Source: https://anwalt-kg.de/newsbeitrag/privatinsolvenz-recht/privatinsolvenz/nach-der-restschuldbefreiung/
Timestamp: 2019-08-21 05:26:05
Document Index: 382024262

Matched Legal Cases: ['§ 286', '§ 55', '§ 300', '§ 302', '§ 4', '§ 301', '§ 767', 'Art. 6', 'Art. 11', '§ 301']

Nach der Restschuldbefreiung - Was Sie jetzt noch beachten sollten | KRAUS GHENDLER RUVINSKIJ
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Insolvenz vorbei und Restschuldbefreiung erhalten? Diese Dinge sind noch zu beachten
Zum Abschluss des Insolvenzverfahrens wurde Ihnen die Restschuldbefreiung erteilt. Erfahren Sie, was Sie jetzt beachten müssen.
Nachdem Ihnen am Ende des Regelinsolvenzverfahrens oder der Privatinsolvenz die Restschuldbefreiung erteilt wurde, sind Sie schuldenfrei. Das bedeutet unter anderem:
von fast allen Verbindlichkeiten, die vor der Insolvenz bestanden haben, sind Sie nun endgültig befreit
Forderungen, die nach der Insolvenz eingetreten sind, sollten Sie jedoch begleichen
alte Einträge über Gläubigerforderungen bei der Schufa werden entfernt, der Eintrag über die Privatinsolvenz bleibt jedoch noch ca. drei Jahre bestehen
die gestundeten Verfahrenskosten werden entweder in Raten beglichen werden oder weiterhin gestundet und schließlich erlassen
Restschuldbefreiung – Was beachten?
Restschuldbefreiung – Was ist das?
Was passiert mit den noch offenen Fragen der Gläubiger?
Umwandlung des Pfändungskonto
Was passiert mit gestundeten Verfahrenskosten?
Eine Privat- oder Regelinsolvenz endet mit der Restschuldbefreiung (§§ 286 ff. InsO). Haben Sie innerhalb der Wohlverhaltensphase nach dem Insolvenzverfahren keine weiteren Schulden gemacht und sind Sie Ihren Obliegenheiten vollständig nachgekommen, so wird dem bereits gestellten Antrag auf Befreiung von Ihrer Restschuld beim Insolvenzgericht stattgegeben. Das bedeutet, dass Sie Ihre restlichen Schulden, die gegenüber Ihren Gläubigern noch bestehen, nicht mehr bezahlen müssen. Voraussetzung für eine solche Befreiung ist, dass die Restschuldbefreiung nicht versagt worden ist.
Eine Restschuldbefreiung können Sie auch vorzeitig beantragen, wenn der Rückzahlungsbetrag einen bestimmten Anteil an allen Kosten für das Insolvenzverfahren, den sonstigen Masseforderungen (§ 55 InsO) und Gläubigerforderungen erreicht hat. Schon nach drei Jahren können Sie eine Befreiung von der Restschuld beantragen, nachdem Sie innerhalb von 36 Monaten den Forderungen Ihrer Gläubiger zu 35 Prozent nachgekommen sind. Haben Sie alle Verfahrenskosten innerhalb von fünf Jahren beglichen, können Sie einen Antrag auf die Befreiung von der Restschuld nach fünf Jahren stellen.
Was passiert mit den noch offenen Forderungen Ihrer Gläubiger?
Mit dem Erhalt der Restschuldbefreiung (§ 300 InsO) sind Sie von allen Ihren Schulden gegenüber Ihren Gläubigern befreit. Ausgenommen sind nur Forderungen, die aus einer verbotenen Handlung resultieren, wie beispielsweise Geldstrafen oder hinterzogene Steuern (§ 302 Nr. 1 InsO). Auch Bürgschaften, die Dritte für Sie übernommen haben, bleiben weiterhin bestehen.
Die Restschuldbefreiung betrifft nur Forderungen von Gläubigern, die bereits vor dem Insolvenzverfahren bestanden haben. Verlangt einer dieser Gläubiger, dass Sie eine noch offene Forderung bezahlen, müssen Sie darauf nicht reagieren. Um zu beweisen, dass der Gläubiger keine Ansprüche Ihnen gegenüber mehr hat, können Sie ihm den Beschluss des Amtsgerichts zukommen lassen. Sollte der Gläubiger mit Gericht drohen, müssen Sie sich darüber keine Sorgen machen. Sie sind von Ihrer Restschuld befreit und der Gläubiger kann seine Forderung nicht durchsetzen.
Von der Regelung ausgenommen: Forderungen nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens
Forderungen von Gläubigern, die Ihnen gegenüber während des Insolvenzverfahrens neu entstanden sind, sollten Sie bezahlen. Diese Forderungen sind nämlich von der Restschuldbefreiung ausgeschlossen. Wenn nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens neue Verbindlichkeiten entstehen, kann der Schuldner erneut in die Schuldenfalle geraten. Eine erneute Befreiung von der Restschuld kann der Schuldner in den kommenden Jahren nicht beantragen.
