Source: http://dedocz.com/doc/82889/10.-paderborner-tag-der-it-sicherheit
Timestamp: 2016-10-25 06:43:00
Document Index: 381928913

Matched Legal Cases: ['Art. 16', 'Art. 16', 'Art. 17', 'Art. 24', 'Art. 15', 'Art. 16', 'Art. 17', 'Art. 16', 'Art. 17', 'Art. 16', 'Art. 21', 'Art. 24']

Manual Direkter Verkehr - Verband öffentlicher VerkehrSeele and Geistpdf1 528 KB
10. Paderborner Tag der IT-SicherheitEinbettenintegration code for your site or blogWidth: (Auto)
Ausf&uuml;hrungsbestimmungen zur Sicherstellung der
Vergleichbarkeit von Leistungsbeurteilungen f&uuml;r die
Module der Informatikkompetenzen in den Berufsfachschulen und den &uuml;berbetrieblichen Kursen
Berufsnummer: 88600
88601 Applikationsentwicklung
88602 Betriebsinformatik
88603 Systemtechnik
Der Schweizerischen Kommission f&uuml;r Berufsentwicklung und Qualit&auml;t
f&uuml;r Informatikerinnen EFZ und Informatiker EFZ zur Stellungnahme unterbreitet am 18. September 2014
Erlassen durch ICT-Berufsbildung Schweiz am 15. Oktober 2014
Inkrafttreten am 1. November 2014
G&uuml;ltig f&uuml;r alle Lernenden mit Lehrbeginn ab 2014
ICT-Berufsbildung Schweiz – Aarbergergasse 30 – 3011 Bern - www.ict-berufsbildung.ch - +41 58 360 55 50
Ausf&uuml;hrungsbestimmung zur Sicherstellung der Vergleichbarkeit von Leistungsbeurteilungen
Abk&uuml;rzungsverzeichnis ................................................................................................................................. 3
Grundlage ............................................................................................................................................ 4
Zweck ................................................................................................................................................... 4
Systematik ........................................................................................................................................... 4
Leistungsbeurteilungen (LB) .............................................................................................................. 5
Leistungsbeurteilungsvorgaben (LBV) .............................................................................................. 6
Grunds&auml;tze zur Erstellung von LBV ................................................................................................... 7
Verbindlichkeit und Beurteilungsspielraum ..................................................................................... 7
Praxisbezug ....................................................................................................................................... 7
Wahl der Form .................................................................................................................................. 7
Vorgaben zum Zeitpunkt .................................................................................................................. 7
Vorgaben zur Dauer.......................................................................................................................... 7
Vorgaben zur Gewichtung ................................................................................................................ 8
Vorgaben zu den Bewertungskriterien............................................................................................. 8
Qualit&auml;tssicherung .............................................................................................................................. 8
Prozess zur Erstellung und &Uuml;berpr&uuml;fung der LBV ............................................................................ 9
Rollen ............................................................................................................................................ 9
Berufsbildungsverantwortliche (BBV) .............................................................................................. 9
Koordinator Lernort (KL)................................................................................................................... 9
Modulverantwortliche CH (MV CH).................................................................................................. 9
Begutachter (BGU)............................................................................................................................ 9
Supervisor (SUV) ............................................................................................................................. 10
Kommission B&amp;Q ............................................................................................................................ 10
Systemadministrator ...................................................................................................................... 10
Prozess&uuml;bersicht......................................................................................................................... 10
Finanzierung ...................................................................................................................................... 10
&Uuml;bergangsbestimmung ................................................................................................................ 11
Inkrafttreten.................................................................................................................................. 11
Bundesgesetz &uuml;ber die Berufsbildung (Berufsbildungsgesetz)
Verordnung des SBFI &uuml;ber die berufliche Grundbildung Informatikerin /
Informatiker mit eidgen&ouml;ssischem F&auml;higkeitszeugnis (Bildungsverordnung)
Eidgen&ouml;ssisches F&auml;higkeitszeugnis
Kommission B&amp;Q
Kommission f&uuml;r Berufsentwicklung und Qualit&auml;t f&uuml;r Informatikerinnen
EFZ und Informatiker EFZ
Leistungsbeurteilungsvorgabe
Staatssekretariat f&uuml;r Bildung, Forschung und Innovation
&uuml;berbetrieblicher Kurs
Diese Ausf&uuml;hrungsbestimmungen wurden nach Anh&ouml;rung der Schweizerischen Kommission f&uuml;r Berufsentwicklung und Qualit&auml;t f&uuml;r Informatikerinnen EFZ und Informatiker EFZ (Kommission B&amp;Q) von ICTBerufsbildung Schweiz (OdA) erlassen gest&uuml;tzt auf die Art. 16, 17 und 24 der Verordnung des SBFI &uuml;ber
die berufliche Grundbildung Informatikerin / Informatiker mit eidgen&ouml;ssischem F&auml;higkeitszeugnis (EFZ)
vom 1. November 2013 (Bildungsverordnung).
