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Timestamp: 2016-10-25 10:28:41
Document Index: 308538073

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 21', 'Art. 21', 'Art. 2', 'BGE', 'Art. 19', 'Art. 8', 'Art. 2', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 12', 'Art. 13', 'BGE', 'Art. 12', 'Art. 2', 'BGE', 'Art. 5', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 12', 'Art. 2', 'Art. 19', 'Art. 8', 'Art. 19', 'Art. 12', 'BGE', 'Art. 19', 'Art. 19', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 2', 'in fine', 'BGE', 'Art. 19', 'BGE', 'Art. 13', 'Art. 12', 'Art. 19', 'Art. 8', 'Art. 19', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 2']

I 253/03 (06.10.2004)
I 253/03
Pr�sident Ferrari, Bundesrichterin Widmer und Bundesrichter Ursprung; Gerichtsschreiber Traub
H.________, 1996, Beschwerdegegnerin, handelnd durch ihre Eltern und diese vertreten durch den Rechtsdienst f�r Behinderte, B�rglistrasse 11, 8002 Z�rich,
(Entscheid vom 13. M�rz 2003)
Die am 23. Juni 1996 geborene H.________ ist von einer Trisomie 21 (Down-Syndrom) betroffen. Die Invalidenversicherung sprach ihr Leistungen f�r p�dagogisch-therapeutische und medizinische Massnahmen, eine heilp�dagogische Fr�herziehung und f�r eine Sprachheilbehandlung als Sonderschulmassnahme zu, richtete Pflegebeitr�ge aus und gew�hrte Kostenbeitr�ge an die heilp�dagogische Sonderschule. Die behandelnde Logop�din ersuchte die IV-Stelle Z�rich am 18. Februar 2002 um Abgabe eines "B.A.Bar"-Ger�ts zuhanden der Versicherten. Die IV-Stelle lehnte den Anspruch mit Verf�gung vom 15. Mai 2002 ab.
Die hiegegen erhobene Beschwerde hiess das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich gut, indem es feststellte, die Beschwerdef�hrerin habe Anspruch auf Kostengutsprache f�r das Kommunikationsmittel B.A.Bar (Entscheid vom 13. M�rz 2003).
Das Bundesamt f�r Sozialversicherung (BSV) f�hrt Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit dem Antrag, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und die strittige Verf�gung zu best�tigen.
Die Beschwerdegegnerin l�sst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schliessen. Die IV-Stelle beantragt deren Gutheissung.
Am 1. Januar 2003 ist das Bundesgesetz �ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 in Kraft getreten. Mit ihm sind zahlreiche Bestimmungen im Bereich der Invalidenversicherung ge�ndert worden. Weil in zeitlicher Hinsicht grunds�tzlich diejenigen Rechtss�tze massgebend sind, die bei der Erf�llung des zu Rechtsfolgen f�hrenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 127 V 467 Erw. 1), und weil ferner das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles grunds�tzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verf�gung (hier: vom 15. Mai 2002) eingetretenen Sachverhalt abstellt (BGE 121 V 366 Erw. 1b), sind im vorliegenden Fall die bis zum 31. Dezember 2002 geltenden Bestimmungen anwendbar (BGE 129 V 4 Erw. 1.2). Entsprechendes gilt f�r die auf den 1. Januar 2004 in Kraft getretenen Bestimmungen gem�ss der �nderung des IVG vom 21. M�rz 2003 (4. IVG-Revision).
Zu beurteilen ist, ob ein Anspruch auf Abgabe des B.A.Bar-Ger�tes durch die Invalidenversicherung besteht. Der Apparat kommt unter anderem bei Personen mit Autismus, Trisomie 21 und gewissen Sprachst�rungen (so bei Aphasie) zum Einsatz. Nach Angaben der Stiftung f�r elektronische Hilfsmittel (Fondation Suisse pour les T�l�th�ses, FST) schafft das Ger�t eine Verbindung zwischen einem auf einer Klebeetikette befindlichen Strichcode, der auf jeden beliebigen Gegenstand angebracht werden kann, und einer digitalen Tonaufnahme. Die beliebig repetierbare Wiedergabe erm�gliche es, die p�dagogisch-therapeutische T�tigkeit einer Fachperson selbst�ndig oder unter Anleitung von Angeh�rigen fortzusetzen.
Im bisherigen Verfahren wurde der strittige Anspruch unter dem Rechtstitel der Abgabe von Hilfsmitteln (Art. 21 IVG) behandelt.
