Source: https://www.apotheker.de/apotheke/apothekenteam/
Timestamp: 2019-01-23 20:01:32
Document Index: 342500328

Matched Legal Cases: ['§ 15', '§ 2', '§ 2', '§ 11', '§ 4', '§ 20']

Teamarbeit: In einer Apotheke arbeiten unterschiedlich ausgebildete Fachkräfte Hand in Hand zusammen.
Das Berufsbild des Apothekers (120 kB)
Richtlinie 2005/36/EG des Euopäischen Parlaments und des Rates vom 7. September 2005 über die Anerkennung von Berufsqualifikationen (1,4 MB) Amtsblatt der Europäischen Union vom 30.09.2005
Für die Erteilung der Approbation als Apotheker zuständige Landesbehörden (20 kB)
Apothekerinnen und Apotheker sind Experten für Arzneimittel. Der Beruf ist anspruchsvoll und mit viel persönlicher Verantwortung verbunden. Apotheker arbeiten zumeist in Apotheken, aber auch im Krankenhaus, in Industrie, Forschung und Verwaltung. In den öffentlichen Apotheken arbeiten derzeit 50.000 Apothekerinnen und Apotheker. Zwei Drittel der Apothekerschaft ist weiblich. Voraussetzung für die Approbation als Apotheker ist der erfolgreiche Abschluss des Pharmaziestudiums.
Die Studienplätze für Pharmazie werden über die Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) in Dortmund vergeben. Einige Universitäten nutzen jedoch auch die Möglichkeit, Studienplätze nach eigenen Maßstäben zu vergeben. Derzeit kann an 22 Universitäten in Deutschland Pharmazie studiert werden.
Die pharmazeutische Ausbildung umfasst ein Studium der Pharmazie von vier Jahren an einer Universität; eine Famulatur von acht Wochen; eine praktische Ausbildung von zwölf Monaten und die Pharmazeutische Prüfung, die in drei Prüfungsabschnitten abzulegen ist. Rechtsgrundlage für die Ausbildung ist die Approbationsordnung für Apotheker. Naturwissenschaften pur: Chemie, Analytik, Biologie und Arzneiformenlehre
In Baden-Württemberg kann Pharmazie an den Universitäten Freiburg, Heidelberg und Tübingen studiert werden. Im ersten Studienabschnitt, der vier Semester umfasst, werden die Grundlagen in Chemie, Analytik, Biologie und Arzneiformenlehre gelehrt. In der vorlesungsfreien Zeit muss eine achtwöchige Famulatur abgeleistet werden. Dabei handelt es sich um eine Art Betriebspraktikum. Vier Wochen der Famulatur müssen in einer öffentlichen Apotheke, die verbleibende Zeit kann auch in einem anderen Tätigkeitsfeld, beispielsweise in der Krankenhausapotheke, abgeleistet werden. Das Grundstudium endet mit dem ersten Abschnitt der Pharmazeutischen Prüfung.
Der zweite Ausbildungsabschnitt, das sogenannte Hauptstudium, befasst sich intensiv mit speziell pharmazeutisch ausgerichteten Inhalten. Die chemischen Fächer beschäftigen sich ausführlich mit den Arzneistoffen. In der Pharmakologie erfahren die Studenten, wie und warum Arzneimittel im Organismus wirken und warum welche Nebenwirkungen auftreten können. In enger Beziehung dazu steht die Klinische Pharmazie, die sich mit speziellen Patientengruppen, der Interpretation von Laborparametern und der Beurteilung klinischer Studien beschäftigt.
Auch molekularbiologische und pharmazeutisch-technologische Themen
Wesentlicher Inhalt der Pharmazeutischen Biologie sind die Arzneipflanzen, aber auch molekularbiologische Themen. In der Pharmazeutischen Technologie befassen sich die Studenten intensiv mit den verschiedenen Arzneiformen, Herstellungstechniken und Optimierungsmöglichkeiten. Das Hauptstudium schließt mit dem zweiten Abschnitt der Pharmazeutischen Prüfung ab.
