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Timestamp: 2019-07-19 04:03:10
Document Index: 129971970

Matched Legal Cases: ['§ 20', '§ 21', '§ 63', '§ 64', '§ 126', '§ 81']

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Auzug des Wortes "Psychiatrie" aus dem Duden
In der forensischen Psychiatrie werden psychisch kranke Straftäter untergebracht und behandelt, die als schuldunfähig oder vermindert schuldfähig (§ 20 oder § 21 StGB) gelten. Voraussetzung ist, dass sich bei einer Gesamtbetrachtung des Täters und seiner Tat ein Zusammenhang zwischen Tat und psychischer Erkrankung zeigt.
Wenn das Gericht bzw. die von ihm bestellten psychiatrischen Gutachter davon ausgehen, dass von dem Täter wegen seiner Erkrankung eine Gefahr für die Bevölkerung ausgehen kann, ist gemäß § 63 StGB eine Einweisung in die forensische Psychiatrie möglich. Straffällig gewordene Menschen mit einer Suchterkrankung können nach § 64 StGB vom Gericht in eine geschlossen geführte Einrichtung zum Alkohol- oder Drogenentzug eingewiesen werden. Dies gilt auch, wenn sie nicht vermindert schuldfähig sind.
Diese sogenannten freiheitsentziehenden Maßregeln werden insbesondere aufgrund des besonderen Sicherungsbedürfnisses in spezialisierten Abteilungen, den Maßregelvollzugsanstalten (Forensiken) durchgeführt. Das gilt auch für einstweilige Unterbringungen gemäß §§ 126a und 453c der Strafprozessordnung (StPO) und für Unterbringungen zur Begutachtung nach § 81 StPO.
In den Kliniken der forensischen Psychiatrie werden die eingewiesenen Straftäter nicht als Insassen einer Haftanstalt betrachtet, sondern als Patienten und Patientinnen. Ziel ist – entsprechend den gesetzlichen Maßregeln der Besserung und Sicherung – die psychische Rehabilitation der Patienten und Patientinnen sowie deren Wiedereingliederung in die Gesellschaft.
Andere Formen von Maßregeln
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