Source: http://www.steinbrunner.de/brunnenwiesen/brunnenw_satzung.htm
Timestamp: 2019-11-18 03:55:42
Document Index: 273673522

Matched Legal Cases: ['§ 9', '§ 1', '§ 4', '§ 4', '§ 1', '§ 1', '§ 9', '§ 16', '§ 9', '§ 22', '§ 9', '§ 23', '§ 9', '§ 73']

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R. STEINBRUNNER GMBH, HOHENTENGEN
VORHABEN- UND ERSCHLIESSUNGSPLAN "BRUNNENWIESEN"
RECHTSFESTSETZUNGEN ZUM ENTWURF VOM 10.04.2001
Rechtsgrundlage dieses Vorhaben- und Erschließungsplanes sind:
Das Baugesetzbuch (BauGB) v. 27.08.1997 (BGBl. I,S.2141), die Baunutzungsverordnung (BauNVO) v. 23.01.1990 (BGBl I S. 132), die Planzeichenverordnung (PlanZVO) v. 18.12.1990 (BGBl. I S.833), die Landesbauordnung für Baden-Württemberg (LBO) v. 08.08.1995 GBl., S.617, geändert durch Gesetz vom 15. Dez. 1997 (GBl. S.521), das Wohnungsbau-Erleichterungsgesetz (WoBauErlG) vom 17.05.1990 (BGBl. I S.926) sowie die jeweiligen ergänzenden Rechtsverordnungen und Verwaltungsvorschriften.
In Ergänzung zu den eingetragenen Planzeichen wird folgendes festgesetzt:
Art der baulichen Nutzung (§ 9 (1) 1 BauGB und §§ 1-15 BauNVO
entsprechend Planeinschrieb-Nutzungsschablone sind festgesetzt:
WA – Allgemeines Wohngebiet (§ 4 BauNVO)
Ausnahmen gem. § 4 Abs. 3 BauNVO sind nicht Bestandteil des Bebauungsplanes und damit nicht zulässig (§ 1 (6) 1 BauNVO).
Ebenfalls nicht zulässig sind Schank- und Speisewirtschaften (§ 1 (5) BauNVO).
Maß der baulichen Nutzung (§ 9 (1) 1 BauGB und §§ 16-21a BauNVO)
Grundflächenzahl, Geschossflächenzahl, Traufhöhe, Firsthöhe.
Die Traufhöhe wird an dem Schnittpunkt der Außenwand mit der äußeren Dachhaut gemessen.
Die max. Trauf- und Firsthöhen werden wie folgt festgesetzt:
Traufhöhe 7,00 m
Firsthöhe 9,90 m
jeweils gemessen von der festgelegten mittleren Geländeoberfläche. Die zulässige Traufhöhe muss auf min. 2/3 der jeweiligen Gebäudeseite eingehalten werden.
Bauweise (§ 9 (1) 2 BauGB und § 22 BauNVO)
Entsprechend Planeinschrieb-Nutzungssschablone sind festgesetzt:
Überbaubare Grundstücksflächen (§ 9 (1) 2 BauGB und § 23 BauNVO)
Die überbaubare Grundstücksfläche wird durch die im Plan dargestellten Baugrenzen festgelegt:
Ausnahmsweise können die Baugrenzen für die Errichtung von Tiefgaragen unterirdisch überschritten werden. Im übrigen sind auf der nicht überbaubaren Grundstücksfläche Stellplätze und Garagen allgemein zulässig.
Pflanzengebot und Baumarten (§ 9 (1) 25 BauGB
Erhaltung von Bäumen
Die im Planbereich vorhandenen Bäume sind zu erhalten. Muss der Baum durch bauliche Maßnahmen beseitigt werden, so muss an der Stelle ein Obstbaum-Hochstamm gepflanzt werden. In jeder Phase der Baudurchführung sind die zu erhaltenden Bäume vor schädigenden Einflüssen zu bewahren.
