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Timestamp: 2016-10-28 18:12:58
Document Index: 89085318

Matched Legal Cases: ['Art. 9', 'Art. 8', 'Art. 29', 'Art. 86', 'Art. 87', 'Art. 84', 'Art. 88', 'BGE', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 90', 'BGE', 'Art. 9', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 6', 'Art. 7', 'Art. 7', 'BGE', 'BGE', 'Art. 5', 'BGE', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 29', 'BGE', 'Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'Art. 29', 'BGE', 'Art. 156', 'Art. 153', 'Art. 153', 'Art. 159']

2P.231/2003 (28.01.2004)
2P.231/2003 /kil
Bundesrichter Betschart, Hungerb�hler, Gerichtsschreiber H�berli.
Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanwalt Bruno Frick,
Z.________ AG, Hoch- und Tiefbau, Beschwerdegegnerin,
vertreten durch F�rsprecher Peter Rechsteiner,
Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, vertreten durch die Bau- und Umweltdirektion, Rheinstrasse 29, 4410 Liestal,
Staatsrechtliche Beschwerde gegen das Urteil des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, vom 2. April 2003.
Ein kantonales Bauprojekt f�r den Umbau der Prattelerstrasse in Muttenz, sah vor, diese im Bereich des Ortseingangs aus Richtung Pratteln durch den Einbau von Baumrabatten auf eine "�bliche Spurbreite" zu redimensionieren und gleichzeitig die L�rmbelastung f�r die Anwohner durch die Verwendung eines Splittmastixasphalts zu reduzieren. Die entsprechenden Tiefbauarbeiten (1. Etappe) wurden im Amtsblatt des Kantons Basel-Landschaft vom 16. Mai 2002 �ffentlich ausgeschrieben. Als Zuschlagskriterien wurden publiziert: Angebotspreis (60 Prozent), Bauprogramm/Bauzeit (30 Prozent) und Baustellenorganisation/Qualifikation des Schl�sselpersonals (10 Prozent).
Mit Beschluss des Regierungsrats des Kantons Basel-Landschaft vom 13. August 2002 erhielt die Z.________ AG (A.________) zu einem Preis von Fr. 666'343.85 den Zuschlag. Hiergegen erhob eine der zehn unterlegenen Mitkonkurrentinnen Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft: Die X.________ AG (B.________) hatte mit Fr. 610'398.60 die kosteng�nstigste Offerte eingereicht, aber eine Bauzeit von 43 Arbeitstagen vorgesehen, was mehr als das Doppelte der von der Z.________ AG eingeplanten Zeitspanne von 17 Tagen ausmachte. Ihr Angebot war deswegen insgesamt ganz knapp - um 0,16 Punkte - schlechter bewertet worden als jenes der Z.________ AG. Das Kantonsgericht erteilte der Beschwerde der X.________ AG die aufschiebende Wirkung (Verf�gung vom 25. September 2002) und f�hrte am 2. April 2003 eine Parteiverhandlung durch und wies die Beschwerde ab.
Am 28. August 2003 hat die X.________ AG beim Bundesgericht staatsrechtliche Beschwerde eingereicht mit dem Antrag, den Entscheid des Verwaltungsgerichts aufzuheben. Sie r�gt eine Verletzung des Willk�rverbots, des Grundsatzes von Treu und Glauben (je Art. 9 BV), des Rechtsgleichheitsgebots (Art. 8 Abs. 1 BV), des Anspruchs auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV) sowie verschiedener Bestimmungen der Interkantonalen Vereinbarung vom 25. November 1994 �ber das �ffentliche Beschaffungswesen (IV�B; SR 172.056.4) sowie des basel-landschaftlichen Gesetzes �ber �ffentliche Beschaffungen vom 3. Juni 1999 (BeG).
Die Bau- und Umweltschutzdirektion des Kantons Basel-Landschaft schliesst auf Abweisung der Beschwerde, w�hrend die Z.________ AG und das Kantonsgericht des Kantons Basel-Landschaft auf Vernehmlassung verzichtet haben.
Am 10. September 2003 wurde der Werkvertrag zwischen dem Kanton Basel-Landschaft und der Z.________ AG abgeschlossen, welche die Bauarbeiten in der Folge Ende Oktober/Anfang November ausf�hrte.
1.1 Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Endentscheid, der sich auf kantonales Recht st�tzt und gegen den auf Bundesebene nur die staatsrechtliche Beschwerde offen steht (Art. 86 Abs. 1 und Art. 87 in Verbindung mit Art. 84 Abs. 2 OG). Die Beschwerdef�hrerin war am vorliegenden Submissionsverfahren beteiligt, weshalb sie zur staatsrechtlichen Beschwerde gegen den die Vergabe sch�tzenden Entscheid des Kantonsgerichts legitimiert ist (vgl. Art. 88 OG; BGE 125 II 86 E. 4 S. 95 f.; 125 I 406 E. 1 S. 408). Dieses Rechtsmittel steht gegen einen Zuschlagsentscheid auch dann offen, wenn mit dem ausgew�hlten Bewerber - wie vorliegend - bereits ein Vertrag abgeschlossen worden ist. Zwar wird die G�ltigkeit dieses Vertrages durch die Gutheissung der Beschwerde eines Konkurrenten nicht ber�hrt, doch beh�lt der �bergangene Bewerber insofern ein aktuelles praktisches Interesse am Verfahren, als das Bundesgericht auf Grund der speziellen Regelung von Art. 9 Abs. 3 BGBM in diesem Falle wenigstens die Bundesrechtswidrigkeit des angefochtenen Entscheids festzustellen hat, um dem Betroffenen die allf�llige Geltendmachung von Schadenersatz zu erm�glichen (BGE 125 II 86 E. 5b S. 97 f.). Der Antrag, den angefochtenen Entscheid aufzuheben, ist nach dem Gesagten als Begehren um Feststellung der Bundesrechtswidrigkeit des angefochtenen Entscheids entgegenzunehmen (vgl. Urteil 2P.4/2000 vom 26. Juni 2000, in: ZBl 102/2001 S. 217, E. 1c).
1.2 Nicht einzutreten ist auf die Beschwerde, soweit es den erhobenen R�gen an einer rechtsgen�glichen Begr�ndung fehlt: Gem�ss Art. 90 Abs. 1 lit. b OG muss die staatsrechtliche Beschwerde die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung dar�ber enthalten, welche verfassungsm�ssigen Rechte bzw. welche Rechtss�tze inwiefern durch den angefochtenen Entscheid verletzt worden sind. Das Bundesgericht untersucht nicht von Amtes wegen, ob ein kantonaler Hoheitsakt verfassungsm�ssig ist, sondern pr�ft nur rechtsgen�gend vorgebrachte, klar erhobene und, soweit m�glich, belegte R�gen (BGE 110 Ia 1 E. 2 S. 3 f.; 119 Ia 197 E. 1d S. 201, mit Hinweisen). Wird eine Verletzung des Willk�rverbots (Art. 9 BV) geltend gemacht, gen�gt es nicht, wenn der Beschwerdef�hrer bloss den angefochtenen Entscheid kritisiert, wie er dies in einem appellatorischen Verfahren tun k�nnte, bei dem die Rechtsmittelinstanz die Rechtsanwendung frei �berpr�fen kann. Er muss deutlich dartun, welche Vorschriften oder allgemein anerkannten Rechtsgrunds�tze die kantonalen Beh�rden in einer gegen Art. 9 BV verstossenden Weise verletzt haben sollen (BGE 117 Ia 10 E. 4b S. 12, mit Hinweis). Soweit die Beschwerdeschrift diesen Anforderungen nicht gen�gt und sich in appellatorischer Kritik ersch�pft, ist auf sie nicht einzugehen.
