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Timestamp: 2020-07-09 02:32:43
Document Index: 298064751

Matched Legal Cases: ['Art. 366', 'Art. 42', 'Art. 36', 'Art. 35', 'Art. 106', 'Art. 60', 'Art. 59', 'Art. 66', 'Art. 66', 'Art. 49', 'Art. 67', 'Art. 50', 'Art. 67', 'Art. 50', 'Art. 67', 'Art. 50', 'Art. 35', 'Art. 48', 'Art. 46', 'Art. 40', 'Art. 35', 'Art. 31', 'Art. 67', 'Art. 19', 'Art. 50', 'Art. 67', 'Art. 18', 'Art. 50', 'Art. 67', 'Art. 18', 'Art. 50', 'Art. 67', 'Art. 18', 'Art. 50', 'Art. 67', 'Art. 18', 'Art. 50', 'Art. 67', 'Art. 50', 'Art. 6', 'Art. 68', 'Art. 50', 'Art. 69', 'Art. 51', 'Art. 73', 'Art. 53', 'Art. 11', 'Art. 24', 'Art. 25', 'Art. 369', 'Art. 11', 'Art. 367', 'Art. 367', 'Art. 3', 'Art. 2', 'Art. 18', 'Art. 12', 'Art. 22', 'Art. 24', 'Art. 25', 'Art. 25', 'Art. 25', 'Art. 25', 'Art. 22', 'Art. 29', 'Art. 30']

Lawbrary | VüS - Verordnung über das Strafregister
Gegenstand (1 - 1)
Verantwortliche Behörde (2 - 2)
Zu erfassende Daten, Datenbearbeitungsrechte und Zeitpunkt der Eintragung (3 - 11)
Entfernung von Daten (12 - 12)
Beteiligte Behörden und ihre Eintragungs-, Melde- und Mitwirkungspflichten (13 - 20)
Bekanntgabe von Daten (21 - 25)
Auskunftsrecht der betroffenen Personen (26 - 26)
Datensicherheit und technische Anforderungen (27 - 29)
Gebühren und Aufteilung der Kosten (30 - 31)
Forschung, Planung und Statistik (32 - 33)
Schlussbestimmungen (34 - 35)
Die­se Ver­ord­nung re­gelt für das Straf­re­gis­ter-In­for­ma­ti­ons­sys­tem VO­STRA nach den Ar­ti­keln 365-371a StGB ins­be­son­de­re:1
die ver­ant­wort­li­che Be­hör­de;
die zu er­fas­sen­den Da­ten, die Da­ten­be­ar­bei­tungs­rech­te und den Zeit­punkt der Ein­tra­gung;
die Ent­fer­nung von Da­ten;
die be­tei­lig­ten Be­hör­den und ih­re Ein­tra­gungs-, Mel­de- und Mit­wir­kungs­pflich­ten;
die Be­kannt­ga­be von Da­ten;
das Aus­kunfts­recht der be­trof­fe­nen Per­so­nen;
die Da­ten­si­cher­heit und die tech­ni­schen An­for­de­run­gen;
die Ge­büh­ren und die Auf­tei­lung der Kos­ten;
die Ver­wen­dung von VO­STRA-Da­ten zu For­schungs-, Pla­nungs- und Sta­tis­tik­zwe­cken.
1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 19. Nov. 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 4461).
1Das Bun­des­amt für Jus­tiz (BJ) trägt die Ver­ant­wor­tung für VO­STRA.
2Es ko­or­di­niert die Tä­tig­kei­ten der an VO­STRA an­ge­schlos­se­nen Be­hör­den und Stel­len und ach­tet dar­auf, dass die­se ih­re Auf­ga­ben vor­schrifts­ge­mä­ss er­fül­len.
3Es un­ter­stützt die an VO­STRA an­ge­schlos­se­nen Be­hör­den und Stel­len bei der Lö­sung von An­wen­dungs­pro­ble­men und führt Grund- und Wei­ter­bil­dungs­kur­se für die Be­ar­bei­tung von Straf­re­gis­ter­da­ten durch.
4Es kon­trol­liert, ob die Da­ten vor­schrifts­ge­mä­ss be­ar­bei­tet wer­den und ob sie voll­stän­dig, rich­tig und nach­ge­führt sind. Zu die­sem Zweck ist es be­rech­tigt, auf die Pro­to­kol­le zu­zu­grei­fen. Dar­über hin­aus kann es Ein­blick in Do­ku­men­te neh­men, die Grund­la­ge für die Ein­tra­gung oder Be­kannt­ga­be wa­ren, so­weit dies zur Durch­füh­rung der Kon­trol­len nö­tig ist. Es kann feh­ler­haf­te Ein­tra­gun­gen in VO­STRA selb­stän­dig be­rich­ti­gen oder die für die Ein­tra­gung zu­stän­di­gen Stel­len zur Be­rich­ti­gung auf­for­dern.
5Es er­teilt und ent­zieht die in­di­vi­du­el­len Be­ar­bei­tungs­rech­te.
6Es er­lässt Wei­sun­gen für die Füh­rung und die Be­nut­zung von VO­STRA, na­ment­lich das Be­ar­bei­tungs­re­gle­ment.
1In VO­STRA wer­den ein­ge­tra­gen:
die Ver­ur­tei­lun­gen durch zi­vi­le und mi­li­tä­ri­sche Straf­be­hör­den we­gen Ver­bre­chen oder Ver­ge­hen des StGB, des Mi­li­tär­straf­ge­set­zes vom 13. Ju­ni 19271 (MStG) oder an­de­rer Bun­des­ge­set­ze, mit Aus­nah­me der in Ar­ti­kel 9 Buch­sta­be b er­wähn­ten Fäl­le;
frei­spre­chen­de Ur­tei­le durch zi­vi­le und mi­li­tä­ri­sche Straf­be­hör­den we­gen Ver­bre­chen und Ver­ge­hen des StGB, des MStG und an­de­rer Bun­des­ge­set­ze, so­fern ei­ne Mass­nah­me an­ge­ord­net wor­den ist, mit Aus­nah­me der in Ar­ti­kel 9 Buch­sta­be c er­wähn­ten Fäl­le;
die Ver­ur­tei­lun­gen we­gen Über­tre­tun­gen des StGB, des MStG oder an­de­rer Bun­des­ge­set­ze, wenn:
ei­ne Bus­se von mehr als 5000 Fran­ken oder ge­mein­nüt­zi­ge Ar­beit von mehr als 180 Stun­den ver­hängt wird,
die ur­tei­len­de Be­hör­de im ent­spre­chen­den Bun­des­ge­setz aus­drück­lich er­mäch­tigt oder ver­pflich­tet wird, bei ei­ner er­neu­ten Wi­der­hand­lung ei­ne Bus­se mit ei­ner be­stimm­ten Min­dest­gren­ze oder ne­ben ei­ner Bus­se ei­ne Geld­stra­fe oder ei­ne Frei­heits­s­tra­fe aus­zu­spre­chen, oder
ein Tä­tig­keits­ver­bot oder ein Kon­takt- und Ray­on­ver­bot ver­hängt wird;
die Ver­ur­tei­lun­gen we­gen Über­tre­tun­gen, die nach Buch­sta­be c nicht ein­zu­tra­gen sind, wenn sie Teil ei­nes Ur­teils bil­den, das ein­zu­tra­gen ist;
die Ur­tei­le, die ge­gen Schwei­ze­rin­nen und Schwei­zer im Aus­land er­gan­gen sind und die dem BJ ge­mä­ss dem Eu­ro­päi­schen Über­ein­kom­men vom 20. April 19593 über die Rechts­hil­fe in Strafsa­chen und den be­ste­hen­den Staats­ver­trä­gen ge­mel­det wer­den, so­fern die Ein­tra­gungs­vor­aus­set­zun­gen er­füllt sind, die nach dem StGB (Art. 366 Abs. 1 und 2 Bst. c) und die­ser Ver­ord­nung für ver­gleich­ba­re schwei­ze­ri­sche Ur­tei­le gel­ten.
2Die Ein­tra­gung von Ur­tei­len ge­gen Ju­gend­li­che rich­tet sich nach Ar­ti­kel 366 Ab­sät­ze 3 und 3bis StGB.4
3Ver­ur­tei­lun­gen mit be­ding­tem oder teil­be­ding­tem Straf­voll­zug wer­den mit dem ent­spre­chen­den Hin­weis ein­ge­tra­gen (Art. 42 und 43 StGB, Art. 36 und 37 MStG und Art. 35 des Ju­gend­straf­ge­set­zes vom 20. Ju­ni 20035 [JStG]).
2 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 19. Nov. 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 4461).
4 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 19. Nov. 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 4461).
1Bei der Ein­tra­gung von Ur­tei­len wer­den in VO­STRA als Sank­tio­nen ein­ge­tra­gen:
die Haupt­stra­fen;
die Ne­ben­stra­fen;
die im Grund­ur­teil durch das Ge­richt ver­häng­te Er­satz­frei­heits­s­tra­fe (Art. 106 Abs. 2 StGB und Art. 60c Abs. 2 MStG1);
die the­ra­peu­ti­schen Mass­nah­men und die Ver­wah­rung (Art. 59-61, 63 und 64 StGB);
die Frie­dens­bürg­schaft (Art. 66 StGB);
die Lan­des­ver­wei­sung, so­fern sie in der Schweiz an­ge­ord­net wor­den ist (Art. 66a und 66abis StGB und Art. 49a und 49abis MStG);
das Tä­tig­keits­ver­bot (Art. 67 StGB und Art. 50 MStG) und das Kon­takt- und Ray­on­ver­bot (Art. 67b StGB und Art. 50b MStG);
das Fahr­ver­bot (Art. 67b StGB und Art. 50abis MStG);
die De­gra­da­ti­on (Art. 35 MStG);
der Aus­schluss aus der Ar­mee (Art. 48 und 49 MStG).
