Source: https://www.bibelzentrum-bayern.de/zentralbibelverein/ueber-uns/satzung.html
Timestamp: 2019-03-25 00:00:05
Document Index: 352229618

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 12', '§ 2', '§ 6', '§ 6', '§ 6']

Satzung | BZBV - Bibelzentrum Bayern
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Satzung des Bayerischen Zentralbibelvereins
Der Bayerische Zentralbibelverein (BZBV) ist eine durch Königliche Entschließung vom 19. Dezember 1822 und vom 18. März 1824 genehmigte rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts. Sein Sitz ist Nürnberg.
Der Landeskirchenrat der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern führt die Aufsicht über den Bayerischen Zentralbibelverein.
Der Bayerische Zentralbibelverein ist ein kirchlich anerkannter Rechtsträger gemäß § 2 Abs. 2 des Anerkennungs- und Zuwendungsgesetzes.
Zweck des Bayerischen Zentralbibelvereins ist die Verbreitung der Bibel im Bereich der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern sowie die Förderung des Bibelgebrauchs. Dies geschieht insbesondere durch den Vertrieb verschiedener Bibelausgaben sowie von Schriften und anderen Medien, die die Vertrautheit mit der Bibel und ihr Verständnis fördern. Der BZBV trägt das Bibel-Erlebnis-Haus in Nürnberg, berät die Gemeinden, Dienste und Einrichtungen der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern in Fragen der Bibelmission und der Bibelverbreitung und unterstützt die Verbreitung der Bibel weltweit.
Zur Erfüllung seiner Aufgabe arbeitet er eng mit dem Amt für Gemeindedienst der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern zusammen.
Der Bayerische Zentralbibelverein ist an der Vollversammlung der Deutschen Bibelgesellschaft (Evangelisches Bibelwerk in der Bundesrepublik Deutschland) beteiligt.
Der Bayerische Zentralbibelverein verfolgt ausschließlich gemeinnützige und kirchliche Zwecke im Sinne des Abschnittes „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung. Er ist selbstlos tätig. Er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
Alle Mittel des Vereins, auch etwaige Gewinne, dürfen nur für seine satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Es darf keine Person durch Ausgaben, die den Zwecken des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.
Die Mittel zur Erfüllung seiner Aufgaben erhält der Bayerische Zentralbibelverein durch den Erlös aus verkauften Schriften sowie u. a. durch landeskirchliche Zuschüsse, Gaben und Kollekten, Vermächtnisse und Stiftungen.
Das Geschäftsjahr des Bayerischen Zentralbibelvereins ist das Kalenderjahr.
Die Entscheidung über alle Angelegenheiten des Bayerischen Zentralbibelvereins trifft der Verwaltungsrat, soweit diese Befugnis nicht dem Geschäftsführer (§ 12) zugewiesen ist. Der Verwaltungsrat berät und beschließt insbesondere die Grundsätze der Arbeit des Bayerischen Zentralbibelvereins im Sinne des § 2 dieser Satzung.
Er ist im Rahmen der inhaltlichen Arbeit des Bayerischen Zentralbibelvereins insbesondere zuständig für
a) konzeptionelle Begleitung des Bibel-Erlebnis-Hauses
b) Erarbeitung von Konzepten für die Gewinnung Kirchendistanzierter für die Bibel
c) Fortbildungsangebote
d) Spendenwerbung.
Darüber hinaus ist der Verwaltungsrat auch zuständig für
d) Beschlussfassung über Satzungsänderungen und Auflösung des BZBV
Der Verwaltungsrat besteht aus zehn Mitgliedern und setzt sich wie folgt zusammen:
a) ein/eine vom Amt für Gemeindedienst entsandter Vertreter bzw. entsandte Vertreterin aus dem Bereich Evangelisation/Kinderkirche
b) eine/eine vom Religionspädagogische Zentrum entsandter Vertreter bzw. entsandte Vertreterin aus dem Bereich Arbeit mit der Bibel im Religions-/ Konfirmandenunterricht
c) ein vom Landeskirchenamt benanntes Mitglied aus dem Bereich Kirchengemeinde/ Dekanate
d) zwei von der Handlungsfeldkonferenz 2 benannte Mitglieder.
Die Mitglieder a) – d) des Verwaltungsrates wählen die weiteren fünf Mitglieder hinzu. Diese sollen aus verschiedenen Bereichen der Arbeit mit der Bibel stammen. Die Zuwahl bedarf der Zustimmung des Landeskirchenamtes der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern.
Die Amtsdauer der Mitglieder des Verwaltungsrates beträgt vier Jahre. Wiederberufung (§ 6 Abs.1) oder Wiederwahl (§ 6 Abs.2) ist zulässig.
Bei vorzeitigem Ausscheiden eines Mitgliedes des Verwaltungsrates wird der Verwaltungsrat gemäß § 6 Abs. 1 oder 2 ergänzt.
