Source: https://alice.ch/de/ueber-uns/strategie/bildungspolitische-grundsaetze-2017-2010/
Timestamp: 2017-05-27 23:24:00
Document Index: 216185060

Matched Legal Cases: ['Art. 64', 'Art. 5', 'Art. 6', 'Art. 7', 'Art. 8', 'Art. 9', 'Art. 13', 'Art. 13', 'Art. 14', 'Art. 8', 'Art. 5', 'Art. 6', 'Art 7', 'Art. 18']

HauptinhaltRootline NavigationÜber unsStrategieBildungspolitische Grundsätze Bildungspolitische Grundsätze 2017-2020 Kontext und Hintergrund der bildungspolitischen Grundsätze Die bildungspolitischen Grundsätze legen fest, wie sich der SVEB als Dachverband im bildungspolitischen Umfeld positioniert. Sie zeigen, wofür wir uns einsetzen, welche Position wir gegenüber Staat und Kantonen vertreten und was wir von der Umsetzung des neuen Weiterbildungsgesetzes (WeBiG) erwarten.
Meilenstein Weiterbildungsgesetz (WeBiG)Im Mai 2006 wurde per Volksabstimmung entschieden, dass die Bundesverfassung eine Bestimmung zur Weiterbildungsartikel enthalten sollte. Zehn Jahre später verabschiedete das Parlament das erste Bundesgesetz über die Weiterbildung, seit Januar 2017 ist das WeBiG in Kraft.
Der Weiterbildungsartikel in der BundesverfassungBV Art. 64aDer Bund legt Grundsätze über die Weiterbildung fest.Der Bund kann die Weiterbildung fördern.Das Gesetz legt die Bereiche und Kriterien fest.Das WeiterbildungsgesetzDas WeBiG ist ein Rahmengesetz. Umgesetzt wird es vorwiegend über die Spezialgesetze, also beispielsweise über das Berufsbildungs-, das Ausländer- oder das Sozialversicherungsgesetz. Das WeBiG definiert Weiterbildung als non-formale Bildung und ordnet diesen Bildungsbereich in das nationale Bildungssystem ein.
Den Kern des WeBiG bilden die fünf Grundsätze:Verantwortung (Art. 5) Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung (Art. 6) Anrechnung von Bildungsleistungen an die formale Bildung (Art. 7)Verbesserung der Chancengleichheit (Art. 8)Wettbewerb (Art. 9)Das WeBiG ist nicht primär ein Finanzierungsgesetz. Es enthält jedoch zwei Fördertatbestände:
Der SVEB hat sich über Jahrzehnte für ein Weiterbildungsgesetz engagiert. Mit dem WeBiG ist ein wichtiger Meilenstein erreicht: Die Weiterbildung wurde in das nationale Bildungssystem eingeordnet, und erstmals in der Geschichte der Weiterbildung ist auch die Zuständigkeit des Bundes im Weiterbildungsbereich klar geregelt. Früher waren die Zuständigkeiten unklar und über mehrere Departemente und Bundesämter verteilt. Seit der Einführung des WeBiG ist das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI für die Förderung der Weiterbildung auf Bundesebene zuständig. Die 7 Grundsätze 1. Förderung eines chancengerechten Zugangs zur Weiterbildung Förderung der Grundkompetenzen (GK) Erwachsener Aufbau von eines flächendeckenden Angebots in allen GK-Bereichen in allen Kantonen und Förderung der Nachfrage auf Basis von Art. 13-16 WeBiGErhöhung der finanziellen Mittel zur Umsetzung von Art. 13-16 WeBiG im Rahmen der BFI 2021-2024Förderung und Nutzung von handlungs- und kontextorientierten Fördermodellen (Art. 14 WeBiG)Nutzung der Weiterbildungs-Strukturen zur Förderung der Grundkompetenzen in den SpezialgesetzenFörderung von flexiblen, erwachsenengerechten Bildungs- und Beratungsmodellen in der Nachholbildung (BAE) Förderung niederschwelliger Informations- und Beratungsangebote Förderung der Weiterbildung zur Integration von MigrantInnen, zur Inklusion sowie zur Reduktion von Armut (Art. 8 WeBiG)
Förderung der betrieblichen Weiterbildung, insbesondere von Geringqualifizierten und speziell in KMU, überInformation und Sensibilisierung von Entscheidungsträgern in BetriebenEntwicklung und Implementierung von effizienten Anreizsystemen, damit Arbeitgeber ihre Verantwortung übernehmen (Art. 5 WeBiG)2. Förderung der ProfessionalisierungWeiterentwicklung und Förderung des Systems AdA Förderung der Vernetzung, des Austausch und des Wissenstransfers zwischen Ausbildenden und Fachpersonen in der WB
3. Förderung der Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung (Art. 6 WeBiG) Förderung einer koordinierten Weiterentwicklung der Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung in der Weiterbildung
4. Förderung der Wertigkeit und der Anrechenbarkeit von informeller und non-formaler Bildung (Art 7 WeBiG)Weiterentwicklung und Förderung von Validierungsverfahren Förderung der Kompetenzorientierung und der Modularisierung Einführung eines Einstufungssystems für non-formale Abschlüsse. Einstufung trägerübergreifender Abschlüsse (Branchenzertifikate) in den Nationalen Qualifikationsrahmen (NQR)
5. Entwicklung des Weiterbildungssystems Umsetzung des WeBiG in den Spezialgesetzen
Erarbeitung von Grundlagen durch den Ausbau von Monitoring und WB-Statistik (Art. 18, 19 WeBiG) 6. Förderung der Koordination und Vernetzung Einrichten einer breit abgestützten WB Konferenz; Koordination zwischen Bund, Kantonen, Sozialpartnern und Organisationen der Weiterbildung
7. Erhöhung der öffentlichen Präsenz und der Transparenz in der Weiterbildung Förderung der Information zur Weiterbildung
Förderung von Kampagnen und weiteren Sensibilisierungsmassnahmen für die breite Bevölkerung sowie für Multiplikatoren Footer Kontakt SVEBSchweizerischer Verband für WeiterbildungOerlikonerstrasse 388057 Zürich