Source: http://michaelbertling.de/beamtenrecht/gesetze/hmblvofeuerwehr.htm
Timestamp: 2017-10-20 06:53:41
Document Index: 130461919

Matched Legal Cases: ['§ 25', '§ 11', '§ 8', '§ 8', '§ 5', '§ 30', '§ 2', '§ 31', '§ 37', '§ 1', '§ 2', '§ 1', '§ 9', '§ 2', '§ 16', '§ 2', '§ 1', '§ 2', '§ 4', '§ 5', '§ 7', '§ 8', '§ 9', '§ 16']

Laufbahnverordnung Feuerwehr Hamburg
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Hamburgische Laufbahnverordnung für die Feuerwehr
Ab 2012 hat die Hansestadt Hamburg eine neue Laufbahnverordnung für die Feuerwehr.
Laufbahnverordnungen werden von der juristischen Praxis oft zu Unrecht vernachlässigt. Auch der einzelne Beamte interessiert sich meist wenig für die Laufbahnverordnung.
Aber Sie finden hier wichtige Regularien für viele markante Stationen Ihres beruflichen Lebens (Einstieg, Beförderung, Aufstieg ...).
Verordnung über die Laufbahnen sowie die Ausbildung und Prüfung in der Fachrichtung Feuerwehr (HmbLAPO-Fw)
Vom 08. 11.11 (HmbGVBl. 2011, S. 479)
Abschnitt 1 Allgemeine Vorschriften, Befähigungserwerb, Berufliche Entwicklung
Abschnitt 2 Vorbereitungsdienst für das zweite Einstiegsamt der Laufbahngruppe 1
Abschnitt 3 Vorbereitungsdienst für das erste Einstiegsamt der Laufbahngruppe 2
Abschnitt 4 Vorbereitungsdienst für das zweite Einstiegsamt der Laufbahngruppe 2
Abschnitt 5 Ausnahmen, Übergangs- und Schlussvorschriften
Auf Grund der §§ 25 und 26 des Hamburgischen Beamtengesetzes vom 15.12.09 (HmbGVBl. S. 405), zuletzt geändert am 11.05.10 (HmbGVBl. S. 346, 348), wird verordnet:
Für die Laufbahnen der Fachrichtung Feuerwehr gelten folgende, von der Verordnung über die Laufbahnen der hamburgischen Beamtinnen und Beamten (HmbLVO) vom 22.12.09 (HmbGVBl. S. 511) in der geltenden Fassung abweichende oder sie ergänzende, Vorschriften.
1. nach dem Ergebnis eines Eignungsfeststellungsverfahrens für die Verwendung in der Laufbahn geistig und körperlich geeignet sowie für den Feuerwehrdienst gesundheitlich voll tauglich ist,
2. die Fahrerlaubnis Klasse B besitzt,
3. das deutsche Schwimmabzeichen in Silber oder eine vergleichbare Qualifikation nachweist.
1. Vorbereitungsdienst für den Zugang zum zweiten Einstiegsamt der Laufbahngruppe 1 in der Fachrichtung Feuerwehr,
2. Vorbereitungsdienst für den Zugang zum ersten Einstiegsamt der Laufbahngruppe 2 in der Fachrichtung Feuerwehr,
3. Vorbereitungsdienst für den Zugang zum zweiten Einstiegsamt der Laufbahngruppe 2 in der Fachrichtung Feuerwehr.
1. für die Ämter ab dem zweiten Einstiegsamt der Laufbahngruppe 1 eine abgeschlossene, für den Einsatzbereich feuerwehrtechnischer Aufgaben geeignete Berufsausbildung, soweit diese nach Art und Umfang den Ausbildungsinhalten des Vorbereitungsdienstes nach den §§ 11 bis 14 vergleichbar ist,
2. für die Ämter ab dem ersten Einstiegsamt der Laufbahngruppe 2 den erfolgreichen Abschluss des Bachelor Studiengangs Hazard Control an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg und den erfolgreichen Abschluss einer Zugführerausbildung der Feuerwehr Hamburg.
(2) Innerhalb der Laufbahngruppe 1 findet die Auswahl für die Übertragung von Beförderungsämtern grundsätzlich jährlich in ranglistenbasierten Beförderungsauswahlverfahren statt. Der Zugang zum Auswahlverfahren setzt hinreichend beurteilte dienstliche Leistungen und das für die Wahrnehmung der Aufgaben im jeweils nächsthöheren Statusamt erforderliche Potential sowie den Nachweis der für das jeweilige Beförderungsamt erforderlichen fachlichen Anforderungen und eine regelmäßige Mindestzeit von vier Jahren seit der letzten Beförderung oder Ernennung im bisherigen Statusamt (Mindestverweilzeit) voraus. Das Nähere zum Auswahlverfahren, insbesondere zu den Voraussetzungen des Satzes 2 sowie zu möglichen leistungs- oder nachteilsausgleichsbezogenen Ausnahmen, regelt die zuständige Behörde. Sie entscheidet auch über die Anerkennung externer Qualifikationsnachweise.
