Source: https://drweiglundpartner.de/pflegeberatung-37-abs-3/
Timestamp: 2020-01-24 13:42:40
Document Index: 114194416

Matched Legal Cases: ['§37', '§ 37', '§ 37', '§ 37', '§ 37', '§ 37', '§ 37', '§ 37', '§37', '§37', '§37', '§37', '§ 37', '§ 37', '§ 37', '§ 37', '§ 37', '§ 37', '§ 37', '§ 37', '§ 7', '§ 45', '§ 7', '§ 45', '§ 37']

Kompetente Pflegeberatung §37.3 | Dr. Weigl & Partner
Pflege-Check-up gefällig?
(Pflegeberatung nach § 37.3.)
Kompetente Pflegeberatung durch unsere Pflegeexperten
Produkt 7: Pflegeberatung nach § 37.3DrWeigl2019-12-17T11:53:59+00:00
So einfach funktioniert unser Pflege-Check-up
Individuelles Angebot zur Pflegeberatung einholen
Warum unseren Pflege-Check-up nutzen?
Pflegeberatung nach § 37.3. durch Pflegedienst
Informationsrisiko: hoch. Häufig ist der Pflegedienst nicht in der Lage alle Förderungen und Hilfen gezielt aufzuzeigen; insb. wenn ein Interessenkonflikt vorliegt (z.B. stationäre Unterbringung)?
Objektivität: nicht immer gewährleistet. Hinterfragt der Pflegedienst die Qualität seiner eigenen Leistung?
Zeitmanagement: schwierig. Wird häufig bei einem Regeltermin durchgeführt, ohne dass die Angehörigen anwesend sein können.
Nachsorge: fehlt oft. Hilfe bei der Umsetzung der Folgethemen wird in der Regel nicht angeboten.
Informationsrisiko 1: gering. Unser Expertenteam ist unabhängig und klärt Sie über alle Zuschüsse, Förderungen und Hilfen auf.
Informationsrisiko 2: gering. Unsere Berater beurteilen Ihre Pflegesituation objektiv und zukunftsgerichtet.
Zeitaufwand: gering. Wir führen den Beratungseinsatz bzw. Pflegeeinsatz bei Ihnen zu Hause durch
Stressfaktor: gering – unsere Experten stehen Ihnen mit Ihrem Wissen und Ihrer Erfahrung zur Seite und helfen Ihnen im Nachgang mit Folgethemen weiter.
Pflegeberatung nach § 37.3. durch Pflegestützpunkte und Pflegebüros
Informationsrisiko 2: mittel. Pflegestützpunkte oder Pflegebüros bieten meist keinen Besuch bei Ihnen zu Hause an. Der tatsächliche Bedarf, z. B. Fördermittel für Badsanierung oder Treppenlift, wird so nicht festgestellt.
Zeitaufwand: mittel, Sie müssen zum Pflegebüro fahren. Ihre pflegenden Angehörigen sollten ebenfalls an dem Termin teilnehmen.
Nachsorge: Hilfe bei der Umsetzung der Folgethemen wird in der Regel nicht angeboten.
Pflegeberatung nach § 37.3. bzw. Pflege-Check-up: darauf müssen Sie achten
Die Pflegeberatung nach § 37 Abs. 3
Ziel der Pflegeberatung nach § 37 Abs. 3 ist die Gewährleistung der korrekten Verwendung des Pflegegeldes. Anhand der Beratung vor Ort soll geprüft werden, ob das zur Verfügung gestellte Pflegegeld auch wirklich für pflegerische Maßnahmen bzw. die tägliche Versorgung eingesetzt wird. Diese Überprüfungen werden oft auch als Beratungseinsätze oder Pflegeeinsätze bezeichnet.
Kriterien einer professionellen Pflegeberatung nach §37 Abs. 3
Wer ist zur Durchführung einer Pflegeberatung nach §37 Abs. 3 berechtigt?
Welche Punkte sollten besprochen werden?
Was macht eine gute Pflegeberatung nach §37 Abs. 3 aus?
Woran erkennt man eine optimale Pflegeberatung nach §37 Abs.3?
Weitere Pflegeberatungsmöglichkeiten
Pflegeberatung durch Pflegestützpunkte und Pflegebüros
Die Pflicht zur Pflegeberatung wird in § 37 Abs. 3 definiert: „Pflegebedürftige, die Pflegegeld nach Absatz 1 beziehen, haben
eine Beratung in der eigenen Häuslichkeit durch eine zugelassene Pflegeeinrichtung, durch eine (…) anerkannte Beratungsstelle mit nachgewiesener pflegefachlicher Kompetenz oder, sofern dies durch eine zugelassene Pflegeeinrichtung vor Ort oder eine von den Landesverbänden der Pflegekassen anerkannte Beratungsstelle mit nachgewiesener pflegefachlicher Kompetenz nicht gewährleistet werden kann, durch eine von der Pflegekasse beauftragte, jedoch von ihr nicht beschäftigte Pflegefachkraft abzurufen.
