Source: http://www.aelrd-bayern.de/index.php?option=com_content&view=category&id=80&Itemid=321
Timestamp: 2020-02-29 07:25:21
Document Index: 126320233

Matched Legal Cases: ['Art. 10', '§ 4', '§ 4', 'Art. 12', '§ 4', 'Art. 10']

Rettungsdienstausschuss (RDA)
Aufgabe und Mitgliedschaft im RDA sind in Art. 10 BayRDG gesetzlich geregelt. Danach wird der RDA bei der obersten Rettungsdienstbehörde gebildet und hat die Aufgabe, fachliche Empfehlungen und ein landesweit einheitliches Vorgehen im Rettungsdienst zu erarbeiten. Mitglieder des RDA sind (Anzahl der Vertreter in Klammern):
oberste Rettungsdienstbehörde (1),
Ärztlicher Landesbeauftragter Rettungsdienst (1),
Ärztliche Bezirksbeauftragte Rettungsdienst (8)
der Sozialversicherungsträger (2),
der Zweckverbände für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (1),
der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (1),
der Durchführenden des Rettungsdienstes (5),
der Betreiber der Integrierten Leitstellen (2) und
der Bayerischen Krankenhausgesellschaft (1)
Zum Vorsitzenden des RDA hat das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr (StMI), Herrn Dr. Stephan Nickl, Ärztlicher Bezirksbeauftragter Niederbayern, bestellt.
Fragen, Wünsche, Anregungen und Kritik zur Arbeit des RDA sind jederzeit willkommen. Bitte richten Sie diese innerhalb ihrer Organisation über Ihre Vorgesetzen an die jeweiligen Vertreter im RDA.
Die Arbeitsgruppen des Rettungsdienstausschuss Bayern (RDA) sind wie folgt gegliedert:
Jede Arbeitsgruppe wird von einem Ärztlichen Bezirksbeauftragten geleitet. Außerdem wirken in den Arbeitsgruppen weitere ÄLRD und Angehörige der im RDA vertretenen Organisationen und Institutionen mit. Sollten Sie Fragen oder Themenwünsche haben oder in einer der Arbeitsgruppen mitarbeiten wollen, so wenden Sie sich bitte an Ihre Vorgesetzten, die innerhalb ihrer jeweiligen Institutionen und Organisationen auf dem Dienstweg den RDA erreichen können.
Vorsitzender des Rettungsdienstausschusses Bayern
Herr Dr. Stephan Nickl
E-Mail: stephan.nickl(at)aelrd-bayern.de
Das Notfallsanitätergesetz regelt als Bundesgesetz die Ausbildung der Notfallsanitäter/innen. In der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung können Sie insbesondere die Stundenverteilung für den theoretischen und praktischen Unterricht sowie für die Ausbildung in Lehrrettungswachen und Krankenhäusern ersehen.
Zuständig für die Umsetzung sind die Länder, in Bayern ist das Staatsministerium des Innern und für Integration federführend.
Das Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) als Berater des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus hat den Lehrplan für die Berufsfachschulen für Notfallsanitäter erstellt. Sie finden ihn über folgenden Link:
https://www.isb.bayern.de/berufsfachschule/uebersicht/berufsfachschule_fuer_notfallsanitaeter/
In ihrer Ausbildung erlernen Notfallsanitäter die Medikamentengabe und Durchführung heilkundlicher Maßnahmen. Das Kompetenzniveau leitet sich aus dem Lehrplan ab.
Zur Vermeidung einer Verschlechterung der Situation der Patienten bei einem lebensbedrohlichen Zustand oder wenn wesentliche Folgeschäden zu erwarten sind (§ 4 Abs. 2 Nr. 1c) NotSanG) erfolgen eigentliche einem Arzt vorbehaltene heilkundliche Maßnahmen und Medikamentengaben durch den Notfallsanitäter rechtlich im rechtfertigenden Notstand. Die Durchführung heilkundlicher Maßnahmen und der Medikamentengabe liegt dabei jeweils in der individuellen Verantwortung des Handelnden. Die anschließende Versorgung erfolgt immer als Notarzteinsatz (primär- oder nachalarmiert). Für diese Maßnahmen und Medikamentengaben bestehen seit Beginn der Ausbildung in den Notfallsanitäterschulen bayernweit einheitliche und einstimmig konsentierte Empfehlungen der ÄLRD Bayern entsprechend dem erworbenen Kompetenzniveau der Notfallsanitäter.
