Source: http://www.lallf.de/Schonbezirke.265.0.html
Timestamp: 2017-02-25 13:29:57
Document Index: 32699037

Matched Legal Cases: ['§ 13', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11']

Neben dem gesetzlich bestimmten Fischfangverbot in den Fischwegen (Fischaufstiegs- und -abstiegshilfen) und den daran angrenzenden Gewässerstrecken von 100 m werden für die Binnengewässer Schonbezirke durch den Fischereiberechtigten (Fischer, Angelverband, Eigentümer, Pächter) bestimmt (Bestimmungen auf der Angelerlaubnis beachten). Für die Küstengewässer sind die Schonbezirke in der Küstenfischereiordnung festgelegt worden. Nachfolgend sind diese aufgelistet.
Winterlager in den Küstengewässern sind auf Grundlage der Ermächtigung in § 13 KüFVO durch Allgemeinverfügung festgelegt worden für :den Hafen Stralsunddie Lanckener Bekden Unteren Ryckden Hafen Wolgast und angrenzende Gewässerbereichedie Untere UeckerDer genaue Wortlaut der Allgemeinverfügungen kann unter Rechtsvorschriften / Landesrecht abgerufen werden.
Die Auswertung der Kontrollen zur Beangelung der Winterlager haben gezeigt, dass sich der Fischereiaufwand / Angeldruck enorm erhöht hat. Zudem zeigten im Internet entsprechend veröffentlichte Videos den Fischereiaufwand und auch den Fangerfolg eindrucksvoll; auch auf den durchgeführten Beratungen mit örtlichen Angelvereinen, der Wasserschutzpolizei Inspektionen Stralsund sowie Wolgast u.a. wurde dies bestätigt. Aufgrund der Entwicklung der angelfischereilichen Nutzung in den Winterlagergebieten und der Notwendigkeit des Schutzes der Fischbestände ist der Fortbestand der bisherigen Regelungen zu den Fangmethoden und Angelzeiten nicht länger vertretbar. Da die Schutzmaßnahmen für die Fischbestände erforderlich und fortzuführen sind, war die Überprüfung der Regelungen notwendig. Die angepassten Winterlagerregelungen werden in der 41. Kalenderwoche im Amtlichen Anzeiger M-V veröffentlicht.
Wesentlicher Inhalt:einheitliche Angelzeiten in allen fünf Gebieten vom 1.November bis 31.März, täglich von 10 bis 18 Uhr die bisherigen Regelungen zu den Bereichen mit Angelverbot und zu Bereichen in denen die Fischereiausübung unter Verwendung einer Handangel mit einem einschenkligen Haken (Spannweite 9 mm) mit natürlichem Köder oder Gummiköder bleiben bestehenfür die Montage Drop-Shot-Rig muss der Gummiköder eine Länge von mindestens 10 cm haben, der Abstand vom Blei zum Anbindepunkt des Hakens bzw. des Vorfaches muss mindestens 50 cm betragen; bei Verwendung eines Vorfaches am Haken darf dies eine Länge bis maximal 5 cm haben <Abb.Drop-shot-Rig>die Verwendung des natürlichen Köders ist auf die Montage mit feststehender Pose beschränktdie Tagesfangbegrenzung ist auf 3 Edelfische und 6 Barsche begrenzt, die Aufbewahrung des Fanges beim Angler bis zum Ende des Angeltages wird vorgeschriebenes ist durch jeden Angler eine Fangdokumentation zu erstellen - für Inhaber einer Jahresangelerlaubnis werden bei den Fischereiaufsichtsstationen ab 06.10.2015 kostenlos Fangtagebücher ausgegeben Ziel der Regelungen ist, 1. das Reißen der Fische zu unterbinden,
Die Fangdokumentation ist für Inhaber einer Tages- oder Wochenangelerlaubnis auf der Rückseite der Angelerlaubnis zu führen. Inhaber einer Jahresangelerlaubnis können die Fangdokumentation ebenfalls auf der Rückseite der Angelerlaubnis oder in einem von der Fischereibehörde ausgegebenen Fangtagebuch führen. Für jeden Angeltag ist das Winterlagergebiet, das Datum und die Uhrzeit des Angelbeginns vor dem Angeln einzutragen. Die Gebiete können wie folgt abgekürzt werden:HST = Hafen StralsundBek = Lanckener BekHGW = unterer Ryck in GreifswaldWLG = Bereich Winterlager WolgastUEK = untere UeckerBeim Fang von Fischarten mit Fangbegrenzung (Hecht, Zander, Barsch) sind unverzüglich nach der Anlandung nach dem Abködern und Vermessen - vor dem erneuten Auswerfen der Angel die Fischart und die gemessene Länge des Fisches schriftlich zu den vorgenannten Daten einzutragen. Auch hier können die Arten wie folgt abgekürzt werden:B = BarschH = HechtZ = Zander Die Eintragung in der Fangdokumentation sind dauerhaft (z.B. Kugelschreiber) und gut lesbar vorzunehmen.
