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Timestamp: 2016-10-27 10:54:01
Document Index: 98764807

Matched Legal Cases: ['Art. 82', 'Art. 86', 'Art. 89', 'Art. 95', 'Art. 106', 'Art. 42', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 97', 'Art. 99', 'Art. 113', 'Art. 112', 'Art. 93', 'Art. 11', 'Art. 10', 'Art. 5', 'Art. 33', 'Art. 4', 'Art. 26', 'Art. 4', 'Art. 5', 'Art. 33', 'Art. 26', 'BGE', 'BGE', 'Art. 33', 'Art. 26', 'Art. 24', 'Art. 33', 'Art. 26', 'Art. 99', 'Art. 97', 'Art. 105', 'Art. 99', 'Art. 65', 'Art. 68']

2C_131/2013 (27.11.2013)
2C_131/2013 � � Urteil vom 27. November 2013
MWST; Leistungsaustausch, Gewinnbeteiligung an Spielertransfers, Vorsteuerabzug, Sponsoring, Mitgliederbeitr�ge (1. Quartal 1998 - 2. Quartal 2003),
Die X.________ AG ist seit dem 1. Januar 1995 im Register der Mehrwertsteuerpflichtigen eingetragen. Sie bezweckt nach eigenen Angaben die Organisation und Durchf�hrung von Fussballveranstaltungen f�r den Verein A.________ sowie die Bereitstellung der Spielerkontingente und �bt alle T�tigkeiten aus, die mit diesem Zweck direkt oder indirekt zusammenh�ngen.
An verschiedenen Tagen in den Monaten Februar, M�rz, April 2003, M�rz 2004 und November 2005 f�hrte die Eidgen�ssische Steuerverwaltung (ESTV) bei der Steuerpflichtigen eine Mehrwertsteuer-Kontrolle durch. In der Folge nahm sie mit insgesamt vier Erg�nzungsabrechnungen (EA) vom 6. Juli 2006 folgende Nachbelastungen vor:
Mit Schreiben vom 30. Juni 2006 bestritt die Steuerpflichtige diese Erg�nzungsabrechnungen, soweit die Nachbelastungen folgende Konti betrafen:
1. Konto 1260 �bernahme Aufwand B.________ AG
2. Konto 6110 Mitgliederbeitr�ge
5. Konti 6810 und 6820 Ertr�ge aus Transferrechten bzw. Leihgeb�h-�������ren
Mit zwei Entscheiden vom 30. Januar 2008 und Einspracheentscheid vom 19. Dezember 2011 best�tige die ESTV die Erg�nzungsabrechnungen vollumf�nglich.
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde (recte: Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten) beantragt die X.________ AG, der Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts vom 20. Dezember 2012 sei aufzuheben, soweit nicht Leistungen der Supporter-Vereinigung betroffen seien. Es sei die ESTV �berdies anzuweisen, die B.________ AG auf den 1. Januar 1998 r�ckwirkend als Steuerpflichtige ins Register einzutragen und es sei der B.________ AG und der Beschwerdef�hrerin zu gestatten, auf den von ihnen gegenseitig in Rechnung gestellten Leistungen die Vorsteuern abzuziehen. "Alternativ" (eventuell) sei auf die Besteuerung dieser Leistungen zu verzichten.
Die ESTV beantragt kostenf�llige Abweisung der Beschwerde. Das Bundesverwaltungsgericht hat auf eine Vernehmlassung verzichtet.
Der Beschwerde wurde aufschiebende Wirkung zuerkannt (Verf�gung vom 5. M�rz 2013).
1.1.�Gegen Entscheide des Bundesverwaltungsgerichts �ber die Mehrwertsteuer ist die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten zul�ssig (Art. 82 lit. a, Art. 86 Abs. 1 lit. a BGG). Die Beschwerdef�hrerin ist durch den angefochtenen Entscheid besonders ber�hrt und hat ein schutzw�rdiges Interesse an dessen Aufhebung (Art. 89 Abs. 1 BGG). Die unrichtige Bezeichnung der Beschwerde als Verwaltungsgerichtsbeschwerde schadet nicht.
1.2.�Die Beschwerdef�hrerin beantragt u.a., die B.________ AG sei r�ckwirkend auf den 1. Januar 1998 als Mehrwertsteuerpflichtige einzutragen und es sei den beiden Unternehmen zu gestatten, die (gegenseitig) fakturierten Leistungen als Vorsteuern abzuziehen. Alternativ sei auf die Besteuerung der Leistungen an die B.________ AG zu verzichten.
