Source: https://www.natura2000.sachsen.de/begriffserklarung-24915.html
Timestamp: 2020-05-26 03:54:20
Document Index: 66821525

Matched Legal Cases: ['Art. 16', 'Art. 17', 'Art. 4', 'Art. 4', 'Art. 4', '§ 26', 'Art. 4', '§ 23', '§ 24', 'Art. 4', 'Art. 6', 'Art. 4']

﻿ Begriffserklärung - sachsen.de
Das europaweite ökologische Schutzgebietssystem NATURA 2000 trägt mit Hilfe europäischer Richtlinien zum Schutz, zum Erhalt und zur Entwicklung der biologischen Vielfalt in Europa bei. Wertvolle Tier- und Pflanzenarten und natürliche Lebensräume sollen langfristig vor ihrem Aussterben und ihrer Zerstörung bewahrt werden.
Hier finden Sie detaillierte Informationen zu den Begriffen, die mit NATURA 2000 in Verbindung stehen.
Zusammenfassende Darstellung des Stands der Umsetzung oder der erteilten Ausnahmen und der durchgeführten Maßnahmen zur Kontrolle des Schutzgebietssystems NATURA 2000. In der FFH-Richtlinie bestehen 2jährige Berichtspflichten zum Artenschutz (Art. 16) und 6jährige umfassende Berichtspflichten zu Durchführung und Monitoring (Art. 17). Zu den Berichtspflichten können auch die Aktualisierungen von Standard-Datenbögen der NATURA 2000-Gebiete gezählt werden.
Amtliches Übereinkommen über die Erhaltung der europäischen wildlebenden Pflanzen und Tiere und deren natürliche Lebensräume.
Abkürz. BSG; Gebiete nach Art. 4 (1) der Vogelschutzrichtlinie (79/409/EWG) zum Schutz der wildlebenden Vogelarten und ihrer Lebensräume (engl. SPA, Special Protection Areas) und Gebiete nach Art. 4 Abs. 4 der FFH-Richtlinie (92/43/EWG) (engl. SAC, Special Area of Conservation).
Bürgerliches Gesetzbuch. Regelt privatrechtliche Angelegenheiten der Bürger untereinander.
Bewertungsrahmen für die Auswahl der Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung und für die Berichtspflichtergebnisse auf eurpäischer Ebene nach der FFH-Richtlinie; derzeit 9 Regionen: kontinental (mitteleuropäisch), atlantisch, mediterran, alpin (Hochgebirgsregionen), makaronesisch (Kanaren, Azoren, Madeira), pannonisch, boreal sowie pontisch (Schwarzmeer- und Steppenregionen). Sachsen liegt komplett in der kontinentalen Biogeographischen Region.
Dachorganisation der Vogelschutzverbände, die von der Kommission zu bestimmten Expertentreffen, beispielsweise den Bewertungsseminaren für die Biogeographischen Regionen oder zur wissenschaftlichen Arbeitsgruppe des ORNIS-Ausschusses zur Umsetzung der Vogelschutzrichtlinie (79/409/EWG), geladen wird.
In den Biosphärenreservaten sind meist drei unterschiedliche Schutzzonen ausgewiesen: Kernzone, Pufferzone und Übergangsgebiet. Die Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft hat als einzige Landschaft in Sachsen den Schutzstatus eines Biosphärenreservats.
»Lebensraum einer Lebensgemeinschaft (Biozönose, im Sinne einer regelmäßig wiederkehrenden Artengemeinschaft) von bestimmter Mindestgröße und einheitlicher (quasi homogener), gegen die Umgebung abgrenzbarer Beschaffenheit. (...) Ein Biotop ist ein im Gelände meist vegetationstypologisch oder landschaftsökologisch gegenüber der Umgebung abgrenzbarer, wiedererkennbarer Raumausschnitt (...)« (SSYMANK et al. 1993). Ein Biotop wird durch Umweltfaktoren und deren Wechselwirkung mit den Lebensgemeinschaften maßgeblich geprägt.
Zusammenfassung gleichartiger Biotope. Für die Bearbeitung der FFH-Richtlinie in Deutschland wird das Biotoptypenverzeichnis der Roten Liste Biotope (RIECKEN et al. 1994) zugrundegelegt. Beispiele: Weißdüne, mesotropher Flachsee, Blaugras-Buchenwald, Grauerlen-Auenwald.
