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Timestamp: 2019-02-18 06:15:55
Document Index: 388515115

Matched Legal Cases: ['§ 20', '§ 11', '§ 10', '§ 35', '§ 38', '§ 3']

Verordnung über das Naturschutzgebiet „Jägersburger Wald/Königsbruch“
Fundstelle: Amtsblatt 2004, S. 1734
(1) Das im Folgenden näher bestimmte Gebiet mit einer Größe von ca. 638 ha wird zum Naturschutzgebiet erklärt; es trägt die Bezeichnung Naturschutzgebiet „Jägersburger Wald/Königsbruch“.
(2) Das Naturschutzgebiet liegt in der Stadt Homburg zwischen Bahnhof Jägersburg, Bruchhof und der Landesgrenze zu Waldmohr.
Das Naturschutzgebiet umfasst die Grundstücke in der
(Fläche 1 auf Blatt 1) Nr. 1644/2, 1822, 1607, 1614 bis 1623, 1623/2, 1623/3, 1624 bis 1627, 1627/2, 1628 bis 1633, 1633/2, 1634 bis 1636, 1636/2, 1636/3, 1637 bis 1640, 1640/2, 1640/3, 1641, 1642, 1642/2, 1643, 1643/2, 1644, 1851, 1575, 1575/2, 1576 bis 1578, 1578/2, 1579 bis 1582, 1836, 1837, 1834/1, 1832/2, (auf Blatt 2) 1534 bis 1537, 1538/2, 1538 bis 1541, 1541/2, 1542 bis 1546, 1546/2, 1547, 1547/2, 1548, 1549, 1549/2, 1550 bis 1552, 1552/2 bis 1552/4, 1553 bis 1555, 1555/2, 1556 bis 1565, 1565/2, 1565/3, 1566 bis 1574, 1839, 1838/3, 1840, 1844
sowie Teile der Nr. (auf Blatt 1) 1606/5, 1835/6, 1850, (auf Blatt 2) 1848, 1846, und 1845;
Gemarkung Homburg,
(Fläche 2 auf Blatt 3) 4891, 4890, 4861, 4861/2, 4861/3, 4862 bis 4867, 4867/2 bis 4867/4, 4868, (auf Blatt 2) 4868/2, 4868/3, 4869, 4869/2 bis 4869/6, 4870 bis 4874, 4874/2 bis 4874/6, 4875, 4875/2, 4876/5, 4876, 4876/3, 4876/4, 4877, 4877/2, 4878, 4878/2 bis 4878/4, 4879, 4879/2 bis 4879/4, 4880, 4881, 4881/2, 4882, 4882/2 bis 4882/6, 4883, 4883/2, 4884, 4885, 4885/2 bis 4885/12, 4898, 4889, 4854/2, 4858
sowie Teile der Nr. (auf Blatt 5) 4888, 4857/4, und 4860/3;
Gemarkung Bruchhof-Sanddorf,
(auf Blatt 3) 4892/2, 4962 bis 4964, 4966, 4967, 4967/2, 4968 bis 4970, 4971/2, 4971, 4971/3, 4973, 4978, 4978/2 bis 4978/4, 4879, 4979/2, 4980, 4980/3, 4980/2, 4981, 4981/2 bis 4981/4, 4982, 4982/2, 4983, 4983/2, 4984 bis 4989, 4989/2, 4990, 4990/2 bis 4990/4, 4991, 4991/2, 4992, 4992/2 bis 4992/6, (auf Blatt 6) 4993, 4993/2, 4993/3, 4994, 4994/2, 4995, 4995/2 bis 4995/4, 4996, 4996/2, 4997, 4997/2, 4998, 4999, 4999/2, 5000, 5000/2, (Blatt 3) 5001, 5003 bis 5006, 5006/2, 5007, 5008, 5008/2, 5009, 5009/2, 5010, 5013, 5013/2, 5014, 5014/3, 5014/4, 5015, 5015/2, 5016, (auf Blatt 6) 5017, 5017/2 bis 5017/4, 5018, 5018/2, 5018/3, 5019, 5019/2 bis 5019/8, 5020, 5020/2, 5020/3, 5021/7, 5360/2 bis 5360/7, 5361/2 bis 5361/12, (auf Blatt 3) 5362, 5362/2, 5363/22, 4905/5, 4905/6, 4906/3, 4907/4 bis 4907/6, 4908, 4909, 4909/2, 4910, 4910/2, 4911, 4911/2 bis 4911/6, 4912, 4912/2 bis 4912/5, 5022/2 bis 5022/4, 5023/3, 5024, 5024/2, 5024/3, 5024/6, 5027/3, 5034, 5034/2, 5035, 5036, 5036/2 bis 5036/4, 5037, 5037/2, 5038, 5039, 5039/2 bis 5039/4, 5040, 5040/2, 5041/2, 5041, 5042, 5042/2, 5042/3, 5043 bis 5047, 5047/2, 5047/3, 5048/7, 5050, 5050/2 bis 5050/10, 6027 bis 6029, 6029/2, 6030, 6030/2, 6031/1, 5121/27, 5121/26, 5122, 5123/3, 5123/2, 5123/6, 6040, 6041/3, 6043, 6044, 6044/2 bis 6044/4, 6045, 6045/2, 6045/3, 6046, 6047, 6047/2, 6048, 6048/2 bis 6048/4, 6049 bis 6051, 6051/2, 6052, 6052/2, 6053, 6053/2 bis 6053/8, 6055, 6055/2, 6055/3, 6056 bis 6058, 6058/2, 6059 bis 6062, 6062/3, 6062/2, 6063, 6063/2, 6064 bis 6068, 6068/2, 6069 bis 6071, 6071/2, 6072, 6073, 6073/2, 6074 bis 6076, 6076/2, 6077, 6077/3, 6077/2, 6078 bis 6080, 6080/2, 6081 bis 6084, 6084/2, 6085 bis 6087, 6087/2, 6088, 6089, 6089/3, 6089/2, 6090, 6091, 6091/2, 6092 bis 6094, 6094/2, 6095, 6096, 6096/2, 6096/3, 6097 bis 6102, 6102/2, 6103, 6103/3, 6103/2, 6104 bis 6107, 6107/2, 6108 bis 6110, 5051, 5051/2 bis 5051/4, 5052, 5052/2, 5053, 5053/2, 5054 bis 5057, 5057/2, 5057/3, 5058, 5058/3, 5058/2, 5059 bis 5061, 5061/2, 5062, 5063, 5063/2, 5064, 5064/2, 5064/3, 5064/5 bis 5064/8, (auf Blatt 5) 5065, 5065/2 bis 5065/5, 5066 bis 5068, 5068/2, 5069, 5069/2, 5069/3, 5070 bis 5075, 5075/2, 5076, 5076/2, 5077 bis 5089, 5089/2, 5089/3, 5090, 5090/2, 5091, 5091/2 bis 5091/7, 5092 bis 5094, 5096, 5097, 5098/2 bis 5098/7, 5098, 6112, 6112/2, 6113, 6113/2, 6114, 6114/2 bis 6114/4, 6115, 6116, 6116/2, (auf Blatt 6) 6117, 6117/2, 6118, 6119, 6119/2 bis 6119/5, 6120, 6120/2, 6121, 6121/2, 6122, 6122/2, 6123, 6124, 6124/2, 6125/5, 6126, 6126/2 bis 6126/7, 6127, 6127/2 bis 6127/5, 6128/2 bis 6128/4, 6128, 6129, 6129/2 bis 6129/5, 6130, 6130/2 bis 6130/5, 6131, 6131/2, 6131/3, 6132, 6132/2 bis 6132/6, 6133, 6133/2 bis 6133/5, 6134, 6134/2, 6135, 6135/2, 6135/3, 6136, 6136/2, 6136/3, 6137, 6137/2, 6137/3, 6138, 6139, 6139/2 bis 6139/4, 6139/6, 6140/4, 6141, 6141/2, 6142, 6142/2, 6142/3, 6143, 6143/2, 6143/3, 6144, 6144/2 bis 6144/5, 6145, 6145/2, 6146, 6146/2, 6147, 6147/2, 6148, 6148/2, 6148/3, 6149, 6150, (Fläche 3 auf Blatt 4) 4903/4, 4902, 4900
sowie Teile der Nr. (auf Blatt 5) 4892/3, 6138/3, (auf Blatt 3) 4898/3, 4972, 4974 bis 4977, 4901/1, 5049/5, 5033/7, (auf Blatt 4) 4897/5, 5364/37.
(3) Das Naturschutzgebiet ist in dem anliegenden Kartenausschnitt, der Bestandteil dieser Verordnung ist, gekennzeichnet.
Die parzellengenaue Abgrenzung des Naturschutzgebiets ist in Karten M 1:1.500 mit Randsignatur und Parzellennummern wiedergegeben. Diese Karten werden im Ministerium für Umwelt - Oberste Naturschutzbehörde - verwahrt. Eine weitere Ausfertigung befindet sich bei der unteren Naturschutzbehörde des Saarpfalz-Kreises. Die Karten können bei den genannten Behörden eingesehen werden.
Schutzzweck für das Naturschutzgebiet ist:
die Erhaltung, Pflege und Entwicklung der Lebensräume seltener und gefährdeter Pflanzengesellschaften und Tierarten auf Niedermoor mit angrenzenden Waldflächen;
die Erhaltung und Entwicklung als Gebiet von gemeinschaftlicher Bedeutung nach der Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wild lebenden Tiere und Pflanzen (ABl. EG Nr. L 206 S. 7), zuletzt geändert durch die Richtlinie 97/62/EG vom 27. Oktober 1997 (ABl. EG Nr. L 305 S. 42),[1] für:
Lebensraumtypen nach Anhang I der FFH-Richtlinie, wie z.B. oligo- bis mesotrophe stehende Gewässer mit Unterwasserrasen und Schwimmblattgesellschaften, Pfeifengraswiesen, feuchte Hochstaudenfluren, magere Flachlandmähwiesen, Hainsimsen-Buchenwald, Birken-Moorwald,
Tier- und Pflanzenarten nach Anhang II der FFH-Richtlinie, wie z.B. Kammmolch und Schwarzblauer Bläuling;
die Erhaltung der Funktion als Naherholungsfläche zwischen Homburg und Waldmohr mit dem Charakter einer ausgedehnten Moorniederung.
