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Timestamp: 2018-06-18 08:12:17
Document Index: 270481276

Matched Legal Cases: ['§ 37', '§ 32', '§ 35', '§ 37', '§ 44', '§ 23', '§ 33', '§ 41']

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Veröffentlicht von:Emilia Klein Geändert vor 8 Monaten
Präsentation zum Thema: "„Ohne Eltern geht es nicht“"— Präsentation transkript:
1 „Ohne Eltern geht es nicht“
Weidenkorb „Ohne Eltern geht es nicht“ Mindener Institut für Traumapädagogik Dorothee Kieslich, Dipl. Sozialpädagogin, 2014 Copyright Karl Heinz Brisch LMU München 2008
2 Die Zusammenarbeit mit den Eltern
Weidenkorb Die Zusammenarbeit mit den Eltern Gliederung Gesetzliche Grundlagen Aufgaben von Elternarbeit Elternarbeit auf der Basis von Traumapädagogik und Traumaberatung Kinderschutz: Elternarbeit als „Elterntäterarbeit“ Inhaltliche Standards der Elternarbeit Mindener Institut für Traumapädagogik Dorothee Kieslich, Dipl. Sozialpädagogin, 2014 Copyright Karl Heinz Brisch LMU München 2008
3 Weidenkorb „Elternarbeit ist, wo immer sie möglich ist integraler Bestandteil der stationären Erziehungshilfen.“ De Hair, 2013, S.220 Mindener Institut für Traumapädagogik Dorothee Kieslich, Dipl. Sozialpädagogin, 2014 Copyright Karl Heinz Brisch LMU München 2008
4 Zusammenarbeit bei Hilfen außerhalb der eigenen Familie
Weidenkorb Zusammenarbeit bei Hilfen außerhalb der eigenen Familie § 37 SGB VIII (1) Bei Hilfen nach §§ 32 bis 34 und § 35a Absatz 2 Nummer 3 und 4 soll darauf hingewirkt werden, dass die Pflegeperson oder die in der Einrichtung für die Erziehung verantwortlichen Personen und die Eltern zum Wohl des Kindes oder des Jugendlichen zusammenarbeiten. Durch Beratung und Unterstützung sollen die Erziehungsbedingungen in der Herkunftsfamilie innerhalb eines im Hinblick auf die Entwicklung des Kindes oder Jugendlichen vertretbaren Zeitraums so weit verbessert werden, dass sie das Kind oder den Jugendlichen wieder selbst erziehen kann. Während dieser Zeit soll durch begleitende Beratung und Unterstützung der Familien darauf hingewirkt werden, dass die Beziehung des Kindes oder Jugendlichen zur Herkunftsfamilie gefördert wird. Ist eine nachhaltige Verbesserung der Erziehungsbedingungen in der Herkunftsfamilie innerhalb dieses Zeitraums nicht erreichbar, so soll mit den beteiligten Personen eine andere, dem Wohl des Kindes oder des Jugendlichen förderliche und auf Dauer angelegte Lebensperspektive erarbeitet werden. Mindener Institut für Traumapädagogik Dorothee Kieslich, Dipl. Sozialpädagogin, 2014 Copyright Karl Heinz Brisch LMU München 2008
5 Zusammenarbeit bei Hilfen außerhalb der eigenen Familie
Weidenkorb Zusammenarbeit bei Hilfen außerhalb der eigenen Familie § 37 SGB VIII (2) Die Pflegeperson hat vor der Aufnahme des Kindes oder Jugendlichen und während der Dauer des Pflegeverhältnisses Anspruch auf Beratung und Unterstützung; dies gilt auch in den Fällen, in denen für das Kind oder den Jugendlichen weder Hilfe zur Erziehung noch Eingliederungshilfe gewährt wird oder die Pflegeperson nicht der Erlaubnis zur Vollzeitpflege nach § 44 bedarf. Lebt das Kind oder der Jugendliche bei einer Pflegeperson außerhalb des Bereichs des zuständigen Trägers der öffentlichen Jugendhilfe, so sind ortsnahe Beratung und Unterstützung sicherzustellen. Der zuständige Träger der öffentlichen Jugendhilfe hat die