Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%202007,%201882
Timestamp: 2020-02-20 12:19:18
Document Index: 251197779

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1601', '§ 1606', 'BGH', 'BGH', '§ 1629', '§ 1606', '§ 1606', 'BGH', 'BGH', '§ 1606', 'BGH', '§ 1606', 'BGH', '§ 1629', 'BGH', '§ 1606', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1629', 'BGH', '§ 1629']

BGH, 28.02.2007 - XII ZR 161/04 - dejure.org
https://dejure.org/2007,592
BGH, 28.02.2007 - XII ZR 161/04 (https://dejure.org/2007,592)
BGH, Entscheidung vom 28.02.2007 - XII ZR 161/04 (https://dejure.org/2007,592)
BGH, Entscheidung vom 28. Februar 2007 - XII ZR 161/04 (https://dejure.org/2007,592)
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BGB § 1601; BGB § 1606 Abs. 3
Barunterhalt des Kindes bestimmt sich auch bei wechselnder Betreuung nach wirtschaftlichen Verhältnissen des Unterhaltspflichtigen, solange das deutliche Schwer-gewicht der Betreuung beim anderen Elternteil liegt
Barunterhaltspflicht von Eltern im Fall der Betreuung eines gemeinsamen Kindes nach dem Wechselmodell; Maßgeblichkeit der tatsächlichen Betreuungssituation für die Bestimmung der Obhutsverhältnisse der geschiedenen Eltern für das Kind; Deckung des Wohnbedarfs von Kindern ...
Barunterhaltspflicht von Eltern die sich in der Betreuung eines Kindes abwechseln
Familienrecht - Barunterhaltspflicht von Eltern
Familienrecht - Kindesunterhalt bei abwechselnder Betreuung eines Kindes durch beide Elternteile
Barunterhaltspflicht von Eltern, die sich in der Betreuung eines Kindes abwechseln
Kindesunterhaltspflicht bei abwechselnder Betreuung des Kindes
Kindesunterhalt - Barunterhaltspflicht bei Betreuungsleistungen des barunterhaltspflichtigen Elternteils
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 28.02.2007, Az.: XII ZR 161/04 (Zur Barunterhaltspflicht von Eltern, die sich in der Betreuung eines Kindes abwechseln)" von Horst Luthin, original erschienen in: FamRZ 2007, 710.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 28.02.2007, Az.: XII ZR 161/04 (Barunterhaltspflicht bei abwechselnder Kindesbetreuung)" von RA/Notarin Rakete-Dombek, FAFamR, original erschienen in: FF 2007, 200 - 201.
Zusammenfassung von "Umfangreicher Aufenthalt beim anderen Elternteil - keine Auswirkungen auf den Barunterhalt?" von RA Dr. Winfried Born, original erschienen in: NJW 2007, 1859 - 1861.
AG Bamberg, 04.12.2003 - 1 F 1176/03
Leben die Eltern in verschiedenen Wohnungen und regeln sie den gewöhnlichen Aufenthalt des Kindes dergestalt, dass es vorwiegend in der Wohnung eines Elternteils lebt und dies durch regelmäßige Besuche in der Wohnung des anderen Elternteils unterbrochen wird (Eingliederungs- oder Residenzmodell), so ist die Obhut im Sinne des § 1629 Abs. 2 Satz 2 BGB dem erstgenannten Elternteil zuzuordnen (Senatsurteile vom 21. Dezember 2005 - XII ZR 126/03 - FamRZ 2006, 1015, 1016 und vom 28. Februar 2007 - XII ZR 161/04 - FamRZ 2007, 707 Rn. 8).
Ein Wechselmodell mit etwa gleich langen zeitlichen Betreuungsphasen ist damit schon nach dem eigenen Vorbringen des Antragsgegners in der Gesamtschau nicht gegeben; sein durchschnittlicher zeitlicher Betreuungsanteil dürfte sich vielmehr - was die Rechtsbeschwerde an sich nicht in Zweifel zieht - noch in dem Bereich bewegen, in dem der Senat bislang die Zuordnung des Schwergewichts der tatsächlichen Betreuung an den anderen Elternteil nicht in Frage gestellt hat (vgl. dazu Senatsurteile vom 21. Dezember 2005 - XII ZR 126/03 - FamRZ 2006, 1015, 1016 und vom 28. Februar 2007 - XII ZR 161/04 - FamRZ 2007, 707 Rn. 10).
