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Timestamp: 2020-01-17 21:29:35
Document Index: 187185491

Matched Legal Cases: ['§ 5', '§ 64', '§ 69', '§ 71', 'BGH', '§ 52']

Checkliste Urheberrecht: Beugen Sie urheberrechtlichen Abmahnungen vor - Checklisten | akademie.de
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Checkliste Urheberrecht: Beugen Sie urheberrechtlichen Abmahnungen vor
Hilfe für Autoren: Wann und wie darf man fremde Texte und Bilder, etwa als Zitat, übernehmen?
Bewertung / 31 Kommentare
Stand: 5. Februar 2008
Fotos, Grafiken und Screenshots
Um diese Informationen für Ihre eigene Arbeit direkt anwendbar zu machen, haben wir sie in Form von zwei Checklisten komprimiert.
Checkliste: Texte
Wird eigenes oder fremdes Textmaterial veröffentlicht (bzw. zur Verfügung gestellt)?
Wenn nur selbst geschriebenes Textmaterial verwendet wird, bestehen keine urheberrechtlichen Probleme.
Bei fremdem Material: Ist die geplante Nutzung ohne Zustimmung erlaubt? Wenn eine Verwendung ohne Zustimmung nicht erlaubt ist, dann muss die schriftliche Einwilligung des Autors oder Rechteinhabers vorliegen!
Bei mehreren Urhebern, die Zustimmung aller.
Erlaubt ist die Nutzung fremder Texte ohne Zustimmung, wenn
der Text nicht die erforderliche Schöpfungshöhe erreicht. Im Zweifel sollten Sie aber von einem urheberrechtlichen Schutz ausgehen!
es sich um amtliche Werke (gemäß § 5 UrhG) handelt, wie Gesetzestexte, Gerichtsurteile, Bekanntmachungen von Behörden usw. Wichtig: Sie müssen die Originaltexte verwenden.
die Schutzdauer abgelaufen ist. Das ist 70 Jahre nach dem Tod des Autors der Fall bzw. bei mehreren Autoren nach dem Tod des am längsten lebenden Autors.
das Werk unter freier Lizenz steht (Open Content). In diesem Fall müssen Sie jedoch das Lizenzmodell prüfen: Ist eine Quellenangabe oder ein anderer Hinweis erforderlich, werden die Lizenzbedingungen erfüllt?
nur wenige Sätze aus dem Werk zitiert wurden. Wichtig: Die wenigen Sätze müssen als Zitat gekennzeichnet werden und Ihr eigenes Werk muss im Vordergrund stehen.
In allen anderen Fällen müssen Sie für die Veröffentlichung über eine schriftliche Erlaubnis verfügen!
Checkliste: Fotos, Grafiken und Screenshots
Handelt es sich um selbst erstellte oder fremde Fotos?
Bei eigenem Foto: Sind Privatpersonen auf dem Foto? Dann müssen Sie eine Einverständniserklärung jeder abgebildeten Person einholen, es sei denn,
es handelt sich um Personen der Zeitgeschichte, aber keine Fotos aus der Privat- oder Intimsphäre,
sie stellen nur "Beiwerk" dar (zufällige Passanten, Teilnehmer an einer öffentlichen Demonstration) oder
es sind 10 Jahre seit dem Tod des Abgebildeten vergangen.
Bei eigenem Screenshot: bei vorhandener Schöpfungshöhe, Zustimmung bspw. des Softwareherstellers einholen, Ausnahme: Freie Software
Bei fremdem Foto/Screenshot außerdem: Veröffentlichung nur mit Zustimmung des Urhebers (Fotografen). Bei unklarer Herkunft sollten Sie auf das Foto verzichten.
Bei Foto von einem Werk der bildenden Kunst: Zusätzlich Zustimmung des Künstlers, z.B. des Bildhauers, Möbeldesigners.
Ausnahme: Bildzitat. Die Wiedergabe eines Bildes/Screenshots ist als Bildzitat erlaubt, wenn
der Artikel eine "innere Verbindung" zum Bild hat (Belegfunktion),
der zitierende Artikel selbst ein neues und schützenswertes Werk darstellt
das Bildzitat nur so groß ist, wie für das Anliegen nötig, um das Gesagte zu untermauern,
eine vollständige Quellenangabe erfolgt: Urhebername, Titel des Werkes, Publikationsorgan und Fundstelle.
