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Timestamp: 2016-10-24 07:04:56
Document Index: 10086409

Matched Legal Cases: ['Art. 6', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 134', 'Art. 159', 'Art. 135']

Bundesrichter Sch�n, Spira und Ursprung; Gerichtsschreiber Ackermann
G.________, 1955, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Bohren, Forchstrasse 2/Kreuzplatz, 8032 Z�rich,
A.- G.________, geboren 1955, arbeitete seit dem 1. Juli 1992 als Chauffeur bei der Firma X.________ AG und war bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen Berufs- und Nichtberufsunf�lle versichert. Am 23. Juni 1993 schlug ihm w�hrend des Bespannens der Bindemaschine das einzulegende Stahlband auf das linke Auge. Am 6. Juli 1993 begab sich G.________ wegen Sehbeschwerden zum Augenarzt, der eine zentrale Venenthrombose links diagnostizierte. Nach Einholen diverser Arztberichte lehnte die SUVA mit Verf�gung vom 1. Dezember 1993, best�tigt durch Einspracheentscheid vom 6. Januar 1995, ihre Leistungspflicht ab, da keine Unfallfolgen, sondern eine Krankheit vorliege. Auf Beschwerde des G.________ hin hob das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich mit Entscheid vom 13. August 1998 den Einspracheentscheid vom 6. Januar 1995 auf und wies die SUVA an, ein unabh�ngiges Gutachten einzuholen und anschliessend neu zu verf�gen.
In Nachachtung dieses Entscheides holte die SUVA bei Prof. Dr. med. B.________, Chefarzt der Klinik f�r Augenkrankheiten, Kantonsspital Y.________, ein Gutachten vom 16. April 1999 ein und verneinte darauf mit Verf�gung vom 28. Mai 1999 abermals ihre Leistungspflicht, woran sie mit Einspracheentscheid vom 28. Juli 1999 festhielt.
B.- Im Rahmen des folgenden Beschwerdeverfahrens legte G.________ ein Gegengutachten von Dr. med. F.________, Ober�rztin an der Augenklinik und Augenpoliklinik, Spital K.________, vom 12. Oktober 1999 ins Recht. Das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich holte einen Erg�nzungsbericht des Prof. B.________ vom 16. November 2000 ein, worauf G.________ eine Stellungnahme von PD Dr. med. F.________ vom 8. Januar 2001 einreichte. Mit Entscheid vom 26. Januar 2001 wies das kantonale Gericht die Beschwerde ab.
C.- G.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren mit den Antr�gen, unter Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheides und des Einspracheentscheides seien ihm die gesetzlichen Leistungen, nebst Zins zu 5 % seit dem 1. Juni 1997, auszurichten; eventualiter sei ein Obergutachten einzuholen; subeventualiter sei ein Gutachten �ber die Frage zu erstellen, wie gross die mathematische Wahrscheinlichkeit sei, dass bei einer Person wie G.________ nach einer Augenverletzung eine Zentralvenenthrombose auftrete und wie gross die mathematische Wahrscheinlichkeit sei, dass bei einer solchen Person spontan und unabh�ngig von der Augenverletzung eine Zentralvenenthrombose auftrete.
1.- Das kantonale Gericht hat die massgebliche Grundlage des nat�rlichen Kausalzusammenhangs als Anspruchsvoraussetzung f�r die Leistungspflicht der Unfallversicherung nach Art. 6 Abs. 1 UVG in materiell- und beweisrechtlicher Sicht zutreffend dargelegt (BGE 119 V 337 Erw. 1 mit Hinweisen). Darauf kann verwiesen werden.
2.- Streitig ist, ob die auf eine Sehsch�digung zur�ckzuf�hrende Arbeitsunf�higkeit des Beschwerdef�hrers eine nat�rlich kausale Unfallfolge ist.
a) Die Vorinstanz stellt auf das Gutachten des Prof. B.________ vom 16. April 1999 und dessen Erg�nzung vom 16. November 2000 ab, wonach der Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und der - zum heutigen Leiden f�hrenden - Zentralvenenthrombose nur m�glich sei.
b) Der Beschwerdef�hrer bringt zun�chst vor, Prof. B.________ sei befangen; die SUVA sei ein potentieller Auftraggeber, was den Gutachter gegen�ber der SUVA zu - bewusster oder unbewusster - Loyalit�t verpflichte.
