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Timestamp: 2016-10-26 02:27:15
Document Index: 142241570

Matched Legal Cases: ['Art. 72', 'Art. 74', 'Art. 75', 'Art. 90', 'Art. 76', 'Art. 100', 'Art. 95', 'Art. 106', 'Art. 42', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 97', 'Art. 95', 'Art. 106', 'BGE', 'BGE', 'Art. 4', 'BGE', 'BGE', 'Art. 99', 'BGE', 'Art. 125', 'Art. 277', 'Art. 42', 'Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'Art. 29', 'BGE', 'Art. 125', 'Art. 99', 'Art. 277', 'BGE', 'Art. 277', 'BGE', 'BGE', 'Art. 99', 'Art. 66']

5A_440/2013 (30.12.2013)
5A_440/2013 � � Urteil vom 30. Dezember 2013
Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau, Zivilgericht, 2. Kammer, vom 1. Mai 2013.
X.________ (geb. 1951) und Y.________ (geb. 1946) heirateten im Jahr 1988. Ihre gemeinsame Tochter ist vollj�hrig.
B.a.�Die Parteien l�sten den gemeinsamen Haushalt am 1. April 2004 auf. Am 3. Juli 2007 leitete X.________ beim Bezirksgericht Baden das Scheidungsverfahren ein. In Bezug auf den vorliegend strittigen nachehelichen Unterhalt beantragte er, es sei festzustellen, dass die Ehefrau keinen Anspruch auf Unterhalt habe. Y.________ beantragte diesbez�glich mit Klageantwort vom 31. Januar 2008, der Ehemann sei zu verpflichten, ihr bis zu ihrem Eintritt ins ordentliche AHV-Alter (Ende August 2010) einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 3'183.-- und anschliessend unbefristet Fr. 1'733.-- zu bezahlen. An der Verhandlung des Bezirksgerichts vom 17. September 2009 pr�zisierte Y.________ dies insofern, als ihr nach der Pensionierung Fr. 2'250.-- zuzusprechen seien.
B.b.�Mit Urteil des Bezirksgerichts Baden vom 14. April 2011 wurden die Parteien geschieden. Den von X.________ geschuldeten nachehelichen Unterhalt setzte das Gericht wie folgt fest: Ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis und mit Dezember 2016 Fr. 3'340.-- pro Monat, ab 1. Januar 2017 Fr. 2'240.--. Sodann regelte es die �brigen Folgen der Scheidung (insb. Ausgleich berufliche Vorsorge, g�terrechtliche Auseinandersetzung).
C.a.�Am 27. Mai 2011 erhob X.________ in Bezug auf den Unterhaltspunkt Berufung an das Obergericht des Kantons Aargau. Er verlangte, es sei festzustellen, dass Y.________ keinen Anspruch auf nachehelichen Unterhalt habe. Y.________ schloss mit Berufungsantwort vom 10. August 2011 (Postaufgabe 22. August 2011) auf Abweisung der Berufung.
C.b.�Mit Eingabe vom 13. August 2011 reichte die nicht (mehr) anwaltlich vertretene Y.________ eine Anschlussberufung ein, welche sie mit Schreiben vom 10. Oktober 2011 wieder zur�ckzog. Beide Parteien reichten weitere Stellungnahmen und Beweismittel ein. X.________ beantragte eine m�ndliche Berufungsverhandlung.
C.c.�Mit Urteil vom 1. Mai 2013 hiess das Obergericht die Berufung (unter Abweisung des Antrags auf eine m�ndliche Verhandlung) teilweise gut und es verpflichtete X.________, ab Rechtskraft des Scheidungsurteils Y.________ monatlich einen Unterhaltsbeitrag von Fr. 1'500.-- zu bezahlen. Die Gerichtskosten auferlegte es den Parteien h�lftig. Parteientsch�digungen sprach es keine zu.
