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Timestamp: 2016-10-21 22:10:19
Document Index: 107071146

Matched Legal Cases: ['Art. 82', 'Art. 100', 'Art. 86', 'Art. 100', 'Art. 127', 'BGE', 'BGE', 'Art. 46', 'Art. 46', 'Art. 130', 'BGE', 'Art. 108', 'Art. 127', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 47', 'BGE', 'BGE', 'Art. 127', 'Art. 21', 'Art. 127', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'in fine', 'Art. 65']

2C_463/2010 (01.07.2011)
2C_463/2010
Bundesrichter Karlen, Seiler, Stadelmann, nebenamtlicher Bundesrichter Locher,
Schanzm�hle, Werkhofstrasse 29c, 4509 Solothurn,
Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft, Rheinstrasse 33, 4410 Liestal,
Kantonales Steueramt Nidwalden,
Rechtsdienst, Bahnhofplatz 3, 6371 Stans.
Staatssteuer 2000 und 2001,
Beschwerde gegen das Urteil des Kantonalen Steuergerichts Solothurn vom 29. M�rz 2010.
Die X.________ AG wurde im Jahr 1994 gegr�ndet und bezweckt die Vermittlung von Kapitalanlagen und Versicherungen, die Ausbildung von Finanz- und Versicherungsberatern sowie die Erbringung von Dienstleistungen im Zusammenhang mit Finanzanlagen. Sie wurde f�r die Steuerperiode 2000 an ihrem Sitz in Reinach BL und, nach einer Sitzverlegung, f�r das Jahr 2001 in Stansstad NW aufgrund pers�nlicher Zugeh�rigkeit als unbeschr�nkt steuerpflichtig veranlagt. Diese Veranlagungen erwuchsen in Rechtskraft.
Ohne vorg�ngige Zustellung einer Steuererkl�rung nahm das Steueramt des Kantons Solothurn gegen�ber der X.________ AG am 22. Dezember 2005 f�r die Periode 2000 eine Ermessensveranlagung vor, mit der es die Gesellschaft definitiv aufgrund wirtschaftlicher Zugeh�rigkeit (Betriebsst�tte im Kanton Solothurn) f�r die Ertrags- und die Kapitalsteuer erfasste. F�r das Jahr 2001 wurde der X.________ AG zwar eine Steuererkl�rung zugestellt, von dieser aber unausgef�llt der Beh�rde zur�ckgeschickt, weshalb das Steueramt am 22. Dezember 2006 erneut eine endg�ltige Ermessensveranlagung vornahm. Die von der X.________ AG gegen diese Veranlagungen im Kanton erhobenen Rechtsmittel blieben erfolglos.
Am 21. Mai 2010 hat die X.________ AG beim Bundesgericht Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten eingereicht. Sie beantragt, es sei festzustellen, dass die Staatssteuer-Veranlagungen des Steueramtes des Kantons Solothurn vom 22. Dezember 2005 f�r 2000 und vom 22. Dezember 2006 f�r 2001 nichtig seien, und es sei das Urteil des Kantonalen Steuergerichts Solothurn vom 29. M�rz 2010 aufzuheben. Eventualiter sei festzustellen, dass die X.________ AG im Kanton Solothurn in den Jahren 2000 und 2001 nicht steuerpflichtig war. Subeventualiter seien die Veranlagung des Kantons Basel-Landschaft vom 27. Dezember 2000 f�r 2000 sowie die Veranlagung des Kantons Nidwalden vom 31. Juli 2002 f�r 2001 aufzuheben, und die Sache sei zur Neuveranlagung an die jeweiligen Steuerverwaltungen zur�ckzuweisen.
Die Kantonalen Steuer�mter Solothurn und Nidwalden beantragen die Abweisung der Beschwerde, soweit sie sich gegen den eigenen Kanton richtet. Das Kantonale Steuergericht Solothurn schliesst (unter ausschliesslichem Verweis auf sein Urteil) auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Die Eidgen�ssische Steuerverwaltung hat auf eine Vernehmlassung verzichtet, und der ebenfalls zur Stellungnahme eingeladene Kanton Basel-Landschaft hat sich nicht vernehmen lassen.
Mit Pr�sidialverf�gung vom 8. Juli 2010 wurde der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zuerkannt.
Die II. �ffentlich-rechtliche Abteilung hat die Angelegenheit am 1. Juli 2011 an einer �ffentlichen Sitzung beraten.
Die Beschwerde ist zul�ssig (vgl. Art. 82 ff. BGG). Insbesondere ist, wie auf dem Gebiet interkantonaler Steuerkompetenzstreitigkeiten gefordert wird (vgl. Art. 100 Abs. 5 in Verbindung mit Art. 86 Abs. 1 lit. d BGG), der kantonale Instanzenzug zumindest in einem Kanton durchlaufen worden. Die bereits rechtskr�ftigen Veranlagungen des Kantons Basel-Landschaft f�r die Steuerperiode 2000 und des Kantons Nidwalden f�r 2001 k�nnen zul�ssigerweise mitangefochten werden (vgl. Art. 100 Abs. 5 BGG).
