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Timestamp: 2019-03-23 22:27:28
Document Index: 31366149

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Fiktive Abrechnung Sonderproblem der Höhe des Stundenverrechnungssatzes - PDF
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1 BVSK-Rechtsdienst Ausgabe 57/2009 Sonderausgabe Fiktive Abrechnung Sonderproblem der Höhe des Stundenverrechnungssatzes Stand: August 2009 (aktualisiert) Eine Information des: Bundesverbandes der freiberuflichen und unabhängigen Sachverständigen für das Kraftfahrzeugwesen e. V. BVSK Kurfürstendamm 57, Berlin, Telefon: 030/ , Telefax: 030/ ,
2 2 A) Positive Urteile 1. BGH Urteile Seite BGH, Urteil vom , AZ: VI ZR 393/02 (u.a. in NJW 2003, 2085)... 5 BGH, Urteil vom , AZ: VI ZR 398/02 (u.a. in NJW 2003, 2086) OLG Urteile KG Berlin, Urteil vom , AZ: 22 U 13/ OLG Düsseldorf, Urteil vom , AZ: I 1 U 64/ OLG Düsseldorf, Urteil vom , AZ: I 1 U 246/ OLG München, Urteil vom , AZ: 24 U 618/ LG Urteile LG Aachen, Urteil vom , AZ: 6 S 69/ LG Augsburg, Urteil vom , AZ: 4 S 1655/ LG Berlin, Urteil vom , AZ: 59 S 53/ LG Bochum, Urteil vom , AZ: I 10 S 61/ LG Bonn, Urteil vom , AZ: 8 S 95/ LG Coburg, Urteil vom , AZ: 32 S 83/ LG Dortmund, Beschluss vom , AZ: 4 S 166/ LG Duisburg, Urteil vom , AZ: 11 S 164/ LG Düsseldorf, Urteil vom , AZ: 20 S 48/ LG Essen, Urteil vom , AZ: 13 S 103/ LG Frankfurt (Oder), Urteil vom , AZ: 6a S 96/ LG Fulda, Urteil vom , AZ: 1 S 29/ LG Göttingen, Urteil vom , AZ: 5 S 5/ LG Halle, Urteil vom , AZ: 2 S 44/ LG Hamburg, Urteil vom , AZ: 306 S 11/ LG Hannover, Urteil vom , AZ: 6 S 13/ LG Karlsruhe, Urteil vom , AZ: 8 O 191/ LG Köln, Urteil vom , AZ: 13 S 4/ LG Mainz, Urteil vom , AZ: 3 S 133/ LG München I, Urteil vom , AZ: 19 S 6418/ LG Münster, Urteil vom , AZ: 8 S 10/ LG Wiesbaden, Urteil vom , AZ: 7 S 36/ LG Wuppertal, Urteil vom , AZ: 8 S 34/ AG Urteile AG Aachen, Urteil vom , AZ: 116 C 340/ AG Augsburg, Urteil vom , AZ: 23 C 809/ AG Bad Homburg, Urteil vom , AZ: 2 C 2190/06 (21) AG Bad Neuenahr Ahrweiler, Urteil vom , AZ: 3 C 613/ AG Bad Oeynhausen, Urteil vom , AZ: 18 C 175/ AG Bergisch Gladbach, Urteil vom , AZ: 63 C 169/ AG Berlin Mitte, Urteil vom , AZ: 111 C 3137/ AG Bielefeld, Urteil vom , 15 C 527/ AG Bocholt, Urteil vom AZ: 4 C 319/ AG Bochum, Urteil vom , AZ: 75 C 164/ AG Bremerhaven, Urteil vom , AZ: 57 C 1009/ AG Cloppenburg, Urteil vom , AZ: 21 C 911/07 (XVII) AG Darmstadt, Urteil vom , AZ: 311 C 194/
3 3 AG Dortmund, Urteil vom , AZ: 427 C 4628/ AG Dresden, Urteil vom , AZ: 116 C 771/ AG Düsseldorf, Urteil vom , AZ: 230 C 11868/08 und 58 C 12920/ AG Erkelenz, Urteil vom , AZ: 15 C 392/ AG Essen, Urteil vom , AZ: 29 C 617/ AG Essen Borbeck, Urteil vom , AZ: 5 C 152/ AG Forchheim, Urteil vom , AZ: 72 C 386/ AG Frankfurt, Urteil vom , AZ: 30 C 281/ AG Fürstenfeldbruck, Urteil vom , AZ: 3 C 1826/ AG Gelsenkirchen, Urteil vom , AZ: 32 C 401/ AG Gießen, Urteil vom , AZ: 43 C 141/ AG Gummersbach, Urteil vom , AZ: 10 C 230/ AG Hagen, Urteil vom , AZ: 17 C 401/ AG Hamburg, Urteil vom , AZ: 50A C 150/ AG Hamburg Altona, Urteil vom , AZ: 316 C 299/ AG Hamburg Harburg, Urteil vom , AZ: 648 C 284/ AG Hamburg Wandsbek, Urteil vom , AZ: 715 C 194/ AG Hamm, Urteil vom , AZ: 17 C 433/ AG Hannover, Urteil vom , AZ: 511 C 12565/ AG Hildesheim, Urteil vom , AZ: 21 C 385/ AG Ingolstadt, Urteil vom , AZ: unbekannt AG Iserlohn, Urteil vom , AZ: 41 C 343/ AG Kiel, Urteil vom , AZ: 107 C 161/ AG Koblenz, Urteil vom , AZ: 131 C 1778/ AG Köln, Urteil vom , AZ: 264 C 16/ AG Krefeld, Urteil vom , AZ: 4 C 37/ AG Lahnstein, Urteil vom , AZ: 2 C 65/ AG Landsberg am Lech, Urteil vom , AZ: 1 C 117/ AG Landstuhl, Urteil vom , AZ: 1 C 76/ AG Lingen, Urteil vom , AZ: 4 C 357/08 (I) AG Ludwigsburg, Urteil vom , AZ: 1 C 2551/ AG Ludwigshafen, Urteil vom , AZ: 2a C 312/ AG Mannheim, Urteil vom , AZ: 12 C 381/ AG Mayen, Urteil vom , AZ: 2b C 659/ AG Meldorf, Urteil vom , AZ: 80 C 293/ AG Merzig, Urteil vom , AZ: 23 C 453/ AG München, Urteil vom , AZ: 345 C 3355/ AG Neumünster, Urteil vom , AZ: 32 C 506/ AG Nürnberg, Urteil vom , AZ: 31 C 5330/ AG Otterndorf, Urteil vom , AZ: 2 C 400/ AG Pforzheim, Urteil vom , AZ: 8 C 237/ AG Rendsburg, Urteil vom , AZ: 3 C 882/ AG Rosenheim, Urteil vom , AZ: 9 C 1377/ AG Salzgitter, Urteil vom , AZ: 25 C 166/ AG Schorndorf, Urteil vom , AZ: 6 C 952/ AG Schwerin, Urteil vom , AZ: 12 C 42/ AG Schwerte, Urteil vom , AZ: 2 C 159/ AG Siegburg, Urteil vom , AZ: 116 C 566/ AG Solingen, Urteil vom , AZ: 14 C 161/ AG Steinfurt, Urteil vom , AZ: 21 C 573/ AG Stuttgart, Urteil vom , AZ: 41 C 2950/ AG Velbert, Urteil vom , AZ: 13 C 570/ AG Wesel, Urteil vom , AZ: 5 C 254/ AG Wiesbaden, Urteil vom , AZ: 93 C 537/ AG Wuppertal, Urteil vom , AZ: 32 C 197/
4 4 B) Negative Urteile Seite 1. LG Urteile LG Berlin, Urteil vom , AZ: 58 S 75/ LG Hagen, Beschluss vom , AZ: 7 S 6/ LG Hannover, Urteil vom , AZ: 9 S 52/ LG Köln, Urteil vom , AZ: 264 C 171/ LG Mannheim, Urteil vom , AZ: 1 S 95/ LG Osnabrück, Urteil vom , AZ: 8 O 2431/06 (90) LG Potsdam, Urteil vom , AZ: 13 S 102/ AG Urteile AG Augsburg, Urteil vom , AZ: 14 C 5330/ AG Bergisch Gladbach, Urteil vom , AZ: 66 C 232/ AG Berlin Mitte, Urteil vom , AZ: 109 C 3118/ AG Düsseldorf, Urteil vom , AZ: 32 C 511/ AG Halle (Saale), Urteil vom , AZ: 104 C 396/ AG Heidelberg, Urteil vom , AZ: 23 C 422/ AG Köln, Urteil vom , AZ: 264 C 171/ AG Mannheim, Urteil vom , AZ: 9 C 381/
5 5 A) Positive Entscheidungen 1. BGH-Entscheidungen BGH, Urteil vom , AZ: VI ZR 398/02 (u.a. in NJW 2003, 2086) Porscheentscheidung Stundenverrechnungssätze einer markengebundenen Werkstatt Leitsatz / Leitsätze: Der Geschädigte, der fiktive Reparaturkosten abrechnet, darf der Schadensberechnung die Stundenverrechnungssätze einer markengebundenen Fachwerkstattzugrunde legen. Der abstrakte Mittelwert der Stundenverrechnungssätze aller repräsentativen Marken- und freien Fachwerkstätten einer Region repräsentiert als statistisch ermittelte Rechengröße nicht den zur Wiederherstellung erforderlichen Betrag. Aus der Pressemitteilung des BGH vom : Nach einem Verkehrsunfall ließ die Klägerin ihren beschädigten PKW Porsche zur Ermittlung der Reparaturkosten in ein Porsche-Zentrum verbringen. Dort wurden die Reparaturkosten unter Zugrundelegung der Stundenverrechnungssätze dieser Fachwerkstatt auf ,30 DM geschätzt. Die Klägerin ließ eine Reparatur des Fahrzeugs nicht durchführen, sondern verkaufte es in unrepariertem Zustand und verlangte von den ersatzpflichtigen Beklagten Ersatz fiktiver Reparaturkosten in genannter Höhe. Die beklagte Versicherung zahlte hierauf jedoch lediglich ,60 DM, da der Klägerin kein Anspruch auf Ersatz der im Porsche-Zentrum anfallenden Lohnkosten zustehe. Vielmehr seien der Schadensberechnung die von der DEKRA ermittelten mittleren ortsüblichen Stundenverrechnungssätze zugrunde zu legen. Dieser Auffassung ist der Senat nicht gefolgt. Ziel des Schadensersatzes ist die Totalreparation, wobei der Geschädigte nach schadensrechtlichen Grundsätzen sowohl in der Wahl der Mittel zur Schadensbehebung als auch in der Verwendung des vom Schädiger zu leistenden Schadenersatzes frei ist. Dies gilt auch für fiktive Reparaturkosten. Zwar ist der Geschädigte unter dem Gesichtspunkt der Schadensminderungspflicht gehalten, im Rahmen des ihm Zumutbaren den wirtschaftlicheren Weg der Schadensbehebung zu wählen. Jedoch braucht sich die Klägerin nicht auf die bloß abstrakte Möglichkeit einer technisch ordnungsgemäßen Reparatur in irgendeiner kostengünstigeren Fachwerkstatt verweisen zu lassen. Auch bei Abrechnung fiktiver Reparaturkosten kann nicht ein abstrakter Mittelwert Grundlage für die Berechnung der im konkreten Schadensfall erforderlichen Reparaturkosten sein. Auch bei fiktiver Schadensberechnung ist grundsätzlich Maßstab das Verhalten eines wirtschaftlich vernünftig denkenden Geschädigten zum Zwecke der Schadensbehebung. Dazu gehört auch die Entscheidung des Geschädigten, sein Fahrzeug in einer markengebundenen Fachwerkstatt reparieren zu lassen. Anderenfalls würde die dem Geschädigten in 249 Abs. 2 S. 1 BGB eröffnete Möglichkeit der Schadensbehebung in eigener Regie in einer mit dem Gesetz nicht zu vereinbarenden Weise eingeschränkt. Nach diesen Grundsätzen darf die Klägerin daher der Schadensberechnung die Stundenverrechnungssätze des Porsche-Zentrums zugrunde legen, auch wenn diese über den von der DEKRA ermittelten Sätzen der Region liegen. Dies gilt im Hinblick auf die dem Geschädigten zustehende Dispositionsfreiheit auch dann, wenn der Geschädigte das Fahrzeug wie hier unrepariert weiterveräußert. Anmerkung: Zweifelsfrei stärkt diese BGH-Entscheidung die Position des Geschädigten nach einem unverschuldeten Verkehrsunfall. Die so genannte Porscheentscheidung erteilt der Abrechnung auf mittleren Stundenverrechnungssätzen eine klare Absage. Die Ausführungen des Bundesgerichtshofes machen überdies deutlich, dass sich ein Erstattungsanspruch eines Geschädigten auf Erstattung der Stundensätze eines Markenbetriebes nicht alleine auf höherwertige Fahrzeuge beschränken, sondern grundsätzlich davon ausgegangen werden kann, dass die in der Vergangenheit typischerweise vorgenommene Abrechnung auf durchschnittlichen Stundenverrechnungssätzen gemäß DEKRA unzulässig ist. Zwar wiederholt auch der BGH, dass sich der Geschädigte, der mühelos eine ohne Weiteres zugängliche günstigere und gleichwertigere Reparaturmöglichkeit hat, sich auf diese verweisen lassen müsse, doch hat dies nichts mit dem grundsätzlichen Anspruch auf Erstattung der in einer Markenwerkstatt anfallenden Reparaturkosten zu tun. Der BGH führt aus, dass Grundlage der Berechnung der im konkreten Schadensfall erforderlichen Reparaturkosten nicht der abstrakte Mittelwert der Stundenverrechnungssätze aller repräsentativen Marken
