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Timestamp: 2016-10-27 11:15:56
Document Index: 390359518

Matched Legal Cases: ['Art. 42', 'Art. 16', 'BGE', 'Art. 105', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'in fine', 'in fine', 'Art. 66', 'Art. 68']

8C_808/2013 (14.02.2014)
8C_808/2013 � � Urteil vom 14. Februar 2014
F.________ vertreten durch
Rechtsanwalt Marcel Aebischer,
K�ng Rechtsanw�lte,
Beschwerde gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 1. Oktober 2013.
Die 1956 geborene, zuletzt als selbstst�ndige Wirtin t�tig gewesene F.________ bezog gest�tzt auf die Verf�gung der IV-Stelle des Kantons St. Gallen vom 16. April 1998 ab 1. November 1997 bei einem Invalidit�tsgrad von 90 % eine ganze Invalidenrente der Invalidenversicherung. Aufgrund einer anonymen Mitteilung liess die IV-Stelle die Versicherte im Herbst 2010 und Fr�hling 2011 observieren. Sie traf zudem medizinische und erwerbliche Abkl�rungen. Mit Verf�gung vom 25. Juni 2012 hob die Verwaltung die Rente auf das Ende des der Verf�gungszustellung folgenden Monats revisionsweise auf, da keine rentenbegr�ndende Invalidit�t mehr ausgewiesen sei.
F.________ erhob Beschwerde mit dem Rechtsbegehren, es sei die Verf�gung vom 25. Juni 2012 aufzuheben und mindestens eine Dreiviertelsrente zuzusprechen. Die IV-Stelle beantragte die Abweisung der Beschwerde, wobei sie festhielt, es rechtfertige sich auch eine wiedererw�gungsweise Aufhebung der Rentenverf�gung vom 16. April 1998. Das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen k�ndigte der Versicherten eine m�gliche Schlechterstellung an und bot ihr Gelegenheit zum R�ckzug der Beschwerde. F.________ hielt an dieser fest. Mit Entscheid vom 1. Oktober 2013 erkannte das Versicherungsgericht, die Voraussetzungen f�r eine Wiedererw�gung seien nicht erf�llt. Hingegen lasse sich infolge einer sp�testens im Juli 2008 eingetretenen Verbesserung der Arbeitsf�higkeit nurmehr ein Anspruch auf eine halbe Rente begr�nden. Die Rente sei daher revisionsweise herabzusetzen. Das erfolge wegen einer Meldepflichtverletzung der Versicherten r�ckwirkend ab 1. Oktober 2008. Entsprechend hiess das Gericht die Beschwerde teilweise gut, hob die Verf�gung vom 25. Juni 2012 auf, setzte den Leistungsanspruch ab 1. Oktober 2008 auf eine halbe Invalidenrente herab und wies die Sache zur Berechnung des Rentenbetrages an die Verwaltung zur�ck).
Die IV-Stelle f�hrt Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten mit dem Rechtsbegehren, der vorinstanzliche Entscheid sei, soweit auf Zusprechung einer halben Rente ab 1. Oktober 2008 lautend, aufzuheben und es sei festzustellen, dass die Versicherte ab diesem Zeitpunkt keinen Rentenanspruch mehr habe. Zudem wird darum ersucht, der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen.
F.________ l�sst auf Abweisung der Beschwerde, soweit auf diese einzutreten sei, schliessen. Das Bundesamt f�r Sozialversicherungen verzichtet auf eine Vernehmlassung.
Die Beschwerdegegnerin begr�ndet ihren Nichteintretensantrag damit, die Beschwerde sei ungen�gend begr�ndet. Der Einwand ist nicht stichhaltig. Die Beschwerdebegr�ndung gen�gt den gesetzlichen Anforderungen (Art. 42 Abs. 2 BGG). Die �brigen Eintretensvoraussetzungen sind - unbestrittenermassen - ebenfalls erf�llt.
Letztinstanzlich ist nicht umstritten, dass die Voraussetzungen f�r eine Wiedererw�gung der Rentenverf�gung vom 16. April 1998 nicht erf�llt sind. Es steht sodann fest und ist ebenfalls nicht umstritten, dass die ab 1. November 1997 bezogene ganze Rente infolge einer - in einer gesundheitlichen Besserung begr�ndeten - �nderung des Invalidit�tsgrades zu revidieren ist und dies wegen einer Meldepflichtverletzung der Versicherten r�ckwirkend auf den 1. Oktober 2008 Wirkung zu entfalten hat.
