Source: https://severins.de/News---Infos/2014-Archiv/2014-archiv.html
Timestamp: 2018-03-20 09:54:56
Document Index: 97619083

Matched Legal Cases: ['§ 8', '§ 8', '§ 125', '§ 39', '§1', '§6', '§ 8', '§ 8']

Severins GmbH - 2014-Archiv
1. (Physiotherapie) Abrechnung: Privatpatienten
Neben der aufwendigen PrÃ¼fpflicht von Kassenverordnungen mÃ¼ssen viele Praxisinhaber einen hohen Zeitaufwand fÃ¼r die Abrechnung mit Privatpatienten investieren. Obwohl in der Regel mit Privatpatienten schriftliche BehandlungsvertrÃ¤ge geschlossen werden und damit einvernehmliche VergÃ¼tungsvereinbarungen vorliegen, weigern sich immer wieder Privatpatienten, diese vereinbarten Preise nach Behandlungsende zu zahlen. Der Grund ist oftmals derselbe: Die PKV kÃ¼rzt den Rechnungsbetrag mit Hinweis auf eine "Ã¼bliche VergÃ¼tung" im Sinne der Beihilfeverordnung.
Verbindliche GebÃ¼hrenverzeichnisse fÃ¼r Physiotherapeuten?
Nach wie vor sind Physiotherapeuten verunsichert, ob Sie sich im Rahmen der VergÃ¼tungsvereinbarung mit Privatpatienten an Beihilfeverordnungen, die GOÃ„ oder andere "amtliche" Verzeichnisse halten mÃ¼ssen. Die Antwort ist klar: Nein!
(Quelle: physiotherapie 06|14 - www.ifk.de - IFK e.V.)
2. (Alle Kunden) GKV: HMV auÃŸerhalb des Regelfalls
Genehmigungsverfahren nach Â§ 8 Absatz 4 Heilmittel-Richtlinie fÃ¼r Heilmittelverordnungen (HMV) auÃŸerhalb des Regelfalls
Die Heilmittel-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses unterscheidet zwischen Heilmittelverordnungen innerhalb und auÃŸerhalb des Regelfalls. Heilmittelverordnungen innerhalb des Regelfalls bedÃ¼rfen keiner Genehmigung durch die Krankenkassen.
Heilmittelverordnungen auÃŸerhalb des Regelfalls sind vor Fortsetzung der Therapie bei der Krankenkasse zur Genehmigung vorzulegen. Die Krankenkassen haben allerdings die MÃ¶glichkeit, auf ein Genehmigungsverfahren fÃ¼r Verordnungen auÃŸerhalb des Regelfalls zu verzichten.
Die nachstehende Liste gibt einen Ãœberblick darÃ¼ber, welche Krankenkassen ein Genehmigungsverfahren nach Â§ 8 Abs. 4 Heilmittel-Richtlinie durchfÃ¼hren und welche Krankenkassen auf ein solches Verfahren verzichten.
Die PDF-Datei (Stand 26.09.2014) kÃ¶nnen Sie sich hier anschauen!
(Quelle: GKV-Spitzenverband 2014)
1.(Podologie) BKK: Preisvereinbarung gÃ¼ltig ab 01.09.2014
Zwischen dem Zentralverband der Podologen und FuÃŸpfleger (ZFD) und dem Verband Deutscher Podologen (VDP) einerseits, sowie dem BKK Landesverband Mitte und dem BKK-Landesverband NORDWEST andererseits, wurde ein neuer Rahmenvertrag geschlossen. Dieser Rahmenvertrag ist seit dem 01.09.2014 in Kraft. Der Rahmenvertrag und die dazugehÃ¶rige VergÃ¼tungsvereinbarung gelten fÃ¼r alle zugelassenen Podologen in den BundeslÃ¤ndern Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und ThÃ¼ringen, soweit diese den Vertrag anerkennen.
Die BKK hat den Vertrag zur Ansicht und zum Herunterladen auf ihrer Internetseite verÃ¶ffentlicht:
http://www.bkk-nordwest.de/neuer-rahmenvertrag-fuer-podologische-leistungen/
Achtung: Die neuen Preise gelten jedoch nur fÃ¼r diejenigen, welche die AnerkenntniserklÃ¤rung unterschrieben und dem BKK-Landesverband zugesandt haben.