X.________ zieht dieses Urteil mit Beschwerde in Zivilsachen vom 13. Juni 2013 an das Bundesgericht weiter. Er beantragt, er sei lediglich dazu zu verpflichten, ab dem 1. Juni 2013 einen nachehelichen Unterhaltsbeitrag von monatlich Fr. 400.-- zu bezahlen. Eventuell sei das Verfahren zur Erg�nzung des Beweisverfahrens und zur neuen Beurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Die Kosten seien Y.________ aufzuerlegen.
�Das Bundesgericht hat die Akten, aber keine Vernehmlassungen eingeholt.
1.1.�Angefochten sind die Fr. 30'000.-- �bersteigenden verm�gensrechtlichen Folgen eines kantonal letztinstanzlichen Ehescheidungsurteils (Art. 72 Abs. 1, Art. 74 Abs. 1 lit. b, Art. 75 Abs. 1, Art. 90 BGG). Der Beschwerdef�hrer ist gem�ss Art. 76 Abs. 1 BGG zur Beschwerde berechtigt. Die Beschwerdefrist (Art. 100 Abs. 1 BGG) ist ebenfalls eingehalten, womit die Beschwerde in Zivilsachen grunds�tzlich zul�ssig ist.
1.2.�In rechtlicher Hinsicht sind bei der Beschwerde in Zivilsachen alle R�gen gem�ss Art. 95 f. BGG zul�ssig und das Bundesgericht wendet in diesem Bereich das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Allerdings ist in der Beschwerdeschrift in gedr�ngter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG; BGE 133 II 249 E. 1.4.1 S. 254).
�Dabei ist das Bundesgericht grunds�tzlich an den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt gebunden (Art. 105 Abs. 1 BGG). Diesbez�glich kann einzig vorgebracht werden, er sei offensichtlich unrichtig festgestellt worden (Art. 97 Abs. 1 BGG) oder er beruhe auf einer anderen Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG. Hierf�r gilt das strenge R�geprinzip (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 133 II 249 E. 1.4.2 S. 254; BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246).
�Soweit die Festsetzung von Unterhalt in Frage steht, ist zu beachten, dass der Sachrichter in verschiedener Hinsicht auf sein Ermessen verwiesen ist (Art. 4 ZGB; BGE 134 III 577 E. 4 S. 580; 127 III 136 E. 3a S. 141). Bei der �berpr�fung solcher Entscheide �bt das Bundesgericht eine gewisse Zur�ckhaltung. Es greift nur ein, wenn die kantonale Instanz von dem ihr zustehenden Ermessen falschen Gebrauch gemacht hat (BGE 128 III 161 E. 2c/aa S. 162; 132 III 97 E. 1 S. 99).
�In der Beschwerde in Zivilsachen d�rfen �berdies keine neuen Tatsachen und Beweismittel vorgebracht werden, es sei denn, erst der Entscheid der Vorinstanz habe dazu Anlass gegeben (Art. 99 Abs. 1 BGG). In der Beschwerde ist darzutun, inwiefern die Voraussetzung f�r eine nachtr�gliche Einreichung von Tatsachen und Beweismitteln erf�llt sein soll (BGE 133 III 393 E. 3 S. 395).
Das Obergericht ging f�r die Berechnung des Unterhaltsbeitrages von den nachfolgend dargestellten finanziellen und pers�nlichen Verh�ltnissen der Parteien aus.
