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Timestamp: 2019-10-14 01:06:09
Document Index: 167635059

Matched Legal Cases: ['§ 141', '§ 141', '§ 141', '§ 141', '§ 141', '§ 119', '§ 119']

§ 141 SGB 3 Abs. 2 Erklärung
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Autor Thema: § 141 SGB 3 Abs. 2 Erklärung (Gelesen 5083 mal)
« am: November 29, 2010, 14:16:37 »
Wer könnte mir mal bitte den § 141 des SGB 3 erklären, vielleicht anhand eines Rechenbeispiels.
Re:§ 141 SGB 3 Abs. 2 Erklärung
« Antworten #1 am: November 29, 2010, 15:56:02 »
Hat der Arbeitslose in den letzten 18 Monaten vor der Entstehung des Anspruches neben einem Versicherungspflichtverhältnis eine Erwerbstätigkeit (§ 119 Abs. 3) mindestens zwölf Monate lang ausgeübt, so bleibt das Einkommen bis zu dem Betrag anrechnungsfrei, das in den letzten zwölf Monaten vor der Entstehung des Anspruches aus einer Erwerbstätigkeit (§ 119 Abs. 3) durchschnittlich auf den Monat entfällt, mindestens jedoch ein Betrag in Höhe des Freibetrages, der sich nach Absatz 1 ergeben würde.
Wenn Du in den letzten 18 Monaten vor Bezug des ALG I eine Erwerbstätigkeit (Nebenjob/Minijob mit max. 15 Wochenstunden) hattest, wird Dir das Einkommen aus diesem Nebenjob angerechnet.
Voraussetzung: Du hattest den Nebenjob mindestens 12 Monate lang.
Ist das der Fall werden alle Einnahmen des Nebenjobs aus diesen Monaten addiert und durch 12 geteilt. Das ergibt dann das durchschnittliche Monatseinkommen aus der Erwerbstätigkeit.
Im Idealfall hast Du jeden Monat das Gleiche verdient, z.B. 350,- €, dann ist das Dein Durchschnitt. Hast Du z.B. von April bis Juni nur 200,- € verdient rechnen die (9*350) + (3*200) / 12 = 312,50 €.
Diese 312,50 € sind dann der Monatsdurchschnitt Deiner Erwerbstätigkeit und dieser Durchschnitt ist anrechnungsfrei. Das wiederum heißt, dass Du von Deiner Erwerbstätigkeit (Nebenjob/Minijob) 312,50 € behalten darfst, und alles, was Du mehr verdienst angerechnet, also von Deinem ALG I abgezogen wird.
Ist Dein Monatsdurchschnitt niedriger als der Freibetrag, der nach Absatz 1 errechnet wird, gilt der Freibetrag aus Absatz 1.