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Timestamp: 2020-03-29 22:50:34
Document Index: 157595381

Matched Legal Cases: ['Art. 2', 'Art. 5', '§ 49', 'Art. 2', '§ 47', 'Art. 2', 'Art. 4', '§ 2', '§ 12', '§ 28', '§ 27', '§ 30', '§ 12', 'Art. 2', 'Art. 2', '§ 12', '§ 28', '§ 48']

BGBl. I 1996 S. 1631 - Gesetz zur Entlastung der Beiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung (Beitragsentlastungsgesetz -... - dejure.org
BGBl. I 1996 S. 1631
https://dejure.org/1996,27003
BGBl. I 1996 S. 1631 (https://dejure.org/1996,27003)
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Bundesgesetzblatt Jahrgang 1996 Teil I Nr. 55, ausgegeben am 07.11.1996, Seite 1631
Gesetz zur Entlastung der Beiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung (Beitragsentlastungsgesetz - BeitrEntlG)
vom 01.11.1996
Nach dieser durch Art. 2 Nr. 15 Beitragsentlastungsgesetz (BeitrEntlG) vom 1.11.1996 (BGBl I 1631) mit Wirkung vom 1.1.1997 (Art. 5 BeitrEntlG) eingeführten und seitdem unveränderten Regelung dürfen aufgrund gesetzlicher Bestimmungen gesenkte Entgelt- oder Entgeltersatzleistungen bei der Anwendung des § 49 Abs. 1 SGB V nicht aufgestockt werden (dazu cc) .
Sie sollten weder ganz noch teilweise zu Lasten der GKV gehen (vgl Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Gesundheit zu dem Gesetzentwurf der Fraktionen der CDU/CSU und FDP zum Beitragsentlastungsgesetz, BT-Drucks 13/5099 S 17, dort zu Art. 2 Nr. 14a der Beschlussempfehlung) .
Insbesondere die Änderungen durch das Beitragsentlastungsgesetz (BeitrEntlG) vom 1. November 1996 (BGBl I 1631) und das 2. GKV-Neuordnungsgesetz (2. GKV-NOG) vom 23. Juni 1997 (BGBl I 1520) hätten zu einer unterschiedlichen Betroffenheit einzelner Versichertengruppen führen und die Verhältniswerte verschieben können ("Änderung der Profilverläufe").
Die finanziellen Auswirkungen des BeitrEntlG und des 2. GKV-NOG sind in ihren Entwürfen abgeschätzt worden (BT-Drucks 13/4615 S 11/12 und BT-Drucks 13/6087 S 36/37).
Nach § 47 Abs. 1 Satz 1 SGB V (idF durch Art. 2 Nr. 14 Buchst a nach Maßgabe des Art. 4 § 2 des Gesetzes vom 1.11.1996, BGBl I 1631) beträgt das Krg 70 vH des erzielten regelmäßigen Arbeitsentgelts und Arbeitseinkommens, soweit es der Beitragsberechnung unterliegt.
Ob dazu auch implantatgetragener Zahnersatz gehört, war zunächst unklar und im Gesetz nicht geregelt (…vgl zum früheren Rechtszustand aus Sicht des Leistungserbringungsrechts: Urteil des 6. Senats des BSG vom 3. Dezember 1997 - 6 RKa 40/96 - SozR 3-5555 § 12 Nr. 5 S 25 ff = USK 97149; zur Praxis der Krankenkassen: BT-Drucks 13/4615 S 9).
Durch das Beitragsentlastungsgesetz (BeitrEntlG) vom 1. November 1996 (BGBl I 1631) hat der Gesetzgeber mit Wirkung ab 1. Januar 1997 bestimmt, daß implantologische Leistungen einschließlich der Suprakonstruktion nicht zur zahnärztlichen Behandlung gehören und von den Krankenkassen auch nicht bezuschußt werden dürfen (§ 28 Abs. 2 Satz 8 SGB V idF des BeitrEntlG).
Zwar wurde der Ausschluß implantologischer Leistungen in der Begründung zum BeitrEntlG noch damit gerechtfertigt, daß es für diese Leistungen alternative Behandlungsmöglichkeiten gebe, die in der Regel wesentlich wirtschaftlicher seien (BT-Drucks 13/4615 S 9).
BSG, 19.06.2001 - B 1 KR 4/00 R
Krankenversicherung - Einsetzung von Zahnimplantaten auf eigene Kosten - …
Ursprünglich waren implantologische Leistungen im Gesetz nicht erwähnt; die Versorgung mit Zahnersatz gehörte nach § 27 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 SGB V zum Anspruch auf zahnärztliche Behandlung - allerdings mit einem nicht unerheblichen Eigenanteil des Versicherten nach § 30 SGB V. Inwiefern die Krankenkassen auch für Implantate aufzukommen hatten, wurde unterschiedlich beurteilt (vgl BT-Drucks 13/4615 S 9, wo dem späteren Ausschluß Klarstellungsfunktion beigemessen wird;… möglicherweise anders BSG SozR 3-5555 § 12 Nr. 5 S 25 ff = USK 97149; ähnlich LSG Rheinland-Pfalz vom 19. Juni 1997- L 5 K 34/96).
Die Beschwerdeführerin wendet sich unmittelbar gegen Art. 2 Nr. 14 des Gesetzes zur Entlastung der Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung (Beitragsentlastungsgesetz - BeitrEntlG) vom 1. November 1996 (BGBl I S. 1631).
