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Timestamp: 2013-05-24 15:50:14
Document Index: 116110144

Matched Legal Cases: ['Art. 11', 'Art. 14', 'Art. 2', 'Art. 7', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 4', 'Art. 5', 'Art. 6', 'Art. 7', 'Art. 81', 'Art. 53', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 9', 'Art. 10', 'Art. 39', 'Art. 11', 'Art. 12', 'Art. 13', 'Art. 14', 'Art. 29', 'Art. 15', 'Art. 16', 'Art. 16', 'Art. 17', 'Art. 3', 'Art. 18', 'Art. 191', 'Art. 20', 'Art. 21', 'Art. 22', 'Art. 23', 'Art. 24', 'Art. 25', 'Art. 26', 'Art. 27', 'Art. 28', 'Art. 291', 'Art. 30', 'Art. 31', 'Art. 4', 'Art. 5', 'Art. 321', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 331', 'Art. 34', 'Art. 35', 'Art. 36', 'Art. 8', 'Art. 37', 'Art. 38', 'Art. 39', 'Art. 40', 'Art. 41', 'Art. 8', 'Art. 42', 'Art. 43', 'Art. 5', 'Art. 44', 'Art. 4511', 'Art. 46', 'Art. 44']

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170.512.1Verordnungüber die Sammlungen des Bundesrechts und das Bundesblatt(Publikationsverordnung, PublV)vom 17. November 2004 (Stand am 1. Juli 2010)Der Schweizerische Bundesrat,gestützt auf das Publikationsgesetz vom 18. Juni 20041 (PublG),verordnet:1. Kapitel: Amtliche Sammlung des Bundesrechts1. Abschnitt: ErscheinungsweiseArt. 11 Die Amtliche Sammlung des Bundesrechts (AS) erscheint in der Regel einmal wöchentlich, gleichzeitig mit dem Bundesblatt.2 Die in der AS veröffentlichten Texte beginnen in den Ausgaben der deutschen, der französischen und der italienischen Sprache (Amtssprachen, Art. 14 Abs. 1 PublG) mit der gleichen Seitenzahl.2. Abschnitt: InhalteArt. 2 Völkerrechtliche Verträge von beschränkter TragweiteVölkerrechtliche Verträge von beschränkter Tragweite (Art. 7a Abs. 2 Regierungs- und Verwaltungsorganisationsgesetz vom 21. März 19971) werden in der AS ausnahmsweise veröffentlicht (Art. 3 Abs. 3 PublG), wenn:a.sie Rechte und Pflichten von Privaten betreffen;b.sie völkerrechtliche Verträge, die in der AS veröffentlicht wurden, ändern; oderc.die Veröffentlichung aus Gründen der Rechtssicherheit oder der Transparenz erforderlich ist.1 SR 172.010Art. 3 Völkerrechtliche Verträge mit beschränkter GeltungsdauerVölkerrechtliche Verträge, deren erstmalige Geltungsdauer sechs Monate oder weniger beträgt, werden in der AS veröffentlicht, sobald ihre Geltungsdauer erstmals sechs Monate übersteigt.Art. 4 Geltungsbereiche multilateraler völkerrechtlicher Verträge sowie Vorbehalte, Erklärungen, Einwendungen und Mitteilungen zu solchen Verträgen1 Zusammen mit der erstmaligen Veröffentlichung eines multilateralen völkerrechtlichen Vertrags wird auch dessen Geltungsbereich in der AS veröffentlicht. Nach fünf erfolgten Mutationen, spätestens aber drei Jahre nach der ersten nicht veröffentlichten Mutation wird die Aktualisierung des Geltungsbereichs veröffentlicht.2 Vorbehalte, Erklärungen, Einwendungen und Mitteilungen der Schweiz werden gleichzeitig mit dem betreffenden Vertrag in der AS veröffentlicht, soweit sie im Zeitpunkt der Ratifikation des Vertrags vorliegen.3 Vorbehalte, Erklärungen, Einwendungen und Mitteilungen anderer Vertragsparteien werden in der Liste der Geltungsbereiche gekennzeichnet. Dabei wird eine Stelle angegeben, bei der die entsprechenden Texte bezogen oder eingesehen werden können.Art. 5 AnhängeEin Anhang gilt als rechtsetzend und muss veröffentlicht werden, wenn der betreffende Rechtstext ausdrücklich auf ihn verweist.Art. 6 MitteilungenIn Form einer Mitteilung werden in der AS namentlich angezeigt:a.offensichtlich gegenstandslos gewordene Rechtstexte, die nicht formell aufgehoben wurden;b.aus der Systematischen Sammlung des Bundesrechts (SR) zu entfernende Rechtstexte, die mangels Publikationspflicht nicht weiter in der AS veröffentlicht und in der SR nicht mehr nachgeführt werden;c.Kündigungen völkerrechtlicher Verträge;d.