Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=GRUR%202000,%2043
Timestamp: 2019-10-19 23:47:44
Document Index: 202349235

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 24', '§ 101', '§ 24', '§ 24', '§ 23']

OLG Köln, 05.03.1999 - 6 U 189/97 - dejure.org
OLG Köln, 05.03.1999 - 6 U 189/97
https://dejure.org/1999,3725
OLG Köln, 05.03.1999 - 6 U 189/97 (https://dejure.org/1999,3725)
OLG Köln, Entscheidung vom 05.03.1999 - 6 U 189/97 (https://dejure.org/1999,3725)
OLG Köln, Entscheidung vom 05. März 1999 - 6 U 189/97 (https://dejure.org/1999,3725)
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URHG §§ 2, 23, 24, 97, 98, 101A; KLAMMERPOSE
Klammerpose
Urheberschutz für eine Fotografie; Vollständige Beweispflichtigkeit des Urhebers eines später veröffentlichten Werkes für das Vorliegen einer Doppelschöpfung; Nachweis einer Doppelschöpfung durch Beweis einer fehlenden Kenntnis des älteren Werkes durch den Schöpfer des ...
UrhG § 24 § 101a
LG Köln, 23.07.1997 - 28 O 457/96
OLG Köln, 21.10.2002 - 6 U 189/97
GRUR 2000, 43
Denkbar ist vielmehr auch, daß die in einem Lichtbildwerk verkörperte schöpferische Leistung dadurch übernommen wird, daß das fotografierte Objekt nachgestellt und erneut fotografiert wird (vgl. OLG Köln GRUR 2000, 43; ferner OLG Hamburg NJW 1996, 1153, 1154).
Andererseits sind Abweichungen im Detail, die den Gesamteindruck unberührt lassen, nicht geeignet, den für § 24 UrhG notwendigen Abstand zu schaffen (Senat, GRUR 2000, 43, 44 - Klammerpose;… LG Köln, Urt. v. 12.12.2013 - 14 O 613/12 - juris Tz. 97 - Die rote Couch).
Andererseits sind Abweichungen im Detail, die den Gesamteindruck unberührt lassen, nicht geeignet, den für § 24 UrhG notwendigen Abstand zu schaffen (OLG Köln, GRUR 2000, 43, 44 - Klammerpose).
Der Urheber der später veröffentlichten Werke trägt indes für das Vorliegen einer Doppelschöpfung die volle Beweislast, es sei denn, eine - möglicherweise in das Unterbewußte abgetauchte - Kenntnis von einem älteren Werk ist auszuschließen (OLG Köln, GRUR 2000, 43, 44 - Klammerpose).
Hierfür ist eine gewisse Andersartigkeit gegenüber dem Bestehenden zu verlangen, wobei derjenige, der sich hierauf beruft, konkret darzulegen hat, dass und weshalb er dieses Werk nicht gekannt hat (OLG Köln, ZUM-RD 1999, 223 ff - Klammerpose).
Eine rechtsverletzende Übernahme eines Motivs kommt in erster Linie dann in Betracht, wenn der Fotograf das Motiv selbst in einer urheberrechtlichen Schutz begründenden besonderen Weise arrangiert hat und dieses Arrangement mit seinen prägenden schutzbegründenden Gestaltungselementen nachgestellt worden ist mit der Folge, das der künstlerische Gehalt des nachgemachten Fotos mit dem der Vorlage übereinstimmt (vgl. OLG Köln, GRUR 2000, 43, 44 - Klammerpose; LG Düsseldorf, Urteil vom 08.03.2006 zum Az. 12 O 34/05, BeckRS 2007, 11237 - TV-MAN).
Wird bei dem Nachstellen einer bereits vorhandenen Fotografie die in der Vorlage verkörperte schöpferische Leistung übernommen, handelt es sich um eine Vervielfältigung in Form der Bearbeitung, die gemäß § 23 UrhG der Einwilligung des Urhebers des bearbeiteten Werkes bedarf (vgl. OLG Köln, GRUR 2000, 43 - Klammerpose).
Eine rechtsverletzende Übernahme eines Motivs kommt in erster Linie dann in Betracht, wenn der Fotograf das Motiv selbst in einer urheberrechtlichen Schutz begründenden besonderen Weise arrangiert hat und dieses Arrangement mit seinen prägenden schutzbegründenden Gestaltungselementen nachgestellt worden ist mit der Folge, das der künstlerische Gehalt des nachgemachten Fotos mit dem der Vorlage übereinstimmt (vgl. OLG Köln, GRUR 2000, 43, 44 [OLG Köln 05.03.1999 - 6 U 189/97] - Klammerpose; LG Düsseldorf, Urteil vom 08.03.2006 zum Az. 12 O 34/05 , BeckRS 2007, 11237 - TV-MAN).