Source: https://www.itp-prachner.at/steuerberater/service/steuern_und_sozialversicherung/steuerlexikon/
Timestamp: 2019-01-15 23:22:08
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Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 17', '§ 21', '§ 22', '§ 23']

Steuerlexikon, Steuerberater, Tulln
Beispiel: Eine Büroeinrichtung kostet € 100.000,00 und wird im Mai 2014 in Verwendung genommen. Die Nutzungsdauer wird mit 10 Jahren angenommen.
Im Jahr 2014 ist als Betriebsausgabe nur ein Zehntel der € 100.000,00 absetzbar, somit € 10.000,00. Dasselbe gilt für die nächsten neun Jahre, in denen jeweils ein Zehntel der Anschaffungskosten als Betriebsausgabe über die AfA geltend gemacht wird.
Alleinverdiener: Ist jener Steuerpflichtige, der mehr als 6 Monate im Kalenderjahr verheiratet ist und nicht getrennt lebt, Alleinverdiener ist auch ein Steuerpflichtiger mit mindestens einem Kind, der mehr als 6 Monate in einer Partnerschaft lebt.
Alleinerzieher: Ist jener Steuerpflichtige mit mindestens einem Kind, der seit mehr als 6 Monaten nicht in einer Gemeinschaft mit einem (Ehe)Partner lebt.
Zum Alleinverdienerabsetzbetrag mit Kind(ern) und Alleinerzieherabsetzbetrag werden Kinderzuschläge gewährt. Der Alleinverdiener- bzw. Alleinerzieherabsetzbetrag beträgt daher
ohne Kind (nur bis 2010) € 364,00 p. a.
Unter dem Begriff „Anlagevermögen“ versteht man all jene Wirtschaftsgüter, die dazu bestimmt sind, dem Betrieb über einen längeren Zeitraum zu dienen. Dazu zählen zum Beispiel: Gebäude und die Betriebsausstattung. Das Anlagevermögen lässt sich in abnutzbares und nicht abnutzbares Anlagevermögen untergliedern.
Bei Einkünften aus einem bestehenden Dienstverhältnis steht einem Arbeitnehmer der Arbeitnehmerabsetzbetrag in Höhe von € 54,00 jährlich zu, wenn seine Einkünfte dem Lohnsteuerabzug unterliegen.
Lieferungen an Abnehmer im Ausland sind in der Regel umsatzsteuerbefreit (Ausfuhrlieferungen):
wenn der Unternehmer den Liefergegenstand in das Ausland befördert oder versendet hat oder
wenn das Umsatzgeschäft mit einem ausländischen Unternehmer als Abnehmer abgeschlossen wurde, wobei der ausländische Abnehmer den Gegenstand ins Ausland befördert oder versendet oder
wenn das Umsatzgeschäft mit einer ausländischen Privatperson abgeschlossen wurde, und diese die Ware im Reisegepäck ausführt, nur dann, wenn der Abnehmer keinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Gemeinschaftsgebiet hat, der Gegenstand der Lieferung binnen drei Monaten nach Lieferung ausgeführt wird und der Gesamtbetrag der Rechnung € 75,00 überschreitet.
Die weiteren Voraussetzungen für die Steuerfreiheit sind streng formal: Dazu gehören der Ausfuhrnachweis und der Buchnachweis.
Erhebt ein Steuerpflichtiger gegen einen Bescheid Berufung, so hat dies innerhalb der Berufungsfrist zu geschehen. Diese endet einen Monat ab Zustellung des Bescheids. Die Berufung ist schriftlich einzubringen, und zwar bei jenem Finanzamt, das den Bescheid erlassen hat.
Auch Ausgaben vor der Betriebseröffnung können steuerlich abzugsfähig sein. Solche Ausgaben und Aufwendungen fallen unter den Begriff der vorbereitenden Betriebsausgaben. Als Beispiele gelten Reisekosten, Beratungskosten, Telefon, Stempelmarken.
Beiträge zu Ihrer Pflichtversicherung, Pflichtbeiträge zu Versorgungs- und Unterstützungseinrichtungen der Kammern der selbständig Erwerbstätigen, Leasingaufwand, Büroraummiete, Personalaufwand, Steuerberatungskosten, Werbung, Abschreibungen, Bezogene Leistungen (Fremdarbeiten), Waren- und Materialeinkauf, Telefon, Fax, Porto, Spesen, Büromaterial.
