Source: https://recht.sachsen.de/vorschrift/1307
Timestamp: 2020-02-27 20:50:04
Document Index: 217279028

Matched Legal Cases: ['§ 15', '§ 8', '§ 4', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 1', '§ 6', '§ 1', '§ 2', '§ 4']

REVOSax Landesrecht Sachsen - IfSGMeldeVO
03.07.2002 - 15.12.2011
16.12.2011 - 15.12.2012
Vollzitat: Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz über die Erweiterung der Meldepflicht für übertragbare Krankheiten und Krankheitserreger nach dem Infektionsschutzgesetz vom 3. Juni 2002 (SächsGVBl. S. 187), die zuletzt durch die Verordnung vom 9. November 2012 (SächsGVBl. S. 698) geändert worden ist
über die Erweiterung der Meldepflicht für übertragbare Krankheiten und Krankheitserreger nach dem Infektionsschutzgesetz
(IfSGMeldeVO)1
Rechtsbereinigt mit Stand vom 16. Dezember 2012
Auf Grund von § 15 Abs. 1 und 3 des Gesetzes zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen (Infektionsschutzgesetz – IfSG) vom 20. Juli 2000 (BGBl. I S. 1045), das zuletzt durch Artikel 2a des Gesetzes vom 5. November 2001 (BGBl. I S. 2960, 2969) geändert worden ist, in Verbindung mit § 8 der Verordnung der Sächsischen Staatsregierung zur Regelung von Zuständigkeiten nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSGZuVO) vom 19. März 2002 (SächsGVBl. S. 114) wird verordnet:
Ausdehnung der Meldepflicht
auf andere übertragbare Krankheiten
Cytomegalie,
Rötelnembryopathie,
Varizellenerkrankung einschließlich des kongenitalen Varizellensyndroms,
Enteritis infectiosa spezifiziert nach Erregern gemäß § 4 Abs. 1,
Gasbrand/Gasödem,
Weil'sche Krankheit,
übrige Formen,
Meningitis/Enzephalitis, invasive Erkrankungen durch Pneumokokken
andere bakterielle Meningitiden nach Erreger, einschließlich weiterer invasiver Pneumokokken-Erkrankungen,
Virus-Meningoenzephalitiden nach Erreger,
Ornithose,
Rückfallfieber,
Shigellenruhr,
Tularämie und
(2) Über § 6 Abs. 1 Satz 1 IfSG hinaus ist dem zuständigen Gesundheitsamt namentlich zu melden der Tod infolge jeder in § 6 IfSG und in Absatz 1 nicht genannten Infektionskrankheit, ausgenommen AIDS.
(3) Über § 6 Abs.1 Satz 1 IfSG hinaus ist dem zuständigen Gesundheitsamt namentlich zu melden jeder Ausscheider von:
Campylobacter species,
Escherichia coli, ausschließlich darmpathogene Stämme, das heißt enteropathogene, enterotoxische, enteroinvasive, enterohämorrhagische, enteroaggregierende und diffusadhärente Stämme,
toxinbildenden Corynebacterium-diphtheriae-Stämmen,
Vibrio cholerae und
Yersinia enterocolitica.2
auf andere Krankheitserreger
(1) Über § 7 Abs. 1 Satz 1 IfSG hinaus ist bei folgenden Krankheitserregern, soweit nicht anders bestimmt, der direkte oder indirekte Nachweis dem zuständigen Gesundheitsamt namentlich zu melden, wenn die Nachweise auf eine akute Infektion hinweisen:
(2) Über § 7 Abs. 1 Satz 1 IfSG hinaus ist bei folgenden Krankheitserregern, soweit nicht anders bestimmt, der direkte oder indirekte Nachweis dem zuständigen Gesundheitsamt nichtnamentlich zu melden, soweit die Nachweise auf eine akute Infektion hinweisen:
Neisseria gonorrhoeae; Meldepflicht nur für den direkten Nachweis.3
für Krankheitserreger
(1) Über § 7 Abs. 1 Satz 1 IfSG hinaus ist bei folgenden Krankheitserregern der direkte oder indirekte Nachweis dem zuständigen Gesundheitsamt namentlich zu melden:
Adenoviren; Meldepflicht bei akuter Infektion für Nachweise aus allen Körpermaterialien,
Hepatitis-B-Virus; Meldepflicht bei chronischer Infektion oder Carrierstatus und
Hepatitis-C-Virus; Meldepflicht bei chronischer Infektion oder Carrierstatus.
(2) Über § 7 Abs. 3 Satz 1 IfSG hinaus ist bei folgenden Krankheitserregern, soweit nicht anders bestimmt, der direkte oder indirekte Nachweis dem zuständigen Gesundheitsamt namentlich zu melden, soweit die Nachweise auf eine akute oder konnatale Infektion hinweisen:
Echinococcus species,
Plasmodium species; Meldepflicht nur für den direkten Nachweis,
(3) Über § 7 Abs. 3 Satz 1 IfSG hinaus ist bei folgendem Krankheitserreger „Treponema pallidum“ der direkte oder indirekte Nachweis dem zuständigen Gesundheitsamt nichtnamentlich zu melden, wenn der Nachweis auf eine akute Infektion hinweist.
Spezifizierung der Meldepflicht für übertragbare Krankheiten
(1) Die nach § 1 Abs. 1 Nr. 5 meldepflichtige Enteritis infectiosa ist erregerspezifisch zu melden, und zwar spezifiziert nach:
Cryptosporidien,
Coronaviren,
Yersinia enterocolitica und
übrige Formen einschließlich mikrobiell bedingter Lebensmittelvergiftungen, wie Erkrankungen durch unspezifische bakterielle Erreger, zum Beispiel durch Clostridium perfringens, Bacillus cereus, Citrobacter, Proteus; Erkrankungen durch Stoffwechselprodukte wie mikrobielle Toxine, zum Beispiel Staphylokokken-Enterotoxin.
(2) Die nach § 6 Abs. 1 IfSG meldepflichtige akute Virushepatitis ist erregerspezifisch zu melden, und zwar differenziert nach:
Virushepatitis A,
Virushepatitis B einschließlich Carrier,
Virushepatitis C einschließlich Carrier,
Virushepatitis D,
Virushepatitis E und
übrigen Formen.4
2Gleichzeitig tritt die Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales, Gesundheit und Familie über die Erweiterung der Meldepflicht für übertragbare Krankheiten nach dem Bundes-Seuchengesetz (SeuchMeldeVO) vom 11. November 1995 (SächsGVBl. S. 372) außer Kraft.
Überschrift geändert durch Verordnung vom 30. September 2011 (SächsGVBl. S. 629)
§ 1 geändert durch Verordnung vom 30. September 2011 (SächsGVBl. S. 629)
§ 2 geändert durch Verordnung vom 30. September 2011 (SächsGVBl. S. 629) und durch Verordnung vom 9. November 2012 (SächsGVBl. S. 698)
§ 4 geändert durch Verordnung vom 30. September 2011 (SächsGVBl. S. 629)
SächsGVBl. 2002 Nr. 9, S. 187
Fsn-Nr.: 250-6/2
Quelle: REVOSax http://recht.sachsen.de/vorschrift/1307 Stand vom 27.02.2020