Hinweis zum Datenschutz: Wer die Fangdokumentation auf der Rückseite der Angelerlaubnis führt, kann im Rahmen der Übergabe des Dokumentes an die obere Fischereibehörde die auf der Vorderseite der Angelerlaubnis enthaltenen personenbezogenen Daten schwärzen. Die Auswertung der Daten der Fangdokumentation erfolgt anonym. Hinweis zur Ausgabe des Fangtagebuches: Die Ausgabe wird in den Ausgabestellen vorgenommen. Die Ausgabe der Fangtagebücher erfolgt kostenlos, bei der Antragstellung ist die Jahresangelerlaubnis im Original für die Eintragung des Erhalts des Fangtagebuches vorzulegen. Die Ausgabestellen sind:
Fischereiaufsichtsstation Sassnitz, Hafenstraße 12f Fischereiaufsichtsstation Wiek, Hauptstr.30 Fischereiaufsichtsstation Lauterbach, Chausseestr.15 Fischereiaufsichtsstation Stralsund, Querkanal 6 Tourismuszentrale Stralsund, Alter Markt 9 Stadt Greifswald – Ordnungsamt, Markt 15 Kurverwaltung Lubmin, Freester Str.8 Fischereiaufsichtsstation Freest, Dorfstr. 29 Stadt Wolgast – Hafenamt, Burgstraße 6 Amt Usedom-Süd, Usedom, Markt 7 Fischereiaufsichtsstation Ueckermünde, Altes Bollwerk 1 Stadt Ueckermünde – Ordnungsamt, Am Rathaus 5 Amt Stettiner Haff Eggesin, Stettiner Str.1
In der Wintersaison 2015/2016 wird im Rahmen der Pilotstudie die Erhebung von grundlegenden fischereibiologischen Daten zu Winterlagern fortgeführt. Die Ergebnisse sollen bei der Erarbeitung der Winterlagerregelungen der kommenden Jahre sowohl hinsichtlich der Gewährleistung des Fischschutzes als auch einer angemessenen anglerischen Nutzung berücksichtigt werden. Die Untersuchungen finden von Mitte Oktober 2015 bis Ende März 2016 im Bereich des Winterlagers Hafen Stralsund sowie im Winterlager Unterer Ryck statt. Vorgesehen sind u.a. eine Kartierung der Gebiete sowie insbesondere Erhebungen der Fischfauna mit hydroakustischen Methoden und durch wissenschaftliche Stellnetzfischerei. Dazu werden im gesamten Zeitraum mehrfach entsprechende Fang- und Messgeräte eingesetzt und regelmäßig Befahrungen der Gebiete vorgenommen. INFO-PDF
1. Fischereibezirk "Stettiner Haff"a) Göschenbrinksflächeb) Anklamer Fährec) Borkenhakend) Usedomer See
2. Fischereibezirk "Peenestrom"a) Jamitzower Hardb) Balmer Seec) Hohe Schaard) Hohendorfer Seee) Sauziner Buchtf) Mahlzower Buchtg) Rohrplan bei Zecherinh) Bucht südlich Kuhler Ort (Alter Acker)i) Krösliner See einschließlich Alter Peenej) Freester Hockk) Freesendorfer See
3. Fischereibezirk "Greifswalder Bodden"a) Abfluss Freesendorfer Seeb) Dänische Wiekc) Gristower Wiekd) Puddeminer Wieke) Schoritzer Wiekf) Wreechener Seeg) Neuensiner Seeh) Selliner Seei) Zicker See
4. Fischereibezirk "Strelasund"a) Deviner Seeb) Kemladec) Gustower Wiekd) Wamper Wieke) Kubitzer Bodden