Einzelbäume entlang des öffentlichen Verkehrsraumes oder der privaten Flächen
An den im Plan festgesetzten Standorten im öffentlichen und privaten Bereich sind standortgerechte Laubbäume zu pflanzen und dauerhaft zu unterhalten (vgl. Liste 5.4). Abweichungen vom festgesetzten Standort sind bis zu 4 m zulässig.
Pflanzgebot von Bäumen
Pro neu parzelliertem Grundstück ist mind. 1 Obstbaum-Hochstamm zu pflanzen. Ausgenommen von dieser Regelung sind Baumgrundstücke, auf denen bereits Obstbäume durch Pflanzgebot festgesetzt sind.
Folgende Bauarten werden empfohlen:
Heimische Obstarten und –sorten als Hochstamm, z.B.
(´Emerald Queen`)
Aesculus hippoc.
Crataegus leavig.
`Paul´s Scarlett`
(`Fastigiata`)
Sorbus (Eberesche) in Arten und Sorten
Tilia cordata bzw.
Bluthartriegel
Corlylus avellana
Crataegus menogyna
Eunomymus europaeus
Lonicere xylosteum
Rosa canina in Sorten
Rosa rubigiosa in Sorten
Rosa rugosa in Sorten
Immergrüne Arten:
Buxus sempervirus
Lomicera pileata
Pinus in Arten
Prunus lauro. In Sorten
Von den nicht überbauten Grundstücksflächen müssen die Vorgärten gärtnerisch angelegt und unterhalten werden.
B. BAUORDNUNGSRECHTLICHE FESTSETZUNGEN (§ 73 LBO)
Dachform, -neigung, -aufbauten
Als Dacheindeckung ist Ziegeldeckung festgesetzt.
Zulässig sind Dächer mit einer Neigung von 20° bis 40°.
Abweichungen von der Dachneigung können zugelassen werden für:
untergeordnete Dächer, z.B. Dachgaupen, Abwalmungen, Zwerchgiebel und Garagen
im übrigen gilt die Dachgaupensatzung der Stadt Stühlingen
Dachform Garagen
Garagen sind entweder mit geneigten Dächern zu erstellen oder mit Flachdächern, die begrünt werden müssen. Nebeneinander liegende Garagen sind in ihrer Gestaltung und der Ausbildung ihrer Dächer zusammenzufassen.
Die Erschließungsstraße erhält eine bituminöse Oberfläche.
Der Oberflächenbelag privater Erschließungswege ist aus wassergebundenen Decken, Naturstein-, Klinker und Betonsteinpflaster oder –platten herzustellen und einheitlich zu gestalten. Bituminöse Oberflächen sind außer der Erschließungsstraßen nicht zulässig.
Einfriedigungen sind dem Geländeverlauf und den zusammen-hängenden Grünflächen entsprechend anzupassen. Heimische Hecken und Gehölze sind zu bevorzugen. Einfriedigungen zur Straße mit mit einer Höhe von max. 0,70 m über Fahrbahnkante zugelassen.
Massive Einfriedigungen und Sockel höher als 0,50 m über natürlichem Gelände sind nicht gestattet.
Im Bereich der Sichtdreiecke an der Hallauer Straße ist eine Bepflanzung von max. 0,70 m zugelassen.
Aufschüttungen und Abgrabungen von mehr als 1,00 m Höhenunterschied sind bezogen auf die mittlere Straßenhöhe genehmigungspflichtig.
Die Ableitung von Regenwasser erfolgt über Zisternen mit min. 4 m³ Inhalt pro Hausgrundstück an den Mischwasserkanal
Dem vorhabenbezogenen Bebauungsplan sind als Bestandteil des Lageplanes Geländeschnitte beigefügt, aus denen das vorhandene und das geplante Gelände sowie die Straßen- und Kanalhöhen hervorgehen.