Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=I%20S%203/01
Timestamp: 2019-11-14 09:19:52
Document Index: 256295784

Matched Legal Cases: ['§ 90', '§ 93', '§ 97', '§ 162', '§ 200', '§ 8', '§ 10', '§ 69', '§ 96', '§ 118', '§ 140', '§ 238', 'Art. 9']

BFH, 10.05.2001 - I S 3/01 - dejure.org
https://dejure.org/2001,996
BFH, 10.05.2001 - I S 3/01 (https://dejure.org/2001,996)
BFH, Entscheidung vom 10.05.2001 - I S 3/01 (https://dejure.org/2001,996)
BFH, Entscheidung vom 10. Mai 2001 - I S 3/01 (https://dejure.org/2001,996)
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AO 1977 § 90 Abs. 2, § 93, § 97, § 162, § 200; KStG 1977 § 8 Abs. 3 Satz 2; FGO § 10, § 69 Abs. 3, § 96 Abs. 1 Satz 1, § 118 Abs. 2
Verdeckte Gewinnausschüttungen - Aufzeichnungspflicht - Dokumentationspflicht - Auskunftspflichten - Urkunden - Verrechnungspreis - Unangemessenheit - Tochtergesellschaft - Nichtbeschaffung - Kalkulationsunterlagen
BFHE 194, 360
NJW 2001, 3286
DB 2001, 1180
NZG 2001, 624 (Ls.)
Die Klägerin habe gegenüber einer Mutter- oder Schwestergesellschaft keinen Herausgabeanspruch und auch keine Pflicht zur Beweisvorsorge (BFH-Beschluss vom 10.5.2001 I S 3/01, BFHE 194, 360).
Nichts anderes ergibt sich aus dem von der Klägerin zitierten BFH-Beschluss vom 10.5.2001 I S 3/01 (BFHE 194, 360).
Der Senat hält ebenso an seiner schon im Beschluss vom 10. Mai 2001 I S 3/01 (BFH/NV 2001, 957) geäußerten Rechtsauffassung fest, dass neben §§ 140 ff. AO 1977 und §§ 238 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) nach deutschem Steuerrecht für vGA keine speziellen Aufzeichnungs- oder Dokumentationspflichten bestehen.
Die Aussetzung der Vollziehung setzt nicht voraus, dass die für die Rechtswidrigkeit sprechenden Gründe überwiegen (Senatsbeschluss vom 10. Mai 2001 I S 3/01, BFHE 194, 360, m.w.N.).
So hat der BFH mit Beschluss vom 10.5.2001 I S 3/01 (BFH/NV 2001, 957) in einem Verfahren über die Angemessenheit von Verrechnungspreisen entschieden, dass eine Tochtergesellschaft gesellschaftsrechtlich keine Möglichkeit habe, Kalkulationsunterlagen ihrer Muttergesellschaft zu beschaffen.
Es ist nicht die Aufgabe des BFH, eine eigene "richtigere" Schätzung an die Stelle der Schätzung des FG zu setzen (ständige Rechtsprechung, vgl. etwa BFH-Urteil vom 18. Dezember 1984 VIII R 195/82, BFHE 142, 558, BStBl II 1986, 226, m.w.N., und BFH-Beschluss vom 10. Mai 2001 I S 3/01, BFH/NV 2001, 957).
