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Timestamp: 2020-02-18 01:44:50
Document Index: 68334238

Matched Legal Cases: ['§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§10', '§ 10']

Einbürgerungsantag mit Zertifikat Integrationskurs Problem - recht.de
Beitrag von seamless » 09.12.17, 23:44
Re: Einbürgerungsantag mit Zertifikat Integrationskurs Probl
Beitrag von Evariste » 10.12.17, 10:43
Beitrag von CDS » 06.04.18, 15:15
Nunja, wir wissen ja nicht was genau auf diesem Zertifikat steht.
Im OP steht nur das es ein Zertifikat ist, aber nicht ob es jetzt die Teilnahme, oder das Bestehen des Abschlusstests bestätigt. Der Antwort der Einbürgerungsbehörde zur Folge ist es nur letzteres.
Sollte der OP wirklich an dem kompletten Kurs teilgenommen haben kann er ja sicherlich das korrekte Zertifikat beschaffen - möglicherweise ist bei der Erstellung schlicht ein Fehler passiert.
Beitrag von questionable content » 09.04.18, 11:04
Grundsätzlich *ist* das "Zertifikat Integrationskurs" der geeignete Nachweis für eine Verkürzung der Einbürgerung auf 7 Jahre, wenn dadurch tatsächlich die erfolgreiche Teilnahme an einem Integrationskurs nachgewiesen wird.
Sofern kein Irrtum der Behörde vorliegen sollte, stellt sich also tatsächlich die Frage, was genau der Inhalt des "Zertifikats" im vorliegenden Fall ist.
Beitrag von HeFi » 18.04.18, 16:43
seamless hat geschrieben: Hallo, ich habe mich für Einbürgerung in 7Jahre möglichkeit beantragt.
Der Abschlusstest allein genügt eben nicht gem. § 10 Abs. 3 Satz 1 StAG http://www.buzer.de/gesetz/4560/a63196.htm
es wird die Teilnahme am Integrationskurs gefordert.
3) 1Weist ein Ausländer durch die Bescheinigung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge die erfolgreiche Teilnahme an einem Integrationskurs nach, wird die Frist nach Absatz 1 auf sieben Jahre verkürzt.
Wer sich einbürgern lassen will, sollte auch etwas dafür tun und die deutschen Gesetze respektieren.
Beitrag von Blaise » 18.04.18, 17:43
HeFi hat geschrieben: Weist ein Ausländer durch die Bescheinigung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge die erfolgreiche Teilnahme an einem Integrationskurs nach, wird die Frist nach Absatz 1 auf sieben Jahre verkürzt.
Genau deshalb wird im Zertifikat Integrationskurs entweder die erfolgreiche Kursteilnahme oder die erfolgreiche Teilnahme an der Abschlussprüfung bestätigt.
Beitrag von FM » 18.04.18, 17:47
Dann muss also der Deutschlehrer aus Kufstein der nach Deutschland umgezogen ist und an einem Gymnasium Deutsch unterrichtet auch erst mal in den Integrationskurs.
Beitrag von Deputy » 18.04.18, 17:54
seamless hat geschrieben: "Das Zertifikat Integrationskurs, dass Sie vorgelegt haben bestätigt nur, dass Sie erfolgreich am Abschlusstest teilgenommen haben und berechtigt nicht zu einer verkürzten Aufenthaltszeit"
Wurde an dem Kurs teilgenommen oder nur am Abschlusstest?
Beitrag von Blaise » 19.04.18, 16:16
FM hat geschrieben: Dann muss also der Deutschlehrer aus Kufstein der nach Deutschland umgezogen ist und an einem Gymnasium Deutsch unterrichtet auch erst mal in den Integrationskurs.
Nein! Allerdings wäre es für Dich bestimmt ganz sinnvoll...
Beitrag von Heckersbruch » 08.08.18, 12:38
Die Aussage des ABH ist falsch!
Mit Vorliegen des "Zertifikat Integrationskurs" wird genau das bescheinigt, was in § 10 Abs. 3 StAG gefordert wird.
