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Timestamp: 2020-06-06 15:19:12
Document Index: 125317318

Matched Legal Cases: ['Art. 4', 'Art. 5', 'Art. 6', 'Art. 8', 'Art. 9', 'Art. 11', 'Art. 12', 'Art. 13', 'Art. 14', 'Art. 15', 'Art. 16', 'Art. 16', 'Art. 17', 'Art. 18', 'Art. 19', 'Art. 20', 'Art. 22', 'Art. 23', 'Art. 24', 'Art. 25', 'Art. 25', 'Art. 26', 'Art. 27', 'Art. 28', 'Art. 29', 'Art. 30', 'Art. 30', 'Art. 31', 'Art. 32', 'Art. 33', 'Art. 33', 'Art. 34', 'Art. 34', 'Art. 34', 'Art. 35', 'Art. 36', 'Art. 37', 'Art. 38', 'Art. 39', 'Art. 39', 'Art. 40', 'Art. 43', 'Art. 43', 'Art. 44', 'Art. 45', 'Art. 4', 'Art. 9', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 728', 'Art. 13', 'Art. 1', 'Art. 15', 'Art. 16', 'Art. 16', 'Art. 18', 'Art. 22', 'Art. 755', 'Art. 25', 'Art. 26', 'Art. 38', 'Art. 301', 'Art. 30', 'Art. 311', 'Art. 321', 'Art. 33', 'Art. 341', 'Art. 34', 'Art. 34', 'Art. 19', 'Art. 36', 'Art. 752', 'Art. 381', 'Art. 39', 'Art. 13', 'Art. 15', 'Art. 730', 'Art. 20', 'Art. 43', 'Art. 1', 'Art. 43', 'Art. 4', 'Art. 5', 'Art. 6', 'Art. 8', 'Art. 9', 'Art. 9', 'Art. 11', 'Art. 12', 'Art. 13', 'Art. 14', 'Art. 15', 'Art. 15', 'Art. 16', 'Art. 16', 'Art. 17', 'Art. 18', 'Art. 19', 'Art. 20', 'Art. 22', 'Art. 23', 'Art. 24', 'Art. 25', 'Art. 25', 'Art. 26', 'Art. 27', 'Art. 28', 'Art. 29', 'Art. 301', 'Art. 30', 'Art. 311', 'Art. 321', 'Art. 33', 'Art. 33', 'Art. 341', 'Art. 34', 'Art. 34', 'Art. 35', 'Art. 36', 'Art. 36', 'Art. 37', 'Art. 381', 'Art. 39', 'Art. 40', 'Art. 41', 'Art. 43', 'Art. 43', 'Art. 43', 'Art. 44', 'Art. 45', 'Art. 28', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 4', 'Art. 5', 'Art. 6', 'Art. 9', 'Art. 13', 'Art. 14', 'Art. 15', 'Art. 16', 'Art. 17', 'Art. 22', 'Art. 25', 'Art. 301', 'Art. 30', 'Art. 311', 'Art. 321', 'Art. 33', 'Art. 341', 'Art. 34', 'Art. 34', 'Art. 36', 'Art. 381', 'Art. 39', 'Art. 43', 'Art. 43', 'Art. 8', 'Art. 8']

Bundesgesetz vom 16. Dezember 2005 über die Zulassung und Beaufsichtigung der Revisorinnen und Revisoren (Revisionsaufsichtsgesetz, RAG)
2. Abschnitt: Allgemeine Bestimmungen über die Zulassung zur...
Art. 4 Voraussetzungen für Revisionsexpertinnen und Revision...
Art. 5 Voraussetzungen für Revisorinnen und Revisoren
Art. 6 Voraussetzungen für Revisionsunternehmen
3. Abschnitt: Besondere Bestimmungen über die Zulassung zur ...
Art. 8 Sonderfälle im internationalen Verhältnis
Art. 9a Voraussetzungen für die Zulassung zur Prüfung nach d...
4. Abschnitt: Pflichten staatlich beaufsichtigter Revisionsu...
Art. 11 Unabhängigkeit
Art. 12 Sicherung der Qualität
Art. 13 Zutrittsgewährung
Art. 14 Meldungen an die Aufsichtsbehörde
5. Abschnitt: Zulassung und Aufsicht
Art. 15a Auskunfts- und Meldepflicht
Art. 16 Überprüfung staatlich beaufsichtigter Revisionsunter...
Art. 16a Standards zur Prüfung und Qualitätssicherung
Art. 17 Entzug der Zulassung
Art. 18 Massnahmen gegenüber natürlichen Personen, die für s...
Art. 19 Information der Öffentlichkeit
Art. 20 Beizug von Drittpersonen
6. Abschnitt: Amts- und Rechtshilfe
Art. 22 Schweizerische Aufsichtsbehörden
Art. 23 Börsen
Art. 24 Strafverfolgungsbehörden
Art. 25 Zivilgerichte
Art. 25a Selbstregulierungsorganisationen
Art. 26 Zusammenarbeit mit ausländischen Revisionsaufsichtsb...
Art. 27 Grenzüberschreitende Prüfungshandlungen
7. Abschnitt: Organisation der Aufsichtsbehörde
Art. 28 Aufsichtsbehörde
Art. 29 Organe
Art. 30 Verwaltungsrat
Art. 30a Aufgaben des Verwaltungsrates
Art. 31 Geschäftsleitung
Art. 32 Revisionsstelle
Art. 33 Personal
Art. 33a Pensionskasse
Art. 34 Amtsgeheimnis
Art. 34a Anzeigepflichten, Anzeigerechte und Schutz
Art. 34b Geschäftsbericht
Art. 35 Rechnungswesen
Art. 36 Tresorerie
Art. 37 Steuerbefreiung
Art. 38 Fachliche Unabhängigkeit und Aufsicht
Art. 39 Übertretungen
Art. 39a Widerhandlungen in Geschäftsbetrieben
Art. 40 Vergehen
Art. 43a Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 20. Juni 201...
Art. 43b Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 30. Septembe...
Art. 44 Übergangsbestimmung zum Rechtsschutz
Art. 45 Referendum und Inkrafttreten
(Revisionsaufsichtsgesetz, RAG)
vom 16. Dezember 2005 (Stand am 1. Januar 2020)
gestützt auf die Artikel 95 Absatz 1, 122 Absatz 1 und 123 Absatz 1 der Bundesverfassung1, nach Einsicht in die Botschaft des Bundesrates vom 23. Juni 20042,
1 Dieses Gesetz regelt die Zulassung und die Beaufsichtigung von Personen, die Revisionsdienstleistungen erbringen.
2 Es dient der ordnungsgemässen Erfüllung und der Sicherstellung der Qualität von Revisionsdienstleistungen.
3 Spezialgesetzliche Vorschriften bleiben vorbehalten.
Revisionsdienstleistungen:
Prüfungen und Bestätigungen, die nach bundesrechtlichen Vorschriften durch eine zugelassene Revisorin, einen zugelassenen Revisor, eine zugelassene Revisionsexpertin, einen zugelassenen Revisionsexperten oder ein staatlich beaufsichtigtes Revisionsunternehmen vorgenommen werden müssen,
Prüfungen, die nach Artikel 24 Absatz 1 Buchstabe a des Finanzmarktaufsichtsgesetzes vom 22. Juni 20072 (FINMAG) durch eine zugelassene Prüfgesellschaft vorgenommen werden;
Revisionsunternehmen: im Handelsregister eingetragene Einzelunternehmen, Personengesellschaften oder juristische Personen, die Revisionsdienstleistungen erbringen;
Gesellschaften des öffentlichen Interesses:
Publikumsgesellschaften im Sinne von Artikel 727 Absatz 1 Ziffer 1 des Obligationenrechts (OR)4,
Beaufsichtigte im Sinn von Artikel 3 FINMAG, die eine nach Artikel 9a des vorliegenden Gesetzes zugelassene Prüfgesellschaft mit einer Prüfung nach Artikel 24 FINMAG beauftragen müssen.
1 Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 20. Juni 2014 (Bündelung der Aufsicht über Revisionsunternehmen und Prüfgesellschaften), in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 4073; BBl 2013 6857).
3 Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 20. Juni 2014 (Bündelung der Aufsicht über Revisionsunternehmen und Prüfgesellschaften), in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 4073; BBl 2013 6857).
2. Abschnitt: Allgemeine Bestimmungen über die Zulassung zur Erbringung von Revisionsdienstleistungen
1 Natürliche Personen und Revisionsunternehmen, die Revisionsdienstleistungen im Sinne von Artikel 2 Buchstabe a erbringen, bedürfen einer Zulassung.
2 Natürliche Personen werden unbefristet, Revisionsunternehmen für die Dauer von fünf Jahren zugelassen.
Art. 4 Voraussetzungen für Revisionsexpertinnen und Revisionsexperten
1 Eine natürliche Person wird als Revisionsexpertin oder Revisionsexperte zugelassen, wenn sie die Anforderungen an Ausbildung und Fachpraxis erfüllt und über einen unbescholtenen Leumund verfügt.
2 Die Anforderungen an Ausbildung und Fachpraxis erfüllen:
eidgenössisch diplomierte Wirtschaftsprüferinnen und Wirtschaftsprüfer;
eidgenössisch diplomierte Treuhandexpertinnen und Treuhandexperten, Steuerexpertinnen und Steuerexperten sowie Expertinnen und Experten in Rechnungslegung und Controlling, je mit mindestens fünf Jahren Fachpraxis;
Absolventinnen und Absolventen eines Universitäts- oder Fachhochschulstudiums in Betriebs-, Wirtschafts- oder Rechtswissenschaften an einer schweizerischen Hochschule, Fachleute im Finanz- und Rechnungswesen mit eidgenössischem Fachausweis sowie Treuhänderinnen und Treuhänder mit eidgenössischem Fachausweis, je mit mindestens zwölf Jahren Fachpraxis;
Personen, die eine den in den Buchstaben a, b oder c aufgeführten vergleichbare ausländische Ausbildung abgeschlossen haben, die entsprechende Fachpraxis aufweisen und die notwendigen Kenntnisse des schweizerischen Rechts nachweisen, sofern ein Staatsvertrag mit dem Herkunftsstaat dies so vorsieht oder der Herkunftsstaat Gegenrecht hält.
3 Der Bundesrat kann weitere gleichwertige Ausbildungsgänge zulassen und die Dauer der notwendigen Fachpraxis bestimmen.
4 Die Fachpraxis muss vorwiegend auf den Gebieten des Rechnungswesens und der Rechnungsrevision erworben worden sein, davon mindestens zwei Drittel unter Beaufsichtigung durch eine zugelassene Revisionsexpertin oder einen zugelassenen Revisionsexperten oder durch eine ausländische Fachperson mit vergleichbarer Qualifikation. Fachpraxis während der Ausbildung wird angerechnet, wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind.
1 Eine natürliche Person wird als Revisorin oder Revisor zugelassen, wenn sie:
über einen unbescholtenen Leumund verfügt;
eine Ausbildung nach Artikel 4 Absatz 2 abgeschlossen hat;
eine Fachpraxis von einem Jahr nachweist.
2 Die Fachpraxis muss vorwiegend auf den Gebieten des Rechnungswesens und der Rechnungsrevision erworben worden sein, dies unter Beaufsichtigung durch eine zugelassene Revisorin oder einen zugelassenen Revisor oder durch eine ausländische Fachperson mit vergleichbarer Qualifikation. Fachpraxis während der Ausbildung wird angerechnet, wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind.
1 Ein Revisionsunternehmen wird als Revisionsexperte oder als Revisor zugelassen, wenn:
die Mehrheit der Mitglieder seines obersten Leitungs- oder Verwaltungsorgans sowie seines Geschäftsführungsorgans über die entsprechende Zulassung verfügt;
mindestens ein Fünftel der Personen, die an der Erbringung von Revisionsdienstleistungen beteiligt sind, über die entsprechende Zulassung verfügt;
sichergestellt ist, dass alle Personen, die Revisionsdienstleistungen leiten, über die entsprechende Zulassung verfügen;
die Führungsstruktur gewährleistet, dass die einzelnen Mandate genügend überwacht werden.
2 Finanzkontrollen der öffentlichen Hand werden als Revisionsunternehmen zugelassen, wenn sie die Anforderungen nach Absatz 1 erfüllen. Die Zulassung als staatlich beaufsichtigte Revisionsunternehmen ist nicht möglich.
3. Abschnitt: Besondere Bestimmungen über die Zulassung zur Erbringung von Revisionsdienstleistungen für Gesellschaften des öffentlichen Interesses3
1 Revisionsunternehmen, die Revisionsdienstleistungen für Gesellschaften des öffentlichen Interesses erbringen, bedürfen einer besonderen Zulassung und stehen unter staatlicher Aufsicht (staatlich beaufsichtigte Revisionsunternehmen).
2 Andere Revisionsunternehmen werden auf Gesuch hin ebenfalls als staatlich beaufsichtigte Revisionsunternehmen zugelassen, wenn sie die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllen.
3 Die Zulassung erfolgt zeitlich unbefristet.1
1 Eingefügt durch Anhang Ziff. II 3 des Finanzinstitutsgesetzes vom 15. Juni 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2020 (AS 2018 5247, 2019 4631; BBl 2015 8901).
1 Einer Zulassung als staatlich beaufsichtigtes Revisionsunternehmen bedürfen auch Revisionsunternehmen, die Revisionsdienstleistungen im Sinne von Artikel 2 Buchstabe a Ziffer 1 oder diesen vergleichbare Dienstleistungen nach ausländischem Recht erbringen für:1
Gesellschaften nach ausländischem Recht, deren Beteiligungspapiere an einer Schweizer Börse kotiert sind;
Gesellschaften nach ausländischem Recht, deren Anleihensobligationen an einer Schweizer Börse kotiert sind;
c. und d.3
2 Die Zulassungspflicht entfällt, wenn das Revisionsunternehmen einer vom Bundesrat anerkannten ausländischen Revisionsaufsichtsbehörde untersteht.
3 Die Zulassungspflicht entfällt zudem für Revisionsunternehmen, die Revisionsdienstleistungen erbringen für eine Gesellschaft nach Absatz 1 Buchstabe b, wenn:
deren Anleihensobligationen durch eine Gesellschaft garantiert werden, die über ein Revisionsunternehmen verfügt, das entweder Absatz 1 oder 2 erfüllt; oder
die Investorinnen und Investoren ausdrücklich darauf hingewiesen werden, dass das Revisionsunternehmen nicht staatlich beaufsichtigt wird.4
4 Die Revisionsunternehmen, für die die Zulassungspflicht nach Absatz 2 entfällt, müssen sich bei der Aufsichtsbehörde melden. Der Bundesrat regelt diese Meldepflicht.5
5 Die Aufsichtsbehörde regelt, wie bekannt gemacht werden muss, dass ein Revisionsunternehmen nicht staatlich beaufsichtigt wird.6
1 Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 20. Juni 2014 (Bündelung der Aufsicht über Revisionsunternehmen und Prüfgesellschaften), in Kraft seit 1. Okt. 2015 (AS 2014 4073, 2015 2437; BBl 2013 6857).
2 Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 30. Sept. 2016 (Extraterritorialer Geltungsbereich der Revisionsaufsicht), in Kraft seit 1. Okt. 2017 (AS 2017 4859; BBl 2015 5717).
3 Nie in Kraft getreten / gegenstandslos
4 Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 30. Sept. 2016 (Extraterritorialer Geltungsbereich der Revisionsaufsicht), in Kraft seit 1. Okt. 2017 (AS 2017 4859; BBl 2015 5717).
5 Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 30. Sept. 2016 (Extraterritorialer Geltungsbereich der Revisionsaufsicht), in Kraft seit 1. Okt. 2017 (AS 2017 4859; BBl 2015 5717).
6 Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 30. Sept. 2016 (Extraterritorialer Geltungsbereich der Revisionsaufsicht), in Kraft seit 1. Okt. 2017 (AS 2017 4859; BBl 2015 5717).
1 Revisionsunternehmen werden zur Erbringung von Revisionsdienstleistungen für Gesellschaften des öffentlichen Interesses zugelassen, wenn sie:
die Voraussetzungen für die Zulassung als Revisionsexperten erfüllen;
gewährleisten, dass sie die rechtlichen Pflichten1 einhalten;
für die Haftungsrisiken ausreichend versichert sind.
2 Die Aufsichtsbehörde kann die Zulassung eines Revisionsunternehmens auf der Grundlage einer ausländischen Zulassung erteilen, wenn die Anforderungen dieses Gesetzes erfüllt sind.
1 Ausdruck gemäss Ziff. I des BG vom 20. Juni 2014 (Bündelung der Aufsicht über Revisionsunternehmen und Prüfgesellschaften), in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 4073; BBl 2013 6857). Die Änderung wurde im ganzen Text vorgenommen.
Art. 9a1Voraussetzungen für die Zulassung zur Prüfung nach den Finanzmarktgesetzen
1 Ein Revisionsunternehmen wird als Prüfgesellschaft für Prüfungen nach Artikel 2 Buchstabe a Ziffer 2 zugelassen, wenn es:
nach Artikel 9 Absatz 1 zugelassen ist;
für diese Prüfungen ausreichend organisiert ist; und
keine andere nach den Finanzmarktgesetzen (Art. 1 Abs. 1 FINMAG2) bewilligungspflichtige Tätigkeit ausübt.
2 Eine Person wird zur Leitung von Prüfungen nach Artikel 2 Buchstabe a Ziffer 2 (leitende Prüferin oder leitender Prüfer) zugelassen, wenn sie:
als Revisionsexpertin oder -experte nach Artikel 4 zugelassen ist; und
das nötige Fachwissen und die nötige Praxiserfahrung für die Prüfung nach den Finanzmarktgesetzen (Art. 1 Abs. 1 FINMAG) aufweist.
3 Für die Zulassung nach Absatz 2 Buchstabe a kann in Abweichung von Artikel 4 Absatz 4 auch Fachpraxis aus Prüfungen nach Artikel 24 Absatz 1 Buchstaben a und b FINMAG angerechnet werden.
4bis Der Bundesrat kann erleichterte Voraussetzungen vorsehen für die Zulassung von Prüfgesellschaften sowie von leitenden Prüferinnen und Prüfern zur Prüfung von Personen nach Artikel 1b des Bankengesetzes vom 8. November 19344.5
1 Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 20. Juni 2014 (Bündelung der Aufsicht über Revisionsunternehmen und Prüfgesellschaften), in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 4073; BBl 2013 6857).
3 Aufgehoben durch Anhang Ziff. II 3 des Finanzinstitutsgesetzes vom 15. Juni 2018, mit Wirkung seit 1. Jan. 2020 (AS 2018 5247, 2019 4631; BBl 2015 8901).
5 Eingefügt durch Anhang Ziff. II 3 des Finanzinstitutsgesetzes vom 15. Juni 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 5247; BBl 2015 8901).
6 Aufgehoben durch Anhang Ziff. II 3 des Finanzinstitutsgesetzes vom 15. Juni 2018, mit Wirkung seit 1. Jan. 2020 (AS 2018 5247, 2019 4631; BBl 2015 8901).
1 Aufgehoben durch Ziff. I des BG vom 20. Juni 2014 (Bündelung der Aufsicht über Revisionsunternehmen und Prüfgesellschaften), mit Wirkung seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 4073; BBl 2013 6857).
4. Abschnitt: Pflichten staatlich beaufsichtigter Revisionsunternehmen
1 Über die allgemeinen gesetzlichen Vorschriften zur Unabhängigkeit der Revisionsstelle hinaus (Art. 728 OR1) müssen staatlich beaufsichtigte Revisionsunternehmen bei der Erbringung von Revisionsdienstleistungen für Gesellschaften des öffentlichen Interesses folgende Grundsätze einhalten:
Die jährlichen Honorare aus Revisions- und anderen Dienstleistungen für eine einzelne Gesellschaft und die mit ihr durch einheitliche Leitung verbundenen Gesellschaften (Konzern) dürfen 10 Prozent ihrer gesamten Honorarsumme nicht übersteigen.
