Source: http://web16.fvh-server.de/index.php?id=22
Timestamp: 2019-03-23 12:31:22
Document Index: 172464549

Matched Legal Cases: ['§ 35', '§ 35', '§ 10', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 8', '§ 72']

Hort Curie: Konzeption
1. Vorstellung der Trägers
Der Hort der F.- J.- Curie- Schule befindet sich seit 1.1.2007 in Trägerschaft des Fördervereins „Zukunft für Kinder e.V.“. Der Verein gründete sich am 14. Februar 2001 und ist eine gemeinnützig tätige Körperschaft des öffentlichen Rechtes. Im Jahr 2006 erhielt der Förderverein die Anerkennung als Freier Träger der Jugendhilfe.
Der Auftrag des Hortes besteht darin, Kinder zu erziehen, zu bilden, zu betreuen und zu versorgen. Wir verstehen uns als familienergänzende Einrichtung.
Gesetzliche Grundlagen dafür sind das Sozialgesetzbuch VIII, sowie das Kindertagesstätten Gesetz des Landes Brandenburg.
2.1 Lage des Hortes
Die Grundschule F.- J.- Curie verfügt über zwei Standorte: Große Münzenstraße und Kurstraße.
Die Einrichtung des Hortes befindet sich im Stadtzentrum der Stadt Brandenburg an der Havel, in der Kurstraße 69/ 70 sowie in der Kurstr. 68. In unmittelbarer Nähe des Hortes liegen mehrere Spiel- und Sportplätze sowie Parkanlagen, die vielfältige Möglichkeiten für die pädagogische Arbeit bieten. Weiterhin wird die gute soziokulturelle Infrastruktur (Theater, Museen, Bibliothek) genutzt.
Der Hort ist sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Bus- und Straßenbahnhaltestellen befinden sich nur einige Gehminuten entfernt.
Die Räume des Hortes erstrecken sich über zwei Gebäude und im Haupthaus über mehrere Etagen. Fünf Gruppenräume und das Büro des Hortes befinden sich im 2. Obergeschoss des Schulgebäudes. Im 1. Obergeschoss stehen den Kindern ein Hausaufgabenraum (Doppelnutzung) und ein Gruppenraum zur Verfügung. Kinder mit erhöhtem Förderbedarf gemäß § 35a SGB VIII nutzen hier einen separaten ruhigen Raum für Einzel- oder Gruppenförderung. Im Untergeschoss liegen der Speiseraum, ein Bewegungsraum sowie Wasch- und Sanitärräume. Alle Räume wurden individuell gemeinsam mit den Kindern gestaltet. Sie bieten unterschiedliche Schwerpunkte, zum Beispiel: Bauen, Lesen, Verwandlung und Verkleiden, Kreativecke, Tischkicker, Billardtisch, Tischtennisplatte und natürlich gibt es auch gemütliche Rückzugsmöglichkeiten. Der Bewegungsraum wird nicht nur für sportliche Aktivitäten, sondern auch für Projektarbeit, Theater- und Tanz AG, Entspannung und vieles mehr genutzt. Der Speiseraum kann sowohl für Spiele am Tisch, als auch für die AG,, Kochen und Backen“ in Anspruch genommen werden. Der Schulhof dient als Freigelände. Er wurde denkmalgerecht saniert und mit verschiedenen ansprechenden Spiel- und Bewegungsgeräten ausgestattet.
In der Kurstraße 68 befinden sich in zwei Ladengeschäften ein Kindercafé, gemütliche Sitzecken, ein schönes Aquarium zum Beobachten und natürlich viele verschiedene Spielangebote. So hat jedes Kind im Rahmen der offenen pädagogischen Arbeit die Möglichkeit, die anderen Räume je nach individuellen Interessen zu nutzen.
Der Hort ist ganzjährig von sechs bis 17 Uhr geöffnet.
In den Sommerferien gibt es eine zweiwöchige Schließzeit, die langfristig allen Eltern bekannt gegeben wird. Für diese Schließzeit ist es bei nachgewiesenem Bedarf möglich, einen Ausweichplatz zu beantragen. Die Kinder können dann im Hort „Max und Moritz“ betreut werden.
