Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=WM%201979,%20644
Timestamp: 2019-05-23 02:11:35
Document Index: 329090959

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 912', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1004', '§ 251', 'BGH', 'BGH']

BGH, 16.03.1979 - V ZR 38/75 - dejure.org
https://dejure.org/1979,1400
BGH, 16.03.1979 - V ZR 38/75 (https://dejure.org/1979,1400)
BGH, Entscheidung vom 16.03.1979 - V ZR 38/75 (https://dejure.org/1979,1400)
BGH, Entscheidung vom 16. März 1979 - V ZR 38/75 (https://dejure.org/1979,1400)
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Überbau von Fundamenten, Mauer und Dach der Autohalle - Die widerspruchslose Unterzeichnung der Niederschrift über die Grenzverhandlung - Vermessung der Grundstücksgrenzen mittels Schnurgerüsts durch den Bauunternehmer - Voraussetzung für die Duldungspflicht von Bauteilen - Verwirkung der Ansprüche auf Beseitigung eines Überbaus - Beseitigungsverlangen bezüglich der Fundamentüberstände der Wohn- und Bürogebäude, der gesamten Drainagen und des im wesentlichen aus Putz bestehenden Überbaues der Wohn- und Bürogebäude als Rechtsmissbrauch wegen unverhältnismäßigen Aufwandes - Verpflichtung zur Umgestaltung des Giebeldachs der Autohalle in ein Pultdach
WM 1979, 644
Den Beklagte durfte als Überbauenden zum Zeitpunkt der Grenzüberschreitung (BGH, Urteil vom 16.03.1979, Az.: V ZR 38/75, u. a. in: WM 1979, Seiten 644 ff.) somit höchstens leichte Fahrlässigkeit treffen (LG Berlin, Urteil vom 03.09.2014, Az.: 8 O 258/12, u. a. in: NJOZ 2015, Seite 363).
Zwar muss sich das Verschulden des Beklagten auf die Grenzüberschreitung und die fehlende Befugnis dazu beziehen (Reichsgericht, RGZ Band 88, Seiten 39 ff.; BGH, WM 1968, Seite 432; BGH, Urteil vom 16.03.1979, Az.: V ZR 38/75, u. a. in: WM 1979, Seiten 644 ff.), jedoch handelt der Eigentümer im Sinne des § 912 BGB vorsätzlich, wenn er weiss, dass er die Grenze überschreitet und sich dabei bewusst ist, hierzu keine Befugnis zu haben (BGH, NJW 1974, Seiten 1552 f.; BGH, WM 1968, Seite 432).
Ein Verhalten des Berechtigten, das einem konkludenten Verzicht nahe kommt, mindert die erforderliche Zeitdauer (BGH, Urteil vom 16. März 1979 - V ZR 38/75 - WM 1979, 644, 647).
Ein Verhalten des Berechtigten, das einem konkludenten Verzicht nahekommt, mindert die erforderliche Zeitdauer (BGH, Urteil vom 16.03.1979, Az. V ZR 38/75, WM 1979, 644, 647).
Vorwerfbar in diesem Sinne handelt derjenige, der - wie die Kläger - annimmt, eine Abstandsfläche nicht einhalten zu müssen, nur dann, wenn die - sich später als unrichtig erweisende - Annahme ihrerseits auf grober Fahrlässigkeit beruht (vgl. RGZ 52, 15, 17; 83, 142, 145; Senat, Urt. v. 16. März 1979, V ZR 38/75, WM 1979, 644, 645).
Dieser Grundsatz ist nicht nur auf Fälle des Überbaus anwendbar (Senat, BGHZ 62, 388, 391; Urt. v. 16. März 1979, aaO, 647), sondern erst recht auch dann, wenn bei Errichtung von Bauwerken lediglich vorgeschriebene Abstände nicht eingehalten wurden.
Zwar kann auch der Anspruch auf Beseitigung eines Überbaus und Herausgabe der überbauten Fläche verwirkt werden, wenn er auf längere Zeit nicht geltend gemacht worden ist und die verspätete Durchsetzung dem Schuldner gegenüber aufgrund besonderer Umstände treuwidrig erscheint (Senatsurt. v. 16. März 1979, V ZR 38/75, WM 1979, 644, 646).
Eine solche Zumutbarkeitsgrenze auch gegenüber einem auf § 1004 Abs. 1 Satz 1 BGB gestützten Beseitigungsverlangen hat der Senat schon auf der Grundlage des bis zum 31. Dezember 2001 geltenden Rechts analog § 251 Abs. 2 BGB bejaht (vgl. BGHZ 62, 388, 391;… Urt. v. 10. Dezember 1976, V ZR 263/74, WM 1977, 536, 537; Urt. v. 16. März 1979, V ZR 38/75, WM 1979, 644, 647).
Ein Verhalten des Berechtigten, das einem konkludenten Verzicht nahekommt, mindert die erforderliche Zeitdauer (BGH, Urteil vom 16. März 1979 - V ZR 38/75, WM 1979, 644, 647).
BVerwG, 18.08.1988 - 4 B 148.88
Rechtsmissbräuchlichkeit des Verlangens nach Herstellung eines an sich gebotenen …