Mit Schulabschluss der ersten Notfallsanitäter wurde die Empfehlung der ÄLRD Bayern zu den sog. 1c)-Maßnahmen evaluiert. Die Forderung des Gesetzes „Beherrschen“ der Maßnahme Nadel- und Punktionscricothyreotomie erscheint in der Breite der Anwender nicht umsetzbar. Sie wurde nach einstimmigem Beschluss der ÄLRD Bayern aus dem Katalog der Empfehlungen entfernt.
Das NotSanG beschreibt in § 4 Abs. 2 Nr. 2c) als weiteres Ausbildungsziel „eigenständiges Durchführen von heilkundlichen Maßnahmen, die vom Ärztlichen Leiter Rettungsdienst oder entsprechend verantwortlichen Ärztinnen oder Ärzten bei bestimmten notfallmedizinischen Zustandsbildern und -situationen standardmäßig vorgegeben, überprüft und verantwortet werden.“
Das Bayerische Rettungsdienstgesetz (BayRDG) legt in Art. 12 Abs. 1 Satz 1 und Satz 2 Nr. 6 als Aufgabe der ÄLRD fest, diese „[…] sollen dabei […] für ihren Rettungsdienstbereich Aufgaben im Rahmen des § 4 Abs. 2 Nr. 2 Buchst. c des Notfallsanitätergesetzes auf Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter delegieren, soweit sie eine persönliche ärztliche Kenntnis des Patienten nicht erfordern.“
Die nun konkret festgelegten heilkundlichen Maßnahmen und Medikamentengaben, die von den ÄLRD an die in Bayern tätigen Notfallsanitäter delegiert werden, wurden wiederum von allen bayerischen ÄLRD einstimmig konsentiert und sind bayernweit einheitlich gültig.
Die Delegation von heilkundlichen Maßnahmen und Medikamentengaben bedeutet eine hohe Verantwortung für die Notfallsanitäter und ÄLRD. Nur wenn alle Beteiligten eine hohe Sorgfalt beim Umgang mit den sogenannten „2c-Maßnahmen“ walten lassen, werden die Patienten und der Rettungsdienst als Ganzes einen uneingeschränkten Nutzen aus diesen Regelungen ziehen können.
WICHTIG: Die Veröffentlichung im März 2018 dient der Vorbereitung zur Schulung durch ÄLRD und Durchführende im Rettungsdienst. Der eigentliche Startschuss zur Durchführung der 2c)-Maßnahmen wird erst nach Abschluss der Schulung der Notfallsanitäter und bei Verfügbarkeit einer funktionsfähigen elektronischen Kontrolle der Einsatzprotokolle gegeben.
Hinweis zur Medikamentenliste 1c NotSan:
Der telefonische Kontakt zum Notarzt stellt wegen daraus möglicherweise resultierender rechtlicher (unklare Verantwortungsbereiche) und kommunikativer Probleme ein Risiko sowohl für den Notarzt als auch für den Notfallsanitäter dar und wird deswegen nicht mehr empfohlen.
