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Timestamp: 2019-05-27 03:16:56
Document Index: 81018564

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 25', '§ 11', '§ 7', '§ 27', '§ 22', '§ 19']

Ausbildung Rechte, Pflichten, Urlaub, Probezeit, Arbeitszeit, Gesetze - Bildungsbibel.de
Ausbildung Rechte und Pflichten Azubi: Immer wieder werden mir Fragen gestellt zur Ausbildung sowie den Rechten und Pflichten von Auszubildenden und ausbildenden Betrieben.
So habe ich diese auf dieser Seite veröffentlicht. Sie lernen hier mehr zu Urlaubsanspruch, Probezeit von Auszubildenden, Arbeitszeit und Gesetze.
Hier erhalten Sie einige Fragen und Antworten zum Thema Rechte und Pflichten von Auszubildenden.
Ausbildung Gesetze
In der Ausbildungsordnung sind für jeden Ausbildungsberuf die wichtigsten Rahmenbedingungen geregelt.
Die §§ 4 und 5 des Berufsbildungsgesetzes BBiG und in den §§ 25 und 26 der Handwerksordnung HwO sind hier maßgebend.
In der Ausbildungsordnung werden folgende Tatbestände geregelt: Beschreibung des Ausbildungsberufes, die zu erwerbenden Fähigkeiten und Kenntnisse.
Rahmenlehrpläne Ausbildungsberuf
Die Bundesländer legen den inhaltlichen und zeitlichen Plan fest und stimmen diesen mit den Berufsschulen ab.
Im Verzeichnis für anerkannte Ausbildungsberufe finden Sie alle Berufsausbildungen die staatlich zugelassen sind.
Sie finden das Verzeichnis beim Bundesinstitut für Berufsbildung BIBB Hier geht es zum Verzeichnis: Verzeichnis für anerkannte Ausbildungsberufe.
Mindestangaben Ausbildungsvertrag
Das Berufsbildungsgesetz nennt in § 11 die Mindestangaben des Berufsausbildungsvertrages. Darin enthalten sein müssen folgende Angaben:
Ob es Ausbildungsmaßnahmen außerhalb der Ausbildungsstätte gibt
Die Ausbildungsvergütung in ihrer Höhe und wann gezahlt wird
Voraussetzungen zur Kündigung des Berufsausbildungsvertrages
Anwendung von Tarifverträgen, Betriebsvereinbarungen oder Dienstvereinbarungen
Ein Ausbildungsvertragsmuster finden Sie auf dieser Webseite
Rechte Auszubildender
Folgende Rechte hat ein Auszubildender:
Hat das Recht darauf das Ausbildungsziel zu erreichen zu können.
Ausbildungsmittel, wie zum Beispiel Werkzeug von Ihrem Arbeitgeber kostenlos zur Verfügung gestellt zu bekommen.
Freigestellt zu werden für den Berufsschulunterricht und Sonderveranstaltungen.
Nur Arbeiten auszuführen die dem Ausbildungszweck dienen.
Nur Arbeiten auszuführen, die körperlich angemessen sind.
Dürfen keine Akkord- oder Fließbandarbeiten durchführen.
Körperliche Gewalt und Züchtigung sind unzulässig.
Informationen zu erhalten über Sicherheits- und Ordnungsvorschriften.
Ein Recht auf ärztliche Untersuchung vor Ablauf des 1. Beschäftigungsjahren.
Folgende Pflichten hat ein Auszubildender:
Hat sich zu bemühen, dass Ausbildungsziel zu erreichen und sich die notwendigen Fertigkeiten anzueignen.
Zum Berufsschulunterricht zu gehen bzw. zu Sonderveranstaltungen.
Für Sauberkeit und Pflege der Gegenstände zu sorgen.
Ausbildungsnachweise regelmäßig und ordentlich zu führen.
Den Weisungen des Ausbildenden oder sonstigen Weisungsberechtigten Folge zu leisten, sofern die Weisungen etwas mit der Ausbildung zu tun haben.
Schweigepflicht über Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse.
Die Pflicht sich ärztlich untersuchen zulassen innerhalb des 1. Beschäftigungsjahres.
Ja, die Grundlage dafür bilden die §§ 7 und 8 des BBiG und die §§ 27a und 27b der HwO.
Darin ist geregelt, dass die zuständige Stelle bei Antrag der Vertragsparteien die Ausbildungszeit zu verkürzen, sofern zu erwarten ist, dass das Ausbildungsziel in gekürzter Zeit erreicht werden kann.
Die Probezeit beträgt mindestens 1 Monat und darf höchstens 4 Monate betragen.
Ja, gerade während der Probezeit kann das Ausbildungsverhältnis von beiden Vertragsparteien ohne Angabe von Gründen und ohne Einhaltung einer Frist gekündigt werden. Maßgebend hierfür ist der § 22 Abs. 1 BBiG.
Urlaub Berufsausbildung
Die Dauer des Urlaubs muss im Berufsausbildungsvertrag geregelt werden und hat sein gesetzliches Fundament im § 19 des Jugendarbeitsschutzgesetz – JarbSchG.
Die Urlaubshöhe in Tagen richtet sich nach dem Alter der Auszubildenden:
Unter 16 Jahren Lebensalter beträgt der Urlaub 30 Werktage, für noch nicht 17 Jahre alte Auszubildende beträgt der Urlaub 27 Werktage, für noch nicht 18 Jahre alte Auszubildende beträgt der Urlaub 25 Werktage.
Sobald der Auszubildende 18 Jahre alt ist, ist das Bundesurlaubsgesetz maßgebend, somit hat der Auszubildende einen Urlaubsanspruch von 24 Tagen.
Ausbildung Arbeitzeiten
Ein minderjähriger Auszubildender darf grundsätzlich nicht länger als 8 Stunden täglich und 40 Stunden wöchentlich beschäftigt werden.
Ausnahme: Wenn der Auszubildende an einem Tag der Woche kürzer als 8 Stunden gearbeitet hat, so kann er diese Zeiten ausgleichen und an den Tagen der gleichen Woche bis zu 8,5 Stunden beschäftigt werden.
Grundsätzlich dürfen minderjährige Auszubildende nicht zwischen 20:00 und 6:00 Uhr beschäftigt werden.
Hier gibt es aber Ausnahmen für bestimmte Berufszweige, so zum Beispiel in der Gastronomie oder im Backgewerbe.
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