Namentlich handelt es sich um die folgenden Bestimmungen der Bildungsverordnung:
Art. 16 Abs. 3, Leistungsdokumentation in der Berufsfachschule
Die Vergleichbarkeit der Leistungsbeurteilungen der Module der Informatikkompetenzen wird durch die Kommission f&uuml;r Berufsentwicklung und Qualit&auml;t sichergestellt.
Art. 17 Abs. 3, Leistungsdokumentation in den &uuml;berbetrieblichen Kursen
Die Vergleichbarkeit der Leistungsbeurteilungen der &uuml;berbetrieblichen Kurse wird durch die Kommission f&uuml;r
Berufsentwicklung und Qualit&auml;t sichergestellt.
Art. 24 Abs. 4 Bst. f, Schweizerische Kommission f&uuml;r Berufsentwicklung und Qualit&auml;t f&uuml;r Informatikerinnen EFZ
und Informatiker EFZ
Sie [Die Kommission B&amp;Q] stellt die Vergleichbarkeit der Leistungsbeurteilungen f&uuml;r die Module der Informatikkompetenzen in den Berufsfachschulen und in den &uuml;berbetrieblichen Kursen sicher. Die dadurch entstehenden
Kosten gelten als Kosten des Qualifikationsverfahrens und werden von den Kantonen getragen.
Das Beurteilen der Leistungen der Lernenden ist eine zentrale Aufgabe der drei Lernorte: Lehrbetrieb
(Art. 15 Bildungsverordnung), Berufsfachschule (Art. 16 Bildungsverordnung) und &uuml;berbetriebliche Kurse
(Art. 17 Bildungsverordnung).
Die vorliegenden Ausf&uuml;hrungsbestimmungen regeln verbindlich, wie die Vergleichbarkeit der Leistungsbeurteilungen f&uuml;r die Module der Informatikkompetenzen (LB) in den Berufsfachschulen (BFS) und in
den &uuml;berbetrieblichen Kursen (&uuml;K) sichergestellt wird. Sie definieren den Prozess und legen die Anforderungen fest, welche an die LB gestellt werden. Damit soll eine schweizweit hohe Ausbildungsqualit&auml;t erreicht werden.
Die folgende &Uuml;bersicht zeigt, auf welcher Ebene die vorliegenden Ausf&uuml;hrungsbestimmungen einzuordnen und wie die Zust&auml;ndigkeiten geregelt sind. Gegenst&auml;nde dieser Ausf&uuml;hrungsbestimmungen sind
speziell gekennzeichnet.