6 6 und freien Fachwerkstätten einer Region sein kann, wenn der Geschädigte fiktiv abrechnet. Zu berücksichtigen sei, dass der von der DEKRA errechnete Mittelwert als lediglich statistisch ermittelte Rechengröße den zur Wiederherstellung erforderlichen Betrag erkennbar nicht repräsentiere. Für den Kfz-Sachverständigen löst diese BGH-Entscheidung mit Sicherheit die Konsequenz aus, dass die Angabe eines mittleren Stundenverrechnungssatzes gemäß DEKRA künftig problematisch ist. Der Sachverständige dürfte vielmehr gut beraten sein, wenn er in Fällen, in denen nicht feststeht, ob das Fahrzeug instand gesetzt wird oder nicht, der durchschnittliche Stundensatz der Fachwerkstätten dieser Marke der Region zugrunde gelegt wird. Grundsätzlich müsste auch im Rahmen der Abrechnung eines Kaskoschadens diese BGH-Entscheidung Auswirkungen haben. Auch im Kaskoschaden sind die erforderlichen Reparaturkosten zu erstatten. Zur Frage der Erforderlichkeit der Reparaturkosten hat der BGH letztlich mit der erwähnten Entscheidung Stellung genommen. Es bleibt abzuwarten, wie hier die Kaskoversicherer reagieren. Wichtig ist jedoch, dass zumindest im KH-Schaden eine Bezugnahme auf mittlere Stundenverrechnungssätze DEKRA künftig unterbleibt. Praxistipp: Gelegentlich wollen Versicherer den Geschädigten auf eine ihm fremde Werkstatt mit der Bekanntgabe von niedrigeren Stundenverrechnungssätzen verweisen. Dies würde allerdings seine Stellung als Herr des Restitutionsgeschehens / -Verfahrens untergraben. Andererseits darf er grundsätzlich nicht nach den Kosten einer teureren Werkstatt, als von ihm üblicherweise aufgesucht, abrechnen, nur um einen möglichst hohen Entschädigungsbetrag zu erhalten. Dies würde dem Gedanken des Bereicherungsverbotes widersprechen. Ist nicht bekannt, bei welcher Werkstatt der Geschädigte üblicherweise reparieren lässt, erhält er mindestens ortsübliche Stundenverrechnungssätze, allerdings ebenfalls von Markenwerkstätten. BGH, Urteil vom , AZ: VI ZR 393/02 (u.a. in NJW 2003, 2085) Karosseriebaumeisterentscheidung Leitsatz / Leitsätze: Der Geschädigte kann zum Ausgleich des durch einen Unfall verursachten Fahrzeugschadens die vom Sachverständigen geschätzten Reparaturkosten bis zur Höhe des Wiederbeschaffungswerts ohne Abzug des Restwerts verlangen, wenn er das Fahrzeug tatsächlich reparieren lässt und weiter nutzt. Die Qualität der Reparatur spielt jedenfalls so lange keine Rolle, als die geschätzten Reparaturkosten den Wiederbeschaffungswert nicht übersteigen. Aus der Pressemitteilung des BGH vom : Der Kläger verlangt von der Beklagten als Haftpflichtversicherer des Schädigers Schadenersatz wegen eines Verkehrsunfalls, bei dem sein Kraftfahrzeug beschädigt wurde. Der Kläger ist Karosseriebaumeister und hat sein Fahrzeug nach dem Unfall selbst instand gesetzt. Im Prozess hat der Sachverständige bestätigt, dass durch die Reparaturmaßnahmen jedenfalls Verkehrs- und Betriebssicherheit wiederhergestellt worden sind; er hat allerdings Art und Qualität der Reparatur nicht weiter untersucht. Die Parteien streiten darüber, ob bei dieser Sachlage der Kläger seinen Schaden in Höhe der von einem Sachverständigen ermittelten Kosten einer fachgerechten Reparatur abrechnen kann, ohne dass es darauf ankommt, ob die Reparatur fachgerecht erfolgt ist, oder ob der Schadensersatzanspruch begrenzt ist durch den Wiederbeschaffungswert des Fahrzeuges abzüglich des Restwertes. Amts- und Landgericht haben der Klage stattgegeben. Der für das Schadensrecht zuständige VI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat die vom Berufungsgericht zugelassene Revision des Beklagten zurückgewiesen. Die überwiegende Zahl der Gerichte spricht Reparaturkosten bis zur Höhe der Kosten der Ersatzbeschaffung zu, d.h. die Differenz zwischen Wiederbeschaffungswert und Restwert. Für eine darüber hinausgehende Inanspruchnahme des Schädigers müsse der Geschädigte das Fahrzeug zum Zwecke der Weiterbenutzung fachgerecht instand setzen. Die Gegenmeinung billigt dem Geschädigten Reparaturkostenersatz bis zur Höhe des Wiederbeschaffungswertes unter Ausklammerung des Restwertes zu.
7 7 Der erkennende Senat ist im Anschluss an BGHZ 115, 364 ff. der letztgenannten Auffassung gefolgt und hat entschieden, dass der Restwert bei der Schadensberechnung jedenfalls dann unberücksichtigt zu bleiben hat, wenn wie in dem zu entscheidenden Fall die Reparaturkosten den Wiederbeschaffungswert des Unfallfahrzeuges nicht übersteigen. Anmerkung: Auch diese Entscheidung stärkt die Position des Geschädigten nach einem unverschuldeten Verkehrsunfall. Sie lässt allerdings mehr Fragen offen, als tatsächlich verbindlich entschieden werden. Die Aussage im Leitsatz der Entscheidung, dass die Qualität der Reparatur solange keine Rolle spielt, als die geschätzten Reparaturkosten den Wiederbeschaffungswert nicht übersteigen, steht in einem gewissen Gegensatz zu der Aussage in der Entscheidungsbegründung, dass durch die Reparatur jedenfalls die Verkehrssicherheit und Betriebssicherheit des Fahrzeuges wiederhergestellt werden muss. Sowohl die Verkehrssicherheit wie auch die Betriebssicherheit sind jedoch eindeutige Kriterien, die bei der Überprüfung der Qualität der Reparatur eine Rolle spielen müssen. Unklar ist auch die Aussage in der Entscheidung bezüglich des Nutzungswillens des Geschädigten. Der BGH spricht lediglich davon, dass die Reparaturkosten in voller Höhe zu erstatten sind, wenn er das Fahrzeug tatsächlich reparieren lässt, soweit Betriebssicherheit und Verkehrssicherheit wiederhergestellt sind und soweit er das Fahrzeug weiter nutzt. Keine Aussage trifft die Entscheidung dazu, wie dieser Nutzungswille zu dokumentieren ist, so dass man derzeit nur davon ausgehen kann, dass man sich hier an der Rechtsprechung zur so genannten 130 %-Grenze orientieren muss. Bedauerlicherweise hat der BGH keine verbindliche Stellungnahme zu der Frage abgegeben, ab wann überhaupt eine Totalschadenabrechnung in Frage kommen kann. Weder hat er die 70 %-Grenze, die der Verkehrsgerichtstag empfiehlt erwähnt, noch hat er eine Aussage getroffen zu der Frage, unter welchen Bedingungen ein Sachverständiger eine Angabe zum Restwert in sein Gutachten aufzunehmen hat. Hier verbleibt es bis auf weiteres bei den entsprechenden Richtlinien der Kammern und des BVSK sowie der Empfehlung des Verkehrsgerichtstages, die davon ausgehen, dass der Restwert erst ab einer Schadenhöhe von 70 % des Wiederbeschaffungswertes überhaupt eine Rolle spielen kann. Neue Aufgaben kommen ggf. auf den Sachverständigen zu bei der Frage der Bewertung der Reparaturqualität. Da es nach der Entscheidung des BGH eben nicht darauf ankommt, ob die Reparatur gemäß gutachterlichen Vorgaben erfolgt ist, sondern ausschließlich darauf, ob durch die Reparatur die Betriebssicherheit und die Verkehrssicherheit wiederhergestellt wurde, wird der Sachverständige genau diese Kriterien zu definieren haben. Das Schadenersatzrechtsänderungsgesetz (Mehrwertsteuerthematik) hat mit dieser Entscheidung nichts zu tun, das heißt soweit nach dieser Entscheidung die Reparaturkosten bei fiktiver Abrechnung bis zur Höhe des Wiederbeschaffungswertes zu erstatten sind, werden diese Reparaturkosten gemäß 249 Abs. 2 Satz 2 netto erstattet. Wie lange ein Fahrzeug weiter genutzt werden muss war streitig, wobei allerdings der BGH hier mit seinem Urteil vom , AZ: VI ZR 192/05, Klarheit geschaffen hat.