Die Beratung dient der Sicherung der Qualität der häuslichen Pflege und der regelmäßigen Hilfestellung und praktischen pflegefachlichen Unterstützung der häuslich Pflegenden.“
Kriterien einer professionellen Pflegeberatung nach § 37 Abs. 3
Eine Pflegebedürftigkeit kann sich lange ankündigen, dann haben die betroffenen Familien Zeit, sich vorzubereiten. Oftmals tritt der Pflegebedarf aber auch ganz plötzlich auf, beispielsweise nach einem Verkehrsunfall oder einem Schlaganfall. In allen Fällen haben die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen aber das Recht auf eine professionelle Unterstützung – leider herrscht oft noch Unkenntnis, welche Hilfs- und Beratungsangebote vorhanden sind.
Die Pflegeberatung nach § 37 Abs. 3 ist gesetzlich vorgeschrieben, wenn Sie nur Pflegegeld in Anspruch nehmen, aber keinen Pflegedienst beauftragen. Sie soll dazu beitragen, die optimale Pflege zu gewährleisten. Da ein Großteil der 3,5 Millionen Pflegebedürftigen in Deutschland in ihrem Zuhause oder einem häuslichen Umfeld von nahen Familienangehörigen, Freunden oder Bekannten gepflegt wird, ist es von besonderer Relevanz, die Pflegesituation regelmäßig zu prüfen.
Die pflegenden Angehörigen, die teilweise schon seit einigen Jahren diese wichtige Aufgabe übernehmen, sollten die Pflegeberatung also nicht als Kontrolle oder Schikane des Staats auffassen. Der Gesetzgeber kommt mit dieser Pflegeberatung vielmehr seinen Aufsichts- und Fürsorgepflichten nach.
Wer ist dazu berechtigt, die Pflegeberatung nach § 37 Abs. 3 durchzuführen?
Mitarbeiter von ambulanten Pflegediensten, die entsprechend qualifiziert sind und
Unabhängige Pflegeberater mit entsprechender Qualifikation
Die Erfahrung hat gezeigt, dass alle an der Pflege beteiligten Personen am Beratungsgespräch teilnehmen sollten. Nicht nur für die Pflegebedürftigen selbst, sondern auch für ihre Angehörigen kann die Situation sehr belastend sein. Deswegen sollten auch Familienmitglieder, die die Pflege übernehmen, in die Beratung einbezogen werden.
Welche Punkte sollten bei der Pflegeberatung nach § 37 Abs. 3 besprochen werden?
Analyse der Pflegesituation: Welche Krankheiten oder Beeinträchtigungen liegen vor? Welche pflegerischen Maßnahmen sind in welchem Turnus nötig? Ist die Wohn- und Lebenssituation der pflegerischen Aufgabe angemessen? Mit welcher psychischen und physischen Belastung haben die Angehörigen gegebenenfalls zu kämpfen?
Festlegung von Maßnahmen: Wie lässt sich die häusliche Pflegesituation verbessern? Welche Mittel können bei der Pflegekasse zusätzlich beantragt werden?
Was macht eine gute Pflegeberatung nach § 37 Abs. 3 aus?
Die Pflegeberatung wird regelmäßig von den gleichen Ansprechpartnern durchgeführt, um die Pflegesituation optimal und lückenlos zu dokumentieren. So können Fortschritte oder Problemlagen kontinuierlich erfasst werden.
Potenzielle Problembereiche werden frühzeitig erkannt, um gegensteuern zu können.
Die betroffenen Familien werden umfassend über alle Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten informiert.
Den Angehörigen werden Beratungs- und Schulungsangebote angeboten, um die tägliche Pflege zu optimieren und die mit der Pflege betrauten Personen zu entlasten.
Besteht konkreter Hilfebedarf (Fördermöglichkeiten, Zuschüsse etc.), werden die Pflegebedürftigen umfassend unterstützt. Gegebenenfalls wird der Kontakt mit der Pflegekasse gesucht, um Leistungen zu beantragen.
Woran erkenne ich eine optimale Pflegeberatung nach § 37 Abs. 3?
Die Personen, die die Pflegeberatung durchführen, sollten sich sowohl durch fachliche Kompetenz auszeichnen als auch persönliche und empathische Fähigkeiten in die Beratung einbringen. Eine Pflegebedürftigkeit kann eine hohe Belastung sein, dem sollte während der Termine vor Ort Rechnung getragen werden.
