Source: https://www.jusmeum.de/gesetz/text-prodveredlausbv
Timestamp: 2020-01-21 19:52:28
Document Index: 142323670

Matched Legal Cases: ['§ 5', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', 'Art. 2']

Der Ausbildungsberuf Produktveredler-Textil/Produktveredlerin-Textil wird staatlich anerkannt.
Kontrollieren von textilen Veredlungsprozessen und Prüfen von Kenndaten,
Einsatz von Wasser und Energie,
Einrichten, Bedienen und Überwachen von Maschinen und Anlagen,
Sicherstellen von Prozessabläufen,
Arbeitsabläufe strukturieren, Werk-, Betriebs- und Hilfsstoffe, Arbeitsmittel und -geräte handhaben, technische Unterlagen nutzen, qualitätssichernde Maßnahmen durchführen sowie Sicherheitsregeln, Unfallverhütungsvorschriften und Umweltschutzbestimmungen einhalten,
Maschinenparameter einstellen, Maschinen und Anlagen in Betrieb nehmen und überwachen,
Prüfverfahren auswählen, Prüfungen durchführen und Ergebnisse von Veredlungsprozessen bewerten und dokumentieren,
maschinen- und prozessbezogene Berechnungen durchführen,
Textilveredlungsverfahren und technologische Zusammenhänge unterscheiden,
textile Werk-, Betriebs- und Hilfsstoffe vorbereiten und handhaben
kann. Diese Anforderungen sollen anhand einer Bearbeitungsstufe innerhalb eines Veredlungsprozesses nachgewiesen werden.
Maschinen und Anlagen rüsten, bedienen und überwachen, Steuer- und Regelungstechniken anwenden,
Rezeptur- und Ansatzberechnungen durchführen, Rezepturen prüfen und optimieren,
veredlungstechnische Verfahren unter Berücksichtigung von Prozessabläufen, von Wasser- und Energieeinsatz und von ökologischen Gesichtspunkten anwenden,
Prüfverfahren anwenden, Prüfergebnisse auswerten und dokumentieren,
Veredlungseffekte nach Qualitätsvorgaben prüfen und optimieren sowie Ergebnisse dokumentieren
kann. Zum Nachweis kommt insbesondere das Vorbereiten, Durchführen und Überwachen eines Veredlungsprozesses in Betracht.
in höchstens 21 Stunden einen betrieblichen Auftrag durchführen und mit praxisbezogenen Unterlagen dokumentieren sowie darüber ein Fachgespräch von höchstens 30 Minuten führen. Das Fachgespräch wird auf der Grundlage der Dokumentation des durchgeführten betrieblichen Auftrags geführt. Unter Berücksichtigung der praxisbezogenen Unterlagen sollen durch das Fachgespräch die prozessrelevanten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in Bezug zur Auftragsdurchführung bewertet werden. Dem Prüfungsausschuss ist vor der Durchführung des Auftrags die Aufgabenstellung einschließlich eines geplanten Bearbeitungszeitraums zur Genehmigung vorzulegen; oder
(6) Der Prüfling soll im Prüfungsbereich Veredlung in höchstens 120 Minuten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten aus den Bereichen Veredlungsprozesse, Veredlungsmittel, physikalische und chemische Zusammenhänge, Rezeptur- und Ansatzberechnungen, optische Messungen und Prüfverfahren durch die Bearbeitung praxisbezogener handlungsorientierter Aufgaben nachweisen.
(7) Der Prüfling soll im Prüfungsbereich Maschinen- und Anlagentechnik in höchstens 120 Minuten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten aus den Bereichen Veredlungsverfahren, Sekundäranlagen, prozessbezogene Berechnungen, Produktionsökologie sowie Steuer- und Regelungstechnik durch die Bearbeitung praxisbezogener handlungsorientierter Aufgaben nachweisen.
(8) In den Prüfungsbereichen Veredlung sowie Maschinen- und Anlagentechnik soll der Prüfling zeigen, dass er praxisbezogene Fälle mit verknüpften technologischen, mathematischen und chemischen Inhalten analysieren, bewerten und lösen kann. Dabei sollen die Sicherheit und der Gesundheitsschutz bei der Arbeit, der Umweltschutz, der Umgang mit Informations- und Kommunikationssystemen, kundenorientierte sowie qualitätssichernde Maßnahmen einbezogen werden.
(10) Die Prüfungsbereiche Veredlung, Maschinen- und Anlagentechnik sowie Wirtschafts- und Sozialkunde sind auf Antrag des Prüflings oder nach Ermessen des Prüfungsausschusses in einzelnen Prüfungsbereichen durch eine mündliche Prüfung zu ergänzen, wenn diese für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann. Bei der Ermittlung der Ergebnisse für die mündlich geprüften Prüfungsbereiche sind die bisherigen Ergebnisse und die Ergebnisse der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis 2:1 zu gewichten.
