Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%201976,%201635
Timestamp: 2019-10-18 03:05:02
Document Index: 280409905

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 631', 'Art. 1', '§ 1', '§ 1', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 1', '§ 5', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 123', 'BGH', '§ 15', '§ 15', '§ 15', '§ 15', 'BGH', '§ 15', 'BGH', '§ 5', '§ 15', '§ 15', '§ 15', 'BGH', 'BGH', '§ 5', '§ 15', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 12', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 2289', '§ 2286', 'BGH', '§ 16', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: NJW 1976, 1635 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: BGH, 11.03.1976 | BGH, 03.06.1976
BGH, 11.06.1976 - I ZR 55/75
https://dejure.org/1976,182
BGH, 11.06.1976 - I ZR 55/75 (https://dejure.org/1976,182)
BGH, Entscheidung vom 11.06.1976 - I ZR 55/75 (https://dejure.org/1976,182)
BGH, Entscheidung vom 11. Juni 1976 - I ZR 55/75 (https://dejure.org/1976,182)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1976,182) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
"Sonderberater in Bausachen"
BGB § 631; RBerG Art. 1 §§ 1, 5; UWG § 1
NJW 1976, 1635
MDR 1976, 997
GRUR 1976, 635
BauR 1976, 367
b) Das Berufungsgericht hat sich auf die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs gestützt, derzufolge die "Vollbetreuung" durch einen gewerblichen Baubetreuer oder ein Baubetreuungsunternehmen erlaubnisfrei ist (BGH, Urt. v. 11. Juni 1976 - I ZR 55/75, NJW 1976, 1635, 1636 f; vgl. auch BGHZ 70, 12, 17).
Bejaht wurde diese für einen "Sonderberater in Bausachen", der seine Auftraggeber in "juristisch-technischen Grenzfragen" beriet (BGH, Urt. v. 11. Juni 1976 - I ZR 55/75, aaO), und für einen Architekten, der seine Architektenleistungen erbrachte und daneben unter anderem die Kaufverträge über die Immobilie und die Teilungserklärung entwarf (…Urt. v. 10. November 1977, BGHZ 70, 12 ff).
Dies betrifft insbesondere die Abgrenzung einer Bauträgerschaft zu der nach der Entscheidung des Bundesgerichtshofes vom 11.06.1976 (NJW 1976, 1635, 1636 f.) erlaubnisfreien "Vollbetreuung" durch einen gewerblichen Baubetreuer oder durch ein Baubetreuungsunternehmen (S. 272 ff.).
Der Einwand der Revision, die fehlende Legitimationswirkung der Vollmachtsurkunde ergebe sich in Verbindung mit dem überreichten Angebot auf Abschluß eines umfassenden Geschäftsbesorgungsvertrages unter Berücksichtigung des Urteils des Bundesgerichtshofs vom 11. Juni 1976 (I ZR 55/75, NJW 1976, 1635, 1636) aus ihr selbst, greift, wie der Senat in seinem Urteil vom 16. März 2004 (XI ZR 60/03, WM 2004, 1126, 1127) näher dargelegt hat, nicht.
Der Vertrag stellt daher einen Baubetreuungsvertrag dar (vgl. BGH, NJW 1976, 1635 Nr. 9, 1636 f; 1981, 757 Nr. 12).
Auch aus dem vom Berufungsgericht zitierten Urteil des Bundesgerichtshofs vom 11. Juni 1976 (I ZR 55/75, NJW 1976, 1635, 1636) ergibt sich nichts anderes.
Soweit der Bundesminister der Justiz auf diese Vorschrift abhebt, berücksichtigt er nicht hinreichend, daß dieser Ausnahmetatbestand nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes keine Beratung umfaßt, die selbst Teil der eigentlichen Berufsaufgabe und nicht bloße Hilfs- oder Nebentätigkeit in deren Rahmen ist (vgl. BGH, NJW 1976, 1635 ; NJW 1978, 322 ; NJW 1981, 873 [874]).