Ein Verstoss gegen Art. 127 Abs. 3 BV liegt insbesondere im Falle einer sog. aktuellen Doppelbesteuerung vor, d.h. wenn eine steuerpflichtige Person von zwei oder mehreren Kantonen f�r das gleiche Steuerobjekt und f�r die gleiche Zeit zu Steuern herangezogen wird (vgl. zu diesem Begriff allgemein BGE 134 I 303 E. 2.1 S. 306 f.; 133 I 308 E. 2.1 S. 311; 132 I 29 E. 2.1 S. 31 f., je mit Hinweisen). Das ist hier der Fall: Die Beschwerdef�hrerin wurde im Kanton Basel-Landschaft f�r die Steuerperiode 2000 und im Kanton Nidwalden f�r das Jahr 2001, je aufgrund einer pers�nlichen Zugeh�rigkeit und damit einer unbeschr�nkten Steuerpflicht rechtskr�ftig veranlagt. Gem�ss dem angefochtenen Urteil ist sie zudem wegen wirtschaftlicher Zugeh�rigkeit im Kanton Solothurn beschr�nkt steuerpflichtig.
Vorab macht die Beschwerdef�hrerin geltend, die hier massgeblichen Veranlagungen des Kantons Solothurn seien beide mit schwerwiegenden Verfahrensverst�ssen behaftet. Dieser Vorwurf beruht auf Folgendem: F�r das Jahr 2000 nahm das Kantonale Steueramt Solothurn am 22. Dezember 2005, "aus Verj�hrungsgr�nden", wie es selber festhielt, direkt eine endg�ltige Ermessensveranlagung gegen�ber der Beschwerdef�hrerin vor, ohne ihr zuvor �berhaupt eine Steuererkl�rung zur Ausf�llung zugestellt zu haben. F�r 2001 wurde der Pflichtigen wohl eine Steuererkl�rung zugesandt, welche die Betroffene unausgef�llt der Veranlagungsbeh�rde zur�ckschickte. Diese f�hrte darauf, ohne die Beschwerdef�hrerin gemahnt zu haben, einmal mehr eine endg�ltige Ermessensveranlagung durch. F�r beide Perioden vertritt die Beschwerdef�hrerin die Auffassung, die auf derart krassen Verfahrensm�ngeln gr�ndenden Veranlagungen seien geradezu nichtig.
3.1 Fehlerhafte Verwaltungsakte sind in der Regel nicht nichtig, sondern nur anfechtbar, und sie werden durch Nichtanfechtung rechtsg�ltig. Nichtigkeit, d.h. absolute Unwirksamkeit, einer Verf�gung wird nur angenommen, wenn sie mit einem tiefgreifenden und wesentlichen Mangel behaftet ist, wenn dieser schwerwiegende Mangel offensichtlich oder zumindest leicht erkennbar ist und wenn zudem die Rechtssicherheit durch die Annahme der Nichtigkeit nicht ernsthaft gef�hrdet wird. Inhaltliche M�ngel haben nur in seltenen Ausnahmef�llen die Nichtigkeit einer Verf�gung zur Folge; erforderlich ist hierzu ein ausserordentlich schwerwiegender Mangel. Als Nichtigkeitsgr�nde fallen haupts�chlich funktionelle und sachliche Unzust�ndigkeit einer Beh�rde sowie schwerwiegende Verfahrensfehler in Betracht (wie z.B. der Umstand, dass der Betroffene keine Gelegenheit hatte, am Verfahren teilzunehmen). Fehlt einer Verf�gung in diesem Sinne jegliche Rechtsverbindlichkeit, so ist das durch jede Beh�rde, die mit der Sache befasst ist, jederzeit und von Amtes wegen zu beachten (vgl. u.a. BGE 136 II 489 E. 3.3 S. 495 f.; 133 II 366 E. 3.1 u. 3.2 S. 367; 132 II 342 E. 2.1 S. 346; 130 III 430 E. 3.3 S. 434; 129 I 361 E. 2.1 S. 363 f.; 127 II 32 E. 3g S. 47 f.; ASA 73 299 E. 2; 70 529, E. 4b/aa; 65 918 E. 2; StE 2010 B 92.8 Nr. 15 E. 2.3; StR 64/2009 581 E. 2.1; RDAF 2006 I 139 E. 2.2; RDAT 1996 I Nr. 49 S. 137 E. 5; mit weiteren Hinweisen).
3.2 Die hier massgeblichen beiden Varianten der Verweigerung des Rechts zur Einreichung der Steuererkl�rung sind zuerst im innerkantonalen Verh�ltnis zu pr�fen, d.h. hinsichtlich ihrer Tragweite auf das Verh�ltnis zwischen dem veranlagenden Kanton und der steuerpflichtigen Person:
3.2.1 Die Abgabe einer Steuererkl�rung im Sinne von � 140 des Gesetzes vom 1. Dezember 1985 �ber die Staats- und Gemeindesteuern des Kantons Solothurn (StG/SO) ist einerseits eine grundlegende Verfahrenspflicht der steuerpflichtigen Person (und zwar ihre bedeutsamste Mitwirkungspflicht; vgl. MARTIN ZWEIFEL, Die Sachverhaltsermittlung im Steuerveranlagungsverfahren, Z�rich 1989, S. 69 ff.; MARTIN ZWEIFEL/HUGO CASANOVA, Schweizerisches Steuerverfahrensrecht, Direkte Steuern, Z�rich 2008, S. 172 ff.), andererseits ein fundamentales Verfahrensrecht der steuerpflichtigen Person (vgl. HEINZ WEIDMANN, Vom Recht, eine Steuererkl�rung einreichen zu d�rfen, StR 52/1997 523 f.; siehe auch Zweifel, a.a.O., S. 75). Das Gesetz schreibt ausdr�cklich vor, wie vorzugehen ist, wenn der Pflichtige die Steuererkl�rung nicht oder bloss mangelhaft ausgef�llt einreicht. In diesem Fall muss ihn die Beh�rde gem�ss � 140 Abs. 3 StG/SO auffordern, das Vers�umte innert angemessener Frist nachzuholen. Erst dann, wenn der Pflichtige trotz Mahnung seine Verfahrenspflichten nicht erf�llt, ist die Veranlagung nach pflichtgem�ssem Ermessen vorzunehmen (vgl. � 147 Abs. 2 StG/SO; siehe auch Art. 46 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 �ber die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden [StHG; SR 642.14]). Kann die steuerpflichtige Person keine Selbstdeklaration vornehmen, ohne dass all die genannten Bedingungen kumulativ erf�llt w�ren, wird mithin die besonders wichtige erste Phase des Veranlagungsverfahrens einfach unterdr�ckt (vgl. auch GOTTHARD STEINMANN, Die Revision im Wehrsteuerrecht, StR 34/1979 199 ff.).
