Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=24.09.2002&Aktenzeichen=VI%20ZB%2026/02
Timestamp: 2019-10-20 20:13:14
Document Index: 239113368

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 574', '§ 574', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 24.09.2002 - VI ZB 26/02 - dejure.org
https://dejure.org/2002,4477
BGH, 24.09.2002 - VI ZB 26/02 (https://dejure.org/2002,4477)
BGH, Entscheidung vom 24.09.2002 - VI ZB 26/02 (https://dejure.org/2002,4477)
BGH, Entscheidung vom 24. September 2002 - VI ZB 26/02 (https://dejure.org/2002,4477)
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Wiedereinsetzung in den vorigen Stand - Verschulden - Prozessbevollmächtigter - Kanzleiversehen - Telefax - Vorab - Berufungsbegründung - Fristversäumnis - Berufungsfrist - Fristende
ZPO (ab 1.1.2002) § 574 Abs. 2 Nr. 1, 2
Voraussetzung ist aber, daß der Fehler über die Einzelfallentscheidung hinaus die Interessen der Allgemeinheit nachhaltig berührt (vgl. Senatsbeschluß vom 24. September 2002 - VI ZB 26/02 - DAR 2003, 64; BT-Drs. 14/4722 S. 104).
aa) Der Zulassungsgrund des § 574 Abs. 2 Nr. 2 Fall 2 ZPO ist gegeben, wenn einem Gericht bei der Anwendung von Rechtsnormen Fehler unterlaufen sind, die die Wiederholung durch dasselbe Gericht oder die Nachahmung durch andere Gerichte erwarten lassen, und wenn dadurch so schwer erträgliche Unterschiede in der Rechtsprechung zu entstehen oder fortzubestehen drohen, dass eine höchstrichterliche Leitentscheidung notwendig ist (Senat, Beschluss vom 24. September 2002 - VI ZB 26/02, DAR 2003, 64; vom 23. September 2003 - VI ZA 16/03, VersR 2004, 1197, 1198; BGH…, Beschluss vom 29. Mai 2002 - V ZB 11/02, aaO S. 46;… Beschluss vom 11. Mai 2004 - XI ZB 39/03, aaO S. 139;… Beschluss vom 19. September 2002 - V ZB 31/02, aaO S. 133 bzw. aaO VersR 2003, 1457, 1458).
Eine solche läge nur vor, wenn die anzufechtende Entscheidung eine Rechtsfrage anders beantwortet hätte, als die Vergleichsentscheidung, also einen Rechtssatz aufgestellt hätte, der sich mit einem in der Vergleichsentscheidung aufgestellten und diesen tragenden Rechtssatz nicht deckt (BGHZ 154, 288, 293; BGH, Beschl. v. 24. September 2002 - VI ZB 26/02, DAR 2003, 64).
Eine solche Abweichung liegt nur vor, wenn die angefochtene Entscheidung ein und dieselbe Rechtsfrage anders beantwortet als die Vergleichsentscheidung, also einen Rechtssatz aufstellt, der von einem die Entscheidung tragenden Rechtssatz der Vergleichsentscheidung abweicht (vgl. Senatsbeschlüsse vom 24. September 2002 - VI ZB 26/02 - r + s 2003, 86 und vom 5. November 2002 - VI ZB 40/02 - NJW 2003, 437, jeweils m.w.N.).