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Timestamp: 2016-10-28 04:43:18
Document Index: 317094642

Matched Legal Cases: ['Art. 16', 'Art. 18', 'Art. 24', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 16', 'Art. 18', 'BGE', 'Art. 36', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 52']

U 247/02 (12.12.2002)
U 247/02
Pr�sidentin Leuzinger, Bundesrichter Ferrari und nebenamtlicher Richter Maeschi; Gerichtsschreiber Grunder
E.________, 1965, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanwalt Franco F�hndrich, Sonnenplatz 1, 6020 Emmenbr�cke,
Die 1965 geborene E.________, gelernte Damencoiffeuse, arbeitete bis Ende November 1989 als Angestellte in diesem Beruf und danach im Aussendienst einer Firma f�r Coiffeurbedarf. Am 8. Juli 1994 verlor sie wegen eines Schw�cheanfalls die Kontrolle �ber ihren Personenwagen und kollidierte mit einem Verkehrssignal. Sie zog sich dabei eine Commotio cerebri, ein Schleudertrauma der Halswirbels�ule (HWS), eine Thoraxkontusion sowie Rissquetschwunden am rechten Knie und Oberschenkel zu. Nach komplikationslosem Heilungsverlauf wurde sie am 18. Juli 1994 aus dem Spital Y.________ entlassen und zur weiteren �rztlichen Behandlung an den Hausarzt, Dr. med. U.________, Arzt f�r Allgemeine Medizin FMH, �berwiesen, welcher r�ntgenologische sowie neurologische Untersuchungen veranlasste und eine Arbeitsf�higkeit von 50 % ab 21. November 1994, 75 % ab 12. Dezember 1994 und 100 % ab 1. Januar 1995 best�tigte. Die La Suisse Versicherungen (im Folgenden: La Suisse), bei welchen E.________ obligatorisch f�r die Folgen von Unf�llen versichert war, liess sie durch Prof. Dr. med. G.________, Spezialarzt f�r Chirurgie und Orthop�die, fach�rztlich beurteilen (Gutachten vom 23. August 1996). Der Gutachter gelangte zum Schluss, dass hinsichtlich der Commotio cerebri keine und bez�glich der HWS-Verletzung lediglich geringe Befunde nachzuweisen seien und die Residuen des Unfalles keine Beeintr�chtigung der Arbeitsf�higkeit zu begr�nden verm�chten. Eine Wiederaufnahme der Physiotherapie sei gerechtfertigt, wobei damit gerechnet werden d�rfe, dass der Endzustand bis Ende 1996 erreicht sei; ein Integrit�tsschaden liege nicht vor. Nach Einholung weiterer Arztberichte er�ffnete die La Suisse der Versicherten mit Verf�gung vom 14. Januar 1998, dass die Gesundheitsst�rungen ab 1. Januar 1997 nicht mehr mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall zur�ckzuf�hren seien. Daran hielt sie mit Einspracheentscheid vom 2. November 1998 fest. Die hiegegen eingereichte Beschwerde hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern insoweit gut, als es die Sache an die La Suisse zur�ckwies, damit sie ein neurologisches Gutachten einhole und �ber die Leistungspflicht neu verf�ge (Entscheid vom 6. August 1999). Die La Suisse holte die �rztliche Expertise des Dr. med. H.________, Leitender Arzt Neurologie des Rheuma- und Rehabilitationszentrums Klinik V.________, vom 23. Oktober 2000 (einschliesslich eines neuropsychologischen Untersuchungsberichts) ein, wonach noch unfallbedingte Beschwerden bestehen w�rden, die jedoch keine Arbeitsunf�higkeit begr�ndeten. Zudem wurde empfohlen, die Kosten physiotherapeutischer Massnahmen f�r vier bis sechs Monate zu �bernehmen sowie eine Integrit�tsentsch�digung von rund 5 % (abz�glich einen Drittel f�r den unfallfremden Vorzustand) zuzusprechen. Die La Suisse sprach E.________ eine Integrit�tsentsch�digung von 3 % (Fr. 2'916.-) sowie einen Betrag von Fr. 199.20 f�r Reisekosten zu (Verf�gung vom 20. Dezember 2000) und leistete Kostengutsprache f�r eine Physiotherapie w�hrend vier bis sechs Monaten ab 1. November 2000 (Verf�gung vom 15. Juni 2001). Einen Anspruch auf Invalidenrente lehnte sie mit der Begr�ndung ab, dass E.________ die fr�here T�tigkeit als kaufm�nnische Angestellte ohne Einschr�nkungen auszu�ben verm�ge. Gegen beide Verf�gungen liess E.________ Einsprachen erheben, welche die La Suisse mit Entscheid vom 29. August 2001 abwies. Gleichzeitig stellte sie fest, das in Ab�nderung der Verf�gung vom 20. Dezember 2000 kein Anspruch auf Integrit�tsentsch�digung bestehe, demnach der ausgerichtete Betrag von Fr. 2'916.- zur�ckzuerstatten sei, und dass zus�tzlich zu der im Gutachten vom 23. Oktober 2000 empfohlenen Physiotherapie die Heilbehandlungen vom 1. Januar 1997 bis 23. Oktober 2000 bezahlt, nach diesem Zeitpunkt jedoch keine medizinischen Massnahmen mehr entsch�digt w�rden.
