Source: https://kirchenrecht-ekbo.de/document/44201
Timestamp: 2020-01-28 17:27:36
Document Index: 182329360

Matched Legal Cases: ['§ 7', '§ 9', '§ 1', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 3']

1720 Strukturanpassungs- und Erprobungsverordnung Ev. Kirchenkreis Niederlausitz - Kirchenrecht Online-Nachschlagewerk
1720 Strukturanpassungs- und Erprobungsverordnung Ev. Kirchenkreis Niederlausitz
§ 7 Kreiskirchenrat
§ 9 Begriffsbestimmung
Strukturanpassungs- und Erprobungsverordnung für den Evangelischen Kirchenkreis Niederlausitz
(KABl. S. 166)
Aufgrund von § 1 des Strukturanpassungs- und Erprobungsgesetzes (StrErpG) vom 16. November 1996 (KABl.-EKiBB S. 172), zuletzt geändert durch Kirchengesetz vom 17. November 2012 (KABl. S. 238), hat die Kirchenleitung auf Vorschlag der beteiligten Kreissynoden unter Beachtung von § 2 Absatz 1 StrErpG mit Zustimmung des Ständigen Ordnungsausschusses der Landessynode für den Evangelischen Kirchenkreis Niederlausitz die folgende Rechtsverordnung beschlossen:
( 1 ) Die Amtszeit der ersten Kreissynode des Evangelischen Kirchenkreises Niederlausitz beginnt mit ihrer konstituierenden Sitzung im Frühjahr 2020.
( 1 ) 1 Im Evangelischen Kirchenkreis Niederlausitz sind die Kirchengemeinden zu Wahlbereichen zusammengefasst. 2 Die Zusammensetzung der Wahlbereiche ergibt sich aus der Anlage 1, die Bestandteil dieser Rechtsverordnung ist.
( 2 ) 1 Die Gemeindekirchenräte jedes in der Anlage 1 bestimmten Wahlbereiches wählen in gemeinsamer Sitzung aus dem Kreis der Gemeindeglieder der Wahlbereiche Mitglieder der Kreissynode. 2 Die Vorsitzenden der Gemeindekirchenräte können einvernehmlich ein anderes Wahlverfahren vereinbaren. 3 In Wahlbereichen
mit bis 900 Gemeindegliedern wird ein Mitglied,
mit 901 bis 2.000 Gemeindegliedern werden zwei Mitglieder,
mit mehr als 2.000 Gemeindegliedern werden drei Mitglieder
der Kreissynode gewählt. 4 Stichtag für die Feststellung der Gemeindegliederzahlen in den Wahlbereichen ist der 31. Dezember 2018.
Kirchengemeindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
im gemeindlichen Pfarrdienst als Mitglieder der Kreissynode
( 1 ) 1 Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im gemeindlichen Pfarrdienst jedes in der Anlage 2 bestimmten Wahlbereichs wählen jeweils die Hälfte ihrer Anzahl als Mitglieder der Kreissynode. 2 Bei ungeraden Zahlen wird aufgerundet. 3 Die nicht Gewählten sind Ersatzmitglieder für den Wahlbereich in der Reihenfolge der Stimmenzahl; wahlberechtigt sind alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im gemeindlichen Pfarrdienst unabhängig von ihrer Kandidatur.
als Mitglieder der Kreissynode
1 Vor der Neubildung der Kreissynode werden durch den Kreiskirchenrat bis zu acht Mitglieder der Kreissynode nach Artikel 43 Absatz 2 Nummer 3 der Grundordnung (andere im Kirchenkreis beruflich tätige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter) gewählt. 2 Die Arbeitsbereiche sind angemessen zu berücksichtigen.
( 1 ) 1 Der Kreiskirchenrat kann Kreissynodale bis zu einem Fünftel der Zahl der Kreissynodalen nach §§ 2 bis 4 berufen. 2 Bei der Entscheidung über die Berufungen hat der Kreiskirchenrat den Grundsatz des Artikels 43 Absatz 3 der Grundordnung zu beachten. 3 Bei der Auswahl der zu Berufenen sollen die Regionen des Kirchenkreises angemessen berücksichtigt werden. 4 Unter ihnen sollen zwei vom Kreisjugendkonvent vorgeschlagene Jugendliche sein, die zum Zeitpunkt ihrer Berufung mindestens 16 Jahre alt sein müssen.