2Die Ein­tra­gung von Sank­tio­nen bei Ju­gend­li­chen rich­tet sich nach Ar­ti­kel 366 Ab­sät­ze 3 und 3bis StGB.4
2 Ein­ge­fügt durch Ziff. I 10 der V vom 1. Fe­br. 2017 über die Ein­füh­rung der Lan­des­ver­wei­sung, in Kraft seit 1. März 2017 (AS 2017 563).
3 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 19. Nov. 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 4461).
In VO­STRA wer­den fol­gen­de nach­träg­li­chen Ent­schei­de ein­ge­tra­gen, die ei­ne Än­de­rung vor­han­de­ner Ein­tra­gun­gen her­bei­füh­ren:
der Wi­der­ruf oder Nicht­wi­der­ruf des be­ding­ten oder teil­be­ding­ten Straf­voll­zugs; ein­zu­tra­gen sind auch die Fol­gen ei­nes Wi­der­rufs oder Nicht­wi­der­rufs: die Ge­samt­stra­fe, die Ver­war­nung, die Ver­län­ge­rung der Pro­be­zeit, die An­ord­nung von Be­wäh­rungs­hil­fe und die Er­tei­lung von Wei­sun­gen (Art. 46 und 95 StGB, Art. 40 MStG1 und Art. 35 Abs. 2 JStG2 in Ver­bin­dung mit Art. 31 JStG);
der durch ein Ge­richt an­ge­ord­ne­te Er­satz ei­ner Sank­ti­on durch ei­ne an­de­re Sank­ti­on im Sin­ne der Ar­ti­kel 62c Ab­sät­ze 3, 4 und 6, 63b Ab­satz 5, 65 Ab­sät­ze 1 und 2 StGB so­wie Ar­ti­kel 32 Ab­satz 4 JStG;
bei Tä­tig­keits­ver­bo­ten oder Kon­takt- und Ray­on­ver­bo­ten:
die Auf­he­bung des Ver­bots (Art. 67c Abs. 4-6 StGB, Art. 19 JStG, Art. 50c Abs. 4-6 MStG),
die in­halt­li­che oder zeit­li­che Ein­schrän­kung des Ver­bots (Art. 67c Abs. 4 und 5 StGB, Art. 18 JStG, Art. 50c Abs. 4 und 5 MStG),
die in­halt­li­che Er­wei­te­rung des Ver­bots (Art. 67d Abs. 1 StGB, Art. 18 JStG, Art. 50d Abs. 1 MStG),
die An­ord­nung ei­nes zu­sätz­li­chen oder nach­träg­li­chen Ver­bots (Art. 67d Abs. 1 und 2 StGB, Art. 18 und 19 Abs. 4 JStG, Art. 50d Abs. 1 und 2 MStG),
die zeit­li­che Ver­län­ge­rung des Ver­bots (Art. 67 Abs. 2bis und 67b Abs. 5 StGB, Art. 18 JStG, Art. 50 Abs. 2bis und 50b Abs. 5 MStG),
die An­ord­nung oder Auf­he­bung der Be­wäh­rungs­hil­fe (Art. 67c Abs. 7 und 7bis StGB, Art. 50c Abs. 7 und 7bis MStG).
4 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 30. Nov. 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 4779).
5 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 30. Nov. 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 4779).
Art. 6 Vollzugsentscheide und Vollzugsdaten
1 In VO­STRA wer­den fol­gen­de Ent­schei­de ein­ge­tra­gen, die den Voll­zug der Stra­fen oder Mass­nah­men be­tref­fen:
die Ent­schei­de der zu­stän­di­gen Be­hör­de oder des Ge­richts nach den fol­gen­den Be­stim­mun­gen:
StGB: Ar­ti­kel 62 Ab­sät­ze 1-4, 62a Ab­sät­ze 1-3 und 5, 62c Ab­sät­ze 1-4, 63a Ab­satz 2, 63b Ab­sät­ze 2, 4 und 5, 64a Ab­sät­ze 1-3, 95 Ab­sät­ze 4 und 5, 86 (ein­sch­liess­lich der be­ding­ten Ent­las­sung aus ei­ner Um­wand­lungs­fei­heits­s­tra­fe), 87 und 89 Ab­satz 2,
JStG2: Ar­ti­kel 18, 19, 28 Ab­satz 1, 29 Ab­sät­ze 1-3 und 31 Ab­sät­ze 1-3;
die Be­gna­di­gung und die Amnes­tie.
2Ist ge­gen ei­ne Per­son in der Schweiz ein Tä­tig­keits­ver­bot oder ein Kon­takt- und Ray­on­ver­bot nach StGB oder MStG3 aus­ge­spro­chen wor­den, so muss die für den Voll­zug ei­ner Frei­heits­tra­fe oder frei­heits­ent­zie­hen­den Mass­nah­me zu­stän­di­ge Voll­zugs­be­hör­de das ent­spre­chen­de Ein­tritts- und Aus­tritts­da­tum in VO­STRA ein­tra­gen, so­fern das Ur­teil, das die Grund­la­ge für den Frei­heits­ent­zug bil­det, eben­falls in VO­STRA ein­ge­tra­gen wer­den muss.4
3Ent­hält ein Ur­teil ein Tä­tig­keits­ver­bot oder ein Kon­takt- und Ray­on­ver­bot nach StGB oder MStG und wur­de beim Voll­zug die­ses Ur­teils der be­ding­te Straf- oder Mass­nah­men­voll­zug wi­der­ru­fen, so ist die end­gül­ti­ge Ent­las­sung aus der voll­stän­dig voll­zo­ge­nen Frei­heits­s­tra­fe oder die end­gül­ti­ge Ent­las­sung ge­mä­ss Ar­ti­kel 62b Ab­satz 2 StGB in VO­STRA ein­zu­tra­gen.5
4Ist ge­gen ei­ne Per­son in der Schweiz ei­ne Lan­des­ver­wei­sung an­ge­ord­net wor­den, so muss die zu­stän­di­ge Be­hör­de fol­gen­de Voll­zugs­ent­schei­de und nach­träg­lich er­ho­be­nen Voll­zugs­da­ten in VO­STRA ein­tra­gen oder mel­den:
das ef­fek­ti­ve oder das von der Voll­zugs­be­hör­de fest­ge­leg­te Aus­rei­se­da­tum nach Ar­ti­kel 17a der Ver­ord­nung vom 19. Sep­tem­ber 20066 zum Straf­ge­setz­buch und zum Mi­li­tär­straf­ge­setz so­wie die An­ga­be des Aus­rei­se­grun­des: Aus­schaf­fung, Aus­lie­fe­rung, Über­stel­lung zum Zwe­cke des Sank­ti­ons­voll­zugs im Aus­land, frei­wil­li­ge Aus­rei­se;
den Auf­schub des Voll­zugs der Lan­des­ver­wei­sung;
die Auf­he­bung des Auf­schubs des Voll­zugs der Lan­des­ver­wei­sung.7
4 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 19. Nov. 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 4461).
5 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 19. Nov. 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 4461).
7 Ein­ge­fügt durch Ziff. I 10 der V vom 1. Fe­br. 2017 über die Ein­füh­rung der Lan­des­ver­wei­sung, in Kraft seit 1. März 2017 (AS 2017 563).
In VO­STRA wer­den ein­ge­tra­gen:
Per­so­nen, ge­gen die in der Schweiz ein Straf­ver­fah­ren we­gen Ver­bre­chen oder Ver­ge­hen nach Bun­des­recht hän­gig ist; an­ge­ge­ben wer­den:
der Per­so­na­li­en­da­ten­satz der be­schul­dig­ten Per­son,
das Da­tum, an dem das Straf­ver­fah­ren er­öff­net wur­de,
die zu­stän­di­ge Ver­fah­rens­lei­tung (in­kl. Re­fe­renz­zei­chen),
die der be­schul­dig­ten Per­son vor­ge­wor­fe­nen Straf­ta­ten;
er­heb­li­che Än­de­run­gen in den Tat­sa­chen nach Buch­sta­be a, ins­be­son­de­re die Ab­tre­tung des Ver­fah­rens so­wie die Än­de­rung der Be­schul­di­gung.
1In VO­STRA wer­den Er­su­chen schwei­ze­ri­scher Be­hör­den um Aus­zug aus ei­nem aus­län­di­schen Straf­re­gis­ter ein­ge­tra­gen.
2Die­se Da­ten sind nur für das re­gis­ter­füh­ren­de BJ und die ge­such­stel­len­den Be­hör­den ein­seh­bar.
3Die Be­rech­ti­gung, sol­che Er­su­chen auf elek­tro­ni­schem Weg zu stel­len, ist in den An­hän­gen 2 und 3 ge­re­gelt.
