Source: http://www.wildruhezonen.ch/wr305.php
Timestamp: 2018-02-23 22:32:51
Document Index: 66336196

Matched Legal Cases: ['Art. 7', 'Art. 4', 'Art. 7', 'Art. 14', 'Art. 5', 'Art. 7']

Die Bezeichnung von Wildruhezonen und Schutzgebieten erfolgt nach gültigem eidgenössischem, kantonalem oder kommunalem Recht. Die Bundesgesetzgebung gibt den Rahmen vor und verpflichtet die Kantone, Bestimmungen zum Schutz der Wildtiere vor Störung zu erlassen. Je nach Kanton wird das Recht zur Ausscheidung von Wildruhezonen weiter an die Gemeinden delegiert.
Die Störungsvermeidung ist laut Jagdgesetz Aufgabe der Kantone (Art. 7, Abs. 4 JSG). Seit 2012 schafft die revidierte Jagdverordnung mit einer neuen Bestimmung die Möglichkeit, dass die Kantone Wildruhezonen unmittelbar gestützt auf Bundesrecht bezeichnen können (Art. 4ter JSV). Diese gesamtschweizerische Regelung von Wildruhezonen bringt wesentliche Verbesserungen beim Vollzug: Die Kantone können damit die Schutzbestimmungen und deren Nichtbeachten direkt als Übertretung nach Bundesrecht ahnden.
Im Folgenden sind die Rechtsgrundlagen auf Bundesebene aufgeführt. Die kantonalen Gesetzestexte können bei der jeweiligen kantonalen Verwal­tung angefordert werden.
Art. 7 Abs. 4: Die Kantone sorgen für einen aus­rei­chen­den Schutz der wildlebenden Säugetiere und Vögel vor Störung.
Art. 14 Abs. 2 Lit. a: Wo es die Erhaltung des Waldes oder andere öffentliche Interessen, wie namentlich der Schutz von Pflanzen und wildlebenden Tieren erfordern, haben die Kantone für bestimmte Waldgebiete die Zugänglichkeit einzuschränken.
Art. 5 Abs. 1: Lit. b: Tiere dürfen nicht gestört, ver­trie­ben oder aus dem Banngebiet herausgelockt werden.
Art. 7 Absatz 4: Das Bundesamt für Landestopografie bezeichnet in den Landeskarten mit Schneesportthematik die eidgenössischen Jagdbanngebiete sowie die darin zur Benutzung erlaubten Routen.
*Anmerkung: Diese Bestimmung bezieht sich nicht allein auf das Skifahren, sondern auch auf weitere Winter­sport­arten wie Snowboard fahren und Schneeschuhlaufen. In den aktuellsten Ausgaben der offiziellen, von swisstopo herausgegebenen Schneeschuh- und Skitourenkarten eingezeichnete Routen gelten als «markiert».