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Timestamp: 2016-10-28 06:43:06
Document Index: 335113635

Matched Legal Cases: ['Art. 292', 'Art. 110', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 110', 'Art. 110', 'BGE', 'Art. 129', 'Art. 33', 'Art. 157', 'Art. 33', 'Art. 139', 'Art. 133', 'Art. 139', 'Art. 139', 'Art. 139', 'Art. 139', 'Art. 133', 'Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'Art. 29', 'BGE', 'Art. 29', 'BGE', 'Art. 29', 'BGE', 'Art. 63', 'Art. 64', 'BGE', 'BGE', 'Art. 63', 'Art. 64', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'Art. 55', 'BGE', 'Art. 44', 'Art. 156', 'Art. 159']

Kl�ger und Berufungsbeklagten, vertreten durch Rechtsanwalt Claude Schluep, Konsumstrasse 16A, 3007 Bern.
A.________ (Kl�ger), wohnhaft in Y.________, tritt unter dem Pseudonym DJ Bobo weltweit als Popstar im Fernsehen sowie in Konzert-Tourneen auf. Ausserdem verkauft er Tontr�ger, insbesondere auch von ihm selbst geschaffene CD's sowie Zubeh�r von Discjockeys. Er ist Inhaber mehrerer national und international hinterlegter Wort- und Wort-/Bildmarken mit den Zeichen "D.J. Bobo" und "Bobo". Am 17. Juli 1996 liess er in der Schweiz den Internet-Domain-Namen "www.djbobo.ch" registrieren.
Die X.________ GmbH (Beklagte) mit Sitz in Z.________ bezweckt die Beratung von Unterhaltungs- und Freizeitprojekten aller Art. Sie kann insbesondere auch Patente, Lizenzen und andere Immaterialg�terrechte erwerben, verwalten, verwerten und ver�ussern. Der gesch�ftsf�hrende Gesellschafter der Beklagten, B.________, war anfangs der 90er Jahre zusammen mit seinem Partner unter der Bezeichnung "C.________ Music " Produzent des Kl�gers. Er schloss damals mit dem Kl�ger f�r die "C.________ Music " Vertr�ge ab, u.a. auch �ber die Verwendung des Namens DJ Bobo im Zusammenhang mit den durch "C.________ Music " produzierten Musiktiteln. Angeblich im Jahre 1998 liess die Beklagte in Deutschland den Internet-Domain-Namen "djbobo.de" registrieren. �ber diese Homepage konnten unter der Rubrik "Discographie" ab Mitte 1999 diverse �ltere Alben und unter der Rubrik "Buch" das Buch "DJ Bobo - Die vergessenen Jahre" bestellt werden. Unter "Guestbook" konnten die Besucher der Homepage Nachrichten f�r DJ Bobo schreiben. Das Guestbook sei nach Abmahnung durch den Kl�ger vom 15. September 1999 vor�bergehend geschlossen worden.
Auf Gesuch des Kl�gers befahl der Pr�sident I des Kantonsgerichtes Nidwalden der Beklagten mit superprovisorischer Verf�gung vom 13. Oktober 1999, "den Link zwischen der Internet-Adresse www.djbobo.de und der darunter geschalteten Website "Welcome to the world of DJ Bobo" aufzuheben bzw. aufheben zu lassen". Diese Anordnung best�tigte der Kantonsgerichtspr�sident mit vorsorglicher Massnahmenverf�gung vom 28. Juli 2000. Gleichzeitig setzte er dem Gesuchsteller Frist zur Einreichung einer Klage an.
Daraufhin stellte der Kl�ger beim Kantonsgericht die folgenden Rechtsbegehren:
"1. Die Beklagte habe auf ihre Kosten den Domainnamen djbobo.de innert einer Frist von 10 Tagen ab Rechtskraft des Urteils bei der zust�ndigen Registrierungsstelle auf den Kl�ger unwiderruflich �bertragen zu lassen und dem Kl�ger innert derselben Frist eine Bescheinigung �ber die veranlasste Umschreibung zukommen zu lassen.
Eventuell: Die Beklagte habe auf ihre Kosten den Domainnamen djbobo.de innert einer Frist von 10 Tagen ab Rechtskraft des Urteils �ber die zust�ndige Registrierungsstelle l�schen zu lassen, unter gleichzeitiger Verpflichtung, den Domainnamen djbobo.de weder f�r sich noch f�r einen Dritten registrieren zu lassen, unter Androhung der �berweisung der beklagtischen Organe, insbesondere des Herrn B.________ an den Strafrichter zur Bestrafung mit Haft oder Busse wegen Ungehorsams im Sinne von Art. 292 StGB im Falle der Zuwiderhandlung.
2. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kl�ger einen nach richterlichem Ermessen bestimmten Schadenersatz und/oder Genugtuung zu zahlen, mindestens jedoch Fr. 50'000.--.
Das Kantonsgericht hiess die Klage am 7. November 2001 gut. Es wies die Beklagte entsprechend dem Eventualbegehren unter Strafandrohung an, den Domain-Namen djbobo.de innert einer Frist von 10 Tagen ab Rechtskraft des Urteils �ber die zust�ndige Registrierungsstelle l�schen zu lassen und den Domain-Namen weder f�r sich noch f�r einen Dritten registrieren zu lassen. Weiter verpflichtete es die Beklagte, dem Kl�ger Schadenersatz in H�he von Fr. 240'800.-- zu bezahlen.
Die Beklagte beantragt mit eidgen�ssischer Berufung, das Urteil vom 7. November 2001 aufzuheben und die Klage abzuweisen; eventuell sei die Streitsache zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Der Kl�ger schliesst auf Abweisung der Berufung, soweit darauf eingetreten werden kann.
Das Kantonsgericht entschied, die Verwendung des Domain-Namens djbobo.de durch die Beklagte verletze das Namensrecht sowie Markenschutzrechte des Kl�gers. �berdies verstosse sie gegen Lauterkeitsrecht. Es beurteilte die geltend gemachten Anspr�che unter allen rechtlichen Aspekten nach schweizerischem Recht.
Nachfolgend ist zun�chst zu pr�fen, ob die Vorinstanz die namensschutzrechtlichen Anspr�che des Kl�gers zutreffend nach schweizerischem Recht beurteilt und danach gutgeheissen hat.
Im Zusammenhang mit der Frage nach dem anwendbaren Recht stellte die Vorinstanz fest, dass der Kl�ger in der Schweiz domiziliert ist, die Beklagte ebenfalls Sitz in der Schweiz hat und dass der Kl�ger eine Verletzung von schweizerischem Recht durch unerlaubte Handlungen der Beklagten geltend macht. Der einzige Auslandsbezug bestehe bei der vorliegenden Streitsache darin, dass die Beklagte den inkriminierten Domain-Namen in Deutschland habe registrieren lassen.
Die Beklagte macht geltend, die Vorinstanz habe Art. 110 IPRG verletzt, indem sie die Streitsache nach schweizerischem und nicht nach deutschem Recht beurteilt habe. Die behauptete Rechtsverletzung k�nne einzig in der Registrierung des strittigen Domain-Namens liegen, die in Deutschland erfolgt sei. Dementsprechend werde ausschliesslich immaterialg�terrechtlicher Schutz f�r Deutschland beansprucht.
Es kann offen bleiben, ob nach den tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz mit Bezug auf namensschutzrechtliche Aspekte �berhaupt ein internationaler Sachverhalt im Sinne von Art. 1 Abs. 1 IPRG vorliegt und dieses Gesetz damit anwendbar ist. Eine vorfrageweise Anwendung des IPRG (vgl. Schnyder, Basler Kommentar, N. 4 zu Art. 1 IPRG) f�hrt hier jedenfalls zur Anwendbarkeit von Schweizer Recht, wie nachfolgend darzulegen ist.