Sind Personen abgebildet? Dann gilt das Personlichkeitsrecht (siehe oben, "Privatpersonen").
Verfasst von Gast am 4. Januar 2018 - 18:44.
Danke für den Artikel. Ich möchte gerne ein Hörbuch zu einem Reclam Heft eines Stoischen Philosophen (v.Chr.) aufnehmen und auch verkaufen. Gäbe es da rechtliche Probleme?
Antwort: Audiobuch
Verfasst von Robert Chromow am 5. Januar 2018 - 9:28.
Guten Tag, C.O.,
Ihre Frage berührt das Urheberrecht in doppelter Hinsicht: Neben dem Verfasser des Originaltextes genießt auch die Übersetzung bzw. der Übersetzer Urheberrechtsschutz.
Rechtliche Probleme sind in dem von Ihnen genannten Fall nicht auszuschließen: Da der antike Philosoph gewiss nicht auf deutsch geschrieben hat, kann der vom Reclam-Verlag veröffentlichte Text auf einer modernen Übersetzung beruhen.
In dem Fall wäre eine nicht autorisierte Hörbuch-Veröffentlichung auf jeden Fall eine Verletzung des Urheberrechts des Übersetzers (bzw. des Verwertungsrechts des Verlags).
Ein exemplarischer Blick in die von Reclam veröffentlichten "Selbstbetrachtungen" des Stoikers Marc Aurel zeigt, dass sich der Reclam-Verlag "alle Rechte vorbehält".
Der Schutz des Urheberrechts von Albert Wittstock an der Übersetzung des Werks ist zwar abgelaufen - trotzdem würde ich nicht einfach das Reclam-Heft zur Grundlage einer kommerziellen Hörbuch-Produktion machen.
Zwar finden sich viele Übersetzungen klassischer Stoa-Texte auch in Sammlungen gemeinfreier Werke. Doch selbst bei solchen Plattformen machen manche Betreiber die kommerzielle Nutzung der Textbestände von einer ausdrücklichen Zustimmung oder gar Lizenzgebühren abhängig (z. B. beim Projekt Gutenberg-DE
http://gutenberg.spiegel.de, in dem übrigens der Marc-Aurel-Text in der Wittstock-Übersetzung vorhanden ist :-)
http://gutenberg.spiegel.de/buch/des-kaisers-marcus-aurelius-antonius-se...)
Der langen Rede kurzer Sinn: Wenn Sie eine kommerzielle Hörbuchproduktion planen, sollten Sie unbedingt sicherstellen, dass Originaltext _und_ Übersetzung nicht dem Urheberrechtsschutz unterliegen. Am besten holen Sie sich außerdem das OK des Verlags bzw. der Online-Publikationsplattform.
Nachtrag: Da eine kommerzielle Hörbuchproduktion kostspielig ist und Sie auch Ihre eigenen Verwertungsrechte im Blick haben müssen, holen Sie sich am besten rechtlichen Rat bei einem Rechtsanwalt, der sich mit dem Urheberrecht auskennt. Oder Sie fragen bei Ihrem Berufs- oder Branchenverband nach!
Verfasst von Gast am 13. Juni 2017 - 14:03.
mein Exmann hat mir vor Jahren ein selbst geschriebenes Gedicht zum Hochzeitstag geschenkt, das ich nun gern in meinem neuen Roman verwenden möchte. Brauche ich im Falle einer Veröffentlichung dafür seine Einwilligung? Oder sind seine Urheber-/Autoren-/Eigentumsrechte durch den Schenkungsakt erloschen?
Antwort: Geschenktes Gedicht
Verfasst von Robert Chromow am 13. Juni 2017 - 17:20.
Guten Tag, Frau V.,
vielen Dank für die interessante Anfrage. Eine rechtliche Einzelfallberatung ist an dieser Stelle leider nicht möglich. Rechtsanwalt bin ich auch nicht - daher nur ein paar allgemeine Einschätzungen:
Sein Urheberrecht hat Ihr Mann durch die Schenkung des Gedichts auf keinen Fall an Sie übertragen. Erloschen ist es schon gar nicht. Das Urheberrecht bleibt grundsätzlich beim Autor - auch wenn er anderen Personen auf Dauer oder zeitlich befristet bestimmte _Nutzungs_rechte überträgt.
