Source: https://arbeitsinspektion.gv.at/Personengruppen/Werdende_und_stillende_Muetter/Mutterschutz.html
Timestamp: 2020-07-10 00:42:09
Document Index: 37723151

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 2', '§ 3', '§ 3', '§ 2', '§ 2', '§ 4', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 9', '§ 3', '§ 5', '§ 10', '§ 12', '§ 1', '§ 3', '§ 5', '§ 10']

Das Mutterschutzgesetz dient dem Schutz der Gesundheit werdender und stillender Mütter sowie dem Schutz des Kindes in ihrer Arbeitswelt. Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber müssen dafür sorgen, dass diese Schutzbestimmungen auch eingehalten werden. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Schwangerschaft der Arbeitgeberin bzw. dem Arbeitgeber bekanntgegeben wird.
Geltungsbereich Mutterschutzgesetz
Das Mutterschutzgesetz gilt für Frauen, die in einem privaten Dienstverhältnis stehen, für Heimarbeiterinnen, weibliche Lehrlinge und Vertragsbedienstete des Bundes. Seit 1. Jänner 2016 sind auch freie Dienstnehmerinnen teilweise vom Geltungsbereich des Mutterschutzgesetzes erfasst. Es gilt nicht für Landes- oder Gemeindebedienstete, es sei denn, sie sind in Betrieben des Landes oder der Gemeinde beschäftigt.
§ 1 und § 2 MSchG
Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber müssen die Schwangerschaft einer Mitarbeiterin dem Arbeitsinspektorat schriftlich melden. Die Meldung kann formlos erfolgen.
Eine Kopie dieser Meldung erhält die werdende Mutter. Eine betriebseigene Arbeitsmedizinerin oder ein betriebseigener Arbeitsmediziner ist ebenfalls davon zu verständigen.
§ 3 Abs. 6 MSchG
§ 3 Abs. 8 MSchG
Alle Frauenarbeitsplätze müssen von den Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern überprüft werden, ob an diesen Arbeitsplätzen Gefahren für die Schwangere oder die stillende Mutter bestehen, wenn sie dort weiter arbeitet.
§ 2a und § 2b MSchG
§ 4, § 6, § 7 und § 8 MSchG
Für Frauen, die keinen Karenzurlaub konsumieren, gelten Schutzbestimmungen bis 12 Wochen nach der Entbindung sowie während der Stillzeit.
§ 4a, § 5, § 6, § 7, § 8 und § 9 MSchG
§ 3 Abs. 1, § 5 Abs. 1 MSchG
Besteht Gefahr für Leben oder Gesundheit von Mutter oder Kind (unabhängig von der Art der Tätigkeit), dürfen werdende Mütter über die 8-Wochen-Frist hinaus nicht beschäftigt werden. Die Gründe für die Freistellung müssen bei Vorliegen bestimmter, in der Mutterschutzverordnung (MSchV) geregelter, medizinischer Indikationen durch ein Zeugnis einer Fachärztin oder eines Facharztes für Frauenheilkunde oder Innere Medizin bestätigt werden, bei Vorliegen anderer medizinischer Indikationen durch ein Zeugnis einer Amts- oder Arbeitsinspektionsärztin oder eines Amts- oder Arbeitsinspektionsarztes. Dazu sind Befunde der jeweiligen Fachärztinnen und Fachärzte notwendig.
§ 10 und § 12 MSchG
Für freie Dienstnehmerinnen gelten folgende Regelungen im Mutterschutzgesetz:
Die Schwangerschaft muss der Arbeitgeberin oder dem Arbeitgeber bekannt gegeben werden, diese oder dieser muss die Schwangerschaft an das Arbeitsinspektorat melden.
Keine Beschäftigung nach der Entbindung zwölf Wochen lang mit bestimmten Arbeiten wie Heben schwerer Lasten, überwiegendes Arbeiten im Stehen, Arbeiten, bei denen die Gefahr einer Berufserkrankung gegeben ist, oder Arbeiten unter Einwirkung von gesundheitsgefährdenden Stoffen.
§ 1 Abs. 5, § 3, § 5 Abs. 1 und Abs. 3 sowie § 10 Abs. 8 MSchG
Mutterschutzbestimmungen (PDF, 0,1 MB)
Mutterschutzevaluierung (PDF, 0,1 MB)
Mutterschutz an Bedienungstheken (PDF, 0,2 MB)
Mutterschutz bei der beruflichen Betreuung von Kindern (PDF, 0,2 MB)
Beschäftigungsverbote werdender Mütter auf Grund von Infektionskrankheiten (PDF, 0,1 MB)
Mutterschutz bei Zahnärztinnen und Zahnarztassistentinnen (PDF, 0,2 MB)
Mutterschutz in Nagelstudios (PDF, 0,2 MB)
Mutterschutz bei Tierärztinnen (PDF, 0,2 MB)