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Timestamp: 2016-10-26 23:20:02
Document Index: 359476679

Matched Legal Cases: ['Art. 404', 'Art. 404', 'Art. 337', 'Art. 404', 'Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'Art. 93', 'Art. 93', 'BGE', 'Art. 93', 'Art. 404', 'BGE', 'Art. 93', 'Art. 42', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 1', 'Art. 116', 'Art. 19', 'Art. 20', 'Art. 18', 'BGE', 'Art. 404', 'Art. 404', 'Art. 404', 'Art. 404', 'Art. 319', 'Art. 319', 'Art. 319', 'Art. 321', 'Art. 321', 'Art. 321', 'Art. 321', 'Art. 321', 'Art. 404']

4A_344/2015 (10.12.2015)
{T�0/2} 4A_344/2015 � � Urteil vom 10. Dezember 2015
vertreten durch Rechtsanw�lte Dr. Adrian W. Kammerer und/oder Tamir Livschitz,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Bruno Stierli,
Arbeitsvertrag; Delegation Weisungsrecht an Muttergesellschaft,
Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Zug, I. Zivilabteilung, vom 21. Mai 2015.
A.a.�Die A.________ AG (Beklagte, Beschwerdef�hrerin) mit Sitz in Baar bezweckt die Beteiligung an schweizerischen und ausl�ndischen Unternehmen auf dem Gebiet der Textilindustrie. Sie kann zudem die Fabrikation und den Handel mit Schappe und anderen Textilien betreiben.
Die A.________ AG geh�rt zu der C.________, die im Bereich der Bekleidungs- und Textilindustrie mit einem weiten Vertriebs- und Servicenetz in ganz Europa t�tig ist. Die Administration und der Produktionsstandort der C.________ befinden sich bei der Schwestergesellschaft der A.________ AG, der D.________ S.r.l. in Frosinone (Italien). Die C.________ geh�rt seit 2008 zum indischen Konzern E.________. Die F.________ S.A. mit Sitz in Luxemburg ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der E.________ und f�hrt ihrerseits die C.________ als Muttergesellschaft.
A.b.�B.________ (Kl�ger, Beschwerdegegner) wurde mit Arbeitsvertrag vom 24. November 1992 per 4. Januar 1993 von der damaligen Eigent�merin der C.________ als "President of the C.________" angestellt. Gem�ss diesem Vertrag sollte B.________ ein Bruttogehalt von j�hrlich 200 Mio. Lira f�r seine Dienstleistungen als Gesch�ftsf�hrer der D.________ S.r.l. (Schwestergesellschaft der A.________ AG) sowie eine Zusatzentsch�digung von 100 Mio. Lira f�r seine Dienstleistungen als Pr�sident einer weiteren C.________-Gesellschaft sowie f�r die Erf�llung seiner Pflichten ausserhalb Italiens erhalten.
Im Laufe der Jahre wurde B.________s Gehalt von insgesamt 300 Mio. Lira in die W�hrung Euro umgewandelt und mehrmals erh�ht. Die Auszahlung der Verg�tung erfolgte teilweise durch die D.________ S.r.l. (ab 1. Juli 1995: 60 %) und teilweise durch die A.________ AG (ab 1. Juli 1995: 40 %).
A.c.�Am 11. November 2002 stellte die A.________ AG B.________ ein Schreiben mit dem Titel "Compensation package" zu. Darin stellte sie B.________ eine Auszahlung einer Abgangsentsch�digung von 24 Monatsl�hnen bei K�ndigung ohne Grund in Aussicht ("Should your service agreement be terminated without cause you will be paid your monthly compensation for the 24 months immediately following the termination of such agreement"). Die A.________ AG f�hrte zudem aus, das j�hrliche Gehalt von B.________ betrage EUR 119'340.-- und werde in monatlichen Raten von EUR 9'945.-- am Ende des jeweiligen Kalendermonats ausbezahlt.
