Source: https://gesetze-in-app.de/StPO/257c
Timestamp: 2019-03-22 07:51:14
Document Index: 2787820

Matched Legal Cases: ['§ 257', '§ 257', '§ 257', 'BGH', '§ 257', '§ 338', '§ 257', 'BGH', 'BGH', '§ 169', '§ 257', '§ 140', '§ 257', '§ 140', '§ 257', '§ 257']

§ 257c StPO: Verständigung zwischen Gericht und Verfahrensbeteiligten
Verständigung zwischen Gericht und Verfahrensbeteiligten
§ 257b StPO
OLG München, Urteil vom 4.0.2014, Az. 4 StRR 261/13 Diese Ausnahmefälle können sich ergeben, wenn etwa trotz unterbliebener Belehrung nach § 257c Abs. 5 StPO das Revisionsgericht die Überzeugung gewonnen hat, dass der Angeklagte das verständigungsbasierte Geständnis gleichwohl abgegeben hätte (BGH Urteil vom 7. August 2013 Az.: 5 StR 253/13 zit. nach juris Rdn. 11 f.).
OLG München, Urteil vom 4.0.2014, Az. 4 StRR 261/13 Der Senat ist sich hierbei der Tatsache bewusst, dass auf der Grundlage dieser Rechtsansicht der eindeutige Verstoß gegen § 257c Abs. 1 Satz 1 StPO eine solche Rechtsverletzung in die Nähe eines absoluten Revisionsgrundes nach § 338 StPO rückt, obwohl der Gesetzgeber mit der Neuregelung des Verständigungsgesetzes eine so weit reichende Regelung nicht getroffen hat (OLG Celle Beschluss vom 30. August 2011 Az: 32 Ss 87/11 zit. nach juris Rdn. 12).
OLG München, Urteil vom 4.0.2014, Az. 4 StRR 261/13 (...) Wie der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 19. März 2013 entnommen werden kann, kommen den gesetzlich statuierten Dokumentationspflichten insbesondere nach § 257c Abs.3 Satz 1 StPO wegen des Schutzes des Angeklagten vor gesetzwidrigen oder sachfremden Erwägungen (KG Urteil vom 23. April 2012 zit. nach juris Rdn. 3; BGH Urteil vom 17. Februar 2011 Az: 3 StR 426/100 zit. nach juris Rdn. 4 f.; BGH Beschluss vom 28. September 2010 Az: 3 StR 359/10 zit. nach juris Rdn. 8, 10) und wegen der Kontrolle verständigungsbasierter Verfahrenserledigungen durch die Öffentlichkeit (§ 169 GVG) und durch das Rechtsmittelgericht hervorragende Bedeutung zu.
OLG Bamberg, Beschluss vom 3.11.2014, Az. 1 Ws 622/14 Leitsatz: 1. Allein die Tatsache, dass dem Urteil erster Instanz eine Verständigung nach § 257c StPO im Sinne einer Urteilsabsprache zugrunde liegt, begründet auch bei einem absprachebedingten Geständnis nicht die Notwendigkeit zur Bestellung eines Pflichtverteidigers für den Angeklagten wegen der 'Schwierigkeit der Rechtslage' iSv § 140 II StPO im Berufungsverfahren (entgegen OLG Naumburg, Beschluss vom 4.12.2013 - 2 Ss 151/13 = StraFo 2014, 21 = NStZ 2014, 116 = StV 2014, 274).
OLG Bamberg, Beschluss vom 3.11.2014, Az. 1 Ws 622/14 Der Senat folgt insoweit nicht der Auffassung des OLG Naumburg (OLG Naumburg, Beschl. v. 04.12.2013 - 2 Ss 151/13 = StraFo 2014, 21 = NStZ 2014, 116 m. abl.An. Wenske NStZ 2014, 117 f. = StV 2014, 274), wonach eine Verständigung nach § 257c StPO in der Regel geeignet sei, die Schwierigkeit der Rechtslage im Sinne des § 140 II StPO zu begründen.
VGH München, Urteil vom 2.6.2014, Az. 21 B 14.463 Das gilt im Ergebnis auch für die Verurteilung wegen Insolvenzverschleppung und Betrugs, ohne dass es hier entscheidungserheblich darauf ankommt, ob die in der mündlichen Verhandlung des Landgerichts M. im Strafverfahren Az. 15 Ns 61 Js 665/10 erzielte Verständigung den Bestimmung des § 257c StPO unter Berücksichtigung der verfassungsrechtlichen Vorgaben (vgl. BVerfG, U. v. 19.3.2013 - 2 BvR 2628/10, 2 BvR 288/10, 2 BvR 2155/11 - NJW 2013, 1058/1062 ff.) entspricht.
VG Augsburg, Urteil vom 4.1.2016, Az. 5 K 15.506 Denn Gegenstand einer Verständigung nach § 257c StPO kann weder der Sachverhalt noch der Schuldspruch sein, vielmehr besteht auch im Falle einer Verständigung die aus dem verfassungsrechtlich verankerten Schuldprinzip folgende Verpflichtung des Strafgerichts, von Amts wegen den wahren Sachverhalt zu erforschen (vgl. BVerfG, Urt. v. 19.3.2013 - 2 BvR 2628/10, BVerfGE 133, 168.).