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Timestamp: 2016-10-27 13:12:23
Document Index: 389707256

Matched Legal Cases: ['Art. 21', 'BGE', 'in fine', 'Art. 19', 'BGE', 'BGE', 'Art. 16', 'Art. 24']

8C_770/2015 � � Urteil vom 19. April 2016
�A.________, vertreten durch Rechtsanwalt Reto Zanotelli,
A.________ war seit Oktober 1998 bei der Firma Z.________ vollzeitlich als Chauffeur angestellt und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Unf�llen versichert. Am 11. Dezember 2007 klemmte er die rechte Hand zwischen Ladegut und Aufbau des Lastkraftwagens ein und zog sich ein Quetschtrauma im Bereiche der Handfl�che zu; ab 17. M�rz 2008 war er wieder vollst�ndig arbeitsf�hig. Am 2. Mai 2009 st�rzte er auf einer Treppe auf das linke Knie, wobei er eine Meniskusl�sion erlitt, die eine arthroskopisch durchgef�hrte Teilmeniskektomie und Microfracturierung des medialen Femurkondylus notwendig machte (Bericht des Dr. med. B.________, Orthop�die, Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 26. November 2009). Trotz anhaltender Beschwerden nahm er die Arbeit in unterschiedlichem Umfang wieder auf (vgl. Bericht des Dr. med. C.________, Facharzt FMH f�r orthop�dische Chirurgie, Kreisarzt der SUVA, vom 24. August 2010). Am 1. Dezember 2010 rutschte er auf Schnee aus und verletzte sich an der linken Schulter (AC-[Acromioclavicular]-Gelenksdistorsion mit Einblutung, vgl. Bericht des Instituts f�r Sonographie des Bewegungsapparates, Spital D.________ vom 17. Dezember 2010). Die SUVA erbrachte die gesetzlichen Leistungen f�r die genannten Unf�lle (Heilbehandlung; Taggeld). Laut dem kreis�rztlichen Untersuchungsbericht der Dr. med. E.________, Fach�rztin f�r Chirurgie FMH, SUVA, vom 15. September 2011 waren die Beschwerden im Bereich der linken Schulter und des linken Kniegelenks unfallkausal, nicht aber diejenigen an der rechten Hand sowie am rechten Kniegelenk; die angestammte T�tigkeit als Chauffeur war dem Exploranden nicht mehr zumutbar, hingegen vermochte er eine leichte bis mittelschwere T�tigkeit mit maximaler Gewichtsbelastung von 15 bis 20 kg ohne dauerndes Arbeiten �ber Kopf, ohne kniende, kauernde oder dauernde Verrichtungen auf Leitern und Ger�sten sowie ohne st�ndiges Gehen in unebenem Gel�nde leistungsm�ssig uneingeschr�nkt ganztags auszu�ben. Mit Verf�gung vom 9. Januar 2012 sprach die SUVA ab 1. Januar 2012 eine Invalidenrente gest�tzt auf eine Erwerbsunf�higkeit von 24 % und einen versicherten Jahresverdienst von Fr. 85'619.- zu, wogegen der Versicherte Einsprache erhob. Am 29. Januar 2013 unterzog er sich einer arthroskopischen Gelenkstabilisierung an der linken Schulter, wof�r die SUVA auf R�ckfallmeldung hin aufkam. Nach erneuter kreis�rztlicher Untersuchung (Bericht des Dr. med. F.________, Facharzt orthop�dische Chirurgie und Traumatologie FMH, SUVA, vom 9. Juli 2013) stellte die SUVA die aufgrund des R�ckfalles erbrachten Leistungen (Heilbehandlung; Taggeld) auf den 31. Juli 2013 - unter Hinweis auf den bereits verf�gten Rentenanspruch und das h�ngige Einspracheverfahren - hin ein (Schreiben vom 19. Juli 2013). In teilweiser Gutheissung der gegen die Verf�gung vom 9. Januar 2012 gerichteten Einsprache sprach sie dem Versicherten f�r die Beeintr�chtigungen im Bereich der linken Schulter eine Integrit�tsentsch�digung auf Basis einer Einbusse von 5 % zu; weitergehende Begehren wies sie ab (Einspracheentscheid vom 9. August 2013).
In teilweiser Gutheissung der eingereichten Beschwerde �nderte das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich den Einspracheentscheid vom 9. August 2013 dahingehend ab, dass der Versicherte ab 1. Januar 2012 Anspruch auf eine Invalidenrente basierend auf einer Erwerbsunf�higkeit von 30 % sowie einem versicherten Verdienst von Fr. 88'530.- hatte; im �brigen wies es das eingelegte Rechtsmittel ab (Entscheid vom 31. August 2015).
