Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_20180718_OGH0002_0050OB00115_18Z0000_000&IncludeSelf=True&ShowPrintPreview=True
Timestamp: 2020-01-28 16:18:54
Document Index: 313971604

Matched Legal Cases: ['OGH', '§183', '§53', '§10', '§10', '§10', '§10', '§14', '§14', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 10', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 53', '§ 183', '§ 14', 'OGH', '§ 14', 'OGH', '§ 14', 'OGH', 'OGH', '§14', '§62', '§502', 'OGH', 'OGH', '§ 37', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 62', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 37', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 22', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 502', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 52', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 62', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§19', '§ 19', 'OGH', 'OGH', '§ 13', '§ 19', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 19', 'OGH', 'OGH', '§21', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§156', '§156', '§156', '§156', '§156', '§237', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 27', '§ 14', '§ 13', '§ 14', '§ 13', '§ 32', '§ 32', '§ 14', '§ 890', '§ 14', '§ 14', '§ 837', '§ 510', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 10', '§ 14', '§ 837', '§ 837', '§ 14', '§ 10', '§ 14', '§ 14', '§ 837', '§ 14', '§ 32', '§ 32', '§ 14', '§ 27', '§ 14', '§ 234', '§ 14', '§ 41', 'OGH', 'OGH']

RIS - Rechtssätze und Entscheidungstext 5Ob115/18z - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 5Ob158/92 5Ob247/97b 5O...
RS0082946
5Ob158/92; 5Ob247/97b; 5Ob65/06d; 5Ob45/06p; 5Ob97/11t; 8Ob87/11v; 2Ob104/17h; 5Ob115/18z; 2Ob225/18d
AußStrG §183 Abs3
GBG §53 Abs1
WEG 1975 §10
WEG 1975 §10 Abs1 Z2
WEG 1975 §10 Abs1 Z4
WEG 1975 §10 Abs1 Z5
WEG 2002 §14 Abs1
WEG 2002 §14 Abs1 Z2
Der als Vindikationslegat konstruierte Erwerb kraft Gesetzes durch Anwachsung bewirkt, dass dieser Anteil eben wegen dieses unmittelbaren Eigentumsüberganges nicht in die Verlassenschaftsmasse fällt. Allerdings tritt gemäß § 10 Abs 1 Z 2 WEG dieser Zuwachs nicht ein, wenn der überlebende Ehegatte vor dem Ablauf einer vom Verlassenschaftsgericht festzusetzenden angemessenen Frist entweder auf den Zuwachs verzichtet oder gemeinsam mit den Erben des Verstorbenen (unter Zustimmung allfälliger Pflichtteilsberechtigter) eine Vereinbarung betreffend den Übergang des Mindestanteiles schließt. Während der offenen Frist ist der überlebende Ehegatte gemäß § 10 Abs 1 Z 4 WEG hinsichtlich des gesamten Anteils einem Erben gleichgestellt, dem die Besorgung und Benützung des Nachlasses überlassen worden ist. Durch die Bestimmung des § 10 Abs 1 Z 2 WEG ist daher der Übergang des halben Mindestanteils des verstorbenen Ehegatten ins Eigentum des überlebenden Ehegatten ein auflösend bedingter. Dieser Schwebezustand dauert an, solange die Frist nicht gesetzt wurde. Solange aber der Schwebezustand andauert, kann die Ausstellung einer Amtsbestätigung nach § 10 Abs 1 Z 5 WEG nicht erfolgen.
5 Ob 158/92
Entscheidungstext OGH 15.12.1992 5 Ob 158/92
Veröff: SZ 65/158 = NZ 1993,81
5 Ob 247/97b
Entscheidungstext OGH 24.06.1997 5 Ob 247/97b
nur: Der als Vindikationslegat konstruierte Erwerb kraft Gesetzes durch Anwachsung bewirkt, dass dieser Anteil eben wegen dieses unmittelbaren Eigentumsüberganges nicht in die Verlassenschaftsmasse fällt. (T1)
5 Ob 65/06d
Entscheidungstext OGH 27.06.2006 5 Ob 65/06d
Auch; nur T1; Beisatz: Eines besonderen Erwerbungsaktes bedarf es nicht. Der Verbücherung kommt nur deklarative Bedeutung zu. (T2)
5 Ob 45/06p
Entscheidungstext OGH 29.08.2006 5 Ob 45/06p
nur T1; Beisatz: Eine Vereinbarung des überlebenden Ehegatten mit den Erben geht den Anwachsungsbestimmungen aber vor. (T3)
Vgl; Beisatz: Es ist daher grundsätzlich sachlich gerechtfertigt, dem überlebenden Eigentumspartner, dem der halbe Mindestanteil zuwächst, als außerbücherlichem Eigentümer gleich einem rechtskräftig eingeantworteten Erben die Legitimation zur Erwirkung einer Anmerkung nach § 53 Abs 1 GBG zuzubilligen. (T4)
Beisatz: Hier: Fehlende Amtsbestätigung nach § 183 Abs 3 AußStrG hinsichtlich § 14 Abs 1 Z 5 WEG. (T5)
2 Ob 104/17h
Entscheidungstext OGH 20.06.2017 2 Ob 104/17h
Vgl; Beisatz: Der Erwerb nach § 14 Abs 1 Z 1 WEG tritt ex lege ein, er steht aber unter der auflösenden Bedingung eines innerhalb der vom Gericht gesetzten Frist erklärten Verzichts oder einer innerhalb dieser Frist geschlossenen Vereinbarung. (T6); Veröff: SZ 2017/72
2 Ob 225/18d
Entscheidungstext OGH 25.07.2019 2 Ob 225/18d
Vgl; Beis wie T6; Beisatz: Hier: Schwebezustand infolge fehlender Fristsetzung nach § 14 Abs 2 Z 2 WEG 2002. (T7)
ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0082946
JJR_19921215_OGH0002_0050OB00158_9200000_002
Rechtssatz für 1Ob610/95 6Ob2222/96z 1...
