimmen. Eine Bestimmung, daß das Fischereirecht für mehr als einen Teil des Grundstücks fortbesteht, ist unwirksam. Im Zweifelsfall gilt folgendes:
Gehört das Fischereirecht zu einer Haus- oder Hofstelle, so besteht es für den Teil fort, auf dem sich die Gebäude befinden.
Gehört das Fischereirecht zu einem nicht mit einer Haus- oder Hofstelle bebauten Grundstück, so besteht es für das größte Teilstück fort; ist ein größtes Teilstück nicht festzustellen, so erlischt das Recht.
wenn das Recht innerhalb von zehn Jahren nicht wenigstens in fünf dieser Jahre ausgeübt worden ist oder
der Fortbestand des Rechts die ordnungsmäßige Bewirtschaftung des Fischbestandes erschweren würde und deshalb dem unbeschränkt Fischereiberechtigten bei billiger Abwägung der beiderseitigen Interessen nicht mehr zugemutet werden kann.
(1) Steht ein fließendes Gewässer (Hauptgewässer) mit einem künstlich entstandenen blind endenden Gewässer in Verbindung, so kann sowohl der Fischereiberechtigte in dem Hauptgewässer als auch der Fischereiberechtigte in dem blind endenden Gewässer Einrichtungen zur Sperre des Fischwechsels zwischen beiden Gewässern anbringen. Abweichende Vereinbarungen bedürfen der Schriftform. Die §§ 91, 93 und 94 des Niedersächsischen Wassergesetzes bleiben unberührt.
(3) Die Gemeinde kann durch Verfügung verbieten, daß bestimmte Grundstücke und Anlagen in Ausübung eines Fischereirechts betreten oder befahren werden, soweit das zu deren Schutz oder zur Abwehr von Gefahren für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung erforderlich ist. Das Niedersächsische Gesetz über die öffentliche Sicherheit und Ordnung ist anzuwenden.
Ist die Fischerei in einem Gewässer verpachtet und wechselt das Fischereirecht den Inhaber, so gehen Rechte und Pflichten aus der Verpachtung auf den neuen Fischereiberechtigten über. Ist das Fischereirecht selbständig und wird es aufgehoben, so gilt mit der Aufhebung das Fischereirecht des Gewässereigentümers als verpachtet; dieser tritt in Rechte und Pflichten des Verpächters ein. Die §§ 566 bis 567b des Bürgerlichen Gesetzbuches sind entsprechend anzuwenden.
wenn das Fischereirecht erlischt, auf Grund dessen sie erteilt worden ist,
(2) Ist eine entgeltliche Fischereierlaubnis nicht auf bestimmte Zeit erteilt, so kann im Zweifel jeder Beteiligte das Rechtsverhältnis spätestens am dritten Werktag eines Kalendermonats für den Ablauf des Monats kündigen. Eine unentgeltliche Fischereierlaubnis, die nicht auf bestimmte Zeit erteilt ist, kann jederzeit aufgehoben werden.
(3) Ist eine Fischereierlaubnis auf längere Zeit als drei Jahre erteilt, so kann nach drei Jahren jeder Beteiligte das Rechtsverhältnis gemäß Absatz 2 Satz 1 kündigen. Entgegenstehende Vereinbarungen sind unwirksam.
(3) Die in der Anlage 1 zu diesem Gesetz aufgeführten Gewässer gelten im Sinne dieses Gesetzes ebenfalls als Küstengewässer. Soweit an ihnen nach dem bisherigen Recht ein Fischereirecht besteht, bleibt der Berechtigte im bisherigen Umfang zur Fischerei befugt. Gegen Beeinträchtigungen seines Rechts stehen ihm die Rechte aus § 1004 des Bürgerlichen Gesetzbuches zu.
(1) Die Muschelfischerei in den Küstengewässern ist nur mit einem Erlaubnisschein des Fischereiamts für die Küstengewässer zulässig. Das Fachministerium wird ermächtigt, durch Verordnung das Verfahren bei der Ausstellung der Erlaubnisscheine zu regeln sowie im Interesse der Hege die Zahl der Erlaubnisscheine zu beschränken und sonstige Beschränkungen der Muschelfischerei anzuordnen.
(3) Gleichzeitig mit der Genehmigung nach Absatz 2 Satz 1 ist der Bereich der Muschelkultur durch Allgemeinverfügung in dem erforderlichen Umfang zum Muschelkulturbezirk zu erklären. Die Allgemeinverfügung ist öffentlich bekanntzugeben. Die Lage des Muschelkulturbezirks ist in der Verfügung mit ihren Koordinaten zu bezeichnen. Außerdem ist der Muschelkulturbezirk in eine Seekarte einzuzeichnen und diese beim Fischereiamt zu jedermanns Einsicht zu hinterlegen. In der Allgemeinverfügung kann auf die Seekarte verwiesen werden. Der Unternehmer hat den Muschelkulturbezirk durch Seezeichen für die Schiffahrt kenntlich zu machen.
