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Timestamp: 2017-07-22 18:36:46
Document Index: 201572302

Matched Legal Cases: ['§ 19', '§19', '§ 17', '§18', '§ 9', '§ 8']

evd Dormagen - Übersicht der Umlagen, die den Strompreis beeinflussen.
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Übersicht der Umlagen, die den Strompreis beeinflussen.	Was versteht man unter der EEG-Umlage?
Die EEG-Umlage ist der Teil des Strompreises, der vom Endverbraucher für die Förderung Erneuerbarer Energien zu entrichten ist. Sie resultiert aus dem so genannten Ausgleichsmechanismus, der durch das Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien (EEG) beschrieben wird. Das EEG dient der Förderung von Anlagen zur Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien, die auf Grund der Marktsituation ansonsten nicht in Betrieb genommen werden könnten. Gefördert werden Wasserkraft, Deponie-, Klär- und Grubengas, Biomasse, Geothermie, Windenergie und solare Strahlungsenergie. Die Höhe der Umlage beträgt in 2014 netto 6,24 ct/kWh (brutto 7,43 ct/kWh).
Was ist die Umlage nach § 19 Netzentgeltverordnung?
Der Gesetzgeber hat mit Wirkung zum 1. Januar 2012 eine Entlastung energieintensiver Unternehmen beschlossen, deren Kosten über eine bundesweit einheitliche Umlage (nach §19 Stromnetzentgeltverordnung) gedeckt werden soll. Die Höhe der Umlage wurde damals mit 0,151 ct/kWh festgelegt. Zum 1. Januar 2014 wurde die Umlage auf netto 0,092 ct/kWh (brutto 1,10 ct/kWh) gesenkt.
Was versteht man unter der Offshore-Haftungsumlage?
Die Offshore-Haftungsumlage dient dem Ausgleich der Kosten und Haftungsrisiken eines effizienten, sicheren, zuverlässigen und wirtschaftlichen Anschlusses von Offshore- Anlagen zur Erzeugung von Windkraft an das Übertragungsnetz. Gemäß § 17 f Abs. 5 EnWG wird festgelegt, dass Netzbetreiber berechtigt sind, die Kosten für geleistete Entschädigungszahlungen, soweit diese dem Belastungsausgleich unterliegen und nicht erstattet worden sind, und für Ausgleichszahlungen als Aufschlag auf die Netzentgelte gegenüber Letztverbrauchern geltend zu machen. Für Strombezüge aus dem Netz für die allgemeine Versorgung an einer Abnahmestelle bis 1.000.000 Kilowattstunden im Jahr darf sich das Netzentgelt für Letztverbraucher durch die Umlage höchstens um netto 0,25 Cent (brutto 0,30 Cent) pro Kilowattstunde erhöhen. Für das Jahr 2013 wurde der für die Wälzung des Belastungsausgleichs erforderliche Aufschlag auf die Netzentgelte für Letztverbraucher auf die zulässigen Höchstwerte festgelegt.
Was versteht man unter der Abschaltumlage (§18 AbLaV)?
Nach der Verordnung sollen bestimmte Großverbraucher, die Leistungen zur kurzfristigen Abschaltung vorhalten, eine Vergütung von den Übertragungsnetzbetreibern erhalten. Die dabei entstehenden Kosten haben die Übertragungsnetzbetreiber über eine finanzielle Verrechnung monatlich untereinander auszugleichen; ein Belastungsausgleich gegenüber den Netznutzern erfolgt dabei entsprechend § 9 KWKG gegenüber allen Letztverbrauchern. Die Höhe der Umlage beträgt für 2014 erstmalig netto 0,009 ct/kWh (brutto 0,011 ct/kWh).
Was versteht man unter dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) und der KWK-Umlage?
„Zweck des Gesetzes ist es, im Interesse der Energieeinsparung, des Umweltschutzes und der Erreichung der Klimaschutzziele der Bundesregierung einen Beitrag zur Erhöhung der Stromerzeugung aus Kraft-Wärme-Kopplung in der Bundesrepublik Deutschland auf 25 Prozent bis zum Jahr 2020 durch die Förderung der Modernisierung und des Neubaus von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK-Anlagen), die Unterstützung der Markteinführung der Brennstoffzelle und die Förderung des Neu- und Ausbaus von Wärme- und Kältenetzen sowie des Neu- und Ausbaus von Wärme- und Kältespeichern, in die Wärme oder Kälte aus KWK-Anlagen eingespeist wird, zu leisten."
Ähnlich wie beim Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) wird die Förderung (bzw. Vergütung), die Betreiber von testierten KWK-Anlagen erhalten, auf den gesamten Stromverbrauch, also auf jede in Deutschland verbrauchte Kilowattstunde, umgelegt. Ferner hat Strom, der in KWK-Anlagen erzeugt wird, nach § 8 Abs. 1 EEG denselben Einspeisevorrang in das öffentliche Stromnetz wie Strom aus Anlagen, die nach dem EEG gefördert werden. Die Höhe der Umlage beträgt in 2014 netto 0,178 ct/kWh (brutto 0,21 ct/kWh).