RS0102059
1Ob610/95; 6Ob2222/96z; 1Ob2349/96i; 6Ob2341/96z; 1Ob2383/96i; 6Ob251/98z; 6Ob28/99g; 9ObA112/99g; 1Ob243/00t; 2Ob147/01h; 3Ob130/01s; 5Ob127/01i; 5Ob261/01w; 5Ob290/01k; 9Ob156/02k; 5Ob133/02y; 3Ob300/02t; 6Ob23/03f; 5Ob17/03s; 5Ob78/03m; 3Ob142/03h; 3Ob88/03t; 7Ob262/03k; 7Ob120/04d; 7Ob186/04k; 3Ob56/05i; 10Ob74/05p; 2Ob114/05m; 7Ob90/06w; 5Ob65/06d; 10Ob48/06s; 9ObA88/06s; 10Ob71/06y; 9Ob26/06y; 2Ob35/06w; 9Ob43/07z; 9Ob71/06s; 9Ob12/07s; 3Ob181/07z; 2Ob32/07f; 2Ob207/07s; 2Ob62/07t; 8Ob57/08b; 2Ob115/07m; 10Ob10/08f; 5Ob9/08x; 6Ob118/08h; 6Ob111/08d; 6Ob164/08y; 5Ob55/08m; 3Ob186/08m; 4Ob140/08d; 3Ob156/08z; 2Ob23/08h; 3Ob30/09x; 1Ob40/09b; 10ObS20/09b; 1Ob47/09g; 4Ob120/09i; 2Ob65/09m; 1Ob51/09w; 6Ob238/09g; 2Ob219/09h; 2Ob195/09d; 3Ob10/10g; 2Ob113/09w; 10ObS37/10d; 5Ob4/10i; 3Ob21/10z; 2Ob110/09d; 5Ob133/10k; 2Ob217/09i; 1Ob128/10w; 2Ob228/10h; 2Ob138/10y; 5Ob9/11a; 5Ob216/10s; 5Ob246/10b; 10Ob20/11f; 5Ob61/11y; 1Ob8/11z; 6Ob109/11i; 9Ob55/10v; 10Ob50/11t; 2Ob184/10p; 1Ob9/11x; 6Ob170/11k; 9ObA132/10t; 3Ob166/11z; 10Ob61/11k; 4Ob137/11t; 1Ob122/11i; 2Ob146/11a; 10Ob103/11m; 10Ob93/11s; 10ObS14/12z; 5Ob34/12d; 2Ob221/11f; 2Ob63/12x; 1Ob74/12g; 10Ob62/11g; 2Ob125/11p; 2Ob41/11k; 2Ob220/11h; 4Ob93/12y; 2Ob121/12a; 1Ob143/12d; 1Ob220/12b; 9ObA24/12p; 7Ob44/12i; 10Ob63/12f; 4Ob62/13s; 2Ob82/12s; 5Ob132/13t; 5Ob29/13w; 1Ob140/13i; 10Ob57/13z; 7Ob204/13w; 4Ob197/13v; 4Ob44/14w; 2Ob119/13h; 5Ob40/14i; 5Ob81/14v; 2Ob236/13i; 1Ob135/14f; 1Ob172/14x; 8ObS8/14f; 8ObA20/15x; 1Ob10/15z; 5Ob122/15z; 8ObA46/15w; 2Ob12/15a; 9Ob41/15t; 4Ob246/14a; 9ObA102/15p; 1Ob68/16f; 9ObA41/16v; 7Ob118/16b; 7Ob150/16h; 9ObA51/16i; 2Ob18/17m; 5Ob6/17v; 9ObA71/17g; 4Ob183/17s; 10ObS24/18d; 5Ob179/17k; 9ObA60/18s; 5Ob115/18z; 1Ob92/18p; 3Ob113/18s; 6Ob228/18z; 8Ob20/19b; 4Ob217/18t; 5Ob32/19w; 9Ob27/19i
AußStrG §14 D1a
AußStrG §62 Abs1 B1a
ZPO §502 HIV1
Selbst wenn das Berufungsgericht - zu Recht - ausgesprochen hatte, die ordentliche Revision (oder der Rekurs an den Obersten Gerichtshof) sei zulässig, das Rechtsmittel aber dann nur solche Gründe geltend macht, deren Erledigung nicht von der Lösung erheblicher Rechtsfragen abhängt, ist die Revision (der Rekurs) trotz der Zulässigerklärung durch das Gericht zweiter Instanz zurückzuweisen (vergleiche 8 Ob 2/95).
Beisatz: Dieser Grundsatz ist mit Einschränkungen auch im Verfahren außer Streitsachen anzuwenden. (T1)
6 Ob 28/99g
Entscheidungstext OGH 25.03.1999 6 Ob 28/99g
Auch; Beisatz: Der Oberste Gerichtshof hätte sich nur dann in der Sache auseinanderzusetzen gehabt, wenn der Kläger wenigstens eine für die Entscheidung präjudizielle Rechtsfrage von erheblicher Bedeutung angeschnitten hätte. Die Revision ist nämlich auch dann unzulässig, wenn das Berufungsgericht die Zulässigkeit der Revision mit Recht ausgesprochen hätte, der Revisionswerber dann aber nur solche Gründe geltend macht, deren Erledigung nicht von der Lösung erheblicher Rechtsfragen abhängt. (T2)
2 Ob 147/01h
Entscheidungstext OGH 21.06.2001 2 Ob 147/01h
Vgl auch; Beis wie T2 nur: Der Oberste Gerichtshof hätte sich nur dann in der Sache auseinanderzusetzen gehabt, wenn der Kläger wenigstens eine für die Entscheidung präjudizielle Rechtsfrage von erheblicher Bedeutung angeschnitten hätte. (T3)
Beisatz: Hier: Keine Beschwer des Revisionswerbers. (T4)
Ähnlich; Beisatz: Hier: Verfahren nach § 37 MRG. (T5)
Vgl; Beisatz: Wenn der Revisionswerber eine der beiden vom Berufungsgericht für die Zulässigkeit der Revision ins Treffen geführten Rechtsfragen in seinem Rechtsmittel nicht mehr aufgreift, hat sich die Zulässigkeit der Anrufung des Obersten Gerichtshofes nur an der zweiten angesprochenen Rechtsfrage zu orientieren. (T6)
5 Ob 290/01k
Entscheidungstext OGH 11.12.2001 5 Ob 290/01k
9 Ob 156/02k
Entscheidungstext OGH 10.07.2002 9 Ob 156/02k
5 Ob 133/02y
Entscheidungstext OGH 25.06.2002 5 Ob 133/02y
3 Ob 300/02t
Entscheidungstext OGH 18.12.2002 3 Ob 300/02t
6 Ob 23/03f
Entscheidungstext OGH 20.02.2003 6 Ob 23/03f
5 Ob 78/03m
Entscheidungstext OGH 29.04.2003 5 Ob 78/03m
Vgl; Beisatz: Hat der Revisionswerber eine in erster Instanz vorgebrachte rechtsvernichtende Tatsache in der Rechtsrüge seiner Berufung nicht mehr aufrecht erhalten, ist deren Vorliegen im Revisionsverfahren vom Obersten Gerichtshof nicht mehr zu prüfen. Insoweit fehlt es an der Präjudizialität der dargestellten Rechtsfrage. (T7)
3 Ob 88/03t
Entscheidungstext OGH 28.01.2004 3 Ob 88/03t
2 Ob 114/05m
Entscheidungstext OGH 20.10.2005 2 Ob 114/05m
7 Ob 90/06w
Entscheidungstext OGH 26.04.2006 7 Ob 90/06w
10 Ob 48/06s
Entscheidungstext OGH 17.08.2006 10 Ob 48/06s
Vgl auch; Beisatz: Die vom Rekursgericht als erheblich im Sinn des § 62 Abs 1 AußStrG beurteilte Rechtsfrage wird im Rechtsmittel nicht angesprochen. Da der Oberste Gerichtshof aber nicht dazu berufen ist, theoretisch zu einer Rechtsfrage, deren Lösung durch die zweite Instanz vom Rechtsmittelwerber gar nicht bestritten wird, Stellung zu nehmen, ist auf diese Frage nicht weiter einzugehen. Daran hat auch die Reform des Außerstreitverfahrens durch das AußStrG BGBl I 2003/111 nichts geändert. (T8)
9 ObA 88/06s
Entscheidungstext OGH 27.09.2006 9 ObA 88/06s
10 Ob 71/06y
Entscheidungstext OGH 05.12.2006 10 Ob 71/06y
9 Ob 26/06y
Entscheidungstext OGH 02.03.2007 9 Ob 26/06y
