Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%202002,%203326
Timestamp: 2020-04-03 00:47:17
Document Index: 39493830

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', '§ 22', 'BGH', 'BGH', '§ 21', '§ 22', '§ 55', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 254', 'BGH', '§ 254', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 254', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 634', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 548', '§ 11', '§ 195', '§ 558', 'BGH', 'BGH', '§ 10', '§ 9', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 4', '§ 10', '§ 9', '§ 546', '§ 581', '§ 4', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 10', '§ 10', '§ 9', 'BGH', 'BGH', '§ 11', 'BGH']

Rechtsprechung: NJW 2002, 3326 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: BGH, 18.04.2002 | BGH, 06.06.2002
Die eingeräumten Befugnisse können bis zur Grenze der Rechtsmacht eines starken vorläufigen Insolvenzverwalters gemäß § 22 Abs. 1 InsO ausgedehnt werden (BGH-Urteil vom 18.07.2002 - IX ZR 195/01, BGHZ 151, 353).
Außerhalb einer Einzelermächtigung kann auch der mitbestimmende vorläufige Insolvenzverwalter (§ 21 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 Fall 2, § 22 Abs. 2 InsO) keine Masseverbindlichkeiten begründen; die Vorschrift des § 55 Abs. 2 InsO ist auch nicht entsprechend anwendbar (BGH, Urteil vom 18. Juli 2002 - IX ZR 195/01, BGHZ 151, 353, 363 ff; vom 9. Dezember 2004 - IX ZR 108/04, BGHZ 161, 315, 318;… vom 13. Juli 2006 - IX ZR 57/05, NZI 2006, 587 Rn. 14;… vom 20. September 2007 - IX ZR 91/06, NZI 2008, 39 Rn. 9;… vom 7. Mai 2009 - IX ZR 61/08, NZI 2009, 475 Rn. 13;… Beschluss vom 4. Dezember 2014 - IX ZR 166/14, ZInsO 2015, 261 Rn. 3).
BGH, 18.04.2002 - VII ZR 70/01
https://dejure.org/2002,1702
BGH, 18.04.2002 - VII ZR 70/01 (https://dejure.org/2002,1702)
BGH, Entscheidung vom 18.04.2002 - VII ZR 70/01 (https://dejure.org/2002,1702)
BGH, Entscheidung vom 18. April 2002 - VII ZR 70/01 (https://dejure.org/2002,1702)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2002,1702) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Schadensersatz - Wasserverlust - Undichte Leitung - Sanitäranlagen - Streithelfer
BGB §§ 254 278 635
Wann ist Architekt Erfüllungsgehilfe des Auftraggebers?
Keine Haftung des Auftraggebers für einen Architekten wegen dessen Unterlassung einer vom Auftraggeber nicht geschuldeten Handlung
Wann ist der Architekt Erfüllungsgehilfe des Bauherrn? (IBR 2002, 368)
NJW 2002, 3326 (Ls.)
NJW-RR 2002, 1175
NZBau 2002, 514
Dies begründet sich insbesondere daraus, dass der Bauherr dem Werkunternehmer keine Bauaufsicht schuldet (vgl. BGH, Urteil vom 18.04.2002, VII ZR 70/01, NZBau 2002, 514;… Kniffka/Koeble, a.a.O., 6. Teil, Rn 56 mwN; Leupertz, BauR 2010, 1999/2007).
Dabei hat das LG zutreffend (und von der Berufung der Beklagten nicht in Abrede gestellt), dass sich die Klägerin ein - unterstelltes - Verschulden des KB B. im Rahmen deren etwaigen Aufgaben zur Bauleitung/-überwachung jedenfalls nicht im Rahmen von § 254 BGB zurechnen lassen müsste (vgl. BGH, Urteil vom 18.04.2002, VII ZR 70/01, NZBau 2002, 514;… Kniffka/Koeble, a.a.O., 6. Teil, Rn 76 mwN).
Ungeachtet der Frage, ob der Streithelfer des Klägers (als Statiker bzw. Sonderfachmann) diesem gegenüber überhaupt vertraglich Bauaufsichtstätigkeiten schuldete, kann die Beklagte (als Architektin) dem Kläger (als Bauherrn) gegenüber insoweit schon deswegen kein Mitverschulden anlasten, weil der Kläger (als Bauherr) ihr gegenüber zwar eine mangelfreie Statik schulden mag (siehe oben), nicht jedoch die Bauaufsicht (BGH, Urteil vom 18.04.2002, VII ZR 70/01, NZBau 2002, 514;… Kniffka/Koeble, a.a.O:, 6. Teil, Rn 76 mwN).
