Source: https://www.barchv.de/Mitgliedschaft-und-Beitrag/Beitrag
Timestamp: 2020-05-31 10:19:25
Document Index: 79636991

Matched Legal Cases: ['§ 2', 'Art. 85', '§ 47', '§ 44', '§ 47', '§ 19']

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Mit den Beiträgen und den darauf erwirtschafteten Erträgen am Kapitalmarkt finanzieren Sie als Mitglied Ihre späteren Versorgungsleistungen.
Das Versorgungswerk unterscheidet zwischen Pflichtbeiträgen und Freiwilligen Mehrzahlungen (FMZ).
Die Höhe der Pflichtbeiträge hängt einerseits von der Zuordnung Ihrer Tätigkeit in eine der nachfolgenden Kategorien
Nebeneinander ausübende Tätigkeiten (z.B. angestellt und freischaffende Tätigkeit)
Geschäftsführerin oder Geschäftsführer einer GmbH
Beitragsübernahme bei Bezug von Krankengeld, Arbeitslosengeld, Übergangsgeld, etc.
sowie von der Höhe Ihres Berufseinkommens ab. Beim Berufseinkommen werden Höchst- und Mindestgrenzen berücksichtigt, die Ihnen mit unserem Rundschreiben zu Beginn eines Jahres mitgeteilt werden.
Die Pflichtbeiträge entrichten Sie monatlich und werden jeweils am Monatsende fällig. Zudem können Sie diese nach Maßgabe der Steuergesetze als Altersvorsorgeaufwendungen steuerlich absetzen.
Freischaffende und Angestellte können mit Hilfe unseres Beitragsrechners die Höhe ihrer Pflichtbeiträge berechnen.
Die in den nachfolgenden Abschnitten genannten Höchst- und Mindestgrenzen bzw. die Höhe des Mindestbeitrags und des halben Mindestbeitrags können Sie aus dem Wichtigen Rundschreiben des jeweiligen Kalenderjahres ersehen.
Freiwillige Mehrzahlungen (FMZ):
Die FMZ können Sie über die Pflichtbeiträge hinaus an das Versorgungswerk entrichten und werden in gleicher Weise wie Pflichtbeiträge verrentet. Somit dienen die FMZ zum weiteren Ausbau Ihrer Altersversorgung. Da die Zahlung der FMZ freiwillig ist, können Sie diese ohne Einhaltung von Fälligkeiten (z.B. einmalig im Jahr oder mehrmals auch monatlich) einzahlen.
Damit das Versorgungswerk Ihre FMZ auch Ihrem Beitragskonto korrekt zuordnen kann, muss der Überweisungsträger im Verwendungszweck Ihre Mitgliedsnummer und den Wortlauf "Freiwillige Mehrzahlungen" oder "FMZ" enthalten. Sie können uns auch vorab darüber informieren, um diesen sonst unerwarteten Zahlungseingang korrekt zuzuordnen.
Auch die geleisteten FMZ können Sie nach Maßgabe der Steuergesetze als Altersvorsorgeaufwendungen steuerlich absetzen.
Der Beitrag bei Freischaffenden und was hierbei zu beachten ist, erfahren Sie hier.
Sie sind arbeitnehmerähnlich selbständig tätig. Finden Sie hier weitere Informationen bezüglich des Beitrags an die BArchV.
Der Beitrag differenziert zwischen den Mitgliedern, die von der Versicherungspflicht befreit und nicht befreit sind.
Angestellt und zugleich freischaffend tätig
Sie sind sowohl freischaffend als auch in einem Angestelltenverhältnis tätig? Dann gilt Folgendes.
Verbeamtete Mitglieder erzielen durch die Beitragszahlung eine zusätzliche Alters-versorgung.
Die Beitragshöhe hängt von Ihrem sozial-versicherungsrechtlichen Status ab. Klären Sie diesen im Zweifel verbindlich.
Bezug von Krankengeld, Arbeitslosengeld, etc.