Mit Beschwerde l�sst A.________ beantragen, unter Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids sei ein externes medizinisches Gutachten anzuordnen und ihm sei auch nach dem 1. Januar 2012 das Taggeld auszurichten; je nach Ergebnis des Gutachtens sei der Zeitpunkt f�r den Rentenbeginn fr�hestens auf den 1. Januar 2014 festzulegen, wobei die Rentenh�he aufgrund eines versicherten Verdienstes von mindestens Fr. 88'530.- zu bestimmen sei; ihm sei eine Integrit�tsentsch�digung aufgrund einer Einbusse von mindestens 20 % zuzusprechen; die Heilbehandlung gem�ss Art. 21 Abs. 1 lit. c f. UVG sei weiterhin zu gew�hren.
2.1.�Das kantonale Gericht hat nach umfassender Darstellung der medizinischen Akten erkannt, dass die anhaltenden Beschwerden im linken Knie und in der linken Schulter auf die Unf�lle vom 2. Mai 2009 und 1. Dezember 2010 zur�ckzuf�hren, mithin unfallkausal waren. Streitig war hingegen, ob die geltend gemachten Beeintr�chtigungen an der rechten Hand, die Beinachsenfehlstellung sowie das psychische Leiden (mittel- bis schwergradige depressive Episode mit intermittierenden Panikattacken; generalisierte Angstst�rung) in einem rechtserheblichen Kausalzusammenhang mit den genannten Ereignissen standen, was insgesamt zu verneinen war.
2.2.1.�Der Versicherte quetschte am 11. Dezember 2007 die rechte Hand ein, litt aber sp�testens ab November 2008 ausweislich der medizinischen und sonstigen Akten nicht mehr an den Folgen dieses Ereignisses, wie das kantonale Gericht zutreffend erkannt hat. Selbst wenn davon ausgegangen w�rde, dass er sich beim Sturz vom 2. Mai 2009 mit der rechten Hand - wie er entgegen den zeitnahen Dokumenten geltend macht - auffing, w�re angesichts der vorinstanzlich erw�hnten Dauer bis zu den gem�ss seinen Angaben erneut aufgetretenen Beschwerden im M�rz 2010 (vgl. Zusammenfassung des Gespr�chs mit der SUVA vom 15. Oktober 2010) ein Kausalzusammenhang zu verneinen. Die vom Beschwerdef�hrer angerufenen Dres. med. G.________, Chirurgie FMH, spez. Handchirurgie, (Bericht vom 14. Oktober 2010), und Herren, Chefarzt Orthop�die/Handchirurgie, H.________, (Bericht vom 19. September 2011), erw�hnten zwar eine schmerzhafte traumatische Carpe bossu rechts und eine beginnende Sattelgelenksarthrose bzw. einen Verdacht auf ein okkultes posttraumatisches Handgelenksganglion rechts, einen Carpe bossu mit leichter Extensorentendinitis am CMC-II-Gelenk rechts und ein posttraumatisches schmerzhaftes Daumensattelgelenk bei allenfalls beginnender Rhizarthrose, sie thematisierten diese Diagnosen indessen bezogen auf deren Ursache nicht. Daher verm�gen die Angaben dieser �rzte keine auch nur geringe Zweifel im Sinne von BGE 135 V 465 S. 470 E. 4.4 in fine am Kreisarztbericht der Dr. med. E.________ vom 15. September 2011 zu begr�nden, wonach die Symptomatik erst circa anderthalb Jahre nach dem Sturz vom 2. Mai 2009 behandelt wurde, so dass diese mit den Unf�llen nicht zu erkl�ren war. In Anbetracht dieser Sachlage ist das Argument des Beschwerdef�hrers entkr�ftet, die Beeintr�chtigungen der rechten Hand seien damit plausibel zu erkl�ren, dass er sie bis zur Arbeitsaufnahme im M�rz 2010 nicht habe belasten m�ssen, weshalb vorerst nicht auf erhebliche Auswirkungen der erneuten Traumatisierung vom 2. Mai 2009 geschlossen worden sei.
2.2.2.1.�Der Beschwerdef�hrer macht weiter geltend, dass die erstbehandelnde �rztin unmittelbar im Anschluss an den Unfall vom 2. Mai 2009 keine Fehlstellung und keine Asymmetrie der Beinachsen festgestellt habe (vgl. Bericht des Spitals I.________ vom 15. Juli 2009). Daher �berzeuge die Auffassung des Dr. med. B.________, f�r die vermehrte Genu vara links mehr als rechts sei die unfallbedingt notwendig gewordene mediale Meniskusteilresektion links urs�chlich (vgl. Berichte vom 8. November und 7. Dezember 2011). Demgegen�ber seien die kreis�rztlichen Ausk�nfte der Dr. med. E.________ widerspr�chlich; zum einen habe sie die varische Beinachse als unfallfremd bezeichnet (vgl. Bericht vom 15. September 2011), auf der anderen Seite habe sie auf spezifische Nachfrage der Verwaltung hin bemerkt, die linksseitig notwendig gewordene Schuheinlage sei "medizinisch unfallkausal" (vgl. Stellungnahme vom 6. Dezember 2011).
