Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F24-05-2004-U_296-2003
Timestamp: 2016-10-26 02:30:40
Document Index: 87730507

Matched Legal Cases: ['Art. 6', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 47', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 9', 'Art. 9', 'Art. 4', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 9', 'BGE', 'BGE', 'BGE']

U 296/03 (24.05.2004)
U 296/03
Pr�sidentin Leuzinger, Bundesrichter R�edi und nebenamtlicher Richter Maeschi; Gerichtsschreiber Gr�nvogel
S.________, 1951, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Alex Beeler, Frankenstrasse 3, 6003 Luzern,
(Entscheid vom 16. Oktober 2003)
Der 1951 geborene S.________ war seit dem 1. August 1967, evt. 1. 24. Januar 1970, als Maurer/Polier beim Baugesch�ft K.________ angestellt und in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunf�llen sowie Berufskrankheiten versichert. Im Jahre 1981 st�rzte er beim Springreiten vom Pferd auf die linke Schulter und den Oberarm. In der Folge erlitt er eine Reihe weiterer Unf�lle: am 28. August 1983 eine Meniskusl�sion links medial, am 29. August 1989 eine Gesichtsverletzung mit Zahnschaden, am 30. Juni 1991 einen nicht n�her dokumentierten Sturz vom Pferd mit anschliessenden Lumbalgien, am 13. Februar 1993 eine Motors�genverletzung an der linken Hand, am 12. Juli 1996 einen Sturz von einer Leiter mit einer Rissquetschwunde am Kopf und diversen Sch�rfungen, am 19. Mai 1997 eine Thoraxkontusion mit Rippenfrakturen durch einen Pferdehufschlag nach Sturz beim Springreiten, am 10. Februar 1998 Platzwunden am Kopf und an der Lippe sowie einen Zahnschaden durch einen herunterfallenden Stein und am 11. Oktober 1999 einen Sturz auf die rechte Hand, welcher der SUVA mit Bagatellunfall-Meldung vom 24. November 1999 angezeigt wurde. Nachdem am 15. November 2000 im Spital L.________ eine fortgeschrittene degenerative Rotatorenmanschetten-Insuffizienz beider Schultern festgestellt worden war, meldete der Arbeitgeber am 10. Januar 2001 einen R�ckfall, wobei eine Verletzung der rechten Hand und der rechten Schulter angegeben wurde. Mit Verf�gung vom 3. Dezember 2001 lehnte die SUVA eine Leistungspflicht f�r die gemeldeten (beidseitigen) Schulterbeschwerden ab, weil diese nicht mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit in einem Kausalzusammenhang insbesondere mit den Unf�llen vom 12. Juli 1996 und 11. Oktober 1999 st�nden. Daran hielt sie mit Einspracheentscheid vom 23. April 2002 fest.
Die hiegegen erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern mit Entscheid vom 16. Oktober 2003 ab.
S.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren sinngem�ss mit dem Rechtsbegehren, in Aufhebung des angefochtenen Entscheids und des Einspracheentscheids vom 23. April 2002 sei die SUVA zu verpflichten, die gesetzlichen Versicherungsleistungen zu erbringen; eventuell sei die Sache zur Abnahme der beantragten Beweise und zur Anordnung eines medizinischen Gutachtens an die SUVA zur�ckzuweisen.
Die SUVA beantragt Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Das Bundesamt f�r Sozialversicherung, Abteilung Kranken- und Unfallversicherung (seit 1. Januar 2004 im Bundesamt f�r Gesundheit, BAG), verzichtet auf Vernehmlassung.
Im kantonalen Entscheid werden die f�r die Leistungspflicht des Unfallversicherers nach Art. 6 Abs. 1 UVG geltenden Voraussetzungen des nat�rlichen und ad�quaten Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis und dem Gesundheitsschaden (BGE 129 V 181 Erw. 3 mit Hinweisen) insbesondere bei R�ckf�llen und Sp�tfolgen (BGE 118 V 296 Erw. 2c; SVR 2003 UV Nr. 14 S. 43 Erw. 4) und die nach der Rechtsprechung f�r den Beweiswert von Arztberichten und medizinischen Gutachten massgebenden Anforderungen (BGE 125 V 352 Erw. 3a, 122 V 160 Erw. 1c) zutreffend dargelegt. Das Gleiche gilt f�r die vorinstanzlichen Ausf�hrungen zur Nichtanwendbarkeit des ATSG auf den vorliegenden Fall (BGE 129 V 4 Erw. 1.2). Darauf kann verwiesen werden.
