Source: https://www.viantro.com/zusatzbezeichnung-sozialmedizin/
Timestamp: 2020-08-06 13:27:35
Document Index: 12398805

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 5', '§ 5', '§ 4', '§ 5', '§ 4', '§ 4', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 4', '§ 4', '§ 6', '§ 5', '§ 5', '§ 4', '§ 5', '§ 4', '§ 5', '§ 4', '§ 4', '§ 5']

Wie erhalte ich die Zusatzbezeichnung für Sozialmedizin? | Karriere
Wie erhalte ich die Zusatzbezeichnung für Sozialmedizin?
So kannst Du Sozialmediziner werden
Spielst Du mit dem Gedanken, eine Zusatzweiterbildung für Sozialmedizin zu absolvieren?
Zudem erfährst Du, wie wir Dich auf dem Weg Deiner Zusatzweiterbildung entlasten können und welche passenden Stellen für Sozialmedizinerzur Verfügung stehen.
Überblick Zusatzbezeichnung Sozialmedizin
Nach Jahren im täglichen Patientenkontakt entscheiden sich viele Mediziner für eine Zusatzweiterbildung im Bereich der Sozialmedizin. Hierbei übernehmen sie in enger Zusammenarbeit mit den behandelnden Ärzten und den Sozialleistungsträgern die gutachterliche Tätigkeit eines bestimmten Patientenfalles.
Dabei bewerten die Fachärzte mit der Zusatzweiterbildung Sozialmedizin Art und Umfang gesundheitlicher Störungen und deren Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit und die Teilhabe an Lebensbereichen. Daraus leiten sie auch ab, welche Leistungen aufgrund des Gesundheitszustandes des Patienten erforderlich sind.
In ihrer Betrachtung berücksichtigen sie ebenfalls die Wechselwirkungen zwischen Krankheit, Gesundheit, Individuum und Gesellschaft und ordnen diese in die Rahmenbedingungen der sozialen Sicherungssysteme ein. Zudem kommt ihnen bei den Sozialleistungsträgern eine beratende Rolle zu.
Voraussetzung Zusatzweiterbildung Sozialmedizin
Die Zusatzweiterbildung Sozialmedizin kann in den meisten Ärztekammern von allen Fachärzten absolviert werden. In Bayern genügen auch 4 Jahre Weiterbildung in einem Gebiet der unmittelbaren Patientenversorgung.
Weiterbildungsinhalte: Facharzt für Sozialmedizin
Gemeinsame Inhalte für die Zusatz-Weiterbildungen Sozialmedizin und Rehabilitationswesen:
Übergreifende Inhalte der Zusatz-Weiterbildung Sozialmedizin:
Ethische und juristische Aspekte für die Tätigkeit als Sachverständiger
Anwendung des biopsychosozialen Modells der WHO bei der Beurteilung von Funktionsfähigkeit unter Berücksichtigung von Kontextfaktoren sowie Erstellung von Funktionsdiagnosen
Begriffsbestimmung und Konzepte der Sozial- und Rehabilitationsmedizin einschließlich der Behindertenrechtskonvention der UN
Begriffsdefinitionen und Abgrenzung der Gesundheitsstrategien Prävention, Kuration, Rehabilitation und Pflege
Prinzipien des Gesundheits- und Sozialsystems und deren Interaktion
Anwendung des trägerübergreifenden Teilhabebegriffs und Steuerung von trägerspezifischen und trägerübergreifenden Teilhabeleistungen
Epidemiologie, Dokumentation, Statistik und Gesundheitsberichterstattung
Sozialleistungsträger und ihre Aufgaben und Schnittstellen gemäß Sozialgesetzbuch
Anwendung der gesetzlichen Vorschriften und leistungsrechtlichen Begriffe im gegliederten System der sozialen Sicherung
Gesundheitsförderung, Prävention und Rehabilitation:
Begehung von Einrichtungen, davon
Spezifische Inhalte der Zusatz-Weiterbildung Sozialmedizin:
Arbeitsmedizinische Grundlagen:
Beratung von Leistungsgewandelten im Zusammenhang mit ihrer beruflichen Tätigkeit
Sozialmedizinische Begutachtung:
Sozialmedizinische Begutachtung und Beratung für Sozialleistungsträger sowie für Privatversicherungen im Zusammenhang mit Fragestellungen aus dem jeweiligen Rechtsgebiet, z. B. zur Arbeitsunfähigkeit, zum erwerbsbezogenen Leistungsvermögen, zu Teilhabeleistungen, zur Pflegebedürftigkeit, davon
sozialmedizinische Gutachtenerstellung mit Befragung/Untersuchung
ausführlich begründete sozialmedizinische Gutachtenerstellung nach Aktenlage
sozialmedizinische Stellungnahmen
Rehabilitationsentlassungsberichte und/oder Leistungsbeurteilungen
Beurteilungskriterien bei ausgewählten Krankheitsgruppen:
Ablauf der Zusatzweiterbildung Sozialmedizin
Ziel der Zusatzweiterbildung ist die Erlangung der fachlichen Kompetenz in Sozialmedizin nach Ableistung der vorgeschriebenen Weiterbildungszeit und Weiterbildungsinhalte sowie der Weiterbildungskurse.