3.2.2 Gem�ss dieser ausdr�cklichen gesetzlichen Regelung ist die Ermessensveranlagung somit gerade kein taugliches oder zul�ssiges Mittel, um dem Pflichtigen die M�glichkeit vorzuenthalten, eine Steuererkl�rung einzureichen. Vielmehr ist sie ein unumg�nglicher Notbehelf, um sogar dann zu einer sachgerechten Einsch�tzung zu gelangen, wenn die an sich unerl�sslichen, aber selbst nach f�rmlicher Mahnung vom Pflichtigen nicht eingereichten Angaben fehlen oder wenn die Steuerfaktoren aus anderen Gr�nden mangels zuverl�ssiger Unterlagen nicht genau ermittelt werden k�nnen (vgl. � 147 Abs. 2 StG/So und Art. 46 Abs. 3 StHG; siehe auch Art. 130 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 �ber die direkte Bundessteuer [DBG; SR 642.11]). Da die Steuerbeh�rde mangels gen�gender Unterlagen nicht alle Faktoren genau ermitteln kann und eine Ermessenseinsch�tzung deshalb naturgem�ss eine gewisse Unsch�rfe aufweist, kann der Pflichtige sie nur wegen offensichtlicher Unrichtigkeit in Frage stellen. Auch das Bundesgericht pr�ft derartige Veranlagungen nur mit Zur�ckhaltung auf besonders schwere Fehler und Irrt�mer hin (vgl. u.a. BGE 131 II 548 E. 2.3 S. 551; 123 II 552 E. 4c S. 557 f.; StE 2009 B 95.1 Nr. 13 E. 2.1 u. 3.2; 2009 B 95.1 Nr. 14 E. 2.1-2.2; 2005 B 96.22 Nr. 3 E. 3.2; StR 64/2009 35 E. 5.2; 64/2009 588 E. 4.2; 61/2006 819 E. 3.3; 61/2006 558 E. 2.3; 60/2005 973 E. 5; ASA 77 343 E. 1.3 u. 4.3; 75 329 E. 5.1; NStP 57/2003 139 E. 4.1; RDAF 2000 II 41 E. 1c u. 2b; mit weiteren Hinweisen).
3.3 Die Auswirkungen des Verfahrensverstosses, dem Pflichtigen die M�glichkeit zur Einreichung einer Steuererkl�rung vorzuenthalten und stattdessen direkt zu einer Ermessensveranlagung �berzugehen, sind weiter im interkantonalen Bereich zu pr�fen. In diesem Bereich kann ein besonders schwerwiegender Verfahrensmangel darin liegen, dass eine kantonale Veranlagungsbeh�rde f�r sich eine Steuerhoheit in Anspruch nimmt, die ihr wegen Unzust�ndigkeit nicht zusteht:
3.3.1 Das gilt vorab bei der direkten Bundessteuer: Gem�ss dem Grundsatz der Einheit des Veranlagungsortes wird der Steuerpflichtige zwecks Vermeidung einer Aufsplitterung der Veranlagung f�r das gesamte in der Schweiz steuerbare Einkommen allein am Wohnsitz eingesch�tzt. Wenn ein Kanton eine steuerpflichtige Person, die ihm wirtschaftlich zugeh�rig ist, f�r die direkte Bundessteuer veranlagt, obwohl sie die pers�nliche Zugeh�rigkeit in einem anderen Kanton hat, liegt - wegen Verstosses gegen die bundessteuerrechtliche Zust�ndigkeitsordnung - eine �rtliche Unzust�ndigkeit vor, was unter Umst�nden die Nichtigkeit der betreffenden Einsch�tzungsverf�gung zur Folge haben kann. Ist der Veranlagungsort im Einzelfall ungewiss oder streitig, so ist er - wenn mehrere Kantone in Frage kommen - von der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung zu bestimmen (Art. 108 Abs. 1 Satz 1 DBG; vgl. dazu u.a. StR 62/2007 127 E. 2; 54/1999 118 E. 7a; StE 2004 B 91.3 Nr. 4 E. 2.1; ASA 70 529 E. 4b; 59 636 E. 2c).
