Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=VG%20D%C3%BCsseldorf&Datum=09.09.2014&Aktenzeichen=17%20K%202897/14
Timestamp: 2020-03-30 07:30:25
Document Index: 271895495

Matched Legal Cases: ['§ 27', '§ 80', '§ 80', '§ 75', '§ 27', '§ 27', '§ 27']

VG Düsseldorf, 09.09.2014 - 17 K 2897/14.A - dejure.org
VG Düsseldorf, 09.09.2014 - 17 K 2897/14.A
https://dejure.org/2014,32766
VG Düsseldorf, 09.09.2014 - 17 K 2897/14.A (https://dejure.org/2014,32766)
VG Düsseldorf, Entscheidung vom 09.09.2014 - 17 K 2897/14.A (https://dejure.org/2014,32766)
VG Düsseldorf, Entscheidung vom 09. September 2014 - 17 K 2897/14.A (https://dejure.org/2014,32766)
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Denn diese findet auf Ausländer, die in Deutschland einen Asylantrag gestellt haben, nachdem ihnen in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union - hier: Polen - die Flüchtlingseigenschaft oder subsidiärer Schutz im Sinne der Richtlinie 2011/95/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Dezember 2011 über Normen für die Anerkennung von Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen als Personen mit Anspruch auf internationalen Schutz, für einen einheitlichen Status für Flüchtlinge oder für Personen mit Anrecht auf subsidiären Schutz und für den Inhalt des zu gewährenden Schutzes (Richtlinie 2011/95/EU) zuerkannt worden ist, keine Anwendung, vgl. angedeutet in BVerwG, Urteil vom 17. Juni 2014 - 10 C 7.13 -, juris Rn. 26; VG Düsseldorf, Urteil vom 9. September 2014 - 17 K 2897/14.A -, n.V.; VG Düsseldorf, Beschluss vom 15. Juli 2014 - 17 L 1194/14.A -, juris Rn. 14; so auch zur Vorgängerregelung Dublin II VO Nr. 343/2003: VG Düsseldorf, Beschluss vom 18. Januar 2013 - 6 L 104/13.A -, juris Rn. 20; VG Düsseldorf, Urteil vom 27. Juni 2013 - 6 K 7204/12.A -, juris; Funke-Kaiser, in: GK-AsylVfG, Stand: November 2013, § 27a AsylVfG Rn. 34.
VG Düsseldorf, Urteil vom 9. September 2014 - 17 K 2897/14.A -, juris.
Der Asylbewerber muss sich daher grundsätzlich auf den Behandlungs-, Therapie- und Medikamentationsstandard im Überstellungsstaat verweisen lassen, auch wenn dieser dem hiesigen Niveau nicht entspricht, vgl. hierzu OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 5. August 2004 - 13 A 2160/04.A -, juris Rn. 5; VG Düsseldorf, Urteil vom 24. März 2015 - 17 K 2897/14.A -, juris Rn. 91 f.; VG Düsseldorf, Beschluss vom 29. April 2016 - 17 L 410/16.A. -, n.v.; VG Düsseldorf, Urteil vom 6. Juli 2016 - 17 K 6384/16.A -, juris Rn. 42.
Der Asylbewerber muss sich grundsätzlich auf den Behandlungs-, Therapie- und Medikamentationsstandard im Überstellungsstaat verweisen lassen, auch wenn dieser dem hiesigen Niveau nicht entspricht, vgl. OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 5. August 2004 - 13 A 2160/04.A -, juris Rn. 5; VG Düsseldorf, Urteil vom 24. März 2015 - 17 K 2897/14.A -, juris Rn. 91 f.; VG Düsseldorf, Beschluss vom 29. April 2016 - 17 L 410/16.A. -, n.v.; VG Düsseldorf, Urteil vom 6. Juli 2016 - 17 K 6384/16.A - juris Rn. 42; VG Düsseldorf, Beschluss vom 21. März 2016 - 17 L 654/16.A -, juris Rn. 36.
Doch selbst wenn der Kläger, der Sachvortrag im "hilfsweise" gestellten Beweisantrag insoweit als wahr unterstellt, wegen Tuberkulose, Nebennierentumor und depressiver Erkrankung behandelt werden muss und sich sein Gesundheitszustand bei einem Abbruch der Behandlung wesentlich oder sogar lebensbedrohlich verschlechtern würde, ist ein solcher Abbruch der Behandlung nach obigen Ausführungen aufgrund des gewährleisteten Zugangs zur medizinischen Versorgung nicht anzunehmen (…vgl. ausführlich OVG NW, U.v. 7.3.2014 - 1 A 21/12.A - juris Rn. 182; VG Düsseldorf, U.v. 9.9.2014 - 17 K 2897/14.A - juris Rn. 104 - 110).
Denn die zuständige Abschiebebehörde hat hier dafür Rechnung zu tragen, dass unmittelbar nach der Ankunft eine Versorgung und Betreuung gegeben und sichergestellt ist und eine erhebliche Gefährdung des Klägers - ggf. auch mittels entsprechender Medikamente für eine Übergangsphase bis zur Aufnahme der weiteren Behandlung vor Ort - ausgeschlossen wird (vgl. VG Düsseldorf, U.v. 9.9.2014 - 17 K 2897/14.A - juris Rn. 109).
Der am 29. April 2014 bei Gericht sinngemäß gestellte Antrag, die aufschiebende Wirkung der Klage (17 K 2897/14.A) gegen den Bescheid des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bundesamt) vom 17. April 2014 insoweit anzuordnen, als in Ziffer 2. des Bescheides die Abschiebung nach Italien angeordnet wird, hat keinen Erfolg.