Was Sie bei der Schufa beachten sollten
Man sollte sein Girokonto nach dem Eröffnen des Insolvenzverfahrens in ein Pfändungskonto umwandeln.
Ist die Privatinsolvenz mit der Restschuldbefreiung beendet, werden Sie sich fragen, wie es mit Ihrem negativen Eintrag bei der Schufa aussieht. Ein negativer Schufa-Eintrag wird erst ca. drei Jahre nach dem Ende des Insolvenzverfahrens gelöscht. Eine vorzeitige Löschung können Sie nicht beantragen.
Haben Sie die Restschuldbefreiung erhalten, können Sie bei der Schufa die sofortige Löschung der alten Einträge über Gläubigerforderungen beantragen. Sie sollten eine Kopie des Beschlusses des Amtsgerichts an die Schufa senden. Die Löschung der Einträge über Gläubigerforderungen können Sie auch dann beantragen, wenn Sie die Forderungen der Gläubiger beglichen haben und das nachweisen können.
Wurde Ihnen eine Restschuldbefreiung erteilt, besteht bei der Schufa ein Eintrag darüber. Die Löschung dieses Eintrages können Sie nicht beantragen. Das bedeutet, dass dieser Eintrag ca. drei Jahre lang bestehen bleibt.
Umwandlung des Pfändungsschutzkontos in ein normales Girokonto
Nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens sollten Sie Ihr Girokonto in ein Pfändungsschutzkonto (P-Konto) umwandeln. Ein Girokonto, auf das Sie Zugriff haben, ist auch nach der Eröffnung der Privatinsolvenz unerlässlich, damit Sie am täglichen Leben teilnehmen und den künftigen Forderungen Ihrer Gläubiger nachkommen können. Bei bestehenden Unterhaltspflichten erhöht sich dieser Freibetrag.
Nach der Restschuldbefreiung können Sie dieses Pfändungsschutz-Konto wieder in ein normales Girokonto umwandeln lassen. Haben Sie nach der Eröffnung der Insolvenz keine weiteren Schulden mehr gemacht und sind Sie den Forderungen Ihrer neuen Gläubiger nachgekommen, ist eine solche Umwandlung sinnvoll.
Was wird mit den gestundeten Verfahrenskosten?
Beim Insolvenzverfahren entstehen Verfahrenskosten. Diese sind Grundsätzlich vom Schuldner zu tragen. Da bei einer Privatinsolvenz jedoch häufig kein Geld mehr vorhanden ist, um die Verfahrenskosten zu zahlen, gibt der Gesetzgeber die Möglichkeit zur Stundung. Nach § 4a InsO haben Sie die Möglichkeit, bis zur Erteilung der Restschuldbefreiung einen Antrag auf Stundung der Verfahrenskosten zu stellen. Solle sich das Einkommen während der Insolvenz so weit erhöhen, dass pfändbare Beträge abgeführt werden, dann werden die Verfahrenskosten hieraus bezahlt.
Haben Sie Ihre Restschuldbefreiung erhalten, ohne etwas zurückgezahlt zu haben, stellt sich für Sie die Frage: Was wird nun mit den gestundeten Verfahrenskosten? Der Staat möchte diese Kosten nun zurückbekommen. Da das Verfahren der Verbraucherinsolvenz beendet ist, wird davon ausgegangen, dass Sie wieder Geld haben könnten. Daher wird das Gericht regelmäßig bei Ihnen anfragen, ob Sie die Kosten nun tragen können.
In der Realität kann das ganz anders aussehen und auch nach der Insolvenz liegt Ihr Einkommen unter dem Pfändungsfreibetrag. Sie haben dann die Möglichkeit, beim Gericht einen Antrag auf Verlängerung der Stundung zu stellen oder eine Rückzahlung in Raten zu vereinbaren. Ändern sich Ihre finanziellen Verhältnisse, können Sie eine Anpassung der Raten festlegen.
Haben Sie während der Verbraucherinsolvenz nur ein geringes Einkommen erzielt und sind Sie auch nach Erteilung der Restschuldbefreiung noch vermögenslos, werden Ihnen die gestundeten Verfahrenskosten vollständig erlassen.
Mit der Restschuldbefreiung ist die Privatinsolvenz beendet. Sie müssen den Forderungen der Gläubiger, die bereits vor der Insolvenz bestanden, nicht mehr nachkommen. Die gestundeten Verfahrenskosten werden entweder komplett oder in Raten bezahlt. Bei weiterhin bestehender Vermögenslosigkeit werden Ihnen diese Verfahrenskosten erlassen.
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16. August 2019 um 01:46
auch ich strebe das Insolvenzverahren nach drei Jahren zu Beenden an. Die Voraussetzungen hierfür liegen vor. Kann ich mit Erhalt der Restschuldbefreiung dann wieder auf mein volles Gehalt zugreifen, also keine Abgaben mehr an den Treuhänder zu leisten habe (Verfahrens- und Gerichtskosten samt Treuhänderkosten sind beglichen). Dann würde doch eine Vorlage des Beschlusses des Amtsgerichts beim Arbeitgeber reichen oder?
