Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=9%20C%203.05
Timestamp: 2020-03-31 07:22:49
Document Index: 366821674

Matched Legal Cases: ['Art. 20', '§ 3', '§ 12', '§ 14', '§ 19', '§ 19', 'Art. 6', '§ 6', '§ 19', '§ 155', '§ 19', 'Art. 20', 'Art. 20', 'Art. 7', '§ 2']

Rechtsprechung: 9 C 3.05 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BVerwG, 21.09.2005
https://dejure.org/2006,1980
BVerwG, 04.05.2006 - 9 C 3.05 (https://dejure.org/2006,1980)
BVerwG, Entscheidung vom 04.05.2006 - 9 C 3.05 (https://dejure.org/2006,1980)
BVerwG, Entscheidung vom 04. Mai 2006 - 9 C 3.05 (https://dejure.org/2006,1980)
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GG Art. 20 Abs. 3; EKrG § 3 Nr. 3, § 12 Nr. 1, § 14 Abs. 1 Satz 2, § 19 Abs. 3; EKrG 1971 § 19 Abs. 1 Satz 3; ENeuOG Art. 6 Abs. 106 Nr. 4; FStrG § 6 Abs. 1a
Straßenüberführung über Bahnstrecke; Straßenbaulastträger; Gemeindestraße; Eisenbahnunternehmer; Erhaltungslast; Übergang; Rückwirkung; Gemeindeprivileg; Gewährleistungsanspruch; Kostenersatz; Aufwendungsersatz; unterlassene Erhaltungsmaßnahme; Instandsetzung; Sanierung; ...
Straßenüberführung über Bahnstrecke; Straßenbaulastträger; Gemeindestraße; Eisenbahnunternehmer; Erhaltungslast; Übergang; Rückwirkung; Gemeindeprivileg; Gewährleistungsanspruch; Kostenersatz; Aufwendungsersatz; unterlassene Erhaltungsmaßnahme; Instandsetzung;
Verfassungsmäßigkeit der rückwirkenden Inkraftsetzung der durch § 19 Abs. 3 Eisenbahnkreuzungsgesetz (EKrG) angeordneten Einstehenspflicht des Eisenbahnunternehmers für den ordnungsgemäßen Erhaltungszustand einer zum 1. Januar 1994 in die Erhaltungslast des kommunalen ...
Kostenbeteiligung der DB AG an Straßenüberführung
Keine Kostenbeteiligung am Neubau einer Straßenüberführung durch die Deutsche Bahn
VG Würzburg, 03.12.2002 - W 4 K 01.690
BVerwG, 21.09.2005 - 9 C 3.05
BVerwGE 126, 14
NVwZ 2006, 1062
Die weitergehende Frage, ob das Rückwirkungsverbot generell auch zugunsten juristischer Personen des öffentlichen Rechts oder juristischer Personen des Privatrechts in öffentlicher Hand wirkt, die sich auf Grundrechte nicht berufen können (so für Gemeinden BbgVerfG, Urteil vom 20. Januar 2000 - VfGBbg 53/98, 3/99 - LKV 2000, 199 ; offengelassen in BVerwG, Urteil vom 4. Mai 2006 - 9 C 3.05 - BVerwGE 126, 14 Rn. 16), oder ob es grundsätzlich nur für Grundrechtsträger gilt (so BSG…, Urteil vom 22. Oktober 2014 - B 6 KA 3/14 R - BSGE 117, 149 Rn. 26 ff.), bedarf insoweit keiner Entscheidung.
Ein Verstoß gegen das Rückwirkungsverbot als Ausfluss des Rechtsstaatsprinzips lässt eine hiergegen verstoßende Regelung auch dann verfassungswidrig erscheinen, wenn der Normadressat keine Grundrechtsfähigkeit besitzt (vgl. BVerwG, Urteil vom 4. Mai 2006 - 9 C 3.05 - BVerwGE 126, 14 Rn. 16; VG Frankfurt an der Oder…, Urteil vom 10. August 2016 - 5 K 616/13 - juris Rn. 21).