Auch; Beis wie T3; Beisatz: Dies rechtfertigt die Zulässigkeit der Revision nur dann, wenn darin Rechtsfragen von erheblicher Bedeutung auch konkret releviert werden. (T9)
3 Ob 181/07z
Entscheidungstext OGH 23.10.2007 3 Ob 181/07z
2 Ob 32/07f
Entscheidungstext OGH 29.11.2007 2 Ob 32/07f
Vgl auch; Beis auch wie T3; Beis wie T9
Veröff: SZ 2007/189
2 Ob 62/07t
Entscheidungstext OGH 24.01.2008 2 Ob 62/07t
Auch; Beis auch wie T3
5 Ob 9/08x
Entscheidungstext OGH 14.05.2008 5 Ob 9/08x
Auch; Beisatz: Das gilt auch in außerstreitigen Verfahren nach § 37 MRG. (T10)
6 Ob 111/08d
Entscheidungstext OGH 05.06.2008 6 Ob 111/08d
6 Ob 164/08y
Entscheidungstext OGH 07.08.2008 6 Ob 164/08y
5 Ob 55/08m
Entscheidungstext OGH 26.08.2008 5 Ob 55/08m
Bem: Hier: Verfahren nach § 22 WGG. (T11)
3 Ob 186/08m
Entscheidungstext OGH 03.10.2008 3 Ob 186/08m
3 Ob 156/08z
Entscheidungstext OGH 19.11.2008 3 Ob 156/08z
3 Ob 30/09x
Entscheidungstext OGH 22.04.2009 3 Ob 30/09x
Auch; Beisatz: Hier: Revisionsrekurs. (T12)
1 Ob 47/09g
Entscheidungstext OGH 31.03.2009 1 Ob 47/09g
Auch; Beisatz: Eine Revision ist nur dann im Sinne des § 502 Abs 1 ZPO zulässig, wenn der Revisionswerber die für die Entscheidung maßgeblichen erheblichen Rechtsfragen auch in seinen Rechtsmittelausführungen aufgreift. Er muss somit wenigstens in Ansätzen versuchen, eine erhebliche Rechtsfrage des materiellen Rechts oder des Verfahrensrechts aufzuwerfen, bei deren Beurteilung er von der Rechtsansicht der zweiten Instanz abweicht. (T13)
2 Ob 65/09m
Entscheidungstext OGH 03.09.2009 2 Ob 65/09m
2 Ob 195/09d
Entscheidungstext OGH 18.12.2009 2 Ob 195/09d
3 Ob 10/10g
Entscheidungstext OGH 24.03.2010 3 Ob 10/10g
Auch; Auch Beis wie T2; Beis wie T4
Veröff: SZ 2010/11
Vgl; Bem: Hier: Verfahren nach § 52 WEG 2002. (T14)
Auch; Beis wie T8; Beis ähnlich wie T2; Beis ähnlich wie T13
Auch; Auch Beis wie T1; Beisatz: Dieser Grundsatz gilt auch im außerstreitigen Verfahren jedenfalls dann, wenn im Revisionsrekurs eine erhebliche Rechtsfrage nicht einmal angesprochen wird. (T15)
Auch Beis wie T8
5 Ob 133/10k
Entscheidungstext OGH 23.09.2010 5 Ob 133/10k
1 Ob 128/10w
Entscheidungstext OGH 20.10.2010 1 Ob 128/10w
nur: Selbst wenn das Berufungsgericht - zu Recht - ausgesprochen hatte, die ordentliche Revision sei zulässig, das Rechtsmittel aber dann nur solche Gründe geltend macht, deren Erledigung nicht von der Lösung erheblicher Rechtsfragen abhängt, ist die Revision trotz der Zulässigerklärung durch das Gericht zweiter Instanz zurückzuweisen. (T16)
Auch; Beis wie T6; Beis ähnlich wie T7
Auch; nur T16; Beis wie T7
Auch; Beisatz: Hier: Revisionsrekurs im außerstreitigen Verfahren. (T17)
10 Ob 50/11t
Entscheidungstext OGH 30.08.2011 10 Ob 50/11t
2 Ob 184/10p
Entscheidungstext OGH 14.07.2011 2 Ob 184/10p
Auch Beis wie T1; Beis wie T15
Auch; nur T16; Beis wie T9
3 Ob 166/11z
Entscheidungstext OGH 12.10.2011 3 Ob 166/11z
2 Ob 146/11a
Entscheidungstext OGH 22.12.2011 2 Ob 146/11a
10 ObS 14/12z
Entscheidungstext OGH 12.04.2012 10 ObS 14/12z
Auch; Beis wie T6; Beis wie T7; Beis wie T8
2 Ob 221/11f
Entscheidungstext OGH 08.03.2012 2 Ob 221/11f
Auch; Beis wie T8; Beis wie T15; Beis wie T17
Auch; Auch Beis wie T3
2 Ob 220/11h
Entscheidungstext OGH 28.06.2012 2 Ob 220/11h
Auch; Beis wie T1; Beis wie T15
Auch; Beis wie T1; Beis wie T8; Beis wie T15; Beis wie T17
Auch; Vgl auch Beis wie T8; Vgl auch Beis wie T15
Auch; Ähnlich Beis wie T13; Beis wie T17
Auch; Ähnlich Beis wie T10; Beis wie T15; Beis wie T17
10 Ob 57/13z
Entscheidungstext OGH 17.12.2013 10 Ob 57/13z
Vgl; Beis wie T8 nur: Die vom Rekursgericht als erheblich im Sinn des § 62 Abs 1 AußStrG beurteilte Rechtsfrage wird im Rechtsmittel nicht angesprochen. Da der Oberste Gerichtshof aber nicht dazu berufen ist, theoretisch zu einer Rechtsfrage, deren Lösung durch die zweite Instanz vom Rechtsmittelwerber gar nicht bestritten wird, Stellung zu nehmen, ist auf diese Frage nicht weiter einzugehen. (T18)
7 Ob 204/13w
Entscheidungstext OGH 29.01.2014 7 Ob 204/13w
4 Ob 44/14w
Entscheidungstext OGH 25.03.2014 4 Ob 44/14w
Vgl auch; Beis wie T8; Beis wie T10
Auch; Beis wie T1; Beis wie T15; Beis wie T17
8 ObA 46/15w
Entscheidungstext OGH 30.07.2015 8 ObA 46/15w
2 Ob 12/15a
Entscheidungstext OGH 06.08.2015 2 Ob 12/15a
9 Ob 41/15t
Entscheidungstext OGH 29.07.2015 9 Ob 41/15t
Auch; Beis wie T8; Beis wie T18
9 ObA 41/16v
Entscheidungstext OGH 25.05.2016 9 ObA 41/16v
Vgl auch; Beis wie T8; Beis wie T15
9 ObA 51/16i
Entscheidungstext OGH 18.08.2016 9 ObA 51/16i
Beisatz: Hier: Verfahren zur Erlassung einer einstweiligen Verfügung. (T19)
5 Ob 6/17v
Entscheidungstext OGH 26.09.2017 5 Ob 6/17v
4 Ob 183/17s
Entscheidungstext OGH 23.01.2018 4 Ob 183/17s
10 ObS 24/18d
Entscheidungstext OGH 14.03.2018 10 ObS 24/18d
Beis wie T8; Beis wie T13; Beis wie T18
9 ObA 60/18s
Entscheidungstext OGH 28.06.2018 9 ObA 60/18s
3 Ob 113/18s
Entscheidungstext OGH 14.08.2018 3 Ob 113/18s
8 Ob 20/19b
Entscheidungstext OGH 25.03.2019 8 Ob 20/19b
4 Ob 217/18t
Entscheidungstext OGH 26.03.2019 4 Ob 217/18t
5 Ob 32/19w
Entscheidungstext OGH 25.04.2019 5 Ob 32/19w
9 Ob 27/19i
Entscheidungstext OGH 23.07.2019 9 Ob 27/19i
ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0102059
JJR_19960130_OGH0002_0010OB00610_9500000_001
Rechtssatz für 5Ob21/00z 5Ob207/00b 5O...
