Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=MDR%202014,%201042
Timestamp: 2019-09-22 13:05:31
Document Index: 370184704

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 233', '§ 85', '§ 233', '§ 233', '§ 113', '§ 117', '§ 233', '§ 85', '§ 233', '§ 85', 'BGH', 'BGH', '§ 233', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 09.07.2014 - XII ZB 709/13 - dejure.org
BGH, 09.07.2014 - XII ZB 709/13
https://dejure.org/2014,19812
BGH, 09.07.2014 - XII ZB 709/13 (https://dejure.org/2014,19812)
BGH, Entscheidung vom 09.07.2014 - XII ZB 709/13 (https://dejure.org/2014,19812)
BGH, Entscheidung vom 09. Juli 2014 - XII ZB 709/13 (https://dejure.org/2014,19812)
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ZPO §§ 233 Satz 1 und 2, 85 Abs. 2
§ 85 Abs 2 ZPO, § 233 S 1 ZPO, § 233 S 2 ZPO, § 113 Abs 1 FamFG, § 117 Abs 1 S 3 FamFG
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand: Anforderungen an eine elektronisch geführte Handakte; Überprüfung der Fristvermerke
Führen einer Handakte eines Rechtsanwalts allein elektronisch
Zum notwendigen Inhalt einer vom Rechtsanwalt allein elektronisch geführten Handakte; zur Pflicht des Rechtsanwalts, Fristvermerke in einer solchen Handakte zu überprüfen
§ 233 ZPO, § 85 ZPO
Fristenkontrolle bei elektronischer Handakte
Fristen: Elektronische Handakte am Bildschirm prüfen
ZPO § 233 Satz 1 und 2 Fc; ZPO § 85 Abs. 2
Elekronische Akte muss wie herkömmliche Akte geführt werden!
Fristenkontrolle bei elektronischer Aktenführung, so muss man es machen
Die elektronisch geführte Handakte - und die Fristenkontrolle
Rechtsanwalt muss Fristvermerke in der Handakte überprüfen
Elektronische Handakte muss Überprüfung der Rechtsmittelfristen ebenso gewährleisten wie Papierakte - Fehlende Kontrolle der Handakte begründet Verschulden an übersehener Rechtsmittelfrist
Pflichten des Rechtsanwalts bei elektronisch geführter Handakte
AG Regensburg, 06.08.2013 - 202 F 1984/08
OLG Nürnberg, 21.11.2013 - 10 UF 1361/13
NJW 2014, 3102
MDR 2014, 1042
FamRZ 2014, 1624
WM 2015, 257
K&R 2014, 670
AnwBl 2014, 1058
AnwBl Online 2014, 302
AnwBl Online 2014, 384
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs hat der Anwalt die Einhaltung seiner Anweisungen zur Berechnung einer Frist, ihrer Notierung auf den Handakten, zur Eintragung im Fristenkalender sowie zur Bestätigung der Kalendereintragung durch einen Erledigungsvermerk auf den Handakten stets eigenverantwortlich zu prüfen, wenn er im Zusammenhang mit einer fristgebundenen Verfahrenshandlung mit der Sache befasst wird (BGH, Beschluss vom 9. Juli 2014 - XII ZB 709/13, WM 2015, 257 Rn. 14;… vom 15. September 2015 - VI ZB 37/14, WM 2015, 2163 Rn. 7).
Ist das nicht der Fall, muss er veranlassen, dass sie ihm vorgelegt werden (vgl. BGH, Beschluss vom 9. Juli 2014, aaO;… MünchKomm-ZPO/Stackmann, 5. Aufl., § 233 Rn. 143).
Zudem muss für den Fall, dass die Notierung von Fristen - wie hier - einer gut ausgebildeten, als zuverlässig erprobten und sorgfältig überwachten Bürokraft überlassen wird, durch geeignete organisatorische Maßnahmen sichergestellt sein, dass die Fristen zuverlässig festgehalten und kontrolliert werden (…BGH, Beschlüsse vom 22. Juni 2010 - VIII ZB 12/10, NJW 2010, 3305 Rn. 9; vom 5. Februar 2003 - VIII ZB 115/02, NJW 2003, 1815 unter II 3 a; vom 9. Juli 2014 - XII ZB 709/13, WM 2015, 257 Rn. 12;… vom 27. November 2013 - XII ZB 116/13, FamRZ 2014, 284 Rn. 7;… vom 8. Februar 2010 - II ZB 10/09, juris Rn. 7).
