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92629_sbr_0115
Jahrgang 2015 &middot; Ausgabe 1 – Januar / Februar
I n f o r mat i o n s o r ga n
des AGV Bau Saar
Bau Saar
Karriere mit Lehre – Interview
Akademisierungwahn gef&auml;hrdet duales Ausbildungssystem 10
Gespr&auml;ch mit CDU-Parlamentariern 10
Aufzeichnungspflicht sofort korrigieren
Steuerliche F&ouml;rderung auf 25 % anheben
Sanierungsfahrplan f&uuml;r Geb&auml;ude 12
Gesetzliches Bauvertragsrecht 12
Branchenplattform „Bauen digital” 12
Tarifliche Ausbildungsverg&uuml;tungen 13
Sozialpolitik 16
Bekanntmachungen 17
Vertragswesen 21
Vorarbeiter 2015 24
Ausbildungsvideos online 24
AGV Bau Saar – Verbandsleben
Stuckateure 25
Meisterhaft-Tag 26
Neue Meisterhaftbetriebe 26
Fertiggaragen Sehn 28
25 Jahre BBL Baumaschinen 29
Termine, Impressum, Personalien 31
H i l f e z u r S e l b st h i l f e
Rund 60 % der deutschen Stra&szlig;en sind
in kommunaler Verantwortung. Beim
Thema Verkehrsinfrastruktur, deren
Bedeutung und Finanzierung auf der
politischen Agenda endlich ganz oben
angesiedelt werden konnten, spielen
die Kommunen also eine ganz entscheidende Rolle. Dennoch wird &uuml;ber
deren Finanzsituation, um die es gerade im Saarland besonders schlecht gestellt ist, weniger intensiv diskutiert als
&uuml;ber die Finanzausstattung des Bundes und der L&auml;nder (siehe Pkw-Maut,
Privatfinanzierung etc.). Die Reform
der Gemeindefinanzen kommt seit
Jahren ohnehin nicht recht voran.
Die M&ouml;glichkeiten, die Finanzsituation
selbst zu regeln, sind f&uuml;r die Kommunen &auml;u&szlig;erst eingeschr&auml;nkt. Dort, wo
sie rechtlich gegeben sind, m&uuml;ssten sie
Der AGV Bau Saar hat seit Jahren darauf hingewiesen, dass die saarl&auml;ndischen Kommunen aufgrund des &sect; 8 a
KSVG seit dem Jahre 2001 die M&ouml;glichkeit haben, wiederkehrende Stra&szlig;enbaubeitr&auml;ge f&uuml;r ihre kommunalen
Stra&szlig;en zu erheben, also selbst das
Heft des Handelns in die Hand zu nehmen. Au&szlig;er der Stadt P&uuml;ttlingen hat
diese Chance keine der saarl&auml;ndischen
Kommunen genutzt. Der Verband hat
im Jahre 2012 die Vorteile durch ein
Gutachten untermauert. Die Ministerpr&auml;sidentin fand an der Position des
Verbandes anl&auml;sslich des Tages der
Saarl&auml;ndischen Bauwirtschaft 2013 Gefallen und sprach sich f&uuml;r eine breitere
Nutzung dieses Instrumentes aus. Die
CDU-Kommunalpolitiker griffen das
Thema im Herbst 2014 auf, nachdem
durch ein Urteil des Bundesverfassungsgerichtes vom 25. Juni 2014 letzte Zweifel an der Rechtm&auml;&szlig;igkeit
wiederkehrender Stra&szlig;enbaubeitr&auml;ge
Nachdem der AGV das Thema auch in
den Mittelpunkt seiner Pressearbeit im
Dezember letzten Jahres stellte, haben
die Parteien der Gro&szlig;en Koalition verlautbart, dass wiederkehrende Stra&szlig;enbaubeitr&auml;ge nunmehr verpflichtend eingef&uuml;hrt werden sollen.
schreckt haben. Eine beneidenswerte
Aufgabe w&auml;re das nicht, m&uuml;sste man
sich doch bei jeder finanziellen Zusatzbelastung mit unangenehmen Fragen
und auch mit unsachlichen und zum
Teil polemischen Vorw&uuml;rfen auseinandersetzen. Dabei liegen die Vorteile
dieser Abgabe f&uuml;r alle Beteiligten, gerade auch die Grundst&uuml;ckseigent&uuml;mer
in einer Gemeinde, auf der Hand. Die
Abgabe f&uuml;hrt zu einer Verstetigung
der Inanspruchnahme mit kleinen Betr&auml;gen statt hohen Einmalzahlungen.
Die Lastenverteilung ist wesentlich gerechter und der Werteverfall des Gemeindeeigentums wird gestoppt, das
Wegenetz kann deutlich verbessert
Unbeirrt der zu erwartenden Anw&uuml;rfe
gegen diese wiederkehrenden Beitr&auml;ge bleibt zu hoffen, dass der eingeschlagene Weg zu Ende gegangen
wird, insbesondere man sich nicht in
Detailfragen verliert und irgendwann
so etwas wie Angst vor der eigenen
Courage bekommt. Je schneller man
voran schreitet, desto schneller wird
man am Ziel sein.
Zum Gl&uuml;ck gezwungen
Das Land macht sich damit zum Steigb&uuml;gelhalter. Die Kommunalpolitiker
w&auml;ren aus dem Schneider, selbst Mehrheiten f&uuml;r die Einf&uuml;hrung einer solchen Abgabe zu organisieren; ein Umstand, vor dem sie jahrelang zur&uuml;ckge-
(RA Claus Weyers)
E h r u n g d e r L a n d e s b e st e n i n d e n B au - u n d
A u s bau b e r u f e n
Traditionell ehrt der AGV Bau Saar an
Mari&auml; Lichtmess seine besten Junghandwerker. Am 2. Februar 2015
konnten die 18 besten Azubis im Haus
der Athleten an der Hermann-Neuberger-Sportschule im Beisein ihrer Angeh&ouml;rigen, Ausbildungsbetriebe und
zahlreicher Vertreter von Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Schulen ihre
Als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Ausbildungszentrums Bau begl&uuml;ckw&uuml;nschte Martin Vanoli die Landesbesten, die „mit
Intelligenz, Energie und Durchhalteverm&ouml;gen die ihnen gestellten Aufgaben l&ouml;sen konnten“. Solche Talente, so
Vanoli weiter, fielen nicht einfach vom
Himmel, sondern brauchten Wurzeln,
Anleitung und Unterst&uuml;tzung ihres sozialen Umfeldes, der Familien und
Ausbilder. Vanoli appellierte an die anwesenden Betriebe, im Zuge des um
sich greifenden Fachkr&auml;ftemangels
auch mehr Menschen mit Migrationshintergrund, vermittlungsbereite Jugendliche und Studienabbrecher einzustellen. Angesichts der Tatsache,
dass zuletzt mehr junge Menschen in
einen akademischen Bildungsgang als
in die beruflichen Bildung gestartet
sind, warnte er auch vor dem zunehmend um sich greifenden Akademisierungswahn. Statt ein Proletariat an
Akademikern zu erzeugen, warb er
f&uuml;r mehr Karriere mit Lehre!
In der festen &Uuml;berzeugung, dass Handwerk auch in Zukunft goldenen Boden
hat, gratulierte Staatssekret&auml;r Roland
Kr&auml;mer vom Ministerium f&uuml;r Umwelt
und Verbraucherschutz des Saarlandes
den Preistr&auml;gern nicht nur zu ihren besonderen Leistungen, sondern allein
schon zu ihrer Entscheidung, eine Ausbildung in einem Bauhandwerk angetreten zu haben. Bedenke man allein
die Anforderungen und die immer
k&uuml;rzeren Abst&auml;nde zu ver&auml;nderten Berufsbildern gerade im Umweltbereich,
so w&uuml;rden gerade der heutigen und
k&uuml;nftigen Generation immer mehr
Fachkenntnisse, Flexibilit&auml;t und Mobilit&auml;t abverlangt. Die grundsoliden Ausbildungen in der Bauwirtschaft seien
f&uuml;r diesen stetigen Wandel ein hervorragendes Fundament und ein hervorragendes R&uuml;stzeug.
„F&uuml;r die Bauwirtschaft sind Sie etwas
ganz Besonderes, sozusagen die Zukunft unseres Wirtschaftszweiges“.
Mit diesen Worten zollte AGV Bau
Saar-Pr&auml;sident Hans-Ludwig Bernardi
den Landesbesten Respekt und Aner-
kennung f&uuml;r ihre Leistungen und warb
gleichzeitig f&uuml;r eine Ausbildung in der
Bauwirtschaft. „W&auml;hrend in den Industrieunternehmen der Gedanke des
Profites an erster Stelle steht und gro&szlig;e anonyme Einheiten herrschen, geht
es in der Bauwirtschaft famili&auml;rer zu“.
Zumeist als Familienunternehmen gef&uuml;hrt, bestehe ein anderer Bezug, ein
anderes Verh&auml;ltnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Auch die Art
der T&auml;tigkeit unterscheide sich ma&szlig;geblich, sei doch oftmals noch wahre
Handwerkskunst und –t&auml;tigkeit gefragt. „Als Aush&auml;ngeschild und Werbetr&auml;ger f&uuml;r die Bauwirtschaft brauchen wir Sie“, so Bernardi abschlie&szlig;end, daher „seien Sie stolz auf Ihre
Leistung, reden Sie dar&uuml;ber, suchen Sie
sich ihre k&uuml;nftigen Kollegen und verhelfen Sie so Ihrer Branche zu leistungswilligem und f&auml;higem Nachwuchs“.
Maurer stellen gleich zwei Jahrgangsbeste!
Felix Schumacher und Fabian Blau hei&szlig;en die Jahrgangsbesten der diesj&auml;hrigen Landesbestenehrung. Und es ist das erste
Mal in der langen Tradition der Ehrungen, dass gleich zwei Jahrgangsbeste f&uuml;r ihre tollen Leistungen geehrt wurden. Felix Schumacher wurde in der Bauunternehmung Schr&ouml;der GmbH &amp; Co. KG, Lebach, ausgebildet und qualifizierte sich &uuml;ber
den Landesleistungswettbewerb bei den Maurern sogar f&uuml;r die Deutschen Meisterschaften, bei denen er dann einen hervorragenden 7. Platz belegte. Fabian Blau durchlief seine Ausbildung bei der Bauunternehmung Heitz &amp; Sohn GmbH in
Rehlingen-Siersburg und wurde Jahrgangsbester aufgrund seiner hervorragenden Pr&uuml;fungsergebnisse.
Mit den beiden Preistr&auml;gern und ihren Lehrherren f&uuml;hrte der Saar Bau Report am Rande der Ehrung folgende Interviews:
SBR: Herr Schumacher, herzlichen
Gl&uuml;ckwunsch zu Ihren tollen Leistungen, auf die Sie zu Recht stolz sein
k&ouml;nnen! Wie kamen Sie eigentlich zu
Ihrem Ausbildungsberuf?
Schumacher: Mein Vater arbeitet in
einem Zulieferbetrieb und brachte mir
so den Beruf des Maurers nahe. In der
Firma Schr&ouml;der konnte ich dann ein
Praktikum machen, das mir sehr viel
Spa&szlig; gemacht hat und nachdem ich
dann beschloss, eine Ausbildung als
Maurer zu machen.
SBR: Was hat Ihnen in Ihrer Ausbildung besonderen Spa&szlig; gemacht?
Schumacher: Zun&auml;chst einmal die
handwerkliche T&auml;tigkeit an sich und
insbesondere das Mauern. Ich konnte
gleich von Anfang an mit auf die Baustellen rausfahren und am Abend sehen, was ich am Tage geschafft habe.
SBR: Und was planen Sie f&uuml;r Ihre Zukunft?
Schumacher: Ich wurde in meinem Betrieb &uuml;bernommen und arbeite jetzt in
der Kolonne mit, was mir sehr viel
Spa&szlig; macht. Allerdings m&ouml;chte ich
gerne noch eine dreij&auml;hrige Ausbildung zum Meister in Abendform anschlie&szlig;en und freue mich, dass die Fir-
ma Schr&ouml;der dies auch unterst&uuml;tzt. Als
Landesbester und Teilnehmer an den
Deutschen Meisterschaften hoffe ich,
in das F&ouml;rderprogramm der Handwerkskammer aufgenommen zu werden.
gration in die Gemeinschaft zwingend
notwendig. Herr Schumacher hat sich
hervorragend eingef&uuml;gt, war immer
zuverl&auml;ssig, p&uuml;nktlich und hat in den
ganzen Jahren keinen einzigen Tag
SBR: Was sind Ihre Hobbies?
SBR: Was muss ein junger Mensch,
Frau Schr&ouml;der, tun, um bei Ihnen Azubi zu werden? Werden Sie weitere
Azubis ausbilden?
Schumacher: Meine Hobbies sind Waveboard, Geocaching und vor allem
SBR: Herr Schr&ouml;der, auch Ihnen herzlichen Gl&uuml;ckwunsch f&uuml;r die Leistung
Ihres Junggesellen, an der Sie als Lehrherr ja ma&szlig;geblich beteiligt waren!
Welche Voraussetzungen muss ein
Azubi bei Ihnen haben und worauf legen Sie in der Ausbildung besonderen
Thomas Schr&ouml;der: Wir sind ein Betrieb
mit acht handwerklichen und vier
kaufm&auml;nnischen Angestellten, der neben Neubauten vor allem auch Umbau- und Sanierungsarbeiten bis hin
zur Kanalreinigung durchf&uuml;hrt. Wir arbeiten viel mit Nachunternehmern,
was die hohe Anzahl an kaufm&auml;nnischen Angestellten erkl&auml;rt. Bei unserer
geringen Anzahl an gewerblichen Mitarbeitern sind vor allem Zuverl&auml;ssigkeit, P&uuml;nktlichkeit und eine gute Inte-
Schr&ouml;der: Wir haben in der Vergangenheit schon mehrere Azubis ausgebildet und dabei sehr positive Erfahrungen wie die mit Herrn Schumacher,
aber auch schlechte Erfahrungen gemacht. Es wird f&uuml;r uns Betriebe immer
schwieriger, gute Azubis zu finden.
