Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OLG%20D%C3%BCsseldorf&Datum=12.06.2012&Aktenzeichen=1%20W%2012/12
Timestamp: 2020-08-12 21:28:59
Document Index: 384003946

Matched Legal Cases: ['§ 105', '§ 105', '§ 105', '§ 108', 'BGH', '§ 636', 'BGH', '§ 539']

OLG Düsseldorf, 12.06.2012 - I-1 W 12/12 - dejure.org
OLG Düsseldorf, 12.06.2012 - I-1 W 12/12
https://dejure.org/2012,19063
OLG Düsseldorf, 12.06.2012 - I-1 W 12/12 (https://dejure.org/2012,19063)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 12.06.2012 - I-1 W 12/12 (https://dejure.org/2012,19063)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 12. Juni 2012 - I-1 W 12/12 (https://dejure.org/2012,19063)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2012,19063) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Verursacht ein Pannenhelfer einen Personenschaden und wird deshalb von demjenigen, dem er helfen wollte, in Anspruch genommen, so kommt ihm die Haftungsprivilegierung des § 105 SGB VII zugute (§§ 105 Abs. 1 S. 1).
Ansprüche des Halters eines Pkw wegen erlittener Verletzungen seitens Hilfe leistender Drittpersonen
Haftungsbeschränkung - Verursachung des Personenschadens einer Kfz-Halterin durch Pannenhelferin - Anerkennung des Unfalls als Wegeunfall durch BG - Haftungsausschluss der Pannenhelferin
SGB VII § 105 Abs. 2; SGB VII § 108 Abs. 1
Haftungsprivileg bei unentgeltlicher Pannenhilfe
NZV 2012, 581
Dementsprechend ist auch der private Halter eines Kraftfahrzeugs prinzipiell als Unternehmer anzusehen, sofern es mit dem Fahrzeug zu einem dem Unfallversicherungsrecht unterfallenden Arbeitsunfall kommt (…vgl. BGH, NJW 1987, S. 1643 mit Blick auf § 636 RVO a. F.;… OLG Jena, NZV 2004, S. 466, 467; OLG München, Urteil vom 19.03.2009, Az.: 24 U 346/08, Tz. 15, zitiert nach juris; OLG Düsseldorf, NZV 2012, S. 581, 582 m. w. N.).
Ihrer Art nach muss die Tätigkeit sonst von Personen verrichtet werden können, die in einem Betrieb des betroffenen Gewerbes üblicherweise beschäftigt werden; es darf also nicht etwa eine bloße Freizeitbeschäftigung vorliegen (…vgl. BGH, NJW 1987, S. 1643 f. mit Blick auf § 539 RVO a. F.; OLG Düsseldorf, NZV 2012, S. 581, 583;… OLG Jena, NZV 2004, S. 466, 467 f.; OLG München, Urteil vom 19.03.2009, Az.: 24 U 346/08, Tz. 15).
(a) Entscheidend für die Abgrenzung zwischen Arbeit und anderen Betätigungen - wie etwa der Freizeitgestaltung oder völlig unbedeutenden Verrichtung - ist das Gesamtbild des Vorhabens, in das eine Person involviert gewesen ist (vgl. OLG Düsseldorf, NZV 2012, S. 581, 583 m. w. N.).
Soweit sich der Prozessbevollmächtigte der Kläger zu 1 und zu 2 auf mehrere Entscheidungen beruft, in denen in vergleichbaren Fällen eine Wie-Beschäftigung bejaht wurde (OLG Düsseldorf, Beschluss vom 12.06.2012 - r+s 2012, 462 ; OLG Stuttgart vom 08.10.2003 Az. 9 U 67/03; OLG Schleswig, Urteil vom 27.04.2006 Az. 7 U 47/04 und OLG Hamm vom 15.06.1998 Az. 6 U 34/98), so ist darauf hinzuweisen, dass es sich hier durchgehend um obergerichtliche Entscheidungen aus der ordentlichen Gerichtsbarkeit handelt, die in der sozialgerichtlichen Rechtsprechung keine Entsprechung finden und denen der Senat bewusst nicht folgt.