Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_20110622_OGH0002_0020OB00112_10Z0000_000&IncludeSelf=False
Timestamp: 2020-04-07 16:57:33
Document Index: 345398810

Matched Legal Cases: ['OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 393', 'OGH', 'OGH', '§ 393', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 67', '§ 67', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 67', '§ 67', 'OGH', '§ 67', '§ 1313', 'OGH', '§ 1042', 'OGH', 'OGH', '§ 67', 'OGH', 'OGH', '§ 67', '§ 1014', 'OGH', '§ 67', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 1311', '§ 1311', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 2', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 1311', '§ 50', '§ 1311', '§ 90', '§ 10', '§ 23', '§ 12', '§ 90', 'OGH', 'OGH', '§ 67', 'OGH', '§ 67', '§ 1313', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 67', '§ 67', 'OGH', '§ 332', 'OGH', 'OGH', '§ 896', 'OGH', 'OGH', '§ 12', 'OGH', 'OGH', '§ 896', 'OGH', '§ 896', '§ 11', 'OGH', '§ 896', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 1302', '§ 896', '§ 8', 'OGH', '§ 1302', '§ 896', '§ 8', '§ 11', '§ 11', '§ 8', '§ 1302', '§ 896', 'OGH', 'OGH', '§38', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§46', 'OGH', '§ 1', 'OGH', 'OGH', '§ 67', 'OGH', '§ 67', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 38', '§ 67', '§ 6', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'Art 15', 'OGH', 'OGH', '§146', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 40', 'OGH', 'OGH', '§1299', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§74', '§ 67', 'OGH', '§ 67', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§393', '§ 393', 'OGH', 'OGH', '§332', 'Art15', 'Art10', '§48', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'Art 15', 'Art 15', 'Art 10', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§148', 'OGH', 'OGH', '§ 68', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§39', '§146', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§16', '§ 16', '§ 1311', '§ 1', '§ 2', 'OGH', 'OGH', '§131', '§134', '§ 16', '§ 16', 'OGH', 'OGH', '§146', '§ 1299', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§152', '§ 152', '§ 11', '§ 896', '§ 11', '§ 896', '§ 11', '§ 8', '§ 891', 'OGH', 'OGH', '§ 152', '§ 11', '§ 896', '§ 896', 'OGH', 'OGH']

RIS - Rechtssätze für 2Ob112/10z - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 3Ob853/37 7Ob300/65 2Ob...
RS0040935
3Ob853/37; 7Ob300/65; 2Ob198/66; 2Ob157/68; 8Ob272/68; 8Ob20/71; 2Ob106/72 (2Ob107/72, 2Ob108/72); 2Ob72/72 (2Ob75/72); 2Ob28/73; 2Ob35/73; 2Ob71/73; 2Ob137/73; 2Ob143/74; 2Ob221/75; 8Ob109/76 (8Ob110/76); 8Ob83/82; 14Ob108/86; 2Ob598/86; 1Ob42/86; 4Ob2017/96p; 2Ob2356/96a; 6Ob236/00z; 5Ob242/02b; 6Ob54/04s; 1Ob270/04v; 7Ob176/06t; 8Ob70/08i; 6Ob215/08y; 5Ob212/10b; 2Ob112/10z; 7Ob171/11i; 2Ob17/12g; 7Ob169/14z; 7Ob153/14x; 7Ob165/16i; 4Ob123/17t; 7Ob207/17t; 2Ob209/17z; 2Ob237/18v; 2Ob6/20a
Ein Zwischenurteil ist erst dann zu fällen, wenn alle dem Grund des Anspruches entgegenstehenden Einwendungen, wozu auch geltend gemachte Gegenforderungen gehören, erledigt sind.
3 Ob 853/37
Entscheidungstext OGH 10.12.1937 3 Ob 853/37
Veröff: SZ 19/331
7 Ob 300/65
Entscheidungstext OGH 06.10.1965 7 Ob 300/65
2 Ob 198/66
Entscheidungstext OGH 07.07.1966 2 Ob 198/66
2 Ob 157/68
Entscheidungstext OGH 14.06.1968 2 Ob 157/68
Veröff: ZVR 1969/157 S 134
8 Ob 272/68
Entscheidungstext OGH 12.11.1968 8 Ob 272/68
Beisatz: Hinsichtlich jeden Teiles des Klagebegehrens. (T1)
Veröff: SZ 41/148
2 Ob 28/73
Entscheidungstext OGH 15.03.1973 2 Ob 28/73
Beisatz: Es muss feststehen, dass die Gegenforderung die Klagsforderung der Höhe nach nicht erreicht. (T2)
2 Ob 35/73
Entscheidungstext OGH 12.04.1973 2 Ob 35/73
2 Ob 71/73
Entscheidungstext OGH 17.05.1973 2 Ob 71/73
2 Ob 137/73
Entscheidungstext OGH 11.10.1973 2 Ob 137/73
2 Ob 143/74
Entscheidungstext OGH 09.05.1974 2 Ob 143/74
2 Ob 221/75
Entscheidungstext OGH 13.11.1975 2 Ob 221/75
8 Ob 83/82
Entscheidungstext OGH 16.09.1982 8 Ob 83/82
Beis wie T2; Beisatz: Steht dies nicht fest, können die (Teilurteile) Zwischenurteile der Vorinstanzen nur aufgehoben werden, die Fällung eines Teil - Zwischenurteiles durch den OGH ist diesfalls nicht möglich. (T3)
Auch; Beis wie T2; Beisatz: Es reicht aber nicht aus, dass der Klagsbetrag im ganzen die eingewendete Gegenforderung übersteigt (so aber anscheinend Fasching III 592 und Lehrbuch Rz 1430). (T4)
2 Ob 598/86
Entscheidungstext OGH 24.02.1987 2 Ob 598/86
Vgl aber; Beisatz: Seit der Neufassung des § 393 Abs 1 letzter Satz ZPO durch die WGN 1989 - wonach ein Zwischenurteil auch dann gefällt werden kann, wenn noch strittig ist, ob der Anspruch überhaupt mit irgendeinem Betrag zu Recht besteht - kommt zwar ein solches Urteil auch dann in Frage, wenn noch strittig ist, ob der Schaden durch Teilzahlung oder Aufrechnung mit einer Gegenforderung getilgt worden ist oder getilgt werden kann; weiterhin müssen aber alle Einwendungen gegen den Grund des Anspruches erledigt sein. (T5)
2 Ob 2356/96a
Entscheidungstext OGH 31.10.1996 2 Ob 2356/96a
Vgl aber; Beisatz: Ein Zwischenurteil kann auch dann erlassen werden, wenn der Anspruch möglicherweise bereits durch eine aufrechnungsweise eingewendete Gegenforderung getilgt worden ist. (T6)
Entscheidungstext OGH 28.01.2003 5 Ob 242/02b
Auch; nur: Ein Zwischenurteil ist erst dann zu fällen, wenn alle dem Grund des Anspruches entgegenstehenden Einwendungen erledigt sind. (T7)
Vgl aber; Beis wie T5; Beis wie T6
Auch; Beisatz: Hier: Fehlen von Feststellungen zum Grund der Ansprüche (vertragliche Vereinbarungen, Mängel, Schäden; Verschulden, Rechtswidrigkeit und Kausalzusammenhang; Mitverschulden; behaupteter weitergehender Forderungsverzicht durch Annahme einer Vergleichszahlung). (T8)
Auch; Beisatz: Das Berufungsgericht hat ausführlich dargelegt, dass die Beklagte das Klagebegehren hinsichtlich bestimmter Beträge nicht substantiiert bestritten hat. Stand aber nach Verneinung eines Mitverschuldens des Klägers der Grund des Anspruchs und aufgrund der angeführten Feststellung insoweit auch dessen Höhe fest, so war das Fällen eines Zwischen- und Teilurteils zulässig, waren doch insoweit alle Anspruchsvoraussetzungen geklärt und alle dem Grund des Anspruchs entgegenstehenden Einwendungen erledigt. (T9)
Auch; Beisatz: Ein Zwischenurteil nach § 393 Abs 1 ZPO muss über sämtliche Ansprüche und Einwendungen absprechen. (T10)
Vgl aber; Vgl Beis wie T6; Vgl Beis wie T5; Beisatz: Eine eingewendete Gegenforderung steht dem Zwischenurteil nicht entgegen. (T11)
2 Ob 17/12g
Entscheidungstext OGH 07.08.2012 2 Ob 17/12g
Vgl aber; nur T7; Beisatz: Über die Gegenforderung der Beklagten ist im fortgesetzten Verfahren abzusprechen. (T12)
Vgl; Beis wie T5; Beis wie T6; Beis wie T11; Beis wie T12
2 Ob 237/18v
Entscheidungstext OGH 29.04.2019 2 Ob 237/18v
2 Ob 6/20a
Entscheidungstext OGH 30.01.2020 2 Ob 6/20a
Beisatz: Hier: Absonderungsrecht. (T13)
ECLI:AT:OGH0002:1937:RS0040935
JJR_19371210_OGH0002_0030OB00853_3700000_001
Rechtssatz für 3Ob3/60 7Ob44/65 2Ob351...
