Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=II%20R%2048/76
Timestamp: 2020-02-29 01:13:22
Document Index: 20270933

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 10', '§ 11', '§ 21', '§ 21', '§ 21', '§ 11', '§ 145', '§ 21', '§ 21', '§ 21', '§ 11']

BFH, 20.04.1977 - II R 48/76 - dejure.org
https://dejure.org/1977,1131
BFH, 20.04.1977 - II R 48/76 (https://dejure.org/1977,1131)
BFH, Entscheidung vom 20.04.1977 - II R 48/76 (https://dejure.org/1977,1131)
BFH, Entscheidung vom 20. April 1977 - II R 48/76 (https://dejure.org/1977,1131)
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Gemischte Schenkung eines Grundstücks - Befreiung von der Grunderwerbsteuer - Unentgeltlichkeit - Auflage - Gegenleistung
GrEStG (1940) § 3 Nr. 2, § 10, § 11
BFHE 122, 355
BStBl II 1977, 676
BFH, 28.07.1981 - VIII R 124/76
Zur einkommensteuerrechtlichen Behandlung des Vorbehaltsnießbrauchs
Der BFH hat bei der Übertragung des Eigentums an einem Grundstück in dem vorbehaltenen Nießbrauch oder Wohnrecht in einigen Entscheidungen ebenfalls keine Gegenleistung des Erwerbers, sondern die Zurückbehaltung dieses Rechts durch den Eigentümer gesehen (so insbesondere Urteil vom 6. Juli 1966 VI 148/65, BFHE 86, 676, BStBl III 1966, 622; vgl. ferner Urteile vom 4. März 1960 VI 223/58, Steuerrechtsprechung in Karteiform - StRK -, Einkommensteuergesetz, § 21, Rechtsspruch 78; vom 19. Februar 1965 VI 278/63, StRK, Einkommensteuergesetz, § 21, Rechtsspruch 222; vom 7. Mai 1965 VI 303/64, StRK, Einkommensteuergesetz, § 21, Rechtsspruch 228, und vom 28. Februar 1974 IV R 60/69, BFHE 112, 257, BStBl II 1974, 481; vgl. auch Urteil vom 17. Juli 1957 II 143/55 U, BFHE 65, 155, BStBl III 1957, 294; anders unter ausdrücklichem Hinweis auf § 11 Abs. 1 Nr. 1 des Grunderwerbsteuergesetzes - GrEStG -, Urteile vom 13. Juli 1960 II 49/60 U, BFHE 71, 440, BStBl III 1960, 413, und vom 20. April 1977 II R 48/76, BFHE 122, 355, BStBl II 1977, 676).
Die Übernahme der dinglichen Haftung beinhalte vielmehr eine Auflage, die nach der Rechtsprechung (vgl. BFH-Urteile vom 13.07.1960 II 173/58 U, BStBl. III 1960, 412, undvom 20.04.1977 II R 48/76, BStBl. II 1977, 676) mit dem Nennwert der Grundschuld anzusetzen sei, wenn nicht bei Geltendmachung der Grundschuld ein Ersatzanspruch des Eigentümers bestehe.
Die Grunderwerbsteuer ist bei Grundstücksschenkungen unter Vorbehalt des Nießbrauchs auch dann aus der grunderwerbsteuerrechtlichen Gegenleistung zu erheben, wenn im Einzelfall keine Schenkung unter einer Auflage, sondern eine Schenkung des nießbrauchsbelasteten Grundstücks anzunehmen sein sollte (vgl. das Urteil vom 20. April 1977 II R 48/76, BFHE 122, 355, 357, BStBl II 1977, 676).
Die Grunderwerbsteuer ist bei Grundstücksschenkungen unter Vorbehalt des Nießbrauchs auch dann aus der grunderwerbsteuerrechtlichen Gegenleistung zu erheben, wenn im Einzelfall keine Schenkung unter einer Auflage, sondern eine Schenkung des nießbrauchsbelasteten Grundstücks anzunehmen sein sollte (vgl. das Urteil vom 20. April 1977 II R 48/76, BFHE 122.355, 357, BStBl 11 1977, 676 = MittBayNot 77, 258 ).
Für den entgeltlichen Teil würde dagegen GrESt anfallen (BFH-Urteil vom 20.04.1977 II R 48/76, BStBl II 1977, 676) und zwar unabhängig davon, dass der unentgeltliche Teil von der Schenkungsteuer befreit ist.
Das gilt auch, wenn nicht eine Schenkung unter Auflage, sondern eine reine Schenkung eines belasteten Grundstücks vorliegt (Urteil vom 20. April 1977 II R 48/76, BFHE 122, 355, BStBl II 1977, 676).
Sowohl die Frage, was grunderwerbsteuerlich als zu besteuernde Gegenleistung des Erwerbers anzusehen ist, als auch die Frage, wie der Vertrag für den Bereich der Schenkungsteuer qualifiziert werden muß, ist nämlich allein nach steuerrechtlichen Vorgaben zu beurteilen (vergl. dazu die Entscheidungen des BFH vom 20. April 1977 - II R 48/76, BStBl II 1977, 676 …und vom 8. Dezember 1993 - II R 61/89, Sammlung amtlich nicht veröffentlichter Entscheidungen des BFH - BFH/NV - 1994, 373).
LG Traunstein, 11.01.1982 - 5 T 1669/81
Zur Entwurfsgebühr gern. § 145 KostG und zum Geschäftswert bei Entwurf für …
Der BFH hat bei der Übertragung des Eigentums an einem Grundstück in dem vorbehaltenen Nießbrauch oder Wohnrecht in einigen Entscheidungen ebenfalls keine Gegenleistung des Erwerbers, sondern die Zurückbehaltung dieses Rechts durch den Eigentümer gesehen (so insbesondere,Urteil vom 6. Juli 1966 VI 148/65, BFHE 86, 676 , BStBl III 1966, 622; vgl. ferner Urteile vom 4. März 1960 VI 223158, Steuerrechtsprechung in Karteiform - StRK -, Einkommensteuergesetz, § 21, Rechtsspruch 78; vom 19. Februar 1965 VI 278163, StRK, Einkommensteuergesetz, § 21, Rechtsspruch 222; vom 7. Mai 1965 VI 303/64, StRK, Einkommensteuergesetz, § 21, Rechtsspruch 228, und vom 28. Februar 1974 IV R 60/69, BFHE 112, 257 , BStBI 11 1974, 481; vgl. auch Urteil vom 17. Juli 1957 II 143/55U, BFHE 65, 155 , BStBl III 1957, 294; anders unter ausdrücklichem Hinweis auf § 11 Abs. 1 Nr. 1 GrEStG, Urteile vom 13. Juli 1960 II 49/60 U, BFHE 71, 440 , BStBl III 1960, 413, und vom 20. April 197711 R 48/76, BFHE 122, 355 ,.BStBI 11 1977, 676 [ = MittBayNot 1977, 258]).