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Timestamp: 2016-10-23 03:11:46
Document Index: 311781682

Matched Legal Cases: ['Art. 98', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 9', 'BGE', 'BGE', 'Art. 179', 'Art. 179', 'Art. 179', 'Art. 179', 'Art. 179', 'Art. 9', 'Art. 9', 'Art. 66', 'Art. 68', 'Art. 67']

5A_101/2013 (25.07.2013)
5A_101/2013 � � Urteil vom 25. Juli 2013
Ab�nderung Eheschutzmassnahmen (Besuchsrecht, Unterhaltsbeitr�ge, Gerichtskosten),
A.a.�Y.________ (Ehefrau/Mutter) und X.________ (Ehemann/Vater) heirateten am 11. September 1997. Dieser Verbindung entsprossen die Kinder A.________ (geb. 1998) und B.________ (geb. 2004).
A.b.�Mit Entscheid vom 7. Juni 2010 �bertrug der Pr�sident des Zivilgerichts des Sensebezirks im Rahmen von Eheschutzmassnahmen der Mutter die Obhut �ber die Kinder und verpflichtete den Vater, an deren Unterhalt monatlich mit je Fr. 1'500.-- plus allf�llige Kinder- und Familienzulagen beizutragen. Der monatliche Beitrag des Ehemannes an den Unterhalt der Ehefrau wurde auf Fr. 5'000.-- festgesetzt.
B.a.�Nachdem sich der Sohn der Parteien seit dem 4. Juli 2010 bei seinem Vater aufgehalten hatte, ersuchte dieser am 17. August 2010 um Ab�nderung des Eheschutzentscheides vom 7. Juni 2010. Insbesondere verlangte er, ihm die Obhut �ber den Sohn zu �bertragen und das Besuchsrecht sowie die Unterhaltspflichten entsprechend anzupassen.
B.b.�Mit Entscheid vom 27. April 2012 �bertrug der Pr�sident des Zivilgerichts des Sensebezirks die Obhut �ber den Sohn dem Vater, jene �ber die Tochter der Mutter und regelte das Besuchsrecht der Parteien. Ferner verpflichtete er den Vater, an den Unterhalt der Tochter einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 1'500.-- zu bezahlen und die Unterhaltskosten f�r den Sohn selbst zu tragen. �berdies verhielt er die Parteien dazu, allf�llig f�r das nicht in ihrer Obhut stehende Kind bezogene Kinder- und Familienzulagen einander auszuh�ndigen. S�mtliche �brigen Rechtsbegehren, insbesondere auch die beantragte Senkung des Unterhaltsbeitrages des Ehemannes an die Ehefrau, wurden abgewiesen. Die Gerichtskosten wurden je h�lftig geteilt und die �brigen Parteikosten wettgeschlagen, wobei die dem Staat geschuldeten Gerichtskosten je h�lftig von den Parteien bezogen wurden.
B.c.�Mit Berufung vom 1. Juni 2012 ersuchte der Ehemann um Ab�nderung des erstinstanzlichen Entscheids mit Bezug auf das Besuchsrecht. Ferner beantragte er, den Unterhaltsbeitrag an die Tochter auf Fr. 1'250.-- pro Monat herabzusetzen und zu bestimmen, dass die Ab�nderung der Eheschutzmassnahmen mit Bezug auf die Obhutszuteilung und die Unterhaltspflicht f�r den Sohn mit Wirkung ab 17. August 2010 gelte. Sodann ersuchte er darum, den Unterhaltsbeitrag f�r die Ehefrau in Ab�nderung des erstinstanzlichen Entscheids auf Fr. 2'000.-- monatlich festzusetzen und die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens der Ehefrau aufzuerlegen. Mit Urteil vom 21. Dezember 2012 wies das Kantonsgericht Freiburg (I. Zivilappellationshof) die Berufung ab, best�tigte den erstinstanzlichen Entscheid (Ziff. I. des Dispositivs) und auferlegte die Prozesskosten des Berufungsverfahrens dem Ehemann (Ziff. II. des Dispositivs).
