Source: http://dedocz.com/doc/663140/hy-ydrau-lisch-e-dru-uck%C3%BCb-berse-etzer---berufsgenossensc.
Timestamp: 2017-02-21 07:40:34
Document Index: 163790359

Matched Legal Cases: ['Art. 3', 'Art. 9', 'Art. 3', 'Art. 15', 'Art. 3', 'Art. 3']

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Hinweis: Zu den Zielen der Fachausschusss- Informationsb
bl&auml;tter siehe Fac
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nformationsblattt Nr. 001
Fachausschuss-Informationsblatt Nr. 042
Hydraulische Druck&uuml;bersetzer
F&uuml;r hydraulische Druck&uuml;bersetzer gibt es keine
konkretisierende Produktnorm. Jedoch sind in
der Druckger&auml;te-Richtlinie (DGRL) die Sicherheitsanforderungen f&uuml;r Druckger&auml;te sowie die
Kriterien f&uuml;r Ausschl&uuml;sse von der DGRL verbindlich festgelegt.
2.1 Ausschl&uuml;sse von der DGRL
In der Betriebsanleitung der Maschine sollten Sicherheitsinformationen und Hinweise f&uuml;r die Gef&auml;hrdungsbeurteilung des Betreibers einschl. weiterer Schutzma&szlig;nahmen im Zusammenhang mit dem eingebauten
Druck&uuml;bersetzer vorhanden sein. Der Maschinenhersteller, der einen zugekauften Druck&uuml;bersetzer in
seine Maschine einbaut, hat die Betriebsanleitung des
Druck&uuml;bersetzers in die Betriebsanleitung der Maschine zu integrieren.
Da ein hydraulischer Druck&uuml;bersetzer im Wesentlichen aus einem zylindrischen Geh&auml;use und
einem Kolben besteht, wurden diese Ger&auml;te
oftmals wie Hydraulikzylinder behandelt.
F&uuml;r Stelleinrichtungen, zu denen auch Hydraulikzylinder gez&auml;hlt werden k&ouml;nnen, gibt es aufgrund
ihrer Bauweise nach Artikel 1 Absatz 3.10 der
europ&auml;ischen Druckger&auml;te-Richtlinie unter bestimmten Voraussetzungen eine Ausnahme vom
Anwendungsbereich der DGRL. Diese Ausnahme ist dann zul&auml;ssig, wenn Abmessungen, Wahl
der Werkstoffe und Bauvorschriften in erster
Linie auf Anforderungen an ausreichende Festigkeit, Formsteifigkeit und Stabilit&auml;t gegen statische und dynamische Betriebsbeanspruchungen
oder auf anderen funktionsbezogenen Kriterien
beruhen und wenn der Druck keinen wesentlichen Faktor f&uuml;r die Konstruktion darstellt.
Hydraulikzylinder werden in der Regel aufgrund
der hohen Knickbelastung auf Formsteifigkeit
ausgelegt. Bei Druck&uuml;bersetzern ist in jedem
Einzelfall zu pr&uuml;fen, ob der vg. Ausschluss nach
Artikel 1 Absatz 3.10 der DGRL anzuwenden ist.
Falls dieser Ausschluss in Anspruch genommen
wird, sollte dies in den Auslegungsunterlagen
(Technische Dokumentation) beim Hersteller vermerkt sein.
Sofern der Druck&uuml;bersetzer als Teil einer verwendungsfertigen Maschine im Sinne der Maschinen-Richtlinie (MRL) [2] in Verkehr gebracht
wird, kann der Ausschluss nach Artikel 1 Absatz
3.6 der DGRL in Anspruch genommen werden,
wonach „Druckger&auml;te, die nach Artikel 9 der
DGRL h&ouml;chstens unter die Kategorie I fallen,
vom Anwendungsbereich der DGRL ausgenommen sind, sofern diese in eine Maschine
eingebaut werden.“ Die Definition der Grenzen
der vg. Kategorie I ergibt sich aus Diagramm 4
nach Anhang II der DGRL (s. auch Bild 3). F&uuml;r
diese vg. Druckger&auml;te sind die Sicherheitsanforderungen der MRL anzuwenden, insbesondere bzgl. des Bruchrisikos bei Betrieb (siehe
Anh. I, Nr. 1.3.2 der MRL sowie neuer Leitfaden
[3] der EU zur MRL). Die grundlegenden
Sicherheitsanforderungen der DGRL k&ouml;nnen f&uuml;r
die vg. Druckger&auml;te zur Hilfe genommen werden,
um ein angemessenes Sicherheitsniveau im
Hinblick auf die druckbedingte Gef&auml;hrdung zu
erreichen. Das vorliegende Informationsblatt gibt
entsprechende Erl&auml;uterungen dazu. In Abschnitt
5 dieses Fachausschuss-Informationsblattes
wird insbesondere auf die Verwendung in
Maschinen eingegangen.
Bild 3: Diagramm 4 nach Anhang II der DGRL
f&uuml;r Beh&auml;lter zur Aufnahme von (nicht
&uuml;berhitzten) Fl&uuml;ssigkeiten der Fluidgruppe 2
Druck&uuml;bersetzer nach DGRL
Falls die vg. Ausschl&uuml;sse nicht in Anspruch
genommen werden, sind die nachfolgenden
Bei Druck&uuml;bersetzern ist anzunehmen, dass
diese der Erzeugung hoher Dr&uuml;cke dienen, und
dadurch der Druck einen wesentlichen Faktor f&uuml;r
die Konstruktion des Druck&uuml;bersetzers darstellt.
Ferner unterliegen die meisten Druck&uuml;bersetzer
einer wechselnden Belastung. Auch sog. isostatische Druck&uuml;bersetzer, welche das hohe Druckniveau f&uuml;r mehrere Stunden halten, sind
wechselnd beansprucht.
Die Druck&uuml;bersetzer f&uuml;r intermittierende Hochdruckversorgung z.B. in Bauteilpr&uuml;fst&auml;nden oder
getakteten Umformmaschinen sind immer
wechselnd, d.h. dynamisch beansprucht. Bereits
die Technische Regel TRB 002 [4] (Nr. 2.1.1
letzter Absatz) zur Druckbeh&auml;lterverordnung gab
f&uuml;r diese wechselnd beanspruchten Druckbeh&auml;lter vor, dass ein Ausschluss von der Anwendung der Druckbeh&auml;lterverordnung nicht angenommen werden k&ouml;nnte.
Vielmehr stellt gerade diese wechselnde Beanspruchung von Druck&uuml;bersetzern in intermittierenden Anwendungen das ausschlaggebende
Kriterium daf&uuml;r dar, dass der Druck&uuml;bersetzer
dauerhaft der Wechselbelastung durch Druck
Hinweis: Zu den Zielen der Fachausschuss- Informationsbl&auml;tter siehe Fachausschuss- Informationsblatt Nr. 001
standhalten muss und daher der Druck der
ma&szlig;gebliche Parameter f&uuml;r die Auslegung ist.
Dadurch entf&auml;llt die M&ouml;glichkeit eines Ausschlusses nach Artikel 3.10 der DGRL. Alle
Anforderungen der DGRL m&uuml;ssen bei Druck&uuml;bersetzern beachtet werden.
Der ma&szlig;gebliche Parameter f&uuml;r die Auslegung von hydraulischen Druck&uuml;bersetzern
ist der Druck. Somit unterliegen diese der
Druckger&auml;te-Richtlinie.
Im Anhang I der DGRL sind die grundlegenden
Sicherheitsanforderungen aufgef&uuml;hrt, welche als
verbindliche Schutzziele f&uuml;r das Inverkehrbringen von Druckger&auml;ten eingehalten werden
Bei den in hydraulischen Druck&uuml;bersetzern eingesetzten Hydraulikfluiden handelt es sich zum
&uuml;berwiegenden Teil um Fluide der Gruppe 2, die
in Artikel 9 Absatz 2 Abschnitt 2.2 definiert sind.
Die Zugeh&ouml;rigkeit der vorgesehen Hydraulikfl&uuml;ssigkeit zur Fluidgruppe gem&auml;&szlig; DGRL muss
jeweils unter Zuhilfenahme des Sicherheitsdatenblattes oder nach R&uuml;cksprache mit dem
Hersteller festgestellt werden.
Die DGRL ist auch f&uuml;r Druck&uuml;bersetzer mit
einem Volumen von kleiner gleich 0,1 Liter anzuwenden. Sofern die Grenze f&uuml;r den Druck PS
von 1000 bar (s. Diagramm 4, in Verbindung mit
Leitlinie 1/5 [5]) &uuml;berschritten ist, gelten auch f&uuml;r
diese Druck&uuml;bersetzer die grundlegenden
Sicherheitsanforderungen nach Anhang I DGRL.
