Source: https://blog.burkes.de/2014/01/
Timestamp: 2019-06-19 10:58:49
Document Index: 371063679

Matched Legal Cases: ['§ 300', '§ 4', '§ 4', '§ 6', '§ 1', '§ 3', '§ 10', '§ 3', '§ 13', '§ 3', '§ 4', '§ 6', '§ 1', '§ 3', '§ 10', '§ 3', '§ 13', '§ 3', '§ 4', '§ 1', '§ 3', '§ 10', '§ 13', '§ 4', '§ 6', '§ 1', '§ 3', '§ 10', '§ 13', '§ 6', '§ 4', '§ 6', '§ 255', '§ 1', '§ 255', '§ 1', '§ 11', '§ 15', '§ 255', '§ 17', '§ 255', '§ 17', '§ 255']

Recht und Steuern in der Ausbildung: Januar 2014
Insolvenzrecht: Restschuldbefreiung schon nach 3/5 Jahren?
Änderung beim Verbraucherinsolvenzrecht: Ab 1.7.2014 gilt bei einer Verbraucherinsolvenz die Verkürzung der Insolvenzzeit von 6 auf 3 Jahre.
Die Restschuldbefreiung in drei Jahren erhält nur, wer in diesen drei Jahren 35% der zur Insolvenztabelle festgestellten Schulden sowie die Gerichtskosten aufbringen kann. In fünf Jahre erhält er sie (gem. § 300 Abs. 1 Ziff. 3 InsO), wenn es dem Schuldner innerhalb dieses Zeitraums zumindest gelingt, die gesamten Verfahrenskosten (im Regelfall ca. ca. 1.500 - 3.000 EUR) abzutragen.
Aus Vorlesungen weiß ich, dass viele Leute die Verkürzung von ursprünglich 7 Jahren auf 6 Jahre gar nicht mitbekommen haben. Kein Wunder bei dem Gesetzesänderungsstakkato der letzten fünfzehn Jahre.
Im Überblick: Die wichtigsten steuerlichen Änderungen 2014 - Gesetzgebung & Politik - Steuern - haufe.de
Schnellreferenz: Buchungssätze für Steuerfachangestellte, Kapitel Privat
Eine Zusammenstellung von Buchungssätzen für die Ausbildung zum Steuerfachangestellten im Fach Rechnungswesen. Mit angefügt sind die Paragraphen, die im jeweiligen Fall zur Anwendung kamen. Bei bloßen Umbuchungen, Vermögensverschiebungen, gewöhnlichen Aufwendungen ohne USt und VSt ist keine §§-Angabe notwendig.
1.) Privatentnahme von Geld
1600 Kasse / 1800 Bank etc.
§ 4 (1) iVm 6 (1) Nr. 4 EStG
2.) Privateinlage von Geld
1600 Kasse / 1800 Bank
2180 Privateinlage
3.) Zahlungen an Dritte für private Zwecke
Wie Privatentnahme Nr. 1.)
4.) Privatentnahme von Gegenständen
§ 4 (1), § 6 (1) Nr. 4 EStG, § 1 (1) Nr. 1, § 3 (1b) S 1 Nr.1, § 10 (4) Nr. 1, (§ 3 f), § 13 (1) Nr. 1a UStG
BMG = Wiederbeschaffungskosten, auch „Teilwert“ (= Nettobezugskosten u. Nettoanschaffungsnebenkosten)
5.) Privatentnahme durch Schenkung in das Ausland (z.B. Schenkung an Tochter in Wien)
Merke: Leistungsort = Inland, § 3f UStG (das ist natürlich nur fingiert)
4620 Entn. UN
§ 4 (1), § 6 (1) Nr. 4 EStG, § 1 (1) Nr. 1, § 3 (1b) S1 Nr.1, § 10 (4) Nr.1, § 3f, § 13 (1) Nr. 1a UStG
Anmerkung: § 3f UstG sorgt dafür, dass bei Privatentnahmen das Inland als Ort der Leistung definiert wird.
6.) Leistungsentnahme: UN lässt Mitarbeiter für private Zwecke arbeiten
4660 unent. Lstg.
Merke: BMG = tatsächliche Lohnkosten, nicht das, was wir einem Dritten berechnet hätten.
Merke: Kleinmaterial mit auf 4660, ansonsten Materialentnahmen als normale Privat-
entnahme von Gegenständen gesondert buchen.
§ 4 (1) EstG, § 1 (1) Nr. 1, § 3 (9a) S1 Nr. 2, § 10 (4) Nr. 3, § 13 (1) Nr. 1a UStG
7.) Private Mitbenutzung von Betriebsgegenständen
Kfz: Privatanteil wurde entweder gemessen (Fahrtenbuch) oder mit 1 % Regelung ermittelt. Im ersten Fall liegt schon eine Aufsplittung in VSt-belasteten und VSt-freien Teil vor. Bei 1 % Regelung muss man die Aufsplittung noch ausrechnen, und zwar pauschal 4/5 zu 1/5.
Zwei getrennte Buchungen für VST-belasteten und VSt-freien Teil! Bei DATEV-Buchung nicht zusammenfassen!
