Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%202014,%202795
Timestamp: 2020-06-01 09:49:08
Document Index: 34394254

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

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Dieser werde nur erreicht, wenn Unklarheiten, die durch eine Aufklärungspflichtverletzung bedingt seien, zu Lasten des Aufklärungspflichtigen gingen, dieser die Nichtursächlichkeit seiner Pflichtverletzung also zu beweisen habe (BGH…, Urteil vom 8. Mai 2012 - XI ZR 262/10, BGHZ 193, 159 Rn. 33 ff.;… Beschluss vom 1. April 2014 - XI ZR 171/12, BKR 2014, 295 Rn. 9;… aA BGH, Urteile vom 8. Juli 2010 - III ZR 249/09, BGHZ 186, 152 Rn. 20;… vom 14. April 2011 - III ZR 27/10, NJW-RR 2011, 1139 Rn. 13;… vom 23. Juni 2016 - III ZR 308/15, NJW 2016, 3024 Rn. 22: tatsächliche Vermutung; BGH…, Urteil vom 30. September 1993 - IX ZR 73/93, BGHZ 123, 311, juris Rn. 15, 17 f.; Beschluss vom 15. Mai 2014 - IX ZR 267/12, VersR 2015, 69 Rn. 2, jeweils für die Rechts- und Steuerberaterhaftung: Anscheinsbeweis; BGH…, Urteil vom 31. Mai 2010 - II ZR 30/09, ZIP 2010, 1397 Rn. 17 f. für fehlerhafte Prospektangaben: tatsächliche Vermutung).
Der Anscheinsbeweis beratungsrichtigen Verhaltens kommt ihm nicht zugute, wenn nicht nur eine einzige vernünftige Verhaltensoption verbleibt (BGH…, Urteil vom 16. Juli 2015 - IX ZR 197/14 -, Rn. 26, juris; Beschluss vom 15. Mai 2014 - IX ZR 267/12 -, Rn. 2, juris;… Urteil vom 23. November 2006 - IX ZR 21/03 -, Rn. 23, juris).
Diese Beweiserleichterung greift im Rahmen der Anwaltshaftung nur dann, wenn infolge der Beratung nur eine einzige vernünftige Verhaltensoption verbleibt (BGH…, Urteil vom 16. Juli 2015 - IX ZR 197/14 -, Rn. 26, juris; Beschluss vom 15. Mai 2014 - IX ZR 267/12 -, Rn. 2, juris;… Urteil vom 23. November 2006 - IX ZR 21/03 -, Rn. 23, juris).
Die zur Beweislastumkehr führende widerlegbare tatsächliche Vermutung, dass der Schaden bei pflichtgemäßer Aufklärung nicht eingetreten wäre, wird mit dem besonderen Schutzzweck der Aufklärungspflicht gerechtfertigt und greift auch dann ein, wenn der pflichtgemäß aufgeklärte Anleger verschiedene Handlungsalternativen gehabt hätte (BGH, Urteil vom 15.05.2015, IX ZR 267/12, Rn. 2 m.w.N.).