Source: https://www.wko.at/service/kollektivvertrag/KV-Arbeiter-Angestellte-Ambulatorien-PhysikalischeTherapien.html
Timestamp: 2017-12-12 12:13:24
Document Index: 280718078

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 5', '§ 29', '§ 5', '§ 29', '§ 1', '§ 67']

Kollektivvertrag für Arbeiter und Angestellte in selbstständigen Ambulatorien für Physikalische Therapie gültig ab 1.4.2017 - WKO.at
Kollektivvertrag für Arbeiter und Angestellte in selbstständigen Ambulatorien für Physikalische Therapie gültig ab 1.4.2017
Kollektivvertrag für Arbeiter und Angestellte in selbständigen Ambulatorien für Physikalische Therapie
XIV. Übergangs- und Schlussbestimmung
Der Kollektivvertrag wird abgeschlossen zwischen der Fachgruppe der Gesundheitsbetriebe Wien, Wirtschaftskammer Wien, Judenplatz 3-4, 1010 Wien, sowie dem österreichischen Gewerkschaftsbund, Gewerkschaft Vida, Fachbereich Gesundheit, Johann-Böhm-Platz 1, 1020 Wien und der Gewerkschaft GPA-djp, Alfred-Dallinger-Platz 1, 1030 Wien.
fachlich für selbständige Ambulatorien gemäß § 2 Abs. 1 Z 5 KAKuG, eingeschränkt auf Ambulatorien für Physikalische Therapie, die der Fachgruppe der Gesundheitsbetriebe in der Wirtschaftskammer Wien angehören und nicht dem Kollektivvertrag für Arbeiter und Angestellte in (stationären) privaten Kuranstalten und Rehabilitationseinrichtungen unterliegen,
persönlich für alle Arbeitnehmer, die in der Lohn- und Gehaltsordnung erfasst sind, ausgenommen Personen, deren Ausbildung vom AMS, von einer anderen öffentlichen Institution oder von einer Arbeitsstiftung gefördert wird bzw. die Weiterbildungsgeld beziehen.
Für alle Arbeitnehmer, deren Arbeitsverhältnis vor Inkrafttreten dieses Kollektivvertrages begründet wurde, beginnt der erste Durchrechnungszeitraum von 13 Wochen am Montag, den 3.4.2017. Auf diesen ersten Durchrechnungszeitraum von 13 Wochen folgen unmittelbar laufend weitere Durchrechnungszeiträume von 13 Wochen.
Für Überstunden gebührt ein Zuschlag von 50% auf den auf die Normalstunde entfallenden Lohn bzw. auf das auf die Normalstunde entfallende Gehalt. Für Überstunden an Sonn- und Feiertagen gebührt ein Zuschlag von 100% auf den auf die Normalstunde entfallenden Lohn bzw. auf das auf die Normalstunde entfallende Gehalt.
Tages- oder Wochenüberstunden werden mit der Lohn- bzw. Gehaltszahlung ausbezahlt, die auf den Monat der Überstundenleistung folgt. An Stelle der Bezahlung von Überstunden kann eine Abgeltung durch Zeitausgleich im Ausmaß von 1 : 1,5 vereinbart werden. An Stelle der Bezahlung von Sonn- und Feiertagsüberstunden kann eine Abgeltung durch Zeitausgleich im Ausmaß von 1 : 2 vereinbart werden. Kommt keine Vereinbarung über die Abgeltung von Überstunden durch Zeitausgleich zustande, sind diese in Geld auszubezahlen.
Überstunden, die sich daraus ergeben, dass das zulässige Ausmaß an Normalarbeitszeit am Ende eines Durchrechnungszeitraums überschritten wird, sind mit einem Zuschlag von 50% auf das auf die Normalstunde entfallende Gehalt bzw. den auf die Normalstunde entfallenden Lohn zu vergüten und werden mit der Lohn- bzw. Gehaltszahlung ausbezahlt, die auf das Ende des Durchrechnungszeitraumes folgt.
Bei Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen, die zwischen Arbeitgeber und Dienstnehmer vereinbart werden, ist vor Antritt der Bildungsmaßnahme Einvernehmen hinsichtlich der Kostentragung bzw. hinsichtlich einer etwaigen Abgeltung der Zeit der Bildungsmaßnahme herzustellen. Für einen derartigen Veranstaltungsbesuch werden jedenfalls keine Mehr- oder Überstunden vergütet.
Der Anspruch auf das Entgelt bei Dienstverhinderung bestimmt sich nach dem Angestellten- bzw. Entgeltfortzahlungsgesetz in der jeweils geltenden Fassung.
bei Tod des Ehegatten bzw. Lebensgefährten, wenn er bzw. sie mit dem Dienstnehmer im gemeinsamen Haushalt lebte, 2 Werktage,
bei Niederkunft der Ehegattin bzw. der Lebensgefährtin 1 Werktag,
Zeitlich feststehende bzw. planbare Dienstverhinderungen sind dem Arbeitgeber umgehend ab Kenntnis bekannt zu geben. Zeitlich nicht feststehende bzw. nicht planbare Dienstverhinderungsgründe sind dem Arbeitgeber unverzüglich bei Eintritt des Dienstverhinderungsgrundes bekannt zu geben. Die Freistellung von der Dienstleistung gebührt nur unmittelbar im Anschluss an das den Dienstverhinderungsgrund auslösende Ereignis.
Die Löhne und Gehälter in der Lohn- und Gehaltsordnung sind Mindestbruttolöhne und -gehälter bei einer Normalarbeitszeit von 40 Stunden/Woche, gültig ab 01.04.2017.
Der Stundensatz errechnet sich beim Vollzeitbeschäftigten, indem der Monatslohn bzw. das Monatsgehalt durch 173 dividiert wird.
Für Teilzeitbeschäftigte gelten die Löhne und Gehälter im Verhältnis von 40 Stunden Normalarbeitszeit zur tatsächlich vereinbarten Normalarbeitszeit. Der Lohnabrechnungszeitraum beginnt am ersten und endet am letzten Tag des Monates. Die Auszahlung der Löhne der Arbeiter hat derart zu erfolgen, dass der Arbeiter spätestens am 5.Tag des Folgemonats darüber verfügen kann.
Einmal im Kalenderjahr gebührt ein Urlaubszuschuss in Höhe eines Monatslohnes bzw. Monatsgehaltes, der spätestens am 30. Juni fällig ist. Einmal im Kalenderjahr gebührt eine Weihnachtsrenumeration in Höhe eines Monatslohnes bzw. Monatsgehaltes, die spätestens am 30. November fällig ist.
Bei der Berechnung des Urlaubszuschusses bzw. der Weihnachtsrenumeration sind sämtliche fixe monatliche Zulagen zu berücksichtigen. Leistungsabhängige Zulagen sind nicht zu berücksichtigen.
Im Kalenderjahr des Eintrittes gebührt der aliquote Teil des Urlaubszuschusses und der Weihnachtsrenumeration, berechnet vom Eintrittsdatum bis zum 31. Dezember dieses Kalenderjahres.
Im Kalenderjahr des Austrittes gebührt der aliquote Teil des Urlaubszuschusses und der Weihnachtsrenumeration, berechnet vom 1. Jänner dieses Kalenderjahres bis zum Austrittsdatum. Bei Austritt während des Eintritts-Kalenderjahres gebührt der aliquote Teil des Urlaubszuschusses und der Weihnachtsrenumeration, berechnet vom Eintrittsdatum bis zum Austrittsdatum.
Bei berechtigter Entlassung und ungerechtfertigtem vorzeitigem Austritt entfällt der Anspruch der Arbeiter auf Urlaubszuschuss und Weihnachtsrenumeration. Gesetzliche und vertragliche Karenzen reduzieren den Anspruch auf Urlaubszuschuss und Weihnachtsrenumeration, ebenso entgeltfreie Zeiten bzw. Zeiten mit einem reduzierten Entgeltanspruch aufgrund von Krankenständen.
