Source: https://www.fc-heidelberg.de/seminar/171013/17-Heidelberger-BankrechtsTage
Timestamp: 2017-08-16 13:08:14
Document Index: 390277576

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Seminar - 17. Heidelberger Bankrechts-Tage
1.250,00 € netto pro Person
17. Heidelberger Bankrechts-Tage
Schwerpunkt Kreditrecht
Aktuelle Rechtsprechung im Kreditrecht
Wirksamkeit von Widerrufsinformationen (BGH vom 12.07.2016, 11.10.2016 und 21.02.2017)
Verwirkung und Rechtsmissbrauch bei vor Widerruf abgewickelten Verträgen (BGH vom 11.10.2016)
Parallelität von Schadensersatzanspruch und Anspruch auf Rückabwicklung eines widerrufenen Vertrags (BGH vom 05.07.2016)
Bearbeitungsentgelte bei Unternehmerkrediten (differierende Rechtsprechung der Oberlandesgerichte u.a. OLG Nürnberg, OLG Frankfurt, OLG Köln)
Entgelt für geduldete Überziehungen (BGH vom 25.10.2016)
Darlehensbearbeitungsentgelt und Kontogebühr bei Bauspardarlehen (BGH vom 8.11.2016 und 09.05.2017)
Kündigungsrecht einer Bausparkasse nach Ablauf von 10 Jahren (BGH vom 21.02.2017)
Verjährung der Hauptforderung und Auswirkungen auf die Bürgschaft (BGH vom 14.06.2016)
Haftung des beratenden Immobilienverkäufers (BGH vom 17.06.2016)
(Un-)Zulässige Entgelte im Kreditgeschäft
Grundsätze der Entgeltrechtsprechung
Praxisrelevante aktuelle Rechtsprechung
Abgrenzungsfragen und Besonderheiten bei gewerblichen Darlehen, Förderkrediten, Darlehens- und Kontogebühr bei Bausparverträgen sowie Bearbeitungsentgelten
Vereinbarung eines Individualbeitrags, eine rechtssichere Alternative? Gibt es überhaupt rechtsichere Gestaltungsmöglichkeiten?
Verjährung von Entgeltrückforderungsansprüchen
Niedrig-/Negativzins im variablen Geschäft
Negativzins: inwieweit können/müssen negative Referenzzinssätze im variablen Geschäft weitergegeben werden? – Unterschiede Aktiv-/Passivgeschäft
rechtssichere Vertragsgestaltung – Vermeidung durch Floor und Mindestzinsklauseln? – Aufklärungspflichten bei Firmen- bzw. Privatkunden
Zulässigkeit von Ratingverfahren für Zinsänderungsmechanismen
Rechtsprechungsüberblick zu Negativzinsen
"Flucht" der Darlehensnehmer in den Forward - "Fluch" (lange Bindungswirkung bei ansteigendem Zinsniveau) oder "Segen" (kalkulierter Zinsertrag) für die Banken?
„Echter“ Forward oder "bloße" Anschlussfinanzierungsabrede?
Zulässige (Höchst)Laufzeiten (max. 10 Jahre oder längere Laufzeiten möglich und sinnvoll?)
Besehen Kündigungsmöglichkeiten des Kunden (der Bank?) mit bankseitigem Anspruch auf Nichtabnahme-/ Vorfälligkeitsentschädigung?
Die „neue“ Baufinanzierung: Praxiserfahrungen und „Stolpersteine“ der WKR-Regelungen - Änderungen durch das Finanzaufsichtsrechtsergänzungsgesetz
Vorvertragliche Informationen und ESIS: Informationsflut ohne Ende? – wichtig: richtige Informationen zum richtigen Zeitpunkt!
