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Timestamp: 2016-10-28 21:57:34
Document Index: 117272732

Matched Legal Cases: ['Art. 7', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 4', 'Art. 28', 'Art. 16', 'Art. 17', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 36', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 108']

I 482/06 (18.12.2006)
I 482/06
Pr�sident Ursprung, Bundesrichterin Widmer und Bundesrichter Fr�sard; Gerichtsschreiber Hochuli
S.________, 1968, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Mauro G. Mora, Dufourstrasse 147, 8034 Z�rich,
Mit Verf�gung vom 26. Januar 2005, best�tigt durch Einspracheentscheid vom 8. Juli 2005, verneinte die IV-Stelle des Kantons Z�rich mit Blick auf das am 15. Dezember 2003 angemeldete Leistungsgesuch des 1968 geborenen S.________ einen Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung, weil gest�tzt auf die Ergebnisse einer polydisziplin�ren Expertise des �rztlichen Begutachtungsinstituts X.________ vom 6. Januar 2005 (nachfolgend: Gutachten X.________) in Bezug auf eine angepasste leichte bis mittelschwere T�tigkeit keine medizinisch begr�ndete Arbeitsunf�higkeit vorliege.
Die hiegegen erhobene Beschwerde des S.________ wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich ab (Entscheid vom 29. M�rz 2006).
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragt S.________ die Zusprechung einer ganzen Invalidenrente, "eventualiter seien berufliche Massnahmen anzuordnen".
Mit Eingabe vom 7. Juni 2006 reicht S.________ ein weiteres Arztzeugnis des schmerztherapeutisch behandelnden Prof. Dr. med. A.________ vom 1. Juni 2006 ein.
Das kantonale Gericht hat die Bestimmungen �ber die Erwerbsunf�higkeit (Art. 7 ATSG in der seit 1. Januar 2004 g�ltigen, hier nach BGE 129 V 4 Erw. 1.2 anwendbaren Fassung [nachfolgend ist ohne besonderen Hinweis stets diese Fassung gemeint]), die Invalidit�t (Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG), die Bemessung der Invalidit�t von erwerbst�tigen Versicherten (Art. 28 Abs. 2 IVG in Verbindung mit Art. 16 ATSG) sowie den Anspruch auf Umschulung (Art. 17 IVG) zutreffend dargelegt. Gleiches gilt f�r die Hinweise zur Aufgabe des Arztes bei der Invalidit�tsbemessung und zur praxisgem�ssen Bedeutung �rztlicher Ausk�nfte im Rahmen der Invalidit�tssch�tzung (BGE 125 V 261 Erw. 4 mit Hinweisen). Korrekt sind auch die Ausf�hrungen zur Beweisw�rdigung sowie zum Beweiswert von medizinischen Berichten und Gutachten (BGE 125 V 352 Erw. 3a mit Hinweisen). Darauf wird verwiesen. Erg�nzend ist auf den im Gebiet der Invalidenversicherung ganz allgemein geltenden Grundsatz hinzuweisen, wonach die versicherte Person, bevor sie Leistungen verlangt, auf Grund der ihr obliegenden Schadenminderungspflicht alles ihr Zumutbare selber vorzukehren hat, um die Folgen der Invalidit�t bestm�glich zu mildern (BGE 127 V 297 f. Erw. 4b/cc mit Hinweisen).
3.1 Die begutachtenden Spezial�rzte des Instituts X.________ �bersahen ebenso wenig wie die behandelnden Fach�rzte, dass die kleinen Diskushernien L4/5 rechts mediolateral und L5/S1 links mediolateral in Kontakt zu den Nervenwurzeln L5 rechts und S1 links stehen. Weiter sind sich die �rzte einig, dass weder eine reaktive Nervenwurzelschwellung noch eine intraforaminale Hernie und auch keine wesentliche Duralsackimpression feststellbar sind, welche die normale Weite des Spinalkanals einengen w�rden. Infolge der bestehenden Wirbels�ulenprobleme gehen sie �bereinstimmend davon aus, dass dem Beschwerdef�hrer die k�rperlich schweren Arbeiten der angestammten T�tigkeit als Gartenbauhilfsarbeiter nicht mehr zumutbar sind.