Eine weitere Schließzeit ist für den Zeitraum zwischen Weihnachten und Jahreswechsel vorgesehen.
2.4 Kapazität
Die Kapazität der Einrichtung umfasst 120 Plätze. Im Hort werden ausschließlich Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen eins bis sechs betreut, welche die F.-J.-Curie-Schule besuchen.
2.5 Mitarbeiter
In der Einrichtung arbeiten staatlich anerkannte Erzieher/Innen mit Zusatzqualifikationen (z.B. Spracherziehung, Heilpädagogik, Montessoripädagogik), eine Unterstufenlehrerin und drei Facherzieherinnen für Integration.
2.6 Verpflegung
Das Mittagessen wird von der Firma „TOP Catering“ geliefert und kann von den Kindern in der Zeit von 11:30 Uhr bis 13:45 Uhr in den beiden (vom Hort ausgestalteten) Essenräumen eingenommen werden. Im „Früh-Hort“ und am Nachmittag haben die Kinder die Möglichkeit, ihr Frühstück bzw. ihre Vespermahlzeit einzunehmen.
3 Pädagogische Arbeit
3.1 Pädagogische Leitziele und Schwerpunkte
Das Leitbild des Trägers „Du bist liebenswert, so wie du bist“ prägt auch die pädagogische Arbeit im Hort.
Unser Hauptziel ist es, die Entwicklung der Kinder durch ein ganzheitliches Bildungs-, Erziehungs-, Betreuungs- und Versorgungsangebot in ihrer Selbständigkeit und Selbstbestimmung zu fördern.
Wir ermöglichen (in Bezugnahme auf die Grundsätze elementarer Bildung) die Entfaltung der körperlichen, geistigen und sprachlichen Fähigkeiten der Kinder und auch ihre Neugier. Nur wer neugierig ist, beschäftigt sich intensiv mit Personen, Sachen und Vorgängen.
Wir wollen ihre seelischen, musischen und schöpferischen Kräfte unterstützen und das gleichberechtigte, partnerschaftliche und soziale Miteinander und Zusammenleben fördern.
Gemeinsam mit den Kindern erarbeiten wir im Hort Werte und Normen.
Eine offene Planung, die sich an den Interessen, Neigungen und Wünschen der Kinder orientiert, wird ständig aktualisiert. Die Kinder sollen das Gefühl haben, dass wir Zeit für sie haben, ihnen zuhören, ihnen vertrauen und ihnen auch etwas zutrauen.
3.2 Grundsätze und methodische Ansätze
3.2.1 Ablauf der Hortarbeit
Die Kinder werden in die Planung und Ausgestaltung des Tagesablaufes im Hort und des pädagogischen Angebots einbezogen.
Für alle Kinder besteht während der Frühbetreuung die Möglichkeit, ihr Frühstück einzunehmen und ruhig in den Tag zu starten. Mit dem Klingelzeichen begeben sich die Kinder in die jeweiligen Klassenräume. Nach dem Schulschluss werden die Kinder der Klassenstufen eins und zwei persönlich von den jeweiligen Bezugserzieher/Innen in Empfang genommen. Dies ermöglicht einen kurzen persönlichen Austausch zwischen Lehrkraft und Erzieher/In. Die Kinder ab der Klassenstufe drei, welche in der Großen Münzenstraße unterrichtet werden, suchen selbständig die Horträume auf und melden sich bei ihren Bezugserzieher/Innen an.
Anschließend nehmen die Kinder ihr Mittagessen zu sich.
Die Erledigung der Hausaufgaben erfolgt unter Beachtung des vorgegebenen Zeitrahmens (vgl. Pkt. 3.2.3).
Im Anschluss haben die Kinder die Wahl zwischen externen (AGs der Schule) und internen Freizeit- und Spielangeboten.
Die Teilnahme an Arbeitsgemeinschaften im Rahmen des Ganztagsangebotes der Schule ermöglichen wir in Absprache mit den Eltern und der Schule.
