Source: https://gesetze-in-app.de/InsO/96
Timestamp: 2019-12-07 16:02:11
Document Index: 195258738

Matched Legal Cases: ['§ 96', 'BGH', '§ 96', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 96', 'BGH', 'BGH', '§ 96', '§ 96', 'BGH', '§ 96', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 96', 'BGH', 'BGH', '§ 96', 'BGH', 'BGH', '§ 96', 'BGH', 'BGH', '§ 2', 'BGH', '§ 96', '§ 108', 'BGH', 'BGH', '§96', 'BGH', '§ 96', 'BGH', 'BGH', '§ 96', '§ 21', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 55', 'BGH', '§ 96', '§ 55', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 96', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 96', 'BGH', '§ 96', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 96', 'BGH', 'BGH', '§ 96', 'BGH', 'BGH', '§ 96', '§ 131', 'BGH', 'BGH', '§ 96', 'BGH', 'BGH', '§ 96', 'BGH', 'BGH', '§ 96', 'BGH', 'BGH', '§ 96', 'BGH', 'BGH', '§ 96', 'BGH', 'BGH', '§96', 'BGH', 'BGH', '§ 96', 'BGH', 'BGH', '§ 96', '§ 110', 'BGH', 'BGH', '§ 96', 'BGH', 'BGH', '§ 96', '§ 140', 'BGH', 'BGH', '§ 96', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 96', 'BGH', 'BGH', '§ 96', 'BGH', 'BGH', '§ 96', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 96', 'BGH', 'BGH', '§ 96', 'BGH', 'BGH', '§ 96', 'BGH', 'BGH', '§ 96', 'BGH', 'BGH', '§ 96', '§ 55', '§ 96', '§ 208', '§ 55', 'BGH', 'BGH', '§ 55', '§ 55', 'BGH', '§ 96', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 96', '§ 94', '§ 95', 'BGH', 'BGH', '§ 94', 'BGH', '§ 96', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 96', 'BGH', 'BGH', '§ 96', 'BGH', 'BGH', '§ 96', 'BGH', '§ 29', 'BGH', 'BGH', '§ 96', 'BGH', '§ 131', 'BGH', '§ 96', 'BGH', '§ 119', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 129', '§ 96', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

§ 96 InsO: Unzulässigkeit der Aufrechnung
1.wenn ein Insolvenzgläubiger erst nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens etwas zur Insolvenzmasse schuldig geworden ist,
2.wenn ein Insolvenzgläubiger seine Forderung erst nach der Eröffnung des Verfahrens von einem anderen Gläubiger erworben hat,
3.wenn ein Insolvenzgläubiger die Möglichkeit der Aufrechnung durch eine anfechtbare Rechtshandlung erlangt hat,
4.wenn ein Gläubiger, dessen Forderung aus dem freien Vermögen des Schuldners zu erfüllen ist, etwas zur Insolvenzmasse schuldet.
BGH, URTEIL vom 4.2.2016, Az. IX ZR 132/15 Entscheidend ist danach, ob die Bedingung dazu führt, dass aus Gründen der Insolvenz 'künstlich' eine Aufrechnungsmöglichkeit geschaffen wird, die § 96 Abs. 1 InsO verhindern will, oder ob dies nicht der Fall ist (BGH, Urteil vom 29. Juni 2004 - IX ZR 147/03, BGHZ 160, 1, 7).
BGH, URTEIL vom 4.8.2015, Az. IX ZR 55/15 Da durch die Regelung des § 96 Abs. 1 Nr. 3 InsO die Rückgewähr der anfechtbar erworbenen Aufrechnungslage schon von Gesetzes wegen erreicht ist, findet daneben eine Anfechtung nicht statt (BGH, Urteil vom 12. Juli 2007 - IX ZR 120/04, WM 2007, 1585 Rn. 8).