Bildungserlasse
Bund erl&auml;sst bzw. genehmigt
OdA beantragt
Lehrplan f&uuml;r die Berufsfachschulen
OdA erl&auml;sst
Umsetzungsdokumente
Ausbildungsprogramm f&uuml;r die &uuml;ber- Kommission B&amp;Q nimmt Stellung
betrieblichen Kurse
Ausf&uuml;hrungsbestimmungen zum
Qualifikationsverfahren mit Abschlusspr&uuml;fung
*Ausf&uuml;hrungsbestimmungen zu
den Leistungsbeurteilungen*
*Leistungsbeurteilungsvorgaben*
Bildungsinstitution setzt um
Lektionenpl&auml;ne
Kanton beaufsichtigt
*Leistungsbeurteilungen* (LB)
4. Leistungsbeurteilungen (LB)
Eine Leistungsbeurteilung besteht aus allen notengebenden Elementen des jeweiligen Moduls. Das k&ouml;nnen z. B. Tests und Pr&uuml;fungen w&auml;hrend eines Moduls sein, eine abschliessende Pr&uuml;fung oder ein Projekt,
schriftliche und m&uuml;ndliche Leistungen oder andere die Leistung erfassende Elemente, welche zur &Uuml;berpr&uuml;fung der erreichten Handlungskompetenz dienen. Jede Leistungsbeurteilung hat sich an einer Leistungsbeurteilungsvorgabe (LBV) zu orientieren. Das Ergebnis der Leistungsbeurteilungen wird f&uuml;r jedes
Modul mit halben und ganzen Noten bewertet (Art. 16 Abs. 2 und Art. 17. Abs. 2 Bildungsverordnung).
Die Zust&auml;ndigkeit f&uuml;r die Erstellung, Durchf&uuml;hrung und Bewertung der Leistungsbeurteilungen liegt bei
den Berufsfachschulen (BFS) und den Anbietern von &uuml;berbetrieblichen Kursen (&uuml;K).
Die Berufsfachschulen (BFS) und die Anbieter der &uuml;berbetrieblichen Kurse (&uuml;K) dokumentieren die Leistungen der Lernenden in den Modulen der Informatikkompetenzen und bewerten die Leistungen mit
halben und ganzen Noten. Ein Modul kann erst abschliessend bewertet werden, wenn alle f&uuml;r die Leistungsbeurteilung vorgesehenen Elemente absolviert wurden. Die Berufsfachschulen stellen am Ende jedes Semesters ein Zeugnis aus. Die Anbieter der &uuml;berbetrieblichen Kurse jeweils einen
Kompetenznachweis (Art. 16 und 17 Bildungsverordnung). Die Noten beider Lernorte fliessen mit einer
Gewichtung von 80% (BFS) und 20% (&uuml;K) in die Berechnung der Erfahrungsnote „Informatikkompetenzen“(IK) ein. Zum Bestehen des Qualifikationsverfahrens mit Abschlusspr&uuml;fung (QV) muss mindestens
die Note 4 erreicht werden (Art. 21 Bildungsverordnung).
Schematisch ergibt das folgende Darstellung:
Leistungsbeurteilung in …
f&uuml;hrt zu …
wird dokumentiert in …
… Berufsfachschule
… Note pro Modul
… Zeugnis pro Semester
… &uuml;berbetriebliche Kurse
… Kompetenznachweis pro Modul
… Berufsfachschule und &uuml;berbetriebliche Kurse
… Erfahrungsnote „Informatikkompetenzen“
… Notenausweis zum Qualifikationsverfahren
Die Leistungsbeurteilungen sind integraler Bestandteil des Unterrichts zu den jeweiligen Modulen. Der
Unterricht in der Berufsfachschule und in den &uuml;berbetrieblichen Kursen erfolgt grunds&auml;tzlich handlungsorientiert. Entsprechend sind auch die Leistungsbeurteilungen handlungsorientiert aufzubauen.