aufgewendeten Kosten einschließlich der Verwaltungskosten auch in den Fällen zu erstatten, in denen die Beratung und Unterstützung im Wege der Amtshilfe geleistet wird. § 23 Absatz 4 Satz 3 gilt entsprechend. (2a) Die Art und Weise der Zusammenarbeit sowie die damit im Einzelfall verbundenen Ziele sind im Hilfeplan zu dokumentieren. Bei Hilfen nach den §§ 33, 35a Absatz 2 Nummer 3 und § 41 zählen dazu auch der vereinbarte Umfang der Beratung der Pflegeperson sowie die Höhe der laufenden Leistungen zum Unterhalt des Kindes oder Jugendlichen. Eine Abweichung von den dort getroffenen Feststellungen ist nur bei einer Änderung des Hilfebedarfs und entsprechender Änderung des Hilfeplans zulässig. (3) Das Jugendamt soll den Erfordernissen des Einzelfalls entsprechend an Ort und Stelle überprüfen, ob die Pflegeperson eine dem Wohl des Kindes oder des Jugendlichen förderliche Erziehung gewährleistet. Die Pflegeperson hat das Jugendamt über wichtige Ereignisse zu unterrichten, die das Wohl des Kindes oder des Jugendlichen betreffen. Mindener Institut für Traumapädagogik Dorothee Kieslich, Dipl. Sozialpädagogin, 2014 Copyright Karl Heinz Brisch LMU München 2008
6 Aufgaben der Elternarbeit im Rahmen von stationärer Unterbringung
Elternarbeit organisiert, begleitet und unterstützt die Umgangskontakte zwischen Kindern und Eltern Elternarbeit übernimmt die Verantwortung und Durchführung der Abstimmungsprozesse zwischen den Erziehenden
7 Basis der Elternarbeit aus dem Blickwinkel von Traumapädagogik
Weidenkorb Basis der Elternarbeit aus dem Blickwinkel von Traumapädagogik Die Annahme des Guten Grundes Die Wahrung des Sicheren Ortes Entwicklung von Kooperation und Akzeptanz (wechselseitiger) Kontakt und Kommunikation geschieht auf dem Hintergrund von: Ehrlichkeit, Respekt, Wertschätzung und Klarheit Förderung von Wachstumsprozessen (des Kindes, der Eltern, der Eltern-Kind-Beziehung) De Hair, 2013 S. 221 Mindener Institut für Traumapädagogik Dorothee Kieslich, Dipl. Sozialpädagogin, 2014 Copyright Karl Heinz Brisch LMU München 2008
8 Weidenkorb Was Eltern mitbringen Kinder und Jugendliche, die in Jugendhilfeeinrichtungen leben, haben oftmals Eltern, die selbst ein hohes Maß an Bindungsstörungen und Traumatisierungen haben Die Herausnahme selbst wird oftmals sowohl von den Kindern als auch von den Eltern als „traumatisches Erlebnis“ erfahren Mit dem Eingriff in die Familie oder auch mit der Aufnahme eines Kindes in einer stationären Gruppe sind Eltern mit existenziellen Gefühlen und Fragen konfrontiert: Kompetenzverlust / Erleben von Inkompetenz / Versagen Schuld Scham Verletzung Ohnmacht Angst Mindener Institut für Traumapädagogik Dorothee Kieslich, Dipl. Sozialpädagogin, 2014 Copyright Karl Heinz Brisch LMU München 2008
9 Positionen der BAG 2.7. Chance zur sozialen Teilhabe 2.7.1. Familie
Unter Berücksichtigung der individuellen familiären Ausgangslage, insbesondere hinsichtlich der Wirkung auf die Sicherheit und Stabilisierung: • werden die Kinder und Jugendlichen aktiv darin unterstützt, fördernde Kontakte zu Eltern, Geschwistern und anderen Familienangehörigen zu gestalten. • erhalten die Kinder und Jugendlichen die Möglichkeit zur Teilhabe an gemeinsamen Traditionen und Festen. • werden Familienmitglieder in bedeutsame Lebensereignisse des Kindes/Jugendlichen (Schulbeginn, Abschlussball, Geburtstage etc.) eingebunden.
