Source: https://www.grin.com/document/413554
Timestamp: 2018-12-16 03:01:37
Document Index: 312694171

Matched Legal Cases: ['§ 93', '§ 22', '§ 11', '§ 317', 'BGH', 'BGH', '§ 1', '§ 93', 'BGH', '§93', '§20', '§76', '§93', '§24', '§93', '§43', '§24', '§24', '§40', '§43', '§39', '§93', '§ 93', '§ 93', '§93', '§ 93', '§93', '§93', '§93', '§ 93', '§93', '§ 93', '§80', '§93', '§ 88', '§ 93', '§ 276', '§ 93', '§249', '§ 93', '§ 93', '§ 93', '§93', '§ 93', '§ 93', '§30', '§93', '§ 93', '§ 93', 'BGH', 'BGH', '§93', '§93', '§ 93', '§93', '§93', '§93', '§93', '§ 93', '§ 93', '§ 25', '§ 25', 'BGH', '§ 93', '§ 93', '§ 93', '§ 93', '§ 93', '§ 93', '§ 93', '§ 93', '§ 93', '§ 93', '§ 93', '§ 93', '§ 93', '§ 93', '§ 93', '§ 93', '§ 93', '§ 93', '§ 93', '§ 93', '§ 93', '§ 93', '§ 93', '§ 93', '§ 93', '§ 93', '§ 93', '§ 93', '§ 93', '§ 25', '§ 93', '§ 93', '§ 93', '§ 25', '§ 93', '§ 93', '§ 93', '§ 93', '§ 93', '§ 93', '§ 25', '§ 93', '§ 93', 'BGH', '§ 93', '§ 93', '§ 93', '§ 93', '§ 286', 'BGH', '§ 93', '§ 93', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 93', '§ 93', '§ 93', '§ 93', '§ 93', '§ 93', '§ 93', '§ 93']

Vorstandshaftung und Business Judgment Rule | Masterarbeit, Hausarbeit, Bachelorarbeit veröffentlichen
27 Seiten, Note: 8,0
B) Vorbemerkungen für die europäische Aktiengesellschaft (SE)
C) Vorstandshaftung
I) Verhaltenspflichten
1) Sorgfaltspflichten
2) Treuepflichten
3) Legalitätspflichten
II) Haftungsvoraussetzungen
III) Innen-/Außenhaftung
IV) Höhe der Haftung und Darlegungs- und Beweislast
D) Business Judgment Rule
I) Historie der Business Judgment Rule
1) Amerikanische Ursprünge
2) Historie in Deutschland
II) Tatbestandsvoraussetzungen der Business Judgment Rule
1) Unternehmerische Entscheidung
a) Reichweite einer unternehmerischen Entscheidung
b) Erstreckung auf rechtliche Entscheidungen?
2) Angemessene Informationsgrundlage
3) Zum Wohl der Gesellschaft handeln
4) Guter Glaube
5) Frei von Interessenskonflikten
III) Zeitpunkt der Betrachtung
IV) Darlegungs- und Beweislast
V) Charakter der Norm in § 93 AktG im Verhältnis zur Vorstandshaftung: Haftungsprivilegierung oder Konkretisierung des Sorgfaltsmaßstabes?
E) Ergebnis/Thesen
Arnold, Michael, § 22 – Die Haftung des Vorstands, in: Marsch-Barner, Reinhard/Schäfer, Frank A./Arnold, Michael (Hrsg.), Handbuch börsennotierte AG – Aktien- und Kapitalmarktrecht, 3. Aufl., Köln, Saarbrücken 2014.
Bachmann, Gregor, Reformbedarf bei der Business Judgement Rule?, ZHR 177 (2013), S. 1–12.
Berger, Victoria Anna, Vorstandshaftung und Beratung – Ision-Kriterien, unternehmerische Entscheidung und Legal Judgment Rule, Baden-Baden 2015.
Brömmelmeyer, Christoph, Neue Regeln für die Binnenhaftung des Vorstands – Ein Beitrag zur Konkretisierung der Business Judgment Rule, WM 2005, S. 2065–2070.
Buck-Heeb, Petra, Die Haftung von Mitgliedern des Leitungsorgans bei unklarer Rechtslage – Notwendigkeit einer Legal Judgment Rule?, BB 2013, S. 2247–2257.
Bürgers, Tobias/Körber, Torsten/Becker, Florian (Hrsg.), Aktiengesetz, 4. Aufl., Heidelberg 2017.
Cahn, Andreas, Business Judgement Rule und Rechtsfragen, Frankfurt a.M. 2015.
Fleischer, Holger, Die „Business Judgment Rule“ im Spiegel von Rechtsvergleichung und Rechtsökonomie, in: Wank, Rolf/Hirte, Heribert u.a. (Hrsg.), Festschrift für Herbert Wiedemann zum 70. Geburtstag, München 2002, S. 827–850 (zit. Fleischer, FS Wiedemann).
—, Aktienrechtliche Legalitätspflicht und "nützliche" Pflichtverletzungen von Vorstandsmitgliedern, ZIP 2005, S. 141–152.
—, § 11 – Tatbestandsvoraussetzungen der Binnenhaftung, in: Fleischer, Holger/Ekkenga, Jens (Hrsg.), Handbuch des Vorstandsrechts, München 2006 (zit. ders., Hdb. Vorstandsrecht).
—, Haftung des herrschenden Unternehmens im faktischen Konzern und unternehmerisches Ermessen (§§ 317 II, 93 I AktG) – Das UMTS-Urteil des BGH, NZG 2008, S. 371–373.
Gach, Bernt/Goette, Wulf/Habersack, Mathias/Kalss, Susanne (Hrsg.), Münchener Kommentar zum Aktiengesetz, 4. Aufl., München 2014 (zit. MüKoAktG/ Bearbeiter).