Der gute Wille des Betriebes allein
reicht nicht; erhielten wir fr&uuml;her viele
gute Bewerbungen so gehen diese
zwischenzeitlich gegen Null. Ein Azubi
sollte handwerkliches Geschick mitbringen und die vorgenannten Eigenschaften besitzen und vor allem Dingen Interesse und Freude an seinem
Beruf haben. Unser n&auml;chster Azubi
wird voraussichtlich unser eigener
Sohn sein, der den Beruf des Maurers
von der Pike auf lernen wird.
SBR: Seit wann bilden Sie, Herr Heitz,
aus, in welchen Berufen und welche
Voraussetzungen muss ein Azubi bei
Heitz: Wir bilden aus seit 1974. Unser
erster Azubi war mein Bruder, danach
haben wir in den letzten Jahrzehnten
weit &uuml;ber 100 junge Menschen zum
Maurer ausgebildet. Hauptvoraussetzung ist nat&uuml;rlich die Lust am Beruf,
aber auch, dass man sich vorab informiert, was auf einen zukommt. Denn
in der heutigen Zeit ist es mehr denn
je wichtig, eine Entscheidung f&uuml;rs Leben zu treffen. Daf&uuml;r ist die Baubranche pr&auml;destiniert, dann in keiner anderen Branche gibt es so viele Karrierechancen. Ich pers&ouml;nlich kann nur jedem jungen Menschen empfehlen,
die handwerkliche Arbeit hat mir
gleich Spa&szlig; gemacht. Ich habe dann
verschiedentlich samstags gearbeitet
und bekam das Angebot, bei der Firma Heitz eine Ausbildung zu machen.
Durch mein Abitur konnte ich die Ausbildung auf zwei Jahre verk&uuml;rzen.
SBR: Was hat Ihnen in der Ausbildung
besonderen Spa&szlig; gemacht?
sich f&uuml;r eine Ausbildung am Bau zu
SBR: Was ist Ihr Motto in Bezug auf
Heitz: Das kann man nicht mit einem
Satz beantwortet, da es vielschichtig
ist. Wir wollen vor allem jungen Menschen einen Weg zeigen, wie sie f&uuml;r
ihr Leben berufliche Zufriedenheit erlangen und mit einer entsprechenden
Verg&uuml;tung auch eine Familie gr&uuml;nden
und Eigentum bilden k&ouml;nnen. Insofern
gilt: Wenn jemand Lust an einer Ausbildung hat, bitte melden! Er wird erstaunt sein, welche M&ouml;glichkeiten er
f&uuml;r sich und sein Leben erwirbt.
SBR: Worauf legen Sie in der Ausbildung besonderen Wert?
Heitz: Wir legen darauf Wert, dass ein
junger Mensch in Praxis und Theorie
ausgebildet wird. Nach Abschluss seiner Ausbildung bieten wir praktisch
eine &Uuml;bernahmegarantie. Besteht
dann der Wunsch sich weiterzubilden,
so unterst&uuml;tzen wir gerne die Ausbildung zum Polier oder gar Meister, mit
der dann weitergehende selbstst&auml;ndige Aufgaben &uuml;bernommen werden
k&ouml;nnen. Und nat&uuml;rlich auch der Verdienst entsprechend erh&ouml;ht werden
von ihnen, und das freut mich besonders, hat es sogar zum Vorarbeiter
SBR: Was hat Herrn Blau besonders
Blau: Generell ist es sehr sch&ouml;n, dass
man am Abend sieht, was man tags&uuml;ber geleistet hat. Der Maurerberuf ist
sehr abwechslungsreich, man muss
einfach etwas k&ouml;nnen und steht t&auml;glich vor neuen Voraussetzungen. Keine
Arbeit gleicht der anderen, arbeiten
nach Schema A ist nicht angesagt.
Wenn man &uuml;berlegt, dass wir von kleinen Wohnh&auml;usern bis zu ganzen
Wohnbl&ouml;cken erstellen, kann man sich
vorstellen, was hier alles zu tun ist.
SBR: Was planen Sie f&uuml;r Ihre Zukunft?
Heitz: Herr Blau hatte bereits durch
seinen Vater Zugang zu seinem Beruf.
Er hat mit sehr viel Interesse und gro&szlig;em Engagement seine Ausbildung
absolviert. Dazu kann ich nur gratulieren!
Blau: Ich plane im kommenden Jahr
mein Studium zum Baumanagement
aufzunehmen und sp&auml;ter in einer gro&szlig;en Firma als Bauleiter zu arbeiten.
SBR: Wenn Sie einen Wunsch frei h&auml;tten, was w&uuml;rden Sie sich in Bezug auf
die Ausbildung w&uuml;nschen?
Blau: Wichtig ist es vor allem, sich &uuml;ber
die Berufe zu informieren, schlie&szlig;lich
wird man die kommenden 40 Jahre in
diesem Beruf arbeiten. Dabei sollte die
Verg&uuml;tung letztlich nicht die ausschlaggebende Rolle spielen. Sinnvoll
ist es auch, einfach mal in einem Praktikum zu schauen, ob der angestrebte
Beruf auch wirklich Spa&szlig; macht. Man
lernt auf diese Weise am besten das
Berufsbild, den Betrieb, die Kollegen
und den Chef kennen. Auch wenn sich
nachher rausstellen sollte, dass es doch
nicht das richtige ist, so ist es doch eine wertvolle Erfahrung.
Heitz: Ich w&uuml;nsche mir, dass mehr junge Menschen ihre Zukunft, ihre mit
keinem anderen Beruf zu vergleichenden Karrierechancen am Bau erkennen und nutzen. Der Bau bietet einen
Arbeitsplatz auf Lebenszeit mit festen
Verdienstm&ouml;glichkeiten.
SBR: Herr Blau, auch Ihnen herzlichen
Gl&uuml;ckwunsch zu Ihrer tollen Leistung.
Wie kamen Sie zu Ihrem Ausbildungsberuf?
Blau: &Uuml;ber meinen Vater bekam ich
die M&ouml;glichkeit, im Rahmen eines Ferienjobs bei der Firma Heitz in den Beruf des Maurers reinzuschnuppern und
SBR: Was empfehlen Sie anderen, die
vor der Berufswahl stehen?
Blau: Fu&szlig;ball, Motorrad und mit
SBR: Was muss ein junger Mensch tun,
um bei Ihnen Azubi zu werden?
Heitz: Bei Interesse kann sich jeder
gerne bei uns bewerben. Da wir bislang immer &uuml;ber ausreichend Bewerbungen verf&uuml;gt haben, brauchten wir
nicht selbst zu annoncieren. Wir haben in den vergangenen Jahren auch
junge Menschen ausgebildet, die keinen Hauptschulabschluss hatten. Auch
diese sind &uuml;bernommen worden, einer
A k a d e m i s i e r u n g s wa h n g e f&auml; h r d e t
d ua l e s B i l d u n g s syst e m
Prof. Julian Nida-R&uuml;melin, Philosoph
und ehemaliger Kulturstaatsminister,
sieht das duale Ausbildungssystem in
Deutschland gef&auml;hrdet. Grund sei die
stark zunehmende Anzahl derjenigen,
die ihre Schullaufbahn mit dem Abitur
abschlie&szlig;en. Dadurch fehlen der Wirtschaft nicht-akademische Fachkr&auml;fte,
wie Handwerker oder Techniker. Der
Anteil der Menschen, die eine Lehre
begonnen und der Anteil derjenigen,
die ein Studium angefangen haben,
war 2013 ungef&auml;hr gleich. Sollten in
den n&auml;chsten Jahren die Abiturientenzahlen weiter steigen, w&uuml;rden nur
noch ca. 25 bis 30 % der Jugendlichen
in eine duale Ausbildung gehen.
Nach Nida-R&uuml;melin geh&ouml;rt das System
der dualen Ausbildung in Unternehmen und Berufsschulen zu Deutschlands St&auml;rken. Es ist der Grund f&uuml;r die
niedrige Jugendarbeitslosigkeit. Gro&szlig;britannien hat die doppelte Akademikerquote und die doppelte Jugendarbeitslosigkeit.
Die Organisation f&uuml;r wirtschaftliche
(OECD) werfe Deutschland einerseits
vor, es l&auml;ge bei der Akademikerquote
zusammen mit der Schweiz und &Ouml;sterreich hinter dem europ&auml;ischen Ver-
gleich zur&uuml;ck. In anderen Studien stelle sie fest, dass wir eine besonders niedrige Jugendarbeitslosigkeit haben –
dank des dualen Systems. Aber die
OECD stelle zwischen diesen beiden
zutreffenden Beobachtungen keinen
Zusammenhang her. Nach Nida-R&uuml;melin haben wir deswegen weniger Akademiker, weil wir das attraktive Angebot der Berufsbildung haben. Aber
seit etwa 15 Jahren werde jungen
Menschen der Eindruck vermittelt,
dass jeder, der irgendwie kann, studieren sollte.
Derzeit sei es zwar so, dass die, die etwas h&ouml;her qualifiziert sind, die Jobs
bekommen. Das hei&szlig;e aber nicht, dass
die Gesamtarbeitslosigkeit sinke,
wenn immer mehr Menschen die so
genannten h&ouml;hren Abschl&uuml;sse haben.
Wenn wir an der St&auml;rke des Industriestandorts Deutschland festhalten wollen, dann ist das nach Nida-R&uuml;melin
unm&ouml;glich, wenn nur 25 % eines Jahrgangs ins duale Ausbildungssystem gehen.
Nida-R&uuml;melin pl&auml;diert daf&uuml;r, die duale
Berufsausbildung fr&uuml;hzeitig als Alternative zum Studium wieder st&auml;rker in
den Fokus zu r&uuml;cken.
C D U - Pa r l a m e n ta r i e r n
Am 4. Februar 2015 empfingen Vertreter der saarl&auml;ndischen CDU-Fraktion
eine Delegation des AGV Bau Saar zu
einem Gespr&auml;ch im saarl&auml;ndischen
Landtag. Der Meinungsaustausch mit
den im Ausschuss f&uuml;r Wirtschaft, Arbeit, Energie, Verkehr und Grubensicherheit t&auml;tigen Abgeordneten Palm,
Strobel, Wegner und Theis war vereinbart worden, nachdem die CDU Saar
im Herbst 2014 gefordert hatte, die
Kommunen k&uuml;nftig zu verpflichten,
von ihren B&uuml;rgern Beitr&auml;ge f&uuml;r den
Ausbau von Stra&szlig;en und Gehwegen
Der Vorsitzende der Landesfachgruppe Stra&szlig;en und Tiefbau Franz Keren
sowie RA Claus Weyers und Martin Vanoli von der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung des
AGV Bau Saar begr&uuml;&szlig;ten die
zwischenzeitlich innerhalb der gro&szlig;en
Koalition im Saarland abgestimmten
Pl&auml;ne zur Einf&uuml;hrung einer landesweiten Abgabe f&uuml;r den Stra&szlig;enbau f&uuml;r alle Grundst&uuml;ckseigent&uuml;mer. Entscheidend sei aus Sicht der Verbandsvertreter allerdings, dass das Land die Kommunen zur Einf&uuml;hrung der Abgabe
verpflichte, weil sonst zu viele Stadtund Gemeinder&auml;te nicht die ben&ouml;tigte
Kraft aufbringen, die Einf&uuml;hrung
selbst zu entscheiden. Die zus&auml;tzlichen
Einnahmen m&uuml;ssten zweckgebunden
ausschlie&szlig;lich in den Stra&szlig;enbau flie&szlig;en.
Weitere Gespr&auml;chsthemen boten die
Dokumentationspflichten zur Aufzeichnung der Arbeitszeit im Rahmen
des neuen Mindestlohngesetzes, die
Landesentwicklungsplanung mit ihren
Vorgaben zur Verdichtung der Ortskerne und zur&uuml;ckhaltenden Ausweisung neuer Wohngebiete sowie die
Konsequenzen aus den versch&auml;rften
Brandschutz-Richtlinien beim Bau und
bei der Sanierung &ouml;ffentlicher Geb&auml;ude.
Es wurde vereinbart, das konstruktive
und in ausgesprochen sachlicher und
angenehmer Atmosph&auml;re verlaufende
Gespr&auml;ch fortzusetzen.
A u fz e i c h n u n g s pflicht sofort
ko r r i g i e r e n !
„Es ist geradezu absurd eine Verdienstgrenze von 2.958 Euro anzusetzen. Selbst wenn man von einer regelm&auml;&szlig;igen 60 Stunden-Woche ausgeht –
das w&auml;re bereits Ausbeutung, kommt
man nur auf einen Monatslohn von etwas &uuml;ber 2.200 Euro. Dieses Gehalt
h&auml;tte als Obergrenze ausgereicht.“
Mit diesen Worten kritisierten die Pr&auml;sidenten des Hauptverbandes der
Deutschen Bauindustrie, Prof. Thomas
Bauer, und des Zentralverbandes
Deutsches Baugewerbes, Dr.-Ing. HansHartwig Loewenstein, die Aufzeichnungspflicht zum gesetzlichen Mindestlohn.
Und weiter: „Die wirtschaftserfahrene
Arbeitsministerin Nahles selbst hatte
zuerst sogar noch 4.500 Euro als Obergrenze vorgeschlagen. Am besten w&auml;re es nat&uuml;rlich gewesen, wenn man
gleich 6.324 Euro angesetzt h&auml;tte.
