Source: http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=22.09.1983&Aktenzeichen=VII%20ZR%2047/83
Timestamp: 2013-05-22 18:49:17
Document Index: 368501294

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung BGH, 22.09.1983 - VII ZR 47/83 Zuviel�berweisung durch Notar� 812 BGB, Anweisung, Fehler im Deckungsverh�ltnis, Direktkondiktion, � 822 BGB analog
Unmittelbarer Bereicherungsanspruch des Angewiesenen gegen den die Leistung unentgeltlich erhaltenden Zuwendungsempf�nger bei fehlerhaftem Deckungsverh�ltnis
BGHZ 88, 232
NJW 1984, 483
ZIP 1983, 1340
MDR 1984, 137
WM 1983, 1240
JR 1984, 149
Wird zitiert von ... (25) BGH, 24.04.2001 - VI ZR 36/00 Bereicherungsrecht - Leistungsbeziehung auch bei T�uschung des Anweisenden?Nach dem bereicherungsrechtlichen Leistungsbegriff bewirkt der Angewiesene, der von ihm getroffenen, allseits richtig verstandenen Zweckbestimmung entsprechend, mit seiner Zuwendung an den Anweisungsempf�nger zun�chst eine eigene Leistung an den Anweisenden und zugleich eine Leistung des Anweisenden an den Anweisungsempf�nger (vgl. BGHZ 40, 272, 276; 61, 289, 291; 66, 362, 363; 66, 372, 374; 67, 75, 77; 87, 393, 395; 88, 232, 234; 102, 152, 157; BGH, Urteil vom 25. September 1986 - VII ZR 349/85 - NJW 1987, 185, 186; Urteil vom 20. Juni 1990 - XII ZR 98/89 - NJW 1990, 3194, 3195; Senatsurteil vom 31. Mai 1994 - VI ZR 12/94 - NJW 1994, 2357 m.w.N.; BGH, Urteil vom 16. Juli 1999 - V ZR 56/98 - NJW 1999, 2890, 2891; sowie Urteil vom 20. M�rz 2001 - XI ZR 157/00 - zur Ver�ffentlichung in BGHZ vorgesehen).Eine weitere Ausnahme von dem unter a) erw�hnten Grundsatz wird in entsprechender Anwendung des � 822 BGB dann angenommen, wenn es im Deckungsverh�ltnis an einem Rechtsgrund fehlt, im Valutaverh�ltnis die Leistung unentgeltlich bewirkt ist und die Verpflichtung des Anweisenden zur Herausgabe des Erlangten - aus Rechtsgr�nden (vgl. BGH, Urteil vom 3. Dezember 1998 - III ZR 288/96 - NJW 1999, 1026) - ausgeschlossen ist (vgl. BGHZ 88, 232, 237).Die sachliche Rechtfertigung f�r diese Ausnahme liegt darin, da� der Empf�nger einer unentgeltlichen Leistung nach dem in den �� 816, 822 BGB zum Ausdruck kommenden Rechtsgedanken auch dann eine schw�chere Position einnimmt, wenn ein Rechtsgrund f�r seinen Erwerb bestanden hat; die typische Schw�che des unentgeltlichen Erwerbs rechtfertigt seine Herausgabeverpflichtung (vgl. BGHZ 88, 232, 236 f. m.w.N.).
BGH, 05.11.2002 - XI ZR 381/01 Kreditrecht - "Scheinanweisung": Zahlender hat NichtleistungskondiktionNach dem bereicherungsrechtlichen Leistungsbegriff bewirkt der Angewiesene, der von ihm getroffenen, allseits richtig verstandenen Zweckbestimmung entsprechend, mit seiner Zuwendung an den Anweisungsempf�nger zun�chst eine eigene Leistung an den Anweisenden und zugleich eine Leistung des Anweisenden an den Anweisungsempf�nger (st.Rspr., siehe BGHZ 40, 272, 276; 61, 289, 291; 66, 362, 363; 66, 372, 374; 67, 75, 77; 87, 393, 395; 88, 232, 234; 102, 152, 157; 147, 145, 149 ff.; 147, 269, 273).
BGH, 29.04.2008 - XI ZR 371/07 Bankrecht - Irrt�mliche Zuviel�berweisung an gutgl�ubigen Zahlungsempf�ngerNach dem bereicherungsrechtlichen Leistungsbe-griff bewirkt der Angewiesene, der von ihm getroffenen, allseits richtig verstandenen Zweckbestimmung entsprechend, mit seiner Zuwendung an den Anweisungsempf�nger zun�chst eine eigene Leistung an den Anweisenden und zugleich eine Leistung des Anweisenden an den Anweisungsempf�nger (st.Rspr., BGHZ 61, 289, 291; 66, 362, 363; 66, 372, 374; 67, 75, 77; 87, 393, 395; 88, 232, 234; 89, 376, 378; 111, 382, 385; 147, 269, 273 m.w.Nachw.).Ein unmittelbarer Bereicherungsanspruch der Bank gegen den Zuwendungsempf�nger kommt in diesen F�llen allerdings in Betracht, wenn dem Zuwendungsempf�nger der Widerruf bekannt ist, weil er dann wei�, dass es an einer Leistung seines Vertragspartners fehlt (BGHZ 66, 372, 375 f., 377; 67, 75, 79 f.; 87, 393, 398; 88, 232, 236; BGH, Urteil vom 25. September 1985 - VII ZR 349/85, WM 1986, 1381, 1382).