Der dritte Ausbildungsabschnitt umfasst eine zwölfmonatige praktische Ausbildung, in der die Kenntnisse vertieft, erweitert und angewendet werden sollen. Mindestens sechs Monate müssen in einer öffentlichen Apotheke abgeleistet, die verbleibende Zeit kann auch in einer Krankenhaus- oder Bundeswehrapotheke, der Industrie, einer wissenschaftlichen Institution oder einer Arzneimitteluntersuchungsstelle absolviert werden. Ergänzt wird das praktische Jahr mit einem vier- bis sechswöchigen Begleitunterricht, in dem praxisbezogene Themen vermittelt werden.
Dritter Prüfungsabschnitt mit Praxis- und speziellen Rechtsthemen
Auch der dritte Abschnitt endet mit einer staatlichen Prüfung, in der die beiden Fächer Pharmazeutische Praxis und Spezielle Rechtsgebiete für Apotheker geprüft werden. Nach erfolgreichem Bestehen der gesamten Pharmazeutischen Prüfung kann der Antrag auf Erteilung der Approbation als Apotheker gestellt werden. Die Approbation berechtigt den Apotheker zum Führen seiner Berufsbezeichnung und erlaubt ihm, seinen Beruf uneingeschränkt auszuüben.
SV/Quelle: ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, http://www.abda.de
Bitte auswählen …Approbationsordnung für Apotheker (AappO)
Daneben erläutert er in der öffentlichen Apotheke aber auch die Anwendung von Insulinpens oder Inhalationshilfen und bietet Blutdruck- oder Blutzuckermessung an. Als selbständiger Apotheker muss er zusätzlich gute kaufmännische Kenntnisse besitzen beziehungsweise sich diese aneignen, um seine eigene Apotheke auch wirtschaftlich führen zu können.
Krankenhausapotheker stellt Arznei her und berät Ärzte und Pflegepersonal
Die Aufgabe des Krankenhausapothekers ist die Versorgung der Krankenhauspatienten mit Arzneimitteln. Die Arzneimittelherstellung nimmt einen hohen Stellenwert ein. Eine weitere wichtige Aufgabe ist die Beratung von Ärzten und Pflegepersonal über die Arzneimittelanwendung. Als Mitglied der Arzneimittelkommission des Krankenhauses entscheidet der Apotheker mit darüber, welche Arzneimittel in der Klinik Anwendung finden. In zunehmendem Maße werden Krankenhausapotheker auch in die Therapie vor Ort "am Bett des Patienten" eingebunden.
In der pharmazeutischen Industrie ist der Apotheker Fachmann für alle Fragen, die den Werdegang des Arzneimittels betreffen. Entsprechend vielfältig sind seine Einsatzgebiete, zum Beispiel in der Forschung, in der Entwicklung und Herstellung bis zur Zulassung und Markteinführung neuer Arzneimittel. Darüber hinaus ist er in Marketing, Vertrieb und Verkauf der Arzneimittel beteiligt.
Prüfinstitutionen, Bundeswehr und Verwaltung sind weitere Tätigkeitsfelder
Weitere Tätigkeitsfelder und Arbeitsplätze von Apothekern sind Prüfinstitutionen, die Bundeswehr, Verwaltung und Behörden, Universitäten sowie Lehranstalten und Berufsschulen. Quelle: ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, http://www.abda.de
Innerhalb der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU) und der Staaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) gibt es umfangreiche Regelungen zur gegenseitigen Anerkennung der Apothekerdiplome. Lesen Sie im Überblick, welche Anforderungen gestellt werden.
Mindestanforderungen an die pharmazeutische AusbildungArtikel 44 und Anhang V. 6. 1 der Richtlinie 2005/36/EG legen fest, welche Mindestanforderungen an die pharmazeutische Ausbildung gestellt werden, damit sie gegenseitig anerkannt wird. Formale Voraussetzung ist der Nachweis einer mindestens fünfjährigen pharmazeutischen Ausbildung, wovon mindestens vier Jahre an einer Universität oder einem Institut mit anerkanntem Hochschulniveau und mindestens sechs Monate in Form eines Praktikums in einer der Öffentlichkeit zugänglichen Apotheke oder in einem Krankenhaus abgeleistet werden müssen.
