Source: https://www.duncker-humblot.de/buch/strafe-und-prozess-im-freiheitlichen-rechtsstaat-9783428143382/?page_id=28&typ=epu
Timestamp: 2019-10-22 14:03:53
Document Index: 36412483

Matched Legal Cases: ['§ 17', 'BGH', '§ 339', 'Art. 6', 'EGMR', 'Art. 6', 'EGMR', 'BGH']

Strafe und Prozess im freiheitlichen Rechtsstaat | Duncker & Humblot
Carl-Friedrich Stuckenberg (Hrsg.) | Klaus Ferdinand Gärditz (Hrsg.)
Schriften zum Strafrecht (SR), Band 280
2015. Frontispiz; 862 S.
Buch (Lw.) 159,00 €
ISBN 978-3-428-14338-2
ISBN 978-3-428-54338-0
Buch + E-Book 191,90 €
ISBN 978-3-428-84338-1
Preis für Bibliotheken: 244,00 € [?]
Mit der vorliegenden Festschrift aus Anlass des 70. Geburtstags von Hans-Ullrich Paeffgen am 2. Juli 2015 ehren Kollegen, Weggefährten und Schüler einen Bonner Strafrechtswissenschaftler, dessen Interesse nicht nur der Dogmatik des Allgemeinen und Besonderen Teils des Strafrechts sowie dem Strafprozessrecht gilt, sondern in ungewöhnlicher Breite auch den angrenzenden Gebieten des Öffentlichen Rechts wie dem Verfassungs- und Verwaltungsrecht, namentlich Polizei- und Datenschutzrecht, zudem das Recht des europäischen Menschenrechtsschutzes. Alle diese Gebiete hat er durch eine Fülle ebenso tiefschürfender wie kritischer wissenschaftlicher Beiträge, insbesondere durch seine monumentalen Kommentierungen, maßgebend geprägt.
Die Festschrift enthält 47 Beiträge von Autoren aus Wissenschaft und Praxis, die die ganze Breite der Interessen des Jubilars abdecken, von den philosophischen Grundlagen über die klassische Strafrechtsdogmatik, Strafprozesslehre bis hin zu internationalen Entwicklungen.
I. Grundlagen der Strafrechtswissenschaft
Der Kampf ums Dasein. Innovationen in der Allgemeinen Verbrechenslehre, evolutionstheoretisch betrachtet
Die Sinnhaftigkeit eines gesetzgebungskritischen Rechtsgutsbegriffs – exemplifiziert am Beispiel der Beschimpfung religiöser Bekenntnisse
Die Unbestimmtheit des Verbrechensbegriffs – Neues zu einer alten Geschichte
Das Recht und die Lüge. Zu Kants Aufsatz »Über ein vermeintes Recht aus Menschenliebe zu lügen«
Klaus-Stephan von Danwitz
Verlernt Hans das, was Hänschen gelernt hat? Ein Beitrag zu den Entstehungsbedingungen von Spätkriminalität
Regeln guter wissenschaftlicher Praxis. Herkommen – Rechtsgrund – Durchsetzung
Verursachen und Bedingen. Zur Regressverbotslehre Reinhard Franks
Sportadäquanz. Zur Begründung eines Strafbarkeitsfreiraums
Sich Abfinden mit der Tatbestandsverwirklichung
Irrtum und Schuld. Tatbezogene Rechtsfolgenerwägungen relativieren dogmatisch-konstruktive Handlungs- und Bewußtseinsstrukturen
Der Erlaubnistatbestandsirrtum als Anwendungsfall von § 17 StGB
Der sogenannte Erlaubnistatbestandsirrtum
Der Erlaubnistatbestandsirrtum und die Teilnahmefrage – Elemente einer Akzessorietätslösung
Eine Anmerkung zur Lehre vom Doppelirrtum
Einzelaktstheorie und Gesamtbetrachtungslehre
Die besonders schweren Fälle mit oder ohne Regelbeispiele: Misslungene oder gelungene Rechtsfiguren? – Ein Vorschlag zur Güte
Proliferation, Whistleblowing und Wahlfeststellung im Rahmen des Landesverrats
Einspruch. Zur notwendigen Differenzierung von Mord und Totschlag bei der Reform der Tötungsdelikte
Standards valider Argumentation in der Diskussion zur strafrechtlichen Bewertung von Maßnahmen der »Sterbehilfe«
Vereine und Ärzte helfen nicht, nimm Dir selbst den Strick! Anmerkungen zur Diskussion über die Kriminalisierung von Suizidbeihilfe
Über den Versuch der Absatzhehlerei
Totgesagte leben länger! – Zur Aufgabe der Interessentheorie durch den BGH
Das Delta der Rechtsbeugung. Zum Schutzgut und zum Täterkreis des § 339 StGB
IV. Strafprozessrecht
Die Gesetzgebungskompetenz für die Strafverfolgungsvorsorge
Grundrechtssicherung durch Richtervorbehalte
Polizeiliche Tatprovokation
Verfahrensöffentlichkeit im Strafprozess. Eine Standortsuche zwischen Prozessfunktionen, Legitimationstheorie und Verfassungsrecht
Justizpflicht und Verdacht
Unschuldsvermutung (Art. 6 Abs. 2 EMRK) bei Verfahrenstrennung. EGMR, Karaman/Deutschland, Urteil v. 27.2.2014, 17103/10
Die Akten im Strafprozess – ein Beitrag aus der Sicht der Strafverteidigung
Der »entfernte« Angeklagte oder die Hauptverhandlung als »Videokonferenz«
Art. 6 Abs. 3 lit. c EMRK und die Verteidigung des abwesenden Angeklagten in der Berufung
Zum Recht des abwesenden Angeklagten auf Verteidigung, insbesondere in der Berufungsinstanz
Der Strafverteidiger. Rechtsbeistand oder (auch) Vertreter des Beschuldigten?