19. August 2019 um 12:51
auch wenn Sie die Voraussetzungen für die Verkürzung erfüllen, wird noch während der gesamten, dreijährigen Laufzeit der pfändbare Betrag bei Ihnen eingezogen werden. Erst mit deren Ablauf wird Ihnen die vorzeitige Restschuldbefreiung erteilt werden. Mit diesem Beschluss können Sie dann auch Ihren Arbeitgeber informieren. Des Weiteren darf ich Sie darauf hinweisen, dass der Antrag auf Verkürzung innerhalb der dreijährigen Frist zu stellen ist. D.h., die Voraussetzungen müssen regelmäßig vor deren Ablauf vorliegen und nachgewiesen werden.
Ba P. says:
Hallo, bekommt man eine Restschuldbefreiung vor 3 Jahren gelöscht? Natürlich mit einem Anwalt? Wie hoch stehen die Chancen und wurden sie das übernehmen? Danke.
eine vorzeitige Entfernung dieses Merkmals aus der Schufa ist nach momentaner Rechtslage schwerlich möglich.
6. Juli 2019 um 23:23
meine Insolvenz mit Restschuldbefreiung ist jetzt fast 10 Jahre her.
Heute hatte ich Post von Anwälten, die sich auf eine alte Forderung beziehen. Sie schreiben zwar: „Sie ist bereits rechtskräftig tituliert, so daß Einwände gegen das Bestehen der Forderung an sich nicht mehr maßgeblich sind“ – fordern aber dennoch die Zahlung ein.
Jetzt habe ich meine alten Insolvenz-Unterlagen immer noch und mit Schrecken festgestellt, daß ich diesen Gläubiger darin nicht finden kann. Aber sie muß ja mit dabei sein, wenn sich die Anwälte darauf beziehen …
Wie muß ich denn jetzt reagieren ?
gem. § 301 Abs. 1 InsO (Insolvenzordnung) gilt die Restschuldbefreiung auch ggü. Gläubigern, deren Forderung nicht zur Tabelle angemeldet wurden. Sofern die Forderung aus der Zeit vor der Antragstellung stammt und Sie den Nachweis erbringen können, dass Sie den Gläubiger unverschuldet nicht im Insolvenzantrag berücksichtigt haben, können Sie dem Gläubiger den Beschluss über die erteilte Restschuldbefreiung entgegenhalten. Sollte der Gläubiger die Zwangsvollstreckung gegen Sie betreiben, müssten Sie eine Vollstreckungsabwehrklage gem. § 767 ZPO erheben.
Carl Helmut Balser says:
Sehr geehrter Dr Ghendler!
Die Restschuldbefreiung habe ich erst jetzt,9 Jahre nach Insolvenzeröffnung am 1.7.10 erhalten. Kann ich aufgrund dieser Tatsache bei der Schufa auf eine komplette Löschung bestehen? Also nicht nur der Gläubiger, sondern auch der Eintrag generell? Wie sind da die Chancen?
Denn sonst muss ich ja noch bis 1.7.22 warten! Davon abgesehen, wird dann automatisch gelöscht oder muss man das beantragen?
Über eine Rückantwort würde ich mich freuen! P.S.: Ich hatte eine Regelinsolvenz.
Carl Helmut Balser
Sehr geehrter Herr Balser,
bedauerlicherweise ist für die Schufa der Erhalt der Restschuldbefreiung maßgeblich. Eine Löschung müsste des Weiteren automatisiert erfolgen. Ich rate Ihnen jedoch dazu, jedes Jahr von Ihrem Recht auf eine kostenfreie Selbstauskunft Gebrauch zu machen und die Schufa zu überprüfen. Sollte nach Ablauf der drei Jahre ab Erhalt der Restschuldbefreiung noch eine Eintragung vorhanden sein, so können Sie die Schufa aktiv zur Löschung auffordern.
A.Wiec says:
2. Juli 2019 um 09:15
in meiner Schufa steht nur Insolvenz aufgehoben, keine Info das die Restschuldbefreiung erteilt wurde, heißt das für mich das die 6 Jahre umsonst waren bzw. geht es noch eine weitere Zeit weiter?
Das Insoverfahren wurde im Juli 2014 eröffnet und Im Januar 2019 war Abschlusstermin und die Restschuldbefreiung wurde erteilt laut Beschluss vom Amtsgericht. Was muss ich jetzt noch an den Insolvenzverwalter abführen? Ich bekomme laut Finanzamt eine Rückzahlung und erhalte im November ein 13. Monatsgehalt.
Leider ist mein Verwalter ein sehr schlechter und kommt nur wenn er was will.
mit der Erteilung der Restschuldbefreiung ist die Insolvenz in aller Regel beendet. Evtl. könnte der Insolvenzverwalter ein Teil Ihrer Rückzahlung vom Finanzamt pfänden, wenn dieses aus dem Insolvenszeitraum beruht.