Apothekern, die nach Vorschriften nationaler Ausbildungsordnungen ausgebildet wurden, die die formalen Voraussetzungen nach der Richtlinie 2005/36/EG nicht erfüllen, weil sie die Ausbildung vor Inkrafttreten der Richtlinie im jeweiligen Mitgliedstaat bereits abgeschlossen oder aber begonnen, aber noch nicht abgeschlossen hatten, ist die gegenseitige Anerkennung nicht verwehrt. Sie müssen zusätzlich eine Bescheinigung darüber erbringen, dass sie während der letzten fünf Jahre mindestens drei Jahre ununterbrochen eine pharmazeutische Tätigkeit ausgeübt haben (Artikel 23 der Richtlinie 2005/36/EG).
Gleichwertigkeitsbescheinigung für baltische Apothekerdiplome
Apotheker, die Staatsbürger eines zum 1. Mai 2004 der EU beigetretenen Staates sind und deren Diplome zu einem Zeitpunkt ausgestellt wurden, in denen ihr Herkunftsland einem anderen Hoheitsgebiet angehörte, z. B. die baltischen Staaten zur Sowjetunion, die Tschechische Republik und die Slowakei zur Tschechoslowakei, müssen zur Anerkennung ihrer Diplome eine Gleichwertigkeitsbescheinigung mit den nationalen Befähigungsnachweisen und eine Bescheinigung darüber vorlegen, dass sie innerhalb der letzten fünf Jahre über drei Jahre ununterbrochen pharmazeutisch gearbeitet haben (Artikel 23 der Richtlinie 2005/36/EG).
Nach der Anerkennung der Ausbildung besteht jedoch lediglich das Recht zur Ausübung des Apothekerberufes in einem Mindesttätigkeitsfeld (Artikel 45 der Richtlinie 2005/36/EG). Ist die Ausübung bestimmter pharmazeutischer Tätigkeiten an weitere Qualifikationen gebunden - in Deutschland zum Beispiel an die Funktion der sachkundigen Person nach § 15 Arzneimittelgesetz -, so muss in diesen Fällen der Nachweis der entsprechenden Zusatzausbildung beziehungsweise der nötigen Berufserfahrung geführt werden.
Anlaufstelle für EU-Bürger, die Probleme mit Verwaltungen haben
Bei Problemen im Rahmen der Anerkennung von Berufsqualifikationen und Diplomen innerhalb der Europäischen Union beziehungsweise allgemein zur Unterstützung des Arbeitens, Studierens und Lebens im Ausland, zum Beispiel im Zusammenhang mit Aufenthaltsgenehmigungen, Arbeitnehmerrechten, sozialer Sicherung, Besteuerung und Marktzugang von Dienstleistungen, wurde das Netzwerk SOLVIT errichtet, das alle EU-Bürger unterstützt, die aufgrund ihrer Staatsangehörigkeit Probleme mit Verwaltungen haben. SOLVIT-Stellen wurden in allen EU-Ländern eingerichtet. In Deutschland ist das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie der SOLVIT-Ansprechpartner.
Quelle: ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, http://www.abda.de
Bitte auswählen …Online-Netzwerk Solvit zur Problemlösung von Problemen für EU-BürgerZuständige SOLVIT-Stelle in Deutschland
Anerkennung der deutschen Approbation im Ausland
Deutsche Apotheker, die ihre Ausbildung nach den ab 1989 gültigen Fassungen der Approbationsordnung absolviert haben, erfüllen die Anforderung auf Anerkennung der Ausbildung innerhalb der Mitgliedsstaaten der EU und des EWR nach der Richtlinie 2005/36/EG. Nach Vorlage des Zeugnisses über die Staatliche Pharmazeutische Prüfung und weiterer, bei der zuständigen Behörde des jeweiligen Landes zu erfragender Unterlagen erfolgt die Anerkennung als Apotheker.
Apotheker, die nach den Vorschriften der Ausbildungsordnungen von 1934 beziehungsweise 1971 ausgebildet wurden, müssen zusätzlich eine Bescheinigung erbringen, die bestätigt, dass sie während der letzten fünf Jahre mindestens drei Jahre ununterbrochen pharmazeutisch gearbeitet haben.
EU-Richtlinie: Sprachkenntnis ist Voraussetzung
Nach Artikel 53 der Richtlinie 2005/36/EG ist es erforderlich, dass Antragsteller über die notwendige Sprachkenntnis für die Ausübung ihrer Berufstätigkeit im Aufnahmemitgliedstaat verfügen.
