Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=02.02.1968&Aktenzeichen=VI%20ZR%20115/67
Timestamp: 2019-07-16 23:54:28
Document Index: 89838560

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 02.02.1968 - VI ZR 115/67 - dejure.org
https://dejure.org/1968,2659
BGH, 02.02.1968 - VI ZR 115/67 (https://dejure.org/1968,2659)
BGH, Entscheidung vom 02.02.1968 - VI ZR 115/67 (https://dejure.org/1968,2659)
BGH, Entscheidung vom 02. Februar 1968 - VI ZR 115/67 (https://dejure.org/1968,2659)
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Schuldhafte Verletzung der Pflicht zur Aufklärung des Patienten über die Gefahren der Operation - Haftung des Arztes für Operationsschäden aus dem Arztvertrag sowie aus unerlaubter Handlung - Ertaubung und Schädigung des Gleichgewichtorganes als typische Gefahren einer Operation in unmittelbarer Nähe des Innenohres - Strenge Anforderungen an die Aufklärungspflicht des Arztes - Ursächlicher Zusammenhang zwischen dem Schaden des Patienten und dem Verhalten des Arztes
VersR 1968, 558
In einem Fall rechtmäßigen Alternativverhaltens muss der Arzt beweisen, dass der gleiche Schaden auch bei rechtmäßigem Vorgehen eingetreten wäre (vgl. Senat, Urteile vom 2. Februar 1968 - VI ZR 115/67 - VersR 1968, 558, 559; vom 15. März 2005 - VI ZR 313/03 - VersR 2005, 836, 837; vom 5. April 2005 - VI ZR 216/03 - VersR 2005, 942; BGH, BGHZ 120, 281, 287).
Eine Entscheidung des Klägers gegen die Operation lag deshalb nicht ganz fern und hätte sich sogar auf nachvollziehbare Erwägungen stützen können, so daß er über nicht ganz seltene Risiken des Eingriffs hätte aufgeklärt werden müssen (vgl. dazu das oben angeführte Senatsurteil und das Urteil vom 2. Februar 1968 - VI ZR 115/67 - VersR 1968, 558 = Laryngologie, Rhinologie, Otologie 1968, 883 ff).