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Timestamp: 2018-07-19 22:52:29
Document Index: 44856864

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 2', '§ 5', '§ 7']

Satzung des Diözesanpastoralrats | Erzbistum Köln
Satzung des Diözesanpastoralrats
Protokolle + Ergebnisse
Das Zweite Vatikanische Konzil empfiehlt in seinem Dekret Christus Dominus über die Hirtenaufgabe der Bischöfe in der Kirche, dass in jeder Diözese ein besonderer Seelsorgsrat eingesetzt wird, dem der Diözesanbischof selbst vorsteht und dem besonders ausgewählte Kleriker, Ordensleute und Laien angehören (Christus Dominus, Artikel 27).
Aufgabe des Diözesanpastoralrats ist es, unter der Autorität des Bischofs all das, was sich auf das pastorale Wirken in der Diözese bezieht, zu untersuchen, zu beraten und hierzu praktische Folgerungen vorzuschlagen (can. 511 CIC). Die zu behandelnden Fragen können vom Erzbischof gestellt oder von den Mitgliedern des Diözesanpastoralrats dem Erzbischof zur Beratung vorgeschlagen werden.
Der Pastoralrat besteht aus Gläubigen, die in der vollen Gemeinschaft mit der katholischen Kirche stehen und sich durch festen Glauben, gute Sitten und Klugheit auszeichnen (can. 512 § 1 und § 3 CIC).
Dem Diözesanpastoralrat gehören unter dem Vorsitz des Erzbischofs an:
die für die Pastoralbezirke beauftragten Weihbischöfe;
der Generalvikar und die Bischofsvikare;
der Offizial;
der Dompropst;
der Regens des Erzbischöflichen Priesterseminars zu Köln;
die Leiter/innen der Hauptabtabteilungen des Erzbischöflichen Generalvikariates;
der/die Diözesan-Caritasdirektor/in;
der/die Leiter/in der Diözesanstelle Weltkirche-Weltmission (als Päpstliches Missionswerk);
die Stadt- und Kreisdechanten;
fünf Vertreter des Priesterrates, wobei die Regionen der Erzdiözese zu berücksichtigen sind;
fünf von den Diakonen zu wählende Ständige Diakone;
jeweils fünf von den Pastoral- und Gemeindereferentinnen und –referenten zu wählende Mitglieder;
zehn Vertreter des Diözesanrates, von denen mindestens fünf nicht im hauptamtlichen Dienst der Kirche stehen;
zwei Ordensleute, davon je eine von den Höheren Ordensoberen und eine von den Höheren Ordensoberinnen der Ordensniederlassungen im Erzbistum Köln bei der jeweiligen Konferenz mit dem Bischofsvikar für die Orden nominierte Ordensperson. Die Ordensoberen und die Ordensoberinnen können sich auch auf zwei Ordensmitglieder aus den männlichen Ordensgemeinschaften oder zwei Ordensmitglieder aus den weiblichen Ordensgemeinschaften verständigen. Über das Ergebnis wird der Bischofsvikar für die Orden informiert;
zwei Katholiken aus den Gemeinderäten der Internationalen Katholischen Seelsorge, die von den Vorständen dieser Gemeinderäte gewählt werden;
zwei vom Sprecherkreis der Geistlichen Gemeinschaften und Bewegungen gewählte Mitglieder dieses Kreises;
zwei vom Kirchensteuerrat (künftig Kirchensteuer- und Wirtschaftsrat) gewählte Mitglieder dieses Gremiums;
bis zu vier vom Bischof berufene Mitglieder.
Das Nähere zur Wahl von Mitgliedern nach § 3 Absatz 2 Buchstaben j) bis l) regelt eine Wahlordnung in ihrer jeweils geltenden Fassung.
Die Gremien, die nach § 3 Absatz 2 Buchstaben j) bis q) Mitglieder in den Diözesanpastoralrat entsenden, können die Entsendung eines Mitgliedes auch während der Amtszeit des Diözesanpastoralrats zurücknehmen, wenn ein wesentlicher Grund für die Entsendung entfallen ist.
Scheidet während der Amtszeit ein gewähltes oder berufenes Mitglied aus, so wird für die restliche Amtszeit ein neues Mitglied vom gleichen Gremium gewählt bzw. vom Erzbischof berufen.