A.d.�Mit Schreiben vom 30. April 2009 k�ndigte die A.________ AG B.________ fristlos und f�hrte dabei Folgendes aus: "We refer to your employment agreement with A.________ AG dated November 11, 2002, as amended by letter of July 22, 2007 ("Employment Agreement"). We herewith terminate the Employment Agreement with immediate effect."
A.e.�In der Folge forderte B.________ von der A.________ AG gest�tzt auf das Schreiben vom 11. November 2002, das seiner Ansicht nach eine Schuldanerkennung darstellt, die Auszahlung einer Abgangsentsch�digung im Umfang von 24 Monatsl�hnen infolge K�ndigung ohne Grund. Die A.________ AG bestreitet einen solchen Anspruch.
B.a.�Am 6. Dezember 2010 erhob B.________ beim Kantonsgericht Zug Klage. Mit (letztmals an der Hauptverhandlung vom 18. M�rz 2013 ge�ndertem) Rechtsbegehren beantragte er, die A.________ AG sei zur Zahlung von EUR 301'680.-- (entsprechend Fr. 454'249.--) nebst Zins zu verpflichten.
Mit Urteil vom 16. Dezember 2013 wies das Kantonsgericht Zug die Klage ab. Es kam zum Schluss, das Schreiben der A.________ AG an B.________ vom 11. November 2002sei eine kausale Schuldanerkennung. Damit sei gleichzeitig davon auszugehen, dass zwischen den Parteien ein Vertragsverh�ltnis bestanden habe. Das Kantonsgericht qualifizierte dieses Vertragsverh�ltnis als Auftrag. Die Vereinbarung einer Abgangsentsch�digung beschr�nke das zwingende jederzeitige Widerrufsrecht nach Art. 404 Abs. 1 OR und sei daher ung�ltig. Der Kl�ger habe somit keinen Anspruch gegen die Beklagte.
B.b.�Gegen dieses Urteil erhob B.________ Berufung an das Obergericht des Kantons Zug und beantragte, das Urteil des Kantonsgerichts Zug sei aufzuheben und die A.________ AG sei zur Zahlung von EUR 301'680.-- (entsprechend Fr. 454'249.--) nebst Zins zu verpflichten.
Mit Urteil vom 21. Mai 2015 hiess das Obergericht des Kantons Zug die Berufung teilweise gut, hob das Urteil des Kantonsgerichts Zug vom 16. Dezember 2013 auf und wies die Sache im Sinne der Erw�gungen an die Vorinstanz zur�ck. Das Obergericht best�tigte die Ansicht des Kantonsgerichts, wonach es sich beim Schreiben der A.________ AG vom 11. November 2002 umeine kausale Schuldanerkennung handle. Es qualifizierte sodann den zwischen den Parteien geschlossenen Vertrag als gemischten Vertrag, auf den Art. 404 Abs. 1 OR nicht anwendbar sei. Vielmehr sei zu pr�fen, ob die A.________ AG den Vertrag aus wichtigen Gr�nden analog Art. 337 Abs. 1 OR (Arbeitsrecht) fristlos habe aufl�sen d�rfen; die Sache werde zu diesem Zweck an das Kantonsgericht zur�ckgewiesen.
Mit Beschwerde in Zivilsachen vom 29. Juni 2015 beantragt die A.________ AG dem Bundesgericht, es sei der Entscheid des Obergerichts des Kantons Zug aufzuheben und es sei die Klage abzuweisen. Die Beschwerdef�hrerin r�gt, die Vorinstanz habe den Vertrag zu Unrecht als gemischten Vertrag qualifiziert. Richtigerweise liege ein Auftrag vor, womit Art. 404 Abs. 1 OR anzuwenden und die Klage mangels Anspruchsgrundlage abzuweisen sei.
Der Beschwerdegegner beantragt die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten ist. Die Vorinstanz beantragt die Abweisung der Beschwerde.
Das Bundesgericht pr�ft von Amtes wegen und mit freier Kognition, ob ein Rechtsmittel zul�ssig ist (Art. 29 Abs. 1 BGG; BGE 141 V 206 E. 1.1 S. 208 mit Hinweisen).
