Source: https://www.gomopa.net/Finanzforum/dubios/likedeeler-ag-gf-lars-meier-und-frank-vaupel-158717.html
Timestamp: 2019-07-22 10:20:29
Document Index: 300707769

Matched Legal Cases: ['§ 263', '§ 111', '§ 803', '§ 111', '§ 916', '§ 804', '§ 111', '§ 111', '§ 804']

Likedeeler AG - GF Lars Meier und Frank Vaupel - Dubios - Finanznachrichten
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Verhaftungen bei Likedeeler AG:
Seitens der Staatsanwaltschaft Hof wird ein Ermittlungsverfahren wegen schweren Betruges in einer Vielzahl von Fällen gegen Herrn Vaupel und Herrn Meier geführt.
Mittlerweile erfolgten Verhaftungen. Den Verantwortlichen der Firma Likedeeler AG aus Ebermannstadt wird vorgeworfen ab Ende 2013 als Vorstände des Unternehmens Likedeeler AG über EUR 8 Millionen von Anlegern eingesammelt zu haben, wobei die Anleger die Art und Gewinnchancen der geplanten Investitionen sowie die Sicherheit der Anlage getäuscht wurden.
Die Wohnungen und Geschäftsräume der Beschuldigten wurden nach Beweismitteln durchsucht.
Betroffene Anleger sollten unbedingt anwaltlichen Rat in Anspruch nehmen.
Quelle: Engelhard, Busch & Partner Rechtsanwälte
Diese Einschätzung kann man bekommen, wenn man so manches Aktuelle in dem Vorgang erfährt. Klar soll wohl mittlerweile sein, das die Beschuldigten eine Rendite von mindestens 30% hätten erwirtschaften müssen um ihre Zusagen überhaupt einhalten zu können gegenüber den Anlegern. Die wichtigere Erkenntnis ist aber wohl, daß Zielinvestmentfirmen den Vorständen der Likedeeler, Meier und Vaupel, selber gehört haben. Derzeit ist nicht klar, ob tatsächlich Gelder investiert wurden, oder ob die Gelder nur für den eigenen Lebensunterhat der Vorstände und deren Familien genutzt wurde.
17 Js 14099/14
Im Ermittlungsverfahren der
Staatsanwaltschaft Hof, Hans-Högn-Str. 10 in 95030 Hof, Aktenzeichen 17 Js 14099/14,
Vaupel, Frank, geb. 16.06.1966 in Burg, deutscher Staatsangehöriger, verheirateter Versicherungskaufmann, wohnhaft Angerstr. 3 in 91320 Ebermannstadt-Niedermirsberg, derzeitiger Aufenthaltsort: Justizvollzugsanstalt Bamberg, Obere Sandstr. 38 in 96049 Bamberg,
Meier, Lars, geb. 9.08.1975 in Schwäbisch Hall, deutscher Staatsangehöriger, lediger Finanz- und Versicherungsmakler, wohnhaft Am Maudacher Schloss 5 in 67067 Ludwigshafen, derzeitiger Aufenthaltsort: Justizvollzugsanstalt Hof, Stelzenhofstr. 30 in 95032 Hof,
wegen des Verdachts des besonders schweren Falles des Betruges gemäß § 263 StGB und eines Verstoßes nach dem Kreditwesengesetz,
wurden auf Grund des dinglichen Arrestes in Höhe von 8.308.500,00 EUR des Amtsgerichts Hof, Ermittlungsgericht, vom 14.10.2015, Geschäftsnummer 1a Gs 3568/15, gegen die Schuldnerin,
Likedeeler AG, Angerstr. 3 in 91320 Ebermannstadt-Niedermirsberg
Die staatsanwaltschaftlichen Sicherungsmaßnahmen und ihre Bekanntmachung nach § 111e Abs. 4 Strafprozessordnung sollen Tatverletzten die Möglichkeit eröffnen, als Geschädigte ihre Ansprüche geltend zu machen und ihre titulierten Ansprüche aus der Straftat in das gesicherte Vermögen durch eigene zivilrechtliche Vollstreckungsmaßnahmen zu sichern.
Eine bloße Anmeldung der Forderung beim zuständigen Gericht ist nicht ausreichend. Die Aufrechrechterhaltung dieser vorläufigen Sicherungsmaßnahmen für die Tatverletzten ist zudem zeitlich begrenzt. Da nicht absehbar ist, wie lange das Gericht die Sicherungsmaßnahmen aufrechterhalten wird, wird allen Tatverletzten dringend empfohlen, umgehend selbst tätig zu werden. Im Übrigen wird auf die §§ 803, 804 Zivilprozessordnung verwiesen.
