Source: https://www.jusmeum.de/gesetz/bootsbausbv-2011
Timestamp: 2019-01-20 06:45:33
Document Index: 317371890

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 25', '§ 1', '§ 6', '§ 6', '§ 8', '§ 9', '§ 10', '§ 11', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4']

Der Ausbildungsberuf des Bootsbauers und der Bootsbauerin wird
nach § 4 Absatz 1 des Berufsbildungsgesetzes
nach § 25 der Handwerksordnung zur Ausbildung für das Gewerbe Nummer 28 „Boots- und Schiffbauer“ der Anlage A der Handwerksordnung
Neu-, Aus- und Umbau oder
(2) Die Berufsausbildung zum Bootsbauer und zur Bootsbauerin gliedert sich wie folgt (Ausbildungsberufsbild):
Einrichten, Bedienen und Instandhalten von Werkzeugen, Geräten, Maschinen und Vorrichtungen,
Bearbeiten, Verarbeiten und Lagern von Werkstoffen, Herstellen von Werkstücken,
Herstellen und Verarbeiten von Faserverbundwerkstoffen,
Herstellen von Vorrichtungen, Schablonen und Modellen,
Einbauen von Ausrüstungsteilen im Bereich Deck und Aufbau,
Setzten von Masten und Spieren,
Einbauen von technischen Geräten, Anlagen und Systemen, Durchführen von Funktionsprüfungen,
Anwenden von Dämm- und Isolierungstechniken sowie Maßnahmen zum Brandschutz,
Transportieren und Lagern;
Weitere berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Neu-, Aus- und Umbau:
Herstellen und Instandhalten von Rümpfen und Decks,
Herstellen von Innenausbauten,
Herstellen, Instandhalten und Reparieren von Masten und Spieren,
Herstellen von Aufbauten,
Herstellen von strukturgebenden und statisch relevanten Bauteilen,
Herstellen und Instandsetzen von Oberflächen;
Weitere berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Technik:
Prüfen von technischen Anlagen und Systemen,
Montieren und Warten von Ver- und Entsorgungseinrichtungen,
Installieren und Warten von bordelektrischen und bordelektronischen Komponenten,
Montieren und Warten von Energiespeichern, Nutzen von Energiequellen,
Montieren und Warten von mechanischen und hydraulischen Systemen sowie von Ausrüstungen,
Montieren und Warten von antriebs- und vortriebstechnischen Anlagen,
Ausrüsten, Montieren, Warten und Trimmen von Riggsystemen,
Montieren und Warten von technischen Bordeinrichtungen,
Ein- und Auswintern von technischen Anlagen und Systemen;
Anwenden und Erstellen von technischen Unterlagen,
(1) Die in dieser Verordnung genannten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sollen so vermittelt werden, dass die Auszubildenden zur Ausübung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit im Sinne von § 1 Absatz 3 des Berufsbildungsgesetzes befähigt werden, die insbesondere selbstständiges Planen, Durchführen und Kontrollieren einschließt. Diese Befähigung ist auch in den Prüfungen nach den §§ 6 bis 8 und 10 nachzuweisen.
§ 6 Gesellenprüfung, Abschlussprüfung
(1) Die Gesellen- oder Abschlussprüfung besteht aus den beiden zeitlich auseinanderfallenden Teilen 1 und 2. Durch die Gesellen- oder Abschlussprüfung ist festzustellen, ob der Prüfling die berufliche Handlungsfähigkeit erworben hat. In der Gesellen- oder Abschlussprüfung soll der Prüfling nachweisen, dass er die dafür erforderlichen beruflichen Fertigkeiten beherrscht, die notwendigen beruflichen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt und mit dem im Berufsschulunterricht zu vermittelnden, für die Berufsausbildung wesentlichen Lehrstoff vertraut ist. Die Ausbildungsordnung ist zugrunde zu legen. Dabei sollen Qualifikationen, die bereits Gegenstand von Teil 1 der Gesellen- oder Abschlussprüfung waren, in Teil 2 der Gesellen- oder Abschlussprüfung nur insoweit einbezogen werden, als es für die Feststellung der Berufsbefähigung erforderlich ist.
(2) Bei der Ermittlung des Gesamtergebnisses wird Teil 1 der Gesellen- oder Abschlussprüfung mit 25 Prozent und Teil 2 der Gesellen- oder Abschlussprüfung mit 75 Prozent gewichtet.
