Source: https://elawtrainer.eu/bgh-5-zivilsenat-urteil-vom-08-06-2018-v-zr-125-17/
Timestamp: 2020-05-28 21:40:52
Document Index: 140546052

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 278', 'BGH', 'BGH']

BGH 5. Zivilsenat, Urteil vom 08.06.2018, V ZR 125/17 | e-Law Trainer
BGH 5. Zivilsenat, Urteil vom 08.06.2018, V ZR 125/17
e-Law Admin/ Juli 13, 2018/ BGH-Rechtsprechung/ 0Kommentare
1. Die Pflicht zur Durchführung von Beschlüssen der Wohnungseigentümer trifft den Verwalter und nicht die Wohnungseigentümergemeinschaft; daher begründen Pflichtverletzungen des Verwalters, die sich auf die Durchführung von Beschlüssen beziehen, keine Schadensersatzansprüche einzelner Wohnungseigentümer gegen die Wohnungseigentümergemeinschaft (insoweit Aufgabe von Senat, Urteil vom 13. Juli 2012, V ZR 94/11, NJW 2012, 2955 Rn. 17 ff.; Urteil vom 25. September 2015, V ZR 246/14, BGHZ 207, 40 Rn. 15).
3. Handwerker, Bauleiter oder Architekten, die der Verwalter zur Durchführung einer beschlossenen Sanierung im Namen der Wohnungseigentümergemeinschaft beauftragt, sind im Verhältnis zu den einzelnen Wohnungseigentümern nicht Erfüllungsgehilfen des Verbands im Sinne von § 278 Abs. 1 BGB; für Schäden, die solche Auftragnehmer schuldhaft am Sondereigentum verursachen, haftet regelmäßig nicht die Wohnungseigentümergemeinschaft, sondern der Schädiger aufgrund der Verletzung von Pflichten aus einem Vertrag mit Schutzwirkung zugunsten Dritter (Abgrenzung zu dem Senatsbeschluss vom 22. April 1999, V ZB 28/98, BGHZ 141, 224 ff.).
vorgehend LG Hamburg, 29. März 2017, Az: 318 S 162/14
vorgehend AG Hamburg, 10. November 2014, Az: 11 C 48/14
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