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Timestamp: 2019-12-05 20:11:00
Document Index: 47959069

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 675', 'Art. 1', '§ 1', 'Art. 1', '§ 1', '§ 675', '§ 705', 'Art. 1', '§ 1', '§ 705', 'Art. 1', '§ 1', 'BGH', 'BGH', '§ 128', 'Art. 1', '§ 1', '§ 1', '§ 3', 'Art. 2', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 128', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1', '§ 3', 'BGH', 'BGH', '§ 4', '§ 18', '§ 130', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 1', '§ 1', 'BGH']

BGH, 18.07.2006 - XI ZR 143/05 - dejure.org
https://dejure.org/2006,181
BGH, 18.07.2006 - XI ZR 143/05 (https://dejure.org/2006,181)
BGH, Entscheidung vom 18.07.2006 - XI ZR 143/05 (https://dejure.org/2006,181)
BGH, Entscheidung vom 18. Juli 2006 - XI ZR 143/05 (https://dejure.org/2006,181)
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BGB §§ 675, 705; RBerG Art. 1 § 1
Kein Verstoß gegen das RBerG bei einem Geschäftsführungsvertrag mit einem Dritten
Anwendbarkeit des Rechtsberatungsgesetzes (RBerG) bei Geschäftsbesorgung durch Nichtgesellschafter
Immobilienfonds GbR, Übertragung der Geschäftsführung, Geschäftsbesorgervollmacht, RBerG
Zuständigkeit des II. Zivilsenats in Rechtsfragen über die Erteilung umfassender Vollmachten an einen Nichtgesellschafter einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR); Akzessorische Haftung für die Altverbindlichkeiten einer GbR aus einem Darlehnsvertrag; Einsetzung ...
Keine Anwendung des RBerG auf Geschäftsführung einer GmbH für Immobilienfonds-GbR
Keine Anwendung des RBergG auf Geschäftsführung einer GmbH für Immobilienfonds-GbR
Grundsätzlich keine Anwendung des Art. 1 § 1 Rechtsberatungsgesetz auf den Vertrag, durch den eine Immobilien-Fonds-GbR einer GmbH die Führung ihrer Geschäfte überträgt, und auf die der GmbH erteilte Vollmacht
BGB § 675 § 705; RBerG Art. 1 § 1
Rechtsberatung durch Führung der Geschäfte einer BGB -Gesellschaft durch eine Nichtgesellschafter-GmbH
Fonds als GbR: Geschäftsführung durch GmbH zulässig?
Immobilienfonds dürfen Geschäftsführung auf GmbH übertragen
Publikums-Personengesellschaften können auch Dritten, die nicht zum Kreis der Gesellschafter zählen, die Geschäftsführung übertragen
BGB §§ 705, 675; RBerG Art. 1 § 1
Vollmachtserteilung und Übertragung der Geschäftsführung von Immobilienfonds-GbR an Nicht-Gesellschafter fallen nicht unter das RBerG
RBerG und VerbrKrG unanwendbar bei Darlehen von Immobilienfonds! (IBR 2006, 1478)
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 18.07.2006, Az.: XI ZR 143/05 (Keine Anwendung des RBerG auf Geschäftsführer einer GmbH für Immobilienfonds-GbR)" von Wiss Ass. Dr. jur. LL.M. (Yale) Carsten Jungmann, original erschienen in: ZfIR 2006, 722 - 724.
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 18.07.2006, Az.: XI ZR 143/05 (Immobilienfonds GbR, Übertragung der Geschäftsführung, Geschäftsbesorgervollmacht, RBerG)" von RA Alexander Heinrich, original erschienen in: VuR 2006, 483 - 484.
LG Berlin, 16.09.2004 - 10 O 241/04
NJW 2006, 2980
ZIP 2006, 1622
MDR 2006, 1357
NZM 2006, 793
VersR 2007, 254
WM 2006, 1673
WM 2006, 389
BB 2006, 2319
DB 2006, 1946
NZG 2006, 745
(1) Wie der erkennende Senat bereits in seiner Entscheidung vom 18. Juli 2006 (XI ZR 143/05, WM 2006, 1673, Tz. 18 ff., siehe ferner Senatsurteil vom 17. Oktober 2006 - XI ZR 19/05, WM 2007, 62, Tz. 29, jeweils m.w.N.) näher dargelegt hat, fallen Verträge, durch die eine Fonds-GbR die Führung ihrer Geschäfte einem Nichtgesellschafter unter Beachtung des Grundsatzes der Selbstorganschaft überträgt, nicht in den Anwendungsbereich des Rechtsberatungsgesetzes, weil diese ihrem Inhalt nach im Schwerpunkt nicht auf die Besorgung fremder Rechtsangelegenheiten, sondern auf die Wahrung wirtschaftlicher Interessen der GbR und ihrer Gesellschafter gerichtet sind (…Senatsurteile, aaO).