1.2.1.�In ihrem Einspracheentscheid vom 19. Dezember 2011 hat die ESTV ihre verschiedenen Erg�nzungsabrechnungen betreffend die Beschwerdef�hrerin best�tigt. Ein die subjektive oder objektive Steuerpflicht der B.________ AG betreffender Entscheid der ESTV war bei der Vorinstanz nicht angefochten. Auf ein entsprechendes Begehren der Beschwerdef�hrerin trat bereits die Vorinstanz - zu Recht - nicht ein. Die Steuerpflicht der B.________ AG kann daher auch nicht zum Gegenstand des bundesgerichtlichen Verfahrens gemacht werden.
Es mag zutreffen, dass zwischen der Beschwerdef�hrerin und der ESTV Gespr�che betreffend die subjektive Steuerpflicht der B.________ AG stattgefunden haben. �ber diese Frage entschieden hat die ESTV im vorliegenden Verfahren indessen nicht, und die Beschwerdef�hrerin macht auch nicht geltend, dieses Verhalten unter dem Titel der Rechtsverz�gerung oder Rechtsverweigerung zum Verfahrensgegenstand gemacht zu haben. Es ist daher schon aus diesem Grund nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz auf das Gesuch der Beschwerdef�hrerin um r�ckwirkende Eintragung der B.________ AG nicht eingetreten ist.
1.2.2.�Zul�ssig ist indes der Eventualantrag, es sei "alternativ" auf die Besteuerung der Leistungen der Beschwerdef�hrerin an die B.________ AG zu verzichten, weil es dabei um die Steuern der Beschwerdef�hrerin geht (dazu nachfolgende E. 3), sowie der Hauptantrag, lautend auf Aufhebung des angefochtenen Entscheides.
1.3.�Mit der Beschwerde k�nnen Rechtsverletzungen nach Art. 95 und 96 BGG geltend gemacht werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Immerhin pr�ft es, unter Ber�cksichtigung der allgemeinen Begr�ndungspflicht (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen, sofern der rechtliche Mangel nicht geradezu offensichtlich ist. Die Verletzung von Grundrechten kann es nur insofern pr�fen, als eine solche R�ge in der Beschwerde vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG; zum Ganzen BGE 135 II 384 E. 2.2.1 S. 389; 135 III 397 E. 1.4 S. 400; 133 II 249 E. 1.4.1 f. S. 254 mit Hinweisen).
1.4.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Die Feststellung des Sachverhaltes kann - soweit rechtserheblich - nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 97 Abs. 1 BGG). Eine solche R�ge wird nicht erhoben.
1.5.�Neue Tatsachen und Beweismittel d�rfen nur soweit vorgebracht werden, als erst der angefochtene Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG). Die Beschwerdef�hrerin hat mit der vorliegenden Beschwerde als Beilage 3 und 4 ein Kontoblatt mit Buchungsbeleg ihrer per 30. Juni 2001 abgeschlossenen Buchhaltung sowie die Jahresrechnung 2001 des Vereins A.________ eingereicht. Die Beweismittel stehen im Zusammenhang mit der Frage der K�rzung der Einnahmen aus Mitgliederbeitr�gen als Bemessungsgrundlage der Steuer (s. dazu nachfolgende E. 4). Sie h�tten bereits im vorinstanzlichen Verfahren vorgelegt werden k�nnen, zumal sich das Bundesverwaltungsgericht mit eben dieser Frage befassen musste, und sind neu. Sie sind folglich aus dem Recht zu weisen.
1.6.�Am 1. Januar 2010 trat das Bundesgesetz �ber die Mehrwertsteuer vom 12. Juni 2009 (MWSTG; SR 641.20) in Kraft. Dessen Verfahrensbestimmungen finden auf h�ngige Verfahren sofort Anwendung (Art. 113 Abs. 3 MWSTG). In materieller Hinsicht bleiben die bisherigen Vorschriften f�r die vor diesem Datum eingetretenen Tatsachen und entstandenen Rechtsverh�ltnisse g�ltig (Art. 112 Abs. 1 und 2 MWSTG). Vorliegend sind daher in materieller Hinsicht auf die Mehrwertsteuern der Jahre 2001 - 2003 das Mehrwertsteuergesetz vom 2. September 1999 (aMWSTG; AS 2000 1300) und die zugeh�rigen Ausf�hrungsbestimmungen anwendbar. F�r die Mehrwertsteuern der Perioden vom 1. Januar 1998 bis 31. Dezember 2000 gelten nach Art. 93 aMWSTG die materiellen Bestimmungen der (gesetzesvertretenden) Verordnung des Bundesrates vom 22. Juni 1994 �ber die Mehrwertsteuer (aMWSTV; AS 1994 1464).
