Source: http://missionsakademie.de/de/ueber-uns/vorstand-kuratorium/satzung.php
Timestamp: 2018-07-22 20:14:59
Document Index: 343979607

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 6', '§ 6', '§ 86', '§ 6', '§ 11', '§ 8']

Satzung der „Missionsakademie an der Universität Hamburg“ | Missionsakademie
Stiftung der „Missionsakademie an der Universität Hamburg“
1. Die Stiftung führt den Namen "Missionsakademie an der Universität Hamburg".
Sie ist eine Stiftung des bürgerlichen Rechts.
2. Sie hat ihren Sitz in der Freien und Hansestadt Hamburg.
1. Zweck der Stiftung ist die Förderung der Wissenschaft und der Bildung einschließlich der Studentenhilfe sowie kirchlicher Zwecke.
Der Satzungszweck wird verwirklicht durch die missionswissenschaftliche Ausbildung des zur Aussendung nach Übersee oder zum missionarischen Dienst im eigenen Land bestimmten Missionsnachwuchses aller Fachrichtungen aus Deutschland und aus dem Ausland, die Fortbildung kirchlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor allem aus Asien, Afrika, Lateinamerika und Ozeanien sowie deutscher Theologinnen und Theologen und Missionskräfte aller Fachrichtungen, die den Missionsauftrag der Kirche in besonderem Maße zu vertreten haben, sowie die Erfüllung aller Aufgaben, die sich für die Missionsakademie als ein der ganzen deutschen evangelischen Mission in ökumenischer Verantwortung dienendes missionswissenschaftliches Arbeitszentrum ergeben werden.
2. Die von der Stiftung zur Erfüllung ihres Zweckes unterhaltene Missionsakademie bedient sich im Einvernehmen mit dem Akademischen Senat der Universität Hamburg der Einrichtungen der Universität und bietet den Studierenden in einem Wohnheim die Möglichkeit zur vita communis.
§ 3 Mittel zur Erfüllung des Stiftungszwecks
1. Die Stiftung ist mit einem Vermögen ausgestattet, dessen jeweilige Höhe und Art sich aus den Jahresabrechnungen (§ 6 Absatz 3 Buchstabe b) ergibt. Davon ist ein Kapitalgrundstock von € 2.556,46 gebildet, der in seinem Bestand nicht angegriffen werden darf.
2. Die Nutzung des bebauten Grundstücks Rupertistraße 67, das der Stiftung von der Freien und Hansestadt Hamburg kostenlos überlassen worden ist, ist nach dem erfolgten Umbau des Hauses an den Stiftungszweck gebunden.
3. Der Erfüllung des Stiftungszweckes dienen ferner diejenigen Beträge, Rechte und Gegenstände, die der Stiftung von der Evangelischen Kirche in Deutschland, von den evangelischen Landeskirchen, von den evangelischen Freikirchen, vom Evangelischen Missionswerk in Deutschland e.V., von staatlichen Stellen sowie von sonstigen Förderern zugewendet werden.
4. Im übrigen übernimmt das Evangelische Missionswerk in Deutschland e.V. die Beschaffung der zur Erfüllung des Stiftungszweckes erforderlichen Mittel.
Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Stiftung fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.
1. Den Vorstand der Stiftung bilden drei Personen, und zwar der bzw. die Vorsitzende, der bzw. die stellvertretende Vorsitzende, die Schatzmeisterin bzw. der Schatzmeister.
2. Die Mitglieder des Vorstandes werden für eine Amtszeit von fünf Jahren vom Kuratorium gewählt. Zwei Mitglieder des Vorstandes müssen dem Kuratorium angehören. Ein Mitglied des Vorstandes ist aus dem Kreis der Professorinnen und Professoren des Instituts für Missions-, Ökumene- und Religionswissenschaften der Universität Hamburg zu wählen. Wiederwahl ausscheidender Vorstandsmitglieder ist zulässig. Der Vorstand bestimmt über seinen Vorsitz, stellvertretenden Vorsitz sowie über das Schatzmeisteramt. Eine Ämter-häufung ist nicht zulässig.
