Source: https://www.buhl.de/wiso-software/forum/index.php?thread/79612-freiberuflich-gewerbeanmeldung-neues-gesetz/
Timestamp: 2020-01-19 10:24:53
Document Index: 267038693

Matched Legal Cases: ['§34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34']

Freiberuflich Gewerbeanmeldung neues Gesetz - WISO Hausverwalter - Buhl Software Forum
da man die Fragen einzeln stellen soll, kommt jetzt eine die im Zusammenhang mit meiner letzten Frage steht.
Wenn die Kontrollierbarkeit der neuen Gesetzte (Ausbildung, Haftpflicht für den Verwalter) über die Anmeldung beim Gewerbeschein läuft, würde das doch beudeuten, das der Freiberufliche Hausverwalter < 1000 Wohneinheiten der keine Gewerbeanmeldung braucht, nicht unter die neuen Gesetze fällt??????
Wolf12 schrieb:
das der Freiberufliche Hausverwalter
Das hatten wir doch in dem anderen Thread erklärt/geklärt, dass der Hausverwalter niemals freiberuflich tätig sein kann.
Es handelt sich ggf. um eine sonstige selbständige Tätigkeit.
ich habe einen falschen Begriff verwendet O.K. Also sprechen wir von einer "sonstigen selbständigen Tätigkeit".
Ich möchte auf etwas anderes hinaus. Vor ein paar Monaten wurde noch in den Gesetzentwurf geschrieben "das man eine Sachkunde und eine Haftpflichtversicherung" nachweisen muss.
Die Kontrolle sollte dadurch erfolgen, dass man bei der Gewerbeanmeldung ein Zeitraum hinterlegt, in dem man den Nachweis für die vorgenannten zwei Punkte erbringen muss.
Wenn ich also kein Gewerbe anmelden muss, treffen für mich die zwei Punkte nicht zu oder ich muss den Nachweis anders erbringen.
Wenn ich also kein Gewerbe anmelden muss,
< 1000 Wohneinheiten der keine Gewerbeanmeldung braucht, nicht unter die neuen Gesetze fällt??????
wird hier über Mietverwalter/Mietshaus/Wohnungsverwalter oder Wohneigentum WEG-Verwalter gem. §34 c der Gewerbeordnung diskutiert?
Wenn Du Deine Brötchen als "Selbständiger-Gewerbetreibender" (nicht Angestellter) damit verdienst, bleibt es sich gleich ob 10 100 oder 1000 Wohneinheiten. Du musst das Gewerbe anmelden.
Und wenn die Gesetzeserweiterung novelliert ist, hast Du auch die geforderten Sachkundenachweise zu erbringen.
Firma-de
Promeda_wer_darf_Hausverwalter_sein
Vielleicht einfach mal schauen: Gewerblich oder nicht?
Vielleicht einfach mal schauen
wurde doch dort schon, von Babuschka und Dir alles ge/erklärt.
Das Gesetz für die Berufszulassung gewerblicher Hausverwalter kommt in Kürze, siehe meinen Thread vom 21.08.17, Berufszulassung für Hausverwalter.
Nach Inkrafttreten braucht jeder Verwalter (WEG-Verwalter oder Mietverwalter), der für seine Tätigkeit Geld bekomt, eine Erlaubnis nach § 34c Gewerbeordnung, egal ob er 10 Wohneinheiten verwaltet oder 10.000.
Holt ein Verwalter diese Erlaubnis nicht ein, riskiert er ein Bußgeld und ein behördliches Verbot seiner Tätigkeit. Ich würde das nicht riskieren.
Ich bin zwar kein Experte im Wohnungsrecht, aber steht in einschlägigen Kommentaren dazu nicht auch etwas von Makler-/Vermittlungstätigkeit etc. als Tatbestandsmerkmal?
https://www.google.de/search?q=hausverwalter+34c&oq=hausverwalter+34c&aqs=chrome..69i57.3799j0j8&sourceid=chrome&ie=UTF-8
aber steht in einschlägigen Kommentaren dazu nicht auch etwas von Makler-/Vermittlungstätigkeit etc. als Tatbestandsmerkmal?
