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Timestamp: 2016-10-23 03:22:34
Document Index: 149590530

Matched Legal Cases: ['Art. 672', 'Art. 90', 'Art. 74', 'BGE', 'Art. 42', 'Art. 107', 'BGE', 'BGE', 'Art. 95', 'Art. 42', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 42', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 97', 'Art. 95', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 9', 'BGE', 'BGE', 'Art. 671', 'Art. 671', 'BGE', 'Art. 672', 'Art. 672', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 672', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 3', 'BGE', 'Art. 672', 'BGE', 'Art. 3', 'Art. 672', 'BGE', 'BGE', 'Art. 2', 'Art. 62', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 671', 'BGE', 'BGE', 'Art. 9', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 66', 'Art. 68']

4A_178/2013 (31.07.2013)
4A_178/2013 � � Urteil vom 31. Juli 2013
Beschwerde gegen das Urteil des Handelsgerichts des Kantons Z�rich vom 20. Februar 2013.
Im Mai 2007 schloss die Y.________ AG (Kl�gerin; Beschwerdegegnerin) mit der X.________ AG (Beklagte; Beschwerdef�hrerin) als Bauherrin einen Werkvertrag, in dem sie als Unternehmerin zu einem Preis von Fr. 110'424.60 diverse Gipser- und Verputzarbeiten anl�sslich einer Dachaufstockung mit Wohnungsumbau �bernahm. Bauleiterin war die Z.________ AG. In der Folge waren sich die Parteien �ber den geschuldeten Werklohn uneinig.
B.a.�Am 14. Oktober 2008 reichte die Kl�gerin beim Handelsgericht des Kantons Z�rich Klage ein. Sie verlangte, die Beklagte sei zu verpflichten, ihr Fr. 109'948.70 nebst Zins zu bezahlen. Zudem seien die Kosten des Verfahrens um vorl�ufige Eintragung des Bauhandwerkerpfandrechts der Beklagten zu auferlegen.
Sie machte geltend, es habe nach Abschluss des Werkvertrages �nderungen im Bauprojekt gegeben und man sei vom vereinbarten Leistungsverzeichnis abgewichen. Sie habe auf Geheiss der Bauleiterin und auf der Grundlage neuer Pl�ne eine Nachtragsofferte im Betrag von Fr. 246'116.25 eingereicht. Die Beklagte habe diese Nachtragsofferte (konkludent) genehmigt. Die entsprechenden Arbeiten seien ausgef�hrt worden. Dar�ber hinaus seien im Rahmen der Bauausf�hrung Zusatzw�nsche angebracht worden. Diese habe sie in Regie ausgef�hrt. Sie habe damit Leistungen im Totalbetrag von Fr. 318'126.24 erbracht. Die Beklagte sei einen Teil des Werklohnes, n�mlich Fr. 109'948.70, schuldig geblieben.
B.b.�Die Beklagte beantragte vollumf�ngliche Abweisung der Klage. Sie f�hrte aus, von einer Plan�nderung, einer Nachtragsofferte oder den scheinbar n�tigen Zusatzleistungen in Regie wisse sie nichts. Der Vertragsabschluss zur Vergabe von Bauleistungen geh�re nicht zum Aufgabenbereich der Bauleitung. Die kl�gerischen Behauptungen betreffend Mehrleistungen seien zudem ungen�gend substanziiert. Sie habe bereits Fr. 234'198.60 und damit mehr als urspr�nglich vereinbart bezahlt.