(4) Die Muschelwerbung innerhalb des Muschelkulturbezirks ist nur dem Berechtigten und seinen Hilfspersonen gestattet. Dritten ist es verboten,
(2) Zuständig für den Erlaß von Verordnungen nach Absatz 1 sind die Landkreise und die kreisfreien Städte. Die großen selbständigen Städte sind für ihr Gebiet an Stelle des Landkreises zuständig (§ 17 Satz 1 des Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetzes - NKomVG -). Die Zuständigkeit der selbständigen Gemeinden (§ 17 Satz 1 NKomVG) wird ausgeschlossen.
(1) Wird die Fischerei in einem Fischereibezirk verpachtet, so bedarf der Pachtvertrag zu seiner Wirksamkeit der Genehmigung durch den Landkreis oder die kreisfreie Stadt. Die großen selbständigen Städte sind für ihr Gebiet an Stelle des Landkreises zuständig (§ 17 Satz 1 NKomVG). Die Zuständigkeit der selbständigen Gemeinden (§ 17 Satz 1 NKomVG) wird ausgeschlossen. Erstreckt sich das Gewässer, in dem die Fischerei verpachtet wird, auf das Gebiet mehrerer Genehmigungsbehörden, so ist diejenige von ihnen zuständig, zu deren Gebiet der überwiegende Teil des Gewässers gehört.
wenn der Vertrag gegen gesetzliche Bestimmungen verstößt,
wenn die Fischerei nur in einem Teil des Fischereibezirks verpachtet wird und dessen Größe eine ordnungsmäßige Bewirtschaftung des Fischbestandes nicht zuläßt,
wenn die Person des Pächters auf Grund besonderer Umstände nicht die Gewähr für eine ausreichende Hege bietet oder
wenn ein Berufsfischer (Absatz 2), eine anerkannte Vereinigung von Sportfischern (§ 54 Abs. 1) oder ein anerkannter Landesfischereiverband (§ 54 Abs. 3) sich verpflichtet, die Fischerei zu den in dem Vertrag vereinbarten Bedingungen zu pachten, und es dem Verpächter zugemutet werden kann, die Fischerei an einen anderen Pächter zu verpachten.
(1) Die Fischereiberechtigten innerhalb eines gemeinschaftlichen Fischereibezirks bilden eine Fischereigenossenschaft. Die Mitglieder sind im Verhältnis der Größe der Gewässerflächen, an denen ihre Rechte bestehen (Teilnahmemaß), an Nutzen und Lasten der Genossenschaft beteiligt. Die Satzung kann mit Zustimmung sämtlicher Mitglieder einen anderen Maßstab bestimmen. Die Inhaber von beschränkten Fischereirechten (§ 8) gehören der Fischereigenossenschaft nicht an.
(1) Die Mitglieder der Fischereigenossenschaft sind nur mit deren besonderer Erlaubnis zum Fischfang in dem Gewässer befugt. Jedes Mitglied kann von der Fischereigenossenschaft verlangen, daß diese ihm den Fischfang mit Handangeln in dem Gewässerteil erlaubt, auf den sich das Fischereirecht des Mitglieds erstreckt. Die Satzung kann bestimmen:
daß das einzelne Mitglied bis zu drei Fischereierlaubnisse zum Fischfang mit Handangeln auch für andere Personen verlangen kann,
daß dem einzelnen Mitglied auf Verlangen auch die Fischerei mit anderen Fanggeräten zu erlauben ist,
daß das Mitglied für die Fischereierlaubnis einen angemessenen Zuschuß zu den Kosten des Besatzes zu leisten hat.
(2) Gehört der Fischereigenossenschaft eine anerkannte Vereinigung von Sportfischern (§ 54 Abs. 1) oder ein anerkannter Landesfischereiverband (§ 54 Abs. 3) als Inhaber eines Fischereirechts an, so hat die Fischereigenossenschaft im angemessenen Umfang Fischereierlaubnisse für die Mitglieder zu erteilen. Absatz 1 Satz 3 Nr. 3 ist anzuwenden.
(3) Ist die Fischerei in dem Gewässer verpachtet, so sind die Ansprüche nach den Absätzen 1 und 2 gegen den Pächter zu richten. Dieser kann, auch wenn die Satzung eine Bestimmung nach Absatz 1 Satz 3 Nr. 3 nicht enthält, verlangen, daß das Mitglied für die Fischereierlaubnis einen angemessenen Zuschuß zu den Besatzkosten leistet.
Bestimmungen über die Anlage eines Mitgliederverzeichnisses, aus dem das Teilnahmemaß der einzelnen Mitglieder zu ersehen ist,
Bestimmungen über die Organe der Genossenschaft, ihre Zusammensetzung, Berufung oder Einberufung und ihre Befugnisse,
Bestimmungen über die Bekanntmachungen der Genossenschaft.