Gem&auml;&szlig; Artikel 3 Absatz 1.1 b der DGRL werden
Beh&auml;lter mit Fluiden der Gruppe 2 anhand des
Konformit&auml;tsbewertungsdiagramm 4 im Anhang
II der DGRL eingestuft. Anhand dieses Diagramms k&ouml;nnen die Kategorien nach DGRL bestimmt werden, in die hydraulische Druck&uuml;bersetzer eingestuft werden.
Entsprechend Anhang II der DGRL sind bei der
Konformit&auml;tsbewertung des Druck&uuml;bersetzers
nach Kategorie I das Modul A (d.h. interne Fertigungskontrolle) bzw. bei Druck&uuml;bersetzern der
Kategorie II die Module A1 (interne Fertigungskontrolle mit &Uuml;berwachung der Abnahme), D1
(Qualit&auml;tssicherung Produktion) und E1 (Qualit&auml;tssicherung Produkt) gem&auml;&szlig; Anhang III der
DGRL bzw. Beschluss 93/465/EWG [6] des
Rates vom 22.07.1993 zu ber&uuml;cksichtigen.
Druck&uuml;bersetzer, die unter Art. 3 Abs. 3 der
DGRL fallen, sind nach guter Ingenieurpraxis
(GIP) auszulegen und herzustellen, wobei der
Stand der Technik zu ber&uuml;cksichtigen ist.
Beispiel: Ein Druck&uuml;bersetzer f&uuml;r Sekund&auml;rdr&uuml;cke &uuml;ber 1000 bar und mit einem sekund&auml;rseitigen Volumen (Rauminhalt der Hochdruckseite des Druck&uuml;bersetzers) von bis zu 10 Litern
ist der Kategorie I nach DGRL zugeordnet.
Hierf&uuml;r muss der Hersteller gem&auml;&szlig; Modul A
zumindest eine interne Fertigungskontrolle bei
seiner Konformit&auml;tsbewertung durchf&uuml;hren.
Bei Druck&uuml;bersetzern, die gem&auml;&szlig; Diagramm 4
nach Anhang II der DGRL unter die Kategorie II
fallen, muss der Hersteller eine „benannte Stelle“
f&uuml;r die Konformit&auml;tsbewertung hinzuziehen. Dies
sind die akkreditierten und notifizierten Pr&uuml;f- und
Zertifizierungsstellen f&uuml;r Druckger&auml;te.
Die jeweiligen Anforderungen zu den o.g. Modulen sind im Anhang III der DGRL aufgef&uuml;hrt.
Bei Verwendung von Druckfl&uuml;ssigkeiten der
Fluidgruppe 1 nach Art. 9 der DGRL sind die
Druck&uuml;bersetzer nach Diagramm 3 aus Anhang
II der DGRL einzustufen.
Beim Inverkehrbringen von Druck&uuml;bersetzern
der Kategorie I oder II nach DGRL sind gem&auml;&szlig;
der 14. Ger&auml;te- und Produktsicherheitsverordnung (14. GPSGV) [7]:
die EG-Konformit&auml;tserkl&auml;rung (s. Anhang VII
der DGRL) mit auszuliefern,
eine CE-Kennzeichnung (s. Artikel 15 der
DGRL) sowie weitere Angaben nach DGRL
Anhang I Abschnitt 3.3 anzubringen,
eine Betriebsanleitung (s. DGRL Anhang I
Abschnitt 3.4) in deutscher Sprache mit
Die 14. GPSGV (auch Druckger&auml;teverordnung
genannt) regelt und erl&auml;utert die Umsetzung der
europ&auml;ischen Druckger&auml;te-Richtlinie in deutsches Recht und pr&auml;zisiert die Anforderungen der
DGRL beim Inverkehrbringen von Druckger&auml;ten
Die Druck&uuml;bersetzer nach Art. 3 Abs. 3 der
DGRL sind mit einer ausreichenden Benutzungsanweisung auszuliefern, m&uuml;ssen eine Kennzeichnung tragen, anhand derer der Hersteller
oder sein in der Gemeinschaft ans&auml;ssiger
Bevollm&auml;chtigter ermittelt werden kann, und
d&uuml;rfen nicht die in Art. 15 der DGRL genannte
CE-Kennzeichnung tragen.
Die Betriebsanleitung des Druck&uuml;bersetzers
sollte Hinweise zur Wartung und Pr&uuml;fung
(einschl. Pr&uuml;fart, Umfang, Intervall) enthalten, die
der Maschinenhersteller bzw. Integrator in die
Betriebsanleitung der Maschine f&uuml;r den sp&auml;teren
Betreiber aufnehmen muss.
Derzeit gibt es keine Produktnorm f&uuml;r Druck&uuml;bersetzer. Es kann nur auf die allgemeinen Normen
DIN 2413 „Nahtlose Stahlrohre f&uuml;r schwellende
Beanspruchung“ [8], EN 13445 „Unbefeuerte
Druckbeh&auml;lter“ [9], EN 13480 „Metallische industrielle Rohrleitungen“ [10] verwiesen werden.
Aufgrund des mit hohen Dr&uuml;cken einhergehenden Gefahrenpotenzials beim Versagen eines
Druck&uuml;bersetzers sind die Wandst&auml;rken derart
zu dimensionieren und die Werkstoffe derart zu
w&auml;hlen, dass ausreichende Festigkeit, Formsteifigkeit und Stabilit&auml;t unter allen statischen
und dynamischen Betriebsbedingungen sicher
Es sollten nahtlos gezogene bzw. geschmiedete,
druckdichte Rohre verwendet werden, welche
zumindest einer Ultraschall- und einer Wirbelstrompr&uuml;fung unterzogen wurden, und f&uuml;r die bei
Verwendung f&uuml;r Druck&uuml;bersetzer der Kat. II nach
DGRL ein 3.1-Abnahmepr&uuml;fzeugnis (nach DIN
EN 10204 [11]) vom Lieferanten ausgeh&auml;ndigt
werden kann. Auch im Fall von Druck&uuml;bersetzern der Kategorie I nach DGRL wird empfohlen,
sich zur Qualit&auml;tssicherung des Materialeingangs
und der Werkstoffe ein 3.1-Abnahmepr&uuml;fzeugnis
vom Lieferanten aush&auml;ndigen zu lassen. Es wird
empfohlen diese Pr&uuml;fzeugnisse aufzubewahren.
Eine wechselnde Beanspruchung liegt vor,
sobald der Druck vom maximalen Wert zyklisch
auf kleinere Dr&uuml;cke abgesenkt wird. Die Dauer
des Druckzyklus spielt dabei keine Rolle.
Alle hydraulischen Druck&uuml;bersetzer
dynamisch beanspruchte Druckger&auml;te.
Je nach Auslegung durch den Konstrukteur wird
unterschieden zwischen Auslegung mit festgelegter Lastwechselzahl (zeitfest) und dauerfester
Auslegung. Wenn die wechselnd belasteten Bauteile nach deutschen AD-Regelwerk [12] ausgelegt werden, sind insbesondere die Merkbl&auml;tter
S1 und S2 sowie Merkblatt W f&uuml;r die Werkstoffauswahl anzuwenden. Die Anwendung des ADRegelwerkes ist nicht vorgeschrieben, bietet
jedoch eine erste Hilfestellung bei der Auslegung
von Druck&uuml;bersetzern.
Aufgrund der zum Teil komplexen Innengeometrie der Druck&uuml;bersetzer, dem gro&szlig;em Verh&auml;ltnis von Au&szlig;en- zu Innendurchmesser, der
Querbohrungen, den Anschl&uuml;ssen und sonstigen
Kerbfaktoren sind die Druckgeh&auml;use von hydraulischen Druck&uuml;bersetzern mit dem o.g. ADRegelwerk f&uuml;r zylindrische Druckschalen meist
nicht hinreichend genau zu berechnen.
Deshalb wird empfohlen, zun&auml;chst eine Spannungsanalyse mit Hilfe einer Finite-ElementeMethode (FEM) durchzuf&uuml;hren. Auf der Basis
der damit ermittelten Spannungswerte und Spannungsschwankungen und unter Ber&uuml;cksichtigung
der maximal zul&auml;ssigen Spannung des gew&auml;hlten Werkstoffes ist dann mit Hilfe der AD-Merkbl&auml;tter eine zweite, genauere Dimensionierung
des Druck&uuml;bersetzergeh&auml;uses vorzunehmen.
