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Timestamp: 2020-08-14 20:23:09
Document Index: 195464358

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'Art. 171', 'Art. 197', 'Art. 248', 'Art. 264', 'Art. 171', 'Art. 197', 'Art. 248', 'Art. 264', 'Art. 416', 'Art. 421', 'Art. 423', 'Art. 426', 'Art. 428', 'Art. 426', 'Art. 423', 'Art. 171', 'Art. 416', 'Art. 171', 'Art. 416', 'Art. 263', 'Art. 171', 'Art. 264', 'Art. 97', 'Art. 426', 'Art. 424', 'Art. 416', 'Art. 428', 'Art. 171', 'Art. 197', 'Art. 248', 'Art. 264']

BGE-138-IV-225 - 2012-10-10 - BGE - Strafrecht und Strafvollzug - Art. 171 Abs. 1, Art. 197 Abs. 1 lit. c und d sowie Abs. 2, Art. 248 Abs. 1, Art. 264 Abs. 1 lit. a...
Art. 171 Abs. 1
, Art. 197 Abs. 1 lit. c
und d sowie Abs. 2, Art. 248 Abs. 1
, Art. 264 Abs. 1 lit. a
und c StPO; Berufsgeheimnis, Entsiegelung von Anwaltsakten. Ein in der Sache selbst mitbeschuldigter Anwalt kann untersuchungsrelevante Beweisunterlagen aus dem Mandatsverhältnis nicht dem Zugriff der Strafverfolgungsbehörde entziehen, indem er Büropartner oder ausländische Korrespondenzanwälte mit dem Fall substituiert (E. 6). Anforderungen an die Darlegung (und Bestreitung) der sachlichen Konnexität zwischen den entsiegelten Aufzeichnungen und dem Gegenstand der Strafuntersuchung (E. 7). Art. 416
, Art. 421 Abs. 2 lit. a
, Art. 423 Abs. 1
, Art. 426 Abs. 1
, Art. 428
StPO; Kostenauflage an die beschuldigte Person. Eine Auferlegung von Verfahrenskosten an die im Entsiegelungsverfahren vor dem Zwangsmassnahmengericht unterliegende beschuldigte Person kommt erst nach Abschluss der Strafuntersuchung (nach Massgabe von Art. 426
StPO) in Frage. Bis dahin hat (gemäss Art. 423 Abs. 1
StPO) der Kanton die angefallenen Verfahrenskosten zu tragen (E. 8).
Art. 171 al. 1, art. 197 al. 1 let. c et d et al. 2, art. 248 al. 1, art. 264 al. 1 let. a et c CPP; secret professionnel, levée des scellés sur des documents d'un avocat. L'avocat qui est lui-même co-inculpé ne peut s'opposer à la saisie, par l'autorité de poursuite pénale, de moyens de preuve pertinents relatifs au rapport de mandat, en se faisant remplacer dans l'affaire par un collègue d'étude ou des avocats correspondants étrangers (consid. 6). Exigences quant à la présentation (et à la contestation) du lien de connexité matérielle entre les documents dont les scellés sont levés et l'objet de l'instruction pénale (consid. 7). Art. 416, art. 421 al. 2 let. a, art. 423 al. 1, art. 426 al. 1 et 2, art. 428 CPP; mise des frais à la charge du prévenu. La mise des frais à la charge du prévenu qui succombe dans la procédure de levée des scellés devant le Tribunal des mesures de contrainte, ne peut intervenir (dans la mesure prévue à l'art. 426 CPP) qu'après la clôture de l'instruction. Jusque-là, il appartient au canton (selon l'art. 423 al. 1 CPP) de supporter les frais de procédure échus (consid. 8).
Art. 171 cpv. 1, art. 197 cpv. 1 lett. c e d nonché cpv. 2, art. 248 cpv. 1, art. 264 cpv. 1 lett. a e c CPP; segreto professionale, dissigillamento di documenti di un avvocato. Un avvocato lui stesso coaccusato non può sottrarsi al sequestro da parte dell'autorità del perseguimento penale di mezzi di prova rilevanti relativi al rapporto di mandato, facendosi sostituire nella causa da colleghi di studio o avvocati corrispondenti stranieri (consid. 6). Esigenze riguardo all'esposizione (e alla contestazione) della connessione materiale tra i documenti dissigillati e l'oggetto dell'istruzione penale (consid. 7). Art. 416, art. 421 cpv. 2 lett. a, art. 423 cpv. 1, art. 426 cpv. 1 e 2 , art. 428 CPP; onere delle spese a carico dell'imputato. Un'imposizione delle spese procedurali a carico dell'imputato soccombente nella procedura di dissigillamento dinanzi al giudice dei provvedimenti coercitivi entra in considerazione (nella misura prevista dall'art. 426 CPP) soltanto dopo la chiusura dell'istruzione. Fino a quel momento spetta al Cantone (secondo l'art. 423 cpv. 1 CPP) sostenere le spese procedurali occorse (consid. 8).