(3) Der Vorstand vertritt die Fischereigenossenschaft gerichtlich und außergerichtlich. Zur Abgabe von Willenserklärungen und zum Abschluß von Verträgen, durch die die Fischereigenossenschaft verpflichtet werden soll, sind nur sämtliche Mitglieder des Vorstandes gemeinsam befugt, sofern die Satzung nicht etwas anderes bestimmt.
die Satzung und Änderungen der Satzung,
die vorzeitige Abberufung des Vorstandes,
die Verpachtung des Fischereibezirks,
die Verwendung von Überschüssen,
(1) Zur Teilnahme an der Mitgliederversammlung sind die Mitglieder oder ihre gesetzlichen Vertreter berechtigt. Die Berechtigten können sich durch Bevollmächtigte vertreten lassen. Die Vollmacht bedarf der Schriftform. Der Ehegatte oder der Lebenspartner gilt als bevollmächtigt, solange das Mitglied der Fischereigenossenschaft nicht schriftlich etwas anderes mitgeteilt hat. Die Satzung kann bestimmen, daß jeder Teilnehmer an einer Mitgliederversammlung nur eine bestimmte Höchstzahl von Mitgliedern vertreten kann.
(1) Die Mitgliederversammlung ist beschlußfähig, wenn die Mitglieder oder ihre Vertreter mindestens eine Woche vorher unter Angabe der Tagesordnung geladen worden und in Fischereigenossenschaften mit mehr als vier Mitgliedern mindestens drei, in kleineren Fischereigenossenschaften mindestens zwei Mitglieder oder Vertreter von Mitgliedern anwesend sind. Die Satzung kann eine höhere Teilnehmerzahl für die Beschlußfassung vorschreiben.
(2) Bei anderen als Vorstandswahlen ist gewählt, wer die meisten Stimmrechte auf sich vereinigt. Absatz 1 Satz 4 gilt entsprechend.
(1) Ein Beschluß der Mitgliederversammlung kommt zustande, wenn die Mitglieder, die für den Beschluß gestimmt haben, mehr Stimmrechte besitzen als diejenigen, die gegen ihn gestimmt haben (einfache Mehrheit).
(2) Über die Satzung und über Änderungen der Satzung darf nur abgestimmt werden, wenn Mitglieder mit mindestens zwei Dritteln aller Stimmrechte anwesend oder vertreten sind. Ist dies der Fall, so kommt der Beschluß zustande, wenn Mitglieder mit mehr als der Hälfte aller Stimmrechte dafür gestimmt haben. Besitzen die anwesenden und die vertretenen Mitglieder weniger als zwei Drittel aller Stimmrechte, so ist eine neue Mitgliederversammlung durchzuführen. Zu ihr können die Mitglieder schon vor der ersten Versammlung für den Fall geladen werden, daß in dieser nach Satz 1 keine Abstimmung stattfinden kann. Die Ladungen zu beiden Versammlungen können miteinander verbunden werden. Für die zweite Mitgliederversammlung gilt das Erfordernis des Satzes 1 nicht. Für die Beschlußfassung genügt die einfache Mehrheit. Hierauf ist in der Ladung hinzuweisen.
(2) Beschließt die Mitgliederversammlung, Überschüsse nicht an die Mitglieder nach Maßgabe des Teilnahmemaßes zu verteilen, so kann jedes Mitglied, das dem Beschluß nicht zugestimmt hat, die Auszahlung seines Anteils verlangen. Der Anspruch erlischt, wenn er nicht binnen einem Monat seit dem Beschluß schriftlich erhoben wird.
(2) Die Beiträge werden wie Gemeindeabgaben beigetrieben.
(1) Die Fischereigenossenschaft steht unter der Aufsicht des Staates. Die Aufsicht beschränkt sich darauf, daß die Maßnahmen der Genossenschaft dem Gesetz und der Satzung entsprechen.
(2) Aufsichtsbehörde der Fischereigenossenschaft ist der Landkreis oder die kreisfreie Stadt. Die großen selbständigen Städte sind für ihr Gebiet an Stelle des Landkreises zuständig (§ 17 Satz 1 NKomVG). Die Zuständigkeit der selbständigen Gemeinden (§ 17 Satz 1 NKomVG) wird ausgeschlossen. Erstreckt sich ein gemeinschaftlicher Fischereibezirk über das Gebiet mehrerer Landkreise, kreisfreier oder großer selbständiger Städte, so bestimmt das Fachministerium die zuständige Aufsichtsbehörde.
Verletzen die Organe der Fischereigenossenschaft die Pflichten, die ihnen nach Gesetz und Satzung obliegen, oder erfüllen sie aus anderen Gründen ihre Aufgabe nicht, so hat die Aufsichtsbehörde der Genossenschaft gegenüber die gleichen Befugnisse, die die Kommunalaufsichtsbehörden gegenüber den Gemeinden besitzen.
für künstliche Anlagen zur Fischzucht oder Fischhaltung, die gegen den Fischwechsel abgesperrt sind,
für andere Gewässer, solange wegen ihrer Beschaffenheit dem Verpflichteten eine Hege des Fischbestandes nicht zuzumuten ist.
eine bestimmte Menge von Satzfischen bestimmter Arten einzubringen,
eine bestimmte Höchstzahl von Fischereierlaubnissen einzuhalten,
die Fischerei an einen Berufsfischer (§ 22 Abs. 2), eine anerkannte Vereinigung von Sportfischern (§ 54 Abs. 1), einen anerkannten Landesfischereiverband (§ 54 Abs. 3) oder einen sonstigen geeigneten Dritten zu verpachten.