So hatte der Bundesgerichtshof schon mit Urteil vom 11. Juni 1976 (NJW 76, 1635) hinsichtlich eines Professors für Baudurchführung, der sich als 'Sonderfachmann für Vertragsgestaltung' bezeichnete, zwar dessen Wirken als Bauherrntreuhänder nicht nach dem Rechtsberatungsgesetz beanstandet, wohl aber dessen Tätigkeit als Bauberater; schon seinerzeit ist unter Abwägung zu Art. 1 § 5 RBerG eine erlaubnisfreie Tätigkeit, wie sie hier - zumindest überschneidend - von der ####### ausgeübt wurde, verneint worden.
Den Steuerberatern ist die Besorgung allgemeiner Rechtsangelegenheiten neben der ihnen zugewiesenen Hilfestellung in Steuer- und Monopolsachen nur dann gestattet, wenn diese zwingend zur Erfüllung der übernommenen steuerberatenden Tätigkeit gehört, mit der Steuerberatung zwingend und untrennbar verbunden ist und diese ohne die allgemeine Rechtsbesorgung nicht durchgeführt werden könnte (Nebentätigkeitsprivileg, s. BGH NJW 76, 1635 f.; ZIP 2001, 1990 f. und 2091 f.).
Bei sorgfältiger Prüfung wären im Gegenteil die Entscheidung des Bundesgerichtshofs (s. o. NJW 76, 1635; NJW 77, 38 f. und 431 f.) herangezogen worden.
Wie bereits ausgeführt, hatte der Bundesgerichtshof schon am 11. Juni 1976 diesen Maßstab auch an die baubetreuende Beratung angelegt, und sich insoweit für das Verbot nach dem Rechtsberatungsgesetz ausgesprochen (NJW 76, 1635 f.).
(1) Wird dem Baubetreuer wie im vorliegenden Fall die wirtschaftliche und technische Durchführung des Bauvorhabens im Namen und auf Rechnung des Bauherrn übertragen, so liegt im Verhältnis zum Bauherrn ein Werkvertrag vor, der eine Geschäftsbesorgung zum Gegenstand hat (BGH, Urteile vom 11. Juni 1976 - I ZR 55/75 = BauR 1976, 367, 370 und vom 13. Februar 1975 - VII ZR 78/73 = BauR 1975, 203, 205).
Die mit ihrer Tätigkeit zwangsläufig verbundene Rechtsbesorgung der Klägerin vollzieht sich im Rahmen ihrer fachlich definierten Aufgabe und dient ihrem Zweck (vgl. BGH, Urteil vom 11. Juni 1976 - I ZR 55/75, NJW 1976, 1635).
BGH, 23.01.1981 - I ZR 30/79
Wettbewerbswidrige Steuerberatung durch Unternehmensberater
OLG Köln, 16.04.2003 - 13 U 83/02
Rechtsnatur eines Projektsteuerungsvertrages; Vereinbarkeit der Tätigkeit des …
OLG Hamm, 19.04.1994 - 4 U 150/93
Anforderungen an das Vorliegen erlaubnispflichtiger Besorgungen fremder …
LG Wiesbaden, 18.01.1989 - 5 O 343/88
Voraussetzung einer erlaubnisfreien Herstellung eines wissenschaftlich …
https://dejure.org/1976,1292
BGH, 11.03.1976 - II ZR 127/74 (https://dejure.org/1976,1292)
BGH, Entscheidung vom 11.03.1976 - II ZR 127/74 (https://dejure.org/1976,1292)
BGH, Entscheidung vom 11. März 1976 - II ZR 127/74 (https://dejure.org/1976,1292)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1976,1292) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Rückwirkende Beseitigung einer Beitrittserklärung nach Eintragung in die Liste der Genossen - Anfechtung einer Beitrittserklärung wegen Irrtums, arglistiger Täuschung oder Drohung - Anforderungen an die Einrede der Rechtshängigkeit
NJW 1976, 1635 (Ls.)
MDR 1976, 737
WM 1976, 475
DB 1976, 861
Hinzu kommt, dass die rückwirkende Vernichtung der Mitgliedschaft im Hinblick auf die zwischenzeitlich geschaffenen Rechtstatsachen, etwa aufgrund der unter Mitwirkung des widerrufenden Gesellschafters gefassten Beschlüsse, zu Schwierigkeiten führt, auf die die schuldrechtlichen Rückabwicklungsvorschriften nicht zugeschnitten sind (Sen.Urt. v. 11. März 1976 - II ZR 127/74, WM 1976, 475, 476; BGHZ 148, 201, 207; Goette, DStR 1996, 266, 267).