BGH, URTEIL vom 4.8.2015, Az. IX ZR 55/15 Eine andere Sichtweise (vgl. OLG Braunschweig, ZIP 2012, 1872, 1874; ebenso wohl nunmehr MünchKomm-lnsO/Brandes/Loh-mann, 3. Aufl., § 96 Rn. 37) verfehlte den Zweck der Neuregelung des § 96 Abs. 1 Nr. 3 InsO, die Masse gegenüber dem Recht der Konkursordnung zu stärken.
BGH, URTEIL vom 4.8.2015, Az. IX ZR 55/15 Diese Rechtsfolge hat der Gesetzgeber nunmehr mit Hilfe von § 96 Abs. 1 Nr. 3 InsO ausdrücklich eingerichtet (BGH, Urteil vom 28. September 2006 -IXZR 136/05, BGHZ 169, 158 Rn. 22).
BGH, URTEIL vom 4.5.2013, Az. IX ZR 259/12 Liegen die Voraussetzungen der Anfechtung von Verrechnungen im Kontokorrentverhältnis vor, kann auch die Verrechnung von Gutschriften mit dem Aufwendungsersatzanspruch der Bank aus solchen Belastungsbuchungen, die im Anfechtungszeitraum vorgenommen worden sind, gemäß § 96 Abs. 1 Nr. 3 InsO unwirksam sein (BGH, Urteil vom 26. April 2012 -IXZR 67/09, WM 2012, 1200 Rn. 11 mwN).
BGH, URTEIL vom 4.1.2013, Az. IX ZR 94/12 Das Berufungsgericht hat die Unzulässigkeit der Aufrechnung nach § 96 Abs.1 Nr. 3 InsO zu Unrecht mit der Begründung ausgeschlossen, die Werklohnforderung (vgl. hierzu BGH, Urteil vom 19. Juni 1984 -X ZR 93/83, NJW 1984, 2406 f; vom 26. März 2008 - X ZR 70/06, NJW-RR 2008, 1155 Rn. 13) der Schuldnerin sei bereits vor dem Eröffnungsantrag entstanden und werthaltig gewesen.
BGH, URTEIL vom 4.1.2013, Az. IX ZR 94/12 -7- 12	bb) Für die Anfechtbarkeit der Aufrechnungslage nach § 96 Abs.1 Nr. 3 InsO kommt es deshalb darauf an, wann die Forderung des Schuldners durch Erbringung seiner Leistung werthaltig geworden ist (BGH, Urteil vom 11. Februar 2010 - IX ZR 104/07, ZIP 2010, 682 Rn. 13; vom 30. Juni 2011, aaO Rn. 11; Gero Fischer, ZIP 2004, 1679, 1683; vgl. auch BGH, Urteil vom 4. Oktober 2001 - IX ZR 207/00, ZIP 2001, 2055, 2056 zu § 2 Abs.4 GesO).
BGH, URTEIL vom 4.3.2012, Az. IX ZR 149/11 Der Verwalter kann sich unmittelbar auf die Unwirksamkeit der Aufrechnung nach § 96 Abs. 1 Nr. 3 InsO berufen (BT-Drucks. 12/2443, S. 141 zu § 108 RegE InsO; BGH, Urteil vom 29. Juni 2004 -IXZR 195/03, BGHZ 159, 388, 393; vom 28. September 2006, aaO Rn. 11; Uhlenbruck/Sinz, aaO §96 Rn. 46; Huber, ZlnsO 2009, 566, 570).
BGH, URTEIL vom 4.3.2012, Az. IX ZR 67/09 -7- gemäß § 96 Abs. 1 Nr. 3 InsO berufen und den Anspruch aus der Gutschrift uneingeschränkt geltend machen (vgl. BGH, Urteil vom 17. Juli 2008 - IX ZR 148/07, ZlnsO 2008, 913 Rn. 8 f; Bork in Festschrift Gero Fischer, 2008, S. 37, 38).
