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Timestamp: 2019-06-25 06:10:58
Document Index: 13672431

Matched Legal Cases: ['§ 9', 'Art. 959', 'Art. 959', 'Art. 961', 'Art. 19', 'Art. 8', '§ 3', 'Art. 58', 'Art. 58', 'Art. 957']

Fusg.ch — § 9 Rechnungslegung > IV. Umwandlung > 2. Jahresrechnung des umgewandelten Unternehmens
1. Umwandlungsbilanz2. Jahresrechnung des umgewandelten Unternehmens
Weil das Unternehmen fortbesteht, werden die Buchwerte unverändert fort­geführt.2417 Vorbehalten bleiben Anpassungen an rechtsformspezifische Rechnungslegungsvorschriften.2418 Der 32. OR-Titel kennt solche mit Bezug auf die Bilanzierung und Bewertung nicht.2419 Er enthält allerdings zusätzliche Anforderungen für juristische Personen, was die Darstellung des Eigenkapitals, Erstellung und Inhalt des Anhangs sowie die Erstellung einer Geldflussrechnung und eines Lageberichts angeht (Art. 959a Abs. 2 Ziff. 3, Art. 959c Abs. 3 und Art. 961 OR).
Beispiel 4: Umwandlung2420
A und B sind Teilhaber der Kollektivgesellschaft A & Co. Der Gesellschaftsvertrag sieht eine Einlage von TCHF 100 für A und eine solche von TCHF 50 für B vor. Die Anteile am Ergebnis bemessen sich nach diesem Verhältnis. B will sich aus dem Geschäft zurückziehen. Es soll aber sein Sohn zu einem späteren Zeitpunkt die Möglichkeit haben, in das Unternehmen einzutreten. Deshalb vereinbaren A und B die Umwandlung in eine AG, wobei das Beteiligungsverhältnis gleich bleiben soll. Entschliesst sich der Sohn von B später, einzutreten, wird ihm sein Vater die Aktien übertragen; andernfalls wird er diese an A verkaufen. Das Aktienkapital soll TCHF 120 betragen und zu 75 % liberiert werden. In Höhe eines Aktiven-Überschusses sollen Aktionärsdarlehen gewährt werden. Es gilt die bisherigen Buchwerte fortzuführen.
Umwandlungsbilanz A & Co.
Bilanz des umgewandelten Unternehmens «eine logische Sekunde» nach der Umwandlung:
Bilanz A & Co. AG nach Umwandlung
Nachweis Darlehen A:
Kapitalanteil gemäss Umwandlungsbilanz
des Aktienkapitals von TCHF 120
Privateinlage gemäss Umwandlungsbilanz
Nachweis Darlehen B:
Zu den Voraussetzungen der Steuerneutralität vgl. Art. 19 Abs. 1 und 2 sowie 61 Abs. 1 DBG, Art. 8 Abs. 3 und 3bis, 12 Abs. 4 lit. a sowie 24 Abs. 3 StHG; Auslegung gemäss Kreisschreiben 5, 47 ff. Steuerliche Kapitaleinlagereserven können dabei nicht entstehen; Kreisschreiben 29a, 11 ff.
Zum Ganzen vgl. Böckli, § 3 N 360; EXPERTsuisse, HWP 2009/3, 192 f., 195; EXPERTsuisse, HWP 2014, 314; EXPERT­suisse, PH 30, N 82 f.; ZK-FusG-Pestalozzi/Essebier, Art. 58 N 18 ff.; Rentsch, 100 ff.; Vogel/Heiz/Behnisch/Sieber/Opel, OFK-FusG, Art. 58 N 13.
Abgesehen von der Befreiung von der doppelten Buchführung (und Rechnungs­legung nach dem 32. Titel) gemäss Art. 957 OR.
In Anlehnung an Di Nino, 38 ff.