Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BStBl%20II%201991,%20581
Timestamp: 2020-01-23 05:48:06
Document Index: 393337346

Matched Legal Cases: ['§ 48', '§ 40', '§ 4', '§ 12', '§ 161', '§ 12', '§ 9']

BFH, 18.12.1990 - VIII R 138/85 - dejure.org
https://dejure.org/1990,885
BFH, 18.12.1990 - VIII R 138/85 (https://dejure.org/1990,885)
BFH, Entscheidung vom 18.12.1990 - VIII R 138/85 (https://dejure.org/1990,885)
BFH, Entscheidung vom 18. Dezember 1990 - VIII R 138/85 (https://dejure.org/1990,885)
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FGO § 48 Abs. 1, § 40 Abs. 2; EStG § 4 Abs. 4, § 12
KG - Klagebefugnis - Streitjahr - Rechtsform einer OHG - Darlehnszinsen - Betriebsausgaben - Angehörige - Betriebliche Veranlassung - Privater Bereich
Einkommensteuer; Abzugsfähigkeit von Darlehenszinsen bei Verträgen zwischen Angehörigen
Darlehensverträge zwischen Gesellschaften und Angehörigen von Gesellschaftern
BFHE 163, 431
BB 1991, 1326
BB 1991, 900
DB 1991, 1097
BStBl II 1991, 581
Die Klägerin ist auch für das Streitjahr 1990 klagebefugt, in dem sie die Rechtsform einer OHG hatte (BFH-Urteil vom 18. Dezember 1990 VIII R 138/85, BFHE 163, 431, BStBl II 1991, 581, unter I. der Gründe).
Klägerin wäre - auch für Streitjahre, in denen sie noch unter ihrer alten Rechtsform auftrat - die KG (BFH-Urteil vom 18. Dezember 1990 VIII R 138/85, BFHE 163, 431, BStBl II 1991, 581).
Mit Abschluß des Vertrags vom 15. Februar 1982 erlangte die Gesellschaft unter Wahrung ihrer Identität (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 18. Dezember 1990 VIII R 135/85, BFHE 163, 431 , BStBl II 1991, 581) die Rechtsform einer KG i.S. des § 161 HGB .
Durch diese steuerrechtlichen Voraussetzungen, insbesondere durch das Erfordernis des Fremdvergleichs, wird sichergestellt, daß die Vertragsbeziehungen tatsächlich im betrieblichen und nicht im privaten Bereich (§ 12 EStG) wurzeln (ständige Rechtsprechung des BFH, zuletzt BFH-Urteil vom 18. Dezember 1990 VIII R 138/85, BFHE 163, 431, BStBl II 1991, 581).
Ein zwischen Fremden nicht üblicher Entstehungsgrund der vertraglichen Vereinbarung (Schenkung der erforderlichen Geldbeträge) steht der Anerkennung nicht notwendig entgegen (BFH, Urteil vom 20.3.1987 III R 197/83, BFHE 149, 464 , BStBl. II 1988, 603; Urteil vom 18.12.1990 VIII R 290/82, BFHE 163, 423 , BStBl. II 1991, 391 (394); Urteil vom 18.12.1990 VIII R 138/85, BFHE 163, 431 , BStBl. II 1991, 581 (583); Urteil vom 18.12.1990 VIII R 134/86, BFHE 163, 438 , BStBl. II 1991, 882 (885); Urteil vom 18.12.1990 VIII R 1/88, BFHE 163, 444 , BStBl. II 1991, 911 (912)).
Nach ständiger Rechtsprechung des BFH können Verträge zwischen nahen Angehörigen steuerlich nur berücksichtigt werden, wenn die Vereinbarung in der gesetzlich vorgeschriebenen Form zustandegekommen ist und sowohl die Gestaltung als auch die Durchführung des Vereinbarten dem zwischen Fremden Üblichen entspricht (BFH-Urteil vom 18. Dezember 1990 VIII R 138/85, BStBl II 1991, 581, 583; BFH-Urteil vom 21. Februar 1991 IV R 35/89, BFHE 164, 238, BStBl II 1995, 449, 450; BFH-Urteil vom 31. Oktober 1989 IX R 216/84, BStBl II 1992, 506, 507; BFH-Urteil vom 23. April 1992 IV R 46/91, BStBl II 1992, 1024 - 1026).
Ständiger Rechtsprechung entspricht es ferner, daß diese Grundsätze auch auf Verträge anzuwenden sind, die, wie im Streitfall, zwischen einer Personengesellschaft und nahen Angehörigen der die Gesellschaft beherrschenden Gesellschafter bestehen (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 15. Dezember 1988 IV R 29/86, BFHE 155, 543, BStBl II 1989, 500; vom 20. September 1990 IV R 17/89, BFHE 162, 90, BStBl II 1991, 18; vom 18. Dezember 1990 VIII R 290/82, BFHE 163, 423, BStBl II 1991, 391; vom 18. Dezember 1990 VIII R 138/85, BFHE 163, 431, BStBl II 1991, 581).
Denn ebenso wie bei der Umwandlung einer OHG in eine KG (vgl. dazu BFH-Urteil vom 18. Dezember 1990 VIII R 138/85, BFHE 163, 431, BStBl II 1991, 581) bleibt die Identität der Gesellschaft wegen der strukturellen Ähnlichkeit der Rechtsformen in solchen Fällen gewahrt (vgl. auch die Anmerkung in Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung 1991, 474).
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