§ 8 Teil 2 der Gesellen- oder Abschlussprüfung in der Fachrichtung Neu-, Aus- und Umbau
(1) Teil 2 der Gesellen- oder Abschlussprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie auf den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.
(2) Teil 2 der Gesellen- oder Abschlussprüfung besteht aus den Prüfungsbereichen:
Aufträge erfassen, Arbeitsabläufe planen,
Fertigungsmethoden für strukturgebende und statisch relevante Bauteile festlegen,
Rumpfteile oder Baugruppen aus unterschiedlichen Materialien herstellen oder instand setzen,
Maßnahmen zur Oberflächenbehandlung festlegen und Oberflächen behandeln,
Maßnahmen der Qualitätssicherung anwenden,
Herstellen oder Instandsetzen eines Rumpfteiles oder einer Baugruppe unter Verwendung unterschiedlicher Werkstoffe;
die Prüfungszeit beträgt insgesamt 24 Stunden; innerhalb dieser Zeit soll das auftragsbezogene Fachgespräch in höchstens 20 Minuten erfolgen.
Auftragsdaten bearbeiten und Informationen auswerten,
Zeichnungen und Aufrisse anfertigen,
Werkstoffeigenschaften unterscheiden und Fertigungsverfahren festlegen,
Aufbau, Funktion und Einsatz von Werkzeugen und Maschinen unterscheiden,
Planungsunterlagen zur Herstellung von Bootsrümpfen, Decks, Innenausbauten, Aufbauten, oder Formen erstellen, oder Planungsunterlagen zur Reparatur von Booten erstellen,
Oberflächenherstellung darstellen,
qualitätssichernde Maßnahmen festlegen,
Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zum Umweltschutz, zur Kundenorientierung, zur Wirtschaftlichkeit und zur Qualitätssicherung berücksichtigen
(5) Für den Prüfungsbereich Montage und Instandhaltung bestehen folgende Vorgaben:
Der Prüfling soll nachweisen, dass er folgende Anforderungen darstellen kann:
Luken, Fenster und Decksbeschläge montieren,
Masten aufstellen, ausrichten und sichern,
technische Geräte, Anlagen und Systeme einbauen,
Oberflächen prüfen und instand setzen,
Instandhaltungsarbeiten durchführen,
Boote transportieren und lagern;
§ 9 Gewichtungs- und Bestehensregelung in der Fachrichtung Neu-, Aus- und Umbau
3. Prüfungsbereich Planung und Fertigung 15 Prozent,
4. Prüfungsbereich Montage und Instandhaltung 15 Prozent,
(2) Die Gesellen- oder Abschlussprüfung ist bestanden, wenn die Leistungen
im Prüfungsbereich Arbeitsauftrag II mit mindestens „ausreichend“,
(3) Auf Antrag des Prüflings ist die Prüfung in einem der in Teil 2 der Gesellen- oder Abschlussprüfung mit schlechter als „ausreichend“ bewerteten Prüfungsbereiche „Planung und Fertigung“, „Montage und Instandhaltung“ und „Wirtschafts- und Sozialkunde“ durch eine mündliche Prüfung von etwa 15 Minuten zu ergänzen, wenn dies für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann. Bei der Ermittlung des Ergebnisses für diesen Prüfungsbereich sind das bisherige Ergebnis und das Ergebnis der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis von 2:1 zu gewichten.
§ 10 Teil 2 der Gesellen- oder Abschlussprüfung in der Fachrichtung Technik
Planung, Montage und Installation,
Störungssuche und Instandsetzung,
technische Anlagen, Systeme und Bordeinrichtungen montieren,
Funktionsprüfungen durchführen,
technische Anlagen und Systeme ein- oder auswintern,
Störungen feststellen und beheben,
Montieren, Prüfen und Instandsetzen von technischen Anlagen, Systemen und Bordeinrichtungen sowie Ein- und Auswintern;
der Prüfling soll vier Arbeitsproben durchführen, mit praxisüblichen Unterlagen dokumentieren sowie hierüber ein situatives Fachgespräch führen;
die Prüfungszeit beträgt insgesamt zwölf Stunden; innerhalb dieser Zeit soll das situative Fachgespräch in höchstens 20 Minuten erfolgen.
