Source: https://anwalt-kg.de/insolvenzrecht/insolvenzplan/so-gehen-wir-fuer-sie-bei-einem-insolvenzplanverfahren-vor/
Timestamp: 2018-03-21 04:48:41
Document Index: 40684453

Matched Legal Cases: ['§ 34', '§ 217', '§ 220', '§ 221', '§ 222', '§ 222', '§ 221', '§ 243', '§ 244', '§ 218', '§ 232', '§ 218', '§ 231', '§ 218', '§ 231', '§ 218', '§ 231', '§ 231', '§ 235', '§ 243']

So gehen wir für Sie bei einem Insolvenzplanverfahren vor | Anwalt-KG
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So gehen wir für Sie vor – Schritt für Schritt
Sowohl für Verbraucher als auch für Unternehmen und Freiberufler übernehmen wir die vollständige Durchführung eines Insolvenzplanverfahrens – von der telefonischen, kostenfreien Erstberatung über die Kontaktaufnahme zu Ihren Gläubigern bis hin zur Ausarbeitung Ihres Insolvenzplans und der Vorbereitung und Begleitung im Abstimmungstermin. Unsere Dienstleistung erfolgt in der Regel auf der Grundlage eines pauschalen Festpreises, der für Sie von Beginn an transparent ist und kalkulierbar bleibt.
Bei der Durchführung einer Planinsolvenz mit Insolvenzplan gehen wir wie folgt für Sie vor:
Wir beraten Sie umfassend im Rahmen einer kostenfreien telefonischen Erstberatung oder in einem persönlichen Termin in unseren Räumlichkeiten. Das Erstberatungsgespräch dient dazu Ihren individuellen Einzelfall gemeinsam zu besprechen und die Erfolgsaussichten eines Insolvenzplans richtig einzuschätzen. Hierbei gehen wir ausführlich auf Ihre offenen Fragen ein.
2. Anschreiben aller Gläubiger zur Vorbereitung des Insolvenzplanverfahrens
Um Ihnen eine vollständige und lückenlose Entschuldung durch den Insolvenzplan zu gewährleisten schreiben wir alle Ihre Gläubiger an. Zur Vorbereitung auf die Einleitung Ihrer Planinsolvenz fragen wir die aktuellen Forderungsstände Ihrer Gläubiger ab. Dieser Schritt ist insbesondere für die Planinsolvenz sehr wichtig, weil sich die Ausgestaltung Ihres Planangebots und die quotale Verteilung zur Befriedigung Ihrer Gläubiger an den richtigen Schuldenständen bemisst.
Durch die Kontaktaufnahme zu Ihren Gläubigern versuchen wir zudem Vollstreckungen zuvorzukommen. Hierzu informieren wir sie über die Einleitung eines Insolvenzverfahrens, halten uns mit dem Insolvenzplanvorhaben allerdings noch bedeckt. Auf diese Weise erfahren Ihre Gläubiger von Ihrer aktuellen finanziell schwierigen Situation und sehen erfahrungsgemäß von weiteren Kontaktaufnahmen, gerichtlichen Verfahren und Zwangsvollstreckungsmaßnahmen ab. Vielen Gläubigern sind wir bereits als eine auf Entschuldungen spezialisierte Kanzlei bekannt und sie wissen bereits, dass Zwangsvollstreckungsmaßnahmen in der Regel fruchtlos verlaufen werden.
3. Abfragen bei den Wirtschaftsauskunfteien Schufa und ICD sowie dem Schuldnerverzeichnis
In der Vorbereitung Ihrer Planinsolvenz führen wir Abfragen bei den Wirtschaftsauskunfteien SCHUFA und ICD nach § 34 BDSG durch. Diese Vorgehensweise dient der Ermittlung von vergessenen oder Ihnen unbekannten Gläubigern. Zudem führen wir eine Abfrage beim Schuldnerverzeichnis an Ihrem Wohnort durch. Diese Vorgehensweise dient Ihrer vollumfänglichen Entschuldung.
4. Einleitung eines Insolvenzverfahrens als Grundlage des Insolvenzplanverfahrens
Anhand aller von uns in Erfahrung gebrachten Daten erstellen wir nun Ihren Insolvenzantrag und reichen Ihn beim zuständigen Amtsgericht ein. Das Insolvenzverfahren dient als Grundlage Ihrer Planinsolvenz mit Insolvenzplan. Das Insolvenzplanverfahren ist eine Art „Sonderverfahren“ und kann nur im laufenden Insolvenzverfahren durchgeführt werden. Durch die Vorlage eines Insolvenzplans kann das laufende Insolvenzverfahren stark verkürzt werden. Eine Entschuldung ist bereits nach 4 bis 12 Monaten denkbar, nicht erst nach 3, 5 oder 6 Jahren. Die Vorlage Ihres Insolvenzplans ist eng und zwingend mit der Eröffnung eines Insolvenzverfahrens verknüpft (§§ 217 ff. InsO).
