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Timestamp: 2016-10-22 08:53:08
Document Index: 78022937

Matched Legal Cases: ['Art. 72', 'Art. 74', 'Art. 75', 'Art. 76', 'Art. 90', 'Art. 100', 'Art. 46', 'Art. 518', 'Art. 595', 'Art. 29', 'Art. 6', 'BGE', 'Art. 6', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 518', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 518', 'Art. 518', 'BGE', 'Art. 518', 'Art. 518', 'BGE', 'BGE', 'Art. 517', 'BGE', 'Art. 518', 'Art. 610', 'BGE', 'BGE', 'Art. 518', 'Art. 66', 'Art. 68']

5A_672/2013 (24.02.2014)
5A_672/2013 � � Urteil vom 24. Februar 2014
A.________ (Erblasserin), Jahrgang 1916, starb am xx.xx.2010 in Luzern. Einzige gesetzliche Erben sind ihre beiden Kinder, n�mlich Z.________, Jahrgang 1942, und X.________, Jahrgang 1943. Die Erblasserin hatte �ber ihren Nachlass letztwillig verf�gt, namentlich ihre Kinder als Erben eingesetzt, Verm�chtnisse ausgerichtet, Teilungsvorschriften aufgestellt und Rechtsanwalt Dr. iur. Y.________ als Testamentsvollstrecker bestimmt (�ffentliche letztwillige Verf�gung vom 23. Juni 1980 mit mehreren eigenh�ndigen Nachtr�gen). Der Willensvollstrecker nahm das Mandat am 3. September 2010 an. Die beiden Erben konnten sich in einer Vereinbarung vom 11. Februar 2011 �ber die getrennte Verwaltung von Liegenschaften einigen. Gem�ss Inventar vom 1. April 2011 umfasst der Nachlass rund 11.7 Mio. Fr. an Aktiven und rund 3.2 Mio. Fr. an Passiven. Die Klage auf Erbteilung von X.________ ist seit dem 16. Mai 2012 rechtsh�ngig.
Am 23./24. Mai 2011 erhob X.________ eine Aufsichtsbeschwerde mit den Begehren, Y.________ als Willensvollstrecker abzusetzen, eventuell ihn mit einer Verwarnung und einer Ordnungsbusse von Fr. 2'000.-- zu disziplinieren und ihm einzeln aufgez�hlte verbindliche Weisungen zu erteilen. Das Teilungsamt der Stadt Luzern wies die Beschwerde ab (Entscheid vom 15. Juli 2011). Die auf dem Beschwerdeweg erneuerten Begehren wiesen zun�chst der Regierungsstatthalter der �mter Hochdorf und Luzern und anschliessend das Kantonsgericht Luzern ab (Entscheid vom 2. Mai 2012 und Urteil vom 6. August 2013).
X.________ (Beschwerdef�hrerin) beantragt dem Bundesgericht mit Eingabe vom 14. September 2013, das kantonsgerichtliche Urteil aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an das Kantonsgericht zur�ckzuweisen. Im Eventualstandpunkt verlangt sie die Absetzung des Willensvollstreckers und subeventuell dessen Disziplinierung sowie die Erteilung von verbindlichen Weisungen und Ermahnungen. Es sind die kantonalen Akten eingeholt, hingegen weder Y.________ als Willensvollstrecker (Beschwerdegegner) noch der Miterbe Z.________ zur Vernehmlassung eingeladen worden.
Das angefochtene Urteil betrifft die Aufsicht �ber die Willensvollstrecker und damit eine Zivilsache (Art. 72 Abs. 2 lit. b Ziff. 5 BGG) in einer verm�gensrechtlichen Angelegenheit, deren Streitwert - wie die Beschwerdef�hrerin hervorhebt (S. 4 Ziff. 2) und das Kantonsgericht festgestellt hat (E. 8 S. 16) - den Mindestbetrag von Fr. 30'000.-- �bersteigt (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG; Urteil 5A_195/2013 vom 9. Juli 2013 E. 1.1). Es ist kantonal letztinstanzlich (Art. 75 BGG), lautet zum Nachteil der Beschwerdef�hrerin (Art. 76 Abs. 1 BGG) und schliesst das kantonale Verfahren ab (Art. 90 BGG). Auf die - rechtzeitig erhobene (Art. 100 Abs. 1 i.V.m. Art. 46 Abs. 1 lit. b BGG) - Beschwerde kann eingetreten werden.
Ihren Hauptantrag auf Aufhebung des angefochtenen Urteils und R�ckweisung der Sache zur Neubeurteilung begr�ndet die Beschwerdef�hrerin mit Verletzungen des rechtlichen Geh�rs und der Offizialmaxime. Sie erhebt die Verfahrensr�gen praktisch gegen�ber jeder kantonsgerichtlich beurteilten Beanstandung an der Amtsf�hrung des Willensvollstreckers (z.B. S. 11 f. Ziff. 16, S. 18 Ziff. 22, S. 19 Ziff. 24, S. 22 Ziff. 28, S. 23 Ziff. 30, S. 32 Ziff. 33, S. 36 Ziff. 40b und S. 41 Ziff. 49 und 50 der Beschwerdeschrift).
2.1.�Der Willensvollstrecker steht von Gesetzes wegen in den Rechten und Pflichten des amtlichen Erbschaftsverwalters und damit unter der Aufsicht der Beh�rde, bei der die Erben gegen die von ihm beabsichtigten oder getroffenen Massregeln Beschwerde zu erheben befugt sind (Art. 518 Abs. 1 i.V.m. Art. 595 Abs. 3 ZGB). Zur Regelung des Verfahrens vor den Aufsichtsbeh�rden sind die Kantone zust�ndig (Urteil 5A_195/2013 vom 9. Juli 2013 E. 3.1). Gem�ss dem Einf�hrungsgesetz zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch (EGZGB; SRL Nr. 200) ist Aufsichtsbeh�rde �ber den Willensvollstrecker die Teilungsbeh�rde (� 9 Abs. 2 lit. d und � 82 Abs. 2 lit. a) und Beschwerdeinstanz gegen�ber Entscheiden der Teilungsbeh�rde das Regierungsstatthalteramt (� 82 Abs. 4 EGZGB), dessen Entscheide wiederum der Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Kantonsgericht unterliegen. Dem Kantonsgericht steht auch die Ermessenskontrolle zu (� 11 Abs. 1 EGZGB), und f�r das Verfahren gelten die Bestimmungen des Gesetzes �ber die Verwaltungsrechtspflege (VRG; SRL Nr. 40) sinngem�ss (� 11 Abs. 3 EGZGB).
