Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VI%20ZR%20310/95
Timestamp: 2020-06-01 10:01:49
Document Index: 9695574

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 2', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 2', 'BGH', '§ 2']

BGH, 29.10.1996 - VI ZR 310/95 - dejure.org
https://dejure.org/1996,2421
BGH, 29.10.1996 - VI ZR 310/95 (https://dejure.org/1996,2421)
BGH, Entscheidung vom 29.10.1996 - VI ZR 310/95 (https://dejure.org/1996,2421)
BGH, Entscheidung vom 29. Januar 1996 - VI ZR 310/95 (https://dejure.org/1996,2421)
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Benutzungsbefugnis eines für die Gegenrichtung freigegebenen linken Radwegs nach Beginn eines rechten Fahrwegs
Radfahrer - Radweg für Gegenrichtung - Freigegeben - Weiterbenutzung trotz beidseitigen Radwegs - Eindeutige Verkehrsschilder
StVO § 2 Abs. 4 S. 2
Straßenverkehrsrecht; Benutzung eines Radwegs auf der ,,falschen'' Seite
NJW 1997, 395
MDR 1997, 141
NZV 1997, 70
VersR 1997, 79
Von einem Wahlrecht bei einer solchen Anordnung geht auch der Bundesgerichtshof aus (BGH, Urteil vom 29.10.1996 (VI ZR 310/95) = NJW 1997, 395 - 396 = NZV 1997, 70).".
Die Radwegebenutzungspflicht dient mithin im Interesse der Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs der Trennung von motor- und muskelbetriebenen Fahrzeugen (vgl. allgemein zur Förderung der Verkehrssicherheit durch Radwege: BGH, Urteil vom 29. Oktober 1996 - VI ZR 310/95 - BGHR, StVO § 2 Abs. 4 Satz 2, Radweg 1).
Verlaufen auf beiden Seiten der Straße Radwege und ist auch der für einen Radfahrer in seiner Fahrtrichtung gesehen linke Radweg freigegeben, darf der Radfahrer seinen Weg wählen (BGH, Urt. v. 29.10.1996 - VI ZR 310/95 -, NJW 1997, 395, juris Rdn. 12;… König, in: Hentschel/König/Dauer, Straßenverkehrsrecht, 43. Aufl., § 2 StVO Rdn. 67a).
Eine förmliche Aufhebung der Freigabe durch ein Verkehrszeichen oder eindeutige bauliche Hinweise, vgl. dazu Bundesgerichtshof, Urteil vom 29.10.1996 - VI ZR 310/95 -, NZV 1997, 70, war und ist nicht erfolgt.