Änderungen von Texten des internationalen Rechts, bei denen von einer Veröffentlichung des entsprechenden Beschlusses der Organisation oder des Organs nach Artikel 3 Absatz 1 Buchstabe c PublG abgesehen wird.Art. 7 Formelle Berichtigungen1 Formelle Berichtigungen von Versehen nach Artikel 10 Absatz 1 PublG werden in der AS in Form einer Mitteilung veröffentlicht, welche die Berichtigung ausdrücklich kennzeichnet.2 Sinnverändernde Fehler nach Artikel 10 Absatz 1 PublG sind namentlich:a.Grammatik-, Rechtschreib- und Darstellungsfehler, die von inhaltlicher Bedeutung sind;b.formale Fehler wie falsche Verweise, gesetzestechnische Fehler oder terminologische Unstimmigkeiten;c.Übersetzungsfehler.3 Versehen dürfen nur dann formell berichtigt werden, wenn zweifelsfrei feststeht, dass dem Entscheid der erlassenden Behörde der richtige Wortlaut zu Grunde lag oder sie bei ihrem Entscheid vom richtigen Wortlaut ausging.4 Versehen sind der Bundeskanzlei zu melden. Diese prüft, ob die Voraussetzungen für die Veröffentlichung einer formellen Berichtigung erfüllt sind.3. Abschnitt: Orientierung über nicht veröffentlichte RechtstexteArt. 81 Die Geschäftsprüfungsdelegation (Art. 53 Parlamentsgesetz vom 13. Dez. 20021) wird orientiert über Titel sowie Inhalt der Erlasse und völkerrechtlichen Verträge, die nach Artikel 6 PublG nicht veröffentlicht werden.2 Die Orientierung erfolgt jährlich durch die Bundeskanzlei in Absprache mit dem sachlich zuständigen Departement.1 SR 171.103a. Abschnitt:2 Ordentliche VeröffentlichungArt. 8a Zeitpunkt der Veröffentlichung1 Die in Artikel 7 Absatz 1 PublG festgelegte Frist umfasst weder den Tag der Veröffentlichung in der AS noch den Tag des Inkrafttretens.2 Sind der Erlass und seine Auswirkungen von grosser Tragweite oder erfordert er den Erlass von Ausführungsbestimmungen, so achtet die sachlich zuständige Stelle darauf, dass die Veröffentlichung ausreichend früh erfolgt.Art. 8b Nichteinhaltung der Frist1 Wird ein Erlass vor seinem Inkrafttreten oder am Tag seines Inkrafttretens veröffentlicht und wird dabei die Frist nach Artikel 7 Absatz 1 PublG nicht eingehalten, so entstehen die Rechtspflichten aus dem Erlass frühestens am Tag nach der Veröffentlichung in der AS.2 Kann das Datum des Inkrafttretens nicht verschoben werden, so legt die sachlich zuständige Stelle die Gründe dar und begründet die Terminplanung; die Begründungen erfolgen:a.für Erlasse, die dem Bundesrat unterbreitet werden müssen: im Antrag an den Bundesrat;b.für alle anderen Erlasse: spätestens im Zeitpunkt der Unterzeichnung des Erlasses schriftlich zuhanden der Bundeskanzlei.4. Abschnitt: Veröffentlichung durch VerweisArt. 9 Vorgehen1 Die Veröffentlichung von Texten des Landesrechts durch Verweis nach Artikel 5 PublG wird von der erlassenden Behörde angeordnet. Fehlt eine solche Anordnung, so ordnet die Bundeskanzlei in Absprache mit der sachlich zuständigen Stelle die Veröffentlichung durch Verweis an.2 Die Veröffentlichung völkerrechtlicher Verträge und Beschlüsse des internationalen Rechts durch Verweis nach Artikel 5 PublG wird von der sachlich zuständigen Stelle des Bundes angeordnet. Fehlt eine solche Anordnung, so ordnet die Bundeskanzlei in Absprache mit dieser Stelle die Veröffentlichung durch Verweis an.3 Veröffentlichungen durch Verweis