Denn das w&uuml;rde man verdienen, wenn
man 24 Stunden am Tag bei 31 Tagen
pro Monat arbeitet – und den Mindestlohn daf&uuml;r bekommt.“
Anl&auml;sslich der gemeinsamen Jahresauftaktpressekonferenz forderten sie
eine sofortige Korrektur dieser Regelung. „Man hat sich hier von den Gewerkschaften total aufs Glatteis f&uuml;hren lassen. In Wahrheit ist die Regelung ein &Uuml;berstundenzuschlagsdurchsetzungsgesetz. Das h&auml;tte man aber
korrekterweise auch so sagen m&uuml;ssen,
dass hier ein weiteres Thema der Koalition von hinten auf die Abarbeitungsliste kam,“ so Loewenstein.
Die angek&uuml;ndigte Initiative des Parlamentskreises Mittelstand (PKM) der
CDU-/CSU-Bundestagsfraktion,
Mindestlohn-Dokumentationspflichten-Verordnung der Bundesarbeitsministerin vom 18. Dezember 2014, die in
Wahrheit eine „&Uuml;berstundenzuschlagsdurchsetzungs-Verordnung“
darstellt, r&uuml;ckwirkend zum 1. Januar
2015 zu &auml;ndern, wird von der Bauwirtschaft als zielf&uuml;hrender Beitrag zum
B&uuml;rokratieabbau in allen Betrieben
des Bau- und Ausbaugewerbes ausdr&uuml;cklich begr&uuml;&szlig;t. Auch der SPD und
den Gewerkschaften m&uuml;sste daran gelegen sein, sich auf die wirklichen Probleme der illegalen Besch&auml;ftigung und
Schwarzarbeit zu konzentrieren und
davon nicht durch immer neue ziellose
b&uuml;rokratische Auflagen f&uuml;r die Betriebe abzulenken und gleichzeitig st&auml;ndig von B&uuml;rokratieabbau zu reden.
St e u e r l i c h e
F &ouml; r d e r u n g au f
25 % anheben!
„Der unl&auml;ngst bekannt gewordene Referentenentwurf zur steuerlichen F&ouml;rderung der energetischen Geb&auml;udesanierung wird keine Sanierungsimpulse setzen k&ouml;nnen. Dazu sind die
vorgeschlagenen Ma&szlig;nahmen zu
halbherzig. Entweder man macht es
richtig, oder man macht es gar nicht,“
so das Fazit von Rainer K&ouml;nig, Vorsitzender des Bundesverbandes Ausbau
und Fassade im ZDB.
Gerade der Geb&auml;udesektor spielt eine
entscheidende Rolle bei der Erreichung der nationalen Klimaschutzziele, denn rund 40 Prozent des gesamten Energiebedarfes wird f&uuml;r das Beheizen, die Warmwasserversorgung
und die Beleuchtung von Geb&auml;uden
ben&ouml;tigt. Aber die j&auml;hrliche Sanierungsquote liegt bei knapp einem Prozent und damit deutlich unter der Zielvorgabe von zwei Prozent, so dass nur
richtige Anreize, die sich hier bietenden Energieeinsparpotenziale, z. B.
durch eine Fassadend&auml;mmung, aktivieren.
Die steuerliche F&ouml;rderung der energetischen Geb&auml;udesanierung war in der
vergangenen Legislaturperiode im
Vermittlungsausschuss von Bundestag
und Bundesrat gescheitert. Mit dem
nationalen Energieplan von Vizekanzler Gabriel tauchte sie erneut in der
politischen Diskussion auf.
kommen, dieses allerdings nicht auf
einmal, sondern &uuml;ber zehn Jahre gestreckt, also 100 Euro Steuerersparnis
pro Jahr. Das ist ein Witz – und kein
ernst zu nehmender Vorschlag. Denn
wenn der private Hausbesitzer die Zuschussvariante der KfW w&auml;hlt, bekommt er dieselben 1.000 Euro, allerdings auf einmal und direkt ausgezahlt. Wer soll sich vor diesem Hintergrund f&uuml;r eine steuerliche F&ouml;rderung
entscheiden?“ so K&ouml;nig weiter. „Ich
kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass hier etwas gemacht wird,
dessen Scheitern vorprogrammiert
Das in den letzten Jahren r&uuml;ckl&auml;ufige
Auftragsvolumen bei Fassadend&auml;mmungen wird vor diesem Hintergrund
keine zus&auml;tzlichen Impulse erfahren,
um die Modernisierungsquote zu beschleunigen.
Der mit der steuerlichen F&ouml;rderung
verkn&uuml;pfte Abbau des Handwerkerbonus zur Gegenfinanzierung, der auch
schwarzarbeitsd&auml;mpfend wirkt, wurde
von K&ouml;nig scharf kritisiert und f&uuml;hrt
nach vbw-Berechnungen sogar zu zus&auml;tzlichen Steuereinnahmen des Staates. K&ouml;nig forderte eine Erh&ouml;hung der
j&auml;hrlichen Abschreibung auf mindestens 25 Prozent, um einen tats&auml;chlichen Anreiz zur energetischen Sanierung von Geb&auml;uden zu schaffen sowie
die Entkopplung vom Handwerkerbonus, um energetische Sanierungsma&szlig;nahmen an Geb&auml;uden signifikant zu
„Bei 10.000 Euro Investition, z.B. in die
Fassadend&auml;mmung, soll der Investor
1.000 Euro als Steuerabzug ersetzt be11
Sa n i e r u n g s fa h r p l a n f &uuml; r
G e b&auml;u d e
17.12.2014 mit dem Sanierungsfahrplan f&uuml;r Geb&auml;ude den ersten Beitrag
zur angek&uuml;ndigten Energieeffizienzstrategie Geb&auml;ude ver&ouml;ffentlicht. Die
Strategie wird das Ziel eines klimaneutralen Geb&auml;udebestandes bis 2050 verfolgen, d.h. den Prim&auml;renergiebedarf
um 80 Prozent zu senken. Derzeit stehen Geb&auml;ude f&uuml;r 37 Prozent des Energieverbrauchs in Deutschland, zwei
Drittel davon in Wohngeb&auml;uden.
Der Fahrplan beschreibt im Wesentlichen die Zielstellungen der Effizienzpolitik bei Geb&auml;uden und dem Weg
zum klimaneutralen Geb&auml;udebestand.
An diesem Pfad werden sich die zu
entwickelnden individuellen Sanierungsfahrpl&auml;ne f&uuml;r Geb&auml;ude ausrichten m&uuml;ssen. Im Plan wird betont, dass
der erforderliche Ma&szlig;nahmenmix aus
Sanierung und erneuerbarer W&auml;rmeerzeugung weiterhin auf Freiwilligkeit und Wirtschaftlichkeit beruhen
Der Fahrplan geht auf Basis einer Bestandsaufnahme von Struktur, Alter
und Energieverbrauch der deutschen
Wohngeb&auml;ude davon aus, dass pro
Jahr bis zu einer Million Wohnungen
energetisch saniert werden m&uuml;ssen.
Da Geb&auml;udeh&uuml;llen bis 2050 vermutlich
nur einmal bearbeitet werden, m&uuml;sse
bei erster Gelegenheit energetisch
tiefgreifend saniert werden.
Die Verringerung des Prim&auml;renergiebedarfs um 80 Prozent kann dabei
innerhalb eines Korridors mit verschiedenen Kombinationen von Energieeinsparung und Einsatz von erneuerbaren Energien erreicht werden. Als
Zielstandard definiert der Fahrplan im
Durchschnitt der Geb&auml;ude den heutigen KfW-Standard-Effizienzhaus 55,
was einem Endenergiebedarf von 45
kWh pro m2 und Jahr entspricht. Im
heutigen Wohngeb&auml;udebestand liegt
der Energiebedarf bei 169 kWh pro
Die Energieeffizienzstrategie Geb&auml;ude (EGS) wird sich zun&auml;chst auf Wohngeb&auml;ude konzentrieren.
Der Sanierungsfahrplan ist auf den
Seiten des BMWi zu finden.
B au v e r t r a g s recht
Vor der letzten Bundestagswahl sollte
eine Arbeitsgruppe des Bundesjustizministeriums pr&uuml;fen, ob ein gesetzliches Bauvertragsrecht die in der Praxis
auftretenden Probleme der Vertragspartner l&ouml;sen k&ouml;nnte. Der Abschlussbericht dieser Arbeitsgruppe enthielt
Vorschl&auml;ge, die Bauunternehmen erheblich benachteiligt h&auml;tten. Unter
anderem sollte der Auftraggeber ein
einseitiges gesetzliches Anordnungsrecht erhalten, ohne dass dessen ge-
nauer Umfang, die Verg&uuml;tung des
Bauunternehmers sowie deren zeitnahe und kosteng&uuml;nstige Durchsetzbarkeit klar und praxistauglich geregelt
w&auml;ren. Bauwirtschaft und Handwerk
lehnten den Abschlussbericht daher
ab. Inzwischen denkt das Bundesjustizministerium offenbar &uuml;ber einen Gesetzentwurf nach.
B r a n c h e n p l at t f o r m &quot; B au e n
D i g i ta l G m b H &quot;
Um den Ansatz digitalen Bauens, insbesondere Building Information Modeling (BIM) in der Wertsch&ouml;pfungskette Planen, Bauen und Betreiben
fl&auml;chenwirksam voran zu treiben, haben sich der Verband Beratender Ingenieure (VBI) und der Hauptverband
der Deutschen Bauindustrie (HDB) als
Initiatoren in den letzten Monaten intensiv um einen verb&auml;nde&uuml;bergreifenden Konsens zur gemeinsamen Gr&uuml;ndung einer branchengetragenen Plattform f&uuml;r &quot;Digitales Bauen&quot; bem&uuml;ht.
Auf der BAU in M&uuml;nchen wurde nun
die Gr&uuml;ndung der &quot;Bauen Digital
GmbH&quot; von einem breiten Verb&auml;ndekreis aus dem Bereich Planen, Bauen
und Betreiben auf den Weg gebracht.
Die neue Projektgesellschaft soll k&uuml;nftig als wirtschaftsgetragene Plattform
mit Unterst&uuml;tzung der Regierung die
Grundlagen f&uuml;r modernes Digitales
Bauen auf allen Ebenen professionell
vorantreiben und damit insbesondere
die Einf&uuml;hrung von BIM in Deutschland aktiv gestalten.
Ta r i f l i c h e A u s b i l d u n g sv e r g&uuml;tungen 2014
Die vom Bundesinstitut f&uuml;r Berufsbildung (BIBB) j&auml;hrlich erfolgende Auswertung der tariflichen Ausbildungsverg&uuml;tungen zeigt f&uuml;r das Jahr 2014
erneut eine Erh&ouml;hung der Ausbildungsverg&uuml;tungen in Deutschland.
F&uuml;r das gesamte Bundesgebiet lag der
tarifliche Verg&uuml;tungsdurchschnitt im
Jahr 2014 bei 795 € brutto im Monat
(+4,5 %). In Westdeutschland verdienten Auszubildende im Durchschnitt
802 € brutto (+4,6 %), im Osten hingegen 737 € (+4,1 %) im Monat.
weiterhin deutlich an. Dies liegt ausschlie&szlig;lich an der sehr hohen durchschnittlichen Ausbildungsverg&uuml;tung
im Westen (1.030 €). Die vergleichsweise hohen Ausbildungsverg&uuml;tungen
sind nach wie vor ein wichtiger Aspekt
im Hinblick auf die Attraktivit&auml;t der
Ausbildung in der Bauwirtschaft, auch
wenn sie h&auml;ufig nicht ausschlaggebend f&uuml;r die Berufswahl sind.
Ausbildungsp l &auml;t z e 2 0 1 5 / 1 6
Der AGV Bau Saar hat eine Liste freier
Ausbildungspl&auml;tze seiner Betriebe erstellt und ins Internet eingestellt.
‘Weitere Ausbildungspl&auml;tze k&ouml;nnen
gemeldet werden unter k.schilt@bausaar.de oder Tel. 0681 - 3892534.
G r u n d e r w e r b st e u e r
Deutschland hat inzwischen mit die h&ouml;chsten Steuers&auml;tze in Europa, seitdem die
Bundesl&auml;nder die Grunderwerbsteuer-S&auml;tze selbst festlegen k&ouml;nnen. In NRW
und im Saarland wurde die Grundsteuer ab 01.01.2015 auf 6,5 % erh&ouml;ht. Auch
in Brandenburg plant die Landesregierung die Einf&uuml;hrung des H&ouml;chststeuersatzes.
Im Vergleich der einzelnen Ausbildungsberufe f&uuml;hren die Berufe des
Bauhauptgewerbes (am Beispiel Maurer/-in) die Liste der 20 ausgew&auml;hlten
Berufe wie auch in der Vergangenheit
P o s i t i v i n s Ja h r
Der ifo Gesch&auml;ftsklimaindex f&uuml;r die
gewerbliche Wirtschaft Deutschlands
ist im Januar auf 106,7 Punkte gestiegen, von 105,5 im Vormonat. Dies ist
der dritte Anstieg in Folge. Die Unternehmen waren merklich zufriedener
mit ihrer aktuellen Gesch&auml;ftslage. Zudem blicken sie wieder mehrheitlich
optimistisch auf die kommende Entwicklung. Die deutsche Wirtschaft
startet gut ins neue Jahr. Auch im Verarbeitenden Gewerbe ist der Gesch&auml;ftsklimaindikator das dritte Mal in
Folge gestiegen. Die Lageeinsch&auml;tzungen der Industriefirmen fielen erneut
besser aus. Aufgrund des sinkenden
Euro-Wechselkurses werden st&auml;rkere
Impulse vom Export erwartet.