Ja, die waren bisher schon von § 34c Gewerbeordnung erfasst. Jetzt kommen WEG-Verwalter und Mietverwalter hinzu.
http://deutsche-fachakademie-i…weis-Pr%C3%BCfung-IHK.htm
Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von TTF ( 9. September 2017 )
Da bin ich mir aber aus einkommensteuerlicher Sicht nicht ganz so sicher. So einfach lässt sich aus bisher anerkannten sonstigen selbständigen Tätigkeiten auch nicht gleich eine gewerbliche Tätigkeit mit Gewerbesteuerpflicht machen. Die Verfahren bzw. deren Ausgang möchte ich gerne sehen.
Ich bin - wie viele andere in diesem Forum auch - kein Steuerexperte. M. W. beginnt die Gewerbesteuer doch erst ab einem bestimmten Einkommen tatsächlich zu greifen, oder nicht? Für natürliche Personen sowie für Personengesellschaften wird, soweit ich weiß, ein Freibetrag von 24.500 Euro gewährt. Und meine Hausverwaltung betrachte ich als natürliche Person, keine GmbH oder ähnliches. Wenn das alles stimmt, kann mir die Gewerbesteuer egal sein.
Und meine Hausverwaltung betrachte ich als natürliche Person,
nein, das ist keine natürliche Person, die bist du, aber nicht die Hausverwaltung. Hier hast du eine sonstige selbständige Tätigkeit oder eine gewerbliche Tätigkeit, geht nämlich auch bei natürlichen Personen. Dies ist nicht davon abhängig, dass du eine juristische Person (als Gegenstück zur natürlichen Person) errichtet hast (dies wären nämlich dann Personen- oder Kapitalgesellschaften, Vereine etc.).
Und es geht hier auch nicht darum, ob im Endeffekt Gewerbesteuer gezahlt werden muss (hier spielt der Freibetrag eine Rolle), sondern darum, ob es eine gewerbliche oder sonstige selbständige Tätigkeit ist.
Bin aber trotzdem ziemlich verwirrt. Was heißt das jetzt?
Mein Haupteinkommen erziele ich aus meiner früheren hauptberuflihen Tätigkeit (Pension). Das Einkommenaus der Hausverwaltung liegt unter der Bemessungsgrenze für die Verpflichtung, Umsatzsteuer zu zahlen. So oder so, unter Berücksichtigung des Freibetrags kann mir die Gewerbesteuer doch egal sein, da die Einkünfte unter den 24.500,00 € liegen, oder??
Das Einkommen aus der Hausverwaltung liegt unter der Bemessungsgrenze für die Verpflichtung, Umsatzsteuer zu zahlen.
Die USt spielt dabei doch überhaupt keine Rolle. Das ist wieder eine komplett andere Baustelle.
Merkblatt IHK-Koblenz
Regelungen für Hausverwalter
Grundsätzlich benötigen auch selbständige Hausverwalter die Erlaubnis nach § 34c Abs. 1 Nr. 1 GewO. Das gilt immer dann, wenn sie die von ihnen verwalteten Wohnräume vermitteln. Dabei spielt keine Rolle, dass die Mietverträge im Namen des Vermieters abgeschlossen werden und dem Hausverwalter gegebenenfalls nach dem Wohnungsvermittlungsgesetz keine Courtage zusteht. Nur dann, wenn keine Wohnungsvermittlung stattfindet oder wenn die Vermittlungstätigkeit des Hausverwalters geringfügig ist - dies soll bei zwei bis drei Wohnungsvermittlungen im Jahr der Fall sein – ist eine Erlaubnis nach § 34c entbehrlich.
