Source: http://www.famsanti.ch/de/?section=knowledge&id=13
Timestamp: 2016-10-01 15:27:46
Document Index: 132463882

Matched Legal Cases: ['Art. 31', 'Art. 41', 'Art. 41', 'Art. 62', 'Art. 99', 'Art. 12', 'Art. 41', 'Art. 7', 'Art. 32', 'Art. 4']

1x1 der Krankenversicherer - Wissensdatenbank
Komplementär-/Alternativmedizin
Wenn ich ins Wasser-Jogging gehe, zahlt mir der Krankenversicherer einen Beitrag an die Kurskosten?
Einige Krankenversicherer übernehmen auf freiwilliger Basis einen Teil der Kurskosten. Eine Anfrage kann sich lohnen! Weitere Informationen
Aqua-Fit,
Der Schulzahnarzt hat festgestellt, dass die Kieferstellung unserer Tochter (11-jährig) korrigiert werden muss. Wir erhielten einen Kostenvoranschlag über 7900 Franken. Es ist uns klar, dass Zahnbehandlungen nicht von der Krankenversicherung bezahlt werden. Hier handelt es sich aber nicht um eine Zahnbehandlung, sondern eine Korrektur des Kiefers. Zahlt die Krankenkasse mindestens einen Teil an die Kosten?
Die zahnärztliche Behandlung ist grundsätzlich keine Pflichtleistung. Das Gesetz sieht jedoch Ausnahmen vor. Nach Art. 31 Abs. 1 Lit. a KVG sind zahnärztliche Behandlungen Pflichtleistung, wenn sie durch eine schwere, nicht vermeidbare Kausystemerkrankung bedingt sind. Voraussetzung ist, dass das Leiden Krankheitswert erreicht; die Behandlung ist nur so weit von der Versicherung zu übernehmen, wie es der Krankheitswert des Leidens notwendig macht.
Soviel ich weiss, sind die Leistungen bei allen Krankenkassen gleich, also spielt es keine Rolle wo ich versichert bin.
Für die Wahl eines bestimmten Anbieters ist die Prämienhöhe meistens nicht das einzige Kriterium. Die freie Wahl des Krankenversicherers fördert die Servicequalität und spornt zu kostengünstiger Abwicklung an. Unterschiede bestehen auch bei besonderen Angeboten im Rahmen der Grundversicherung, zum Beispiel bei den sogenannten Managed Care-Modellen.
8 (Ø 2.75)
Ich habe meine Familie HMO versichert. Kann ich meine 3 jährige Tochter weiterhin zum Kinderarzt schicken (die HMO Praxis verfügt nicht über einen Kinderarzt)? Weiter interessiert es mich, ob meine Frau weiterhin zu ihrem Gynäkologen für die routinemaässigen Vorsorgekontrollen gehen kann? Die Berater der Krankenkasse meinten, dass dies mit dem HMO Modell nicht gehe, doch verschiedene Quellen im Internet behaupten das Gegenteil. Was stimmt nun?
Grundsätzlich können Versicherte in der Grundversicherung unter den zugelassenen Leistungserbringern, die für die Behandlung ihrer Krankheit geeignet sind, frei wählen (Art. 41. Abs. 1 KVG). Die Versicherten können ihr Wahlrecht im Einvernehmen mit dem Versicherer auf Leistungserbringer beschränken, die der Versicherer im Hinblick auf eine kostengünstigere Versorgung auswählt. Der Versicherer muss dann nur die Kosten für Leistungen übernehmen, die von diesen Leistungserbringern ausgeführt oder veranlasst werden. Die gesetzlichen Pflichtleistungen sind in jedem Fall versichert (Art. 41 Abs. 4 KVG). Der Versicherer kann die Prämien für Versicherungen mit eingeschränkter Wahl des Leistungserbringers (...) vermindern (Art. 62 Abs. 1 KVG). Die Versicherer können neben der ordentlichen Krankenpflegeversicherung Versicherungen betreiben, bei denen die Wahl der Leistungserbringer eingeschränkt ist (Art. 99 Abs. 1 KVV). Soweit die gesetzlichen Grundlagen.
Beim HMO-Versicherungsmodell sucht der Versicherte immer zuerst seinen HMO-Arzt auf. Er ist der erste Ansprechpartner in allen medizinischen Belangen (ausser in Notfällen). Innerhalb der HMO besteht die Wahl unter qualifizierten Ärzten und Therapeuten aus verschiedenen Fachrichtungen. Falls die HMO keinen Gynäkologen od. Kinderarzt beschäftigt, werden Sie von dort aus an einen entsprechenden Spezialisten (ausserhalb der HMO) weiter verwiesen. Als "Gegenleistung" für die eingeschränkte Wahl des Leistungserbringers erhalten Sie einen Rabatt auf Ihre Krankenkassenprämie, ohne dabei auf Leistungen verzichten zu müssen.