3.1 Das kantonale Gericht hat die einschl�gigen Bestimmungen �ber die Abgabe von Hilfsmitteln (Art. 21 Abs. 2 IVG; Art. 2 Abs. 1 HVI, Ziff. 15.02 HVI Anhang) zutreffend wiedergegeben. Darauf wird verwiesen.
3.2 Praxisgem�ss ist unter einem Hilfsmittel im Sinne des IVG ein Gegenstand zu verstehen, dessen Gebrauch den Ausfall gewisser Teile oder Funktionen des menschlichen K�rpers zu ersetzen vermag (BGE 115 V 194 Erw. 2c). Beim Einsatz des B.A.Bar-Kommunikationsger�ts geht es nicht haupts�chlich darum, ein behinderungsbedingt bleibendes Defizit auszugleichen; vielmehr soll der wegen Trisomie 21 erschwerte - insbesondere verz�gerte - Prozess des Spracherwerbs beg�nstigt werden. Diese Anwendung ist nicht mit dem beschriebenen Begriff des Hilfsmittels zu vereinbaren. Damit ist freilich nicht ausgeschlossen, dass im Zusammenhang mit anderen Indikationen dasselbe Ger�t den Hilfsmittelcharakter durchaus erf�llen kann. Auch ist nicht zu verkennen, dass die sp�tere Aus�bung des Kontaktes mit der Umwelt massgeblich von einer rechtzeitigen F�rderung der kommunikativen Fertigkeiten beeinflusst wird. Obwohl derartige Vorkehren nicht als Hilfsmittel im Sinne des Gesetzes gelten, erweist sich der Leistungskatalog nicht als l�ckenhaft; die Massnahmen f�r die Sonderschulung (Art. 19 IVG und Art. 8 ff. IVV) �bernehmen diesbez�glich eine komplement�re Funktion (vgl. Erw. 5 hienach).
3.3 In der Beschwerdeantwort wird vorgebracht, das B.A.Bar-Ger�t werde nicht allein zu Lernzwecken, sondern auch zur �berbr�ckung von behinderungsbedingten L�cken im Ausdrucksverm�gen und zur Umsetzung von Mitteilungsbed�rfnissen eingesetzt.
3.3.1 Selbst eine solche zus�tzliche Funktion des Ger�tes f�hrt aber nicht ohne weiteres zum Schluss, damit sei unter dem Rechtstitel des Hilfsmittels ein Anspruch begr�ndet. Dieser erstreckt sich nur auf Vorkehren, die f�r den Kontakt mit der Umwelt notwendig sind (Art. 2 Abs. 1 HVI). Das Erfordernis ergibt sich aus dem allgemein f�r Eingliederungsmassnahmen geltenden Grundsatz, dass die versicherte Person in der Regel nur Anspruch auf die dem jeweiligen Eingliederungszweck angemessenen, notwendigen Massnahmen hat, nicht aber auf die nach den gegebenen Umst�nden bestm�glichen Vorkehren (vgl. Art. 8 Abs. 1 IVG). Das Gesetz will die Eingliederung lediglich so weit sicherstellen, als diese im Einzelfall notwendig, aber auch gen�gend ist (BGE 124 V 110 Erw. 2a, 122 V 214 f. Erw. 2c, je mit Hinweisen).