(Quelle: BKK-Landesverband vom 27.10.2014)
2. (Physiotherapie) GKV: VersorgungsstÃ¤rkungsgesetz
VPT: Entwurf des GKV-VersorgungsstÃ¤rkungsgesetzes liegt vor - Erleichterungen im Heilmittelbereich sollen kommen!
Der Referentenentwurf des GKV-VersorgungstÃ¤rkungsgesetzes sieht Verbesserungen fÃ¼r den Heilmittelbereich vor, die der VPT sehr begrÃ¼ÃŸt. "Das VersorgungsstÃ¤rkungsgesetz setzt in seinem vorliegenden Entwurf Erleichterungen um, die seit Jahren vom VPT und den benachbarten BerufsverbÃ¤nden gefordert werden. Besonders begrÃ¼ÃŸen wir die EinfÃ¼hrung einer zertifizierten Praxissoftware in den Arztpraxen, damit Heilmittelverordnungen nicht mehr lÃ¼cken- oder fehlerhaft ausgefÃ¼llt werden kÃ¶nnen", erklÃ¤rte Karl-Heinz Kellermann, Vorsitzender des VPT.
Im Einzelnen beinhaltet der Referentenentwurf in seiner jetzigen Fassung u. a. folgendes:
Es soll eine zertifizierte Praxissoftware in den Arztpraxen eingefÃ¼hrt werden, damit Heilmittelverordnungen nicht mehr lÃ¼cken- oder fehlerhaft ausgestellt werden kÃ¶nnen. Ziel ist es, die Retaxierungen (Rezeptabsetzungen) fÃ¼r die Zukunft auszuschlieÃŸen. Als Umsetzungsdatum ist der 1. August 2016 vorgesehen.
Welche Pflichtangaben eine Heilmittelverordnung enthalten muss und wie mit fehlerhaften Verordnungen umgegangen wird, wird bislang weitestgehend einseitig von den Krankenkassen festgelegt. In Zukunft sollen diese Regelungen Teil der Verhandlungen zu den Rahmenempfehlungen nach Â§ 125 Abs. 1 SGB V sein, d.h. sie sollen zwischen den Spitzenorganisationen der HeilmittelverbÃ¤nde und dem GKV-Spitzenverband ausgehandelt werden. Die VerbÃ¤nde erhalten damit endlich ein Mitspracherecht in Sachen "PrÃ¼fkatalog".
Daneben enthÃ¤lt der Gesetzentwurf noch eine Reihe anderer interessanter Neuerungen:
HÃ¤ufig werden Patienten aus dem Krankenhaus entlassen, ohne dass eine adÃ¤quate Anschlussbehandlung mit Heilmitteln sichergestellt ist. Damit wird der Behandlungserfolg des Krankenhauses leichtfertig aufs Spiel gesetzt. Dieses Problem soll nun durch eine ErgÃ¤nzung des Â§ 39 SGB V entschÃ¤rft werden. Im Rahmen des Entlassungsmanagements kann der Krankenhausarzt demnÃ¤chst Heilmittel fÃ¼r einen Zeitraum von 7 Tagen verordnen.
Die bislang auf der Bundesebene festgelegten starren gesetzlichen Regelungen zu den WirtschaftlichkeitsprÃ¼fungen der Ã„rzte, werden auf die Landesebene verlegt. KassenÃ¤rztliche Vereinigungen und regionale Krankenkassen sollen dann Vereinbarungen Ã¼ber Art und Umfang der RegressprÃ¼fungen aushandeln und regional umsetzen.
FÃ¼r Erwachsene mit geistiger Behinderung und schweren Mehrfachbehinderungen werden in Anlehnung an die sozialpÃ¤diatrischen Zentren medizinische Behandlungszentren geschaffen.