Meine Insolvenz befand sich nach 3 Jahren immer noch im Insolvenzverfahren. Mit Stichtag 3 Jahre und Antrag bei Gericht habe ich die 35% sowie Verfahrenskosten aufgebracht. Jetzt 3 Wochen später schreibt mir das Gericht, dass 1. Restschuldbefreiung nach Ablauf einer Frist von 3 Wochen erteilt wird, wenn kein Gläubiger dem widerspricht. Soweit so gut. Aber es kam noch ein Schreiben, dass ich ab jetzt in der WVP bin. Ist das denn richtig vom Gericht? Und muss ich jetzt im Folgemonat weiter zahlen und der IV kassiert 119 Euro für nix?
leider ist ohne Einsicht in die Dokumente zu nehmen eine seriöse Antwort nicht möglich. Ich bitte daher um Ihr Verständnis und verbleibe
18. Juni 2019 um 14:45
Meine Restschuldbefreiung war Anfang 2017 mein Arbeitgeber hat allerdings immer noch die Pfändungen von damals im System und will diese nicht löschen da die insolvenzverwalterin Ihnen nichts zugeschickt hat. Ich hatte meinen Arbeitgeber den Beschluss vom Amtsgericht vorgelegt was aber nicht reicht. Nun ist eine gehaltspfändung von fast 100 Euro rausgegangen die nicht mehr gerechtfertigt ist. Meine damalige Insolvenz Verwalterin kann ich nicht mehr erreichen da sie dort nicht mehr tätig ist. Was kann ich noch tun damit die Gehaltspfändung entlieh rausgenommenen wird .
in diesem Falle sollten Sie nochmals höflich auf Ihren Arbeitgeber einwirken. Sollte dies nicht zum gewünschten Erfolg führen, bleibt Ihnen wohl nur die Hinzuziehung anwaltlicher Hilfe.
Hallo, ich war in der privatinsolvenz 2007, jetzt ist es durch und bei der Schufa liegt immer noch eine negativ Auskunft vor. Da ich vor 2 Wochen eine Haftpflicht abschließen wollte und das aufgrund der Schufa aber nicht möglich .
Meine Frage wäre,warum ist es noch nicht gelöscht. Da ich leider meine Unterlagen über die restschuldbefreiung vom Amtsgericht nicht habe , kann ich das nicht nachweisen. Wo erhalte ich den Beschluss über die Restschuldbefreiung .
Und wo kann ich die Löschung der Schufa beantragen ?
der Schufa-Eintrag über die Insolvenz sollte drei Jahre nach Ende des Insolvenzverfahrens gelöscht werden. Eine Kopie der Bescheinigung über die Restschuldbefreiung kann Ihnen das zuständige Insolvenzgericht, also das Amtsgericht Ihres damaligen Wohnortes, ausstellen.
meine Restschuldbefreiung wurde am 10.05.16 beschlossen und laut Schufa wurden die negativen Einträge auch gelöscht. Nachdem ich aber einen Kreditantrag gestellt habe, wurde dieser abgelehnt weil die komplette Löschung noch nicht abgeschlossen ist. Der Termin wurde auf den 27.07.19 gesetzt. Könnten Sie mir bitte erklären worum es sich handelt und warum laut Schufa alles ok ist aber bei den Banken noch nicht?
in der Regel sollte die Schufa nach genau drei Jahren den Eintrag löschen. Warum es in Ihrem Fall über zwei Monate länger dauert, kann ich leider ohne nähere Informationen nicht beurteilen.
Unter Umständen kann man bei der Schufa die Löschung bewirken, doch auch dieser Prozess dauert seine Zeit. Immerhin haben Sie ja die Aussage erhalten, dass der Eintrag ab dem 27.07. gelöscht sein wird.
Möglicherweise hat die Bank auch bei anderen Auskunfteien eine Abfrage gestartet.
meine Insolvenz und die folgenden drei Jahren sind bereits beendet, alle Einträge bei der Schufa, Infoscore und bei allen anderen Auskunfteien sind vollständig gelöscht. Meine Schufa-Score beträgt jetzt 96,4 %. Meine Frau und ich haben vor zwei Wochen nach Baufinanzierungen recherchiert und dabei festgestellt dass die Deutsche Bank und Targobank die Anfrage sofort ohne weiteres abgelehnen, es hieß dass ich vor 11 Jahren Probleme hatte und die Bank mich auf sogenannten Blacklist hat. Meine Frage; dürfen die Banken bei denen ich Schulden hatte und durch Insolvenz auch nicht zurückbezahlt habe, mich auf sogenannten Blacklist speichern? Müssen diese Banken meine Daten nicht vollständig löschen?
Ich würde mich auf ein feedback freuen.
die Banken sind sogar verpflichtet, eine Liste bestimmter Personen zu führen, bei denen bestimmte Risiken vorliegen. Dies sind jedoch eigentlich nur Fälle, in denen beispielsweise Geldwäsche vermutet wird. Da es sich bei Ihnen jedoch nur um finanzielle Schwierigkeiten handelt, dürften die Banken diese Daten eigentlich nicht weiter speichern. So sieht es auch die Europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) vor. Möglicherweise könnte ein rechtliches Vorgehen gegen die Bank daher erfolgreich sein und die Bank zur Löschung der Daten gezwungen werden.