2.2.�Das Kantonsgericht hat die Beanstandungen an der Amtsf�hrung des Beschwerdegegners als Willensvollstrecker in vierzehn Erw�gungen (E. 4.2-4.15) behandelt. Gest�tzt auf Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK r�gt die Beschwerdef�hrerin, das Kantonsgericht habe zwar ihre Beanstandungen gepr�ft, sich bei den von ihr behaupteten Pflichtverletzungen aber nicht mit jedem ihrer Vorbringen einl�sslich auseinandergesetzt und nicht jeden einzelnen Einwand ausdr�cklich widerlegt. Darauf gibt die verfassungsrechtliche Minimalgarantie indessen keinen Anspruch. Die Begr�ndung darf sich auf die f�r das Urteil wesentlichen Punkte beschr�nken und muss so abgefasst sein, dass der Betroffene - wie hier die Beschwerdef�hrerin - sich �ber die Tragweite des Urteils Rechenschaft geben und es in voller Kenntnis der Sache an die h�here Instanz weiterziehen kann (BGE 138 I 232 E. 5.1 S. 237). Diese Voraussetzungen erf�llt das angefochtene Urteil, so dass sich die Verfassungsr�ge als unbegr�ndet erweist. Aus Art. 6 Ziff. 1 EMRK kann diesbez�glich nichts Weitergehendes abgeleitet werden (Urteil 5A_693/2008 vom 16. M�rz 2009 E. 1.3, nicht ver�ffentlicht in: BGE 135 III 385, wohl aber in: sic! 2009 S. 713).
2.3.�Das Kantonsgericht hat sich zum Untersuchungsgrundsatz (� 53 VRG) bekannt und dessen Einschr�nkungen durch die Mitwirkungspflichten der Parteien (� 55 VRG), namentlich durch deren Pflicht, Rechtsmittel zu begr�nden (� 133 Abs. 1 VRG), anhand der kantonalen Praxis erl�utert (E. 4.12.1 S. 12 des angefochtenen Urteils). Die Beschwerdef�hrerin geht darauf nicht ein (S. 36 ff.), r�gt aber im Zusammenhang mit praktisch jeder beurteilten Amtspflichtverletzung gleichwohl eine willk�rliche Missachtung des Untersuchungsgrundsatzes. Ihre Willk�rr�gen gen�gen den formellen Anforderungen nicht, so dass darauf nicht einzutreten ist (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 138 I 171 E. 1.4 S. 176 und 232 E. 6.2 S. 239).
In der Sache beantragt die Beschwerdef�hrerin die Absetzung des Beschwerdegegners als Willensvollstrecker und eventuell dessen Disziplinierung sowie die Erteilung von Weisungen und Ermahnungen.
3.1.�Die Aufsichtsbeh�rde hat das formelle Vorgehen und die pers�nliche Eignung des Willensvollstreckers sowie die pflichtgem�sse Amtsf�hrung und deren Zweckm�ssigkeit zu pr�fen, die Beurteilung materiell-rechtlicher Fragen, wie etwa der Auslegung der letztwilligen Verf�gung, hingegen den Zivilgerichten zu �berlassen. Sie kann einen Willensvollstrecker wegen Unf�higkeit oder grober Pflichtwidrigkeit von seinem Amt abberufen. Auch im Bereich der Willensvollstreckung gilt als Grundregel, dass Pr�vention (z.B. Empfehlungen, Weisungen, Ermahnung) vor Sanktion (z.B. Verweis, Absetzung) und mildere vor sch�rferer Anordnung geht. Eine Amtsenthebung muss sich als notwendig und verh�ltnism�ssig erweisen (Urteil 5A_794/2011 vom 16. Februar 2012 E. 3.1, in: ZBGR 94/2013 S. 314; ausf�hrlich: Urteil 5A_713/2011 vom 2. Februar 2012 E. 3, in: ZBGR 94/2013 S. 326 f., sowie insbesondere Urteil 5A_414/2012 vom 19. Oktober 2012 E. 4.1 und E. 8.4.2).
3.2.�Der Willensvollstrecker hat gem�ss Art. 518 Abs. 2 ZGB den Willen des Erblassers zu vertreten und gilt insbesondere als beauftragt, die Erbschaft zu verwalten, die Schulden des Erblassers zu bezahlen, die Verm�chtnisse auszurichten und die Teilung nach den vom Erblasser getroffenen Anordnungen oder nach Vorschrift des Gesetzes auszuf�hren. Streitig sind im vorliegenden Fall die Feststellung des Nachlasses (E. 4), die Verwaltung eines Oldtimers (E. 5), die Bezahlung offener Rechnungen und die Honorarbez�ge des Willensvollstreckers (E. 6), die Ausrichtung von Verm�chtnissen (E. 7) sowie die Pflichten des Willensvollstreckers zur Auskunfterteilung (E. 8) und zur Gleichbehandlung aller Erben (E. 9 hiernach). Der Willensvollstrecker verf�gt �ber einen Ermessensspielraum hinsichtlich zweckm�ssiger Massnahmen zur Aus�bung seines Amtes (Urteil 5A_794/2011 vom 16. Februar 2012 E. 3.2, in: ZBGR 94/2013 S. 315). Der Hinweis ist berechtigt, dass sich dieser grosse Spielraum des Ermessens - wie im zitierten und im vorliegenden Fall - auf die Verwaltung der Erbschaft beschr�nkt. Mit Bezug auf die Teilung hat der Willensvollstrecker hingegen die Anordnungen der Erblasserin, die gesetzliche Regelung und eine allf�llige Einigung der Erben zu beachten (BGE 97 II 11 E. 3 S. 17; 108 II 535 E. 2 S. 537 ff.; 115 II 323 E. 2b S. 329) bzw. das in einem Erbteilungsprozess ergangene Gerichtsurteil zu vollziehen (vgl. den Hinweis und die Besprechung des Urteils 5A_794/2011 von Hans Rainer K�nzle, Aktuelle Praxis zur Willensvollstreckung [2011-2012], successio 2013 S. 27 Bst. I/b).
3.3.�Im vorliegenden Fall stellt sich insbesondere die Frage, wie sich der Willensvollstrecker verhalten soll, wenn die Erben derart zerstritten sind, dass jeder seiner Schritte bei der Aufsichtsbeh�rde verzeigt wird und keine Aussichten auf Annahme eines Teilungsvorschlags bestehen, und wenn nicht einmal zwei Jahre nach Annahme des Willensvollstreckerauftrags der Erbteilungsprozess rechtsh�ngig ist. Da der Willensvollstrecker die Teilung lediglich vorbereiten und ohne Zustimmung s�mtlicher Erben nicht selbst verbindlich zum Abschluss bringen kann (BGE 102 II 197 E. 2c S. 202), bleibt ihm nur �brig, entweder sein Mandat niederzulegen oder sich auf die Verwaltung der Erbschaft zu beschr�nken, bis die Erben eine g�tliche Einigung finden oder das gerichtliche Erbteilungsurteil vorliegt ( ARTHUR JOST, Fragen aus dem Gebiete der Willensvollstreckung, Festgabe des luzernischen Anwaltsverbandes zum schweizerischen Anwaltstag 9./10. Mai 1953 in Luzern, 1953, S. 81 ff., S. 100 N. 74; PAUL-HENRI STEINAUER, Le droit des successions, 2006, S. 550 N. 1178, mit Hinweisen; HANS RAINER K�NZLE, Der Willensvollstrecker in der Erbteilung, successio 2013 S. 309 ff., S. 310 Bst. A/1/b).