Falls Sie eine dieser Leistungen beziehen, bestehen hinsichtlich der Beitragserhebung satzungsrechtliche Sonderregelungen.
Welche Beitragshöhe fällt bei welchem Gewinn und Bruttogehalt an? Ermitteln Sie Ihren Pflichtbeitrag selbst.
Sind Sie freischaffend tätig, dann bilden Ihre positiven Einkünfte aus selbständiger Arbeit (=Gewinn) in der Höhe, in der sie der Besteuerung zugrunde gelegt werden, das beitragspflichtige Berufseinkommen. Die Angehörigen der freien Berufe können in der Regel ihren Gewinn aus der selbständigen Arbeit als Überschuss der Betriebseinnahmen über die Betriebsausgaben (Einnahmenüberschussberechnung) ermitteln. Hiervon zu unterscheiden ist der Begriff des "zu versteuernden Einkommens", welches die Bemessungsgrundlage für die Steuerfestsetzung der Einkommensteuer darstellt.
Im Jahr 2020 beträgt der Beitragssatz 16,0 % und steigt sukzessive in jährlichen Schritten von 0,5 %-Punkten an (Jahr 2021: 16,5 %, Jahr 2022: 17,0 %, usw.), bis das Beitragssatzniveau der gesetzlichen Rentenversicherung erreicht ist. Die wichtigsten Fragen und Antworten hierzu haben wir für Sie in einem FAQ-Katalog und Sonderrundschreiben zusammengestellt.
Ihr Jahres-Beitrag ermittelt sich aus der Multiplikation des beitragspflichtigen Berufseinkommens eines Jahres mit dem Beitragssatz des gleichen Jahres unter Berücksichtigung der Höchst- und Mindestgrenzen.
Verfahren zur Beitragsfestsetzung:
Für das jeweils laufende Kalenderjahr haben Sie zunächst monatliche Abschlagszahlungen zu entrichten, deren Höhe auf Ihren Gewinnschätzungen basieren und die vorläufig festgesetzt werden. Sofern sich Ihre Gewinnerwartung im Verlauf des Kalenderjahres deutlich verändert, sollten Sie sich zu Ihrem eigenen Interesse möglichst zeitnah mit dem Versorgungswerk zur Anpassung der laufenden Beitragszahlung in Verbindung setzen. Sie vermeiden damit ggf. hohe Nachforderungen, die, falls diese erst in den nachfolgenden Jahren beim Versorgungswerk eingehen, zudem mit einem geringeren Verrentungssatz als im laufenden Kalenderjahr bewertet werden.
Sollte Ihr Gewinn so niedrig ausfallen, dass lediglich der Mindestbeitrag anfällt, kann dieser auf Antrag auf die Hälfte ermäßigt werden.
Gründungsermäßigung:
Für das Jahr der erstmaligen Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit und die folgenden zwei Kalenderjahre kann eine Ermäßigung des Beitrags auf die Hälfte des jeweiligen Betragssatzes (Jahr 2020: 8,0%, 2021: 8,25%, Jahr 2022: 8,5%, usw.) beantragt werden. Bedenken Sie bitte dabei, dass die Zahlung des ermäßigten Beitrags entsprechend geringere Ruhegeldanwartschaften ergibt.
Beitragsermäßigung bei Geburt eines Kindes:
Bei Freischaffenden wird für das Jahr der Geburt eines Kindes und für die drei folgenden Kalenderjahre auf Antrag von der Beitragserhebung abgesehen, wenn in diesen Jahren das beitragspflichtige Einkommen aus der selbstständigen Berufstätigkeit jeweils 5.000 Euro nicht überschreitet.
Einzelne Kalenderjahre, in denen ein Gewinn von mehr als 5.000 Euro erzielt wird, sind nachträglich in voller Höhe beitragspflichtig. Um Nachzahlungen zu vermeiden, sollte dem Versorgungswerk eine höhere Gewinnprognose bereits frühzeitig mitgeteilt werden.
