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Timestamp: 2016-10-26 15:34:31
Document Index: 196232913

Matched Legal Cases: ['Art. 268', 'Art. 56', 'Art. 132', 'Art. 44', 'Art. 268', 'Art. 268', 'Art. 258', 'BGE', 'Art. 268', 'Art. 268', 'Art. 266', 'Art. 266', 'Art. 266', 'Art. 266', 'Art. 266', 'BGE', 'BGE', 'Art. 266', 'Art. 266', 'BGE', 'BGE', 'Art. 63', 'Art. 266', 'Art. 266', 'BGE', 'Art. 266', 'Art. 63', 'Art. 266', 'Art. 266', 'Art. 266', 'Art. 266', 'Art. 156']

5C.296/2006 (23.10.2007)
5C.296/2006 /bnm
beide vertreten durch Rechtsanw�ltin Katja Ammann,
Vormundschaftsbeh�rde der Stadt A.________,
Berufung gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Z�rich, II. Zivilkammer, vom 23. Oktober 2006.
Am 23. Dezember 2005 stellte X.________ bei der Vormundschaftsbeh�rde der Stadt A.________ das Gesuch um Adoption seines Neffen Y.________. Der Antrag auf Adoption wird im Wesentlichen damit begr�ndet, dass sich Y.________ und sein Onkel X.________ seit mehr als vierzig Jahren mehr als verwandtschaftlich verbunden f�hlten. Bereits bei der Geburt von Y.________ h�tten seine Eltern mit X.________ und dessen Ehefrau an der Strasse B.________ in A.________ zusammengelebt. Alle vier Erwachsenen h�tten sich um Y.________ gek�mmert, und X.________ und seine Ehefrau h�tten wichtige Erziehungsaufgaben �bernommen. Mit 18 Jahren sei Y.________ von Hause ausgezogen; nach seiner R�ckkehr von C.________ habe er eine eigene Wohnung genommen, sei aber regelm�ssig zu Besuch gewesen. Als die Ehefrau von X.________ im Jahre 1990 und zwei Jahre sp�ter der Vater von Y.________ starben, h�tten X.________ und die Mutter von Y.________ weiterhin wie eine Familie zusammengelebt. F�r Belange, die Y.________ mit einem m�nnlichen Verwandten besprechen wollte, sei sein Onkel der einzige "Vater" gewesen. Y.________ habe sich sp�ter um seine kranke Mutter, welche im Jahre 2004 gestorben sei, gek�mmert und pflege den mittlerweile erkrankten X.________. Nachdem er und Y.________ seit dessen Geburt wie Vater und Sohn durch das Leben gegangen seien, w�rde durch die Adoption die tats�chlichen Situation dem Gesetz angepasst.
Mit Beschluss vom 8. Mai 2006 beantragte die Vormundschaftsbeh�rde nach Anh�rung von X.________ und Y.________ dem Bezirksrat Z�rich, die Adoption von Y.________ in Anwendung von Art. 268 ZGB auszusprechen. Mit Beschluss vom 27. Juli 2006 wies der Bezirksrat den Antrag ab.
Gegen den Entscheid des Bezirksrates erhoben X.________ und Y.________ Rekurs. Mit Beschluss vom 23. Oktober 2006 wies das Obergericht des Kantons Z�rich, II. Zivilkammer, den Rekurs ab und best�tigte die Abweisung des Adoptionsgesuchs.
Mit Eingabe vom 22. November 2006 f�hren X.________ und Y.________ Berufung und beantragen dem Bundesgericht, den Beschluss des Obergerichts aufzuheben und das Adoptionsgesuch gutzuheissen.
Das Obergericht hat auf Gegenbemerkungen (Art. 56 OG) verzichtet. Die Vormundschaftsbeh�rde verweist auf die Erw�gungen in ihrem Beschluss vom 8. Mai 2006 (Lit. B) und verzichtet im �brigen auf eine Antwort.
Am 1. Februar 2007 verstarb X.________.
Das Kassationsgericht des Kantons Z�rich hiess die von X.________ und Y.________ erhobene Nichtigkeitsbeschwerde mit Beschluss vom 20. Juni 2007 insoweit gut, als dass aus der Begr�ndung des Beschlusses des Obergerichts ein Teil der Erw�gungen (Ziff. III.4.2) gestrichen wurde. Im �brigen wurde die Nichtigkeitsbeschwerde abgewiesen, soweit darauf eingetreten wurde.