B.c.�Mit Urteil vom 20. Februar 2013 wies das Handelsgericht die Klage auf Erstattung der Kosten des Verfahrens betreffend vorl�ufige Eintragung des Bauhandwerkerpfandrechts ab. Die Werklohnforderung von Fr. 109'948.70 nebst Zins sch�tzte es vollumf�nglich. Ein Vergleich zwischen dem Devis gem�ss dem urspr�nglichen Werkvertrag und den tats�chlich ausgef�hrten Arbeiten gem�ss dem unterzeichneten Ausmass und den unterzeichneten Regierapporten zeige, dass tats�chlich Mehrarbeiten geleistet worden seien. Entsprechend seien Bestellungs�nderungen anzunehmen, zu deren Vornahme die Bauleitung erm�chtigt gewesen sei. Die Unterzeichnung der Regierapporte und des Ausmasses spr�chen f�r die Richtigkeit und Notwendigkeit der darin enthaltenen Positionen. Gem�ss den vereinbarten AGB sei jedoch bei Austausch- und Nachtragspositionen beziehungsweise allf�lligen Zusatzarbeiten ein schriftlicher Nachtrag durch die Bauherrschaft genehmigen zu lassen; insofern seien die Befugnisse der Bauleitung eingeschr�nkt worden. Eine solche Genehmigung der Nachtragsofferte vom 12. September 2007 liege nicht vor, weshalb die Kl�gerin keinen vertraglichen Anspruch auf Mehrverg�tung f�r die Leistungen gem�ss Nachtragsofferte habe. Hingegen bejahte die Vorinstanz f�r diese Leistungen einen ausservertraglichen Anspruch in der H�he der ausstehenden Restwerklohnforderung gest�tzt auf Art. 672 ZGB. Die Verg�tung von Leistungen in Regie sei - anders als jene gem�ss Nachtragsofferte - aufgrund der AGB nicht an eine Genehmigung der Bauherrin gekn�pft gewesen; diesbez�glich bestehe somit ein vertraglicher Anspruch. Schliesslich verwarf es den beklagtischen Einwand der ungen�genden Substanziierung der Leistungen gem�ss korrigierter Schlussrechnung.
Die Beklagte erhebt Beschwerde in Zivilsachen mit dem Begehren, das Urteil des Handelsgerichts sei aufzuheben. Ihr Gesuch um Gew�hrung der aufschiebenden Wirkung hat das Bundesgericht mit Verf�gung vom 27. Mai 2013 abgewiesen. Die Beschwerdegegnerin schliesst im Wesentlichen auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei, w�hrend das Handelsgericht auf Vernehmlassung verzichtet. Die Beschwerdef�hrerin hat unaufgefordert eine Replik eingereicht.
1.1.�Beim angefochtenen Entscheid handelt es sich um einen Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. F�r Beschwerden gegen Urteile kantonaler Handelsgerichte besteht kein Streitwerterfordernis (Art. 74 Abs. 2 lit. b BGG; BGE 139 III 67 E. 1.2 S. 69). Auf die Beschwerde ist grunds�tzlich einzutreten.
1.2.�Die Beschwerde hat ein Rechtsbegehren zu enthalten (Art. 42 Abs. 1 BGG). Da die Beschwerde an das Bundesgericht ein reformatorisches Rechtsmittel ist (Art. 107 Abs. 2 BGG), darf sich die Beschwerdef�hrerin grunds�tzlich nicht darauf beschr�nken, die Aufhebung des angefochtenen Beschlusses zu beantragen, sondern muss einen Antrag in der Sache stellen. Die Beschwerdef�hrerin muss demnach angeben, welche Punkte des angefochtenen Beschlusses bestritten und welche Ab�nderung des Dispositivs beantragt werden. Ein blosser R�ckweisungsantrag reicht ausnahmsweise aus, wenn das Bundesgericht im Falle der Gutheissung in der Sache nicht selbst entscheiden k�nnte, weil die erforderlichen Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz fehlen (BGE 134 III 379 E. 1.3 S. 383 mit Hinweis).
Die Beschwerdef�hrerin beantragt einzig die Aufhebung des angefochtenen Urteils des Handelsgerichts. Einen materiellen Antrag stellt sie nicht und gibt nicht an, inwiefern das Dispositiv des angefochtenen Urteils zu �ndern w�re. Ihre Beschwerde ist daher nur zul�ssig, wenn sich ein materieller Antrag mit gen�gender Klarheit aus der Begr�ndung ergibt, in deren Licht die Rechtsbegehren auszulegen sind (Urteil des Bundesgerichts 4A_330/2008 vom 27. Januar 2010 E. 2.1 mit Hinweisen, nicht publ. in: BGE 136 III 102).