Leistungsbeurteilungen sind ein wichtiges Element des Lernprozesses. Die Lernenden erhalten R&uuml;ckmeldungen zu ihrer Leistung und k&ouml;nnen sich so weiterentwickeln. Es ist deshalb wichtig, dass die Leistungsbeurteilungen mit den Lernenden besprochen werden, damit sie ihre St&auml;rken und Schw&auml;chen erkennen
k&ouml;nnen. Es wird empfohlen die bewerteten Leistungsbeurteilungen den Lernenden auszuh&auml;ndigen und
sie von diesen aufbewahren zu lassen.
5. Leistungsbeurteilungsvorgaben (LBV)
Die Leistungsbeurteilungsvorgaben legen fest, in welchem Rahmen die jeweiligen Handlungskompetenzen eines Moduls mittels Leistungsbeurteilungen &uuml;berpr&uuml;ft werden sollen. Die LBV sind konkretisierende Vorgaben zu den Ausf&uuml;hrungsbestimmungen und als solche zwingend einzuhalten. Pro Modul
kann es mehrere verschiedene LBV geben. Die LBV werden durch die Kommission B&amp;Q oder einer von
ihr beauftragten Stelle &uuml;berpr&uuml;ft und freigegeben. Die LBV erhalten ein Verfalldatum und sind mindestens alle zwei Jahre zu &uuml;berpr&uuml;fen.
Die LBV sind das Instrument, um die Vergleichbarkeit der Leistungsbeurteilungen in den Berufsfachschulen und den &uuml;berbetrieblichen Kursen schweizweit sicherzustellen. Die Leistungsbeurteilungen orientieren sich an einer f&uuml;r das jeweilige Modul &uuml;berpr&uuml;ften und g&uuml;ltigen LBV. Die LBV gelten analog den
Modulen f&uuml;r die Informatikkompetenzen als Ausbildungsvorgaben und werden von ICT-Berufsbildung
Schweiz &ouml;ffentlich zug&auml;nglich gemacht.
Die Leistungsbeurteilungsvorgaben enthalten folgende Elemente:
das zu &uuml;berpr&uuml;fende Modul und damit gekoppelt die Bez&uuml;ge zu den Handlungskompetenzen im Bildungsplan bzw. zur betrieblichen Praxis
einen aussagekr&auml;ftigen Titel f&uuml;r die LBV
die Anzahl Elemente der Leistungsbeurteilung
die Definition der einzelnen Elemente der Leistungsbeurteilung, d. h.
o eine Beschreibung
o die zu &uuml;berpr&uuml;fenden Handlungsziele
o die Gewichtung
o die Form
o den Zeitpunkt
o die Dauer
o die Bewertungskriterien
o die Hilfsmittel
Alle Ausbildner / Ausbildnerinnen k&ouml;nnen LBV entwickeln und der Kommission B&amp;Q bzw. der von ihr beauftragten Stelle einreichen. Die LBV k&ouml;nnen erst dann als Vorgabe zur Erstellung von Leistungsbeurteilungen herangezogen werden, wenn diese &uuml;berpr&uuml;ft und formell freigegeben worden sind. Der
Freigabeentscheid liegt abschliessend bei der Kommission B&amp;Q. Der Prozess wird in Kapitel 8 Beschrieben.
6. Grunds&auml;tze zur Erstellung von LBV
a. Verbindlichkeit und Beurteilungsspielraum
Die LBV haben verbindlichen Charakter und sind bei der Entwicklung von LB zwingend und unver&auml;ndert
zu ber&uuml;cksichtigen. Berufsbildungsverantwortliche k&ouml;nnen jedoch im Modulunterricht zus&auml;tzlich und optional Elemente mit einem maximalen Gewicht von 20% der abschliessenden Modulnote einsetzen. Dieser Spielraum ist in den LBV nicht zu deklarieren, in der Durchf&uuml;hrung der LB jedoch nachvollziehbar zu
dokumentieren. Es wird empfohlen, dass dieser Spielraum f&uuml;r die Beurteilung der Sozial-, Selbst- und Methodenkompetenz der Lernenden verwendet wird. Dieser Beurteilungsspielraum soll nicht als disziplinarisches Werkzeug eingesetzt werden.
