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Timestamp: 2016-09-27 12:07:23
Document Index: 300322588

Matched Legal Cases: ['§ 248', '§248', '§ 242', '§ 248', '§ 248', '§ 248', '§ 303', '§ 248', '§ 248', '§ 52', '§ 303', '§ 25', '§ 25']

HA Strafrecht... - Strafrecht / Strafprozeßrecht - JuraForum.de
HA Strafrecht...
Dieses Thema "HA Strafrecht... - Strafrecht / Strafprozeßrecht" im Forum "Strafrecht / Strafprozeßrecht" wurde erstellt von eene, 7. März 2009.
In meiner HA geht es um unbefugtes Gebrauchen eines Fahrzeugs (§ 248b), aber um den Porsche fahren/nutzen zu können, muss Y ihn aufbrechen... Prüfe ich in diesem Fall auch Sachbeschädigung? Es wird im Sachverhalt aber nichts darüber gesagt, ob der Porsche schaden genommen hat.
Desweiteren muss man ja beim §248b auch den Diebstahl am Benzin prüfen... aber im Sachverhalt wird gesagt das Y und Z tanken fahren. Kann ich in diesem Fall von der prüfung absehen?
Ach ja eins noch, da Y das Auto alleine aufbricht während Z in der Nähe einen Kaffee trinkt aber von dem Diebstahl weiß und ihn nicht abhält, prüfe ich für Z doch nur Begehen durch Unterlassen. Oder?
AW: HA Strafrecht...
Ulala ... sapperlot sind da kreative Gedanken dabei. Ach ja eins noch, da Y das Auto alleine aufbricht während Z in der Nähe einen Kaffee trinkt aber von dem Diebstahl weiß und ihn nicht abhält, prüfe ich für Z doch nur Begehen durch Unterlassen. Oder?Klicken Sie in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Oder ... nicht! Dann zauber einmal die Rechtspflicht zum Handeln her, die ein Unterlassensdelikt auslösen könnte! Garantenstellung des Z???
Wichtig ist - und ohne den ganzen SV kann man da wenig sagen - eine Abgrenzung zwischen § 242 / 243 StGB bzw. § 248b StGB zu schaffen. Bejaht man Zueignung, ist zwar § 248b vom Wortlaut her erfüllt, jener ist aber gesetzessystematisch nur eine Art "Auffangtatbestand".
Verneint man eine Zueignungsabsicht, so bleibt § 248b, wobei es dann egal ist, ob die Türe offen stand oder aufgebrochen wurde. § 303 wäre hier zu prüfen, sofern ein Schaden entstanden ist ... beachte Konkurrenzen!
Das mit dem Diebstahl des Benzins ... ja prüfen kann ich viel, aber ch kann mich an keinen Vorgang erinnern, wo neben § 248 b auch für den verbrauchten Kraftstoff ein Diebstahl angeklagt worden wäre (beachte hierbei Vorsatzrichtung des Täters; Widerspruch zur Systematik)
Auf deine weiteren Gedanken bin ich gespannt!
mir ist da noch was aufgefallen, wie ist das zubeurteilen, dass Y den Porsche aufbricht und aber Z die Tankfüllung bezalht obwohl er mit dem Diebstahl direkt ja nichts zu tun hat???
Der Kraftsoffverbrauch bei Ingebrauchnahme eines Kfz ist tatnotwendiges Unrecht und begründet daher keinen selbstständigen Tatbestand! Insofern erübrigen sich alle dahingehenden Ausschweifungen.
Idealkonkurrenz kann mit Sachbeschädigung bestehen, soweit eine Substanzverletzung vorliegt.
Da im Sachverhalt nichts dergleichen erwähnt wird, würde ich dies im Zweifel zumindest problematisieren. Meiner Meinung nach indiziert "aufbrechen" eine damit einhergehende Gewalteinwirkung.
Wie bereits erwähnt scheidet eine Strafbarkeit des Z mangels Garantenstellung aus. Auch eine Pflicht zur Anzeige bestand für diesen nicht.
