Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=17.02.2005&Aktenzeichen=IX%20ZR%20159/03
Timestamp: 2019-09-17 03:31:49
Document Index: 335854687

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 546', 'BGH', '§ 551', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 17.02.2005 - IX ZR 159/03 - dejure.org
https://dejure.org/2005,2824
BGH, 17.02.2005 - IX ZR 159/03 (https://dejure.org/2005,2824)
BGH, Entscheidung vom 17.02.2005 - IX ZR 159/03 (https://dejure.org/2005,2824)
BGH, Entscheidung vom 17. Februar 2005 - IX ZR 159/03 (https://dejure.org/2005,2824)
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Einreichung der Begründung einer Nichtzulassungsbeschwerde für eine zugelassene und eingelegte Revision als Revisionsbegründung; Auswirkungen des Fehlens formaler Revisionsanträge auf die Zulässigkeit der Revisionsbegründung; Tatbestandsberichtigung eines ...
Versehentlich eingelegte Nichtzulassungsbeschwerde für eine zugelassene Revision als ausreichende Revisionsbegründung
FamRZ 2005, 974 (Ls.)
Das Fehlen eines auf die Hilfswiderklage bezogenen formalen Revisionsantrags schränkt weder den Umfang der Anfechtung ein noch macht sie die Revisionsbegründung unzulässig, wenn - wie im Streitfall - der Inhalt der Revisionsbegründung den Umfang des Revisionsangriffs klar erkennen lässt (vgl. BGH, Urteil vom 29. September 1953 - I ZR 164/52, LM § 546 ZPO Nr. 14; Urteil vom 17. Februar 2005 - IX ZR 159/03, NJW-RR 2005, 794).
Das ist etwa angenommen worden, wenn eine Beschwerdebegründung versehentlich für eine zugelassene und eingelegte Revision eingereicht wird und deren Anforderungen entspricht (BGH, Urt. v. 17. Februar 2005 - IX ZR 159/03, NJW-RR 2005, 794).
Der - ausdrücklich als "Revisionsbegründung" bezeichnete - Schriftsatz genügt den Anforderungen des § 551 Abs. 3 Satz 1 ZPO, da der Inhalt der Begründung den Umfang des Revisionsangriffs klar erkennen lässt (vgl. BGH, Urteil vom 17. Februar 2005 - IX ZR 159/03, NJW-RR 2005, 794, juris Rn. 7).
Im Zweifel hat der Rechtsanwender in diesen Fällen davon auszugehen, dass die Partei das anstrebt, was nach den Maßstäben der Prozessordnung vernünftig ist und der recht verstandenen Interessenlage der Partei entspricht (BGH NJW-RR 1995, 1183; 2000, 1146; vgl. auch BGH NJW-RR 2005, 794; Senat, Beschl. v. 23.10.2006, Az. I-24 W 71/06 [n.v.]).