Maßnahmenkatalog 1c NotSan 20 KB
Checklisten 1c NotSan 831 KB
Medikamentenliste 1c NotSan 141 KB
Präambel 2c NotSan 145 KB
Algorithmen 2c NotSan 387 KB
Medikamente 2c NotSan 170 KB
Weiterhin stehen Ihnen zwei Handlungsabläufe für die Erwachsenen-Reanimation auf Grundlage der ERC-Leitlinien zur Verfügung. Die neuen Leitlinien zur Reanimation werden am 15. Oktober 2015 veröffentlicht.
ein modular aufgebauter Handlungsablauf, der die erweiterten Maßnahmen zusammenfasst
ein Handlungsablauf für die Basismaßnahmen der kardiopulmonalen Reanimation
Empfehlungen des Rettungsdienstausschusses Bayern
Nach Art. 10 Abs. 2 des Bayerischen Rettungsdienstgesetzes erarbeitet der Rettungsdienstausschuss fachliche Empfehlungen. Diese dienen einem landesweit einheitlichen Vorgehen im Rettungsdienst. Empfehlungen des Rettungsdienstausschusses werden mit hoher Expertise und unter Beteiligung aller operativ am Rettungsdienst in Bayern Beteiligten beschlossen. Sie stellen daher einen allgemein anerkannten und für die Einschätzung der Qualität im Rettungsdienst maßgeblichen Standard dar. Dieser ist zugleich in der Regel Maßstab bei der Beurteilung etwaiger Haftungsfragen.
Themenfeld & AG 1 - Erste Hilfe und Öffentlichkeitsaufklärung
Empfehlung Erste Hilfe
(verabschiedet 10.07.2017 - gültig bis 31.12.2020)
Themenfeld & AG 2 - Notruf & Disposition
Weiterentwicklung KTP-Report und Entwicklung von KTP-Qualitätsparametern
(verabschiedet 17.07.2019 - gültig bis 16.07.2022)
Schulungsunterlage Aus- und Fortbildung Disponenten
(verabschiedet 13.03.2019)
Definition medizinisch relevanter Zeitvorteil
(verabschiedet 03.07.2018 - gültig bis 13.03.2023)
Strukturierte Notrufabfrage
Empfehlung Schulungsunterlage Notrufabfrage Anlage
(verabschiedet 27.03.2017)
Empfehlung Strukturierte Notrufabfrage
(verabschiedet 27.03.2017 - gültig bis 27.03.2021)
Dispositionsleitfaden Luftrettung
(verabschiedet 27.07.2015 - gültig bis 27.07.2023)
Verfahrensanweisung Notarztindikationskatalog
(verabschiedet 25.11.2014 - gültig bis 25.11.2022)
Schulungskonzept Telefonreanimation in den ILS Bayern
(verabschiedet 21.03.2014 - gültig bis 21.03.2022)
Durchführung der Telefonreanimation in den ILS Bayern
Statusfolge beim Ausrücken
(verabschiedet 09.01.2014 - gültig bis 09.01.2022)
(verabschiedet 09.01.2014 - gültig bis 16.07.2027)
Themenfeld & AG 3 - Ausrüstung, Bevorratung und Beschaffung
Einheitliche medizinische Ausstattung zur Versorgung von Notfällen im Kindesalter
(verabschiedet 20.11.2019 - gültig bis 30.11.2022)
(verabschiedet 13.03.2019 - gültig bis 31.03.2022)
Supraglottische Atemwegshilfen für Erwachsene
(verabschiedet 13.03.2019 - gültig bis 31.03.2024)
Empfehlung Sicherheit von Einmalprodukten
(verabschiedet 23.08.2018 - gültig bis 30.09.2022)
Einheitliche medikamentöse Ausstattung
Medikamentöser Basissatz allgemein
(verabschiedet 13.03.2018 - gültig bis 31.03.2021)
Medikamentöser Basissatz Toxikologie
Medikamentenaufkleber
(verabschiedet 27.04.2015 - gültig bis Revision Notfallmedikamente)
Empfehlung Einheitliche Gerätekonfiguration
(verabschiedet 13.02.2018 - gültig bis Soft-/Hardwareänderung)
Empfehlung Tourniquets
(verabschiedet 21.11.2017 - gültig bis 31.10.2020)
