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Timestamp: 2018-10-21 12:05:22
Document Index: 115375086

Matched Legal Cases: ['Art. 26', 'Art. 26', 'Art. 26', 'Art. 26', 'Art. 26', 'Art. 26', 'Art. 26']

Mutter Tochterunternehmen Gemeinsame Verantwortliche laut Art. 26 mit allen Folgen
Thema: Mutter Tochterunternehmen Gemeinsame Verantwortliche laut Art. 26 mit allen Folgen
14.09.2018, 08:00 #1
sind Mutter- und Tochterunternehmen Gemeinsam Verantwortliche laut Art. 26 mit allen Folgen, wenn die Verarbeitung der personenbezogenen Daten jedes Unternehmen nach eigenen Verfahren durchgeführt wird,
aber die Bearbeitung der getrennten WebSeiten der beiden Unternehmen von der Muttergesellschaft durchgeführt wird mit einer einheitlichen Datenschutzerklärung für beide WebSeiten mit Nennung der beiden Verantwortlichen?
14.09.2018, 09:51 #2
Wer in dieser Form öffentlich die Verantwortung unternimmt, trägt sie und haftet dementsprechend. Also jeder voll. Gemeinsam.
Zu prüfen wäre noch, ob das nur die Verarbeitung auf den Webseiten oder die gesamten Unternehmen betrifft.
16.10.2018, 13:09 #3
Muss ein Auftragsdatenverarbeiter-Vertrag erstellt werden, wenn das Mutterunternehmen das Personalwesen auf das Tochterunternehmen auslagert und eine gemeinsame Verantwortlichkeit zwischen Mutter- und Tochterunternehmen besteht und eine Vereinbarung entsprechend nach Artikel 26 DSGVO getroffen wurde?
17.10.2018, 10:40 #4
Hallo runner100,
ich meine, Sie beschäftigt im Kern die Frage, wie die Beziehungsmuster bei der Weitergabe von pbD sein können, oder?
-> Gemeinsame Verantwortung
-> Inanspruchnahme fachfremder Dienstleistung
Auch im Falle einer Holding muss der Einzelfall betrachtet werden - Mutter und Töchter agieren auch hier untereinander wie fremde Dritte.
D.h. Sie können in der Beurteilung eigentlich gut die bestehenden Übersichten der DSK heranziehen.
- Kurzpapier 13 zur Auftragsverarbeitung https://www.datenschutzkonferenz-onl...sk_kpnr_13.pdf
- Kurzpapier 16 zum Joint Controllership https://www.datenschutzkonferenz-onl...sk_kpnr_16.pdf
Wenn man Kurzpapier 13 folgt, könne man sagen, dass die Auslagerung des personalwesen eine gemeinsame Verantwortung darstellt:
"gemeinsame Verwaltung bestimmter Datenkategorien (z.B. „Stammdaten“) für bestimmte gleichlaufende Geschäftszwecke mehrerer Konzernunternehmen"
Oder man folgt dem hier und sagt, es ist doch eine AVV
"Zentralisierung bestimmter „Shared Services-Dienstleistungen“ innerhalb eines Konzerns, wie Dienstreisen-Planungen oder Reisekostenabrechnungen (jedenfalls sofern kein Fall gemeinsamer Verantwortlichkeit nach Art. 26 DS-GVO vorliegt)"
Aus Ihrem Fall des Personalwesens werde ich aber trotzdem nicht schlau: Weswegen wollen Sie noch eine AVV machen, wenn bereits eine Regelung nach Art. 26 geschlossen wurde?
17.10.2018, 10:53 #5
Hallo CatKoll,
vielen Dank für die ausführliche Antwort, d.h. eine AVV ist möglich, aber wenn man eine Vereinbarung nach Art. 26 zum Personalwesen festlegt, ist eine AVV überflüssig.
17.10.2018, 12:50 #6
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