Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VI%20ZR%20215/14
Timestamp: 2020-04-07 15:43:21
Document Index: 15969353

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 520', '§ 520', 'Art. 2', '§ 520', '§ 7', '§ 823', '§ 563', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 513', '§ 520', 'BGH', 'BGH', '§ 520', '§ 520', 'BGH', 'BGH']

BGH, 10.03.2015 - VI ZR 215/14 - dejure.org
https://dejure.org/2015,6246
BGH, 10.03.2015 - VI ZR 215/14 (https://dejure.org/2015,6246)
BGH, Entscheidung vom 10.03.2015 - VI ZR 215/14 (https://dejure.org/2015,6246)
BGH, Entscheidung vom 10. März 2015 - VI ZR 215/14 (https://dejure.org/2015,6246)
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§ 520 Abs. 3 Satz 2 Nr. 2 ZPO, § 520 ZPO, Art. 2 Abs. 1 GG, § 520 Abs. 3 Satz 2 ZPO, §§ 7 ff. StVG, § 823 BGB, § 563 Abs. 1 ZPO
Verkehrsunfallprozess: Notwendiger Inhalt einer Berufungsbegründungsschrift nach Klageabweisung wegen Verjährung
Verjährungseinrede und Berufungsbegründung
Vortrag eines nicht verjährten Schadensersatzanspruchs in der Berufungsbegründung
Verjährung in erster Instanz: Berufungsbegründung nur zur Verjährung reicht
Klage wegen Verjährung abgewiesen: Anforderungen an die Berufungsbegründung?
Zur ordnungsgemäßen Berufungsbegründung bei Klageabweisung allein wegen Verjährung
Anforderungen an den Inhalt einer Berufungsbegründung bei Klageabweisung wegen Verjährung
Zur Berufungsbegründung bei Klageabweisung allein wegen Verjährung
Berufungsangriff auf Verjährungsfrage reicht für Zulässigkeit des Rechtsmittels (IBR 2015, 1082)
AG Wuppertal, 26.09.2013 - 33 C 170/13
LG Wuppertal, 23.04.2014 - 8 S 56/13
ZIP 2015, 1512 (Ls.)
NZV 2015, 291
VersR 2016, 811
AnwBl 2015, 531
AnwBl Online 2015, 302
Bei mehreren Streitgegenständen oder einem teilbaren Streitgegenstand muss sie sich grundsätzlich auf alle Teile des Urteils erstrecken, hinsichtlich deren eine Abänderung beantragt ist; andernfalls ist das Rechtsmittel für den nicht begründeten Teil unzulässig (…vgl. BGH, Senatsurteile vom 5. Dezember 2006 - VI ZR 228/05, VersR 2007, 414 Rn. 10; vom 10. März 2015 - VI ZR 215/14, VersR 2016, 811 Rn. 7; BGH…, Urteil vom 23. Juni 2015 - II ZR 166/14, NJW 2015, 3040 Rn. 11).
Die Berufungsbegründung muss nur auf den konkreten Streitfall zugeschnitten sein (…vgl. zu allem Vorstehenden zB Senat, Beschlüsse vom 29. November 2018 - III ZB 19/18, NJW-RR 2019, 180 Rn. 10 …und vom 26. Februar 2015 - III ZB 30/14, BeckRS 2015, 4706 Rn. 11; BGH, Urteil vom 10. März 2015 - VI ZR 215/14, NJW 2015, 1684 Rn. 7; jeweils mwN).
Die Berufungsbegründung muss nur auf den konkreten Streitfall zugeschnitten sein (…vgl. zu allem Vorstehenden zB Senat, Beschlüsse vom 29. November 2018 - III ZB 19/18 , NJW-RR 2019, 180 Rn. 10 …und vom 26. Februar 2015 - III ZB 30/14 , BeckRS 2015, 4706 Rn. 11; BGH, Urteil vom 10. März 2015 - VI ZR 215/14 , NJW 2015, 1684 Rn. 7; jeweils mwN).
bb) Bei dieser Sachlage sind die Rügen der Berufungsbegründung ohne weiteres ausreichend (BGH NZV 2015, 291: "Wird die Klage allein aus dem Gesichtspunkt der Verjährung abgewiesen, reicht es grundsätzlich für eine ordnungsgemäße Berufungsbegründung aus, dass der Kläger vorträgt, die aus einem bestimmten Unfallereignis geltend gemachten Schadensersatzansprüche seien nicht verjährt").
Indem sie die von dem Landgericht ausschließlich mit dem Durchgreifen der Verjährungseinrede begründete Abweisung der Klage als rechtsfehlerhaft (vgl. §§ 513 Abs. 1 Alt. 1, 546 ZPO) gerügt und hierzu ausgeführt hat, hat die Klägerin ihrer aus § 520 Abs. 3 Nr. 2 ZPO folgenden Begründungsobliegenheit genügt, ohne dass weitere Ausführungen zu den jeweiligen Voraussetzungen der einzelnen geltend gemachten Ansprüche erforderlich gewesen sind (vgl. in diesem Sinne BGH, Urteil v. 10. März 2015 - VI ZR 215/14 , NJW 2015, 1684 Rz. 10); dies gilt in Bezug auf alle dem Landgericht zur Beurteilung gestellten Ansprüche, da sie in dem angefochtenen Urteil mit einheitlicher Begründung aberkannt worden sind (vgl. insoweit BGH, Urteil v. 27. September 2000 - XII ZR 281/98 , NJW-RR 2001, 789 [790] [unter II.1.];… Urteil v. 14. Juni 2012 - IX ZR 150/11 , NJW-RR 2012, 1207 Rz. 10;… Heßler in Zöller , ZPO, 31. Aufl. [2016], § 520 Rz. 37;… Rimmelspacher in Münchener Kommentar zur ZPO [MüKoZPO], 5. Aufl. [2016], § 520 Rz. 45, alle m.w.N.).
Es reicht nicht aus, die Auffassung des Erstgerichts mit formularmäßigen Sätzen oder allgemeinen Redewendungen zu rügen oder lediglich auf das Vorbringen erster Instanz zu verweisen (BGH, Urt. v. 10.03.2015 - VI ZR 215/14 -, juris, Rn. 7, jew. m. w. N.).
Entgegen der Ansicht der Beklagten bestand für die Klägerin kein besonderes Darlegungserfordernis hinsichtlich der Entscheidungserheblichkeit wegen der im Arbeitsvertrag enthaltenen Ausschlussklausel, weil das Arbeitsgericht darauf seine klageabweisende Entscheidung nicht gestützt hat ( vgl. BGH 10. März 2015 - VI ZR 215/14 - NJW 2015, 1684 ).