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Timestamp: 2016-10-21 16:51:45
Document Index: 253845401

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE']

K.________, 1960, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Kurt Balmer, Glockengasse 18, 8001 Z�rich,
Der 1960 geborene K.________ war seit 1. Januar 1994 als Monteur bei der X.________ AG angestellt und damit bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) unfallversichert. Am 1. April 1996 erlitt er einen Unfall, als der von ihm gelenkte PW mit einem in seine Fahrbahn geratenen Auto kollidierte. Am 2. April 1996 begab sich der Versicherte zu Dr. med. A.________, Facharzt FMH f�r Innere Medizin, spez. Rheumatologie, in Behandlung, der folgende Diagnose stellte: posttraumatisches akutes Cervicovertebralsyndrom mit leichter Hirnersch�tterung; der Versicherte sei ab 2. April 1996 zu 100 % arbeitsunf�hig. Die SUVA erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung und Taggeld). Am 1. August 1996 erlitt der Versicherte bei einem Unfall eine Schulterluxation rechts, die im Oktober 1996 operiert wurde. In der Folge verletzte sich der Versicherte bei der Arbeit am 26. M�rz 1997 den rechten Kleinfinger, am 22. April 1997 den linken Mittelfinger und am 9. Mai 1997 wiederum den rechten Kleinfinger. Am 28. Mai 1997 wurde ihm die Fingerkuppe des linken Mittelfingers teilamputiert. Nach Beizug verschiedener Arztberichte stellte die SUVA bez�glich des Unfalls vom 1. April 1996 die Heilbehandlung per sofort sowie die Taggeldleistungen per 31. August 1999 ein und verneinte den Anspruch auf eine Invalidenrente. Zur Begr�ndung wurde ausgef�hrt, dem Versicherten seien grunds�tzlich die gleichen T�tigkeiten wie vor dem Unfall zumutbar. Es liege keine unfallbedingte Erwerbseinbusse vor. Zwischen dem Unfall und allf�lligen psychischen Beschwerden fehle der ad�quate Kausalzusammenhang (Verf�gung vom 25. August 1999). Die hiegegen erhobene Einsprache, in deren Rahmen der Versicherte weitere Arztberichte einreichte, wies die SUVA mit Entscheid vom 9. November 2000 ab.
Hiegegen erhob der Versicherte beim Verwaltungsgericht des Kantons Zug Beschwerde und reichte in der Folge unter anderem ein Privatgutachten des Dr. med. B.________, Spezialarzt f�r Neurologie FMH, vom 2. M�rz 2001 sowie eine Expertise der Medizinischen Abkl�rungsstelle C.________ vom 17. Juli 2001 ein. Die SUVA legte einen Bericht des Dr. med. D.________, Facharzt FMH f�r Chirurgie, SUVA-�rzteteam Unfallmedizin, vom 7. Mai 2001 auf. Das kantonale Gericht wies die Beschwerde mit Entscheid vom 14. November 2002 ab.
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragt der Versicherte, in Aufhebung der Verf�gung, des Einspracheentscheides und des kantonalen Entscheides sei die SUVA zu verpflichten, ihm eine h�lftige Invalidenrente und eine Integrit�tsentsch�digung von 35 % auszurichten; eventuell sei die Sache zur Neubeurteilung an das kantonale Gericht zur�ckzuweisen. Er legt einen Bericht des Dr. med. E.________, Facharzt FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 20. Dezember 2002 auf.
Am 1. Januar 2003 ist das Bundesgesetz �ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 in Kraft getreten. Mit ihm sind zahlreiche Bestimmungen im Unfallversicherungsbereich ge�ndert worden. Weil in zeitlicher Hinsicht grunds�tzlich diejenigen Rechtss�tze massgebend sind, die bei der Erf�llung des zu Rechtsfolgen f�hrenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 127 V 467 Erw. 1), und weil ferner das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles grunds�tzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des streitigen Entscheides (hier: 9. November 2000) eingetretenen Sachverhalt abstellt (BGE 121 V 366 Erw. 1b), sind im vorliegenden Fall die neuen Bestimmungen nicht anwendbar.
