Source: https://propertibazar.com/article/unverbindliche-gehaltstarifempfehlungen_5a0aa432d64ab22fee22a414.html
Timestamp: 2019-03-18 13:56:55
Document Index: 238525200

Matched Legal Cases: ['§ 138', '§ 1', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 6', '§ 5', '§ 7', '§ 19', '§ 8', '§ 9', 'Art. 8613']

Unverbindliche Gehaltstarifempfehlungen - PDF Free Download
Merkblatt Nr. 20 Architektenkammer Baden-Württemberg Körperschaft des Öffentlichen Rechts Danneckerstraße 54 70182 Stuttgart Unverbindliche Gehaltst...
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Merkblatt Nr. 20
Telefon (07 11) 21 96-0 Telefax (07 11) 21 96-103 [email protected] www.akbw.de
für Angestellte und technische Mitarbeiter/innen in Architektur- und Planungsbüros
Grundsätzliches zu Gehaltstarifempfehlungen 2
Quellen / Bezug 2
Gehaltsentwicklung 2
Anhang: Unverbindliche Gehaltstarifempfehlung, gültig ab 1. Januar 2014 ARBEITGEBERVERBAND DEUTSCHER ARCHITEKTEN UND INGENIEURE e.V. - ADAI Fachverband für Freie Architekten / Beratende Ingenieure / Ingenieur- und Planungsbüros Edelsbergstr. 8, 80686 München, Tel.: 089/57007-0, Fax: 089/57007260, [email protected]
MB 20 AKBW – Gehaltstarifempfehlungen
1. Grundsätzliches zu Gehaltstarifempfehlungen Für angestellte Mitarbeiter in Architektur-, Ingenieur- und Planungsbüros gilt grundsätzlich keine Tarifpflicht. Es sind zwar Tarifverträge und -empfehlungen (Bezug s.u.) bekannt, die jedoch nur wenige Büros umfassen und nicht allgemein verbindlich sind. Nur die Mitglieder dieser kleinen Arbeitgeberverbände sind an die Tarifverträge gebunden, wenn ihre Angestellten gleichzeitig Mitglied in der entsprechenden Gewerkschaft sind. Angestelltenverträge und -bezüge sind daher in der Regel frei aushandelbar! Zu beachten ist jedoch, dass bei der Vereinbarung von Gehältern immer der Zusammenhang mit der konkreten Arbeitsleistung herzustellen ist, da die Vereinbarung einer Vergütung, die den Wert der Arbeitsleistung in erheblichem Umfang unterschreitet, gemäß § 138 BGB sittenwidrig und damit nichtig ist. Als Orientierungsgrundlage für Gehalts- und Vertragsfragen können dabei die nachfolgend unter 2. genannten Quellen herangezogen werden. Im Übrigen wir auf das Merkblatt Nr. 09: Arbeitsvertrag der AKBW als Orientierungshilfe für die Ausarbeitung des individuellen Vertrages für Architekten/Architektinnen und technische Mitarbeiter/innen als Angestellte in Architektur- und Planungsbüros hingewiesen.
Quellen / Bezug
2.1 Merkblatt 18: Monatsgehälter der privatrechtlich angestellten Mitglieder 2012 – Ergebnisse einer Repräsentativbefragung 2013 für das Berichtsjahr 2012 – Die Architektenkammer Baden-Württemberg führt in der Regel in einem zweijährigen Turnus unter ihren angestellten Mitgliedern eine Gehaltsumfrage durch, deren Ergebnis als Merkblatt Nr. 18 veröffentlicht wird und einen Überblick über die tatsächliche Einkommenssituation in Architekturbüros in Baden-Württemberg gibt. Weitere Auskünfte Architektur und Medien Tel.: 0711/2196-148, Fax: 0711/2196-101, [email protected] Bezug im Internet unter www.akbw.de > Service > Broschüren und Merkblätter 2.2 Unverbindliche Gehaltstarifempfehlung – gültig ab 1. Januar 2014 (Siehe Anlage) ARBEITGEBERVERBAND DEUTSCHER ARCHITEKTEN UND INGENIEURE e.V. - ADAI Fachverband für Freie Architekten / Beratende Ingenieure / Ingenieur- und Planungsbüros Edelsbergstr. 8, 80686 München, Tel.: 089/57007-0, Fax: 089/57007260, Email: [email protected] 2.3 Tarifvertrag für die Angestellten, Auszubildenden und Praktikanten in Ingenieur-, Architektur- und Planungsbüros im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland zwischen ASIA - Arbeitgeberverband selbständiger Ingenieure und Architekten und ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft – Bezug über: Verlag der Ingenieure GmbH Rheinstr. 129 c, 76275 Ettlingen 1, Telefon: 07243/39394, Fax: 07243/39395, www.ingenieurverlag.de Dieser Tarifvertrag, aktuell gültig ab 1. Mai 2014, umfasst die Rahmenvereinbarungen und den Gehaltstarifvertrag; weitere Regelungen zu Altersteilzeit und Vermögenswirksamen Leistungen sind inzwischen nicht mehr im Tarifwerk enthalten.
