Source: https://www.rechtslupe.de/stichworte/nachtarbeitszuschlag
Timestamp: 2019-11-14 01:44:31
Document Index: 9886534

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 1', '§ 20', '§ 6', '§ 2', '§ 2', '§ 37', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 8', 'Art. 3', '§ 6', '§ 6']

Nachtarbeitszuschlag - Rechtslupe
Min­dest­lohn für Zei­tungs­zu­stel­ler – und der Nacht­ar­beits­zu­schlag
Erfolgt die Zei­tungs­zu­stel­lung dau­er­haft in Nacht­ar­beit im Sin­ne des Arbeits­zeit­ge­set­zes, haben Zei­tungs­zu­stel­le­rin­nen und Zei­tungs­zu­stel­ler Anspruch auf einen Nacht­ar­beits­zu­schlag in Höhe von 30 % des ihnen je Arbeits­stun­de zuste­hen­den Min­dest­lohns, sofern nicht eine höhe­re Ver­gü­tung ver­ein­bart ist. Die Ver­pflich­tung der Arbeit­ge­be­rin, der Zei­tungs­zu­stel­le­rin einen ange­mes­se­nen, auf der Basis des Min­dest­lohns berech­ne­ten Aus­gleich
Der Min­dest­lohn­an­spruch aus § 1 Abs. 1 MiLoG ist ein gesetz­li­cher Anspruch, der eigen­stän­dig neben den arbeits- oder tarif­ver­trag­li­chen Ent­gelt­an­spruch tritt. Der Anspruch auf den gesetz­li­chen Min­dest­lohn ent­steht mit jeder geleis­te­ten Arbeits­stun­de (§ 1 Abs. 2 iVm. §§ 20, 1 Abs. 1 MiLoG). Für Zei­ten ohne Arbeits­leis­tung begrün­det das Min­dest­lohn­ge­setz kei­ne Ansprü­che. In die Ent­gelt­ver­ein­ba­run­gen der
Nach § 6 Abs. 5 ArbZG ist der Arbeit­ge­ber – soweit eine tarif­ver­trag­li­che Aus­gleichs­re­ge­lung nicht besteht – ver­pflich­tet, dem Nacht­ar­beit­neh­mer (§ 2 Abs. 5 ArbZG) für die wäh­rend der Nacht­zeit (§ 2 Abs. 3 ArbZG) geleis­te­ten Arbeits­stun­den eine ange­mes­se­ne Anzahl bezahl­ter frei­er Tage oder einen ange­mes­se­nen Zuschlag auf das ihm hier­für zuste­hen­de Brut­to­ar­beits­ent­gelt zu gewäh­ren. Der
Nacht­ar­beits­zu­schlä­ge für ein Betriebs­rats­mit­glied
Wird der Arbeits­be­ginn eines Arbeit­neh­mers nach des­sen Wahl zum Betriebs­rats­vor­sit­zen­den ein­ver­nehm­lich von 4:00 Uhr auf 6:00 Uhr ver­scho­ben, so steht die­sem kein Anspruch auf einen Nacht­ar­beits­zu­schlag für die Zeit von 4:00 bis 6:00 Uhr mehr zu. Nach § 37 Abs. 2 BetrVG sind Mit­glie­der des Betriebs­rats von ihrer beruf­li­chen Tätig­keit ohne
Nach § 6 Abs. 5 ArbZG aht der Arbeit­ge­ber, soweit eine tarif­li­che Aus­gleichs­re­ge­lung nicht besteht, dem Nacht­ar­beit­neh­mer für die wäh­rend der Nacht­zeit geleis­te­ten Arbeits­stun­den eine ange­mes­se­ne Zahl bezahl­ter frei­er Tage oder einen ange­mes­se­nen Zuschlag auf das ihm hier­für zuste­hen­de Brut­to­ar­beits­ent­gelt zu gewäh­ren. n Bezug auf den gesetz­li­chen Aus­gleichs­an­spruch des § 6 Abs. 5 ArbZG
