Source: http://www.juralit.com/2017/01/15/der-massgebliche-standardkommentar-zum-uwg-2/
Timestamp: 2018-05-22 22:55:49
Document Index: 349364876

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', '§ 2', '§ 3', '§ 5', '§ 3', '§ 4', '§ 8', '§ 3']

Köhler/Bornkamm, Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb UWG, 35. Aufl., 2017, C.H.Beck
Helmut Köhler/Joachim Bornkamm
München: C.H.Beck, 2017, 2300 S., 175 Euro
Der vor Jahrzehnten von Adolf Baumbach begründete und bis zur 22. Auflage von Wolfgang Hefermehl bearbeitete Kommentar ist “der Klassiker” unter den UWG - Kommentaren und stellt dies von Auflage zu Auflage unter Beweis. Neu hinzugetreten als Kommentar ist RiBGH Jörn Feddersen, der dem 1. Senat des BGH angehört.
Der exzellente Kommentar ist ein unverzichtbares Standardwerk für jeden der mit dem Lauterkeitsrecht beruflich zu tun hat. Diese Auflage zieht zunächst einmal “Bilanz” zur am 15.12.2015 in Kraft getretenen erneuten Reform des UWG und wertet die hierzu ergangene Rechtsprechung und Literatur aus. Davon betroffen sind unmittelbar die Normen der §§ 2,3,4 und 5 UWG mit den neu eingefügten §§ 3 a und 4 a UWG. Die Neuauflage berücksichtigt die Änderungen der PreisangabenVO und des Unterlassungsklagengesetzes. Berücksichtigt wird auch das Verbraucherstreitbeilegungsgesetz neben kleineren Änderungen des UWG im Jahr 2016. Völlig neu gefasst wurde die Kommentierung zu § 5 UWG. Die Kommentierung hat den Stand von Dezember 2016.
Die 35. Auflage berücksichtigt wie in den Vorauflagen eine ganze Reihe neuer Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs, wie zum Beispiel Citroën und Deroo-Blanquart, vor allem aber des Bundesgerichtshofs, wie zum Beispiel Eizellspende, Haftung für Hyperlink, im Immobiliensumpf, Freunde finden, LGA tested, notarielle Unterlassungserklärung und Segmentstruktur, die zwangsläufig erhebliche Auswirkungen auf die Rechtspraxis haben, bis hin zur Vertragsklauselpraxis. Die Kommentierung berücksichtigt überdies auch aktuelle Entscheidungen der Oberlandesgerichte und der Landgerichte, die in Ihrer Relevanz nicht unterschätzt werden dürfen.
Die Auseinandersetzung mit den aktuellen Entwicklungen bestätigt erneut den zunehmenden Einfluss des Unionsrechts auf den Text und die Auslegung des UWG sowie der einschlägigen Nebengesetze. Die Autoren hatten bereits in der Vorauflage die Reform zum Anlass genommen die Abschnitte über die Generalklausel (§ 3 UWG), den Rechtsbruch (§ 4 Nr. 11 UWG) und die Haftung für Wettbewerbsverstöße (§ 8 UWG) sowie den Rechtsbruch (§ 3 a) und die Kommentierung der PAngV grundlegend zu überarbeiten. Diese Aspekte wurden in den jeweiligen Kommentierungen vertieft.
Die führende Kommentierung zum Lauterkeitsrecht verbindet Praxis und Wissenschaft und setzt mit jeder Neuauflage neue Akzente.