In der Feststellung des Nachlasses geht es um die Aufnahme des Nachlassinventars. Beanstandet werden die �ffnung eines Schrankfaches bei der Credit Suisse (E. 4.3 S. 6 f.), die Bereinigung der Passiven (E. 4.14 S. 13 f.) sowie die Sch�tzung von Liegenschaften (E. 4.4 S. 7) und Schmuck (E. 4.11 S. 12 des angefochtenen Urteils). Anders als das Kantonsgericht macht die Beschwerdef�hrerin in der Inventarisierung des Nachlasses durch den Beschwerdegegner schwere Pflichtverletzungen aus (S. 11 ff. Ziff. 15-20, S. 17 f. Ziff. 21-22, S. 36 Ziff. 40b/c und S. 38 f. Ziff. 45-46 der Beschwerdeschrift).
4.1.�Der Beschwerdegegner hat am 1. April 2011 ein Inventar per Todestag aufgenommen. Dass ein Bankschrankfach erst im Herbst 2011 aufgebrochen und inventarisiert wurde und dass die Bereinigung der Passiven eine gewisse Zeit beansprucht hatte, hat das Kantonsgericht nicht als Pflichtverletzungen gewertet, weil das feindselige und von gegenseitigem Misstrauen gepr�gte Verh�ltnis unter den Erben die Nachlassabwicklung behindert habe und Verz�gerungen auf das schlechte Verh�ltnis der Beschwerdef�hrerin zum Beschwerdegegner zur�ckzuf�hren seien.
4.2.�Im Gegensatz zum Erblasser haben die einzelnen Erben kein Weisungsrecht. Ihnen gegen�ber hat der Willensvollstrecker eine selbstst�ndige Stellung (BGE 90 II 376 E. 2 S. 381; 98 II 276 E. 4 S. 279/280). Aus dem Schreiben der Beschwerdef�hrerin vom 7. Dezember 2010 an den Beschwerdegegner ergibt sich immerhin, dass der Schmuck der Erblasserin in einem Schrankfach bei der Credit Suisse eingelagert sei. In seinem Inventar vom 1. April 2011 hat der Beschwerdegegner "Schmuck und Edelmetalle" denn auch "p.m." ohne Wertangabe aufgef�hrt. Da der Inhalt des Schrankfaches aufgrund der Angaben der Beschwerdef�hrerin im Grundsatz bekannt und der Schl�ssel zum Schrankfach nicht auffindbar war, hat es mit dessen �ffnung auch in Anbetracht des Umfangs des weiteren Nachlasses nicht geeilt. Noch im Fr�hjahr und im Juli 2011 will die Beschwerdef�hrerin dem Beschwerdegegner (vermeintliche) Schl�ssel zum Schrankfach �bergeben haben. Die Schilderungen der Beschwerdef�hrerin zu Briefwechseln unter allen Beteiligten, Terminabsprachen, Widerruf von Abmachungen usw. bis Ende Juli 2011 (S. 12 ff. Ziff. 17) belegen, dass das Verh�ltnis zwischen den Erben gest�rt ist und die bef�rderliche Erledigung der Willensvollstreckung behindert hat. Dass der Beschwerdegegner im Herbst 2011 das Schrankfach in Abwesenheit der Erben hat aufbrechen lassen und den Inhalt des Schrankfaches inventarisiert hat, kann unter diesen Umst�nden keine Pflichtverletzung bedeuten.
4.3.�Was die Bereinigung des Nachlassinventars mit Bezug auf die Passiven angeht, setzt sich die Beschwerdef�hrerin nicht mit der Begr�ndung des Kantonsgerichts auseinander, die Verz�gerung sei auf ihre schlechte Beziehung zum Beschwerdegegner zur�ckzuf�hren. Sie r�gt vor Bundesgericht ohne weitere Belege, dass es nicht ihre Sache sei die Passiven zu �berarbeiten und dass das Nachlassinventar bis heute nicht bereinigt sei. Aus dem Verweis des Kantonsgerichts ergibt sich indessen Gegenteiliges. Danach hat die Beschwerdef�hrerin weitere Erbschaftsschulden aus der von ihr bisher besorgten Liegenschaftsverwaltung in das Inventar aufnehmen lassen wollen, ihre Begehren und Belege aber ausreichend zu detaillieren unterlassen (amtl.Bel. 15 der kantonsgerichtlichen Akten, S. 17 Ziff. 10.14). Bleibt diese Darstellung des Beschwerdegegners heute unwidersprochen, kann ihm keine Pflichtverletzung vorgeworfen werden. Denn die Erben sind gegen�ber dem Willensvollstrecker auskunftspflichtig (BGE 90 II 365 E. 3b S. 372 f.). Hat es - wie hier - an einem Steuerinventar gefehlt, bleibt in der Praxis nichts anderes, als dass der Willensvollstrecker ein internes Nachlassinventar in Zusammenarbeit mit den Erben erstellt ( BENNO STUDER, Beginn, Abwicklung und Beendigung des Willensvollstreckeramtes, in: Druey/Breitschmid [Hrsg.], Willensvollstreckung, 2001, S. 71 ff., S. 79). An dieser Zusammenarbeit hat es hier offenkundig gefehlt.
4.4.�Streitig sind sodann die Sch�tzungen der im Inventar aufgef�hrten Liegenschaften und des Schmucks der Erblasserin:
4.4.1.�Das Inventar als Grundlage und zur Vorbereitung der sp�teren Teilung verzeichnet in der Regel auch den Wert der einzelnen Nachlassgegenst�nde, der gegebenenfalls durch eine vom Willensvollstrecker zu veranlassende Sch�tzung ermittelt wird ( JOST, a.a.O., S. 89 N. 31; Christ/Eichner, in: Abt/Weibel [Hrsg.], Praxiskommentar Erbrecht, 2. Aufl. 2011, N. 69 ff. zu Art. 518 ZGB).
