Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BSG&Datum=08.08.2018&Aktenzeichen=B%206%20KA%2026/17%20R
Timestamp: 2019-12-14 14:02:53
Document Index: 82624185

Matched Legal Cases: ['§ 87', '§ 87', '§ 87', '§ 87', '§ 87', '§ 87']

BSG, 08.08.2018 - B 6 KA 26/17 R - dejure.org
https://dejure.org/2018,33593
BSG, 08.08.2018 - B 6 KA 26/17 R (https://dejure.org/2018,33593)
BSG, Entscheidung vom 08.08.2018 - B 6 KA 26/17 R (https://dejure.org/2018,33593)
BSG, Entscheidung vom 08. August 2018 - B 6 KA 26/17 R (https://dejure.org/2018,33593)
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Vergütung für Laborleistungen der Abschnitte 32.2 und 32.3 des EBM-Ä; Quotierung von Leistungen; Begriff der "übermäßigen Ausdehnung"; Honorarbegrenzende Maßnahmen
Vergütung vertragsärztlicher Leistungen des Allgemein- und Speziallabors
SGB V § 87b Abs. 4 ; SGB V § 87b Abs. 2 S. 1
S. MVZ T. GmbH ./. KÄV Rheinland-Pfalz, 1 Beigeladene
SG Mainz, 01.02.2017 - S 8 KA 174/16
NZS 2019, 197
Die KÄVen dürfen - im Benehmen mit den Verbänden der Krankenkassen - seit 2012 die Honorarverteilung wieder weitgehend nach eigenen Präferenzen gestalten, wobei nach § 87b Abs. 4 Satz 2 und 3 SGB V Vorgaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KÄBV) zu beachten sind (vgl. BSG, Urteil vom 8. August 2018, B 6 KA 26/17 R, juris).
Auch der in § 87b Abs. 2 Satz 1 SGB V verwendete Begriff der "übermäßigen Ausdehnung" ist nicht allein arztindividuell, sondern fachgruppenbezogen zu verstehen (BSG, Urteil vom 8. August 2018, B 6 KA 26/17 R, juris).
Die KÄVen dürfen - im Benehmen mit den Verbänden der Krankenkassen - seit 2012 die Honorarverteilung wieder weitgehend nach eigenen Präferenzen gestalten, wobei nach § 87b Abs. 4 S 2 und 3 SGB V Vorgaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KÄBV) zu beachten sind (vgl BSG Urteil vom 8.8.2018 - B 6 KA 26/17 R - zur Veröffentlichung vorgesehen für SozR) .
BSG, 11.09.2019 - B 6 KA 3/19 B
Vergütung für Laborleistungen
In dem Urteil vom 8.8.2018 ( B 6 KA 26/17 R - juris, zur Veröffentlichung in SozR 4-2500 § 87b Nr. 17 vorgesehen) hat der Senat entschieden, dass die Leistungen für Laboratoriumsuntersuchungen nach dem Kapitel 32 EBM-Ä einer Quotierung zugänglich sind.
In der Entscheidung vom 8.8.2018 (B 6 KA 26/17 R - Juris RdNr 27 - zur Veröffentlichung in SozR vorgesehen) wurde die Rechtmäßigkeit der Quotierung von Laborleistungen der Abschnitte 32.2 und 32.3 EBM-Ä nicht in Frage gestellt, obwohl es in den streitgegenständlichen Quartalen keine Mindestquote gab.
Der Umstand, dass im Honorarverteilungsmaßstab keine Mindestquote verankert ist, ist rechtlich gleichfalls nicht zu beanstanden; das Gebot der Kalkulationssicherheit stellt insofern nur ein relatives Ziel dar (BSG, Urteil vom 08.08.2018 - B 6 KA 26/17 R -).
Selbiges stellt unter der Geltung einer begrenzten Gesamtvergütung nur ein "relatives" Ziel dar, das im Übrigen nicht "isoliert" und zu Lasten anderer Arztgruppen verwirklicht werden kann (BSG, Urteil vom 19.08.2015 - B 6 KA 34/14 R -, Urteil vom 08.08.2018 - B 6 KA 26/17 R -, beide in juris).
Selbiges stellt unter der Geltung einer begrenzten Gesamtvergütung nur ein "relatives" Ziel dar, das im Übrigen nicht "isoliert" und zu Lasten anderer Arztgruppen verwirklicht werden kann (BSG, Urteil vom 19.08.2015 - B 6 KA 34714 R -, Urteil vom 08.08.2018 - B 6 KA 26/17 R, in juris).