Source: https://dejure.org/gesetze/StrG/22.html
Timestamp: 2019-04-25 00:54:02
Document Index: 309441547

Matched Legal Cases: ['§ 22', '§ 22', '§ 22', '§ 23', '§ 24', '§ 25', '§ 26', '§ 4', '§ 2', '§ 9', '§ 18', '§ 22', '§ 22', '§ 22', '§ 22', '§ 8', '§ 23', '§ 24', '§ 22', '§ 2', '§ 22', '§ 4', '§ 22']

§ 22 StrG Anbaubeschränkungen - dejure.org
dejure.org Übersicht StrGAbs./Nr./Satz hervorhebenRechtsprechung zu § 22 StrG
§ 22Anbaubeschränkungen § 23Anbaubeschränkungen bei geplanten Straßen § 24Entschädigung bei Anbaubeschränkungen § 25Freihaltung der Sicht bei Kreuzungen und Einmündungen § 26Veränderungssperre
4. Abschnitt - Anbau an öffentlichen Straßen und Veränderungssperre (§§ 4 - 26)
(1) 1Außerhalb der zur Erschließung der anliegenden Grundstücke bestimmten Teile der Ortsdurchfahrten dürfen
1. Hochbauten jeder Art
a) längs der Landesstraßen in einer Entfernung bis zu 20 Meter,
b) längs der Kreisstraßen in einer Entfernung bis zu 15 Meter,
2. bauliche Anlagen, die über Zufahrten oder Zugänge an Landesstraßen oder Kreisstraßen, die im wesentlichen von Einmündungen, höhengleichen Kreuzungen und Zufahrten frei sind, unmittelbar oder mittelbar angeschlossen werden sollen,
nicht errichtet werden. 2Die untere Verwaltungsbehörde kann im Benehmen mit der Straßenbaubehörde des Trägers der Straßenbaulast, im Falle von Landesstraßen in der Straßenbaulast des Landes mit dem Regierungspräsidium, im Einzelfall Ausnahmen von diesem Verbot zulassen, wenn die Durchführung der Vorschrift im Einzelfall zu einer offenbar nicht beabsichtigten Härte führen würde und die Abweichung mit den öffentlichen Belangen vereinbar ist oder wenn Gründe des Wohls der Allgemeinheit die Abweichung erfordern.
(2) 1Im übrigen bedürfen Baugenehmigungen oder nach anderen Vorschriften notwendige Genehmigungen der Zustimmung der unteren Verwaltungsbehörde, die im Benehmen mit der Straßenbaubehörde des Trägers der Straßenbaulast, im Falle von Landesstraßen in der Straßenbaulast des Landes mit dem Regierungspräsidium, entscheidet, wenn außerhalb der zur Erschließung der anliegenden Grundstücke bestimmten Teile der Ortsdurchfahrten
1. bauliche Anlagen
a) längs der Landesstraßen in einer Entfernung bis zu 40 Meter,
b) längs der Kreisstraßen in einer Entfernung bis zu 30 Meter,
jeweils gemessen vom äußeren Rand der befestigten, für den Kraftfahrzeugverkehr bestimmten Fahrbahn, errichtet, erheblich geändert oder anders genutzt werden sollen,
2. wegen der Errichtung oder Änderung von baulichen Anlagen ein Grundstück eine unmittelbare oder mittelbare Zufahrt zu einer Landesstraße oder Kreisstraße erhalten soll oder die Änderung einer bestehenden Zufahrt zu einer solchen Straße erforderlich würde.
2Die Zustimmung darf nur versagt oder mit Bedingungen und Auflagen erteilt werden, soweit dies wegen der Sicherheit oder Leichtigkeit des Verkehrs, der Ausbauabsichten oder der Straßenbaugestaltung nötig ist.
(5) 1Anlagen der Außenwerbung im Sinne von § 2 Abs. 8 der Landesbauordnung stehen außerhalb der zur Erschließung der anliegenden Grundstücke bestimmten Teile der Ortsdurchfahrten den Hochbauten des Absatzes 1 und den baulichen Anlagen des Absatzes 2 gleich. 2An Brücken über Landesstraßen und Kreisstraßen außerhalb dieser Teile der Ortsdurchfahrten dürfen Anlagen der Außenwerbung nicht angebracht werden. 3Anlagen der Außenwerbung im Sinne dieser Vorschrift und im Sinne von § 9 Abs. 6 des Bundesfernstraßengesetzes sind auch Werbeanlagen in Form von Anschlägen.
(7) 1Die Gemeinden können durch Satzung bestimmen, daß die Absätze 1 bis 6 für bestimmte Gemeindeverbindungsstraßen entsprechend anzuwenden sind und daß Zufahrten zu solchen Straßen nur mit Zustimmung der Straßenbaubehörde angelegt werden dürfen; für die Zustimmung zur Anlegung einer Zufahrt gilt § 18 Abs. 2 Nr. 2 entsprechend. 2Die Satzung kann auch geringere Abstände festsetzen. 3Für die Erteilung von Ausnahmen, Genehmigungen oder Zustimmungen ist die Straßenbaubehörde zuständig.
(8) 1Als bauliche Anlagen im Sinne dieses Gesetzes gelten auch die in der Landesbauordnung den baulichen Anlagen gleichgestellten Anlagen. 2Dies gilt nicht für Aufschüttungen und Abgrabungen bis zu einem Meter Höhenunterschied gegenüber dem Gelände.
§ 22 StrG auf Ihre Merkliste setzen
Rechtsprechung zu § 22 StrG
6 Entscheidungen zu § 22 StrG in unserer Datenbank:
VGH Baden-Württemberg, 11.12.1998 - 3 S 1573/97
Versagung einer Baugenehmigung aufgrund verweigerter Zustimmung der ...
VG Sigmaringen, 20.03.2002 - 9 K 119/00
Auf § 22 StrG verweisen folgende Vorschriften:
§ 8 (Ortsdurchfahrt)
§ 23 (Anbaubeschränkungen bei geplanten Straßen)
§ 24 (Entschädigung bei Anbaubeschränkungen)
Redaktionelle Querverweise zu § 22 StrG:
§ 2 (Begriffe) (zu § 22 VIII)
§§ 4 ff. (Bebauung der Grundstücke) (zu §§ 22 ff)