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Timestamp: 2020-04-09 18:38:47
Document Index: 65546390

Matched Legal Cases: ['§8', '§ 6', '§ 7', '§ 18', '§ 18', '§ 8', '§ 1', '§8', '§ 1', '§ 1', '§ 46', '§ 34']

1918 / 209 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger)
1918 / 209 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff
Verordnung über Kartoffeln. Vom 2. September 1918.
Auf Grund der Verordnung über die § vom 18. Juli 1918 (Neich2-Geseßbl. S. 7:
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G g B « gf Leun ili S L 4 5 “F 1G1 ( * » Sor 1 ; - olhor- erbstkartoffelernte 1918 (§8 2 der Verordnung über die Kartoffelver C ce c G40 ol 5 O i e Î T6 orgung) ist nach dem Grundsaß z 2geln, daß der V pat 5 1 ch{ "Aa ttnton M Fer nn harlZaef der ver}orgungsberehtigten Bevolterung vorläu
Kartoffeln beträgt.
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Die Kommunalverbände baben z toffeln nah Anweisung der Reichékartoffelstelle oder der Vermittlungs8- stellen (§ 6 der Verordnung über die Kartoffelversorgnng) die in ibrem Bezirke geernteten Kartoffelmengen [ Bei Kartoffeler- zeugern mit 200 Quadratmeter Kartoffelanbaufläe und roeniger findet eine Sicherstellung nicht ftatt.
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J F Cs A or145T 55 D nnon n ir 7 E mm:olno S rb T Die sicherzustelenden Mengen sind für jeden einzelnen Kartoffel- erzeuger, !odann Tur Jede jeden Kommunalverband und ¿ 5 t 20s 15T+215 t -_ jede Bermittlungsitelle festzustellen.
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Maßgabe der Anordnungen der Neichs ertrag zugrunde zu legen. Von de Eigenbedarf des Kartoffelerzeugers ur schaft nah dem Vaßitab von 1!/» Pfund für den Tag und Kopf, der Saatgutbedarf in Höhe von 40 Zentnern für das Hektar der Anbau- fläche 1918 fowie die ron dem Ausschuß {ür Pflanzkartoffeln der land- wirtschaftlihen Körperschaften Deutschlands als Originalzüchtungen oder Staudenauslese (Eigenbau) erklärten SGaatfartoffein.
Die verbleibende Menge wird sichergestellt. Troy der Sicer- stellung darf der Kartoffelerzeuger Kartoffeln der im § 7 Abs. 1 Sat 1 bezeichneten Art in der eigenen Wirtschaft verwenden sowie Kartoffeln gemäß den Vorschriften über den Verkehr mit Saat- kfartoffeln als Saatgut abse8en: die Verarbeitung der Kartoffeln in Brennereien, Trocknereien und Stärkefabriken ist nah Maßgabe der Bestimmungen in 8 4, 5 zulässig.
Unternehmer landwirtshaftliher Betriebe dürfen in der eigenen Brennerei fo viel jelbstgebaute Kartoffeln verarbeiten, als dem für das Betriebsjahr 1918/19 festgeseßten Durchschnittsbrande bei einem Verbrauche von 18 Zentnern Kartoffeln für das Hektoliter reinen Alkohol entspricht. Das gleiche gilt tür Genossen\chasten und sonstige Vereinigungen, die eine Brennerei betreiben, hinsihtlih der von den Mitgliedern gebauten Kartoffeln.
Die Neichsfartoffeistelle trifft mit Zustimmung des Staats- sekretärs des Krieg8ernährungEamts die näheren Bestimmungen. Mit Zustimmung der Neichskartofelstelle oder der von ihr beauftragten Stelle dürfen Kartoffeln auch in anderen als den im Abs. 1 vorge- sehenen Fällen in Brennereien verarbeitet werden. :
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offeistelle ge\chaßter Ernte- ‘trage ind abzuziehen : der s Mtrt-
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Kart-ffeln dürfen in Trocknereien und Stärkefabriken insoweit verarbeitet werden, als sie von der NReicdbéfartoffelstelle oder von ihr bestimmten Stellen zur Verarbeitung freigegeben oder zugewiesen sind.
Die Neichskartoffelftelle trifft mit Zustimmung des Staats- sekretärs des Kriegsernährungéamts die näheren Bestimmungen.
Die Vorscbriften über die Ablieferung der hergestellten Erzeug- nisse an die Trotenkartoffel-Verwertungs-Gesellschaft, die Spiritus- zentrale oder die Süddeut'he Spiritusnzustrie, Kommanditgesellschaft auf Aktien, Zweigniederlassung München, bleiben unberührt.
Kartoffeln dürfen nur vecrfütiert werten, wenn sie niht gesund sind oder die Vindestgrôße von 14 Zoli (34 Zentimeier) nicht er- reichen. Das Cirsäuern von Kartoftein ist verboten.
