Source: https://www.zfir-online.de/heft-20-2012/zfir-2012-740-eintragungshindernis-einer-grundschuld-bei-in-hoehe-von-48-schuldrechtlich-und-dinglich-vereinbarten/
Timestamp: 2020-07-05 13:09:24
Document Index: 125050615

Matched Legal Cases: ['§ 138', '§ 19', '§ 10', '§ 138', '§ 19', '§ 10', '§ 138']

Eintragungshindernis einer Grundschuld bei in Höhe von 48 % schuldrechtlich und dinglich vereinbarten Zinsen (OLG Schleswig, Beschl. v. 05.09.2012 – 2 W 19/12 – m. Anm. Maximilian Zimmer) – ZfIR 2012, 740 | ZfIR online
ZfIR 2012, 740
RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, KölnRWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, Köln1433-0172Zeitschrift für ImmobilienrechtZFIR2012RechtsprechungSachen- und GrundbuchrechtBGB § 138; GBO § 19; PfandlVO § 10 Abs. 1Eintragungshindernis einer Grundschuld bei in Höhe von 48 % schuldrechtlich und dinglich vereinbarten ZinsenBGB§ 138GBO§ 19PfandlVO§ 10OLG Schleswig, Beschl. v. 05.09.2012 – 2 W 19/12 (rechtskräftig)OLG SchleswigBeschl.5.9.20122 W 19/12rechtskräftig
1. Das Grundbuchamt ist zur Prüfung des materiellen Geschäfts berechtigt, wenn es durch Tatsachen begründete Zweifel an der Wirksamkeit der dinglichen Einigung hat, etwa bei Mängeln des schuldrechtlichen Vertrags aufgrund § 138 Abs. 1 BGB, die auf das dingliche Geschäft „durchschlagen“.
2. Die Vereinbarung eines Zinsatzes i.H.v. 48 % in einem Darlehensvertrag verstößt unter Vermutung der subjektiven Voraussetzungen gegen die guten Sitten; die Eintragung einer Grundschuld mit Zinsen in ebenfalls derartiger Höhe ist nicht vorzunehmen.