Begriff aus der Biotopkartierung: Erfasst werden hierbei Landschaftsausschnitte mit unterschiedlichen Biotopen, die in einem funktionalen und räumlichen Zusammenhang stehen, oder Bereiche, in denen ein Biotoptyp durch andere unterbrochen wird aber dennoch dominiert. Biotopkomplexe sind häufig als Ganzes sehr viel stärker gefährdet als die zugehörigen Biotoptypen.
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit; Politische Verantwortung und rechtliche Umsetzung der FFH-Richtlinie und Vogelschutzrichtlinie auf Bundesebene.
Bundesnaturschutzgesetz; nach der Föderalismusreform vom September 2006 hat der Bund das ab 1. März 2010 in-Kraft-tretende BNatSchG auf Grundlage seiner neuen konkurrierenden Gesetzgebungszuständigkeit im Naturschutzrecht erlassen. Damit gelten die Bestimmungen unmittelbar und dürfen nicht mehr in Landesrecht umgesetzt werden.
Abkürz. für Besondere Schutzgebiete
Nationale naturschutzfachliche Koordinationsstelle für die Umsetzung der FFH-Richtlinie, Durchführung der nationalen Bewertung nach Art. 4 der FFH-Richtlinie.
Bundes-Immissionschutzgesetz (BImSchG)
CORINE-Projekt
EU-weites Gebietskataster für den Arten- und Biotopschutz
(engl. Community-wide Coordination of Information on the Environment) europaweites Pilotprojekt (gegründet 1985), dessen Ziel der Aufbau eines europäischen umfassenden Informationssystems für Daten des Umwelt- und Naturschutzes ist. Zu den beiden wichtigsten Teilprojekten zählen CORINE landcover und CORINE biotopes.
s. Standard-Datenbogen
(engl. für Smaragd, »Edelsteine des Naturschutzes«) Bezeichnung des Schutzgebietsystems des Europarates (Resolution 3/1996) im Rahmen der Berner Konvention.
Endemisch, Endemiten
Arten, die nur in einem geographisch eng umgrenzten Gebiet vorkommen, zum Beispiel auf einer Insel oder ausschließlich in den Alpen. In der Richtlinie meist im Sinne von Arten verwendet, deren Vorkommen auf einen Mitgliedsstaat beschränkt sind und die auch außerhalb der EU nicht vorkommen.
Der Begriff umfasst nach der FFH-Richtlinie Maßnahmen des konservierenden Schutzes und der Wiederherstellung oder Renaturierung für Lebensräume und Arten einschließlich der eventuellen Wiederansiedlung ausgestorbener Tier- und Pflanzenarten.
Europäische Union, früher als EG bzw. EWG , Europäische (Wirtschafts-)Gemeinschaft bezeichnet; Seit 1958 bestanden drei Gemeinschaften: Die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft, die Europäische Gemeinschaft für Atomenergie (EURATOM) und die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl. Diese wurden 1965 in einem Vertrag als Europäische Gemeinschaften zusammengefasst. Wesentliche Gremien sind der Rat der Europäischen Gemeinschaft, die Europäische Kommission, das Europäische Parlament und der Europäische Gerichtshof. Zur Zeit bestehend aus 27 Mitgliedsstaaten: Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg, Niederlande, Dänemark, Irland, Vereinigtes Königreich, Griechenland, Portugal, Spanien, Finnland, Österreich, Schweden, Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn, Zypern, Bulgarien und Rumänien.
Europäische Umweltagentur; Gegründet mit Verordnung Nr. 1210/40 (EWG) des Rates, in Kraft getreten am 30.10.1993, mit Sitz in Kopenhagen. Hauptaufgabe ist die Sammlung und Bereitstellung von themen- und fachspezifischen Informationen zur Entwicklung und Durchführung von Umweltmaßnahmen in der Europäischen Union und den seit 1995 der EUA beigetretenen Mitgliedsstaaten Island, Liechtenstein und Norwegen. Zur EUA gehören: ein Verwaltungsrat (Vertreter der Migliedsstaaten, zwei Kommissionsvertreter, zwei Vertreter des Europäischen Parlaments) sowie ein wissenschaftlicher Beirat mit neun Mitgliedern. Der EUA unterstehen zur Umsetzung in den verschiedenen umweltrelevanten Themenfeldern sogenannte Europäische Thematische Zentren. Die EUA steuert den Aufbau des Umweltinformationssystems.
