Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=2%20B%20287/18
Timestamp: 2019-12-15 02:00:12
Document Index: 246149577

Matched Legal Cases: ['Art. 6', '§ 53', '§ 84', '§ 25', 'Art. 8', '§ 42', '§ 53']

OVG Saarland, 05.12.2018 - 2 B 287/18, 2 D 288/18 - dejure.org
OVG Saarland, 05.12.2018 - 2 B 287/18, 2 D 288/18
https://dejure.org/2018,41867
OVG Saarland, 05.12.2018 - 2 B 287/18, 2 D 288/18 (https://dejure.org/2018,41867)
OVG Saarland, Entscheidung vom 05.12.2018 - 2 B 287/18, 2 D 288/18 (https://dejure.org/2018,41867)
OVG Saarland, Entscheidung vom 05. Dezember 2018 - 2 B 287/18, 2 D 288/18 (https://dejure.org/2018,41867)
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ARB 1/80 Art. 6 Abs. 1; AufenthG § 53 Abs. 3
VG Saarlouis, 17.09.2018 - 6 L 807/18
Denn mit der Ausweisung und Abschiebung eines suchtmittelabhängigen Straftäters muss nicht so lange gewartet werden, bis seine Therapie beendet ist und ihm womöglich nach einer ausreichenden Bewährung in Freiheit eine günstige Sozialprognose gestellt werden kann (OVG Saarland, B.v. 5.12.2018 - 2 B 287/18 - juris Rn. 10;… OVG Bln-Bbg, B.v. 3.5.2019 - 11 N 123.16 - juris Rn. 11;… BayVGH, B.v. 1.2.2019 - 10 ZB 18.2455 - juris Rn. 7;… B.v. 26.7.2019 - 10 ZB 19.1207 - juris Rn. 17;… B.v. 17.9.2019 - 10 ZB 18.1990 - juris Rn. 7 m.w.N.).
OVG Saarland, 10.07.2019 - 2 B 192/19
Die dagegen erhobene Beschwerde wurde mit Beschluss des Senats vom 5.12.2018 - 2 B 287/18 und 2 D 288/18 - zurückgewiesen.
Wie die Kammer bereits mit Beschluss vom 17.9.2018 (6 L 807/18), bestätigt durch den Beschluss des Oberverwaltungsgerichts des Saarlandes vom 5.12.2018 (2 B 287/18), entschieden habe, sei die Ausreisepflicht des Antragstellers im Falle des Bestehens einer Assoziationsberechtigung seit dem Bescheid des Antragsgegners vom 17.8.2017 infolge der Anordnung des Sofortvollzugs der mit Ziff. 1 des angefochtenen Bescheids verfügten Ausweisung oder anderenfalls kraft Gesetzes gemäß §§ 84 Abs. 1 Nr. 1, 58 Abs. 2 Nr. 2 (sofort) vollziehbar gewesen.
Veranlassung hierfür habe jedenfalls spätestens mit Erlass des Ausweisungsbescheids des Antragsgegners am 17.8.2017 und den Beschlüssen des Verwaltungsgerichts des Saarlandes vom 17.9.2018 (6 L 807/18) und des Oberverwaltungsgerichts des Saarlandes vom 5.12.2018 (2 B 287/18) bestanden, die auf die ausschließliche Zuständigkeit des Bundesamts für zielstaatsbezogene Gefahren hingewiesen hätten.
OVG Saarland, 24.07.2019 - 2 B 222/19
Der Antragsgegner und anknüpfend auch der Senat im vorliegenden Verfahren sind daher nicht befugt, eine eigene erneute Prüfung des Vorliegens eines zielstaatsbezogenen Abschiebungsverbots für das, was Rückführungen dorthin anbelangt, im Einzelfall zu beurteilende sicher sehr problematische Herkunftsland vorzunehmen.(vgl. dazu etwa OVG des Saarlandes, Beschlüsse vom 5.12.2018 - 2 B 287/18 -, homepage OVG Leitsatz Nr. 14, vom 17.7.2013 - 2 D 367/13 -, SKZ 2014, 42, Leitsatz Nr. 45, wonach die Ausländerbehörde mögliche zielstaatsbezogene Abschiebungshindernisse, dort eine geltend gemachte Diskriminierung von Roma durch die Mehrheitsbevölkerung im Kosovo, bei der Entscheidung über die Erteilung von Aufenthaltstiteln nach § 25 Abs. 5 AufenthG, Art. 8 Abs. 1 EMRK, im Fall abgelehnter Asylbewerber ohne positive Feststellung des Bundesamtes wegen der Bindungswirkungen nach § 42 Satz 1 AsylG an die negativen Entscheidungen im Asylverfahren nicht berücksichtigen darf) Daher ist hier nicht zu vertiefen, dass nach gegenwärtigem Erkenntnisstand beziehungsweise nach den vorgelegten Verwaltungsunterlagen der im Widerrufsbescheid vom 31.1.2018 auf eine Rückkehrmöglichkeit in die Hauptstadt Kabul verwiesene Antragsteller weder dort noch an einem anderen Ort in Afghanistan jemals gelebt hat, er vielmehr in M im Iran geboren und bei seinen Eltern aufgewachsen ist und zudem erkennbar keinen familiären Anknüpfungspunkt hat, so dass - mit den Worten des Bundesamts - für ihn dort allenfalls ein Leben "am Rande des Existenzminimums" möglich erscheint.
Da dem Antragsteller ein Aufenthaltsrecht nach dem Assoziationsabkommen EWG/Türkei zusteht, darf er gem. § 53 Abs. 3 AufenthG nur ausgewiesen werden, wenn sein persönliches Verhalten gegenwärtig eine schwerwiegende Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung darstellt, die ein Grundinteresse der Gesellschaft berührt, und die Abwägung der widerstreitenden Ausweisung- und Bleibeinteressen ergibt, dass die Ausweisung für die Wahrung dieses Interesses unerlässlich ist, d.h. dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit genügt.(vgl. BVerwG, Urteil vom 22.2.2017 - 1 C 3/16-; Beschluss des Senats vom 5.12.2018 - 2 B 287/18 - juris).