Streitig und zu pr�fen ist, ob die ganze Rente auf diesen Zeitpunkt auf eine halbe Rente herabzusetzen oder ganz aufzuheben ist. Die Vorinstanz ist gest�tzt auf einen Einkommensvergleich zum Ergebnis gelangt, der Invalidit�tsgrad betrage nunmehr 50.2 %. Damit bestehe noch Anspruch auf eine halbe Rente. Die Beschwerde f�hrende IV-Stelle macht geltend, das kantonale Gericht habe hiebei die Regeln zur Bestimmung der Vergleichseinkommen verletzt. Bei korrektem Vorgehen resultiere ein nicht mehr rentenbegr�ndender Invalidit�tsgrad. Die Beschwerdegegnerin postuliert, es sei der vorinstanzlichen Beurteilung zu folgen.
Die Rechtsgrundlagen f�r die Beurteilung der Streitsache sind im angefochtenen Entscheid zutreffend dargelegt. Das betrifft namentlich die Bestimmungen und Grunds�tze zum nach der H�he des Invalidit�tsgrades abgestuften Anspruch auf eine Invalidenrente (mit den vorausgesetzten Mindestinvalidit�tsgraden von 40 % f�r eine Viertelsrente, 50 % f�r eine halbe Rente, 60 % f�r eine Dreiviertelsrente und 70 % f�r eine ganze Rente) und zur Bestimmung des Invalidit�tsgrades mittels Einkommensvergleich. Darauf wird verwiesen.
Das kantonale Gericht hat erkannt, gest�tzt auf die medizinischen Akten sei davon auszugehen, dass die Versicherte allersp�testens seit Juli 2008 in einer leidensadaptierten T�tigkeit zu 50 % arbeitsf�hig sei. Ausgehend davon sei nach Massgabe von Art. 16 ATSG ein Einkommensvergleich vorzunehmen. Das Einkommen ohne invalidisierende Gesundheitssch�digung (Valideneinkommen) sei gest�tzt auf sog. Tabellenl�hne (statistische Durchschnittsl�hne gem�ss der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung [LSE]) f�r das Jahr 2010 auf Fr. 47'736.- festzusetzen. Das trotz gesundheitsbedingter Beeintr�chtigung zumutbarerweise noch erzielbare Einkommen (Invalideneinkommen) betrage f�r dasselbe Jahr, ebenfalls ausgehend von Tabellenl�hnen sowie unter Ber�cksichtigung der h�lftigen Restarbeitsf�higkeit und eines leidensbedingten Abzuges von 10 %, Fr. 23'756.-. Der Vergleich der Einkommen ergebe einen Invalidit�tsgrad von 50.2 %.
Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, das Valideneinkommen sei entgegen der vorinstanzlichen Beurteilung nicht anhand von Tabellenl�hnen, sondern aufgrund des Einkommens, das die Versicherte im Gesundheitsfall als Wirtin erzielen w�rde, festzusetzen. Das f�hre zu einem tieferen Valideneinkommen. Zudem habe das kantonale Gericht beim Invalideneinkommen zu Unrecht einen leidensbedingten Abzug vorgenommen.
Ob zur Bestimmung der Vergleichseinkommen auf Tabellenl�hne oder auf andere Grundlagen abzustellen ist, stellt eine vom Bundesgericht frei �berpr�fbare Rechtsfrage dar (vgl. BGE 132 V 393 E. 3.3 S. 399; Urteil 8C_90/2001 vom 12. M�rz 2008 E. 3.2.1). Hingegen k�nnen Sachverhaltsfeststellungen, welche die Vorinstanz zur Beantwortung dieser Rechtsfrage getroffen hat, vom Bundesgericht nur im Rahmen von Art. 105 Abs. 2 BGG �berpr�ft werden (E. 1 hievor).