Angefochten ist ein vor Inkrafttreten des BGG ergangener (Art. 132 Abs. 1 BGG), letztinstanzlicher kantonaler Entscheid, mit welchem die Adoption verweigert wurde. Gem�ss Art. 44 lit. c OG ist bei Verweigerung der Adoption die Berufung zul�ssig.
1.1 Der Berufungskl�ger 1 hat das Gesuch um Adoption gestellt. Sein Recht zur Adoption ist h�chstpers�nlicher, unvererbbarer Natur (Hegnauer, Berner Kommentar, N. 14 zu Art. 268 ZGB). Ist das Adoptionsgesuch eingereicht, so hindert der Tod des Adoptierenden die Adoption nicht, sofern deren Voraussetzungen im �brigen erf�llt sind (Art. 268 Abs. 2 ZGB). Das vorliegende, vom Obergericht abgewiesene Adoptionsgesuch ist durch den Tod des Berufungskl�gers 1 nicht von Gesetzes wegen gegenstandslos geworden (vgl. Hegnauer, Berner Kommentar, N. 22 zu Art. 258 ZGB). Der Berufungskl�ger 1 kann indessen kein rechtliches Interesse mehr an der Beurteilung des von ihm gegen den obergerichtlichen Entscheid eingereichten Rechtsmittels haben, da er w�hrend des Berufungsverfahrens verstorben ist. Die Berufung des Berufungskl�gers 1 ist infolge Wegfalls des rechtlichen Interesses als gegenstandslos abzuschreiben.
1.2 Der Berufungskl�ger 2 ist die zu adoptierende Person. Nach herrschender Auffassung steht die Berufung nur der Person, welche das Gesuch um Adoption gestellt hat, und nicht der zu adoptierenden Person offen (BGE 111 II 317 E. 1 am Ende S. 321 mit Hinweisen; Grossen, SJK Nr. 1356 Ziff. VIII./b; Breitschmid, Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 2. Aufl. 2002, N. 27 zu 268 ZGB; Hegnauer, Berner Kommentar, N. 68 zu Art. 268 ZGB; Poudret, JdT 1986 I S. 313; Meier/ Stettler, Droit de la filiation, Bd. I, 3. Aufl. 2005, Ziff. 328; a.M. Denis Piotet, La qualit� pour recourir en mati�re de juridiction civile non contentieuse, in: Rapp/Jaccard [Hrsg.], Le droit en action, Lausanne 1986, S. 346). Ob die zu adoptierende Person selbst�ndig Berufung gegen die Verweigerung der Adoption f�hren kann, wenn der Gesuchsteller nach Einreichung des Adoptionsgesuches stirbt, hat das Bundesgericht in einem Urteil aus dem Jahre 1996 mit Blick auf Art. 268 Abs. 2 ZGB offen gelassen (Urteil 5C.211/1996 vom 3. Dezember 1996, E. 2, RJN 1996 S. 37 f.). Im Unterschied zum erw�hnten Fall hat hier die Person, welche das Adoptionsgesuch gestellt hat, selber ebenfalls Berufung an das Bundesgericht erhoben und damit noch zum Ausdruck gebracht, dass sie mit der Verweigerung der Adoption nicht einverstanden ist. Unter diesen Umst�nden ist gerechtfertigt, dem Berufungskl�ger 2 als zu adoptierender Person die Befugnis zur Berufung zuzusprechen.
2.1 Das Obergericht ist (in den vom Kassationsgericht nicht aufgehobenen Erw�gungen) zum Ergebnis gelangt, dass die anbegehrte Adoption eines Erwachsenen nicht ausgesprochen werden k�nne. Zur Begr�ndung f�hrte es das Folgende aus.