2 (Ø 3.5)
Werden die Kosten für einen Aids-Test in der Grundversicherung abgedeckt?
Der HIV-Test ist nur eine kassenpflichtige Leistung bei Neugeborenen HIV-positiver Mütter und bei Personen, die einer Ansteckungsgefahr ausgesetzt sind dar, verbunden mit einem Beratungsgespräch, das dokumentiert werden muss. Die Kostenübernahme des HIV-Tests ist in der Krankenpflege-Leistungsverordnung (3. Kapitel „Massnahmen der Prävention“, Art. 12 d) abschliessend geregelt.
1 (Ø 1)
Aidstest,
Übernimmt meine Krankenkasse die Kosten einer Herzklappenoperation in einem Privatspital?
Beansprucht die versicherte Person aus medizinischen Gründen die Dienste eines ausserhalb ihres Wohnkantons befindlichen öffentlichen oder öffentlich subventionierten Spitals, so übernimmt der Wohnkanton die Differenz zwischen den in Rechnung gestellten Kosten und den Tarifen des betreffenden Spitals für Einwohner und Einwohnerinnen des Kantons (Art. 41 Abs. 3 des Krankenversicherungsgesetzes KVG).
Der Wohnkantonsanteil ist auch dann geschuldet, wenn die versicherte Person im Privatpatientenverhältnis auf der Privat- oder Halbprivatabteilung eines öffentlichen Spitals oder öffentlich subventionierten Privatspitals aus medizinischen Gründen ausserhalb ihres Wohnkantons behandelt wird. Im Zusatzversicherungsbereich sind Art und Umfang der Leistungen Krankenversicherers in den "Allgemeinen Versicherungsbedingungen" (AVB)geregelt.
Bestehen Zweifel, ob die Grundversicherung für eine Leistung aufkommt ist mit dem behandelnden Arzt und dem Krankenversicherer rechtzeitig die Kostenübernahme abzuklären.
6 (Ø 5.17)
Wohnkanton,
Privatspital,
Spitalaufenthalt,
Podologen oder Podologinnen sind keine Leistungserbringer bzw. medizinische Hilfspersonen im Sinne des schweizerischen Krankenversicherungsrechts. Fusspflege als solche ist auch keine kassenpflichtige Leistung. Sie gilt nur dann als kassenpflichtig, wenn sie auf ärztliche Anordnung hin im Rahmen von Art. 7 Abs. 2 lit. b Ziffer 10 der Krankenpflege-Leistungsverordnung (KLV) erbracht wird (Fusspflege bei Diabetikern) und von zugelassenen
Organisationen der Krankenpflege zu Hause (Spitex), Pflegeheimen
erbracht wird. Weitere Informationen
1 (Ø 4)
Welche Leistungen umfasst die Compliance-Hilfe?
Die Compliance-Hilfe kommt bei Patienten zur Anwendung, die gleichzeitig mindestens 3 unterschiedliche Medikamente pro Woche einnehmen müssen und die Medikamente nicht unter Aufsicht eines Leistungserbringers (Spital, Pflegeheim, Spitex etc.) einnehmen. Mit dieser Pauschale soll die Bereitschaft zur Mitarbeit bei der Einnahme von Medikamenten erhöht werden.
Der Arzt möchte übermässiges Schwitzen in der Achselhöhlezieht mit Botox behandeln. Übernimmt die Krankenversicherung die Kosten von 700 Franken?
Gemäss Art. 32 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG) müssen die Leistungen wirksam, zweckmässig und wirtschaftlich sein, damit eine Kostenübernahme im Rahmen der Grundversicherung erfolgen kann. Das Kriterium der Wirtschaftlichkeit ist bei dieser Behandlung nicht erfüllt. Zudem ist Botox für diese Behandlung nicht indiziert. Damit handelt es sich nicht um eine kassenpflichtige Leistung. Ob und in welchem Rahmen die Zusatzversicherung allenfalls die Kosten dieser Behandlung übernimmt, muss direkt mit der Krankenversichererung abgeklärt werden.
Bezahlt die versicherte Person fällige Prämien oder Kostenbeteiligungen nicht, mahnt der Versicherer schriftlich mit einer Nachfrist von dreissig Tagen.
Bezahlt die versicherte Person trotz Mahnung nicht, leitet der Krankenversicherer die Betreibung ein. Wurde von der Versicherung ein Fortsetzungsbegehren gestellt, schiebt sie die Übernahme der Kosten für Leistungen auf, bis die ausstehenden Prämien, Kostenbeteiligungen, Verzugszinse und Betreibungskosten vollständig bezahlt sind. Gleichzeitig benachrichtigt der Versicherer die für die Einhaltung der Versicherungspflicht zuständige kantonale Stelle über den Leistungsaufschub.