Aus der Begr�ndung folgt vorerst, dass die Beschwerdef�hrerin das Urteil des Handelsgerichts nur insoweit anficht, als sie zur Zahlung der restlichen Werklohnforderung verpflichtet wurde, hingegen - mangels Beschwer zu Recht - nicht betreffend Abweisung der Forderung auf Ersatz der Kosten f�r das Verfahren betreffend Bauhandwerkerpfandrecht. Die von der Vorinstanz zugesprochene Forderung von Fr. 109'948.70 bestreitet sie aber insgesamt und verlangt damit diesbez�glich die Abweisung der Klage.
1.3.�Mit Beschwerde in Zivilsachen k�nnen Rechtsverletzungen nach Art. 95 und 96 BGG ger�gt werden. Die Beschwerde ist hinreichend zu begr�nden, andernfalls wird darauf nicht eingetreten. In der Beschwerdeschrift ist in gedr�ngter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG). Die Verletzung von Grundrechten und von kantonalem Recht kann das Bundesgericht nur insofern pr�fen, als eine solche R�ge in der Beschwerde pr�zise vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 136 I 65 E. 1.3.1 S. 68).
Unerl�sslich ist im Hinblick auf Art. 42 Abs. 2 BGG, dass die Beschwerde auf die Begr�ndung des angefochtenen Entscheids eingeht und im Einzelnen aufzeigt, worin eine Verletzung von Bundesrecht liegt. Der Beschwerdef�hrer soll in der Beschwerdeschrift nicht bloss die Rechtsstandpunkte, die er im kantonalen Verfahren eingenommen hat, erneut bekr�ftigen, sondern mit seiner Kritik an den als rechtsfehlerhaft erachteten Erw�gungen der Vorinstanz ansetzen (vgl. BGE 134 II 244 E. 2.1 S. 245 f.).
1.4.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz nur berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG). "Offensichtlich unrichtig" bedeutet dabei "willk�rlich" (BGE 133 II 249 E. 1.2.2 S. 252). �berdies muss die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein (Art. 97 Abs. 1 BGG).
Die beschwerdef�hrende Partei, welche die Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz anfechten will, muss klar und substanziiert aufzeigen, inwiefern die ger�gten Feststellungen bzw. die Unterlassung von Feststellungen offensichtlich unrichtig sind oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruhen (vgl. BGE 133 II 249 E. 1.4.3 S. 254 f.; 133 III 462 E. 2.4 S. 466 f.). Soweit sie den Sachverhalt erg�nzen will, hat sie zudem mit Aktenhinweisen darzulegen, dass sie entsprechende rechtsrelevante Tatsachen und taugliche Beweismittel bereits bei den Vorinstanzen prozesskonform eingebracht hat (Urteile des Bundesgerichts 4A_275/2011 vom 20. Oktober 2011 E. 2, nicht publ. in: BGE 137 III 539; 4A_214/2008 vom 9. Juli 2008 E. 1.2, nicht publ. in: BGE 134 III 570).
Zu beachten ist, dass das Bundesgericht in die Beweisw�rdigung des Sachgerichts nur eingreift, wenn diese willk�rlich ist. Willk�r im Sinne von Art. 9 BV liegt nach der Rechtsprechung nicht schon dann vor, wenn eine andere L�sung ebenfalls vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen w�re. Das Bundesgericht hebt einen kantonalen Entscheid wegen Willk�r nur auf, wenn er im Ergebnis unhaltbar ist (BGE 136 I 316 E. 2.2.2 S. 318 f.; 129 I 8 E. 2.1 S. 9; je mit Hinweisen). Zudem steht dem Sachgericht im Bereich der Beweisw�rdigung ein erheblicher Ermessensspielraum zu. Die Beweisw�rdigung ist daher nur willk�rlich, wenn das Sachgericht sein Ermessen missbraucht, indem es zum Beispiel offensichtlich unhaltbare Schl�sse zieht oder erhebliche Beweise �bersieht (BGE 137 III 226 E. 4.2 S. 234 mit Hinweisen). Inwiefern die Beweisw�rdigung willk�rlich sein soll, ist in der Beschwerde klar und detailliert aufzuzeigen.
