Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=18.03.1987&Aktenzeichen=II%20R%20133/84
Timestamp: 2020-03-30 19:28:48
Document Index: 146959543

Matched Legal Cases: ['§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 115', '§ 9', '§ 3', '§ 9', '§ 9', '§ 9']

BFH, 18.03.1987 - II R 133/84 - dejure.org
BFH, 18.03.1987 - II R 133/84
https://dejure.org/1987,3796
BFH, 18.03.1987 - II R 133/84 (https://dejure.org/1987,3796)
BFH, Entscheidung vom 18.03.1987 - II R 133/84 (https://dejure.org/1987,3796)
BFH, Entscheidung vom 18. März 1987 - II R 133/84 (https://dejure.org/1987,3796)
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Anforderungen an die Ermittlung des steuerpflichtigen Erwerbs - Begriff der "Bereicherung des Erwerbers" nach dem Erbschaftsteuergesetz (ErbStG)
Der Senat hat zwar in früheren Entscheidungen (vgl. die Urteile vom 30. März 1977 II R 143/66, BFHE 122, 152, BStBl II 1977, 556; vom 25. Juli 1984 II R 81/82, BFHE 141, 553, BStBl II 1984, 771, und vom 18. März 1987 II R 133/84, BFH/NV 1988, 489) ausgeführt, dass die kaufvertragliche Verpflichtung zur Grundstücksübereignung wie das Grundstück mit dem Steuerwert zu bewerten sei, weil der schuldrechtliche Verschaffungsanspruch keinen höheren Wert haben könne als das Wirtschaftsgut, auf dessen Verschaffung er gerichtet sei, diese These aber in nachfolgenden Entscheidungen aus der Erkenntnis heraus verworfen, dass dadurch bei den hierbei zu berücksichtigenden Fallvarianten auf der Käufer- wie Verkäuferseite eine "gerechtere" Lösung nicht erreicht werden kann (vgl. die Urteile vom 6. Dezember 1989 II R 103/86, BFHE 159, 542, BStBl II 1990, 434, und in BFHE 183, 248, BStBl II 1997, 820; vgl. auch die Urteile zum Bewertungs- und Vermögensteuerrecht in BFHE 159, 542, BStBl II 1990, 434; vom 6. März 1990 II R 63/87, BFHE 159, 555, BStBl II 1990, 504, und vom 10. April 1991 II R 118/86, BFHE 164, 448, BStBl II 1991, 620).
b) Der Senat hat zwar in früheren Entscheidungen (vgl. die Urteile vom 30. März 1977 II R 143/66, BFHE 122, 152, BStBl II 1977, 556; vom 25. Juli 1984 II R 81/82, BFHE 141, 553, BStBl II 1984, 771, und vom 18. März 1987 II R 133/84, BFH/NV 1988, 489) ausgeführt, dass die kaufvertragliche Verpflichtung zur Grundstücksübereignung wie das Grundstück mit dem Steuerwert zu bewerten sei, weil der schuldrechtliche Verschaffungsanspruch keinen höheren Wert haben könne als das Wirtschaftsgut, auf dessen Verschaffung er gerichtet sei, diese These aber in nachfolgenden Entscheidungen aus der Erkenntnis heraus verworfen, dass dadurch bei den hierbei zu berücksichtigenden Fallvarianten auf der Käufer- wie Verkäuferseite eine "gerechtere" Lösung nicht erreicht werden kann (vgl. die Urteile vom 6. Dezember 1989 II R 103/86, BFHE 159, 542, BStBl II 1990, 434, und in BFHE 183, 248, BStBl II 1997, 820; vom 6. März 1990 II R 63/87, BFHE 159, 555, BStBl II 1990, 504; vgl. auch Urteil zum Bewertungs- und Vermögensteuerrecht vom 10. April 1991 II R 118/86, BFHE 164, 448, BStBl II 1991, 620).
BFH, 27.08.2003 - II R 58/01
c) Nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs --BFH-- (vgl. Urteil vom 18. März 1987 II R 133/84, BFH/NV 1988, 489, 490), die insoweit Bezug nimmt auf das Urteil des Reichsfinanzhofs (RFH) vom 8. September 1931 I eA 173/31 (RStBl 1931, 895), betrifft die Regelung in § 9 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. a ErbStG jedoch nicht alle Ansprüche, die zivilrechtlich als betagt anzusehen sind.
BFH, 15.10.1997 - II R 68/95
Sachleistungsverpflichtungen und -ansprüche
Mit dem Urteil ist der BFH für die Erbschaftsteuer von seinen Entscheidungen vom 30. März 1977 II R 143/66 (BFHE 122, 152, BStBl II 1977, 556), vom 25. Juli 1984 II R 81/82 (BFHE 141, 553, BStBl II 1984, 771) sowie vom 18. März 1987 II R 133/84 (BFH/NV 1988, 489) wieder abgerückt, in denen er ausgesprochen hatte, daß die kaufvertragliche Verpflichtung zur Grundstücksübereignung wie das Grundstück - also nur mit 140 v. H. des Einheitswerts - zu bewerten sei.
Nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs --BFH-- (Urteile vom 18. März 1987 II R 133/84, BFH/NV 1988, 489; vom 27. August 2003 II R 58/01, BFHE 203, 279, BStBl II 2003, 921; vom 16. Januar 2008 II R 30/06, BFHE 220, 518, BStBl II 2008, 626; vom 21. April 2009 II R 57/07, BFHE 224, 279) betrifft die Regelung in § 9 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. a ErbStG jedoch nicht alle Ansprüche, die zivilrechtlich als betagt anzusehen sind.
BFH, 06.12.1989 - II R 103/86
Erbschaftsteuer - Festsetzung - Erbbaurecht - Zinsen - Zinsansprüche - Bedingter …
Der Senat hat allerdings in seinen Urteilen vom 25. Juli 1984 II R 81/82 (BFHE 141, 553, BStBl II 1984, 771) und vom 18. März 1987 II R 133/84 (BFH/NV 1988, 489) im Anschluß an die Urteile vom 30. März 1977 II R 143/66 (BFHE 122, 152, BStBl II 1977, 556) und vom 3. März 1978 III R 7/76 (BFHE 125, 75, BStBl II 1978, 298) ausgesprochen, daß die kaufvertragliche Verpflichtung zur Grundstücksübereignung mit 140 v. H. des Einheitswertes auch dann zu bewerten ist, wenn der Käufer seine Verpflichtung zur Zahlung des Kaufpreises noch nicht erfüllt hat.
Das schließt es aus, den Anspruch auf die Erbbauzinsen, die im vorliegenden Fall von der Übergabe der Grundstücke an zu zahlen waren, als aufschiebend bedingten oder betagten oder befristeten Anspruch anzusehen (vgl. in diesem Zusammenhang das bereits erwähnte Senatsurteil in BFH/NV 1988, 489).
FG Köln, 10.06.2015 - 9 K 2384/09
Steuerliche Zurechnung der Forderung aus einem Treuhandverhältnis zum Erwerb der …
Nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs betrifft die Regelung in § 9 Abs. 1 Nr. 1a ErbStG jedoch nicht alle Ansprüche, die zivilrechtlich als betagt anzusehen sind (…Urteile vom 7. Oktober 2009 II R 27/07, BFH/NV 2010, 891; vom 18. März 1987 II R 133/84, BFH/NV 1988, 489; vom 27. August 2003 II R 58/01, BFHE 203, 279, BStBl II 2003, 921; vom 16. Januar 2008 II R 30/06, BFHE 220, 518, BStBl II 2008, 626; vom 21. April 2009 II R 57/07, BFHE 224, 279).
Die Entscheidung der Frage, ob Nachlaßgegenstand im Streitfall der Eigentumsverschaffungsanspruch (mit seinem gemeinen Wert) bzw. das Anwartschaftsrecht (mit dem Grundstückswert) ist (Hinweis auch auf das BFH-Urteil vom 18. März 1987 II R 133/84, BFH/NV 1988, 489), berührt das Interesse der Gesamtheit an der einheitlichen Entwicklung und Handhabung des Rechts (…Gräber/Ruban, a.a.O., § 115 Rdnr. 7 mit Nachweisen zur höchstrichterlichen Finanzrechtsprechung).
Infolge der Rückwirkung ist auch die Steuer für den Vermächtnisanfall nicht erst mit dem Eintritt der rechtsgeschäftlichen aufschiebenden Bedingung (infolge der Ausführung des Übernahmerechts) entstanden, sondern bereits mit dem Todestag des Erblassers (§ 9 Abs. 1 Nr. 1 ErbStG 1974 i.V.m. § 3 Abs. 1 Nr. 1 ErbStG 1974; zur steuerrechtlichen Rückwirkung des Eintritts einer aufschiebenden Bedingung: BFH-Urteile vom 25 Juli 1984 II R 81/82, BStBl II 1984, 771 ; vom 18. März 1987 II R 133/84, BFH/NV 1988, 489; a.A.: Urteil des FG Baden-Württemberg vom 31. August 1978 VI 258/77, EFG 1979, 94).
FG Sachsen-Anhalt, 02.05.2001 - 2 K 444/99
Erbschaftsbesteuerung und Steuerentstehung bei zu Gunsten eines Dritten …
Auch der Bundesfinanzhof -BFH- geht in seinem Urteil vom 18. März 1987 (II R 133/84, BFH/NV 1988, 489) unter Hinweis auf die bewertungsrechtlichen Vorschriften davon aus, dass unter § 9 Absatz 1 Nr. 1 Buchstabe a ErbStG nur solche Forderungen fallen, deren Entstehungstatbestand von der Betagung betroffen ist, nicht aber solche Forderungen, bei denen lediglich die Fälligkeit hinausgeschoben ist (…so auch Kapp/Ebeling ErbStG § 9 Rz. 27, Gebel in Troll/Gebel/Jülicher ErbStG § 9 Rn. 42).
FG Düsseldorf, 10.07.2002 - 4 K 3731/01
Erbschaftsteuer; Vorausvermächtnis; Bebautes Grundstück; Brand; Erbfall; …