Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BSG&Datum=15.08.2012&Aktenzeichen=B%206%20KA%2038/11%20R
Timestamp: 2019-10-18 20:34:03
Document Index: 379181923

Matched Legal Cases: ['§ 87', '§ 87', '§ 87', '§ 87', '§ 85', '§ 87', '§ 87', '§ 87', '§ 87', '§ 87', '§ 87', '§ 87', '§ 87', '§ 87', '§ 85', '§ 87', '§ 87', '§ 86', '§ 86']

BSG, 15.08.2012 - B 6 KA 38/11 R - dejure.org
https://dejure.org/2012,36330
BSG, 15.08.2012 - B 6 KA 38/11 R (https://dejure.org/2012,36330)
BSG, Entscheidung vom 15.08.2012 - B 6 KA 38/11 R (https://dejure.org/2012,36330)
BSG, Entscheidung vom 15. August 2012 - B 6 KA 38/11 R (https://dejure.org/2012,36330)
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§ 87b Abs 5 S 1 Halbs 2 SGB 5 vom 26.03.2007, § 87b Abs 5 S 4 SGB 5 vom 26.03.2007, § 87b Abs 5 S 5 SGB 5 vom 26.03.2007
Anfechtbarkeit gesonderter Feststellungen, Teilelemente und Vorfragen zur Bestimmung des vertragsärztlichen Honorars - Vier-Wochen-Frist in § 87b Abs 5 S 1 Halbs 2 SGB 5 ist eine Ordnungsfrist - Fortgeltung des bisherigen Regelleistungsvolumens nur bei nicht rechtzeitiger ...
SGB V § 85 Abs. 4 S. 9; SGB V § 87b Abs. 5
Zuweisung eines vertragsärztlichen Regelleistungsvolumens
Verspätete RLV-Bescheide sind gültig
Keine Fortgeltung des alten RLV bei verspäteter Zuweisung des neuen RLV
SG Düsseldorf, 06.04.2011 - S 33 KA 217/09
NZS 2013, 197
Diese Bewertung stehe nicht im Widerspruch zur Entscheidung des BSG vom 15.8.2012 (B 6 KA 38/11 R) .
Dem steht nicht die Rechtsprechung des Senats entgegen, nach der die Zuweisung des RLV ebenso wie andere Bemessungsgrundlagen für die Honorarfestsetzung gesondert durch Bescheid festgestellt werden können (vgl BSG Urteil vom 15.8.2012 - B 6 KA 38/11 R - SozR 4-2500 § 87b Nr. 1 RdNr 10 mwN) .
Wie der Senat bereits in einer Entscheidung vom 15.8.2012 (B 6 KA 38/11 R - SozR 4-2500 § 87b Nr. 1 RdNr 18 ff, 26) im Einzelnen dargelegt hat, handelt es sich bei der genannten Vier-Wochen-Frist jedoch um eine bloße Ordnungsfrist.
Ebenso wie im Falle der vorläufigen Fortgeltung eines höheren RLV aus dem Vorquartal (vgl dazu BSG Urteil vom 15.8.2012 - B 6 KA 38/11 R - SozR 4-2500 § 87b Nr. 1 RdNr 24) ist das Quartals-RLV auf dieser Grundlage pro rata temporis zu ermitteln.
Die Bewertung stehe nicht im Widerspruch zur Entscheidung des BSG vom 15.8.2012 (B 6 KA 38/11 R).
Die Bewertung des Senats steht nicht im Widerspruch zur Entscheidung des BSG vom 15. August 2012, B 6 KA 38/11 R.
Hierbei handelt es sich jedoch um eine reine Ordnungsfrist (BSG, Urteil vom 15. August 2012 - B 6 KA 38/11 R, Rn 26 bei juris), so dass diese Fristversäumnis nicht zur Unwirksamkeit der Zuweisung führte.
Das in die Honorarabrechnung eingestellte RLV ist ein Teilelement der Berechnung seines Honoraranspruchs (BSG, Urteil vom 15. August 2012, B 6 KA 38/11 R), auch wenn das RLV nach § 87b Abs. 5 SGB V dem Vertragsarzt bereits vor Beginn des Quartals außerhalb der Honorarabrechnung in Form eines Verwaltungsaktes mitgeteilt wird.
Zwar handelt es sich bei der RLV-Mitteilung um eine gesonderte Feststellung im Sinne der Entscheidung des BSG vom 15. August 2012, B 6 KA 38/11 R.
Die Bewertung des Senats stehe nicht im Widerspruch zur Entscheidung des BSG vom 15.8.2012 (B 6 KA 38/11 R) .
Wie der Senat bereits in seiner Entscheidung vom 15.8.2012 (B 6 KA 38/11 R - SozR 4-2500 § 87b Nr. 1 RdNr 18 ff, 26) im Einzelnen dargelegt hat, handelt es sich bei der genannten Vier-Wochen-Frist jedoch um eine bloße Ordnungsfrist.
Zahlungsansprüche aus einem zu einem späteren Zeitpunkt zugewiesenen höheren Regelleistungsvolumen sind rückwirkend zu erfüllen." Hierzu hat das BSG mit Urteil vom 15.08.2012 (B 6 KA 38/11 R - juris Rn. 10) entschieden: Die in § 87b Abs. 5 SGB V vorgeschriebene Zuweisung des RLV erfolgt in Form einer eigenständigen Regelung und stellt daher einen Verwaltungsakt dar, der unabhängig vom Honorarbescheid anfechtbar ist.