4.4.2.�Im Zusammenhang mit diesen Sch�tzungen der Liegenschaften, die vorliegen und korrekt vorgenommen wurden (S. 17 Ziff. 21), lastet die Beschwerdef�hrerin dem Beschwerdegegner ein unsorgf�ltiges und unbedachtes Vorgehen an, das seine �berforderung mit der Verwaltung des Nachlasses und seine Vertrauensunw�rdigkeit als Willensvollstrecker belege (S. 17 f. Ziff. 22 der Beschwerdeschrift). Das Kantonsgericht hat die ger�gten Fehlleistungen und Verz�gerungen ebenfalls auf das getr�bte Verh�ltnis zwischen den Erben einerseits und zwischen der Beschwerdef�hrerin und dem Beschwerdegegner andererseits zur�ckgef�hrt (E. 4.4 S. 7 des angefochtenen Urteils). Die Ansicht kann nicht beanstandet werden und wird durch die Ausf�hrungen der Beschwerdef�hrerin belegt. Sie wirft dem Beschwerdegegner erneut Selbstherrlichkeit vor und zeigt auf, dass sich mit den Liegenschaften von Beginn an sie selber und der Beschwerdegegner befasst haben (gemeinsame Besichtigung, Erl�uterungen zum Umbau ihrerseits, Bezahlung von Pr�mien der Geb�udeversicherung seinerseits, Einsprache gegen eine amtliche Neuschatzung ihrerseits usw.). An einer ausreichenden und zweckm�ssigen Kommunikation zwischen ihr und dem Beschwerdegegner hat es dabei offenkundig gefehlt. Nichts ist aber verheerender, als wenn Willensvollstrecker und Erben nebeneinander agieren und die Kompetenzen nicht klar abgesprochen sind ( STUDER, a.a.O., S. 79/80). Es ist insoweit begr�ndet, dass das Kantonsgericht die ger�gten M�ngel nicht einseitig dem Beschwerdegegner hat anlasten wollen und eine Pflichtverletzung verneint hat.
4.4.3.�Die vom Willensvollstrecker veranlasste Sch�tzung des im Schrankfach aufgefundenen Schmucks r�gt die Beschwerdef�hrerin als unn�tig und pflichtwidrig, weil das Teilungsamt mitgeteilt habe, der Schmuck sei steuerfrei und nicht zu sch�tzen (S. 36 Ziff. 40b-c der Beschwerdeschrift). Dass der Beschwerdegegner den Schmuck gleichwohl von sich aus hat sch�tzen lassen, liegt nicht nur in seiner Befugnis ( CHRIST/EICHNER, a.a.O., N. 70 zu Art. 518 ZGB), sondern erscheint aufgrund der letztwilligen Anordnung der Erblasserin auch als sachgerecht. Danach erh�lt die Enkelin den Schmuck als Verm�chtnis, k�nnen jedoch die Kinder und der Enkel der Erblasserin je ein Schmuckst�ck zur Erinnerung ausw�hlen (Verm�chtnisanzeige des Teilungsamtes vom 9. September 2010). In Anbetracht der Zerstrittenheit der Erben d�rften sich Fragen nach dem Wert der ausgew�hlten Schmuckst�cke unweigerlich stellen.
4.5.�Insgesamt erweist sich die kantonsgerichtliche Beurteilung nicht als bundesrechtswidrig, der Beschwerdegegner habe seine Pflichten in der Inventarisierung keinesfalls derart verletzt, dass sich ein aufsichtsrechtliches Eingreifen rechtfertige. Zutreffend hat das Kantonsgericht angenommen, dass eine ad�quate Wahrnehmung der Pflichten voraussetzt, dass Erben und Willensvollstrecker sich und die gegenseitige Interessenlage respektieren, unter ihnen ein offener Informationsaustausch erfolgt und der Willensvollstrecker gest�tzt darauf eine sorgf�ltige Analyse der Bed�rfnisse der Beteiligten bez�glich aller (insbesondere irreversibler) Vorkehren vornimmt (Peter Breitschmid, Die Stellung des Willensvollstreckers in der Erbteilung, in: Druey/Breitschmid [Hrsg.]), Praktische Probleme der Erbteilung, 1997, S. 109 ff., S. 121 f. Ziff. 8.2).
Im Rahmen der Verwaltung des Nachlasses stellt sich die Frage nach Pflichtverletzungen beim Verkauf des Fahrzeugs C.________. Das Kantonsgericht hat dazu festgestellt, die Erben seien �ber den Verkauf des Fahrzeugs heute einig, so dass dessen Ver�usserung durch den Willensvollstrecker nichts entgegenstehe. Die gegenseitigen Anschuldigungen der Parteien, wer den Verkauf bis heute solle verhindert haben, f�hrten nicht dazu, dem Beschwerdegegner konkrete Weisungen zu erteilen oder in seiner Mandatsf�hrung diesbez�glich eine Pflichtwidrigkeit festzustellen (E. 4.5 S. 8 des angefochtenen Urteils). Die Beschwerdef�hrerin sieht es anders und erneuert ihre Vorw�rfe (S. 18 ff. Ziff. 23-28 der Beschwerdeschrift).
5.1.�Wenn es zur Erf�llung seiner Aufgaben notwendig ist, darf der Willensvollstrecker auch Nachlasswerte verkaufen (BGE 101 II 47 E. 2a S. 54). Zu seinen unaufschiebbaren Verwaltungshandlungen geh�rt die Ver�usserung von Fahrnis bei drohender Entwertung ( JOST, a.a.O., S. 92 N. 39).
5.2.�Unter Hinweis auf m�gliche Standsch�den haben die Erben angeregt, der Willensvollstrecker solle das Fahrzeug m�glichst rasch verkaufen. Ob die beiden Erben bzw. deren Anw�lte am 10. Dezember 2010 m�ndlich vereinbart haben, das Fahrzeug freih�ndig zu verkaufen, ist umstritten geblieben und wird durch die schriftliche Best�tigung des Anwalts der Beschwerdef�hrerin f�r sich allein nicht bewiesen. Die Frage, ob der sofortige Verkauf des Fahrzeugs wegen drohender Standsch�den tats�chlich dringend geboten war, kann dahingestellt bleiben. Die Beschwerdef�hrerin gibt an, das Fahrzeug sei inzwischen im Rahmen des Erbteilungsprozesses verkauft worden (S. 21 Ziff. 27). Sie belegt mit einer Rechnung, dass Standsch�den behoben werden mussten (Beschwerdebeilage Nr. 4), wobei daraus nicht hervorgeht, ob es sich um Standsch�den handelt, die schon zu Lebzeiten der Erblasserin, zwischen deren Tod im Juli 2010 und der angeblichen Vereinbarung der Erben im Dezember 2010 oder erst danach eingetreten sind. Entscheidend f�r die Beurteilung der behaupteten Pflichtverletzungen ist, dass sich das Fahrzeug - gem�ss den Hinweisen des Kantonsgerichts - von Beginn an im Gewahrsam der Beschwerdef�hrerin befunden hat, d.h. in der Garage einer von ihr verwalteten Liegenschaft, deren Schl�ssel die Beschwerdef�hrerin dem Willensvollstrecker nicht bzw. nur nach mehrt�giger Voranmeldung herausgeben wollte. Die Wagenpapiere und die Fahrzeugschl�ssel hat sie dem Beschwerdegegner nicht sofort und unaufgefordert, sondern erst nach schriftlichem Verlangen Ende Juni 2011 zugestellt. Der verfahrensbeteiligte Miterbe hat denn auch der Beschwerdef�hrerin vorgeworfen, sie habe durch ihr Verhalten den raschen Verkauf des Fahrzeuges verhindert.