Das kantonale Gericht hat die Grunds�tze zu dem f�r die Leistungspflicht des Unfallversicherers vorausgesetzten nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidit�t, Tod; BGE 123 V 45 Erw. 2b, 121 V 329 Erw. 2a, 117 V 360 Erw. 4, je mit Hinweisen; SVR 2000 UV Nr. 8 S. 26 Erw. 2), zur vorausgesetzten Ad�quanz des Kausalzusammenhangs im Allgemeinen (BGE 127 V 102 Erw. 5b/aa, 125 V 461 Erw. 5a, je mit Hinweisen) sowie bei organisch nicht (hinreichend) nachweisbaren Unfallfolgesch�den (BGE 127 V 103 Erw. 5b/bb, 117 V 380 Erw. 3f, 382 ff. Erw. 4b und 4c, 115 V 133 ff.; RKUV 2001 Nr. U 412 S. 80) im Besonderen zutreffend dargelegt. Ebenso verh�lt es sich mit den Ausf�hrungen �ber den im Sozialversicherungsrecht geltenden Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 360 Erw. 5b mit Hinweisen) sowie den Beweiswert und die Beweisw�rdigung medizinischer Berichte und Gutachten (BGE 125 V 352 Erw. 3a; AHI 2001 S. 113 Erw. 3a; RKUV 2001 Nr. KV 189 S. 492 Erw. 5b). Darauf wird verwiesen.
Zu beurteilen ist, ob im Zeitpunkt, in welchem die SUVA ihre Leistungen eingestellt hat (31. August 1999), noch entsch�digungspflichtige Unfallfolgen gegeben waren. Das ist, wie sich aus den folgenden Erw�gungen ergibt, zu verneinen.
3.1 Medizinisch erstellt und nicht streitig ist, dass die Schulterverletzung rechts vom 1. August 1996 und die 1997 erlittenen Fingerverletzungen im massgebenden Zeitpunkt keine invalidisierenden Gesundheitssch�den mehr zur Folge hatten.
3.2 Hinsichtlich des Unfalls vom 1. April 1996 bestand nach der gesamten Aktenlage kein klar organisch fassbarer unfallbedingter Gesundheitsschaden mit entsprechendem Korrelat. Ebensowenig lassen die Akten den Schluss zu, dass der Beschwerdef�hrer ein Sch�del-Hirntrauma erlitten hat, das zur entsprechenden Anwendung der Schleudertrauma-Praxis f�hren w�rde. Eine leichte Hirnersch�tterung, wie sie Dr. med. A.________ unmittelbar nach dem Unfall festgestellt hat, reicht hierf�r nicht aus. Der Fall m�sste mindestens im Grenzbereich zwischen Commotio und Contusio cerebri liegen. Indes ist dies f�r den Ausgang des Verfahrens ohne Belang, weil ohnehin die Schleudertrauma-Praxis greifen muss, welcher der gleiche Kriterienkatalog zugrunde liegt.
4.1 Es ist nicht �ber alle Zweifel erhaben, ob der Beschwerdef�hrer im Zeitpunkt des Erlasses des Einspracheentscheides vom 9. November 2000 (noch) an einem f�r ein Schleudertrauma typischen Beschwerdebild litt und die geklagten Beschwerden medizinisch einer fassbaren gesundheitlichen Beeintr�chtigung zugeschrieben werden konnten. Wird dies unterstellt, kann der urs�chliche nat�rliche (mindestens Teil-) Zusammenhang dieses Gesundheitsschadens mit dem Unfall vom 1. April 1996 als �berwiegend wahrscheinlich angesehen werden. Soweit sich der mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde aufgelegte neue Bericht des Dr. med. E.________ vom 20. Dezember 2002 mit der schizoiden Pers�nlichkeitsstruktur befasst, hat das kantonale Gericht diese Diagnose des Psychiaters, die er nun als blosse, sich nicht bewahrheitete Arbeitshypothese in der Kennenlernphase des Versicherten bezeichnet, zutreffend eingeordnet. Eine psychische Pr�disposition von einem Grad, der die nat�rliche Kausalkette zum Unfallereignis zu durchtrennen verm�chte, ist nicht auszumachen.
