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Timestamp: 2019-01-19 18:46:44
Document Index: 354868821

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 17', '§ 11', '§ 48', '§ 15', '§ 7', '§ 2', '§ 45']

Details zum Schüler-BAföG - Studis Online
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Schüler-BAföG [Seite 2]
3. Förderung von Praktika (§ 2 Abs. 4 BAföG)
Kann eine Schulausbildung nach dem BAföG gefördert werden, so schließt dies auch Praktika ein, die im Zusammenhang mit der jeweiligen Ausbildung absolviert werden. Voraussetzung ist allerdings, dass sie in den Ausbildungsbestimmungen zwingend vorgeschrieben sind. Ist die Ausbildung als solche nur unter den genannten einschränkenden Voraussetzungen (s. o. unter 2.) förderungsfähig, so gelten die gleichen Einschränkungen auch für die Förderung eines Praktikums. Ob von der Wohnung der Eltern aus eine entsprechende zumutbare Praktikumsstelle erreichbar ist, wird dabei nicht geprüft. Bei unterrichtsbegleitenden Praktikumszeiten wie z. B. in der Jahrgangsstufe 11 der Fachoberschule gilt dies nur, wenn während der Praktikumszeit die praktische Ausbildung außerhalb der Schule überwiegt, z. B. drei Tage Praktikum im Betrieb und zwei Tage Unterricht / fachpraktische Ausbildung in der Schule (VwV 2.4.5a).
Hinsichtlich der Einkommens- und Vermögensanrechnung ergeben sich keine Besonderheiten gegenüber den Regelungen für Studierende an Hochschulen. Von daher kann auf die Artikel Einkommensanrechnung und Eigenes Einkommen verwiesen werden. Auch die Freibeträge vom eigenen Einkommen wurden 2008 für alle Auszubildenden vereinheitlicht.
Alles Wissenswerte zur Vermögensanrechnung könnt ihr unter Vermögensanrechnung und Datenabgleich nachlesen.
5. Förderungsart(en) – Zuschuss oder Teildarlehen? (§ 17 BAföG)
Die Förderung von Auszubildenden an Höheren Fachschulen (Achtung: es gibt auch Schulen, die sich Höhere Fachschule nennen, aber im Sinne des BAföGs eine Fachschule sind!) und Akademien erfolgt wie bei den Studierenden an Hochschulen im Regelfall je zur Hälfte als Zuschuss und unverzinsliches Staatsdarlehen.
Alle anderen Ausbildungen werden in Form eines Vollzuschusses gefördert.
Näheres dazu findet ihr im Artikel Förderungsarten.
6. Elternunabhängige Förderung (§ 11 Abs. 3 BAföG)
Eine Anrechnung des Einkommens der Eltern entfällt insbesondere dann, wenn ihr für den Erwerb der allg. Hochschulreife auf dem zweiten Bildungsweg BAföG beantragt. Gleiches gilt für den Besuch
Hinsichtlich der weiteren Möglichkeiten, elternunabhängig gefördert zu werden, sei auf den Artikel zum elternunabhängigen BAföG verwiesen. Hier erfahrt ihr auch, welche Bedeutung die Altersgrenze von 30 Jahren für die Förderungsfähigkeit hat.
7. Leistungsnachweise (§ 48 BAföG)
Eine Kontrolle eurer Leistungen während der Ausbildung findet nur dann statt, wenn ihr eine Höhere Fachschule oder eine Akademie besucht. Wie bei Studierenden ist eine Förderung ab dem 5. Fachsemester davon abhängig, ob ihr dem BAföG-Amt eine von der Ausbildungsstätte ausgestellte Leistungsbescheinigung vorlegen könnt. Alles Weitere könnt ihr im Artikel zu den Leistungsnachweisen nachlesen. Bei allen anderen SchülerInnen geht man davon aus, dass sie die erforderlichen „üblichen Leistungen“ erbringen, die für den Abschluss der Ausbildung erforderlich sind, solange sie die Ausbildungsstätte besuchen.