Fachliteratur und Zeitschriften, Zinsen für Fremdkapital etc.
Zu Ihren Betriebseinnahmen gehören alle Zugänge in Geld oder Geldeswert, die durch den Betrieb veranlasst sind. Daher zählen nicht nur Ihre Einnahmen aus der eigentlichen betrieblichen Tätigkeit, sondern auch z. B. aus Hilfsgeschäften, wie Verkäufen von Ihrem Betrieb zugehörigen Anlagen dazu.
Als Einkommen gilt der Gesamtbetrag der Einkünfte aus allen im Gesetz aufgezählten sieben Einkunftsarten unter Berücksichtigung des Verlustausgleichs, der sich aus einzelnen Einkunftsarten ergibt, abzüglich Sonderausgaben sowie außergewöhnlicher Belastungen.
Da der Begriff sonstige Einkünfte keine Auffanggröße darstellt, sondern ebenfalls nur bestimmte Tatbestände aufzählt, gibt es Einkünfte, die nicht der Einkommensteuer unterliegen: Dazu zählen etwa Spiel- und Lotteriegewinne oder der Finderlohn.
Der Verfassungsgerichtshof (VfGH) hat Teile des Erbschafts- und Schenkungssteuergesetzes (ErbStG) mit Wirkung 31.7.2008 aufgehoben. Das ErbStG wurde jedoch nicht repariert, sondern außer Kraft gesetzt. Als Ersatz wurde das Schenkungsmeldegesetz (SchenkMG) 2008 erlassen, das mit 1.8.2008 in Kraft trat.
Als Fahrtkosten können Sie die Kosten des gewählten Verkehrsmittels ansetzen (Aufwendungen für Auto, Bahnkarte, Flugticket, Taxi etc.). Verwenden Sie für Ihre betrieblich veranlasste Reise jedoch Ihren Privat-PKW, bringen Sie am besten das Kilometergeld zum Ansatz, wenn Sie nicht mehr als 30.000 km im Jahr fahren. Wenn Sie mehr als 30.000 km pro Jahr fahren, können Sie das amtliche Kilometergeld für 30.000 km oder die tatsächlich nachgewiesenen Kosten für die gesamten betrieblichen Fahrten absetzen. Vergessen Sie in diesem Fall nicht, ein Fahrtenbuch mit allen erforderlichen Angaben zu führen: Pro gefahrenem Kilometer können Sie € 0,42 (Wert bis 30.6.2008: € 0,376) ansetzen. Das Kilometergeld deckt alle Kosten im Zusammenhang mit Ihrem Auto ab: Benzin, Reparaturen, Service, Versicherungen, Mitgliedsbeiträge, Abschreibungen, Leasingraten, Park- und Mautgebühren etc.
Wenn der Arbeitnehmer nicht ausdrücklich darauf verzichtet, werden gemeinsam mit dem aufgrund der Arbeitnehmerveranlagung ergangenen Einkommensteuerbescheid ein Freibetragsbescheid und eine Mitteilung zur Vorlage beim Arbeitgeber ausgestellt. Dieser Freibetragsbescheid gilt für das dem Veranlagungszeitraum zweitfolgende Jahr. So werden etwa mit dem Einkommensteuerbescheid für das Kalenderjahr 2013 der Freibetragsbescheid und die Mitteilung an den Arbeitgeber für das Kalenderjahr 2015 zugesendet. Werden dann für das Kalenderjahr 2015 höhere oder geringere Aufwendungen getätigt, so wird dies bei der Arbeitnehmerveranlagung ausgeglichen. Bei einem Jahresfreibetrag von unter € 90,00 oder bei Festsetzung von Vorauszahlungen ergeht kein Freibetragsbescheid.
dem Betriebsvermögensvergleich (Buchhaltung, Bilanzierung)
der Einnahmen-Ausgabenrechnung
der Pauschalierung
bei den anderen Unternehmern – ausgenommen bei Angehörigen der freien Berufe und bei Überschussermittlern –, wenn:
die Umsatzgrenze von Euro 700.000 zweimalig (hintereinander) überschritten wird oder
die Umsatzgrenze von Euro 1.000.000 einmalig überschritten wird.