BGH, URTEIL vom 4.2.2012, Az. IX ZR 249/09 -13- 24	a) Der Senat hat bereits entschieden, dass § 96 Abs. 1 Nr. 1 InsO auf eine im Eröffnungsverfahren begründete Aufrechnungslage auch dann keine Anwendung findet, wenn das Insolvenzgericht einen vorläufigen Insolvenzverwalter bestimmt und Sicherungsmaßnahmen nach § 21 Abs. 2 InsO getroffen hat (BGH, Urteil vom 29. Juni 2004 - IX ZR 195/03, BGHZ 159, 388, 390 ff; vgl. auch BGH, Beschluss vom 4. Juni 1998 - IX ZR 165/97, ZIP 1998, 1319 zu § 55 Nr. 1 KO).
BGH, URTEIL vom 4.9.2011, Az. IX ZR 10/11 Dementsprechend sei bei gesetzlicher Fortführung bestimmter Dauerschuldverhältnisse durch den Insolvenzverwalter § 96 Abs. 1 Nr. 1 InsO (ebenso früher § 55 Abs. 1 Nr. 1 KO) anzuwenden (BGH, Urteil vom 9. Februar 1983 -VIIIZR 305/81, BGHZ 86, 382, 385 f; vom 2. Juni 2005 -IXZR 263/03, NZI 2005, 553 unter II.
BGH, URTEIL vom 4.5.2011, Az. IX ZR 155/08 11	bb)	Der	Senat hat nach Erlass des Berufungsurteils in einem einen Fak- turierungs- und Inkassovertrag betreffenden Fall entschieden, dass es für die Beurteilung der Anfechtbarkeit des Erwerbs der Aufrechnungslage nach § 96 Abs. 1 Nr. 3 InsO darauf ankommt, wann die Forderung des Schuldners durch Inanspruchnahme von dessen Leistungen werthaltig geworden ist (BGH, Urteil vom 11. Februar 2010, aaO).
BGH, Beschluss vom 2.11.2009, Az. IV ZR 126/09 c)	Der Verbraucher kann nach alledem nur das zurückverlangen, was er aus eigenem (nicht kreditiertem) Vermögen erbracht hat; alles andere unterfällt der gesetzlichen Verrechnung (vgl. BGH, Urteile vom 10. März 2009 -XI ZR 33/08-BGHZ 180, 123 = ZIP 2009, 952 Tz. 26; vom 11. Oktober 1995 -VIII ZR 325/94-BGHZ 131, 66, 72 f.) Probleme mit § 96 Abs 1 Nr 1 InsO können sich schon deshalb nicht stellen.
BGH, URTEIL vom 4.11.2009, Az. IX ZR 1/09 Eine nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens erklärte Aufrechnung mit Gegenforderungen anderer Konzerngesellschaften aufgrund einer Konzernverrechnungsklausel ist deshalb entsprechend § 96 Abs. 1 Nr. 2 InsO unzulässig (BGHZ 160, 107, 110; BGH, Urt. v. 13. Juli 2006 -IXZR 152/04, ZIP 2006, 1740, 1741).
BGH, URTEIL vom 4.9.2009, Az. IX ZR 147/06 12	In § 96 Abs. 1 Nr. 3 InsO kommt die Wertung zu dem Ausdruck, dass das Vertrauen des Gläubigers auf den Bestand einer durch eine anfechtbare Rechtshandlung geschaffenen Aufrechnungslage nicht schutzwürdig ist (BT-Drucks. 12/2443, S. 141; BGH, Urt. v. 11. Dezember 2008 aaO).
BGH, URTEIL vom 4.5.2009, Az. IX ZR 157/08 -6- Beklagten gegenübergestanden hätten, wäre eine wirksame Aufrechnung wegen § 96 Abs. 1 Nr. 3 InsO nicht in Betracht gekommen (vgl. BGH, Urt. v. 11. Dezember 2008, aaO S. 179 Rn. 8 ff).