8 8 2. OLG-Urteile KG Berlin, Urteil vom , AZ: 22 U 13/08 Bei fiktiver Abrechnung der Reparaturkosten darf der Geschädigte die Stundenverrechnungssätze einer markengebundenen Fachwerkstatt zugrunde legen.... Um in Fällen wie der vorliegenden Art überhaupt eine Begrenzung der Schadenshöhe in Betracht zu ziehen, müssen besondere konkrete tatsächliche Umstände vorliegen, die dem Geschädigten Veranlassung geben, eine ihm mühelos ohne Weiteres zugängliche günstigere und gleichwertige Reparaturmöglichkeit wahrzunehmen (BGH, Urteil vom 29. April 2003, VI ZR 39 8 /02, sog. Porsche-Urteil, a.a.o.). Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass derartige Ausnahmen, deren Voraussetzungen zur Beweislast des Schädigers stehen, in engen Grenzen gehalten werden müssen, weil andernfalls die dem Geschädigten nach 249 Abs. 2 Satz 1 BGB zustehende Ersetzungsbefugnis unterlaufen würde, wonach es Sache des Geschädigten ist, in welcher Weise er mit dem beschädigten Fahrzeug verfährt (so der BGH in seinem Porsche-Urteil für die ausdrücklich als vergleichbare Problematik bezeichnete Situation bei der Bewertung des Restwertes eines Fahrzeugs: BGH, Urteil vom 30. November 1999, AZ: VI ZR 219/98, NJW 2000, 800 = BGHZ 143, 189 = VersR 2000, 467; ferner: BGH, Urteil vom 10. Juli 2007, AZ: VI ZR 217/06, NJW 2007, 2918 = VersR 2007, 1243). Im vorliegenden Fall haben die Beklagten solche besonderen tatsächlichen Voraussetzungen für die Annahme eines nur in engen Grenzen zuzulassenden Ausnahmefalles, bei dem sich aufgrund konkreter Tatsachen ausnahmsweise die Unwirtschaftlichkeit der Schadensberechnung und damit ausnahmsweise ein Verstoß gegen die Schadensminderungspflicht ergibt, nicht hinreichend dargelegt. Dabei unterstellt der Senat die bestrittenen Behauptungen der Beklagten als wahr, dass es sich bei der als Referenzfirma angegebenen freien Werkstatt um einen BMW-versierten Meisterbetrieb handelt, der technisch und fachlich dazu in der Lage ist, die Reparatur des klägerischen BMW ordnungsgemäß auf der Basis des vorgelegten Schadensgutachtens und qualitativ gleichwertig durchführt wie eine BMW-Vertragswerkstatt. Der Senat unterstellt auch zugunsten der Beklagten, dass die Referenzwerkstatt neben ihren niedrigeren Lohnkosten die übrigen Kosten, die der Sachverständige in seinem Schadensgutachten kalkuliert hat, einer Reparatur zugrunde legt, so dass die Reparatur tatsächlich insgesamt kostengünstiger durchgeführt werden kann. Dies ändert jedoch nichts an der Einschätzung des Falles. Auch dann, wenn nicht nur abstrakt so im Porsche- Urteil, sondern konkret durch die genannte Referenzwerkstatt ein technisch ordnungsgemäßes Reparaturergebnis abgeliefert werden kann, handelt der Kläger nicht wirtschaftlich unvernünftig, wenn er eine Reparatur in dieser Werkstatt ablehnt. Vielmehr hält er sich mit seiner Entscheidung in dem vom Wirtschaftlichkeitsgebot nach 249 Abs. 2 Satz 1 BGB gesetzten Rahmen, weil jedenfalls eine wirtschaftliche Gleichwertigkeit der Reparaturmöglichkeiten im schadensrechtlichen Sinne nicht vorliegt. Denn auch bei gleicher Qualität der technischen Ausführung honoriert es der Markt, dass Wartungsund/oder Reparaturarbeiten an einem Fahrzeug gerade von einer markengebundenen Vertragswerkstatt und nicht von einer freien Fremdwerkstatt durchgeführt werden. Dem Arbeitsergebnis einer Markenwerkstatt kommt neben dem technischen Aspekt noch ein weiterer wertbildender Faktor zu. Der Kunde sei es der Reparaturkunde, sei es der potentielle Käufer auf dem Gebrauchtwagenmarkt verbindet mit dem Besuch von Markenvertragswerkstätten eine über den technischen Zustand hinausgehende besondere Werthaltigkeit. Deshalb setzen sich die Markenwerkstätten trotz der im Allgemeinen höheren Reparaturpreise nicht nur als bloße Ausnahmeerscheinung auf dem freien Markt durch. Markenqualität ist mehr als nur die Einhaltung technischer Standards. Sie bedeutet im Allgemeinen nicht nur technische Qualität, sondern insbesondere auch Vertrauen und Seriosität. Dies nimmt unmittelbar Einfluss auf die Preisbildung. Nicht umsonst wird im Vergleich für ein scheckheftgepflegtes Fahrzeug ein höherer Verkaufserlös erzielt. Gleiches gilt für Fahrzeuge nach unfallbedingten Instandsetzungsarbeiten oder sonstigen Reparaturen, die von Vertragswerkstätten ausgeführt werden. Diese am Markt spürbaren wertbildenden Faktoren beruhen auf der Nähe der Vertragswerkstätten zum Hersteller und der Spezialisierung auf nur eine bestimmte Fahrzeugmarke. Diesen Werkstätten steht speziell geschultes Personal zur Verfügung. Sie erhalten bevorzugten Zugriff und besondere Konditionen auf spezielle Ersatzteile und Werkzeuge, was insbesondere bei hier nicht einschlägigen erheblichen Strukturschäden oder bei einer unerwarteten Ausweitung von erforderlichen Reparaturmaßnahmen von Vorteil ist (vgl. hierzu auch die Ausführungen von Zschieschack in NZV 2008, 326). Die wertbildende Komponente verliert sich entgegen der Auffassung des Landgerichts hier auch nicht aufgrund des Alters des klägerischen Fahrzeugs von über 8 Jahren, der Laufleistung von über km und des sonstigen Zustandes in Gestalt von kleinen Dellen an der Tür sowie des dürftigen Vorlebens in wartungs- oder reparaturtechnischer Hinsicht. Eine solche Betrachtungsweise widerspricht den vom
9 9 Bundesgerichtshof in seinem Porsche-Urteil aufgestellten Grundsätzen, das sich ausdrücklich mit dem Fahrzeugalter und dem Vorleben in wartungstechnischer Hinsicht befasst und dies bei einem annähernd 7 Jahre alten Fahrzeug für nicht erheblich gehalten hat.... OLG Düsseldorf, Urteil vom , AZ: I-1 U 64/07 Wenn ein im Ausland zugelassenes Kraftfahrzeug, das einer in Deutschland lebenden Person für längere Zeit zur alleinigen Nutzung zur Verfügung stand, bei einem Verkehrsunfall beschädigt wird, muss sich der Geschädigte hinsichtlich der Instandsetzungskosten nicht auf die im Ausland geltenden Stundensätze einer Werkstatt verweisen lassen. Er ist einem deutschen Geschädigten gleichzustellen und darf bei der Abrechnung auf Gutachtenbasis für die Schadensberechnung die Stundenverrechnungssätze einer deutschen markengebundenen Fachwerkstatt ansetzen.... Unter diesen besonderen Umständen des Streitfalls kann der Kläger entgegen der Ansicht der Beklagten nicht auf die Stundensätze einer polnischen Werkstatt verwiesen werden. Er ist einem deutschen Geschädigten gleichzustellen. Dieser darf der Schadensberechnung die Stundenverrechnungssätze einer markengebundenen Fachwerkstatt zugrunde legen, wenn er Reparaturkosten auf Gutachtenbasis, also fiktiv, abrechnet (BGH NJW 2003, 2086). Mit dieser grenzüberschreitenden Gleichbehandlung verstößt der Senat weder gegen das bei der fiktiven Abrechnung besonders zu beachtende Wirtschaftlichkeitsgebot des 249 Abs. 2 BGB noch gegen die vom Bundesgerichtshof aufgestellten Grundsätze zur Schadensminderungspflicht in Reparaturfällen. Auch der Gedanke der subjektiven Schadensbetrachtung, auf den die Beklagte sich besonders in ihrer Berufungserwiderung beruft, rechtfertigt keine abweichende Beurteilung. Richtig ist zwar, dass bei der Prüfung, ob sich der Aufwand zur Schadensbeseitigung in vernünftigen Grenzen hält, eine subjektbezogene Schadensbetrachtung anzustellen ist, d.h. Rücksicht auf die spezielle Situation des Geschädigten, insbesondere auf seine individuellen Erkenntnis-und Einflussmöglichkeiten zu nehmen ist (BGH a.a.o.). So muss sich ein Geschädigter, der mühelos eine ohne Weiteres zugängliche günstigere und gleichwertige Reparaturmöglichkeit hat, auf diese verweisen lassen. Dass in Polen zu deutlich günstigeren Preisen repariert werden kann, ist unbestreitbar. Was das vom BGH für Inlandsfälle ohne Auslandsberührung aufgestellte Kriterium der fachlichen Gleichwertigkeit angeht, so kann dahingestellt bleiben, ob bei einer Fallgestaltung der vorliegenden Art schon vom Ansatz her eine andere Beurteilung als im "Normalfall" geboten ist. Zugunsten der Beklagten unterstellt der Senat, dass die am Fahrzeug des Klägers vorhandenen Beschädigungen in einer polnischen Werkstatt in gleichwertiger Weise fachgerecht hätten beseitigt werden können. Es handelt sich um leichtere Beschädigungen, jedenfalls nicht um sog. Strukturschäden. Zu berücksichtigen ist auch, dass der Wagen des Klägers bereits rund 11 Jahre alt und mehr als km gelaufen war. Die deutlich billigere und fachlich gleichwertige Alternativwerkstatt muss außerdem für den Geschädigten mühelos ohne Weiteres zugänglich sein, um ihn darauf verweisen zu können. Auch wenn das Amtsgericht diesen Gesichtspunkt nicht ausdrücklich geprüft hat, versteht der Senat das angefochtene Urteil dahin, dass von einer mühelosen Zugänglichkeit ausgegangen wird. Das Amtsgericht weist nämlich darauf hin, dass es in Polen Fachwerkstätten für Fahrzeuge des Herstellers Mitsubishi gäbe und dass das Unfallfahrzeug, ein Mitsubishi Lancer, ohne Weiteres in eine solche Werkstatt hätte gebracht werden können.... OLG Düsseldorf, Urteil vom , AZ: I-1 U 246/07 Auch ein objektiv überhöhtes Entgelt für den Sachverständigen ist bei der gebotenen subjektiven Schadensbetrachtung regelmäßig als der erforderliche Aufwand anzuerkennen.... Der begründete Schadensersatzanspruch des Klägers umfasst auch die mit 800,33 bezifferten Aufwendungen für die Erstellung des Schadensgutachtens nach Maßgabe der Rechnung des Kfz- Sachverständigen W. vom 27. Dezember 2006 (...). Im Ergebnis bleiben die gegen diese Schadenpostionen vorgebrachten Einwendungen der Beklagten ohne Erfolg. Die Kosten eines Sachverständigengutachtens gehören zu dem erforderlichen Herstellungsaufwand im Sinne des 249 Abs. 2 BGB, wenn wie hier eine vorherige Begutachtung zur tatsächlichen Durchführung der Wiederherstellung erforderlich und zweckmäßig ist (...). Allein schon wegen der Höhe des Reparaturkostenaufwandes für den verunfallten Pkw Opel Astra von fast 5.300,00 netto steht die Erforderlichkeit und Zweckmäßigkeit der Einholung eines Schadensgutachtens außer Zweifel.
