Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_12/vo/4/4155.htm
Timestamp: 2018-12-13 09:15:39
Document Index: 261923256

Matched Legal Cases: ['§ 21', '§ 64', '§ 22', '§ 33', '§ 2', '§ 34']

Verordnung des Regierungspräsidiums Tübingen über das Naturschutzgebiet »Blinder See Kanzach« vom 1. März 1989 (GBl. v. 26.04.1989, S. 132).
Auf Grund von §§ 21, 58 Abs. 2 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz-NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBl. S. 654), geändert durch das Gesetz zur Bereinigung des baden‑württembergischen Ordnungswidrigkeitenrechts vom 6. Juni 1983 (GBl. S. 199) und von § 22 Abs. 2 und § 33 Abs. 2 Nr. 4 Landesjagdgesetz in der Fassung vom 20. Dezember 1978 (GBl. 1979 S. 12) wird verordnet:
Die in § 2 näher bezeichnete Fläche auf dem Gebiet der Gemeinde Kanzach, Gemarkung Kanzach, und der Stadt Riedlingen, Gemarkung Neufra, beide Landkreis Biberach, wird zum Naturschutzgebiet erklärt. Das Naturschutzgebiet führt die Bezeichnung »Blinder See Kanzach «.
(1) Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von ca. 9,98 ha. Es umfaßt das Flst. Nr. 521/2 auf Gemarkung Kanzach, Gemeinde Kanzach, und das Flst. Nr. 2198 (teilweise) auf Gemarkung Neufra, Stadt Riedlingen.
(2) Die Grenzen des Naturschutzgebietes sind in einer Flurkarte des Regierungspräsidiums Tübingen vom 2. September 1988 im Maßstab 1:2500, kombiniert mit einer Übersichtskarte im Maßstab 1:25000, gekennzeichnet und rot angelegt. Die Karte ist Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karte wird beim Regierungspräsidium Tübingen in Tübingen und beim Landratsamt Biberach in Biberach auf die Dauer von drei Wochen beginnend am achten Tag nach Verkündung dieser Verordnung im Gesetzblatt zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten öffentlich ausgelegt.
Wesentlicher Schutzzweck ist die Erhaltung des in sich geschlossenen, abgetorften Zwischenmoores mit einem Torfstichsee, Schwingrasen, Schwimmblatt-Pflanzengesellschaft und Moorwald als Lebensraum für seltene Tier‑ und Pflanzenarten und zu Forschungszwecken.
15. im Torfstichsee zu baden, Modellboote zu betreiben oder das Gewässer mit Fahrzeugen ohne eigene Triebkraft zu befahren.
1. für die ordnungsgemäße Ausübung der Jagd in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang mit der Maßgabe, daß Gesellschaftsjagden im Sinne des § 34 LJagdG nicht zulässig sind und bei der Bejagung der Schutzzweck beachtet wird;
5. für die ordnungsgemäße Fischerei zur Erfüllung der Hegepflicht mit der Maßgabe, daß Art und Umfang einer fischereilichen Bewirtschaftung der Zustimmung des Regierungspräsidiums bedarf;
(2) Gleichzeitig tritt die Verordnung des Landratsamts Saulgau zum Schutze von Landschaftsbestandsteilen und Landschaftsteilen im Kreis Saulgau vorn 25. September 1940, soweit sie sich auf den »Blinden See mit Ried« bezieht, außer Kraft.
TÜBINGEN, den 1. März 1989