Götz, Heinrich, Die Pflicht des Aufsichtsrats zur Haftbarmachung von Vorstandsmitgliedern Besprechung des ARAG–Urteils des BGH, NJW 1997, S. 3275–3278.
Graewe, Daniel/Harder, Stephan Freiherr von, Enthaftung der Leitungsorgane durch Einholung von Rechtsrat bei unklarer Rechtslage – Eine Handreichung für unternehmerische Entscheidungen, BB 2017, S. 707–712.
Grigoleit, Hans Christoph/Ehmann, Erik (Hrsg.), Aktiengesetz – Kommentar, München 2013 (zit. Grigoleit, AktG/ Bearbeiter).
Heidel, Thomas (Hrsg.), Aktienrecht und Kapitalmarktrecht, 4. Aufl., Baden-Baden 2014 (zit. Heidel, AktR/ Bearbeiter).
Henssler, Martin/Strohn, Lutz (Hrsg.), Gesellschaftsrecht – BGB, HGB, PartGG, GmbHG, AktG, GenG, UmwG, InsO, AnfG, IntGesR, 3. Aufl., München/München 2016 (zit. Henssler/Strohn, Gesellschaftsrecht/ Bearbeiter).
Hirte, Heribert/Habersack, Mathias/Foerster, Max/Hopt, Klaus J./Roth, Markus (Hrsg.), Aktiengesetz – Großkommentar, 5. Aufl., Berlin [u.a.] 2015 (zit. AktG Großkommentar/ Bearbeiter).
Hoffmann, Gunter M., Existenzvernichtende Haftung von Vorständen und Aufsichtsräten?, NJW 2012, S. 1393–1399.
Hoffmann-Becking, Michael (Hrsg.), Münchner Handbuch des Gesellschaftsrechts – Band 4: Aktiengesellschaft, 4. Aufl., München 2015 (zit. Bearbeiter, in: Hoffmann-Becking (Hrsg.), MüHdBGesR).
Hölters, Wolfgang (Hrsg.), Aktiengesetz – Kommentar, 3. Aufl., München 2017.
Hüffer, Uwe/Koch, Jens (Hrsg.), Aktiengesetz, 12. Aufl., München/München 2016 (zit. Hüffer/Koch, AktG/ Bearbeiter).
Ihlas, Horst, Band 3, 2. Teil, 320. Directors & Officers-Versicherung, in: Langheid, Theo/Wandt, Manfred (Hrsg.), Münchener Kommentar zum Versicherungsvertragsgesetz, 2. Aufl., München 2017.
Kaulich, Matthias, Die Haftung von Vorstandsmitgliedern einer Aktiengesellschaft für Rechtsanwendungsfehler, Berlin 2012.
Meckbach, Anne, Organhaftung und Beweisrisiken – Adäquate Risikoallokation durch Vertragsgestaltung, NZG 2015, S. 580–586.
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Mertens, Hans-Joachim/Cahn, Andreas/Zöllner, Wolfgang (Hrsg.), Kölner Kommentar zum Aktiengesetz, 3. Aufl., Köln 2010 (zit. KK-AktG/ Bearbeiter).
Peltzer, Martin, Mehr Ausgewogenheit bei der Vorstandshaftung, in: Krieger, Gerd (Hrsg.), Festschrift für Michael Hoffmann-Becking zum 70. Geburtstag, München 2013, S. 861–870 (zit. Peltzer, FS Hoffmann-Becking).
Saenger, Ingo (Hrsg.), Zivilprozessordnung – Familienverfahren, Gerichtsverfassung, europäisches Verfahrensrecht : Handkommentar, 7. Aufl. 2017 (zit. Bearbeiter, in: Saenger (Hrsg.), ZPO).
Schmidt, Karsten/Lutter, Marcus (Hrsg.), Aktiengesetz – Kommentar, 3. Aufl., Köln (zit. Schmidt/Lutter, AktG/ Bearbeiter).
Scholz, Philipp, Die existenzvernichtende Haftung von Vorstandsmitgliedern in der Aktiengesellschaft – Eine Untersuchung der Notwendigkeit und Möglichkeiten einer Beschränkung der Vorstandshaftung im geltenden und künftigen Recht, Jena 2014 (zit. Scholz, Dis.).
—, Die Haftung bei Verstößen gegen die Business Judgement Rule, AG 2015, S. 222–231.
Schug, Christoph, Risikoeinschränkung und -transfer in der Vorstandshaftung, Baden-Baden 2010.
Spindler, Gerald/Stilz, Eberhard (Hrsg.), Kommentar zum Aktiengesetz – §§ 1-149, 3. Aufl., München 2015 (zit. Spindler, Stilz, AktG/ Bearbeiter).
Unger, Ulrike, Kapitel 5. Gesellschaftsrecht, in: Umnuß, Karsten (Hrsg.), Corporate Compliance Checklisten – Rechtliche Risiken im Unternehmen erkennen und vermeiden, 3. Aufl., München 2017.
Verse, Dirk A., Organhaftung bei unklarer Rechtslage – Raum für eine Legal Judgment Rule?, ZGR 2017, 174–195.
Wagner, Klaus-R., Strafrechtliche und haftungsrechtliche Folgen für Organe der AG und GmbH bei Verstößen gegen § 93 Abs. 1 Satz 1 AktG, ZfBR 2017, S. 546–550.
Die Thyssenkrupp AG hat es getan, bei VW wird es bedingt durch den Diesel-Skandal diskutiert.[1] Die Rede ist von der Inanspruchnahme der Vorstände für Schäden, die diese im Rahmen ihrer Tätigkeit verursacht haben sollen. Solche Haftungsfälle mehren sich in letzter Zeit. Galt früher noch das Motto: „Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus“, haben sich die Zeiten geändert. Der Aufsichtsrat hatte zwar schon immer die Pflicht, einen Haftungsanspruch gegenüber dem Vorstand geltend zu machen. Seit einer Entscheidung des BGH macht der Aufsichtsrat sich nun jedoch selbst haftbar, sollte er den Anspruch nicht geltend machen.[2] Die Vorstandsmitglieder einer Aktiengesellschaft (AG) als auch die Vorstandsmitglieder/die Direktoren einer Europäischen Aktiengesellschaft (SE)[3] haben bei ihren Entscheidungen diese Haftung im Hinterkopf zu behalten. Woraus eine solche Haftung entsteht, warum das „Krähenprinzip“ nicht mehr gilt und was genau die Haftung des Vorstands umfasst, soll im ersten Teil dieser Seminararbeit näher dargestellt werden.
Um diese Haftung nicht ausufern zu lassen, befindet sich in §93Abs.1S.2AktG die sogenannte „Business Judgment Rule“, die dem Vorstandsmitglied einen sicheren Raum („safe harbor“) hinsichtlich seiner unternehmerischen Entscheidungen bieten soll.[4] Zum einen soll dies bewirken, dass das Vorstandsmitglied nicht immer die regelmäßig sichere Entscheidung der unsicheren, aber profitableren bzw. für das Unternehmen wirtschaftlich sinnvolleren Entscheidung vorzieht, nur um seiner eigenen Haftung zu entgehen.[5] Zum anderen liegt in einem Vorstandshaftungsprozess regelmäßig eine unternehmerische Entscheidung vor, die sich im Nachhinein als schlecht für das Unternehmen herausgestellt hat. Die richterliche Entscheidung soll nun nicht mit der nachträglichen Kenntnis vom Fehlgehen der unternehmerischen Entscheidung belastet sein (sog. „hindsight bias“).[6] Vor diesem Hintergrund soll die Business Judgment Rule im zweiten Teil dieser Seminararbeit einer kritischen Würdigung unterzogen werden. Ob sie sich wirklich als ein Instrument darstellt, dass eine Haftung des Vorstandsmitglieds nur bei „schlechthin unvertretbaren Vorstandshandeln“ zulässt,[7] oder aber im Gegensatz dazu das Vorstandsmitglied einen solchen Freiraum bei seinem Handeln rechtlich nicht zugestanden bekommt, soll diskutiert werden.
Bei der Gründung einer SE muss in der Satzung entweder das monistische oder das dualistische System festgeschrieben werden.
Das dualistische System gleicht der deutschen Aktiengesellschaft. Auch hier besteht die Einteilung in Vorstand und Aufsichtsrat. §20SEAG schreibt vor, dass wenn sich eine SE für das monistische System entscheidet, die §§76 bis 116AktG keine Anwendung finden. Im Umkehrschluss daraus ergibt sich, dass diese beim dualistischen System Anwendung finden mit der Folge, dass die Vorstandshaftung aus §93AktG bei der dualistischen SE und der AG gleichläuft.
Im monistischen System gibt es einen Verwaltungsrat mit geschäftsführenden Mitgliedern (Directors) und nicht geschäftsführenden Mitgliedern. Bei der SE ist bereits im Diskussionsentwurf zum „Gesetz zur Einführung der Europäischen Gesellschaft (SEEG)“ in §24Abs.8 zu finden, dass die geschäftsführenden Direktoren der SE entsprechend §93AktG verantwortlich sind. In ebendiesem Diskussionsentwurf findet sich in §43 eine dem §24Abs.8 entsprechende Regelung für die übrigen Verwaltungsratsmitglieder. Entsprechend dieses Diskussionsentwurfes wurden die Regelungen wortgleich übernommen, §24Abs.8 in §40Abs.8SEAG, §43 in §39SEAG. Für die dualistische SE gilt damit §93AktG entsprechend.
Vorstandsmitglieder sind für die Lenkung und Leitung des Unternehmens, für richtungsweisende Entscheidungen zuständig. Ihnen kommt eine enorme Verantwortung zu. Aufgrund der Verbindung der Gesellschaft zu Dritten, beispielsweise zu Arbeitnehmern, Gläubigern und Lieferanten sowie Aktionären (zusammen auch als Stakeholder bezeichnet), betreffen Entscheidungen auf Vorstandsebene eine Vielzahl von Personen. Eine hohe Summe an Investitionsgeldern am Kapitalmarkt kann nur bei einem Vertrauen in die einzelnen Unternehmen entstehen.[8] Diese Funktion kann jedoch nur erfüllt werden, wenn der Vorstand einer Gesellschaft seine Entscheidungen sorgfältig und gewissenhaft trifft. Kommt er dieser Pflicht einmal nicht nach, muss der Gesellschaft der Schaden ersetzt werden. Dies erfolgt durch das System der Vorstandshaftung. Von enormer Bedeutung sind dabei die in § 93 AktG festgelegten Grundsätze, nach denen der Vorstand der Gesellschaft gegenüber den auf seiner Pflichtverletzung beruhenden Schaden zu ersetzen hat.[9] Die Voraussetzungen einer Haftung nach § 93 AktG sollen im Folgenden näher beleuchtet werden.
Anspruchsgrundlage für die Haftung des Vorstands ist dabei §93Abs.2AktG[10], während in § 93 Abs. 3 AktG beispielhaft Fälle für das Vorliegen einer Haftung benannt sind. Der der Haftung zu Grunde liegende Sorgfaltsmaßstab für das Handeln der Vorstandsmitglieder ist in §93Abs.1S.1 AktG normiert. Die Verjährung beträgt gem. §93Abs.6AktG fünf Jahre bei nicht börsennotierten und zehn Jahre bei börsennotierten Gesellschaften. Die Business Judgment Rule, die unter D) beleuchtet wird, findet sich in §93 Abs. 1 S. 2 AktG Gemäß § 93 Abs. 2 S. 1 AktG haften die Vorstandsmitglieder, wenn sie ihre Pflichten verletzen. Haftungsadressat hierbei ist nicht der gesamte Vorstand als solches, sondern die einzelnen Mitglieder.[11] Im Folgenden soll dargestellt werden, was unter die in §93Abs.2S.1AktG benannten „Pflichten“ fällt, was die Voraussetzungen einer Haftung sind und wer diese geltend machen kann.
