Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=3%20U%20240/01
Timestamp: 2019-03-23 23:46:24
Document Index: 193556996

Matched Legal Cases: ['§ 259', '§ 260', '§ 14', '§ 19', '§ 14', '§ 259']

OLG Hamburg, 22.04.2004 - 3 U 240/01 - dejure.org
Bei Wettbewerbsverstoß und mangelnder Auskunft; Anspruch auf eidesstattliche Versicherung,
BGB § 259; BGB § 260; MarkenG § 14; MarkenG § 19
Anspruch auf eidesstaatliche Versicherung über Richtigkeit der geschuldeten Auskunft und Rechnungslegung bei mehrfach unrichtiger Auskunft - Parallelimport von Arzneimitteln
Parallelimport von Arzneimitteln ohne Vorabinformation; Unvollständigkeit der geschuldeten Auskunft und Rechnungslegung; Anspruch auf Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung über die Richtigkeit der Angaben; Anspruch des Unternehmens auf Nennung der Lieferanten
LG Hamburg, 17.05.2001 - 315 O 519/00
GRUR-RR 2005, 114
dd) Ob etwas anderes zu gelten hat, wenn eine Markenverletzung allein deshalb vorliegt, weil der Parallelimporteur den Markeninhaber nicht vorab über den beabsichtigten Parallelimport informiert hat, kann im Streitfall offen bleiben (vgl. OLG Hamburg, GRUR-RR 2005, 114, 117).
Nachdem sie insoweit ein rechtskräftig gewordenes Feststellungsurteil erwirkt hat (OLG Hamburg GRUR-RR 2005, 114), macht sie nunmehr gegenüber der Beklagten Schadensersatz in Höhe von 70.739, 79 EUR zuzüglich Zinsen geltend.
Dieses Verfahren endete mit dem Urteil des Senats vom 22.4.2004 (3 U 240/01, vgl. Anlage K 1), dessen Tenor u.a. wie folgt lautete: .
a) Aufgrund des Urteils des Senats vom 22.4.2004 (3 U 240/01, Anlage K 1) steht die Schadensersatzverpflichtung der Beklagten dem Grunde nach rechtskräftig fest.
(5) Entgegen der Auffassung der Klägerin liegt darin kein Wertungswiderspruch mit dem vom Senat im Urteil vom 22.4.2004 (3 U 240/01, S. 13 des Urteilsumdrucks gem. Anlage K 1) Grundsatz, dass die Möglichkeit der Vorabinformation als rechtmäßigen Alternativerhalten nicht zu berücksichtigen ist.
Der Klägerin steht gegen die Beklagte wegen der Verletzung der Marken N. sowie Z. gemäß § 14 Abs. 6 MarkenG auf der Grundlage der rechtskräftigen Feststellungen des Urteils des HansOLG vom 22.4.2004 (Az.: 3 U 240/01 - vgl. Anlage K 1) ein Anspruch auf Schadensersatz in Höhe von insgesamt Euro 21.288,02 zu.
Dazu hat bereits das HansOLG in seinem Urteil vom 22.4.2004 (Az.: 3 U 240/01 - vgl. Anlage K 1, S. 13) ausgeführt:.
OLG Düsseldorf, 17.08.2007 - 16 U 209/06
Zum Wert des Beschwerdegegenstandes bei der Berufung gegen die Verpflichtung zu …
Maßgeblich ist das Gesamtverhalten des Schuldners (OLG Hamburg GRUR-RR 2005, 114, 118; OLG Frankfurt a.M., NJW-RR 1993, 1483;… Palandt/Heinrichs, §§ 259 - 261 Rn. 30).