Aus der gesonderten Anfechtbarkeit folgt, dass ein Vertragsarzt, der die Zuweisung eines RLV hat bestandskräftig werden lassen, an diese Festsetzung gebunden ist und im nachfolgenden Honorarrechtsstreit nicht mehr deren Fehlerhaftigkeit geltend machen kann (so ausdrücklich BSG, Urteil vom 15.08.2012 - B 6 KA 38/11 R - juris Rn. 11).
Für die Klärung der Rechtmäßigkeit eines zugewiesenen RLV ist nur solange Raum und ein Rechtschutzbedürfnis gegeben, als die denselben Zeitraum betreffenden Honorarbescheide noch nicht bestandskräftig sind; dabei reicht es zur Verhinderung der Bestandskraft, wenn die KÄV erklärt hat, den Honorarbescheid an eine eventuell geänderte RLV-Festsetzung anzupassen (BSG, Urteil vom 15.08.2012 - B 6 KA 38/11 R - juris Rn. 11 ff.).
Vielmehr gilt: Hat ein Vertragsarzt die Zuweisung eines RLV bestandskräftig werden lassen, ist er an diese Festsetzung gebunden und kann im nachfolgenden Honorarrechtsstreit nicht mehr deren Fehlerhaftigkeit geltend machen (BSG, Urteil vom 15.08.2012 - B 6 KA 38/11 R - juris Rn. 11).
Denn hierbei handelt es sich um eine bloße Ordnungsfrist, um deren Einhaltung die KÄV pflichtgemäß besorgt sein muss, die aber keine Ausschlussfrist in dem Sinne darstellt, dass bei ihrem Verstreichen ein anderes oder gar kein RLV gilt (vgl. BSG, Urteil vom 15.08.2012 - B 6 KA 38/11 R - juris Rn. 26).
Für eine Fortgeltung des bisherigen RLV pro rata temporis (vgl. dazu BSG, Urteil vom Urteil vom 15.08.2012 - B 6 KA 38/11 R - juris Rn. 23 f.) ist daher kein Raum.
Wie der Senat bereits in seiner Entscheidung vom 15.8.2012 (BSG Urteil - B 6 KA 38/11 R - SozR 4-2500 § 87b Nr. 1 RdNr 18 ff, 26) im Einzelnen dargelegt hat, handelt es sich bei der genannten Vier-Wochen-Frist jedoch um eine bloße Ordnungsfrist.
Hierbei handelt es sich jedoch um eine reine Ordnungsfrist (BSG, Urteil vom 15. August 2012 - B 6 KA 38/11 R Rn 26 bei juris), so dass die Fristversäumnis nicht zur Unwirksamkeit der Zuweisung führt.
RLV-Zuweisungen treffen Regelungen zur Leistungshonorierung, die aus Gründen der Kalkulationssicherheit vorab getroffen werden sollen; die Wirkungen von RLV-Zuweisungen erschöpfen sich aber darin auch: Wenn ein Honorarbescheid bestandskräftig ist, kann die ihm zugrundeliegende RLV-Zuweisung nicht mehr gerichtlich überprüft werden (vgl BSG Urteil vom 15.8.2012 - B 6 KA 38/11 R - SozR 4-2500 § 87b Nr. 1 RdNr 11) .Gerade aber weil die Höhe des RLV für die Höhe des Gesamthonorars maßgebliche Bedeutung hat und immer auch den Honorarbescheid beeinflusst, kann die Korrektur von RLV-Bescheiden grundsätzlich nur nach denselben Maßstäben vorgenommen werden wie diejenige von Honorarbescheiden (BSG Urteil vom 2.8.2017 - B 6 KA 13/17 R - Juris RdNr 58;… vgl auch BSG Urteil vom 30.6.2004 - B 6 KA 34/03 R - BSGE 93, 69 = SozR 4-2500 § 85 Nr. 11 zur Korrektur von Degressionsbescheiden) .
Auch die Zuweisung des RLV ist gesondert anfechtbar (BSG Urteil vom 15.8.2012 - B 6 KA 38/11 R - SozR 4-2500 § 87b Nr. 1 RdNr 10, mwN) .
Voraussetzung ist dann aber, dass bezogen auf die streitbefangenen Quartale weder über die Festsetzung des RLV noch über die Festsetzung des Honorars bereits bestandskräftig entschieden worden ist; anderenfalls ist für die gesonderte Feststellung von Bemessungsgrundlagen kein Raum mehr (zu den Folgen der Bestandskraft des Honorarbescheides vgl bereits BSG Urteil vom 15.8.2012 - B 6 KA 38/11 R - SozR 4-2500 § 87b Nr. 1 = NZS 2013, 197, RdNr 10) .
LSG Berlin-Brandenburg, 24.11.2016 - L 24 KA 10/15
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SG Hamburg, 19.04.2017 - S 3 KA 155/12
SG Marburg, 26.10.2016 - S 12 KA 691/16
BSG, 23.10.2013 - B 6 KA 33/13 B
SG Marburg, 10.04.2013 - S 12 KA 860/11
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