Der von der Beklagten angerufene Art. 110 IPRG regelt lediglich, welchem Sachrecht Immaterialg�terrechte zu unterstellen sind. Den selbst�ndigen Schutz des Namens, wie er hier verlangt wird, erfasst er nicht (vgl. Jegher/Schnyder, Basler Kommentar, N. 4 und 8 zu Art. 110 IPRG). Der Namensschutz stellt vielmehr einen Sonderfall des allgemeinen Pers�nlichkeitsschutzes dar (BGE 120 III 60 E. 3a S. 63; 116 II 463 E. 3a). F�r daraus fliessende Anspr�che ist das anwendbare Recht nach den Verweisungsnormen von Art. 129 ff. IPRG zu bestimmen (Art. 33 Abs. 2 IPRG; vgl. auch ausdr�cklich f�r Gesellschaften Art. 157 Abs. 2 IPRG; Vischer, in Heini et al., IPRG Kommentar, Z�rich 1993, N. 4 zu Art. 33 IPRG). Es kann dabei offen bleiben, ob vorliegend der besondere Deliktstatbestand der Pers�nlichkeitsverletzung "durch andere Informationsmittel in der �ffentlichkeit" nach Art. 139 Abs. 1 IPRG oder die allgemeine subsidi�re Deliktsnorm von Art. 133 IPRG anwendbar ist (vgl. dazu Vischer, a.a.O., N. 4 zu Art. 139 IPRG; zur Anwendbarkeit von Art. 139 IPRG f�r Pers�nlichkeitsverletzungen durch Internet: Dutoit, Droit International Priv� Suisse, 3. Aufl., Basel 2001, N. 8bis zu Art. 139 IPRG; Weber, E-Commerce und Recht, Z�rich 2001, S. 61; Dessemontet, Internet - les droits de la personnalit� et le droit international priv�, media-LEX 2/1997, S. 77 ff., 81 f.). Denn vorliegend f�hren beide Verweisungsnormen zur Anwendbarkeit von Schweizer Recht: Anspr�che aus Pers�nlichkeitsverletzung durch Medien oder andere Informationsmittel unterstehen gem�ss Art. 139 Abs. 1 lit. b IPRG nach Wahl des Gesch�digten dem Recht des Staates in dem die Urheberin der (behaupteten) Verletzung, im vorliegenden Fall die Beklagte, ihre Niederlassung oder ihren gew�hnlichen Aufenthalt hat. Sodann unterstellt Art. 133 Abs. 1 IPRG Anspr�che aus unerlaubter Handlung f�r den Fall, dass der Sch�diger und der Gesch�digte ihren gew�hnlichen Aufenthalt im gleichen Staat haben, dem Recht dieses Staates. Die Vorinstanz hat somit kein Bundesrecht verletzt, indem sie die namensrechtlichen Anspr�che nach Schweizer Recht beurteilte, da sich der Kl�ger auf dieses beruft und sowohl der Kl�ger als auch die Beklagte ihren Wohnsitz bzw. Sitz in der Schweiz haben.
Die Beklagte h�lt daf�r die Vorinstanz habe Art. 29 ZGB verletzt, indem sie den Namensschutz nach dieser Bestimmung auf Domain-Namen ausgedehnt habe. Ein Domain-Name individualisiere und identifiziere lediglich den an das Internet angeschlossenen Rechner. Er sei mit einer Adresse oder einer Telefonnummer vergleichbar. Adressen und Telefonnummern w�rden durch den Namensschutz indessen nicht erfasst.
Die R�ge ist unbegr�ndet. In technischer Hinsicht identifizieren Domain-Namen zwar nur den an das Netzwerk angeschlossenen Rechner und kennzeichnen daher an sich weder eine Person noch ein bestimmtes Unternehmen. F�r den Internet-Ben�tzer - auf den bei der Frage der Funktion von Domain-Namen richtigerweise abzustellen ist - steht jedoch die technische Funktion des Domain-Namens nicht im Vordergrund. Vielmehr bezeichnet dieser aus Sicht des Anwenders zun�chst einen Web-Site als solchen. Zudem identifiziert er bei geeigneter Ausgestaltung auch die dahinterstehende Person, Sache oder Dienstleistung und ist insofern - je nach konkreter Situation - als Kennzeichen mit einem Namen, einer Firma oder einer Marke vergleichbar. Ist das als Domain-Name verwendete Zeichen namenrechtlich, firmenrechtlich oder markenrechtlich gesch�tzt, kann der entsprechend Berechtigte einem Unberechtigten nach der im Einklang mit der Lehre stehenden bundesgerichtlichen Rechtsprechung die Verwendung des Zeichens als Domain-Namen grunds�tzlich verbieten (BGE 128 III 354 E. 3 S. 357 f.; BGE 126 III 239 E. 2b/c, je mit Hinweisen).
Es ist unbestritten, dass der Kl�ger f�r die Individualisierungs- und Kennzeichnungswirkung seines ber�hmten K�nstlernamens DJ Bobo den namensrechtlichen Schutz nach Art. 29 ZGB in Anspruch nehmen kann (vgl. BGE 112 II 59 E. 1c S. 63; 92 II 305 E. 3). Er kann damit Dritten die Verwendung dieses Namens als Domain-Namen verbieten, soweit darin eine unbefugte Namensanmassung im Sinne von Art. 29 Abs. 2 ZGB zu sehen ist (vgl. dazu BGE 128 II 353 E. 4; 401 E. 5 S. 403, je mit Hinweisen).
