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Timestamp: 2020-06-06 11:07:23
Document Index: 217009540

Matched Legal Cases: ['§32', '§34', '§227', '§228', '§904', '§229', '§859', '§127', '§34', '§10']

Posts by flea - Page 4 - WACHSCHUTZFORUM - Forum für Security und Wachschutz
Die BVG in Berlin hat Kamerasysteme, die Alarm schlägt, wenn verdächtige Bewegungen auf einem U-Bahnhof stattfinden. Das wird dem Menschen am Bildschirm angezeigt und der kann weitere Maßnahmen einleiten.
Unternehmen muss in manchen Fällen Rechtsanwaltskosten tragen
Urteil: Erstattung von Anwaltskosten durch Arbeitgeber nach dessen Strafanzeige | Rechtsindex
Kurzer Umriss: MA im GWT lässt Geldschein auf Echtheit prüfen. Anschließend gibt er den Schein in der Firma ohne Beleg ab. Kunde fragt ob des Verbleibs des Scheins, was nicht nachvollzogen werden kann. MA wird nicht befragt, sondern es wird direkt Strafanzeige erstattet. MA nimmt sich einen Anwalt, das Verfahren wird eingestellt, da der Schein wieder gefunden wird.
Die Firma muss nun die Anwaltskosten erstatten, weil sie den MA hätte befragen können und der SV sich so aufgeklärt hätte.
Darum: NIEMALS ohne Beleg arbeiten!
Polizeigewalt gegen Bürger
Das zweite Video ist ja der Hammer. Wie immer total aus dem Zusammenhang gerissen. Das ganze war zur Salafistendemo in Bonn, wo einer dieser Bande versuchte, drei Polizisten abzustechen.
Viele Informationen bekommt man schon in der deutschen Wikipedia: Sicherheitsdienst – Wikipedia
Dennoch beantworte ich dir gerne deine Fragen:
a) Die Berechtigungen des Sicherheitsmitarbeiters sind die Jedermannrechte. Sonderberechtigungen gibt es nur im Rahmen des Hausrechts. Relevante Paragrafen sind die folgenden:
§32 StGB - Notwehr (Abwehren eines Angriffes, Schutz vor strafrechtlicher Verfolgung)
§34 StGB - Rechtfertigender Notstand (Abwehren einer Gefahr, Schutz vor strafrechtlicher Verfolgung)
§227 BGB - Notwehr (Abwehren eines Angriffes, Schutz vor zivilrechtlichen Ansprüchen, Schadensersatz)
§228 BGB - (defensiver) Notstand (Abwehren einer Gefahr, Schutz vor zivilrechtlichen Ansprüchen, Schadensersatz)
§904 BGB - (aggressiver) Notstand (Abwehren einer Gefahr mit einer Beeinträchtigung fremder Rechtsgüter, Schutz vor zivilrechtlichen Ansprüchen, Schadensersatz)
§229 BGB - Selbsthilfe (Festnahmerecht bei zivilrechtlichen Ansprüchen)
§859 BGB - Selbsthilfe des Besitzers (Das klassische Hausrecht)
§127 (1) StPO - vorläufige Festnahme (Festnahmerecht bei beobachteten Straftaten)
Diese Rechte hat jeder Bürger in Deutschland, deshalb heißen sie Jedermannrechte.
b) Die Aufgaben sind sehr vielfältig. Im Prinzip die gesamte Bandbreite des Sicherheitsspektrums (Objektschutz, Werksschutz, Personenschutz, Brandschutz und noch vieles vieles mehr)
c) Werkzeuge sind in der Regel Funkgerät/Handy, in Bereichen mit viel Personenkontakt kann das auch mal ein Schlagstock oder auch Tierabwehrspray sein. Schusswaffen trägt man in Deutschland nur sehr sehr selten.
d) Jeder Beschäftigte im Sicherheitsdienst muss mindestens die Unterweisung nach §34a Gewerbeordnung besitzen. In besonders konfliktträchtigen Aufgabengebieten muss die Sachkundeprüfung abgelegt werden.
a) Probleme sind ganz traditionell die im Durchschnitt schlechte Bezahlung mit schlechten Arbeitsbedingungen. Hier gibt es viele Firmen, die die Mitarbeiter ausbeuten, aber auch das gegenteil ist wohl vorhanden. Weitere Probleme stellt die hohe Stundenbelastung dar, viele Mitarbeiter müssen regelmäßig mehr als 48 Stunden in der Woche arbeiten, obwohl das Arbeitszeitgesetz nur 48 Stunden im Durchschnitt erlaubt.
b) Der Lohn ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. In Berlin liegt der Mindestlohn bei 8,15€ pro Stunde (bis 31.12.2014). Ab 01.01.2015 liegt der Mindestlohn bei 8,60€ pro Stunde. In manchen Bundesländern gibt es allgemeinverbindliche Tarifverträge, an die sich jeder halten muss. Ein durchschnittlicher Sicherheitsmann bekommt also im Durchschnitt zwischen 1500 und 1900€ brutto. Der durchschnittliche Deutsche Verdienst liegt derzeit bei 2700€ im Monat.
c) Die öffentliche Wahrnehmung ist in weiten Teilen negativ. Die Meinung der Öffentlichkeit ist, dass die Sicherheitsbranche meist von Schulabbrechern und Taugenichtsen bearbeitet wird. Aktuell gibt es da besonders viele Berichte in der Presse.
d) Auf Arbeitgeberseite gibt es den "BDWS", der etwa 900 Sicherheitsfirmen vertritt. Auf Arbeitnehmerseite steht die Gewerkschaft ver.di, die die Interessen des Arbeiters schützen will. Schätzungen zufolge sind etwa 5% der 180.000 Sicherheitsmitarbeiter in der Gewerkschaft organisiert.
e) Das durchschnittliche Bildungsniveau lässt sich nicht ohne weiteres bestimmen. In der Branche arbeiten Schulabbrecher genauso wie Ingenieure oder Doktoren.
Ist keine Vereinbarung über den Arbeitsort im Arbeitsvertrag vorhanden, gilt der Firmensitz als regelmäßiger Arbeitsort.
Und da beißt sich die Katze in den Schwanz. Gem §10 SGB II ist jede Beschäftigung zumutbar, also auch diejenige, die 87km entfernt ist.
Du kannst zu deinem JC gehen und einem Umzug aufgrund der Arbeit beantragen. Geht in der Regel glatt durch.
Maskierte Räuber überfallen Sitz einer Werttransportfirma
B.Z. Berlin - Dreister Überfall auf Geldtransport-Firma
Darum ist es wichtig, immer, jederzeit wachsam zu sein. Bringt nix, wenn draußen der Finger am Abzug ist, während drinnen die Kohle vor dem Fenster gezählt wird.
Fragen zu Fa.City Schutz
JC Treptow Köpenick wird von Stolzenburg Security bewacht.
City Schutz ist eins von vielen Unternehmen, die auf Masse statt Klasse setzen.
Ermittlungen gegen DB-Security
Die Konzernsicherheit ist quasi dem Bahnvorstand direkt unterstellt, während DB Sicherheit eine eigenständige Firma ist. Die Konzernsicherheit erstellt Sicherheitskonzepte und -analysen und bestellt entsprechend DB Sicherheit für die geplanten Aufträge.
Referent Operations wird wohl eher der DB Konzernsicherheit untergeordnet sein. Das sind die tollen Leute, die die Sicherheitsmaßnahmen in die Theorie umsetzen
Der Einsatzleiter ist ein Einsatzleiter und der Qualitätsbeauftragte ist derjenige mit QM-Aufgaben. Zumindest war das in meinem Bereich so.
Doch, wurde sie. Das Spray ist zur Tierabwehr und somit waffenrechtlich legitim und von keiner Stelle zu genehmigen.
In meiner Zeit im Verein hatte ich mindestens jeden zweiten Tag "Kundschaft" mit Hund. Da ist man froh, das Zeug dabei zu haben.
Wachleiter, mach dir keine Sorgen. Das Spray ist natürlich nur zur Tierabwehr gedacht. Dass es in Notwehr auch gegen Menschen eingesetzt werden darf, ist bekannt.
Der MA DBS ist verpflichtet, sich nach Gebrauch von Pfeffer selbst anzuzeigen. Da Gef. KV ein Offizialsdelikt ist und die Polizei dem Legalitätsprinzip unterliegt, muss sie ermitteln.