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Timestamp: 2016-10-21 20:10:37
Document Index: 169439147

Matched Legal Cases: ['BGE', 'Art. 47', 'Art. 50', 'Art. 47', 'Art. 47', 'Art. 49', 'Art. 49', 'Art. 49', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 50', 'BGE', 'Art. 91', 'Art. 2', 'BGE', 'Art. 50', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 106', 'Art. 50', 'BGE', 'Art. 49', 'BGE', 'Art. 19', 'Art. 391', 'Art. 42', 'Art. 42', 'BGE', 'BGE', 'Art. 42', 'BGE', 'BGE', 'Art. 46', 'BGE', 'Art. 42', 'Art. 66', 'Art. 66', 'Art. 68']

6B_475/2011 (30.01.2012)
6B_475/2011
Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau, Strafgericht, 1. Kammer, vom 19. Mai 2011.
Das Bezirksgericht Brugg sprach X.________ mit Entscheid vom 15. Dezember 2009 der mehrfachen groben und einfachen Verletzung der Verkehrsregeln, des mehrfachen Vergehens gegen das Bet�ubungsmittelgesetz, des Fahrens in fahrunf�higem Zustand, des F�hrens eines nicht betriebssicheren Fahrzeugs und der mehrfachen �bertretung des Bet�ubungsmittelgesetzes schuldig. Es verurteilte ihn zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 18 Monaten unter Anrechnung der ausgestandenen Untersuchungshaft von f�nf Tagen sowie zu einer Busse von Fr. 2'500.--. Ferner widerrief es den bedingten Vollzug einer Gef�ngnisstrafe von 14 Tagen.
Eine von X.________ dagegen erhobene Berufung wies das Obergericht des Kantons Aargau mit Urteil vom 26. August 2010 ab.
Das Bundesgericht hiess die von X.________ erhobene Beschwerde in Strafsachen mit Urteil vom 14. April 2011 gut und wies die Sache zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zur�ck (BGE 137 I 218).
Mit Entscheid vom 19. Mai 2011 sprach das Obergericht des Kantons Aargau X.________ vom Vorwurf der mehrfachen groben und einfachen Verletzung der Verkehrsregeln (Vorfall vom 8. Juni 2007) frei. Es verurteilte ihn der mehrfachen einfachen Verletzung der Verkehrsregeln, des mehrfachen Vergehens gegen das Bet�ubungsmittelgesetz, des Fahrens in fahrunf�higem Zustand, des F�hrens eines nicht betriebssicheren Fahrzeugs und der mehrfachen �bertretung des Bet�ubungsmittelgesetzes. Das Obergericht bestrafte ihn - unter Ber�cksichtigung einer widerrufenen Freiheitsstrafe von 14 Tagen - mit einer Freiheitsstrafe von 13 Monaten als Gesamtstrafe und mit einer Busse in der H�he von Fr. 2'500.--.
X.________ f�hrt Beschwerde in Strafsachen. Er beantragt sinngem�ss, das Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau sei aufzuheben, und die Sache sei zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Eventualiter sei er mit einer Geldstrafe von 180 Tagess�tzen zu Fr. 30.-- bei einer Probezeit von drei Jahren und mit einer Busse von Fr. 1'500.-- zu bestrafen. Auf einen Widerruf der bedingt ausgesprochenen Freiheitsstrafe von 14 Tagen sei zu verzichten, und es sei eine Verwarnung auszusprechen.
Das Obergericht des Kantons Aargau beantragt in seiner Vernehmlassung, die Beschwerde sei abzuweisen. Die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Aargau liess sich innert Frist nicht vernehmen.