3.2.2 Offene Arbeit
Im Hort gibt es eine offene Arbeit. Die Kinder können sich in allen Räumen aufhalten, finden hier unterschiedliche Anregungen für ihr Spiel und stets die Begleitung und Unterstützung durch die Erzieher/Innen. Grundvoraussetzung dafür ist das An- und Abmelden beim Bezugserzieher.
Offene Arbeit heißt für uns, offen für die Ideen der Kinder, ihr Fühlen und Denken, Forschen, Erzählen und Erleben sein.
Offene Arbeit bedeutet also Sensibilisierung der Wahrnehmung, konsequente Achtsamkeit, um Veränderungsbedarf aufzuspüren, Neues zu erproben und den Kindern und sich selbst neue Erfahrungen zu ermöglichen.
Die Hausordnung und die Hortregeln setzen hierbei natürlich notwendige Grenzen, sind aber ebenso wie unsere Konzeption ständig zu überprüfen und fortzuschreiben.
Die Kinder haben nach der Erledigung der Hausaufgaben die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Freizeitangeboten zu wählen, zum Beispiel:
Diese Aktivitäten werden in Form von Arbeitsgemeinschaften angeboten.
Freitags besteht die Möglichkeit, Sport- und Spielplätze, sowie das Kindercafé zu besuchen. Für den Schwimmbadbesuch arbeiten wir eng mit dem SV 2000 zusammen.
3.2.3 Hausaufgabenbetreuung
Hort und Schule haben mit Blick auf das zu betreuende Kind ein gemeinsames Ziel: die Förderung, Bildung und Erziehung des Kindes. Dies erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften der Schule und Erzieher/Innen.
Hortarbeit bedeutet aber nicht nur die Erledigung der Hausaufgaben. Daher ist es notwendig und sinnvoll, diese auf einen bestimmten Zeitrahmen zu begrenzen, damit Zeit für Entspannung, Spiel und Aktivitäten bleibt. Der zeitliche Rahmen für die jeweiligen Klassenstufen ist folgendermaßen (durch das Schulgesetz) festgelegt:
Klassenstufe 1: 30 Minuten
Klassenstufe 2: 30 Minuten
Klassenstufe 3: 45 Minuten
Klassenstufe 4: 45 Minuten
Klassenstufe 5: 60 Minuten
Klassenstufe 6: 60 Minuten
Unser Ziel ist es hier, den Kindern eine beratende und kompetente Hausaufgabenbetreuung zu ermöglichen.
3.2.4 Kinder mit erhöhtem Förderbedarf
Unsere pädagogischen Ansätze sind situationsentsprechend, entwicklungs- und ressourcenorientiert. In unserem Hort können auch Kinder mit erhöhtem Förderbedarf gemäß § 35a SGB VIII begleitet werden. Mit den zuständigen Fachkräften des öffentlichen Trägers der Jugendhilfe erfolgt im Einzelfall eine individuelle Zusammenarbeit, die eine optimale Unterstützung des Kindes und der Familie zum Ziel hat. Für die Förderung steht vielfältiges Material zur Verfügung. Die jeweiligen Förderschwerpunkte z.B.: Teilleistungsschwächen, Auffälligkeiten im Sozialverhalten oder in der Wahrnehmung, der Sprache, sowie motorische Einschränkungen werden in einem Förderplan festgelegt. Die Durchführung der Förderung sowie die Ergebnisse werden dokumentiert, ausgewertet und im Einzelfall werden weiterführende Maßnahmen angeregt. Hilfeplangespräche finden mit allen an der Förderung Beteiligten statt.
3.2.5 Gestaltung der Ferien
Eine abwechslungsreiche, interessante und aktive Ferienbetreuung zu gestalten, liegt uns sehr am Herzen. Wir ermöglichen den Kindern mit aktivem Spiel, bei interessanten Angeboten und in einer lockeren Atmosphäre ihre Ferien zu verbringen und im Vorfeld an der Planung aktiv mitzuwirken. Gemeinsam erstellen wir einen Veranstaltungsplan für die jeweiligen Ferien und versuchen, die Wünsche der Kinder umzusetzen.