Durchführungsorgan (Exekutive) der Europäischen Gemeinschaften mit Sitz in Brüssel, zusätzlich mit dem alleinigen Initiativrecht für die EG-Gesetzgebung ausgestattet. Besteht aus sog. Kommissaren mit jeweils zugeordneten Kabinetten und einem Kommissionspräsidenten. Zu seinen Verwaltungsorganen gehören u.a. das Generalsekretariat, der juristische Dienst und 36 Generaldirektionen, darunter z.B. Landwirtschaft (AGRI), Umwelt (ENV), Forschung (RTD) und Fischerei (FISH). Hauptaufgaben der Kommission: Überwachung der Mitgliedsstaaten, Verwaltung, Sanktionsrecht, Ausarbeitung von Ratsvorschlägen, Legislative zur Durchführung von Rats-Akten, Stellungnahmen, Aushandlung von Abkommen und Vertretung der EU vor Gerichten.
Europäischer Gerichtshof mit Sitz in Luxemburg. Hauptaufgaben: Wahrnehmung des Rechtsschutzes bei Klagen der Kommission gegen Mitgliedsstaaten, Staatenklagen untereinander, Nichtigkeitsklagen gegen Rat oder Kommission und Untätigkeitsklagen.
»Versammlung«; Parlament mit derzeit acht politischen Fraktionen und einer Reihe von fraktionslosen Abgeordneten, bestehend aus einem Präsidium und einem Plenum mit 785 europäischen Abgeordneten; Sitz in Straßburg. Hauptaufgaben: Mitwirkung bei der EU-Legislative, Haushaltsfestlegungen, Anfragen an Rat und Kommission (Kontrollrechte).
Organisation europäischer Staaten auf völkerrechtlicher Grundlage mit Sitz in Straßburg. Am 5.5.1949 zunächst von zehn Staaten gegründet. Der Europarat besteht aus den Organen Ministerkomitee (Treffen der Außenminister), Parlamentarische Versammlung (aus Delegierten der nationalen Parlamente) und dem Generalsekretariat in Brüssel zur Führung der Geschäfte. Ziel des Europarates ist eine engere Zusammenarbeit der Mitglieder auf allen Gebieten ausgenommen der Verteidigung. Ihm gehören zur Zeit 46 Staaten an.
Verwaltungsregionen für Statistiken in der Europäischen Union. Hierarchisch gegliedertes, EDV-kodiertes System, welches in Deutschland (Code DE) nach Bundesländern, Regierungsbezirken und Landkreisen gegliedert ist.
Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (Richtlinie 92/43/EWG)
Artikel 6 der FFH-Richtlinie schützt die Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung indem die »Verschlechterung von Lebensraumtypen« und die »Störung« von Arten der Richtlinien-Anhänge zu vermeiden sind, sofern sich diese Störungen »erheblich auswirken« können. Mit Hilfe der FFH-Verträglichkeitsprüfung werden die Auswirkungen eines Vorhabens auf bestimmte ausgewählte Schutzgebiete mit deren Biotopen und Arten geprüft. Das Ergebnis der Prüfung gibt an, ob das geprüfte Vorhaben den Erhaltungszielen widerspricht.
Feuchtgebiete Internationaler Bedeutung (auch Ramsar-Gebiete genannt); Gebiete, die für die Ramsar-Konvention zum Schutz von Feuchtgebieten angemeldet sind.
(engl. SCI, Site of Community Importance) Für die nationalen Gebietslisten (pSCI) nach der FFH-Richtlinie führt die Kommission ein Bewertungsverfahren durch, welches innerhalb von maximal 3 Jahren die Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung festlegt (Artikel 4, Anhang III, Phase 2). Die sächsischen FFH-Gebiete wurden 2004 festgelegt.
Ist die flächendeckende Beschreibung aller Flurstücke (Parzellen) eines Landes – hier auf das Gebiet der EU bezogen. Dabei werden Flurstücke nach ihrer Lage, Nutzung, Größe und in diesem besonderen Fall der Arten- und Biotopvielfalt verzeichnet und kartographisch dargestellt.
Verwaltungsorgan der Europäischen Kommission.
Verfahren zur Auswahl der Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung nach Anhang III, Phase 2 der FFH-Richtlinie. Das Auswahlverfahren führt zur Etablierung des europäischen Schutzgebietssystems NATURA 2000.
Geographisches Informationssystem; Datenverarbeitungsprogramme für Karten- und Bilddaten im Vektor- und Rasterformat.
Habitat-Klassen (engl. habitat classes)
Einteilung von Lebensräumen, basierend auf Formations- oder Landnutzungstypen, die einer groben Beschreibung von NATURA 2000-Gebieten dient (Allgemeiner Gebietscharakter im Standard-Datenbogen).
Ausschuss, der zur Durchführung der Umsetzung der FFH-Richtlinie eingesetzt ist (Artikel 20, 21) und die Kommission unterstützt. Mitglieder für Deutschland: Je ein Vertreter des BMU und ein Repräsentant der Bundesländer.