Treten Personen, die in einer Gesellschaft eine Entscheidfunktion innehatten oder in leitender Stellung in der Rechnungslegung tätig waren, in ein Revisionsunternehmen über und übernehmen sie dort eine leitende Stellung, so darf dieses während zwei Jahren ab Übertritt keine Revisionsdienstleistungen für diese Gesellschaft erbringen.
Treten Personen, die in einer Gesellschaft in der Rechnungslegung mitgewirkt haben, in ein Revisionsunternehmen über, so dürfen sie während zwei Jahren ab Übertritt keine Revisionsdienstleistungen für diese Gesellschaft leiten.
2 Eine Gesellschaft des öffentlichen Interesses darf keine Personen beschäftigen, die während der zwei vorausgegangenen Jahre Revisionsdienstleistungen für diese Gesellschaft geleitet haben oder im betreffenden Revisionsunternehmen eine Entscheidfunktion inne hatten.
1 Die staatlich beaufsichtigten Revisionsunternehmen treffen alle Massnahmen, die zur Sicherung der Qualität ihrer Revisionsdienstleistungen notwendig sind.
2 Sie stellen eine geeignete Organisation sicher und erlassen insbesondere schriftliche Weisungen über:
die Anstellung, die Aus- und Weiterbildung, die Beurteilung, die Zeichnungsberechtigung und das gebotene Verhalten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter;
die Annahme neuer und die Weiterführung bestehender Aufträge für Revisionsdienstleistungen;
die Überwachung der Massnahmen zur Sicherung der Unabhängigkeit und der Qualität.
3 Sie gewährleisten bei den einzelnen Revisionsdienstleistungen insbesondere:
die sachgerechte Zuteilung der Aufgaben;
die Überwachung der Arbeiten;
die Einhaltung der massgebenden Vorschriften und Standards zur Prüfung und zur Unabhängigkeit;
eine qualifizierte und unabhängige Nachkontrolle der Prüfungsergebnisse.
Art. 13 Zutrittsgewährung1
2 Staatlich beaufsichtigte Revisionsunternehmen müssen der Aufsichtsbehörde jederzeit Zutritt zu ihren Geschäftsräumen gewähren.
2 Aufgehoben durch Ziff. I des BG vom 20. Juni 2014 (Bündelung der Aufsicht über Revisionsunternehmen und Prüfgesellschaften), mit Wirkung seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 4073; BBl 2013 6857).
1 Staatlich beaufsichtigte Revisionsunternehmen müssen die Zulassungsunterlagen jedes Jahr jeweils per 30. Juni aktualisieren und bis zum 30. September bei der Aufsichtsbehörde einreichen. Unverändert gültige Unterlagen müssen nicht erneut eingereicht werden.
1 Die Aufsichtsbehörde entscheidet auf Gesuch hin über die Zulassung von:
Revisorinnen und Revisoren;
Revisionsexpertinnen und Revisionsexperten;
staatlich beaufsichtigten Revisionsunternehmen;
Prüfgesellschaften sowie von leitenden Prüferinnen und Prüfern zur Prüfung nach den Finanzmarktgesetzen (Art. 1 Abs. 1 FINMAG2) gemäss Artikel 9a.
1bis Sie kann die Zulassung auf die Erbringung bestimmter Arten von Revisionsdienstleistungen für bestimmte Gesellschaften des öffentlichen Interesses beschränken.3
2 Sie führt ein Register über die zugelassenen natürlichen Personen und Revisionsunternehmen. Das Register ist öffentlich und wird auf dem Internet publiziert. Der Bundesrat regelt den Inhalt des Registers.
3 Die registrierten natürlichen Personen und Revisionsunternehmen müssen der Aufsichtsbehörde jede Änderung von eingetragenen Tatsachen mitteilen.
3 Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 20. Juni 2014 (Bündelung der Aufsicht über Revisionsunternehmen und Prüfgesellschaften), in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 4073; BBl 2013 6857).
Art. 15a1Auskunfts- und Meldepflicht
1 Folgende Personen und Unternehmen müssen der Aufsichtsbehörde alle Auskünfte erteilen und Unterlagen herausgeben, die diese für die Erfüllung ihrer Aufgaben benötigt:
die zugelassenen natürlichen Personen und Revisionsunternehmen;
die natürlichen Personen, die Mitglied im obersten Leitungs- und Verwaltungsorgan oder im Geschäftsführungsorgan eines Revisionsunternehmens sind und nicht über eine Zulassung der Aufsichtsbehörde verfügen;
die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Revisionsunternehmens und alle Personen, die von diesem für Revisionsdienstleistungen beigezogen werden;
die geprüften Gesellschaften;
alle Gesellschaften, die mit der geprüften Gesellschaft einen Konzern bilden und deren Jahresrechnungen konsolidiert werden müssen, sowie deren Revisionsstellen.
2 Die Personen und Unternehmen nach Absatz 1 Buchstaben a und b müssen der Aufsichtsbehörde überdies unverzüglich schriftlich Vorkommnisse melden, die für die Zulassung oder die Aufsicht relevant sind.
Art. 16 Überprüfung staatlich beaufsichtigter Revisionsunternehmen
1 Die Aufsichtsbehörde unterzieht die staatlich beaufsichtigten Revisionsunternehmen mindestens alle drei Jahre einer eingehenden Überprüfung.1
1bis 2
1ter Bei Verdacht auf Verstösse gegen rechtliche Pflichten nimmt die Aufsichtsbehörde unabhängig vom Überprüfungszyklus nach Absatz 1 eine entsprechende Überprüfung vor.3
2 Sie überprüft:
die Richtigkeit der Angaben in den Zulassungsunterlagen;
die Einhaltung der rechtlichen Pflichten, der von ihr anerkannten Standards zur Prüfung und Qualitätssicherung sowie der Berufsgrundsätze, Standesregeln und gegebenenfalls des Kotierungsreglements;
die Qualität der erbrachten Revisionsdienstleistungen durch einzelne Stichproben;
die Einhaltung und Umsetzung der von ihr erteilten Anweisungen.
3 Sie erstellt zuhanden des obersten Leitungs- oder Verwaltungsorgans des Revisionsunternehmens einen schriftlichen Bericht über das Ergebnis der Überprüfung.
4 Stellt sie Verstösse gegen rechtliche Pflichten fest, so erteilt sie dem staatlich beaufsichtigten Revisionsunternehmen einen schriftlichen Verweis, gibt Anweisungen zur Wiederherstellung des ordnungsgemässen Zustands und setzt ihm dafür eine Frist von höchstens zwölf Monaten. Aus wichtigen Gründen kann sie die Frist angemessen verlängern.
2 Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 20. Juni 2014 (Bündelung der Aufsicht über Revisionsunternehmen und Prüfgesellschaften) (AS 2014 4073; BBl 2013 6857). Aufgehoben durch Anhang Ziff. II 3 des Finanzinstitutsgesetzes vom 15. Juni 2018, mit Wirkung seit 1. Jan. 2020 (AS 2018 5247, 2019 4631; BBl 2015 8901).
3 Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 20. Juni 2014 (Bündelung der Aufsicht über Revisionsunternehmen und Prüfgesellschaften) (AS 2014 4073; BBl 2013 6857). Fassung gemäss Anhang Ziff. II 3 des Finanzinstitutsgesetzes vom 15. Juni 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2020 (AS 2018 5247, 2019 4631; BBl 2015 8901).
4 Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 20. Juni 2014 (Bündelung der Aufsicht über Revisionsunternehmen und Prüfgesellschaften), in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 4073; BBl 2013 6857).
Art. 16a1Standards zur Prüfung und Qualitätssicherung
1 Die staatlich beaufsichtigten Revisionsunternehmen müssen sich bei der Erbringung von Revisionsdienstleistungen nach Artikel 2 Buchstabe a Ziffer 1 an Standards zur Prüfung und Qualitätssicherung halten.
2 Die Aufsichtsbehörde bezeichnet die anwendbaren national oder international anerkannten Standards. Bestehen keine Standards oder sind diese unzureichend, so kann sie eigene Standards erlassen oder bestehende Standards ergänzen oder abändern.
1 Erfüllt eine zugelassene natürliche Person oder ein zugelassenes Revisionsunternehmen die Zulassungsvoraussetzungen der Artikel 4‒6 oder 9a nicht mehr, so kann die Aufsichtsbehörde die Zulassung befristet oder unbefristet entziehen. Sofern die Zulassungsvoraussetzungen wiederhergestellt werden können, ist der Entzug vorher anzudrohen. Sie erteilt einen schriftlichen Verweis, wenn der Entzug der Zulassung unverhältnismässig ist.1
2 Erfüllt ein staatlich beaufsichtigtes Revisionsunternehmen die Zulassungsvoraussetzungen nicht mehr oder verletzt es die rechtlichen Pflichten wiederholt oder in grober Weise, so kann ihm die Aufsichtsbehörde die Zulassung befristet oder unbefristet entziehen. Der Entzug ist vorher anzudrohen; dies gilt nicht bei groben Verstössen gegen das Gesetz.
3 Die Aufsichtsbehörde informiert die betroffenen Gesellschaften und die Börse über den Entzug der Zulassung.
4 Während der Dauer des befristeten Entzugs unterliegt die betroffene natürliche Person oder das betroffene Revisionsunternehmen weiterhin den Auskunfts- und Meldepflichten gemäss Artikel 15a.2
2 Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 20. Juni 2014 (Bündelung der Aufsicht über Revisionsunternehmen und Prüfgesellschaften), in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 4073; BBl 2013 6857).
Art. 18 Massnahmen gegenüber natürlichen Personen, die für staatlich beaufsichtigte Revisionsunternehmen tätig sind
Verletzt eine natürliche Person, die für ein staatlich beaufsichtigtes Revisionsunternehmen tätig ist, die rechtlichen Pflichten, so erteilt ihr die Aufsichtsbehörde einen schriftlichen Verweis. Bei wiederholten oder groben Verstössen kann ihr die Aufsichtsbehörde die Ausübung ihrer Tätigkeit befristet oder unbefristet verbieten und gegebenenfalls die Zulassung nach Artikel 17 Absatz 1 entziehen.
1 Die Aufsichtsbehörde veröffentlicht jährlich einen Bericht über ihre Tätigkeit und Praxis.
2 Über laufende und abgeschlossene Verfahren informiert sie nur, wenn dies aus Gründen überwiegender öffentlicher oder privater Interessen erforderlich ist.
1 Die Aufsichtsbehörde kann zur Erfüllung ihrer Aufgaben Drittpersonen beiziehen.
2 Die beauftragten Drittpersonen müssen vom staatlich beaufsichtigten Revisionsunternehmen und von Gesellschaften, für die dieses Revisionsdienstleistungen erbringt, unabhängig sein.
3 Sie haben über Feststellungen, die sie im Rahmen ihrer Tätigkeit machen, das Geheimnis zu wahren.
1 Die Aufsichtsbehörde erhebt für ihre Verfügungen, Überprüfungen und Dienstleistungen Gebühren.
2 Zur Deckung der Aufsichtskosten, die nicht durch Gebühren gedeckt sind, erhebt die Aufsichtsbehörde von den staatlich beaufsichtigten Revisionsunternehmen eine jährliche Aufsichtsabgabe. Diese wird auf der Grundlage der Kosten des Rechnungsjahres erhoben und trägt der wirtschaftlichen Bedeutung der staatlich beaufsichtigten Revisionsunternehmen Rechnung.
3 Der Bundesrat regelt die Einzelheiten, insbesondere die Gebührenansätze, die Bemessung der Aufsichtsabgabe und deren Aufteilung auf die beaufsichtigten Revisionsunternehmen.
Art. 22 Schweizerische Aufsichtsbehörden1
1 Die Aufsichtsbehörde und die anderen schweizerischen Aufsichtsbehörden müssen einander alle Auskünfte erteilen und Unterlagen übermitteln, die sie für die Durchsetzung der jeweiligen Gesetzgebung benötigen.2 Sie koordinieren ihre Aufsichtstätigkeiten, um Doppelspurigkeiten zu vermeiden.
2 Sie informieren sich gegenseitig über hängige Verfahren und Entscheide, die für die jeweilige Aufsichtstätigkeit von Belang sein können.
1 Fassung gemäss Anhang Ziff. 1 des Krankenversicherungsaufsichtsgesetzes vom 26. Sept. 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 5137; BBl 2012 1941).
2 Fassung gemäss Anhang Ziff. 1 des Krankenversicherungsaufsichtsgesetzes vom 26. Sept. 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 5137; BBl 2012 1941).
1 Die Börse und die Aufsichtsbehörde koordinieren ihre Aufsichtstätigkeiten, um Doppelspurigkeiten zu vermeiden.
3 Können Sanktionen der Aufsichtsbehörde bei Verstössen gegen die Artikel 7 und 8 nicht durchgesetzt werden, so ergreift die Börse die erforderlichen Sanktionen.
1 Die Aufsichtsbehörde und die Strafverfolgungsbehörden müssen einander alle Auskünfte erteilen und Unterlagen übermitteln, die sie für die Durchsetzung dieses Gesetzes benötigen.
2 Die Strafverfolgungsbehörde darf von der Aufsichtsbehörde erhaltene Auskünfte und Unterlagen nur im Rahmen des Strafverfahrens verwenden, für das Rechtshilfe gewährt wurde. Sie darf Auskünfte und Unterlagen nicht an Dritte weitergeben.
3 Erhält die Aufsichtsbehörde in Ausübung ihrer dienstlichen Pflichten Kenntnis von strafbaren Handlungen, so benachrichtigt sie die zuständigen Strafverfolgungsbehörden.
4 Die Strafverfolgungsbehörden melden der Aufsichtsbehörde sämtliche Verfahren, die im Zusammenhang mit einer von einem staatlich beaufsichtigten Revisionsunternehmen erbrachten Revisionsdienstleistung stehen; sie übermitteln ihr die Urteile und die Einstellungsbeschlüsse. Zu melden sind insbesondere Verfahren, die folgende Bestimmungen betreffen:
die Artikel 146, 152, 153, 161, 166, 251, 253–255 und 321 des Strafgesetzbuches1;
Artikel 47 des Bankengesetzes vom 8. November 19342;
c.3 Artikel 69 des Finanzinstitutsgesetzes vom 15. Juni 20184;
Artikel 147 des Finanzmarktinfrastrukturgesetzes vom 19. Juni 20156.
3 Fassung gemäss Anhang Ziff. II 3 des Finanzinstitutsgesetzes vom 15. Juni 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2020 (AS 2018 5247, 2019 4631; BBl 2015 8901).
5 Eingefügt durch Anhang Ziff. 2 des Finanzmarktinfrastrukturgesetzes vom 19. Juni 2015, in Kraft seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 5339; BBl 2014 7483).
Die kantonalen Zivilgerichte und das Bundesgericht melden der Aufsichtsbehörde sämtliche Verfahren betreffend die Revisionshaftung (Art. 755 OR1) im Zusammenhang mit einer von einem staatlich beaufsichtigten Revisionsunternehmen erbrachten Revisionsdienstleistung und stellen ihr die Urteile sowie andere Entscheide zu, welche ein solches Verfahren abschliessen.
Art. 25a1Selbstregulierungsorganisationen
Die Selbstregulierungsorganisationen (SRO) nach dem Geldwäschereigesetz vom 10. Oktober 19972 melden der Aufsichtsbehörde alle Vorkommnisse und übermitteln ihr alle Auskünfte und Unterlagen im Zusammenhang mit einer Prüfgesellschaft oder einer leitenden Prüferin oder einem leitenden Prüfer, welche die Aufsichtsbehörde zur Erfüllung ihrer Aufgaben benötigt.
Art. 26 Zusammenarbeit mit ausländischen Revisionsaufsichtsbehörden
1 Die Aufsichtsbehörde kann zur Durchsetzung dieses Gesetzes ausländische Revisionsaufsichtsbehörden um Auskünfte und Unterlagen ersuchen.
2 Sie darf ausländischen Revisionsaufsichtsbehörden nicht öffentlich zugängliche Auskünfte und Unterlagen übermitteln, sofern diese Behörden:
die übermittelten Informationen ausschliesslich zur direkten Beaufsichtigung von Personen und Unternehmen verwenden, die Revisionsdienstleistungen erbringen;
an das Amts- oder Berufsgeheimnis gebunden sind, wobei Vorschriften über die Öffentlichkeit von Verfahren und die Orientierung der Öffentlichkeit über solche Verfahren vorbehalten bleiben;
die Informationen nur auf Grund einer Ermächtigung in einem Staatsvertrag oder mit vorgängiger Zustimmung der Aufsichtsbehörde an Behörden und an Organe weiterleiten, die im öffentlichen Interesse liegende Aufsichtsaufgaben wahrnehmen und an das Amts- und Berufsgeheimnis gebunden sind.
3 Die Aufsichtsbehörde verweigert die Zustimmung, wenn die Informationen an Strafbehörden oder an Behörden und Organe mit verwaltungsrechtlichen Sanktionsbefugnissen weitergeleitet werden sollen und die Rechtshilfe in Strafsachen wegen der Art der Tat ausgeschlossen wäre. Die Aufsichtsbehörde entscheidet im Einvernehmen mit dem Bundesamt für Justiz.
4 Der Bundesrat ist im Rahmen von Absatz 2 befugt, die Zusammenarbeit mit ausländischen Revisionsaufsichtsbehörden in Staatsverträgen zu regeln.
1 Die Aufsichtsbehörde kann zur Durchsetzung dieses Gesetzes ausländische Revisionsaufsichtsbehörden um die Vornahme von Prüfungshandlungen im Ausland ersuchen. Auf Grund einer Ermächtigung in einem Staatsvertrag oder mit vorgängiger Zustimmung der ausländischen Revisionsaufsichtsbehörde kann sie Prüfungshandlungen im Ausland selbst vornehmen.
2 Auf Ersuchen ausländischer Revisionsaufsichtsbehörden kann die Aufsichtsbehörde für diese Prüfungshandlungen im Inland vornehmen, wenn der ersuchende Staat Gegenrecht hält. Artikel 26 Absätze 2 und 3 finden entsprechende Anwendung.1
3 Auf Grund einer Ermächtigung in einem Staatsvertrag oder mit vorgängiger Zustimmung der Aufsichtsbehörde können ausländische Revisionsaufsichtsbehörden Prüfungshandlungen in der Schweiz selbst vornehmen, wenn der ersuchende Staat Gegenrecht hält. Artikel 26 Absätze 2 und 3 findet entsprechende Anwendung.
4 Die Aufsichtsbehörde kann die ausländische Revisionsaufsichtsbehörde bei deren Aufsichtshandlungen in der Schweiz begleiten. Die betroffene Person oder das betroffene Unternehmen kann eine solche Begleitung verlangen.
4bis Für Prüfungshandlungen für ausländische Aufsichtsbehörden (Abs. 2) und die Begleitung ausländischer Aufsichtsbehörden bei deren Aufsichtshandlungen in der Schweiz (Abs. 4) verfügt die Aufsichtsbehörde gegenüber dem betroffenen Revisionsunternehmen und den betroffenen geprüften Unternehmen über dieselben Befugnisse wie gegenüber den staatlich beaufsichtigten Revisionsunternehmen und den von diesen geprüften Unternehmen.2
5 Der Bundesrat ist im Rahmen der Absätze 2 und 3 befugt, die Zusammenarbeit mit ausländischen Revisionsaufsichtsbehörden in Staatsverträgen zu regeln.