Die Verhaltenspflichten des Vorstands sind nach herrschender Ansicht nicht erschöpfend im Gesetz umschrieben.[12] Sie können sich auch aus Satzung, Geschäftsordnung oder Anstellungsvertrag ergeben.[13]
Hauptsächlich relevant für die Haftung des Vorstands sind hierbei die Sorgfalts- und Treuepflichten.[14] Zunehmend relevant werden jedoch auch die Legalitätspflichten.[15]
Die Sorgfaltspflichten des Vorstandes ergeben sich aus§ 93 Abs. 1 S. 1 AktG. Danach muss der Vorstand die Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters anwenden.[16] Konkret bedeutet dies, dass das Vorstandsmitglied die Sorgfalt anzuwenden hat, die ein pflichtbewusster, selbständig tätiger Geschäftsleiter eines Unternehmens vergleichbarer Art und Größe, der nicht mit eigenen Mitteln wirtschaftet, sondern einem Treuhänder entsprechend fremden Vermögensinteressen verpflichtet ist, anzuwenden hat.[17] Der Vorstand hat alle seine Entscheidungen am Interesse und Wohl der Gesellschaft auszurichten.[18] Die Sorgfaltspflichten des Vorstandes werden in einzelnen Vorschriften (bspw. §§80, 81 AktG) konkretisiert.[19]
Die Treuepflichten erwachsen aufgrund der Bestellung als Vorstandsmitglied zwischen der AG und dem Vorstand.[20] Dazu zählen unter anderem die in §93Abs. 1 S. 3 AktG geregelte Verschwiegenheitspflicht[21], aber auch die Loyalitätspflicht[22] und das Wettbewerbsverbot gem. § 88 AktG.[23]
Zudem geraten die Legalitätspflichten – als Unterfall der Sorgfaltspflichten[24] – immer weiter in das Rampenlicht der zu beachtenden Pflichten.[25] Danach haben sich die Vorstandsmitglieder an die Gesetze zu halten.[26] Gesetze meint hierbei nicht nur das deutsche Recht, sondern jede Rechtsordnung, der sich die Gesellschaft aufgrund ihrer Geschäfte unterworfen hat.[27] Überaus relevant im deutschen Recht sind dabei Vorschriften des Strafrechts, Kapitalmarktrechts sowie Kartellrechts, die sich an den Vorstand oder an die AG/SE richten.[28] Weitergehend umfasst die Legalitätspflicht auch Verletzungen von Satzung und Geschäftsordnung.[29]
Voraussetzungen für eine Haftung sind die Organstellung, eine Pflichtverletzung des Vorstandsmitglieds, das Vertretenmüssen der Pflichtverletzung, ein Schaden der Gesellschaft sowie die Kausalität der Pflichtverletzung für den Schaden.[30]
Haftungsadressat ist das vom Aufsichtsrat (oder gerichtlich) bestellte Vorstandsmitglied. Die Haftung gemäß § 93 Abs. 2 AktG trifft jedoch ebenfalls ein etwa fehlerhaft bestelltes Organ.[31] Voraussetzung hierfür ist lediglich, dass die Person für die Gesellschaft tätig geworden ist.[32]
Die Haftung knüpft an die Organstellung des Vorstandsmitglieds und nicht an den Anstellungsvertrag an.[33] Somit beginnt die Haftung mit der Bestellung als Vorstandsmitglied durch den Aufsichtsrat bzw. mit der Aufnahme seiner Geschäftstätigkeit.[34] Die Haftung endet erst, wenn das Vorstandsmitglied seine Funktion nicht mehr ausübt.[35] Jedoch bleiben noch weitere Haftungsmöglichkeiten aufgrund der Treue- und Verschwiegenheitspflicht bestehen.[36]
Es muss eine Pflichtverletzung des Vorstandsmitglieds vorliegen. Die oben genannten Verhaltenspflichten müssen verletzt worden sein.[37]
Das Vorstandsmitglied müsste die Pflichtverletzung auch zu vertreten haben. Grundsätzlich hat der Schuldner gemäß § 276 Abs. 1 BGB Vorsatz und Fahrlässigkeit zu vertreten. § 93 Abs. 1 S. 1 AktG schreibt hierbei jedoch die Beachtung der Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsführers vor. Hierbei kommt es nicht auf die persönlichen Eigenschaften des Vorstandsmitglieds an. Man spricht von einem verobjektivierten Sorgfaltsmaßstab.[38] Nichtsdestotrotz haftet das Vorstandsmitglied bereits für leichte Fahrlässigkeit.[39] Damit besteht ein strenger Verschuldensmaßstab. Mangelnde Kenntnisse und Fähigkeiten können das Vorstandsmitglied nicht entschuldigen.[40] Dem Vertretenmüssen dürfte jedoch keine wirkliche Bedeutung zukommen. Durch die Objektivierung des Sorgfaltsmaßstabes wird nämlich beim Vorliegen einer Pflichtverletzung beinahe zwingend auf das Vorliegen des Vertretenmüssen zu schließen sein.[41]
Ein Schaden muss eingetreten sein. Dabei geht es nur um einen Schaden der Gesellschaft, nicht einen Schaden der Aktionäre.[42] Er wird nach den allgemeinen Grundsätzen der §§249ff.BGB ermittelt.[43]
Zudem muss die Pflichtverletzung kausal gewesen sein für den Schaden. Hierbei besteht für das Vorstandsmitglied die Möglichkeit, den Einwand rechtmäßigen Alternativverhaltens zu erheben. Für diesen Einwand muss es nachweisen, dass der Schaden auch ohne sein Zutun definitiv eingetreten wäre.[44]
Es handelt sich bei der Haftung aus § 93 AktG um eine Innenhaftung. Eine Innenhaftung ist eine solche, die nur gegenüber der Gesellschaft besteht. Dritte, wie beispielsweise Aktionäre oder Gläubiger, können aus § 93 AktG keine eigenen Schadensersatzansprüche geltend machen.