Nicht ein­ge­tra­gen wer­den:
die Ur­tei­le we­gen Ver­stös­sen ge­gen Straf­be­stim­mun­gen des kan­to­na­len Rechts;
die Ver­ur­tei­lun­gen, bei de­nen von der Be­stra­fung ab­ge­se­hen wird und die nicht zu­gleich ein­tra­gungs­pflich­ti­ge Mass­nah­men um­fas­sen;
Aus­land­ur­tei­le, die nur ei­ne Lan­des­ver­wei­sung ent­hal­ten;
die frei­spre­chen­den Ur­tei­le, wel­che ein­zig ei­ne Ver­öf­fent­li­chung des Ur­teils (Art. 68 StGB und Art. 50b MStG3), ei­ne Ein­zie­hung (Art. 69-72 StGB und Art. 51-52 MStG) oder ei­ne Ver­wen­dung zu Guns­ten des Ge­schä­dig­ten (Art. 73 StGB und Art. 53 MStG) ent­hal­ten;
die Über­tre­tun­gen mit Aus­nah­me der­je­ni­gen nach Ar­ti­kel 3 Ab­satz 1 Buch­sta­ben c und d;
die Ent­schei­de, wel­che:
Geld­stra­fe oder Bus­se in ge­mein­nüt­zi­ge Ar­beit oder Frei­heits­s­tra­fe um­wan­deln,
ge­mein­nüt­zi­ge Ar­beit in Geld­stra­fe, Bus­se oder Frei­heits­s­tra­fe um­wan­deln,
per­sön­li­che Leis­tung in Bus­se oder Frei­heits­ent­zug um­wan­deln,
Bus­se in per­sön­li­che Leis­tung oder Frei­heits­ent­zug um­wan­deln,
Frei­heits­ent­zug in per­sön­li­che Leis­tung um­wan­deln;
die Ord­nungs- und Dis­zi­pli­nar­stra­fen;
die Kos­ten­fol­gen ei­nes Ur­teils.
1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I 10 der V vom 1. Fe­br. 2017 über die Ein­füh­rung der Lan­des­ver­wei­sung, in Kraft seit 1. März 2017 (AS 2017 563).
4 Ein­ge­fügt durch Ziff. I 2 der V vom 3. Dez. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2010 5971).
5 Ein­ge­fügt durch Ziff. I 2 der V vom 3. Dez. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2010 5971).
6 Ein­ge­fügt durch Ziff. I 2 der V vom 3. Dez. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2010 5971).
1Die Da­ten­sät­ze und die da­zu­ge­hö­ri­gen Da­ten­fel­der von VO­STRA sind in An­hang 1 ge­re­gelt.1
2Die Be­rech­ti­gun­gen der Bun­des­be­hör­den und der kan­to­na­len Be­hör­den zur Be­ar­bei­tung die­ser Da­ten sind in den An­hän­gen 2 be­zie­hungs­wei­se 3 ta­bel­la­risch dar­ge­stellt.
1Ur­tei­le, nach­träg­li­che Ent­schei­de so­wie Voll­zugs­ent­schei­de sind spä­tes­tens zwei Wo­chen nach Ein­tritt der vol­len Rechts­kraft ein­zu­tra­gen.
2Ent­schei­de, die bloss teil­wei­se in Rechts­kraft er­wach­sen sind, wer­den als Be­stand­teil des rechts­kräf­ti­gen hö­her­in­stanz­li­chen Ur­teils oder nach­träg­li­chen Ent­schei­des in VO­STRA ein­ge­tra­gen.
3Bei hän­gi­gen Straf­ver­fah­ren sind die Da­ten in­nert zwei Wo­chen seit Er­öff­nung des Straf­ver­fah­rens be­zie­hungs­wei­se seit Ein­tritt der Än­de­rung in VO­STRA ein­zu­tra­gen.
4Die Ein­tra­gung ei­nes hän­gi­gen Straf­ver­fah­rens kann zu­rück­ge­stellt wer­den, so­lan­ge die Ein­tra­gung den Zweck des Straf­ver­fah­rens in Fra­ge stellt.
Art. 11a Daten betreffend die Bestellung von Privatauszügen und Sonderprivatauszügen
1Per­so­nen­be­zo­ge­ne Da­ten, wel­che die Be­stel­lung von Pri­vat­aus­zü­gen (Art. 24) oder Son­der­pri­vat­aus­zü­gen (Art. 25b) be­tref­fen, wer­den in VO­STRA so­wie in ei­ner se­pa­ra­ten Hilfs­da­ten­bank ein­ge­tra­gen und ver­ar­bei­tet.
2In der Hilfs­da­ten­bank wer­den kei­ne be­son­ders schüt­zens­wer­ten Per­so­nen­da­ten ein­ge­tra­gen. Die Hilfs­da­ten­bank dient aus­sch­liess­lich der Ab­wick­lung der Be­stel­lun­gen und ent­hält fol­gen­de Da­ten:
per­so­nen­be­zo­ge­ne Da­ten zur Iden­ti­fi­zie­rung und Lo­ka­li­sie­rung der be­stel­len­den Per­son;
Da­ten zum Be­stell­vor­gang;
Da­ten zur Auf­trags­ver­ar­bei­tung bei ein­ge­gan­ge­nem Auf­trag;
Da­ten zu den Kos­ten und zur Be­zah­lung;
Da­ten zum Ver­sand des Aus­zu­ges;
Da­ten der Be­stä­ti­gung nach Ar­ti­kel 371a Ab­satz 2 StGB.
3Für die Aus­zugs­ver­ar­bei­tung wer­den Da­ten aus der Hilfs­da­ten­bank mit­tels Schnitt­stel­le in VO­STRA über­nom­men.
4Die Da­ten­sät­ze und die da­zu­ge­hö­ri­gen Da­ten­fel­der sind in An­hang 1a ge­re­gelt.
1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 19. Nov. 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 4461).
1Aus VO­STRA wer­den un­ver­züg­lich ent­fernt:
Ein­tra­gun­gen in den Fäl­len nach den Ar­ti­keln 369 und 369a StGB;
Ein­tra­gun­gen über Per­so­nen, de­ren Tod von ei­ner Be­hör­de ge­mel­det wird;
Ur­tei­le, die auf­ge­ho­ben wur­den;
hän­gi­ge Straf­ver­fah­ren, die ein­ge­stellt oder mit ei­nem Ur­teil ab­ge­schlos­sen wur­den;
Er­su­chen um Aus­zug aus ei­nem aus­län­di­schen Straf­re­gis­ter, so­bald die An­fra­ge vom Aus­land be­ant­wor­tet wor­den ist.
2Die Ent­fer­nung von Ein­tra­gun­gen über teil­be­ding­te Frei­heits­s­tra­fen rich­tet sich nach den Re­geln für die Ent­fer­nung be­ding­ter Stra­fen (Art. 369 Abs. 3 StGB).
3Die Ent­fer­nungs­fris­ten nach Ar­ti­kel 369a StGB gel­ten auch für Be­rufs­ver­bo­te ge­stützt auf frü­he­re Fas­sun­gen des StGB oder des MStG2, die zum Schutz von Min­der­jäh­ri­gen oder an­de­ren be­son­ders schutz­be­dürf­ti­gen Per­so­nen an­ge­ord­net wor­den sind.3
4Bei Aus­land­ur­tei­len wird die Dau­er ei­nes Tä­tig­keits­ver­bots oder ei­nes Kon­takt- und Ray­on­ver­bots nach der im Ur­teil an­ge­ge­be­nen Dau­er be­rech­net.4
5Da­ten be­tref­fend die Be­stel­lung von Pri­vat­aus­zü­gen oder Son­der­pri­vat­aus­zü­gen (Art. 11a) wer­den ein Jahr nach der Be­stel­lung der Aus­zü­ge ent­fernt.5
6Das Ge­such nach Ar­ti­kel 369 Ab­satz 5bis drit­ter Satz StGB um Be­rech­nung der Frist zur Ent­fer­nung ei­nes Ur­teils mit Lan­des­ver­wei­sung nach Er­werb des Schwei­zer Bür­ger­rechts ist zu­sam­men mit der Ein­bür­ge­rungs­be­stä­ti­gung an das BJ zu rich­ten.6
3 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 19. Nov. 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 4461).
6 Ein­ge­fügt durch Ziff. I 10 der V vom 1. Fe­br. 2017 über die Ein­füh­rung der Lan­des­ver­wei­sung, in Kraft seit 1. März 2017 (AS 2017 563).
1Das BJ trägt fol­gen­de Da­ten in VO­STRA ein:
Da­ten, die von nicht an­ge­schlos­se­nen Bun­des­be­hör­den ge­mel­det wer­den;
aus­län­di­sche Ur­tei­le ge­mä­ss Ar­ti­kel 3 Ab­satz 1 Buch­sta­be e;
Ur­tei­le, die ein Tä­tig­keits­ver­bot oder ein Kon­takt- und Ray­on­ver­bot ent­hal­ten;
nach­träg­li­che Ent­schei­de ge­mä­ss Ar­ti­kel 5 Buch­sta­be c.
2Es be­ar­bei­tet fol­gen­de Ge­su­che um Aus­zug aus VO­STRA:
Ge­su­che von Pri­va­ten;
Ge­su­che nicht an­ge­schlos­se­ner Bun­des­be­hör­den;
Ge­su­che aus­län­di­scher Be­hör­den.
3Es be­ar­bei­tet Er­su­chen an­ge­schlos­se­ner schwei­ze­ri­scher Be­hör­den um Aus­zug aus ei­nem aus­län­di­schen Straf­re­gis­ter.
