Source: https://www.dansef.de/olg-brandenburg-urteil-vom-02-04-2019-az-3-u-33-18-2/
Timestamp: 2019-12-08 13:24:57
Document Index: 85513956

Matched Legal Cases: ['§ 2040', 'BGH', '§ 2038', '§ 2040', '§ 745', '§ 2038']

OLG Brandenburg, Urteil vom 02.04.2019, Az. 3 U 33/18 | Deutsche Anwalts-, Notar- und Steuerberatervereinigung für Erb- und Familienrecht e.V.
Erb­schaft­steu­er: Nach­ver­steue­rung des Fami­li­en­heims bei Eigen­tums­auf­ga­be 29. November 2019
Rechts­de­pe­sche 2019 25. November 2019
OLG Bran­den­burg, Urteil vom 02.04.2019, Az. 3 U 33/18
, Beschluss vom 02.04.2019
Die Kün­di­gung eines Miet­ver­hält­nis­ses ist auch eine Ver­fü­gung im Sin­ne von § 2040 Abs. 1 BGB. Nach der Recht­spre­chung des BGH ist es für die Wirk­sam­keit der Kün­di­gung eines Miet- oder Pacht­ver­hält­nis­ses den­noch nicht erfor­der­lich, dass alle Mit­er­ben gemein­schaft­lich die Kün­di­gung erklä­ren. Dies erge­be sich aus § 2038 BGB, der die Vor­schrift des § 2040 BGB in einem sol­chen Fal­le ver­drän­ge. Gemäß § 745 Abs. 1 BGB, der nach § 2038 Abs. 2 Satz 1 BGB zur Anwen­dung gelan­ge, kön­ne durch Stim­men­mehr­heit eine der Beschaf­fen­heit des gemein­schaft­li­chen Gegen­stan­des ent­spre­chen­de ord­nungs­ge­mä­ße Ver­wal­tung und Benut­zung beschlos­sen wer­den. Dies gel­te auch für den Fall einer Kün­di­gung eines Miet­ver­hält­nis­ses.
Erben kön­nen also ein Miet­ver­hält­nis über eine zum Nach­lass gehö­ren­de Sache wirk­sam mit Stim­men­mehr­heit kün­di­gen, wenn sich die Kün­di­gung als Maß­nah­me einer ord­nungs­ge­mä­ßen Ver­wal­tung dar­stellt
Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: http://www.gerichtsentscheidungen.berlin-brandenburg.de/jportal/portal/t/279b/bs/10/page/sammlung.psml?pid=Dokumentanzeige&showdoccase=1&js_peid=Trefferliste&documentnumber=1&numberofresults=1&fromdoctodoc=yes&doc.id=KORE212922019&doc.part=L&doc.price=0.0