1.1 Der Beschwerdef�hrer kritisiert die Strafzumessung und sieht insbesondere Art. 47 StGB sowie die Begr�ndungspflicht im Sinne von Art. 50 StGB verletzt. Die Vorinstanz habe ihr Ermessen missbraucht und die Freiheitsstrafe mit Blick auf den erfolgten Freispruch unrichtig bemessen. Die Staatsanwaltschaft habe eine Anklage vom 23. M�rz 2009, eine Zusatzanklage vom 19. August 2009 und eine zweite Zusatzanklage vom 9. November 2009 eingereicht. Er k�nne nicht nachvollziehen, wie sich die Delikte der ersten Anklage und der zweiten Zusatzanklage zueinander verhalten w�rden. F�r die gravierendsten Delikte habe die Anklagebeh�rde mit der ersten Anklage urspr�nglich eine Geldstrafe von 360 Tagess�tzen beantragt. Fielen diese weg, so sei die urspr�nglich ausgef�llte Freiheitsstrafe von 18 Monaten nicht lediglich auf 13 Monate zu reduzieren. Die "Delikte der Asperation", die urspr�nglich sechs Monate ausgemacht h�tten, k�nnten nicht eine Freiheitsstrafe von 13 Monaten rechtfertigen. Die neu ausgef�llte Strafe sei keine konsequente Folgerung aus dem teilweisen Freispruch. Aktenwidrig sei die vorinstanzliche Feststellung, wonach er betreffend den Handel mit Marihuana einschl�gig vorbestraft sei. Werde die Grenze f�r eine Geldstrafe knapp �berschritten, so m�sse die Strafe besonders genau begr�ndet werden. Dies sei hier nicht der Fall. Auch die Busse in der H�he von Fr. 2'500.-- sei zu reduzieren, da er von verschiedenen �bertretungen freigesprochen worden sei (Beschwerde S. 2 ff.).
1.2 Gem�ss Art. 47 Abs. 1 StGB misst das Gericht die Strafe nach dem Verschulden des T�ters zu. Es ber�cksichtigt das Vorleben, die pers�nlichen Verh�ltnisse sowie die Wirkung der Strafe auf das Leben des T�ters. Die Bewertung des Verschuldens wird in Art. 47 Abs. 2 StGB dahingehend pr�zisiert, dass dieses nach der Schwere der Verletzung oder Gef�hrdung des betroffenen Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit des Handelns, den Beweggr�nden und Zielen des T�ters sowie danach bestimmt wird, wie weit der T�ter nach den inneren und �usseren Umst�nden in der Lage war, die Gef�hrdung oder Verletzung zu vermeiden.
Hat der T�ter durch eine oder mehrere Handlungen die Voraussetzungen f�r mehrere gleichartige Strafen erf�llt, so verurteilt ihn das Gericht zu der Strafe der schwersten Straftat und erh�ht sie angemessen (Asperationsprinzip). Es darf jedoch das H�chstmass der angedrohten Strafe nicht um mehr als die H�lfte erh�hen. Dabei ist es an das gesetzliche H�chstmass der Strafart gebunden (Art. 49 Abs. 1 StGB). Bei der Bildung der Gesamtstrafe nach Art. 49 Abs. 1 StGB ist nach der Rechtsprechung vorab der Strafrahmen f�r die schwerste Straftat zu bestimmen und alsdann die Einsatzstrafe f�r die schwerste Tat innerhalb dieses Strafrahmens festzusetzen. Schliesslich ist die Einsatzstrafe unter Einbezug der anderen Straftaten in Anwendung des Asperationsprinzips angemessen zu erh�hen. Der Richter hat mithin in einem ersten Schritt, unter Einbezug aller straferh�henden und strafmindernden Umst�nde, gedanklich die Einsatzstrafe f�r das schwerste Delikt festzulegen. In einem zweiten Schritt hat er diese Einsatzstrafe unter Einbezug der anderen Straftaten zu einer Gesamtstrafe zu erh�hen, wobei er ebenfalls den jeweiligen Umst�nden Rechnung zu tragen hat (Urteil 6B_323/2010 vom 23. Juni 2010 E. 2.2 mit Hinweisen).