Wiederwahl und Wiederberufung sind möglich.
Die Amtszeit des Diözesanpastoralrats beträgt vier Jahre.
Der Diözesanpastoralrat bleibt im Amt, bis der neue Diözesanpastoralrat zusammentritt.
Im Falle der Sedisvakanz hört der Diözesanpastoralrat auf zu bestehen (vgl. can. 513 § 2).
§ 5 Sitzungen
Der Erzbischof beruft den Diözesanpastoralrat ein; dies geschieht mindestens zweimal jährlich.
Die Tagesordnung für die Sitzung des Diözesanpastoralrats wird vom Erzbischof unter Berücksichtigung der Vorschläge der Mitglieder des Pastoralrats aufgestellt.
Zur Sitzung des Diözesanpastoralrats wird durch den Erzbischof schriftlich eingeladen. Dabei ist die Tagesordnung anzugeben. Die Einladungen sind, abgesehen von Fällen, die der Erzbischof für dringend erklärt, spätestens drei Wochen vor dem Sitzungstermin abzusenden.
Der Erzbischof kann zu den einzelnen Sitzungen oder zu bestimmten Tagesordnungspunkten Sachkundige als Gäste mit beratender Stimme einladen.
Über die Sitzung ist ein Ergebnisprotokoll anzufertigen, das allen Mitgliedern zugeht.
Der Diözesanpastoralrat ist beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte seiner Mitglieder anwesend ist. Er fasst seine Beschlüsse mit einfacher Mehrheit der anwesenden Mitglieder.
Ein Beschluss des Diözesanpastoralrats hat den Charakter einer Empfehlung an den Erzbischof.
§ 7 Ständiger Ausschuss, Arbeitsgruppen und Foren
Der Diözesanpastoralrat entsendet zehn Delegierte in den „Ständigen Ausschuss des Diözesanpastoralrates“, der viermal pro Jahr zwischen den Sitzungen des Diözesanpastoralrates zusammentritt. Ihm gehören unter dem Vorsitz des Erzbischofs der Generalvikar, die Weihbischöfe und Bischofsvikare sowie die Stadt- und Kreisdechanten als geborene Mitglieder an.
Die vom Diözesanpastoralrat entsandten Mitglieder des Ständigen Ausschusses sollen nach Möglichkeit keine Priester sein.
Der Ständige Ausschuss dient dem Informationsaustausch, darüber hinaus berät er den Erzbischof zu Themen, die keinen Aufschub bis zur Sitzung des Diözesanpastoralrates dulden.
Der Diözesanpastoralrat kann im Rahmen seiner Aufgaben dem Erzbischof die Bildung von Arbeitsgruppen oder Gesprächsforen zu bestimmten pastoralen Fragen vorschlagen.
Die Mitglieder der Arbeitsgruppen und Gesprächsforen und ihre Leiter oder Moderatoren werden vom Erzbischof nach Anhörung des Diözesanpastoralrats berufen. Sie sollen sich zusammensetzen aus Mitgliedern des Diözesanpastoralrats, aus in der betreffenden Thematik Erfahrenen, aus Fachleuten, pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und im Erzbistum in diesem Bereich Zuständigen. Die Leiterinnen und Leiter der Arbeitsgruppen und der Gesprächsforen müssen Mitglieder des Diözesanpastoralrats sein.
Die Arbeitsgruppen tragen ihre Überlegungen und ihre Voten dem Pastoralrat vor, die dieser mit einer Stellungnahme dem Erzbischof vorlegt.
Nach Beantwortung der der Arbeitsgruppe oder dem Forum vorgelegten Frage oder übertragenen Aufgabe sind diese Gremien unmittelbar wieder aufgelöst.
Vorstehende Satzung tritt zum 1. September 2015 ad experimentum für vier Jahre in Kraft. Gleichzeitig tritt die Satzung des Diözesanpastoralrats vom 20. Mai 1996 (Amtsblatt des Erzbistums Köln, 1996, Nr. 133, geändert 2007, Nr. 130) außer Kraft.
Köln, den 14. August 2015
+ Rainer Maria Card. Woelki