Die einfachste Form der Gewinnermittlung ist die Pauschalierung. Wenn keine Buchführungspflicht besteht und Sie auch nicht freiwillig Bücher führen, können Sie steuerlich von der Pauschalierung (in Form der Ausgaben- oder Gewinnpauschalierung) Gebrauch machen. In den letzten Jahren wurde die "allgemeine" Pauschalierung (Basispauschalierung) um branchenspezifische Pauschalierungsvorschriften (z. B. für Gaststätten- und Beherbergungsunternehmen, Lebensmitteleinzel- und Gemischtwarenhändler, Drogisten, Handelsvertreter, Künstler und Schriftsteller) und die sogenannte "Individualpauschalierung" erweitert.
Das Einkommensteuergesetz sieht für bestimmte Einkünfte (z. B. Einkünfte auf Grund von Beteiligungen, Veräußerungsgewinne, die in Zusammenhang mit der Veräußerung oder Aufgabe stehen, wenn der Steuerpflichtige erwerbsunfähig ist oder seine Erwerbstätigkeit aufgrund Pensionierung einstellt) den Hälftesteuersatz vor.
Die bisher geltende Spekulationsfrist (Verkauf innerhalb von zehn Jahren) wurde mit 1.4.2012 abgeschafft. Der Verkauf eines Grundstücks wird generell besteuert.
Beim Verkauf eines Grundstücks wird der Gewinn mit 25 % besteuert. Nach Ablauf von zehn Jahren ab Erwerb gibt es einen jährlichen Inflationsabschlag von 2 % (maximal 50 %) des Veräußerungsgewinnes.
Bei Grundstücken des Betriebsvermögens spielt die Gewinnermittlungsart keine Rolle mehr. Der Veräußerungsgewinn wird grundsätzlich mit 25 % besteuert. Wertänderungen von Grund und Boden werden steuerlich immer erfasst (also auch bei Bilanzierung nach § 4 Abs 1 und Einnahmen-Ausgaben-Rechnung nach § 4 Abs 3).
Bei der Veräußerung von bebauten Betriebsgrundstücken des Altvermögens, bei denen der Grund und Boden zum 31.03.2012 nicht steuerverfangen war kann der auf Grund und Boden entfallende Anteil mit 3,5 % oder 15 % versteuert werden.
Grundsätzlich gilt: Die Banken sind seit 1. April 2012 dazu verpflichtet, 25 % Kapitalertragsteuer auf den Kursgewinn einzubehalten.
Dieser 25 %ige Steuerabzug gilt für:
Einkünfte aus der Überlassung von Kapital
Einkünfte aus realisierten Wertsteigerung von Wertpapieren und verbriefte Derivate.
Der Steuerabzug der Bank kommt einer Endbesteuerung gleich. Auf diese kann verzichtet werden. Eine Veranlagung wäre zum Beispiel vorteilhaft, wenn der zur Anwendung kommende Einkommensteuersatz geringer ist als 25 %. Die Möglichkeit der Veranlagung besteht für alle Kapitaleinkünfte.
Wird auf die Endbesteuerung verzichtet, so kommt es zwar vorerst zu einem Steuerabzug. Die Kapitalertragsteuer wird jedoch im nach hinein gutgeschrieben.
Jeder Bilanzierer und jeder Einnahmen-Ausgaben-Rechner, der die Tageslosung durch Rückverrechnung ermittelt, hat ein Kassabuch zu führen. Im Kassabuch erfolgt eine chronologische Aufzeichnung aller baren Geldeinnahmen und -ausgaben. Bar ist alles, was – wie Münzen oder Geldscheine – in Händen gehalten werden kann. Eine „Minuskassa“ kann es nicht geben: Was nicht in der Kassa ist, kann nicht entnommen werden – denken Sie an Ihre Geldbörse. Schreiben Sie zuerst Ihre Tageseinnahmen ein, und dann die Ausgaben. Wenn der Finanzprüfer eine Minuskassa entdeckt, so vermutet er entweder schwarze Einnahmen, die Sie vergessen haben, einzutragen – oder zumindest Schlampigkeit, die kostspielige Folgen hat: z. B. Schätzung, unnötige Diskussionen.
