Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW-RR%202007,%20357
Timestamp: 2019-03-24 04:10:57
Document Index: 225348689

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 286', '§ 402', '§ 286', '§ 402', '§ 286', '§ 402', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 23.11.2006 - III ZR 65/06 - dejure.org
ZPO § 286 Abs. 1; § 402
Sachverständigengutachten bei Trojaner
Sachverständigenbeweis bei Vorhandensein eines "Trojaners"
Telefonentgeltberechnung bei Vorhandensein von Schadprogrammen (Trojaner-Viren)
ZPO § 286 Abs. 1 B; § 402
Notwendigkeit der Einholung eines Sachverständigengutachtens bei einem Streit über eine etwaige Auswirkung eines auf dem Heimcomputer eines Anschlussinhabers vorgefundenes Schadprogramms auf das Telefonentgeltaufkommen; Streit zwischen einem Telefonanschlussinhaber und dem Teilnehmernetzbetreiber
Trojaner auf PC - Telefonkosten - Einholung eines Sachverständigengutachtens
Dialer - Einholung eines Sachverständigengutachtens
Dialer - Beweispflichten durch Gutachter oder Gericht?
ZPO § 286 Abs. 1 § 402
Telekommunikationsrecht - Schadprogramm: Sachverständigengutachten nötig!
Ist zwischen einem Telefonanschlussinhaber und seinem Teilnehmernetzbetreiber strittig, ob und in welcher Weise sich ein Schadprogramm auf das Telefonentgeltaufkommen ausgewirkt hat, ist über die widerstreitenden Behauptungen grundsätzlich ein Sachverständigengutachten einzuholen.
Beweislast für Telefon-Entgelte bei Backdoor-Trojaner
Eigene Sachkunde des Gerichts für die Beurteilung eines Schadprogramms
AG Stralsund, 08.08.2005 - 91 C 114/04
LG Stralsund, 22.02.2006 - 1 S 237/05
NJW-RR 2007, 357
MDR 2007, 538
MMR 2007, 178
K&R 2007, 95
Der Tatrichter kann, wenn es um die Beurteilung einer Fachwissen voraussetzenden Frage geht, auf die Einholung eines Sachverständigengutachtens nur verzichten, wenn er entsprechende eigene besondere Sachkunde auszuweisen vermag und dies in einem vorherigen Hinweis an die Parteien dartut (vgl. zum Ganzen Senatsurteil vom 23. November 2006 - III ZR 65/06, NJW-RR 2007, 357 Rn. 14 m.w.N.).
Beweiserhebung durch Sachverständigengutachten: Voraussetzungen einer Ablehnung …
Das Berufungsgericht hat verkannt, dass der Tatrichter, wenn es um die Beurteilung einer Fachwissen voraussetzenden Frage geht, auf die Einholung eines Sachverständigengutachtens nur verzichten darf, wenn er entsprechende eigene besondere Sachkunde auszuweisen vermag (vgl. BGH, Urteil vom 23. November 2006 - III ZR 65/06, NJW-RR 2007, 357 Rn. 14 mwN).
Es hätte darlegen müssen, dass es eigene Sachkunde auf dem Gebiet der Unternehmensplanung besitzt und deswegen in der Lage ist, die streitigen Fragen abschließend zu beurteilen (vgl. BGH…, Beschluss vom 2. Juni 2008 - II ZR 67/07, WM 2008, 1453 Rn. 3;… Beschluss vom 30. Januar 2008 - IV ZR 9/06, NJW-RR 2008, 696 Rn. 3; Urteil vom 23. November 2006 - III ZR 65/06, NJW-RR 2007, 357 Rn. 14).
Auch wenn es das Erstgericht unterlässt, eigene Sachkunde darzulegen (vgl. BGH NJW 2015, 1311; VersR 2011, 1432; NJW-RR 2009, 35; 2007, 357; MDR 1997, 779;… OLG München, Urteil v. 05.02.2014 - 3 U 4256/13 [juris, Rz. 26-28, 33]), die sich einerseits auch auf die Verfügbarkeit und Wertigkeit von Anknüpfungstatsachen erstrecken müsste (BGH NStZ 1983, 180), kann der Senat als Spezialsenat für Verkehrsunfälle aller Art in eigener Sachkompetenz feststellen, dass hier keinerlei Anknüpfungstatsachen vorhanden sind, welche für die Einholung eines Sachverständigenbeweis ausreichen würden.
Davon abgesehen ist auch nicht dargelegt, dass der Tatrichter über die für eine solche Einschätzung erforderliche eigene Sachkunde verfügt (vgl. dazu Senatsurteil vom 23. November 2006 - III ZR 65/06, NJW-RR 2007, 357 Rn. 14; BGH, Urteil vom 21. März 2000 - VI ZR 158/99, NJW 2000, 1946, 1947).
Eigene genügende Sachkunde hat das Berufungsgericht nicht dargetan (siehe hierzu Senatsurteil vom 23. November 2006 - III ZR 65/06, NJW-RR 2007, 357 Rn. 14).
Setzt die Würdigung eines Sachverhalts spezielles Fachwissen voraus, hat der Richter nachvollziehbar darzulegen, dass er über solche eigene Sachkunde verfügt (BVerfG NJW 2003, 125, 127; BGH, Beschluss vom 16. Januar 2007 - VI ZR 166/06 - VersR 2007, 1008 unter II und Urteil vom 23. November 2006 - III ZR 65/06 - NJW-RR 2007, 357 Tz. 13, 14).
Die Feststellung der überwiegenden Wahrscheinlichkeit unterliegt dem Grundsatz der freien Würdigung des gesamten Vorbringens (vgl. BGH, Beschluss vom 21. Dezember 2006 - IX ZB 60/06, NJW-RR 2007, 357 Rn. 11 f.).
OLG Celle, 08.05.2015 - 10 WF 11/15
Umgangsregelungsverfahren: Gerichtliche Sachaufklärung bei Umgangsausschluss …
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BPatG, 28.06.2012 - 4 Ni 3/11
Berufungskammer der Zentralkommission für die Rheinschifffahrt, 07.12.2015 - 504 Z - 7/15