In den Art. 671-673 ZGB sind die Rechtsfolgen geregelt, falls der Tatbestand erf�llt ist, dass zwischen den direkt Beteiligten�
keine�bzw.�
keine vollst�ndige�vertragliche Vereinbarung �ber einen entgeltlichen Materialeinbau besteht und dennoch eine Verarbeitung von Baumaterial auf einem Grundst�ck vorgenommen wird, wobei Grundeigent�mer und Materialeigent�mer nicht identisch sind ( HEINZ REY, Die Grundlagen des Sachenrechts und das Eigentum, 3. Aufl. 2007, S. 131 Rz 475; ARTHUR MEYER HAYOZ, Berner Kommentar, 3. Aufl. 1964, N. 15 zu Art. 671 ZGB; BGE 99 II 131 E. 4a S. 138). Art. 672 Abs. 1 ZGB gew�hrt dem Materialeigent�mer einen Entsch�digungsanspruch, wenn keine Trennung des Materials vom Boden stattfindet. Der Umfang der zu leistenden Entsch�digung ist abh�ngig vom guten bzw. b�sen Glauben der Beteiligten (Art. 672 Abs. 2 und 3 ZGB). Dabei gilt, dass der gute Glaube vermutet wird (Art. 3 Abs. 1 ZGB). Wer bei der Aufmerksamkeit, wie sie nach den Umst�nden von ihm verlangt werden darf, nicht gutgl�ubig sein konnte, ist nicht berechtigt, sich auf den guten Glauben zu berufen (Art. 3 Abs. 2 ZGB).
2.1.�Die Vorinstanz qualifizierte beide Parteien als gutgl�ubig. Guter Glaube bestehe, wenn trotz eines Rechtsmangels das Unrechtsbewusstsein fehle. Beim Bauen auf fremdem Boden sei das Fehlen des Unrechtsbewusstsein und damit Gutgl�ubigkeit auch beim Materialeigent�mer anzunehmen, der wisse, dass er auf fremdem Boden baue, indessen - weil er an das Einverst�ndnis des Grundeigent�mers glaube - gleichwohl nicht im Bewusstsein handle, etwas Unredliches zu tun. Die Kl�gerin habe es zwar unterlassen, sich bei der Beklagten sorgf�ltig nach dem Bestand der Nachtragsofferte zu erkundigen. Deshalb habe sie nach den f�r die Annahme einer Offerte massgebenden objektivierten Umst�nden nicht davon ausgehen d�rfen, dass die Nachtragsofferte von der Beklagten angenommen worden sei. Sie habe aber trotzdem an das Einverst�ndnis der Beklagten geglaubt und die Nachtragsofferte ausgef�hrt. Daher k�nne ihr der gute Glauben gem�ss Art. 672 ZGB nicht abgesprochen werden. Die Vorinstanz ging sodann davon aus, die Verm�genseinbusse der Kl�gerin entspreche dem noch ausstehenden Teilbetrag ihrer Werklohnforderung und in Ermangelung substanziierter Bestreitungen seitens der Beklagten sei davon auszugehen, dass der ausstehende Werklohn auch dem von der Kl�gerin geschaffenen objektiven Mehrwert entspreche.
2.2.�Die Beschwerdef�hrerin bestreitet den guten Glauben der Beschwerdegegnerin. Die Beurteilung der zur Bejahung des guten Glaubens gebotenen Aufmerksamkeit ist eine Rechtsfrage (BGE 131 III 418 E. 2.3.1 S. 421). Der Wille einer Partei und im Zusammenhang mit dem guten Glauben die Frage nach dem Unrechtsbewusstsein ist dagegen Tatfrage (BGE 124 III 182 E. 3 S. 184; Urteil des Bundesgerichts 8C_31/2007 vom 25. September 2007 E. 3.2, nicht publ. in: BGE 133 V 640, aber in: SVR 2008 AlV Nr. 12 S. 35). Die R�ge der Beschwerdef�hrerin bezieht sich auf beides, wobei sie nicht klar unterscheidet.