160 Stunden Grundkurs gemäß § 4 Abs. 8 in Sozialmedizin oder Rehabilitationswesen und anschließend
Anerkennung als Facharzt oder 4 Jahre Weiterbildung in einem Gebiet der unmittelbaren Patientenversorgung bei einem Weiterbilder gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2.
12 Monate bei einem Weiterbilder für Sozialmedizin gemäß § 5 Abs. 1 Satz 3
160 Stunden Grundkurs gemäß § 4 Abs. 8 in Sozialmedizin oder Rehabilitationswesen und
12 Monate bei einem Weiterbildungsbefugten für Sozialmedizin gemäß § 5 Absatz 1 Satz 2
160 Stunden Grundkurs gemäß § 4 Absatz 8 in Sozialmedizin oder Rehabilitationswesen
160 Stunden Aufbaukurs gemäß § 4 Absatz 8 in Sozialmedizin
12 Monate bei einem Weiterbildungsbefugten für Sozialmedizin
gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2
Ziel der Zusatzweiterbildung ist die Erlangung der fachlichen Kompetenz in Sozialmedizin nach Ableistung der vorgeschriebenen Weiterbildungszeit und Weiterbildungsinhalte sowie der Weiterbildungskurse..
12 Monate bei einem Weiterbildungsbefugten für Sozialmedizin gemäß § 5 Abs. 1
12 Monate bei einem Weiterbildungsbefugten ge-mäß § 5 Abs. 1 Satz 2
160 Stunden Grundkurs gemäß § 4 Abs. 8 in Sozial-medizin oder Rehabilitationswesen
160 Stunden Aufbaukurs gemäß § 4 Abs. 8 in Sozial-medizin
12 Monate ganztägige und hauptberufliche Weiterbildung oder theoretische und praktische Beschäftigung mit sozialmedizinischen Fragestellungen unter Anleitung über drei Jahre, jeweils bei einem Weiterbildungsermächtigten für Sozialmedizin gemäß § 6 Abs. 1 Satz 2
160 Stunden Grundkurs gemäß § 5 Abs. 9 in Sozialmedizin oder Rehabilitationswesen
160 Stunden Aufbaukurs gemäß § 5 Abs. 9 in Sozialmedizin
160 Stunden Grundkurs gemäß § 4 Absatz 8 in Sozialmedizin oder Rehabilitationswesen und anschließend
12 Monate sozialmedizinische Tätigkeit bei einem Weiterbildungsbefugten für Sozialmedizin gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2 (Weiterbildungszeiten von mindestens 3 Monaten sind anerkennungsfähig)
160 Stunden Grundkurs gemäß § 4 Abs. 8 in Sozialmedizin oder Rehabilitationswesen.
Fehlende Erfahrungen und Fertigkeiten können im Rahmen von bis zu 3 je 4-wöchigen Gestellungen (bei jeweils unterschiedlichen Weiterbildungsbefugten in Bereichen hauptamtlich sozialmedizinischer Tätigkeit [z.B. DRV, MDK, Arbeitsverwaltung, Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung und ÖGD]) erworben werden. (Die jeweilige Gestellung kann nicht zeitlich aufgeteilt erfolgen, sondern muss eine durchgehende Dauer von mindestens 20 Werktagen aufweisen.
12 Monate bei einem Weiterbildungsbefugten für Sozialmedizin gemäß § 5 Abs. 1 Satz 3
160 Stunden Grundkurs gemäß § 4 Abs. 9 in Sozialmedizin oder Rehabilitationswesen
160 Stunden Aufbaukurs gemäß § 4 Abs. 9 in Sozialmedizin
12 Monate bei einem Weiterbildungsermächtigten für Sozialmedizin an einer zugelassenen Weiterbildungsstätte gemäß § 5 Abs. 1 Satz 1
Anerkennung Zusatzbezeichnung Sozialmedizin
Den Verlauf Deiner Zusatzweiterbildung Sozialmedizin musst Du, wie auch den Ablauf Deiner Facharztweiterbildung, in einem Logbuch dokumentieren.
Zum Musterlogbuch der Bundesärztekammer für die Zusatzbezeichnung Sozialmedizin geht es hier.
Wenn Du alle Anforderungen der Zusatzweiterbildung erfüllt und die Abschlussprüfung bestanden hast, erhältst Du die Zusatzbezeichnung Sozialmedizin .
Stellenangebote für Sozialmedizin
Marie Mueller2020-07-03T08:54:51+02:00