Die Erwartungen der Bauunternehmen an die Entwicklung der Gesch&auml;ftslage in den kommenden sechs
Monaten haben sich - wie zu dieser
Jahreszeit &uuml;blich - im Vergleich zum
Vormonat aufgehellt. Im Vergleich
zum Vorjahresmonat hat sich die Stimmung - aufgrund der r&uuml;ckl&auml;ufigen
Auftragslage - allerdings verschlechtert. Auch die Einsch&auml;tzung der aktuellen Gesch&auml;ftslage hat sich verschlechtert, sowohl zum Vormonat als
auch zum Vorjahresmonat.
Bauwirtschaft Bund:
Die Bauwirtschaft erwartet f&uuml;r 2015
erstmals seit dem Jahr 2000 wieder ei-
nen Umsatz oberhalb der 100 Mrd.-Euro-Marke. Von 1995 bis 2005 hatte die
Branche einen Anpassungsprozess zu
bew&auml;ltigen, in dem die Zahl der Arbeitspl&auml;tze sich von ca. 1, 4 Mio. Besch&auml;ftigten auf ca. 0,7 Mio. Besch&auml;ftigte etwa halbiert hatte.
Der seit drei Jahren aus dem Koma erwachte Wohnungsbau wird auch weiter die St&uuml;tze der positiven Gesamtumsatzentwicklung sein. Dabei sind
die ansteigend hohen Zuwanderungssalden (f&uuml;r 2015 wird wieder mit einem Plus von &uuml;ber 400.000 Personen
gerechnet) und eine positive Einkommensentwicklung bei gleichzeitig anhaltend niedrigen Finanzierungskosten die wesentlichen st&uuml;tzenden Rahmenbedingungen. Die Investitionen in
Wohnungen im Mehrfamilienhausbau
werden dabei diejenigen in Einfamilienh&auml;user &uuml;bertreffen. Der Umsatz in
dieser Sparte wird im laufenden Jahr
um 3,0 Prozent auf 36,8 Milliarden Euro steigen.
Auf Augenh&ouml;he mit dem Wohnungsbau wird das Umsatzniveau im Wirtschaftsbau erwartet. Aus heutiger
Sicht wird es allerdings nur ein nominales Umsatzplus von 1,5 Prozent auf
36,3 Milliarden geben. Entscheidend
hierbei sind die verhaltenen Erwartungen an die Konjunkturentwicklung
F&uuml;r den &ouml;ffentlichen Bau – die dritte
Sparte im Bauhauptgewerbe – wird
mit einer schmal positiven Entwikklung von +1% auf knapp 28 Mrd. €
gerechnet. Die Investitionsimpulse der
&ouml;ffentlichen Hand fallen angesichts
der un&uuml;bersehbaren Investitionsr&uuml;ckst&auml;nde insbesondere im Stra&szlig;en- und
Br&uuml;ckenbau zu niedrig aus.
Saarland: Besch&auml;ftigungseinbruch
Zum Jahresende 2014 waren erstmals
seit Jahren die Besch&auml;ftigtenzahlen in
der saarl&auml;ndischen Bauwirtschaft wieder auf niedrigem Niveau stabil. Nach
Angaben des Statistischen Landesamtes Saarland betrug die Zahl der Besch&auml;ftigten im Dezember 8805 gegen&uuml;ber 8386 im gleichen Vorjahresmonat. Dies entspricht einer Steigerung
von knapp 5 %. Im Gesamtjahresschnitt lag mit 8854 die Besch&auml;ftigungsquote um 1,1 % &uuml;ber dem Vorjahr. Bleibt zu hoffen, dass die Abwanderung der Fachkr&auml;fte in die station&auml;re Industrie gebannt ist und sich wieder mehr Jugendliche f&uuml;r eine Ausbildung am Bau entscheiden.
B r a n c h e n m i n d e st l &ouml; h n e i m
B au - u n d A u s bau g e w e r b e
Zeitgleich mit dem Inkrafttreten des gesetzlichen Mindestlohnes am 1. Januar
2015 wurden auch die tariflichen Mindestl&ouml;hne im Baugewerbe sowie in verschiedenen Zweigen des Ausbaugewerbes erh&ouml;ht.
Laut der aktuellen Winterbau-Information der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit
ergaben sich f&uuml;r die Schlechtwetterzeit 2013/14 folgende Ver&auml;nderungen:
G nur geringer Anstieg der Besch&auml;ftigtenzahl
G Zahl der insgesamt geleisteten Arbeitsstunden gestiegen
G deutliches Absinken der der Kurzarbeit in der Bauwirtschaft
G deutliche Senkung der Ausgaben
(-31,7 % umlagefinanzierte Ausgaben, -53,3 % beitragsfinanzierte
Normenbereich
DIN EN 1365-2:2015-02-05
Feuerwiderstandspr&uuml;fungen f&uuml;r tragende Bauteile – Teil 2: Decken und
D&auml;cher; Deutsche Fassung EN 13652:2014
Der Normenausschuss Bauwesen hat
f&uuml;r den Monat November 2014 die
nachstehenden Normen und NormEntw&uuml;rfe aus dem Bereich Bauwesen
Nationaler Anhang – National festgelegte Parameter – Eurocode 6: Bemessung und Konstruktion von Mauerwerksbauten – Teil 1-1: Allgemeine Regeln f&uuml;r bewehrtes und unbewehrtes
Mauerwerk; &Auml;nderung A2
DIN 4223-100-2014-12
Anwendung von vorgefertigten, bewehrten Bauteilen aus dampfgeh&auml;rtetem Porenbeton – Teil 100: Eigenschaften und Anforderungen an Baustoffe
und Bauteil
Teil 3: Vereinfachte Berechnungsmethoden f&uuml;r unbewehrte Mauerwerksbauten; &Auml;nderung A2
Teil 101: Entwurf und Bemessung
Teil 102: Anwendung in Bauwerken
Teil 103: Sicherungskonzept
DIN 18035-6:2014-12
Sportpl&auml;tze – Teil 6: Kunststofffl&auml;chen
Barrierefreies Bauen – Planungsgrundlagen – Teil 3: &Ouml;ffentlicher Verkehrsund Freiraum
Nachhaltigkeit von Bauwerken – Bewertung der sozialen Qualit&auml;t von Geb&auml;uden – Berechnungsmethoden;
Deutsche Fassung ENM 16309:2014A1:2014
DIN 4108-10:2015-01 (Entwurf)
W&auml;rmeschutz und Energie-Einsparung
in Geb&auml;uden – Teil 10: Anwendungsbezogene Anforderungen an W&auml;rmed&auml;mmstoffe – Werkm&auml;&szlig;ig hergestellte
W&auml;rmed&auml;mmstoffe
DIN 18560-1:2014-12 (Entwurf)
Estriche im Bauwesen – Teil 1: Allge-
meine Anforderungen, Pr&uuml;fung und
DIN EN 1538/A1:2014-12 (Entwurf)
Ausf&uuml;hrung von Arbeiten im Spezialtiefbau – Schlitzw&auml;nde; Deutsche Fassung EN 1538-2010/FprA1:2014
DIN EN 1991-1-2/NA/A1:2015-01 (Entwurf)
Nationaler Anhang – National festgelegte Parameter – Eurocode 1: Einwirkungen auf Tragwerke – Teil 1-2/NA:
Allgemeine Einwirkungen – Brandeinwirkungen auf Tragwerke; &Auml;nderung
DIN EN 12390-2/A20:2015-01
Pr&uuml;fung von Festbeton – Teil 2: Herstellung und Lagerung von Probek&ouml;rpern f&uuml;r Festigkeitspr&uuml;fungen; &Auml;nderung A20
Ve r &auml; n d e r u n g e n i n
Die Handwerkskammer des Saarlandes gibt f&uuml;r die Monate
November und Dezember 2014 folgende Ver&auml;nderungen
Eintragungen und L&ouml;schungen
in der Anlage A
Maurer und Betonbauer, Ringstra&szlig;e 25, 66709 Weiskirchen
Sch&uuml;tzenstra&szlig;e 2, 66123 Saarbr&uuml;cken
Maler Buchmann UG (haftungsgeschr&auml;nkt)
Maler und Lackierer, Zum Reisberg 40, 66663 Merzig
Maurer und Betonbauer, Zimmerer, Dachdecker
Bischof-Baltes-Stra&szlig;e 12, 66131 Saarbr&uuml;cken
Stuckateur, Jenneweg 22, 66113 Saarbr&uuml;cken
Bruno J&auml;ckel
Maler- und Lackierermeister, Stuckateur
M&uuml;hlenweg 1, 66636 Tholey
Dachdecker, Schillerstra&szlig;e 29, 66265 Heusweiler
Dr.-Pla&szlig;mann-Stra&szlig;e 13, 66346 P&uuml;ttlingen
Stra&szlig;enbauer, Kaiserstra&szlig;e 170-174, 66386 St. Ingbert
Adriano Brausch und J&ouml;rg Theis BG
Rimlinger Stra&szlig;e 43, 66679 Losheim am See
Maurer und Betonbauer, Hirtenberg 19, 66822 Lebach
Zucaro GmbH
Maurer und Betonbauer, Nahestra&szlig;e 19 a, 66625 Nohfelden
Maurer und Betonbauer, In der Bruchwies 1, 66663 Merzig
Keller &amp; B&uuml;ch Bedachungen GmbH &amp; Co. KG
Dachdecker, Auf Maien 6, 66557 Illingen
Maurer und Betonbauermeister, Saarfelser Stra&szlig;e 6,
Uwe Hero
Stra&szlig;enbauer, Am Grauen Stein 1, 66636 Tholey
Stra&szlig;enbauer, Friedrichstra&szlig;e 45, 66459 Kirkel
Ger&uuml;stbauer, Im Netz 1 a, 66589 Merchweiler
Dachdecker, Auf dem St&uuml;mpfchen 8, 66564 Ottweiler
Maurer und Betonbauer, Stra&szlig;enbauer
Am Kreuzgraben 28, 66280 Sulzbach
Klausenerstra&szlig;e 18, 66115 Saarbr&uuml;cken
Mlasko Ger&uuml;st und Montage GmbH
Ger&uuml;stbauer, Grumbachweg 24, 66386 St. Ingbert
Keller &amp; B&uuml;ch Bedachungen GmbH
Maler und Lackierer, Stuckateur, Ger&uuml;stbauer
Gewerbegebiet Siebend, 66663 Merzig
Quierschieder Stra&szlig;e 26, 66589 Merchweiler
Hauptstra&szlig;e 245, 66583 Spiesen-Elversberg
Bauunternehmung Baus GmbH
Keppstra&szlig;e 8, 66571 Eppelborn
Brunnenbauer, Brunnenstra&szlig;e 32, 66557 Illingen
Ralf Martin Peter
Zimmerer, Dachdecker, Dirminger Stra&szlig;e 25, 66571 Eppelborn
G&uuml;nther Neustra&szlig;
Stuckateur, Maler und Lackierer, Feldstra&szlig;e 17, 66564 Ottweiler
Stuckateur, Blumenstra&szlig;e 11, 66128 Saarbr&uuml;cken
in der Anlage B
(Fliesen-, Platten- und Mosaikleger)
Wiesenstra&szlig;e 133, 66386 St. Ingbert
J&uuml;rgen Schuhmacher
Uchtelfanger Stra&szlig;e 1 a, 66287 Quierschied
Wieslaw Krolik
Heiligenstra&szlig;e 3, 66740 Saarlouis
Gau&szlig;stra&szlig;e 26, 66123 Saarbr&uuml;cken
Thomas Gr&uuml;nfelder
B&uuml;hler Stra&szlig;e 127, 66130 Saarbr&uuml;cken
Schmollerstra&szlig;e 2 b, 66111 Saarbr&uuml;cken
Janusz Ciurus
Im Schmelzerwald 62, 66386 St. Ingbert
Behrener Stra&szlig;e 9, 66117 Saarbr&uuml;cken
Br&uuml;ckenstra&szlig;e 8, 66538 Neunkirchen
R&uuml;diger Brill
Schlossstra&szlig;e 12, 66646 Marpingen
Fuchsstra&szlig;e 20, 66798 Wallerfangen
Christian Sch&auml;fer
Friedhofstra&szlig;e 20, 66125 Saarbr&uuml;cken
Triftstra&szlig;e 15, 66386 St. Ingbert
Nunkircher Stra&szlig;e 1a, 66687 Wadern
Anna Maria Werno
Newerweg 47, 66687 Wadern
Hans J&uuml;rgen T&uuml;rkis
Mecklenburgring 58, 66121 Saarbr&uuml;cken
Ilie-Sebastian Tripon
Metzer Stra&szlig;e 28, 66117 Saarbr&uuml;cken
Saarbr&uuml;cker Stra&szlig;e 22, 66386 St. Ingbert
Kaiserstra&szlig;e 170-174, 66386 St. Ingbert
Sorin Sest
Ruckertstra&szlig;e 5, 66793 Saarwellingen
Costel Prisecaru
G&ouml;benstra&szlig;e 3, 66763 Dillingen
Zur Moselbr&uuml;cke 2, 66706 Perl
Jozef Jerzy Paruzel
Lessingstra&szlig;e 20, 66126 Saarbr&uuml;cken
Langenstrichstra&szlig;e 47, 66538 Neunkirchen
H&uuml;seyin Kasikci
Heiligenwalder Stra&szlig;e 36 a,
IBS UG (haftungsbesch&auml;nkt)
Rostocker Stra&szlig;e 58, 66121 Saarbr&uuml;cken
Hans-J&uuml;rgen Gutmann
Marian Gilea
Y&uuml;ksel Dincay
Beethovenstra&szlig;e 7, 66111 Saarbr&uuml;cken
Marian-Gabriel Cozma
Gy&ouml;rgy Bolos
Andreas von Baronowitz
Wilhelmstra&szlig;e 15, 66629 Freisen
Lindenstra&szlig;e 74, 66787 Wadgassen
Platten Dillinger GmbH
M&uuml;hlenstra&szlig;e 17, 66740 Saarlouis
Silviu Parpalea
Alte Schulstra&szlig;e 12, 66129 Saarbr&uuml;cken
Harald Dingert
Hohlgasse 5, 66839 Schmelz
Schaumbergstra&szlig;e 82, 66822 Lebach
Alexandru Iulian Damir
Saargem&uuml;nder Stra&szlig;e 64,
Schaffhauser Stra&szlig;e 88, 66333 V&ouml;lklingen
Sabinah Burger
Illinger Stra&szlig;e 79 a, 66557 Illingen
K&ouml;llner Stra&szlig;e 11, 66292 Riegelsberg
Antonel Balanica
Bachtalstra&szlig;e 16, 66773 Schwalbach
B au m at e r i a l preise
Der AGV Bau Saar hat an dieser
Stelle in der Vergangenheit die
&Uuml;bersichten der vom Statistischen
Bundesamt ver&ouml;ffentlichten Preismessziffern f&uuml;r Baumaterialien
und andere f&uuml;r Baubetriebe wichtige Waren ver&ouml;ffentlicht. Mitglieder des AGV Bau Saar erhalten
diese Infos zeitnah &uuml;ber den
Newsletter. Die Infos zu den Baumaterialpreisen k&ouml;nnen auch im
Internet unter www.bau-saar.de &gt;
Info-Center &gt; Zahlen&amp;Fakten &gt;
Baumaterialpreise abgerufen werden.
