Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=10.07.2013&Aktenzeichen=IV%20ZR%2088/11
Timestamp: 2019-05-20 16:06:32
Document Index: 223319870

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art 103', '§ 167', '§ 195', '§ 199', '§ 204', 'BGH', '§ 167', '§ 167', '§ 167', '§ 167', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 10.07.2013 - IV ZR 88/11 - dejure.org
https://dejure.org/2013,21164
BGH, 10.07.2013 - IV ZR 88/11 (https://dejure.org/2013,21164)
BGH, Entscheidung vom 10.07.2013 - IV ZR 88/11 (https://dejure.org/2013,21164)
BGH, Entscheidung vom 10. Juli 2013 - IV ZR 88/11 (https://dejure.org/2013,21164)
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Art 103 Abs 1 GG, § 167 ZPO, § 195 BGB, § 199 BGB, § 204 Abs 1 Nr 1 BGB
Schadensersatzprozess: Gehörsverletzung seitens des Berufungsgerichts durch Übersehen erheblichen Akteninhalts zur Frage der Verjährung
Verjährungsbeginn bei grob fahrlässiger Unkenntnis von Anspruchsbegründenden Tatsachen im Zusammenhang mit einer Pflichtverletzung bei der Beratung vor Abschluss einer Lebensversicherung
LG Verden, 05.08.2010 - 4 O 103/10
VersR 2013, 1457
Er kann vielmehr die Anforderung durch das Gericht abwarten (z.B. BGH, Urteil vom 18. November 2004 - IX ZR 229/03, NJW 2005, 291, 292;… Beschlüsse vom 13. September 2012 - IX ZB 143/11, NJW-RR 2012, 1397 Rn. 10 und vom 10. Juli 2013 - IV ZR 88/11, VersR 2014, 1457 Rn. 14;… MüKoZPO/Häublein aaO § 167 Rn. 11;… Musielak/Voit/Wittschier aaO § 167 Rn. 10;… Prütting/Gehrlein/Tombrink, ZPO, 7. Aufl., § 167 Rn. 15;… Zöller/Greger aaO § 167 Rn.15, jeweils mwN).
Die Frage, ab welchem Zeitpunkt eine grob fahrlässige Unkenntnis des Gläubigers von den Umständen anzunehmen ist, die seinen Anspruch begründen, ist eine solche des Einzelfalls, die der Beurteilung durch den Tatrichter aufgrund einer Gesamtschau aller maßgeblichen objektiven und subjektiven Umstände unterliegt (Senatsbeschluss vom 10. Juli 2013 - IV ZR 88/11, VersR 2013, 1457 Rn. 12).
Ob und wann sich bei Kenntnisnahme einer negativen Entwicklung der Schluss auf eine fehlerhafte Aufklärung aufdrängt und deshalb grobe Fahrlässigkeit anzunehmen ist, ist grundsätzlich eine Frage des Einzelfalls, die der Beurteilung durch den Tatrichter aufgrund einer Gesamtschau aller maßgeblichen objektiven und subjektiven Umstände unterliegt (Senatsbeschluss vom 10. Juli 2013 - IV ZR 88/11, VersR 2013, 1457 Rn. 12).
Die Frage, ab welchem Zeitpunkt eine grob fahrlässige Unkenntnis des Gläubigers von den Umständen anzunehmen ist, die seinen Anspruch begründen, ist eine solche des Einzelfalls, die der Beurteilung durch den Tatrichter aufgrund einer Gesamtschau aller maßgeblichen objektiven und subjektiven Umstände unterliegt (Senatsbeschlüsse vom 20. Mai 2015 - IV ZR 34/14, juris Rn. 30 und vom 10. Juli 2013 - IV ZR 88/11, VersR 2013, 1457 Rn. 12).
Er war nach ständiger Rechtsprechung insbesondere nicht gehalten, schon bei der Einreichung der Klage einen Kostenvorschuss einzuzahlen sondern durfte dessen Anforderung durch das Landgericht abwarten (vgl. z.B. BGH VersR 2013, 1457 [BGH 10.07.2013 - IV ZR 88/11] [Rn. 14 in juris] im Anschluss u.a. an BGH NJW 1993, 2811 [BGH 29.06.1993 - X ZR 6/93] ).