5.3.�Mit Blick auf die gegebenen Verh�ltnisse erscheint es als begr�ndet, dass das Kantonsgericht die Vers�umnisse im Zusammenhang mit dem Verkauf des Fahrzeugs nicht einseitig dem Beschwerdegegner hat anlasten wollen und Pflichtverletzungen, die eine Absetzung des Willensvollstreckers oder eine Disziplinarmassnahme gerechtfertigt h�tten, verneint hat. Weisungen an den Willensvollstrecker beantragt die Beschwerdef�hrerin heute nicht mehr (S. 21 Ziff. 27).
Fehlende Vertrauensw�rdigkeit hat die Beschwerdef�hrerin auch darin erblickt, dass der Beschwerdegegner mehrere Rechnungen zu sp�t und �ber ein falsches Konto abgewickelt haben soll. Weiter "sacke" der Beschwerdegegner ihm nicht zustehende Honorare ein. Das Kantonsgericht hat Pflichtverletzungen des Beschwerdegegners verneint (E. 4.6 S. 8 f., E. 4.7 S. 9 f., E. 4.11 S. 12 und E. 4.15 S. 14 des angefochtenen Urteils). Die Beschwerdef�hrerin erneuert all ihre Vorw�rfe vor Bundesgericht (S. 22 ff. Ziff. 29-31, S. 31 f. Ziff. 32-33, S. 35 Ziff. 40a und S. 39 f. Ziff. 47-48 der Beschwerdeschrift).
6.1.�Der Willensvollstrecker hat gem�ss Art. 518 Abs. 2 ZGB "die Schulden des Erblassers zu bezahlen" ("de payer les dettes"; "di pagarne i debiti"). Die Schuldentilgung umfasst Erbschaftsschulden und Erbgangsschulden ( JOST, a.a.O., S. 92 N. 42), aber auch die laufend aus der Verwaltung entstehenden Verbindlichkeiten ( BREITSCHMID, a.a.O., S. 128 Ziff. 10.1). Zu den Erbgangsschulden z�hlt namentlich auch das Willensvollstreckerhonorar (Urteil des Bundesgerichts vom 4. November 1975 E. 1, in: SJZ 72/1976 S. 264). Der Willensvollstrecker ist befugt, das Honorar gest�tzt auf Zwischenabrechnungen �ber seine T�tigkeit als Vorschuss direkt dem Nachlass zu belasten oder erst nach Abschluss seiner T�tigkeit in der Teilungsrechnung unter den Passiven aufzuf�hren und vom zu teilenden Nachlass vorweg in Abzug zu bringen ( JOST, a.a.O., S. 87 N. 20; STEINAUER, a.a.O., S. 544 N. 1166b; vgl. Urteil 5A_881/2012 vom 26. April 2013 E. 5.1).
6.2.�Die Beschwerdef�hrerin will dem Beschwerdegegner am 20. Dezember 2010 Rechnungen �bergeben haben, die erst am 3. bzw. 4. Januar 2011 bezahlt worden sind. Inwiefern in der Bezahlung �ber die Festtage innert zwei Wochen eine Versp�tung und damit eine vertrauensersch�tternde Pflichtverletzung liegen k�nnte, hat auch das Kantonsgericht nicht erkennen k�nnen. Unter diesen Umst�nden hat der Beschwerdegegner die ihm vorgeworfene Versp�tung auch nicht zu Unrecht bestritten oder wahrheitswidrig geleugnet, wie die Beschwerdef�hrerin ihm das auch heute wieder vorh�lt (S. 31 Ziff. 32).
6.3.�In einer Vereinbarung vom 11. Februar 2011 haben sich die Erben �ber die getrennte Verwaltung der Liegenschaften B.________strasse aaa und bbb durch die Beschwerdef�hrerin und B.________strasse ccc, ddd und eee durch den verfahrensbeteiligten Miterben geeinigt.
6.3.1.�Das Kantonsgericht hat daf�rgehalten, die Parteien seien sich in der Auslegung der Vereinbarung offensichtlich nicht einig. Die Anweisung des Beschwerdegegners, Rechnungen f�r die Liegenschaften B.________strasse aaa und bbb �ber das von der Beschwerdef�hrerin bei der Luzerner Kantonalbank er�ffnete "Ersatz-Liegenschaftskonto" zu bezahlen, bedeute keine Pflichtverletzung (E. 4.7.2 S. 10 des angefochtenen Urteils). Die Beschwerdef�hrerin kommt darauf vor Bundesgericht nicht mehr zur�ck.
6.3.2.�Die Beschwerdef�hrerin macht hingegen geltend, der Beschwerdegegner habe die Liegenschaftssteuern ab 2011 vereinbarungswidrig statt den einzelnen Liegenschaftskonti dem Gesamtnachlasskonto belastet. Zum Beweis nennt sie die Vereinbarung vom 11. Februar 2011 (S. 39 f. Ziff. 47-48 der Beschwerdeschrift). Die Vereinbarung enth�lt indessen keine ausdr�ckliche Regelung f�r "Steuern" oder deren Bezahlung. Unter diesem Blickwinkel bedeutet es deshalb keine Pflichtverletzung, dass der Beschwerdegegner die Liegenschaftssteuern �ber das Gesamtnachlasskonto bezahlt und eine entsprechende Aufteilung und Abrechnung in der Schlussabrechnung vorbehalten hat (E. 4.15 S. 14 des angefochtenen Urteils).
6.3.3.�Die Beschwerdef�hrerin erneuert auch ihren Vorwurf der Vertrauensunw�rdigkeit, weil der Beschwerdegegner sich bei der Geb�udeversicherung als Verwalter der Nachlassliegenschaften vorgestellt habe, obwohl er in der mitunterzeichneten Vereinbarung die Verwaltung f�r die f�nf Nachlassliegenschaften und insbesondere die Kompetenzen betreffend Ausweise der Geb�udeversicherung an die Erben abgetreten habe. Zum Beweis f�hrt sie Ziff. 5.2 al. 9 der Vereinbarung an (S. 35 Ziff. 40a der Beschwerdeschrift). Das Kantonsgericht hat den Vorwurf rechtsunkundigen Verhaltens zutreffend f�r unbegr�ndet erkl�rt. Gem�ss Ziff. 5.2 der Vereinbarung verpflichtet sich die Beschwerdef�hrerin ihrem Miterben, die Ausweise der kantonalen Geb�udeversicherung (9. Lemma) zu �bergeben. Der Beschwerdegegner hat zwar die Vereinbarung mitunterzeichnet, verpflichtet sich aber in deren Ziff. 5.2 zu nichts. Die dem Willensvollstrecker zur Erf�llung seiner Aufgaben gem�ss Art. 518 Abs. 2 ZGB einger�umte Handlungsmacht schliesst in ihrem Bereich eigenes Handeln der Erben aus (BGE 97 II 11 E. 2 S. 15), es sei denn, der Willensvollstrecker habe zur Wahrnehmung einzelner ihm zustehender Verwaltungsbefugnisse einem Dritten eine Vollmacht erteilt. Eine derartige Erm�chtigung besteht im Innenverh�ltnis f�r die Verwaltung der Liegenschaften aufgrund der Mitunterzeichnung der Vereinbarung sowie im Aussenverh�ltnis zufolge ausdr�cklicher Vollmacht des Willensvollstreckers f�r Hypothekarvertr�ge (Ziff. 4.7 der Vereinbarung), fehlt aber offenkundig f�r eine Vertretung gegen�ber der kantonalen Geb�udeversicherung.