3. Aufgabe des Vorstandes ist es, für die Erfüllung des Stiftungszweckes Sorge zu tragen und die Akademie zu leiten. Er beschließt über alle Angelegenheiten der Akademie, die nicht der Entscheidung durch das Kuratorium vorbehalten oder der Studienleitung übertragen sind. Dazu hat er folgende Aufgaben:
a) Er bereitet die Sitzungen des Kuratoriums vor, erstattet ihm einmal jährlich einen Arbeitsbericht, beschließt Vorlagen an das Kuratorium und sorgt für die Ausführung der Beschlüsse des Kuratoriums.
b) Er beschließt den Haushaltsplan und veranlasst die Prüfung der Jahresabrechnung.
c) Er beruft die Mitglieder der Studienleitung und ist befugt, die Wirtschaftsleitung und weitere zur Geschäftsführung erforderliche Kräfte anzustellen, sie zu besolden und zu beaufsichtigen.
4. Vorstandsmitglieder dürfen nicht gleichzeitig angestellt sein.
5. Die Studienleitung führt die Beschlüsse des Vorstandes aus, bereitet Vorstandssitzungen vor und führt im Einvernehmen mit dem Vorstand die laufenden Geschäfte an der Akademie. Insbesondere übernimmt sie die wissenschaftliche Förderung der Studierenden und zeichnet für die an der Akademie durchgeführten Veranstaltungen verantwortlich.
6. Sitzungen werden vom Vorstand nach Bedarf abgehalten. Er tagt in der Regel vierteljährlich, jedoch müssen mindestens zweimal in jedem Geschäftsjahr Vorstandssitzungen stattfinden. Der bzw. die Vorsitzende lädt zu diesen Sitzungen ein und führt den Vorsitz. Die Mitglieder der Studienleitung können an den Sitzungen mit beratender Stimme teilnehmen.
8. Vorstandsmitglieder üben ihr Amt ehrenamtlich aus. Sie haben jedoch Anspruch auf Ersatz ihrer im Einzelfall nachgewiesenen Auslagen.
9. Jegliche Veränderung innerhalb des Vorstandes ist unverzüglich unter Nennung der Namen und Anschriften der staatlichen Aufsichtsbehörde anzuzeigen.
Die in § 6 Absatz 1 genannten Vorstandsmitglieder bilden den Vorstand der Stiftung im Sinne der §§ 86, 26 des Bürgerlichen Gesetzbuches. Sie sind jeder für sich allein vertretungsberechtigt
1. Dem Kuratorium der Stiftung gehören an:
a) Die Bischöfin bzw. der Bischof im Sprengel Hamburg und Lübeck der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland,
die Präsidentin bzw. der Präsident der Universität Hamburg,
die Leiterin bzw. der Leiter der Hauptabteilung IV (für Ökumene und Auslandsarbeit) des Kirchenamtes der Evangelischen Kirche in Deutschland,
die Professorinnen bzw. Professoren des Instituts für Missions-, Ökumene- und Religionswissenschaften,
die den Vorstandsvorsitz, die Leitung der Geschäftsstelle und die Geschäftsführung des Evangelischen Missionswerkes in Deutschland e.V. innehabenden Personen,
die bzw. der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Missionswissenschaft,
die Direktorin bzw. der Direktor des Zentrums für Mission und Ökumene – Nordkirche weltweit.
b) Jeweils eine Vertreterin bzw. einen Vertreter entsenden:
die für die Rechtsaufsicht über die Universität zuständige Behörde der Freien und Hansestadt Hamburg,
der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland,
der Fachbereich Evangelische Theologie der Universität Hamburg,
der Vorstand des Evangelischen Missionswerkes in Deutschland e.V. aus dem Kreis der Missionswerke und Missionsgesellschaften,
das Evangelische Werk für Diakonie und Entwicklung e.V. (Brot für die Welt, Evangelischer Entwicklungsdienst)
c) Das Kuratorium kann bis zu drei weitere Persönlichkeiten hinzuwählen.
2. Die von den Studierenden gewählten zwei Seniorinnen bzw. Senioren sind in Fragen, die die Studierenden an der Akademie betreffen, hinzuzuziehen; sie haben in diesen Fragen Stimmrecht. Die Mitglieder der Studienleitung nehmen an den Sitzungen des Kuratoriums mit beratender Stimme teil.
