Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VersR%201985,%20146
Timestamp: 2020-02-27 02:17:44
Document Index: 145911496

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 254', '§ 304', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 2', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 675', '§ 287', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: VersR 1985, 146 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 20.11.1984
https://dejure.org/1993,45
BGH, 18.03.1993 - IX ZR 120/92 (https://dejure.org/1993,45)
BGH, Entscheidung vom 18.03.1993 - IX ZR 120/92 (https://dejure.org/1993,45)
BGH, Entscheidung vom 18. März 1993 - IX ZR 120/92 (https://dejure.org/1993,45)
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Rechtsanwaltshaftung - Führung von "Musterprozessen" - Mandatsende - Auftrag zur Rechtswahrung gegenüber vielen Schuldnern - Mandantenhaftung für Rechtsanwaltsfehler - Forderungsmehrheit - Unötige Unterbrechung der Verjährung - Nachverfahren - Vorabentscheidung über ...
BGB §§ 254, 276, 278, 675; ZPO § 304
NJW 1993, 1779
MDR 1993, 690
VersR 1985, 146
VersR 1993, 1523
WM 1993, 1376
BB 1993, 963
DB 1993, 1284
Dazu hat er dem Auftraggeber den sichersten und gefahrlosesten Weg vorzuschlagen und ihn über mögliche Risiken aufzuklären, damit der Mandant zu einer sachgerechten Entscheidung in der Lage ist (BGHZ 89, 178, 181 ff; BGH, Urt. v. 18. März 1993 - IX ZR 120/92, WM 1993, 1376, 1377; v. 4. Juni 1996 - IX ZR 51/95, WM 1996, 1824, 1825; v. 19. Januar 2006 - IX ZR 232/01, WM 2006, 927, 928; v. 23. November 2006 - IX ZR 21/03, WM 2007, 419).
Droht dem Mandanten ein Rechtsverlust, hat er diesem durch geeignete Maßnahmen entgegenzuwirken (vgl. etwa BGH, Urteil vom 18. März 1993 - IX ZR 120/92, WM 1993, 1376, 1377; Vill in G. Fischer/Vill/D. Fischer/Rinkler/Chab, Handbuch der Anwaltshaftung, 4. Aufl., § 2 Rn. 51).
Sie entsteht in der Regel spätestens dann, wenn ein Rechtsanwalt Dispositionen trifft, die das Risiko der Verjährung erhöhen (BGH, Urt. v. 18. März 1993 - IX ZR 120/92, WM 1993, 1376, 1377; v. 28. November 1996 - IX ZR 39/96, WM 1997, 321 f).
Weder darf sich der Rechtsanwalt auf die von Amts wegen bestehenden Prüfungs- und Belehrungspflichten des Notars verlassen, noch darf der Notar von der Erfüllung der ihm obliegenden Prüfungs- und Belehrungspflichten gegenüber den anwaltlich beratenen Beteiligten absehen, solange nicht feststeht, dass diese tatsächlich umfassend informiert sind (BGH, Urteil vom 18. März 1993 - IX ZR 120/92, NJW 1993, 1779, 1781).
Dazu hat er dem Auftraggeber den sichersten und gefahrlosesten Weg vorzuschlagen und ihn über mögliche Risiken aufzuklären, damit der Mandant zu einer sachgerechten Entscheidung in der Lage ist (BGHZ 89, 178, 181 ff; BGH, Urt. v. 18. März 1993 - IX ZR 120/92, WM 1993, 1376, 1377; v. 4. Juni 1996 - IX ZR 51/95, WM 1996, 1824, 1825;… v. 8. Dezember 2005 - IX ZR 188/04, Umdruck Rn. 7, z.V.b.).
