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Timestamp: 2016-10-28 21:57:46
Document Index: 394372862

Matched Legal Cases: ['Art. 83', 'Art. 50', 'Art. 8', 'Art. 95', 'Art. 96', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 97', 'BGE', 'Art. 42', 'Art. 50', 'Art. 50', 'Art. 50', 'Art. 50', 'Art. 50', 'BGE', 'Art. 77', 'Art. 50', 'Art. 4', 'Art. 77', 'Art. 4', 'Art. 50', 'Art. 50', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 13', 'BGE', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 13', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 13', 'Art. 66', 'Art. 68']

2C_14/2016 (06.06.2016)
2C_14/2016 � � Urteil vom 6. Juni 2016
Der irakische Staatsangeh�rige A.________ (geb. 1980) reiste am 15. Mai 2003 unter falschem Namen in die Schweiz ein und stellte ein Asylgesuch, welches das damalige Bundesamt f�r Fl�chtlinge (heute: Staatssekretariat f�r Migration) am 31. Oktober 2005 unter Gew�hrung der vorl�ufigen Aufnahme abwies. Im August 2007 heiratete A.________ die aus der T�rkei stammende Schweizer B�rgerin B.________ (geb. 1988), worauf er die Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei der Ehefrau erhielt. Die Bewilligung wurde letztmals bis zum 14. August 2013 verl�ngert.
Aus der Ehe gingen ein Sohn (geb. 2008) und eine Tochter (geb. 2011) hervor. Beide Kinder verf�gen �ber die schweizerische Staatsb�rgerschaft. Am 12. August 2013 wurde das Getrenntleben der Eheleute gerichtlich festgestellt und die Obhut �ber die Kinder der Ehefrau �bertragen. A.________ wurde ein Besuchsrecht f�r jeden zweiten Samstag von 10 Uhr bis 16 Uhr, ab Eintritt der Schulpflicht f�r jedes zweite Wochenende von Samstag 10 Uhr bis Sonntag 18 Uhr, einger�umt.
Zwischen dem 1. September 2008 und 31. Dezember 2014 wurde die Familie bzw. - nach der Trennung - A.________ von der Sozialhilfe mit insgesamt Fr. 195'000.-- unterst�tzt. Mit Blick auf den Sozialhilfebezug hatte das Migrationsamt des Kantons Z�rich am 1. November 2012 eine Verwarnung ausgesprochen.
Die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten verurteilte A.________ mit Strafbefehl vom 4. Juni 2014 wegen fahrl�ssiger und grober Verletzung der Verkehrsregeln, Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunf�higkeit, pflichtwidrigen Verhaltens bei Unfall sowie Widerhandlung gegen das Strassenverkehrsgesetz zu einer bedingten Geldstrafe von 60 Tagess�tzen zu je Fr. 30.--, bedingt aufgeschoben bei einer Probezeit von zwei Jahren, und einer Busse von Fr. 2'000.--. Die Staatsanwaltschaft Baden verurteilte ihn mit Strafbefehl vom 28. August 2014 wegen grober Verletzung der Verkehrsregeln zu einer unbedingten Geldstrafe von 20 Tagess�tzen zu je Fr. 30.-- und verl�ngerte die Probezeit f�r die am 4. Juni 2014 ausgesprochene Strafe auf drei Jahre. Mehrere 2013 angehobene Strafverfahren wegen Drohung und N�tigung zum Nachteil der Ehefrau wurden eingestellt. A.________ hatte die gegen ihn erhobenen Vorw�rfe stets bestritten.
Am 16. Januar 2015 wies das Migrationsamt das Gesuch um Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung ab und wies A.________ aus der Schweiz weg. Den dagegen erhobenen Rekurs wies die Sicherheitsdirektion des Kantons Z�rich am 10. Juni 2015 ab.
Das Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich best�tigte diesen Entscheid auf Beschwerde hin mit Urteil vom 3. Dezember 2015, wobei es das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wegen Aussichtslosigkeit abwies.