bauliche Anlagen zu errichten, auch solche, die keiner Baugenehmigung bedürfen;
das Naturschutzgebiet ohne Nutzungsrecht mit motorgetriebenen Kraftfahrzeugen zu befahren;
außerhalb der vorhandenen Wege Rad zu fahren oder zu reiten;
wild wachsende Pflanzen einzubringen, zu entnehmen oder zu schädigen und wild lebende Tiere auszusetzen, zu entnehmen oder zu stören;
in den Wasserhaushalt des Gebiets einzugreifen, einschließlich Bau von Drainagen;
(4) Beweidung darf nur auf bisher beweideten Flächen oder nach den flächenbezogenen Vorgaben des Pflege- und Entwicklungsplans vorgenommen werden.
(5) In Waldbeständen darf nur nach den Regeln des naturgemäßen Waldbaus gewirtschaftet werden (kahlschlagsfreie Einzelstammnutzung), wobei
standortfremde Bestände bei Bewirtschaftung in naturnahe Bestände umgewandelt werden sollen,
in der Naturwaldzelle Jägersburger Moor (74 ha) keine wirtschaftliche Nutzung erfolgt.
(7) Verkehrssicherungsmaßnahmen und Arbeiten zur Unterhaltung und Instandsetzung rechtmäßig bestehender Anlagen, Wege, Leitungen (einschließlich Leitungstrassen) und Einrichtungen sind ausschließlich in der Zeit vom 15. August bis 15. Februar zulässig; bei Gefahr in Verzug und bei Unaufschiebbarkeit dürfen Arbeiten in der übrigen Zeit vorgenommen werden.
(8) Arbeiten zur Unterhaltung von Gewässern sind ausschließlich in der Zeit vom 15. August bis 1. November zulässig; bei Gefahr im Verzug und bei Bauzeiten über 2 ½ Monate Dauer gilt diese Fristbeschränkung nicht.
(9) Fischerei ist im Rahmen bestehender Eigentümerrechte und Pachtverträge zulässig.
(10) Beleuchtungs-Einrichtungen sollen mit Insekten-schonenden Leuchtmitteln nach dem Stand der Technik ausgerüstet werden (Natrium-Dampflampen).
(11) Erdarbeiten zur Sicherung, wissenschaftlichen Dokumentation und Bergung von Bodendenkmälern nach § 20 des Saarländischen Denkmalschutzgesetzes vom 12. Oktober 1977 (Amtsbl. S. 993)[2] sind im Einvernehmen mit der obersten Naturschutzbehörde zulässig.
(12) Die bisher rechtmäßig ausgeübte Wassergewinnung ist zulässig.
(13) Baumaßnahmen für querende Ver- und Entsorgungsleitungen sind zulässig; die §§ 11 bis 15 SNG bleiben unberührt.
(14) Das Sammeln von Beeren, Kräutern, Früchten und Pilzen ist für den Eigenbedarf, ohne gewerblichen Nutzen, erlaubt.
SDschG vgl. BS-Nr. 224-5. Ab 1. Januar 2005 gilt ein neues Denkmalschutzgesetz; die vergleichbare Vorschrift befindet sich dann in § 10 Abs. 1 SDschG .
(1) Für das Naturschutzgebiet wird ein Pflege- und Entwicklungsplan vom Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz erstellt. Auf Waldflächen wird hierzu von der Forstbehörde ein forstlicher Fachbeitrag erstellt.
(2) Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen werden unter Leitung des Landesamts durchgeführt. Die Empfehlungen für die Pflege von Biotopflächen in der offenen Landschaft vom 28. September 1995 (GMBl. S. 599) sollen beachtet werden. § 35 Saarl. Naturschutzgesetz ist entsprechend anzuwenden.
(3) Bei Verpachtung der im Eigentum der Stadt Homburg, des Landes oder des Bundes befindlichen Grundstücke und bei vertraglichen Vereinbarungen zur Förderung der Nutzung sind die Vorgaben des Pflege- und Entwicklungsplans für die betroffene Fläche zu beachten.
Ordnungswidrig im Sinne des § 38 Abs. 1 Nr. 9 des Saarländischen Naturschutzgesetzes handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 3 Abs. 1
das Naturschutzgebiet ohne Nutzungsrecht mit einem motorgetriebenen Fahrzeug befährt,
im Naturschutzgebiet außerhalb der Wege Rad fährt oder reitet,
in den Wasserhaushalt des Gebietes ohne Recht auf Grundwassernutzung eingreift,
Diese Verordnung tritt am Tag nach ihrer Verkündung im Amtsblatt des Saarlandes in Kraft. Gleichzeitig tritt aus der Verordnung über die Naturschutzgebiete „Naturwaldzellen im Saarland“ vom 28. Januar 2000 (Amtsbl. S. 470) die Nummer 9, Jägerburger Moor, außer Kraft.