Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=26.06.2014&Aktenzeichen=VI%20R%2051/13
Timestamp: 2019-09-23 01:29:13
Document Index: 44711203

Matched Legal Cases: ['§ 33', '§ 64', '§ 33', '§ 33', '§ 33', '§ 33', '§ 18', '§ 18', '§ 2', '§ 92', '§ 18', '§ 18', '§ 2', '§ 137', '§ 64']

BFH, 26.06.2014 - VI R 51/13 - dejure.org
https://dejure.org/2014,29680
BFH, 26.06.2014 - VI R 51/13 (https://dejure.org/2014,29680)
BFH, Entscheidung vom 26.06.2014 - VI R 51/13 (https://dejure.org/2014,29680)
BFH, Entscheidung vom 26. Juni 2014 - VI R 51/13 (https://dejure.org/2014,29680)
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Außergewöhnliche Belastungen im Falle wissenschaftlich nicht anerkannter Behandlungsmethoden
§ 33 Abs 1 EStG 2002, § 64 Abs 1 Nr 2 S 1 Buchst f EStDV vom 01.11.2011, EStG VZ 2007
Wann ist eine Behandlungsmethode wissenschaftlich anerkannt?
Nachweis wissenschaftlich nicht anerkannter Behandlungsmethoden
Operationskosten sind nur bei anerkannten Heilmethoden absetzbar
Außergewöhnliche Belastungen: Wann ist eine Behandlungsmethode wissenschaftlich anerkannt?
Steuervergünstigung nur bei wissenschaftlich anerkannter medizinischen Behandlung
Gesetz und Verwaltungsregelung zum Nachweis von Krankheitskosten
Wissenschaftlich anerkannte Behandlungsmethoden
Kurznachricht zu "Außergewöhnliche Belastungen im Fall wissenschaftlich nicht anerkannter Behandlungsmethoden" von RiBFH Stephan Geserich, original erschienen in: NWB 2014, 3396 - 3401.
FG Baden-Württemberg, 22.01.2013 - 8 K 1103/12
BVerfG, 16.08.2017 - 2 BvR 1853/15
FG Baden-Württemberg, 27.09.2017 - 7 K 1940/17
BFHE 246, 326
BStBl II 2015, 9
Dieses Verständnis vermeidet zudem einen Wertungswiderspruch zu der Fallgruppe der Krankheitskosten, die ohne Rücksicht auf die Art und Ursache der Erkrankung nach § 33 EStG als aus tatsächlichen Gründen zwangsläufig erwachsen anerkennt werden (vgl. BFH, Urteil vom 26. Juni 2014 - VI R 51/13 -, juris, Rdn. 14), auch wenn nicht "das Leben des Steuerpflichtigen auf dem Spiel steht" (vgl. Nieuwenhuis, DStR 2014, 1701 ) .
Die Therapie muss in einer für die sichere Beurteilung ausreichenden Zahl von Behandlungsfällen erfolgreich gewesen sein (Senatsurteil vom 26. Juni 2014 VI R 51/13, BFHE 246, 326, BStBl II 2015, 9, m.w.N.).
Aus dem Anwendungsbereich des § 33 EStG ausgeschlossen sind dagegen die üblichen Aufwendungen der Lebensführung, die in Höhe des Existenzminimums durch den Grundfreibetrag abgegolten sind (u.a. BFH-Urteil vom 29. September 1989 III R 129/86, BFHE 158, 380, BStBl II 1990, 418; Senatsurteil vom 26. Juni 2014 VI R 51/13, BFHE 246, 326, BStBl II 2015, 9).
aa) Diese Auslegung entspricht dem Grundgedanken des § 33 EStG, zwangsläufige Mehraufwendungen für den existenznotwendigen Grundbedarf zu berücksichtigen, die sich wegen ihrer Außergewöhnlichkeit einer pauschalen Erfassung in allgemeinen Freibeträgen entziehen (u.a. BFH-Urteil in BFHE 158, 380, BStBl II 1990, 418; Senatsurteil in BFHE 246, 326, BStBl II 2015, 9).
Aus dem Anwendungsbereich des § 33 EStG ausgeschlossen sind dagegen die üblichen Aufwendungen der Lebensführung, die in Höhe des Existenzminimums durch den Grundfreibetrag abgegolten sind (ständige Rechtsprechung, z.B. Urteile des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 29. September 1989 III R 129/86, BFHE 158, 380, BStBl II 1990, 418, und vom 26. Juni 2014 VI R 51/13, BFHE 246, 326, BStBl II 2015, 9).