2.1.�W�hrend des ehelichen Zusammenlebens wiesen die Ehegatten einen Gesamtbedarf von Fr. 4'559.-- auf (Grundbetrag Fr. 1'550.--, Wohnkosten Fr. 1'153.--, Krankenkassenpr�mien Fr. 433.--, Berufskosten Beschwerdef�hrer Fr. 364.--, Steuern Fr. 1'059.--). Hinzu kam ein Unterhaltsbedarf der Tochter von Fr. 915.-- (Grundbetrag Fr. 500.--, Krankenkasse Fr. 59.60, Krankheitskosten Fr. 9.10, Kantonsschule Fr. 346.75). Dem standen monatliche Eink�nfte des Beschwerdef�hrers von Fr. 10'256.85 und der Beschwerdegegnerin von Fr. 610.25 gegen�ber. Daraus resultierte ein gemeinsamer �berschuss von Fr. 5'393.10 (Fr. 10'256.85 + Fr. 610.25 - Fr. 4'559.-- - Fr. 915.--). Gem�ss Vorinstanz stand der Beschwerdegegnerin damit w�hrend des Zusammenlebens ein monatlicher Betrag von Fr. 4'976.05 (h�lftiger Gesamtbedarf der Ehegatten von Fr. 2'279.50 zuz�glich h�lftiger �berschuss von Fr. 2'696.55) zur Bestreitung ihres Lebensunterhalts zur Verf�gung.
�Das Obergericht erwog sodann, zur Bestimmung des geb�hrenden Unterhalts der Beschwerdegegnerin sei in einem n�chsten Schritt eine Berechnung ihres aktuellen erweiterten Existenzminimums unter Ber�cksichtigung der trennungsbedingten Mehrkosten vorzunehmen. Das Existenzminimum belaufe sich aktuell auf Fr. 2'563.95 (Grundbetrag Fr. 1'100.--, Miete Fr. 1'200.--, Krankenkasse KVG Fr. 263.95). Zusammen mit dem Freibetrag, welcher der Beschwerdegegnerin w�hrend der Ehe zugestanden habe, betrage die Obergrenze ihres geb�hrenden Unterhalts somit Fr. 5'260.50 (Fr. 2'563.95 + Fr. 2'696.55). Wie aus dem Urteil hervor geht, lebt die sich noch in Ausbildung befindende Tochter bei der Beschwerdegegnerin. Die Kosten der Tochter wurden bei obenstehender Berechnung ausgeklammert.
2.2.�Zu den Eink�nften der bereits pensionierten Beschwerdegegnerin stellte die Vorinstanz fest, diese erhalte eine AHV-Rente von Fr. 2'267.-- sowie eine Pensionskassenrente von Fr. 394.70. Sodann sei ihr von der Pensionskasse des Beschwerdef�hrers eine Freiz�gigkeitsleistung von Fr. 280'635.-- ausbezahlt worden, wobei zu ber�cksichtigen sei, dass sie auf diesem Betrag eine Steuer von Fr. 22'356.-- zu bezahlen habe. Das verbleibende Kapital sei in eine lebensl�ngliche Rente umzuwandeln. Unter Annahme eines Zinssatzes von 1.5 % und eines Faktors von 19.58 (unter Verweis auf Sch�tzle/Weber, Kapitalisieren, Handbuch zur Anwendung der Barwerttafeln, 5. Aufl., Z�rich 2001, N 2.654) errechnete das Obergericht eine Rente von rund Fr. 1'099.-- monatlich. Dies ergab Eink�nfte von insgesamt Fr. 3'760.70 (Fr. 2'267.-- + Fr. 394.70 + Fr. 1'099.--).
�Vor diesem Hintergrund hielt das Obergericht fest, der Beschwerdegegnerin fehlten Fr. 1'500.-- (Fr. 5'260.50 - Fr. 3'760.70) zur Deckung ihres geb�hrenden Unterhalts.
2.3.�Bez�glich des Beschwerdef�hrers f�hrte das Obergericht aus, dieser lebe in einer Partnerschaft. Er weise bis zu seiner Pensionierung ein erweitertes Existenzminimum von Fr. 1'970.55 auf (Grundbetrag Fr. 850.--, h�lftige Wohnkosten Fr. 725.--, Kosten f�r die Arbeitssuche Fr. 100.--, Krankenkasse Fr. 295.55). Ab dem 1. Januar 2017 betrage sein Existenzminimum Fr. 1'870.55 (Wegfallen der Kosten f�r die Arbeitssuche infolge Pensionierung).