Die im "Programm für mehr Wachstum und Beschäftigung" beschlossenen Maßnahmen im Bereich der Rentenversicherung, der Arbeitslosenversicherung und der Krankenversicherung dienten dem Zweck, die Rahmenbedingungen für eine Konsolidierung der Sozialversicherungshaushalte und die vorgesehene Reduzierung des Gesamtsozialversicherungsbeitrags setzen (vgl. Begründung des Gesetzentwurfs der Fraktion der CDU/CSU und FDP zum Beitragsentlastungsgesetz, BTDrucks 13/4615 S. 6).
Zur Absenkung des Krankengeldes wurde in der Begründung des Gesetzentwurfs (vgl. BTDrucks. 13/4615 S. 8 zu Nr. 6) ausgeführt:.
Das hierfür unter anderem eingesetzte Mittel der Absenkung des Krankengeldes ist geeignet, zur Erreichung dieser Ziele beizutragen, zumal allein diese Maßnahme im Jahr 1997 eine Entlastung der Krankenkassen um 1.850 Mio. DM bewirken und somit - gemeinsam mit weiteren Maßnahmen des BeitrEntlG - eine Reduzierung des Krankenversicherungsbeitrages um 0, 4 %-Punkte ab 1. Januar 1997 sicherstellen soll (vgl. hierzu BTDrucks 13/4615 S. 11).
Das Ziel, die Sozialversicherungsbeiträge auf unter 40 vom Hundert zurückzuführen (vgl. BTDrucks 13/4615 S. 6) ist außerdem geeignet, dem in das System der Sozialversicherung eingebundenen Versicherten wieder ein Stück der Dispositionsfreiheit über sein Einkommen zurückzugeben und damit das in Art. 2 Abs. 1 GG ebenfalls enthaltene Selbstbestimmungsrecht zu stärken.
Wie der Senat wiederholt dargelegt hat, war zunächst unklar und im Gesetz nicht geregelt, ob dazu auch Implantate und implantatgetragener Zahnersatz gehören (…vgl zum früheren Rechtszustand aus Sicht des Leistungserbringungsrechts BSG - 6. Senat - SozR 3-5555 § 12 Nr. 5 S 25 ff = USK 97149; zur Praxis der Krankenkassen: BT-Drucks 13/4615 S 9).
Mit dem Beitragsentlastungsgesetz (BeitrEntlG) vom 1. November 1996 (BGBl I 1631) bestimmte der Gesetzgeber mit Wirkung ab 1. Januar 1997, dass implantologische Leistungen einschließlich der Suprakonstruktion nicht zur zahnärztlichen Behandlung gehören und von den Krankenkassen daher auch nicht bezuschusst werden dürfen (§ 28 Abs. 2 Satz 8 SGB V idF des BeitrEntlG).
BSG, 19.06.2001 - B 1 KR 5/00 R
BAG, 31.08.2005 - 5 AZR 6/05
LSG Baden-Württemberg, 18.06.2013 - L 11 KR 4956/11
Krankenversicherung - kein Anspruch auf Implantatversorgung bei Zahnverlust durch …
LSG Bayern, 29.05.2008 - L 9 AL 130/06
Anwendbarkeit des § 48 Abs. 1 S. 2 Nr. 2 Sozialgesetzbuch Zehntes Buch (SGB X) …
LSG Schleswig-Holstein, 08.10.2002 - L 1 KR 50/02
LSG Schleswig-Holstein, 08.10.2002 - L 1 KR 28/02
LSG Nordrhein-Westfalen, 19.02.2002 - L 5 KR 223/00
LSG Nordrhein-Westfalen, 08.03.2001 - L 16 KR 213/99
LSG Nordrhein-Westfalen, 24.01.2002 - L 5 KR 173/00
LSG Nordrhein-Westfalen, 18.12.2001 - L 5 KR 39/00
SG Würzburg, 09.02.2010 - S 6 KR 194/09
Anspruch auf einen Krankengeldspitzbetrag während eines Aufenthalts in einer …
SG Würzburg, 29.01.2008 - S 6 KR 112/07
Gewährung des Krankengeldspitzbetrages während eines Aufenthalts in einer …
LSG Nordrhein-Westfalen, 25.09.2001 - L 5 KR 44/00
LSG Sachsen, 22.06.1999 - L 1 KR 37/98
Kostenübernahme für eine Implantatversorgung einschließlich Suprakonstruktion; …
LSG Nordrhein-Westfalen, 11.11.1999 - L 16 KR 171/99
LSG Nordrhein-Westfalen, 22.07.2010 - L 11 KR 14/10
SG Koblenz, 21.06.2001 - S 11 KR 247/00
LSG Nordrhein-Westfalen, 11.08.2005 - L 5 KR 72/04
LSG Berlin, 17.06.2003 - L 13 VG 7/01
Kostenerstattung für eine Implantatversorgung von Zähnen; Heilbehandlung nach …
LSG Nordrhein-Westfalen, 22.04.2004 - L 16 KR 91/02
LSG Sachsen, 20.01.1998 - L 1 KR 3/97
Gewährung von Kinderkrankengeld; Anspruchserschöpfung wegen Überschreitens der …
LSG Rheinland-Pfalz, 15.08.2002 - L 5 KR 37/02
Krankenversicherung - Leistungspflicht - Erstattungsanspruch - …
LSG Niedersachsen-Bremen, 28.05.2003 - L 4 KR 233/01
Berechnung von Krankengeld; Keine Überschreitung des kalendertäglichen …
LSG Bayern, 16.05.2002 - L 4 KR 22/01
Erstattung von Kosten für eine selbstbeschaffte Leistung ohne zuvor mit der …
LSG Bayern, 20.03.2002 - L 4 KR 49/00
Kostenübernahmeanspruch im Falle einer Implantatversorgung bei Kieferatrophie in …
OLG Hamburg, 25.09.1997 - 3 U 111/97
Zulässigkeit der Werbung für eine Krankenhaus-Zusatzversicherung; Herabwürdigung …