10. Juni 2019 um 19:54
Konnte ich mir denken, dass gewisse Banken schwarze Listen führen.
Hier müsste es doch möglich sein, dass eine Grundsatzklage gegen solche Banken mit Erfolg durchgeführt wird.
Denn so macht eine Insolvenz in Deutschland keinen Sinn. In praktisch allen anderen Ländern kann man seine „Pleite“ viel schneller durchziehen.
Hier ist man schon rund 10 Jahre gebrandmarkt und erhält nicht mal mehr einen Mietvertrag.
Das ist auch so ein Witz. Wenn jemand durch gewisse Umstände einen Autokredit nicht mehr bedienen kann, aber so klug ist alle anderen Dinge wie Gas, Wasser, Strom, Miete, Nebenkosten, Versicherungen usw. zu bedienen, erhält bei Pfändung des Autokredites keine Wohnung mehr.
Das Scoring ist nicht realitätsbezogen.
Schon ein negativer Eintrag aufgrund eines Handyvertrags führt zur Verweigerung eines Mietvertrages.
Mal Städte wie Gelsenkirchen ausgenommen, wo die Vermieter eine Mietschuldfrei-Bescheinigung verlangen, weil dort jeder zweite Mensch in der Schufa einen negativen Eintrag besitzt.
Und andererseits kann ich bei positiver Bonität etliche Kreditkarten und Kleinkredite über Kaufhäuser und Versandhäuser laufen lassen.
Das System stimmt vorne und hinten nicht. Die Leute sollen sich verschulden. Vorher wird keine Bremse gezogen. Bei Überschuldung wird sich „geeinigt“, weil keiner einen negativen Eintrag haben will und aus 5.000 Euro werden 10.000 Euro plus Zinsen (!!!!) , die die Inkassogesellschaft dann mit 50 Euro lächelnd 20 Jahre bedienen lässt, weil sie die Forderung für 2000 angekauft hat und nach 40 Monaten schon glatt ist.
Wenn aber einer dann sagt „Ich kann nicht mehr“ wird aus allen Rohren geschossen.
– lange Zeit der gesamten Insolvenzgesamtabwicklung (bis überhaupt die Insolvenz eröffnet ist, vergeht ja auch noch Zeit)
– drei Jahre in der Schufa danach
– schwarze Listen
Dazu kommen noch unsere immer geringer werdenden Löhne und dass wir uns das dringend benötigte Geld (dann leihen müssen, um überhaupt zur Arbeit zu kommen.
– PKW Finanzierung
– PKW Reparatur Finanzierung
Plus die horrenden Mieten und bei Umzügen die Makler und Kautionskosten.
Vom Umzug mal ganz zu schweigen.
Es ist sicherlich auch der leichtfertige Konsum. Aber viele Menschen werden arm durch Arbeit.
ich stimme Ihnen grundsätzlich zu. Das System krankt an vielen Ecken. Wir sind stets bemüht, für unsere Mandanten die schnellste und effektivste Entschuldungsmöglichkeit durchzusetzen und führen selbstverständlich auch Verfahren gegen Banken und Finanzierer. Dennoch muss hier der Gesetzgeber tätig werden. Wir erwarten mit der Verkürzung der Laufzeit der Insolvenz auf drei Jahre bereits eine deutliche Entlastung für unsere Mandanten: https://anwalt-kg.de/newsbeitrag/privatinsolvenz-recht/privatinsolvenz/dauer-der-privatinsolvenz-soll-einheitlich-auf-drei-jahre-verkuerzt-werden/
Hallo meine privat Insolvenz ist seit einen halben Jahr beendet. Gibt es eine Möglichkeit sich vorzeitig aus der Insolvenz löschen zu lassen?
bislang lautet die Rechtslage, dass der Eintrag drei Jahre ab der Restschuldbefreiung noch bei der Schufa gespeichert bleibt. Nur in Einzelfällen konnte bislang eine frühere Löschung erreicht werden, und dies erst nach einer Klage vor Gericht.
Womit kann ich so eine Klage begründen? MfG W. Richter
begründet wird die Klage damit, dass die Schufa eben kein berechtigtes Interesse an der Speicherung der Daten mehr hat, bzw. dass das Interesse des Betroffenen an einer wiederhergestellten Kreditwürdigkeit schwerer wiegt, als das Gewinnerzielungsinteresse der Schufa und das Interesse am Schutz für Kreditgeber.
Ein spezialisierter Anwalt kann diese Begründung für Sie formulieren und dabei alle Erwägungen ins Feld führen, die Ihnen dienen könnten.
Marcel Brosen says:
ich habe eine frage bezüglich der SCHUFA Einträge. Ich befinde mich in den letzten Zügen meiner Insolvenz. Abschluss und Schuldenfrei bin ich am 16.07.2019 (Eröffnung war am 16.07.2013)
Ich bin jedoch nicht in der Privatinsolvenz sondern in der Regelinsolvenz und habe mich auch recht schnell wieder Selbständig gemacht (ende 2013)
Meine frage ist ob die Schufa auch bei der Regelinsolvenz die Negativeinträge weitere 3 Jahre also bis 2022 Speichert?
