Source: https://www.diebewertung.de/fc-bayern-muenchen-ag-die-bilanz/
Timestamp: 2020-07-04 16:23:34
Document Index: 185720127

Matched Legal Cases: ['§ 312', '§ 312', '§ 309', '§ 275', '§ 298', '§ 300', '§ 311', '§ 301', '§ 309', '§ 312', '§ 264', '§ 264', '§ 249', '§ 253', '§ 246', '§ 150', '§ 246', '§ 274', '§ 253', '§ 286', '§ 272', '§ 272', '§ 272', '§ 317', '§ 317']

FC Bayern München AG - die Bilanz - Diebewertung
Start Sport FC Bayern München AG – die Bilanz
FC Bayern München AG – die Bilanz
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2018 bis zum 30.06.2019
Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018/2019
der FC BAYERN MÜNCHEN AG und des FC BAYERN MÜNCHEN AG Konzern
D. Schlusserklärung zum Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen
A. Grundlagen des Konzerns
Die stetig voranschreitende internationale Vermarktung im Fußballgeschäft führte dazu, dass sich der Konzern in den letzten 5 Jahren starken organisatorischen Veränderungen gestellt sah. Um den Gegebenheiten gerecht zu werden verfügt der FC BAYERN MÜNCHEN über mittelbare und unmittelbare Beteiligungen. Insbesondere im betrachteten Zeitraum hat sich der Konzern durch die Gründung von zwei neuen Tochtergesellschaften erneut quantitativ und qualitativ verändert.
Folgende Gesellschaften bilden den Konzernkreis im Geschäftsjahr 2018/2019:
FC BAYERN MÜNCHEN Digital & Media Lab AG & Co. KG
FC BAYERN Media Lab GmbH
Am 03.07.2018 wurden die Tochtergesellschaften FC BAYERN MÜNCHEN Digital & Media Lab AG & Co.KG und die FC BAYERN Media Lab GmbH gegründet.
Die FC BAYERN MÜNCHEN AG unterhält Lizenzmannschaften der Herren und Frauen und betreibt ein Nachwuchsleistungszentrum mit mehreren Jugendmannschaften (U16 und älter) sowie einer Frauenmannschaft. Die beiden Lizenzmannschaften spielen national jeweils in der Fußballbundesliga und im DFB-Pokal sowie international in der UEFA Champions League.
Der stationäre Handel mit Merchandisingprodukten wird durch eine rechtlich selbständige Tochtergesellschaft geführt. Die FC BAYERN MÜNCHEN Fan-Shop AG & Co. KG unterhält Stores in München, Berlin, Oberhausen und am Irschenberg.
Der Zweck der Gesellschaft war die Vermarktung und der Vertrieb von Merchandising-Artikeln an asiatische Fans über einen chinesischen Onlineshop. Im April 2019 hat die Gesellschaft ihr Geschäftsmodell geändert, sodass die FC BAYERN MUNICH International GmbH nunmehr als Lizenzgeber fungiert.
Die FC BAYERN MÜNCHEN Digital & Media Lab AG & Co. KG wurde am 03.07.2018 gegründet. Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Beratungs- und Dienstleistungen sowie die Bereitstellung von technischer Infrastruktur, insbesondere im Digital-, IT- und Medien-Bereich, sowie damit zusammenhängender Leistungen an Unternehmen innerhalb des Konzernverbunds des FC BAYERN MÜNCHEN.
Die FC BAYERN Media Lab GmbH wurde am 03.07.2018 gegründet. Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Beratungs- und Dienstleistungen sowie die Bereitstellung von technischer Infrastruktur, insbesondere im Digital-, IT- und Medien-Bereich, sowie damit zusammenhängender Leistungen an Unternehmen, die nicht mit dem FC BAYERN MÜNCHEN Konzern verbunden sind. Darüber hinaus verwaltet die Gesellschaft die Software-Lizenzen im Konzernverbund.
Die Allianz Arena München Stadion GmbH betreibt und vermarktet die Allianz Arena in München als Heimatstadion eines der erfolgreichsten Fußballclubs der Welt. Neben der Vermarktung der exklusiven Logen, investiert die Allianz Arena stetig in die Infrastruktur, neue Technologien und in die Instandhaltung von technischen Anlagen. Des Weiteren erbringt die Gesellschaft im Konzernverbund Facility Management Dienstleistungen und sorgt somit unter anderem für den Betrieb des Nachwuchsleistungszentrums.
Der Lizenzfußball in Deutschland erweist sich weiterhin weitgehend unabhängig von der allgemeinen wirtschaftlichen Lage. Die Bundesliga ist in den vergangenen zehn Jahren im Vergleich zur deutschen Volkswirtschaft deutlich stärker gewachsen. Sie bleibt weiterhin die zuschauerstärkste Fußballliga der Welt und das ungebremste Interesse der Sponsoren wie der Stadionbesucher sichert den meisten Clubs feste Einnahmeströme.
In der Saison 2018/2019 hat sich die Einnahmesituation der Bundesliga noch einmal signifikant verbessert. Durch die neuen Abschlüsse in der zentralen TV-Vermarktung der Medienrechte durch die DFL werden in der Vermarktungsperiode 2017/2018 bis 2020/2021 in Summe über € 5,7 Mrd. eingenommen und an die Clubs der Bundesliga und der 2. Bundesliga ausgeschüttet. Diese Einnahmen machen einen wesentlichen Anteil an den Gesamterlösen der Clubs aus.
International haben sich die Rahmenbedingungen infolge der in der Saison 2018/2019 neu begonnenen Vermarktungsperiode in der Champions League stark verbessert.
Die positive wirtschaftliche Lage der Clubs hat auch Auswirkungen auf den Transfermarkt. Die steigenden Einnahmen der Clubs führen direkt zu zunehmenden Ausgaben für die Lizenzmannschaften. Während die Bundesliga knapp € 490 Mio. im Sommertransferfenster 2018 in neue Spieler investierte, liegen die Transferausgaben im selben Zeitraum der Premier League Clubs bei € 1,42 Mrd., bei Clubs aus Italien bei € 1,14 Mrd. und bei spanischen Fußballclubs bei knapp € 900 Mio. Dies zeigt, dass in den genannten europäischen Ligen deutlich mehr Geld für Transfers zur Verfügung steht. Auch die Personalaufwendungen folgen diesem Trend. Die finanzstarken Ligen üben naturgemäß eine starke Anziehungskraft auf die Topstars aus. Die Bundesliga hat hierbei immer noch eine der geringsten Personalkostenquoten (Personalkosten im Verhältnis zur Gesamtleistung) im Vergleich zu den europäischen Ligen.
In diesem Umfeld ist der Wettbewerb um gute Fußballspieler für deutsche Clubs deutlich erschwert. Aus diesem Grund investierten die Bundesliga Clubs verstärkt in die Jugendausbildung und in die Leistungszentren.
Im weltweiten Vergleich behauptet der FC BAYERN MÜNCHEN aufgrund seiner sportlichen Leistungsfähigkeit und seiner wirtschaftlichen Unabhängigkeit eine absolute Spitzenposition unter den Fußballclubs.
1. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Die Zielsetzung des FC BAYERN MÜNCHEN geht über rein finanzielle Ziele hinaus. Als Marktführer in Deutschland und als international sportlich wie wirtschaftlich etablierter Spitzenclub verfolgt der FC BAYERN MÜNCHEN den weiteren Ausbau und die Stärkung der Marke FC BAYERN MÜNCHEN und vor allem den sportlichen Erfolg in den nationalen und internationalen Wettbewerben.
MARKENSTÄRKE FC BAYERN MÜNCHEN
Der FC BAYERN MÜNCHEN ist eine der weltweit bekanntesten und wertvollsten Fußballmarken. Grundlage des Erfolgs ist die konsequente Umsetzung der Markenphilosophie, die auf Grundwerten wie Tradition bewahren, Vorbild sein und stetige Selbstoptimierung beruht.
Um auch im internationalen Vergleich wettbewerbsfähig zu bleiben, ist der FC BAYERN MÜNCHEN beständig in den wesentlichen Zielmärkten in Asien und den USA aktiv, wo sich der Fußball einer zunehmenden Beliebtheit erfreut. Dies bietet die Chance, die Bekanntheit der Marke FC BAYERN MÜNCHEN zu erhöhen, neue Fans zu gewinnen und somit auch die Geschäftstätigkeit zu intensivieren.
Der FC BAYERN MÜNCHEN betreibt dafür zwei Tochtergesellschaften in New York und Shanghai und ist dadurch 365 Tage im Jahr in seinen Fokusmärkten präsent. Die Mitarbeiter repräsentieren den FC BAYERN MÜNCHEN vor Ort, pflegen und erweitern das FC BAYERN Netzwerk sowie die Fan-Community und betreuen globale und regionale Partner aus den Bereichen Sponsoring, Medien, Grassroots/Jugendfußball sowie Bildung und Politik. Von den Teams vor Ort werden die digitalen Plattformen des FC BAYERN MÜNCHEN mit spezifischem, lokalem Content versorgt. Auch diese Aktivitäten dienen einem nachhaltigen Markenausbau.
Die Lizenzmannschaft des FC BAYERN MÜNCHEN war auch in der Saison 2018/2019 sportlich wieder erfolgreich: Zum siebten Mal in Folge wurde der Club in der Fußballbundesliga Deutscher Meister und konnte zudem mit dem Sieg im DFB-Pokal Finale das 12. Double der Vereinsgeschichte gewinnen.
So kann der FC BAYERN MÜNCHEN trotz des frühen Ausscheidens aus der UEFA Champions League gegen den späteren Champions League Sieger FC Liverpool erneut auf eine sportlich erfolgreiche Saison zurückblicken.
Auch andere Mannschaften des FC BAYERN MÜNCHEN waren erfolgreich.
Frauen II Meister 2. Bundesliga
U17 Süddeutscher Meister
FCB II Meister Regionalliga Bayern
FCB II Aufstieg 3.Liga
FCB II Teilnahme am Premier League International Cup.
Die Erhaltung und Stärkung der sportlichen Leistungsfähigkeit der Lizenzspielermannschaft ist eines der wesentlichen Ziele. Dafür steht der Mannschaft in der Säbener Straße ein hervorragendes Team aus Trainer, Physiotherapeuten, Medizinern und weiteren Betreuern sowie ein Leistungszentrum nach modernsten Maßstäben zur Verfügung. Bezüglich des Kaders analysiert der FC BAYERN MÜNCHEN laufend die nationalen und internationalen Märkte hinsichtlich möglicher Verstärkungen.
Am 01.07.2018 übernahm das neue Trainerteam um Chefcoach Niko Kovac, Co-Trainer Robert Kovac und Peter Herrmann die Mannschaft.