2.2.1.�Indem die Vorinstanz darlegte, die Kl�gerin habe an das Einverst�ndnis der Beklagten geglaubt und kein Unrechtsbewusstsein gehabt, traf sie eine tats�chliche Feststellung. Die Beschwerdef�hrerin m�sste daher substanziiert darlegen, dass diese Feststellung willk�rlich ist (vgl. E. 1.4 hiervor). Sie f�hrt aber nur aus, es sei unerfindlich und erschliesse sich aus dem Urteil in keiner Weise, wie die Vorinstanz habe annehmen k�nnen, die Beschwerdegegnerin habe trotz fehlender Genehmigung an das Einverst�ndnis der Beschwerdef�hrerin geglaubt. Sollte sie dies allein aus der Tatsache der (angeblichen) tats�chlichen Ausf�hrung der Arbeiten abgeleitet haben, w�re dies jedenfalls unzul�ssig, da dadurch das Erfordernis des guten Glaubens vollst�ndig ausgeh�hlt werde.
Es ist keineswegs willk�rlich, wenn die Vorinstanz einerseits der Beklagten nicht gest�tzt auf das Vertrauensprinzip eine Genehmigung der Nachtragsofferte zurechnete, gleichzeitig aus der tats�chlichen Ausf�hrung der Arbeiten aber schloss, die Kl�gerin sei sich des fehlenden Einverst�ndnisses nicht bewusst gewesen. Soweit die Beschwerdef�hrerin mit dem von ihr in Klammern gesetzten Ausdruck "angeblich" die tats�chliche Ausf�hrung der Arbeiten bestreiten will, ist nicht weiter darauf einzugehen, denn dies w�re eine ungen�gende R�ge (vgl. E. 1.4 hiervor) der entsprechenden tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz.
2.2.2.�Sodann r�gt die Beschwerdef�hrerin, dass die Beschwerdegegnerin bei geb�hrender Aufmerksamkeit (Art. 3 Abs. 2 ZGB) h�tte wissen m�ssen, dass das Einverst�ndnis der Beschwerdef�hrerin nicht vorlag. Die Vorinstanz habe im Zusammenhang mit der (vertraglichen) Genehmigung richtigerweise bemerkt, die Beschwerdegegnerin h�tte insistieren m�ssen, nachdem sie trotz R�ckfrage zu ihrer Nachtragsofferte keine ausdr�ckliche Genehmigung von Seiten der Beschwerdef�hrerin erhalten habe. Sie h�tte die Arbeit einstellen und nach den Gr�nden der Nichtunterzeichnung fragen m�ssen. Als professionelle Gipserunternehmung habe sie bei der Aufmerksamkeit, wie sie nach den Umst�nden von ihr verlangt werden durfte, nicht gutgl�ubig sein k�nnen.
Die Vorinstanz st�tzte sich hinsichtlich der gebotenen Aufmerksamkeit auf BGE 95 II 221 E. 2c S. 227, wo das Bundesgericht bei der blossen Unterlassung sorgf�ltiger Erkundigungen des bauenden Unternehmers �ber den Bestand eines Vertrages mit dem Grundeigent�mer festgehalten habe, der gute Glaube sei insbesondere bei Anwendung der Art. 672 und 673 ZGB immer dann gelten zu lassen, wenn unredliches, moralisch verwerfliches Handeln ausgeschlossen erscheine. Die Konstellation hier sei vergleichbar mit jener im zitierten Entscheid des Bundesgerichts. Anhaltspunkte f�r ein unredliches, moralisch verwerfliches Handeln der Kl�gerin fehlten.