Die hiegegen eingereichte Beschwerde, mit welcher E.________ die Zusprechung weiterer gesetzlicher Leistungen sowie erg�nzende Abkl�rungen beantragen liess, wies das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern mit Entscheid vom 13. Mai 2002 ab.
E.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren mit den Rechtsbegehren, unter Aufhebung des angefochtenen Entscheids sei ihr ab 1. Januar 1998 eine halbe Invalidenrente, eventuell ab 1. Januar 1998 bis zum Rentenbeginn ein Taggeld zuzusprechen; weiter sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, die Kosten der Heilbehandlung auch nach dem 23. Oktober 2000 zu �bernehmen und es sei eine Integrit�tsentsch�digung von mindestens 20 % auszurichten; eventuell sei von einer R�ckforderung der ausbezahlten Integrit�tsentsch�digung abzusehen; zudem seien ein psychiatrisches Gutachten �ber die Unfallfolgen, ein Obergutachten �ber die spezifische Arbeitsf�higkeit und ein neuropsychologisches Obergutachten einzuholen.
Die La Suisse schliesst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Das Bundesamt f�r Sozialversicherung verzichtet auf Vernehmlassung.
1.1 Im vorinstanzlichen Entscheid werden die f�r den Leistungsanspruch in der obligatorischen Unfallversicherung geltenden allgemeinen und die f�r den Anspruch auf Taggeld (Art. 16 f. UVG), Invalidenrente (Art. 18 ff. UVG) und Integrit�tsentsch�digung (Art. 24 f. UVG) massgebenden besonderen Regeln zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen.
1.2 Das kantonale Gericht f�hrt sodann richtig aus, dass auch der Wegfall eines urs�chlichen Zusammenhangs zwischen dem Unfallereignis und den bestehenden Beschwerden mit dem Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein muss. Weil es sich dabei um eine leistungsaufhebende Tatsache handelt, liegt die Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegr�ndender nat�rlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 45, 1994 Nr. U 206 S. 328). Dieser hat jedoch nicht den Beweis f�r unfallfremde Ursachen zu erbringen, sondern nur, dass die unfallbedingten Ursachen des Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben (Urteil O. vom 31. August 2001, U 285/00).