1.3 Nicht einzutreten ist auf die Beschwerde sodann, soweit die Beschwerdef�hrerin eine Verletzung der interkantonalen Vereinbarung �ber das �ffentliche Beschaffungswesen r�gt: Die Beschwerdef�hrerin verkennt, dass diese auf die vorliegende Streitigkeit keine Anwendung findet, weil der massgebende Schwellenwert nicht erreicht wird (vgl. Art. 6 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit Art. 7 Abs. 1 lit. a IV�B). Der vom 15. M�rz 2001 datierenden Neufassung des Konkordats, welche f�r Vergabeverfahren "im von Staatsvertr�gen (GATT/WTO-Abkommen, bilaterale Vertr�ge mit der EU) nicht erfassten Bereich" tiefere Schwellenwerte vorsieht (vgl. Art. 7 Abs. 1bis in Verbindung mit dem Anhang 2, SR172.056.5), ist der Kanton Basel-Landschaft noch nicht beigetreten. Das Kantonsgericht hat zwar die interkantonale Vereinbarung f�r die Beantwortung der von ihm behandelten Rechtsfragen beigezogen; dies �ndert aber nichts an der Tatsache, dass es sich auf kantonales Submissionsrecht gest�tzt hat, auch wenn es dieses im Lichte der Praxis zum Konkordat ausgelegt haben mag.
1.4 Das Bundesgericht pr�ft die Anwendung von eidgen�ssischem und kantonalem Verfassungsrecht frei, jene von kantonalem Gesetzes- und Verordnungsrecht indessen nur unter dem Gesichtswinkel der Willk�r (BGE 128 I 3 E. 2b S. 9).
2.1 Die Beschwerdef�hrerin macht vorab geltend, das Transparenzgebot - welches sich f�r das kantonale Submissionsrecht aus � 1 lit. a sowie � 9 lit. a BeG ergibt - sei willk�rlich gehandhabt worden. Die Vergabebeh�rde habe die Bewertungsskalen f�r Preis und Bauzeit erst nach Eingang der Offerten bestimmt, obschon die fraglichen Skalen aus Gr�nden der Transparenz bereits mit der Ausschreibung h�tten publiziert werden m�ssen. Weil die Bewerber so nicht h�tten wissen k�nnen, wieviel sie in baubeschleunigende Massnahmen investieren sollten, sei das Vergabeverfahren zur "Lotterie" geworden.
2.2 Es stellt sich zun�chst die Frage, ob diese Vorbringen versp�tet sind, weil die Beschwerdef�hrerin die angeblichen M�ngel bereits aus der Ausschreibung und den zugeh�rigen Unterlagen ersehen konnte. Da die Ausschreibung als solche nicht zu den in � 31 BeG aufgez�hlten "Beschwerdegegenst�nden", geh�rt, erscheint zumindest fraglich, ob die Beschwerdef�hrerin ihre Einwendungen bereits mit einem Rechtsmittel gegen die Ausschreibung h�tte erheben k�nnen und m�ssen (vgl. BGE 125 I 203). Dessen ungeachtet w�re sie jedoch nach Treu und Glauben gehalten gewesen, auf die vermeintlichen M�ngel fr�hzeitig hinzuweisen und diese nicht erst im Beschwerdeverfahren gegen den entgangenen Zuschlag zu r�gen (vgl. Robert Wolf, Die Beschwerde gegen Vergabeentscheide - Eine �bersicht �ber die Rechtsprechung zu den neuen Rechtsmitteln, in: ZBl 104/2003 S. 10). Allerdings ist das Kantonsgericht seinerseits vorbehaltlos auf die Vorbringen der Beschwerdef�hrerin eingetreten. Letztlich kann offen bleiben, ob die fraglichen R�gen versp�tet und damit unzul�ssig sind, weil die Beschwerde insoweit ohnehin unbegr�ndet ist.