5. Fischereibezirk "Gewässer zwischen Hiddensee und Rügen"a) Gewässer zwischen Ummanz und Rügenb) Nordteil des Wieker Boddensc) Neuendorfer Wiekd) Breeger Bodden nördlich der Saalsteinee) Mittel- und Spyker Seef) Westteil der Litzower Bucht
6. Fischereibezirk "Darßer Boddenkette"a) Flemendorfer Baekb) Barther Stromc) Fittd) Prerower Strome) Saaler Rifff) Saaler Boddeng) Recknitz
In den nachfolgend aufgeführten Fischschonbezirken ist jegliche Fischereiausübung ganzjährig verboten (§ 11 Abs. 1 KüFVO). (Kartendarstellung in Vorbereitung)BockLibbenPeenemündungUsedomer KehleNordteil Kleiner Jasmunder BoddenKünstliches Riff NienhagenKünstliches Riff RosenortIm Fischschonbezirk Warnowmündung ist in der Zeit vom 1. August bis 28. Februar die Ausübung der Fischerei verboten (§ 11 Abs.2 Ziffer 1 KüVFO). Ausgenommen vom Verbot ist die Fischerei mit der Handangel (Sportfischerei) und die Fischerei mit der Langleine und Aalkörben auf Aal (Berufsfischerei). (Kartendarstellung in Vorbereitung)
Im Fischschonbezirk Yachthafen Kühlungsborn - Bollhäger Fließ/Fulgen - Hafenbereich innerhalb der Molen sowie ein Kreissegment mit einem Radius von 100 Metern, dessen Mittelpunkt die Spitze der Nordmole bildet, ist in der Zeit vom 1. August bis 28. Februar die Ausübung der Fischerei verboten (§ 11 Abs.2 Ziffer 2 KüVFO). In den nachfolgend aufgeführten Bereichen der Flussmündungen (300 m Radius) ist in der Zeit vom 1. August bis 28. Februar jegliche Fischereiausübung verboten (§ 11 Abs. 2 Ziffer 3 KüVFO), soweit durch die Küstenfischereiverordnung nicht abweichendes geregelt ist. (Kartendarstellung in Vorbereitung)Mündungsbereich der HarkenbeckMündungsbereich des Klützer BachsMündungsbereich des Tarnewitzer BachsMündungsbereich des Zierower BachsMündungsbereich der Köppernitz <Abbildung>Mündungsbereich des WallensteingrabensMündungsbereich des Redentiner BachsMündungsbereich des Abflusses des Stausees Farpen/PlastbachMündungsbereich des Blowatzer BachsMündungsbereich des HellbachsMündungsbereich des Mühlenfließ (Schleuse Jemnitz) <Abbildung>Mündungsbereich der RecknitzMündungsbereich des Saaler BachsMündungsbereich der BartheMündungsbereich der Rosengartener BekMündungsbereich der Ziese (zwei Mündungen - Dänische Wiek und Peenestrom)Mündungsbereich des RyckMündungsbereich des BrebowbachsMündungsbereich der ZarowMündungsbereich der Uecker Im Fischschonbezirk "Gewässer nordöstlich Usedoms" südlich der Koordinaten 54° 15'N ist für die Berufsfischer die Fischereiausübung mit Schleppnetzen in der Zeit vom 1. Juni bis 31. Oktober mit einer Maschenöffnung von weniger als 105 mm verboten (§ 11 Abs. 4 KüFVO). (Kartendarstellung in Vorbereitung)