Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BStBl%20II%202006,%20654
Timestamp: 2019-12-13 04:44:50
Document Index: 306069558

Matched Legal Cases: ['§ 19', '§ 20', '§ 9', '§ 19', '§ 20', '§ 9']

BFH, 05.04.2006 - IX R 111/00 - dejure.org
https://dejure.org/2006,1054
BFH, 05.04.2006 - IX R 111/00 (https://dejure.org/2006,1054)
BFH, Entscheidung vom 05.04.2006 - IX R 111/00 (https://dejure.org/2006,1054)
BFH, Entscheidung vom 05. April 2006 - IX R 111/00 (https://dejure.org/2006,1054)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2006,1054) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
EStG § 19 Abs. 1, § 20 Abs. 1, § 9 Abs. 1 Nr. 1
EStG § 19 Abs. 1 § 20 Abs. 1 § 9 Abs. 1 Nr. 1
Darlehenszinsen zum Erwerb von Anteilen an einer Kapitalgesellschaft durch deren Arbeitnehmer als Werbungskosten
Werbungskosten - Kredit zum Erwerb einer Beteiligung beim Arbeitgeber
Darlehnszinsen und Arbeitnehmerbeteiligung
Vorliegen von Werbungskosten aus nichtselbstständiger Arbeit oder aus Kapitalvermögen bei Schuldzinsen für Darlehen mit denen Arbeitnehmer den Erwerb von Gesellschaftsanteilen an ihrer Arbeitgeberin finanzieren; Begriff der Werbungskosten
Darlehenszinsen für Erwerb von Geschäftsanteilen
Kurznachricht zu "Bürgschafts- und Darlehnsverluste von Arbeitnehmern" von Dipl.-Finw. Gerhard Bruschke, original erschienen in: DStZ 2016, 623 - 628.
FG Hessen, 07.09.2000 - 11 K 1357/98 11 K 1358/98
BFH - VI R 170/00
BFHE 213, 341
BB 2006, 1607
DB 2006, 1534
BStBl II 2006, 654
BStBl II 2006, 655
NZA-RR 2006, 528
Der Arbeitnehmer nutzt in diesem Fall sein Kapital als eine vom Arbeitsverhältnis unabhängige und eigenständige Erwerbsgrundlage zur Einkünfteerzielung, die daraus erzielten laufenden Erträge sind dann keine Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit, sondern solche aus Kapitalvermögen (BFH-Urteile vom 5. April 2006 IX R 111/00, BFHE 213, 341, BStBl II 2006, 654, und in BFHE 226, 47, BStBl II 2010, 69).
Der Arbeitnehmer nutzt in diesem Fall sein Kapital als eine vom Arbeitsverhältnis unabhängige und eigenständige Erwerbsgrundlage zur Einkunftserzielung; die daraus erzielten Erträge sind daher keine Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit, sondern solche aus Kapitalvermögen (BFH-Urteile vom 5. April 2006 IX R 111/00, BFHE 213, 341, BStBl II 2006, 654; vom 17. Juni 2009 VI R 69/06, BFHE 226, 47, BStBl II 2010, 69).
Der Arbeitnehmer nutzt in diesem Fall sein Kapital als eine vom Arbeitsverhältnis unabhängige und eigenständige Erwerbsgrundlage zur Einkünfteerzielung, die daraus erzielten Erträge sind daher keine Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit, sondern solche aus Kapitalvermögen (BFH-Urteil vom 5. April 2006 IX R 111/00, BFHE 213, 341, BStBl II 2006, 654).
Derartige Aufwendungen sind nach der Rechtsprechung des BFH jedenfalls "nicht ohne weiteres" den Werbungskosten bei den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit zuzurechnen, weil sie "im allgemeinen" nicht unmittelbar mit diesen Einkünften, sondern mit solchen aus Kapitalvermögen im Zusammenhang stehen, selbst wenn damit auch die Arbeitnehmertätigkeit gefördert wird (Senatsurteil in BFHE 73, 449, BStBl III 1961, 431; BFH-Urteil vom 5. April 2006 IX R 111/00, BFHE 213, 341, BStBl II 2006, 654).
Dies gilt auch dann, wenn der Erwerb der Beteiligung (arbeitsvertragliche) Voraussetzung für die Erlangung der angestrebten Position ist (Senatsurteile in BFHE 73, 449, BStBl III 1961, 431; in BFHE 177, 472, BStBl II 1995, 644; BFH-Urteile in BFHE 213, 341, BStBl II 2006, 654, …und vom 5. April 2006 IX R 80/01, BFH/NV 2006, 1817) oder wenn der Steuerpflichtige sich beteiligt, um durch die Zuführung von Kapital den Fortbestand der Gesellschaft und damit gleichzeitig seinen eigenen Arbeitsplatz zu erhalten (BFH-Urteil in BFHE 213, 341, BStBl II 2006, 654).
cc) Nur ausnahmsweise kann auf dieser Grundlage die Annahme in Betracht kommen, dass der Arbeitnehmer mit dem Erwerb einer Beteiligung nicht die mit der Stellung als Gesellschafter verbundenen Rechte (vgl. dazu Senatsurteile in BFHE 73, 449, BStBl III 1961, 431, und in BFHE 177, 472, BStBl II 1995, 644, sowie BFH-Urteil in BFHE 213, 341, BStBl II 2006, 654, m.w.N.), sondern nahezu ausschließlich die Sicherung seines bestehenden oder die Erlangung eines höherwertigen Arbeitsplatzes erstrebt.
Das kann insbesondere bei negativer Überschussprognose und damit erkennbar fehlender Absicht zur Erzielung von Einkünften aus Kapitalvermögen aus einer solchen Beteiligung der Fall sein (BFH-Urteil in BFHE 213, 341, BStBl II 2006, 654).
Nach der ständigen Rechtsprechung des BFH ist für die Abgrenzung die Einkunftsart maßgebend, die im Vordergrund steht und die Beziehungen zu den anderen Einkünften verdrängt (BFH-Urteil vom 5. April 2006 IX R 111/00, BFHE 213, 341, BStBl II 2006, 654, unter II.2.;… BFH-Beschluss vom 28. Juni 2007 VI B 23/07, BFH/NV 2007, 1870, unter 3., jeweils m.w.N.; vgl. auch Steinhauff, jurisPR-SteuerR 34/2006, Anm. 4).
Dabei kann ein beruflicher Grund für die Übernahme des Risikos des Darlehensverlustes dann bejaht werden, wenn der Arbeitnehmer nahezu ausschließlich die Sicherung seines bestehenden oder die Erlangung eines höherwertigen Arbeitsplatzes erstrebt (vgl. BFH-Urteil in BFHE 213, 341, BStBl II 2006, 654, unter II.1.c).
Denn zwischen die Vermietertätigkeit und die geltend gemachten Verluste tritt das jeweilige Optionsgeschäft als eigenständige Erwerbsquelle (vgl. zur Abgrenzung auch BFH-Urteil vom 5. April 2006 IX R 111/00, BFHE 213, 341, BStBl II 2006, 654, unter II. 2., m.w.N.).
Zur Abgrenzung zwischen Landwirtschaft und Gewerbebetrieb bei der Ausbringung von …
BFH, 18.09.2006 - IX B 75/06
FG Nürnberg, 22.10.2010 - 1 K 1846/07
Verluste aus dem Verkauf von Aktien, die ein leitender Angestellter wegen zweier …
FG Saarland, 04.12.2006 - 1 K 351/03
Buergschaften eines Gesellschafter/Arbeitnehmers fuer seine GmbH