RS0080533
3Ob3/60; 7Ob44/65; 2Ob351/69; 7Ob254/72; 6Ob509/78; 7Ob43/78 (7Ob44/78, 7Ob45/78); 8Ob608/78; 3Ob523/79; 8Ob216/82; 7Ob53/82; 7Ob52/83; 2Ob540/84; 1Ob653/86; 7Ob23/90; 3Ob118/92; 9ObA122/98a; 3Ob305/02b; 8Ob58/04v; 7Ob3/05z; 8Ob48/07b; 2Ob7/10h; 4Ob146/10i; 2Ob112/10z; 7Ob31/13d; 1Ob150/13k; 7Ob228/14a; 7Ob55/15m; 10Ob8/15x; 5Ob21/18a; 8Ob88/19b
1./ Der Dritte, gegen den ein Rückgriffsanspruch geltend gemacht wird, kann nicht einwenden, dass der Versicherer eine Kulanzzahlung geleistet hat.
2./ Nach § 67 VersVG gehen alle Ersatzansprüche des Versicherten auf den Versicherer über, wobei es auf die Art eines solchen Anspruches nicht ankommt. Der Anspruch auf Ersatz des Schadens im Sinne des § 67 VersVG bedeutet nicht nur Schadenersatzansprüche im engeren Sinne, sondern insbesondere auch Ausgleichsansprüche, Regressansprüche und Bereicherungsansprüche.
3 Ob 3/60
Entscheidungstext OGH 29.03.1960 3 Ob 3/60
Veröff: ZVR 1960/337 S 232 = VersR 1961,335 = VersSlg 164
7 Ob 44/65
Entscheidungstext OGH 03.03.1965 7 Ob 44/65
nur: Der Dritte, gegen den ein Rückgriffsanspruch geltend gemacht wird, kann nicht einwenden, dass der Versicherer eine Kulanzzahlung geleistet hat. (T1)
Beisatz: Zum Begriff der Kulanzzahlung. (T2)
Veröff: EvBl 1965/262 S 400 = ZVR 1965/249 S 267 = teilweise in VersR 1966,152
2 Ob 351/69
Entscheidungstext OGH 22.01.1970 2 Ob 351/69
nur: Nach § 67 VersVG gehen alle Ersatzansprüche des Versicherten auf den Versicherer über, wobei es auf die Art eines solchen Anspruches nicht ankommt. Der Anspruch auf Ersatz des Schadens im Sinne des § 67 VersVG bedeutet nicht nur Schadenersatzansprüche im engeren Sinne, sondern insbesondere auch Ausgleichsansprüche, Regressansprüche und Bereicherungsansprüche. (T3)
Veröff: SZ 43/15 = EvBl 1970/329 S 578 = JBl 1971,36 = ZVR 1971/232 S 310 = RZ 1970,205
7 Ob 254/72
Entscheidungstext OGH 22.11.1972 7 Ob 254/72
nur T3; Beisatz: § 67 VersVG gilt auch für Haftpflichtversicherung. (T4)
Veröff: SZ 45/125
nur T3; Beisatz: Rückersatzanspruch nach § 1313 2 Satz ABGB. (T5)
7 Ob 43/78
Entscheidungstext OGH 07.09.1978 7 Ob 43/78
nur T3; Veröff: RZ 1979/10 S 39
Auch; nur T3; Beisatz: Dem § 1042 ABGB ähnlicher Anspruch. (T6)
3 Ob 523/79
Entscheidungstext OGH 30.05.1979 3 Ob 523/79
nur T3; Veröff: SZ 52/91
nur T3; Veröff: SZ 56/80 = VersR 1985,199
nur T3; Veröff: VersR 1984/1184 = ZVR 1985/7 S 14
2 Ob 540/84
Entscheidungstext OGH 26.02.1985 2 Ob 540/84
Auch; nur T3; Beisatz: Auf die Art des Anspruchs kommt es somit nicht an, es genügt, wenn der Versicherungsnehmer einen Anspruch gegen einen Dritten anlässlich des Versicherungsfalls erwirbt. Es kann auch nicht zweifelhaft sein, dass Schadenersatzansprüche aus Leistungsstörungen bei einem vertraglichen Schuldverhältnis vom Forderungsübergang nach § 67 VersVG erfasst sind. (T7)
Veröff: SZ 63/160 = VersRdSch 1991,175 = ZVR 1992/58 S 121
3 Ob 118/92
Entscheidungstext OGH 16.12.1992 3 Ob 118/92
nur T3; Beis wie T7 nur: Es genügt, wenn der Versicherungsnehmer einen Anspruch gegen einen Dritten anlässlich des Versicherungsfalls erwirbt. (T8)
Veröff: VersRdSch 1993,314 = ÖBA 1993,919 (Schauer)
9 ObA 122/98a
Entscheidungstext OGH 21.10.1998 9 ObA 122/98a
nur: Der Anspruch auf Ersatz des Schadens im Sinne des § 67 VersVG bedeutet nicht nur Schadenersatzansprüche im engeren Sinne, sondern insbesondere auch Ausgleichsansprüche, Regressansprüche und Bereicherungsansprüche. (T9)
Beisatz: Hier: Vom Dienstnehmer auf den Kaskoversicherer, der Ersatz für den Kfz-Schaden geleistet hat, übergegangene Ersatzansprüche gegen den Dienstgeber gemäß § 1014 ABGB. (T10)
Veröff: SZ 71/172
3 Ob 305/02b
Entscheidungstext OGH 28.05.2003 3 Ob 305/02b
nur T3; Beis wie T7 nur: Es kann auch nicht zweifelhaft sein, dass Schadenersatzansprüche aus Leistungsstörungen bei einem vertraglichen Schuldverhältnis vom Forderungsübergang nach § 67 VersVG erfasst sind. (T11)
Auch; nur T3; Veröff: SZ 2005/149
Auch; nur T3; Beis ähnlich wie T7
Auch; nur T3; nur T9
8 Ob 88/19b
Entscheidungstext OGH 18.11.2019 8 Ob 88/19b
ECLI:AT:OGH0002:1960:RS0080533
JJR_19600329_OGH0002_0030OB00003_6000000_003
Rechtssatz für 2Ob393/68 1Ob208/71 7Ob...
RS0027415
2Ob393/68; 1Ob208/71; 7Ob115/72; 1Ob107/72; 1Ob13/77; 6Ob651/78; 8Ob133/78; 8Ob139/79; 8Ob135/83; 7Ob679/84; 1Ob17/86; 7Ob14/86; 1Ob2047/96b; 4Ob216/99i; 1Ob52/00d; 1Ob178/00h; 2Ob310/01d; 1Ob253/02s; 2Ob187/02t; 10Ob237/02d; 1Ob127/04i; 2Ob157/09s; 2Ob143/09g; 2Ob156/10w; 6Ob100/11s; 2Ob112/10z; 2Ob213/13g; 2Ob212/13k; 6Ob229/16v; 2Ob18/16k; 2Ob167/17y; 6Ob118/18y; 4Ob227/18p
Schutzgesetz im Sinne des § 1311 ABGB ist nicht nur ein Gesetz im formellen Sinn, sondern jede Rechtsvorschrift, die inhaltlich einen Schutzzweck verfolgt (Klang 2. Auflage VI 82).