6.1.�F�r die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte Person im massgeblichen Zeitpunkt nach dem Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tats�chlich verdient h�tte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, n�tigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angekn�pft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige T�tigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden w�re. Ausnahmen m�ssen mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 134 V 322 E. 4.1 S. 325; 129 V 222 E. 4.3.1 S. 224 mit Hinweisen; Urteil 8C_567/2013 vom 30. Dezember 2013 E. 2.2.1). L�sst sich aufgrund der tats�chlichen Verh�ltnisse das ohne gesundheitliche Beeintr�chtigung realisierbare Einkommen nicht hinreichend genau beziffern, darf auf statistische Werte wie die LSE zur�ckgegriffen werden, sofern dabei die f�r die Entl�hnung im Einzelfall relevanten pers�nlichen und beruflichen Faktoren mitber�cksichtigt werden (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30; erw�hntes Urteil 8C_567/2013 E. 4.4).
6.2.�Das kantonale Gericht hat erwogen, die Versicherte sei in der Zeit von 1990 bis 1997 einer selbstst�ndigen Erwerbst�tigkeit als Wirtin nachgegangen. Die IV-Stelle habe in der Verf�gung vom 25. Juni 2012 das Valideneinkommen anhand der Buchhaltungsunterlagen des Restaurants aus dem Jahr 1995 ermittelt. Darin sei ein Reingewinn resp. Bruttoeinkommen von Fr. 22'264.- ausgewiesen. Da jedoch nicht eruierbar sei, in welchem Ausmass konjunkturelle, betriebswirtschaftliche, buchhalterische oder gesundheitliche Gr�nde das Betriebsergebnis beeinflusst h�tten, und auch beispielsweise die Konkurrenzsituation einen zahlenm�ssig nicht definierbaren Einfluss auf das Betriebsergebnis haben k�nne, lasse sich das Valideneinkommen nicht anhand eines f�r das Jahr 1995 in der Erfolgsrechnung der Buchhaltung ausgewiesenen Betrags ermitteln. Dieser Wert sei jedenfalls nicht repr�sentativ und erlaube keine R�ckschl�sse auf das werbliche Leistungsverm�gen der Versicherten. Zudem habe deren R�ckenproblematik bereits 1992 begonnen, wobei R�ckenbeschwerden schon fr�her erw�hnt worden seien. Damit schieden auch die �brigen in der n�heren Vergangenheit erzielten Einkommen aus, denn sie verm�chten die erwerbliche Leistungsf�higkeit der Versicherten ohne die Gesundheitsbeeintr�chtigung nicht mit der n�tigen Wahrscheinlichkeit abzubilden. Entgegen dem Vorbringen der Verwaltung im kantonalen Verfahren sei auch nicht davon auszugehen, dass "Erfahrungswerte" der Einkommen von selbstst�ndigen Wirtinnen in der H�he von Fr. 20'000.- bis Fr. 25'000.- best�nden.
Ausgehend von diesen Erw�gungen bestimmte die Vorinstanz das Valideneinkommen anhand von Tabellenl�hnen. Sie stellte hiebei fest, die Versicherte verf�ge �ber keine Berufslehre. Das von ihr erworbene Wirtepatent k�nne hinsichtlich der erforderlichen Kenntnisse und F�higkeiten einer solchen Lehre nicht gleichgestellt werden. Demzufolge sei der Tabellenlohn f�r weibliche Hilfskr�fte in der Gastronomie gem�ss LSE 2010 heranzuziehen. Das ergebe unter Ber�cksichtigung der betriebs�blichen Wochenarbeitszeit ein Valideneinkommen von Fr. 47'736.-.
6.3.1.�Die Verwaltung bringt zun�chst vor, das kantonale Gericht habe in verbindlicher Weise erkannt, die Versicherte w�re im Gesundheitsfall weiterhin als selbstst�ndigerwerbende Wirtin t�tig. Eine solche Feststellung l�sst sich dem vorinstanzlichen Entscheid indessen nicht entnehmen.
6.3.2.�Die IV-Stelle h�lt sodann an ihrer Auffassung fest, wonach zur Bestimmung des Valideneinkommens jedenfalls vom als Wirtin im Jahr 1995 erzielten Einkommen auszugehen sei. Sie verweist dabei auf die Erfolgsrechnungen des Restaurants von 1994 - 1997. Darin habe die Versicherte Reingewinne zwischen Fr. 15'588.- und Fr. 34'780.- ausgewiesen, wobei in den letztgenannten, das Jahr 1997 betreffenden Betriebserfolg mutmasslich auch Ertr�ge aus der Liquidation des Restaurants geflossen seien. In diesem Zusammenhang beanstandet die Verwaltung �berdies, die Vorinstanz habe zu Unrecht die Buchhaltung der fr�heren Jahre nicht eingeholt.