Zu den zur Ermöglichung einer Gegenkontrolle erforderlichen Vorkehrungen im Rahmen der Fristenkontrolle gehört insbesondere, dass die Rechtsmittelfristen in der Handakte notiert werden und die Handakte durch entsprechende Erledigungsvermerke oder auf sonstige Weise erkennen lässt, dass die Fristen in den Fristenkalender eingetragen worden sind (…BGH, Beschlüsse vom 18. März 2014 - VIII ZB 55/13, juris Rn. 7; vom 26. Juli 2004 - VIII ZB 63/04, NJW-RR 2004, 1714 unter II; vom 9. Juli 2014 - XII ZB 709/13, aaO;… vom 27. November 2013 - XII ZB 116/13, aaO;… vom 20. Dezember 2012 - III ZB 47/12, juris Rn. 7;… vom 8. Februar 2010 - II ZB 10/09, aaO S. 533 f.).
Doch kann sich der Rechtsanwalt entgegen der Auffassung des Berufungsgerichts grundsätzlich auf die Prüfung des Erledigungsvermerks in der Handakte beschränken (…BGH, Beschlüsse vom 18. März 2014 - VIII ZB 55/13, aaO;… vom 22. Oktober 2014 - IV ZB 13/14, juris Rn. 16; vom 9. Juli 2014 - XII ZB 709/13, aaO;… vom 10. Januar 2013 - I ZB 76/11, juris Rn. 5;… vom 13. Oktober 2011 - VII ZB 18/10, VII ZB 19/10, NJW 2012, 614 Rn. 11;… vom 22. Januar 2008 - VI ZB 46/07, NJW 2008, 1670 Rn. 6).
Für den Fall, dass die Notierung von Fristen - wie hier - einer gut ausgebildeten, als zuverlässig erprobten und sorgfältig überwachten Bürokraft überlassen wird, muss durch geeignete organisatorische Maßnahmen sichergestellt sein, dass die Fristen zuverlässig festgehalten und kontrolliert werden (BGH, Beschlüsse vom 9. Juli 2014 - XII ZB 709/13, WM 2015, 257 Rn. 12;… vom 27. November 2013 - XII ZB 116/13, FamRZ 2014, 284 Rn. 7;… vom 22. Juni 2010 - VIII ZB 12/10, NJW 2010, 3305 Rn. 9; vom 8. Februar 2010 - II ZB 10/09, MDR 2010, 533 f.; vom 5. Februar 2003 - VIII ZB 115/02, NJW 2003, 1815 f.).
Doch kann sich der Rechtsanwalt unter den oben genannten Voraussetzungen grundsätzlich auf die Prüfung des Erledigungsvermerks in der Handakte beschränken (…Senatsbeschluss vom 22. Januar 2008 - VI ZB 46/07, NJW 2008, 1670 Rn. 6;… BGH, Beschlüsse vom 18. März 2014 - VIII ZB 55/13, juris Rn. 7;… vom 22. Oktober 2014 - IV ZB 13/14, juris Rn. 16; vom 9. Juli 2014 - XII ZB 709/13, WM 2015, 257 Rn. 12;… vom 10. Januar 2013 - I ZB 76/11, AnwBl. 2013, 233 Rn. 5;… vom 13. Oktober 2011 - VII ZB 18/10, - VII ZB 19/10, NJW 2012, 614 Rn. 11).
Sie muss insbesondere zu Rechtsmittelfristen und deren Notierung ebenso wie diese verlässlich Auskunft geben können und darf keine geringere Überprüfungssicherheit bieten als ihr analoges Pendant (BGH, Beschluss vom 9. Juli 2014 - XII ZB 709/13, NJW 2014, 3102 Rn. 13).
