Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_20080410_OGH0002_0090OB00018_08Z0000_000&IncludeSelf=True
Timestamp: 2020-01-25 20:59:22
Document Index: 87080873

Matched Legal Cases: ['OGH', '§851', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§288', '§312', '§1460', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 312', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§169', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 510', '§ 502', 'OGH', 'OGH']

RIS - Rechtssätze und Entscheidungstext 9Ob18/08z - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 7Ob650/56 1Ob29/80 1Ob7...
RS0049554
7Ob650/56; 1Ob29/80; 1Ob703/83; 8Ob626/84; 1Ob583/85; 1Ob6/89; 7Ob628/89; 7Ob686/89; 7Ob701/89; 1Ob38/92 (1Ob39/92); 1Ob512/96; 1Ob53/97v; 6Ob230/98m; 1Ob13/99i; 9Ob26/00i; 7Ob271/01f; 1Ob295/03v; 7Ob239/04d; 10Ob18/05b; 9Ob18/08z; 4Ob94/08i; 9Ob46/10w; 1Ob100/13g; 8Ob39/13p; 4Ob253/16h; 1Ob14/17s; 9Ob77/17i; 4Ob53/18z; 3Ob40/18f; 5Ob57/18w; 4Ob21/19w; 6Ob107/19g
ABGB §851 Abs2
Der Mappendarstellung kommt nicht die Bedeutung einer bücherlichen Eintragung zu. Sie ist nur dazu bestimmt, die Lage der Liegenschaften zu veranschaulichen.
7 Ob 650/56
Entscheidungstext OGH 09.01.1957 7 Ob 650/56
1 Ob 703/83
Entscheidungstext OGH 10.10.1983 1 Ob 703/83
Veröff: SZ 56/141
1 Ob 583/85
Entscheidungstext OGH 22.05.1985 1 Ob 583/85
1 Ob 6/89
Entscheidungstext OGH 05.04.1989 1 Ob 6/89
Veröff: SZ 62/59
7 Ob 686/89
Entscheidungstext OGH 09.11.1989 7 Ob 686/89
Beisatz: Das Vertrauen auf die Darstellung der Grenze wird daher nicht geschützt. Maßgeblich ist der in der Natur festzustellende Verlauf. (T1)
7 Ob 701/89
Entscheidungstext OGH 25.01.1990 7 Ob 701/89
Auch; Beisatz: Maßgeblich sind nicht die Papiergrenzen, sondern die Naturgrenzen. (T2)
Veröff: RZ 1990/65 S 150
Vgl auch; Beis wie T1; Beis wie T2; Beisatz: Maßgeblich ist der in der Natur festzustellende Verlauf der Grenzen. Solche "natürlichen Grenzen" können in den Almregionen und im Gebirge beispielsweise ein Grat (Wasserscheide), ein Bach in der Talsohle oder, wie der Kläger im Verfahren erster Instanz selbst noch vorgebracht hat, sonstige auffällige Gegebenheiten in der Natur (Felsen, Bäume, Berggipfel, Bergrücken, unterschiedliche Kulturgattungen, Schlucht usw) bilden. Die Frage der rechtlichen Beurteilung der Mappengrenzen gehört zur rechtlichen Beurteilung. (T3)
1 Ob 13/99i
Entscheidungstext OGH 29.06.1999 1 Ob 13/99i
nur: Die Mappendarstellung ist nur dazu bestimmt, die Lage der Liegenschaft zu veranschaulichen. (T4)
Beisatz: Die Grundbuchsmappe macht daher keinen Beweis über die Größe und die Grenzen der Grundstücke. (T5)
9 Ob 26/00i
Entscheidungstext OGH 12.07.2000 9 Ob 26/00i
7 Ob 271/01f
Entscheidungstext OGH 07.12.2001 7 Ob 271/01f
1 Ob 295/03v
Entscheidungstext OGH 12.08.2004 1 Ob 295/03v
Auch; Veröff: SZ 2004/120
Auch; Beis wie T1; Beis wie T2; Beis wie T5
9 Ob 46/10w
Entscheidungstext OGH 27.04.2011 9 Ob 46/10w
8 Ob 39/13p
Entscheidungstext OGH 28.10.2013 8 Ob 39/13p
