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Timestamp: 2018-07-22 03:16:42
Document Index: 122697377

Matched Legal Cases: ['Art. 1', '§ 13', 'Art. 52', 'Art. 54', 'Art. 55', '§ 8', '§ 8']

Vollzitat nach RedR: Schulordnung für die staatlichen Landwirtschaftsschulen (LwSO) vom 2. März 2007 (GVBl. S. 223, BayRS 7803-1-L), die zuletzt durch Verordnung vom 19. September 2014 (GVBl. S. 436, 486) geändert worden ist
(1) 1Im Rahmen des gemeinsamen Bildungs- und Erziehungsauftrags aller Schulen (Art. 1 BayEUG) hat die Landwirtschaftsschule die Studierenden auf ihren späteren Beruf als landwirtschaftlicher bzw. landwirtschaftlich-hauswirtschaftlicher Unternehmer oder landwirtschaftliche bzw. landwirtschaftlich-hauswirtschaftliche Unternehmerin und Betriebsleiter oder Betriebsleiterin vorzubereiten. 2Dabei sollen die Studierenden in ihrer Persönlichkeit gestärkt werden mit dem Ziel, Verantwortung für die Belange der Landwirtschaft, Hauswirtschaft und des ländlichen Raums zu übernehmen sowie selbstständig und nachhaltig wirtschaftend zu agieren. 3 Die berufs- und arbeitspädagogische Eignung im Sinn der Ausbilder-Eignungsverordnung ist in der Hauswirtschaft zu vermitteln.
(2) 1Der dreisemestrige Studiengang der Abteilung Landwirtschaft umfasst zwei fachtheoretische und ein fachpraktisches Semester im zweiten Semester. 2Dieses umfasst 15 Schultage sowie eine Semesterarbeit in Form einer Betriebsdokumentation mit Betriebsbeschreibung und Erfassung der Leistungs- und Kostenzahlen von mindestens drei wichtigen Produktionsverfahren.
(4) Der zweisemestrige Studiengang der Abteilung Hauswirtschaft umfasst zwei Semester und ein insgesamt achtwöchiges Vorpraktikum bestehend aus einem zweiwöchigen Tierhaltungslehrgang und einem sechswöchigen Betriebspraktikum.
(8) 1In der Abteilung Landwirtschaft ist die Betriebsdokumentation bis zum Semesterende vorzulegen. 2Die zuständige Lehrkraft bewertet die Betriebsdokumentation. 3Abs. 5 Satz 4 gilt entsprechend.
(4) 1Im fachpraktischen Semester der Abteilung Landwirtschaft ist zum Abschluss jedes Schultags eine Stegreifaufgabe zu erstellen. 2In den Schultagen Rechnungswesen wird der Buchabschluss als Stegreifaufgabe gewertet. 3Die Stegreifaufgaben sind zu benoten. 4 § 13 Abs. 5 Satz 4 gilt entsprechend.
im zweiten Semester an mehr als einem Pflichtschultag (Abteilung Landwirtschaft) nicht teilgenommen oder die Semesterarbeit nicht termingerecht vorgelegt wurde oder im Zeugnis einmal die Note „ungenügend“ oder zweimal die Note „mangelhaft“ erteilt worden ist, wobei Notenausgleich nicht möglich ist.
(2) 1Im ein- und zweisemestrigen Studiengang der Abteilung Hauswirtschaft ist das Semesterziel nicht erreicht, wenn die Gesamtnote schlechter als „ausreichend“ ist oder einmal die Note „ungenügend“ oder zweimal die Note „mangelhaft“ in einem Pflichtfach erreicht wurden. 2Bei der Note „mangelhaft“ in zwei Pflichtfächern ist das Semesterziel gleichwohl erreicht, wenn mindestens in einem Pflichtfach die Note „sehr gut“ oder in zwei Pflichtfächern die Note „gut“ und mindestens ausreichende Leistungen in allen übrigen Pflichtfächern erreicht wurden. 3Bei der Note „ungenügend“ in einem Pflichtfach ist ein Notenausgleich ausgeschlossen. 4Wahlpflichtfächer sind Pflichtfächern gleichgestellt.
Pflanzliche Produktion und Vermarktung,
Tierische Produktion und Vermarktung,
(8) 1Die Prüfungsnote im Prüfungsfach Berufs- und Arbeitspädagogik ergibt sich aus dem Mittelwert der Semesterzeugnisnote bzw. der schriftlichen Note (einsemestriger Studiengang) und der Note der praktischen Unterweisung mit Fachgespräch. 2Die Prüfungsnote im Prüfungsfach Unternehmensgründung besteht aus der von beiden Prüfern gemeinsam festgelegten ganzen Note.
