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Timestamp: 2013-12-12 11:57:50
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Matched Legal Cases: ['Art. 1', 'Art. 2', 'Art. 3', 'Art. 4', 'Art. 5', 'Art. 6', 'Art. 7', 'Art. 8', 'Art. 9', 'Art. 3']

Startseite > Bundesrecht > Systematische Rechtssammlung > Internationales Recht > 0.6 Finanzen > 0.63 Zollwesen > 0.632.317.671.1 Landwirtschaftsabkommen vom 24. Juni 2010 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Ukraine (mit Anhängen)
0.632.317.671.1Übersetzung1Landwirtschaftsabkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der UkraineAbgeschlossen am 24. Juni 2010Von der Bundesversammlung genehmigt am 8. März 20112In Kraft getreten am 1. Juni 2012(Stand am 1. Juni 2012)Art. 1 Geltungsbereich1. Dieses Abkommen über den Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft (nachfolgend als «Schweiz» bezeichnet) und der Ukraine, nachfolgend gemeinsam als «die Vertragsparteien» bezeichnet, wird im Anschluss an das am 24. Juni 20101 unterzeichnete Freihandelsabkommen zwischen den EFTA-Staaten und der Ukraine (nachfolgend als «das Freihandelsabkommen» bezeichnet), und insbesondere nach Artikel 2.1 des Freihandelsabkommens, abgeschlossen. Dieses Abkommen ist Bestandteil der Instrumente zur Errichtung einer Freihandelszone zwischen den EFTA-Staaten und der Ukraine.2. Dieses Abkommen gilt ebenso für das Fürstentum Liechtenstein, solange zwischen der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein der Zollvertrag vom 29. März 19232 in Kraft ist.1 SR 0.632.317.6712 SR 0.631.112.514Art. 2 AnwendungsbereichDieses Abkommen findet Anwendung auf Massnahmen, welche die Vertragsparteien einführen oder beibehalten im Zusammenhang mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen, die:(a)in die Kapitel 1‒24 des Harmonisierten Systems zur Bezeichnung und Codierung der Waren1 (nachfolgend als «das HS» bezeichnet) fallen und die nicht in den Anhängen II und III des Freihandelsabkommens aufgeführt sind; und(b)von Anhang I des Freihandelsabkommens erfasst werden.1 SR 0.632.11Art. 3 ZollkonzessionenDie Ukraine gewährt Zollkonzessionen auf landwirtschaftliche Erzeugnisse schweizerischen Ursprungs nach Anhang I. Die Schweiz gewährt Zollkonzessionen auf landwirtschaftliche Erzeugnisse ukrainischen Ursprungs nach Anhang II.Art. 4 Ursprungsregeln und Zollverfahren1. Die Ursprungsregeln und die Bestimmungen zur Zusammenarbeit in Zollangelegenheiten im Protokoll über Ursprungsregeln des Freihandelsabkommens gelten vorbehältlich der Ausnahme nach Absatz 2 für dieses Abkommen. Jeder Verweis auf «EFTA-Staaten» in diesem Protokoll ist als Verweis auf die Schweiz zu verstehen.2. Für den Zweck dieses Abkommens gelten die Artikel 3 und 4 des Protokolls über Ursprungsregeln des Freihandelsabkommens mutatis mutandis und erlauben zwischen den Vertragsparteien nur die bilaterale Kumulation.Art. 5 DialogDie Vertragsparteien untersuchen alle Schwierigkeiten, die sich aus ihrem gegenseitigen Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen ergeben könnten, und sind bestrebt, angemessene Lösungen zu finden.Art. 6 Weitere LiberalisierungDie Vertragsparteien verpflichten sich, ihre Bemühungen zur Erreichung einer weiteren Liberalisierung ihres Handels mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen fortzuführen, wobei sie die Struktur dieses Handels zwischen ihnen, die besondere Sensitivität solcher Erzeugnisse und die Entwicklung der Landwirtschaftspolitik auf beiden Seiten, berücksichtigen. Auf Ersuchen einer Vertragspartei konsultieren die Vertragsparteien einander, um dieses Ziel einschliesslich durch Verbesserungen beim Marktzugang durch Senkung oder Aufhebung von Zöllen auf landwirtschaftliche Erzeugnisse und durch Ausdehnung des Bereichs von landwirtschaftlichen Erzeugnissen, die von diesem Abkommen erfasst werden, zu erreichen.Art. 7 Bestimmungen des FreihandelsabkommensDie folgenden Bestimmungen des Freihandelsabkommens gelten zwischen den Vertragsparteien dieses Abkommens: die