Partnerschaftsgesellschaften und GbR-Gesellschaften:
Diese Gesellschaften sind Personengesellschaften nach deutschem Recht, in der sich Angehörige freier Berufe zur Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit zusammenschließen können. Die jeweiligen Gesellschafter dieser Gesellschaften unterliegen den beitragsrechtlichen Satzungsregelungen für Freischaffende. Dies gilt auch, wenn einer der Gesellschafter die Funktion einer Geschäftsführerin oder eines Geschäftsführers übernommen haben sollte. Für diese gelten nicht die satzungsrechtlichen Beitragsregelungen für Gesellschafter einer Kapitalgesellschaft (z.G. GmbH).
Im Unterschied zu Freischaffenden sind arbeitnehmerähnliche Selbständige nach § 2 Satz 1 Nr. 9 Sozialgesetzbuch Sechstes Buch (SGB VI) rentenversicherungspflichtig, wenn Sie im Zusammenhang mit Ihrer selbständigen Tätigkeit regelmäßig keinen versicherungspflichtigen Arbeitnehmer beschäftigen und auf Dauer und im Wesentlichen nur für einen Auftraggeber tätig sind.
Sind Sie arbeitnehmerähnlich selbständig tätig und unterliegen Sie der Rentenversicherungspflicht, können Sie als Mitglied der Bayerischen Architektenversorgung die Befreiung von dieser Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung beantragen.
Somit ist die Höhe Ihres Beitrags abhängig davon, ob Ihnen für diese Tätigkeit eine (wirksame) Befreiung von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht von der Deutschen Rentenversicherung Bund (DRV-Bund) ausgesprochen wurde.
Sie sind von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung befreit:
Wenn Sie befreit sind von der gesetzlchen Rentenversicherungspflicht bilden Ihre positiven Einkünfte aus Ihrer arbeitnehmerähnlichen selbständigen Arbeit (=Gewinn) - wie bei den Freischaffenden - in der Höhe, in der sie der Besteuerung zugrund gelegt werden, das beitragspflichtige Einkommen. Auch gelten für diese die gleichen Beitragssätze wie für die Freischaffenden.
Sie sind von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung nicht befreit:
Sie zahlen an das Versorgungswerk den Mindestbeitrag bzw. auf Antrag den halben Mindestbeitrag. Dieser Beitrag fällt neben dem Beitrag an, den Sie aus Ihrer versicherungspflichtigen arbeitnehmerähnlichen selbständigen Tätigkeit an die DRV-Bund zu entrichten haben.
Sind Sie in einem Beschäftigungsverhältnis angestellt tätig, ist die Höhe Ihres Beitrags abhängig davon, ob Ihnen für diese Beschäftigung eine wirksame Befreiung von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung von der Deutschen Rentenversicherung Bund (DRV-Bund) ausgesprochen wurde.
Sie zahlen an das Versorgungswerk den gleichen Beitrag, der ohne Befreiung aus Ihrer Tätigkeit an die gesetzliche Rentenversicherung zu zahlen wäre. Der Beitrag ist der Höhe nach gedeckelt durch die jeweils geltende Beitragsbemessungsgrenze (Jahr 2020: 82.800 Euro jährlich bzw. 6.900 Euro monatlich) und den Beitragssatz (Jahr 2020: 18,6 %).
Die Hälfte des Beitrags übernimmt der Arbeitgeber. Unabhängig davon bleiben Sie als Mitglied – anders als bei der gesetzlichen Rentenversicherung –gegenüber dem Versorgungswerk zur Zahlung des Beitrags verpflichtet (=Beitragsschuldner). Sie haben somit gegenüber dem Versorgungswerk für die korrekte Beitragszahlung der Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteile zu sorgen.
Sie zahlen an das Versorgungswerk den Mindestbeitrag bzw. auf Antrag den halben Mindestbeitrag. Dieser Beitrag fällt neben dem Beitrag an, den Sie aus Ihrer versicherungspflichtigen Angestelltentätigkeit an die DRV-Bund zu entrichten haben.
