Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=19.11.2015&Aktenzeichen=VI%20R%2074%2F14
Timestamp: 2019-05-22 05:53:07
Document Index: 115977993

Matched Legal Cases: ['§ 59', '§ 831', '§ 51', '§ 51', '§ 126', '§ 19', '§ 19', '§ 59', '§ 59', '§ 831', '§ 59', '§ 59', '§ 13', '§ 51', '§ 135', '§ 19', '§ 42', '§ 51', '§ 59', '§ 59', '§ 59', '§ 51']

BFH, 19.11.2015 - VI R 74/14 - dejure.org
https://dejure.org/2015,44479
BFH, 19.11.2015 - VI R 74/14 (https://dejure.org/2015,44479)
BFH, Entscheidung vom 19.11.2015 - VI R 74/14 (https://dejure.org/2015,44479)
BFH, Entscheidung vom 19. November 2015 - VI R 74/14 (https://dejure.org/2015,44479)
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§ 59j Abs. 2 der Bundesrechtsanwaltsordnung (BRAO), § ... 278, § 831 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB), § 51 BRAO, § 51 Abs. 4 BRAO, § 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung, § 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 des Einkommensteuergesetzes (EStG), § 19 Abs. 1 Satz 2 EStG, § 59j BRAO, §§ 59j, 51 Abs. 1 Satz 1 BRAO, § 831 BGB, § 59c Abs. 1, § 59j Abs. 1 BRAO, § 13 Abs. 2 des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung, § 51 Abs. 1 BRAO, § 135 Abs. 2 FGO
§ 19 Abs 1 S 1 Nr 1 EStG 2002, § 42d EStG 2002, § 51 Abs 1 BRAO, § 59c BRAO, § 59j BRAO
Kein Lohn durch eigene Berufshaftpflichtversicherung einer Rechtsanwaltsgesellschaft
Eingabe in der Suchmaske auf der nächsten Seite: Jahrgang 2016, Seite 96
Geldwerte Vorteile: Keine Lohnsteuer auf Gesellschaftshaftpflicht einer Anwalts-GmbH
Eigene Berufshaftpflichtversicherung der Rechtsanwalts-GmbH führt nicht zur Lohn bei den angestellten Anwälten
Berufshaftpflichtversicherung einer Rechtsanwalts-GmbH kein Lohncharakter
Hat eine Anwalts-GmbH eine eigene Berufshaftpflicht, gilt diese nicht als Arbeitslohn
Kurznachricht zu "Kein Arbeitslohn durch eigene Berufshaftpflichtversicherung einer Rechtsanwalts-GmbH - Anmerkung zum Urteil des BFH vom 19.11.2015" von DStR-Redaktion, original erschienen in: DStR 2016, 298 - 300.
BFHE 252, 129
BStBl II 2016, 303
Eine Veranlassung durch das individuelle Dienstverhältnis ist vielmehr zu bejahen, wenn die Einnahmen dem Empfänger mit Rücksicht auf das Dienstverhältnis zufließen und sich als Ertrag der nichtselbständigen Arbeit darstellen, wenn sich die Leistung des Arbeitgebers also im weitesten Sinne als Gegenleistung für das Zurverfügungstellen der individuellen Arbeitskraft des Arbeitnehmers erweist (ständige Rechtsprechung, z.B. Senatsurteile vom 7. Mai 2014 VI R 73/12, BFHE 245, 230, BStBl II 2014, 904, Rz 15, und vom 19. November 2015 VI R 74/14, BFHE 252, 129, BStBl II 2016, 303, Rz 10).
Eine Veranlassung durch das individuelle Dienstverhältnis ist vielmehr zu bejahen, wenn die Einnahmen dem Empfänger mit Rücksicht auf das Dienstverhältnis zufließen und sich als Ertrag der nichtselbständigen Arbeit darstellen, wenn sich die Leistung des Arbeitgebers also im weitesten Sinne als Gegenleistung für das Zurverfügungstellen der individuellen Arbeitskraft des Arbeitnehmers erweist (ständige Rechtsprechung, z.B. Senatsurteile vom 7. Mai 2014 VI R 73/12, BFHE 245, 230, BStBl II 2014, 904, und vom 19. November 2015 VI R 74/14, BFHE 252, 129, BStBl II 2016, 303).