10 10 Die Beklagten beanstanden, angesichts eines Fahrzeugschadens von 6.083,13 (Reparaturschaden 5.283,13 zzgl. Wertminderung 800,00 ) übersteige der klagegegenständliche Gutachterkostenbetrag um mindestens knapp 47 % die Vergütungshöhe, die einschlägig wäre, wenn der Sachverständige W. seine Tätigkeit nach den Honorartabellen des Bundesverbandes der freien und unabhängigen Sachverständigen e.v. (BVSK) abgerechnet hätte. Daraus leiten die Beklagen die Schlussfolgerung ab, mit der Rechnungsforderung aus der Kostenaufstellung W. vom 27. Dezember 2006 sei die gemäß 632 Abs. 2 BGB übliche Vergütung deutlich überschritten. Diese Darlegung mag sachlich zutreffen. Daraus folgt jedoch nicht, dass die Ersatzverpflichtung der Beklagten bezüglich der Aufwendungen für die Erstellung des Gutachtens geringer ausfallen muss als der in der Rechnung vom 27. Dezember 2006 ausgewiesene Gesamtbetrag von 800,33. Diese Kostenaufstellung lässt erkennen, dass der wesentliche Teil der Gesamtforderung ein Grundhonorar im Umfang von 545,00 ausmacht, während es sich bei übrigen Positionen (Fahrt-, Foto-, Porto-, Telefon- und Schreibkosten) um aufwandsbezogene Einzelbeträge handelt. Ein Kraftfahrzeugsachverständiger überschreitet nun aber dadurch, dass er eine an der Schadenshöhe orientierte angemessene Pauschalisierung des Honorars vornimmt, die Grenzen der rechtlich zulässigen Preisgestaltung grundsätzlich nicht (BGH NJW 2007, 1450). Im Übrigen kommt es bei dem Fehlen einer Honorarvereinbarung zwischen dem Beschädigten und dem Sachverständigen nicht darauf an, ob von diesem die Vergütung nach billigem Ermessen gemäß 315 Abs. 1 BGB bestimmt werden könnte. Maßgeblich ist vielmehr, ob sich die an den Sachverständigen gezahlten Kosten nach den anzuwendenden schadensrechtlichen Gesichtspunkten im Rahmen des zur Wiederherstellung Erforderlichen halten (BGH NJW 2007, 1450). Dabei ist die Beurteilung, welcher Herstellungsaufwand erforderlich ist, auch Rücksicht auf die spezielle Situation des Geschädigten, insbesondere auf seine individuellen Erkenntnis- und Einflussmöglichkeiten sowie auf die möglicherweise gerade für ihn bestehenden Schwierigkeiten, zu nehmen. Auch ist der Geschädigte grundsätzlich nicht zu einer Erforschung des ihm zugänglichen Markts verpflichtet, um einen für den Schädiger und dessen Haftpflichtversicherer möglichst preisgünstigen Sachverständigen ausfindig zu machen, wobei für ihn allerdings das Risiko verbleibt, dass er ohne nähere Erkundigungen einen Sachverständigen beauftragt, der sich später im Prozess als zu teuer erweist (BGH a.a.o.). Von einer solchen Überteuerung mit der Konsequenz, dass das Maß des nach 249 Abs. 2 Satz 1 BGB Erforderlichen überschritten ist, kann hier jedoch noch keine Rede sein. Nach der freien Überzeugung des Senats ( 287 Abs. 1 Satz 1 ZPO) bestehen im Ergebnis gegen die Höhe der klagegegenständlichen Honorarforderung des Sachverständigen W. keine durchgreifenden Bedenken.... OLG München, Urteil vom , AZ: 24 U 618/07 Bei fiktiver Abrechnung kann der Geschädigte die Stundenlöhne einer Fachwerkstatt beanspruchen und muss sich nicht auf eine anderweitige, kostengünstige Reparaturmöglichkeit verweisen lassen.... Die Klage hat in der Hauptsache in voller Höhe Erfolg. Die Klägerin war berechtigt, auf der Grundlage des von ihr eingeholten Privatgutachtens ihren Fahrzeugschaden abzurechnen. Nach dem Urteil des BGH (NJW 2003, 2086) kann der Geschädigte für die Vornahme der Reparaturarbeiten einer Fachwerkstatt beauftragen und bracht sich nicht auf eine anderweitige, kostengünstigere Reparaturmöglichkeit verweisen lassen. Die Stundenlöhne einer Fachwerkstatt kann der Geschädigte auch dann beanspruchen, wenn er die Reparatur in Eigenregie vornehmen lässt....
11 11 3. LG Urteile LG Aachen, Urteil vom , AZ: 6 S 69/08 Leitsatz/ Leitsätze: Der Bundesgerichtshof hat im sog. Porsche-Urteil entschieden, dass der Geschädigte, der fiktive Reparaturkosten abrechnet, der Schadensberechnung die Stundenverrechnungssätze einer markengebundenen Fachwerkstatt zugrunde legen darf. Der Entscheidung lag eine Konstellation zugrunde, in der die Geschädigte das Fahrzeug unrepariert veräußert hat. Sowohl im Fall der Veräußerung im unreparierten Zustand als auch im Fall der Ausführung einer "Billigreparatur" und fiktiver Abrechnung auf Basis eines Sachverständigengutachtens sind die höheren Stundenverrechnungssätze tatsächlich nicht angefallen. Maßgeblich ist, dass Ziel des Schadensersatzes die Totalreparation ist und der Geschädigte nach schadensrechtlichen Grundsätzen sowohl in der Wahl der Mittel zur Schadensbehebung als auch in der Verwendung des vom Schädiger zu leistenden Schadensersatzes frei ist (vgl. BGH VersR 1989, 1056). Grundsätzlich darf der Geschädigte, der fiktive Reparaturkosten abrechnet, der Schadensberechnung die Stundenverrechnungssätze einer markengebundenen Fachwerkstatt zugrunde legen. Der abstrakte Mittelwert der Stundenverrechnungssätze aller repräsentativen Marken- und freien Fachwerkstätten einer Region repräsentiert als statistisch ermittelte Rechengröße nicht den zur Wiederherstellung erforderlichen Betrag (BGH NJW 2003, 2086). Denn einerseits ist der Schädiger zur vollständigen Behebung des Schadens unabhängig von den wirtschaftlichen Dispositionen des Geschädigten verpflichtet. Darüber hinaus würde bei anderer Sichtweise die dem Geschädigten durch 249 Abs. 2 Satz 1 BGB eröffnete Möglichkeit der Schadensbehebung in eigener Regie eingeschränkt werden. Schließlich würde die Realisierung einer Reparatur zu dem bezeichneten Mittelwert der Stundenverrechnungssätze eine erhebliche Eigeninitiative des Geschädigten erfordern, wozu dieser grundsätzlich nichtverpflichtet ist. Denn er müsste Erkundigungen hinsichtlich der Werkstatterfahrung für die Reparatur der entsprechenden Fahrzeugmarke anstellen und entsprechende Preisangebote einholen (BGH NJW 2003, 2086, 2087). Vorliegend gilt auch nicht deshalb etwas anderes, weil die Beklagte zu 2) auf eine günstigere Reparaturmöglichkeit hingewiesen hat. Zum Zeitpunkt des entsprechenden Schreibens vom 14. Februar 2007 war das Fahrzeug durch den Kläger wie sich aus der Reparaturbescheinigung vom 17. September 2007 ergibt bereits der Reparatur zugeführt. Das Angebot der Beklagten konnte der Kläger daher nicht mehr annehmen. Der Verpflichtung zum Ersatz der höheren Stundenverrechnungssätze steht vorliegend auch nicht entgegen, dass der Kläger eine günstige Reparatur gewählt hat und die erhöhten Kosten damit gerade nicht angefallen sind. Zwar wurde teilweise in diesen Konstellationen vertreten, dass der Geschädigte lediglich die mittleren ortsüblichen Stundenverrechnungssätze geltend machen kann: Rechnet der Geschädigte auf Basis fiktiver Reparaturkosten ab, berechnet sich der ersatzfähige Arbeitslohn auf Basis mittlerer ortsüblicher Stundenverrechnungssätze und nicht auf der Basis der höheren Sätze einer Vertragswerkstatt. Dies gilt jedenfalls, wenn der Geschädigte den Unfallschaden tatsächlich in einer kleineren Werkstatt und lediglich behelfsmäßig hat reparieren lassen und auch nicht dargelegt hat, dass er sonst üblicherweise eine Vertragswerkstatt aufzusuchen pflegt (vgl. OLG Hamm RuS 1996, 357). Die Erstattung von Stundenverrechnungssätzen einer Vertragswerkstatt, die die ortsüblichen durchschnittlichen Stundenverrechnungssätze einer autorisierten anerkannten Fachwerkstatt übersteigen, kommt dann nicht in Betracht, wenn der Geschädigte durch Eigenreparatur seines verunfallten Fahrzeuges deutlich macht, dass es ihm auf die im Fall eines Weiterverkaufs realisierbare "Wertschätzung" an einer Reparatur durch eine "Vertragswerkstatt" gerade nicht ankommt (vgl. LG Aachen (5 S 232/92) Schaden-Praxis 1993, 175). Der Bundesgerichtshof hat im den vorzitierten Entscheidungen zeitlich nachgehenden sogenannten Porsche-Urteil jedoch entschieden, dass der Geschädigte, der fiktive Reparaturkosten abrechnet, der Schadensberechnung die Stundenverrechnungssätze einer markengebundenen Fachwerkstatt zugrunde legen darf. Der abstrakte Mittelwert der Stundenverrechnungssätze aller repräsentativen Marken- und freien Fachwerkstätten einer Region repräsentiert als statistisch ermittelte Rechengröße demnach nicht den zur Wiederherstellung erforderlichen Betrag (vgl. BGH NJW 2003, 1158). Allerdings lag dieser Entscheidung eine Konstellation zugrunde, in der die Geschädigte das Fahrzeug unrepariert veräußert hat. Nach Auffassung der Kammer kann allerdings der hier vorliegende Fall nicht anders behandelt werden. Sowohl im Fall der Veräußerung im unreparierten Zustand als auch im Fall der Ausführung einer "Billigreparatur" und fiktiver Abrechnung auf Basis eines Sachverständigengutachtens sind die höheren Stundenverrechnungssätze tatsächlich nicht angefallen. Maßgeblich ist, dass Ziel des Schadensersatzes die
12 12 Totalreparation ist und der Geschädigte nach schadensrechtlichen Grundsätzen sowohl in der Wahl der Mittel zur Schadensbehebung als auch in der Verwendung des vom Schädiger zu leistenden Schadensersatzes frei ist (vgl. BGH VersR 1989, 1056). Dem Geschädigten soll bei voller Haftung des Schädigers ein möglichst vollständiger Schadensausgleich zukommen. Der Schädiger ist zur vollständigen Behebung des Schadens unabhängig von den wirtschaftlichen Dispositionen des Geschädigten verpflichtet. Bei anderer Sicht würde die dem Geschädigten eröffnete Möglichkeit der Schadensbehebung in eigener Regie eingeschränkt werden (vgl. BGH NJW 2003, 2086). In der zitierten Entscheidung hat der Bundesgerichtshof auch angeführt, dass das konkrete Verhalten des Geschädigten die Schadenshöhe nicht beeinflusst, solange die Schadensberechnung das Gebot der Wirtschaftlichkeit und das Verbot der Bereicherung beachtet. In diesem Rahmen ist der Geschädigte nämlich grundsätzlich hinsichtlich der Verwendung des zum Schadensausgleich erhaltenen Geldbetrages frei.... Weiteres Urteil: LG Aachen, Urteil vom , AZ: 6 S 55/07 LG Augsburg, Urteil vom , AZ: 4 S 1655/08 Der Geschädigte hat bei fiktiver Abrechnung Anspruch auf Ersatz der Stundenverrechnungssätze einer markengebundenen Fachwerkstatt, weil Reparaturmöglichkeiten in freien Werkstätten wirtschaftlich nicht gleichwertig sind.... Das Amtsgericht hat zu Recht entschieden, dass dem Kläger ein Anspruch auf Schadensersatz in Höhe von weiteren 319,76 für die Reparatur seines Fahrzeuges zusteht. Die Beklagte macht mit der Berufung ausschließlich geltend, dass das Amtsgericht rechtsfehlerhaft zu dem Ergebnis gekommen sei, dass der Kläger seine Reparaturkosten gemäß dem vorgerichtlich eingeholten Gutachten vom