Source: https://360.lexisnexis.at/d/rechtsnorm_ris/57a_vfgg/L-10000245-P57A-AF1
Timestamp: 2019-06-17 19:57:45
Document Index: 288253700

Matched Legal Cases: ['§ 57', 'Art. 139', '§ 52', '§ 22', '§ 180', '§ 38', '§ 57']

§ 57a VfGG | Lexis 360®
Alte FassungIn Kraft seit 14.10.2016
21.10.2016 (BGBl. I Nr. 90/2016)
14.10.2016 bis 20.10.2016 (BGBl. I Nr. 89/2016)
1.1.2015 bis 13.10.2016 (BGBl. I Nr. 92/2014)
​(1) Eine Person, die als Partei einer von einem ordentlichen Gericht in erster Instanz entschiedenen Rechtssache rechtzeitig ein zulässiges Rechtsmittel erhebt und wegen Anwendung einer gesetzwidrigen Verordnung in ihren Rechten verletzt zu sein behauptet, kann gleichzeitig einen Antrag stellen, die Verordnung als gesetzwidrig aufzuheben (​Art. 139 Abs. 1 Z 4 B-VG). Die Stellung eines solchen Antrages ist unzulässig:
4. ​im Verfahren gemäß ​§ 52 Abs. 1 des Wohnungseigentumsgesetzes 2002 – WEG 2002, ​BGBl. I Nr. 70/2002, und § 22 Abs. 1 des Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetzes – WGG, ​BGBl. Nr. 13/1979;
5. ​im Verfahren über die Kündigung von Mietverträgen und über die Räumung von Mietgegenständen;
6. ​im Verfahren betreffend mittlerweilige Vorkehrungen gemäß ​§ 180 der Notariatsordnung – NO, RGBl. Nr. 75/1871;
7. ​im Verfahren gemäß den Bestimmungen des Unterhaltsvorschußgesetzes 1985 – UVG, ​BGBl. Nr. 451/1985;
9. ​im Exekutionsverfahren und im Verfahren betreffend einstweilige Verfügungen gemäß den Bestimmungen der Exekutionsordnung – EO, RGBl. Nr. 79/1896, einschließlich des Verfahrens über die Vollstreckbarerklärung;
​(2) Der gesetzliche Vertreter eines jugendlichen Beschuldigten (​§ 38 des Jugendgerichtsgesetzes 1988 – JGG, ​BGBl. Nr. 599/1988) hat das Recht, auch gegen den Willen des Beschuldigten zu dessen Gunsten einen Antrag zu stellen, die Verordnung als gesetzwidrig aufzuheben.
​(3) Der Antrag hat über die Erfordernisse des ​§ 57 hinaus zu enthalten: