Source: https://www.gesetze-im-internet.de/geoitausbv/BJNR069400010.html
Timestamp: 2017-10-18 15:04:46
Document Index: 324317074

Matched Legal Cases: ['§ 9', '§ 10', '§ 12', '§ 13', '§ 14', '§ 15', '§ 4', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 1', '§ 11', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9']

GeoITAusbV - Verordnung über die Berufsausbildung in der Geoinformationstechnologie
"Verordnung über die Berufsausbildung in der Geoinformationstechnologie vom 30. Mai 2010 (BGBl. I S. 694)"
zum Geomatiker/zur Geomatikerin
zum Vermessungstechniker/
zur Vermessungstechnikerin
§ 9 Ausbildungsrahmenplan, Ausbildungsberufsbild
§ 10 Durchführung der Berufsausbildung
§ 12 Abschlussprüfung in der Fachrichtung Vermessung
§ 13 Gewichtungs- und Bestehensregelungen in der Fachrichtung Vermessung
§ 14 Abschlussprüfung in der Fachrichtung Bergvermessung
§ 15 Gewichtungs- und Bestehensregelungen in der Fachrichtung Bergvermessung
Anlage 1 Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Geomatiker/zur Geomatikerin
Anlage 2 Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Vermessungstechniker/zur Vermessungstechnikerin
Geomatiker/Geomatikerin,
werden nach § 4 Absatz 1 des Berufsbildungsgesetzes staatlich anerkannt. Soweit die Ausbildung im Bereich des öffentlichen Dienstes stattfindet, sind sie Ausbildungsberufe des öffentlichen Dienstes. Im Übrigen sind sie Ausbildungsberufe der gewerblichen Wirtschaft.
Die Ausbildungen dauern jeweils drei Jahre.
für beide Ausbildungsberufe in gemeinsame Qualifikationen über zwölf Monate im ersten Ausbildungsjahr,
im Ausbildungsberuf Vermessungstechniker/Vermessungstechnikerin in die Fachrichtungen
Vorschriften für den Ausbildungsberuf zum Geomatiker/zur Geomatikerin
(1) Gegenstand der Berufsbildung sind mindestens die im Ausbildungsrahmenplan (Anlage 1) aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten (berufliche Handlungsfähigkeit). Eine von dem Ausbildungsrahmenplan abweichende Organisation der Ausbildung ist insbesondere zulässig, soweit betriebspraktische Besonderheiten die Abweichung erfordern.
(2) Die Berufsausbildung zum Geomatiker/zur Geomatikerin gliedert sich wie folgt (Ausbildungsberufsbild):
Berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten nach § 3 Nummer 1:
Berufsbezogene Rechts- und Verwaltungsvorschriften, Normen und Standards,
Einzelprozesse des Geodatenmanagements:
Erfassen und Beschaffen von Daten,
Bearbeiten, Qualifizieren und Visualisieren von Daten,
Interpretieren, Zusammenführen, Verknüpfen und Auswerten von Daten;
Weitere berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten nach § 3 Nummer 2:
Informations- und Kommunikationssysteme der Geomatik:
Nutzen von Informations- und Kommunikationssystemen,
Einsetzen von Datenbanksystemen,
Anwenden automatisierter Prozesse,
Aufbau, Konzeption und Anwendungen von Geoinformationssystemen und Geodateninfrastrukturen;
Ganzheitliche Prozesse des Geodatenmanagements,
Auftragsabwicklung und Marketing:
Planen und Durchführen von Aufträgen,
Durchführen von Marketing und Öffentlichkeitsarbeit;
Integrative Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten nach § 3 Nummer 2:
Betriebliche und technische Kommunikation und Organisation,
Qualitätsmanagement und Kundenorientierung.
