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Timestamp: 2020-08-04 08:38:25
Document Index: 143039027

Matched Legal Cases: ['§ 114', '§ 114', '§ 113', '§ 114', '§ 114', '§ 113', '§ 43', '§ 87', '§ 88', '§ 37', '§ 36', '§ 23', '§ 114', '§ 19']

§ 114 SGB XI, Qualitätsprüfungen - Gesetze des Bundes und der Länder
§ 114 SGB XI, Qualitätsprü...
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(1) 1Zur Durchführung einer Qualitätsprüfung erteilen die Landesverbände der Pflegekassen dem Medizinischen Dienst, dem Prüfdienst des Verbandes der privaten Krankenversicherung e. V. im Umfang von 10 Prozent der in einem Jahr anfallenden Prüfaufträge oder den von ihnen bestellten Sachverständigen einen Prüfauftrag. 2Der Prüfauftrag enthält Angaben zur Prüfart, zum Prüfgegenstand und zum Prüfumfang. 3Die Prüfung erfolgt als Regelprüfung, Anlassprüfung oder Wiederholungsprüfung. 4Die Pflegeeinrichtungen haben die ordnungsgemäße Durchführung der Prüfungen zu ermöglichen. 5Vollstationäre Pflegeeinrichtungen sind ab dem 1. Januar 2014 verpflichtet, die Landesverbände der Pflegekassen unmittelbar nach einer Regelprüfung darüber zu informieren, wie die ärztliche, fachärztliche und zahnärztliche Versorgung sowie die Arzneimittelversorgung in den Einrichtungen geregelt sind. 6Sie sollen insbesondere auf Folgendes hinweisen:
7Wesentliche Änderungen hinsichtlich der ärztlichen, fachärztlichen und zahnärztlichen Versorgung, der Arzneimittelversorgung sowie der Zusammenarbeit mit einem Hospiz- und Palliativnetz sind den Landesverbänden der Pflegekassen innerhalb von vier Wochen zu melden. (1)
Absatz 1 Satz 1 geändert durch G vom 28. 7. 2011 (BGBl I S. 1622) und 14. 12. 2019 (BGBl I S. 2789) (1. 1. 2020). Sätze 5 bis 7 angefügt durch G vom 23. 10. 2012 (BGBl I S. 2246). Satz 6 neugefasst und Satz 7 geändert durch G vom 1. 12. 2015 (BGBl I S. 2114).
(2) 1Die Landesverbände der Pflegekassen veranlassen in zugelassenen Pflegeeinrichtungen bis zum 31. Dezember 2010 mindestens einmal und ab dem Jahre 2011 regelmäßig im Abstand von höchstens einem Jahr eine Prüfung durch den Medizinischen Dienst, den Prüfdienst des Verbandes der privaten Krankenversicherung e. V. oder durch von ihnen bestellte Sachverständige (Regelprüfung). 2Abweichend von Satz 1 ist im Zeitraum vom 1. November 2019 bis zum 31. Dezember 2020 in allen zugelassenen vollstationären Pflegeeinrichtungen nur mindestens einmal eine Prüfung durchzuführen. 3Die Richtlinien nach § 114c zur Verlängerung des Prüfrhythmus bei guter Qualität sind zu beachten. 4Die Landesverbände der Pflegekassen erteilen die Prüfaufträge für zugelassene vollstationäre Pflegeeinrichtungen auf der Grundlage der von der Datenauswertungsstelle nach § 113 Absatz 1b Satz 3 übermittelten Ergebnisse. 5Zu prüfen ist, ob die Qualitätsanforderungen nach diesem Buch und nach den auf dieser Grundlage abgeschlossenen vertraglichen Vereinbarungen erfüllt sind. 6Die Regelprüfung erfasst insbesondere wesentliche Aspekte des Pflegezustandes und die Wirksamkeit der Pflege- und Betreuungsmaßnahmen (Ergebnisqualität). 