Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=XI%20ZR%20174/17
Timestamp: 2019-08-17 16:04:10
Document Index: 27434428

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 256', 'Art. 229', '§ 9', '§ 22', '§ 32', '§ 38', '§ 495', '§ 355', '§ 355', '§ 561', '§ 563', 'BGH', '§ 256', 'BGH', '§ 543', 'BGH', 'BGH']

BGH, 27.11.2018 - XI ZR 174/17 - dejure.org
https://dejure.org/2018,45702
BGH, 27.11.2018 - XI ZR 174/17 (https://dejure.org/2018,45702)
BGH, Entscheidung vom 27.11.2018 - XI ZR 174/17 (https://dejure.org/2018,45702)
BGH, Entscheidung vom 27. November 2018 - XI ZR 174/17 (https://dejure.org/2018,45702)
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§ 256 Abs. 1 ZPO, Art. 229 § 9 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2, § 22 Abs. 2, § 32 Abs. 1, § 38 Abs. 1 EGBGB, § 495 Abs. 1 BGB, § 355 BGB, § 355 Abs. 2 Satz 3 BGB, § 561 ZPO, § 563 Abs. 1 Satz 1 ZPO
Feststellung der Umwandlung des zwischen den Parteien geschlossenen Darlehensvertrags in ein Rückgewährschuldverhältnis aufgrund des Widerrufs i.R.d. Erfordernisses eines Feststellungsinteresses
LG Limburg, 27.01.2016 - 2 O 292/15
BGH - VI ZR 174/17 (anhängig)
Der - ohnehin unzulässige (vgl. Senatsurteil vom 27. November 2018 - XI ZR 174/17, juris Rn. 13 mwN) - Antrag auf Feststellung des Annahmeverzugs mit der Rückabwicklung des Darlehens hat entgegen der Rechtsmeinung der Kläger ebenfalls keinen eigenständigen wirtschaftlichen Wert, da es sich um ein unselbstständiges Element der mit dem Zahlungs- und Feststellungsantrag wirtschaftlich beabsichtigten Klärung von Leistungsverpflichtungen im Rahmen der Rückabwicklung des Darlehensvertrags handelt (vgl. Senatsbeschlüsse vom 6. Juli 2010 - XI ZB 40/09, WM 2010, 1673 Rn. 16, vom 25. Oktober 2016.
Ein solcher Anspruch besteht unter keinem rechtlichen Gesichtspunkt (…vgl. Senatsurteile vom 21. Februar 2017 - XI ZR 467/15, WM 2017, 906 Rn. 23 ff., 34 f., vom 19. September 2017 - XI ZR 523/15, juris Rn. 22…, vom 10. Oktober 2017 - XI ZR 443/16, WM 2017, 2248 Rn. 27…, vom 7. November 2017 - XI ZR 369/16, WM 2018, 45 Rn. 19…, vom 21. November 2017 - XI ZR 106/16, WM 2018, 51 Rn. 16 und vom 27. November 2018 - XI ZR 174/17, juris Rn. 18).
Der Antrag festzustellen, der zwischen den Parteien geschlossene Darlehensvertrag sei "beendet", ist wegen des Fehlens des nach § 256 Abs. 1 ZPO erforderlichen Feststellungsinteresses unzulässig (vgl. zuletzt nur Senatsurteil vom 27. November 2018 - XI ZR 174/17, juris Rn. 11 mwN).
Die positive Feststellungsklage wäre im Lichte dieser Behauptung nicht nur unzulässig, sondern auch unschlüssig (Senatsurteil vom 27. November 2018, aaO;… Senatsbeschluss vom 10. Juli 2018 - XI ZR 674/16, juris Rn. 2).
Der Antrag auf Feststellung, die Beklagte befinde sich mit der Rückabwicklung des Darlehensvertrags in Verzug, ist schon als auf die Klärung einer Rechtsfrage gerichtet unzulässig (Senatsurteil vom 27. November 2018 - XI ZR 174/17, juris Rn. 13 mwN).
Für den Antrag festzustellen, der Darlehensvertrag habe sich aufgrund des Widerrufs in ein Rückgewährschuldverhältnis umgewandelt, fehlt, wie der Senat wiederholt näher ausgeführt hat (vgl. zuletzt nur Senatsurteil vom 27. November 2018 - XI ZR 174/17, juris Rn. 11 mwN), das Feststellungsinteresse.
Eine fehlerhafte X und selbst die unberechtigte Zurückweisung eines Widerrufs begründet keine Pflichtverletzung, auf die ein Schadensersatzverlangen gestützt werden könnte (BGH, Urteil vom 27. November 2018 - XI ZR 174/17 -, Rn. 17 - 18, juris m.w.N.).
Soweit sich die Kläger gegen die Zurückweisung ihrer Berufung betreffend ihres Antrags, sie von außergerichtlich angefallenen Rechtsanwaltskosten freizustellen, wenden, weist der Senat die Nichtzulassungsbeschwerde zurück, weil die Rechtssache keine grundsätzliche Bedeutung hat und die Fortbildung des Rechts sowie die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des Revisionsgerichts nicht erfordern (§ 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO;… vgl. Senatsurteile vom 19. September 2017 - XI ZR 523/15, juris Rn. 22 und vom 27. November 2018 - XI ZR 174/17, juris Rn. 17 f., jeweils mwN).
Die Beklagte hat nach allgemeinen Grundsätzen wegen Leugnung der Wirksamkeit des Widerrufs keine Pflichtverletzung begangen (…BGH, Urt. v. 27.02.2018 -XI ZR 224/17 Tz 35 m.N.; Urt. v. 27.11.2018 -XI ZR 174/17 Tz 17).
Nunmehr hat der BGH mit Urteil vom 27.11.2018 -XI ZR 174/17 Tz 11 (und ferner etwa Beschl. v. 12.02.2019 -XI ZB 24/17 Tz 6) für die vorliegende Konstellation auch ausdrücklich entschieden, dass es für die Zulässigkeit der positiven Feststellungsklage auf die Aufrechnung nicht ankommt, da sie in diesem Fall "nicht nur unzulässig, sondern auch unschlüssig" ist.