Streitig und zu pr�fen ist die Unfallkausalit�t der mit R�ckfallmeldung vom 10. Januar 2001 geltend gemachten Schulterbeschwerden. Unbestritten ist, dass seitens der beim Unfall vom 11. Oktober 1999 verletzten rechten Hand keine leistungsbegr�ndenden Beschwerden mehr bestehen.
2.1 Der Beschwerdef�hrer leitet eine Unfallkausalit�t der beidseitigen Schulterbeschwerden aus den Unf�llen von 1981, vom 12. Juli 1996 und vom 24. November 1999 (recte: 11. Oktober 1999) ab.
2.1.1 Zum Unfall von 1981 bringt der Beschwerdef�hrer vor, er sei auf die linke Schulter gest�rzt und notfallm�ssig von Frau Dr. med. H.________, behandelt worden, wobei Schulter und Arm mit einer Schlinge ruhig gestellt worden seien. Die Weiterbehandlung habe Dr. med. T.________, �bernommen, welcher schmerzstillende Salben und Tabletten verabreicht habe. Die Schmerzen an der linken Schulter h�tten in der Folge nicht nachgelassen, weshalb er in dauernder Behandlung bei Dr. med. A.________, gestanden habe, welcher unter anderem Physiotherapie angeordnet habe. Nach dem Tod dieses Arztes sei die Behandlung von dessen Nachfolger Dr. med. W.________, fortgesetzt worden. Die SUVA habe es in Missachtung ihrer Abkl�rungspflicht (Art. 47 UVG in der bis Ende 2002 g�ltigen Fassung) unterlassen, die entsprechenden Krankengeschichten einzuholen und bei den Krankenkassen die Heilkostenabrechnungen einzuverlangen, was nachzuholen sei. Zudem sei die SUVA nochmals dazu aufzufordern, die Akten zum Unfall von 1981 aufzulegen.
Die SUVA hat bereits im Einspracheentscheid vom 23. April 2002 darauf hingewiesen, dass zum Unfall von 1981 keine Akten mehr vorhanden sind, was sie der Vorinstanz nach erneuter Abkl�rung am 24. Juni 2003 best�tigt hat. Es besteht daher kein Anlass, die SUVA nochmals zur Aktenedition aufzufordern. Abzusehen ist auch von Beweiserhebungen bei den behandelnden �rzten, da hievon schon wegen des langen Zeitablaufs keine neuen Erkenntnisse zu erwarten w�ren, zumal nach den Angaben des Beschwerdef�hrers Dr. med. T.________ nicht mehr praktiziert und Dr. med. A.________ gestorben ist. Nach den Akten hat Dr. med. W.________ den Beschwerdef�hrer erst nach dem Unfall von 1996 behandelt. In einem Schreiben an den fr�heren Rechtsvertreter des Beschwerdef�hrers vom 23. Oktober 2001 f�hrte er aus, er habe den Versicherten ab dem 12. Juli 1996 wegen einer Kopfverletzung behandelt. Angaben �ber Schulterschmerzen habe der Versicherte damals nicht gemacht. Erst am 31. Januar 1998 habe er �ber Schulterschmerzen sowohl links als auch rechts geklagt. Daraus ist nicht nur zu schliessen, dass Dr. med. W.________ keine n�heren Angaben zu den gesundheitlichen Verh�ltnissen des Beschwerdef�hrers nach dem Unfall von 1981 zu machen vermag, sondern auch, dass es an hinreichenden Br�ckensymptomen zwischen dem Unfallereignis von 1981 und den als R�ckfall geltend gemachten Beschwerden ab 1998 fehlt. Den eigenen Angaben des Beschwerdef�hrers vom 20. M�rz 2001 zufolge litt er nur zeitweise an Beschwerden, die gelegentlich mit Elektrotherapie behandelt wurden, worauf jeweils eine Besserung eintrat. Letztmals wurde eine solche Therapie im Jahr 1997 durchgef�hrt. Der Beschwerdef�hrer war zudem w�hrend rund zwanzig Jahren seit dem Unfall ohne wesentliche Einschr�nkung als Bauarbeiter/Polier t�tig, was kaum der Fall gewesen w�re, wenn er weiterhin an erheblichen Schulterbeschwerden gelitten h�tte. Weil die Beschwerden weder zu einer anhaltenden Behandlungsbed�rftigkeit noch zu Arbeitsunf�higkeit gef�hrt haben, liegen keine f�r die Annahme einer Unfallkausalit�t gen�genden Br�ckensymptome vor, weshalb die Unfallkausalit�t zu verneinen ist (vgl. Urteil A. vom 24. Oktober 2001, U 458/00, Erw. 4).