Wird die Begünstigung von beiden Elternteilen in Anspruch genommen, ist auch in diesem Fall der Betrag mit € 2.300,00 pro Kind limitiert. Es kann nur der Elternteil die Kosten steuerlich geltend machen, der sie nachweislich getragen hat. Da nur die Kosten für die ausschließliche Kinderbetreuung berücksichtigt werden können, sind Kosten für Verpflegung oder beispielsweise das reine Schulgeld für Privatschulen nicht berücksichtigungsfähig.
Ist ein Kind zu 50% oder mehr behindert, so sind Kinderbetreuungskosten bis zum 16. Lebensjahr des Kindes zusätzlich zu einem bestehenden Freibetrag von EUR 262,00 monatlich steuerlich abzugsfähig. Dies gilt bis zum Ende des Kalenderjahres, in dem das Kind das 16. Lebensjahr vollendet hat.
€ 132,00 jährlich pro Kind, wenn er von zwei Steuerpflichtigen für das selbe Kind in Anspruch genommen wird (in Summe also 2 x € 132,00 = € 264,00)
Bei sogenannten Kleinbetragsrechnungen – das sind Rechnungen, deren Gesamtbetrag € 400,00 (vor 1.3.2014 € 150,00) nicht übersteigt –genügen folgende Angaben:
Die mit Beginn des Jahres 2003 eingeführten zusätzlichen Rechnungsmerkmale (fortlaufende Nummer, UID-Nummer des Leistenden) gelten für die Ausstellung von Kleinbetragsrechnungen nicht.
Unternehmer, deren Jahresumsatz im vorangegangenen Kalenderjahr € 30.000,00 nicht übersteigt, sind nicht umsatzsteuerpflichtig, können aber auch keinen Vorsteuerabzug geltend machen (Kleinunternehmer-Regelung).
Die Inanspruchnahme nach der Kleinunternehmerregelung ist dann empfehlenswert, wenn keine Vorsteuern anfallen und Leistungen an Letztverbraucher erbracht werden.
Die Kommunalsteuer gilt als Nachfolger der früheren „Lohnsummensteuer“. Es handelt sich um eine Steuer, deren Bemessungsgrundlage die vom Unternehmer an die Dienstnehmer einer im Inland gelegenen Betriebsstätte ausbezahlt werden. Der Steuersatz beträgt 3 % der Bemessungsgrundlage. Die Kommunalsteuer ist bis zum 15. des Folgemonats an die Gemeinde (Stadtkasse) abzuführen.
Im Verlustfall oder bei geringem steuerpflichtigen Einkommen ist jedenfalls die sogenannte „Mindest-Körperschaftsteuer“ zu entrichten. Diese hat Vorauszahlungs-Charakter, das heißt, sie wird auf die Körperschaftsteuer in folgenden Jahren angerechnet. Die Mindestkörperschaftsteuer beträgt für eine GmbH € 1.750,00 bzw. € 3.500,00 für eine AG pro Jahr. Für eine neugegründet GmbH mit einem Mindeststammkapital von € 10.000,00 beträgt sie für die ersten fünf Jahre € 500,00 p.a., für die nächsten fünf Jahre € 1.000,00 p.a. und danach € 1.750,00. Für Kreditinstitute und Versicherungsunternehmen besteht eine höhere, für Neugründer eine niedrigere Mindest-Körperschaftsteuer.
Erzielt eine Körperschaftsteuer ein sehr geringes steuerpflichtiges Einkommen oder erleidet sie einen Verlust, so wird sie trotzdem zu einem bestimmten Mindestmaß an Steuerleistung herangezogen, der sogenannten Mindest-Körperschaftsteuer. Diese hat Vorauszahlungs-Charakter, das heißt, sie wird auf die Körperschaftsteuer in folgenden Jahren angerechnet. Die Mindestkörperschaftsteuer beträgt € 1.750,00 (GmbH) bzw. € 3.500,00 (AG) pro Jahr. Für eine neugegründete GmbH mit einem Mindeststammkapital von € 10.000,00 beträgt sie in den ersten fünf Jahren € 500,00 p.a., die nächsten fünf Jahre € 1.000,00 und danach € 1.750,00. Bei Kreditinstituten und Versicherungsunternehmen besteht eine höhere, für Neugründer eine niedrigere Mindest-Körperschaftsteuer.
