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Timestamp: 2019-11-13 18:26:47
Document Index: 86786383

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 2', '§ 1', '§ 2', '§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 59', '§ 34', '§ 2', '§ 2', '§ 10']

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Hauskauf und Bargeld
27.09.2008 09:14 |
Ein afrikanischer Immobilienhändler aus Luxembourg möchte für afrikanische Investoren, von mir in Deutschland, Immobilien kaufen. (EFH und ETW)
Er möchte allerdings mit Bargeld (Euro) bezahlen.
Was muss ich bei einem solchen Verkauf beachten?
Diese Antwort ist vom 27.09.2008 und möglicherweise veraltet. Stellen Sie jetzt Ihre aktuelle Frage und bekommen Sie eine rechtsverbindliche Antwort von einem Rechtsanwalt.
Die Bezahlung mit Bargeld ist legal und möglich.
Es sollte jedoch die Pflicht zur notariellen Beurkundung der Kaufverträge beachtet werden. Andernfalls ist ein entsprechender Immobilienkaufvertrag unwirksam.
Ebenso sollte der Bargeldtransfer als steuerpflichtiger Transfer vor dem Finanzamt angezeigt werden.
Nicht zuletzt ist die Ausstellung einer Quittung über die Zahlung des Kaufpreises (zumindest für den Käufer) ratsam.
Darüber hinaus können bei der Transaktionshöhe Pflichten nach dem Geldwäschegesetz entstehen. Danach müssen Sie sich Auskunft über die Identität Ihres Vertragspartners und einen möglichen Verdacht einer illegalen Herkunft des Geldes vor den zuständigen Behörden anzeigen.
Hier wäre zu schauen, ob Sie zu dem Kreis der Verpflichteten nach dem GwG zählen:
1.	Kreditinstitute im Sinne des § 1 Abs. 1 des Kreditwesengesetzes, mit Ausnahme der in § 2 Abs. 1 Nr. 3 bis 8 des Kreditwesengesetzes genannten Unternehmen, und im Inland gelegene Zweigstellen und Zweigniederlassungen von Kreditinstituten mit Sitz im Ausland,
2.	Finanzdienstleistungsinstitute im Sinne des § 1 Abs. 1a des Kreditwesengesetzes, mit Ausnahme der in § 2 Abs. 6 Satz 1 Nr. 3 bis 12 und Abs. 10 des Kreditwesengesetzes genannten Unternehmen, und im Inland gelegene Zweigstellen und Zweigniederlassungen von Finanzdienstleistungsinstituten mit Sitz im Ausland,
3.	Finanzunternehmen im Sinne des § 1 Abs. 3 des Kreditwesengesetzes, die nicht unter Nummer 1 oder Nummer 4 fallen und deren Haupttätigkeit einer der in § 1 Abs. 3 Satz 1 des Kreditwesengesetzes genannten Haupttätigkeiten oder einer Haupttätigkeit eines durch Rechtsverordnung nach § 1 Abs. 3 Satz 2 des Kreditwesengesetzes bezeichneten Unternehmens entspricht, und im Inland gelegene Zweigstellen und Zweigniederlassungen solcher Unternehmen mit Sitz im Ausland,
4.	Versicherungsunternehmen, soweit sie Geschäfte betreiben, die unter die Richtlinie 2002/83/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 5. November 2002 über Lebensversicherungen (ABl. EG Nr. L 345 S. 1) fallen, oder soweit sie Unfallversicherungsverträge mit Prämienrückgewähr anbieten, und im Inland gelegene Niederlassungen solcher Unternehmen mit Sitz im Ausland,
5.	Versicherungsvermittler im Sinne des § 59 des Versicherungsvertragsgesetzes, soweit sie Lebensversicherungen oder Dienstleistungen mit Anlagezweck vermitteln, mit Ausnahme der gemäß § 34d Abs. 3 oder Abs. 4 der Gewerbeordnung tätigen Versicherungsvermittler, und im Inland gelegene Niederlassungen entsprechender Versicherungsvermittler mit Sitz im Ausland,
6.	Investmentaktiengesellschaften im Sinne des § 2 Abs. 5 des Investmentgesetzes und Kapitalanlagegesellschaften im Sinne des § 2 Abs. 6 des Investmentgesetzes und im Inland gelegene Niederlassungen solcher Gesellschaften mit Sitz im Ausland,
7.	Rechtsanwälte, Kammerrechtsbeistände und registrierte Personen im Sinne des § 10 des Rechtsdienstleistungsgesetzes, Patentanwälte sowie Notare, wenn sie für ihren Mandanten an der Planung oder Durchführung von folgenden Geschäften mitwirken:
8.	Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer, Steuerberater und Steuerbevollmächtigte,
9.	Dienstleister für Gesellschaften und Treuhandvermögen oder Treuhänder, die nicht den unter Nummer 7 oder Nummer 8 genannten Berufen angehören, wenn sie für Dritte eine der folgenden Dienstleistungen erbringen:
10.	Immobilienmakler,
11.	Spielbanken,
12.	Personen, die gewerblich mit Gütern handeln.