RS0113376
5Ob21/00z; 5Ob207/00b; 5Ob277/01y; 9Ob56/11t; 5Ob115/18z
WEG 1975 §19 Abs1
Mit dem Zuschlag in der Zwangsversteigerung ist der Ersteher in die Wohnungseigentümergemeinschaft eingetreten. Er ist nicht nur an bestehende Kostenregelungen im Sinne des § 19 Abs 5 WEG, sondern grundsätzlich auch an bestehende, wirksam zustande gekommene Mehrheitsbeschlüsse in Verwaltungsangelegenheiten (samt deren finanziellen Auswirkungen) gebunden. Allfällige monatliche Akontovorschreibungen des Verwalters sind ab Zuschlag von ihm zu bezahlen (vgl SZ 66/3; RIS-Justiz RS0083839). Seine Verpflichtung zur anteiligen Tragung der Aufwendungen ab Zuschlag stellt keine Last im exekutionsrechtlichen Sinn dar, die nur bei Aufnahme in die Versteigerungsbedingungen zu übernehmen wäre (vgl RIS-Justiz RS0002949, RS0013795).
5 Ob 21/00z
Entscheidungstext OGH 28.03.2000 5 Ob 21/00z
Veröff: SZ 73/58
5 Ob 207/00b
Entscheidungstext OGH 12.06.2001 5 Ob 207/00b
Vgl auch; Beisatz: Hier: Zulassung einer Klagsanmerkung gemäß § 13c Abs 4 WEG auch gegen den Ersteher ab Anmerkung des Zuschlags im Grundbuch. (T1)
Auch; nur: Mit dem Zuschlag in der Zwangsversteigerung ist der Ersteher in die Wohnungseigentümergemeinschaft eingetreten. Er ist nicht nur an bestehende Kostenregelungen im Sinne des § 19 Abs 5 WEG, sondern grundsätzlich auch an bestehende, wirksam zustande gekommene Mehrheitsbeschlüsse in Verwaltungsangelegenheiten (samt deren finanziellen Auswirkungen) gebunden. Seine Verpflichtung zur anteiligen Tragung der Aufwendungen ab Zuschlag stellt keine Last im exekutionsrechtlichen Sinn dar, die nur bei Aufnahme in die Versteigerungsbedingungen zu übernehmen wäre. (T2) Beisatz: Seit dem 3. WÄG gilt, dass ein Rechtsnachfolger an bestehende Kostenregelungen gebunden ist, auch an bestehende, wirksam zustande gekommene Beschlüsse in Verwaltungsangelegenheiten samt deren finanziellen Auswirkungen. (T3)
9 Ob 56/11t
Entscheidungstext OGH 29.05.2012 9 Ob 56/11t
Auch; Beisatz: Hier: Sanierungsdarlehen (T4)
Veröff: SZ 2012/58
ECLI:AT:OGH0002:2000:RS0113376
JJR_20000328_OGH0002_0050OB00021_00Z0000_001
Rechtssatz für 5Ob21/00z 5Ob275/01d 5O...
RS0113377
5Ob21/00z; 5Ob275/01d; 5Ob247/04s; 5Ob290/05s; 9Ob56/11t; 5Ob115/18z
Bei der Kostenaufteilungsregel des § 19 WEG handelt es sich um eine von den exekutionsrechtlichen Vorschriften über die Übernahme von Belastungen eines versteigerten Miteigentumsanteils unabhängige Anspruchsgrundlage. Aufzuteilende Liegenschaftsaufwendungen in diesem Sinn sind die monatlich fällig werdenden Darlehensrückzahlungen und nicht sogleich die gesamten vom Bauunternehmen verrechneten Reparaturkosten. Von den nach Zuschlag fällig werdenden Aufwendungen sind daher nicht jene auszuscheiden, die ihren Ursprung in schon vor dem Zuschlag erbrachten Leistungen haben. Wenn die Instandhaltungsarbeiten vor Zuschlag durch Darlehensaufnahme vorfinanziert und durchgeführt wurden, muss der Ersteher ab Zuschlag in der Zwangsversteigerung zu den Kosten der (typischerweise ihm auch dann zugutekommenden) Instandhaltungsarbeiten beitragen.
5 Ob 275/01d
Entscheidungstext OGH 11.12.2001 5 Ob 275/01d
Vgl; nur: Von den nach Zuschlag fällig werdenden Aufwendungen sind daher nicht jene auszuscheiden, die ihren Ursprung in schon vor dem Zuschlag erbrachten Leistungen haben. Wenn die Instandhaltungsarbeiten vor Zuschlag durch Darlehensaufnahme vorfinanziert und durchgeführt wurden, muss der Ersteher ab Zuschlag in der Zwangsversteigerung zu den Kosten der (typischerweise ihm auch dann zugutekommenden) Instandhaltungsarbeiten beitragen. (T1) Beisatz: Die gesetzliche Verpflichtung des Miteigentümers und Wohnungseigentümers, die Liegenschaftsaufwendungen anteilig mitzutragen, bezieht sich auf die nach seinem (durch die Verbücherung des Wohnungseigentums vollzogenen) Eintritt in die Gemeinschaft entstandenen Kosten. (T2); Veröff: SZ 74/195
5 Ob 247/04s
Entscheidungstext OGH 23.11.2004 5 Ob 247/04s
Vgl auch; Beis wie T2; Beisatz: Da dem WEG1975 (wie auch dem WEG2002) eine dem §21 Abs3 letzter Satz MRG vergleichbare Vorschrift fehlt, ist und bleibt Schuldner der Beträge zur Deckung der Liegenschaftsaufwendungen immer derjenige Mit- und Wohnungseigentümer, der im Zeitpunkt der Fälligkeit der Beitragsschuld im Grundbuch als Eigentümer des entsprechenden Anteils eingetragen ist bzw war. Eine rückwirkende Änderung des Anteilsschlüssels ist zumindest seit dem 3.WÄG gar nicht möglich. (T3)
5 Ob 290/05s
Entscheidungstext OGH 21.03.2006 5 Ob 290/05s
ECLI:AT:OGH0002:2000:RS0113377
JJR_20000328_OGH0002_0050OB00021_00Z0000_002
Rechtssatz für 7Ob37/08d 5Ob95/09w 5Ob...
