Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=10%20RKg%204/92
Timestamp: 2019-09-19 20:06:18
Document Index: 215174849

Matched Legal Cases: ['§ 82', '§ 33', '§ 50', '§ 182', '§ 120', '§ 2', '§ 50', '§ 50', '§ 50', '§ 50', '§ 45', '§ 41', '§ 45', '§ 45', '§ 50', '§ 45', '§ 50', '§ 45', '§ 39', '§ 32', '§ 50', '§ 50', '§ 50', '§ 2', '§ 50', '§ 133', '§ 35', '§ 50', '§ 82', '§ 50']

BSG, 29.10.1992 - 10 RKg 4/92 - dejure.org
https://dejure.org/1992,535
BSG, 29.10.1992 - 10 RKg 4/92 (https://dejure.org/1992,535)
BSG, Entscheidung vom 29.10.1992 - 10 RKg 4/92 (https://dejure.org/1992,535)
BSG, Entscheidung vom 29. Januar 1992 - 10 RKg 4/92 (https://dejure.org/1992,535)
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SG Stuttgart, 28.03.1990 - S 17 Kg 2390/89
MDR 1993, 775
NZS 1993, 279
Für einen verständigen Erklärungsempfänger (…vgl zu dieser Voraussetzung: BSGE 89, 90, 100 = SozR 3-2500 § 82 Nr. 3 S 13) wäre der objektive Regelungsgehalt dieses Bescheids zeitlich auf den Monat Juli 2003 beschränkt, während die Bewilligung für die Folgemonate nicht schriftlich, sondern nach § 33 Abs. 2 Zehntes Buch Sozialgesetzbuch - Sozialverwaltungsverfahren und Sozialdatenschutz -(SGB X) auf andere Weise jeweils konkludent durch Überweisung erfolgt wäre (zum konkludenten Erlass eines Verwaltungsaktes durch Auszahlung: BSG SozR 3-1300 § 50 Nr. 13 S 33 ;… BSG SozR 2200 § 182 Nr. 103 S 218 f ; Bundesverwaltungsgericht Buchholz 436.0 § 120 BSHG Nr. 17 ;… zweifelnd noch der nicht mehr zuständige 9b-Senat des Bundessozialgerichts : SozR 4-3520 § 2 Nr. 1 RdNr 14).
Denn ausgehend vom objektivierten Empfängerverständnis (zu diesem Auslegungsmaßstab: BSG vom 29.10.1992 - SozR 3-1300 § 50 Nr. 13 S 34 mwN) war für die Klägerin eindeutig erkennbar, dass die Beklagte - wie mit der Anhörung bereits angekündigt - an ihrer letzten Verwaltungsentscheidung über die zu leistende Rente wegen voller Erwerbsminderung hinsichtlich der Rentenhöhe für die vorgenannten Monate wegen Überschreitens der Hinzuverdienstgrenzen nicht mehr festhalten wollte.
Denn ausgehend vom objektivierten Empfängerverständnis (zu diesem Auslegungsmaßstab: BSG vom 29.10.1992 - SozR 3-1300 § 50 Nr. 13 S 34 mwN) war für den Kläger eindeutig erkennbar, dass die Beklagte - wie mit der Anhörung bereits angekündigt - an ihrer letzten Verwaltungsentscheidung über die zu leistende Rente wegen voller Erwerbsminderung hinsichtlich der Rentenhöhe für den vorgenannten Monat wegen Überschreitens der Hinzuverdienstgrenzen nicht mehr festhalten wollte.
Grundsätzlich gilt, dass der Regelungsgehalt eines Änderungsbescheides sich danach richtet, wie der Empfänger diese Erklärung aus Sicht eines subjektiven Dritten und bei verständiger Würdigung nach den Umständen des Einzelfalles zu deuten hat (BSG, Urteil vom 29. Oktober 1992 - 10 RKg 4/92 -, SozR 3-1300 § 50 Nr. 13 m.w.N.; LSG Baden-Württemberg, Urteil vom 29. Juni 2006 - L 2 U 4059/10 - m.w.N., zitiert nach juris).
Da die Beklagte ausweislich der angefochtenen Bescheide ihr Ermessen betätigt hat, kann der Senat im vorliegenden Zusammenhang offenlassen, ob er der im Gegensatz zur allgemein geltenden Rechtsprechung des BSG (…s zB BSG vom 18. August 1983, BSGE 55, 250, 254 = SozR 1300 § 50 Nr. 3;… vom 9. September 1986, BSGE 60, 239, 240 f = SozR 1300 § 45 Nr. 26;… vom 24. August 1988, BSGE 64, 36, 38 = SozR 4100 § 41 Nr. 2;… vom 21. März 1990, SozR 3-1300 § 45 Nr. 3;… vom 31. Oktober 1991, SozR 3-1300 § 45 Nr. 10 S 33, 35; vom 29. Oktober 1992, SozR 3-1300 § 50 Nr. 13 S 35;… anders bisher nur für die Soziale Entschädigung: BSG vom 6. September 1989, SozR 1300 § 45 Nr. 46 S 150 mwN) stehenden Auffassung folgt, die dem Urteil des 4. Senats vom 25. Januar 1994 (…SozR 3-1300 § 50 Nr. 16) entnommen werden könnte: Der Verwaltung stehe bei einer Rücknahme nach § 45 SGB X kein Ermessen für ihre Entscheidung zu, ob sie die einem Bösgläubigen zu Unrecht gewährten Leistungen - teilweise - zurückfordert.