2.3 Art. 5 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 1995 �ber den Binnenmarkt (BGBM; SR 943.02) bestimmt, dass bei �ffentlichen Beschaffungen von Kantonen und Gemeinden die Kriterien f�r Teilnahme und Zuschlag amtlich zu publizieren sind. Das basel-landschaftliche Beschaffungsgesetz verlangt die Wiedergabe der Zuschlagskriterien "in der Reihenfolge ihrer Bedeutung und entsprechend ihrer Gewichtung" in den Ausschreibungsunterlagen (� 22 Abs. 1 BeG). Die Bau- und Umweltschutzdirektion des Kantons Basel-Landschaft hat sowohl die Zuschlagskriterien als auch deren relative Gewichtung publiziert (vgl. oben Lit. A) und mithin den gesetzlichen Anforderungen Gen�ge getan. Entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrerin wurde auch das Transparenzgebot respektiert (vgl. BGE 125 II 86 E. 7c S. 101 ff.), ist doch aus diesem bis anhin weder von Lehre noch Praxis eine allgemeine Pflicht zur vorg�ngigen Bekanntgabe von detaillierten Benotungsskalen abgeleitet worden. Einzig dann, wenn die Vergabebeh�rde bereits im Zeitpunkt der Ausschreibung ein Schema mit festen prozentualen Gewichtungen (konkret) formuliert und festgelegt hat, das sie f�r die Bewertung der Offerten auch anzuwenden gedenkt, muss sie dieses im voraus publizieren (Urteil 2P.299/2000 vom 24. August 2001, E. 2c). Es kann mithin von einem Verstoss gegen das Willk�rverbot (Art. 9 BV; vgl. BGE 127 I 60 E. 5a S. 70, mit Hinweisen) keine Rede sein, wenn das Kantonsgericht zum Schluss kommt, die vorg�ngige Bekanntgabe von Benotungsskalen sei nicht erforderlich. Daran �ndert nichts, dass die Offerenten dergestalt nicht genau ersehen konnten, wie sich eine Reduktion der Bauzeit, welche allenfalls zu einer Verteuerung der Offerte f�hrte, im Detail auf ihre Chancen auswirken w�rde. Nichts anderes ergibt sich unter dem Gesichtswinkel der Gleichbehandlung (Art. 8 BV), wobei offen bleiben kann, ob die entsprechenden Vorbringen der Beschwerdef�hrerin den Begr�ndungsanforderungen (vgl. E. 1.2) zu gen�gen verm�gen.
Die Beschwerdef�hrerin r�gt weiter die Art und Weise, in welcher die Bauzeit bewertet worden sei, verletze das Willk�rverbot, das Rechtsgleichheitsgebot, Treu und Glauben sowie den Grundsatz, wonach der Zuschlag dem wirtschaftlich g�nstigsten Angebot erteilt wird (vgl. � 26 Abs. 1 BeG). Bez�glich letzterem Vorbringen tut die Beschwerdef�hrerin nicht dar, worin eine Verfassungsverletzung liegen sollte, weshalb mangels rechtsgen�glicher Begr�ndung nicht darauf einzugehen ist (vgl. E. 1.2). Nicht einzutreten ist auch auf die R�ge, das Vorgehen der Vergabebeh�rde verstosse insoweit gegen Treu und Glauben, weil die Beschwerdef�hrerin dies erstmals vor Bundesgericht geltend macht und mit staatsrechtlicher Beschwerde grunds�tzlich keine neuen rechtlichen Einwendungen erhoben werden k�nnen (sog. Novenverbot; BGE 118 Ia 20 E. 5a S. 26).
3.1 Die Bau- und Umweltdirektion hat in den Ausschreibungsunterlagen (Ziff. 150) ein "finanzielles Anreizsystem" vorgesehen, welches die Einhaltung der offerierten Bauzeit bei der anschliessenden Werkerstellung absichern soll: Unterschreitet das beauftragte Unternehmen die vertraglich vereinbarte Bauzeit, so erh�lt es daf�r einen Bonus von 1'000 Franken pro eingesparten Arbeitstag (Ziff. 153.100). F�r �berschreitungen der Bauzeit werden demgegen�ber pro Arbeitstag 1'000 Franken vom vereinbarten Preis in Abzug gebracht (Ziff. 153.200). Die Beschwerdef�hrerin st�rt sich daran, dass dieser Betrag unter dem "Wert" eines Arbeitstags liegt, wie er sich aus dem Vergleich ihrer Offerte mit jener der Z.________ AG ergibt: Letztere habe den Zuschlag erhalten, weil sie den Preisunterschied von knapp 56'000 Franken aufzuwiegen vermochte, indem sie eine um 26 Tage k�rzere Bauzeit offeriert habe. Im Rahmen der Angebotsbewertung sei einem Arbeitstag somit ein "Wert" von rund Fr. 2'150.-- zugekommen, was weit �ber den 1'000 Franken des finanziellen Anreizsystems liege.