Der Aufsichtsrat hat die Pflicht, den Anspruch aus § 93 Abs. 2 S. 1 AktG gegenüber dem Vorstand geltend zu machen.[45]. Dem Aufsichtsrat ist es nur in engen Grenzen erlaubt, eine Ausnahme von der Geltendmachung eines Schadensersatzanspruchs vorzunehmen.[46] Diese Grundzüge wurden in der ARAG/Garmenbeck-Entscheidung festgelegt und bedeuteten ein Ende des oben erwähnten Krähenprinzips.[47]
Zudem ist es den Gläubigern der Gesellschaft unter den Voraussetzungen des §93Abs. 5 S. 1 AktG möglich, den Anspruch gegenüber den Vorstandsorganen durchzusetzen.
Eine direkte Außenhaftung des Vorstands gegenüber den Aktionären ist unter Umständen ebenfalls möglich. Überaus relevant ist dabei das Deliktsrecht.[48]
Die Haftung des Vorstandsmitglieds aus § 93 AktG ist unbegrenzt. Dadurch kann die Gesellschaft das Vorstandsmitglied hinsichtlich aller entstandenen Schäden in voller Höhe in Regress nehmen, und das bereits bei leichter Fahrlässigkeit[49]. Hierunter fallen nicht nur der Gesellschaft unmittelbar anfallende Schäden, sondern auch alle mittelbaren Schäden.[50] Ebenso sind Bußgelder ein Schaden im Sinne des § 93 AktG.[51] Zwar wird hier im Einzelnen über die Möglichkeit einer Reduktion der Höhe diskutiert[52] – ersichtlich ist aber hieran, dass die Haftung des Vorstandsmitglieds bei einer Pflichtverletzung in enorme Höhen steigen kann. Unternehmensgeldbußen sind allein nach §30Abs.2OWiG möglich bis zu zehn Millionen Euro. Nach WpHG und Kartellrecht bestehen noch höhere Bußgeldrahmen. Diese sind abhängig vom Umsatz und können damit auch in die Milliarden-Höhe gehen.[53]
Hinsichtlich der Beweislast hat im Zivilprozess grundsätzlich derjenige die Beweislast für das Vorliegen der Voraussetzungen der Norm, für den die Norm günstig ist.[54] In §93Abs.2S.2AktG kehrt der Gesetzgeber die Beweislast partiell jedoch um. Es wird zum einen das Vorliegen einer Pflichtverletzung, zum anderen das Verschulden widerleglich vermutet.[55] Im Ergebnis bedeutet dies, dass die Gesellschaft lediglich die Möglichkeit einer pflichtwidrigen Handlung, die Kausalität dieser Handlung, und insbesondere den Schaden darlegen und beweisen muss, während das Vorstandsmitglied die Beweislast über das Nicht-Vorliegen der pflichtwidrigen Handlung sowie über sein Vertretenmüssen trägt.[56]
Die Kombination aus einer unbegrenzten Haftung und der Beweislastumkehr ergibt eine für das Vorstandsmitglied gefährliche, schnell existenzvernichtende Kombination. Abhilfe kann hierbei die in § 93 Abs. 1 S. 2 AktG normierte „Business Judgment Rule“ schaffen, die im nächsten Teil beleuchtet wird.
Im System der Vorstandshaftung soll die Business Judgment Rule dem Vorstandsmitglied eine Art „safe harbour“ für Entscheidungen geben, in dem dieses ohne das Risiko einer Haftung handeln kann. Fraglich ist, ob sie diesem Zweck genügt. Dazu wird im Folgenden die Entstehung der Business Judgment Rule sowie ihre Tatbestandsvoraussetzungen dargestellt.
Im Folgenden werden die Ursprünge der Business Judgment Rule bis zu ihrer Normierung in § 93 Abs. 1 S. 2 AktG beschrieben.
Die Business Judgment Rule stammt ursprünglich aus den Vereinigten Staaten von Amerika.[57] Jedoch ist die Business Judgment Rule dort keine kodifizierte Norm, sondern Sache der Gerichte. Als maßgebend gilt wohl die Business Judgment Rule in der Form, die im Staat Delaware angewendet wird.[58] Der Delaware Supreme Court formuliert die Business Judgment Rule wie folgt:
“It is a presumption that in making a business decision the directors of a corporation acted on an informed basis, in good faith and in the honest belief that the action taken was in the best interests of the company.”[59]
Es handelt sich hierbei um eine widerlegliche Vermutung zugunsten des directors, die seine Haftung grundsätzlich, das heißt abgesehen von irrationalen oder völlig unvertretbaren Entscheidungen, ausschließt.[60] Hat der director sein business judgment auf angemessen informierter Basis, in gutem Glauben und zum Wohl der Gesellschaft und ohne Interessenkonflikte getroffen, wird der Inhalt seiner Entscheidung nicht mehr überprüft.[61]
Liegen die Voraussetzungen der business judgment rule einmal nicht vor, erfolgt ein strenger intrinsic fairness test, an dem der Inhalt des business judgment geprüft wird.[62] Es liegt folglich nicht automatisch eine Pflichtverletzung vor. Es lässt sich zusammenfassen, dass sobald der director die Verfahrensvoraussetzungen der business judgment rule beachtet hat, eine Haftung praktisch nahezu ausgeschlossen ist.