(11) Die Abschlussprüfung ist bestanden, wenn
im Gesamtergebnis der Prüfungsbereiche Veredlung, Maschinen- und Anlagentechnik sowie Wirtschafts- und Sozialkunde
jeweils mindestens ausreichende Leistungen erbracht wurden. Dabei haben die Prüfungsbereiche Veredlung sowie Maschinen- und Anlagentechnik gegenüber dem Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde jeweils das doppelte Gewicht. In zwei der Prüfungsbereiche nach Nummer 2 müssen mindestens ausreichende Leistungen, in den weiteren Prüfungsbereichen nach Nummer 2 dürfen keine ungenügenden Leistungen erbracht worden sein.
Ist eine Berufsausbildung in dem Ausbildungsberuf Textilmaschinenführer-Veredlung/Textilmaschinenführerin-Veredlung abgeschlossen worden, können die Vertragsparteien ein Berufsausbildungsverhältnis in dem Ausbildungsberuf Textilveredler/Textilveredlerin gemäß den bisherigen Vorschriften für das dritte Ausbildungsjahr vereinbaren, wenn dadurch die Ausbildung im unmittelbaren Anschluss an das zweite Ausbildungsjahr fortgeführt wird.
Anlage (zu § 5) Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Produktveredler-Textil/zur Produktveredlerin-Textil
(Fundstelle: BGBl. I 2005, 1272 - 1276)
5 Zuordnen, Bearbeiten und Handhaben von Werk-, Betriebs- und Hilfsstoffen (§ 4 Nr. 5) a) Werkstoffe identifizieren, nach Verwendungszweck unterscheiden und bearbeiten, Prüftechniken anwenden 12
b) Betriebs- und Hilfsstoffe unter Beachtung der Sicherheitsvorschriften auswählen
c) textile linienförmige Gebilde unterscheiden und deren Eigenschaften bestimmen, Feinheitsbezeichnungen anwenden sowie Feinheitsberechnungen durchführen
d) textile Flächengebilde und Verbundstoffe unterscheiden, Eigenschaften und Konstruktionsmerkmale bestimmen, textile Masseberechnungen durchführen
e) Betriebs- und Hilfsstoffe gemäß Rezepturvorgaben entnehmen, messen, wiegen, dosieren und zusammenfügen
f) Betriebs- und Hilfsstoffe lagern, messen und befördern
g) Betriebs- und Hilfsstoffe unter Beachtung der Sicherheitsbestimmungen, des Arbeits- und Umweltschutzes ressourcensparend einsetzen und für die Rückgewinnung, Wiederverwertung und Entsorgung kennzeichnen
h) Einfluss von Werkstoffeigenschaften auf Veredlungsprozesse und auf Fertigprodukte berücksichtigen 10
j) Rezeptur- und Ansatzberechnungen durchführen, Rezeptur prüfen und optimieren
c) technische Unterlagen, insbesondere Betriebs- und Arbeitsanweisungen, Sicherheitsdatenblätter und Richtlinien sowie veredlungstechnische Angaben und Vorschriften handhaben und umsetzen, Grundbegriffe der Normung anwenden
e) produktionstechnische Daten anwenden und Arbeitsergebnisse dokumentieren
h) Gespräche mit Vorgesetzten, Mitarbeitern und im Team situationsgerecht führen, Sachverhalte darstellen, fremdsprachliche Fachausdrücke anwenden
c) Arbeitsplätze nach ergonomischen und sicherheitsrelevanten Gesichtspunkten einrichten
d) Aufgaben im Team planen und durchführen 2
8 Kontrollieren von textilen Veredlungsprozessen und Prüfen von Kenndaten (§ 4 Nr. 8) a) Prüfverfahren und -mittel nach Verwendungszweck auswählen 12
d) optische Messungen durchführen und deren Ergebnisse bewerten, insbesondere unter Berücksichtigung von unterschiedlichen Lichtarten 14
e) Prüfverfahren für Eingangs-, Prozess- und Endkontrolle anwenden, Ergebnisse auswerten und bei Bedarf Maßnahmen einleiten
f) Kenndaten ermitteln, Fehler erfassen und auswerten, Mess- und Prüfprotokolle erstellen und interpretieren
g) Daten unter Anwendung verschiedener Methoden auswerten
h) Korrekturmaßnahmen einleiten und durchführen
9 Einsatz von Wasser und Energie (§ 4 Nr. 9) a) Sekundäranlagen unterscheiden 4
b) Wasserarten unterscheiden und prozessbezogen einsetzen, Wärmeträger und Energiearten anwenden
c) Verfahren zur Wasseraufbereitung und -behandlung unterscheiden 3
d) betriebliche Energiekonzepte anwenden
d) Maschinen und Anlagen zur Änderung von Produkteigenschaften steuern 6
