Source: http://steuerthek.de/handbuch/est/fw_sonstiges_afa.htm
Timestamp: 2019-03-22 20:03:56
Document Index: 75179185

Matched Legal Cases: ['§ 10', '§ 7', '§ 10', '§ 10', '§ 7', '§ 10', '§ 7']

SteuerThek: AfA in Fällen gemischter bzw. geänderter Nutzung
AfA in Fällen gemischter bzw. geänderter Nutzung
Der Abzugsbetrag nach § 10e EStG stellt keine AfA i.S. des § 7 EStG dar. Wird eine bisher zu eigenen Wohnzwecken genutzte Wohnung zur Erzielung von Einkünften i.S. des EStG verwandt (= Nutzungsänderung), kann der bisher nach § 10e EStG anzusetzende Betrag somit nicht ohne weiteres als Werbungskosten bzw. als BA abgezogen werden. Für Zwecke der Einkunftsermittlung ist in diesen Fällen die gesetzlich zugelassene AfA zu ermitteln. Die in der Bemessungsgrundlage nach § 10e Abs. 1 EStG enthaltenen AK des Grund und Bodens können bei der Ermittlung der AfA-Bemessungsgrundlage für die Abschreibung nach § 7 EStG nicht mit einbezogen werden. Nach R 43 Abs. 6 Satz 3 Nr. 2a EStR 1993 bleiben die AK oder Herstellungskosten oder der an deren Stelle tretende Wert der Wohnung für die weitere AfA als Bemessungsgrundlage maßgebend. Wegen der AfA-Methode Hinweis auf R 44 Abs. 12 Satz 1 Nr. 2 EStR 1993.
In Veranlagungszeiträumen, in denen die Wohnung nach einer Nutzungsänderung der Erzielung von steuerpflichtigen Einkünften dient, kommt eine Nachholung von AfA für die Vorjahre nicht in Betracht, weil die gesetzliche AfA für die Zeit der Nutzung einer Wohnung zu eigenen Wohnzwecken des Eigentümers verbraucht und für diesen Zeitraum mangels Einkunftserzielung auch steuerlich nicht absetzbar ist (R 44 Abs. 12 Satz 1 Nr. 2 Satz 4 EStR 1993).
Werden Teile der Wohnung nicht zu eigenen Wohnzwecken genutzt (z.B. Praxisräume, Arbeitszimmer; vgl. § 10e Abs. 1 Satz 7 EStG), so sind die darauf entfallenden AK oder Herstellungskosten nach § 7 Abs. 4 oder Abs. 5 i.V.m. Abs. 5a EStG abzuschreiben.