Source: https://www.arbeitsinspektion.gv.at/inspektorat/Maschinen_Werkzeuge/Allgemeines/Information_und_Unterweisung
Timestamp: 2019-12-07 16:09:01
Document Index: 212561792

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 1', '§ 12', '§ 14', '§ 4', '§ 5']

Aktuelle Fassung der Arbeitsmittelverordnung (AM-VO (RIS)
Anhang A der Arbeitsmittelverordnung (AM-VO) enthält die für den ArbeitnehmerInnenschutz relevanten Rechtsvorschriften über Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen (§ 1 AM-VO):
Nähere Informationen zu diesem Thema entnehmen Sie bitte dem Folder CE Kennzeichnung (pdf-43 kB).
Für Maschinen und Geräte, die nicht unter diese Rechtsvorschriften fallen, gilt der vierte Abschnitt der AM-VO (siehe § 1 AM-VO). Ausschlaggebend ist das Datum des erstmaligen Inverkehrbringens (siehe Typenschild) bzw. die erstmalige Verwendung durch eine/n ArbeitnehmerIn.
Erlass zur MSV 2010
Die Information muss die ArbeitnehmerInnen in die Lage versetzen, durch eine angemessene Mitwirkung zu überprüfen, ob die erforderlichen Schutzmaßnahmen getroffen wurden. Die Information muss während der Arbeitszeit erfolgen und zumindest folgende Inhalte aufweisen:
Die Information der ArbeitnehmerInnen muss nicht durchgeführt werden, wenn sie über ausreichende Kenntnisse über die Arbeitsmittel verfügen (erworben im Rahmen ihrer Ausbildung oder ihrer bisherigen beruflichen Tätigkeit).
Die ArbeitnehmerInnen sind vor der erstmaligen Aufnahme der Arbeiten und regelmäßig wiederkehrend ausreichend zu unterweisen. Die Unterweisung muss nachweislich erfolgen. Für die Unterweisung sind erforderlichenfalls geeignete Fachleute heranzuziehen. Die Unterweisung muss während der Arbeitszeit erfolgen und zumindest folgende Inhalte aufweisen:
Die Unterweisung der ArbeitnehmerInnen in Inbetriebnahme und Verwendung kann entfallen, wenn sie über ausreichende Kenntnisse über die Arbeitsmittel verfügen (erworben im Rahmen ihrer Ausbildung oder ihrer bisherigen beruflichen Tätigkeit). Die Zeit bis zur nächsten wiederkehrenden Unterweisung ist in der Evaluierung zu ermitteln.
Die Betriebsanleitungen der Hersteller und innerbetrieblichen Betriebsanweisungen sind die Grundlage für die Information und Unterweisung der ArbeitnehmerInnen, sie sind daher den ArbeitnehmerInnen zur Verfügung zu stellen.
§ 12 ASchG, § 14 ASchG
§ 4 AM-VO, § 5 AM-VO
Bei der Benutzung von Arbeitsmitteln kann ein falsches Verhalten von ArbeitnehmerInnen Gefahren für sie selbst und für Andere (auch Kunden, Passanten etc.) verursachen.
Das ArbeitnehmerInnenschutzgesetz, das sich zwar primär an die ArbeitgeberInnen richtet, sieht daher auch Pflichten für ArbeitnehmerInnen vor:
vor Inbetriebnahme ist zu prüfen, dass sich die Bedienungsperson selbst oder andere ArbeitnehmerInnen nicht in Gefahr bringt
ArbeitnehmerInnen, die sich bei der Benutzung eines Arbeitsmittels ablösen, müssen festgestellte Unregelmäßigkeiten bei der Ablösung verständlich bekannt geben.
ArbeitnehmerInnen müssen für die Benutzung des Arbeitsmittels sicheren Zugang zu allen hierfür erforderlichen Stellen haben. An diesen Stellen muss ein gefahrloser Aufenthalt möglich sein.
In diesem Zusammenhang ist es wesentlich, dass die ArbeitnehmerInnen durch bewegte Teile des Arbeitsmittels selbst oder durch bewegte Teile anderer Arbeitsmittel in ihrer Umgebung nicht gefährdet werden.Soweit nicht bereits in der Betriebsanleitung entsprechende Mindestabstände zwischen beweglichen Bauteilen von Arbeitsmitteln und festen oder beweglichen Bauteilen in ihrer Umgebung vorgesehen sind, können Sicherheitsabstände entsprechend ÖNORM EN 349 herangezogen werden:
Arbeitsunfälle mit Maschinen
Arbeitsunfälle mit Leitern - Eine Schwerpunktaktion der Arbeitsinspektion