Der Preisindex f&uuml;r Maschinen der Bauwirtschaft nach BGL 2007 lag im Dezember 2014 bei 124,8 und damit auf dem Niveau des Vormonats. Im Vergleich zum Dezember 2013 ist der Preisindex um 1,3% gestiegen. Bitte
beachten Sie, dass das Statistische Bundesamt die Preisindizes auf das
neue Basisjahr 2010=100 umgestellt hat. Die bisherigen Werte verlieren
damit ihre G&uuml;ltigkeit.
Index (ohne MwSt.)
2005 = 1001)
zur VorVorjahr periode
2000 = 1002)
Werte nach neuer Systematik des Statistischen Bundesamtes mit Basisjahr 2010 = 100
Bis 2012 Werte der BGL nach alter Systematik 2005 = 100, ab 2013 Werte nach neuer Systamatik mit Umrechnung von Basis 2010 = 100 auf Basis 2000 = 100 (Basisjahr der Bauger&auml;teliste): Index 2010 = 100 dividiert
durch 0,86526
Bitte unbedingt beachten: Die Daten auf Basis 2000=100 werden ab 2013 mit Hilfe eines Umrechnungsschl&uuml;ssels berechnet. Da sich im Rahmen der Umstellung auf das Basisjahr 2010 die Zusammensetzung des
Warenkorbs und die W&auml;gungsanteile ge&auml;ndert haben, sind die neuen Werte auf Basis 2000 = 100 ab
Jan. 2013 mit den Werten der gleichen Zeitreihe bis 2012 nur bedingt vergleichbar. Die jeweils aktuellen
Werte (bzw. Jahresdurchschnittswerte)
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 17, Reihe 2, eigene Berechnungen des Hauptverbandes der
1. Krankheitsbedingte fristlose
Az.: 2 AZR 582/13
Grunds&auml;tzlich ist eine au&szlig;erordentliche K&uuml;ndigung nur gerechtfertigt,
wenn ein „wichtiger Grund“ vorliegt.
Oft sind dies Straftaten zu Lasten des
Im vorliegenden Fall hatte das Bundesarbeitsgericht einen Fall zu beurteilen,
in dem wegen h&auml;ufiger Kurzerkrankungen das Arbeitsverh&auml;ltnis fristlos
gek&uuml;ndigt wurde. Eine seit ca. 30 Jahren im Betrieb besch&auml;ftigte Arbeitnehmerin fehlte im Zeitraum von 11 Jahren zwischen 19 und 163, im Durchschnitt an 75 Arbeitstagen j&auml;hrlich
krankheitsbedingt. Mehrmals wurde
der Arbeitnehmerin eine positive Gesundheitsprognose attestiert. Als die
Arbeitnehmerin erneut ca. einen Monat arbeitsunf&auml;hig erkrankte, k&uuml;ndigte der Arbeitgeber fristlos mit sozialer
Auslauffrist. Aufgrund erheblicher
Fehlzeiten und der erheblichen Entgeltfortzahlungskosten sei die fristlose
K&uuml;ndigung gerechtfertigt, so der Arbeitgeber.
Dem widersprach das Bundesarbeitsgericht in der letzten Instanz.
Grunds&auml;tzlich, so das Bundesarbeitsgericht, kann Arbeitsunf&auml;higkeit infolge Krankheit einen wichtigen Grund
f&uuml;r eine au&szlig;erordentliche K&uuml;ndigung
darstellen. Voraussetzung daf&uuml;r ist,
dass die prognostizierten Fehlzeiten
und die sich aus ihnen ergebenden Beeintr&auml;chtigungen der betrieblichen
Interessen deutlich &uuml;ber das Ma&szlig; hinausgehen, welches eine ordentliche
K&uuml;ndigung sozial zu rechtfertigen vermag. Es bedarf also eines gravierenden Missverh&auml;ltnisses zwischen Leistung und Gegenleistung. Ein solches
gravierendes Missverh&auml;ltnis ist gegeben, wenn zu erwarten ist, dass der
Arbeitgeber bei Fortsetzung des Arbeitsverh&auml;ltnisses erhebliche Entgeltzahlungen zu erbringen h&auml;tte, ohne
dass dem eine nennenswerte Arbeitsleistung gegen&uuml;berst&uuml;nde. Ein derartiges „sinnentwertetes Arbeitsverh&auml;ltnis“ liegt nicht vor, wenn der Arbeitnehmer noch zu fast 2/3 seiner Jahresarbeitszeit arbeitsf&auml;hig ist.
Im konkreten Fall hat das BAG ausgef&uuml;hrt, dass der vom Arbeitgeber vorgetragene Verlauf der krankheitsbedingten Fehlzeiten, insbesondere die
Prognose, die Annahme nicht rechtfertige, die Kl&auml;gerin werde k&uuml;nftig in
gleichem Ma&szlig;e fehlen wie in den vergangenen zehn Jahren. Die Ausfallzeiten betrugen n&auml;mlich „nur noch“ 19,
67 sowie 55 Arbeitstage innerhalb der
letzten drei Arbeitsjahre. Anhaltspunkte daf&uuml;r, dass die Ausfallzeiten
k&uuml;nftig wieder ansteigen k&ouml;nnten, habe die Arbeitgeberin nicht vorgetragen.
In der baubetrieblichen Praxis sollten
Mitgliedsbetriebe des AGV Bau Saar
aufgrund der hohen Anforderungen,
die an eine krankheitsbedingte K&uuml;ndigung gestellt werden, Kontakt zur
Rechtsabteilung des AGV Bau Saar
2. Fragen nach der
Gewerkschaftszugeh&ouml;rigkeit
Az.: 1 AZR 257/13
F&uuml;r den Arbeitgeber ist es von Interesse zu wissen, ob der Stellenbewerber
bzw. schon eingestellte Arbeitnehmer
Mitglied in der Gewerkschaft ist. Ob
ein Arbeitgeber berechtigt ist, seine
Besch&auml;ftigten zu befragen, ob sie Mitglied einer bestimmten Gewerkschaft
sind, war nun Gegenstand einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts.
Im konkreten Fall wollte ein Nahverkehrsbetrieb wissen, ob Besch&auml;ftigte
Mitglieder der Gewerkschaft deutscher Lokomotivf&uuml;hrer (GDL) sind.
Hintergrund waren gescheiterte Tarifvertragsverhandlungen und drohende
Streikma&szlig;nahmen. Der Arbeitgeber
wollte konkret wissen, welcher der Lo-
komotivf&uuml;hrer GDL-Mitglied ist, um
bei entsprechenden Streikma&szlig;nahmen reagieren zu k&ouml;nnen.
Die Gewerkschaft machte sodann gegen den Arbeitgeber einen Unterlassungsanspruch vor Gericht geltend.
Mit diesem Anspruch hatte die Gewerkschaft letztendlich vor dem
Bundesarbeitsgericht zwar keinen Erfolg, das Gericht wies allerdings in seiner Entscheidung darauf hin, dass die
Umfrage des Arbeitgebers die Gewerkschaft in ihrer kollektiven Koalitionsfreiheit beeintr&auml;chtige. Der
Unterlassungsantrag der Gewerkschaft hatte lediglich aus deliktsrechtlichen Gr&uuml;nden keinen Erfolg.
werden, dass grunds&auml;tzlich die Frage
oder Zugeh&ouml;rigkeit zu einer bestimmten Gewerkschaft unzul&auml;ssig ist. Der
Arbeitgeber sollte daher von solchen
Fragen Abstand nehmen.
3. Verfall von Urlaubsanspr&uuml;chen und
Nach dem Urteil des LAG Berlin-Brandenburg ist der Arbeitgeber verpflichtet, den Urlaubsanspruch nach dem
Bundesurlaubsgesetz von sich aus zu
erf&uuml;llen. Dies ergebe sich daraus, dass
der gesetzliche Urlaubsanspruch dem
Gesundheitsschutz der Besch&auml;ftigten
dient und arbeitsschutzrechtlichen
Wenn der Urlaubsanspruch nach den
gesetzlichen Regelungen aufgrund
Fristablaufs verfallen ist, haben Besch&auml;ftigte einen Anspruch auf Scha-
densersatz in Form eines Ersatzurlaubsanspruchs, wenn der Arbeitgeber
den Urlaubsanspruch nicht rechtzeitig
erf&uuml;llt. Ausnahmen bestehen dann,
wenn der Arbeitgeber die Nichterf&uuml;llung nicht zu vertreten hat. Darauf, ob
sich der Arbeitgeber zum Zeitpunkt
des Verfalls des Urlaubsanspruchs in
Verzug befindet, kommt es nicht an.
In der baubetrieblichen Praxis ist zu
beachten, dass die Regelungen zum
Urlaub sich im Bauhauptgewerbe aus
den tariflichen Regelungen ergeben.
Das Urteil ist daher insbesondere f&uuml;r
die Unternehmen des Baunebengewerbes von Interesse.
4. Diskriminierung wegen
Europ&auml;ischer Gerichtshof
Az.: C 354/13
In vom EuGH zu entscheidenden Fall
klagte ein stark adip&ouml;ser Mann, der
seit 15 Jahren als Tagesvater bei einer
d&auml;nischen Gemeinde arbeitete, gegen
seine K&uuml;ndigung. Er f&uuml;hlte sich wegen
seiner K&ouml;rperf&uuml;lle diskriminiert.
Das zust&auml;ndige d&auml;nische Gericht legte
den Streitfall dem EuGH vor mit der
Bitte zu pr&uuml;fen, ob es ein europarechtliches Diskriminierungsverbot gebe,
das eine Diskriminierung wegen Adipositas ausschlie&szlig;e.
Der EuGH hat geurteilt, dass das Unionsrecht dahingehend auszulegen ist,
dass es kein allgemeines Verbot der
Diskriminierung wegen Adipositas als
solche in Besch&auml;ftigung und Beruf enth&auml;lt. Die entsprechende EU-Richtlinie
ist, so der EuGH weiter, so auszulegen,
dass die Adipositas eines Arbeitnehmers eine Behinderung im Sinne die-
ser Richtlinie darstellt, wenn sie eine
Einschr&auml;nkung mit sich bringt, die u.a.
auf physische, geistige oder psychische
Beeintr&auml;chtigungen von Dauer zur&uuml;ckzuf&uuml;hren ist, die in Wechselwirkung mit verschiedenen Barrieren an
der vollen und wirksamen Teilnahme
im Berufsleben hindern k&ouml;nnen.
Im Einzelfall kann durch diese Rechtsprechung dem betroffenen Mitarbeiter ein besonderer Schutz widerfahren, wenn er z.B. durch Adipositas in
seiner Mobilit&auml;t eingeschr&auml;nkt ist.
5. Abmahnung wegen
unfreundlichem Verhalten
Az.: 2 Sa 17/14
In der betrieblichen Praxis kann es immer mal wieder vorkommen, dass sich
ein Arbeitnehmer gegen&uuml;ber der
Kundschaft im Ton vergreift.
Im vom LAG Schleswig-Holstein zu
entscheidenden Fall hatte ein Arbeitgeber einem Arbeitnehmer wegen unfreundlichem Verhalten gegen&uuml;ber einem Kunden eine Abmahnung erteilt.
Nach Auffassung des Gerichts zu
Recht. Grunds&auml;tzlich, so das Gericht in
der Urteilsbegr&uuml;ndung, kann jede
Pflichtverletzung einer Arbeitsvertragspartei abgemahnt werden. Dabei
kann die Pflichtverletzung sowohl einen Leistungsmangel, als auch ein
sonstiges Fehlverhalten am Arbeitsplatz betreffen. Eine Abmahnung ist
nicht unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig, wenn sich
der Arbeitnehmer im Rahmen der
Kommunikation mit Kunden, insbesondere bei schriftlicher Korrespondenz, unh&ouml;flich verh&auml;lt.
6. Praktikum ist kein Arbeitsverh&auml;ltnis
Az.: 1 Sa 664/14
Bei der Durchf&uuml;hrung von Praktika
kann es in der betrieblichen Praxis immer wieder zu Diskussionen dahingehend kommen, ob tats&auml;chlich ein
Praktikum oder ein Arbeitsverh&auml;ltnis
vorliegt. Im vorliegenden Fall hatte
sich das LAG Hamm mit einer sogenannten berufsvorbereitenden Bildungsma&szlig;nahme zu besch&auml;ftigten.
