Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VII%20ZB%202/74
Timestamp: 2019-10-19 11:20:34
Document Index: 220214523

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 130', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 13', '§ 219', 'BGH', 'BGH', '§ 130', 'BGH', 'BGH', '§ 155', '§ 130', 'BGH', 'BGH']

BGH, 21.03.1974 - VII ZB 2/74 - dejure.org
https://dejure.org/1974,387
BGH, 21.03.1974 - VII ZB 2/74 (https://dejure.org/1974,387)
BGH, Entscheidung vom 21.03.1974 - VII ZB 2/74 (https://dejure.org/1974,387)
BGH, Entscheidung vom 21. März 1974 - VII ZB 2/74 (https://dejure.org/1974,387)
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Form der Unterschrift des Rechtsanwalts
NJW 1974, 1090
DNotZ 1974, 561
VersR 1974, 809
Die Unterschrift muß zwar nicht lesbar sein; sie muß aber so gestaltet sein, daß sie gleichwohl ihren Zweck erfüllt (BGH Beschl. v. 21. März 1974 - VII ZB 2/74 = LM ZPO § 130 Nr. 6 = NJW 1974, 1090 = WM 1974, 548;… Urt. v. 4. Juni 1975 - I ZR 114/74).
Dazu ist nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ein die Identität des Unterschreibenden ausreichend kennzeichnender Schriftzug erforderlich, dessen Schriftbild einen individuellen Charakter aufweist und erkennen läßt, daß es sich um Schriftzeichen handelt, die die Nanensunterschrift zum Ausdruck bringen sollen (…BGH Urt. v. 4. Juni 1975 - I ZR 114/74; BGH Beschl. v. 21. März 1974 a.a.O. m.w.Nachw.).
Daß Rechtsanwalt N. die gleiche Wellenlinie auch sonst als Unterschrift verwendet, ist unerheblich (BGH Beschl. v. 21. März 1974 a.a.O.).
Dazu gehört, daß mindestens einzelne Buchstaben zu erkennen sind, weil es sonst an dem Merkmal einer Schrift überhaupt fehlt (BGH, NJW 1974, 1090 m. w. Nachw.).
Es genügt, dass sie ihre Entstehung aus der ursprünglichen Schrift in Buchstaben erkennen lässt und einen individuellen Charakter hat, der es erlaubt, sie von anderen Unterschriften zu unterscheiden, und der die Nachahmung durch Dritte erschwert (…BGH, Urteile vom 14. Mai 1964 und 8. Dezember 1977 aaO, vom 1. Oktober 1969 - VIII ZR 83/69 - DNotZ 197o, 595 und vom 21. März 1974 - VII ZB 2/74 - NJW 1974, 1o9o;… Jansen, FGG 2. Aufl. § 13 BeurkG Rdn. 36).
Mit der Beschwerde macht er in erster Linie als Zulassungsgrund gemäß § 219 Abs. 2 Nr. 2 BEG geltend, das Oberlandesgericht sei durch die Annahme der Zulässigkeit der Berufung von der NJW 1974, 1090 Nr. 13 abgedruckten Entscheidung des VII. Zivilsenats des Bundesgerichtshofs und der dort in Bezug genommenen Rechtsprechung abgewichen.
Diesen Erfordernissen sei nach BGH NJW 1974, 1090 Nr. 13 nicht genügt, wenn nicht mindestens einzelne Buchstaben zu erkennen seien, weil es sonst an dem Merkmal einer Schrift überhaupt fehle.
Der Bundesgerichtshof (BGH) hat im Urteil vom 21.3.1974 (VII ZB 2/74) zu der Frage, welche Anforderungen an eine Unterschrift im Sinne des § 130 Nr. 6 Zivilprozessordnung (ZPO) zu stellen seien, ausgeführt, zwar sei nicht zu verlangen, dass die Unterschrift lesbar sei; es müsse aber ein die Identität des Unterschreibenden ausreichend kennzeichnender individueller Schriftzug sein, der einmalig sei, entsprechende charakteristische Merkmale aufweise und sich als Unterschrift eines Namens darstelle.
Einstweilige Anordnung - Streitiges Rechtsverhältnis - Verfahrensgegenstand - …
Die Zulässigkeit der Beschwerde wird nicht dadurch in Frage gestellt, daß die Unterschrift des Bevollmächtigten, der am Ende der Beschwerdeschrift links unterzeichnet hat, möglicherweise nicht den Anforderungen entspricht, die nach der Rechtsprechung (vgl. Urteil des Bundesgerichtshofs -- BGH -- vom 1. Oktober 1969 VIII ZR 83/69, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung 1970 S. 82 -- HFR 1970, 82 --; Beschluß des BGH vom 21. März 1974 VII ZB 2/74, Neue Juristische Wochenschrift 1974 S. 1090 -- NJW 1974, 1090 --, jeweils mit Nachweisen) an eine Unterschrift für sogenannte bestimmende Schriftsätze (§ 155 FGO in Verbindung mit § 130 Nr. 6 ZPO) gestellt werden.
Dazu gehört, daß mindestens einzelne Buchstaben zu erkennen sind, weil es sonst an dem Merkmal einer Schrift überhaupt fehlt (Beschluß des BGH VII ZB 2/74).
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