Der Verwaltungsrat wählt aus seiner Mitte den Vorsitzenden bzw. die Vorsitzende und den stellvertretenden Vorsitzenden bzw. die stellvertretende Vorsitzende.
Der Verwaltungsrat tritt nach Bedarf, mindestens jedoch dreimal jährlich, zusammen. Zu den Sitzungen werden die Mitglieder in der Regel mindestens zwei Wochen vor dem Sitzungstermin von der bzw. dem Vorsitzenden unter Angabe von Ort, Zeit und Tagesordnung schriftlich eingeladen.
Der Verwaltungsrat ist beschlussfähig, wenn mindestens fünf seiner Mitglieder anwesend sind. Beschlüsse werden mit einfacher Stimmenmehrheit gefasst. Stimmenthaltungen werden nicht berücksichtigt. Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt.
Mit Einverständnis aller Mitglieder des Verwaltungsrates ist schriftliche Beschlussfassung im Umlaufverfahren zulässig.
Der bzw. die Vorsitzende leitet die Sitzungen des Verwaltungsrates und ist für die Ausführung der Beschlüsse verantwortlich.
Der zuständige Referent bzw. die zuständige Referentin im Landeskirchenamt der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern ist zu allen Sitzungen des Verwaltungsrates einzuladen. Er bzw. sie hat beratende Stimme. Gleiches gilt für den Geschäftsführer/die Geschäftsführerin und den Leiter/die Leiterin des Bibel-Erlebnis-Hauses.
Der Vorstand setzt sich zusammen aus dem/der Vorsitzenden und seinem/ihrem Stellvertreter bzw. Stellvertreterin.
Der Bayerische Zentralbibelverein wird gerichtlich und außergerichtlich durch den Vorsitzenden bzw. die Vorsitzende und den stellvertretenden Vorsitzenden bzw. die stellvertretende Vorsitzende je allein vertreten.
Im Innenverhältnis wird bestimmt, dass der bzw. die stellvertretende Vorsitzende nur bei Beauftragung durch den Vorsitzenden bzw. die Vorsitzende oder bei dessen bzw. deren Verhinderung tätig werden darf.
Der bzw. die Vorsitzende und der bzw. die stellvertretende Vorsitzende sind an die Beschlüsse des Verwaltungsrates gebunden.
Die Mitglieder des Verwaltungsrates und des Vorstandes sind ehrenamtlich tätig. Nachgewiesene notwendige Auslagen werden nach vorheriger Absprache erstattet.
Die laufenden Geschäfte des Bayerischen Zentralbibelvereins werden durch eine Geschäftsstelle geführt. Sie steht unter der Leitung des Geschäftsführers bzw. der Geschäftsführerin. Sie vollzieht die Beschlüsse des Verwaltungsrates.
Der Geschäftsführer/die Geschäftsführerin wird von der zuständigen Fachabteilung im Landeskirchenamt der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern im Einvernehmen mit dem Verwaltungsrat bestellt.
Die Aufgaben des Geschäftsführers bzw. der Geschäftsführerin werden im Rahmen einer Geschäftsordnung geregelt, die vom Vorstand festgelegt wird.
Der Vorstand erlässt im Einvernehmen mit dem zuständigen Referenten bzw. der zuständigen Referentin im Landeskirchenamt der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern eine Dienstanweisung für den Geschäftsführer bzw. die Geschäftsführerin.
Die Geschäfts- und Wirtschaftsführung des Bayerischen Zentralbibelvereins wird jährlich vom Rechnungsprüfungsamt der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern geprüft. Über das Ergebnis der Prüfung wird von dem/der Vorsitzenden Bericht vor dem Verwaltungsrat erstattet.
Die Beschlüsse des Verwaltungsrates werden in einem Protokoll niedergelegt. Die Niederschriften werden von dem bzw. der Vorsitzenden und vom Protokollführer unterzeichnet.
Eine Satzungsänderung kann nur mit Zustimmung von zwei Dritteln der Mitglieder, die Auflösung des Bayerischen Zentralbibelvereins nur mit Zustimmung sämtlicher Mitglieder des Verwaltungsrates beschlossen werden. In beiden Fällen ist die Genehmigung des Landeskirchenamtes der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern erforderlich.
Bei Auflösung oder Aufhebung des Bayerischen Zentralbibelvereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zweckes fällt das gesamte Vermögen nach Abzug der bestehenden Verbindlichkeiten der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern mit der Auflage zu, es ausschließlich und unmittelbar für gemeinnützige und kirchliche Zwecke, insbesondere für den Zweck der Bibelverbreitung, zu verwenden.
Die Satzung tritt unter Aufhebung der Satzung vom 1.Januar 1983 mit Wirkung vom 01. Januar 2005 in Kraft.