Eine Entlastung gibt es fÃ¼r Hochschulambulanzen. Werden diese nicht an PlankrankenhÃ¤usern betrieben, entfÃ¤llt der bisherige Investitionskostenabschlag in HÃ¶he von 10 %. Werden Hochschulambulanzen an PlankrankenhÃ¤usern betrieben, darf der Abschlag kÃ¼nftig hÃ¶chstens 5 % betragen.
Der VPT wird die Umsetzung des GKV-VSG gemeinsam mit den anderen MitgliedsverbÃ¤nden des Spitzenverbandes der Heilmittelerbringer (SHV) wachsam begleiten und seine fachliche Kompetenz einbringen. Dringenden Handlungsbedarf gibt es schon lÃ¤nger. Die ambulante Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Physiotherapie muss endlich an die geÃ¤nderten Rahmenbedingungen, wie bspw. die sich immer weiter verkÃ¼rzende Verweildauer in KrankenhÃ¤usern, angepasst werden.
(Quelle: VPT - Verband Physikalische Therapie vom 17.10.2014)
1. ICD-10-Code: Fakten des VPT zur Pflichtangabe
Angabe des ICD-10-Codes auf der Verordnung
Wie berichtet, besteht fÃ¼r VertragsÃ¤rzte seit dem 1. Juli 2014 die Pflicht zur Angabe des therapierelevanten ICD-10-Codes auf dem Verordnungsvordruck. Da vor Ort immer noch groÃŸe Verunsicherung herrscht, mÃ¶chte der VPT noch einmal die wichtigsten Fakten zu der neuen Pflichtangabe verÃ¶ffentlichen.
Der GKV-Spitzenverband hat die BerufsverbÃ¤nde im Vorweg schriftlich informiert und auf folgende Fallkonstellationen hingewiesen:
1 .Die Diagnose wird ausschlieÃŸlich durch einen oder mehrere ICD-SchlÃ¼ssel angegeben.
2. Die Diagnose wird ausschlieÃŸlich durch eine oder mehrere handschriftliche Diagnose(n) angegeben.
3. Die Diagnose wird sowohl durch einen oder mehrere ICD-SchlÃ¼ssel als auch die entsprechenden ausgeschriebenen Diagnosen angegeben.
4. Die Diagnose wird sowohl durch einen oder mehrere ICD-SchlÃ¼ssel als auch durch davon abweichende ausgeschriebene Diagnosen angegeben.
5. Alte Verordnungsvordrucke, die das Feld ICD-10-Code nicht enthalten, dÃ¼rfen vom Arzt aufgebraucht werden.
(Quelle: VPT Physiotherapie 08/14)
2. HKK: Absetzung wegen Frequenzabweichung!
Vor zwei Tagen erreichte uns ein Absetzungsschreiben vom DDG - Deutsches Dienstleistungszentrum fÃ¼r das Gesundheitswesen GmbH (Abrechnungsverfahren fÃ¼r die HKK - www.hkk.de). Dort wird eine Absetzung mit folgendem Hinweis begrÃ¼ndet: "Die Frequenz weicht von den Vorgaben des Arztes ab".
Nach RÃ¼cksprache mit zwei anderen Krankenkassen (AOK Westfalen-Lippe und Barmer) wurde uns bestÃ¤tigt, dass bei fehlender BegrÃ¼ndung der Frequenzabweichung die Verordnung nicht abgesetzt wird. Laut Heilmittelkatalog ist eine Unterbrechung von 14 Tagen ohne BegrÃ¼ndung zulÃ¤ssig, aber die HKK setzt dies dennoch ab.
Bitte achten Sie auf die Angabe einer BegrÃ¼ndung, damit es erst gar nicht zu einer Absetzung (rechtens oder nicht?) kommt!
(Quelle: Absetzungschreiben des DDG vom 06.08.2014)
3. Hinweis: Verordnungsmenge
FÃ¼r D1 und Massageverordnungen gibt es keine Verordnung auÃŸerhalb des Regelfalls und es dÃ¼rfen nicht mehr als 10 Behandlungen durchgefÃ¼hrt werden.
(Quelle: Heilmittelkatalog)
1. ICD-10-SchlÃ¼ssel zur Verordnung von Podologie
Aktuell liegt uns ein Schreiben vom GKV-Spitzenverband vom 30.06.2014 vor.