Mit freundlichen Grüßen Marcel Brosen
Sehr geehrter Herr Brosen,
vielen Dank für Ihre Frage. Leider gilt auch für die Regelinsolvenz, dass im Anschluss noch drei Jahre lang ein negativer Schufa-Eintrag bestehen bleibt. Wir kritisieren diese lange Speicherfrist, da sie es einem redlichen Schuldner erschwert, wieder am Wirtschaftsleben teilzunehmen. Aber derzeit gilt noch die Löschfrist von drei Jahren, also in Ihrem Fall zum Juli 2022.
15. Mai 2019 um 10:43
Meine Restschuldbefreiung habe ich 06.2018 bekommen.
Ich beziehe Erziehungsrente und bekam heute von der Rentenanstalt ein Schreiben das man mir eine Nachzahlung bzw ein Teil meiner Rente zur Verrechnung kürzen würde.
Ist dieses rechtens? Ich meine das Wort Restschuldbefreiung besagt doch das man mir kein Geld mehr abziehen kann bzw das ich keine Schulden mehr habe. Der Gläubiger ist von 95/96…
Hallo, an die erteilte Restschuldbefreiung sind alle Gläubiger gebunden, deren Schulden vor der Eröffnung der Insolvenz entstanden sind. Daher sollten Sie die Rentenanstalt und Ihren Gläubiger darauf hinweisen. Die Rentenanstalt darf das Geld nicht an Ihren Gläubiger auszahlen.
14. Mai 2019 um 14:05
kurze Frage zur endgültigen Löschung des Insolvenzeintrages.
Was ich nicht ganz verstehe, der Insolvenzeintrag ist aus meiner Schufa gelöscht, jedoch ist dieser laut meiner Bank immer noch bei der Bank sichtbar und wird laut Bank, erst nach 10 Jahren gelöscht.
Bei Bonify ist mein Score hervorragend, jedoch sehe ich den Eintrag als Gerichtsdaten vermerkt.
Mein Score bei der Schufa beträgt 99,07 und es ist kein Eintrag zu finden.
Besteht die Möglichkeit diese Lösung voranzutreiben?
Ihre Bank dürfte diesen Eintrag eigentlich nicht mehr sehen, wenn die Löschfrist bei der Schufa abgelaufen ist. Zumindest dürfte die Bonität nicht mehr negativ durch den Eintrag beeinflusst sein.
Verweigert die Bank Ihnen einen Kredit oder haben Sie andere negative Auswirkungen dadurch erlitten?
Die Banken, u.v.a. Auskunfteien, haben eigene Datenbanken, da wird man nie gelöscht. Man müsste extra überall die Löschung beantragen. Restschuldbefreiung und Privatinsolvenz ist nur eine Farce. Die Schufa ist nicht der einzige Player auf diesem Markt!
Andrea Zimmermann says:
mir geht es genauso wie Thomas R.
Meine Bank sagte mit, das selbst nach der 3 Jahre der negativ Eintrag zu sehen sei. Somit sind /werden mir negative Auswirkungen meine Zukunft belasten.
grundsätzlich darf die Bank Ihnen kein Konto auf Guthabenbasis verweigern. Zur Aufnahme eines Kredits sollten Sie es zunächst bei einer anderen Bank versuchen. Grundsätzlich ist es äußerst schwierig, sich gegen dieses negative Scoring bei der Bank zu wehren, da es sich ja offenbar nicht um einen Schufa-Eintrag handelt, sondern um eine andere Auskunftei. Zunächst müsste man herausfinden, in welcher Datenbank der Eintrag noch gespeichert ist und dann dort eine Löschung aufgrund des Ablaufs der Speicherfrist beantragen.
13. Mai 2019 um 06:58
am 25.08.2018 bekam ich die Restschuldbefreiung. Alle Pfändungen auf meinem Konto wurden von den Gläubigern zurück genommen, bis auf eine. Ich schrieb den Gläubiger und auch dessen Anwalt an, mit der Bitte diese von meinem Konto zu nehmen. Bis heute reagiert keiner von beiden auf meine Anfragen und die Bank kann nicht tätig werden, sagt Sie. Gibt es noch Möglichkeiten die Pfändung von meinem Konto zu bekommen ?
Die Schuld ist, welche die Pfändung betrifft, ist teil des Insolvenzverfahrens gewesen und ist keine Steuerschuld oder ähnliches. Neue Schulden, nach der Befreiung gibt es nicht.
Über einen Hinweis bin ich Ihnen sehr dankbar.
in diesem Falle können Sie eine Vollstreckungsgegenklage erheben. Dies dürfte Abhilfe schaffen.
Ich war am 1.12.2016 fertig mit meine Insolvenz jedoch beglich ich alle gerichtskosten erst zum 01.08.2017 wegen ratenzahlung.
Daher meine Frage wann steht meine Insolvenz nicht mehr in der Schufa? Löschung Ende 2019 oder 2020? Sie steht ja drei Jahre drin?