1 Für jedes ordentliche Mitglied der Kreissynode nach §§ 2, 4 und 5 sind bis zu zwei stellvertretende Mitglieder zu benennen, die gleichzeitig Ersatzmitglieder sind. 2 Rückt das Ersatzmitglied nach oder scheidet es während der Amtszeit der Kreissynode aus, benennt das entsendende Gremium eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger. 3 Die Ersatzmitgliedschaft der kirchengemeindlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im gemeindlichen Pfarrdienst richtet sich nach § 3 Absatz 1 Satz 3.
( 1 ) Die erste regulären Kreissynode wählt den Kreiskirchenrat entsprechend Artikel 52 Absatz 3 der Grundordnung.
( 2 ) 1 Mindestens zwei Mitglieder des Kreiskirchenrates müssen zum 31. Dezember 2019 Mitglieder des früheren Evangelischen Kirchenkreises Senftenberg-Spremberg gewesen sein. 2 Das Präsidium der Kreissynode stellt durch die Gestaltung des Wahlverfahrens die Anforderung aus Satz 1 sicher.
( 3 ) Der Kreiskirchenrat besteht aus 15 Mitgliedern und setzt sich zusammen aus:
der stellvertretenden Superintendentinnen oder dem stellvertretenden Superintendenten,
bis zu zwei weiteren Pfarrerinnen oder Pfarrern,
bis zu drei Mitgliedern, die hauptberuflich bei kirchlichen Körperschaften, Einrichtungen oder Werken tätig sind, entsprechend Artikel 52 Absatz 1 Nr. 5 der Grundordnung,
sowie bis zu acht Mitgliedern, die nicht bei kirchlichen Körperschaften, Einrichtungen oder Werken beruflich tätig sind.
( 4 ) Die Zahl der bei kirchlichen Körperschaften, Einrichtungen oder Werken beruflich Tätigen unter den Mitgliedern des Kreiskirchenrats muss kleiner sein als die Hälfte der Mitgliederzahl.
Für die Mitglieder des Kreiskirchenrats nach Artikel 52 Absatz 1 Nrn. 4 bis 6 der Grundordnung können stellvertretende Mitglieder gewählt werden, die in der Reihenfolge ihrer Wahl bei einer Verhinderung ordentlicher Mitglieder ihrer jeweiligen Gruppe tätig werden können.
( 1 ) Bis zur Neukonstituierung der Kreissynode nimmt der um die Mitglieder des Kreiskirchenrats des früheren Evangelischen Kirchenkreises Senftenberg-Spremberg, die im Evangelischen Kirchenkreis Niederlausitz wohnhaft sind, ergänzte Kreiskirchenrat die Aufgaben der Kreissynode wahr.
( 2 ) Bis zur Neukonstituierung des Kreiskirchenrats nimmt der um die Mitglieder des Kreiskirchenrats des früheren Evangelischen Kirchenkreises Senftenberg-Spremberg, die im Evangelischen Kirchenkreis Niederlausitz wohnhaft sind, ergänzte Kreiskirchenrat die Aufgaben des Kreiskirchenrats wahr.
( 3 ) 1 Bis zur Bildung der ersten regulären Kreissynode treten an die Stelle der Kreiskirchlichen Ausschüsse die um die Mitglieder der kreiskirchlichen Ausschüsse des früheren Evangelischen Kirchenkreises Senftenberg-Spremberg, die im Evangelischen Kirchenkreis Niederlausitz wohnhaft sind, ergänzten kreiskirchlichen Ausschüsse. 2 Der Vorsitz wird von den bisherigen Vorsitzenden gemeinsam wahrgenommen.
( 1 ) Diese Verordnung tritt am 1. Januar 2020 in Kraft. Sie tritt spätesten am 30. Juni 2023 außer Kraft.