Der Kader der Lizenzmannschaft verzeichnete in der Saison 2018/2019 folgende Zu- und Abgänge:
Zugänge: Leon Goretzka (ablösefrei Schalke 04), Serge Gnabry (Ende Leihe TSG 1899 Hoffenheim), Renato Sanches (Ende Leihe Swansea City), Alphonso Davis (Vancouver Whitecaps FC)
Vertragsverlängerungen: Serge Gnabry bis 2023
Lizenzspielerverträge für Jugendspieler: Lars Lukas Mai, Franck Evina, Meritan Shabani, Ron Thorben Hoffmann, Maxime Awoudja
Ausgeliehen waren: Marco Friedl (Werder Bremen), Adrian Fein (SSV Jahn Regensburg), Franck Evina (Holstein Kiel)
Abgänge: Arturo Vidal (FC Barcelona), Douglas Costa (Juventus Turin), Juan Bernat (Paris St. Germain), Sandro Wagner (TJ Teda, China), Felix Götze (Vertrag beendet), Franck Ribery (Vertrag ausgelaufen), Arjen Robben (Vertrag ausgelaufen), James Rodriguez (Vertrag ausgelaufen), Rafinha (Vertrag ausgelaufen)
Die FC BAYERN MÜNCHEN AG hat die Lizenz für die Spielzeit 2019/2020 ohne Auflagen erhalten.
Folgende Veränderungen im Kader für 2019/2020 stehen bereits fest:
Zugänge: Lucas Hernandez (Atletico Madrid), Benjamin Pavard (VfB Stuttgart), Jann-Fiete Arp (Hamburger SV)
Lizenzspielervertrag für Jugendspieler: Daniel Ontuzans, Oliver Batista Maier, Alex Timossi Andersson
Ausleihe: Franck Evina (KFC Uerdingen), Adrian Fein (Hamburger SV)
Abgänge: Maxime Awoudja (VfB Stuttgart), Marco Friedl (Werder Bremen)
Bereits in der Saison 2018/2019 konnten im Bereich der Nachwuchsarbeit erste Erfolge erzielt werden, indem Jugendspieler an Proficlubs verliehen sowie mit Lizenzspielerverträgen ausgestattet wurden.
Durch die langfristigen Verträge mit vielen jungen und leistungsstarken Lizenzspielern ist die Qualität der Mannschaft nachhaltig gesichert. Das konstant hohe sportliche Niveau und die Attraktivität der Lizenzmannschaft sowie die damit verbundenen langjährigen nationalen und internationalen Erfolge führen dazu, dass der FC BAYERN MÜNCHEN den 3. Platz im UEFA Club Ranking belegt. Diese Faktoren sind die Basis für die starke Marke und stellen die Grundlage für das erfolgreiche wirtschaftliche Handeln des Unternehmens dar.
Die nationale und verstärkt auch die internationale Fangemeinschaft hat großen Einfluss auf die wirtschaftliche und damit auch auf die sportliche Leistungskraft eines Fußballclubs. Der FC BAYERN MÜNCHEN kann für die Saison 2018/2019 eine Steigerung der wesentlichen Fan-Kennzahlen zeigen.
Die Zahl der Sympathisanten des FC BAYERN MÜNCHEN beläuft sich weltweit auf über 650 Mio. In mehr als 4.450 Fanclubs, davon mehr als 700 außerhalb von Deutschland, sind über 355.000 Fanclubmitglieder organisiert. In diesem Bereich steht der FC BAYERN MÜNCHEN global an der Spitze. Auch der Verein FC BAYERN MÜNCHEN eV ist mit 291.000 Mitgliedern der größte Sportverein der Welt.
Instagram: 17,1 Mio. Follower
Facebook: 52,3 Mio. Follower
Twitter: 6,7 Mio. Follower
Snapchat 0,6 Mio. Follower
YouTube: 1,2 Mio. Follower
Google + 2,9 Mio. Follower
fcbayern.tv 30.000 Abonnenten
Website: ca. 3,5 Mio. Sessions mit 7 Mio. Page Views / Monat
App: ca. 3 Mio. Sessions mit 11 Mio. Screen Views / Monat
Die finanziellen Leistungsindikatoren des FC BAYERN MÜNCHEN AG Konzerns bestehen aus den Umsatzerlösen, dem EBIT und dem operativen Cash-Flow. Diese haben sich im Berichtszeitraum folgendermaßen entwickelt:
Wie es der Vorstand in seinem Prognosebericht zum 30.6.2018 erwartet hatte, sind die Umsatzerlöse im Konzern im Geschäftsjahr 2018/2019 gestiegen, von € 648 Mio. im Vorjahr auf € 740 Mio.
Das EBIT für den Berichtszeitraum beträgt € 75,9 Mio. (VJ € 46,5 Mio.).
Der Vorstand hatte für das Jahresergebnis eine leichte Steigerung erwartet, zugleich aber darauf hingewiesen, dass die Realisierung wesentlich von der Transfertätigkeit im Geschäftsjahr abhängig sein wird. Die tatsächliche Entwicklung bestätigt, dass neben den gestiegenen Erträgen aus medialen Vermarktungsrechten, die Transfereinnahmen eine wesentliche Einflussgröße darstellen.
Der Cash-Flow aus der operativen Geschäftstätigkeit ist ein fundamentaler Leistungsindikator und wesentliche Zielgröße der kurz- und langfristigen Unternehmensplanung. Er steht für die interne finanzielle Leistungskraft und zeigt in der Planung zusammen mit den vorhanden liquiden Mitteln den Rahmen für die zukünftige Investitionstätigkeit. Für das Geschäftsjahr 2018/2019 war der operative Cash Flow mit € 55,9 Mio. erwartungsgemäß wieder positiv, wenn auch nicht in der Größenordnung von 2017/2018 (€ 166,9 Mio.), u.a. infolge des Anstiegs der Forderungen und der sonstigen Vermögensgegenstände.
Der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses sowie die Lage des Konzerns entspricht weitgehend der Lage und Entwicklung der FC BAYERN MÜNCHEN AG.
a) Ergebnisentwicklung
Entwicklung des EBITDA (in Mio. €)
FC BAYERN MÜNCHEN AG Konzern
Das Jahresergebnis 2018/2019 im Konzern ist von € 29,5 Mio. im Vorjahr auf € 52,5 Mio. gestiegen. Die FC BAYERN MÜNCHEN AG erzielte einen Jahresüberschuss von € 42,7 Mio. (VJ € 22,0 Mio.).
Entsprechend stieg auch das Konzern-EBIT von € 46,5 Mio. im Vorjahr auf € 75,9 Mio., in der FC BAYERN MÜNCHEN AG von € 34,3 Mio. auf € 59,9 Mio.
Die Entwicklung dieser beiden Kennzahlen wurde entscheidend von den strategischen Entscheidungen betreffend den Lizenzspielerkader beeinflusst, die sich in den Transfereinnahmen und den Abgängen der Spielerwerte auswirken.
b) Umsatzentwicklung
Die Umsatzerlöse des FC BAYERN MÜNCHEN AG Konzerns stiegen im Geschäftsjahr 2018/2019 deutlich von € 648,1 Mio. im Vorjahr auf € 739,8 Mio., die sonstigen betrieblichen Erträge sind gegenüber dem Vorjahr mit € 10,6 Mio. nahezu konstant geblieben. Die Gesamtleistung des Konzerns hat damit den Wert des Vorjahres (€ 657,4 Mio.) mit € 750,4 Mio. sehr deutlich überschritten.
Bei der FC BAYERN MÜNCHEN AG stiegen die Umsatzerlöse von € 616,1 Mio. auf € 707,8 Mio. und konnten damit erstmalig die Marke von € 700 Mio. übersteigen. Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf € 8,0 Mio. (VJ € 8,3 Mio.).
Die Entwicklung der Gesamtleistung (Umsatz und sonstige betriebliche Erträge) zeigen die folgenden Grafiken:
Entwicklung der Gesamtleistung (in Mio. €)
Die Ertragssituation im Spielbetrieb ist weiterhin gekennzeichnet durch die ungebrochene Nachfrage der Fans nach Eintrittskarten -sämtliche Heimspiele in der Bundesliga, wie auch alle Partien in der UEFA Champions League, waren ausverkauft. Die Erlöse sind gegenüber der Vorsaison trotz des frühen Ausscheidens im Champions League Achtelfinale gestiegen. Dies ist auf die in der Saison 2018/2019 neu begonnenen vierjährigen Vermarktungsperiode der UEFA Champions League zurückzuführen. Auch der Gewinn des DFB-Pokals wirkte sich positiv auf die Einnahmen im Spielbetrieb aus.
Im Bereich Werbung (Marketing und Sponsoring) bestehen mit allen Top-Sponsoren langfristige Verträge, was eine weitgehend stabile Ertragssituation garantiert. Durch Bonuszahlungen aufgrund der Meisterschaft und des Gewinns des DFB-Pokals, von Staffelungen in Sponsorenverträgen sowie dem Abschluss von neuen Partnerschaften konnten gegenüber dem Vorjahr die Einnahmen gesteigert werden.
Die Erlöse im Bereich der medialen Verwertungsrechte resultieren überwiegend aus der zentralen Vermarktung dieser Rechte durch die DFL (Bundesliga) und dem DFB (DFB-Pokal). Durch die neue Vermarktungsperiode der Zentralvermarktung der Medienrechte für die Bundesliga stiegen die Einnahmen gegenüber dem Vorjahr nochmals um € 16,7 Mio.
Im Bereich Handel konnte der Abwärtstrend der letzten Jahre erfreulicherweise weitgehend abgemildert werden. Neben dem sportlichen Erfolg trugen auch der Aufbau neuer Vertriebskanäle sowie die Neuaufstellung der Logistikprozesse mit dem neuen Dienstleister ITG zur positiven Entwicklung bei. Auch die Abschiedsprodukte der Club-Legenden Arjen Robben und Franck Ribery (u.a. Spezialflock für die Trikots) hatten zum Saisonende hin einen deutlichen Einfluss auf den Umsatz.
Die Umsätze im Bereich Allianz Arena resultieren überwiegend aus der Vermarktungserlöse der 106 Logen, dem Pachtverhältnis mit der DO & CO München GmbH sowie aus Parkeinnahmen.
c) Entwicklung der Aufwendungen
Im Geschäftsjahr entwickelten sich die Aufwendungen wie folgt:
FC BAYERN MÜNCHEN AG Konzern Aufwendungen 2018 / 2019 Aufwendungen 2017 / 2018 Veränderung
Materialaufwand 36,6 Mio. € 37,0 Mio. € -0,9 %
Personalaufwand 356,1 Mio. € 315,0 Mio. € + 13,0 %
Abschreibungen 70,2 Mio. € 90,1 Mio. € -22,1 %
Übrige Aufwendungen 212,6 Mio. € 169,8 Mio. € + 25,2 %
Steuern 22,8 Mio. € 16,7 Mio. € + 36,4 %
Gesamt 698,3 Mio. € 628,6 Mio. € + 11,1 %
FC BAYERN MÜNCHEN AG Aufwendungen 2018 / 2019 Aufwendungen 2017 / 2018 Veränderung
Materialaufwand 37,1 Mio. € 37,4 Mio. € -0,8 %
Personalaufwand 336,2 Mio. € 302,5 Mio. € + 11,2 %
Abschreibungen 54,8 Mio. € 75,7 Mio. € -27,6 %
Übrige Aufwendungen 228,5 Mio. € 174,7 Mio. € + 30,8 %
Steuern 17,5 Mio. € 12,8 Mio. € + 36,6 %
Gesamt 674,1 Mio. € 603,1 Mio. € + 11,8 %
Der Materialaufwand hat sich leicht reduziert.