3.3.2 Hier geht es nicht um die direkte Bundessteuer und besteht somit auch nicht die M�glichkeit, von der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung eine verbindliche Beurteilung hinsichtlich der jeweiligen kantonalen Besteuerungskompetenzen zu erlangen. Im Bereich der Staatssteuer gilt deshalb gem�ss st�ndiger Rechtsprechung eine andere Regelung: Wenn eine in einem bestimmten Kanton zur Veranlagung herangezogene Person die Steuerhoheit des betreffenden Kantons bestreitet, muss dieser grunds�tzlich in einem Vorentscheid (dem sog. Steuerdomizilentscheid) rechtskr�ftig �ber die Steuerpflicht entscheiden, bevor er das Veranlagungsverfahren fortsetzen darf. Es ist unzul�ssig und verst�sst gegen Art. 127 Abs. 3 BV, zu einer Ermessensveranlagung zu schreiten, obschon der Pflichtige die Steuerhoheit bestritten hat. Das ergibt sich direkt aus dem verfassungsm�ssigen Verbot der interkantonalen Doppelbesteuerung und unabh�ngig davon, ob das kantonale Recht ein solches Domizilverfahren kennt oder nicht (vgl. in diesem Sinne aber � 147 Abs. 3 StG/SO). Gegen den Vorentscheid kann der in Anspruch Genommene die kantonalen Rechtsmittel erheben und ans Bundesgericht gelangen (vgl. u.a. BGE 134 I 303 E. 1.1 S. 304 f.; 131 I 145 E. 2.1 S. 147; 125 I 54 E. 1a S. 55; 123 I 289 E. 1a S. 291 f.; 115 Ia 73 E. 3 S. 75 f.; ASA 61 678 E. 2a; RDAF 2010 II 577 E. 2; StE 2002 A 24.22 Nr. 4 E. 1a).
3.3.3 Jedoch verwirkt der Pflichtige das Recht zur Anfechtung der Veranlagung eines Kantons nicht nur, wenn er seine dortige Steuerpflicht in Kenntnis des kollidierenden Steueranspruchs eines andern Kantons vorbehaltlos anerkennt, z.B. wenn er sich der Veranlagung ausdr�cklich oder stillschweigend unterwirft (vgl. BGE 123 I 264 E. 2d S. 267; 101 Ia 384 E. 1 S. 386; ASA 64 167 E. 4a; StE 2000 A 24.5 Nr. 4 E. 1b; 1998 A 24.42.4 Nr. 1 E. 1b). Die Verwirkung kann sich auch daraus ergeben, dass der Pflichtige im Veranlagungsverfahren seiner Mitwirkungspflicht nicht nachkommt, z.B. wenn er die verlangte Steuererkl�rung, die Bilanz und Erfolgsrechnung sowie die Belege seiner Buchhaltung nicht einreicht oder andere f�r die Bemessung und die Ausscheidung der Steuerfaktoren notwendige Angaben verweigert, so dass zur Ermessensveranlagung geschritten werden muss (vgl. ASA 58 538 E. 2c; 57 582 E. 2b; StE 1987 A 24.5 Nr. 2 E. 1a). Eine solche Verwirkung wird indessen nicht von Amtes wegen ber�cksichtigt, sondern muss von den betroffenen Beh�rden/Kantonen geltend gemacht werden (vgl. BGE 123 I 264 E. 2d S. 267; Pra 2003 Nr. 172 S. 939 E. 4; StE 2000 A 24.5. Nr. 4 E. 1b). In diesem Sinne verwirkt der Pflichtige seinen Anspruch auf einen Vorentscheid auch dann, wenn er innert Frist die Steuererkl�rung nicht einreicht, einer Nachfrist ebenfalls keine Folge leistet, sich nach Ermessen veranlagen l�sst und erst in der Einsprache gegen die Ermessensveranlagung die Steuerhoheit des Kantons bestreitet (vgl. u.a. ASA 57 582 E. 2b; StE 1987 A 24.5 Nr. 2 E. 1a u. 2b; im gleichen Sinne schon BGE 60 I 346 E. 2 S. 346 f.; siehe auch das Urteil 2C_249/2008 vom 10. Juni 2008 E. 4.2).
3.3.4 Seinerseits verwirkt ein Kanton, der die f�r die Steuerpflicht massgeblichen Tatsachen kennt oder kennen kann, sein Recht auf Besteuerung, wenn er trotzdem mit der Erhebung des Steueranspruchs ungeb�hrlich lange zuwartet und wenn bei Gutheissung des erst nachtr�glich erhobenen Anspruchs ein anderer Kanton zur R�ckerstattung von Steuern verpflichtet werden m�sste, die er formell ordnungsgem�ss in guten Treuen und in Unkenntnis des kollidierenden Steueranspruchs bezogen hat. Bei periodischen Steuern gilt die Veranlagung in der Regel als versp�tet, wenn sie nach Ablauf der in Frage stehenden Periode eingeleitet oder ihr Abschluss ohne ausreichenden Grund ungeb�hrlich lange verz�gert wird (vgl. BGE 132 I 29 E. 3.2 S. 32; 123 I 264 E. 2c S. 266; siehe auch Pra 2003 Nr. 172 S. 939 E. 3.2; ASA 64 167 E. 5a; StE 2008 A 24.1 Nr. 6 E. 3.2; 2004 A 24.35 Nr. 3 E. 3.1; StR 56/2001 813 E. 3b; mit Hinweisen).
Diese Verwirkung ist aber ein Institut zugunsten der steuererhebenden Kantone und nicht der Pflichtigen. Ihr Sinn und Zweck liegt darin, den betroffenen Zweitkanton davor zu bewahren, schon bezogene Steuern auf Grund eines an sich vorrangigen, aber erst ungeb�hrlich sp�t erhobenen Steueranspruches r�ckerstatten zu m�ssen (vgl. BGE 132 I 29 E. 3.3 S. 33 ff.; StE 2000 A 24.5 Nr. 4 E. 4b; ASA 56 85 E. 4b; siehe auch schon BGE 91 I 467 E. 4 S. 475 ff.). Deshalb kann die Verwirkung auch nur durch den anderen Kanton und nicht durch den Pflichtigen selbst geltend gemacht werden (vgl. BGE 132 I 29 E. 3.1 S. 32; 123 I 264 E. 2c S. 26; StE 2008 A 24.1 Nr. 6 E. 3.3; 2002 A 24.22 Nr. 4 E. 4).