Diese abstrakten Grundsätze sind von der höchstrichterlichen Rechtsprechung bislang dergestalt konkretisiert worden, dass die Gefahr eines Steuerausfalls insbesondere zu bejahen ist bei Zahlungsschwierigkeiten oder Vermögensverlusten, etwa aufgrund fehlgeschlagener Spekulationen (…BFH-Beschluss vom 31. Januar 1997 X S 11/96, BFH/NV 1997, 512), geplanter oder bereits erfolgter Schließung des Geschäftsbetriebs (BFH-Beschluss vom 10. Mai 2001, a. a. O.), drohender Insolvenz oder offenbarer Unterkapitalisierung (BFH-Beschluss vom 3. Februar 1993 I B 90/92, BStBl II 1993, 426; vgl. aber zu Kapitalgesellschaften: BFH-Beschluss vom 10. Mai 2001 I S 3/01, BFH/NV 2001, 957), Beiseiteschaffung von Vermögensgegenständen durch Verbringung ins Ausland oder Übertragung auf Verwandte (…BFH-Beschluss vom 18. August 1997 VII 8 B 97/87, BFH/NV 1988, 374) und bei einem Wohnsitz im Ausland, soweit nicht die Vollstreckbarkeit wie im Inland gewährleistet ist (…BFH-Beschluss vom 18. Dezember 2000 VI S 15/98, BFH/NV 2001, 637).
BFH, 06.06.2002 - V B 110/01
Die AdV setzt auch nicht voraus, dass die für die Rechtswidrigkeit sprechenden Gründe überwiegen (BFH-Beschlüsse vom 10. Mai 2001 I S 3/01, BFHE 194, 360, BFH/NV 2001, 957, …und vom 30. November 2000 V B 187/00, BFH/NV 2001, 657, je m.w.N.).
In dem BFH-Urteil vom 17. Oktober 2001 I R 103/00 (DB 2001, 2474 -2480) und dem Beschluss vom 10. Mai 2001 (DB 2001, 1180 -1182) habe der BFH zur Frage der Nachweispflicht umfassend Stellung genommen und festgestellt, dass das FA die Unangemessenheit und nicht etwa der Steuerpflichtige die Angemessenheit von Verrechnungspreisen nachzuweisen habe.
Die dem Art. 9 OECD-MA entsprechenden abkommensrechtlichen Vorschriften beschränken lediglich innerstaatliche Einkommenskorrekturnormen, soweit diese über den einkommensteuerrechtlichen Tatbestand hinausgehen, was aber im Verhältnis zu den Regelungen über die verdeckte Gewinnausschüttung nicht anzunehmen ist (vgl. zur Anwendung der Grundsätze der verdeckten Gewinnausschüttung im Verhältnis einer italienischen Muttergesellschaft: BFH-Urteil vom 10. Mai 2001 I S 3/01, BFH/NV 2001, 957 ff. und einer niederländischen Muttergesellschaft: BFH-Urteil vom 9. August 2000 I R 12/99, BStBl II 2001, 140 ).
Ist die Rechtslage nicht eindeutig, ist über die zu klärende Frage im summarischen Beschlussverfahren nicht abschließend zu entscheiden (BFH-Beschluss vom 10. Mai 2001 I S 3/01, BFH/NV 2001, 957).
Die Aussetzung der Vollziehung setzt auch nicht voraus, dass die für die Rechtswidrigkeit sprechenden Gründe überwiegen (vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 10. Mai 2001 in BFH/NV 2001, 957;… BFH-Beschluss vom 20. Mai 1997 VIII B 108/96, BFH/NV 1997, 462 m.w.N.).
BFH, 08.12.2004 - I B 125/04
FG Baden-Württemberg, 11.02.2013 - 3 V 3819/11
Aussetzung der Vollziehung von Pfändungsverfügungen und Einziehungsverfügungen
FG Nürnberg, 11.10.2007 - 3 V 1280/07
Aussetzung der Vollziehung von Pfändungsverfügungen und Einziehungsverfügungen; …
FG München, 20.04.2004 - 7 V 563/04
Verdeckte Gewinnausschüttung durch Festtantieme; Aussetzung der Vollziehung in …
FG Hamburg, 04.12.2002 - VI 171/02
Aussetzung der Vollziehung, Vorlage von Belegen
FG München, 08.07.2002 - 9 V 25/02
Aussetzung der Vollziehung; Schuldzinsen als Werbungskosten; objektive …
FG Hamburg, 30.05.2002 - V 283/01
Aussetzung der Vollziehung ist zu gewähren, wenn das Finanzamt Darstellungen des …