Der erhobenen Anfechtungsklage - 17 K 2897/14.A - kommt entgegen § 80 Abs. 1 Satz 1 VwGO nicht schon kraft Gesetzes aufschiebende Wirkung zu, § 80 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 VwGO in Verbindung mit § 75 Abs. 1 AsylVfG.
Der Asylbewerber muss sich daher grundsätzlich auf den Behandlungs-, Therapie- und Medikamentationsstandard im Überstellungsstaat verweisen lassen, auch wenn dieser dem hiesigen Niveau nicht entspricht, vgl. hierzu OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 5. August 2004 - 13 A 2160/04.A -, juris Rn. 5; VG Düsseldorf, Urteil vom 24. März 2015 - 17 K 2897/14.A -, juris Rn. 91 f.; VG Düsseldorf, Beschluss vom 29. April 2016 - 17 L 410/16.A. -, n.v.; VG Düsseldorf, Urteil vom 6. Juli 2016 - 17 K 6384/16.A -.
Denn diese findet auf Ausländer, die in Deutschland einen Asylantrag gestellt haben, nachdem ihnen in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union - hier: Bulgarien - die Flüchtlingseigenschaft oder subsidiärer Schutz im Sinne der Richtlinie 2011/95/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Dezember 2011 über Normen für die Anerkennung von Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen als Personen mit Anspruch auf internationalen Schutz, für einen einheitlichen Status für Flüchtlinge oder für Personen mit Anrecht auf subsidiären Schutz und für den Inhalt des zu gewährenden Schutzes (Richtlinie 2011/95/EU) zuerkannt worden ist, keine Anwendung, vgl. angedeutet in BVerwG, Urteil vom 17. Juni 2014 - 10 C 7.13 -, juris Rn. 26; VG Düsseldorf, Urteil vom 9. September 2014 - 17 K 2897/14.A -, n.V.; VG Düsseldorf, Beschluss vom 15. Juli 2014 - 17 L 1194/14.A -, juris Rn. 14; so auch zur Vorgängerregelung Dublin II VO Nr. 343/2003: VG Düsseldorf, Beschluss vom 18. Januar 2013 - 6 L 104/13.A -, juris Rn. 20; VG Düsseldorf, Urteil vom 27. Juni 2013 - 6 K 7204/12.A -, juris; Funke-Kaiser, in: GK-AsylVfG, Stand: November 2013, § 27a AsylVfG Rn. 34.
Der Asylbewerber muss sich daher grundsätzlich auf den Behandlungs-, Therapie- und Medikamentationsstandard im Überstellungsstaat verweisen lassen, auch wenn dieser dem hiesigen Niveau nicht entspricht, vgl. hierzu bereits OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 5. August 2004 - 13 A 2160/04.A -, juris Rn. 5; VG Düsseldorf, Urteil vom 24. März 2015 - 17 K 2897/14.A -, juris Rn. 91 f.; VG Düsseldorf, Beschluss vom 29. April 2016 - 17 L 410/16.A. -, n.v.
Denn diese findet auf Ausländer, die in Deutschland einen Asylantrag gestellt haben, nachdem ihnen in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union - hier: Rumänien - die Flüchtlingseigenschaft oder subsidiärer Schutz im Sinne der Richtlinie 2011/95/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Dezember 2011 über Normen für die Anerkennung von Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen als Personen mit Anspruch auf internationalen Schutz, für einen einheitlichen Status für Flüchtlinge oder für Personen mit Anrecht auf subsidiären Schutz und für den Inhalt des zu gewährenden Schutzes (Richtlinie 2011/95/EU) zuerkannt worden ist, keine Anwendung, vgl. angedeutet in BVerwG, Urteil vom 17. Juni 2014 - 10 C 7.13 -, juris Rn. 26; VG Düsseldorf, Urteil vom 9. September 2014 - 17 K 2897/14.A -, n.V.; VG Düsseldorf, Beschluss vom 15. Juli 2014 - 17 L 1194/14.A -, juris Rn. 14; so auch zur Vorgängerregelung Dublin II VO Nr. 343/2003: VG Düsseldorf, Beschluss vom 18. Januar 2013 - 6 L 104/13.A -, juris Rn. 20; VG Düsseldorf, Urteil vom 27. Juni 2013 - 6 K 7204/12.A -, juris; Funke-Kaiser, in: GK-AsylVfG, Stand: November 2013, § 27a AsylVfG Rn. 34.
Denn diese findet auf Ausländer, die in Deutschland einen Asylantrag gestellt haben, nachdem ihnen in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union hier: Bulgarien - die Flüchtlingseigenschaft oder subsidiärer Schutz im Sinne der Richtlinie 2011/95/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Dezember 2011 über Normen für die Anerkennung von Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen als Personen mit Anspruch auf internationalen Schutz, für einen einheitlichen Status für Flüchtlinge oder für Personen mit Anrecht auf subsidiären Schutz und für den Inhalt des zu gewährenden Schutzes (Richtlinie 2011/95/EU) zuerkannt worden ist, keine Anwendung, vgl. angedeutet in Bundesverwaltungsgericht (BVerwG), Urteil vom 17. Juni 2014 - 10 C 7.13 -, juris, Rn. 26; VG Düsseldorf, Urteil vom 9. September 2014 - 17 K 2897/14.A -, n.V.; VG Düsseldorf, Beschluss vom 15. Juli 2014 - 17 L 1194/14.A -, juris, Rn. 14; so auch zur Vorgängerregelung Dublin II VO Nr. 343/2003: VG Düsseldorf, Beschluss vom 18. Januar 2013 - 6 L 104/13.A -, juris Rn. 20; VG Düsseldorf, Urteil vom 27. Juni 2013 - 6 K 7204/12.A -, juris; Funke-Kaiser, in: GK-AsylVfG, Stand: November 2013, § 27a AsylVfG Rn. 34.