Erzeugnisse der Kartoffelirocknerei und der Karioffelstärkefabri- kation dürfen weder verfürtert noch zu Futterzwecken veraällt oder mit arderen Stoffen vermengt werden. Dies gilt vniht von Er- zeugnissen der Kartoffeltrocknerei, die von der Retchskartoffel- stelle oder der von ihr bestimmten Stelle zur Verfütterung |rei- gegeben sind. E
Wer den. Anordnungen einer Landeszentralbehörde, eines Kom- muiralverbande8 oder ' einec Gemeinde über die Sicherstellung und Lieferung der sichergestellten Kartoffeln zuwiderhandelt, wird, soweit nicht eine Bestrafung nah § 18 Nr. 2 der Verordnung über die Kartoffelversorgung eintritt, mit Geldjirafe bis zu cinhundertfünfzig Mark oder mit Haft bestraft.
Zuwiderhandlungen gegen die Bestimmungen in den 88 4, 5, 7 werden nah § 18 Nr. 1 der Verordnung über die Kartoffelvecsorgung bestraft.
Die Verordnung übec Kartoffeln vom 16. August 1917 (Neichs5- Geseßbl. S. 713) und die Verordnung über die Verarbeitung von Kartoffeln in Lrocknereien, Siärkefabriken und Brennereien vom 11. Oftober 1917 (Neichs-Geseßbl. S. 898) werden aufgehoben.
8 10 Diese Verordnung tritt mit dem Tage der Verkündung in Kraft. Berlin, den 2. September 1918. Der Staatssekretär des Krieg8sernührungs8amts. von Waldow.
Ber ordnung über die Verfütterung von Mais und Lupinen. Vom 31. August 1918.
Auf Grund des § 8 Abs. 1 Nr. 2 der Neichsgetreide- ordnung für die Ernte 1918 (Reichs-Gesezbl. S. 434) wird bestimmt: a
In der Zeit vom 16. August 1918 bis zum 15. August 1919 ein- \cließlich dürfen Unternehmer landwirtschaftliher Betriebe an Stelle von Hafer, Gemenge aus Hafer und Gerste oder von Gerste mit Ge- nehmigung der Neichsfuttermittelstelle selbstgebauten Mais in dem durch § 1 der Verordnung über die Verfütterung von Hafer und Gerste vom 30. Juli 1918 (NReichs-Gesezbl. S. 984) bestimmten Umfang an das im Betriebe gehaltene Vieh verfüttern. -
An selbstgebauten Lupinen dürfen Unternehmer landwirtschaftliher Betriebe in dem gleichen Zeitraum bis zur Hälfte der geernteten Früchte an das im Betriebe gehaltene Vieh vertüttern.
H Diese Verordnung tritt mit dem Tage der Verkündung in Kraft. Berlin, den 831. August 1918.
Der Staatssekretär des Kriegsernährungsamts. Jn Vertretung: Edler von Braun.
BVBerann1tmäachUung,
betreffend Liquidation britischer Unternehmungen.
Auf Grund der Verorönung, betreffend Liquidation britisher Unternehmungen, vom 31. Juli 1916 (NReichs- Geseßbl. S. 871) habe ich die Liquidation über folgende
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Unternehmungen usw. angeordnet:
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ckaarbura beleaecne Grund\tä& der enalisden Staats- Saarburg dveiegene GVrund!tud der engltiwen Ciaal8-
320) d gebörigen Maria Geiardi, geb. Nasfier (Liguidator : Becker in Saarburg). Berlin, den 31. August 1918. Der Reichskanzler (Reich3wirtschafisamt).
J. A.: Lothholz.
h auntmaBGUR{l, betreffend
Liquidation französischer Unternehmungen.
373) Auf Grund der Bekanntmachung, betreffend Liqui- dation französisher Unternehmungen, vom 14. März 1917 (Reichs-Gesegbl. S. 227) hade ich in Ergänzung meiner Be- kfanntmahung Nr. 290 vom 15. Juni 1918 (Neichsanzeiger vom 21. Juni 1918 Nr. 144) die Liquidation des in den Kreisen Merzig und Saarburg, Reaierungsbezirk Trier, be- legenen Grundbesißes folgender französischer Staat8angehörigen angeordnet: 1) Frau Witwe Furey Naynaud, Esther geb. von Boch, Rentnerin in Luxemburg, 2) Frau Marquise Witwe Joseph d'Oncieu de Chaffardon, Maria geb. von Bo, Rentnerin in Chambery, Savoyen, Frankreih, 3) des Bibtiothekars Markus Raynaud in Paris (Liquidator: Kreis- ausschußsetretär Klein in Merzig).
Berlin, den 28. Auguft 1918.
Der Reichskanzler (Reich3wirtschaftsarmt). J. A. : Lothhäôlz. Bekannimaqchung,
beireffend Liquidation französischer Unternehmungen.
Auf Grund der Bekanntmachung, betreffend Liquidation französischer Unternehmungen, vom 14. März 1917 (Reichs- Geseßbl. S. 227) habe ih die Liquidation über folgende Unternehmungen usw. angeordnet:
374) den im Kreise Saarburg belegenen parzellierten ländlichen Grundbesiß der Erben der französischen Staatsangehörigen Michel Ludwig Konstanz, ehem. Weinhändler aus Langenberg (Liquidator: Rechtsanwalt Dr. Pünnel in Saarburg) :
375) die französishe Firma August Louis in Met (Liquidator: Hütteningentieur Karl Scrapian in Metz).
Berlin, den 30. Auguft 1918.
Der Neichskanzler (Reichswirtschaftsamt). J. A.: Lothholz.
betreffend Liquidation französischer ; Unternehmungen.