�Einkommenseitig stellte die Vorinstanz fest, dass der Beschwerdef�hrer gegenw�rtig arbeitslos sei. Die Arbeitslosenentsch�digung betrage Fr. 6'205.--, im �brigen sei in �bereinstimmung mit dem Erstrichter festzuhalten, dass er bis zum Eintritt in das Pensionsalter ein Einkommen in dieser H�he erzielen k�nne. Nach der Pensionierung werde er ab Januar 2017 eine AHV-Rente von Fr. 2'200.-- sowie Renten der Pensionskasse von Fr. 2'568.50 und aus der S�ule 3a von Fr. 224.50 erhalten. Hinzu k�men in jedem Fall Ertr�ge aus Verm�gensanlagen von Fr. 640.--. Insgesamt ergebe dies monatliche Eink�nfte von Fr. 6'845.-- bis Ende 2016 (Fr. 6'205.-- + Fr. 640.--) und danach Fr. 5'633.-- (Fr. 2'200.-- + Fr. 2'568.50 + Fr. 224.50 + Fr. 640.--). Mit dem Einkommen von Fr. 6'845.-- und einem Bedarf von Fr. 1'970.55 resultiere bis Ende 2016 ein Restbetrag von Fr. 4'874.45. Ab dem 1. Januar 2017 verbleibe bei Eink�nften von Fr. 5'633.-- und dem Bedarf von Fr. 1'870.55 noch ein �berschuss von Fr. 3'762.45.
�Das Obergericht befand, damit k�nne der Beschwerdef�hrer den Betrag von Fr. 1'500.--, welcher der Beschwerdegegnerin zur Deckung ihres geb�hrenden Unterhalts fehle, bezahlen.
Der Beschwerdef�hrer r�gt, die Vorinstanz habe Art. 125 ZGB und Art. 277 ZPO verletzt.
3.1.�Die vom Obergericht angewandte Berechnungsmethode beanstandet der Beschwerdef�hrer per se nicht als bundesrechtswidrig (Art. 42 Abs. 2 BGG). Jedoch moniert er, die Vorinstanz habe eine andere Berechnungsweise angewendet als die erste Instanz, ohne dass den Parteien vorg�ngig Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben worden sei. Die R�ge ist dahin gehend zu verstehen, dass er eine Verletzung seines rechtlichen Geh�rs r�gen will.
�Der verfassungsm�ssige Anspruch auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV) gew�hrleistet das Recht des Betroffenen, von den Akten Kenntnis zu nehmen (BGE 126 I 7 E. 2b S. 10), sich vor Erlass eines in seine Rechtsstellung eingreifenden Entscheides zu �ussern, erhebliche Beweise vorzulegen, und das Recht, mit seinen Beweisofferten zu erheblichen Tatsachen zugelassen zu werden, der Beweisabnahme beizuwohnen oder mindestens sich zum Beweisergebnis zu �ussern (BGE 127 III 576 E. 2c S. 578; 129 II 497 E. 2.2 S. 504; 132 II 485 E. 3.2 S. 494). Art. 29 Abs. 2 BV r�umt per se aber keinen Anspruch auf m�ndliche Anh�rung ein (BGE 134 I 140 E. 5.3 S. 148; 130 II 425 E. 2.1 S. 428).
�In seiner Berufung vom 27. Mai 2011 liess der Beschwerdef�hrer ausf�hren:
�"Die Vorinstanz (Erstrichter) pr�ft im Hinblick auf den nachehelichen Unterhalt vorerst Einkommen und Leistungsf�higkeit der Parteien. Gest�tzt darauf setzt sie den Unterhaltsbeitrag nach der Methode des betreibungsrechtlichen Existenzminimums mit �berschussverteilung fest. Diese Vorgehensweise ist falsch; sie widerspricht Lehre und bundesgerichtlicher Rechtsprechung. Der nacheheliche Bedarf setzt sich gem�ss Art. 125 Abs. 1 ZGB zusammen aus dem geb�hrenden Unterhalt und eventuell einer angemessenen Altersvorsorge. (...) Entscheidend ist der zuletzt in der Ehe gelebte Lebensstandard; abgestellt wird auf den Zeitpunkt vor Aufhebung des gemeinsamen Haushaltes." (S. 9).