Die Business Judgment Rule war in Rechtsprechung und Literatur schon vor ihrer Kodifizierung bereits anerkannt. In der ARAG/Garmenbeck-Entscheidung des BGH wurde nicht nur die Geltendmachung von Ansprüchen gegenüber dem Vorstand entschieden,[63] sondern auch die Grundzüge der Business Judgment Rule in das deutsche Rechtssystem eingeführt.[64] Der BGH führte in seiner Entscheidung aus, dass der Aufsichtsrat “bei seiner Beurteilung, ob der festgestellte Sachverhalt den Vorwurf eines schuldhaft pflichtwidrigen Vorstandsverhaltens rechtfertigt, (daß) dem Vorstand bei der Leitung der Geschäfte des Gesellschaftsunternehmens ein weiter Handlungsspielraum zugebilligt werden muß, ohne den eine unternehmerische Tätigkeit schlechterdings nicht denkbar ist.“[65]
Eine Schadensersatzpflicht kann demnach nur in Betracht kommen, wenn “die Grenzen, in denen sich ein von Verantwortungsbewußtsein getragenes, ausschließlich am Unternehmenswohl orientiertes, auf sorgfältiger Ermittlung der Entscheidungsgrundlagen beruhendes unternehmerisches Handeln bewegen muß, deutlich überschritten sind, die Bereitschaft, unternehmerische Risiken einzugehen, in unverantwortlicher Weise überspannt worden ist oder das Verhalten des Vorstands aus anderen Gründen als pflichtwidrig gelten muß”.[66]
Diese Grundsätze wurden durch das Gesetz zur Unternehmensintegrität und Modernisierung des Anfechtungsrechts (UMAG) 2005 in §93Abs.1S.2AktG integriert.[67] Die Rechtsprechung der ARAG/Garmenbeck-Entscheidung kann damit zur Interpretation des §93Abs.1S.2AktG herangezogen werden.
Im Folgenden werden die einzelnen Tatbestandsvoraussetzungen der Business Judgment Rule untersucht. § 93 Abs. 1 S. 2 AktG enthält – vorbehaltlich des Tatbestandsmerkmals „Vorstandsmitglied“ – die folgenden Tatbestandsvoraussetzungen: (1) Unternehmerische Entscheidung, (2) auf der Grundlage angemessener Information (3) zum Wohle der Gesellschaft (4) in gutem Glauben und (5) frei von Interessenskonflikten. Zudem werden Fragen bezüglich der Beweislast und dem Zeitpunkt der Betrachtung der Tatbestandsvoraussetzungen geklärt. Die Business Judgment Rule ist in ihren Tatbestandsvoraussetzungen hoch umstritten. Dies zeigt bereits die umfangreiche Literatur zu diesem Thema.
Was genau unter einer unternehmerischen Entscheidung im Sinne von §93Abs. 1 S. 2 AktG zu verstehen ist, soll im Folgenden dargestellt werden.
Eine einheitliche positive Definition für den Begriff der unternehmerischen Entscheidung existiert bis jetzt nicht. Zur Bestimmung einer unternehmerischen Entscheidung hat der Gesetzgeber in der Gesetzesbegründung zu §93Abs. 1 S. 2 AktG einige Kriterien vorgelegt. Eine unternehmerische Entscheidung ist danach aufgrund ihrer Zukunftsbezogenheit von Prognosen und nicht justiziablen Einschätzungen geprägt.[68] Von einer unternehmerischen Entscheidung kann sowohl das Handeln als auch das Unterlassen eines Leitungsorgans umfasst sein, nicht aber ein Handeln oder Unterlassen ohne jegliche zugrundeliegende Entscheidung.[69] Ausgehend von der Gesetzesbegründung und orientiert an dem amerikanischen Vorbild wurde dieses Merkmal von der Literatur weiter konkretisiert. Demnach ist für eine „unternehmerische Entscheidung“ ganz grundsätzlich eine Willensbildung des Leitungsorgans erforderlich.[70] Dem Leitungsorgan müssen mehrere Handlungsalternativen zur Verfügung stehen, da sonst bereits begrifflich eine Entscheidung nicht bestehen kann. Fehlt dem Vorstand schon die Kenntnis einer weiteren Handlungsalternative, so fällt sein Handeln nicht unter die Business Judgment Rule.[71]
Ob auch rechtliche Entscheidungen als unternehmerische Entscheidung gelten und dementsprechend unter §93Abs.1S.2AktG fallen, ist umstritten. Jedenfalls sollen Entscheidungen, die ihrer Natur nach klar gegen das Gesetz verstoßen, aus dem Anwendungsbereich des §93Abs.1S.2AktG herausfallen.[72] Dies gilt auch bei nützlichen Pflichtverstößen, auch wenn dort regelmäßig kein Schaden der Gesellschaft vorliegen wird.[73]
Bei sämtlichen anderen rechtlichen Entscheidungen stellen sich insbesondere zwei Fragen. Zunächst ist fraglich, ob hinsichtlich der Entscheidung, wie eine rechtliche Pflicht erfüllt wird, auch die Business Judgment Rule anwendbar ist. Des Weiteren besteht die Frage, ob von der Business Judgment Rule auch die Fälle umfasst sind, in denen sich Schwierigkeiten bei der Subsumption ergeben, beispielsweise aufgrund unklarer Normen oder sich widersprechenden Regelungen. Fraglich ist im Rahmen beider Thematiken, ob bei Ablehnung der Anwendung der Business Judgment Rule Raum für eine Legal Judgment Rule besteht.[74]
Hinsichtlich der ersten Frage besteht weitgehend Einigkeit darüber, dass ein Ermessens- und Beurteilungsspielraum für den Vorstand vorhanden ist.[75] Ob dieser Ermessens- und Beurteilungsspielraum jedoch ebenfalls unter die (entsprechende oder direkte) Anwendung der Business Judgment Rule fällt, wird teilweise bejaht[76], teilweise verneint[77]. Hauptargument für die Ablehnung der Business Judgment Rule hierbei ist die Gesetzesbegründung. In dieser lautet es:
[1] Dieselgate und die Managerhaftung: „VW-Vermögensschäden können Existenzen vernichten“, Handelsblatt vom 15.12.2015, http://www.handelsblatt.com/unternehmen/management/dieselgate-und-die-managerhaftung-vw-vermoegensschaeden-koennen-existenzen-vernichten/12725362.html (zuletzt abgerufen am 26.01.2018).