werden, soweit zweckmässig, in der AS auf einer eigenen Seite angezeigt.4 Nennt der Verweis eine Bezugsquelle, so sind wenn immer möglich anzugeben:a.die genaue Adresse, bei welcher der Text bezogen werden kann;b.die Stelle, bei welcher der Text unentgeltlich eingesehen werden kann;c.die Internetadresse, über die der Text zugänglich ist.5 Wird der Text, auf den in der AS verwiesen wird, geändert, berichtigt oder auf andere Weise angepasst, so werden auch diese Anpassungen durch Verweis angezeigt.Art. 10 Pflichten der sachlich zuständigen StelleBei der Veröffentlichung durch Verweis nach Artikel 5 PublG muss die sachlich zuständige Stelle:a.dafür sorgen, dass die Texte, auf die verwiesen wird, ab dem Datum der Veröffentlichung in der AS jederzeit in den erforderlichen Amtssprachen verfügbar sind und eine allfällige Online-Version unentgeltlich zugänglich ist;b.die Texte, auf die verwiesen wird, nachführen und auf nachträgliche Anpassungen hinweisen;c.Anpassungen der Texte, auf die verwiesen wird, der Bundeskanzlei mitteilen;d.die inhaltliche Richtigkeit der Texte, auf die verwiesen wird, gewährleisten;e.der Bundeskanzlei die Texte, auf die verwiesen wird, zur ausnahmsweisen Erstellung von Einzelausgaben (Art. 39) in elektronischer und druckfertiger Form liefern.5. Abschnitt: Ausserordentliche VeröffentlichungArt. 11 Formen1 Die ausserordentliche Veröffentlichung eines Erlasses nach Artikel 7 Absatz 3 PublG erfolgt namentlich in den folgenden Formen:a.auf einer Internetseite der Bundeskanzlei;b.über Radio und Fernsehen durch die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) und die lokalen Rundfunkveranstalter;c.Pressemitteilungen;d.Zirkulare, Rundschreiben und andere Formen der Mitteilung an die vom Erlass Betroffenen, sofern diese persönlich bestimmbar sind;e.öffentlicher Anschlag in den betreffenden Gebieten, sofern der Erlass nur örtliche Geltung hat;f.direkte Eröffnung bei der unmittelbaren Anwendung des Erlasses.2 Vorbehalten bleiben besondere Bestimmungen des Bundesrechts über die Form der ausserordentlichen Veröffentlichung.Art. 12 InhaltDie ausserordentliche Veröffentlichung gibt den ganzen Erlass oder dessen wesentlichen Inhalt wieder.Art. 13 Verfahren1 Die zuständige Behörde ordnet die ausserordentliche Veröffentlichung ausdrücklich an und weist dabei besonders auf das Inkrafttretensdatum des Erlasses hin.2 Die Bundeskanzlei übermittelt Erlasse der Bundesversammlung und des Bundesrates, die nach Artikel 7 Absatz 3 PublG im ausserordentlichen Verfahren veröffentlicht werden, in elektronischer Form den von den Kantonen bezeichneten Stellen.3 Veröffentlichen Stellen nach Artikel 2 Buchstabe e PublG einen von ihnen verabschiedeten Erlass im ausserordentlichen Verfahren, so übermitteln sie ihn:a.der Bundeskanzlei zur Übermittlung nach Absatz 2;b.den für den Vollzug des Erlasses zuständigen Stellen.4 Der im ausserordentlichen Verfahren veröffentlichte Erlass ist so bald als möglich in der AS zu veröffentlichen.2. Kapitel: Systematische Sammlung des BundesrechtsArt. 14 Nachführung1 Die gedruckte Fassung der SR sowie der elektronische Datenträger (Art. 29 Abs. 2) werden bis zu viermal jährlich nachgeführt.2 Die Online-Fassung der SR wird laufend nachgeführt.Art. 15 Nichtaufnahme des Zolltarifs1 Beim Zolltarif (Anhang zum Zolltarifgesetz vom 9. Okt. 19861) und bei anderen Erlassen, die zur Hauptsache Teile des Zolltarifs enthalten, kann auf die Aufnahme in die SR ganz oder teilweise verzichtet werden.2 In der SR wird auf die Nichtveröffentlichung hingewiesen und namentlich vermerkt, dass für den jeweiligen