4640 Verw. Gegenst. m. USt
4639 Verw. Gegenst. o. USt
§ 4 (1), § 6 (1) Nr. 4 S 3 EStG, § 1 (1), Nr. 1, § 3 (9a) S 1 Nr. 1, § 10 (4) Nr. 2, § 13 (1) S 2 Nr. 1a UStG
8.) Privateinlage von Gegenständen. Fallgruppe: Grundstücke
Merke: 3 Jahresregel; § 6 (1) Nr. 5 EStG
Anschaffung von mehr als 3 Jahre: Teilwert, immer
Anschaffung < 3 Jahre: Teilwert; höchstens AK (das niedrigere von beiden)
0215 Grundst.
§ 4 (1), § 6 (1) Nr. 5 EStG
Keine USt oder VSt bei Privateinlagen
9. Privateinlage von abschreibungsfähigen Gegenständen
Merke: 3 Jahresregel
Anschaffung von mehr als 3 Jahre: Teilwert
Anschaffung < 3 Jahre: Teilwert; höchstens fortgeführte AK
Fortgeführte AK = AK ./. fiktive lineare AfA
…. Anlagenkonto, z.B. Fuhrpark
2180 Privateinl.
Hinweis: Eventuell Besonderheiten bei der BMG für die künftige AfA, die nicht immer identisch mit dem Einlagenwert sein muss.
Schnellreferenz: Buchungssätze für Steuerfachangestellte, 2011,Kapitel "Kauf von Anlagevermögen"
II) Kauf von Anlagevermögen
Merke: Keine Unterkonten wie beim Umlaufvermögen (BZK, Nachlässe)
Anschaffungsnebenkosten und nachträgliche Minderungen (z.B. Skonto) kommen direkt auf das Anlagekonto!
1.) Kauf einer Maschine
2.) Zielkauf einer Maschine + Verpackung + Fracht + Transportversicherung + USt
0440 Masch. (alle Nebenk. incl.)
Alle ANK auf Maschinen, „nicht Bezugskosten Kto nehmen“
3.) Barzahlung von Rollgeld zur Maschinen-Anlieferung
4.) ER für Montage der Maschine
5.) ER für Betonfundament für diese Maschine
6.) Zielkauf einer Maschine von einem französischen Unternehmer ( franz. USt IdNr.)
1402 VSt igE
3802 USt igE
§ 255 (1) HGB, §§ 1 (1) Nr. 5, 1a, 3d, 10 (1), 13 (1) Nr. 6, 15 (1) Nr. 2 UStG
7.) Zielkauf einer Maschine von einem schweizer Unternehmer,
ER: 100.000,00 €. Der Zoll (10 %) und die EUSt werden per Scheck bezahlt.
b.) Einfuhrabgaben:
BMG für Zoll: Nettopreis 10 % v. 100.000,00 € = 10.000,00 €
BMG für EUSt: (Preis + Zoll) = 110.000,00 €
Ust: 19 % von 110.000 = 20.900,00 €
1433 bez. EUSt
§ 255 (1) HGB, § 1 (1) Nr. 4, § 11, § 15 (1) Nr. 2 UStG
8.) Nachträgliche Gutschrift wg. Mängelrüge von einem inländ. Maschinenlieferanten
§ 255 (1) HGB, § 17 (1) S 2 UStG
9.) Überweisung einer im Inland gekauften Maschinenrechnung abzüglich Skonto
10.) Überweisung einer in Frankreich gekauften Maschindenrechnung (igE) abzüglich Skonto.
§ 255 (1) HGB, § 17 (1) S1 2 iVm S 5 UStG
11.) ER PKW – Zielkauf
12.) Mängelgutschrift vom PKW – Lieferanten
13.) Überweisung der PKW – Rechnung abzügl. Skonto
14.) Barzahlung von Zulassungskosten für den gekauften PKW (100,00 € - USt- frei)
15.) Kauf einer Maschine (100.000,00 € + USt), die zu 20 % für Ausschlussumsätze verwendet wird, auf Ziel.
16.) Zielkauf eines unbebauten Grundstücks
0215 unbeb. Grd.
§ 255 (HGB)
17.) Überweisung der Grunderwerbsteuer
18.) Eingangsrechnung des Notars für die Beurkundung obigen Kaufs
19.) Banklastschrift für Grundbucheintragung (500,00 €)
20.) Überweisung für Erschließungskosten
III. Spezial: Grundstückkauf mit Aufteilung
1.) Kauf eines bebauten Grundstücks
20 % Grundstücksanteil
0235 beb. Grd.
0240 Gebäude
2.) Grundbuchkosten für den Kauf des bebauten Grundstücks
3.) ER Notarkosten für den Kauf des bebauten Grundstücks
4.) Grunderwerbst. an diesem Kauf
5.) Grundbuchkosten für Eintragung einer Hypothek ( für Kauffinanzierung)
6855 Geldverk. NK
6.) Kauf eines unbeb. Grundstücks das zu 20 % für Ausschlussumsätze verwendet wird.
7.) ER der Notarkosten hierzu
8.) Kauf eines bebauten Grundstücks für 100.000,00 € (Bodenanteil 20 %), das zu 30 % für Ausschlussumsätze verwendet wird.
9.) Notarkosten hierzu: 10.000,00 € + USt
NR: abziehbare VSt 70 % von 1.900,00 € = 1.330,00 €
Labels: Allgemein, Buchführung, Steuern