(4) Für den Prüfungsbereich Planung, Montage und Installation bestehen folgende Vorgaben:
Aufbau und Funktionen von technischen Anlagen und Systemen darstellen,
Zeichnungen und Pläne anfertigen und anwenden,
Werkstoffeigenschaften unterscheiden und Montageverfahren festlegen,
Planungsunterlagen zur Montage, Installation und Wartung von technischen Anlagen und Systemen erstellen,
(5) Für den Prüfungsbereich Störungssuche und Instandsetzung bestehen folgende Vorgaben:
Ursachen von Störungen an technischen Anlagen und Systemen feststellen,
Planungsunterlagen zur Instandsetzung und Veränderung von technischen Anlagen erstellen,
Service- und Wartungspläne erstellen,
Schäden an Riggsystemen beurteilen, Planungsunterlagen zur Vermeidung von Schäden erstellen
§ 11 Gewichtungs- und Bestehensregelung in der Fachrichtung Technik
3. Prüfungsbereich Planung, Montage und Installation 15 Prozent,
4. Prüfungsbereich Störungssuche und Instandsetzung 15 Prozent,
(3) Auf Antrag des Prüflings ist die Prüfung in einem der in Teil 2 der Gesellen- oder Abschlussprüfung mit schlechter als „ausreichend“ bewerteten Prüfungsbereiche „Planung, Montage und Installation“, „Störungssuche und Instandsetzung“ und „Wirtschafts- und Sozialkunde“ durch eine mündliche Prüfung von etwa 15 Minuten zu ergänzen, wenn dies für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann. Bei der Ermittlung des Ergebnisses für diesen Prüfungsbereich sind das bisherige Ergebnis und das Ergebnis der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis von 2:1 zu gewichten.
Diese Verordnung tritt am 1. August 2011 in Kraft. Gleichzeitig tritt die Verordnung über die Berufsausbildung zum Bootsbauer/zur Bootsbauerin vom 26. Juni 2000 (BGBl. I S. 987) außer Kraft.
Anlage (zu § 4 Absatz 1 Satz 1)Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Bootsbauer und zur Bootsbauerin
(Fundstelle: BGBl. I 2011, 1063 - 1074)
1 Einrichten, Bedienen und Instandhalten von Werkzeugen, Geräten, Maschinen und Vorrichtungen
Vorrichtungen für die Sicherheit, den Gesundheits-und Umweltschutz an Geräten und Maschinen nutzen
Werkzeuge, Geräte, Maschinen und Vorrichtungen, insbesondere nach Art der Bearbeitung sowie unter Berücksichtigung ergonomischer Gesichtspunkte, auswählen
Geräte, Maschinen und Vorrichtungen einstellen, bedienen und instand halten
Maschinenwerkzeuge einstellen, instand halten und lagern
Betriebsmittel nach Betriebsvorschriften warten
Störungen feststellen und Maßnahmen zu ihrer Behebung ergreifen, Sicherheitsregeln beachten, insbesondere zur Vermeidung von Gefahren durch elektrischen Strom
2 Bearbeiten, Verarbeiten und Lagern von Werkstoffen, Herstellen von Werkstücken
Hölzer, Holzwerkstoffe, Kunststoffhalbzeuge, Eisen- und Nichteisenmetalle nach Arten und Eigenschaften unterscheiden und nach Verwendungszweck auswählen
Platten, Rohre und Profile, insbesondere aus Kunststoffen, Eisen- und Nichteisenmetallen, nach Anriss manuell und maschinell trennen
Holz und Holzwerkstoffe manuell und maschinell zuschneiden
Hölzer unter Berücksichtigung von Feuchte stapeln und lagern
Werkstoffe und Materialien, insbesondere unter Berücksichtigung von Sicherheitsvorschriften, lagern
Werkstücke aus Kunststoffen, Eisen- und Nichteisenmetallen auf Maß und Form feilen
Werkstücke aus Holz und Holzwerkstoffen manuell auf Maß und Form hobeln und stemmen
Werkstücke aus Holz, Holzwerkstoffen und Kunststoffen unter Beachtung der Maßhaltigkeit maschinell hobeln und fräsen
Werkstücke bohren und senken, Toleranzen beachten
Platten, Rohre und Profile, insbesondere aus Kunststoffen, Eisen- und Nichteisenmetallen, kalt und warm umformen
3 Herstellen von Verbindungen (§ 4 Absatz 2 Abschnitt A Nummer 3)