1 Die Aufsicht nach diesem Gesetz obliegt der Eidgenössischen Revisionsaufsichtsbehörde (Aufsichtsbehörde).
2 Die Aufsichtsbehörde ist eine öffentlich-rechtliche Anstalt mit eigener Rechtspersönlichkeit. Sie übt die Aufsicht unabhängig aus (Art. 38).1
3 Sie ist in ihrer Organisation sowie in ihrer Betriebsführung selbstständig und führt eine eigene Rechnung.
4 Die Aufsichtsbehörde wird nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen geführt.2
5 Sie ist im Bereich dieses Gesetzes zur Beschwerde an das Bundesgericht berechtigt.3
Die Organe der Aufsichtsbehörde sind:
Art. 301Verwaltungsrat
1 Der Verwaltungsrat ist das oberste Leitungsorgan. Er besteht aus höchstens fünf fachkundigen und von der Revisionsbranche unabhängigen Mitgliedern.
2 Die Mitglieder werden für eine Amtsdauer von vier Jahren gewählt. Jedes Mitglied kann zweimal wiedergewählt werden.
3 Der Bundesrat wählt die Mitglieder des Verwaltungsrates und bestimmt die Präsidentin oder den Präsidenten.
4 Die Mitglieder des Verwaltungsrates müssen ihre Aufgaben und Pflichten mit aller Sorgfalt erfüllen und die Interessen der Aufsichtsbehörde in guten Treuen wahren.
5 Der Bundesrat kann ein Mitglied oder mehrere Mitglieder des Verwaltungsrates aus wichtigen Gründen abberufen.
6 Er legt die Entschädigungen der Mitglieder des Verwaltungsrates fest. Für das Honorar der Mitglieder des Verwaltungsrates und die weiteren mit diesen Personen vereinbarten Vertragsbedingungen gilt Artikel 6a Absätze 1–4 des Bundespersonalgesetzes vom 24. März 20002 (BPG).
Art. 30a1Aufgaben des Verwaltungsrates
Er erlässt das Organisationsreglement der Aufsichtsbehörde.
Er erlässt die strategischen Ziele der Aufsichtsbehörde, unterbreitet sie dem Bundesrat zur Genehmigung und erstattet ihm jährlich Bericht über deren Erreichung.
Er erlässt die der Aufsichtsbehörde delegierten Verordnungen.
Er trifft die organisatorischen Vorkehren zur Wahrung der Interessen der Aufsichtsbehörde sowie zur Verhinderung von Interessenkonflikten.
Er schliesst den Anschlussvertrag mit der Pensionskasse des Bundes (PUBLICA) ab und unterbreitet ihn dem Bundesrat zur Genehmigung.
Er regelt die Zusammensetzung, das Wahlverfahren und die Organisation des paritätischen Organs für das Vorsorgewerk.
Er entscheidet über die Begründung, die Änderung und die Auflösung des Arbeitsverhältnisses mit der Direktorin oder dem Direktor; die Begründung und die Auflösung des Arbeitsverhältnisses mit der Direktorin oder dem Direktor bedürfen der Genehmigung durch den Bundesrat.
Er entscheidet auf Antrag der Direktorin oder des Direktors über die Begründung, die Änderung und die Auflösung des Arbeitsverhältnisses der weiteren Mitglieder der Geschäftsleitung.
Er beaufsichtigt die Geschäftsleitung.
Er sorgt für ein der Aufsichtsbehörde angepasstes internes Kontrollsystem und Risikomanagement.
Er bestimmt die Verwendung der Reserven.
Er erstellt und verabschiedet für jedes Geschäftsjahr einen Geschäftsbericht; er unterbreitet den revidierten Geschäftsbericht dem Bundesrat zur Genehmigung; gleichzeitig stellt er dem Bundesrat Antrag auf Entlastung und veröffentlicht den Geschäftsbericht nach der Genehmigung.
Art. 311Geschäftsleitung
Sie führt die Geschäfte.
Sie erlässt die Verfügungen nach Massgabe des Organisationsreglements des Verwaltungsrates.
Sie erarbeitet die Entscheidgrundlagen des Verwaltungsrates.
Sie berichtet dem Verwaltungsrat regelmässig, bei besonderen Ereignissen ohne Verzug.
Sie vertritt die Aufsichtsbehörde gegen aussen.
Sie entscheidet über die Begründung, die Änderung und die Auflösung der Arbeitsverhältnisse der Angestellten der Aufsichtsbehörde; vorbehalten bleibt Artikel 30a Buchstaben g und h.
Sie kann in internationalen Organisationen und Gremien mitwirken, die Angelegenheiten der Revisionsaufsicht behandeln.
Art. 321Revisionsstelle
1 Die Eidgenössische Finanzkontrolle ist die externe Revisionsstelle.
2 Für die Revisionsstelle und die Revision sind die Bestimmungen des Aktienrechts sinngemäss anzuwenden.
1 Die Aufsichtsbehörde stellt ihr Personal privatrechtlich an.
3 Für den Lohn der Direktorin oder des Direktors sowie der Angehörigen des geschäftsleitenden Kaders und des weiteren Personals, das in vergleichbarer Weise entlöhnt wird, sowie für die weiteren mit diesen Personen vereinbarten Vertragsbedingungen findet Artikel 6a Absätze 14 BPG2 entsprechende Anwendung.3
Art. 33a1Pensionskasse
1 Die Geschäftsleitung und das übrige Personal sind bei PUBLICA nach den Bestimmungen der Artikel 32a–32m BPG2 versichert.
2 Die Aufsichtsbehörde ist Arbeitgeberin nach Artikel 32b Absatz 2 BPG.
Art. 341Amtsgeheimnis
1 Die Angestellten und Mitglieder der Organe sind zur Verschwiegenheit über amtliche Angelegenheiten verpflichtet.
2 Die Pflicht zur Verschwiegenheit bleibt nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses oder der Zugehörigkeit zu einem Organ der Aufsichtsbehörde bestehen.
3 Die Angestellten und die Mitglieder der Organe der Aufsichtsbehörde dürfen sich ohne Ermächtigung der Aufsichtsbehörde bei Einvernahmen und in Gerichtsverfahren als Partei, Zeuginnen und Zeugen oder Sachverständige nicht über Wahrnehmungen äussern, die sie bei der Erfüllung ihrer Aufgaben gemacht haben und die sich auf ihre amtlichen Aufgaben beziehen.
Art. 34a1Anzeigepflichten, Anzeigerechte und Schutz
1 Die Angestellten sind verpflichtet, alle von Amtes wegen zu verfolgenden Verbrechen oder Vergehen, die auf behördeninternen Sachverhalten basieren und die sie bei ihrer amtlichen Tätigkeit festgestellt haben oder ihnen gemeldet worden sind, ihren Vorgesetzten, dem Verwaltungsrat, der Eidgenössischen Finanzkontrolle oder den Strafverfolgungsbehörden anzuzeigen.
2 Die Anzeigepflicht entfällt für Personen, die nach den Artikeln 113 Absatz 1, 168 und 169 der Strafprozessordnung2 zur Aussage- oder Zeugnisverweigerung berechtigt sind.
3 Die Angestellten sind berechtigt, andere Unregelmässigkeiten, die sie bei ihrer behördeninternen amtlichen Tätigkeit festgestellt haben oder die ihnen gemeldet worden sind, ihren Vorgesetzten, dem Verwaltungsrat oder der Eidgenössischen Finanzkontrolle zu melden.
4 Wer in guten Treuen eine Anzeige oder Meldung erstattet hat, darf deswegen nicht in seiner beruflichen Stellung benachteiligt werden.
5 Die Anzeigepflicht bei behördenexternen Sachverhalten richtet sich nach Artikel 24 Absatz 3.
Art. 34b1Geschäftsbericht
1 Der Geschäftsbericht enthält den Tätigkeitsbericht (Art. 19 Abs. 1), die Jahresrechnung und den Revisionsbericht.
1 Der Voranschlag und die Jahresrechnung der Aufsichtsbehörde werden unabhängig vom Voranschlag und von der Rechnung des Bundes geführt.
2 Auf die Rechnungslegung sind die Bestimmungen zur kaufmännischen Buchführung und Rechnungslegung nach OR1 sinngemäss anzuwenden.2
3 Die Aufsichtsbehörde bildet die für die Ausübung ihrer Aufsichtstätigkeit erforderlichen Reserven im Umfang von höchstens einem Jahresbudget.
2 Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 20. Juni 2014 (Bündelung der Aufsicht über Revisionsunternehmen und Prüfgesellschaften), in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 4073; BBl 2013 6857).
1 Die Aufsichtsbehörde verfügt beim Bund über ein Kontokorrent und legt die überschüssigen Gelder beim Bund zu Marktzinsen an.
2 Der Bund gewährt der Aufsichtsbehörde für deren Aufbau sowie zur Sicherstellung ihrer Zahlungsfähigkeit Darlehen zu Marktzinsen.
Art. 36a1Verantwortlichkeit
1 Die Verantwortlichkeit der Aufsichtsbehörde, ihrer Organe, ihres Personals sowie der von der Aufsichtsbehörde beigezogenen Drittpersonen richtet sich unter Vorbehalt von Absatz 2 nach dem Verantwortlichkeitsgesetz vom 14. März 19582.
2 Die Aufsichtsbehörde haftet nur, wenn:
sie wesentliche Amtspflichten verletzt hat; und
Schäden nicht auf Pflichtverletzungen einer Revisorin, eines Revisors, einer Revisionsexpertin, eines Revisionsexperten oder eines Revisionsunternehmens zurückzuführen sind.
2bis Die Verantwortlichkeit der nach Artikel 24 Absatz 1 Buchstabe a des FINMAG3 beauftragten Prüfgesellschaften richtet sich nach den Bestimmungen des Aktienrechts (Art. 752–760 OR4).5
1 Eingefügt durch Anhang Ziff. 3 des BG vom 23. Dez. 2011 (Rechnungslegungsrecht), in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2012 6679; BBl 2008 1589).
5 Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 20. Juni 2014 (Bündelung der Aufsicht über Revisionsunternehmen und Prüfgesellschaften), in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 4073; BBl 2013 6857).
Die Aufsichtsbehörde ist von jeder Besteuerung durch den Bund, die Kantone und die Gemeinden befreit.
Art. 381Fachliche Unabhängigkeit und Aufsicht
1 Die Aufsichtsbehörde erfüllt ihre Aufgaben fachlich unabhängig.
2 Sie untersteht der administrativen Aufsicht des Bundesrats. Dieser übt seine Aufsicht insbesondere aus durch:
die Wahl und die Abberufung der Mitglieder des Verwaltungsrates und von dessen Präsidentin oder Präsidenten;
die Genehmigung der Begründung und der Auflösung des Arbeitsverhältnisses mit der Direktorin oder mit dem Direktor;
die Genehmigung des Anschlussvertrags mit PUBLICA;
die Genehmigung des Geschäftsberichts;
die Genehmigung der strategischen Ziele;
die Entlastung des Verwaltungsrates.
3 Die Aufsichtsbehörde erörtert mit dem Bundesrat regelmässig ihre strategischen Ziele und die Erfüllung ihrer Aufgaben.
1 Mit Busse bis zu 100 000 Franken wird bestraft, wer verstösst gegen:
die Grundsätze zur Unabhängigkeit nach Artikel 11 sowie nach Artikel 728 des OR1;
die Meldepflichten nach Artikel 15a Absatz 2;
die Mitteilungspflicht nach Artikel 15 Absatz 3;
eine Ausführungsbestimmung zu diesem Gesetz, deren Übertretung vom Bundesrat für strafbar erklärt wird;
eine Verfügung oder Massnahme der Aufsichtsbehörde, die unter Hinweis auf die Strafdrohung dieses Artikels erlassen wurde.
3 Die Aufsichtsbehörde verfolgt und beurteilt diese Widerhandlungen nach den Vorschriften des Bundesgesetzes vom 22. März 19743 über das Verwaltungsstrafrecht.
4 Die Verfolgung von Übertretungen verjährt nach sieben Jahren.
Art. 39a1Widerhandlungen in Geschäftsbetrieben
Von der Ermittlung der strafbaren Personen nach Artikel 39 kann Umgang genommen und an ihrer Stelle der Geschäftsbetrieb zur Bezahlung der Busse verurteilt werden, wenn:
die Ermittlung der Personen, die nach Artikel 6 des Bundesgesetzes vom 22. März 19742 über das Verwaltungsstrafrecht strafbar sind, Untersuchungsmassnahmen bedingt, welche im Hinblick auf die verwirkte Strafe unverhältnismässig wären; und
für die Widerhandlungen gegen die Bestimmungen dieses Gesetzes eine Busse von höchstens 20 000 Franken in Betracht fällt.
1 Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe wird bestraft, wer:1
eine Revisionsdienstleistung ohne die erforderliche Zulassung oder trotz Verbot zur Ausübung seiner Tätigkeit erbringt;
im Revisionsbericht, im Prüfbericht oder in der Prüfbestätigung zu wesentlichen Tatsachen falsche Angaben macht oder wesentliche Tatsachen verschweigt;
der Aufsichtsbehörde den Zutritt zu seinen Geschäftsräumlichkeiten nicht gewährt (Art. 13 Abs. 2), ihr die verlangten Auskünfte nicht erteilt oder die verlangten Unterlagen nicht herausgibt (Art. 15a Abs. 1) oder ihr gegenüber falsche oder unvollständige Angaben macht;
als staatlich beaufsichtigtes Revisionsunternehmen gegen die Pflichten zur Dokumentation und zur Aufbewahrung verstösst (Art. 730c OR4);
während oder nach Beendigung der Tätigkeit als von der Aufsichtsbehörde beauftragte Drittperson (Art. 20) ein Geheimnis offenbart, das ihr in dieser Eigenschaft anvertraut worden ist oder das sie in dieser Eigenschaft wahrgenommen hat; vorbehalten bleiben die eidgenössischen und kantonalen Bestimmungen über die Zeugnispflicht und die Auskunftspflicht gegenüber einer Behörde.
3 Strafverfolgung und Beurteilung sind Sache der Kantone.
Der Bundesrat erlässt die Ausführungsbestimmungen. Er kann die Aufsichtsbehörde ermächtigen, weitere Ausführungsbestimmungen zu erlassen.
1 Erfüllt eine natürliche Person oder ein Revisionsunternehmen die Aufgaben einer Revisionsstelle, so gelten die Vorschriften dieses Gesetzes, sobald auf die zu prüfende juristische Person die neuen Vorschriften zur Revisionsstelle vom 16. Dezember 2005 Anwendung finden.
2 Erbringen natürliche Personen oder Revisionsunternehmen andere Revisionsdienstleistungen, so findet das neue Recht mit Inkrafttreten dieses Gesetzes Anwendung.
3 Natürliche Personen und Revisionsunternehmen, die bis vier Monate nach Inkrafttreten dieses Gesetzes bei der Aufsichtsbehörde ein Gesuch um Zulassung als Revisorin, Revisor, Revisionsexpertin, Revisionsexperte oder staatlich beaufsichtigtes Revisionsunternehmen einreichen, dürfen bis zum Entscheid über die Zulassung Revisionsdienstleistungen im Sinne von Artikel 2 Buchstabe a erbringen. Die Aufsichtsbehörde bestätigt der Gesuchstellerin oder dem Gesuchsteller schriftlich die fristgerechte Einreichung des Gesuchs. Sie macht der Börse Mitteilung über die eingereichten Gesuche um Zulassung als staatlich beaufsichtigtes Revisionsunternehmen.
4 Fachpraxis, die bis zwei Jahre nach Inkrafttreten dieses Gesetzes unter der Beaufsichtigung von Personen erworben wurde, welche die Voraussetzungen nach der Verordnung vom 15. Juni 19921 über die fachlichen Anforderungen an besonders befähigte Revisoren erfüllen, gilt als Fachpraxis im Sinne von Artikel 4.
5 Fachpraxis, die bis zwei Jahre nach Inkrafttreten dieses Gesetzes unter der Beaufsichtigung von Personen erworben wurde, welche die Voraussetzungen an die Ausbildung nach Artikel 4 Absatz 2 erfüllen, gilt als Fachpraxis im Sinne von Artikel 5.
6 Die Aufsichtsbehörde kann in Härtefällen auch Fachpraxis anerkennen, die den gesetzlichen Anforderungen nicht genügt, sofern eine einwandfreie Erbringung von Revisionsdienstleistungen auf Grund einer langjährigen praktischen Erfahrung nachgewiesen wird.
Art. 43a1Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 20. Juni 2014
1 Revisionsdienstleistungen, für deren Durchführung das neue Recht eine Zulassung der Aufsichtsbehörde vorschreibt, dürfen bis ein Jahr nach Inkrafttreten der Änderung vom 20. Juni 2014 noch mit der Zulassung der FINMA nach bisherigem Recht durchgeführt werden.
2 Die Aufsichtsbehörde übernimmt alle Verfahren der FINMA, die gegen Prüfgesellschaften, die Prüfungen nach den Finanzmarktgesetzen (Art. 1 Abs. 1 FINMAG2) durchführen, sowie gegen leitende Prüferinnen und leitende Prüfer solcher Prüfungen eröffnet wurden und die bei Inkrafttreten der Änderung vom 20. Juni 2014 noch nicht rechtskräftig entschieden sind.
Art. 43b1Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 30. September 2016
Für Revisionsunternehmen, die Revisionsdienstleistungen für Gesellschaften nach Artikel 8 Absatz 1 Buchstabe b erbringen, deren Anleihensobligationen bei Inkrafttreten der Änderung vom 30. September 2016 an einer Schweizer Börse kotiert sind, gilt Folgendes:
Entfällt die Zulassungspflicht für sie nicht, so müssen sie spätestens sechs Monate nach Inkrafttreten der Änderung vom 30. September 2016 über eine Zulassung als staatlich beaufsichtigtes Revisionsunternehmen verfügen.
Entfällt für sie die Zulassungspflicht, so müssen sie sich spätestens sechs Monate nach Inkrafttreten der Änderung vom 30. September 2016 bei der Aufsichtsbehörde melden oder sicherstellen, dass die Investorinnen und Investoren ausdrücklich auf die fehlende staatliche Beaufsichtigung des Revisionsunternehmens hingewiesen werden.
1 Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 30. Sept. 2016 (Extraterritorialer Geltungsbereich der Revisionsaufsicht), in Kraft seit 1. Okt. 2017 (AS 2017 4859; BBl 2015 5717).
Bis zum Inkrafttreten des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 20051 wird der Rechtsschutz in Ergänzung zu den allgemeinen Bestimmungen über die Bundesrechtspflege wie folgt geregelt: Die Rekurskommission EVD beurteilt Beschwerden gegen Verfügungen der Aufsichtsbehörde.
1 SR 173.32, in Kraft seit 1. Jan. 2007
Datum des Inkrafttretens:4 1. September 2007 Artikel 28, 29, 30 Absätze 1, 2, 3 Buchstaben a–c und e sowie 4, 31, 32, 33 Absätze 1 und 3, 34, 35 Absätze 1 und 2, 36, 37 und 38 Absatz 1: 1. November 2006 Artikel 8 Abs. 1 Buchstabe a und 2: 1. Oktober 20155 Artikel 8 Abs. 1 Buchstabe b und Absatz 3: 1. Oktober 20176 Artikel 8 Abs. 1 Buchstaben c und d: gegenstandslos und treten nicht in Kraft7
1 Die Änderungen können unter AS 2007 3971 konsultiert werden.
AS 2007 3971
1 SR 1012BBl 2004 39693 Ausdruck gemäss Ziff. I des BG vom 20. Juni 2014 (Bündelung der Aufsicht über Revisionsunternehmen und Prüfgesellschaften), in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 4073; BBl 2013 6857). Die Änderung wurde im ganzen Text vorgenommen.4 V vom 22. Aug. 2007 (AS 2007 3969)5 V vom 1. Juli 2015 (AS 2015 2437).6 BG vom 30. Sept. 2016 (AS 2017 4859; BBl 2015 5717)7 BG vom 30. Sept. 2016 (AS 2017 4859; BBl 2015 5717)
Loi fédérale sur l’agrément et la surveillance des réviseurs
(Loi sur la surveillance de la révision, LSR)
du 16 décembre 2005 (Etat le 1er janvier 2020)
vu les art. 95, al. 1, 122, al. 1, et 123, al. 1, de la Constitution1, vu le message du Conseil fédéral du 23 juin 20042,
1 La présente loi règle l’agrément et la surveillance des personnes qui fournissent des prestations en matière de révision.