F&uuml;r die Berechnung sind zus&auml;tzlich die auftretenden Druckspitzen zu bestimmen und in der
Die Erfahrungswerte aufgrund der bisher
gebauten Druck&uuml;bersetzer sowie evtl. ermittelter
Versuchsergebnisse sollten ebenfalls in die
Auslegung einflie&szlig;en.
Im Anschluss an die druckfeste Auslegung sind
ggf. weitere Kriterien zu &uuml;berpr&uuml;fen, wie z.B.
Formsteifigkeit und Stabilit&auml;t.
W&auml;hrend das AD–Merkblatt S1 ein vereinfachter
Erm&uuml;dungsfestigkeitsnachweis auf Grundlage
des AD–Merkblattes S2 ist, kommen bei der
iterativen Berechnung nach S2 zus&auml;tzlich zum
Innendruck auch die Einflussfaktoren Temperaturdifferenzen und/oder zus&auml;tzliche Kr&auml;fte und
Momente an den h&ouml;chstbeanspruchten Stellen
Druck&uuml;bersetzer
ermittelter Versuchsergebnisse sollten in die
Da Druck&uuml;bersetzer wie bereits oben erw&auml;hnt
grunds&auml;tzlich einer Wechselbeanspruchung ausgesetzt sind, k&ouml;nnen diese nach Artikel 1 Absatz
3.10 der DGRL nicht mehr von der Druckger&auml;teRichtlinie ausgenommen werden. Die Druck&uuml;bersetzer fallen in den Anwendungsbereich, wenn
Druck gr&ouml;&szlig;er 10 bar und das Produkt aus
Druck und innerem Volumen gr&ouml;&szlig;er
10.000 bar Liter oder
der Druck gr&ouml;&szlig;er 1.000 bar.
Bei vielen Anwendungen von Druck&uuml;bersetzern
in Maschinen, Pr&uuml;fanlagen, Umformanlagen wird
die o.g. Einstufungsgrenze f&uuml;r die zweite
Bedingung &uuml;berschritten.
Es gibt verschiedenste M&ouml;glichkeiten, Druck&uuml;bersetzer zu bauen. Die Belastungen und die
Auslegung (einschl. Werkstoffauswahl) der
einzelnen Komponenten von Druck&uuml;bersetzern
&auml;hnlicher Gr&ouml;&szlig;e und Druckstufen k&ouml;nnen sehr
unterschiedlich sein und sind nur dem Hersteller
im Detail bekannt.
Der Hersteller hat die Dokumente der w&auml;hrend
des Fertigungsprozesses durchgef&uuml;hrten Pr&uuml;fungen (z.B. zerst&ouml;rungsfreie Materialpr&uuml;fung)
In der Betriebsanleitung des Druck&uuml;bersetzers
muss der Hersteller Hinweise zur Art der
Festigkeit (Zeitfestigkeit oder Dauerfestigkeit)
geben, da diese bei der Festlegung von wiederkehrenden Pr&uuml;fungen durch den Betreiber
Bei zeitfester Auslegung mit festgelegter Lastwechselzahl ist diese anzugeben und es sind
Empfehlungen f&uuml;r Pr&uuml;fverfahren und Pr&uuml;fintervalle der wiederkehrenden Pr&uuml;fungen zu geben.
Verwendung in Maschinen
Wird ein hydraulischer Druck&uuml;bersetzer in eine
Maschine, Pr&uuml;feinrichtung, Umformanlage o.&auml;.
eingebaut, so muss der Konstrukteur gem&auml;&szlig;
Maschinen-Richtlinie eine Gefahrenanalyse und
eine Risikobewertung nach DIN EN ISO 121001 [13] sowie DIN EN ISO 14121 [14] durchf&uuml;hren. Die Maschine selbst f&auml;llt bei eingebautem
Druck&uuml;bersetzer nicht unter die DGRL.
Bei der Verwendung des Druck&uuml;bersetzers in
hydraulischen Anlagen sind m&ouml;gliche Fehler zu
betrachten. Hierzu sind in der BIA-Fehlerliste
340225 im BIA-Report 6/97 [15] folgende drei
Fehlerarten bei Druck&uuml;bersetzern n&auml;her betrachtet worden:
a) Das Undichtwerden von Druckr&auml;umen bzw.
eine Ver&auml;nderung der Dichtwirkung kann
nicht generell ausgeschlossen werden, da der
Verschlei&szlig; von Dichtungen und F&uuml;hrungen
keinen Fehlerausschluss f&uuml;r l&auml;ngere Zeitspannen zul&auml;sst.
b) Ein pl&ouml;tzliches weitgehendes Versagen von
Dichtungen wird nicht angenommen, da es
kein typisches Ausfallverhalten darstellt.
c) Ein Bersten der Druckr&auml;ume und ein Bruch
von Befestigungs- und Deckelschrauben kann
dann ausgeschlossen werden, wenn Dimensionierung, Materialauswahl, Anordnung und
Befestigung nach dem Stand der Technik
Der Druck&uuml;bersetzer sollte r&auml;umlich getrennt von
Bedienst&auml;nden und Verkehrswegen aufgestellt
sein. Druck&uuml;bersetzer k&ouml;nnen z.B. auf den Maschinen auf entsprechend dimensionierten Podesten, in einem separaten Maschinenraum oder
einem Maschinenkeller aufgestellt werden. Sofern dazu keine M&ouml;glichkeit gegeben ist und ein
Druck&uuml;bersetzer ebenerdig neben der Maschine
aufgestellt wird, ist der Druck&uuml;bersetzer vom
Maschinenhersteller zumindest mit entsprechend
dimensionierten Verdeckungen zu den Verkehrswegen und Bedienst&auml;nden hin zu umgeben.
Druck&uuml;bersetzer sind zu Bedienpl&auml;tzen und
zu Verkehrswegen hin abzuschirmen.
Eine vollst&auml;ndige Einhausung des Maschinenteils, in den der Druck&uuml;bersetzer eingebaut ist,
stellt den besten Schutz f&uuml;r Bediener und andere
sich in der N&auml;he aufhaltende oder vorbeigehende Personen dar. Durch Einhausung des prim&auml;rseitigen Hydraulikaggregates des Druck&uuml;bersetzers wird zugleich die L&auml;rmemission der
Maschine reduziert.
F&uuml;r die &uuml;brige Ausr&uuml;stung der Druck&uuml;bersetzeranlage sind auch die Vorgaben der DIN EN 982
[16] zu beachten.
Bei genau bekanntem Druck&uuml;bersetzungsverh&auml;ltnis ist als Absicherung gegen eine &Uuml;berschreitung des zul&auml;ssigen Sekund&auml;rdruckes die
Verwendung verplombter Druckbegrenzungsventile auf der Prim&auml;rseite m&ouml;glich.
Die Betriebsanleitung muss Wartungshinweise
enthalten, die den sicheren Betrieb und die
sichere Instandhaltung betreffen. Dies betrifft
u.a. den Austausch von Verschlei&szlig;teilen wie z.B.
Dichtungen, F&uuml;hrungselementen oder Hochdruck-Schlauchleitungen.
Ist eine Instandhaltung eines Druck&uuml;bersetzers,
aufgrund kompakter Abmessungen, komplexen
inneren Aufbaus oder spezieller Befestigungssysteme durch Dritte nicht zu empfehlen oder
m&ouml;glich, so sollte der Hersteller dies in seiner
Betriebsanleitung vermerken. In diesem Fall
sollte der Hersteller einen Service f&uuml;r die
Instandhaltung und/oder die Reparatur anbieten.
In der Betriebsanleitung sollte auch auf die Pr&uuml;fmethoden und die Qualifikation der Pr&uuml;fer eingegangen werden.
Ferner sollten Hinweise gegeben werden, wie
der Betreiber die Lastzyklen z&auml;hlen bzw. dokumentieren soll. Dies k&ouml;nnte z.B. anhand des
Arbeitszyklus der Maschine oder durch technische Zusatzeinrichtungen erfolgen.
Beim Betrieb von Druck&uuml;bersetzern sind grunds&auml;tzlich alle Herstellerinformationen zu beachten.
Dar&uuml;ber hinaus unterliegt der Betrieb von Pr&uuml;fst&auml;nden, Umformanlagen oder anderen Maschinen mit eingebauten Druck&uuml;bersetzern - wie
auch der Betrieb aller anderen Maschinen – stets
[17]. Darin sind verschiedene Betreiberpflichten
vorgeschrieben. Neben allgemeiner Gef&auml;hrdungsbeurteilung und dem Pr&uuml;fen von Betriebseinrichtungen sind darin insbesondere auch die
&uuml;berwachungsbed&uuml;rftige
Anlagen (&Uuml;A) geregelt.