Wird ein urheberrechtlich geschütztes Werk an eine andere Person verschenkt, ist damit keineswegs automatisch das Nutzungsrecht verbunden, es zu veröffentlichen - auch nicht im Rahmen des (seinerseits urheberrechtlich geschützten) Werkes eines anderen Autors oder einer anderen Autorin.
Für die Verwertung des Gedichts im Rahmen Ihres eigenen Romans brauchen Sie daher aus meiner Sicht die Einwilligung Ihres Ex-Mannes.
Etwas anderes wäre es m. E., wenn Sie das geschenkte Gedicht im Rahmen Ihrer eigenen Autobiografie wiedergeben. Insbesondere der Abdruck in Form eines Fotos/Faksimiles wäre aus meiner Sicht unbedenklich.
Aber wie gesagt: Das sind nur meine völlig unmaßgeblichen Überlegungen.
Viel Erfolg mit Ihrem Roman und freundliche Grüße
Verfasst von Gast am 20. Januar 2017 - 2:43.
Mein Lebensgefährte wurde im Ausland ermordet, überliess mir jedoch ein von ihm abgefasstes - unveröffentlichtes - Buch zur Korrektur, Übersetzung und Veröffentlichung.
Wie ist die Rechtslage bezüglich der beiden in Österreich lebenden Söhne, wenn ich den Text nun unter dem von meinem Partner gewählten Pseudonym im Internet veröffentliche? Mir liegt daran, nicht durch den Verwandten, der seinen Tod verursacht hat, als "Waffe" zur Manipulation der Verwandtschaft benutzt zu werden und nicht rechtlich und finanziell in Probleme verwickelt zu werden, zugleich möchte ich den Text schützen und möglichst bald veröffentlicht sehen, damit er nicht in falsche Hände gerät oder verschwindet oder gar manipuliert wird.
Wie gesagt: die Situation war nicht vorhersehbar, ich habe ausser Zeugen nicht viel, keinen Vertrag über die urheberrechtliche Situation und auch keine eingetragene Lebenspartnerschaft oder einen Ehevertrag.
Derzeit erscheint es nicht sinnvoll, den Söhnen Mitteilung zu machen, weil derjenige Verwandte im Ausland, der den Tod meines Lebensgefährten herbeigeführt hat, die Person des Toten nutzen will ( und wollte), um mir zu schaden. Es ist dieser Person somit völlig egal, ob der Text - im Sinne des Toten - veröffentlicht wird oder nicht, Hauptsache er ist eine Waffe gegen mich, wie der Tote übrigens auch.
Mich interessiert, den Text zu schützen, daher mochte ich ihn in Europa veröffentlichen, und zwar unter dem Pseudonym des Verstorbenen.
Antwort: verstorbener Autor
Verfasst von Robert Chromow am 20. Januar 2017 - 9:23.
vielen Dank für Ihre vertrauensvolle Anfrage und herzliches Beileid zu Ihrem Verlust.
Einen rechtlichen Rat können und dürfen wir Ihnen an dieser Stelle nicht geben - selbst eine allgemeine Einschätzung der rechtlichen Situation ist auf Grundlage der vorliegenden Informationen nicht möglich.
Es handelt sich nicht primär um eine urheberrechtliches Problem: Wenn ich Sie recht verstanden habe, steht nicht in Zweifel, dass Ihr Lebensgefährte der Autor ist.
Im Mittelpunkt steht vielmehr die Frage der Erbschaft und dabei wiederum die Beweisbarkeit der Manuskript-Überlassung sowie der Verwertungsrechte.
Sie äußern zudem einen weitreichenden, möglicherweise strafrechtlich relevanten Verdacht gegen Familienmitglieder.
Sie sollten daher vor einer Veröffentlichung unbedingt den Rat eines Rechtsanwaltes einholen, der sich im Erb- und Urheberrecht auskennt und Sie vor den Folgen unbedachter strafrechtlicher Anschuldigungen bewahrt.
Urheberrecht für Kurzzitate
Verfasst von Gast am 13. August 2012 - 16:41.
Hallo und guten Tag, ich habe ein Trauerfotobuch mit eigenen Bildern aber teilweise Trauersprüchen von fremden Autoren erstellt.