4.2 Die Ad�quanz zwischen Unfall und Gesundheitsschaden, der beim Beschwerdef�hrer f�r die (weitere) Leistungspflicht des Unfallversicherers in Betracht f�llt, beurteilt sich f�r eine Schleudertrauma-�quivalente Verletzung nach Massgabe der in BGE 117 V 366 Erw. 6 entwickelten Kriterien, wie die Vorinstanz zu Recht verfahren ist.
4.2.1 In grunds�tzlicher Hinsicht verf�ngt der auf den Artikel von Max Sidler in AJP 7/2002 S. 791 ff., insbes. S. 792 f. gest�tzte Einwand des Versicherten, die vorliegend w�hrend mehr als drei Jahren erbrachten "kurzfristigen" Leistungen (Heilungskosten und Taggelder) bedeuteten, dass die einmal gegebene Ad�quanz nicht unterbrochen werde, nicht. Denn zum einen hat das Gericht (nur) zu entscheiden, ob u.a. der ad�quate Kausalzusammenhang im Zeitpunkt der Einstellung der erw�hnten Leistungen gegeben war. �ber das Bestehen der Ad�quanz in einem fr�heren Zeitpunkt bei Beginn der Leistungsausrichtung und verneinendenfalls �ber die allf�llige R�ckerstattung von Leistungen hat es sich nicht auszusprechen. Diese w�rde wohl regelm�ssig an der Voraussetzung der zweifellosen Unrichtigkeit scheitern. Zum anderen ist erst nach Abschluss des normalen, unfallbedingt erforderlichen Heilungsprozesses zu pr�fen, ob die geklagten Beschwerden zum Unfallereignis ad�quat kausal sind (Urteile R. vom 9. September 2002 Erw. 3.4, U 412/01, und A. vom 6. November 2001 Erw. 3, U 8/00, je mit Hinweisen).
4.2.2 Im Ergebnis hat das kantonale Gericht auf Grund der medizinischen Unterlagen einl�sslich und zutreffend dargelegt, dass die ad�quate Kausalit�t zwischen dem Unfall vom 1. April 1996 und den geklagten Beschwerden zu verneinen ist. Der Versicherte selber pflichtet �brigens in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde �ber weite Strecken den vorinstanzlichen Schlussfolgerungen bei. Mit Blick auf das Gutachten der Medizinischen Abkl�rungsstelle C.________ und die Berichte des Dr. med. E.________ ist zu betonen, dass die objektivierte Beurteilung der Ad�quanz anhand der von der Rechtsprechung entwickelten Kriterien gerade dazu f�hrt, dass die Notwendigkeit entf�llt, nach anderen Ursachen zu forschen, welche die nach einem Schleudertrauma der HWS - oder einer �quivalenten Verletzung - aufgetretenen Beschwerden m�glicherweise beg�nstigt haben k�nnten (BGE 117 V 366 Erw. 6).
Vom Ablauf und den erlittenen Verletzungen her ist der Unfall h�chstens im mittleren Bereich an der Grenze zu den leichten anzusiedeln. Entgegen dem Vorbringen des Versicherten hat die Vorinstanz eine ungew�hnlich lange Dauer der �rztlichen Behandlung bezogen auf den Unfall vom 1. April 1996 nicht best�tigt, sondern zu Recht ausdr�cklich verneint; wenn sie von einer recht langen Behandlungsdauer sprach, f�hrte sie dies letztlich auch auf die sp�ter erlittenen Schulter- und Fingerverletzungen zur�ck, die aber im massgebenden Zeitpunkt keine invalidisierenden Beschwerden mehr verursachten. Die Kriterien der Dauerbeschwerden sowie des Grades und der Dauer der Arbeitsunf�higkeit erachtete die Vorinstanz zwar als teilweise erf�llt, wobei sie auch hier eine Mitbeteiligung der sp�teren Schulter- und Fingerunf�lle als gegeben ansah. Letztendlich ist jedoch festzuhalten, dass die hinsichtlich des Unfalls vom 1. April 1996 zu ber�cksichtigenden unfallbezogenen Kriterien nicht geh�uft oder auffallend vorhanden sind und keines von ihnen in besonders ausgepr�gter Weise erf�llt ist.