Informelle Urteilsabsprachen
Präzisierungsgebot und Beurteilungsspielraum in der strafrechtlichen Rechtsprechung
Darf die Strafzumessungsschuld im Strafverfahren geschätzt werden?
Psychiatrisch-psychologische Gutachten ohne Mitwirkung des Probanden
Sabine Gleß
Die Würde des Zeugen ist antastbar? Allgemeines Persönlichkeitsrecht im Strafprozess
Opferschutz im Strafverfahren – Zwischenbilanz eines Widerspruchs
Kann das strafrechtliche Revisionsrecht noch etwas bewegen?
Einheitsrechtsmittel und Revisionserweiterung – Erinnerungen an eine Reformdiskussion vor vier Jahrzehnten
V. Internationales
Die Vorratsdatenspeicherung aus der Perspektive der EMRK, der Grundrechte-Charta und des Verfassungsrechts
Der EGMR als Tatsacheninstanz und das Recht auf Wahrheit
Deutschland und das Verbrechen der Aggression
Andreas Ransiek
Der Einsatz von Drohnen und Wärmebildkameras nach amerikanischem und deutschem Strafverfahrensrecht
Anklage und Gericht
Veröffentlichungen von Hans-Ullrich Paeffgen
»Im Ergebis ist festzuhalten, dass die vorgestellten Festschriftenbeiträge allesamt sehr lesenswert sind und inhaltlich einen gelungenen Querschnitt des gegenwärtigen wissenschaftlichen Diskurses bilden.« Prof. Dr. Dr. Milan Kuhli, in: Goltdammer´s Archiv für Strafrecht, Heft 3/2018
»L'opera nel suo complesso, di cui si è inteso fornire una sorta di ›indice esplicativo‹, contiene in primis un'ottima immagine speculare del lavoro scientifico di Paeffgen, il quale ha sempre cercato di predicare il rafforzamento delle tutele dell'individuo nei confronti dello Stato. In secundis, l'opera è in grado di fornire una panoramica complessiva sui problemi attuali discussi nella scienza penale e processuale tedesca. Un ulteriore punto di forza della raccolta di studi è costituito dall'estrazione eterogenea dei suoi autori (sia accademici, sia magistrati e pratici del diritto), il che arricchisce l'opera di una pluralità di prospettive. In sintesi, gli studi in onore di Hans-Ullrich Paeffgen, noto per la sua straordinaria capacità argomentativa nonché per l'accuratezza scientifica nell'affrontare la giurisprudenza e la letteratura giuridica [...], costituiscono una risorsa importante per monitorare gli sviluppi del diritto penale d'Oltralpe.« Lukas Staffler, in: Archivio Penale, 1/2016
»Schon die Tatsache, dass mit zwei BGH-Richtern (Thomas Fischer und Ralf Eschelbach) ein veritabler Teil des 2. Strafsenats unter den Autoren vertreten ist, macht neugierig. Und so hat denn dieser Band, an dem sich hervorragende Vertreter aus Wissenschaft, Praxis und Rechtsprechung beteiligt haben, neben Artikeln, die wissenschaftliche Tiefe repräsentieren, auch solche zu bieten, die nachdenklich machen über die strafrechtliche Praxis. [...] Bleibt zu hoffen, dass diese Festschrift nicht in den Archiven der Universitäten und wissenschaftlichen Bibliotheken vergraben, sondern von den Tatgerichten zur Kenntnis genommen wird.« In: Richter ohne Robe, 1/2016
Strafrecht Strafprozessrecht Menschenrechtsschutz Strafrecht, Strafprozessrecht, Kriminologie Völkerrecht