Die Therapie muss in einer für die sichere Beurteilung ausreichenden Zahl von Behandlungsfällen erfolgreich gewesen sein (gleicher Auffassung Bundessozialgericht --BSG-- zu § 18 SGB V…, Urteil vom 13. Dezember 2005 B 1 KR 21/04 R, SozR 4-2500 § 18 Nr. 5 SGB V; BSG zu § 2 Abs. 1 Satz 3 SGB V…, Urteil vom 19. Februar 2002 B 1 KR 16/00 R, SozR 3-2500 § 92 Nr. 12 S. 71 f.; BSG zu § 18 SGB V…, Urteil vom 14. Februar 2001 B 1 KR 29/00 R, SozR 3-2500 § 18 Nr. 6 S. 23; BSG zu § 2 Abs. 1 Satz 3 SGB V…, Urteil vom 21. März 2013 B 3 KR 2/12 R, SozR 4-2500 § 137c Nr. 6; Senatsurteil vom 26. Juni 2014 VI R 51/13, BFHE 246, 326, BStBl II 2015, 9).
BFH, 18.06.2015 - VI R 31/14
Außergewöhnliche Belastungen bei Unterbringung einer Jugendlichen in einer …
b) Ob im Einzelfall eine Behinderung vorliegt, hat das FG --nach Maßgabe des oben benannten Rechtsmaßstabs und-- aufgrund der ihm obliegenden Würdigung der Umstände des Einzelfalls festzustellen (vgl. Senatsurteil vom 26. Juni 2014 VI R 51/13, BFHE 246, 326, BStBl II 2015, 9, zur Auslegung des § 64 Abs. 1 Nr. 2 Satz 1 Buchst. f EStDV).
FG Rheinland-Pfalz, 04.07.2018 - 1 K 1480/16
Die Vorlage eines knappen amtsärztlichen Attests kann ausreichend sein, damit …
Der BFH habe im Urteil vom 26. Juni 2014, Az. VI R 51/13 (BStBl II 2015, 9) dargelegt, dass ein amtsärztliches Zeugnis eine nachvollziehbare Ableitung der gezogenen Folgerungen aus einer tragfähigen Tatsachengrundlage erfordere.
Der BFH habe in der Entscheidung VI R 51/13 (…a.a.O.) entschieden, dass es dem Finanzgericht obliege, zu beurteilen, ob eine Behandlungsmethode wissenschaftlich umstritten sei.
Das privatärztliche Attest der Kinderärztin Dr. J vom 4. Juni 2013 beinhalte nicht solche tragenden Feststellungen, wie sie der BFH im Urteil vom 26. Juni 2014, Az. VI R 51/13 (…a.a.O.) für das Vorliegen eines verwertbaren amtsärztlichen Zeugnisses gefordert habe.
Im Regelfall setzt dies voraus, dass über Qualität und Wirksamkeit zuverlässige und nachprüfbare Aussagen gemacht werden können, dass sich der Erfolg aus wissenschaftlich einwandfrei durchgeführten Studien ablesen lässt und dass die Therapie in einer für die sichere Beurteilung ausreichenden Zahl von Behandlungsfällen erfolgreich gewesen sein muss (s. BFH-Urteil vom 26. Juni 2014 VI R 51/13, a.a.O., m.w.N.).
Auch das vom Beklagten herangezogene Urteil des BFH vom 26. Juni 2014 VI R 51/13 (…a.a.O.) stützt die Auffassung des Beklagten nicht.
Fehlt es an einer tragfähigen Tatsachengrundlage für die Folgerungen in der tatrichterlichen Entscheidung oder fehlt die nachvollziehbare Ableitung dieser Folgerungen aus den festgestellten Tatsachen und Umständen, liegt ein Verstoß gegen die Denkgesetze vor (z.B. BFH-Urteil vom 26. Juni 2014 VI R 51/13, BFHE 246, 326, BStBl II 2015, 9, Rz 21, m.w.N.;… vgl. auch Senatsurteil vom 16. April 2015 III R 6/14, BFH/NV 2015, 1237, Rz 16, m.w.N.).
Aufwendungen für eine Liposuktion sind ohne vorherigen Nachweis der medizinischen …
Die gegen diese Entscheidung eingelegte Revision führte zur Aufhebung der angefochtenen Entscheidung und zur Zurückverweisung an das FG zur erneuten Verhandlung und Entscheidung; auf die Entscheidung des BFH vom 26. Juni 2014 VI R 51/13 wird vollumfänglich Bezug genommen.
Wegen des übrigen Vorbringens der Beteiligten und der weiteren Einzelheiten des Sachverhalts wird auf die gewechselten Schriftsätze, den Inhalt der von dem Beklagten vorgelegten Akten (ein Heft Einkommensteuerakten und ein Heft Rechtsbehelfsakten), die FG-Akte mit dem Aktenzeichen 10 K 542/12 sowie die BFH-Akte mit dem Aktenzeichen VI R 51/13 Bezug genommen.
BFH, 14.04.2015 - VI R 89/13
FG Hessen, 04.04.2017 - 2 K 1964/15
FG Köln, 30.01.2019 - 7 K 2297/17
FG Hamburg, 13.12.2016 - 6 K 94/16
Kein Betriebsausgabenabzug für Aufwendungen aus einer Arbeitsecke - Aufwendungen …