konstruktive Längs-, Quer-, Eck-, Diagonal- und Kreuzverbindungen, insbesondere durch Schäften, Laschen und Stoßen, herstellen
Holzverbindungen durch Schrauben, Nageln und Dübeln herstellen
Kleber und Zusatzmittel unterscheiden, nach Verwendungszweck auswählen
Spann- und Presseinrichtungen auswählen und vorbereiten
Verbindungsflächen und Kleber, insbesondere unter Beachtung von Verarbeitungsvorschriften sowie des Gesundheits- und Umweltschutzes, vorbereiten, Teile durch Kleben verbinden
faserverstärkte Kunststoffe durch Laminieren verbinden
Fügeteile aus unterschiedlichen Werkstoffen durch Laminieren und Kleben verbinden
Bauteile aus unterschiedlichen Werkstoffen, insbesondere unter Beachtung der Oberflächenform und Oberflächenbeschaffenheit sowie der Materialfestigkeit, verschrauben und nieten
Betriebsbereitschaft von Schweißeinrichtungen herstellen, Metallteile, insbesondere aus Stahl, durch Heften verbinden
4 Herstellen und Verarbeiten von Faserverbundwerkstoffen
Verfahren zur Herstellung von Faserverbundwerkstoffen unterscheiden
Vorschriften zum Gesundheits- und Umweltschutz bei der Herstellung und Verarbeitung von Faserverbundwerkstoffen anwenden
Komponenten, insbesondere Kunstharze, Härter, Beschleuniger, Inhibitoren, Füllstoffe, Verstärkungs- und Kernmaterialien, zur Herstellung von faserverstärkten Kunststoffen nach Arten und Eigenschaften unterscheiden, nach Verwendungszweck auswählen und vorbereiten,
Kunstharze anmischen und auftragen
Formen, insbesondere durch Schleifen, Polieren und Aufbringen von Trennschichten, vorbereiten
Laminate unter Verwendung von Verstärkungs- und Sandwichmaterialien herstellen
Kleinbauteile aus Faserverbundwerkstoffen herstellen
Teile entformen, Sichtprüfung durchführen
5 Behandeln von Oberflächen (§ 4 Absatz 2 Abschnitt A Nummer 5)
Verfahren und Materialien zur Behandlung von Oberflächen unterscheiden
Oberflächen, insbesondere durch Reinigen, vorbehandeln und Ergebnisse beurteilen
Oberflächen durch vorbereitende Verfahren, insbesondere durch Auftragen von Holz- und Korrosionsschutzmitteln sowie durch Grundieren und Spachteln, behandeln
Schleifmittel für manuelles und maschinelles Schleifen auswählen
Oberflächen durch abtragende Verfahren, insbesondere durch manuelles und maschinelles Schleifen, behandeln
Beschichtungsmaterialien für den Innen- und Außenbereich auswählen
manuelle Beschichtungstechniken auswählen und anwenden
6 Herstellen von Vorrichtungen, Schablonen und Modellen
Vorrichtungen für Bau und Montage unterscheiden und auswählen
Vorrichtungen, insbesondere Helling und Mallen, für Bau und Montage herstellen
Schablonen für Abwicklungen und Zuschnitte herstellen
dreidimensionale Modelle herstellen
7 Einbauen von Ausrüstungsteilen im Bereich Deck und Aufbau
Ausrüstungsteile unterscheiden
Durchbrüche in Decks und Aufbauten herstellen, technische Vorgaben berücksichtigen
Ausrüstungsteile, insbesondere unter Berücksichtigung konstruktiver Vorgaben, auf Decks und an Aufbauten montieren
Luken und Fenster einpassen, eindichten und montieren sowie auf Funktion und Dichtigkeit prüfen
Decksbeschläge nach Funktion unterscheiden, justieren und unter Beachtung des Korrosionsschutzes montieren sowie auf Funktion prüfen
8 Setzen von Masten und Spieren
Masten, stehendes und laufendes Gut nach Arten und Materialien unterscheiden
Beschläge und mechanische Ausrüstungen an Masten und Spieren montieren
laufendes Gut einscheren
stehendes Gut am Mast anschlagen und sichern
Masten und Spieren einschließlich Beschläge auf Vollständigkeit und Funktion prüfen
Masten anschlagen, aufstellen, ausrichten und sichern
9 Einbauen von technischen Geräten, Anlagen und Systemen, Durchführen von Funktionsprüfungen
Unterkonstruktionen zur Aufnahme von technischen Geräten und Anlagen herstellen, einpassen und einbauen