1.1.�Mit dem angefochtenen Urteil vom 21. Mai 2015 wies das Obergericht des Kantons Zug die Sache an das erstinstanzliche Gericht zur�ck. Ein solcher R�ckweisungsentscheid schliesst das Verfahren nicht ab, sondern stellt einen selbst�ndig er�ffneten Zwischenentscheid dar, der weder die Zust�ndigkeit noch den Ausstand betrifft (vgl. BGE 135 III 329 E. 1.2 S. 331). Gegen solche Zwischenentscheide ist nach Art. 93 Abs. 1 BGG die Beschwerde zul�ssig, wenn der Entscheid einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken kann (lit. a) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeif�hren und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten f�r ein weitl�ufiges Beweisverfahren ersparen w�rde (lit. b). Es obliegt der Beschwerdef�hrerin, darzutun, dass die Voraussetzungen von Art. 93 BGG erf�llt sind, soweit deren Vorliegen nicht offensichtlich in die Augen springt (BGE 138 III 46 E. 1.2 S. 47 mit Verweisen).
1.2.�Die Beschwerdef�hrerin beruft sich auf Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG und bringt zutreffend vor, dass mit der Gutheissung der Beschwerde sofort ein Endentscheid herbeigef�hrt werden k�nnte. W�re n�mlich Art. 404 Abs. 1 OR anwendbar und h�tte dies die Ung�ltigkeit der Vereinbarung zur Folge, auf welche der Beschwerdegegner seine Forderung st�tzt, so w�re die Klage abzuweisen.
Die Beschwerdef�hrerin macht zudem geltend, durch Gutheissung der Beschwerde w�rde ein erheblicher Zeit- und Kostenaufwand erspart, der mit der Durchf�hrung eines Beweisverfahrens zur Frage des Vorliegens wichtiger Gr�nde f�r eine fristlose Aufl�sung des Vertrags verbunden w�re. Sie habe zahlreiche wichtige Gr�nde genannt und dabei diverse Beweisantr�ge gestellt, namentlich die Befragung dreier Zeugen, die alle im Ausland wohnhaft seien (Indien, Grossbritannien und Italien). Zwar ist aufgrund der alleinigen Tatsache, dass im Ausland wohnhafte Zeugen einzuvernehmen sind, noch nicht von einem erheblichen Zeit- und Kostenaufwand auszugehen. Die Beschwerdef�hrerin weist aber nach, dass die Pr�fung der zahlreichen geltend gemachten wichtigen Gr�nde ein weitl�ufiges Beweisverfahren erfordern w�rde. Kommen noch Einvernahmen der in Indien, Grossbritannien und Italien wohnhaften Zeugen hinzu, ist von einem bedeutenden Aufwand an Zeit und Kosten auszugehen, die durch einen Endentscheid erspart werden k�nnten (vgl. auch Urteil 4A_103/2013 vom 11. September 2013 E. 1.1.3, nicht publ. in: BGE 139 III 411). Damit ist die Voraussetzung von Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG erf�llt und die Beschwerde gegen den angefochtenen Entscheid insoweit zul�ssig.
1.3.�Da auch die �brigen Sachurteilsvoraussetzungen erf�llt sind, ist auf die Beschwerde unter Vorbehalt rechtsgen�glicher Begr�ndung (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG) einzutreten.
Da der Beschwerdegegner seinen Wohnsitz in Italien hat, liegt ein internationaler Sachverhalt vor. Es stellt sich somit die Frage nach dem anwendbaren Recht, die von Amtes wegen zu pr�fen und aufgrund einer Qualifizierung des Rechtsverh�ltnisses nach der lex fori zu bestimmen ist (BGE 137 III 481 E. 2.1 S. 483; 136 III 142 E. 3.2 S. 144; 135 III 562 E. 3.2 S. 564, je mit Hinweisen). Das anwendbare Recht ist folglich nach dem IPRG zu ermitteln (Art. 1 Abs. 1 lit. b IPRG).