b. Praxisbezug
Eine wesentliche Voraussetzung f&uuml;r die Vergleichbarkeit von LB sind das Anspruchsniveau und der inhaltliche Fokus. Ersteres ist weitgehend durch die beschriebene Kompetenz und das Objekt in den Modulidentifikationen definiert. Mit dem Praxisbezug in der LBV wird zus&auml;tzlich deklariert, welche Relevanz die
beurteilten Elemente einer LB im beruflichen Alltag haben. Es geht also darum, den inhaltlichen Fokus
einer LB aus berufspraktischen und nicht aus methodisch-didaktischen oder p&auml;dagogischen &Uuml;berlegungen
Wo m&ouml;glich soll der Praxisbezug mittels Referenzieren zu den Handlungskompetenzen und Leistungszielen aus dem relevanten Bildungsplan geschehen. Dort wo ein Bezug zum Bildungsplan nicht m&ouml;glich ist,
soll der Praxisbezug in Stichworten formuliert werden.
Grunds&auml;tzlich gibt es keine Einschr&auml;nkung in Bezug auf die Pr&uuml;fungs- und Sozialform bei LB. Denkbar sind
sowohl unterrichts- resp. lehrbegleitende wie auch abschlussorientierte Elemente, als Einzel-, Partneroder Gruppenarbeit. Die gew&auml;hlte Form muss sich f&uuml;r die Beurteilung der zentralen Kompetenzen eines
Moduls eignen. Dieser Zusammenhang wird zus&auml;tzlich durch die Zuordnung von Handlungszielen aus der
Modulidentifikation zu den einzelnen Elementen verdeutlicht.
d. Vorgaben zum Zeitpunkt
F&uuml;r den Durchf&uuml;hrungszeitpunkt der einzelnen LB werden nicht auf die Lektion genaue Angaben erwartet,
sondern vielmehr ungef&auml;hre Zeitpunktangaben innerhalb des Modulverlaufs. Bei unterrichtsbegleitenden
LB, wie z. B. eine Projektarbeit, ist der Startzeitpunkt anzugeben.
Sowohl bei abschlussorientierten Elementen (z. B. Schlusspr&uuml;fung) als auch bei unterrichtsbegleitenden
Elementen (z. B. Projektarbeit) ist darauf zu achten, dass die durchgef&uuml;hrte LB mit den Lernenden innerhalb des Moduls besprochen werden, um gegebenenfalls geeignete Nacharbeiten, Pr&auml;zisierungen oder
Vertiefungen vornehmen zu k&ouml;nnen.
e. Vorgaben zur Dauer
Die Dauer der einzelnen LB ist als Richtgr&ouml;sse in Lektionen oder Bruchteilen davon anzugeben. Es werden
keine minutengenauen Angaben erwartet. F&uuml;r unterrichtsbegleitende Elemente (z. B. Projektarbeit) ist
der Anteil der effektiven LB-Zeit in Lektionen zu sch&auml;tzen. Die Zeit f&uuml;r die Vermittlung der handlungsnotwendigen Kenntnisse, Zwischenbesprechungen u. dgl. ist nicht als Zeit der LB zu rechnen. Als Dauer einer
LB gilt diejenige Zeit, in welcher die Lernenden am f&uuml;r die Beurteilung massgebenden Ergebnis arbeiten.
Vorgaben zur Gewichtung
Die Gewichtung wiederspiegelt die Idee des Autors / der Autorin einer LBV, welche Elemente und damit
gekoppelt welche Handlungsziele eines Moduls mit welchem Gewicht beurteilt werden sollen. Die Vorgabe f&uuml;r die Gewichtung eines Elementes kann demnach hinreichend genau angegeben werden und erfolgt in Prozenten.
g. Vorgaben zu den Bewertungskriterien
Eine leistungsf&ouml;rdernde und gerechte Beurteilung setzt zum Voraus festgelegte und f&uuml;r alle transparente
Bewertungskriterien voraus. Einheitliche Bewertungskriterien sind die Grundlage f&uuml;r die Vergleichbarkeit
der Leistungsbeurteilung &uuml;ber den eigenen Klassenverband hinaus.
