Source: https://www.kirchenrecht-westfalen.de/document/30094
Timestamp: 2018-01-17 03:30:23
Document Index: 93836080

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 3', '§ 5', '§ 6', '§ 8', '§ 9', '§ 11', '§ 12', '§ 14', '§ 9']

3453 Archiv Satzung Kindergartengemeinschaft d. KK Gelsenkirchen- Wattenscheid (SaKiKKGW) - Kirchenrecht Online-Nachschlagewerk
3453 Archiv Satzung Kindergartengemeinschaft d. KK Gelsenkirchen- Wattenscheid (SaKiKKGW)
§ 2 Kindergartengemeinschaft des Kirchenkreises
§ 3 Kreissynode
§ 5 Synodaler Kindergartenausschuss
§ 6 Aufgaben des Synodalen Kindergartenausschusses
§ 8 Aufgaben der Geschäftsführung
§ 9 Presbyterien
§ 11 Treffen der Kindergartenpresbyterinnen/-presbyter und -pfarrerinnen/-pfarrer
§ 12 Treffen der Leiterinnen und Leiter der Tageseinrichtungen für Kinder
§ 14 Ev. Kinder- und Jugendhaus gGmbH
für die Kindergartengemeinschaft des Kirchenkreises Gelsenkirchen und Wattenscheid
(KABl. 2008 S. 102)
Kindergartengemeinschaft des Kirchenkreises
Synodaler Kindergartenausschuss
Aufgaben des Synodalen Kindergartenausschusses
Treffen der Kindergartenpresbyterinnen/-presbyter und -pfarrerinnen/-pfarrer
1 Evangelische Kirchengemeinden verstehen ihre Arbeit in den Tageseinrichtungen für Kinder als einen im Evangelium begründeten Dienst an Kindern, an Familien und an der Gesellschaft. 2 So formuliert es das Leitbild „Was uns verbindet – Evangelische Tageseinrichtungen im Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid“ (Synodenbeschluss 2000).
4 Evangelische Tageseinrichtungen für Kinder sind Teil der christlichen Gemeinde und ein Angebot für Kinder und Eltern, christliche Gemeinde kennen zu lernen und in ihr zu leben.
7 Ausgehend vom Profil der evangelischen Tageseinrichtungen für Kinder im Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid (festgelegt im Leitbild) und den Veränderungen des gesetzlichen Rahmens Rechnung tragend, haben die Kirchengemeinden die Möglichkeit, ihre Einrichtungen in die Trägerschaft des Kirchenkreises zu überführen.
8 Der Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid bildet durch Beschluss der Kreissynode die Voraussetzung für eine Kindergartengemeinschaft. Gemäß Artikel 104 Absatz 1 der Kirchenordnung der EKvW2# erhält sie folgende Satzung:
( 2 ) 1 Der Auftrag der Arbeit der Tageseinrichtungen ergibt sich aus den rechtlichen Grundlagen des Landes NRW3#, den Richtlinien für Tageseinrichtungen für Kinder in der EKvW4# sowie der beteiligten Kommunalgemeinden. 2 Vor diesem Hintergrund erstellt der Träger der Einrichtung in gemeinsamer Verantwortung mit den Kirchengemeinden und den Leitungen der Einrichtungen ein auf die jeweilige Einrichtung abgestimmtes pädagogisches und religionspädagogisches Arbeitskonzept, welches nach verabredeten Qualitätsstandards zu erarbeiten und in regelmäßigen Abständen zu überprüfen ist.
( 1 ) 1 Die Kindergartengemeinschaft ist eine Einrichtung des Kirchenkreises. 2 In ihr wirken der Kirchenkreis und die Gemeinden, die die Trägerschaft an die Gemeinschaft übertragen haben, bei der Erfüllung ihres Auftrages zusammen.
( 2 ) Dem Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid werden von den beteiligten Kirchengemeinden alle mit der Trägerschaft verbundenen Aufgaben übertragen, insbesondere
Übernahme der Anstellungsträgerschaft für alle Mitarbeitenden in den Tageseinrichtungen für Kinder (Betriebsübergang nach 613a BGB);
Finanzierung der Einrichtungen;
Bereitstellung von Finanzmitteln zur Unterhaltung der Gebäude oder Gebäudeteile, in denen sich die Tageseinrichtungen für Kinder befinden.
( 3 ) Die Presbyterien können die Trägerschaft zum Beginn eines Kindergartenjahres durch Presbyteriumsbeschluss auf den Kirchenkreis übertragen.