Druck&uuml;bersetzer unterliegen sowohl Pr&uuml;fungen
vor Inbetriebnahme als auch wiederkehrenden
Wird z.B. ein Druck&uuml;bersetzer nach dem ADRegelwerk zeitfest ausgelegt, so muss er nach
50 % der Lastzyklen, die bei der Konstruktion
zugrunde gelegt wurden, einer Oberfl&auml;chenrisspr&uuml;fung unterzogen werden, um etwaige Anrisse
(Haarrisse) in den Ans&auml;tzen zu erkennen.
N&auml;heres zum Umfang dieser Pr&uuml;fungen ist in
den AD-Merkbl&auml;ttern S1 und S2 geregelt.
Nach einer Oberfl&auml;chenrisspr&uuml;fung eines zerlegten Druck&uuml;bersetzers muss au&szlig;erdem ein
neues Pr&uuml;fintervall (z.B. als Anzahl
Belastungszyklen) festgelegt werden.
Werden bei der Pr&uuml;fung Risse o.a. Anzeichen
von Sch&auml;den festgestellt, darf das Ger&auml;t nicht
Aufgrund der unterschiedlichen Bauarten
von hydraulischen Druck&uuml;bersetzern sollten
Wartung und Pr&uuml;fungen nur gem&auml;&szlig; der
Betriebsanleitung oder nach einer R&uuml;cksprache mit dem Hersteller oder durch
dessen Kundendienst erfolgen!
Die betrieblichen Festlegungen zur Qualifikation
der Instandhalter, der Pr&uuml;fer, zu Vorgehensweisen beim Austausch von Druck&uuml;bersetzern
oder deren Komponenten, zu Pr&uuml;fungen usw.
sollten schriftlich in Verfahrensanweisungen und
Arbeitsanweisungen aufgenommen und regelm&auml;&szlig;ig &uuml;berpr&uuml;ft werden.
Diagramm 4 - F; Gr. 2
PS.V = 1000
PS.V = 10000
Keine &Uuml;A
PS = 0,5
Bild 4: Diagramm 4 nach Anhang II der DGRL
&uuml;berhitzten) Fl&uuml;ssigkeiten der Fluidgruppe 2 mit Pr&uuml;fzust&auml;ndigkeiten f&uuml;r die Pr&uuml;fung vor Inbetriebnahme (&sect;14 BetrSichV)
6.1 Pr&uuml;fung vor Inbetriebnahme
Person (s. TRBS 1203-2 [18]) zu veranlassen.
Bei der „Pr&uuml;fung vor Inbetriebnahme“ sind die
Bedienungsanleitung bzw. die Unterlagen des
Herstellers der Maschine bzw. des Druck&uuml;bersetzers bereitzuhalten. Die Angaben des
Herstellers f&uuml;r die Inbetriebnahme des Druck&uuml;bersetzers sind zu beachten.
Dies kann ein zur „bef&auml;higten Person“ bestellter
Mitarbeiter des Kundendienstes des Herstellers
oder ein ausgebildeter und zur „bef&auml;higten
Person“ bestellter Mitarbeiter des Betreibers
sein. Sofern beim Betreiber keine Fachkenntnisse im Umgang mit Druckger&auml;ten vorhanden
sind, wird empfohlen, dass dessen bef&auml;higte
Person einen Lehrgang, z.B. bei einer technischen &Uuml;berwachungsorganisation, absolviert.
Alle Druck&uuml;bersetzer der Kategorien I und II
nach DRGL sind sog. &uuml;berwachungsbed&uuml;rftige
Anlagen und unterliegen bei der Inbetriebnahme
besonderen Pr&uuml;fpflichten nach der BetrSichV.
Bei der Inbetriebnahmepr&uuml;fung von Druck&uuml;bersetzern der Kategorien I und II nach DRGL muss
&uuml;berpr&uuml;ft werden, ob der Druck&uuml;bersetzer eine
CE-Kennzeichnung besitzt, eine Betriebsanleitung vorliegt und eine Sicherheitseinrichtung
6.1.1 Druck&uuml;bersetzer „Z&Uuml;S“
F&uuml;r Druck&uuml;bersetzer der Kategorie II nach DGRL
sowie f&uuml;r jene Druck&uuml;bersetzer der Kategorie I
nach DGRL mit einer Druck-Volumen-Einteilung
oberhalb der roten Linie (siehe Bild 4), ist die
Pr&uuml;fung vor Inbetriebnahme durch eine zugelassene &Uuml;berwachungsstelle (Z&Uuml;S) zu veranlassen.
F&uuml;r die &Uuml;berpr&uuml;fung der vom Betreiber ermittelten wiederkehrenden Pr&uuml;ffristen f&uuml;r den
Druck&uuml;bersetzer der Kategorie II nach DGRL ist
gem&auml;&szlig; BetrSichV &sect; 15 Absatz 4 ebenfalls eine
Z&Uuml;S einzuschalten.
6.1.2 Druck&uuml;bersetzer
„Bef&auml;higte Person“
F&uuml;r Druck&uuml;bersetzer der Kategorie I nach DGRL,
mit einer Druck-Volumen-Einteilung zwischen
blauer und roter Linie (siehe Bild 4), ist die
Pr&uuml;fung vor Inbetriebnahme durch eine bef&auml;higte
Der Betreiber sollte den Druck&uuml;bersetzer intern,
d.h. in seinen Betriebsunterlagen als pr&uuml;fpflichtiges Ger&auml;t vermerken.
Sofern die wiederkehrenden Pr&uuml;fungen durch
bef&auml;higte Personen durchgef&uuml;hrt werden, sind
keine H&ouml;chstfristen gem&auml;&szlig; BetrSichV &sect;15 Absatz 5 vorgesehen. Der Betreiber legt die Pr&uuml;ffristen aufgrund der Herstellerinformation sowie
der Erfahrung mit der Betriebsweise und Beschickungsgut fest. Eine &Uuml;berpr&uuml;fung dieser vom
Betreiber festgelegten Pr&uuml;ffristen durch eine
Z&Uuml;S oder eine bef&auml;higte Person ist nicht vorgesehen. Sollte der Betreiber &uuml;ber keine Fachkenntnisse oder Erfahrung verf&uuml;gen, wird empfohlen bei der Festlegung der Pr&uuml;ffristen die
H&ouml;chstfristen nach &sect;15 Absatz 5 der BetrSichV
6.1.3 Druck&uuml;bersetzer
„nach Art. 3 Abs. 3“
Bei Druckger&auml;ten nach Art. 3 Abs.3 der DGRL,
d.h. mit einer Druck-Volumen-Einteilung zwischen gr&uuml;ner und blauer Linie (siehe Bild 4), handelt
es sich um nicht &uuml;berwachungsbed&uuml;rftige Druckanlagen, die als Arbeitsmittel im Sinne der
BetrSichV gelten. Dennoch muss der Betreiber
aufgrund einer Gef&auml;hrdungsbeurteilung entsprechende Schutzma&szlig;nahmen festlegen und
ggf. eine Pr&uuml;fung nach &sect;10 der BetrSichV durch
eine bef&auml;higte Person (TRBS 1203 [19]) durchf&uuml;hren lassen.
6.1.4 Weitere wichtige Hinweise
Mit der Pr&uuml;fung vor Inbetriebnahme sind die
weiteren Intervalle f&uuml;r die wiederkehrenden
Pr&uuml;fungen festzulegen. Bei der Festlegung
dieser wiederkehrenden Pr&uuml;fungen sind die
Informationen des Herstellers des Druck&uuml;bersetzers zu beachten.
Insbesondere sind Angaben bzgl. einer Zeitfestigkeit und der bei der Auslegung auf Zeitfestigkeit gem&auml;&szlig; dem AD-Regelwerk durchzuf&uuml;hrenden Oberfl&auml;chenrisspr&uuml;fungen zu beachten.
F&uuml;r die zeitfest ausgelegten Druck&uuml;bersetzer
muss der Betreiber den Zeitpunkt bzw. die Frist
bis zur n&auml;chsten Pr&uuml;fung selber festlegen. Hierbei muss sowohl die Angabe des Herstellers zur
Zeitfestigkeit (d. h. die Zahl der zul&auml;ssigen Lastwechsel ist festgelegt) als auch die Lastfrequenz
bei der jeweiligen Betriebsweise beim Betreiber
Bild 5: Diagramm 4 nach Anhang II der DGRL
&uuml;berhitzten) Fl&uuml;ssigkeiten der Fluidgruppe 2 mit Pr&uuml;fzust&auml;ndigkeiten f&uuml;r die wiederkehrende Pr&uuml;fung (&sect;15 BetrSichV)
Dies kann u.U. dazu f&uuml;hren, dass die Pr&uuml;fintervalle deutlich kleiner ausfallen als die in den
Tabellen zu &sect; 15 der BetrSichV genannten
Werte. Es kann also sein, dass ein Druck&uuml;bersetzer unter einem bestimmten zeitlichen Belastungskollektiv z.B. bereits nach vier Jahren einer
inneren Pr&uuml;fung zu unterziehen ist. &Auml;ndert sich
nichts an dieser Lastfrequenz, so sind die
weiteren wiederkehrenden Pr&uuml;fungen (Festigkeitspr&uuml;fung, innere Pr&uuml;fung, usw.) in diesem
Fall entsprechend alle vier Jahre durchzuf&uuml;hren.