Bonhoeffer, Gibran usw. die alle min. schon 70Jahre verstorben sind.Die Texte habe ich alle mit Namen der Verfasser angegeben. Ich würde diesen Fotoband gerne veröffentlichen, bin mir aber nicht sicher, ob ich die Zitate so mitveröffentlichen darf.
70-Jahres-Frist, Zitate
Verfasst von am 15. August 2012 - 8:32.
zum einen ist die Frage, in wieweit Zitate Urheberrecht genießen, meines Wissens rechtlich umstritten - zumindest gab es schon in großem Umfang Abmahnung wegen einzelnen Zitaten, etwa durch die Erben von Karl Valentin.
Zum anderen gilt die Frist von 70 Jahren nach dem Tod des Urhebers (oder nach Veröffentlichung, bei Werken unter Pseudonym) zwar im deutschen Urheberrecht, nicht aber in anderen Ländern.
Wenn Sie Dietrich Bonhoeffer meinen - der wurde 1945 ermordet, seine Werke werden damit wohl erst 2015 gemeinfrei. Khalil Gibrans Werke sind nach deutschem Recht dagegen bereits gemeinfrei, weil er 1931 starb. In anderen Ländern - etwa den USA, wo Gibran ja seine Werke veröffentlicht - gelten allerdings z.T. andere Fristen (vgl. http://www.copyright.gov/help/faq/faq-duration.html ). Aber wird Ihr Trauerfotobuch auch dort veröffentlicht werden? Glaubt, hofft und vor allem publiziert! - und ihr werdet die Juristerei überwinden.
Verfasst von Gast am 28. Oktober 2016 - 4:53.
bedeutet es, dass Zitate von Dietrich Bonhoeffer jetzt 2016 frei sind für die Verwendung z.B. Kommerzieller Kalender?
Schutzfrist 70 Jahre
Verfasst von am 28. Oktober 2016 - 8:21.
Guten Tag Herr Zimpel,
bitte beachten Sie, dass eine Rechts- oder Einzelfallberatung nicht möglich ist. Deshalb nur ganz allgemein: Urheberrechte erlöschen 70 Jahre nach Tod des Urhebers, dann wird das Werk gemeinfrei (§ 64 UrhG). Die Schutzfrist beginnt mit Ablauf des Todesjahrs des Autors (§ 69 UrhG). (Für nachgelassene Schriften gilt eine verkürzte Schutzfrist von 25 Jahren, § 71 UrhG).
Wenn ein Autor also im Jahre 1945 von deutschen Staatsbeamten ermordet wurde, wofür die beteiligten sogenannten Richter später von ihren Berufskollegen am BGH freigesprochen wurden, ist die Schutzfrist seiner Werke meines Erachtens in der Tat im Jahr 2016 abgelaufen, diese sind somit gemeinfrei.
Verfasst von Gast am 15. Oktober 2010 - 9:19.
Guten Tag, Frau/Herr Liebman,
ich glaube nicht, dass nach fast zwei Jahrtausenden noch ein Erbe bzw. Verlag einen Rechtsanpruch aus die Verwertungsrechte vorweisen kann :-). Und das "Leistungsschutzrecht", das die Verlage fordern, haben Sie auch noch nicht bekommen, das würde das Abschreiben der Zitate aus den von Ihnen verlegten Büchern wohl sowieso nicht verbieten können. Trösten Sie sich ruhig mit dieser Wahrheit: Omnia aliena sunt, tempus tantum nostrum est.
Verfasst von Gast am 15. Oktober 2010 - 8:51.
erst einmal vielen Dank für diesen informativen Artikel!
Allerdings stellt sich mir jetzt doch eine essentielle Frage. Ich möchte in Kürze ein Kalenderbuch mit Fotos (Urheberrecht liegt bei mir) und Zitaten griechischer und römischer Philosopen veröffentlichen. Unbestreitbar sind Personen wie Seneca, Marc Aurel, etc seit mehr als 70 Jahren tot, so dass die Schutzdauer von 70 Jahren definitv abgelaufen ist. Jetzt stellt sich mir die Frage, ob ich beim Zitieren dennoch eine Quellenangabe angeben muss und somit die Zustimmung zur Veröffentlichung eines Verlages benötige.
Ich danke Ihnen bereits jetzt für Ihre Hilfe und verbleibe
Verfasst von am 25. Februar 2010 - 9:37.