3.2 Weshalb der Versicherte mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde eventualiter die Anordnung beruflicher Eingliederungsmassnahmen beantragt, begr�ndet er nicht. Vielmehr macht er geltend, er sei zu 100% invalid. Er vertritt in seiner subjektiven Krankheits�berzeugung mit Entwicklung k�rperlicher Symptome aus psychischen Gr�nden (F68.0 nach ICD-10) die Auffassung, "er m�sse zuerst gesund werden, bevor er wieder arbeiten k�nne" (Gutachten X.________ S. 12 f.). Obwohl nicht nur die Gutachter des Instituts X.________, sondern auch die behandelnden Dres. med. K.________ (Bericht vom 12. Januar 2004) und W.________ (Bericht der Klinik U.________ vom 18. Dezember 2003) sowie die Klinik Z.________ (Austrittsbericht vom 2. Mai 2003) eine raschm�glichste Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess empfahlen, scheiterten die entsprechenden Bem�hungen der IV-Stelle an der subjektiven Einsch�tzung des Beschwerdef�hrers, auch in Bezug auf leichte Hilfst�tigkeiten voll arbeitsunf�hig zu sein. Entscheidend ist jedoch die nach einem weit gehend objektivierten Massstab zu erfolgende Beurteilung, ob und inwiefern dem Versicherten trotz seines Leidens die Verwertung seiner Restarbeitsf�higkeit auf dem ihm nach seinen F�higkeiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt noch sozial-praktisch zumutbar und f�r die Gesellschaft tragbar ist (BGE 127 V 298 Erw. 4c mit Hinweisen, Urteil S. vom 14. September 2005, I 51/05).
3.3 Die Vorinstanz hat nach einl�sslicher W�rdigung der medizinischen Unterlagen mit zutreffender Begr�ndung, worauf verwiesen wird (Art. 36a Abs. 3 OG), richtig erkannt, dass dem Beschwerdef�hrer gest�tzt auf das Gutachten X.________ des Instituts X.________ bei Aufbietung allen guten Willens (BGE 102 V 165; AHI 2001 S. 228 Erw. 2b mit Hinweisen [Urteil P. vom 31. Januar 2000, I 138/98]) und in Nachachtung des im Sozialversicherungsrecht allgemein geltenden Grundsatzes der Schadenminderungspflicht (BGE 123 V 233 Erw. 3c, 117 V 278 Erw. 2b, 400, je mit Hinweisen; AHI 2001 S. 282 f. Erw. 5a/aa [Urteil P. vom 22. August 2001, I 11/00]) unter Ber�cksichtigung aller geklagten Beschwerden die Aus�bung einer k�rperlich leichten bis mittelschweren T�tigkeit ohne Einschr�nkungen zumutbar ist. Das polydisziplin�re Gutachten X.________ ist f�r die streitigen Belange umfassend, beruht auf allseitigen Untersuchungen, ber�cksichtigt die geklagten Beschwerden und ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden; zudem ist es in der Beurteilung der medizinischen Zusammenh�nge sowie der medizinischen Situation einleuchtend und enth�lt begr�ndete Schlussfolgerungen (BGE 125 V 352 Erw. 3a). Somit kommt dieser Expertise volle Beweiskraft zu. Trug das kantonale Gericht bei der Gewichtung des Beweiswertes der medizinischen Unterlagen praxisgem�ss dem Grundsatz Rechnung, wonach Haus�rzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsf�llen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 353 Erw. 3b/cc), und gilt dieser Grundsatz f�r den allgemein praktizierenden Hausarzt ebenso wie f�r den behandelnden Spezialarzt und erst recht f�r den schmerztherapeutisch t�tigen Arzt mit seinem besonderen Vertrauensverh�ltnis und dem Erfordernis, den geklagten Schmerz zun�chst bedingungslos zu akzeptieren (Urteil S. vom 20. M�rz 2006, I 655/05, Erw. 5.4 mit Hinweisen), so ist die Beweisw�rdigung gem�ss angefochtenem Entscheid nicht zu beanstanden. Dem Versicherten ist demnach trotz der geklagten Beschwerden die erwerbliche Verwertung einer vollen Arbeitsf�higkeit in Bezug auf eine k�rperlich leichte bis mittelschwere T�tigkeit ohne Einschr�nkungen zumutbar.
Zu Recht erhebt der Beschwerdef�hrer, soweit er sich �berhaupt sachbez�glich mit der Begr�ndung des angefochtenen Entscheids auseinander setzt (vgl. Art. 108 Abs. 2 OG), keine Einw�nde gegen die vorinstanzliche Ermittlung des Invalidit�tsgrades. Den in allen Teilen zutreffenden Ausf�hrungen des kantonalen Gerichts ist nichts beizuf�gen. Die mit angefochtenem Entscheid best�tigte Ablehnung eines Anspruchs auf Leistungen der Invalidenversicherung gem�ss Einspracheentscheid vom 8. Juli 2005 ist rechtens.
Luzern, 18. Dezember 2006