Personen, die nicht unter dauernder persönlicher Aufsicht stehen und aufgrund schul- und fachhochschulrechtlicher Vorschriften im Rahmen eines Arbeitsvertrages ein Betriebspraktikum ableisten müssen, haben Anspruch auf ein monatliches Entgelt in Höhe von € 425,--.
5. Lohn- und Gehaltstabelle
im 1. bis 3. Berufsjahr 1.500,--
im 4. bis 6. Berufsjahr 1.550,--
im 7. bis 9. Berufsjahr 1.600,--
ab dem 10. Berufsjahr 1.650,--
Medizinische Masseure und Heilmasseure im Sinne von § 5 bzw. § 29 MMHmG idF. BGBl. I Nr. 169/2002 sowie Angestellte des medizinisch-technischen Fachdienstes (MTF), die ausschließlich als Medizinische Masseure und Heilmasseure im Sinne von § 5 bzw. § 29 MMHmG idF. BGBl. I Nr. 169/2002 beschäftigt werden
im 1.bis 3. Berufsjahr 1.520,--
im 4. bis 6. Berufsjahr 1.570,--
im 7. bis 9. Berufsjahr 1.620,--
ab dem 10. Berufsjahr 1.670,--
Arbeitnehmer, die nach bzw. außerhalb der gesetzlich vorgesehenen theoretischen Ausbildung, im Rahmen eines maximal dreijährigen befristeten Arbeits- und Ausbildungsvertrages zu medizinischen Masseuren ausgebildet werden, wenn der Arbeitgeber die Kosten der Ausbildung übernimmt
im 1. und 2. Berufsjahr 425,--
im 3. Berufsjahr 1.400,--
Angestellte des gehobenen medizinisch-technischen Dienstes gemäß § 1 MTD-G idF. BGBl. Nr. 460/1992 (z.B. Physiotherapeut/innen, Ergotherapeut/innen, sowie Sportwissenschafter/innen)
2.030,--
Dieser Kollektivvertrag tritt mit 1.4.2017 in Kraft und wird befristet auf ein Jahr bis zum 31.3.2018 abgeschlossen. Tritt in diesem Zeitraum in einem anderen Bundesland als Wien dieser oder ein vergleichbarer Kollektivvertrag für Arbeitnehmer in selbständigen Ambulatorien für Physikalische Therapie in Kraft gilt der gegenständliche Kollektivvertrag als auf unbestimmte Zeit abgeschlossen.
Auf die Sonderzahlungen gem. Abschnitt X Z 3 können bisher vereinbarte bzw. tatsächlich gewährte 13. und 14. Monatslöhne bzw. Monatsgehälter sowie unter welchem Titel immer über den 12. Monatslohn bzw. das 12. Monatsgehalt hinausgehende einmalige Bezüge im Sinne des § 67 Abs. 1 Einkommenssteuergesetzes 1988, angerechnet werden.
Übersteigen sämtliche vereinbarten bzw. tatsächlich gewährten monatlichen Zulagen bzw. Prämien bzw. unter welchem Titel immer über den Monatslohn bzw. das Monatsgehalt hinausgehende Bezüge bzw. echte Überstundenpauschalen in Summe den Betrag von € 100,- kann der in Summe € 100,-- übersteigende Betrag auf die ab 1.4.2017 gültigen Mindestlöhne bzw. Mindestgehälter angerechnet werden.
ÖGB, Gewerkschaft vida, Johann Böhm-Platz 1, 1020 Wien
Vorsitzender: Fachbereichsvorsitzender:
GPA-djp, Alfred-Dallinger-Platz 1, 1030 Wien
Wirtschaftsbereichsvorsitzender: stv. Geschäftsbereichsleiter:
Lohn- und Gehaltstabelle für Arbeiter und Angestellte in selbstständigen Ambulatorien gültig ab 1.4.2017 PDF