@anonym vom 25.2.2010
nein, ich bitte um Verständnis, aber die Übernahme dieses Textes pauschal erlauben, hier per Foren-Kommentar, das können wir leider nicht!
Ihre akademie.de Redaktion
Verfasst von Gast am 25. Februar 2010 - 7:05.
darf ich von dieser Seite hier (längere) Textpassagen zitieren? :D
Bin Forenbetreiber und wäre über Einstellnutzung einzelner Textpassagen dort dankbar.
Verfasst von Gast am 31. August 2009 - 12:12.
Rezepte selbst sind nicht urheberrechtlich geschützt. Nur die Darstellung, die Formulierung der Anleitung, Bilder/Grafiken oder die individuelle Gestaltung der Zutatenliste erreichen eine eigene Schöpfungshöhe.
Hierzu siehe auch: http://www.irights.info/index.php?id=523.
Dieser Hinweis erfolgt ohne Rechtsgewähr. Sie sollten im Falle einer Veröffentlichung den Rat eines Fachanwalts hinzuziehen.
Verfasst von Gast am 29. August 2009 - 8:08.
Wie sieht es bei rezepten ohne Bilder mit dem Urheberrecht aus? Möchte gerne eine Broschüre rausbringen mit vielen Rezepten aus verschiedenen Länder.
Verfasst von am 17. Februar 2009 - 9:16.
@ anonym vom 16.2.09.:
Selbstverständlich müssen Sie auch die Urheberrechte bei Bildern beachten, die Sie über die Google-Bildersuche oder sonst eine Grafik-Suche gefunden haben! Und das Urheberrecht muss nicht extra vermerkt werden, es liegt an Ihnen als Nutzer, sicherzustellen, dass Sie keine Rechte verletzten. So ist nun mal die Rechtslage in Deutschland.
Verfasst von Gast am 16. Februar 2009 - 19:27.
Was ist eigendlich mit Bildern die man z.B. bei der Googlebilder suche zusehen bekommt, wo kein copyright draufzusehen ist oder sonstiges in der Art. Noch nicht einmal eine Quelle erfährt, da dieses Bild von mehreren Seiten im Internet her beziehen kann, und somit in der "Öffendlichkeit" stehen?
Verfasst von Gast am 27. Juni 2008 - 11:29.
Die urheberrechtlichen Voraussetzungen für einen elektronischen Pressespiegel sind unter diesen Links erläutert:
http://www.vgwort.de/pre_erlaeuterungen.php
http://www.bpb.de/publikationen/C2PQDV,3,0,Urheberrecht_in_der_Wissensge...
Verfasst von Gast am 26. Juni 2008 - 17:20.
Frage: Ich plane einen Branchennewsletter, in dem der wesentliche Bestandteil kurze Zitate aus Artikeln anderer Newsletter sind. Das können Text- und Bildzitate sein. Sinn des Newsletter ist, für eine Branche aus allen möglichen Newslettern das essentielle zusammenstellen mit Quellenangabe und Link zur Quelle. wie siehts damit aus?
Verfasst von Karin Seidel am 5. März 2008 - 19:58.
@ Anonym vom 05.03.2008 17:40:19
Ja, also warum in Groß Kösel Eigentum gleich Diebstahl sein soll, weiß ich leider auch nicht. Da müssten Sie den Verfasser des denkwürdigen Einwandes wohl selber fragen.
Verfasst von Karin Seidel am 5. März 2008 - 19:49.
@ vom 05.03.2008 17:35:47
Sie haben die Sache mit dem Begriff „Copyright“ völlig richtig eingeschätzt. Es handelte sich hierbei auch eher um einen redaktionellen Fehler. Denn leider ist es ja so, dass viele, besonders auch die Medien, immer gerne angloamerikanische Begriffe mehr oder weniger sinnvoll nutzen. Ich denke, viele nutzen den Begriff Copyright einfach als Synonym für das deutsche Urheberrecht. Es soll auf der Homepage als Hinweis dienen, dass der Inhalt urheberrechtlich geschützt ist. Und so sehen es auch einige Richter. Das ist formaljuristisch sicher nicht einwandfrei, denn Copyright bedeutet ja eher Nutzungsrecht, als Urheberrecht. Aber die Sprachhüter aller Zwiebelfisch werden ja leider nicht gehört ;-)!
