Source: http://www.humboldt-forum-recht.de/deutsch/11-2012/index.html
Timestamp: 2018-02-23 04:54:59
Document Index: 294477558

Matched Legal Cases: ['§ 44', '§ 95', '§ 106', '§ 108', '§ 120', '§ 202', '§ 263']

Publikationen - Aufsätze - 11-2012
Die Bereitstellung digitaler Inhalte im Internet ist durch oftmals regional abweichende Lizenzbedingungen reglementiert, deren Durchsetzung durch technische Maßnahmen wie insbesondere den sogenannten "Geo-IP-Sperren" praktisch gesichert werden soll. Die prinzipiell globale Abrufbarkeit der Inhalte kann dabei anhand der jedem Internetteilnehmer zugewiesenen IP-Adresse länderspezifisch begrenzt werden. Durch Umleitung des Datenstroms über bestimmte Dienste sind die Inhalte jedoch auch Nutzern außerhalb lizensierter IP-Bereiche möglich.
Im Folgenden versucht Reinbacher eine strafrechtliche Einordnung des populären Streamings von Inhalten unter Umgehung derartiger Zugangskontrollmechanismen. Dabei trennt der Autor den Vorgang in zwei eigenständige Handlungen, erläutert die relevanten technischen Hintergründe separat und untersucht diese auf ihre strafrechtliche Relevanz. Insbesondere diskutiert er die Auslegung der urheberrechtlichen Schrankenbestimmungen, widerspricht hierbei der umstrittenen Einschätzung des AG Leipzig im Fall "kino.to" und bezweifelt die praktische technische Wirksamkeit der Sperren. Im Ergebnis hält Reinbacher keine der Handlungen für strafbar.
AG Leipzig | Anonymität | Buffer | Cloud | Computerbetrug | Datenschutz | GEMA | Geo-IP | Geo-IP-Sperre | Geolocation | Gesetzlich zugelassener Fall | Hacking-Paragraph | Hulu | Informationelle Selbstbestimmung | InfoSoc-RL | Internet | Internetsperren | Kino.to | Kopierschutz | Medienrecht | Netflix | On-Demand | Premier League | Privatkopie | Privatsphäre | Privilegierung | Proxy | Puffer | Regionale Sperren | Reterritorialisierung | RL 2001/29/EG | Schranken | Strafbarkeit | Streaming | Telekommunikationsgeheimnis | Umgehung des Kopierschutzes | Urheberrecht | Urheberstrafrecht | Vervielfältigung | Verwandte Schutzrechte | Verwertung | Virtual Private Network | Vorratsdatenspeicherung | VPN | Werkgenuss | Wirksamkeit | Youtube | Zugangssicherung | Zwischenspeicherung | § 44a ff. UrhG | § 95a UrhG | § 106 UrhG | § 108b UrhG | § 120 ff. UrhG | § 202a StGB | § 263a StGB
Tobias Reinbacher, HFR 2012, S. 179 ff.
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Bearbeitet von Julian Hölzel, Christoph Otto