Geltungsstand die AS massgebend ist.1 SR 632.10Art. 16 Formlose Berichtigungen und Anpassungen1 Nicht sinnverändernde Fehler nach Artikel 12 Absatz 1 PublG, die formlos berichtigt werden, sind namentlich Grammatik-, Rechtschreib- und Darstellungsfehler, die inhaltlich bedeutungslos sind.2 Ebenfalls formlos berichtigt werden Texte mit sinnverändernden Fehlern und Formulierungen nach Artikel 10 Absatz 1 PublG, die in der AS richtig veröffentlicht wurden.3 Ändern sich in Rechtstexten enthaltene Bezeichnungen von Verwaltungseinheiten auf Grund von Organisationsentscheiden des Bundesrates, der Departemente und der Ämter nach Artikel 8 Absatz 1 des Regierungs- und Verwaltungsorganisationsgesetzes vom 21. März 19971, so passt die Bundeskanzlei die Bezeichnungen in der SR formlos an. Die Departemente melden neue Bezeichnungen der Bundeskanzlei.1 SR 172.010Art. 16a1 Veröffentlichungen in englischer SpracheTexte der SR des Landesrechts von besonderer Tragweite oder internationalem Interesse werden in englischer Sprache online an zentraler Stelle veröffentlicht.1 Eingefügt durch Anhang Ziff. 1 der Organisationsverordnung für die Bundeskanzlei vom 29. Okt. 2008, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5153).3. Kapitel: Bundesblatt1. Abschnitt: InhalteArt. 17 Texte, die der Genehmigung durch die Bundesversammlung unterliegenWird der Bundesversammlung mit einer Botschaft ein von ihr zu genehmigender Text, wie etwa ein völkerrechtlicher Vertrag oder ein Beschluss des internationalen Rechts (Art. 3 PublG), unterbreitet, so wird dieser Text zusammen mit der Botschaft im Bundesblatt veröffentlicht. Dies gilt auch für die Texte der Kantonsverfassungen, die von der Bundesversammlung zu gewährleisten sind.Art. 18 Im Bundesblatt zu veröffentlichende Beschlüsse, Weisungen und MitteilungenBeschlüsse, Weisungen und Mitteilungen nach Artikel 13 Absatz 2 PublG werden veröffentlicht, wenn sie erhebliche Aussenwirkungen entfalten oder von erheblicher allgemeiner Bedeutung sind. Dies gilt namentlich für:a.in Erlassform gekleidete Weisungen des Bundesrates;b.Vorgaben des Bundesrates wie Leistungsvereinbarungen, Leitbilder und strategische Ziele für Stellen nach Artikel 2 Buchstabe e PublG;c.wichtige Verwaltungsvereinbarungen.Art. 191 Veröffentlichung durch VerweisNach Artikel 13 Absatz 3 PublG werden im Bundesblatt namentlich die folgenden Texte veröffentlicht:a.die Botschaft zum Voranschlag der Schweizerischen Eidgenossenschaft und zu dessen Nachträgen;b.die Botschaft zur Staatsrechnung der Schweizerischen Eidgenossenschaft;c.der Geschäftsbericht des Bundesrates.1 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 4. Juni 2010, in Kraft seit 1. Juli 2010 (AS 2010 2645).2. Abschnitt: HinweiseArt. 20 Hinweis auf verabschiedete dringliche Bundesgesetze1 Verabschiedete dringliche Bundesgesetze werden im Bundesblatt nur mit ihrem Titel, der AS-Fundstelle und der allfälligen Angabe der Referendumsfrist veröffentlicht.2 Der Hinweis im Bundesblatt erscheint gleichzeitig mit der Veröffentlichung des Gesetzestextes in der AS.Art. 21 Hinweis auf Erlasse der Bundesversammlung, die erst später veröffentlicht werdenErlasse der Bundesversammlung werden im Bundesblatt vorerst mit Titel und Verabschiedungsdatum angezeigt, wenn das Inkrafttreten der entsprechenden Rechtsgrundlage oder des entsprechenden völkerrechtlichen Vertrags abgewartet werden muss; dabei wird auf die spätere Veröffentlichung in der AS oder im Bundesblatt hingewiesen.4. Kapitel: RegisterArt. 