( 1 ) Die Kreissynode beschließt die Satzung der Kindergartengemeinschaft im Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid und entscheidet über Satzungsänderungen.
( 3 ) Sie beschließt über die zur Verfügung zu stellenden Finanzmittel.
( 5 ) Sie nimmt den Jahresabschluss sowie den Jahresbericht entgegen.
stellt den Jahresabschluss fest und leitet ihn über den Rechnungsprüfungsausschuss an die Kreissynode weiter;
nimmt den Jahresbericht des Synodalen Kindergartenausschusses und der Geschäftsführung entgegen und leitet ihn an die Kreissynode weiter.
( 2 ) Er stellt als Anstellungsträger auf Vorlage der Geschäftsführung Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein.
( 3 ) Er entscheidet über Gruppenschließungen und die Schließung einer Einrichtung nach Anhörung aller Beteiligten.
über das Gesamtkonzept für Kindergartenarbeit im Kirchenkreis;
( 1 ) 1 Stimmberechtigte Mitglieder des Synodalen Kindergartenausschuss sind
eine Pfarrerin oder ein Pfarrer für jeden der sechs Kooperationsräume;
ein Presbyteriumsmitglied für jeden der sechs Kooperationsräume;
zwei Mitglieder der Leiterinnenkonferenz.
2 Für jedes stimmberechtigte Mitglied ist eine Stellvertretung zu benennen.
( 2 ) Beratende Mitglieder des Synodalen Kindergartenausschusses sind
die Geschäftsführerin/der Geschäftsführer der Kindergartengemeinschaft;
die der Kindergartengemeinschaft zugeordneten Verwaltungsfachkräfte und Fachberaterinnen/Fachberater;
die oder der für die Ausbildung der Erzieherinnen und Erzieher zuständige Berufsschulpfarrerin oder Berufsschulpfarrer am Berufskolleg Königsstraße.
( 3 ) Der Synodale Kindergartenausschuss wählt aus seiner Mitte eine Vorsitzende oder einen Vorsitzenden sowie eine stellvertretende Vorsitzende oder einen stellvertretenden Vorsitzenden.
( 4 ) Für Einladungen, Verhandlungen und Beschlussfassungen des Synodalen Kindergartenausschusses gelten die Bestimmungen der Geschäftsordnung für die Synodalen Ausschüsse im Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid.
Der synodale Kindergartenausschuss hat folgende Aufgaben:
Entwicklung des Leitbildes für Tageseinrichtungen für Kinder im Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid;
Entwicklung und laufende Anpassung eines Gesamtkonzeptes für Kindergartenarbeit im Kirchenkreis;
Vorbereitung und Erarbeitung von Stellungnahmen zu aktuellen Entwicklungen und daraus resultierenden Konsequenzen im Bereich der Kindergartenarbeit, gegebenenfalls als Beschlussvorlage für die Kreissynode;
Beratung der Geschäftsführung;
Moderation in Konfliktfällen durch in der Regel drei dafür aus der Mitte des Ausschusses bestimmte Ausschussmitglieder;
Beteiligung bei der Einstellung der Geschäftsführung/Fachberatung;
Beteiligung des Vorsitzenden/der Vorsitzenden oder eines Stellvertreters/einer Stellvertreterin an Öffentlichkeitsarbeit und Außenvertretung, sowie den Verhandlungen mit den Kommunen;
Einladung, Vorbereitung und Durchführung der Treffen der Kindergartenpresbyterinnen und -presbyter und Pfarrerinnen und Pfarrer;
Erstellung eines jährlichen Tätigkeitsberichtes.
( 1 ) Der Kreissynodalvorstand beruft eine Geschäftsführung.
( 3 ) Die näheren Einzelheiten regelt eine Geschäftsordnung.
( 1 ) Führung der Amtsgeschäfte:
Ausführung und Umsetzung des von der Kreissynode festgelegten Haushalts- und Stellenplanes;
Vorbereitung der Einstellungen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unter Berücksichtigung von § 9 Absatz 1 Buchstabe a;
Personalbewirtschaftung der Einrichtungen (Einsatzplanung, Vertretungsregelungen, Genehmigung von Urlaub und Fortbildungsfreistellung der Leiterinnen etc).
( 2 ) Wahrnehmung der Außenvertretung und Öffentlichkeitsarbeit unter Beteiligung der/des Vorsitzenden des Synodalen Kindergartenausschusses:
Abstimmung mit dem örtlichen Träger der Jugendhilfe bei der Jugendhilfeplanung/Bedarfsplanung in Absprache mit der Superintendentin oder dem Superintendenten/dessen Stellvertretung und der oder dem Vorsitzenden des synodalen Kindergartenausschusses;
Zusammenarbeit mit den übrigen Ausschüssen gemäß Geschäftsordnung der Kreissynode.