Der Personalaufwand ist vor allem im Bereich Lizenzspielbetrieb deutlich gestiegen. Der FC BAYERN MÜNCHEN hat auch im vergangenen Geschäftsjahr in die Lizenzmannschaft investiert, neue Spieler verpflichtet, mit Spieler die bestehenden Verträge verlängert und Nachwuchsspieler mit Profiverträgen ausgestattet. Die Personalkostenquote (Gesamtpersonalaufwand, bezogen auf die Gesamtleistung des Konzerns) beträgt 47 % (VJ 48 %).
Das Abschreibungsvolumen 2018/2019 reduzierte sich erneut. Die Veränderung in den Abschreibungen gegenüber dem Vorjahr resultierte überwiegend aus transferierten Spielern und den damit verbundenen Abgängen der Spielerwerte. Die Investitionen in den Neubau an der Säbener Straße führten hingegen zu höheren Abschreibungen der Sachanlagen.
Die übrigen Aufwendungen sind per Saldo gestiegen. Dies basiert vor allem auf der Transfertätigkeit.
Für abgehende Spieler, deren Transferausgaben beim Zugang aktiviert wurden, werden bestehende Restbuchwerte im sonstigen betrieblichen Aufwand gezeigt. Korrespondierend zu den gestiegenen Einnahmen aus Transfer ist auch diese Position im Geschäftsjahr 2018/2019 stark angestiegen. Die FC BAYERN MÜNCHEN AG bedient sich bei der Kaderplanung (Neuzugänge, Vertragsverlängerungen und abgehenden Transfers) externer Dienstleister. Die Beratungskosten hierfür sind im Geschäftsjahr 2018/2019 stark gestiegen.
Im Bereich Werbung und Eigenvermarktung stiegen die Aufwendungen, u.a. durch die Kostenübernahme aus der FC BAYERN MÜNCHEN Digital & Media Lab AG & Co. KG.
Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen sind moderat und im Verhältnis zum Umsatz gestiegen.
a) Kapitalstruktur
Die Kapitalstruktur hat sich im Berichtszeitraum wie folgt entwickelt:
Kapitalstruktur des FC BAYERN MÜNCHEN AG Konzern 2018 / 2019 2017 / 2018 Veränderung in Prozent
Eigenkapital 497,4 Mio. € 456,4 Mio. € 41,0 Mio. € 9,0 %
Rückstellungen 38,8 Mio. € 49,2 Mio. € – 10,4 Mio. € -21,0 %
Verbindlichkeiten 128,1 Mio. € 155,3 Mio. € – 27,2 Mio. € -17,5 %
Rechnungsabgrenzungsposten 67,5 Mio. € 75,9 Mio. € – 8,4 Mio. € -11,0 %
Gesamt 731,8 Mio. € 736,8 Mio. € – 5,0 Mio. € -0,7 %
Kapitalstruktur der FC BAYERN MÜNCHEN AG 2018 / 2019 2017 / 2018 Veränderung in Prozent
Eigenkapital 481,9 Mio. € 451,3 Mio. € 30,7 Mio. € 6,8 %
Rückstellungen 37,9 Mio. € 44,5 Mio. € – 6,6 Mio. € -14,9 %
Verbindlichkeiten 107,5 Mio. € 141,2 Mio. € – 33,7 Mio. € -23,9 %
Rechnungsabgrenzungsposten 39,4 Mio. € 41,4 Mio. € – 2,0 Mio. € -4,9 %
Gesamt 666,7 Mio. € 678,5 Mio. € – 11,7 Mio. € -1,7 %
Das Eigenkapital ist im Konzern gegenüber dem Vorjahr um € 41,0 Mio. auf € 497,4 Mio. gestiegen. Infolge des Abbaus der Fremdkapitalpositionen (Rückstellungen, Verbindlichkeiten und passive Rechnungsabgrenzung) stieg die Eigenkapitalquote von 62,0 % auf 68,0 %, in der der FC BAYERN MÜNCHEN AG von 66,5 % auf 72,3 %.
Die Verbindlichkeiten im Konzern in Höhe von € 128,1 Mio. resultieren aus der laufenden Geschäftstätigkeit und sind überwiegend kurzfristiger Natur.
Der FC BAYERN MÜNCHEN AG Konzern nimmt die Kapitalmärkte zur Finanzierung des Geschäftsbetriebs nicht in Anspruch und finanziert sich ausschließlich aus Liquiditätsreserven und dem operativen Cash-Flow.
b) Investitionsanalyse
Der FC BAYERN MÜNCHEN AG Konzern hat im Geschäftsjahr 2018/2019 € 65,9 Mio. (VJ € 122,5Mio.) in den Spielerkader investiert.
Das Investitionsvolumen in Sachanlagen und immaterielle Wirtschaftsgüter außerhalb des Spielerkaders betrug im Geschäftsjahr 2018/2019 € 58,5 Mio. (VJ € 28,3 Mio.).
Nach dem Umzug des Junior Teams in den 2017 neu eröffneten FC BAYERN Campus wurde nun am Clubgelände in der Säbener Straße das nicht mehr benötigte Jugendhaus durch ein modernes Verwaltungsgebäude ersetzt und in Trainingsflächen sowie einen neuen Betriebshof investiert. Die Investitionen beliefen sich hier im Berichtszeitraum auf rd. € 11,5 Mio. Darüber hinaus wurden weitere Investitionen getätigt, um das Leistungszentrum für die Lizenzmannschaft zu modernisieren und um die bestehenden Büroräume in der Säbener Straße neu zu gestalten bzw. zu erweitern.
Im Bereich Allianz Arena wurden Investitionen in die Fantrennung und die Errichtung eines neuen Parkhauses getätigt. Diese Infrastrukturprojekte werden voraussichtlich Ende 2019 abgeschlossen.
Zudem wurden im Geschäftsjahr 2018/2019 mit der Modernisierung der Erlebniswelt und des Megastores in der Allianz Arena begonnen.
c) Liquiditätsanalyse
Der Konzern hat aus der laufenden Geschäftstätigkeit einen operativen Cash-Flow in Höhe von € 55,9 Mio. (VJ 166,9 Mio.) generiert.
Im Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit (€ – 12,4 Mio., Vorjahr € – 17,1 Mio.) spiegelt sich mit € 12 Mio. die Dividendenzahlung wider, davon 75 % an den FC BAYERN MÜNCHEN EV.
Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit (€ – 104,9 Mio., Vorjahr € – 129,0 Mio.) wird stark von den Transfers geprägt. Insbesondere infolge der vorgezogenen Transferzahlungen für die Saison 2019/2020 sank der Finanzmittelfond, die Summe der liquiden Mittel im Umlaufvermögen, von € 220,8 Mio. auf € 159,3 Mio. Auf die FC BAYERN MÜNCHEN AG entfallen hiervon € 120,4 Mio. (VJ € 161,6 Mio.).
Die Bilanzsumme des FC BAYERN MÜNCHEN AG Konzerns hat sich zum 30.06.2019 gegenüber dem Vorjahresstichtag um € 5,0 Mio. auf € 731,8 Mio. reduziert.
Das Vermögen setzt sich aus den folgenden Positionen zusammen:
Vermögen des FC BAYERN MÜNCHEN AG Konzern 2018 / 2019 2017 / 2018 Veränderung in Prozent
Sonstige immaterielle Wirtschaftsgüter 1,1 Mio. € 1,6 Mio. € – 0,5 Mio. € -34,4 %
Lizenzspieler inkl. Anzahlungen 154,4 Mio. € 173,1 Mio. € – 18,7 Mio. € -10,8 %
Sachanlagen 293,7 Mio. € 257,7 Mio. € 36,0 Mio. € 13,9 %
Finanzanlagen 15,4 Mio. € 15,6 Mio. € – 0,2 Mio. € -1,0 %
Vorräte 10,5 Mio. € 10,9 Mio. € – 0,4 Mio. € -3,1 %
Forderungen und sonst. Vermögensgenstände 90,8 Mio. € 43,0 Mio. € 47,8 Mio. € 110,9 %
Liquide Mittel 159,3 Mio. € 220,8 Mio. € – 61,5 Mio. € -27,8 %
Übrige 6,6 Mio. € 14,1 Mio. € – 7,5 Mio. € -53,0 %
Vermögen der FC BAYERN MÜNCHEN AG 2018 / 2019 2017 / 2018 Veränderung in Prozent
Sonstige immaterielle Wirtschaftsgüter 0,6 Mio. € 1,4 Mio. € – 0,8 Mio. € -57,4 %
Sachanlagen 47,7 Mio. € 35,8 Mio. € 11,9 Mio. € 33,3 %
Finanzanlagen 246,0 Mio. € 243,7 Mio. € 2,3 Mio. € 1,0 %
Vorräte 10,4 Mio. € 10,5 Mio. € – 0,0 Mio. € -0,4 %
Forderungen und sonst. Vermögensgenstände 81,1 Mio. € 38,7 Mio. € 42,4 Mio. € 109,6 %
Liquide Mittel 120,4 Mio. € 161,6 Mio. € – 41,2 Mio. € -25,5 %
Übrige 6,1 Mio. € 13,7 Mio. € – 7,6 Mio. € -55,2 %
Das Anlagevermögen hat sich einerseits im Bereich der Lizenzspieler durch planmäßige Abschreibungen und Transfers reduziert, insgesamt ist das Anlagevermögen im FC BAYERN MÜNCHEN AG – Konzern infolge der Investitionen in Sachanlagen um € 16,6 Mio. gestiegen. Dazu gehörten das neue Bürogebäude in der Säbener Straße und der Umbau des Leistungszentrums der Lizenzspieler sowie die Baumaßnahmen in der Allianz Arena (Gästeeingang West, Parkhaus Nord und Umgestaltung der Esplanade).
Das Umlaufvermögen hat sich um € 14,1 Mio. reduziert. Hier zeigen sich zwei gegenläufige Sachverhalte:
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögensgenstände sind um € 47,8 Mio. gestiegen. Dies ist eine direkte Folge der Transferumsätze des Geschäftsjahres 2018/2019, die zum Teil mit über den 30.06.2019 hinausgehenden Fälligkeiten vereinbart wurden.
Im Gegenzug reduzierten sich die liquiden Mittel um € 61,5 Mio. Neben den oben erwähnten Investitionen in die Infrastruktur beruht dies vor allem auf Transferzahlungen von über € 50 Mio. für Neuzugänge für das Geschäftsjahr 2019/2020.
Die aktive Rechnungsabgrenzung reduziert sich um € 7,5 Mio., hier wurde zum 30.06.2018 eine Leihzahlung für James Rodriguez aktiv abgegrenzt.