Grundsätzlich kann ein Werkunternehmer nicht von dem Besteller verlangen, dass dieser ihn bei der Herstellung des Werks überwacht oder überwachen läßt (…BGH Urt. v. 18.01.1973 NJW 1973, 518, 519; Urt. v. 18.04.2002 NJW-RR 2002, 1175, 1176;… Palandt/Heinrichs aaO. § 254 Rn. 16 mwN.).
Findet gleichwohl eine Überwachung etwa durch einen von dem Besteller beauftragten Fachmann statt und unterlaufen diesem hierbei für den späteren Mangel mitursächliche Fehler, kann sich der Unternehmer hierauf gegenüber dem Besteller nicht berufen (BGH Urt. v. 18.04.2002 aaO.).
Erforderlich ist, dass der Gehilfe solche in seinem Verantwortungsbereich liegende Pflichten oder Obliegenheiten verletzt hat, die den Bauherrn gerade gegenüber dem Bauunternehmer treffen (BGH NJW-RR 2002, 1175, juris Tz. 13;… Werner/Pastor, a.a.O., Rdnr. 2936).
Umgekehrt ist anerkannt, dass der bauaufsichtsführende Architekt im Verhältnis zum Bauunternehmer regelmäßig nicht Erfüllungsgehilfe des Bauherrn ist, denn dieser schuldet dem Unternehmer nicht dessen Beaufsichtigung (vgl. BGH BauR 2009, 515, juris Tz. 29; NJW-RR 2002, 1175, juris Tz. 14; OLG Celle BauR 2010, 1613, juris Tz. 68 f.).
Sie schuldete dem Beklagten keine Bauaufsicht, so dass der von ihr beauftragte Sachverständige nicht ihr Erfüllungsgehilfe ist und daher eine Mithaftung nicht in Betracht kommt (BGH, Urt. v. 18.04.2002 - VII ZR 70/01, NJW-RR 2002, 1175;… Thode/Quack, Abnahme- und Gewährleistung im Bau- und Bauträgervertrag, Rz. 150;… Krause-Allenstein, in: Kniffka, Bauvertragsrecht, § 634 Rz. 96).
Erforderlich ist, dass der Gehilfe solche in seinem Verantwortungsbereich liegende Pflichten oder Obliegenheiten verletzt, die den Bauherrn gerade gegenüber dem Bauunternehmer treffen (vgl. BGH NJW-RR 2002, 1175, juris Rn. 13).
Denn der Auftraggeber schuldet dem Auftragnehmer (Bauunternehmer) keine Beaufsichtigung von dessen eigener, nach dem Bauvertrag geschuldeter Leistung, sodass der Architekt insoweit auch nicht Erfüllungsgehilfe ist und ein Mitverschulden des Auftraggebers wegen einer Pflichtverletzung des Architekten deshalb nicht in Betracht kommt (vgl. BGH, NJW-RR 2002, 1175 m. w. N.; ständige Rechtsprechung).
OLG Brandenburg, 28.09.2006 - 12 U 46/06
Unberechtigter Umsatzsteuerausweis in der Rechnung: Schadensersatzanspruch des …
AG Hamburg-Barmbek, 27.05.2016 - 883 C 11/14
Verwalter ist kein Bauüberwacher!
OLG Frankfurt, 29.04.2005 - 24 U 115/04
Werkvertragsrecht: Schadensersatzpflicht des Bauunternehmers bei Nichteinhaltung …
OLG Brandenburg, 30.04.2008 - 4 U 141/06
Architektenhaftung: Mitverschulden des Architekten/Auftraggebers wegen mangelnder …
OLG Hamburg, 28.09.2006 - 10 U 18/03
Vergütung der Architekten: Mehrvergütung für zusätzliche Leistungen zur …
OLG Hamburg, 15.09.2009 - 6 U 1/08
https://dejure.org/2002,1247
BGH, 06.06.2002 - III ZR 181/01 (https://dejure.org/2002,1247)
BGH, Entscheidung vom 06.06.2002 - III ZR 181/01 (https://dejure.org/2002,1247)
BGH, Entscheidung vom 06. Juni 2002 - III ZR 181/01 (https://dejure.org/2002,1247)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2002,1247) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Kündigungsentschädigung bei Kleingärten
Revision - Besitzrecht - Endpächter - Kleingartenparzelle - Kündigung - Zwischenpachtvertrag - Angemessene Entschädigung - Verjährung
Pachtrecht - Kündigungsentschädigungsanspruch des Endpächters
Entschädigungsanspruch des Pächters einer Kleingartenparzelle wegen der Kündigung des Pachtvertrags verjährt nach drei Jahren - Keine Anwendung der kurzen Verjährungsfrist des § 548 Abs. 2 BGB
§ 11 BKleingG; §§ 195, 548 BGB; § 558 BGB a. F.