2.1.1 Die Voraussetzung gem�ss Art. 266 Abs. 1 Ziff. 2 ZGB, dass der Berufungskl�ger 1 dem Berufungskl�ger 2 w�hrend dessen Unm�ndigkeit w�hrend wenigstens 5 Jahren Pflege und Erziehung erwiesen habe, sei nicht erf�llt. Wesentlich sei, dass das Eltern-Kind-Verh�ltnis zwischen dem Berufungskl�ger 2 und seinen st�ndig anwesenden leiblichen Eltern tats�chlich gelebt worden sei. Die Verantwortung sei bei seinen leiblichen Eltern gelegen, welche die Elternpflichten tats�chlich wahrnehmen konnten und wahrgenommen h�tten. Daran �ndere nichts, dass der Berufungskl�ger 1 am Familienleben und am Heranwachsen des Berufungskl�gers 2 teilgenommen und sich �ber das f�r einen nahen Verwandten �bliche Mass hinaus an der Pflege und Erziehung beteiligt habe und die beiden Familien wie eine Grossfamilie unter demselben Dach gelebt h�tten. Es erscheine ohne weiteres nachvollziehbar, dass der Berufungskl�ger 2 sich als Kind beim im gleichen Haus wohnenden Onkel und dessen Ehefrau aufgehalten habe, von diesen unterst�tzt und bei arbeitsbedingter Abwesenheit der leiblichen Mutter verpflegt und erzogen worden sei. Ebenso sei vorstellbar, dass der tonangebende Berufungskl�ger 1 vom Kind bewundert oder mehr als der eigene Vater geliebt worden sei. Hingegen habe kein Pflegeverh�ltnis im Sinne des Gesetzes zwischen Onkel und Neffe bestanden.
2.1.2 Die Voraussetzung gem�ss Art. 266 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB, dass der Berufungskl�ger 1 mit dem Berufungskl�ger 2 w�hrend wenigstens 5 Jahren in Hausgemeinschaft gelebt habe, sei nicht erf�llt. Der Berufungskl�ger 2 habe nach seiner R�ckkehr aus C.________ (1991) bis 2006 immer wieder (an verschiedenen Orten in A.________) eine eigene Wohnung gehabt. Er sei nicht in sein Elternhaus zur�ckgezogen, selbst wenn er bei Bedarf in der Nacht Pflege geleistet habe. Auch w�hrend der Kindheit des Berufungskl�gers 2 habe keine Hausgemeinschaft vorgelegen. Er habe mit seinen Eltern in einer eigenen Wohnung im Obergeschoss des Hauses gewohnt, w�hrenddem der Berufungskl�ger 1 mit seiner Ehefrau den unteren Stock bewohnte. Eine Hausgemeinschaft zwischen Onkel und Neffe habe nicht bestanden, zumal der Berufungskl�ger 2 mit seinen leiblichen Eltern in einer getrennten Wohnung gelebt h�tten, und w�hrend der ganzen Dauer des Zusammenlebens im gleichen Haus seien immer auch die Eltern des Berufungskl�gers 2 anwesend gewesen. Selbst wenn eine Hausgemeinschaft vor mehr 25 Jahren vorgelegen h�tte, w�rde die Adoption fragw�rdig erscheinen, da ein st�rkerer Bezug zur Adoptiv- als zur Ursprungsfamilie nicht dargetan sei; der Berufungskl�ger 2 habe zu seiner Mutter eine sehr enge Beziehung gehabt. Ob dem Adoptionsbegehren auch zweckfremde Ziele zugrunde l�gen, liess das Obergericht offen; es hielt fest, dass der finanzielle Hintergrund von den Beteiligten glaubhaft verneint wurde, zumal der Berufungskl�ger 2 bereits vor Jahren von seinem Onkel als Alleinerbe eingesetzt worden sei und aufgrund der eher bescheidenen Verm�genslage (erb-) steuerrechtliche Aspekte kaum massgeblich seien.
