Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=MDR%201976,%201047
Timestamp: 2019-07-24 04:16:15
Document Index: 189177494

Matched Legal Cases: ['§ 43', '§ 295', '§ 295', '§ 107', '§ 32', '§ 1', '§ 173', '§ 295', '§ 160', '§ 161']

Rechtsprechung: MDR 1976, 1047 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BVerwG, 02.07.1976
BVerwG, 02.07.1976 - VI C 4.76
https://dejure.org/1976,601
BVerwG, 02.07.1976 - VI C 4.76 (https://dejure.org/1976,601)
BVerwG, Entscheidung vom 02.07.1976 - VI C 4.76 (https://dejure.org/1976,601)
BVerwG, Entscheidung vom 02. Juli 1976 - VI C 4.76 (https://dejure.org/1976,601)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1976,601) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer - Unterbliebene Protokollierung der klägerischen Parteiaussage - Ausschluss des Rügerechts - Hinzuziehung eines Rechtsanwalts als Obliegenheit der Partei
Protokollfehler - Rügeverzicht durch Rechtsunkundigen - Revisionsrüge - Parteiaussage - Zeugenaussage - Verfahrensmangel - Beweisaufnahme - Mündliche Verhandlung
VG Frankfurt/Main, 07.11.1975 - V/2 - E 64/75
BVerwGE 51, 66
NJW 1977, 160
NJW 1977, 263
Scheidet aber die Umgehung solcher prozessualer Sonderregeln aus, so steht das Subsidiaritätsprinzip des § 43 Abs. 2 Satz 1 VwGO einer Feststellungsklage gegen den Beklagten nicht entgegen (vgl. BVerwGE 36, 179 [BVerwG 27.10.1970 - VI C 8/69]; 51, 69 [BVerwG 02.07.1976 - VI C 4/76]).
Eine "Parallelwertung in der Laiensphäre" (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 2. Juli 1976 VI C 4.76, BVerwGE 51, 66) spricht dafür, dem Kläger das Unterlassen mit der Folge eines Rügeverzichtes zuzurechnen.
Denn eine Heilung durch rügeloses Einlassen auf eine mündliche Verhandlung gemäß § 295 Abs. 1 Alt 2 ZPO (vgl BVerwG Beschluss vom 31.8.1988 - 4 B 153/88 - Buchholz 303 § 295 ZPO Nr. 8) kann bei einem nicht rechtskundig vertretenen Beteiligten ohnehin nur angenommen werden, wenn das Gericht ihn zuvor auf das Vorliegen des Mangels sowie auf den Verlust des Rügerechts im Falle weiteren Verhandelns ausdrücklich hingewiesen hätte (…vgl BSG SozR Nr. 4 zu § 107 SGG; BSG Urteil vom 12.4.2000 - B 9 SB 2/99 R - Juris RdNr 21; s auch BVerwGE 51, 66, 68).
BVerwG, 02.11.2007 - 8 B 50.07
Auswirkungen der Wahl eines Gemeinderats unter der Anwendung von nichtigen …
Das von der Klägerin zitierte Urteil vom 2. Juli 1976 - BVerwG 6 C 4.76 - (BVerwGE 51, 66 = Buchholz 448.0 § 32 WPflG Nr. 21) befasst sich allein mit der Protokollierung der Aussagen eines als Partei vernommenen Klägers.
Als politischer Gewahrsam kann der Anschlußgewahrsam nach § 1 Abs. 5 Satz 2 HHG nur gerechtfertigt sein, wenn der Betroffene schon im Zustand des politischen Gewahrsams in das Ausland verbracht wird (BVerwGE 12, 220 [BVerwG 27.04.1961 - BVerwG VIII C 151.60] [222]; 21, 33 [38]; 54, 101 [104 f.]; Urteile vom 22. Juni 1977 - BVerwG 6 C 4.76 und BVerwG 8 C 102.76 -).
Der beschließende Senat hat mehrfach darauf hingewiesen, daß das Gesetz zur Entlastung der Landgerichte und zur Vereinfachung des gerichtlichen Protokolls vom 20. Dezember 1974 (BGBl. I S. 3651) die Möglichkeit beseitigt hat, den wesentlichen Inhalt der in der mündlichen Verhandlung abgegebenen Bekundungen im Tatbestand oder getrennt von der rechtlichen Würdigung in den Entscheidungsgründen des Urteils festzuhalten (vgl. BVerwGE 48, 369 und 51, 66).
Der Kläger, der im flurbereinigungsgerichtlichen Verfahren anwaltlich vertreten war, kann sich deshalb nach § 173 VwGO in Verbindung mit § 295 Abs. 1, 2. Alt. ZPO darauf, daß die Ergebnisse der von ihm angesprochenen Probebohrungen nicht in die Niederschrift über den Augenschein aufgenommen worden seien, nicht mehr berufen (vgl. BVerwGE 50, 344 [BVerwG 03.05.1976 - VI CB 91/75]; 51, 66 [BVerwG 24.06.1976 - V C 41/74]mit Bezug auf Partei- und Zeugenaussagen im Sinne des § 160 Abs. 3 Nr. 4 in Verbindung mit § 161 Abs. 1 Nr. 1 ZPO).