Source: https://www.jusmeum.de/gesetz/fomafueprv
Timestamp: 2019-04-21 20:13:53
Document Index: 38040429

Matched Legal Cases: ['§ 53', '§ 2', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 3', '§ 4', '§ 6', '§ 8', '§ 8', '§ 7', '§ 7']

Auf Grund des § 53 Absatz 3 in Verbindung mit Absatz 1 und 2 des Berufsbildungsgesetzes vom 23. März 2005 (BGBl. I S. 931), dessen Absätze 1 und 3 durch Artikel 232 Nummer 3 Buchstabe a und b der Verordnung vom 31. Oktober 2006 (BGBl. I S. 2407) geändert worden sind, verordnet das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung nach Anhörung des Hauptausschusses des Bundesinstituts für Berufsbildung:
(1) Die zuständige Stelle kann berufliche Fortbildungsprüfungen zum Geprüften Forstmaschinenführer/ zur Geprüften Forstmaschinenführerin nach den §§ 2 bis 9 durchführen, in denen die auf einen beruflichen Aufstieg abzielende Erweiterung der beruflichen Handlungsfähigkeit nachzuweisen ist.
Vorbereiten und Durchführen umweltverträglicher Maschineneinsätze unter besonderer Beachtung der Prozess- und Produktqualität sowie ökonomischer und ökologischer Zusammenhänge,
Vorbereiten und Durchführen von Pflege- und Wartungsarbeiten, Erkennen und Analysieren von Fehlern, Beheben von Defekten und Einleiten von Reparaturmaßnahmen,
Herstellen der Betriebs- und Verkehrssicherheit von Maschinen und Geräten,
Führen der Maschinen im Straßenverkehr, Verladen und Entladen,
Erfassen, Übermitteln, Kontrollieren und Bewerten elektronischer Daten; Anwenden von Mess- und Kontrollsystemen,
Planen, Betreuen, Optimieren und Dokumentieren von Arbeitsprozessen beim Einsatz der Forstmaschinen,
Leiten, Überwachen und Dokumentieren des Personal- und Maschineneinsatzes,
Erstellen von Kalkulationen und Angeboten im Einsatzbereich.
(3) Die erfolgreich abgelegte Prüfung führt zum anerkannten Abschluss „Geprüfter Forstmaschinenführer/Geprüfte Forstmaschinenführerin“.
im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis der Klasse T oder einer vergleichbaren Fahrerlaubnis ist und
eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung im staatlich anerkannten Ausbildungsberuf „Forstwirt/Forstwirtin“ oder
eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung in einem anderen staatlich anerkannten Ausbildungsberuf und danach eine mindestens zweijährige einschlägige Berufspraxis in Betrieben und Unternehmen der Forstwirtschaft oder
eine mindestens fünfjährige einschlägige Berufspraxis in Betrieben und Unternehmen der Forstwirtschaft
Betriebsorganisation und umweltverträglicher Einsatz von Forsttechnik,
Fällen und Aufarbeiten bei der hochmechanisierten Holzernte,
Bringung von Holz, sonstige hochmechanisierte Verfahren.
§ 4 Prüfungsanforderungen im Prüfungsteil „Betriebsorganisation und umweltverträglicher Einsatz von Forsttechnik“
(1) Der Prüfling soll nachweisen, dass er den umweltverträglichen Einsatz von Forstmaschinen vorbereiten und organisieren sowie dafür relevante Arbeitsprozesse strukturieren kann. Hierbei soll gezeigt werden, dass die entsprechenden Maßnahmen qualitätsorientiert und wirtschaftlich sowie unter Beachtung des Umweltschutzes, des Arbeits- und Gesundheitsschutzes, der Prinzipien einer nachhaltigen Waldwirtschaft und berufsbezogener Rechtsvorschriften vorbereitet werden können.
Anforderungen an den umweltverträglichen Forsttechnikeinsatz,
verfahrenstechnische und technologische Grundlagen des Forstmaschineneinsatzes,
Grundlagen der Forsttechnik und Einsatzplanung,
Betriebskontrolle und Qualitätssicherung,
Organisation der Arbeit sowie des Arbeitskräfte- und Maschineneinsatzes,
Einsatzorganisation, Strukturieren von Arbeitsprozessen,
Preiskalkulation und Angebotsgestaltung; ökonomische Kontrolle und Beurteilung der Produktionsverfahren,
Wechselbeziehungen zwischen Maschineneinsatz und Umwelt sowie nachhaltiger Waldwirtschaft,
rechtliche Bestimmungen des Maschineneinsatzes.