Die Bewertungskriterien k&ouml;nnen sowohl quantitativer (z. B. Menge der erbrachten Leistung) als auch qualitativer Natur (z. B. F&auml;higkeit selber zu reflektieren) sein. Auf der Ebene der LBV wird erwartet, dass min.
80% der Bewertungskriterien f&uuml;r alle Elemente festgelegt sind. Die abschliessende Konkretisierung und
Feinjustierung liegt im Ermessen der Berufsbildungsverantwortlichen.
7. Qualit&auml;tssicherung
Die Vergleichbarkeit der Leistungsbeurteilungen wird in der Bildungsverordnung vorgeschrieben. Sie ist
ein wichtiges Qualit&auml;tsmerkmal der Informatikausbildung. Durch das System von Leistungsbeurteilungsvorgaben zur Durchf&uuml;hrung der konkreten Leistungsbeurteilungen kann die f&uuml;r das Qualifikationsverfahren konforme Bewertung der Informatikkompetenzen sichergestellt werden.
Die Vergleichbarkeit der Leistungsbeurteilungen wird &uuml;ber drei Ebenen sichergestellt:
1. Auf der Ebene der Leistungsbeurteilungsvorgaben (LBV), welche sich aus den Inhalten der Module
der Informatikkompetenzen ergeben. Die LBV sind f&uuml;r die Bildungsinstitutionen formal bindend.
2. Auf der Ebene von Best Practices, welche konkrete, von der Kommission B&amp;Q &uuml;berpr&uuml;fte und freigegebene Leistungsbeurteilungen (LB) umfassen und als konkrete Umsetzungsbeispiele zu den LBV
verwendet werden k&ouml;nnen. Die Best Practices sind formal nicht bindend.
3. Auf der Ebene der Bildungsinstitutionen, welche die konkreten Leistungsbeurteilungen (bestehend
aus Pr&uuml;fungen, Test (T) usw.) und zugeh&ouml;rigen Unterrichtsunterlagen innerhalb und ausserhalb der
Institution gegenseitig austauschen k&ouml;nnen. Diese Ebene liegt in der Verantwortung der Bildungsinstitutionen und ist formal nicht bindend.
Die Zusammenh&auml;nge zwischen den verschiedenen Elementen der Leistungsbeurteilung werden in der
nachfolgenden Tabelle dargestellt.
Gepr&uuml;ft durch
LBV x1
B&amp;Q, erlassen
LBV x2
LBV xn
durch OdA
Autor / Autorin,
tices LB
LB x11
LB x12
LB x1n
LB x21
LB x22
T x1n1
T x12n
T x122
T x121
T x11n
ner / Ausbildne-
T x112
durch Ausbild-
T x111
ICT-Berufsbildung Schweiz publiziert die Inhalte der Ebenen 1 und 2 &ouml;ffentlich im Internet mit der eigens
betriebenen Informatik-Plattform „ICT Competence Framework“. Die Plattform kann von den Bildungsanbietern zus&auml;tzlich zur Speicherung der Inhalte der Ebene 3 und zur Freigabe an Dritte genutzt werden.
8. Prozess zur Erstellung und &Uuml;berpr&uuml;fung der LBV
8.1. Rollen
a. Berufsbildungsverantwortliche (BBV)
Berufsbildungsverantwortliche sind mit der Ausbildung betraute Fachpersonen eines jeweiligen
Lernorts. Sie werden durch die Koordinatoren der Lernorte (KL) bestimmt und k&ouml;nnen als solche LBV
entwickeln und ins System einreichen.
b. Koordinator Lernort (KL)
Jeder Lernort bestimmt eine/n oder h&ouml;chsten zwei Koordinatoren / Koordinatorinnen. Diese bestimmen f&uuml;r ihren Lernort die berechtigten Berufsbildungsverantwortlichen und &uuml;berpr&uuml;fen deren Arbeit.