Artikel 1.4 (Territorialer Anwendungsbereich), 1.5 (Zentrale, regionale und lokale Regierungen), 1.6 (Transparenz), 2.6 (Ein- und Ausfuhrbeschränkungen), 2.8 (Gesundheitspolizeiliche und Pflanzenschutzrechtliche Massnahmen), 2.9 (Technische Vorschriften), 2.12 (Staatliche Handelsunternehmen), 2.16 (Bilaterale Schutzmassnahmen), 2.17 (Allgemeine Ausnahmen), 2.18 (Ausnahmen zur Wahrung der Sicherheit) und Kapitel 9 (Streitbeilegung). Sie werden hiermit mutatis mutandis zu Bestandteilen dieses Abkommens erklärt.Art. 8 Landwirtschaftliche Schutzmassnahmen1. Die Ergreifung von Schutzmassnahmen bei landwirtschaftlichen Erzeugnissen richtet sich nach Artikel 2.16 Absatz 1 des Freihandelsabkommens.2. Eine Schutzmassnahme kann höchstens für ein Jahr ergriffen werden und besteht:(a)entweder aus der Erhöhung des Einfuhrzolls auf das fragliche Erzeugnis bis zur Höhe des Meistbegünstigungszollsatzes auf das Erzeugnis im Zeitpunkt, da die Massnahme ergriffen wird;(b)oder aus der Einführung eines Zollkontingents für den Präferenzhandel auf Grundlage des Handelsvolumens in den fünf vorangegangenen Jahren, wobei der Anstieg des Einfuhrvolumens, der die Einführung der Schutzmassnahme erforderlich machte, unberücksichtigt bleibt.3. Bevor eine Vertragspartei eine Schutzmassnahme ergreift, notifiziert sie die andere Vertragspartei schriftlich über die geplante Massnahme. Innert 60 Tagen nach Notifikation stellt die notifizierende Vertragspartei alle massgeblichen Informationen in Bezug auf die Schutzmassnahme zur Verfügung. Auf Ersuchen nimmt diese Vertragspartei Konsultationen mit der betroffenen Vertragspartei über die Anwendungsbedingungen der Massnahme auf.Art. 9 Inkrafttreten und Verhältnis zwischen diesem Abkommen und dem Freihandelsabkommen1. Dieses Abkommen tritt zum selben Zeitpunkt in Kraft, an dem das Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und der Ukraine in Kraft tritt. Es bleibt so lange in Kraft, wie die Vertragsparteien Vertragsparteien des Freihandelsabkommens bleiben.2. Der Depositar des Freihandelsabkommens erhält eine Abschrift dieses Abkommens und der Ratifikations-, Annahme- oder Genehmigungsurkunden dieses Abkommens zur Kenntnisnahme.Zu Urkund dessen haben die hierzu gehörig befugten Unterzeichnenden dieses Abkommen unterzeichnet.Geschehen zu Reykjavik, am 24. Juni 2010, in zwei Originalausfertigungen in englischer Sprache.Für die Schweizeriche Eidgenossenschaft:Für die Ukraine:Doris LeuthardAnhang I Kostyantyn Gryshchenko(Art. 3)Zollkonzessionen der Ukraine1. Einfuhrzölle der Ukraine auf Erzeugnisse schweizerischen Ursprungs, die in der Tabelle in Kategorie «0» aufgelistet sind, werden am 1. Januar 2012 aufgehoben.2. Einfuhrzölle der Ukraine auf Erzeugnisse schweizerischen Ursprungs, die in der Tabelle in Kategorie «3» aufgelistet sind, werden schrittweise in Übereinstimmung mit folgendem Zeitplan abgebaut:-am 1. Januar 2012 auf 75 % des Ausgangzollsatzes,-am 1. Januar 2013 auf 50 % des Ausgangzollsatzes,-am 1. Januar 2014 auf 25 % des Ausgangzollsatzes,-am 1. Januar 2015 werden die verbleibenden Zölle aufgehoben.3. Einfuhrzölle der Ukraine auf Erzeugnisse schweizerischen Ursprungs, die in der Tabelle in Kategorie «5» aufgelistet sind, werden schrittweise in Übereinstimmung mit folgendem Zeitplan abgebaut:-am 1. Januar 2012 auf 83 % des Ausgangzollsatzes,-am 1. Januar 2013 auf 67 % des Ausgangzollsatzes,-am 1. Januar 2014 auf 50 % des Ausgangzollsatzes,-am 1. Januar 2015 auf 34 % des Ausgangzollsatzes,-am 1. Januar 2016 auf 17 % des Ausgangzollsatzes,-am 1. Januar 2017 werden die verbleibenden Zölle aufgehoben.4. Einfuhrzölle der Ukraine auf Erzeugnisse schweizerischen Ursprungs, die in der Tabelle in Kategorie «7» aufgelistet sind, werden schrittweise in Übereinstimmung mit folgendem Zeitplan abgebaut:-am 1. Januar 2012 auf 87 % des Ausgangzollsatzes,-am 1. Januar 2013 auf 75 % des Ausgangzollsatzes,-am 1. Januar 2014 auf 62 % des Ausgangzollsatzes,-am 1. Januar 2015 auf 50 % des Ausgangzollsatzes,-am 1. Januar 2016 auf 37 % des