3. Die Kuratoriumsmitglieder gemäß Absatz la) sind berechtigt, eine ständige Stellvertretung zu benennen. Falls einzelne Kuratoriumsmitglieder und deren ständige Vertretung nicht an den Kuratoriumssitzungen teilnehmen können, ist die Entsendung von Bevollmächtigten unter Vorweisung einer schriftlichen Vollmacht für den Einzelfall zulässig.
4. Das Kuratorium bestimmt aus seiner Mitte Vorsitz und Stellvertretung (je 1 Person). Es wählt die Vorstandsmitglieder gemäß § 6 Absatz 2. Aus wichtigen Gründen kann das Kuratorium die gewählten Vorstandsmitglieder vor Ablauf der Wahlperiode abberufen.
5. Das Kuratorium nimmt den Arbeitsbericht und die Jahresabrechnung des Vorstandes entgegen, erteilt dem Vorstand die Entlastung und berät ihn in wesentlichen Angelegenheiten der Stiftung. Soweit Kuratoriumsmitglieder gleichzeitig dem Vorstand angehören, haben sie hinsichtlich der Erteilung der Entlastung des Vorstandes kein Stimmrecht.
6. Das Kuratorium beschließt mit einfacher Stimmenmehrheit bei Anwesenheit von mindestens der Hälfte seiner Mitglieder. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme der bzw. des Vorsitzenden den Ausschlag soweit in dieser Satzung nichts anderes bestimmt ist. Kuratoriumsbeschlüsse können auch schriftlich gefasst werden, sofern alle Kuratoriumsmitglieder der schriftlichen Abstimmung zustimmen. Hat eine der für die Entsendung berechtigten Institutionen vorübergehend keine Vertreterin bzw. keinen Vertreter benannt, bleibt dieser Sitz bei der Feststellung der Beschlussfähigkeit dann außer Betracht, wenn die für die Beschlüsse erforderliche Mehrheit zustande kommt.
7. Das Kuratorium ist mindestens einmal im Jahr einzuberufen. Zu Sondersitzungen tritt es zusammen, wenn dies von mindestens einem Drittel aller Mitglieder unter Angabe der Gründe schriftlich gefordert wird. Die Einberufung geschieht durch die Vorsitzende bzw. den Vorsitzenden durch schriftliche Einladung unter Mitteilung der Tagesordnung. Diese muss spätestens zwei Wochen vorher an die Kuratoriumsmitglieder abgesandt sein.
8. Beschlüsse des Kuratoriums sind zu protokollieren und durch die jeweiligen Vorsitzenden und Schriftführenden zu beurkunden. Die Schriftführung wird für jede Sitzung von der bzw. dem Vorsitzenden formlos geregelt.
9. Die Mitgliedschaft und ständige Stellvertretung im Kuratorium sind der Senatskanzlei unter Beifügung der Ernennungsschreiben und Zustimmungserklärungen anzuzeigen.
1. Über die Einnahmen und Ausgaben der Stiftung ist getrennte Rechnung zu führen.
2. Alljährlich hat der Vorstand über das verflossene Geschäftsjahr dem Kuratorium Rechnung zu legen.
§ 11 Änderung der Satzung und Auflösung
1. Satzungsänderungen bedürfen einer Mehrheit von zwei Dritteln aller Mitglieder des Kuratoriums.
§ 8 Absatz 6 gilt sinngemäß.
2. Ein Beschluss über die Aufhebung der Stiftung kann nur einstimmig von sämtlichen Kuratoriumsmitgliedern gefasst werden.
3. Beschlüsse über Satzungsänderungen und über die Auflösung der Stiftung bedürfen der Genehmigung der staatlichen Aufsichtsbehörde.
4. Beschlüsse darüber, wie das Stiftungsvermögen bei Auflösung oder Aufhebung der Stiftung oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke zu verwenden ist, dürfen erst nach Zustimmung des zuständigen Finanzamtes ausgeführt werden.
Bei Auflösung oder Aufhebung der Stiftung oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das restliche Stiftungsvermögen nach Abzug aller Verbindlichkeiten an das Evangelische Missionswerk in Deutschland e.V., das es ausschließlich und unmittelbar für gemeinnützige und kirchliche Zwecke im Sinne dieser Satzung zu verwenden hat.
Die Stiftung unterliegt der Aufsicht nach Maßgabe des in der Freien und Hansestadt Hamburg geltenden Rechts.
Satzung der Stiftung als PDF