1. höchstens 50 Jahre alt sind,
2. nach ihrer Persönlichkeit, ihren Fähigkeiten und ihren bisherigen Leistungen für die Wahrnehmung der Aufgaben ab dem zweiten Einstiegsamt geeignet erscheinen,
3. sich in einer Dienstzeit in der Laufbahngruppe 2 von mindestens sechs Jahren bewährt haben.
(1) Für die Zulassung von Beamtinnen und Beamten der Laufbahn Feuerwehr in der Laufbahngruppe 1 zum Aufstieg in die Laufbahngruppe 2 gilt § 8 Absatz 1 HmbLVO mit der Maßgabe, dass die Beamtin oder der Beamte abweichend von § 8 Absatz 1 Satz 1 Nummer 3 HmbLVO das 45. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. § 5 Absatz 3 Sätze 2 bis 4 und Absatz 4 Satz 4 findet entsprechende Anwendung.
(3) Abweichend von § 30 Absatz 2 dauert der Aufstiegslehrgang 18 Monate. Er umfasst fachtheoretische und berufspraktische Ausbildungsteile. Diese gliedern sich in zwei Ausbildungsblöcke, die in mehrere Ausbildungsabschnitte unterteilt sind. Die Ausbildungsinhalte sowie die Dauer der einzelnen Ausbildungsabschnitte ergeben sich aus Anlage 2.
1. die Voraussetzungen für die Ernennung zur Beamtin oder zum Beamten und zur Einstellung in einen Vorbereitungsdienst sowie die allgemeinen Einstellungsvoraussetzungen nach § 2 Absatz 1 erfüllt,
2. höchstens 35 Jahre alt ist,
3. in einer für die Verwendung in der Laufbahn geeigneten Fachrichtung die Gesellenprüfung gemäß § 31 der Handwerksordnung in der Fassung vom 24.09.1998 (BGBl. 1998 I S. 3075, 2006 I S. 2095), zuletzt geändert am 11.07.11 (BGBl. I S. 1341, 1342), in der jeweils geltenden Fassung oder eine entsprechende Abschlussprüfung im Sinne des § 37 Absatz 1 des Berufsbildungsgesetzes vom 23.03.05 (BGBl. I S. 931), zuletzt geändert am 5.02.09 (BGBl. I S. 160, 262), in der jeweils geltenden Fassung bestanden hat oder die Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung „Rettungsassistentin“ oder „Rettungsassistent“ nach § 1 des Rettungsassistentengesetzes vom 10. Juli 1989 (BGBl. I S. 1384), zuletzt geändert am 2.12.07 (BGBl. I S. 2686, 2722), in der jeweils geltenden Fassung erworben hat oder einen gleichwertigen beruflichen Bildungsstand nachweist.
(2) Soweit Bewerberinnen und Bewerber mit einer Ausbildung nach Absatz 1 Nummer 3 nicht in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen, können Bewerberinnen und Bewerber berücksichtigt werden, die einen Fachschul- oder Fachoberschulabschluss in einer für die Verwendung in der Laufbahn geeigneten Fachrichtung oder einen entsprechenden Bildungsstand nachweisen.
(3) Die Bewerbung um Einstellung in den Vorbereitungsdienst ist bei der zuständigen Behörde einzureichen. Ihr sind beizufügen
1. ein Lebenslauf,
2. der Nachweis über den Erwerb der erforderlichen Bildungsvoraussetzungen oder, wenn ein entsprechendes Abschlusszeugnis noch nicht erteilt ist, das letzte Zeugnis,
3. Nachweise über die Einstellungsvoraussetzungen nach § 2 Absatz 1 Nummern 2 und 3 sowie den nach Absatz 1 Nummer 3 geforderten beruflichen Bildungsstand,
4. Nachweise über etwaige berufliche Tätigkeiten und Prüfungen.
1. feuerwehrtechnische Grundausbildung,
2. Ausbildung zur Rettungssanitäterin bzw. zum Rettungssanitäter,
3. berufspraktische Ausbildung,
4. abschließende Ausbildung.