3. Gehaltsentwicklung Die ADAI-Empfehlung für 2014 sieht wieder eine Steigerung um 2 % gegenüber dem Vorjahr vor, und damit im fünften Jahr in Folge eine Gehaltsanpassung in dieser Höhe. Der Referenzwert der monatlichen Brutto-Vergütung der ADAI-Empfehlung für Tarifgruppe T4 im 2. Jahr liegt für Ortsgruppe I mit 2.847 € etwas unter und mit 2.979 € für Ortgruppe II (Großstädte und direkt angrenzende Orte) etwas über dem "100%-Basiswert" der ASIATarifregelungen in Höhe von 2.912 €, wo es keine entsprechende regionale Differenzierung gibt. Beim ASIA-Tarif ist dieses Referenzgehalt, von dem alle weiteren Gehälter nach den im Tarifvertrag festgelegten %-Werten abgeleitet werden, um 1,6 % gegenüber 2013 gestiegen. Stand: 01.05.2014
ARBEITGEBERVERBAND DEUTSCHER ARCHITEKTEN UND INGENIEURE e.V. – ADAI Fachverband für Freie Architekten / Beratende Ingenieure / Ingenieur- und Planungsbüros Edelsbergstr. 8, D-80686 München, Telefon (0 89) 5 70 07-0, Fax (0 89) 57 00 72 60, e-mail: [email protected]
Unverbindliche Gehaltstarifempfehlung für Freie Architekten / Beratende Ingenieure / Ingenieur- und Planungsbüros Gültig ab 1. Januar
2014 – mit 2 % Steigerung gegenüber dem Jahr 2013.
Wichtiger Hinweis: Für angestellte Mitarbeiter in Architektur-/Ingenieur- und Planungsbüros gibt es derzeit nur einen Tarifvertrag. Er umfasst nur wenige Büros und ist nicht verbindlich! Nur Mitglieder des Arbeitgeberverbandes, der diesen Vertrag ausgehandelt hat, sind daran gebunden, wenn ihre Angestellten gleichzeitig Mitglied in der entsprechenden Gewerkschaft sind. Alle anderen Angestelltenverträge und –bezüge sind frei aushandelbar. Weitere Auskünfte erteilen wir gerne.
§ 1 Geltungsbereich I. Räumlicher Geltungsbereich: Das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland. Alle Orte mit über 100.000 Einwohnern und direkt angrenzende Orte Ortsgruppe II. Alle anderen Orte Ortsgruppe I II. Fachlicher Geltungsbereich: Ingenieur-, Architektur- und Planungsbüros. Nicht erfasst werden Ingenieur-, Architektur- und Planungsbüros des Bauhaupt- und Nebengewerbes. III. Persönlicher Geltungsbereich: Alle Angestellten sowie Auszubildende . Ausgenommen sind leitende Angestellte im Sinne des Betriebsverfassungsgesetzes nach der jeweils gültigen Fassung.
§ 2 Gruppeneinteilung Es werden folgende Gruppen festgelegt: Technische Angestellte, Kaufmännische und Verwaltungsangestellte, Auszubildende. Maßgebend für die Eingruppierung des einzelnen Arbeitnehmers sind seine Tätigkeitsmerkmale. Der übliche Ausbildungsweg dient dabei der Orientierung.
§ 3 Technische Angestellte Gruppe T1 Tätigkeitsmerkmale: Angestellte, die neben vorwiegend schematischer Tätigkeit auch eine einfache zeichnerische oder eine andere einfache technische Tätigkeit ausüben, für die keine Ausbildung erforderlich ist. Gruppe T2 Tätigkeitsmerkmale: Angestellte, die die Tätigkeit eines Bauzeichners oder eines technischen Zeichners nach genauer Anweisung ausüben.