Aufstellung der gesicherten Vermögenswerte:
Gesicherter Vermögenswert Wert bzw. Guthaben zum Zeitpunkt der Pfändung
Forderungen der Likedeeler AG in Höhe von 12.583,65 EUR aus den Konten Nummern DE31 5141 0700 9700 2438 89, DE37 5141 0700 9700 2438 78 und DE04 5141 0700 9700 2438 90 12.583,65 EUR
bei der Bank of China Limited, Zweigniederlassung Frankfurt a. Main, Frankfurt Branch, Bockenheimer Landstr. 24 in 60323 Frankfurt a. Main
Summe: 12.583,65 EUR
Hans-Högn-Str. 10
Wichtige verfahrenstechnische Hinweise für Geschädigte
Die Staatsanwaltschaft hat in der vorliegenden Strafsache neben den Strafverfolgungsermittlungen zugunsten der Tatverletzten auch die in der Anlage aufgeführten Vermögenswerte gemäß §§ 111 b ff StPO vorläufig gesichert, um Vermögensverschiebungen zu verhindern. Die staatlichen Sicherungsmaßnahmen sollen den Tatverletzten die Möglichkeit eröffnen, ihre Ansprüche in das gesicherte Vermögen vollstrecken zu können.
Bitte beachten Sie, dass Sie als Tatverletzter selbst aktiv werden müssen.
Auf die von der Staatsanwaltschaft vorläufig gesicherten Vermögenswerte können Sie lediglich im Wege der zivilrechtlichen Zwangsvollstreckung Zugriff nehmen.
Voraussetzung für jegliche Zwangsvollstreckungsmaßnahme ist, dass Sie einen vollstreckbaren zivilrechtlichen Titel gegen den Schuldner erwirken. Als solche kommen Urteile, Vergleiche oder auch ein notarielles Schuldanerkenntnis in Betracht. Ausreichend ist als vorläufig vollstreckbarer Titel auch ein dinglicher Arrest gem. §§ 916 ff. ZPO.
Auf der Grundlage eines solchen Titels können Sie in das bereits durch die Staatsanwaltschaft vorläufig gesicherte Vermögen die Zwangsvollstreckung betreiben.
Das in der Zwangsvollstreckung herrschende Prioritätsprinzip gemäß § 804 Abs. 3 ZPO gilt auch in diesem Verfahren ohne Einschränkung. Dies bedeutet, dass das durch eine frühere Pfändung begründete Pfandrecht demjenigen vorgeht, das durch eine spätere Pfändung begründet wird. Eine Besonderheit ergibt sich jedoch aus §§ 111 g / h StPO. Sie eröffnen ausschließlich den Tatverletzten nach durchgeführter Zwangsvollstreckung die Möglichkeit, in die Rangposition des Staates (der Staatsanwaltschaft) einzutreten.
Hierzu ist es erforderlich, dass Sie nach vollzogener Pfändung gem. §§ 111g / h StPO beim zuständigen Gericht den Antrag auf Zulassung der Zwangsvollstreckung stellen. Mit der gerichtlichen Zulassung der Zwangsvollstreckung treten Sie in die Rangposition der Staatsanwaltschaft ein. Stellen mehrere Tatverletzte den Zulassungsantrag, so findet nunmehr wiederum § 804 Abs. 3 ZPO Anwendung mit der Konsequenz, dass das früher begründete Pfandrecht demjenigen vorgeht, das durch eine spätere Pfändung begründet wurde.
Die gerichtliche Geltendmachung von Ansprüchen, verbunden mit dem Kostentragungsrisiko, liegt stets im Ermessen der Tatverletzten. Die Erfolgsaussichten eines gerichtlichen Verfahrens zur Durchsetzung Ihres Schadensersatzanspruches oder Rückzahlungsanspruches und die damit verbundene Kosten-Nutzen-Frage können Sie ggf. mit einem Rechtsanwalt Ihrer Wahl erörtern. Haben Sie bitte Verständnis, dass weder die Staatsanwaltschaft noch die Polizei Ratschläge zum Verfahren oder Auskünfte zu Erfolgsaussichten geben können. Bitte sehen Sie daher von entsprechenden Rückfragen ab.