Die Jahresergebnisse für das Geschäftsjahr 2018/2019 mit €52,5 Mio. für den FC BAYERN MÜNCHEN AG Konzern und €42,7 Mio. für die FC BAYERN MÜNCHEN AG stellen absolute Rekordwerte dar und übertreffen bei weitem die konservativen Erwartungen. Auch die Finanz- und Vermögenslage zum Stichtag 30.06.2019 zeigt im Branchenvergleich hervorragende Werte.
Der Umsatz hat sich im Konzern und in der FC BAYERN MÜNCHEN AG abermals verbessert und konnte neue Rekordmarken setzen. Als erster Fußballclub der Bundesliga konnte eine Gesamtleistung (bestehend aus Konzernumsatz und sonstigen betrieblichen Erträgen) von über € 750 Mio. erzielt werden.
Beim EBIT-Ergebnis konnte ebenfalls eine erneute Bestmarke gesetzt werden. Darüber hinaus wurde wieder ein positiver operativer Cash-Flow erreicht.
Der Vorstand der FC BAYERN MÜNCHEN AG ist insgesamt mit dem wirtschaftlichen Verlauf des Geschäftsjahres 2018/2019 sehr zufrieden.
Das Risikomanagement erfolgt durch die Eingrenzung, Bewertung und Steuerung der vorhandenen Risiken. Daneben gewährleisten die Auswahl, Qualifikation und Leitung eines verantwortlichen Mitarbeiterstabes durch die Mitglieder des Vorstandes des FC BAYERN MÜNCHEN AG Konzerns sowie die Schaffung organisatorischer Mechanismen, die einen unmittelbaren Informationsfluss gewährleisten, die Überwachung systemimmanenter Risikopositionen.
Management-Informations-Systeme, die fortlaufend an Strukturänderungen im Unternehmen angepasst und dabei optimiert werden, versetzen den Vorstand in die Lage, risikoüberwachend und risikosteuernd zu handeln. Alle wesentlichen Risiken sind inventarisiert und bewertet, ihr Einfluss auf die Situation und Entwicklung des Unternehmens wird kontinuierlich überwacht.
Verstärkt treten geopolitische Risiken in den Vordergrund und rücken damit auch stärker in den Fokus der Risikoanalyse. Die FC BAYERN MÜNCHEN AG und insbesondere auch die Allianz Arena München Stadion GmbH arbeiten eng mit staatlichen und städtischen Stellen und Behörden zusammen, um Gefahren für die Besucher der Allianz Arena zu minimieren und setzen umfassende Sicherheitsmaßnahmen um.
Die Entwicklung des Fußballmarktes in den letzten Jahren hat sich im Wesentlichen unempfindlich für die allgemeinen Schwankungen der Wirtschaft gezeigt. Im Besonderen gilt dies auch für deren Einflüsse auf die Entwicklung des FC BAYERN MÜNCHEN AG Konzerns. Der Vorstand ist deshalb der Auffassung, dass die gegenwärtige Eintrübung des konjunkturellen Umfeldes auf absehbare Zeit für die eigene Entwicklung von untergeordneter Bedeutung ist.
Der internationale Transfermarkt wird durch die zunehmende Finanzkraft der europäischen Fußballelite geprägt, was zu steigenden Transfersummen und Gehältern führt. Der FC BAYERN MÜNCHEN kann sich diesem Trend nicht entziehen und muss, um die Leistungskraft des Lizenzkaders zu erhalten, mit steigenden Ausgaben planen.
Die Affinität der Fans des FC BAYERN MÜNCHEN zu ihrem Club stellt eine wichtige Basis für den Wert der Marke und die wirtschaftliche Entwicklung dar. In der Öffentlichkeit und im generellen Fan-Umfeld wird in letzter Zeit die geschäftsmäßige Entwicklung im Fußball zunehmend kritisch gesehen. Der Vorstand nimmt diese Entwicklung sehr ernst und sucht auch zu diesem und anderen Themen den regelmäßigen Austausch mit den eigenen Fangruppierungen.
Die Attraktivität der Heimspiele in der Allianz Arena ist ungebrochen, ein nachlassendes Fan- oder Zuschauerinteresse ist nicht erkennbar.
Der Vorstand sieht deshalb aus den Umfeld- und Brancheneinflüssen kein wesentliches Risiko für die weitere Entwicklung.
Ausbleibender sportlicher Erfolg stellt ein wesentliches, mittelfristig wirkendes leistungswirtschaftliches Risiko dar. Die Struktur des Spielerkaders des FC BAYERN MÜNCHEN ist auf die Teilnahme im internationalen Wettbewerb ausgerichtet. Eine Nichtteilnahme bzw. ein vorzeitiges Ausscheiden in der Gruppenphase der UEFA Champions League führt unmittelbar zum Ausfall von Einnahmen, die nur teilweise zu kompensieren sind. Diese Risiken sind nur in einer gewissen Bandbreite beeinflussbar. Beherrschbar werden diese, wenn die wirtschaftlichen Folgen eines temporär ausbleibenden sportlichen Erfolgs durch fundierte Planungen auf der Basis unterschiedlicher Szenarien analysiert werden und durch die Umsetzung von Gegenmaßnahmen, beispielsweise durch die mittelfristige Anpassung von Verträgen, kompensiert werden können. Eine wichtige Absicherung gegen sportlichen Misserfolg stellt die gut verteilte Einnahmenstruktur dar, welche erst mit einiger Verzögerung auf eine sportliche Underperformance reagieren würde.
Der Vorstand beurteilt deshalb die systemimmanenten leistungswirtschaftlichen Risiken zwar als unvermeidbar, im konkreten aber als beherrschbar.
Mittel – und langfristige Personalpolitik im Spielerkader aber auch bei allen übrigen tragenden Mitarbeitern des Konzerns ist ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensstrategie des FC BAYERN MÜNCHEN. Der sportliche Erfolg, die Basis des wirtschaftlichen Erfolgs, ist nahezu ausschließlich von der persönlichen Leistung der Lizenzspieler abhängig. Formkrisen oder Verletzungen einzelner Spieler können vom Management jedoch nicht verhindert werden. Um die sportliche Leistungsfähigkeit auf dem obersten Niveau zu halten, die es auch in Zukunft erlaubt, nicht nur in der Bundesliga an der Spitze zu bleiben, sondern auch im europäischen Vergleich in der UEFA Champions League bestehen zu können, muss fortwährend in den Kader investiert werden. Die Refinanzierung dieser Aufwendungen bedingt jedoch ein Wechselspiel von sportlichem Erfolg und der Akquise neuer Erlösquellen.
Insgesamt geht der Vorstand aus den genannten Gründen davon aus, dass Personal- und Strategierisiken die Entwicklung des Konzerns nicht negativ beeinflussen werden.
Ebenso kann der Ausfall eines Topsponsors -ohne Möglichkeit der Beeinflussung durch den Konzern -zu ungeplanten Erlösminderungen führen. Durch die Auswahl der Premiumpartner wird versucht, dieses Risiko zu minimieren.
Wesentliche finanzwirtschaftliche Risiken bestehen deshalb derzeit nicht.
Der FC BAYERN MÜNCHEN AG Konzern hat sich in Jahrzehnten wirtschaftlich erfolgreicher Aufbauarbeit eine sportlich auf höchstem europäischem Niveau bestehende Mannschaft erarbeitet und dazu eine Fußballarena errichtet, die die Vermarktung und Präsentation dieser Mannschaft ermöglicht. Diese Ausgangsposition, vereint mit den Vorgaben des Financial Fair Plays, gewähren dem Konzern komparative Vorteile gegenüber den übrigen nationalen Wettbewerbern. Eine weitere Verbesserung der Wettbewerbssituation im nationalen Umfeld ist kaum mehr möglich.
Große Chancen und grundsätzlich auch die sportliche Notwendigkeit sieht der FC BAYERN MÜNCHEN in der Förderung und eigenen Ausbildung von jungen Fußballspielern. Unabhängig davon, ob sie später gut ausgebildet in der eigenen Lizenzmannschaft oder aber bei anderen Clubs weltweit zum Einsatz kommen, sind die jungen Talente ein wesentlicher Bestandteil der langfristigen Kader- und Transferstrategie.
Das 30 Hektar große Nachwuchsleistungszentrum, der FC BAYERN Campus ist 2017 in Betrieb genommen worden und gilt als neue Heimat für die U9 bis U19-Jugendmannschaften sowie der Frauenmannschaften. Es ist das Herzstück und Zentrum der neukonzeptionierten Ausbildungsarbeit des FC BAYERN MÜNCHEN.
Hier werden auf der Basis eines Dreisäulenprinzips, bestehend aus fußballerischer Förderung, schulischer Begleitung und der Formung von Persönlichkeiten, wesentliche Bausteine für die Nachhaltigkeit des FC BAYERN MÜNCHEN gesetzt. Neben der sportlichen Ausbildung ist eine enge Zusammenarbeit mit Pädagogen und Schulen vorgesehen, auch um der sozialen Verantwortung des Clubs für seine Nachwuchsspieler gerecht zu werden. Seit der Grundsteinlegung im Oktober 2015 wurden hier ein Clubheim, ein Akademiegebäude mit Internatsplätzen, eine Spielstätte für die Jugendmannschaften, sieben weitere Fußballfelder -davon zwei mit Kunstrasen – und die für Athletik, Physiotherapie und Ausbildung wichtige Infrastruktur geschaffen. Im Internat wurden 41 Jugendliche umfassend betreut. Dazu gibt es vor Ort eine Arztpraxis sowie für das Junior Team ausreichend neue Büros und Besprechungsräume. Diese intensive und mit hohem finanziellem Einsatz geführte Nachwuchsentwicklung wird als große Chance gesehen, unabhängig von den ausufernden Transfermärkten eigene Spieler an die Lizenzspielermannschaft heranzuführen oder doch zumindest die eigenen Aufwendungen zur refinanzieren.
Im Bereich der medialen Verwertung kann der FC BAYERN MÜNCHEN die Einnahmen nur sehr eingeschränkt beeinflussen. Die Clubs sind hier abhängig von dem Vermarktungserfolg der DFL im Rahmen der Zentralvermarktung. Die Einnahmen werden erneut um 8% steigen. Chancen bestehen jedoch durch einen relativ höheren Anteil an den Erlösen aus der Auslandsvermarktung der Spiele der Fußballbundesliga. Hier wirkt die globale aktive Expansionspolitik des FC BAYERN MÜNCHEN positiv auf die Verbreitung der Bundesliga und damit mittelbar auch positiv auf die medialen Vermarktungserlöse.
International kann eine wesentliche Steigerung der Einnahmen nur durch die Teilnahme an den K.O.Spielen der UEFA Champions League erreicht werden.
Weitere Potentiale ergeben sich aus der verfolgten Internationalisierung und der steigenden Präsenz v.a. in den strategischen Regionen Asien und Amerika. Dies bietet unseren bestehenden Sponsoringpartnern erweiterte Marketingmöglichkeiten und ermöglicht die Erschließung neuer Märkte sowie die Akquise von neuen regionalen und globalen Partnern.