15 bis 14 Punkte sehr gut (Note 1):
13 bis 11 Punkte gut (Note 2):
10 bis 8 Punkte befriedigend (Note 3):
7 bis 5 Punkte ausreichend (Note 4):
4 bis 2 Punkte mangelhaft (Note 5):
1 bis 0 Punkte ungenügend (Note 6):
von 14 Punkten bis 15 Punkte = sehr gut,
von 11 Punkten bis 13,99 Punkte = gut,
von 8 Punkten bis 10,99 Punkte = befriedigend,
von 5 Punkten bis 7,99 Punkte = ausreichend,
von 2 Punkten bis 4,99 Punkte = mangelhaft,
von 0 Punkten bis 1,99 Punkte = ungenügend.
(1) Die feuerwehrtechnische Grundausbildung dauert sechs Monate. Die Ausbildungsinhalte ergeben sich aus Anlage 3.
(1) Nach erfolgreichem Abschluss der feuerwehrtechnischen Grundausbildung wird eine dreimonatige Ausbildung zur Rettungssanitäterin bzw. zum Rettungssanitäter nach der Hamburgischen Ausbildungs- und Prüfungsordnung für Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitäter vom 05.02.08 (HmbGVBl. S. 54) durchgeführt. Sie beinhaltet eine theoretische Ausbildung, eine klinische Ausbildung sowie ein Praktikum im Rettungsdienst.
(2) Beamtinnen und Beamte, die bereits die Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung »Rettungsassistentin« oder »Rettungsassistent« nach § 1 des Rettungsassistentengesetzes erworben haben oder die bereits eine Ausbildung nach der in Absatz 1 genannten Hamburgischen Ausbildungs- und Prüfungsordnung für Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitäter oder nach den vom Bund-Länder-Ausschuss „Rettungswesen“ am 20.09.1977 beschlossenen „Grundsätzen zur Ausbildung des Personals im Rettungsdienst“ erfolgreich abgeschlossen haben, können anstelle der klinischen Ausbildung bereits im Anschluss an die theoretische Ausbildung das Praktikum im Rettungsdienst aufnehmen, das sich um die Dauer der klinischen Ausbildung verlängert, sofern nicht der Vorbereitungsdienst gemäß § 9 Absatz 3 entsprechend verkürzt wird.
1. einem Praktikum im Einsatzdienst von dreieinhalb Monaten an einer Feuer- und Rettungswache und
2. einem dreimonatigen Bereitschafts- und Übungsdienst unter der Aufsicht der Feuerwehrakademie.
(1) Die abschließende Ausbildung dauert zweieinhalb Monate. Die Ausbildungsinhalte ergeben sich aus Anlage 4.
1. Feuerwehr- und Katastrophenschutzrecht,
2. Rettungseinsatzlehre,
3. Einsatztaktik Brandbekämpfung,
4. vorbeugender Brandschutz und Bautechnik,
5. Rüsteinsatzlehre,
6. ABC-Gefahrstoff,
7. Feuerwehrführungslehre,
1. die oder der mit der Prüfung der vorhergehenden Ausbildung unmittelbar beauftragte Ausbildungsleiterin bzw. Ausbildungsleiter,
2. eine Beamtin bzw. ein Beamter der Laufbahngruppe 1 der Fachrichtung Feuerwehr,
3. eine Beamtin bzw. ein Beamter der Laufbahngruppe 2 der Fachrichtung Feuerwehr des Instituts für Feuerwehrtechnik,
4. die Leiterin oder der Leiter einer Feuer- und Rettungswache.
1. Einsatztaktik Brandbekämpfung,
2. Rüsteinsatzlehre,
3. ABC-Gefahrstoff
3. ein mit einem Bachelorgrad abgeschlossenes Hochschulstudium in einer für die Verwendung in der Laufbahn geeigneten Fachrichtung oder einen gleichwertigen Abschluss nachweist.
2. der Nachweis über den Erwerb der erforderlichen Bildungsvoraussetzungen,
3. Nachweise über die Einstellungsvoraussetzungen nach § 2 Absatz 1 Nummern 2 und 3 sowie den nach Absatz 1 Nummer 3 geforderten Abschluss,
(2) Der Vorbereitungsdienst dauert zwei Jahre. Er umfasst aufbauend auf dem für die Einstellung zugrunde gelegten Studienabschluss berufsbezogene fachtheoretische und berufspraktische Ausbildungsteile. Diese gliedern sich in zwei Ausbildungsblöcke, die in mehrere Ausbildungsabschnitte unterteilt sind. Die Ausbildungsinhalte sowie die Dauer der einzelnen Ausbildungsabschnitte ergeben sich aus Anlage 5. Nach Maßgabe des Ausbildungsrahmenplans können die Beamtinnen und Beamten im Rahmen der Ausbildung geeigneten Einrichtungen innerhalb oder außerhalb des öffentlichen Dienstes zugewiesen werden.