Geschützt werden durch die Regelung über die fehlerhafte Gesellschaft gerade auch die Mitgesellschafter (BGHZ 148, 201, 207; Sen.Urt. v. 11. März 1976 - II ZR 127/74, WM 1976, 475, 476), bei denen es sich insbesondere im Bereich der geschlossenen Immobilienfonds regelmäßig ebenfalls um Verbraucher handelt.
Dementsprechend zu Recht wird vertreten, dass das Mitglied nach der Zulassung die Nichtigkeit seiner Beitrittserklärung sowie deren Anfechtbarkeit selbst wegen arglistiger Täuschung oder Drohung (§ 123 BGB) grundsätzlich nicht mehr geltend machen kann, sofern es der Genossenschaft überhaupt beitreten 18 wollte und dies in der gesetzlich vorgeschriebenen Form getan hat (BGH 11.3.1976 - II ZR 127/74, WM 1976, 475;… weitere Nachw. bei Lang/Weidmüller/Cario, GenG, § 15, Rz. 19).
BFH, 22.09.2005 - IX R 72/03
Der Senat kann offen lassen, ob die Genossenschaft berechtigt war, ein derartiges Recht einzuräumen (vgl. dazu auch Bundesgerichtshof, Urteil vom 11. März 1976 II ZR 127/74, Wertpapier-Mitteilungen 1976, 475 f., m.w.N.); denn die Klägerin hat davon jedenfalls keinen Gebrauch gemacht.
Soweit im Bereich der Personengesellschaften für die Anwendung der Regeln über die fehlerhafte Gesellschaft noch zusätzliche Vollzugsmaßnahmen gefordert werden, etwa die Ausübung von Gesellschafterrechten durch den Gesellschafter, wird dies von der herrschenden Meinung bei Körperschaften und damit auch bei Genossenschaften nicht verlangt (…Lang/Weidmüller/Schulte, a.a.O. § 15 Rdn. 33;… Fandrich in Pöhlmann/Fandrich/Blocks, GenG 3. Aufl. § 15 Rdn. 12;… Bauer, Genossenschaftshandbuch, § 15 Rdn. 31; Krohn/Schäfer, WM 2000, 112, 117, im Ergebnis ebenso BGH WM 1976, 475, 476).
Unzulässigkeit der Einführung oder Erweiterung einer Pflichtbeteiligung mit …
Wie die Revision aber zutreffend ausführt, wird ein schutzwürdiger Vertrauenstatbestand nicht schon dadurch geschaffen, daß die im Genossenschaftsregister eingetragene Satzung eine Beteiligung mit weiteren Geschäftsanteilen vorschreibt, sondern erst mit der Eintragung der zusätzlichen Beteiligungen in die Liste der Genossen (§ 15 b III GenG n.F.); erst diese bildet zusammen mit dem Statut die entscheidende Vertrauensgrundlage für die Gläubiger (vgl. auch Senat , MDR 1976, 737 = WM 1976, 475 = NJW 1976, 1635 L).
Der BGH hat hierzu bereits in seiner Entscheidung vom 11.03.1976 (in NJW 1976, 1635 [1636]) festgestellt, dass eine Ausnahme nach § 5 RBerG lediglich dann anzunehmen sei, "wenn es sich um eine der eigentlichen Berufstätigkeit zugeordnete, sie nur ergänzende Nebentätigkeit (Hilfstätigkeit) handelt.
LG Bochum, 23.04.2008 - 9 S 6/08
Soweit im Bereich der Personengesellschaften für die Anwendung der Regeln über die fehlerhafte Gesellschaft noch zusätzliche Vollzugsmaßnahmen gefordert würden, etwa die Ausübung von Gesellschafterrechten durch den Gesellschafter, werde dies von der herrschenden Meinung bei Körperschaften und damit auch bei Genossenschaften nicht verlangt (…Lang/Weidmüller/Schulte, GenG , 34. Aufl., § 15 Rdn. , 33;… Fandrich in Pöhlmann/Fandrich/Blocks, GenG 3. Aufl., § 15 Rdn. 12;… Bauer, Genossenschaftshandbuch, § 15 Rdn. 31; Krohn/Schäfer WM 2000, 112, 117; im Ergebnis ebenso BGH WM 1976, 475, 476).