[2] Siehe dazu unter C)III).
[3] Zur besseren Lesbarkeit werden im Folgenden die Vorstandsorgane der Aktiengesellschaft und die Direktoren der SE (Monistisches System) /Vorstand der SE (Dualistisches System) einheitlich nur noch als Vorstandsmitglied bezeichnet, soweit die Behandlung dieser Organmitglieder im Rahmen der Seminararbeit identisch ist. Nähere Einzelheiten unter B).
[4] Siehe unter D)V).
[5] Hüffer/Koch, AktG/ Koch, § 93 Rn. 9; KK-AktG/ Mertens/Cahn, § 93 Rn. 13.
[6] Fleischer, FS Wiedemann, 2002, S. 827, 832; Wiesner, in: Hoffmann-Becking (Hrsg.), MüHdBGesR, 42015, § 25 § 25 Rn. 57.
[7] So der BGH, Urteil vom 12.10.2016 – 5 StR 134/15 = NJW 2017, 578 (580).
[8] Vertiefend zur Allokationsfunktion des Kapitalmarkts: Merkt/Rossbach, JuS 2003, 217, 220.
[9] Zur Außenhaftung des Vorstands siehe C)III).
[10] MüKoAktG/ Spindler, § 93 Rn. 11; Spindler, Stilz, AktG/ Fleischer, § 93 Rn. 1; Grigoleit, AktG/ Grigoleit/Tomasic, § 93 Rn. 2; Hüffer/Koch, AktG/ Koch, § 93 Rn. 36.
[11] Grigoleit, AktG/ Grigoleit/Tomasic, § 93 Rn. 58; Spindler, Stilz, AktG/ Fleischer, § 93 Rn. 177; Wagner, ZfBR 2017, 546, 548.
[12] Spindler, Stilz, AktG/ Fleischer, § 93 Rn. 200; Henssler/Strohn, Gesellschaftsrecht/ Dauner-Lieb, § 93 Rn. 29.
[13] MüKoAktG/ Spindler, § 93 Rn. 145.
[14] Grigoleit, AktG/ Grigoleit/Tomasic, § 93 Rn. 24; Henssler/Strohn, Gesellschaftsrecht/ Dauner-Lieb, § 93 Rn. 29; Schmidt/Lutter, AktG/ Krieger/Sailer-Coceani, § 93 Rn. 31.
[15] Hüffer/Koch, AktG/ Koch, § 93 Rn. 6.
[16] MüKoAktG/ Spindler, § 93 Rn. 22; Unger, in: Umnuß (Hrsg.), Corporate Compliance Checklisten, 32017, 39.
[17] OLG Köln, Urt. v. 28.2.2013, Rs. 18 U 298/11. , AG2013, 570, 571; OLG Hamm, Urt. v. 10.5.1995, Rs. 8 U 59/94. , AG1995, 512, 514.
[18] Hölters, in: ders. (Hrsg.), Aktiengesetz, 32017, § 93 Rn. 26.
[19] Schug, Risikoeinschränkung und -transfer in der Vorstandshaftung, 2010, S. 60.
[20] Bürgers, in: Bürgers/Körber/Becker (Hrsg.), Aktiengesetz, 42017, § 93 Rn. 6.
[21] Spindler, Stilz, AktG/ Fleischer, § 93 Rn. 160; Hüffer/Koch, AktG/ Koch, § 93 Rn. 29.
[22] Hölters, in: ders. (Hrsg.), Aktiengesetz, 32017, § 93 Rn. 115.
[23] Henssler/Strohn, Gesellschaftsrecht/ Dauner-Lieb, § 93 Rn. 9; Schmidt/Lutter, AktG/ Krieger/Sailer-Coceani, § 93 Rn. 21.
[24] Schmidt/Lutter, AktG/ Krieger/Sailer-Coceani, § 93 Rn. 7; Mertens/Cahn/Zöllner, in: Kölner Kommentar zum Aktiengesetz, 32010, Rn. 34; AktG Großkommentar/ Hopt/Roth, § 93 Rn. 98
[25] Hüffer/Koch, AktG/ Koch, § 93 Rn. 6.
[26] Bürgers, in: Bürgers/Körber/Becker (Hrsg.), Aktiengesetz, 42017, § 93 Rn. 7.
[27] Mertens/Cahn/Zöllner, in: Kölner Kommentar zum Aktiengesetz, 32010, Rn. 36.
[28] Grigoleit, AktG/ Grigoleit/Tomasic, § 93 Rn. 9.
[29] Fleischer, ZIP 2005, 141, 152; Grigoleit, AktG/ Grigoleit/Tomasic, § 93 Rn. 18.
[30] Grigoleit, AktG/ Grigoleit/Tomasic, § 93 58ff.; Hüffer/Koch, AktG/ Koch, § 93 Rn. 36; Wiesner, in: Hoffmann-Becking (Hrsg.), MüHdBGesR, 42015, § 25 Rn. 6.
[31] Grigoleit, AktG/ Grigoleit/Tomasic, § 93 Rn. 59; Hüffer/Koch, AktG/ Koch, § 93 37, 38.
[32] Hüffer/Koch, AktG/ Koch, § 93 Rn. 37.
[33] Arnold, in: Marsch-Barner/Schäfer/Arnold (Hrsg.), Handbuch börsennotierte AG, 32014, 6.
[34] Fleischer, Hdb. Vorstandsrecht, 2006, 13; Arnold, in: Marsch-Barner/Schäfer/Arnold (Hrsg.), Handbuch börsennotierte AG, 32014, 7.
