Source: https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10010710
Timestamp: 2020-02-20 14:29:22
Document Index: 349965304

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 1', '§ 1', '§ 10', '§ 2', '§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 4', '§ 21', '§ 21', '§ 30', '§ 50', '§ 47', '§ 32', '§ 64', '§ 68', '§ 9']

RIS - Weinverordnung - Bundesrecht konsolidiert, Fassung vom 20.02.2020
Bundesrecht konsolidiert: Gesamte Rechtsvorschrift für Weinverordnung, Fassung vom 20.02.2020
Verordnung des Bundesministers für Land- und Forstwirtschaft zur Durchführung des Weingesetzes 1985 (Weinverordnung)
StF: BGBl. Nr. 630/1992
BGBl. II Nr. 132/1997
Auf Grund der §§ 6 Abs. 5, 32 Abs. 9, 50 Abs. 1, 60 Abs. 3, 64 Abs. 2 und 68 des Weingesetzes 1985, BGBl. Nr. 444/1985, zuletzt geändert durch Bundesgesetz BGBl. Nr. 10/1992, wird – hinsichtlich der §§ 1 bis 9 im Einvernehmen mit dem Bundesminister für Gesundheit, Sport und Konsumentenschutz, hinsichtlich der §§ 1 bis 6 und 9 im Einvernehmen mit dem Bundesminister für wirtschaftliche Angelegenheiten und hinsichtlich des § 10 im Einvernehmen mit dem Bundesminister für Finanzen – verordnet:
Zur Behandlung von Wein ist der Zusatz der in den §§ 2 bis 5 angeführten Stoffe zugelassen. Mischungen der angeführten Stoffe dürfen, soweit nicht ausdrücklich anderes bestimmt ist, nicht in Verkehr gebracht werden.
Zur Reduktion des Sauerstoffes im Wein und zur Keimhemmung ist die Verwendung folgender Stoffe unter den angeführten Voraussetzungen zulässig:
Schweflige Säure darf dem Wein nur in einer Menge zugesetzt werden, daß er bei Abgabe an den Verbraucher nicht mehr als die nachfolgend angeführten Werte enthält:
SO2 pro Liter
Weiß- und Rosewein ………………
Rotwein ……………………………
Spätlese ……………………………
Auslese …………………………….
Beerenauslese, Ausbruch,
Eiswein, Strohwein ………….…..
Qualitätsschaumwein ……….……
versetzter Wein …………………..
Obstwein …………………….…..
alkoholarmer Wein ………………
Beträgt der Restzuckergehalt mehr als 5 Gramm pro Liter, darf die gesamte Schweflige Säure bei Weiß- und Rosewein 260 Milligramm und bei Rotwein 210 Milligramm pro Liter betragen.
Sie darf verwendet werden
in gasförmigem Zustand, gewonnen durch Verbrennen von chemisch reinem Schwefel oder asbestfreien Schwefelschnitten;
in gasförmigem Zustand, zugeführt als verdichtetes Schwefeldioxid:
nicht unter 99%
Nichtflüchtige Bestandteile
nicht mehr als 0,01%
Fremdgase (ausgenommen Luftbestandteile)
nicht mehr als 10 mg/kg;
c) als Kaliummetabisulfit (Kaliumpyrosulfit, Kaliumdisulfit) in Tabletten- oder Pulverform:
nicht weniger als 95% K2S2O5 und nicht weniger als 54,7% SO2
nicht mehr als 50 mg/kg, bezogen auf den SO2-Gehalt des Produktes
nicht mehr als 10 mg/kg, bezogen auf den SO2-Gehalt des Produktes.
Die Präparate sind vor Feuchtigkeitseinwirkung zu schützen und mit sachdienlichen Hinweisen bezüglich der Applikation von Schwefliger Säure bei der Weinbereitung zu versehen. Die angebrochene Packung muß hermetisch wiederverschließbar sein.
L-Ascorbinsäure darf dem Wein bis zu einer Menge von 150 Milligramm pro Liter zugesetzt werden.
weißes oder leicht gelbliches, kristallines Pulver
nicht weniger als 99% C6H8O6 nach 24 Stunden Trocknung im Schwefelsäureexsikkator
bei 25 ºC einer 10%igen
(Gewicht/Volumen)
189 ºC – 193 ºC
wässerigen Lösung
+20,5 ºC bis +21,5 ºC
nicht mehr als 0,4% nach 24 Stunden Trocknung im Schwefelsäureexsikkator
pH-Wert in einer 2%igen (Gewicht/ Volumen) wässerigen Lösung
nicht weniger als 2,4 und nicht mehr als 2,8.