Der Veranstaltungsplan wird als Elternbrief jedem Ferienkind vor den Ferien ausgehändigt. Die Ganztagesbetreuung in den Ferien nutzen wir ganz bewusst, um uns ein Bild vom einzelnen Kind außerhalb des Schulalltags zu machen. Wünsche, Interessen und Ressourcen werden hier besonders deutlich und fließen auch in unsere Angebote ein.
4.1 Personalauswahl und Qualifikationen
Im Hort arbeiten ausschließlich Fachkräfte nach § 10 Kindertagesstätten Gesetz (KitaG) sowie § 7ff der Kita-Personalverordnung (KitaPersV). des Landes Brandenburg.
Vielfältige Zusatzqualifikationen der Erzieher/Innen, ihre Interessen und Erfahrungen sowie ihr Engagement prägen unsere Angebote.
4.2 Leitungsstruktur und Führungsgrundsätze
Das Team setzt sich zusammen aus einer Leiterin, einer stellvertretenden Leiterin, sowie neun weiteren Pädagogen. Die Leiterin übernimmt in diesem Zusammenhang die pädagogische Gesamtverantwortung für die Einrichtung. Sie beteiligt die Pädagogen und Eltern an der Erstellung und Umsetzung der Konzeption, sorgt für deren Fortschreibung und stimmt sie mit dem Träger der Einrichtung ab.
4.3 Verständnis von Teamarbeit
Teamarbeit bedeutet in unserem Hort offene, kritische und lösungsorientierte Zusammenarbeit, die auf gegenseitiger Akzeptanz sowie Vertrauen basiert.
Um die Bedürfnisse der uns anvertrauten Kinder und deren Familien bestmöglich berücksichtigen zu können, ist es für alle Teammitglieder wichtig, konstruktiv zusammenzuarbeiten.
Deshalb finden täglich Absprachen über aktuelle Informationen und Geschehnisse, regelmäßige Besprechungen im Gruppenteam und wöchentliche Teamsitzungen mit allen pädagogischen Mitarbeiter/Innen statt.
4.4 Kompetenzverteilung im Team
Die persönlichen Ressourcen und Zusatzqualifikationen der einzelnen Mitarbeiter/Innen finden in der alltäglichen Hortarbeit Berücksichtigung.
In einem Organigramm, sind die Aufgaben und Kompetenzen jedes Einzelnen beschrieben. Dieses Organigramm bildet die Grundlage für einen reibungslosen und professionellen Ablauf der pädagogischen Arbeit.
5 Vernetzung und Kooperation
5.1 Elternarbeit
Grundlage und Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit ist eine enge Zusammenarbeit zwischen den Eltern (bzw. Sorgeberechtigten) und den Erzieher/Innen. Nur dann ist ein einheitliches und ein am Kind orientiertes Handeln möglich.
Berechtigte Wünsche und Ansprüche beider Parteien müssen mit dem Ziel diskutiert werden, Lösungen zu finden.
Im Interesse der Kinder pflegen wir einen regelmäßigen Kontakt und Austausch mit den Eltern. Deshalb legen wir großen Wert auf:
kurze Gespräche während der Abholsituation
einen aktiven Kita Ausschuss
gemeinsame Feste und Projekte
Informationsaustausch in Form von Handzetteln und Infobriefen
5.1.1 Kita Ausschuss
Gemäß § 7 Abs. 1 Kita-Gesetz wurde im Hort ein Kindertagesstätten-Ausschuss gebildet. Er besteht zu drei gleichen Teilen aus Mitgliedern, die aus dem Kreis der Beschäftigten, dem Kreis der Eltern und dem Träger gewählt werden.
Nach § 7 Abs. 2 Kita-Gesetz beschließt der Kindertagesstätten-Ausschuss über pädagogische und organisatorische Angelegenheiten der Tagesstätte, insbesondere über die pädagogische Konzeption. Die Geschäftsordnung befindet sich im Anhang.
5.2 Kooperationspartner
Damit Erziehung, Bildung, Betreuung und Versorgung ineinander übergreifen, arbeiten wir eng und situationsbezogen mit verschiedenen Kooperationspartnern (u.a. mit dem SV 2000, diversen Fußballschulen, der Bibliothek und den „Leseomis“) zusammen.