A.________ erhebt am 6. Januar 2016 Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht mit den Antr�gen, das angefochtene Urteil aufzuheben und (sinngem�ss) das Migrationsamt anzuweisen, ihm weiterhin eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen. Eventuell sei das angefochtene Urteil insoweit aufzuheben, als damit die Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege verweigert worden sei. Im Verfahren vor dem Bundesgericht beantragt A.________ die unentgeltliche Prozessf�hrung mit seinem Rechtsvertreter als unentgeltlichem Rechtsbeistand.
Das Verwaltungsgericht beantragt die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Die Sicherheitsdirektion verzichtet auf Vernehmlassung, und das Staatssekretariat f�r Migration schliesst auf Abweisung der Beschwerde.
Am 7. Januar 2016 ist der Beschwerde antragsgem�ss aufschiebende Wirkung beigelegt worden.
1.1.�Auf dem Gebiet des Ausl�nderrechts ist die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten unzul�ssig gegen Entscheide betreffend Bewilligungen, auf die weder das Bundesrecht noch das V�lkerrecht einen Anspruch einr�umt (Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG). Der Beschwerdef�hrer beruft sich auf Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG (SR 142.20) und auf Art. 8 Ziff. 1 EMRK. Diese Anspr�che fallen ernsthaft in Betracht, so dass sich die Beschwerde als zul�ssig erweist. Der Beschwerdef�hrer ist zur Beschwerdef�hrung legitimiert, und auch die �brigen Sachurteilsvoraussetzungen sind erf�llt. Auf die Beschwerde ist einzutreten.
1.2.�Mit der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann eine Rechtsverletzung nach Art. 95 und Art. 96 BGG ger�gt werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist folglich weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden (BGE 139 II 404 E. 3 S. 415). In Bezug auf die Verletzung von Grundrechten gilt eine qualifizierte R�ge- und Substanziierungspflicht (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 139 I 229 E. 2.2 S. 232; 136 II 304 E. 2.5 S. 314).
1.3.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt zugrunde (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz von Amtes wegen berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinn von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG). "Offensichtlich unrichtig" bedeutet dabei "willk�rlich" (BGE 140 III 115 E. 2). Die beschwerdef�hrende Partei kann die Feststellung des Sachverhalts unter den gleichen Voraussetzungen beanstanden, wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Eine entsprechende R�ge ist substanziiert vorzubringen; auf rein appellatorische Kritik an der Sachverhaltsfeststellung geht das Bundesgericht nicht ein (BGE 139 II 404 E. 10.1 S. 445 f.).
2.1.�Gem�ss Art. 42 Abs. 1 AuG haben ausl�ndische Ehegatten von Schweizerinnen und Schweizern Anspruch auf Erteilung und Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen. Nach Aufl�sung der Ehe oder der Familiengemeinschaft besteht der Anspruch des Ehegatten auf Erteilung und Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung weiter, wenn die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre gedauert hat und eine erfolgreiche Integration besteht (Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG) oder wichtige pers�nliche Gr�nde einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen (Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG). Wichtige Gr�nde im Sinn von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG k�nnen namentlich vorliegen, wenn die Ehegattin oder der Ehegatte Opfer ehelicher Gewalt wurde oder die Ehe nicht aus freiem Willen geschlossen hat oder die soziale Wiedereingliederung im Herkunftsland stark gef�hrdet erscheint (Art. 50 Abs. 2 AuG).
