Source: https://www.zbb-online.com/heft-5-2009/zbb-2009-398-untreuestrafbarkeit-wegen-existenzvernichtenden-eingriffs-durch-rueckzahlung-von-gesellschafterdarleh/
Timestamp: 2020-08-03 14:18:01
Document Index: 23698461

Matched Legal Cases: ['§ 30', '§ 64', '§ 2', '§ 30', '§ 64', '§ 2', '§ 266', '§ 266', '§ 64', '§ 2']

Untreuestrafbarkeit wegen existenzvernichtenden Eingriffs durch Rückzahlung von Gesellschafterdarlehen (OLG Stuttgart, Beschl. v. 14.04.2009 – 1 Ws 32/09) – ZBB 2009, 398 | ZBB online
RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, Köln RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, Köln 0936-2800 Zeitschrift für Bankrecht und Bankwirtschaft ZBB 2009 Rechtsprechung III. Oberlandesgerichte GmbHG § 30 Abs. 1, § 64 Satz 1, 3; StGB §§ 2, 266Untreuestrafbarkeit wegen existenzvernichtenden Eingriffs durch Rückzahlung von Gesellschafterdarlehen GmbHG§ 30 GmbHG§ 64 StGB§ 2 StGB§ 266 OLG Stuttgart, Beschl. v. 14.04.2009 – 1 Ws 32/09 (rechtskräftig; LG Stuttgart), ZIP 2009, 1864OLG StuttgartBeschl.14.4.20091 Ws 32/09rechtskräftigZIP 2009, 1864LG Stuttgart
2. Die Strafbarkeit des Geschäftsführers einer GmbH wegen existenzvernichtenden Eingriffs (§ 266 Abs. 1 Alt. 2 StGB i. V. m. § 64 Satz 1, 3 GmbHG n. F.) durch Rückzahlung von Gesellschafterdarlehen oder diesen gleichstehenden Leistungen besteht auch nach Abschaffung des Eigenkapitalersatzrechts weiter, wenn dies für den Geschäftsführer erkennbar zur Zahlungsunfähigkeit der Gesellschaft führt bzw. diese vertieft. Insofern besteht für Taten, die vor dem Inkrafttreten des MoMiG begangen wurden, Unrechtskontinuität zur heute geltenden Rechtslage mit der Folge, dass eine Strafbarkeit nicht gem. § 2 Abs. 3 StGB entfallen ist.