(3) Für die Zwischenprüfung bestehen folgende Vorgaben:
naturwissenschaftliche und mathematische Grundlagen der Geoinformationstechnologie anwenden,
berufsbezogene Rechts- und Verwaltungsvorschriften, Normen und Standards berücksichtigen,
Daten bearbeiten, qualifizieren, visualisieren sowie Ergebnisse dokumentieren
1. Prüfungsbereich Geodatenprozesse 40 Prozent,
2. Prüfungsbereich Geodaten-
präsentation 15 Prozent,
3. Prüfungsbereich Geoinformations-
technik 15 Prozent,
4. Prüfungsbereich Geodaten-
management 20 Prozent,
im Prüfungsbereich Geodatenprozesse mit mindestens „ausreichend“,
Vorschriften für den Ausbildungsberuf zum Vermessungstechniker/ zur Vermessungstechnikerin
(1) Gegenstand der Berufsbildung sind mindestens die im Ausbildungsrahmenplan (Anlage 2) aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten (berufliche Handlungsfähigkeit). Eine von dem Ausbildungsrahmenplan abweichende Organisation der Ausbildung ist insbesondere zulässig, soweit betriebspraktische Besonderheiten die Abweichung erfordern.
(2) Die Berufsausbildung zum Vermessungstechniker/zur Vermessungstechnikerin gliedert sich wie folgt (Ausbildungsberufsbild):
Ganzheitliche Prozesse des Vermessungswesens und des Geodatenmanagements:
Durchführen von vermessungstechnischen Berechnungen,
Anwenden von Informations- und Kommunikationssystemen der Geoinformationstechnologie,
Visualisieren von Geodaten;
Berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Vermessung nach § 3 Nummer 3 Buchstabe a:
Bauordnung, Bodenordnung und Grundstückswertermittlung,
Durchführen von technischen Vermessungen;
Berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Bergvermessung nach § 3 Nummer 3 Buchstabe b:
Anfertigen und Nachtragen von bergmännischem Risswerk,
Erfassen und Darstellen von Lagerstätten und Nebengesteinen,
Bergtechnik und Betriebsabläufe,
Durchführen und Auswerten von bergbauspezifischen Vermessungen;
(1) Die in dieser Verordnung genannten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sollen so vermittelt werden, dass die Auszubildenden zur Ausübung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit im Sinne von § 1 Absatz 3 des Berufsbildungsgesetzes befähigt werden, die insbesondere selbstständiges Planen, Durchführen und Kontrollieren einschließt. Diese Befähigung ist auch in Prüfungen nach den §§ 11, 12 und 14 nachzuweisen.
Daten bearbeiten, qualifizieren, visualisieren sowie Ergebnisse dokumentieren,
(6) Für den Prüfungsbereich Öffentliche Aufgaben und technische Vermessungen bestehen folgende Vorgaben:
auf Grundlage der entsprechenden rechtlichen Vorschriften Erhebungsdaten für die Übernahme in das Liegenschaftskataster qualifizieren,
unter Beachtung der rechtlichen Grundlagen Planungsgeometrien beurteilen und vermessungstechnisch umsetzen,
fachbezogene Verwaltungsakte unterscheiden,
Verfahren der Bodenordnung, des Bodenmanagements und der Grundstückswertermittlung unterscheiden und
Vermessungen hoher Genauigkeiten unterscheiden, auswerten und visualisieren
1. Prüfungsbereich Vermessungstech-
nische Prozesse 40 Prozent,
2. Prüfungsbereich Geodatenbearbeitung 30 Prozent,
3. Prüfungsbereich Öffentliche Aufgaben
und technische Vermessungen 20 Prozent,
im Prüfungsbereich Geodatenbearbeitung mit mindestens „ausreichend“,
1. Prüfungsbereich Vermessungs-
technische Prozesse 40 Prozent,
3. Prüfungsbereich Bergbauspezifische
Prozesse 20 Prozent,
(4) Auf Antrag des Prüflings ist die Prüfung in einem der mit schlechter als „ausreichend“ bewerteten Prüfungsbereiche, in denen Prüfungsleistungen mit eigener Anforderung und Gewichtung schriftlich zu erbringen sind, durch eine mündliche Prüfung von etwa 15 Minuten zu ergänzen, wenn dies für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann. Bei der Ermittlung des Ergebnisses für diesen Prüfungsbereich sind das bisherige Ergebnis und das Ergebnis der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis von 2:1 zu gewichten.
Berufsausbildungsverhältnisse, die bei Inkrafttreten dieser Verordnung in den Ausbildungsberufen Kartograph/Kartographin, Vermessungstechniker/Vermessungstechnikerin sowie Bergvermessungstechniker/Bergvermessungstechnikerin bestehen, können unter Anrechnung der bisher zurückgelegten Ausbildungszeit nach den Vorschriften dieser Verordnung fortgesetzt werden, wenn die Vertragsparteien dies vereinbaren.