3.3.2 Der Einsatz des hier beantragten Ger�ts erscheint im Zusammenhang mit der Kontaktnahme mit der Umwelt zwar als w�nschenswertes, weil n�tzliches, Mittel. Im Rahmen dieser Zielsetzung ist es aber bei einem Kind, das wegen Trisomie 21 im Vergleich mit nichtbehinderten Altersgenossen einen Entwicklungsr�ckstand hinsichtlich Wortschatz und Artikulationsf�higkeit aufweist, nicht im Sinne der anwendbaren Bestimmungen notwendig: Auch nichtbehinderte Kleinkinder haben bloss beschr�nkte verbale M�glichkeiten zur Kommunikation. Die Auseinandersetzung mit der Umwelt erfolgt - gerade bei kleinen Kindern - nicht allein auf der verbalen Ebene. Die Sprache ist hierzu nur ein, wenn auch ein wichtiges, Mittel. Hinzu kommt, dass mit dem beantragten Ger�t nur vordefinierte und eigens programmierte W�rter und S�tze wiedergegeben werden k�nnen. Die Kontaktherstellung mit der Umwelt und damit der Eingliederungserfolg bedingt aber eine Form der Kommunikation, die es dem Kind erm�glicht, sich spontan und situationsbezogen auszudr�cken. Das B.A.Bar-Ger�t ist zufolge der in Erw. 2 hievor beschriebenen Einsatzm�glichkeiten zwar ein geeignetes Instrument, um gewisse standardisierte Informationen zum Ausdruck zu bringen. Ganz im Vordergrund steht jedoch die Verfestigung logop�disch vermittelter (Wort-)Kenntnisse und F�higkeiten; das Ger�t erweist sich damit als sinnvolle Erg�nzung zu therapeutischen Anstrengungen. Dagegen kommt ihm bei der eigentlichen Kommunikation im Alltag keine wesentliche selbst�ndige Bedeutung zu. Wichtige Aspekte kommunikativer F�higkeiten - so die assoziative Verkn�pfung von Begriffen - k�nnen nur mit Hilfe einer Betreuungsperson erschlossen werden. Dasselbe gilt auch f�r die Vermittlung der emotionalen Dimension einer Mitteilung, deren Bedeutung f�r die Speicherung der entsprechenden W�rter und Wendungen nicht zu untersch�tzen ist. F�rdernde und motivierende Elemente wie Anerkennung und Best�tigung k�nnen ebenfalls nur im Rahmen unvermittelter zwischenmenschlicher Auseinandersetzung zum Tragen kommen. Auf diesem Weg besteht am ehesten Gew�hr, dass sich beim Kind wegen der behinderungsbedingt eingeschr�nkten M�glichkeiten der sprachlichen Ausdrucksf�higkeit nicht Frustrationen einstellen, die zu einer R�ckzugstendenz f�hren k�nnten. Angesichts der grossen Bedeutung unmittelbarer Zuwendung ist schliesslich die immanente Gefahr eines allzu starken Abstellens auf mechanisierte, statische Kommunikationsformen mitsamt den sich daraus m�glicherweise ergebenden kontraproduktiven Effekten im Auge zu behalten.
Erf�llt der Behelf nach dem Gesagten den Hilfsmittelbegriff nicht, so bleibt zu pr�fen, ob im Rahmen medizinischer Massnahmen nach Art. 12 oder 13 IVG ein Anspruch gegen�ber der Invalidenversicherung besteht (Meyer-Blaser, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz �ber die Invalidenversicherung, Z�rich 1997, S. 158).
4.1 Bei Trisomie 21 handelt es sich nicht um ein in der Verordnung �ber Geburtsgebrechen (GgV) aufgef�hrtes Leiden, denn die zugrunde liegende chromosomale Irregularit�t ist als solche nicht behandelbar. Eine �bernahme nach Art. 13 IVG scheidet somit aus (BGE 114 V 26 Erw. 2c; nicht ver�ffentlichte Urteile K. vom 22. Februar 1994, I 257/93, Erw. 2b, und J. vom 30. Dezember 1994, I 196/94, Erw. 1a).
4.2 Nach Art. 12 IVG und Art. 2 Abs. 1 IVV besteht ein Anspruch auf �bernahme medizinischer Massnahmen durch die Invalidenversicherung, wenn durch diese Vorkehr stabile oder wenigstens relativ stabilisierte Folgezust�nde von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall - im Einzelnen: Beeintr�chtigungen der K�rperbewegung, der Sinneswahrnehmung oder der Kontaktf�higkeit - behoben oder gemildert werden, um die Erwerbsf�higkeit dauernd und wesentlich zu verbessern oder vor wesentlicher Beeintr�chtigung zu bewahren (BGE 120 V 279 Erw. 3a; AHI 2003 S. 104 Erw. 2; SVR 1995 IV Nr. 34 S. 89 f. Erw. 1a; R�edi, Die medizinischen Massnahmen gem�ss Artikel 12 des Bundesgesetzes �ber die Invalidenversicherung, Diss. Bern 1974, S. 83 ff.).
