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Timestamp: 2016-10-21 23:58:19
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Matched Legal Cases: ['Art. 4', 'BGE', 'BGE', 'Art. 28', 'Art. 28', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE']

I 69/02 (16.09.2002)
I 69/02
Pr�sident Borella, Bundesrichter Meyer und Kernen; Gerichtsschreiberin Berger G�tz
G.________, 1961, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch lic. iur. P.________,
(Entscheid vom 4. Dezember 2001)
Mit Verf�gung vom 17. August 2000 sprach die IV-Stelle des Kantons Z�rich der 1961 geborenen G.________ mit Wirkung ab 1. Juni 1998 eine halbe Rente der Invalidenversicherung zu.
Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich mit Entscheid vom 4. Dezember 2001 ab.
G.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren mit dem Antrag, es sei ihr ab 1. Juni 1998 eine ganze Rente zuzusprechen; eventuell sei die Angelegenheit zur weiteren medizinischen Abkl�rung und anschliessenden Neupr�fung der Leistungsanspr�che an die IV-Stelle zur�ckzuweisen. Zudem l�sst sie um Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels zur Einreichung eines "Gegengutachtens" ersuchen; die Kosten der Expertise seien von der Verwaltung zu erstatten.
Das kantonale Gericht hat die Bestimmungen und Grunds�tze �ber den Begriff der Invalidit�t (Art. 4 Abs. 1 IVG), insbesondere bei Vorliegen eines geistigen Gesundheitsschadens (BGE 102 V 165; AHI 2001 S. 228 Erw. 2b mit Hinweisen; vgl. auch BGE 127 V 298 Erw. 4c), die Voraussetzungen und den Umfang des Rentenanspruches (Art. 28 Abs. 1 und 1bis IVG) sowie die Ermittlung des Invali dit�tsgrades bei erwerbst�tigen Versicherten nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs (Art. 28 Abs. 2 IVG; BGE 126 V 75 mit Hinweisen) zutreffend dargelegt. Dasselbe gilt f�r die Bedeutung �rztlicher Stellungnahmen im Rahmen der Invalidit�tsbemessung (BGE 125 V 261 Erw. 4 mit Hinweisen) und den Beweiswert medizinischer Berichte und Gutachten (BGE 125 V 352 Erw. 3a mit Hinweis; RKUV 2000 Nr. KV 124 S. 214). Darauf wird verwiesen.
2.1 Die Vorinstanz gelangte in umfassender W�rdigung der medizinischen Unterlagen, namentlich des Gutachtens der Medizinischen Abkl�rungsstelle der Invalidenversicherung am Spital X.________ (MEDAS) vom 1. September 1999 und des Berichtes der Frau Dr. med. F.________, Spezial�rztin f�r Psychiatrie und Psychotherapie, vom 29. Mai 2000 zum Schluss, der Versicherten sei eine leichte bis mittelschwere T�tigkeit ohne �berkopfarbeiten im Umfang von 50 % einer Vollzeitbesch�ftigung zumutbar. Im anschliessend vorgenommenen Einkommensvergleich hat das kantonale Gericht ausgehend vom letzten von der Beschwerdef�hrerin im Jahr 1996 erzielten Verdienst und angepasst an die in den Jahren 1997 bis 2000 eingetretene Nominallohnerh�hung ein Valideneinkommen von Fr. 51'192.- ermittelt. Der Berechnung des Invalideneinkommens legte es den standardisierten monatlichen Bruttolohn (Zentralwert) f�r die im privaten Sektor mit einfachen und repetitiven Aufgaben (Anforderungsniveau 4) besch�ftigten Frauen gem�ss Tabelle A1 der vom Bundesamt f�r Statistik f�r das Jahr 1998 durchgef�hrten Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) von Fr. 3505.- zu Grunde. Umgerechnet auf eine Wochenarbeitszeit von 41,9 Stunden, angepasst an die in den Jahren 1999 und 2000 eingetretene Nominallohnerh�hung und unter Ber�cksichtigung eines zus�tzlichen Abzuges von 10 % (keine �berkopfarbeiten; Niederlassungsbewilligung) resultierte ein hypothetisches Invalideneinkommen von Fr. 20'141.- im Jahr. Verglichen mit dem Valideneinkommen von Fr. 51'192.- ergab sich somit ein Invalidit�tsgrad von 60,65 %.
2.2 Die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhobenen Einw�nde verm�gen zu keinem anderen Ergebnis zu f�hren. Soweit darin die bereits im vorinstanzlichen Verfahren entkr�fteten R�gen wiederholt werden, kann auf die zutreffenden Erw�gungen im angefochtenen Gerichtsentscheid verwiesen werden.