Fundamente, insbesondere zur Aufnahme von Maschinen und Aggregaten, aus Holz, Kunststoff oder Metall sowie aus Werkstoffkombinationen herstellen, einpassen und einbauen
mit Betriebsstoffen vorschriftsmäßig umgehen, ausgelaufene und verschüttete Stoffe aufnehmen und der Entsorgung zuführen, Vorschriften des Gewässerschutzes beachten
Wellenanlagen unter Beachtung von Toleranzen ausrichten und einbauen
Ruderblätter und Ruderkoker herstellen und montieren
Tank-, Rohr- und Schlauchleitungssysteme einbauen und auf Dichtigkeit prüfen
Querstrahlruder rumpfseitig einbauen
Anlagen und Einbauten auf Funktionen prüfen
10 Anwenden von Dämm- und Isolierungstechniken sowie Maßnahmen zum Brandschutz
Dämmstoffe und Isoliermaterialien nach Verwendungszweck unterscheiden und auswählen
Dämm- und Isolierungstechniken auswählen
Dämm- und Isolierungsmaßnahmen, insbesondere gegen Feuchtigkeit, Schall, Wärme, Kälte und Brand, durchführen
bauliche Maßnahmen zum Brandschutz durchführen, rechtliche Grundlagen beachten
Rümpfe und Aufbauten zum Zweck der Werterhaltung inspizieren, Ergebnisse dokumentieren
Reparaturen vorbereiten und ausführen
vorbereitende Maßnahmen zur Einlagerung, insbesondere zur Substanzerhaltung und Vermeidung von Schäden, durchführen
Inspektion von Anlagen und Systemen, insbesondere unter Berücksichtigung sicherheitstechnischer Vorschriften, vorbereiten, durchführen und dokumentieren.
Störungen, Fehlfunktionen und Schäden auf mögliche Ursachen untersuchen, Maßnahmen zur Schadensbegrenzung sowie zur Behebung ergreifen
12 Transportieren und Lagern
Sicherheitsmaßnahmen und Sicherheitsvorschriften, insbesondere beim Slippen, Kranen und Abpallen, anwenden
Hebezeuge, Anschlag- und Transportmittel sowie Anschlag- und Transporthilfen auswählen und einsetzen, ergonomische Gesichtspunkte berücksichtigen
handbediente und motorgetriebene Hebezeuge bedienen, Lasten anschlagen und sichern
Transporte, insbesondere von Booten, durchführen, Lasten absetzen, sichern und lagern
Abschnitt B: Weitere berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Neu-, Aus- und Umbau
25. bis 42. Monat
1 Herstellen und Instandhalten von Rümpfen und Decks
Rumpfarten und -formen unterscheiden, Konstruktionszeichnungen lesen und anwenden, Konstruktionsvorgaben berücksichtigen
Einbau von Geräten, Anlagen und Systemen berücksichtigen
Laminierformen unter Berücksichtigung konstruktiver Erfordernisse herstellen und instand halten
Rumpfteile aus Holz, insbesondere in formverleimter, karweeler, geklinkerter sowie Leisten- und Sperrholzbauweise und Decks herstellen
Rumpfteile und Decks aus faserverstärktem Kunststoff, insbesondere in Volllaminat- und Sandwichbauweise, herstellen
Rumpfteile und Decks aus Stahl und Aluminium herstellen
Rumpfteile und Decks in Kompositbauweise herstellen
Rumpfteile miteinander sowie mit Decks und Schotten, mit tragenden Verbänden und örtlichen Versteifungen verbinden
Decksbeläge aus unterschiedlichen Werkstoffen, insbesondere aus Holz- und Kunststoff, aufbringen
Instandhaltungsarbeiten an Rümpfen und Decks durchführen
2 Herstellen von Innenausbauten
Bauarten, Bauweisen und Konstruktionsmerkmale unterscheiden und auswählen
Bauteile für den Innenausbau herstellen
Bauteile zu Baugruppen zusammenfügen, in den Rumpf einpassen und montieren
Innenausbauten komplettieren und Funktionen prüfen
3 Herstellen, Instandhalten und Reparieren von Masten und Spieren
Fertigungsverfahren für Masten und Spieren unterscheiden und auswählen
Masten und Spieren, insbesondere aus Holz, unter Berücksichtigung von konstruktiven Vorgaben, Kundenanforderungen und Sicherheitsbestimmungen, herstellen
Masten und Spieren instand halten
Sichtprüfung an Masten und Spieren durchführen, Schäden feststellen und Maßnahmen zu deren Behebung ergreifen