Andererseits hat der erkennende Senat entschieden, dass der Erwerb eigenen Haftpflichtversicherungsschutzes durch den Arbeitgeber, im dortigen Streitfall eine Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, zu keinem lohnsteuerrechtlich erheblichen Vorteil bei den Arbeitnehmern führt (Urteil in BFHE 252, 129, BStBl II 2016, 303).
Die Leistungen waren auch keine notwendige Begleiterscheinung betriebsfunktionaler Zielsetzung; für diesen Fall wäre der Vorteil kein Arbeitslohn (BFH-Urteile vom 11.3.2010 - VI R 7/08, BStBl II 2010, 763, BFHE 228, 505 und vom 19.11.2015- VI R 74/14, DStR 2016, 298).
Eine Veranlassung durch das individuelle Dienstverhältnis ist vielmehr zu bejahen, wenn die Einnahmen dem Empfänger mit Rücksicht auf das Dienstverhältnis zufließen und sich als Ertrag der nichtselbständigen Arbeit darstellen, wenn sich die Leistung des Arbeitgebers also im weitesten Sinne als Gegenleistung für das Zurverfügungstellen der individuellen Arbeitskraft des Arbeitnehmers erweist (ständige Senatsrechtsprechung, z.B. Urteile vom 7. Mai 2014 VI R 73/12, BFHE 245, 230, BStBl II 2014, 904, und vom 19. November 2015 VI R 74/14, BFHE 252, 129, BStBl II 2016, 303).
Zudem habe er im Urteil vom 19.11.2015 (VI R 74/14, BStBI II 2016, 303) ausgeführt, dass die eigene Berufshaftpflichtversicherung einer Rechtsanwalts-GmbH nach § 59j BRAO nicht zu Lohn bei den angestellten Rechtsanwälten führe.
b) Im Urteilsfall, welcher der BFH-Entscheidung vom 19.11.2015 (VI R 74/14, a.a.O.) zugrunde lag, war eine Rechtsanwaltsgesellschaft in der Rechtsform einer GmbH alleinige Versicherungsnehmerin der streitgegenständlichen Berufshaftpflichtversicherung.
Den BFH-Entscheidungen vom 09.11.2015 (VI R 74/14, a.a.O.) und vom 10.03.2016 (…VI R 58/14, a.a.O.) lagen dagegen Konstellationen zugrunde, in denen sowohl die Gesellschaft (GmbH bzw. GbR) als auch die angestellten Rechtsanwälte jeweils gesonderte Haftpflichtversicherungen zur Erlangung eigenen Versicherungsschutzes zur Deckung der sich aus ihrer Berufstätigkeit ergebenden Haftpflichtgefahren für Vermögensschäden abgeschlossen hatten.
Im Gegenteil hat der BFH in den am 19.11.2015 ergangenen Entscheidungen sowie dem Urteil vom 10.03.2016 jeweils ausdrücklich darauf hingewiesen, dass in der Übernahme der Beiträge zu der eigenen Berufshaftpflichtversicherung eines angestellten Rechtsanwalts, zu deren Abschluss dieser nach § 51 BRAO verpflichtet ist, die Zuwendung lohnsteuerrechtlich erheblicher Vorteile des Arbeitgebers liege, die zu Arbeitslohn führe (…vgl. BFH, Urteile vom 19.11.2015 VI R 47/14, a.a.O. Rz. 16, vom 19.11.2015 VI R 74/14, a.a.O. Rz. 16 …und vom 10.03.2016 VI R 58/14, a.a.O. Rz. 19, ebenso FG Münster, Urteil vom 01.02.2018 1 K 2943/16 L, Juris).
und vom 19.11.2015 VI R 74/14, BFHE 252, 129, BStBl II 2016, 303).
(vgl. BFH-Urteile vom 19.11.2015 VI R 74/14, BFHE 252, 129, BStBl II 2016, 303;.
Andererseits hat der BFH entschieden, dass der Erwerb eigenen Haftpflichtversicherungsschutzes durch den Arbeitgeber, im dortigen Streitfall eine Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, zu keinem lohnsteuerrechtlich erheblichen Vorteil bei den Arbeitnehmern führt (vgl. BFH-Urteil vom 19.11.2015 VI R 74/14, BFHE 252, 129, BStBl II.