2.2.�Die beiden Kriterien nach Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG (Ablauf der Dreijahresfrist und Integration) - m�ssen kumulativ erf�llt sein (BGE 140 II 289 E. 3.5.3 S. 295). Gem�ss Art. 77 Abs. 4 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 �ber Zulassung, Aufenthalt und Erwerbst�tigkeit (VZAE, SR 142.201) liegt eine erfolgreiche Integration im Sinn von Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG vor, wenn die Ausl�nderin oder der Ausl�nder namentlich die rechtsstaatliche Ordnung und die Werte der Bundesverfassung respektiert (lit. a) sowie den Willen zur Teilnahme am Wirtschaftsleben und zum Erwerb der am Wohnort gesprochenen Landessprache bekundet (lit. b). Nach Art. 4 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 �ber die Integration von Ausl�nderinnen und Ausl�ndern (VintA; SR 142.205) zeigt sich der Beitrag der Ausl�nderinnen und Ausl�nder zu ihrer Integration namentlich in der Respektierung der rechtsstaatlichen Ordnung und der Werte der Bundesverfassung (lit. a), im Erlernen der am Wohnort gesprochenen Landessprache (lit. b), in der Auseinandersetzung mit den Lebensbedingungen in der Schweiz (lit. c) sowie im Willen zur Teilnahme am Wirtschaftsleben und zum Erwerb von Bildung (lit. d). Das Adverb "namentlich", welches sowohl in Art. 77 Abs. 4 VZAE als auch in Art. 4 VintA verwendet wird, weist auf den nicht abschliessenden Charakter der in diesen Bestimmungen aufgez�hlten Kriterien hin (Urteil 2C_175/2015 vom 30. Oktober 2015 E. 2.2).
2.3.�Rechtsprechungsgem�ss ist eine erfolgreiche Integration zu verneinen, wenn eine Person kein Erwerbseinkommen erwirtschaften kann, welches ihren Konsum zu decken vermag, und w�hrend einer substantiellen Zeitdauer von Sozialleistungen abh�ngig ist, ohne dass sich die Situation wesentlich verbessert (Urteile 2C_175/2015 vom 30. Oktober 2015 E. 2.3; 2C_352/2014 vom 18. M�rz 2015 E. 4.5; 2C_930/2012 vom 10. Januar 2013 E. 3.1; 2C_857/2010 vom 22. August 2011 E. 2.3.1). Eine erfolgreiche Integration setzt indessen nicht voraus, dass die ausl�ndische Person eine gradlinige Karriere in einer besonders qualifizierten T�tigkeit absolviert hat (Urteil 2C_430/2011 vom 11. Oktober 2011 E. 4.2). Ebenso wenig ist n�tig, dass ein hohes Einkommen erzielt wird (Urteile 2C_749/2011 vom 20. Januar 2012 E. 3.3; 2C_426/2011 vom 30. November 2011 E. 3.3). Entscheidend ist, dass die ausl�ndische Person f�r sich sorgen kann, keine (nennenswerten) Sozialhilfeleistungen bezieht und sich nicht (in nennenswerter Weise) verschuldet (Urteile 2C_352/2014 vom 18. M�rz 2015 E. 4.5; 2C_430/2011 vom 11. Oktober 2011 E. 4.2).
Geringf�gige Strafen schliessen eine gelungene Integration nicht notwendigerweise aus (Urteile 2C_1125/2014 vom 9. September 2015 E. 3.2.2; 2C_749/2011 vom 20. Januar 2012 E. 4.3). Umgekehrt ergibt sich aus dem Umstand, dass die ausl�ndische Person sich strafrechtlich nichts zuschulden hat kommen lassen und ihr Unterhalt ohne Sozialhilfe gew�hrleistet erscheint, f�r sich allein noch keine erfolgreiche Integration (Urteile 2C_175/2015 vom 30. Oktober 2015 E. 2.3; 2C_830/2010 vom 10. Juni 2011 E. 2.2.2). Spielt sich das gesellschaftliche Leben einer ausl�ndischen Person prim�r mit Angeh�rigen des eigenen Landes ab, spricht dies eher gegen die Annahme einer gelungenen Integration (Urteile 2C_749/2011 vom 20. Januar 2012 E. 3.3; 2C_546/2010 vom 30. November 2010 E. 5.2.4). Kann sich die ausl�ndische Person auf einfache Weise in typischen allt�glichen Situationen verst�ndigen und kurze Gespr�che f�hren, hat sie in sprachlicher Hinsicht als hinreichend integriert zu gelten (Urteile 2C_175/2015 vom 30. Oktober 2015 E. 2.3; 2C_65/2014 vom 27. Januar 2015 E. 3.5).
