Source: https://ifc-finanz.de/ifc/aktuelles/meldungen/energieausweis.php
Timestamp: 2018-12-15 19:39:16
Document Index: 273627571

Matched Legal Cases: ['§ 16', '§ 16', '§ 16', '§ 16', '§ 16', '§ 16', '§ 16', '§ 4', '§ 16', '§ 5', '§ 3']

Immobilien Dessau - Energieausweis
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Seit dem 01.05.2014 ist die neue Energieeinsparverordnung (EnEV) in Kraft, diese schreibt vor, dass Vermieter und Verkäufer von Immobilien verpflichtet sind, einen Energieausweis vorzulegen
seit dem 01.05.2014 ist die neue Energieeinsparverordnung (EnEV) in Kraft, diese schreibt vor, dass Vermieter und Verkäufer von Immobilien verpflichtet sind, einen Energieausweis vorzulegen. Sollten Sie noch keinen Energieausweis besitzen, sind wir gern bereit, im Zuge des Verkaufes Ihres Objektes diesen durch einen durch unser Haus beauftragten Fachmann erstellen zu lassen.
Bereits bei Veröffentlichung des Verkaufs sind entsprechende Angaben nach § 16 a Absatz 1 Satz 1 EnEV anzugeben. Die Form des geforderten Energieausweises (verbrauchs- oder bedarfsabhängiger Energieausweis) hängt vom Baujahr des Gebäudes bzw. bei älteren Gebäuden (Baujahr vor 1977) vom Sanierungszustand ab.
Sollten Sie noch keinen Energieausweis besitzen, sind wir gern bereit, im Zuge des Verkaufes Ihres Objektes diesen durch einen durch unser Haus beauftragten Fachmann erstellen zu lassen.
Kommentar aus Anwalt.de zum EnEV
Zweck der Pflichtangaben in den Immobilienanzeigen ist es, den Interessenten möglichst frühzeitig einen vollständigen Eindruck über die energetische Qualität des angebotenen Gebäudes zu verschaffen, um einen überschlägigen Vergleich der Kosten für Heizwärme mit anderen Immobilienangeboten zu ermöglichen. Nach§ 16 a Abs. 1 Satz 1 EnEV hat der Verkäufer/Vermieter die Aufnahme der Pflichtangaben in der Immobilienanzeige sicherzustellen. Dadurch wird deutlich, dass der Verkäufer/Vermieter nicht nur bei lmmobilienanzeigen, die er selbst aufgibt, die Pflichtangaben tätigen muss. Vielmehr hat er auch im Falle der Beauftragung eines Maklerbüros dafür Sorge zu tragen, dass die erforderlichen Pflichtangaben in der Immobilienanzeige enthalten sind.
Die Verpflichtung gilt nur für kommerzielle Medien. Was unter diesen Begrifflichkeiten zu verstehen ist, gibt der Verordnungsgeber nicht an. ln der Begründung zur Verordnung wird aber darauf hingewiesen, dass unter kommerziellen Medien insbesondere Anzeigen in Zeitungen, Zeitschriften oder im Internet zu verstehen sind. Nicht erfasst werden hingegen private, kostenfreie Kleinanzeigen und kostenfreie Aushänge, z. B. an einem Schwarzen Brett im Supermarkt.
ln § 16 a Abs. 1 EnEV sind die einzelnen Pflichtangaben enumerativ genannt.
Nach dem Wortlaut von§ 16 a Abs. 1 EnEV besteht die Verpflichtung zur Angabe der vorgenannten Punkte nur, wenn zum Zeitpunkt der Immobilienanzeige der Energieausweis vorhanden ist. ln der Praxis wird diese Ausnahme von § 16 a EnEV keine große Rolle spielen, weil spätestens bei Besichtigung des Objektes nach§ 16 EnEV der Energieausweis ohnehin den Interessenten vorzulegen ist. Soweit ein Energieausweis schon vorhanden ist, behält er seine Gültigkeit, sofern er noch nicht abgelaufen ist.
Wird gegen die Verpflichtung von§ 16 a EnEV verstoßen, liegt eine Ordnungswidrigkeit vor. Daneben müssen Eigentümer, Vermieter und Makler bei fehlerhaften Immobilienanzeigen künftig mit Ahmahnungen rechnen, weil nach § 4 Nr. 1 UWG unlauter handelt, wer einer gesetzlichen Vorschrift zuwiderhandelt, die auch dazu bestimmt ist, im Interesse der Marktteilnehmer das Marktverhalten zu regeln. Es ist davon auszugehen, dass§ 16 a EnEV eine Marktverhaltensregelung ist, weil diese Regelung gerade bezweckt, dem Käufer/Mieter auf Grundlage der ihm zu erteilenden Pflichtangaben eine Kauf-/Mietentscheidung zu ermöglichen. Daneben kommt auch ein Verstoß nach§ 5 a Abs. 2 UWG in Betracht. Nach der vorgenannten Vorschrift handelt unlauter, wer die Entscheidungsfähigkeit von Verbrauchern im Sinne des§ 3 Abs. 2 UWG dadurch beeinflusst, dass er eine Information vorenthält, die im konkreten Fall unter Berücksichtigung aller Umstände einschließlich der Beschränkung des Kommunikationsmittels wesentlich ist.
Quelle: anwalte.de (http://www.anwalt.de/rechtstipps/immobilienanzeigen-abmahngefahr-durch-enev-aenderungzum_ 058080.html)