Die Beklagte bestreitet einzig, dass sie den K�nstlernamen des Kl�gers unbefugt gebraucht habe und damit eine Namensanmassung im Sinne von Art. 29 Abs. 2 ZGB vorliege. Sie sei aufgrund von Ziff. 6 des zwischen dem Kl�ger und der "C.________ Production" geschlossenen Vertrags vom 6./13. April 1993 berechtigt, den Namen (K�nstlernamen) des Kl�gers zum Zweck der Werbung f�r Endprodukte mit Vertragsaufnahmen zu benutzen.
Der erw�hnte Vertrag wurde zwischen der "C.________ Production" und dem Kl�ger geschlossen. Die Beklagte war daran nicht beteiligt. Die Vorinstanz hat keine Feststellungen dar�ber getroffen, ob und inwiefern sich die Beklagte �berhaupt auf Rechte aus diesem Vertrag berufen kann. Wie es sich damit verh�lt, kann mit Blick auf die nachfolgenden Erw�gungen offen gelassen werden.
Die Vorinstanz verneinte, dass die Beklagte aus dem erw�hnten Vertrag die Befugnis ableiten k�nne, das Pseudonym des Kl�gers als Domain-Namen zu verwenden. Ihr sei im Vertrag keine derart weitgehende Berechtigung am Namen DJ Bobo einger�umt worden. Die F�hrung einer Homepage unter diesem Domain-Namen k�nne nicht als Werbung f�r Endprodukte im Sinne des Vertrages verstanden werden, auch wenn auf dem mit der strittigen Adresse verkn�pften Website u.a. Werbung f�r Endprodukte mit Vertragsaufnahmen gemacht werde. Der durchschnittliche Internet-Benutzer bringe den strittigen Domain-Namen mit dem Kl�ger in Verbindung und vermute dahinter den Internet-Site des Kl�gers. Auf diesem Site erwarte er nebst verschiedenen Angeboten nicht nur Informationen �ber den Kl�ger, sondern auch Informationen vom Kl�ger.
Diese Erw�gungen sind nicht zu beanstanden. Die Vorinstanz hat keine verbindlichen Feststellungen dar�ber getroffen, ob das der "C.________ Music " einger�umte Recht zur Nutzung des Pseudonyms des Kl�gers nach dem tats�chlichen Parteiwillen auch das Recht umfasst, darunter einen Internet-Site zu f�hren (vgl. dazu BGE 126 III 119 E. 2a, 375 E. 2e/aa S. 379 f.; 121 III 118 E. 4b/aa S. 123, je mit Hinweisen). Die Erkl�rungen der (Vertrags)Parteien sind deshalb zur Ermittlung des mutmasslichen Parteiwillens aufgrund des Vertrauensprinzips so auszulegen, wie sie nach ihrem Wortlaut und Zusammenhang sowie den gesamten Umst�nden verstanden werden durften und mussten. Das Bundesgericht �berpr�ft diese objektivierte Auslegung von Willenserkl�rungen im Berufungsverfahren als Rechtsfrage, wobei es an Feststellungen des kantonalen Richters �ber die �usseren Umst�nde sowie das Wissen und Wollen der Beteiligten grunds�tzlich gebunden ist (Art. 63 Abs. 2 und Art. 64 OG; BGE 127 III 248 E. 3a; 125 III 263 E. 4a, 435 E. 2a/aa; 123 III 165 E. 3a, je mit Hinweisen).