Nebeneinander ausübende Tätigkeiten (z.B. angestellte und freischaffende Tätigkeit)
Grundsätzlich gilt, dass nebeneinander bezogene beitragspflichtige Einkommen aus verschiedenen Einkommensarten jeweils gesondert der Beitragserhebung unterliegen. D.h., falls Sie in einem Angestelltenverhältnis beschäftigt und daneben freischaffend tätig sind, wird der Beitrag aus beiden Einkommensarten erhoben.
Sie haben den Beitrag lediglich aus Ihrem Angestelltenverhältnis, für welches Sie von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung befreit sind, zu entrichten, wenn Ihr Gewinn aus selbständiger Arbeit die Grenze von 5.000,00 Euro im Kalenderjahr nicht überschreitet.
Insgesamt ist höchstens der jeweilige Höchstpflichtbeitrag des Versorgungswerks aus nebeneinander bezogenen beitragspflichtigen Einkommen zu entrichten. Liegt die Summe der Beiträge aus Ihrem Angestelltenverhältnis, für welches Sie von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung befreit sind und aus Ihrem Gewinn aus selbständiger Arbeit über dem jeweiligen Höchstpflichtbeitrag, wird der Beitrag aus dem Gewinn aus selbständiger Arbeit auf diese Höhe reduziert. Der Beitrag aus Ihrem Angestelltenverhältnis ist aufgrund der Befreiung von der Renten-versicherungspflicht in voller Höhe ans Versorgungswerk zu entrichten, so dass dieser nicht reduziert werden darf.
Üben Sie eine Beschäftigung im Angestelltenverhältnis aus, für die Sie nicht von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung befreit sind, haben Sie den Beitrag aus Ihrem Gewinn aus selbständiger Arbeit zu entrichten. Bei dieser Fallkonstellation ist mindestens der Mindestbeitrag bzw. auf Antrag der halbe Mindestbeitrag zu entrichten und zwar unabhängig von der Höhe Ihres Gewinns aus selbständiger Arbeit.
Üben Sie die Tätigkeit in einem Beamtenverhältnis aus, zahlen Sie an das Versorgungswerk den Mindestbeitrag, sofern Sie nicht die Befreiung von der Mitgliedschaft beantragen. Damit erzielen Sie eine zusätzliche Versorgung im Alter.
Bezüglich des Zusammentreffens von Beamtenversorgung und Ruhegelda der Bayerischen Architektenversorgung verweisen wir auf unsere Information vom September 2013. Im Wesentlichen geht es darum, dass für verbeamtete Mitglieder der Bay. Architektenversorgung, die dem BayBeamtVG unterliegen, ihre Mitgliedschaft im Versorgungswerk freiwillig fortsetzen und für die Dauer des Beamtenverhältnisses einkommens- und tätigkeitsunabhängig den satzungsrechtlichen Mindestbeitrag zahlen, der hieraus resultierende Teil der Versorgungsleistungen nach Art. 85 BayBeamVG nicht auf die später zustehende Versorgungsbezüge angerechnet werden.
Sollten Sie das Beamtenverhältnis ohne Anspruch auf Versorgung beenden kann die Nachversicherung zum Versorgungswerk durchgeführt werden. In diesem Fall überweist der frühere Dienstherr einkommensabhängige Beiträge für die Dauer Ihres früheren Beamtenverhältnisses an das Versorgungswerk. Hierzu haben Sie einen Antrag binnen eines Jahres nach dem Ausscheiden aus dem Beamtenverhältnis beim ehemaligen Dienstherrn zu stellen. Andernfalls nimmt der Dienstherr die Nachversicherung zur gesetzlichen Rentenversicherung vor.
Bei Geschäfsführern einer Kapitalgesellschaft (wie z.B. einer GmbH) bilden die Einkünfte aus einer Tätigkeit als Geschäftsführer das beitragspflichtige Berufseinkommen, wenn die Kapitalgesellschaft Architekten- oder Stadtplanerleistungen erbringt.