4 Herstellen von Aufbauten
Bauteile für Aufbauten aus Holz, Kunststoff oder Metall herstellen
Bauteile zu Aufbauten, insbesondere unter Berücksichtigung von Werkstoffkombination, Dichtigkeit, Schwundverhalten und Kraftfluss, zusammenfügen
Aufbauten unter Berücksichtigung konstruktiver Vorgaben auf Decks montieren
Luken und Deckel unter Berücksichtigung von konstruktiven Besonderheiten herstellen
5 Herstellen von strukturgebenden und statisch relevanten Bauteilen
Längs- und Querverbände, insbesondere hinsichtlich statischer und dynamischer Belastungen, unterscheiden
Fertigungsmethoden und Materialien auswählen
Längs- und Querverbände, insbesondere nach Bauzeichnungen und Schablonen, herstellen
Festigkeit und Struktur gebende Bauteile einbauen, beschädigte Bauteile instand setzen
(§ 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer 6)
Rümpfe und Aufbauten auf Struktur- und Materialschäden untersuchen, Ergebnisse dokumentieren
Voraussetzungen zur Durchführung von Reparaturen herstellen, Reparaturen nach Reparaturplänen durchführen
Dichtigkeits- und Funktionsprüfungen an reparierten Teilen durchführen, Prüfarbeiten und Ergebnisse dokumentieren
7 Herstellen und Instandsetzen von Oberflächen
Arten von Be- und Entschichtungssystemen unterscheiden
Be- und Entschichtungssysteme und -verfahren, insbesondere unter Berücksichtigung des Untergrundes und der vorgesehenen Verwendung, auswählen
Be- und Entschichtungen im Außen- und Innenbereich durchführen, Anwendungsvorschriften beachten sowie Bestimmungen der Arbeitssicherheit und des Umweltschutzes einhalten.
Oberflächenbeschädigungen im Innenbereich feststellen und dokumentieren
Oberflächenbeschädigungen im Über- und Unterwasserbereich, insbesondere Feuchtigkeitsunterwanderungen, Osmosebildung und Delaminierungen, feststellen und dokumentieren
Maßnahmen zur Behebung von Oberflächenschäden im Außen- und Innenbereich ergreifen, insbesondere Beschädigungen der Lackierung und der Feinschicht unter Beachtung der Farbangleichung instand setzen
Maßnahmen zum vorbeugenden Oberflächenschutz im Unterwasserbereich unterscheiden, auswählen und durchführen
Abschnitt C: Weitere berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Technik
1 Prüfen von technischen
Bestandteile und Funktionen von technischen Anlagen und Systemen, insbesondere von elektrischen und elektronischen Anlagen und Systemen im Sicherheitskleinspannungsbereich, Antriebs- und Vortriebsanlagen sowie hydraulischen und mechanischen Anlagen, unterscheiden
Prüfgeräte auswählen, Prüfungen, insbesondere Funktionsprüfungen, an elektrischen und elektronischen Anlagen und Systemen im Sicherheitskleinspannungsbereich durchführen
Störungen feststellen, Maßnahmen zur Behebung ergreifen und dokumentieren
2 Montieren und Warten von Ver- und Entsorgungseinrichtungen
Bestandteile und Funktionen von Ver- und Entsorgungseinrichtungen, insbesondere von Trinkwasser-, Seewasser-, Grauwasser- und Schwarzwasseranlagen sowie von Pumpen und Lenzsystemen, unterscheiden
Grau- und Schwarzwasserentsorgungsanlagen, insbesondere unter Beachtung rechtlicher Bestimmungen, montieren und warten
Systeme zur Frisch- und Seewasserversorgung, insbesondere unter Beachtung rechtlicher Bestimmungen, montieren und warten
Wasseraufbereitungsanlagen zur Erwärmung, Filterung und Entsalzung montieren und warten
Pumpen montieren und regeltechnische Anlagen einschließlich der Leitungssysteme installieren, Wartungsarbeiten durchführen
Störungen an Ver- und Entsorgungseinrichtungen feststellen, Maßnahmen zur Behebung ergreifen und dokumentieren
3 Installieren und Warten von bordelektrischen und bordelektronischen Komponenten
Aufbau, Funktionen und Vernetzungen von bordelektrischen und bordelektronischen Systemen unterscheiden
