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Timestamp: 2016-10-27 05:08:24
Document Index: 122459204

Matched Legal Cases: ['Art. 4', 'Art. 28', 'Art. 28', 'BGE', 'Art. 29', 'Art. 41', 'Art. 88', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE']

I 106/02 (12.11.2002)
K.________, 1962, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Ludwig Raymann, Witikonerstrasse 15, 8032 Z�rich,
K.________ (geboren 1962) war seit 6. M�rz 1995 f�r die Firma P.________ AG t�tig. Aus gesundheitlichen Gr�nden blieb er nach dem 5. M�rz 1999 der Arbeit fern. Mit Anmeldung vom 24. M�rz 2000 ersuchte er um Leistungen der Invalidenversicherung. Die IV-Stelle des Kantons Z�rich holte Berichte der Arbeitgeberin, der Orthop�dischen Klinik X.________, des Dr. med. S.________, Facharzt f�r Innere Medizin und Rheumatologie, sowie der Neurochirurgischen Klinik des Spitals Y.________ ein und wies das Begehren um berufliche Massnahmen (Verf�gung vom 7. September 2000) sowie um eine Rente (Verf�gung vom 8. September 2000) ab.
Die gegen die Verf�gung vom 8. September 2000 erhobene Beschwerde, mit welcher K.________ eine ganze Invalidenrente beantragen liess, hiess das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich mit Entscheid vom 21. Dezember 2001 teilweise gut und sprach ihm von 1. M�rz bis 31. Juli 2000 eine ganze Invalidenrente zu. Im �brigen wies es die Beschwerde ab.
K.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren mit dem Antrag, es sei ihm auch f�r die Zeit nach dem 31. Juli 2000 eine ganze Invalidenrente zuzusprechen.
Die Vorinstanz hat die Grunds�tze und Bestimmungen �ber den Begriff der Invalidit�t (Art. 4 Abs. 1 IVG), den Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung (Art. 28 Abs. 1 und 1bis IVG) und die Bemessung des Invalidit�tsgrades nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs (Art. 28 Abs. 2 IVG; BGE 126 V 75, 104 V 136 Erw. 2a und b, je mit Hinweisen) zutreffend dargelegt. Dasselbe gilt f�r die Entstehung des Rentenanspruchs (Art. 29 Abs. 1 IVG), die Rentenrevision und die r�ckwirkende Zusprechung einer befristeten Rente (sinngem�sse Anwendung von Art. 41 IVG; Art. 88a IVV; BGE 125 V 418 Erw. 2d, 121 V 275 Erw. 6b/dd, 117 V 199 Erw. 3b, je mit Hinweisen), den f�r die Beurteilung der Verwaltungsverf�gung massgebenden Zeitpunkt (BGE 121 V 366 Erw. 1b mit Hinweisen), die Bedeutung �rztlicher Stellungnahmen f�r die Invalidit�tsbemessung (BGE 125 V 261 Erw. 4 mit Hinweisen) und den im Sozialversicherungsrecht massgebenden Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 360 Erw. 5b mit Hinweisen). Darauf wird verwiesen.
2.1 Die Orthop�dische Klinik X.________ diagnostiziert in ihrem Bericht vom 5. April 2000 persistierende Schmerzen bei Status nach chirurgischer H�ftluxation bei Labruml�sion des H�ftgelenks rechts im August 1999 bei beginnender Coxarthrose beidseits sowie eine Spina bifida. Im Moment befinde sich der Beschwerdef�hrer in der postoperativen Rehabilitation nach Implantatentfernung am 21. M�rz 2000. Sein Gesundheitszustand sei verbesserungsf�hig. Er sei von M�rz 1999 bis zur Berichterstattung zu 100 % arbeitsunf�hig. In einer schweren k�rperlichen T�tigkeit sei kaum mehr volle Erwerbsf�higkeit zu erreichen. Eine Umschulung sei bei Persistenz der Beschwerden in ca. zwei bis drei Monaten angezeigt. In einer angepassten leichten bis mittleren T�tigkeit in abwechselnden Stellungen (Stehen/Sitzen) sei eine Besch�ftigung ganztags sicher m�glich.
