Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VersR%202009,%201137
Timestamp: 2020-01-21 14:27:39
Document Index: 345602774

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art 103', '§ 544', 'BGH', 'BGH', '§ 411', 'BGH', 'BGH', 'Art. 103', 'BGH', 'Art. 103', 'BGH', 'Art. 103', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 12.05.2009 - VI ZR 275/08 - dejure.org
https://dejure.org/2009,1065
BGH, 12.05.2009 - VI ZR 275/08 (https://dejure.org/2009,1065)
BGH, Entscheidung vom 12.05.2009 - VI ZR 275/08 (https://dejure.org/2009,1065)
BGH, Entscheidung vom 12. Mai 2009 - VI ZR 275/08 (https://dejure.org/2009,1065)
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Zur nötigen Gelegenheit zur Stellungnahme einer Partei nach Vorliegen eines Protokolls über die Beweisaufnahme durch einen Sachverständigen
Auswirkung der ausführlichen Anhörung eines Sachverständigen in der mündlichen Verhandlung zu schwierigen Sachfragen ohne vorherige Erstattung eines den Parteien zur kritischen Würdigung zugänglichen Gutachtens; Stellungnahme der Parteien zum Beweisergebnis bei ...
Art 103 GG, § 544 ZPO
Rechtliches Gehör zu den Feststellungen eines Unfallgutachtens
Verfahrensrecht - Übergangenes Beweisangebot kann Grundrechtsverletzung sein!
Haftpflichtprozess - SV-Anhörung: Verfahrensfehler ohne Ende
Mündliches Sachverständigengutachten im Zivilprozess
Der Sachverständige in der mündlichen Verhandlung
Prozessrecht - Sachverständigen-Anhörung: Wiedereröffnung der Verhandlung
Übergangenes Beweisangebot kann Grundrechtsverletzung darstellen! (IBR 2009, 1315)
LG Bonn, 02.05.2008 - 15 O 467/07
LG Bonn, 27.05.2008 - 15 O 467/07
OLG Köln, 26.09.2008 - 6 U 104/08
NJW 2009, 2604
MDR 2009, 997
NZV 2009, 440
NJ 2009, 429
VersR 2009, 1137
AnwBl 2009, 197
AnwBl Online 2009, 117
ZfBR 2009, 660
Zum Recht der Parteien auf schriftliche Stellungnahme zum Ergebnis der Beweisaufnahme, wenn diese im Wege der Einholung eines ausschließlich mündlich erstatteten Gutachtens des gerichtlich bestellten Sachverständigen erfolgt (im Anschluss an BGH, Beschluss vom 12. Mai 2009, VI ZR 275/08, NJW 2009, 2604).
Nichts anderes gilt, wenn ein Sachverständiger, ohne dass er vorher ein den Parteien zur kritischen Würdigung zugängliches schriftliches Gutachten erstattet hat, in der mündlichen Verhandlung zu schwierigen Sachfragen ausführlich gehört wird (BGH, Beschluss vom 12. Mai 2009 - VI ZR 275/08, NJW 2009, 2604 Rn. 8;… Huber in Musielak/Voit, ZPO, 15. Aufl., § 411 Rn. 3).
Das kann bei nur mündlich erstatteten Gutachten der Fall sein, wenn die technischen Fragen komplex waren, um der Partei gegebenenfalls die Möglichkeit zu geben, sich sachverständig beraten zu lassen und auf dieser Grundlage zu dem Beweisergebnis Stellung zu nehmen (BGH NJW 2009, 2604, 2605, Rn. 8 mwN).
Im Anschluss an die Beweisaufnahme wird sicherzustellen sein, dass dem Betroffenen Gelegenheit zur Stellungnahme zu dem Gutachten gegeben wird, wenn er sich - anders als bei vorheriger Übermittlung eines schriftlichen Gutachtens - nicht ausreichend hierauf vorbereiten konnte (vgl. BGH Beschluss vom 12. Mai 2009 - VI ZR 275/08 - NJW 2009, 2604 Rn. 8; vgl. auch BayObLG BtPrax 2003, 175, 176).
Die Nichtberücksichtigung eines erheblichen Beweisangebots verstößt gegen Art. 103 Abs. 1 GG, wenn sie im Prozessrecht keine Stütze findet (BGH, Beschluss vom 12. Mai 2009 - VI ZR 275/08, NJW 2009, 2604 Rn. 2;… vom 16. September 2014 - VI ZR 118/13, VersR 2015, 338 Rn. 4).
Die Nichtberücksichtigung eines erheblichen Beweisangebots verstößt gegen Art. 103 Abs. 1 GG, wenn sie im Prozessrecht keine Stütze findet (vgl. BGH, Beschlüsse vom 12. Mai 2009 - VI ZR 275/08, VersR 2009, 1137 Rn. 2 …und vom 28. Oktober 2014 - VI ZR 273/13, RuS 2015, 44 Rn. 6).
Die nicht erfolgte Berücksichtigung eines erheblichen Beweisangebots verstößt gegen Art. 103 Abs. 1 GG, wenn sie im Prozessrecht keine Stütze findet (vgl. Senat, Beschluss vom 12. Mai 2009 - VI ZR 275/08, VersR 2009, 1137 Rn. 2 mwN).
Denn das Beweisangebot war erheblich und seine Nichtberücksichtigung findet im Prozessrecht keine Stütze (vgl. nur Senatsbeschluss vom 12. Mai 2009 - VI ZR 275/08, VersR 2009, 1137 Rn. 2; BVerfG, WM 2012, 492, 493; jeweils mwN).
Betrifft ein Sachverständigengutachten schwierige Sachfragen, ist den Parteien Gelegenheit zu geben, sich anderweitig sachverständig beraten zu lassen und zu dem Beweisergebnis Stellung zu nehmen (vgl. BGH, Beschluss vom 12. Mai 2009 - VI ZR 275/08, NJW 2009, 2604 Rn. 8; Urteil vom 31. Mai 1988 - VI ZR 261/87, NJW 1988, 2302; Beschluss vom 12. Januar 1982 - VI ZR 41/81, NJW 1982, 1335).
BGH, 24.03.2015 - VI ZR 534/13
Verkehrssicherungspflichtverletzung: Auslösung einer Panikreaktion von auf dem …
BGH, 18.08.2015 - VI ZR 222/14
Gehörsverletzung wegen Nichtberücksichtigung eines erheblichen Sachvortrags und …
OLG München, 22.02.2012 - 9 U 3562/11