Diese Verordnung tritt am 1. August 2010 in Kraft. Gleichzeitig treten die Verordnung über die Berufsausbildung zum Kartographen/zur Kartographin vom 4. März 1997 (BGBl. I S. 536), die Verordnung über die Berufsausbildung zum Vermessungstechniker/zur Vermessungstechnikerin vom 17. Dezember 1994 (BGBl. I S. 3889) und die Bergvermessungstechniker-Ausbildungsverordnung vom 28. Januar 1993 (BGBl. I S. 137) außer Kraft.
Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Geomatiker/zur Geomatikerin
(Fundstelle: BGBl. I 2010, 701 - 706)
13.–36.
1 Berufsbezogene Rechts- und Verwaltungsvorschriften,
Eigentum und andere Rechte an Grund und Boden beachten
Rechts- und Verwaltungsvorschriften des Vermessungs- und Geoinformationswesens anwenden
einschlägige bau- und planungsrechtliche Gesetze und Vorschriften anwenden
medienrechtliche Vorschriften, insbesondere Urheber-, Nutzungs- und Schutzrechte, beachten
Normen und Standards des Geoinformationswesens anwenden
2 Grundlagen der Geoinformationstechnologie
Grundlagen des Raumbezugs unterscheiden
Aufbau und Nachweis der Koordinatenreferenzsysteme unterscheiden
amtliche Festpunktinformationssysteme hinsichtlich Realisierung und Nachweise unterscheiden
Grundzüge der Fotogrammetrie sowie Fernerkundungsmethoden unterscheiden
naturwissenschaftliche und mathematische Grundlagen der Geodäsie, Kartografie und Fernerkundung anwenden
3 Einzelprozesse des
Geodatenmanagements
3.1 Erfassen und Beschaffen von Daten
(§ 4 Absatz 2 Abschnitt A Nummer 3.1)
Anforderungen an die zu erhebenden Geodaten und Fachdaten bestimmen und Bezugsquellen unterscheiden
vermessungstechnische Methoden und Methoden der Fernerkundung unterscheiden, Lagevermessungen oder Höhenvermessungen oder satellitengestützte Vermessungen durchführen
Vermessungsgeräte hinsichtlich ihrer Einsatzgebiete, Funktionsweise und Handhabung unterscheiden
gescannte Pläne, Karten und Vorlagen einpassen, georeferenzieren und entzerren
vermessungstechnisch erhobene Daten übertragen, sichern, bereinigen und für die Bearbeitung bereitstellen
Vermessungsergebnisse dokumentieren, sichern und speichern
digitale und analoge Vorlagen vektorisieren und attributieren
3.2 Bearbeiten, Qualifizieren und Visualisieren von Daten
(§ 4 Absatz 2 Abschnitt A Nummer 3.2)
Geodaten auf Aktualität, Genauigkeit, Korrektheit, Vollständigkeit und Plausibilität überprüfen, korrigieren und dokumentieren
Lage, Höhe, Flächen und Volumen von Geodaten berechnen und Fehlereinflüsse berücksichtigen
Grundlagen der kartografischen Darstellungsformen unterscheiden
Metadateninformationssysteme hinsichtlich Aufbau, Inhalt und Nutzung unterscheiden, mit Metadatenkatalogen umgehen
3.3 Interpretieren, Zusammenführen, Verknüpfen und Auswerten von Daten
(§ 4 Absatz 2 Abschnitt A Nummer 3.3)
Datenaustauschformate unterscheiden und Daten konvertieren
Daten von verschiedenen Quellen bewerten, interpretieren und zusammenführen, neue Datensätze generieren
1 Informations- und Kommunikationssysteme der Geomatik
1.1 Nutzen von Informations- und Kommunikationssystemen
(§ 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer 1.1)
Netzwerke sowie Hard- und Softwareschnittstellen nutzen
1.2 Einsetzen von Datenbanksystemen
(§ 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer 1.2)
Datenbankmanagementsysteme hinsichtlich ihrer Funktionsweise unterscheiden
Datenbanken einsetzen
1.3 Anwenden automatisierter Prozesse
(§ 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer 1.3)
Entwicklungsumgebungen anwenden
Skripte für die Automatisierung in der Geoinformationstechnologie anwenden
Programmerweiterungen erstellen
1.4 Aufbau, Konzeption und Anwendungen von Geoinformationssystemen und Geodateninfrastrukturen
(§ 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer 1.4)
internationale, nationale und regionale Geodateninfrastrukturen unterscheiden
Geodatendienste auswählen
Geoinformationssysteme nach Anwendungen unterscheiden