Auch; Beisatz: Für den Grenzverlauf ist nicht die Grundbuchsmappe, sondern der Wille der Parteien, der sich vor allem in sichtbaren „natürlichen Grenzen“ manifestieren kann, entscheidend. (T6)
4 Ob 253/16h
Entscheidungstext OGH 20.12.2016 4 Ob 253/16h
Auch; Beis wie T1; Beisatz: Gilt nicht, wenn die betroffene Grenze im Grenzkataster eingetragen ist. (T7)
4 Ob 53/18z
Entscheidungstext OGH 22.03.2018 4 Ob 53/18z
3 Ob 40/18f
Entscheidungstext OGH 21.03.2018 3 Ob 40/18f
Beis wie T1; Beis wie T2; Beis wie T7
Beis wie T1; nur T4
4 Ob 21/19w
Entscheidungstext OGH 25.04.2019 4 Ob 21/19w
Beis wie T2; Beis wie T4; Beisatz: Für die Maßgeblichkeit der Naturgrenzen kommt es auf deren Akzeptanz durch die Parteien nicht an. (T8)
6 Ob 107/19g
Entscheidungstext OGH 24.10.2019 6 Ob 107/19g
Auch; Beisatz: Hier: Dies gilt auch für die digitale Katastermappe. (T9)
ECLI:AT:OGH0002:1957:RS0049554
JJR_19570109_OGH0002_0070OB00650_5600000_002
Rechtssatz für 7Ob214/71 (7Ob215/71) 6O...
RS0009792
7Ob214/71 (7Ob215/71); 6Ob70/75; 4Ob609/75 (4Ob610/75); 3Ob516/78; 8Ob508/79; 1Ob7/80; 6Ob600/82; 1Ob720/82; 1Ob502/83; 7Ob528/86; 7Ob1735/95; 9Ob2020/96s; 1Ob512/96; 1Ob229/97a; 2Ob104/98b; 1Ob75/06w; 9Ob18/08z; 5Ob36/10w; 9Ob64/09s; 2Ob11/10x; 7Ob180/10m; 1Ob177/11b; 6Ob63/13b; 3Ob24/14x; 1Ob137/14z; 1Ob38/15t; 1Ob10/15z; 10Ob14/15d; 1Ob98/15s; 1Ob168/16m; 4Ob21/19w
ABGB §288
ABGB §312
ABGB §1460
Die Ersitzung des Eigentumsrechtes setzt Alleinbesitz voraus (Klang Komm VI, 577; GlUNF 5319 und 5920). Das Abmähen des Grases einer Wegparzelle genügt jedenfalls nicht für die Annahme eines Alleinbesitzes.
7 Ob 214/71
Entscheidungstext OGH 15.12.1971 7 Ob 214/71
Veröff: SZ 44/190
6 Ob 70/75
Entscheidungstext OGH 04.09.1975 6 Ob 70/75
4 Ob 609/75
Entscheidungstext OGH 04.11.1975 4 Ob 609/75
Beisatz: Wohl aber die Vornahme aller "bäuerlichen Nutzungen" wie Weidenlassen, Mähen, Heuen, Rünsten, Laubsammeln, Aufforsten und im Rahmen des möglichen Holzschlägern. (T1)
3 Ob 516/78
Entscheidungstext OGH 21.02.1979 3 Ob 516/78
8 Ob 508/79
Entscheidungstext OGH 10.05.1979 8 Ob 508/79
nur: Die Ersitzung des Eigentumsrechtes setzt Alleinbesitz voraus. (T2)
1 Ob 7/80
Entscheidungstext OGH 30.04.1980 1 Ob 7/80
6 Ob 600/82
Entscheidungstext OGH 31.03.1982 6 Ob 600/82
1 Ob 720/82
Entscheidungstext OGH 15.09.1982 1 Ob 720/82
Auch; nur T2; Beisatz: hier: Benützung eines Gewässerteils durch Errichtung einer Bootshütte. (T3)
7 Ob 528/86
Entscheidungstext OGH 03.04.1986 7 Ob 528/86
7 Ob 1735/95
Entscheidungstext OGH 10.01.1996 7 Ob 1735/95
nur T2; Beisatz: Hingegen erfordert die Ersitzung von Wegdienstbarkeiten nicht den ausschließlichen Besitz des Ersitzungsbesitzers an der (dienenden) Sache. (T4)
9 Ob 2020/96s
Entscheidungstext OGH 16.10.1996 9 Ob 2020/96s
Beisatz: Wohl aber das Befahren und Ausmähen eines Weges. (T5); Beisatz: Hier: Des ganzen Weges bei Miteigentumsanteilen. (T6)
Auch; Beisatz: Das bloße Weiden von Tieren auf dem Weggrundstück, dessen Düngung und dessen Abmähen bringen dessen Inanspruchnahme durch den Eigentümer noch nicht sinnfällig zum Ausdruck, weil eine solche "Bewirtschaftung" auch von einem Servituts- oder aufgrund eines Vertrags Nutzungsberechtigten vorgenommen werden kann. (T7) Veröff: SZ 69/187