5.2.1 Schule
Die Ganztagsbetreuung wird durch Schule, Hort und weitere Partner in der offenen Form gewährleistet.
Die Schule übernimmt die Betreuung während der regulären Unterrichtszeiten, der Hort betreut vor und nach dem Unterricht. Die Angebote weiterer Träger werden mit eingebunden.
Die Zusammenarbeit zwischen Schule und Hort wird im Kooperationsvertrag festgelegt. Konkret vereinbart werden:
Art und Umfang der Kooperation
Rahmenbedingungen (räumlich, zeitlich, strukturell)
gemeinsame Ziele und Methoden
Der Kooperationsvertrag befindet sich im Anhang.
5.2.2 Behörden und öffentliche Einrichtungen
Um unseren Auftrag als familienergänzende Einrichtung bestmöglich zu erfüllen, arbeiten wir eng mit Behörden und anderen öffentlichen Einrichtungen zusammen:
Allgemeiner sozialpädagogischer Dienst des Jugendamtes
sozialpädagogische Familienhilfe, Erziehungsberatung, Familienberatung des Jugendamtes
weitere Dienste öffentlicher oder freier Träger (Planung und Durchführung gemeinsamer Informationsveranstaltungen für die Eltern, Anregung von Sprechstunden im Hort, Vereinbarung von weiteren Kooperationsmöglichkeiten, Information der Fachkräfte im Hort über die Aufgaben dieser Institutionen und Hilfsmöglichkeiten für Kinder und Familien, Vereinbarung von Kooperationsmöglichkeiten
Gesundheitsamt (Meldung übertragbarer Krankheiten, Gesundheitserziehung)
Unfallversicherungsträger (Unfallmeldungen)
5.2.3 Andere Einrichtungen
Regelmäßig arbeiten wir mit Ausbildungsstätten zusammen und begleiten Jugendliche auf dem Weg zum Berufsabschluss. Unsere Zusammenarbeit mit Ausbildungsstätten beinhaltet:
Auswahl von Praktikant/Innen
Anleitungskonzeption
Beratung von Fachkräften, die Praktikant/Innen anleiten,
Teilnahme an Praxisbesuchen von Lehrkräften
Verfassen der schriftlichen Beurteilung/des Zeugnisses von Praktikant/Innen
Teilnahme an Veranstaltungen in den Ausbildungsstätten zur Vorbereitung bzw. Auswertung von Praktika
· Rückmeldung der Belange der Praxis an die Ausbildungsstätten
Eine kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit bildet für uns die Grundlage, eine Transparenz unserer pädagogischen Arbeit zu vermitteln. Methodisch unterscheiden wir dabei:
Informationstafeln/ Aushänge/ Fotowände
Versammlungen des Kitaausschusses
Presse- und Medienarbeit :
Homepage des Trägers und des Hortes
Vereinslogo auf Briefköpfen, Namensschildern
Aktive Teilnahme am Schulfest
Teilnahme an Festen des Stadtteils, Beteiligung durch Kulturprogramme
Teilnahme an ausgeschriebenen Wettbewerben
Teilnahme an Schulkonferenzen,
Teilnahme an fachspezifischen Veranstaltungen und Tagungen.
6 Unser Auftrag beim Kinderschutz
Die gesetzliche Grundlage für den Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung bildet der § 8a des Sozialgesetzbuches VIII. Der Träger „Förderverein Zukunft für Kinder e.V.“ stellt sicher, dass das pädagogische Personal im Hort der F.-J.- Curie Schule eine Einschätzung zur Kindeswohlgefährdung verantwortlich ausführen kann. In Zusammenarbeit mit dem Träger, insbesondere der Kinderschutzbeauftragten, sowie Fachkräften des Jugendamtes wird auf die Inanspruchnahme von Hilfen hingewirkt. Weiterhin achtet der Träger auf die persönliche Eignung der Mitarbeiter gemäß § 72a SGB VIII.