Zwar kann der Vorinstanz nicht beigepflichtet werden, dass eine vergleichbare Konstellation wie die in BGE 95 II 221 E. 2c S. 227 beurteilte vorliegt, da anders als dort zwischen Unternehmerin und Grundeigent�merin eine vertragliche Beziehung besteht und nur die hier umstrittenen Leistungen mangels Genehmigung der Nachtragsofferte vom Vertrag nicht erfasst werden. Im heute zu beurteilenden Fall bestand zwischen den Parteien Kontakt. Die Beschwerdef�hrerin leitet die fehlende Gutgl�ubigkeit ja gerade daraus ab, dass die Beschwerdegegnerin angesichts des Ausbleibens einer Reaktion auf ihre Nachtragsofferte nicht gutgl�ubig sein konnte. Indessen ist trotz dieser unterschiedlichen Ausgangslage mit der Vorinstanz der gute Glauben zu bejahen. Geht man aufgrund der verbindlichen Feststellung der Vorinstanz davon aus, die Beschwerdegegnerin habe in tats�chlicher Hinsicht an das Einverst�ndnis der Beschwerdef�hrerin geglaubt (vgl. E. 2.2.1 hiervor), bestehen in der Tat keine Anhaltspunkte, die auf ein unredliches, moralisch verwerfliches (Art. 3 und Art. 672 Abs. 3 ZGB; vgl. schon BGE 57 II 253 E. 2 S. 256) oder gar arglistiges und rechtsmissbr�uchliches (vgl. BGE 95 II 221 E. 2c S. 227; Art. 2 ZGB) Verhalten schliessen liessen.
2.2.3.�Der gute Glaube der Beschwerdef�hrerin ist nicht strittig. Mit der Vorinstanz ist somit davon auszugehen, dass beide Parteien gutgl�ubig waren.
2.3.�Weiter r�gt die Beschwerdef�hrerin den Umfang der zugesprochenen Entsch�digung.
2.3.1.�Die Rechtsprechung geht bei Gutgl�ubigkeit beider Parteien in Analogie zu Art. 62 OR davon aus, der Materialeigent�mer k�nne den Ersatz seiner Verm�genseinbusse (der ihm h�chstens zukommt) nur insoweit verlangen, als der Grundeigent�mer bereichert sei. Das bedeutet f�r den Ersatzanspruch des gutgl�ubigen Materialeigent�mers gegen den gutgl�ubigen Grundeigent�mer, dass dieser jenem den Wert des verwendeten Materials und gegebenenfalls der Arbeit nur dann voll zu ersetzen hat, wenn sich der objektive Wert des Grundst�cks und damit das Verm�gen des Grundeigent�mers um den gleichen Betrag erh�ht hat; ist der entstandene Verm�genszuwachs geringer, so beschr�nkt sich der Ersatzanspruch auf diesen Zuwachs (BGE 99 II 131 E. 6c S. 145 f.).
2.3.2.�Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, die Vorinstanz h�tte nicht einfach den gesamten Forderungsbetrag in der H�he der restlichen Werklohnforderung zusprechen d�rfen. Im Gegensatz zum Anspruch bei einer vertraglichen Grundlage habe der Materialeigent�mer im besten Fall Anspruch auf Ersatz von Material und Arbeit, nicht aber des Gewinnanteils. Dementsprechend habe sich die Vorinstanz in keiner Weise mit der Frage auseinandergesetzt, ob der von der Kl�gerin geschaffene objektive Mehrwert des Baugrundst�cks dem von der Beschwerdegegnerin beanspruchten Werklohn entspreche. Auch die Beschwerdegegnerin habe in ihren Rechtsschriften hierzu nicht einmal Behauptungen aufgestellt.
2.3.3.�Es ist fraglich, ob die Beschwerdef�hrerin mit diesen pauschalen Vorbringen den R�geerfordernissen (vgl. E. 1.3 hiervor) gen�gt. Aber selbst wenn dies zu bejahen w�re, k�nnte ihr nicht gefolgt werden. Die Vorinstanz nahm an, der ausstehende Werklohn entspreche dem objektiven Mehrwert. Dies schloss sie nicht aus einer entsprechenden Beweisw�rdigung; vielmehr ging sie davon aus, die Kl�gerin habe Entsprechendes grunds�tzlich behauptet und die Beklagte nicht substanziiert bestritten. Soweit die Beschwerdef�hrerin mit ihren Vorbringen eine falsche Verteilung der Behauptungs- und Bestreitungslast r�gt, ist ihr Einwand nicht stichhaltig.