Dementsprechend wird der von einer früheren Vertragsverletzung eines Rechtsanwalts ausgehende Zurechnungszusammenhang grundsätzlich nicht dadurch unterbrochen, daß nach dem pflichtwidrig handelnden Anwalt eine andere rechtskundige Person mit der Angelegenheit befaßt worden ist und noch in der Lage gewesen wäre, den Schadenseintritt zu verhindern, wenn sie die ihr obliegende Sorgfaltspflicht beachtet hätte (Senatsurt. v. 18. März 1993 - IX ZR 120/92, NJW 1993, 1779, 1780 f;… Zugehör/Fischer, aaO Rn. 1067 ff m.w.N.).
Zwar ist die Pflicht zur Unterbrechung der Verjährung in der Regel erst verletzt, wenn die Verjährung entweder bereits eingetreten ist oder so nahe bevorsteht, daß sie aus zeitlichen Gründen nicht mehr unterbrochen werden kann (BGH, Urt. v. 18. März 1993 - IX ZR 120/92, WM 1993, 1376, 1377).
Sie entsteht in der Regel spätestens dann, wenn ein Rechtsanwalt Dispositionen trifft, die das Risiko der Verjährung erhöhen (BGH, Urt. v. 18. März 1993, aaO; v. 29. November 2001 - IX ZR 278/00, WM 2003, 505, 507).
Etwaige spätere Fehler der Beklagten zu 2 vermögen diesen Zurechnungszusammenhang nicht zu unterbrechen (vgl. BGH, Urt. v. 18. März 1993, aaO S. 1377 f; v. 17. Juni 1993 - IX ZR 206/92, WM 1993, 1798, 1800;… v. 29. November 2001, aaO S. 508) und auch nicht den Einwand des Mitverschuldens zu begründen (BGH, Urt. v. 18. März 1993, aaO S. 1378;… v. 17. Juni 1993, aaO S. 1801; v. 14. Juli 1994 - IX ZR 204/93, WM 1994, 2162, 2165).
Die Grundsätze, welche die Rechtsprechung für die Fälle entwickelt hat, in denen mehrere, nacheinander geschaltete Rechtsanwälte pflichtwidrig handeln, gelten auch in dem hier gegebenen Fall (vgl. BGH, Urt. v. 18. März 1993, aaO; v. 20. Januar 1994 - IX ZR 46/93, WM 1994, 948, 949 f;… v. 14. Juli 1994, aaO;… Zugehör/Fischer, aaO Rn. 1067 f; Ganter WM 2001 Sonderbeilage Nr. 6 S. 21).
Dazu hat er dem Auftraggeber den sichersten und gefahrlosesten Weg vorzuschlagen und ihn über mögliche Risiken aufzuklären, damit der Mandant zu einer sachgerechten Entscheidung in der Lage ist (BGH, Urt. v. 18. März 1993 - IX ZR 120/92, WM 1993, 1376, 1377; v. 4. Juni 1996 - IX ZR 51/95, WM 1996, 1824, 1825; v. 19. Januar 2006 - IX ZR 232/01, WM 2006, 927, 928; v. 23. November 2006 - IX ZR 21/03, WM 2007, 419; v. 1. März 2007 - IX ZR 261/03, NJW 2007, 2485, 2486, z.V.b. in BGHZ 171, 261).
Dazu hat er dem Auftraggeber den sichersten und gefahrlosesten Weg vorzuschlagen und ihn über mögliche Risiken aufzuklären, damit der Mandant zu einer sachgerechten Entscheidung in der Lage ist (BGH, Urt. v. 18. März 1993 - IX ZR 120/92, WM 1993, 1376, 1377; v. 4. Juni 1996 - IX ZR 51/95, WM 1996, 1824, 1825;… v. 19. Januar 2006 - IX ZR 232/01, aaO; v. 23. November 2006 - IX ZR 21/03, WM 2007, 419; v. 1. März 2007 - IX ZR 261/03, NJW 2007, 2485, 2486, z.V.b. in BGHZ 171, 261).
