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Timestamp: 2018-10-15 21:37:03
Document Index: 256711559

Matched Legal Cases: ['Art 9', 'Art 9', '§ 3', 'Art 10', 'Art 7', 'Art 8', 'Art 2', 'Art 3', 'Art 4', 'Art 6', 'Art 6', 'Art 8', 'Art 66', 'Art 7', 'Art 8', 'Art 10', 'Art 17', 'Art 82', 'Art 44', 'Art 10', 'Art 11', 'Art 12', 'Art 15', 'Art 10', 'Art 11', 'Art 11', 'Art 12', 'Art 12', 'Art 12', 'Art 15', 'Art 12', 'Art 15', 'Art 15', 'Art 15', 'Art 11', 'Art 13', 'Art 14', 'Art 14', 'Art 14', 'Art 14', 'Art 17', 'Art 138', 'Art 140', 'Art 10', 'Art 102']

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Abgesegnet: Nun wählen Jugendliche mit 16
Veröffentlicht von:Kyler Geisser Geändert vor über 4 Jahren
Präsentation zum Thema: "Abgesegnet: Nun wählen Jugendliche mit 16"— Präsentation transkript:
1 Abgesegnet: Nun wählen Jugendliche mit 16
Aus der Presse ( ): Abgesegnet: Nun wählen Jugendliche mit 16 Der Ministerrat hat das Wahlrechts-Paket beschlossen. Das aktive Wahlalter ist nun bei 16, das passive bleibt bei 18 Jahren. (…)
2 3. Übungseinheit Staatszielbestimmungen (Stolzlechner S. 75)
Bundesstaatlichkeitsprinzip (Stolzlechner S. 113 ff)
3 I. Staatszielbestimmungen
B-VG: Spielregelverfassung Ausnahmen: Grundrechte – Staatszielbestimmungen Staatszielbestimmungen: Verfassungsbestimmungen mit programmatischen Inhalt – Organe der Gebietskörperschaften müssen Ziele anstreben bzw berücksichtigen. Ähnlich den Grundrechten. ABER: keine subjektiven Rechte!
4 Beispiele: Dauernde Neutralität (BVG, Nichtteilnahme an Kriegen, Vorwirkungen) Umfassende Landesverteidigung (Art 9a B-VG) Verbot nazistischer Tätigkeit (Art 9 StV von Wien, § 3 Verbotsgesetz) Umfassender Umweltschutz (BVG) Rundfunk als öffentliche Aufgabe (Unabhängigkeitsgarantie, BVG Rundfunk, Art 10 EMRK) Gleichbehandlung von Behinderten und Gleichstellung von Mann und Frau (Art 7 B-VG) Schutz und Förderung autochthoner Volksgruppen (Art 8 Abs 2 B-VG)
5 II. Bundesstaatlichkeitsprinzip
Historisch gewachsen (Monarchie) Oberstaat – Gliedstaat (können zugewiesene Kompetenzen autonom ausüben, prinzipielle rechtliche Parität) Kein Prinzip „Bundesrecht bricht Landesrecht“! – lex posterior – endgültige Entscheidung durch VfGH
6 Staatsgebiet Art 2 B-VG: Bundesstaat
Art 3 Abs 2 B-VG: Grenzen der Länder Art 4 B-VG: einheitliches Währungs-, Wirtschafts- und Zollgebiet
7 Staatsbürgerschaft Art 6 B-VG: Einheitliche Staatsbürgerschaft
Landesbürgerschaft: kein selbständiger staatsbürgerschaftlicher Gehalt, umschreibt den Personenkreis, der an der politischen Willensbildung eines Landes mitwirken kann Voraussetzung für die Geltendmachung von Grundrechten (zB Art 6 StGG) oder für bestimmte Pflichten Unionsbürger: Gleichstellung mit Staatsbürgern
8 Staatssprache Art 8 B-VG: deutsche Sprache
Ausnahmen für sprachliche Minderheiten Verpflichtung: Art 66 Abs 4 StV St Germain, Art 7 StV von Wien
9 Staatssymbole Art 8a B-VG Strafrechtlicher Schutz
10 Kompetenzverteilung Kern der Bundesstaatsverfassung
Art 10 bis 15 B-VG; weiters: Art 17, 21, 82, 115 Abs 2 B-VG + andere BVG und Verfassungs-bestimmungen Grundsatz der strikten Kompetenztrennung (gilt für Gesetzgebung/Verwaltung, Gerichtsbarkeit Art 82 B-VG) – keine konkurrierenden Kompetenzen! Kompetenz-Kompetenz: Bund Schutz der Landeskompetenzen: Art 44 Abs 2 B-VG
