Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OLG%20Brandenburg&Datum=26.06.2013&Aktenzeichen=11%20U%2036%2F12
Timestamp: 2018-02-18 03:27:40
Document Index: 6275601

Matched Legal Cases: ['§ 304', '§ 642', '§ 642', '§ 6', '§ 642', '§ 642', '§ 6']

OLG Brandenburg, 26.06.2013 - 11 U 36/12 - dejure.org
§ 304 BGB; § 642 Abs. 1 BGB; § 642 Abs. 2 BGB; § 6 Abs. 6 VOB/B (2006)
Voraussetzungen und Umfang des Entschädigungsanspruchs nach § 642 BGB bei witterungsbedingten Verzögerungen der Werkvertragsleistung; Anforderungen an die (verschuldensunabhängige) Haftung des Bestellers für das Ausbleiben von Mitwirkungshandlungen
Kein Schadensersatz für Bauunternehmer bei witterungsbedigter Baueinstellung
Entschädigung nach § 642 BGB: Bauherr muss nicht für gutes Wetter sorgen! (IBR 2013, 668)
Nach dem Inhalt der Vergabeunterlagen war insoweit von der üblichen Risikoverteilung im Bauvertrag auszugehen, welche sich u.a. in der Regelung des § 6 Abs. 2 Nr. 2 VOB/B widerspiegelt und wonach Witterungseinflüsse während der Ausführungszeit, mit denen ein Bauunternehmer bei Abgabe seines Angebots normalerweise nicht rechnen musste, in den Risikobereich des Bestellers fallen (vgl. auch OLG Brandenburg, Urteil v. 26.06.2013, 11 U 36/12, in juris Tz. 38).
Räumen war daher möglich; von einer "meterhohen" Schneedecke - wie im Urteil des OLG Brandenburg vom 26. Juni 2013, 11 U 36/12, juris, dort Rn 4 am Ende - kann nicht die Rede sein.
OLG Düsseldorf, 25.08.2015 - 23 U 13/13
Das ist auch dann der Fall, wenn außergewöhnliche Witterungsverhältnisse die Fortsetzung der Arbeiten auf der Baustelle vorübergehend unmöglich machen (vgl. OLG Brandenburg, Urteil vom 26.06.2013 - 11 U 36/12, juris, m.w.Nachw.).