Source: https://www.jusmeum.de/urteil/bgh/466f2020531e9d226a0c461c9c2658c2e5bc251056f578c6fa5815d9fa813fd1
Timestamp: 2018-08-15 07:31:35
Document Index: 270963378

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 219', '§ 206', 'BGH']

BGH, IX ZB 114/00: BGH (kirchhof, beg, frist, antrag, halten, rechtsfrage, bezug, zulassung, beschwerde, grund)
Urteil des BGH vom 07.02.2002, IX ZB 114/00
IX ZB 114/00
BGH (kirchhof, beg, frist, antrag, halten, rechtsfrage, bezug, zulassung, beschwerde, grund)
Kirchhof, Beg, Frist, Antrag, Halten, Rechtsfrage, Bezug, Zulassung, Beschwerde, Grund
Die sofortige Beschwerde des Klägers gegen die Nichtzulassung
Düsseldorf vom 21. September 2000 wird zurückgewiesen.
(§ 219 Abs. 2 BEG). Insbesondere weicht das Berufungsurteil in Bezug auf den
Verschlimmerungsantrag nach § 206 Abs. 1 BEG nicht von einer Entscheidung
des Bundesgerichtshofs ab. Das gilt - wegen des anders gelagerten Sachverhalts - insbesondere für die Entscheidungen vom 19. Januar 1978 - IX ZR
92/73, RzW 1978, 131 f, und vom 13. Dezember 1979 - IX ZR 94/76,
RzW 1980, 31 f. Es ist auch keine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung
zu entscheiden. Der Kläger mußte damit rechnen, daß ein Verschlimmerungsantrag nicht in Betracht kam. Deshalb begann die Frist der Nr. III, 2 der Zweitverfahrensrichtlinien - ZVR - (RzW 1973, 50) für einen Abhilfeantrag (hier:
18 Monate), der gegebenenfalls als Hilfsantrag zu einem Verschlimmerungs-
antrag zu stellen war (Nr. II, 3, c ZVR), mit dem Auftreten manisch-depressiver
Störungen im Jahre 1975. Sie war 1987/1992 längst abgelaufen. Die Voraussetzungen für eine Anwendung des Beschlusses der Entschädigungsreferenten der Länder vom 2./3. Februar 1988 (vgl. dazu grundsätzlich BGH, Urt. v.
14. März 1991 - IX ZR 284/90, NJW-RR 1992, 56 f) brauchte das Berufungsgericht nicht für gegeben zu halten.