Source: https://www.rechtslupe.de/stichworte/liebhaberei
Timestamp: 2019-10-23 20:50:00
Document Index: 233776664

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 4', '§ 7', '§ 2', '§ 15', '§ 15', '§ 21', '§ 21', '§ 21', '§ 15']

Liebhaberei | Rechtslupe
Die Fest­stel­lung der Gewinn­erzie­lungs­ab­sicht ist im Wesent­li­chen eine Fra­ge der Tat­sa­chen­wür­di­gung. Bei ver­schie­de­nen, wirt­schaft­lich eigen­stän­di­gen Betä­ti­gun­gen ist die Gewinn­erzie­lungs­ab­sicht im Wege der Seg­men­tie­rung geson­dert für die jewei­li­ge Betä­ti­gung zu prü­fen. Im Hob­by­bereich erlaubt eine objek­tiv nega­ti­ve Gewinn­pro­gno­se einen, wenn auch wider­leg­ba­ren, Schluss auf das Feh­len der Gewinn­erzie­lungs­ab­sicht. Außer­halb des Hob­by­bereichs
Erzielt ein haupt­be­ruf­li­cher Maschi­nen­bau­tech­ni­ker seit zehn Jah­ren nur Ver­lus­te aus sei­nem in gerin­gem zeit­li­chen Umfang neben­be­ruf­lich aus­ge­üb­ten Han­del als Hard­ware­händ­ler bzw. ‑bera­ter, ohne hier­auf mit geeig­ne­ten Maß­nah­men, z. B. einer deut­li­chen Stei­ge­rung sei­nes zeit­li­chen Enga­ge­ments zu reagie­ren, und kann der Han­del auf­grund hoher Fix­kos­ten bei unver­än­der­ter Fort­füh­rung auch künf­tig nur
Der Struk­tur­wan­del zur Lieb­ha­be­rei stellt kei­ne gewinn­rea­li­sie­ren­de Betriebs­auf­ga­be dar. Die wei­ter­hin in dem ‑nun nicht mehr ein­­kom­­men­­steu­er­­re­le­van­­ten- Betrieb genutz­ten Wirt­schafts­gü­ter blei­ben Betriebs­ver­mö­gen. Wert­än­de­run­gen die­ses Betriebs­ver­mö­gens, die wäh­rend der Zeit der Lieb­ha­be­rei ein­tre­ten, sind ein­kom­men­steu­er­recht­lich aller­dings irrele­vant. Ermit­telt der Steu­er­pflich­ti­ge sei­nen Gewinn durch Ein­­nah­­men-Über­­­schuss-Rech­­nung, ist er nicht ver­pflich­tet, im Zeit­punkt des
Bei einem Forst­be­trieb ist die Total­ge­winn­pro­gno­se grund­sätz­lich genera­tio­nen­über­grei­fend über den Zeit­raum der durch­schnitt­li­chen Umtriebs­zeit des dar­in vor­herr­schen­den Baum­be­stands zu erstre­cken. Dies gilt zugleich betriebs­über­grei­fend auch dann, wenn der Forst­be­trieb zunächst unter Nieß­brauchs­vor­be­halt an die nächs­te Genera­ti­on über­tra­gen wird. Die Total­ge­winn­pro­gno­se ist dann unge­ach­tet der Ent­ste­hung zwei­er Forst­be­trie­be für einen fik­ti­ven
Der durch die sport­li­che Betä­ti­gung beding­te Nah­rungs­mit­tel­mehr­be­darf ist ein­kom­men­steu­er­recht­lich nicht berück­sich­ti­gungs­fä­hig. Nach § 4 Abs. 5 Satz 1 EStG dür­fen die "fol­gen­den Betriebs­aus­ga­ben" den Gewinn nicht min­dern. Zu die­sen gehör­ten nach § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 5 Satz 1 EStG Mehr­auf­wen­dun­gen für die Ver­pfle­gung des Steu­er­pflich­ti­gen, soweit in den fol­gen­den Sät­zen nichts ande­res bestimmt ist. Die
Bei der Unter­schei­dung zwi­schen einer auf Gewinn­erzie­lung aus­ge­rich­te­ten unter­neh­me­ri­schen Tätig­keit und der der Pri­vat­sphä­re zuzu­rech­nen­den Lieb­ha­be­rei stellt der Bun­des­fi­nanz­hof auf die Beson­der­hei­ten der jeweils zu wür­di­gen­den Ver­hält­nis­se ab . Die Anlauf­zeit eines neu auf­ge­bau­ten Betriebs ist daher je nach der Eigen­art betriebs­spe­zi­fisch fest­zu­le­gen . Eben­so hängt es von der Eigen­art
Ein Gewer­be­be­trieb, für den ein Gewer­be­er­trag nach §§ 7 ff. GewStG zu ermit­teln ist, setzt eine Betä­ti­gung vor­aus, die mit der Absicht unter­nom­men wird, Gewinn zu erzie­len (§ 2 Abs. 1 Satz 2 GewStG i.V.m. § 15 Abs. 2 Satz 1 EStG). Die Fra­ge, ob ein gewerb­li­ches Unter­neh­men i.S. des § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Satz
Der Auf­bau einer "Old­ti­mer­samm­lung" und das Steu­er­recht