6.1 Konzeptionelle Grundlagen
In unserer Einrichtung wurde unter Einbeziehung aller pädagogischen Miterbeiter/Innen ein Kinderschutzkonzept, welches auch ein sexualpädagogisches Konzept enthält, erstellt.
Die pädagogische Qualität im Hort lässt sich daran messen, inwieweit sie den verschiedenen Bedürfnissen des Kindes gerecht wird. Primär ist das der Anspruch auf Förderung der Entwicklung des Kindes, als auch die Erwartung der Eltern auf Beratung und Unterstützung bei der Erziehung ihres Kindes. Dabei müssen Inhalt und Gewichtung der verschiedenen Komponenten im Zeitablauf überprüft, reflektiert und gegebenenfalls neu gefasst werden.
Zusammenfassend sind die folgenden Qualitätsziele besonders hervorzuheben, die auch im Sozialgesetzbuch VIII ausdrücklich genannt sind:
Das Leistungsangebot im Hort orientiert sich pädagogisch und organisatorisch an den Bedürfnissen der Kinder und ihrer Familien.
Die Entwicklung des Kindes zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit wird gefördert.
Die Betreuung im Hort trägt auch dazu bei, Benachteiligungen abzubauen.
Die unterschiedlichen Lebenslagen von Mädchen und Jungen werden berücksichtigt und die Gleichberechtigung gefördert
Die ganzheitliche Erziehung wird unter Berücksichtigung sozialer, individueller und kultureller Aspekte gewährleiste.
In Zusammenarbeit mit den Eltern ergänzen und unterstützen die Erzieher/Innen des Hortes die kindliche und familiäre Lebenswelt.
7.1 Teamsitzungen
Inhalte der regelmäßig wöchentlich stattfindenden Teamsitzungen sind:
Aktualisierung von grundlegenden Normen, Werten und Zielen, entsprechend unseres Leitbildes
Zusammenarbeit bei der Planung und der Reflexion der pädagogischen Arbeit
Aufgabenverteilung bei gruppenübergreifenden bzw. einrichtungsoffenen Aktivitäten
Absprachen über die Raumnutzung
Fallbesprechungen im Team und kollegiale Beratung fördern
fachliche Diskussion pädagogischer Konzepte und ggfs. Weiterentwicklung des Einrichtungskonzepts
Information und Diskussion über Fortbildungsinhalte und Hospitationen in anderen Einrichtungen
Weitergabe von Informationen des Trägers, Kooperationspartnern und anderen Institutionen
Abstimmung über den Einsatz finanzieller Mittel
Unterweisungen (Arbeits- und Brandschutz, Aufsichtspflicht, etc.)
7.2 Personalgespräche
Jährliche Mitarbeitergespräche werden vereinbart, um
die Zusammenarbeit und die Kommunikation zwischen Leiterin und Erzieher/Innen und dem gesamten Team zu fördern
berufliche Tätigkeiten zu reflektieren und bei Bedarf zu verbessern
Leistungen anzuerkennen und zu motivieren
Fortbildungs- und Unterstützungsbedarf zu klären
klare und überprüfbare Ziele zu vereinbaren
7.3 Fort- und Weiterbildungen
In den einzelnen Schwerpunkten (z. B. Integration behinderter Kinder, Kinderschutz) können wir durch Fort- und Weiterbildungen unser Wissen vertiefen und dadurch unsere Handlungskompetenz erweitern.
Inhalte von Fortbildungen werden auch in den Teamsitzungen thematisiert und somit allen zugänglich gemacht.
Die Dokumentation ist ein wichtiges Instrument im Bereich der Hortpädagogik. Grundlagen für eine professionelle pädagogische Arbeit sind deshalb:
Planungsdokumente, aus denen der Tagesablauf, die Vorbereitung und der Verlauf von Projekten und Arbeitsgemeinschaften hervorgehen (Dienstpläne, Ferienplan u.a.)
