Source: https://dejure.org/BGBl/2014/BGBl._I_S._1635
Timestamp: 2019-03-18 16:45:12
Document Index: 393274681

Matched Legal Cases: ['§ 33', '§ 60', '§ 33', 'Art. 56', '§ 45', '§ 2', '§ 41', '§ 45', '§ 42', '§ 45']

BGBl. I 2014 S. 1635 - Neunundvierzigste Verordnung zur Änderung straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften - dejure.org
BGBl. I 2014 S. 1635
Bundesgesetzblatt Jahrgang 2014 Teil I Nr. 48, ausgegeben am 29.10.2014, Seite 1635
19.09.2014 BR Gurtpflicht für Taxifahrer - Gurtpflicht für Taxifahrer
a) Bei den Wegen im "Bannwald" handelt es sich um nicht gewidmete, aber tatsächlich-öffentliche Wege, die der Allgemeinheit seit langem zur Verfügung stehen und die daher den Regelungen der Straßenverkehrs-Ordnung - StVO - vom 6. März 2013 (BGBl I S. 367), zuletzt geändert durch Verordnung vom 22. Oktober 2014 (BGBl I S. 1635), unterliegen.
Entgegen der Antragsbegründung lässt sich der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts nicht entnehmen, dass für das Verbot der Werbung außerhalb geschlossener Ortschaften, durch die am Verkehr Teilnehmende in einer den Verkehr gefährdenden oder erschwerenden Weise abgelenkt oder belästigt werden können (§ 33 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 der Straßenverkehrs-Ordnung vom 6.3.2013 [BGBl I S. 367], zuletzt geändert durch Verordnung vom 22.10.2014 [BGBl I S. 1635] - StVO), ein Schadenseintritt "überwiegend wahrscheinlich" sein müsste.
Die Zuständigkeit der Straßenverkehrsbehörde als Bauaufsichtsbehörde beurteilt sich deshalb danach, ob hinsichtlich der Werbeanlage eine straßenverkehrsrechtliche Relevanz besteht (vgl. SächsOVG, U.v. 8.1.2015 - 1 A 744/12 - DÖV 2015, 447 zu der wortgleichen Regelung in § 60 Satz 1 Nr. 3 SächsBO) und der Anwendungsbereich des § 33 der Straßenverkehrsordnung vom 6. März 2013 (BGBl I S. 367, StVO), zuletzt geändert durch Verordnung vom 22. Oktober 2014 (BGBl I S. 1635), berührt ist (…vgl. Jäde, in Jäde/Dirnberger/Bauer/Weiss, Die neue Bayerische Bauordnung, Stand Feb. 2015, Art. 56 Rn. 19a).
Es kann dahinstehen, ob das Verwaltungsgericht die tatbestandlichen Voraussetzungen des § 45 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 i.V.m. Abs. 9 Satz 2 der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) vom 6. März 2013 (BGBl I S. 367), zuletzt geändert durch Verordnung vom 22. Oktober 2014 (BGBl I S. 1635), für Beschränkungen des fließenden Verkehrs zum Schutz der Wohnbevölkerung der W...straße vor Lärm im Wege einer Ermessensentscheidung zu Recht verneint hat.
Eine Pflicht, Radwege in der jeweiligen Fahrtrichtung zu benutzen, besteht nach § 2 Abs. 4 Satz 2 der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) vom 6. März 2013 (BGBl I S. 367), zuletzt geändert durch Verordnung vom 22. Oktober 2014 (BGBl I S. 1635), nur, wenn dies durch Zeichen 237, 241 oder - wie hier - durch Zeichen 240 (Gemeinsamer Geh- und Radweg) der Anlage 2 zu § 41 Abs. 1 StVO angeordnet ist.
Dies ergibt sich daraus, dass die F ... Straße - Orts Straße nicht nach § 45 Abs. 1b Nr. 3 der Straßenverkehrsordnung vom 6. März 2013 (BGBl. I 2013, 367), zuletzt geändert durch Verordnung vom 22. Oktober 2014 (BGBl. I 2014, 1635) - StVO - als verkehrsberuhigter Bereich gekennzeichnet wird (mit Verkehrsschild gemäß StVO, Anlage 3 [zu § 42 Abs. 2], lfd. Nr. 12, Zeichen 325.1), sondern gemäß § 45 Abs. 1d StVO als zentraler städtischer Bereich mit hohem Fußgängeraufkommen und überwiegender Aufenthaltsfunktion und somit als verkehrsberuhigter Geschäftsbereich gilt.