- die �bernahme des Aufwandes der B.________ AG durch die Beschwerdef�hrerin als steuerbare Leistungen der Beschwerdef�hrerin an die B.________ AG (nachfolgende E. 3),
- die Mitgliederbeitr�ge (nachfolgende E. 4),
- die Erl�se aus Transferentsch�digungen (nachfolgende E. 5) sowie
3.1.�Der Nachbelastung der Mehrwertsteuer f�r die �bernahme des Aufwandes der B.________ AG durch die Beschwerdef�hrerin (Konto 1260) liegt folgender Sachverhalt zu Grunde:
Aus praktischen (versicherungstechnischen) Gr�nden entschloss sich die Beschwerdef�hrerin im Jahr 1998, die nicht effektiv als Sportler t�tigen Mitarbeiter (Trainer, Masseure, Platzwart, Funktion�re etc.) sukzessive an die B.________ AG zu �berantworten. Seit 1998 eintretende Mitarbeiter wurden auf diese Weise direkt bei der B.________ AG angestellt. Die anderen Mitarbeiter der Beschwerdef�hrerin behielten formell ihren Vertrag, wurden aber gleich behandelt wie diejenigen der B.________ AG. Die Personalkosten der Mitarbeiter der Beschwerdef�hrerin, welche der B.________ AG ausgeliehen waren, wurden der B.________ AG weiter belastet. Diese erbrachte in der Folge mit den eigenen und den ausgeliehenen Mitarbeitern gegen�ber der Beschwerdef�hrerin Dienstleistungen. �ber diese Leistungen wurden keine Fakturen ausgestellt und erfolgte kein Zahlungsfluss, sondern es wurden lediglich Forderungen verbucht.
3.2.�Die Beschwerdef�hrerin beantragt, auf die Besteuerung ihrer Leistungen an die B.________ AG sei zu verzichten, sofern diese nicht r�ckwirkend ab 1. Januar 1998 als Mehrwertsteuerpflichtige registriert werde. Es handelt sich gem�ss den Ausf�hrungen der Beschwerdef�hrerin um den Alternativantrag (Eventualantrag) f�r den Fall, dass die Steuerpflicht der B.________ AG f�r die hier fraglichen Steuerperioden nicht anerkannt werden sollte (vgl. vorn E. 1.2).
Der Antrag ist unbegr�ndet. Bei der B.________ AG handelte es sich in der vorliegend relevanten Periode um ein von der Beschwerdef�hrerin verschiedenes Subjekt. Es ist nicht zu sehen, inwiefern die Steuerpflicht der Beschwerdef�hrerin und die Steuerbarkeit der von ihr erbrachten Ums�tze davon abh�ngen k�nnten, ob die B.________ AG steuerpflichtig ist oder nicht. Ist diese steuerpflichtig, kann sie gegebenenfalls die ihr von der Beschwerdef�hrerin in Rechnung gestellten Steuern als Vorsteuern in Abzug bringen; ist sie es nicht, gilt sie als Endverbraucherin und hat die auf sie �berw�lzten Steuern definitiv zu tragen. Auf die Steuerpflicht der Beschwerdef�hrerin hat das alles keinen Einfluss, wie die Verwaltung bereits im Einspracheentscheid (E. 2.2.2) dargelegt hat.
3.3.�Dass die Leistungen der Beschwerdef�hrerin gegen�ber der B.________ AG im �brigen am besten unter dem Titel "Zurverf�gungstellung von Arbeitskr�ften" zu qualifizieren sind und es sich dementsprechend um steuerbare Leistungen handelt, hat die Beschwerdef�hrerin bereits in der Einsprache (S. 5) und in der Beschwerde an die Vorinstanz (S. 6) anerkannt.