Der BGH hat hierzu bereits in seiner Entscheidung vom 11.03.1976 ( NJW 1976, 1635 [1636]) festgestellt, dass eine Ausnahme nach § 5 RBerG lediglich dann anzunehmen sei, "wenn es sich um eine der eigentlichen Berufstätigkeit zugeordnete, sie nur ergänzende Nebentätigkeit (Hilfstätigkeit) handelt.
LG Berlin, 16.01.2007 - 30 O 386/06
Diese Grundsätze sind auch auf den Beitritt zu einer Genossenschaft - wie vorliegend - anzuwenden (Karsten Schmidt, a.a.O., Beuthien, Genossenschaftsgesetz, 14. Aufl. 2004, § 15 Rdnr. 19, BGH MDR 1976, 737 [BGH 11.03.1976 - II ZR 127/74] ).
BGH, 03.06.1976 - V BLw 7/75
https://dejure.org/1976,2202
BGH, 03.06.1976 - V BLw 7/75 (https://dejure.org/1976,2202)
BGH, Entscheidung vom 03.06.1976 - V BLw 7/75 (https://dejure.org/1976,2202)
BGH, Entscheidung vom 03. Juni 1976 - V BLw 7/75 (https://dejure.org/1976,2202)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1976,2202) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Ein Hof als Teil des Gesamtgutes des gütergemeinschaftlichen Vermögens - Ein Hof im Sinne der Höfeordnung - Eine vorweggenommene Erbfolge - Veräußerung eines Hofes - Wirksamkeit eines Rücktritts vom Erbvertrag - Zustimmungsbedürftigkeit eines Hofübergabevertrags - Der ...
MDR 1977, 42
DNotZ 1976, 750
Zwar wird der Übernehmer vor rechtsgeschäftlicher Erfüllung (Übereignung) noch nicht Hoferbe (…BGH aaO), wohl aber hindert der Hofübergabevertrag den Hofeigentümer daran, einen anderen Hoferben einzusetzen, sei es durch Verfügung von Todes wegen, sei es - im Wege vorweggenommener Erbfolge - durch einen weiteren Übergabevertrag (vgl. BGH Beschl. v. 14. Oktober 1952, V BLw 2/52, LM HöfeO § 12 Nr. 3; BGHZ 12, 286, 306 m.w.N.; BGH Beschl. v. 3. Juni 1976, V BLw 7/75, AgrarR 1976, 350 = RdL 1976, 321).
Er kann daher die Wirksamkeit der Hoferklärung - und damit den Verlust der Hofeigenschaft - nicht verhindern, denn diese Rechtsfolge tritt regelmäßig noch zu Lebzeiten des Erblassers ein (vgl. auch BGH Beschl. v. 3. Juni 1976 aaO) und beurteilt sich daher nicht nach § 2289 BGB, sondern nach § 2286 BGB.
BGH, 22.12.1988 - BLw 6/88
Nach der Rechtsprechung des Senats, an der er festhält, ist die Hoferklärung - entgegen der Auffassung von Wöhrmann/Stöcker (…aaO.) - nicht als Verfügung von Todes wegen anzusehen (Senatsbeschl. v. 3. Juni 1976, V BLw 7/75, AgrarR 1976, 350, 351) und mithin auch nicht nach § 16 HöfeO zustimmungsbedürftig.
OLG Köln, 14.02.1991 - 23 WLw 13/90
Dauerwirkung der Hoferklärung
Hinzu kommt, daß nach der neueren Rspr. des BGH (vgl. AgrarR 1976, 350 f. = DNotZ 1976, 750 = M ittRhNotK 1976, 450; BGH AgrarR 1987, 222 f. = DNotZ 1988, 37) die Hoferklärung entgegen der seinerzeit vom OLG Köln (…a.a.O.) vertretenen Ansicht nicht nur letztwillige, sondern auch lebzeitige Wirkungen äußert (…vgl. dazu auch: LüdtkeHandjery, a.a.O., 231).