�Mithin hat der Beschwerdef�hrer selbst verlangt, dass das Obergericht von der als falsch befundenen erstinstanzlichen Berechnungsmethode abweiche. Er hatte damit nicht nur die M�glichkeit, sich zur anzuwendenden Methode zu �ussern, sondern er hat diese M�glichkeit auch wahrgenommen. Ein Anspruch auf eine zus�tzliche, allenfalls sogar m�ndliche, Stellungnahme besteht nicht. Der Geh�rsr�ge ist damit die Grundlage entzogen.
�Vor diesem Hintergrund kann dem Beschwerdef�hrer auch nicht gefolgt werden, wenn er postuliert, dass er aufgrund der im angefochtenen Urteil angewandten neuen Berechnungsmethode vor Bundesgericht neue Behauptungen und Beweismittel einbringen k�nne. Die neuen Vorbringen und Unterlagen sind nicht zu ber�cksichtigen (Art. 99 BGG, vgl. vorstehend E. 1.2).
3.2.�Sodann erblickt er im Vorgehen des Obergerichts eine Verletzung des Verhandlungsgrundsatzes gem�ss Art. 277 ZPO. Die Beschwerdegegnerin habe zwecks Darlegung ihres Forderungsanspruchs nur eine Existenzminimumberechnung angestellt und einen Zuschlag hierzu gemacht, was keinen gen�genden Beweis bilde. Sie sei auf ihrer Klageantwort zu behaften, in der sie ihren geb�hrenden Unterhalt mit Fr. 4'733.-- beziffert habe. Die Vorinstanz habe den geb�hrenden Unterhalt indes auf Fr. 5'260.50 erh�ht und habe damit den Verhandlungsgrundsatz verletzt.
�Unter der Herrschaft der Dispositions- und Verhandlungsmaxime ist es Sache der Parteien, die geltend gemachten Anspr�che zu benennen sowie den Sachverhalt darzulegen und zu beweisen; dem Gericht obliegt, die zutreffenden Rechtss�tze auf den behaupteten und festgestellten Sachverhalt zur Anwendung zu bringen (vgl. BGE 115 II 464 E. 1 S. 465; zuletzt Urteil 5A_672/2012 vom 3. April 2013 E. 6.1). Etwas anderes gilt auch nicht unter Art. 277 ZPO.
�Die Beschwerdegegnerin bezeichnete tats�chlich an einer Stelle ihrer Klageantwort (S. 10) den Betrag von Fr. 4'733.-- als geb�hrenden Unterhalt. Aus ihrer Berechnung geht jedoch hervor, dass es sich hierbei um den erweiterten Grundbedarf handelt, wie sie dies an anderer Stelle auf derselben Seite auch korrekt benennt. Bei der Bezeichnung als geb�hrender Unterhalt handelte es sich offensichtlich um ein Versehen. Dies wird dadurch verdeutlicht, dass sie als nachehelichen Unterhalt im erstinstanzlichen Verfahren Fr. 3'183.-- bis zum Eintritt in das AHV-Alter und anschliessend Fr. 2'250.-- verlangte und nicht nur die Differenz zum erweiterten Grundbedarf. Wie vorstehend bereits dargelegt, war es sodann der Beschwerdef�hrer selbst, welcher verlangte, dass das Gericht nicht nach einer Existenzminimumberechnung vorgehe, sondern den letzten ehelichen Standard ermittle. Beide Parteien legten umfangreiche Beweismittel ins Recht. Entgegen der Behauptung des Beschwerdef�hrers sind damit vor dem Obergericht die notwendigen unterhaltsbezogenen Antr�ge und Tatsachenbehauptungen der Parteien aufgestellt worden. Mit dem der Beschwerdegegnerin zugesprochenen Unterhaltsbeitrag von Fr. 1'500.-- liegt das Obergericht �berdies deutlich unter deren Antrag. Eine Verletzung der Dispositionsmaxime ist nicht ersichtlich, bindet diese das Gericht doch lediglich an die Rechtsbegehren der Parteien.