§ 5 Prüfungsanforderungen im Prüfungsteil „Fällen und Aufarbeiten bei der hochmechanisierten Holzernte“
Festlegen verfahrenstechnischer Abläufe,
Herstellen der Betriebs- und Verkehrssicherheit,
Nutzen und Einsetzen von Mess- und Kontrollsystemen,
Vorbereiten der Maschine für den Einsatz,
Fällen und Aufarbeiten mit Vollerntern,
Durchführen von Pflege- und Wartungsarbeiten,
Erkennen und Beheben von Defekten,
Analysieren von Fehlern und Einleiten von Reparaturmaßnahmen.
§ 6 Prüfungsanforderungen im Prüfungsteil „Bringung von Holz, sonstige hochmechanisierte Verfahren“
Herstellen der Betriebs- und Verkehrssicherheit von Forstmaschinen,
Vorbereiten der Maschinen für den Einsatz,
Einsetzen von Forstmaschinen auch mit Auf- und Anbauaggregaten,
Durchführen von Pflege- und Wartungsarbeiten an Forstmaschinen,
(1) Die drei Prüfungsteile sind gesondert zu bewerten. Für den Prüfungsteil „Betriebsorganisation und umweltverträglicher Einsatz von Forsttechnik“ ist eine Note als arithmetisches Mittel aus den Bewertungen der Leistungen in der Prüfung nach § 4 Absatz 4 und § 4 Absatz 5 zu bilden, dabei hat die Bewertung in der Prüfung nach § 4 Absatz 4 das doppelte Gewicht. Für den Prüfungsteil „Bringung von Holz, sonstige hochmechanisierte Verfahren“ ist eine Note als arithmetisches Mittel aus der Bewertung der Leistung der einzelnen Arbeitsaufgaben zu bilden.
(3) Die Prüfung ist bestanden, wenn in jedem Prüfungsteil mindestens die Note „ausreichend“ erzielt worden ist. Sie ist nicht bestanden, wenn in der gesamten Prüfung mindestens eine der Leistungen nach Absatz 1 mit „ungenügend“ oder mehr als eine dieser Leistungen mit „mangelhaft“ bewertet worden ist.
(2) In der Wiederholungsprüfung ist der Prüfling auf Antrag von der Prüfung in einzelnen Prüfungsteilen nach § 3 Absatz 1 und in einzelnen Prüfungsbestandteilen nach § 4 Absatz 3 und nach § 6 Absatz 3 zu befreien, wenn die Leistungen darin in einer vorangegangenen Prüfung mindestens mit der Note „ausreichend“ bewertet worden sind und der Prüfling sich innerhalb von zwei Jahren, gerechnet vom Tag der Beendigung der nicht bestandenen Prüfung an, zur Wiederholungsprüfung anmeldet.
Anlage 1 (zu § 8 Absatz 4)Muster
(Fundstelle: BGBl. I 2009, 2168)
Geprüfter Forstmaschinenführer/Geprüfte Forstmaschinenführerin
Herr/Frau ................................................................
hat am ............................................................................ die Prüfung zum anerkannten Abschluss
Geprüfter Forstmaschinenführer/
Geprüfte Forstmaschinenführerin
nach der Verordnung über die Anforderungen in der Prüfung zum anerkannten Abschluss Geprüfter Forstmaschinenführer/Geprüfte Forstmaschinenführerin vom 23. Juli 2009 (BGBl. I S. 2165)
Datum .................................................................... ............
Unterschrift(en) ......................................................... .........
Anlage 2 (zu § 8 Absatz 4)Muster
(Fundstelle: BGBl. I 2009, 2169)
nach der Verordnung über die Anforderungen in der Prüfung zum anerkannten Abschluss Geprüfter Forstmaschinenführer/Geprüfte Forstmaschinenführerin vom 23. Juli 2009 (BGBl. I S. 2165) mit folgenden Ergebnissen bestanden/nicht bestanden:
Gesamtleistung Note
1. Umweltverträglicher Einsatz von Forsttechnik und Einsatzorganisation Note
2. Fällen und Aufarbeiten bei der hochmechanisierten Holzernte Note
3. Bringung von Holz, sonstige hochmechanisierte Verfahren Note
(Im Fall des § 7: „Herr/Frau … wurde nach § 7 der oben genannten Verordnung im Hinblick auf die am ....................
in .................... vor .................... abgelegte Prüfung .................... in dem Prüfungsteil ....................
Datum .................................................................... .............
2009, 2165: BGBl I