Ist die Fischerei verpachtet, so kann der Landkreis oder die kreisfreie Stadt dem Fischereipächter Auflagen nach Satz 1 Nrn. 1 und 2 erteilen. Zur Erteilung von Auflagen gemäß Satz 1 und 2 sind die großen selbständigen Städte für ihr Gebiet an Stelle des Landkreises zuständig (§ 17 Satz 1 NKomVG). Die Zuständigkeit der selbständigen Gemeinden (§ 17 Satz 1 NKomVG) wird ausgeschlossen.
(2) Eine Auflage nach Absatz 1 kann auch für Gewässer erteilt werden, die durch den Abbau von Bodenbestandteilen entstanden sind.
(3) Der Landkreis oder die kreisfreie Stadt kann den Fischfang in dem Gewässer untersagen, solange der Verpflichtete einer Auflage nicht nachkommt. Absatz 1 Satz 3 und 4 gilt entsprechend.
(2) Soweit dem Berechtigten dadurch keine wesentlichen Nachteile entstehen und die Unterhaltung des Gewässers dadurch nicht beeinträchtigt wird, kann der Landkreis oder die kreisfreie Stadt durch Verfügung gegenüber dem Fischereiberechtigten (der Fischereigenossenschaft), dem Fischereipächter und jedem, der sonst befugt ist, in einem Gewässer zu fischen, zur Erfüllung der Pflichten nach Absatz 1
Die großen selbständigen Städte sind für ihr Gebiet an Stelle des Landkreises zuständig (§ 17 Satz 1 NKomVG). Die Zuständigkeit der selbständigen Gemeinden (§ 17 Satz 1 NKomVG) wird ausgeschlossen.
(1) Die Landkreise und kreisfreien Städte können durch Verordnung zu Schonbezirken erklären:
Gewässer oder Gewässerteile, die als Laich- oder Aufwuchsplätze für Fische besonders geeignet sind (Laichschonbezirke),
(3) Der Schonbezirk ist in der Verordnung zu beschreiben. Seine ungefähre Beschreibung genügt, wenn er in einer Karte dargestellt ist, die einen Bestandteil der Verordnung bildet. Die Verkündung der Karte kann dadurch ersetzt werden, daß eine Ausfertigung davon bei dem Landkreis, der kreisfreien oder der großen selbständigen Stadt, zu deren Gebiet der Schonbezirk gehört, zu jedermanns Einsicht aufbewahrt und daß in der Verordnung hierauf hingewiesen wird. Schonbezirke sind durch die Gemeinde mit Schildern zu kennzeichnen. Die Eigentümer und Besitzer des Gewässers und der Ufergrundstücke sind verpflichtet, die Aufstellung der Schilder zu dulden.
Sprengstoffe und ähnlich wirkende Stoffe,
Mittel und Verfahren, die geeignet sind, die dem Fischereirecht unterliegenden Tiere zu betäuben oder zu vergiften,
Leuchten und Fackeln, die dazu dienen, Tiere anzulocken oder zusammenzutreiben,
Speere, Harpunen und Schlingen.
(2) Der fischereikundliche Dienst (§ 60) kann für wissenschaftliche Zwecke Ausnahmen von den Verboten des Absatzes 1 zulassen; er kann Ausnahmen von dem Verbot des Absatzes 1 Nr. 2 auch für die Regulierung von Fischbeständen, von dem Verbot des Absatzes 1 Nr. 3 auch für den Aalfang zulassen.
(3) Die Verwendung von elektrischem Strom zum Fischfang ist nur mit zugelassenen Geräten und nur soweit zulässig, als sie zur nachhaltigen Bewirtschaftung der Gewässer oder für wissenschaftliche Untersuchungen erforderlich ist. Das Fachministerium wird ermächtigt, durch Verordnung das Nähere zu regeln. In der Verordnung kann die Verwendung elektrischen Stroms zum Fischfang von einer Genehmigung abhängig gemacht und als Voraussetzung der Genehmigung die Teilnahme an Lehrgängen und eine ausreichende Haftpflichtversicherung vorgeschrieben werden.
daß Fischereiberechtigte, Fischereigenossenschaften, Fischereipächter und Fischereiaufseher sowie Tierärzte und Untersuchungsanstalten es der zuständigen Behörde anzuzeigen haben, wenn der Ausbruch einer Krankheit in einem Gewässer festgestellt ist oder bestimmte Verdachtserscheinungen aufgetreten sind,
daß Fische und Krebse zur Zucht oder zum Besatz nur in den Verkehr gebracht und in ein Gewässer nur eingebracht werden dürfen, wenn entweder ihr Zuchtbetrieb einem amtlich überwachten Fischgesundheitsdienst angeschlossen ist und dessen Zeugnis dafür vorliegt, daß der Bestand gesund ist, oder wenn ein tierärztliches Zeugnis für die Gesundheit des Bestandes vorliegt,
daß Eigentümer und Nutzungsberechtigte von Teichen und anderen Behältern, in denen Fische oder Krebse gehalten werden, bestimmte Maßnahmen, z. B. die unschädliche Beseitigung verendeter Fische oder Krebse oder die Entseuchung von Behältern und Geräten, durchzuführen oder bestimmte Maßnahmen zu unterlassen haben.
