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Timestamp: 2019-09-19 04:18:59
Document Index: 250120355

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 1', '§ 7', '§ 1', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 1', '§ 7', '§ 8', '§ 28', '§ 29', '§ 39', '§ 40', '§ 41', '§ 42', '§ 43', '§ 44', '§ 65', '§ 66', '§ 68', '§ 69', '§ 69', '§ 70', '§ 72', '§ 73', '§ 76', '§ 76', '§ 98', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 1', '§ 20', '§ 20', '§ 20', '§ 2']

Landesrecht BW § 2 LHG | Landesnorm Baden-Württemberg | - Aufgaben | Gesetz über die Hochschulen in Baden-Württemberg (Landeshochschulgesetz - LHG) vom 1. Januar 2005 | gültig ab: 30.03.2018
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63.629
Gesetz über die Hochschulen in Baden-Württemberg (Landeshochschulgesetz...
§ 1 - § 7 TEIL 1 - Allgemeine Bestimmungen
§ 1 - Geltungsbereich
§ 3 - Freiheit von Wissenschaft und Kunst, Forschung, Lehre...
§ 4 - Chancengleichheit von Frauen und Männern; Gleichstellungsbeauftragte;...
§ 5 - Evaluation
§ 6 - Zusammenwirken der Hochschulen untereinander und mit...
§ 7 - Struktur- und Entwicklungsplanung
§ 1 - § 7
§ 8 - § 28 TEIL 2 - Aufbau und Organisation der Hochschule
§ 29 - § 39 TEIL 3 - Studium, Lehre und Prüfungen
§ 40 - § 41a TEIL 4 - Forschung
§ 42 - § 43 TEIL 5 - Mitwirkung an der sozialen Betreuung...
§ 44 - § 65c TEIL 6 - Mitglieder
§ 66 - § 68 TEIL 7 - Staatliche Mitwirkung, Aufsicht
§ 69 - § 69 TEIL 8 - Hochschulen für den öffentlichen Dienst
§ 70 - § 72a TEIL 9 - Hochschulen in freier Trägerschaft;...
§ 73 - § 76 TEIL 10 - Schlussbestimmungen
§ 76 - § 98
Fassung vom: 13.03.2018
Gültig ab: 30.03.2018
Gliederungs-Nr: 2230-1
Vom 1. Januar 20051)
(1) Die Hochschulen dienen entsprechend ihrer Aufgabenstellung der Pflege und der Entwicklung der Wissenschaften und der Künste durch Forschung, Lehre, Studium und Weiterbildung in einem freiheitlichen, demokratischen und sozialen Rechtsstaat. Die Hochschulen bereiten auf berufliche Tätigkeiten vor, welche die Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse und wissenschaftlicher Methoden oder die Fähigkeit zu künstlerischer Gestaltung erfordern. Hierzu tragen die Hochschulen entsprechend ihrer besonderen Aufgabenstellung wie folgt bei:
Den Universitäten obliegt in der Verbindung von Forschung, Lehre, Studium und Weiterbildung die Pflege und Entwicklung der Wissenschaften,
den Pädagogischen Hochschulen obliegen lehrerbildende und auf außerschulische Bildungsprozesse bezogene wissenschaftliche Studiengänge; im Rahmen dieser Aufgaben betreiben sie Forschung,
den Kunsthochschulen obliegt vor allem die Pflege der Künste auf den Gebieten der Musik, der darstellenden und der bildenden Kunst, die Entwicklung künstlerischer Formen und Ausdrucksmittel und die Vermittlung künstlerischer Kenntnisse und Fähigkeiten; sie bereiten insbesondere auf kulturbezogene und künstlerische Berufe sowie auf diejenigen kunstpädagogischen Berufe vor, deren Ausübung besondere künstlerische Fähigkeiten erfordert; im Rahmen dieser Aufgaben betreiben sie Forschung,
die Hochschulen für angewandte Wissenschaften vermitteln durch anwendungsbezogene Lehre und Weiterbildung eine Ausbildung, die zu selbstständiger Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden oder zu künstlerischen Tätigkeiten in der Berufspraxis befähigt; sie betreiben anwendungsbezogene Forschung und Entwicklung,
die Duale Hochschule vermittelt durch die Verbindung des Studiums an der Studienakademie mit der praxisorientierten Ausbildung in den beteiligten Ausbildungsstätten (duales System) die Fähigkeit zu selbstständiger Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden in der Berufspraxis; sie betreibt im Zusammenwirken mit den Ausbildungsstätten auf die Erfordernisse der dualen Ausbildung bezogene Forschung (kooperative Forschung); im Rahmen ihrer Aufgaben betreibt sie Weiterbildung.