11 Taxative Enumeration mit Generalklausel Kompetenztypen:
Gesetzgebung und Vollziehung Bundessache (Art 10 B-VG) Gesetzgebung Bundessache, Vollziehung Landessache (Art 11 B-VG) Grundsatzgesetzgebung Bundessache, Ausführungsgesetzgebung und Vollziehung Landessache (Art 12 B-VG) Gesetzgebung und Vollziehung Landessache (Art 15 B-VG)
12 Gesetzgebung und Vollziehung Bundessache (Art 10 B-VG)
„zentralistischer Gehalt“ der Verfassung z.B.: Abschluss von Staatsverträgen, Zivilrechtswesen, Strafrechtswesen, Forstwesen, Wasserrecht, Arbeitsrecht…
13 Gesetzgebung Bundessache, Vollziehung Landessache (Art 11 B-VG)
Vollziehung mit Ausnahme der Erlassung von DurchführungsVO (Art 11 Abs 3 B-VG) z.B.: Staatsbürgerschaft, Straßenpolizei, UVP…
14 Grundsatzgesetzgebung Bundessache, Ausführungsgesetzgebung/Vollziehung Landessache (Art 12 B-VG)
z.B.: Armenwesen, Sozialhilfewesen, Elektrizitätswesen… Bund darf nur Grundsätze, keine Einzelheiten regeln Grundsatzgesetze sind niemals unmittelbar anwendbar („keine Durchgriffswirkung“) – richten sich ausschließlich an den Landesgesetzgeber Art 12 Abs 4 B-VG: Bezeichnungspflicht Ausnahmsweise: konkurrierende Kompetenz, wenn Bund von seiner Kompetenz keinen Gebrauch macht.
15 Fortsetzung Art 12 B-VG Fristsetzung bei der Erlassung von Grundsatzgesetzen: Art 15 Abs 6 B-VG Obligatorisch: Bei Neuerlassung eines Grundsatzgesetzes, fakultativ bei Novellierung Frist darf ohne Zustimmung des BR nicht kürzer als 6 Monate und nicht länger als ein Jahr sein.
16 Fortsetzung Art 12 B-VG Fallkonstellationen bei Verstreichen der Frist
Erstmalige Erlassung Land bisher Bereich frei geregelt – Invalidation Land Bereich bisher nicht geregelt – Devolution Novellierung (unter Fristsetzung) bisher kein Landesausführungsgesetz: Devolution Keine Anpassung des Ausführungsgesetzes: Invalidation Änderung des Grundsatzgesetzes ohne Frist Invalidation nicht entsprechender Landesausführungsgesetze Keine Devolution Auslegungsregeln (Ausführungsgesetz darf nicht Grundsatzgesetz widersprechen oder seine rechtlichen Wirkungen beschränken oder ändern – Im Zweifelsfall Vermutung für die Freiheit des Landesgesetzgebers)
17 Gesetzgebung und Vollziehung Landessache
Art 15 B-VG: Generalklausel zugunsten der Länder z.B.: Baurecht, Grundverkehrsrecht, Naturschutz, Jagdrecht Art 15 Abs 9 B-VG: „Lex Starzynski“ – Straf- und zivilrechtliche Normen müssen „unerlässlich“ sein
18 Sonderfälle der allgemeinen Kompetenzverteilung
Paktierte Gesetzgebung: Bund und Länder erlassen gleich lautende Gesetze (z.B.: Art 15 Abs 4 B-VG) Querschnittsmaterien: umfassende Sachmaterien, die nicht einem Kompetenztatbestand zugewiesen werden können („Weder-Noch-Materie“, z.B.: Umweltschutz, Raumordnung, Umfassende Landesverteidigung, Katastrophenbekämpfung) Annexmaterien: bestimmte Angelegenheit ist vom Kompetenztatbestand der Hauptmaterie mit umfasst („Adhäsionsprinzip“) – Verwaltungsverfahren, Verwaltungspolizei, Enteignungen, Verwaltungsstrafsanktionen, Raumordnungsmaßnahmen Bedarfskompetenzen: Art 11 Abs 2 B-VG – Bund darf Verwaltungsverfahren, Verwaltungsstrafrecht, Verwaltungsstrafverfahren und Vollstreckung auch in Angelegenheiten regeln, die in die Gesetzgebung der Länder fallen (Bedürfnis einheitlicher Regelung!).