Je nach Ausstattung des Vertrags über die Geschäftsführertätigkeit sowie ob und in welchem Umfang eigene Anteile an der Gesellschaft gehalten werden, ist die Tätigkeit als GmbH-Geschäftsführerin oder GmbH-Geschäftsführer als rentenversicherungspflichtige abhängige Beschäftigung oder als eine versicherungsfreie selbständige Tätigkeit zu bewerten. Diese Fragestellung klärt die Deutsche Rentenversicherung Bund, die hierzu eine eigene Clearingstelle eingerichtet hat. Lassen Sie bei Zweifel Ihres Sozialversicherungsstatus diesen dort verbindlich klären.
Bei Fragen zur Beitragspflicht einer GmbH-Geschäftsführerin oder eines GmbH-Geschäftsführers wenden Sie sich bitte an unseren Beratungsservice für Beitragsangelegenheiten.
Beitragsübernahme bei Bezug von Sozialleistungen
Beitragsübernahme bei Bezug von Krankengeld, Verletztengeld, Übergangsgeld, Arbeitslosengeld, Arbeitslosengeld II ("Hartz IV"), etc.
Falls Sie eine dieser Leistungen beziehen, bestehen hinsichtlich der Beitragserhebung satzungsrechtliche Sonderregelungen. Dies gilt ferner für Wehr- und Zivildienstleistende sowie für ehrenamtlich Pflegende. Unter bestimmten Voraussetzungen übernehmen die Agentur für Arbeit, der Bund oder die Kranken- und Pflegekassen die Beiträge für Angehörige dieses Personenkreises.
Seit 01.01.2016 zahlen die gesetzlichen Krankenkassen für die gesetzlich krankenversicherten Mitglieder der Bayerischen Architektenversorgung für die Dauer des Bezugs von Krankengeld Rentenversicherungsbeiträge ans Versorgungswerk. Dies wird durch die Regelung in § 47a SGB V ermöglicht.
Demnach muss das Mitglied des Versorgungswerks für die Beschäftigung auf der das Krankengeld basiert, von der gesetzlichen Rentenversicherung befreit sein und die Beitragsübernahme aus dem Krankengeldbezug bei der Krankenkasse beantragen.
Krankengeld ist eine Entgeltersatzleistung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Es wird insbesondere gezahlt, wenn ein Versicherter im Anschluss an die sechswöchige Lohnfortzahlung des Arbeitgebers weiterhin infolge Krankheit arbeitsunfähig ist (§ 44 Abs. 1 SGB V). Das Krankengeld beträgt i.d.R. 70 % des Bruttoentgeltes (bis zur Beitragsbemessungsgrenze), max. 90 % des Nettoentgeltes (§ 47 SGB V).
Die Bayerische Architektenversorgung hat durch die Anpassung des § 19 Abs. 2 Satz 2 Nr. 1 der Satzung die rechtliche Grundlage geschaffen, damit die zuständige gesetzliche Krankenkasse die Rentenversicherungsbeiträge aus Ihrem Krankengeldbezug ans Versorgungswerk entrichten kann.
Die Krankenkasse trägt grundsätzlich die Hälfte der Beiträge (=Trägeranteil). Sie hat diese Beiträge ans Versorgungswerk zu melden und abzuführen. Die andere Hälfte des Beitrags aus dem Krankengeld (2020 beträgt der halbe Beitragssatz 9,3%) wird Ihnen zusammen mit diesem Krankengeld ausgezahlt (=Versichertenanteil). Diesen Versichertenanteil müssen Sie daher unabhängig von der beantragten Beitragsübernahme auf jeden Fall an das Versorgungswerk weiterleiten. Um die konkrete Höhe des Versichertenanteils festsetzen zu können, ist es erforderlich, dass Sie dem Versorgungswerk die Abrechnung Ihres Krankengeldbezugs zusenden.