1.3 Die Vorinstanz f�hrt in ihren Erw�gungen zur Strafzumessung aus, das Verschulden des Beschwerdef�hrers sei in Bezug auf die Bet�ubungsmitteldelikte erheblich. Straferh�hend sei zu ber�cksichtigen, dass der Beschwerdef�hrer aus finanziellen Motiven gehandelt habe. Ebenso erheblich sei das Tatverschulden im Hinblick auf das F�hren eines Motorfahrzeugs in fahrunf�higem Zustand, da er in seiner Wahrnehmungs- und Reaktionsf�higkeit eingeschr�nkt gewesen sei. Im Rahmen der T�terkomponenten ber�cksichtigt die Vorinstanz die Vorstrafen des Beschwerdef�hrers straferh�hend. Strafmindernd w�rden sich sein Gest�ndnis und sein kooperatives Verhalten im Verfahren auswirken. Die durch das Bezirksgericht Brugg ausgef�llte Freiheitsstrafe von 18 Monaten sei unter Ber�cksichtigung des Freispruchs zu hoch ausgefallen. Gest�tzt auf das erhebliche Verschulden und die T�terkomponenten sei eine Freiheitsstrafe von 13 Monaten angemessen. Eine Strafe von 12 Monaten oder weniger, die eine Geldstrafe erlaubt h�tte, komme nicht in Betracht. Nicht zu beanstanden sei die vom Bezirksgericht Brugg f�r die �bertretungen ausgesprochene Busse in der H�he von Fr. 2'500.-- (angefochtenes Urteil S. 12 ff. mit Verweis auf den erstinstanzlichen Entscheid S. 20 f.).
1.4.1 Nach den zutreffenden Ausf�hrungen des Beschwerdef�hrers beantragte die Staatsanwaltschaft mit Anklage vom 23. M�rz 2009, nebst einer Busse im Zusammenhang mit verschiedenen �bertretungen, wegen mehrfacher grober Verletzung der Verkehrsregeln die Bestrafung mit einer Geldstrafe von 360 Tagess�tzen (Vorfall vom 8. Juni 2007). Die zweite Zusatzanklage vom 9. November 2009 hatte (nebst mehreren �bertretungen) verschiedene Vergehen gegen das Bet�ubungsmittelgesetz sowie ein Vergehen gegen das Strassenverkehrsgesetz zum Inhalt, und die Staatsanwaltschaft beantragte eine Freiheitsstrafe von 18 Monaten. Das Bezirksgericht Brugg sowie die Vorinstanz folgten der Anklagebeh�rde mit Entscheid vom 15. Dezember 2009 respektive 26. August 2010 im Schuld- und Strafpunkt. Nach einem bundesgerichtlichen R�ckweisungsentscheid vom 14. April 2011 spricht die Vorinstanz den Beschwerdef�hrer mit Entscheid vom 19. Mai 2011 von den Vergehen (und von einer �bertretung) gegen das Strassenverkehrsgesetz gem�ss Anklage vom 23. M�rz 2009 frei und setzt (nebst einer Busse) die Freiheitsstrafe auf 13 Monate fest.
1.4.2 Die Argumentation des Beschwerdef�hrers geht an der Sache vorbei. Selbst wenn die urspr�nglich ausgef�llte Freiheitsstrafe von 18 Monaten dem Antrag der Staatsanwaltschaft entsprach, war nicht ausgehend von den Delikten der ersten Anklage eine Einsatzstrafe festzusetzen und diese in Anwendung des Asperationsprinzips unter Ber�cksichtigung der Delikte gem�ss Anklage vom 9. November 2009 (um sechs Monate) zu erh�hen. Mithin trifft nicht zu, dass die Chronologie der verschiedenen Anklagen die Bemessung der urspr�nglichen Freiheitsstrafe von 18 Monaten respektive die Asperation vorgegeben h�tte. Solches entspricht nicht dem Prinzip von Art. 49 Abs. 1 StGB. Unzutreffend ist deshalb weiter, dass die Delikte gem�ss Anklage vom 9. November 2009 als Nebendelikte zu einer Erh�hung der Einsatzstrafe f�r die Delikte der Anklage vom 23. M�rz 2009 gef�hrt h�tten. Soweit der Beschwerdef�hrer behauptet, es seien nach dem Freispruch einzig "die Delikte der Asperation, die urspr�nglich lediglich sechs Monate ausmachten", zu beurteilen, kann ihm somit nicht gefolgt werden.
1.4.3 Trotzdem erweist sich das angefochtene Urteil in mehreren die Strafzumessung und deren Begr�ndung betreffenden Punkten als bundesrechtswidrig. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist somit weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden. Es kann eine Beschwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen, und es kann eine Beschwerde mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begr�ndung abweisen (BGE 137 II 313 E. 1.4 S. 317 f. mit Hinweis).