Der Gewinn einer Mitunternehmerschaft erfolgt nach den allgemeinen Gewinnermittlungsvorschriften (§ 4 bis 14 EStG 1988, § 17 EStG 1988) und unter Beachtung der besonderen Leistungsbeziehungen (§ 21 Abs. 2 Z 2 EStG 1988, § 22 Z 3 EStG 1988, § 23 Z 2 EStG 1988). Der Gewinn wird nicht auf Ebene der Mitunternehmerschaft besteuert, sondern auf die einzelnen Mitunternehmer verteilt und bei diesen zur Einkommensbesteuerung erfasst.
Nächtigungsgeld steht nur dann steuerfrei zu, wenn tatsächlich genächtigt wird. Der Umstand der Nächtigung ist grundsätzlich belegmäßig nachzuweisen. Bei Entfernungen von mindestens 120 Kilometer können pauschal € 15,00 pro Nacht steuerfrei gelassen werden.
Werden die Nächtigungskosten sowie die Kosten des Frühstücks nachgewiesen, so können diese vom Arbeitgeber voll lohnsteuerfrei ersetzt werden. Sieht bei Dienstnehmern der Kollektivvertrag höhere Tag- oder Nächtigungsgelder vor, sind diese zur Gänze Betriebsausgaben.
Ist die Einkommensteuer nach Anwendung des Tarifs und nach Berücksichtigung der Absetzbeträge negativ, so sind der Alleinverdienerabsetzbetrag bei mindestens einem Kind oder der Alleinerzieherabsetzbetrag inklusive den Kinderzuschlägen gutzuschreiben.
Besteht ein Anspruch auf den Arbeitnehmerabsetzbetrag, werden 10 % der Arbeitnehmerbeiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung, höchstens jedoch € 110,00 jährlich, gutgeschrieben. Liegen zusätzlich die Voraussetzungen für die Pendlerpauschale vor, erhöht sich die Gutschrift der Arbeitnehmerbeiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung auf 18 % (ab 2013) und der Höchstbetrag auf € 400,00 (Wert ab 2013). Zur gesetzlichen Sozialversicherung zählt auch, wenn der Steuerpflichtige einer geringfügigen Beschäftigung nachgeht und sich freiwillig kranken- und pensionsversichert.
Beispiel: Eine Angestellte ist teilzeitbeschäftigt und verdient monatlich brutto € 850,00. Die Sozialversicherungsbeiträge betragen ca. € 1.776,33 jährlich. Steuer fällt bei diesem Bezug keine an. 18 % von € 1.776,33 sind € 319,74. Es wird bei der Arbeitnehmerveranlagung nach Ablauf des Jahres somit der Pendlerzuschlag von € 319,74 vom Finanzamt ausbezahlt.
Die Nutzungsdauer ist aus Erfahrungswerten abzuleiten: Betriebs- und Geschäftsausstattung wird zum Beispiel auf 5 bis 10 Jahre, Gebäude auf bis zu 67 Jahre verteilt abgeschrieben.
Für manche Anlagegüter (z. B. Gebäude, PKW) ist die Nutzungsdauer zwingend vom Gesetzgeber vorgegeben: So gilt z. B. für ein neues Personenkraftfahrzeug gemäß den Bestimmungen des EStG eine unwiderlegbar vermutete Nutzungsdauer von mindestens acht Jahren. Es handelt sich um eine zwingend vorgegebene Abschreibungsdauer.
Seit Februar 2014 muss das Pendlerpauschale mit dem Pendlerrechner des BMF ermittelt werden: https://www.bmf.gv.at/pendlerrechner/. Derzeit wird der Rechner allerdings noch einmal überarbeitet. Daher muss der Ausdruck des Pendlerrechners erst bis zum 30.9.2014 abgeben werden (ursprünglich war der 30.6.2014 vorgesehen), wenn der Arbeitnehmer das Pendlerpauschale während des Jahres beantragen möchte.