Mit der wiederkehrenden Pr&uuml;fung ist auch zu
pr&uuml;fen, ob die Voraussetzungen f&uuml;r das n&auml;chste
Pr&uuml;fintervall noch stimmen. Das n&auml;chste Pr&uuml;fintervall kann z.B. bei zeitfester Auslegung des
Druck&uuml;bersetzers und je nach Lastfrequenz u.U.
k&uuml;rzer ausfallen als die maximale Intervall&auml;nge
nach &sect;15 der BetrSichV.
Es wird empfohlen, die wiederkehrenden
Pr&uuml;fungen (z.B. auch Druckpr&uuml;fungen) vom
Kundendienst des Herstellers oder nach dessen
Vorgaben durchf&uuml;hren zu lassen. Die betriebsinterne Abwicklung dieser sp&auml;teren wiederkehrenden Pr&uuml;fungen und der Wartung sollte mit der
Pr&uuml;fung vor Inbetriebnahme festgelegt werden.
Betriebsanleitung vorliegt und die Sicherheitseinrichtung noch vorhanden und richtig eingestellt ist.
Das n&auml;chste Pr&uuml;fintervall kann z.B. bei noch
weiter erh&ouml;hter Lastfrequenz nochmals k&uuml;rzer
ausfallen als das vorhergehende Intervall.
Beim K&uuml;rzen der Taktzeiten von Maschinen erh&ouml;ht
sich stets die Lastfrequenz. Bei zeitfester Auslegung
nach AD-Regelwerk werden Pr&uuml;fungen (innere
Pr&uuml;fung wie Oberfl&auml;chenrisspr&uuml;fung oder auch
Festigkeitspr&uuml;fung) u.U. eher f&auml;llig.
6.2 Wiederkehrende Pr&uuml;fungen
6.2.1 Druck&uuml;bersetzer „Z&Uuml;S“
Bei den wiederkehrenden Pr&uuml;fungen sind die
Bedienungsanleitung, die Unterlagen des Herstellers der Maschine bzw. des Druck&uuml;bersetzers
sowie die betrieblichen Unterlagen der Pr&uuml;fung
vor Inbetriebnahme und der allg. Gef&auml;hrdungsbeurteilung bereitzuhalten. Die Angaben des
Herstellers zu den wiederkehrenden Pr&uuml;fungen
sowie f&uuml;r jene Dr&uuml;ck&uuml;bersetzer der Kategorie I
oberhalb der roten Linie (siehe Bild 5), ist die
wiederkehrende Pr&uuml;fung durch eine zugelassene
&Uuml;berwachungsstelle (Z&Uuml;S) zu veranlassen und
Alle Druck&uuml;bersetzer der Kategorie I und II nach
DRGL sind sog. &uuml;berwachungsbed&uuml;rftige Anlagen und unterliegen vorgeschriebenen, wiederkehrenden Pr&uuml;fpflichten nach der BetrSichV.
Bei der wiederkehrenden Pr&uuml;fung von Druck&uuml;bersetzern der Kategorien I und II nach DRGL
muss u.a. &uuml;berpr&uuml;ft werden, ob der Druck&uuml;bersetzer noch die CE-Kennzeichnung besitzt, die
F&uuml;r vorgenannte Druckger&auml;te sind die inneren
Pr&uuml;fungen nach &sect;15 der BetrSichV sp&auml;testens
alle 5 Jahre und die Festigkeitspr&uuml;fungen
sp&auml;testens alle 10 Jahre vorgeschrieben.
Die wiederkehrende Festigkeitspr&uuml;fung erfolgt
&uuml;blicherweise als Fl&uuml;ssigkeitsdruckprobe mit
mindestens dem 1,3-fachen des zul&auml;ssigen Betriebsdruckes gepr&uuml;ft (s. TRBS 1201-2 [20]). Bei
neuen Druck&uuml;bersetzern nach der DGRL kann
der Pr&uuml;fdruck das 1,43-fache des zul&auml;ssigen
Betriebsdruckes betragen, sofern der Hersteller
des Druck&uuml;bersetzers die erstmalige Druckpr&uuml;fung mit diesem Pr&uuml;fdruckfaktor durchgef&uuml;hrt
hat. Als Regel gilt: Bei der wiederkehrenden
Fl&uuml;ssigkeitsdruckprobe darf der Pr&uuml;fdruck nicht
h&ouml;her sein als der vom Hersteller bei der erstmaligen Pr&uuml;fung aufgebrachte Pr&uuml;fdruck.
N&auml;here Information zur Durchf&uuml;hrung der wiederkehrenden Pr&uuml;fung siehe TRBS 1201-2.
Bei der sog. inneren Pr&uuml;fung handelt es sich um
eine Sichtpr&uuml;fung der inneren Wandung des
Druck&uuml;bersetzers und der sicherheitsrelevanten
Ausr&uuml;stung. Hierbei sollte der Hersteller des
Druck&uuml;bersetzers, wenn m&ouml;glich, Empfehlungen
geben, die vom Pr&uuml;fer zu ber&uuml;cksichtigen sind.
Eine Oberfl&auml;chenrisspr&uuml;fung mit Hilfe von Farbeindring- bzw. Magnetpulververfahren ist hier
nicht empfehlenswert, da die Lauffl&auml;chen des
Druck&uuml;bersetzers nach der Pr&uuml;fung wieder frei
von R&uuml;ckst&auml;nden zusammengebaut werden
m&uuml;ssen. Daher kommt nur eine Ultraschallpr&uuml;fung in Frage. Ist eine innere Pr&uuml;fung des Druck&uuml;bersetzers aufgrund der Abmessungen nicht
m&ouml;glich, so bietet sich als Alternative eine
Druckpr&uuml;fung an. Je nach Gr&ouml;&szlig;e des Druck&uuml;bersetzers kann u.U. auch der Austausch gegen
einen neuen Druck&uuml;bersetzer vorgezogen
werden. Weitere Information siehe auch
Abschnitt 6.2.4.
Eine sog. „&auml;u&szlig;ere Pr&uuml;fung“ ist nur bei &uuml;berhitzungsgef&auml;hrdeten Druckger&auml;ten erforderlich.
Dies ist f&uuml;r hydraulische Druck&uuml;bersetzer nicht
6.2.2 Druck&uuml;bersetzer
F&uuml;r Druck&uuml;bersetzer der Kategorie I nach DGRL
blauer und roter Linie (siehe Bild 5), ist die wiederkehrende Pr&uuml;fung durch eine bef&auml;higte
Person (s. TRBS 1203-2) zu veranlassen.
Wiederkehrende innere Pr&uuml;fungen und wiederkehrende Festigkeitspr&uuml;fungen sind bei Druck&uuml;bersetzern der Kategorie I nach DGRL erforderlich. Es wird empfohlen, dass der Betreiber die
Fristen f&uuml;r die vg. Pr&uuml;fungen vor der Inbetriebnahme festlegt.
Der Betreiber legt diese Pr&uuml;ffristen aufgrund der
Herstellerinformation sowie seiner Erfahrungswerte mit der Betriebsweise fest. Die wiederkehrende Pr&uuml;fung muss dann gem&auml;&szlig; Herstellerinformation oder nach R&uuml;cksprache mit dem
Kundendienst des Herstellers durch eine
bef&auml;higte Person erfolgen. Weitere Hinweise zu
den Festigkeitspr&uuml;fungen und zum Pr&uuml;fdruck
sind in der TRBS 1201-2 erl&auml;utert (siehe auch
Abschnitt 6.2.1 dieses Informationsblattes).
Gem&auml;&szlig; BetrSichV muss der Betreiber eine
sicherheitstechnische Bewertung seiner Druckger&auml;te vornehmen. Die BetrSichV unterscheidet
nicht zwischen zeitfester und dauerfester Auslegung, daher sind auch bei dauerfester Auslegung wiederkehrende Pr&uuml;fungen erforderlich.