1.4.3.1 Nach Art. 50 StGB hat der Richter die f�r die Zumessung der Strafe erheblichen Umst�nde und deren Gewichtung festzuhalten. Diese Bestimmung entspricht der Rechtsprechung des Bundesgerichts zum alten Recht, wonach der Richter die �berlegungen, die er bei der Bemessung der Strafe vorgenommen hat, in den Grundz�gen wiedergeben muss, so dass die Strafzumessung nachvollziehbar ist. Besonders hohe Anforderungen an die Begr�ndung der Strafzumessung werden unter anderem gestellt, wenn die ausgesprochene Strafe ungew�hnlich hoch oder auffallend milde ist (BGE 134 IV 17 E. 2.1 S. 20 mit Hinweisen).
Die Vorinstanz bewertet sowohl das Verschulden in Bezug auf die Bet�ubungsmitteldelikte als auch das Verschulden betreffend das Fahren in fahrunf�higem Zustand als erheblich. Ihre �berlegungen sind nicht schl�ssig, und die Freiheitsstrafe von 13 Monaten ist im Ergebnis nicht �berpr�fbar. Nicht ersichtlich ist, dass die Vorinstanz f�r das schwerste Delikt eine Einsatzstrafe festlegt. Selbst wenn diese nur gedanklich festzulegen und nicht zwingend zu beziffern ist, l�sst sich nicht erkennen, dass die Vorinstanz dem von der Rechtsprechung vorgezeichneten methodisch korrekten Vorgehen folgt. Zudem ist die Asperation leichter nachvollziehbar, wenn eine Einsatzstrafe genannt wird (Urteil 6B_524/2010 und 6B_626/2011 vom 8. Dezember 2011 E. 4.4). Die Vorinstanz orientiert sich, soweit ersichtlich, an der urspr�nglich ausgef�llten Freiheitsstrafe sowie an den neu gef�llten Freispr�chen. Sie f�hrt s�mtliche dem Beschwerdef�hrer vorgeworfenen Vergehen gegen das Bet�ubungsmittelgesetz auf (Kauf von 24 Gramm Marihuana f�r Fr. 400.-- und Weiterverkauf im Umfang von 18 Gramm f�r Fr. 300.-- und somit ohne Gewinn; Kauf von 100 Gramm Marihuana f�r Fr. 1'300.-- zum Zwecke des Weiterverkaufs; Anstalten zum Erwerb von Marihuana im Wert von Fr. 200.-- bis Fr. 300.--), um das Tatverschulden insgesamt als erheblich einzusch�tzen. Ebenso wenig ist deshalb zu erkennen, dass und in welchem Ausmass die Vorinstanz die Einsatzstrafe unter Einbezug der anderen Straftaten (Vergehen gegen das Bet�ubungsmittelgesetz sowie Fahren in fahrunf�higem Zustand) erh�ht.
Nicht nachpr�fen l�sst sich auch das als erheblich eingesch�tzte Tatverschulden in Bezug auf die letztgenannte Straftat. Der Fahrunf�higkeit im Sinne von Art. 91 Abs. 2 SVG (vgl. auch Art. 2 Abs. 2 VRV) ist die im vorinstanzlichen Urteil erw�hnte eingeschr�nkte Wahrnehmungs- und Reaktionsf�higkeit immanent. Die Tatkomponenten bleiben g�nzlich unerw�hnt. Mithin finden sich im angefochtenen Entscheid keinerlei Erw�gungen zu wesentlichen schuldrelevanten Komponenten, insbesondere zur objektiven Tatschwere (beispielsweise n�here Umst�nde der Straftat wie L�nge der gefahrenen Strecke, Zeitpunkt etc. aber auch betreffend die subjektive Tatschwere wie Anlass der Fahrt etc.).
Die Vorinstanz ber�cksichtigt die Vorstrafen straferh�hend und das Gest�ndnis wie auch das kooperative Verhalten des Beschwerdef�hrers im Verfahren strafmindernd. Zwar ist das Gericht nicht gehalten, in Zahlen oder Prozenten anzugeben, wie es die einzelnen Strafzumessungskriterien ber�cksichtigt (BGE 136 IV 55 E. 5.6 S. 61 mit Hinweis). Jedoch gen�gt, nebst einer knappen Begr�ndung der Strafzumessung, die blosse Auflistung einzelner Strafzumessungsfaktoren im Hinblick auf eine transparente, in den Grundz�gen nachvollziehbare und �berpr�fbare Strafzumessung nicht. Nach Art. 50 StGB sind nicht nur die f�r die Zumessung der Strafe erheblichen Umst�nde festzuhalten, sondern auch deren Gewichtung. Es ist deshalb grunds�tzlich zu begr�nden, in welchem Grad die einzelnen Faktoren (strafmindernd oder straferh�hend) in die Waagschale geworfen werden (z.B. leicht, mittel etc.).