�Was den erg�nzenden Vorwurf des Beschwerdef�hrers betrifft, die Vorinstanz habe sich in Bezug auf die Sachverhaltsfeststellungen auf ein fr�heres Eheschutzurteil des Bezirksgerichts vom 20. Februar 2006 abgest�tzt, so ist dieser unbegr�ndet. Der Beschwerdef�hrer hatte in seiner Scheidungsklage vom 3. Juli 2007 selbst hierauf Bezug genommen resp. darauf verwiesen. Die Eheschutzakten wurden in der Folge beigezogen und befinden sich bei den Scheidungsakten.
3.3.�In Bezug auf die konkrete vorinstanzliche Berechnung des geb�hrenden Unterhalts der Beschwerdegegnerin beanstandet er, die Tochter sei bei der �berschussteilung nicht ber�cksichtigt worden. Der Eheschutzrichter habe damals der Ehefrau f�r sich und die Tochter einen �berschussanteil von 60 %, ihm selbst einen solchen von 40 % zugewiesen. Damit sei klar, dass f�r die Ehefrau 40 % gedacht gewesen seien, die restlichen 20 % aber f�r die Tochter. Konsequenterweise st�nden daher der Beschwerdegegnerin vom �berschuss nur 40 % zu, n�mlich Fr. 2'157.25, und nicht die von der Vorinstanz zugesprochenen Fr. 2'696.55 (50 %). Der geb�hrende Unterhalt sei damit von Fr. 5'260.50 um Fr. 539.30 auf Fr. 4'721.20 zu reduzieren.
�Die Unterhaltsrechtsprechung kn�pft an den zuletzt gelebten Standard an; werden durch das wirtschaftliche Selbst�ndigwerden der Kinder Mittel frei, so ist davon auszugehen, dass diese gleichermassen f�r beide Ehegatten verwendet worden w�ren (BGE 134 III 577 E. 8 S. 580 mit Hinweisen). Gem�ss Vorinstanz befindet sich die vollj�hrige Tochter noch in Ausbildung; der Beschwerdef�hrer bezahle offenbar seit Eintritt der Vollj�hrigkeit keinen Unterhalt mehr f�r sie. Bei der Ermittlung des zu teilenden �berschusses, hat das Obergericht die Tochter dennoch insofern ber�cksichtigt, als es deren Bedarf von Fr. 915.-- vorg�ngig in Abzug brachte (vorstehend E. 2.1). Weiter anerkannte die Vorinstanz bei der Ermittlung der scheidungsbedingten Mehrkosten nur einen Teil der effektiven Wohnkosten der Beschwerdegegnerin. Die Vorinstanz hielt fest, die von dieser geltend gemachten Fr. 1'565.-- seien zu hoch bemessen. Es k�nnten nur angemessene Wohnkosten f�r die Beschwerdegegnerin alleine ber�cksichtigt werden resp. die erwachsene Tochter habe sich an den Wohnkosten zu beteiligen. Angerechnet wurden Fr. 1'200.-- (E. 2.1). Zudem wurde ihr aufgrund der Wohngemeinschaft mit der Tochter nur ein Grundbetrag von Fr. 1'100.-- anstelle von Fr. 1'200.-- angerechnet. Vor diesem Hintergrund stossen die Ausf�hrungen des Beschwerdef�hrers ins Leere.