378) Auf Grund der Bekanntmachung, betreffend Liqui- dation französischer Unternehmungen, vom 14. März 1917 (Reichs-Gésepbl. S. 227)- habe ih die Liquidation der fran- zöfischen Beteiligung an ter „Vogel & Co. Consecoenfabrik Woippy-Mey G. m. b_ H. in Woippy“ angeordnet (Liqui- dator: Nehnungsrat Wittcock in Meß).
Bexlin, den 30. August 1918.
Der Reichskanzler (Reihswirtschaftsamt). J. A.: Lothholz.
Die der Allgemeinen Krankenkasse in Altona (Ersagkasse für die Mitglieder der Abteilung A) gemäß §8 514 Abs. 1 der Reihsversicherungsordnung unter dem 23. De- zember 1913 — II K 9629 — erteilte Bescheinigung als Ersaßzkasse (zu vergleichen „Deutscher Reich8anzeiger“ Nr. 304 vom 27. Dezember 1913) wird gemäß 8 516 Ab. 1. a. a. O. vom 1. Oktober 1918 ab widerrufen, da die Kasse den Voraus- seßzungen der Zulassung nicht mehc entspricht.
Berlin, den 30. August 1918. ' Das RNeichsversicherung8amt, Abteilng für Kranken-, Jnvaliden- und Hinterbliebenenversicherung.
(L, S) Hanow.
Die von heute ab zur Ausgabe gelangende Nummer 118 des Reihs-Geseßblatts enthält unter
Nr. 6451 das Gesez zur Abänderung des 8§ 1 Abs. 1 des Gesetzes, betreffend Bürgschaften des Reichs zur Förderung des Baues von Kleinwohnungen für Reihs- und Militär- bedienstete, vom 10. Juni 1914, vom 24. Augujt 1918, unter
Nr. 6452 eine Verordnuag zur Aenderung der Verordnung über Wein, vom 31. August 1918, unter
îr. 6453 eine Verordnung über/Saatkartoffeln aus der Ernte 1918, vom 2. September 1918, untec
Nr. 6454 eine Verordnung über Kartoffeln, vom 2. Sep- tember 1918, und unter |
Nr. 6455 eine Verordnung über die Verfütterung von Mais und Lupinen, vom 31. August 1918.
Berlin W. 9, den 3. September 1918.
Auf Grund des § 1 der Allerhöchsten Verordnung, betreffend ein vereinfahtes Enteignungsverfahren zur Beschaffung von Arbeitsgelegenheit und Beschäftigung von Kriegsgefangenen, vom 11. September 1914 (Geseßzsamml. S. 159) in der Fassung der Verordnungen vom 27. März und 25. September
1915 (Geseßsamml. S. 57 und 141) wird bestimmt, daß das
vereinfachte S nach den Vorschriften der Verordnung bei der Herstellung der Erweiterungs- bauten des Erftwerkes in Grevenbroih Anwendung findet, nahdem dem Erftwerk Aktiengesellschaft in Grevenbroich das Enteignungsrecht für den Erweiterungsbau des Erftwerkes
Bergwerksdirektor Max Reichard } rporden ist.
durch den auf Grund Allerhöchster Ermächligung ergangenen Erlaß des Staatsministeriums vom 18. Mai 1918 verliehen
Berlin, den 5. August 1918. Das Staatsministerium. von Breitenbach. Sydow. von Stein. von Eisenhart-Nothe.
Ministerium der geistlihen und Unterrichts4 angelegenheiten.
Der Privatdozent in der philosophischen Fakultät der Universität zu Breslau Dr. Ernst Steiniß, ordentlicher Pro- fessor an der Technischen Hochschule daselbst, ist mit Aller- höchster Genehmigung Seiner Majestät des Königs zum ordent- lihea Honorarprofessor in derselben Fakultät ernannt worden,
Dem Abteilungevorsteher am Anatomischen Jnstitut, Rrivatdozenten in der medizinishen Fakultät der Universität (Greifswald Dr. Wilhelm von Möllendorff ist das Prädikat Professor beigelegt worden.
Den Domänenpächtern Behrends in Fürstinnen-Graz- haus, Hillrichs in Horstenau-Graalfs, Poppinga in Siel- mönker-Hamm, Gemeinde Uttum, Bracklo in Westercharlotten- polder, Edzards in Klojter-Appingen, Gemeinde Visquard, und Spinneker in Friedrihshof, Gemeinde Grimersum, Negierungsbezirk Aurich, ist der Charakter als Königlicher Oberamtmann verliehen worden.
Dem Friedhofsverwalter Peter Feldmann in Kiel ist der Titel Garteninspektor verliehen worden.
Gemäß § 46 des Kommunalabgabengeseßes vom 14. Juli 1893 (Geseßsammlung Seite 152) wird zur öffent- lihen Kenntnis gebracht, daß aus dem Betriebe der preußishenStrecke Ahaus—Landesgrenze der Ahaus- Enscheder Eisenbahn im Jahre 1917, soweit dabei die Holländische Eisenbahngesellschaft in Amsterdam be- rührt wird, ein kommunalabgabepflihtiger Reinertrag nicht erzielt ist.
Münster (Westf.), den 1. September 1918.
Der Königliche Eisenbahnkommissar. F. Richard.
BekanntmaMGhung.