22 Systematisches Register1 Die Bundeskanzlei gibt jährlich ein systematisches Register der in der AS und in der SR veröffentlichten Erlasse, völkerrechtlichen Verträge und Beschlüsse des internationalen Rechts heraus.2 Das Register enthält zusätzlich:a.ein Stichwortverzeichnis;b.eine Liste der Texte, die nach Artikel 5 PublG durch Verweis veröffentlicht wurden.Art. 23 Chronologisches Register1 Die Bundeskanzlei erschliesst die Daten der seit dem 1. Januar 1948 in der AS veröffentlichten Rechtstexte in chronologischer Anordnung.2 Die Daten werden periodisch bereinigt und in Form einer allgemein zugänglichen Datenbank elektronisch herausgegeben.3 Bei nachgewiesenem Bedarf wird das Register auch in gedruckter Form erstellt. Artikel 39 Absatz 2 gilt sinngemäss.Art. 24 Inhaltsverzeichnis BundesblattDie Bundeskanzlei veröffentlicht periodisch ein Inhaltsverzeichnis zum Bundesblatt.Art. 25 Register sektorielle Abkommen Schweiz-EG1 Die Bundeskanzlei veröffentlicht ein elektronisches Register, das sämtliche Rechtserlasse der Europäischen Gemeinschaft (EG) umfasst, die für die Schweiz auf Grund der sektoriellen Abkommen mit der EG von Bedeutung sind.2 Die Bundeskanzlei kann weitere Rechtserlasse der EG, auf die im Bundesrecht verwiesen wird, in das Register aufnehmen.5. Kapitel: Gemeinsame Bestimmungen1. Abschnitt: AmtssprachenArt. 26 Nach den Amtssprachen getrennte AusgabenDie Veröffentlichungen in AS, SR und Bundesblatt sowie die dazugehörigen Register und Verzeichnisse erscheinen in drei nach den Amtssprachen getrennten Ausgaben.Art. 27 Benutzerführung für die elektronische VeröffentlichungDie Benutzerführung für die elektronische Form der Veröffentlichung ist in den Amtssprachen anzubieten.Art. 28 Zuständigkeit der Bundeskanzlei für Ausnahmen von der Veröffentlichung in den AmtssprachenÜber das Vorliegen der Voraussetzungen nach Artikel 14 Absatz 2 PublG bei Texten, die nicht vom Bundesrat behandelt werden, entscheidet die Bundeskanzlei im Einvernehmen mit dem sachlich zuständigen Departement.2. Abschnitt: Formen der elektronischen VeröffentlichungArt. 291 Die elektronische Form der Veröffentlichung nach Artikel 16 PublG besteht als Veröffentlichung online.2 Die SR kann zusätzlich in Form eines geeigneten elektronischen Datenträgers herausgegeben werden.3 In der elektronischen Fassung der SR kann der Stand des Rechts zu einem beliebigen Datum eingesehen werden.11 Eingefügt durch Anhang Ziff. 1 der Organisationsverordnung für die Bundeskanzlei vom 29. Okt. 2008, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5153).3. Abschnitt: Massnahmen zur Sicherstellung der rechtzeitigen VeröffentlichungArt. 30 Pflichten der zuständigen Stellen1 Die Bundeskanzlei stellt die rechtzeitige Veröffentlichung der dem PublG unterliegenden Rechtstexte sicher.2 Die zur Veröffentlichung bestimmten Rechtstexte müssen der für die Veröffentlichung zuständigen Stelle der Bundeskanzlei rechtzeitig in elektronischer Form geliefert werden, und zwar in ihrer bereinigten Fassung sowie in den erforderlichen Amtssprachen.3 Völkerrechtliche Verträge und Beschlüsse des internationalen Rechts müssen zudem der Direktion für Völkerrecht des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten rechtzeitig vor ihrem Inkrafttreten geliefert werden, und zwar in der Originalsprache sowie in elektronischer Form in den erforderlichen Amtssprachen.4 Ist die rechtzeitige Veröffentlichung von Botschaften und Berichten nach Artikel 149 des Parlamentsgesetzes vom 13. Dezember 20021 nicht möglich, so ist die sachlich zuständige Stelle für die Zustellung dieser Texte an die Parlamentsdienste verantwortlich.1 SR 171.10Art. 31 Texte des