Source: https://www.jusmeum.de/gesetz/gebreinigausbv-1999
Timestamp: 2020-01-19 10:11:41
Document Index: 331388573

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 7', '§ 4', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3']

Der Ausbildungsberuf Gebäudereiniger/Gebäudereinigerin wird für die Ausbildung für das Gewerbe Nummer 71, Gebäudereiniger, der Anlage A der Handwerksordnung staatlich anerkannt.
Auftragsübernahme, Planen und Vorbereiten von Arbeitsaufgaben,
Anwenden von Oberflächenbehandlungsmitteln,
Einsatz von Leitern, Gerüsten, Absturzsicherungen, Hubarbeitsbühnen und Fassadenbefahranlagen,
Einsatz von Reinigungsgeräten und Reinigungsmaschinen,
Ausführen von Reinigungs-, Desinfektions-, Pflege- und Konservierungsarbeiten,
Reinigen und Pflegen von Verkehrseinrichtungen und Verkehrsflächen,
Durchführen von Maßnahmen zur Hygiene, Schädlingsbekämpfung und Dekontamination,
(2) Die in dieser Verordnung genannten Fertigkeiten und Kenntnisse sollen so vermittelt werden, daß der Auszubildende zur Ausführung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit im Sinne des § 1 Abs. 2 des Berufsbildungsgesetzes befähigt wird, die insbesondere selbständiges Planen, Durchführen und Kontrollieren einschließt. Diese Befähigung ist auch in den Prüfungen nach den §§ 7 und 8 nachzuweisen.
(3) Der Prüfling soll im praktischen Teil der Prüfung in insgesamt höchstens sechs Stunden drei praktische Aufgaben ausführen. Dabei soll der Prüfling zeigen, daß er die Arbeitsschritte planen, Arbeitsmittel festlegen sowie die Hygiene, die Sicherheit und den Gesundheitsschutz bei der Arbeit beachten kann. Für die praktischen Aufgaben kommen insbesondere in Betracht:
Ausführen einer manuellen Gebäudeinnenreinigungsarbeit,
Ausführen einer Glasreinigungsarbeit und
maschinelle Reinigung eines Hartfußbodens.
Leitern, Gerüste und Absturzsicherungen,
Oberflächenbehandlungsmittel,
Reinigungs-, Pflege- und Konservierungsarbeiten, Objekte und Materialien.
(2) Der Prüfling soll im praktischen Teil der Prüfung in insgesamt höchstens acht Stunden vier praktische Aufgaben ausführen. Dabei soll der Prüfling zeigen, daß er den Arbeitsablauf selbständig planen, Arbeitszusammenhänge erkennen, das Arbeitsergebnis kontrollieren sowie Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit sowie zum Umweltschutz ergreifen kann. Für die praktischen Aufgaben kommen insbesondere in Betracht:
maschinelles Reinigen und Pflegen eines Fußbodens,
Reinigen und Pflegen eines Fassadenteiles einschließlich Glasreinigung,
Reinigen und Pflegen einer textilen Oberfläche,
Reinigen und Konservieren einer Lichtschutz- oder Wetterschutzanlage,
Reinigen einer Verkehrseinrichtung oder einer Freifläche,
Durchführen einer Desinfektionsmaßnahme,
Reinigen einer Naßzelle oder
Durchführen einer vorbeugenden Maßnahme zur Schädlingsbekämpfung einschließlich der Dekontamination im Bereich des Gesundheits- und Vorratsschutzes.
