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Timestamp: 2016-10-25 08:29:46
Document Index: 382224809

Matched Legal Cases: ['Art. 6', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE']

U 456/06 (14.09.2007)
vertreten durch Advokat Dr. Manfred Bayerd�rfer, Rathausstrasse 40/42, 4410 Liestal,
8085 Z�rich, Beschwerdef�hrerin,
vertreten durch Rechtsanwalt Werner Kupferschmid, Weinbergstrasse 20, 8023 Z�rich.
Die 1941 geborene G.________ arbeitete seit 1978 als Fachlehrerin an einer Privatschule und war bei der Z�rich Versicherungs-Gesellschaft (nachfolgend: Z�rich) f�r die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunf�llen versichert. Am 11. September 1999 wurde sie als Beifahrerin auf dem Hintersitz in einen Verkehrsunfall verwickelt, weil die Fahrzeuglenkerin wegen eines vor ihr pl�tzlich abbremsenden Verkehrsteilnehmers anhalten musste, worauf ein nachfolgendes Fahrzeug in ihren Personenwagen stiess und es zu einem Aufprall mit dem vorderen Auto kam. Der am 13. September 1999 konsultierte Dr. med. K.________ fand eine schmerzhaft eingeschr�nkte Beweglichkeit der Halswirbels�ule (HWS) und eine druckdolente paravertebrale Muskulatur. Zudem klagte die Versicherte �ber Par�sthesien an beiden H�nden. Neurologische Ausf�lle stellte der erstbehandelnde Arzt keine fest. Aufgrund der r�ntgenologischen Untersuchungen konnten oss�re L�sionen ausgeschlossen werden. Hingegen zeigten sich vorbestehende degenerative Bandscheibenver�nderungen tiefzervikal, Spondylarthrosen und Unkovertebralarthrosen (Bericht des PD Dr. med. N.________ vom 13. September 1999). Dr. med. K.________ diagnostizierte ein Schleudertrauma der HWS und verordnete einen weichen Halskragen sowie eine Schmerztherapie. Ab 27. September 1999 unterzog sich die Versicherte einer chiropraktischen Behandlung durch Dr. U.________. Das MRI der HWS vom 28. September 1999 ergab eine beidseitige radikul�re Kompression C6 und eventuell C7 bei Foraminalstenosen sowie degenerativen Ver�nderungen der unteren HWS und Fehlhaltung. Die weitere Behandlung erfolgte durch Dr. med. R.________, welcher zus�tzlich eine Traumatisierung der rechten Schulter bei wahrscheinlich vorbestehender PHS-calcarea erw�hnte (Zeugnis vom 8. November 1999). Am 1. November 1999 wurde die Versicherte von Dr. med. M.________ neurologisch untersucht. Gem�ss Bericht vom 13. Dezember 1999 f�hrte die verordnete Physiotherapie zu einer deutlichen Besserung der Beschwerden. Vom 27. Januar bis 9. Februar 2000 musste sich die seit 1995 unter Diabetes mellitus Typ II leidende Versicherte wegen einer Blutzuckerentgleisung im Spital X.________ station�r behandeln lassen (Bericht vom 15. Februar 2000). Eine weitere Hospitalisation erfolgte vom 13. bis 18. Mai 2001 in der Klinik Y.________ zur Durchf�hrung einer Trapezektomie und Interpositionsplastik. Am 5. September 2002 wurde die stark schmerzhafte Coxarthrose operiert.
Die Z�rich kl�rte den medizinischen Sachverhalt ab, indem sie das neurologische Gutachten des Dr. med. W.________ vom 11. Dezember 2001 samt Erg�nzungsgutachten vom 5. Juli 2002 und das Gutachten von Frau dipl. psych. P.________, Fachpsychologin f�r Neuropsychologie FSP, vom 19. November 2002 samt Erg�nzungsbericht vom 5. Februar 2003 in Auftrag gab. Zudem zog sie das von der Invalidenversicherung veranlasste, auf internistischen, psychiatrischen und neurologischen Untersuchungen basierende Gutachten des Begutachtungsinstituts Z.________ vom 5. Juli 2004 bei, welche am 21. Juni 2004 auch die Erg�nzungsfragen der Z�rich beantwortete. Mit Verf�gung vom 20. August 2004 verneinte die Z�rich ihre weitere Leistungspflicht ab 31. August 2003 mit der Begr�ndung, zwischen dem Unfall vom 11. September 1999 und den geklagten Restbeschwerden bestehe kein ad�quater Kausalzusammenhang mehr. Auf die dagegen erhobene Einsprache hin bezeichnete die Z�rich aufgrund von Zweifeln an der Beweistauglichkeit der bei den Akten liegenden medizinischen Gutachten den nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen den weiter bestehenden Beschwerden und dem Unfallereignis als fraglich, sah jedoch von weiteren Abkl�rungen ab, da es an der erforderlichen Ad�quanz des Kausalzusammenhangs fehle (Einspracheentscheid vom 6. Mai 2005).
