Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=EuGH&Datum=05.06.2008&Aktenzeichen=C-164/07
Timestamp: 2019-09-19 18:10:11
Document Index: 321891305

Matched Legal Cases: ['EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'Art. 12', 'Art. 12', 'Art. 12', 'EuG']

EuGH, 05.06.2008 - C-164/07 - dejure.org
https://dejure.org/2008,3686
EuGH, 05.06.2008 - C-164/07 (https://dejure.org/2008,3686)
EuGH, Entscheidung vom 05.06.2008 - C-164/07 (https://dejure.org/2008,3686)
EuGH, Entscheidung vom 05. Juni 2008 - C-164/07 (https://dejure.org/2008,3686)
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Art. 12 EG - Diskriminierung aus Gründen der Staatsangehörigkeit - Entschädigung durch den Fonds de garantie des victimes des actes de terrorisme et d'autres infractions - Ausschluss
Art. 12 EG - Diskriminierung aus Gründen der Staatsangehörigkeit - Entschädigung durch den Fonds de garantie des victimes des actes de terrorisme et d"autres infractions - Ausschluss
Art. 12 EG - Diskriminierung aus Gründen der Staatsangehörigkeit - Entschädigung durch den Fonds de garantie des victimes des actes de terrorisme et d’autres infractions - Ausschluss“
Anspruchsvoraussetzungen für eine Zahlung aus dem Fonds de garantie des victimes des actes de terrorisme et d'autres infractions (Fonds de garantie) an einen britischen Staatsangehörigen; Anspruch auf Zahlungen aus dem "Fonds de garantie" für einen Schaden für eine im ...
Freier Dienstleistungsverkehr - DAS GEMEINSCHAFTSRECHT STEHT DEN RECHTSVORSCHRIFTEN EINES STAATS ENTGEGEN, DIE IN BESTIMMTEN FÄLLEN STAATSANGEHÖRIGE DER ANDEREN MITGLIEDSTAATEN ALLEIN AUFGRUND IHRER STAATSANGEHÖRIGKEIT VON EINER ENTSCHÄDIGUNG AUSSCHLIESSEN
Fixierung auf Staatsangehörigkeit bei Entschädigungszahlungen verstößt gegen Gemeinschaftsrecht - Nicht gerechtfertigte Diskriminierung bei Entschädigungszahlungen
Vorabentscheidungsersuchen des Tribunal de grande instance de Nantes (Frankreich), eingereicht am 27. März 2007 - James Wood / Fonds de Garantie
Vorabentscheidungsersuchen - Tribunal de grande instance - Ausschuss zur Entschädigung der Opfer von Straftaten - Auslegung von Art. [12] EG - Vereinbarkeit einer Regelung des nationalen Rechts, die einen Staatsangehörigen eines anderen Mitgliedstaats der Union, der ...
NJW 2008, 3204 (Ls.)
EuZW 2008, 477
Eine solche Behandlung wäre allenfalls dann gerechtfertigt, wenn sie auf objektiven, von der Staatsangehörigkeit der Betroffenen unabhängigen Erwägungen beruhte und in einem angemessenen Verhältnis zu einem legitimerweise verfolgten Zweck stünde (vgl. in diesem Sinne Urteil vom 5. Juni 2008, Wood, C-164/07, Slg. 2008, I-0000, Randnr. 13 und die dort angeführte Rechtsprechung).
vgl. EuGH, Urteil vom 5. Juni 2008, C-164/07, Wood , juris, Rn. 13.
Dieser Grundsatz verlangt, dass vergleichbare Sachverhalte nicht unterschiedlich und unterschiedliche Sachverhalte nicht gleichbehandelt werden, sofern eine solche Behandlung nicht objektiv gerechtfertigt ist (vgl. u. a. Urteile vom 5. Juni 2008, Wood, C-164/07, Slg. 2008, I-4143, Randnr. 13, sowie Sturgeon u. a., Randnr. 48).
10 Voir, notamment, arrêts du 5 juin 2008, Wood (C-164/07, EU:C:2008:321, point 13), et du 19 novembre 2009, Sturgeon e.a.Sturgeon e.a.Sturgeon e.a. (C-402/07 et C-432/07, EU:C:2009:716, point 48).
Eine solche Behandlung wäre allenfalls dann gerechtfertigt, wenn sie auf objektiven, von der Staatsangehörigkeit der Betroffenen unabhängigen Erwägungen beruhte und in einem angemessenen Verhältnis zu einem legitimerweise verfolgten Zweck stünde (vgl. in diesem Sinne Urteile vom 5. Juni 2008, Wood, C-164/07, Slg. 2008, I-4143, Randnr. 13, und vom 16. Dezember 2008, Huber, C-524/06, Slg. 2008, I-9705, Randnr. 75).
Vgl. - unter vielen anderen - Urteile vom 20. Oktober 1993, Phil Collins u. a. (C-92/92 und C-326/92, Slg. 1993, I-5145, Randnr. 33), vom 2. Oktober 1997, Saldanha und MTS (C-122/96, Slg. 1997, I-5325, Randnrn. 26 und 29), vom 16. Januar 2003, Kommission/Italien (C-388/01, Slg. 2003, I-721, Randnrn. 19 und 20), vom 5. Juni 2008, Wood (C-164/07, Slg. 2008, I-4143, Randnr. 13), und vom 16. Dezember 2008, Huber (C-524/06, Slg. 2008, I-9705, Randnrn. 78 und 79).
Generalanwältin Kokott bemerkt in ihren Schlussanträgen in der Rechtssache Wood (C-164/07, Urteil vom 5. Juni 2008, Slg. 2008, I-4143, Nr. 42 und Fn. 11) zu Recht, dass es zwar fraglich sei, ob eine nationale Regelung, die unmittelbar aufgrund der Staatsangehörigkeit diskriminiere, überhaupt gerechtfertigt sein könne, dass aber einige Urteile auf die theoretische Möglichkeit einer Rechtfertigung auch bei unmittelbaren Diskriminierungen hindeuteten (z. B. die Urteile Ricordi, in Fn. 73 angeführt, Randnr. 33, vom 2. Oktober 1997, Saldanha und MTS [C-122/96, Slg. 1997, I-5325, Randnrn. 26 ff.], und vom 20. März 1997, Hayes [C-323/95, Slg. 1997, I-1711, Randnr. 24]).