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Timestamp: 2017-05-28 18:22:20
Document Index: 13160434

Matched Legal Cases: ['Art. 1', 'Art. 2', 'Art. 3', 'Art. 4', 'Art. 5', 'Art. 6', 'Art. 7']

Blankwaffen Deutschland bis 1918Rheinbundstaaten
Die Entschlüsselung des Textes überlasse ich gerne den kompetenteren Foristen Gruß
Wir Hieronymus Napoleon, von Gottes Gnaden und durch die Constitutionen, König von Westphalen, französischer Prinz etc. etc.
Art. 1. Einem jeden Unserer Unterofficiers und Soldaten, welcher durch ein Conseil, das Wir zu dem Ende anordnen und worin Wir selbst den Vorsitz führen werden, einer solchen Auszeichnung würdig wird erkannt werden, soll eine Ehren-Medaille in Gold oder Silber zuerkannt werden. Gedachte Medaille soll ihm, in Unserm Namen, durch einen unserer General-Officiers, in Gegenwart des ganzen Corps, zu welchem er gehört, übergeben werden und von einem Patente begleitet werden, worin die Ursachen, wegen welcher sie ihm bewilligt wird, angeführt sind.
Art. 2. Die Ehrenmedaille soll auf der Vorderseite zwei kreuzweise gelegte Degen und auf der Rückseite die Inschrift haben: „T a p f e r k e i t u n d g u t e s B e t r a g e n.“
Art. 3. Die silberne Medaille kann jedem Unterofficier und Soldaten zuerkannt werden, dessen Betragen während zehn Dienstjahren musterhaft war. Diese zehn Jahre werden aber bei solchen nicht erfordert, welche im Kriege durch eine ausgezeichnete Tat sich hervorgethan haben.
Art. 4. Jeder Unterofficier und Soldat, welcher die silberne Medaille erhalten hat, bekommt, außer seinem Solde, eine jährliche Pension von fünfzig Franken, und der, welcher die goldene Medaille sich erwarb, von hundert Franken. ...
Art. 5. Niemand kann der Ehren-Medaille und des damit verbundenen Gehaltes anders beraubt werden, als durch ein Urtheil.
Art. 6. Den mit der Medaille gezierten Unterofficiers und Soldaten sollen bei ihrem Tode militairische Ehren erzeigt werden, es sey nun bei ihrem Corps, oder in jedem Platze oder Cantonnement, wo sie versterben. Diese Ehrenbezeugungen sind auf folgende Art festgesetzt:
Art. 7. Die Ehren-Medaillen derjenigen, welche bey ihren Fahnen sterben, sollen ihren Gemeinden zugeschíckt werden, um daselbst in der Kirche mit einer Inschrift aufgehängt zu werden, welche den Namen, die Tugenden und die Thaten des Verstorbenen dem Andenken aufbewahrt. ...“
Ein ähnliches Motiv wie auf der Medaille findet sich auch auf den Parierstangenlappen kurhessischer Offiziersäbel um 1820 - Vielleicht hatte sich das Bild als Synonym für Tapferkeit eingeprägt. Grüße