6.4.�Streitigkeiten �ber das Willensvollstreckerhonorar gelten als Zivilrechtsstreitigkeiten, die durch das ordentliche Gericht und nicht durch die Aufsichtsbeh�rde zu beurteilen sind (BGE 78 II 123 E. 1a S. 125; STEINAUER, a.a.O., S. 543 N. 1166a). Das Kantonsgericht hat darauf zutreffend hingewiesen (E. 4.6.3 S. 9 des angefochtenen Urteils). Fragen k�nnte sich immerhin, ob Honorarbez�ge des Willensvollstreckers w�hrend des laufenden Mandats insoweit im Beschwerdeverfahren gepr�ft werden d�rfen, als Unzul�nglichkeiten in formeller Hinsicht oder krass �bersetzte Honorarforderungen Anhaltspunkte zur disziplinarischen Beurteilung der Mandatsf�hrung geben ( BREITSCHMID, a.a.O., S. 131 Ziff. 11; ESCHER/ESCHER, Z�rcher Kommentar, 1959, N. 10a zu Art. 517 ZGB). Die Beschwerdef�hrerin r�gt die Honorarbez�ge des Beschwerdegegners auch vor Bundesgericht in einem Umfang und in einer Art, wie sie es im zivilgerichtlichen Verfahren tun kann und muss (S. 22 ff. Ziff. 29-31 der Beschwerdeschrift). Das Aufsichtsbeschwerdeverfahren bezweckt nicht, die Grundlage f�r einen Honorarstreit oder einen Verantwortlichkeitsprozess zu schaffen (BGE 138 III 265 E. 3.2 S. 267). Ihren aufsichtsrechtlich allenfalls zu pr�fenden Vorwurf, die Honorarnoten des Beschwerdegegners belegten einen �berm�ssigen Aufwand f�r Besprechungen mit ihrem Miterben und damit die Parteilichkeit des Beschwerdegegners in der Willensvollstreckung (S. 25 f. und S. 27 f. der Beschwerdeschrift), hat das Kantonsgericht in anderem Zusammenhang einl�sslich gepr�ft (E. 4.8-4.10 S. 10 ff. des angefochtenen Urteils; vgl. E. 9 hiernach).
6.5.�Insgesamt kann dem Kantonsgericht nicht vorgeworfen werden, es habe das Vorgehen des Beschwerdegegners in Bezug auf die Bezahlung von "Schulden des Erblassers" unrichtig beurteilt.
Streitig ist die Pflicht zur Ausrichtung von Verm�chtnissen. Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, die Erblasserin habe zugunsten ihrer beiden Enkelkinder in ihrer �ffentlichen letztwilligen Verf�gung und in eigenh�ndigen Nachtr�gen Geldbetr�ge von Fr. 100'000.-- und Fr. 50'000.-- bzw. Fr. 70'000.-- sowie Schmuck als Verm�chtnisse zugewendet. Sie selber habe den Beschwerdegegner im Herbst 2010 zur Ausrichtung der Verm�chtnisse an ihre Kinder angehalten. Erst nach Anrufung des Friedensgerichts durch die Verm�chtnisnehmer am 6. April 2011 habe der Beschwerdegegner die Barverm�chtnisse von Fr. 100'000.-- und Fr. 50'000.-- ausgerichtet, das zus�tzliche Verm�chtnis �ber Fr. 20'000.-- sowie das Verm�chtnis von Schmuck seien bis heute nicht vollzogen. All das bedeute eine schwere Pflichtwidrigkeit (S. 7 ff. Ziff. 9-13 der Beschwerdeschrift).
7.1.�Entgegen der Behauptung der Beschwerdef�hrerin hat das Kantonsgericht keine Noveneingabe �bersehen, wonach bei der Inventarisation eines Schrankfaches per 28. Oktober 2011 nochmals zwei Testamentsnachtr�ge der Erblasserin mit einem zus�tzlichen Verm�chtnis aufgetaucht seien. Das Kantonsgericht hat vielmehr auf die S. 10 ff. Ziff. 10.1 der Verwaltungsgerichtsbeschwerde verwiesen (E. 4.2.1 S. 6 des angefochtenen Urteils), wo auf S. 11 lit. b der gegen das Kantonsgericht erhobene Vorwurf dem Regierungsstatthalter angelastet wird (amtl.Bel. 1 der kantonsgerichtlichen Akten).
7.2.�Die Verm�chtnisse auszurichten, geh�rt gem�ss Art. 518 Abs. 2 ZGB zum Inhalt des vom Willensvollstrecker zu erf�llenden Auftrags. Den Auftrag hat der Beschwerdegegner am 3. September 2010 angenommen, so dass es als verfr�ht erscheint, wenn die Beschwerdef�hrerin bereits im Herbst 2010 die Ausrichtung von Verm�chtnissen verlangt. In gr�sseren Nachl�ssen wie dem vorliegenden kann ohne weiteres noch ein halbes Jahr oder l�nger vergehen, bis das Verm�chtnis eingefordert werden kann ( JEAN NICOLAS DRUEY, Die Aufgaben des Willensvollstreckers, in: Druey/Breitschmid [Hrsg.], Willensvollstreckung, 2001, S. 1 ff., S. 10). Die Schwierigkeit hat zudem darin bestanden, dass Bestand und Umfang der Verm�chtnisse aufgrund der Verf�gungslage nicht restlos klar waren. Die Erblasserin hat ihre �ffentliche letztwillige Verf�gung in eigenh�ndigen Nachtr�gen immer wieder erg�nzt und ge�ndert. In Zweifelsf�llen ist der Willensvollstrecker aber nicht befugt, �ber die G�ltigkeit von Verm�chtnissen selber zu entscheiden, und muss f�r deren Ausrichtung entweder das Einverst�ndnis des Belasteten erhalten oder das Gerichtsurteil abwarten ( STEINAUER, a.a.O., S. 548 N. 1175a; vgl. im Rahmen einer Verm�chtnisklage: Urteil 5A_114/2008 vom 7. August 2008 E. 4.1.2, in: ZBGR 90/2009 S. 305). Gem�ss den Feststellungen des Kantonsgerichts hat der belastete Miterbe seine Zustimmung nicht erteilt und ist inzwischen der Prozess h�ngig, so dass der Beschwerdegegner die Ausrichtung der restlichen Verm�chtnisse verweigern und das Gerichtsurteil abwarten darf.