Der Beschwerdegegner st�tzt seinen Anspruch auf einen Vertrag mit der Beschwerdef�hrerin, dessen Qualifikation umstritten ist. Dieser Vertrag untersteht dem von den Parteien gew�hlten Recht (Art. 116 Abs. 1 IPRG). Nach den vorinstanzlichen Feststellungen haben die Parteien das Schweizer Recht f�r anwendbar erkl�rt. Die Vorinstanz hat daher richtigerweise Schweizer Recht angewendet.
3.1.�Die Vorinstanz hat das Schreiben der Beschwerdef�hrerin vom 11. November 2002, worin sie dem Beschwerdegegner eine Abgangsentsch�digung von 24 Monatsl�hnen bei K�ndigung ohne Grund in Aussicht stellte, als Schuldanerkennung qualifiziert. Dagegen bringt die Beschwerdef�hrerin keine R�gen vor.
Mit einer Schuldanerkennung erkl�rt der Anerkennende dem Anerkennungsempf�nger, dass er ihm gegen�ber eine Schuld hat. Es handelt sich also um eine rechtsgesch�ftliche Erkl�rung. Eine Schuldanerkennung bewirkt die Umkehr der Beweislast. Der Gl�ubiger muss weder den Rechtsgrund seiner Forderung, noch die Verwirklichung anderer als der in der Urkunde aufgef�hrten Bedingungen beweisen. Es obliegt dem Schuldner, der die Schuld bestreitet zu beweisen, welches der Rechtsgrund der Forderung ist, und darzulegen, dass dieser Rechtsgrund nicht g�ltig ist, zum Beispiel weil der Anerkennung �berhaupt kein Rechtsgrund zugrunde liegt oder dieser nichtig (Art. 19 und Art. 20 OR), rechtsung�ltig oder simuliert (Art. 18 Abs. 1 OR) ist (BGE 131 III 268 E. 3.2 S. 273).
Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, der zwischen den Parteien geschlossene Vertrag sei entgegen der Ansicht der Vorinstanz nicht ein gemischter Vertrag, sondern ein Auftrag, der nach Art. 404 Abs. 1 OR jederzeit (und entsch�digungslos) habe aufgel�st werden k�nnen. Auch wenn ein gemischter Vertrag vorliegen sollte, sei Art. 404 Abs. 1 OR anwendbar. Da die Abfindungsvereinbarung das jederzeitige K�ndigungsrecht einschr�nke, sei sie ung�ltig. Die Beschwerdef�hrerin hat somit zu beweisen, dass die tats�chlichen Voraussetzungen f�r eine Anwendung von Art. 404 Abs. 1 OR anstatt der arbeitsrechtlichen K�ndigungsbestimmungen vorliegen.
3.2.�Die Vorinstanz hat ausgef�hrt, der Beschwerdegegner und die damalige Muttergesellschaft der Beschwerdef�hrerin h�tten im Jahr 1992 einen Arbeitsvertrag geschlossen. Dieser Arbeitsvertrag sei in der Folge auf die Schwestergesellschaft der Beschwerdef�hrerin �bergegangen. Der Beschwerdegegner stehe aber auch mit der Beschwerdef�hrerin selbst in einem Vertragsverh�ltnis. Damit dieser Vertrag als Arbeitsvertrag zu qualifizieren sei, m�ssten vier Voraussetzungen gegeben sein: Arbeitsleistung, Eingliederung in eine fremde Arbeitsorganisation (sog. Subordinationsverh�ltnis), Dauerschuldverh�ltnis und Entgeltlichkeit. Die Beschwerdef�hrerin habe f�r ihre Schwestergesellschaft in Italien �ber ihre beiden Zweigniederlassungen in London und Lyon Marketing- und Verkaufsdienstleistungen erbracht. Der Beschwerdegegner sei im Bereich Marketing und Vertrieb t�tig gewesen. Diese T�tigkeit des Beschwerdegegners sei mithin (auch auf Ebene Zweigniederlassungen) f�r die Beschwerdef�hrerin erfolgt. Der Beschwerdegegner sei dabei nicht nur f�r bestimmte Gesch�ftsbesorgungen oder Dienstleistungen bezahlt worden, sondern habe regelm�ssig Lohnzahlungen f�r das Zurverf�gungstellen von Arbeitszeit erhalten. Im Gesamtkontext �berzeuge es deshalb nicht, das Vertragsverh�ltnis zwischen den Parteien als einfachen Auftrag zu qualifizieren. Umgekehrt setze die Qualifikation des Vertrags als Arbeitsvertrag ein Subordinationsverh�ltnis zwischen den Parteien voraus. Es k�nne diesbez�glich auf die zutreffenden Ausf�hrungen des Kantonsgerichts verwiesen werden, wonach zwischen den Parteien kein Subordinationsverh�ltnis bestanden habe.