Die Voraussetzungen f�r eine derartige Verwirkung w�ren hier bei der jeweils erst kurz vor Eintritt der f�nfj�hrigen Verj�hrung erfolgten Inanspruchnahme der Besteuerungshoheit durch den Kanton Solothurn an sich f�r beide Steuerperioden deutlich erf�llt. Weder der Kanton Basel-Landschaft (f�r das Jahr 2000) noch der Kanton Nidwalden (f�r 2001) haben jedoch die ihnen zustehende Einrede erhoben.
3.4 Es fragt sich, was aus den genannten, im inner- und zwischenkantonalen Bereich geltenden Grunds�tzen f�r den hier zu beurteilenden Fall zu schliessen ist. Das muss f�r die beiden Steuerperioden 2000 und 2001 bzw. den jeweils geltend gemachten Verfahrensverstoss getrennt gepr�ft werden. In Bezug auf die f�r das Jahr 2000 erfolgte vollumf�ngliche Unterdr�ckung der Steuererkl�rungs-Phase (vgl. dazu oben einleitend vor E. 3.1) muss nach dem Gesagten festgehalten werden, dass sie (besonders) schwer wiegt (vgl. im gleichen Sinne schon MAX IMBODEN/REN� A. RHINOW, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, 5. Aufl. Basel 1976, Nr. 40, V, 2b, S. 242 f. sowie den Erg�nzungsband: REN� A. RHINOW/BEAT KR�HENMANN, Basel/Frankfurt a.M. 1990, Nr. 40, V, 2b, S. 120; in der neuesten Lehre: siehe u.a. ULRICH H�FELIN/GEORG M�LLER/FELIX UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. Aufl. Z�rich/St. Gallen 2010, Rz. 968 S. 217), als deutliche Abweichung von einem schon im Gesetz ausdr�cklich vorgeschriebenen Verfahrensablauf sowie als funktionswidrige Verkehrung eines Notbehelfs in sein Gegenteil (vgl. oben E. 3.2.2). Hier ist diese Unterdr�ckung unter Umst�nden geschehen, die zumindest nichts dazu beigetragen haben, den Verfahrensverstoss als weniger krass erscheinen zu lassen (vgl. unten E. 3.4.1). Zudem ist das weitere Verfahren nicht so verlaufen, dass der Verstoss als behoben eingestuft werden k�nnte (E. 3.4.2).
3.4.1 Mit der direkt vorgenommenen Ermessensveranlagung wollte das Kantonale Steueramt die einige Tage sp�ter drohende f�nfj�hrige Veranlagungsverj�hrung im Sinne von � 138 Abs. 1 StG/SO bzw. Art. 47 Abs. 1 StHG unterbrechen. Daf�r h�tte es aber gen�gt, der Beschwerdef�hrerin eben gerade eine Steuererkl�rung zukommen zu lassen. Das h�tte eine hinreichende Einforderungshandlung im Sinne des Gesetzes (vgl. � 138 Abs. 3 lit. a StG/SO) und der Praxis dargestellt (vgl. dazu insb. BGE 126 II 1 E. 2 S. 2 ff., mit weiteren Hinweisen). Dazu kommt die an sich ungeb�hrlich sp�te Inanspruchnahme der Besteuerungskompetenz gegen�ber der in einem anderen Kanton schon seit betr�chtlicher Zeit unbeschr�nkt und rechtskr�ftig veranlagten Beschwerdef�hrerin. Zwar trifft zu, dass es ausschliesslich an diesem anderen Kanton sein kann, die Einrede der Verwirkung zu erheben. Und allgemein sch�digt dieser andere Kanton nur sich selbst, wenn er die Einrede unterl�sst. Ein Fall wie der vorliegende wirft indessen die Frage auf, ob den Verfahrensrechten des Pflichtigen nicht zumindest dann ein zus�tzliches Gewicht beigemessen werden muss, wenn gegen�ber einer in mehrfacher Hinsicht (sehr) problematischen Vorgehensweise eines Kantons andersweitig geregelte Korrekturmechanismen nicht zum Tragen kommen. Zumindest erweist es sich als umso schwerwiegender, wenn eine ungeb�hrlich sp�te Beanspruchung der Steuerhoheit dann noch mit einem krassen Verfahrensmangel behaftet ist.
3.4.2 Im nachmaligen Verfahren ist die vollumf�ngliche Unterdr�ckung der ersten Veranlagungsphase auf jeden Fall nicht gen�gend behoben worden. Bei richtiger Anwendung der f�r das Verh�ltnis zwischen dem veranlagenden Kanton und der steuerpflichtigen Person (vgl. dazu oben E. 3.2) geltenden Regeln h�tte die Beschwerdef�hrerin aufgrund des (direkten) �bergangs zur Ermessensveranlagung die gegen sie verf�gte Einsch�tzung unumg�nglich nur mehr wegen offensichtlicher Unrichtigkeit anfechten k�nnen (vgl. oben E. 3.2.2). Und im zwischenkantonalen Bereich w�re mit diesem �bergang allenfalls verbunden gewesen, dass die Betroffene ihren Anspruch auf Bestreitung der Solothurner Steuerhoheit und auf Einleitung eines Steuerdomizilverfahrens vollumf�nglich und endg�ltig verwirkt h�tte (vgl. oben E. 3.3.3). Weder im Einspracheentscheid noch im angefochtenen Urteil werden diese Schl�sse ausdr�cklich oder andeutungsweise gezogen. Gleichzeitig ist aber auf keiner der beiden Verfahrensebenen eine hinreichende und alle betroffenen Dimensionen umfassende Klarstellung erfolgt, wonach die Beschwerdef�hrerin durch die Unterdr�ckung der Steuererkl�rungs-Phase weder inner- noch interkantonal bzw. weder verfahrens- noch materiellrechtlich in irgendeiner Weise schlechtergestellt werden d�rfe.