Ein fließendes Gewässer darf durch ständige Fischereivorrichtungen für den Fischwechsel nicht auf mehr als den halben Querschnitt bei Mittelwasserstand, vom Ufer aus gemessen, versperrt werden. Ständige Fischereivorrichtungen müssen voneinander so weit entfernt sein, daß sie den Fischwechsel nicht wesentlich beeinträchtigen. Das Fachministerium wird ermächtigt, durch Verordnung die näheren Bestimmungen zu treffen. In der Verordnung können Ausnahmen von dem Verbot des Satzes 1 für den Aalfang zugelassen werden.
wenn die Sperre nicht auf Dauer errichtet wird oder
wenn die Anlage oder Unterhaltung des Fischweges Kosten verursachen würde, die in keinem angemessenen Verhältnis zu dem zu erwartenden Nutzen stehen.
(3) Die Landkreise und kreisfreien Städte setzen durch Verfügung an den für den Fischweg Unterhaltspflichtigen die Zeiten fest, in denen im Interesse der Fischerei der Fischweg offen und betriebsfähig zu halten ist. Die großen selbständigen Städte sind für die Gewässer in ihrem Gebiet an Stelle des Landkreises zuständig (§ 17 Satz 1 NKomVG). Die Zuständigkeit der selbständigen Gemeinden (§ 17 Satz 1 NKomVG) wird ausgeschlossen.
(1) 1 In den Fischwegen ist der Fischfang verboten. 2 Der fischereikundliche Dienst (§ 60) kann für wissenschaftliche Zwecke und Funktionskontrollen Ausnahmen zulassen.
(2) 1 In den Zeiten, in denen der Fischweg geöffnet sein muß, ist der Fischfang auch in den angrenzenden Gewässerstrecken verboten. 2 Wird durch das Verbot der jährliche Ertrag der Fischerei in diesen Gewässerstrecken erheblich gemindert, so hat der für den Fischweg Unterhaltungspflichtige dem Fischereiberechtigten den Ausfall gegenüber den Fangergebnissen zu ersetzen, die zu erwarten wären, wenn die Sperre nicht bestünde.
(3) 1 Die Landkreise und kreisfreien Städte setzen durch Verfügung an die Fischereiberechtigten und Fischereipächter die Grenzen der Verbotszone (Absatz 2) in einer den örtlichen Verhältnissen angemessenen Ausdehnung fest. 2 Die großen selbständigen Städte sind für die Gewässer in ihrem Gebiet an Stelle des Landkreises zuständig (§ 17 Satz 1 NKomVG). 3 Die Zuständigkeit der selbständigen Gemeinden (§ 17 Satz 1 NKomVG) wird ausgeschlossen.
Wird eine Genehmigung nach dem Niedersächsischen Wassergesetz für die Errichtung einer Anlage zur Wasserentnahme oder eines Triebwerkes erteilt, so soll die Wasserbehörde dem Unternehmer auferlegen, durch geeignete Vorrichtungen das Eindringen von Fischen in den Ein- und Ausfluß zu verhindern.
(1) Wer ein Gewässer abläßt, hat dem Fischereiberechtigten den Beginn und die Dauer angemessene Zeit vorher anzuzeigen.
(2) Teilt der Fischereiberechtigte dem Gewässerunterhaltungspflichtigen schriftlich mit, daß er in dem Gewässer regelmäßig Fischereivorrichtungen anbringt, so hat der Gewässerunterhaltungspflichtige ihm Beginn und Dauer aller Arbeiten unter Wasser einschließlich des Mähens angemessene Zeit vorher anzuzeigen.
Verbote und Beschränkungen des Fischfangs und die Behandlung ständiger Fischereivorrichtungen während der Schonzeit,
das Größenmaß, das Fische und Krebse für den Fang mindestens haben müssen,
die Behandlung, Anlandung, Beförderung, den Verkauf und die Verwertung untermaßiger oder während der Schonzeit gefangener Fische und Krebse,
das Aussetzen fremder Fisch- und Krebsarten in einem Gewässer,
die Art und Zeit der Werbung und Bekämpfung von Wasserpflanzen,
die Kennzeichnung der in Gewässern ausliegenden Fischereifahrzeuge, Fanggeräte und Fischbehälter,
die Beschaffenheit von Vorrichtungen, die das Eindringen von Fischen in Gewässer oder in Anlagen oder den Fischwechsel verhindern sollen.
(4) Bei Regelungen nach Absatz 1 Nr. 7 sind die Belange der Gewässerunterhaltung (§ 98 des Niedersächsischen Wassergesetzes ) zu berücksichtigen.
rechtsfähig ist und ihren Sitz in Niedersachsen hat,
mindestens 30 Mitglieder hat und ihre Satzung den Beitritt jeder weiteren unbescholtenen Person zuläßt,
ihre Mitglieder eine Fischerprüfung bei einem anerkannten Landesfischereiverband ablegen läßt,
wenn ihre Voraussetzungen nicht mehr vorliegen,
wenn die Vereinigung bei der Bewirtschaftung von Fischgewässern gröblich oder wiederholt gegen Bestimmungen dieses Gesetzes verstößt oder behördlichen Auflagen auf Grund dieses Gesetzes nicht nachkommt oder
wenn die Vereinigung Mitglieder, die beim Fischfang gröblich oder wiederholt gegen gesetzliche Bestimmungen verstoßen haben, nicht ausschließt.