BGH, BESCHLUSS vom 4.4.2009, Az. IX ZR 22/08 4	2. Ob eine Sicherung oder Befriedigung kongruent oder inkongruent ist, macht der Senat auch bei der Prüfung der Voraussetzungen des § 96 Abs. 1 Nr. 3 InsO entsprechend der gesetzlichen Regelung in § 131 Abs. 1 InsO davon abhängig, ob der Insolvenzgläubiger einen Anspruch auf die Erlangung der Aufrechnungsmöglichkeit hatte (BGHZ 147, 233, 240).
BGH, URTEIL vom 4.3.2009, Az. IX ZR 198/07 -6- gen § 96 Abs. 1 Nr. 3 InsO nicht in Betracht gekommen (vgl. BGH, Urt. v. 11. Dezember 2008, aaO S. 179 Rn. 8 ff).
BGH, URTEIL vom 4.3.2009, Az. IX ZR 197/07 Auch wenn es diese Vorschrift nicht gäbe und sich bereits vor Insolvenzeröffnung ein Bereicherungsanspruch der Schuldnerin und der Schadensersatzanspruch der Beklagten gegenübergestanden hätten, wäre eine wirksame Aufrechnung gemäß § 96 Abs. 1 Nr. 3 InsO nicht in Betracht gekommen (vgl. BGH, Urt. v. 11. Dezember 2008, aaO S. 179 Rn. 8 ff).
BGH, URTEIL vom 4.3.2009, Az. IX ZR 221/07 Auch wenn es diese Vorschrift nicht gäbe und sich bereits vor Insolvenzeröffnung ein Bereicherungsanspruch der Schuldnerin und der Schadensersatzanspruch der Beklagten gegenübergestanden hätten, wäre eine wirksame Aufrechnung wegen § 96 Abs. 1 Nr. 3 InsO nicht in Betracht gekommen (vgl. BGH, Urt. v. 11. Dezember 2008, aaO S. 179 Rn. 8 ff).
BGH, URTEIL vom 4.3.2009, Az. IX ZR 196/07 -6- gen § 96 Abs. 1 Nr. 3 InsO nicht in Betracht gekommen (vgl. BGH, Urt. v. 11. Dezember 2008, aaO S. 179 Rn. 8 ff).
BGH, URTEIL vom 4.1.2009, Az. IX ZR 78/07 Liegen die Voraussetzungen des § 96 Abs. 1 Nr. 3 InsO vor, kann sich der Verwalter unmittelbar auf die Unwirksamkeit der Verrechnung berufen (BGH, Urt. v. 17. Juli 2008 - IX ZR 148/07, WM 2008, 1606, 1607 Rn. 8 m.w.N.).
BGH, URTEIL vom 4.11.2008, Az. IX ZR 195/07 Der Verwalter kann sich unmittelbar auf die Unwirksamkeit der Aufrechnung nach §96 Abs. 1 Nr. 3 InsO berufen (BT-Drucks. 12/2443, aaO; BGHZ 159, 388, 393; 169, 158, 161 Rn. 11).
BGH, URTEIL vom 4.11.2008, Az. IX ZR 195/07 Der Kläger hätte den Bereicherungsanspruch nach § 96 Abs. 1 Nr. 3 InsO unabhängig von der Gegenforderung des Beklagten durchsetzen können; eine etwa schon vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens erfolgte Aufrechnungserklärung wäre mit Eröffnung insolvenzrechtlich unwirksam geworden (vgl. BGH, Urt. v. 12. Juli 2007 - IX ZR 120/04, ZIP 2007, 1467, 1468 Rn. 11).
BGH, BESCHLUSS vom 4.4.2008, Az. IX ZB 51/07 Eine Erweiterung der Aufrechnungsmöglichkeit - die sonst durch § 96 Abs. 1 Nr. 1 InsO ausgeschlossen wäre - enthält auch die Vorschrift des § 110 Abs.3 Satz 1 InsO (BGH, Urt. v. 21. Dezember 2006 - IX ZR 7/06, NZI 2007, 164, 165).