Ihr Schufa-Eintrag verjährt nach drei Jahren. Die Verjährung beginnt mit Ablauf desjenigen Jahres, in welchem Ihre Restschuldbefreiung in der Schufa vermerkt wurde.
Juliane Peters says:
9. Mai 2019 um 16:30
Hallo, meine Privat Insolvenz war am 10.07.2016 mit Restschuldbefreiung beendet. Meine Frage: wann erfolgt die Löschung bei der Schufa. Ich möchte eine neue Wohnung beziehen.
gemäß der Verhaltensregeln, die der Verband der Wirtschaftsauskunfteien festgelegt hat, sollte Ihr Schufa-Eintrag über die Privatinsolvenz zum 11.07.2019 gelöscht sein.
Rene Weiß says:
21. Mai 2019 um 17:09
Dazu habe ich auch eine Frage, ich habe gelesen das der Eintrag Restschuldbefreiung bei der Schufa nach drei Jahren gelöscht wird… Aber erst nach Ende des Kalenderjahres. Ich habe das selbe Problem meine Restschuldbefreiung habe am 6.6. 2016 bekommen also müsste der Eintrag nächsten Monat gelöscht werden… Die Schufa aber sagt erst nach dem 31.12.2019.
Was kann ich tun? Ich habe eine Rechtsschutzversicherung.. Können Sie mir evtl. Helfen?
bis vor Kurzem war es so, dass der Eintrag erst nach drei Jahren zum Ablauf des Kalenderjahres gelöscht wurde.
Mittlerweile hat sich aufgrund der neuen Datenschutzgrundverordnung eine taggenaue Löschung nach genau drei Jahren etabliert. Geregelt ist dies in den „Verhaltensregeln für die Prüf- und Löschfristen von personenbezogenen Daten durch die deutschen Wirtschaftsauskunfteien vom 25.05.2018“. Diese Regeln hat die Schufa selbst mit beschlossen.
Sollten Sie mit dem Hinweis auf die gerade vereinbarte, taggenaue Löschfrist bei der Schufa nichts erreichen, können sich aber gerne mit Ihren Kontaktdaten unter kontakt@anwalt-kg.de melden und wir rufen Sie umgehend für ein kostenloses Erstberatungsgespräch zurück.
Thorsten Kulla R&G Immobilien says:
9. Mai 2019 um 10:54
mir wurde die Restschuldbefreiung zum 19.5.2017 erteilt. Heißt das nun das erst Ende 2020 mein Eintrag bei der Schufa gelöscht wird. Mir wurde damals immer etwas vom Ende des zweiten Jahres also zum 31.12.2019 gesagt. Ursprünglich bin ich sogar von Mai 2019 ausgegangen. Und gibt es hierfür überhaupt eine gesetzliche Grundlage?
Sehr geehrter Herr Kulla,
leider ist es richtig, dass der Eintrag in der Schufa noch drei Jahre lang bestehen bleibt. Die Löschung erfolgt aber drei Jahre nach Ende der Insolvenz, also in Ihrem Fall im Mai 2020.
Die gesetzliche Grundlage bildet die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Die Schufa ist nach Art. 6 Abs. 1 lit. f) DSGVO berechtigt, die Daten zu speichern und an Dritte weiterzugeben.
Es könnte möglich sein, eine vorzeitige Löschung des Schufa-Eintrags zu erreichen, wenn man belegen kann, dass ein „besonderes Interesse“ an der vorzeitigen Löschung besteht (Art. 11 Abs. 1 lit. c) DSGVO). Allerdings kann ich nicht beurteilen, wie gut die Erfolgsaussichten hierfür stehen.
die Restschuldbefreiung wurde mir im November 2016 erteilt. Ich möchte nun ( Stand Mai 2019) einen Kredit für die Immobilienfinanzierung aufnehmen. Muss ich noch damit rechnen, dass es einen Eintrag in der Schufa immer noch stehen könnte und ich somit keine Finanzierungszusage von der Bank bekomme?
7. Mai 2019 um 16:12
die auch von uns häufig kritisierte Löschfrist bei der Schufa beträgt leider drei Jahre. Daher ist damit zu rechnen, dass der Eintrag erst Ende dieses Jahres gelöscht wird und aktuell noch besteht. Sie können auch eine kostenlose Schufa-Selbstauskunft einholen.
Es ist aber nicht gesagt, dass die Bank deswegen den Kredit verweigern wird. Vermutlich wird sie jedoch weitere Sicherheiten verlangen.
Regine Kraska says:
Guten Tag ich habe eine Frage zu meinem Insolvenz das Gericht schickt mir dieses Schreiben ende Mai kann ich sie dann anrufen wenn ich das Schreiben habe Mit freundlichen Grüßen Regine Kraska
3. Mai 2019 um 09:57
Sehr geehrte Frau Kraska,
vielen Dank für Ihre Frage. Eine kostenlose telefonische Beratung bieten wir nur im Vorfeld einer Insolvenz oder eines Schuldenvergleichs an. Ich bitte Sie um Verständnis, dass zur Beantwortung von Fragen zu einer bereits abgeschlossenen Insolvenz nur ein kostenpflichtiges Beratungsgespräch möglich ist.