L-Ascorbinsäure ist trocken und luftdicht verschlossen sowie lichtgeschützt aufzubewahren. Die angebrochene Packung muß hermetisch wiederverschließbar sein.
Zur Weinbehandlung ist weiters die Verwendung folgender Stoffe unter den angeführten Voraussetzungen zugelassen:
1. Kohlensäure (Kohlendioxid)
Sie darf gasförmig, auch verdichtet, sei sie industriell hergestellt oder bei der Gärung von Most entstanden, als Kohlensäuretrockeneis oder -schnee zugesetzt werden. Nicht versetzter Wein gemäß § 1 Abs. 1 des Weingesetzes darf aber höchstens 2 Gramm Kohlendioxid je Liter enthalten.
Kohlendioxid (industriell hergestellt):
farbloses Gas, im Geschmack schwach säuerlich und ohne Fremdgeschmack
nicht weniger als 99,50% CO2 Prozentgehalt Volumen in Volumen (V/V)
sauer reagierende Verunreinigungen: nicht mehr als 20 ppm V/V Kohlenmonoxid: nicht mehr als 10 ppm V/V Phosphorwasserstoff, Schwefelwasserstoff und organische, reduzierende Stoffe: nicht nachweisbar aliphatische Kohlenwasserstoffe (Mineralölprodukte): nicht mehr als 5 mg/m3 Escherichia coli und Getränkeschädlinge (zB Hefen): in 100 l CO2-Gas nicht nachweisbar
2. Reiner, gefällter, kohlensaurer Kalk
nicht weniger als 99% nach Trocknung bei 105 ºC
unlösliche Anteile
nicht mehr als 200 mg/kg
nicht mehr als 250 mg/kg
nicht mehr als 2 500 mg/kg
Er darf zur Entsäuerung des Weines bis zu einem Mindestgehalt von 0,4 Gramm Weinsäure je Liter verwendet werden, wobei sich der Calciumgehalt des Weines, ausgenommen Weine des Jahrganges 1996, auf nicht mehr als 220 Milligramm je Liter erhöhen darf. Überdies darf er auch mit kleinen Mengen des Calciumdoppelsalzes der D-Weinsäure und der L-Apfelsäure versetzt sein. Solche SO2 spezielle Kalkpräparate können allein („Doppelsalzentsäuerung“) oder in Kombination mit Weinsäure („verbesserte Doppeltsalzentsäuerung“) verwendet werden. Der kohlensäure Kalk darf mit reinem Wasser gewaschen, aber nur mit Wein (Most) angerührt werden.
3. Metaweinsäure
Metaweinsäure hat mindestens 32% veresterte Weinsäure und nach Hydrolyse mindestens 105% Weinsäure, bezogen auf das Ausgangsprodukt, zu enthalten.
Sie darf zur Stabilisierung bis zu einem Ausmaß von 20 Gramm je 100 Liter zugegeben werden.
Metaweinsäure muß vor Luft- und Feuchtigkeitszutritt geschützt verpackt werden. Die angebrochene Packung muß hermetisch wiederverschließbar sein.
4. Weinstein (Kaliumhydrogentartrat)
weißes, kristallines oder körniges Pulver
mindestens 98% i. T.
höchstens 1% (4h, 105 ºC)
höchstens 0,05% (als Oxalsäure)
Er ist als Kontaktweinstein zur Weinsteinstabilisierung bei den nach § 1 des Weingesetzes angeführten Produkten zugelassen. Weinstein darf bis zu einer Höchstmenge von 6 Gramm je Liter Wein zugesetzt werden.
5. Zuckercouleur
Das Auffärben mit Zuckercouleur ist nur bei versetztem Wein und Obstwein zulässig. Zuckercouleur darf beim Vermischen mit Wein zu keinen technisch vermeidbaren Trübungen führen.
a) Zuckercouleur (kaustisch):
braune, wasserlösliche, viskose Flüssigkeit oder amorphes, braunes wasserlösliches Pulver
Trockenmasse der
flüssigen Zuckercouleur
nicht mehr als 0,8%
Direkt reduzierender
Zucker berechnet als Invertzucker
als Invertzucker
höchstens 0,1 mg/kg
höchstens 0,01%
b) Zuckercouleur (Ammoniumsulfitverfahren):
braune, wasserlösliche,
viskose Flüssigkeit oder
amorphes braunes,
höchstens 0,1%
höchstens 0,7%
berechnet als P2O5
bei einem Produkt mit
Farbstärke von
20 000 EBC-Einheiten
c) Zuckercouleur (Ammoniakverfahren):
Alle Anforderungen wie für „Zuckercouleur (Ammoniumsulfitverfahren)“, der Gehalt an SO2 darf jedoch nicht mehr als 0,02% betragen.