Die Beratungsperson sollte für ein offenes und ehrliches Gesprächsklima sorgen. Den Pflegebedürftigen und den Pflegenden sollte die Relevanz der Beratung verdeutlicht werden, um die Akzeptanz für das Unterstützungsangebot zu stärken.
Eine selbstständige und eigenverantwortliche Arbeitsweise der Beratungspersonen entlastet die Familien. Regelmäßig sollte auch die Beratung reflektiert und evaluiert werden.
Die Beratung zeichnet sich durch Kompetenz, Offenheit, Kooperation und Respekt aus. Es herrscht ein wertfreies und empathisches Beratungsklima.
Im Fokus der Beratung steht die Selbstbestimmtheit der Pflegebedürftigen. Nach Möglichkeit sollen ihre Wünsche umgesetzt werden, um die Pflegesituation zu verbessern.
Alle Inhalte werden transparent und verständlich vermittelt. Es muss sichergestellt werden, dass die Pflegebedürftigen und die Pflegepersonen umfassend über Hilfsangebote und Fördermöglichkeiten informiert werden.
Hinsichtlich aufkommender Probleme, Krisen, Grenzüberschreitungen oder Gewaltverdacht sind die Beratungspersonen sensibilisiert.
Die verschiedenen Pflegeberatungsmöglichkeiten sind gesetzlich festgelegt. Neben der Pflegeberatung nach § 37 Abs. 3, die verpflichtend für Pflegebedürftige (mit Pflegegrad 2-5) ist, die ausschließlich Pflegegeld beziehen, sind das:
die Pflegeberatung nach § 7a sowie
Pflegekurse inklusive Beratung nach § 45.
Seit Anfang 2009 haben alle Pflegebedürftigen in Deutschland ein Recht auf eine individuelle Pflegeberatung nach § 7a. Ziel dieses Angebotes ist es, die betroffenen Familien optimal hinsichtlich der Pflege zu informieren und zu beraten. Dazu wird zunächst eine Analyse der individuellen Situation durchgeführt und der pflegerische Bedarf geklärt. Zudem werden die Pflegebedürftigen und die Pflegenden über alle pflegerischen Hilfs- und Unterstützungsangebote informiert. Als Ergebnis steht ein auf den jeweiligen Einzelfall bezogener Versorgungsplan. Es wird darauf geachtet, dass die festgelegten Maßnahmen auch erfolgreich durchgeführt werden; wenn nötig – beispielsweise bei einer Änderung der Pflegesituation – werden Anpassungen vorgenommen. Der gesamte Prozess wird nachvollziehbar dokumentiert.
Zudem müssen, auch das ist gesetzlich festgelegt, die Pflegekassen Pflegekurse und Beratungsangebote anbieten. Nach § 45 haben pflegende Angehörige und sonstige an einer ehrenamtlichen Pflegetätigkeit Interessierte darauf ein Recht. Mithilfe dieses Schulungsangebot soll einerseits die tägliche Pflege erleichtert werden. Durch gute Beratung können die physischen und psychischen Belastungen der Pflegenden reduziert werden. Andererseits soll aber auch das Interesse an der Pflege und an ehrenamtlichem Engagement gestärkt werden.
Hinzu kommen Pflegestützpunkte und Pflegebüros, die ebenfalls mit ihrem Angebot der Pflegeberatung werben. Die Pflegestützpunkte, deren Träger die Kranken- und Pflegekassen sind, wurden 2008 ins Leben gerufen und arbeiten für Pflegebedürftige und pflegende Angehörige unentgeltlich. Finanziert werden die Pflegestützpunkte von Pflege- und Krankenkassen sowie den Kommunen. Die Bundesländer entscheiden über die Einrichtung der Pflegestützpunkte, sodass die Betroffenen teilweise lange Wege in Kauf nehmen müssen, um eine Beratung zu erhalten.
Viele Familien haben dazu einfach keine Zeit – Pflege, Beruf und alltägliche Aufgaben sind herausfordernd genug. Eine Beratung vor Ort entlastet die Pflegenden nicht nur zeitlich, sie gewährleistet auch eine individuelle Analyse der Situation. Denn Sie erhalten bei den Pflegestützpunkten zwar Informationsmaterial und Broschüren, eine umfassende, auf den Einzelfall bezogene Einschätzung der pflegerischen Hilfen und Maßnahmen wird aber nicht geboten. Bei Anbietern, die sich selbst als Pflegebüro bezeichnen, ist Vorsicht geboten oder zumindest ein genauerer Blick, wer sich dahinter verbirgt. Auch ambulante Pflegedienste verwenden teilweise den Begriff, eine klare Definition gibt es aktuell nicht.
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