3.4.�Der Beschwerdef�hrer kritisiert sodann, das Obergericht habe keine Sparquote ber�cksichtigt. Einerseits wirft er der Vorinstanz vor, sie habe die notwendigen Abkl�rungen zu einer allf�lligen Sparquote nicht getroffen. Anderseits behauptet er, aus den Akten des Scheidungsverfahrens h�tte es klare Anhaltspunkte f�r eine Sparquote gegeben. So will er die Beweismittel vorgelegt haben f�r Einzahlungen in die S�ule 3a von durchschnittlich Fr. 500.-- und f�r Liegenschaftsinvestitionen und Eink�ufe in die Pensionskasse von mindestens Fr. 700.-- pro Monat, was eine monatliche Sparquote von Fr. 1'200.-- ergebe. Dieser Betrag sei bei der Ermittlung des geb�hrenden Unterhalts ebenfalls abzuziehen.
�Soweit der Beschwerdef�hrer der Vorinstanz ungen�gende Abkl�rungen unterstellt, ist er darauf zu verweisen, dass der Beweis einer Sparquote den Parteien oblegen h�t te (BGE 137 III 102 E. 4.2.1.1 S. 106), womit es an ihm gelegen h�tte, s�mtliche sachdienlichen Beweismittel vorzulegen. Dies um so mehr, als er selbst eine Neuberechnung des letzten ehelichen Lebensstandards verlangt hatte (E. 3.1). Damit wird auch die von ihm in diesem Zusammenhang zus�tzlich erhobene R�ge, die Vorinstanz habe sein rechtliches Geh�r verletzt, indem sie trotz Fehlens von Unterlagen, welche zur Ermittlung des geb�hrenden Unterhalts notwendig gewesen w�ren, entschieden habe, gegenstandslos.
�Sodan n ist auf die von ihm erw�hnten Dokumente einzugehen, aus welchen die Vorinstanz seiner Ansicht nach auf eine Sparquote h�tte schliessen m�ssen. Betreffend Einzahlungen in die S�ule 3a verweist er auf Beilagen 53 und 54 zu seiner Eingabe vom 26. August 2009 an das Bezirksgericht Baden. Die beiden Dokumente geben Auskunft �ber den R�ckkaufswert zweier Policen der gebundenen Vorsorge bei der A.________. Aus den Dokumenten gehen zwar die R�ckkaufswerte hervor (Fr. 45'711.--; Fr. 32'148.--), indes findet sich kein Hinweis �ber die H�he allf�lliger regelm�ssig zu leistender resp. tats�chlich geleisteter Pr�mien. Die Dokumente verm�gen daher keine Sparquote zu belegen.
�Die Einzahlungen in die Pensionskasse seien aus Beilage 29 zur vorgenannten Eingabe vom 26. August 2009 ersichtlich. Aus dem genannten Dokument geht tats�chlich hervor, dass der Beschwerdef�hrer in den Jahren 1998 bis 2005 sieben Mal freiwillige Einlagen von je Fr. 10'000.-- geleistet hat (in den Jahren 1998 und 1999 erfolgten ausnahmsweise �berweisungen von Fr. 40'000.-- resp. Fr. 20'000.--). In den Jahren 2002 und 2003 blieb eine �berweisung g�nzlich aus, erst Ende 2004, also bereits nach der Trennung der Parteien erfolgte wieder eine Einzahlung. Nachdem f�r die Bestimmung des nachehelichen Standards der zuletzt gelebte eheliche Standard massgebend ist, kann der Beschwerdef�hrer damit auch aus diesem Argument nichts f�r sich ableiten, wurden doch genau in den Jahren vor der Trennung keine Einlagen get�tigt.
