Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=I%20ZR%2030/76
Timestamp: 2019-05-23 00:13:44
Document Index: 25371704

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 254', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 256', '§ 767', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 322', 'BGH', 'BGH', '§ 254', 'BGH', 'BGH', '§ 387', '§ 254', 'BGH', 'BGH']

BGH, 25.11.1977 - I ZR 30/76 - dejure.org
https://dejure.org/1977,260
BGH, 25.11.1977 - I ZR 30/76 (https://dejure.org/1977,260)
BGH, Entscheidung vom 25.11.1977 - I ZR 30/76 (https://dejure.org/1977,260)
BGH, Entscheidung vom 25. November 1977 - I ZR 30/76 (https://dejure.org/1977,260)
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Wirksamkeit einer fristlosen Kündigung eines Handelsvertretervertrags - Mitverschulden an der fristlosen Kündigung eines Vertrages - Pflichtwidriges Verhalten durch Gewährenlassen der eigenen Ehefrau - Voraussetzung eines wichtigen Kündigungsgrundes
NJW 1978, 544
MDR 1978, 384
WM 1978, 66
Der Kläger kann für den Fall, daß es in Zukunft beim Eintritt nicht vorhersehbarer Spätschäden zu einer Schmerzensgeldnachforderung kommt, durchaus ein Interesse daran haben, schon jetzt in einem unfallnahen Zeitpunkt eine rechtskräftige Entscheidung über den Haftungsgrund herbeizuführen, um diesen für die Zukunft dem Streit der Parteien zu entziehen (vgl. BGH, Urteil vom 25. November 1977 - I ZR 30/76 - NJW 1978, 544).
b) Außerdem müßte in einem solchen Feststellungsurteil wegen der Rechtskraftwirkung entschieden werden, ob der Kläger seinen Schaden im Sinne des § 254 BGB mitverschuldet hat und deshalb zumindest einen Schadensteil selbst tragen muß (BGH, Urt. v. 25. November 1977 - I ZR 30/76, NJW 1978, 544; v. 17. Oktober 1991 - IX ZR 255/90, NJW 1992, 307, 309, insoweit nicht abgedruckt in BGHZ 115, 382).
Die Feststellungsklage setzt in der Sache voraus, daß die Entstehung eines Schadens wahrscheinlich ist (BGH Urteile vom 25. November 1977 - I ZR 30/76 = NJW 1978, 544 und vom 19. November 1971 - I ZR 72/70 - NJW 1972, 198, vom 21. Oktober 1971 - II ZR 22/70 = ZZP 85 (1972), 245;… Zöller/Greger ZPO 19. Aufl. § 256 Rdn. 18).
Einwendungen gegen den Grund des Anspruchs dürfen hierbei nicht offenbleiben, weil sie in einem späteren Prozess der Parteien nicht neu i.S. des § 767 Abs. 2 ZPO wären und ihrer Berücksichtigung daher die Rechtskraft des Feststellungsurteils entgegenstünde (BGH, Urt. v. 25.11.1977 - I ZR 30/76, NJW 1978, 544).
Denn beim Erlaß eines Feststellungsurteils über den Grund des Anspruchs darf - anders als bei einem Grundurteil - nicht offenbleiben, ob der Kläger den Eintritt des Schadensereignisses mitverschuldet hat und deshalb einen Teil des ihm entstandenen Schadens selbst tragen muß (BGH, Urt. v. 25. November 1977 - I ZR 30/76, NJW 1978, 544; v. 14. Juni 1988 - VI ZR 279/87, VersR 1988, 1139; Senatsurt. v. 7. Juni 1988 - IX ZR 278/87, WM 1988, 1352, 1355).
Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs darf anders als beim Grundurteil im Feststellungsprozeß wegen der weitergehenden Rechtskraftwirkung eines Feststellungsurteils nicht offenbleiben, ob der Kläger den ihm entstandenen Schaden unter Mitverschuldensgesichtspunkten teilweise selbst tragen muß (BGH, Urt. v. 25. November 1977 - I ZR 30/76, NJW 1978, 544; v. 15. Juni 1982 - VI ZR 179/80, NJW 1982, 2257; v. 7. Juni 1988 - IX ZR 278/87, WM 1988, 1352, 1355).
Es reicht aus, daß die Entstehung eines zu ersetzenden Schadens wahrscheinlich ist (BGH, Urteil vom 25. November 1977 - I ZR 30/76 = NJW 1978, 544).
Ihm wären sämtliche Einwendungen zum Grund des Anspruchs, über die mitentschieden wäre (vgl. BGH Urteil vom 25. November 1977 aaO.; Senatsurteil BGHZ 103, 362, 365;… Baumbach/Lauterbach/Hartmann, aaO., Anm. 4 B zu § 322, "Feststellungsurteil", b aa), abgeschnitten.
Im Hinblick auf den Feststellungsantrag der Klägerin ist dem Senat insoweit nicht einmal ein Grundurteil gestattet (vgl. BGH, Urt. v. 25. November 1977 - I ZR 30/76, NJW 1978, 544).
Richtig ist, daß im Feststellungsverfahren über alle Einwendungen, die den Bestand des Klageanspruchs oder seine Durchsetzbarkeit berühren, abschließend zu entscheiden ist (vgl. BGH NJW 1978, 544 zu § 254 BGB) und die Parteien im Betragsverfahren auch mit solchen Einwendungen und diesen zugrundeliegenden Tatsachen ausgeschlossen sind, die im Feststellungsverfahren bereits bestanden haben, aber nicht vorgetragen worden sind (BGH NJW 1988, 2542, 2543 [BGH 10.03.1988 - VII ZR 8/87] zu § 387 BGB; 1989, 105, 106 zu § 254 Abs. 2 BGB).
BGH, 15.05.1979 - VI ZR 70/77
Ersatz von Vermögensschaden und Schmerzensgeld wegen eines …
BGH, 07.07.1978 - I ZR 126/76
LG Magdeburg, 14.05.1997 - 8 O 2343/96
BAG, 22.01.1981 - 3 AZR 219/78