10 Elternarbeit aus dem Blickwinkel der Traumapädagogik
Weidenkorb Elternarbeit aus dem Blickwinkel der Traumapädagogik Kind/ Jugendlicher Einrichtung Eltern PädagogInnen Mindener Institut für Traumapädagogik Dorothee Kieslich, Dipl. Sozialpädagogin, 2014 Copyright Karl Heinz Brisch LMU München 2008
11 Positionen der BAG 2.10. Elternarbeit PädagogInnen
• Die PädagogInnen berücksichtigen die Sorgen und Ängste der Eltern und ihre interaktionelle und interkulturelle Kompetenz; dies lassen sie sie spüren, ohne das Fehlverhalten der Eltern zu bagatellisieren oder zu verleugnen. • Die PädagogInnen verfügen über ausreichendes Wissen über transgenerationale Weitergabe von Trauma, Grundlagen der systemischen Elternarbeit sowie der Ressourcenaktivierung in Familiensystemen.
12 Positionen der BAG 2.10. Elternarbeit
Kinder und Jugendliche • Die Kinder und Jugendlichen erhalten Angebote, um ihre Biografie zusammenhängend zu verstehen. • Die Kinder und Jugendlichen werden bei möglichen Loyalitätskonflikten und Verschiebung von familiären Verantwortungsrollen (Parentifizierung) verstanden und gestärkt. • Mit allen Kindern und Jugendlichen wird erarbeitet, in welcher Form sie Hilfe und Unterstützung bei Elternkontakten benötigen, unabhängig von der Form oder der Dauer der Kontakte. • Die Kinder und Jugendlichen erhalten Unterstützung in Bezug auf ihre familiären Wunschvorstellungen, Träume, Übertragungen, Rückblenden oder Erinnerungen.
13 Positionen der BAG 2.10. Elternarbeit Eltern
• Die Eltern erhalten umfassend Informationen über die pädagogische Arbeit der Einrichtung und ihre Bedeutung in diesem Prozess. • Die Eltern erfahren Unterstützung bei der Entwicklung ihrer eigenen und familiären Situation. • Die Eltern sollen angeregt und unterstützt werden, sich mit ihrer eigenen Biografie und der Geschichte ihrer Familie auseinanderzusetzen. • Die Eltern sollen die Möglichkeit erhalten, zu lernen, empathisch mit ihren Kindern zu sein. • Die Eltern erhalten Unterstützung im Kontakt zu und mit ihren Kindern.
14 Positionen der BAG 2.10. Elternarbeit Einrichtung
• Kinder und Eltern werden in die Diagnoseprozesse mit einbezogen. • In der Einrichtung besteht Klarheit darüber, welche Personen und Stellen für welche Tätigkeiten in der Elternarbeit verantwortlich sind. • In der Einrichtung besteht Klarheit darüber, wie die unterschiedlichen Bereiche und Personen, die in der Elternarbeit tätig sind, kontinuierlich und transparent miteinander kommunizieren. • Die Einrichtung beschreibt für jedes Kind kontinuierlich die Grenzen und Möglichkeiten der Elternarbeit innerhalb der Einrichtung und empfiehlt mögliche Alternativen und nötige Ergänzungen
15 Aufgaben der Elternarbeit im Rahmen von stationärer Unterbringung
Weidenkorb Aufgaben der Elternarbeit im Rahmen von stationärer Unterbringung Durchführung und Begleitung von Erstinformationsgesprächen, dem Vorstellen der Einrichtung und des Konzeptes Begleitung und Durchführung von Aufnahme- und Anamnesegesprächen Der Herausarbeitung elterlicher Präsenz und Ressourcen Der Begleitung und/oder Durchführung von Hilfeplangesprächen (unter Anwesenheit des Herkunftsfamilie, des Jugendamtes, der VormünderIn) Gemeinsame Erarbeitung von Hilfeplanzielen und Klärung des Arbeitsauftrages Der gemeinsamen Planung, Strukturierung, Erarbeitung und Reflexion von Besuchs- und Wochenendkontakten Der Dokumentation der durchgeführten Elternkontakte De Hair, 2013 S. 220 Mindener Institut für Traumapädagogik Dorothee Kieslich, Dipl. Sozialpädagogin, 2014 Copyright Karl Heinz Brisch LMU München 2008