BGH, 20.06.1990 - XII ZR 98/89 Bereicherungsausgleich bei wegen Gesch�ftsunf�higkeit nichtiger AnweisungAndererseits hat der Bundesgerichtshof in F�llen, in denen der Anweisungsempf�nger bei Empfang der Zahlung das Fehlen einer wirksamen Anweisung oder den Widerruf der Anweisung kannte, einen unmittelbaren Bereicherungsanspruch des Angewiesenen gegen den Anweisungsempf�nger bejaht (BGHZ 66, 362; 66, 372; 67, 75; 87, 393; 88, 232, 235; vgl. auch BGH NJW 1987, 185).Ma�gebend f�r diese Rechtsprechung war, da� sich in derartigen F�llen die Zahlung des Angewiesenen aus der Sicht des Zahlungsempf�ngers nicht als Leistung des Anweisenden darstellte (BGHZ 88, 232, 236).
BGH, 25.09.1986 - VII ZR 349/85 Provision des Modekontors - � 812 BGB, Dreiecksverh�ltnis, fehlende …Weist dagegen das Valutaverh�ltnis zwischen dem Anweisenden und dem Anweisungsempf�nger Fehler auf, ist der Ausgleich der Bereicherung in diesem Verh�ltnis abzuwickeln (Senat BGHZ 40, 272, 277; 61, 289, 291; 66, 362, 363; 87, 393, 395; 88, 232, 234 f; 89, 376, 378; Senat NJW 1984, 2205 ).Andererseits hat der Senat in F�llen, in denen der Anweisungsempf�nger bei Empfang der Zahlung das Fehlen einer wirksamen Anweisung oder den Widerruf der Anweisung gekannt hat, einen unmittelbaren Bereicherungsanspruch des Angewiesenen gegen den Anweisungsempf�nger bejaht (vgl. BGHZ 66, 362; 66, 372; 67, 75; 87, 393, 396; 88, 232, 235 f).Ma�gebend f�r diese Rechtsprechung war, da� sich in derartigen F�llen die Zahlung des Angewiesenen aus der Sicht des Zahlungsempf�ngers nicht als Leistung des Anweisenden darstellt (BGHZ 88, 232, 236).Wie die Rechtslage ist, wenn von vornherein eine wirksame Anweisung an die zahlende Bank fehlt und der Zahlungsempf�nger davon keine Kenntnis hat, kann nach wie vor offen bleiben (vgl. Senat BGHZ 61, 289, 292; 88, 232, 236, 89, 376, 380; Senat NJW 1984, 2205, 2206).
BGH, 04.02.1999 - III ZR 56/98 Haftung des Beschenkten gegen�ber dem EntreichertenDer Bundesgerichtshof hat sich in BGHZ 88, 232, 236 der Auffassung angeschlossen, da� bei einem mangelhaften Deckungsverh�ltnis der Angewiesene in entsprechender Anwendung des � 822 BGB dann gegen den Leistungsempf�nger vorgehen kann, wenn der Anweisende im Valutaverh�ltnis die Leistung dem Empf�nger unentgeltlich zuwendet.
BGH, 19.01.1984 - VII ZR 110/83 Widerrufener Dauerauftrag - � 812 BGB, Dreiecksverh�ltnis, Fehler im …Weist dagegen das Valutaverh�ltnis zwischen dem Anweisenden und dem Anweisungsempf�nger Fehler auf, ist der Ausgleich der Bereicherung in diesem Verh�ltnis abzuwickeln (vgl. Senatsurteile BGHZ 40, 272, 277; 61, 289, 291; 66, 362, 363; 87, 393, 395; Senatsurteil vom 22. September 1983 - VII ZR 47/83 = WM 1983, 1240, zum Abdruck in BGHZ bestimmt).Es kommt stets auf die Besonderheiten des Einzelfalls an, die f�r die sachgerechte bereicherungsrechtliche Abwicklung derartiger Vorg�nge zu beachten sind (BGHZ 50, 227, 229; 58, 184, 187; 61, 289, 292; 66, 362, 364; 66, 372, 374; 67, 75, 77; 72, 246, 250/251; 87, 393, 396; Urteil vom 22. September 1983 - VII ZR 47/83).Schlie�lich hat es der Senat offen gelassen, wie die Rechtslage ist, wenn von vornherein eine wirksame Anweisung fehlt (BGHZ 61, 289, 292; Urteil vom 22. September 1983 - VII ZR 47/83).