Informationen zur Erlaubnis nach § 34c GewO - IHK Nord Westfalen
Weiter gilt, dass grundsätzlich auch selbstständige Hausverwalter die Erlaubnis nach § 34c Abs. 1 Nr. 1 GewO benötigen, wenn sie die von ihnen verwalteten Wohnräume vermitteln. Dabei spielt es keine Rolle, dass die Mietverträge im Namen des Vermieters abgeschlossen werden und dem Hausverwalter gegebenenfalls nach dem Wohnungsvermittlungsgesetz keine Courtage zusteht. Nur dann, wenn die Vermittlungstätigkeit des Hausverwalters geringfügig ist – dies soll bei zwei bis drei Wohnungsvermittlungen im Jahr der Fall sein – übt er keine erlaubnispflichtige Maklertätigkeit aus.
So oder so, unter Berücksichtigung des Freibetrags kann mir die Gewerbesteuer doch egal sein, da die Einkünfte unter den 24.500,00 € liegen, oder??
Dann sehe ich dich als Kleinunternehmer, richtig? Wenn ja, darfst du bis € 17500,- einnehmen ohne Umsatzsteuer auszuweisen. Darfst aber auch keine geltend machen.
So schätze ich deine Tätigkeit ein, denn so mache ich es. Und mein Finanzamt hat mir diese Abwicklung bestätigt. Nur wenn ich mehr einnehmen würde, dann muss ich umstellen.
Das hat aber alles nicht mit einem Gewerbetreibenden zu tun, ansonsten sind die vorgenannten Aussagen zu beachten.
Dann sehe ich dich als Kleinunternehmer
So ist es. Die Kleinunternehmerregelung betrift die Umsatzsteuerpflicht.
Ich habe aber immer noch ein Verständnisproblem. § 34c Gewerbeordnung unterscheidet - soviel ich bis jetzt weiß - nicht zwischen Hausverwalter als Kleinunternehmer und anderen Hausverwaltern. Nach dem neuen Gesetz benötigen alle eine Gewerbeerlaubnis. Du und ich auch. Stand jetzt brauche ich aber keine Gewerbesteuer zu zahlen.
Das ist die alte Rechtslage!
...........................Gewerbeanmeldung in Deutschland
Auch für die Ummeldung wird eine Gebühr von durchschnittlich 20 Euro erhoben. Demgegenüber steht die Gewerbeabmeldung, die in vielen Gemeinden kostenlos ist. Allerdings gibt es auch Gewerbeämter die für alle drei Kategorien Geld verlangen wie Frankfurt mit jeweils 25 Euro.[4]....................fffffff
Ja es ist verwirrend, wenn dann so viele die § hin und her nennen. Ich kann nur über meine Tätigkeit beurteilen. Da ich NUR Neben- bzw. Betriebskostenabrechnungen mache und keine typische Hausverwaltung, hatte ich mich beim Finanzamt erkundigt - und zwar im letzten Jahr - ob ich die Regelung anwenden kann, die ich nachfolgend als Bild beifüge.
Mein zuständiges Finanzamt hat mir diese Art der Tätigkeit bestätigt, daher brauche ich auch keine Gewerbeanmeldung.
Dies hatte ich irgendwo gelesen und so ans FA weitergegeben.
Jetzt weiß ich nicht, wie du das machst. Solltest du eine Hausverwaltung machen, dann dürfte eine Gewerbeanmeldung sicherlich nicht zu umgehen sein. Inwieweit dann auch die Umsatzsteuer beachtet werden muss, da würde ich einfach das zuständige Finanazmat ansprechen, denn die entscheiden nachher was Sache ist.
Danke Dir, wie immer ist Dein Beitrag sehr hilfreich!
Jetzt weiß ich nicht, wie du das machst.
Deine Beiträge natürlich auch!
Ich mache eigentlich alles, WEG-Verwaltung, WEG- und Mietverwaltung und reine Mietverwaltung.
Gewerbeanmeldung hatte ich schon bei der Übernahme des ersten Objekts gemacht.
Mein Fazit: Trotz vor Jahren erfolgter Gewerbeanmeldung nach Inkrafttreten des Gesetzes (wahrscheinlich 01.07.2018) Gewerbeerlaubnis beantragen (müsstest Du nach neuer Rechtslage m. E. auch). Gewerbesteuer betrifft mich nicht.