Sodann kann die Beschwerdef�hrerin auch aus dem Umstand, dass Frau Dr. med. F.________ eine schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 F32.2) mit somatischem Syndrom diagnostiziert hat, w�hrend der MEDAS-Facharzt eine anhaltende affektive St�rung (ICD-10 F34.8) und somatoforme Schmerzst�rung (ICD-10 F45.4), aber keine Depression festgestellt hat, nichts zu ihren Gunsten ableiten. Es handelt sich dabei lediglich um eine andere W�rdigung des an sich gleichen, vom MEDAS-Facharzt gr�ndlich abgekl�rten, psychischen Gesundheitszustandes. Eine Beeintr�chtigung der Erwerbsf�higkeit muss in jedem Einzelfall unabh�ngig von der Diagnose und grunds�tzlich unbesehen der �tiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu erfolgende Beurteilung, ob und inwiefern der versicherten Person trotz ihres Leidens die Verwertung ihrer Restarbeitsf�higkeit auf dem ihr nach ihren F�higkeiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt noch sozialpraktisch zumutbar und f�r die Gesellschaft tragbar ist (BGE 127 V 298 Erw. 4c mit Hinweisen). Dazu liefert das MEDAS-Gutachten, welches im Rahmen der medizinischen Abkl�rungen der Invalidenversicherung erstellt worden und f�r die streitigen Belange umfassend ist, auf sorgf�ltigen eigenen Untersuchungen beruht und die medizinischen Vorakten wie auch die von der Beschwerdef�hrerin geklagten Gesundheitseinschr�nkungen ber�cksichtigt, alle notwendigen Angaben. Es leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenh�nge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein und die darin gezogenen Schlussfolgerungen sind begr�ndet, weshalb es alle rechtsprechungsgem�ss erforderlichen Kriterien f�r beweiskr�ftige �rztliche Entscheidungsgrundlagen erf�llt. Die darin angegebene Restarbeitsf�higkeit von 50 % ist nachvollziehbar begr�ndet. Darum haben Verwaltung und Vorinstanz zu Recht darauf abgestellt. Die Einsch�tzung von Frau Dr. med. F.________ vom 29. Mai 2000 kann nicht massgebend sein, da sie - jeweils ohne weitere Begr�ndung - eingangs eine Arbeitsf�higkeit "seit der ersten Konsultation bis heute" von 50 % angibt, abschliessend aber "zur Zeit und bis auf weiteres" von einer mindestens 55 %igen Arbeitsunf�higkeit ausgeht. Zudem l�sst sie bei ihrer Diagnose unbeachtet, in welchem Umfang die zweifellos vorhandene, von der psychischen St�rung abzugrenzende, soziokulturelle Belastungssituation f�r den Antriebsmangel verantwortlich ist (vgl. BGE 127 V 299 Erw. 5a). Wie die Versicherte letztinstanzlich selber einr�umt, ist schliesslich zu ber�cksichtigen, dass dem Bericht der behandelnden Psychiaterin im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung zur Beschwerdef�hrerin nicht der gleiche Beweiswert zuerkannt werden kann wie demjenigen der zur neutralen Expertise durch die Verwaltung beauftragten �rzte (vgl. BGE 125 V 353 Erw. 3b/cc).
Der Vollst�ndigkeit halber ist beizuf�gen, dass die betriebs�bliche durchschnittliche Wochenarbeitszeit im Jahr 2000 nicht wie von der Vorinstanz bei der Berechnung des Invalideneinkommens angenommen 41,9, sondern 41,8 Stunden betragen hat (Die Volkswirtschaft 2002, Heft 6, S. 80, Tabelle B 9.2). Bei korrekter Berechnung resultiert daher ein Invalideneinkommen von Fr. 20'095.95, woraus im Vergleich zum Valideneinkommen (Fr. 51'192.-) ein minim h�herer Invalidit�tsgrad von 60,74 % folgt. Dies �ndert allerdings nichts daran, dass die Beschwerdef�hrerin, wie das kantonale Gericht richtig festgestellt hat, lediglich Anspruch auf eine halbe Rente der Invalidenversicherung hat.
2.3 Bei dieser Sachlage ist von weiteren Beweisvorkehren abzusehen (antizipierte Beweisw�rdigung; BGE 124 V 94 Erw. 4b, 122 V 162 Erw. 1d mit Hinweis; SVR 2001 IV Nr. 10 S. 28 Erw. 4b) und auf den beantragten zweiten Schriftenwechsel zu verzichten. Ausf�hrungen dar�ber, wer die Kosten f�r das von der Versicherten in Aussicht gestellte Parteigutachten zu tragen hat, er�brigen sich schon deshalb, weil ein solches nicht nachgereicht wurde.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich, der Ausgleichskasse Metzger und dem Bundesamt f�r Sozialversicherung zugestellt.