Source: https://www.agv-vers.de/tarifpolitik/historie/entwicklung-des-tarifvertrages.html
Timestamp: 2020-04-09 13:24:28
Document Index: 260891988

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 23', '§ 9', '§ 15', '§ 9', '§ 17', '§ 2', '§ 5', '§ 11', '§ 25', '§ 4', '§ 11', '§ 17', '§ 11']

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Überblick über die wichtigsten Tarifänderungen seit 1949
Abschluss des ersten Nachkriegstarifvertrages für das private Versicherungsgewerbe: Einführung von 6 Tarifgruppen (bisher 4). Vertrag galt zunächst nur für die französische Zone. Erst mit Zusammenschluss der Arbeitgeberverbände der drei Westzonen (5. 10. 1950) Ausdehnung auf alle im „Vereinigten Wirtschaftsgebiet“ ansässigen Versicherungsunternehmen ab 1.1.1951
Einführung tariflicher Krankenbezüge für den Außendienst
Übergang von der 48- zur 45-Stunden-Woche. Einführung zweier arbeitsfreier Samstage monatlich für die Angestellten im Bürodienst
Einführung einer Tätigkeitszulage
Einführung der 5-Tage-Woche; Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit auf 43 3/4 und der täglichen Arbeitszeit auf 8 3/4 Stunden
Weitere Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit auf 42 ½ Stunden (8 1/2 Stunden täglich)
Einführung eines gestaffelten Mehrurlaubs für ältere Arbeitnehmer mit längerer Betriebszugehörigkeit
Einführung eines Arbeitgeberanteils zur Krankenversicherung nichtkrankenversicherungspflichtiger Angestellter
Weitere Verkürzung der wöchentlichen (auf 41 ¼ Stunden) und der täglichen Arbeitszeit (auf 8 1/4 Stunden). Einführung einer tariflichen Sonderzahlung in Höhe von 50 % eines Bruttomonatsgehalts (Urlaubsgeld)
Inkrafttreten eines Rationalisierungsschutzabkommens für Arbeitnehmer des Innendienstes
Einführung einer weiteren tariflichen Sonderzahlung, zunächst in Höhe von 50 % eines Bruttomonatsgehalts (Weihnachtsgeld)
Inkrafttreten einer Tarifvereinbarung über vermögenswirksame Leistungen (DM 26,– ab 1. 9. 1971; DM 39,– ab 1. 1. 1974; DM 52,– ab 1. 10. 1974)
Urlaubsverlängerung um 3 bzw. 4 Tage durch Nichtanrechnung der Samstage
Reform des Gehaltsgruppensystems – Erhöhung der Zahl der Gehaltsgruppen von 6 auf 7; Neuformulierung der Gehaltsgruppenmerkmale und der dazugehörigen Tätigkeitsbeispiele
Weitere Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit (auf 40 Stunden)
Anpassung der Urlaubsregelungen des Außendienstes an die Innendienst-Regelungen
Streichung der Kinderzulage und Umwandlung der Haushalts- in eine Sozialzulage
Einführung eines Kündigungsschutzes für ältere Arbeitnehmer mit längerer Betriebszugehörigkeit (55 Jahre und mindestens 10 Jahre Betriebszugehörigkeit oder 25 Jahre Betriebszugehörigkeit ohne Altersgrenze)
Erster Schritt in Richtung auf eine Einschmelzung der Sozialzulage in die Tarifgehälter durch Kürzung der Zulagenbeträge um 20 DM und gleichzeitige Erhöhung aller Tarifgehälter um den gleichen Betrag. Keine Veränderung der Sozialzulage der Außendienstangestellten. Wegfall der besonderen Gehaltsstaffel für jugendliche Arbeitnehmer.
Inkrafttreten einer Tarifvereinbarung über ärztliche Augenuntersuchungen von an Datensichtgeräten beschäftigten Arbeitnehmern.
Einführung einer besonderen Stufe des tariflichen Mindesteinkommens für Außendienstangestellte, die ausschließlich Organisationsaufgaben wahrnehmen und bereits zwei Jahre diese Tätigkeit ausüben.
