Source: https://www.haufe.de/finance/finance-office-professional/bfh-urteil-vom-16032017-v-r-2716-veroeffentlicht-am-21062017_idesk_PI11525_HI10878578.html
Timestamp: 2019-10-16 14:20:26
Document Index: 7410056

Matched Legal Cases: ['§ 14', 'Art. 203', '§ 126', '§ 14', '§ 14', '§ 14', 'Art. 203']

BFH Urteil vom 16.03.2017 - V R 27/16 (veröffentlicht am 21.06.2017) | Finance Office Professional | Finance | Haufe
BFH Urteil vom 16.03.2017 - V R 27/16 (veröffentlicht am 21.06.2017)
UStG §§ 14c, 14 Abs. 3; EGRL 112/2006 Art. 203
FG München (Urteil vom 09.06.2015; Aktenzeichen 14 K 608/13; EFG 2016, 1379)
BFH (Urteil vom 22.11.2018; Aktenzeichen V R 65/17)
Der Kläger beantragt, das Urteil des FG und die Umsatzsteuerbescheide 1998 bis 2000 und 2002 bis 2010 vom 12. September 2011 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 11. Februar 2013 aufzuheben.
II. Die Revision des Klägers ist begründet. Das Urteil des FG ist aufzuheben und die Sache an das FG zurückzuverweisen (§ 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 der Finanzgerichtsordnung --FGO--). Das FG hat zu Unrecht die Voraussetzungen einer Steuerschuld nach § 14c Abs. 2 UStG (bis einschließlich Streitjahr 2003: § 14 Abs. 3 UStG a.F.) bejaht. Eine derartige Steuerschuld kommt nur in Betracht, wenn in den Gutschriften eine andere Person als die Person, die die Leistung tatsächlich erbracht hat, als Leistender angegeben ist. Dies hat das FG zu Unrecht ohne Berücksichtigung der insoweit auszuschöpfenden Auslegungsmöglichkeiten bejaht.
§ 14c Abs. 2 UStG beruht unionsrechtlich auf Art. 203 der Richtlinie 2006/112/EG des Rates vom 28. November 2006 über das gemeinsame Mehrwertsteuersystem (MwStSystRL), wonach jede Person, die die Mehrwertsteuer in einer Rechnung ausweist, die Mehrwertsteuer schuldet. Damit soll einer Gefährdung des Steueraufkomme...