2.1 Mit dem ersten Entscheid vom 6. August 1999 hat die Vorinstanz die Sache an die La Suisse zur�ckgewiesen, damit sie ein neurologisches Gutachten einhole und �ber die Leistungspflicht neu verf�ge. Sie erwog, dass die Versicherte letztmals am 7. September 1994 neurologisch untersucht worden war, weshalb sich nicht �berpr�fen liesse, ob der im Gutachten des Prof. Dr. med. G.________ vom 23. August 1996 prognostizierte Endzustand Ende 1996 erreicht worden sei. Der daraufhin zur Erstellung eines Gutachtens beauftragte Dr. med. H.________ fand klinisch-neurologisch ein myofasziales Syndrom vorwiegend �ber der unteren HWS mit angedeuteter Myogelose des unteren Trapezius sowie des Splenius cervicis beidseits rechtsbetont und der Rhomboidei rechts. Eine Bewegungseinschr�nkung der HWS liess sich nicht feststellen, insbesondere keine wesentliche Dysfunktion C1/2. Die wegen der Angabe von Kribbelpar�sthesien in beiden H�nden durchgef�hrte Medianusneurographie beidseits zeigte normale Befunde und keine Anhaltspunkte f�r ein Karpaltunnelsyndrom. Als Diagnosen werden ein leichtes Zervikalsyndrom ohne Bewegungseinschr�nkung der HWS mit Myogelose der oberfl�chlichen Nackenmuskulatur im Bereich der unteren HWS und myofaszialem Schmerzsyndrom bei vorbestehendem, klinisch nicht manifestem Morbus Scheuermann mit radiologischem Nachweis von Schmorl'schen Kn�tchen und Status nach HWS-Distorsionstrauma vom 8. Juli 1994 sowie gemischter Kopfschmerz angegeben. Die Myogelose und die Kopfschmerzen sind nach Meinung des Gutachters �berwiegend wahrscheinlich Unfallfolge, nicht dagegen die bestehenden Deckplattenimpressionen an der Wirbels�ule mit dem Nachweis von Schmorl'schen Kn�tchen, welche einem (vor dem Unfall klinisch nicht manifesten) Morbus Scheuermann entsprechen. Dessen Anteil am bestehenden Beschwerdebild wird mit rund 1/3 (bis h�chstens 1/2) angegeben. Der Status quo ante bzw. Status quo sine sei nicht erreicht, indem noch leichte, vorwiegend die Lebensqualit�t, nicht aber die Arbeitsf�higkeit wesentlich beeintr�chtigende Beschwerden best�nden. Die Versicherte habe in den Jahren 1995 bis 1997 stets vollzeitlich gearbeitet; sie sei in der Arbeitsf�higkeit nicht erheblich eingeschr�nkt gewesen, wovon auch heute auszugehen sei. Seit rund zwei Jahren arbeite sie im eigenen Coiffeursalon bei einem zeitlichen Pensum von etwa 50 %, ohne dabei wesentlich beeintr�chtigt zu sein, auch wenn sie ihren Angaben zufolge an bis zu drei Abenden im Monat an belastungsabh�ngigen Nacken- und Kopfschmerzen leide. Die Versicherte r�ume selbst ein, dass sie mit ihren beiden Kindern im Alter von 4 1/2 und 3 1/4 Jahren keinesfalls mehr zu 100 % arbeiten w�rde. In der jetzigen beruflichen T�tigkeit sei sie nicht eingeschr�nkt; falls sie allerdings eine k�rperlich sehr belastende Arbeit auszuf�hren h�tte, k�nnten die Beschwerden exazerbieren. Mit einer zunehmend aktiven HWS-Gymnastik liessen sich die gesundheitlichen St�rungen l�ngerfristig bessern, weshalb die �bernahme der Kosten einer physiotherapeutischen Behandlung f�r vier bis sechs Monate zu Lasten des Unfallversicherers angezeigt sei. Ein geringer Integrit�tsschaden liege vor und gem�ss Tabelle 7 der von der SUVA herausgegebenen Richtlinien zur Bemessung der Integrit�tssch�den auf rund 5 % (abz�glich 1/3 wegen des unfallfremden Vorzustandes) festzusetzen. Die in der Klinik V.________ durchgef�hrte neuropsychologische Untersuchung ergab ein leicht vermindertes Leistungsverm�gen mit Hauptschwierigkeiten im figurativen Lernen und dem Ged�chtnis, in der sprachlichen Merkf�higkeit sowie bei einer komplexen Aufgabe (Ausf�llen einer Bestellkarte). Nach Auffassung der Untersucher ist die Berufsf�higkeit aus neuropsychologischer Sicht insgesamt "als positiv zu beurteilen". Im Gutachten vom 23. Oktober 2000 wird erg�nzend festgestellt, dass h�chstens minimale St�rungen vorl�gen, welche im Beruf als Coiffeuse nicht relevant seien.