Auf Grund der Bekanntmachung zur Fernhaltung unzubverlässiger Personen vom Handel vom 23. September 1915 (RGBl. S. 603) habe id dem Kaufmann Louis Cohn, Berlin, Neue König- straße 27 bei Preuß, durch Verfügung vom engen Tage den Handel mit Gegenständen des täglichen edarfs wegen Ünzuverlässigfeit in bezug auf diesen Handelsbetrieb unters agt.
Berlin-Schöneberg, den 31. August 1918.
Der Polizeipräsident zu Berlin. Kriegswucheraut. J. BV.: HévLl
Die Meierei des Meiereibesißers Paul Jäschke in Sabiel len, hiesigen Kreises, ist von mir wegen Unzuverlässigkeit auf Grund des § 34 der Verordnung des Stellvertreters des Neichs- fanzlers vom 20. Juli 1916 (Reichs-Geseßblatt 1916 Seite 761) auf die Dauer des Krieges ges\chlossen worden.
VDrtelsburg, den 23. August 1918.
Der Landrat. von Poser.
Auf Grund der Bundesratêverordnung vom 23. September 1915 (NGBIl. S. 603) zur Fernhaltung unzuverläisiger Personen vom Vandel, wird der Wwe. Adolf Händeler in Remscheid, Hat denbrockerstraße 63a, der Handel mit Lebensmitteln und Gegenständen des täglichen Bedarfs unter Auferlegung der Kosten der Veröffentlihung untersagt.
MNemscheid, den 30. August 1918.
Der Oberbürgermeister. J. V.: Gertenbadch.
Auf Grund der Bundesratsverordnung vom 23. September 1915 (NGBI. S. 603) zur Fernhaltung unzuverlässiger Personen vom Handel wird der Ehefrau Otto Kupferberg in Remscheid, Kipperstraße 2, der Handel mit Lebensmitteln und Gegen- ständen des täglihen Bedarfs unter Auferlegung der Kosten der Veröffentlihung untersagt.
Remscheid, den 30. August 1918.
(Fortsezung des Amtlichen in der Ersten Beilage.) S O E R A E? E E E S E E E SICA I R S
Niqchlamtliches.
Preußen. Berlin, 4. September 1918. Der Präsident des Direktoriums der Reichsverficherungs- anstalt für Angestellte, Wirkliche Geheime Oberregierungsrat Koch ist vom Urlaub zurügekehrt.
_ Laut amtlicher Mitteilung ist der General der Jafanterie
D Freiherr von der Tann aus Gesundheitsrücksichten von
seiner Stellung als Stellvertretender Kommandierender General
des I. Bayerischen Armeekorps zurückgetreten und durch den
Sueral der Jnfanterie z. D. Ritter von Martini ersep! orden.
@óniglihe Hoheil der Großherzog läßt ls Celegraphenbüro“ mitteilt, allen, die L seiner Bo Nur den Automobilunfall freundlichen Anleil ge- us qute Wünsche gesandt haben, hierdurch Höchst: f een Dank sagen und bittet darum, da sein Befinden ceuliher und völlig normaler Weise bessert, von ku ndigungen absehen zu wollen, damit in jetziger f der Telegraph niht unnötig belastet wird; sollte die j ider Erwarten keinen normalen Verlauf nehmen, so
H pieder Berichte veröffentlicht werden.
x deuische Staatssekretär des Auswärtigen Amts von ‘if gestern vormittag, vom Unterstaatssekretär Freiherrn umm, dem Botschaftsrat Prinzen Haßfe!ldt und dem nórat Freiherrn von Vietinghoff begleitet, in Wien ein- n und auf dem Bahnhof vom Botschafter Grafen von |' nd dem Gesandten Prinzen Wilhelm zu Stolberg- erode begrüßt worden. Der Wiinistec des Aeußern Zurian und Gemahlin gaben Miltags zu Ehren des selretárs von Hinge ein Frühstück. Der ungarische räsident Dr. Wekerle machte dem Staatssekretär z einen Besuch.
Der Ministerpräsident Freiherr von Hussarek hatte , uh eine Besprechung mit dem Obmann des Polen-
Tartill. Großbritannien und Jrland.