Für den Fall, dass die Notierung von Fristen einer ausgebildeten, als zuverlässig erprobten und sorgfältig überwachten Bürokraft überlassen wird, muss durch geeignete organisatorische Maßnahmen sichergestellt sein, dass die Fristen zuverlässig festgehalten und kontrolliert werden (…Senatsbeschluss vom 19. September 2017 - VI ZB 40/16, NJW-RR 2018, 58 Rn. 8; BGH, Beschlüsse vom 9. Juli 2014 - XII ZB 709/13, NJW 2014, 3102 Rn. 12;… vom 27. November 2013 - XII ZB 116/13, NJW-RR 2014, 698 Rn. 7;… vom 22. Juni 2010 - VIII ZB 12/10, NJW 2010, 3305 Rn. 9; vom 8. Februar 2010 - II ZB 10/09, NJOZ 2011, 111; vom 5. Februar 2003 - VIII ZB 115/02, NJW 2003, 1815).
Doch kann sich der Rechtsanwalt bei Vorliegen der oben genannten Voraussetzungen grundsätzlich auf die Prüfung des Erledigungsvermerks in der Handakte beschränken (…Senatsbeschluss vom 19. September 2017 - VI ZB 40/16, NJW-RR 2018, 58 Rn. 9;… vom 22. Januar 2008 - VI ZB 46/07, NJW 2008, 1670 Rn. 6;… BGH, Beschlüsse vom 18. März 2014 - VIII ZB 55/13, BeckRS 2014, 07491 Rn. 7;… vom 22. Oktober 2014 - IV ZB 13/14, BeckRS 2014, 20664 Rn. 16; 9. Juli 2014 - XII ZB 709/13, NJW 2014, 3102 Rn. 12;… vom 10. Januar 2013 - I ZB 76/11, NJOZ 2013, 935 Rn. 5;… vom 13. Oktober 2011 - VII ZB 18/10, NJW 2012, 614 Rn. 11).
Wird die Handakte eines Rechtsanwalts allein elektronisch geführt, muss sie ihrem Inhalt nach der herkömmlich geführten Handakte entsprechen (BGH, Beschluss vom 9. Juli 2014 - XII ZB 709/13, MDR 2014, 1042 Rn. 13).
BGH, 25.09.2014 - III ZR 47/14
Der Rechtsanwalt, der im Zusammenhang mit einer fristgebundenen Verfahrenshandlung mit einer Sache befasst wird, hat dies deshalb zum Anlass zu nehmen, die Fristvermerke in der Handakte zu überprüfen (vgl. BGH, Beschluss vom 9. Juli 2014 - XII ZB 709/13, BeckRS 2014, 15666 Rn. 14).
BGH, 11.11.2015 - XII ZB 407/12
Berufung gegen ein zweites Versäumnisurteil: Rechtsanwaltsverschulden bei …
a) Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs darf ein Rechtsanwalt regelmäßig sein voll ausgebildetes, als zuverlässig erprobtes und sorgfältig überwachtes Personal mit der Notierung und Überwachung von Fristen betrauen (Senatsbeschluss vom 9. Juli 2014 - XII ZB 709/13 - FamRZ 2014, 1624 Rn. 12 mwN).
Dass die Handakte ausschließlich elektronisch geführt wird, kann jedenfalls nicht dazu führen, dass den Rechtsanwalt im Ergebnis geringere Überprüfungspflichten als bei herkömmlicher Aktenführung treffen (vgl BGH Beschluss vom 9.7.2014 - XII ZB 709/13 - Juris RdNr 12 ff mwN = FamRZ 2014, 1624, RdNr 12 ff mwN) .
OLG Frankfurt, 10.10.2016 - 4 UF 208/16
Inhaltlich unzutreffender Hinweis des Familiengerichts
LSG Nordrhein-Westfalen, 02.03.2017 - L 6 AS 2341/16
Verfristung der Beschwerde; Wiedereinsetzung in den vorigen Stand; Elektronische …
LSG Nordrhein-Westfalen, 02.03.2017 - L 6 AS 2342/16
OLG Nürnberg, 06.11.2018 - 7 UF 1229/18
Verrostete Beschwerde