Komponenten nach Einsatzzwecken und Einsatzmöglichkeiten unterscheiden
Modellkonzeptionen von Geoinformationssystemen unterscheiden
Funktionalitäten von Geoinformationssystemen anwenden
Mehrwerte durch Geoinformationssysteme aufzeigen
2 Ganzheitliche Prozesse des Geodatenmanagements
Daten und Informationen recherchieren, bewerten und auswählen
Geodaten und Fachdaten beziehen
internetbasierte Dienste nutzen
Form, Größe und Lage von Objekten aus optischen Bilddaten mittels fernerkundlicher Verfahren bestimmen
teilautomatische und automatische Prozesse zur Vektorisierung anwenden
Daten dokumentieren, klassifizieren und strukturiert speichern
Datenverarbeitung und -qualifizierung:
topologische Bezüge beachten und anpassen
logische und räumliche Operatoren anwenden
Vektordaten generalisieren
Geodaten automatisiert transformieren
Geodaten importieren und exportieren
Daten mit indirektem Raumbezug geokodieren
Datenzusammenführung und -auswertung:
Zusammenhang von GIS-Anwendungen und Datenbanksystemen berücksichtigen
neue Geodaten und Geoinformationen durch GIS-Analysen schaffen
Daten in Dateien und Datenbanksysteme importieren, einbinden und verwalten
GIS-spezifische Such-, Selektions-, Mess- und Auswertefunktionen anwenden
Rasterdaten, Karten, Pläne sowie Skizzen oder Bilder zur Weiterbearbeitung in Bezugsysteme überführen und georeferenzieren
Archive verwalten, fortführen und nutzen
Methoden der digitalen Bildbearbeitung unterscheiden
Geodatenvisualisierung und -präsentation:
grafische Gestaltungsmittel zur Visualisierung von Geodaten auswählen und einsetzen
Generalisierungsregeln bei der kartografischen Gestaltung anwenden
topografische oder thematische Karten herstellen
Geodaten in Diagrammen, Infografiken und kartenverwandten Darstellungen visualisieren
Printprodukte und multimediale Präsentationen herstellen
Farbmanagementsysteme und Farbprüfverfahren anwenden
Geodaten auf Basis unterschiedlicher Ausgabemedien aufbereiten, prüfen, ausgeben und bereitstellen
Werkzeuge der Produktpräsentationen unterscheiden
webbasierte Anwendungen herstellen
3 Auftragsabwicklung und
3.1 Planen und Durchführen von Aufträgen
(§ 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer 3.1)
Arbeitsauftrag analysieren, technische Realisierbarkeit prüfen und Verfahrenswege für die Erstellung von Produkten und Dienstleistungen auswählen
Auftragsverwaltungssystem anwenden
rechtliche Vorschriften und Vorgaben zur Kostenkalkulation anwenden
Material- und Personalbedarf planen, Durchführung überwachen
Verfahren der Kosten- und Leistungsrechnung anwenden, Nachkalkulation durchführen
3.2 Durchführen von Marketing und Öffentlichkeitsarbeit
(§ 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer 3.2)
Marketing- und Verkaufsförderungsmaßnahmen vorbereiten, an der Durchführung mitwirken
5 Betriebliche und technische Kommunikation und Organisation
deutsche und fremdsprachliche Fachbegriffe der Geoinformationstechnologie anwenden
IT-gestützte Büro-, Informations- und Kommunikationssysteme einsetzen
Pflege, Wartung und Instandhaltung der eingesetzten Geräte und Systeme als Teil des Qualitätsmanagements berücksichtigen und Maßnahmen ergreifen, Vorschriften zum Datenschutz beachten
rechtliche, technische und betriebliche Regelungen zur Datensicherung und Datensicherheit beachten
Termine und auftragsbezogene Ressourcen planen und überwachen
6 Qualitätsmanagement und Kundenorientierung
Aufgaben, Bedeutung und Ziele qualitätssichernder Maßnahmen erläutern
Fehler und Qualitätsmängel erkennen und Maßnahmen zur Beseitigung der Ursachen ergreifen, Vorgänge dokumentieren
qualitätssichernde Maßnahmen im eigenen Arbeitsbereich anwenden, insbesondere Eingangsdaten sowie Zwischen- und Endergebnisse prüfen und beurteilen
Anlage 2 (zu § 9 Absatz 1 Satz 1)
Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Vermessungstechniker/zur Vermessungstechnikerin
(Fundstelle: BGBl. I 2010, 707 - 712)
13.–24.