Ansonsten kann das Pendlerpauschale auch erst bei der Arbeitnehmerveranlagung geltend gemacht werden.
jährlich in € seit 1.7.2008
jährlich in € seit 1.1.2011
20 km bis 40 km 630,00 696,00
40 km bis 60 km 1.242,00 1.356,00
über 60 km 1.857,00 2.016,00
2 km bis 20 km 342,00 372,00
20 km bis 40 km 1.356,00 1.476,00
40 km bis 60 km 2.361,00 2.568,00
über 60 km 3.372,00 3.672,00
Bisher stand das Pendlerpauschale nur Arbeitnehmern zu, die an mehr als zehn Tagen im Monat die Fahrt zwischen Wohnung und Arbeitsstätte zurücklegen. Nun wird das Pauschale nach Tagen gestaffelt:
Arbeitnehmer, die diese Strecke mindestens an 4 Tagen/Monat zurücklegen, steht das Pendlerpauschale zu einem Drittel zu, bei mindestens 8 Tagen /Monat zu zwei Drittel und ab mindestens 11 Tagen/Monat zur Gänze.
Neu eingeführt wurde der Pendlereuro. Jeder, der Anspruch auf das Pendlerpauschale hat, hat auch Anspruch auf den Pendlereuro. Er ist ein Absetzbetrag und beträgt pro Kilometer Distanz zwischen Wohnstätte und Arbeitsplatz zwei Euro. Teilzeitbeschäftige steht ein aliquoter Anteil zu. Der Pendlereuro ist vom Arbeitgeber zu berücksichtigen.
Kein Pendlerpauschale
Alle Arbeitnehmer, die ihren Dienstwagen auch privat nutzen können, steht kein Pendlerpauschale mehr zu.
Den Pendlerausgleichsbetrag erhalten alle Pendler, die einer Einkommensteuer bis maximal € 290,00 unterliegen. Er beträgt € 290,00 und wird zwischen einer Steuer von einem Euro und € 290 gleichmäßig eingeschliffen.
Dieser steht als Ersatz für den nicht zustehenden Arbeitnehmer- und Verkehrsabsetzbetrag zu und beträgt € 400,00 p. a.
die zu versteuernden Pensionsbezüge € 19.930,00 (bis zur Veranlagung 2011: € 13.100,00) im Kalenderjahr nicht übersteigen und
der (Ehe-)Partner Einkünfte höchstens € 2.200,00 jährlich erzielt und
Neu ab 2013: Der erhöhte Pensionistenabsetzbetrag vermindert sich gleichmäßig einschleifend auf Null bei Pensionseinkünften zwischen € 17.000,00 und € 25.000,00.
Seit 1.1.2009 gibt es für die Lohn- bzw. Einkommensteuer eine neue Berechnungsformel. Damit ist der Grenzsteuersatz stetig ansteigend und schwankt nicht mehr so stark nach oben und nach unten.
> 11.000 bis 25.000 Einkommen x 36,5% - 4.015,00 0–20,4 36,5
25.000 5.110,00 20,4 36,5
> 25.000 bis 60.000 Einkommen x 43,2143% – 5.693,58 20,4–33,7 43,2143
60.000 20.235,00 33,7 43,2143
> 60.000 Einkommen x 50 % – 9.765,00 > 33,7 50
die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (UID) des liefernden Unternehmers
seit 1.7.2006: Die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (UID) des empfangenden Unternehmers, wenn der Rechnungsbruttobetrag € 10.000,00 übersteigt.
Für sogenannte Kleinbetragsrechnungen, das sind Rechnungen mit einem Gesamtbetrag von höchstens € 150,00, gelten erleichterte Bestimmungen.
Seit 1.1.2013: Wird die Rechnung nicht in Euro ausgestellt, ist der Steuerbetrag nach Anwendung einer gültigen Umrechnungsmethode zusätzlich in Euro anzugeben. Steht der Betrag in Euro im Zeitpunkt der Rechnungsausstellung noch nicht fest, hat der Unternehmer anzugeben, welche Umrechnungsmethode er anwenden wird.
Zulagen aufgrund von Kollektivverträgen, Betriebsvereinbarungen oder gesetzlichen Vorschriften, wie etwa Schmutzzulagen, Erschwerniszulagen oder Gefahrenzulagen, bleiben bis zu einem Höchstbetrag von € 360,00 monatlich steuerfrei. Dieser Höchstbetrag umfasst neben den erwähnten Zulagen auch Zuschläge für Sonn-, Feiertags- und Nachtarbeit und mit diesen Arbeiten zusammenhängende Überstundenzuschläge.
