Source: http://www.gesetze-im-internet.de/orthopschuhmausbv/BJNR129800015.html
Timestamp: 2019-12-08 10:29:36
Document Index: 42165798

Matched Legal Cases: ['§ 25', '§ 1', '§ 9', '§ 10', '§ 11', '§ 13', '§ 14', '§ 15', '§ 16', '§ 25']

OrthopschuhmAusbV - Verordnung über die Berufsausbildung zum Orthopädieschuhmacher und zur Orthopädieschuhmacherin
"Orthopädieschuhmacherausbildungsverordnung vom 16. Juli 2015 (BGBl. I S. 1298)"
Ersetzt V 7110-6-72 v. 21.4.1999 I 789 (OrthSchAusbV)
Auf Grund des § 25 Absatz 1 Satz 1 der Handwerksordnung, der zuletzt durch Artikel 146 der Verordnung vom 31. Oktober 2006 (BGBl. I S. 2407) geändert worden ist, in Verbindung mit § 1 Absatz 1 des Zuständigkeitsanpassungsgesetzes vom 16. August 2002 (BGBl. I S. 3165) und dem Organisationserlass vom 17. Dezember 2013 (BGBl. I S. 4310), verordnet das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung:
§ 9 Prüfungsbereich von Teil 1
§ 10 Inhalt von Teil 2
§ 11 Prüfungsbereiche von Teil 2
§ 13 Prüfungsbereich Beratung
§ 14 Prüfungsbereich Orthopädieschuhtechnik
§ 15 Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde
§ 16 Gewichtung der Prüfungsbereiche und Anforderungen für das Bestehen der Gesellenprüfung
Anlage: Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Orthopädieschuhmacher und zur Orthopädieschuhmacherin
Der Ausbildungsberuf des Orthopädieschuhmachers und der Orthopädieschuhmacherin wird nach § 25 der Handwerksordnung zur Ausbildung für das Gewerbe nach Anlage A Nummer 36 Orthopädieschuhmacher der Handwerksordnung staatlich anerkannt.
Beurteilen von Anatomie, Physiologie und Pathologie der Stütz- und Bewegungsorgane,
Anmessen von orthopädieschuhtechnischen Hilfsmitteln,
Beraten und Betreuen von Kunden und Kundinnen sowie von Patienten und Patientinnen,
Entwickeln und Vorbereiten von Modellen,
Herstellen und Instandsetzen von orthopädischen Maßschuhen,
Anfertigen von orthopädischen Elementen,
Anfertigen von Einlagen, Innenschuhen, Unterschenkel- und Fußorthesen sowie von Fußprothesen,
Ausführen von medizinischen Fußpflegemaßnahmen,
Anmessen und Anpassen von konfektionierten Bandagen, Orthesen und Hilfsmitteln zur Kompressionsversorgung sowie
Anmessen und Anpassen von konfektionierten Schuhen.
Anwenden fachbezogener rechtlicher Vorschriften,
Verkaufen von Dienstleistungen, Waren und Produkten,
betriebliche und technische Kommunikation sowie
(3) Teil 1 soll am Ende des zweiten Ausbildungsjahres durchgeführt werden, Teil 2 am Ende der Berufsausbildung.
(1) Teil 1 der Gesellenprüfung findet im Prüfungsbereich Planung und Anfertigung von orthopädischen Schuhzurichtungen statt.
(2) Im Prüfungsbereich Planung und Anfertigung von orthopädischen Schuhzurichtungen soll der Prüfling nachweisen, dass er in der Lage ist,
Werk- und Hilfsstoffe sowie Werkzeuge und Maschinen auszuwählen,
Werk- und Hilfsstoffe manuell und maschinell zu bearbeiten,
biomechanische Vorgänge in der Schrittabwicklung zu beurteilen und Krankheitsbilder zu erkennen,
Trittspuren abzunehmen und Profilzeichungen anzufertigen,
orthopädische Zurichtungen an Konfektionsschuhen anzubringen,
fachbezogene Regelungen der Orthopädieschuhtechnik anzuwenden und
Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit zu beachten.
Planen und Anfertigen einer orthopädischen Zurichtung an einem Paar Konfektionsschuhe in Form von Abrollhilfen einschließlich Erstellen einer Werkzeichnung auf der Grundlage einer Trittspur sowie
Anfertigen einer orthopädischen Zurichtung an einem Paar Konfektionsschuhe in Form einer Schuherhöhung von mindestens 1,5 Zentimetern bis höchstens 3,0 Zentimeter auf der Grundlage einer Arbeitsanweisung und Dokumentieren nach gesetzlichen Vorgaben der Orthopädieschuhtechnik.