Der Ehemann (Beschwerdef�hrer) hat gegen das Urteil des Kantonsgerichts Freiburg mit Eingabe vom 1. Februar 2012 (Postaufgabe) beim Bundesgericht Beschwerde in Zivilsachen erhoben. Er beantragt unter Kosten- und Entsch�digungsfolge, die Ziffern I. und II. des angefochtenen Urteils seien aufzuheben. In Ab�nderung des bezirksgerichtlichen Urteils vom 27. April 2012 seien die Unterhaltsbeitr�ge mit Wirkung ab 1. Februar 2012 f�r die Tochter auf Fr. 1'250.-- pro Monat, f�r die Ehefrau (Beschwerdegegnerin) auf Fr. 2'000.-- pro Monat festzusetzen. Ferner sei zu bestimmen, dass Obhutszuteilung und Unterhaltspflicht gegen�ber dem Sohn ab dem 17. August 2010 (Datum des Ab�nderungsgesuchs) gelten. Die Gerichts- und Parteikosten des erstinstanzlichen Verfahrens seien der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Subsidi�r stellt er die Antr�ge, die Ziff. I. des kantonsgerichtlichen Urteils aufzuheben und die Sache zu neuem Entscheid an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Die Prozesskosten des Berufungsverfahrens seien ihm zu 1/4 und der Beschwerdegegnerin zu 3/4 aufzuerlegen; im �brigen sei das kantonsgerichtliche Urteil bez�glich des Besuchs- und Ferienrechts f�r die Tochter zu best�tigen.
Der Beschwerdef�hrer hat am 17. Mai 2013 repliziert. Die Beschwerdegegnerin hat am 7. Juni 2013 auf eine Duplik verzichtet.
Der Beschwerdef�hrer hat am 17. Mai 2013 repliziert. Seine Eingabe enth�lt indes keine Gesichtspunkte, die nicht schon in der Beschwerde angesprochen worden w�ren bzw. in der Beschwerde h�tten ausgef�hrt werden m�ssen. Von daher er�brigt es sich, weiter darauf einzugehen.
2.1.�Der Streit betrifft eine vorsorgliche Massnahme im Sinn von Art. 98 BGG (BGE 133 III 393 E. 5.1 S. 397), womit einzig die Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte ger�gt werden kann. Es gilt das strenge R�geprinzip gem�ss Art. 106 Abs. 2 BGG. Eine Verfassungsr�ge muss in der Beschwerdeschrift pr�zise vorgebracht und begr�ndet werden (BGE 134 I 83 E. 3.2 S. 88). Anhand der Erw�gungen des angefochtenen Entscheids ist klar und detailliert darzulegen, inwiefern verfassungsm�ssige Rechte verletzt worden sein sollen (BGE 135 III 232 E. 1.2 S. 234 mit Hinweisen). Wird eine Verletzung des Willk�rverbots - einschliesslich der Willk�r bei der Sachverhaltsfeststellung (BGE 133 II 249 E. 1.4.3 S. 255) - geltend gemacht, muss im Einzelnen aufgezeigt werden, in welcher Hinsicht der Entscheid an einem qualifizierten und offensichtlichen Mangel leidet (BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246 mit Hinweis). Auf rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt das Bundesgericht nicht ein (Art. 106 Abs. 2 BGG; vgl. BGE 133 III 439 E. 3.2 S. 444).
2.2.�Willk�r im Sinne von Art. 9 BV liegt nicht schon dann vor, wenn eine andere L�sung ebenfalls vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen w�re. Das Bundesgericht hebt einen kantonalen Entscheid wegen Willk�r nur auf, wenn er offensichtlich unhaltbar ist, zur tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgrundsatz zuwiderl�uft. Willk�r liegt zudem nur vor, wenn nicht bloss die Begr�ndung eines Entscheids, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist (BGE 135 V 2 E. 1.3 S. 4 f.; 134 II 124 E. 4.1 S. 133; 132 III 209 E. 2.1 S. 211).
2.3.�Die Sachverhaltsfeststellung bzw. die Beweisw�rdigung erweist sich als willk�rlich, wenn das Gericht Sinn und Tragweite eines Beweismittels offensichtlich verkannt hat, ohne sachlichen Grund ein wichtiges und entscheidwesentliches Beweismittel unber�cksichtigt gelassen oder auf der Grundlage der festgestellten Tatsachen unhaltbare Schlussfolgerungen gezogen hat (BGE 137 III 226 E. 4.2 S. 234).
2.4.�In der Sache geht es darum, ob die kantonalen Instanzen willk�rlich ver�nderte Verh�ltnisse im Sinn von Art. 179 ZGB verneint haben. Vor Bundesgericht strittig sind die Unterhaltsbeitr�ge f�r die Tochter und die Beschwerdegegnerin, der Zeitpunkt, ab dem die �nderungen bez�glich der Obhut und der Unterhaltspflicht gegen�ber dem Sohn gelten, sowie die Gerichts- und Parteikosten des erst- und zweitinstanzlichen Massnahmeverfahrens.