Dr. med. S.________ h�lt eine Coxarthrose beidseits mit Labruml�sion rechts und Status nach chirurgischer H�ftluxation rechts mit Labrumteilresektion, ein chronisches spondylogenes Syndrom bei Osteochondrose L4/5 sowie Status nach Gastritis fest. Die Gehf�higkeit des Versicherten sei deutlich eingeschr�nkt. Im angestammten Beruf bestehe volle Arbeitsunf�higkeit. Eine berufliche Umstellung sei nicht sinnvoll, da die therapeutischen Massnahmen bisher noch nicht ausgesch�pft worden seien (H�ftersatz; Bericht vom 7. April 2000).
Die Neurochirurgische Klinik des Spitals Y.________ diagnostiziert ein Epidermoid im Konusgebiet, operativ entfernt am 9. Oktober 2000, sowie eine leichte Coxarthrose beidseits, operativ versorgt im August 1999. Aus neurochirurgischer Sicht bestehe nach Ablauf der dreimonatigen Rehabilitation keine Einschr�nkung in der Arbeitsf�higkeit. Eine berufliche Umstellung sei nicht notwendig; der Versicherte k�nne ganztags arbeiten (Bericht vom 28. November 2000).
Am 19. April 2001 h�lt die Orthop�dische Klinik X.________ chronische invalidisierende H�ftschmerzen beidseits, rechts mehr als links bei Status nach chirurgischer H�ftluxation rechts bei Labruml�sion im August 1999 und bei beginnender Coxarthrose beidseits sowie Status nach Implantatentfernung im M�rz 2000 rechts und Spina bifida fest. Der Versicherte leide weiterhin unter massivsten Schmerzen im Bereich der rechten H�fte, habe jedoch keine R�ckenbeschwerden mehr. Ab und zu versp�re er Schmerzen in der linken H�fte. Die am 12. April 2001 vorgenommene sowie die zwei fr�heren Infiltrationen seien erfolglos geblieben. Er k�nne das rechte Bein kaum bewegen und nur mit Hilfe gehen. Gem�ss Arthro-MRI vom 12. April 2001 bestehe eine Entknorpelung des Acetabulums mit Verkalkung des Acetabulumrandes. Es werde eine H�fttotalprothese rechts vorgeschlagen, welche jedoch auf Grund der vorbestehenden extracoxogenen Schmerzen wahrscheinlich keine vollst�ndige Abnahme der Beschwerden bringen werde. Der Versicherte wolle sich das weitere Prozedere �berlegen und werde dann die Klinik informieren. Er sei ab 21. M�rz 2001 f�r sechs Wochen voll arbeitsunf�hig.
In Beantwortung der Erg�nzungsfragen der Vorinstanz best�tigte die Neurochirurgische Klinik des Spitals Y.________ am 5. Oktober 2001, dass der Epidermoid-Tumor im Konusgebiet sowie der Dermal Sinus S2-3 bei Spina bifida lediglich im Rahmen der Rehabilitationszeit von drei Monaten nach der Operation die Arbeitsf�higkeit des Beschwerdef�hrers eingeschr�nkt h�tten. Das Leiden stehe auch in keinem Zusammenhang mit den R�ckenbeschwerden.
Am 25. Januar 2002 best�tigt Dr. med. S.________ volle Arbeitsunf�higkeit als Betriebsmitarbeiter sowie infolge der Coxarthrose und der degenerativen und postoperativen Ver�nderungen der Lendenwirbels�ule eine Arbeitsf�higkeit von 20 bis 30 % in einer leichten T�tigkeit.