abrechnen könne, bei dem Grundlage der Reparaturkalkulation der Verrechnungssatz einer markengebundenen Werkstatt war. Dies sei rechtsfehlerhaft, da die Beklagte dem Kläger konkrete preiswertere Reparaturmöglichkeiten nachgewiesen habe, die zu einer technisch gleichwertigen Reparatur führten. Die Berechnung nach dem so genannten HP Claim Controlling System vom habe ergeben, dass die Reparaturkosten fiktiv statt 1.877,31 nur 1.562,65 betrügen. Die Beklagte habe den Kläger auf Eurogarant-, ZKF-, Europ Assistance- und Motorcare-Fachwerkstätten verwiesen, welche höchsten Qualitätsanforderungen unterlägen, kostenfreien Hol- und Bringservice zum Wohnsitz gewährleisteten, eine dreijährigen Garantie auf alle ausgeführten Arbeiten und den Eintritt in die Herstellergarantie gewährten. Der Bundesgerichtshof hat in seiner Entscheidung vom (NJW 2003, Seite 2086; Porsche- Entscheidung) entschieden, dass der Geschädigte nach schadensrechtlichen Grundsätzen sowohl in der Wahl der Mittel zur Schadensbehebung als auch in der Verwendung des von dem Schädiger zu leistenden Schadensersatzes frei ist. Der Geschädigte, der mühelos eine ohne Weiteres zugängliche günstigere und gleichwertige, Reparaturmöglichkeit habe, müsse sich jedoch auf diese verweisen lassen. Voraussetzung hierfür ist nach der Entscheidung des BGH jedoch, dass konkret dargestellt wird, dass eine solche günstigere und gleichwertige Reparaturmöglichkeit besteht. Dass die seitens der Beklagten und Berufungsklägerin genannten Fachbetriebe die Instandsetzung gleich einer markengebundenen Fachwerkstätte vornehmen können, wurde seitens des Klägers bestritten. Eine Beweiserhebung über diese Frage war jedoch entbehrlich, da, selbst dann, wenn der Vortrag der Beklagten zutreffend sein sollte, der Kläger im Rahmen seiner schadensrechtlichen Dispositionsfreiheit einen Anspruch auf Ersatz der fiktiven Kosten für die Reparatur in einer markengebundenen Fachwerkstatt hätte. Die Berufungskammer schließt sich in dieser bei den Instanzgerichten umstrittenen Frage der Meinung an, dass auch ein technisch ordnungsgemäßes Reparaturergebnis in einer markenungebundenen Werkstatt nicht wirtschaftlich gleichwertig ist mit einer Reparatur in einer markengebundenen Werkstatt (so u.a. auch Kammergericht Berlin vom , NJW 2008, Seite 2657; Hinweis des OLG München vom , AZ: 24 U 616/07). Ein Kläger handelt nicht wirtschaftlich unvernünftig, wenn er eine Reparatur in einer markenungebundenen Werkstatt ablehnt. Vielmehr hält er sich mit seiner Entscheidung in dem vom Wirtschaftlichkeitsgebot nach 249 Abs. 2 Satz 1 BGB gesetzten Rahmen, weil jedenfalls eine wirtschaftliche Gleichwertigkeit der Reparaturmöglichkeiten im schadensrechtlichen Sinne nicht vorliegt. Auch bei gleicher Qualität der technischen Ausführung honoriert es der Markt, dass Wartungs- und/oder Reparaturarbeiten an einem Fahrzeug gerade von einer markengebundenen Vertragswerkstatt und nicht von einer freien Fremdwerkstatt durchgeführt werden. Dem Arbeitsergebnis einer Markenwerkstatt kommt neben dem technischen Aspekt noch ein weiterer wertbildender Faktor zu. Der Kunde sei es der Reparaturkunde, sei es der potentieller Käufer auf dem Gebrauchtwagenmarkt verbindet mit dem Besuch von Markenvertragswerkstätten eine über den technischen Zustand hinausgehende besondere Werthaltigkeit. Deshalb setzen sich die Markenwerkstätten trotz der im Allgemeinen höheren
13 13 Reparaturpreisen nicht nur als bloß Ausnahmeerscheinung auf dem freien Markt durch. Markenqualität ist mehr als nur die Einhaltung technischen Standards. Sie bedeute im Allgemeinen nicht nur technische Qualität auf die Preisbildung. Nicht umsonst wird im Vergleich für ein scheckheftgepflegtes Fahrzeug ein höherer Verkaufserlös erzielt. Gleiches gilt für Fahrzeuge nach unfallbedingten Instandsetzungsarbeiten oder sonstigen Reparaturen, die von Vertragswerkstätten ausgeführt werden. diese am Markt spürbaren wertbildenden Faktoren beruhen auf der Nähe der Vertragswerkstätten zum Hersteller und der Spezialisierung auf nur eine bestimmte Fahrzeugmarke. An dieser Beurteilung ändert sich auch nichts dadurch, dass der Schaden an dem klägerischen Fahrzeug vorliegend ein reiner Karosserieschaden war, da auch für diese Reparatur die vorgenannten Überlegungen gelten. Auch ist der Kläger nicht gehalten, nachzuweisen, dass er alle Inspektionen und Reparaturen von einer markengebundenen Werkstatt hat durchführen lassen. Hierzu wurde, von dem BGH bereits in der Entscheidung vom ausgeführt, dass das Vorleben des Pkw in wartungstechnischer Hinsicht auch bei einem älteren Fahrzeug keine Rolle spielt. Es bleibt somit bei dem von dem Bundesgerichtshof in seiner Entscheidung vom aufgestellten Grundsatz, dass der Geschädigte auf der Grundlage eines von ihm eingeholten Sachverständigengutachtens den Schaden berechnen kann. Gravierende Mängel des Gutachtens wurden seitens der Beklagten nicht dargelegt und sind nicht ersichtlich. LG Berlin, Urteil vom , AZ: 59 S 53/08 Einem Geschädigten steht frei, Ersatz der Reparaturkosten nach Gutachten zu verlangen. Er muss sich von der Versicherung des Schädigers nicht an die Stundenverrechnungssätze irgendeiner kostengünstigeren Fremdwerkstatt verweisen lassen. Dies gilt umso mehr, wenn sich der Unfall innerhalb der Herstellergarantie ereignete.... Entgegen der Auffassung der Beklagten steht dem Kläger ein Anspruch auf Ersatz der restlichen Reparaturkosten von 669,53 gem. 823 Abs. 1, 249 ff. BGB, 7 Abs. 1 StVG, 3 Nr. 1 und 2 PflVG zu. Einem Geschädigten steht grundsätzlich frei, sein Fahrzeug nicht oder nicht sofort reparieren zu lassen und stattdessen Ersatz der Reparaturkosten nach Gutachten zu verlangen. Zwar muss sich der Geschädigte nach der Rspr. des BGH (BGH NJW 2003, 2086) im Rahmen der Schadensminderungspflicht auf eine ihm ohne Weiteres zugängliche günstigere und gleichwertige Reparaturmöglichkeit verweisen lassen, sofern ihm diese mühelos zur Verfügung steht. Wie der BGH (a.a.o.) entschieden hat, genügt hierfür jedoch nicht die Möglichkeit der technisch-ordnungsgemäßen Reparatur in irgendeiner kostengünstigeren Fremdwerkstatt. Im hiesigen Streitfall ist jedoch noch Folgendes zusätzlich zu berücksichtigen: Wie sich aus dem vorliegenden Gutachten des Sachverständigen vom ergibt, war das verunfallte Fahrzeug am zum Verkehr zugelassen und hatte keinen weiteren Vorbesitzer. Es handelte sich mithin im Unfallzeitpunkt um ein 15 Monate altes Fahrzeug mit einer Laufleistung von km, welches lediglich geringe Gebrauchsspuren aufwies. Nach dem Schadensgutachten unterfiel das Klägerfahrzeug zudem der Herstellergarantie, die nach dem weiteren konkreten Sachvortrag des Klägers von der Mercedes Benz-AG für Neufahrzeuge generell für einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren gewährt wird. Soweit die Beklagte lediglich pauschal bestreitet, dass tatsächlich noch eine Herstellergarantie für das Klägerfahrzeug bestanden habe, ist dieses nach alledem ohne hinreichende Substanz. Aus Gründen des Erhalts der Herstellergarantie ist es aber dem Kläger nicht zumutbar, eine Reparatur in einer freien Werkstatt durchführen zu lassen. Da die Hersteller die Garantiezusage regelmäßig von einer Wartung und Reparatur des Fahrzeuges in einer markengebundenen Fachwerkstatt abhängig machen, würde eine Reparatur in einer freien Werkstatt keine wirtschaftlich gleichwertige Reparaturmöglichkeit darstellen. Dies gilt unabhängig davon, ob die von der Beklagten benannten Werkstätten ihrerseits eine dreijährige Garantie für alle ausgeführten Arbeiten übernehmen. Denn in diesem Falle müsste sich der Geschädigte weder auf einen weiteren Vertragspartner verweisen lassen noch das Risiko eingehen, dass bei einem evtl. auftretenden Folgeschaden Streit darüber besteht, ob dieser der Herstellergarantie oder der werkvertraglichen Gewährleistung der Reparaturwerkstatt unterfällt (vgl. LG Bann, Urteil vom , AZ: 5 S 72/06). Unter Berücksichtigung der vorangestellten Ausführungen ist der Kläger berechtigt, seiner Schadensberechnung die Stundenverrechnungssätze einer markengebundenen Fachwerkstatt gem. seinem Privatgutachten zu Grunde zu legen. Soweit die Beklagten in diesem Zusammenhang lediglich pauschal bestreiten, dass die von dem Sachverständigen zur Schadenskalkulation berücksichtigten Stundenverrechnungssätze der Daimler-Chrysler-Niederlassung Berlin tatsächlich und generell abgerechnet werden, ist dies ohne hinreichende Substanz. Denn die Beklagte hätte im Hinblick auf das hier vorliegende Schadensgutachten im Einzelnen unter Beweis antritt näher darlegen müssen, welche konkreten
14 14 Stundenverrechnungssätze nach ihren Informationen die markengebundene Werkstatt stattdessen ansetzt. Daran fehlt es im vorliegenden Fall. LG Bochum, Urteil vom , AZ: I-10 S 61/08 Dem Geschädigten stehen auch bei fiktiver Abrechnung die Stundenverrechnungssätze einer markengebundenen Fachwerkstatt zu. Der Geschädigte muss sich nicht auf die günstigere Reparaturmöglichkeit in einer mit der Kraftfahrzeughaftpflichtversicherung des Schädigers durch einen Partnervertrag verbundene auch markengebundene Fachwerkstatt verweisen lassen. In Bezug auf den streitgegenständischen Fahrzeugschaden hat die Klägerin Anspruch auf Ersatz in Höhe der gesamten auf Grundlage des eingeholten Sachverständigengutachtens geltend gemachten 2.103,52 netto. Sie muss sich auch bei der fiktiven Schadensabrechnung nicht auf die günstigeren Stundenverrechnungssätze der Firma Opel Ford F. in Bochum verweisen lassen. Die Kammer hat in ihrem Urteil vom (Schaden-Praxis 2006, 285) auf Grundlage insbesondere der Porsche-Entscheidung des BGH (NJW 2003, 2086) bereits entschieden, dass der Geschädigte, wenn er eine fiktive Abrechnung vornimmt, nicht schlechter gestellt werden darf, als wenn er sein Fahrzeug tatsächlich instand setzen lässt. Da er dies jedenfalls in einer markengebundenen Fachwerkstatt tun darf, sind auch die entsprechenden Stundenverrechnungssätze einer solchen Werkstatt bei einer fiktiven Abrechnung- zu ersetzen. Allerdings muss sich der Geschädigte, der mühelos eine ohne Weiteres zugängliche günstigere und gleichwertige Reparaturmöglichkeit hat, nach dem Gebot der Wirtschaftlichkeit und dem Verbot der Bereicherung tatsächlich auf diese verweisen lassen und zwar sowohl für den Fall der tatsächlichen Reparatur als auch für den Fall der fiktiven Abrechnung, Dennoch sind bei der vorliegenden Schadensabrechnung nicht die Stundenverrechnungssätze der Firma Opel Ford F. zugrunde zu legen. Die Parteien haben insoweit übereinstimmend vorgetragen, dass die von den Beklagten geltend