Voraussetzung ist natürlich, dass es sich hier um das "offizielle" Zertifikat des BAMF handelt, denn es gibt durchaus auch kreative Sprachkursträger, die da etwas selbst erfinden. Solche Dinger gelten selbstverständlich ebensowenig als Nachweis, wie irgendwelche selbstgebastelten Sprachzertifikate.
Beitrag von fragenfueralle » 08.08.18, 15:51
Sieht das Zetrifikat genau so aus, wie diese Beispiele:
Ich gehe dabei davon aus, dass diese Beispiele die offiziellen Dokumente zeigen.
Beitrag von Blaise » 08.08.18, 21:39
Der TS hat offensichtlich nur am Abschlusstest teilgenommen, aber nicht den Kurs besucht:
seamless hat geschrieben: ..."Das Zertifikat Integrationskurs, dass Sie vorgelegt haben bestätigt nur, dass Sie erfolgreich am Abschlusstest teilgenommen haben und berechtigt nicht zu einer verkürzten Aufenthaltszeit"
§ 10 Abs. 3 StaG:
Weist ein Ausländer durch die Bescheinigung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge die erfolgreiche Teilnahme an einem Integrationskurs nach, wird die Frist nach Absatz 1 auf sieben Jahre verkürzt.
Da vom Kursträger nur bescheinigt wird, dass der Abschlusstest erfolgreich abgelegt (und nicht erfolgreich dem Integrationskurs teilgenommen) wurde, ist die Voraussetzung nach § 10 StaG nicht erfüllt.
Beitrag von fragenfueralle » 08.08.18, 23:32
ja, den gleichen Verdacht hatte ich auch.
Dann dürfte @seamless nur die rechte Bescheinigung wie auf Seite 30 der nachfolgenden Präsentation vorliegen haben:
Das Zertifikat links daneben dann nicht.
Oder aber der TS hat die Bescheinigung der Prüfung eingereicht, nicht aber das wichtige Zertifikat.
seamless hat geschrieben: ...Was kann ich tun?
Das Zertifikat Integrationskurs an die Behörde nachreichen.
Der Satz der Ausländerbehörde wäre aber irreführend, wenn sie schreibt
seamless hat geschrieben: ..."Das Zertifikat Integrationskurs, dass Sie vorgelegt haben ..."
, denn die Behörde hätte dann ja gar kein "Zertifikat" vorliegen, sondern die Bescheinigung zum Abschlusstest.
Schlechtes Wording für eine Behörde.
Beitrag von Heckersbruch » 10.08.18, 11:15
@fragenfüralle:
Diese Bescheinigung gibt es nur dann vom BAMF, wenn eine der beiden zu absolvierenden Prüfungen nicht bestanden wurde.
Das ist ein Missverständnis, dem leider sehr häufig auch seitens der Mitarbeiter der Ausländerbehörden unterlegen wird.
Mit dem Zertifikat Integrationskurs sind die Anforderungen gem. §10 Abs. 3 StAG sehr wohl erfüllt. Dieses Zertifikat hat nahezu keinen anderen Zweck!
Wortklauberei, wie sie von vermeintlichen "allwissenden ABH-Göttern" gerne betrieben wird, um sich Arbeit zu ersparen, hilft hier nicht weiter.
Beitrag von fragenfueralle » 10.08.18, 12:48
Aber was macht dann jetzt unser TE?
Der müsste ja dann der Behörde antworten, dass gerade dieses "Zertifikat Integrationskurs" nach dem Staatsangehörigkeitsgesetz (§ 10 Abs. 3 Satz 1 StAG) berechtigt, die deutsche Staatsbürgerschaft schon nach sieben Jahren rechtmäßigen Aufenthalts in Deutschland beantragen zu dürfen anstatt erst nach 8 Jahren.
Das sollten die Mitarbeiter der Behörde aber wissen. Vielleicht hilft dem Sachbearbeiter ja noch ein freundlicher Link zum BAMF: