Source: https://www.bitzer-menne.de/steuerberater_unternehmensberater/service/steuern_und_sozialversicherung/checkliste_bilanzvorbereitung/index.html
Timestamp: 2019-03-23 08:58:47
Document Index: 123075625

Matched Legal Cases: ['§ 268', '§ 285', '§ 251', '§ 251', '§ 285', '§ 285', '§ 285', '§ 285', '§ 285']

Checkliste Bilanzvorbereitung | Bitzer und Menne GbR
Sie sind hier: Startseite / Service / Steuern und Sozialversicherung / Checkliste Bilanzvorbereitung
Damit der Jahresabschluss zügig von-statten-gehen kann, sollten folgende Unterlagen und abgestimmte Konten zur Verfügung stehen:
Vor Übergabe der Buchführungsunterlagen
Prüfen von ungewöhnlichen Buchungen (z. B. Habenbuchungen auf Aufwandskonten oder Sollbuchungen auf Ertragskonten).
Checken von Fehlbuchungen (wurden hohe Beträge im Verhältnis zu den Vorjahreswerten gebucht).
Belege allgemein prüfen, insbesondere bei ungewöhnlichen Buchungen Belege müssen enthalten: Belegdatum, Belegtext, Buchungsbeträge (Zahlungsbetrag, MWST Satz, bei Belegen über € 250,00 u.a. auch Nettoentgelt sowie Ausweis des Umsatzsteuerbetrags, Name des Leistungsempfängers, Steuernummer oder Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, Rechnungsdatum und Lieferdatum.
Kontenprüfung allgemein: Konten mit regelmäßigen Zahlungen: Vollständige Buchung und wurde immer dasselbe Konto verwendet? Ggf. Abweichungen analysieren.
Übergabe der Buchführungsunterlagen
Kontoblätter sortiert nach Konten
Wenn Buchführung selbst erstellt wurde, müssen unbedingt übergeben werden:
Übergabe der Datei mit den einzelnen Buchungen (wenn möglich DATEV-Export), ausgedruckte Summen- und Saldenliste zum Bilanzstichtag sowie Offene-Posten-Listen zum Bilanzstichtag
Kopien der Umsatzsteuer-Voranmeldungen und der Zusammenfassenden Meldungen
Anlagenzugänge: Auflistung und Kopien aller Eingangsrechnungen
Anlagenabgänge: Auflistung
Forderungen und Verbindlichkeiten allgemein
Angabe der Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
Angabe der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und mehr als fünf Jahren
Kundenkonten und Debitorenbuchhaltung:
Neben den Offene-Posten-Listen (siehe oben) ggf. noch beifügen: Rechtsanwaltsbriefe, Anmeldungen bei Kreditschutzverbänden, Insolvenzeröffnungen prüfen, ob Kundenforderung uneinbringlich (z. B. bei Insolvenzeröffnung, Leistung Offenbarungseid), dann Forderung ausbuchen (direkte Wertberichtigung/Abschreibung)
Informationen über zweifelhafte Forderungen zur Bildung von Einzelwertberichtigungen sowie Informationen über auszubuchende uneinbringliche Forderungen
Prüfen, ob Einzelwertberichtigung vorgenommen, Abschreibung bei voraussichtlich dauernder Wertminderung. Pauschalwertberichtigung
Aufstellung über Gewährleistungsverpflichtungen die gegenüber welchen Kunden eingegangen worden sind
Informationen über nicht gebuchte Forderungen und Verbindlichkeiten
Lieferantenkonten und Kreditorenbuchhaltung:
Wurden alle eingehenden Rechnungen und Gutschriften verbucht?
Prüfung der Rechnungen und Gutschriften
Offene-Posten-Listen: Letzte Auswertung der OP-Listen. Laufende Überwachung der OP-Listen, regelmäßige Auswertung
Sonstige Informationen über ausstehende Eingangsrechnungen
Übereinstimmung des FiBu-Kontos mit Kassenbuch? Auf eventuelle Zahlendreher prüfen (Differenz durch neun teilbar?)
Bank- und Darlehenskonten
letzter Bankkontoauszug in Kopie
Finanzamt-Verrechnungskonto: Wurden das Verrechnungskonto, das USt-Zahllastkonto sowie das Verrechnungskonto LSt abgestimmt?
Löhne und Gehälter: Lohnkonten mit FiBu verglichen? Abstimmung der Sachbezüge mit den Lohnabrechnungen. Abgleich der an die Krankenkasse gemeldeten Jahresbeiträge mit dem SV-Konto. Ggf. Umbuchung des Arbeitnehmeranteils von Konto Lohn/Gehalt.