B. Am 4. Januar 2011 überwies der Präsident der Anklagekammer des Kantons Thurgau das hängige Entsiegelungsverfahren zuständigkeitshalber (Inkrafttreten der neuen StPO am 1. Januar 2011) an das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Thurgau. Dieses verfügte am 3. März 2011, dass die versiegelten Aufzeichnungen und Gegenstände sichergestellt blieben. (...) (...)
E. Gegen die Entscheide des Zwangsmassnahmengerichts gelangte die Beschuldigte mit Beschwerde (...) an das Bundesgericht. Sie beantragt die Aufhebung des Entsiegelungsentscheides vom 16. September 2011 sowie der prozessleitenden Zwischenverfügung vom 3. März 2011 unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. Die in den Ziffern 1.2-1.7 des angefochtenen Entscheiddispositives vom 16. September 2011 aufgelisteten Unterlagen seien von der Entsiegelung ebenfalls auszunehmen. Angefochten wird auch die der Beschwerdeführerin (in Ziffer 3 des Dispositives) auferlegte Entscheidgebühr von Fr. 10'000.-. (...)
StPO (SR 312.0) können nur die Inhaberinnen oder Inhaber von vorläufig sichergestellten (und allenfalls nach Art. 263 ff
StPO). Dazu gehören insbesondere Aufzeichnungen und
Korrespondenzen aus dem Verkehr zwischen der beschuldigten Person und ihren (nicht selber beschuldigten) mandatierten Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten (Art. 171 Abs. 1
StPO). Ein absolutes Beschlagnahme- und Entsiegelungsverbot gilt für Unterlagen aus dem Verkehr der beschuldigten Person mit ihrer Verteidigung (Art. 264 Abs. 1 lit. a
StPO. Analoges gilt für die Einschaltung von ausländischen Korrespondenzanwälten zur Unterstützung des vom mitbeschuldigten Anwalt selbstständig geführten Mandats. Anders zu entscheiden wäre bei unabhängigen (originären) Mandatsverhältnissen der Beschwerdeführerin mit nicht beschuldigten Anwälten (im In- oder Ausland) bzw. in nicht untersuchungsrelevanten Sachbereichen. Dass solche Mandate von der Entsiegelung betroffen wären, wird von ihr nicht konkret dargetan. Offensichtlich unrichtige tatsächliche Feststellungen des
Zwangsmassnahmengerichtes sind in diesem Zusammenhang nicht ersichtlich (vgl. Art. 97 Abs. 1
BGG). Es kann offenbleiben, inwieweit gewisse Unterlagen aus Drittquellen darüber hinaus der nicht gesetzlich privilegierten sogenannten anwaltlichen Geschäftstätigkeit (Vermögens- und Immobilienverwaltung, Eigengeschäfte mit treuhänderischen Darlehen und Provisionsbeteiligungen usw.) zuzurechnen wären.
-d und Abs. 2 StPO) erwägt die Vorinstanz Folgendes: Die Durchsicht der beschlagnahmten Ordner habe ergeben, dass im Rahmen des untersuchten Gegenstandes (Liegenschaftsgeschäft St. Moritz und damit verknüpfte Finanztransaktionen) verschiedene Anwälte in der Schweiz
8. Die Beschwerdeführerin wendet sich schliesslich gegen die Auflage der erstinstanzlichen Entscheidgebühr. Sie habe die Kosten des Verfahrens nicht rechtswidrig und schuldhaft erwirkt und auch dessen Durchführung nicht erschwert. Die Kostenauflage an sie (eventualiter auch deren Höhe) verletze Art. 426
StPO). Bund und Kantone regeln die Berechnung der Verfahrenskosten und
legen die Gebühren fest (Art. 424 Abs. 1
i.V.m. 426 bzw. 428 StPO gelten auch für das Entsiegelungsverfahren (Art. 416
i.V.m. 421 Abs. 2 lit. a StPO). Art. 428
Entscheid : 138 IV 225
Status : 138 IV 225
Regeste : Art. 171 Abs. 1, Art. 197 Abs. 1 lit. c und d sowie Abs. 2, Art. 248 Abs. 1, Art. 264 Abs. 1 lit. a...
132-I-117 • 137-IV-189 • 138-IV-225
1B_27/2012 • 1B_397/2012
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