vi einem Mahle anläßlich der Beendigung der Be- n des Seetransportrates der Alliierten machte Lord t Cecil wichtige Mitteilungen über die Ver- ing (Pooling) der Schiffahrt der Alliierten. n au auf die einheitlihe Versorgung mit Lebensmitteln Munition zu sprehen und teilte mit, daß der Rat der n für den Seetransport im leßten Dezember auf einer nenfunst aller Alliierten geschaffen worden sei und seinen h Paris habe. Fnzwischen sei er ausgebreitet und sein 1 vollendet worden. Aber sein Hauptgrundsaßz bleibe, ger, die Kontrolle über die Vorräte der UAlliierten. n fuhr Lord Cecil dem „Reuterschen Büro“ zufolge fort: ir erlebten in der leßten geit viel, was geeignet war, uns zu hen, Aber dies ist kein Grund, uns weniger anzustrengen, cher uns noch mehr anzustrengen, jeßt wo die Zeit gekommen hren Feinden den leßten endgültigen Schlag zu verseßen. Was S Kampf betrifft, so ruht er in unseren Händen und jen feinen Anlaß zu Besorgnissen, sondern wir haben volles jn zu unserer Armee und deren Anführer. Um unsere Armee jre Zivilbevölkerung mit Lebensmitteln zu versorgen, müssen (l) unsere Hilfs8mittel vereinigen und die “ganzen wirt- {en Kräfte der Alliierten aufbieten. Die Durchführung dieser ( ist niht so einfah. In diesen und vielen anderen gen kämpfen wir unter gewissen unvorteilhaften Bebingungen. Feinde haben sih darein gefügt, fich in die Sklaverei des n Generalstabes zu begeben. Das gibt ihnen eine gewisse ldfeit, die wir nur {wer nachabmen können. Denn es um Wesen unseres Kampfes, daß wir freie Völker sind. pir aber troß dieser unserer Freiheit Erfolg haben wollen, wir bereit sein, einen Teil unjeres nationalen Vorutteils, nationalen Empfindungen und-- selbst - unserer nationalen m zum Opfer zu bringen, wenn wir wirklich - die heben, von den Kräften, über die wir verfügen, den Giauh zu machen. Einige Alliierte haben mehr
n ad andere. Dies macht es umso notwendiger, unsere ven ju vereinigen und zusammen zu fassen. Wenn untere enjemaßen gleih sein sollen, fo bleibt nichts anderes al eine gemeinschaftlihe Aufsicht der Alliierten über ihre en Hilfsquelen. Den Schlüssel dazu bietet die Schiffahrt lliterten. Worauf wir ausgehen, das ist die Aufsicht über hifahrt der Alliierten und eine vollständige Prüfung der Be- e der Alliterten und ihrer Hilfsquellen, aus denen sie befriedigt sollen, Erst aus der Gleichstellung der Bedürfnisse und der ilen der Alliierten mit ihrer Schiffahrt würde die Allianz, vir gehören, zu einer überwältigenden wirtshaftlihen Macht n Vir haben schon viel getan." Cecil zählte dann alles 18 biéher zu diesem Zwecke unternommen worden ist, und ß die Nachfrage nah Schiffen au jeßt noch viel größer sei, berfü bare Schiffsraum. Der UV-Bootskrieg sei ein Fehlschlag , die Alliierten jeien imstande, sih mit Lebensmitteln zu ver- ind fönnten außerdem noch große Armeen über die Meere be- „um die Deutschen zu bekämpfen. Dagegen seien die U-Boote î Aber troyzdem sei der verfügbare Sthifföraui nit groß un einer Kraftanstrengung zu genügen, die die Alliierten ver- würden, wenn der Schiffsraum größer wäre. Cecil fuhr fort: hr Lebensmittel und andere Bedarfsartikel wir in 1 und den anderen alliierten Ländern einführen, desto weniger vird die Armee zur Bekämpfung? der Deutschen sein. | müssen wir haupt\ächlich bedacht fein. Nech vor kurzem wir und unsere Alliierten sowie unsere amerikanischen Freunde e Anstrengung, um den deutschen Angriffen zu begegnen und oße Anzahl amerikanisher Truppen nach Frankreih zu lieren, Diese Anstrengung kostete uns sehr viel. Sie be- fine erbeblihe Abnahme der Einfuhr nah England und den t allierten Ländern. Es wurden Schiffe dem übrigen Handel t übrigen Arbeit entzogen, was wiederum Entbehrungen für die ‘ung zur Folge hatte. Wir haben in diesem Lande unsere (bracht, die anderen Völker in ihren Ländern haben sie in viel- d größerem Maße gebracht. Wir klagen nicht über das, was t die gemeinsame Sache getan haben, aber ich möchte meinen «1 einprägen, daß die Hiltsquellen unserer Schiffahrt eng be- [nd und daß wir, wenn wir unsere Krä1te gegen den gemein- find vermehren wollen, -auch in Zukunft ohne Ausnahme in ;verten Ländern Entbehrungen erdulden müssen. Jede Er- } Oeutet größere Armeen und einen rascheren Frieden.“ Cecil um darauf hin, daß die Entbehrungen der Engländer nichts t Verhältnis zu denen der Feinde und fagte: „Wenn die Feinde j è diese Opfer bringen können, so können auch die Engländer oeringeren Mühseligkeiten auf sich nehmen und sie werden „auh nit fehlen lassen. Das einzige, was notwendig B Vusammenschluß, um den Kampf möglichst erfolgreich Ne dad ir sehen, erklärte Cecil weiter, was für glänzende dh wig ndeitliche Kommando auf dem Schlachtfelde gehabt llen d nicht jagen, das es mögli ist, die wirt\haftlihen m quer Alliierten unter den Befehl eines einzelnen Mannes i Aber wenn wir nur in irgend einer ähnlichen Art alle ttsbaftliche Kraft zusammenfassen können, so würde die ) wae ierten ungeheuer vermehrt werden. - Das ist der Vat der Seetransportrat der Alliierten besteht. Wir h ge daß die Maschinerie, die wir in Kriegszeiten ausbauen, n des fendigung des Krieges noch weiter bestehen und auch den Friedens dienen wird.“
Ver j / nd rif M französishe Minister Clémentel das
it tiefer Gen L j : z ute, Lenugtuung habe ich Lord Nobert Cecil die Auf- trlâutern hören, die Unseren Völkern in diesem Augenblick durch
den Krieg auferlegt werden. sth Soden zu |hinettern, müssen wir die Bande. unserer wirtschaft he e erorliderung noch enger fnüpfen. Im Nameu der französi Gen egierung schließe 1h mi seiner beredten Mahnung an. Für leine Fabriken, die ohne Nahrung sind, für feine Werften, die azu lange untatig stehen, war Frankreich berechtigt, weitere Hilfe zu er- warten, die ihm eine gerehtere Verteilung der Einfuhr dur den alliierten Nat für Seetranêporte sichern würde. Unser Präsident bittet uns, im Augenblick teilweise auf diese Hoffnung zu verzichten, um das Zuströmen amerikanischer Truppen in ununterbrohnen Wellen aus unseren Boden in Fluß zu erhalten. Zur siegreihen Beendigung des Krieges wird Frankreich dem zweifellos zustinimen.
