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Timestamp: 2019-04-24 11:55:06
Document Index: 82916916

Matched Legal Cases: ['§ 69', '§ 2', '§ 72', '§ 72', '§ 2', '§ 72', '§72', '§ 2', '§ 31', '§13']

Urheberrecht an Lichtbildern [Archiv] - forum.hidden-places.de
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Ein Werkschutz besteht zwar nicht für die Rechte an den Fotos (kein künstlerisches Werk) -
Na, mit Deinen Rechercheerfolgen geht es aber auch immer mehr bergab.
Werkschutz brauchst Du gar nicht heranziehen; 72 UHG regelt alles. Selbst einfache Lichtbilder haben eine Schutzfrist von 50 Jahren nach Erstveröffentlichung.
Populärwissenschaftlich erklärt unter http://de.wikipedia.org/wiki/Bildrechte.
Wer's juristisch mag (Lichtbildwerke vs. Lichtbilder): http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/urhg/__72.html:
werden in entsprechender Anwendung der für Lichtbildwerke geltenden Vorschriften des Teils 1 geschützt.
(3) Das Recht nach Absatz 1 erlischt fünfzig Jahre nach dem Erscheinen des Lichtbildes
oder, wenn seine erste erlaubte öffentliche Wiedergabe früher erfolgt ist, nach dieser,
jedoch bereits fünfzig Jahre nach der Herstellung, wenn das Lichtbild innerhalb dieser Frist
nicht erschienen oder erlaubterweise öffentlich wiedergegeben worden ist.
Die Frist ist nach § 69 zu berechnen.
24.03.2005, 19:33
Ich hatte Dich schon mindestens einmal gebeten, in Zitaten Sachverhalte NICHT zu zerstückeln. Das hatte vor Deiner Zeit bereits Sudel-Ede gut vorgemacht - nun ist er im Jenseits.
Ein Werkschutz besteht zwar nicht für die Rechte an den Fotos (kein künstlerisches Werk) - aber er wird damit sicher viel Geld machen können (Leistungsschutz ist garantiert!).
Damit sind die § 2 und § 72 UHG berührt.
Ja, wenn § 72 ALLES regelt- ist § 2 sicherlich überflüssig....
Da hat der Gesetzgeber wohl etwas zu viel niedergeschrieben.
UrhG § 72 Lichtbilder ....
Richtig ist, daß §72 die Rechte an LICHTBILDern bewertet - insbesondere den LEISTUNGSschutz.
§ 2 hingegen bewertet LichtbildWERKE und damit den WERKschutz
Mehr dazu von mir unter "Rechtliches" - wenn ich die entsprechende Zeit dazu habe (wahrscheinlich erst nach Ostern) - denn dort gehört es hin.
Ansonsten für Interesssenten:
Einfach mal Google bemühen - und auf die Qualifikation der Verfasser achten! Am sichersten sind wahrscheinlich (doch auch nicht immer) die Aussagen von Rechtsanwälten und Fachmedien.
So, dann sind wir uns jetzt also einig, dass Robert die Rechte an den Bildern hat. Noch 50 Jahre. - Und dabei ist es völlig schnurz, ob eine Schöpfungshöhe erreicht ist.
Deine obige Einlassung suggerierte (bewußt oder unbewußt - das mag dahinstehen) etwas anderes.
So, dann sind wir uns jetzt also einig, dass Robert die Rechte an den Bildern hat. Noch 50 Jahre. ....
Ich hoffe, Du legst in Deinem Berufsleben Gesetzlichkeiten nicht ebenso nach Deinem Gutdünken aus.
Das Urheberechtsgesetz legt die Rechte des Urhebers -und NUR DIE RECHTE DES URHEBERS, also nicht DIE (gleichbedeutend mit ALLE) Befugnisse eines Rechteinhabers - fest.
Im § 31 ist die Einräumung von Nutzungsrechten geregelt.
Die Einräumung von Rechten ist gewöhnlich in mündlicher bzw. schriftlicher Übereinkunft als Vertrag zulässig. Sicherheitshalber sollte immer die beiderseits beurkundete Schriftform gewählt werden - jedoch ist auch die mündliche Abrede zulässig.
Solche Rechte können beispielsweise auch das uneingeschränkte Veröffentlichungsrecht beinhalten.
Laut Urheberrechtsgesetz §13 KANN der Urheber bestimmen, ob das Werk mit einer Urheberbezeichnung zu versehen und welche Bezeichnung zu verwenden ist - er muß es nicht. Ergo ist eine Veröffentlichung durch den Nutzungsberechtigten ohne namentliche Nennung bei fehlender diesbezüglicher Forderung des Urhebers nach meinem (und anderer) Verständnis dem Grunde nach möglich.