2.2 Der Berufungskl�ger 2 h�lt dem Obergericht entgegen, den Begriff der "Erziehung und Pflege w�hrend der Unm�ndigkeit" in Art. 266 Abs. 1 Ziff. 2 ZGB unrichtig angewendet zu haben. Massgebend sei nicht, wer die eigentliche Verantwortung in der Erziehung habe; vielmehr gehe es um die Beziehungsintensit�t. Der Onkel des Berufungskl�gers 2 sei der pater familias gewesen und habe faktisch die elterliche Verantwortung getragen und die elterliche Sorge der leiblichen Eltern beeinflusst; daran verm�ge die enge Bindung des Berufungskl�gers 2 an seine Mutter nichts zu �ndern. Durch die Beziehungsintensit�t zwischen Onkel und Neffe sei ein Pflegeverh�ltnis im Sinne des Gesetzes entstanden. In Bezug auf den Adoptionsgrund gem�ss Art. 266 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB habe das Obergericht zu Unrecht das Vorliegen einer Hausgemeinschaft von mindestens 5 Jahren verneint. W�hrend der Kindheit (bzw. von 1961 bis 1979) und nach 1998 habe eine hinreichend enge, tragf�hige Beziehung bestanden, welche dem Erfordernis der Hausgemeinschaft gen�ge. Es sei hierf�r nicht erheblich, ob w�hrend seiner Kindheit seine leiblichen Eltern anwesend gewesen seien oder nicht. W�hrend der Kindheit habe eine Hausgemeinschaft bestanden und die seit ca. 1998 bestehende Hausgemeinschaft sei nicht unterbrochen oder aufgehoben worden, auch wenn der Berufungskl�ger 2 ab und zu seine eigene Wohnung aufgesucht habe.
Gegenstand des kantonalen Verfahrens ist das Gesuch um Adoption eines Erwachsenen. Allgemein besteht der Sinn der Adoption darin, einem elternlosen Kind die Erziehung in einer Familie und zugleich kinderlosen Eltern das Erlebnis der Elternschaft zu erm�glichen. Dieser Sinn entf�llt bei der Erwachsenenadoption. Aus diesem Grund hat die Adoption M�ndiger gem�ss Art. 266 ZGB Ausnahmecharakter (BGE 101 II 7 E. 1 S. 8 mit Hinweisen) und unterliegt gegen�ber derjenigen einer unm�ndigen Person erschwerten und strikt auszulegenden Voraussetzungen (BGE 106 II 6 E. 2b S. 8; Hegnauer, Grundriss des Kindesrechts, 5. Aufl. Bern 1999, Rz. 11.29 und 11.30; Meier/Stettler, a.a.O., Rz. 310; Grossen, SJK Nr. 1355 Ziff. I).
3.1 Die Adoption Erwachsener ist nur gestattet, wenn andere Nachkommen fehlen (Art. 266 Abs. 1 Ingress ZGB). Diese Voraussetzung ist vorliegend erf�llt; es steht fest, dass der Berufungskl�ger 1 keine Nachkommen hat und der Berufungskl�ger 2 m�ndig ist.
3.2 Die von der Lehre geteilte st�ndige Rechtsprechung verlangt in allen F�llen des Art. 266 Abs. 1 ZGB als objektive und absolute Voraussetzung der Adoption das Zusammenleben zwischen adoptierender und zu adoptierender Person w�hrend wenigstens 5 Jahren in einer eigentlichen Hausgemeinschaft (BGE 101 II 3 E. 3 S. 5, 7 E. 2 S. 9; 106 II 6 E. 2b S. 8, 9 S. 10; Hegnauer, Grundriss, a.a.O., Rz. 11.32; Meier/Stettler, a.a.O., Rz. 312; Grossen, SJK Nr. 1355 Ziff. II./3.). Die Hausgemeinschaft besteht in gemeinsamer Wohnung und Verpflegung (BGE 101 II 3 E. 4 S. 6). Sie soll Gew�hr daf�r bieten, dass zwischen der adoptierenden und der zu adoptierenden Person eine enge, tragf�hige Beziehung, eine intensive Solidarit�t im Alltag besteht; ob diese auch auf andere Weise entstehen k�nnte, ist unbeachtlich (Hegnauer, ZVW 1987 S. 30; Urteil des Bundesgerichts vom 4. Dezember 1997, E. 4, ZVW 1998 S. 119).
3.3 Umstritten ist zun�chst, ob der Onkel mit dem Berufungskl�ger 2 w�hrend seiner Unm�ndigkeit mindestens 5 Jahre in Hausgemeinschaft gelebt hat.