5. Erarbeitung des Insolvenzplans
Ihr individueller Insolvenzplan ist der Kern Ihrer Planinsolvenz. Die vollumfängliche Erarbeitung Ihres Insolvenzplans mit samt der erforderlichen Anlagen nehmen wir mit der Eröffnung Ihres Insolvenzverfahrens auf. Ausgangspunkt zur Ausarbeitung eines Insolvenzplans stellt regelmäßig die Insolvenztabelle dar. Ihr sind alle wichtigen Daten bzgl. Ihrer Gläubiger und der einzelnen Forderungsstände zu entnehmen. Eine grobe Untergliederung des Insolvenzplans ist der Insolvenzordnung zu entnehmen. In ihr schreibt der Gesetzgeber als zwingende Bestandteile eines Insolvenzplans
den darstellenden Teil (§ 220 InsO) und
den gestaltenden Teil (§ 221 InsO)
Erfahren Sie in diesem Beitrag mehr über den Inhalt und die Bestandteile Ihres Insolvenzplans.
Bei der Erarbeitung Ihres Insolvenzplans achten wir darauf ihm eine gute Strategie zugrunde zu legen. Hierzu führen wir durchdachte Vergleichsrechnungen durch und untermauern die Vorzüge Ihres Insolvenzplans mit gekonnter, individueller Argumentsetzung. Hierbei erfüllen wir eine unserer wesentlichen Funktionen als versierte Anwaltskanzlei – wir leisten Überzeugungsarbeit gegenüber Ihren Gläubigern. Bereits bei der Erarbeitung Ihres Insolvenzplans legen wir den Grundstein der späteren Argumentation – wir möchten Ihre Gläubiger davon überzeugen dass sie durch Ihren Insolvenzplan eine finanzielle Besserstellung gegenüber einer Insolvenz erfahren werden.
Bei der Erarbeitung Ihres Insolvenzplans wenden wir eine weitere taktische Finesse an – die kluge Bildung von Gläubigergruppen (§ 222 InsO). Hierzu teilen wir Ihre Gläubiger zunächst
grob nach ihren unterschiedlichen Rechtsstellungen (§ 222 InsO) (z.B.: Absonderungsberechtigte Gläubiger, Insolvenzgläubiger, nachrangige Insolvenzgläubiger, etc.) und
anschließend feiner nach gleichartigen wirtschaftlichen Interessen (z.B.: Banken, öffentliche oder private Gläubiger, etc.)
in verschiedene Gruppen ein. Die Aufstellung der Gläubigergruppen wird im gestaltenden Teil (§ 221 InsO) Ihres Insolvenzplans verankert. Durch diese Vorgehensweise möchten wir die erleichterten Zustimmungsregelungen des Gesetzgebers zu Ihrem Vorteil nutzen. Dieser „Trick“ ermöglicht eine spätere Abstimmung in den einzelnen Gläubigergruppen (§ 243 InsO). Innerhalb jeder Gruppen können ablehnende Gläubiger mit der erforderlichen Kopf- und Summenmehrheit (§ 244 Abs. 1 InsO) überstimmt werden. Durch unsere zuvor bereits erfolgte Kontaktaufnahme wissen wir genau welche Gläubiger Ihrem Vorhaben positiv bzw. negativ gegenüberstehen. Auf Grundlage dieser Information erstellen wir Ihre Gruppen. Dies ermöglicht uns die Überstimmung einzelner ablehnender Gläubiger zu beeinflussen.
Erfahren Sie in diesem Beitrag mehr über die Strategie und kluge Gruppenbildung, die für einen erfolgreichen Insolvenzplan wichtig ist.
6. Absprache mit dem Insolvenzverwalter
Bevor wir Ihren Insolvenzplan vorlegen (§ 218 InsO) suchen wir den Kontakt zu Ihrem Insolvenzverwalter. Wir informieren ihn über die geplante Vorlage Ihres Insolvenzplans und holen uns sein Feedback ein. Er wird vor dem offiziellen Abstimmungstermin grundsätzlich eine Stellungnahme (§ 232 InsO) einreichen, die Ihr Abstimmungsergebnis unmittelbar beeinflussen kann. Änderungen eines Insolvenzplans sind in der Regel nur vor der offiziellen Vorlage möglich. Aus diesem Grund sind uns die Anregungen und Änderungsvorschläge des Insolvenzverwalters besonders wichtig, die wir im Anschluss an die Absprache sofort in Ihrem Insolvenzplan umsetzen werden.
Erfahren Sie hier mehr über die Absprache mit Ihrem Insolvenzverwalter.
7. Absprache mit dem Insolvenzgericht
Den Kontakt zum zuständigen Insolvenzgericht suchen wir ebenfalls vor der offiziellen Vorlage Ihres Insolvenzplans (§ 218 InsO). Nach der Vorlage eines Insolvenzplans kommt es zu seiner gerichtlichen Überprüfung durch den zuständigen Richter. Unter Berufung auf bestimmte Zurückweisungsgründe kann das Gericht den Insolvenzplan eines Schuldners von Amts wegen zurückweisen (§ 231 InsO). Durch die Absprache und Umsetzung der gerichtlichen Änderungsvorschläge möchten wir der möglichen Zurückweisung Ihres Insolvenzplans entgegensteuern und sie vermeiden.