2 Elle vise à garantir une exécution régulière et la qualité des prestations en matière de révision.
3 Les lois spéciales sont réservées.
prestations en matière de révision:
les vérifications et les attestations qui, en vertu du droit fédéral, doivent être opérées ou délivrées par un réviseur agréé, un expert-réviseur agréé ou par une entreprise de révision soumise à la surveillance de l’État,
les audits au sens de l’art. 24, al. 1, let. a, de la loi du 22 juin 2007 sur la surveillance des marchés financiers (LFINMA)2 qui sont effectués par une société d’audit agréée;
entreprises de révision: les entreprises individuelles, les sociétés de personnes ou les personnes morales inscrites au registre du commerce qui fournissent des prestations en matière de révision;
sociétés d’intérêt public:
les sociétés ouvertes au public au sens de l’art. 727, al. 1, ch. 1, du code des obligations (CO)4,
les assujettis au sens de l’art. 3 LFINMA, qui doivent charger une société d’audit agréée au sens de l’art. 9a de la présente loi d’effectuer un audit selon l’art. 24 LFINMA.
1 Nouvelle teneur selon le ch. I de la LF du 20 juin 2014 (Concentration de la surveillance des entreprises de révision et des sociétés d’audit), en vigueur depuis le 1er janv. 2015 (RO 2014 4073; FF 2013 6147).
3 Nouvelle teneur selon le ch. I de la LF du 20 juin 2014 (Concentration de la surveillance des entreprises de révision et des sociétés d’audit), en vigueur depuis le 1er janv. 2015 (RO 2014 4073; FF 2013 6147).
Section 2 Dispositions générales régissant l’agrément des personnes qui fournissent des prestations en matière de révision
1 Les personnes physiques et les entreprises de révision qui fournissent des prestations au sens de l’art. 2, let. a, doivent être agréées.
2 Les personnes physiques sont agréées pour une durée indéterminée et les entreprises de révision pour une durée de cinq ans.
Art. 4 Conditions à remplir par les experts-réviseurs
1 Une personne physique est agréée en qualité d’expert-réviseur lorsqu’elle satisfait aux exigences en matière de formation et de pratique professionnelles et qu’elle jouit d’une réputation irréprochable.
2 Une personne physique satisfait aux exigences en matière de formation et de pratique professionnelles, si elle:
est titulaire du diplôme fédéral d’expert-comptable;
est titulaire du diplôme fédéral d’expert-fiduciaire, d’expert fiscal ou d’expert en finance et en controlling et justifie d’une pratique professionnelle de cinq ans au moins;
est titulaire d’un diplôme en gestion d’entreprise, en sciences économiques ou juridiques délivré par une université ou une haute école spécialisée suisse ou est spécialiste en finance et comptabilité avec brevet fédéral ou encore agent fiduciaire avec brevet fédéral, et justifie dans tous les cas d’une pratique professionnelle de douze ans au moins;
est titulaire d’un diplôme étranger attestant une formation analogue à celles qui sont énumérées aux let. a, b ou c, justifie d’une pratique professionnelle équivalente à celle qui est exigée et peut prouver qu’elle a les connaissances du droit suisse requises, pour autant qu’un traité avec l’État d’origine le prévoie ou que l’État d’origine accorde la réciprocité.
3 Le Conseil fédéral peut reconnaître d’autres formations équivalentes et déterminer la durée de la pratique professionnelle requise.
4 La pratique professionnelle doit avoir été acquise principalement dans les domaines de la comptabilité et de la révision comptable, dont deux tiers au moins sous la supervision d’un expert-réviseur agréé ou d’un spécialiste étranger justifiant de qualifications comparables. La pratique professionnelle acquise durant la formation est prise en compte dans la mesure où elle satisfait aux exigences susmentionnées.
Art. 5 Conditions à remplir par les réviseurs
1 Une personne physique est agréée en qualité de réviseur lorsqu’elle:
jouit d’une réputation irréprochable;
a achevé une des formations citées à l’art. 4, al. 2;
justifie d’une pratique professionnelle d’un an au moins.
2 La pratique professionnelle doit avoir été acquise principalement dans les domaines de la comptabilité et de la révision comptable sous la supervision d’un réviseur agréé ou d’un spécialiste étranger ayant des qualifications comparables. La pratique professionnelle acquise durant la formation est prise en compte dans la mesure où elle satisfait aux exigences susmentionnées.
Art. 6 Conditions à remplir par les entreprises de révision
1 Une entreprise de révision est agréée en qualité d’expert-réviseur ou de réviseur lorsque:
la majorité des membres de son organe supérieur de direction ou d’administration ainsi que de sa direction a reçu l’agrément nécessaire;
un cinquième au moins des personnes qui sont appelées à fournir des prestations en matière de révision a reçu l’agrément nécessaire;
il est établi que toutes les personnes qui dirigent les prestations en matière de révision ont reçu l’agrément nécessaire;
la structure de direction garantit une supervision suffisante de l’exécution des différents mandats.
2 Les contrôles des finances des pouvoirs publics sont admis en tant qu’entreprises de révision à condition qu’ils remplissent les exigences figurant à l’al. 1. Ils ne peuvent être agréés en qualité d’entreprises de révision soumises à la surveillance de l’État.
1RO 2008 757
Section 3 Dispositions spéciales régissant l’agrément des entreprises qui fournissent des prestations en matière de révision à des sociétés d’intérêt public3
1 Les entreprises de révision qui fournissent des prestations en la matière de révision à des sociétés d’intérêt public doivent demander un agrément spécial et sont soumises à la surveillance de l’État (entreprises de révision soumises à la surveillance de l’État).
2 Les autres entreprises de révision sont également agréées, sur demande, en qualité d’entreprises de révision soumises à la surveillance de l’État lorsqu’elles remplissent les conditions prévues par la loi.
3 L’agrément est octroyé sans limitation dans le temps.1
1 Introduit par l’annexe ch. II 3 de la LF du 15 juin 2018 sur les établissements financiers, en vigueur depuis le 1er janv. 2020 (RO 2018 5247, 2019 4631; FF 2015 8101).
Art. 8 Sociétés opérant sur le plan international
1 Doivent également être agréées en qualité d’entreprises de révision soumises à la surveillance de l’État celles qui fournissent des prestations en matière de révision au sens de l’art. 2, let. a, ch. 1, ou des prestations similaires selon le droit étranger à:1
des sociétés régies par le droit étranger et dont les titres de participation sont cotés en bourse en Suisse;
des sociétés régies par le droit étranger qui sont débitrices d’emprunts par obligations cotés en bourse en Suisse;
c. et d.3...
2 Les entreprises de révision qui sont placées sous la surveillance d’une autorité étrangère reconnue par le Conseil fédéral ne doivent pas être agréées.
3 L’obligation de se faire agréer ne s’applique pas aux entreprises de révision qui fournissent des prestations en matière de révision à une société visée à l’al. 1, let. b:
si les emprunts par obligations de celle-ci sont garantis par une société qui dispose d’une entreprise de révision remplissant les conditions de l’al. 1 ou de l’al. 2, ou
s’il est explicitement indiqué aux investisseurs que leur entreprise de révision n’est pas soumise à la surveillance de l’État.4
4 Les entreprises de révision qui sont dispensées de l’obligation de se faire agréer prévue à l’al. 2 doivent s’annoncer auprès de l’autorité de surveillance. Le Conseil fédéral règle l’obligation de s’annoncer.5
5 L’autorité de surveillance règle la manière dont il faut informer qu’une entreprise de révision n’est pas soumise à la surveillance de l’État.6
1 Nouvelle teneur selon le ch. I de la LF du 20 juin 2014 (Concentration de la surveillance des entreprises de révision et des sociétés d’audit), en vigueur depuis le 1er oct. 2015 (RO 2014 4073, 2015 2437; FF 2013 6147).
2 Nouvelle teneur selon le ch. I de la LF du 30 sept. 2016 (Champ d’application extraterritorial de la surveillance en matière de révision), en vigueur depuis le 1er oct. 2017 (RO 2017 4859; FF 2015 5237).
3 Sans objet (RO 2007 3971, 2017 4859; FF 2015 5237).
4 Nouvelle teneur selon le ch. I de la LF du 30 sept. 2016 (Champ d’application extraterritorial de la surveillance en matière de révision), en vigueur depuis le 1er oct. 2017 (RO 2017 4859; FF 2015 5237).
5 Introduit par le ch. I de la LF du 30 sept. 2016 (Champ d’application extraterritorial de la surveillance en matière de révision), en vigueur depuis le 1er oct. 2017 (RO 2017 4859; FF 2015 5237).
6 Introduit par le ch. I de la LF du 30 sept. 2016 (Champ d’application extraterritorial de la surveillance en matière de révision), en vigueur depuis le 1er oct. 2017 (RO 2017 4859; FF 2015 5237).
Art. 9 Exigences à remplir
1 Les entreprises de révision reçoivent l’agrément pour la fourniture de prestations en matière de révision aux sociétés d’intérêt public lorsqu’elles:
remplissent les conditions pour être agréées en qualité d’expert-réviseur;
offrent la garantie qu’elles se conforment aux obligations légales1;
ont une couverture d’assurance suffisante contre les risques en matière de responsabilité civile.
2 L’autorité de surveillance peut octroyer l’agrément à une entreprise de révision sur la base d’un agrément étranger lorsque les exigences de la présente loi sont remplies.
1 Nouvelle expression selon le ch. I de la LF du 20 juin 2014 (Concentration de la surveillance des entreprises de révision et des sociétés d’audit), en vigueur depuis le 1er janv. 2015 (RO 2014 4073; FF 2013 6147). Il a été tenu compte de cette mod. dans tout le texte.
Art. 9a1Conditions d’agrément pour effectuer un audit selon les lois sur les marchés financiers
1 Une entreprise de révision est agréée en qualité de société d’audit afin d’effectuer des audits selon l’art. 2, let. a, ch. 2, si elle satisfait aux exigences suivantes:
elle est agréée selon l’art. 9, al. 1;
elle n’exerce aucune autre activité soumise à autorisation en vertu des lois sur les marchés financiers (art. 1, al. 1, LFINMA2).
2 Une personne est habilitée à diriger un audit selon l’art. 2, let. a, ch. 2 (auditeur responsable), si elle satisfait aux exigences suivantes:
elle est agréée en tant qu’expert-réviseur au sens de l’art. 4;
elle a les connaissances techniques requises et l’expérience nécessaire pour effectuer un audit conformément aux lois sur les marchés financiers (art. 1, al. 1. LFINMA).
3 En dérogation à l’art. 4, al. 4, la pratique professionnelle acquise dans le cadre d’audits au sens de l’art. 24, al. 1, let. a et b, LFINMA peut être prise en compte pour l’agrément au sens de l’al. 2, let. a.
4bis Le Conseil fédéral peut prévoir des conditions allégées pour l’octroi de l’agrément à des sociétés d’audit et à des auditeurs responsables pour effectuer l’audit des personnes visées à l’art. 1b de la loi du 8 novembre 1934 sur les banques4.5
1 Introduit par le ch. I de la LF du 20 juin 2014 (Concentration de la surveillance des entreprises de révision et des sociétés d’audit), en vigueur depuis le 1er janv. 2015 (RO 2014 4073; FF 2013 6147).
3 Abrogé par l’annexe ch. II 3 de la LF du 15 juin 2018 sur les établissements financiers, avec effet au 1er janv. 2020 (RO 2018 5247, 2019 4631; FF 2015 8101).
5 Introduit par l’annexe ch. II 3 de la LF du 15 juin 2018 sur les établissements financiers, en vigueur depuis le 1er janv. 2019 (RO 2018 5247; FF 2015 8101).
6 Abrogé par l’annexe ch. II 3 de la LF du 15 juin 2018 sur les établissements financiers, avec effet au 1er janv. 2020 (RO 2018 5247, 2019 4631; FF 2015 8101).
1 Abrogé par le ch. I de la LF du 20 juin 2014 (Concentration de la surveillance des entreprises de révision et des sociétés d’audit), avec effet au 1er janv. 2015 (RO 2014 4073; FF 2013 6147).
Section 4 Obligations des entreprises de révision soumises à la surveillance de l’État
Art. 11 Indépendance
1 Outre les obligations légales générales régissant l’indépendance de l’organe de révision (art. 728 CO1), les entreprises de révision soumises à la surveillance de l’État sont tenues de respecter les règles suivantes lorsqu’elles fournissent des prestations en matière de révision aux sociétés d’intérêt public:
les honoraires qu’elles perçoivent annuellement pour les prestations en matière de révision et les autres services qu’elles fournissent à une société de même qu’aux autres sociétés réunies avec elle sous une direction unique (groupe) ne doivent pas dépasser 10 % du montant total des honoraires encaissés;
lorsqu’une personne ayant exercé des fonctions décisionnelles ou dirigeantes en matière d’établissement des comptes au sein d’une société entre au service d’une entreprise de révision dans laquelle elle est appelée à occuper une fonction dirigeante, l’entreprise de révision n’est pas autorisée à fournir à cette société des prestations en matière de révision durant deux ans à compter de l’entrée en fonctions de cette personne auprès de son nouvel employeur;
lorsqu’une personne qui a collaboré à l’établissement des comptes au sein d’une société entre au service d’une entreprise de révision, elle ne peut fournir à cette société des prestations en matière de révision durant deux ans à compter de son entrée en fonctions auprès de son nouvel employeur.
2 Une société d’intérêt public ne peut s’adjoindre les services de personnes qui, pendant les deux années précédentes, ont dirigé des prestations en matière de révision pour cette société ou qui exerçaient des fonctions décisionnelles dans l’entreprise de révision concernée.
Art. 12 Assurance-qualité
1 Les entreprises de révision soumises à la surveillance de l’État prennent toutes les mesures nécessaires pour assurer la qualité de leurs prestations en matière de révision.
2 Elles se dotent d’une organisation appropriée et édictent des instructions écrites en particulier sur:
l’engagement, la formation et la formation continue, l’évaluation, le droit de signature et le comportement des collaborateurs;
l’acceptation de nouveaux mandats de révision et la poursuite de l’exécution de mandats existants;
la supervision des mesures visant à garantir l’indépendance et la qualité.
3 Lorsqu’elles fournissent les différentes prestations en matière de révision, elles garantissent en particulier:
la répartition adéquate des tâches;
la supervision des travaux;
le respect des dispositions et normes applicables en matière de contrôle et d’indépendance;
un contrôle subséquent des résultats de la révision par une personne qualifiée et indépendante.
1 Nouvelle teneur selon l’annexe ch. 10 de la LF du 20 juin 2014 sur la formation continue, en vigueur depuis le 1er janv. 2017 (RO 2016 689, FF 2013 3265).
Art. 13 Accès aux locaux1
2 Les entreprises de révision soumises à la surveillance de l’État doivent, en tout temps, accorder l’accès à leurs locaux à l’autorité de surveillance.
2 Abrogé par le ch. I de la LF du 20 juin 2014 (Concentration de la surveillance des entreprises de révision et des sociétés d’audit), avec effet au 1er janv. 2015 (RO 2014 4073; FF 2013 6147).
Art. 14 Communications à l’autorité de surveillance
1 Les entreprises de révision soumises à la surveillance de l’État actualisent chaque année, à la date du 30 juin, les documents qu’elles ont joints à leur demande d’agrément et les communiquent à l’autorité de surveillance le 30 septembre au plus tard. Les documents qui n’ont pas été modifiés ne sont pas communiqués à l’autorité de surveillance.
Section 5 Agrément et surveillance
Art. 15 Agrément et inscription au registre
1 L’autorité de surveillance statue, sur demande, sur l’agrément:
des réviseurs;
des experts-réviseurs;
des entreprises de révision soumises à la surveillance de l’État;
des sociétés d’audit ainsi que des auditeurs responsables des audits selon les lois sur les marchés financiers (art. 1, al. 1, LFINMA2) conformément à l’art. 9a.
1bis L’autorité de surveillance peut limiter l’agrément à la fourniture de certains types de prestations en matière de révision pour certaines sociétés d’intérêt public.3
2 Elle tient un registre des personnes physiques et des entreprises de révision agréées. Le registre est public et peut être consulté sur Internet. Le Conseil fédéral règle le contenu du registre.
3 Les personnes physiques et les entreprises de révision inscrites au registre communiquent à l’autorité de surveillance toute modification de faits inscrits.
1 Introduite par le ch. I de la LF du 20 juin 2014 (Concentration de la surveillance des entreprises de révision et des sociétés d’audit), en vigueur depuis le 1er janv. 2015 (RO 2014 4073; FF 2013 6147).
3 Introduit par le ch. I de la LF du 20 juin 2014 (Concentration de la surveillance des entreprises de révision et des sociétés d’audit), en vigueur depuis le 1er janv. 2015 (RO 2014 4073; FF 2013 6147).
Art. 15a1Obligation de renseigner et de communiquer
1 Les personnes et les entreprises ci-après fournissent à l’autorité de surveillance toutes les informations et tous les documents nécessaires à l’accomplissement de ses tâches:
les personnes physiques et entreprises de révision agréées;
les personnes physiques membres de l’organe suprême de direction ou d’administration ou de la direction d’une entreprise de révision et ne disposant pas d’un agrément de l’autorité de surveillance;
les collaborateurs de l’entreprise de révision et les personnes auxquelles elle fait appel pour la fourniture de prestations en matière de révision;
les sociétés révisées;
toutes les sociétés qui forment un groupe avec la société révisée et dont les comptes doivent être consolidés, ainsi que leurs organes de révision.
2 Les personnes et les entreprises visées à l’al. 1, let. a et b, communiquent, immédiatement et par écrit, à l’autorité de surveillance tout événement important pour l’agrément ou pour la surveillance.
Art. 16 Contrôle des entreprises de révision soumises à la surveillance de l’État
1 Tous les trois ans au moins, l’autorité de surveillance procède à un contrôle approfondi des entreprises de révision soumises à la surveillance de l’État.1
1ter Lorsque l’autorité de surveillance soupçonne une entreprise de violer ses obligations légales, elle procède aux vérifications nécessaires sans tenir compte du cycle de contrôle prévu à l’al. 1.3
2 Elle contrôle:
l’exactitude des données contenues dans les documents joints à la demande d’agrément;
le respect par l’entreprise de ses obligations légales et des normes de révision et d’assurance-qualité qu’elle a reconnues ainsi que la conformité de ses prestations à l’éthique professionnelle, la déontologie et, le cas échéant, au règlement de cotation;
la qualité des prestations fournies en matière de révision par échantillonnage;
le respect par l’entreprise des directives qu’elle lui a données et leur application.
3 Elle établit à l’intention de l’organe supérieur de direction ou d’administration de l’entreprise de révision un rapport écrit sur le résultat de son contrôle.