3.3.1 Nach den verbindlichen Sachverhaltsfeststellungen im angefochtenen Urteil (Art. 63 Abs. 2 OG) wohnte der Berufungskl�ger 2 mit seinen Eltern in einer eigenen Wohnung im Obergeschosses des Hauses, w�hrenddem der Berufungskl�ger 1 mit seiner Ehefrau den unteren Stock bewohnte. Der Berufungskl�ger 2 lebte mit seinen leiblichen Eltern in einer von seinem Onkel und seiner Ehefrau getrennten Wohnung. W�hrend der ganzen Dauer des Zusammenlebens im gleichen Haus waren immer auch die Eltern des Berufungskl�gers 2 anwesend. Es steht fest, dass die leiblichen Eltern ihre Pflichten tats�chlich wahrnehmen konnten und wahrgenommen hatten.
3.3.2 Der Berufungskl�ger 2 vermag mit seinem Vorbringen, dass er als Kind mit den leiblichen Eltern und dem Onkel und dessen Ehefrau in Hausgemeinschaft gem�ss Art. 266 ZGB gelebt habe, nicht durchzudringen. In einem von Hegnauer (ZVW 1987 S. 30) dargelegten Fall einer Erwachsenenadoption wohnten die Adoptionswillige und die zu adoptierende Person zwar nicht im gleichen Haus, aber in unmittelbarer N�he (Distanz weniger als ein Kilometer). Die zu adoptierende Person hatte seit Jahren ein Zimmer in der Wohnung der Adoptionswilligen, wo sie an Wochenenden, gelegentlich auch sonst �bernachtete; die beiden besuchten sich regelm�ssig gegenseitig und verpflegten sich oft gemeinsam. Zu Recht kommt hier Hegnauer zum Schluss, dass die selbst�ndigen Haushalte als Ausdruck der Autonomie in der Lebensgestaltung dem Vorliegen der Hausgemeinschaft im Sinne des Gesetzes entgegenstanden: Die Hausgemeinschaft konnte sich trotz des sehr intensiven Zusammenlebens nicht auf die beiden nahe gelegenen Wohnungen erstrecken. Ebenso kann im vorliegenden Fall, in welchem die Familie des Berufungskl�gers 2 regelm�ssig zusammen mit seinem Onkel und seiner Tante gegessen und den Alltag gemeinsam verbracht haben, die Hausgemeinschaft nicht beide im gleichen Haus liegenden Wohnungen erfassen. Entscheidend ist, dass der Berufungskl�ger 2 w�hrend seiner Kindheit zusammen mit seinen leiblichen Eltern in einer getrennten Wohnung lebte; diese Form des Zusammenlebens bringt hinreichende Autonomie in der Lebensgestaltung der Familie des Berufungskl�gers 2 zum Ausdruck und stellt die eigentliche Hausgemeinschaft dar. Eine andere Sichtweise l�sst Art. 266 ZGB, wonach der Begriff der Hausgemeinschaft eng auszulegen ist (BGE 106 II 6 E. 2b S. 8), nicht zu. Dass der Alltag zwischen den beiden Familien von intensiver Solidarit�t gepr�gt war und zwischen Onkel und Neffe eine enge, tragf�hige Beziehung entstanden ist, kann sehr wohl sein. Allerdings w�re diese nicht durch die Hausgemeinschaft, sondern durch den sehr engen Kontakt der beiden Geschwisterfamilien entstanden, und offenbar auch dadurch, dass der Berufungskl�ger 1 unter den beiden Br�dern tonangebend war. Ob die enge, tragf�hige Beziehung auf andere Weise als durch Hausgemeinschaft entstehen kann, ist jedoch unbeachtlich (E. 3.2).
3.3.3 Nach dem Dargelegten hat das Obergericht Bundesrecht nicht verletzt, wenn es angenommen hat, dass zwischen dem Berufungskl�ger 2 und seinem Onkel w�hrend der Unm�ndigkeit keine Hausgemeinschaft gem�ss Art. 266 ZGB vorlag.
3.4 Umstritten ist weiter, ob der Onkel mit dem Berufungskl�ger 2 nach Erreichen der M�ndigkeit mindestens 5 Jahre in Hausgemeinschaft gelebt hat.
