Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW-RR%202013,%20304
Timestamp: 2019-12-15 00:47:45
Document Index: 287268198

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 12.09.2012 - XII ZB 528/11 - dejure.org
https://dejure.org/2012,28717
BGH, 12.09.2012 - XII ZB 528/11 (https://dejure.org/2012,28717)
BGH, Entscheidung vom 12.09.2012 - XII ZB 528/11 (https://dejure.org/2012,28717)
BGH, Entscheidung vom 12. September 2012 - XII ZB 528/11 (https://dejure.org/2012,28717)
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Wiedereinsetzung in den vorigen Stand: Pflichtenumfang des Rechtsanwalts bei der Fristen- und Ausgangskontrolle
Anforderungen an die Pflicht eines Rechtsanwaltes zur gesonderten Überprüfung der weisungsgemäßen Erstellung, Vorlage und Absendung eines fristgebundenen Schriftsatzes durch qualifizierte Mitarbeiter
Fristensachen: Keine allgemeine Überwachungspflicht bei Weisungen
Fristgebundene Schriftsätze: Wann muss die Versendung gesondert überprüft werden? (IBR 2013, 119)
LG Osnabrück, 21.03.2011 - 1 O 2521/10
OLG Oldenburg, 04.08.2011 - 13 U 47/11
NJW-RR 2013, 304
MDR 2012, 1317
FamRZ 2012, 1865
DB 2012, 2747
AnwBl Online 2012, 313
Nur wenn insoweit eindeutige Anweisungen an das Büropersonal ergangen und klare Zuständigkeiten festgelegt sind sowie eine mindestens stichprobenartige Kontrolle des Personals erfolgt, darf der Anwalt darauf vertrauen, dass das zuständige Büropersonal die ihm übertragene Aufgabe des Fristenwesens ordnungsgemäß erfüllt (BGH, Beschlüsse vom 12. September 2012 - XII ZB 528/11, NJW-RR 2013, 304 Rn. 10; vom 5. Februar 2003 - VIII ZB 115/02, NJW 2003, 1815 unter II 3 a).
Entgegen der Auffassung der Rechtsbeschwerde hat sich das Berufungsgericht mit seiner Auffassung auch nicht in Widerspruch zum Beschluss des Bundesgerichtshofs vom 12. September 2012 gesetzt (XII ZB 528/11, NJW-RR 2013, 304).
Zwar darf ein für eine Partei handelnder Rechtsanwalt in einem von ihm geführten Verfahren die Berechnung der Fristen, die Führung des Fristenkalenders oder sonstiger Fristenvermerke oder -tafeln, einschließlich der bei Rechtsmittelbegründungsfristen regelmäßig vorzusehenden Vorfrist, seinem gut ausgebildeten und sorgfältig überwachten Büropersonal überlassen (…BGHZ a.a.O. [Tz. 4] - Wiedereinsetzung V ; NJW-RR 2013, 304 [Tz. 10]; B. v. 15.09.2014 - II ZB 12/13 [Tz. 11]).
Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn im Zusammenhang mit der Einhaltung der Fristen ein Fehler seiner Angestellten offenbar wird, ein Versäumnis der beauftragten Mitarbeiterin zum Greifen ist (BGH NJW-RR 2013, 304 [Tz. 11]).
Für die Beschwerdefrist ist ihm das schon ab der Zustellung des Beschlusses möglich und zumutbar, weil die Beschwerdefrist - wie ausgeführt - mit der schriftlichen Bekanntgabe des Beschlusses beginnt (vgl. BGH FamRZ 2012, 106; BGH, Beschluss vom 12. September 2012 - XII ZB 528/11 -, juris).