Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=ZIP%202012,%20369
Timestamp: 2019-10-17 19:28:58
Document Index: 275320616

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 705', '§ 736', '§ 812', '§ 736', '§ 128', '§ 160', '§ 736', '§ 705', '§ 128', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 133', '§ 133', '§ 133', '§ 133', '§ 160', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 550', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 17.01.2012 - II ZR 197/10 - dejure.org
https://dejure.org/2012,517
BGH, 17.01.2012 - II ZR 197/10 (https://dejure.org/2012,517)
BGH, Entscheidung vom 17.01.2012 - II ZR 197/10 (https://dejure.org/2012,517)
BGH, Entscheidung vom 17. Januar 2012 - II ZR 197/10 (https://dejure.org/2012,517)
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§ 705 BGB, § 736 Abs 2 BGB, § 812 Abs 1 BGB
BGB-Gesellschaft: Bereicherungshaftung des ausgeschiedenen Gesellschafters für spätere Doppelzahlungen
Zur Rechtsscheinhaftung eines ausgeschiedenen Gesellschafters für Verbindlichkeiten der GbR
Nachhaftung; Scheingesellschafter; überzahlte Zahlung auf Schuld gegenüber GbR und ausgeschiedenem Gesellschafter; Doppelzahlung
Keine Haftung des Gesellschafters, der nach dem Abschluss des die Zahlungspflicht begründenden Vertrages, aber vor der versehentlichen Doppelzahlung aus der Gesellschaft ausgeschieden ist, für die Bereicherungsschuld der Gesellschaft; zur Haftung des aus einer ...
Haftung eines ausgeschiedenen GbR-Gesellschafters für Verbindlichkeiten der Gesellschaft
BGB § 736; HGB § 128; HGB § 160
Versehentliche Doppelzahlung an GbR und Haftung der Gesellschafter
BGB-Gesellschaft, GbR, Gesellschafter, Gesellschafterhaftung, Gesellschaftsrecht, Haftung, Personengesellschaft, Scheingesellschafter
Haftung eines "Scheingesellschafters"
Haftung eines ausgeschiedenen GbR- Gesellschafters
Haftung eines GbR-Gesellschafters
Haftungsgefahr - auch nach dem Ausscheiden aus einer GbR weiterhin Haftung möglich! // Haftung für Verbindlichkeiten einer GbR nach dem Ausscheiden aus der Gesellschaft
BGB § 736 Abs. 2, § 705; HGB §§ 128, 160
Haftung eines ausgeschiedenen (Schein-)Gesellschafters bei irrtümlicher Doppelzahlung
Bereicherungsrechtlicher Anspruch gg. ausgeschieden GbR-Gesellschafter
Kurznachricht zu "Die Nachhaftung des ausgeschiedenen Personengesellschafters für Altverbindlichkeiten - Zugleich Nachlese zu BGH v. 17.1.2012 - II ZR 197/10, ZIP 2012, 369" von AR a.Z. Dr. Cäcilie Lüneborg, original erschienen in: ZIP 2012, 2229 - 2238.
LG Erfurt, 16.06.2009 - 8 O 1196/08
OLG Jena, 05.10.2010 - 5 U 600/09
ZIP 2012, 369
MDR 2012, 292
NZM 2012, 205
WM 2012, 323
DB 2012, 397
NZG 2012, 221
Personen können als Scheingesellschafter nach Rechtsscheingrundsätzen haften, wenn sie in zurechenbarer Weise den Rechtsschein einer existierenden Gesellschaft bürgerlichen Rechts und ihrer Zugehörigkeit zu dieser Gesellschaft gesetzt haben oder gegen den durch einen anderen gesetzten Rechtsschein nicht pflichtgemäß vorgegangen sind und der Dritte sich bei seinem geschäftlichen Verhalten auf den Rechtsschein verlassen hat (vgl. BGH, Urteil vom 11. März 1955 - I ZR 82/53, BGHZ 17, 13, 19; Urteil vom 24. Januar 1978 - VI ZR 264/76, BGHZ 70, 247, 249; Urteil vom 24. Januar 1991 - IX ZR 121/90, NJW 1991, 1225 f.; Urteil vom 8. Juli 1999 - IX ZR 338/97, NJW 1999, 3040, 3041; Urteil vom 29. Januar 2001 - II ZR 331/00, BGHZ 146, 341, 359;… Urteil vom 1. Juni 2010 - XI ZR 389/09, NJW 2011, 66 Rn. 23; Urteil vom 17. Januar 2012 - II ZR 197/10, ZIP 2012, 369 Rn. 19).
