Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=III%20ZR%2020/83
Timestamp: 2019-10-17 06:57:36
Document Index: 259782384

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 26', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 13.12.1984 - III ZR 20/83 - dejure.org
https://dejure.org/1984,247
BGH, 13.12.1984 - III ZR 20/83 (https://dejure.org/1984,247)
BGH, Entscheidung vom 13.12.1984 - III ZR 20/83 (https://dejure.org/1984,247)
BGH, Entscheidung vom 13. Dezember 1984 - III ZR 20/83 (https://dejure.org/1984,247)
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Beweislast bei Verletzung eines Schutzgesetzes - Anforderungen an Anscheinsbeweis - Definition und Anforderungen an Negativbeweis - Schadensersatzanspruch im Nachbarschaftsrecht - Beweiserleichterungen bei Beweislast zur Feststellung einer Schadensersatzpflicht
Zur Beweislast bei Verletzung eines Schutzgesetzes
NJW 1985, 1774
VersR 1985, 452
WM 1985, 590
Sollte sich erweisen, dass das Niederschlagswasser infolge der Undichtigkeit des Wandabschlussblechs in das Haus der Kläger eingedrungen ist, also eine objektive und für den geltend gemachten Schaden kausale Verletzung von § 26 Abs. 1 Nr. 1 NRG HE vorliegt, wäre es Sache des Beklagten, Umstände darzulegen und zu beweisen, die geeignet sind, die aus der objektiv feststehenden Pflichtverletzung folgende Annahme seines Verschuldens auszuräumen (vgl. BGH, Urteil vom 13. Dezember 1984 - III ZR 20/83, WM 1985, 590, 591).
Dieser Grundsatz gilt auch, soweit sogenannte negative Umstände anspruchsbegründend sind (BGH, Urt. v. 13.12.1984 - III ZR 20/83, NJW 1985, 1774, 1775).
Vielmehr hat nach ständiger Rechtsprechung derjenige, der sich zur Begründung eines Anspruchs oder eines Gegenrechts auf das Fehlen bestimmter Merkmale berufen will, dies zu beweisen (vgl. z.B. BGH Urteile vom 13. Dezember 1984 - III ZR 20/83 = NJW 1985, 1774 und vom 5. November 1980 - VIII ZR 280/79 = WM 1981, 41).
Die vom Berufungsgericht angeführte Entscheidung des Bundesgerichtshofs (Urteil vom 13. Dezember 1984 - III ZR 20/83, WM 1985, 590 f.) steht dem nicht entgegen.
Hiernach ist den besonderen Schwierigkeiten, denen die beweisbelastete Partei bei sog. negativen Tatsachen regelmäßig ausgesetzt ist, bei der Art und Weise der Beweisführung dadurch Rechnung zu tragen, dass der nicht Darlegungspflichtige näher vorträgt, was für das Positive spricht, und die darlegungspflichtige Partei alsdann dem entgegenstehende Tatsachen vorzutragen hat (BGH, Urteile vom 13. Dezember 1984 - III ZR 20/83 - NJW 1985, 1774 und vom 16. Dezember 1993 - I ZR 231/91 - NJW-RR 1994, 1068 ).
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