3.4.3 Vor diesem Hintergrund ist die hier f�r die Steuerperiode 2000 erfolgte vollumf�ngliche Unterdr�ckung der ersten Veranlagungsphase als derart krasser Verfahrensfehler einzustufen, dass er nicht nur die blosse Anfechtbarkeit, sondern geradezu die absolute Unwirksamkeit der damit behafteten Veranlagung nach sich ziehen muss.
Bez�glich der Rechtsfolgen ist jedoch zu unterscheiden: Die Vorgehensweise des Solothurner Steueramtes f�r das Jahr 2000 ist wohl als Veranlagungshandlung nichtig. Daraus kann aber nicht geschlossen werden, dass die sich darin �ussernde Inanspruchnahme der Besteuerungskompetenz mit entsprechender verj�hrungsunterbrechender Wirkung im Sinne von � 139 Abs. 3 lit. a StG/SO nie erfolgt w�re. Eine solche Verj�hrungsunterbrechung muss angesichts des praxisgem�ss weiten Begriffs der Einforderungshandlung angenommen werden, wie er namentlich im Recht der direkten Bundessteuer gepr�gt worden ist. Unter diesen Begriff fallen nicht nur die eigentlichen Bezugshandlungen, sondern auch alle auf Feststellung des Steueranspruchs gerichteten Amtshandlungen, die dem Pflichtigen zur Kenntnis gebracht werden. Das kann selbst amtliche Mitteilungen umfassen, die lediglich eine sp�tere Veranlagung in Aussicht stellen und deren Zweck sich in der Unterbrechung des Verj�hrungsablaufs ersch�pft (vgl. dazu insb. BGE 126 II 1 E. 2 S. 2 ff.; siehe auch u.a. ASA 73 237 E. 3; je mit weiteren Hinweisen). Genau eine solche Amtshandlung steht hier aber zur Diskussion (vgl. oben E. 3.4.1).
Wenn in diesem Sinne die Unterbrechung der Verj�hrung angenommen werden kann, so bedeutet das indessen noch nicht, dass der Kanton Solothurn die von ihm so in Anspruch genommene Besteuerungskompetenz hier auch tats�chlich umsetzen k�nnte. Unter Verwirkungsgesichtspunkten (vgl. dazu oben E. 3.3.4) k�nnte der Kanton Basel-Landschaft die ihm zustehende Einrede auf jeden Fall wegen der seit dieser Unterbrechung verstrichenen Zeit erheben. Zudem m�sste der Beschwerdef�hrerin ein weiterhin vollumf�nglicher verfahrens- und materiellrechtlicher Schutz zugestanden werden. Mit Blick auf den Verfahrensausgang sind diese Fragen vorliegend aber nicht weiter zu er�rtern.
3.5 F�r die Steuerperiode 2001 sind hier gegen�ber derjenigen von 2000 zwei wesentliche Unterschiede festzuhalten: Einerseits stellte das Steueramt des Kantons Solothurn der Beschwerdef�hrerin wohl eine Steuererkl�rung zu, welche diese ihm unausgef�llt zur�ckschickte. Darauf nahm das Amt, ohne die Pflichtige zu mahnen, direkt eine endg�ltige Ermessensveranlagung vor. Darin liegt zwar ein unbestreitbarer Verstoss gegen den bereits im Gesetz geregelten Verfahrensablauf (vgl. oben E. 3.2.1). Er wiegt jedoch weniger schwer als die vollumf�ngliche Unterdr�ckung der ersten Verfahrensphase. Schon das spricht dagegen, f�r 2001 ebenfalls die Nichtigkeit der nachmaligen Veranlagung anzunehmen. Andererseits hat die Beschwerdef�hrerin nicht angemessen auf die Inanspruchnahme der Besteuerungshoheit durch den Kanton Solothurn reagiert: Statt die ihr zugestellte Steuererkl�rung bloss unausgef�llt zur�ckzuschicken, h�tte sie dies damit verbinden m�ssen, in aller Form die solothurnische Steuerhoheit zu bestreiten und ausdr�cklich die Einleitung des Steuerdomizilverfahrens zu verlangen. Dass sie das unterlassen hat, schw�cht zus�tzlich die Tragweite des durch die Veranlagungsbeh�rde begangenen Verfahrensverstosses. Gleichzeitig kann die blosse Zur�cksendung der unausgef�llt gelassenen Steuererkl�rung nicht so gewertet werden, dass die Beschwerdef�hrerin damit die Solothurner Steuerhoheit stillschweigend akzeptiert h�tte (vgl. oben E. 3.3.3).
Unter den gegebenen Umst�nden kann und muss es gesamthaft gen�gen, dass das Bundesgericht das angefochtene Urteil bez�glich der Steuerperiode 2001 ohne die Einschr�nkungen �berpr�ft, die sich �blicherweise aus dem �bergang zur Ermessensveranlagung ergeben, sei es in Bezug auf die materielle Einsch�tzung oder die interkantonale Ordnung der Besteuerungskompetenzen (vgl. oben E. 3.2.2 u. 3.3.3). In diesem Sinne ist nun zu beurteilen, ob die Beh�rden des Kantons Solothurn f�r die genannte Periode zu Recht eine Betriebsst�tte der Beschwerdef�hrerin im Kanton angenommen haben.