2.1.2 Nicht als �berwiegend wahrscheinlich ist auch ein Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 12. Juli 1996 zu erachten. Zwar best�tigen Unfallzeugen, dass beim Sturz vom 12. Juli 1996 auch die rechte Schulter in Mitleidenschaft gezogen worden sei und der Beschwerdef�hrer in der Folge an massiven Schmerzen im Schultergelenk gelitten habe. Dem steht jedoch entgegen, dass der Unfall erst am 7. Januar 1997 mit Bagatellunfall-Meldung angezeigt wurde, wobei als Verletzungen ausschliesslich eine Kopfwunde und diverse Sch�rfungen auf der linken K�rperseite erw�hnt wurden. Dementsprechend beschr�nkten sich die �rztlichen Massnahmen laut Rechnung des Dr. med. W.________ vom 20. Januar 1997 auf eine Versorgung der Rissquetschwunde an der Schl�fe links. Gem�ss dem bereits erw�hnten Schreiben dieses Arztes vom 23. Oktober 2001 hat der Beschwerdef�hrer im Anschluss an den Unfall nie Angaben �ber Schulterschmerzen gemacht und erstmals am 31. Januar 1998 �ber derartige Beschwerden geklagt. Eine Unfallkausalit�t kann daher auch hinsichtlich des Ereignisses vom 12. Juli 1996 nicht als erstellt gelten, zumal gleichzeitig Schmerzen auf der rechten und der linken Schulter aufgetreten sind, was f�r eine degenerative Ursache spricht.
2.1.3 Was schliesslich den Unfall vom 11. Oktober 1999 betrifft, ist davon auszugehen, dass der Beschwerdef�hrer auf die rechte Hand gest�rzt ist, was der SUVA mit Bagatellunfall-Meldung vom 24. November 1999 angezeigt wurde. Wegen massiver Schwellung und Druckdolenz am distalen Vorderarm und Handgelenk rechts und schmerzhafter Beweglichkeitseinschr�nkung stand der Beschwerdef�hrer bei Dr. med. R.________, in Behandlung. Angaben �ber Schulterbeschwerden wurden weder vom behandelnden Arzt noch vom Verunfallten gemacht. Vielmehr best�tigte der Beschwerdef�hrer gegen�ber dem Aussendienst-Mitarbeiter der SUVA, die Behandlung sei Ende Oktober 1999 abgeschlossen gewesen und es habe bis Sommer 2000 keine Behandlung wegen Beschwerden an der rechten Schulter mehr stattgefunden. Ohne dass ein bestimmtes Ereignis angegeben werden k�nne, seien im Sommer 2000 Schmerzen in der rechten und der linken Schulter aufgetreten, weshalb er im September 2000 Dr. med. W.________ aufgesucht habe, welcher eine Untersuchung im Spital L.________ veranlasst habe. Diese fand am 15. November 2000 statt und f�hrte insbesondere auf Grund der erhobenen R�ntgenbefunde zur Diagnose einer fortgeschrittenen degenerativen Rotatorenmanschetten-Insuffizienz beider Schultern. Demzufolge kann auch ein Zusammenhang der bestehenden Beschwerden mit dem Unfall vom 11. Oktober 1999 nicht als �berwiegend wahrscheinlich betrachtet werden.
