Source: http://wiete.de/allgemeines_strafrecht.html
Timestamp: 2017-12-15 23:29:21
Document Index: 310903690

Matched Legal Cases: ['§ 223', '§ 238', '§ 242', '§ 249', '§ 257', '§ 263', '§ 267', '§ 306', '§ 153', '§ 213', '§ 244', '§ 244', '§ 258', '§ 261']

Allgemeines Strafrecht | Rechtsanwalt und Strafverteidiger Wiete in Nordhorn (Grafschaft Bentheim)
Innerhalb des Strafrechts nimmt das allgemeine Strafrecht einen breiten Raum ein. Es umfasst die klassischen Bereiche der Strafverteidigung. Als Strafverteidiger beschäftige ich mich zahlreich mit Mandaten wegen Vorwürfen aus dem sogenannten allgemeinen Strafrecht. Dahinter stehen zentrale Vorschriften aus dem Besonderen Teil des Strafgesetzbuches (StGB), beispielsweise Delikte gegen die Person wie einfache, gefährliche, schwere und fahrlässige Körperverletzung (§§ 223 ff. StGB), Nachstellung, Freiheitsberaubung, Nötigung und Bedrohung (§§ 238 ff. StGB).
Einen weiteren Bereich des allgemeinen Strafrechts stellen die Vermögensdelikte dar, wie etwa Diebstahl mit seinen besonders schweren Fällen und Qualifikationen sowie Unterschlagung (§§ 242 ff. StGB), Raub, schwerer Raub, räuberischer Diebstahl und Erpressung (§§ 249 ff. StGB), Begünstigung und Hehlerei mit ihren Qualifikationen, Geldwäsche (§§ 257 ff. StGB), Betrug, Versicherungsmißbrauch, Erschleichen von Leistungen und Untreue (§§ 263 ff. StGB), ferner Urkundsdelikte wie die Urkundenfälschung und die Fälschung technischer Aufzeichnungen (§§ 267 und 268 StGB) sowie Branddelikte wie die Brandstiftung mit ihren Qualifikationen (§§ 306 ff. StGB).
Ebenfalls häufig an der "Tagesordnung" der strafrechtlichen Praxis sind Vorwürfe der falschen uneidlichen Aussage, des Vortäuschens einer Straftat oder der falschen Verdächtigung, des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, der Strafvereitelung, Sachbeschädigung und Beleidigung (§§ 153, 145d, 164, 113, 258, 303 und 185 StGB).
In jedem Fall sollten Sie frühzeitig einen Rechtsanwalt aufzusuchen, um mit diesem die für Sie besten Verteidigungsmöglichkeiten zu besprechen. Gerne berate ich Sie in allen Fragen des allgemeinen Strafrechts.
Viele Tatbestände des allgemeinen Strafrechts enthalten sogenannte Regelbeispiele für besonders schwere Fälle, bei deren Verwirklichung eine gegenüber dem Grundtatbestand höhere Strafe angedroht ist. Es handelt sich dabei um Strafzumessungsvorschriften.
Regelbeispiele sind weder abschließend, noch zwingend für einen Strafrichter. Sind die Voraussetzungen eines Regelbeispiels erfüllt, so kann der Richter im Einzelfall dennoch einen besonders schweren Fall verneinen. Sind die Voraussetzungen der im Gesetz aufgelisteten Regelbeispiele nicht gegeben, so besteht für den Richter dennoch die Möglichkeit der Annahme eines sogenannten "unbenannten" besonders schweren Falles. Es bedarf hierbei einer Gesamtwürdigung, ob ein besonders schwerer Fall gegeben ist oder nicht.
Minder schwere Fälle werden auch "minder schwer" bestraft.
Benannte minder schwere Fälle, also solche, für die der Gesetzgeber beispielhaft bestimmte Voraussetzungen aufgestellt hat, sind nur vereinzelt in Strafvorschriften zu finden (z.B. § 213 StGB). Zumeist verwendet der Gesetzgeber unbenannte minder schwere Fälle (z.B. §§ 244a Abs. 2, 249 Abs. 2, 250 Abs. 3 StGB).
Entscheidend für das Vorliegen eines minder schweren Falles ist, ob das gesamte Tatbild einschließlich aller subjektiven Momente und der Täterpersönlichkeit vom Durchschnitt der erfahrungsgemäß gewöhnlich vorkommenden Fälle in einem so erheblichen Maße abweicht, daß die Anwendung dieses milderen Strafrahmens geboten erscheint. Hierfür ist regelmäßig eine Gesamtbetrachtung erforderlich, bei der alle Umstände des Einzelfalls heranzuziehen und zu würdigen sind.
§ 244 StGB - Diebstahl mit Waffen, Bandendiebstahl, Wohnungseinbruchdiebstahl
§ 258 StGB - Strafverteitelung
§ 261 StGB - Geldwäsche, Verschleierung unrechtmäßig erlangter Vermögenswerte