._ Das „Wolffsche Telegraphenbüro“ bemerkt zu den Au 8- führungen Lord Nobert Cecils:
2 Die Rede Lord Cecils enthält zwei wertvolle Eingeständnisse: Grstens: Die Entente hat ih lange damit gebrüstet, daß die U-Boot- [rage gelöst sei, die gleichzeitige Bewältigung der beiden Aufgaben: Transport und Versorgung des amerikanishen Millionenheeres und die ausreichende wirtshaftlihe Versorgung der Älliierten in Europa gewährleistet sei. i Lord Nobert Cecils Worte sind das deutlichste amtliche Dokument für die großen wirtschaftlichen Opter, weiche die Schiffs- raumnot den Aliierten bereits auferlegt und in erhöhtem Maße noch im Tommenden Winter auferlegen wird. Das zweite wertvolle Ein- geständnis liegt in den Worten Lord Nobert Cecils: „Jezt ist die Zeit gekommen, unseren Feinden den legten endgültigen Schlag zu berleßen.“ Hier enthüllt ih der tiefere Zusammenhang zwischen den gewaltigen militärishen Kraftanstrengungen der Entente an der Westfront und ihrer inneren Lage. Diese verlangt eine rasche Ent-
scheidung. NukßlanDd.
Der in der vorgestrigen Sitzung des Hauptvollzugs3- aus\chusses ratifizierte Zusazvertrag zum Brester Crieden wurde der „Jswestija“ zufolge, nachdem ihn Swerdow unterschrieben hatte, noch vorgestern abend mit einem diplomatischen Kurier nach Berlin geschickt, damit der Austaush der ratifizierten Verträge am 6. Sep- tember erfolgen kann. Auf der Sigung der Mos- ïauer Stadttagung der Kommunistenpartei erstattete Larin am 29. August nah der „Prawda“ in Gegenwart von 500 Genossen bei verschlossenen Türen Bericht über den Jnhalt des neuen Uebereinkommens. Er wies auf eine Reihe von Verbesserungea hin im Vergleih mit dem Brester «Frieden und sagte: Wir bekommen eine Reihe Städte und Gouvernements zurück und erhalten volle Freiheit bei der Nationalisierung unserer Volkswirtschaft. Die Tagung nahm einstimmig eine vom Berichterstatter eingebrahte Entschließung über die Anerkennung der auswärtigen Politik des Rates der Volkskommissare an.
— Das amtliche Organ „Jswestija“ teilt mit, daß am 2. September eine Vershwörung entdeckt worden ist, die dur englisch-französische Diplomaten mit dem Chef der britishen Gesandtschast Lockhart, dem französischen General- fonsul Grenard und dem französischen General Lavergne an der Spiße darauf gerihtet war, durch Besltehung eines Teils der Rätetruppen sih des Rats der Volkskommissare zu bemächtigen und eine militärische Diktatur in Moskau zu verkünden. Die ganze Organisation, welhe mit ge- fälshten Urkunden und Bestehungen arbeitete, ist aufgedeckt. Unter anderem sind Hinweise gefunden worden, daß für den Fall des gelungenen Umsturzes eine gefälshte Geheimkorre- spondenz der russischen Regierung mit der Regierung Deutsch- lands veröffentliht werden und gefälshte Verträge fabri- ziert werden sollten, um eine geeignete Atmosphäre für die Wiedererneuerung des Krieges mit Deutschland zu schaffen. Die Verschwörer handelten, indem sie sich dur die diplomatishe Jmmunität deckten, und auf Grund von Bescheinigungen, die mit der persönlihen Unterschrift des Chefs der britischen Gesandtschaft in Moskau ausgestellt wurden, von denen sih viele Exemplare in den Händen der außer- ordentlihen Kommission befinden. Durch die Hände nur eines der Ngenten Lockharts, des englischen Leutnants Rayly, gingen in den leßten anderthalb Wochen 1200000 Rubel zu Be- stehung8zwecken. Die Verschwörung wurde aufgedeckt dank der Standhasftigkeit jener Truppenkommandeure, an die sich die Verschwörer mit Bestehungsanträgen wandten.