In Gutheissung der von G.________ eingereichten Beschwerde gelangte das Sozialversicherungsgericht Basel-Stadt mit Entscheid vom 17. August 2006 zum Schluss, dass f�nf der sieben gem�ss Rechtsprechung bei der spezifischen Ad�quanzpr�fung nach Schleudertrauma der HWS ohne nachweisbare organische Befunde heranzuziehenden Kriterien erf�llt seien, weshalb die Leistungspflicht der Z�rich nicht unter Hinweis auf die fehlende Ad�quanz verneint werden k�nne. Da die medizinischen Unterlagen mangels orthop�discher, rheumatologischer und endokrinologischer Abkl�rungen keine abschliessende Beurteilung der Frage zuliessen, ob der Vorzustand im Bereich der HWS und die vorliegenden Komorbidit�ten (Knietotalprothese, H�fttotalprothese, Fingeroperation, Diabetes mellitus) f�r die zum Zeitpunkt der Leistungseinstellung bestehenden gesundheitlichen Beeintr�chtigungen (allein)verantwortlich und f�r den protrahierten Verlauf einzig bestimmend seien, wies das kantonale Gericht die Sache an die Z�rich zur�ck, damit sie eine polydisziplin�re Abkl�rung dar�ber veranlasse, ob und gegebenenfalls welche Unfallfolgen im Zeitpunkt des Erlasses des Einspracheentscheids noch bestanden, und hernach �ber den Leistungsanspruch neu befinde.
C.a Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde l�sst G.________ beantragen, in Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids sei die Z�rich zu verpflichten, die gesetzlich geschuldeten Leistungen zu erbringen und namentlich eine Rente und eine Integrit�tsentsch�digung auszurichten. Von der R�ckweisung der Sache zwecks weiterer medizinischer Begutachtung sei abzusehen, da der rechtserhebliche Sachverhalt hinreichend abgekl�rt sei.
C.b Die Z�rich erhebt ebenfalls Verwaltungsgerichtsbeschwerde, wobei sie die Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids und die Best�tigung ihres Einspracheentscheids vom 6. Mai 2005 beantragt. Zur Begr�ndung macht sie insbesondere eine unzutreffende W�rdigung der Ad�quanzkriterien durch das kantonale Gericht geltend.
W�hrend G.________ Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragen l�sst, verzichtet das Bundesamt f�r Gesundheit auf eine Stellungnahme.
Im kantonalen Entscheid werden die nach der Rechtsprechung f�r den Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung (Art. 6 Abs. 1 UVG) geltenden Voraussetzungen des nat�rlichen und ad�quaten Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (BGE 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181), insbesondere bei Schleudertraumen oder schleudertrauma�hnlichen Verletzungen der HWS (BGE 117 V 359; RKUV 2000 Nr. U 395 S. 316, U 160/98; SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67, U 183/93), zutreffend dargelegt. Das Gleiche gilt hinsichtlich der vorinstanzlichen Ausf�hrungen zur Anwendbarkeit des am 1. Januar 2003 in Kraft getretenen ATSG und der damit verbundenen spezialgesetzlichen �nderungen, welche bez�glich der hier zu beurteilenden Rechtsfragen keine wesentlichen Neuerungen gebracht haben (BGE 130 V 343). Darauf wird verwiesen.
Streitig und zu pr�fen ist, ob die im Zeitpunkt der Leistungseinstellung durch die Z�rich (31. August 2003) noch geklagten Beschwerden als Folgen des Unfalls vom 11. September 1999 zu betrachten sind und - in diesem Zusammenhang - ob der massgebliche Sachverhalt hinreichend abgekl�rt ist.
