Source: https://www.lohn-gehaltsabrechnung.com/was-aendert-sich-2016-lohnsteuer/
Timestamp: 2018-10-21 04:36:44
Document Index: 218146113

Matched Legal Cases: ['§39', '§51', '§52', '§37', '§6', '§39', '§ 32', '§ 32', '§ 2', '§ 24', '§ 139', '§ 39', '§ 33', '§ 32', '§ 46']

Was ändert sich 2016? Die Lohnsteuer. |
Erforderliche Gesamtkorrektur der Lohn- und Gehaltsabrechnung des Jahres 2015 für beschlossene Erhöhung des Grundfreibetrages, des Kinderfreibetrages und des Kindergeldes erfolgt im Dezember 2015
Vor dem Hintergrund der Änderungen durch das Gesetz zur Anhebung des Grundfreibetrags, des Kinderfreibetrags, des Kindergeldes und des Kinderzuschlags vom 16. Juli 2015 (BGBl. I Seite 1202), ist im Einvernehmen mit den obersten Finanzbehörden der Länder der Programmablaufplan für die maschinelle Berechnung der vom Arbeitslohn einzubehaltenden Lohnsteuer, des Solidaritätszuschlags und der Maßstabsteuer für die Kirchenlohnsteuer für Dezember 2015 bekannt gemacht worden (§39b Absatz 6 und §51 Absatz 4 Nummer 1a i. V. m. §52 Absatz 32a und §37b EStG sowie §6 Absatz 14 SolzG 1995).
Der Programmablaufplan berücksichtigt folgende Änderungen durch das Gesetz zur Anhebung des Grundfreibetrags, des Kinderfreibetrags, des Kindergeldes und des Kinderzuschlags – KiFBG- vom 16.Juli 2015 (BGBl. I Seite 1202):
den erhöhten Entlastungsbetrag für Alleinerziehende in Höhe von 1.908 Euro (Grundbetrag) im Rahmen der Steuerklasse II und Nachholung ab 1. Dezember 2015 bei täglichem, wöchentlichem und monatlichem Lohnzahlungszeitraum.
Erhöhungsbeträge beim Entlastungsbetrag für das zweite Kind und weitere Kinder werden ausschließlich über das Lohnsteuerermäßigungsverfahren berücksichtigt,
den erhöhten Kinderfreibetrag bei der Maßstabsteuer für die Kirchenlohnsteuer und beim Solidaritätszuschlag
sowie Nachholung ab 1. Dezember 2015 bei täglichem, wöchentlichem und monatlichem Lohnzahlungszeitraum.
Der Programmablaufplan berücksichtigt auch die ab 2015 greifende Änderung bei der Berechnung des Teilbetrags der Vorsorgepauschale für die gesetzliche Krankenversicherung (§39b Absatz 2 Satz 5 Nummer 3 Buchstabe b EStG i.d.F. des Gesetzes zur Anpassung des nationalen Steuerrechts an den Beitritt Kroatiens zur EU und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften vom 25. Juli 2014, BGBl. I Seite 1266).
Welche Auswirkungen haben diese Änderungen für Sie als Arbeitgeber bzw. für Ihre Arbeitnehmer?
Die Erhöhung des Kindergeldes wurde bei unseren betroffenen Kunden im Rahmen der September-Abrechnung umgesetzt. Hierbei wurde der Differenzbetrag für den Januar bis August sowie ab September dann der erhöhte Betrag ausgezahlt.
Durch die vorgeschriebene Anwendung dieser Programmablaufpläne durch lohndirekt – erstmals im Dezember 2015 – wird die Änderung einer Vielzahl von früheren Lohnabrechnungen Ihrer Arbeitnehmer ab Januar 2015 vermieden und lediglich eine Gesamtkorrektur mit der Lohn-und Gehaltsabrechnung für den Dezember 2015 durch lohndirekt erfolgen.