Zu der Verschwörung teilt die „Jswestija“ noch folgende Einzelheiten mit: i:
Die Gefangennahme der Volkskommissare sollte bei einer Voll- sißung stattfinden, auf der irgend eine besonders wihtige Frage zur Beratung stand. Anfänglih war geplant, alle verhafteten Bolks- kommissare sofort nah Archangelsk zu bringen. Bald darauf sprach jedoh Nayly Zweifel über die Zweckmäßigkeit aus, Lenin nach Archangelsk zu schicken, da es ihm bei seiner wunderbaren Eigenschaft, dem gemeinen Manne nahe zu kommen, während seiner Reise nach Archangelsk gelingen könne, die Wach- mannschaft auf seine Seite zu bringen, so daß man ihn be- freien könnte. Daher erklärte Rayly, es sei am sichersten, Lenin und Troßki sofort nah der Verhaftung zu erschießen. Jn der Nacht vom 31. August zum 1. September erschienen die Beauftragten der außer- ordentlichen Kommission in der Wohnung der Verschwörer, wo die Leiter der Verschwörung zusammenkamen. Die dort Verhafteten wurden in die außerordentliche Kommission gebracht. Dort erklärte ein festgenommener Engländer, er sei der englishe diplomatische Vertreter Lohart. Nachdem sich Peters von der Nichtigkeit der Erklärung überzeugt hatte, sagte er Lockhart, daß er sofort befreit werden würde, und fragte ihn, ‘ob er niht bezüglich des Bestehungsversuchs des Kommandeurs eines Nätetruppenteils eine Erklärung abzugeben habe. Lockhart leugnete entschieden die Tatsache des Verkehrs mit dem Kommandeur. Als ihm jedoch die genauen Daten der Zusammen- fünfte angegeben und einige Urkunden angeführt wurden, erklärte er erregt, daß seine Lage als diplomatischer Vertreter ihn vor irgend welchem Verhör schüße. Lockhart wurde darauf hingewiesen, daß ihm die Frage nur gestellt werde, um ihm die Möglichkeit zu geben, zu be- weisen, daß ein gewisser Lockhant — der Organisator der Ver- \{hwörung — und der englische diplomatishe Vertreter Lockhart ver- schiedene Personen seien. Der überführte diplomatische englifche Vertreter wußte hierauf nichts zu antworten und verließ in oßer Verwirrung die außerordentlihe Kommission. Der verhaftete Major Friede und sein Bruder, ein Hauptmann, standen in den Diensten der Nätegewalt und gaben sih mit systematishem Diebstahl von Geheimdokumenten und Berichten über die Lage an der Front und über Truppenverschiebungen ab. Ihre Berichte wurden in einigen Eremplaren abgeichrieben und an die englishe und franzöfische Ge- fandishaft übergeben. Als Vermittlerin diente eine Künstlerin. Das Hauptziel der Vèérshwörung der englisc-fran- zösishen Diplomaten war eine neue Kriegserklärung an Deutschland. Die Ententediplomaten waren fest überzeugt, daß jede andere Gewalt in Nußland außer der Nätegewalt ein gehorsames Werkzeug in den Händen des english-französishen Imperialismus sein und auf Befehl des leßteren ohne Schwanken das russische Volk in ein neues Blutbad {hien werde. Die verbündeten Diplomaten verstanden jedo, daß außerordentlihe Gründe herbeigeschafft werden müßten, um den Umsturz und die neue Kriegsertlärung vor dem Volke zu rechtfertigen Daher \{enkte man besondere Auf- merksamkeit der Besegung der Arbeitsräume Lenins, Troßkis, Aralows u. a. verantwortliher Näteführer, um die urkundlichen Texte der Verträge und Vereinbarungen mit Deutschland zu finden.
Um unsere furchtbaren Gegner endgültig f
Dabei wurde vorausgesehen, daß G diefe Verträge als aleihlsautend mit den in der Presse veröffentlichten 1 n würden. #ür dètesen eçall wurde beschlossen, gefäl!htie Verträge zu fabrizieren, welche das Volk von dem „Verrat“ der Bolichewiki an Nußland überzeugen follten. Die Frage über die Fabrikation äischten Verträgen wurde in einer Neibhe von S!Bungen, die von der britischen Gesandts schast veranstaltet wurden, beraten und sofort dur die n Daten der vorläufigen Untersuchung über die ausgeded ung der english-franzüsischen Diplomaten bestätigt. (3 war beabsichtigt, außer den gefälshten Verträgen auch eine gefäls{te Korrespondenz zwischen der russischen und deutschen Vèegierung zu fabri
— Einer Meldung des „Wiener K. K. Telegraphen: Corres spondenz-Büros“ zufolge ist vec Zustand Lenins fortdauernd ernst, jedoh {webt der Patient augenblicklih nicht in Gesahr.
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Die Krisis wird binnen 2 bis 3 T Namens
der uftrainischen Negierung drückte der Generalkonsul in ‘Mosfau, Kruzow, dem Minister des Neußern sein Beileid und seine Entrüstung über den Anschlag auf das Leben Lent::5 aus.
Laut „Utro VMoskwy“ werden in Verbindung mit dem Anschlag in Moskau auch unter ufrainischen Staateangehörigen Verhaftungen vorgenommen. Der ufrainishe Generalkonful hat deswegen Vorstellungen bei der Räteregierung erhoben.
_ — Nath der „Krasnoje Gaze!a“ wurde im Gouvernement
Wologda eine neue Vershwörnng von Offizieren entdeckt, die mit englischer Unterstüßung arbeitet, Von den Lerhafteten wurden 10 Offiziere ecschossen.