4Es teilt Ver­ur­tei­lun­gen und nach­träg­li­che Ent­schei­de ge­gen aus­län­di­sche Staats­an­ge­hö­ri­ge ge­stützt auf das Eu­ro­päi­sche Über­ein­kom­men vom 20. April 19593 über die Rechts­hil­fe in Strafsa­chen und auf die be­ste­hen­den Staats­ver­trä­ge dem Hei­mat­staat mit, so­fern die­ser be­kannt ist. Das Eid­ge­nös­si­sche Jus­tiz- und Po­li­zei­de­par­te­ment (EJPD) kann Wei­sun­gen über die Mit­tei­lun­gen an Be­hör­den des Aus­lan­des er­las­sen.
1Die kan­to­na­len Ko­or­di­na­ti­ons­stel­len ha­ben fol­gen­de Auf­ga­ben:
Sie tra­gen die hän­gi­gen Straf­ver­fah­ren, die Ur­tei­le, die nach­träg­li­chen Ent­schei­de und die Voll­zugs­ent­schei­de der nicht an VO­STRA an­ge­schlos­se­nen kan­to­na­len Be­hör­den in VO­STRA ein. Aus­ge­nom­men sind die in Ar­ti­kel 13 Ab­satz 1 Buch­sta­ben c und d ge­nann­ten Fäl­le.
Sie er­stel­len für nicht an­ge­schlos­se­ne kan­to­na­le Be­hör­den Aus­zü­ge aus VO­STRA.
Sie sind für das BJ die kan­to­na­len An­sprech­stel­len be­züg­lich der Ein­hal­tung der Straf­re­gis­ter­be­stim­mun­gen des StGB, die­ser Ver­ord­nung und der ge­stützt dar­auf er­las­se­nen Wei­sun­gen.
Sie un­ter­stüt­zen das BJ bei sei­ner Kon­trol­le der Da­ten­be­ar­bei­tung.
2Die Kan­to­ne kön­nen ih­rer Ko­or­di­na­ti­ons­stel­le wei­te­re Auf­ga­ben im Zu­sam­men­hang mit VO­STRA über­tra­gen, ins­be­son­de­re die Er­fas­sung der Ur­tei­le und nach­träg­li­chen Ent­schei­de wei­te­rer oder al­ler kan­to­na­len Be­hör­den und das Er­stel­len der Aus­zü­ge aus VO­STRA für die­se Be­hör­den.
Die Ko­or­di­na­ti­ons­stel­le der Mi­li­tär­jus­tiz hat fol­gen­de Auf­ga­ben:
Sie trägt die hän­gi­gen Straf­ver­fah­ren, die Ur­tei­le, die nach­träg­li­chen Ent­schei­de und die Voll­zugs­ent­schei­de der nicht an VO­STRA an­ge­schlos­se­nen Mi­li­tär­jus­tiz­be­hör­den in VO­STRA ein. Aus­ge­nom­men sind die in Ar­ti­kel 13 Ab­satz 1 Buch­sta­ben c und d ge­nann­ten Fäl­le.
Sie er­stellt für nicht an­ge­schlos­se­ne Mi­li­tär­jus­tiz­be­hör­den Aus­zü­ge aus VO­STRA.
Sie ist für das BJ die An­sprech­stel­le der Mi­li­tär­jus­tiz be­züg­lich der Ein­hal­tung der Straf­re­gis­ter­be­stim­mun­gen des StGB, die­ser Ver­ord­nung und der ge­stützt dar­auf er­las­se­nen Wei­sun­gen.
Sie un­ter­stützt das BJ bei sei­ner Kon­trol­le der Da­ten­be­ar­bei­tung.
1 Die fol­gen­den Be­hör­den tra­gen ih­re Da­ten in VO­STRA ein, so­fern sie an VO­STRA an­ge­schlos­sen sind:
die Straf­jus­tiz­be­hör­den, ein­sch­liess­lich die Ver­wal­tungs­be­hör­den des Bun­des und der Kan­to­ne, die Stra­fent­schei­de ge­stützt auf Bun­des­recht fäl­len;
die Mi­li­tär­jus­tiz­be­hör­den;
die Straf­voll­zugs­be­hör­den;
die kan­to­na­len Aus­län­der­be­hör­den, so­weit sie für den Voll­zug der Lan­des­ver­wei­sung zu­stän­dig sind.
2Aus­ge­nom­men sind die in Ar­ti­kel 13 Ab­satz 1 Buch­sta­ben c und d ge­nann­ten Fäl­le.2
1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I 10 der V vom 1. Fe­br. 2017 über die Ein­füh­rung der Lan-des­ver­wei­sung, in Kraft seit 1. März 2017 (AS 2017 563).
1Kan­to­na­le Straf­jus­tiz- und Straf­voll­zugs­be­hör­den so­wie die zum Voll­zug der Lan­des­ver­wei­sung zu­stän­di­gen Aus­län­der­be­hör­den, die nicht an VO­STRA an­ge­schlos­sen sind, mel­den die Da­ten zur Ein­tra­gung in VO­STRA der zu­stän­di­gen kan­to­na­len Ko­or­di­na­ti­ons­stel­le.1
2Die Mi­li­tär­jus­tiz­be­hör­den, die nicht an VO­STRA an­ge­schlos­sen sind, mel­den ih­re Da­ten zur Ein­tra­gung in VO­STRA der Ko­or­di­na­ti­ons­stel­le der Mi­li­tär­jus­tiz. Das Oberau­di­to­rat re­gelt die Ein­zel­hei­ten.
2bisDie kan­to­na­len Ko­or­di­na­ti­ons­stel­len und die Ko­or­di­na­ti­ons­stel­le der Mi­li­tär­jus­tiz mel­den Ur­tei­le und nach­träg­li­che Ent­schei­de nach Ar­ti­kel 13 Ab­satz 1 Buch­sta­ben c und d an das BJ wei­ter.2
3Die Straf­jus­tiz- und die Rechts­hil­fe­be­hör­den des Bun­des, die nicht an VO­STRA an­ge­schlos­sen sind, so­wie die Ver­wal­tungs­be­hör­den des Bun­des und der Kan­to­ne, die Stra­fent­schei­de ge­stützt auf Bun­des­recht fäl­len und nicht an VO­STRA an­ge­schlos­sen sind, mel­den die Da­ten zur Ein­tra­gung in VO­STRA dem BJ.3
4Die für die Be­gna­di­gung oder die Amnes­tie zu­stän­di­gen Be­hör­den des Bun­des mel­den die Be­gna­di­gung oder die Amnes­tie zur Ein­tra­gung in VO­STRA dem BJ.
5Die kan­to­na­len Be­gna­di­gungs- oder Amne­stie­be­hör­den mel­den die Be­gna­di­gung oder die Amnes­tie zur Ein­tra­gung in VO­STRA der zu­stän­di­gen kan­to­na­len Ko­or­di­na­ti­ons­stel­le.
3 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I 10 der V vom 1. Fe­br. 2017 über die Ein­füh­rung der Lan­des­ver­wei­sung, in Kraft seit 1. März 2017 (AS 2017 563).
1Al­le be­tei­lig­ten Be­hör­den sor­gen in ih­rem Be­reich da­für, dass die Da­ten vor­schrifts­ge­mä­ss be­ar­bei­tet wer­den.
2Sie ver­ge­wis­sern sich, dass die Da­ten, die sie in VO­STRA ein­tra­gen oder der zu­stän­di­gen Stel­le mel­den, voll­stän­dig, rich­tig und nach­ge­führt sind.
3Er­ge­ben sich der ein­tra­gen­den Be­hör­de Zwei­fel über die Rich­tig­keit der An­ga­ben oder sind die­se un­voll­stän­dig, so sen­det sie die Mel­dung an die mel­den­de Be­hör­de zur Nach­prü­fung zu­rück oder be­schafft sich durch Nach­fra­gen die nö­ti­gen Er­gän­zun­gen. Sie kann für die Über­prü­fung ei­ner Ein­tra­gung den Straf­re­gis­ter­aus­zug ei­ner Per­son aus­dru­cken; die­ser Aus­druck ist nach der Über­prü­fung der ein­ge­tra­ge­nen Da­ten zu ver­nich­ten.
4Die Be­hör­den, die über ein Da­ten­be­ar­bei­tungs­recht ver­fü­gen, sind nur in­so­weit zur Da­ten­be­ar­bei­tung be­rech­tigt, als sie die­se Da­ten zur Er­fül­lung ih­rer ge­setz­li­chen Auf­ga­ben be­nö­ti­gen.
5Die Straf­re­gis­ter­da­ten nach Ar­ti­kel 366 Ab­sät­ze 2-4 StGB dür­fen nicht iso­liert in ei­ner neu­en Da­ten­samm­lung ge­spei­chert oder auf­be­wahrt wer­den, es sei denn, dies sei zur Be­grün­dung ei­nes ge­trof­fe­nen Ent­schei­des, ei­ner er­las­se­nen Ver­fü­gung oder ei­nes ein­ge­lei­te­ten Ver­fah­rens­schritts not­wen­dig.
6Be­hör­den dür­fen Straf­re­gis­ter­da­ten nur wei­ter­ge­ben, wenn sie für die Wei­ter­ga­be über ei­ne aus­drück­li­che for­mell-ge­setz­li­che Grund­la­ge ver­fü­gen und die Wei­ter­ga­be zu den­sel­ben Zwe­cken er­folgt, zu de­nen sie die­se Da­ten er­hal­ten ha­ben.
Die Zi­vil­stand­säm­ter und Ein­woh­ner­kon­trol­len sind ver­pflich­tet, den ein­tra­gungs­be­rech­tig­ten Be­hör­den zur Ab­klä­rung der zu be­ar­bei­ten­den Per­so­na­li­en kos­ten­los Aus­kunft zu ge­ben.