Der Artikel bezieht sich natürlich nur auf das deutsche bzw. kontinentaleuropäische Urheberrecht. Die Problematik internationaler Verträge ist natürlich gegeben, dass sollte aber nicht Gegenstand des Artikels sein.
Verfasst von Gast am 5. März 2008 - 17:40.
Warum "Eigentum ist und bleibt Diebstahl" sein soll verstehe wer will, ich nicht. Artikel 14 unserer Verfassung garantiert das Privateigentum. Warum man das nun mit einer Strafnorm gleichsetzen soll, entzieht sich meinem Verständnis. Oder herrscht in Groß-Kösel ein anderes Rechtssystem?
Verfasst von Gast am 5. März 2008 - 17:35.
Am Anfang des Artikels und auch in der Überschrift gehen Copyrights und Urheberrechte völlig durcheinander. Man sollte doch erst mal klar und deutlich sagen, dass in Deutschland und dem meisten Ländern die Urheber- und Verwertungsrechte kraft Gesetzes geschützt sind. Copyrights dagegen gehören in den angelsächsischen Rechtsraum. Hier entsteht der Schutz durch Kenntlichmachung. Bevor man irgend etwas anderes sagt, muss man erst einmal klären, nach welchem Recht sich die Rechte beurteilen. Dies ist eine Frage des sog. Internationalen Privatrechts. Und dann muss man sich überlegen, was passiert, wenn angelsächsische Vertragspartner die Kennzeichnungspflicht - auch von Übersetzungen - per Vertrag im deutschen Markt erzwingen. So einfach wie hier dargestellt ist die Sache nicht.
Verfasst von Gast am 25. Februar 2008 - 19:03.
Eigentum ist und bleibt Diebstahl. Das gilt auch im geistigen Bereich und für elektronische Objekte.
MLPD, Ortsgruppe Groß-Kösel
Verfasst von Gast am 5. Februar 2008 - 22:25.
Urteile zu Screenshots von Software bzw. Webseiten gibt es meines Wissens noch nicht. Deshalb ist vieles im Dunkeln. Aber eine Veröffentlichung von möglicherweise urheberrechtlich geschütztem Material liegt im Rahmen eines Workshops vor. Der § 52a UrhG greift hier eher nicht.
Verfasst von Rüdiger Post am 5. Februar 2008 - 15:32.
Wenn ich als Workshop-Leiter nun Screencast und Screenshots unter den Teilnehmern in den Unterlagen verbreite, gilt das eigentlich als Veröffentlichung? Es ist ja ein geschlossener Workshop? Der aber wird öffentlich angeboten?
Ruediger Post
Verfasst von Karin Seidel am 5. Februar 2008 - 12:25.
Bei selbst geschossenen Hardwarefotos sehe ich auch keine Urheberverletzung. Bei einem Screencast sieht das schon anders aus. Da empfehle ich die detaillierten Regeln von Microsoft (http://www.microsoft.com/germany/unternehmen/informationen/rechtlichehin...) als Anhaltspunkt.
Verfasst von Gast am 5. Februar 2008 - 11:55.
Und wie sieht es mit einem Screencast einer Software aus? Fallen die unter die Rubrik "laufende Screenshots"?
Verfasst von am 5. Februar 2008 - 11:41.
Bei Screenshots, Firmen-Logos und dergleichen gilt natürlich wie überall: Wo kein Kläger, da kein Richter. Schließlich ist den Unternehmen im Allgemeinen daran gelegen, in die Öffentlichkeit zu kommen. Ein juristisch stichhaltiges Argument ist "Das ist doch auch in deren Interesse." freilich nicht.
Als Laie würde ich vermuten, dass man i.A. sehr wohl Fotos von Gegenständen und Produkten veröffentlichen kann, wenn man die Rechte am Foto besitzt, jedenfalls, wenn die abgebildeten Gegenstände nicht selbst Schutz als "Werke" genießen. Das ist bei Netzwerkkarten oder Headsets eher selten der Fall, nehme ich an ... selbst wenn da ein Designer dran war.
Sonst dürfte man ja nicht einmal Fotos von seinem Auto machen ...
Ich mag aber falsch liegen - schließlich bin ich weder Anwalt noch Fachmann, ich lasse mich ggf. also gern eines besseren belehren.
Checkliste Urheberrecht(11 Seiten)
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