2.2 Zu keinem andern Schluss f�hren die �rztlichen Angaben. In der Beurteilung vom 15. April 2002 gelangt Dr. med. P.________, Facharzt f�r Chirurgie FMH, �rzteteam Unfallmedizin der SUVA, zum Schluss, eine Unfallkausalit�t sei h�chstens m�glich, nicht aber �berwiegend wahrscheinlich. Das Ausmass und die Beidseitigkeit der Rotatorenmanschetten-Pathologie sowie der Befund im Arthro-MRI beider Schultergelenke vom 9./10. November 2000 spr�chen klar f�r eine rein degenerative Ursache. Dazu disponierende konstitutionelle Varianten seien nachgewiesen (Acromion Typ II und Os acromiale mit entsprechendem Engpass). Die ausgepr�gte Muskelverfettung beweise ebenfalls einen chronischen Prozess. Diese Beurteilung steht im Einklang mit der von Dr. med. U.________, Chefarzt Orthop�die am Spital L.________, am 15. November 2000 insbesondere auf Grund von R�ntgenuntersuchungen erhobenen Diagnose einer fortgeschrittenen degenerativen Rotatorenmanschetten-Insuffizienz beider Schultern. Dass die Schulterbeschwerden degenerativ bedingt sind, nahm auch der behandelnde Arzt Dr. med. W.________ in einem Bericht vom 2. M�rz 2001 an. Zu einem andern Schluss gelangte einzig Dr. med. E.________, Oberarzt f�r Orthop�dische Chirurgie am Spital X.________, welcher in einer Stellungnahme zuhanden des fr�heren Rechtsvertreters des Beschwerdef�hrers vom 12. September 2001 ausf�hrte, auf Grund der vorgenommenen klinischen und radiologischen Untersuchungen erscheine ein Zusammenhang der aktuellen Beschwerden im Bereich der linken Schulter mit dem Unfall von 1981 (Sturz vom Pferd) durchaus als wahrscheinlich. Ob damit eine �berwiegende Wahrscheinlichkeit best�tigt werden sollte, ist fraglich, kann jedoch offen bleiben. Die Stellungnahme erfolgte ohne genaue Unfallanamnese und anscheinend auch ohne Kenntnis des Umstandes, dass beide Schultern schmerzhaft waren. Nach der ablehnenden Verf�gung der SUVA vom 3. Dezember 2001 ersuchte Dr. med. E.________ die SUVA, die Kausalit�t der Beschwerden an der rechten Schulter nochmals zu pr�fen. Dabei vertrat er die Auffassung, dass angesichts der massiven Retraktion der Sehne des Subscapularis der Unfall vom 12. Juli 1996 in zeitlicher Hinsicht als Ursache sehr gut passen w�rde. Auch sei nach der medizinischen Erfahrung eine Ruptur des Musculus subscapularis im Alter des Beschwerdef�hrers praktisch immer posttraumatisch. Dr. med. P.________ h�lt dem entgegen, dies gelte nur f�r isolierte Subscapularis-Rupturen bei Personen unter 40 Jahren. Der Versicherte habe mit �ber 50 Jahren jedoch bereits im typischen Alter f�r degenerative Ver�nderungen gestanden. Zudem sei die Subscapularis-L�sion lediglich Teil einer umfassenden degenerativen Rotatorenmanschetten-Pathologie gewesen, welche prim�r vom Supra- und Infraspinatus ausgegangen sei und erst sekund�r den Subscapularis erfasst habe. Daf�r sei ein Unfall keine zwingende Voraussetzung mehr. Das Gericht hat sich zu dieser medizinischen Frage nicht zu �ussern. Es gen�gt festzustellen, dass der Beschwerdef�hrer im Anschluss an den Unfall vom 12. Juli 1996 jedenfalls gegen�ber der SUVA und dem behandelnden Arzt nie �ber Schulterbeschwerden rechts geklagt hat. Vielmehr war dies erst anfangs 1998 der Fall, wobei eine Behandlung erst ab Herbst 2000 stattgefunden hat. Unter diesen Umst�nden ist die Vorinstanz der nachtr�glichen Best�tigung des Dr. med. E.________ vom 20. Mai 2003, wonach der Kausalzusammenhang f�r beide Schulterverletzungen mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit anzunehmen sei, zu Recht nicht gefolgt. Ohne dass es weiterer Abkl�rungen, einschliesslich des vom Beschwerdef�hrer beantragten medizinischen Gutachtens bed�rfte, muss es bei der Feststellung bleiben, dass die bestehenden Schulterbeschwerden nicht mit der erforderlichen �berwiegenden Wahrscheinlichkeit unfallkausal sind, weshalb die SUVA hief�r nicht leistungspflichtig ist.
