Source: https://www.vereinswelt.de/nc/fragen-antworten/fragen-details/aufwandentschaedigung.html
Timestamp: 2017-03-25 01:49:56
Document Index: 40073749

Matched Legal Cases: ['§ 26', '§3', '§3', '§3', '§ 26', '§ 26', '§26']

Frage: Aufwandentschädigung - 16.07.2016
gefragt von sonnenland
Da aus der vergangenen Frage die Antwort gegeben wurde, das die Beisitzer nach diesem Text auch gewählt werden müssen stellt sich mir die Frage wie verhält es sich mit der Aufwandentschädigung.
Können demnach auch die Beisitzer die volle höhe bekommen?
Bitte den folgenden Text nochmal mit beachten.
Der Vereinsvorstand besteht aus:dem Vorsitzenden, dem stellvertretende Vorsitzenden, dem Schatzmeister, dem Schriftführer, dem Bauwart usw.
Vorstand im Sinne des § 26 BGB sind der Vorsitzende, der stellvertretende Vorsitzende und der Schatzmeister. Diese sind zur rechtsverbindlichen Vertretung des Vereins berechtigt. Die übrigen Vorstandsmitglieder sind stimmberechtigte Beisitzer. Die Mitglieder des Vorstandes werden grundsätzlich ehrenamtlich tätig. Auf
Beschluss der Mitgliederversammlung können den Mitgliedern des Vorstandes
oder anderen für den Verein tätigen Mitgliedern pauschalierte
Aufwandsentschädigungen gezahlt werden. Die steuer- bzw. abgabenrechtlichen
Vorschriften sind dabei einzuhalten. Ich hoffe mein Problem ist gut beschrieben. Wenn nicht bitte noch einmal nachfragen, denn es geht ja hier auch um die steuerliche Gemeinnützigkeit.
Danke schon einmal für die Bemühungen.
Sie müssen hier zunächst zwei Dinge unterscheiden.
Die Ehrenamtspauschale nach §3 Nr. 26a Einkommensteuergesetz (EkStG), oder die Übungsleiterpauschale nach §3 Nr. 26 EkStG.
Die Gewährung einer Übungsleiterpauschale für den Vorstand darf nicht erfolgen. Zu Übungsleitertätigkeiten zählen: Übungsleiter, Ausbilder, Erzieher, Betreuer oder eine vergleichbare Tätigkeit. Hierzu gehört der Vorstand definitiv nicht.
In ihrem Fall kann es sich daher nur um die Ehrenamtspauschale handeln.
Nach §3 Nr. 26a beträgt diese 720€/Jahr.
Voraussetzung ist jedoch das der Verein sich diese wirtschaftlich leisten kann, in der Satzung die Möglichkeit der Zahlung einer solchen Ehrenamtspauschale steht und nicht zu vergessen, die Mitgliederversammlung dies Zahlung auch beschließt.
Da in ihrer Satzung nichts über die Dauer der Zahlung steht, sollten Sie die Ehrenamtspauschale jährlich neu, durch die MV, beschließen lassen.
Antwort von sonnenland
Die Zahlung der Aufwandsentschädigung ist in der Gebührenordnung geregelt, diese kann jährlich gezahlt werden.
Mein Anliegen bezieht sich aber auf was anderes. Der Vorstand besteht aus dem Vorsitzenden dem Stellv. und dem Schatzmeister. Der Bauwart, Schriftführer usw. gehören auch dem Vorstand an sind aber nur Beisitzer. Aus einer vorherigen Frage ergab sich die Antwort, dass nur der Vorsitzende, der Stellv. und der Schatzmeister Vorstand im sinne des § 26 BGB sind. Nun stellt sich die Frage, ob die anderern Vorstandsmitglieder (Beisitzer) die Aufwandsentschädigung von 720,00 € bekommen können oder nur der Vorstand nach § 26 BGB.
Ich weis es ist etwas kompliziert, aber die Frage und natürlich auch die Antwort ist wichtig wegen der steuerlichen Gemeinnützigkeit » Diese Antwort kommentieren
Schauen Sie sich mal diesen Link: https://www.vereinswelt.de/vereinswissen/details/article/ehrenamtspauschale.html an.
Speziell dies Überschrift "Wer wird von der Ehrenamtspauschale konkret begünstigt?"
Das sollte Ihnen weiterhelfen.
Im übrigen ist dort der gesamte Vorstand gemeint, also nicht nur der nach BGB §26.