Vom strikten Erfordernis der Korrektur stabiler Funktionsausf�lle oder Defekte ist im Falle von Minderj�hrigen gegebenenfalls abzusehen (vgl. Art. 5 Abs. 2 IVG; vgl. fortan auch Art. 8 Abs. 2 ATSG). Hier k�nnen medizinische Vorkehren schon dann �berwiegend der beruflichen Eingliederung dienen und trotz des einstweilen noch labilen Charakters des Leidens von der Invalidenversicherung �bernommen werden, wenn ohne diese Vorkehren eine Heilung mit Defekt oder ein anderer stabilisierter Zustand eintr�te, welcher die Berufsbildung oder die Erwerbsf�higkeit voraussichtlich beeintr�chtigen w�rde. Die entsprechenden Kosten werden bei Minderj�hrigen von der Invalidenversicherung getragen, wenn das Leiden mit hinreichender Wahrscheinlichkeit zu einem schwer korrigierbaren, die sp�tere Ausbildung und Erwerbsf�higkeit erheblich behindernden stabilen pathologischen Zustand f�hren w�rde (AHI 2000 S. 64 Erw. 1; BGE 105 V 19 f.; ZAK 1981 S. 548 Erw. 3a).
4.3 Vorliegend indes f�llt ein Anspruch nach Art. 12 IVG aus den nachfolgend umrissenen Gr�nden offensichtlich ausser Betracht. Zun�chst erweisen sich die Einschr�nkungen im sprachlichen Ausdruck zufolge von Trisomie 21 nicht als Folgezustand von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall. Im Weitern kann der Einsatz des im Streit stehenden Ger�ts zwar zu einer Beschleunigung des Spracherwerbs f�hren, womit das behinderungsbedingt erreichbare Mass an Sprachkompetenz zu einem fr�heren Zeitpunkt erf�llt wird. Nach Lage der Akten scheint aber klar, dass die entsprechenden Kapazit�ten nicht signifikant erweitert werden. Schliesslich tr�gt die beantragte Vorkehr - im Gegensatz etwa zu chirurgischen, physiotherapeutischen und psychotherapeutischen Vorkehren (Art. 2 Abs. 1 IVV) - nicht den Charakter einer medizinischen Massnahme. Die mit dem Einsatz des B.A.Bar-Ger�ts bezweckte Unterst�tzung der behinderungsbedingt erschwerten bzw. verz�gerten Lernf�higkeit entspricht allenfalls einer p�dagogisch-therapeutischen Massnahme im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. c IVG und Art. 8ter Abs. 2 lit. c IVV (vgl. sogleich Erw. 5).
Art. 19 IVG sieht Massnahmen f�r die Sonderschulung bildungsf�higer Versicherter vor. Unter diesem Rechtstitel werden Versicherten, die das 20. Altersjahr noch nicht vollendet haben und denen infolge Invalidit�t der Besuch der Volksschule nicht m�glich oder nicht zumutbar ist, Beitr�ge gew�hrt. Anders als bei den medizinischen Massnahmen (Art. 12 ff. IVG), die als Naturalleistung erbracht werden, beschr�nkt sich die Rolle der Invalidenversicherung im Bereich der Sonderschulung auf die - nicht notwendigerweise kostendeckende - Subventionierung (BGE 114 V 26 f. Erw. 2d).
5.1 Zur Sonderschulung geh�rt die eigentliche Schulausbildung sowie, falls ein Unterricht in den Elementarf�chern nicht oder nur beschr�nkt m�glich ist, die F�rderung in manuellen Belangen, in den Verrichtungen des t�glichen Lebens und der F�higkeit des Kontaktes mit der Umwelt (Art. 19 Abs. 1 IVG). Ausgerichtet werden unter anderem Entsch�digungen f�r zus�tzlich zum Sonderschulunterricht notwendige Massnahmen p�dagogisch-therapeutischer Art, wie Sprachheilbehandlung f�r schwer Sprachgebrechliche, H�rtraining und Ableseunterricht f�r Geh�rgesch�digte sowie Sondergymnastik zur F�rderung gest�rter Motorik f�r Sinnesbehinderte und hochgradig geistig Behinderte (Abs. 2 lit. c).
Nach Art. 19 Abs. 3 IVG bezeichnet der Bundesrat die Voraussetzungen f�r die Gew�hrung von Beitr�gen und setzt deren H�he fest. Gem�ss Art. 8ter Abs. 1 IVV (in der Fassung vom 25. November 1996, in Kraft seit 1. Januar 1997) �bernimmt die Invalidenversicherung die Kosten f�r Massnahmen p�dagogisch-therapeutischer Art, die zus�tzlich zum Sonderschulunterricht notwendig sind. Darunter fallen nach Art. 8ter Abs. 2 lit. c IVV Massnahmen zum Spracherwerb und Sprachaufbau f�r geistig behinderte Versicherte, deren Intelligenzquotient nicht mehr als 75 betr�gt. Die Versicherte war im massgebenden Zeitpunkt der strittigen Verf�gung (121 V 366 Erw. 1b) beinahe sechs Jahre alt. Der Sonderschulunterricht beginnt mit der Kindergartenstufe (Art. 8 Abs. 2 IVV).
