Source: https://www.stadtwerke-eschwege.de/de/Navigation/Unternehmen1/Versorgungsnetze/Messstellenbetrieb/Messstellenbetrieb_536472.html
Timestamp: 2020-04-07 04:17:14
Document Index: 288951257

Matched Legal Cases: ['§30', '§31', '§ 14', '§ 29', '§ 32', '§ 5', '§ 6', '§ 60', '§ 40', '§ 61', '§ 31', '§ 40', '§ 47', '§ 75', '§ 35']

Stadtwerke Eschwege - Messstellenbetrieb
Das Messstellenbetriebsgesetz (MsbG) regelt u. a. die technischen Anforderungen an die Geräte, den Einbau, den Betrieb und die Wartung von Messeinrichtungen sowie die Datenkommunikation (Ab- bzw. Auslesen der Daten und ihre Übermittlung). Das Ziel ist es, durch die schrittweise Einführung von modernen Messeinrichtungen (mME) und intelligenten Messsystemen (iMSys), das Verbrauchsverhalten der Stromkunden zu optimieren und somit mit einer besseren Auslastung und Steuerung der Netze die Energiewende zu unterstützen.
Als grundzuständiger Messstellenbetreiber ist die Stadtwerke Eschwege GmbH verpflichtet, soweit dies nach §30 MsbG technisch möglich und nach §31 MsbG wirtschaftlich vertretbar ist, folgende Messstellen an ortsfesten Zählpunkten mit intelligenten Messsystemen (iMSys) auszustatten:
Messstellen von Kunden mit einer Vereinbarung nach § 14a des Energiewirtschaftsgesetzes
Messstellen von Betreibern von Erzeugungsanlagen mit einer installierten Leistung über 7 kW
Über den verpflichtenden Einbau hinaus können folgende ortsfeste Zählpunkte optional mit einem intelligenten Messsystem (iMSys) gem. § 29 Abs. 2 MsbG ausgestattet werden:
Messstellen von Kunden mit einem Jahresstromverbrauch bis einschließlich 6.000 kWh
Messstellen von Betreibern von Erzeugungsanlagen mit einer installierten Leistung von 1 kW bis einschließlich 7 kW
Modernen Messeinrichtungen werden von der Stadtwerke Eschwege GmbH als grundzuständiger Messstellenbetreiber verpflichtend bei allen Messstellen mit ortsfesten Zählpunkten eingebaut, bei denen eine Ausstattung der Messstelle mit einem intelligenten Messsystem gemäß dem Messstellenbetriebsgesetz nicht vorgesehen und soweit dies nach § 32 MsbG wirtschaftlich vertretbar ist.
Die Stadtwerke Eschwege GmbH als grundzuständiger Messstellenbetreiber wird die betroffenen Stromkunden mindestens drei Monate vor dem Wechsel der Messeinrichtung anschreiben. Hierbei handelt es sich ausschließlich um eine Vorabinformation. Rechtzeitig vor dem Wechsel werden unseren Kunden über den konkreten Wechseltermin informiert. Sollte der mitgeteilte Termin nicht passen, kann ein Ausweichtermin mit unserem Mitarbeiter vereinbart werden. Die Kontaktdaten hierzu finden Sie auf dem Informationsschreiben zum Zählerwechsel.
Der Austausch des Zählers auf unsere Veranlassung ist für unsere Kunden kostenfrei. Durch die gesetzlich vorgegebene Einführung von modernen Messeinrichtungen (mME) und intelligenten Messsystemen (iMSys) kommt es jedoch zur Anpassung der Preise für den Messstellenbetrieb.
Die Stadtwerke Eschwege als grundzuständiger Messstellenbetreiber weist darauf hin, dass für alle betroffenen Anschlussnutzer bzw. Anschlussnehmer die Möglichkeit zur freien Wahl des Messstellenbetreibers gem. § 5 und § 6 MsbG besteht, wenn durch diesen ein einwandfreier Messstellenbetrieb gemäß Messstellenbetriebsgesetz gewährleistet wird.
Bei der Ausstattung von Messstellen mit intelligenten Messsystemen umfassen die Standardleistungen der Stadtwerke Eschwege GmbH als grundzuständiger Messstellenbetreiber insbesondere folgende Leistungen:
Durchführung der Prozesse gem. § 60 MsbG einschließlich der Plausibilisierung und Ersatzwertbildung im Smart-Meter-Gateway und die standardmäßig erforderliche Datenkommunikation.
Bei Messstellen von Kunden mit einem Jahresstromverbrauch von höchstens 10.000 kWh, soweit es der variable Stromtarif im Sinne von § 40 Abs. 5 des Energiewirtschaftsgesetzes erfordert, maximal die tägliche Bereitstellung von Zählerstandsgängen des Vortages gegenüber dem Energielieferanten und dem Netzbetreiber.
Die Übermittlung der nach § 61 MsbG erforderlichen Informationen an eine lokale Anzeigeeinheit oder über eine Anwendung in einem Online-Portal, welches einen geschützten individuellen Zugang ermöglicht.
In den Fällen des § 31 Abs.1 Nr. 5, Abs. 2 und 3 Satz 2 MsbG das Bereithalten einer Kommunikationslösung, mit der bis zu zweimal am Tag eine Änderung des Schaltprofils sowie einmal täglich die Übermittlung eines Netzzustandsdatums herbeigeführt werden kann.
In den Fällen des § 40 MsbG und unter den dort genannten Voraussetzungen die Anbindung von Erzeugungsanlagen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz oder dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz sowie die Anbindung von Messeinrichtungen für Gas.
Die Erfüllung weiterer sich aus den Festlegungen der Bundesnetzagentur nach dem § 47 und § 75 MsbG ergebender Pflichten, insbesondere zu Geschäftsprozessen, Datenformaten, Abrechnungsprozessen, Verträgen oder zur Bilanzierung.
Zusatzleistungen nach § 35 Abs. 2 MsbG können separat bestellt und in Anspruch genommen werden. Eine Übersicht über mögliche Zusatzleistungen und deren Entgelte sind ebenfalls dem Preisblatt zu entnehmen. Dieses wird regelmäßig überprüft, aktualisiert und veröffentlicht. Sobald die Stadtwerke Eschwege GmbH als grundzuständiger Messstellenbetreiber neue Zusatzleistungen anbietet, werden diese in das Preisblatt aufgenommen.
Preisblatt und Messstellenverträge
Messstellenverträge für moderne Messeinrichtungen und intelligente Messsysteme
Flyer-Moderne Messeinrichtungen der Bundesnetzagentur
Kommunikationsdaten und Zertifikate Messstellenbetrieb
Hier finden Sie die Kommunikationsdaten der Stadtwerke Eschwege GmbH für die Marktfunktion als grundzuständiger und als wettbewerblicher Messstellenbetreiber, darunter auch Codenummern und Datenaustauschadressen: