Source: http://www.steuerlinks.de/richtlinie/ustae/abs22.5..html
Timestamp: 2018-06-20 09:35:25
Document Index: 102032027

Matched Legal Cases: ['§ 63', '§ 22', '§ 16', '§ 64', '§ 19', '§ 65', '§ 23', '§ 66', '§ 70', '§ 24', '§ 67']

Abschnitt 22.5. UStAE hier in der aktuellen Fassung
> Abschnitt 22.5. UStAE Erleichterungen der Aufzeichnungspflichten
Abschnitt 22.5. UStAE
Erleichterungen der Aufzeichnungspflichten
[ Abschnitt 22.4. UStAE ]
(1) Durch § 63 Abs. 3 und 5 UStDV werden die Aufzeichnungspflichten nach § 22 Abs. 2 UStG allgemein erleichtert. Den Unternehmern ist es hiernach gestattet, für ihre Umsätze und die an sie ausgeführten Umsätze die jeweiligen Bruttobeträge einschließlich der Steuer getrennt nach Steuersätzen aufzuzeichnen und am Schluss eines Voranmeldungszeitraums insgesamt in Bemessungsgrundlage und Steuer aufzuteilen. Beträge für die an den Unternehmer ausgeführten Umsätze dürfen in das Verfahren der Bruttoaufzeichnung nur einbezogen werden, wenn in der jeweiligen Rechnung die Steuer in zutreffender Höhe gesondert ausgewiesen ist. Die Bruttoaufzeichnung darf außerdem nicht für die Leistungen des Unternehmers vorgenommen werden, für die in den Rechnungen die Steuer zu Unrecht oder zu hoch ausgewiesen ist.
(2) Bei der Einfuhr genügt es, wenn die entrichtete oder in den Fällen des § 16 Abs. 2 Satz 4 UStG zu entrichtende Einfuhrumsatzsteuer aufgezeichnet und dabei auf einen entsprechenden zollamtlichen Beleg hingewiesen wird ( § 64 UStDV ).
(3) Kleinunternehmer im Sinne des § 19 Abs. 1 UStG müssen nur die Werte der Gegenleistungen aufzeichnen ( § 65 UStDV ). Als Wert der erhaltenen Gegenleistungen ist grundsätzlich der vereinnahmte Preis anzugeben.
(4) Unternehmer, die ihre abziehbaren Vorsteuerbeträge nach Durchschnittssätzen ( §§ 23 , 23a UStG , §§ 66a , 69 , 70 Abs. 1 UStDV ) berechnen, brauchen die Entgelte oder Teilentgelte für die empfangenen Leistungen sowie die dafür in Rechnung gestellten Steuerbeträge nicht aufzuzeichnen. Ebenso entfällt die Verpflichtung zur Aufzeichnung der Einfuhrumsatzsteuer. Soweit neben den Durchschnittssätzen Vorsteuern gesondert abgezogen werden können ( § 70 Abs. 2 UStDV ), gelten die allgemeinen Aufzeichnungspflichten.
(5) Land- und Forstwirte, die ihre Umsätze nach den Durchschnittssätzen des § 24 UStG versteuern, haben die Bemessungsgrundlagen für die Umsätze mit den in der Anlage 2 des UStG nicht aufgeführten Sägewerkserzeugnissen und Getränken sowie mit alkoholischen Flüssigkeiten aufzuzeichnen ( § 67 UStDV ).