RS0123680
7Ob37/08d; 5Ob95/09w; 5Ob81/10p; 1Ob253/11d; 3Ob188/12m; 5Ob142/13p; 1Ob244/14k; 5Ob115/18z
EO §156 Abs2 IIA
EO §156 Abs2 IIB
EO §156 Abs2 IIC
EO §156 Abs2 IIE
EO §156 Abs2 V
EO §237 Abs1
Der Ersteher erwirbt die vollen Eigentumsbefugnisse mit Rechtskraft der Erteilung des Zuschlags und Erfüllung der Versteigerungsbedingungen. Er ist dann auch zur Räumungsklage gegen einen vom Verpflichteten verschiedenen Dritten legitimiert.
7 Ob 37/08d
Entscheidungstext OGH 11.06.2008 7 Ob 37/08d
Beisatz: So schon 4 Ob 214/98v und SZ 51/123 (= 3 Ob 115/77). (T1)
5 Ob 95/09w
Entscheidungstext OGH 09.06.2009 5 Ob 95/09w
Beisatz: Der durch den Zuschlag bewirkte Eigentumserwerb des Erstehers ist nach Lehre und nunmehr ständiger Rechtsprechung auflösend bedingt. (T2)
Beisatz: Erst bei Vorliegen der sonstigen Voraussetzungen (Erfüllung der Versteigerungsbedingungen nach Rechtskraft des Zuschlags) ist aber die durch Zuschlag erworbene Rechtsstellung des Erstehers der eines grundbücherlichen Eigentümers vergleichbar. (T3)
Beisatz: Vor der Erfüllung dieser Voraussetzungen ist der Ersteher zur Einbringung von aus dem Eigentum erfließenden Klagen oder zum Antrag auf Anmerkung einer Rangordnung nicht legitimiert. (T4)
5 Ob 81/10p
Entscheidungstext OGH 27.05.2010 5 Ob 81/10p
Vgl; Beis wie T2; Beis wie T3; Beisatz: Mit der Erteilung des Zuschlags im Zwangsversteigerungsverfahren verliert der frühere Eigentümer der Liegenschaft, auch wenn er noch im Grundbuch eingetragen ist, die Rekursberechtigung bezüglich Grundbuchsbeschlüssen, die vor der Zuschlagserteilung ergangen sind. (T5)
nur: Der Ersteher erwirbt die vollen Eigentumsbefugnisse mit Rechtskraft der Erteilung des Zuschlags und Erfüllung der Versteigerungsbedingungen. (T6)
3 Ob 188/12m
Entscheidungstext OGH 19.12.2012 3 Ob 188/12m
5 Ob 142/13p
Entscheidungstext OGH 21.01.2014 5 Ob 142/13p
Vgl auch; Beisatz: Auf Erlassung und Ausführung des Verteilungsbeschlusses kommt es in diesem Zusammenhang nicht (entscheidend) an. (T7)
ECLI:AT:OGH0002:2008:RS0123680
JJR_20080611_OGH0002_0070OB00037_08D0000_001
Entscheidungstext 5Ob115/18z
Zak 2018/567 S 297 - Zak 2018,297 = immolex 2018/99 S 293 (Maier‑Hülle/Frick) - immolex 2018,293 (Maier‑Hülle/Frick) = ecolex 2019/132 S 320 - ecolex 2019,320
5Ob115/18z
Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten Dr. Jensik als Vorsitzenden sowie die Hofrätin Dr. Grohmann und die Hofräte Mag. Wurzer, Mag. Painsi und Dr. Steger als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei Eigentümergemeinschaft der Liegenschaft *****, vertreten durch Dr. Friedrich Nusterer, Mag. Markus Mayer, Rechtsanwälte OG in St. Pölten, gegen die beklagten Parteien 1. Verlassenschaft nach dem am 21. Jänner 2016 verstorbenen G*****, 2. Verlassenschaft nach der am 3. März 2015 verstorbenen A*****, beide vertreten durch den Verlassenschaftskurator Mag. Hannes Huber, Rechtsanwalt in Melk, wegen 6.155,60 EUR sA, über die Revision der klagenden Partei gegen das Urteil des Landesgerichts St. Pölten als Berufungsgericht vom 18. Oktober 2017, GZ 21 R 134/17i-19, mit dem das Urteil des Bezirksgerichts Melk vom 3. Mai 2017, GZ 4 C 509/16x-12, teilweise bestätigt, teilweise abgeändert wurde, zu I. beschlossen und zu II. zu Recht erkannt:
I. Die Revisionsbeantwortung der erstbeklagten Partei wird als unzulässig zurückgewiesen.
Die klagende Partei ist schuldig, der zweitbeklagten Partei binnen 14 Tagen die mit 626,52 EUR (darin 104,42 EUR USt) bestimmten Kosten des Revisionsverfahrens zu ersetzen.
Nach dem Grundbuchstand sind G***** und A***** als Wohnungseigentumspartner Mit- und Wohnungseigentümer einer Liegenschaft verbunden mit Wohnungseigentum an Wohnung Top 10 und Pkw-Abstellplatz 1/10. A***** verstarb am 3. 3. 2015, sie hinterließ keine letztwillige Verfügung. Im Verlassenschaftsverfahren gab der einzige bekannte gesetzliche Erbe G***** als Ehegatte weder eine Erbantrittserklärung noch eine Erklärung darüber ab, ob er den Eigentumsanteil seiner verstorbenen Gattin übernimmt oder darauf verzichtet. Das Verlassenschaftsgericht setzte keine Frist im Sinn des § 14 Abs 1 Z 2 WEG 2002. Das Verlassenschaftsverfahren wurde bislang weder durch Einantwortung noch auf andere Weise beendet. G***** verstarb am 21. 1. 2016 ebenfalls ohne Hinterlassung einer letztwilligen Verfügung. Seine gesetzlichen Erben entschlugen sich des Erbrechts. Auch diese Verlassenschaft wurde bislang weder eingeantwortet noch auf andere Weise beendet. Für die Eigentumswohnung haften „Wohnungsvergütungsbeträge“ für den Zeitraum Jänner 2016 bis einschließlich März 2017 in Höhe von 6.155,60 EUR unberichtigt aus.
Die Klägerin begehrt – gestützt auf den Grundbuchstand, das grundbuchsrechtliche Publizitätsprinzip und die ihr bewilligte Klageanmerkung – von beiden Verlassenschaften die Zahlung dieser Wohnungsvergütungen zur ungeteilten Hand. Zu einem außerbücherlichen Eigentumserwerb des G***** bzw der Erstbeklagten im Sinn des § 14 Abs 1 Z 1 WEG 2002 sei es mangels Fristsetzung durch das Verlassenschaftsgericht bislang nicht gekommen. Es liege ein Schwebezustand vor. Dem überlebenden Partner stünden nur die Rechte eines Verwalters zu.