(3) Der Prüfling soll im schriftlichen Teil der Prüfung in den Prüfungsbereichen Reinigung, Pflege und Konservierung, Hygiene, Sanitär und Gesundheit sowie Wirtschafts- und Sozialkunde geprüft werden. In den Prüfungsbereichen Reinigung, Pflege und Konservierung sowie Hygiene, Sanitär und Gesundheit soll der Prüfling zeigen, daß er insbesondere durch Verknüpfung von arbeitsorganisatorischen, technologischen, mathematischen und zeichnerischen Inhalten praxisbezogene Fälle lösen kann. Dabei sollen Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zum Umweltschutz und qualitätssichernde Maßnahmen einbezogen werden. Es kommen Aufgaben insbesondere aus folgenden Gebieten in Betracht:
im Prüfungsbereich Reinigung, Pflege und Konservierung:
textile Raumausstattungen;
im Prüfungsbereich Hygiene, Sanitär und Gesundheit:
Schädlingsbekämpfung und Dekontamination,
Gesundheitseinrichtungen, Desinfektion,
1. im Prüfungsbereich Reinigung, Pflege und Konservierung 180 Minuten,
2. im Prüfungsbereich Hygiene, Sanitär und Gesundheit 120 Minuten,
1. Prüfungsbereich Reinigung, Pflege und Konservierung 50 vom Hundert,
2. Prüfungsbereich Hygiene, Sanitär und Gesundheit 30 vom Hundert,
Anlage (zu § 4) Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Gebäudereiniger/zur Gebäudereinigerin
(Fundstelle: BGBl. I 1999, S. 800 - 803)
2 Aufbau und Organisation des Ausbildungs-betriebes (§ 3 Nr. 2) a) Aufbau und Aufgaben des ausbildenden Betriebes erläutern
4 Umweltschutz (§ 3 Nr. 4) zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbelastungen im beruflichen Einwirkungs-bereich beitragen, insbesondere
5 Auftragsübernahme , Planen und Vorbereiten von Arbeitsaufgaben (§ 3 Nr. 5) a) Ziel des Arbeitsauftrags erkennen, Arbeitsauftrag hinsichtlich der Vorgaben prüfen 4
b) Skizzen anfertigen, Zeichnungen und Pläne anwenden
c) Bedarf an Oberflächenbehandlungsmitteln, insbesondere Reinigungs-, Desinfektions- und Pflegemittel, ermitteln und diese bereitstellen
d) Arbeitsplatz einrichten, sichern und räumen, ergonomische Gesichtspunkte berücksichtigen
e) Arbeitsschritte festlegen, Einsatz von Arbeitsmitteln und Sicherungsmaßnahmen planen, Zeitaufwand und personelle Unterstützung abschätzen 4
f) Arbeitsunterlagen anwenden, insbesondere Betriebsanweisungen, Sicherheitsdatenblätter, Richtlinien und Verordnungen
g) chemische und physikalische Belastbarkeit von Bauteilen beurteilen 2
h) Maßnahmen des Explosionsschutzes anwenden
6 Anwenden von Oberflächenbehandlungsmitteln (§ 3 Nr. 6) a) Oberflächenverschmutzungen und Oberflächenveränderungen feststellen 4
b) Gefahrstoffe erkennen, Kennzeichnung beachten und Schutzmaßnahmen ergreifen
c) Oberflächenbehandlungs-mittel, insbesondere Reinigungs-, Desinfektionsund Pflegemittel, prüfen, lagern, auswählen und für den Einsatz vorbereiten
d) Oberflächenbehandlungs-mittel einzeln und in Kombination mit Desinfektionsmitteln dosieren 3
e) Entsorgung von Schmutzflotten und Gefahrstoffen veranlassen 2
7 Einsatz von Leitern, Gerüsten, Absturzsicherungen, Hubarbeitsbühnen und Fassaden-befahranlagen (§ 3 Nr. 7) a) Leitern aufstellen, Arbeits- und Schutzgerüste auf- und abbauen 2
b) Absturzsicherungen anwenden, insbesondere Auffanggurte
c) Fassadenbefahranlagen und Hubarbeitsbühnen einsetzen 4
d) Betriebssicherheit beurteilen, Herstellen der Betriebssicherheit veranlassen
8 Einsatz von Reinigungsgeräten und Reinigungsmaschinen (§ 3 Nr. 8) a) Werkzeuge, Geräte und Maschinen auswählen und bereitstellen 2
b) Geräte und Maschinen rüsten und einsetzen 4
c) Zubehörteile auswählen und einsetzen