"...Vielfach ist danach der Wunsch an uns herangetragen worden, fÃ¼r den Heilmittelbereich Podologie eine Liste von einschlÃ¤gigen ICD-10-SchlÃ¼sseln zu benennen. Dieser Bitte kommen wir gerne nach. Auf Seiten der Krankenkassen besteht ein breiter Konsens darÃ¼ber, dass folgende ICD-10-SchlÃ¼ssel fÃ¼r die Verordnung von Podologie einschlÃ¤gig sind:"
E10.74
Diabetes mellitus, Typ 1 | mit multiplen Komplikationen | mit diabetischem FuÃŸsyndrom | nicht als entgleist bezeichnet
Diabetes mellitus, Typ 2 | mit multiplen Komplikationen | mit diabetischem FuÃŸsyndrom | nicht als entgleist bezeichnet
E12.74
Diabetes mellitus in Verbindung mit Fehl- oder MangelernÃ¤hrung | mit multiplen Komplikationen | mit diabetischem FuÃŸsyndrom | nicht als entgleist bezeichnet
E13.74
Sonstiger nÃ¤her bezeichneter Diabetes mellitus | mit multiplen Komplikationen | mit diabetischem FuÃŸsyndrom | nicht als entgleist bezeichnet
E14.74
Nicht nÃ¤her bezeichneter Diabetes mellitus | mit multiplen Komplikationen | mit diabetischem FuÃŸsyndrom | nicht als entgleist bezeichnet
Ãœbrigens: Das Schreiben vom GKV-Spitzenverband koennen Sie sich hier anschauen!
2. ICD-10-SchlÃ¼ssel - weitere Informationen
Nachfolgend finden Sie einige Links bezÃ¼glich der ICD-10-SchlÃ¼ssel, die eventuell weitere Informationen fÃ¼r Sie zu diesem komplexen Thema bieten:
Onmeda.de - ICD-10-Liste
http://www.onmeda.de/icd-10/icd10_liste.html
MedKolleg - ICD-10-Liste
DIMDI - Deutsches Institut fÃ¼r Medizinische Dokumentation und Information - ICD-10-GM
http://www.dimdi.de/static/de/klassi/icd-10-gm/
ICD-10-Code: Angabe wird zum 01.07.2014 verpflichtend
Kurz vor Redaktionsschluss erreichte den VPT folgende Information des GKV Spitzenverbandes (GKV-SV): Ab dem 01.07.2014 ist die Diagnose regelhaft in Form des therapierelevanten ICD-10-SchlÃ¼ssels auf der Verordnung anzugeben. Entsprechendes wurde zwischen GKV-SV und KassenÃ¤rztlicher Bundesvereinigung vereinbart. Hiervon kÃ¶nne nur in AusnahmefÃ¤llen abgewichen werden (z.B. Verordnung im Rahmen eines Ã¤rztlichen Hausbesuchs). Wenn kein ICD-10-SchlÃ¼ssel angegeben ist, muss die Verordnung eine gÃ¼ltige, ausgeschriebene Diagnose enthalten. ZusÃ¤tzlich weist der GKV-SV auf folgende Fallkonstellationen hin:
Die Diagnose wird ausschlieÃŸlich durch einen oder mehrere ICD-SchlÃ¼ssel angegeben:
FÃ¼r eine gÃ¼ltige Diagnose-Angabe ist die Angabe des therapierelevanten ICD-SchlÃ¼ssels ausreichend, eine ausgeschriebene Diagnose wird nicht benÃ¶tigt. Der therapierelevante ICD-SchlÃ¼ssel ist dabei in das entsprechende Formularfeld einzutragen.
Die Diagnose wird ausschlieÃŸlich durch eine oder mehrere handschriftliche Diagnose(n) angegeben:
In AusnahmefÃ¤llen, wie z.B. bei einem Ã¤rztlichen Hausbesuch, besitzt auch eine handschriftlich ausgeschriebene Diagnose die notwendige GÃ¼ltigkeit.
