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Timestamp: 2017-09-26 02:07:15
Document Index: 196074297

Matched Legal Cases: ['Art. 2', '§ 32', '§ 27', '§ 220', '§ 51', '§ 212', '§ 153', '§ 75', '§ 101', '§ 138', '§ 78']

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG - 24.01.2006, 8 S 1706/04 - JuraForum.de
VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Aktenzeichen: 8 S 1706/04
Leitsatz: 1. Die Bundesrepublik Deutschland kann für die konkrete Lärmsituation im Nahbereich des - 15 km von der Grenze entfernten - Flughafens Zürich nicht verantwortlich gemacht werden, weil sie nicht Folge der nationalen Festlegung der Flugroute über deutschem Territorium ist, sondern wesentlich auf souveränen Entscheidungen Schweizer Behörden beruht (etwa Anlegung und Konfiguration des Flughafens, Ausrichtung und Instrumentierung der Pisten, Festlegung des Endanflugs mit Ziellandebahn und Bestimmung der Flughöhe, Regelung der Flugzeiten, Durchführung von Lärmschutzmaßnahmen, Siedlungsplanung).
Rechtsgebiete: GG, LuftVG, LuftVO, 220. DVO zur LuftVO, VO (EWG) Nr. 2408/92, SUP-Richtlinie, Luftverkehrsabkommen EG/Schweiz, Espoo-Konvention
Vorschriften: § GG Art. 2 Abs. 2, § 32 Abs. 1 LuftVG, § 27 a LuftVO, § 220. DVO zur LuftVO, § VO (EWG) Nr. 2408/92, § SUP-Richtlinie, § Luftverkehrsabkommen EG/Schweiz, § Espoo-Konvention
Stichworte: Flughafen Zürich, Flugverkehrsbeschränkungen, Staatsvertrag, Anflug, Überflug, Fluglärmbelastung, Staatliche Verantwortung, Abwägung
40 + Dre.i =
VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, 8 S 638/05 vom 24.01.2006
1. Baurechtliche Entscheidungen über Abweichungen, Ausnahmen und Befreiungen nach § 51 Abs. 5 LBO sind gemäß § 212 a Abs. 1 BauGB sofort vollziehbar.
2. Ein Nachbar, der selbst eine satzungsrechtliche Bestimmung missachtet hat, kann vom Bauherrn nicht deren vollständige Beachtung verlangen.
VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, 4 S 2342/05 vom 20.01.2006
1. Eine Beamtin, die den Vorbereitungsdienst für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen absolviert, ist typischerweise nicht in der Lage, dem für die Beurlaubung aus familiären Gründen maßgeblichen Erfordernis der tatsächlichen Kinderbetreuung im Sinne von § 153b Abs. 1 Nr. 1 LBG noch hinreichend gerecht zu werden.
2. Der Widerruf der Beurlaubung aus familiären Gründen unterliegt nicht der Mitbestimmung des Personalrats nach § 75 Abs. 1 Nr. 10 LPVG.
VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, A 5 S 51/06 vom 19.01.2006
1. Erklärt ein Beteiligter sein "Einverständnis mit einer Entscheidung ohne mündliche Verhandlung durch Gerichtsbescheid", so stellt diese Erklärung kein Einverständnis i. S. des § 101 Abs. 2 VwGO dar, die das Gericht zu einer Entscheidung durch Urteil im schriftlichen Verfahren berechtigte.
2. Ein solches Urteil verletzt den Anspruch auf Gewährung rechtlichen Gehörs i. S. von § 138 Nr. 3 VwGO i.V.m. § 78 Abs. 3 Nr. 3 AsylVfG.
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