2.3 Es liegt auch keine Berufskrankheit im Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVG vor, weil angesichts des degenerativen Charakters des Leidens die gem�ss dieser Bestimmung vorausgesetzte ausschliessliche oder stark �berwiegende berufliche Verursachung (vgl. hiezu BGE 126 V 189 Erw. 4b) nicht gegeben ist. Erg�nzender Abkl�rungen bedarf es auch in diesem Punkt nicht.
Zu pr�fen bleibt, ob eine leistungsbegr�ndende unfall�hnliche K�rpersch�digung (Art. 9 Abs. 2 UVV) anzunehmen ist.
3.1 Nach der Rechtsprechung setzt die Leistungspflicht des Unfallversicherers f�r unfall�hnliche K�rpersch�digungen die Erf�llung s�mtlicher Merkmale des Unfalls (Art. 9 Abs. 1 UVV in der bis 31. Dezember 2002 g�ltig gewesenen, hier anwendbaren Fassung; vgl. Art. 4 ATSG) mit Ausnahme der Ungew�hnlichkeit voraus. Besondere Bedeutung kommt der Voraussetzung eines �usseren Ereignisses zu, d.h. eines ausserhalb des K�rpers liegenden, objektiv feststellbaren, sinnf�lligen, eben unfall�hnlichen Vorfalles. Wo ein solches �usseres Ereignis mit Einwirkung auf den K�rper nicht zumindest im Sinne eines Ausl�sers gegeben ist, sind die Voraussetzungen der Leistungspflicht des Unfallversicherers nicht erf�llt. Diese Rechtsprechung gilt auch unter der seit 1. Januar 1998 in Kraft stehenden Fassung von Art. 9 Abs. 2 UVV, wonach die in dieser Bestimmung abschliessend aufgef�hrten K�rpersch�digungen auch ohne ungew�hnliche �ussere Einwirkung Unf�llen gleichgestellt sind, sofern sie nicht eindeutig auf eine Erkrankung oder Degeneration zur�ckzuf�hren sind. Die Abgrenzung des versicherten unfall�hnlichen vom nicht versicherten Krankheitsgeschehen hat �ber das Erfordernis des sch�digenden �usseren Faktors zu erfolgen (BGE 129 V 466 mit Hinweisen).
3.2 Die im vorliegenden Fall zur Diskussion stehende Rotatorenmanschettenl�sion beidseits kann praxisgem�ss unter die in Art. 9 Abs. 2 lit. f UVV erw�hnten Sehnenrisse subsumiert werden (BGE 123 V 44; RKUV 2002 Nr. U 469 S. 525 Erw. 2). Dabei schliesst ein degenerativer Vorzustand eine unfall�hnliche K�rpersch�digung nicht aus, sofern ein unfall�hnliches Ereignis den vorbestehenden Gesundheitsschaden verschlimmert oder manifest werden l�sst. Es muss jedoch eine sch�digende �ussere Einwirkung wenigstens im Sinne eines Ausl�sungsfaktors zu den krankhaften oder degenerativen Ursachen hinzutreten, damit eine unfall�hnliche K�rpersch�digung vorliegt (BGE 123 V 45 Erw. 2b mit Hinweisen). Daran fehlt es hier, weil sich die bestehenden Schulterbeschwerden nach dem Gesagten auf keines der erlittenen Unfallereignisse zur�ckf�hren lassen. Zwar hat der Beschwerdef�hrer Unf�lle erlitten, welche an sich geeignet gewesen w�ren, die geklagten Beschwerden auszul�sen. Nach den zutreffenden Erw�gungen der Vorinstanz, auf welche verwiesen werden kann, fehlen jedoch konkrete Anhaltspunkte daf�r, dass eines oder mehrere dieser Ereignisse f�r die Schulterbeschwerden, welche nach �rztlicher Auffassung degenerativ bedingt sind, auch nur im Sinne eines ausl�senden Faktors urs�chlich war. Weil die f�r die geltend gemachte K�rpersch�digung typischen Beschwerden erst l�ngere Zeit nach den in Betracht fallenden Ereignissen erstmals bzw. erneut und zudem an beiden Schultern aufgetreten sind, fehlt es an dem f�r die Annahme einer unfall�hnlichen K�rpersch�digung erforderlichen Nachweis der Kausalit�t (BGE 129 V 472 oben mit Hinweis). SUVA und Vorinstanz haben das Vorliegen einer leistungsbegr�ndenden unfall�hnlichen K�rpersch�digung daher zu Recht verneint.
Luzern, 24. Mai 2004