Die Hochschulen unterstützen in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und anderen Arbeitgebern die Studierenden bei der Durchführung von Praktika sowie die Absolventinnen und Absolventen beim Übergang in das Berufsleben und fördern die Verbindung zu ihren Absolventinnen und Absolventen. Aufgabe der Universitäten ist auch die Ausbildung von Lehrkräften für das Lehramt an Gymnasien und beruflichen Schulen in wissenschaftlichen Studiengängen. Die Pädagogischen Hochschulen beteiligen sich an Veranstaltungen der Weiterbildung im Rahmen der staatlichen Lehrerfortbildung. Die Hochschulen fördern entsprechend ihrer Aufgabenstellung den wissenschaftlichen und künstlerischen Nachwuchs. Die Hochschulen fördern die internationale, insbesondere die europäische Zusammenarbeit im Hochschulbereich und den Austausch mit ausländischen Hochschulen; sie berücksichtigen die besonderen Bedürfnisse ausländischer Studierender.
(2) Die Hochschulen beraten Studierende und studierwillige Personen über Studienmöglichkeiten, Inhalte, Aufbau und Anforderungen eines Studiums. Die Fakultäten und Studienakademien unterstützen die Studierenden während des gesamten Studiums durch eine studienbegleitende fachliche Beratung. Die Hochschulen dokumentieren und verfolgen im Interesse der Qualitätssicherung die Studienverläufe ihrer Studierenden.
(3) Die Hochschulen wirken an der sozialen Förderung der Studierenden mit; sie berücksichtigen die besonderen Bedürfnisse von Studierenden mit Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen. Sie tragen dafür Sorge, dass Studierende mit Behinderung oder einer chronischen Erkrankung in ihrem Studium nicht benachteiligt werden und die Angebote der Hochschule möglichst ohne fremde Hilfe in Anspruch nehmen können; sie bestellen hierfür eine Beauftragte oder einen Beauftragten, deren oder dessen Aufgaben in der Grundordnung geregelt werden. Sie fördern in ihrem Bereich die geistigen, musischen und sportlichen Interessen der Studierenden.
(4) Die Hochschulen fördern die Chancengleichheit von Frauen und Männern und berücksichtigen die Vielfalt ihrer Mitglieder und Angehörigen bei der Erfüllung ihrer Aufgaben; sie tragen insbesondere dafür Sorge, dass alle Mitglieder und Angehörigen unabhängig von der Herkunft und der ethnischen Zugehörigkeit, des Geschlechts, des Alters, der sexuellen Orientierung, einer Behinderung oder der Religion und Weltanschauung gleichberechtigt an der Forschung, der Lehre, dem Studium und der Weiterbildung im Rahmen ihrer Aufgaben, Rechte und Pflichten innerhalb der Hochschule teilhaben können. Die Hochschulen werben im Rahmen ihrer Öffentlichkeitsarbeit bei den an der Hochschule unterrepräsentierten Bevölkerungsgruppen für die Aufnahme eines Studiums. Sie fördern die Integration ausländischer Studierender, die einen Studienabschluss in Baden-Württemberg anstreben.