�Sodann bezieht er sich zum Liegenschaftsunterhalt auf eine Beilage 11 einer Eingabe an das Bezirksgericht Baden vom 22. Februar 2011. In den Akten des Bezirksgerichts findet sich indes, soweit ersichtlich, keine Eingabe des Beschwerdef�hrers mit diesem Datum. Es gibt lediglich eine Eingabe vom 22. Februar 2010, mit welcher jedoch nur Unterlagen der SVA Aargau eingereicht wurden. Seiner Beschwerde an das Bundesgericht legt der Beschwerdef�hrer die behauptete fr�here Beilage 11 bei (als Beilage 9 bezeichnet); eine Kopie der Eingabe, mit welcher er das Dokument eingereicht haben will, legt er jedoch nicht vor, womit nicht �berpr�ft werden kann, ob der Beleg dem Erstrichter effektiv vorgelegt worden war. Entsprechend muss das Beweismittel als neu gelten und ist nicht zu ber�cksichtigen (Art. 99 BGG, E. 1.2, E. 3.1). Dasselbe Ergebnis gilt f�r die als Beschwerdebeilagen 6, 7, 8, 10 und 11 neu eingereichten Belege betreffend Vorsorgeversicherung A.________ und Garteninvestitionen, welche aus den Jahren 2002 bis 2003 datieren. Diese Unterlagen h�tte er vor der Vorinstanz einreichen k�nnen und m�ssen.
��berdies muss festgestellt werden, dass sich der Beschwerdef�hrer ausschliesslich auf Dokumente bezieht, die er dem Erstrichter vorgelegt haben will. Indes bringt er mit keinem Wort vor, dass er vor der Vorinstanz die Ber�cksichtigung einer Sparquote verlangt h�tte. Darauf kann er vor Bundesgericht nicht zur�ckkommen.
3.5.�In Bezug auf die von der Vorinstanz festgestellten Einnahmen der Beschwerdegegnerin r�gt der Beschwerdef�hrer, das Obergericht habe bei der Verrentung der Freiz�gigkeitsleistung der Ehefrau (Kapitalauszahlung von Fr. 280'635.--) einen Steuerabzug von Fr. 22'356.-- gemacht. Bei ihm jedoch sei bei der Verrentung des Alterskapitals kein Steuerabzug vorgenommen worden, womit die Vorinstanz das Gleichheitsgebot verletzt habe. Entsprechend sei auf Seiten der Frau eine Korrektur bei der Verrentung anzubringen. Daraus resultiere eine h�here Rente aus Freiz�gigkeitsleistung von Fr. 1'194.40 (anstelle von Fr. 1'099.--, wie die Vorinstanz dies vorsah).
�Der Beschwerdef�hrer �bersieht, dass gem�ss der Feststellung des Obergerichts die Beschwerdegegnerin bereits Steuern im Umfang von Fr. 22'356.-- zu bezahlen hatte. Es bezog sich dabei auf eine Beilage 8 einer Eingabe der Beschwerdegegnerin vom 26. August 2013. Dabei handelt es sich um die provisorische Steuerrechnung 2011, wonach der genannte Betrag bis zum 30. Juni 2012 geschuldet war. Anders als der Beschwerdef�hrer, der mit (wahrscheinlich) zuk�nftig anfallenden Steuern argumentiert, musste die Beschwerdegegnerin somit den Abzug effektiv hinnehmen. Da es sich ausserdem im Resultat um eine Differenz von weniger als Fr. 100.-- handelt, ist keine falsche Ermessensaus�bung (E. 1.2) der Vorinstanz ersichtlich, wenn sie nur bei der Beschwerdegegnerin den Steuerabzug ber�cksichtigte.
3.6.�Schliesslich beanstandet der Beschwerdef�hrer "rein vorsorglich" die Berechnung seines Existenzbedarfs durch die Vorinstanz. Seine Ausf�hrungen bleiben jedoch unsubstanziiert und verm�gen damit den Anforderungen an Sachverhaltsr�gen (E. 1.2) nicht zu gen�gen. Hierauf ist nicht einzutreten.
3.7.�Die Beschwerde ist somit abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann.
Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Gerichtskosten dem Beschwerdef�hrer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Der Beschwerdegegnerin ist kein entsch�digungspflichtiger Aufwand entstanden.