Veröff: ZVR 1969/330 S 302
Beisatz: Die Schutzvorschrift kann auch in die Form eines Verwaltungsbescheides gekleidet sein (JBl 1957,562). (T1)
Beisatz: Auch der Bescheid einer Verwaltungsbehörde, durch welchen eine Gefährdung von Personen vermieden werden soll, ist eine Schutznorm im Sinne des § 1311 ABGB; hier Anordnung der Anbringung eines Geländers zur Absicherung des Stiegenaufganges in einem ein Wohnhaus betreffenden Benützungsbewilligungsbescheid. (T2)
1 Ob 107/72
Entscheidungstext OGH 07.06.1972 1 Ob 107/72
Veröff: ZVR 1974/35 S 47
Beisatz: Militärtransportvorschriften des Bundesheeres. (T3)
8 Ob 139/79
Entscheidungstext OGH 02.07.1979 8 Ob 139/79
Beis wie T1; Veröff: SZ 52/109
7 Ob 679/84
Entscheidungstext OGH 22.11.1984 7 Ob 679/84
Beisatz: Die Rechtsvorschrift muss aber von einem zur Normsetzung berufenen Organ stammen und darf nicht von irgendwelchen Institutionen oder Vereinen erlassen worden sein (hier: Pistenordnung). (T4)
Beisatz: Hier: Technische Bauvorschrift. (T5)
Veröff: VersR 1988,69
Beisatz: Verordnungen. (T6)
4 Ob 216/99i
Entscheidungstext OGH 14.09.1999 4 Ob 216/99i
1 Ob 52/00d
Entscheidungstext OGH 28.03.2000 1 Ob 52/00d
Auch; Beisatz: Hier: § 2 nöFGG zum Schutz des Eigentümers. (T7)
2 Ob 310/01d
Entscheidungstext OGH 28.01.2002 2 Ob 310/01d
Beisatz: Hier: Zusatzbestimmungen zur Signalvorschrift und zur Betriebsvorschrift der ÖBB. (T8)
1 Ob 253/02s
Entscheidungstext OGH 26.11.2002 1 Ob 253/02s
Auch; Beis wie T5; Beisatz: Öffentlich-rechtliche Bestimmungen, die dem Bauherrn die Bestellung eines - der Baubehörde gegenüber verantwortlichen - Bauführers auftragen, bezwecken den Schutz der Allgemeinheit vor den Gefahren der Bauführung sowie jenen, die von einem nicht fachgerecht errichteten Bauwerk ausgehen. (T9)
Veröff: SZ 2002/158
2 Ob 187/02t
Entscheidungstext OGH 18.03.2004 2 Ob 187/02t
Beisatz: Ob eine von einem berufenen Organ geschaffene Norm Schutzzweckcharakter aufweist, kann nur auf Grund des Inhaltes dieser Norm im Einzelfall beurteilt werden. (T10)
Auch; Beis wie T2 nur: Auch der Bescheid einer Verwaltungsbehörde, durch welchen eine Gefährdung von Personen vermieden werden soll, ist eine Schutznorm im Sinne des § 1311 ABGB. (T11)
Vgl auch; Beisatz: Sowohl wasserrechtliche Bescheide als auch § 50 Abs 1 WRG sind Schutzvorschriften im Sinn des § 1311 ABGB. (T12)
Vgl; Vgl Beis wie T11; Beisatz: Auch die in einem gemäß § 90 Abs 1 und 3 StVO erlassenen Bescheid enthaltenen Auflagen sind solche Schutznormen. (T13)
Vgl auch Beis wie T9; Veröff: SZ 2010/67
Vgl auch; Vgl Beis wie T5; Beisatz: Hier: § 10 NÖ VeranstaltungsG (LGBl 7070‑0) betreffend „Eignung der Veranstaltungsbetriebsstätte“. (T14)
Auch; Bem: Die Frage, ob § 23 RAO Schutzgesetzcharakter zukommt, wird hier ausdrücklich offen gelassen. (T15)
Vgl; Beisatz: Hier: Die im behördlich genehmigten Flugbetriebshandbuch (FOM) enthaltenen Anordnungen an den Piloten. (T16)
Vgl auch; Beis wie T10; Beisatz: Hier: § 12 TierärzteG. (T17)
Auch; Beis wie T1; Beisatz: Hier: Auch die in einem gemäß § 90 Abs 1 und 3 StVO erlassenen Bescheid enthaltenen Auflagen sind solche Schutznormen. (T18)
Veröff: SZ 2016/143
Vgl auch; Beis ähnlich wie T8; Veröff: SZ 2017/21
Vgl auch; Beisatz: Vom Arbeitgeber auferlegte Sicherheitsvorschriften können als Schutznormen qualifiziert werden, wenn sie auf gesetzlicher Grundlage beruhen oder zumindest behördlich genehmigt waren. (T19)
ECLI:AT:OGH0002:1969:RS0027415
JJR_19690417_OGH0002_0020OB00393_6800000_001
Rechtssatz für 2Ob351/69 2Ob99/72 (2Ob1...
RS0080594
2Ob351/69; 2Ob99/72 (2Ob100/72); 7Ob76/74; 1Ob147/75; 7Ob16/77 (7Ob17/77); 6Ob509/78; 7Ob32/78; 7Ob43/78 (7Ob44/78, 7Ob45/78); 2Ob147/78; 3Ob523/79; 8Ob141/79; 7Ob32/86; 7Ob1003/87; 8Ob2/87; 1Ob705/88; 7Ob30/89; 7Ob4/92; 3Ob559/91; 6Ob34/03y; 3Ob305/02b; 7Ob19/05b; 9Ob104/04s; 2Ob78/06v; 10Ob68/06g; 8Ob48/07b; 2Ob176/07g; 6Ob21/10x; 2Ob7/10h; 4Ob146/10i; 2Ob112/10z; 2Ob6/13s; 1Ob170/13a; 2Ob216/13y; 3Ob9/14s; 7Ob228/14a; 2Ob35/15h; 10Ob8/15x; 7Ob231/16w; 7Ob77/17z; 5Ob21/18a
Der Ausdruck "Schadenersatzanspruch" im § 67 VersVG 1958 erfasst nicht nur Schadenersatzansprüche im eigentlichen Sinn; er ist vielmehr im weitesten Sinn zu verstehen und bezieht sich auch auf Rückgriffsansprüche, Ausgleichsansprüche, Bereicherungsansprüche uä, durch diesen Übergang ändert sich aber die Rechtsnatur des Anspruches und die für ihn geltende Verjährungsfrist nicht.
Veröff: SZ 43/15 = EvBl 1970/329 S 578 = JBl 1971,36 = RZ 1970,205 = ZVR 1971/232 S 310
Veröff: ZVR 1974/38 S 49
Veröff: VersR 1975,747
1 Ob 147/75
Entscheidungstext OGH 10.09.1975 1 Ob 147/75
nur: Der Ausdruck "Schadenersatzanspruch" im § 67 VersVG 1958 erfasst nicht nur Schadenersatzansprüche im eigentlichen Sinn; er ist vielmehr im weitesten Sinn zu verstehen und bezieht sich auch auf Rückgriffsansprüche, Ausgleichsansprüche, Bereicherungsansprüche uä. (T1)
Veröff: VersR 1976,1171
nur T1; Veröff: VersR 1978,167
nur T1; Beisatz: Rückersatzanspruch nach § 1313 2. Satz ABGB. (T2)
7 Ob 32/78
Entscheidungstext OGH 29.06.1978 7 Ob 32/78
Veröff: SZ 51/106 = VersR 1979,460
nur T1; Veröff: VersR 1979/10 S 39
nur T1; Veröff: VersR 1979,753
Veröff: SZ 52/91 = VersR 1980,639
8 Ob 141/79
Entscheidungstext OGH 13.09.1979 8 Ob 141/79
nur: Durch diesen Übergang ändert sich aber die Rechtsnatur des Anspruches nicht. (T3)
7 Ob 1003/87
Entscheidungstext OGH 12.02.1987 7 Ob 1003/87
7 Ob 30/89
Entscheidungstext OGH 30.11.1989 7 Ob 30/89
Auch; nur T1; Veröff: VersRdSch 1990,255
7 Ob 4/92
Entscheidungstext OGH 05.03.1992 7 Ob 4/92
nur T1; Veröff: VersRdSch 1992,405 = VersR 1993,340
3 Ob 559/91
Entscheidungstext OGH 29.04.1992 3 Ob 559/91
nur T1; Veröff: SZ 65/70
Auch; nur T3; Veröff: SZ 2005/72
nur T3; Veröff: SZ 2008/73
nur T3; Beisatz: Gleiches muss aber auch für den Fall gelten, dass die Versicherung einen an sie gemäß § 67 VersVG übergegangenen Anspruch an den Versicherungsnehmer rückzediert. (T4)
Beisatz: Da sich die Rechtsstellung des haftpflichtigen Schädigers durch den Forderungsübergang nicht ändert, stehen ihm alle Einwendungen offen, die ihm auch gegenüber dem Versicherungsnehmer zugestanden wären, insbesondere der Einwand des Allein- bzw Mitverschuldens. (T5)
Auch; Beisatz: § 67 VersVG erfasst über ihren Wortlaut hinaus alle Ansprüche, die der Versicherungsnehmer anlässlich des Versicherungsfalls erwirbt. (T6)
2 Ob 35/15h
Entscheidungstext OGH 21.10.2015 2 Ob 35/15h
Auch; Veröff: SZ 2015/112
Vgl aber; Beisatz: Hier: Ein nach § 332 ASVG auf den Sozialversicherungsträger übergegangener Schadenersatzanspruch wegen eines ärztlichen Kunstfehlers. (T7)
ECLI:AT:OGH0002:1970:RS0080594
JJR_19700122_OGH0002_0020OB00351_6900000_002
Rechtssatz für 2Ob134/75 2Ob147/78 8Ob...