Dazu hat er dem Auftraggeber den sichersten und gefahrlosesten Weg vorzuschlagen und ihn über mögliche Risiken aufzuklären, damit der Mandant zu einer sachgerechten Entscheidung in der Lage ist (BGHZ 89, 178, 181 ff; BGH, Urt. v. 18. März 1993 - IX ZR 120/92, WM 1993, 1376, 1377; v. 4. Juni 1996 - IX ZR 51/95, WM 1996, 1824, 1825; v. 19. Januar 2006 - IX ZR 232/01, WM 2006, 927, 928).
OLG Düsseldorf, 06.04.2005 - 24 U 211/04
Überprüfungspflicht des Rechtsanwalts eines treuhändisch überlassenen …
OLG Hamm, 08.10.2009 - 18 U 26/08
Versicherungsvertreter Versicherungsmakler
OLG Köln, 21.10.1993 - 7 U 47/93
Haftung des Verkehrsanwalts neben dem Prozeßanwalt
OLG Düsseldorf, 30.03.1998 - 9 U 191/97
Haftungsverteilung zwischen den Prozeßbevollmächtigten der ersten und zweiten …
BGH, 03.03.2005 - IX ZR 282/01
OLG Düsseldorf, 19.12.1996 - 24 U 11/96
Fehlerhafte Rechtsberatung in Bezug auf Arbeitslosenhilfe; Nachteile in der …
KG, 21.06.2012 - 8 U 183/11
Rückwirkung der Klagezustellung: Demnächstige Zustellung bei Zahlungsanweisung …
OLG Schleswig, 18.09.2003 - 11 U 177/01
Vorsorgliche Streitverkündung an NU - anwaltl. Sorgfaltspflicht?
BGH, 20.11.1984 - IX ZR 9/84
https://dejure.org/1984,1044
BGH, 20.11.1984 - IX ZR 9/84 (https://dejure.org/1984,1044)
BGH, Entscheidung vom 20.11.1984 - IX ZR 9/84 (https://dejure.org/1984,1044)
BGH, Entscheidung vom 20. November 1984 - IX ZR 9/84 (https://dejure.org/1984,1044)
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Versäumen verjährungsunterbrechender Maßnahmen durch den Anwalt - Kostenlast des auf Grund einer Pflichtwidrigkeit der Beklagten verlorenen Verfügungsverfahrens als Schaden - Geltung der Beweislastregeln des Vorprozesses für den Schadenersatzprozess
WM 1985, 203
Der Rechtsanwalt, der seinem Auftraggeber wegen positiver Vertragsverletzung zum Schadensersatz verpflichtet ist, hat diesen bei der Schadensersatzleistung so zu stellen, wie er bei pflichtgemäßem Verhalten des Anwalts stünde (Senatsurt. v. 20. November 1984 - IX ZR 9/84, WM 1985, 203, 204;… Senatsurt. v. 31. Oktober 1985 - IX ZR 175/84, aaO S. 1282 unter III 1;… Steffen in BGB-RGRK 12. Aufl., § 675 Rdn. 78).
Die Frage, was geschehen wäre, wenn der Rechtsanwalt pflichtgemäß gehandelt hätte, ist nach § 287 ZPO unter Würdigung aller Umstände nach freier Überzeugung zu entscheiden (…BGH, Urt. v. 15. März 1974 - VI ZR 222/72, VersR 1974, 782, 783; Senatsurt. v. 20. November 1984 - IX ZR 9/84, aaO).
c) Aufgrund der Pflichtverletzung ist der Beklagte gehalten, den Kläger so zu stellen, wie er stünde, wenn er ihn zutreffend beraten hätte (vgl. BGH, Urt. v. 20. November 1984 - IX ZR 9/84, WM 1985, 203, 204;… Urt. v. 31. Oktober 1985 aaO).
Das Regreßgericht hat, wenn die Haftung des Anwalts vom Ausgang eines Vorprozesses abhängt, nicht darauf abzustellen, wie jener voraussichtlich geendet hätte oder tatsächlich entschieden worden ist, sondern selbst zu beurteilen, welches Urteil richtigerweise hätte ergehen müssen (BGHZ 72, 328, 330; 124, 86, 96; BGH, Urt. v. 20. November 1984 - IX ZR 9/84, WM 1985, 203, 204;… v. 26. März 1985, aaO.; v. 26. Januar 1989 - IX ZR 81/88, WM 1989, 721, 722).