4.1 Beim Unfall vom 11. September 1999 hat die Versicherte eine Distorsion der HWS im Sinne eines sog. Schleudertraumas erlitten. Gegen�ber dem erstbehandelnden Arzt gab sie zwei Tage sp�ter an, sie leide an einer schmerzhaft eingeschr�nkten Beweglichkeit der HWS, druckdolenter paravertebraler Muskulatur und Par�stesien in beiden H�nden. Sp�ter klagte sie auch �ber Schmerzen in der rechten Schulter, welche laut Dr. med. R.________ auf eine Tendinitis calcarea der Supraspinatussehne rechts zur�ckzuf�hren waren, wobei die Behandlung im M�rz 2000 abgeschlossen werden konnte. Bei der neurologischen Untersuchung durch Dr. med. M.________ vom 1. November 1999 erkl�rte die Versicherte, es sei ihr nach dem Unfallereignis sofort �bel geworden, und es h�tten Genick- und Kopfschmerzen eingesetzt. Im Schulterbereich rechts sei ein H�matom entstanden. W�hrend zwei Wochen habe sie unter starker �belkeit gelitten, gelegentlich begleitet von Erbrechen, unter starken Kopf- und Genickschmerzen und unter einer ungew�hnlichen M�digkeit. Zudem sei ihr eine Konzentrationsst�rung aufgefallen. Der Neurologe fand eine leichte unspezifische Allgemeinver�nderung, ohne Herdbefund oder Anzeichen f�r eine cerebrale �bererregbarkeit. Er ging von einer Halswirbels�ulendistorsion sowie einer milden traumatischen Gehirnverletzung aus. Als Folge dieser Verletzungsmechanismen bestehe noch ein m�ssig bis mittelschwer ausgepr�gtes, insbesondere oberes, rechts betontes Zervikalsyndrom mit in diesem Rahmen auch zervikocephalen Beschwerden und vegetativer Dysbalance (Bericht vom 13. Dezember 1999). Im Bericht vom 26. April 2001 gab Dr. med. M.________ an, trotz intensiver chiropraktischer und physiotherapeutischer Behandlung bestehe noch ein zumindest m�ssig ausgepr�gtes Zervikalsyndrom, verbunden mit zervikocephalen Beschwerden. Zudem persistierten Ged�chtnis- und Konzentrationsdefizite. Beim Unfall ist nach Ansicht des Neurologen eine richtungsweisende Ver�nderung von bisher klinisch stummen, degenerativen Ver�nderungen eingetreten. Laut MRI vom 28. September 1999 zeigten sich degenerative HWS-Ver�nderungen mit Osteochondrosen C5/C6 und C6/C7, mit leichter diskogener Kompression C5/C6, deutlicher Foraminalstenose C5/C6 beidseits, eine m�ssige Foraminalstenose C3/C4 rechts sowie C6/C7 beidseits.
4.2 Gem�ss Gutachten des Dr. med. W.________ vom 11. Dezember 2001 standen die Konzentrationsst�rungen bezogen auf das gesamte Beschwerdebild weit im Vordergrund. Zudem klagte die Versicherte �ber starke Nackenkopfschmerzen, begleitet von �belkeit und Erbrechen. Die noch vorhandenen gesundheitlichen Beeintr�chtigungen seien mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 11. September 1999 zur�ckzuf�hren. Frau dipl. psych. P.