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Timestamp: 2020-07-07 02:52:37
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Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH-Urteile | VdÜ – Wir übersetzen Literatur
BGH-Urteil 2009
Am 7.10.2009 hat der BGH in fünf Revisionsverfahren ein Urteil zur angemessenen Übersetzervergütung gesprochen. Obwohl die Verfahren sämtlich zur endgültigen Entscheidung an die Oberlandesgerichte zurückverwiesen wurden, hat der BGH verbindliche Aussagen zur Übersetzervergütung gemacht: Übersetzer literarischer Werke haben grundsätzlich Anspruch auf eine angemessene Absatzvergütung.
Der Literaturübersetzerverband VdÜ sieht die im Urteil genannten Richtwerte generell als Mindestsätze (Standard) an.
BGH-Urteil 2011
Im Januar 2011 bestätigte und präzisierte der Bundesgerichtshof seine Leitsätze zur Übersetzervergütung.
Danach stehen Übersetzern ‒ neben dem üblichen Seitenhonorar ‒ von Rechts wegen zu:
Im Hardcover eine Beteiligung am Verkaufserlös von 0,8% des Nettoladenpreises, im Taschenbuch 0,4%, jeweils ab dem 5000. verkauften Exemplar.
Die Nebenrechtsbeteiligung wird in einer neuen Systematik gefasst:
Der Übersetzer hat 1/5 dessen zu erhalten, was der Originalautor bekommt, bei 60/40-Aufteilung Autor/Verlag also 12% von der Lizenzsumme, gleich 30% vom Verlagsanteil (im vorigen Urteil hatte der BGH den Übersetzern 50% vom Verlagsanteil zugesprochen). Dieser Satz gilt ausdrücklich auch für elektronische Publikationsformen.
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