Die akzessorische Gesellschafterhaftung analog §§ 128 ff. HGB rechtfertigt die Anwendung des Rechtsberatungsgesetzes nicht (Senatsurteil vom 18. Juli 2006 - XI ZR 143/05, WM 2006, 1673, Tz. 28).
a) Ein Vertrag, durch den ein Immobilienfonds in der Form einer GbR die Führung seiner Geschäfte umfassend auf einen Geschäftsbesorger überträgt, der nicht Gesellschafter der GbR ist, sowie die ihm erteilte umfassende Vollmacht fallen grundsätzlich nicht in den Anwendungsbereich des Art. 1 § 1 RBerG (Bestätigung des Senatsurteils vom 18. Juli 2006, WM 2006, 1673).
Ein solcher Vertrag ist seinem Inhalt nach, was das Berufungsgericht und Ulmer aaO verkennen, im Schwerpunkt nicht auf die Besorgung fremder Rechtsangelegenheiten, sondern auf die Wahrung wirtschaftlicher Interessen der GbR und ihrer Gesellschafter gerichtet (Senatsurteil vom 18. Juli 2006 aaO S. 1675;… siehe auch Schimansky aaO S. 2211).
Die Darlehensverträge fallen hier aber nicht in den Anwendungsbereich des Verbraucherkreditgesetzes, weil die Kredite nach dem Willen der Vertragsparteien für die gewerbliche Tätigkeit der GbR im Sinne der § 1 Abs. 1, § 3 Abs. 1 Nr. 2 VerbrKrG bestimmt waren (Senatsurteil vom 18. Juli 2006 aaO S. 1676).
Damit, dass die werbende GbR die zur Finanzierung des Immobilienfonds erforderlichen und prospektierten Kredite bereits ganz oder teilweise aufgenommen hatte, musste ein Gesellschafter bei seinem Beitritt zur Gesellschaft unbedingt rechnen (vgl. Senatsurteil vom 18. Juli 2006 aaO S. 1676).
Da die Darlehensverträge von der gewerblich handelnden GbR, nicht aber von den lediglich akzessorisch haftenden Anlagegesellschaftern geschlossen worden sind, mussten diesen die für einen Konditionenvergleich erforderlichen Informationen nicht erteilt werden (Senatsurteil vom 18. Juli 2006 aaO S. 1677).
Nach Art. 2 Abs. 1 lit. a der Richtlinie 87/102/EWG des Rates zur Angleichung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten über den Verbraucherkredit vom 22. Dezember 1986 (ABl. L 42/48) findet die Richtlinie auf Kreditverträge, die - wie hier - hauptsächlich zum Erwerb von Eigentumsrechten an Grundstücken und zur Errichtung eines Gebäudes dienen, keine Anwendung (Senatsurteil vom 18. Juli 2006 aaO S. 1677).
Davon abgesehen hat der Kläger zu 113) nicht zwei Verträge mit unterschiedlichen Vertragspartnern geschlossen, sondern ist lediglich in die GbR eingetreten (Senatsurteil vom 18. Juli 2006 aaO S. 1677).
Denn ein solcher Vertrag ist seinem Inhalt nach im Schwerpunkt nicht auf die Besorgung fremder Rechtsangelegenheiten, sondern auf die Wahrung wirtschaftlicher Interessen der Gesellschaft und ihrer Gesellschafter gerichtet (BGH, Urteil vom 18. Juli 2006 - XI ZR 143/05, ZIP 2006, 1622 Rn. 20 f.;… Urteil vom 17. Oktober 2006 - XI ZR 19/05, ZIP 2007, 64 Rn. 29 m.w.N.;… Urteil vom 12. Januar 2010 - XI ZR 37/09, ZIP 2010, 319 Rn. 21).
Dies schließt jedoch die Möglichkeit nicht aus, dass die Gesellschafter durch Gesellschafterbeschluss oder von vornherein im Gesellschaftsvertrag einen Dritten in weitem Umfang mit Geschäftsführungsaufgaben betrauen und ihm umfassende Vollmacht erteilen, sofern sie selber die organschaftliche Geschäftsführungs- und Vertretungsbefugnis behalten (BGH, Urteil vom 22. Januar 1962 - II ZR 11/61, BGHZ 36, 292, 294; Urteil vom 16. November 1981 - II ZR 213/80, ZIP 1982, 54, 55; Urteil vom 20. September 1993 - II ZR 204/92, DStR 1993, 1918, 1919; Urteil vom 15. Februar 2005 - XI ZR 396/03, ZIP 2005, 1361, 1363; Urteil vom 18. Juli 2006 - XI ZR 143/05, ZIP 2006, 1622 Rn. 18).