2.2 Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, auf das Gutachten von Dr. med. H.________ sowie den neuropsychologischen Untersuchungsbericht und die darin enthaltenen Einsch�tzungen der Arbeitsf�higkeit k�nne nicht abgestellt werden, weil sie auf unzutreffenden tats�chlichen Annahmen beruhten. Die ab 1. Januar 1995 wieder aufgenommene vollzeitliche Besch�ftigung als Aussendienstmitarbeiterin sei ihr nur dank einer ausserordentlichen Willensleistung m�glich gewesen, welche sie erbracht habe, um einen "Sozialfall" zu vermeiden und bestehende Schulden zu tilgen. Am 1. Juli 1996 habe sie das Arbeitspensum wegen der unfallbedingten Schmerzen auf 50 % reduzieren m�ssen. Die Annahme von Dr. med. H.________, wonach die Arbeitsf�higkeit nicht wesentlich beeintr�chtigt sei, lasse sich mit den vorhandenen Beschwerden nicht vereinbaren. Bez�glich der neuropsychologischen St�rungen sei zu ber�cksichtigen, dass sie sich bei den entsprechenden Tests bem�ht habe, ein m�glichst gutes Resultat zu erzielen, wodurch sie sich v�llig ersch�pft habe. Die Testresultate k�nnten f�r die Leistungsf�higkeit daher nicht als repr�sentativ betrachtet werden. Dr. med. H.________ gehe sodann zu Unrecht davon aus, dass ein unfallfremder Morbus Scheuermann zu einem Drittel an den heute bestehenden Beschwerden beteiligt sei. Unzutreffend und tatsachenwidrig sei auch seine Feststellung, dass in der gegenw�rtigen T�tigkeit keine die Arbeitsf�higkeit wesentlich einschr�nkenden Beschwerden best�nden. Zu beurteilen sei nicht die aktuelle, im zeitlichen Umfang von 50 % ausge�bte Besch�ftigung als selbst�ndige Coiffeuse, sondern die Arbeitsf�higkeit in einer vollen Erwerbst�tigkeit. Sie sei wegen ihres Gesundheitszustandes nicht in der Lage, mehr als 50 % zu arbeiten, weshalb sie Anspruch auf eine entsprechende Rente habe. Die im Gutachten enthaltene Feststellung, wonach sie wegen der (1996 und 1997 geborenen) Kinder keinesfalls mehr voll erwerbst�tig w�re, sei unzutreffend. Ohne den Gesundheitsschaden w�rde sie neben der Kinderbetreuung und dem Haushalt ein Arbeitspensum von 80 % bew�ltigen und w�re nach der Einschulung der Kinder wieder vollzeitlich erwerbst�tig geworden. Zu ber�cksichtigen sei auch, dass sie seit dem 1. Mai 2000 vom Ehemann getrennt lebe. Demgegen�ber seien die Gutachter irrt�mlich von einem intakten Familienleben ausgegangen und h�tten, wie sie einem zuf�llig mitgeh�rten Gespr�ch habe entnehmen k�nnen, f�lschlicherweise den Umstand nicht ber�cksichtigt, dass ihr die Versorgerrolle zukomme. Die Gutachten seien im Ergebnis nicht nur tatsachenwidrig und falsch, sondern ermangelten auch der erforderlichen Objektivit�t, weshalb ein Obergutachten einzuholen sei.