Beratungspflichten und Beratungsprotokolle: Anforderungen an die BauFi-Beratung - rechtssichere Dokumentation und Archivierung
Kreditwürdigkeitsprüfung: notwendige Unterlagen, erforderliche Prüfungsszenarien, rechtssichere Dokumentation … - sind die alten Haushaltspauschalen noch sachgerecht und transparent? - Verschärfung oder Erleichterung durch künftige Verordnung des BMJV/BMF zur Umsetzung der Kreditwürdigkeitsprüfung? - Haftungsrisiken bei Verstoß gegen die zivilrechtlichen Prüfungspflichten - Gefahr neuer "Verbraucherjoker"? - Vorgehensweise bei Kreditnehmern in Zahlungsschwierigkeiten
Finanzaufsichtsrechtsergänzungsgesetz: Inhalt und Auswirkungen der beschlossenen Änderungen (künftige Erleichterungen für Kreditvergabe an junge Familien und ältere Kreditnehmer) - wo beteht weiterer Anpassungsbedarf? - neue Befugnisse der BaFin zur Einschränkung der Kreditvergabe bei möglichen Gefahren für die Finanzmarktstabilität in Folge einer Immobilienblase
Vermittlungsgeschäft: gewerberechtliche Voraussetzungen an Vermittler und Mitarbeiter (u.a. Sachkunde/-prüfung) und zivilrechtliche Besonderheiten (u.a. Informationspflichten) – organisatorische Anforderungen an Kreditinstitute
"Neues" zum Widerrufsrecht
Die "sunset-Klausel" für den Widerrufsjoker: seit dem 21.06.2016 Ende des „Widerrufsjokers“ für die Jahre 2002-06/2010 - wann endet eigentlich die Ausschlussfrist? - Erfahrungen aus der "musterlosen" Zeit, wie entscheiden die Gerichte? Was wird kommen? Wie ist mit den Widerrufsbelehrungen ab 06/2010 umzugehen? Welche Angriffspunkte der Verbraucher sind weiterhin aktuell? - praxisrelevante Rechtsprechung
Verwirkungs- und Rechtsmissbrauchseinwand bei (vorbehaltslos) abgelösten Darlehen bzw. laufenden Darlehen in der Instanzrechtsprechung
Grenzen der Berufung auf Gesetzlichkeitsfiktion der Musterbelehrung
Praxisprobleme der Rückabwicklung: Schadensersatz neben Rückabwicklung
praxisgerechte und betriebswirtschaftlich relevante Berechnungsmethoden (Prof. Wimmer)
Zukunft des Festzinsdarlehens nach BGH-Urteil vom 19.01.2016 (kein Anspruch auf Vorfälligkeitsentschädigung bei bankseitiger Kündigung infolge Zahlungsverzugs)?
Gesetzliche Regelung - Neuerungen durch umgesetzte WohnimmoKrRiLi, u.a. umfassende Informationspflichten (ESIS-Merkblatt) zu den Voraussetzungen und Berechnungsmethoden der VFE, Transparenzgebote, Rechtsfolgen bei fehlender oder fehlerhafter Darstellung im ESIS-Mekblatt und im Kreditvertrag (Folgen der geänderten gesetzlichen Verweisungskette zu Immobiliar-Verbraucherdarlehen)
ersatzfähiger Zinsschaden - BGH: Zinsmargen- und Zinsverschlechterungsschaden - Sonderfall: konnexes Neugeschäft
zulässige Berechnungsmethoden und finanzmathematische Fragestellungen: Aktiv/Aktiv-Vergleich und/oder Aktiv/Passiv-Vergleich oder alternative Methoden? - zu berücksichtigende Sondertilgungs- und Kündigungsrechte - maßgeblicher Berechnungsstichtag - Umgang mit negativem Wiederanlagezins - Darstellung anhand Berechnungsbeispielen
Diskussionsstand und öffentlich zugängliche Ergebnisse der Arbeitsgruppe "Vorfälligkeitsentschädigung" des BMJV:
Positionen Bank- vs. Verbraucherschutzverbände
Diskussion unterschiedlicher, auch neuer Berechnungsmethode(n)
Erstattungsfähigkeit des Zinsmargenschadens?
Praxisfragen beim Aktiv/Passiv-Vergleich: Kostenerstattung (ersparte Risiko- und Verwaltungskosten) und Bearbeitungsentgelt; Zinskurvenauswahl; Berücksichtigung von Liquiditätskosten
Die Tagung ist für alle im Kreditrecht interessierten Banker, Bankjuristen, Mitarbeiter aus Compliance und Revision geeignet, wie auch für Fachanwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht. Fortbildungsnachweis über 10 Stunden Nettoseminarzeit erhältlich.
Neben der höchstrichterlichen Rechtsprechung des BGH und zentraler oberlandesgerichtlicher Rechtsprechung (u.a keine Vorfälligkeitsentschädigung bei bankseitiger Kündigung, Zulässigkeit der Kündigung von Bausparverträgen durch Bausparkasse, Zulässigkeit von Bearbeitungsentgelten bei gewerblichen Krediten) stehen insbesondere auch aktuelle Entwicklungen im Kreditrecht, wie z.B. anhaltendes Zinstief und Run auf Forwarddarlehen, Zukunft der Festzinsdarlehen, Praxiserfahrungen nach Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie im Fokus der Tagung. Diese aktuellen Themen machen die traditionellen Heidelberger Bankrechtstage, die wie immer mit TOP-Referenten besetzt sind, auch 2017 wieder zu der zentralen Veranstaltung im Bankrecht. Wie es bereits Tradition ist, werden wir den ersten Veranstaltungstag mit einem Sektempfang ausklingen lassen.
Prof. Dr. Hervé Edelmann, Rechtsanwalt, Thümmel, Schütze & Partner
Stefan Kern, Stv. Vorstandsmitglied/Bereichsleiter Marktfolge Passiv/Rechtsabteilung, Sparkasse Haslach-Zell
Prof. Dr. Konrad Wimmer, finanzmathematischer Sachverständiger ,
Christian König LL.M., Rechtsanwalt, Syndikus Leiter Rechtsabteilung, Verband der Privaten Bausparkassen e.V.
23.10.2017 - 24.10.2017 | Heidelberg
50 € Preisnachlass für jeden weiteren Teilnehmer