19 Besondere Kompetenzverteilung: Abgabenwesen
(Art 13 B-VG, F-VG) - Kostentragungsgrundsatz (jede GK trägt eigene Kosten) - Abgabenhoheit (wer hebt welche Abgaben ein) - Ertragshoheit (wer erhält den Ertrag einer Abgabe) Abgaben = primäre Geldleistungen an Gebietskörperschaft zur Deckung des Finanzbedarfs (Einhebung: Hoheitsakt) → Steuern, Gebühren und Beiträge ►gemeinschaftliche Abgaben ►Zuschlagsabgaben und ►Abgaben von demselben Besteuerungsgegenstand - Konkrete Abgaben: FAG 2005 (Kompetenz-Kompetenz des einfachen Bundesgesetzgebers)
20 Besondere Kompetenzverteilung: Schulwesen (Art 14 und 14a B-VG)
Schulen = Einrichtungen, die dem Lernenden nicht nur bestimmte Kenntnisse und Fähigkeiten vermitteln, sondern darüber hinaus auch pädagogische und erzieherische Ziele verfolgen Art 14 B-VG: Schulwesen, mit Ausnahme des land- und forstwirtschaftlichen Schulwesens: Generalklausel zu Gunsten des Bundes Art 14a B-VG: - land- und forstwirtschaftliches Schulwesen: Generalklausel zu Gunsten der Länder
21 Besondere Kompetenzverteilung:
Vergabewesen (Art 14b B-VG) Gesetzgebung Bundessache Vollziehung: geteilt, je nach Auftraggeber Besondere Kompetenzverteilung: Privatwirtschaftsverwaltung (Art 17 B-VG) Kompetenzneutralität zB Auftragsvergabe, die Vergabe von Subventionen, Führung von Unternehmen der öffentlichen Hand
22 Interpretationsgrundsätze
Strukturprinzip der strikten Kompetenztrennung iS der Exklusivität Ausschluss konkurrierender Gesetzgebung (Ausnahmen: Grundsatzgesetzgebung, Bedarfsgesetzgebung, Devolution, Lex Starzynski) Spannungsverhältnis zwischen Abstraktheit der Kompetenzbegriffe und der Konkretheit der zugeordneten Staatsaufgabe
23 Interpretationsgrundsätze Fortsetzung
Ansatzpunkt: Wortlaut Versteinerungstheorie Zeitpunkt des Inkrafttretens der Kompetenzvorschrift Objektiv-historische Interpretation Intrasystematische Fortentwicklung Achtung: Nur auf geschriebene Kompetenztatbestände anwendbar! Gesichtspunktetheorie Berücksichtigungsprinzip Föderalistische Auslegungsmaxime
24 Kompetenzkonflikte Präventiv (Art 138 Abs 2 B-VG) Repressiv (Art 140 B-VG)
25 Bundesrat s später zur „Demokratie“
26 Mittelbare Bundesverwaltung
Landesbehörden werden im Bereich des Art 10 B-VG funktionell als Bundesbehörden tätig Art 102 B-VG: mittelbare BVw ist die Regel
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