Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=DB%202002,%202376
Timestamp: 2020-08-04 03:17:36
Document Index: 242768272

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 263', '§ 263', '§ 519', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 15', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 322', '§ 322', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 197', '§ 322', '§ 197', '§ 322', '§ 818', '§ 812', '§ 197', '§ 322', 'BGH', 'BGH', '§ 322', '§ 322', 'BGH', '§ 197', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 322', 'BGH', 'BGH', '§ 322', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 543', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: DB 2002, 2376 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 14.05.2002
https://dejure.org/2002,921
BGH, 04.07.2002 - VII ZR 103/01 (https://dejure.org/2002,921)
BGH, Entscheidung vom 04.07.2002 - VII ZR 103/01 (https://dejure.org/2002,921)
BGH, Entscheidung vom 04. Juli 2002 - VII ZR 103/01 (https://dejure.org/2002,921)
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ZPO §§ 263, 519 Abs. 3 Nr. 2
Streitgegenstand - Werklohnklage - Schlußrechnung - Vorlage - Klage - Prüfbarkeit - Pauschalpreisvertrag - Anforderungen - Teilleistung - Kündigung - Abrechnung - Pauschalpreis
Streitgegenstand, - und Schlußrechnung
ZPO § 263 § 519 Abs. 3 Nr. 2
Verfahrensrecht - Änderung des Streitgegenstandes einer Werklohnklage?
Stellt die Vorlage einer neuen Schlussrechnung eine Klageänderung dar? (IBR 2002, 581)
NJW-RR 2002, 1596
MDR 2002, 1390
NZBau 2002, 614
DB 2002, 2376 (Ls.)
BauR 2002, 1588
ZfBR 2002, 787
BGH, 09.10.2003 - VII ZR 335/02
Vorlage einer neuen Schlußrechnung im Berufungsverfahren; Streitgegenstand im …
Der Streitgegenstand einer Werklohnklage ändert sich nicht dadurch, daß eine neue Schlußrechnung vorgelegt wird (Bestätigung von BGH, Urteil vom 4. Juli 2002 - VII ZR 103/01).
Nach den Urteilen vom 4. Juli 2002 (VII ZR 103/01, ZfBR 2002, 787 = BauR 2002, 1588 = NZBau 2002, 614) und vom 28. September 2000 (VII ZR 57/00, BauR 2001, 124, 125 = ZfBR 2001, 34 = NZBau 2001, 146) ändert sich der Streitgegenstand nicht dadurch, daß eine neue Schlußrechnung erstellt wird.
b) Nach der Kündigung eines Pauschalpreisvertrages ist der Auftragnehmer, der restlichen Werklohn verlangt, grundsätzlich verpflichtet, seine erbrachte Leistung in der Weise abzurechnen, daß er die erbrachte von der nicht erbrachten Leistung abgrenzt und das Verhältnis der bewirkten Leistung zur vereinbarten Gesamtleistung sowie den Preisansatz für die erbrachte Leistung und nicht erbrachte Leistung zum Pauschalpreis so darlegt, daß der Auftraggeber in die Lage versetzt wird, sich sachgerecht zu verteidigen (BGH, Urteil vom 4. Juli 2002 - VII ZR 103/01, BauR 2002, 1588 = NZBau 2002, 614 = ZfBR 2002, 787; Urteil vom 11. Februar 1999 - VII ZR 399/97, BGHZ 140, 365 m.w.N.).
Dieser ändert sich nicht dadurch, dass er auf andere Rechnungen, insbesondere neue Schlussrechnungen, gestützt wird (BGH, Urteil vom 04.07.2002 - VII ZR 103/01, Rn. 6 juris;… Koeble in: Locher/Koeble/Frick, a.a.O., § 15 Rn.49).
Der Beklagte ist deshalb nicht hinreichend in der Lage, sich sachgerecht gegenüber dem Vortrag der Klägerin zu verteidigen (…vgl. BGH a. a. O.; ebenso NJW-RR 2002, 1596 m. w. N.).
BGH, 18.12.2003 - VII ZR 124/02
Zulässigkeit der Berufung bei neuer Schlussrechnung
Der Streitgegenstand ändert sich nicht dadurch, daß in der Berufungsinstanz eine neue Schlußrechnung vorgelegt wird (ständige Rechtsprechung, vgl. BGH, Urteil vom 4. Juli 2002 - VII ZR 103/01, ZfBR 2002, 787; Urteil vom 28. September 2000 - VII ZR 57/00, BauR 2001, 124 = ZfBR 2001, 34 = NZBau 2001, 146; Urteil vom 9. Oktober 2003 - VII ZR 335/02, EBE/BGH 2003, 386).
