Source: http://www.steuerlinks.de/steuerlexikon/lexikon/bewertung-des-betriebsvermgens-personengesell.html
Timestamp: 2017-09-22 17:11:25
Document Index: 72970188

Matched Legal Cases: ['§ 95', '§ 96', '§ 11', '§ 97', '§ 15', '§ 15', '§ 95', '§ 97', '§ 97', '§ 97', '§ 97', '§ 97']

Lexikon Steuer: Bewertung des Betriebsvermögens-Personengesell.
> Bewertung des Betriebsvermögens-Personengesell.
Grundsätzlich ist nach dem Erbschaftsteuerreformgesetz das Betriebsvermögen von Gewerbebetrieben im Sinne des § 95 BewG und das Betriebsvermögen von freiberuflich Tätigen im Sinne des § 96 BewG jeweils - unabhängig von der Rechtsform - mit dem gemeinen Wert anzusetzen. Hierbei gilt § 11 Abs. 2 BewG für die Ermittlung des gemeinen Wertes entsprechend (vgl. Erbschaftsteuerreform - Bewertung des Betriebsvermögens ).
Für die Bewertung des Betriebsvermögens bei Personengesellschaften gelten die allgemeinen Grundsätze, vgl. Erbschaftsteuerreform - Bewertung des Betriebsvermögens .
Handelt es sich bei der Personengesellschaft um eine gewerblich tätige, ist eine Bewertung des Betriebsvermögens erforderlich. Für die Abgrenzung gewerblich / nicht gewerblich sind die ertragsteuerlichen Grundsätze maßgebend. § 97 Abs. 1 Nr. 5 BewG verweist direkt auf § 15 Abs. 3 EStG . Handelt es sich nach § 15 Abs. 3 EStG um eine gewerblich tätige Gesellschaft, ist auch eine Bewertung des Betriebsvermögens notwendig. Ist es keine, gelten die anteiligen Wirtschaftsgüter als erworben. Folgende Fallgruppen sind denkbar:
- nur mit Gewerbebetrieb Betriebsvermögen
- mit Gewerbebetrieb und anderem Vermögen Betriebsvermögen
- ohne Gewerbebetrieb, aber anderem Vermögen kein Betriebsvermögen
- nur mit anderem Vermögen, abergewerblich geprägt/infiziert Betriebsvermögen
Der Umfang des Betriebsvermögens bestimmt sich nach § 95 BewG . Es gilt daher das unter dem Stichwort Erbschaftsteuerreform - Bewertung des Betriebsvermögens gesagte entsprechend. Hinzuzurechnen sind:
Der Wert des im Ganzen ermittelten Betriebsvermögens der Personengesellschaft ist - wie auch die Einkünfte - den einzelnen Gesellschaftern individuell zuzurechnen. Die Zurechnung bestimmt sich zwingend nach § 97 Abs. 1a BewG .
Die Aufteilung erfolgt nach folgendem Schema ( § 97 Abs. 1a BewG ), Wertansätze mit bewertungsrechtlichem Wert:
Die Kapitalkonten aus der Gesamthandsbilanz sind dem jeweiligen Gesellschafter vorweg zuzurechnen. nach § 97 Abs. 1a Nr. 1 a) BewG
Der hiernach verbleibende Wert ist nach dem für die Gesellschaft maßgebenden Gewinnverteilungsschlüssel auf die Gesellschafter aufzuteilen. Vorabgewinnanteile sind nicht zu berücksichtigen. nach § 97 Abs. 1a Nr. 1 b) BewG
Für die Wirtschaftsgüter und Schulden des Sonderbetriebsvermögens eines Gesellschafters ist der gemeine Wert zu ermitteln. Dieser ist dem jeweiligen Gesellschafter zuzurechnen. nach § 97 Abs. 1a Nr. 2 BewG