Obere Landesbehörde im Geschäftsbereich des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL). Seit der Zusammenlegung des LfUG mit der Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) am 1. August 2008 ist nun auch das Thema „Landwirtschaft“ Bestandteil des Aufgabenspektrums des Landesamtes. Als wissenschaftliche Behörde hat das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie Beratungsfunktion für das SMUL.
Lebensraumtypen gemeinschaftlicher Bedeutung nach der FFH-Richtlinie; Biotoptypen oder Biotopkomplexe, die nach Anhang I der FFH-Richtlinie im Schutzgebietssystem Natura 2000 geschützt werden müssen.
Fördertitel des Natur- und Umweltschutzes der Europäischen Union. Im Naturschutz ist hier eine finanzielle Unterstützung der Umsetzung der FFH-Richtlinie und der Vogelschutzrichtlinie vorrangige Aufgabe.
LIFE-Ausschuss
Ausschuss, der über die Vergabe von Fördermitteln (LIFE) der Europäischen Union im Natur- und Umweltschutz entscheidet.
Landschaftsschutzgebiet; nationale Schutzgebietskategorie nach § 26 BNatSchG
Verpflichtung der Mitgliedsstaaten der EU, die notwendigen Erhaltungsmaßnahmen in den jeweiligen NATURA 2000-Gebieten durchzuführen.
Managementplan/Bewirtschaftungsplan
Spezieller Plan für die jeweiligen NATURA 2000-Schutzgebiete, der die nach Artikel 6 der FFH-Richtlinie erforderlichen Erhaltungsmaßnahmen für das betreffende Gebiet festlegt. Der Plan muss dabei die ökologischen Ansprüche der Lebensraumtypen und Arten berücksichtigen.
In der Regel sind im Kontext des Auftritts die 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU) gemeint.
Verpflichtung zu einer allgemeinen Überwachung des Erhaltungszustandes der Arten des Anhangs II, IV und V und der Lebensraumtypen des Anhangs I nach Artikel 11 der FFH-Richtlinie sowie der europäischen Vogelarten.
Erste Bewertungsphase der nationalen Gebietslisten gemäß Art. 4 nach den Kriterien des Anhangs III der FFH-Richtlinie. Die Bewertung wird von den Mitgliedsstaaten, in Deutschland vom Bundesamt für Naturschutz (BfN), durchgeführt.
Bis Juni 1995 mussten Gebietsvorschläge der Mitgliedsstaaten (engl. pSCI, proposed Sites of Community Importance) in nationalen Listen für die FFH-Richtlinie an die Kommission gesandt werden (Artikel 4, Anhang III, Phase1).
Schutzgebietssystem der Europäischen Union, umfasst die Gebiete nach der FFH-Richtlinie und der Vogelschutzrichtlinie.
Einheiten der auf MEYNEN & SCHMIDTHÜSEN (1953-1962) basierenden, vom Bundesamt für Naturschutz zusammengestellten und vereinfachten naturräumlichen Gliederung, die der nationalen Bewertung für die FFH-Richtlinie zu Grunde liegen.
(engl. Non-Governmental Organisation) Nicht-Regierungsorganisation, meist als Sammelbezeichnung für die Naturschutzverbände gebraucht.
Naturschutzgebiet, nationale Schutzgebietskategorie nach § 23 BNatSchG.
Nationalpark, nationale Schutzkategorie nach § 24 Bundesnaturschutzgesetz zum Schutz großflächig naturnaher Ökosysteme und Landschaften, gleichzeitig internationale Schutzkategorie der IUCN (International Union for Conservation of Nature).
Abkürzung für proposed Site of Community Importance (deutsch: vorgeschlagenes Gebiet von gemeinschaftlicher Bedeutung). Mittlerweile sind alle sächsischen FFH-Gebiete als SCI bestätigt und in der Liste von Gebieten von gemeinschaftlicher Bedeutung in der kontinentalen biogeografischen Region von der EU-Kommission veröffentlicht (http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2008:012:0383:0677:DE:PDF).
