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Timestamp: 2016-10-25 22:53:14
Document Index: 114450874

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 137', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 134', 'Art. 152', 'Art. 135', 'BGE', 'Art. 152']

I.________, 1960, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanwalt Matthias Horschik, Weinbergstrasse 29, 8006 Z�rich,
Die 1960 geborene, zu 80 % als Mitarbeiterin Belegverarbeitung bei der Firma X.________ angestellte und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Unf�llen versicherte I.________ erlitt am 5. Mai 2004 einen Verkehrsunfall. Der von ihr gelenkte und wegen eines die Strasse �berquerenden Eichh�rnchens abgebremste Personenwagen wurde durch einen Sattelschlepper, dessen Lenker dies zu sp�t bemerkt hatte, von hinten angefahren. I.________ konnte ihr Fahrzeug selbst verlassen. Die herbeigerufene Verkehrspolizei sah von der Erstellung eines Rapports ab, da sich die Beteiligten g�tlich einigen konnten. I.________ suchte anderntags das Spital X.________ auf, wo eine Distorsion der Halswirbels�ule (HWS) diagnostiziert und eine Arbeitsunf�higkeit best�tigt wurde. Am 23. Juni 2004 nahm die Versicherte die Arbeit zu 50 % (bezogen auf die 80 %-Anstellung, real 40 %) wieder auf. Ein h�heres Arbeitspensum konnte in der Folge nicht realisiert werden. Die SUVA erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung, Taggeld). Nach Abkl�rungen zum Unfallhergang und zum medizinischen Sachverhalt er�ffnete sie der Versicherten mit Verf�gung vom 11. Januar 2006 die Einstellung der gesetzlichen Leistungen per 31. Januar 2006. Sie verneinte zudem einen Anspruch auf Invalidenrente und Integrit�tsentsch�digung. Zur Begr�ndung wurde ausgef�hrt, die noch bestehenden Beschwerden st�nden nicht in einem ad�quaten Kausalzusammenhang zum Unfall vom 5. Mai 2004. Daran hielt die SUVA auf die von I.________ und deren obligatorischem Krankenpflegeversicherer erhobenen Einsprachen hin fest (Einspracheentscheid vom 4. April 2006).
Die von I.________ hiegegen eingereichte Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz unter Gew�hrung der unentgeltlichen Verbeist�ndung ab (Entscheid vom 20. September 2006).
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde l�sst I.________ beantragen, es sei der kantonale Entscheid aufzuheben und die SUVA zu verpflichten, �ber den 31. Januar 2006 hinaus Leistungen zu erbringen; eventuell sei der Versicherer zu verpflichten, die Sache einer Neubeurteilung zu unterziehen. Weiter wird um Gew�hrung der unentgeltlichen Verbeist�ndung f�r das letztinstanzliche Verfahren ersucht.
SUVA und Vorinstanz schliessen je auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Das Bundesamt f�r Gesundheit verzichtet auf eine Vernehmlassung.
Mit Eingabe vom 15. M�rz 2007 l�sst I.________ nochmals Stellung nehmen.
Streitig und zu pr�fen ist der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung aus dem Unfall vom 5. Mai 2004 �ber den 31. Januar 2006 hinaus.
Die Rechtsgrundlagen f�r die Beurteilung sind im angefochtenen Entscheid zutreffend dargelegt. Es betrifft dies zun�chst den f�r die Leistungspflicht des Unfallversicherers nebst anderem vorausgesetzten nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden (BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181 mit Hinweisen) mit den sich dabei stellenden Beweisfragen. Richtig wiedergegeben ist auch die Rechtsprechung zum �berdies erforderlichen ad�quaten Kausalzusammenhang im Allgemeinen (BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181 mit Hinweis) sowie bei klar ausgewiesenen organischen Unfallfolgen (BGE 127 V 102 E. 5b/bb S. 103 mit Hinweisen), bei psychischen Fehlentwicklungen nach Unfall (BGE 115 V 133), bei Schleudertraumen der Halswirbels�ule (HWS) ohne organisch (hinreichend) nachweisbare Folgesch�den (BGE 117 V 359), bei dem Schleudertrauma �quivalenten Verletzungen (SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 E. 2) und bei Sch�del-Hirntraumen (vgl. BGE 117 V 369) im Besonderen. Hervorzuheben ist, dass nach der so genannten Schleudertraumapraxis, anders als im Falle einer psychischen Fehlentwicklung nach Unfall, bei der Pr�fung der unfallbezogenen Kriterien auf eine Differenzierung zwischen physischen und psychischen Komponenten verzichtet wird, weil es hier nicht entscheidend ist, ob Beschwerden eher als organischer und/oder psychischer Natur beurteilt werden (BGE 117 V 359 E. 6a S. 367 und 369 E. 4b S. 382 f.).