5.2 Nach der Rechtsprechung sind heilp�dagogische Massnahmen bei Trisomie 21 unabh�ngig von einem Mindestalter ab jenem Zeitpunkt zu gew�hren, in dem angenommen werden kann, dass sie im Einzelfall nach dem jeweiligen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnis eine angemessene F�rderung des Behinderten nach der Zielsetzung der Sonderschulung erwarten lassen. Aufgrund der vergleichbaren Natur der medizinischen und p�dagogisch-therapeutischen Massnahmen ist Art. 2 Abs. 1 in fine IVV, wonach die Massnahmen nach bew�hrter Erkenntnis der (medizinischen) Wissenschaften angezeigt sein (und �berdies den Eingliederungserfolg in einfacher und zweckm�ssiger Weise anstreben) m�ssen, sinngem�ss anwendbar (BGE 114 V 26 Erw. 2c). Massgebend ist dabei nicht der Begriff der medizinischen, sondern der p�dagogischen Wissenschaften; p�dagogischer Art sind Vorkehren, bei denen der Aspekt der Erziehung im Sinne der g�nstigen Beeinflussung des Verhaltens und der anlagem�ssig gegebenen M�glichkeiten im Vordergrund steht und gegen�ber dem medizinischen Moment �berwiegt. Sie dienen nicht unmittelbar der Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten in schulischen Belangen, sondern sind haupts�chlich darauf ausgerichtet, die Schulung beeintr�chtigende Auswirkungen der Invalidit�t zu mildern oder zu beseitigen. Wie die in Art. 19 Abs. 2 lit. c IVG aufgez�hlten Massnahmen zeigen (Sprachheilbehandlung f�r schwer Sprachgebrechliche, H�rtraining und Ableseunterricht f�r Geh�rgesch�digte, Sondergymnastik zur F�rderung gest�rter Motorik f�r Sinnesbehinderte und hochgradig geistig Behinderte), geht es dabei vornehmlich um die Verbesserung gewisser k�rperlicher oder psychischer Funktionen im Hinblick auf den Sonderschulunterricht (BGE 114 V 25 f. Erw. 2c und 27 Erw. 3a).
5.3 Fraglich ist, ob eine Apparatur wie das hier beantragte B.A.Bar-Ger�t in grunds�tzlicher Weise unter den Begriff der p�dagogisch-therapeutischen Massnahmen gefasst werden darf.
5.3.1 Die mit Bezug auf medizinische Massnahmen f�r Minderj�hrige (nach Art. 13 oder Art. 12 IVG; vgl. Erw. 4.2 hievor) geltenden Anspruchsvorgaben k�nnen, wie hinsichtlich des Erfordernisses der Wissenschaftlichkeit bereits ausgef�hrt (Erw. 5.2 hievor), sinngem�ss auf den Bereich p�dagogischer Vorkehren �bertragen werden, soweit die beiden Leistungsarten ihrer Natur und Wirkung nach vergleichbar sind. Was die medizinischen Massnahmen angeht, so schliessen diese auch den Anspruch auf die erforderlichen Behandlungsger�te mit ein, wenn Letztere zu deren Durchf�hrung notwendig sind, mithin in einem engen, unmittelbaren Zusammenhang mit der von der Invalidenversicherung �bernommenen medizinischen Vorkehr stehen (SVR 1996 IV Nr. 91 S. 273 mit Hinweis; Urteil D. vom 16. Dezember 2003, I 514/02, Erw. 2 Ingress und Erw. 2.1.1). In gleicher Weise sind Ger�te unter dem Rechtstitel p�dagogisch-therapeutischer Massnahmen von der Invalidenversicherung zu �bernehmen, wenn ihr Gebrauch gewissermassen als Bestandteil einer einschl�gigen Therapie erscheint und alle �brigen Anspruchsvoraussetzungen erf�llt sind.
5.3.2 Vorliegend wird das B.A.Bar-Ger�t im Rahmen einer logop�dischen Behandlung verwendet, so dass es grunds�tzlich in den Kreis der p�dagogisch-therapeutischen Massnahmen zu fallen vermag.