Kabellaufpläne anwenden und Veränderungen dokumentieren
elektrische Leitungen im Sicherheitskleinspannungsbereich verlegen und verbinden, Normen und Vorschriften einhalten
Kabelbahnen, insbesondere für elektrische Leitungen im 230/400 Volt Bereich, verlegen
Leitungen im 230/400 Volt Bereich unter Leitung und Aufsicht einer Elektrofachkraft verlegen, Normen und Vorschriften beachten
Datenleitungen verlegen und verbinden, Herstellerangaben beachten
Geräte und elektrische Verbraucher im Sicherheitskleinspannungsbereich installieren, anschließen und Funktionsfähigkeit herstellen
4 Montieren und Warten von Energiespeichern, Nutzen von Energiequellen
Arten und Eigenschaften von Spannungsquellen und Energiespeichern unterscheiden
Energiebilanzen erstellen und auswerten
Energiespeicher auswählen, installieren, sichern und anschließen, Normen und Vorschriften beachten
Ladetechniken unterscheiden, Spannungsquellen, insbesondere Landanschluss, motor- und windgetriebene Generatoren sowie Solarzellen, auswählen und installieren
Wartungsarbeiten durchführen und dokumentieren, Sicherheitsbestimmungen beachten
Energiespeicher prüfen und lagern sowie unter Beachtung der Vorschriften der Entsorgung zuführen
5 Montieren und Warten von mechanischen und hydraulischen Systemen sowie von Ausrüstungen
Arten, Aufbau und Funktionen von mechanischen und hydraulischen Systemen sowie von Ausrüstungen unterscheiden und nach Verwendungszweck auswählen
Hebe-, Zug- und Schubsysteme sowie Querstrahl-, Winden- und Trimmausrüstungen montieren, in Betrieb nehmen sowie auf Funktionen prüfen
6 Montieren und Warten von antriebs- und vortriebstechnischen Anlagen
Arten, Aufbau und Funktionen von antriebs- und vortriebstechnischen Anlagen unterscheiden und nach Verwendungszweck auswählen
Verbrennungs- und Elektromotoren ein- und ausbauen
Betriebssysteme, insbesondere Kraftstoff-, Kühl- und Abgassysteme sowie Meß- und Regelsysteme, einbauen
vortriebstechnische Anlagen, insbesondere Wendegetriebe, Wellensysteme, Saildrives und Aquamatic-Antriebe, einbauen
Propellerarten unterscheiden, nach Verwendungszweck auswählen und montieren
Anlagen in Betrieb nehmen und auf Funktionen prüfen
7 Ausrüsten, Montieren, Warten und Trimmen von Riggsystemen
Rigg- und Montagepläne lesen und anwenden
Ausrüstungen an Masten und Spieren, insbesondere elektrische und hydraulische Reffeinrichtungen, montieren und warten
Ausrüstungen an Masten und Spieren auf Verschleiß, Funktion und Sicherheit prüfen, Ergebnisse dokumentieren
Riggsysteme nach Vorgaben, insbesondere von Herstellern, Konstrukteuren und Eignern, trimmen
Schäden an Riggsystemen, insbesondere Korrosionsschäden, beurteilen, vorbeugende Maßnahmen und Maßnahmen zur Behebung ergreifen
8 Montieren und Warten von technischen Bordeinrichtungen
technische Bordeinrichtungen, insbesondere Feuerlöschsysteme, Sicherheitseinrichtungen, Ankereinrichtungen, Gasanlagen, Heizungs-, Klima- und Lüftungsanlagen, Kühlaggregate und Unterhaltungselektronik, unterscheiden
technische Bordeinrichtungen montieren
Feuerlöschsysteme und Gasanlagen vorinstallieren, gesetzliche Vorschriften einhalten
technische Bordeinrichtungen warten
Störungen an technischen Bordeinrichtungen feststellen, Maßnahmen zur Behebung von Störungen ergreifen und dokumentieren
9 Ein- und Auswintern von technischen Anlagen und Systemen
(§ 4 Absatz 2 Abschnitt C Nummer 9)
Bestandsaufnahmen von technischen Anlagen und Systemen durchführen
Servicepläne zur Ein- und Auswinterung erstellen
Funktionsprüfungen durchführen, Mängel feststellen, Maßnahmen zur Behebung ergreifen und dokumentieren
technische Anlagen, insbesondere Trinkwasser- und Abwassersysteme, Heizungs- und Klimaanlagen, Haupt- und Nebenaggregate, Pumpensysteme, Vorrats- und Sammeltankanlagen korrosions- und frostsicher einwintern, Sicherheitsvorschriften beachten