Prämien für Lebens-, Kranken- und Unfallversicherungen
Ausgaben für Wohnraumschaffung und Wohnraumsanierung
Die nach dem progressiven Tarif berechnete Steuer wird um Absetzbeträge gekürzt. Die Berücksichtigung dieser Absetzbeträge ist an die persönlichen Verhältnisse des Steuerpflichtigen gekoppelt. Die wichtigsten Absetzbeträge sind:
Arbeitnehmerabsetzbetrag: € 54,00 p. a.
Verkehrsabsetzbetrag: € 291,00 p. a.
Zu jenen Leistungen, die nicht unter die Einkünfte aus nicht selbstständiger Arbeit fallen bzw. steuerfrei sind, gehören u. a. folgende Vorteile des Arbeitnehmers:
Die kostenlose Teilnahme an Betriebsveranstaltungen (z. B. Betriebsausflüge, kulturelle Veranstaltungen, Betriebsfeiern)
Einkünfte des Arbeitnehmers aus einer begünstigten Auslandstätigkeit (Bauausführung, Montage, Anlagenerrichtung usw.), wenn die Auslandstätigkeit länger als ein Monat (ununterbrochen) dauert.
Die eigene UID-Nummer ist auf allen Ausgangsrechnungen (mit Ausnahme Kleinbetragsrechnungen), für die das Recht auf Vorsteuerabzug besteht, erforderlich. Die UID-Nummer Ihres Kunden brauchen Sie auf Ausgangsrechnungen
für Dienstleistungen, die im EU-Ausland steuerbar sind und zum Übergang der Steuer­schuld auf den Leistungsempfänger führen. Ob in diesem Fall die UID-Nummer zwingend auf der Ausgangsrechnung anzuführen ist, hängt von den ausländischen Umsatzsteuergesetzen ab.
Auf finanzonline.bmf.gv.at können Sie diese Überprüfung im Menü „Eingaben“ unter „Anträge“ und „UID-Bestätigung“ durchführen. Durch Eingabe der eigenen UID und der UID-Nummer Ihres Kunden erhalten Sie den gespeicherten Namen und die Adresse ausgegeben (Stufe 2 Überprüfung). Diese Ausgabe ist als Ausdruck zu den Buchhaltungsunterlagen zu nehmen.
wenn Zweifel an der Richtigkeit der Angaben des Warenempfängers bestehen
wenn mit einem Geschäftspartner erstmals Geschäftsbeziehungen aufgenommen werden
Der liefernde Unternehmer muss folgende Angaben in die Rechnung aufnehmen:
Weiters ist ein buchmäßiger Nachweis und ein Nachweis der Beförderung oder Versendung erforderlich.
Die Umsatzsteuer beträgt im Allgemeinen 20 Prozent vom Nettoentgelt. Für bestimmte Umsätze vermindert sich dieser Satz auf 10 Prozent (z. B. für Lebensmittel, Bücher, Wohnungsvermietung). In speziellen Fällen ist der Umsatzsteuersatz von 12 Prozent anzuwenden (z. B. für Ab-Hof-Verkauf von Wein).
Darüber hinaus ist ein Buchnachweis erforderlich.
Lieferantinnen/Lieferanten müssen vierteljährlich eine so genannte "Zusammenfassende Meldung" (ZM) über die innergemeinschaftlichen Warenlieferungen und Warenbewegungen und UID-Nummern jedes Erwerbers aus einem anderen EU-Mitgliedstaat beim zuständigen Finanzamt abgeben – zusätzlich zu allfälligen Umsatzsteuervoranmeldungen und der jährlichen Umsatzsteuererklärung.
Die Zusammenfassende Meldung kann elektronisch oder auch per Post mittels der amtlichen Formulare U13 und U14 eingebracht werden.
Leistungsempfänger ist Unternehmer: Ist der Leistungsempfänger ein Unternehmer, so wird die Leistung entsprechend der neuen Generalklausel an dem Ort ausgeführt, wo der Leistungsempfänger (Kunde) sein Unternehmen betreibt. Sonderregelungen bestehen unter anderem für Grundstücksleistungen, Personenbeförderungsleistungen, kulturelle Tätigkeiten, Restaurant- und Verpflegungsdienstleistungen sowie bei der kurzfristen Vermietung von Beförderungsmittel.
Leistungsempfänger ist Konsument: Ist der Leistungsempfänger ein Nicht-Unternehmer, so wird die Leistung grundsätzlich an dem Ort erbracht, von dem aus der leistende Unternehmer sein Unternehmen betreibt. Hier bestehen umfangreiche Sonderreglungen, die den Rahmen dieses Artikels sprengen würden.