5.4 Was den (rechtzeitigen) Erwerb des sprachlichen R�stzeuges angeht, so ist dieser f�r die Eingliederungszwecke der Invalidenversicherung, namentlich f�r die soziale Kontaktf�higkeit schlechthin und jede sp�tere Schulung, von grundlegender Bedeutung. Vermutungsweise ist die Wirkung einer Massnahme umso nachhaltiger, je fr�her sie einsetzt. Auch ist in Betracht zu ziehen, dass ein beschleunigter Abbau des behinderungsbedingten R�ckstandes in der sprachlichen Entwicklung zu einer besseren Aussch�pfung des anlagem�ssig vorhandenen Bildungspotentials f�hren kann (vgl. ZAK 1989 S. 43). Die Ergebnisse einer von der FST im Juni 2001 durchgef�hrten Evaluation des B.A.Bar-Ger�ts bringen die im Versuchszeitraum bei 93 % der Kinder mit Trisomie 21 verzeichnete sp�rbare Verbesserung der Aussprache mit der "Echofunktion" des Apparats in Verbindung. Zudem weisen die Resultate auf m�gliche Zusammenh�nge zwischen der F�rderung kommunikativer F�higkeiten und einer Verbesserung des Verhaltens hin.
Nach dem Gesagten ist nicht auszuschliessen, dass das beantragte Ger�t mit der Zielsetzung des Spracherwerbs und -aufbaus eine Massnahme nach Art. 19 IVG und Art. 8ter Abs. 2 lit. c IVV darstellen k�nnte.
5.5.1 Im bisherigen Verfahren wurde der strittige Anspruch nicht unter dem Titel des Art. 19 IVG und der Art. 8 ff. IVV behandelt. Die beteiligten Parteien haben Anspruch auf vorg�ngige Anh�rung, wenn eine Beh�rde ihren Entscheid mit einem Rechtssatz oder einem Rechtstitel zu begr�nden beabsichtigt, der im bisherigen Verfahren nicht herangezogen wurde, auf den sich die Parteien nicht berufen haben und mit dessen Erheblichkeit im konkreten Fall sie nicht rechnen konnten (BGE 128 V 278 Erw. 5b/bb mit Hinweisen). Angesichts des verbleibenden Abkl�rungsbedarfs ist die Angelegenheit stattdessen an die Verwaltung zur�ckzuweisen, damit sie - nach Einholung einer Stellungnahme der Beschwerdef�hrerin sowie unter sinngem�sser Ber�cksichtigung der im letztinstanzlichen Prozess in tatbest�ndlicher Hinsicht gemachten Ausf�hrungen der Beschwerdegegnerin - unter dem Aspekt des Anspruchs auf Massnahmen der Sonderschulung neu entscheide.
5.5.2 Massgebend f�r diesen Entscheid wird namentlich auch das Kriterium des p�dagogischen Wissenschaftlichkeitsbegriffs sein. Ferner ist die Notwendigkeit einer entsprechenden Vorkehr abzukl�ren; in Erw. 3.3.2 hievor wurde zwar festgestellt, die Abgabe eines B.A.Bar-Ger�ts erweise sich, soweit geltend gemacht werde, die Versicherte sei zur Pflege des t�glichen Kontakts mit der Umwelt auf ein solches Hilfsmittel angewiesen, nicht als notwendig im Sinne von Art. 2 Abs. 1 HVI und Ziff. 15.02 HVI Anhang. Dieser Schluss ist indes nicht von vornherein auf den hiesigen Zusammenhang �bertragbar; der Begriff der Notwendigkeit muss anhand der unterschiedlichen Zielsetzungen der Hilfsmittelabgabe sowie der Massnahmen f�r die Sonderschulung je gesondert interpretiert werden.
Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Z�rich vom 13. M�rz 2003 und die Verf�gung der IV-Stelle Z�rich vom 15. Mai 2002 aufgehoben werden und die Sache an die Verwaltung zur�ckgewiesen wird, damit sie, nach erfolgter Abkl�rung im Sinne der Erw�gungen, �ber den Anspruch neu verf�ge.
Die IV-Stelle hat der Beschwerdegegnerin f�r das Verfahren vor dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht eine Parteientsch�digung von Fr. 1000.- zu bezahlen.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich und der IV-Stelle Z�rich zugestellt.