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Timestamp: 2018-03-20 11:48:45
Document Index: 70340150

Matched Legal Cases: ['§ 41', '§ 56', '§ 41', '§ 56', 'Art 97', '§ 15', '§ 28', 'Art. 33', 'Art. 33', 'Art. 109', '§ 83', '§ 62', '§ 130', 'BGH', 'BGH', '§ 62', '§ 62', '§ 66', '§ 83', '§62', '§ 26', '§ 26', 'BGH', '§ 26', '§26', '§ 26', '§ 26', '§26', 'BGH', '§ 80', '§ 137', '§80', '§137', '§62', '§66', '§83', '§84', '§26', 'BGH', '§ 32', '§32']

Rechtsprechung - Suchergebnis - 20.03.2018 12:48h
RiSt (R) 1/15
Disziplinarverfahren gegen Richter: Einleitung des Verfahrens durch unzuständige Stelle; Tätigwerden des Sächsischen Staatsministeriums der Justiz gegen einen Arbeitsrichter
1. Die Einleitung des Disziplinarverfahrens durch eine unzuständige Stelle ist ein Mangel des behördlichen Disziplinarverfahrens im Sinne des nach § 41 Abs. 1 SächsRiG in Disziplinarsachen gegen Richter entsprechend geltenden § 56 Abs. 1 SächsDG.
2. Das Sächsische Staatsministerium der Justiz als oberste Dienstaufsichtsbehörde ist grundsätzlich nicht berechtigt, im Einzelfall im Rahmen der Dienstaufsicht gegen einzelne Arbeitsrichter tätig zu werden, d.h. ein Disziplinarverfahren einzuleiten.
RiG SN § 41 Abs 1
DG SN § 56 Abs 1
GG Art 97 Abs 1
ArbGG § 15 Abs 1 S 1
JustizG SN § 28
Aktenzeichen: RiSt(R)1/15 Paragraphen: Datum: 2016-02-18
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2 BvL 17/09 u.a.
1. Dem weiten Entscheidungsspielraum des Gesetzgebers bei der praktischen Umsetzung der aus Art. 33 Abs. 5 GG resultierenden Pflicht zur amtsangemessenen Alimentierung der Richter und Staatsanwälte entspricht eine zurückhaltende, auf den Maßstab evidenter Sachwidrigkeit beschränkte verfassungsgerichtliche Kontrolle der einfachgesetzlichen Regelung. Ob die Bezüge evident unzureichend sind, muss anhand einer Gesamtschau verschiedener Kriterien und unter Berücksichtigung der konkret in Betracht kommenden Vergleichsgruppen geprüft werden.
2. Im Rahmen dieser Gesamtschau liegt es nahe, mit Hilfe von aus dem Alimentationsprinzip ableitbaren und volkswirtschaftlich nachvollziehbaren Parametern einen durch Zahlenwerte konkretisierten Orientierungsrahmen für eine grundsätzlich verfassungsgemäße Ausgestaltung der Alimentationsstruktur und des Alimentationsniveaus zu ermitteln.
3. Hierzu eignen sich fünf Parameter, die in der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zum Alimentationsprinzip angelegt sind und denen indizielle Bedeutung bei der Ermittlung des verfassungsrechtlich geschuldeten Alimentationsniveaus zukommt (deutliche Differenz zwischen einerseits der Besoldungsentwicklung und andererseits der Entwicklung der Tarifentlohnung im öffentlichen Dienst, des Nominallohnindex sowie des Verbraucherpreisindex, systeminterner Besoldungsvergleich und Quervergleich mit der Besoldung des Bundes und anderer Länder). Ist die Mehrheit dieser Parameter erfüllt (1. Prüfungsstufe), besteht eine Vermutung für eine verfassungswidrige Unteralimentation. Diese Vermutung kann durch die Berücksichtigung weiterer alimentationsrelevanter Kriterien im Rahmen einer Gesamtabwägung widerlegt oder weiter erhärtet werden (2. Prüfungsstufe).