— Die „Utro Rossij“ meldet, daß der ehemalige Bevolls mächtigte der englischen Negierung in Nußland, Lindlay, zum Hauptkommifsar für Rußland mit dem Sig in Archangelsk ernannt worden ift.
Norwegea.
Das Reederblatt „Norges Handels-9g Sjöfartstidende“ gibt nähere Aufflärungen über den Untergang des hollän=4 dischen Dampfers „Gasconier“ innerhalb der nor- wegischen Hoheit8gewässer bei Növaer. Danach ist das Schiff durch mehrere treibende, miteinander verbundene Minen vernihtet worden. Da die deutschen Minen den intér- - nationalen Vereinbarungen entsprechend st:ts gefahrlos werden, wenn fie sh von ihrer Verankerung losreißen, so kann der Dampfer „Gasconier“ nur dur Explosion englischer Minen untergegangen sein, die fih jedenfalls von einem der zahlreichen in der Nähe der Untergangsstelle ausgelegten englishen Minen- felder losgerissen hatten.
RNumäniezt,
Die Kammer hot laut Meldung des „Wolffshen Teles graphenbüro“ mit 107 gegen 3 Stimmen die Vorlage ange- nommen, durch die Arikel 16 und 25 des Miniiterverant- wortlichkeit3geseßes geändert beziehungsweise ergänzt werden. Durch diese Aenderung erhält der parlamentarische Untersuchung8auss{chuß das Recht, gegen die ia Anklagezustand verseßten Minister Haftbefehl zu e:lassen. Diese Gesetzes-
änderung wurde vor einigen Tagen auch vom Senat beschloßen.
WMmuerika.
Der amerikanishe Senat hat den Zusazantrag zu der Geseßesvorlage über die Lebensmittelerzeugung, in dem vom 1. August 1918 bis zur Demobilisierung der Armee die Erzeugung alkoholisher Getränke verboten wird, einem Amsterdamer Blatte zufolge angenommen. Man glaubt, daß das Repräsentantenhaus dieser Klausel zustimmen und daß der Präsident den Zusaßantrag unterzeichnen wird.
Kriegsnachrithte2, Berlin, 3. Sepiember Abends. (W. T. B.)
Zwischen Scarpe und Somme ruhiger Tag. Gestern nacht hier eingeleitete Bewegungen haben sich plan- gemäß vollzogen. Beiderseits von Noyon wurden Teilangriffe der Franzojen abgewiesen. Zwischen Ailette und Aisne haben sih am Abend neue Kämpfe entwidelt.
Die neuartigen Formen des beweglichen Ningens von der Lys bis zur Oise stellen unsere Luftstreitkräfte jeden Tag vor neuartige Aufgaben: sie wurden auch am 1. September glänzend gelöst. Nördlih Moreuil erkundeten unsere Jua- fanterieflieger eine deutshe JInfanteriekompagnie, die fich, von allen Seiten eingeschlossen, hartnäckig wverteidigte, und führten ihr in dreimaligen Flügen Fleisch, Zwieback und Munition zu. Ein Gegenstoß befreite die Tapferen aus ihrer. bedrängten Lage. Das Feuer unserer Schlachtstaffeln faßie auffahrende feindlihe Baiterien und zersprengte vorgehende Reserven. Unter dem Schuße unserer niedrigfliegenden Jagdstreiikräfte warfen fih gu- sammengefaßte Fliegerverbände einem - beiderseits Vaulr— Vraucourt vorbrehenden Tanksturm entgegen. Die Bes saßung“ Leutnant Schwertfeger und Vizefeldroebel Günter von der Fliegerabteilung 252 {oß einen Panzerwagen aus niedrigster Höhe mit dem Maschinengewehr in Brand und vernichtete einen zweiten durch gut geleitetes Artillerie- feuer. Die Flakbatterie 82 nahm unter Führung des Leutnants der Reserve Hausherr zwei feindlihe Bataillone, die aus Bouchavesnes heraus zum Angriff anseßten, so wirksam unter Granalfeuer, daß sie aufgelöst zurücffluteten. Trot Sturms bis zu 20 Sekundenmeter hingen unsere Ballone dicht hinter den eigenen Jafanterieliniea über dem Schlachtfelde. Jhre Meldungen unterrichteten die Führung jederzeit über das Nachrücken des Feindes. Der Feind verlor 14 Flugzeuge, 2 Ballone. Eigene Verluste: 1 Flugzeug, 2 Ballone; 2 Flug- zeuge bisher nicht zurückgekehrt.
Großes Hauptquartier, 4. September. Westlicher Kriegs schauplagz. Heeresgruppen Kronprinz Rupprecht und Boehn.
Beiderseits der Lys hat sich der Feind in ständigem Kampf mit unseren Vortruppen bis in Linie Wulvergem — Nieppe — Bac St. Maur — Laventie — Richebourg vorgearbeitet. Unsere gemischten Abteilungen haben ihn in diesen Kleinkämpfen wirksam geschädigt und ihm duch Vot stoß und Angriff Gefangene abgenommen.
An der Schlachtfront zwischen Scarpe und Somme verlief der Tag ruhig. Wir hatten während der vorleßten Nacht unsere Truppen in Linie Arleux—Moeus- ovres—Manancourt zurückgenommen. Diese seit einigen Tagen schon vorbereiteten Bewegungen wurden plangemäß ung
(W. D. B.)