1 Berufsbezogene Rechts- und Verwaltungsvorschriften, Normen und Standards
(§ 9 Absatz 2 Abschnitt A Nummer 1)
medienrechtliche Vorschriften, insbesondere Urhe- ber-, Nutzungs- und Schutzrechte, beachten
(§ 9 Absatz 2 Abschnitt A Nummer 2)
3 Einzelprozesse des Geo-
(§ 9 Absatz 2 Abschnitt A Nummer 3)
(§ 9 Absatz 2 Abschnitt A Nummer 3.1)
vermessungstechnisch erhobene Daten übertragen, sichern, bereinigen und für die Bearbeitung bereit-stellen
(§ 9 Absatz 2 Abschnitt A Nummer 3.2)
(§ 9 Absatz 2 Abschnitt A Nummer 3.3)
1 Ganzheitliche Prozesse des Vermessungswesens und des Geodatenmanagements
(§ 9 Absatz 2 Abschnitt B Nummer 1)
1.1 Vermessungstechnische Methodik
(§ 9 Absatz 2 Abschnitt B Nummer 1.1)
Abläufe für Messeinsätze planen, insbesondere Unterlagen beschaffen und sichten, Messverfahren festlegen, Arbeitsmittel und Instrumente auswählen sowie Personalbedarf planen
vermessungstechnische Methoden und Erhebungsverfahren anwenden
Funktionskontrollen bei Vermessungsinstrumenten planen und durchführen
Verfahren im Bereich sonstiger Vermessungen, insbesondere im Bereich Bauvermessung, Bauwerksvermessung und Industrievermessung, unterscheiden
1.2 Durchführen von vermessungstechnischen Berechnungen
(§ 9 Absatz 2 Abschnitt B Nummer 1.2)
Punktberechnungen aus Aufnahmeelementen durchführen, insbesondere in Lage, Höhe, Raum, einschließlich erforderlicher Kontrollen
Koordinaten-, Höhen- und Flächenberechnungen aus vorhandenen Unterlagen durchführen
Transformationsverfahren unterscheiden
Helmert-Transformationen anwenden
Methoden zur Homogenisierung von Daten unterscheiden
Flächenberechnungen durchführen, insbesondere in Koordinatensystemen, einschließlich erforderlicher Reduktionen, Fehlereinflüsse berücksichtigen
Höhenberechnungen durchführen, insbesondere von Höhenmodellen, Höhenschnitten und Profilen
Massenberechnungen durchführen
1.3 Anwenden von Informations- und Kommunikationssystemen der Geoinformationstechnologie
(§ 9 Absatz 2 Abschnitt B Nummer 1.3)
Geodaten-, Geobasisdaten- und Geofachdatenquellen unterscheiden, Daten beschaffen
Geodatendienste unterscheiden
1.4 Visualisieren von Geodaten
(§ 9 Absatz 2 Abschnitt B Nummer 1.4)
Grundlagen der Darstellungsformen unterscheiden
Geodaten mittels CAD-Systemen konstruieren, darstellen und interpretieren
2D- und 3D-Objekte modellieren und auswerten
Geodaten in Geoinformationssystemen bearbeiten, darstellen, verwalten, auswerten, interpretieren und präsentieren
Abschnitt C: Weitere berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Vermessung
25.–36. Monat
1 Liegenschaftskataster und Grundbuch
(§ 9 Absatz 2 Abschnitt C Nummer 1)
berufsspezifische Regelungen der Grundbuchordnung und des Eigentumserwerbs beachten
rechtliche Grundlagen der Landesvermessung und des Liegenschaftskatasters anwenden
Grundlagen der Bodenschätzung unterscheiden
Inhalte fachbezogener Verwaltungsakte unterscheiden und verwaltungsaktbezogene Unterlagen vorbereiten
