Source: http://www.asyl.net/rechtsgebiete/asylverfahrens-und-prozessrecht/beweisrecht-und-glaubwuerdigkeit/browse/3.html
Timestamp: 2018-01-18 21:35:40
Document Index: 170392764

Matched Legal Cases: ['§ 60', '§ 60', '§ 60', '§ 60', 'Art. 16', '§ 60', '§ 60']

Zur Verwertbarkeit klinischer Gutachten. Krankheitsbedingtes Abschiebungsverbot nach § 60 Abs. 7 S. 1 AufenthG wegen PTBS, Suizidgefahr.
Urteil vom 14.09.2010 - 1 K 445/10.TR
: 1 K 445/10.TR
Bericht vom 14.09.2010: ""
In der Person der Klägerin liegt ein zielstaatsbezogenes Abschiebeverbot im Sinne von § 60 Abs. 7 Satz 1 AufenthG vor, denn es ist davon auszugehen, dass die Klägerin an einer posttraumatischen Belastungsstörung leidet. Zu dieser Schlussfolgerung kommt der Sachverständige ... - Psychotherapie und Ergotherapeut - in seinem psychologischen Fachgutachten vom 23. September 2008 und seiner ergänzenden psychologischen Stellungnahme vom 16. April 2009, welche sich auf eine mehrstündige Exploration der Klägerin mit ausführlicher Anamnese und detaillierte Beobachtung des Verhaltens der Klägerin unter Anwendung klinisch-diagnostischer Instrumente stützt. Aufgrund der plausiblen und nachvollziehbaren Feststellungen des Gutachters ist das Gericht von der Richtigkeit seiner Ausführungen überzeugt. Der Gutachter stützt seinen Befund auf das Verhalten der Klägerin, ihre psychischen Symptome, die körperlichen Anzeichen, die sie geschildert hat, sowie die Testergebnisse (PDS-Test, Auswertung...weiterlesen...
: 4 K 2514/09.A
Losgelöst von der mangelnden Glaubwürdigkeit des Klägers und der Glaubhaftigkeit seines Vortrags ist seinem Vorbringen auch nicht zu entnehmen, dass er einer politischen Verfolgung ausgesetzt war. Auch unter Berücksichtigung der Richtlinie 2004/83/LG des Rates vom 29. April 2004 (Qualifikationsrichtlinie) besteht kein Abschiebungsverbot i.S.d. § 60 Abs. 1 AufenthG. § 60 Abs. 1 AufenthG entspricht hinsichtlich der Anerkennungsvoraussetzungen im wesentlichen Art. 16 a Abs. 1 GG, allerdings ist der Schutzbereich weiter gefasst und umfasst auch eine Verfolgung durch "nichtstaatliche Akteure". Auch wenn man davon ausgeht, dass gläubige Moslems Homosexualität verurteilen, sind keine Berichte über massive Bedrohungen marokkanischer Homosexueller durch Mitbürger bekannt. Insbesondere in Tanger, dem Wohnort des Klägers in den letzten zwei Jahren, ist Homosexualität kein Tabu. Vielmehr können dort Gleichgeschlechtliche seit Jahren ohne Probleme zusammenleben. Marokko galt und gilt als...weiterlesen...
: 2 K 20046/08 Me
Bericht vom 10.08.2010: ""
2. [...] Die von der Klägerin in Bezug genommene Rechtsprechung und neuen Beweismittel sowie die mittlerweile ergangene obergerichtliche Rechtsprechung führen zu einer gegenüber der Sach- und Rechtslage im Zeitpunkt des Urteils vom 06.05.2004 (2 K 20138/01.Me) günstigeren Entscheidung. Als armenische Volkszugehörige aus Aserbaidschan ist sie in Aserbaidschan von Verfolgung bedroht. Der Klägerin steht ein Anspruch auf Feststellung der...weiterlesen...
: 11 ZB 10.30187
Dem Antrag des Klägers, die Berufung gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts vom 18. März 2010 insoweit zuzulassen, "als die Klage hinsichtlich der Feststellung eines Abschiebungsverbotes nach § 60 Abs. 7 AufenthG abgewiesen wurde", war insoweit zu entsprechen, als das Abschiebungshindernis nach § 60 Abs. 7 Satz 1 AufenthG in Frage steht. Denn die Ablehnung des in der mündlichen Verhandlung gestellten Beweisantrags, mit dem nachgewiesen werden sollte, dass beim Kläger eine massive Traumatisierung vorliegt, und dass bei einer Abschiebung in die Türkei mit einer sofortigen, massiven Retraumatisierung und innerhalb kürzester Zeit eintretender schwersten Destabilisierung, verbunden mit einer erheblichen Suizidgefahr, zu rechnen sei, fand im Prozessrecht jedenfalls insoweit keine Stütze, als dem zweiten, auf die Gefahr einer Retraumatisierung und suizidalen Entwicklung abzielenden Teil dieses Beweisantrags mit der Begründung nicht entsprochen wurde, er sei unsubstantiiert und...weiterlesen...
: 5377307-262
Insbesondere ist...weiterlesen...