Das Gericht hat entschieden, dass,
wenn die Durchf&uuml;hrung eines Praktikums auf Basis eines dreiseitigen Vertrages unter Beteiligung eines im Auftrag einer Agentur f&uuml;r Arbeit t&auml;tigen
Bildungstr&auml;gers, eines Praktikanten
und eines Praktikumsbetriebs abgeschlossen wird, dem sozialversiche-
rungsrechtlich f&ouml;rderungsbed&uuml;rftigen
Praktikanten kein Anspruch auf Verg&uuml;tung aus einem Arbeitsverh&auml;ltnis
zusteht. Dies gilt insbesondere dann,
wenn das Praktikum nach dem Wortlaut der getroffenen Vereinbarung
Teil einer berufsvorbereitenden Bildungsma&szlig;nahme ist und die tats&auml;chliche Handhabung des Praktikums dem
entspricht. Die einem Arbeitsverh&auml;ltnis &auml;hnlich starke Einbindung des
Praktikanten in den Betrieb steht dem
nicht entgegen, wenn dem Praktikanten als Teil der berufsvorbereitenden
Ma&szlig;nahme auch die Grundkompetenz
vermittelt werden soll, sich in zeitliche, &ouml;rtliche und organisatorische betriebliche Abl&auml;ufe einfinden zu k&ouml;nnen.
Insbesondere aufgrund des neuen gesetzlichen Mindestlohns ist bei Praktikumsvertr&auml;gen eine gewisse Vorsicht
geboten. Mitgliedsbetrieben des AGV
Bau Saar sei daher ein Blick in das bereits &uuml;bersandte Merkblatt „Der gesetzliche Mindestlohn“ (Newsletter
2/15) angeraten.
7. Staffelung der K&uuml;ndigungsfristen
Az.: 6 AZR 636/13
Nach den Regelungen des BGB, aber
auch vieler Tarifvertr&auml;ge, verl&auml;ngert
sich die K&uuml;ndigungsfrist mit der entsprechenden Besch&auml;ftigungsdauer des
Das Bundesarbeitsgericht hatte nun zu
pr&uuml;fen, wie weit dies eine mittelbare
Altersdiskriminierung darstellt. Das
Gericht hat ausgef&uuml;hrt, dass die Verl&auml;ngerung der K&uuml;ndigungsfristen das
Ziel verfolgt, l&auml;nger Besch&auml;ftigten und
damit betriebstreuen, typischerweise
&auml;lteren Arbeitnehmern durch l&auml;ngere
K&uuml;ndigungsfristen einen verbesserten
K&uuml;ndigungsschutz zu gew&auml;hren. Dieses Ziel sei rechtm&auml;&szlig;ig. Ungeachtet
des Anstiegs der Erwerbst&auml;tigkeitsquote &auml;lterer Arbeitnehmer ist das Alter, selbst bei vorhandener Ausbildung, nach wie vor ein Vermittlungshemmnis. &Auml;ltere Arbeitnehmer ben&ouml;tigen nach wie vor l&auml;ngere Zeit als j&uuml;ngere Arbeitnehmer f&uuml;r die Arbeitsplatzsuche. Die Verl&auml;ngerung der K&uuml;ndigungsfristen ist deshalb angemessen
und erforderlich; damit entf&auml;llt der
Tatbestand einer mittelbaren Diskriminierung wegen des Alters.
RA Claus Weyers,
Tel.: 06 81 / 3 89 25 22
RA Christian Ullrich,
Tel. 06 81 / 3 89 25 26
1. Angebotsausschluss bei
Gew&auml;hrleistungsverk&uuml;rzung
Beschluss vom 06.02.2014
Az. VK 1-125/13
Im Rahmen einer &ouml;ffentlichen Ausschreibung des Bundes f&uuml;hrt ein Bieter
in einem Begleitschreiben aus, dass die
Gew&auml;hrleistung 24 Monate betrage.
Dieser Bieter liegt mit seinem Angebot
an erster Stelle. Die Vergabestelle will
das Angebot des Bieters aufgrund der
Verk&uuml;rzung der Gew&auml;hrleistung ausschlie&szlig;en.
Zu Recht wie die Vergabekammer des
Bundes best&auml;tigte.
Nachdem von dem Bieter zu verwendenden Formblatt „Angebotsschreiben“ soll die VOB/B gelten. Nach den
Regeln der VOB/B gilt f&uuml;r Bauwerke eine Verj&auml;hrungsfrist von 4 Jahren. Die
Vereinbarung einer anderen Verj&auml;hrungsfrist ist zwar grunds&auml;tzlich m&ouml;glich, war in den Vergabeunterlagen
aber nicht vorgesehen.
Der Formulierung im Anschreiben
„Gew&auml;hrleistung 24 Monate“ war klar
und eindeutig zu entnehmen, dass die
M&auml;ngelanspr&uuml;che nach Ablauf von 24
Monate verj&auml;hren sollten.
Da die Verk&uuml;rzung der Gew&auml;hrleistungsfrist eine &Auml;nderung der Vergabeunterlagen war, f&uuml;hre dies, so die
Vergabekammer weiter, zwingend
zum Angebotsausschluss.
2. Endg&uuml;ltige Mangelbeseitigung
Az. VII ZR 58/13
Im vorliegenden Fall wurde ein Auftragnehmer viermal schriftlich zur
M&auml;ngelbeseitigung aufgefordert. Der
Auftragnehmer lehnte dies ab mit
dem Hinweis, dass er die M&auml;ngel nicht
zu vertreten habe. Dass die M&auml;ngel
auch in einem selbstst&auml;ndigen Beweisverfahren festgestellt wurden, beeindruckte den Auftragnehmer nicht.
Ohne dem Auftragnehmer eine Nachfrist zur M&auml;ngelbeseitigung zu setzen,
klagte der Auftraggeber auf einen
Vorschuss auf die zu erwartenden
M&auml;ngelbeseitigungskosten.
Der BGH hatte sodann zu pr&uuml;fen, inwieweit dem Auftragnehmer hier h&auml;tte eine angemessene Nachfrist zur Beseitigung der M&auml;ngel gesetzt werden
Der BGH entschied, dass in diesem Fall
eine Fristsetzung entbehrlich war, da
der Auftragnehmer die Erf&uuml;llung des
Vertrages endg&uuml;ltig verweigert hat.
Eine solche endg&uuml;ltige Verweigerung
ist dann anzunehmen, wenn der Auftragnehmer eindeutig zum Ausdruck
bringt, dass er seinen Vertragspflichten nicht nachkommen wird und es als
ausgeschlossen erscheint, dass er sich
durch eine Nachfristsetzung umstimmen lassen wird. Auch nach Abschluss
des selbstst&auml;ndigen Beweisverfahren,
das die M&auml;ngel eindeutig best&auml;tigte,
weigerte sich der Auftragnehmer die
M&auml;ngel zu beseitigen.
3. Streit &uuml;ber Nachtragsforderung
und Leistungsverweigerung
Urteil vom 06. November 2014
Az. 6 U 245/14
Im vorliegenden Fall beauftragte ein
&ouml;ffentlicher Auftraggeber einen Auftragnehmer mit Dachdeckerarbeiten
f&uuml;r ein Bestandsgeb&auml;ude. Nach Beginn
der Arbeiten stellte der Auftragnehmer ein sogenanntes Kiespressdach
fest, dessen Entsorgung zu erheblichen Mehrkosten f&uuml;hrt. Der Auftragnehmer verlangte vom Auftraggeber
die Beauftragung von Nachtragsleistungen, weil er von einem abweichenden Bestand habe ausgehen d&uuml;rfen.
Der Auftraggeber l&auml;sst durch seinen
Architekten die Forderung zur&uuml;ckweisen und lehnt die Nachtragsbegr&uuml;ndung inhaltlich ab. Der Architekt setzt
dem Auftragnehmer eine Frist zur Arbeitsfortf&uuml;hrung mit K&uuml;ndigungsandrohung. Da der Auftragnehmer diese
verweigert, k&uuml;ndigt der Auftraggeber
und verlangt Mehrkosten f&uuml;r die Restfertigstellung.
Nach Urteil des OLG Koblenz steht
dem Auftraggeber kein Anspruch auf
Erstattung von Fertigstellungsmehrkosten zu, da der Auftraggeber zur Entziehung des Auftrags nicht berechtigt
war. Der Auftragnehmer hat sich zu
Recht auf ein ihm zustehendes Leistungsverweigerungsrecht berufen. Er
konnte deshalb nicht in Verzug geraten. Zwar berechtigen Streitf&auml;lle den
Auftragnehmer grunds&auml;tzlich nicht,
die Arbeiten einzustellen. Es ist jedoch
anerkannt, dass dem Unternehmen
gleichwohl ein Leistungsverweigerungsrecht nach den Grunds&auml;tzen von
Treu und Glauben zustehen kann. Dies
setzt voraus, dass die Leistungsaufnahme oder -fortf&uuml;hrung bei objektiver
Betrachtung und unter Ber&uuml;cksichtigung der Umst&auml;nde des Einzelfalls f&uuml;r
den Auftragnehmer unzumutbar ist.
Dies ist jedenfalls dann der Fall, wenn
der Auftraggeber endg&uuml;ltig nicht bereit ist, eine geschuldete zus&auml;tzliche
Leistung zu verg&uuml;ten.
4. Neue EU-Richtlinie und aktuelles
OLG D&uuml;sseldorf
Az. Verg 30/14
Das OLG D&uuml;sseldorf hat in seiner Entscheidung Aussagen dazu getroffen,
inwieweit die neuen EU-Vergaberichtlinien, die bis zum 18. April 2016 umgesetzt werden m&uuml;ssen, bereits jetzt
f&uuml;r die Gerichte und nationale Stellen
bestimmte Wirkung entfalten. Das
OLG D&uuml;sseldorf hatte einen Vergabestreit zu entscheiden, dem ein Lieferauftrag zugrunde lag, der inhaltlich
aber auch auf Bauauftr&auml;ge &uuml;bertragen
werden kann. In der Entscheidung hat
das OLG D&uuml;sseldorf, verk&uuml;rzt dargestellt, geurteilt, dass die neue EU-Vergaberichtlinien auch bei der Beurteilung von aktuellen Vergabeentscheidungen ber&uuml;cksichtigt werden m&uuml;ssen. Im zu entscheidenden Fall aus
dem Bereich des Arzneimittelrechts
ging es dabei um bestimmte Kriterien,
die erst mit Einf&uuml;hrung der EU-Vergaberichtlinien greifen. Diese waren bei
der Gesamtauslegung aber (nach
Rechtsauffassung des OLG D&uuml;sseldorf),
schon zum jetzigen Zeitpunkt zu ber&uuml;cksichtigen.
5. Zus&auml;tzliche Verg&uuml;tung bei L&uuml;cken
Urteil vom 30.06.2014
Az. 17 U 185/12
Im vorliegenden Fall ist der Auftragnehmer im Rahmen eines Einheitspreisvertrages mit der Herstellung eines Solarspeichers beauftragt worden.
Im Zuge der Ausf&uuml;hrung stellt er fest,
dass die detaillierte Leistungsbeschreibung eine Reihe erforderlicher Kleinteile nicht umfasst. Trotzdem baut er
diese erforderlichen Teile stillschweigend ein. Sp&auml;ter verweigert der Auftraggeber deren Bezahlung mit der
Begr&uuml;ndung, dass er keinen entsprechenden zus&auml;tzlichen Auftrag erteilt
Das OLG Hamm spricht in seiner Entscheidung dem Auftragnehmer die geforderte zus&auml;tzliche Verg&uuml;tung zu. Es
sei bei solchen F&auml;llen zwischen dem
vertraglich geschuldeten Erfolg und
dem vertraglich vereinbarten Leistungssoll zu unterscheiden. Um den
geschuldeten Erfolg zu erreichen, war
hier der Einbau der nicht von der Ausschreibung erfassten Kleinteile objektiv erforderlich. Deshalb war der Auftragnehmer auch ohne zus&auml;tzliche Beauftragung durch den Auftraggeber
dazu verpflichtet, diese Teile einzubauen. Das vertraglich geschuldete
Leistungssoll umfasst dagegen die eingebauten Kleinteile nicht, da der Auftragnehmer nur diejenigen Leistungen
schuldet, die sich hier mangels anderweitiger Anhaltspunkte aus der detaillierten Leistungsbeschreibung ergeben. Deshalb steht ihm f&uuml;r diese zus&auml;tzliche Leistung ein zus&auml;tzlicher Verg&uuml;tungsanspruch zu.
6. Folgen eines
falschen Kostenvoranschlags
OLG Saarbr&uuml;cken
Im vorliegenden Fall rutschte auf dem
Grundst&uuml;ck eines Hauseigent&uuml;mers
ein Steilhang ab. Ein Erdbauer macht
eine handschriftliche Kostenaufstellung f&uuml;r die Abfuhr der Erdmassen
und den Bau einer Mauer. Kurz danach rutscht der Hang weiter ab, so
dass der Erdbauer weitere Ma&szlig;nahmen durchf&uuml;hren muss.
Die Schlussrechnung des Erdbauers
&uuml;bersteigt den Kostenvoranschlag
nunmehr um ann&auml;hernd 100 Prozent.
Der Kunde weigert sich den &uuml;ber dem
Kostenvoranschlag liegenden Betrag
Nach dem Urteil des OLG Saarbr&uuml;cken
ist der Kunde verpflichtet, die Schlussrechnung zu zahlen. Allerdings k&ouml;nnte
der Kunde gegen den Bauunternehmer einen Schadenersatzanspruch geltend machen, da dieser ihm nicht angezeigt habe, dass eine wesentliche
&Uuml;berschreitung des Kostenvoranschlags zu erwarten ist. Im vorliegenden Fall war eine Verletzung dieser
Anzeigepflicht jedoch nicht gegeben,
da aufgrund des erneuten Erdrutsches
eine Verteuerung der Arbeiten offensichtlich war.