________ stellte laut Gutachten vom 19. November 2002 bei der neuropsychologischen Untersuchung Minderleistungen im Bereich der Aufmerksamkeit sowie in aufmerksamkeitsassoziierten mnestischen und exekutiven Funktionen fest. Im Vordergrund stehe eine ausgepr�gte Verlangsamung der kognitiven Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit. Zudem zeigten sich eine allgemein erh�hte Affektlabilit�t und ein erh�hter psychischer Leidensdruck, jedoch keine deutlich erh�hte Nervosit�t, �ngstlichkeit oder nachhaltigere depressive Verstimmung. Verursacht w�rden die neuropsychologischen Minderfunktionen durch eine milde traumatische Hirnsch�digung, die chronifizierte Schmerzsymptomatik und den daraus resultierenden allgemeinen Ersch�pfungszustand. Das Unfallereignis vom 11. September 1999 stelle mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit die Ursache der Gesundheitsst�rung dar. In ihrer zus�tzlichen Stellungnahme vom 5. Februar 2003 gab die Fachpsychologin zudem an, der Einfluss des Diabetes Typ II auf die geistige Leistungsf�higkeit d�rfte vernachl�ssigbar gering sein. Gem�ss Gutachten des Begutachtungsinstituts Z.________ vom 5. Juli 2004 wird das Beschwerdebild durch die starken Kopfschmerzen gepr�gt. Zudem klagte die Versicherte �ber Schlafprobleme und eine eingeschr�nkte Beweglichkeit des Kopfes. Die Gutachter schreiben die gesundheitlichen Einschr�nkungen durch die zervikozephalen Beschwerden und neuropsychologischen St�rungen den beim Unfall erlittenen Verletzungen zu. Den unfallfremden Faktoren bez�glich des Zervikalsyndroms messen sie einen untergeordneten Stellenwert im Sinne einer durch den Unfall verursachten richtungsweisenden Zustands�nderung bei. Ein anderweitiger Vorzustand oder zwischenzeitlich eingetretener gesundheitlicher Schaden mit namhafter Auswirkung auf das Zustandsbild liege nicht vor. Aus psychiatrischer Sicht konnten bis auf die Konzentrationsst�rungen keine psychopathologischen Symptome festgestellt werden. Ob die kognitiven St�rungen auf die chronischen Schmerzen zur�ckzuf�hren seien oder allenfalls mit einer beim Unfall erlittenen traumatischen Hirnverletzung im Zustammenhang st�nden, liess sich aus psychiatrischer Sicht nicht beurteilen. Hinweise auf eine psychische �berlagerung der Beschwerden ergaben sich nicht.
5.1 Die Versicherte leidet somit zumindest teilweise an dem f�r ein Schleudertrauma oder eine schleudertrauma�hnliche Verletzung der HWS typischen Beschwerdebild wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Ged�chtnisst�rungen, �belkeit, rasche Erm�dbarkeit, Visusst�rungen, Reizbarkeit, Affektlabilit�t, Depression, Wesensver�nderungen usw. (vgl. BGE 117 V 359 E. 4b S. 360). Was den Nachweis des nat�rlichen Kausalzusammenhangs zwischen solchen Beschwerden und einem urs�chlich in Frage kommenden Unfall anbelangt, gilt es festzuhalten, das auch bei Schleudermechanismen der HWS in erster Linie die medizinischen Fakten, insbesondere die fach�rztlichen Erhebungen �ber Anamnese, Verletzungsfolgen, unfallfremde Faktoren und Vorzustand sowie die medizinischen Erkenntnisse hinsichtlich des objektivierbaren Befundes und die Diagnose die massgeblichen Grundlagen f�r die Kausalit�tsbeurteilung bilden. Das Vorliegen eines Schleudertraumas wie seine Folgen m�ssen durch zuverl�ssige �rztliche Angaben gesichert sein. Trifft dies zu und ist die nat�rliche Kausalit�t - aufgrund fach�rztlicher Feststellungen in einem konkreten Fall - unbestritten, so kann der nat�rliche Kausalzusammenhang in aller Regel auch aus rechtlicher Sicht als erstellt gelten (BGE 119 V 335 E. 2b/aa S. 340, 117 V 359 E. 4b S. 360). So verh�lt es sich hier jedoch nicht.