(3) Ein Verband, in dem sich mehrere Vereinigungen von Sportfischern zusammengeschlossen haben, ist auf Antrag durch das Fachministerium als Landesfischereiverband anzuerkennen, wenn er
die Voraussetzungen des Absatzes 1 Satz 1 Nrn. 1 und 2 erfüllt,
nach seiner Tätigkeit und nach der Zahl der Mitglieder der in ihm zusammengeschlossenen Sportfischervereinigungen überörtliche Bedeutung hat und
offene Fischerprüfungen für jedermann abhält, in denen ausreichende Kenntnisse der Fischarten und ihrer Lebensweise, der Fanggeräte und ihrer Handhabung, der Behandlung gefangener Fische und der gesetzlichen Vorschriften über die Fischerei und den Tierschutz nachzuweisen sind.
Die Anerkennung wird nicht dadurch ausgeschlossen, daß dem Verband auch Berufsfischer als Mitglieder angehören. Für den Widerruf der Anerkennung gilt Absatz 2 sinngemäß.
bei Anwesenheit des Berechtigten oder eines Beauftragten des Berechtigten,
bei Fischereiwettbewerben und Prüfungen, die von einer anerkannten Vereinigung von Sportfischern (§ 54 Abs. 1) oder einem anerkannten Landesfischereiverband (§ 54 Abs. 3) veranstaltet werden.
(1) Der Fischereierlaubnisschein (§ 57) muß folgende Angaben enthalten:
den Namen dessen, der die Fischereierlaubnis erteilt, sowie seine Unterschrift oder die seines Bevollmächtigten,
den Namen, den Vornamen und die Anschrift des Erlaubnisinhabers,
den Tag der Ausstellung und die Dauer der Fischereierlaubnis,
die Gewässer oder Gewässerstrecken, auf die sich die Erlaubnis erstreckt,
(2) Das Fachministerium wird ermächtigt, durch Verordnung vorzuschreiben, daß für die Fischereierlaubnisscheine bestimmte Muster zu verwenden sind.
(1) Personen mit Hauptwohnsitz in Niedersachsen, die
eine Fischerprüfung bei einem anerkannten Landesfischereiverband oder die vorgeschriebene Fischerprüfung in einem anderen Bundesland oder die Prüfung als Berufsfischer abgelegt haben,
die betreut werden (§ 1896 des Bürgerlichen Gesetzbuchs),
die gröblich oder wiederholt gegen Vorschriften des Fischereirechts oder des Tierschutzrechts verstoßen haben.
(1) 1 Die Verwaltungsbehörden werden bei ihren Aufgaben nach diesem Gesetz durch den fischereikundlichen Dienst des Landes beraten und unterstützt. 2 Die Angehörigen des fischereikundlichen Dienstes haben die Befugnisse nach § 56 Abs. 3. 3 Die Angehörigen des fischereikundlichen Dienstes sowie dessen Beauftragte sind befugt, gegen Empfangsbescheinigung sowie gegen angemessene Entschädigung aus Teichen, Anlagen und Behältern Fische und Krebse zur Untersuchung zu entnehmen sowie nach vorheriger Benachrichtigung der Berechtigten Probefischfänge durchzuführen und dabei gefangene Fische gegen angemessene Entschädigung zu behalten. 4 Die Benachrichtigung kann durch ortsübliche Bekanntmachung der zuständigen Gemeinde ersetzt werden, wenn die Berechtigten schwer zu ermitteln sind.
(2) 1 Die mit dem fischereikundlichen Dienst betrauten Behörden können von Fischereiberechtigten, Fischereigenossenschaften, Fischereipächtern, Gewässereigentümern und den Inhabern einer Fischereierlaubnis die zur Durchführung ihrer Aufgaben erforderlichen Auskünfte verlangen. 2 Der zur Auskunft Verpflichtete kann die Auskunft auf solche Fragen verweigern, deren Beantwortung ihn selbst oder einen der in § 383 Abs. 1 Nrn. 1 bis 3 der Zivilprozeßordnung bezeichneten Angehörigen der Gefahr strafgerichtlicher Verfolgung oder eines Verfahrens nach dem Gesetz über Ordnungswidrigkeiten aussetzen würde.
(3) Absatz 1 und 2 gilt entsprechend für die beamteten Tierärzte bei der Durchführung ihrer Aufgaben nach diesem Gesetz.
(4) Die Betreuungsaufgaben, die der Landwirtschaftskammer Niedersachsen nach dem Gesetz über die Landwirtschaftskammer Niedersachsen hinsichtlich der Fischerei in den Binnen- und Küstengewässern sowie der Kleinen Hochseefischerei obliegen, bleiben unberührt.
Wer sich unbefugt Muscheln aus Muschelkulturbezirken (§ 17 Abs. 3) zueignet, die Kulturen beschädigt oder zerstört, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
an oder auf Gewässern, in denen er nicht zum Fischfang befugt ist, Fischereigeräte fangfertig mitführt,
Jugendlichen unter 14 Jahren entgegen § 15 den Fischfang gestattet,
entgegen § 17 Abs. 1 in Küstengewässern ohne Erlaubnis auf Muscheln fischt,
entgegen § 17 Abs. 4 unbefugt in einem Muschelkulturbezirk den Fischfang ausübt oder den Bezirk unbefugt mit einem Fahrzeug überfährt, das an anderer Stelle zur Muschelwerbung verwandt worden ist,
entgegen § 21 Abs. 2 als Verpächter einen Fischereipachtvertrag nicht fristgemäß zur Genehmigung vorlegt oder als Pächter auf Grund eines Fischereipachtvertrages fischt, ehe er genehmigt worden ist oder als genehmigt gilt,
entgegen § 44 beim Fischfang verbotene Mittel oder Verfahren anwendet,
gegen die Verbote des § 45 verstößt,
entgegen § 47 ein fließendes Gewässer für den Fischwechsel sperrt oder mit ständigen Fischereivorrichtungen keinen angemessenen Abstand von anderen hält,
entgegen § 49 in Fischwegen oder den angrenzenden Gewässerstrecken den Fischfang ausübt,
entgegen § 51 ein Gewässer ablässt oder in dem Gewässer Arbeiten unter Wasser durchführt, ohne den Fischereiberechtigten vorher fristgemäß zu unterrichten,
entgegen § 52 die Rückkehr der Fische in ein ausgeufertes Gewässer verhindert,
entgegen §§ 57 und 58 beim Fischfang nicht den vorgeschriebenen Fischereierlaubnisschein oder keinen Fischereischein oder Personalausweis mit sich führt oder diese auf Verlangen nicht vorzeigt,
einer Verordnung auf Grund des § 17 Abs. 1, des § 43 Abs. 1, des § 44 Abs. 3, des § 46 oder des § 53 zuwiderhandelt, sofern die Verordnung für einen bestimmten Tatbestand auf diese Bußgeldbestimmung verweist.
(2) Ist bei Inkrafttreten dieses Gesetzes die Fischerei in einem gemeinschaftlichen Fischereibezirk verpachtet, so tritt die Fischereigenossenschaft mit Ablauf des zweiten nach Inkrafttreten dieses Gesetzes beginnenden Pachtjahres in die Rechte und Pflichten des Verpächters ein. Die Fischereigenossenschaft kann mit einer Frist von sechs Monaten jeweils zum Ende des Kalenderjahres den Pachtvertrag kündigen.* Im Falle der Kündigung hat die Fischereigenossenschaft dem Berechtigten Aufwendungen zu ersetzen, die dieser im Vertrauen auf die vereinbarte Dauer des Pachtverhältnisses gemacht hat.
(3) Jedes Mitglied einer Fischereigenossenschaft kann innerhalb von drei Jahren nach Inkrafttreten dieses Gesetzes von der Fischereigenossenschaft verlangen, daß diese ihm die Befugnis zum Fischfang für den Bereich seines Fischereirechts auf angemessene Zeit und zu angemessenen Bedingungen überläßt, wenn
das Mitglied bisher die Fischerei auf Grund seines Rechtes selbst ausgeübt hat und
der Verlust der eigenen Befugnis zum Fischfang für das Mitglied wirtschaftliche Nachteile zur Folge haben würde, die bei Abwägung der beiderseitigen Interessen sowie unter Berücksichtigung etwaiger von der Fischereigenossenschaft angebotener anderer Leistungen ihm nicht zumutbar erscheinen.
vgl.: Beschluss des BVerfG vom 6. November 1985 1 BvL 22/83: § 63 Abs. 2 Satz 2 des Niedersächsischen Fischereigesetzes (Nds. FischG) vom 1. Februar 1978 (Nds. GVBl. S. 81, ber. S. 375) ist, soweit die Regelung auf nicht gewerbliche Pachtverträge anwendbar ist, nach Maßgabe der Gründe mit dem Grundgesetz vereinbar.
der Fischereigenossenschaft für den Fischereibezirk Weser I (Anlage 2 Nr. 63),
der Fischereigenossenschaft für den Fischereibezirk Schwülme (Anlage 2 Nr. 57) und
der Fischereigenossenschaft für den Fischereibezirk Weser IV (Anlage 2 Nr. 66)
Für Schonbezirke und Schonreviere nach bisherigem Recht erläßt die zuständige Behörde durch Verordnung nach § 43 die erforderlichen Bestimmungen. Die Beschränkungen auf Grund des bisherigen Rechts erlöschen spätestens ein Jahr nach dem Inkrafttreten dieses Gesetzes.
(2) Personen mit Hauptwohnsitz in Niedersachsen, denen vor Inkrafttreten dieses Gesetzes in drei aufeinanderfolgenden Jahren ein Jahresfischereischein für Erwachsene ausgestellt worden ist, ist auf Antrag ein Fischereischein ohne Fischerprüfung auszustellen.
(1) (Aufhebungsanweisungen)
Hannover, den 1. Februar 1978.