7.3.�Das Kantonsgericht ist von zutreffenden Rechtsgrunds�tzen ausgegangen und durfte insgesamt eine Pflichtverletzung oder Pflichtvergessenheit des Willensvollstreckers verneinen, was die Ausrichtung der Verm�chtnisse angeht (E. 4.2.1-4.2.3 S. 5 f. des angefochtenen Urteils).
Vor Kantonsgericht hat die Beschwerdef�hrerin eine doppelte Verletzung der Informationspflicht ger�gt. Der Willensvollstrecker habe ihr die Abgabe kopierter Nachlassakten und die Besichtigung des Schrankfaches verweigert. Letzternfalls hat das Kantonsgericht eine Pflichtverletzung verneint (E. 4.13 S. 13 des angefochtenen Urteils). Die Beschwerdef�hrerin kommt darauf heute nicht mehr zur�ck (S. 38 Ziff. 44), h�lt aber an der Abgabe von kopierten Nachlassakten fest (S. 36 ff. Ziff. 41-43 der Beschwerdeschrift).
8.1.�Nach Art. 610 Abs. 2 ZGB haben die Erben einander jede Auskunft zu erteilen, die f�r die korrekte Teilung des Nachlasses nach Gesetz oder letztwilliger Verf�gung erforderlich ist. Gemeint sind damit alle Angaben, die bei einer objektiven Betrachtungsweise m�glicherweise geeignet erscheinen, die Teilung in irgendeiner Weise zu beeinflussen. Dem Willensvollstrecker steht der Auskunftsanspruch gegen�ber den Erben im Hinblick auf die Durchf�hrung der Erbteilung in gleicher Weise zu, wie er diese �ber die f�r ihre Erbanspr�che wesentlichen Tatsachen zu unterrichten hat (BGE 132 III 677 E. 4.2.1 S. 685; BREITSCHMID, a.a.O., S. 120 f. Ziff. 7.5).
8.2.�Vor Kantonsgericht hat die Beschwerdef�hrerin beantragt, ihr die mit Schreiben vom 11. Mai 2012 (VGbf.Bel. 14) einverlangten Unterlagen zuzustellen (Begehren-Ziff. 3.2.6). In ihrer Begr�ndung hat sie ausgef�hrt, der Beschwerdegegner habe mit Zustellung vom 17. Januar 2012 die in Ziff. 1 ihres Schreibens bezeichneten Unterlagen (mit Ausnahme von Hypothekarvertr�gen) �bermittelt, enthalte ihr aber die in Ziff. 2 und 3 ihres Schreibens genannten zw�lf Unterlagen vor. Das Kantonsgericht hat festgestellt, in Ziff. 2 und 3 des Schreibens vom 11. Mai 2012 seien nicht zw�lf, sondern lediglich acht Unterlagen aufgef�hrt, womit eine Pr�fung der Verletzung der Auskunftspflicht mangels eines pr�zisen Antrags nicht m�glich sei (E. 4.12.2 S. 12 f. des angefochtenen Urteils). Die Beschwerdef�hrerin r�gt die Feststellung als aktenwidrig, weil die herauszugebenden Unterlagen gem�ss Ziff. 2 und 3 zwar mit acht Sternen markiert seien, jedoch der f�nfte Stern unter Ziff. 2 vier Unterlagen und der dritte Stern unter Ziff. 3 zwei Unterlagen umfasse, was dann wiederum zw�lf Unterlagen ergebe (S. 37 Ziff. 42 Abs. 1). Dass ihr Schreiben nicht restlos klar ist und statt einzelner Unterlagen auch einfach die mit einem Stern markierten Unterlagen gez�hlt werden k�nnen, belegt die Beschwerdef�hrerin wenige Zeilen sp�ter gleich selber, indem sie selber von "zw�lf mit VGbf.Bel. 14 einverlangten, nachlassrelevanten Unterlagen" schreibt (S. 37 Ziff. 42 Abs. 2), d.h. offenbar den acht mit Stern markierten Unterlagen gem�ss Ziff. 2 und 3 sowie den vier mit Stern markierten Unterlagen gem�ss Ziff. 1 des Schreibens vom 11. Mai 2012. Es kommt hinzu, dass der Beschwerdegegner weitere sechs der einverlangten Unterlagen w�hrend des Verfahrens ausgeh�ndigt haben soll. Gleichwohl hat die Beschwerdef�hrerin ihr Begehren-Ziff. 3.2.6 nicht dahin gehend verdeutlicht, dass und welche Unterlagen noch fehlten und herauszugeben seien.
8.3.�Insgesamt erweist es sich weder als willk�rlich noch als �berspitzt formalistisch, dass das Kantonsgericht auf das vor ihm neu gestellte und im Verlaufe des Verfahrens ge�nderte Herausgabebegehren nicht eingetreten ist. Im Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren darf das Kantonsgericht bestimmt gefasste und eindeutige Rechtsbegehren verlangen, die im Falle einer Gutheissung der Beschwerde unver�ndert in das Urteilsdispositiv �bernommen werden k�nnen (vgl. zum Grundsatz: Urteil 9C_835/2007 vom 28. April 2008 E. 2.3 mit Hinweis auf FRITZ GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl. 1983, S. 191). Daran hat es hier offensichtlich gefehlt.
Die Beschwerdef�hrerin h�lt den Beschwerdegegner als Willensvollstrecker auch wegen Parteilichkeit zu Gunsten ihres Miterben f�r untragbar. Sie erblickt die fehlende Neutralit�t und Ungleichbehandlung der Erben darin, dass der Beschwerdegegner �ber das in der Vereinbarung vom 11. Februar 2011 festgelegte Limit einseitig zugunsten ihres Miterben f�r den Liegenschaftsaufwand Mittel verwendet, eine Rechnung f�r die Sanierung der Heizungsanlage in den Liegenschaften an der B.________strasse aaa und bbb �ber ihr Konto statt �ber dasjenige des Gesamtnachlasses bezahlt und ihrem Miterben eine Vollmacht f�r bestimmte Nachlasskonten erteilt habe. Das Kantonsgericht hat Parteilichkeit des Beschwerdegegners in allen ger�gten Punkten verneint (E. 4.8-4.10 S. 10 ff. des angefochtenen Urteils). Ausser bezogen auf die Sanierung ihrer Heizung (S. 33 f. Ziff. 36) h�lt die Beschwerdef�hrerin an ihren Vorw�rfen der Parteilichkeit gegen den Beschwerdegegner fest (S. 32 f. Ziff. 34-35, S. 34 f. Ziff. 37-39 und S. 41 f. Ziff. 50 der Beschwerdeschrift).