Die Betriebsicherheitsverordnung unterscheidet grunds&auml;tzlich nicht zwischen dauerfester
und zeitfester Auslegung von Druckger&auml;ten.
6.2.3 Druck&uuml;bersetzer
Bei Druckger&auml;ten mit einer Druck-Volumen-Einteilung zwischen gr&uuml;ner und blauer Linie handelt
es sich um nicht &uuml;berwachungsbed&uuml;rftige
Druckanlagen, die als Arbeitsmittel im Sinne der
BetrSichV gelten. Der Betreiber muss aufgrund
seiner Gef&auml;hrdungsbeurteilung entsprechende
Schutzma&szlig;nahmen festlegen und ggf. Pr&uuml;fungen
nach &sect; 3 Absatz 3 der BetrSichV durch eine
unterwiesene Person (z.B. eine arbeitst&auml;gliche
Sichtpr&uuml;fung durch den Bediener) und ggf. Pr&uuml;fungen nach &sect;10 der BetrSichV durch eine bef&auml;higte Person (TRBS 1203) durchf&uuml;hren lassen.
6.2.4 Weitere wichtige Hinweise
Es sollte nicht unerw&auml;hnt bleiben, dass eine
innere Pr&uuml;fung wie z.B. eine Oberfl&auml;chenrisspr&uuml;fung nie 100 % Sicherheit bietet. Selbst
Pr&uuml;fungen durch R&ouml;ntgenverfahren bieten noch
keine Garantie f&uuml;r eine Rissfreiheit.
Eine innere Pr&uuml;fung (Sichtpr&uuml;fung, Inspektion)
kann durch eine Festigkeitspr&uuml;fung (Druckpr&uuml;fung) ersetzt werden, sofern eine innere
Besichtigung nicht m&ouml;glich ist oder nicht in ausreichendem Umfang durchgef&uuml;hrt werden kann.
Eine Druckpr&uuml;fung nach einem Dichtungswechsel kann also u.U. anstelle der inneren
Pr&uuml;fung direkt als Festigkeitspr&uuml;fung durchgef&uuml;hrt werden (siehe dazu auch Abschnitt 6.2.1)
und stellt somit die wiederkehrende Pr&uuml;fung
nach der BetrSichV dar.
Eine innere Pr&uuml;fung des Druck&uuml;bersetzers
kann ggf. durch eine Festigkeitspr&uuml;fung
(Druckpr&uuml;fung) ersetzt werden.
Es wird empfohlen, Dichtungen bei jeder
Zerlegung des Druck&uuml;bersetzers zu erneuern.
Wird ein Druck&uuml;bersetzer z. B. nach erfolgter
Instandsetzung wiederkehrend gepr&uuml;ft, muss
eine Pr&uuml;fbescheinigung &uuml;ber die erfolgreich
durchgef&uuml;hrte Pr&uuml;fung mit dem Ger&auml;t an den
Betreiber ausgeh&auml;ndigt werden.
Bzgl. der Pr&uuml;fung ist ferner sicherzustellen, dass
bei deren Durchf&uuml;hrung eine Gef&auml;hrdung von
Personen vermieden wird. N&auml;heres dazu siehe
auch BGI 619 [21], welches die erforderlichen
Schutzma&szlig;nahmen beschreibt. Nicht jeder Betrieb verf&uuml;gt &uuml;ber die erforderliche Infrastruktur
sowie die erforderlichen Druckerzeuger f&uuml;r die
hohen Pr&uuml;fdr&uuml;cke. Wegen der speziellen Anforderungen bei diesen Pr&uuml;fungen wird empfohlen,
dass die Pr&uuml;fung durch den Hersteller unter
Einbindung der erforderlichen Pr&uuml;fkompetenz
(Z&Uuml;S, bef&auml;higte Person) durchgef&uuml;hrt wird.
Pr&uuml;fungen von Druck&uuml;bersetzern sollten
durch den Hersteller unter Einbindung der
erforderlichen Pr&uuml;fkompetenz (Z&Uuml;S, bef&auml;higte Person) durchgef&uuml;hrt werden.
6.3 Ausfallverhalten
Hydraulische Druck&uuml;bersetzer unterliegen dem
Verschlei&szlig;. Das Ausfallverhalten kann sich z.B.
derart zeigen, dass der Druck&uuml;bersetzer in Folge
von Verschlei&szlig; bzw. innerer Leckage den erforderlichen Sekund&auml;rdruck nicht mehr aufbauen
kann. Irgendwann ist die Leckage so gro&szlig;, dass
auch eine Erh&ouml;hung des Prim&auml;rdruckes nicht
mehr zum gew&uuml;nschten Sekund&auml;rdruck f&uuml;hrt.
Dann sind meist die Dichtungen sowie ggf. auch
F&uuml;hrungselemente auszutauschen.
Die in Druck&uuml;bersetzern eingesetzten Dichtungen sind nicht dauerfest. Die Standzeit h&auml;ngt
ab vom Druckniveau sowie von der Art und
Pflege des eingesetzten Druckmediums.
Beginnende innere Leckage zeigt sich an einem
zunehmenden Leckagevolumenstrom. Weiterhin
kann die zunehmende innere Leckage &uuml;ber den
internen Weggeber an der Niederdruckseite
indirekt ermittelt werden.
Dem Fachausschuss wurde seitens zahlreicher
Betreiber berichtet, dass die Druck&uuml;bersetzer je
nach Druckniveau z.B. bereits nach 6 bis 12
Monaten erste Anzeichen von Leckage erkennen
lassen und dann schnellstm&ouml;glich gewartet bzw.
ausgewechselt werden sollten. Der HochdruckLeckagestrom erodiert feinste Kan&auml;le in die
Dichtungslaufl&auml;che der gegen&uuml;berliegenden
Wandung, die dann auch durch eine neue Hochdruckdichtung nicht mehr abgedichtet werden
Druck&uuml;bersetzer sollten bereits bei den ersten Anzeichen von Leckage schnellstm&ouml;glich
gewartet bzw. ausgewechselt werden.
Bei einigen Bauarten kann z.B. ein Austausch
von Laufbuchse und Kolben erforderlich sein.
Festklemmende Laufbuchsen sind ein Hinweis
f&uuml;r plastische Verformung und damit f&uuml;r eine
&Uuml;berbeanspruchung der Konstruktion. Bei
anderen Bauweisen, insbesondere bei MiniDruck&uuml;bersetzern, machen sich z.B. Undichtig-
keiten an inneren Steuerventilen oder ein Verklemmen von Innenkolben bemerkbar. Ob eine
Reparatur von Mini-Druck&uuml;bersetzern m&ouml;glich
ist, sollte mit dem Hersteller gekl&auml;rt werden.
Um den inneren Verschlei&szlig; so gering wie
m&ouml;glich zu halten, ist stets f&uuml;r eine sehr gute
Reinheit der Hydraulikfl&uuml;ssigkeit zu sorgen.
Insbesondere sind die Einbauteile auf der
Hochdruckseite vor dem Einbau zu reinigen (dies
gilt auch insbesondere f&uuml;r Pr&uuml;flinge in Impulspr&uuml;fst&auml;nden). Ferner sind Zinkabtragungen an
den Leitungsarmaturen zu beobachten, welche
dann in die Hydraulikfl&uuml;ssigkeit der Sekund&auml;rseite eingetragen werden.
Die hochdruckseitigen Anschlussbohrungen sind
oft Ausgangspunkt f&uuml;r &Uuml;berbeanspruchung des
Druckgeh&auml;uses und f&uuml;r Rissbildung. Hat eine
Rissbildung des Druckgeh&auml;uses erst einmal
begonnen, beschleunigt sich meist die Rissausbreitung mit zunehmender Anzahl der Belastungszyklen. Das Versagen zeigt sich dann z.B.
als Schwitzen bzw. durch Tropfenbildung auf
dem Geh&auml;use. Bei einem Riss weitet sich das
Geh&auml;use geringf&uuml;gig auf und l&auml;sst eine kleine
Menge der Hydraulikfl&uuml;ssigkeit hindurch, sodass
sich der Hochdruck im Inneren dadurch bereits
wieder abbaut und sich der Riss wieder etwas
schlie&szlig;t. Dennoch kann eine Strahlbildung sowie
ein Bersten als Folge von Materialerm&uuml;dung
nicht generell ausgeschlossen werden.
Hinweise des Herstellers bzgl. typischer Verschlei&szlig;anzeichen des Druck&uuml;bersetzers sind zu
6.4 Auswechseln baugleicher
Im Falle von Leckagen sind Instandsetzungsarbeiten an Druck&uuml;bersetzern erforderlich. Zur Vermeidung allzu langer Unterbrechungen der Produktion halten sich einige Betreiber einen baugleichen Druck&uuml;bersetzer als Ersatz auf Lager.