2.3 Sowohl Dr. med. H.________ als auch der Neuropsychologe gehen davon aus, dass der Beschwerdef�hrerin trotz des Gesundheitsschadens eine T�tigkeit als (selbstst�ndige oder unselbstst�ndige) Coiffeuse ohne wesentliche Einschr�nkungen vollzeitlich m�glich und zumutbar w�re. Der Feststellung im Gutachten, wonach sie wegen der Betreuung der Kinder auch als Gesunde nicht voll erwerbst�tig w�re, kommt daher nicht entscheidende Bedeutung zu. Unerheblich ist sodann, ob die Experten hinsichtlich der Familienverh�ltnisse von unzutreffenden tats�chlichen Annahmen ausgegangen sind. Denn ausschlaggebend ist, ob der Gesundheitsschaden insgesamt keine wesentliche Beeintr�chtigung der Arbeitsf�higkeit mehr zur Folge hat. Anhaltspunkte daf�r, dass die gutachterliche Beurteilung, insbesondere was die Arbeitsf�higkeit anbelangt, nicht objektiv ist oder auf einer mangelhaften Feststellung des medizinischen Sachverhalts beruht, liegen nicht vor. Es spricht auch nichts daf�r, dass die Ergebnisse der neuropsychologischen Untersuchung nicht den tats�chlichen Verh�ltnissen entsprechen. Dass die Beschwerdef�hrerin nach den durchgef�hrten Tests ersch�pft war, l�sst nicht schon darauf schliessen, dass die Beurteilung auf fehlerhaften Grundlagen beruht. Von den Schlussfolgerungen im Gutachten vom 23. Oktober 2000 ist umso weniger abzugehen, als sie im Einklang mit den fr�heren Arztberichten stehen. So hatte bereits Prof. Dr. med. G.________ eine volle Arbeitsf�higkeit selbst in der von der Beschwerdef�hrerin von 1995 bis 1997 ausge�bten T�tigkeit als Aussendienstmitarbeiterin angenommen (Gutachten vom 23. August 1996), ebenso der behandelnde Arzt, Dr. med. U.________, welcher eine volle Arbeitsf�higkeit ab 1. Januar 1995 best�tigte. Angesichts dieser �rztlichen Einsch�tzungen �berzeugt der Einwand der Beschwerdef�hrerin nicht, sie sei in einem unzumutbaren Mass erwerbst�tig gewesen. Sodann ist auf die beantragte Einholung eines Obergutachtens zu verzichten. Der Bericht des Dr. med. H.________ vom 23. Oktober 2000 beruht auf erg�nzenden Untersuchungen, ist f�r die streitigen Belange umfassend, ber�cksichtigt auch die geklagten Beschwerden (einschliesslich der geltend gemachten Konzentrationsschwierigkeiten, Kopfschmerzen und Par�sthesien), wurde in Kenntnis der Vorakten abgegeben und vermag in den Schlussfolgerungen zu �berzeugen. Er erf�llt damit die nach der Rechtsprechung f�r den Beweiswert medizinischer Gutachten geltenden Anforderungen (BGE 125 V 352 Erw. 3a mit Hinweisen).
2.4 Auch dem Antrag auf Einholung eines psychiatrischen Gutachtens kann nicht entsprochen werden. Die Beschwerdef�hrerin bringt vor, sie habe sich in letzter Zeit in ihrem Wesen ver�ndert. Diese Entwicklung habe bereits nach dem Unfall im Jahre 1994 begonnen und sich in den letzten anderthalb Jahren deutlich beschleunigt. Sie leide an Depressionen und unter starken Aggressionen, welche am 7. April 2001 zu einem Vorfall gef�hrt hatten, bei dem sie zum Selbstschutz die Polizei habe beiziehen m�ssen. Am 30. Juli 2001 sei sie nach einer in suizidaler Absicht herbeigef�hrten Tabletten- und Alkoholintoxikation ins Spital X.________ eingewiesen worden. Sie stehe heute noch in psychiatrischer Behandlung bei Frau Dr. med. I.________, Fach�rztin f�r Psychiatrie und Psychotherapie. In dem mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde aufgelegten Bericht dieser �rztin vom 11. Juni 2002 wird ausgef�hrt, die Versicherte stehe seit dem 2. November 2001 in ambulanter Behandlung; sie leide an depressiven Verstimmungen und habe ernsthafte Eheprobleme. Dr. med. U.