3.1.�Ver�ndern sich die Verh�ltnisse, so passt das Gericht auf Begehren eines Ehegatten die (Eheschutz-) Massnahmen an oder hebt sie auf, wenn ihr Grund weggefallen ist (Art. 179 Abs. 1 Satz 1 ZGB). Eine Ab�nderung von Eheschutzmassnahmen ist zul�ssig, wenn seit der Rechtskraft des Urteils eine wesentliche und dauerhafte Ver�nderung eingetreten ist oder sich die tats�chlichen Umst�nde, die dem Massnahmeentscheid zugrunde lagen, nachtr�glich als unrichtig erwiesen haben. Eine �nderung ist ferner f�r den Fall angebracht, dass sich der Entscheid als nicht gerechtfertigt herausstellt, weil dem Massnahmegericht wesentliche Tatsachen nicht bekannt waren. Andernfalls steht die formelle Rechtskraft des Eheschutzentscheides einer Ab�nderung entgegen. Eine �nderung ist ferner ausgeschlossen, wenn die Sachlage durch eigenm�chtiges, widerrechtliches oder missbr�uchliches Verhalten herbeigef�hrt worden ist (Urteil 5P.473/2006 vom 19. Dezember 2006 E. 3, Zusammenfassung in: FamPra.ch 2007 S. 373). Der Ab�nderungsentscheid wirkt grunds�tzlich nur f�r die Zukunft, d.h. ab Eintritt seiner formellen Rechtskraft, doch kann die Ab�nderung auf den Zeitpunkt der Einreichung des entsprechenden Gesuches zur�ckbezogen werden. Eine Abweichung von den genannten Grunds�tzen rechtfertigt sich allenfalls, wenn von einer Partei eine Umstellung der Lebensverh�ltnisse verlangt wird und deshalb die Wirkung der Ab�nderung auf einen sp�teren Zeitpunkt als jenen der formellen Rechtskraft festgesetzt werden kann (5P.388/2003 vom 7. Januar 2004 E. 1.1, in: Pra 2004 Nr. 96 S. 554; FamPra.ch 2004 S. 409; 5A_560/2010 vom 21. September 2010 E. 3.1; 5A_547/2012 vom 14. M�rz 2013 E. 4.2; 5A_140/2013 vom 28. Mai 2013 E. 3.1).
3.2.�Das Kantonsgericht stellte mit der ersten Instanz fest, der Beschwerdef�hrer habe in den Jahren vor der Trennung sehr unterschiedliche Einkommen, jedoch nie weniger als Fr. 129'188.-- (2005) generiert. Mit der Trennung seien die j�hrlichen Einnahmen pl�tzlich deutlich unter diesem Betrag ausgefallen und h�tten im Jahr 2010 Fr. 99'475.-- und 2011 gerademal Fr. 66'685.-- betragen. Es hat in der Folge daf�rgehalten, dem Beschwerdef�hrer sei auch in Zukunft m�glich, Einkommen in der fr�heren Gr�ssenordnung zu generieren und hat daher die Einw�nde des Beschwerdef�hrers gegen die erstinstanzliche Annahme verworfen, die Einkommensituation des Beschwerdef�hrers habe sich seit dem urspr�nglichen Massnahmeentscheid nicht dauerhaft ver�ndert.
3.3.�Der Beschwerdef�hrer r�gt im Zusammenhang mit den Voraussetzungen des Art. 179 ZGB in erster Linie willk�rliche Sachverhaltsfeststellung bzw. willk�rliche Beweisw�rdigung (E. 4), ferner eine willk�rliche Anwendung von Art. 179 ZGB (E. 5).
4.1.1.�Das Kantonsgericht verweist auf die Aussage des Beschwerdef�hrers in der Berufung, wonach das im Jahr 2008 erzielte ordentliche Einkommen von Fr. 50'229.-- zeige, dass er bereits vor der Trennung grosse Einkommenseinbussen habe hinnehmen m�ssen. Es folgte diesem Argument des Beschwerdef�hrers nicht, mit dem Hinweis, der Beschwerdef�hrer habe in diesem Jahr einen ausserordentlichen Gewinn von mehr als Fr. 600'000.-- erzielt. Es sei davon auszugehen, dass er in diesem Jahr einen wesentlichen Teil seiner Zeit und Energie in dieses ausserordentliche Projekt investiert habe und deswegen die ordentlichen Gesch�fte in den Hintergrund habe treten lassen. Selbst wenn dem nicht so sei, zeige gerade das Jahr 2008, dass es sich um eine ausserordentliche vor�bergehende Schwankung gehandelt habe und das Einkommen danach (2009) wieder auf ein �berdurchschnittliches Niveau angestiegen sei. Mithin m�sse auch beim Einkommen 2011 von Fr. 62'685.-- gem�ss Veranlagungsanzeige von einer solchen vor�bergehenden Schwankung ausgegangen werden. Der Beschwerdef�hrer weise zwar darauf hin, dass sich der negative Trend auch 2012 fortsetze und er mit Sicherheit kein h�heres Einkommen als in den zwei vorangegangenen Gesch�ftsjahren erzielen werde. Diese Behauptung sei jedoch nicht belegbar. Die offerierte Zwischenbilanz per 21. Mai 2012 sei nicht aussagekr�ftig, zumal das Einkommen des Beschwerdef�hrers nicht nur �ber die Jahre schwanke, sondern vielmehr davon auszugehen sei, dass es sich auch unregelm�ssig �ber die Monate verteile.