BGH, BESCHLUSS vom 4.1.2008, Az. IX ZR 124/07 net werden kann (§ 96 Abs.1 Nr. 1 InsO; vgl. BGH, Urt. v. 18. Dezember 2003 - IX ZR 9/03, NZI 2004, 248, 249 m.w.N.).
BGH, URTEIL vom 4.10.2007, Az. IX ZR 212/06 Der maßgebliche Zeitpunkt der anfechtbaren Rechtshandlung ist auch im Anwendungsbereich des § 96 Abs. 1 Nr. 3 InsO nach § 140 InsO zu bestimmen (vgl. BGH, Urt. v. 14. Juni 2007, aaO S. 1508).
BGH, URTEIL vom 4.6.2007, Az. IX ZR 120/04 Liegen die Voraussetzungen des § 96 Abs. 1 Nr. 3 InsO vor, ist die Erklärung mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens unzulässig, das heißt insolvenzrechtlich unwirksam (BGH, Urt. v. 9. Oktober 2003 - IX ZR 28/03, ZIP 2003, 2370, 2371; v. 22. Juli 2004 - IX ZR 270/03, ZIP 2004, 1912, 1913; v. 28. September 2006 - IX ZR 136/05, ZIP 2006, 2178, 2179, z.V.b. in BGHZ 169, 158).
BGH, URTEIL vom 4.6.2007, Az. IX ZR 120/04 12	c) Da § 96 Abs. 1 Nr. 3 InsO eine anfechtbar herbeigeführte Aufrechnung (oder Verrechnung) insolvenzrechtlich für unwirksam erklärt, besteht die Forderung, die durch die Aufrechnung erloschen ist, für die Zwecke des Insolvenzverfahrens fort (BGH, Urt. v. 9. Februar 2006 - IX ZR 121/03, ZIP 2006, 818, 820; v. 28. September 2006 aaO S. 2180).
BGH, BESCHLUSS vom 4.2.2007, Az. IX ZB 204/05 Insbesondere gilt die Vorschrift des § 96 Abs. 1 Nr. 1 InsO nicht (BGHZ 163, 391, 398).
BGH, URTEIL vom 4.8.2006, Az. IX ZR 136/05 16	a) Die Anwendung des § 96 Abs. 1 Nr. 3 InsO hat zur Folge, dass der Insolvenzverwalter sich unmittelbar auf die insolvenzrechtliche Unwirksamkeit der Aufrechnung berufen kann (BGHZ 159, 388, 393; BGH, Urt. v. 11. November 2004 - IX ZR 237/03, NZI 2005, 164, 165).
BGH, URTEIL vom 4.8.2006, Az. IX ZR 136/05 17	b) Da § 96 Abs. 1 Nr. 3 InsO eine anfechtbar herbeigeführte Aufrechnung für insolvenzrechtlich unwirksam erklärt, besteht die Forderung, die andernfalls durch Aufrechnung erloschen wäre, für die Dauer und die Zwecke des Insolvenzverfahrens fort (BGH, Urt. v. 9. Februar 2006 - IX ZR 121/03, NZI 2006, 345, 347).
BGH, URTEIL vom 4.8.2006, Az. IX ZR 136/05 Indessen ist im Rahmen des § 96 Abs. 1 Nr. 3 InsO die Anfechtbarkeit inzident voll durchzuprüfen (G. Fischer ZIP 2004, 1679, 1682), und diese Prüfung ist oft mit schwierigen rechtlichen und tatsächlichen Fragen verbunden (vgl. BGH, Beschl. v. 23. März 2006 - IX ZB 130/05, NZI 2006, 341).
BGH, URTEIL vom 4.8.2006, Az. IX ZR 136/05 Hält der Insolvenzverwalter eine Aufrechnung nach § 96 Abs. 1 Nr. 3 InsO für unzulässig, weil der Insolvenzgläubiger die Möglichkeit der Aufrechnung durch eine anfechtbare Rechtshandlung erlangt hat, ist die Frage der Anfechtbarkeit nicht rechtswegbestimmend (BGH, Beschl. v. 2. Juni 2005 - IX ZB 235/04 aaO; Urt. v. 21. September 2006 - IX ZR 89/05).