________ best�tigte die depressiven Symptome (Bericht vom 20. November 2001), wof�r die seit Jahren belastende Auseinandersetzung mit der Versicherung und die nach wie vor bestehenden R�ckenbeschwerden partiell mitverantwortlich seien. Auf Grund dieser Angaben ist fraglich, ob bereits vor Erlass des f�r die richterliche Beurteilung des Sachverhalts massgebenden Zeitpunktes des Einspracheentscheids vom 29. August 2001 (BGE 116 V 248 Erw. 1) eine wesentliche psychische Beeintr�chtigung bestanden hat. Wie es sich damit verh�lt, kann indessen offen bleiben. Denn selbst wenn die Frage zu bejahen und anzunehmen w�re, dass der Unfall zumindest eine Teilursache der bestehenden psychischen Beeintr�chtigungen bilden w�rde, w�re jedenfalls die Ad�quanz des Kausalzusammenhangs zu verneinen, wie die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid zu Recht festh�lt. Der Unfall vom 8. Juli 1994 ist unter Ber�cksichtigung des Hergangs (Kollision mit einem Verkehrssignal zufolge einer Bewusstseinsst�rung) und der erlittenen Verletzungen (Commotio cerebri, Schleudertrauma der HWS, Thoraxkontusion sowie Rissquetschwunden am rechten Knie und Oberschenkel) dem mittleren Bereich zuzuordnen, wobei ein Grenzfall zu den schweren Unf�llen angenommen werden kann (vgl. RKUV 1999 Nr. U 230 S. 122 ff.). Die Ad�quanz des Kausalzusammenhangs w�re praxisgem�ss daher nur zu bejahen, wenn ein einzelnes der unfallbezogenen Beurteilungskriterien in besonders ausgepr�gter Weise oder mehrere der nach der Rechtsprechung massgebenden Kriterien erf�llt w�ren (BGE 115 V 140 Erw. 6c/bb). So verh�lt es sich jedoch nicht. Der Unfall hat sich weder unter besonders dramatischen Begleitumst�nden ereignet noch war er von besonderer Eindr�cklichkeit. Auch hat die Beschwerdef�hrerin keine schweren Verletzungen erlitten, jedenfalls keine, die erfahrungsgem�ss geeignet sind, psychische Fehlentwicklungen auszul�sen. Zwar k�nnen Schleudertraumen und diesen �hnliche Verletzungen der HWS oder Sch�del-Hirntraumen zu psychischen Fehlentwicklungen f�hren. Dies setzt in der Regel jedoch ein schweres Trauma voraus, was hier gem�ss Eintrittsbefund des Spitals Y.________ (Bericht vom 18. Juli 1994) und dem initialen Heilungsverlauf nicht zutrifft. Eine �rztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert h�tte, liegt nicht vor, ebenso wenig ein schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen. Nicht erf�llt ist sodann das Kriterium der ungew�hnlich langen Dauer der �rztlichen Behandlung. Die Beschwerdef�hrerin konnte bereits am 18. Juli 1994 mit noch m�ssigen Schmerzen bei der Mobilisation und reizlosen Wundverh�ltnissen nach Hause entlassen werden. Danach beschr�nkte sich die Behandlung auf ambulante Physiotherapie und die Abgabe von Analgetika. Auch wenn die Physiotherapie mit Unterbr�chen bis zum Erlass des Einspracheentscheids vom 29. August 2001 fortgesetzt wurde, kann nicht von einer ungew�hnlich langen Dauer der �rztlichen Behandlung gesprochen werden. Des Weitern war die Versicherte nicht w�hrend l�ngerer Dauer in erheblichem Mass arbeitsunf�hig, nachdem sie bereits im Januar 1995 ihre T�tigkeit wieder in vollem Umfang aufnehmen konnte. Schliesslich leidet sie auch nicht an k�rperlichen Dauerschmerzen, da nach ihren eigenen Angaben die R�ckenbeschwerden und die Verspannungen intermittierend und belastungsabh�ngig sind und die Kopfschmerzen nur gelegentlich auftreten. Selbst wenn sie unfallbedingt an Dauerschmerzen leiden sollte, ist dieses Kriterium jedenfalls nicht in besonders ausgepr�gter Weise erf�llt. Die Unfallad�quanz der psychischen Beeintr�chtigungen ist daher zu verneinen.