4.1.2.�Der Beschwerdef�hrer macht geltend, er habe mit der Berufungsschrift die Jahres- und Steuerrechnungen der Jahre 2010 und 2011 ins Recht gelegt, die f�r 2010 ein Einkommen von Fr. 99'475.-- (gem�ss Jahresrechnung) bzw. Fr. 101'981.-- (gem�ss Steuerrechnung) und f�r 2011 ein solches von Fr. 60'708.-- (gem�ss Jahresrechnung) bzw. Fr. 62'685.-- (gem�ss Steuerrechnung) ausgewiesen h�tten. Er habe �berdies dargelegt, dass der Abw�rtstrend auch 2012 anhalte und daher beantragt, bei seiner Treuhandfirma eine Zwischenbilanz per 21. Mai 2012 einzuholen. Die Vorinstanz habe diesen Beweisantrag mit der Begr�ndung abgewiesen, sein Einkommen schwanke nicht nur �ber die Jahre, sondern auch �ber einzelne Monate. Diese antizipierte Beweisw�rdigung sei willk�rlich, zumal mit der Zwischenbilanz gerade h�tte nachgewiesen werden sollen, dass es sich bei den Einkommensschwankungen von 2010 und 2011 nicht um ein einmaliges Ereignis, sondern um eine dauernde Einkommensminderung handle. Auch der Hinweis darauf, dass das ordentliche Einkommen im Jahr 2008 tief (Fr. 50'229.--) ausgefallen und danach wieder angestiegen sei und deshalb beim (tiefen) Einkommen 2011 ebenfalls von einer vor�bergehenden Schwankung ausgegangen werden k�nne, sei im Lichte der antizipierten Beweisw�rdigung mit Bezug auf die Zwischenbilanz per 2012 willk�rlich.
�Die Beschwerdegegnerin erachtet die Beschwerde als ungen�gend begr�ndet und bestreitet im �brigen jegliche Willk�r in der Anwendung von Art. 179 ZGB.
4.1.3.�Das Kantonsgericht hat bei seiner Beweisw�rdigung beachtet, dass die Zwischenbilanz bez�glich des behaupteten Abw�rtstrends wegen ihrer Unvollst�ndigkeit nichts �ber die Einkommenssituation f�r das ganze Jahr 2012 und insbesondere �ber die angebliche Trendwende aussagen kann, zumal das Einkommen des Beschwerdef�hrers auch �ber die einzelnen Monate schwankt. Diese W�rdigung, gegen welche der Beschwerdef�hrer nichts Substanzielles vortr�gt, ist nicht willk�rlich, zumal aufgrund der beantragten Zwischenbilanz bei der gegebenen Sachlage nicht gesagt werden kann, das Einkommen 2012 werde �ber das ganze Jahr betrachtet sinken und so einen gefestigten Abw�rtstrend belegen. Eine Verletzung von Art. 9 BV ist insoweit nicht ersichtlich. Das Kantonsgericht hat sodann ber�cksichtigt, dass der Beschwerdef�hrer 2008 einen ausserordentlichen, auf ein ausserordentliches Projekt zur�ckzuf�hrenden Gewinn zu realisieren vermochte und deswegen seinen ordentlichen Gesch�ften weniger Zeit und Energie widmen konnte. Es hat mithin das tiefe ordentliche Einkommen mit einer besonderen Ausnahmesituation begr�ndet. Da �berdies der Reingewinn 2009 wieder auf Fr. 230'804.-- angestiegen ist, durfte die Vorinstanz ohne Willk�r davon ausgehen, eine anhaltende Senkung des Einkommens des Beschwerdef�hrers sei nicht glaubhaft dargetan, und auch der tiefe Reingewinn 2011 m�sse als vor�bergehende Erscheinung gewertet werden. Willk�r ist auch insoweit nicht ersichtlich.
