Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW-RR%201996,%20378
Timestamp: 2019-10-22 10:18:26
Document Index: 335774325

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 134', 'Art. 1', '§ 1', 'Art. 1', '§ 7']

Rechtsprechung: NJW-RR 1996, 378 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: OLG München, 22.06.1995
https://dejure.org/1995,3856
BGH, 07.11.1995 - XI ZB 21/95 (https://dejure.org/1995,3856)
BGH, Entscheidung vom 07.11.1995 - XI ZB 21/95 (https://dejure.org/1995,3856)
BGH, Entscheidung vom 07. November 1995 - XI ZB 21/95 (https://dejure.org/1995,3856)
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Geltendmachung einer Darlehensforderung - Gewährung von Wiedereinsetzung in den vorigen Stand nach Ablauf der Berufungsfrist - Sorgfaltspflicht eines Rechtsanwalts bei der Erteilung eines Rechtsmittelauftrages - Zurechnung von Verzögerungen des Postverkehrs - ...
Sorgfaltspflicht eines Rechtsanwalts bei der Erteilung eines Rechtsmittelauftrages
LG München II, 18.01.1995 - 13 O 6020/94
OLG München, 26.07.1995 - 17 U 2575/95
NJW-RR 1996, 378
Der Absender muss sich vielmehr grundsätzlich innerhalb der Rechtsmittelfrist, gegebenenfalls durch Rückfrage, rechtzeitig vergewissern, ob der beauftragte Rechtsanwalt den Auftrag übernimmt; eine Ausnahme gilt nur dann, wenn - was hier nicht geltend gemacht wird - zwischen dem Absender und dem Rechtsmittelanwalt im Einzelfall oder allgemein eine Absprache dahin besteht, dass dieser Rechtsmittelaufträge annehmen, prüfen und ausführen wird (BGH, Beschluss vom 11. Juli 1988 - II ZB 5/88, BGHZ 105, 116, 117 ff; vom 7. November 1995 - XI ZB 21/95, NJW-RR 1996, 378;… vom 23. November 2006 - IX ZB 291/05, nv, Rn. 5;… vom 4. März 2008 - VI ZR 66/07, NJW-RR 2008, 1452 Rn. 5).
Im Falle der Ablehnung des Mandats durch den zunächst in Aussicht genommenen Rechtsanwalt muss der Auftraggeber in der Lage sein, den Rechtsmittelauftrag noch rechtzeitig einem anderen Rechtsanwalt zu erteilen, um die Durchführung des Rechtsmittels zu gewährleisten (BGH, Beschluss vom 7. November 1995, aaO).
Es entspricht ständiger Rechtsprechung, daß ein erstinstanzlicher Anwalt, der einen Berufungsauftrag erteilt, sich insoweit beim Rechtsmittelanwalt vergewissern muß (vgl. z.B. Senatsbeschluß vom 13. Oktober 1992 - VI ZB 21/92 - VersR 1993, 770 f. m.w.N.; BGH, Beschluß vom 7. November 1995 - XI ZB 21/95 - NJW-RR 1996, 378); an dieser Rechtsprechung ist festzuhalten.
Allerdings muß sich ein erstinstanzlicher Anwalt dann nicht über die Übernahme des Rechtsmittelauftrags durch den vorgesehenen zweitinstanzlichen Prozeßbevollmächtigten vergewissern, wenn zwischen den Anwälten eine besondere Abmachung bezüglich der Ausführung der Rechtsmittelaufräge besteht (vgl. BGH, Beschlüsse vom 8. Dezember 1993 - VIII ZB 40/93 - VersR 1994, 956, 957 sowie vom 7. November 1995 - XI ZB 21/95 - aaO).
OLG München, 22.06.1995 - 29 U 6654/94
https://dejure.org/1995,10061
OLG München, 22.06.1995 - 29 U 6654/94 (https://dejure.org/1995,10061)
OLG München, Entscheidung vom 22.06.1995 - 29 U 6654/94 (https://dejure.org/1995,10061)
OLG München, Entscheidung vom 22. Juni 1995 - 29 U 6654/94 (https://dejure.org/1995,10061)
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BGB § 134; RBerG Art. 1 §§ 1, 3 Nr. 7, Art. 1 § 7