Es steht fest und ist unbestritten, dass der Unfall vom 5. Mai 2004 zu einem Distorsionstrauma der HWS gef�hrt hat und zumindest teilweise nat�rlich kausal ist (zum Gen�gen einer Teilurs�chlichkeit f�r die Bejahung des Leistungsanspruchs: BGE 123 V 43 E. 2b S. 45 mit Hinweis, 121 V 326 E. 2 S. 329 mit Hinweisen) f�r das danach aufgetretene, f�r Schleudertraumen und �quivalente Verletzungen der HWS typische Beschwerdebild.
Die SUVA hat eine weitergehende Leistungspflicht mit der Begr�ndung verneint, die persistierenden, organisch nicht (hinreichend) erkl�rbaren Beschwerden st�nden nicht in einem ad�quaten Kausalzusammenhang zum Unfall vom 5. Mai 2004. Die Ad�quanz pr�fte der Unfallversicherer nach den f�r Schleudertraumen und �quivalente Verletzungen der HWS geltenden Grunds�tzen.
Das kantonale Gericht ist davon insofern abgewichen, als es mit der Begr�ndung, die psychische Problematik habe schon rasch nach dem Unfall dominiert, die Ad�quanz in Anwendung von BGE 123 V 98 nach den f�r psychische Fehlentwicklungen nach Unfall geltenden Regeln gepr�ft hat. Es gelangte dabei ebenfalls zum Ergebnis, dass der ad�quate Kausalzusammenhang und damit ein weiterer Leistungsanspruch nicht gegeben sei. Weiter erwog es, dass die Ad�quanz mit dem Unfallversicherer auch bei Anwendung der Schleudertrauma-Praxis zu verneinen w�re.
Dass sich die andauernden Beschwerden organisch nicht (hinreichend) erkl�ren lassen, trifft nach Lage der Akten zu und wird von der Versicherten nicht bestritten. Die Einwendungen betreffen vielmehr den ad�quaten Kausalzusammenhang zwischen den Beschwerden und dem Unfall vom 5. Mai 2004. Dabei wird in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde geltend gemacht, die Ad�quanz sei nach BGE 117 V 359 zu pr�fen und zu bejahen, wobei man aber auch in Anwendung von BGE 115 V 133 zum gleichen Ergebnis gelange.
Mit Eingabe vom 15. M�rz 2007 hat die Versicherte nochmals Stellung nehmen lassen. Die Eingabe kann grunds�tzlich nur soweit Beachtung finden, als die Vernehmlassungen der Vorinstanz und der SUVA dazu Anlass gegeben haben (vgl. BGE 132 I 42 ff., insbes. E. 3.3.2 S. 46). Diese �ussern sich einzig zu dem mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde neu aufgelegten psychiatrischen Gutachten, welches der Sozialpsychiatrische Dienst des Kantons Schwyz am 25. August 2006 zuhanden der Invalidenversicherung erstattet hat. Ansonsten enthalten die Vernehmlassungen keine neuen Gesichtspunkte: Die Vorinstanz wiederholt Erw�gungen des angefochtenen Entscheids, und die SUVA �ussert sich nicht weiter. Soweit die Eingabe vom 15. M�rz 2007 dar�ber hinaus gehende Vorbringen enth�lt und namentlich auch, wie in ihr dargelegt, als erg�nzende Begr�ndung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde verstanden werden soll, ist sie daher unzul�ssig, zumal sie auch keine neuen erheblichen Tatsachen oder entscheidenden Beweismittel im Sinne von Art. 137 lit. b OG beschl�gt, welche gegebenenfalls eine Revision des Gerichtsurteils rechtfertigen k�nnten (vgl. BGE 127 V 353). Sodann vermag die in der Eingabe vom 15. M�rz 2007 enthaltene Kritik an der bundesgerichtlichen Praxis zur Ad�quanzpr�fung von organisch nicht (hinreichend) nachweisbaren Beschwerden nach Unfall, soweit im Rahmen der Rechtsanwendung von Amtes wegen zu beachten, den geltend gemachten Leistungsanspruch nicht zu st�tzen.
Ob der ad�quate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 5. Mai 2004 und den persistierenden, organisch nicht (hinreichend) erkl�rbaren Beschwerden nach BGE 117 V 359 zu pr�fen ist, wie dies im Einspracheentscheid vom 4. April 2006 geschehen ist und von der Beschwerdef�hrerin als richtig erachtet wird, oder aber nach BGE 115 V 133, wie von der Vorinstanz erwogen, kann offen bleiben, wenn die Ad�quanz nach beiden Vorgehensweisen zu verneinen ist. Dies trifft hier zu.