Richtlinien zu Bestimmungen des Datenschutzes
schriftliche Vereinbarungen, in denen die Zusammenarbeit mit dem Kitaausschuss verbindlich beschrieben ist (Geschäftsordnung)
schriftliche Dokumentation des Leitbildes und der pädagogischen Ziele durch Fortschreiben der Konzeption
Aktualisierung des Kooperationsvertrages mit der Schule
Darstellung der Aufgabenverteilung durch ein Organigramm
Dokumentation von Richtlinien, die in Notfallsituationen ein angemessenes Verhalten sicherstellen
Protokolle von Teamberatungen und Beschlüssen
Abrechnung des Budgets des Hortes
Führen der Gruppenbücher mit allen Angaben der Kinder, Anwesenheitslisten und Belehrungen (Dokumentation von Besonderheiten, Gesprächen und Vereinbarungen)
Dauervollmachten der Eltern
An Bedeutung gewinnt auch die Portfolioarbeit. Hier führen die Kinder eigenständig ihre Mappe und haben die Möglichkeit, ihre Lernentwicklung zu dokumentieren.
Dokumentiert werden außerdem sämtliche Maßnahmen individueller Einzel- und Kleingruppenförderung.
Evaluation ist integrierter Teil jedes Qualitätsentwicklungsprozesses. Sowohl Selbst- als auch Fremdevaluationen sind ständige Bestandteile der Weiterentwicklung der Qualität.
Im Team überprüfen wir regelmäßig unsere Qualitätskriterien. Somit stellen wir sicher, dass wir auf veränderte Situationen im Hort, z.B. durch An- und Abmeldungen und somit eine neue Zusammensetzung angemessen reagieren und ggf. neue Qualitätskriterien formulieren.
Fragebögen für Eltern und Kinder werden vom Team gemeinsam erarbeitet und sind ein weiteres Instrument zur Qualitätssicherung.
Das Verfahren "Beschwerdemanagement" sichert, dass regelmäßige Rückmeldungen von Eltern möglich sind und diese Rückmeldungen Einfluss auf die pädagogische Arbeit nehmen.
7.5.1 Fragebögen für Eltern
Als Team wollen wir durch Elternbefragungen ein Feedback bekommen und auch signalisieren, dass wir in den Eltern ebenfalls Experten und Partner sehen, die etwas über ihre Familien und die Kindertagesstätte zu sagen haben.
Dabei wollen wir auch kritischen Sichtweisen nicht ausweichen, sondern sie zum Nachdenken und schließlich zur Verbesserung des eigenen Angebots nutzen.
7.5.2 Fragebögen für Kinder
Neben der Beteiligung der Kinder an der Planung des Hortalltags wollen wir durch regelmäßige Befragungen die Partizipation der Kinder in der Einrichtung verstärken. Wichtige Fragen hierbei sind: Wie erleben Kinder Beteiligung im Hort? Wie möchten Kinder mitbestimmen und welche Möglichkeiten haben Kinder dafür? Was wünschen sich Kinder in ihrem Hortalltag?
Die Konzeption wird in regelmäßigen Abständen anhand von folgenden Fragestellungen überprüft:
Stimmen die Aussagen noch mit der aktuellen Bedarfs- und Situationsanalyse überein, was muss der aktuellen Situation angepasst werden, welche neuen Ziele werden gesteckt?
Gibt es strukturelle Veränderungen in der Einrichtung, wie z.B. in der Altersstruktur der Kinder oder in räumlicher Sicht, die eine Überprüfung und Änderung der Konzeption notwendig machen?
Gibt es inhaltliche Veränderungen in einigen Bereichen der pädagogischen Konzeption?
Welche Rückmeldungen liegen von Eltern, externen Fachkräften usw. vor und sollten Berücksichtigung finden?
Die Konzeption wird regelmäßig im Team unter Partizipation des Kitarates sowie neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse überprüft und fortgeschrieben. Auch gemeinsam mit der Schule wird die Konzeption den Gegebenheiten und der Struktur der Ganztagsschule angepasst.
Förderverein „Zukunft für Kinder“ e.V.
Hort Frederic - Joliot - Curie - Schule
Kurstraße 69 / 70
Telefon: 03381 / 52 23 65
Telefax: 03381 / 79 44 36
E-mail: hort-curie@zufuki.de
Hort F.-J.-Curie