2.2.2.2.�Diese Vorbringen dringen nicht durch. Die Vorinstanz hat zutreffend darauf hingewiesen, dass Dr. med. B.________ nicht nachvollziehbar darlegte, weshalb neben dem beim Unfall vom 2. Mai 2009 gesch�digten linken Knie nunmehr auch das nicht betroffene rechte Knie schmerzhaft gewesen sein und somit das rechte Bein fehl stehen soll. Auch wenn das linke Bein eine schlimmere Fehlstellung aufwies, erscheine in Anbetracht des an beiden Beinen bestehenden Leidens ein degeneratives Geschehen, wie von den Kreis�rzten postuliert, als weit �berwiegend wahrscheinlich. Im Zusammenhang mit diesen nicht zu beanstandenden Erw�gungen ist einzig zu sagen, dass Dr. med. E.________ in der Stellungnahme vom 6. Dezember 2011 zun�chst auf ihren kreis�rztlichen Untersuchungsbericht vom 15. September 2011 verwies. Deshalb l�sst sich ihr handschriftlicher Vermerk, "�bernahme der linken Einlage - in Ordnung...medizinisch unfallkausal" nicht als eine Neubeurteilung der Frage betrachten, ob die Beinachsenfehlstellung beidseits auf den Unfall vom 2. Mai 2009 zur�ckgef�hrt werden k�nne. Die SUVA hat denn auch mit Schreiben vom 7. Dezember 2011 die von Dr. med. B.________ verordnete Schuheinlage f�r das linke Bein kulanterweise, unter Hinweis auf die anlagenbedingte Genu vara, �bernommen.
2.2.3.�Unter diesen Umst�nden besteht kein Anlass f�r die beantragte Einholung eines externen medizinischen Gutachtens. Hinsichtlich der Beurteilung der ad�quaten Kausalit�t der geltend gemachten psychischen Beschwerden mit den Unf�llen und deren Folgen kann ohne Weiteres auf die Erw�gungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden. Zu verdeutlichen ist, dass zum Zeitpunkt, in dem die SUVA die vor�bergehenden Leistungen (Heilbehandlung; Taggeld) einstellte (1. Januar 2012; vgl. Verf�gung vom 9. Januar 2012), ausweislich der vorinstanzlich zitierten medizinischen Akten ex ante betrachtet von einer Fortsetzung der �rztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands mehr zu erwarten war (vgl. Art. 19 Abs. 1 Satz 1 UVG; BGE 134 V 109 E. 3 f. S. 114 ff., E. 4.3 S. 115). Der Beschwerdef�hrer bringt zu diesem Punkt denn auch nichts Einschl�giges vor, was die vorinstanzliche Auffassung zu ersch�ttern verm�chte. Unter diesen Umst�nden hat das kantonale Gericht rechtsprechungsgem�ss ohne zus�tzliche Abkl�rung des psychischen Gesundheitszustandes gepr�ft, ob ein ad�quater Kausalzusammenhang mit den zur Diskussion stehenden Unf�llen vom 11. Dezember 2007, 2. Mai 2009 und 1. Dezember 2010 sowie deren Folgen bestand. Der Beschwerdef�hrer r�umt diesbez�glich ein, dass es sich um bagatell�re Ereignisse im Sinne der Praxis handelte, weshalb - entgegen seiner Ansicht - nicht zu beanstanden ist, wenn die Vorinstanz die in die Gesamtbeurteilung einzubeziehenden unfallbezogenen Kriterien gem�ss BGE 115 V 133 nicht im Einzelnen gepr�ft und die Ad�quanz des Kausalzusammenhangs verneint hat.
3.1.�Weiter kann auch die vorinstanzliche Bestimmung des Invalidit�tsgrades (Art. 16 ATSG) nicht beanstandet werden. Dres. med. E.________ (kreis�rztlicher Untersuchungsbericht vom 15. September 2011), F.________ (kreis�rztlicher Untersuchungsbericht vom 9. Juli 2013), J.________, Leitender Arzt Orthop�die, H.________, (Bericht vom 11. Juli 2013), sowie B.________ (vgl. den vorinstanzlich aufgelegten Bericht vom 7. Dezember 2011) gingen von einem im Wesentlichen �bereinstimmenden Anforderungsprofil bez�glich einer zumutbaren, ohne Leistungseinschr�nkung ganzt�tig aus�bbaren Arbeitst�tigkeit aus, wie das kantonale Gericht richtig erkannt hat.
3.2.�Was die Bemessung der Integrit�tsentsch�digung anbelangt (vgl. Art. 24 Abs. 1 UVG), wird auf die zutreffenden vorinstanzlichen Erw�gungen hingewiesen, welchen nichts hinzuzuf�gen ist.