Die Diagnose wird sowohl durch einen oder mehrere ICD-SchlÃ¼ssel, als auch die entsprechend ausgeschriebenen Diagnosen angegeben:
FÃ¼r eine gÃ¼ltige Diagnose-Angabe ist die Angabe des therapierelevanten ICD-SchlÃ¼ssels ausreichend. Eine entsprechende ausgeschriebene Diagnose wird zwar nicht benÃ¶tigt, ist jedoch fÃ¼r den Therapeuten ggf. hilfreich.
Die Diagnose wird sowohl durch einen oder mehrere ICD-SchlÃ¼ssel, als auch durch davon abweichende, ausgeschriebene Diagnosen angegeben:
FÃ¼r eine gÃ¼ltige Diagnose-Angabe ist die Angabe des therapierelevanten ICD-SchlÃ¼ssels ausreichend. Weitere ausgeschriebene Diagnosen mÃ¼ssen nicht mit dem ICD SchlÃ¼ssel Ã¼bereinstimmen, da sie Informationen fÃ¼r den Therapeuten enthalten kÃ¶nnen, die Ã¼ber die therapierelevante Diagnose hinausgehen.
Soweit auf Heilmittel-Verordnungen bereits vor dem 01.07.2014 die Diagnose ausschlieÃŸlich durch einen ICD-SchlÃ¼ssel angegeben ist, empfiehlt der GKV-SV, dies als gÃ¼ltige Diagnose-Angabe anzusehen. Die weiteren nach Â§1 3 HeilM-RL notwendigen Angaben auf einer Heilmittelverordnung (z.B. Leitsymptomatik) bleiben von dieser Ã„nderung unberÃ¼hrt.
(Quelle: VPT - 06/14)
Hinweis der Severins GmbH:
Wir haben versucht, detaillierte Informationen von den einzelnen Krankenkassen zu bekommen, hatten aber leider nur wenig Erfolg. Es wÃ¤re fÃ¼r uns (und natÃ¼rlich auch fÃ¼r Sie) von groÃŸem Interesse, wie die Krankenkassen sich verhalten, sollte der ICD-10-Code nicht angegeben sein. Wird die Verordnung einbehalten? Wird diese abgesetzt? Bis dato haben wir lediglich die RÃ¼ckmeldung von der Knappschaft, dass es diesbezÃ¼glich keine Ãœbergangsfrist geben wird und somit die Verordnung abgesetzt wÃ¼rde.
Andere Krankenkassen werden wohl eine Ãœbergangsfrist einrÃ¤umen, was wir allerdings nicht mit Bestimmtheit sagen kÃ¶nnen. Sobald uns neue Informationen vorliegen, werden wir Sie umgehend informieren.
1. Schreiben vom GKV - Angabe von ICD-Schluesseln auf Heilmittel-Verordnungen.pdf
2. Schreiben vom GKV - Uebermittlung der ICD-10-GM Codes, Mehrfacheintragungen.pdf
Internetseite des GKV - GKV-Spitzenverband der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen
Physio: RezeptprÃ¼fung - Ungerechtes Abwehren
Ein kÃ¼rzlich erwirkter Gerichtsbescheid am Sozialgericht KÃ¶ln macht Physiotherapeuten Mut, KÃ¼rzungen der Krankenkassen nicht einfach klaglos hinzunehmen. Ein Physiotherapeut bekam von einer gesetzlichen Krankenkasse die eingereichte Verordnung in HÃ¶he von 85,90 Euro nicht erstattet. Grund: Der IndikationsschlÃ¼ssel sei falsch. Trotz nachtrÃ¤glicher Korrektur von â€žWS1a" in â€žWS2f" weigerte sich die Kasse, die erbrachte Leistung von sechs Fangopackungen und sechs Massagen zu vergÃ¼ten. Die nachtrÃ¤gliche Korrektur sei unzulÃ¤ssig. Laut Urteil des Bundessozialgerichts (B1K R4/09R) habe der Therapeut vor Beginn der Behandlung die Verordnung zu Ã¼berprÃ¼fen. Daraufhin nahm sich der Physiotherapeut einen Anwalt.