Ein Zuschlag iHv. 25 % auf den jewei­li­gen Brut­to­stun­den­lohn bzw. die Gewäh­rung einer ent­spre­chen­den Anzahl von bezahl­ten frei­en Tagen stellt ohne das Vor­lie­gen beson­de­rer Umstän­de, die auf eine höhe­re oder gerin­ge­re Belas­tung schlie­ßen las­sen, regel­mä­ßig einen ange­mes­se­nen Aus­gleich für geleis­te­te Nacht­ar­beit iSv. § 6 Abs. 5 ArbZG dar. Bei Erbrin­gung der regu­lä­ren Arbeits­leis­tung
Dau­er­haf­te Nacht­ar­beit – und die Ange­mes­sen­heit des Nacht­ar­beits­zu­schlags
Bestehen kei­ne tarif­ver­trag­li­chen Aus­gleichs­re­ge­lun­gen, haben Nacht­ar­beit­neh­mer nach § 6 Abs. 5 ArbZG einen gesetz­li­chen Anspruch auf einen ange­mes­se­nen Nacht­ar­beits­zu­schlag oder auf eine ange­mes­se­ne Anzahl bezahl­ter frei­er Tage. Regel­mä­ßig ist dabei ein Zuschlag in Höhe von 25% auf den Brut­to­stun­den­lohn bzw. die ent­spre­chen­de Anzahl frei­er Tage für die zwi­schen 23.00 Uhr und 6.00
Nacht­ar­beits­zu­schlä­ge im Paket­dienst
Für Dau­er­nacht­ar­beit im Paket­dienst ist ein Nacht­ar­beits­zu­schlag von 25% der Brut­to­ver­gü­tung ange­mes­sen. Grund­sätz­lich ist ein Zuschlag von 25 % der Brut­to­ver­gü­tung als "Regel­nacht­ar­beits­zu­schlag" ange­mes­sen. Aus den Zwe­cken, denen die Nacht­ar­beits­zu­schlä­ge die­nen, erge­ben sich zugleich die Kri­te­ri­en, nach denen in Anse­hung der Gegen­leis­tung von der regel­mä­ßig zu zah­len­den Zula­ge von 25 % nach
§ 8 Ziff. 5 Buchst. a des Man­tel­ta­rif­ver­trags für den Ber­li­ner Ein­zel­han­del, wonach für Nacht­ar­beit ein Zuschlag von 50 %, jedoch für Nacht­ar­beit im Rah­men von Schicht­ar­beit nur ein Zuschlag von 20 % zu gewäh­ren ist, ver­stößt unter den beson­de­ren bran­chen­ty­pi­schen Bedin­gun­gen des Ein­zel­han­dels nicht gegen Art. 3 Abs. 1 GG. In der von den Tarif­ver­trags­par­tei­en vor­ge­nom­me­nen
Wür­de ein Betriebs­rats­mit­glied ohne die Über­nah­me der Betriebs­rats­tä­tig­keit eben­so in der Nacht arbei­ten, wie ver­gleich­ba­re Arbeits­kol­le­gen, so hat die­ses Betriebs­rats­mit­glied (auch ohne die nächt­li­che Arbeit) eben­so Nacht­zu­schlä­ge zu erhal­ten, wenn ver­gleich­ba­re Arbeits­kol­le­gen für ihre Arbeit Nacht­zu­schlä­ge erhal­ten haben. Mit die­ser Begrün­dung hat das Lan­des­ar­beits­ge­richt Köln in dem hier vor­lie­gen­den Fall
Eine Ste­war­dess mit Zug­schaff­ner­funk­ti­on, die nachts arbei­tet, hat einen Anspruch auf Gewäh­rung eines ange­mes­se­nen Aus­gleichs gemäß § 6 Abs. 5 ArbZG. Soweit kei­ne tarif­li­che Aus­gleichs­re­ge­lung besteht, hat der Arbeit­ge­ber nach § 6 Abs. 5 ArbZG dem Nacht­ar­beit­neh­mer für die wäh­rend der Nacht­zeit geleis­te­ten Arbeits­stun­den eine ange­mes­se­ne Zahl bezahl­ter frei­er Tage oder einen ange­mes­se­nen Zuschlag