Zitat von eene:
mir ist da noch was aufgefallen, wie ist das zubeurteilen, dass Y den Porsche aufbricht und aber Z die Tankfüllung bezalht obwohl er mit dem Diebstahl direkt ja nichts zu tun hat???Klicken Sie in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Was das "Aufbrechen" angeht, verweise ich auf jenes, das Libera so treffend geschrieben hat (in Gedanken positiv bewertet, denn das funzt wieder mal nicht).
Aus dem, was du bislang geschrieben hast, liebe Doreen, vermag ich den Umfang der tatbeteiligung des Z nicht zu beurteilen. Sollte er um die Umstände wissen, so käme, wenn er den Wagen volltankt, damit Y weiterfahren kann, WAS in Frage? Na? Auror
Hier mal der genaue Sachverhalt: Y und Z treffen sich am Bahnhof, dann erklärt Y das er keine Lust auf Bahnfahren hat und vor dem Bahnhof einen Porsche gesehen hat, den er besorgen könnte. Am Abend wenn sie zurück kommen, würde er ihn wieder an den Platz zurückstellen, so dass der Besitzer es vermutlich gar nicht bemerken wird. Z fährt zwar durchaus lieber Porsche als Bahn, aber im grunde genommen ist es ihm gleichgültig. Während Y den Porsche aufbricht, bleibt Z im Coffeeshop zurück. Als Y fertig ist, holt er Z mit dem Porsche ab. Weil der Tank leer ist, fahren sie erst zu Z´s Wohnung um Geld für die Tankfüllung zu holen. Schließlich zahlt Z die Tankfüllung mit seinem Geld.
Vielleicht sind jetzt alle Ungereimheiten ausgeräumt.
Vielen Dank schon mal für Eure bisherigen Komentare.
Diese Sachverhaltsergänzung wirft freilich ein anderes Licht auf die Strafbarkeit des Z. Was hier nun deutlich wird ist, dass Z vorsätzlich die fremde Haupttat des Y fördert. Durch die Betankung des Fz leistet Z sog. Tathilfe.
Tatinteresse und Tatherrschaft sind laut Sachverhalt nicht gegeben. Deshalb ergibt sich die Strafbarkeit des
Z aus §§ 248b I, 27 I StGB. Y handelt strafbar nach §§ 52 I, 248b I, (§ 303 I) StGB.
Professorin Libera hat gesprochen!
... und das absolut fundiert und zutreffend.
Es sind die gewissen Reizworte, die bei der Bearbeitung solcher Sachverhalte die Alarmglocken schrillen lassen sollen und einen in die richtige Richtung leiten, wie z. B. "egal", "einig", "wusste nicht", etc. pp.
Ich bin euch ja sowas von dankbar... Hatte mich irgendwie im Kreis gedreht.
Dann ist dieser Teilabschnitt erstmal erledigt... kann mich jetzt ans Gutachten machen.
Aber Verlauf es SV kommen noch weitere Probleme auf mich zu aber die stehen noch nicht zur Debatte.
Aber Verlauf es SV kommen noch weitere Probleme auf mich zu aber die stehen noch nicht zur Debatte.Klicken Sie in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Wir warten *gg* Auror
grins... das wird auch nicht lange auf sich warten lassen...
Da bin ich schon wieder mit neuen Problemchen...
Nochmal zur Hausarbeit. Folgendes: X hat vor seinen Konkurrenten umbrigen zu lassen.
Für ein angemessenes Honorar beauftragt er Yund Z, den D mit einem tödlich wirkenden Gift umzubringen. Desweiteren gibt er genaue Anweisungen wann und wo D umgebracht werden soll.
Strafbarkeit des X....
Meine Überlegung war Anstiftung zum Mord. §§ 25 I und 26.
Lies doch nochmal durch was du geschrieben hast ... der X beauftragt den X???
Und du fragst nach der Strafbarkeit des Mordopfers??? Mach mal Pause ... Auror
ahhh, ja das war natürlich totaler Blödsinn... Habe alles geändert. Es geht natürlich strafbarkeit des X.... und Y und Z sind diejenigen die die Tat gegen Bezahlung ausführen.
Klingt schon besser - die genannte "Idee" ist auch schon mal nicht schlecht.
Vergiss aber nicht § 25/II !!
Abgrenzung Anstiftung <---> mittelbare Täterschaft ggf. (die "genauen Anweisungen" lassen mich vermuten, dass man das evtl. lesen will)