Wegfall der Sozialzulage für Arbeitnehmer des Innendienstes ohne unterhaltsberechtigte Kinder durch Einschmelzung des Restbetrages von 10 DM in die Tarifgehälter.
Änderung der Berufsjahrstaffel der Gehaltsgruppen I–IV. Ergänzung der Schichtarbeitsregelung für zusätzliche Belastungen bei Nachtarbeit im Wechselschichtbetrieb um Freischichten.
Urlaubsverlängerung auf 30 Arbeitstage.
Neufassung des Rationalisierungsschutzabkommens. Erweiterung des Geltungsbereichs in § 1 MTV.
Einführung der Schutzbestimmung für ältere Außendienstangestellte (§ 23 Ziff. 3 MTV).
16.08. und 30.11.1984
Inkrafttreten von Vorruhestandsregelungen für den Innendienst und organisierenden Außendienst, befristet bis zum 31. 12. 1986.
Der 31. Dezember wird arbeitsfreier Tag.
Inkrafttreten der Verkürzung der tariflichen Wochenarbeitszeit auf 38 3/4 Stunden. Vorruhestandsregelungen für den Innen- und Außendienst bis 31. 12. 1988 verlängert.
Einführung eines Anspruchs auf Provisionsausgleich für die arbeitsfreien Tage 24. und 31.12. im Werbeaußendienst.
Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit auf 38 Stunden.
Einführung einer Regelung zur Wiedereinstellung von Arbeitnehmerinnen oder Arbeitnehmern nach der Familienphase, § 9 MTV.
Inkrafttreten einer neuen Gehaltsstruktur mit einer zusätzlichen Gehaltsgruppe zwischen den bisherigen Gruppen V und VI und überarbeiteten Gehaltsgruppenmerkmalen und Tätigkeitsbeispielen.	Erstreckung des Manteltarifvertrages (Innendienstbereich) und des Rationalisierungsschutzabkommens auf das Gebiet der neuen Bundesländer mit gewissen Einschränkungen. Inkrafttreten eines separaten Gehaltstarifvertrags (Innendienstbereich) für die neuen Bundesländer.
Bestimmungen des Manteltarifvertrages und des Gehaltstarifvertrages für den Bereich des Werbeaußendienstes in den neuen Bundesländern in Kraft gesetzt.
25.09./28.11.1991
Inkrafttreten eines neuen Vorruhestandsabkommens für den Innendienst und organisierenden Außendienst.
Verkürzung der Berufsjahrstaffel in den Gehaltsgruppen I bis III.
01.05./01.12.1992
Erstreckung der Tarifvereinbarung über vermögenswirksame Leistungen auf die neuen Bundesländer, für die Angestellten des Werbeaußendienstes und des Innendienstes.
Einführung einer tariflichen Altersgrenze mit Vollendung des 65. Lebensjahres (§ 15 a).
Neufassung des § 9 MTV – Umwandlung des Wiedereinstellungsanspruchs nach der Erziehungsphase in einen tariflichen Erziehungsurlaub.
Tarifvereinbarung über die Ausbildung „Versicherungsfachmann/-fachfrau (BWV)“.
Die Begrenzung des Urlaubsentgelts im Außendienst wird für den Teil des Urlaubs, der dem gesetzlichen Urlaub entspricht, aufgehoben. Einführung einer Bestimmung über den erleichterten Übergang vom Innendienst zum Außendienst (§ 17 a MTV).
Inkrafttreten der Tarifregelung über einen Arbeitgeberzuschuss zu den Fahrtkosten von der Wohnung zur Arbeitsstätte (§ 2 a GTV).
16.02./01.07.1994
Neuregelung der Eingruppierung von Gruppenleitern in den Gehaltsgruppen V–VII sowie III und IV.
Änderung des Geltungsbereichs des Manteltarifvertrages: Vorstandsmitglieder und leitende Angestellte i. S. von § 5 Abs. 3 BetrVG sind vom Geltungsbereich ausgenommen.	Streichung der Sozialzulage Innendienst unter Wahrung des Besitzstandes.
