Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=31.01.1996&Aktenzeichen=VIII%20ZR%20324/94
Timestamp: 2019-12-08 03:30:54
Document Index: 255763142

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 284', '§ 539', 'BGH', 'BGH', '§ 539', '§ 539', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 326', 'BGH', 'BGH']

BGH, 31.01.1996 - VIII ZR 324/94 - dejure.org
https://dejure.org/1996,3972
BGH, 31.01.1996 - VIII ZR 324/94 (https://dejure.org/1996,3972)
BGH, Entscheidung vom 31.01.1996 - VIII ZR 324/94 (https://dejure.org/1996,3972)
BGH, Entscheidung vom 31. Januar 1996 - VIII ZR 324/94 (https://dejure.org/1996,3972)
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Aufrechnung mit Schadensersatzansprüchen wegen Nichtausführungen von Bestellungen - Nichterbringung einer selbschuldnerischen Bankbürgschaft als Vertragshindernis - Weitere Kostenverursachung bei Bürgschaftsgestellung
BGB §§ 284, 326
NJW-RR 1996, 753
WM 1996, 822
Eine solche ist zwar bei einer kassatorischen Entscheidung des Berufungsgerichts dem Revisionsgericht aus Gründen der Prozeßökonomie nicht verwehrt, wenn die im Rahmen des § 539 ZPO anzustellende Prüfung ergibt, daß die materiell-rechtliche Untersuchung der Beziehungen der Parteien zu einem endgültigen und abschließenden Ergebnis führt (Senatsurteil vom 31. Januar 1996 - VIII ZR 324/94, WM 1996, 822 unter III; Senatsurteil vom 22. Januar 1997 - VIII ZR 339/95, WM 1997, 1713 unter II 4; BGH…, Urteil vom 3. April 2000 - II ZR 194/98, NJW 2000, 2099 = BGHR ZPO § 539 Zurückverweisung 2 unter B II 3 a).
a) Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (vgl. Urt. v. 31. Januar 1996 - VIII ZR 324/94, WM 1996, 882, 823) kann dem Revisionsgericht schon aus Gründen der Prozeßökonomie eine eigene Sachentscheidung nicht verwehrt sein, wenn die im Rahmen des § 539 ZPO anzustellende Prüfung ergibt, daß die materiell-rechtliche Untersuchung der Beziehungen der Parteien zu einem endgültigen und abschließenden Ergebnis führt.
BGH, 22.01.1997 - VIII ZR 339/95
Formgültigkeit einer Rechtswahlvereinbarung; Entscheidung des Revisionsgerichts …
Auf die Revision gegen eine kassatorische Entscheidung des Berufungsgerichts darf das Revisionsgericht jedenfalls dann in der Sache selbst entscheiden, wenn im Falle einer Zurückverweisung auch das Berufungsgericht nicht zu einem anderen Ergebnis gelangen könnte (Bestätigung von BGH, Urteil vom 31. Januar 1996 - VIII ZR 324/94 = WM 1996, 822 unter III).«.
Hierzu ist das Revisionsgericht bei einer kassatorischen Entscheidung des Berufungsgerichts aus Gründen der Prozeßwirtschaftlichkeit jedenfalls dann befugt, wenn im Falle einer Zurückweisung auch das Berufungsgericht nicht zu einem anderen Ergebnis gelangten könnte (Senatsurteil vom 31. Januar 1996 - VIII ZR 324/94 = WM 1996, 822 unter III).
a) Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, von der das Berufungsgericht ausgegangen ist, entfällt eine Vorleistungspflicht des Gläubigers allerdings dann, wenn der Schuldner die Erbringung der ihm obliegenden Leistung endgültig und ernsthaft verweigert (vgl. BGH, Urteile vom 27. April 1994 - VIII ZR 34/93, WM 1994, 1209, 1211 f. und vom 31. Januar 1996 - VIII ZR 324/94, WM 1996, 822, 823).
Vielmehr hätte die Klägerin die von ihr geschuldete Leistung, d.h. Zahlung des Werklohns, erbringen, jedenfalls aber anbieten müssen, um die Beklagte in Verzug zu setzen (BGH, Urteil vom 26.10.1965, Az: V ZR 87/63, NJW 1966, 49 und vom 31.01.1996, VIII ZR 324/94, NJW-RR 1996, 753).
Eine solche Verweigerung würde nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs die Vorleistungspflicht der Klägerin entfallen lassen (vgl. BGH, Urteil vom 31.01.1996, Az: VIII ZR 324/94, a.a.O.; vom 08.07.1983, V ZR 53/82, NJW 1983, 2437), mit der Folge, dass die Parteien wiederum Zug-um-Zug leisten müssten.
Dabei wird es weiter zu prüfen haben, ob der Klägerin insoweit die Rechte nach § 326 BGB zustehen, insbesondere ob etwa die - vom Berufungsgericht bisher nicht festgestellte - Fristsetzung mit Ablehnungsandrohung wegen eines Interessenwegfalls auf seiten der Klägerin oder einer Erfüllungsverweigerung durch die Beklagte entbehrlich sind (vgl. dazu BGHZ 50, 175, 177; 88, 240, 247;… BGH, Urt. v. 11.11.1994 - V ZR 149/93, NJW 1995, 957; v. 31.1.1996 - VIII ZR 324/94, WM 1996, 822 sowie Urt. des Senats v. 15.12.1998 - X ZR 90/96, NJW-RR 1999, 560).