4.1.�Mit den Mitgliederbeitr�gen hat es folgende Bewandtnis: Die Beschwerdef�hrerin fakturierte auf Briefpapier des Vereins A.________ und in dessen Namen, also in direkter Stellvertretung f�r den Verein (Art. 11 Abs. 1 lit. a aMWSTG bzw. Art. 10 Abs. 1 lit. a aMWSTV), die periodischen Mitgliederbeitr�ge gegen�ber den Vereinsmitgliedern. Es handelt sich unbestrittenermassen um Einnahmen des Vereins. Deren steuerliche Behandlung beim Verein steht hier nicht zur Diskussion.
Die Beschwerdef�hrerin verwendete die Einnahmen aus den Mitgliederbeitr�gen zur Abgeltung der Leistungen, welche sie gegen�ber dem Verein erbrachte. Es handelt sich um Entgelt f�r Dienstleistungen im mehrwertsteuerrechtlichen Sinn, welches dementsprechend der Steuer unterliegt (Art. 5 lit. b in Verb. mit Art. 33 Abs. 1 lit. a aMWSTG bzw. Art. 4 lit. b in Verb. mit Art. 26 Abs. 1 aMWSTV). Dies ist unbestritten.
Die Beschwerdef�hrerin verlangt aber eine K�rzung dieses Entgelts um 25 Prozent f�r den Anteil, welcher "dem Verein tats�chlich gutgeschrieben und tats�chlich zur Verf�gung gestellt wird". Die Beschwerdef�hrerin macht also geltend, dass die Mitgliederbeitr�ge in diesem begrenzten Umfang tats�chlich dem Verein zugeflossen sind und folglich kein Entgelt darstellen w�rden.
4.2.�Nach den Feststellungen der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung im Einspracheentscheid (E. 4.8) finden sich in der Buchhaltung der Beschwerdef�hrerin keine Hinweise auf einen solchen Sachverhalt, etwa indem die Beschwerdef�hrerin die Mitgliederbeitr�ge (in der H�he von 25 Prozent) als Durchlaufposten f�r den Verein verbucht h�tte. Vielmehr habe sie die Mitgliederbeitr�ge als ihren eigenen Ertrag verbucht. Auf diese Feststellungen st�tzt sich auch die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid. Die Behauptung, wonach die Beschwerdef�hrerin dem Verein tats�chlich 25 Prozent der eingenommenen Mitgliederbeitr�ge gutgeschrieben habe, sei nicht bewiesen. Die Beschwerdef�hrerin habe vor dem Bundesverwaltungsgericht keinerlei Dokumente eingereicht, um ihre Behauptung zu belegen.
4.3.�Diese Feststellungen tats�chlicher Art durch die Vorinstanz sind nicht offensichtlich unrichtig. Das von der Beschwerdef�hrerin erst im bundesgerichtlichen Verfahren vorgelegte Kontoblatt aus ihrer Buchhaltung des per 30. Juni 2001 abgeschlossenen Gesch�ftsjahres 2000/01 sowie die Bilanz und Erfolgsrechnung des Vereins 2000/01 h�tten bereits im vorinstanzlichen Verfahren eingereicht werden m�ssen und k�nnen als neue Tatsachen und Beweismittel im bundesgerichtlichen Verfahren nicht mehr ber�cksichtigt werden (vgl. vorn E. 1.5). Die selektive Beschr�nkung auf die Buchhaltungszahlen betreffend die Juniorenabteilung des Vereins und auf die Jahresrechnung des per 30. Juni abgeschlossenen Gesch�ftsjahrs 2000/01 w�re im Hinblick auf die gesamten Mitgliederbeitr�ge und auf die �brigen Perioden auch gar nicht aussagekr�ftig. Bei dieser Sachlage ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanzen als Bemessungsgrundlage f�r die Steuer 100 Prozent der Einnahmen aus Mitgliederbeitr�gen angenommen haben.