Durch ein Sachverst&auml;ndigengutachten
wurde im &Uuml;brigen festgestellt, dass
die nunmehr in Rechnung gestellten
Betr&auml;ge angemessen und gerechtfertigt sind.
In der baubetrieblichen Praxis ist daher dringend anzuraten, einen nachgebesserten Kostenvoranschlag abzugeben, wenn es eine wesentliche bauseitige &Auml;nderung, wie im vorliegenden Fall, gibt. Dies vermeidet Diskussionen dahingehend, ob der Bauunter-
nehmer verpflichtet war, den Bauherrn &uuml;ber eine wesentliche &Uuml;berschreitung des Kostenrahmens zu informieren.
7. Kurios? Schwierigkeiten beim
Einparken stellen Baumangel dar
Az. 3 U 110/13
Im vor dem OLG Frankfurt zu entscheidenden Fall verkaufte ein Bautr&auml;ger
eine Wohnung mit Stellplatz zu einem
Preis von 870.000 EURO. Der Erwerber
der Wohnung stellte fest, dass er seinen PKW der gehobenen Mittelklasse
nur mit &auml;u&szlig;erst aufmerksamer Fahrweise, r&uuml;ckw&auml;rts und nach mehrmaligen Rangieren auf dem Stellplatz einparken kann. Der Erwerber verlangte
daher eine Minderung des Kaufpreises, die er mit 50 Prozent vom Kaufpreis des Stellplatzes und mit 3 Prozent des Kaufpreises der Wohnung bezifferte. Die erste Instanz spricht dem
Erwerber f&uuml;r den Stellplatz eine Minderung von 17.000 EURO und f&uuml;r die
Wohnung einen Minderwert von
25.000 EURO zu. Zu Recht wie das OLG
Frankfurt in der Berufungsinstanz urteilt.
Das Gericht hat ausgef&uuml;hrt, dass wenn
eine Wohnung von einem Bautr&auml;ger
als hochpreisig, repr&auml;sentativ und
hochwertig ausgestattet angeboten
wird, der Erwerber erwarten darf, dass
auf dem zur Wohnung geh&ouml;renden
Parkplatz ein Fahrzeug der gehobenen Mittelklasse mit &uuml;blichem Aufwand abgestellt werden kann. Ist ein
Einparken nur r&uuml;ckw&auml;rts und nach
mehrmaligem Rangieren m&ouml;glich,
liegt ein Mangel vor. Dies gilt auch
dann, wenn der Bautr&auml;ger baurechtlich keinen gr&ouml;&szlig;eren Stellplatz errichten durfte. Das Gericht hat weiter ausgef&uuml;hrt, dass die eingeschr&auml;nkte Nutzbarkeit des Parkplatzes nicht nur dessen Wert mindert, sondern das Fehlen
eines geeigneten Parkplatzes auch
den Wert der Wohnung selbst erheblich mindere. In einer Gro&szlig;stadt sei das
Vorhandensein einer festen Parkm&ouml;glichkeit f&uuml;r eine Wohnung ein ganz erheblicher, wertbestimmender Faktor
Tel. 06 81 / 3 89 25 31
Vo r a r b e i t e r 2 0 1 5
Ausbildungsvideos online
Was lernt ein Azubi im Zimmererhandwerk? Welche Aufgaben hat ein Stra&szlig;enbau-Facharbeiter sp&auml;ter? Was
kann ich alles mit meiner Dachdeckerausbildung anfangen? Diese Fragen
stellen sich Jugendliche, die an einer
Ausbildung im Baugewerbe interessiert sind, h&auml;ufig. Erfahrungen und
Eindr&uuml;cke von Jugendlichen, die derzeit eine Ausbildung machen, sind oft
wichtiger als eine Auflistung von Fakten.
Der modulare Aufbau der Polierausbildung erm&ouml;glicht ein differenziertes Lernen. Er verringert die Lernbelastung und erh&ouml;ht die Bestehenswahrscheinlichkeit. Die Module bauen aufeinander auf und k&ouml;nnen zeitnah absolviert oder
&uuml;ber einen l&auml;ngeren Zeitraum gestreckt werden. Dabei werden die Inhalte des
Vorarbeiterkurses auf den Werkpolier und diese auf den gepr&uuml;ften Polier angerechnet.
Vom 12. bis zum 23. Januar 2015 fand mit 31 Teilnehmern der Vorarbeiterkurs
statt, den alle Teilnehmer bestanden. Gratulation an alle 12 Vorarbeiter im
Hochbau / Bauen im Bestand und 19 Vorarbeiter Tiefbau / Erd-, Stra&szlig;en und Kanalbau und ihre Betriebe.
Mit 30 Teilnehmern startete am 2. Februar der Aufbaulehrgang „Werkpolier im
Hoch- und Tiefbau“.
Daher hat der AGV Bau Saar im vergangenen Jahr eine eigene Website
und Berufsvideos erstellt, die unter
www.azubi-am-bau.com zu finden
sind. Hier antworten Auszubildende
auf Fragen rund um das Thema Ausbildung und bringen so auf Augenh&ouml;he
ihre Ausbildung und ihre k&uuml;nftige Arbeit n&auml;her. Es gibt Videos zu den Ausbildungsberufen Betonbauer, Maurer,
Stra&szlig;enbauer, Fliesenleger, Stuckateur,
Zimmerer und Bauger&auml;tef&uuml;hrer. Betriebe k&ouml;nnen die Filme gerne auf ihren Webseiten ver&ouml;ffentlichen.
Im &Uuml;brigen findet auch in diesem Jahr
wieder der Infotag „AZUBI AM BAU“
am 8. Mai 2015 im Ausbildungszentrum AGV Bau Saar statt.
4 4 . Fa c h s e m i n a r :
Handicap verbessert!
Aus dem Golflexikon: Das Handicap
zeigt die Spielst&auml;rke eines jeden Spielers – je niedriger es ist, desto besser ist
der Spieler. Um im Fachjargon zu bleiben: Das Handicap der Landesinnung
Saar Stuck Putz Trockenbau beim 44.
Fachseminar im St. Wendeler Golf-Hotel Angels lag bereits im Profibereich.
Am letzten Januartag zeigte Stuckateurmeister Bodo Gehl den Unterschied zwischen billig und preiswert
auf. Zwischen den Vortr&auml;gen gab es
immer wieder Gelegenheit zum Fachsimpeln.
tung im Focus. Prof. Dr. Pfau von der
Uni Rosenheim brachte mit seinem
Vortrag &uuml;ber die neuen Pr&uuml;fzeugnisse
im Trockenbau die Stuckateure und
Maler auf den neuesten Stand.
Fazit des 44. Fachseminars: Insgesamt
ein Hole-in-One oder auf Deutsch gesagt: Das Fachseminar war ein Ass.
Trotz eines massiven Wintereinbruchs
konnte sich der Organisator des Seminars, der stellvertretende Landesinnungsmeister Tim Braun, &uuml;ber eine hohe Teilnehmerzahl freuen.
Am 30. Januar standen technische
Themen wie Sockelabschl&uuml;sse, Brandund Fassadenschutz sowie Farbgestal-
Als neuen 4-Sterne-Meisterhaft-Betrieb
begr&uuml;&szlig;en wir
Als neue 5-Sterne-Meisterhaft-Betriebe
begr&uuml;&szlig;en wir:
Stuckateurbetrieb Erik Becker,
Holger Hilt, Saarlouis
Der Stuckateurmeisterbetrieb wurde von
Erik Becker am 1. April 2009 gegr&uuml;ndet.
In seiner Erstqualifikation als staatlich gepr&uuml;fter Bautechniker, Schwerpunkt Ausbau, sieht Becker die St&auml;rken seines Betriebes, &uuml;ber den Stuckateurbereich hinaus ganze Projekte
von der Planung &uuml;ber die Ausf&uuml;hrung und Betreuung sowie
die Schnittstellenkoordination im Sanierungs- und Neubaubereich umzusetzen. Das Unternehmen f&uuml;hrt s&auml;mtliche
Stuckateur- und Malerarbeiten aus und verf&uuml;gt &uuml;ber besondere Kenntnisse im Bereich Feuchte-, Schall-, W&auml;rmeund Brandschutz. Neben seinem ehrenamtlichen Engagement im Gesellenpr&uuml;fungsausschuss bildet Erick Becker derzeit seinen ersten Azubi aus. Neu im Internet ist das Unternehmen ab M&auml;rz unter www.stuckateur.saarland zu finden.
Im Jahre 1971 von Ludwig Hilt gegr&uuml;ndet, &uuml;bernahm am 1. Januar 2004 Stukkateurmeister Holger Hilt das Unternehmen. Nach der Philosophie „Kundenzufriedenheit steht bei uns an erster Stelle“ bietet Holger Hilt mit seinen Mitarbeitern ein gro&szlig;es Leistungsspektrum im Bereich der Putze, des Trockenbaus, der Stuckarbeiten bis hin zur Trittschalld&auml;mmung, Flie&szlig;- und Trockenestrich, Fu&szlig;bodenbeschichtungen und –versiegelungen an.
Ein weiteres gro&szlig;es Bet&auml;tigungsfeld bietet der Bereich der
Energieeinsparung mit allen Formen der W&auml;rmed&auml;mmung.
Anstriche/Beschichtungen, Brand-, Feuchte- und Schallschutz sowie historische Putze und Farben runden das vielseitige T&auml;tigkeitsgebiet des Unternehmens ab.
Herzlichen Gl&uuml;ckwunsch und weiterhin viel Erfolg allen „Meisterhaft“-Betrieben des AGV Bau Saar!
Mayer &amp; Schweig GmbH,
Wittig GmbH, Nohfelden
Die Firma Mayer &amp; Schweig
wurde 1975 von Herrn Dieter Schweig gegr&uuml;ndet und wird
seit dem 1. Oktober 1988 von Peter Mayer als alleinigem gesch&auml;ftsf&uuml;hrenden Gesellschafter geleitet. Seit 2004 ist auch
Marc Mayer als Dachdeckermeister und Technischer Betriebsleiter im Unternehmen t&auml;tig. Das Unternehmen besch&auml;ftigt derzeit 11 hochqualifizierte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Peter Mayer, selbst Bautechniker mit &uuml;ber 30 j&auml;hriger Erfahrung in Bauleitung und Planung, achtet stets darauf, dass in regelm&auml;&szlig;igen Abst&auml;nden
Weiterbildungsma&szlig;nahmen stattfinden und die Mitarbeiter in ihren Fachgebieten geschult werden. Qualit&auml;tssicherung in Beratung, Planung und Ausf&uuml;hrung ist oberstes
Ziel. Das Leistungsspektrum des Unternehmens erstreckt
sich von Dachdecker-, Klempner, Zimmermannsarbeiten
&uuml;ber Flachd&auml;cher inkl. Dachbegr&uuml;nung, Fassadenbau, bis
hin zur Planung, Beantragung, Montage und dem Anschluss von Solar- und Photovoltaikanlagen. Der Holzrahmenbau, Dach- und Wandabdichtungsarbeiten, der Verleih
von Kranen und Hubarbeitsb&uuml;hnen sowie die Beratung zu
allen F&ouml;rderprogrammen runden das weite Bet&auml;tigungsgebiet ab.
Im Jahre 1900 gr&uuml;ndete Karl Otto
Schmeier die Bauunternehmung als
traditionelles Hochbauunternehmen
mit dem Schwerpunkt Maurerarbeiten. Im Nachkriegsjahr 1948 &uuml;bernahmen dessen S&ouml;hne
Hermann, Otto und Walter das Unternehmen und f&uuml;hrten
es unter dem Namen &quot;Gebr. Schmeier Baugesch&auml;ft&quot; fort. Im
Jahre 1979 &uuml;bernahm Dipl.-Ing. Hans-J&uuml;rgen Wittig die Gesch&auml;ftsleitung. Seit 1984 f&uuml;hrt Herr Wittig als alleiniger Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer das Unternehmen in 4. Generation. Der Betrieb firmiert seit dieser Zeit unter dem Namen „Wittig
GmbH, Bauunternehmung“. Die Firma hat ihren Sitz in
Nohfelden und besch&auml;ftigt durchschnittlich 35 Mitarbeiter.
Schwerpunkte der ausgef&uuml;hrten Arbeiten ist der Tief- und
Rohrleitungsbau sowie Erd- und Oberfl&auml;chenarbeiten. Das
Unternehmen ist seit Jahren zertifiziert als DVGW-Fachbetrieb nach GW 301, Gruppe W3: ge, pe + pvc sowie seit 2007
Mitglied in der RAL-G&uuml;tegemeinschaft Kanalbau, Gruppe
Anton Erbach GmbH,
Nachdem der AGV Bau Saar im vergangenen Jahr insgesamt 10 Betriebe neu in seinen Reihen begr&uuml;&szlig;en konnte,
freut er sich auf die Zusammenarbeit mit folgenden Neumitgliedern:
• Zimmerei Stefan Kreher, Lebach
• Kruchten Bau GmbH, Merzig
• Solarkraftwerke Michael Hermann Handels GmbH,
• Dachdeckerei Thomas Treinen, Wadern
• Lorowerk GmbH &amp; Co. KG, Bad Gandersheim
Niederlassung V&ouml;lklingen
Saarwiesenstra&szlig;e 5, 66333 V&ouml;lklingen
Tel.: 06898/2004-0, Fax: 06898/26760
Vor fast 50 Jahren wurden die ersten
Sehn-Fertiggaragen gefertigt und von
Anfang an waren es vier S&auml;ulen, die
das Unternehmenskonzept tragen.