Wenn und soweit der andere Elternteil gleichwohl die Hauptverantwortung für ein Kind trägt, muss es dabei bleiben, dass dieser Elternteil seine Unterhaltspflicht im Sinne des § 1606 Abs. 3 Satz 2 BGB durch die Pflege und Erziehung des Kindes erfüllt (Senatsurteile vom 21. Dezember 2005 - XII ZR 126/03 - FamRZ 2006, 1015, 1017 und vom 28. Februar 2007 - XII ZR 161/04 - FamRZ 2007, 707 Rn. 16).
Dabei kommt der zeitlichen Komponente der von ihm übernommenen Betreuung zwar eine Indizwirkung zu, ohne dass sich allerdings die Beurteilung allein hierauf zu beschränken braucht (Senatsurteile vom 21. Dezember 2005 - XII ZR 126/03 - FamRZ 2006, 1015, 1017 und vom 28. Februar 2007 - XII ZR 161/04 - FamRZ 2007, 707 Rn. 16).
In Bezug auf die Ausübung eines deutlich erweiterten Umgangsrechts hat der Senat bislang die Ansicht vertreten, dass auch die Verpflegung des Kindes während einiger weiterer Tage im Haushalt des umgangsberechtigten Elternteils nicht zu nennenswerten Ersparnissen auf Seiten des betreuenden Elternteils führe (vgl. Senatsurteile vom 21. Dezember 2005 - XII ZR 126/03 - FamRZ 2006, 1015, 1017 und vom 28. Februar 2007 - XII ZR 161/04 - FamRZ 2007, 707 Rn. 25).
Wenn und soweit der andere Elternteil gleichwohl die Hauptverantwortung für ein Kind trägt, muss es dabei bleiben, dass dieser Elternteil seine Unterhaltspflicht im Sinne des § 1606 Abs. 3 Satz 2 BGB durch die Pflege und Erziehung des Kindes erfüllt (…Senatsbeschluss vom 12. März 2014 - XII ZB 234/13 - FamRZ 2014, 917 Rn. 28; Senatsurteile vom 21. Dezember 2005 - XII ZR 126/03 - FamRZ 2006, 1015, 1017 und vom 28. Februar 2007 - XII ZR 161/04 - FamRZ 2007, 707 Rn. 16; aA Schürmann FamRZ 2014, 921; Sünderhauf NZFam 2014, 585).
OLG Frankfurt, 03.04.2013 - 2 UF 394/12
Abgrenzung Wechselmodell und erweiterter Umgang bei Unterhaltspflicht für …
Damit stellt das Gesetz für die Vertretung des minderjährigen Kindes auf die tatsächliche Obhut- und Betreuungssituation ab (BGH, Urteil vom 28. Februar 2007, XII ZR 161/04, FamRZ 2007, 707ff, zitiert nach Juris, Rn. 8).
Die konkreten Aufenthaltszeiten, denen für die Frage des Vorliegens eines Wechselmodells indizielle Bedeutung zukommt (BGH, Urteil vom 28. Februar 2007 zu XII ZR 161/04), sind jedoch anders als der Antragsgegner meint, nicht gleichgewichtig.
Die Mutter ist, weil sie das Kind im Sinne des § 1606 Abs. 3 BGB betreut, auch nicht anteilig an den Unterhaltskosten für das Kind zu beteiligen (vgl. BGH, Urteil vom 28. Februar 2007 zu XII ZR 161/04, zitiert nach Juris, Rn. 16f.).
Liegt das deutliche Schwergewicht der Betreuung bei einem Elternteil und trägt dieser die Hauptverantwortung für das Kind, so erfüllt dieser Elternteil durch die Pflege und Erziehung des Kindes seine Unterhaltspflicht i.S. des § 1606 Abs. 3 Satz 2 BGB (vgl. BGH-Urteil vom 28. Februar 2007 XII ZR 161/04, NJW 2007, 1882, unter 2.b).