Sein Patient kam mit einer Verordnung, auf der â€žHWS-Syndrom und Schmerzen durch GelenksfunktionsstÃ¶rungen" stand. Die verordneten sechs Fangopackungen und sechs Massagen sollen der Schmerzreduktion dienen, war darauf vermerkt. FÃ¼r den Therapeuten war der Arbeitsauftrag somit klar. Das Gericht gab dem Therapeuten recht und nannte als BegrÃ¼ndung, dass die fachÃ¤rztliche Verordnung lediglich die Mindestanforderungen gemÃ¤ÃŸ Â§6III des Rahmenvertrags erfÃ¼llen muss. Diese sind Diagnose, Leitsymptomatik, Art, Anzahl und Frequenz der Behandlung. Der IndikationsschlÃ¼ssel gehÃ¶re nicht dazu. Das besage auch das von der Krankenversicherung zitierte Urteil des Bundessozialgerichtes (B1K R4/09R). Die Angabe des IndikationsschlÃ¼ssels ist nicht derart wesentlich, dass er einem Leistungsanspruch des Versicherten und einem VergÃ¼tungsanspruch des Therapeuten entgegen steht. Zudem wÃ¤re eine Korrektur der fehlerhaften Verordnung durchaus mÃ¶glich, auch wenn dieser Punkt nicht zur Diskussion stand.
FÃ¼r den Physiotherapeuten hat es sich gelohnt, sich juristischen Beistand von Rechtsanwalt Ingo Hofmann aus Bonn zu holen. Er bekommt nicht nur die 85,90 Euro verzinst erstattet (fÃ¼nf Prozentpunkte Ã¼ber dem Basiszinssatz), sondern auch alle Anwalts- und Gerichtskosten.
(Quelle: Physiopraxis 3/14)
1. Neuer Spitzenverband der HeilmittelverbÃ¤nde (SHV)
Der neue Spitzenverband der HeilmittelverbÃ¤nde (SHV) hat sich gestern in Berlin konstituiert. FÃ¼r den IFK ist Ute RepschlÃ¤ger als stellvertretende Vorsitzende im neuen Spitzenverband vertreten sowie Dr. Frank Dudda als Justiziar.
Unsere BerufsverbÃ¤nde haben sich neu aufgestellt. Die GrÃ¼ndung des Spitzenverbandes der HeilmittelverbÃ¤nde (SHV) e.V. macht deutlich...
Lesen Sie *HIER* den ganzen Artikel!
Die aktuellen Kontaktinformationen des SHV:
- http://shv.kroenes.de
- info@shv-heilmittelverbaende.de
(Quelle: Bundesverband selbststÃ¤ndiger Physiotherapeuten - IFK e.V. - 02/2014)
2. IFK klÃ¤rt fÃ¼r seine Mitglieder die RechnungskÃ¼rzungen bei der DAK
Nachdem die DAK im Herbst 2013 zunehmend RechnungskÃ¼rzungen vorgenommen hatte, suchte der IFK das GesprÃ¤ch mit der Kasse. Im Ergebnis konnte die DAK davon Ã¼berzeugt werden, ihre oftmals unzulÃ¤ssige Abrechnungspraxis zu korrigieren und insbesondere nachtrÃ¤gliche Ã„nderungen auf der Verordnung im Rahmen der gesetzlichen und vertraglichen Regelungen wieder zuzulassen.
In diesen Tagen konnte ein weiterer Erfolg in einem strittigen Sachverhalt verbucht werden. Hat der Physiotherapeut auf der RÃ¼ckseite der Verordnung nur die verordnete(n) Hauptleistung(en), nicht aber den ggf. verordneten Hausbesuch vom Patienten quittieren lassen, so zeigte sich die DAK zuletzt nicht bereit, den Hausbesuch zu bezahlen. Jetzt folgte die DAK aber der Argumentation des IFK, dass eine solche Absetzung nicht zulÃ¤ssig ist. Ab dem PrÃ¼fmonat 09/2013 hat die DAK daher die RÃ¼ckseitenprÃ¼fung der Verordnungen bezÃ¼glich der Dokumentation der Hausbesuche eingestellt.