Die Betriebsrechnungen der Jahre 1994 bis 1997 weisen recht schwankende Ergebnisse aus. Das ist in selbstst�ndigen Betrieben nicht un�blich und schliesst noch nicht aus, beispielsweise �ber mehrere Jahre hinweg berechnete Durchschnittseink�nfte dem Valideneinkommen zugrunde zulegen. Ein einzelnes Jahresergebnis herauszugreifen, wie dies die Verwaltung getan hat, erscheint hingegen bei einem so variablen Gesch�ftsverlauf wenig zweckm�ssig. Hinzu kommt als entscheidender Gesichtspunkt, dass zwischen der Aufgabe des Restaurantbetriebs im Jahr 1997 und dem Jahr 2010, f�r welches hier der Einkommensvergleich vorgenommen wurde, rund 13 Jahre liegen. Die IV-Stelle r�umt richtigerweise selber ein, dass die konkrete Einkommenssituation eines Gastbetriebs durch konjunkturelle, betriebswirtschaftliche und buchhalterische Faktoren sowie durch die Konkurrenzsituation beeinflusst wird. Das gilt erst recht, wenn seit der letzten Aus�bung dieser T�tigkeit so lange Zeit wie im vorliegenden Fall verstrichen ist. Entsprechend hoch ist hier denn auch der Unsicherheitsfaktor bez�glich der hypothetisch anzunehmenden Betriebsergebnisse f�r die Zeit bis ins Jahr 2010. Wenn das kantonale Gericht die fr�heren Eink�nfte nicht als verl�ssliche Grundlage zur Bestimmung des aktuellen hypothetischen Valideneinkommens betrachtet und stattdessen Tabellenl�hne verwendet hat, ist dies daher nicht bundesrechtswidrig.
6.3.3.�Was die Beschwerdef�hrerin weiter vorbringt, rechtfertigt keine andere Betrachtungsweise. Die zur Edition beantragten Buchhaltungen aus der Zeit vor 1994 sind nicht entscheidrelevant, weshalb zu Recht von ihrem Beizug abgesehen wurde. Den im Individuellen Konto der Versicherten f�r die Jahre der Wirtinnent�tigkeit verzeichneten Eink�nften und den Einkommen vor der Betriebs�bernahme kommt nach dem Gesagten ebenfalls keine Bedeutung zu. Gleiches gilt f�r die Frage, inwieweit die damaligen Betriebsergebnisse allenfalls bereits durch R�ckenprobleme beeinflusst wurden, und hinsichtlich des Zivilstands der Versicherten. Die Annahmen der IV-Stelle zu allf�lligen Gewinnerwartungen �hnlicher Betriebe sind spekulativ und stellen keine verl�ssliche Entscheidgrundlage dar. Sodann trifft zwar zu, dass es entgegen der Formulierung im angefochtenen Entscheid beim Valideneinkommen nicht um das "erwerbliche Leistungsverm�gen" im Sinne des im Gesundheitsfall
erzielbaren�Einkommens geht, sondern um das im Gesundheitsfall�
mutmasslich erzielte�Einkommen (E. 6.1 hievor). Abgesehen von dieser missverst�ndlichen Begriffsverwendung ist der vorinstanzliche Entscheid aber nicht zu beanstanden.
Ein zus�tzlicher Einwand geht dahin, die Bestimmung des Valideneinkommens liege auch vom Ergebnis her weit ausserhalb eines vertretbaren Ermessens und sei damit willk�rlich. Dem kann mit Blick auf den verwendeten, nicht etwa �berh�hten Tabellenlohn und die �berzeugenden vorinstanzlichen Erw�gungen nicht beigepflichtet werden. Die rechnerische Festsetzung des Valideneinkommens wird im �brigen nicht beanstandet und gibt keinen Anlass zu Weiterungen.