Streitig ist sodann die Mehrwertsteuer, welche die ESTV auf den Ertr�gen aus Transferrechten nacherfasst hat. Es geht dabei um folgenden Sachverhalt:
5.1.�Die Beschwerdef�hrerin bezweckt die Durchf�hrung von Fussballveranstaltungen f�r den Verein A.________ und namentlich die Bereitstellung der Spielerkontingente. Gem�ss den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz im angefochtenen Entscheid (E. 5.1, 5.1.1, 5.1.3.1), erwarb die Beschwerdef�hrerin die Rechte an den Fussballspielern allerdings nicht selbst, sondern nahm hierf�r die Dienste der Y.________ in Anspruch. Letztere erwarb die Rechte an den Spielern teils als Bezug von Dienstleistungen von Unternehmen im Ausland, teils als Bezug von Dienstleistungen im Inland. Das folgt auch aus dem im Parallelverfahren der Y.________ angefochtenen Urteil A-6759/2011 des Bundesverwaltungsgerichts vom 20. Dezember 2012 (E. 3); das Urteil ist der Vertreterin der Beschwerdef�hrerin bekannt. F�r diese Spieler schloss die Y.________ mit der Beschwerdef�hrerin (sowie dem Verein A.________) jeweils pro Spieler eine Vereinbarung ab. Darin verpflichtete sich die Beschwerdef�hrerin, mit dem Spieler, an dem die Y.________ die Rechte hielt, f�r eine bestimmte Dauer einen Nationalliga-Spielervertrag zu schliessen und den daraus entstehenden finanziellen Verpflichtungen (Sal�rzahlungen, Pr�mien, Berufsschutz etc.) nachzukommen. Die Y.________ verpflichtete sich, eine allf�llige Transferfinanzierung bez�glich des betroffenen Spielers auch nach Ablauf des Nationalliga-Spielervertrags zu �bernehmen, falls sich die Beschwerdef�hrerin sowie der Verein A.________ und der Spieler auf eine weitere T�tigkeit bei diesem einigten. In diesem Fall sollten sich die Parteien �ber die H�he einer von der Beschwerdef�hrerin an die Y.________ zu zahlende Geb�hr verst�ndigen. Die Beschwerdef�hrerin verpflichtete sich zudem, der Y.________ pro Spieler monatlich eine Geb�hr zu entrichten. F�r die Ausleihe eines Spielers w�hrend der Vertragsdauer an einen anderen Verein hatte die Y.________ der Beschwerdef�hrerin 20 Prozent der allf�lligen Leihgeb�hr zu entrichten. F�r den Fall der Weiterver�usserung der Rechte an einem Spieler w�hrend der Dauer des Spielervertrags wurde dem Verein A.________ ein Vorkaufsrecht einger�umt. Ein der Y.________ nach Weiterver�usserung der Transferrechte eines Spielers nach Abzug der Finanzierungskosten verbleibender Nettoerl�s stand der Beschwerdef�hrerin zu 20 Prozent zu.
Diese Zahlungen aus der Weiterver�usserung von Transferrechten - von der Beschwerdef�hrerin auch als "Ertrags�bersch�sse" oder "Gewinnanteile" bezeichnet - sind im vorliegenden Fall streitig.
5.2.�Gem�ss Art. 4 aMWSTV bzw. Art. 5 aMWSTG unterliegen - abgesehen von der Steuer auf dem Eigenverbrauch - nur die gegen Entgelt erbrachten Leistungen der Mehrwertsteuer. Damit ein steuerbarer Umsatz vorliegt, ist ein Austausch von Leistungen notwendig. Die Leistung, welche der Unternehmer erbringt, ist entweder eine Lieferung oder eine Dienstleistung. Die Gegenleistung besteht im Entgelt. Nach Art. 33 Abs. 1 aMWSTG bzw. Art. 26 Abs. 1 aMWSTV wird die Steuer vom Entgelt berechnet. Zwischen Leistung und Gegenleistung muss zudem ein Zusammenhang bestehen in dem Sinn, dass die Leistung die Gegenleistung ausl�st (BGE 138 II 239 E. 3.2 S. 241; 132 II 353 E. 4.1 S. 357; 126 II 443 E. 6a S. 451). Das ist die sog. "innere wirtschaftliche Verkn�pfung" im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (BGE 126 II 443 E. 6a S. 451; 138 II 239 E. 3.2 S. 241; Urteil 2C_836/2009 vom 15. Mai 2012 E. 5.1, in: ASA 81 S. 564).