RS0017522
2Ob134/75; 2Ob147/78; 8Ob270/80; 8Ob109/81; 7Ob26/82; 8Ob2/87; 8Ob27/94; 9Ob2138/96v; 9Ob137/99h; 7Ob19/05b; 2Ob78/06v; 1Ob31/08b; 2Ob66/09h; 2Ob112/10z; 1Ob204/12z; 2Ob191/12w; 6Ob205/14m; 9ObA8/15i; 6Ob159/15y; 6Ob136/16t; 2Ob152/16s; 4Ob11/18y
Für den Ausgleichsanspruch zwischen mehreren Haftpflichtigen gemäß § 896 ABGB ist das zwischen ihnen bestehende "besondere Verhältnis" entscheidend.
8 Ob 270/80
Entscheidungstext OGH 12.03.1981 8 Ob 270/80
Auch; Veröff: JBl 1983,202 = VersR 1984,973
8 Ob 27/94
Entscheidungstext OGH 09.02.1995 8 Ob 27/94
Auch; Veröff: SZ 68/29
Auch; Beisatz: Hier: Rückgriff nach § 12 PHG. (T1)
Veröff: SZ 70/5
Beisatz: Dieses besondere Verhältnis kann auf rechtsgeschäftlichen Beziehungen zwischen den Mitschuldnern beruhen, aber auch auf schadenersatzrechtlichen Verflechtungen und sonstigen Umständen, die im konkreten Fall ein Abweichen vom Rückgriff nach Kopfteilen rechtfertigen. (T2)
Auch; Beisatz: Dieses kann auf rechtsgeschäftlichen Beziehungen zwischen den Mitschuldnern, aber auch auf schadenersatzrechtlichen Verflechtungen und sonstigen berücksichtigungswürdigen Umständen beruhen. (T3)
1 Ob 31/08b
Entscheidungstext OGH 30.09.2008 1 Ob 31/08b
2 Ob 66/09h
Entscheidungstext OGH 03.09.2009 2 Ob 66/09h
Auch; Beisatz: Hier: Frage des Regresses einem Haftenden nach dem PHG und einem solchen nach dem EKHG. (T4)
Auch; Beis wie T2; Veröff: SZ 2016/25
Vgl; Beisatz: Die Bestimmung des § 896 ABGB ist zwar auch auf das Innenverhältnis zwischen mehreren Schadenersatzpflichtigen anwendbar, sie betrifft jedoch nur das Verhältnis zwischen mehreren solidarisch Haftenden. (T5)
6 Ob 136/16t
Entscheidungstext OGH 30.08.2016 6 Ob 136/16t
Vgl; Beis wie T5 nur: § 896 ABGB betrifft nur das Verhältnis zwischen mehreren solidarisch Haftenden. (T6)
Vgl; Beisatz: § 11 EKHG konkretisiert das „besondere Verhältnis“ zwischen mehreren Beteiligten an einem Verkehrsunfall, die einem Dritten haften. (T7); Veröff: SZ 2016/112
4 Ob 11/18y
Entscheidungstext OGH 11.06.2018 4 Ob 11/18y
Auch; Beisatz: Die Kopfteilhaftung des § 896 ABGB kommt nur dann zur Anwendung, wenn sich aus dem besonderen Verhältnis zwischen den Solidarschuldnern nichts anderes ergibt. (T8)
Beisatz: Sie kann etwa dann ganz ausgeschlossen sein, wenn einer von mehreren Solidarschuldnern im Innenverhältnis nur Sicherungsgeber werden sollte. (T9)
ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0017522
JJR_19751016_OGH0002_0020OB00134_7500000_002
Rechtssatz für 5Ob520/76 6Ob609/77 7Ob...
RS0026204
5Ob520/76; 6Ob609/77; 7Ob763/81; 7Ob819/81; 14ObA64/87; 7Ob280/06m; 2Ob112/10z
Fahrlässigkeit ist dann gegeben, wenn der Täter die gehörige Sorgfalt außer Acht läßt. Soweit hiebei der Grad Aufmerksamkeit zu beurteilen ist, muß ein objektiver Maßstab angelegt werden.
nur: Fahrlässigkeit ist dann gegeben, wenn der Täter die gehörige Sorgfalt außer Acht läßt. (T1)
Vgl aber; Beisatz: Dem Täter ist nur dann ein Vorwurf zu machen, wenn er nach seinen subjektiven Fähigkeiten in der Lage war, die Rechtswidrigkeit seines Verhaltens zu erkennen und sich dementsprechend zu verhalten. (T2)
14 ObA 64/87
Entscheidungstext OGH 17.06.1987 14 ObA 64/87
Vgl auch; Beisatz: Hier: Autofahrt im alkoholisierten Zustand. (T3); Beisatz: Da ein objektiver Maßstabanzulegen ist, kommt es nicht darauf an, dass sich der Fahrer noch „fahrtüchtig gefühlt" hat. (T4)
ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0026204
JJR_19760330_OGH0002_0050OB00520_7600000_001
Rechtssatz für 8Ob227/76 (8Ob228/76) 6O...
RS0026343
8Ob227/76 (8Ob228/76); 6Ob609/77; 8Ob72/78; 7Ob819/81; 8Ob76/84; 7Ob56/87; 2Ob36/88; 2Ob28/89; 3Ob57/07i; 2Ob112/10z; 3Ob232/11f; 7Ob31/15g
Ein Verschulden ist nur gegeben, wenn der gewöhnliche Grad des Fleißes und der Aufmerksamkeit nicht eingehalten wurde.
Veröff: ZVR 1979/80 S 86
Ähnlich; Beisatz: Zum Vorwurf der Sorglosigkeit in eigenen Angelegenheiten: es kommt darauf an, ob der Geschädigte jene Sorgfalt außer acht gelassen hat, die ein ordentlicher und verständiger Mensch (der maßstabgerechte Durchschnittsmensch) in der konkreten Lage zur Vermeidung des Schadens anzuwenden pflegt. (T1)
Veröff: ZVR 1989,55
Auch; Beis ähnlich wie T1; Beisatz: Hier: Sorgfalt beim Tanzen. (T2)
Auch; Auch Beis wie T1; Beisatz: Es ist auch das Wissen einzubeziehen, das der Täter um die konkreten Umstände hatte. Das Wissen-Müssen richtet sich von vornherein nach dem, was ein maßgerechter Mensch in der konkreten Situation hätte wissen müssen. (T3)
Beisatz: Es handelt auch fahrlässig, wer ein Verhalten für erlaubt hält, obwohl es erkennbar rechtswidrig ist; zB wer bei gehöriger Aufmerksamkeit den Eintritt des Schadens voraussehen hätte können. (T4)
ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0026343
JJR_19761222_OGH0002_0080OB00227_7600000_001
Rechtssatz für 2Ob66/80 8Ob270/80 8Ob1...
RS0026824
2Ob66/80; 8Ob270/80; 8Ob109/81; 8Ob245/81; 2Ob6/98s; 2Ob252/07h; 2Ob112/10z; 2Ob85/11f; 9Ob49/12i; 2Ob4/13x; 6Ob205/14m; 2Ob61/17k; 2Ob121/19m
Das Ausmaß eines nach § 1302 ABGB in Verbindung mit § 896 ABGB zu beurteilenden Regressanspruches bestimmt sich primär nach den zwischen den solidarische Verpflichteten bestehenden Verhältnissen, also zum Beispiel nach Verursachungsanteilen oder Verschuldensanteilen. Im Fall eines durch mehrere Kraftfahrzeuge verursachten Schadens ist allerdings von den (Spezialbestimmungen) Bestimmungen des §§ 8 Abs 2 und 11 Abs 1 erster Satz EKHG auszugehen, nach welchen sich aber der Rückgriffsanspruch ebenfalls in erster Linie danach richtet, inwieweit der Schaden vorwiegend von dem einen oder anderen Beteiligten verschuldet wurde. Das Ausmaß des Regressanspruches wird jedenfalls erst durch die konkreten Umstände des Falles bestimmt.
