Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=GRUR%202014,%20503
Timestamp: 2020-02-23 20:55:09
Document Index: 135984720

Matched Legal Cases: ['Art. 12', '§ 69', '§ 1', '§ 2', 'Art 12', '§ 69', '§ 1', '§ 2', '§ 1', '§ 1', '§ 25', '§ 25', '§ 1', '§ 113', '§ 113']

BVerwG, 19.09.2013 - 3 C 15.12 - dejure.org
https://dejure.org/2013,24903
BVerwG, 19.09.2013 - 3 C 15.12 (https://dejure.org/2013,24903)
BVerwG, Entscheidung vom 19.09.2013 - 3 C 15.12 (https://dejure.org/2013,24903)
BVerwG, Entscheidung vom 19. September 2013 - 3 C 15.12 (https://dejure.org/2013,24903)
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GG Art. 12 Abs. 1; AMG § 69 Abs. 1 Satz 1; ApBetrO § 1a Abs. 10 Nr. 2, § 2 Abs. 4
Apotheke; apothekenrechtliche Untersagungsverfügung; apothekenübliche Waren; zulässiges Warensortiment; Nebensortiment; Verkaufsverbot; Gegenstände, die der Gesundheit von Menschen unmittelbar dienen oder diese fördern; objektiv geeignet, die Gesundheit positiv zu ...
Art 12 Abs 1 GG, § 69 Abs 1 S 1 AMG 1976, § 1a Abs 10 Nr 2 ApoBetrO 1987, § 2 Abs 4 S 1 ApoBetrO 1987
Verkaufsverbot nicht apothekenüblicher Ware; objektiver Gesundheitsbezug; Magnetschmuck
Der Verkauf von Magnetschmuck in Apotheken ist unzulässig
Magnetschmuck in Apotheken zu verkaufen, ist unzulässig.
Kein Verkauf von Magnetschmuck in Apotheken
Positive Wirkung auf Gesundheit bezweifelt - Kein Verkauf von Magnetschmuck in der Apotheke
Magnetschmuck aus der Apotheke? - Apotheken dürfen nur gesundheitsfördernde Produkte anbieten
Kein Magnetschmuck in Apotheken
Magnetschmuck ist keine apothekenübliche Ware nach der ApBetrO
Magnetschmuck nicht aus der Apotheke
Magnetschmuck darf in Apotheken nicht verkauft werden
Verkauf von Magnetschmuck in der Apotheke ist unzulässig
BVerwG, 10.05.2012 - 3 C 15.12
BVerwGE 148, 28
NJW 2014, 1030
GRUR 2014, 503
Sie kann schon beim inzwischen geltenden § 1a Abs. 10 Nr. 2 ApBetrO, der ein unmittelbares Dienen oder Fördern voraussetzt, nicht verlangt werden (vgl. BVerwG, Urteil vom 19. September 2013 - 3 C 15/12, GRUR 2014, 503 Rn. 16;… aA Pfeil/Pieck, Apothekenbetriebsordnung, 5. Aufl., 9. Lief. 2012, § 1a Rn. 154) und konnte daher erst recht nicht bei § 25 Nr. 2 ApBetrO aF gefordert werden, bei dem ein nur mittelbarer Gesundheitsbezug ausreichte.
vgl. BVerwG, Urteil vom 19. September 2013 - 3 C 15.12 -, juris, Rn. 8, sowie Beschluss vom 1. September 2017 - 3 B 50.16 -, juris, Rn. 8.
Die Ermächtigung erstreckt sich auch auf die Überwachung des ordnungsgemäßen Betriebs von Apotheken und auf ordnungsrechtliche Maßnahmen bei Verstößen gegen das Apothekenrecht (stRspr; vgl. zuletzt BVerwG, Urteil vom 19. September 2013 - 3 C 15.12 - BVerwGE 148, 28 Rn. 8 m.w.N.).
Für die Beurteilung der Rechtmäßigkeit ist daher auf die im Zeitpunkt der Entscheidung des erkennenden Senats geltende Rechtslage abzustellen (BVerwG, Urteil vom 19. September 2013 - 3 C 15.12 - BVerwGE 148, 28 Rn. 9 m.w.N.).
OVG Nordrhein-Westfalen, 25.09.2013 - 13 A 523/11
Im Übrigen ist die grundsätzliche Bedeutung auf Grund der Aufhebung des § 25 Nr. 2 ApBetrO a.F. durch die Vierte Änderungsverordnung zur ApBetrO und wegen des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts vom 19. September 2013 - 3 C 15.12 - mittlerweile entfallen.
vgl. auch die Bezugnahme auf § 1a Abs. 10 Nr. 2 ApBetrO 2012 im Urteil des BVerwG vom 19. September 2013 - 3 C 15.12 -, Pressemitteilung Nr. 68/2013.
vgl. OVG NRW, Urteil vom 15. März 2012 - 13 A 2774/08 -, www.nrwe.de; BVerwG, Urteil vom 19. September 2013 - 3 C 15.12 -.
vgl. BVerwG, Urteil vom 19. September 2013 - 3 C 15.12 - OVG NRW, Urteil vom 15. März 2012 - 13 A 2774/08 -, a. a. O.
Für die Beurteilung einer Anfechtungsklage gegen belastende Verwaltungsakte mit Dauerwirkung ist vorbehaltlich einer anderweitigen materiellen Regelung die Sach- und Rechtslage zum Zeitpunkt der letzten tatsachengerichtlichen Entscheidung maßgeblich, weil der Dauerverwaltungsakt seine Regelungswirkung ständig neu entfaltet und das zugrunde liegende Verwaltungsrechtsverhältnis ständig neu konkretisiert wird (…vgl. BVerwG, Urteile vom 23. September 2010 - 3 C 37.09 - BVerwGE 138, 21 Rn. 21 und vom 19. September 2013 - 3 C 15.12 - BVerwGE 148, 28 Rn. 9;… vgl. Riese, in: Schoch/Schneider/Bier, VwGO, Stand Mai 2018, § 113 Rn. 264 ff. m.w.N.).
Nach dieser Rechtsprechung ist maßgeblich für den Erfolg einer gegen einen Dauerverwaltungsakt gerichteten Klage regelmäßig die Sach- und Rechtslage zum Zeitpunkt der letzten tatsachengerichtlichen Verhandlung, wenn das materielle Recht nicht die Maßgeblichkeit eines anderen Zeitpunkts bestimmt und sich die Sach- oder Rechtslage seit Erlass des Dauerverwaltungsakts nicht verändert hat (stRspr, vgl. BVerwG, Urteil vom 19. September 2013 - 3 C 15.12 - BVerwGE 148, 28 Rn. 9;… Beschluss vom 5. Januar 2012 - 8 B 62.11 - Buchholz 310 § 113 Abs. 1 VwGO Nr. 39 Rn. 13).
VG München, 20.03.2019 - M 18 K 17.3701
Kein Zutrittsverbot für Kinde und Jugendliche zur Lasertag-Anlage
Beim Vorliegen eines Dauerverwaltungsaktes ist auf die Sach- und Rechtslage im Zeitpunkt der gerichtlichen Entscheidung abzustellen, wenn das materielle Recht - wie hier - nicht die Maßgeblichkeit eines anderen Zeitpunkts bestimmt (BVerwG, U.v. 19.9.2013 - 3 C 15/12 - juris Rn. 9;… BVerwG, B.v. 29.10.2014 - 9 B 32/14 - juris Rn. 3).