Funck, Staatsanwalt
Hausdurchsuchungen - selbst Banken wissen, wie schnell es dazu kommen kann. Eine anonyme Anzeige reicht aus... Lesen Sie unseren heutigen Artikel.
Gestern kam es zu einer Hausdurchsuchung bei der Sensus Vermögen GmbH, einer bekannten Vermögensverwaltung aus Marktredwitz in Bayern. Der Grund: Ein Betrugsverdacht bei Geldanlagen. Geschäftsführer Gerhard Schaller zufolge richtet sich der Verdacht allerdings nicht gegen die Firma selbst. Auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks erklärte er, dass die Durchsuchung der Marktredwitzer Geschäftsräume nicht die Firma Sensus direkt betroffen habe. Es gehe um Kunden, die bei der Firma Geld anlegen. Diese Angaben wollte die Staatsanwaltschaft Hof weder bestätigen noch dementieren.
Dazu Sensus-Geschäftsführer Gerhard Schaller:
Manchmal geschehen Dinge, mit denen man einfach nicht rechnet ...
Unsere Haltung ist - wie eh und je - Offenheit und Transparenz. In jedem Falle. Jedem gegenüber.
Am Dienstag, 25. Oktober 2016, kam die Staatsanwaltschaft zu uns ins Büro. Sie interessierte sich vor allem für Details und Investments, die die Sensus nur mittelbar betreffen. Selbstverständlich stellten wir sämtliche Unterlagen dazu zur Verfügung. Derzeit arbeiten sich die Kollegen in der Behörde in die Materie ein, um ein vollumfängliches Verständnis zu erlangen. Dabei sind wir ihnen - soweit als möglich - behilflich.
Wir wissen nicht, aus welchem Anlass die Staatsanwaltschaft tätig geworden ist. Tatsache ist, dass von unserer Seite kein Anleger der Sensus geschädigt wurde und/oder an die Behörden herangetreten ist.
Der Geschäftsbetrieb läuft uneingeschränkt weiter.
Nach Angaben der zuständigen Hofer Schwerpunkt-Staatsanwaltschaft für Wirtschaftskriminalität war die Durchsuchungsaktion am Dienstag Teil einer Großrazzia. Es gehe um ein Verfahren wegen des mutmaßlich ungesetzlichen Umgangs mit Geldanlagen, berichtete Rainer Maier von der Frankenpost. Zahlreiche Objekte in Deutschland und Österreich wurde dabei durchsucht. Rund 150 Kräfte von Polizei und Staatsanwaltschaft waren im Einsatz.
Bei den Razzien ging es um den Verdacht des Betrugs im Zusammenhang mit Geldanlagen im zweistelligen Millionenbereich. Allerdings gab es trotz der hohen Summe keinerlei Festnahme. Wie hoch der dabei tatsächlich entstandene Schaden ist, stehe bislang noch nicht fest, so ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Hof. Es seien noch langwierige Ermittlungen nötig.
Wie der Finanznachrichtendienst GoMoPa.net erfuhr, könnte das jetzige Verfahren im Zusammenhang stehen mit dem Strafverfahren gegen die Forex-Traderfirma Likedeeler AG mit Sitz in Ebermannstadt in Bayern (Aktenzeichen: 17 Js 14099/14). Dieser Trader hat seit 2013 geschätzte 12 Millionen Euro an Anlegergeldern eingesammelt. Gegen die Chefs Finanz- und Versicherungsmakler Lars Meier (41) aus Ludwigshafen und Versicherungskaufmann Frank Vaupel (50) aus Ebermannstadt-Niedermirsberg ermittelt die Staatsanwaltschaft Hof, weil angeblich rund 8 Millionen Euro nach Lettland geschafft worden sein sollen.
Ähnliches soll nach noch unbestätigten Berichten auch beim Hanseatischen Fußballkontor passiert sein. Die Rede ist bei letzterem von 2 bis 3 Millionen Euro, die nach Lettland geschafft worden sein sollen. Bei Kontenüberprüfungen in beiden Firmen seien Ermittler auf den Namen Sensus gestoßen, weshalb Sensus in die nun angeordneten landesübergreifenden Hausdurchsuchungen miteinbezogen worden sein soll.
Bei der Sensus habe es mal einen Forex-Trader gegeben, der dem Management als unseriös auffiel. Man habe sich von diesem Trader aber sehr schnell getrennt, hieß heute aus der Firma. Nun denn...
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