Source: http://www.heimomed.de/heimomed-kunden/patienten/zuzahlung
Timestamp: 2017-11-22 23:57:53
Document Index: 374934566

Matched Legal Cases: ['§ 33', '§ 33', '§ 61', '§ 61', '§ 62', '§ 62']

﻿ Zuzahlung
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Wichtige Zuzahlungshinweise
Die gesetzlichen Zuzahlungsregelungen für Hilfsmittel sind in den §§ 33 (8) und 61 im Sozialgesetzbuch Fünftes Buch (SGB V) – zuletzt geändert durch Artikel 2 G v. 17.02.2016 BGBl. I S. 203 (Bitte informieren Sie sich über den jeweils aktuellen Stand der Gesetzgebung) – geregelt.
Hier heißt es u.a. in §§ 33 (8) SGB V:
Versicherte, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, leisten zu jedem zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung abgegeben Hilfsmittel als Zuzahlung den sich nach § 61 Satz 1 ergebenden Betrag zu dem von der Krankenkasse zu übernehmenden Betrag an die abgebende Stelle.
Die Zuzahlung bei zum Verbrauch bestimmten Hilfsmitteln (z. B. Kompressen) beträgt 10 vom Hundert (d. h. 10 %) des insgesamt von der Krankenkasse zu übernehmenden Betrags, jedoch höchstens 10 Euro für den gesamten Monatsbedarf.
In § 61 SGB V heißt es u.a.:
Zuzahlungen, die Versicherte zu tragen haben, betragen 10 vom Hundert (d. h. 10 %) des Abgabepreises, mindestens jedoch 5 Euro und höchstens 10 Euro; allerdings jeweils nicht mehr als die Kosten des (Hilfs-) Mittels.
• Liegt der Abgabepreis unter 5 Euro, ist nur der tatsächliche Abgabepreis zu zahlen.
• Liegt der Abgabepreis zwischen 5 Euro und 50 Euro, ist stets eine Zuzahlung von 5 Euro zu leisten.
• Liegt der Abgabepreis über 50 Euro aber nicht über 100 Euro, beträgt die Zuzahlung 10 vom Hundert (d. h. 10 %) des Abgabepreises.
• Liegt der Abgabepreis über 100 Euro, hat der Versicherte stets 10 Euro Zuzahlung zu leisten.
Höchstgrenze der Zuzahlungen (s. auch § 62 SGB V / Belastungsgrenze)
Versicherte haben während jedes Kalenderjahres nur Zuzahlungen bis zu einer bestimmten Höchstgrenze zu leisten. Wird die Höchstgrenze bereits innerhalb eines Kalenderjahres erreicht, hat die Krankenkasse eine Bescheinigung darüber zu erteilen, dass für den Rest des Kalenderjahres keine Zuzahlungen mehr zu leisten sind. Die Höchstgrenze beträgt 2 % der jährlichen Bruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt. Für chronisch Kranke, die wegen derselben schwerwiegenden Krankheit in Dauerbehandlung sind, beträgt sie 1 % der jährlichen Bruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt, allerdings gibt es Ausnahmen, bitte beachten Sie die Regelungen in § 62 SGB V!
Hilfsmittel gehen im Gegensatz zu Heilmitteln nicht in das ärztliche Budget ein (gilt nur für Deutschland).
Patienten aus Österreich wenden sich bitte mit Fragen über die Höhe des Selbstbehaltes an ihre Krankenkassen, es gelten dort unterschiedliche Regelungen.