Kleingartenpachtvertrag - Kündigung des Zwischenpachtvertrags - Entschädigungsanspruch des Endpächters - Verjährung
BGHZ 151, 71
MDR 2002, 1186 (Ls.)
Demnach steht einem Pächter kein gesetzlicher Entschädigungsanspruch zu, wenn er selbst kündigt oder durch schuldhaftes Verhalten die Verpächterkündigung veranlaßt oder aber - wie hier - das Pachtverhältnis einvernehmlich durch Vertragsaufhebung beendet wird (Senatsurteil BGHZ 151, 71, 74).
Folglich gilt § 10 Abs. 3 BKleingG weder für Kündigungen des Hauptverpächters nach § 9 Abs. 1 BKleingG (Senatsurteile vom 6. Juni 2002 aaO …und vom 13. Februar 2014 - III ZR 250/13, NZM 2014, 352, 355 Rn. 32;… BGH, Urteile vom 2. Oktober 1992 aaO S. 303 f und vom 11. März 1994 - V ZR 282/92, NJW-RR 1994, 779;… Mainczyk/Nessler aaO;… Stang aaO Rn. 14;… s. auch BVerfG aaO S. 3560) noch für den Fall der Nichtigkeit des Zwischenpachtverhältnisses (BGH, Urteil vom 3. April 1987 - V ZR 160/85, BGHZ 101, 18, 22 f) noch für die Kündigung des Zwischenpachtvertrags mit dem Hauptverpächter durch den Zwischenpächter (s. BGH…, Urteil vom 17. Dezember 1992 aaO;… Mainczyk/Nessler aaO § 4 Rn. 35, 36 und § 10 Rn. 7;… Stang aaO Rn. 13).
Die wirksame Kündigung des Generalpachtvertrags mit dem Beklagten (als Zwischenpächter) nach § 9 Abs. 1 Nr. 5 Halbsatz 1 BKleingG begründet zugleich auch für die einzelnen Kleingartennutzer (Endpächter) die Pflicht zur Räumung und Herausgabe der von ihnen gepachteten Parzellen (§ 546 Abs. 2 BGB i.V.m. § 581 Abs. 2 BGB, § 4 Abs. 1 BKleingG); 10 Abs. 3 BKleingG ist insoweit nicht anwendbar (s. etwa BGH, Urteile vom 2. Oktober 1992 - V ZR 185/91, BGHZ 119, 300, 304; vom 11. März 1994 - V ZR 282/92, NJW-RR 1994, 779, 780 und vom 6. Juni 2002 - V ZR 181/01, BGHZ 151, 71, 73 f).
Die Vorschrift des § 10 Abs. 3 BKleingG, wonach bei Beendigung eines Zwischenpachtvertrages durch eine Kündigung des Verpächters dieser in die Verträge des Zwischenpächters mit den Kleingärtnern eintritt, betrifft nur Kündigungen nach § 10 Abs. 1 BKleingG, nicht aber solche nach § 9 Abs. 1 BKleingG (vgl. BGHZ 119, 300; BGHZ 151, 71).
OLG Frankfurt, 10.03.2006 - 24 U 175/05
Entschädigungsansprüche in entsprechender Anwendung des Bundeskleingartengesetzes …
Der originäre Anspruch des § 11 BKleingG steht in seinem rechtlichen Charakter dem öffentlichrechtlichen Enteignungsentschädigungsanspruch so nahe, dass im Interesse einer gleichen Behandlung gleichartiger Rechtsbeziehungen die Anwendung der für Ansprüche auf Entschädigung aus Enteignung geltenden (regelmäßigen) Verjährungsfrist gerechtfertigt ist (BGHZ 151, 71).