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Timestamp: 2020-08-10 06:11:37
Document Index: 184698908

Matched Legal Cases: ['EuG', 'EuG', 'EuG', '§ 492', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', '§ 492']

Audi Bank Kredit widerrufen - Raten und Anzahlung zurückerhalten | KRAUS GHENDLER RUVINSKIJ
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Viele Verbraucher finanzieren ihr Auto direkt über eine Herstellerbank, wie beispielsweise die Audi-Bank. Es erscheint komfortabel, den Kaufvertrag sowie den Darlehensvertrag bei der Bank des Herstellers abzuschließen. Jedoch sind genau diese verwendeten Verträge der meisten Banken in einem entscheidenden Punkt unverständlich. Da dies allerdings nicht zum Nachteil des Verbrauchers führen darf, haben Autofahrer jetzt die Möglichkeit, ihr finanziertes Auto noch Jahre nach dem Kauf an die Audi-Bank zurückzugeben und im Gegenzug alle gezahlten Raten sowie die Anzahlung zurückzuerhalten.
Dieses Urteil fällte am 26.03.2020 Europas höchstes Gericht (Aktenzeichen C 66-19). Der Europäische Gerichtshof (EuGH) entschied, dass so gut wie alle Autokreditverträge widerrufbar sind. Insbesondere ging es dabei um einen Satz, den fast jeder Kunde in seinem Vertrag stehen hat.
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Am 26.03.2020 entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH) in einem Urteil, dass viele Autokreditverträge widerrufbar sind.
Durch den Widerrufsjoker lassen sich Autofinanzierungen rückabwickeln.
Millionen Kredite von Herstellerbanken, die nach dem 11. Juni 2010 aufgenommen wurden, enthalten einen bestimmten Fehler.
Widerruf kann auch viele Jahre nach Vertragsschluss erklärt werden.
Darlehensnehmer erhalten alle geleisteten Tilgungszahlungen sowie die Anzahlung zurück.
Der Gebrauchtwagen geht an die Bank zurück.
Wir übernehmen die Prüfung des Darlehensvertrages kostenfrei und unverbindlich.
Durch den Widerruf wird der Kunde so gestellt, als hätte er den Vertrag nie unterschrieben. Zwar erhält die Audi-Bank den finanzierten PKW zurück, der Verbraucher auf der Gegenseite erhält dafür aber alle gezahlten Raten sowie die Anzahlung zurück. Er muss sich nur die Finanzierungszinsen anrechnen lassen. Diese sind im Verhältnis relativ gering und wurden im Laufe der Vertragslaufzeit bereits entrichtet. Der Darlehensnehmer konnte deshalb das Auto in der Vergangenheit kostengünstig nutzen und ist nun frei, einen neuen Vertrag zu günstigen Zinsen abzuschließen.
Mit diesem Fehler im Vertrag ist der Widerruf möglich
Die Chancen, den Rückerstattungsanspruch geltend zu machen, sind durch ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom 26.03.2020 sehr gut!
So haben Banken jahrelang fehlerhafte Autokredit-Verträge vergeben, wovon mittlerweile Millionen Autofahrer betroffen sind. Alle Verbraucher mit solch einem fehlerhaften Vertrag, haben durch das Urteil nun ein Recht auf den außerordentlichen Widerruf bzw. den Widerrufsjoker einzusetzen.
Zu dem Urteil kam es, da die Banken in ihren Verträgen nicht klar und deutlich angegeben haben, wann die Widerrufsfrist zu laufen beginnt. Laut Europas höchstem Gericht (EuGH) genügt dies nicht den Anforderungen des Europarechts für Kreditverträge. Deshalb können die Verträge auch noch nach Jahren widerrufen werden. Zudem ist gegen das Urteil ist keine Berufung mehr möglich, es ist also rechtskräftig. Deutsche Gerichte sind jetzt weitestgehend an das Urteil gebunden.