1 Ob 229/97a
Entscheidungstext OGH 14.10.1997 1 Ob 229/97a
2 Ob 104/98b
Entscheidungstext OGH 25.05.1998 2 Ob 104/98b
1 Ob 75/06w
Entscheidungstext OGH 11.07.2006 1 Ob 75/06w
Auch; Beis wie T7; Beisatz: Die Bewirtschaftung in Form einer Weide muss noch nicht sinnfällig einen Eigentumsanspruch zum Ausdruck bringen, zumal eine derartige Nutzung auch im Rahmen einer Servitut oder einer vertraglichen Übereinkunft erfolgen kann. (T8)
5 Ob 36/10w
Entscheidungstext OGH 27.05.2010 5 Ob 36/10w
Vgl auch; Beisatz: Die Besitzausübung muss die volle Zugehörigkeit der Sache zum Ausübenden sichtbar zum Ausdruck bringen. Typische Arten der Ausübung des Sachbesitzes an unbeweglichen Sachen sind das Betreten, Verrainen, Einzäunen, Bezeichnen oder Bearbeiten (§ 312 ABGB). (T9); Beisatz: Die Rechtsprechung nimmt bei geringer Bewirtschaftungsintensität in der Regel bloß die Ersitzung einer Grunddienstbarkeit an. (T10); Beisatz: Der mit der Nutzung als „Obstgarten“ ausgeübte Rechtsinhalt lässt sich noch nicht sinnfällig als Inanspruchnahme eines Rechts durch den Eigentümer bewerten, weil eine solche „Bewirtschaftung“ auch von einem Servituts‑ oder aufgrund eines Vertrags Nutzungsberechtigten vorgenommen werden kann. (T11)
9 Ob 64/09s
Entscheidungstext OGH 30.06.2010 9 Ob 64/09s
nur T2; Beis wie T9; Beisatz: Die Besitzausübung dritter Personen muss erkennbar ausgeschlossen sein. (T12); Auch Beis wie T5; Beisatz: Hier: Errichtung und Instandhaltung des Wegs auf eigene Kosten, regelmäßiges Befahren des Wegs unter anderem zur Durchführung von Heu‑ und Viehtransporten, Gestattung der entgeltlichen oder unentgeltlichen Benützung des Wegs durch Dritte und Aufstellen einer Fahrverbotstafel, reichen als im Vertrauen auf die Gültigkeit eines Kaufvertrags gesetzte Besitzhandlungen in ihrer Gesamtheit aus, um das Wesen der vollen Zugehörigkeit der Sache nach außen (insbesondere für den benachbarten Beklagten) sichtbar zum Ausdruck zu bringen. (T13); Beisatz: Es ändert auch nichts am uneingeschränkten Sachbesitz des Klägers, wenn dieser dem Beklagten durch Einräumung eines Fahrrechts die Ausübung von Rechtsbesitz ermöglicht hat. (T14); Veröff: SZ 2010/142
7 Ob 180/10m
Entscheidungstext OGH 19.01.2011 7 Ob 180/10m
nur T2; Beis wie T1; Beis wie T9
6 Ob 63/13b
Entscheidungstext OGH 08.05.2013 6 Ob 63/13b
Vgl auch; Beis wie T9; Beisatz: Hier: Die einmalige Errichtung eines Kanals und die zweimalige Einräumung von Zufahrtsrechten über die Fläche in einem Zeitraum von fast 20 Jahren reicht für die Ersitzung des Eigentumsrechts nicht aus. (T15)
3 Ob 24/14x
Entscheidungstext OGH 25.06.2014 3 Ob 24/14x
1 Ob 137/14z
Entscheidungstext OGH 22.10.2014 1 Ob 137/14z
Vgl; Beis wie T1; Beisatz: Die Jagdausübung ist keine taugliche Besitzergreifungshandlung; dies auch dann nicht, wenn die Flächen nicht land- oder forstwirtschaftlich genutzt werden können. (T16)
Beisatz: 2. Rechtsgang zu 1Ob177/11b. (T17)
Vgl auch; Beis wie T1; Beis wie T17
10 Ob 14/15d
