Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BAG&Datum=31.08.2005&Aktenzeichen=5%20AZN%20187/05
Timestamp: 2019-06-18 19:53:14
Document Index: 312861993

Matched Legal Cases: ['§ 72', 'Art. 103', '§ 72', '§ 72', '§ 108', '§ 72', '§ 72', '§ 139', 'Art. 103', '§ 72', '§ 72', '§ 72', '§ 139', 'Art. 103', '§ 72', '§ 72', '§ 72']

BAG, 31.08.2005 - 5 AZN 187/05 - dejure.org
https://dejure.org/2005,2420
BAG, 31.08.2005 - 5 AZN 187/05 (https://dejure.org/2005,2420)
BAG, Entscheidung vom 31.08.2005 - 5 AZN 187/05 (https://dejure.org/2005,2420)
BAG, Entscheidung vom 31. August 2005 - 5 AZN 187/05 (https://dejure.org/2005,2420)
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Nichtzulassungsbeschwerde, Gewährung rechtlichen Gehörs
Begehren der nachträglichen Zulassung der Revision ; Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs; Verpflichtungen des Gerichts auf Grund des Gebots der Gewährung rechtlichen Gehörs; Folgen einer Abstellung der Entscheidung des Gerichts ohne vorherigen Hinweis auf einen rechtlichen Gesichtspunkt
ArbGG § 72a Abs. 3 Nr. 3; GG Art. 103 Abs. 1
Keine weitere Hinweispflicht des Gerichts, wenn Parteien um entscheidungsrelevanten Gesichtspunkt streiten
ArbG Wesel, 17.08.2004 - 8 Ca 4427/03
LAG Düsseldorf, 12.01.2005 - 12 Sa 1692/04
NJW 2006, 543 (Ls.)
Ansonsten ist das Gericht vor Schluss der mündlichen Verhandlung grundsätzlich nicht zur Offenlegung seiner Rechtsauffassung verpflichtet (Senat 31. August 2005 - 5 AZN 187/05 - AP ArbGG 1979 § 72a Rechtliches Gehör Nr. 7 = EzA ArbGG 1979 § 72a Nr. 104, zu II 1 der Gründe mit Nachw. aus der Rspr. des BVerfG).
a) Ein Gericht ist grundsätzlich nicht verpflichtet, die Parteien vorab auf seine Rechtsauffassung oder die beabsichtigte Würdigung des Prozessstoffs hinzuweisen (BVerfG 5. November 1986 - 1 BvR 706/85 - BVerfGE 74, 1; BVerwG 29. Januar 2010 - 5 B 37.09 - Buchholz 310 § 108 Abs. 2 VwGO Nr. 83; BAG 31. August 2005 - 5 AZN 187/05 - zu II 1 der Gründe mwN, AP ArbGG 1979 § 72a Rechtliches Gehör Nr. 7 = EzA ArbGG 1979 § 72a Nr. 104) .
Denn nicht jeder einfachrechtliche Verstoß gegen die Hinweispflicht nach § 139 Abs. 2 ZPO stellt zugleich eine Verletzung des verfassungsrechtlichen Anspruchs auf Gewährung rechtlichen Gehörs gemäß Art. 103 Abs. 1 GG dar (BVerfG 12. Juni 2003 - 1 BvR 2285/02 - NJW 2003, 2524; 8. Januar 2004 - 1 BvR 864/03 - NJW 2004, 1371; BAG 31. August 2005 - 5 AZN 187/05 - AP ArbGG 1979 § 72a Rechtliches Gehör Nr. 7 = EzA ArbGG 1979 § 72a Nr. 104; Senat 14. Februar 2007 - 4 AZN 802/06 -).
Zu einer Offenlegung ihrer ohnehin erst aufgrund der mündlichen Verhandlung gebildeten Rechtsauffassung bestand deshalb keine Veranlassung ( vgl. BAG, Beschluss vom 31.08.2005 - 5 AZN 187/05 - AP ArbGG 1979 § 72a Rechtliches Gehör Nr. 7 zu II 1 der Gründe; ebenso BVerwG, Beschluss vom 24.07.2008 - 6 PB 18/08 - NZA-RR 2009, 37 R 3; BVerfG, Beschluss vom 05.11.1986 - 1 BvR 706/85 - BVerfGE 74, 1 zu II 1 b der Gründe ).
Denn nicht jeder einfach-rechtliche Verstoß gegen die Hinweispflicht nach § 139 Abs. 2 ZPO stellt zugleich eine Verletzung des verfassungsrechtlichen Anspruchs auf Gewährung rechtlichen Gehörs gemäß Art. 103 Abs. 1 GG dar (BVerfG 12. Juni 2003 - 1 BvR 2285/02 - BVerfGK 1, 211; 8. Januar 2004 - 1 BvR 864/03 - BVerfGK 2, 213; BAG 31. August 2005 - 5 AZN 187/05 - AP ArbGG 1979 § 72a Rechtliches Gehör Nr. 7 = EzA ArbGG 1979 § 72a Nr. 104).
Übertragung von Zuständigkeiten für die Dienstaufsicht; Richter und …
Den in der zweiten Instanz anwaltlich vertretenen Antragstellern war die Problematik nämlich bekannt, und deren mögliche Auswirkungen auf den Ausgang des vorliegenden Verfahrens musste ihnen bewusst sein (vgl. in diesem Zusammenhang: BAG, Beschluss vom 31. August 2005 - 5 AZN 187/05 - AP Nr. 7 zu § 72a ArbGG 1979 rechtliches Gehör).