Solche Verbindlichkeiten sind im Sinne von § 133 Abs. 1 UmwG begründet, auch wenn die weiteren Voraussetzungen ihres Entstehens erst nach dem Wirksamwerden der Ausgliederung erfüllt werden (…vgl. BAGE 145, 163 Rn. 23;… BAG, NZA 2015, 106 Rn. 48;… Maier-Reimer/Seulen in Semler/Stengel, UmwG, 3. Aufl., § 133 Rn. 21;… Hörtnagl in Schmitt/Hörtnagl/Stratz, aaO, § 133 UmwG Rn. 11;… Simon in KK-UmwG, aaO, § 133 Rn. 23; vgl. zur entsprechenden Problematik bei § 160 HGB: BGH, Urteil vom 17. Januar 2012 - II ZR 197/10, NZG 2012, 221 Rn. 14;… BAGE 110, 372, 375, juris Rn. 17; BGH…, Urteil vom 29. April 2002 - II ZR 330/00, BGHZ 150, 373, 376, juris Rn. 13; BGH…, Urteil vom 27. September 1999 - II ZR 356/98, BGHZ 142, 324, 329, juris Rn. 15).
"Begründet" ist eine Verbindlichkeit nicht erst dann, wenn der Anspruch des Gläubigers entstanden oder gar fällig ist; maßgeblich ist vielmehr, wann der Rechtsgrund für die Verbindlichkeit gelegt wurde (BGH, U.v. 17.1.2012 - II ZR 197/19 - MDR 2012, 292 m.w.N.).
§ 550 BGB dient, hat allein aus der Vertragsurkunde heraus keine Möglichkeit, sich über Umfang und Inhalt der auf ihn übergehenden Rechte und Pflichten zuverlässig zu unterrichten (hierzu BGH NZM 2012, 205).
Ein potentieller Grundstückserwerber habe allein aus der Vertragsurkunde auch nicht die Möglichkeit, sich über Umfang und Inhalt der auf ihn übergehenden Rechte und Pflichten zuverlässig zu unterrichten (BGH, NZM 2012, 205).
Bei Forderungen gegen die Gesellschaft auf Rückzahlung eines gekündigten Darlehens ist maßgeblich damit der Zeitpunkt der Darlehensgewährung (vgl. BGH, Urt. vom 17.01.2012, Az. II ZR 197/10, Rn. 14, juris).
Altverbindlichkeiten sind alle Verbindlichkeiten, deren Rechtsgrundlage bis zum Ausscheiden gelegt war; auf den Zeitpunkt der (möglicherweise erst später liegenden) Fälligkeit kommt es hingegen nicht an (BGH, Urteil vom 17.01.2012, Az. II ZR 197/10, Rn. 14, zitiert nach Juris).
"Begründet" ist eine Verbindlichkeit nicht erst dann, wenn der Anspruch des Gläubigers entstanden oder gar fällig ist; maßgeblich ist vielmehr, wann der Rechtsgrund für die Verbindlichkeit gelegt wurde (BayVGH, B. v. 2.5.2013 - 4 ZB 12.1393 - juris; BGH, U. v. 17.1.2012 - II ZR 197/19 - MDR 2012, 292 m. w. N.).