Source: http://www.krampe.de/technik/vorschriften/zulaessige-masse.php?listkat=
Timestamp: 2014-08-31 00:13:38
Document Index: 142292801

Matched Legal Cases: ['§ 32', '§ 32', '§ 70', '§ 29', '§ 70', '§ 29', '§ 70', '§ 29', '§ 70', '§ 32', '§ 34', '§ 41', '§ 70', '§ 29', '§ 1', '§ 51', '§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 32', '§ 32', '§ 32', '§ 34', '§ 34', '§ 24', '§ 42', '§ 34', '§ 34']

Zulässige Maße landwirtschaftlicher Fahrzeugen und Ladung
Zulässige Maße von landwirtschaftlichen Fahrzeugen und ihrer Ladung
Quelle: aid - "Landwirtschaftliche Fahrzeuge im Straßenverkehr"
ISBN 3-8308-0020-7 www.aid.de
Bei Schleppern und Anhängern beträgt die höchstzulässige Breite 2,55 m - einschließlich schräggestellter Seitenwände (ohne Ladung). Die Transportbreite von selbstfahrenden Arbeitsmaschinen, von gezogenen (am Schlepper angehängten) Arbeitsmaschinen und von Anbaugeräten am Schlepper und auch am Anhänger, darf bei Straßenfahrten 3,0 m nicht übersteigen (§ 32 Abs. 1 Nr. 2 StVZO, Merkblatt für Anbaugeräte).
Höchstzulässige Breite
Werden diese gesetzlich allgemein zugelassenen Abmessungen tatsächlich überschritten, müssen zum Befahren öffentlicher Straßen zwei Ausnahmegenehmigungen vorhanden sein:
Erlaubnis über Abweichungen von den Abmessungen nach § 32 StVZO erteilt
die Verwaltungsbehörde (z.B. der Regierungspräsident) nach § 70 Abs. 1 StVZO.
Die Erlaubnis zur Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr erteilt nach § 29 Abs. 3. StVO
die Straßenverkehrsbehörde, in deren Bezirk der erlaubsnispflichtige
Verkehr beginnt, oder die Straßenverkehrsbehörde, in deren Bezirk der
Antragssteller seinen Wohnort, seinen Sitz oder eine Zweigniederlassung
Ausnahmegenehmigungsverfahren § 70 StVZO und § 29 StVO
Bei Überschreitung der eben genannten Grenzen sind quasi zwei Ausnahmegenehmigungen nach § 70 StVZO und § 29 StVO bei den zuständigen Verkehrsbehörden vor Ort zu beantragen. Die nach § 70 StVZO notwendigen Ausnahmegenehmigungen von den Vorschriften nach § 32 StVZO (Abmessungen), § 34 StVZO (Gewichte)
beinhaltet u.a. auch die Anbringung von Sicherungsmitteln wie
Kenntlichmachung mit Warntafeln, Rundumleuchte oder Versetzung von
Die 35. Ausnahme VO zur StVZO gilt auch für Anhänger
Bei selbstfahrenden Arbeitsmaschinen kann auch eine Ausnahme vom § 41 StVZO erforderlich sein, wenn sich die Betriebsbremsanlage aus einer Kombination von hydraulischer Bremsanlage und hydrostatischem Antrieb bildet.
Die Ausnahmegenehmigung nach § 70 StVZO kann vom Hersteller mitgeliefert werden. Damit ist eine Voranfrage bei dem jeweiligen Bundesland verbunden.
Im Rahmen der Ausnahmegenehmigung nach § 29 StVO
wird geprüft, ob das Fahrzeug vor Ort straßenbaulich und verkehrlich
gesehen mit größeren, als gesetzlich vorgeschriebenen Abmessungen oder
Gewichten fahren kann. Die Anhörung nimmt oft längere Zeit in Anspruch
und erfolgt unter Mitwirkung der örtlichen zuständigen
Straßenbaubehörde und Polizeidienststelle.
In einigen Bundesländern ist es möglich, beide Ausnahmegenehmigungen bei der unteren Verkehrsbehörde zu beantragen.
35. Ausnahme VO StVZO
Die Breite von land- oder forstwirtschaftlichen Zugmaschinen und ihren Anhängern darf mehr als 2,55 m betragen, wenn sich die größere Breite allein aus der wahlweisen Ausrüstung mit Breitreifen, die einen Innendruck von nicht mehr als 1,5 bar haben, oder mit Zwillingsbereifung ergibt. Die Breite über alles darf nicht mehr als 3,00 m betragen (§ 1 Abs.1 der 35. AusnVO StVZO). Die montierten Breitreifen oder Zwillingsreifen müssen in den Fahrzeugpapieren als zulässig eingetragen sein. Bei einer Breite von nicht mehr als 2,75 m ist eine besondere Kenntlichmachung
nicht erforderlich. Bei einer Breite von mehr als 2,75 m ist eine
Lenntlichmachung nach vorn und nach hinten auf jeder Seite durch Park-Warntafeln
nach § 51c StVZO (423 mm x 423 mm oder 282 mm x 282 mm groß und mit je
100 mm breiten unter 45° nach außen und nach unten verlaufenden roten
und weißen Streifen) erforderlich. Diese müssen mit dem seitlichen
Umriss des Fahrzeugs abschließen. Abweichungen bis zu 100 mm nach innen
sind zulässig (§ 1 Abs. 2 der 35. AusnVO StVZO).
und zusätzliche Bewegungsleuchten zur Kenntlichmachung einer durch
Breit- oder Zwillingsbereifung bedingten Fahrzeugbreite von mehr als
Ragen die Reifen seitlich mehr als 400 mm
über den äußersten Punkt der leuchtenden Fläche der
Begrennzungsleuchten oder Schlussleuchten hinaus, so sind während der
Dunkelheit, bei Dämmerung oder wenn die Sichtverhältnisse es sonst
erfordern, zusätzliche Begrenzungsleuchten und/oder Schlussleuchten
erforderlich, die nicht mehr als 400 mm von der breitesten Stelle des
Fahrzeugumrisses entfernt sein dürfen. Diese Beleuchtungseinrichtungen
dürfen klappbar oder abnehmbar sein (§ 1 Abs. 3 der 35. AusnVO StVZO).