2.2 Auf Grund der Akten war die Arbeitsf�higkeit des Versicherten wegen der Operation im Oktober 2000 sowie der damit zusammenh�ngenden Leiden nur im Rahmen der postoperativen Rehabilitation eingeschr�nkt. Etwas anderes behauptet auch der Beschwerdef�hrer nicht, welcher seinen Anspruch auf eine Invalidenrente vor allem mit der H�ftproblematik begr�ndet. Als Einschr�nkungen der Arbeitsf�higkeit kommen demnach bis zum Erlass der Verwaltungsverf�gung nur die H�ftbeschwerden sowie das vom Hausarzt festgehaltene R�ckenleiden in Frage.
Die Vorinstanz hat dem Versicherten wegen Erwerbsunf�higkeit infolge der H�ftprobleme eine ganze Invalidenrente zugesprochen. Allerdings hat sie diese auf den 31. Juli 2000 aufgehoben, da sie gest�tzt auf den Bericht der Orthop�dischen Klinik X.________ vom 5. April 2000 davon ausging, dass der Versicherte nach Ablauf der Rehabilitationszeit in einer leichten oder mittleren T�tigkeit wieder voll arbeitsf�hig sei, und ermittelte nach Durchf�hrung eines Einkommensvergleichs einen Invalidit�tsgrad von 4.7 %.
Dieser Auffassung kann nicht beigepflichtet werden. Denn die Einsch�tzung der Arbeitsf�higkeit durch die Orthop�dische Klinik X.________ vom 5. April 2000 erfolgte lediglich zwei Wochen nach der Implantatentfernung vom 21. M�rz 2000 und ohne weitere Verlaufskontrollen nach dem Austritt am Tag der Operation. Auch wird im Bericht vom 5. April 2000 die Rehabilitationsdauer zeitlich nicht n�her angegeben; angesichts des Vorschlags allf�lliger Umschulungsmassnahmen bei persistierenden Beschwerden in zwei bis drei Monaten ist jedoch von einer entsprechenden Rehabilitationszeit auszugehen. Entgegen der Auffassung des kantonalen Gerichts kann nicht gesagt werden, die Rehabilitation sei bereits Ende April abgeschlossen. Zudem l�sst die Empfehlung von Umschulungsmassnahmen f�r den Fall persistierender Beschwerden darauf schliessen, dass auch die Orthop�dische Klinik X.________ selbst einen nicht optimalen Heilungsverlauf durchaus in Erw�gung zog. Auf diese prospektive Beurteilung der beruflichen Einsetzbarkeit, welche durch den Bericht derselben Klinik vom 19. April 2001 widerlegt wird, kann somit nicht abgestellt werden. Es geht nicht an, von idealsten Verh�ltnissen auszugehen, welche sich in der Folge als unzutreffend erweisen. Dem Versicherten steht demnach auch noch im vorliegend massgebenden und die Grenze des zu �berpr�fenden Sachverhalts darstellenden Zeitpunkt, dem 8. September 2000, eine ganze Invalidenrente zu. Bei diesem Ergebnis kann offen bleiben, wie es sich mit dem vom Hausarzt erw�hnten R�ckenleiden verh�lt, da der Beschwerdef�hrer bereits auf Grund der H�ftproblematik im hier zu beurteilenden Zeitpunkt Anspruch auf eine ganze Invalidenrente hat.
In Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird der Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Z�rich vom 21. Dezember 2001 aufgehoben, soweit damit der Anspruch auf eine Invalidenrente auf den 31. Juli 2000 befristet wird, und es wird festgestellt, dass der Beschwerdef�hrer auch nach dem 31. Juli 2000 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente hat.
Die IV-Stelle des Kantons Z�rich hat dem Beschwerdef�hrer f�r das Verfahren vor dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht eine Parteientsch�digung von Fr. 2'500.-- (einschliesslich Mehrwertsteuer) zu bezahlen.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich, der Ausgleichskasse der Vereinigung Z�rcherischer Arbeitgeberorganisationen und dem Bundesamt f�r Sozialversicherung zugestellt.