Es ist unbestritten, dass die Ehegemeinschaft in der Schweiz w�hrend mehr als drei Jahren bestanden hat (Heirat im August 2007; Aufl�sung der Ehegemeinschaft sp�testens am 12. August 2013). Zu pr�fen bleibt, ob der Beschwerdef�hrer die erforderliche gelungene Integration aufweist.
3.1.�Die wirtschaftliche Integration des Beschwerdef�hrers ging sehr schleppend voran. Zwar war er w�hrend der Ehe teilweise arbeitst�tig gewesen, so vom 3. M�rz 2008 bis 31. Mai 2009 als Vollzeit-K�chenhilfe und vom 1. Juli 2011 bis 30. Juni 2012 zu 70 % im Rahmen eines Integrationsprogramms als Mitarbeiter im Aufsichtsdienst eines Museums. Im Zeitpunkt der Gew�hrung des rechtlichen Geh�rs durch das Migrationsamt am 8. Oktober 2014 war er jedoch wiederum arbeitslos. Obwohl er seit Ende Oktober 2005 (Gew�hrung der vorl�ufigen Aufnahme) berechtigt war, eine Erwerbst�tigkeit auszu�ben, konnte er beruflich nicht Fuss fassen. Auch die Verwarnung vom 1. November 2012 hatte nicht zu einer nachhaltigen Integration in den Arbeitsmarkt gef�hrt. Erst unter dem Eindruck des Wegweisungsverfahrens, am 1. Februar 2015, trat der Beschwerdef�hrer eine Stelle als Buffetmitarbeiter an und bezog seither keine Sozialhilfe mehr. Dies ist zwar positiv zu w�rdigen, vermag aber nichts daran zu �ndern, dass er (zusammen mit seiner Ehefrau) w�hrend gut sechs Jahren mit insgesamt Fr. 195'000.-- von der �ffentlichen Hand unterst�tzt werden musste.
3.2.�Sodann ist der Beschwerdef�hrer mehrmals im Bereich des Strassenverkehrs straff�llig geworden. Auch wenn es sich dabei nicht um schwere Delikte handelt, hat er dabei doch die Gef�hrdung oder Verletzung anderer Verkehrsteilnehmer in Kauf genommen und die Arbeit der Polizei behindert. Die erneute Straff�lligkeit w�hrend der Probezeit zeugt von Unbelehrbarkeit und einer gewissen Geringsch�tzung gegen�ber der schweizerischen Rechtsordnung. Bei diesem Verhalten kann in Bezug auf die �ffentliche Ordnung und damit auch in sozialer Hinsicht nicht von einer gegl�ckten Integration gesprochen werden.
3.3.�Die Vorinstanz hat die Frage, ob der Beschwerdef�hrer in sprachlicher Hinsicht ausreichend integriert sei, offen gelassen, was nicht zu beanstanden ist. Die sprachliche Integration ist eine Unterkategorie der sozialen Integration. Sie hat durchaus ihre Bedeutung, ist indessen nur ein Element unter vielen, welche f�r oder gegen eine gelungene Integration sprechen k�nnen (vgl. E. 2.2 am Ende). Selbst wenn also - was nicht ausgeschlossen werden kann - mit dem Beschwerdef�hrer davon auszugehen w�re, dass er �ber ausreichende (im Sinn der Rechtsprechung, vgl. E. 2.3 am Ende) m�ndliche Deutschkenntnisse verf�gt, w�rde dies nichts daran �ndern, dass seine Integration insgesamt nicht als erfolgreich bezeichnet werden kann. Neben den negativen Aspekten des Sozialhilfebezugs und der Straff�lligkeit gibt es keine Anhaltspunkte daf�r, dass der Beschwerdef�hrer vertiefte Beziehungen zur Schweiz gekn�pft h�tte. Unter diesen Umst�nden verm�gen auch gen�gende Sprachkenntnisse keinen entscheidenden Einfluss auf die Gesamtw�rdigung der Integration auszu�ben.