Der Streitgegenstand - die Werklohnforderung - ändert sich nicht dadurch, dass eine neue Rechnung vorgelegt wird (BGH BauR 2003, 1588 = NZBau 2002, 614 = ZfBauR 2002, 787;… Kniffka/Koeble, Teil 9, Rdnr. 46).
Verneint jedoch das Gericht wegen Fehlens der Abrechnung die Schlüssigkeit der Klage, kann nicht nach Erstellung einer neuen Abrechnung die Klage wiederholt werden, weil dann die Abweisung endgültig ist und die neue Abrechnung dann nichts an der rechtskräftig getroffenen Feststellung ändert, dass dem Kläger kein Anspruch gegen den Beklagten zusteht (…Musielak/Voit, ZPO, 14. Aufl., § 322 Rn. 29;… Zöller-Vollkommer, ZPO, 30. Aufl., vor § 322 Rn. 57; OLG Düsseldorf 23. April 1992 -8 U 228/89- zu I.1. der Gründe; Bundesgerichtshof 4. Juli 2002 -VII ZR 103/01- Rn. 6).
OLG Zweibrücken, 18.02.2015 - 4 U 66/14
Wie ist ein gekündigter Detail-Pauschalvertrag prüfbar abzurechnen?
OLG Frankfurt, 13.07.2012 - 10 U 103/11
Werklohn für Schleifarbeiten - Streit um Abgeltung durch Pauschalpreis
https://dejure.org/2002,1042
BGH, 14.05.2002 - X ZR 144/00 (https://dejure.org/2002,1042)
BGH, Entscheidung vom 14.05.2002 - X ZR 144/00 (https://dejure.org/2002,1042)
BGH, Entscheidung vom 14. Mai 2002 - X ZR 144/00 (https://dejure.org/2002,1042)
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BGB §§ 197 a. F., 812, 818 Abs. 2; ZPO § 322
Revision - Leistungsklage - Ungerechtfertigte Bereicherung - Lizenznehmer - Know-how-Vertrag
BGB §§ 197 (a.F.) 812 818 Abs. 2; ZPO § 322
"Abstreiferleiste"; Umfang der Rechtskraft eines einen Anspruch nicht bescheidenden, klageabweisenden Urteils; Wertersatz aufgrund eines formunwirksamen Know-how-Vertrages; Verjährung des Wertersatzanspruchs
Patentrecht - Lizenzgebühren
BGB § 818 Abs. 2, § 812; BGB a. F. § 197; ZPO § 322
Zulässige Klage auf Lizenzvergütung aus Bereicherungsrecht trotz rechtskräftig abgewiesenen Anspruchs aus Vertrag
MDR 2002, 1140 (Ls.)
GRUR 2002, 787
DB 2002, 2376
Von dem Streitgegenstand erfasst werden sämtliche materiellrechtlichen Ansprüche, die sich im Rahmen des gestellten Antrags aus dem vorgetragenen Lebenssachverhalt herleiten lassen; auf die rechtliche Begründung des Klägers kommt es nicht an (vgl. BGHZ 117, 1, 5 ; 157, 47, 50 f. ;… BGH, Urt. v. 13. Dezember 1989, IVb ZR 19/89, NJW 1990, 1795, 1796;… Urt. v. 18. Juli 2000, X ZR 62/98, NJW 2000, 3492, 3494; Urt. v. 14. Mai 2002, X ZR 144/00, GRUR 2002, 787, 788;… Senat, Urt. v. 17. März 1995, V ZR 178/93, NJW 1995, 1757;… Stein/Jonas/Leipold, ZPO, 22. Aufl., § 322 Rdn. 97, 176;… Zöller/Vollkommer, ZPO, 26. Aufl., vor § 322 Rdn. 41).
Etwas anderes gilt nur, wenn der Entscheidung unmissverständlich der Wille des Gerichts zu entnehmen ist, über den zu Grunde liegenden Sachverhalt nicht abschließend zu erkennen und dem Kläger so eine erneute Klage zu diesem Anspruch auf der gleichen tatsächlichen Grundlage und aufgrund von bereits im Zeitpunkt der letzten mündlichen Verhandlung vorliegenden Umständen vorzubehalten (BGH, Urt. v. 14. Mai 2002, X ZR 144/00, GRUR 2002, 787, 788, m.w.N.;… vgl. Urt. v. 22. November 1988, VI ZR 341/87, NJW 1989, 393, 394).
Die Rechtsprechung hat die kurze Verjährungsfrist des § 197 BGB a.F. darüber hinaus auch auf Ansprüche auf Rückabwicklung von Leistungen auf Grund von gescheiterten oder sonst rückabzuwickelnden Verträgen angewandt (BGHZ 48, 125, 127; 57, 191, 196; 72, 229, 233 f.; 86, 313, 318; Urt. v. 14. Mai 2002, X ZR 144/00, BGH-Report 2003, 84, 87).