Instandhaltungsaufwendungen: Sind Aufwendungen enthalten, die eventuell zu aktivieren sind?
Betriebsprüfungskorrekturen eingebucht?
Berichte über Betriebsprüfungen, Umsatzsteuer-Sonderprüfungen, Lohnsteuer- und Sozialversicherungsprüfungen
Konten Geschenke und Bewirtungen.
Diese werden von der Finanzverwaltung besonders geprüft. Geschenke an den Geschäftspartner mit Wert von über € 35,00 pro Empfänger müssen ggf. umgebucht werden.
Das Fahrtenbuch für das gemischt genutzte Kfz ist auf eventuelle Lücken zu prüfen.
Angaben über Verpflichtungen des Unternehmens aus Haftungsverhältnissen, die nicht in der Bilanz ausgewiesen werden (Bürgschaften, Gewährleistungen, Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten, Verpflichtungen aus Wechselgeschäften)
Übergabe sonstige Unterlagen
Aufstellungen über aktivierte Eigenleistungen
Unterschriebene Inventur
Aufstellungen über die Ermittlung der Herstellungskosten für teilfertige und fertige Arbeiten
Bankauszüge, Eingangsrechnungen, Ausgangsrechnungen, Kassenbuch
Wertpapier-Depotauszüge in Kopie
Informationen über den jährlichen Aufwand zur Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen
Informationen über Rechtsstreitigkeiten
Aufstellungen über Resturlaubs-, Überstunden-, Abfindungs-, Provisions- und Boniverpflichtungen gegenüber Mitarbeitern
Kopien von Geschäftsführer-Anstellungsverträgen, Pensionszusagen, Ehegatten-Arbeitsverträgen, Darlehens- und Kreditverträgen, Miet- und Pachtverträgen, Leasingverträgen, Gesellschaftsvertrag, Rangrücktrittserklärungen
Steuerbescheinigungen und Spendenbelege im Original
Wesentliche Daten für den Anhang
Gesamtverbindlichkeiten
mit einer Restlaufzeit von einem Jahr (§ 268 Abs. 5 Satz 1 HGB) Ausweis im Anhang, wenn nicht in der Bilanz ausgewiesen
Angabe des Teilbetrags mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren (sofern nicht gemäß § 285 Satz 1 NR. 1a und Nr. 2 HGB bereits in der Bilanz ausgewiesen, Ausweispflicht betrifft nicht die kleinen Kapitalgesellschaften)
Haftungsverhältnisse: gesonderte Angabe der nach § 251 HGB bezeichneten Haftungsverhältnisse, sofern nicht bereits in der Bilanz ausgewiesen. Es handelt sich dabei um Verbindlichkeiten aus der Begebung und Übertragung von Wechseln aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften und aus Gewährleistungsverträgen sowie Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten.
Die Angaben, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind: Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz ausgewiesen und nicht zu den Haftungsverhältnissen i.S.d. § 251 HGB gehören (z. B. Miet- und Leasingverpflichtungen) Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen: Diese sind gesondert anzugeben
Angabe der im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge (Gehälter, Gewinnbeteiligungen, Bezugsrechte, Aufwandsentschädigungen, Versicherungsentgelte, Provisionen und Nebenleistungen jeder Art) der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats (bzw. Beirats oder eines ähnlichen Aufsichtsorgans) (betrifft nur große und mittelgroße Kapitalgesellschaften § 285 Satz 1 Nr. 9a HGB)
Angabe der Gesamtbezüge (Abfindungen, Ruhegehälter etc.) der früheren Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats
Angaben über gebildete Pensionsrückstellungen bzw. Pensionsverpflichtungen, für die keine Rückstellungen gebildet wurden (nur große und mittelgroße Kapitalgesellschaften, § 285 Satz 1 Nr. 9b HGB)
Angabe der an Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats (bzw. Beirats oder eines ähnlichen Aufsichtsorgans) gewährten Vorschüsse und Kredite sowie für diese Personen eingegangene Haftungsverhältnisse (große und mittelgroße Kapitalgesellschaften § 285 Satz 1 Nr. 9c HGB
Die im Jahresdurchschnitt beschäftigten Arbeitnehmer, getrennt nach Gruppen, § 285 Satz 1 Nr. 7 HGB z. B. 1 Arbeiter, 2 Angestellte
Weitere Pflichtangaben im Anhang vergleiche § 285 HGB