Erfahren Sie hiermehr über die Absprache mit Ihrem Insolvenzgericht und die Zurückweisungsgründe.
8. Absprache mit den Gläubigern
Der letzte Schritt vor der Vorlage Ihres Insolvenzplans (§ 218 InsO) besteht in der Absprache mit Ihren Gläubigern. Durch
die zuvor in der Vorbereitungsphase erfolgte Kontaktaufnahme zu Ihren Gläubigern und
durch die Kommunikation mit Ihnen
wissen wir in der Regel welche Gläubiger Ihrem Vorhaben zustimmungsbereit gegenüberstehen. Diese Gläubiger kontaktieren wir zwecks Absprache in der Absicht eine schriftliche Zustimmungserklärung einzuholen. Sollte sich durch die vorher geleistete Arbeit kein zustimmungsbereiter Gläubiger gefunden haben, schreiben wir alle Gläubiger mit dem gleichen Anliegen an.
Die eingeholte schriftliche Zustimmungserklärung reichen wir mit Ihrem Insolvenzplan bei Gericht ein. Durch diesen taktischen Schritt vermeiden wir eine Zurückweisung Ihres Insolvenzplans aufgrund „offensichtlicher Aussichtlosigkeit“ (§ 231 Abs. 1 Nr. 2 InsO). Die schriftliche Zustimmungserklärung von zumindest einem Ihrer Gläubiger vermittelt dem zuständigen Richter die Zustimmungs- und Verhandlungsbereitschaft auf Seiten der Gläubigerschaft.
Erfahren Sie hier mehr über die Absprache mit Ihren Gläubigern.
9. Vorlage des Insolvenzplans
Sobald die Vorbereitungsphase Ihrer Planinsolvenz abgeschlossen ist legen wir Ihren Insolvenzplan in Ihrem Auftrag dem Insolvenzgericht vor (§ 218 ff. InsO). Die Vorlage Ihres Insolvenzplans ist ein bedeutender Schritt Ihrer Planinsolvenz. Zu diesem Zeitpunkt ist Ihr kompletter Insolvenzplan mit samt Anlagen durch uns ausgearbeitet und wird vom Gericht einer Überprüfung unterzogen (§ 231 InsO). Die in den „inoffiziellen“ Abspracherunden herauskristallisierten Anregungen aller Beteiligten Ihrer Planinsolvenz haben wir in Ihrem Insolvenzplan berücksichtigt. Durch diese Vorgehensweise möchten wir einer Zurückweisung Ihres Insolvenzplans durch das Insolvenzgericht entgegenwirken (§ 231 InsO).
10. Begleitung bei der Abstimmung
Zur Abstimmung setzt das Gericht den Erörterungs- und Abstimmungstermin (§§ 235 ff. InsO) fest. Die Abstimmung über Ihren Insolvenzplan erfolgt in den vorher von uns festgelegten Gläubigergruppen (§ 243 InsO). Während der gesamten Abstimmung begleiten wir Sie anwaltlich und leisten im Rahmen unseres Mandats die wichtige Überzeugungsarbeit. Ziel ist es Ihre Gläubiger von den beiderseitigen Vorteilen Ihres Insolvenzplans zu überzeugen und sie zur Zustimmung zu bewegen.
Erfahren Sie in diesem Beitrag mehr über die Abstimmung über Ihren Insolvenzplan.
11. Vorbereitung und Wahrnehmung des Abstimmungstermins
Wir übernehmen für unsere Mandanten die komplette Vorbereitung und Wahrnehmung des Abstimmungstermins. Hierbei kümmern wir uns um alle wesentlichen Schritte und besprechen mit Ihnen die gemeinsame Vorgehensweise. Wir bereiten die Präsentation Ihres Insolvenzplans im Erörterungs- und Abstimmungstermin umfassend vor. In diesem Zusammenhang „bauen“ wir auf die vorher definierte Strategie und Argumentsetzung auf – unser Hauptaugenmerk liegt in der Überzeugung Ihrer Gläubiger.
Ferner stellen wir die zuverlässige Teilnahme von zustimmungswilligen Gläubigern am Abstimmungstermin sicher. Hierzu vereinfachen wir Ihren Gläubigern die eigene Stimmrechtsausübung – wir organisieren anwaltliche Vertreter, die im Auftrag Ihrer Gläubiger zuverlässig am Abstimmungstermin Ihrer Planinsolvenz teilnehmen werden.
Erfahren Sie hier mehr über den Abstimmungstermin Ihrer Planinsolvenz und die erforderlichen Vorbereitungsmaßnahmen.
12. Planinsolvenzergebnis
Nach dem Abstimmungstermin Ihrer Planinsolvenz steht das Abstimmungsergebnis fest. Wir
werten das Ergebnis Ihrer Abstimmung aus,
beraten Sie über die rechtlichen Wirkungen eines erfolgreichen oder gescheiterten Insolvenzplans und
zeigen Ihnen die weitere Vorgehensweise