Sie ist dann geboten, wenn der Entscheidung unmissverständlich der Wille des Prozessgerichts zu entnehmen ist, über den zu Grunde liegenden Sachverhalt nicht abschließend zu erkennen und dem Kläger so eine Klage zu diesem Anspruch auf der gleichen tatsächlichen Grundlage und auf Grund von bereits im Zeitpunkt der letzten mündlichen Verhandlung vorliegenden Umständen vorzubehalten (BGH, GRUR 2002, 787, 788 mwN - Abstreiferleiste;… Zöller/Vollkommer, ZPO, 29. Aufl., Vor § 322 Rn. 42 f).
Auch der Bundesgerichtshof hat in seiner o.g. Entscheidung (GRUR 2002, 787 - Abstreiferleiste) auf die Frage, ob gegen das dortige Ersturteil des Oberlandegerichts aus dem Jahr 1994 Revision eingelegt werden konnte, nicht abgestellt.
Bei der Bestimmung des Umfangs der Rechtskraft eines die Leistungsklage abweisenden Urteils sind Tatbestand und Entscheidungsgründe einschließlich des Parteivorbringens heranzuziehen, da sich allein aus der Urteilsformel der Streitgegenstand und damit Inhalt und Umfang der getroffenen Entscheidung nicht notwendig erkennen lassen (BGH 14. Mai 2002 - X ZR 144/00 - zu I 2 der Gründe, DB 2002, 2376; 13. Dezember 1989 - IVb ZR 19/89 - NJW 1990, 1795) .
Eine Einschränkung der Rechtskraft eines die Leistungsklage abweisenden Urteils ist danach dann geboten, wenn in der Entscheidung unmissverständlich der Wille des Prozessgerichts zum Ausdruck kommt, über den zugrunde liegenden Sachverhalt nicht abschließend zu erkennen und dem Kläger so eine Klage zu diesem Anspruch auf der gleichen tatsächlichen Grundlage und aufgrund von bereits zum Zeitpunkt der letzten mündlichen Verhandlung vorliegenden Umständen vorzubehalten (BGH 14. Mai 2002 - X ZR 144/00 - zu I 2 der Gründe, DB 2002, 2376) .
Selbst dann, wenn das Gericht dies übersieht, erfaßt nach § 322 Abs. 1 ZPO die Rechtskraft seines klageabweisenden Urteils den gesamten prozessualen Anspruch, daher auch derartige nicht behandelte Anspruchsgrundlagen (vgl. BGH, Urteil vom 14. Mai 2002 - X ZR 144/00 - Umdruck S. 7, zur Veröffentlichung bestimmt).
Wird in den Entscheidungsgründen eines die Leistungsklage abweisenden Urteils ein bestimmter materiell-rechtlicher Anspruch ausdrücklich als nicht beschieden bezeichnet, kann es dem Kläger nicht verwehrt werden, diesen Anspruch in einem weiteren Verfahren geltend zu machen (BGH, Urteil vom 14. Mai 2002 - X ZR 144/00, GRUR 2002, 787, 788).
Sie ist danach dann geboten, wenn der Entscheidung unmissverständlich der Wille des Prozessgerichts zu entnehmen ist, über den zu Grunde liegenden Sachverhalt nicht abschließend zu erkennen und dem Kläger so eine Klage zu diesem Anspruch auf der gleichen tatsächlichen Grundlage und aufgrund von bereits im Zeitpunkt der letzten mündlichen Verhandlung vorliegenden Umständen vorzubehalten (vgl. u.a. BGH, NJW 1990, 1795; GRUR 2002, 787, 788f. m.w.N. - Abstreiferleiste).
Die Zulassung der Revision ist nach § 543 Abs. 2 Nr. 1 ZPO veranlasst, weil die in diesem Rechtsstreit zu entscheidenden Rechtsfragen von grundsätzlicher Bedeutung sind und auch in dem Urteil "Abstreiferleiste" (BGH, GRUR 2002, 787 ff.) nicht abschließend geklärt sind.
BGH, 05.07.2005 - X ZR 167/03
Nach dieser Rechtsprechung hat der Lizenznehmer bis zum Widerruf oder zur Nichtigerklärung des Patents an der durch den Bestand des Patents begründeten Vorzugsstellung teil, wenn das Patent bis dahin von den Mitbewerbern respektiert wird (Sen.Urt. v. 14.05.2002 - X ZR 144/00, GRUR 2002, 787, 789 - Abstreiferleiste m.w.N.).
"Chirurgische Instrumente"; Schriftformerfordernis bei einem entgeltlichen …
BGH, 22.09.2009 - Xa ZR 77/08