(4) Der Prüfling soll zwei Arbeitsproben durchführen. Weiterhin soll er Aufgaben, die sich auf die Arbeitsproben beziehen, schriftlich bearbeiten.
(5) Die Prüfungszeit beträgt insgesamt acht Stunden und 30 Minuten. Die Durchführung der beiden Arbeitsproben dauert sieben Stunden. Die schriftliche Bearbeitung der Aufgaben dauert 90 Minuten.
Teil 2 der Gesellenprüfung findet in den folgenden Prüfungsbereichen statt:
Anfertigung von orthopädieschuhtechnischen Hilfsmitteln,
Orthopädieschuhtechnik sowie
(1) Im Prüfungsbereich Beratung soll der Prüfling nachweisen, dass er in der Lage ist,
Mess- und Analyseverfahren anzuwenden und
konfektionierte Bandagen, Orthesen, Hilfsmittel zur Kompressionsversorgung oder teilkonfektionierte Schuhe anzumessen und anzupassen.
(2) Der Prüfling soll eine Arbeitsprobe durchführen.
(3) Darüber hinaus soll der Prüfling zeigen, dass er in der Lage ist, Kunden und Kundinnen sowie Patienten und Patientinnen
über orthopädieschuhtechnische Maßnahmen zu beraten und dabei ärztliche Verordnungen zu berücksichtigen,
zur funktionsgerechten Handhabung und zum sachgerechten Umgang mit Hilfsmitteln anzuleiten und
über vorbeugende und gesundheitsverbessernde Maßnahmen zu beraten.
(4) Mit dem Prüfling wird eine Gesprächssimulation durchgeführt.
(5) Die Prüfungszeit für die Durchführung der Arbeitsprobe und der Gesprächssimulation beträgt insgesamt 15 Minuten.
(6) Bei der Ermittlung des Ergebnisses für den Prüfungsbereich sind die bei der Durchführung der Arbeitsprobe und in der Gesprächssimulation erbrachten Leistungen jeweils mit 50 Prozent zu gewichten.
(1) Im Prüfungsbereich Orthopädieschuhtechnik soll der Prüfling nachweisen, dass er in der Lage ist,
Anatomie, Physiologie und Pathologie der Stütz- und Bewegungsorgane zu beurteilen,
Kunden und Kundinnen sowie Patienten und Patientinnen mit orthopädieschuhtechnischen Maßnahmen zu versorgen,
orthopädische Hilfsmittel zu planen, herzustellen, anzupassen und über ihre Wirkungsweise zu beraten,
produkt- und leistungsbezogene Berechnungen durchzuführen,
den Einsatz von Werk- und Hilfsstoffen unter Berücksichtigung konstruktiver und wirtschaftlicher Gesichtspunkte zu planen und festzulegen,
die Sicherheit und den Gesundheitsschutz bei der Arbeit sowie Umweltschutzmaßnahmen einzuhalten,
medizinische Fußpflegemaßnahmen vorzuschlagen,
fachbezogene rechtliche Vorschriften anzuwenden und
qualitätssichernde Maßnahmen durchzuführen.
(3) Die Prüfungszeit beträgt 180 Minuten.
orthopädischen Schuhzurichtungen mit 25 Prozent,
Anfertigung von orthopädieschuh-
technischen Hilfsmitteln mit 30 Prozent,
Beratung mit 10 Prozent,
Orthopädieschuhtechnik mit 25 Prozent,
im Prüfungsbereich Anfertigung von orthopädieschuhtechnischen Hilfsmitteln mit mindestens „ausreichend“,
(3) Auf Antrag des Prüflings ist die Prüfung in einem der Prüfungsbereiche „Orthopädieschuhtechnik“ oder „Wirtschafts- und Sozialkunde“ durch eine mündliche Prüfung von etwa 15 Minuten zu ergänzen, wenn
Diese Verordnung tritt am 1. August 2015 in Kraft. Gleichzeitig tritt die Verordnung über die Berufsausbildung zum Orthopädieschuhmacher/zur Orthopädieschuhmacherin vom 21. April 1999 (BGBl. I S. 789) außer Kraft.