Marina Wende says:
27. April 2019 um 01:42
ich wäre Ihnen sehr dankbar wenn Sie mir eine Frage kurz beantworten könnten
1992 und 1995 nahm ich je einen Kredit bei einer großen Bank auf . Den ersten Kredit musste ich absichern , indem ich eine Lebensversicherung in Höhe des Kredites abschloss. Den kleinen Kredit musste ich von Beginn an Abtreten . Aufgrund einer schweren Krankheit musste ich schon 3 Jahre später meine Selbstständigkeit aufgeben. Da in der kurzen Zeit der große Kredit noch längst nicht abgetragen war würde meine Versicherung gepfändet. Der kleine Kredit war eh abgetreten. Von 2002-2008 durchlief ich eine Insolvenz wo ich am Ende die Restschuldbefreiung bekam. Die Bank war von Anfang an dabei .
Zum 1.2. lief meine Versicherung aus und ich müsste mein Geld ausbezahlt bekommen. Bei der Versicherung steht aber die Pfändung und die Abtretung da. Die Versicherung braucht jetzt von der Bank eine Freigabe über die Pfändung und die Abtretung. Nun erteilt die Bank keine Freigabe und besteht auf die komplette Versicherungssumme. Mir wurde jetzt eine „ Rechnung „ zugestellt wo sogar im Nachhinein komplette Zinsen neu berechnet wurden . Es ist jetzt so das ich keine Versicherung ausbezahlt bekomme und jetzt noch Geld an die Bank zurück zahlen soll . Meine Frage . Befindet die Bank im Recht ?
Ich wäre Ihnen sehr dankbar wenn Sie mir mitteilen könnten ob die Bank hier im Recht ist .
Zwischen der Restschuldbefreiung und dem heutigen Stand sind 11 Jahre vergangen. Selbst wenn die Bank Recht hat, dann hätte diese sich doch längst melden können um Forderungen zu stellen.
Marina Wende
3. Mai 2019 um 10:09
Sehr geehrte Frau Wende,
vielen Dank für Ihre Frage. Hierbei handelt es sich allerdings um einen äußerst komplexen Sachverhalt, der sich anhand Ihrer Angaben nicht in Kürze beantworten lässt. Um die Frage zu beantworten, sind noch weitere Informationen erforderlich, beispielsweise wie die Kündigungsbedingungen der Lebensversicherung waren. Auch ob die Forderung der Bank schon verjährt ist oder nicht möchte ich ohne weitere Angaben nicht abschließend beantworten.
Ich würde Ihnen empfehlen, bei meinem Sekretariat unter 0221 – 6777 0055 einen Termin zu vereinbaren.
18. April 2019 um 22:15
mein Verfahren wurde am 3.5.13 eröffnet und 3/2015 aufgehoben. Meine Wohlverhaltensphase endet nun in ein paar Tagen.
Der Erteilung der Restschuldbefreiung dürfte nichts im Wege stehen, so dass ich mich schon freue, bald endlich schuldenfrei zu sein.
Nun habe ich in Wikipedia folgenden Abschnitt gelesen und mache mir Gedanken darüber, ob mir weitere Pfändungen meiner Rente drohen können, trotz Restschuldbefreiung.
Hier der Wikipediaeintrag:
Wird die Restschuldbefreiung erteilt, so erlöschen die Forderungen gegen den Schuldner nicht; die Bezeichnung als Restschuldbefreiung ist also missverständlich. Der Schuldner kann aber den Insolvenzgläubigern gegenüber die Leistung verweigern. Die Forderungen werden also zu sogenannten unvollkommenen Verbindlichkeiten (Naturalobligationen), die zwar freiwillig erfüllt, aber nicht durchgesetzt werden können. Daraus ergeben sich unter anderem folgende Konsequenzen:
Zahlungen, die der Schuldner an den Gläubiger geleistet hat, können nicht zurückverlangt werden (siehe § 301 Abs. 3 InsO). Dies gilt auch, wenn ein Dritter (zum Beispiel Arbeitgeber oder Rententräger) gezahlt hat. Dem Schuldner verbleibt dann nur ein Schadensersatzanspruch gegen den Dritten (Drittschuldner).
Sie müssen sich keine Sorgen machen. Durch den Restschuldbefreiungsbeschluss kann keiner Ihrer Gläubiger mehr eine Pfändung der Rente oder von sonstigem Vermögen betreiben. Die einzige Konsequenz ist die, dass Sie, wenn Sie einem Schuldner trotzdem Geld zahlen, dieses nicht mehr zurückfordern könnten. Dies könnte beispielsweise eine Rolle spielen, wenn Sie erneut eine Rechnung bei einem der alten Gläubiger hätten und diese bezahlen. Dann sollten Sie bei der Zahlung genau angeben, dass sich die Zahlung nicht auf die alte, sondern auf die neue Rechnung bezieht.
Dies ist aber ein äußerst seltener Sonderfall.