Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%201994,%20387
Timestamp: 2020-08-12 01:03:32
Document Index: 387053250

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 17', 'BGH', '§ 46', 'BGH', '§ 17', '§ 17', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 17', '§ 17', 'BGH', 'BGH', '§ 17', 'BGH', 'BGH', '§ 17', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 17', '§ 17', 'BGH', 'BGH', '§ 17', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 17', '§ 17', 'BGH', 'BGH', '§ 17', '§ 17', 'BGH', 'BGH', '§ 17', '§ 17', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 19.11.1993 - V ZR 269/92 - dejure.org
https://dejure.org/1993,564
BGH, 19.11.1993 - V ZR 269/92 (https://dejure.org/1993,564)
BGH, Entscheidung vom 19.11.1993 - V ZR 269/92 (https://dejure.org/1993,564)
BGH, Entscheidung vom 19. November 1993 - V ZR 269/92 (https://dejure.org/1993,564)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1993,564) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Rechtswegbejahung durch Erstgericht - Sachentscheidung - Keine Überprüfung durch Berufungsgericht
NJW 1994, 387
MDR 1994, 199
MDR 1994, 200
NJ 1994, 221
WM 1994, 441
Da eine Vorabentscheidung entsprechend § 17a Abs. 3 Satz 2 GVG mangels Zuständigkeitsrüge nicht geboten war, entfaltet diese Entscheidung Bindungswirkung (vgl. Senat, BGHZ 120, 204, 206 f.; Urt. v. 19. November 1993, V ZR 269/92, NJW 1994, 387, und zum Ganzen Staudinger/Wenzel [2005], WEG, § 46 Rdn. 4, 6 u.19).
Damit stand er schon für das Berufungsgericht unangreifbar fest (vgl. BGH, Urt. v. 19. November 1993, V ZR 269/92, WM 1994, 441, 442).
OLG Saarbrücken, 19.11.2015 - 4 U 124/14
Standfestigkeitsverlust an Anliegergrundstücken aufgrund von Straßenbauarbeiten …
§ 17a Abs. 5 GVG findet im Berufungsverfahren allerdings dann keine Anwendung, wenn der Beklagte die Rüge des unzulässigen Rechtswegs schon in erster Instanz erhoben hat und das erstinstanzliche Gericht es versäumt hat, über die Frage der Zulässigkeit des Rechtsweges gemäß § 17a Abs. 3 GVG vorab durch Beschluss zu entscheiden (vgl. BGH NJW 1994, 387; KG Berlin…, Beschluss vom 13.10.2014, bei Juris Rn. 47/48; OLG Köln…, Beschluss vom 28.2.2014, bei Juris Rn. 12).
Andernfalls wäre der Partei, welche die Zulässigkeit des Rechtsweges gerügt hat, das von dem Gesetzgeber vorgesehene Rechtsmittel der sofortigen Beschwerde deshalb abgeschnitten, weil das Gericht verfahrensfehlerhaft erst mit der Entscheidung über die Hauptsache ausdrücklich oder konkludent auch über die Zulässigkeit des Rechtsweges entschieden hat (std. Rspr.: BGHZ 119, 246, 250; 121, 367, 371; Senat: BGHZ 130, 159, 163; Urt. v. 19. November 1993, V ZR 269/92, NJW 1994, 387).
OLG Jena, 26.07.1994 - 5 U 369/93
Zulässigkeit des Rechtsweges zu den ordentlichen Gerichten ; Anspruch auf …
Die Vorschrift des § 17 a Abs. 5 GVG , wonach ein Gericht, das über ein Rechtsmittel in der Hauptsache entscheidet, die Zulässigkeit des beschrittenen Rechtsweges nicht prüft, gilt nur dann, wenn die Verfahrensgrundsätze des § 17 a GVG eingehalten worden sind (s. BGH NJW 1994, 387 [BGH 19.11.1993 - V ZR 269/92] ).
Die Beschränkung der Prüfungskompetenz des Rechtsmittelgerichts durch § 17 a Abs. 5 GVG rechtfertigt sich daraus, daß die Rechtswegfrage vorab im Beschwerdeverfahren zu prüfen ist (so BGH NJW 1994, 387 [BGH 19.11.1993 - V ZR 269/92] unter Hinweis auf die Begr. zum RegE eines Gesetzes zur Neuregelung des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens, BT-Drucks. 11/7030, S. 38).
Käme § 17 a Abs. 5 GVG gleichwohl zur Anwendung, würde die vom Gesetz gewollte Möglichkeit, die Frage der Zulässigkeit des Rechtsweges von einem Rechtsmittelgericht überprüfen zu lassen, aufgrund eines Verfahrensfehlers des Gerichts abgeschnitten (s. BGHZ 119, 246, 250 [BGH 23.09.1992 - I ZB 3/92] ; NJW 1994, 387 [BGH 19.11.1993 - V ZR 269/92] ).
Hat das erstinstanzliche Gericht den Zivilrechtsweg in einer Endentscheidung konkludent oder - wie im vorliegenden Fall - ausdrücklich bejaht, ist das Berufungsgericht mithin nur dann gehindert, die Rechtswegfrage inhaltlich zu überprüfen, wenn eine Vorabentscheidung des erstinstanzlichen Gerichts nicht geboten war (s. BGH NJW 1994, 387 [BGH 19.11.1993 - V ZR 269/92] ).
