Source: http://www.lk-integrationundsucht-nrw.de/sucht-und-arbeit/kooperationsvereinbarungen-nach-%C2%A716asgb-ii/
Timestamp: 2019-10-14 05:26:30
Document Index: 368074554

Matched Legal Cases: ['§ 16', '§ 16', '§ 16', '§ 18', '§ 15', '§ 17', '§ 16', '§ 17', '§ 17']

Kooperationsvereinbarungen nach § 16aSGB II – Landeskoordinierungsstelle berufliche und soziale Integration Suchtkranker in NRW
Kooperation der Suchthilfe mit dem Jobcenter und der Kommune
Die §§ 16a (Kommunale Eingliederungsleistungen) und 17 (Einrichtungen und Dienste für Leistungen zur Eingliederung) SGB II sind die Grundlagen für systematisch vernetzte Betreuung und Unterstützung bei der sozialen und beruflichen Integration.
Viele Menschen mit Suchterkrankungen aus dem Kreis der prinzipiell arbeitsfähigen Kundschaft des Jobcenters benötigen fachspezifische psychosoziale Begleitungen und Behandlungen. Nach § 16a, 4. SGB II ist die Suchtberatung explizit als Eingliederungsleistung genannt. „Die Aufgabe der Suchtberatung im Sinne dieses Gesetzes besteht demnach darin, auf die Beseitigung dieses Vermittlungshemmnisses (Sucht) hinzuwirken“ (Quelle: CaSu-Handreichung, Seite 4). Jobcenter und Suchthilfe sollen zur Erreichung dieses Ziels eng zusammenarbeiten (§ 18 SGB II).
Jedem erwerbsfähigen Menschen (ALGII-Bezieher*in) weist das Jobcenter eine örtliche Ansprechperson zu, die, je nach Voraussetzungen (z.B. Vorliegen einer Suchtproblematik), auch dem Fallmanagement angehören kann. Die Fallmanager*innen schließen mit ihrer Kundschaft eine Eingliederungsvereinbarung (§ 15 SGB II). In der Eingliederungsvereinbarung wird festgehalten, welche Leistungen der/die Erwerbsfähige zur Eingliederung in Arbeit erhält. Zur Erbringung von Eingliederungsleistungen sollen die Leistungsträger keine neuen Strukturen schaffen, sondern Träger der Freien Wohlfahrtspflege angemessen in ihrer Tätigkeit unterstützen.
Werden Suchthilfen mit der Erbringung von Eingliederungsleistungen betraut, haben die Leistungsträger dafür zu sorgen, dass diese Leistungen wirtschaftlich erbracht werden und entsprechenden Qualitätsstandards genügen. Vereinbarungen sollen getroffen werden bezüglich Inhalt, Umfang, Qualität der Leistungen, Vergütung, Wirtschaftlichkeit, Qualität (§ 17 Absatz 2 SGB II).
Welche Leistungen konkret als Aufgaben der Suchtberatungen ausgeführt werden, wird kommunal unterschiedlich gestaltet.
Die Angebote der Solinger Suchtberatung des Caritasverbandes Wuppertal/Solingen e.V. für ALG 2- und Sozialhilfeempfänger gemäß § 16a SGB II und SGB XII
"Drogensucht und Arbeitsmarkt - Gedanken zur Schnittmenge aus der Sicht des Jobcenters Dortmund"
"Beratung und Heranführung an den Arbeitsmarkt für suchtkranke und suchtgefährdete Menschen im Jobcenter Köln"
Spezielle Angebote für (Sucht)kranke im JobCenter Essen
Mustervereinbarung gemäß § 17 Absatz 2 SGB II
Die Landeskoordinierungsstelle unterstützt Sie gerne bei der Vorbereitung einer Leistungsvereinbarung gemäß § 17 Absatz 2 SGB II. Die folgende zum Download bereitstehende praxisrelevante Mustervereinbarung kann nach den kommunalen Gegebenheiten und Bedürfnissen angepasst werden.
Mustervereinbarung Landeskoordinierung
Die Handreichungen, auf die im Anschluss verwiesen wird, sind bereits vor einigen Jahren entstanden. In der Zwischenzeit gab es auch Änderungen im SGB – nichtsdesto trotz enthalten die folgenden Schriftstücke gute Impulse für alle Interessierten, die sich aktuell mit dem Thema beschäftigen:
Petra Kaup 05251 - 889 1342