Solange säumige Versicherte die ausstehenden Prämien, Kostenbeteiligungen, Verzugszinse und Betreibungskosten nicht vollständig bezahlt haben, können sie den Versicherer nicht wechseln.
Leistungsaufschub,
Leistungssperre
Bezahlt die Grundversicherung der Krankenkassen ambulante und oder stationäre Behandlungen von Spielsüchtigen, wie psychotherapeutische ambulante Beratung oder stationäre Behandlung in einer psychiatrischen Klinik, bei Entzug oder Ausstieg aus Spielsucht? Stationäre Behandlungen gibt es nicht in jedem Kanton. Werden ausserkantonale stationäre Behandlungen bezahlt, wenn sie im eigenen Kanton nicht vorhanden sind?
Die Glücksspielsucht unterscheidet sich nicht von anderen Suchtkrankheiten. Sobald die Spielsucht krankhaft ist und therapiert bzw. medizinisch behandelt werden muss, besteht ein Anspruch auf kassenpflichtige Leistungen.
Bei ambulanter Behandlung muss der Versicherer die Kosten höchstens nach dem Tarif übernehmen, der am Wohn- oder Arbeitsort der versicherten Person oder in deren Umgebung gilt.
Bei stationärer oder teilstationärer Behandlung muss der Versicherer die Kosten höchstens nach dem Tarif übernehmen, der im Wohnkanton der versicherten Person gilt. Beanspruchen Versicherte aus medizinischen Gründen einen anderen Leistungserbringer, so richtet sich die Kostenübernahme nach dem Tarif, der für diesen Leistungserbringer gilt. Medizinische Gründe liegen bei einem Notfall vor oder wenn die erforderlichen Leistungen am Wohn- oder Arbeitsort bzw. im Wohnkanton oder in einem auf der Spitalliste des Wohnkantons aufgeführten ausserkantonalen Spitals nicht angeboten werden können.
Das Spielbankengesetz (SBG) schreibt den Spielbankbetreibern ein Sozialkonzept vor. Darin müssen die Betreiber darlegen, mit welchen Massnahmen die Spielbanken den sozial schädlichen Auswirkungen des Spiels vorbeugen oder diese beheben wollen. Die Anforderungen an die Konzepte sind in einer Verordnung festgehalten. Weitere Informationen
1 (Ø 0)
Seit dem 1.1.2005 stellen Bandscheibenprothesen und der damit verbundene chirurgische Eingriff eine kassenpflichtige Leistung dar. Die Leistungspflicht ist allerdings an bestimmte Voraussetzungen gebunden (Anhang 1 Ziffer 2.3 der Krankenpflege-Leistungsverordnung).
1 (Ø 3)
Zunächst stellt sich die Frage, ob bei einem Bienenstich der Unfallbegriff erfüllt ist oder nicht. Gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) ist ein Unfall die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Ein Bienenstich, der zu einer Vergiftung oder einer Infektion führt und in der Folge eine Behandlung beim Arzt erfordert, gilt gemäss jahrzehntelanger Praxis der obligatorischen Unfallversicherung als Unfallereignis im Sinne einer Wundinfektion. Das gleiche gilt im Übrigen auch bei der Zecken-Enzephalitis.
unfallähnlich,
Ich, meine Frau und unsere beiden Kinder haben uns gegen Zeckenbisse impfen lassen. Ist diese Impfung kassenpflichtig?
Die Impfung gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist seit dem 1. Januar 2005 eine kassenpflichtige Leistung dar, jedoch nur bei Personen, die sich häufig in der Natur der Epidemiegebiete aufhalten. Ob dies erfüllt ist, bestimmen die Empfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) und der Eidg. Kommission für Impffragen (EKIF) vom März 2003 (siehe http://www.bag.admin.ch/infekt/publ/wissenschaft/d/fsme_empf.pdf).
Bei beruflicher Indikation ist die Impfung vom Arbeitgeber zu bezahlen. Weitere Informationen
Unter welchen Voraussetzungen erfolgen Leistungsausschlüsse? In der obligatorischen Krankenpflegeversicherung sind Leistungsausschlüsse, bzw. Leistungskürzungen nicht möglich.
Leistungskürzung,
PrämienZahlungssausständeZusatzversicherungSparmöglichkeitenVersicherungspflichtMedikamenteLOASpezialitätenlisteImpfungAmbulanzGeburtFranchiseAusland Meistgelesene Artikel
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