2 Ob 66/80
Entscheidungstext OGH 10.06.1980 2 Ob 66/80
nur: Das Ausmaß eines nach § 1302 ABGB in Verbindung mit § 896 ABGB zu beurteilenden Regressanspruches bestimmt sich primär nach den zwischen den solidarische Verpflichteten bestehenden Verhältnissen, also zum Beispiel nach Verursachungsanteilen oder Verschuldensanteilen. Im Fall eines durch mehrere Kraftfahrzeuge verursachten Schadens ist allerdings von den (Spezialbestimmungen) Bestimmungen des §§ 8 Abs 2 und 11 Abs 1 erster Satz EKHG auszugehen, nach welchen sich aber der Rückgriffsanspruch ebenfalls in erster Linie danach richtet, inwieweit der Schaden vorwiegend von dem einen oder anderen Beteiligten verschuldet wurde. (T1)
Vgl; Veröff: ZVR 1982/282 S 246
Vgl auch; nur T1; Beisatz: Bei einer Rückgriffsforderung gemäß § 11 Abs 1 Satz 1 EKHG haften mehrere Rückgriffsschuldner nicht solidarisch, sondern nur nach Maßgabe ihrer Anteile, das heißt entsprechend der Reihenfolge der Zurechnungsgründe gemäß § 11 Abs 1 EKHG. Trifft die erstbeklagte Partei eine Verschuldenshaftung, die zweitbeklagte Partei aber nur eine Gefährdungshaftung, hat sich die klagende Partei in erster Linie bei der erstbeklagten Partei zu regressieren. Nur wenn die Forderung bei dieser uneinbringlich wäre, könnte die zweitbeklagte Partei zum (anteiligen) Regress herangezogen werden. (T2)
Auch; nur: Im Fall eines durch mehrere Kraftfahrzeuge verursachten Schadens ist allerdings von den (Spezialbestimmungen) Bestimmungen des §§ 8 Abs 2 und 11 Abs 1 erster Satz EKHG auszugehen, nach welchen sich aber der Rückgriffsanspruch ebenfalls in erster Linie danach richtet, inwieweit der Schaden vorwiegend von dem einen oder anderen Beteiligten verschuldet wurde. (T3)
Auch; nur: Das Ausmaß eines nach § 1302 ABGB in Verbindung mit § 896 ABGB zu beurteilenden Regressanspruches bestimmt sich primär nach den zwischen den solidarische Verpflichteten bestehenden Verhältnissen, also zum Beispiel nach Verursachungsanteilen oder Verschuldensanteilen. (T4)
Auch; nur T4; Veröff: SZ 2013/41
Auch; Beisatz: vgl aber: In Bezug auf Eigenschäden (hier: der Seilbahnbetreiberin) liegt kein Regressverhältnis zwischen den Streitteilen vor, sodass der Geschädigten hier keine Haftungsquotierung entgegen gehalten werden kann. (T5)
Vgl; nur ähnlich T4; Beisatz: Die Gewichtung der Zurechnungsgründe bei Festsetzung der Regressquoten, hängt von den konkreten Umständen des Einzelfalls ab. (T6)
ECLI:AT:OGH0002:1980:RS0026824
JJR_19800610_OGH0002_0020OB00066_8000000_001
Rechtssatz für 8Ob291/81 8Ob27/85 2Ob2...
RS0076669
8Ob291/81; 8Ob27/85; 2Ob249/08v; 2Ob112/10z
IPRG §38 Abs2
Ob und inwieweit der ausländische Kaskoversicherer die an seinen Versicherungsnehmer erbrachten Leistungen von einem Dritten ersetzt erhalten kann, bestimmt sich nach dem Recht des Staates der Niederlassung des Versicherers.
Entscheidungstext OGH 01.02.1982 8 Ob 291/81
Veröff: SZ 55/9 = VersR 1983,695 = ZVR 1983/19 S 25
Vgl; Beisatz: Der gesetzliche Übergang von Forderungen mit außervertraglicher Grundlage ist nach dem Zessionsgrundstatut zu beurteilen. (T1)
ECLI:AT:OGH0002:1982:RS0076669
JJR_19820201_OGH0002_0080OB00291_8100000_003
Rechtssatz für 8Ob291/81 8Ob27/85 7Ob2...
RS0026788
8Ob291/81; 8Ob27/85; 7Ob281/00z; 2Ob78/06v; 2Ob238/07z; 2Ob112/10z
IPRG §46
Regressansprüche des ausländischen Haftpflichtversicherers sind nach österreichischem Recht zu beurteilen, wenn die Schadenersatzansprüche der geschädigten Dritten nach österreichischem Recht zu beurteilen waren.
7 Ob 281/00z
Entscheidungstext OGH 14.03.2001 7 Ob 281/00z
Ähnlich; Beisatz: Hier: Rückgriffsanspruch des Verbandes der Versicherungsunternehmen Österreichs, der aufgrund des multilateralen Garantieabkommens 1991 Zahlung an eine ausländische Versicherung leistet, gegenüber dem österreichischen Fahrzeughalter. (T1); Veröff: SZ 74/44
Auch; Beisatz: Hier: Da vorliegend die Schadenersatzansprüche der geschädigten Dritten nach österreichischem Recht zu beurteilen und zu befriedigen waren, begründet dies eine so starke Beziehung zur österreichischen Rechtsordnung im Sinne des § 1 Abs 1 IPRG, dass auch für den geltend gemachten Regressanspruch des Haftpflichtversicherers gegen den in Deutschland ansässigen Produzenten österreichisches Recht maßgeblich ist. (T2); Veröff: SZ 2006/160
Auch; Vgl Beis wie T2; Beisatz: Hier: Seilbahnunglück Sölden. (T3)
ECLI:AT:OGH0002:1982:RS0026788
JJR_19820211_OGH0002_0080OB00291_8100000_001
Rechtssatz für 7Ob52/83 7Ob49/88 1Ob55...
RS0081235
7Ob52/83; 7Ob49/88; 1Ob555/95; 2Ob332/00p; 4Ob94/04h; 2Ob78/06v; 2Ob7/10h; 4Ob146/10i; 2Ob112/10z; 2Ob216/13y; 7Ob55/15m; 2Ob35/15h; 10Ob8/15x
Die Legalzession des § 67 VersVG hat schon nach dem Wortlaut der Bestimmung nicht die Befriedigung einer Forderung des dritten Geschädigten zur Voraussetzung, sondern die Befriedigung des Versicherungsnehmers. Diese geschieht in der Haftpflichtversicherung durch die Deckung des Drittschadens. Deshalb führte die Zahlung an die Verletzte durch den Kraftfahrzeughaftpflichtversicherer zum Übergang der oben genannten, den Schadenersatzansprüchen gleichgestellten Ausgleichsansprüche und Regressansprüche, die sonst dem Versicherungsnehmer zugestanden wären, auf den Versicherer.
Veröff: VersR 1984,1184 = ZVR 1985/7 S 14
7 Ob 49/88
Entscheidungstext OGH 23.11.1988 7 Ob 49/88
Veröff: SZ 61/259 = VersR 1989,827 = ZVR 1991/90 S 238 = RZ 1990/9 S 39 = VersRdSch 1989,282
nur: Die Legalzession des § 67 VersVG hat schon nach dem Wortlaut der Bestimmung nicht die Befriedigung einer Forderung des dritten Geschädigten zur Voraussetzung, sondern die Befriedigung des Versicherungsnehmers. Diese geschieht in der Haftpflichtversicherung durch die Deckung des Drittschadens. (T1)
Veröff: SZ 69/17
2 Ob 332/00p
Entscheidungstext OGH 21.12.2000 2 Ob 332/00p
Veröff: SZ 2004/81
Auch; nur T1; Veröff: SZ 2015/112
ECLI:AT:OGH0002:1984:RS0081235
JJR_19840308_OGH0002_0070OB00052_8300000_001
Rechtssatz für 14Ob200/86 2Ob29/94 1Ob...
RS0077439
14Ob200/86; 2Ob29/94; 1Ob2030/96x; 2Ob216/97x; 2Ob249/08v; 2Ob112/10z; 10Ob16/13w; 10Ob59/12t; 10Ob27/13p; 5Ob215/12x; 4Ob40/13f; 4Ob175/18s
Für die Voraussetzungen und dem Umfang der Legalzession einer Forderung kraft Befriedigung des Gläubigers ist die das Innenverhältnis zwischen dem bisherigen Gläubiger und dem ihn befriedigenden Dritten beherrschende Rechtsordnung maßgebend. (Hier gemäß § 38 Abs 2 IPRG: § 67 VersVG, § 6 DHG).
14 Ob 200/86
Entscheidungstext OGH 02.12.1986 14 Ob 200/86
Veröff: SZ 59/214 = JBl 1987,737 (Scheffenacker)
2 Ob 29/94
Entscheidungstext OGH 21.12.1995 2 Ob 29/94
1 Ob 2030/96x
Entscheidungstext OGH 29.05.1996 1 Ob 2030/96x
Auch; Beisatz: Ein gesetzlicher Forderungsübergang dem Sachrecht jener Rechtsordnung unterstellt, die die Leistungspflicht des Drittzahlers verfügt und damit den Zessionsgrund geliefert hat. (T1)
Vgl; Beisatz: Der gesetzliche Übergang von Forderungen mit außervertraglicher Grundlage ist nach dem Zessionsgrundstatut zu beurteilen. (T2)
Vgl auch; Beis ähnlich wie T1; Beisatz: Hier: Art 15 Rom I‑VO. (T3)
Bem: Siehe RS0129065. (T4)
ECLI:AT:OGH0002:1986:RS0077439
JJR_19861202_OGH0002_0140OB00200_8600000_002
Rechtssatz für 9ObA199/90 9ObA234/91 1...