Beispiele: Zeichnen von Plänen, Aufstellen von Massenberechnungen und Abrechnungen, Überwachen von einfachen Bauausführungen. Üblicher Ausbildungsweg: Abgeschlossene Ausbildung in einer anerkannten Technikerschule oder abgelegte Meisterprüfung oder abgeschlossene Ausbildung in einem Ausbildungsberuf mit mindestens zweijähriger Praxis. Gruppe T4 Tätigkeitsmerkmale: Angestellte, die schwierige, gründliche Fachkenntnisse erfordernde Aufgaben nach allgemeiner Anleitung selbständig ausführen. Beispiele: Entwurfsarbeiten, Ausführungs- und Detailbearbeitung, Berechnungen, Vorverhandlungen mit Auftraggebern, Behörden und Fachingenieuren, Mitarbeit bei größeren Bauleitungen unter einem übergeordneten Bauleiter, Vermessungsarbeiten, Mitarbeit im wissenschaftlichen Bereich. Üblicher Ausbildungsweg: Abgeschlossene Ausbildung an einer staatlich anerkannten Ingenieurschule, Fachhochschule, Ingenieurakademie, einer Hochschule bzw. Universität oder Arbeitnehmer mit entsprechender Berufserfahrung (Dipl.-Ing. Master, Dipl.-Ing.(FH), Bachelor). Gruppe T5 Tätigkeitsmerkmale: Angestellte, die selbständig Aufgaben ausführen, die besondere Fachkenntnisse oder Erfahrungen haben. Beispiele: Entwurfsarbeiten, Leiten oder Abrechnen von Bauausführungen, Verhandeln mit Auftraggebern, Behörden und Fachingenieuren, Aufstellen von Kostenvoranschlägen, Kalkulationen, wissenschaftlich fundierte Tätigkeiten. Üblicher Ausbildungsweg: wie in Gruppe T4. Gruppe T6 Tätigkeitsmerkmale: Angestellte, die bei der Ausübung der in Gruppe T5 beschriebenen Tätigkeiten eine besondere Verantwortung tragen.
Üblicher Ausbildungsweg: Abgeschlossene Ausbildung in einem Ausbildungsberuf.
§ 4 Kaufmännische und Verwaltungsangestellte Gruppe K1 Tätigkeitsmerkmale: Angestellte, die neben vorwiegend schematischer Tätigkeit auch eine einfache Bürotätigkeit ausüben, für die keine besondere Ausbildung erforderlich ist
Gruppe T3 Tätigkeitsmerkmale: Angestellte mit umgrenzten Aufgaben, die nach Anleitung zu erledigen sind und weitere Fachkenntnisse erfordern.
Gruppe K2 Tätigkeitsmerkmale: Angestellte, die eine einfache Bürotätigkeit nach genauer Anweisung ausüben.
Beispiele: Zeichnen von Bauplänen; Ermitteln von Massen für einfache Bauteile.
Üblicher Ausbildungsweg: Kaufmännische Berufsausbildung oder gleichwertige Berufserfahrung. Beispiele: Fernsprechdienst, Aufnahme einfacher Diktate und einwandfreie Wiedergabe, Bedienen einfacher Büromaschinen, Registraturarbeiten.
Gruppe K5 Tätigkeitsmerkmale: Angestellte, die aufgrund umfangreicher Fachkenntnisse oder langjähriger Erfahrungen ein schwieriges Aufgabengebiet selbständig bearbeiten. Beispiele: Bilanzierung, Leiten einer Abteilung oder eines Büros.
Gruppe K3 Tätigkeitsmerkmale: Angestellte, die nach Anleitung schwierige Aufgaben erledigen. Beispiele: Aufnahme von Diktaten, form- und stilgerechte Wiedergabe, einfache Korrespondenz, einfache Buchhaltungsarbeiten, Bedienen von Buchungs- und Büromaschinen, Gehaltsabrechnungsarbeiten mit Erledigung der Formalitäten bei Einstellungen und Entlassungen.
Gruppe K6 Tätigkeitsmerkmale: Angestellte, die bei der Ausübung der in Gruppe K5 beschriebenen Tätigkeiten eine besondere Verantwortung tragen.