Als Form, in welcher das Entgelt geleistet wird, steht in den meisten F�llen ein Geldbetrag im Vordergrund. In Frage kommen daneben aber auch Tauschleistungen oder Leistungen an Zahlungs statt. Das Entgelt kann mit anderen Worten jeder Verm�gensvorteil sein, den der Leistungsempf�nger aufwendet (vgl. Camenzind/Honauer/Vallender/Jung/ Probst, Handbuch zum Mehrwertsteuergesetz, 3. Aufl. 2012, S. 550 Rz. 1485 ff. S. 550 ff.). F�r Tauschleistungen halten Art. 33 Abs. 4 aMWSTG und Art. 26 Abs. 4 aMWSTV fest, dass der Wert jeder Leistung als Entgelt f�r die andere Leistung gilt. Das Mehrwertsteuerrecht geht somit f�r Tauschgesch�fte von zwei selbst�ndigen, entgeltlichen Leistungen aus, deren Wert unabh�ngig voneinander zu beurteilen ist (Mollard/Oberson/Tissot Benedetto, Trait� TVA, 2009, S. 581 Rz. 53 f.; Camenzind et al., a.a.O., Rz. 1486 S. 550). Massgebend als Bemessungsgrundlage ist nach der Rechtsprechung der Marktwert der beiden Leistungen (Urteile 2C_928/2010 vom 28. Juni 2011 E. 2.2 und 2.2.1, in: ASA 80 S. 287; 2C_506/2007 vom 13. Februar 2008 E. 3.1 i.f., in: ASA 77 S. 191; 2A.150/2001 vom 13. Februar 2002 E. 7a, in: ASA 72 S. 231). Art. 24 Abs. 3 MWSTG 2011 h�lt dies nun ausdr�cklich fest.
5.3.�Die Vorinstanz hat hinsichtlich der Zahlungen aus der Weiterver�usserung von Transferrechten ein Leistungsaustauschverh�ltnis zwischen der Beschwerdef�hrerin und der Y.________ bejaht. Sie erblickt das entscheidende Kriterium darin, dass die Y.________ den Spieler der Beschwerdef�hrerin �berlasst, damit diese mit dem Spieler einen Spielervertrag eingeht. Damit erf�lle die Beschwerdef�hrerin ihre vertraglichen Verpflichtungen gegen�ber der Y.________ (Gegenleistung). Weitere Leistungen der Y.________ best�nden darin, dass diese die Beschwerdef�hrerin am Nettoerl�s bei einem allf�lligen Verkauf der Spielerrechte sowie an den Einnahmen bei der Ausleihe des Spielers an einen Drittclub beteilige. Alle diese gegenseitigen Verpflichtungen w�rden untrennbar ineinandergreifen und k�nnten mehrwertsteuerrechtlich nicht sinnvoll separiert werden. Eine "innere Verkn�pfung" bzw. ein "unmittelbarer wirtschaftlicher Zusammenhang" zwischen den Leistungen der Y.________ und der Beschwerdef�hrerin sei damit gegeben. Es handle sich um einen tausch�hnlichen Vorgang, der die Mehrwertsteuer ausl�se.
Die Beschwerdef�hrerin bestreitet das Vorliegen eines Leistungsaustausches. Sie macht geltend, bei den von der Y.________ ausgerichteten Ertrags�bersch�ssen handle es sich einzig um ihren Anteil am Handelsgewinn dieser Unternehmung.
5.4.�Die Ansicht der Vorinstanz ist begr�ndet: Teilweise erbringt die Beschwerdef�hrerin gegen�ber der Y.________ Leistungen im Austausch gegen andere Leistungen; teilweise erh�lt sie f�r ihre Leistungen ein Entgelt. So verpflichtet sich die Beschwerdef�hrerin mit den ihr zur Verf�gung gestellten Spielern, an denen die Y.________ die Rechte h�lt, pro Spieler einen Spielervertrag (unter �bernahme der sich daraus ergebenden finanziellen Verpflichtungen) abzuschliessen. Als Gegenleistung erh�lt sie die Spieler von der Y.________ leihweise zur Verf�gung gestellt. Es handelt sich um ein Tauschgesch�ft im mehrwertsteuerrechtlichen Sinn, wobei als Wert der Gegenleistung (Entgelt) der Wert der Spielerausleihe gilt (Art. 33 Abs. 4 aMWSTG, Art. 26 Abs. 4 aMWSTV). Zus�tzlich stehen der Beschwerdef�hrerin 20 Prozent der Leihgeb�hr aus einer allf�lligen Ausleihe des Spielers an einen Drittclub sowie 20 Prozent am Nettoerl�s aus der Weiterver�usserung der Transferrechte am Spieler durch die Y.________ zu. Es handelt sich um ein zus�tzliches Entgelt in Form eines Anteils am Erl�s. Es geht somit nicht um ein reines Tauschgesch�ft, sondern um ein aus gew�hnlichem Leistungsaustausch und Tausch gemischten Gesch�ft. Wohl deshalb spricht die Vorinstanz (im genannten Parallelfall) auch von einem "tausch�hnlichen" Gesch�ft. Es handelt sich um Leistungsaustausche, welche die Mehrwertsteuer ausl�sen.