Die "Rentenanpassungsmitteilung" zum 1. Januar 1979 muß mit ihrem bekanntgegebenen Inhalt (§ 39 Abs. 1 Satz 2 SGB X) aus dem objektivierten Empfängerhorizont heraus (…s BSG vom 28. Juni 1990, BSGE 67, 104, 110 = SozR 3-1300 § 32 Nr. 2; vgl auch BSG vom 29. Oktober 1992, SozR 3-1300 § 50 Nr. 13 S 34, jeweils mwN) ausgelegt werden.
Insoweit ist der vorliegende Fall anders gelagert als jener, über den das BSG am 29. Oktober 1992 (SozR 3-1300 § 50 Nr. 13) zu entscheiden hatte.
Diese ist insoweit nach dem objektiven Empfängerhorizont zu bewerten (vgl BSG SozR 3-1300 § 50 Nr. 13 S 34) .
Die Beklagte hat - handelnd durch den dazu befugten Z. - mit dem an den Kläger gesandten Bescheid vom 20.6.2008 den Anschein einer rechtmäßigen Amtsausübung erweckt (…vgl auch BSG SozR 4-2600 § 2 Nr. 6 RdNr 16; SozR 3-1300 § 50 Nr. 13 S 34) .
LSG Nordrhein-Westfalen, 17.06.2019 - L 20 SO 479/17
Unstatthaftigkeit des Widerspruchs gegen eine vermeintliche Zinsentscheidung
Bei einer solchen Auslegung ist - unter entsprechender Anwendung der Auslegungsgrundsätze des Bürgerlichen Gesetzbuches (§§ 133, 157 BGB) - zwar nicht auf den Willen der Behörde, sondern auf den objektiven Sinngehalt der Erklärung abzustellen, wie ihn also der Erklärungsempfänger bei verständiger Würdigung nach den Umständen des Einzelfalles zu deuten hatte (vgl. BSG, Urteil vom 29.10.1992 - 10 RKg 4/92 R. 21 m.w.N.).
Ob ein Hilfebedürftiger das Überreichen einer Auszahlungsanordnung, die sich als Willenserklärung an den Schalterbediensteten richtet, bzw. die von diesem vorgenommene Auszahlung von Geld als konkludente Erklärung einer Sozialhilfebewilligung in entsprechender Höhe verstehen muß (…vgl. zu sog. Schalterverwaltungsakten P. und U. Stelkens, in: Stelkens/Bonk/Sachs, VwVfG, 5. Aufl. 1998, § 35 Rn. 50 sowie BSG, Urteil vom 29. Oktober 1992 - 10 RKg 4/92 - ) oder nicht nur als die Einleitung und Durchführung eines Zahlungsvorgangs, bedarf hier keiner Entscheidung.
Maßgebend ist daher der objektive Sinngehalt der Erklärung, wie der Empfänger sie bei verständiger Würdigung nach den Umständen des Einzelfalls objektiv verstehen musste (BSG 29.10.1992, 10 RKg 4/92, SozR 3-1300 § 50 Nr. 13;… BSG 12.12.2001, B 6 KA 3/01 R, BSGE 89, 90 = SozR 3-2500 § 82 Nr. 3).
BVerwG, 20.11.1997 - 5 C 16.97
B: Bewilligungsbescheid, Aufhebung des - bei Heranziehung Dritter zu Kostenersatz …
Diese Vorschrift ist indessen unanwendbar, wenn die Leistungen auf der Grundlage eines - wenn auch materiell rechtswidrigen - Verwaltungsakts erbracht worden sind (vgl. auch BSG, Urteil vom 21. April 1988 - 4/11a RA 24/87 - und Urteil vom 29. Oktober 1992 - 10 RKg 4/92 - ).
Demzufolge ist der Leistungsträger nach § 50 SGB X nicht berechtigt, Erstattung statt auf der Grundlage von Absatz 1 ohne vorherige oder gleichzeitige Aufhebung des Bewilligungsbescheides nach Absatz 2 zu verlangen (ebenso BSG, Urteil vom 29. Oktober 1992, a.a.O., S. 31).
SG Hildesheim, 20.11.2007 - S 12 SF 76/06
Grundsicherung für Arbeitsuchende - Auszahlung der Geldleistung - Verwaltungsakt …
LSG Bayern, 30.11.2011 - L 1 LW 11/10
Ausgleichsleistung an Arbeitnehmer der Land- und Forstwirtschaft - Auszahlung - …
LSG Niedersachsen-Bremen, 02.08.2012 - L 7 AS 223/12
LSG Baden-Württemberg, 21.06.2018 - L 10 R 1361/18
Sozialgerichtliches Verfahren - kombinierte Anfechtungs- und Leistungsklage - …
LSG Nordrhein-Westfalen, 19.07.2012 - L 18 SF 391/11
LSG Nordrhein-Westfalen, 13.12.2010 - L 19 AL 30/10
LSG Baden-Württemberg, 16.11.2016 - L 3 U 209/16
SG Karlsruhe, 07.08.2006 - S 5 KR 5259/05
Krankenversicherung - Beendigung der freiwilligen Mitgliedschaft wegen …
LSG Niedersachsen-Bremen, 31.05.2012 - L 7 AS 1013/11