technische Anlagen und Systeme auswintern, Betriebsbereitschaft wiederherstellen und Funktionen prüfen
Maßnahmen für den konstruktiven Materialschutz im Innen- und Außenbereich berücksichtigen
Einsatz von Arbeitsmitteln planen und Sicherungsmaßnahmen anwenden
Materialbedarf ermitteln und Material bereitstellen
Arbeitsplatz einrichten, sichern und räumen, ergonomische Gesichtspunkte berücksichtigen
Leitern, Arbeits-, Trag- und Schutzgerüste auf Verwendbarkeit und Betriebssicherheit prüfen sowie auf- und abbauen
Arbeitsabläufe bei Herstellung, Montage, Instandhaltung und Reparatur unter Beachtung terminlicher Vorgaben planen, vorbereiten und dokumentieren
Gespräche mit Vorgesetzten und im Team situationsgerecht führen, Sachverhalte darstellen sowie deutsche und englische Fachausdrücke anwenden
Datensysteme nutzen, Vorschriften des Datenschutzes beachten, Daten aktualisieren und sichern
auftragsbezogene Daten erstellen, aufbereiten und dokumentieren
Arbeitsaufgaben mit Hilfe von branchenspezifischer Software bearbeiten
7 Anwenden und Erstellen von technischen Unterlagen
(§ 4 Absatz 2 Abschnitt D Nummer 7)
technische Unterlagen, insbesondere Stücklisten, Tabellen, Diagramme, Betriebsanleitungen und Handbücher, anwenden, auch in englischer Sprache
Skizzen, Pläne und Zeichnungen anfertigen und unter Berücksichtigung von Vorgaben und Regelwerken anwenden
Aufrisse anfertigen und Maße übertragen
Linienrisse, Generalpläne und Übersichtspläne, Bauzeichnungen und Installationspläne anwenden
technische Vorgaben unter Berücksichtigung der konstruktiven Anforderungen, insbesondere auf den Schnürboden, übertragen
Abwicklungen und Austragungen durchführen
8 Messen, Prüfen, Anreißen
sowie Übertragen von Maßen und Konturen
(§ 4 Absatz 2 Abschnitt D Nummer 8)
Mess- und Anreißwerkzeuge, insbesondere für Längen-, Winkel-, Dicken-, Innen-, Konturen- und Richtungsmessungen, auswählen
Längen- und Winkelmessungen durchführen, Ergebnisse dokumentieren
Richtungsmessungen, insbesondere mit Lot, Wasserwaage, Schlauchwaage und Laser, durchführen, Ergebnisse dokumentieren
Bezugslinien, Umrisse und Bohrungsmitten unter Berücksichtigung der Werkstoffeigenschaften anreißen und markieren
Werkstücke und Bauteile auf Maßhaltigkeit und Toleranzen prüfen
9 Qualitätssichernde Maßnahmen
(§ 4 Absatz 2 Abschnitt D Nummer 9)
Ziele und Aufgaben qualitätssichernder Maßnahmen unterscheiden
Prüfarten und Prüfmittel auswählen, Einsatzfähigkeit der Prüfmittel feststellen, betriebliche Prüfvorschriften anwenden und Ergebnisse dokumentieren
Oberflächen, insbesondere von Produkten, durch Sichtprüfung beurteilen
Zwischen- und Endkontrollen durchführen, Ergebnisse dokumentieren
Wareneingangs- und Lieferscheinkontrollen durchführen
Qualität von vorbehandelten und zugelieferten Produkten prüfen und sichern, Normen und Spezifikationen anwenden
Arbeitsabläufe kontrollieren und auf Einhaltung von Qualitätsstandards prüfen
Bedeutung und Wirksamkeit von qualitätssichernden Maßnahmen unter Berücksichtigung von technischen Unterlagen beurteilen, Verfahren anwenden
zur kontinuierlichen Verbesserung von Arbeitsabläufen im eigenen Bereich beitragen
10 Kundenorientierung und
(§ 4 Absatz 2 Abschnitt D Nummer 10)
durch eigenes Verhalten zur Kundenzufriedenheit und zum dauerhaften wirtschaftlichen Betriebserfolg beitragen
Gespräche mit Kunden führen und dabei kulturelle Besonderheiten und Verhaltensregeln berücksichtigen, Kunden beraten
Kunden auf Wartungsintervalle und Instandhaltungsarbeiten hinweisen
fertiggestellte Arbeiten übergeben, Kunden über Wartungs- und Pflegearbeiten informieren
Reklamationen entgegennehmen und Maßnahmen zur Behebung ergreifen
2011, 1058: BGBl I