4. Ergibt die Gesamtschau, dass die als unzureichend angegriffene Alimentation grundsätzlich als verfassungswidrige Unteralimentation einzustufen ist, bedarf es der Prüfung, ob dies im Ausnahmefall verfassungsrechtlich gerechtfertigt sein kann. Der Grundsatz der amtsangemessenen Alimentation ist Teil der mit den hergebrachten Grundsätzen verbundenen institutionellen Garantie des Art. 33 Abs. 5 GG. Soweit er mit anderen verfassungsrechtlichen Wertentscheidungen oder Instituten kollidiert, ist er entsprechend dem Grundsatz der praktischen Konkordanz im Wege der Abwägung zu einem schonenden Ausgleich zu bringen (3. Prüfungsstufe). Verfassungsrang hat namentlich das Verbot der Neuverschuldung in Art. 109 Abs. 3 Satz 1 GG.
5. Jenseits der verfassungsrechtlich gebotenen Mindestalimentation genießt die Alimentation des Richters oder Staatsanwalts einen relativen Normbestandsschutz. Der Gesetzgeber darf hier Kürzungen oder andere Einschnitte in die Bezüge vornehmen, wenn dies aus sachlichen Gründen gerechtfertigt ist.
6. Die Festlegung der Besoldungshöhe durch den Gesetzgeber ist an die Einhaltung prozeduraler Anforderungen geknüpft. Diese Anforderungen treffen ihn insbesondere in Form von Begründungspflichten.
Aktenzeichen: 2BvL17/09 Paragraphen: Datum: 2015-05-05
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RiZ (R) 3/14
Die nach §§ 83, 66 Abs. 1 Satz 1 DRiG angeordnete sinngemäße Geltung der Vorschriften der Verwaltungsgerichtsordnung für das Prüfungsverfahren (§ 62 Abs. 1 Nr. 3 und 4 DRiG) erfasst grundsätzlich auch die Bestimmung des § 130a VwGO über die einstimmige Entscheidung durch Beschluss im Berufungsverfahren (Abgrenzung zu BGH, Urteil vom 14. Oktober 2013, RiZ(R) 5/12, BGHZ 198, 285).
DRiG § 62 Abs 1 Nr 3, § 62 Abs 1 Nr 4, § 66 Abs 1 S 1, § 83
Aktenzeichen: RiZ(R)3/14 Paragraphen: DRiG§62 Datum: 2015-03-04
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RiG ST § 26, §§ 26ff
Aktenzeichen: RiZ(R)5/14 Paragraphen: Datum: 2015-03-04
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BGH Dienstgericht des Bundes
RiZ (R) 4/14
DRiG § 26 Abs 3
Aktenzeichen: RiZ(R)4/14 Paragraphen: DRiG§26 Datum: 2015-03-04
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RiZ (R) 2/14
DRiG § 26 Abs 2, § 26 Abs 3
Aktenzeichen: RiZ(R)2/14 Paragraphen: DRiG§26 Datum: 2014-12-03
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BGH - LG Leipzig
RiZ (R) 2/12
DRiG § 80 Abs 1 S 1
VwGO § 137 Abs 2
Aktenzeichen: RiZ(R)2/12 Paragraphen: DRiG§80 VwGO§137 Datum: 2013-10-14
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RiZ (R) 5/12
Aktenzeichen: RiZ(R)5/12 Paragraphen: DRiG§62 DRiG§66 DRiG§83 VwGO§84 Datum: 2013-10-14
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Aktenzeichen: RiZ(R)7/10 Paragraphen: DRiG§26 Datum: 2011-10-06
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BGH - LG Magdenburg
RiZ (R) 9/10
Übertragung eines Richteramtes in einen anderen Gerichtszweig bei Veränderungen in der Einrichtung der Gerichte
DRiG § 32 Abs 1 S 1
Aktenzeichen: RiZ(R)9/10 Paragraphen: DRiG§32 Datum: 2011-10-06
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