Gegebenenfalls kann es nach den ausländerrechtlichen Vorschriften des Aufnahmemitgliedstaats erforderlich sein, zusätzliche Genehmigungen (zum Beispiel eine Arbeitserlaubnis) zu beantragen. Dies sollte bei den dortigen zuständigen Behörden erfragt werden.
Seit dem 1. Juni 2002 sind bilaterale Verträge der EG mit der Schweiz über die Freizügigkeit in Kraft. Sie erfassen unter anderem auch die gegenseitige Anerkennung beruflicher Qualifikationen. Dies bedeutet, dass die Richtlinie 2005/36/EG auch für die Schweiz Anwendung findet und die Ausbildung als Apotheker gegenseitig anerkannt wird.
Anerkennung außerhalb der Staaten der EU und des EWR
Wird eine Tätigkeit außerhalb der Mitgliedsstaaten der EU und des EWR als Apotheker angestrebt, so besteht kein genereller Anspruch auf Erteilung der Berufserlaubnis. Die Entscheidung wird im Rahmen der Gleichwertigkeitsprüfung der Ausbildung und eines Ermessensspielraumes der Behörden des jeweiligen Landes gefällt. Häufig ist es erforderlich, dass der deutsche Apotheker bestimmte Prüfungen, Prüfungsabschnitte und ganze Examina absolvieren muss. Ob der dadurch entstehende unverhältnismäßig hohe Aufwand an Zeit und Kosten lohnt, sollte vorher genau abgewogen werden. Daneben werden in der Regel bestimmte Sprachnachweise gefordert, zum Beispiel der englische TOEFL-Test.
Anerkennung eines ausländischen Apothekerdiploms in Deutschland
Grundsätzlich ist für die Ausübung des Apothekerberufs in Deutschland eine Approbation oder Berufserlaubnis erforderlich (§ 2 Bundes-Apothe- kerordnung). Diese wird auf Antrag von den zuständigen Behörden erteilt.
Im Fall der vorübergehenden Dienstleistung (vergleiche Artikel 5 ff. der Richtlinie 2005/36/EG; denkbar zum Beispiel als Urlaubsvertretung in Apotheken) können Apotheker in Deutschland ihren Beruf ausüben, ohne vorher eine Approbation beantragt zu haben (§ 2 Absatz 2a,
§ 11a Bundes-Apothekerordnung). Der vorübergehende und gelegentliche Charakter der Erbringung von Dienstleistungen wird im Einzelfall beurteilt, insbesondere anhand der Dauer, der Häufigkeit, der regelmäßigen Wiederkehr und der Kontinuität der Dienstleistungserbringung. Vor der Aufnahme der Berufstätigkeit in Deutschland muß der Dienstleister der zuständigen Behörde unter Nachweis seiner rechtmäßigen Niederlassung in seinem Heimatstaat und Vorlage seines Ausbildungsnachweises schriftlich Meldung erstatten, die gegebenenfalls jährlich wiederholt werden muss. Während seiner Tätigkeit in Deutschland unterliegt der Dienstleister dem deutschen Berufsrecht.
Anerkennung der Apothekerdiplome bei Staatsbürgern der EU und des EWR
Apotheker, deren Ausbildung den Anforderungen auf Anerkennung der Ausbildung innerhalb der Mitgliedsstaaten der EU und des EWR nach der Richtlinie 2005/36/EG entspricht, haben - sofern sie auch die übrigen Voraussetzungen erfüllen - Anspruch auf Erteilung der Approbation und somit Zugang zur Ausübung des Apothekerberufes in Deutschland (§ 4 Abs. 1a Bundes-Apothekerordnung). Nach Vorlage des Ausbildungsdiploms bei der zuständigen Behörde auf Länderebene wird auf Antrag die Approbation als Apotheker erteilt. In Baden-Württemberg erteilt das Landesprüfungungsamt für Medizin und Pharmazie des Regierungspräsidiums Stuttgart die Approbation. Dem Antrag sind nach § 20 der Approbationsordnung für Apotheker noch weitere Unterlagen beizulegen.