7. Ergebnis der Risikoanalyse aus Sicht des Vorstands
Bei einer konsequenten Entwicklung der Geschäftspolitik werden sich möglicherweise auftretende Erlöseinbußen durch die vorhandenen Liquiditätsreserven ausgleichen lassen. Der Vorstand sieht in der Gesamtbetrachtung keine unternehmensbedrohenden Risiken für die mittelfristige Entwicklung des FC BAYERN MÜNCHEN AG Konzerns und der Muttergesellschaft, der FC BAYERN MÜNCHEN AG.
1. Voraussichtliche Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen
Der Vorstand geht davon aus, dass die bestehenden Rahmenbedingungen für den Profifußball national und international stabil und weitgehend unabhängig von der jeweils nationalen gesamtwirtschaftlichen Situation sind.
Der FC BAYERN MÜNCHEN erwartet für die kommende Saison keine wesentlichen Änderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
Die Bundesliga Heimspiele des FC BAYERN MÜNCHEN der Saison 2019/2020 sind bereits alle ausverkauft. Für die Spiele in der UEFA Champions League und mögliche DFB-Pokal-Heimspiele wird auch eine 100%ige Auslastung erwartet. Der Vorstand geht davon aus, dass sich daran auf Sicht keine Änderung ergeben wird.
Die nationale Fan-Basis und Markenstärke des FC BAYERN MÜNCHEN bleibt die Grundlage für ein nachhaltig erfolgreiches sportliches und wirtschaftliches Handeln. Die wesentlichen Wachstumschancen sieht der Vorstand im internationalen Umfeld und im Bereich der Media und IT-Dienstleistungen. Die weltweite Markenstärke ist ein wesentlicher Faktor für die notwendige wirtschaftliche Kraft, um auch mit den anderen führenden europäischen Clubs mithalten zu können.
Der Vorstand erwartet bei den finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzerlöse und EBIT für das Geschäftsjahr 2019/2020 grundsätzlich eine stabile Entwicklung. Für beide Kenngrößen spielen Transferaktivitäten eine wesentliche Rolle, welche sich in ihren Auswirkungen nur schwer vorherbestimmen lassen.
Die Umsatzerlöse im Spielbetrieb werden auf einem unverändert stabilen Niveau erwartet. Mit dem Gewinn des Meistertitels 2019 hat sich der FC BAYERN MÜNCHEN wieder für die UEFA Champions League qualifiziert und damit eine wesentliche Grundlage für eine stabile Ertragssituation im Spielbetrieb gelegt. Die anhaltende Nachfrage nach Eintrittskarten und die Erweiterung der Hospitalityangebote gewährleisten auch weiterhin das Ertragspotential im Spielbetrieb.
Auf der Basis bestehender sowie bereits, meist langfristig, abgeschlossener Verträge sowohl im Sponsoring als auch der sonstigen Werbung erwartet der Vorstand im Bereich der Werbung insgesamt stabile Umsatzerlöse für das kommende Geschäftsjahr. Der FC BAYERN MÜNCHEN bietet seinen Partnern national und international eine Kommunikationsplattform, um deren Reichweite zu erweitern. Diese wird stetig weiterentwickelt und damit für Partner immer wertvoller. Steigerungen in diesem Bereich können sich somit durch das Abschließen neuer Partnerschaften mit Unternehmen in Asien und Amerika ergeben sowie durch Verlängerungen bestehender Verträge.
Die Erlöse in der medialen Vermarktung werden sich im Geschäftsjahr 2019/2020 gegenüber dem abgelaufenen Geschäftsjahr erneut erhöhen, was auf der Qualität der Liga und der verstärkten Präsenz der deutschen Clubs in den Zielmärkten beruht. Trotz alledem liegt die Bundesliga noch weit hinter der englischen Premier League und der spanischen La Liga zurück.
Im Handel konnten die auf dem erreichten hohen Umsatzniveau rückläufigen Tendenzen im Geschäftsjahr 2018/2019 weitgehend abgemildert werden. Um den Trend nun umzukehren, sollen durch den Ausbau der Vertriebsstrukturen im In- und Ausland sowie der stetigen Optimierung von Strukturen und Prozessen neue Erlöschancen erschlossen werden.
Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erwartet der Vorstand für das kommende Geschäftsjahr ein weitgehend unverändertes, bzw. ein im Rahmen allgemeiner Preissteigerungen erhöhtes Ausgabenniveau.
Für den Leistungsindikator Cash-Flow verfolgt der FC BAYERN MÜNCHEN das Prinzip einer einnahmenorientierten Ausgabepolitik. Für das Geschäftsjahr 2019/2020 sind weitere erhebliche Investitionen in den Spielerkader und in die Infrastruktur notwendig und geplant. Diese werden nach den Planungen jedoch vollständig aus der vorhandenen Liquidität und dem erzielten operativen Cash-Flow finanziert.
Für das Geschäftsjahr 2019/2020 wird wieder ein positiver Cash-Flow prognostiziert, der zusammen mit den Liquiditätsreserven die Finanzierung notwendiger Investitionen in die Mannschaft, in Projekte der Allianz Arena, des FC BAYERN MÜNCHEN Flagship Stores in der Münchner Innenstadt sowie in die Infrastruktur des Konzerns aus eigenen Mitteln ermöglichen wird.
Die Entwicklung der Vermögenslage im Geschäftsjahr 2019/2020 ist abhängig von den Transfer- und Investitionsentscheidungen, v.a. in den Spielerkader.
Der Vorstand erwartet auch hier eine stabile Entwicklung der Kenngrößen, vor allem aber eine auch weiterhin hohe Eigenkapitalquote.
Die wirtschaftliche Entwicklung ist auch zukünftig eng mit dem sportlichen Erfolg verknüpft.
Der Vorstand erwartet künftig zumindest die Qualifikation für die Gruppenphase der UEFA Champions League und damit eine weiterhin stabile Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Auf Grundlage der vorhandenen Erkenntnisse und Informationen bestehen nach Einschätzung des Vorstandes gegenwärtig sowie auch in absehbarer Zukunft keine wesentlichen Risiken, die einzeln oder in Summe den Fortbestand des FC BAYERN MÜNCHEN AG Konzerns gefährden könnten.
D. Schlusserklärung zum Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht). § 312 Abs. 3 Satz 3 AktG
Die FC BAYERN MÜNCHEN AG hat bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt ihrer Vornahme bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Sie hat Maßnahmen i. S. v. § 312 AktG weder getroffen noch unterlassen.
München, 09.08.2019
KONZERNBILANZ zum 30.06.2019
des FC BAYERN MÜNCHEN AG Konzern
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.077.791,00 1.547.002,00
2. Entgeltlich erworbene Spielerwerte 102.789.341,50 172.388.324,88
3. Geleistete Anzahlungen 51.600.000,00 155.467.132,50 845.975,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 223.554.481,00 212.844.879,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 19.061.995,00 18.343.337,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.831.212,41 15.710.171,06
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 36.214.580,65 293.662.269,06 10.839.690,95
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 411.699,21 561.298,43
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 15.000.697,85 15.412.397,06 15.000.697,85
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 90.041,50 89.262,00
2. Waren 10.446.349,16 10.536.390,66 10.785.595,98
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 78.190.445,05 36.706.204,66
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 12.572.457,00 90.762.902,05 6.319.976,70
IV. KASSENBESTAND, GUTHABEN BEI KREDITINSTITUTEN UND SCHECKS 159.346.975,66 220.756.012,61
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 2.726.985,95 9.681.757,87
D. AKTIVER UNTERSCHIEDSBETRAG AUS DER VERMÖGENSVERRECHNUNG 3.909.209,00 4.347.959,00
731.824.261,94 736.768.144,99
I. GEZEICHNETES KAPITAL 30.000.000,00 30.000.000,00
II. KAPITALRÜCKLAGE 280.592.547,70 280.592.547,70
Verrechnung § 309 Abs. 1 S. 3 HGB: € 26.511.982,77 (Vj.: € 26.511.982,77)
Andere Gewinnrücklagen 134.249.300,35 116.347.632,71
IV. EIGENKAPITALDIFFERENZ AUS WÄHRUNGSUMRECHNUNG -15.307,10 -11.543,69
V. KONZERNBILANZGEWINN 52.546.199,00 497.372.739,95 29.518.748,27
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 7.700.097,37 5.484.093,38
2. Steuerrückstellungen 5.756.562,65 25.958.375,42
3. Sonstige Rückstellungen 25.393.156,59 38.849.816,61 17.713.678,07
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 9.655.002,18 3.314.316,55
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 60.155.593,08 110.774.662,36
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 74.939,81 764.176,88
4. Sonstige Verbindlichkeiten 58.179.367,66 128.064.902,73 40.447.238,76
-davon aus Steuern: € 34.116.713,52 (Vj.: € 23.980.563,96)
-davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 13.188,97 (Vj.: € 5.613,16)
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 67.536.802,65 75.864.218,58
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für die Zeit vom 01. Juli 2018 bis 30. Juni 2019
€ 2017/2018
1. Umsatzerlöse 739.787.736,83 648.134.017,79
2. Sonstiqe betriebliche Erträqe 10.639.351,83 9.299.684,87
-davon aus Währungsumrechnung € 244.056,45 (Vj: 285.715,68)
a) Aufwendungen für bezogene Waren 35.190.323,04 35.169.481,74
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.425.488,69 1.791.532,85
36.615.811,73 36.961.014,59
a) Löhne und Gehälter 343.753.719,46 304.281.871,18
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung u. Unterstützung
-davon für Altersversorgung € 2.738.777,79 (Vj.: € 1.929.476,87) 12.337.079,81 10.738.435,49
356.090.799,27 315.020.306,67
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 70.195.659,94 90.089.542,07
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 211.632.545,47 168.907.753,01
-davon aus Währungsumrechnung € 139.509,88 (Vj.: € 725.725,33)
7. Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 378.846,71 529.118,43
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,00 55.009,50
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 70.112,44 59.525,48
-davon aus Abzinsung, bzw. Aufzinsung € 46.076,05 (Vj: € 41.086,46)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.017.210,49 884.896,65
-davon aus Abzinsung, bzw. Aufzinsung € 636.800,40 (Vj: € 315.104,13)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 22.194.523,46 16.422.718,78
12. Ergebnis nach Steuern 53.129.497,45 29.791.124,30
13. Sonstige Steuern 583.298,45 272.376,03
14. Jahresüberschuss 52.546.199,00 29.518.748,27
KONZERNABSCHLUSS ZUM 30.06.2019
A. Angaben zur Identifikation
Firmenname laut Registergericht: FC Bayern München AG
Register-Nr.: HRB 140475
B. Grundlagen und Methoden
B. 1 Gesetzliche Grundlagen und Konzernbilanzstichtag
Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2018/2019 (01.07.2018-30.06.2019), bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzernanhang, Konzernkapitalflussrechnung und Konzerneigenkapitalspiegel wurde nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches aufgestellt. Zudem waren die ergänzenden Bestimmungen des Aktiengesetzes zu beachten.
Die Untergliederung der Position A.I. „Immaterielle Vermögensgegenstände“ wurde um den Posten „Entgeltlich erworbene Spielerwerte“ erweitert.
Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 HGB i.V.m. § 298 Abs. 1 HGB dargestellt.
Der Konzernabschluss wird auf den Abschlussstichtag des Mutterunternehmens aufgestellt.
Die Geschäftsjahre der
FC BAYERN MÜNCHEN AG,
FC BAYERN MÜNCHEN Fan-Shop AG & Co. KG,
FC BAYERN MÜNCHEN Fan-Shop Beteiligungs-GmbH,
FC BAYERN MÜNCHEN Service AG & Co. KG,
FC BAYERN MÜNCHEN Service Beteiligungs-GmbH,
FC BAYERN MUNICH LLC,
FC BAYERN MUNICH International GmbH,
FC BAYERN MÜNCHEN Digital & Media Lab AG & Co. KG,
FC BAYERN Media Lab GmbH,
Allianz Arena München Stadion GmbH,
Allianz Arena Payment GmbH und
Arena Stadion Beteiligungs GmbH & Co. KG
enden am 30.06. Die Aufstellung von Zwischenabschlüssen für Zwecke der Konzernrechnungslegung entfällt deshalb.
Das Geschäftsjahr der FC BAYERN MUNICH (Shanghai) Co., Ltd. endet am 31.12. Auf den 30.06.2019 wurde ein Zwischenabschluss aufgestellt.
B. 2 Konsolidierungskreis und Konsolidierungsgrundsätze
Der Konsolidierungskreis umfasst das Mutterunternehmen und zwölf Tochterunternehmen, für die eine Vollkonsolidierung gem. §§ 300 ff. HGB durchgeführt wird, sowie ein assoziiertes Unternehmen, das gem. §§ 311, 312 HGB at equity einbezogen wird.
Die Kapitalkonsolidierung nach § 301 HGB erfolgt für die vor dem 01.07.2010 erworbenen Tochterunternehmen nach der Buchwertmethode. Die Erstkonsolidierung stellt diesbezüglich auf den 30.06.2006 ab. Der bei der Erstkonsolidierung und durch Nachaktivierungen entstandene aktive Unterschiedsbetrag in Höhe von € 26.511.982,77 wurde mit der Kapitalrücklage verrechnet (§ 309 HGB).
Die Kapitalkonsolidierung für die in den Geschäftsjahren 2014/2015, 2016/2017 und 2018/2019 erworbenen Tochterunternehmen erfolgt nach der Neubewertungsmethode. Die Erstkonsolidierung für diese Unternehmen stellt auf den 29.12.2014, den 23.08.2016, bzw. den 03.07.2018 ab.
Die Kapitalkonsolidierung nach der Equity-Methode erfolgt gem. § 312 Abs. 1 Nr. 1 HGB nach der Kapitalanteilsmethode. Die erstmalige Einbeziehung des assoziierten Unternehmens erfolgte zum 30.06.2006. Ein Unterschiedsbetrag entstand nicht.
Konzerninterne Umsätze, Erträge und Aufwendungen sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet.
Folgende Unternehmen sind in den Konzernabschluss einbezogen:
Im Rahmen der Vollkonsolidierung efinbezogene Unternehmen:
FC BAYERN MÜNCHEN AG, München (Mutterunternehmen)
Kapitalanteil: 100%
FC BAYERN MÜNCHEN Digital & Media AG & Co. KG, München
FC BAYERN Media Lab GmbH, München
Kapitalanteil: 100% (incl. mittelbarer Beteiligung)
FC BAYERN MUNICH Marketing (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai
Assoziierte Unternehmen:
Kapitalanteil und Stimmrechte: 50%
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden: HGB
Goodwills und passive Unterschiedsbeträge: keine
Negative Equity-Werte: keine
Es bestehen keine finanziellen Verpflichtungen, die aus Haftungen gegenüber dem assoziierten Unternehmen oder aufgrund einer Vereinbarung mit dem assoziierten Unternehmen gegenüber Dritten.
B. 3. Befreiung gemäß § 264b HGB
Folgende Tochterunternehmen machen von der Befreiung gemäß § 264b HGB Gebrauch und sind entsprechend von ihrer Verpflichtung befreit, einen handelsrechtlichen Jahresabschluss und einen Lagebericht nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufzustellen, prüfen zu lassen und offenzulegen:
FC BAYERN MÜNCHEN Digital & Media Lab AG & Co. KG, München
B. 4. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Es wird von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Tatsächliche und rechtliche Gegebenheiten stehen dem nicht entgegen.
Die Vermögensgegenstände des immateriellen Anlage- und des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten -vermindert um nutzungsbedingte planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen -bewertet. Es sind keine immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens aktiviert, die nicht entgeltlich erworben wurden.
Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode in Anlehnung an die steuerlichen Abschreibungstabellen. Die geringwertigen Anlagegüter mit Anschaffungskosten von netto € 250,00 bis netto € 800,00 werden bereits im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben. Gleichzeitig wird ein Abgang im Jahr des Zugangs unterstellt.
Fremdkapitalzinsen wurden während der Bauzeit des Stadions in vollem Umfang als Herstellungskosten aktiviert.
Transferentschädigungen, die bei der Neuverpflichtung von Spielern an die abgebenden Clubs bezahlt werden, sowie damit zusammenhängende weitere Anschaffungskosten werden als immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer bemisst sich ausschließlich nach der Laufzeit des ersten Anstellungsvertrages.
Zuschüsse zur Anschaffung von technischem Equipment werden erfolgsneutral von den Anschaffungskosten abgesetzt.
Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet und, soweit gegeben, auf den niedrigeren Börsen- oder Marktpreis bzw., soweit ein solcher nicht feststellbar war, auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Finanzanlagevermögen bei vorübergehenden Wertminderungen werden nicht vorgenommen.
Die Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet und, soweit gegeben, auf den niedrigeren Börsen- oder Marktpreis bzw., soweit ein solcher nicht feststellbar war, auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.
Die Bewertung der Vorräte an Waren erfolgt unter Anwendung des Durchschnittsverfahrens.
Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird neben erforderlichen Einzelwertberichtigungen das allgemeine Zins- und Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Forderungen, mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr, werden mit einem Zinssatz von 1,5 % abgezinst.
Rückstellungen sind ausschließlich im Rahmen des § 249 Abs. 1 HGB gebildet worden und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.
Preis- und Kostensteigerungen wurden berücksichtigt. Rückstellungen, mit Ausnahme der Altersversorgungsrückstellungen, mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden restlaufzeitkongruent auf Basis der durch die Deutsche Bundesbank veröffentlichten Zinssätze diskontiert.
Altersversorgungsrückstellungen werden nach dem versicherungsmathematischen
Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC-Methode) auf Basis der Sterbetafeln 2018 G Heubeck und unter Zugrundelegung des jeweiligen Finanzierungsendalters (zwischen 60 und 65 Jahre) auf Basis des durchschnittlichen Marktzinses für eine Restlaufzeit von 15 Jahren in Höhe von 2,98 % diskontiert. Ein Lohn-, Gehalts- und Rententrend ist nicht zu berücksichtigen. Die insolvenzsicher verpfändeten Rückdeckungsansprüche aus Versicherungen werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und mit der Rückstellung für Pensionen verrechnet. Der Zeitwert der verpfändeten Rückdeckungsansprüche wurde mit dem vom Versicherungsunternehmen mitgeteilten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Vertrages angesetzt.
Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.
Anschaffungs-/Herstellungskosten in Fremdwährung werden im Zeitpunkt der Anschaffung oder Herstellung zum tagesaktuellen Referenzkurs der EZB umgerechnet. Die Umrechnung von Vermögensgegenständen, Verbindlichkeiten und Angaben in diesem Anhang in fremder Währung erfolgt zum Referenzkurs am Abschlussstichtag. Auf fremde Währung lautende Aufwendungen und Erträge werden ebenfalls zum tagesaktuellen Referenzkurs der EZB bewertet.
D. Angaben und Erläuterungen zur Konzernbilanz
D. 1. Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind in nachfolgender Übersicht dargestellt.
Die Investmentfondsanteile Allianz GI Fund -A.1-sind im Anlagevermögen unter der Position „Wertpapiere des Anlagevermögens“ mit einem Buchwert in Höhe von T€ 15.001 bilanziert. Ihr beizulegender Zeitwert ergibt sich aus dem Börsenkurs und betrug zum 30.06.2019 T€ 14.857. Eine außerplanmäßige Abschreibung unterblieb gem. § 253 Abs. 3 Satz 4 HGB, da die Wertminderung als vorübergehend eingeschätzt wird.
FC BAYERN MÜNCHEN AG Konzern – Konzernanlagenspiegel
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE Stand 01.07.2018
€ Umbuchung
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.814.905,71 497.196,96 130.829,04
2. Entgeltlich erworbene Spielerwerte 495.029.605,20 15.306.852,00 750.000,00
3. Geleistete Anzahlungen 845.975,00 51.600.000,00 -845.975,00
505.690.485,91 67.404.048,96 34.854,04
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 349.129.001,39 16.228.917,96 6.419.119,84
2. Technische Anlagen und Maschinen 71.472.714,67 3.470.837,10 1.569.852,71
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 41.636.163,76 4.904.349,91 24.840,66
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.839.690,95 33.435.886,95 -8.048.667,25
473.077.570,77 58.039.991,92 -34.854,04
1. Beteilungen an assoziierten Unternehmen 561.298,43 0,00 0,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 15.000.697,85 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 32.510.317,62 849.565,68 0,00
48.072.313,90 849.565,68 0,00
1.026.840.370,58 126.293.606,56 0,00
historische Anschaffungskosten kummulierte Abschreibungen
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE Abgänge
€ Stand 30.06.2019
€ Stand 01.07.2018
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.240,00 10.439.691,71 8.267.903,71
2. Entgeltlich erworbene Spielerwerte 174.375.563,20 336.710.894,00 322.641.280,32
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 51.600.000,00 0,00
174.378.803,20 398.750.585,71 330.909.184,03
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.118.284,18 370.658.755,01 136.284.122,39
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.267.641,57 75.245.762,91 53.129.377,67
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.231.495,89 44.333.858,44 25.925.992,70
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 12.330,00 36.214.580,65 0,00
4.629.751,64 526.452.957,01 215.339.492,76
1. Beteilungen an assoziierten Unternehmen 149.599,22 411.699,21 0,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 15.000.697,85 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 997.094,67 32.362.788,63 0,00
1.146.693,89 47.775.185,69 0,00
180.155.248,73 972.978.728,41 546.248.676,79
kummulierte Abschreibungen
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE Zugänge
€ Zuschreibung Abgänge
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.097.237,00 0,00 3.240,00 9.361.900,71
2. Entgeltlich erworbene Spielerwerte 48.391.871,50 0,00 137.111.599,32 233.921.552,50
49.489.108,50 0,00 137.114.839,32 243.283.453,21
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.154.913,01 0,00 334.761,39 147.104.274,01
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.028.726,51 0,00 974.336,27 56.183.767,91
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.522.911,92 0,00 1.946.258,59 29.502.646,03
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
20.706.551,44 0,00 3.255.356,25 232.790.687,95
1. Beteilungen an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
70.195.659,94 0,00 140.370.195,57 476.074.141,16
Verrechnung und Buchwert
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE Ausweis § 246 Abs. 2 Satz 2 und 3 HGB Stand 01.07.2018
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.547.002,00
2. Entgeltlich erworbene Spielerwerte 172.388.324,88
3. Geleistete Anzahlungen 845.975,00
174.781.301,88
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 212.844.879,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 18.343.337,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.710.171,06
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.839.690,95
257.738.078,01
1. Beteilungen an assoziierten Unternehmen 561.298,43
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 15.000.697,85
3. Sonstige Ausleihungen 32.362.788,63 0,00
32.362.788,63 15.561.996,28
32.362.788,63 448.081.376,17
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE Buchwert Stand 30.06.2019
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.077.791,00
2. Entgeltlich erworbene Spielerwerte 102.789.341,50
3. Geleistete Anzahlungen 51.600.000,00
155.467.132,50
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 223.554.481,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 19.061.995,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.831.212,41
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 36.214.580,65
293.662.269,06
1. Beteilungen an assoziierten Unternehmen 411.699,21
3. Sonstige Ausleihungen 0,00
15.412.397,06
464.541.798,62
D. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Es bestehen Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in folgender Höhe:
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen T€ 13.170 (Vorjahr: T€ 1.466)
Sonstige Vermögensgegenstände T€ 43 (Vorjahr: T€ 63)
D. 3. Eigenkapital
Das Grundkapital ist eingeteilt in 30.000.000 auf den Namen lautende Stückaktien.