Eine Vorabentscheidung nach § 17 a Abs. 3 S. 2 GVG ist immer dann geboten, wenn der Beklagte die Zulässigkeit des Rechtswegs im Verfahren vor dem Erstgericht gerügt hat (s. § 17 a Abs. 3 S. 2 GVG ; vgl. auch BGH NJW 1994, 387 [BGH 19.11.1993 - V ZR 269/92] ).
Eine Entscheidung in der Hauptsache im Sinne von § 17 a Abs. 5 GVG kann sowohl eine Entscheidung über die Begründetheit des erhobenen Anspruchs als auch ein klageabweisendes Verfahrensurteil sein, falls die Klageabweisung nicht gerade auf die Unzulässigkeit des Rechtsweges gestützt worden ist (BGHZ 114, 1, 3 [BGH 28.02.1991 - III ZR 53/90]; 119, 246, 249 f;… BGH, Urt. v. 19. März 1993 - V ZR 247/91, DtZ 1993, 249, 250; v. 19. November 1993 - V ZR 269/92, NJW 1994, 387 [BGH 19.11.1993 - V ZR 269/92];… Kissel, § 17 GVG Rdnr. 34; Wieser ZZP 106 (1993), 529, 531).
Hätte das Landgericht hier das Begehren der Beteiligten zu 1) sachlich wegen Fehlens einer Rechtsgrundlage für die materielle Überprüfung der notariellen Amtstätigkeit abgewiesen, wäre die damit konkludent zugunsten der Gerichte der freiwilligen Gerichtsbarkeit getroffene Rechtswegentscheidung für die Rechtsmittelinstanz gemäß § 17 a Abs. 5 GVG bindend gewesen (vgl. BGH, Urt. v. 19. November 1993 a.a.O.;… v. 5. Februar 1996 a.a.O.; v. 11. März 1996 - II ZR 230/94, NJW 1996, 1532 [BGH 11.03.1996 - II ZR 230/94]; BAG NJW 1996, 3430).
Das besondere Verfahren nach § 17 a Abs. 3 GVG, die Rechtswegfrage vorab zu klären, das Grundlage für die Regelung in § 17 a Abs. 5 GVG ist (vgl. BGH, Urteil vom 19. November 1993 - V ZR 269/92 - NJW 1994, 387), mußte es nicht anwenden, weil der Beklagte seine zunächst erhobene Rüge der Unzulässigkeit des beschrittenen Rechtswegs mit Schriftsatz vom 30. Juli 1993 aufgegeben hat.
Hatte das erstinstanzliche Gericht zu einer Vorabentscheidung über die Zulässigkeit des Rechtswegs keine Veranlassung und hat es seine Zuständigkeit konkludent bejaht, so ist das Berufungsgericht daran gebunden (im Anschluss an BGH NJW 1994, 387).
Zwar setzt § 17 a Abs. 5 GVG nach allgemeiner Meinung voraus, dass die Verfahrensgrundsätze des § 17 a GVG eingehalten werden (BGHZ 120, 204; NJW 1994, 387).
Hat aber das erstinstanzliche Gericht durch Urteil den Zivilrechtsweg konkludent bejaht, in dem es durch Endentscheidung im übrigen der Klage stattgegeben hat, muss es dabei sein Bewenden haben (vgl. BGH NJW 1994, 387).
BAG, 09.07.1996 - 5 AZB 6/96
BGH, 13.12.1994 - X ZB 9/94
"Lüfterkappe"; Zurücknahme des Widerspruchs im Gebrauchsmusterlöschungverfahren
OLG Jena, 03.11.1994 - 1 U 580/94
Grundbuchberichtigungsschuldner
BGH, 24.07.2006 - NotZ 44/05
Antragsberechtigung der Ehefrau eines Notars
BVerwG, 22.11.1997 - 2 B 104.97
Zulässigkeit des Rechtsweges - Parteirüge - Rechtsmittelverfahren
OLG Celle, 02.02.2006 - 1 Ws 440/05
Rechtsbeschwerde nach dem Strafvollzugsgesetz: Anwaltszwang für Behörde als …
Anspruch der Gewerkschaft gegen den tarifgebundenen Arbeitgeber auf Beachtung der …
OLG Stuttgart, 19.08.2009 - 12 W 39/09
Stufenklage: Bindungswirkung hinsichtlich des Rechtswegs bei einem Teilurteil …
OLG Dresden, 11.11.2011 - 4 W 1075/11
Rechtsweg; Streitgegenstand
LSG Nordrhein-Westfalen, 05.04.2001 - L 3 B 1/01
KG, 10.01.1996 - 24 U 5673/95
Grundstücksenteignung nach der sogenannten Liste 3
OLG Hamm, 24.05.2012 - 2 U 161/11
Bereitstellung des in den ehemaligen Abwasser-Rieselfeldern verlegten …
LSG Bayern, 13.05.2004 - L 14 KG 13/02
Rechtsweg zum Sozialgericht oder Finanzgericht bei Kindergeld; Verweisung eines …
OLG Naumburg, 28.06.1995 - 6 U 57/95
Anspruch auf Abschluss eines Pachtvertrages für ehemals volkseigene Agrarflächen …
OLG Jena, 22.11.1994 - 3 U 190/93