3.2 Es mag zun�chst befremden, dass sich der frankenm�ssige "Wert" von einem Tag Bauzeit gem�ss Bewertung der Angebote derart stark vom Betrag unterscheidet, der anschliessend beim Bonus-/Malussystem f�r die Erstellung des Bauwerks verwendet wird. Es ist aber keineswegs - weder im Allgemeinen noch mit Blick auf das Transparenzgebot - geradezu unhaltbar, wenn das Kantonsgericht die f�r die Bauzeit verwendete Bewertungsskala gesch�tzt hat. Die Implikationen bei der Bewertung der eingereichten Offerten sind wesentlich andere als jene bei der sp�teren Vertragserf�llung, nach abgeschlossenem Submissionsverfahren.
3.2.1 Im Stadium der Bewertung sind die verschiedenen Offerten zu vergleichen, um anhand der formulierten Zuschlagskriterien das vorteilhafteste Gesamtangebot zu ermitteln. Dabei darf die Vergabebeh�rde grunds�tzlich davon ausgehen, dass die Bewerber in ihren Offerten wahrheitsgetreue Angaben machen, so auch im vorliegenden Fall bez�glich der veranschlagten Bauzeiten. Diese werden f�r die einzelnen Bewerber prim�r durch deren personelle und technische Ressourcen (und allenfalls durch bereits eingegangene andere Verpflichtungen) bestimmt; sie lassen sich deshalb bis zu einem gewissen Grad aufgrund des einzureichenden Bauprogramms sowie der Angaben zu Maschinenpark und Betriebsgr�sse �berpr�fen. Weil zudem keinem Bewerber bekannt ist, was die Konkurrenten f�r Preise und Bauzeiten offerieren und wie sich entsprechende Unterschiede im Ergebnis auf die Bewertung auswirken, erscheint ein erfolgreiches Taktieren mit bewusst zu tief angesetzten Bauzeiten schwierig. Jedenfalls dr�ngt es sich nicht auf, allein wegen entsprechender Bef�rchtungen f�r die Bewertung der Offerten zwingend den gleichen Frankenbetrag pro Arbeitstag vorzusehen wie f�r das finanzielle Anreizsystem.
3.2.2 Nach dem Vertragsschluss stehen sich die Submissionsbeh�rde und der erfolgreiche Bewerber als Vertragspartner gegen�ber. Im Rahmen dieses Verh�ltnisses kann es w�nschenswert erscheinen, die Einhaltung der vertraglichen Verpflichtungen abzusichern, was grunds�tzlich nach eigenen, vom Vergabeverfahren unabh�ngigen �berlegungen erfolgen darf. Unter der zul�ssigen Annahme, dass der ber�cksichtigte Anbieter die vereinbarte Bauzeit grunds�tzlich einzuhalten in der Lage ist, dient ein Bonus-/Malussystem nur noch der Schaffung eines zus�tzlichen Anreizes, die Arbeiten in der vereinbarten Zeit auszuf�hren. Diese Situation ist eine wesentlich andere als bei der vergleichenden Bewertung verschiedener Angebote. Es ist deshalb nicht unabdingbar, dass die Vergabebeh�rde pro Arbeitstag den gleichen Betrag einsetzt, wie er sich im Rahmen der Ermittlung des wirtschaftlich g�nstigsten Angebots aus einem Vergleich der Skalen f�r den Preis und die Bauzeit ergibt. Dies umso weniger, wenn in Betracht gezogen wird, dass der von der Beschwerdef�hrerin errechnete Betrag von 2'150 Franken pro Tag eben nur aufgrund eines solchen Vergleichs erkennbar wurde. Er konnte deshalb, weil die Vergabebeh�rde die Bewertungsskalen zul�ssigerweise erst nach Eingang der Angebote erstellt hat, nicht bestimmt werden, bevor die Vergabebeh�rde die offerierten Preise und Bauzeiten kannte.