(6) 1Abgesehen von einer schlechteren Gesamtnote als „ausreichend“ ist das Abschlusssemester nicht bestanden, wenn bei der Abschlussprüfung in mehr als einem Prüfungsfach die Prüfungsnote „ungenügend“ oder in mehr als zwei Prüfungsfächern die Prüfungsnote „mangelhaft“ oder wenn im Abschlusszeugnis in einem Pflichtfach die Zeugnisnote „ungenügend“ oder in zwei Pflichtfächern die Zeugnisnote „mangelhaft“ erteilt worden ist. 2Bei der Zeugnisnote „mangelhaft“ in nur einem Prüfungsfach und in einem sonstigen Pflichtfach oder in zwei sonstigen Pflichtfächern ist das Semester gleichwohl mit Erfolg abgeschlossen, wenn in einem anderen Prüfungsfach mindestens die Zeugnisnote „gut“ erzielt wurde. 3Wahlpflichtfächer sind Pflichtfächern gleichgestellt.
(7) 1Im Abschlusszeugnis sind die Gesamtnote, der auf zwei Dezimalstellen errechnete Zahlenwert der Gesamtnote, die Zeugnisnoten der Pflichtfächer des letzen Semesters und der im ersten Semester abgeschlossenen Pflichtfächer sowie Themen und Bewertung der Semesterarbeit des zweiten Semesters und der Wirtschafterarbeit auszuweisen. 2Die Seminare laut Stundentafel und Wahlfächer werden in das Abschlusszeugnis mit der Bemerkung „teilgenommen“ eingetragen. 3In das Abschlusszeugnis ist eine allgemeine Beurteilung nach Art. 52 Abs. 3 Satz 3 BayEUG nicht aufzunehmen, wenn sie nachteilige Aussagen enthalten müsste.
(8) Studierende, die das Abschlusssemester nicht bestanden haben, erhalten ein Zeugnis mit den Einzelnoten und dem Vermerk über das Nichtbestehen dieses Semesters.
(9) 1Bei Nichtbestehen kann das Abschlusssemester einschließlich der Abschlussprüfung einmal wiederholt werden. 2Mit Genehmigung des Staatsministeriums ist eine zweite Wiederholung möglich (Art. 54 Abs. 5 Satz 2 BayEUG).
(10) Für die Beendigung des Schulbesuchs gilt Art. 55 BayEUG.
(11) Zeugnisse und Abschlusszeugnisse werden nach den vom Staatsministerium herausgegebenen Vordrucken erstellt.
(2) 1Für Studierende, die sich am 1. September 2014 in einem laufenden Semester befinden, findet bis zum Abschluss des Schulbesuchs, im Nichtbestehensfall bis zum nächstmöglichen Zeitpunkt der Wiederholungsprüfung die Schulordnung für die staatlichen Landwirtschaftsschulen in der bis zum 31. August 2014 geltenden Fassung Anwendung. 2Abweichend davon können Studierende des einsemestrigen Studiengangs die Abschlussprüfung auf Antrag nach der ab 1. September 2014 geltenden Verordnung absolvieren.
Pflanzliche Produktion und Vermarktung1)
Tierische Produktion und Vermarktung1)
Waldwirtschaft mit Seminar Waldbau1)
Betriebslehre1)
Unternehmensführung1)
Produktionstechnik im Bereich Pflanzenbau1)
Produktionstechnik im Bereich Tierhaltung1)
Berufsausbildung und Mitarbeiterführung (Fallstudie)
1) [Amtl. Anm.:] In den Fächern Pflanzliche Produktion und Vermarktung, Tierische Produktion und Vermarktung und Waldwirtschaft sowie in Betriebslehre und Unternehmensführung (3. Semester) können je nach regionalem Schwerpunkt jeweils eine Stunde im Tausch verringert bzw. erhöht werden. Ein Tausch um jeweils einen Schultag ist auch bei den Schultagen Pflanzenbau und Tierhaltung möglich bzw. an Stelle eines Schultags Pflanzenbau kann auch ein Schultag Waldbau angeboten werden.
Anlage 3 (zu § 8 Abs. 1)
Tierhaltung1)
Religiöse und soziale Bildung
Betriebspraktikum1)
Großhaushalt2)
Kindergarten3)
Einsatzpraktikum3)
Station für Dorfhelfer/Dorfherlferinnen
1) [Amtl. Anm.:] Als Bestandteil des Vorpraktikums
2) [Amtl. Anm.:] Integriert im 1. Semester
3) [Amtl. Anm.:] Integriert im 2. Semester
Anlage 4 (zu § 8 Abs. 1)
SEMINARE1)
1) [Amtl. Anm.:] Bei Bedarf kann ein zwei- bis dreitägiges Religionsseminar angeboten werden.