Die Last der Prozessparteien, die Tatsachen zu behaupten, auf die das Gericht die Rechtss�tze zur Anwendung bringen soll, beruht auf der Verhandlungsmaxime und damit, da das Verfahren vor Inkrafttreten der ZPO anh�ngig gemacht wurde, auf kantonalem Prozessrecht. Wie weit Tatsachen inhaltlich zu substanziieren sind, damit sie unter die massgeblichen Bestimmungen des materiellen Rechts subsumiert werden k�nnen, bestimmt aber das materielle Bundesrecht. Das kantonale Prozessrecht darf von den Parteien keine dar�ber hinausgehende Substanziierung verlangen (BGE 108 II 337 E. 2 und 3; 133 III 153 E. 3.3 S. 162; 127 III 365 E. 2b S. 368 mit Hinweisen). Die entsprechenden Anforderungen ergeben sich einerseits aus den Tatbestandsmerkmalen der angerufenen Norm und anderseits aus dem prozessualen Verhalten der Gegenpartei. Bestreitet der Prozessgegner das an sich schl�ssige Vorbringen der behauptungsbelasteten Partei, kann diese gezwungen sein, die rechtserheblichen Tatsachen nicht nur in Grundz�gen, sondern so umfassend und klar darzulegen, dass dar�ber Beweis abgenommen werden kann. Wird das Vorliegen eines vorerst nur pauschal behaupteten Schadens vom Prozessgegner bestritten, hat der Ansprecher deshalb die einzelnen konkreten Tatsachen vorzutragen, welche Grundlage f�r die Qualifizierung einer Verm�genseinbusse als rechtlich relevanter Schaden bilden (BGE 127 III 365 E. 2b S. 368 mit Hinweisen; Hans Peter Walter, Berner Kommentar, 2012, N. 186 f. zu Art. 8 ZGB). Die Vorinstanz hat daher Bundesrecht nicht verletzt, wenn sie annahm, die Beklagte h�tte substanziiert bestreiten m�ssen, nachdem die Kl�gerin ihre Forderung eventualiter auch auf Art. 671 f. ZGB abgest�tzt und damit einen entsprechenden ausservertraglichen Entsch�digungsanspruch in gleicher H�he behauptet hatte.
Nicht nachvollziehbar ist schliesslich, weshalb ein Gewinnanteil begrifflich ausgeschlossen sein sollte. Die Unternehmerin hat zwar h�chstens Anspruch auf die ihr entstandene Verm�genseinbusse (vgl. E. 2.3.1 hiervor). Sie kann aber bei entsprechendem Wertzuwachs des Grundst�cks verlangen, dass ihr sowohl der Wert des verwendeten Materials als auch der Wert der mit dem Einbau verbundenen Arbeit voll ersetzt wird (BGE 99 II 131 E. 6c S. 146). Mangels konkreter entgegenstehender Anhaltspunkte im Einzelfall entspricht dies dem, was sie anderweitig h�tte verdienen k�nnen.
Die Beklagte ist der Auffassung, die Leistungen gem�ss korrigierter Schlussrechnung der Kl�gerin - und zwar sowohl die in Regie wie die nach Ausmass abgerechneten - seien ungen�gend substanziiert.
3.1.�Die Vorinstanz erachtete die Substanziierung als gen�gend, weil die Kl�gerin sowohl ein von der Bauleitung unterzeichnetes Ausmass als auch von der Bauleitung unterzeichnete Regierechnungen zum integralen Bestandteil der Rechtsschrift erkl�rt habe. Zudem habe sie die Regiearbeiten tabellarisch zusammengestellt und in der Replik ausdr�cklich darauf verwiesen, wobei sie die Zusammenstellung einzelnen Rechnungsnummern bzw. Teilen der Ausmassurkunde zugewiesen habe. Die Schlussrechnung lasse sich anhand dieser spezifischen Aktenst�cke nachvollziehen. Inhaltlich seien diese Akten gen�gend substanziiert; es seien sowohl im Ausmass als auch in den Regierechnungen die Einzelleistungen erkennbar.