Empfehlung Vorhaltung von Hardpaddles zur Defibrillation
(verabschiedet 21.11.2017 - gültig solange im Bestand)
Empfehlung Beatmung unter maschineller Herzdruckmassage (mCPR)
Empfehlung Beckenstabilisatoren
Empfehlung Cuffdruckmessung
Empfehlung Rückschlagventile an Infusionsleitungen
(verabschiedet 21.11.2017 - gültig bis 31.03.2023)
Empfehlung CO-Warner
(verabschiedet 18.07.2017 - gültig bis 30.06.2020)
(verabschiedet 2017)
Empfehlung des ÄLRD-Ausschusses
(verabschiedet 17.01.2016 )
(verabschiedet 09.12.2014)
(verabschiedet 26.08.2013)
Vorhaltung chirurgischer Instrumente
(verabschiedet 22.07.2015 - gültig bis Überarbeitung)
Vorhaltung von Ringmagneten
(verabschiedet 22.07.2015 - gültig bis 30.06.2020)
(verabschiedet 26.09.2014 - gültig bis Überarbeitung)
Sicherheitsrelevante Einmalartikel
(verabschiedet 03.06.2014)
Algorithmus zur Anlage eines intraossären Zugangsweges mittels EZ-IO
(verabschiedet 07.02.2014)
Dokumentation zur Anlage eines intraossären Zugangsweges mittels EZ-IO
Dokumentation zur Anlage eines intraossären Zugangsweges mittels EZ-IO (ausfüllbar)
Schulungsunterlagen Teil1
(verabschiedet 07.02.2014 - gültig bis Änderung Device)
Schulungsunterlagen Teil2
Empfehlung zum Beschaffungsprocedere
(verabschiedet 27.01.2014)
Empfehlung zur Vorhaltung auf öffentlich-rechtlichen Rettungsmitteln
(verabschiedet 03.07.2013)
Themenfeld & AG 4 – Patientenversorgung
Flyer „Infektionstransporte im Rettungsdienst Bayern"
Verteilungskonzept Flyer „Infektionstransporte im Rettungsdienst Bayern"
Versorgung von Patienten mit akutem Koronarsyndrom
(verabschiedet 13.03.2019 - gültig bis Juli 2022)
LARE - Empfehlungen
(verabschiedet 2018)
Empfehlung Schockraumanmeldung
(verabschiedet 23.10.2018 - gültig bis Juli 2022)
Konzeptentwurf Früh- und Neugeborenentransport
(verabschiedet 06.11.2017 - gültig bis Juli 2022)
Empfehlung Sepsis Abschlussbericht
Empfehlung Sepsis Flyer
(verabschiedet 27.03.2017 - gültig bis Juli 2022)
Empfehlung Sepsis Schulungsvortrag
Notarzt-Verlegungstransporte
(verabschiedet 22.07.2015 - gültig bis Juli 2022)
Themenfeld & AG 5 - Patientenverteilung und Behandlungskapazitäten
Inhaltsverzeichnis zur Verwendung in Behandlungskapazitätennachweisen
(verabschiedet 13.03.2019 - gültig bis 30.06.2020)
Strukturelle Voraussetzungen von Akutkliniken zur Behandlung von Tracer-Diagnosen
Themenfeld & AG 6 – Fortbildung
Rettungsdienstliche Fortbildung für ILS-Disponenten
(verabschiedet 15.10.2015)
Lastenheft für die Durchführung von Simulationstrainings
(verabschiedet 22.07.2015)
Themenfeld & AG 7 - Besondere Einsatzsituationen und –lagen
Empfehlung Pädiatrische Dosierungshilfe
(verabschiedet 01.07.2017 - gültig bis 30.06.2021)
Empfehlung Pädiatrische Primärrettungsmittel
Supraglottische Atemwegshilfen im Kindesalter
(verabschiedet 22.07.2017 - gültig bis 30.06.2023)
Nichtärztliche Vorsichtung
verabschiedet 16.01.2014 - gültig bis 31.12.2020)
Themenfeld & AG 8 - Riskmanagament
Checkliste Medikamentengabe im Rettungsdienst
(verabschiedet 03.11.2017 - gültig bis Juli 2022)
Gültigkeitsdauer Empfehlungen
(verabschiedet 17.07.2019)
Hier beginnt der interne Bereich für das ÄLRD-Programm Bayern.
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