Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%201989,%20460
Timestamp: 2020-04-04 03:21:04
Document Index: 250429515

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 55', '§ 56', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 19', '§ 19', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 02.11.1988 - VIII ZR 121/88 - dejure.org
https://dejure.org/1988,1172
BGH, 02.11.1988 - VIII ZR 121/88 (https://dejure.org/1988,1172)
BGH, Entscheidung vom 02.11.1988 - VIII ZR 121/88 (https://dejure.org/1988,1172)
BGH, Entscheidung vom 02. November 1988 - VIII ZR 121/88 (https://dejure.org/1988,1172)
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Finanzierungsleasingvertrag als Darlehensvertrag - Leasen einer Kaffeemaschine durch eine Arztpraxis - Finanzierungsleasingvertrag als Vermittlung von Darlehensgeschäften im Reisegewerbe
Finanzierungsleasing kein verbotenes Darlehensgeschäft im Reisegewerbe
GewO § 55 Abs. 1, § 56 Abs. 1 Nr. 6
NJW 1989, 460
NJW-RR 1989, 492 (Ls.)
ZIP 1989, 44
MDR 1989, 249
BB 1989, 23
DB 1989, 104
Eine Rechtsanalogie zugunsten des Klägers lässt sich aufgrund der wenigen geregelten Fälle von Übergangs- oder Restmandaten nicht ziehen, denn es handelt sich um Ausnahmevorschriften, die allgemeiner Ansicht nach nicht analogiefähig sind (vgl. BGH vom 02.04.1988 - VIII ZR 121/88 - Juris Rdnr. 9;… vom 27.10.1988 - IX ZR 38/88 - Juris Rdnr. 9;… vom 19.11.1957 - VIII ZB 409/56 - Juris Rdnr. 15).
Die analoge Anwendung einer Ausnahmevorschrift ist grundsätzlich unzulässig ( BGH NJW 1989, 460; BGHZ 26, 78, 83).
Gegen eine analoge Anwendung spricht weiter, dass § 19 Abs. 5 Satz 2 GKG eine Ausnahmeregelung gegenüber dem Grundsatz des § 19 Abs. 5 Satz 1 GKG darstellt und die Zulässigkeit einer analogen Anwendung von Ausnahmevorschriften ohnehin fraglich ist (grundsätzlich ablehnend: vgl. BGH, Urteil vom 02.11.1988, Az.: VIII ZR 121/88; unter engen Voraussetzungen möglich: vgl. BGH, Urteil vom 19.11.1957, Az.: VIII ZR 409/56; Bundesverwaltungsgericht, Beschluss vom 18.03.1961, Az.: GrSen 4.60; BSG, Urteil vom 23.08.2012, Az.: B 4 AS 32/12 R;… differenzierend: vgl. Larenz, Methodenlehre der Rechtswissenschaft, 6. Aufl. 1991, S. 355 f.).
Die Stellung der Norm als Ausnahme von dem gesetzlichen Grundsatz spricht für eine restriktive Handhabung der Vorschrift und damit gegen eine erweiternde Auslegung (BVerfGE 109, 279; BGH MMR 2005, 37; BGH NJW 2003, 2834; BGH NJW 1989, 460; BGHZ 17, 266; BVerwG NZV 2002, 426; OLG Brandenburg MDR 1999, 1311).
Eine analoge Anwendung von Ausnahmevorschriften ist jedoch grundsätzlich unzulässig (BGH NJW 1989, 460, 461).
Ausnahmevorschriften sind grundsätzlich keiner Analogie zugänglich (vgl. BGH, Urt. v. 02.11.1988 - VIII ZR 121/88, juris-Tz. 9 m.w.N.).