RS0036784
9ObA199/90; 9ObA234/91; 10ObS201/93; 10ObS238/94; 10ObS116/97z; 9ObA9/00i; 9ObA297/00t (9ObA298/00i); 10ObS371/01h; 3Ob175/03m (3Ob214/03x); 9ObA79/04i; 7Ob161/06m; 1Ob47/07d; 3Ob22/07t; 8Ob16/08y (8Ob32/08a); 2Ob112/10z; 3Ob60/13i; 5Ob185/15i
ZPO §146 III
An berufliche rechtskundige Parteienvertreter ist ein strengerer Maßstab anzulegen als an rechtsunkundige oder bisher noch nie an gerichtlichen Verfahren beteiligte Personen.
9 ObA 199/90
Entscheidungstext OGH 29.08.1990 9 ObA 199/90
Veröff: EvBl 1991/18 S 103 = RZ 1991/60 S 199 = AnwBl 1991,49
9 ObA 234/91
Entscheidungstext OGH 15.01.1992 9 ObA 234/91
Auch; Beisatz: Handelt es sich um ein von einem Rechtsanwalt verschuldetes Versäumnis, ist der Maßstab die Sorgfalt eines gewissenhaften Rechtsanwaltes. (T1)
10 ObS 201/93
Entscheidungstext OGH 14.10.1993 10 ObS 201/93
10 ObS 238/94
Entscheidungstext OGH 25.10.1994 10 ObS 238/94
10 ObS 116/97z
Entscheidungstext OGH 22.05.1997 10 ObS 116/97z
9 ObA 9/00i
Entscheidungstext OGH 26.04.2000 9 ObA 9/00i
9 ObA 297/00t
Entscheidungstext OGH 24.01.2001 9 ObA 297/00t
Auch; Beisatz: Dies gilt auch für qualifizierte Personen gemäß § 40 Abs 1 Z 2 ASGG. (T2)
10 ObS 371/01h
Entscheidungstext OGH 11.12.2001 10 ObS 371/01h
Beisatz: Ein Rechtsirrtum eines berufsmäßigen Parteienvertreters ist einer Wiedereinsetzung grundsätzlich unzugänglich. (T3)
3 Ob 175/03m
Entscheidungstext OGH 25.03.2004 3 Ob 175/03m
Auch; Beisatz: Rechtsanwälte sind daher am Sorgfaltsmaßstab des §1299 ABGB zu messen. (T4); Veröff: SZ 2004/43
Entscheidungstext OGH 11.01.2005 9 ObA 79/04i
Auch; Beis wie T2; Beisatz: Hier: Fristversäumung als Folge eines nicht mehr entschuldbaren Organisationsmangels. (T5)
7 Ob 161/06m
Entscheidungstext OGH 30.08.2006 7 Ob 161/06m
1 Ob 47/07d
Entscheidungstext OGH 26.06.2007 1 Ob 47/07d
Auch; Beis ähnlich wie T3; Beis wie T4; Beisatz: Hier: Die urlaubsbedingte Überlassung der Fristenkontrolle an eine mit dem österreichischen Verfahrensrecht nicht vertraute ausländische Rechtsanwältin stellt ein grobes Organisationsverschulden dar. (T6)
8 Ob 16/08y
Entscheidungstext OGH 28.02.2008 8 Ob 16/08y
Beisatz: Hier: Irrtum über die Länge der Rechtsmittelfrist. (T7)
3 Ob 60/13i
Entscheidungstext OGH 16.04.2013 3 Ob 60/13i
5 Ob 185/15i
Entscheidungstext OGH 25.09.2015 5 Ob 185/15i
ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0036784
JJR_19900829_OGH0002_009OBA00199_9000000_002
Rechtssatz für 7Ob27/91 8Ob17/08w 4Ob1...
RS0081312
7Ob27/91; 8Ob17/08w; 4Ob146/10i; 2Ob112/10z; 7Ob126/11x; 1Ob150/13k
VersVG §74 ff
Im Falle der Fremdversicherung tritt bei § 67 VersVG der Versicherte derart an die Stelle des Versicherungsnehmers, daß sein Schadenersatzanspruch gegen den Ersatzpflichtigen im Umfang der Versicherungsleistung auf den Versicherer übergeht.
7 Ob 27/91
Entscheidungstext OGH 10.10.1991 7 Ob 27/91
Veröff: SZ 64/140 = JBl 1992,523 = VersRdSch 1992,85 = VersR 1992,770 = RdW 1992,176 = RdW 1992,366
Vgl; Beisatz: Der mitversicherte Halter ist für die Anwendung des § 67 VersVG dem Versicherungsnehmer gleichzuhalten. (T1)
Beisatz: Dementsprechend muss sich der Versicherer im Regressprozess gegen weitere Mithaftende auch ein Verschulden des Versicherten zurechnen lassen. (T2)
ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0081312
JJR_19911010_OGH0002_0070OB00027_9100000_004
Rechtssatz für 1Ob514/93 9Ob137/99h 7O...
RS0017575
1Ob514/93; 9Ob137/99h; 7Ob19/05b; 2Ob112/10z; 6Ob205/14m
Die Beweislast für einen nicht kopfteiligen Ausgleich trifft denjenigen, der sich auf eine besondere Regelung beruft.
ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0017575
JJR_19930511_OGH0002_0010OB00514_9300000_003
Rechtssatz für 1Ob533/94 8Ob1567/95 1O...
RS0041036
1Ob533/94; 8Ob1567/95; 1Ob378/98i; 7Ob200/00p; 5Ob49/01v; 3Ob81/01k; 1Ob2/05h; 2Ob268/06k; 2Ob157/09s; 2Ob112/10z; 7Ob91/15f
ZPO idF WGN 1989 §393 Abs1
Ein Zwischenurteil bei Anspruchshäufung in einer Klage darf schon dann gefällt werden, wenn auch nur ein Teilanspruch mit irgendeinem Betrag zu Recht besteht und die anspruchsbegründenden Tatbestandsvoraussetzungen auch für die anderen Teilansprüche zu bejahen sind.
Vgl; Beisatz: Ein Zwischenurteil über den Anspruchsgrund kann nach der Novellierung des § 393 Abs 1 ZPO durch die WGN 1989 auch dann erlassen werden, wenn noch strittig ist, ob der Klageanspruch überhaupt mit irgendeinem Betrag zu Recht besteht. (T1)
Auch; Veröff: SZ 74/115
ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0041036
JJR_19940311_OGH0002_0010OB00533_9400000_004
Rechtssatz für 7Ob626/95 2Ob216/97x 2O...
RS0083638
7Ob626/95; 2Ob216/97x; 2Ob170/05x; 2Ob16/05z; 3Ob25/07h; 2Ob249/08v; 2Ob112/10z; 2Ob27/12b; 10Ob16/13w; 10Ob59/12t; 10Ob27/13p; 5Ob215/12x; 4Ob40/13f; 2Ob35/15h; 2Ob227/15v; 7Ob143/16d; 4Ob47/18t
ASVG §332
EuUVO Art15
HUP 2007 Art10
IPRG §48
Ein gesetzlicher Forderungsübergang wird nach herrschender Meinung dem Sachrecht jener Rechtsordnung unterstellt, die die Leistungspflicht des Drittzahlers verfügt und damit den Zessionsgrund geliefert hat. Die Person des Legalzessionars bleibt dem maßgeblichen Zessionsgrundstatut überlassen. In gleicher Weise wie die Legalzession sind auch die übrigen privatrechtlichen Fälle des Ausgleichs für pflichtgemäße Gläubigerbefriedigung durch Dritte zu behandeln.
7 Ob 626/95
Entscheidungstext OGH 08.11.1995 7 Ob 626/95
nur: Ein gesetzlicher Forderungsübergang wird nach herrschender Meinung dem Sachrecht jener Rechtsordnung unterstellt, die die Leistungspflicht des Drittzahlers verfügt und damit den Zessionsgrund geliefert hat. (T1)
2 Ob 170/05x
Entscheidungstext OGH 19.12.2005 2 Ob 170/05x
Beisatz: Übergang der Schadenersatzansprüche der niederländischen Unfallbeteiligten auf den klagenden niederländischen Sozialversicherungsträger ist nach niederländischem Recht zu prüfen. (T2)
2 Ob 16/05z
Entscheidungstext OGH 02.03.2006 2 Ob 16/05z
Auch; Beisatz: Die Legalzession auf Sozialversicherungsträger unterliegt dem Sachrecht jener Rechtsordnung, die die Leistungspflicht des Sozialversicherungsträger verfügt und damit den Zessionsgrund geliefert hat (Zessionsgrundstatut) untersteht. (T3)
Vgl auch; Beisatz: Hier: Der Unterhaltsanspruch der Klägerin ist gemäß dem Personalstatut nach österreichischem Recht zu beurteilen, die Voraussetzungen und der Inhalt der Legalzession an den deutschen Sozialhilfeträger dagegen nach deutschem Recht. (T4)
Beis wie T3; Beisatz: Der gesetzliche Übergang von Forderungen mit außervertraglicher Grundlage ist nach dem Zessionsgrundstatut zu beurteilen. (T5)
Auch; nur T1; Beisatz: Bei Legalzessionen ist die Übertragbarkeit nach dem Zessionsgrundstatut zu beurteilen. (T6)
Vgl auch; Beisatz: Hier: Art 15 Rom I‑VO. (T7)
Bem: Siehe RS0129065. (T8)
Beisatz: Hier: Übergang des Ersatzanspruchs auf den Dienstgeber durch die Lohnfortzahlung. (T9)
Auch; Beisatz: Art 15 EuUVO iVm Art 10 HUP. (T10)
4 Ob 47/18t
Entscheidungstext OGH 29.05.2018 4 Ob 47/18t
ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0083638
JJR_19951108_OGH0002_0070OB00626_9500000_002
Rechtssatz für 2Ob149/97v 2Ob228/10h 2...