11 Einrichten, Bedienen und Überwachen von Maschinen und Anlagen (§ 4 Nr. 11) a) Maschinen und Anlagen hinsichtlich Funktion und Einsatz unterscheiden 10
b) Kennzeichnung von Rohrleitungssystemen unterscheiden
c) Werkstoffe bereitstellen, verbinden und kennzeichnen, Kenndaten prüfen
d) Werkstoffe prüfen, insbesondere auf Fehler und Schäden durch Verschmutzung, Feuchtigkeits- und Lichteinwirkung
e) maschinen- und prozessbezogene Berechnungen durchführen
f) Prozessdaten einstellen, Maschinen und Anlagen unter Berücksichtigung von Sicherheitsbestimmungen in Betrieb nehmen 14
g) Zugabe von Veredlungsmitteln unter Berücksichtigung von Sicherheitsregeln und Umweltschutzauflagen überwachen, Dosier- und Zugabefehler feststellen, Maßnahmen ergreifen und einleiten
h) Warendurchlauf und Veredlungsprozesse überwachen, Verfahrensparameter korrigieren
i) Veredlungseffekte nach Qualitätsvorgaben prüfen und optimieren
j) Störungen und Abweichungen sowie deren Ursachen feststellen, beseitigen und Beseitigung veranlassen
k) Maschinen und Anlagen rüsten
l) Maschinen und Anlagen übergeben, dabei über Veredlungsprozess, -stand sowie Veränderungen im Produktionsablauf informieren
12 Steuern des Materialflusses (§ 4 Nr. 12) a) Werk-, Betriebs- und Hilfsstoffe sowie Produkte transportieren und lagern 4
b) Materialfluss im eigenen Arbeitsbereich überwachen und sicherstellen
c) Störungen im Materialfluss feststellen und beseitigen, Materialfluss optimieren
13 Sicherstellen von Prozessabläufen (§ 4 Nr. 13) a) Textilveredlungsprozesse und technische Zusammenhänge unterscheiden 4
b) betriebsspezifische Prozesse überwachen, physikalische und chemische Zusammenhänge berücksichtigen 12
c) physikalische Größen feststellen und Kenndaten ermitteln, insbesondere Länge, Breite, Dichte, Temperatur, Zeit, Druck, Konzentration, Farbton und Viskosität
d) Veredlungsmittel, insbesondere Flotten oder Pasten, ansetzen, prüfen und nachstellen
e) anwendungstechnische Prüfungen durchführen
f) Techniken zum Verändern von Oberflächenstrukturen und von Produkteigenschaften festlegen und anwenden
14 Produktionsökologie (§ 4 Nr. 14) a) Vorschriften des betrieblichen Umweltschutzes einhalten 4
b) Abfälle umweltgerecht sortieren, handhaben und lagern
c) Prozesse umweltgerecht durchführen, Ursachen von Werk-, Betriebs- und Hilfsstoffverlusten sowie Energie- und Wasserverlusten feststellen, Maßnahmen zur Verminderung und Beseitigung einleiten 3
d) Ursachen von Lärm-, Luft- und Abwasserbelastungen feststellen und zu ihrer Vermeidung beitragen
15 Instandhaltung (§ 4 Nr. 15) a) Werkzeuge, Maschinen und Anlagen kontrollieren und warten, Reparaturen veranlassen 5
b) Maschinen und Anlagen auf Betriebsbereitschaft prüfen und in Betrieb nehmen
c) Wartungsarbeiten dokumentieren
d) Schäden, insbesondere durch Korrosion und Ablagerungen, feststellen, beheben und Maßnahmen zu ihrer Vermeidung einleiten 8
e) Maschinenstörungen feststellen und Fehlerbeseitigung einleiten, Vorbeugungsmaßnahmen zur Verringerung von Maschinenstillständen ergreifen
f) Geräte und Überwachungseinrichtungen entsprechend den Sicherheitsbestimmungen einsetzen
b) Arbeiten kundenorientiert durchführen, Produkte kundengerecht kennzeichnen und aufmachen
c) produktions- und veredlungstechnische Daten dokumentieren
d) Arbeitsabläufe auf Einhaltung der Qualitätsstandards prüfen 6
e) Ursachen von veredlungsspezifischen Qualitätsabweichungen feststellen
f) Korrekturmaßnahmen einleiten und durchführen sowie Qualitätseinhaltung sicherstellen
g) zur kontinuierlichen Verbesserung von Arbeitsvorgängen im eigenen Arbeitsbereich beitragen
h) Informationen an die zuständigen Prozessbeteiligten weitergeben und Informationen von anderen Prozessbeteiligten aufnehmen und verarbeiten
i) Zusammenhänge von qualitätssichernden Maßnahmen erkennen, insbesondere zwischen Produktion, Service und Kosten
Stand: Geändert durch Art. 2 V v. 1. 8.2005 I 2287
2005, 1269: BGBl I