5.2 Nach Ansicht von Vorinstanz und Unfallversicherer lassen die medizinischen Unterlagen und namentlich das Gutachten des Begutachtungsinstituts Z.________ keine abschliessende Beurteilung der Frage zu, ob zwischen dem Unfallereignis und den fortbestehenden Gesundheitssch�digungen ein nat�rlicher Kausalzusammenhang gegeben ist. Der neurologische Teilgutachter Dr. med. B.________ habe sich zwar mit dem degenerativen Vorzustand an der HWS auseinandergesetzt. Die Beurteilung der Bedeutung dieses Vorzustandes falle indessen in den Fachbereich der Rheumatologie und der Orthop�die. Unklar bleibe auch die Ursache der kognitiven Minderleistungen, die von den Gutachtern des Begutachtungsinstituts Z.________ als Ausdruck einer leichten bis mittelschweren Hirnfunktionsst�rung gewertet w�rden. Die Diagnose einer milden traumatischen Hirnverletzung sei erst rund zwei Monate nach dem Unfall gestellt worden, w�hrend der erstbehandelnde Arzt keine daf�r typische Symptome wie �belkeit, Benommenheit und Amnesie vermerkt habe, noch ein Kopfanprall erw�hnt worden sei, womit zweifelhaft sei, ob �berhaupt eine milde traumatische Hirnverletzung eingetreten sei. Nach Auffassung von Frau dipl. psych. P.________ seien die kognitiven Minderleistungen angesichts des Unfallmechanismus ungew�hnlich ausgepr�gt. Der chronifizierten Schmerzsymptomatik sowie dem daraus resultierenden allgemeinen Ersch�pfungszustand komme daher f�r die neuropsychologischen Minderfunktionen zentral verursachende Bedeutung zu. Solange unklar sei, ob das schmerzhafte Zervikalsyndrom auf den Unfall oder den degenerativen Vorzustand zur�ckzuf�hren sei, k�nne auch �ber die Unfallkausalit�t der neuropsychologischen Befunde nichts ausgesagt werden.
5.3 Die hier im Vordergrund stehenden Beschwerden (Kopf- und Nackenschmerzen, eingeschr�nkte Beweglichkeit und Belastbarkeit der Halswirbels�ule, kognitive St�rungen und Schlafprobleme) sind hinsichtlich ihrer m�glichen Entstehungsweise an sich unspezifisch. Auch die degenerativen Ver�nderungen und die metabolischen Probleme sind grunds�tzlich geeignet, derartige Beschwerden hervorzurufen. Zudem sind in den medizinischen Unterlagen vaskul�re Risikofaktoren dokumentiert (arterielle Hypertonie). Aus diesen alternativen Erkl�rungsmustern allein l�sst sich indessen nicht ableiten, der Unfall habe jede kausale Bedeutung im Hinblick auf den Gesundheitsschaden eingeb�sst. Praxisgem�ss muss der Beweis des Wegfalls des nat�rlichen Kausalzusammenhangs nicht durch den Nachweis unfallfremder Gr�nde erbracht werden. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen des Gesundheitsschadens dahingefallen sind (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 326), wobei es f�r die Bejahung des nat�rlichen Kausalzusammenhangs gen�gt, wenn der Unfall f�r eine bestimmte gesundheitliche St�rung eine Teilursache darstellt (BGE 117 V 359 E. 4b S. 360). Da eine diesbez�gliche, s�mtliche Aspekte umfassende fach�rztliche Einsch�tzung fehlt, hat das kantonale Gericht die Sache zur entsprechenden Abkl�rung an den Unfallversicherer zur�ckgewiesen. Davon kann jedoch abgesehen werden, zumal es fraglich ist, ob die einzelnen Anteile noch gutachterlich identifiziert und namhaft gemacht werden k�nnen. Selbst wenn aufgrund zus�tzlicher Abkl�rungen der nat�rliche Kausalzusammenhang zu bejahen w�re, k�nnte die Leistungspflicht des Unfallversicherers mangels Ad�quanz des Kausalzusammenhangs nicht bejaht werden, wie sich aus dem Folgenden ergibt.
Die Ad�quanzpr�fung hat unbestrittenermassen nach den f�r Schleudertraumen und schleudertrauma�hnliche Verletzungen der HWS geltenden Regeln (BGE 117 V 359 E. 6a S. 367) zu erfolgen.