Entscheidungstext OGH 19.05.2015 10 Ob 14/15d
Vgl auch; Beis wie T9; Veröff: SZ 2015/116
1 Ob 168/16m
Entscheidungstext OGH 20.12.2016 1 Ob 168/16m
nur T2; Beis ähnlich T9 nur: Die Besitzausübung muss die volle Zugehörigkeit der Sache zum Ausübenden sichtbar zum Ausdruck bringen. (T18);
Beisatz: Hier: Ersitzungszeit hinsichtlich öffentlichen Wasserguts vor dem 1.11.1934 (Inkrafttreten des WRG) abgeschlossen. (T19)
ECLI:AT:OGH0002:1971:RS0009792
JJR_19711215_OGH0002_0070OB00214_7100000_001
Rechtssatz für 7Ob239/04d 9Ob18/08z 4O...
RS0119746
7Ob239/04d; 9Ob18/08z; 4Ob51/15a; 8Ob59/17k
Geo §169
Wird eine Urkunde (hier: Plan) als integrierender Bestandteil eines Urteils aufgenommen, so ist in dem Urteil alles festgestellt, was sich aus dem Plan ergibt und Gegenstand des Verfahrens war.
8 Ob 59/17k
Entscheidungstext OGH 29.06.2017 8 Ob 59/17k
Vgl auch; Beisatz: Die Beschreibung von Wegerechten durch Bezugnahme auf einen Lage oder Vermessungsplan oder auf eine Skizze, die zum Gegenstand des Urteilsspruchs gemacht werden, ist zulässig. (T1)
ECLI:AT:OGH0002:2005:RS0119746
JJR_20050216_OGH0002_0070OB00239_04D0000_001
Entscheidungstext 9Ob18/08z
9Ob18/08z
Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Vizepräsidenten des Obersten Gerichtshofs Dr. Rohrer als Vorsitzenden und die Hofräte des Obersten Gerichtshofs Dr. Spenling, Dr. Hradil, Dr. Hopf und Dr. Kuras als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Parteien 1) Josef K*****, 2) Johann K*****, 3) Franz K*****, 4) Susanne K*****, 5) Sabine K*****, alle *****, vertreten durch Dr. Klaus Dengg ua, Rechtsanwälte in Zell am Ziller, gegen die beklagte Partei Z***** G***** GmbH & Co KG, *****, vertreten durch Dr. Axel Fuith, Rechtsanwalt in Innsbruck, wegen Löschung, Entfernung und Wiederherstellung, Unterlassung, Zahlung sowie Feststellung (Gesamtstreitwert 325.200 EUR), über die außerordentliche Revision der klagenden Parteien gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Innsbruck als Berufungsgericht vom 20. Dezember 2007, GZ 2 R 213/07a-45, den Beschluss
Die behaupteten Mängel des Berufungsverfahrens bzw eine Aktenwidrigkeit des Berufungsurteils liegen nicht vor (§ 510 Abs 3 ZPO). Lediglich ergänzend ist hiezu auszuführen: Wird eine Urkunde (hier: ein Vermessungsplan) als integrierender Bestandteil eines Urteils aufgenommen, so ist in dem Urteil alles festgestellt, was sich aus dem Plan ergibt und Gegenstand des Verfahrens war (RIS-Justiz RS0119746). Wenn nur das Berufungsgericht aus diesem Vermessungsplan im Rahmen der Beweiswürdigung ausführte, dass die natürliche Grenze durch einen Steilabfall südlich des strittigen Grundstücks 1037/4 gebildet wird, liegt darin weder eine Ergänzung der Feststellungen noch eine Aktenwidrigkeit. Richtig ist zwar, dass das Berufungsgericht die Feststellungen des Erstgerichts über den Grenzverlauf im strittigen Bereich als „zumindest vertretbar" bezeichnete; es setzte sich aber dennoch mit der Beweisrüge der Kläger auseinander und übernahm letztlich die Feststellungen des Erstgerichts als unbedenklich.