Wenn Antragsteller Ausbildungen in Nicht-EU-Staaten absolviert haben, kann diese nach einer Gleichwertigkeitsprüfung ebenfalls anerkannt werden. Ist diese Anerkennung bereits von einem anderen Mitgliedstaat erfolgt, genügt der Nachweis einer ausreichenden Berufserfahrung in diesem Mitgliedstaat.
Kein Apothekengründungsrecht für ausländische Apotheker
Ausländische Apotheker dürfen allerdings keine neuen Apotheken gründen, sondern nur solche Apotheken übernehmen, die seit mindestens drei Jahren bestehen.
Anerkennung der eidgenössischen Apothekerausbildung
Seit dem 1. Juni 2002 sind bilaterale Verträge der EG mit der Schweiz über die Freizügigkeit in Kraft. Dies bedeutet, dass auch eidgenössische Apotheker-ausbildungen in Deutschland anerkannt werden.
Anerkennung des Apothekerdiploms bei Staatsbürgern von Ländern außerhalb der EU und des EWR
Die Richtlinie 2005/36/EG verleiht nur EU-Bürgern Ansprüche. Antragsteller aus anderen Staaten können sich nicht direkt auf sie berufen. Ein Anspruch auf Erteilung der Approbation als Apotheker besteht nach der Bundes-Apothekerordnung nur, wenn dies im öffentlichen Interesse liegt oder die Versagung eine außergewöhnliche Härte wäre.
Alternativ kommt die Erteilung einer Berufserlaubnis in Betracht. Die zuständige Behörde muss anhand objektiver Kriterien prüfen, ob die vom Antragssteller durchgeführte Ausbildung mit der deutschen Apothekerausbildung gleichwertig ist. Ist die Gleichwertigkeit nicht gegeben oder kann sie nicht angemessen festgestellt werden, wird der Antragssteller den gleichwertigen Ausbildungsstand durch eine Prüfung nachweisen müssen. Näheres ist bei den zuständigen Landesbehörden zu erfahren.
Bitte auswählen …Approbationsordnung für Apotheker (AappO)Bundesapothekerordnung (BApO)
Voraussetzung für die Ausbildung zu pharmazeutisch-technischen Assistenten (PTA) ist ein Realschul- oder gleichwertiger Abschluss. Daneben sollten gute schulische Leistungen in Mathematik und den naturwissenschaftlichen Fächern nachgewiesen worden sein. Manuelle Geschicklichkeit, die Fähigkeit zu sorgfältigem und verantwortungsvollem Arbeiten sind ebenso unerlässlich wie Kontaktfreude und Einfühlungsvermögen im Umgang mit kranken Menschen.
Auch praktische Übungen zur Untersuchung von Körperflüssigkeiten
An die Ausbildung in der PTA-Schule schließt sich die praktische Ausbildung in der Apotheke an. Die Bearbeitung ärztlicher Verschreibungen, Beschaffung von Informationen sowie Beratung von Patienten zur ordnungsgemäßen Anwendung und Aufbewahrung von Arzneimitteln und apothekenüblichen Waren gehört zu den Aufgaben einer zukünftigen PTA. Weiterhin werden die PTA mit der Prüfung von Arzneimitteln, Arznei- und Hilfsstoffen sowie der Herstellung von Arzneimitteln und deren Preisberechnung vertraut gemacht. Aber auch Kenntnisse über die für die Apotheke wichtigsten Rechtsvorschriften werden vermittelt.
Beruf darf nur mit staatlicher Anerkennung ausgeübt werden
Während der Ausbildung in der Apotheke ist ein Tagebuch zu führen. Die praktische Ausbildung endet mit der mündlichen Prüfung im Fach "Apothekenpraxis". Der Beruf der PTA darf nur mit staatlicher Anerkennung ausgeübt werden. Nach erfolgreich bestandener Prüfung wird diese Erlaubnis erteilt.
Nach dreijähriger Berufstätigkeit und Eingangsprüfung auch Studium möglich
Das Weiterbildungsinstitut PTA (WIpta) bietet berufsbegleitende Weiterbildungen, beispielsweise in Dermopharmazie oder Ernährung, an. Bei gegebener Zugangsvoraussetzung - dreijährige Berufstätigkeit und Bestehen einer Eingangsprüfung an der Universität beziehungsweise eines Probestudiums - steht es den PTA dann auch offen, ohne Abitur ein Studium der Pharmazie an einer Universität anzuschließen.
Bitte auswählen …Pharmazeutisch-technische/r Assistent/in
Bei der/m pharmazeutisch-kauffmännischen Assistenten (PKA) handelt es sich um einen staatlich anerkannten Ausbildungsberuf, der keiner gesetzlich vorgeschrieben Schulbildung als Zugangsvoraussetzung bedarf. Die Inhalte bauen jedoch auf dem Hauptschulabschluss auf. Eine gute Allgemeinbildung sowie gute Kenntnisse in Deutsch, Mathematik und den Naturwissenschaften sind Voraussetzung.
Pharmazeutisches und kaufmännisches Interesse sind ebenso wichtig wie Sorgfalt, Zuverlässigkeit und Teamfähigkeit. Die Ausbildungsdauer beläuft sich auf drei Jahre. Unter bestimmten Voraussetzungen, zum Beispiel aufgrund sehr guter Leistungen, kann sie auch verkürzt werden. Rechtsgrundlage für die Ausbildung ist die Verordnung über die Berufsausbildung zum/zur PKA aus dem Jahr 1993.
Duales Ausbildungsverhältnis parallel in Apotheke und Berufsschule
Die Ausbildung zur/m PKA erfolgt im dualen System, das heißt dass der Auszubildende in einer Apotheke praktisch ausgebildet wird und parallel dazu eine Berufsschule besucht. Das Ausbildungsverhältnis wird zwischen Apotheker und Auszubildenden schriftlich festgehalten.
Der Tätigkeitsschwerpunkt der PKA liegt im kaufmännisch-organisatorischen Bereich der Apotheke. Dementsprechend werden Kenntnisse unter anderem zur Warenwirtschaft, Bevorratung und Preisbildung, Lagerhaltung sowie zur Bearbeitung von Rechnungen und Umgang mit der EDV vermittelt. Darüber hinaus werden die Auszubildenden mit Zuarbeiten zur Herstellung, Prüfung und Abgabe von Arzneimitteln vertraut gemacht.
Zwischenprüfung zu Beginn des zweiten Ausbildungsjahres
Die praktische Ausbildung wird durch fachbezogenen Berufsschulunterricht ergänzt. Zu Beginn des zweiten Ausbildungsjahres wird in einer schriftlichen Zwischenprüfung der Ausbildungsstand der PKA-Schüler ermittelt. Vor der jeweiligen Landesapothekerkammer wird am Ende der Ausbildungszeit eine Abschlussprüfung abgelegt.
PKA mit Fachhochschulreife können Diplom-Ingenieur/in (FH) werden
Angebote zur späteren Fortbildung finden PKA bei den Landesapothekerkammern. Bei entsprechendem Bildungsabschluss haben PKA auch die Möglichkeit, sich zu PTA ausbilden zu lassen. Für ein Studium zur Diplom-Ingenieur/in (FH) mit Schwerpunkt Pharmatechnik oder Pharmazeutische Chemie ist die Fachhochschulreife notwendig. Wer eine Hochschulzugangsberechtigung hat, kann auch das Pharmaziestudium an einer Uni anstreben.
Bitte auswählen …Pharmazeutisch-kaufmännische/r Angestellte/r (PKA)
Der Pharmazieingenieur ist ein Berufsbild der ehemaligen DDR. Die Ausbildung konnte im Direkt- oder Fernstudium absolviert werden und setzte eine abgeschlossene Berufsausbildung voraus. Pharmazieingenieure gehören zum pharmazeutischen Personal und beraten und informieren die Patienten in der Apotheke über Arzneimittel beziehungsweise stellen Rezepturen her.
Pharmaingenieure arbeiten unter der Verantwortung eines Apothekers und dürfen diesen unter bestimmten Voraussetzung auch vertreten. Seit der Wiedervereinigung 1990 werden keine Pharmazieingenieure mehr ausgebildet.
Apothekerassistenten führen gleiche Tätigkeiten wie Pharmaingenieure aus
Apothekenassistenten, Apothekenfacharbeiter und Apothekenhelfer
Bitte auswählen …Apothekenassistent/inApothekenfacharbeiter/inApothekenhelfer/inPharmazeutisches PersonalPharmazieingenieur/in