Landesrechts1 Zur Sicherstellung der rechtzeitigen Veröffentlichung von Erlassen, Botschaften und Berichten müssen vorliegen:a.Erlassentwürfe, zu denen eine Vernehmlassung durchgeführt oder eine Botschaft ausgearbeitet wird, im Zeitpunkt der Ämterkonsultation (Art. 4 Regierungs- und Verwaltungsorganisationsverordnung vom 25. Nov. 19981, RVOV) in deutscher und französischer Sprache;b.die übrigen Erlassentwürfe und die übrigen nach dem PublG zu veröffentlichenden Texte im Zeitpunkt der Eröffnung des Mitberichtsverfahrens (Art. 5 RVOV) in deutscher und französischer Sprache;c.die italienische Fassung der Texte am Tag der Beschlussfassung durch den Bundesrat.2 Zur Sicherstellung der rechtzeitigen Veröffentlichung von Texten nach Artikel 2 Buchstabe e PublG müssen diese drei Wochen vor ihrem Inkrafttreten in den Amtssprachen vorliegen.1 SR 172.010.1Art. 321 Völkerrechtliche Verträge und Beschlüsse des internationalen RechtsZur Sicherstellung der rechtzeitigen Veröffentlichung müssen die nachstehenden Texte in folgenden Zeitpunkten in den Amtssprachen vorliegen:a.Texte von völkerrechtlichen Verträgen und Beschlüssen des internationalen Rechts, die in der selbstständigen Abschlusskompetenz des Bundesrates liegen: im Zeitpunkt der Eröffnung des Mitberichtsverfahrens (Art. 5 RVOV2) zur Genehmigung des Vertrages oder des Beschlusses;b.Texte von völkerrechtlichen Verträgen und Beschlüssen des internationalen Rechts, die vorläufig angewendet werden sollen: vor dem Datum der vorläufigen Anwendung;c.Texte von völkerrechtlichen Verträgen und Beschlüssen des internationalen Rechts, zu denen eine Botschaft zu erstellen ist: im Zeitpunkt der Eröffnung des Mitberichtsverfahrens (Art. 5 RVOV) zur Verabschiedung der Botschaft.1 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 4. Juni 2010, in Kraft seit 1. Juli 2010 (AS 2010 2645).2 SR 172.010.14. Abschnitt: Regelungen zum Zeitpunkt der VeröffentlichungArt. 331 Änderungen der Bundesverfassung werden nach der Annahme durch Volk und Stände zur gleichen Zeit in der AS veröffentlicht wie der Erwahrungsbeschluss im Bundesblatt.2 Bundesgesetze und referendumspflichtige Bundesbeschlüsse werden nach Ablauf der unbenützten Referendumsfrist oder nach der Annahme durch das Volk in der AS veröffentlicht.3 Verordnungen der Bundesversammlung werden unmittelbar nach ihrer Verabschiedung in der AS veröffentlicht.4 Texte nach den Absätzen 1-3, deren Inkrafttretensdatum noch nicht feststeht, werden unmittelbar nach dem Inkrafttretensbeschluss in der AS veröffentlicht.5 Dringliche Bundesgesetze werden innerhalb von zwei Wochen nach ihrer Verabschiedung in der AS veröffentlicht.6 Völkerrechtliche Verträge, die vor dem Inkrafttreten vorläufig angewendet werden, werden nach dem Beschluss über ihre vorläufige Anwendbarkeit so bald als möglich in der AS veröffentlicht.7 Ein einfacher Bundesbeschluss wird zur gleichen Zeit im Bundesblatt veröffentlicht wie der seine Rechtsgrundlage bildende Erlass in der AS.5. Abschnitt: Staatliche Grundversorgung und Verwertung durch DritteArt. 34 GrundversorgungZur Grundversorgung nach Artikel 17 PublG gehören neben den nach dem PublG zu veröffentlichenden Texten auch die wesentlichen Zugriffshilfen wie Register, Verzeichnisse und Volltextsuche.Art. 35 Bezug von Daten zum EigengebrauchDie unentgeltliche Konsultation der Sammlungen des Bundesrechts und des Bundesblatts in elektronischer Form nach Artikel 19 Absatz 2 PublG umfasst auch das Herunterladen der Texte zum Eigengebrauch. Als Eigengebrauch gilt auch die Zitierung oder Kommentierung einzelner Artikel oder Textpassagen