Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ+155,+205
Timestamp: 2018-11-21 04:49:58
Document Index: 212666466

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 31', '§ 128', '§ 106', '§ 31', 'BGH', '§ 106', '§ 106', '§106', 'BGH', '§ 31', 'BGH', '§ 31', 'BGH', 'BGH', '§ 426', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 24.06.2003 - VI ZR 434/01 - dejure.org
BGB §§ 31, 705; HGB § 128; SGB VII § 106 Abs. 3 Alt. 3
Haftung der BGB-Gesellschaft für deliktisches Handeln des Geschäftsführers analog § 31 BGB (Bestätigung und von Präzisierung von BGH NJW 2003, 1445); Haftungsminderung bei "gestörter Gesamtschuld"
Begriff der gemeinsamen Betriebsstätte; Haftungsfreistellung bei Unfallversicherung; Reichweite eines Haftungsprivilegs bei Versicherung; Weisungsrecht einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts gegenüber Gesellschaftern; Rechtssubjektivität der GbR; Deliktisches Handeln eines Gesellschafters; Privilegierung auf Grund von Gefahrengemeinschaft; Akzessorische Haftung; Gesetzliche Verbindlichkeiten der GbR; Grundsatz der gestörten Gesamtschuild
Ausschluss der Haftung einer GbR nach den Grundsätzen der gestörten Gesamtschuld bei Haftungsprivilegierung zu Gunsten des schadenverursachenden Gesellschafters
Zur Frage, ob der durch den Gesellschafter einer GbR Geschädigte die Gesellschaft nicht in Anspruch nehmen kann, wenn dem Gesellschafter die Haftungsprivilegierung gem. § 106 Abs. 3 Alt. 3 SGB VII zugute kommt
Arbeit & Soziales - Haftungsprivilegierung auch zu Gunsten einer GbR?
Auswirkungen der Haftungsprivilegierung des § 106 III Alt. 3 SGB VII bei mehreren Schädigern
Deliktshaftung der BGB-Gesellschaft; § gestörte Gesamtschuld; Haftungsfreistellung nach §106 SGB VII
Zusammenfassung von "Gestörter Gesamtschuldnerausgleich bei Haftungsprivilegierung eines Gesellschafters einer GbR" von RiOLG Heinz Diehl, original erschienen in: ZfS 2003, 545 - 548.
BGHZ 155, 205
NJW 2003, 2984
ZIP 2003, 1604
MDR 2003, 1232
NZV 2003, 466
VersR 2003, 1260
WM 2003, 1821
BB 2004, 112 (Ls.)
Mangels näherer Feststellungen zur Stellung und Funktion des Beklagten zu 2 kann auch nicht davon ausgegangen werden, dass dessen zum Schadensersatz verpflichtendes Verhalten der Beklagten zu 1 analog § 31 BGB zuzurechnen ist (vgl. dazu Senatsurteil vom 24. Juni 2003 - VI ZR 434/01, BGHZ 155, 205, 210 f.;… Erman/Westermann, BGB, 14. Aufl., § 31 BGB Rn. 2).
Dabei ist unter Verantwortungsteil die Zuständigkeit für die Schadensverhütung und damit der Eigenanteil des betreffenden Schädigers an der Schadensentstehung zu verstehen (vgl. etwa Urteile vom 12. Juni 1973 - VI ZR 163/71, BGHZ 61, 51, 53 ff.; vom 24. Juni 2003 - VI ZR 434/01, BGHZ 155, 206, 212 f.;… vom 13. März 2007 - VI ZR 178/05, VersR 2007, 948 Rn. 19;… vom 22. Januar 2008 - VI ZR 17/07, VersR 2008, 642 Rn. 11;… vom 23. September 2014 - VI ZR 483/12, juris Rn. 16; jeweils mwN).
a) Danach können in den Fällen, in denen zwischen mehreren Schädigern ein Gesamtschuldverhältnis besteht, Ansprüche des Geschädigten gegen einen Gesamtschuldner (Zweitschädiger) auf den Betrag beschränkt sein, der auf diesen im Innenverhältnis zu dem anderen Gesamtschuldner (Erstschädiger) endgültig entfiele, wenn die Schadensverteilung nach § 426 BGB nicht durch eine sozialversicherungsrechtliche Haftungsprivilegierung des Erstschädigers gestört wäre (st. Rspr., vgl. etwa Senatsurteile BGHZ 61, 51, 55; 94, 173, 176; vom 17. Februar 1987 - VI ZR 81/61 - NJW 1987, 2669, 2670; und vom 24. Juni 2003 - VI ZR 434/01 - ZIP 2003, 1604, 1606).
Unter Berücksichtigung dieser Umstände hat der Senat den Zweitschädiger "in Höhe des Verantwortungsteils" freigestellt, der auf den Erstschädiger im Innenverhältnis entfiele, wenn man seine Haftungsprivilegierung hinwegdenkt (vgl. BGHZ 61, 51, 53 f.; Urteil vom 24. Juni 2003 - VI ZR 434/01 - aaO).
Dabei ist unter "Verantwortungsteil" die Zuständigkeit für die Schadensverhütung und damit der eigene Anteil des betreffenden Schädigers an der Schadensentstehung zu verstehen (Senatsurteile BGHZ 110, 114, 119 und vom 24. Juni 2003 - VI ZR 434/01 - aaO).
Die Tätigkeit der Mitwirkenden muß im faktischen Miteinander der Beteiligten aufeinander bezogen, miteinander verknüpft oder auf gegenseitige Ergänzung oder Unterstützung ausgerichtet sein (vgl. Senatsurteile BGHZ 145, 331, 336; vom 8. April 2003 - VI ZR 251/02 - VersR 2003, 904; vom 24. Juni 2003 - VI ZR 434/01 - aaO, S. 2985;… BAG, aaO).
Vielmehr müssen die Aktivitäten, wie bereits ausgeführt, bei einzelnen Maßnahmen ineinander greifen, miteinander verknüpft oder auf gegenseitige Ergänzung oder Unterstützung ausgerichtet, mithin wechselseitig aufeinander bezogen sein (vgl. Senatsurteile BGHZ 145, 331, 336;… vom 8. April 2003 - VI ZR 251/02 - aaO; vom 24. Juni 2003 - VI ZR 434/01 - aaO, S. 2985;… BAG, aaO).
Der in dieser Bestimmung enthaltene Haftungsausschluß beruht nämlich (nur) auf dem Gedanken der sog. Gefahrengemeinschaft (vgl. Senatsurteile BGHZ 148, 209, 212; 148, 214, 220;… vom 25. Juni 2002 - VI ZR 279/01 - aaO;… vom 29. Oktober 2002 - VI ZR 283/01 - aaO; vom 24. Juni 2003 - VI ZR 434/01 - aaO, S. 2985; BGH, Urteil vom 27. Juni 2002 - III ZR 234/01 - BGHZ 151, 198, 202).
OLG Bamberg, 07.12.2015 - 4 U 196/14
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OLG Saarbrücken, 14.02.2006 - 4 U 143/05
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