Erhebungsdaten für die Übernahme in das Liegenschaftskataster qualifizieren
2 Bauordnung, Bodenordnung und Grundstückswertermittlung
(§ 9 Absatz 2 Abschnitt C Nummer 2)
bauordnungs- und planungsrechtliche Gesetze und Vorschriften anwenden, bauordnungsrechtliche Unterlagen vorbereiten
Planungsgeometrien beurteilen und vermessungstechnisch umsetzen
Bodenordnungsverfahren unterscheiden, insbesondere Bewertungsgrundlagen und Verteilungsmaßstäbe
Grundlagen der Grundstückswertermittlung unterscheiden
3 Durchführen von technischen Vermessungen
(§ 9 Absatz 2 Abschnitt C Nummer 3)
Vermessungen hoher Genauigkeit durchführen
Verfahren der Datenerhebung und Auswertung anwenden
Fehlereinflüsse erkennen und kompensieren
Ergebnisse unter Berücksichtigung interdisziplinärer Anforderungen visualisieren
Abschnitt D: Weitere berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Bergvermessung
1 Anfertigen und Nachtragen von bergmännischem Risswerk
(§ 9 Absatz 2 Abschnitt D Nummer 1)
bergmännisches Risswerk nach Form und Inhalt unterscheiden
bergmännisches Risswerk im Hinblick auf die Bergbausicherheit beachten
Projektions- und Abbildungsarten im bergmännischen Risswerk anwenden
Konstruktionen im bergmännischen Risswerk durchführen
Kartenwerke und Geodaten von Behörden, insbesondere des Bergbaus, bei der Anfertigung und Nachtragung des bergmännischen Risswerks nutzen
2 Erfassen und Darstellen von Lagerstätten und Nebengesteinen
(§ 9 Absatz 2 Abschnitt D Nummer 2)
Aufbau der Erdkruste, Gesteine und Lagerstättenarten unterscheiden
Lagerstättenkörper des Bergbaubetriebes unterscheiden
tektonische Elemente und ihre Bedeutung für betriebliche Abläufe darstellen
an geologischen Aufnahmen mitwirken
3 Bergtechnik und Betriebsabläufe
(§ 9 Absatz 2 Abschnitt D Nummer 3)
sicherheitsrelevante Maßnahmen und Kommunikationsabläufe anwenden
Aufbau und Wirkungsweise von Maschinen und Anlagen des Bergbaubetriebes unterscheiden
Abbauverfahren des Bergbaubetriebes unterscheiden
bergvermessungstechnische Tätigkeiten unter Beachtung der Sicherheitsvorschriften durchführen, insbesondere während betrieblicher Arbeitsabläufe
4 Durchführen und Auswerten von bergbauspezifischen Vermessungen
(§ 9 Absatz 2 Abschnitt D Nummer 4)
Orientierungsmessungen im Bergbau durchführen
bergbauspezifische Messungen durchführen und auswerten
gebirgsmechanische Auswirkungen von Abbauverfahren unterscheiden
Boden- und Gebirgsbewegungsmessungen durchführen und auswerten
(§ 9 Absatz 2 Abschnitt E Nummer 1)
(§ 9 Absatz 2 Abschnitt E Nummer 2)
(§ 9 Absatz 2 Abschnitt E Nummer 3)
(§ 9 Absatz 2 Abschnitt E Nummer 4) Zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbelastungen im beruflichen Einwirkungsbereich beitragen, insbesondere
(§ 9 Absatz 2 Abschnitt E Nummer 5)
(§ 9 Absatz 2 Abschnitt E Nummer 6)
Aufgaben, Bedeutung und Ziele qualitätssichernder Maßnahmen beachten
Kunden unter Beachtung von Kommunikationsregeln informieren und beraten sowie Kundenanforderungen beachten