Die Beklagte hat den K�nstlernamen DJ Bobo unver�ndert als Second-Level-Domain-Namen f�r die von ihr betriebene Homepage �bernommen. Dadurch werden namensrechtlich relevante Interessen des Kl�gers in erheblicher Weise tangiert. Die Vorinstanz hat zun�chst zutreffend erkannt, dass durch die Verwendung des K�nstlernamens als Domain-Namen eine Verwechslungsgefahr geschaffen wurde, die darin besteht, dass es zu Fehlzurechnungen des Internet-Sites kommen kann, d.h. zu einer Fehlidentifikation der hinter dem Site stehenden Person, oder zu ungewollten Zugriffen auf den Site der Beklagten durch Personen, welche die Homepage des Kl�gers besuchen wollten (vgl. dazu BGE 128 III 401 E. 5). Nach den Feststellungen der Vorinstanz weist die unter der Adresse www.djbobo.de erreichbare Homepage der Beklagten zudem nicht auf die Urheberschaft des Sites hin. Daraus schloss die Vorinstanz f�r das Bundesgericht verbindlich, dass Verwechslungen von der Beklagten geradezu gewollt seien, da sie daraus gesch�ftlich Nutzen ziehen k�nne (Art. 63 Abs. 2 und Art. 64 OG; BGE 127 III 248 E. 3a; 125 III 435 E. 2a/aa; 123 III 165 E. 3a; je mit Hinweisen). Unabh�ngig davon ist ihr darin beizupflichten, dass sich die Verwechslungsgefahr, die von einer Internet-Adresse mit einer bestimmten Beschaffenheit ausgeht, ohnehin nicht mit dem Inhalt oder der Gestaltung der damit bezeichneten Homepage beseitigen liesse (vgl. BGE 128 III 353 E. 4.2.2.1, 401 E. 7.2.1. S. 409 f., je mit Hinweisen). Ausser durch die Verwechslungsgefahr werden die Interessen des Kl�gers vorliegend auch dadurch erheblich tangiert, als er durch die Registrierung des Domain-Namens www.djbobo.de seitens der Beklagten daran gehindert wird, in Deutschland unter der Top-Level-Domain ".de" einen eigenen Internet-Site mit seinem K�nstlernamen als Second-Level-Domain-Namen zu betreiben (vgl. dazu BGE 128 III 353 E. 3 S. 357; 126 III 239 E. 2a, je mit Hinweisen). Damit wird ihm, wie er zu Recht geltend macht, die M�glichkeit genommen, den f�r seine Imagepflege wichtigen Internetauftritt unter dem strittigen Domain-Namen selbst zu gestalten und zu betreuen und �ber die entsprechende Homepage selber Produkte zu vermarkten. Bei dieser Sachlage durfte die Beklagte nach Treu und Glauben nicht annehmen, das der "C.________ Music " einger�umte Recht, den K�nstlernamen des Kl�gers zum Zweck der Werbung f�r Endprodukte mit Vertragsaufnahmen zu benutzen, schliesse die Befugnis ein, unter diesem Namen einen Internet-Site zu betreiben. Die Bezeichnung eines Internet-Sites mit dem K�nstlernamen des Kl�gers liegt klar ausserhalb des vertraglichen Verwendungszwecks des Pseudonyms. Dies gilt vorliegend um so mehr, als sich der Inhalt der Homepage der Beklagten nach den Feststellungen der Vorinstanz keineswegs auf Werbung f�r Endprodukte aus Vertragsaufnahmen mit dem Kl�ger beschr�nkt.
Indem die Beklagte den Namen DJ Bobo als Domain-Name f�r eine von ihr betriebene Homepage verwendet, masst sie sich diesen nach dem Gesagten unbefugt an und verletzt das Namensrecht des Kl�gers. Dieser kann sich damit f�r seine Unterlassungs- und Schadenersatzanspr�che auf Art. 29 Abs. 2 ZGB st�tzen. Damit kann offen bleiben, ob die Kl�gerin mit ihrem Handeln auch Markenrechte des Kl�gers verletzt und gegen Lauterkeitsrecht verst�sst.
Die Vorinstanz sprach dem Kl�ger Schadenersatz in der H�he von Fr. 240'800.-- zu, entsprechend dem Gewinn, der ihm mutmasslich entging, weil er die Homepage unter der Adresse www.djbobo.de in der Zeit in der sie nicht aktiv war, d.h. seit Erlass der superprovisorischen Verf�gung vom 13. Oktober 1999, nicht selber bewirtschaften konnte. Sie erwog, die Beklagte habe schuldhaft gehandelt. Sie habe durch ihren Gesch�ftsf�hrer von der Existenz des kl�gerischen Pseudonyms gewusst und trotz mehrmaliger ernsthafter Verwarnungen seitens des Kl�gers keine Ver�nderungen am Website vorgenommen. Damit habe sie zumindest in Kauf genommen, dass sie in die Schutzrechte des Kl�gers eingegriffen habe.
