Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=21%20ZB%2009.1171
Timestamp: 2019-06-16 13:43:06
Document Index: 140908714

Matched Legal Cases: ['§ 5', '§ 6', 'Art. 3', 'Art. 3', 'EuG', 'Art. 3', '§ 152', '§ 152']

VGH Bayern, 12.01.2010 - 21 ZB 09.1171 - dejure.org
https://dejure.org/2010,9917
VGH Bayern, 12.01.2010 - 21 ZB 09.1171 (https://dejure.org/2010,9917)
VGH Bayern, Entscheidung vom 12.01.2010 - 21 ZB 09.1171 (https://dejure.org/2010,9917)
VGH Bayern, Entscheidung vom 12. Januar 2010 - 21 ZB 09.1171 (https://dejure.org/2010,9917)
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Waffenrecht / JagdrechtAntrag auf Zulassung der Berufung; keine Zulassungsgründe
Ebenso wenig bestehen ernstliche Zweifel an der Richtigkeit der Entscheidung im Hinblick auf die von der Klägerseite behauptete Widersprüchlichkeit und Unklarheit der Normen des § 5 Abs. 1 Nr. 2 WaffG und des § 6 Abs. 1 Nr. 3 i.V.m. Abs. 2 WaffG, insbesondere ist eine Verfassungswidrigkeit im Sinne von Art. 3 GG nicht zu erkennen; insoweit verweist der Senat auf seine Entscheidung vom 12. Januar 2010 (Az. 21 ZB 09.1171).
Es liegt auch kein Verstoß gegen die EU-Waffenrichtlinie vor, denn unter Berücksichtigung von Art. 3 der Richtlinie 91/477/EWG konnte der deutsche Gesetzgeber strengere Regeln im Waffengesetz erlassen (vgl. BayVGH vom 12.1.2010 - Az. 21 ZB 09.1171), womit auch keine Verpflichtung des Verwaltungsgerichts bestand, die Rechtssache dem EuGH vorzulegen.
Denn die EU-Waffenrichtlinie (Richtlinie 91/477/EWG in der Fassung der Richtlinie 2008/51/EG) enthält in Art. 3 eine Öffnungsklausel, die ausdrücklich erlaubt, dass die Mitgliedstaaten im Rahmen ihrer waffenrechtlichen Regelungen strengere Vorschriften erlassen können als in der Richtlinie vorgesehen (BayVGH B.v. 12.1.2010 - 21 ZB 09.1171 - juris Rn. 4, 5; BayVerfGH E.v. 11.7.2011 - Vf. 75 VI 10 - S. 10).
Die gemäß § 152 a VwGO statthafte und zulässige Anhörungsrüge gegen den unanfechtbaren Beschluss des Senats vom 12. Januar 2010 (Az. 21 ZB 09.1171) ist unbegründet, weil der erkennende Senat den Anspruch des Klägers auf rechtliches Gehör nicht in entscheidungserheblicher Weise verletzt hat (§ 152 a Abs. 1 Nr. 2 VwGO).