Source: http://www.landesrecht-hamburg.de/jportal/portal/page/bshaprod.psml?showdoccase=1&st=lr&doc.id=jlr-PflBGAGUmsVHArahmen&doc.part=X&doc.origin=bs
Timestamp: 2020-08-09 06:05:14
Document Index: 220584844

Matched Legal Cases: ['§ 5', '§ 7', '§ 6', '§ 6', '§ 5', '§ 19', '§ 5', '§ 22', '§ 5']

zur Umsetzung des Hamburgischen Gesetzes
zur Ausführung des Pflegeberufegesetzes
Fundstelle: HmbGVBl. 2020, S. 339
Auf Grund von § 5 Satz 2 und § 7 Nummern 8, 10 und 11 des Hamburgischen Gesetzes zur Ausführung des Pflegeberufegesetzes (HmbAGPflBG) vom 6. Juni 2019 (HmbGVBl. S. 174) wird verordnet:
Notenbildung in den Jahreszeugnissen
Für die Jahreszeugnisse der Pflegeschulen nach § 6 der Pflegeberufe-Ausbildungs- und -Prüfungsverordnung (PflA-PrV) vom 2. Oktober 2018 (BGBl. I S. 1572), zuletzt geändert am 19. Mai 2020 (BGBl. I S. 1018, 1033), gilt § 6 der Ausbildungs- und Prüfungsordnung für berufsbildende Schulen - Allgemeiner Teil - (APO-AT) vom 25. Juli 2000 (HmbGVBl.S. 183, 184), zuletzt geändert am 16. Dezember 2019 (HmbGVBl. 2020 S. 1), entsprechend. Die Gesamtnote für die im Unterricht erbrachten Leistungen setzt sich zu gleichen Teilen aus folgenden Lernfeldern zusammen, die im Jahreszeugnis ausgewiesen werden:
Menschen mit andauernden Pflegebedarfen verstehen und in der selbständigen Lebensführung unterstützen,
Menschen mit komplexen gesundheitlichen Einschränkungen und mit umfangreichen Versorgungsbedarfen pflegen,
Kommunikation und Beratung personen- und situationsorientiert in verschiedenen Kontexten professionell gestalten,
Gesundheit fördern und präventiv handeln,
Menschen in kurativen Prozessen pflegerisch unterstützen und Patientensicherheit stärken,
in Akutsituationen sicher handeln,
rehabilitatives Pflegehandeln im interprofessionellen Team planen und umsetzen,
Menschen in kritischen Lebenssituationen und in der letzten Lebensphase begleiten,
Entwicklung und Gesundheit in Kindheit und Jugend in Pflegesituationen fördern,
Menschen mit psychischen und kognitiven Gesundheitsproblemen personenzentriert und lebensweltbezogen unterstützen.
Die zuständige Behörde bestätigt das Erreichen des Mittleren Schulabschlusses nach § 5 Satz 1 HmbAGPflBG in einem gesonderten Zeugnis, wenn
die Schülerin oder der Schüler im Rahmen des berufsbezogenen Unterrichts 80 Stunden Unterricht im Fach Englisch, 40 Stunden im Fach Sprache und Kommunikation, 40 Stunden im Fach Wirtschaft und Gesellschaft und 40 Stunden im Fach Mathematik unterrichtet wurde,
die staatliche Prüfung gemäß § 19 Absatz 1 Satz 1 PflAPrV mit einem Notendurchschnitt von mindestens 3,0 bestanden wurde und
ausreichende Fremdsprachenkenntnisse entsprechend einem mindestens fünfjährigen Fremdsprachenunterricht oder Fremdsprachenkenntnisse auf dem Referenzniveau der Stufe B1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GER) nachgewiesen werden.
(1) Der für den Erwerb der Fachhochschulreife nach § 5 Satz 1 HmbAGPflBG erforderliche Zusatzunterricht umfasst 80 Stunden im Bereich Sprache und Kommunikation, 80 Stunden Fachenglisch auf dem Referenzniveau der Stufe B2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GER) und 120 Stunden Mathematik. Die zuständige Behörde erstattet privaten Pflegeschulen die Kosten für den Zusatzunterricht nach Satz 1 in Höhe von jährlich 275 Euro pro Schülerin oder Schüler.
(2) Die Zusatzprüfung zum Erwerb der Fachhochschulreife erfolgt durch die zuständige Behörde und besteht aus jeweils einer schriftlichen Prüfung im
Bereich Sprache und Kommunikation,
Bereich Fachenglisch und
mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Bereich.
(3) Im Übrigen finden die Vorschriften der Ausbildungs- und Prüfungsordnung für berufsbildende Schulen - Allgemeiner Teil - in der jeweils geltenden Fassung entsprechende Anwendung. Entscheidungen im Zusammenhang mit dem Erwerb der Fachhochschulreife trifft die zuständige Behörde.
Zusätzlich zu den in §§ 22 und 23 der Pflegeberufe-Ausbildungsfinanzierungsverordnung vom 2. Oktober 2018 (BGBl. I S. 1622) genannten Erhebungs- und Hilfsmerkmalen werden in dem nach Teil 2 der Pflegeberufe-Ausbildungsfinanzierungsverordnung festgelegten Verfahren folgende Daten für Zwecke der Landesstatistik erhoben:
schulische und berufliche Vorbildung der Auszubildenden; dies umfasst den höchsten vor Eintritt in die Ausbildung erreichten schulischen beziehungsweise beruflichen Abschluss sowie die vor Beginn der Ausbildung zuletzt besuchte Schulform,
Erwerb allgemeinbildender Abschlüsse im Zuge der Ausbildung nach § 5 Satz 1 HmbAGPflBG.
Hamburg, den 23. Juni 2020.