8. Förderungsdauer (§ 15 BAföG)
Gefördert werden könnt ihr mit Beginn des Monats, in dem ihr eure Ausbildung aufnehmt, jedoch frühestens vom Beginn des Antragsmonats an. Eine rückwirkende Förderung bei späterer Antragstellung ist nicht möglich.
So etwas wie eine Förderungshöchstdauer gibt es beim Schüler-BAföG nicht. Ihr werdet grundsätzlich für die Dauer der gesamten Ausbildung gefördert, vorausgesetzt, ihr besucht die Ausbildungsstätte auch tatsächlich. Bei SchülerInnen wird vermutet, dass sie die nötige Eignung für die Ausbildung besitzen und sie erfolgreich abschließen werden, solange sie die Schule besuchen. Dies gilt selbst dann, wenn ihr eine Klasse wiederholen müsst. Deutet sich allerdings die zweite Wiederholung eines Schuljahres an, wird es kritischer. Hier wird es darauf ankommen, ob ihr das mangelnde Fortkommen überzeugend begründen könnt.
Ist euch der Schulbesuch wegen Krankheit oder Schwangerschaft nicht möglich, so erhaltet ihr bis zur Dauer von drei Kalendermonaten trotzdem BAföG, wobei der Monat nicht mitzählt, in dem ihr krank oder schwanger geworden seid.
Eine Besonderheit gibt es beim Schüler-BAföG hinsichtlich der Förderung in der unterrichtsfreien Zeit. Diese darf im Jahr 77 Ferienwerktage nicht überschreiten. Tut sie das, so wird die Förderungsdauer wie folgt gekürzt: je einen Kalendermonat kürzere Förderung für jeden angefangenen Zeitraum von 26 Ferienwerktagen.
9. Fachrichtungswechsel und Förderung nach Ausbildungsabbruch (§ 7 Abs. 3 BAföG)
Sofern ihr SchülerInnen an einer Höheren Fachschule oder Akademie seid, gelten für euch die gleichen Regelungen wie für Studierende. Ein Wechsel kommt nur bis zum Beginn des 4. Semesters in Betracht. Auch wird nur dann das Vorliegen eines wichtigen Grundes für den (erstmaligen) Wechsel vermutet, wenn der Wechsel spätestens nach dem 3. Fachsemester erfolgt. Finanzielle Folgen drohen erst ab dem zweiten Fachrichtungswechsel. Die Details findet ihr im Artikel Förderung nach Fachrichtungswechsel bzw. Studienabbruch.
Bei berufsqualifizierenden Ausbildungen an anderen Schulformen ist dagegen ein Wechsel auch zu einem späteren Zeitpunkt möglich. Erfolgt er nachweislich aus einem wichtigen oder unabweisbaren Grund, so wird eine andere Ausbildung ganz normal bis zum Ende gefördert.
Auch bei einer allgemeinbildenden Schulausbildung kommt ein Abbruch oder Wechsel in Betracht. Die Anforderungen an den wichtigen Grund für den Wechsel sind hier allerdings sehr viel geringer als beim Fachrichtungswechsel im Rahmen einer berufsqualifizierenden Ausbildung. Nach VwV 7.3.10 kann sein Vorliegen (außer bei Höheren Fachschulen und Akademien) in der Regel angenommen werden, und zwar sowohl beim Wechsel von einer Ausbildungsstättenart des § 2 Abs. 1 Nr. 1-4 BAföG zu einer anderen der dort genannten Ausbildungsstättenarten als auch innerhalb derselben Ausbildungsstättenart (z. B. Wechsel von einem Abendgymnasium zu einem Kolleg).
10. Zuständiges BAföG-Amt (§ 45 BAföG)
Siehe Artikel Welches BAföG-Amt ist zuständig?, Abschnitt Schüler oder – bei Auslandsschul(halb)jahr –Abschnitt Auslandsaufenthalt.
11. Förderung von Ausbildungen im Ausland
Siehe Auslands-BAföG für Schülerinnen und Schüler.
Seite 1: Grundlegendes; Welche SchülerInnen gefördert werden können
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