6. Pektolytische Enzyme
Pektolytische Enzyme entsprechen den Reinheitsanforderungen, wenn sie frei von Toxinen und Salmonellen sind und der Gehalt an Eisen 50 ppm, der Gehalt an Blei 10 ppm sowie der Gehalt an Arsen 3 ppm nicht übersteigt.
Pektolytischen Enzymen dürfen mit Ausnahme von Schwefliger Säure keine Stoffe zur Konservierung zugesetzt werden. Pektolytische Enzyme sind so zu verpacken und zu lagern, daß ein Aktivitätsverlust möglichst gering gehalten werden kann. Die Aufbrauchsfrist ist anzugeben.
nicht weniger als 99% (wasserfrei) und nicht weniger als 91,2% (Monohydrat)
nicht mehr als 0,05%
Zitronensäure darf bei der Obstweinherstellung verwendet werden.
Ferner sind bei Perlwein und Schaumwein Zitronensäurezusätze bis zu einer Höchstmenge von 1,5 Gramm je Liter zugelassen, wobei der Gehalt an titrierbarer Säure, berechnet als Weinsäure, 7,5 Gramm je Liter nicht übersteigen darf.
8. Glucose (Dextrose, Traubenzucker)
Trockensubstanz (TS), gravimetrisch Glucose-Monohydrat
Glucose-Anhydrid
Gehalt an D-Glucose
mindestens 99% d. TS
höchstens 0,25% d. TS
Schweflige Säure (als SO2)
höchstens 15 mg/kg TS
höchstens 1 mg/kg TS
höchstens 2 mg/kg TS
Glucose darf nur zur Herstellung von versetztem Wein und versetztem Obstwein verwendet werden.
9. Ammoniumchlorid (Chlorammonium)
Chemisch reines Ammoniumchlorid darf als Gärsalz bei der Herstellung von Obstwein verwendet werden.
10. Di-Ammoniumphosphat (phosphorsaures Ammonium)
Chemisch reines Di-Ammoniumphosphat darf als Gärsalz bei der Herstellung von Obstwein verwendet werden.
11. Hefen
Zur Einleitung oder Förderung der Gärung darf Reinzuchthefe oder selektionierte Hefe in flüssiger oder trockener Form verwendet werden. Hefe in flüssiger Form darf nur in Traubenmost oder Wein gezüchtet, Trockenhefe in Traubenmost, Wein oder wässerigen Mischungen, wobei der Wasseranteil höchstens 50% betragen darf, vorgequollen werden. Diese Hefepräparate müssen frei von wilden Hefen, Bakterien, Schimmelpilzen und deren Sporen sein, dürfen jedoch gärenden oder vergorenen Traubenmost und für die Weinbehandlung zugelassene Stoffe enthalten. Sie dürfen nur in Traubenmost oder Wein (Anstellwein) vermehrt werden. Anstellwein darf allenfalls vom Alkohol durch Erhitzen befreit und mit Zucker versetzt werden.
Hefen sind so zu verpacken und zu lagern, daß ein Aktivitätsverlust möglichst gering gehalten werden kann.
Bei der Sekterzeugung darf Kalziumalginat oder Kaliumalginat als Hilfsmittel zur Immobilisierung von Hefen verwendet werden.
Alginate dürfen in 100 Gramm nicht mehr als 0,3 mg Arsen, 0,5 mg Blei und nicht mehr als 4 mg Schwermetalle, berechnet als Blei, enthalten und haben folgende Eigenschaften aufzuweisen:
a) Kalziumalginat
weißes bis gelbliches faseriges oder körniges Pulver; praktisch geruch- und geschmacklos
nicht weniger als 18% und nicht mehr als 21% Kohlendioxid, entsprechend 89,6% bis 104,5% Kalziumalginat (Äquivalentgewicht 219)
zwischen 15% und 24% nach vierstündigem Trocknen bei 105 ºC und Glühen bei 600 ºC
nicht mehr als 15% nach vierstündigem Trocknen bei 105 ºC
(etwa 3n)
b) Kaliumalginat
weißes bis gelbes faseriges
oder körniges Pulver; praktisch
nicht weniger als 16,5%
und nicht mehr als 19,5%
Kohlendioxid, entsprechend
89,2 bis 105% Alginsäure
(Äquivalentgewicht 238)
nicht weniger als 23% und nicht mehr als 32% nach vierstündigem Trocknen bei 105 ºC und Glühen bei 600 ºC
nicht mehr als 15% nach
vierstündigem Trocknen
bei 105 ºC
12. Bakterien zum Äpfelsäureabbau
Zur Einleitung oder Förderung des Abbaues von Äpfelsäure in Most oder Wein dürfen geeignete Bakterienkulturen der Gattungen Leuconostoc, Laktobacillus und Pediococcus verwendet werden. Sie müssen die Äpfelsäure in Milchsäure umwandeln, dürfen den Wein jedoch nicht nachteilig beeinflussen.
