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Timestamp: 2018-10-19 02:38:20
Document Index: 200227129

Matched Legal Cases: ['Art. 31', 'Art. 1', 'Art. 2', 'Art. 3', 'Art. 4', 'Art. 5', 'Art. 6', 'Art. 7', 'Art. 8', 'Art. 9', 'Art. 10', 'Art. 11', 'Art. 12', 'Art. 13', 'Art. 14', 'Art. 15', 'Art. 16', 'Art. 17', 'Art. 18', 'Art. 19', 'Art. 20', 'Art. 21', 'Art. 22', 'Art. 3', 'Art. 4']

Reglement über den Tarif für die Abgabe von Strom - PDF
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1 Reglement über den Tarif für die Abgabe von Strom Gestützt auf Art. 31 Ziff. 2 lit. a der Gemeindeordnung der Stadt Frauenfeld vom 27. April 1994 erlässt der Gemeinderat das nachfolgende Reglement über den Tarif für die Abgabe von elektrischem Strom. I. Allgemeine Tarifbestimmungen Art. 1 Inhalt des Tarifs Dieser Tarif regelt die Gebühren für die Abgabe von elektrischem Strom durch das städtische Elektrizitätswerk. Die Erschliessungsbeiträge und die Anschlussgebühren sind in einem besonderen Reglement festgelegt. Das Reglement für die Elektrizitätsversorgung sowie weitere Vorschriften der Werkbetriebe gelten ergänzend zu diesem Tarif. Art. 2 Tarifarten Der Tarif für die Stromabgabe umfasst folgende Tarifarten: - Tarif 1 (Niederspannung mit Grundpreis) - Tarif 2 (Niederspannung bis kwh mit Leistungspreis) - Tarif 3 (Niederspannung über kwh mit Leistungspreis) - Tarif 4 (öffentliche Beleuchtung mit Grundpreis) - Tarif 5 (Mittelspannung bis kwh mit Leistungspreis) - Tarif 6 (Mittelspannung über kwh mit Leistungspreis) - Tarif 7 (Temporäre Anschlüsse) Art. 3 Zusammensetzung des Tarifs Jeder Tarif setzt sich zusammen aus: - Energiepreis - Netznutzungspreis - Abgaben und Leistungen an die Stadt - Reglement über den Fonds für erneuerbare Energien und Energieeffizienz (Energiefonds) - Systemdienstleistungen der swissgrid ag
2 - Abgabe für die kostendeckende Einspeisevergütung der erneuerbaren Energien. Die Preise verstehen sich exklusive Mehrwertsteuer. Die Mehrwertsteuer wird auf dem Rechnungstotal erhoben, separat ausgewiesen und hinzuaddiert. Art. 4 Zähler Pro Zähler wird eine Grundgebühr oder ein Leistungspreis mit Messpreis in Rechnung gestellt. Sind bei einem Bezüger mehrere Zähler montiert, wird der entsprechende Tarif für jeden Zähler einzeln angewendet. Art. 5 Registrierung des Leistungsmaximums Bei den Tarifen mit Leistungspreis wird ein Zähler mit zusätzlicher Leistungsmessung montiert. Die Registrierung des Leistungsmaximums erfolgt mit einer Registrierperiode von 15 Minuten. Es werden mindestens 2 kw pro Monat in Rechnung gestellt. Art. 6 Berechnung des Leistungspreises Für die Berechnung des Leistungspreises gilt die monatliche Belastung. Art. 7 Leerstehende Räume Die Grundgebühr und der Energieverbrauch in leerstehenden Wohnungen und Gewerberäumen werden dem Eigentümer der Liegenschaft belastet. Art. 8 Vertragswechsel Bei einem Vertragswechsel wird die ganze Grundgebühr des laufenden Monats dem wegziehenden Kunden in Rechnung gestellt. Art. 9 Kündigung von marktberechtigten Endverbrauchern Marktberechtigte Endverbraucher können jeweils auf den 31. Dezember mit einer Kündigungsfrist von 2 Monaten den Liefervertrag mit den Werkbetrieben kündigen. Wollen solche Kunden zu einem späteren Zeitpunkt wieder einen Liefervertrag eingehen, besteht kein Anspruch auf Anwendung des vorliegenden Tarifs. 2