BGH, BESCHLUSS vom 4.5.2006, Az. IX ZR 168/04 2	Unter welchen Voraussetzungen eine Aufrechnung inkongruent ist, ist in der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zu § 96 Abs. 1 Nr. 3 InsO bereits geklärt (BGHZ 159, 388, 393; BGH, Urt. v. 9. Oktober 2003 - IX ZR 28/03, WM 2003, 2458, 2459; v. 9. Februar 2006 - IX ZR 121/03, WM 2006, 816, 817 f).
FG Köln, Urteil vom 3.0.2006, Az. 11 K 2199/05 Ebenso wie bei der dem § 96 Abs. 1 Nr. 1 InsO vergleichbaren Vorschrift des § 55 Nr. 1 KO wird aber überwiegend eine sinngemäße Anwendung auf die Situation nach Anzeige der Masseunzulänglichkeit befürwortet (Pape/Uhlenbruck, Insolvenzordnung, 2002, Rn. 637 f.; Kroth in Braun, Insolvenzordnung, 2. Auflage, § 96 Rdn. 9; Uhlenbruck in Uhlenbruck, Insolvenzordnung, 12. Auflage, § 208 Rn. 22; vgl. zu § 55 Nr. 1 KO: BFH-Urteil vom 01.08.2000 VII R 31/99, BFHE 193, 1, BStBl II 2002, 323; BGH-Urteil vom 18.05.1995 IX ZR 189/94, BGHZ 130, 38, NJW 1995, 2783; Kilger/Karsten Schmidt, Insolvenzgesetze, 17. Auflage, § 55 KO An. 2 b) mit weiteren Nachweisen aus der Rechtsprechung; Kuhn/Uhlenbruck, Konkursordnung, 10. Auflage, § 55 Rn. 7 g; s.a.
BGH, URTEIL vom 4.6.2005, Az. IX ZR 115/04 Diese enthält zudem mit § 96 Abs. 1 Nr. 3 InsO eine Sonderregelung für anfechtbar begründete Aufrechnungslagen, die den Rückgriff auf in anderen Gesetzen enthaltene Regelungen ausschließt (BGH, Urt. v. 29. Juni 2004 -IXZR 195/03, WM 2004, 1693, 1694, z.V.b. in BGHZ).
BGH, URTEIL vom 4.6.2005, Az. IX ZR 142/02 Diese Bestimmungen regeln die Aufrechnung durch den Insolvenzgläubiger in der Weise, daß ihm ein zur Zeit der Verfahrenseröffnung - anfechtungsrechtlich unbedenklich (§ 96 Abs. 1 Nr. 3 InsO) -begründetes Aufrechnungsrecht ebenso erhalten bleibt (§ 94 InsO) wie Aufrechnungslagen aus der Zeit nach Verfahrenseröffnung, auf deren Eintritt der Insolvenzgläubiger aber ausnahmsweise vertrauen darf (§ 95 InsO; vgl. BGH, Urt. v. 29. Juni 2004 - IX ZR 147/03, WM 2004, 1691, 1692, zur Veröffentlichung in BGHZ vorgesehen; MünchKomm-lnsO/Brandes, § 94 Rn. 1).
BGH, BESCHLUSS vom 4.5.2005, Az. IX ZB 235/04 Ist die Aufrechnung - wie der Kläger meint - nach § 96 Abs. 1 Nr. 3 InsO unzulässig, so bedarf es einer Geltendmachung der Insolvenzanfechtung nicht: Ist die Aufrechnung schon vor der Eröffnung des Insolvenzverfahrens erklärt worden, wird diese Erklärung mit der Eröffnung rückwirkend unwirksam; eine Aufrechnungserklärung oder Verrechnung nach der Verfahrenseröffnung hat von vornherein keine Wirkung (vgl. BT-Drucks. 12/2443 S. 141; BGH, Urt. v. 29. Juni 2004 - IX ZR 195/03, NZI 2004, 580, 582, z.V.b. in BGHZ 159, 388).