3.1 In Anbetracht der medizinischen Akten ist nicht zu beanstanden, dass die La Suisse die �bernahme der Heilbehandlungskosten mit Ausnahme der von Dr. med. H.________ empfohlenen erneuten physiotherapeutischen Massnahmen w�hrend vier bis sechs Monaten ab 23. Oktober 2000 eingestellt hat. F�r die in der Zwischenzeit erforderlich gewordene psychiatrische Betreuung hat die La Suisse auf Grund des Gesagten nicht aufzukommen. Weil gem�ss �bereinstimmender �rztlicher Beurteilung seit 1. Januar 1995 keine relevante Beeintr�chtigung der Arbeitsf�higkeit mehr besteht, kann der Beschwerdef�hrerin auch kein Taggeld ausgerichtet (Art. 16 Abs. 1 UVG), noch kann ihr eine Invalidenrente zugesprochen werden (Art. 18 Abs. 1 und 2 UVG).
3.2 Mit dem Einspracheentscheid vom 29. August 2001 hat die La Suisse in Ab�nderung der Verf�gung vom 20. Dezember 2000 den Anspruch auf Integrit�tsentsch�digung verneint und den bereits ausgerichteten Betrag zur�ckgefordert. Die Beschwerdef�hrerin beantragt demgegen�ber die Festsetzung einer Integrit�tsentsch�digung von mindestens 20 %. Diesem Begehren kann nicht entsprochen werden. W�hrend Prof. Dr. med. G.________ einen entsch�digungspflichtigen Integrit�tsschaden auf Grund des Untersuchungsbefundes verneinte, sch�tzte Dr. med. H.________ diesen auf rund 5 %, wobei ein Drittel auf den unfallfremden Vorzustand zur�ckzuf�hren sei, was einen unfallbedingten Schaden von 3 1/3 % ergebe. Die Bemessung des R�ckenschadens mit 5 % h�lt sich im Rahmen der in Tabelle 7 (Integrit�tsschaden bei Wirbels�ulenaffektionen) enthaltenen Richtwerte der von der SUVA herausgegebenen Richtlinien zur Festsetzung der Integrit�tsentsch�digung, auf welche praxisgem�ss abgestellt werden kann (BGE 124 V 32 Erw. 1c mit Hinweis). Sie tr�gt dem bestehenden Schmerzsyndrom bei praktisch voller Beweglichkeit der HWS angemessen Rechnung. Andere leistungsbegr�ndende Beeintr�chtigungen der Integrit�t bestehen nicht. Die geltend gemachte Wesensver�nderung vermag zu keiner h�heren Entsch�digung zu f�hren, weil sie nach dem Gesagten nicht unfallkausal ist. Nicht zu beanstanden ist auch der nachtr�glich vorgenommene Abzug von einem Drittel wegen eines vorbestehenden Morbus Scheuermann. Der Vorzustand ist durch einen nach �rztlicher Beurteilung nicht traumatisch bedingten Befund (Deckplattenimpressionen mit dem Nachweis von Schmorl'schen Kn�tchen) belegt und es gibt auch bez�glich des kausalen Anteils des Vorzustandes am bestehenden Integrit�tsschaden keinen Anlass, von dieser Einsch�tzung abzuweichen. Dass der Morbus Scheuermann vor dem Unfall klinisch nicht manifest war und sich auf die Arbeitsf�higkeit nicht ausgewirkt hat, steht einer K�rzung nicht entgegen, weil Art. 36 Abs. 2 Satz 2 UVG auf Integrit�tsentsch�digungen nicht anwendbar ist (BGE 113 V 59 Erw. 2). Weil der Integrit�tsschaden den nach Ziff. 1 Anhang 3 zur UVV geltenden Grenzwert von 5 % (zur Gesetzm�ssigkeit dieser Bestimmung vgl. RKUV 1997 Nr. U 278 S. 207) nicht erreicht, entf�llt ein Entsch�digungsanspruch. Der Einspracheentscheid vom 29. August 2001 besteht daher auch insoweit zu Recht, als die La Suisse nach Gew�hrung des rechtlichen Geh�rs zur vorgesehenen reformatio in peius (BGE 118 V 182 ff.; vgl. auch BGE 122 V 166 ff.) die Verf�gung vom 20. Dezember 2000 zu Ungunsten der Beschwerdef�hrerin abge�ndert und einen Anspruch auf Integrit�tsentsch�digung verneint hat. Nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet die Frage nach einem allf�lligen Erlass der R�ckerstattung (Art. 52 Abs. 1 Satz 2 UVG), wor�ber zun�chst der Unfallversicherer zu befinden haben wird.