in wissenschaftlichen Arbeiten oder Veröffentlichungen.Art. 36 Bezug von Daten zu Verwertungszwecken1 Wer in den Sammlungen des Bundesrechts oder im Bundesblatt veröffentlichte Texte (Daten) verwerten will, kann sich diese Daten in elektronisch aufbereiteter und strukturierter Form von der Bundeskanzlei gegen Gebühr liefern lassen. Die Gebührenerhebung richtet sich nach der Gebührenverordnung Publikationen vom 23. November 20051.2 Auf eine Aufbereitung der Daten für besondere Bedürfnisse besteht kein Anspruch.2 Das Herunterladen von Daten zu Verwertungszwecken im Online-Verfahren ist unentgeltlich.1 SR 172.041.112 Fassung des Satzes gemäss Art. 8 Abs. 2 der Gebührenverordnung Publikationen vom 23. Nov. 2005, in Kraft seit 1. Jan. 2006 (AS 2005 5433).Art. 37 Auflagen für die Verwertung von Daten1 Für die Verwertung von Daten nach Artikel 36 gelten die folgenden Bestimmungen:a.Die Daten dürfen inhaltlich nicht verändert werden.b.Sie sind so darzustellen, dass sie sich optisch deutlich von Kommentaren oder ähnlichen Zusätzen unterscheiden.c.Sie sind mit folgendem Hinweis zu versehen: «Dies ist keine amtliche Veröffentlichung. Massgebend ist allein die Veröffentlichung durch die Bundeskanzlei.»d.Angaben, welche die Bundeskanzlei zur Qualität der gelieferten Daten macht, sind ebenfalls zu veröffentlichen.e.Weder in der Werbung noch auf der Verpackung, dem Datenträger oder dem elektronischen Medium darf der Eindruck erweckt werden, es handle sich um eine amtliche Veröffentlichung.2 Wer Daten nach Artikel 36 bezogen hat, darf diese nur in veredelter Form gegen Entgelt weitergeben oder zugänglich machen.6. Abschnitt: Einsichtnahme und BezugArt. 38 Einsichtnahme1 Die Sammlungen des Bundesrechts und das Bundesblatt können bei den von den Kantonen bezeichneten Stellen in den Amtssprachen, die im betreffenden Kanton gelten und auch Amtssprachen des Bundes nach Artikel 14 Absatz 1 PublG sind, eingesehen werden.2 Die bezeichneten Stellen sind verpflichtet, die Sammlungen des Bundesrechts und das Bundesblatt lückenlos nachzuführen.3 Auf Anfrage übermittelt die Bundeskanzlei verabschiedete Texte, die in der AS oder im Bundesblatt noch nicht veröffentlicht worden sind, den bezeichneten Stellen sowie Dritten in elektronischer Form.Art. 39 Einzelausgaben1 Die Bundeskanzlei lässt nach Massgabe des voraussichtlichen Bedarfs Einzelausgaben erstellen:a.von den in der SR veröffentlichten Rechtstexten;b.in dringenden Fällen von den erst in der AS veröffentlichten Rechtstexten;c.von den Texten des Bundesblatts;d.gegebenenfalls von Texten nach Artikel 10 Buchstabe e.2 Die Einzelausgaben können beim Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) bezogen werden.Art. 40 Abonnemente1 Die gedruckte Fassung der AS und des Bundesblatts ist im Abonnement erhältlich.2 Die gedruckte Fassung der SR ist als ganze Sammlung oder nach einzelnen Teilen getrennt beim BBL erhältlich. Die Abonnentinnen und Abonnenten erhalten auch die Nachträge.Art. 41 GebührenFür die Abonnementsgebühren der gedruckten Ausgabe von AS, SR und Bundesblatt sowie für den Verkauf von Einzelausgaben gilt die Gebührenverordnung EDMZ vom 21. Dezember 19941.1 [AS 1995 153. AS 2005 5433 Art. 8 Abs. 1 Bst. a]. Siehe heute die Gebührenverordnung Publikationen vom 23 Nov. 2005 (SR 172.041.11).Art. 42 Gratisabgabe1 Die AS und das Bundesblatt erhalten in der gedruckten Fassung grundsätzlich in einem Exemplar unentgeltlich:a.die Mitglieder der eidgenössischen Räte, des Bundesrates und der eidgenössischen Gerichte sowie die Bundeskanzlerin oder der Bundeskanzler;b.die von den