Das Kantonsgericht hatte erwogen, der Beschwerdegegner bringe nicht vor, dass die Beschwerdef�hrerin ihm gegen�ber in hohem Masse weisungsberechtigt gewesen sein solle und er sich in deren betriebliche und organisatorische Struktur habe einf�gen m�ssen. Ferienmeldungen des Beschwerdegegners w�rden lediglich betreffend die Schwestergesellschaft der Beschwerdef�hrerin im Recht liegen. Alleine die Tatsache, dass der Beschwerdegegner als Manager der gesamten C.________ an die Weisungen und Entscheidungen des Konzerns bzw. der beherrschenden Muttergesellschaft gebunden gewesen sei, verm�ge ein Abh�ngigkeitsverh�ltnis zur Beschwerdef�hrerin nicht zu beweisen. Denn aus einer Weisungsgebundenheit gegen�ber dem Konzern bzw. der Muttergesellschaft k�nne nicht automatisch auf ein Subordinationsverh�ltnis zur Tochtergesellschaft geschlossen werden. Im Gegenteil: Sei ein vermeintlicher Arbeitnehmer aufgrund seiner Funktion im Konzern seiner angeblichen Arbeitgeberin - einer Tochtergesellschaft des Konzerns - hierarchisch �bergeordnet, so liege mangels Abh�ngigkeitsverh�ltnisses gerade kein Arbeitsvertrag vor. Diese Konstellation treffe hier zu. Als Pr�sident der C.________ sei der Beschwerdegegner gem�ss eigenen Angaben f�r das Marketing und den Verkauf der gesamten Gruppe verantwortlich gewesen. Als Manager des gesamten Konzerns sei er an dessen Gesamterfolg beteiligt gewesen. Das Interesse des Beschwerdegegners habe somit nicht nur einem guten Gesch�ftsgang der Beschwerdef�hrerin gegolten. An der Parteibefragung habe der Beschwerdegegner selbst ausgef�hrt, er sei als Pr�sident der C.________ darum ersucht worden, einem Verwaltungsrat der Beschwerdef�hrerin schriftlich eine Lohnerh�hung mitzuteilen, welche vorg�ngig von den Eigent�mern der C.________ festgelegt worden sei. Dies zeige, dass der Beschwerdegegner aufgrund seiner Stellung als Manager der gesamten C.________ hierarchisch �ber der Beschwerdef�hrerin gestanden habe, was ein Abh�ngigkeitsverh�ltnis gerade ausschliesse. Alleine die Tatsache, dass die Beschwerdef�hrerin zu Gunsten des Beschwerdegegners eine Lebensversicherung abgeschlossen habe, verm�ge keine Unterordnung zu beweisen. Dasselbe gelte f�r die Tatsache, dass in einem in Italien gef�hrten Gerichtsprozess das Vertragsverh�ltnis zwischen den Parteien als "contratto di collaborazione" bezeichnet werde.
Die Vorinstanz kam gest�tzt auf diese Ausf�hrungen zum Schluss, es liege kein Arbeitsvertrag vor. Sie ging von einem gemischten Vertrag aus, auf den Art. 404 OR nicht anwendbar sei, weil einerseits ein Dauerschuldverh�ltnis vorliege und andererseits kein ausgesprochenes Vertrauensverh�ltnis zwischen den Parteien bestanden habe.