4.1 Der Gewinn und das Kapital einer Kapitalgesellschaft sind nach der Rechtsprechung zu Art. 127 Abs. 3 BV am Ort zu versteuern, wo sich das Hauptsteuerdomizil befindet, soweit sie nicht Betriebsst�tten in anderen Kantonen unterh�lt und damit dort sekund�re Steuerdomizile aufgrund wirtschaftlicher Zugeh�rigkeit begr�ndet. Der Begriff der Betriebsst�tte wird weder in � 85 Abs. 2 lit. b StG/SO noch in Art. 21 Abs. 1 lit. b StHG n�her definiert, weshalb diesbez�glich die bundesgerichtliche Praxis zu Art. 127 Abs. 3 BV gilt (vgl. BGE 134 I 303 E. 1.2 u. 2.2 S. 305 ff.). Eine solche Betriebsst�tte setzt eine feste Gesch�ftseinrichtung voraus, in der die T�tigkeit des ausserkantonalen Unternehmens ganz oder teilweise ausge�bt wird, d.h. st�ndige k�rperliche Anlagen, in denen das Unternehmen einen qualitativ sowie quantitativ erheblichen Teil seines technischen und kommerziellen Betriebs vollzieht (vgl. u.a. BGE 134 I 303 E. 2.2 S. 307, 110 Ia 190 E. 3 S. 193; StE 2009 A 24.24.41 Nr. 3 E. 2.3; ASA 57 582 E. 4a, 57 677 E. 3a; SJ 1996 100 E. 3a; siehe auch ERNST H�HN/PETER M�USLI, Interkantonales Steuerrecht, 4. Aufl. Bern/Stuttgart/Wien 2000, S. 143, PETER LOCHER, Einf�hrung in das interkantonale Steuerrecht, 2. Aufl. Bern 2003, S. 66; DANIEL DE VRIES REILINGH, La double imposition intercantonale, Bern 2006, S. 72; KURT LOCHER/PETER LOCHER, Die Praxis der Bundessteuern, III. Teil, Das interkantonale Doppelbesteuerungsrecht, � 8, I A). Ausgeklammert sind nebens�chliche und untergeordnete T�tigkeiten (vgl. BGE 110 Ia 190 E. 4b S. 196; 80 I 194 E. 4b S. 196). Damit wird vermieden, dass jede geringf�gige T�tigkeit ausserhalb des Sitzkantons bereits ein sekund�res Steuerdomizil begr�ndet.
4.2 F�r Versicherungsgesellschaften, welche im ganzen Land durch Agenten vertreten werden, hat das Bundesgericht in st�ndiger Rechtsprechung dem allgemeinen Grundsatz, dass eine �berm�ssige Zersplitterung der Steuerhoheit zu vermeiden ist, ein besonderes Gewicht beigemessen und sich somit dagegen ausgesprochen, am Sitz (all) dieser Agenturen Nebensteuerdomizile anzunehmen. Eine Agentur wird erst dann zu einer Betriebsst�tte, wenn sie rechtlich und wirtschaftlich als Teil der Gesellschaft erscheint, insbesondere dann, wenn der Agent in einem Arbeits- oder einem �hnlichen Abh�ngigkeitsverh�ltnis zur Unternehmung steht. Dazu geh�rt im Allgemeinen, dass er in deren Namen handelt. Die Tatsache, dass ein in einer st�ndigen Gesch�ftseinrichtung einer Unternehmung t�tiger Angestellter oder wirtschaftlich abh�ngiger Agent die Vollmacht besitzt, Rechtsgesch�fte im Namen der Unternehmung abzuschliessen, begr�ndet an diesem Ort regelm�ssig eine Betriebsst�tte der Unternehmung. Das Gleiche gilt tendenziell, wenn dem Generalagenten B�ror�ume zur Verf�gung stehen, die von der Versicherungsgesellschaft gemietet werden, w�hrend die B�roangestellten von der Gesellschaft eingestellt worden sind und auch von ihr besoldet werden. F�r eine solche Abh�ngigkeit spricht auch, wenn der Agent in allen gesch�ftlichen Bereichen den Weisungen der Gesellschaft unterstellt ist und bindende Vorschriften insbesondere hinsichtlich der Verwendung und Einteilung der Arbeitszeit bestehen sowie Richtlinien f�r die Organisation des Anwerbedienstes.
F�r die Unabh�ngigkeit des Agenten und somit gegen die Annahme einer Betriebsst�tte spricht, dass er seine T�tigkeit in eigenem Namen sowie auf pers�nliche Risiken und Gefahr hin aus�bt, selbst wenn das in Gesch�ftsr�umen erfolgt, welche der Unternehmung geh�ren. Als weitere Indizien f�r eine solche Unabh�ngigkeit gelten die Entl�hnung auf Provisionsbasis und die dem Agenten zugestandenen Freir�ume innerhalb der Gesch�ftsorganisation, namentlich gegen�ber den Weisungen und Kontrollen der Gesellschaft sowie in der zeitlichen Gestaltung der Arbeit oder aufgrund der ihm einger�umten M�glichkeit, selber Personal einzustellen bzw. sein eigenes Netz von (Unter-)Agenten aufzubauen. Dass er an die von der Gesellschaft praktizierten Tarife und an deren Weisungen in Bezug auf den Abschluss der Vertr�ge gebunden ist, spricht dann nicht zwingend gegen eine solche Unabh�ngigkeit (vgl. zum Ganzen u.a. SJ 1996 100 E. 3b; ASA 57 677 E. 3 u. 4; aber auch schon ASA 29 338 E. 3; Darstellung der Rechtsprechung bei LOCHER/LOCHER, a.a.O., insb. die Unterteilungen � 8 I C 3 u. � 8 I D 1; Zusammenfassung der Praxis bei H�HN/M�USLI, a.a.O., S. 154 ff.).