3 Art. 10 Blindenergie Der Energiebezug muss während der Hochtarifzeiten einen Leistungsfaktor von cos phi = 0,92 (tan phi = 0,43) aufweisen. Innerhalb einer Ablesungsperiode darf demnach für höchstens 43% des Wirkenergiebezuges Blindenergie bezogen werden. Ist der Blindenergiebezug grösser, so wird der Mehrbezug mit einem Aufschlag verrechnet. Art. 11 Tarifwechsel Ein Tarifwechsel infolge von Mehr- oder Minderverbrauch pro Kalenderjahr erfolgt jeweils auf den 1. Januar bzw. auf das entsprechende Ablesedatum. Nachforderungen oder Rückvergütungen infolge von Tarifwechseln werden nicht gestellt oder ausgerichtet. Art. 12 Tarifzeiten Der Hoch- bzw. Niedertarif gilt für alle Tarife zu folgenden Zeiten: Hochtarif: Montag - Freitag Uhr Samstag Uhr Niedertarif: übrige Zeit. Art. 13 Anpassung Energiepreis Bei Energiepreisänderungen des Lieferanten kann der Stadtrat die Tarife im gleichen Umfang anpassen. Sofern es betrieblich notwendig oder angezeigt ist, kann der Stadtrat nach Anhörung der Fachkommission für die städtischen Werkbetriebe die Preisänderung des Lieferanten um maximal fünf Prozent über- oder unterschreiten. Art. 14 Anpassung Netznutzungsentgelte Bei Änderungen der gewälzten Netznutzungsentgelte kann der Stadtrat die Tarife im gleichen Umfang anpassen. Sofern es betrieblich notwendig oder angezeigt ist, kann der Stadtrat nach Anhörung der Fachkommission für die städtischen Werkbetriebe die Änderung der gewälzten Netznutzungsentgelte um maximal fünf Prozent über- oder unterschreiten. 3
4 Art. 15 Anpassung Abgaben und Leistungen an die Stadt Der Stadtrat legt den Ansatz der Abgaben und Leistungen an die Stadt gemäss den Vorgaben im Voranschlag fest. Art. 16 Sonderfälle In Sonderfällen ist der Stadtrat unter Wahrung der Rechtsgleichheit berechtigt, Ausnahmeregelungen zu verfügen. II. Tarife Art. 17 Tarife Auf allen Tarifen werden zusätzlich zum Energiepreis und dem Netznutzungsentgelt die Abgaben und Leistungen an die Stadt sowie die Abgaben für Systemdienstleistungen der swissgrid ag und für die kostendeckende Einspeisevergütung auf erneuerbare Energien nach den jeweils gültigen Ansätzen erhoben. Art. 18 Abgaben und Leistungen an die Stadt Die Abgaben und Leistungen an die Stadt richten sich nach dem Tarif für die Abgabe von Strom. Art. 19 Der Gemeinderat legt die Preise für die Tarife 1 bis 7 in einem separaten Tarif für die Abgabe von Strom fest. Art. 20 Temporäre Anschlüsse In der Regel wird 1 Zähler montiert. Wird ein temporärer 230 Volt-Anschluss nur tageweise benutzt, so kann die Verrechnung pauschal erfolgen. Die Höhe des Verrechnungsbetrages legen die Werkbetriebe fest und ist abhängig von der Benützungsdauer und dem Anschlusswert. Bei länger dauernden temporären Anschlüssen mit einem grossen Energieverbrauch kommen die regulären Tarife mit Hoch- und Niedertarif zur Anwendung. Die Werkbetriebe legen die Bedingungen fest und nehmen die entsprechende Zuteilung vor. 4
5 Die Anschluss- und Erstellungskosten der Zuleitung sowie die Montage- und Demontagekosten der Messapparate werden dem Auftraggeber nach Aufwand in Rechnung gestellt. III. Messdaten- und Systemdienstleistungen Art. 21 Messdaten- und Systemdienstleistungen Die Bereitstellung von zusätzlichen Messdaten- und Systemdienstleistungen geht zu Lasten der Verursacher. IV. Inkrafttreten Art. 22 Inkrafttreten Dieses Reglement und der dazugehörige Tarif treten, mit nachstehenden Ausnahmen, auf den 1. Oktober 2008 in Kraft und ersetzen denjenigen vom 1. Oktober 2004: - Art. 3 Abs. alineas 4 und 5 tritt auf 1. Januar 2009 in Kraft. - Art. 4 (Messpreis) tritt auf 1. Januar 2011 in Kraft. Frauenfeld, 20. August 2008 Namens des Gemeinderates Frauenfeld Der Präsident Wolfgang Ackerknecht Der Sekretär Jost Kuoni 5