Departementen des Bundes im Einvernehmen mit der Bundeskanzlei bestimmten Verwaltungseinheiten und Dienststellen;c.die im Einvernehmen mit der Leitung der Parlamentsdienste bestimmten Dienste der Parlamentsverwaltung;d.die Kantone für die Regierung und die Stellen, die sie nach Artikel 18 PublG bezeichnen;e.die kantonalen Departemente und Direktionen sowie die Gerichte und die Bezirksämter;f.die politischen Gemeinden auf Verlangen.2 Die SR erhalten in der gedruckten Fassung oder in Form des elektronischen Datenträgers grundsätzlich in einem Exemplar unentgeltlich:a.die Mitglieder der eidgenössischen Räte auf Verlangen, die Mitglieder des Bundesrates und der eidgenössischen Gerichte sowie die Bundeskanzlerin oder der Bundeskanzler;b.…1c.die von den Departementen des Bundes im Einvernehmen mit der Bundeskanzlei bestimmten Verwaltungseinheiten und Dienststellen;d.die im Einvernehmen mit der Leitung der Parlamentsdienste bestimmten Dienste der Parlamentsverwaltung;e.die Kantone für die Regierung und die Stellen, die sie nach Artikel 18 PublG bezeichnen.3 Die Verwaltungseinheiten des Bundes dürfen die Einzelausgaben nur im Einzelfall und stückweise unentgeltlich abgeben.4 Die Bundeskanzlei gewährt in begründeten Fällen weitere Gratisabgaben nach den Absätzen 1-3.1 Aufgehoben durch Ziff. I der V vom 4. Juni 2010, mit Wirkung seit 1. Juli 2010 (AS 2010 2645).6. Kapitel: SchlussbestimmungenArt. 43 Vollzug1 Die Bundeskanzlei sorgt bei Veröffentlichung durch Verweis (Art. 5 PublG) für:a.die rechtzeitige Veröffentlichung des Verweises; undb.die Einhaltung der Grundsätze nach den Artikeln 9 und 10.2 Sie bezeichnet die für die Veröffentlichung nach dem PublG zuständige Stelle und legt deren Weisungs- und Koordinationsbefugnisse gegenüber den für die betreffenden Texte sachlich zuständigen Stellen fest, namentlich im Hinblick auf:a.die rechtzeitige und die Qualitätsanforderungen sicherstellende Veröffentlichung der Texte;b.die Form der Aufbereitung, Darstellung und Zustellung;c.die einzusetzende Technik.Art. 44 Aufhebung und Änderung bisherigen RechtsDie Aufhebung und die Änderung bisherigen Rechts werden im Anhang geregelt.Art. 4511 Aufgehoben durch Ziff. I der V vom 4. Juni 2010, mit Wirkung seit 1. Juli 2010 (AS 2010 2645).Art. 46 InkrafttretenDiese Verordnung tritt am 1. Januar 2005 in Kraft.Anhang(Art. 44)Aufhebung und Änderung bisherigen RechtsIFolgende Verordnungen werden aufgehoben:1.Verordnung vom 15. Juni 19981 über die amtlichen Veröffentlichungen;2.Verordnung vom 8. April 19982 über die elektronische Publikation von Rechtsdaten.IIDie nachstehenden Verordnungen werden wie folgt geändert:…31 [AS 1998 1526, 2000 1294]2 [AS 1998 1492]3 Die Änd. können unter AS 2004 4937 konsultiert werden. AS 2004 49371 SR 170.5122 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 4. Juni 2010, in Kraft seit 1. Juli 2010 (AS 2010 2645). Zusätzliche Informationen
AbkürzungPublV
Beschluss 17. November 2004 Inkrafttreten 1. Januar 2005 Quelle AS 2004 4937
01.01.2005 Verordnung vom 17. November 2004 über die Sammlungen des Bundesrechts und das Bundesblatt (Publikationsverordnung, PublV) 01.07.1998 - 01.01.2005 Verordnung vom 15. Juni 1998 über die amtlichen Veröffentlichungen (Publikationsverordnung, PublV) 15.05.1987 - 01.07.1998 Verordnung vom 15. April 1987 über die Gesetzessammlungen und das Bundesblatt (Publikationsverordnung, PublV) 01.01.1950 - 15.05.1987 Verordnung vom 8. November 1949 über die Veröffentlichung der Gesetze und anderer Erlasse des Bundes Für Anregungen und Mitteilungen: Kompetenzzentrum Amtliche Veröffentlichungen