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Timestamp: 2016-10-25 12:02:42
Document Index: 344888504

Matched Legal Cases: ['Art. 92', 'BGE', 'Art. 93', 'Art. 95', 'Art. 96', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 106', 'Art. 14', 'Art. 97', 'Art. 105', 'e contrario', 'Art. 95', 'Art. 105', 'BGE']

8C_380/2007 (14.11.2007)
8C_380/2007
Helsana Versicherungen AG, Versicherungsrecht, Postfach, 8081 Z�rich, Beschwerdef�hrerin,
E.________, 1952, Beschwerdegegner, vertreten durch Rechtsanwalt Dieter Studer, Hauptstrasse 11a, 8280 Kreuzlingen.
Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Thurgau vom 16. Mai 2007.
Der 1952 geborene E.________ wurde am 30. M�rz 2004 auf seinem Roller von einem aus einer Nebenstrasse einbiegenden Personenwagen angefahren und st�rzte auf die linke Seite. Die La Suisse Unfall-Versicherungsgesellschaft bzw. ihre Rechtsnachfolgerin, die Helsana Versicherungen AG (nachstehend: Helsana) erbrachte in der Folge ihre gesetzlichen Leistungen. Mit Verf�gung vom 3. Mai 2006 lehnte die Helsana die �bernahme der Heilbehandlung in Bezug auf die Schulterbeschwerden ab, da diese nicht �berwiegend wahrscheinlich durch den Unfall verursacht worden seien. Mit Einspracheentscheid vom 23. Januar 2007 hielt die Helsana an ihrer Verf�gung fest, nunmehr mit der Begr�ndung, in der Schulter sei der Status quo sine erreicht worden.
Die von E.________ hiegegen erhobene Beschwerde hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau mit Entscheid vom 16. Mai 2007 teilweise gut und wies die Sache zur Vornahme weiterer Abkl�rungen, insbesondere zur Durchf�hrung einer Arthroskopie und Einholung eines Gutachtens, an die Helsana zur�ck.
Mit Beschwerde beantragt die Helsana, ihr Einspracheentscheid vom 23. Januar 2007 sei unter Aufhebung des kantonalen Gerichtsentscheides zu best�tigten, eventuell seien die mit angefochtenem Entscheid geforderten Abkl�rungen auf die Einholung eines Gutachtens zu beschr�nken.
W�hrend E.________ und die Vorinstanz auf Abweisung der Beschwerde schliessen, verzichtet das Bundesamt f�r Gesundheit auf eine Stellungnahme.
Das kantonale Gericht hat die Sache zur Vornahme weiterer medizinischer Abkl�rungen an die Beschwerdef�hrerin zur�ckgewiesen. Ein solcher Entscheid stellt rechtsprechungsgem�ss einen Zwischenentscheid dar, der nur unter den eingeschr�nkten Voraussetzungen der Art. 92 f. BGG selbstst�ndig anfechtbar ist (BGE 133 V 477 E. 4.2 S. 481 f. mit Hinweisen). Da der kantonale Entscheid selbstst�ndig er�ffnet wurde, die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeif�hren und damit ein bedeutender Aufwand an Zeit und Kosten f�r ein weitl�ufiges Beweisverfahren erspart w�rde, ist auf die Beschwerde einzutreten (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG).
2.1 Die Beschwerde kann wegen Rechtsverletzung gem�ss Art. 95 und Art. 96 BGG erhoben werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist somit weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden; es kann eine Beschwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen und es kann sie mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begr�ndung abweisen (vgl. BGE 130 III 136 E. 1.4 S. 140). Das Bundesgericht pr�ft grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen; es ist nicht gehalten, wie eine erstinstanzliche Beh�rde alle sich stellenden rechtlichen Fragen zu pr�fen, wenn diese vor Bundesgericht nicht mehr vorgetragen wurden. Es kann die Verletzung von Grundrechten und von kantonalem und interkantonalem Recht nur insofern pr�fen, als eine solche R�ge in der Beschwerde vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG).