6.1 F�r die Qualifikation eines Unfalles als schwer, mittelschwer oder leicht ist vom augenf�lligen Geschehensablauf auszugehen (BGE 117 V 359 E. 6a S. 366). Einfache Auffahrkollisionen auf ein (haltendes) Fahrzeug (vor einem Fussg�ngerstreifen oder einem Lichtsignal) werden dabei regelm�ssig in die Kategorie der mittelschweren Ereignisse im Grenzbereich zu den leichten Unf�llen eingereiht (RKUV 2005 Nr. U 249 S. 236, U 380/04; 2003 Nr. U 489 S. 357, U 193/01). Vorliegend handelt es sich insofern um einen besonderen Fall, als sich der Unfall auf der Autobahn auf der H�he einer Einfahrt ereignete und es zu einer Mehrfachkollision kam. Die Versicherung Q.________ ermittelte eine kollisionsbedingte Geschwindigkeits�nderung (delta-v) von 11 - 15 km/h, welche Werte aus unfallanalytischer und biomechanischer Sicht noch im Rahmen der f�r Auffahrkollisionen im Normalfall geltenden Harmlosigkeitsgrenze liegen. Der Unfall ist damit in �bereinstimmung mit der Vorinstanz h�chstens als mittelschweres Geschehnis im engeren Sinne zu werten. Dies wird von den Parteien denn auch grunds�tzlich nicht bestritten. Die Ad�quanz des Kausalzusammenhangs w�re daher zu bejahen, wenn ein einzelnes der in die Beurteilung einzubeziehenden Kriterien in besonders ausgepr�gter Weise erf�llt w�re oder mehrere der zu ber�cksichtigenden Kriterien gegeben w�ren.
6.2 Der Unfall vom 11. September 1999 hat sich unbestrittenermassen weder unter besonders dramatischen Begleitumst�nden zugetragen, noch war er von besonderer Eindr�cklichkeit. Es bestehen sodann auch keinerlei Anzeichen f�r eine �rztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen verschlimmert h�tte. Was das Kriterium der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzungen anbelangt, vermag die Diagnose eines Schleudertraumas der HWS dieses f�r sich allein nicht zu begr�nden. Es bedarf hiezu einer besonderen Schwere der f�r ein Schleudertrauma typischen Beschwerden (vgl. RKUV 2003 Nr. U 489 S. 357, U 193/01; Urteil U 317/06 vom 16. August 2007) oder besondere Umst�nde (wie etwa eine ung�nstige K�rperhaltung; vgl. RKUV 1998 Nr. U 297 S. 243, U 16/97). Solche sind hier nicht ausgewiesen, ist doch nicht bereits kurz nach dem Unfall eine H�ufung der f�r ein HWS-Schleudertrauma charakteristischen Symptome aufgetreten. Bei der ersten Arztkonsultation war lediglich eine eingeschr�nkte schmerzhafte Beweglichkeit mit Druckdolenz, jedoch ohne grob neurologische Ausf�lle zu verzeichnen. Nach einer deutlichen Besserung aufgrund der durchgef�hrten Therapien lag im Dezember 1999 laut Dr. med. M.________ noch ein m�ssig bis mittelschwer ausgepr�gtes oberes Zervikalsyndrom mit zervikocephalen Beschwerden und vegetativer Dysbalance vor. Ferner bestanden neuropsychologische Minderfunktionen. Die Versicherte klagte gegen�ber den Gutachtern des Begutachtungsinstituts Z.________ zwar �ber eine Reihe von Befindlichkeitsst�rungen, aufgrund welcher die Vorinstanz auf das Vorliegen einer akzentuierten Form des Schleudertraumas geschlossen hat. Eine auf objektiven Massst�ben beruhende Einsch�tzung, wonach die f�r ein Schleudertrauma typischen Beschwerden in besonders starker Auspr�gung vorhanden seien, ist in den medizinischen Akten jedoch nicht zu finden. Die �rztliche Behandlung bestand in der Verordnung eines Halskragens, ambulanter Physiotherapie und Chiropraktik sowie medikament�ser Schmerzbek�mpfung. �rztliche Konsultationen beim die Unfallfolgen behandelnden Dr. med. M.________ fanden zwischen dem 1. November 1999 bis 25. M�rz 2003 in rund dreimonatigen Abst�nden statt, wobei es vor allem um eine Verlaufskontrolle und die Verordnung weiterer Physiotherapie ging. In Anbetracht dessen, dass nach einem HWS-Schleudertrauma eine Behandlungsbed�rftigkeit von zwei bis drei Jahren durchaus �blich ist (RKUV 2005 Nr. U 549 S. 236, U 380/04) und die weiterf�hrende Physiotherapie laut Gutachter des Begutachtungsinstituts Z.