Im Folgenden haben wir für Sie noch einmal im Detail die im Änderungsgesetz beschlossenen Punkte aufgeführt:
Der jedem Steuerpflichtigen zustehende Grundfreibetrag (§ 32a EStG) wird wie folgt erhöht:
in 2015 von 8.354 EUR um +118 EUR auf 8.472 EUR
in 2016 von 8.472 EUR um +180 EUR auf 8.652 EUR
Der Kinderfreibetrag (§ 32a EStG) wird wie folgt erhöht:
in 2015 von 2.184 EUR um +72 EUR auf 2.256 EUR
in 2016 von 2.256 EUR um +48 EUR auf 2.304 EUR
Neben dem Kinderfreibetrag wird ein zusätzlicher Freibetrag für den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf mit 1.320 EUR je Kind gewährt. Dieser Freibetrag bleibt in der Höhe unverändert.
Entsprechend der Erhöhung beim Kinderfreibetrag wird auch das monatlich ausgezahlte Kindergeld erhöht (§ 2 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2b BUKGG). Durch die Erhöhung ändert sich das Kindergeld je Kind und Monat wie folgt:
in 2015 von 184 EUR um +4 EUR auf 188 EUR für das 1. + 2. Kind
von 190 EUR um +4 EUR auf 194 EUR für das 3. Kind
von 215 EUR um +4 EUR auf 219 EUR für das 4. Kind
in 2016 von 188 EUR um +2 EUR auf 190 EUR für das 1. + 2. Kind
von 194 EUR um +2 EUR auf 196 EUR für das 3. Kind
von 219 EUR um +2 EUR auf 221 EUR für das 4. Kind
von 140 EUR um + 20 EUR auf 160 EUR
Diese Änderung wird jedoch erstmals ab 1.7.2016 gelten. Die Anregung des Bundesrats, auch diese Erhöhung bereits ab dem 1.1.2016 vorzunehmen, blieb erfolglos.
Erfolgreich war der Bundesrat mit der Bitte zu einem höheren Entlastungsbetrag für Alleinerziehende (§ 24b EStG) und einer Staffelung nach der Zahl der im Haushalt lebenden Kinder. Dies wird ab 2015 wie folgt umgesetzt:
Der bisherige Freibetrag i. H. v. 1.308 EUR wird um 600 EUR auf 1.908 EUR erhöht. Für jedes weitere Kind steigt der Freibetrag um zusätzliche 240 EUR. Zudem wird der Freibetrag an die Angabe der Identifikationsnummer (§ 139b AO) des Kindes gekoppelt.
Damit wird eine mehrfache Gewährung, insbesondere bei nur zeitanteiliger monatlicher Berücksichtigung, ausgeschlossen.
Der Grundentlastungsbetrag (1.908 EUR) wird wie bisher automatisch über die Steuerklasse II berücksichtigt. Zudem besteht die Möglichkeit, auch den Erhöhungsbetrag für weitere Kinder bereits im Lohnsteuerabzugsverfahren geltend zu machen (§ 39a Abs. 1 Satz 1 Nr. 4a EStG).
Ebenfalls auf eine Initiative der Bundesländer geht eine Erhöhung des steuerlichen Abzugsbetrags für Unterhaltsverpflichtungen zurück (§ 33a Abs. 1 Satz 1 EStG). Der Bundestag hat sich für folgende Änderung parallel zum Grundfreibetrag ausgesprochen:
Die beschlossene Erhöhung des Kindergelds soll auch tatsächlich in den Familien bzw. bei den Kindern ankommen und der Verwaltungsaufwand minimiert werden. Deshalb ist für die rückwirkende Kindergelderhöhung in 2015 bzw. die daraus resultierenden
Nachzahlungen keine Anrechnung auf die Höhe von Sozialleistungen bzw. den Kindesunterhalt vorgesehen. Gleiches wird für das Unterhaltsvorschussgesetz geregelt.
Der ab dem Veranlagungszeitraum 2016 geltende Einkommensteuertarif (§ 32a Abs. 1 EStG) wird neu gefasst. Zusätzlich zu den Wirkungen des erhöhten Grundfreibetrags werden die Tarifeckwerte um 1,482 % “nach rechts” verschoben. Dies entspricht der
kumulierten Inflationsrate seit 2014 und soll die eingetretene sog. kalte Progression ausgleichen.