Die Beklagten wendeten dagegen ein, mit dem Todestag der A***** sei ihr Ehegatte außerbücherlicher Eigentümer ihres halben Mindestanteils geworden, es handle sich um eine Durchbrechung des Eintragungsgrundsatzes. Der Eigentumserwerb sei lediglich auflösend bedingt, ein Verzicht des überlebenden Ehegatten auf die Anwachsung sei aufgrund dessen mittlerweile eingetretenen Todes nicht mehr denkbar. Da die Beklagten eine einheitliche Streitpartei bildeten, sei auch das Klagebegehren gegen die Erstbeklagte abzuweisen.
Das Erstgericht gab dem Klagebegehren – abgesehen von einem rechtskräftig abgewiesenen Zinsenmehrbegehren – gegenüber beiden Beklagten statt. Da § 14 Abs 1 Z 4 WEG 2002 die Rechte des überlebenden Partners am Anteil des Verstorbenen auf jene eines Verwalters beschränke, finde der Übergang des Eigentumsrechts nicht statt, solange die Möglichkeit eines Verzichts im Sinn des § 14 Abs 1 Z 1 WEG 2002 bestehe. Dies sei hier der Fall, der im Gesetz vorgesehene Schwebezustand dauere noch an, sodass sich der Eigentumsanteil der A***** noch in deren Nachlass befinde.
Das Berufungsgericht bestätigte über Berufung der Beklagten dieses Urteil in Ansehung der Erstbeklagten, änderte es hingegen in Bezug auf die Zweitbeklagte im Sinn einer Abweisung des Klagebegehrens ab. Die Akkreszenz in das Eigentum des Überlebenden nach § 14 Abs 1 Z 1 WEG 2002 erfolge unmittelbar, ohne dass es eines besonderen Erwerbungsakts bedürfe, sodass der Verbücherung nur deklarative Bedeutung zukomme und der Intabulationsgrundsatz durchbrochen sei. Dieser Eigentumsübergang sei auflösend bedingt, er könne gemäß § 14 Abs 1 Z 2 WEG 2002 durch einen Verzicht des überlebenden Partners oder eine von diesem gemeinsam mit den Erben unter Zustimmung der Pflichtteilsberechtigten abgeschlossenen Vereinbarung rückgängig gemacht werden. Durch einen derartigen Verzicht oder eine Vereinbarung werde der Schwebezustand beendet. Bei einer auflösenden Bedingung entstehe das Recht zunächst, ende jedoch mit Erfüllung der Bedingung, während es bei deren Ausfall bestehen bleibe. Abzustellen sei auf die Rechtslage bei Schluss der Verhandlung erster Instanz. Zu diesem Zeitpunkt habe A***** bzw die Zweitbeklagte ihr Eigentum kraft außerbücherlichen unmittelbar aufgrund des Gesetzes eintretenden Eigentumsübergangs auf G***** verloren. Passiv legitimiert für die eingeklagten Wohnbeiträge sei daher ausschließlich die Erstbeklagte als bücherliche bzw außerbücherliche Miteigentümerin des Mindestanteils. Die Beschränkung der Rechte des überlebenden Partners am Anteil des Verstorbenen auf jene eines Verwalters im § 14 Abs 1 Z 4 WEG ändere nichts am Eigentumsübergang bzw Verlust der Passivlegitimation. Der Oberste Gerichtshof habe zwar zu 5 Ob 97/11t ausgesprochen, dass im Grundbuchsverfahren der unbedingte Rechtserwerb urkundlich nachzuweisen sei, wenn der überlebende Eigentumspartner – vor der bücherlichen Einverleibung seines Eigentums – auch hinsichtlich der zweiten Hälfte des Mindestanteils die Rechte eines Eigentümers im Sinne des GBG ausüben wolle. Daraus sei für den Standpunkt der Klägerin aber nichts zu gewinnen, weil es hier nicht um eine grundbuchsrechtliche Rechtsausübung seitens der Erstbeklagten oder eine spezielle Problemstellung des Grundbuchsverfahrens gehe. Auch eine Berufung auf den materiell unrichtigen Grundbuchstand und die auf dessen Basis bewilligte Klageanmerkung nach § 27 Abs 2 WEG 2002 scheide somit aus. Ob aufgrund des Ablebens des überlebenden Wohnungseigentumspartners ein Verzicht bzw eine Vereinbarung im Sinn des § 14 Abs 1 Z 2 WEG 2002 überhaupt noch in Betracht komme, bedürfe aufgrund der Rechtslage bei Schluss der Verhandlung erster Instanz keiner weiteren Erörterung. Eine Haftung der Zweitbeklagten sei daher mangels Passivlegitimation zu verneinen, die Erstbeklagte verbleibe als alleinige Schuldnerin, wobei gemäß § 13 Abs 4 Satz 1 WEG 2002 die Partner der Eigentumspartnerschaft für alle Verbindlichkeiten nach dem gemeinsamen Wohnungseigentum zur ungeteilten Hand hafteten. Für eine Abweisung des Klagebegehrens auch gegenüber der Erstbeklagten bestehe kein Anlass.
Die ordentliche Revision ließ das Berufungsgericht mit der Begründung zu, zur Auswirkung des auflösend bedingten Eigentumsübergangs durch Zuwachs nach § 14 Abs 1 Z 1 WEG auf die Passivlegitimation der Partner einer Wohnungseigentumspartnerschaft fehle es an höchstgerichtlicher Judikatur. Auch zur Frage, ob allenfalls das weitere Ableben des ursprünglich überlebenden Partners während des Schwebezustands diesen ohnehin beende, sei keine höchstgerichtliche Entscheidung aufzufinden gewesen.
Mit ihrer ordentlichen Revision wendet sich die Klägerin gegen die Abweisung des Klagebegehrens in Bezug auf die Zweitbeklagte mit dem Antrag auf Abänderung dahingehend, dass insoweit das erstinstanzliche Urteil wiederhergestellt werden möge, hilfsweise stellt sie einen Aufhebungsantrag.
Beide beklagten Parteien beantragen in ihrer Revisionsbeantwortung, die Revision als unzulässig zurückzuweisen, hilfsweise ihr nicht Folge zu geben.
Die Revision ist zur Klarstellung der Rechtslage zulässig, sie ist aber nicht berechtigt. Die Revisionsbeantwortung der Erstbeklagten ist zurückzuweisen.