Modulverantwortliche CH (MV CH)
Jedes Informatikmodul wird von einer durch B&amp;Q ernannten Fachperson betreut. Diese ist verantwortlich f&uuml;r die fachliche Richtigkeit und Aktualit&auml;t des entsprechenden Ausbildungsmoduls. Modulverantwortliche setzen zur &Uuml;berpr&uuml;fung der LBV eine Begutachterin bzw. einen Begutachter ein.
d. Begutachter (BGU)
Begutachter / Begutachterinnen sind von der B&amp;Q ernannte Fachpersonen, welche die Leistungsbeurteilungsvorgaben auf deren fachliche und formale Richtigkeit hin &uuml;berpr&uuml;fen. Begutachter / Begutachterinnen sind unabh&auml;ngig vom Lernort, welchem der Berufsbildungsverantwortliche
angeh&ouml;rt, der die LBV eingereicht hat.
e. Supervisor (SUV)
Supervisoren sind Mitglieder der Kommission B&amp;Q oder von dieser mandatiert. Sie stellen durch
Stichproben eine hohe und vergleichbare Qualit&auml;t &uuml;ber alle LBV sicher und unterst&uuml;tzen wo n&ouml;tig
Die Kommission B&amp;Q ist verantwortlich f&uuml;r den gesamten Prozess. Sie ernennt die Modulverantwortlichen, die Begutachter / Begutachterinnen und die Supervisoren.
g. Systemadministrator
Die Systemadministration obliegt ICT-Berufsbildung Schweiz.
8.2. Prozess&uuml;bersicht
Art. 24 Abs. 4 Bst. f der Bildungsverordnung legt fest, dass die Kosten, welche durch die Sicherstellung
der Vergleichbarkeit der Leistungsbeurteilungen entstehen, als Kosten des Qualifikationsverfahrens gelten und von den Kantonen getragen werden. Dabei geht es namentlich um die Kosten f&uuml;r die Erstellung
und &Uuml;berpr&uuml;fung der Leistungsbeurteilungsvorgaben, der Best Practices von Leistungsbeurteilungen sowie der Aufbereitung, Publikation und Qualit&auml;tssicherung derselben. ICT-Berufsbildung Schweiz betreibt
zu diesem Zweck die Informatik-Plattform „ICT Competence Framework“.
Die Finanzierung des Systems durch die Kantone wird vertraglich mit ICT-Berufsbildung Schweiz geregelt.
Die Verg&uuml;tung der am Prozess beteiligten Rollen wird im Rahmen der Verg&uuml;tungs- und Spesenregelung
von ICT-Berufsbildung Schweiz geregelt.
Validierte Kompetenznachweise und Leistungsbeurteilungen nach alter Bildungsvorordnung vom 13. Dezember 2004 k&ouml;nnen bis zum 31. Juli 2015 ohne Einschr&auml;nkung weiter verwendet werden. Danach sind
s&auml;mtliche Leistungsbeurteilungen im Rahmen der vorliegenden Ausf&uuml;hrungsbestimmungen vorzunehmen.
Die vorliegenden Ausf&uuml;hrungsbestimmungen treten am 1. November 2014 in Kraft.
J&ouml;rg Aebischer
Die Schweizerische Kommission f&uuml;r Berufsentwicklung und Qualit&auml;t hat anl&auml;sslich ihrer Sitzung vom
18. September 2014 zu den Ausf&uuml;hrungsbestimmungen zur Sicherstellung der Vergleichbarkeit von Leistungsbeurteilungen f&uuml;r die Module der Informatikkompetenzen in den Berufsfachschulen und den &uuml;berbetrieblichen Kursen Stellung genommen.