1Stellt die ein­tra­gen­de Be­hör­de bei der Ur­teil­sein­tra­gung fest, dass ei­ne be­dingt aus­ge­fäll­te Stra­fe wi­der­ru­fen wur­de, oh­ne dass ei­ne Ge­samt­stra­fe im Sin­ne von Ar­ti­kel 46 Ab­satz 1 StGB, Ar­ti­kel 40 Ab­satz 1 MStG1 oder Ar­ti­kel 31 Ab­satz 2 JStG2 ge­bil­det wur­de, so mel­det sie den Wi­der­ruf der Be­hör­de, die für den Voll­zug des wi­der­ru­fe­nen Ur­teils zu­stän­dig ist.
2Stellt das BJ bei der Ein­tra­gung ei­nes Aus­land­ur­teils fest, dass die im Aus­land be­ur­teil­te Tat in die Pro­be­zeit ei­ner be­reits ein­ge­tra­ge­nen be­dingt oder teil­be­dingt voll­zieh­ba­ren Stra­fe fällt, so mel­det es die Nicht­be­wäh­rung dem schwei­ze­ri­schen Ge­richt, das den be­ding­ten oder teil­be­ding­ten Straf­voll­zug an­ge­ord­net hat. Fällt ein Aus­land­ur­teil in die Pro­be­zeit ei­ner be­ding­ten Ent­las­sung, so mel­det das BJ die Nicht­be­wäh­rung der Voll­zugs­be­hör­de.
3Stellt die ein­tra­gen­de Be­hör­de bei der Ur­teil­sein­tra­gung fest, dass ei­ne be­ding­te Ent­las­sung aus dem Straf- oder Mass­nah­men­voll­zug wi­der­ru­fen wur­de, oh­ne dass ei­ne Ge­samt­stra­fe im Sin­ne von Ar­ti­kel 62a Ab­satz 2 oder 89 Ab­satz 6 StGB oder von Ar­ti­kel 31 Ab­satz 2 JStG ge­bil­det wur­de, so mel­det sie den Wi­der­ruf der Be­hör­de, die für den Voll­zug der durch den Wi­der­ruf voll­zieh­bar ge­wor­de­nen Rest­stra­fe zu­stän­dig ist.
4Wur­de ei­ne Per­son be­dingt be­gna­digt, so mel­det die ein­tra­gen­de Be­hör­de der zu­stän­di­gen Be­gna­di­gungs­be­hör­de, wenn die­se Per­son we­gen ei­ner wäh­rend der Pro­be­zeit be­gan­ge­nen straf­ba­ren Hand­lung ver­ur­teilt wird.
1Die Ein­sicht­nah­me durch ein Ab­ruf­ver­fah­ren rich­tet sich nach Ar­ti­kel 367 Ab­sät­ze 2, 2bis, 2ter und 4 StGB.1
2Über­dies kann das Bun­des­amt für Po­li­zei durch ein Ab­ruf­ver­fah­ren Ein­sicht neh­men in Da­ten über Ur­tei­le nach Ar­ti­kel 366 Ab­sät­ze 1, 2, 3 Buch­sta­ben a, b und d und 3bis StGB so­wie über hän­gi­ge Straf­ver­fah­ren, so­fern dies zur Er­fül­lung fol­gen­der Auf­ga­ben nö­tig ist (Art. 367 Abs. 3 StGB):2
Ver­hü­tung von Straf­ta­ten nach Ar­ti­kel 2 Ab­sät­ze 1 und 2 des Bun­des­ge­set­zes vom 21. März 19974 über Mass­nah­men zur Wah­rung der in­ne­ren Si­cher­heit (BWIS), so­weit sie in sei­nen Zu­stän­dig­keits­be­reich fällt;
Vor­er­mitt­lun­gen im Zu­sam­men­hang mit Straf­ta­ten im Sin­ne der Ar­ti­kel 336 und 337 StGB;
Durch­füh­rung von Straf­ver­fah­ren (ge­richts­po­li­zei­li­che Er­mitt­lun­gen) im Zu­sam­men­hang mit Straf­ta­ten im Sin­ne der Ar­ti­kel 336 und 337 StGB;
In­for­ma­ti­ons­ver­mitt­lung an In­ter­pol:
im Rah­men von er­öff­ne­ten Straf­ver­fah­ren,
im Rah­men von Vor­er­mitt­lun­gen im Zu­sam­men­hang mit Straf­ta­ten im Sin­ne der Ar­ti­kel 336 und 337 StGB,
zur Ver­hü­tung von Straf­ta­ten im Sin­ne von Ar­ti­kel 2 Ab­sät­ze 1 und 2 BWIS;
ge­setz­lich vor­ge­se­he­ne Kon­trol­le des In­for­ma­ti­ons­sys­tems der Bun­des­kri­mi­nal­po­li­zei (Ja­nus);
Füh­rung der Mel­de­stel­le Geld­wä­sche­rei;
Ver­hän­gung und Auf­he­bung von Fern­hal­te­mass­nah­men ge­gen­über Aus­län­de­rin­nen und Aus­län­dern nach dem Bun­des­ge­setz vom 26. März 19315 über Auf­ent­halt und Nie­der­las­sung der Aus­län­der so­wie Vor­be­rei­tung von Aus­wei­sungs­ent­schei­den ge­mä­ss Ar­ti­kel 121 Ab­satz 2 der Bun­des­ver­fas­sung6;
In­for­ma­ti­ons­ver­mitt­lung an das Eu­ro­päi­sche Po­li­zei­amt Eu­ro­pol im Sin­ne von Ar­ti­kel 355a StGB, so­fern die­se Da­ten von Eu­ro­pol für Zwe­cke ge­mä­ss den Buch­sta­ben a und b be­nö­tigt wer­den;
In­for­ma­ti­ons­ver­mitt­lung an aus­län­di­sche SI­RE­NE-Bü­ros, so­fern die­se Da­ten zur Ko­or­di­nie­rung und Durch­füh­rung von Fern­hal­te­mass­nah­men von Aus­län­de­rin­nen und Aus­län­dern be­nö­tigt wer­den.
3Fer­ner kön­nen die für die Ein­bür­ge­rung auf Stu­fe Kan­ton zu­stän­di­gen kan­to­na­len Be­hör­den durch ein Ab­ruf­ver­fah­ren Ein­sicht neh­men in Da­ten über Ur­tei­le nach Ar­ti­kel 366 Ab­sät­ze 1, 2, 3 Buch­sta­ben a, b und d und 3bis StGB so­wie über hän­gi­ge Straf­ver­fah­ren, so­weit dies für die Durch­füh­rung von Ein­bür­ge­rungs­ver­fah­ren nö­tig ist (Art. 367 Abs. 3 StGB).9
5Die kan­to­na­len Aus­län­der­be­hör­den kön­nen durch ein Ab­ruf­ver­fah­ren Ein­sicht neh­men in Da­ten über Ur­tei­le nach Ar­ti­kel 366 Ab­sät­ze 1, 2, 3 Buch­sta­ben a, b und d und 3bis StGB so­wie über hän­gi­ge Straf­ver­fah­ren, so­weit dies für Ent­schei­de ge­mä­ss dem Aus­län­der- und In­te­gra­ti­ons­ge­setz vom 16. De­zem­ber 20051112, die an­hand von Straf­da­ten ge­trof­fen wer­den müs­sen, nö­tig ist.13
6Be­hör­den nach den Ab­sät­zen 2-5 kön­nen Ur­tei­le, die ei­ne Lan­des­ver­wei­sung aus der Schweiz ent­hal­ten, so lan­ge ein­se­hen, als die be­trof­fe­ne Per­son mit der Lan­des­ver­wei­sung be­legt ist. Dau­ert die Frist nach Ar­ti­kel 369 Ab­sät­ze 1-5 StGB län­ger, so ist sie für die Dau­er der Ein­sichts­mög­lich­keit mass­ge­bend.14
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 19. Nov. 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 4461).
3 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 13 der V vom 12. Dez. 2008, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 6305).
5 [BS 1 121; AS 1949 221, 1987 1665, 1988 332, 1990 1587 Art. 3 Abs. 2, 1991 362 Ziff. II 11 1034 Ziff. III, 1995 146, 1999 1111 2262 An­hang Ziff. 1, 2000 1891 Ziff. IV 2, 2002 685 Ziff. I 1 701 Ziff. I 1 3988 An­hang Ziff. 3, 2003 4557 An­hang Ziff. II 2, 2004 1633 Ziff. I 1 4655 Ziff. I 1, 2005 5685 An­hang Ziff. 2, 2006 979 Art. 2 Ziff. 1 1931 Art. 18 Ziff. 1 2197 An­hang Ziff. 3 3459 An­hang Ziff. 1 4745 An­hang Ziff. 1, 2007 359 An­hang Ziff. 1. AS 2007 5437 An­hang Ziff. I]. Sie­he heu­te: das Aus­län­der- und In­te­gra­ti­ons­ge­setz vom 16. Dez. 2005 (SR 142.20).
7 Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 13 der V vom 12. Dez. 2008, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 6305).
8 Ein­ge­fügt durch Ziff. I 10 der V vom 1. Fe­br. 2017 über die Ein­füh­rung der Lan-des­ver­wei­sung, in Kraft seit 1. März 2017 (AS 2017 563).
9 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 14. Dez. 2007 (AS 2008 51). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 19. Nov. 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 4461).
10 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 13 der V vom 12. Dez. 2008 (AS 2008 6305). Auf­ge­ho­ben durch An­hang 4 Ziff. II 4 der Nach­rich­ten­dienst­ver­ord­nung vom 16. Aug. 2017, mit Wir­kung seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 4151).