1.1. Die Klägerin macht gegenüber beiden Beklagten als Wohnungseigentumspartnern zur ungeteilten Hand die vorgeschriebenen Beiträge für Wohnbauförderung, Heizung, Instandhaltung, Verwaltung und Betriebskosten geltend (siehe hiezu Beilage ./B). Für derartige Verbindlichkeiten haften nach § 13 Abs 4 Satz 1 WEG 2002 die Wohnungseigentumspartner zur ungeteilten Hand. Diese Bestimmung ergänzt § 32 Abs 1 Satz 1 WEG 2002, wonach die Aufwendungen für die Liegenschaft einschließlich der Beiträge zur Rücklage von den Wohnungseigentümern grundsätzlich nach dem Verhältnis ihrer Miteigentumsanteile bei Ende der Abrechnungsperiode zu tragen sind. Dass der Gesetzgeber ausdrücklich die Solidarhaftung der Wohnungseigentumspartner für Aufwendungen im Sinn des § 32 Abs 1 Satz 1 WEG 2002 anordnete, lässt nur den Schluss zu, dass jedenfalls in Passivprozessen betreffend derartige Aufwendungen die Wohnungseigentumspartner – im Gegensatz zur aktiven Durchsetzung von Individualrechten, die sonst einem Wohnungseigentümer allein zusteht und die daher im Prozess ein gemeinsames Auftreten erfordert (vgl RIS-Justiz RS0035415) – nicht als einheitliche Streitpartei im Sinn des § 14 ZPO zu betrachten sind. Diese würde voraussetzen, dass ohne Zusammenwirken aller Mit- und Wohnungseigentümer die geschuldete Leistung nicht erbracht werden kann, sodass entgegen § 890 ABGB nicht von einer Solidar-, sondern einer Gesamthandschuld auszugehen wäre (RIS-Justiz RS0035468 [T4]). Dies ist hier nicht der Fall, auf die Behauptung einer einheitlichen Streitpartei auf Passivseite kommt im Revisionsverfahren im Übrigen niemand zurück.
1.2. Das in Ansehung der Erstbeklagten stattgebende Urteil des Berufungsgerichts, gegen das diese keine Revision erhoben hat, konnte daher insoweit in Teilrechtskraft erwachsen. Das Verfahren gegen die Erstbeklagte ist somit rechtskräftig beendet, die – auch – namens der Erstbeklagten erhobene Revisionsbeantwortung war somit als unzulässig zurückzuweisen.
2. In ihrer Revision vertritt die Klägerin die Auffassung, die Akkreszenz nach § 14 Abs 1 Z 1 WEG 2002 trete erst dann ein, wenn die Frist zur Abgabe der Verzichtserklärung abgelaufen sei bzw keine sonstige Vereinbarung im Sinn dieser Gesetzesstelle getroffen werde. Der Eigentumsübergang sei nicht auflösend, sondern aufschiebend bedingt. Aus § 14 Abs 1 Z 4 WEG 2002, der den überlebenden Partner auf die Position eines Verwalters gemäß § 837 ABGB an den Anteilen des Verstorbenen beschränke, ergebe sich, dass das Eigentum nicht schon im Zeitpunkt des Todes des anderen Wohnungseigentumspartners übergehe.
2.1. Der erkennende Senat erachtet die Entscheidung des Berufungsgerichts für zutreffend, sodass darauf verwiesen werden kann (§ 510 Abs 3 zweiter Satz ZPO).
2.2. Liegt – wie hier – keine abweichende Vereinbarung vor, geht gemäß § 14 Abs 1 Z 1 WEG 2002 der Anteil eines Wohnungseigentumspartners nach dessen Tod unmittelbar unter Ausschluss des Erbwegs ins Eigentum des überlebenden Partners über, wenn dieser nicht (Z 2 leg cit) innerhalb einer vom Verlassenschaftsgericht festzusetzenden angemessenen Frist entweder verzichtet oder sich mit den Erben auf den Übergang an eine andere Person einigt. Nach Rechtsprechung (5 Ob 65/06d; 5 Ob 97/11t; vgl auch RIS-Justiz RS0082946) und Lehre (Höllwerth in Hausmann/Vonkilch, Österreichisches Wohnrecht4 § 14 WEG Rz 14; Würth in Rummel3 § 14 WEG Rz 5; Feil/Friedl in Feil/Friedl/Bayer, WEG § 14 Rz 6) erfolgt der Übergang in das Eigentum des Partners außerbücherlich, es handelt sich dabei um ein wohnungseigentumsrechtliches Institut sui generis (ErlRV 989 BlgNR 21. GP 48; Kletečka, Die Eigentümerpartnerschaft nach dem WEG 2002, immolex 2002, 174; Aichberger-Beig, Die Ehewohnung im Todesfall, EF-Z 2011, 44 [46]; Höllwerth in Hausmann/Vonkilch, Österreichisches Wohnrecht4 § 14 WEG Rz 7; Würth/Zingher/Kovanyi, Miet- und Wohnrecht II23 § 14 WEG Rz 4; Mondel in Illedits/Reich-Rohrwig, Wohnrecht2 § 14 WEG Rz 4). Geht der Anteil über, fällt er nicht in den Nachlass (Höllwerth in Hausmann/Vonkilch, Österreichisches Wohnrecht4 § 14 WEG Rz 11; Mondel in Illedits/Reich-Rohrwig, Wohnrecht2 § 14 WEG Rz 4). Der Oberste Gerichtshof sprach ebenso bereits ausdrücklich aus (5 Ob 97/11t; vgl auch 2 Ob 204/17h; RIS-Justiz RS0082946), dass bis zum Ende der vom Verlassenschaftsgericht zu setzenden Frist der Eigentumsübergang durch Zuwachs auflösend bedingt ist. Diese Auffassung wird auch in der Lehre geteilt (Höllwerth in Hausmann/Vonkilch, Österreichisches Wohnrecht4 § 14 WEG Rz 16; Würth/Zingher/Kovanyi, Miet- und Wohnrecht II23 § 14 WEG Rz 10; Mondel in Illedits/Reich-Rohrwig, Wohnrecht2 § 14 WEG Rz 5).
2.3. Die Revisionswerberin lässt eine nähere Auseinandersetzung mit dieser herrschenden Rechtsprechung und Lehre vermissen. Sie argumentiert lediglich mit dem Wortlaut des § 14 Abs 1 Z 4 WEG 2002, wonach während des Schwebezustands dem überlebenden Partner am Anteil des Verstorbenen die Rechte eines Verwalters zukämen. Damit allein lässt sich ihre Auffassung aber nicht begründen:
2.3.1. Nach den Gesetzesmaterialien (ErlRV 989 BlgNR 21. GP 48) soll § 14 Abs 1 Z 4 WEG 2002 inhaltlich § 10 Abs 1 Z 4 WEG 1975 entsprechen. Da der Eigentumsübergang nach § 14 Abs 1 Z 1 WEG 2002 nunmehr nicht mehr erbrechtlich konstruiert sei, wäre die Umschreibung der Rechtsposition des überlebenden Partners während des Schwebezustands des möglichen Verzichts mit der des Erben, dem die Besorgung und Benützung der Verlassenschaft überlassen worden ist, systemwidrig. Die passende Anknüpfung sei die an einen Rechtsbegriff im Regelungskreis der Rechtsgemeinschaft, nämlich jenen des Verwalters nach § 837 ABGB.
2.3.2. Schon nach dem unmissverständlichen Gesetzeswortlaut werden während der offenen Frist für einen Verzicht nur die Rechte des überlebenden Partners am Anteil des Verstorbenen auf Verwalterrechte im Sinn des § 837 ABGB beschränkt, über die mit einer Übernahme des Mindestanteils des Verstorbenen verbundenen Pflichten sagt diese Bestimmung hingegen nichts aus.