Der Gesetzgeber kann das Rückwirkungsverbot durchbrechen und rechtlich einwandfreie Normen rückwirkend in Kraft setzen, um eine unwirksam geregelte, unklare oder verworrene Rechtslage zu klären (BVerfG, Beschlüsse vom 25. Mai 1993 - 1 BvR 1509, 1648/91 - BVerfGE 88, 384 und vom 8. April 1998 - 1 BvR 1680/93, 183, 1580/94 - BVerfGE 98, 17 ; BVerwG, Urteile vom 5. Dezember 1986 - BVerwG 4 C 31.85 - BVerwGE 75, 262 = Buchholz 406.11 § 155a BBauG Nr. 5 und vom 4. Mai 2006 - BVerwG 9 C 3.05 - BVerwGE 126, 14 = Buchholz 407.2 § 19 EKrG Nr. 2, jeweils Rn. 16).
Denn bei dem Rückwirkungsverbot, welches das Bundesverfassungsgericht in der behandelten Fallkonstellation als verletzt angesehen hat, handelt es sich um ein im Rechtsstaatsprinzip (Art. 20 Abs. 3 GG) wurzelndes Prinzip, das einen verfassungsrechtlich vorgegebenen Bestandteil der objektiven Rechtsordnung bildet (vgl. BVerfG…, Beschluss vom 25. Mai 1993 - 1 BvR 1509/91 -, BVerfGE 88, 384, juris, Rn. 108;… Beschluss vom 16. Dezember 2015 - 2 BvR 1958/13 -, juris, Rn. 43; BVerwG, Urteil vom 4. Mai 2006 - 9 C 3.05 -, BVerwGE 126, 14 [16]).
Das Verbot rückwirkender Gesetzesanwendung beansprucht Geltung für alle Normadressaten gleichermaßen, ungeachtet ihrer Grundrechtsfähigkeit (siehe BVerwG, Urteil vom 4. Mai 2006, a.a.O.;… BayVerfGH, Entscheidung vom 27. März 1992 - Vf. 8-VII-89 -, juris, Rn. 72).
Das Verbot rückwirkender Gesetzesanwendung beansprucht Geltung für alle Normadressaten gleichermaßen, ungeachtet ihrer Grundrechtsfähigkeit (vgl. BVerwG, Urteil vom 4. Mai 2006, a.a.O.;… BayVerfGH, Entscheidung vom 27. März 1992 - Vf. 8-VII-89 -, juris, Rn. 72).
Das Rückwirkungsverbot ist Ausfluss des Rechtsstaatsprinzips aus Art. 20 Abs. 3 GG; eine hiergegen verstoßende Norm ist auch dann verfassungswidrig, wenn der Normadressat keine Grundrechtsfähigkeit besitzt (vgl. BVerwG, Urteil vom 04. Mai 2006, - 9 C 3/05, juris).
Das Beschwerdeverfahren wird als Revisionsverfahren unter dem Aktenzeichen BVerwG 9 C 3.05 fortgesetzt; der Einlegung einer Revision durch die Beschwerdeführerin bedarf es nicht.
Zum einen ist nicht dargelegt, warum der Grundsatz der Ämterstabilität, der nur unter engen gesetzlichen Voraussetzungen die Rücknahme bestimmter Ernennungsakte (Art. 7 BayBG) zulässt, auch im vorliegenden Fall Anwendung finden sollte, zumal es sich bei § 2 Abs. 3 Satz 2 LStuV um eine exekutiv gesetzte Rechtsnorm handelt; zum anderen fehlt es an jeglicher Befassung mit der höchstrichterlichen Rechtsprechung zum Rückwirkungsverbot (vgl. Urteil vom 4. Mai 2006 - BVerwG 9 C 3.05 - BVerwGE 126, 14 ; BVerfG, Beschluss vom 3. Dezember 1997 - 2 BvR 882/97 - BVerfGE 97, 67 ).
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BVerwG, 21.09.2005 - 9 C 3.05 (https://dejure.org/2005,66405)
BVerwG, Entscheidung vom 21.09.2005 - 9 C 3.05 (https://dejure.org/2005,66405)
BVerwG, Entscheidung vom 21. September 2005 - 9 C 3.05 (https://dejure.org/2005,66405)
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