________ lediglich zur Vermeidung erneuter Beschwerdeexazerbationen indiziert war, ist mit der Z�rich davon auszugehen, dass das Kriterium der ungew�hnlich langen Dauer der �rztlichen Behandlung zu bejahen ist, dieses jedoch nicht in besonders ausgepr�gter Weise erf�llt ist. Dasselbe gilt mit Bezug auf das Kriterium der Dauerschmerzen. Bereits im Dezember 1999 stellte der behandelnde Neurologe eine deutliche Besserung fest und das Zervikalsyndrom war lediglich noch von m�ssiger bis mittelschwerer Intensit�t. Im Bericht vom 26. April 2001 erw�hnt Dr. med. M.________ sodann nur noch ein m�ssig ausgepr�gtes Zervikalsyndrom mit in diesem Rahmen zervikocephalen Beschwerden sowie Ged�chtnis- und Konzentrationsdefizite bei l�ngerer Konzentration. Mit Bezug auf das Kriterium des schwierigen Heilungsverlaufs und der erheblichen Komplikationen, welches die Vorinstanz als erf�llt betrachtet, gilt es festzuhalten, dass es hiezu besonderer Gr�nde bedarf. Dieses kann nicht allein schon wegen der Dauer der Behandlung und der geklagten Beschwerden bejaht werden, da diese selbst spezifische Kriterien darstellen. Ebenso wenig kann es im Umstand begr�ndet liegen, dass die Therapie wegen unfallfremder Leiden unterbrochen werden musste, zumal keineswegs erstellt ist, dass dadurch der Verlauf negativ beeinflusst worden w�re. Vielmehr ergibt sich aus den �rztlichen Berichten, dass bereits kurze Zeit nach Aufnahme der therapeutischen Massnahmen eine nachhaltige Besserung verzeichnet werden konnte. Zum Kriterium von Grad und Dauer der Arbeitsunf�higkeit ist festzustellen (vgl. zur Kasuistik RKUV 2001 Nr. U 442 S. 544, U 56/00), dass die Arbeitsf�higkeit immer wieder wegen der Behandlung unfallfremder Leiden beeintr�chtigt war und die �rztlich bescheinigten Arbeitsunf�higkeiten nicht mit den effektiv geleisteten Wochenlektionen gem�ss Angaben des Arbeitgebers �bereinstimmen. Danach erteilte die Versicherte im Jahr 1998 durchschnittlich rund 13 Wochenlektionen und in den Jahren 1999 und 2000 zwischen 13 und 14 Lektionen. In den Monaten Januar bis April 2001 waren es ebenfalls rund 13 Lektionen und von August 2001 bis Januar 2002 14 Lektionen in der Woche. Anhaltspunkte daf�r, dass die Versicherte nach der bereits vor dem Unfall aus wirtschaftlichen Gr�nden seitens des Arbeitgebers vorgenommenen Reduktion des Arbeitspensums ohne den Unfall eine neue Vollzeitstelle angenommen h�tte, fehlen. Ab Februar 2002 hat sie nicht mehr gearbeitet, wobei das Arbeitsverh�ltnis Ende August 2003 zufolge Erreichens des Pensionsalters aufgel�st wurde. Gem�ss Gutachten des Begutachtungsinstituts Z.________ bestand im angestammten Beruf bis Ende 1999 eine volle Arbeitsunf�higkeit von 100 %, anschliessend eine solche von 50 % und ab November 2002 wiederum eine solche von 100 %. Mit Blick auf die ausge�bte Teilzeiterwerbst�tigkeit lag somit lediglich eine limitierte Arbeitsunf�higkeit vor. F�r gut adaptierte, frei einteilbare, leichte T�tigkeiten attestierten die �rzte des Begutachtungsinstituts Z.________ eine Restarbeitsf�higkeit von 30 %. Das Kriterium von Art und Dauer der Arbeitsunf�higkeit kann bei diesen Gegebenheiten - falls �berhaupt - nicht als in besonders ausgepr�gter Weise erf�llt betrachtet werden.
6.3 Da somit h�chstens zwei der zu ber�cksichtigenden Kriterien erf�llt sind, wovon keines in besonders ausgepr�gter Weise, ist die Ad�quanz des Kausalzusammenhangs zu verneinen.
Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde der Z�rich Versicherungs-Gesellschaft wird gutgeheissen und der Entscheid des Sozialversicherungsgerichts Basel-Stadt vom 17. August 2006 aufgehoben.