3.4.�Nach dem Gesagten sind die Voraussetzungen von Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG nicht erf�llt, weshalb der Anspruch zu verneinen ist. Ein Anspruch aus Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG wird nicht geltend gemacht.
Zu pr�fen bleibt, ob die Nichtverl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung vor Art. 8 EMRK standh�lt bzw. verh�ltnism�ssig ist (BGE 135 II 377 E. 4.3 S. 381).
4.1.�Das in Art. 8 Ziff. 1 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV gesch�tzte Recht auf Achtung des Familienleben ist ber�hrt, wenn eine staatliche Entfernungs- oder Fernhaltemassnahme eine nahe, echte und tats�chlich gelebte famili�re Beziehung zu einer Person beeintr�chtigt, die in der Schweiz �ber ein gefestigtes Anwesenheitsrecht verf�gt, sofern dieser Person nicht ohne weitere Schwierigkeiten zugemutet werden kann, die famili�re Beziehung ausserhalb der Schweiz zu leben (BGE 140 I 145 E. 3.1 S. 147; 139 I 330 E. 2.1 S. 336; 137 I 247 E. 4.1.2 S. 249 f.). Kann eine Person sich auf Art. 8 EMRK berufen, so kommt die Verweigerung der Aufenthaltserlaubnis einem Eingriff in das Recht auf Achtung des Familienlebens gleich (BGE 135 I 149 E. 2.1 S. 147; Urteil 2C_547/2014 vom 5. Januar 2015 E. 3.1).
4.2.�Der nicht sorge- bzw. obhutsberechtigte ausl�ndische Elternteil kann den Kontakt zu seinem Kind von vornherein nur in beschr�nktem Rahmen pflegen, n�mlich durch die Aus�bung des ihm einger�umten Besuchsrechts. Um dieses wahrnehmen zu k�nnen, ist in der Regel nicht erforderlich, dass der ausl�ndische Elternteil dauerhaft im selben Land wie das Kind lebt und dort �ber ein Anwesenheitsrecht verf�gt. Unter dem Gesichtspunkt des Anspruchs auf Familienleben nach Art. 8 Ziff. 1 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV ist es grunds�tzlich ausreichend, wenn das Besuchsrecht im Rahmen von Kurzaufenthalten vom Ausland her ausge�bt werden kann, wobei allenfalls dessen Modalit�ten entsprechend auszugestalten sind. Ein weitergehender Anspruch kann nur in Betracht fallen, wenn in wirtschaftlicher und affektiver Hinsicht eine besonders enge Beziehung zum Kind besteht, diese Beziehung wegen der Distanz zum Herkunftsland der ausl�ndischen Person praktisch nicht aufrecht erhalten werden k�nnte und deren bisheriges Verhalten in der Schweiz zu keinerlei Klagen Anlass gegeben hat (sog. "tadelloses Verhalten"; BGE 139 I 315 E. 2.2 S. 319 mit Hinweisen).
4.2.1.�Das Bundesgericht hat den Begriff der besonderen Intensit�t der affektiven Beziehung f�r bereits in der Schweiz ans�ssige ausl�ndische Personen dahingehend pr�zisiert, dass das Erfordernis erf�llt ist, wenn der pers�nliche Kontakt im Rahmen eines nach heutigem Massstab �blichen Besuchsrechts ausge�bt wird (BGE 139 I 315 E. 2.3-2.5 S. 319 ff.). Nach wie vor bleibt aber erforderlich, dass auch in wirtschaftlicher Hinsicht eine besonders intensive Beziehung zwischen dem Kind und dem nicht obhutsberechtigten Elternteil besteht und dass dessen bisheriges Verhalten in der Schweiz zu keinen wesentlichen Klagen Anlass gegeben hat (BGE 140 I 145 E. 3.2 S. 147 f.; BGE 139 I 315 E. 2.5 S. 321).