1.4.3.2 Nicht nachvollziehbar sind auch die Erw�gungen zur Busse in der H�he von Fr. 2'500.--. Die Vorinstanz verweist zwar diesbez�glich auf die Erw�gungen des Bezirksgerichts Brugg, welche nach ihrer Einsch�tzung nicht zu beanstanden seien (angefochtener Entscheid S. 14, erstinstanzliches Urteil S. 21). Gleichzeitig spricht sie den Beschwerdef�hrer aber in Abweichung des erstinstanzlichen Entscheids vom Vorwurf einer �bertretung frei (Vorfall vom 8. Juni 2007, Missachtung einer Sicherheitslinie). Die Vorinstanz legt nicht dar, weshalb sie trotz Freispruch die Busse gleich wie die erste Instanz bemisst. Ebenso wenig ist ersichtlich, dass die Vorinstanz bei der Bemessung der Busse nebst dem Verschulden auch den Verh�ltnissen des Beschwerdef�hrers im Sinne von Art. 106 Abs. 3 StGB Rechnung tragen w�rde. Diese Bestimmung stellt klar, dass die wirtschaftliche Leistungsf�higkeit des T�ters ("je nach den Verh�ltnissen") auch f�r die Bemessung der Busse eine zentrale Rolle spielt, wenngleich hier das Gericht �ber ein gr�sseres Ermessen verf�gt als im Tagessatzsystem (BGE 134 IV 60 E. 7.3.3 S. 76). Zwar werden an die Begr�ndung keine hohen Anforderungen gestellt (STEFAN HEIMGARTNER, in: Basler Kommentar, Strafrecht, Bd. I, 2. Aufl. 2007, N. 24 zu Art. 106 StGB). Gleichwohl ist die von der Vorinstanz festgesetzte Busse selbst dem Grundsatze nach nicht �berpr�fbar.
1.4.3.3 Das angefochtene Urteil gen�gt den Anforderungen an die Urteilsbegr�ndung im Sinne von Art. 50 StGB nicht. Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als begr�ndet. Die Vorinstanz wird die Strafzumessung unter Ber�cksichtigung der wesentlichen Strafzumessungsfaktoren neu vorzunehmen und nachvollziehbar darzulegen haben, weshalb sie eine bestimmte Strafe ausspricht. Dabei wird sie zu beachten haben, dass die pers�nlichen und wirtschaftlichen Verh�ltnisse des Beschwerdef�hrers bis zum Zeitpunkt des Entscheids miteinzubeziehen sein werden. Gegebenenfalls wird sie pr�fen m�ssen, ob eine Geldstrafe in Betracht f�llt (vgl. BGE 134 IV 97 E. 4.2.2 und 5.2.3 S. 101 ff. mit Hinweisen).
1.4.4 Die Vorinstanz erweitert den ordentlichen Strafrahmen auf Grund der mehrfachen Tatbegehung (Bet�ubungsmitteldelikte) und des Fahrens in fahrunf�higem Zustand in Anwendung von Art. 49 Abs. 1 StGB auf 4 1/2 Jahre. Sie wird bei der Neubeurteilung zu ber�cksichtigen haben, dass die tat- und t�terangemessene Strafe grunds�tzlich innerhalb des ordentlichen Strafrahmens der (schwersten) anzuwendenden Strafbestimmung festzusetzen ist. Dieser wird durch Strafsch�rfungs- oder Strafmilderungsgr�nde nicht automatisch erweitert, worauf innerhalb dieses neuen Rahmens die Strafe nach den �blichen Zumessungskriterien festzusetzen w�re. Vielmehr ist der ordentliche Strafrahmen nur zu verlassen, wenn aussergew�hnliche Umst�nde vorliegen und die f�r die betreffende Tat angedrohte Strafe im konkreten Fall zu hart bzw. zu milde erscheint (BGE 136 IV 55 E. 5.8 S. 63 mit Hinweisen). Solche Umst�nde zeigt die Vorinstanz nicht auf und liegen nicht vor.
