Source: https://www.bundesfinanzhof.de/de/entscheidung/entscheidungen-online/detail/STRE202010132/
Timestamp: 2020-08-05 08:02:07
Document Index: 147486581

Matched Legal Cases: ['§ 9', '§ 9', '§ 19', '§ 19', '§ 19', '§ 19', '§ 8', '§ 8', '§ 126', '§ 9']

Urteil vom 11. März 2020, VI R 26/18
ECLI:DE:BFH:2020:U.110320.VIR26.18.0
EStG § 9a S 1 Nr 1 Buchst a , EStG § 9a S 1 Nr 1 Buchst b , EStG § 19 Abs 1 S 1 Nr 2 , EStG § 19 Abs 2 S 2 Nr 1 Buchst a , EStG § 19 Abs 2 S 2 Nr 1 Buchst b , EStG § 19 Abs 2 S 2 Nr 2 , EStG VZ 2015 , EStG VZ 2016
vorgehend FG München, 08. Mai 2018, Az: 6 K 2979/17
Die Revision der Kläger gegen das Urteil des Finanzgerichts München, Außensenate Augsburg, vom 08.05.2018 - 6 K 2979/17 wird als unbegründet zurückgewiesen.
Die Kläger und Revisionskläger (Kläger) sind Ehegatten, die für die Streitjahre (2015 und 2016) zur Einkommensteuer zusammen veranlagt wurden.
Wert der Fahrkarte nach 4 % Abschlag gemäß § 8 Abs. 3 des Einkommensteuergesetzes (EStG):
Freibetrag gemäß § 8 Abs. 3 EStG:
5.331,26 €
5.359,16 €
das Urteil des FG sowie die Einspruchsentscheidung vom 31.10.2017 aufzuheben und die Einkommensteuerbescheide für 2015 vom 22.05.2017 sowie für 2016 vom 12.07.2017 dahin zu ändern, dass die Einkünfte des Klägers aus nichtselbständiger Arbeit in Form von Sachbezügen anstelle der bisher berücksichtigten Werbungskosten um den Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 1.000 € gemindert werden.
Die Revision der Kläger ist unbegründet und zurückzuweisen (§ 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung --FGO--). Das FG hat zutreffend entschieden, dass dem Kläger der Arbeitnehmer-Pauschbetrag gemäß § 9a Satz 1 Nr. 1 Buchst. a EStG für die Sachbezüge in Gestalt der Jahresnetzkarte nicht zusteht, weil er in den Streitjahren bei den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit ausschließlich Versorgungsbezüge bezogen hat. Die Vorinstanz hat die kostenlose Zurverfügungstellung der Jahresnetzkarten zu Recht als Versorgungsbezug angesehen.