Der entscheidende Satz, der den Widerruf gültig macht und den so gut wie jeder Kunde so oder so ähnlich in seinem Vertrag finden kann, lautet:
Der hier genannte § 492 Abs. 2 BGB ist dabei nur ein Verweis auf Artikel 247 des EGBGB ist. Dort wird wiederum auf zahlreiche weitere Vorschriften verwiesen. Aus diesem einen Satz wird also ein Verweis auf seitenlange Vorschriften. Dieses gerne genutzte Konstrukt, der sogenannte „Kaskadenverweis“, führe laut EuGH dazu, dass der Verbraucher letzten Endes nicht mehr wüsste, wie er von seinem Widerrufsrecht Gebrauch machen kann. Und genau das macht diesen Satz fehlerhaft. Aber auch wer sein Recht nicht gerichtlich durchsetzen will, hat sehr gute Aussichten, da durch das EuGH-Urteil die Banken es erst gar nicht auf einen Prozess ankommen lassen werden.
In fünf einfachen Schritten zum Widerruf Ihres Autokredits bei der Audi-Bank
Unser Team aus Anwälten ist auf Widerrufe spezialisiert. Wir prüfen kostenlos und für Sie unverbindlich die Vertragsunterlagen der Audi-Bank auf entsprechende Formfehler. Ihren Audi-Bank-Kreditvertrag können Sie bequem über unseren Dokumenten-Upload oder per E-Mail an kontakt@anwalt-kg.de senden. Die Überprüfung dauert im Regelfall maximal zwei Werktage.
Das Ergebnis der anwaltlichen Dokumentenprüfung teilen wir Ihnen innerhalb von ca. 2 Werktagen mit. Hierfür rufen wir Sie kostenlos an und beantworten gerne auch alle Fragen, die Ihrerseits noch offen sein könnten.
Sollte der Widerruf für Sie erfolgversprechend sein, können Sie nun, falls nicht bereits vorhanden, eine Rechtsschutzversicherung abschließen, welche die Kosten Ihres Falls übernehmen wird.
Sie erklären anschließend den Widerruf des Autokredits gegenüber der Audi-Bank. Wir stellen Ihnen dafür kostenlos ein passendes Musterschreiben zur Verfügung. Die Audi-Bank wird dem Widerruf voraussichtlich vorerst nicht zustimmen.
Erwartungsgemäß wird die Audi-Bank den Widerruf zurückweisen. Daraufhin erfragen wir bei Ihrer Rechtsschutzversicherung die Deckung Ihres Falls. Nur wenn wir, wie in fast allen Fällen, die Deckungszusage erhalten haben, werden wir tätig. Für Sie besteht somit kein Kostenrisiko.
Unsere versierten Anwälte setzen sich nun mit der Audi-Bank in Verbindung. Sollten Sie ein Vergleichsangebot erhalten, entscheiden Sie, ob Sie dieses annehmen möchten oder nicht. Falls erforderlich, vertreten unsere Anwälte Ihre Interessen vor Gericht.
muss trotz dem verbraucherfreundlichen EuGH Urteil C-66/19 vom 26.03.2020 der widerrufungswillige Verbraucher nicht weitere „Winkelzüge“ der Banken, z.B. eine Berufung auf die sog. Gesetzlichkeitsfiktion, wenn die Mustertexte zumindest unverändert vom deutschen Gesetzgeber übernommen wurden, befürchten?
So hat doch der EuGH schon am 11.09.2019 in der Rechtssache C-143/18 den Vorrang des Unionsrechts betont, der im vorliegenden Fall die nationalen Gerichte zwingt, jedenfalls im Wege der richtlinienkonformen Rechtsbildung dem Unionsrecht Geltung zu verschaffen.
Auch soll die europäische Richtlinie gar keinen Mustertext vorsehen, worauf sich die deutschen Banken zumindest versuchsweise berufen könnten.
Sollte also der Passus des § 492 Abs. 2 BGB in der Widerrufsinformation enthalten sein, dürfte es nach meinem Verständnis doch gar keine Zweifel an einer Rücknahme des Fahrzeug´s geben.
Sehe ich das richtig, oder gibt es wieder „Banken-Hintertürchen“?