Entsprechend der Breite der Erhöhungen werden auch die Grenzwerte für eine Pflichtveranlagung angehoben. Ab 2015 sind in § 46 Abs. 2 Nr. 3 und Nr. 4 EStG jeweils Arbeitslöhne mit 10.800 EUR bzw. 20.500 EUR maßgebend, ab 2016 dann 11.000 EUR bzw. 20.900 EUR.
Quelle HAUFE.de/Personal
Schlagwörter: 2016, Alleinerziehend, Grundfreibetrag, Kinderfreibetrag, Kindergeld, Kinderzuschlag, Lohnsteuer, Unterhaltsleistungen
« Entgeltfortzahlung: Dies sollten Sie als Arbeitgeber wissen
Was ändert sich 2016? Die Sozialversicherung. »
23. März 2016	22:42
Auf meinem Lohnzettel steht eine LSt pausch. von ca. 1,41% an Gesamtebrotto. Ich habe hier keine Erklärung gefunden. Was kann das sein?
22. April 2016	15:36
die Abkürzung „LSt pausch.“ steht für einen pauschalen Lohnsteuerbetrag, der im Gesamtbruttobetrag enthalten ist.
Trabbimatti
15. Februar 2016	16:19
bin grade über dieses Thema gestolpert, da der Mandant auch danach fragte.
Im Dezember wurde die Erhöhung des Kinderfreibetrages und des Grundfreibetrages eingearbeitet. Bitte schaut Euch die Lohnzettel November oder früher an, dort war bei gleichem Gehalt eine höhere Steuer.
Vergleicht man jetzt 12/2015 und 01/2016, sieht das schon wie eine versteckte Lohnsteuererhöhung aus, ist aber nicht. Hier der Link zu den Änderungen 12/2015:
https://www.haufe.de/personal/entgelt/erhoehung-grundfreibetrag-2015-keine-rueckwirkung-bei-lohnsteuer_78_308890.html
Komisch, ich zahle knapp 15 € weniger LST…
bei mir auch über 20 euro mehr lohnsteuer!
wer versucht uns immer zu verarschen und rechnet nur solchen mist aus wo plus da steht?
2. Februar 2016	19:32
ich vermute das die kalte Progression daran schuld ist. Die Steuermehrbelastung wurde nach rechts verschoben. Daher muss man mehr löhnen. Schöne Volksverarschung, danke
2. Februar 2016	16:08
ist bei mir genauso. 50€ weniger als Dezember 2016. Hat hier eine versteckte Lohnsteuerhöhung stattgefunden ? Trotz Erhöhung des Grundfreibetrages? sehr komisch, bin auf eine Erklärung gespannt. Es kann eigentlich nur sein das das Steuerprogramm noch nicht aktuell ist.
1. Februar 2016	13:22
Bei mir sind es ebenfalls 30€ mehr Lohnsteuer in Klasse 3. Und diese 30€ sind es tatsächlich auch netto weniger und das trotz einem Kind auf der Steuerkarte.
Da wird der einfache Arbeiter wieder schön zur Kasse gebeten und habe mich gleichzeitig umsonst gefreut das der Krankenkassen Beitrag mit 15,4% bei mir stabil blieb.
31. Januar 2016	12:08
Zahle auch mehr Lohnsteuer und Soli bei gleichem Brutto (2800,-) und würde sehr gerne wissen warum!
28. Januar 2016	21:51
Zahle auch mehr, würde gerne wissen warum?
27. Januar 2016	08:21
Also ich habe auch 50 Euro weniger raus. 25 Euro mehr Steuern, 25 Euro mehr KV.
25. Januar 2016	14:38
Es ist alles ganz gut und schön, aber Tatsache ist das zum Beispiel ein Arbeitnehmer mit Mindestlohn € 1475,00
im Dez. 64,91 € Lohnsteuer zahlte und im Januar 2016 nun mit € 80,00 zur Kasse genommen wird. wie soll man sich dies erklären? Im Schnitt Lohnsteuererhöhungen bis zu € 25,00. Mit freundlichen Grüßen ! Walter Fischer
29. Januar 2016	09:47
3. Dezember 2015	12:49
Sie haben einen Zahlendreher beim Kindergeld für 2016: für jedes weitere Kind gibt es 221 Euro.
4. Dezember 2015	10:48
danke für die Information und das aufmerksame Lesen.