4.2.1.�Der Beschwerdef�hrer macht weiter geltend, die Vorinstanz habe seinen Hinweis, er habe von 2002 bis 2009 ausserordentliche Projekte als Generalunternehmer generieren k�nnen, die nun wegfielen, als nicht �berzeugend verworfen. Sie erw�hne dabei das Projekt, bei dem er als Generalunternehmer mit einem Bauunternehmer 2 Doppeleinfamilienh�user realisieren k�nne, und meine dazu, dieser Umstand weise in eine andere Richtung; w�re dieser Markt nicht vielversprechend, w�re zumindest erstaunlich, dass der Beschwerdef�hrer 2011 zwei Firmen (GmbH) gegr�ndet habe mit dem Ziel, als General- oder Totalunternehmer t�tig zu sein. Die �berbauung mit Doppeleinfamilienh�usern in C.________ sei durch Zivilverfahren blockiert. Er habe die Herausgabe der entsprechenden Akten verlangt, was ihm indes mit der Begr�ndung verweigert worden sei, dieses Verfahren sei f�r die Bestimmung des massgebenden Einkommens nicht von Bedeutung. Diese antizipierte Beweisw�rdigung sei willk�rlich, zumal die Ausf�hrung des Projektes zurzeit �ber Jahre blockiert sei und der Beschwerdef�hrer mit der Vorlage der Zivilakten damit h�tte beweisen k�nnen, dass vorliegend aus diesem Projekt kein Einkommen generiert werden k�nne. Im weiteren belegten die eingereichten Steuerrechnungen und Jahresabschl�sse, dass er in den Jahren 2010-2012 nachweislich kein Einkommen aus Projekten erzielt habe. Entgegen der Annahme der Vorinstanz habe er in den massgebenden Jahren 2010-2012 auch mit den beiden Gesellschaften keinen ausserordentlichen Ertrag als General- bzw- Totalunternehmer erzielen k�nnen. Die besagten Gesellschaften seien zur Verminderung des Risikos gegr�ndet worden.
4.2.2.�Der Beschwerdef�hrer hat zwei Gesellschaften gegr�ndet, um als General- und Totalunternehmer t�tig zu sein und hat sich damit den Marktgegebenheiten angepasst. Der Vorinstanz ist darin beizupflichten, dass er dies wohl nicht getan h�tte, wenn der Markt nicht vielversprechend w�re. Dass ein Projekt zurzeit blockiert ist, �ndert daran nichts. Auch angesichts dieses Umstandes ist nicht von vornherein ausgeschlossen, dass sich der Beschwerdef�hrer in absehbarer Zeit als Generalunternehmer bet�tigen und wiederum ausserordentliche Projekte realisieren kann. Zudem ist die Blockierung eines Projektes nicht bestritten, sodass sich allein schon aus diesem Grund eine Herausgabe der Akten er�brigte. Von Willk�r kann auch insoweit nicht gesprochen werden.
4.3.1.�Der Beschwerdef�hrer macht unter dem Titel willk�rliche Beweisw�rdigung schliesslich geltend, die Vorinstanz erw�ge, es sei ihm in der Vergangenheit gelungen, in anderen Kantonen, insbesondere in der Gemeinde D.________, Projekte zu realisieren und er ziehe nach wie vor freie Mitarbeiter heran, um gr�ssere Auftr�ge aus Architekturwettbewerben gewinnen zu k�nnen. Gleichzeitig f�hre die Vorinstanz aus, dem Beschwerdef�hrer werde kein hypothetisches Einkommen angerechnet. Der Entscheid sei willk�rlich, weil er (der Beschwerdef�hrer) 2010 bis 2012 keine gr�sseren Auftr�ge in anderen Regionen oder aus Architekturauftr�gen habe generieren k�nnen. Willk�rlich sei ferner die Beweisw�rdigung, es sei ihm kein hypothetisches Einkommen angerechnet worden. Sodann habe er vor den kantonalen Instanzen weitere Einw�nde gegen den erstinstanzlichen Entscheid vorgetragen, auf welche die Vorinstanz nicht eingegangen sei bzw. die sie pauschal verworfen habe.