5.1 F�r die Ad�quanzbeurteilung ist an das (objektiv erfassbare) Unfallereignis anzukn�pfen (BGE 117 V 359 E. 6a S. 366 f., 115 V 133 E. 6 Ingress S. 139). Das kantonale Gericht hat die Kollision vom 19. Januar 2004 als mittelschweren Unfall nicht im Grenzbereich zu den schweren Unf�llen eingeordnet. Diese Beurteilung ist aufgrund des augenf�lligen Geschehensablaufs richtig.
Von den weiteren, objektiv fassbaren und unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehenden oder als Folge davon erscheinenden Umst�nden, welche als massgebende Kriterien in die Gesamtw�rdigung einzubeziehen sind (BGE 117 V 359 E. 6a s. 367, 115 V 133 E. 6c/aa S. 140), m�ssten demnach f�r eine Bejahung des ad�quaten Kausalzusammenhanges entweder ein einzelnes in besonders ausgepr�gter Weise oder aber mehrere in geh�ufter oder auffallender Weise gegeben sein (BGE 117 V 359 E. 6b S. 367 f., 115 V 133 E. 6c/bb S. 140).
5.2 Dem Unfall vom 5. Mai 2004 ist mit Blick darauf, dass ein Sattelschlepper und damit ein deutlich schwereres Fahrzeug auf den Personenwagen der Versicherten auffuhr, eine gewisse Eindr�cklichkeit nicht abzusprechen. Er hat sich jedoch weder unter besonders dramatischen Begleitumst�nden ereignet noch war er - objektiv betrachtet (RKUV 1999 Nr. U 335 S. 209 E. 3b/cc; vgl. auch RKUV 2000 Nr. U 394 S. 313 ff., U 248/98) - von besonderer Eindr�cklichkeit. Hieran �ndert nichts, dass beim Aufprall Scheiben des von der Beschwerdef�hrerin gelenkten Wagens zersplittert sind. Die Versicherte hat sodann keine schweren oder besonders gearteten Verletzungen erlitten. Von einer �rztlichen Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hat, kann ebenso wenig gesprochen werden wie von einem schwierigen Heilungsverlauf und erheblichen Komplikationen. Nicht erf�llt ist auch das Kriterium der ungew�hnlich langen Dauer der �rztlichen Behandlung. Diese beschr�nkte sich im Wesentlichen auf eine gut einmonatige station�re Rehabilitation, auf - namentlich auch muskelaufbauende - Physiotherapie, auf der Stabilisierung dienende Psychotherapie sowie auf Medikation und ging auch in zeitlicher Hinsicht nicht �ber das hinaus, was bei Schleudertraumen oder schleudertrauma�hnlichen Verletzungen der HWS als �blich zu gelten hat (vgl. RKUV 2005 Nr. 549 S. 238 f. E. 5.2.4 mit Hinweisen, U 380/04). Selbst wenn sodann - ohne n�here Pr�fung - die Kriterien der Dauerbeschwerden sowie des Grades und der Dauer der Arbeitsunf�higkeit bejaht w�rden, tr�fe dies jedenfalls nicht in besonders ausgepr�gter Weise zu. Unfallversicherer und Vorinstanz haben daher die Unfallad�quanz der persistierenden Beschwerden und somit einen weitergehenden Leistungsanspruch der Versicherten zu Recht verneint.
Das Verfahren ist kostenfrei (Art. 134 OG). Die unentgeltliche Verbeist�ndung kann der Beschwerdef�hrerin gew�hrt werden (Art. 152 in Verbindung mit Art. 135 OG), da die Bed�rftigkeit aktenkundig ist, die Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht als aussichtslos zu bezeichnen und die Vertretung geboten war (BGE 125 V 201 E. 4a S. 202 und 371 E. 5b S. 372, je mit Hinweisen). Es wird indessen ausdr�cklich auf Art. 152 Abs. 3 OG aufmerksam gemacht, wonach die beg�nstigte Partei der Gerichtskasse Ersatz zu leisten haben wird, wenn sie sp�ter dazu im Stande ist.
Zufolge Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege wird Rechtsanwalt Matthias Horschik, Z�rich, f�r das Verfahren vor dem Bundesgericht aus der Gerichtskasse eine Entsch�digung von Fr. 2500.- (einschliesslich Mehrwertsteuer) ausgerichtet.