d) Werkzeuge, Geräte und Maschinen pflegen
e) Werkzeuge, Geräte und Maschinen warten 3
f) Störungen feststellen und melden
9 Ausführen von Reinigungs-, Des- infektions-, Pflege- und Konservierungsarbeiten (§ 3 Nr. 9) a) Art und Beschaffenheit von Gebäuden, Bauteilen und Ausstattungsgegenständen hinsichtlich der Reinigungs-, Pflege- und Konservierungsarbeiten beurteilen 2
b) manuelle Reinigungs- und Pflegearbeiten an unterschiedlichen Oberflächen ausführen 19
c) Gebäudeinnenreinigungs-arbeiten ausführen 19
d) Verschmutzungen und Veränderungen von Oberflächen beurteilen und dokumentieren 15
e) Oberflächen und Materialien unterscheiden und hinsichtlich der Behandlungsmaßnahmen beurteilen
f) Bauschlußreinigung ausführen
g) Glasreinigungsarbeiten ausführen
h) textile Raumausstattung reinigen 19
i) Lichtschutz- und Wetterschutzanlagen reinigen
k) maschinelle Pflegearbeiten an unterschiedlichen Oberflächen ausführen
l) Industriereinigungsarbeiten ausführen 24
m) Fassaden reinigen
n) Reinigungsarbeiten in Gesundheitseinrichtungen ausführen, insbesondere in Krankenhäusern
o) Verkehrsmittel reinigen
p) manuelle und maschinelle Konservierungsarbeiten an unterschiedlichen Oberflächen ausführen
q) Desinfektionsarbeiten unter Beachtung der besonderen rechtlichen Bestimmungen ausführen
10 Reinigen und Pflegen von Verkehrseinrichtungen und Verkehrsflächen (§ 3 Nr. 10) a) Verkehrsleiteinrichtungen sowie Lichtquellen und Absperrungen aufstellen 6
b) Verkehrseinrichtungen reinigen und Pflegemaßnahmen durchführen
c) Mängel und Schäden an Verkehrseinrichtungen melden
d) Verkehrs- und Freiflächenreinigungsarbeiten ausführen
11 Durchführen von Maßnahmen zur Hygiene, Schädlingsbekämpfung und Dekontamination (§ 3 Nr. 11) a) Maßnahmen zur Hygiene sowie zur Schädlingsbekämpfung und Dekontamination im Bereich des Gesundheitsund Vorratsschutzes beurteilen 11
b) Sicherungsmaßnahmen durchführen, Schutzausrüstungen anlegen
c) Hygienemaßnahmen durchführen
d) folgende vorbeugende Maßnahmen zur Schädlingsbekämpfung im Bereich des Gesundheits- und Vorratsschutzes durchführen:
- vorbereitende Reinigungsarbeiten
- Vergrämungs- und Abwehrmaßnahmen sowie
- Kontrollieren des Anwendungserfolges
e) Dekontaminationsmaßnahmen durchführen
f) kontaminierte Stoffe für die Entsorgung vorbereiten
12 Qualitätsmanagement (§ 3 Nr. 12) a) qualitätssichernde Maßnahmen im Rahmen des Arbeitsauftrages durchführen 4
b) ausgeführte Arbeiten anhand der Vorgaben prüfen, Arbeitsbericht erstellen und Maßnahmen dokumentieren 3
c) Aufmaß anfertigen und Leistung berechnen
Zur Grundlegung oder Vertiefung sollen von den oben aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnissen in geeigneten überbetrieblichen Ausbildungsstätten vermittelt werden:
im ersten Ausbildungsjahr während zwei Wochen insbesondere die in laufender Nummer 6 Buchstaben a bis c aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse;
im zweiten Ausbildungsjahr während zwei Wochen insbesondere die in laufender Nummer 8 Buchstaben b, c und e sowie laufender Nummer 9 Buchstaben d, e, h und k aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse;
im dritten Ausbildungsjahr während zwei Wochen insbesondere die in laufender Nummer 9 Buchstaben m und q sowie laufender Nummer 11 aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse.
Die Handwerkskammer läßt auf Antrag des Ausbildenden Ausnahmen zu, wenn die in Satz 1 bezeichneten Fertigkeiten und Kenntnisse in gleicher Weise im Ausbildungsbetrieb vermittelt werden können.
1999, 797: BGBl I