3.4.1 Das Obergericht hat festgestellt, dass der Berufungskl�ger am 15. Oktober 1991 aus C.________ in die Schweiz zur�ckgekehrt und bis 14. Dezember 1995 an der Strasse B.________ in A.________ gemeldet gewesen sei, d.h. an der Adresse, wo sein Vater (bis zu seinem Tod im Jahre 1992) und seine Mutter lebten. F�r die Annahme, dass der Berufungskl�ger 2 w�hrend dieser Zeit (von 1991 bis 1995) in Hausgemeinschaft mit dem Onkel gelebt habe, gibt es keine Anhaltspunkte. Vielmehr h�lt er selber fest, w�hrend dieser Zeit "wie fr�her" an der Obsthaldenstrasse gelebt zu haben, d.h. wie w�hrend seiner Kindheit, f�r welche - wie dargelegt - eine Hausgemeinschaft mit dem Onkel verneint werden muss.
3.4.2 Nach dem angefochtenen Urteil steht weiter fest, dass der Berufungskl�ger 2 im Dezember 1995 in eine eigene Wohnung an der Strasse W.________ in A.________, und ab 1. Juni 1998 an der Strasse G.________ zog, wo er bis Ende 2006 wohnhaft war. Die Vorbringen des Berufungskl�gers 2, mit welchen die Intensit�t des Zusammenlebens mit dem Onkel sowie dessen Betreuung und Pflege betont werden, sind - soweit sie im angefochtenen Urteil in tats�chlicher Hinsicht eine St�tze finden und nicht unzul�ssige Noven sind (Art. 63 Abs. 2 OG) - unbehelflich. W�hrend dieser Zeit (von Ende 1995 bis Ende 2006) hatte der Berufungskl�ger 2 gleichg�ltig aus welchen Gr�nden eine eigene Wohnung. M�gen zwischen dem Berufungskl�ger 2 und dem Onkel w�hrend der fraglichen Zeit noch so enge pers�nliche Beziehungen bestanden haben, so �ndert dies nichts daran, dass der Berufungskl�ger 2 durch die eigene Wohnung eine autonome Lebensgestaltung zum Ausdruck brachte (Hegnauer, ZVW 1987, S. 30 f.). Demnach kann auch f�r die Zeit vom Dezember 1995 bis Ende 2006 nicht vom Bestehen einer Hausgemeinschaft gem�ss Art. 266 ZGB zwischen den Berufungskl�gern gesprochen werden.
3.4.3 Die Auffassung des Berufungskl�gers 2, dass seit ca. 1998 eine Hausgemeinschaft zwischen ihm und seinem Onkel bestanden habe, ist demnach nicht haltbar. Nach dem Dargelegten liegt keine Verletzung von Bundesrecht vor, wenn das Obergericht angenommen hat, dass zwischen dem Berufungskl�ger 2 und seinem Onkel f�r die Zeit nach 1991 keine Hausgemeinschaft gem�ss Art. 266 ZGB vorgelegen habe.
3.5 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das in Art. 266 Abs. 1 ZGB als objektive und absolute Voraussetzung der Adoption verlangte Zusammenleben zwischen den Berufungskl�gern in einer eigentlichen Hausgemeinschaft von mindestens 5 Jahren nicht vorgelegen hat. Folglich ist nicht zu beanstanden, wenn das Obergericht die Adoption sowohl gest�tzt auf Ziff. 2 als auch Ziff. 3 von Art. 266 Abs. 1 ZGB verweigert hat. Ausf�hrungen zu den weiteren in 266 Abs. 1 ZGB genannten Voraussetzungen (Pflege und Erziehung in Ziff. 2 bzw. wichtige Gr�nde in Ziff. 3) er�brigen sich.
Aus diesen Gr�nden ist die Berufung abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann und diese nicht zufolge Gegenstandslosigkeit abzuschreiben ist. Bei diesem Ergebnis wird der Berufungskl�ger 2, welcher eingesetzter Alleinerbe des Berufungskl�gers 1 ist, f�r das bundesgerichtliche Verfahren kostenpflichtig (Art. 156 Abs. 1 OG). �ber eine Entsch�digungspflicht ist nicht zu befinden, da keine Berufungsantwort eingereicht wurde.
Die Berufung wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist und diese nicht zufolge Gegenstandslosigkeit abzuschreiben ist.
Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 1'500.-- wird dem Berufungskl�ger 2 auferlegt.
Dieses Urteil wird dem Berufungskl�ger 2, der Vormundschaftsbeh�rde der Stadt A.________ und dem Obergericht des Kantons Z�rich, II. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 23. Oktober 2007