Der Auf­bau einer Samm­lung von Old­ti­mern und Neu­fahr­zeu­gen erfolgt nicht als Unter­neh­men, son­dern im Rah­men einer pri­va­ten Samm­ler­tä­tig­keit. Mit die­ser Begrün­dung zur Abgren­zung der unter­neh­me­ri­schen Tätig­keit von einer pri­va­ten Samm­ler­tä­tig­keit ver­sag­te der Bun­des­fi­nanz­hof einem Samm­ler die Erstat­tung der in Rech­nung gestell­ten Umsatz­steu­er durch das Finanz­amt. Eine zum Vor­steu­er­ab­zug berech­ti­gen­de unter­neh­me­ri­sche
Ein­künf­te­er­zie­lungs­ab­sicht bei jahr­lan­gem Gebäu­de-Leer­stand
Zeigt sich auf­grund bis­lang ver­geb­li­cher Ver­mie­tungs­be­mü­hun­gen, dass für das Objekt, so wie es bau­lich gestal­tet ist, kein Markt besteht und die Immo­bi­lie des­halb nicht ver­miet­bar ist, so muss der Steu­er­pflich­ti­ge –will er sei­ne fort­be­stehen­de Ver­mie­tungs­ab­sicht bele­gen– ziel­ge­rich­tet dar­auf hin­wir­ken, unter Umstän­den auch durch bau­li­che Umge­stal­tun­gen einen ver­miet­ba­ren Zustand des Objekts
Bei der Abgren­zung von steu­er­lich anzu­er­ken­nen­den Ver­lus­ten zu sol­chen aus Lieb­ha­be­rei, die steu­er­lich nicht zu berück­sich­ti­gen sind, ist regel­mä­ßig eine Pro­gno­se der wäh­rend des gesam­ten Zeit­raums vor­aus­sicht­lich zu erzie­len­den Gewin­ne und Ver­lus­te ent­schei­dend: Ergibt sich hier­bei über die gesam­ten Jah­re gerech­net ein posi­ti­ver Über­schuss, ist in aller Regel von einer
Ein­künf­te­er­zie­lungs­ab­sicht bei nicht zu Wohn­zwe­cken ver­mie­te­tem Gebäu­de
Die Ein­künf­te­er­zie­lungs­ab­sicht ist bei § 21 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG nicht grund­stücks­be­zo­gen, son­dern für jede ein­zel­ne ver­mie­te­te Immo­bi­lie geson­dert zu prü­fen, wenn sich die Ver­mie­tungs­tä­tig­keit nicht auf das gesam­te Grund­stück bezieht, son­dern auf dar­auf befind­li­che Gebäu­de oder Gebäu­de­tei­le. Ist die Ver­mie­tung eines Gebäu­des oder Gebäu­de­teils auf Dau­er ange­legt, so ist
Der Tat­be­stand des § 21 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG ist jedoch, so der Bun­des­fi­nanz­hof in einem heu­te ver­öf­fent­lich­ten Urteil, grund­sätz­lich für jede ein­zel­ne ver­mie­te­te Immo­bi­lie geson­dert zu prü­fen. Ver­mie­tet ein Steu­er­pflich­ti­ger auf­grund ein­heit­li­chen Miet­ver­trags ein bebau­tes zusam­men mit einem unbe­bau­ten Grund­stück, so gilt die § 21 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG
Segel­yacht – steu­er­lich gese­hen
Segel­yach­ten sind auch nicht mehr das, was sie ein­mal waren. Zumin­dest tau­gen sie nicht mehr als Steu­er­spar­mo­dell, wie ein heu­te ver­öf­fent­lich­tes Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs zeigt. Danach sind Vor­steu­er­be­trä­ge, die auf lau­fen­de Auf­wen­dun­gen für Segel­jach­ten ent­fal­len, ab dem 1. April 1999 gemäß § 15 Abs. 1a Nr. 1 UStG 1999 i.V.m. §
Ein­künf­te­er­zie­lungs­ab­sicht bei geschlos­se­nem Immo­bi­li­en­fonds
Soll nach dem Kon­zept eines geschlos­se­nen Immo­bi­li­en­fonds in der Rechts­form einer Per­so­nen­ge­sell­schaft die Ver­mie­tungs­tä­tig­keit des Fonds nur 20 Jah­re umfas­sen, ist sie nicht auf Dau­er aus­ge­rich­tet und die Ein­künf­te­er­zie­lungs­ab­sicht muss auf bei­den Ebe­nen, also auf der Ebe­ne der Per­so­nen­ge­sell­schaft wie auf der Ebe­ne des Gesell­schaf­ters, über­prüft wer­den.
Im Rah­men der Ein­kunfts­art Ver­mie­tung und Ver­pach­tung ist die Ein­künf­te­er­zie­lungs­ab­sicht bei einer lang­fris­ti­gen Ver­mie­tung nach einem neu­en Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs aus­nahms­wei­se doch zu prü­fen, wenn der Steu­er­pflich­ti­ge die Anschaf­fungs­kos­ten oder Her­stel­lungs­kos­ten des Ver­mie­tungs­ob­jekts sowie anfal­len­de Schuld­zin­sen fremd­fi­nan­ziert und somit Zin­sen auf­lau­fen lässt, ohne dass durch ein Finan­zie­rungs­kon­zept von vorn­her­ein deren