Meldungen an die Finanz: Dienstleistungen mit Leistungsort in einem anderen EU-Mitgliedstaat, für welche es zum Übergang der Steuerschuld auf den Leistungsempfänger kommt, sind auch in die Zusammenfassenden Meldungen aufzunehmen und der österreichischen Finanz bis zum Ablauf des auf den Meldezeitraum (Monat/Quartal) folgenden Kalendermonates elektronisch in Zusammenfassenden Meldungen zu übermitteln.
Unterhaltsleistungen für ein nicht haushaltszugehöriges Kind, für das weder dem Unterhaltszahlungen leistenden Steuerpflichtigen, noch seinem Partner Familienbeihilfe gewährt wird, werden im Wege des Unterhaltsabsetzbetrags berücksichtigt. Für das erste Kind beträgt der Unterhaltsabsetzbetrag € 29,20 pro Monat, für das zweite Kind € 43,80 pro Monat, und für jedes weitere Kind € 58,40 pro Monat.
Kein Unterhaltsabsetzbetrag steht zu, wenn die Kinder in einem Drittland leben (außer der Schweiz). In diesem Fall ist die Hälfte der tatsächlich be­zahl­ten Unter­halts­kosten als außergewöhnliche Belastung absetzbar.
Zuschläge und Überstundenzuschläge für Sonn-, Feiertags- und Nachtarbeit sind (gemeinsam mit Schmutz-, Erschwernis- und Gefahrenzulagen) bis zu einem Höchstbetrag von € 360,00 pro Monat steuerfrei.
Für Arbeitnehmer werden Fahrtkosten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte grundsätzlich durch den Verkehrsabsetzbetrag (€ 290,00 pro Jahr) abgegolten, der im Rahmen des Lohnsteuerabzugverfahrens bzw. bei der Arbeitnehmerveranlagung automatisch berücksichtigt wird. Unter gewissen Voraussetzungen können derartige Kosten zusätzlich auch durch Berücksichtigung des Pendlerpauschales steuermindernd angesetzt werden. Ob das Pendlerpauschale zusteht, ist von der Distanz zwischen Wohnung und Arbeitsstätte und von der Zumutbarkeit der Benutzung eines Massenbeförderungsmittels abhängig.
Als Verpflegungsmehraufwand bei betrieblich veranlassten Reisen können Sie die sogenannten Tagesgelder bzw. Diäten ansetzen. Eine "Reise" im Sinne des Steuerrechts liegt schon vor, wenn Ihr Reiseziel außerhalb des örtlichen Nahbereichs gelegen ist, was ab einer Entfernung von ca. 25 km anzunehmen ist. Die geltend zu machenden Reisekosten betragen bei einer Dienstreise von länger als drei Stunden € 2,20 je angefangener Stunde, maximal jedoch € 26,40 innerhalb von 24 Stunden. Wenn Sie länger als 5 Tage durchgehend oder öfter als 15 Mal am gleichen Ort waren, gibt es keinen Verpflegungsmehraufwand mehr.
Die geltend zu machenden Reisekosten betragen bei einer Dienstreise von länger als drei Stunden € 2,20 je angefangener Stunde, maximal jedoch € 26,40 innerhalb von 24 Stunden. Der Verpflegungsmehraufwand steht dann nicht mehr zu, wenn durch die Dienstreise ein weiterer Mittelpunkt der Tätigkeit begründet wird: Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn ein Arbeitnehmer regelmäßig, z. B. einmal wöchentlich, am selben Einsatzort tätig wird und eine bestimmte Anfangsphase (5 Tage) überschritten wird.
Der gesetzliche Dienstreisebegriff (fünf Tage bzw. 15 Tage) kann durch lohngestaltende Vorschriften (insbesondere Kollektivverträge, Betriebsvereinbarungen) erweitert werden, wenn es sich um folgende Tätigkeiten handelt (abschließende Aufzählung):
Außendiensttätigkeit (z. B. Kundenbesuche, Servicedienste, Patrouillendienste),
Fahrtätigkeit (z. B. Zustelldienste, Taxifahrten, Linienverkehr, Transportfahrten außerhalb des Werksgebäudes des Arbeitgebers),