Sie müssen aus Trauben, Mosten, Weinen oder aus Traubenverarbeitungserzeugnissen isoliert worden sein und werden entweder flüssig, gefroren oder als Pulver, gewonnen durch Lyophilisation in Reinkultur oder assoziierter Kultur, verwendet.
Der Gehalt an lebensfähigen Milchsäurebakterien muß mindestens 108/g bzw. 107/ml an Milchsäurebakterien einer anderen als der angegebenen Art(en) weniger als 0,01% der lebensfähigen Milchsäurebakterien insgesamt, an aeroben Bakterien weniger als 103/g Pulver oder ml, der Gesamtgehalt an Hefen weniger als 103/g Pulver oder ml betragen. Der Schimmelanteil muß weniger als 103/g Pulver oder ml betragen.
In der Gebrauchsanweisung sind anzugeben:
Reaktivierungsverfahren, Herstellungstermin, Haltbarkeitsdauer und Lagerbedingungen.
13. Stickstoff
nicht weniger als 99,95% V/V
Kohlenmonoxid: nicht mehr als 10 ppm V/V Stickoxide (NOx): nicht mehr als 2,5 ppm V/V aliphatische Kohlenwasserstoffe (Mineralölprodukte): nicht mehr als 5 mg/m3
Stickstoff kann als Schutzgas, Treibgas und zum Begasen in der Weintechnologie verwendet werden.
14. Sauerstoff und Druckluft
farblose, geruchlose Gase
Sauerstoff und Druckluft dürfen dem Wein zur Lüftung zugeführt werden.
Das Vorspannen von Apparaturen mit Druckluft oder der Einsatz als Treibgas ist nicht als Weinbehandlung anzusehen und fällt daher nicht unter diese Verordnung. Die Bestimmungen der Schankanlagenverordnung (BGBl. Nr. 16/1987 idF BGBl. Nr. 271/1987) bleiben unberührt.
Wiederherstellung von Wein
Zur Wiederherstellung von Wein ist neben dem Zusatz der in § 1 bis 3 angeführten Stoffe der Zusatz folgender Stoffe unter den angeführten Voraussetzungen zulässig:
1. Gereinigte Tier- oder Pflanzenkohle
Ihr Zusatz ist zulässig zur Beseitigung von Geruchs-, Geschmacks- und sonstigen Fehlern und zur Entfärbung hochfarbiger Weißweine, nicht aber zur Beseitigung dem Rotweinfarbstoffes von Rotwein.
Schwarze, leichte, trockene, geruch- und geschmacklose Pulver und Granulate
In 20%iger Salpetersäure lösliche Anteile:
höchstens 1 500 mg/kg
Sie muß frei von Cyanverbindungen, Teerprodukten und polycyclischen Aromaten sein. Die Präparate sind luft- und wasserdicht zu verpacken, eine angebrochene Packung ist hermetisch wiederzuverschließen.
2. L(+)Weinsäure
farblose, durchscheinende Kristalle
mindestens 99%
Sulfat. Asche
Durch Zusatz einer Menge von höchstens 1 Gramm je Liter darf Säuremangel bei Wein, der von Natur aus gegeben war oder infolge zu starken biologischen Säureabbaues entstanden ist, beseitigt werden.
Weinsäure darf auch im Rahmen einer „verbesserten Doppelsalzentsäuerung“ verwendet werden (§ 4 Z 2).
3. Silberchlorid
Silberchlorid darf zur Beseitigung von Schwefel- und Marcaptanböcksern des Weines verwendet werden. Die zulässige Höchstmenge beträgt 5 Gramm je Hektoliter. Ist Silberchlorid auf einem Trägerstoff aufgebracht, so ist bei Handelspräparaten der Silberchloridgehalt in der Gewichtseinheit anzugeben. Durch begleitende analytische Kontrolle ist sicherzustellen, daß der Silbergehalt 0,5 mg je Liter nicht überschreitet.