7Sie kann auch auf den Ablauf, die Durchführung und die Evaluation der Leistungserbringung (Prozessqualität) sowie die unmittelbaren Rahmenbedingungen der Leistungserbringung (Strukturqualität) erstreckt werden. 8Die Regelprüfung bezieht sich auf die Qualität der allgemeinen Pflegeleistungen, der medizinischen Behandlungspflege, der Betreuung einschließlich der zusätzlichen Betreuung und Aktivierung im Sinne des § 43b, der Leistungen bei Unterkunft und Verpflegung (§ 87) und der Zusatzleistungen (§ 88). 9Auch die nach § 37 des Fünften Buches erbrachten Leistungen der häuslichen Krankenpflege sind in die Regelprüfung einzubeziehen, unabhängig davon, ob von der Pflegeversicherung Leistungen nach § 36 erbracht werden. 10Die Regelprüfung umfasst auch die Abrechnung der genannten Leistungen. 11Zu prüfen ist auch, ob die Versorgung der Pflegebedürftigen den Empfehlungen der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention nach § 23 Absatz 1 des Infektionsschutzgesetzes entspricht.
Absatz 2 Satz 1 geändert durch G vom 28. 7. 2011 (BGBl I S. 1622) und 14. 12. 2019 (BGBl I S. 2789) (1. 1. 2020). Sätze 2 bis 4 eingefügt durch G vom 11. 12. 2018 (BGBl I S. 2394); die bisherigen Sätze 2 bis 4 wurden Sätze 5 bis 7; der bisherige Satz 5, geändert durch G vom 21. 12. 2015 (BGBl I S. 2424) und 23. 12. 2016 (BGBl I S. 3191), wurde Satz 8; der bisherige Satz 6, eingefügt durch G vom 23. 12. 2016 (a. a. O.), wurde Satz 9; der bisherige Satz 7 wurde Satz 10; der bisherige Satz 8, geändert durch G vom 28. 7. 2011 (a. a. O.), wurde Satz 11.
Absatz 3 neugefasst durch G vom 23. 10. 2012 (BGBl I S. 2246). Satz 3 Nummer 3 geändert durch G vom 21. 12. 2015 (BGBl I S. 2424).
Absatz 4 gestrichen durch G vom 21. 12. 2015 (BGBl I S. 2424); der bisherige Absatz 5 wurde (geändert) Absatz 4.
Absatz 4 Sätze 2 und 3 eingefügt durch G vom 17. 12. 2014 (BGBl I S. 2222); bisherige Sätze 2 und 3 wurden Sätze 4 und 5; bisheriger Satz 4, angefügt durch G vom 23. 10. 2012 (BGBl I S. 2246), wurde (geändert) Satz 6; bisheriger Satz 5, angefügt durch G vom 23. 10. 2012 (a. a. O.), wurde Satz 7. Satz 4 geändert und Sätze 5 bis 7 gestrichen durch G vom 21. 12. 2015 (BGBl I S. 2424).
(BGBl. 2008 I S. 2984)
Nachstehend wird der Hinweis des Landes Nordrhein-Westfalen auf Änderungen des von Bundesrecht nach Artikel 72 Absatz 3 Satz 1, Artikel 84 Absatz 1 Satz 2, Artikel 125b Absatz 1 Satz 3 oder Artikel 125b Absatz 2 des Grundgesetzes abweichenden Landesrechts mitgeteilt:
Änderungsgesetz/Änderungsverordnung
§ 114 Abs. 1 des Elften Buches Sozialgesetzbuch
§ 19 Abs. 3 des Gesetzes über das Wohnen mit Assistenz und Pflege in Einrichtungen (Wohn- und Teilhabegesetz) vom 18. November 2008
GV. NRW. 2008, S. 738
Artikel 84 Abs. 1 Satz 1, Artikel 125b Abs. 2 GG
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