16 Aufgaben der Elternarbeit im Rahmen von stationärer Unterbringung
Weidenkorb Aufgaben der Elternarbeit im Rahmen von stationärer Unterbringung Der Begleitung und Hilfestellung in Kontaktwiederaufnahmephasen, z.B. nach einer längeren Trennung von Eltern und Kindern Der Begleitung von Telefonkontakten Dem Verfassen regelmäßiger Elterninformationsschreiben z.B. zu Freizeitinformationen, Einladungen zu internen Veranstaltungen, usf. Der Fürsorge im Blick auf das Wahrnehmen und Würdigen familiärer Feiern oder Feste, z.B. durch das Schreiben von Geburtstagsgrüßen bis hin zur Unterstützung beim Erstellen eines Geschenkes oder beim Schreiben von Urlaubskarten Der strukturierten Vorbereitung und Begleitung, Unterstützung von Wiedereingliederungs- und Rückführungsprozessen in das Herkunftsfamiliensystem De Hair, 2013 S. 221 Mindener Institut für Traumapädagogik Dorothee Kieslich, Dipl. Sozialpädagogin, 2014 Copyright Karl Heinz Brisch LMU München 2008
17 Aufgaben der Elternarbeit im Rahmen von stationärer Unterbringung
Weidenkorb Aufgaben der Elternarbeit im Rahmen von stationärer Unterbringung Der Begleitung und Durchführung von Kompetenztrainings für Eltern / Elternschulungen Gemeinsame Besuche von Schulgesprächen und Elternabenden mit den Eltern mit anschließender Reflektion und Austausch Der regelmäßigen Reflexion von Alltagserlebnissen und Konfliktbearbeitung Der Wahrnehmung regelmäßiger Telefonate mit den Eltern z.B. zum Austausch über die Entwicklung des Kindes oder zum Absprechen von gemeinsamen Haltungen Der Durchführung oder Begleitung von Gesprächen mit Eltern / Angehörigen, die (noch) keinen Kontakt zu ihrem Kind haben dürfen Der Begleitung des Umgangs mit dem Kind/dem Jugendlichen Der Wahrnehmung und unterstützenden Begleitung bei freizeitpädagogischen Sondermaßnahmen, die der Entwicklung der elterlichen Kompetenz dienen. De Hair, 2013 S. 221 Mindener Institut für Traumapädagogik Dorothee Kieslich, Dipl. Sozialpädagogin, 2014 Copyright Karl Heinz Brisch LMU München 2008
18 Fallstricke und Fallgruben für PädagogInnen
Weidenkorb Fallstricke und Fallgruben für PädagogInnen Aufbau von Konkurrenz zu den Eltern Beurteilung und Abwertung der elterlichen Kompetenz Ungeklärte Konflikte Unbearbeitete eigene Anteile de Fachkräfte Unklare Absprachen oder Verwirrungen durch unangemessene Sprache („Fachchinesisch“) Ungenügende Ressourcen (zeitlich, räumlich, „Störungen“) nach: De Hair, 2013 Mindener Institut für Traumapädagogik Dorothee Kieslich, Dipl. Sozialpädagogin, 2014 Copyright Karl Heinz Brisch LMU München 2008
19 Fallstricke und Fallgruben für PädagogInnen
Weidenkorb Fallstricke und Fallgruben für PädagogInnen Unklare Zielformulierungen Fehlende Verlässlichkeit (häufig wechselnde AnsprechpartnerInnen) Abhängigkeit von PädagogInnen Überarbeitung/Überlastung Ungeklärte Teamkonkurrenz oder Teamkonflikte Konflikte in der pädagogischen Arbeit mit dem Kind/Jugendlichen nach: De Hair, 2013 Mindener Institut für Traumapädagogik Dorothee Kieslich, Dipl. Sozialpädagogin, 2014 Copyright Karl Heinz Brisch LMU München 2008
20 Fallstricke und Fallgruben für Eltern (Risikofaktoren)
Weidenkorb Fallstricke und Fallgruben für Eltern (Risikofaktoren) Suchtmittelmissbrauch (Alkohol, Drogen, Medikamente) Mangelnde Impulskontrolle wiederkehrende aggressive Verhaltensmuster (Androhung körperlicher Gewalt) Häufige JVA-Aufenthalte bzw. Langzeitstrafen Unzuverlässigkeit in der eigenen Alltagsbewältigung nach: De Hair, 2013 Mindener Institut für Traumapädagogik Dorothee Kieslich, Dipl. Sozialpädagogin, 2014 Copyright Karl Heinz Brisch LMU München 2008