3.2.3 Entscheidend ist schliesslich, dass bei der Bewertung der Offerten auf eine angemessene, der publizierten Gewichtung entsprechende Ber�cksichtigung der einzelnen Kriterien zu achten war. Werden die Angebote der Beschwerdef�hrerin und der Z.________ AG mit Blick hierauf verglichen, durften Unterschiede in der Bauzeit keinesfalls weniger stark zu Buche schlagen, als dies gem�ss der streitigen Bewertungsmethode der Fall ist. Das Angebot der Z.________ AG war n�mlich lediglich um rund 9 Prozent teurer als jenes der Beschwerdef�hrerin, w�hrend Letztere eine um 153 Prozent l�ngere Bauzeit offerierte als Erstere. Sollte der Gewichtung, wie sie in der Ausschreibung ver�ffentlicht wurde und gem�ss welcher der Bauzeit immerhin die H�lfte der Bedeutung des Preises zukommt (vgl. oben Lit. A), auch nur ann�hernd entsprochen werden, so musste ein derart eklatanter Unterschied in der Bauzeit den nicht unbedeutenden aber prozentual wesentlich geringeren Preisunterschied aufwiegen.
3.3 Die Beschwerdef�hrerin r�gt im vorliegenden Zusammenhang weiter eine Verletzung des Gleichbehandlungsgebots (Art. 8 BV; vgl. BGE 123 I 1 E. 6a S. 7). Wenn ein Bewerber eine zu kurze Bauzeit offeriere, k�nne er den Zuschlag erhalten, auch wenn er im Endeffekt f�r die Arbeiten gleich lang brauche wie seine Konkurrenten. Weil zudem der Malus pro zus�tzlichen Arbeitstag weniger hoch sei als ein allf�lliger durch die k�rzere Bauzeit aufgewogener Mehrpreis, k�nne ein solches Angebot im Endeffekt sogar teurer sein als jene der Konkurrenten, die eine (korrekte) h�here Bauzeit offeriert h�tten. Diese R�ge ist bereits deswegen unbegr�ndet, weil eben nicht gleiche, eine Gleichbehandlung erfordernde Verh�ltnisse vorliegen, wenn eine Offerte die k�rzere Bauzeit vorsieht als die andere bzw. wenn eine Offerte korrekt und die andere fehlerhaft ist. Im �brigen k�me die Z.________ AG auch bei einer massiven �berschreitung der vereinbarten 17 Tage noch l�ngst nicht auf eine der Offerte der Beschwerdef�hrerin entsprechende Bauzeit von 43 Tagen. Schliesslich d�rften allzu grosse Termin�berschreitungen in der Praxis kaum vorkommen, selbst wenn F�lle auftreten m�gen, in denen Bauarbeiten - auch ohne unvorhersehbare Hindernisse - mehr Zeit in Anspruch nehmen als vereinbart. Ein Unternehmen, das sich einen Auftrag in einem Submissionsverfahren durch Versprechungen bez�glich der Speditivit�t sichert und diesen anschliessend nicht nachkommt, ruiniert sich seinen Ruf rasch und nachhaltig.