Sicher kann (auch nach meinem Verständnis) auf bestehende Nutzungsrechte geschlußfolgert werden, wenn der Besitzer eine Lichtbildwerkes (bzw. Lichtbildes) im Besitz eines vom Urheber handschriftlich gekennzeichneten Datenträgers ist. Insofern sollte jeder, der Urheberrechte geltend machen möchte, auf einem solchen Datenträger seine Einschränkungen in Schriftform dokumentieren. Es ist bei Rechtsstreitigkeiten weitestgehend sehr nützlich.
Die Rechte eines Urhebers sind fast ausschließlich "Kann-"Bestimmungen. D. h., er muß nicht darauf bestehen - also: Es ist das ausschließliche Recht des Urhebers, Verletzungen seiner Rechte in Persona selbst wahrzunehmen bzw. jemanden damit zu beauftragen. Wer sich dazu eigenständig Kraft eigenem Sendungsempfindung als Sprachrohr des Urhebers ermächtigt, mischt sich unter Umständen in fremde Befugnisse ein und könnte damit eine Rechtswidrigkeit begehen.
Hier möchte ich zunächst den ersten Exkurs in das Urheberrecht im Sinne meines Verständnisses beenden.
Entsprechend den Hinweisen zu diesem Forum möchte ich nochmals darauf verweisen, daß meinerseits keinerlei Rechtsberatung stattfindet und meine Erkenntnisse lediglich auf Veröffentlichungen und eigener Meinungsbildung beruht.
Im konkreten Streitfall sollte man frühzeitig immer die Hilfe eines Rechtanwaltes suchen.
Urheberrechtsverfügung:
Die Wiedergabe dieser Darlegungen ist nur als "großes" Zitat (d.h. ohne Kürzungen und nur im kompletten Zusammenhang) zulässig.
Wer selbst nachlesen möchte:
http://transpatent.com/gesetze/urhg1.html
24.03.2005, 23:50
kannst Du bitte mal die Beiträge hier trennen (am günstigsten bei Martin2, vom 24.03. 18.48 Uhr) und in den Rechtsbereich (Thema "Urheberrecht an Lichtbildern"verschieben?
könntest Du das bitte mal verschieben....in die Rechtsabteilung- es muß ja nicht ganz verschwinden.
Lustige Synchronität.
(Und nicht nur Du.)
Ehe ihr das völlig wegsabbelt:
* Bollerfritze hat Rechte von Robert verletzt.
* Bollerfritze hat seinen Fehler korrigiert.
So, nun dürft ihr weiter Nebelkerzen werfen. Viel Spass dabei.
25.03.2005, 01:03
Du befindest Dich hier im Thread "Urheberrecht an Lichtbildern". Hier geht es um die Darlegung von rechtlichen Sachverhaltung und nicht um den Rang auf einem Siegerpodest.
Deine wiederholte Behauptung "Bollerfritze hat Rechte von Robert verletzt" solltest Du nun auch nachhaltig beweisen - ansonsten ist sicherlich der Tatbestand der üblen Nachrede erfüllt.
Zum Nachweis dieser Behauptung gehört insbesondere die komplette Darlegung der mündlich vertraglich vereinbarten Rechteübertragung bzw. des Fehlens solcher. Vermutlich bist Du dazu weder imstande noch in der Lage. Das wäre einzig und allein Sache des Urhebers selbst bzw. seines qualifizierten Beauftragten.
Deine öffentliche Entschuldigung gegenüber Bollerfritze ist nunmehr sicherlich angebracht - oder Du legst Beweise vor.
Bedenke allerdings: es gibt immer noch eine Möglichkeit mehr, als Du Dir vorstellen kannst.
Ob Bollerfritze einen Fehler durch das Entfernen der Fotos eingestanden hat, läßt sich aus seinem Beitrag ersehen. Er hat die Fotos entfernt, bevor sich noch jemand meldet, der ähnliche Fotos hat, um weitere Komplikationen zu vermeiden.
Du hast also auch diesbezüglich die Beweispflicht.
In beiden Fällen kannst Du Dich nicht auf Äußerungen anderer berufen - nur Du allein mußt es WISSEN und nicht nur lediglich mutmaßen.
Auch die Behauptung von Robert, Bollerfritze hätte die Fotos "gespiegelt" , muß erst bewiesen werden. Und selbst dies könnte schwerfallen. Denn dazu müssen Zeugen aufgeboten werden.
Ich bin sehr davon überzeugt, daß Dir eine Beweiserbringung recht schwer fallen dürfte.
Bevor Du hier nach meiner Meinung weiterhin das Klima in Deinem Geltungsdrang und diesem Sinne zu beeinflussen suchst und gegen einzelne User mobbst, überlege bitte einfach mal, ob diese Plattform hier der richtige Platz hier für Dich ist.
Ich bin in Folge gern bereit, ausgewählte Kopien Deiner Beiträge (nicht nur aus dieser Forums-Plattform) ohne weitere Aufforderung Deinem Arbeitgeber und anderen Interessierten Stellen zur Kenntnisnahme zu empfehlen.
Ich billige keinerlei Verletzungen gegen geltendes Recht und bin daher auch bei unbewiesenen Behauptungen sehr empfindlich.