Beim Auswechseln des Druck&uuml;bersetzers einer
Maschine gegen einen baugleichen Druck&uuml;bersetzer ist keine Neuabnahme (vgl. Abschnitt 6.1)
erforderlich. Dies geht aus dem Anhang 5, Nr. 2
der BetrSichV hervor. Gem&auml;&szlig; &sect; 14 Absatz 2 der
BetrSichV ist nur bei einer &Auml;nderung an der
&uuml;berwachungsbed&uuml;rftigen Anlage oder an dem
Druck&uuml;bersetzer vor der Wiederinbetriebnahme
eine neue Erstpr&uuml;fung erforderlich. Die
BetrSichV erl&auml;utert das Wort „&Auml;nderung“ nicht
n&auml;her. Ein Auswechseln gegen einen identischen Druck&uuml;bersetzer ist keine &Auml;nderung im
Sinne des &sect; 14 Absatz 2 der BetrSichV. Das
Auswechseln muss jedoch in den Betriebsunterlagen des Betreibers festgehalten werden.
Ein fachgerechter Dichtungswechsel ist ebenfalls
keine sicherheitsrelevante &Auml;nderung des Druck&uuml;bersetzers.
Es wurde berichtet, dass Druck&uuml;bersetzer nach
Instandsetzungsarbeiten beim Hersteller zu
einem anderen Betreiber weitergereicht werden.
Die Druck&uuml;bersetzer wandern dann z.B. von
Betreiber 1 &uuml;ber den Hersteller zu Betreiber 2
usw. (oder die Druck&uuml;bersetzer wandern von
Maschine 1 von Betreiber 1 &uuml;ber den Hersteller
zu Maschine 2 von Betreiber 1 usw. o&auml;.).
F&uuml;r diese sog. „Druckger&auml;te an wechselnden
Orten“ gilt der &sect; 14 Absatz 5 der BetrSichV. Eine
erneute Pr&uuml;fung vor Inbetriebnahme nach dem
Wechsel des Aufstellungsortes, d.h. beim Einbau
in eine andere Maschine, ist dann nicht erforderlich, wenn bereits eine Bescheinigung &uuml;ber
eine anderenorts durchgef&uuml;hrten Pr&uuml;fung vor
Inbetriebnahme vorliegt, sich beim Ortswechsel
keine neue Betriebsweise ergeben hat und die
Anschlussverh&auml;ltnisse sowie die Ausr&uuml;stung unver&auml;ndert bleiben und wenn an die Aufstellung
keine besonderen Anforderungen zu stellen sind.
Es wird daher empfohlen, dass der Betreiber
darauf achtet, dass
a) grunds&auml;tzlich der eigene Druck&uuml;bersetzer
nach der Instandhaltung beim Hersteller
zur&uuml;ckgeliefert wird,
unbegrenzt &uuml;berschritten werden darf (n&auml;heres
siehe Abs. 9.2 AD-Merkblatt S1).
Bei den Anschlussleitungen auf der Sekund&auml;rseite von Druck&uuml;bersetzern handelt es sich um
Hochdruckleitungen. Diese k&ouml;nnen als Rohroder Schlauchleitung ausgef&uuml;hrt sein.
Bei den Leitungen ist die Art des Fluides zu
ber&uuml;cksichtigen. Handelt es sich um Fluide der
Gruppe 2 (siehe auch Abschnitt 2), so ist die
Hochdruckleitung keine &uuml;berwachungsbed&uuml;rftige
Anlage. Es handelt sich im Sinne der BetrSichV
dann um ein Arbeitsmittel.
Eine Pr&uuml;fung der Hochdruck-Schlauchleitung
erfolgt dann auf Basis des &sect; 10 der BetrSichV.
Die wiederkehrende Pr&uuml;fung (Intervall, Umfang)
von Hochdruck-Schlauchleitungen ist durch den
Betreiber festzulegen und zu veranlassen. Der
Pr&uuml;fer muss die Spezifikation der TRBS 1203
erf&uuml;llen. Eine bei der Pr&uuml;fung als fehlerhaft
erkannte Hochdruck-Schlauchleitung ist auszutauschen. Des Weiteren gelten die Bestimmungen der BGR 237 [22].
b) beim Auswechseln des Druck&uuml;bersetzers die
Vorgaben nach &sect; 14 Absatz 5 der BetrSichV
Hochdruck-Schlauchleitungen
c) nach einer Instandsetzung (wie z.B. Dichtungswechsel) eine wiederkehrende Pr&uuml;fung
(z.B. innere Pr&uuml;fung oder Druckpr&uuml;fung)
Die L&auml;nge der Hochdruck-Schlauchleitungen
sollte so kurz wie m&ouml;glich sein. Der Einsatz von
Rohrleitungen ist stets zu bevorzugen.
Letztere k&ouml;nnte z.B. beim Hersteller des Druck&uuml;bersetzers in dessen Pr&uuml;fraum durchgef&uuml;hrt
Wird ein Druck&uuml;bersetzer nach einer wiederkehrenden Pr&uuml;fung an einen anderen Betreiber
ausgeliefert, so muss eine Pr&uuml;fbescheinigung
&uuml;ber die erfolgreich durchgef&uuml;hrte Pr&uuml;fung mit
dem Druckger&auml;t an den neuen Betreiber
Die gefahrenen Lastwechsel sind fortlaufend zu
z&auml;hlen. Beim Erreichen der zul&auml;ssigen Lastwechselzahl – d.h. bei der zweiten inneren
Pr&uuml;fung – ist eine zerst&ouml;rungsfreie Pr&uuml;fung in
erweitertem Umfang durchzuf&uuml;hren.
Gem&auml;&szlig; Regelwerk AD 2000 kann ein Druck&uuml;bersetzer u.U. bis zum Erreichen des 10-fachen
Wertes der zul&auml;ssigen Lastspielzahl (nach ADMerkblatt S2) betrieben werden. Voraussetzung
hierf&uuml;r ist, dass bei den wiederkehrenden zerst&ouml;rungsfreien Pr&uuml;fungen nach jeweils 50 % der
Lastspiele keine Erm&uuml;dungserscheinungen festgestellt werden (n&auml;heres siehe Abs. 14.1 ADMerkblatt S2). Dazu muss die Rissfreiheit durch
eine entsprechende zerst&ouml;rungsfreie Pr&uuml;fung
Entsprechend gilt bei der Auslegung nach ADMerkblatt S1, dass die zul&auml;ssige Lastspielzahl
L&auml;sst es sich nicht vermeiden, dass HochdruckSchlauchleitungen im Verkehrsbereich des Bedieners bzw. anderer Personen verlegt sind, so
sind Schutzma&szlig;nahmen gegen Gef&auml;hrdungen
bei Versagen der Hochdruck-Schlauchleitung zu
treffen. Dies kann eine zus&auml;tzliche H&uuml;lle f&uuml;r
Hochdruck-Schlauchleitungen bzw. eine ausreichend gro&szlig;e Verdeckung zum Verkehrsweg
hin sein. Als zus&auml;tzliche H&uuml;lle um die Hochdruck-Schlauchleitung wird ein „normaler“
Hydraulikschlauch mit zweilagiger Drahtgeflechteinlage empfohlen.
Es ist zu beachten, dass Hochdruck-Schlauchleitungen im Laufe der Zeit aus den Pressarmaturen herauswandern k&ouml;nnen. Die zus&auml;tzliche
H&uuml;lle bzw. Ummantelung sowie eine Anbindung
als Ausrei&szlig;sicherung der Hochdruck-Schlauchleitung darf das Erkennen eines gef&auml;hrlichen
Herauswanderns nicht beeintr&auml;chtigen.
Die arbeitst&auml;gliche Inaugenscheinnahme der
Einbindung von Hochdruck-Schlauchleitungen ist
betrieblich zu regeln.
Es wird empfohlen, Hochdruck-Schlauchleitungen nur mit zus&auml;tzlicher H&uuml;lle aus Hydraulikschlauch sowie mit ausrei&szlig;sicheren Hochdruckarmaturen fertig konfektioniert und gepr&uuml;ft von
einem zertifizierten Schlauchleitungshersteller zu
Hochdruck-Schlauchleitungen sollten nur
fertig konfektioniert von einem Schlauchleitungshersteller gekauft werden.