1.4.5 Der Beschwerdef�hrer r�gt, er sei betreffend den Handel mit Marihuana nicht einschl�gig vorbestraft, und die gegenteilige Feststellung der Vorinstanz sei aktenwidrig. Laut dem Bezirksgericht Brugg, auf dessen Erw�gungen die Vorinstanz verweist, sei der Beschwerdef�hrer "schon fr�her aufgrund von Widerhandlungen gegen das Bet�ubungsmittelgesetz bestraft" worden (vorinstanzlicher Entscheid S. 13 mit Verweis auf das erstinstanzliche Urteil S. 20). Die Vorinstanz h�lt ihrerseits fest, der Beschwerdef�hrer sei "in Bezug auf den Handel mit Marihuana [...] einschl�gig vorbestraft". Der Beschwerdef�hrer wurde mit Strafmandat des Bezirksamts Brugg vom 21. Juni 2006 unter anderem wegen mehrfacher �bertretung des Bet�ubungsmittelgesetzes (Art. 19a BetmG) bestraft. Ob die Vorinstanz im Rahmen der Strafzumessung und unter Hinweis auf die einschl�gige Vorstrafe annimmt, der Beschwerdef�hrer habe bereits fr�her mit Bet�ubungsmitteln gehandelt, oder ob sie einzig �hnliche Delikte (wie fr�here Beschaffungshandlungen im Zusammenhang mit dem eigenen Drogenkonsum) vor Augen hat, ist unklar. Mithin ist fraglich, ob �berhaupt eine offenkundige Aktenwidrigkeit vorliegt. Die Frage kann aber offenbleiben. Die Vorinstanz wird die Strafzumessung und damit auch die T�terkomponenten neu darzulegen haben.
1.4.6 Soweit der Beschwerdef�hrer geltend macht, die vorinstanzliche Strafzumessung sei im Vergleich zur 14-t�gigen Freiheitsstrafe, welche das Bezirksamt Brugg am 21. Juni 2006 ausgef�llt habe, nicht vertretbar, geht seine R�ge fehl. Derartige Vergleichsf�lle weisen in aller Regel betr�chtliche Verschiedenheiten auf, und aus der fr�heren Bestrafung kann der Beschwerdef�hrer nichts zu seinen Gunsten ableiten.
Der Beschwerdef�hrer bringt vor, die Vorinstanz habe mit Entscheid vom 19. Mai 2011 die Strafe vom 23. November 2011 (richtig wohl: 26. August 2010) versch�rft. Damit habe sie das Verbot der reformatio in peius missachtet und Art. 391 Abs. 2 StPO verletzt. Ebenso habe sie das Recht auf ein gerechtes Verfahren verletzt (Beschwerde S. 8). Die R�ge ist unbegr�ndet. Die Vorinstanz best�tigte mit Urteil vom 26. August 2010 die erstinstanzliche Freiheitsstrafe von 18 Monaten. Mit Entscheid vom 19. Mai 2011 setzt sie diese auf 13 Monate fest. Die Busse bemass sie in beiden F�llen gleich hoch. Eine Versch�rfung der Bestrafung und eine Schlechterstellung liegen offensichtlich nicht vor.
3.1 Der Beschwerdef�hrer richtet sich gegen die Verweigerung des bedingten Strafvollzugs. Er r�gt sinngem�ss eine Verletzung von Art. 42 StGB. Im Wesentlichen macht er geltend, eine unbedingte Strafe sei nicht notwendig, um ihn von der Begehung weiterer Delikte abzuhalten (Beschwerde S. 10 f.).
3.2 Gem�ss Art. 42 Abs. 1 StGB schiebt das Gericht den Vollzug einer Geldstrafe, von gemeinn�tziger Arbeit oder einer Freiheitsstrafe von mindestens sechs Monaten und h�chstens zwei Jahren in der Regel auf, wenn eine unbedingte Strafe nicht notwendig erscheint, um den T�ter von der Begehung weiterer Verbrechen oder Vergehen abzuhalten. F�r den bedingten Vollzug gen�gt das Fehlen einer ung�nstigen Prognose, d.h. die Abwesenheit der Bef�rchtung, der T�ter werde sich nicht bew�hren (BGE 134 IV 1 E. 4.2.2 S. 5 f. mit Hinweisen).