Prioritäre Arten/Lebensräume
Arten beziehungsweise natürliche Lebensraumtypen, deren Erhaltung im Gebiet der Europäischen Union eine besondere Bedeutung zukommt: Kennzeichnung in den Anhängen I bzw. II der FFH-Richtlinie mit Sternchen (*). Konsequenzen: Unmittelbare Anerkennung entsprechender Gebiete der nationalen Gebietslisten, bessere finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten durch LIFE, strengere Vorschriften für Ausnahmeregelungen; bei Eingriffen ist in bestimmten Fällen eine Stellungnahme der Kommission erforderlich.
s. FIB
1971 in Ramsar/Iran in Form eines Vertrages der Teilnehmerstaaten getroffenes Übereinkommen über Feuchtgebiete Internationaler Bedeutung (FIB). Die Ramsar-Gebiete erfüllen die Kriterien der Vogelschutzrichtlinie und sollten daher als Gebiete gemäß Art. 4 der Vogelschutzrichtlinie benannt werden.
Politisches Zentralorgan der Europäischen Gemeinschaften beziehungsweise Europäischen Union, von der die wesentlichen Gesetzgebungsakte ausgehen. Besteht aus Ministern der Regierungen der Mitgliedsstaaten unter Vorsitz einer alle 6 Monate wechselnden Präsidentschaft. Hauptaufgaben: EU-Legislative und völkerrechtliche Abkommen.
Orig. directive; eine Variante der Rechtsetzung durch die Europäische Union. Während Richtlinien der EU von den Mitgliedsstaaten in nationales Recht umgesetzt werden müssen, gelten Verordnungen der EU unmittelbar.
(hier:) Kandidatenliste oder Liste fachlich geeigneter Gebiete für eine Meldung als FFH- oder Vogelschutzgebiet.
(engl. Site of Community Importance); Gebiet von gemeinschaftlicher Bedeutung.
Abstecken, Abgrenzung, Festlegung des Untersuchungsrahmens, Festlegung des Untersuchungsumfangs, Scoping (eingedeutscht).
Verpflichtung zur Sicherung der für NATURA 2000 vorgeschlagenen Gebiete vor ihrer formalen Schutzgebietsausweisung (Art. 6, FFH-Richtlinie).
(engl. Special Protection Area); s. Vogelschutzgebiet.
Abkürz. SAC; ein Gebiet, welches als Besonderes Schutzgebiet ausgewiesen wurde (nationales NATURA 2000-Gebiet). Die Unterschutzstellung erfolgt eine Rechts- oder Verwaltungsvorschrift, wenn nicht durch vertragliche Vereinbarungen oder durch die Verfügungsbefugnis eines öffentlichen oder gemeinnützigen Trägers ein gleichwertiger Schutz gewährleistet ist. In Sachsen werden die NATURA 2000-Gebiete durch Grundschutzverordnungen rechtlich geschützt.
NATURA 2000-Meldebogen; für die Meldung von Gebieten nach FFH-Richtlinie und nach Vogelschutzrichtlinie zu verwendendes, standardisiertes Formular, das über den Habitatsausschuss als offizielles Dokument verabschiedet ist.
Technische Anleitung Lärm;
Verwaltungsvorschrift, die Richtwerte für Geräuschemissionen enthält.
Technische Anleitung Luft;
Verwaltungsvorschrift, die Grenzwerte für Luftimmissionen sowie stoff- und anlagenbezogene Emissionswerte enthält.
Abkürz. "UFB"; ehem. Bezeichnung der Unterabteilung, die innerhalb der Regierungspräsidien (jetzt Landesdirektion) für den Bereich "Naturschutz und Landschaftspflege" zuständig war. Im Jahr 2008 wurden viele Aufgaben der ehem. UFB von den Landkreisen und kreisfreien Städten sowie vom Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie übernommen. Die restlichen Aufgaben werden von der Landesdirektion wahrgenommen.
Bundesgesetz mit dem Zweck, bei der Zulassung bestimmter Vorhaben wie Planfeststellungs- und Genehmigungsverfahren nach einheitlichen Grundsätzen die Auswirkungen auf die Umwelt frühzeitig und umfassend zu ermitteln, zu beschreiben und zu bewerten und das Ergebnis der Prüfung bei allen behördlichen Entscheidungen über die Zulässigkeit von Projekten zu berücksichtigen.
s. FFH-Verträglichkeitsprüfung
(engl. Special Protection Area, SPA); Nach Richtlinie 79/409/EWG als Schutzgebiet für Vogelarten des Anhangs I in der jeweils gültigen Fassung gemäß Art. 4 (1) ausgewiesene Gebiete.
Vogelschutzrichtlinie (Richtlinie 79/409/EWG) über die Erhaltung der wildlebenden Vogelarten.
VSchRL
Fachausschuss beziehungsweise Expertengruppe zur Klärung wissenschaftlicher Fragen für den Habitatausschuss im Rahmen der Umsetzung der FFH-Richtlinie.