9.1.�Der Willensvollstrecker handelt im gemeinsamen Interesse aller Erben (BGE 85 II 597 E. 3 S. 601). Er ist gegen�ber den Erben zur Unparteilichkeit verpflichtet und hat alle Erben an allen Informationen teilhaben zu lassen und keinerlei Sonderinteressen einzelner Erben zu f�rdern ( BREITSCHMID, a.a.O., S. 123 f. Ziff. 8.3).
9.2.�Der verfahrensbeteiligte Miterbe hat wie die Beschwerdef�hrerin einen Rechtsvertreter mit der Wahrung seiner Interessen betraut, lebt aber im Ausland. Anders als ihr Miterbe hat sich die Beschwerdef�hrerin mit der Verwaltung des Verm�gens, insbesondere der Liegenschaften der Erblasserin schon zu deren Lebzeiten befasst und erscheint in Fragen des Nachlasses als weitgehend informiert. Es ist deshalb nachvollziehbar, dass sich der Informationsbedarf des Miterben als gr�sser und der Informationsaustausch zwischen dem Willensvollstrecker und dem Miterben als aufw�ndiger erwiesen hat als der Kontakt zur Beschwerdef�hrerin. Dieses Handeln des Beschwerdegegners mag die Beschwerdef�hrerin als wenig "neutral" empfunden haben und heute r�gen, geh�rt aber grunds�tzlich zum Amt des Willensvollstreckers (vgl. BREITSCHMID, a.a.O., S. 118 Ziff. 7.1).
9.3.�In tats�chlicher Hinsicht steht fest, dass die UBS AG wegen des Wohnsitzes des Miterben in den USA ("USA-Bezug") in Aussicht gestellt hat, die Nachlasskonten zu sperren, und dass der Willensvollstrecker die UBS AG erm�chtigt hat, dar�ber direkt mit dem Miterben bzw. dessen Vertreter zu verhandeln. Das Kantonsgericht hat darin keine einseitige Bevorzugung des Miterben gesehen, zumal ein Schaden des Nachlasses nicht dargetan sei (E. 4.10.2 S. 11 f. des angefochtenen Urteils). Aufsichtsbeh�rdliches Eingreifen setzt nicht voraus, dass der Willensvollstrecker einen nachweisbaren Schaden verursacht hat (Urteil 5A_794/2011 vom 16. Februar 2012 E. 5.2). Darauf weist die Beschwerdef�hrerin zu Recht hin. Gleichwohl bleibt ihr Vorwurf der Parteilichkeit unbegr�ndet. Es erscheint als zul�ssig und sachgerecht, dass der Beschwerdegegner den Miterben, der gleichsam die Ursache des Problems gesetzt hat, bei der Abwicklung des Nachlasses f�r diese Gespr�che mit der UBS AG bevollm�chtigt und damit f�r eine n�her bestimmte Aufgabe beigezogen hat ( CHRIST/ EICHNER, a.a.O., N. 32 zu Art. 518 ZGB). Die �bertragung einzelner Gesch�fte an Dritte verletzt auch nicht die Pflicht des Willensvollstreckers, sein Amt pers�nlich auszu�ben (Urteil 5P.529/1994 vom 13. M�rz 1995 E. 6, in: AJP 1996 S. 84).
9.4.�In ihrer Vereinbarung vom 11. Februar 2011 �ber die getrennte Verwaltung der Nachlassliegenschaften haben die Miterben vorgesehen, dass sie allein f�r irgendwelche Aufwendungen aufzukommen h�tten, dass sie zu diesem Zweck je �ber Fr. 50'000.-- p.a. zu Lasten ihrer eigenen Mietzinskonten verf�gen k�nnten und dass allf�llige diesen Betrag �bersteigende Bed�rfnisse der Zustimmung des Miterben und des Willensvollstreckers bed�rften (Ziff. 4.3, 2. Lemma). Parteilichkeit erblickt die Beschwerdef�hrerin darin, dass der Beschwerdegegner f�r ihren Miterben dessen Mietzinskonto bereits Ende Juni 2011 mit rund Fr. 67'000.-- belastet und damit ohne ihre Zustimmung �berzogen habe. Sie selber habe sich noch im Juli 2011 an die Vereinbarung gehalten und f�r ein �berschreiten der Ausgabengrenze die erforderlichen Zustimmungen eingeholt, die der Miterbe und der Beschwerdegegner erteilt h�tten (S. 32 f. Ziff. 34 der Beschwerdeschrift). Wie sich aus den verwiesenen Parteistandpunkten ergibt (E. 4.8.1 S. 10 des angefochtenen Urteils), sind die Beteiligten in der Auslegung der Vereinbarung - wie schon bei anderen Fragen (E. 6.3 hiervor) - offensichtlich uneins. Von einer einseitigen Bevorzugung des Miterben durch den Beschwerdegegner k�nnte indessen nur dann ausgegangen werden, wenn der Beschwerdegegner dem im Juli 2011 gestellten Gesuch der Beschwerdef�hrerin, die Ausgabengrenze ebenfalls zu �berschreiten, nicht zugestimmt h�tte. Das aber ist nicht der Fall gewesen. Dass die Ausgabengrenze von Beginn an zu tief angesetzt war und dass sie selber sich ab 2012 auch nicht mehr an die Vereinbarung gehalten hat, hat die Beschwerdef�hrerin im kantonalen Verfahren noch ausdr�cklich einger�umt (amtl.Bel. 1 S. 38 f. Ziff. 10.8). Die Vorgehensweise der Beteiligten mag vom Wortlaut der Vereinbarung nicht gedeckt gewesen sei, bedeutet f�r sich allein aber nicht, dass der Beschwerdegegner die ger�gte einseitige parteiliche Hilfe zugunsten des Miterben der Beschwerdef�hrerin geleistet h�tte, hat er doch auch ihr ohne weiteres gestattet, was er selber sich herausgenommen hat.
9.5.�Dass das Kantonsgericht keine Verletzung der Pflicht des Willensvollstreckers zur Unparteilichkeit hat annehmen wollen, kann nach dem Gesagten nicht als bundesrechtswidrig betrachtet werden.
Aus den dargelegten Gr�nden besteht - gest�tzt auf die Vorbringen der Beschwerdef�hrerin - kein Anlass, das angefochtene Urteil aufzuheben und im Sinne der Beschwerdeantr�ge aufsichtsrechtlich einzuschreiten. Die Beschwerde muss abgewiesen werden, soweit darauf einzutreten ist. Die Beschwerdef�hrerin wird damit kosten-, nicht hingegen entsch�digungspflichtig, zumal keine Vernehmlassungen eingeholt wurden (Art. 66 Abs. 1 und Art. 68 Abs. 2 BGG).