Die Pr�fung der Bew�hrungsaussichten des T�ters ist nach den zutreffenden vorinstanzlichen Erw�gungen anhand einer Gesamtw�rdigung aller wesentlichen Umst�nde vorzunehmen (vgl. dazu im Einzelnen: BGE 134 IV 1 E. 4.2.1 S. 5 mit Hinweisen). In die Beurteilung der Bew�hrungsaussichten im Falle des Widerrufs des bedingten Strafvollzugs einer Freiheitsstrafe ist im Rahmen der Gesamtw�rdigung auch miteinzubeziehen, ob die neue Strafe bedingt oder unbedingt ausgesprochen wird. Der Richter kann zum Schluss kommen, dass vom Widerruf des bedingten Vollzugs f�r die fr�here Strafe abgesehen werden kann, wenn die neue Strafe vollzogen wird. Auch das Umgekehrte ist zul�ssig: Wenn der bedingte Vollzug der fr�heren Strafe widerrufen wird, kann unter Ber�cksichtigung ihres nachtr�glichen Vollzugs eine Schlechtprognose f�r die neue Strafe im Sinne von Art. 42 Abs. 1 StGB verneint und die Strafe folglich bedingt ausgesprochen werden. Im Gegensatz zur fr�heren Rechtsprechung (BGE 100 IV 193 E. 2c S. 196) muss die m�gliche Warnungswirkung der zu vollziehenden Strafe zwingend beachtet werden (BGE 134 IV 140 E. 4.5 S. 144; 117 IV 97 E. 4c S. 106; 116 IV 97 E. 2b S. 99; je mit Hinweisen; SCHNEIDER/GARR�, in: Basler Kommentar, Strafrecht, Bd. I, 2. Aufl. 2007, N. 36 zu Art. 46 StGB).
Dem Sachrichter steht bei der Pr�fung der Prognose des k�nftigen Legalverhaltens ein Ermessensspielraum zu. Das Bundesgericht greift nur ein, wenn das Ermessen �ber- bzw. unterschritten oder missbraucht und damit Bundesrecht verletzt wird (BGE 134 IV 140 E. 4.2 S. 143 mit Hinweis).
3.3 Die Vorinstanz ber�cksichtigt die Vorstrafen aus den Jahren 2004 und 2006 sowie die Suchtgef�hrdung (angefochtener Entscheid S. 15). Indem sie es unterl�sst, bei der Beurteilung der Bew�hrungsaussichten auch die Warnungswirkung der zu vollziehenden Vorstrafe aus dem Jahre 2006 in Rechnung zu stellen (E. 4 nachfolgend), verletzt sie Bundesrecht. Bei der Neubeurteilung wird die Vorinstanz auch hier zu beachten haben, dass die pers�nlichen Verh�ltnisse des Beschwerdef�hrers bis zum Zeitpunkt des Entscheids miteinzubeziehen sein werden. Sie wird somit in Bezug auf die Frage der Bew�hrung auf die Verh�ltnisse im Zeitpunkt des neuen Urteils abzustellen haben.
Der Beschwerdef�hrer beantragt, der bedingte Vollzug einer Freiheitsstrafe gem�ss Strafmandat des Bezirksamt Brugg vom 21. Juni 2006 sei nicht zu widerrufen. Er begr�ndet den Antrag nicht, weshalb darauf nicht eingetreten werden kann (Art. 42 Abs. 2 BGG).
Der Beschwerdef�hrer wird im Umfang seines Unterliegens kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG). Die Gerichtskosten sind zu einem Drittel dem Beschwerdef�hrer aufzuerlegen. Dem Kanton Aargau sind keine Verfahrenskosten aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 4 BGG).
Der Kanton Aargau hat als teilweise unterliegende Partei dem Beschwerdef�hrer f�r das bundesgerichtliche Verfahren zwei Drittel der auf Fr. 3'000.-- bestimmten Entsch�digung auszurichten (Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG).
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen, das Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau vom 19. Mai 2011 aufgehoben und die Sache im Sinne der Erw�gungen zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckgewiesen. Im �brigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
Die Gerichtskosten werden im Umfang von Fr. 1'300.-- dem Beschwerdef�hrer auferlegt.