Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=3%20StR%20126/81
Timestamp: 2019-11-20 04:27:09
Document Index: 308227158

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 212', '§ 46', '§ 212', 'BGH', '§ 46', 'BGH', '§ 212', 'BGH', 'BGH', '§ 46', 'BGH', '§ 46', '§ 46', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 46', '§ 46', 'BGH', '§ 212', 'BGH', 'BGH']

BGH, 13.05.1981 - 3 StR 126/81 - dejure.org
BGH, 13.05.1981 - 3 StR 126/81
https://dejure.org/1981,1531
BGH, 13.05.1981 - 3 StR 126/81 (https://dejure.org/1981,1531)
BGH, Entscheidung vom 13.05.1981 - 3 StR 126/81 (https://dejure.org/1981,1531)
BGH, Entscheidung vom 13. Mai 1981 - 3 StR 126/81 (https://dejure.org/1981,1531)
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Zum Strafverschärfungsgrund des "unmittelbaren" Vorsatzes beim Totschlag
Strafschärfungsgrund - Absicht des Täters - Tod des Opfers
StGB § 212 Abs. 1, § 46
NJW 1981, 2204
MDR 1981, 683
NStZ 1981, 435 (Ls.)
Dabei hat er - auch hierin der Rechtsprechung des 3. und 4. Strafsenats folgend (vgl. Beschluss vom 13. Mai 1981 - 3 StR 126/81, NJW 1981, 2204) folgend - die Anerkennung einer strafzumessungsrelevanten Schuldabstufung innerhalb des direkten Vorsatzes und eine Schuldabstufung zwischen Absicht und Wissentlichkeit abgelehnt.
"Beim vorsätzlichen Tötungsdelikt kann die Feststellung von Tötungsabsicht zu Lasten des Angeklagten strafschärfend berücksichtigt werden.' Hieran sieht sich der 2. Strafsenat gehindert durch Rechtsprechung der anderen Strafsenate, darunter auch Entscheidungen des Senats (tragend: Beschlüsse vom 13. Mai 1981 - 3 StR 126/81, NJW 1981, 2204; vom 15. November 1983 - 3 StR 447/83, Ez StGB § 212 Nr. 7;… vom 29. August 1984 - 3 StR 353/84, juris Rn. 2;… vom 17. September 1990 - 3 StR 313/90, BGHR StGB § 46 Abs. 3 Tötungsvorsatz 4;… nichttragend: Urteil vom 25. Oktober 1989 - 3 StR 180/89, BGHR StGB § 212 Abs. 1 Strafzumessung 1;… Beschlüsse vom 5. Oktober 1977 - 3 StR 369/77, juris Rn. 6;… vom 8. Februar 1978 - 3 StR 425/77, juris Rn. 3).
Dem lässt sich nicht entgegenhalten, dass das außertatbestandliche Ziel des "nur' wissentlich Tötenden ebenso verwerflich wie das tatbestandliche Ziel des absichtlich Tötenden sein kann (so aber Senat, Beschluss vom 13. Mai 1981 - 3 StR 126/81, NJW 1981, 2204).
Sie bedürfen stets einer Würdigung im Zusammenhang mit den Vorstellungen und Zielen des Täters (vgl. BGH…, Urteil vom 11. Februar 1992 - 1 StR 708/91, BGHR StGB § 46 Abs. 3 Tötungsvorsatz 5;… Beschluss vom 17. September 1990 - 3 StR 313/90, BGHR StGB § 46 Abs. 3 Tötungsvorsatz 4; Beschluss vom 15. Februar 1984 - 4 StR 51/84; Beschluss vom 13. Mai 1981 - 3 StR 126/81, NJW 1981, 2204;… Theune in: Leipziger Kommentar z. StGB, 12. Aufl., § 46 Rn. 102;… Bruns, Das Recht der Strafzumessung, 2. Aufl., S. 214).
Bei Tatmehrheit kann nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs die Aufhebung eines Einzelstrafausspruchs zur Aufhebung weiterer, für sich genommen rechtsfehlerfreier Strafaussprüche führen, wenn nicht auszuschließen ist, daß diese durch den Rechtsfehler im Ergebnis beeinflußt sind (BGH NJW 1979, 378; 1981, 2204, 2206 [BGH 13.05.1981 - 3 StR 126/81]; StV 1984, 204).
BGH, 28.03.2001 - 3 StR 463/00
Berechnung der Tilgungsfrist nach dem BZRG; Aspekte der Strafzumessung
Eine Strafmilderung allein deshalb, weil der Angeklagte nicht mit direktem, sondern nur mit bedingtem Tötungsvorsatz gehandelt hat, mußte das Landgericht nicht vornehmen, da die Vorsatzform nur im Zusammenhang mit den Vorstellungen und Zielen des Täters eine taugliche Beurteilungsgrundlage bildet und eine bedingt vorsätzliche Tötung aus nichtigem Anlaß schwerer wiegen kann, als eine mit direktem Vorsatz verübte Tat (vgl. BGH NJW 1981, 2204;… Gribbohm in LK 11. Aufl. § 46 Rdn. 86;… Lackner/Kühl, StGB 23. Aufl. § 46 Rdn. 33).
BGH, 15.11.1983 - 3 StR 447/83
Regelfall - Tötung - Direkter Vorsatz - Strafe - Mittlere Bereich - Strafrahmen - …
Auch läßt sich nicht allgemein sagen, daß sie eine unbedingt vorsätzliche Tötung schon deswegen vom Durchschnitt der mit direktem Vorsatz begangenen Verbrechen nach § 212 StGB abhebt, weil sie - wie im vorliegenden Fall (vgl. UA S. 17, 29) - zugleich ein vom Täter erstrebtes Ziel seines Handelns ist (vgl. dazu BGH NStZ 1982, 115/116; BGH NJW 1981, 2204).