4.2.2.�Beim Kriterium des "tadellosen Verhaltens" handelt es sich ebenfalls um eines unter mehreren. Je nach den Umst�nden sollen untergeordnete Verst�sse gegen die �ffentliche Ordnung nicht so stark gewichtet werden, dass sie die anderen Kriterien (Grad der tats�chlichen affektiven und wirtschaftlichen Intensit�t der Beziehung zum Kind, zivilrechtliche Regelung der famili�ren Verh�ltnisse nach Aufl�sung der Gemeinschaft, Dauer des Aufenthalts im Land, Grad der Integration) zum Vornherein aufwiegen (BGE 140 I 145 E. 4.3 S. 150; Urteile 2C_1125/2014 vom 9. September 2015 E. 4.4; 2C_728/2014 vom 3. Juni 2015 E. 4.1).
4.3.1.�Nach den Feststellungen der Vorinstanz nimmt der Beschwerdef�hrer sein Besuchsrecht, welches im Umfang den heute �blichen Massst�ben entspricht, reibungslos wahr. Die erforderliche affektive Beziehung zu den Kindern ist somit zu bejahen.
4.3.2.�Die gerichtlich festgesetzten Unterhaltsbeitr�ge f�r die Kinder hat der Beschwerdef�hrer nie bezahlt, auch nicht nach dem Stellenantritt am 1. Februar 2015. Der Beschwerdef�hrer r�umt dies ein, �ussert sich aber nicht weiter dazu. Dass die Nichtbezahlung der Unterhaltsbeitr�ge (zumindest teilweise) auf die Sozialhilfeabh�ngigkeit zur�ckzuf�hren ist, �ndert nichts daran, dass die erforderliche enge wirtschaftliche Beziehung zu den Kindern nicht vorhanden ist. Das entsprechende Kriterium ist nicht erf�llt.
4.3.3.�Der Beschwerdef�hrer macht geltend, die Mutter der Kinder hange einer stark fundamentalistischen Version des Islam an. Sie habe einige Monate in Saudiarabien verbracht, wobei sie die Kinder bei der Grossmutter zur�ckgelassen habe. Im Hinblick auf das Kindeswohl sei es wichtig, dass die Kinder nicht ausschliesslich mit einem fundamentalistischen Elternteil aufw�chsen.
Von einer islamistischen Lebenshaltung der Kindsmutter und einer damit einhergehenden m�glichen Gef�hrdung des Kindeswohls ist im angefochtenen Urteil nicht die Rede. Nachdem der Beschwerdef�hrer die Sachverhaltsdarstellung der Vorinstanz nicht als unvollst�ndig oder offensichtlich unrichtig r�gt, ist nicht weiter darauf einzugehen (vgl. E. 1.3).
4.3.4.�Bei dieser Ausgangslage kann offen bleiben, inwieweit die Straff�lligkeit des Beschwerdef�hrers bei der Interessenabw�gung ins Gewicht f�llt (vgl. E. 4.2.2). Dass der Beschwerdef�hrer zu Klagen Anlass gegeben hat, ergibt sich zudem nicht nur aus seiner Delinquenz, sondern auch aus dem jahrelangen Sozialhilfebezug. Der Eingriff in das Familienleben ist unter diesen Umst�nden gerechtfertigt.