21 Fallstricke und Fallgruben für Eltern (Risikofaktoren)
Weidenkorb Fallstricke und Fallgruben für Eltern (Risikofaktoren) Fehlende Konfliktlösungsstrategien (im Umgang mit persönlichen (Lebens-)Krisen) Eigene akute psychiatrische Erkrankung Beziehungslosigkeit bzw. Promiskuität Massive aggressive Grundhaltung gegenüber der Unterbringung Anhaltendende Übergriffigkeit gegenüber dem Kind/dem Jugendlichen nach: De Hair, 2013 Mindener Institut für Traumapädagogik Dorothee Kieslich, Dipl. Sozialpädagogin, 2014 Copyright Karl Heinz Brisch LMU München 2008
22 Elternarbeit im Spannungsfeld
Rechtl. Voraussetzungen: Sorgerechtsentzug Verwaiste Eltern: Wunsch nach Umgang Erfahrung des Scheiterns Täter-Opfer-Dynamik Misstrauen Rechtl. Voraussetzungen: Besitz des PSR Eltern mit intrinsischer Motivation: Leidensdruck Veränderungswunsch Veränderungsbereitschaft Anstrengungsbereitschaft Aktive Mitarbeit Fähigkeit zur Selbstreflektion Rechtl. Voraussetzungen: Besitz des PSR Eltern mit extrinsischer Motivation: Druck von Außen Sorgerecht steht in Frage Gefährdung des Kindeswohls Aspekt der Kontrolle Geheimhaltungsdruck
23 Elternarbeit und Kinderschutz
Weidenkorb Elternarbeit und Kinderschutz Kinderschutz geht vor Umgangsrecht Kinderschutz heißt Schutz vor realen Übergriffen Kinderschutz heißt Schutz vor innerer Bedrohung Hanswille/Kissenbeck, 2008, zitiert nach De Hair, 2013 S. 226 Mindener Institut für Traumapädagogik Dorothee Kieslich, Dipl. Sozialpädagogin, 2014 Copyright Karl Heinz Brisch LMU München 2008
24 Elternarbeit mit „Tätern“
Weidenkorb Elternarbeit mit „Tätern“ Offenlegung und offener Umgang mit dem Thema : Grenzüberschreitung / Gewalt / sexueller Missbrauch (sowohl durch den missbrauchenden als auch durch den Missbrauch duldenden Erwachsenen ) Eingeständnis des Misshandlungsgeschehen und seiner Auswirkung Verantwortungsübernahme durch die Erwachsenen Eigene Aufarbeitung / Auseinandersetzung („Täterarbeit“) Versöhnungsarbeit ist nur dann möglich, wenn sie vom Kind/Jugendlichem, und von dem/r TäterIn einvernehmlich gewollt wird Mindener Institut für Traumapädagogik Dorothee Kieslich, Dipl. Sozialpädagogin, 2014 Copyright Karl Heinz Brisch LMU München 2008
25 Inhaltliche Standards der Elternarbeit
Herstellen einer vertrauensvollen und tragfähigen Arbeitsbeziehung Bereitschaft zur Kooperation und Veränderung fördern Individuelle Problemanalyse und gemeinsame Problemdefinition Suche nach Ressourcen Aushandeln von Arbeitsaufträgen / Absprachen Transparenz der Rolle des Beraters/der Beraterin herstellen Psychoedukation Wertschätzendes Thematisieren von kritischen Verhaltensmustern Einleitung und Stabilisierung von Veränderungsprozessen Begleitung und Unterstützung in Krisensituationen („Notfallplan“) Erkennen und Vermitteln von Grenzen Begleitung und Unterstützung bei Trauerprozessen
26 Danke fürs Zuhören! Dorothee Kieslich Dipl. Sozialpädagogin
Weidenkorb Danke fürs Zuhören! Dorothee Kieslich Dipl. Sozialpädagogin Gestalttherapeutin (DVG) Approbierte Kinder- und Jugendlichentherapeutin (PTK Niedersachen) Traumaberaterin Traumatherapeutin (PITT) Mindener Institut für Traumapädagogik Dorothee Kieslich, Dipl. Sozialpädagogin, 2014 26 Copyright Karl Heinz Brisch LMU München 2008 26
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ELSA ELSA Doris Ittner & Tina Hascher Universität Bern