Source: http://www.anwalt24.de/rund-ums-recht/BVerfG_11_06_2012_2_BvR_835_12_Rechtfertigung_des_Widerrufs_-d5035255.html
Timestamp: 2016-12-11 00:24:10
Document Index: 238977927

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 116', 'Art. 2']

BVerfG, 11.06.2012 - 2 BvR 835/12 - Rechtfertigung des Widerrufs einer Haftverschonung und die Invollzugsetzung eines Haftbefehls durch ein nach der Haftverschonung ergangenes (nicht rechtskräftiges) Urteil oder einen hohen Strafantrag der Staatsanwaltschaft | Urteile auf anwalt24.de
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BVerfG, 11.06.2012 - 2 BvR 835/12 - Rechtfertigung des Widerrufs einer Haftverschonung und die Invollzugsetzung eines Haftbefehls durch ein nach der Haftverschonung ergangenes (nicht rechtskräftiges) Urteil oder einen hohen Strafantrag der Staatsanwaltschaft
BundesverfassungsgerichtUrt. v. 11.06.2012, Az.: 2 BvR 835/12Gericht: BVerfGEntscheidungsform: UrteilDatum: 11.06.2012Referenz: JurionRS 2012, 18089Aktenzeichen: 2 BvR 835/12 Verfahrensgang:vorgehend:LG Augsburg - 29.02.2012 - AZ: 10 KLs 565 Js 42270/09LG Augsburg - 05.03.2012 - AZ: 10 KLs 565 Js 42270/09LG Augsburg - 09.03.2012 - AZ: 10 KLs 565 Js 42270/09OLG München - 21.03.2012 - AZ: 3 Ws 220/12OLG München - 21.03.2012 - AZ: 3 Ws 227/12Rechtsgrundlagen:§ 116 Abs. 4 Nr. 3 StPOArt. 2 Abs. 2 S. 2 GGHinweis:Hinweis: Verbundenes VerfahrenVolltext siehe unter: BVerfG - 11.06.2012 - AZ: 2 BvR 720/12In den Verfahrenüberdie Verfassungsbeschwerden pp.gegen a) den Beschluss des Oberlandesgerichts München vom 21. März 2012 - 3 Ws 227/12 -,b) den Beschluss des Landgerichts Augsburg vom 9. März 2012 - 10 KLs 565 Js 42270/09 -,c) die Beschlüsse des Landgerichts Augsburg vom 29. Februar 2012 - 1.0 KLs 565 Js 42270/09 -- 2 BvR 720/12 -,gegen a) den Beschluss des Oberlandesgerichts München vom 21. März 2012 - 3 Ws 220/12 -,b) den Beschluss des Landgerichts Augsburg vom 5. März 2012 - 10 KLs 565 Js 42270/09 -,c) die Beschlüsse des Landgerichts Augsburg vom 29. Februar 2012 - 10 KLs 565 Js 42270/09 -- 2 BvR 835/12 -hat die 3. Kammer des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts durch die Richterin Lübbe-Wolff,den Richter Huberund die Richterin Kessal-Wulfam 11. Juni 2012 einstimmig beschlossen:Tenor:Die Verfahren werden zur gemeinsamen Entscheidung verbunden.Die Beschlüsse des Oberlandesgerichts München vom 21. März 2012 - 3 Ws 220/12 - und die Beschlüsse des Landgerichts Augsburg vom 29. Februar 2012 - 10 KLs 565 Js 42270/09 - verletzen die Beschwerdeführer jeweils in ihrem Grundrecht aus Artikel 2 Absatz 2 Satz 2 des Grundgesetzes.Die Beschlüsse des Oberlandesgerichts werden aufgehoben. Die Sachen werden an das Oberlandesgericht zurückverwiesen.Im Übrigen werden die Verfassungsbeschwerden nicht zur Entscheidung angenommen.Der Freistaat Bayern hat den Beschwerdeführern ihre notwendigen Auslagen zu erstatten.Der Wert des Gegenstands der anwaltlichen Tätigkeit wird auf jeweils 8.000 € (in Worten: achttausend Euro) festgesetzt. Hinweis: Das Dokument wurde redaktionell aufgearbeitet und unterliegt in dieser Form einem besonderen urheberrechtlichen Schutz. Eine Nutzung über die Vertragsbedingungen der Nutzungsvereinbarung hinaus - insbesondere eine gewerbliche Weiterverarbeitung außerhalb der Grenzen der Vertragsbedingungen - ist nicht gestattet. BVerfG, 11.06.2012BVerfG, 08.06.2012