4 Si elle constate que l’entreprise soumise à la surveillance de l’État a enfreint ses obligations légales, elle lui adresse un avertissement écrit, lui donne des directives pour régulariser sa situation et lui impartit à cet effet un délai de douze mois au plus.5 Pour de justes motifs, elle peut lui accorder une prolongation adéquate.
2 Introduit par le ch. I de la LF du 20 juin 2014 (Concentration de la surveillance des entreprises de révision et des sociétés d’audit) (RO 2014 4073; FF 2013 6147). Abrogé par l’annexe ch. II 3 de la LF du 15 juin 2018 sur les établissements financiers, avec effet au 1er janv. 2020 (RO 2018 5247, 2019 4631;FF 2015 8101).
3 Introduit par le ch. I de la LF du 20 juin 2014 (Concentration de la surveillance des entreprises de révision et des sociétés d’audit) (RO 2014 4073; FF 2013 6147). Nouvelle teneur selon l’annexe ch. II 3 de la LF du 15 juin 2018 sur les établissements financiers, en vigueur depuis le 1er janv. 2020 (RO 2018 5247, 2019 4631;FF 2015 8101).
4 Nouvelle teneur selon le ch. I de la LF du 20 juin 2014 (Concentration de la surveillance des entreprises de révision et des sociétés d’audit), en vigueur depuis le 1er janv. 2015 (RO 2014 4073; FF 2013 6147).
5RO 2008 757
Art. 16a1Normes de révision et d’assurance-qualité
1 Les entreprises de révision soumises à la surveillance de l’État se conforment aux normes de révision et d’assurance-qualité lorsqu’elles fournissent des prestations en matière de révision au sens de l’art. 2, let. a, ch. 1.
2 L’autorité de surveillance désigne les normes de révision reconnues au plan national ou international. Si ces normes sont insuffisantes ou si elles font totalement défaut, elle peut édicter ses propres normes, compléter les normes existantes ou les modifier.
Art. 17 Retrait de l’agrément
1 Lorsqu’une personne physique agréée ou une entreprise de révision agréée ne remplit plus les conditions d’agrément visées aux art. 4 à 6 ou 9a, l’autorité de surveillance peut lui retirer l’agrément pour une durée déterminée ou indéterminée. Lorsque la personne concernée est en mesure de régulariser sa situation, l’autorité de surveillance lui adresse préalablement une commination de retrait. Elle lui adresse un avertissement écrit si le retrait de l’agrément est disproportionné.1
2 Lorsqu’une entreprise soumise à la surveillance de l’État ne remplit plus les conditions d’agrément ou enfreint à plusieurs reprises ou de manière grave les obligations légales, l’autorité de surveillance peut lui retirer l’agrément pour une durée déterminée ou indéterminée. Au préalable, elle lui adresse une commination de retrait, sauf si l’entreprise a gravement enfreint la loi.
3 L’autorité de surveillance informe les sociétés concernées et la bourse du retrait de l’agrément.
4 Lorsque le retrait est prononcé pour une durée déterminée, la personne physique ou l’entreprise de révision concernée continue d’être soumise à l’obligation de renseigner et de communiquer selon l’art. 15a durant toute la durée du retrait.2
2 Introduit par le ch. I de la LF du 20 juin 2014 (Concentration de la surveillance des entreprises de révision et des sociétés d’audit), en vigueur depuis le 1er janv. 2015 (RO 2014 4073; FF 2013 6147).
Art. 18 Mesures visant les personnes physiques travaillant pour le compte d’une entreprise de révision soumise à la surveillance de l’État
Lorsqu’une personne physique travaillant pour le compte d’une entreprise de révision soumise à la surveillance de l’État enfreint des obligations légales, l’autorité de surveillance lui adresse un avertissement écrit. Si cette personne enfreint à plusieurs reprises ou de manière grave ses obligations légales, l’autorité de surveillance peut lui interdire d’exercer son activité pour une durée déterminée ou indéterminée et lui retirer, le cas échéant, l’agrément au sens de l’art. 17, al. 1.
Art. 19 Information du public
1 L’autorité de surveillance publie chaque année un rapport sur son activité et sa pratique.
2 Elle n’informe le public des procédures closes ou en cours que si des intérêts prépondérants, publics ou privés, l’exigent.
Art. 20 Recours aux services de tiers
1 L’autorité de surveillance peut dans l’accomplissement de ses tâches recourir aux services de tiers.
2 Les tiers auxquels l’autorité de surveillance fait appel doivent être indépendants de l’entreprise de révision soumise à la surveillance de l’État ainsi que des sociétés auxquelles celle-ci fournit des prestations en matière de révision.
3 Ils gardent le secret sur les constatations faites dans l’exercice de leurs fonctions.
1 L’autorité de surveillance perçoit des émoluments pour les décisions qu’elle rend, les contrôles auxquels elle procède et les prestations qu’elle fournit.
2 Afin d’assurer le financement des coûts de surveillance qui ne sont pas couverts par des émoluments, l’autorité de surveillance perçoit des entreprises de révision soumise à la surveillance de l’État une redevance annuelle de surveillance. Celle-ci est fonction du montant des coûts enregistrés durant l’exercice comptable et tient compte de l’importance économique de l’entreprise de révision.
3 Le Conseil fédéral règle les modalités, en particulier le montant des émoluments, le calcul de la redevance de surveillance et leur ventilation entre les entreprises de révision surveillées.
Section 6 Assistance administrative et entraide judiciaire
Art. 22 Autorités de surveillance suisses1
1 L’autorité de surveillance et les autres autorités de surveillance suisses se communiquent toutes les informations et tous les documents nécessaires à la mise en oeuvre de la législation applicable.2 Elles coordonnent leurs activités de surveillance afin d’éviter un double contrôle.
2 Elles s’informent réciproquement des procédures pendantes et des décisions qui peuvent être importantes pour l’exercice de leurs activités de surveillance respectives.
1 Nouvelle teneur selon l’annexe ch. 1 de la L du 26 sept. 2014 sur la surveillance de l’assurance-maladie, en vigueur depuis le 1er janv. 2016 (RO 2015 5137; FF 2012 1725).
2 Nouvelle teneur selon l’annexe ch. 1 de la L du 26 sept. 2014 sur la surveillance de l’assurance-maladie, en vigueur depuis le 1er janv. 2016 (RO 2015 5137; FF 2012 1725).
Art. 23 Bourses
1 L’autorité de surveillance et la bourse coordonnent leurs activités de surveillance afin d’éviter un double contrôle.
2 Elles s’informent réciproquement des procédures en cours et des décisions qui peuvent être importantes pour l’exercice de leurs activités de surveillance respectives.
3 La bourse prononce les sanctions qui s’imposent lorsque les sanctions de l’autorité de surveillance, suite à des violations des art. 7 et 8, ne peuvent être mises en oeuvre.
Art. 24 Autorités de poursuite pénale
1 L’autorité de surveillance et les autorités de poursuite pénale se communiquent mutuellement toutes les informations et tous les documents nécessaires à l’application de la présente loi.
2 L’autorité de poursuite pénale ne peut utiliser les informations et les documents obtenus de l’autorité de surveillance qu’au titre de la procédure pénale pour laquelle l’entraide judiciaire a été accordée. Elle n’a pas le droit de communiquer ces informations et ces documents à des tiers.
3 Lorsque, dans l’accomplissement de ses tâches officielles, l’autorité de surveillance a eu connaissance d’infractions, elle en informe les autorités de poursuite pénale compétentes.
4 Les autorités de poursuite pénale informent l’autorité de surveillance de toutes les procédures qui ont un rapport avec une prestation en matière de révision fournie par une entreprise de révision soumise à la surveillance de l’État; elles lui communiquent les jugements et les ordonnances de classement. Elles doivent en particulier lui signaler les procédures concernant les infractions aux dispositions suivantes:
art. 146, 152, 153, 161, 166, 251, 253 à 255 et 321 du code pénal1;
art. 47 de la loi du 8 novembre 1934 sur les banques2;
art. 69 de la loi fédérale du 15 juin 2018 sur les établissements financiers4;
art. 147 de la loi du 19 juin 2015 sur l’infrastructure des marchés financiers6.
3 Nouvelle teneur selon l’annexe ch. II 3 de la LF du 15 juin 2018 sur les établissements financiers, en vigueur depuis le 1er janv. 2020 (RO 2018 5247, 2019 4631; FF 2015 8101).
5 Introduite par l’annexe ch. 2 de la LF du 19 juin 2015 sur l’infrastructure des marchés financiers, en vigueur depuis le 1er janv. 2016 (RO 2015 5339; FF 2014 7235).
Art. 25 Tribunaux civils
Les tribunaux civils cantonaux et le Tribunal fédéral informent l’autorité de surveillance de toutes les procédures ayant trait à la responsabilité dans la révision (art. 755 CO1) en relation avec une prestation fournie par une entreprise de révision sous surveillance de l’État; ils lui communiquent les jugements et les autres prononcés clôturant de telles procédures.
Art. 25a1Organismes d’autorégulation
Les organismes d’autorégulation au sens de la loi du 10 octobre 1997 sur le blanchiment d’argent2 communiquent à l’autorité de surveillance tout fait et tout document et information en relation avec une société d’audit ou un auditeur responsable dont l’autorité a besoin pour accomplir ses tâches.
Art. 26 Collaboration avec des autorités étrangères de surveillance des activités de révision
1 L’autorité de surveillance peut demander aux autorités étrangères de surveillance des activités de révision qu’elles lui transmettent les renseignements et les documents nécessaires à l’exécution de la présente loi.
2 L’autorité de surveillance ne peut communiquer aux autorités étrangères des renseignements et des documents non accessibles au public que si ces autorités:1
utilisent ces informations exclusivement à des fins de surveillance directe de personnes et d’entreprises fournissant des prestations en matière de révision;
sont liées par le secret de fonction ou par le secret professionnel; les dispositions applicables à la publicité des procédures et à l’information du public sur de telles procédures sont réservées;
ne transmettent ces informations à d’autres autorités et organismes qui ont des fonctions de surveillance dictées par l’intérêt public et sont liées par le secret de fonction ou le secret professionnel qu’avec l’autorisation préalable de l’autorité de surveillance ou une autorisation prévue dans une convention internationale.
3 L’autorité de surveillance refuse d’accéder aux requêtes d’autorités étrangères, lorsque les informations sont supposées être transmises à des autorités de poursuite pénale ou à d’autres autorités et organismes habilités à infliger des sanctions administratives dans le cadre d’affaires pour lesquelles l’entraide judiciaire en matière pénale est exclue en raison de la nature de l’infraction. L’autorité de surveillance statue sur les requêtes de concert avec l’Office fédéral de la justice.
4 Dans les limites de l’al. 2, le Conseil fédéral est habilité à régler la collaboration avec les autorités étrangères dans des conventions internationales.
2 Nouvelle teneur selon le ch. I de la LF du 20 juin 2014 (Concentration de la surveillance des entreprises de révision et des sociétés d’audit), en vigueur depuis le 1er janv. 2015 (RO 2014 4073; FF 2013 6147).
Art. 27 Contrôles transfrontaliers
1 L’autorité de surveillance peut demander à des autorités étrangères qu’elles procèdent à des contrôles sur leur territoire. Elle peut elle-même procéder à des contrôles à l’étranger si elle y est expressément autorisée par une convention internationale ou si l’autorité étrangère lui a préalablement donné son accord.
2 À la demande d’autorités étrangères, l’autorité de surveillance peut procéder pour leur compte à des contrôles sur le territoire suisse, à condition que l’État requérant accorde la réciprocité. L’art. 26, al. 2 et 3, est applicable par analogie.1
3 En tant qu’elles y sont expressément autorisées par une convention internationale ou moyennant l’accord préalable de l’autorité de surveillance, les autorités étrangères peuvent procéder elles-mêmes à des contrôles sur le territoire suisse, à condition que l’État requérant accorde la réciprocité. L’art. 26, al. 2 et 3, est applicable par analogie.
4 L’autorité de surveillance peut accompagner les représentants des autorités étrangères lors des contrôles qu’ils opèrent sur le territoire suisse. La personne ou l’entreprise concernée peut exiger la présence de l’autorité de surveillance.
4bis Lorsque l’autorité de surveillance procède à des contrôles pour le compte d’autorités étrangères (al. 2) ou qu’elle accompagne des autorités étrangères lors des contrôles que celles-ci opèrent sur le territoire suisse (al. 4), elle dispose des mêmes compétences à l’encontre de l’entreprise de révision concernée et des entreprises révisées concernées qu’à l’encontre des entreprises de révision soumises à la surveillance de l’État et des entreprises révisées par celles-ci.2
5 Dans les limites des al. 2 et 3, le Conseil fédéral est habilité à régler la collaboration avec les autorités étrangères dans des conventions internationales.
Section 7 Organisation de l’autorité de surveillance
Art. 28 Autorité de surveillance
1 La surveillance au sens de la présente loi incombe à l’Autorité fédérale de surveillance en matière de révision (autorité de surveillance).
2 L’autorité de surveillance est un établissement doté d’une personnalité juridique propre. Elle exerce la surveillance en toute indépendance (art. 38).1
3 Elle est indépendante dans son organisation et dans la conduite de son exploitation et tient ses propres comptes.
4 L’autorité de surveillance est gérée selon les principes de l’économie d’entreprise.2
5 Elle a qualité pour recourir devant le Tribunal fédéral dans le cadre de la présente loi.3
Art. 29 Organes
Les organes de l’autorité de surveillance sont:
Art. 301Conseil d’administration
1 Le conseil d’administration est l’organe suprême. Il est composé au plus de cinq membres qualifiés et indépendants de la branche de la révision.
2 Ses membres sont élus pour une période de quatre ans. Chaque membre est rééligible deux fois.
3 Le Conseil fédéral nomme les membres du conseil d’administration et désigne son président.
4 Les membres du conseil d’administration remplissent leurs tâches et leurs obligations avec toute la diligence requise et veillent fidèlement aux intérêts de l’autorité de surveillance.
5 Le Conseil fédéral peut révoquer un ou plusieurs membres du conseil d’administration pour de justes motifs.
6 Il fixe les indemnités des membres du conseil d’administration. L’art. 6a, al. 1 à 4, de la loi du 24 mars 2000 sur le personnel de la Confédération (LPers)2 s’applique aux honoraires des membres du conseil d’administration et aux autres clauses convenues avec ces personnes.
Art. 30a1Attributions du conseil d’administration
Le conseil d’administration a les attributions suivantes:
il édicte le règlement d’organisation de l’autorité de surveillance;
il fixe les objectifs stratégiques de l’autorité de surveillance, les soumet à l’approbation du Conseil fédéral et lui présente un rapport annuel quant à leur réalisation;
il édicte les ordonnances déléguées à l’autorité de surveillance;
il prend les dispositions organisationnelles nécessaires pour préserver les intérêts de l’autorité de surveillance et éviter les conflits d’intérêt;
il conclut le contrat d’affiliation à la caisse de prévoyance de la Confédération (PUBLICA) et le soumet à l’approbation du Conseil fédéral;
il règle la composition, l’élection et l’organisation de l’organe paritaire de la caisse de prévoyance;
il décide de la conclusion, de la modification et de la résiliation du contrat de travail du directeur; la conclusion et la résiliation du contrat requièrent l’approbation du Conseil fédéral;
il décide, sur proposition du directeur, de la conclusion, de la modification et de la résiliation du contrat de travail des autres membres de la direction;
il exerce la surveillance sur la direction;
il veille à la mise en place d’un système de contrôle interne et d’un système de gestion des risques adaptés;
il décide de l’affectation des réserves;
il établit et adopte chaque année un rapport de gestion et en soumet la version définitive à l’approbation du Conseil fédéral; il lui propose simultanément de donner décharge au conseil d’administration et publie le rapport de gestion après son approbation par le Conseil fédéral.
Art. 311Direction
1 La direction est l’organe exécutif. Elle a à sa tête un directeur.
2 La direction a notamment les attributions suivantes:
elle rend les décisions conformément aux modalités du règlement d’organisation du conseil d’administration;
elle élabore les bases de décision du conseil d’administration;
elle présente régulièrement un rapport au conseil d’administration et l’informe immédiatement en cas d’événement particulier;
elle représente l’autorité de surveillance;
elle décide de la conclusion, de la modification et de la résiliation des contrats de travail du personnel de l’autorité de surveillance, sous réserve de l’art. 30a, let. g et h;
elle est habilitée à siéger au sein d’organisations et d’instances internationales qui traitent des affaires relatives à la surveillance de la révision;
Art. 321Organe de révision
1 Le Contrôle fédéral des finances est l’organe de révision externe.
2 Les dispositions du droit de la société anonyme s’appliquent par analogie à la révision et à l’organe de révision.
Art. 33 Personnel
1 L’autorité de surveillance engage son personnel sur la base de rapports de droit privé.
3 L’art. 6a, al. 1 à 4, LPers2 s’applique par analogie au salaire du directeur ainsi qu’à celui des membres du cadre dirigeant et du reste du personnel ayant un traitement comparable ainsi qu’aux autres clauses convenues avec ces personnes.3
Art. 33a1Caisse de pension
1 Les membres de la direction et le personnel sont assurés auprès de PUBLICA conformément aux art. 32a à 32m LPers2.
2 L’autorité de surveillance est employeur au sens de l’art. 32b, al. 2, LPers.
Art. 341Secret de fonction
1 Le personnel et les membres des organes de l’autorité de surveillance sont tenus de garder le secret sur les affaires du service.
2 L’obligation de garder le secret subsiste après la fin des rapports de travail ou de la période de fonction.
3 Les employés et les membres d’un organe de l’autorité de surveillance ne peuvent s’exprimer dans le cadre d’une audition ou d’une procédure judiciaire en tant que partie, témoin ou expert sur des faits liés à leur fonction et constatés dans l’accomplissement de leurs tâches que s’il y ont été autorisés par l’autorité de surveillance.
Art. 34a1Obligation de dénoncer, droit de dénoncer et protection
1 Les employés sont tenus de dénoncer à leurs supérieurs, au conseil d’administration, au Contrôle fédéral des finances ou aux autorités de poursuite pénale tous les crimes et délits poursuivis d’office en rapport avec des faits internes au service dont ils ont eu connaissance ou qui leur ont été signalés dans l’exercice de leurs fonctions.
2 Les personnes qui ont le droit de refuser de déposer ou de témoigner au sens des art. 113, al. 1, 168 et 169 du code de procédure pénale2 ne sont pas soumises à l’obligation de dénoncer et de témoigner.
3 Les employés ont le droit de signaler à leurs supérieurs, au conseil d’administration ou au Contrôle fédéral des finances les autres irrégularités dont ils ont eu connaissance ou qui leur ont été signalées dans l’exercice de leurs fonctions.
4 Nul ne doit subir un désavantage sur le plan professionnel pour avoir, de bonne foi, dénoncé une infraction ou signalé une irrégularité.
5 L’obligation de dénoncer des faits externes au service est régie par l’art. 24, al. 3.
Art. 34b1Rapport de gestion
1 Le rapport de gestion comprend le rapport d’activité au sens de l’art. 19, al. 1, les comptes annuels et le rapport de l’organe de révision.
2 Les comptes annuels comprennent le bilan, le compte de résultat et l’annexe.
Art. 35 Principes comptables
1 Le budget et les comptes annuels de l’autorité de surveillance sont séparés du budget et des comptes de la Confédération.
2 Les dispositions du CO1 régissant la comptabilité commerciale et la présentation des comptes s’appliquent par analogie à l’établissement des comptes.2
3 L’autorité de surveillance constitue les réserves qui sont nécessaires à l’exercice de son activité de surveillance; leur montant ne peut pas dépasser un budget annuel.