3.3.�Dagegen bringt die Beschwerdef�hrerin vor, dem vorinstanzlichen Urteil lasse sich kein arbeitsvertragliches Vertragselement entnehmen, das die Qualifikation als gemischten Vertrag oder Vertrag sui generis st�tzen w�rde. Das Bundesgericht habe im Urteil 4A_452/2013 vom 31. M�rz 2014 E. 7.3 ausgef�hrt, der betroffene Gesch�ftsf�hrer sei keinen Weisungen unterstellt gewesen bzw. habe in keinem Abh�ngigkeitsverh�ltnis zur Vertragspartnerin gestanden, weshalb der Gesch�ftsf�hrervertrag zu Recht nicht als Arbeitsvertrag, sondern als Auftrag qualifiziert worden sei. Da auch vorliegend kein Subordinationsverh�ltnis bestanden habe, h�tte die Vorinstanz den Vertrag entsprechend dieser Rechtsprechung als Auftrag qualifizieren m�ssen. Dass der Beschwerdegegner regelm�ssig Zahlungen f�r die Zurverf�gungstellung von Arbeitszeit erhalten habe, sei kein taugliches Abgrenzungskriterium und schliesse das Vorliegen eines Auftrags nicht aus. Gemischte Vertr�ge und Vertr�ge sui generis seien gem�ss der Lehre (STREIFF/VON KAENEL/RUDOLPH, Arbeitsvertrag, Praxiskommentar zu Art. 319-362 OR, 7. Aufl. 2012, N. 77 [recte: N. 2 S. 77] zu Art. 319 OR) von Bedeutung, wenn das Rechtsverh�ltnis zwischen den Parteien zu einer derart intensiven Abh�ngigkeit einer Partei f�hre, dass diese der Anwendung arbeitsrechtlicher Schutznormen bed�rfe. Der Beschwerdegegner sei aber nicht schutzbed�rftig, da er nicht von der Beschwerdef�hrerin abh�ngig gewesen sei. Die Vorinstanz habe zudem verkannt, dass ein Auftrag als Dauerschuldverh�ltnis ausgestaltet sein k�nne. Auch die Verg�tung sei als Abgrenzungskriterium untauglich.
3.4.�Durch den Einzelarbeitsvertrag verpflichtet sich der Arbeitnehmer auf bestimmte oder unbestimmte Zeit zur Leistung von Arbeit im Dienst des Arbeitgebers und dieser zur Entrichtung eines Lohnes, der nach Zeitabschnitten (Zeitlohn) oder nach der geleisteten Arbeit (Akkordlohn) bemessen wird (Art. 319 Abs. 1 OR). Wie die Vorinstanz richtig ausgef�hrt hat, sind die charakteristischen Elemente eines Arbeitsvertrags das Erbringen einer Arbeitsleistung, die Eingliederung in eine fremde Arbeitsorganisation (sog. Subordinationsverh�ltnis), das Vorliegen eines Dauerschuldverh�ltnisses und die Entgeltlichkeit (vgl. nur Urteil 4A_200/2015 vom 3. September 2015 E. 4.2.1). Entgegen der Ansicht der Beschwerdef�hrerin hat die Vorinstanz drei dieser vier Voraussetzungen bejaht, n�mlich das Erbringen einer Arbeitsleistung im Rahmen eines Dauerschuldverh�ltnisses gegen Entgelt. Die Vorinstanz hat einen Arbeitsvertrag einzig verneint, weil ihrer Ansicht nach zwischen den Parteien kein Subordinationsverh�ltnis vorgelegen habe. Dabei ist der Vorinstanz zwar darin zuzustimmen, dass bei Vorliegen eines Arbeitsvertrags grunds�tzlich der Arbeitgeber selbst Tr�ger des Weisungsrechts w�re (Art. 321d Abs. 1 OR). Indessen ist zu beachten, dass einzelne Befugnisse aus dem Arbeitsvertrag auch delegiert werden k�nnen (Urteile 4C.95/2004 vom 