5.1 Die Beklagte bestreitet jegliches Verschulden an der ihr vorgeworfenen Rechtsverletzung, da sie in guten Treuen habe davon ausgehen d�rfen, sie handle rechtm�ssig. Damit verkennt sie, dass ein Verschulden an einer Rechtsverletzung nicht voraussetzt, dass der Sch�diger die Rechtswidrigkeit seines Verhaltens erkannt hat. Ein Irrtum �ber die Rechtslage vermag ihn grunds�tzlich nicht zu befreien (BGE 105 II 209 E. 3 S. 212 mit Hinweisen; Oftinger/Stark, Schweizerisches Haftpflichtrecht Allg. Teil, Bd. I, 5. Aufl., Z�rich 1995, � 5 N. 30 und 37). Anders kann es sich allenfalls verhalten, wenn er nachweist, dass er die Rechtslage nach einer erfolgten Warnung ganz besonders sorgf�ltig gepr�ft hat und zur ehrlichen �berzeugung kommen durfte, dass die Warnung unbegr�ndet war (BGE 39 II 129 E. 5 S. 133; David, Basler Kommentar, Markenschutzgesetz Muster- und Modellgesetz, 2. Aufl., N. 39 zu Art. 55 MSchG; Ueli Buri, Die Verwechselbarkeit von Internet Domain Names, Diss. Bern 2000, S. 234 f.). Vorliegend war es indessen f�r die Beklagte keineswegs unvorhersehbar, dass dem Kl�ger das bessere Recht zur Verwendung seines K�nstlernamens als Domain-Name zusteht. Sie musste daher damit rechnen, dass sie mit ihrem Handeln das Namensrecht des Kl�gers verletzt. Die Vorinstanz hat zutreffend geschlossen, dass sie eventualvors�tzlich in dessen Pers�nlichkeitsrecht eingegriffen hat.
Die Beklagte macht geltend, die Vorinstanz habe verkannt, dass der Kl�ger �berhaupt keinen Schaden erlitten habe, da er von ihr "w�hrend der ganzen Zeit" Royalties aus dem Verkauf von Produkten �ber die Homepage bezogen habe. Diese R�ge ist nicht zu h�ren, da sie sich gegen die tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz �ber den Bestand des Schadens richtet, an die das Bundesgericht von hier nicht gegeben Ausnahmen abgesehen gebunden ist (vgl. BGE 127 III 73 E. 3c mit Hinweisen).
Weiter bringt die Beklagte vor, sie habe dem Kl�ger angeboten, sich an der streitbetroffenen Homepage zu beteiligen und dar�ber auch seine neuen Produkte zu vertreiben. Dies habe der Kl�ger abgelehnt. Damit habe er seine Schadenminderungspflicht verletzt, was die Vorinstanz zu Unrecht unber�cksichtigt gelassen habe. Die Beklagte hat indessen nicht substanziiert, in welchem Umfang sich der Schaden durch eine Beteiligung des Kl�gers h�tte mindern lassen sollen. Zudem findet die Schadenminderungspflicht des Gesch�digten ihre Grenze an der Zumutbarkeit (Brehm, Berner Kommentar, 2. Aufl. 1998, N. 50 f. zu Art. 44 OR). Nach dem in vorstehender Erw�gung 4 ausgef�hrten, darf vom Kl�ger im Rahmen der Schadenminderungspflicht nicht verlangt werden, sich an einer Homepage zu beteiligen, die von einer Drittperson betrieben wird und die er nicht selber gestaltet hat. Die Beklagte hat den Schaden vielmehr vollumf�nglich selber zu vertreten, da sie die Adresse www.djbobo.de nicht frei gab, nachdem die entsprechende Homepage auf die superprovisorische Verf�gung vom 13. Oktober 1999 hin stillgelegt werden musste. Damit wurde dem Kl�ger die M�glichkeit genommen, seinerseits unter der Adresse www.djbobo.de, unter der Internet-Benutzer in Deutschland seinen Site suchen, aktiv zu werden und den Schaden zu mindern. Die Stilllegung der von der Beklagten betriebenen Homepage hat im �brigen auch die Royalties des Kl�gers aus den dar�ber abgesetzten Vertragsprodukten zum Versiegen gebracht. Eine Bundesrechtsverletzung ist auch insoweit nicht auszumachen.
Die Berufung ist damit abzuweisen. Diesem Ausgang entsprechend ist die Gerichtsgeb�hr der Beklagten zu auferlegen (Art. 156 Abs. 1 OG). Sie hat den Kl�ger �berdies f�r das bundesgerichtliche Verfahren zu entsch�digen (Art. 159 Abs. 2 OG).
Die Berufung wird abgewiesen und das Urteil des Kantonsgerichts Nidwalden, Zivilabteilung, Grosse Kammer I, vom 7. November 2001 best�tigt.
Die Beklagte hat den Kl�ger f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 9'000.-- zu entsch�digen.