Source: https://usp.gv.at/Portal.Node/usp/public/content/steuern_und_finanzen/umsatzsteuer/umsaetze_innerhalb_eu/zusammenfassende_meldung/40956.html
Timestamp: 2020-03-31 06:58:58
Document Index: 177551523

Matched Legal Cases: ['Art 21', 'Art 196', '§ 3', 'Art 196', 'Art 1', 'Art 21']

USP: Zusammenfassende Meldung (ZM)
Die Mitgliedstaaten der EU unterhalten ein gemeinsames System des Informationsaustausches für innergemeinschaftliche Lieferungen und bestimmte grenzüberschreitende Dienstleistungen (Mehrwertsteuer-Informationsaustauschsystem – MIAS).
Die am Binnenmarkt beteiligten Unternehmerinnen/Unternehmer haben bis zum Ablauf des auf den Meldezeitraum (Kalendermonat oder Kalendervierteljahr) folgenden Kalendermonates eine Zusammenfassende Meldung (ZM) bei dem – für die Erhebung der Umsatzsteuer – zuständigen Finanzamt einzureichen (Art 21 Abs 3 UStG). In der ZM sind die UID-Nummern der jeweiligen Geschäftspartnerinnen/Geschäftspartner sowie der Gesamtwert aller an diese ausgeführten innergemeinschaftlichen Umsätze für den Meldezeitraum anzugeben. Die in den ZM enthaltenen Informationen werden von den Mitgliedstaaten regelmäßig ausgetauscht.
Neben innergemeinschaftlichen Lieferungen sind auch grenzüberschreitende Dienstleistungen, bei denen die Steuerschuld gemäß Art 196 der Mehrwertsteuersystemrichtlinie auf eine Leistungsempfängerin/einen Leistungsempfänger im EU-Gemeinschaftsgebiet (in einem anderen Mitgliedstaat aufgrund des dortigen Leistungsorts nach § 3a UStG) übergeht, in die ZM aufzunehmen.
Die ZM gilt als Steuererklärung.
Umsatz ZM
0 Euro - 35.000 Euro
35.000 Euro - 100.000 Euro Quartal
Unternehmerinnen/Unternehmer, die Waren innergemeinschaftlich Verbringen oder innergemeinschaftliche Lieferungen oder grenzüberschreitende Dienstleistungen, für die die Steuerschuld gemäß Art 196 der Mehrwertsteuerrichtlinie auf die Leistungsempfängerin/den Leistungsempfänger übergeht, ausführen, sind zur ZM-Abgabe verpflichtet.
Weiters besteht seit 1. Jänner 2020 beim Verbringen von Waren in einen anderen EU-Mitgliedstaat die Möglichkeit, zur Vereinfachung die Konsignationslagerregelung in Anspruch zu nehmen (Art 1a UStG 1994). Siehe hierzu Innergemeinschaftliches Verbringen.
Bei Anwendung der Konsignationslagerregelung ist das innergemeinschaftliche Verbringen in das Lager, ein etwaiger Rückversand, eine Stornierung oder ein Erwerberwechsel in die Zusammenfassende Meldung aufzunehmen. Bei solchen Vorgängen hat das Unternehmen in der Zusammenfassenden Meldung den entsprechenden KL-Code auszuwählen und die UID der Erwerberin/des Erwerbers (bzw. bei Erwerberwechsel die UID der neuen Erwerberin/des neuen Erwerbers) anzugeben.
Die ZM ist bis zum Ablauf des auf den Meldezeitraum (Kalendermonat oder Kalendervierteljahr) folgenden Kalendermonates bei dem für die Erhebung der Umsatzsteuer zuständigen Finanzamt einzureichen.
Die Daten der Zusammenfassenden Meldung für den Meldezeitraum August 2020 sind auf elektronischem Wege bis spätestens 30. September 2020 zu übermitteln.
Die ZM ist bei dem für die Erhebung der Umsatzsteuer zuständigen Finanzamt einzureichen. Im Normalfall ist jenes Finanzamt zuständig, in dessen Amtsbereich sich der Wohnsitz der Unternehmerin/des Unternehmers befindet (Wohnsitzfinanzamt). Bei Vorliegen eines Betriebes (Körperschaft, Personengesellschaft) mit Sitz in einem anderen Finanzamtsbereich, ist dieses Finanzamt zuständig (Unternehmensfinanzamt).
Beachten Sie bitte, dass Sie grundsätzlich verpflichtet sind, die ZM elektronisch über FinanzOnline einzureichen. Ist die elektronische Übermittlung mangels technischer Voraussetzungen (z.B. fehlender Internet-Anschluss) unzumutbar, ist der amtliche Vordruck (U13) zu verwenden. Bei Abgabe der ZM über die steuerliche Vertreterin/den steuerlichen Vertreter sind die technischen Voraussetzungen bei der Vertreterin/dem Vertreter maßgeblich.
Die Einreichung der ZM ist nicht kostenpflichtig.
Soweit die Dateneingabe nicht verpflichtend mittels FinanzOnline zu erfolgen hat, stehen dazu die Formulare U13 bzw. U14 in der Formulardatenbank des Bundesministeriums für Finanzen oder bei allen Finanzämtern zur Verfügung.
Mehrwertsteuer-Informationsaustauschsystem – MIAS (Europäische Kommission)
Art 21 Umsatzsteuergesetz
Umsatzsteuer – Zusammenfassende Meldung (ZM) über innergemeinschaftliche Warenlieferungen und bestimmte grenzüberschreitende Dienstleistungen – U13