Hohe Qualit&auml;t, ein breites Programm,
verbindliche Liefertermine und ein
Fr&uuml;her war Fertiggaragen-Sehn in die
Baustoffwerke Sehn GmbH eingebunden. In 2012 wurden alle Gesch&auml;ftsbereiche neu organisiert und in die Eigenst&auml;ndigkeit &uuml;berf&uuml;hrt. Thomas B&uuml;scher, neuer und alter Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer
sowie jetzt auch Gesellschafter, konnte die gesamte Mannschaft aus erfahrenen und technisch versierten Mitarbeitern &uuml;bernehmen.
Ende 2012 reifte der Entschluss, der
gestiegenen Nachfrage durch Erweiterung der Kapazit&auml;ten nachzukommen.
Fast 200.000,00 € wurden von Sehn in
Formen und die entsprechenden Umbauma&szlig;nahmen investiert. Dies f&uuml;hrt
auch zu einer wesentlichen Qualit&auml;tsverbesserung und leistet einen Beitrag
zum Umweltschutz, da die Emissionswerte erheblich reduziert wurden.
Heute bietet Sehn ein breites Programm von Einzel-, Doppel- und Reihengaragen an. Erg&auml;nzt wird das Angebot durch Sondergaragen, wie Erddruck-, Gro&szlig;raum- und DoppelstockAusf&uuml;hrungen sowie einem breiten
Zubeh&ouml;rsortiment. Als n&auml;chster Schritt
sind weitere Produkt- und Zubeh&ouml;ranpassungen sowie eine Service-optimierung geplant.
2 5 Ja h r e B B L
Mit zwei Minibaggern, einem Kompaktlader und einigen Kleinger&auml;ten
hat alles begonnen. Nicht der Handel,
sondern die „Dienstleistung an und
mit Baumaschinen“ war von Anfang
an das Kredo des Unternehmens. Damals wurden die M&auml;rkte noch von
klassischen Baumaschinenh&auml;ndlern
bedient, die Miete war allenfalls eine
Doch der Erfolg gab den beiden Firmengr&uuml;ndern Ralf Britz und Joachim
Lenhard recht. Bereits 1990 wurde das
neu gebaute Firmenanwesen am Wasserturm in Heusweiler-Holz bezogen.
Reichte das Programm an Mietmaschinen damals bereits vom Kompaktbagger bis zum Turmdrehkran, wurde
1991 das Angebot z. B. durch die sogenannte „Komplettmontage“ f&uuml;r
Turmkrane ausgeweitet. „ALL IN
Dienstleistungsmiete“ war eine weitere Idee, die in der Folge genau den
Zeitgeist getroffen hatte.
Nach der Pensionierung von Lenhard
wurde das Unternehmen von Grund
auf neu ausgerichtet und in die Unternehmensbereiche Baukrane und Baumaschinen aufgeteilt. Eduard Peter
f&uuml;hrt seit dieser Zeit die Gesch&auml;fte der
Sparte Baumaschinen – Mietservice,
Ralf Britz ist f&uuml;r die Baukrane zust&auml;ndig.
Das rasante Wachstum der folgenden
Jahre erforderte immer wieder Ver&auml;nderungen in der Organisation. Bereits
2006 war man zertifiziert nach DIN
9001-2006. Weitere Zertifikate folgten.
Als kontinuierlicher Ausbildungsbetrieb konnten der gr&ouml;&szlig;te Teil des Mitarbeiternachwuchses immer aus den
eigenen Reihen gewonnen werden.
Durch geringe Fluktuation und hohe
Mitarbeitermotivation ist es gelungen,
eine hochmotivierte, erfahrene Belegschaft aufzubauen. „Es ist unser gr&ouml;&szlig;tes Kapital“ sagt Firmenchef Ralf Britz
Im Unternehmensbereich BBL Mietservice stehen heute rund 130 selbstfahrende Baumaschinen und 40 LKW&acute;s zur
Verf&uuml;gung. Angeboten werden auch
Maschinisten, Durchf&uuml;hrung von
Schwertransporten sowie Komplettl&ouml;sungen „All INN“ f&uuml;r den gesamten
Diese Dienstleistungen werden im
Saarland, Rheinland Pfalz, Luxemburg
und Frankreich angeboten.
Der Unternehmensbereich Kranservice
geh&ouml;rt mit mehr als 200 Mietkranen
zu den Marktf&uuml;hrern in Deutschland.
Seit 2014 produziert die BBL Cranes
GmbH auch Turmkrane. Es wurde ein
hochmoderner Baukran entwickelt,
der den „&uuml;blichen“ Kranen in Sachen
Montage, Handling und Energie um
einiges &uuml;berlegen ist. Hierauf wurden
mehrere Patente angemeldet. Gef&ouml;rdert wurde dieses Projekt durch die
Die BBL Gruppe versteht sich noch
heute als „Komplettdienstleister an
und mit Baumaschinen“!
Die Unternehmensgruppe besch&auml;ftigt
81 Mitarbeiter in Vollzeit und erwirtschaftet ca. € 14 Mio. Jahresumsatz.
In Naher Zukunft ist eine Standortverlagerung der Sparte Baumaschinen
Mietservice nach G&ouml;ttelborn geplant.
Hier entsteht eine moderne Anlage
um Miet- Baumaschinen und LKW`s zu
H&auml;ndeln, inkl. Dialoggeb&auml;ude, Werkstatt, Lager, Maschinenwaschanlage,
Tankstelle und Lagerplatz.
Im Jahr 2015 wird die Unternehmensgruppe das Projekt „Unternehmenswert Mensch“, sowie ein Wertezertifikat umsetzen.
Ta r i f v e r t r &auml; g e
und Arbeitsr e c h t B au
von Lothar Platzer, Fachanwalt f&uuml;r Arbeitsrecht, 22. Auflage 2014/2015, 360
Seiten, € 29,80 (ab 10 Exemplaren
Staffelpreise), auch als E-Book erh&auml;ltlich. ISBN 978-3-89650-370-1, VOB-Verlag Ernst V&ouml;gel GmbH, 93491 Stamsried, Telefon: 094 66 / 94 00-0, Telefax:
094 66 / 1276, www.vob-buecher.de
Dieses Buch ist Kommentar und Tarifsammlung in einem Werk und deshalb
f&uuml;r den Bau. Mit seiner Hilfe bleibt f&uuml;r
den Leser das komplizierte Gebiet des
Tarif- und Arbeitsrechts am Bau &uuml;bersichtlich und verst&auml;ndlich.
Im ersten Teil wird das komplette Arbeitsrecht vom Einstellungsgespr&auml;ch
&uuml;ber Arbeitsvertragsformen bis zur Beendigung des Arbeitsverh&auml;ltnisses umfassend und leicht verst&auml;ndlich dargestellt. Hier werden die Fragen aus der
Praxis zur Abgrenzung von Leiharbeit
zu Werkvertr&auml;gen und zur Scheinselbst&auml;ndigkeit ebenso beantwortet, wie
Fragen zum Feiertagsrecht, zur Abmahnung und zum K&uuml;ndigungsrecht.
Im zweiten Teil sind die aktuellen Rahmentarifvertr&auml;ge f&uuml;r gewerbliche Arbeitnehmer (BRTV) und Angestellte
(RTVA) sowie die Verg&uuml;tungstarifvertr&auml;ge abgedruckt. In zahlreichen Fu&szlig;noten werden die Regelungen erl&auml;utert.
In einem dritten Teil sind als Anhang
die f&uuml;r die betrieblichen Praxis wichtigen Gesetze, Schwarzarbeiterbek&auml;mpfungsgesetz, Arbeitnehmer-Entsendegesetz sowie Ausz&uuml;ge aus dem Sozialgesetzbuch im Zusammenhang mit
den Vorschriften zum Saison-Kurzarbeitergeld abgedruckt.
Weitere wichtige &Uuml;bersichten zur Entwicklung des Tariflohnes, der Sozialkassenbeitr&auml;ge und der lohnbezogenen Kosten runde dieses gelungene
Arbeitshandbuch f&uuml;r Baupraktiker ab.
K a l k u l at i o n
v o n B au p r e i s e n
Hochbau, Tiefbau, Schl&uuml;sselfertiges
Bauen von Prof. Dr.-Ing. Ferhard Drees
und Dr.-Ing. Wolfgang Paul, 12. aktualisierte und erweiterte Auflage 2015,
368 Seiten, 24 x 17 cm, gebunden, 78
EURO, ISBN: 978-3-410-24308-3, Beuth
Verlag GmbH, Tel. 030/ 2601-2141, Fax:
030/ 2601-1724 , www.beuth.de
Dieses Standardwerk unterst&uuml;tzt den
Baukalkulator bei seinen Berechnungen und hilft bei der richtigen Einsch&auml;tzung aller Kostenfaktoren, so
dass gr&ouml;&szlig;ere Differenzen zwischen
kalkulatorischen und tats&auml;chlichen Kosten vermieden werden.
Anhand zahlreicher Beispiele wird gezeigt, wie die einzelnen Kostenarten
ermittelt und das Umlageverfahren
Der Inhalt der 12. Auflage aktualisiert
und ber&uuml;cksichtigt die aktuelle Rechtsprechung im Nachtragsmanagement.
Das Kapitel „Kalkulation im SF-Bau“
wurde neu strukturiert.
G Kalkulation im baubetrieblichen
G Bauauftragsrechnung und Kalkulation
G Verfahren und Aufbau, Durchf&uuml;hrung der Kalkulation
G Aufgliederung eines Einheitspreises
G Berechnung eines Nachtrags
G Komplette Kalkulationsbeispiele:
Hochbau, Erdbau, Stra&szlig;endeckenbau, Stra&szlig;enbau, Ortbeton-Rammpf&auml;hle, Rohrleitungsbau
G &Auml;nderung des Bauvertrags und der
G Kalkulation im Montagebau und im
G Deckungsbeitragsrechnung
G Risikobeurteilung in der Baupreisermittlung
G EDV-Kalkulation und Kalkulationsanalyse
D e r AG V
B au Sa a r
g r at u l i e r t
H e r r n G &uuml; n t e r N e h re n , ehemaligem Vorstandsmitglied der LFG
Holzbau, zur Vollendung seines 82.
Lebensjahres am 5. Januar 2015
H e r r n We r n e r B a c k e s , ehemaligem
Beiratsmitglied des AGV Bau Saar,
zur Vollendung seines 78. Lebensjahres am 8. Januar 2015
H e r r n Wo l f r a m R a b e r, ehemaligem Vorstandsmitglied der Dachdeckerinnung, zur Vollendung seines 73. Lebensjahres am 15. Januar
H e r r n B e r t h o l d B e c k e r, ehemaligem Vorstandsmitglied der Stuckateurinnung, zur Vollendung seines
77. Lebensjahres am 17. Januar 2015
Herrn Egon Komp,
Malerinnung, zur Vollendung seines 60. Lebensjahres am 21. Januar 2015
H e r r n G &uuml; n t e r D e u t s c h , langj&auml;hrigem Vorstandsmitglied der Dachdeckerinnung sowie Beiratsmitglied
des AGV Bau Saar, zur Vollendung
seines 82. Lebensjahres am 24. Januar 2015
H e r r n G u n d o l f B l a n d f o r t , ehemaligem Beiratsmitglied des AGV Bau
Saar, zur Vollendung seines 77. Lebensjahres am 26. Januar 2015
H e r r n G o t t f r i e d S a u e r, Ehrenmitglied der Stuckateurinnung, zur
Vollendung seines 81. Lebensjahres
BAU SA AR
TRAU ERT
um H e r r n S t u c k a t e u r m e i s t e r A d o l f
L u c k , ehemaligem Vorstandsmitglied
der saarl&auml;ndischen Stuckateurinnung,
der am 7. Januar im Alter von 80 Jahren
Mettlach, Josefstag der Landesfachgruppe Holzbau Saarland
Pirmasens, Fachseminar der Dachdeckerinnung
Saarbr&uuml;cken, 10 Jahre Meisterhaft
Saarbr&uuml;cken, Mitgliederversammlung der Malerinnung
Saarbr&uuml;cken, Infotag „Azubi am Bau”
St. Wendel, Mitgliederversammlung Dachdecker
Saarbr&uuml;cken, Tag der Saarl&auml;ndischen Bauwirtschaft
ZDB-Brosch&uuml;re
„ Q u o va d i s B au ko st e n ? “
In der Diskussion um Kosten f&uuml;r das Wohnen ist h&auml;ufig von einer „Baukostenexplosion“ die Rede. Aktuelle Statistiken zeigen, dass die Preise f&uuml;r Bauleistungen, insbesondere des Bauhauptgewerbes, nur einen untergeordneten
Anteil am Preisanstieg von Immobilien haben. Demgegen&uuml;ber treiben die
Baulandverknappung, die Entwicklung bei den Baunebenkosten, wie auch die
Heraufsetzung energetischer Standards die Preise. Dar&uuml;ber hinaus verzeichnen bestimmte Baumaterialien im Sanierungsbereich markante Preissteigerungen. In der vom ZDB erarbeiteten Brosch&uuml;re „Bauen heute – Was treibt
und bremst die Baukosten“ wird ein differenzierter Blick auf die Entwicklung der Bau- und Immobilienpreise sowie deren Treiber gerichtet werden.
Die Brosch&uuml;re kann beim AGV Bau Saar angefordert werden (Frau Hantschel,
Tel. 0681 3892532).
Bauwirtschaft des Saarlandes
Kohlweg 18, 66123 Saarbr&uuml;cken
Telefax (06 81) 3 89 25-20
Internet: http://www.bau-saar.de
RA Claus Weyers (-22)
Kirsten Schilt (-34)
Erscheinungsweise: 5 x j&auml;hrlich
AGV Bau Saar GmbH
Werbedruck Klischat
Untere Bliesstra&szlig;e 11
Telefon (0 68 21) 29 04-0
Telefax (0 68 21) 29 04-31
nur nach vorheriger Genehmigung
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