1. der Ausbildungsabschnitte 1 bis 6 zu 30 v.H. und
2. der Ausbildungsabschnitte 7 bis 9 zu 70 v.H.
(1) Für die am Ende der Ausbildung abzulegende Abschlussprüfung und das Ergebnis der Laufbahnprüfung finden die Vorschriften der §§ 16 bis 18, 20 und 22 bis 28 entsprechende Anwendung, soweit nachfolgend nichts Abweichendes bestimmt ist.
2. eine Beamtin bzw. ein Beamter in der Funktion einer Leiterin bzw. eines Leiters einer Feuer- und Rettungswache,
3. zwei Beamtinnen bzw. Beamte des feuerwehrtechnischen Dienstes der Laufbahngruppe 2, davon in der Regel eine Beamtin bzw. ein Beamter mit Zugang zum ersten Einstiegsamt und eine Beamtin oder ein Beamter mit Zugang zum zweiten Einstiegsamt.
1. Einsatztaktik,
2. Führungslehre,
3. baulicher und betrieblicher Brandschutz,
4. Rechtskunde,
5. Naturwissenschaften,
6. Technologien.
3. ein mit einem Mastergrad oder einem gleichwertigen Abschluss abgeschlossenes Hochschulstudium in einer für die Verwendung in der Laufbahn geeigneten Fachrichtung nachweist.
3. Nachweise über die Einstellungsvoraussetzungen nach § 2 Absatz 1 Nummern 2 und 3 sowie den nach Absatz 1 Nummer 3 geforderten Hochschulabschluss,
(2) Der Vorbereitungsdienst dauert zwei Jahre. Er umfasst aufbauend auf dem für die Einstellung zugrunde gelegten Hochschulstudium fachtheoretische und berufspraktische Ausbildungsteile. Sie gliedern sich in zehn Ausbildungsabschnitte. Die Ausbildungsinhalte sowie die Dauer der einzelnen Ausbildungsabschnitte ergeben sich aus Anlage 1. Nach Maßgabe des Ausbildungsrahmenplans können die Beamtinnen und Beamten im Rahmen der Ausbildung geeigneten Einrichtungen innerhalb oder außerhalb des öffentlichen Dienstes zugewiesen werden. Die Ausbildungsabschnitte fünf bis zehn werden vom Institut der Feuerwehr Nordrhein-Westfalen durchgeführt.
(4) Die zum Ende der Ausbildung abzulegende Laufbahnprüfung der Beamtinnen und Beamten wird vor dem beim Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen gebildeten Prüfungsausschuss nach den Bestimmungen der Verordnung über die Ausbildung und Prüfung für die Laufbahn des höheren feuerwehrtechnischen Dienstes im Lande Nordrhein-Westfalen (VAPhD-Feu) vom 11.03.10 (Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Nordrhein-Westfalen S. 166) abgelegt. Die zuständige Behörde meldet dem Institut der Feuerwehr Nordrhein-Westfalen unverzüglich den Beginn des Vorbereitungsdienstes. Sie meldet die Beamtinnen und Beamten bei dem Institut der Feuerwehr Nordrhein-Westfalen zu den Prüfungen an, und zwar spätestens einen Monat vor den Prüfungsterminen. Mit der Anmeldung ist die Gesamtausbildungsnote mitzuteilen.
(1) Die Verordnung tritt am 1.01.12 in Kraft. Zum selben Zeitpunkt treten die Verordnung über die Laufbahnen der Beamtinnen und Beamten des feuerwehrtechnischen Dienstes in Hamburg vom 19. November 2002 (HmbGVBl. S. 281) sowie die Ausbildungs- und Prüfungsordnung für die Laufbahnen des mittleren und des gehobenen feuerwehrtechnischen Dienstes vom 19. November 2002 (HmbGVBl. S. 284) außer Kraft.
Gegeben in der Versammlung des Senats, Hamburg, den 8. November 2011.
Hamburg Beamtengesetz Besoldungsgesetz Beamtenversorgungsgesetz HmbPersVG - Auszug Hamburg: LVO Hamburg: LVO-Bildung
Hamburg: LVO-Pol (Polizei) Hamburg: LVO-Steuer Nebentätigkeitsverordnung
§ 1 Geltungsbereich § 2 Einstellung § 4 Beurteilungen § 5 Beförderung § 7 Aufstieg § 8 Bewerbung, Auswahl § 9 Vorbereitungsdienst § 16 Laufbahnprüfung