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Timestamp: 2020-05-31 08:04:30
Document Index: 73776639

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§6', '§18', '§4', '§3', '§ 187', '§ 130', '§ 190']

Posts by Cygniat - WACHSCHUTZFORUM - Forum für Security und Wachschutz
Posts by Cygniat
Nee, das mit den 21 Tagen ist korrekt, zumindest für die ersten zwei Jahre:
§ 3 Abs. 3.2 Manteltarifvertrag: "Während der ersten 2 Jahre des Beschäftigungsverhältnisses kann das Arbeitsverhältnis mit einer Frist von 21 Kalendertagen zum Schichtende gekündigt werden. Die Bestimmungen zur Probezeit gemäß Ziffer 3.1. bleiben hiervon unberührt. Während des dritten, vierten und fünften Jahres des Beschäftigungsverhältnisses beträgt die Kündigungsfrist einen Monat zum Monatsende. Ab dem sechsten Jahre des Beschäftigungsverhältnisses gelten die Kündigungsfristen gemäß den länderspezifischen Tarifverträgen."
Das Gewerkschaften lieber für sich selber als für ihre Mitglieder kämpfen ist bekannt.
In meiner Firma hat die NGG dieses Jahr auf biegen und brechen eine Tarifbindung eingeführt.
Das Ende vom Lied: Massendegradierungen, im Schnitt 5 Jahre keine Lohnerhöhungen (um die Degradierungen finanziell anzupassen), massive Senkung der Zuschläge, Zwangsfrei ab der 40 Überstunde per Betriebsvereinbarung (vorher selbst entschieden ob ausbezahlt oder freiwillig abgebaut). u. s. w.
Man hat gemerkt, dass es dem Gewerkschaftssekretär nicht im geringsten um seine Mitglieder oder die Arbeiter ging, sondern nur darum einen neuen Betrieb nach Hamburg vermelden zu können. So muss man sich über Vertrauens- und Mitgliederverluste nicht wundern.
Solange du mehr verdienst, auf die Stunde umgerechnet, als für die gleiche Tätigkeit im Tarif angegeben, so ist eh alles im grünen Bereich. Wobei die Meisterstelle meist die höchste Eingruppierung ist, danach kommen nur noch die AT-Angestellten.
In vielen Tarifverträgen gibt es ein Abstandsgebot zwischen den Tarifangestellten und AT-Angestellten (Festgehalt) von min. 10 % bis 25 % durchschnittlich. Diese Klausel existiert aber leider im Sicherheitsgewerbe nicht.
Alternativ fällt ein "leitender Angestellter" nicht unter den Tarifvertrag. Er kann also sogar unterhalb des Tarifes entlohnt werden. Jedoch sind die Anforderungen dafür sehr hoch, so darf er u. a. Mitarbeiter selbstständig entlassen und einstellen. Jedoch hoffe ich, dass niemand der diese Kompetenzstufe annimmt, sich unterhalb des Tarifes entlohnen lässt!
Frage zum Tariflohn und deren Zuschläge ( Berlin/Brandenburg)
§6 letzte beiden Sätze: "Beim Zusammenfallen mehrerer Zuschläge ist jeweils nur der höchste zu zahlen. Ausgenommen davon ist der Nachtzuschlag."
D. h. der Nachtzuschlag wird immer gezahlt. Dazu kommt der Sonntags ODER Feiertagszuschlag (jeweils der höhere).
Zu beachten ist, dass der Zuschlag nur von 00:00 bis 24:00 bezahlt wird. D. h. wenn du an einem Sonntag anfängst, erhälst du den Sonntagszuschlag nur für 3 Stunden in deinem Beispiel.
gibt es dazu auch eine Gesetzesgrundlage wo ich nachlesen kann?
Es kann durchaus sein, dass ich sie bisher nicht kannte, so ist es nicht^^.
Es gibt keine Regelung dazu, es gilt daher das Arbeitszeitgesetz.
Die allgemein Bekannte Regelung, die Fahrpersonalverordnung, gilt für andere Fahrzeuge. Es wird dort sogar Explizit in §18 der Geld- und Werttransport ausgeschlossen.
Was gilt wenn Tarifvertrag und Arbeitsvertrag sich widersprechen?
mit etwas Geduld bekommt man auf der Seite für relativ wenig Geld eine gute Auskunft:
https://www.juraforum.de/rechtsberatung/
Tipp: den Wortlaut des Paragrafen in dem Arbeitsvertrag über die Arbeitszeit dort ebenfalls eintippen. Dies erspart unnötige Nachfragen und erleichtert die Bearbeitung.
Wenn eine andere Firma das Objekt übernimmt, kann er selber entscheiden was er macht. D. h. ob er neues eigenes Personal einsetzt oder vorhandenes übernimmt, ist ihm frei überlassen. Ob ein Betriebsübergang vorliegt ist die Folge seiner freien Entscheidung und keine gesetzte Grundlage.
Den Kurs selber muss er nicht zurückzahlen, da im letzten Satz des §4 des Arbeitsvertrages steht, dass dies nur bei Eigenkündigung oder bei Kündigung wegen Verstoßes gegen die arbeitsvertraglichen Pflichten erfolgt. Beides liegt bei einen Objektverlust nicht vor.
Rolly: ja, er darf es nicht einfach abziehen, wenn du max. 6 Stunden arbeitest. Der Sachverhalt klingt auch insofern obskur, da die Mindestpausenlänge 15 min. beträgt.
DerSheriff: Ab 6 Stunden Arbeit MUSS eine Pause gemacht werden. Also sie steht dir nicht nur zu, du musst sie sogar machen.
Muss ich an Silvester arbeiten?
Der Arbeitgeber hat gemäß §3 ArbSchG dafür zu sorgen, dass du geschützt bist.
Es wird also andersrum ein "Schuh" daraus. Der Arbeitgeber hat sorge zu tragen dass dir nichts passiert, nicht du musst dir Angst machen.
Insofern also erstmal Nein.
Aber wie dies im Detail aussieht, kann dir niemand ohne weitere Details sagen.
Der Manteltarifvertrag in Schleswig Holstein ist allgemein verbindlich (BAnz AT 22.05.2014 B10).
Die Jahressonderzahlung sollte es daher noch geben.
Dein letzer Arbeitstag wäre der 07.12.
(Die Frist beginnt immer erst am Folgetag zu laufen § 187 BGB).
Allerdings gilt das Datum nur bei direkter Abgabe. Wenn du es per Post schickst, musst du z. B. den Postweg mit einrechnen (§ 130 BGB). Die Frist läuft ab Folgetag der Kenntnisnahme des Arbeitgebers.
Ja du musst exakt kündigen.
Du kannst auch die Frist verlängern (§ 190 BGB) oder verkürzen (Aufhebungsvertrag), aber dafür benötigt man ein gegenseitiges Einvernehmen.
Da es sich bei den 21 Tagen um Kalendertage handelt (lt. Manteltarivertrag) und nicht um Werktage, musst du das Wochenende mitzählen und kannst direkt hochrechnen.