2.3.3. Höllwerth in Hausmann/Vonkilch, Österreichisches Wohnrecht4 § 14 WEG 2002 Rz 22 spricht in dem Zusammenhang davon, der Verwalter der Sache habe die Befugnis, alle nützlich gemachten Auslagen in Abrechnung zu bringen. Bei Auslagen, die der überlebende Partner während offener Frist auf das Wohnungseigentumsobjekt tätigte, könne er aber nur die Hälfte in Anrechnung bringen, weil sich die Verwalterstellung nur auf den halben Mindestanteil beziehe. Der Anspruch auf Aufwandersatz bestehe gegen die Verlassenschaft. Aufgrund des unmittelbaren Eigentumszuwachses sei der überlebende Partner während offener Frist aber sachenrechtlich Alleineigentümer des mit Wohnungseigentum verbundenen Mindestanteils, woraus folge, dass er seine Auslagen nur dann in Anrechnung bringen könne, wenn er sich letztlich für einen Verzicht auf Zuwachs entscheide und somit der Eigentumserwerb ex tunc wegfalle. Aus diesen überzeugenden Ausführungen ist umgekehrt zu schließen, dass im Fall, dass es nicht zu einem Verzicht auf den Zuwachs kommt, der überlebende Wohnungseigentumspartner aufgrund seiner sachenrechtlichen Stellung als Alleineigentümer von ihm bezahlte Aufwendungen endgültig selbst zu tragen hat.
2.3.4. Diese Auffassung entspricht der schon zu § 10 Abs 1 Z 2 WEG 1975 etablierten Rechtsprechung (RIS-Justiz RS0082946 [T1]), dass der – damals noch als Vindikationslegat konstruierte – Erwerb kraft Gesetzes durch Anwachsung bewirke, dass dieser Anteil wegen des unmittelbaren Eigentumsübergangs gar nicht in die Verlassenschaft fällt. Nur im Fall eines Verzichts oder einer entsprechenden Vereinbarung – also des Eintretens dieser Bedingung – käme es mit sachenrechtlicher ex tunc-Wirkung dazu, dass das Eigentum am halben Mindestanteil als zu keinem Zeitpunkt auf den überlebenden Partner übergegangen gelten würde (so auch Würth/Zingher/Kovanyi, Miet- und Wohnrecht II23 § 14 WEG Rz 10).
2.3.5. Zusammenfassend ist daran festzuhalten, dass ungeachtet des Umstands, dass § 14 Abs 1 Z 4 WEG 2002 dem überlebenden Partner am Anteil des Verstorbenen nur die Rechte eines Verwalters nach § 837 ABGB zuerkennt, für die Dauer des Schwebezustands bis zur Abgabe einer Verzichtserklärung des § 14 Abs 1 Z 1 WEG 2002 von einer Rechtsstellung des Überlebenden als auflösend bedingter Eigentümer unabhängig vom Grundbuchstand auszugehen ist, sodass bis zum Bedingungseintritt der Anteil am Mindestanteil nicht in die Verlassenschaft fällt.
2.4. Dass bei Qualifikation als auflösend bedingtes Eigentumsrecht nach der maßgeblichen Sach- und Rechtslage bei Schluss der mündlichen Verhandlung erster Instanz die Zweitbeklagte nicht mehr als Eigentümerin und daher auch nicht als passiv legitimiert für die geltend gemachten Wohnungsvergütungsbeträge anzusehen ist, zieht die Revision nicht in Zweifel. Im Übrigen richtet sich zwar die Zahlungspflicht gegenüber der Eigentümergemeinschaft grundsätzlich nach dem Grundbuchstand (5 Ob 175/16w; 5 Ob 247/04s; E. M. Hausmann in Hausmann/Vonkilch, Österreichisches Wohnrecht4 § 32 WEG Rz 27); allerdings entspricht es auch für den Fall des Erwerbs eines Anteils im Weg der Zwangsversteigerung – der ebenso auflösend bedingtes Eigentum verschafft (RIS-Justiz RS0123680 [T2]) – der ständigen Rechtsprechung (RIS-Justiz RS0113376; RS0113377; 5 Ob 21/00z) und Lehre (E. M. Hausmann in Hausmann/Vonkilch, Österreichisches Wohnrecht4 § 32 WEG Rz 28), dass der Ersteher für die Betriebskosten und sonstigen Wohnbeiträge bereits ab Zuschlag haftet, zumal er mit diesem Zeitpunkt in die Eigentümergemeinschaft eingetreten ist. Die Rechtsstellung des Anteilserwerbers aufgrund Akkreszenz im Sinn des § 14 Abs 1 WEG 2002 ist der des Erstehers im Zwangsversteigerungsverfahren vergleichbar. Da die eingeklagten Aufwendungen hier erst nach dem Zeitpunkt des Todes der A***** fällig geworden sind, ist eine Haftung der Zweitbeklagten hiefür aus denselben Erwägungen zu verneinen.
4. Dass der Grundbuchstand allein – dessen Unrichtigkeit der Klägerin im Übrigen bei Klageeinbringung bewusst war, hat sie doch den Tod der A***** dort bereits berücksichtigt – ebensowenig Grundlage für eine Passivlegitimation der Zweitbeklagten sein kann wie die lediglich auf den Klageangaben beruhende Anmerkung der Klage nach § 27 WEG 2002, zieht die Revisionswerberin mit keinem Wort in Zweifel. Dies bedarf daher keiner weiteren Erörterung mehr (RIS-Justiz RS0102059).
5. Die weitere Zulassungsfrage, ob der Tod des ursprünglich Überlebenden Einfluss auf den Schwebezustand für die Abgabe der Erklärung nach § 14 Abs 1 Z 1 WEG 2002 haben kann, ist somit nicht entscheidungsrelevant. Unabhängig davon, ob man für die Frage der Passivlegitimation der Zweitbeklagten mit dem Erstgericht auf den Zeitpunkt des Schlusses der mündlichen Verhandlung erster Instanz abstellt oder aber im Sinn des § 234 ZPO (Irrelevanztheorie) diesbezüglich den Zeitpunkt der Streitanhängigkeit heranzieht (vgl RIS-Justiz RS0109183), hatte zu beiden Zeitpunkten die Zweitbeklagte ihr Eigentumsrecht am Mindestanteil bereits aufgrund Akkreszenz nach § 14 Abs 1 WEG 2002 – wenn auch auflösend bedingt – an die Erstbeklagte verloren. Dass die Erstbeklagte zu diesen Zeitpunkten bereits verzichtet oder eine anderweitige Vereinbarung abgeschlossen hätte, wurde weder behauptet noch festgestellt. Selbst wenn man mit der Revisionswerberin davon ausgehen wollte, dass der Schwebezustand wegen der grundsätzlich auch für den Verlassenschaftskurator noch gegebenen Möglichkeit, eine derartige Verzichtserklärung abzugeben, unverändert aufrecht ist, würde dies letztlich an der zutreffenden rechtlichen Beurteilung des Berufungsgerichts nichts ändern.
6. Damit war der Revision der Erfolg zu versagen.
7. Die Kostenentscheidung gründet sich auf §§ 41, 50 ZPO. Streitgenossenzuschlag steht aufgrund der rechtskräftigen Erledigung des Verfahrens gegen die Erstbeklagte für die Revisionsbeantwortung allerdings nicht zu.
E122390
ECLI:AT:OGH0002:2018:0050OB00115.18Z.0718.000
JJT_20180718_OGH0002_0050OB00115_18Z0000_000