Source: https://www.rdv-online.com/detail/index/sArticle/286
Timestamp: 2019-08-21 12:36:15
Document Index: 331971504

Matched Legal Cases: ['Art. 26', 'EuG', 'Art. 38', '§ 5', 'Art. 26', 'EuG']

Gemeinsame Verantwortlichkeit: Die neue Auftragsverarbeitung? | RDV Online | Fachzeitschrift für Datenschutzrecht
Einordnung, Praxisbeispiele, Haftungsrisiken und Vertragsmuster
Artikel-Nr.: SW10285.4
1.059,10 € inkl. MwSt
890,00 € netto
05.09.2019 | Köln	07.11.2019 | Köln
GDD-Mitglied:
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Zusatztermin aufgrund der großen Nachfrage: 07. November 2019 in Köln!
Schon die alte europäische Datenschutz-Richtlinie kannte die gemeinsam Verantwortlichen (Joint Controllership). Mit Art. 26 DS-GVO ist diese Form der gemeinsamen Verarbeitung nun auch in Deutschland möglich. Wann aber mehrere Verantwortliche gemeinsam über Zwecke und Mittel der Verarbeitung entscheiden, bedarf der Konkretisierung anhand von Fallbeispielen. Nur so lassen sich eigene Verantwortlichkeit, gemeinsame Verantwortlichkeit und Auftragsverarbeitung voneinander abgrenzen.
Ebenso zu klären ist, wie die vertragliche Abgrenzung der Verantwortlichkeit zwischen den Beteiligten erfolgt und wie dies betroffenen Personen – auch mit Blick auf die Transparenzpflichten in der DS-GVO – zu kommunizieren ist.
Datenschutzbeauftragte, IT-Sicherheitsbeauftragte, IT-Verantwortliche, Compliance-Beauftragte, Betriebsräte
Ihre Experten:
Andreas Jaspers, Rechtsanwalt, Geschäftsführer der GDD e.V., Bonn
Prof. Dr. Rolf Schwartmann, Leiter der Kölner Forschungsstelle Medienrecht; Technische Hochschule Köln; Vorstandsvorsitzender
der GDD e.V., Bonn
Sascha Kremer, Fachanwalt für IT-Recht, Datenschutzbeauftragter KREMER RECHTSANWÄLTE, Köln
Überblick: Wann liegt eine gemeinsame Verantwortlichkeit vor?
Was bedeuten die EuGH Entscheidungen zu Facebook Fanpages, Zeugen Jehovas und Fashion ID?
Andere Social Media und Online-Services als gemeinsame Verantwortlichkeit?
Was gilt für Tracking-Tools wie Google Analytics?
Wie kann die Auftragsverarbeitung abgegrenzt werden?
Wie kann die frühere Funktionsübertragung abgegrenzt werden?
Checkliste für die Abgrenzung zwischen den verschiedenen Konstellationen
Beispiele aus der Praxis: Anwendungsfälle für die gemeinsame Verantwortlichkeit
Wie sieht die Vereinbarung der gemeinsam Verantwortlichen aus?
Mustervertrag für eine gemeinsame Verantwortlichkeit
Beitritte und Austritte, z.B. bei neuen Unternehmen im Konzernverbund
Beauftragung von Auftragsverarbeitern durch gemeinsam Verantwortliche
Informationspflichten gegenüber betroffenen Personen
Bußgeldrisiken bei falschen Regelungen
Vortragsmethode: Vortrag, Teilnehmerfragen und -austausch
Fortbildungsveranstaltung gemäß Art. 38 Abs. 2 DS-GVO, §§ 5, 6, 38 BDSG
Entscheiden zwei oder mehrere Verantwortliche gemeinsam über Zwecke und Mittel der Verarbeitung, liegt eine gemeinsame Verantwortlichkeit gemäß Art. 26 DS-GVO vor. Dabei hat der EuGH in Sachen Facebook Fanpages, Zeugen Jehovas und Fashion ID die Einstiegshürde sehr niedrig gelegt: Eine gemeinsame Verantwortlichkeit soll schon dann vorliegen, wenn sich die Gemeinsamkeit darauf beschränkt, dass ein Verantwortlicher die Datenverarbeitung bei einem anderen Verantwortlichen kausal veranlasst und von den Ergebnissen profitiert. Nicht erforderlich soll sein, dass beide Verantwortliche tatsächlich Zugriff auf die verarbeiteten personenbezogenen Daten nehmen können. Viele bislang als
Auftragsverarbeitung oder Funktionsübertragung deklarierte Fälle könnten damit jetzt eine gemeinsame Verantwortlichkeit sein.
Liegt eine gemeinsame Verantwortlichkeit vor, muss dies im Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten dokumentiert und die Frage geklärt werden, auf welcher Rechtsgrundlage die Offenlegung der personenbezogenen Daten gegenüber den anderen Verantwortlichen erfolgt. Sodann müssen die gemeinsam Verantwortlichen eine Vereinbarung treffen, in der die Verteilung der sich aus der DS-GVO ergebenden Pflichten zwischen den Verantwortlichen geregelt ist, insbesondere mit Blick auf die Rechte betroffener Personen und Informationspflichten. Schließlich ist das Wesentliche der Vereinbarung öffentlich zu machen.
Für Verantwortliche und Auftragsverarbeiter bedeutet die gemeinsame Verantwortlichkeit, alle Leistungsbeziehungen zu Dritten noch einmal dahingehend zu prüfen, ob ggf. gemeinsame Verantwortlichkeiten vorliegen. Entscheidend ist dabei nicht der Vertrag zwischen den Beteiligten, sondern der tatsächliche Lebenssachverhalt. Falscheinschätzungen können zu Sanktionen führen, insbesondere auch zu Bußgeldern.
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09.12.2019 | Leipzig
25.11.2019 | Köln
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Seminar Die ePrivacy-Verordnung im Zusammenspiel mit der DS-GVO
19.09.2019 | Düsseldorf
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23.09.2019 | Köln
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10.10.2019 | Frankfurt/M.
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24.09.2019 | Köln
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08.10.2019 | Berlin
28.11.2019 | Frankfurt/M.
Seminar Datenschutzkonformer Fuhrpark
12.12.2019 | Frankfurt/M.
04.11.2019 | Berlin
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08.-09.10.2019 | Berlin 08.-09.10.2019 | ohne Prüfung | Berlin 09.10.2019 | nur Prüfung | Berlin
12.11.2019 | Berlin
Seminar Der Brexit und seine datenschutzrechtlichen Folgen
05.12.2019 | Köln
16.09.2019 | Berlin
RAin Yvette Reif, Thomas Müthlein
05.09.2019 | Köln 26.11.2019 | Köln 25.11.2019 | Köln 26.05.2020 | Köln
22.10.2019 | Berlin
30.10.2019 | Berlin
21.10.2019 | Frankfurt/M.
23.09.2019 | Köln 12.12.2019 | Köln 15.06.2020 | Köln
04.-05.11.2019 | Berlin 06.-07.04.2020 | Köln
26.09.2019 | Köln