Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ%201,%20234
Timestamp: 2020-01-20 06:05:44
Document Index: 195692233

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 559', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 222', 'BGH', '§ 222', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 01.03.1951 - III ZR 205/50 - dejure.org
BGH, 01.03.1951 - III ZR 205/50
https://dejure.org/1951,41
BGH, 01.03.1951 - III ZR 205/50 (https://dejure.org/1951,41)
BGH, Entscheidung vom 01.03.1951 - III ZR 205/50 (https://dejure.org/1951,41)
BGH, Entscheidung vom 01. März 1951 - III ZR 205/50 (https://dejure.org/1951,41)
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BGHZ 1, 234
NJW 1951, 557
MDR 1951, 350
DB 1951, 305
Dem Senat ist eine abschließende Entscheidung in der Sache verwehrt, weil die Einrede der Verjährung nicht erstmals in der Revisionsinstanz erhoben werden kann (BGHZ 1, 234, 239).
Als neue Tatsache ist es auch anzusehen, wenn sich die materielle Rechtslage durch Ausübung eines Gestaltungsrechts wie der Aufrechnung verändert hat (BGHZ 1, 234, 239).
Zum anderen ist die Leistungsverweigerung selbst eine neue, materiellrechtlich bedeutsame Tatsache, die das Revisionsgericht grundsätzlich nicht mehr berücksichtigen kann (so - für die Einrede der Verjährung - BGHZ 1, 234, 238;… BGH, Urt. v. 23. Oktober 2003, IX ZR 324/01, NJW-RR 2004, 275, 277).
Der erstmals in der Revisionsinstanz erhobene Einwand, die Forderung der Stadt M. sei - noch vor Schluss der letzten mündlichen Verhandlung in der Tatsacheninstanz - verjährt, ist einer Berücksichtigung durch das Revisionsgericht entzogen; die Verjährungseinrede kann in der Revisionsinstanz nicht mehr nachgeholt werden (BGHZ 1, 234, 239;… Zöller/Gummer, ZPO 26. Aufl. § 559 Rdn. 7).
Zum einen kann die Verjährungseinrede nicht erstmals in der Revisionsinstanz erhoben werden (BGHZ 1, 234;… BGH, Urt. v. 23. Oktober 2003, IX ZR 324/01, NJW-RR 2004, 275, 276); dass sie von dem Beklagten zu 2 schon in den Tatsacheninstanzen erhoben worden ist, zeigt die Revisionserwiderung nicht auf.
Die von der Beklagten erstmals im Revisionsverfahren erhobene Verjährungseinrede ist revisionsrechtlich schon deshalb unbeachtlich, weil die dazu erforderlichen tatsächlichen Feststellungen im Revisionsverfahren nicht getroffen werden können (vgl. BGHZ 1, 234, 239;… MünchKomm/v. Feldmann, BGB, 3. Aufl., § 222 Rdn. 3).
Da die Geltendmachung der Verjährung ein tatsächlicher Vorgang ist, wäre es allerdings in der Revisionsinstanz dafür grundsätzlich zu spät gewesen (vgl. BGHZ 1, 234, 239;… MünchKomm-BGB/Grothe, 4. Aufl. § 222 Rn. 3).
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