gemachten günstigeren Stundenverrechnungssätze dieser Werkstatt auf einer Vereinbarung mit der Beklagten zu 2) beruhen. Diese günstigere Reparaturmöglichkeit besieht damit allein aufgrund dieser Vereinbarung mit dem beklagten Versicherer. Wenn die Klägerin nun auf diese Reparaturmöglichkeit verwiesen würde, würde damit dem beklagten Versicherer Möglichkeit gegeben, gerade durch die Vereinbarung günstigerer Stundenverrechnungssätze mit Werkstätten konkret Einfluss darauf zu nehmen, in welchen von den Versicherern bestimmten Werkstätten Geschädigte ihr Fahrzeug reparieren lassen (müssten). Dies ist mit der Dispositionsfreiheit des Geschädigten nicht zu vereinbaren. Es muss Sache des Geschädigten bleiben zu entscheiden, ob und insbesondere auch wo er sein Fahrzeug reparieren lässt. Die Kammer verkennt hierbei nicht, dass der Geschädigte dabei auch das Wirtschaftlichkeitsgebot zu beachten hat. Es darf aber nicht Sache der Versicherer sein durch Vereinbarungen mit einzelnen Werkstätten quasi den Maßstab für die Wirtschaftlichkeit zu bestimmen. Weiteres Urteil: LG Bochum, Urteil vom , AZ: 5 S 168/07 LG Bonn, Urteil vom , AZ: 8 S 95/08 Wenn der Geschädigte auf eine wirtschaftlich mit der Versicherung des Schädigers verbundene Fachwerkstatt verwiesen wird, stellt dies keine gleichwertige Reparaturmöglichkeit dar. Der erforderliche Restitutionsbedarf kann nicht von der Verhandlungsmacht der regulierungspflichtigen Versicherung abhängen. Art und Umfang des zu leistenden Ersatzes bestimmen sich nach den Vorschriften der 249 ff. BGB. Das schadensersatzrechtliche Ziel der Restitution beschränkt sich nach ständiger höchstrichterlicher Rechtsprechung nicht auf eine Wiederherstellung der beschädigten Sache; es besteht vielmehr in umfassender Weise darin, einen Zustand herzustellen, der wirtschaftlich gesehen der ohne das Schadensereignis bestehenden hypothetischen Lage entspricht (vgl. BGH. NJW 2007, 67, 68). Dabei stehen dem Geschädigten bei der Beschädigung eines Kraftfahrzeugs nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs im Allgemeinen zwei Wege der Naturalrestitution offen, nämlich einerseits die Reparatur des Unfallfahrzeugs, andererseits die Anschaffung eines gleichwertigen Ersatzfahrzeugs (vgl. BGH, NJW 2005, 2541). Sieht der Geschädigte wie vorliegend davon ab, eine Ersatzbeschaffung vorzunehmen, so
15 15 kann er gemäß 249 Abs. 2 S. 1 BGB Ersatz der objektiv erforderlichen Kosten einer fiktiven Reparatur geltend machen. Dabei hat der Geschädigte nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs grundsätzlich Anspruch auf Ersatz der in einer markengebundenen Vertragswerkstatt anfallenden Reparaturkosten unabhängig davon, ob er den Wagen tatsächlich voll, minderwertig oder überhaupt nicht reparieren lässt (vgl. BGH NJW 2003, 2086). ( ) Den Beklagten ist dabei im Grundsatz zuzugeben, dass der Geschädigte, der mühelos eine ohne Weiteres zugängliche günstigere und gleichwertige Reparaturmöglichkeit hat, sich auch nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs auf diese verweisen lassen muss (vgl. BGH, NJW 2003, 2086, 2087). Von einer entsprechenden Konstellation kann indes im Streitfall nicht ausgegangen werden. Die Kammer verkennt dabei nicht, dass es sich bei der Firma Autohaus um eine markengebundene Fachwerkstatt handelt. so dass es auch auf die in der landgerichtlichen Rechtsprechung umstrittene Frage nicht ankommt, ob in denjenigen Fällen, in denen der Geschädigte auf Gutachtenbasis fiktiv abrechnet und ihm vom Schädiger bzw. dessen Versicherer konkret ohne Weiteres zugängliche Möglichkeiten einer technisch einwandfreien und günstigeren Reparatur in einer nicht markengebundenen freien Fachwerkstatt aufgezeigt werden, der Geschädigte sich auf diese Reparaturmöglichkeiten verweisen lassen muss (so etwa LG Potsdam, NJW-Spezial 2008, 107; LG Berlin. NJW-RR 2007, 20, 21; LG Heidelberg, Urteil vom , AZ: 2 S 55/05, zitiert nach juris; a.a.: LG Bonn, Urteil vom , 5 S 168/07; LG Bonn, Urteil vom , 8 S 8/07; LG Mainz, Urteil vom , 3 S 15/06, zitiert nach juris; LG Trier, Urteil vom S 12/05, BeckRS: 2006 Nr ; AG Aachen, Urteil vom , 5 C 81/05. BeckRS: 2005 Nr ),. Bei der dem Kläger seitens der Beklagten aufgezeigten Reparaturmöglichkeit bei der Firma Autohaus handelt es sich aber bereits deshalb nicht um eine gleichwertige Reparaturmöglichkeit, auf die der Kläger sich auch bei tatsächlicher Durchführung der Reparatur verweisen lassen müsste, weil die Firma Autohaus mit der Beklagten durch eine Vereinbarung verbunden ist, aufgrund derer denjenigen Kunden, für deren Reparaturkosten die Beklagte einzustehen hat, Sonderkonditionen angeboten werden, die gegenüber den regulären Stundensätzen markengebundener Fachwerkstätten günstiger sind. Dies widerspräche nach Auffassung der Kammer der Intention des 249 Abs. 2 BGB. Die Vorschrift ermöglicht dem Geschädigten nämlich durch die fiktive Abrechnung der Reparaturkosten einen Schadensausgleich, ohne dass dieser gehalten ist, dem Schädiger das verletzte Rechtsgut zur Naturalrestitution anzuvertrauen (vgl. Heinrichs in: Palandt, BGB, 67. (Aufl., 249 Rn. 5; Schiemann in: Staudinger, BGB, Neubearb Rn. 210). Das Grundanliegen dieser Vorschrift, dem Geschädigten die Möglichkeit zu eröffnen, die Schadensbehebung in eigener Regie durchzuführen, darf nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs auch bei dem Bemühen um eine wirtschaftlich vernünftige Objektivierung des Restitutionsbedarfs im Rahmen von 249 Abs. 2 Satz 1 BGB nicht aus den Augen verloren werden (vgl. BGH, NJW 2003,2086). Der Verweis des Geschädigten auf eine wirtschaftlich mit der Kraftfahrzeughaftpflichtversicherung gerade des Schädigers verbundene Fachwerkstatt entwertet das Recht des Geschädigten, die Reparatur zu üblichen Konditionen in Eigenregie vornehmen zu können. Zudem muss er aufgrund der wirtschaftlichen Verbundenheit der Werkstatt mit dem beklagten Versicherer befürchten mag sich die Befürchtung in concreto auch nicht realisieren, dass dieser bei der Reparatur auch (nachvollziehbare) Interessen des Schädigers wahrnimmt, den Schaden möglichst gering zu halten (i.e. ebenso: AG Nürtingen. NJW 2007,1143t.; LG Bochum, Urteil vom , 5 S 168/07; LG Bonn, Urteil vom ,5 S 96/08; a.a. LG Köln, Urteil vom ,11 S 1/07). Im Übrigen kann der objektiv erforderliche Restitutionsbedarf schwerlich von der Verhandlungsmacht der regulierenden Versicherung gegenüber einzelnen Vertragswerkstätten abhängen. Weitere Urteile: LG Bonn, Urteil vom , AZ: 5 S 96/08 LG Bonn, Urteil vom , AZ: 8 S 195/07 LG Bonn, Urteil vom , AZ: 5 S 72/06 LG Coburg, Urteil vom , AZ: 32 S 83/07 Geschädigter darf Kfz-Schaden auch bei fiktiver Abrechnung die in einer Markenwerkstatt anfallenden Reparaturkosten ersetzt verlangen. Die Reparatur ist einer nicht-markengebundenen Fachwerkstatt ist keine gleichwertige Reparaturmöglichkeit. Aus den Gründen Soweit hier die zu erstattenden Stundenverrechnungssätze in Streit stehen, so ist mit der höchstrichterlichen Rechtsprechung davon auszugehen, dass der Geschädigte grundsätzlich Anspruch auf Ersatz der in einer markengebundenen Vertragswerkstatt anfallenden Reparaturkosten hat, und zwar unabhängig davon, ob er den Wagen tatsächlich voll, minderwertig oder überhaupt nicht reparieren lässt.
16 16 Wie der BGH (a.a.o. Seite 2087) entschieden hat, genügt hierfür jedoch nicht die abstrakte Möglichkeit der technisch ordnungsgemäßen Reparatur in irgendeiner kostengünstigeren Fremdwerkstatt. Die Beklagte vertritt die Auffassung, dass hier etwas anderes gelte, weil sie konkret andere Reparaturmöglichkeiten in der näheren Umgebung der Klägerin benannt habe, die in gleicher Weise zu einer fachgerechten Reparatur in der Lage seien. Tatsächlich hat der Zeuge... bestätigt, nachdem er einen Blick in das Sachverständigengutachten des Kfz.- Büros... werfen konnte, dass die Firma Autohaus... zu einer gleichwertigen Reparatur in der Lage sei, da hier lediglich ein Karosserieschaden behoben werden müsste. Der Zeuge... hat jedoch weiter ausgeführt, dass er, sofern ein Geschädigter anruft, solche Auskünfte nicht telefonisch erteilen kann. Vielmehr müsse er das Fahrzeug grundsätzlich begutachten, d.h. ein Geschädigter müsste das Fahrzeug bei ihm vorstellen, bevor er eine Aussage dahingehend treffen kann, ob eine fachgerechte Reparatur möglich ist. Insoweit würde die Realisierung einer Reparatur zu den von der Beklagten vorgetragenen Preisen die Entfaltung erheblicher eigener Initiative durch den Kläger erfordern, wozu dieser allerdings nicht verpflichtet ist. Der Geschädigte würde nämlich in der ihm in 249Abs. 2 Satz 1 BGB eröffneten Möglichkeit der Schadensbehebung in eigener Regie eingeschränkt werden. Dagegen spricht, dass der Schädiger zur vollständigen Behebung des Schadens unabhängig von den wirtschaftlichen Dispositionen des Geschädigten verpflichtet ist (vgl. BGH, 6. ZiviIsenat, Urteil vom , AZ: VI ZA 398/02, Jurisfundstelle). Dem Geschädigten ist insofern nicht mühelos und ohne Weiteres eine günstigere und gleichwertige Reparaturmöglichkeit zugänglich. Im Übrigen reicht nach Ansicht des Gerichts der Hinweis der Beklagten auf eine preisgünstigere Möglichkeit, um deren Realisierung sich der Geschädigte noch bemühen muss, nicht aus. Vielmehr müsste vom Schädiger ein bindendes Angebot eingeholt werden, um eine bessere Möglichkeit nachzuweisen (vgl. BGH NJW 2000, ; AG Bremen, Urteil vom , AZ: 17 C 448/05, Jurisfundstelle). Ein verbindliches Angebot wurde von der Beklagten hier nicht vorgelegt. Davon abgesehen, dass es dem Geschädigten nicht zumutbar ist, sich mit seinem Fahrzeug und dem Schadensgutachten erst bei mehreren Kfz-Werkstätten in der Umgebung vorzustellen, um insoweit die günstigsten Stundenverrechnungssätze herauszufinden, ist das Gericht der Ansicht, dass eine Reparatur in einer nichtmarkengebundenen Fachwerkstatt auch keine gleichwertige Reparaturmöglichkeit ist. Auch bei einem älteren Fahrzeug kann die Reparatur in einer Markenwerkstatt noch Einfluss auf den Zeit- und Marktwert eines Fahrzeugs nehmen. Diesbezüglich ist auf die Rechtsprechung des BGH zu der Frage zu verweisen, bis zu welchem Alter eines Fahrzeugs bei diesem ein merkantiler Minderwert entstehen kann. Die hier zu beantwortende Frage ist mit der Problematik des merkantilen Minderwerts vergleichbar. Letzterer berücksichtigt, dass der Verkäufer eines Unfallfahrzeugs auch bei vollständiger Reparatur des Wagens auf dem Gebrauchtwagenmarkt nur noch einen geringeren Preis erzielen kann und das Fahrzeug somit einen niedrigeren Marktwert besitzt, da aus Käufersicht bei Erwerb eines