Gruppe K4 Tätigkeitsmerkmale: Angestellte, die nach allgemeiner Anleitung schwierige Arbeiten selbstständig erledigen. Beispiele: Sekretariatsaufgaben, Buchhaltungsaufgaben, Kontenführung mit Korrespondenz und Mahnwesen, Gehaltsbuchhaltung oder deren Überwachung, Rechnungsprüfung.
§ 6 Gehaltstabelle (Bruttogehalt) Ortsgruppe I Ausbildungsvergütungen im 1. Ausbildungsjahr € 473,im 2. Ausbildungsjahr € 641,im 3. Ausbildungsjahr € 808,-
Ortsgruppe II
§ 5 Auszubildende Für Auszubildende wird die monatliche Ausbildungsvergütung in % an die Gehaltsgruppe T4 im ersten Berufsjahr angelehnt. im 1. Ausbildungsjahr 17 v. H. im 2. Ausbildungsjahr 23 v. H. im 3. Ausbildungsjahr 29 v. H.
497,672,848,-
T4/K4 im 1. Jahr ab 2. Jahr ab 3. Jahr ab 5. Jahr
Ortsgruppe I
2.785,2.847,3.070,3.268,-
2.921,2.979,3.222,3.432,-
T1 / K1 im 1. Jahr ab 2.Jahr ab 3. Jahr ab 5 Jahr
1.010,1.441,1.734,1.935,-
1.064,1.520,1.817,2.032,-
T5 im 1. Jahr ab 3. Jahr ab 5. Jahr
3.610,3.769,3.975,-
3.786,3.970,4.175,-
T2 / K2 im 1. Jahr ab 3. Jahr ab 5. Jahr
1.792,1.935,2.080,-
1.877,2.032,2.182,-
K5 im 1. Jahr ab 3. Jahr ab 5. Jahr
3.299,3.523,3.722,-
3.463,3.697,3.911,-
T3 / K3 im 1. Jahr ab 3. Jahr ab 5. Jahr
2.283,2.457,2.653,-
2.389,2.579,2.785,-
T6 / K6 freie Vereinbarung größer als 140 % (Basis T4 im 2. Jahr)
Für die o.g. monatlichen Gehälter liegt die regelmäßige Arbeitszeit von 40 Wochenstunden (5 Arbeitstage) zugrunde. Für die „neuen“ fünf Bundesländer gelten als unverbindlich empfohlene Richtlinie 90% der o.a. Sätze.
§ 7 Urlaub Die Urlaubsdauer beträgt für Angestellte nach dem vollendeten 18. Lebensjahr 22 Arbeitstage nach dem vollendeten 30. Lebensjahr 25 Arbeitstage. Für die Berechnung der Urlaubsdauer gilt das Lebensjahr, zum Stichtag 1. Januar des Urlaubsjahres. Für Jugendliche unter 18 Lebensjahren gilt § 19 des Jugendarbeitsschutzgesetzes (JArbSchG). § 8 Sondervergütungen Angestellte, deren Beschäftigungsverhältnis am 30. November des laufenden Kalenderjahres mindestens elf Monate ununterbrochen besteht, erhalten eine Sondervergütung. Sie wird mit dem Gehalt für den Monat November bezahlt. Die Höhe des Betrages errechnet sich aus dem Gehalt des Vormonats.
Die Sondervergütung beträgt: ab dem 1. Jahr der Betriebszugehörigkeit 40 % nach dem 3. Jahr der Betriebszugehörigkeit 60 % nach dem 5. Jahr der Betriebszugehörigkeit 80 % des jeweiligen empfohlenen Gehaltes, nach dem 6. Jahr der Betriebszugehörigkeit soll in freier Vereinbarung der Satz von 80% überschritten werden. Teilzeitbeschäftigte Angestellte haben ebenfalls Anspruch auf die Sondervergütung entsprechend ihrer erhaltenen Bezüge. Auszubildende erhalten eine entsprechende Sondervergütung in Höhe einer halben monatlichen Ausbildungsvergütung. Die Ausbildungszeit zählt nicht zur Betriebszugehörigkeit. § 9 Laufdauer Diese unverbindliche Gehaltstarifempfehlung gilt ab 1. Januar bis 31. Dezember 2014.
Musterarbeitsvertrag für Mitglieder und Mitglieder der Partnerverbände – anzufordern unter [email protected]
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