(5) Die Hochschulen tragen zum gesellschaftlichen Fortschritt bei. Sie fördern durch Wissens-, Gestaltungs- und Technologietransfer die Umsetzung und Nutzung der Ergebnisse der Forschung und Entwicklung in die Praxis sowie den freien Zugang zu wissenschaftlichen Informationen. Die Hochschulen können zum Zwecke des Wissens-, Gestaltungs- und Technologietransfers die berufliche Selbstständigkeit, insbesondere Unternehmensgründungen, ihrer Studierenden und befristet beschäftigten Akademischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Absolventinnen, Absolventen und ehemaligen Beschäftigten für die Dauer von bis zu drei Jahren fördern. Die Förderung kann insbesondere durch die unentgeltliche oder verbilligte
Bereitstellung von Räumen und Laboren für den Geschäftszweck,
Bereitstellung von IT-Infrastruktur für den Geschäftszweck und
Zugangsmöglichkeit zu Hochschulbibliotheken
erfolgen. Die Förderung nach den Sätzen 3 und 4 erfolgt auf der Basis einer vorher abzuschließenden schriftlichen Vereinbarung mit dem Rektorat. Für Absolventinnen und Absolventen ist eine Förderung nach den Sätzen 3 bis 5 nur innerhalb von fünf Jahren ab dem Datum des letzten Abschlusszeugnisses, für ehemalige Beschäftigte innerhalb von fünf Jahren ab dem Ende des Beschäftigungsverhältnisses möglich. Die Förderung darf die Erfüllung der anderen in diesem Gesetz genannten Aufgaben nicht beeinträchtigen. Dies gilt in besonderem Maße für Forschung, Lehre, Studium und Weiterbildung.
(6) Andere als die in diesem Gesetz genannten Aufgaben dürfen die Hochschulen nur dann übernehmen oder ihnen übertragen werden, wenn sie mit den in Absatz 1 genannten Aufgaben zusammenhängen und deren Erfüllung durch die Wahrnehmung der neuen Aufgaben nicht beeinträchtigt wird. Das Wissenschaftsministerium wird ermächtigt, im Benehmen mit der betroffenen Hochschule und im Einvernehmen mit dem Finanzministerium durch Rechtsverordnung solche Aufgaben zu übertragen.
(7) Zu den Aufgaben im Sinne von Absatz 6 gehören insbesondere die den Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften bereits übertragenen Aufgaben der Materialprüfung und der Studienkollegs sowie die von den Landesanstalten der Universität Hohenheim wahrgenommenen Aufgaben. Für eine Änderung findet Absatz 6 Satz 2 Anwendung.
(8) Die Hochschulen unterrichten die Öffentlichkeit regelmäßig über die Erfüllung ihrer Aufgaben und die dabei erzielten Ergebnisse.
§ 2 LHG, vom 01.12.2015, gültig ab 05.12.2015 bis 29.03.2018
§ 2 LHG, vom 01.04.2014, gültig ab 09.04.2014 bis 04.12.2015
§ 2 LHG, vom 25.01.2012, gültig ab 28.02.2012 bis 08.04.2014
§ 2 LHG, vom 15.06.2010, gültig ab 23.06.2010 bis 27.02.2012
§ 2 LHG, vom 03.12.2008, gültig ab 01.03.2009 bis 22.06.2010
§ 2 LHG, vom 01.01.2005, gültig ab 06.01.2005 bis 28.02.2009
§ 2 LHG wird von folgenden Dokumenten zitiert
§ 1 AkadG, gültig ab 30.03.2018
§ 20 KITG, gültig ab 30.03.2018
§ 20 KITG, gültig ab 17.05.2017 bis 29.03.2018
§ 20 KITG, gültig ab 01.01.2017 bis 16.05.2017
§ 2 RPflFHErV BW, gültig ab 05.03.2016
DMRL 2017 1.2, i. d. F. v. 21.12.2016, Az.:0415.2/12/1
DMRL 2017 4.1, i. d. F. v. 21.12.2016, Az.:0415.2/12/1
DMRL 2017 Anlage, i. d. F. v. 21.12.2016, Az.:0415.2/12/1
DMRL 1.2, i. d. F. v. 16.04.2010, Az.:0415.2/5/1
DMRL 4.1, i. d. F. v. 16.04.2010, Az.:0415.2/5/1
Verkündet als Artikel 1 des zweiten Gesetzes zur Änderung hochschulrechtlicher Vorschriften (Zweites Hochschulrechtsänderungsgesetz - 2. HRÄG) vom 1. Januar 2005 (GBl. S. 1).
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