Unfallfahrzeugs ein höheres Risiko besteht, dass das Fahrzeug aufgrund einer nicht fachgerecht durchgeführten Reparatur besonders schadensanfällig ist (vgl. BGH, Urteil vom , NJW 2005, Seite 277 ff.). Auch hier geht es um die Frage, wie lange die Reparatur in einer Vertragswerkstatt Einfluss auf den Marktwert eines Fahrzeugs haben kann. Vermag diese doch grundsätzlich den Nachweis einer fachgerechten Durchführung der Reparatur und damit eine Wertsteigerung aus Käufersicht in einem weit höheren Maße zu garantieren, als dazu eine dem Käufer unbekannte freie Werkstatt in der Lage ist. Der BGH hebt in seiner Entscheidung vom die starke technische Entwicklung heutiger Fahrzeugmodelle und deren zunehmende Langlebigkeit hervor mit Verweis auf die Notierungen von Schätzorganisationen bei der Bewertung von Gebrauchtfahrzeugen, welche inzwischen mit Hinweisen auf unfallfreie Fahrzeuge bis auf 12 Jahre zurückgehen. Er hält eine Auswirkung auf den Zeitwert und damit einen merkantilen Minderwert auch bei älteren Fahrzeugen daher grundsätzlich für möglich. Aufgrund der vergleichbaren Lage kann im hier zu entscheidenden. Fall nichts anderes gelten. Auch aufgrund eines höheren Alters oder einer höheren Laufleistung kann ein verbleibender Minderwert bei Reparatur in einer freien Werkstatt nicht ausgeschlossen werden. Jedenfalls kann die Reparatur in einer Markenwerkstatt auch noch nach Jahren Einfluss auf den Marktwert des Fahrzeugs haben. Unbeachtlich ist in diesem Zusammenhang auch, dass die Klägerin fiktiv abrechnet. Das konkrete Verhalten des Geschädigten beeinflusst die Schadenshöhe nicht, solange die Schadensberechnung das Gebot der Wirtschaftlichkeit und das Verbot der Bereicherung beachtet. In diesem Rahmen ist der Geschädigte
17 17 grundsätzlich hinsichtlich der Verwendung des zum Schadensausgleich erhaltenen Geldbetrages frei (vgl. BGHNJW 2003, 2088). Billigte man dem Geschädigten demgegenüber bei Abrechnung fiktiver Reparaturkosten nur Ersatz der bei Ausführung der Arbeiten in einer sonstigen Fachwerkstatt anfallenden geringeren Kosten zu (so differenzierend z.b. AG Dortmund, Urteil vom , AZ: 121 C 909/05, Jurisfundstelle), so würde damit der Grundsatz unterlaufen, das der Geschädigte sowohl in der Wahl der Mittel zur Schadensbehebung als auch in der Verwendung des vom Schädiger zu leistenden Schadensersatzes frei ist (vgl. LG Mainz, 3. Zivilkammer, Urteil vom , AZ: 3 S 15/06, JurisfundsteIle). Ohne dass es im einzelnen auf einen Qualitätsvergleich ankäme, genügt bereits die in den Verkehrskreisen verbreitete Erwartung, in einer Markenwerkstatt werde ein Schaden wegen des täglichen Umgangs mit dem Fabrikat höherwertiger beseitigt, um bei einer Verweisung auf eine sonstige Werkstatt einen Eingriff in die Dispositionsfreiheit anzunehmen. Die Reparatur in einer Markenwerkstatt kann nicht zuletzt bei einem möglichen Weiterverkauf des Fahrzeugs als Verkaufsargument dienen und spielt damit auch eine wirtschaftliche Rolle. Dem kann nicht entgegengehalten werden, dass letztlich Kosten verlangt werden, die gar nicht angefallen sind, denn dies liegt gerade in der Natur der fiktiven Abrechnung auf Reparaturkostenbasis. Unabhängig davon hat der Geschädigte regelmäßig auch gar keine Möglichkeit, zu überprüfen, ob es sich bei der von der Versicherung benannten Werkstatt tatsächlich um eine zuverlässige und kompetente Firma handelt, die auch über die notwendigen Kenntnisse und Erfahrungen bezüglich seines speziellen Autotyps verfügt. Er müsste sich hier auf die Angaben der Versicherung verlassen, was dem gesetzlichen Leitbild des Schadensersatzrechtes widerspricht. Vielmehr kann der Geschädigte verlangen, dass die Arbeiten in einer Fachwerkstatt seines Vertrauens durchgeführt werden. LG Dortmund, Beschluss vom , AZ: 4 S 166/08 Der Geschädigte darf bei fiktiver Abrechnung nicht schlechter gestellt werden. Die Kosten der Reparatur in einer markengebundenen Fachwerkstatt sind solche, die zur Wiederherstellung des Fahrzeugs geboten sind.... Gem. 249 Abs. 2 S. 1 BGB kann der Kläger Ersatz des zur Wiederherstellung ursprünglichen Zustandes PKW ohne das schädigende Ereignis erforderlichen Geldbetrages verlangen. Zutreffend geht das Amtsgericht dabei davon aus, dass erforderlich vorliegend die Kosten sind, die bei Reparatur in einer markengebundenen Fachwerkstatt angefallen wären. Grundsätzlich hat der Geschädigte Anspruch auf Ersatz der in einer markengebundenen Vertragswerkstatt anfallenden Reparaturkosten unabhängig davon, ob er den Wagen tatsächlich voll, minderwertig oder überhaupt nicht reparieren lässt (BGH NJW 2003, 2086). Der Geschädigte ist nach schadensrechtlichen Grundsätzen sowohl in der Wahl der Mittel sowie auch in der Verwendung des vom Schädiger zu leistenden Schadensersatzes frei. Etwas anderes ergibt sich auch nicht unter dem Gesichtspunkt der vom Geschädigten gem. 254 BGB zu berücksichtigenden Schadensminderungspflicht. Zwar ist der Schädiger unter dem Gesichtspunkt der Schadensminderungspflicht grundsätzlich gehalten, im Rahmen des ihm Zumutbaren den wirtschaftlicheren Weg der Schadensbehebung zu wählen, sofern er die Höhe der für die Schadensbeseitigung aufzuwendenden Kosten beeinflussen kann. Dabei darf jedoch nicht das Grundanliegen des 249 Abs. 2 S. 1 BGB aus den Augen verloren werden, dass dem Geschädigten bei voller Haftung des Schädigers ein möglichst vollständiger Schadensausgleich zukommen soll. Deshalb ist bei der Prüfung, ob sich der Aufwand zur Schadensbeseitigung in vernünftigen Grenzen hält, eine subjektbezogene Schadensbetrachtung anzustellen, d.h. Rücksicht auf die spezielle Situation des Geschädigten, insbesondere auf seine individuellen Erkenntnis- und Einflussmöglichkeiten sowie auf die möglicherweise gerade für ihn bestehenden Schwierigkeiten zu nehmen (BGH NJW 2003, 2086). Unter Berücksichtigung dieser Rechtsprechung ist die Verweisung des Klägers auf eine freie Kfz-Werkstatt vorliegend nicht mit dem in 249 BGB enthaltenen Grundsatz des möglichst vollständigen Schadensausgleichs vereinbar. Zwar hat die Beklagte vorliegend dem Kläger die in seiner Nähe gelegene Kfz-Werkstatt benannt, die bereit ist, den PKW des Klägers zu einem günstigeren Tarif zu reparieren. Wie das Amtsgericht zutreffend ausführt, ist dem Kläger jedoch nicht ohne Weiteres die Beurteilung möglich, ob die von der Beklagten benannte Werkstatt gegenüber einer markengebundenen Werkstatt gleichwertige Arbeit abliefert. Vielmehr
18 18 lässt sich die Gleichwertigkeit der Reparaturleistungen für den Beklagten nur durch Einholung umfangreicher Erkundigungen beurteilen. Auch im Prozess müsste die Frage der Gleichwertigkeit durch ein Sachverständigengutachten geklärt werden. Anders als das Landgericht Berlin (NJW-RR 2007, 20) ist die Kammer nicht der Auffassung, diese Frage ohne Hilfe eines Sachverständigen beantworten zu können, in dem allein darauf abgestellt wird, ob es sich um eine Fachwerkstatt handelt. Diese umfangreichen Erkundigungen sind dem Geschädigten indes wie der BGH in seiner oben genannten Entscheidung ausführt nicht zumutbar. Von dem Kläger darf nicht erwartet werden, vor Durchführung einer Reparatur die Frage der Wertigkeit der Reparaturleistung durch ein Gutachten klären zu lassen. Ob vorliegend die Werkstatt gegenüber einer markengebundenen Werkstatt gleichwertige Arbeit abliefert, muss mithin nicht geklärt werden. Die Kammer schließt sich weiterhin den Überlegungen des Amtsgerichts an, dass die Auswahl der Werkstatt auch den Wiederverkaufswert eines PKW beeinflusst. Dies gilt gerade für höherwertige Fahrzeuge der Marken BMW, Porsche, Audi oder vorliegend Mercedes. Auf die insoweit zutreffenden Ausführungen in der angegriffenen Entscheidung wird vollumfänglich Bezug genommen. Zudem gewähren markengebundene Werkstätten ihren Kunden größere Serviceleistungen, wenn diese ihren PKW regelmäßig in der eigenen Fachwerkstatt reparieren und warten lassen (sog. "Scheckheftpflege"). Da der Kläger sich bei Reparatur seines PKW in einer freien Werkstatt auf diese zusätzlichen Serviceleistungen künftig nicht mehr berufen könnte, stellt die Reparatur in einer freien Werkstatt auch insoweit keine gleichwertige Leistung dar. Schließlich hat das Amtsgericht auch zu Recht ausgeführt, die fiktive Schadensberechnung dürfe nicht anders erfolgen, als die tatsächliche Berechnung, da anderenfalls die Dispositionsfreiheit des Geschädigten unangemessen eingeschränkt würde. Da die Beklagte einräumt, dass sie die Reparaturkostenrechnung einer Herstellerfachwerkstatt ausgeglichen hätte, muss sie konsequenterweise auch die markengebundene Werkstattabrechnung auf fiktiver Basis ausgleichen. LG Düsseldorf, Urteil vom , AZ: 20 S 48/07 Der Geschädigte hat auch bei fiktiver Abrechnung Anspruch auf Erstattung der Stundenverrechnungssätze einer markengebundenen Fachwerkstatt und ist nicht gehalten, umfangreiche Erkundigungen einzuholen, ob eine vom Versicherer genannte Fachwerkstatt gleichwertige, jedoch günstigere Arbeit abliefert.... Gem. 249 Abs. 2 S. 1 BGB kann der Kläger Ersatz des zur Wiederherstellung ursprünglichen Zustandes PKW ohne das schädigende Ereignis erforderlichen Geldbetrages verlangen. Zutreffend geht das Amtsgericht dabei davon aus, dass erforderlich vorliegend die Kosten sind, die bei Reparatur in einer markengebundenen Fachwerkstatt angefallen wären. Grundsätzlich hat der Geschädigte Anspruch auf Ersatz der in einer markengebundenen Vertragswerkstatt anfallenden Reparaturkosten unabhängig davon, ob er den Wagen tatsächlich voll, minderwertig oder überhaupt nicht reparieren lässt (BGH NJW 2003, 2086). Der Geschädigte ist nach schadensrechtlichen Grundsätzen sowohl in der Wahl der Mittel sowie auch in der Verwendung des vom Schädiger zu leistenden Schadensersatzes frei. Etwas anderes ergibt sich auch nicht unter dem Gesichtspunkt der vom Geschädigten gem. 254 BGB zu berücksichtigenden Schadensminderungspflicht. Zwar ist der Schädiger unter dem Gesichtspunkt der Schadensminderungspflicht grundsätzlich gehalten, im Rahmen des ihm Zumutbaren den wirtschaftlicheren Weg der Schadensbehebung zu wählen, sofern er die Höhe der für die Schadensbeseitigung aufzuwendenden Kosten beeinflussen kann. Dabei darf jedoch nicht das Grundanliegen des 249 Abs. 2 S. 1 BGB aus den Augen verloren werden, dass dem Geschädigten bei voller Haftung des Schädigers ein möglichst vollständiger Schadensausgleich zukommen soll. Deshalb ist bei der Prüfung, ob sich der Aufwand zur Schadensbeseitigung in vernünftigen Grenzen hält, eine subjektbezogene Schadensbetrachtung anzustellen, d.h. Rücksicht auf die spezielle Situation des Geschädigten, insbesondere auf seine individuellen Erkenntnis- und Einflussmöglichkeiten sowie auf die möglicherweise gerade für ihn bestehenden Schwierigkeiten zu nehmen (BGH NJW 2003, 2086). Unter Berücksichtigung dieser Rechtsprechung ist die Verweisung des Klägers auf eine freie Kfz-Werkstatt vorliegend nicht mit dem in 249 BGB enthaltenen Grundsatz des möglichst vollständigen Schadensausgleichs vereinbar. Zwar hat die Beklagte vorliegend dem Kläger die in seiner Nähe gelegene Kfz-Werkstatt benannt, die bereit ist, den PKW des Klägers zu einem günstigeren Tarif zu reparieren. Wie das Amtsgericht zutreffend