12 Der Ti­tel wur­de in An­wen­dung von Art. 12 Abs. 2 des Pu­bli­ka­ti­ons­ge­set­zes vom 18. Ju­ni 2004 (SR 170.512) auf den 1. Jan. 2019 an­ge­passt.
13 Ein­ge­fügt durch Ziff. I 10 der V vom 1. Fe­br. 2017 über die Ein­füh­rung der Lan­des­ver­wei­sung, in Kraft seit 1. März 2017 (AS 2017 563).
14 Ein­ge­fügt durch Ziff. I 10 der V vom 1. Fe­br. 2017 über die Ein­füh­rung der Lan­des­ver­wei­sung, in Kraft seit 1. März 2017 (AS 2017 563).
1Fol­gen­de an VO­STRA nicht an­ge­schlos­se­ne Be­hör­den kön­nen die zur Er­fül­lung der nach­ste­hend ge­nann­ten Auf­ga­ben nö­ti­gen Da­ten über Ur­tei­le nach Ar­ti­kel 366 Ab­sät­ze 1, 2, 3 Buch­sta­ben a, b und d und 3bis StGB als Aus­zug aus VO­STRA ein­ho­len:1
die Be­hör­den nach Ar­ti­kel 367 Ab­satz 2 StGB:
zur Er­fül­lung ih­rer ge­setz­li­chen Auf­ga­ben nach Ar­ti­kel 365 Ab­satz 2 StGB;
die Ver­wal­tungs­be­hör­den des Bun­des und der Kan­to­ne, die Stra­fent­schei­de ge­stützt auf Bun­des­recht fäl­len:
für die Durch­füh­rung von Straf­ver­fah­ren;
die für die in­ter­na­tio­na­le Rechts­hil­fe zu­stän­di­ge Stel­le des BJ:
für in­ter­na­tio­na­le Rechts­hil­fe- und Aus­lie­fe­rungs­ver­fah­ren;
die kan­to­na­len und kom­mu­na­len Vor­mund­schafts­be­hör­den2:
für die Ver­hän­gung und Auf­he­bung vor­mund­schaft­li­cher Mass­nah­men3;
e.4 die für den für­sor­ge­ri­schen Frei­heits­ent­zug zu­stän­di­gen kan­to­na­len Be­hör­den:
für die Ver­hän­gung und Auf­he­bung des für­sor­ge­ri­schen Frei­heits­ent­zu­ges;
die für die Durch­füh­rung von Per­so­nen­si­cher­heits­prü­fun­gen zu­stän­di­gen kan­to­na­len Be­hör­den:
für zi­vi­le und mi­li­tä­ri­sche Si­cher­heits­prü­fun­gen im Sin­ne von Ar­ti­kel 2 Ab­satz 4 Buch­sta­be c BWIS5;
die für die Be­gna­di­gung zu­stän­di­gen Be­hör­den des Bun­des und der Kan­to­ne:
für die Durch­füh­rung von Be­gna­di­gungs­ver­fah­ren;
die ge­mä­ss Ar­ti­kel 22 Ab­satz 1 BWIS für den Per­so­nen­schutz zu­stän­di­ge Stel­le des Bun­des:
für die Ri­si­ko­be­ur­tei­lung von Per­so­nen, bei de­nen An­halts­punk­te be­ste­hen, dass sie ei­ne Ge­fahr für schüt­zens­wer­te Per­so­nen im Sin­ne von Ar­ti­kel 22 Ab­satz 1 BWIS dar­stel­len könn­ten;
j.7 die Eid­ge­nös­si­sche Re­vi­si­ons­auf­sichts­be­hör­de:
für die Er­tei­lung oder den Ent­zug von Zu­las­sun­gen von Re­vi­so­ren und Re­vi­si­ons­ex­per­ten so­wie die Ver­hän­gung von Mass­nah­men ge­gen­über na­tür­li­chen Per­so­nen, die für staat­lich be­auf­sich­tig­te Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men tä­tig sind.
1bisDie kan­to­na­le Be­hör­de nach Ar­ti­kel 316 Ab­satz 1bis des Zi­vil­ge­setz­bu­ches8 kann zur Prü­fung der Eig­nung künf­ti­ger Ad­op­tiv­el­tern nach Ar­ti­kel 5 Ab­satz 6 der Ad­op­ti­ons­ver­ord­nung vom 29. Ju­ni 20119 Da­ten über Ur­tei­le nach Ar­ti­kel 366 Ab­sät­ze 1, 2, 3 Buch­sta­ben a, b und d und 3bis StGB und über hän­gi­ge Straf­ver­fah­ren als Aus­zug aus VO­STRA ein­ho­len.10
1terDie nicht an VO­STRA an­ge­schlos­se­nen Be­hör­den kön­nen zur Er­fül­lung der in Ar­ti­kel 367 Ab­satz 2bis StGB ge­nann­ten Auf­ga­ben einen Aus­zug über Ur­tei­le nach Ar­ti­kel 366 Ab­sät­ze 1, 2 , 3 und 3bis StGB ein­ho­len.11
1qua­terDie nicht an VO­STRA an­ge­schlos­se­nen Be­hör­den nach Ar­ti­kel 367 Ab­sät­ze 2 Buch­sta­ben c-l und 2sep­ties StGB so­wie nach Ab­satz 1 Buch­sta­ben b-j und Ab­satz 1bis des vor­lie­gen­den Ar­ti­kels kön­nen Ur­tei­le, die ei­ne Lan­des­ver­wei­sung aus der Schweiz ent­hal­ten, so lan­ge ein­se­hen, als die be­trof­fe­ne Per­son mit der Lan­des­ver­wei­sung be­legt ist. Dau­ert die Frist nach Ar­ti­kel 369 Ab­sät­ze 1-5 StGB län­ger, so ist sie für die Dau­er der Ein­sichts­mög­lich­keit mass­ge­bend.12
2Die Be­hör­den rei­chen da­zu ein schrift­li­ches Ge­such beim BJ oder bei der kan­to­na­len Ko­or­di­na­ti­ons­stel­le ein.13
2 Seit In­kraft­tre­ten des BG vom 19. Dez. 2008 (Er­wach­se­nen­schutz, Per­so­nen­recht und Kin­des­recht; AS 2011 725) am 1. Jan. 2013: Kin­des- und Er­wach­se­nen­schutz­be­hör­den.
3 Seit In­kraft­tre­ten des BG vom 19. Dez. 2008 (Er­wach­se­nen­schutz, Per­so­nen­recht und Kin­des­recht; AS 2011 725) am 1. Jan. 2013: Mass­nah­men des Kin­des- oder Er­wach­se­nen­schut­zes.
4 Seit In­kraft­tre­ten des BG vom 19. Dez. 2008 (Er­wach­se­nen­schutz, Per­so­nen­recht und Kin­des­recht; AS 2011 725) am 1. Jan. 2013: ist die­se Be­stim­mung ge­gen­stands­los.
6 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 14. Dez. 2007, mit Wir­kung seit 15. Fe­br. 2008 (AS 2008 51).
7 Ein­ge­fügt durch Ziff. II der V vom 14. Nov. 2012, in Kraft seit 1. Dez. 2012 (AS 2012 6071).
10 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 2 der Ad­op­ti­ons­ver­ord­nung vom 29. Ju­ni 2011 (AS 2011 3637 5195). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 19. Nov. 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2015(AS 2014 4461).
11 Ein­ge­fügt durch Ziff. I 2 der V vom 3. Dez. 2010 (AS 2010 5971, 2011 5195). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 19. Nov. 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 4461).
12 Ein­ge­fügt durch Ziff. I 10 der V vom 1. Fe­br. 2017 über die Ein­füh­rung der Lan­des­ver­wei­sung, in Kraft seit 1. März 2017 (AS 2017 563).
13 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 2 der Ad­op­ti­ons­ver­ord­nung vom 29. Ju­ni 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 3637).
Art. 22a Meldung von Daten an das Staatssekretariat für Migration
Zur Über­nah­me der Da­ten über die Lan­des­ver­wei­sung in das Zen­tra­le Mi­gra­ti­ons­in­for­ma­ti­ons­sys­tem (ZE­MIS) mel­det das BJ von sich aus dem Staats­se­kre­ta­ri­at für Mi­gra­ti­on fol­gen­de Da­ten:
rechts­krä­fi­ge Ur­tei­le, in de­nen ei­ne Lan­des­ver­wei­sung an­ge­ord­net wur­de;
Ein­tra­gun­gen nach Ar­ti­kel 6 Ab­satz 4;
Än­de­run­gen, wel­che die Lan­des­ver­wei­sung be­tref­fen.
1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I 10 der V vom 1. Fe­br. 2017 über die Ein­füh­rung der Lan­des­ver­wei­sung, in Kraft seit 1. März 2017 (AS 2017 563).
1Das BJ gibt den aus­län­di­schen Be­hör­den auf de­ren Er­su­chen Re­gis­ter­aus­zü­ge ab, so­fern ein in­ter­na­tio­na­les Über­ein­kom­men, ein Staats­ver­trag oder ein for­mel­les Ge­setz dies vor­sieht oder der er­su­chen­de Staat Ge­gen­recht hält.
2Das EJPD kann Wei­sun­gen über die Ab­ga­be von Aus­zü­gen an aus­län­di­sche Be­hör­den er­las­sen.
Art. 24 Privatauszug. Grundsätze
1Die Ab­ga­be von Aus­zü­gen an Pri­vat­per­so­nen er­folgt aus­sch­liess­lich durch das BJ.