Das Kantonsgericht erachtete die "Nachvollziehbarkeit des submissionsrechtlichen Entscheides" - was die Bewertung der Bauzeit angeht - f�r ungen�gend. Weil sich aber nachtr�glich in "rechtsstaatlich befriedigender Weise ermitteln" lasse, wie der Entscheid zustande gekommen sei, rechtfertige sich eine Heilung dieses Vers�umnisses. Die Beschwerdef�hrerin sieht darin eine Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV; vgl. BGE 126 I 97 E. 2b 102 f.): Weil das Bauprogramm der Z.________ AG nur rudiment�re Angaben enthalte, habe dieses nicht auf seine Plausibilit�t �berpr�ft werden k�nnen; angesichts der Wichtigkeit des Kriteriums "Bauzeit" und der ungew�hnlichen K�rze der von der Z.________ AG offerierten Arbeiten h�tte eine Expertise �ber die Frage eingeholt werden m�ssen, ob eine Bauzeit von 17 Tagen realistisch sei. Dabei beruft sich die Beschwerdef�hrerin nicht auf kantonale Verfahrensvorschriften, sondern st�tzt ihren Anspruch direkt auf die Bundesverfassung. Es kann sich deshalb einzig fragen, ob die verfahrensrechtlichen Mindestgarantien, wie sie unmittelbar aus Art. 29 Abs. 2 BV abgeleitet werden, missachtet worden sind (vgl. BGE 118 Ia 17 E. 1b S. 18; 122 I 153 E. 3 S. 158, mit Hinweisen). Dies ist nicht der Fall: Der Bau- und Umweltschutzdirektion war bekannt, wie die Z.________ AG die Arbeiten abzuwickeln gedachte; sie wusste bei ihrem Entscheid sowohl in welcher Woche welche Arbeiten ausgef�hrt werden w�rden, als auch wieviele Tage daf�r veranschlagt waren. Diese Angaben betrachtete sie als realistisch, eine Einsch�tzung, welche das Tiefbauamt teilte. Bei diesen Gegebenheiten brauchten weder die Vergabebeh�rde noch das Kantonsgericht einen Experten beizuziehen. Es ist ohne weiteres davon auszugehen, dass die Bau- und Umweltschutzdirektion und das dieser zugeh�rige Tiefbauamt �ber ausreichende Sachkenntnis verf�gen, um die Plausibilit�t der streitigen Bauzeit von 17 Tagen zu beurteilen; die von der Z.________ AG gemachten Angaben erscheinen weiter gen�gend detailliert, um eine entsprechende Beurteilung zuzulassen. Mehr als eine solche Plausibilit�tspr�fung war nicht erforderlich, d�rfen doch die Beh�rden grunds�tzlich davon ausgehen, dass die Angaben in den Offerten wahrheitsgetreu sind; zudem hat die Z.________ AG offenbar ihre Bauprogramme bisher immer eingehalten und teils Arbeiten sogar schneller abgeschlossen als vertraglich zugesagt. Auch wenn es sich um ein Novum handelt, das im vorliegenden Verfahren keine Ber�cksichtigung finden kann (vgl. BGE 118 Ia 20 E. 5a S. 26; 127 I 145 E. 5c/aa S. 160), sei nebenbei doch erw�hnt, dass die Z.________ AG nach Angaben in der Vernehmlassung der Bau- und Umweltschutzdirektion die hier streitigen Arbeiten inzwischen ebenfalls terminkonform ausgef�hrt haben soll. Im �brigen hatte die Bau- und Umweltschutzdirektion den Vertreter der Beschwerdef�hrerin mit Fax vom 2. September 2002 (mithin vor Anhebung des Rechtsmittelverfahrens) hinreichend �ber das Bauprogramm der Z.________ AG informiert. Damit war der Beschwerdef�hrerin eine sachgerechte Anfechtung des Zuschlags m�glich, weshalb auch insoweit keine Verletzung des rechtlichen Geh�rs vorliegt. Unbegr�ndet ist schliesslich auch die Kritik an der Begr�ndung des angefochtenen Entscheids: Die Pr�fungs- und Begr�ndungspflicht (Art. 29 Abs. 2 BV) bedeutet nicht, dass die Beh�rde alle �usserungen und �berlegungen wiederzugeben oder auf alle Vorbringen im einzelnen einzugehen h�tte. Sie kann sich auf die entscheidwesentlichen Gesichtspunkte beschr�nken, solange sich der Betroffene �ber die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und diesen sachgerecht anfechten kann (BGE 121 I 54 E. 2c S. 57; 117 Ib 481 E. 6b/bb S. 492).
Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens werden die bundesgerichtlichen Kosten der Beschwerdef�hrerin auferlegt (Art. 156 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 153 und Art. 153a OG). Parteientsch�digung ist keine auszurichten, zumal sich die Beschwerdegegnerin vor Bundesgericht nicht hat vernehmen lassen (vgl. Art. 159 OG).
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft und dem Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, schriftlich mitgeteilt.