4. Kupfersulfat (Kupfer II-Sulfat-Pentahydrat)
Zur Beseitigung von Schwefelwasserstoff- und Mercaptanböcksern ist die Behandlung mit chemisch reinem Kupfersulfat zugelassen. Kupfersulfat darf bis zu einer Höchstmenge von 20 Milligramm je Liter Wein zugesetzt werden. Mit Kupfersulfat behandelter Wein ist einer nachfolgenden Schönung mit gelbem Blutlaugensalz (Blauschönung) zu unterziehen, wodurch der Kupfergehalt des fertigen Weines auf weniger als 1,0 mg/l abgesenkt werden muß. Die bei Durchführung einer Blauschönung normierten begleitenden analytischen Kontrollen sind auch bei einer Behandlung mit Kupfersulfat durchzuführen, wobei nach Abschluß dieser Maßnahme eine dokumentierte analytische Überprüfung des Kupfergehaltes vorgenommen werden muß.
Haltbarmachung von Traubenmost und Verwertung von in Gärung geratenem Traubensaft
Traubensaft, der in Gärung geraten ist, darf nur dann zu versetztem Wein verarbeitet werden (§ 21 Abs. 2 des Weingesetzes), wenn folgende Verfahren angewandt wurden:
Wärme- oder Kältebehandlung,
Entkeimungsfiltration,
Einlagerung unter Verwendung von Kohlendioxid und
Zusatz von Schwefliger Säure mit späterem Entschwefeln. Diese Verfahren dürfen auch zur Verhinderung der Gärung von Traubenmost (§ 21 Abs. 4 des Weingesetzes) angewandt werden.
(1) Zur Untersuchung von Weinen, zur Abgabe von Befunden und Gutachten und zur Ausstellung von Zeugnissen hierüber (§ 30 Abs. 1 Z 2 bis 4 des Weingesetzes) sind ermächtigt:
die Landwirtschaftlich-chemische Bundesanstalt in Wien,
die Bundesanstalt für Weinbau in Eisenstadt,
die Bundesanstalt für Lebensmitteluntersuchung und -forschung in Wien sowie die Bundesanstalten für Lebensmitteluntersuchung in Graz, Innsbruck, Linz und Salzburg,
die Höhere Bundeslehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau mit Institut für Bienenkunde in Klosterneuburg.
(2) Zur Untersuchung von Weinen, für die die Erteilung der staatlichen Prüfnummer beantragt wurde (§ 50 Abs. 1 Z 1 des Weingesetzes), sind ermächtigt:
die Bundesanstalt für Weinbau in Eisenstadt
(3) Zur Untersuchung von Weinproben gemäß § 47 des Weingesetzes sind die Landwirtschaftlich-chemische Bundesanstalt in Wien und die Bundesanstalt für Weinbau in Eisenstadt zuständig.
Mindestwerte für österreichische Tafelweine
Als Mindestwerte für österreichische Tafelweine werden festgestellt:
vorhandener Alkohol: 8,0 Rht
Gesamtsäure (titrierbare Säure), als Weinsäure berechnet: 4,0 Gramm je Liter
Ausländische versetzte Weine
Als typische Weine bestimmter Herkunft und traditioneller Herstellungsweise werden gemäß § 32 Abs. 9 des Weingesetzes festgestellt:
Lambrusco, Madeira, Malaga, Marsala, Portwein, Retsina, Samos und Sherry.
(1) Die Kosten für die Nachschau und Entnahme der Proben durch den Bundeskellereiinspektor, die im strafgerichtlichen Verfahren gemäß § 64, im Verwaltungsstrafverfahren gemäß § 68 des Weingesetzes die Partei zu tragen hat, sind nach der Dauer der Nachschau im beanstandeten Betrieb zu bemessen. Sie betragen für jede Stunde, die die Nachschau gedauert hat, 250 S. Hiebei ist jede angefangene Stunde als volle Stunde anzurechnen.
(2) Die Bundeskellereiinspektoren haben in den von ihnen erstatteten Anzeigen den Zeitpunkt des Beginnes und der Beendigung der Amtshandlung anzuführen und die hierauf entfallenden Kosten zu berechnen.
(3) Die Kosten der Untersuchung sind nach dem gemäß § 9 des Bundesgesetzes über die landwirtschaftlichen Bundesanstalten, BGBl. Nr. 230/1982, in der jeweils geltenden Fassung, zu erlassenden Tarif zu berechnen.
Mit Inkrafttreten dieser Verordnung tritt die Weinverordnung, BGBl. Nr. 321/1961, in der Fassung BGBl. Nr. 10/1992 außer Kraft.