2.2 Streitig ist, ob der Beschwerdegegner Anspruch auf �bernahme der Heilbehandlung der Schulterbeschwerden durch die Unfallversicherung hat. Da damit eine Sachleistung (Heilbehandlung; vgl. Art. 14 ATSG) und nicht Geldleistungen der Unfallversicherung Gegenstand des Verfahrens bildet, ist das Bundesgericht an die vorinstanzliche Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes gebunden (Art. 97 Abs. 2 und Art. 105 Abs. 3 BGG e contrario). Es kann daher die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz nur dann berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG).
Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers f�r Heilbehandlung setzt unter anderem Voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und den zu behandelnden Beschwerden ein nat�rlicher Kausalzusammenhang besteht. Ob zwischen einem sch�digendem Ereignis und einer gesundheitlichen St�rung ein nat�rlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, wor�ber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das kantonale Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweisw�rdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht �blichen Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat (BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181).
4.1 Das kantonale Gericht bejahte bez�glich der AC-Gelenksarthrose in der linken Schulter das Erreichen des Status quo sine. Demgegen�ber erachtete es den Sachverhalt in medizinischer Hinsicht mit Blick auf dieselbe linke Schulter bez�glich einer allf�lligen Oberfl�chenpartialruptur der Supraspinatussehne und bez�glich einer m�glichen Impressionsfraktur des Humuskopfes f�r zu wenig abgekl�rt. Es hiess daher die gegen den Einspracheentscheid erhobene Beschwerde in dem Sinne teilweise gut, als es die Sache zur Abkl�rung einer allf�lligen Hill-Sachs-L�sion mittels linksseitiger Schulter-Arthroskopie sowie zur Erstellung eines unabh�ngigen Gutachtens betreffend der Unfallkausalit�t der L�sion der Supraspinatussehne an die Helsana zur�ck wies.
4.2 Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, die Vorinstanz habe zu Unrecht angenommen, der Sachverhalt sei in medizinischer Hinsicht zu wenig abgekl�rt. Es w�rden mehrere Arztbericht in ausreichender Qualit�t vorliegen. Wie die Helsana jedoch selber einr�umt, vertreten die verschiedenen �rzte teilweise unterschiedliche Meinungen in der entscheidenden Frage der Ursache der Schulterbeschwerden. Bei dieser Ausgangslage erscheint die vom kantonalen Gericht angeordnete R�ckweisung der Sache an die Beschwerdef�hrerin nicht als offensichtlich unrichtig, weshalb sie nicht zu beanstanden ist.
4.3 Insofern die Beschwerdef�hrerin geltend macht, die angeordnete Arthroskopie sei unverh�ltnism�ssig, ist zu beachten, dass die nicht offensichtlich unrichtige Feststellung des kantonalen Gerichts, durch diese Massnahme sei ein entscheidender Erkenntnisgewinn zu erzielen, insbesondere auf der spezial�rztlichen Beurteilung des Orthop�den Dr. med. N.________ beruht und f�r das Bundesgericht verbindlich ist. In der Beschwerde wird nicht dargetan, inwiefern die Abkl�rung unter diesem Vorzeichen unverh�ltnism�ssig w�re.
4.4 Der angefochtene Entscheid ist somit von der Beschwerdef�hrerin weder unter dem Gesichtspunkt einer offensichtlich unrichtigen vorinstanzlichen Beweisw�rdigung noch unter dem Gesichtspunkt der Verh�ltnism�ssigkeit zu beanstanden. Sollten die Ergebnisse der weiteren Abkl�rungen mit dem Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit auf anhaltende unfallkausale gesundheitliche Beeintr�chtigungen an der linken Schulter schliessen lassen, wird die Helsana gest�tzt auf die neuen Erkenntnisse und aufgrund des engen Sachzusammenhanges auch �ber die Frage des Status quo sine der AC-Arthrose neu zu befinden haben.
i. V. Widmer Holzer