Zum zweiten Vergleichseinkommen hat das kantonale Gericht im Wesentlichen erwogen, der Versicherten st�nden nach Eintritt der gesundheitlichen Beeintr�chtigung noch verschiedene Hilfst�tigkeiten offen. Ausgehend von statistischen Durchschnittsl�hnen f�r einfache und repetitive T�tigkeiten sei der Invalidenlohn f�r das Jahr 2010 auf Fr. 52'790.- festzusetzen. Unter Ber�cksichtigung eines leidensbedingten Abzuges von 10 % und der noch gegebenen Arbeitsf�higkeit von 50 % ergebe sich ein Invalideneinkommen von Fr. 23'756.-. Die Gegen�berstellung mit dem Valideneinkommen von Fr. 47'736.- f�hre zu einem Invalidit�tsgrad von 50.2 %.
Die Beschwerdef�hrerin erachtet die Gew�hrung eines Leidensabzugs als rechtswidrig.
7.1.1.�Praxisgem�ss kann von dem anhand von LSE-Tabellenl�hnen ermittelten Invalideneinkommen unter bestimmten Voraussetzungen ein leidensbedingter Abzug vorgenommen werden. Dieser soll pers�nlichen und beruflichen Umst�nden (leidensbedingte Einschr�nkung, Alter, Dienstjahre, Nationalit�t/Aufenthaltskategorie und Besch�ftigungsgrad) Rechnung tragen, welche negative Auswirkungen auf die Lohnh�he der gesundheitlich beeintr�chtigten Person haben k�nnen. Der Einfluss s�mtlicher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach pflichtgem�ssem Ermessen gesamthaft zu sch�tzen, wobei der Abzug auf h�chstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481; 126 V 75; vgl. auch: BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; 134 V 322 E. 5.2 S. 327 f.).
Wurde bei der Festsetzung des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht ber�cksichtigt, ist nicht vom von der IV-Stelle oder von der Vorinstanz vorgenommenen Abzug auszugehen und dieser angemessen zu erh�hen. Vielmehr haben das kantonale Gericht oder das Bundesgericht den Abzug gesamthaft neu zu sch�tzen (vgl. SVR 2011 IV Nr. 31 S. 90, 9C_728/2009 E. 4.2.1; Urteil 9C_796/2013 vom 28. Januar 2014 E. 3.2). Nichts anderes gilt, wenn ein Merkmal oder ein Aspekt davon zu Unrecht ber�cksichtigt wurde. Auch dies bedingt eine gesamthafte Neusch�tzung.
7.1.2.�Ob ein (behinderungsbedingt oder anderweitig begr�ndeter) Abzug vom hypothetischen Invalideneinkommen vorzunehmen sei, ist eine Rechtsfrage. Demgegen�ber stellt die H�he des Abzuges eine typische Ermessensfrage dar, deren Beantwortung letztinstanzlicher Korrektur nur dort zug�nglich ist, wo das kantonale Gericht das Ermessen rechtsfehlerhaft ausge�bt hat, d.h. bei Ermessens�berschreitung, -missbrauch oder -unterschreitung (vgl. BGE 137 V 71 E. 5.1 S. 72 f. mit Hinweis auf BGE 132 V 393 E. 3.3 in fine S. 399).
7.2.�Die Vorinstanz hat den Abzug damit begr�ndet, die Versicherte sei im Zeitpunkt des Erlasses der Verwaltungsverf�gung vom 25. Juni 2012 knapp 56j�hrig gewesen. �ltere Personen seien auf dem Arbeitsmarkt bekannterweise benachteiligt, was bei Zusammenfallen mit gesundheitlichen Beschwerden umso mehr gelte. Das Alter der Versicherten k�nne daher bei der Ermittlung des Tabellenlohnabzuges nicht g�nzlich ausser acht gelassen werden. Auch angesichts der gesundheitsbedingten Beschr�nkung auf k�rperlich leichte Arbeiten, die erh�hte Anforderungen an einen adaptierten Arbeitsplatz stelle und erh�hte R�cksichtnahme des Arbeitgebers verlange, sei damit zu rechnen, dass die Versicherte ihre Restarbeitsmarkt auf dem Arbeitsmarkt nur zu einem unterdurchschnittlichen Einkommen verwerten k�nne. In W�rdigung aller konkreten Umst�nde erscheine ein Abzug von 10 % angemessen.