4.3.2.�All diese Vorbringen des Beschwerdef�hrers sind nicht geeignet, den angefochtenen Entscheid als im Ergebnis willk�rlich erscheinen zu lassen: Der Beschwerdef�hrer hat in den Jahren 2002 bis 2007 j�hrlich sehr hohe Reingewinne erzielt; einzig im Jahr 2005 war der Gewinn mit Fr. 129'188.-- im Vergleich zu den �brigen f�nf Jahren verh�ltnism�ssig tief ausgefallen. Mit Bezug auf das Jahr 2008 gilt es darauf hinzuweisen, dass der ordentliche Reingewinn mit Fr. 50'229.-- sehr tief ausgefallen ist. Wie die Vorinstanz indes ohne Willk�r hat annehmen d�rfen, ist der tiefe ordentliche Gewinn auf eine Investition der Zeit und Energie in ein ausserordentliches Projekt zur�ckzuf�hren, das dem Beschwerdef�hrer einen ausserordentlichen Reingewinn von Fr. 663'405.-- beschert hat. Bei dieser Sachlage und aufgrund der beim Beschwerdef�hrer gegebenen pers�nlichen Voraussetzungen darf ohne Willk�r davon ausgegangen werden, auch in Zukunft seien Einkommen in der Gr�ssenordnung fr�herer Jahre m�glich.
4.4.1.�Der Beschwerdef�hrer beanstandet weiter, die Vorinstanzen h�tten anhand des Arbeitsvertrages und der Lohnausweise ein durchschnittliches Einkommen der Beschwerdegegnerin zwischen Fr. 475.-- und 950.-- pro Monat ermittelt. Die Vorinstanzen h�tten seinem Antrag auf Einreichung der Steuererkl�rungen und Steuerveranlagungen in willk�rlicher Weise nicht stattgegeben.
4.4.2.�Die kantonalen Instanzen haben aufgrund der eingereichten Unterlagen das Einkommen der Beschwerdegegnerin als zuverl�ssig ermittelt erachtet. Es vermag nicht einzuleuchten, inwiefern diese Unterlagen f�r eine hinreichende Feststellung des massgebenden Einkommens nicht ausreichen sollten und der Beschwerdef�hrer legt denn auch nicht rechtsgen�glich dar, warum dies seiner Ansicht nach nicht der Fall sein sollte. Von Willk�r kann keine Rede sein.
5.1.1.�Der Beschwerdef�hrer richtet sich gegen die Schlussfolgerung der Vorinstanz, sein Einkommen habe sich nicht�
dauerhaft�ver�ndert. Er macht im Wesentlichen geltend, die Parteien seien im Eheschutzentscheid vom 7. Juni 2010 von einem durchschnittlichen Jahreseinkommen des Beschwerdef�hrers von Fr. 171'000.-- ausgegangen. Im Jahr 2010 habe sein Einkommen noch Fr. 99'475.-- (gem�ss Jahresrechnung) bzw. 101'981.-- (gem�ss Steuerrechnung) und 2011 rund Fr. 60'708.-- (gem�ss Jahresrechnung) und Fr. 62'685.-- (gem�ss Steuerrechnung) betragen. Das durchschnittliche Jahreseinkommen der letzten drei Jahre betrage Fr. 77'446.--, was eine Verminderung des Einkommens von Fr. 93'555.-- d.h. um 54.70% pro Jahr im Verh�ltnis zum Einkommen des Eheschutzentscheides vom 7. Juni 2010 ausmache. Die Vorinstanz f�hre aus, bei der Bemessung des Einkommens gem�ss Entscheid vom 7. Juni 2010 sei auf das durchschnittliche Einkommen des Beschwerdef�hrers der vorangehenden acht Jahre abgestellt worden. Die Vorinstanz gehe offenbar davon aus, dass f�r die Frage, ob eine dauernde Ver�nderung vorliege, auch auf diesen Zeitraum abzustellen sei. Diese Interpretation sei willk�rlich, zumal sich das Einkommen 2010 und 2011 wesentlich und dauerhaft ver�ndert habe.
5.1.2.�Entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers hat das Kantonsgericht nicht angenommen, dass lediglich bei einer deutlichen Verminderung des Einkommens �ber den Zeitraum von acht Jahren von einer dauerhaften Ver�nderung die Rede sein kann. Der besagte Zeitabschnitt fiel lediglich im Zusammenhang mit dem Entscheid vom 7. Juni 2010. Ohne Willk�r ausgewiesen ist zudem, dass erst in den letzten zwei Jahren ein derart tiefes Einkommen generiert worden ist. Sodann hat das Kantonsgericht mit der ersten Instanz ohne Willk�r daf�rgehalten, die Erzielung eines Einkommens in der fr�heren Gr�ssenordnung sei auch in Zukunft m�glich. Der Beschwerdef�hrer hat diese Schlussfolgerung erfolglos angefochten. Da somit eine wesentliche Einkommensreduktion bisher nur �ber zwei Jahre ausgewiesen ist und �berdies nach nicht willk�rlicher Auffassung die M�glichkeit besteht, in Zukunft an die fr�heren guten Jahre anzukn�pfen, erweist sich der angefochtene Urteil weder in der Begr�ndung noch im Ergebnis als willk�rlich.