4.4.�Auch unter den �brigen Gesichtspunkten erweist sich die Nichtverl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung nicht als unverh�ltnism�ssig. Der Beschwerdef�hrer lebte im Zeitpunkt des angefochtenen Urteils seit �ber zw�lf Jahren in der Schweiz. Diese Anwesenheitsdauer begr�ndet ein erh�htes Interesse an einem Verbleib in der Schweiz. Allerdings war der Beschwerdef�hrer bereits 22 Jahre alt, als er in die Schweiz kam. Die Kultur des Nordirak, aus dem er stammt, sollte ihm noch bestens vertraut sein, so dass eine Wiedereingliederung keine gr�sseren Hindernisse darstellen d�rfte. Der Beschwerdef�hrer verf�gt in seiner Heimat noch �ber famili�re Beziehungen; auch seine Kinder hat er schon dorthin mitgenommen. Das Staatssekretariat f�r Migration hat die R�ckkehr in den Nordirak f�r den (kurdischen) Beschwerdef�hrer als zumutbar erachtet. Es ist kein Grund ersichtlich, warum die Vorinstanz nicht auf diese Einsch�tzung h�tte abstellen d�rfen. Sollte sich gem�ss der Bef�rchtung des Beschwerdef�hrers erweisen, dass Besuche seiner Kinder im Nordirak - aus welchen Gr�nden auch immer - nicht realisierbar sind, kann der Kontakt in der Schweiz oder in einem Drittland gepflegt werden. �ber die Modalit�ten des Besuchsrechts wird sich der Beschwerdef�hrer mit der Mutter der Kinder ohnehin verst�ndigen m�ssen. Aufgrund der grossen Distanz k�nnen bzw. m�ssen die modernen Kommunikationsmittel zu Hilfe genommen werden, um den Kontakt zu den Kindern aufrecht zu erhalten. Die R�ckkehr in den Nordirak ist dem Beschwerdef�hrer trotz einer gewissen H�rte zumutbar.
4.5.�Nach dem Gesagten ist ein Anspruch auf Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung gest�tzt auf Art. 8 Ziff. 1 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV zu verneinen.
Das Urteil der Vorinstanz ist in materieller Hinsicht zu best�tigen. Es bleibt zu pr�fen, ob die Vorinstanz dem Beschwerdef�hrer die unentgeltliche Rechtspflege zu Recht verweigert hat.
Der Entscheid der Sicherheitsdirektion ist sehr sorgf�ltig begr�ndet. Mit Blick darauf und in Anbetracht der Praxis in derartigen F�llen ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz die Beschwerde als aussichtslos erachtete und demgem�ss das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege abwies. Damit steht nicht im Widerspruch, dass die Sicherheitsdirektion selbst dem Beschwerdef�hrer die unentgeltliche Rechtspflege gew�hrt hat. Denn das Kriterium der Nichtaussichtslosigkeit eines Rechtsmittels wird im Lauf des Instanzenzugs zunehmend strenger gehandhabt. Daraus, dass dem Beschwerdef�hrer gestattet wurde, auf Kosten des Staates ein Rechtsmittel gegen die Verf�gung des Migrationsamts zu ergreifen, ergibt sich keine pr�judizielle Wirkung auf die Erfolgschance f�r ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege bei der h�heren Instanz.
Die Beschwerde ist vollumf�nglich abzuweisen.
6.1.�Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der unterliegende Beschwerdef�hrer gem�ss Art. 66 Abs. 1 BGG grunds�tzlich kostenpflichtig; er hat indessen um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege ersucht. Wie schon vor der Vorinstanz bestanden in Anbetracht der Sach- und Rechtslage und der Rechtsprechung in derartigen F�llen keine realistischen Erfolgsaussichten. Die Beschwerde erweist sich damit als aussichtslos. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist abzuweisen und die (umst�ndehalber reduzierten) Gerichtskosten sind dem Beschwerdef�hrer aufzuerlegen.
6.2.�Ausgangsgem�ss ist keine Parteientsch�digung zuzusprechen (Art. 68 BGG).