BGH, 03.05.1984 - VII ZR 166/83 R�ckabwicklung der unver�nderten Ausf�hrung eines ge�nderten DauerauftragsWeist dagegen das Valutaverh�ltnis zwischen dem Anweisenden und dem Anweisungsempf�nger Fehler auf, ist der Ausgleich der Bereicherung in diesem Verh�ltnis abzuwickeln (vgl. Senatsurteile BGHZ 40, 272, 277; 61, 289, 291; 66, 362, 363; 87, 393, 395; 88, 232, 234 f; Senatsurteil vom 19. Januar 1984 - VII ZR 110/83 = WM 1984, 423, zum Abdruck in BGHZ bestimmt).Es kommt stets auf die Besonderheiten des Einzelfalls an, die f�r die sachgerechte bereicherungsrechtliche Abwicklung derartiger Vorg�nge zu beachten sind (BGHZ 50, 227, 229; 58, 184, 187; 61, 289, 292; 66, 362, 364; 66, 372, 374; 67, 75, 77; 72, 246, 250/251; 87, 393, 396; 88, 232, 235; BGH WM 1984, 423).Andererseits hat der Senat in F�llen, in denen der Anweisungsempf�nger bei Empfang der Zahlung das Fehlen einer wirksamen Anweisung oder den Widerruf der Anweisung gekannt hat, einen unmittelbaren Bereicherungsanspruch des Angewiesenen gegen den Anweisungsempf�nger bejaht (vgl. BGHZ 66, 362; 66, 372; 67, 75; 87, 393, 396; 88, 232, 235/236).Da sich der Ehemann der Beklagten die fehlerhafte �berweisung der Bank aufgrund besonderer, in seinem eigenen Verhalten liegender Umst�nde als Leistung an die Beklagte zurechnen lassen mu�, kann nach wie vor offen bleiben, wie die Rechtslage ist, wenn von vornherein eine wirksame Anweisung fehlt und der Zahlungsempf�nger davon keine Kenntnis hat (vgl. BGHZ 61, 289, 292; 88, 232, 236).
BGH, 01.06.2010 - XI ZR 389/09 Scheingesellschaft b�rgerlichen Rechts und doppelte BankanweisungenEin unmittelbarer Bereicherungsanspruch der Bank gegen den Zuwendungsempf�nger kommt in diesen F�llen allerdings in Betracht, wenn dem Zuwendungsempf�nger der Widerruf oder die Zuviel�berweisung bekannt ist, weil er dann wei�, dass es an einer Leistung seines Vertragspartners fehlt (BGHZ 66, 372, 375 ff.; 67, 75, 79 f.; 87, 393, 398; 88, 232, 235 f.; 176, 234, Tz. 22 ff.).
BGH, 15.12.1994 - IX ZR 252/93 Rechte der Bank im Insolvenzverfahren ihrs KundenEntscheidend sei, welchen Zweck die Beteiligten nach ihrem zum Ausdruck gekommenen Willen verfolgt h�tten (BGHZ 36, 231, 234; 50, 227, 229; 88, 232, 235; 105, 365, 368 f; 111, 382, 385).
OLG K�ln, 31.05.1996 - 2 U 18/96 R�ckabwicklung eines gef�lschten �berweisungsauftrags
OLG Stuttgart, 29.09.1998 - 12 U 66/98 Bereicherungsanspruch bei vorzeitiger Auszahlung vom Notaranderkonto
BGH, 28.07.2005 - III ZR 403/04 Bereicherungsrechtliche R�ckabwicklung von Auszahlungen eines Notars von einem …
OLG D�sseldorf, 26.02.2008 - 24 U 126/07 Ausgleichspflicht des Rechtsanwalts bei weisungswidriger �berweisung der …
BGH, 29.05.1984 - IX ZR 86/82 Registerschutz und Bereicherung
BGH, 15.05.1990 - VI ZR 162/89 BGB � 812 Abs. 1 S. 1 1.Alt., � 817 S. 2
KG, 03.03.1998 - 17 U 9025/97 R�ckforderungsrecht des Notars bei Auszahlungsfehler
OLG D�sseldorf, 09.05.2003 - 16 U 69/02 Zum bereicherungsrechtlichen R�ckzahlungsanspruch bei Leistung auf nicht …
OLG Dresden, 27.08.1998 - 7 U 1648/98 Bereicherungsanspruch der Bank bei Falschbuchung eines Schecks
OLG K�ln, 31.05.2000 - 11 U 216/99 Wohnungseigentum - R�ckerlangung irrt�mlich doppelt gezahlter Nebenkosten
OLG D�sseldorf, 20.08.2001 - 1 U 199/00 Bereicherungsrechtliche R�ckabwicklung von Zahlungen des Drittschuldners an den …
OLG M�nchen, 11.11.1987 - 7 U 2259/87 BGB � 818 Abs. 3
KG, 14.07.1998 - 1 W 1984/98 Keine Notarbeschwerde nach Beendigung der Hinterlegung
AG D�sseldorf, 29.10.1984 - 47 C 449/84 Was ist dejure.org?