( 2 ) Die Kreissynode beschließt bis zum 30. April 2023 eine Satzung über ihre Zusammensetzung.
Altdöbern: Kirchengemeinden: Altdöbern, Gräbendorfer See
Betten: Kirchengemeinden: Betten, Deutsch-Lieskau, Göllnitz, Lipten, Dollenchen, Sallgast
Calau: Kirchengemeinden: Calau, Bronkow, Groß Jehser, Groß Mehßow, Buckow, Gollmitz, Kemmen, Zinnitz
Dahme-Berste-Land: Kirchengemeinden: Golßen, Altgolßen, Falkenhain, Jetsch, Zützen, Krossen, Drahnsdorf, Waldow
Doberlug: Kirchengemeinden: Doberlug, Lugau, Eichholz, Fischwasser, Lindena, Friedersdorf, Rückersdorf, Gruhno, Oppelhain
Finsterwalde: Kirchengemeinden: Finsterwalde, Münchhausen
Finsterwalde-Süd: Kirchengemeinden: Katharinenkirchengemeinde Finsterwalde und Umland
Görlsdorf: Kirchengemeinden: Görlsdorf-Frankendorf, Goßmar, Schlabendorf, Beesdau, Egsdorf, Terpt, Duben, Hindenberg, Stöbritz
Großräschen: Kirchengemeinde: Großräschen
Groß Leuthen/Zaue 1: Hoffnungskirchengemeinde Groß Leuthen und Umland Zaue, Mittweide
Kirchhain: Kirchengemeinde: Kirchhain, Frankena
Klettwitz: Kirchengemeinden: Klettwitz, Freienhufen, Saalhausen, Wormlage
Krausnick: Kirchengemeinden: Krausnick, Neu Schadow, Neu Lübbenau, Schlepzig
Langengrassau: Kirchengemeinden: Langengrassau, Gehren, Walddrehna, Pitschen
Sedlitz: Kirchengemeinden: Großkoschen, Sedlitz
Luckau: Kirchengemeinden: Luckau, Cahnsdorf, Pelkwitz, Gießmannsdorf, Kreblitz, Zieckau, Kümmritz
Lübben-Stadt: Kirchengemeinde: P.-Gerhardt-Kirchengemeinde Lübben
Lübben-Land: Kirchengemeinden: Lübben-Land, Niewitz
Lübbenau: Kirchengemeinden: Lübbenau, Groß Lübbenau, Bischdorf
Lübbenau-Neustadt: Kirchengemeinden: Lübbenau-Neustadt, Kittlitz, Zerkwitz
Massen: Kirchengemeinden: Massen, Breitenau, Drehna, Babben, Crinitz, Weißack, Gahro
Neu Zauche: Kirchengemeinde: Neu Zauche
Senftenberg: Kirchengemeinden: Senftenberg, Brieske
Sonnewalde: Kirchengemeinde: Sonnewalde
Straupitz: Kirchengemeinden: Straupitz, Mochow
Trebbus: Kirchengemeinden: Hoffnungskirchengemeinde Trebbus und Umland, Buchhain, Nexdorf, Prießen
Tröbitz: Kirchengemeinden: Tröbitz, Schadewitz, Schilda, Schönborn
Vetschau: Kirchengemeinden: Vetschau, Kalkwitz, Sassleben
Calau: Pfarrstellen Calau, Lübbenau, Lübbenau-Neustadt, Vetschau
Doberlug-Kirchhain: Pfarrstellen Doberlug, Kirchhain, Trebbus, Tröbitz
Finsterwalde: Pfarrstellen Betten, Finsterwalde, Finsterwalde-Süd, Massen, Sonnewalde,
Luckau: Pfarrstellen Dahme-Berste-Land (1+2), Langengrassau, Luckau
Lübben: Pfarrstellen Krausnick, Krugau, Lübben, Neu-Zauche, Straupitz, Zaue
Senftenberg: Pfarrstellen Altdöbern, Großräschen, Klettwitz, Lauta, Senftenberg (1+2)