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Timestamp: 2016-10-27 11:08:15
Document Index: 178119546

Matched Legal Cases: ['BGE', 'Art. 24', 'Art. 24', 'Art. 24', 'Art. 36', 'Art. 24', 'Art. 24', 'Art. 156', 'Art. 159']

1A.126/2000 (17.07.2000)
F�raud, Bundesrichter Catenazzi und Gerichtsschreiber Dreifuss.
G.________, Beschwerdef�hrer, vertreten durch F�rsprecher Ronald Frischknecht, Klosterweg 4, M�nchenbuchsee,
Z.________, als Alleinerbin von A.________ sel. , Beschwerdegegnerin, vertreten durch F�rsprecher Stefan Fraefel, Belpstrasse 16, Postfach 6626, Bern, Einwohnergemeinde Wohlen, vertreten durch den Gemeinderat, Regierungsstatthalter Ivon Bern, Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern, Rechtsamt, Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Verwaltungsrechtliche Abteilung,
A.- G.________ betreibt seit 1969 auf den Parzellen Wohlen Gbbl. Nr. 3801 und 3025 am L�ttiweg 1 in Hinterkappelen ein Autogewerbe. Die Grundst�cke lagen fr�her im �brigen Gemeindegebiet und befinden sich heute in der Landwirtschaftszone.
Anfangs der siebziger Jahre befanden sich auf dem Areal eine Autoreparaturwerkstatt (ca. 100 m2 Geb�udegrundfl�che [GF]), ein Wohnhaus (ca. 150 m2 GF) und ein kleines Lagergeb�ude (Holzschopf mit ca. 200 m2 GF). Seither hat G.________ den Betrieb etappenweise erweitert: So realisierte er zwischen 1972 und 1995 aufgrund von mehreren Baubewilligungen namentlich verschiedene Umbauten, Erweiterungen und �nderungen des Werkstattgeb�udes und des Wohnhauses sowie ein Schwimmbad hinter dem Wohnhaus und ersetzte den Holzschopf durch eine zweigeschossige Halle mit einem Geb�udevolumen von 4'800 m3.
Am 10. Juli 1998 stellte G.________ bei der Einwohnergemeinde (EG) Wohlen ein Gesuch f�r den Bau einer �berdachten Autowaschanlage auf dem Grundst�ck Nr. 3025, die ostseitig an den bestehenden Gewerbebau anschliessen soll.
Nachdem das Amt f�r Wald, Waldabteilung 7 Seeland eine Ausnahmebewilligung f�r den reduzierten Waldabstand und der Regierungsstatthalter I von Bern eine solche zum Bauen ausserhalb der Bauzone erteilt hatten, stimmte die EG Wohlen am 30. Oktober 1998 dem Projekt zu und erteilte eine Gesamtbaubewilligung.
Hiergegen gelangte G.________ an das Verwaltungsgericht des Kantons Bern, das seine Beschwerde mit Urteil vom 7. M�rz 2000 abwies.
C.- G.________ erhob mit Eingabe vom 6. April 2000 Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Er beantragt, es sei das Urteil vom 7. M�rz 2000 aufzuheben und die Baubewilligung f�r die Autowaschanlage zu erteilen.
D.- Z.________ und das Verwaltungsgericht beantragen die Abweisung der Beschwerde. Die BVE und das Bundesamt f�r Raumentwicklung haben auf eine Stellungnahme verzichtet. Die Gemeinde Wohlen und der Regierungsstatthalter haben sich nicht vernehmen lassen.
1.- a) Die Prozessvoraussetzungen der Verwaltungsgerichtsbeschwerde sind erf�llt. Auf die Beschwerde ist einzutreten.
b) Die f�r die Beurteilung wesentlichen Sachverhaltselemente lassen sich den Akten entnehmen. Auf die Durchf�hrung des beantragten Augenscheins kann daher verzichtet werden (BGE 123 II 248 E. 2a; 122 II 274 E. 1d S. 279).
2.- Das Verwaltungsgericht entschied im angefochtenen Entscheid, eine Bewilligung der Autowaschanlage als teilweise �nderung der auf dem Grundst�ck des Beschwerdef�hrers bestehenden Bauten und Anlagen im Sinne von Art. 24 Abs. 2 RPG sei nicht zul�ssig. Von der M�glichkeit, zonenwidrige Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzone in beschr�nktem Umfang zu vergr�ssern, k�nne grunds�tzlich nur einmal Gebrauch gemacht werden. Mit den seit Inkrafttreten der Gew�sserschutzgesetzgebung am 1. Juli 1972 vorgenommenen, zeitlich auseinander liegenden Betriebserweiterungen, die das gleiche Objekt betr�fen bzw. in einem direkten Zusammenhang miteinander st�nden und als Ganzes zu beurteilen seien, sei die quantitative Grenze der nach Art. 24 Abs. 2 RPG zul�ssigen �nderungen l�ngst erreicht. Es l�gen auch keine Vertrauensgesichtspunkte vor, auf die sich der Beschwerdef�hrer f�r die Zul�ssigkeit einer neuerlichen Erweiterung seines Betriebes berufen k�nnte. Ebenfalls nicht in Frage komme eine Bewilligung der Autowaschanlage nach Art. 24 Abs. 1 RPG: Da der bestehende Autogewerbebetrieb keinen Standort ausserhalb der Bauzone erfordere, sondern in eine Gewerbe- oder Industriezone geh�rte, k�nne von vornherein keine sog. abgeleitete Standortgebundenheit der geplanten Autowaschanlage als betriebsnotwendige Einrichtung anerkannt werden.
Der Beschwerdef�hrer bringt nichts vor, was die zutreffenden und �berzeugenden Erw�gungen des Verwaltungsgerichts, auf die verwiesen werden kann (Art. 36a Abs. 3 OG), als bundesrechtswidrig erscheinen liesse. Insbesondere hat das Verwaltungsgericht zu Recht erkannt, dass die umstrittene Autowaschanlage nur als �nderung nach Art. 24 Abs. 2 RPG bewilligt werden k�nnte, wenn sie zusammen mit den seit dem 1. Juli 1972 bewilligten und ausgef�hrten Betriebserweiterungen als Ganzes den Rahmen einer teilweisen �nderung der vor diesem Datum bestehenden Bauten und Anlagen im Sinne von Art. 24 Abs. 2 RPG nicht sprengen w�rde. Es spielt demnach keine Rolle, dass der Beschwerdef�hrer, wie er geltend macht, im Jahre 1978 von der Baudirektion des Kantons Bern eine Bewilligung erhielt, die ihn berechtigt habe, seinen Betrieb in Etappen auszubauen.
3.- Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde erweist sich als offensichtlich unbegr�ndet und ist abzuweisen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens dem Beschwerdef�hrer aufzuerlegen (Art. 156 Abs. 1 OG). Ferner ist er zu verpflichten, die Beschwerdegegnerin f�r das bundesgerichtliche Verfahren angemessen zu entsch�digen (Art. 159 Abs. 1 und 2 OG).
3.- Der Beschwerdef�hrer wird verpflichtet, die Beschwerdegegnerin f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 1'000.-- zu entsch�digen.
4.- Dieses Urteil wird den Parteien, dem Gemeinderat der Einwohnergemeinde Wohlen, dem Regierungsstatthalter I von Bern, der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion (Rechtsamt), dem Verwaltungsgericht (Verwaltungsrechtliche Abteilung) des Kantons Bern, sowie dem Bundesamt f�r Raumentwicklung schriftlich mitgeteilt.