Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%201997,%201637
Timestamp: 2020-01-22 04:27:32
Document Index: 394460835

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 823', 'BGH']

BGH, 14.01.1997 - VI ZR 30/96 - dejure.org
https://dejure.org/1997,1483
BGH, 14.01.1997 - VI ZR 30/96 (https://dejure.org/1997,1483)
BGH, Entscheidung vom 14.01.1997 - VI ZR 30/96 (https://dejure.org/1997,1483)
BGH, Entscheidung vom 14. Januar 1997 - VI ZR 30/96 (https://dejure.org/1997,1483)
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Uterus-Entfernung
§ 823 BGB, Arzthaftung: Aufklärungspflicht bei nur relativer Indikation (im Verhältnis zum Sicherheitsbedürfnis des Patienten)
Operation - Relative Indizierung - Sicherheitsbedürfnis der Patientin - Aufklärung - Einwilligung in Operation
NJW 1997, 1637
VersR 1997, 451
Hingegen war der Beklagte, obwohl beweispflichtig, beweislos (vgl. Senatsurteil vom 14. Januar 1997 - VI ZR 30/96 - VersR 1997, 451).
In rechtlicher Hinsicht hat der erkennende Senat im Urteil vom 14. Januar 1997 (VI ZR 30/96 - VersR 1997, 451) näher dargelegt, in welcher Weise der Patient bei einer nur relativen Indikation zur Operation aufgeklärt werden müsse, und insbesondere darauf hingewiesen, daß in solchen Fällen das Sicherheitsbedürfnis des Patienten ausschlaggebend sei.
War die Hysterektomie nur vertretbar, um der Klägerin eine weitere Operation zu ersparen, hätte sie in Wahrung ihres Selbstbestimmungsrechts darüber aufgeklärt werden müssen, daß und mit welchem Risiko ein Aufschieben oder gänzliches Unterlassen des Eingriffs verbunden ist (vgl. Senatsurteil vom 14. Januar 1997 - VI ZR 30/96 - VersR 1997, 451, 452).
Es wird festzustellen haben, welche Aufklärung der Klägerin in Bezug auf die ursprünglich geplante Operation, auf vor der Operation vorhersehbare Operationserweiterungen und unabhängig davon auch wegen des sich aus den vor der Operation erhobenen Befunden ergebenden Verdachts einer Krebserkrankung hätte zu teil werden müssen, insbesondere im Hinblick auf die Frage, welches Risiko sich aus den Befunden im Hinblick auf eine mögliche Krebserkrankung tatsächlich ergab, sowie auf die Notwendigkeit und Dringlichkeit der insoweit gebotenen Maßnahmen (vgl. Senat, Urteile vom 14. Januar 1997 - VI ZR 30/96, NJW 1997, 1637, juris Rn. 13 ff.;… vom 18. März 2003 - VI ZR 266/02, NJW 2003, 1862, juris Rn. 18; jeweils zu einer Gebärmutterentfernung).
Allein die Unterzeichnung des Informationsblattes "Information über die Angiographie" (Bl. 17, 17 R GA) genügt nicht für die Beweisführung des Arztes (BGH NJW 1997, 1637 ), den Patienten ausreichend unterrichtet zu haben.
OLG Koblenz, 16.04.2014 - 5 U 1392/13
Aufklärungspflicht eines Gynäkologen vor Entfernung der Gebärmutter einer …
OLG Hamm, 19.06.2019 - 3 U 33/19
Unzureichende Aufklärung vor einer Operation