Im Falle der schuldhaften Verletzung seiner Vertragspflichten ist der Rechtsanwalt verpflichtet, seinen Mandanten so zu stellen, wie dieser bei pflichtgemäßem Anwaltsverhalten gestanden hätte (BGHZ 96, 352, 354; Senatsurt. v. 20. November 1984 - IX ZR 9/84, WM 1985, 203, 204; v. 17. März 1988 - IX ZR 43/87, NJW 1988, 2880, 2881 [BGH 17.03.1988 - IX ZR 43/87] unter 2 c), hier also, wie wenn der Beklagte die an ihn gerichtete Rechtsfrage zutreffend beantwortet hätte.
Die Beweislastregeln des Vorverfahrens gelten grundsätzlich auch für den Regreßprozeß (BGHZ 133, 110, 111 ff;… BGH, Urt. v. 22. November 1983 - VI ZR 36/82, VersR 1984, 160, 161; v. 20. November 1984 - IX ZR 9/84, VersR 1985, 146, 147; v. 2. Juli 1987 - IX ZR 94/86, NJW 1987, 3255 f).
Vielmehr kommt es rechtlich allein darauf an, welches Urteil nach Auffassung des über den Schadensersatzanspruch erkennenden Gerichts richtigerweise hätte ergehen müssen (BGHZ 72, 328, 330; BGH, Urt. v. 20. November 1984 - IX ZR 9/84, WM 1985, 203, 204;… v. 26. März 1985 aaO;… v. 26. Januar 1989 aaO).
Entgegen der Auffassung des Berufungsgerichts geht es dabei nämlich nicht um die Frage, ob derselbe Schaden auch bei rechtmäßigem Alternativverhalten von Rechtsanwalt Dr. M. eingetreten wäre, sondern um die Frage, ob der Klägerin durch die pflichtwidrige Beratung überhaupt ein Schaden entstanden ist (vgl. BGH, Urteil vom 20. November 1984 aaO).
Der Schaden ist daher grundsätzlich in derselben Weise wie in Fällen der Anwalts- und Notarhaftung zu berechnen (dazu BGHZ 96~, 352, 354; Senatsurt. v. 20.11.1984 - IX ZR 9/84, WM 1985, 203, 204; v. 17.3.1988 - IX ZR 43/87, NJW 1988, 2880, 2881) [BGH 17.03.1988 - IX ZR 43/87].
BGH, 02.07.1987 - IX ZR 94/86
Schaden im Anwaltshaftungsprozeß bei materiell-rechtlich richtigem Unterliegen im …
Die für den Vorprozeß geltenden Regeln über die Verteilung der Darlegungs- und Beweislast sind - mit gewissen Erleichterungen für den Geschädigten - auch für den Anwaltshaftungsprozeß zu beachten (Senatsurteile vom 30. Oktober 1984 - IX ZR 6/84, VersR 1985, 83, 85, und vom 20. November 1984 - IX ZR 9/84, VersR 1985, 146, 147, jeweils m.w.N.).
Diese Auffassung steht nicht in Widerspruch zu dem Senatsurteil vom 20. November 1984 (aaO).
Sie haben ihn so zu stellen, wie er bei pflichtgemäßem Anwaltsverhalten gestanden hätte (BGHZ 96, 352, 345; BGH, Urt. v. 20. November 1984 - IX ZR 9/84, WM 1985, 203, 204; v. 10. Mai 1990 - IX ZR 113/89, WM 1990, 1710, 171l).
BGH, 20.12.1988 - IX ZR 88/88
BGH, 12.12.1985 - IX ZR 1/85
OLG Bremen, 14.10.1997 - 3 U 8/97
Schuldhafte Verletzung der Pflichten als Residenzanwalt ; Darstellung der …