Der Vorwurf der potentiellen wirtschaftlichen Abh�ngigkeit des Experten gegen�ber der SUVA ist haltlos; es ist nicht ersichtlich, dass sich Prof. B.________ von aussermedizinischen Gesichtspunkten h�tte leiten lassen. Sogar wenn der Gutachter ein Angestellter der SUVA w�re, kann nach der Rechtsprechung daraus allein nicht auf mangelnde Objektivit�t und auf Befangenheit geschlossen werden; vielmehr m�ssen besondere Umst�nde vorliegen, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begr�ndet erscheinen lassen (BGE 125 V 353 f. Erw. 3b/ee). Dies gilt f�r den von der SUVA unabh�ngigen Experten Prof. B.________ erst recht.
c) Der Beschwerdef�hrer ist der Ansicht, dass nicht die Auffassung des Prof. B.________, sondern diejenige von PD Dr. med. F.________ �berzeuge.
Die �usserungen im Gutachten des Prof. B.________ vom 16. April 1999 und in dessen Erg�nzung vom 16. November 2000 beruhen auf zwei Untersuchungen des Versicherten und ber�cksichtigen dessen geklagte Beschwerden. Dem Experten standen die gesamten Vorakten zur Verf�gung, und er besch�ftigte sich auch mit der massgebenden Literatur. Im Erg�nzungsgutachten zog Prof. B.________ zudem einerseits den Netzhautspezialisten PD Dr. med. H.________ bei und setzte sich andererseits auch mit den Angaben von PD Dr. med. F.________ auseinander. Die Beurteilung des Prof. B.________ leuchtet ausserdem in der Beurteilung der medizinischen Situation ein und weist begr�ndete Schlussfolgerungen auf (vgl. BGE 125 V 352 Erw. 3a).
Demgegen�ber beruhen die Beurteilungen von PD Dr. med. F.________ auf einer bloss einmaligen Untersuchung des Beschwerdef�hrers und auf einer unvollst�ndigen Kenntnis der Aktenlage, da ihr einzig das Gutachten des Prof. B.________ vorgelegen hat. Die Stellungnahme vom 8. Januar 2001 ist summarisch und nicht n�her begr�ndet, zudem finden sich darin keinerlei Literaturhinweise. Im Weiteren fehlt auch eine Auseinandersetzung mit der Feststellung des Prof. B.________, dass sich keine l�nglichen Aderhautrisse finden liessen, wie sie bei einer schweren stumpfen Verletzung des Auges h�ufig seien.
Im Gutachten vom 16. April 1999 hielt Prof. B.________ fest, dass die Sehst�rung auf eine Zentralvenenthrombose zur�ckzuf�hren sei und zwischen Unfall und Thrombose ein zeitlicher Zusammenhang bestehe, wobei ein kausaler Zusammenhang in der medizinischen Literatur nur selten gefunden werde. Erst in seinem Erg�nzungsbericht vom 16. November 2000 bewertet er - auf explizite Frage der Vorinstanz - den Zusammenhang als nur m�glich. Die Beweisw�rdigung des kantonalen Gerichtes, dass der Kausalzusammenhang nicht mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sei, ist deshalb nicht zu beanstanden, lassen doch die Expertisen des Prof. B.________ - die von den Berichten von PD Dr. med. F.________ nicht in Zweifel gezogen werden k�nnen - auf keine �berwiegende Wahrscheinlichkeit f�r das Bestehen eines nat�rlichen Kausalzusammenhanges zwischen Unfall und Sehst�rung schliessen. Da Prof. B.________ seine Aussage begr�ndet, ist insbesondere auch irrelevant, dass er die Frage nach der M�glichkeit erst im Erg�nzungsgutachten konkret beantwortet. Die Vorinstanz hat die Beweise korrekt gew�rdigt und das Bestehen eines nat�rlich kausalen Zusammenhangs zwischen dem Unfall und dem geklagten Augenleiden zu Recht verneint.
d) Da der rechtserhebliche Sachverhalt gen�gend abgekl�rt worden ist, er�brigen sich weitere Beweisvorkehren. Insbesondere wurde in der Expertise des Prof. B.________ der Umstand ber�cksichtigt, dass der Beschwerdef�hrer Blutverd�nnungsmittel einnahm.
Weil der nat�rliche Kausalzusammenhang das Verh�ltnis zwischen einer konkreten Ursache und einem konkreten Erfolg betrifft, ist die Frage nach seinem Vorliegen in jedem Einzelfall gesondert zu beantworten (vgl. BGE 119 V 340 Erw. 2b/aa) und nicht anhand mathematischer Wahrscheinlichkeiten zu bestimmen. Entsprechende Expertisen sind in diesem Zusammenhang nicht aussagekr�ftig und der entsprechende Beweisantrag des Versicherten ist abzuweisen.
3.- Das Verfahren ist kostenlos (Art. 134 OG). Dem Prozessausgang entsprechend steht dem Beschwerdef�hrer keine Parteientsch�digung - inkl. Gutachterkosten (vgl. RKUV 2000 Nr. U 362 S. 44 Erw. 3b) - zu (Art. 159 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 135 OG).