Zur Rechtsrüge: Auch die Vorinstanzen gehen von der Rechtsprechung aus, nach der der Mappendarstellung nicht die Bedeutung einer bücherlichen Eintragung zukommt und diese nur dazu bestimmt ist, die Lage der Liegenschaften zu veranschaulichen (RIS-Justiz RS0049554) und - ohne Eintragung im Grenzkataster - die Grundbuchsmappe nur den Charakter eines Beweismittels hat (RIS-Justiz RS0049559). Diesem Umstand trug das Erstgericht schon mit der Feststellung Rechnung, dass sich die Papiergrenze „in der Umgebung" der natürlichen Grenze zwischen den Grundstücken 1038/1 und 1039 einerseits und 1037/1 andererseits befindet, die im strittigen Bereich durch einen felsigen Steilabfall gebildet wird (S 20, 21 in ON 40).
Während die soeben behandelte - und von den Vorinstanzen richtig gelöste - Frage der Mappengrenzen zur rechtlichen Beurteilung gehört, ist die Frage, wo die natürliche Grenze zwischen den Grundstücken der Parteien verläuft, eine Frage der Würdigung aller Beweise einschließlich der Kataster- und Grundbuchsmappe sowie eine Frage der Feststellung von Tatsachen, die durch den Obersten Gerichtshof nicht mehr überprüft werden kann (6 Ob 230/98m). Eine derart unzulässige Beweisrüge versuchen die Kläger aber einzubringen, wenn sie behaupten, dass nicht der südlich des strittigen Grundstücks 1037/4 (Talstation) gelegene Steilabfall, sondern der nördlich davon gelegene „Samweg" die natürliche Grenze bilden soll. Auf dieses Argument ist daher nicht weiter einzugehen.
Das Berufungsgericht hat mit jedenfalls vertretbarer Auffassung auch die Eigentumsersitzung der strittigen Grundstücksfläche durch Betreiben einer Viehweide verneint. Zutreffend verweist das Berufungsgericht auf die Judikatur (1 Ob 512/96), nach der die Bewirtschaftung in Form einer Weide noch nicht sinnfällig einen Eigentumsanspruch zum Ausdruck bringen muss, zumal eine derartige Nutzung auch im Rahmen einer Servitut oder einer vertraglichen Übereinkunft erfolgen kann. Für letztere Annahme spricht im Übrigen die Feststellung, dass auch die Eigentümer der westlich gelegenen Grundstücke die strittige Fläche zu Weidezwecken nutzten (S 22 in ON 40).
Mangels Geltendmachung einer erheblichen Rechtsfrage im Sinn des § 502 Abs 1 ZPO erweist sich die Revision der Kläger daher als unzulässig.
E87160 9Ob18.08z
ECLI:AT:OGH0002:2008:0090OB00018.08Z.0410.000
JJT_20080410_OGH0002_0090OB00018_08Z0000_000