7.3.�Die IV-Stelle wendet ein, der Versicherten erwachse mit dem wegen des Alters gew�hrten Abzug ein Vorteil aus ihrer Meldepflichtverletzung. Denn im Anpassungszeitpunkt 2008 seien sie erst 52 Jahre alt gewesen. Zu ber�cksichtigen seien auch weitere Umst�nde. So sei die Beschwerdegegnerin regelm�ssig f�r Grossanl�sse aufgeboten worden. Das sei nur m�glich, weil sie zuverl�ssig und sehr produktiv sei, was auch anl�sslich der Observation eindr�cklich habe dokumentiert werden k�nnen. Die Versicherte habe bei ihren Eins�tzen deutlich �ber 50 % liegende Pensen geleistet. Sie k�nne zudem in hohem Masse selbstst�ndig sowie verantwortungsbewusst arbeiten und sei keineswegs arbeitsentw�hnt.
Ob der Einwand betreffend Meldepflichtverletzung begr�ndet ist, kann offen bleiben. Denn ein Abzug vom Tabellenlohn wegen des Lebensalters rechtfertigt sich ohnehin nicht. Statistisch gesehen sind die L�hne von Arbeitnehmenden im Altersbereich der Beschwerdegegnerin f�r einfache und repetitive T�tigkeiten (LSE-Anforderungsniveau 4) nicht tiefer, sondern eher h�her als diejenigen j�ngerer Arbeitnehmenden. Und dass das Alter die Stellensuche faktisch negativ beeinflussen kann, muss als invalidit�tsfremder Faktor unber�cksichtigt bleiben (vgl. LSE 2010 Tabelle TA9; RtiD 2008 II S. 274, 9C_13/2007 E. 5; AHI 1999 S. 237, I 377/98 E. 4c; sodann aus j�ngerer Zeit: Urteile 8C_939/2011 vom 13. Februar 2012 E. 5.2.3; 9C_858/2011 vom 2. Februar 2012 E. 3.2; 8C_594/2011 vom 20. Oktober 2011 E. 5).
Sodann w�rde alleine die leidensbedingte Einschr�nkung offensichtlich auch nach der Auffassung der Vorinstanz keinen Abzug von 10 % rechtfertigen. Wird - ohne abschliessend zu beurteilen, ob �berhaupt ein Abzug vorzunehmen ist - von der n�chst tieferen Abzugsstufe von 5 % (vgl. zur Stufung Urteil 9C_643/2010 vom 27. Dezember 2010 E. 3.4 in fine) ausgegangen, resultiert bei der gegebenen h�lftigen Restarbeitsf�higkeit ein Invalideneinkommen von Fr. 25'075.25. Die �brigen Berechnungsfaktoren des Invalideneinkommens werden im �brigen nicht bestritten und geben keinen Anlass zu Weiterungen.
7.4.�Die Gegen�berstellung des Invalideneinkommens von Fr. 25'075.25 mit dem Valideneinkommen von Fr. 47'736.- ergibt eine Erwerbseinbusse von Fr. 22'660.75, entsprechend einem Invalidit�tsgrad von 47.47 %. Damit besteht Anspruch auf eine Viertelsrente. Die Beschwerde ist mithin teilweise gutzuheissen.
Mit dem vorliegenden Urteil ist das Gesuch betreffend aufschiebende Wirkung gegenstandslos.
Das teilweise Obsiegen der Beschwerdef�hrerin rechtfertigt, die Kosten h�lftig auf die Parteien zu verteilen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Es besteht ein Anspruch auf eine reduzierte Parteientsch�digung (Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG).
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Der Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 1. Oktober 2013 wird aufgehoben, soweit auf Zusprechung einer halben Rente lautend, und es wird festgestellt, dass die Beschwerdegegnerin ab 1. Oktober 2008 Anspruch auf eine Viertelsrente hat. Im �brigen wird die Beschwerde abgewiesen.
Die Gerichtskosten von Fr. 800.- werden zu Fr. 400.- der Beschwerdef�hrerin und zu Fr. 400.- der Beschwerdegegnerin auferlegt.
Die Beschwerdef�hrerin hat die Beschwerdegegnerin f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 1'400.- zu entsch�digen.
Die Sache wird zur Neuverlegung der Kosten und der Parteientsch�digung des vorangegangenen Verfahrens an das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen zur�ckgewiesen.