Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ%2039,%20281
Timestamp: 2020-03-31 02:34:09
Document Index: 370936000

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 829', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 276', '§ 276', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 828', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 21.05.1963 - VI ZR 254/62 - dejure.org
https://dejure.org/1963,283
BGH, 21.05.1963 - VI ZR 254/62 (https://dejure.org/1963,283)
BGH, Entscheidung vom 21.05.1963 - VI ZR 254/62 (https://dejure.org/1963,283)
BGH, Entscheidung vom 21. Mai 1963 - VI ZR 254/62 (https://dejure.org/1963,283)
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Analoge Anwendung von §§ 829, 828 Abs. 1 BGB bei über 7jährigem (hier: 12jährigem) Kind, das aus altersbedingten Gründen ohne Verschulden einen Schaden verursacht
BGHZ 39, 281
NJW 1963, 1609
MDR 1963, 752
VersR 1963, 953
DB 1963, 1356
Vielmehr genügt die Fähigkeit, zu erkennen, dass es in irgendeiner Weise für sein Verhalten zur Verantwortung gezogen werden kann (BGHZ 39, 281, 285; BGH…, Urteil vom 20. Januar 1987 - VI ZR 182/85 -, Rn. 20, juris).
Eine derartige, von einem Verschulden unabhängige Schadensersatzpflicht nach dem Veranlassungsprinzip aus Billigkeitsgesichtspunkten ist im Gesetzgebungsverfahren zum Bürgerlichen Gesetzbuch zwar erwogen und von der 2. Kommission auch beschlossen worden, aber letztlich doch nicht Gesetz geworden (Prot. II, S. 591; Jakobs/Schubert, Die Beratung des Bürgerlichen Gesetzbuchs, Recht der Schuldverhältnisse III, S. 922 ff.; RGZ 146, 213, 216; BGHZ 39, 281, 285).
Fahrlässigkeit setzt Erkennbarkeit und Vermeidbarkeit der drohenden Tatbestandsverwirklichung voraus (BGH, NJW 1963, Seite 1609).
Fahrlässigkeit setzt Erkennbarkeit und Vermeidbarkeit der drohenden Tatbestandsverwirklichung voraus (BGH NJW 1963, 1609;… BeckOK, BGB/Unberath, BGB, § 276 Rn. 17).
(3.1.) Fahrlässig handelt ein Schuldner, wenn er den Eintritt des schädigenden Erfolges vermeiden konnte und musste (…Palandt/Heinrichs, BGB, 68. Aufl., § 276 Rn. 21; BGHZ 39, 281 ff.).
Bei der Prüfung der Frage, ob die im Verkehr erforderliche Sorgfalt außeracht gelassen wurde und den Betreffenden der Vorwurf fahrlässigen Verhaltens trifft, ist hiernach zwar ein objektiver Maßstab anzulegen, die Berücksichtigung typischer Verschiedenheiten ganzer Berufs- und Altersgruppen ist jedoch nicht ausgeschlossen (vgl. BGH, Urteil vom 21. Mai 1963 - VI ZR 254/62, BGHZ 39, 281, zitiert juris Rn. 11;… vom 26. Januar 1989 - III ZR 194/87, BGHZ 106, 323, zitiert juris Rn. 28;… vom 27. März 2003 - IX ZR 399/99, NJW 2003, 2022, zitiert juris Rn. 29).
Vielmehr genügt die Fähigkeit zu erkennen, daß es in irgend einer Weise für sein Verhalten zur Verantwortung gezogen werden kann (BGHZ 39, 281, 285;… s. weitere Rechtsprechungsnachweise in RGRK-BGB, 12. Aufl., § 828 Rdn. 4).
Dabei gilt ein auf das allgemeine Verkehrsbedürfnis ausgerichteter objektiv-abstrakter Sorgfaltsmaßstab (BGH, Urteil vom 21.05.1963 - VI ZR 254/62 - BGHZ 39, 281, 286, Urteil vom 11.04.2000 - X ZR 19/98 - NJW 2000, 2812, 2813).
Das Berufungsgericht hat durchaus beachtet, daß auch bei Prüfung der Fahrlässigkeit in Betracht zu ziehen war, ob der Junge nach dem allgemeinen Stande der Entwicklung seiner Altersgruppe die zur Bejahung seiner Fahrlässigkeit erforderliche Reife hatte (BGHZ 39, 281, 283) [BGH 21.05.1963 - VI ZR 254/62] .
BGH, 08.01.1965 - VI ZR 230/63
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