Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHR%20StPO%20%C2%A7%20247%20-%20Abwesenheit%206
Timestamp: 2019-07-20 12:34:48
Document Index: 28706970

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 247', 'BGH', '§ 247', 'BGH', '§ 338', 'BGH', 'BGH', '§ 247', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 247', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 247', 'BGH', '§ 247', 'BGH', 'BGH', '§ 247', '§ 230', '§ 338', 'BGH', 'BGH', '§ 247']

BGH, 14.07.1989 - 2 StR 343/89 - dejure.org
https://dejure.org/1989,4564
BGH, 14.07.1989 - 2 StR 343/89 (https://dejure.org/1989,4564)
BGH, Entscheidung vom 14.07.1989 - 2 StR 343/89 (https://dejure.org/1989,4564)
BGH, Entscheidung vom 14. Juli 1989 - 2 StR 343/89 (https://dejure.org/1989,4564)
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Zulässigkeit der Verlesung einer Bescheinigung zum Zweck des Urkundsbeweises während der Entfernug des Angeklagten aus dem Sitzungssaal
BGHR StPO § 247 Abwesenheit 6
Der Senat, kann deshalb nicht davon ausgehen, die Urkunden und die Fotos seien im Rahmen der Vernehmung der Zeugin M. S. lediglich als Vernehmungsbehelf verwendet worden (vgl. BGHR StPO § 247 Abwesenheit 6; BGH NStZ 1999, 522 f.).
Da die Verlesung nicht in Gegenwart des Angeklagten wiederholt worden ist, liegt der absolute Revisionsgrund des § 338 Nr. 5 StPO vor, der die umfassende Aufhebung des angefochtenen Urteils nach sich zieht (BGHSt 21, 332; BGHR StPO § 247 Abwesenheit 6 und 9; BGH NStZ 1997, 402; st. Rspr.).
Eine Verlesung zum Zwecke des Urkundenbeweises durfte aber nicht in Abwesenheit des Angeklagten erfolgen (BGHSt 21, 332, 334; BGHR StPO § 247 Abwesenheit 6, 9; BGH StV 1992, 550).
Eine Verlesung zum Zwecke des Urkundenbeweises durfte aber nicht in Abwesenheit des Angeklagten erfolgen (BGHSt 23, 332, 334 [BGH 06.10.1970 - 5 StR 199/70]; BGHR StPO § 247 Abwesenheit 6, 9).
Unter diesen Umständen kann der Hinweis des Protokolls, daß das Urteil verlesen worden sei, nur dahin verstanden werden, daß die Verlesung zum Zwecke des Beweises erfolgt ist (BGHR StPO § 247 - Abwesenheit 6).
Auch wenn der Brief der Geschädigten zunächst vorgehalten worden ist, muß auf Grund der Protokollierung der Verlesung, da insoweit nichts anderes vermerkt ist, davon ausgegangen werden, daß die Verlesung zum Zwecke des Urkundenbeweises erfolgt ist (BGHSt 21, 332; BGHR StPO § 247 Abwesenheit 6, 9).
Mit der Verlesung in Abwesenheit der Angeklagten hat das Landgericht § 230 StPO verletzt, der absolute Revisionsgrund des § 338 Nr. 5 StPO ist gegeben (vgl. BGHSt 21, 332 ff; BGHR StPO § 247 Abwesenheit 6).