5.2.1.�Der Entscheid des Gerichtspr�sidenten des Sensebezirks vom 7. Juni 2010 erkannte bei der Beschwerdegegnerin kein erzielbares Einkommen, w�hrend sie nunmehr zwischen Fr. 475.-- und Fr. 950.-- pro Monat verdient. Das Kantonsgericht erblickte darin keine wesentliche �nderung mit Bezug auf die Einkommensituation der Beschwerdegegnerin und hat dazu im Wesentlichen erwogen, eine �nderung der Unterhaltsbeitr�ge k�nne verlangt werden, wenn sich die Berechnungsfaktoren ge�ndert h�tten und feststehe, dass sich diese nicht gegenseitig aufheben. Der Beschwerdef�hrer begn�ge sich mit dem Einwand, das von der Beschwerdegegnerin erzielte Einkommen habe sich wesentlich und dauerhaft ver�ndert; er gehe indes nicht auf die Begr�ndung des Gerichtspr�sidenten ein, wonach sich das Einkommen mit den neu anfallenden Kosten ungef�hr aufhebe. Zudem bestreite er die neu anfallenden Kosten nicht. Ob das von der Beschwerdegegnerin erzielte Einkommen vollst�ndig von diesen Kosten aufgezehrt werde, sei unerheblich, zumal sp�testens nach deren Abzug nicht mehr von einer wesentlichen Erh�hung des Einkommens gesprochen werden k�nne. Wie sich aus dem angefochtenen Entscheid ergebe, betr�gen die Betreuungskosten f�r die Tochter Fr. 265.-- pro Monat und der Mehraufwand des neuen Mietzinses Fr. 770.--. Die Einnahmen l�gen zwischen Fr. 475.-- und Fr. 950.-- pro Monat, wobei die Einnahmen aus der Servicet�tigkeit aufgrund geringer H�he unbeachtlich seien.
5.2.2.�Der Beschwerdef�hrer bestreitet auch vor Bundesgericht die vom Kantonsgericht vertretene Argumentation und erblickt in der Einkommensentwicklung der Beschwerdegegnerin eine wesentliche und dauerhafte Ver�nderung der Verh�ltnisse.
5.2.3.�Dem Beschwerdef�hrer ist darin beizupflichten, dass sich die Einkommenssituation angesichts des nunmehr erzielten Einkommens im Verh�ltnis zum Zeitpunkt des Massnahmenurteils tats�chlich wesentlich und dauerhaft ver�ndert hat, zumal sich aus dem angefochtenen Urteil nicht ergibt, dass die Ver�nderung in dieser Hinsicht zeitlich beschr�nkt w�re. Der Beschwerdef�hrer hat indes die von der Beschwerdegegnerin angef�hrten zus�tzlichen Auslagen im kantonalen Verfahren nicht substanziiert bestritten. Damit aber bleibt es bei der kantonsgerichtlichen Feststellung, dass die Verbesserung auf der Einkommensseite durch die vermehrten Auslagen der Beschwerdegegnerin aufgewogen wird. Von Willk�r kann keine Rede sein.
6.1.�Der Beschwerdef�hrer beanstandet sodann, die kantonalen Instanzen h�tten die Regelung des Unterhaltsbeitrages und der Obhut betreffend den Sohn nicht ab dem Gesuch um Ab�nderung der Eheschutzmassnahmen (17. August 2010), sondern ab dem 1. November 2012 gelten lassen. Er r�gt in diesem Zusammenhang eine willk�rliche Feststellung des Sachverhalts. Zur Begr�ndung macht er geltend, die Vorinstanz gehe davon aus, seine Behauptung, der Sohn wohne seit 4. Juli 2010 bei ihm, finde in den Akten keine St�tze. Diese Feststellung sei willk�rlich, gehe doch die Richtigkeit dieser Behauptung sowohl aus dem Urteil des Gerichtspr�sidenten vom 27. April 2012 als auch aus dem in der Sache eingeholten Gutachten hervor.