Nach der Aufgabe der Theorie der Doppelverpflichtung in der neueren Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs haben die Gesellschafter eines geschlossenen Immobilienfonds in der Rechtsform einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts analog §§ 128, 130 HGB grundsätzlich auch für die vor ihrem Beitritt begründeten Verbindlichkeiten der Gesellschaft persönlich einzustehen (BGH, Urteil vom 7. April 2003 - II ZR 56/02, BGHZ 154, 370, 373 ff.; Urteil vom 18. Juli 2006 - XI ZR 143/05, ZIP 2006, 1622 Rn. 34 ff.;… Urteil vom 17. Oktober 2006 - XI ZR 185/05, ZIP 2007, 169 Rn. 18 ff.).
Dies gilt nach dem eindeutigen Wortlaut des Gesetzes für Realkredite ausnahmslos (BGHZ 150, 248, 262; 152, 331, 338; 161, 15, 25; 168, 1, 12 Tz. 29; Senatsurteil vom 15. Juli 2003 - XI ZR 162/00, ZIP 2003, 1741, 1743) und zwar auch dann, wenn sie nach dem maßgebenden Willen der Vertragsschließenden der Finanzierung eines Immobilienfondsbeitritts dienten (Senat, BGHZ 167, 223, 231 Tz. 22; Senatsurteile vom 25. April 2006 - XI ZR 219/04, WM 2006, 1060, 1065 Tz. 46 und vom 18. Juli 2006 - XI ZR 143/05, WM 2006, 1673, 1677 Tz. 39).
Die Darlehensverträge fallen aber nicht in den Anwendungsbereich des Verbraucherkreditgesetzes, weil die Kredite gemäß § 1 Abs. 1, § 3 Abs. 1 Nr. 2 VerbrKrG für die gewerbliche Tätigkeit der GbR bestimmt waren (Senatsurteil vom 18. Juli 2006 - XI ZR 143/05, WM 2006, 1673, 1676).
Da die Darlehensverträge von der gewerblich handelnden GbR, nicht aber von den lediglich akzessorisch haftenden Gesellschaftern geschlossen worden sind, mussten ihnen die für einen Konditionenvergleich erforderlichen Informationen nicht erteilt werden (Senatsurteil vom 18. Juli 2006, aaO S. 1677).
Ein Anleger, der in eine Publikumsgesellschaft eintritt, muss auch ohne entsprechende gesellschaftsvertragliche Regelungen und/oder Prospektangaben unbedingt damit rechnen, dass die zur Finanzierung des Fondsobjekts benötigten Kredite bereits ganz bzw. zum Teil aufgenommen wurden (siehe dazu auch Senatsurteil vom 18. Juli 2006 - XI ZR 143/05, WM 2006, 1673, 1676).
BGH, 20.01.2011 - V ZB 266/10
Vertretung einer GbR im Grundbuchverfahren: Handeln aufgrund Vollmachten aller …
a) Die Erteilung umfassender Vollmachten durch Gesellschafter einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts an einen Nichtgesellschafter begegnet keinen rechtlichen Bedenken, wenn die Gesellschafter selbst die organschaftliche Vertretungsbefugnis behalten (BGH, Urteil vom 18. Juli 2006 - XI ZR 143/05, NJW 2006, 2980, 2981 Rn. 18).
Die §§ 4 und 6 VerbrKrG sind - auch unter Berücksichtigung des § 18 Satz 2 VerbrKrG - nicht auf die Haftung analog § 130 anwendbar (vgl. BGH…, Urteil vom 17. Oktober 2006, a.a.O., RdNr. 34; Urteil vom 18. Juli 2006, XI ZR 143/05, RdNr. 37; BGH, Beschluss vom 19. Juni 2007, XI ZR 375/06).
Die Haftung ergibt sich aus der Gesellschafterstellung (vgl. BGH…, Urteil vom 17. Oktober 2006, a.a.O., RdNr. 36; Urteil vom 18. Juli 2006, a.a.O., RdNr. 39).
Ein Anleger, der in eine Publikumsgesellschaft eintrete, müsse auch ohne entsprechende gesellschaftsvertragliche Regelung und/oder Prospektangaben unbedingt damit rechnen, dass die zur Finanzierung des Fondsobjekts benötigten Kredite bereits ganz bzw. zum Teil aufgenommen wurden (vgl. auch BGH, Urteil vom 18. Juli 2006, XI ZR 143/05;… vgl. Nobbe, a.a.O., S. 10 zu Rn. 77).
Umfang der Darlegungs- und Beweispflicht eines ausgeschiedenen Gesellschafters …
Der Darlehensvertrag ist wirksam, da die der T. erteilte Vollmacht nicht gegen Art. 1 § 1 Abs. 1 Satz 1 RBerG verstieß (siehe nur BGH, Urt. v. 18. Juli 2006 - XI ZR 143/05, ZIP 2006, 1622, Tz 24).
BGB-Gesellschaft: Ausgleichspflicht des ausscheidenden Gesellschafters trotz …
Anpruch einer Bank gegen den Gesellschafter eines in der Rechtsform der GbR …
LG Frankfurt/Main, 21.12.2006 - 20 O 1/04
Angriffe gegen die Wirksamkeit eines Vollstreckungstitels als Gegenstand einer …