FC Bayern München eV mit Sitz in München: 22.500.000 Aktien
adidas AG mit Sitz in Herzogenaurach: 2.500.000 Aktien
Allianz SE mit Sitz in München: 2.500.000 Aktien
Audi AG mit Sitz in Ingolstadt: 2.500.000 Aktien
Stand 30.06.2018 T€ 280.593
Einstellung / Verwendung T€ 0
Stand 30.06.2019 T€ 280.593
Stand 30.06.2018 T€ 116.348
Einstellung aus dem Bilanzgewinn 2017/2018 T€ 17.519
Sonstige Einstellungen T€ 382
Stand 30.06.2019 T€ 134.249
Eine Dotierung der gesetzlichen Rücklage gem. § 150 AktG ist nicht erforderlich.
Der Reservefonds ist durch die Kapitalrücklage voll dotiert.
D. 4. Rückstellungen für Pensionen / Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung
Gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB zum 30.06.2019 verrechnete Beträge:
Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände: T€ 32.363
Beizulegender Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände: T€ 32.363
Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtung: T€ 36.154
Verrechneter Zinsaufwand aus Aufzinsung der Pensionsverpflichtung: T€ 1.046
Verrechnete Erträge aus verpfändeten Rückdeckungsversicherungen: T€ 850
Der Erfüllungsbetrag der erteilten Pensionszusagen auf Basis des zugrunde gelegten 10 Jahresdurchschnitts bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren (Zinssatz 2,98 %) beträgt T€ 36.154. Bei Anwendung des (bisherigen) 7 Jahres-Durchschnitts und einer Restlaufzeit von 15 Jahren (Zinssatz 2,18 %) hätte sich ein Erfüllungsbetrag von T€ 40.209 ergeben. Der Unterschiedsbetrag aus der geänderten Ermittlung des Abzinsungssatzes beträgt damit T€ 4.055. In Höhe dieses Unterschiedsbetrags liegt eine Ausschüttungssperre vor.
D. 5. Verbindlichkeiten
Die Zusammensetzung, die Laufzeiten und die Art und Form der gewährten Sicherheiten sind im nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel dargestellt:
Verbindlichkeitenspiegel Gesamtbetrag
T€ Laufzeit bis 1 Jahr
T€ Laufzeit bis 1 Jahr (VJ)
T€ Laufzeit mehr als 1 Jahr
T€ Laufzeit mehr als 1 Jahr (VJ) Laufzeit davon über 5 Jahre
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 9.655 9.655 3.314 0 0 0
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 60.156 39.736 85.424 20.420 25.351 0
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 75 75 764 0 0 0
4. Sonstige Verbindlichkeiten 58.179 58.179 40.447 0 0 0
-davon aus Steuern 34.177 34.117 23.981 0 0 0
-davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 13 13 6 0 0 0
128.065 107.645 129.949 20.420 25.351 0
Verbindlichkeitenspiegel davon durch Pfandrechte und ähnliche Rechte gesichert
T€ Art/Form der Sicherheit
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen – keine
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen – keine
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht – keine
4. Sonstige Verbindlichkeiten – keine
-davon aus Steuern – keine
-davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: – keine
D. 6. Latente Steuern
In Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB werden aktive latente Steuern nicht aktiviert. Passive latente Steuern bestehen nicht.
D. 7. Haftungsverhältnisse
Zum Bilanzstichtag bestehen Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften für Verbindlichkeiten gegenüber Vermietern und Sicherungsnehmern in Höhe von T€ 551. Eine Inanspruchnahme aus den Avalen ist auf Grund der Bonität der Schuldner am Bilanzstichtag nicht zu erwarten.
D. 8. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 96.400. Die finanziellen Verpflichtungen sind zum Teil von in der Zukunft liegenden Ereignissen abhängig.
D. 9. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte
Im Jahre 2005 wurden zukünftig entstehende Forderungen an die Commerzbank AG (ehemals Dresdner Bank AG) im Wege der Forfaitierung verkauft. Mit dem Erlös wurden Kredite zur Finanzierung des Stadionbaus abgelöst. Die Finanzlage der Gesellschaft konnte somit deutlich verbessert werden. Jedoch führen die korrespondierenden Umsätze künftiger Jahre nicht zu Liquiditätszuflüssen. Im Geschäftsjahr waren hiervon Umsatzerlöse in Höhe von T€ 4.500 betroffen.
Weitere Risiken aus dem Forderungsverkauf werden der Gesellschaft nicht entstehen.
E. Angaben und Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
E. 1. Umsatzerlöse
Im Geschäftsjahr 2018/2019 konnten Umsatzerlöse in Höhe von T€ 739.788 (Vorjahr T€ 648.134) erzielt werden.
Die Erlöse verteilen sich auf nachfolgende Bereiche:
Spielbetrieb T€ 197.048 26,6 %
Werbung und Sponsoring T€ 203.477 27,5 %
Medienvermarktung T€ 124.543 16,8 %
Handel und Sonstiges T€ 214.720 29,1 %
E. 2. Abschreibungen
Es wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen.
E. 3. Honorar des Abschlussprüfers
Abschlussprüfungsleistungen € 0,2 Mio.
andere Bestätigungsleistungen € 0,1 Mio.
Steuerberatungsleistungen € 0,3 Mio.
sonstige Leistungen € 0,3 Mio.
E. 4. Bilanzgewinn
Bilanzgewinn zum 30.06.2018 T€ 29.519
Ausschüttung Dividenden T€ – 12.000
Einstellung in andere Gewinnrücklagen T€ – 17.519
Jahresüberschuss T€ 52.546
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr T€ 0
Bilanzgewinn zum 30.06.2019 T€ 52.546
Der Bilanzgewinn steht in Höhe von T€ 48.491 zur Ausschüttung an die Gesellschafter zur Verfügung. Ausschüttungsgesperrt sind T€ 4.055 gem. § 253 Abs. 6 HGB.
E. 5. Ergebnisverwendungsvorschlag
Der Vorstand schlägt vor von dem Bilanzgewinn eine Dividende von € 0,50 je Aktie auszuschütten und den Rest in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen.
E. 6. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen
Nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommene Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen wurden nicht getätigt.
F. Angaben zu bestimmten anderen Sachverhalten
F. 1. Vorstand
Karl-Heinz Rummenigge Jan-Christian Dreesen Andreas Jung Jörg Wacker
F. 2. Aufsichtsrat
Uli Hoeneß Vorsitzender
Präsident des FC BAYERN MÜNCHEN eV
Herbert Hainer stellvertretender Vorsitzender
Dr. Herbert Diess stellvertretender Vorsitzender (seit 18.12.2018)
Dr. Werner Zedelius stellvertretender Vorsitzender Senior Advisor Allianz SE
Timotheus Höttges Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom AG
Prof. Dr. Dieter Mayer Notar, 1. Vizepräsident des FC BAYERN MÜNCHEN eV
Dr. Edmund Stoiber bayerischer Ministerpräsident a.D.
Dr. Theodor Weimer CEO Deutsche Börse AG
Dr. Michael Diederich (seit 18.12.2018) Sprecher des Vorstandes der UniCredit Bank AG
Prof. Rupert Stadler stellvertretender Vorsitzender (bis 08.11.2018)
Vorstandsvorsitzender Audi AG bis 02.10.2018
Prof. Dr. Martin Winterkorn (bis 17.12.2018) Manager
F. 3. Vergütungen der Organmitglieder
Der Aufsichtsrat erhielt eine Vergütung im Geschäftsjahr in Höhe von T€ 577.
Im Geschäftsjahr 2018/2019 belaufen sich die Bezüge der Vorstände auf T€ 11.225.
Kredite an Mitglieder des Geschäftsführungsorgans wurden nicht gewährt.
Unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB ist die Berichterstattung eingeschränkt.
F. 4. Beschäftigte
Der FC BAYERN MÜNCHEN AG Konzern hat in der Verwaltung durchschnittlich 638 Mitarbeiter und im Trainings- und Spielbetrieb 348 Mitarbeiter beschäftigt.
Die Zahlen umfassen auch eine Vielzahl von Teilzeit- und Aushilfskräften, die zur Abdeckung von Belastungsspitzen -vor allen an Spieltagen -notwendig sind.