6.2.�Wie sich aus den Akten ergibt, hat sich der Sohn seit dem 4. Juli 2010 mit Unterbr�chen bei seinem Vater aufgehalten. Soweit im angefochtenen Urteil etwas anderes behauptet wird, erweist sich dies als willk�rlich. Ab diesem Zeitpunkt ist der Beschwerdef�hrer somit auch f�r den Unterhalt seines Sohnes aufgekommen. Von daher vermag unter Ber�cksichtigung der einleitend aufgezeigten Grunds�tze (E. 3.1) nicht einzuleuchten, warum die den Sohn betreffende Ab�nderung der urspr�nglichen Massnahmen nicht ab dem Zeitpunkt des Gesuchs (17. August 2010) gelten sollte. Dass der Beschwerdef�hrer angeblich seinen Sohn der Mutter entfremdet, eine ordnungsgem�sse R�ckkehr des Sohnes zu seiner Mutter verhindert und den station�ren Aufenthalt seines Sohnes in einer jugendpsychiatrischen Klinik notwendig gemacht haben soll, �ndert nichts daran, dass der Beschwerdef�hrer ab dem 4. Juli 2010 den Sohn bei sich aufgenommen hat und f�r dessen Unterhalt aufgekommen ist. Mit der Festsetzung des Zeitpunktes der den Sohn betreffenden �nderungen (1. November 2012 statt 17. August 2010) hat die Vorinstanz Art. 9 BV verletzt.
Zusammenfassend ergibt sich, dass das kantonsgerichtliche Urteil lediglich mit Bezug auf den Zeitpunkt, ab dem die �nderungen betreffend den Sohn gelten, nicht der Verfassung entspricht. Die Beschwerde ist damit teilweise gutzuheissen. Die Ziffer I. des angefochtenen Urteils ist aufzuheben. Ziffer 1 des bezirksgerichtlichen Urteils vom 27. April 2012 ist dahingehend abzu�ndern, dass die �bertragung der Obhut �ber A.________ und die Ab�nderung der ihn betreffenden Unterhaltsregelung ab dem Datum des Ab�nderungsgesuchs, d.h. ab dem 17. August 2010 gelten. Im �brigen ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Aufgrund der Ab�nderung des erstinstanzlichen Urteils in einem Punkt ist auch die bezirksgerichtliche Kostenregelung aufzuheben (Ziffer 3 des bezirksgerichtlichen Urteils). Dasselbe gilt dem Ausgang des vorliegenden Verfahrens entsprechend f�r die Kostenverlegung des zweitinstanzlichen Verfahrens (Ziff. II. des kantonsgerichtlichen Urteils).
Der Beschwerdef�hrer hat den kantonsgerichtlichen Entscheid lediglich mit Bezug auf den Zeitpunkt der Ab�nderung der Regelung bez�glich A.________ erfolgreich angefochten. Daher rechtfertigt es sich, ihm die Gerichtskosten zu 3/4 und der Beschwerdegegnerin zu einem Viertel aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 und 2 BGG). Dieser Kostenverteilung entsprechend hat der Beschwerdef�hrer der Beschwerdegegnerin eine um die H�lfte reduzierte Parteientsch�digung (3/4-1/4) auszurichten (Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG).
Zur Neuverlegung der Gerichts- und Parteikosten der kantonalen Verfahren ist die Sache an das Kantonsgericht zur�ckzuweisen (Art. 67 BGG).
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Die Ziffern I. und II. des angefochtenen Urteils werden aufgehoben. Ziffer 1 des Urteils des Pr�sidenten des Bezirksgerichts des Sensebezirks vom 27. April 2012 wird wie folgt ge�ndert: "Die Ab�nderung der Eheschutzmassnahmen mit Bezug auf die Obhutszuteilung und die Unterhaltspflicht f�r A.________ gilt mit Wirkung ab 17. August 2010". Die Ziffer 3 (Kostenregelung) des Urteils des Pr�sidenten des Bezirksgerichts des Sensebezirks vom 27. April 2012 wird aufgehoben.
�Im �brigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
Die Gerichtskosten von Fr. 3'000.-- werden dem Beschwerdef�hrer zu 3/4, d.h. im Umfang von Fr. 2'250.--, und der Beschwerdegegnerin zu 1/4, d.h. im Umfang von Fr. 750.--, auferlegt.
Der Beschwerdef�hrer hat der Beschwerdegegnerin f�r das bundesgerichtliche Verfahren eine reduzierte Entsch�digung von Fr. 2'000.-- (1/2 von Fr. 4'000.--) zu entrichten.
Die Sache wird zur Neuverlegung der Gerichtskosten und Parteientsch�digungen der kantonalen Verfahren an das Kantonsgericht zur�ckgewiesen.