Source: https://www.deubner-steuern.de/produkte/personengesellschaften/p/208-ruecklage-nach--6b-estg-nach-dem-ausscheiden-aus-der-personengesellschaft-908642
Timestamp: 2019-11-16 23:23:24
Document Index: 356921124

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 6']

20.8 Rücklage nach § 6b EStG nach dem Ausscheiden aus der Personengesellschaft
20.1 Grundsatzfragen der Bilanzierung 20.2 Personenbezogene Besitzzeitanrechnung 20.3 Veräußerung von Anteilen an Kapitalgesellschaften (§ 6b Abs. 10 EStG) 20.4 Personenbezogene Übertragungen und deren Bilanzierung 20.5 Fallstudien zur Übertragung nach § 6b EStG von einer GmbH auf eine GmbH und Co. KG 20.6 Fallstudien zur Übertragung stiller Reserven zwischen Schwesterpersonengesellschaften 20.7 Fallstudien zur Bilanzierung nach § 6b EStG beim Gesellschafterwechsel 20.8 Rücklage nach § 6b EStG nach dem Ausscheiden aus der Personengesellschaft
20.8.1 Inanspruchnahme der Begünstigung nach § 6b EStG
Die Finanzverwaltung1) FinMin Schleswig-Holstein, Erlass v. 02.09.2014 - VI 306 - S 2139 -134, DStR 2014, 2180. vertritt zur "Bildung und Auflösung einer §-6b-Rücklage bei der Veräußerung eines Mitunternehmeranteils" die Auffassung, dass der Steuerpflichtige sein Bilanzierungswahlrecht, eine Rücklage nach § 6b EStG aus Anlass der Veräußerung eines Mitunternehmeranteils in Anspruch nehmen zu wollen, "durch Abgabe entsprechender Bilanzen im Rahmen seiner Einkommensteuererklärung" ausüben muss.2) Dem folgt unkritisch Hänisch (Mitarbeiter der OFD NRW), BBK 2016, 183, zu IV.2, ohne Bezug auf einschlägige Fachliteratur. Nach seiner Auffassung macht "ein anderes Vorgehen keinen Sinn". Dem kann weder aus Rechtsgründen noch im Hinblick auf die damit verbundene Verschiebung der Gewerbesteuerbelastung zugestimmt werden.3) Bolk, DStR 2015, 1355; zu den Folgen einer unterlassenen Passivierung vgl. ders., DStR 2016, 458. Das gilt selbst dann, wenn der ausgeschiedene Gesellschafter über einen Gewerbebetrieb verfügen sollte, in dessen Steuerbilanz die Fortführung der Rücklage dargestellt werden könnte, denn der vorsorgliche Transfer einer Rücklage nach § in einen anderen Betrieb desselben Steuerpflichtigen ohne begünstigte Reinvestition ist bereits dem Grunde nach unzulässig.