Art. 36 Trésorerie
1 L’autorité de surveillance dispose d’un compte courant auprès de la Confédération et place ses revenus excédentaires auprès de la Confédération au taux d’intérêt du marché.
2 La Confédération accorde des prêts à l’autorité de surveillance au taux d’intérêt du marché pour financer sa mise en place et garantir sa capacité de paiement.
Art. 36a1Responsabilité
1 La responsabilité de l’autorité de surveillance, de ses organes, de son personnel et des tiers aux services desquels elle recourt est régie par la loi du 14 mars 1958 sur la responsabilité2, sous réserve de l’al. 2.
2 La responsabilité de l’autorité de surveillance n’est engagée qu’aux conditions suivantes:
l’autorité de surveillance a violé des devoirs essentiels de fonction;
le dommage n’a pas été causé par le réviseur, l’expert-réviseur ou l’entreprise de révision qui ont violé leurs obligations.
2bis La responsabilité des sociétés d’audit désignées en vertu de l’art. 24, al. 1, let. a, LFINMA3 est régie par le droit de la société anonyme (art. 752 à 760 CO4).5
1 Introduit par l’annexe ch. 3 de la LF du 23 déc. 2011 (Droit comptable), en vigueur depuis le 1er janv. 2013 (RO 2012 6679; FF 2008 1407).
5 Introduit par le ch. I de la LF du 20 juin 2014 (Concentration de la surveillance des entreprises de révision et des sociétés d’audit), en vigueur depuis le 1er janv. 2015 (RO 2014 4073; FF 2013 6147).
Art. 37 Exemption fiscale
L’autorité de surveillance est exemptée de tout impôt fédéral, cantonal ou communal.
Art. 381Indépendance matérielle et surveillance
1 L’autorité de surveillance est indépendante dans l’accomplissement de ses tâches.
2 Elle est soumise à la surveillance administrative du Conseil fédéral. Cette surveillance administrative consiste notamment à:
nommer et révoquer les membres et le président du conseil d’administration;
approuver la conclusion et la résiliation du contrat de travail du directeur;
approuver le contrat d’adhésion à PUBLICA;
approuver le rapport de gestion;
approuver les objectifs stratégiques;
examiner chaque année si les objectifs stratégiques sont atteints;
3 L’autorité de surveillance examine régulièrement avec le Conseil fédéral ses objectifs stratégiques et la réalisation de ses tâches.
contrevient aux règles concernant l’indépendance au sens de l’art. 11 de la présente loi et de l’art. 728 CO1;
contrevient à l’obligation de communiquer selon l’art. 15a, al. 2;
contrevient à l’obligation de communiquer selon l’art. 15, al. 3;
contrevient à une disposition d’exécution de la présente loi, en tant que cette contravention a été déclarée punissable par le Conseil fédéral;
contrevient à une décision ou une mesure qui a été prise par l’autorité de surveillance et a été signifiée sous la menace de la peine prévue au présent article.
2 Si l’auteur agit par négligence, l’amende est de 50 000 francs au plus.
3 L’autorité de surveillance poursuit et juge ces contraventions conformément aux dispositions de la loi fédérale sur le droit pénal administratif du 22 mars 19743.
4 La poursuite des contraventions à la présente loi se prescrit par sept ans.
Art. 39a1Infractions commises dans une entreprise
Il est possible de renoncer à poursuivre les personnes punissables selon l’art. 39 et de condamner à leur place l’entreprise au paiement de l’amende aux conditions suivantes:
l’enquête rendrait nécessaire à l’égard des personnes punissables selon l’art. 6 de la loi fédérale du 22 mars 1974 sur le droit pénal administratif2 des mesures d’instruction hors de proportion par rapport à la peine encourue, et
l’amende entrant en ligne de compte pour les infractions aux dispositions de la présente loi ne dépasse pas 20 000 francs.
Art. 40 Délits
1 Est puni d’une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d’une peine pécuniaire quiconque:1
fournit une prestation en matière de révision sans l’agrément requis ou en dépit de l’interdiction d’exercer son activité;
cite faussement ou passe sous silence des faits importants dans le rapport de révision, le rapport d’audit ou l’attestation d’audit;
ne permet pas à l’autorité de surveillance d’accéder à ses locaux (art. 13, al. 2), ne lui transmet pas les informations ou les documents exigés (art. 15a, al. 1) ou lui fournit des informations fausses ou incomplètes;
en tant qu’entreprise de révision soumise à la surveillance de l’État contrevient aux obligations de documentation et de conservation des pièces au sens de l’art. 730c CO4;
travaillant comme tiers pour le compte de l’autorité de surveillance ou après la fin de cette activité (art. 20), divulgue un secret qui lui a été confié ou dont il a eu connaissance en cette qualité; les dispositions fédérales et cantonales régissant l’obligation de témoigner et l’obligation de fournir des renseignements à une autorité sont réservées.
2 Si l’auteur agit par négligence, l’amende est de 100 000 francs au plus.
3 La poursuite pénale et le jugement incombent aux cantons.
2 Introduite par le ch. I de la LF du 20 juin 2014 (Concentration de la surveillance des entreprises de révision et des sociétés d’audit), en vigueur depuis le 1er janv. 2015 (RO 2014 4073; FF 2013 6147).
Art. 41 Exécution
Le Conseil fédéral arrête les dispositions d’exécution. Il peut autoriser l’autorité de surveillance à édicter des dispositions plus détaillées.
Art. 43 Dispositions transitoires
1 Lorsqu’une personne physique ou une entreprise de révision accomplit les tâches d’un organe de révision, la présente loi est applicable à compter du jour où les nouvelles dispositions relatives à l’organe de révision du 16 décembre 2005 entrent en vigueur.
2 Lorsque des personnes physiques ou des entreprises de révision fournissent d’autres prestations en matière de révision, le nouveau droit est applicable dès l’entrée en vigueur de la présente loi.
3 Les personnes physiques et les entreprises de révision qui, dans les quatre mois qui suivent l’entrée en vigueur de la présente loi, ont présenté à l’autorité de surveillance une requête d’agrément en qualité de réviseur, d’expert-réviseur ou d’entreprise de révision soumise à la surveillance de l’État peuvent fournir les prestations en matière de révision prévues à l’art. 2, let. a, jusqu’à la décision relative à l’agrément. L’autorité de surveillance confirme par écrit au requérant le dépôt de la demande dans le délai prévu. Elle informe la bourse du dépôt de demandes d’agrément en qualité d’entreprise de révision soumise à la surveillance de l’État.
4 Est reconnue comme pratique professionnelle au sens de l’art. 4, celle qui aura été acquise durant une période maximale de deux ans à compter de l’entrée en vigueur de la présente loi sous la supervision de personnes qui satisfont aux exigences posées dans l’ordonnance du 15 juin 1992 sur les qualifications professionnelles des réviseurs particulièrement qualifiés1.
5 Est reconnue comme pratique professionnelle au sens de l’art. 5 celle qui aura été acquise durant une période maximale de deux ans à compter de l’entrée en vigueur de la présente loi sous la supervision de personnes qui satisfont aux exigences de formation prévues à l’art. 4, al. 2.
6 L’autorité de surveillance peut, pour les cas de rigueur, reconnaître une pratique professionnelle qui ne remplit pas les conditions prévues par la loi lorsqu’il est établit que les prestations en matière de révision peuvent être fournies de manière irréprochable sur la base d’une expérience pratique de plusieurs années.
1 [RO 1992 1210]
Art. 43a1Dispositions transitoires de la modification du 20 juin 2014
1 Les prestations en matière de révision dont la fourniture est subordonnée, selon le nouveau droit, à un agrément de l’Autorité fédérale de surveillance en matière de révision peuvent encore être effectuées avec l’agrément octroyé par la FINMA sous l’ancien droit jusqu’à un an après l’entrée en vigueur de la modification du 20 juin 2014.
2 L’autorité de surveillance reprend toutes les procédures ouvertes par la FINMA contre des sociétés d’audit fournissant des prestations d’audit au sens des lois sur les marchés financiers (art. 1, al. 1, LFINMA2) et contre des auditeurs responsables ouvertes avant l’entrée en vigueur de la modification du 20 juin 2014 et non encore entrées en force.
Art. 43b1Dispositions transitoires relatives à la modification du 30 septembre 2016
Les entreprises de révision qui fournissent des prestations en matière de révision à des sociétés visées à l’art. 8, al. 1, let. b, dont les emprunts par obligations sont cotés en bourse en Suisse au moment de l’entrée en vigueur de la modification du 30 septembre 2016 doivent satisfaire aux exigences suivantes:
si elles ne sont pas dispensées de l’obligation d’être agréées, elles doivent être agréées en qualité d’entreprises de révision soumises à la surveillance de l’État au plus tard dans les six mois qui suivent l’entrée en vigueur de la modification du 30 septembre 2016;
si elles sont dispensées de l’obligation d’être agréées, elles doivent s’annoncer auprès de l’autorité de surveillance ou garantir qu’il est explicitement indiqué aux investisseurs que l’entreprise de révision n’est pas soumise à la surveillance de l’État, au plus tard dans les six mois qui suivent l’entrée en vigueur de la modification du 30 septembre 2016.
1 Introduit par le ch. I de la LF du 30 sept. 2016 (Champ d’application extraterritorial de la surveillance en matière de révision), en vigueur depuis le 1er oct. 2017 (RO 2017 4859; FF 2015 5237).
Art. 44 Disposition transitoire relative aux voies de droit
Les dispositions générales de la procédure fédérale sont applicables. Par ailleurs, jusqu’à l’entrée en vigueur de la loi du 17 juin 2005 sur le Tribunal administratif fédéral1, les voies de droit sont réglées comme suit: la commission de recours du DFE statue sur les recours contre les décisions de l’autorité de surveillance.
1 RS 173.32, en vigueur depuis le 1er janv. 2007
Art. 45 Référendum et entrée en vigueur
Date de l’entrée en vigueur4: 1er septembre 2007
Art. 28, 29, 30, al. 1, 2, 3, let. a à c et e et al. 4, 31, 32, 33, al. 1 et 3, 34, 35, al. 1 et 2, 36, 37 et 38, al. 1: 1er novembre 2006
Art. 8, al. 1, let. a, et 2: 1er octobre 20155
Art. 8, al. 1, let. b, et 3: 1er octobre 20176
Art. 8, al. 1, let. c et d: n’entrent pas en vigueur7
1 Les mod. peuvent être consultées au RO 2007 3971.
RO 2007 3971
1 RS 1012FF 2004 37453 Nouvelle expression selon le ch. I de la LF du 20 juin 2014 (Concentration de la surveillance des entreprises de révision et des sociétés d’audit), en vigueur depuis le 1er janv. 2015 (RO 2014 4073; FF 2013 6147). Il a été tenu compte de cette mod. dans tout le texte.4 O du 22 août 2007 (RO 2007 3969)5 O du 1er juil. 2015 (RO 2015 2437)6 LF du 30 sept. 2016 (RO 2017 4859; FF 2015 5237)7 LF du 30 sept. 2016 (RO 2017 4859; FF 2015 5237)
Legge federale sull’abilitazione e la sorveglianza dei revisori
(Legge sui revisori, LSR)
del 16 dicembre 2005 (Stato 1° gennaio 2020)
1 La presente legge disciplina l’abilitazione e la sorveglianza delle persone che forniscono servizi di revisione.
2 La presente legge ha lo scopo di assicurare che i servizi di revisione siano forniti conformemente alle prescrizioni e ai requisiti di qualità.
3 Sono salve le disposizioni contenute in leggi speciali.
Nella presente legge s’intende per:1
servizi di revisione:
verifiche e conferme che devono essere eseguite, secondo le disposizioni del diritto federale, da un revisore abilitato o da un perito revisore abilitato o da un’impresa di revisione sotto sorveglianza statale,
verifiche che, secondo l’articolo 24 capoverso 1 lettera a della legge del 22 giugno 20073 sulla vigilanza dei mercati finanziari (LFINMA), sono eseguite da una società di audit abilitata;
imprese di revisione: imprese individuali, società di persone o persone giuridiche iscritte nel registro di commercio che forniscono servizi di revisione;
società di interesse pubblico:
società con azioni quotate in borsa ai sensi dell’articolo 727 capoverso 1 numero 1 del Codice delle obbligazioni (CO)5,
assoggettati alla vigilanza, ai sensi dell’articolo 3 LFINMA, che devono incaricare una società di audit abilitata conformemente all’articolo 9a della presente legge di eseguire una verifica di cui all’articolo 24 LFINMA.
1 Nuovo testo giusta il n. I della LF del 20 giu. 2014 (Concentrazione della sorveglianza sulle imprese di revisione e sulle società di audit), in vigore dal 1° gen. 2015 (RU 2014 4073; FF 2013 5901).
2 Nuovo testo giusta il n. I della LF del 20 giu. 2014 (Concentrazione della sorveglianza sulle imprese di revisione e sulle società di audit), in vigore dal 1° gen. 2015 (RU 2014 4073; FF 2013 5901).
4 Nuovo testo giusta il n. I della LF del 20 giu. 2014 (Concentrazione della sorveglianza sulle imprese di revisione e sulle società di audit), in vigore dal 1° gen. 2015 (RU 2014 4073; FF 2013 5901).
Sezione 2: Disposizioni generali sull’abilitazione a fornire servizi di revisione
1 Le persone fisiche e le imprese di revisione che forniscono servizi di revisione ai sensi dell’articolo 2 lettera a necessitano di un’abilitazione.
2 Le persone fisiche sono abilitate a tempo indeterminato, le imprese di revisione per un periodo di cinque anni.
Art. 4 Condizioni per l’abilitazione dei periti revisori
1 Una persona fisica è abilitata a esercitare la funzione di perito revisore se adempie i requisiti in materia di formazione e di esperienza professionale ed è incensurata.
2 Adempiono i requisiti in materia di formazione e di esperienza professionale:
gli esperti contabili diplomati federali;
gli esperti fiduciari e gli esperti fiscali diplomati federali e gli esperti diplomati in finanza e controlling con un’esperienza professionale di almeno cinque anni;
le persone titolari di un diploma in economia aziendale, in scienze economiche o in diritto rilasciato da un’università o da una scuola universitaria professionale svizzera, gli specialisti in finanza e contabilità con attestato professionale federale, nonché i fiduciari con attestato professionale federale con un’esperienza professionale di almeno 12 anni;
le persone che hanno conseguito un titolo di studio estero paragonabile a quelli di cui alla lettera a, b o c, che dispongono dell’esperienza professionale corrispondente e dimostrano di possedere le necessarie conoscenze del diritto svizzero, a condizione che lo preveda un trattato internazionale concluso con lo Stato di provenienza o che quest’ultimo accordi la reciprocità.
3 Il Consiglio federale può ammettere altri cicli di formazione equivalenti e determinare la durata dell’esperienza professionale necessaria.
4 L’esperienza professionale deve essere stata acquisita prevalentemente nel campo della contabilità e della revisione dei conti, almeno per due terzi sotto la sorveglianza di un perito revisore abilitato o di un esperto straniero con qualifica paragonabile. L’esperienza professionale maturata durante la formazione è tenuta in considerazione se tali condizioni sono soddisfatte.
Art. 5 Condizioni per l’abilitazione dei revisori
1 Una persona fisica è abilitata a esercitare la funzione di revisore se:
è incensurata;
vanta una formazione secondo l’articolo 4 capoverso 2;
dimostra di possedere un’esperienza professionale di un anno.
2 L’esperienza professionale deve essere stata acquisita prevalentemente nel campo della contabilità e della revisione dei conti, sotto la sorveglianza di un revisore abilitato o di un esperto straniero con qualifica paragonabile. L’esperienza professionale maturata durante la formazione è tenuta in considerazione se tali condizioni sono soddisfatte.
Art. 6 Condizioni per l’abilitazione di imprese di revisione
1 Un’impresa di revisione è abilitata a esercitare la funzione di perito revisore o di revisore se:
la maggioranza dei membri del suo organo superiore di direzione o di amministrazione e del suo organo di gestione dispone dell’abilitazione corrispondente;
almeno un quinto delle persone che partecipano alla fornitura di servizi di revisione dispone dell’abilitazione corrispondente;
è garantito che tutte le persone che dirigono servizi di revisione dispongono dell’abilitazione corrispondente;
la struttura dirigenziale garantisce che i singoli mandati sono sufficientemente sorvegliati.
2 I servizi pubblici di controllo delle finanze sono abilitati a fungere da impresa di revisione se adempiono i requisiti di cui al capoverso 1. Non vengono però abilitati quale impresa di revisione sotto sorveglianza statale.
Sezione 3: Disposizioni particolari sull’abilitazione a fornire servizi di revisione per società di interesse pubblico3
1 Le imprese di revisione che forniscono servizi di revisione per società di interesse pubblico necessitano di un’abilitazione speciale e sottostanno alla sorveglianza statale (imprese di revisione sotto sorveglianza statale).
2 Su domanda, le altre imprese di revisione che adempiono le condizioni legali sono parimenti abilitate a esercitare la funzione di impresa di revisione sotto sorveglianza statale.
3 L’abilitazione è di durata indeterminata.1
1 Introdotto dall’all. n. II 3 della LF del 15 giu. 2018 sugli istituti finanziari, in vigore dal 1° gen. 2020 (RU 2018 5247, 2019 4631; FF 2015 7293).
1 Necessitano di un’abilitazione a esercitare la funzione di impresa di revisione sotto sorveglianza statale anche le imprese di revisione che forniscono servizi di revisione ai sensi dell’articolo 2 lettera a numero 1 o servizi secondo il diritto estero ad essi paragonabili per:1
società secondo il diritto estero i cui titoli di partecipazione sono quotati in una borsa svizzera;
società secondo il diritto estero i cui prestiti in obbligazioni sono quotati in una borsa svizzera;
c. e d.3
2 L’obbligo d’abilitazione viene a cadere se l’impresa di revisione sottostà a un’autorità estera di sorveglianza dei revisori riconosciuta dal Consiglio federale.
3 L’obbligo d’abilitazione viene inoltre a cadere per le imprese di revisione che forniscono servizi di revisione per una società di cui al capoverso 1 lettera b se:
i prestiti in obbligazioni di tale società sono garantiti da una società che dispone di un’impresa di revisione che adempie le condizioni del capoverso 1 o 2; o
gli investitori sono esplicitamente resi attenti al fatto che l’impresa di revisione non sottostà alla sorveglianza statale.4
4 Le imprese di revisione per le quali l’obbligo d’abilitazione viene a cadere secondo il capoverso 2 devono annunciarsi presso l’autorità di sorveglianza. Il Consiglio federale disciplina tale obbligo.5
5 L’autorità di sorveglianza stabilisce in che modo va indicato che un’impresa di revisione non sottostà alla sorveglianza statale.6
1 Nuovo testo giusta il n. I della LF del 20 giu. 2014 (Concentrazione della sorveglianza sulle imprese di revisione e sulle società di audit), in vigore dal 1° gen. 2015 (RU 2014 4073, 2015 2437; FF 2013 5901).
2 Nuovo testo giusta n. I della LF del 30 set. 2016 (Campo d’applicazione extraterritoriale della sorveglianza dei revisori), in vigore dal 1° ott. 2017 (RU 2017 4859; FF 2015 4717).
3 Prive d’oggetto.
4 Nuovo testo giusta n. I della LF del 30 set. 2016 (Campo d’applicazione extraterritoriale della sorveglianza dei revisori), in vigore dal 1° ott. 2017 (RU 2017 4859; FF 2015 4717).
5 Introdotto dal n. I della LF del 30 set. 2016 (Campo d’applicazione extraterritoriale della sorveglianza dei revisori), in vigore dal 1° ott. 2017 (RU 2017 4859; FF 2015 4717).