RS0107615
2Ob149/97v; 2Ob228/10h; 2Ob112/10z; 1Ob135/18m
Bei der Nichteinhaltung der gebotenen Sorgfalt kommt es nicht darauf an, ob den Lenker ein Verschulden trifft. Das Gesetz stellt, wenn es "jede gebotene Sorgfalt" verlangt, auf einen rein objektiven Maßstab ab. Dass die Haftung jedenfalls dann eingreift, wenn dieses Maß an Sorgfalt nicht eingehalten wird, findet seinen Grund darin, dass dann ein objektiver Mangel in der Sphäre des Halters vorliegt.
ECLI:AT:OGH0002:1997:RS0107615
JJR_19970410_OGH0002_0020OB00149_97V0000_002
Rechtssatz für 1Ob373/98d 3Ob22/07t 2O...
RS0111775
1Ob373/98d; 3Ob22/07t; 2Ob112/10z; 7Ob18/13t; 5Ob46/14x; 4Ob185/13d
ZPO §148
Bei Freistellung der Revisionsbeantwortung ist ein Antrag auf Wiedereinsetzung gegen die Versäumung der Revisionsbeantwortungsfrist unmittelbar beim Obersten Gerichtshof einzubringen.
Auch; Beisatz: Hier: Außerstreitverfahren. (T1)
Entscheidungstext OGH 17.09.2013 7 Ob 18/13t
Entscheidungstext OGH 23.04.2014 5 Ob 46/14x
Vgl aber; Beisatz: Da das Rekursgericht den ordentlichen Revisionsrekurs für zulässig erklärt hat, wurde die Revisionsrekursbeantwortung und der damit verbundene Wiedereinsetzungsantrag vom Erstantragsgegner zutreffend beim Erstgericht (§ 68 Abs 3 Z 1 AußStrG) und somit ohnedies beim funktionell zuständigen Gericht eingebracht. Eine Zurückweisung des ‑ offenkundig lediglich versehentlich an den Obersten Gerichtshof gerichteten - Wiedereinsetzungsantrags kommt in diesem Fall nicht in Betracht. (T2)
Entscheidungstext OGH 17.02.2014 4 Ob 185/13d
ECLI:AT:OGH0002:1999:RS0111775
JJR_19990323_OGH0002_0010OB00373_98D0000_001
Rechtssatz für 1Ob373/98d 9ObA297/00t (...
RS0111777
1Ob373/98d; 9ObA297/00t (9ObA298/00i); 9ObA249/01k; 10ObS371/01h; 7Ob161/06m; 1Ob47/07d; 3Ob22/07t; 2Ob112/10z; 5Ob132/12s; 3Ob60/13i; 7Ob18/13t; 5Ob46/14x (5Ob41/15p); 5Ob185/15i; 6Ob6/16z; 6Ob66/17z; 1Ob119/17g; 1Ob213/17f
ZPO §39
ZPO §146 I
Grobes Verschulden des Vertreters und dessen Hilfskräfte bei Versäumung befristeter Prozesshandlungen ist im Wiedereinsetzungsverfahren der Partei zuzurechnen.
9 ObA 249/01k
Entscheidungstext OGH 10.10.2001 9 ObA 249/01k
Vgl auch; Beisatz: Auf die direkte Unterordnung der Hilfskraft kommt es nicht an. (T1)
Auch; Beisatz: Ein Wiedereinsetzungswerber hat sich ein Verschulden seines Rechtsvertreters wie eigenes Verschulden anrechnen zu lassen. (T2)
5 Ob 132/12s
Entscheidungstext OGH 05.09.2012 5 Ob 132/12s
Beisatz: Hier: des gesetzlichen Vertreters. (T3)
6 Ob 6/16z
Entscheidungstext OGH 14.01.2016 6 Ob 6/16z
Auch; Beisatz: Hier: Grobes Verschulden des Verfahrenshilfeanwalts. (T4)
6 Ob 66/17z
Entscheidungstext OGH 29.05.2017 6 Ob 66/17z
1 Ob 119/17g
Entscheidungstext OGH 28.06.2017 1 Ob 119/17g
Beisatz: Wenn ein Rechtsanwalt die Einrichtung eines Kontrollsystems zur Überwachung von Fristen unterlässt, liegt ein Versehen minderen Grades nicht mehr vor. (T5)
Beisatz: Hier: Sendebericht / Zustellprotokoll nicht ausgedruckt. (T6)
1 Ob 213/17f
Entscheidungstext OGH 29.11.2017 1 Ob 213/17f
Auch; Beisatz: Grobes Verschulden des Parteienvertreters ist der Partei zuzurechnen. (T7)
Beisatz: Hier: Von einem Anwalt wird jedwede eigene Überprüfung der Rechtzeitigkeit bei der Verfassung eines Rechtsmittels unterlassen und der von der Kanzleikraft gesetzte Eingangsvermerk nicht kontrolliert - auffallende Sorglosigkeit (mwN). Verspäteter Wiedereinsetzungsantrag. (T8)
ECLI:AT:OGH0002:1999:RS0111777
JJR_19990323_OGH0002_0010OB00373_98D0000_002
Rechtssatz für 2Ob215/07t 2Ob112/10z 2...
RS0123056
2Ob215/07t; 2Ob112/10z; 2Ob4/13x; 10Ob29/16m
Ein Zulieferer von Rohstoffen oder Bestandteilen ist regelmäßig nicht als Erfüllungsgehilfe des Produzenten anzusehen. Selbiges ist auch für den Transporteur von Rohstoffen zumindest vertretbar.
Auch; nur: Ein Zulieferer von Rohstoffen oder Bestandteilen ist regelmäßig nicht als Erfüllungsgehilfe des Produzenten anzusehen. (T1)
Beisatz: Vgl aber: Dies trifft jedoch dann zu, wenn die Anlieferung des Materials allein Sache des Werkunternehmers ist und als Bestandteil des Werkvertrags zu erachten ist. (T2)
Auch; nur T1; Beisatz: Ein Tierzüchter ist als Hersteller der von ihm gezüchteten Tiere anzusehen, ein ‑ vom Züchter verschiedener ‑ Halter eines Deckrüden hingegen als Lieferant des Samens und damit einem Zulieferer eines Rohstoffes gleichzuhalten. Dieser ist daher in der Regel nicht als Erfüllungsgehilfe des Züchters im Vorbereitungsstadium zu qualifizieren. (T3) ; Veröff: SZ 2017/74
ECLI:AT:OGH0002:2007:RS0123056
JJR_20071217_OGH0002_0020OB00215_07T0000_002
Rechtssatz für 2Ob215/07t 2Ob112/10z
RS0123057
2Ob215/07t; 2Ob112/10z
Im der Bauart und dem hängenden, in der Luft frei schwebenden Transport einer Gondel immanenten Pendeln bei einer Seilbahn (beim Aussteigen) ist grundsätzlich keine besondere Gefahrensituation gelegen, die die Annahme einer außergewöhnlichen Betriebsgefahr rechtfertigen könnte.
Eine solche liegt aber bei einer starken Seilbahnschwingung mit Riss des Klemmapparates einer Seilbahngondel vor, die durch das Herabfallen eines Lastenkübels von einem über die Seilbahn fliegenden Hubschrauber auf den Förderstrang ausgelöst würde.
Ein derartiger Unfall steht nicht nur in einem adäquaten Kausalzusammenhang, sondern auch einem Gefahrenzusammenhang mit dem Betrieb der Seilbahn, deren typische Gefährlichkeit der Fortbewegung in beträchtlicher Höhe über dem Erdboden durch das plötzliche starke Schwingen potenziert und damit zu einer außergewöhnlichen Betriebsgefahr verstärkt wurde.
Vgl; Bem: Neuerlich Seilbahnunglück Sölden. (T1)
ECLI:AT:OGH0002:2007:RS0123057
JJR_20071217_OGH0002_0020OB00215_07T0000_003
Rechtssatz für 2Ob119/09b 2Ob189/09x 2...