Zusätzliche Radabdeckungen
brauchen nicht vorhanden zu sein, wenn die Zugmaschine oder der Zug mit
einer Geschwindigkeit von nicht mehr als 25 km/h gefahren wird (§ 1
Abs. 4 der 35. AusnVO StVZO).
Ausnahmegenehmigungen von den Vorschriften der ehemaligen DDR
hinsichtlich der höchstzulässigen Breite bleiben bis 31.12.2003 gültig.
Dies gilt nur, wenn die land- oder forstwirtschaftlichen
Arbeitsmaschinen oder -geräte vor dem 30.06.1991 erstmals in den neuen
Ländern in den Verkehr genommen sind, dort benutzt werden und nicht
mehr als 3,50 m breit sind (Einigungsvertrag vom 31.08.1990).
Länge von Fahrzeugen und Zügen
(§ 32 StVZO)
Selbstfahrende Arbeitsmaschinen dürfen nur einen lof-Anhänger mit lof-Erzeugnissen,
-Bedarfsgütern oder -Geräten mitführen.
Einzelfahrzeuge dürfen nicht länger als 12 m sein. Bei Zügen darf die
Gesamtlänge unter Beachtung der Vorschriften über die Einzelfahrzeuge
18,0 m nicht überschreiten (§ 32 Abs. 4 Nr. 3 StVZO), in den neuen
Ländern verkürzt sich somit die zulässige Gesamtlänge im Regelfall um 4
m (Ausnahme möglich). Hinter lof-Zugmaschinen dürfen höchstens zwei Anhänger mitgeführt werden.
Die Fahrzeughöhe über alles darf 4,0 m nicht übersteigen (§ 32 Abs. 2 StVZO).
(§ 34 StVZO)
zulässige Gesamtmasse des Zuges, d.h. des ziehenden Fahrzeugs
einschließl. der Anhänger darf unter Beachtung der Vorschriften für
Achslasten und Einzelfahrzeuge insgesamt 40,0 t nicht überschreiten -
vgl. Betriebserlaubnis oder Fahrzeugbrief. - (§ 34 Abs. 2 und 3. StVZO).
Gewichte und Achsenlasten von Anhängern
aber auch Spezialfahrzeuge (u.a. Miststreuer, Güllefahrzeuge,
Ladewagen) werden oft in einachsiger, doppelachsicher (Tandem) oder in
dreiachsiger (Tridem), Ausführung gebaut. Sie sind in der Regel als
Starrdeichselanhänger ausgeführt. Die zG von
Gelenkdeichsel-Anhängern darf in der Regel bei nicht mehr als zwei
Achsen 18 t und bei mehr als zwei Achsen 24 t nicht überschreiten.
Bei Starrdeichselanhängern ergibt sich die zG aus der Anzahl der Achsen
und der Achslasten bezüglich der Achsabstände plus Stützlast.
Die Stützlasten
(§ 24 StVZO)
sich an den Schlepperleistungen bbH der Traktoren und der
Anhängekupplungsbauart. Die üblichen Anhängekupplungen der Traktoren
können Stützlasten von 500 - 2500 kg aufnehmen. Sogenannten
Untenanhängungen (u.a. Hitchanhängungen, Piton-Fix) sind für höhere
Stützlasten geeignet. Es können z.Zt. max. 3000 kg Stützlast möglich
sein. Die zulässige Stützlast ist in den KFZ-Papieren oder an den
Anhängekupplungen zu finden. Auch die am Anhänger und in deren
Betriebserlaubnis vermerkten zulässigen Stützlasten sind zu
berücksichtigen. Die Anhängelast (§ 42 StVZO) ist in der Regel in den
KFZ-Papieren von lof-Traktoren nicht vermerkt, es sei denn, der
Hersteller schreibt sie vor (s. Typenschild der Anhängekupplung oder
Deichsel). Bei entsprechender Schleppergröße und dessen bbH - bis
40 km/h - unter Berücksichtigung der zulässigen Stützlast (max. 2500
kg), könnte die mitgeführte z.G. dann mit einem Tridem-Anhänger auf
öffentlichen Straßen durchaus 32,5 t (3 x 10 t Achslast plus 2,5 t
Stützlast) betragen.
Zulässige Achslasten bei Starrdeichsel (§ 34 StVZO):
- Doppelachse Achsenabstände
bis 1 m (Tandem)
mehr als 1,8 m
= 11 t
= 18 t
= 20 t
- Dreifachachse Achsenabstände
bis 1,3 m (Tridem)
1,4 - 1,8 m
= 24 t
= 27 t
Der Abstand zwischen dem Mittelpunkt der letzten Achse eines Schleppers
und dem Mittelpunkt der ersten Achse seines Anhängers muß bei land- und
forstwirtschaftlichen Zügen sowie bei Zügen, die aus einem Zugfahrzeug
und Anhänger- Arbeitsmaschinen bestehen, mind. 2,5 m betragen. Dies
gilt nicht für Züge, bei denen die zG des Zugfahrzeugs nicht mehr als
7,50 t oder des Anhängers nicht mehr als 3,50 t beträgt (§ 34 Abs. 9
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