[35] Wiesner, in: Hoffmann-Becking (Hrsg.), MüHdBGesR, 42015, § 25 Rn. 9; Fleischer, Hdb. Vorstandsrecht, 2006, 14.
[36] Fleischer, Hdb. Vorstandsrecht, 2006, 14.
[37] Spindler, Stilz, AktG/ ders., § 93 Rn. 200; MüKoAktG/ Spindler, § 93 Rn. 145; Henssler/Strohn, Gesellschaftsrecht/ Dauner-Lieb, § 93 Rn. 29.
[38] Heidel, AktR/ Schmidt, § 93 Rn. 103.
[39] MüKoAktG/ Spindler, § 93 Rn. 178.
[40] Schug, Risikoeinschränkung und -transfer in der Vorstandshaftung, 2010, 70, 71.
[41] So auch: Fleischer, Hdb. Vorstandsrecht, 2006, 55; MüKoAktG/ Spindler, § 93 Rn. 176.
[42] Wiesner, in: Hoffmann-Becking (Hrsg.), MüHdBGesR, 42015, § 25 Rn. 18; Schug, Risikoeinschränkung und -transfer in der Vorstandshaftung, 2010, S. 71.
[43] Hölters, in: ders. (Hrsg.), Aktiengesetz, 32017, § 93 Rn. 252; Henssler/Strohn, Gesellschaftsrecht/ Dauner-Lieb, § 93 Rn. 34.
[44] Schug, Risikoeinschränkung und -transfer in der Vorstandshaftung, 2010, S. 73; Fleischer, Hdb. Vorstandsrecht, 2006, 65.
[45] Grützner/Jakob (Hrsg.), Compliance von A - Z, 2015; "ARAG/Garmenbeck-Entscheidung“.
[46] BGH, Urt. v. 21.4.1997, Rs. II ZR 175/95. , DStR, 880, 882; Götz, NJW 1997, 3275, 3278.
[47] Ihlas, in: Langheid/Wandt (Hrsg.), Münchener Kommentar zum Versicherungsvertragsgesetz, 22017, Rn. 709.
[48] Vertiefend: Grigoleit, AktG/ Grigoleit/Tomasic, § 93 87ff.
[49] Siehe C)II).
[50] Hüffer/Koch, AktG/ Koch, § 93 Rn. 48.
[51] AktG Großkommentar/ Hopt/Roth, § 93 Rn. 419; Hüffer/Koch, AktG/ Koch, § 93 Rn. 48.
[52] Peltzer, FS Hoffmann-Becking, 2013, S. 861, 865; Hoffmann, NJW 2012, 1393 ff.
[53] So auch das Beispiel in: BaFin, WpHG-Bußgeldleitlinien II, Stand: Februar 2017, abrufbar unter: https://www.bafin.de/SharedDocs/Downloads/DE/Leitfaden/WA/dl_bussgeldleitlinien_2016.pdf?__blob=publicationFile&v=5 (zuletzt abgerufen: 26.01.2018).
[54] Saenger, in: ders. (Hrsg.), ZPO, 72017, § 286 Rn. 58.
[55] BGH, Urt. v. 16. 3. 2009, Rs. II ZR 280/07, NJW2009, 2454, 2457; Schug, Risikoeinschränkung und -transfer in der Vorstandshaftung, 2010, S. 73.
[56] So die ganz hM: Hüffer/Koch, AktG/ Koch, § 93 Rn. 53.
[57] Fleischer, FS Wiedemann, 2002, S. 827, 833; Brömmelmeyer, WM 2005, 2065 ff.; Brömmelmeyer, WM 2005, 2065.
[58] AktG Großkommentar/ Hopt/Roth, § 93 Rn. 64; Merkt, ZGR 2017, 129 ff.
[59] Aronson v. Lewis 473 A.2d 805 (812) (Del. Mar. 1, 1984).
[60] Merkt, ZGR 2017, 129, 134f.
[61] dass., ZGR 2017, 129, 134.
[62] dass., ZGR 2017, 129, 135.
[63] Siehe dazu unter C)III).
[64] BGH, Urt. v. 21.4.1997, Rs. II ZR 175/95. , DStR, 880, 882.
[65] BGH, Urt. v. 21.4.1997, Rs. II ZR 175/95. , DStR, 880, 882.
[66] BGH, Urt. v. 21.4.1997, Rs. II ZR 175/95. , DStR, 880, 882.
[67] BGBl. 2005, I Nr. 60, S. 2802.
[68] Begr. RegE UMAG, BT-Drucks. 15/5092, S. 11.
[69] Begr. RegE UMAG, BT-Drucks. 15/5092, S. 12.
[70] MüKoAktG/ Spindler, § 93 Rn. 44.
[71] MüKoAktG/ ders., § 93 Rn. 41.
[72] BegrRegE UMAG, BT-Drucks. 15/5092, S. 11.
[73] Schmidt/Lutter, AktG/ Krieger/Sailer-Coceani, § 93 Rn. 15; zur Vertiefung: Fleischer, ZIP 2005, 141 ff.
[74] Verse, ZGR 2017, 174–195; Verse, ZGR 2017, 174–195; Buck-Heeb, BB 2013, 2247 ff.; Cahn, Business Judgement Rule und Rechtsfragen, 2015; Berger, Vorstandshaftung und Beratung, 2015.
[75] Beispielhaft: KK-AktG/ Mertens/Cahn, § 93 19, 75; Buck-Heeb, BB 2013, 2247, 2257.
[76] AktG Großkommentar/ Hopt/Roth, § 93 Rn. 76; KK-AktG/ Mertens/Cahn, § 93 19, 75; Bachmann, ZHR 177 (2013), 1, 8f.
[77] Hüffer/Koch, AktG/ Koch, § 93 Rn. 16; Spindler, Stilz, AktG/ Fleischer, § 93 69a; Buck-Heeb, BB 2013, 2247, 2257.
Der Vorstand der AG und der SE
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