5.5.�Was die Beschwerdef�hrerin einwendet, dringt nicht durch. Bei den von ihr erzielten Einnahmen handelt es sich - entgegen ihrer Ansicht - nicht um einen Anteil am Handelsgewinn der Y.________. Die Beschwerdef�hrerin ist soweit ersichtlich an der Y.________ nicht beteiligt. Anders w�rde es sich verhalten, wenn zwischen der Beschwerdef�hrerin und der Y.________ eine gesellschafts�hnliche Unternehmung bestanden h�tte und die Beteiligten (�hnlich einem Konsortium) unter gemeinsamer Mehrwertsteuernummer t�tig geworden w�ren. Tats�chlich aber sind beide Unternehmen unter eigener Mehrwertsteuernummer steuerpflichtig und bewirken ihre eigenen Ums�tze. Entscheidend ist, wie auch die Beschwerdef�hrerin ausf�hrt, "dass die erworbenen Rechte an den Fussballspielern bei der Y.________ bilanziert, bewertet und wenn unternehmerisch angezeigt, auch abgeschrieben resp. die Erl�se anl�sslich des Verkaufs gutgeschrieben wurden".
Der Beschwerdef�hrerin hilft auch nicht, dass sie im Fall "D.________" selber Inhaberin der Rechte am Spieler gewesen sei und sie deren Ver�usserung selber realisiert habe. Es handelt sich um eine neue Tatsache, die auf neuen Beweismitteln beruht und folglich unbeachtlich bleiben muss (Art. 99 Abs. 1 BGG). Bindend ist f�r das Bundesgericht allein der von der Vorinstanz festgestellte Sachverhalt, der nicht offensichtlich unrichtig oder unvollst�ndig ist (Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG, vgl. oben E. 1.4 ).
5.6.�Die Beschwerdef�hrerin macht f�r den Fall, dass ein Leistungsaustausch bejaht w�rde, geltend, dass ihr der Vorsteuerabzug gew�hrt werden m�sse; das gelte namentlich auch f�r die Ver�usserung der Rechte an den Spielern "D.________" und "E.________" ins Ausland.
Die Vorinstanz hat dargelegt, dass die Nachbelastung der ESTV bei der Beschwerdef�hrerin ausschliesslich jene Gewinnanteile aus Transferrechten erfasse, an welchen die Y.________ Inhaberin der ver�usserten Rechte und zum Verkauf (und Vorsteuerabzug) berechtigt gewesen sei. Inwiefern es sich bei den beiden genannten Spielern anders verhalten solle, lege die Beschwerdef�hrerin nicht dar. Entsprechende Belege und Dokumente habe sie nicht eingereicht. Ein zus�tzliches Recht auf Vorsteuerabzug bestehe nicht.
Auf diese Begr�ndung kann verwiesen werden. Die Beschwerdef�hrerin legt nicht dar, auf welchen Eingangsums�tzen sie zum Vorsteuerabzug berechtigt w�re. Die Behauptung, dass im Fall "D.________" sie selber Inhaberin der Rechte am Spieler gewesen sei und deren Ver�usserung selber realisiert habe, ist wie erw�hnt neu, beruht auf neuen Beweismitteln und ist unbeachtlich (Art. 99 Abs. 1 BGG).
Der Antrag, es sei der Beschwerdef�hrerin zu gestatten, die von der B.________ AG fakturierten Mehrwertsteuer als Vorsteuer zum Abzug zuzulassen, wird nur f�r den Fall gestellt, dass die Steuerpflicht der B.________ AG statuiert werden sollte. Da diese f�r die hier fraglichen Perioden nicht steuerpflichtig ist, ist der Antrag gegenstandslos. Es gibt keine Steuern, welche die B.________ AG als Nichtsteuerpflichtige in Rechnung zu stellen befugt gewesen w�re.
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Die Gerichtskosten sind der Beschwerdef�hrerin aufzuerlegen (Art. 65 und 66 Abs. 1 BGG). Ein Anspruch auf Parteientsch�digung besteht nicht (Art. 68 BGG).