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Timestamp: 2018-11-19 20:57:45
Document Index: 59626845

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 242', '§ 611', '§ 628', 'BGH', '§ 626', 'BGH', 'BGH', '§ 626', '§ 314', 'BGH', '§ 313', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 611', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 611', '§ 626', '§ 626', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 38', 'BGH']

BGH, 19.10.1987 - II ZR 97/87 - dejure.org
Wechsel zur Konkurrenz ohne das bestehende Dienstverhältnis aus wichtigem Grund zu kündigen - Abfindung eines ehemaligen Geschäftsführers einer GmbH, die von einer GmbH&Co KG übernommen wurde - Verwirkung von Dienstbezügen
Vergütungsanspruch des Dienstverpflichteten grundsätzlich auch bei Verstoß gegen das Wettbewerbsverbot
BGB § 242, § 611, § 628 Abs. 2
NJW-RR 1988, 352
ZIP 1988, 47
BGHR BGB § 626 Abs. 1 Wichtiger Grund 1
BB 1988, 88
DB 1988, 225
b) Voraussetzung für eine außerordentliche Kündigung aus wichtigem Grund ist, dass dem Kündigenden die Fortsetzung des Vertragsverhältnisses unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalles und unter Abwägung der beiderseitigen Interessen nicht zugemutet werden kann (…z.B. BGH, Urteile vom 13. Februar 1995 - II ZR 225/93 - BGHR BGB § 626 Abs. 1 wichtiger Grund 7;… vom 9. November 1992 - II ZR 234/91 - aaO wichtiger Grund 4 und vom 19. Oktober 1987 - II ZR 97/87 - aaO wichtiger Grund 1; zu § 314 BGB: BGH…, Urteil vom 9. März 2010 - VI ZR 52/09 - NJW 2010, 1874 Rn. 15; siehe ferner zu § 313 BGB: BGH…, Urteil vom 30. April 2009 - I ZR 42/07 - BGHZ 181, 77 Rn. 72).
Allenfalls in besonders krass liegenden Fällen, in denen sich der Arbeitnehmer gegenüber dem anderen Teil grob verwerflich verhalten hat, kann dem Vergütungsanspruch der Arglisteinwand entgegengehalten werden (BGH 19. Oktober 1987 - II ZR 97/87 - zu 1 der Gründe, AP BGB § 611 Konkurrenzklausel Nr. 33) .
BGH, 04.04.2017 - II ZR 77/16
GmbH: Wirksamkeit von Gesellschafterbeschlüssen über die Abberufung eines …
Eine solche Feststellung erfordert eine Abwägung der betroffenen Interessen aufgrund aller Umstände des Einzelfalls (BGH, Urteil vom 19. Oktober 1987 - II ZR 97/87, ZIP 1988, 47, 48;… Beschluss vom 10. Dezember 2007 - II ZR 289/06, ZIP 2008, 694 Rn. 2).
Dieser liegt vor, wenn dem Vertragspartner bei Abwägung aller Umstände die Fortsetzung des Vertragsverhältnisses zu dem Empfänger der Kündigung auch bis zum Ablauf einer ordentlichen Kündigungsfrist nicht zuzumuten ist (…vgl. u.a. BGH, Urt. v. 03.12.1973 - II ZR 85/70, WM 1974, 131, 133; Urt. v. 19.10.1987 - II ZR 97/87, ZIP 1988, 47, 48).
Ein Ermessensfehler liegt insbesondere dann vor, wenn wesentliche Tatsachen außer Acht gelassen oder nicht vollständig gewürdigt worden sind (vgl. BGH 9. März 1992 - II ZR 102/91 - ZIP 1992, 539, zu 1 b der Gründe; 19. Oktober 1987 - II ZR 97/87 - AP BGB § 611 Konkurrenzklausel Nr. 33, zu 2 der Gründe; BAG 6. November 1998 - 2 AZR 801/96 - AP BGB § 626 Nr. 142 = EzA BGB § 626 nF Nr. 171).
Die Vorenthaltung der Dienstbezüge ist grundsätzlich geeignet, einen wichtigen Grund für die Kündigung zu bilden (BGH 19. Oktober 1987 - II ZR 97/87 - aaO, zu 2 der Gründe).
Zwar muss der Dienstverpflichtete bis zur rechtswirksamen Beendigung des Dienstverhältnisses grundsätzlich jeden Wettbewerb unterlassen, wenn er eine vom Geschäftsherrn ausgesprochene Kündigung für ungerechtfertigt hält und deshalb auch weiterhin die sich aus dem Vertrage für ihn ergebenen Rechte in Anspruch nimmt (BGH, Urteil vom 19.10.1987, Az. II ZR 97/87, juris, Tz. 7 m. w. Nw.).
Im Falle des Vorenthaltens der Dienstbezüge ist es nicht grob treuwidrig, in Konkurrenz tätig zu sein (BGH, Urteil vom 19.10.1987, Az. II ZR 97/87, juris, Tz. 7).
So hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass dem Vergütungsanspruch unter Umständen selbst dann nicht der Arglisteinwand entgegengehalten werden kann, wenn der Geschäftsführer unerlaubte Wettbewerbshandlungen begangen hat (Urt. v. 19.10.1987 - II ZR 97/87, NJW-RR 1988, 352 f. Tz. 7).
aa) Für einen solchen Rechtsmißbrauch mit Anspruchsverlust genügt aber nicht jede Pflichtverletzung; vielmehr ist dafür regelmäßig eine besonders schwerwiegende, grobe Pflichtverletzung des treuwidrig handelnden Berechtigten erforderlich (BGHZ 55, 274, 279 f; BGH, Urt. v. 19. Oktober 1987 - II ZR 97/87, NJW-RR 1988, 352, 353; v. 25. November 1996 - II ZR 118/95, NJW-RR 1997, 348, 349).
Ein wichtiger Grund liegt nur vor, wenn dem Dienstherrn bei Abwägung aller Umstände die Weiterbeschäftigung des Dienstverpflichteten in seiner bisherigen oder einer entsprechenden Stellung bis zum Ablauf der ordentlichen Kündigungsfrist nicht zuzumuten ist (Sen.Urt. v. 3. Dezember 1973 - II ZR 85/70, WM 1974, 131, 133 und v. 19. Oktober 1987 - II ZR 97/87, ZIP 1988, 47, 48).
OLG Saarbrücken, 10.10.2006 - 4 U 382/05
Unwirksamkeit von Beschlüssen wegen Gesellschafterversammlung in der Urlaubszeit …
Wichtiger Grund ist jeder Umstand, der ein Verbleiben des Abzuberufenden in seiner Organstellung für die Gesellschaft unzumutbar macht ( BGH NJW-RR 88, 352 f. ;… Zöllner/Noack in Baumbach / Hueck , HGB, 18. Aufl. Rn. 11 zu § 38 mwNw. ).
BGH, 09.03.1992 - II ZR 102/91
Kündigung aus wichtigem Grund durch GmbH-Geschäftsfüher bei Vorwürfen durch …
OLG Oldenburg, 17.02.2000 - 1 U 155/99
Vertragsstrafe wegen Verstoßes eines abberufenen und freigestellten …
LG Bielefeld, 23.11.2010 - 15 O 86/10
Anspruch eines Geschäftsführers einer Gesellschaft auf Zahlung seines Gehaltes …
OLG Hamm, 24.06.1994 - 25 U 149/90
Fristlose Kündigung des Anstellungsvertrages mit einem GmbH-Geschäftsführer