( 3 ) Informationspflicht gegenüber den Presbyterien, dem Synodalen Kindergartenausschuss, dem Kreissynodalvorstand über aktuellen Entwicklungen und gesetzliche Veränderungen, die die Tageseinrichtungen für Kinder betreffen.
Erstellung eines Jahresberichtes und der Jahresrechnung für die Kreissynode;
regelmäßige Gespräche mit den Vorsitzenden der Presbyterien, bzw. der von den Presbyterien Beauftragten (mindestens zweimal jährlich).
( 4 ) Vorbereitung möglicher Satzungsänderungen für die Kreissynode in Zusammenarbeit mit dem Synodalen Kindergartenausschuss.
( 5 ) Entwicklung und Organisation von Aus- Fort- und Weiterbildungsangeboten und Konzepten für die Mitarbeitenden.
( 6 ) Vorbereitung und Leitung der Leiterinnenkonferenzen.
( 7 ) Die Geschäftsführung arbeitet eng mit dem Synodalen Kindergartenausschusses zusammen.
( 1 ) Die Presbyterien wirken an der Arbeit, der Leitung der Einrichtungen und der Kindergartengemeinschaft mit:
das Presbyterium hat bei der Besetzung der Leitungsstelle einer Einrichtung ein Vorschlagsrecht. Eine Vertretung des Presbyteriums ist frühzeitig in das Verfahren einzubeziehen;
im Konfliktfall entscheidet der Kreissynodalvorstand nach Anhörung aller Beteiligten.
( 2 ) Das zuständige Presbyterium entsendet Presbyteriumsmitglieder in den Rat der Tageseinrichtungen.
( 3 ) Es verantwortet die sachgerechte Verwendung von Spenden.
( 4 ) 1 Die Kirchengemeinden bleiben Eigentümer der Betriebstätten. 2 Näheres regeln Vereinbarungen im Blick auf eine Nutzungsüberlassung, die den Kirchenkreis wirtschaftlich dem Eigentümer gleichstellt.
( 5 ) Über die konkrete Ausgestaltung der Zusammenarbeit zwischen Presbyterium und Kirchenkreis wird ein Vertrag geschlossen, der insbesondere folgende Bereiche regelt:
Profil- und Konzeptentwicklung;
inhaltliche Zusammenarbeit;
Aufnahmekriterien und Aufnahmen;
gemeindliches Engagement;
Beteiligung der Gemeinde in der Kindertagesstätte.
( 1 ) Dienst- und Fachaufsicht sind, unbeschadet der Bestimmungen der Kirchenordnung, wie folgt geregelt:
Dienst- und Fachaufsicht über die Geschäftsführung/Fachberatung liegen bei der Superintendentin, dem Superintendenten;
Dienst- und Fachaufsicht über die Mitarbeitenden der Geschäftsführung sowie die Leitungen der Einrichtungen liegen bei der Geschäftsführung;
( 2 ) Weiteres regelt die Geschäftsordnung.
1 Die Kindergartenpresbyterinnen und -presbyter und -pfarrerinnen und -pfarrer treffen sich in der Regel zwei Mal im Jahr. 2 Mit dem Treffen verbinden sich Fortbildungseinheiten sowie regelmäßiger Erfahrungsaustausch.
( 3 ) Die Leiterinnenkonferenz entsendet aus ihrer Mitte zwei Leiterinnen/Leiter in den Synodalen Fachausschuss.
Die Finanzierung der Betriebskosten der Tageseinrichtungen wird gemäß der Finanzsatzung des Kirchenkreises Gelsenkirchen und Wattenscheid durch Beschluss der Kreissynode geregelt.
Die Bestimmungen der Satzung findet eine analoge Anwendung auf das Leitungsgremium des Ev. Kinder- und Jugendhauses gGmbH.
Die Übertragung der Trägerschaft an den Kirchenkreis kann vom jeweiligen Presbyterium mit einer einjährigen Frist zum Ende eines Kindergartenjahres (i. e. 1. August eines Jahres) gekündigt werden, frühestens jedoch zum Ende des Kindergartenjahres 2010/2011.
Diese Satzung tritt nach Genehmigung und Veröffentlichung am 1. Mai 2008 in Kraft.
3 ↑ siehe auch Nr. 330.