Source: https://www.immobilien-tuscher.de/immobilienmakler-ebersberg-grafing-muenchen-ost/faq/
Timestamp: 2020-08-05 17:11:12
Document Index: 113917380

Matched Legal Cases: ['§ 558', '§ 558', '§ 558', 'BGH', '§ 2', '§ 652']

Was ist eine Ortsübliche Vergleichsmiete?
Die ortsübliche Vergleichsmiete wird nach der Definition des § 558 Abs. 2 BGB aus den üblichen Entgelten gebildet, die in der betreffenden oder einer vergleichbaren Gemeinde für Wohnungen vergleichbarer Art, Größe, Ausstattung, Beschaffenheit und Lage einschließlich der energetischen Ausstattung und Beschaffenheit in den letzten vier Jahren vereinbart worden sind.
Nach § 558 a Abs. 2 BGB darf der Vermieter zur Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete folgende Mittel verwenden:
Mietspielgel bzw. qualifizierter Mietspiegel, Gutachten eines öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen, die Entgelte von drei vergleichbaren Wohnungen oder Auskunft aus einer Mietdatenbank.
Was bedeuted die Mietpreisbremse?
Die Mietpreisbremse ist ein zeitlich und örtlich begrenztes Mittel zur Begegnung des Mietanstiegs für Wohnraummietverträge. Gelten soll sie nach dem Muster der sog. Kappungsgrenzenverordnung nach § 558 Abs. 3 BGB nur in Gebieten, in denen ein angespannter Wohnungsmarkt besteht.
Die Mietpreisbremse gilt nur für Mietverhältnisse die nach Inkrafttreten am 1. Juni 2015 abgeschlossen wurden. Sie gilt nicht für alle Neubauten und umfassend modernisierten Wohnraum.
Die Regelungen zur Mietpreisbremse sehen vor, dass bei der Wiedervermietung von Bestandswohnungen die zulässige Miete höchstens auf das Niveau der ortsüblichen Vergleichsmiete zuzüglich 10 Prozent angehoben werden darf.
Warum möchte der Makler den Erhalt der Widerrufsbelehrung bestätigt bekommen?
Der Makler ist vom Gesetzgeber verpflichtet, jeden Immobilieninteressenten aber auch Verkäufer und Vermieter über ihr Widerrufsrecht zu belehren. Auch wenn der Interessent sich erst einmal unverbindlich informieren will, schließt er bereits einen Maklervertrag, wenn er die Leistung des Maklers (Information, Exposé, Besichtigung, etc.) in Anspruch nehmen will und über die Provisionspflicht bei Abschluss eines Miet- oder Kaufvertrags informiert wurde (siehe BGH, Urt. V. 3.5.12 – III 62/11).
Wichtig: Diese Belehrungspflicht des Maklers gilt nur dann, wenn der Kunde (Interessent, Verkäufer, Vermieter) einen Vertrag mit dem Makler im Fernabsatz (z.B. Internet) abgeschlossen hat. Kommt der Kunde zum Makler in das Büro, muss nicht belehrt werden!
Hinweis: Möchte der Makler eine Einverständniserklärung zur Widerrufsbelehrung, bevor er für Sie tätig wird, dann gehen Sie damit keine gesonderte Vereinbarung ein. Besichtigungen etc. werden – wie bisher – nicht abgerechnet. Wenn Sie sich also die Immobilie ansehen wollen, dann ist dies weiterhin unverbindlich und kostenlos.
Warum fordert der Makler den Personalausweis?
Der Makler ist nach dem Geldwäschegesetzt (GwG) verpflichtet die Identität eines jeden Kunden festzustellen. Die Verpflichtung haben Immobilienmakler vor dem mündlich oder schriftlich abgeschlossenen Maklervertrag zu erfüllen. Außerdem muss der Immobilienmakler überprüfen, ob der Kunde im eigenen wirtschaftlichen Interesse oder für einen Dritten handelt.
Wer bezahlt den Makler bei der Vermittlung von Wohnraum?
Seit in Krafttreten des neuen Wohnraumvermittlungsgesetz am 01. Juni 2015 bezahlt immer der Auftraggeber des Maklers die anfallende Maklerprovision. In aller Regel ist dies der Vermieter. Es gilt das sogenannte Bestellerprinzip.
Ein Mieter muss in Zukunft einen Makler nur noch dann bezahlen, wenn er ihn schriftlich aufgefordert hat, explizit für ihn eine Wohnung zu suchen und er diese Wohnung dann auch mietet. Wobei aus Sicht des Maklers nur unter sehr engen Voraussetzungen eine Provision des Wohnungssuchenden verlangt werden kann (siehe § 2 Abs. 1a WoVermRG)!
Wann bin ich als Maklerkunde provisionspflichtig?
Wenn der Makler vier Tatbestandsmerkmale, nämlich das Zustandekommen eines Maklervertrages (Provisionszusage für den Erfolgsfall), eine Nachweis –und-/oder Vermittlungstätigkeit, den Abschluss eines rechtswirksamen Hauptvertrages und den Ursachenzusammenhang zwischen Maklertätigkeit und Erfolg darlegen und beweisen kann.
Grundlage für den Provisionsanspruch ist dabei § 652 Abs. 1 Satz 1 BGB.
Wie entsteht eigentlich ein Maklervertrag?
Der Maklervertrag kommt mit der Anforderung des Exposés durch den Maklerkunde in Kenntnis unserer Provisionserwartung zustande.
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