Source: http://www.jurablogs.com/2014/03/24/flugreise-mit-unbestimmter-abflugzeit
Timestamp: 2017-01-19 07:09:48
Document Index: 317189537

Matched Legal Cases: ['§ 305', '§ 307', '§ 307', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BlogsRechtslupeMärz 2014Flugreise mit unbestimmter AbflugzeitDie Luftbeförderung gehört bei einer Flugreise zu der vom Reiseveranstalter zu erbringenden Hauptleistung. Der Reisevertrag muss die Frage regeln, wann sie erbracht werden soll.Der Zeitpunkt der Abreise kann im Reisevertrag nicht nur als nach Tag und Uhrzeit bezeichneter Zeitpunkt vereinbart, sondern auch zum Gegenstand eines Leistungsbestimmungsrechts des Reiseveranstalters gemacht werden, das es diesem erlaubt, die genaue Leistungszeit innerhalb eines vereinbarten Rahmens festzulegen. Ein solches Bestimmungsrecht kann auch durch die Vereinbarung einer als voraussichtlich bezeichneten Abreisezeit eingeräumt werden. Liegt dem Reisevertrag eine vom Reiseveranstalter genannte voraussichtliche Abreisezeit (hier: Abflugzeit) zugrunde, ist diese jedenfalls annähernd einzuhalten.Die Klauseln in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen eines Reiseveranstalters “Die endgültige Festlegung der Flugzeiten obliegt dem Veranstalter mit den Reiseunterlagen.” und “Informationen über Flugzeiten durch Reisebüros sind unverbindlich.” benachteiligen den Reisenden entgegen den Geboten von Treu und Glauben unangemessen und sind unwirksam.Bei diesen Bestimmungen handelt es sich um für eine Vielzahl von Fällen vorformulierte Vertragsbedingungen, die die Reiseveranstalterin ihren Vertragspartnern bei Abschluss eines Vertrags stellt (§ 305 Abs. 1 Satz 1 BGB). Sie unterliegen nach § 307 Abs. 3 Satz 1 BGB der Inhaltskontrolle.Gegenstand der Inhaltskontrolle sind nach § 307 Abs. 3 Satz 1 BGB solche Bestimmungen in AGB, durch die von Rechtsvorschriften abweichende oder diese ergänzende Regelungen vereinbart werden. Unter Rechtsvorschriften sind dabei nicht nur Gesetzesvorschriften im materiellen Sinn zu verstehen. Möglich ist auch eine Kontrolle von AGB-Klauseln, die vertragsnatürliche wesentliche Rechte und Pflichten zum Nachteil des Vertragspartners einschränken oder sonst gegen allgemein anerkannte Rechtsgrundsätze verstoßen1 ...Zum vollständigen Artikel46 LeserLBR-Blog:BGH lotst TUI in die Pünktlichkeit35 LeserMüller Müller Rößner:BGH: Mehrkosten bei Eintritt eines Dritten in den Reisevertrag10 verwandte ArtikelKlauseln von Reiseveranstaltern, wonach ihnen die endgültige Festlegung der Flugzeiten obliegt und Informationen über Flugzeiten durch
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