BGH, URTEIL vom 4.1.2005, Az. IX ZR 211/02 c)	Da in Fällen der Aufrechnung nach der Sonderregelung des § 96 Abs. 1 Nr. 3 InsO nicht auf die Wirkung der Erklärung, sondern die Begründung der Aufrechnungslage abzustellen ist (vgl. BGH, Urt. v. 29. Juni 2004 - IX ZR 195/03, WM 2004, 1693, 1694 ff, z.V.b.
BGH, URTEIL vom 4.10.2004, Az. IX ZR 237/03 Dann muß der Verwalter keine Anfechtungsklage erheben, sondern kann sich unmittelbar auf die Unwirksamkeit der Aufrechnung gemäß § 96 Abs. 1 Nr. 3 InsO berufen (vgl. BGH, Urt. v. 29. Juni 2004 - IX ZR 195/03, aaO S. 1559).
BGH, URTEIL vom 4.6.2004, Az. IX ZR 270/03 Das Berufungsgericht ist zutreffend davon ausgegangen, daß der Kläger nicht gehindert ist, lediglich die Unzulässigkeit der Aufrechnung gemäß § 96 Abs. 1 Nr. 3 InsO geltend zu machen, ohne zugleich die Anfechtung des Kaufvertrages zu erklären (BGH, Urt. v. 9. Oktober 2003 - IX ZR 28/03, ZIP 2003, 2370, 2371 f; zur Anfechtung der Herstellung einer Aufrechnungslage nach §§ 29 ff KO vgl. BGHZ 147, 233, 236 ff), was den Kaufpreisanspruch hätte entfallen lassen.
BGH, URTEIL vom 2.5.2004, Az. IX ZR 195/03 Es gibt keinen Grund, dies bei Prüfung des § 96 Abs. 1 Nr. 3 InsO anders zu beurteilen (vgl. BGH, Urt. v. 9. Oktober 2003 - IX ZR 28/03, WM 2003, 2458, 2459); denn § 131 InsO bezeichnet jede Rechtshandlung, die dem
BGH, URTEIL vom 2.5.2004, Az. IX ZR 147/03 In einem solchen Fall kann keine Rede davon sein, daß aus Gründen der Insolvenz 'künstlich' eine Aufrechnungsmöglichkeit geschaffen wird, die § 96 Abs. 1 InsO verhindern will (vgl. BGH, Urt. v. 6. November 1989 aaO S. 55).
LG Köln, Urteil vom 2.0.2002, Az. 3 O 325/01 Nach der vom Bundesgerichtshof zur früheren Rechtslage in ständiger Rechtsprechung vertretenen und vom Gesetzgeber der Insolvenzordnung nicht in Frage gestellten sogenannten schuldrechtlichen Theorie tritt bei (nicht im Sinne der §§ 119 ff., 142 Abs. 1 BGB, sondern insolvenzrechtlich) anfechtbaren Rechtshandlungen nämlich keine rückwirkende Nichtigkeit ein, vielmehr entsteht hier erst mit der Insolvenzeröffnung ein schuldrechtlicher Rückgewähranspruch des Insolvenzverwalters (BGHZ 15, 333 [337]; BGHZ 71, 61 [63]; BGHZ 100, 36 [42]; BGHZ 101, 286 [288]; vgl. Nerlich, in: Nerlich/Römermann, Insolvenzordnung, § 129 Rn. 9 m.w.N.), dem gegenüber eine Aufrechnung gemäß § 96 Abs. 1 Nr. 1 InsO ausgeschlossen ist (vgl. BGHZ 15, 333 [337]; BGH, ZIP 1982, 76 [78]; ZIP 1986, 720 [723 f.]; BGH, WM 1991, 112 [115]).