Ferner kÃ¶nnen alle abgesetzten Hausbesuche, die wegen der fehlenden Quittierung des Patienten auf dem zweiten Verordnungsblatt bisher nicht vergÃ¼tet worden sind, zur Nachzahlung eingereicht werden. Die Unterschrift des Patienten muss hierzu nicht mehr eingeholt werden.
Da dieser Sachverhalt von einigen Kassen weiterhin juristisch anders bewertet werden kÃ¶nnte, rÃ¤t der IFK seinen Mitgliedern aber sicherheitshalber, auch die Hausbesuche auf der RÃ¼ckseite der Verordnung vom Patienten quittieren zu lassen.
3. Neue Heilmittelrichtlinie?
Es munkelt in Berlin und es ist ja auch keine neue Erkenntnis, dass die aktuelle Heilmittelrichtlinie in der Umsetzung mehr Probleme als LÃ¶sungen aufwirft. Eine neue Heilmittelrichtlinie soll her! Zumindest wird man aber zwischenzeitlich erleben, dass die ungeliebten ICD-10-Codierungen ab Juli 2014 wohl fÃ¼r alle Diagnosen notwendig sein werden. Noch vÃ¶llig ungeklÃ¤rt ist, wie dann das Verordnungswesen kÃ¼nftig funktionieren soll, kÃ¶nnen doch viele Ã„rzte bis heute noch nicht einmal in dem kleinen Bereich der Langfristgenehmigungen dafÃ¼r sorgen, dass ICD-10-Codierungen auf die Verordnungen aufgebracht werden.
In dem ganzen trÃ¼ben Grau gibt es allerdings auch ein gute Nachricht. Ã„rzteschaft und Krankenkassen haben sich darauf geeinigt, die RichtgrÃ¶ÃŸenbudgets fÃ¼r Heilmittelverordnungen global um 3,5% anzuheben.
(Quelle: Therapie+Praxis - 02/2014)
4. AOK Niedersachsen - Genehmigungsverzicht
Die AOK Niedersachsen verzichtet ab 01.04.2014 auf das Genehmigungsverfahren nach Â§ 8 Abs. 4 Heilmittelrichtlinie fÃ¼r den gesamten Bereich der Heilmittelversorgung (physikalische Therapie und Physiotherapie, Ergotherapie, Stimm- Sprech- und Sprachtherapie).
Nur richtlinienkonforme Verordnungen werden vergÃ¼tet
AntrÃ¤ge auf Langfristgenehmigungen nach Â§ 8 Abs. 5 HMR werden nicht vom Genehmigungsverzicht berÃ¼hrt. Eine Antragstellung ist nur dann erforderlich, wenn der ICD-10-SchlÃ¼ssel in Verbindung mit dem IndikationsschlÃ¼ssel nicht in Anlage 2 (Merkblatt des Gemeinsamen Bundesausschusses vom 22.11.2012) aufgelistet ist.
(Quelle: Schreiben der AOK Niedersachsen vom 24.03.2014)
Knappschaft – Ablehnung einer Verordnung
Uns hat heute ein Schreiben der Knappschaft erreicht, in dem eine komplette Abrechnung fÃ¼r Rehabilitationssport abgelehnt wird. Nachfolgend ein Auszug aus dem Ablehnungsschreiben:
â€ž...Bei der Abrechnung ist versichertenbezogen anzugeben, in welcher Rehabilitationssportgruppe (Zertifizierungsnummer, Angebotsnummer) der/die Versicherte teilgenommen hat. Die von Ihnen eingereichte Abrechnung entspricht nicht den vertraglichen Bedingungen und kann daher nicht abschlieÃŸend bearbeitet werden. Es fehlt die Angabe der Angebotsnummer.
Wir mÃ¼ssen Ihnen daher, zu unserem Bedauern, die eingereichten Unterlagen zu unserer Entlastung zurÃ¼ck senden. ...“
(Quelle: Schreiben der Knappschaft-MÃ¼nchen vom 02.01.2014)
In Ihrem eigenen Interesse bitten wir Sie daher, alle Verordnungen (vorm Versand an uns) auf VollstÃ¤ndigkeit zu Ã¼berprÃ¼fen.