RS0125652
2Ob119/09b; 2Ob189/09x; 2Ob112/10z
LFG idF BGBl I 1997/102
Die Haftpflichtversicherung hat auch Ansprüche von außenstehenden Dritten nach anderen Rechtsgrundlagen und gegen andere Personen als den Halter, vor allem gegen den Piloten, zu decken. In solchen Fällen handelt es sich um eine Versicherung auf fremde Rechnung.
Bem: Seilbahnunglück Sölden. (T1)
2 Ob 189/09x
Entscheidungstext OGH 18.12.2009 2 Ob 189/09x
Auch; Bem wie T1
ECLI:AT:OGH0002:2009:RS0125652
JJR_20091126_OGH0002_0020OB00119_09B0000_004
Rechtssatz für 2Ob119/09b 2Ob112/10z
RS0125654
2Ob119/09b; 2Ob112/10z
AOCV 2004 §16
Bei der Bestimmung des § 16 AOCV, deren Adressat insbesondere der Pilot des Hubschraubers ist, handelt es sich um eine Schutznorm iSd § 1311 ABGB, die den Schutz der körperlichen Integrität und des Eigentums der „auf der Erde" befindlichen Personen, somit die Hintanhaltung von Drittschäden bezweckt.
Bem: Weiterer Rechtsstreit betreffend Seilbahnunglück Sölden. (T1); Beisatz: Diese inländische Schutznorm regelt ganz allgemein den Transport von Außenlasten mit Hubschraubern und geht von ihrer Bedeutung über den in § 1 Abs 1 AOCV 2004 definierten Geltungsbereich der Verordnung hinaus. (T2); Beisatz: Schutzzweck dieser Bestimmung ist, bei Hubschrauberflügen (welcher Art auch immer) die mit dem Transport von Außenlasten verbundenen Gefahren für die geschützten Rechtsgüter durch Einhaltung der vorgeschriebenen Maßnahmen möglichst gering zu halten. In diesem Zusammenhang kommt es daher nicht darauf an, ob der Hubschrauberflug ein „Arbeitsflug“ oder ein „bloßer Transportflug“ iSd § 2 Abs 4 der Zivilluftfahrzeug‑ und Luftgerät-Verordnung (ZLLV) war. (T3)
ECLI:AT:OGH0002:2009:RS0125654
JJR_20091126_OGH0002_0020OB00119_09B0000_006
Rechtssatz für 2Ob119/09b 2Ob60/09a 2O...
RS0125655
2Ob119/09b; 2Ob60/09a; 2Ob61/09y; 2Ob189/09x; 2Ob112/10z
LFG idF BGBl I 1997/102 §131
LFG idF BGBl I 1997/102 §134
Die Bestimmung des § 16 AOCV 2004 enthält keineswegs ein „generelles Verbot" von Transportflügen mit Außenlasten, sondern es hat der Pilot den Flug so zu wählen, dass die Gefahr eines Drittschadens soweit als möglich vermieden werden soll. Sie ist dahin auszulegen, dass der Pilot nicht nur die sicherste Flugroute, sondern auch den sichersten Zeitpunkt für die Absolvierung des Flugs zu wählen hat. Dabei muss eine Abwägung der gefährdeten Rechtsgüter zum Vorrang des Schutzes von Leben und Gesundheit vor dem Schutz des Eigentums führen.
Beisatz: Gegen die Verfassungsgemäßheit des § 16 Abs 2 letzter Satz AOCV 2004 bestehen keine Bedenken. (T1); Bem: Seilbahnunglück Sölden. (T2)
Vgl auch; Bem wie T2
ECLI:AT:OGH0002:2009:RS0125655
JJR_20091126_OGH0002_0020OB00119_09B0000_007
Rechtssatz für 2Ob112/10z 7Ob18/13t 1O...
RS0127149
2Ob112/10z; 7Ob18/13t; 1Ob119/17g
ZPO §146 Abs1 III
Grobes Verschulden eines Parteienvertreters bei der Versäumung einer befristeten Prozesshandlung ist regelmäßig darin zu erblicken, wenn der unterlaufene Fehler auf einer mangelhaften Organisation beruht.
Beisatz: Berufsmäßige Parteienvertreter (Rechtsanwälte) unterliegen dabei dem erhöhten Haftungsmaßstab des § 1299 ABGB. (T1)
Beisatz: Ein Rechtsanwalt muss eine Organisation schaffen, die es ermöglicht, auch offensichtlich leicht vorkommende Versehen im Nachhinein nachvollziehen und kontrollieren zu können. Er muss dafür sorgen, dass ein zugestelltes, noch nicht ausgedrucktes und noch dazu fristauslösendes Schriftstück nicht völlig außer Evidenz geraten kann, ohne dass ihm eine Kontrolle, ob alle eingelangten Schriftstücke auch vorgelegt werden, möglich ist. (T2)
Beisatz: Grobes Organisationsversehen mangels Vorkehrungen dagegen, dass eine befristete Prozesshandlung schon allein wegen eines unbedachten Vermerks „erledigt“ unterblieb. (T3)
Beis wie T1; Beis wie T2; Beisatz: Wenn ein Rechtsanwalt die Einrichtung eines Kontrollsystems zur Überwachung von Fristen unterlässt, liegt ein Versehen minderen Grades nicht mehr vor. (T4)
Beisatz: Hier: Sendebericht / Zustellprotokoll nicht ausgedruckt. (T5)
ECLI:AT:OGH0002:2011:RS0127149
JJR_20110622_OGH0002_0020OB00112_10Z0000_001
Rechtssatz für 2Ob112/10z
RS0127150
Ist für den Parteienvertreter trotz nachträglicher Recherchen nicht nachvollziehbar, warum ein verfasster Rechtsmittelschriftsatz nicht an das Gericht übermittelt wurde, der Schriftsatz selbst nicht mehr auffindbar, und können ferner die zeitlichen Abläufe nicht annähernd dargestellt werden, so indiziert dies ein Organisationsverschulden des Parteienvertreters, welches einen bloß minderen Grad des Versehens übersteigt.
ECLI:AT:OGH0002:2011:RS0127150
JJR_20110622_OGH0002_0020OB00112_10Z0000_002
Rechtssatz für 2Ob112/10z 2Ob152/16s 2...
RS0127151
2Ob112/10z; 2Ob152/16s; 2Ob103/17m
LFG §152
§ 152 LFG und § 11 EKHG sind jeweils lex specialis gegenüber § 896 ABGB.
Auch; nur: § 11 EKHG ist lex specialis gegenüber § 896 ABGB. (T1)
Beisatz: Soweit § 11 EKHG keine besonderen Regelungen trifft, sind auf das nach § 8 EKHG begründete Gesamtschuldverhältnis die allgemeinen Bestimmungen der §§ 891 ff ABGB anzuwenden. (T2); Veröff: SZ 2016/112
ECLI:AT:OGH0002:2011:RS0127151
JJR_20110622_OGH0002_0020OB00112_10Z0000_003
Rechtssatz für 2Ob112/10z 2Ob4/13x
RS0127152
2Ob112/10z; 2Ob4/13x
Keine unmittelbare Anwendung des § 152 LFG oder des § 11 Abs 1 Satz 1 EKHG, wenn die Verursachung des Schadens nicht „durch mehrere Luftfahrzeuge oder Flugmodelle“, bzw „durch mehrere Eisenbahnen oder mehrere Kraftfahrzeuge oder durch eine oder mehrere Eisenbahnen und ein oder mehrere Kraftfahrzeuge“ erfolgt ist. Richtigerweise bestimmt sich der Solidarschuldnerregress in einem Schadensfall, in welchem ein Luftfahrzeug und eine Seilbahn involviert sind nach den §§ 896, 1302 ABGB, wobei Besonderheiten der jeweils normierten Haftungsregeln bei internen Ausgleich in die Abwägung der Zurechnungsgründe einzubeziehen sind.
Bem: hier im Zusammenhang mit Hubschrauber‑Seilbahnunglück Sölden. (T1)
Auch; nur: Richtigerweise bestimmt sich der Solidarschuldnerregress in einem Schadensfall, in welchem ein Luftfahrzeug und eine Seilbahn involviert sind nach den §§ 896, 1302 ABGB, wobei Besonderheiten der jeweils normierten Haftungsregeln bei internen Ausgleich in die Abwägung der Zurechnungsgründe einzubeziehen sind. (T2)
Beisatz: vgl aber: In Bezug auf Eigenschäden (hier: der Seilbahnbetreiberin) liegt kein Regressverhältnis zwischen den Streitteilen vor, sodass der Geschädigten hier keine Haftungsquotierung entgegen gehalten werden kann. (T3)
ECLI:AT:OGH0002:2011:RS0127152
JJR_20110622_OGH0002_0020OB00112_10Z0000_004