Verwaltung/Geschäftsstelle 638
Trainings- und Spielbetrieb 118
Trainer/Lehrer 24
Lizenzspieler 26
Ordnungsdienst 68
Amateurspielbetrieb 230
Trainer/Betreuer/Lehrer 100
Amateurspieler/-innen 57
Jugendspieler/-innen 73
München, den 09. August 2019
Jan-Christian Dreesen, stellvertretender, Vorstandsvorsitzender
KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG des FC BAYERN MÜNCHEN AG Konzern
Kapitalflussrechnung (T€) laufende Geschäftstätigkeit (indirekte Methode) 1. Juli 2018 bis 30. Juni 2019 1. Juli 2017 bis 30. Juni 2018
+/- Periodenergebnis 52.546 29.519
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 70.196 90.090
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen (ohne Zunahme/Abnahme der Rückstellungen aufgrund von Ertragsteuern) 10.204 -634
-/+ Sonstige zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen -5 -29
-/+ Zunahme /Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 3.271 11.485
+/- Zunahme /Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -4.248 40.730
-/+ Gewinn /Verlust aus dem Abgang von Anlagevermögens -51.183 -13.245
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 947 770
+/- Zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen aufgrund von Auf- bzw. Abzinsung -591 -274
– Sonstige Beteiligungsertäge -379 -529
+/- Ertragsteueraufwand/Ertragsteuerertrag 22.195 16.423
-/+ Ertragsteuerzahlungen -47.085 -7.389
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 55.868 166.917
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 50.466 28.052
– Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -103.578 -115.928
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 311 331
– Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -52.796 -26.658
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 1.147 995
– Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -850 -16.384
+ Einzahlungen aus Abgängen aus dem Konsolidierungskreis 0 0
– Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis 0 0
+ Einzahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition 0 0
– Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition 0 0
+ Einzahlungen im Zusammenhang mit Erträgen von außerordentlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung 0 0
– Auszahlungen im Zusammenhang mit Aufwendungen von außerordentlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung 0 0
+ Erhaltene Zinsen 24 73
+ Erhaltene Dividenden 379 529
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -104.897 -128.990
+ Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens 0 0
+ Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von anderen Gesellschaftern 0 0
– Auszahlungen aus Eigenkapitalherabsetzungen an Gesellschafter des Mutterunternehmens 0 0
– Auszahlungen aus Eigenkapitalherabsetzungen an andere Gesellschafter 0 0
+ Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-)Krediten 0 0
– Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-)Krediten 0 0
+ Einzahlungen aus erhaltenen Zuschüssen/Zuwendungen 0 0
– Gezahlte Zinsen -380 -570
– Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens -12.000 -16.500
– Gezahlte Dividenden an andere Gesellschafter 0 0
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -12.380 -17.070
= Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -61.409 20.855
+/- Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 0 0
+/- Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 0 0
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 220.756 199.899
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 159.347 220.756
Ergänzende Angaben zur Kapitalflussrechnung
a) Definition des Finanzmittelfonds Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände
b) Zusammensetzung des Finanzmittelfonds Bilanzposten „Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks“
c) wesentliche zahlungsunwirksame Investitions- und Finanzierungsvorgänge und Geschäftsvorfälle keine
d) Bestände des Finanzmittelfonds von quotal einbezogenen Unternehmen entfällt
e) Bestände, die Verfügungsbeschränkungen unterliegen keine
KONZERNEIGENKAPITALSPIEGEL des FC BAYERN MÜNCHEN AG Konzern
(Korrigiertes) gezeichnetes Kapital
Stammaktien Vorzugsaktien Summe
Stand 30.06.2018 30.000.000,00 0,00 30.000.000,00
Ausgabe von Anteilen 0,00 0,00 0,00
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 0,00 0,00 0,00
Einziehung von Anteilen 0,00 0,00 0,00
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 0,00 0,00 0,00
Einforderung/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen 0,00 0,00 0,00
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen 0,00 0,00 0,00
Ausschüttung 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00
Änderungen des Konsolidierungskreises 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00 0,00
Stand 30.06.2019 30.000.000,00 0,00 30.000.000,00
Stand 30.06.2018 0,00 0,00 0,00
Stand 30.06.2019 0,00 0,00 0,00
Stand 30.06.2018 0,00 0,00
Ausgabe von Anteilen 0,00 0,00
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 0,00 0,00
Einziehung von Anteilen 0,00 0,00
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 0,00 0,00
Einforderung/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen 0,00 0,00
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen 0,00 0,00
Ausschüttung 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00
Änderungen des Konsolidierungskreises 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00
Stand 30.06.2019 0,00 0,00
Nicht eingeforderte ausstehende Einlagen Summe
Stand 30.06.2018 0,00 30.000.000,00
Stand 30.06.2019 0,00 30.000.000,00
nach § 272 Abs. 2 Nr. 1-3 HGB nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB Summe
Stand 30.06.2018 11.392.547,70 269.200.000,00 280.592.547,70
Stand 30.06.2019 11.392.547,70 269.200.000,00 280.592.547,70
gesetzliche Rücklage nach § 272 Abs. 4 HGB satzungsmäßige Rücklagen
Gewinnrücklagen Summe
andere Gewinnrücklagen Summe
Stand 30.06.2018 116.347.632,71 116.347.632,71 396.940.180,41
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen 17.518.748,27 17.518.748,27 17.518.748,27
Sonstige Veränderungen 382.919,37 382.919,37 382.919,37
Stand 30.06.2019 134.249.300,35 134.249.300,35 414.841.848,05
Eigenkapitaldifferenzen aus Währungsumrechnung Gewinnvortrag/ Verlustvortrag
Stand 30.06.2018 -11.543,69 29.518.748,27
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen 0,00 -17.518.748,27
Ausschüttung 0,00 -12.000.000,00
Währungsumrechnung -3.763,41 0,00
Stand 30.06.2019 -15.307,10 0,00
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag der dem Mutterunternehme n zuzurechnen ist Summe
Stand 30.06.2018 0,00 456.447.384,99
Währungsumrechnung 0,00 -3.763,41
Sonstige Veränderungen 0,00 382.919,37
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 52.546.199,00 52.546.199,00
Stand 30.06.2019 52.546.199,00 497.372.739,95
Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/Verluste Summe Summe
Stand 30.06.2018 0,00 0,00 456.447.384,99
Ausschüttung 0,00 0,00 -12.000.000,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 -3.763,41
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 382.919,37
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00 52.546.199,00
Stand 30.06.2019 0,00 0,00 497.372.739,95
An die FC BAYERN MÜNCHEN AG
Wir haben den Konzernabschluss der FC BAYERN MÜNCHEN AG und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) -bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. Juni 2019, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2018 bis zum 30. Juni 2019 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der FC BAYERN MÜNCHEN AG für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2018 bis zum 30. Juni 2019 geprüft.
entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. Juni 2019 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2018 bis zum 30. Juni 2019 und
vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangte Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.
München, den 14. August 2019
R H S Rein • Hambrecht • Singer GmbH
Singer, Wirtschaftsprüfer
ppa. Kistler, Wirtschaftsprüfer
Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2018/2019
der FC Bayern München AG
Laufende Überwachung der Geschäftsführung
In dem Berichtsjahr 2018/2019 hat sich der Aufsichtsrat eingehend mit der Lage der Gesellschaft befasst, die Geschäftsführung des Vorstands laufend überwacht und beratend begleitet und damit seine gesetzlichen und satzungsgemäßen Aufgaben wahrgenommen.
Zur Erfüllung seiner Überwachungsaufgaben bedient sich der Aufsichtsrat im Wesentlichen eines nach seinen Vorgaben gestalteten Berichtssystems sowie eines von ihm erstellten Katalogs von Maßnahmen, deren Durchführung der vorherigen Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen. Auf diese Weise ist gewährleistet, dass der Aufsichtsrat über die Lage der Gesellschaft regelmäßig, zeitnah und umfassend informiert wird und in Entscheidungen von besonderer Bedeutung stets eingebunden ist.
Mündliche und schriftliche Berichterstattung durch den Vorstand in Sitzungen des Aufsichtsrats sowie laufende Informationen über alle relevanten geschäftspolitischen Vorgänge gaben dem Aufsichtsrat detaillierten Einblick in die aktuellen Entwicklungen und Tätigkeit der Gesellschaft.
Insbesondere findet eine ausführliche Berichterstattung des Vorstands in den turnusmäßigen Sitzungen des Aufsichtsrats statt, in welchen der Aufsichtsrat mit dem Vorstand in regelmäßigen Abständen Geschäftsentwicklung, Planung und Unternehmensstrategie sowie die Risikolage erörtert. Sofern erforderlich, erstattet der Vorstand dem Aufsichtsrat über die regelmäßigen Berichte hinaus auch zwischen den Sitzungen zu aktuellen Vorfällen oder Vorhaben Bericht. Ferner hat sich der Vorstand mit den Mitgliedern des Präsidialausschusses und insbesondere mit dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats regelmäßig außerhalb der Aufsichtsratssitzungen ausgetauscht und beraten. Über die dem Aufsichtsrat im Rahmen der Berichterstattung des Vorstands vorgelegten Unterlagen hinaus war eine Einsicht in die Bücher und Schriften der Gesellschaft durch den Aufsichtsrat im Berichtsjahr nicht erforderlich.
Zu Maßnahmen, die dem Aufsichtsrat nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung vom Vorstand zur Zustimmung vorzulegen sind, werden vom Vorstand vor der entsprechenden Beschlussfassung des Aufsichtsrats die erforderlichen Informationen für die Entscheidungsfindung des Aufsichtsrats zur Verfügung gestellt. Der Aufsichtsrat befasst sich mit solchen Maßnahmen, soweit erforderlich, auch außerhalb von Sitzungen und beschließt darüber.
Beschlüsse des Aufsichtsrats werden in Präsenzsitzungen oder, sofern erforderlich, auch zwischen solchen Sitzungen im Rahmen von Telefonkonferenzen oder im Umlaufverfahren gefasst.
In insgesamt vier Sitzungen im Berichtsjahr, die am 27. August 2018,12. November 2018, 25. Februar 2019 sowie 13. Mai 2019 stattfanden, hat der Aufsichtsrat mit dem Vorstand die laufende Geschäftstätigkeit und alle wichtigen Entscheidungen des Unternehmens beraten.
Im Berichtsjahr bestanden im Aufsichtsrat ein Präsidialausschuss sowie ein Prüfungsausschuss. Oer Präsidialausschuss bestand aus vier Mitgliedern. Der Prüfungsausschuss bestand aus drei Mitgliedern. Der Prüfungsausschuss trat im Berichtsjahr insgesamt viermal zusammen. Der Präsidialausschuss hat sich regelmäßig über anstehende Themen abgestimmt.
Der von der Hauptversammlung gewählte Abschlussprüfer, die Rein Hambrecht Singer GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, München, hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Konzernabschluss sowie den Lagebericht und Konzernlagebericht der FC Bayern München AG zum 30. Juni 2019 geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Auch der Aufsichtsrat hat diese Unterlagen eingehend geprüft und sich dabei insbesondere eingehend mit dem Prüfungsbericht des Abschlussprüfers befasst.
Alle Abschlussunterlagen und der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers lagen den Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor. Sie wurden zunächst in einer Sitzung des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrats ausführlich besprochen. Der Prüfungsausschuss hat dem Gesamtaufsichtsrat hierüber anschließend berichtet.
Nach Abschluss seiner eigenen Prüfung hat der Aufsichtsrat von dem Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers zustimmend Kenntnis genommen und festgestellt, dass auch seinerseits keine Einwendungen zu erheben sind. Der vom Vorstand aufgestellte und vom Abschlussprüfer geprüfte Jahresabschluss und Konzernabschluss sowie der Lagebericht und Konzernlagebericht wurden vom Aufsichtsrat gebilligt und der Jahresabschluss damit festgestellt. Der Aufsichtsrat hat ferner den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands geprüft und sich dem Vorschlag des Vorstands nach Abschluss seiner eigenen Prüfung angeschlossen.
Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat
Im Aufsichtsrat sind Prof. Dr. Rupert Stadler zum 08.11.2018 und Prof. Dr. Martin Winterkorn zum 18.12.2018 ausgeschieden.
Neu in den Aufsichtsrat berufen wurden am 18.12.2018 Herr Dr. Herbert Diess und Dr. Michael Diederich.
Der Aufsichtsrat dankt der Unternehmensleitung und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren persönlichen Einsatz im vergangenen Geschäftsjahr.
Uli Hoeneß, Vorsitzender des Aufsichtsrats
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