Source: https://www.frag-einen-anwalt.de/Beitragsnachzahlung-fuer-die-gesetzliche-Rentenversicherung--f177990.html
Timestamp: 2019-08-20 01:57:46
Document Index: 198210658

Matched Legal Cases: ['§ 5', '§ 8', '§ 2', '§ 165', '§ 165', '§ 6']

www.frag-einen-anwalt.deSozialrechtSGBBeitragsnachzahlung für die gesetzliche Re...
09.03.2012 16:04 |
Ich bin selbständiger Handwerker. Derzeit ruht meine Rentenversicherungspflicht aufgrund meiner geringfügigen Tätigkeit unter 4800,- Euro Jahresgewinn vor 2009.
Die Kindererziehungszeit von unserem 2. Kind (Geb. 02/2011) soll jetzt der Versicherungszeit angerechnet werden.
Das erste Kind wurde voll angerechnet. Dadurch sind die 216 Pflichtmonate erreicht.
Der Gewinn lt. Steuererklärung 2010 für die noch kein Bescheid vorliegt, sowie der voraussichtliche zukünftige
Gewinn 2011 und 2012 werden 4800,- Euro übersteigen.
Bis 2009 wurde immer fristgerecht eingereicht und wahrheitsgemäße Angaben gemacht.
Ich will aus der Rentenversicherung austreten, eine Nachzahlung von Beiträgen würde mich in die Insolvenz treiben.
Die verlängerte Frist zur Abgabe der Steuererklärung läuft jetzt demnächst aus.
1. Kann die Rentenversicherungspflicht beendet werden obwohl sie derzeit ruht wg. der geringfügigen Tätigkeit,
oder ist ein vorheriges Aufleben notwendig?
2. Wenn die Rentenversicherungspflicht wieder auflebt, ab welchem Monat beginnt die Beitragspflichtige Zeit?
a) ab Steuerbescheid (also jetzt demnächst) oder
b) rückwirkend für das Veranlagungsjahr?
SGB SGB rückwirkend Tätigkeit
Diese Antwort ist vom 09.03.2012 und möglicherweise veraltet. Stellen Sie jetzt Ihre aktuelle Frage und bekommen Sie eine rechtsverbindliche Antwort von einem Rechtsanwalt.
Solange Sie nur eine geringfügige selbständige Tätigkeit ausgeübt haben, waren Sie versicherungsfrei nach § 5 Abs. 2 SGB VI (in Verbindung mit § 8 Abs. 3 SGB IV). Sobald Sie nicht mehr nur eine geringfügige selbständige Tätigkeit ausüben, tritt Versicherungspflicht ein, § 2 Nr. 8 SGB VI, unabhängig davon, wann der Steuerbescheid ergeht.
Für die Folgejahre gelten dann aber Änderungen erst ab Vorlage der weiteren Steuerbescheide (§ 165 Abs. 1 SGB VI).
Bei selbständig Tätigen ist nach § 165 Abs 1 Satz 1 Nr 1 SGB VI der Regelbeitrag zu zahlen, wenn nicht das niedrigere Arbeitseinkommen nachgewiesen wird. Wird also kein Einkommensnachweis vorgelegt, wäre der Regelbeitrag zu zahlen.
Eine Befreiung von der Versicherungspflicht setzt die Versicherungspflicht voraus. Sie muss also bestehen. Die Befreiung wirkt ab Vorliegen der Voraussetzungen, wenn der Antrag innerhalb von drei Monaten danach gestellt wird; bei späterer Antragstellung mit Eingang des Antrags beim Träger der Rentenversicherung, § 6 Abs. 4 SGB VI.
Definition Einkünfte aus selbst. Tätigkeit für Rentenversicherung
gesetzliche Unfallversicherung - frühpensionierter Polizeibeamter