6 Introdotto dal n. I della LF del 30 set. 2016 (Campo d’applicazione extraterritoriale della sorveglianza dei revisori), in vigore dal 1° ott. 2017 (RU 2017 4859; FF 2015 4717).
1 Sono abilitate a fornire servizi di revisione per società di interesse pubblico le imprese di revisione che:
adempiono le condizioni per l’abilitazione a esercitare la funzione di perito revisore;
garantiscono il rispetto degli obblighi legali1;
sono sufficientemente assicurate contro i rischi di responsabilità.
2 L’autorità di sorveglianza può concedere l’abilitazione in base a un’abilitazione estera, purché le condizioni secondo la presente legge siano adempiute.
1 Nuova espr. giusta il n. I della LF del 20 giu. 2014 (Concentrazione della sorveglianza sulle imprese di revisione e sulle società di audit), in vigore dal 1° gen. 2015 (RU 2014 4073; FF 2013 5901). Di detta mod. é tenuto conto in tutto il presente testo.
Art. 9a1Condizioni per l’abilitazione a eseguire verifiche secondo le leggi sui mercati finanziari
1 Un’impresa di revisione è abilitata quale società di audit per eseguire verifiche ai sensi dell’articolo 2 lettera a numero 2 se:
è abilitata secondo l’articolo 9 capoverso 1;
è sufficientemente organizzata per eseguire tali verifiche; e
non esercita nessun’altra attività sottoposta all’obbligo di autorizzazione ai sensi delle leggi sui mercati finanziari (art. 1 cpv. 1 LFINMA2).
2 Una persona è abilitata a esercitare la funzione di responsabile delle verifiche ai sensi dell’articolo 2 lettera a numero 2 (auditor responsabile) se:
è abilitata a esercitare la funzione di perito revisore secondo l’articolo 4; e
dispone delle conoscenze specialistiche e dell’esperienza professionale necessarie per eseguire la verifica secondo le leggi sui mercati finanziari (art. 1 cpv. 1 LFINMA).
3 Per l’abilitazione di cui al capoverso 2 lettera a, in deroga all’articolo 4 capoverso 4 è possibile considerare anche l’esperienza professionale maturata nelle verifiche eseguite secondo l’articolo 24 capoverso 1 lettere a e b LFINMA.
4bis Il Consiglio federale può prevedere condizioni agevolate per l’abilitazione di società di audit e di auditor responsabili a eseguire la verifica delle persone di cui all’articolo 1b della legge dell’8 novembre 19344 sulle banche.5
1 Introdotto dal n. I della LF del 20 giu. 2014 (Concentrazione della sorveglianza sulle imprese di revisione e sulle società di audit), in vigore dal 1° gen. 2015 (RU 2014 4073; FF 2013 5901).
3 Abrogato dall’all. n. II 3 della LF del 15 giu. 2018 sugli istituti finanziari, con effetto dal 1° gen. 2020 (RU 2018 5247, 2019 4631; FF 2015 7293).
5 Introdotto dall’all. n. II 3 della LF del 15 giu. 2018 sugli istituti finanziari, in vigore dal 1° gen. 2019 (RU 2018 5247; FF 2015 7293).
6 Abrogato dall’all. n. II 3 della LF del 15 giu. 2018 sugli istituti finanziari, con effetto dal 1° gen. 2020 (RU 2018 5247, 2019 4631; FF 2015 7293).
1 Abrogato dal n. I della LF del 20 giu. 2014 (Concentrazione della sorveglianza sulle imprese di revisione e sulle società di audit), con effetto dal 1° gen. 2015 (RU 2014 4073; FF 2013 5901).
1 Oltre ad adempiere le disposizioni legali generali concernenti l’indipendenza dell’ufficio di revisione (art. 728 CO1), nel fornire servizi di revisione per società di interesse pubblico le imprese di revisione sotto sorveglianza statale devono rispettare i seguenti principi:
gli onorari annui risultanti da servizi di revisione e altri servizi forniti per una singola società e per le società poste con essa sotto una direzione unica (gruppo) non devono superare il 10 per cento della somma complessiva degli onorari percepiti;
se assumono con mansioni direttive una persona che in una società aveva funzioni decisionali o una posizione direttiva in relazione al rendiconto, esse non possono fornire servizi di revisione per tale società per la durata di due anni dal momento dell’assunzione di tale persona;
una persona da esse assunta che ha partecipato al rendiconto di una società non può dirigere servizi di revisione per tale società per la durata di due anni dal momento dell’assunzione.
2 Una società di interesse pubblico non può assumere persone che nei due anni precedenti hanno diretto per essa servizi di revisione o avevano funzioni decisionali nell’impresa di revisione implicata.
1 Le imprese di revisione sotto sorveglianza statale adottano tutte le misure necessarie per assicurare la qualità dei loro servizi di revisione.
2 Le imprese di revisione sotto sorveglianza statale assicurano un’organizzazione adeguata ed emanano in particolare istruzioni scritte circa:
l’impiego, la formazione e la formazione continua, la valutazione, il diritto di firma e la deontologia dei collaboratori;
l’assunzione di nuovi mandati concernenti servizi di revisione e il proseguimento di quelli esistenti;
la sorveglianza delle misure volte ad assicurare l’indipendenza e la qualità.
3 Le imprese di revisione sotto sorveglianza statale assicurano per i singoli servizi di revisione in particolare:
l’attribuzione appropriata dei compiti;
la sorveglianza dei lavori;
il rispetto delle prescrizioni e degli standard determinanti per la verifica e l’indipendenza;
un controllo qualificato e indipendente dei risultati delle verifiche.
1 Nuovo testo giusta l’all. n. 10 della LF del 20 giu. 2014 sulla formazione continua, in vigore dal 1° gen. 2017 (RU 2016 689; FF 2013 3085).
Art. 13 Accesso ai locali1
2 Le imprese di revisione sotto sorveglianza statale devono permettere all’autorità di sorveglianza di accedere ai loro locali in qualsiasi momento.
2 Abrogato dal n. I della LF del 20 giu. 2014 (Concentrazione della sorveglianza sulle imprese di revisione e sulle società di audit), con effetto dal 1° gen. 2015 (RU 2014 4073; FF 2013 5901).
Art. 14 Notificazioni all’autorità di sorveglianza
1 Le imprese di revisione sotto sorveglianza statale aggiornano al 30 giugno di ogni anno i documenti d’abilitazione e li presentano all’autorità di sorveglianza entro il 30 settembre. I documenti rimasti invariati non devono più essere presentati.
1 L’autorità di sorveglianza decide, su domanda, in merito all’abilitazione di:
periti revisori;
imprese di revisione sotto sorveglianza statale;
società di audit e auditor responsabili a eseguire verifiche secondo le leggi sui mercati finanziari (art. 1 cpv. 1 LFINMA2) conformemente all’articolo 9a.
1bis Essa può limitare l’abilitazione a fornire certi tipi di servizi di revisione per determinate società di interesse pubblico.3
2 L’autorità di sorveglianza tiene un registro delle persone fisiche e delle imprese di revisione abilitate. Il registro è pubblico ed è accessibile in Internet. Il Consiglio federale disciplina il contenuto del registro.
3 Le persone fisiche e imprese di revisione registrate devono comunicare all’autorità di sorveglianza qualsiasi cambiamento dei fatti iscritti a registro.
1 Introdotta dal n. I della LF del 20 giu. 2014 (Concentrazione della sorveglianza sulle imprese di revisione e sulle società di audit), in vigore dal 1° gen. 2015 (RU 2014 4073; FF 2013 5901).
3 Introdotto dal n. I della LF del 20 giu. 2014 (Concentrazione della sorveglianza sulle imprese di revisione e sulle società di audit), in vigore dal 1° gen. 2015 (RU 2014 4073; FF 2013 5901).
Art. 15a1Obblighi d’informazione e di notificazione
1 Le persone e le imprese seguenti devono fornire all’autorità di sorveglianza tutte le informazioni e i documenti di cui essa ha bisogno per adempiere i suoi compiti:
le persone fisiche e le imprese di revisione abilitate;
le persone fisiche che sono membri dell’organo superiore di direzione o di amministrazione o dell’organo di gestione di un’impresa di revisione e che non dispongono di un’abilitazione dell’autorità di sorveglianza;
i collaboratori dell’impresa di revisione e tutte le persone a cui l’impresa di revisione fa capo per i servizi di revisione;
le società oggetto di verifica;
tutte le società che costituiscono un gruppo con la società oggetto di verifica e i cui conti annuali devono essere consolidati, come pure i rispettivi uffici di revisione.
2 Le persone e le imprese di cui al capoverso 1 lettere a e b devono notificare senza indugio all’autorità di sorveglianza, in forma scritta, i fatti importanti concernenti l’abilitazione o la sorveglianza.
1 L’autorità di sorveglianza sottopone le imprese di revisione sotto sorveglianza statale a un controllo approfondito almeno ogni tre anni.1
1ter Quando sospetta vi siano infrazioni agli obblighi legali, l’autorità di sorveglianza procede a un controllo a prescindere dalla frequenza prevista al capoverso 1.3
2 L’autorità di sorveglianza controlla:
la correttezza delle indicazioni fornite nei documenti d’abilitazione;
l’adempimento degli obblighi legali, degli standard determinanti per la verifica e la garanzia della qualità da essa riconosciuti, come pure il rispetto dei principi professionali, delle regole deontologiche e, se del caso, del regolamento di quotazione;
la qualità dei servizi di revisione forniti, procedendo per sondaggio;
il rispetto e l’attuazione delle istruzioni da essa impartite.
3 L’autorità di sorveglianza redige, a destinazione dell’organo superiore di direzione o di amministrazione dell’impresa di revisione, un rapporto sul risultato del controllo.
4 Se constata infrazioni agli obblighi legali, l’autorità di sorveglianza ammonisce per scritto l’impresa di revisione sotto sorveglianza statale, le impartisce istruzioni per regolarizzare la situazione e le impone un termine massimo di 12 mesi per farlo. Per motivi gravi può prorogare il termine adeguatamente.
2 Introdotto dal n. I della LF del 20 giu. 2014 (Concentrazione della sorveglianza sulle imprese di revisione e sulle società di audit) (RU 2014 4073; FF 2013 5901). Abrogato dall’all. n. II 3 della LF del 15 giu. 2018 sugli istituti finanziari, con effetto dal 1° gen. 2020 (RU 2018 5247, 2019 4631; FF 2015 7293).
3 Introdotto dal n. I della LF del 20 giu. 2014 (Concentrazione della sorveglianza sulle imprese di revisione e sulle società di audit) (RU 2014 4073; FF 2013 5901). Nuovo testo giusta l’all. n. II 3 della LF del 15 giu. 2018 sugli istituti finanziari, in vigore dal 1° gen. 2020 (RU 2018 5247, 2019 4631; FF 2015 7293).
Art. 16a1Standard di verifica e di garanzia della qualità
1 Nel fornire servizi di revisione ai sensi dell’articolo 2 lettera a numero 1, le imprese di revisione sotto sorveglianza statale devono attenersi agli standard determinanti per la verifica e la garanzia della qualità.
2 L’autorità di sorveglianza designa gli standard applicabili riconosciuti a livello nazionale e internazionale. Se non esistono standard o se questi si rivelano insufficienti, può definirne di propri oppure estendere o modificare standard esistenti.
Art. 17 Revoca dell’abilitazione
1 L’autorità di sorveglianza può revocare l’abilitazione a tempo determinato o indeterminato a una persona fisica abilitata o a un’impresa di revisione abilitata che non adempiono più le condizioni per l’abilitazione di cui agli articoli 4–6 o 9a. Se le condizioni per l’abilitazione possono essere ristabilite, la revoca è dapprima comminata. Se la revoca dell’abilitazione è sproporzionata, l’autorità di sorveglianza le ammonisce per scritto.1
2 L’autorità di sorveglianza può revocare l’abilitazione a tempo determinato o indeterminato a un’impresa di revisione sotto sorveglianza statale che non adempie più le condizioni per l’abilitazione o viola gli obblighi legali ripetutamente o in modo grave. La revoca deve essere dapprima comminata, tranne in caso di gravi infrazioni alla legge.
3 L’autorità di sorveglianza informa le società interessate e la borsa in merito alla revoca dell’abilitazione.
4 Nel corso della durata della revoca a tempo determinato, la persona fisica o l’impresa di revisione in questione continuano a sottostare agli obblighi d’informazione e di notificazione di cui all’articolo 15a.2
2 Introdotto dal n. I della LF del 20 giu. 2014 (Concentrazione della sorveglianza sulle imprese di revisione e sulle società di audit), in vigore dal 1° gen. 2015 (RU 2014 4073; FF 2013 5901).
L’autorità di sorveglianza ammonisce per scritto le persone fisiche attive per conto di un’impresa di revisione sotto sorveglianza statale che violano gli obblighi legali. In caso di infrazioni ripetute o gravi, l’autorità di sorveglianza può vietare loro l’esercizio dell’attività a tempo determinato o indeterminato e, se del caso, revocare l’abilitazione conformemente all’articolo 17 capoverso 1.
1 L’autorità di sorveglianza pubblica annualmente un rapporto sulla sua attività e la sua prassi.
2 L’autorità di sorveglianza informa in merito ai procedimenti in corso e a quelli terminati soltanto se interessi pubblici o privati preponderanti lo esigono.
1 L’autorità di sorveglianza può ricorrere a terzi per l’adempimento dei suoi compiti.
2 I terzi incaricati devono essere indipendenti dall’impresa di revisione sotto sorveglianza statale e da società per le quali essa fornisce servizi di revisione.
3 I terzi incaricati sono tenuti a salvaguardare il segreto sulle constatazioni fatte nel quadro della loro attività.
1 L’autorità di sorveglianza riscuote emolumenti per le sue decisioni, controlli e prestazioni.
2 Per coprire le spese di sorveglianza non coperte dagli emolumenti, l’autorità di sorveglianza riscuote annualmente una tassa di sorveglianza dalle imprese di revisione sotto sorveglianza statale. La tassa è riscossa sulla base delle spese intervenute nell’anno contabile e tiene conto dell’importanza economica delle imprese di revisione sotto sorveglianza statale.
3 Il Consiglio federale disciplina i particolari, segnatamente le aliquote degli emolumenti, il calcolo della tassa di sorveglianza e la sua ripartizione tra le imprese di revisione sotto sorveglianza.
Art. 22 Autorità svizzere di sorveglianza1
1 L’autorità di sorveglianza e le altre autorità svizzere di sorveglianza si scambiano tutte le informazioni e i documenti di cui hanno bisogno per applicare la rispettiva legislazione.2 Esse coordinano le loro attività di sorveglianza per evitare doppioni.
2 L’autorità di sorveglianza e le autorità di sorveglianza istituite da una legge speciale si informano reciprocamente in merito a procedimenti pendenti e a decisioni potenzialmente pertinenti per l’attività di sorveglianza.
1 Nuovo testo giusta l’all. n. 1 della L del 26 set. 2014 sulla vigilanza sull’assicurazione malattie, in vigore dal 1° gen. 2016 (RU 2015 5137; FF 2012 1623).
2 Nuovo testo giusta l’all. n. 1 della L del 26 set. 2014 sulla vigilanza sull’assicurazione malattie, in vigore dal 1° gen. 2016 (RU 2015 5137; FF 2012 1623).
1 La borsa e l’autorità di sorveglianza coordinano le loro attività di sorveglianza per evitare doppioni.
2 La borsa e l’autorità di sorveglianza si informano reciprocamente in merito a procedimenti pendenti e a decisioni potenzialmente pertinenti per l’attività di sorveglianza.
3 Se l’autorità di sorveglianza non è legittimata a sanzionare infrazioni agli articoli 7 e 8, le sanzioni necessarie sono inflitte dalla borsa.
1 L’autorità di sorveglianza e le autorità penali si scambiano tutte le informazioni e i documenti di cui hanno bisogno per applicare la presente legge.
2 L’autorità penale può utilizzare le informazioni e i documenti ricevuti dall’autorità di sorveglianza esclusivamente nell’ambito del procedimento penale per il quale è stata prestata l’assistenza giudiziaria. Essa non può inoltrarli a terzi.
3 Se nell’adempimento dei suoi obblighi di servizio viene a conoscenza di reati, l’autorità di sorveglianza ne informa le autorità penali competenti.
4 Le autorità penali notificano all’autorità di sorveglianza tutti i procedimenti in relazione a un servizio di revisione fornito da un’impresa di revisione sotto sorveglianza statale; esse le trasmettono le sentenze e i decreti d’abbandono. Sono notificati in particolare i procedimenti relativi alle seguenti disposizioni:
articoli 146, 152, 153, 161, 166, 251, 253–255 e 321 del Codice penale1;
articolo 47 della legge dell’8 novembre 19342 sulle banche;
articolo 69 della legge del 15 giugno 20184 sugli istituti finanziari;
articolo 147 della legge del 19 giugno 20156 sull’infrastruttura finanziaria.
3 Nuovo testo giusta l’all. n. II 3 della LF del 15 giu. 2018 sugli istituti finanziari, in vigore dal 1° gen. 2020 (RU 2018 5247, 2019 4631; FF 2015 7293).
5 Introdotta dall’all. n. 2 della L del 19 giu. 2015 sull’infrastruttura finanziaria, in vigore dal 1° gen. 2016 (RU 2015 5339; FF 2014 6445).
I tribunali civili cantonali e il Tribunale federale notificano all’autorità di sorveglianza tutti i procedimenti relativi alla responsabilità per la revisione (art. 755 CO1) in relazione a un servizio di revisione fornito da un’impresa di revisione sotto sorveglianza statale e le trasmettono le sentenze e altre decisioni che terminano un simile procedimento.
Art. 25a1Organismi di autodisciplina
Gli organismi di autodisciplina ai sensi della legge del 10 ottobre 19972 sul riciclaggio di denaro notificano all’autorità di sorveglianza tutti i fatti e le trasmettono tutte le informazioni e i documenti in relazione a una società di audit o a un auditor responsabile di cui l’autorità ha bisogno per adempiere i suoi compiti.
1 Ai fini dell’attuazione della presente legge, l’autorità di sorveglianza può chiedere informazioni e documenti alle autorità estere preposte alla sorveglianza dei revisori.
2 L’autorità di sorveglianza può trasmettere alle autorità estere preposte alla sorveglianza dei revisori informazioni e documenti non accessibili al pubblico, a condizione che tali autorità:
utilizzino le informazioni e i documenti così ottenuti esclusivamente ai fini della sorveglianza diretta di persone e imprese che forniscono servizi di revisione;
siano vincolate al segreto d’ufficio o al segreto professionale, ferme restando le prescrizioni sulla pubblicità dei procedimenti e l’informazione del pubblico su simili procedimenti;
inoltrino tali informazioni e documenti soltanto con la sua autorizzazione preventiva o in virtù di un’autorizzazione contenuta in un trattato internazionale e soltanto ad autorità e organi incaricati di compiti di sorveglianza nell’interesse pubblico e vincolati al segreto d’ufficio e al segreto professionale.
3 L’autorità di sorveglianza nega l’autorizzazione se le informazioni e i documenti sono destinati a essere inoltrati ad autorità penali o ad autorità e organi abilitati ad infliggere sanzioni di diritto amministrativo e il genere del reato escluderebbe l’assistenza giudiziaria in materia penale. Essa decide d’intesa con l’Ufficio federale di giustizia.
4 Il Consiglio federale è autorizzato, entro i limiti del capoverso 2, a disciplinare in accordi internazionali la cooperazione con autorità estere preposte alla sorveglianza dei revisori.