3.2.�Was die Beschwerdef�hrerin dagegen vorbringt, ist nicht geeignet, die vorinstanzliche Beurteilung in Frage zu stellen.
3.2.1.�Soweit es die inhaltlich gen�gende Bestimmtheit anbelangt, setzt sich die Beschwerdef�hrerin mit dem zentralen Argument der Vorinstanz, dass sowohl im Ausmass wie in den Regierechnungen Einzelleistungen erkennbar seien, nicht auseinander. Damit liegt keine gen�gende R�ge vor (vgl. E. 1.3 hiervor).
3.2.2.�Die Beschwerdef�hrerin r�gt insbesondere, dass die Vorinstanz Verweisungen auf Rapporte und Beilagen gen�gen liess. Diese R�ge betrifft das kantonale Prozessrecht. Aus dem Bundesrecht ergibt sich nur, wie weit die anspruchsbegr�ndenden Tatsachen zu substanziieren sind (vgl. E. 2.3.3 hiervor). Auf welchem Weg ein subsumptionsf�higer Sachverhalt erlangt werden soll, bestimmt dagegen das kantonale Prozessrecht. Ihm bleibt die Regelung vorbehalten, in welcher Form und bis zu welchem Zeitpunkt inhaltlich gen�gende Sachvorbringen in das Verfahren einzubringen sind (BGE 127 III 365 E. 2c S. 369; 108 II 337 E. 3 S. 341; Urteil des Bundesgerichts 4A_152/2009 vom 29. Juni 2009 E. 2.1).
Die Anwendung des kantonalen Prozessrechts kann vom Bundesgericht nur auf Willk�r (Art. 9 BV) �berpr�ft werden, wobei f�r die Geltendmachung von Verfassungsverletzungen das strenge R�geprinzip (Art. 106 Abs. 2 BGG, vgl. E. 1.3 hiervor) gilt. Diesen Anforderungen gen�gt die R�ge nicht. Die Beschwerdef�hrerin zeigt weder rechtsgen�glich auf, dass es nach dem massgebenden Prozessrecht willk�rlich w�re, ein Sachverhaltselement durch einen Verweis auf ein spezifisch bestimmtes Aktenst�ck als hinreichend behauptet anzusehen, sofern aus dem Verweis in der Rechtsschrift selbst klar wird, welche Teile des Aktenst�ckes als Parteibehauptung gelten sollen, noch dass die Vorinstanz offensichtlich zu Unrecht davon ausgegangen ist, die Verweise in den Rechtsschriften erf�llten diese Anforderungen. Auf die R�ge ist nicht einzutreten (BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246).
3.2.3.�Schliesslich bestreitet die Beschwerdef�hrerin, dass die Ausmasse korrekt aufgenommen worden sind; auf diese h�tte daher nicht abgestellt werden d�rfen. Wie die Beschwerdegegnerin zu Recht einwendet, geht es hierbei nicht um die Substanziierung, das heisst die gen�gende Behauptung, sondern um den Beweiswert von Aktenst�cken, welche die Vorinstanz ihrer Beurteilung zugrunde legte. Die R�ge betrifft somit die Beweisw�rdigung. Die Beweisw�rdigung ist Tatfrage, die das Bundesgericht lediglich auf Willk�r hin �berpr�fen kann (vgl. E. 1.4 hiervor). Willk�r wird von der Beschwerdef�hrerin aber nicht rechtsgen�glich geltend gemacht. Die Behauptung, entgegen den anwendbaren Bestimmungen seien die Ausmasse nicht zeitgerecht, sondern versp�tet aufgenommen worden, gen�gt nicht, um deren Ber�cksichtigung als willk�rlich erscheinen zu lassen.
Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Entsprechend wird die Beschwerdef�hrerin kosten- und entsch�digungspflichtig (Art. 66 Abs. 1 und Art. 68 Abs. 2 BGG).
Die Beschwerdef�hrerin hat die Beschwerdegegnerin f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 6'000.-- zu entsch�digen.
Lausanne, 31. Juli 2013