19 19 ausführt, ist dem Kläger jedoch nicht ohne Weiteres die Beurteilung möglich, ob die von der Beklagten benannte Werkstatt gegenüber einer markengebundenen Werkstatt gleichwertige Arbeit abliefert. Vielmehr lässt sich die Gleichwertigkeit der Reparaturleistungen für den Beklagten nur durch Einholung umfangreicher Erkundigungen beurteilen. Auch im Prozess müsste die Frage der Gleichwertigkeit durch ein Sachverständigengutachten geklärt werden. Anders als das Landgericht Berlin (NJW-RR 2007, 20) ist die Kammer nicht der Auffassung, diese Frage ohne Hilfe eines Sachverständigen beantworten zu können, in dem allein darauf abgestellt wird, ob es sich um eine Fachwerkstatt handelt. Diese umfangreichen Erkundigungen sind dem Geschädigten indes wie der BGH in seiner oben genannten Entscheidung ausführt nicht zumutbar. Von dem Kläger darf nicht erwartet werden, vor Durchführung einer Reparatur die Frage der Wertigkeit der Reparaturleistung durch ein Gutachten klären zu lassen. Ob vorliegend die Werkstatt gegenüber einer markengebundenen Werkstatt gleichwertige Arbeit abliefert, muss mithin nicht geklärt werden. Die Kammer schließt sich weiterhin den Überlegungen des Amtsgerichts an, dass die Auswahl der Werkstatt auch den Wiederverkaufswert eines PKW beeinflusst. Dies gilt gerade für höherwertige Fahrzeuge der Marken BMW, Porsche, Audi oder vorliegend Mercedes. Auf die insoweit zutreffenden Ausführungen in der angegriffenen Entscheidung wird vollumfänglich Bezug genommen. Zudem gewähren markengebundene Werkstätten ihren Kunden größere Serviceleistungen, wenn diese ihren PKW regelmäßig in der eigenen Fachwerkstatt reparieren und warten lassen (sog. "Scheckheftpflege"). Da der Kläger sich bei Reparatur seines PKW in einer freien Werkstatt auf diese zusätzlichen Serviceleistungen künftig nicht mehr berufen könnte, stellt die Reparatur in einer freien Werkstatt auch insoweit keine gleichwertige Leistung dar. Schließlich hat das Amtsgericht auch zu Recht ausgeführt, die fiktive Schadensberechnung dürfe nicht anders erfolgen, als die tatsächliche Berechnung, da anderenfalls die Dispositionsfreiheit des Geschädigten unangemessen eingeschränkt würde. Da die Beklagte einräumt, dass sie die Reparaturkostenrechnung einer Herstellerfachwerkstatt ausgeglichen hätte, muss sie konsequenterweise auch die markengebundene Werkstattabrechnung auf fiktiver Basis ausgleichen. LG Duisburg, Urteil vom , AZ: 11 S 164/06 Der Geschädigte hat jedoch einen Anspruch auf Ersatz der in einer markengebundenen Vertragswerkstatt anfallenden Reparaturkosten... Zwar muss sich der Geschädigte, der mühelos eine ohne Weiteres zugängliche günstigere und gleichwertige Reparaturmöglichkeit hat, sich auf diese verweisen lassen, dieses Voraussetzungen liegen jedoch hier nicht vor. Ein Verstoß gegen die Schadenminderungspflicht ist nicht gegeben, da es dem Kläger ohne weitergehende verbindliche Zusagen nicht zuzumuten ist, sein Fahrzeug bei den von der Beklagten zu 3 angegebenen Firmen reparieren zu lassen. Die Kalkulation von berücksichtigten lediglich den Stundensatz der Alternativfirmen, losgelöst von dem Unfallschaden ohne eine eigene Bewertung und Kostenkalkulation der genannten Firmen. Es besteht daher keine Gewähr, dass bei Durchführung der Reparatur durch diese Firmen tatsächlich nur die von ermittelten Kosten entstehen. Eine solche Gewähr würde nur bestehen, wenn diese dem Kläger ein verbindliches Angebot oder ein entsprechender Kostenvoranschlag der betreffenden Firmen zugeleitet worden wäre. Es bestehen darüber hinaus auch Anhaltspunkte dafür, dass es sich bei den genannten Firmen um solche handelt, die mit der Versicherung besonders günstige Sonderkonditionen ausgehandelt haben, deren Inanspruchnahmen kann jedoch von dem Geschädigten nicht verlangt werden, so dass die insoweit günstigeren Stundensätze dem Kläger nicht entgegengehalten werden können. Außerdem handelt es sich bei den von der Beklagten zu 3 benannten Firmen zwar um Fachwerkstätten, jedoch nicht um markengebundene. Der Kläger hat jedoch einen Anspruch auf Ersatz der in einer markengebundenen Vertragswerkstatt anfallenden Reparaturkosten; dass eine solche die Reparatur kostengünstiger durchführen könnte, ist nicht dargetan.... LG Essen, Urteil vom , AZ: 13 S 103/07 Keine Differenzierung der Erstattungsfähigkeit der Kosten und Sätze markengebundener Fachwerkstätten danach, ob fiktiv oder konkreter abgerechnet wird, sonst würde der Grundsatz unterlaufen, dass der Geschädigte sowohl in der Wahl der Mittel zur Schadensbehebung als auch in der Verwendung des vom Schädiger zu leistenden Schadensersatzes frei ist.
20 20... Zwar muss sich der Geschädigte, der mühelos eine ohne Weiteres zugängliche, günstigere und gleichwertige Reparaturmöglichkeit hat, auf diese verweisen lassen, wie der Bundesgerichtshof (a.a.o.) entschieden hat, genügt hierfür jedoch nicht die abstrakte Möglichkeit der technisch ordnungsgemäßen Reparatur in irgendeiner kostengünstigeren Fremdwerkstatt. Die Beklagte ist die Auffassung, im vorliegenden Fall gelte etwas anderes, weil sie konkret andere Betriebe in der näheren Umgebung des Klägers benannten habe, die in gleicher Weise zu einer fachgerechten Reparatur des in Rede stehenden Schadens in der Lage seien. Der Kläger können unter diesen Umständen bei Abrechnung fiktiver Reparaturkosten nur deren Stundenverrechnungssätze und Lackierkosten ersetzt verlangen (so im Ergebnis auch LG Heidelberg, Urteil vom , AZ: 2 S 55/05). Dem vermag die Kammer indes nicht zu folgen. billigte man dem Geschädigten nämlich bei Abrechnung fiktiver Reparaturkosten nur Ersatz der bei Ausführung der Arbeiten in einer sonstigen Fachwerkstatt anfallenden geringeren Kosten zu, so würde damit der Grundsatz unterlaufen, dass der Geschädigte sowohl in der Wahl der Mittel zur Schadensbehebung als auch in der Verwendung des vom Schädiger zu leistenden Schadensersatzes frei ist. Hiermit ist es unvereinbar, hinsichtlich der Höhe der ersatzfähigen Reparaturkosten zu differenzieren je nach dem, ob bzw. wie er das Fahrzeug reparieren lässt (LG Mainz, Urteil vom , AZ: 3 S 15/06), zumal der Schaden bereits im Moment des Unfalls entstanden ist. Eine entsprechende Differenzierung wäre auch, wie das LG Mainz (a.a.o.) überzeugend dargelegt hat, insbesondere deswegen problematisch, weil je nach Erfahrung der Werkstatt für die Reparatur der entsprechenden Fahrzeugmarke, Art und Umfang des Schadens, Wiederbeschaffungswert des Fahrzeugs, Bestehen einer Herstellergarantie u.a. der Geschädigte ein berechtigtes Interesse haben kann, eine ihm vertrauenswürdig und kompetent erscheinende Vertragswerkstatt mit der Reparatur zu beauftragen, zumal er in der Regel nicht wissen wird, ob eine sonstige Werkstatt über hinreichende Erfahrungen mit der Reparatur der entsprechenden Fahrzeugmarke verfügt. Vor diesem Hintergrund verbietet sich nach Auffassung der Kammer eine Differenzierung der Erstattungsfähigkeit der Kosten und Sätze markengebundener Fachwerkstätten danach, ob fiktiv oder konkreter abgerechnet wird.... LG Frankfurt (Oder), Urteil vom , AZ: 6a S 96/07 Der Geschädigte kann auch bei einer fiktiven Abrechnung die Erstattung der Stundenverrechnungssätze einer markengebundenen Fachwerkstatt verlangen, wenn ihm keine mühelos und ohne Weiteres zugängliche, günstigere und gleichwertige Reparaturmöglichkeit vorgelegt wird.... Dem Kläger steht nach 3 Nr. 1 PflVG i.v.m. 249 BGB ein Anspruch auf Schadensersatz zu, wobei die Beklagte ihm diejenigen Kosten zu erstatten hat, die zu einer vollständigen Schadensbehebung erforderlich sind. Lässt ein Geschädigter sein Fahrzeug in einer seiner Fahrzeugmarke entsprechenden Vertragswerkstatt reparieren, so ist die Erforderlichkeit der dort entstehenden Kosten anerkannt. Der Geschädigte muss sich also nicht auf preiswertere Reparaturmöglichkeiten verweisen lassen. Lediglich bei einer fiktiver Abrechnung wird in der Instanzrechtsprechung nicht einheitlich beurteilt, ob der Geschädigte ebenfalls die Erstattung von Reparaturkosten in der Höhe verlangen kann, wie sie in einer Markenwerkstatt anfallen würden (so die herrschende Auffassung, die auch in der Literatur geteilt wird: LG Aachen, Urteil vom , AZ: 6 S 200/04; LG Essen, Urteil vom , AZ: 13 S 115/05; LG Trier, Urteil vom , AZ: 1 S 112/05; LG Bochum, Urteil vom , AZ: 5 S 79/05; AG München, Urteil vom , AZ: 343 C 34380/05; AG Hamm, Urteil vom , AZ: 17 C 409/06; AG Aachen, Urteil vom , AZ: 5 C 81/05; AG Hagen, Urteil vom , AZ: ; AG Hamm, NZV 2005, 649; Sanden/Völz, Sachschadensrecht des Kraftverkehrs, 8. Auflage, Rn. 88; Böhme/Biela, Kraftverkehrs- Haftpflicht-Schäden, 23. Auflage Rn. D 26; Bamberger/Roth/Schubert, BGB, 2. Auflage, 249 Rn. 217), oder ob nur diejenigen Reparaturkosten als erforderlich anzusehen sind, wie sie in einer freien Werkstatt entstehen würden, wenn der Schädiger den Geschädigten konkret auf eine derartige Möglichkeit verweist (so LG Heidelberg, Urteil vom , AZ: 2 S 55/05; LG Berlin, NZV 2006, 656; AG Göttingen, Urteil vom , AZ: 25 C 11/07; AG Dortmund, Urteil vom , AZ: 121 C 909/05). Nach Auffassung der Kammer erscheint die erstgenannte Auffassung vorzugswürdig. Auszugehen ist zunächst von dem Grundsatz, dass die Naturalrestitution dem Geschädigten die Dispositionsfreiheit ermöglicht zu entscheiden, ob er die Reparatur vornehmen lässt oder nicht. Er muss sich lediglich bei der Wahl der verschiedenen Ersatzmöglichkeiten (Reparatur oder Ersatzbeschaffung) an das Gebot der Wirtschaftlichkeit halten, das ihm seine Schadensminderungspflicht und das schadensrechtliche Bereicherungsverbot aufgeben. Zwischen den Alternativen der Reparatur bzw. des in Höhe der Reparaturkosten vorzunehmenden Geldausgleichs und der Ersatzbeschaffung muss er sich für diejenige entscheiden, die mit dem geringsten Aufwand verbunden ist; die Naturalrestitution darf dabei aber nicht verkürzt werden (vgl. BGHZ 115, 364; BGH NJW 2005, 1110). Dementsprechend macht es in den