Werden Hochdruck-Rohrleitungen eingesetzt, so
sind diese ohne Dichtungselemente auszuf&uuml;hren. Die Verbindungen zwischen den HochdruckRohren sollten mittels gepr&uuml;fter sog. HochdruckKonusverschraubungen ausgef&uuml;hrt sein. Einschraubverbindungen m&uuml;ssen grunds&auml;tzlich mit
Entlastungsbohrungen f&uuml;r Leckage&ouml;l versehen
Informationsblatt unber&uuml;hrt. Die Anforderungen
der gesetzlichen Vorschriften gelten uneingeschr&auml;nkt. Um vollst&auml;ndige Informationen zu
erhalten, ist es erforderlich, die in Frage
kommenden Vorschriftentexte einzusehen.
Weitere Informationsbl&auml;tter des FA MFS stehen
im Internet zum Herunterladen bereit [23].
Bei Verwendung von autofrettierten Rohren ist
darauf zu achten, die Autofrettage erst nach den
erforderlichen Biegevorg&auml;ngen durchzuf&uuml;hren.
Es wird empfohlen, Hochdruck-Rohrleitungen,
die im Verkehrsbereich des Bedieners bzw. anderer Personen verlegt sind, nach M&ouml;glichkeit
mit weiteren, einfachen Rohrabschnitten gr&ouml;&szlig;eren Durchmessers aus Edelstahl zu ummanteln.
Zwischenst&uuml;cke, Eckst&uuml;cke o.&auml;. zum Verbinden
zweier Rohrleitungen sollten m&ouml;glichst vermieden werden. Sofern dies nicht m&ouml;glich ist, wird
empfohlen, diese St&uuml;cke mit einer Schutzabdeckung zu versehen.
Die Vorgaben der DGRL f&uuml;r Leitungen sind zu
beachten, sofern diese in den Geltungsbereich
der DGRL fallen. N&auml;heres dazu siehe auch
Abschnitt 5 der BGR 237.
Dieses Informationsblatt beruht auf dem durch
den Fachausschuss Maschinenbau, Fertigungssysteme, Stahlbau (FA MFS) zusammengef&uuml;hrten Erfahrungswissen auf dem Gebiet der
hydraulischen Ausr&uuml;stungen von Maschinen und
Das vorliegende Informationsblatt wurde unter
Einbeziehung des Sachgebietes Druck beim
Fachausschuss Chemie FA CH sowie des
Instituts f&uuml;r Arbeitsschutz (IFA) der Deutschen
Gesetzlichen Unfallversicherung DGUV erarbeitet. Es soll insbesondere der Orientierung von
Konstrukteuren und Betreibern beim Umgang mit
hydraulischen Druck&uuml;bersetzern dienen, welche
in den Maschinen und Anlagen eingesetzt
werden, die zum Anwendungsbereich der
europ&auml;ischen Maschinenrichtlinie z&auml;hlen.
Die besonderen Bestimmungen f&uuml;r andere
Anwendungsf&auml;lle (im Bergbau o. &auml;.) sind zu beachten.
Der FA MFS setzt sich u. a. zusammen aus
Vertretern von Berufsgenossenschaften, staatlichen Stellen, Sozialpartnern sowie Herstellern
und Betreibern von Maschinen.
Die Bestimmungen nach einzelnen Gesetzen
und Verordnungen bleiben durch dieses
Richtlinie 97/23/EG des Europ&auml;ischen Parlaments und
des Rates vom 29. Mai 1997 zur Angleichung der
Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber Druckger&auml;te (Druckger&auml;te-Richtlinie, DGRL), Amtsblatt der
Nr. L 181
09.07.1997, S. 0001 – 0055.
(Maschinenrichtlinie,MRL),
Amtsblatt der Europ&auml;ischen Gemeinschaften vom
09.06.2006 Nr. L 157/24.
Guideline to Application of the Machinery Directive
[18] Technische Regel f&uuml;r Betriebssicherheit TRBS 1203-2
„Bef&auml;higte Personen“ – Besondere Anforderungen –
Druckgef&auml;hrdung, vom 18.11.2004, (BAnz. S. 23 797 f)
TRB Technische Regeln zur Druckbeh&auml;lterverordnung,
TRB 002 „Erl&auml;uterungen zu Begriffen“, Fassung August
2001, Carl Heymanns Verlag, K&ouml;ln
[19] Technische Regel f&uuml;r Betriebssicherheit TRBS 1203
„Bef&auml;higte Personen“ – Allgemeine Anforderungen,
vom 18.11.2004, (BAnz. S. 23 797 f)
Leitlinie 1/5 zur Druckger&auml;te-Richtlinie, KommissionsArbeitsgruppe, Originalversion vom 08.11.1999,
Bezugsquelle: www.druckgeraete-online.de
[20] Technische Regel f&uuml;r Betriebssicherheit TRBS 1201-2
„Pr&uuml;fungen bei Gef&auml;hrdungen durch Dampf und Druck“
Beschluss 93/465/EWG des Rates vom 22.07.1993.
14. Verordnung zum Ger&auml;te- und Produktsicherheitsgesetz, vom 27.09.2002, Bundesgesetzblatt Jahrgang
2004 Teil I Nr. 1. Bonn, 9.1.2004.
[21] BGI 619 „Druckpr&uuml;fung von Druckbeh&auml;ltern und Rohrleitungen - Fl&uuml;ssigkeitsdruckpr&uuml;fungen, Gasdruckpr&uuml;fungen“, Merkblatt T 039 der Berufsgenossenschaft der
Chemischen Industrie, 10/2000
DIN 2413 – Norm-Entwurf, Nahtlose Stahlrohre f&uuml;r
schwellende Beanspruchung- Berechnungsgrundlage
f&uuml;r Rohre und Rohrb&ouml;gen, 2005-04, Beuth-Verlag
DIN EN 13445, Unbefeuerte Druckbeh&auml;lter, 2007-09,
Beuth-Verlag Berlin.
[10] DIN EN 13480 Metallische industrielle Rohrleitungen,
Normentwurf 2007-11, Beuth-Verlag Berlin.
[11] DIN EN 10204 Metallische Erzeugnisse, Arten von
Pr&uuml;fbescheinigungen, 2005-01, Beuth-Verlag Berlin.
[12] AD 2000-Regelwerk – Druckbeh&auml;lter, Taschenbuchausgabe 2009, Beuth-Verlag Berlin.
[13] DIN EN ISO 12100 Sicherheit von Maschinen Grundbegriffe, allgemeine Gestaltungsleits&auml;tze - Teil 1:
Grunds&auml;tzliche Terminologie, Methodologie, 2004-04,
[14] DIN EN ISO 14121 Sicherheit von Maschinen Risikobeurteilung - Teil 1: Leits&auml;tze, 2005-12, BeuthVerlag Berlin.
[15] BIA-Report 6/97 „Kategorien f&uuml;r sicherheitsbezogene
Teile von Steuerungen“ des Berufsgenossenschaftlichen Institutes f&uuml;r Arbeitsschutz BGIA in Sankt
Augustin, 1997
[17] Verordnung &uuml;ber Sicherheit und Gesundheitsschutz bei
der Bereitstellung von Arbeitsmitteln und deren
Benutzung bei der Arbeit, &uuml;ber die Sicherheit beim
Betrieb &uuml;berwachungsbed&uuml;rftiger Anlagen und &uuml;ber die
Arbeitschutzes
(Betriebssicherheitsverordnung – BetrSichV) vom 27.
September 2002, zuletzt ge&auml;ndert durch Artikel 8 der
„Verordnung zur Rechtsvereinfachung und St&auml;rkung
der arbeitsmedizinischen Vorsorge“ vom 18. Dezember
2008 (BGBl. 2008, Teil I, Nr. 6, S. 2778 vom 23.
2006/42 EC, 1 Edition, December 2009, Ian Fraser,
– Sicherheitstechnische Anforderungen an fluidtechnische Anlagen und deren Bauteile – Hydraulik; 1996,
BGR 237, Berufsgenossenschaftliche Regel 237,
„Hydraulik-Schlauchleitungen“, Berufsgenossenschaft
der Chemischen Industrie, 2008
[23] Internet: www.bg-metall.de/praevention/
fachausschuesse/infoblatt.html
Berufsgenossenschaftliche Information „Leitfaden Druckger&auml;te“ BGI 822 (Merkblatt T 024), Berufsgenossenschaft
der Chemischen Industrie, Ausgabe 1/2007, JedermannVerlag, Heidelberg
Die Bilder und Graphiken dieses FachausschussInformationsblattes wurden uns freundlicherweise zur
Verf&uuml;gung gestellt von:
Bilder 1, 2:
Institut f&uuml;r Arbeitsschutz (IFA) der Deutschen
Gesetzlichen Unfallbversicherung DGUV,
Bilder 3 ,4, 5:
Fachausschuss Chemie (FA CH) bei der
Kurf&uuml;rstenanlage 62,