Inkrafttreten der Tarifvereinbarung über die befristete Einführung einer Arbeitszeitflexibilisierung für das private Versicherungsgewerbe (Arbeitszeitkorridor).
Befristete Öffnung des Tarifvertrages für kollektive Arbeitszeitverkürzungen zur Vermeidung von Entlassungen und zur Sicherung der Beschäftigung (§ 11 Ziff. 1 Abs. 5 MTV).
Tarifvereinbarung zur stufenweisen Anhebung der Gehälter und sonstigen Arbeitsbedingungen in den neuen Bundesländern auf 100 % des Westniveaus bis 1.5.1998.
Neufassung des Manteltarifvertrages mit zahlreichen redaktionellen und einigen materiellen Änderungen.
Einführung eines befristeten Anspruchs auf Pensionszusage gegen Gehaltsverzicht (PZG).
Inkrafttreten des Altersteilzeitabkommens für den Innendienst.
Außerkrafttreten der Vorruhestandsabkommen Innendienst und Außendienst.
Altersteilzeitabkommen für den organisierenden Werbeaußendienst tritt in Kraft.
Befristete Einführung eines Anspruchs auf Anschubfinanzierung zur PZG. Befristete Einführung einer vorgezogenen Altersteilzeit mit hälftigem Ausgleich des Rentenabschlags für den Innendienst (am 10. 12. 1999 auch für den organisierenden Außendienst).
Tarifvertrag zur Entgeltumwandlung tritt in Kraft.	Er enthält die bisher § 25 MTV zugeordneten Regelungen der Pensionszusage gegen Gehaltsverzicht (PZG) und der Anschubfinanzierung unter Fortschreibung auf das Jahr 2002.
Modifizierung des Anhangs zu § 4 Ziff. 1 MTV (Katalog der Tätigkeitsbeispiele).
Neufassung des Tarifvertrages zur Entgeltumwandlung.
Streichung des Rechtsanspruchs auf Altersteilzeit. Wegfall des Samstagszuschlags bei Fünf-Tage-Woche. Entbürokratisierung des TV-Arbeitszeitkorridor.
Einführung von beschäftigungsfördernden Tarifgruppen für Neueinstellungen ab 1.1.2008 (Gehaltsgruppen A und B).	Abschaffung des Nachtarbeitszuschlags von 25 % von 1/162 des Monatsbezuges (§ 11 Ziff. 4 MTV) für die Zeit von 20.00 Uhr bis 21.00 Uhr. Abschluss eines Tarifvertrages zur Qualifizierung.
Aufhebung TV-Augenuntersuchung. Anpassung der Tarifverträge an das RV-Altersgrenzenanpassungsgesetz.
Anpassung der Tarifverträge an das geänderte Recht für das Versicherungsvermittlerwesen.
Anpassung der Tarifverträge an das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) (Anrechenbare Berufsjahre i.R.d. GTV; Konkretisierung der Definition „nebenberuflich“ Beschäftigter; Berechnung Kündigungsfristen; Privilegierungsvorschriften für Ältere; Nachzahlung Sonderzahlung bei Elternzeit; Anspruchsberechtigte im Rahmen der Hinterbliebenenversorgung).
Implementierung der geplanten Brancheninitiative „Regelmäßige Weiterbildung für Versicherungsvermittler“ in § 17 des Manteltarifvertrages.
Gemeinsame Erklärung von AGV und ver.di zum Thema Demografie.
Gemeinsame Erklärung von AGV und ver.di zum Thema Telearbeit.
Anspruch der Arbeitnehmer auf Umwandlung der tariflichen Sonderzahlungen in Freizeit bei Personalabbau. Modifikation der in § 11 Ziff. 1 Abs. 5 MTV geregelten „Kurzarbeitsklausel“ – nunmehr mit 20 % Einkommensausgleich. Wiedereinsetzung des zum 31.12.2011 ausgelaufenen Tarifvertrags zur Qualifizierung (TVQ) in modifizierter Form.
Tarifvertrag Mobiles Arbeiten und Tarifvertrag Arbeitnehmerüberlassung konzernintern treten in Kraft.