Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=08.02.1994&Aktenzeichen=KZR%202/93
Timestamp: 2019-06-18 16:19:45
Document Index: 76456219

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 139', 'BGH', '§ 7', '§ 21', '§ 139', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 139', '§ 6', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 306', '§ 139', 'BGH', 'BGH', '§ 139', 'BGH', '§ 303', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 08.02.1994 - KZR 2/93 - dejure.org
https://dejure.org/1994,846
BGH, 08.02.1994 - KZR 2/93 (https://dejure.org/1994,846)
BGH, Entscheidung vom 08.02.1994 - KZR 2/93 (https://dejure.org/1994,846)
BGH, Entscheidung vom 08. Februar 1994 - KZR 2/93 (https://dejure.org/1994,846)
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Franchisevertrag - Vertragsbestimmungen - Teilnichtigkeit - Kartellnichtige Abrede
"Pronuptia II"; Rechtsfolgen der Kartell-Nichtigkeit einzelner Abreden in einem Vertrag
BGH, 15.05.1984 - KZR 8/83
OLG Frankfurt, 03.12.1992 - 6 U (Kart) 31/82
OLG Frankfurt, 27.09.1994 - 11 U (Kart) 30/94
NJW 1994, 1651
MDR 1994, 787
GRUR 1994, 463
WM 1994, 1035
DB 1994, 1184
Bedeutsam ist sie lediglich für die von § 139 BGB abweichende Zuweisung der Darlegungs- und Beweislast; diese trifft denjenigen, der entgegen der Erhaltensklausel den Vertrag als Ganzen für unwirksam hält (Aufgabe von BGH, Urt. v. 8.2.1994 - KZR 2/93, WuW/E 2909, 2913 - Pronuptia II).
Dessen Auffassung, daß der "Mietvertrag" der Parteien trotz der von ihm zutreffend als nichtig angesehenen Preisbindungsklausel in § 7 Nr. 3 mit Rücksicht auf die "Salvatorische Klausel" in § 21 des Vertrages wirksam ist, liegt zwar auf der Linie des Senatsurteils vom 8. Februar 1994 (KZR 2/93, WuW/E 2909, 2913 - Pronuptia II); an dieser Rechtsprechung hält der Senat indessen nicht fest.
Sie ist - ebenso wie § 139 BGB (…Sen.Urt. v. 21.2.1989 - KZR 18/84, WuW/E BGH 2565, 2569 - Schaumstoffplatten; v. 8.2.1994 - KZR 2/93, WuW/E BGH 2909, 2913 - Pronuptia II) - auch anwendbar, wenn einzelne Klauseln aufgrund gemeinschaftsrechtlicher Vorschriften unwirksam sind.
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs kann das Rechtsbeschwerdegericht die prozessualen Erklärungen einer Partei selbst auslegen (BGH…, Urteil vom 27. Mai 2008 - XI ZR 132/07, VersR 2009, 685 Rn. 45; Urteil vom 8. Februar 1994 - KZR 2/93, WuW/E BGH 2909, 2911 - Pronuptia II; Urteil vom 26. Juni 1991 - VIII ZR 231/90, NJW 1991, 2630, 2631 f. mwN).
Die Anwendung des § 139 BGB, aus dem unter Umständen eine Nichtigkeit auch der Abtretung folgen könnte, ist durch die Regelung unter § 6 der Vereinbarung vom 17./20. November 1997 ausgeschlossen (vgl. BGH, Urt. v. 8. Februar 1994, KZR 2/93, NJW 1994, 1651, 1653).
Gesamtnichtigkeit trotz salvatorischer Klausel kommt insbesondere in Betracht, wenn nicht nur eine Nebenabrede (BGH, Urteil vom 8. Februar 1994, aaO.) , sondern eine wesentliche Vertragsbestimmung unwirksam ist und durch die Teilnichtigkeit der Gesamtcharakter des Vertrages verändert würde (BGH, Urteil vom 8. April 1976 - II ZR 203/74 - WM 1976, 1027 unter II 2;… Beyer, Salvatorische Klauseln, 1988, S. 53 ff).
Ob der danach verbleibende Vertragstorso rechtlich Bestand hat oder der Vertrag insgesamt nichtig ist, beurteilt sich nach nationalem Recht (BGH, Urt. v. 8.2.1994 - KZR 2/93, WuW/E 2909, 2913 - Pronuptia II), d.h. nach § 306 BGB, der für den hier gegebenen Formularvertrag § 139 BGB verdrängt.
BGH, 08.06.2004 - IX ZR 281/03
Nimmt man letzteres an, ist die Klägerin nach dem Meistbegünstigungsgrundsatz berechtigt, gegen das verfahrensrechtlich unzulässige Zwischenurteil mit dem Rechtsmittel vorzugehen, welches ihr zustände, wenn die Entscheidung als Endurteil ergangen wäre (vgl. BGH, Urt. v. 8. Februar 1994 - KZR 2/93, NJW 1994, 1651, 1652).
Durch eine solche Klausel kann § 139 BGB in zulässiger Weise abbedungen werden (…BGH, Urt. v. 29. Juni 1992 - II ZR 284/91, WM 1992, 1576, 1578; v. 8. Februar 1994 - KZR 2/93, WM 1994, 1035, 1037; v. 11. Oktober 1995 - VIII ZR 25/94, WM 1996, 22, 24), was allerdings nicht ausschließt, daß im Einzelfall die Nichtigkeit einer Bestimmung wegen ihrer besonderen Bedeutung den gesamten Vertrag erfaßt.
In der Rechtsprechung ist seit jeher anerkannt, dass ein vermeintliches "Zwischenurteil", das sich seinem Inhalt nach nicht, wie § 303 ZPO voraussetzt, auf die Klärung einer prozessualen Vorfrage beschränkt, sondern tatsächlich eine Entscheidung über den materiellen Streitgegenstand trifft, ein (Teil-)Endurteil darstellt und in diesem Fall wie ein Sachurteil uneingeschränkt anfechtbar ist (BGHZ 8, 383; BGH, Beschl. v. 18. September 1996 - VIII ZB 28/96, NJW 1996, 3345 f.; BGH, Urt. v. 8. Februar 1994 - KZR 2/93, NJW 1994, 1651 f.).
"Kfz-Vertragshändler II"; Wegfall von Wettbewerbsbeschränkungen für …
BGH, 10.11.2005 - IX ZB 240/04
Zulässigkeit der Berufung gegen ein Zwischenurteil
OLG München, 27.07.1994 - 7 U 1871/94
Auslegung einer unbegründeten fristlosen Kündigung eines Handelsvertretervertrags