28. Juni 2004 E. 3.2.2; 4C.158/2002 vom 20. August 2002 E. 2.4). Der Arbeitgeber kann mithin das Weisungsrecht ganz oder teilweise an Dritte delegieren, ohne dass dadurch der weisungsberechtigte Dritte zum Arbeitgeber wird (Urteil 4C.158/2002 vom 20. August 2002 E. 2.4; vgl. auch THOMAS GEISER/KAI-PETER UHLIG, Arbeitsverh�ltnisse im Konzern, ZBJV 139/2003 S. 772 N. 3.17; ROMAN HEIZ, Das Arbeitsverh�ltnis im Konzern, Ausgew�hlte individualrechtliche Aspekte, 2004, S. 73 und 77; WOLFGANG PORTMANN, in: Basler Kommentar, Obligationenrecht, 5. Aufl. 2011, N. 6 zu Art. 321d OR; MANFRED REHBINDER/JEAN-FRITZ ST�CKLI, Berner Kommentar, 2010, N. 10 zu Art. 321d OR; ADRIAN STAEHELIN, Z�rcher Kommentar, 4. Aufl. 2006, N. 13 zu Art. 321d OR; STREIFF/VON KAENEL/RUDOLPH, a.a.O., N. 8 zu Art. 321d OR). Ob in einem Konzern die Muttergesellschaft ein Weisungsrecht gegen�ber einem Arbeitnehmer einer Tochtergesellschaft hat, ist anhand der Ausgestaltung des Arbeitsvertrags im Einzelfall zu bestimmen (vgl. Urteil 4C.158/2002 vom 20. August 2002 E. 3.1.1).
Die Vorinstanz hat auf die Ausf�hrungen des Kantonsgerichts zum Subordinationsverh�ltnis verwiesen. Nach den insofern verbindlichen Feststellungen des Kantonsgerichts empfing der Beschwerdegegner zwar durchaus Weisungen, allerdings nicht von der Beschwerdef�hrerin, sondern von deren Muttergesellschaft. Wie soeben ausgef�hrt, ist eine Delegation des Weisungsrechts von der Arbeitgeberin an die Muttergesellschaft zul�ssig. Dass die Weisungsbefugnis der Muttergesellschaft gegen�ber dem Beschwerdegegner auf einer anderen Rechtsgrundlage als auf dessen Vertrag mit der Beschwerdef�hrerin beruhen w�rde, bringt diese nicht vor. Der Beschwerdegegner stand insofern in einem Subordinationsverh�ltnis mit der Muttergesellschaft der Beschwerdef�hrerin. Dem vorinstanzlich festgestellten Sachverhalt lassen sich keine Tatsachen entnehmen, die trotz dieses Subordinationsverh�ltnisses zur Verneinung einer Eingliederung des Beschwerdegegners in die fremde Arbeitsorganisation f�hren m�ssten. Der zwischen den Parteien geschlossene Vertrag ist nach dem Gesagten als Arbeitsvertrag zu qualifizieren. Etwas anderes ergibt sich auch nicht aus dem Urteil 4A_452/2013 vom 31. M�rz 2014, auf welches sich die Beschwerdef�hrerin beruft. Denn der Sachverhalt, der dem zitierten Urteil zugrunde lag, ist nicht mit dem vorliegenden Sachverhalt vergleichbar: Anders als hier war der betroffene Gesch�ftsf�hrer dort nach den verbindlichen Sachverhaltsfeststellungen gar keinen Weisungen unterstellt, mithin auch nicht den Weisungen einer Muttergesellschaft. Die Vorinstanz hat somit kein Bundesrecht verletzt, indem sie Art. 404 Abs. 1 OR nicht angewendet und die Abfindungsvereinbarung folglich als g�ltig erachtet hat.
Die Gerichtskosten von Fr. 8'000.-- werden der Beschwerdef�hrerin auferlegt.
Die Beschwerdef�hrerin hat den Beschwerdegegner f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 9'000.-- zu entsch�digen.