2Die Pri­vat­per­son hat sich über ih­re Iden­ti­tät aus­zu­wei­sen.
3Aus­zü­ge über Drit­te dür­fen nur mit de­ren schrift­li­cher Ein­wil­li­gung an ei­ne an­de­re Per­son ab­ge­ge­ben wer­den.2
Art. 25 Privatauszug. Inhalt
1Der Aus­zug für Pri­vat­per­so­nen ent­hält in je­dem Fall fol­gen­de Da­ten aus dem Da­ten­satz über Per­so­nen (An­hang 1 Ziff. 1):
Nach­na­me, Ge­burts­na­me, Vor­na­me (Ziff. 1.2);
Ge­burts­da­tum (Ziff. 1.4);
Hei­mat­ort, Staats­an­ge­hö­rig­keit (Ziff. 1.6);
Adres­se (Ziff. 1.10).
2Ent­hält das Straf­re­gis­ter ein Ur­teil, das ge­mä­ss Ar­ti­kel 371 StGB im Pri­vat­aus­zug er­scheint, so wer­den fol­gen­de Da­ten aus dem Da­ten­satz über Ur­tei­le (An­hang 1 Ziff. 4) oder dem Da­ten­satz über nach­träg­li­che Ent­schei­de, Voll­zugs­ent­schei­de und Voll­zugs­da­ten (An­hang 1 Ziff. 5) auf­ge­führt:2
Ur­teils-, Er­öff­nungs- und Rechts­kraft­da­tum so­wie ver­ur­tei­len­de Be­hör­de (Ziff. 4.2);
Da­tum des vor­in­stanz­li­chen Ur­teils und vor­in­stanz­li­che Be­hör­de (Ziff. 4.3);
Ein­satz-, Zu­satz-, Teil­zu­sat­z­ur­teil, Ge­samt­stra­fe (Ziff. 4.7);
Tat­be­stand und Be­ge­hungs­form (Ziff. 4.8);
Art und Hö­he der Haupt­stra­fe so­wie Voll­zugs­form: un­be­dingt, teil­be­dingt, be­dingt (Ziff. 4.11);
Bei Geld­stra­fe: An­zahl Ta­ges­sät­ze so­wie Be­trag und Wäh­rung des ein­zel­nen Ta­ges­sat­zes (Ziff. 4.12);
Bei teil­be­ding­ter Stra­fe: die Ge­samt­hö­he so­wie die Hö­he des be­ding­ten Teils der Stra­fe (Ziff. 4.13);
Bus­sen­be­trag, -wäh­rung, Er­satz­frei­heits­s­tra­fe (Ziff. 4.14);
Dau­er der Pro­be­zeit (Ziff. 4.15);
Art der Mass­nah­me (Ziff. 4.16);
beim Tä­tig­keits­ver­bot so­wie Kon­takt- und Ray­on­ver­bot: In­halt ge­mä­ss Ur­teils­dis­po­si­tiv, oh­ne Nen­nung des Na­mens der­je­ni­gen Per­son, zu wel­cher der Kon­takt un­ter­sagt wird, Be­ginn (Da­tum), Dau­er ge­mä­ss Ur­teils­dis­po­si­tiv, An­ga­ben zum Ru­hen des Ver­bots (Da­tum des An­tritts des Voll­zugs, Da­tum des Aus­tritts aus dem Voll­zug), all­fäl­li­ger Neu­be­ginn des Fris­ten­laufs (Da­tum) und vor­aus­sicht­li­ches En­de (Da­tum) des Ver­bots (Ziff. 4.17);
An­ga­be, ob Wei­sung oder Be­wäh­rungs­hil­fe (Ziff. 4.19);
Ne­ben­stra­fen (Ziff. 4.20);
bei der Lan­des­ver­wei­sung: Dau­er der Lan­des­ver­wei­sung ge­mä­ss Ur­teils­dis­po­si­tiv (Ziff. 4.22);
Ent­scheid­da­tum (Ziff. 5.2);
Ent­scheid­be­hör­de (Ziff. 5.3);
Ent­scheid­typ (Ziff. 5.4);
Ent­las­sungs­da­tum (Ziff. 5.5);
Stra­fe voll­zo­gen, nicht voll­zo­gen (Ziff. 5.6);
Mass­nah­me (Auf­he­bung, Än­de­rung oder neue Mass­nah­me) (Ziff. 5.7);
Dau­er der ver­län­ger­ten Pro­be­zeit (Ziff. 5.8);
An­ga­be, ob Wei­sung oder Be­wäh­rungs­hil­fe (Ziff. 5.9);
Ver­war­nung (Ziff. 5.10);
An­ga­be, ob Wi­der­ruf oder kein Wi­der­ruf (Ziff. 5.11);
An­ga­be, ob Rück­ver­set­zung oder kei­ne Rück­ver­set­zung (Ziff. 5.12);
Rest­stra­fe (Ziff. 5.13);
nach­träg­lich be­ding­ter Straf­voll­zug (Ziff. 5.14);
Be­gna­di­gung und Amnes­tie (Ziff. 5.15);
beim Tä­tig­keits­ver­bot so­wie Kon­takt- und Ray­on­ver­bot: An­ga­ben ge­mä­ss Zif­fer 11, An­ga­ben des Re­fe­renz­ver­bots, neu­er In­halt ge­mä­ss Ent­scheid­dis­po­si­tiv, oh­ne Nen­nung des Na­mens der­je­ni­gen Per­son, zu wel­cher der Kon­takt un­ter­sagt wird, An­ga­ben zur neu­en Dau­er, Da­tum der Wirk­sam­keit der Än­de­rung, Auf­he­bungs­da­tum, An­ga­ben zu Be­gleit­mass­nah­men (Ziff. 5.16);
bei der Lan­des­ver­wei­sung die fol­gen­den nach­träg­lich er­ho­be­nen Voll­zugs­da­ten: das ef­fek­ti­ve Aus­rei­se­da­tum oder, so­fern die­ses Da­tum nicht be­kannt ist, das von der Voll­zugs­be­hör­de fest­ge­leg­te Aus­rei­se­da­tum so­wie die An­ga­be des Aus­rei­se­grun­des: Aus­schaf­fung, Aus­lie­fe­rung, Über­stel­lung zum Zwe­cke des Sank­ti­ons­voll­zugs im Aus­land, frei­wil­li­ge Aus­rei­se (Ziff. 5.17).
3Ent­hält das Straf­re­gis­ter kein Ur­teil oder kei­nes, das ge­mä­ss Ar­ti­kel 371 StGB im Pri­vat­aus­zug er­schei­nen müss­te, so ent­hält der Aus­zug die Aus­sa­ge: «Ist im Straf­re­gis­ter nicht ver­zeich­net».
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I 10 der V vom 1. Fe­br. 2017 über die Ein­füh­rung der Lan­des­ver­wei­sung, in Kraft seit 1. März 2017 (AS 2017 563).
4 Ein­ge­fügt durch Ziff. I 10 der V vom 1. Fe­br. 2017 über die Ein­füh­rung der Lan­des­ver­wei­sung, in Kraft seit 1. März 2017 (AS 2017 563).
6 Ein­ge­fügt durch Ziff. I 10 der V vom 1. Fe­br. 2017 über die Ein­füh­rung der Lan-des­ver­wei­sung, in Kraft seit 1. März 2017 (AS 2017 563).
1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 19. Nov. 2014 (AS 2014 4461). Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 30. Nov. 2018, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 4779).
Art. 25b Sonderprivatauszug. Grundsätze
1Die Ab­ga­be von Son­der­pri­vat­aus­zü­gen im Sin­ne von Ar­ti­kel 371a StGB an Pri­vat­per­so­nen er­folgt aus­sch­liess­lich durch das BJ.
2Die Pri­vat­per­son hat sich über ih­re Iden­ti­tät aus­zu­wei­sen und die schrift­li­che Be­stä­ti­gung nach Ar­ti­kel 371a Ab­satz 2 StGB vor­zu­le­gen.
3Aus­zü­ge über Drit­te dür­fen nur mit de­ren schrift­li­cher Ein­wil­li­gung an ei­ne an­de­re Per­son ab­ge­ge­ben wer­den.
Art. 25c Sonderprivatauszug. Bestätigung des Arbeitgebers, der Organisation oder der Bewilligungsbehörde
1Die Be­stä­ti­gung des Ar­beit­ge­bers, der Or­ga­ni­sa­ti­on oder der Be­wil­li­gungs­be­hör­de, der oder die den Son­der­pri­vat­aus­zug von der Pri­vat­per­son ver­langt, hat in je­dem Fall fol­gen­de Da­ten zu ent­hal­ten:
Na­me, Adres­se, Te­le­fon und E-Mail-Adres­se des Ar­beit­ge­bers, der Or­ga­ni­sa­ti­on oder der Be­wil­li­gungs­be­hör­de;
Na­me und Un­ter­schrift ei­ner für die An­stel­lung mit­ver­ant­wort­li­chen Per­son des Ar­beit­ge­bers, der Or­ga­ni­sa­ti­on oder der Be­wil­li­gungs­be­hör­de;
Da­tum der Be­stä­ti­gung;
Nach­na­me, Vor­na­me und Ge­burts­da­tum der Pri­vat­per­son;
Tä­tig­keit der Pri­vat­per­son beim Ar­beit­ge­ber, bei der Or­ga­ni­sa­ti­on oder bei der Be­wil­li­gungs­be­hör­de.3
2Mit der schrift­li­chen Be­stä­ti­gung be­schei­nigt der Ar­beit­ge­ber oder die Or­ga­ni­sa­ti­on, dass sich die Pri­vat­per­son bei ihm oder ihr um ei­ne be­ruf­li­che oder or­ga­ni­sier­te aus­ser­be­ruf­li­che Tä­tig­keit be­wirbt, die einen re­gel­mäs­si­gen Kon­takt mit Min­der­jäh­ri­gen oder mit an­de­ren be­son­ders schutz­be­dürf­ti­gen Per­so­nen um­fasst, oder ei­ne sol­che Tä­tig­keit bei ihm oder ihr aus­übt und da­für einen Son­der­pri­vat­aus­zug bei­brin­gen muss.