Ausgangzollsatzes,-am 1. Januar 2017 auf 25 % des Ausgangzollsatzes,-am 1. Januar 2018 auf 12 % des Ausgangzollsatzes,-am 1. Januar 2019 werden die verbleibenden Zölle aufgehoben.HS 2007 KN 2002Description of goodsImport duty, % or €/unitDismantling period101901100- - - For slaughter55101901900- - - Other55101903000- - Asses55101909000- - Mules and hinnies55102900500- - - Of a weight not exceeding 80 kg57102902100- - - - For slaughter57102902900- - - - Other57102904100- - - - For slaughter57102904900- - - - Other157102905100 - - - - - For slaughter57102905900 - - - - - Other57102906100 - - - - - For slaughter57102906900 - - - - - Other57102907100 - - - - - For slaughter57102907900 - - - - - Other57102909000- - Other57103911000- - - Domestic species57103919000- - - Other57103921100- - - - Sows having farrowed at least once, of a weight of not less than 160 kg87103921900- - - - Other87103929000- - - Other87104103000- - - Lambs (up to a year old)25104108000- - - Other25104201000- - Pure-bred breeding animals25104209000- - Other25105120000- - Turkeys25105192000- - - Geese25105199000- - - Ducks and guinea fowls25105940090- - - Other107105991000- - - Ducks107105992000- - - Geese107105993000- - - Turkeys107105995000- - - Guinea fowls107106110090- - - Other105106120090- - - Other105106191000- - - Domestic rabbits105106199090- - - - Other105106200090- - Other105106310090- - - Other105106320090- - - Other105106391090- - - - Other105106399090- - - - Other105106900090- - Other105210191000 - - - - - Bacon sides or spencers107210192000 - - - - - Three-quarter sides or middles107210193000 - - - - - Fore-ends and cuts thereof107210194000 - - - - - Loins and cuts thereof107210196000 - - - - - Fore-ends and cuts thereof107210197000 - - - - - Loins and cuts thereof107210198100 - - - - - - Boneless107210201000- - With bone in15go to 5 % in 5 ys210209000- - Boneless15go to 5 % in 5 ys406201000- - Glarus herb cheese (known as Schabziger) made from skimmed milk and mixed with finely ground herbs105406301000- - In the manufacture of which no cheeses other than Emmentaler, Gruyere and Appenzell have been used and which may contain, as an addition, Glarus herb cheese (known as Schabziger); put up for retail sale, of a fat content by weight in the dry matter not exceeding 56 %10go to 5 % in 5 ys406303100- - - - Not exceeding 48 %10go to 5 % in 5 ys406303900- - - - Exceeding 48 %10go to 5 % in 5 ys406309000- - - Of a fat content, by weight, exceeding 36 %10go to 5 % in 5 ys406900100- - For processing10go to 5 % in 5 ys406901300- - - Emmentaler107406901500- - - Gruyere, Sbrinz105406901700- - - Bergkase, Appenzell10go to 5 % in 5 ys406901800- - - Fromage fribourgeois, Vacherin Mont d'Or and Tete de Moine10go to 5 % in 5 ys406901900- - - Glarus herb cheese (known as Schabziger) made from skimmed milk and mixed with finely ground herbs107406902500- - - Tilsit10go to 5 % in 5 ys406902700- - - Butterkase10go to 5 % in 5 ys406905000- - - - Cheese of sheep's milk or buffalo milk in containers containing brine, or in sheep or goatskin bottles10go to 5 % in 5 ys406906900 - - - - - - - Other10go to 5 % in 5 ys406907600 - - - - - - - Danbo, Fontal, Fontina, Fynbo, Havarti, Maribo, Samsø10go to 5 % in 5 ys406907900 - - - - - - - Esrom, Italico, Kernhem, Saint- Nectaire, Saint-Paulin, Taleggio10go to 5 % in 5 ys406909300 - - - - - - Exceeding 72 %10go to 5 % in 5 ys406909910 - - - - - - Cheese of cow's milk in containers containing brine10go to 5 % in 5 ys406909990 - - - - - - Other10go to 5 % in 5 ys504000000Guts, bladders and stomachs of animals (other than fish), whole and pieces thereof, fresh, chilled, frozen, salted, in brine, dried or smoked57506100000- Ossein and bones treated with acid207506900000- Other207511991090- - - - Other50511993100- - - - Raw55511993900- - - - Other55601101000- - Hyacinths55601102000- - Narcissi55601103000- - Tulips55601104000- - Gladioli55601109000- - Other55601201000- - Chicory plants and roots55601203000- - Orchids, hyacinths, narcissi and tulips55