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Timestamp: 2020-02-17 15:21:37
Document Index: 97877810

Matched Legal Cases: ['§ 125', '§ 125', '§ 125', '§ 40', '§ 125', '§ 52', '§ 40', '§ 125']

Gürsching/Stenger, Bewertungsrecht, BewG § 125 Land- und ... / IV. Wertermittlung bei den übrigen Nutzungen | Steuer Office Gold | Steuern | Haufe
Gürsching/Stenger, Bewertungsrecht, BewG § 125 Land- und ... / IV. Wertermittlung bei den übrigen Nutzungen
Bei den übrigen Nutzungen und Nutzungsteilen, wie z.B. der weinbaulichen Nutzung, sind die gegendüblichen Verhältnisse durch § 125 Abs. 6 und 7 BewG bereits in den dort ausgewiesenen Vergleichszahlen bzw. Ersatzvergleichswerten je Einheit berücksichtigt. Ab- und Zurechnungen wegen gegendüblich abweichender Ertragsbedingungen sind bei den einzelnen Nutzungen und Nutzungsteilen daher nicht vorzunehmen. Unter Anwendung von § 40 Abs. 5 BewG ergeben sich für die in § 125 Abs. 6 und 7 BewG genannten flächenbezogenen Nutzungen und Nutzungsteile folgende Ersatzvergleichswerte je Hektar:
Nutzung/Nutzungsteil Wert je Hektar
Hopfen 2 032 DM
Spargel 2 677 DM
Traubenerzeugung 4 400 DM
Fassweinausbau 5 000 DM
Flaschenweinausbau 6 000 DM
Gemüsebau Freiland 5 400 DM
Gemüsebau unter Glas nicht heizbar 32 400 DM
Gemüsebau unter Glas heizbar 43 200 DM
Blumen und Zierpflanzenbau Freiland 10 800 DM
Blumen und Zierpflanzenbau unter Glas nicht heizbar 43 200 DM
Blumen und Zierpflanzenbau unter Glas heizbar 86 400 DM
Obstbau 1 440 DM
Baumschulen Freiland 13 284 DM
Baumschulen unter Glas nicht heizbar 53 136 DM
Baumschulen unter Glas heizbar 106 272 DM
Forstwirtschaftliche Nutzung 125 DM
Forellenteichwirtschaft 20 000 DM
übrige Teichwirtschaft 1 000 DM
Fischzucht für Forellenteichwirtschaft 30 000 DM
Fischzucht für übrige Binnenfischerei und Teichwirtschaft 1 500 DM
Weihnachtsbaumkultur 3 000 DM
Pilzanbau 250 000 DM
Detaillierte Darstellungen und Berechnungsbeispiele zur Ermittlung der jeweiligen Ersatzvergleichswerte sind in den Abschnitten 3 bis 7 der gleichlautenden Ländererlasse enthalten. Sie werden daher nachstehend nur in verkürzter Form und ohne Beispielsrechnungen wiedergegeben.
Rz. 149–151
1. Sonderkultur Hopfen
Die Sonderkultur Hopfen ist als Nutzungsteil der landwirtschaftlichen Nutzung zu bewerten (§ 52 BewG). Zum diesem Nutzungsteil gehören alle Wirtschaftsgüter, die der Erzeugung von Hopfen dienen. Dazu gehören insbesondere die Hopfenanbauflächen sowie die Gebäude für Pflückmaschinen, Hopfendarren und Hopfenkonditionierungsanlagen. Die Fläche des Nutzungsteils Hopfen umfasst die Flächen, die dem Hopfenanbau dienen, insbesondere Junghopfenflächen und mit Gerüstanlagen versehene Ertragsflächen einschließlich der dazu gehörenden Randflächen.
Grundlage des Bewertungsverfahrens ist die Hopfenbau-Vergleichszahl (HoVz) 40 je Ar. Mit ihr sind alle Ertragsbedingungen abgegolten. Der Ersatzvergleichswert ergibt sich aus der Multiplikation der Fläche des Nutzungsteils in Ar mit der Hopfenbau-Vergleichszahl 40 je Ar und dem gesetzlichen Ertragswert von 254 DM je 100 Vergleichszahlen. Das Ergebnis ist nach § 40 Abs. 5 BewG um 80 % zu vermindern. Es ist jedoch mindestens ein Hektarwert von 1 200 DM anzusetzen.
Rz. 154–156
2. Sonderkultur Spargel
3. Forstwirtschaftliche Nutzung
Zur forstwirtschaftlichen Nutzung gehören alle Wirtschaftsgüter, die der Erzeugung und Gewinnung von Rohholz dienen. Wirtschaftsgüter der forstwirtschaftlichen Nutzung sind insbesondere die Holzbodenfläche und die Waldbestockung. Baumgruppen und Baumreihen auf Flächen anderer land- und forstwirtschaftlicher Nutzungen, z.B. auf Wiesen und Weiden, an Wegrändern und Hofzufahrten, rechnen nicht zur forstwirtschaftlichen Nutzung.
Der Grund und Boden der forstwirtschaftlichen Nutzung umfasst alle Flächen, die dauernd der Erzeugung von Rohholz gewidmet sind. Zu dieser Fläche rechnen auch die Waldwege, Waldeinteilungs- und Sicherungsstreifen, wenn ihre Breite einschließlich der Gräben 5 m nicht übersteigt, sowie Blößen, das sind Flächen, die nur vorübergehend nicht bestockt sind. Zum Grund und Boden der forstwirtschaftlichen Nutzung gehören auch die dem Transport und der Lagerung des Holzes dienenden Flächen, die Waldwege, ständige Holzlagerplätze usw., wenn sie nicht zur Holzbodenfläche gerechnet werden, die Flächen der Saat- und Pflanzkämpe, wenn sie zu ...
BFH Kommentierung: Einheitsbewertung einer land- und forstwirtschaftlichen Deckhengsthaltung
FG Pressemitteilung: Keine Einheitsbewertung im Einzelertragswert bei Pferdezuchtbetrieb mit Spitzen-Deckhengst
Ein Pferdezuchtbetrieb mit Spitzen-Deckhengst rechtfertigt keine Einheitsbewertung im Einzelertragswert. Dies hat das FG Münster entschieden.
Bewertungsgesetz / § 125 Land- und forstwirtschaftliches Vermögen
(1) Einheitswerte, die für Betriebe der Land- und Forstwirtschaft nach den Wertverhältnissen vom 1. Januar 1935 festgestellt worden sind, werden ab dem 1. Januar 1991 nicht mehr angewendet. (2) 1Anstelle der Einheitswerte für Betriebe der Land- und ...