Source: http://www.jurablogs.com/2013/02/07/die-umsatzsteuerbare-veraeusserung-teilvermoegens
Timestamp: 2018-02-19 02:30:35
Document Index: 298903467

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 1', 'Art. 5', 'Art. 6', 'Art. 5', 'Art.19']

Eine – nicht umsatzsteuerbare – Geschäftsveräußerung im Ganzen im Sinne des § 1 Abs. 1a UStG setzt keine Beendigung der unternehmerischen Betätigung des Veräußerers voraus.
§ 1 Abs. 1a UStG dient der Umsetzung von Art. 5 Abs. 8 und Art. 6 Abs. 5 der Richtlinie 77/388/EWG in nationales Recht und ist entsprechend dieser Bestimmung richtlinienkonform auszulegen.
Nach Art. 5 Abs. 8 der Richtlinie 77/388/EWG (nunmehr Art.19 MwStSystRL können die Mitgliedstaaten die Übertragung eines Gesamt- oder Teilvermögens, die entgeltlich erfolgt, so behandeln, als ob keine Lieferung vorliegt, und den Begünstigten der Übertragung als Rechtsnachfolger des Übertragenden ansehen.
Die Bestimmung bezweckt nach der Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europäischen Union, die Übertragung von Unternehmen oder Unternehmensteilen zu erleichtern und zu vereinfachen, und erfasst dementsprechend die Übertragung von Geschäftsbetrieben und von selbständigen Unternehmensteilen, die als Zusammenfassung materieller und immaterieller Bestandteile ein Unternehmen oder einen Unternehmensteil bilden, mit dem eine selbständige wirtschaftliche Tätigkeit fortgeführt werden kann.
Der Erwerber muss dabei beabsichtigen, den übertragenen Geschäftsbetrieb oder Unternehmensteil zu betreiben. Nicht begünstigt ist die sofortige Abwicklung der übernommenen Geschäftstätigkeit ...
Umsatzsteuer: Veräußerung von Anlagevermögen als Geschäftsveräußerung
Veröffentlicht February 7, 2013 5:03am im Blog Rechtslupe.
Umsatzsteuer, Ustg, Geschäftsveräußerung, Unternehmer, Ewg, Teilbetriebsveräußerung