1 Ai fini dell’attuazione della presente legge, l’autorità di sorveglianza può chiedere alle autorità estere preposte alla sorveglianza dei revisori di eseguire atti di verifica all’estero. In virtù di un’autorizzazione contenuta in un trattato internazionale o con l’autorizzazione preventiva dell’autorità estera preposta alla sorveglianza dei revisori, essa può eseguire autonomamente atti di verifica all’estero.
2 Su loro richiesta, l’autorità di sorveglianza può eseguire atti di verifica in Svizzera per le autorità estere preposte alla sorveglianza dei revisori se lo Stato richiedente accorda la reciprocità. L’articolo 26 capoversi 2 e 3 si applica per analogia.1
3 In virtù di un’autorizzazione contenuta in un trattato internazionale o con l’autorizzazione preventiva dell’autorità di sorveglianza, le autorità estere preposte alla sorveglianza dei revisori possono eseguire autonomamente atti di verifica in Svizzera se lo Stato richiedente accorda la reciprocità. L’articolo 26 capoversi 2 e 3 si applica per analogia.
4 L’autorità di sorveglianza può accompagnare le autorità estere preposte alla sorveglianza dei revisori nel corso dei loro atti di verifica eseguiti in Svizzera. La persona o impresa interessata può esigere tale accompagnamento.
4bis Ai fini degli atti di verifica compiuti per le autorità estere di sorveglianza (cpv. 2) e l’accompagnamento delle autorità estere di sorveglianza nel corso dei loro atti di verifica eseguiti in Svizzera (cpv. 4), l’autorità di sorveglianza dispone, nei confronti delle imprese di revisione e delle imprese verificate in questione, degli stessi poteri di cui dispone nei confronti delle imprese di revisione sotto sorveglianza statale e delle imprese da queste verificate.2
5 Il Consiglio federale è autorizzato, entro i limiti dei capoversi 2 e 3, a disciplinare in accordi internazionali la cooperazione con autorità estere preposte alla sorveglianza dei revisori.
Sezione 7: Organizzazione dell’autorità di sorveglianza
1 La sorveglianza secondo la presente legge compete all’Autorità federale di sorveglianza dei revisori (autorità di sorveglianza).
2 L’autorità di sorveglianza è un istituto di diritto pubblico con personalità giuridica propria. Essa esercita la sorveglianza in modo indipendente (art. 38).1
3 L’autorità di sorveglianza gode di autonomia organizzativa e gestionale e tiene una contabilità propria.
4 L’autorità di sorveglianza è gestita secondo i principi dell’economia aziendale.2
5 L’autorità di sorveglianza è legittimata a interporre ricorso al Tribunale federale nell’ambito disciplinato dalla presente legge.3
L’autorità di sorveglianza si compone degli organi seguenti:
ufficio di revisione.
Art. 301Consiglio d’amministrazione
1 Il consiglio d’amministrazione è l’organo direttivo superiore. È composto al massimo di cinque membri esperti in materia, ma indipendenti dal ramo professionale della revisione.
2 I membri sono nominati per una durata di quattro anni. Ogni membro può essere rieletto due volte.
3 Il Consiglio federale nomina i membri del consiglio d’amministrazione e designa il presidente.
4 I membri del consiglio d’amministrazione adempiono i loro compiti e obblighi con la massima diligenza e tutelano in buona fede gli interessi dell’autorità di sorveglianza.
5 Il Consiglio federale può revocare uno o più membri del consiglio d’amministra-zione per motivi importanti.
6 Il Consiglio federale stabilisce le indennità dei membri del consiglio d’ammini-strazione. All’onorario dei membri del consiglio d’amministrazione e alle altre condizioni contrattuali convenute con essi si applica l’articolo 6a capoversi 1–4 della legge del 24 marzo 20002 sul personale federale (LPers).
Art. 30a1Compiti del consiglio d’amministrazione
Il consiglio d’amministrazione ha i compiti seguenti:
emana il regolamento di organizzazione dell’autorità di sorveglianza;
fissa gli obiettivi strategici dell’autorità di sorveglianza, li sottopone per approvazione al Consiglio federale, al quale riferisce annualmente sul loro adempimento;
emana le ordinanze delegate all’autorità di sorveglianza;
prende i provvedimenti organizzativi necessari per tutelare gli interessi dell’autorità di sorveglianza e per evitare conflitti d’interesse;
stabilisce la composizione, la procedura di nomina e l’organizzazione dell’organo paritetico per l’istituto di previdenza;
decide in merito alla costituzione, alla modifica e allo scioglimento del rapporto di lavoro del direttore; la costituzione e lo scioglimento del rapporto di lavoro del direttore sono subordinati all’approvazione del Consiglio federale;
decide, su proposta del direttore, in merito alla costituzione, alla modifica e allo scioglimento del rapporto di lavoro degli altri membri della direzione;
provvede ad approntare un sistema di controllo interno e di gestione dei rischi confacente all’autorità di sorveglianza;
decide in merito all’utilizzazione delle riserve;
elabora e adotta per ogni esercizio un rapporto di gestione; sottopone per approvazione al Consiglio federale il rapporto di gestione riveduto; presenta al contempo al Consiglio federale una proposta di discarico e pubblica il rapporto di gestione una volta approvato.
Art. 311Direzione
1 La direzione è l’organo operativo. A suo capo è posto un direttore.
2 La direzione ha in particolare i compiti seguenti:
emana le decisioni conformemente al regolamento di organizzazione del consiglio d’amministrazione;
elabora le basi decisionali del consiglio d’amministrazione;
riferisce regolarmente al consiglio d’amministrazione, e lo informa senza indugio in caso di eventi particolari;
rappresenta l’autorità di sorveglianza verso l’esterno;
decide in merito alla costituzione, alla modifica e allo scioglimento dei rapporti di lavoro del personale dell’autorità di sorveglianza; è fatto salvo l’articolo 30a lettere g e h;
può partecipare a organizzazioni e organi internazionali che si occupano di questioni legate alla sorveglianza dei revisori;
Art. 321Ufficio di revisione
1 Il Controllo federale delle finanze è l’ufficio di revisione esterno.
2 All’ufficio di revisione e alla revisione si applicano per analogia le disposizioni del diritto della società anonima.
1 L’autorità di sorveglianza assume il suo personale secondo il diritto privato.
3 Allo stipendio del direttore, dei quadri dirigenti e del personale retribuito in modo analogo, nonché alle altre condizioni contrattuali convenute con essi, si applica per analogia l’articolo 6a capoversi 1–4 LPers2.3
3 Nuovo testo giusta il n. I della LF del 20 giu. 2014 (Concentrazione della sorveglianza sulle imprese di revisione e sulle società di audit), in vigore dal 1° gen. 2015 (RU 2014 4073; FF 2013 5901).
Art. 33a1Cassa pensioni
1 La direzione e il rimanente personale sono assicurati presso PUBLICA secondo gli articoli 32a–32m LPers2.
2 L’autorità di sorveglianza è un datore di lavoro ai sensi dell’articolo 32b capoverso 2 LPers.
Art. 341Segreto d’ufficio
1 Il personale e i membri degli organi dell’autorità di sorveglianza sono obbligati a serbare il segreto sugli affari ufficiali.
2 L’obbligo del segreto sussiste dopo la cessazione del rapporto di lavoro o dell’appartenenza a un organo dell’autorità di sorveglianza.
3 Senza l’accordo dell’autorità di sorveglianza, in caso di interrogatori e di procedimenti giudiziari gli impiegati e i membri degli organi dell’autorità di sorveglianza non possono esprimersi come parte, testimone o perito su accertamenti fatti nello svolgimento dei loro compiti e che si riferiscono ai loro compiti ufficiali.
Art. 34a1Obbligo di denuncia, diritto di segnalazione e protezione
1 Gli impiegati sono tenuti a denunciare ai loro superiori, al consiglio d’amministrazione, al Controllo federale delle finanze o alle autorità di perseguimento penale i crimini e i delitti perseguibili d’ufficio in relazione a fatti interni al servizio e che constatano o sono loro segnalati nell’esercizio della loro funzione.
2 L’obbligo di denuncia non si applica alle persone che secondo gli articoli 113 capoverso 1, 168 e 169 del Codice di procedura penale2 hanno la facoltà di non deporre o di non rispondere.
3 Gli impiegati hanno il diritto di segnalare ai loro superiori, al consiglio d’amministrazione o al Controllo federale delle finanze altre irregolarità constatate o loro segnalate nell’esercizio della loro funzione.
4 Chi in buona fede ha sporto denuncia o ha segnalato un’irregolarità non può per tale motivo essere penalizzato sul piano professionale.
5 L’obbligo di denuncia in caso di fatti esterni al servizio è disciplinato dall’articolo 24 capoverso 3.
Art. 34b1Rapporto di gestione
1 Il rapporto di gestione comprende il rapporto d’attività (art. 19 cpv. 1), il conto annuale e la relazione di revisione.
1 Il preventivo e il conto annuale dell’autorità di sorveglianza sono allestiti indipendentemente dal preventivo e dal consuntivo della Confederazione.
2 Al rendiconto si applicano per analogia le disposizioni del CO1 sulla contabilità commerciale e sulla presentazione dei conti.2
3 Per adempiere la sua attività di sorveglianza, l’autorità di sorveglianza costituisce riserve che non devono superare il corrispondente di un budget annuo.
1 L’autorità di sorveglianza dispone di un conto corrente presso la Confederazione e investe le eccedenze presso la Confederazione, ai tassi di mercato.
2 Per assicurarne l’insediamento e la solvibilità, la Confederazione concede all’autorità di sorveglianza mutui ai tassi di mercato.
Art. 36a1Responsabilità
1 Fatto salvo il capoverso 2, la responsabilità dell’autorità di sorveglianza, dei suoi organi, del suo personale e dei terzi cui essa fa capo è disciplinata dalle legge del 14 marzo 19582 sulla responsabilità.
2 L’autorità di sorveglianza è responsabile soltanto se:
ha violato importanti doveri d’ufficio; e
i danni non sono riconducibili a violazioni di obblighi da parte di un revisore, di un perito revisore o di un’impresa di revisione.
2bis La responsabilità delle società di audit incaricate conformemente all’articolo 24 capoverso 1 lettera a LFINMA3 sono rette dalle disposizioni del diritto della società anonima (art. 752–760 CO4).5
1 Introdotto dall’all. n. 3 della LF del 23 dic. 2011 (Diritto contabile), in vigore dal 1° gen. 2013 (RU 2012 6679; FF 2008 1321).
5 Introdotto dal n. I della LF del 20 giu. 2014 (Concentrazione della sorveglianza sulle imprese di revisione e sulle società di audit), in vigore dal 1° gen. 2015 (RU 2014 4073; FF 2013 5901).
L’autorità di sorveglianza fruisce dell’esenzione fiscale a livello federale, cantonale e comunale.
Art. 381Indipendenza operativa e vigilanza
1 L’autorità di sorveglianza adempie i suoi compiti in modo indipendente.
2 L’autorità di sorveglianza sottostà alla vigilanza amministrativa del Consiglio federale. Questi esercita la sua funzione di vigilanza in particolare mediante:
l’approvazione della costituzione e dello scioglimento del rapporto di lavoro del direttore;
l’approvazione del contratto di affiliazione a PUBLICA;
l’approvazione del rapporto di gestione;
l’approvazione degli obiettivi strategici;
il discarico al consiglio d’amministrazione.
3 L’autorità di sorveglianza esamina regolarmente con il Consiglio federale i suoi obiettivi strategici e l’adempimento dei suoi compiti.
1 È punito con la multa sino a 100 000 franchi chiunque viola:
i principi relativi all’indipendenza secondo l’articolo 11 della presente legge e l’articolo 728 CO1;
gli obblighi di notificazione secondo l’articolo 15a capoverso 2;
l’obbligo di comunicazione secondo l’articolo 15 capoverso 3;
una disposizione esecutiva della presente legge la cui infrazione è dichiarata punibile dal Consiglio federale;
una decisione o una misura pronunciata dall’autorità di sorveglianza con la comminatoria della pena prevista nel presente articolo.
2 Se l’autore ha agito per negligenza, la pena è della multa sino a 50 000 franchi.
3 L’autorità di sorveglianza persegue e giudica tali infrazioni secondo le disposizioni della legge federale del 22 marzo 19743 sul diritto penale amministrativo.
4 Il perseguimento delle contravvenzioni si prescrive in sette anni.
Art. 39a1Infrazioni commesse nell’azienda
Si può prescindere dalla determinazione delle persone punibili secondo l’articolo 39 e condannare in loro vece l’azienda al pagamento della multa, se:
la determinazione delle persone punibili ai sensi dell’articolo 6 della legge federale del 22 marzo 19742 sul diritto penale amministrativo esige provvedimenti d’inchiesta sproporzionati rispetto all’entità della pena; e
per le infrazioni alle disposizioni della presente legge è prevista una multa massima di 20 000 franchi.
1 È punito con una pena detentiva sino a tre anni o con una pena pecuniaria chiunque:1
fornisce un servizio di revisione senza esservi abilitato o nonostante il divieto di esercitare l’attività;
fornisce indicazioni false in relazione a fatti essenziali o sottace fatti essenziali nella relazione di revisione, nel rapporto di verifica o nell’attestato di verifica;
non permette all’autorità di sorveglianza di accedere ai propri locali (art. 13 cpv. 2), non le fornisce le informazioni o i documenti richiesti (art. 15a cpv. 1) o le fornisce indicazioni contrarie alla verità o incomplete;
come impresa di revisione sotto sorveglianza statale viola gli obblighi di documentazione e di conservazione (art. 730c CO4);
rivela, quale terzo incaricato dall’autorità di sorveglianza (art. 20), nel corso o dopo la cessazione dell’attività, un segreto confidatogli o di cui ha avuto notizia in virtù di tale qualità; rimangono salve le disposizioni federali e cantonali concernenti l’obbligo di dare informazioni all’autorità e di testimoniare in giudizio.
3 Il perseguimento penale e il giudizio incombono ai Cantoni.
1 Nuovo testo giusta l’art. 333 del Codice penale, nella versione della LF del 13 dic. 2002, in vigore dal 1° gen. 2007 (RU 2006 3459; FF 1999 1669).
2 Introdotta dal n. I della LF del 20 giu. 2014 (Concentrazione della sorveglianza sulle imprese di revisione e sulle società di audit), in vigore dal 1° gen. 2015 (RU 2014 4073; FF 2013 5901).
Il Consiglio federale emana le disposizioni esecutive. Esso può autorizzare l’autorità di sorveglianza a emanarne ulteriori.
1 Se una persona fisica o un’impresa di revisione adempie i compiti di un ufficio di revisione, le disposizioni della presente legge si applicano non appena le nuove disposizioni del 16 dicembre 2005 concernenti l’ufficio di revisione diventano applicabili alla persona giuridica da verificare.
2 Se una persona fisica o un’impresa di revisione fornisce altri servizi di revisione, il nuovo diritto si applica con l’entrata in vigore della presente legge.
3 Le persone fisiche e le imprese di revisione che entro quattro mesi dall’entrata in vigore della presente legge presentano all’autorità di sorveglianza una domanda di abilitazione a esercitare la funzione di revisore, perito revisore o impresa di revisione sotto sorveglianza statale possono fornire servizi di revisione ai sensi dell’articolo 2 lettera a fino a quando è pronunciata la decisione sull’abilitazione. L’autorità di sorveglianza conferma per scritto al richiedente che la domanda è stata presentata entro il termine prestabilito. Essa informa la borsa in merito alle domande presentate per ottenere l’abilitazione a esercitare la funzione di impresa di revisione sotto sorveglianza statale.
4 L’esperienza professionale acquisita fino a due anni dall’entrata in vigore della presente legge sotto la sorveglianza di persone che adempiono le condizioni definite nell’ordinanza del 15 giugno 19921 sui requisiti professionali dei revisori particolarmente qualificati è considerata esperienza professionale ai sensi dell’articolo 4.
5 L’esperienza professionale acquisita fino a due anni dall’entrata in vigore della presente legge sotto la sorveglianza di persone che adempiono le condizioni in materia di formazione secondo l’articolo 4 capoverso 2 è considerata esperienza professionale ai sensi dell’articolo 5.
6 Nei casi di rigore, l’autorità di sorveglianza può riconoscere anche un’esperienza professionale non conforme alle condizioni legali, se è provato che i servizi di revisione sono forniti in maniera ineccepibile sulla scorta di un’esperienza pratica pluriennale.
Art. 43a1Disposizioni transitorie della modifica del 20 giugno 2014
1 I servizi di revisione la cui fornitura è soggetta, secondo il nuovo diritto, a un’abilitazione dell’autorità di sorveglianza possono continuare a essere forniti con l’abilitazione della FINMA secondo il diritto previgente per un periodo fino a un anno dall’entrata in vigore della modifica del 20 giugno 2014.
2 L’autorità di sorveglianza riprende tutti i procedimenti aperti dalla FINMA nei confronti di società di audit che eseguono verifiche ai sensi delle leggi sui mercati finanziari (art. 1 cpv. 1 LFINMA2), nonché nei confronti di auditor responsabili di tali verifiche, e che all’entrata in vigore della modifica del 20 giugno 2014 non sono ancora stati oggetto di una decisione passata in giudicato.
Art. 43b1Disposizioni transitorie della modifica del 30 settembre 2016
Le imprese di revisione che forniscono servizi di revisione per le società di cui all’articolo 8 capoverso 1 lettera b i cui prestiti in obbligazioni sono quotati in una borsa svizzera all’entrata in vigore della modifica del 30 settembre 2016 devono entro sei mesi da detta entrata in vigore:
disporre dell’abilitazione a esercitare la funzione di impresa di revisione sotto sorveglianza statale, se per esse l’obbligo d’abilitazione non viene a cadere;
annunciarsi presso l’autorità di sorveglianza o garantire che gli investitori sono esplicitamente resi attenti al fatto che esse non sottostanno alla sorveglianza statale, se per esse l’obbligo d’abilitazione viene a cadere.
1 Introdotto dal n. I della LF del 30 set. 2016 (Campo d’applicazione extraterritoriale della sorveglianza dei revisori), in vigore dal 1° ott. 2017 (RU 2017 4859; FF 2015 4717).
Fino all’entrata in vigore della legge del 17 giugno 20051 sul Tribunale amministrativo federale, la protezione giuridica è disciplinata come segue, a complemento delle disposizioni generali della procedura federale: la Commissione di ricorso DFE giudica i ricorsi contro le decisioni dell’autorità di sorveglianza.
1 RS 173.32 (in vigore dal 1° gen. 2007).
Data dell’entrata in vigore:4 1° settembre 2007 Gli art. 28, 29, 30 cpv. 1, 2, 3 lett. a–c ed e nonché 4, 31, 32, 33 cpv. 1 e 3, 34, 35 cpv. 1 e 2, 36, 37 e 38 cpv. 1 sono entrati in vigore il 1° novembre 2006. Art. 8 cpv. 1 lett. a e cpv. 2: 1° ottobre 20155 Art. 8 cpv. 1 lett. b, cpv. 3: 1° ottobre 20176 Art.. 8 cpv. 1 lett. c e d: prive d’oggetto7
1 Le mod. possono essere consultate alla RU 2007 3971.
RU 2007 3971
1 RS 1012FF 2004 35453 Nuova espr. giusta il n. I della LF del 20 giu. 2014 (Concentrazione della sorveglianza sulle imprese di revisione e sulle società di audit), in vigore dal 1° gen. 2015 (RU 2014 4073; FF 2013 5901). Di detta mod. é tenuto conto in tutto il presente testo.4 O del 22 ago. 2007 (RU 2007 3969).5 O del 1° lug. 2015 (RU 2015 2437).6 LF del 30 set. 2017 (RU 2017 4859; FF 2015 4717).7 LF del 30 set. 2017 (RU 2017 4859; FF 2015 4717).