2bisMit der schrift­li­chen Be­stä­ti­gung be­schei­nigt die Be­wil­li­gungs­be­hör­de, dass die Pri­vat­per­son sie um die Be­wil­li­gung zur Aus­übung ei­ner Tä­tig­keit nach Ab­satz 2 er­sucht und da­für einen Son­der­pri­vat­aus­zug bei­brin­gen muss.4
3Die Be­stä­ti­gung ist nach de­ren Aus­stel­lung drei Mo­na­te gül­tig.
4Das BJ über­prüft die Be­stä­ti­gun­gen stich­pro­ben­wei­se auf de­ren in­halt­li­che Kor­rekt­heit.
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 30. Nov. 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 4779).
3 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 30. Nov. 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 4779).
4 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 30. Nov. 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 4779).
Art. 25d Sonderprivatauszug. Inhalt
1Der Son­der­pri­vat­aus­zug ent­hält in je­dem Fall fol­gen­de Da­ten aus dem Da­ten­satz über Per­so­nen (An­hang 1 Ziff. 1):
2Ent­hält das Straf­re­gis­ter ein Ur­teil, das ge­mä­ss Ar­ti­kel 371a Ab­satz 3 StGB oder ge­mä­ss Ab­satz 4 im Son­der­pri­vat­aus­zug er­scheint, so wer­den al­le im Zu­sam­men­hang mit die­sem Ur­teil in Ar­ti­kel 25 Ab­satz 2 er­wähn­ten Da­ten auf­ge­führt.
3Ent­hält das Straf­re­gis­ter kein Ur­teil, das ge­mä­ss Ar­ti­kel 371a Ab­satz 3 StGB oder ge­mä­ss Ab­satz 4 im Son­der­pri­vat­aus­zug er­scheint, so ent­hält der Aus­zug die Aus­sa­ge: «Kein Be­rufs­ver­bot und Tä­tig­keits­ver­bot so­wie kein Kon­takt- und Ray­on­ver­bot zum Schutz von Min­der­jäh­ri­gen oder be­son­ders schutz­be­dürf­ti­gen Per­so­nen und kein Tä­tig­keits­ver­bot im Ge­sund­heits­be­reich mit di­rek­tem Pa­ti­en­ten­kon­takt ein­ge­tra­gen».2
4Im Son­der­pri­vat­aus­zug er­schei­nen auch Ur­tei­le, die ein Be­rufs­ver­bot oder ein Tä­tig­keits­ver­bot ge­stützt auf frü­he­re Fas­sun­gen des StGB oder des MStG3 ent­hal­ten, das zum Schutz von Min­der­jäh­ri­gen oder an­de­ren be­son­ders schutz­be­dürf­ti­gen Per­so­nen an­ge­ord­net wor­den ist.4
1Je­de Per­son kann beim BJ Aus­kunft dar­über ver­lan­gen, ob in VO­STRA über sie ein Ein­trag be­steht. Ge­ge­be­nen­falls kann sie den voll­stän­di­gen sie be­tref­fen­den Ein­trag ein­se­hen; vor­be­hal­ten blei­ben die Ein­schrän­kun­gen des Aus­kunfts­rechts nach Ar­ti­kel 9 des Bun­des­ge­set­zes vom 19. Ju­ni 19921 über den Da­ten­schutz (DSG).
2Wer sein Aus­kunfts­recht gel­tend ma­chen will, hat sich über sei­ne Iden­ti­tät aus­zu­wei­sen und ein schrift­li­ches Ge­such ein­zu­rei­chen.
3Die Aus­kunft wird münd­lich am Schal­ter er­teilt. Es wird kein di­rek­ter Ein­blick via den Com­pu­ter­bild­schirm oder in ein­zel­ne Pro­gramm­tei­le von VO­STRA ge­währt. Ist die be­tref­fen­de Per­son ver­zeich­net, so kann sie am Schal­ter einen Vol­l­aus­zug mit al­len Ein­trä­gen ein­se­hen. Die­ses Schrift­stück darf nicht aus­ge­hän­digt wer­den.
4Stellt die be­trof­fe­ne Per­son fest, dass der Vol­l­aus­zug un­rich­ti­ge Da­ten ent­hält, so kann sie ih­re An­sprü­che nach Ar­ti­kel 25 DSG gel­tend ma­chen.
1Für die Ge­währ­leis­tung der Da­ten­si­cher­heit gel­ten na­ment­lich:
die Bun­des­in­for­ma­tik­ver­ord­nung vom 26. Sep­tem­ber 20031;
die Ver­ord­nung vom 14. Ju­ni 19932 zum Bun­des­ge­setz über den Da­ten­schutz.
2Die an­ge­schlos­se­nen Be­hör­den tref­fen in ih­rem Be­reich die dar­aus re­sul­tie­ren­den or­ga­ni­sa­to­ri­schen und tech­ni­schen Mass­nah­men.
3Das BJ sorgt da­für, dass die Ein­hal­tung der In­for­ma­tik­si­cher­heits­mass­nah­men bei den an­ge­schlos­se­nen Be­hör­den kon­trol­liert wird.
1 [AS 2003 3687, 2007 3401 Art. 22 Abs. 2, 2010 635 An­hang Ziff. 2, 2011 4491. AS 2011 6093 Art. 29 Abs. 1]. Sie­he heu­te: die Bun­des­in­for­ma­tik­ver­ord­nung vom 9. Dez. 2011 (SR 172.010.58).
Je­de Da­ten­be­ar­bei­tung in VO­STRA wird pro­to­kol­liert.
1Die In­for­ma­tikin­fra­struk­tur der Kan­to­ne muss den tech­ni­schen An­for­de­run­gen ge­nü­gen, die für die In­for­ma­ti­ons- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­nik des Bun­des gel­ten.
2Das EJPD er­lässt Wei­sun­gen über die Ein­zel­hei­ten.
Art. 30 Gebühren für Privatauszüge und Sonderprivatauszüge
1Das BJ er­hebt für die Aus­stel­lung von Pri­vat­aus­zü­gen und von Son­der­pri­vat­aus­zü­gen ei­ne Ge­bühr von 20 Fran­ken.2
2Wer­den über die glei­che Per­son meh­re­re Aus­zü­ge ver­langt, so wird für je­den Aus­zug ei­ne Ge­bühr von 20 Fran­ken er­ho­ben.
3Ent­rich­te­te Ge­büh­ren wer­den nicht zu­rück­er­stat­tet.
4In der Ge­bühr sind die Aus­la­gen ein­ge­schlos­sen, na­ment­lich die Kos­ten für bei­ge­zo­ge­ne Drit­te, die Leis­tun­gen im Zah­lungs­ver­kehr, beim In­kas­so so­wie im Be­reich der Über­mitt­lung, der Kom­mu­ni­ka­ti­on und der Ab­wick­lung des Be­stell­we­sens er­brin­gen.
5Im Üb­ri­gen gel­ten die Be­stim­mun­gen der All­ge­mei­nen Ge­büh­ren­ver­ord­nung vom 8. Sep­tem­ber 20043.
1Die Kos­ten für die In­stal­la­ti­on und den Be­trieb der Da­ten­lei­tun­gen zu ei­nem zen­tra­len An­schluss­punkt (Haupt­ver­tei­ler) am Kan­tons­haup­tort trägt der Bund.
2Die In­stal­la­ti­ons- und Be­triebs­kos­ten für die Fein­ver­tei­lung in­ner­halb der Kan­to­ne tra­gen die Kan­to­ne.
3Die An­schaf­fungs- und Be­triebs­kos­ten der Be­die­nungs­ge­rä­te tra­gen die an­ge­schlos­se­nen Be­hör­den.
Die Be­ar­bei­tung von Per­so­nen­da­ten aus VO­STRA zu Zwe­cken der For­schung, Pla­nung und Sta­tis­tik rich­tet sich nach Ar­ti­kel 22 DSG1.
1Zu­stän­dig für die Be­kannt­ga­be von Per­so­nen­da­ten aus VO­STRA zu Zwe­cken der For­schung, Pla­nung und Sta­tis­tik ist das BJ.
2Das BJ stellt dem Bun­des­amt für Sta­tis­tik die für des­sen Auf­ga­ben­er­fül­lung er­for­der­li­chen Da­ten aus VO­STRA pe­ri­odisch in elek­tro­ni­scher Form zur Ver­fü­gung.
Die Ver­ord­nung vom 1. De­zem­ber 19991 über das au­to­ma­ti­sier­te Straf­re­gis­ter wird auf­ge­ho­ben.
1 [AS 1999 3509, 2000 2964, 2003 5267 An­hang Ziff. 1, 2004 4813 An­hang Ziff. 9, 2006 939]
Die­se Ver­ord­nung tritt am 1. Ja­nu­ar 2007 in Kraft.