OLG Düsseldorf, 18.05.2015 - 7 UF 10/15
Leben die Eltern in verschiedenen Wohnungen und regeln sie den gewöhnlichen Aufenthalt des Kindes dergestalt, dass es vorwiegend in der Wohnung eines Elternteils lebt und dies durch regelmäßige Besuche in der Wohnung des anderen Elternteils unterbrochen wird (Eingliederungs- oder Residenzmodell), so ist die Obhut im Sinne des § 1629 Abs. 2 Satz 2 BGB dem erstgenannten Elternteil zuzuordnen (BGH FamRZ 2006, 1015, 1016; FamRZ 2007, 707, bei juris Rn. 8).
Wenn und soweit der andere Elternteil gleichwohl die Hauptverantwortung für ein Kind trägt, muss es dabei bleiben, dass dieser Elternteil seine Unterhaltspflicht im Sinne des § 1606 Abs. 3 Satz 2 BGB durch die Pflege und Erziehung des Kindes erfüllt (…BGH FamRZ 2015, 236, bei juris Rn. 20 ff.;… FamRZ 2014, 917 Rn. 28; FamRZ 2006, 1015, 1017; FamRZ 2007, 707 Rn. 16).
Der Unterhaltsbedarf kann (weitergehend) gemindert sein, wenn der barunterhaltspflichtige Elternteil dem Kind im Zuge seines erweiterten Umgangsrechts Leistungen erbringt, mit denen er den Unterhaltsbedarf des Kindes auf andere Weise als durch Zahlung einer Geldrente teilweise deckt (…BGH a.a.O., Rn. 38f.; FamRZ 2006, 1015; FamRZ 2007, 707).
von Sonntagabend bis Donnerstag früh/Donnerstagmittag bis Sonntagabend - ist eine nachhaltige Entlastung nicht anzunehmen, denn dieses Betreuungsmodell be- und entlastet beide Elternteile gleichermaßen (vgl. Oldenburger-Miltz, JurisPR-FamR 11/2007 Anm. 1 zu BGH, Urteil vom 28. Februar 2007 - XII ZR 161/04 -).
Dies steht im Einklang mit der Rechtsprechung der Zivilgerichtsbarkeit, die darauf abstellt, in welchem Umfang das praktizierte Wechselmodell geeignet ist, zur Entlastung des die Betreuung des Kindes sicherstellenden Elternteils beizutragen (vgl. BGH, Urteil vom 21. Dezember 2005 - XII ZR 126/03 - und Urteil vom 28. Februar 2007 - XII ZR 161/04 -, Juris).
Im Urteil vom 28. Februar 2007 XII ZR 161/04 (Neue Juristische Wochenschrift --NJW-- 2007, 1882) habe der BGH entschieden, dass bei einem Anteil von 64 % das Schwergewicht der Betreuung eindeutig bei der Mutter liege.
Die Beurteilung braucht sich hierauf aber nicht zu beschränken (BGH-Urteile vom 28. Februar 2007 XII ZR 161/04, NJW 2007, 1882, und vom 21. Dezember 2005 XII ZR 126/03 Zeitschrift für das gesamte Familienrecht 2006, 1015, 1016 f.).
Leben die Eltern in verschiedenen Wohnungen und regeln sie den gewöhnlichen Aufenthalt eines Kindes in der Weise, dass es vorwiegend in der Wohnung eines Elternteils - unterbrochen durch regelmäßige Besuche in der Wohnung des anderen Elternteils - lebt, so ist die Obhut im Sinne des § 1629 Abs. 2 S. 2 BGB deshalb dem erstgenannten Elternteil zuzuordnen (BGH FamRZ 2007, 707;… Johannsen/Henrich-Jaeger, FamFG, 6. Auflage 2015, § 1629 Rn. 6).
OLG Schleswig, 27.02.2008 - 10 UF 212/07
Kindesunterhalt: Barunterhaltspflicht bei nicht praktiziertem Wechselmodell; …