Der Niedersächsische Minister für Ernährung,
unterhalb der Landesgrenze gegen Hamburg,
unterhalb der nördlichen Grenzen der Feldmark Oberndorf,
unterhalb der Landesgrenze gegen Bremen, (Grenze der Stadt Bremen),
unterhalb der Verbindungslinie der Deichscharten bei Huntebrück,
unterhalb der Papenburger Schleuse,
unterhalb des Sperrwerks.
Folgende Gewässer bilden einen Fischereibezirk:
Brücke der Bundesstraße 244 bei Grafhorst
Brücke der Straße Langlingen-Nordburg
Flußkilometer 94,15
bei Mittelwasser mit der Aller in Verbindung stehende Kuhlen und Kolke; Leine von der Einmündung der Grindau bis zur Einmündung in die Aller; Alte Leine von Bothmer bis Ahlen
Bäke, Zwischenahner Aue, Godenholter Tief, Nordloher Tief
Abfluß aus dem Zwischenahner Meer
Einmündung in die Soeste
Zusammenfluß der Quellbäche 1,5 km nördl. Heber
Landesgrenze gegen Nordrhein-Westfalen
(im Ort Twistringen)
0,4 km oberhalb der Straße Iburg-Wellendorf
Einmündung in die Weser
Einmündung des Dortmund-Ems-Kanals in Meppen
Schleuse in Papenburg
2,1 km südl. der Straße Handeloh - Welle
Boekzeteler Meer und Bundesstraße 72
(ohne Schleusenkammer)
Zusammenfluß mit der Stederau zur Ilmenau
Wehr in Liebenau
(südwestl. Wellingholzhausen)
Kreuzung mit dem Mittellandkanal bei Bramsche
Umflut-Gewässer sowie Zu- und Ableiter des Rückhaltebeckens Alfhausen
Einmündung in den Dortmund-Ems-Kanal
Kleine Hase und Neue Hase
Gemeindegrenze Hustädte-Sehlingdorf
Einmündung in den Dümmer
Straßenbrücke der BAB Osnahrück-Bremen unterhalb Wildeshausen
Alte Hunte, Wätering, Lohne und Grawiede
Straßenbrücke der BAB Osnabrück-Bremen unterhalb Wildeshausen
Zusammenfluß von Stederau und Gerdau
Abfluß aus der Innerstetalsperre
Straßenbrücke Baddeckenstedt
Brücke der Bundesstraße 241 bei Höckelheim
Dramme von der Brücke der Straße Dahlenrode-Mariengarten bis zur Einmündung in die Leine; Molle von der Landesgrenze gegen Thüringen bis zur Einmündung in die Leine; Rase vom Grundstück der Möbelfabrik Reitemeier in Rosdorf (einschl.) bis zur Einmündung in die Leine; Wendebach vom Gebiet der Ortschaft Bremke (einschl.) bis zur Einmündung in die Leine; Garte von der Flurgrenze Weißenborn-Beienrode bis zur Einmündung in die Leine
Brücke der Bundesstraße 443 bei Koldingen
Einmündung der Grindau
Stau der ehemaligen Mühle Nienburg
Straßenbrücke der B 243 in der Ortslage Herrhausen
Ablauf des Munosees nördl. Breloh
Bundesbahnbrücke südl. Bremervörde
nördl. Grenze der Feldmark Oberndorf
Straße Völziehausen-Duingen
Direktor-Weinberger-See und sämtl. Nebenflüsse
Straßenbrücke Süpplingenburg
Einmündung in die Oker
Brücke der Straße Hettensen-Ellierode in Hettensen
Landesgrenze gegen Hessen
Auschnippe von der Untermühle bei Barterode bis zur Einmündung in die Schwülme; Ahle von der Brücke der Straße Uslar-Wiensen in Uslar bis zur Einmündung in die Schwülme; Rehbach von der Gemarkungsgrenze Volpriehausen-Gierswalde bis zur Einmündung in die Ahle
Staatsgrenze gegen die Niederlande
Zusammenfluß von Werra und Fulda
Flußkilometer 44,86
Fulda und Werra jeweils ab Landesgrenze gegen Hessen
Landesgrenze gegen Nordrhein-Westfalen westl. von Rinteln
Nebenarme, Häfen, Kiesgruben und Bäche im gesetzlichen Überschwemmungsgebiet der Weser
Alte Weser bei Gandesbergen; Führser Mühlenbach von der Mühle in Holtorf bis zur Einmündung in die Weser; Meerbach vom Stau der ehemaligen Mühle in Nienburg bis zur Einmündung in die Weser; Krog- und Düsternsee mit Seegraben; Große Aue einschl. ihrer Altarme vom Wehr in Liebenau bis zur Einmündung in die Weser; Mühlenbach in Stolzenau; Wellier Kolk mit Kolkgraben und Bollsee; Schleusenkanäle Drakenburg und Landesbergen; Häfen in Hoya, Nienburg und Stolzenau
Landesgrenze gegen Bremen bei Flußkilometer 354
Aller vom Flußkilometer 94,15 bis zur Einmündung in die Weser; neben Weser und Aller liegende Altwasser, Kuhlen, Kolke und Häfen