Im Urteil ASA 57 677 hat das Bundesgericht dagegen ausgef�hrt, dass die Agentur als Betriebsst�tte qualifiziert werden kann, wenn sie im Dienste des Hauptunternehmens steht und die Beziehungen wirtschaftlich so eng sind wie dies normalerweise bei einer angestellten Person der Fall ist (vgl. dort E. 3d, S. 682; im gleichen Sinne schon BGE 61 I 180, LOCHER/LOCHER, a.a.O., � 8 I E Nr. 2). Diese Praxis wird bei H�HN/M�USLI (a.a.O, S. 148) wie folgt dargestellt: Aufgrund besonderer wirtschaftlicher Abh�ngigkeiten von einer Unternehmung kann eine selbst�ndige Personenunternehmung ausnahmsweise zur Betriebsst�tte werden. Bei selbst�ndigerwerbenden nat�rlichen Personen liegt eine solche Abh�ngigkeit vor, wenn die Unternehmung ganz im Dienste des anderen Unternehmens aufgeht, d.h. nur f�r dieses und nicht f�r andere Unternehmen arbeitet (objektive Voraussetzung) und der Inhaber so vom Hauptunternehmen abh�ngig ist, wie dies sonst bei einem Angestellten im Verh�ltnis zum Dienstherrn der Fall ist (subjektive Voraussetzung).
4.3 Auf diese zuletzt zitierte Rechtsprechung bzw. deren gerade genannte Darstellung in der Lehre hat die Vorinstanz sich f�r die Beurteilung des vorliegenden Falles haupts�chlich gest�tzt. Das Kantonale Steuergericht hat die Frage, ob die T�tigkeit des in B.________ als Agent f�r die Beschwerdef�hrerin t�tigen A.________ (sowie der anderen Mitarbeiter der X.________ AG im Kanton) als selbst�ndig oder unselbstst�ndig zu qualifizieren ist, offengelassen (vgl. E. 3.4 des angefochtenen Urteils, S. 7 unten; siehe auch einleitend zu E. 3, S. 6). Massgeblich f�r die Annahme einer Betriebsst�tte seien vielmehr die besonderen wirtschaftlichen Abh�ngigkeiten gegen�ber der Beschwerdef�hrerin: "Die Berater treten stets als Agenten der X.________ AG auf, die wiederum als Vermittlerin von Versicherungspolicen der Y.________ AG sowie der Z.________ AG auftritt. A.________ erzielte in den zur Frage stehenden Perioden s�mtliches Erwerbseinkommen aus Quellen der X.________ AG oder ihr nahestehenden Gesellschaften. Somit stand er vollumf�nglich im Dienste der Steuerpflichtigen und erf�llte die objektive Voraussetzung. Aufgrund der wirtschaftlichen Verkn�pfung ist auch die subjektive Voraussetzung erf�llt" (E. 3.1 des angefochtenen Urteils, S. 6).
4.4 Vorab ist zu pr�fen, ob die vom Kantonalen Steuergericht vertretene Auffassung besonderer wirtschaftlicher Abh�ngigkeiten in der rechtlichen Ausgestaltung der Beziehungen zwischen den Beteiligten eine St�tze findet, namentlich in dem 1999 zwischen der Beschwerdef�hrerin und A.________ abgeschlossenen Agenturvertrag:
4.4.1 Als Indiz einer (m�glichen) Abh�ngigkeit spricht zuerst einmal die Tatsache, dass A.________ in sozialrechtlicher Hinsicht nicht wie ein Selbst�ndigerwerbender, sondern wie ein Arbeitnehmer behandelt wird (vgl. dazu auch unten E. 4.5.3). Als Agent hat er die gesch�ftlichen Richtlinien der X.________ AG einzuhalten, soweit diese die Produktpalette, die Partnergesellschaften und den Unternehmensgegenstand der X.________ AG betreffen (Ziff. 7.6). Daneben unterliegt er einem Konkurrenzverbot (Ziff. 7.2). Zudem hat er die laufenden Schulungen der Gesellschaft zu besuchen und sich st�ndig weiterzubilden (Ziff. 7.9).
4.4.2 Der Agenturvertrag enth�lt jedoch zumindest ebenso zahlreiche und gewichtige Aspekte, die gegen die von der Vorinstanz angenommene Abh�ngigkeit sprechen: Grundlegend verpflichtet sich A.________, als selbst�ndiger Vermittlungsagent t�tig zu sein (Ziff. 2.1) gegen Ausrichtung von - um die obligatorischen Beitr�ge an die AHV/IV/EO/ALV gek�rzte (Ziff. 5.14) - sog. Abschlussverg�tungen durch die X.________ AG (Ziff. 4.1). Daraus hat der Agent s�mtliche Kosten seines Gesch�ftsbetriebes, einschliesslich der Kosten etwaiger Unteragenten oder sonstiger Hilfspersonen, Reiseaufwendungen, B�robedarf, EDV-Unterst�tzung, Miete, Porti, Telefon etc. zu bestreiten (Ziff. 5.3) und damit das Unternehmerrisiko vollst�ndig zu tragen (Ziff. 2.4). Abgesehen von der erw�hnten Bindung an die Gesch�ftsrichtlinien und dem genannten Konkurrenzverbot ist der Agent frei im Hinblick auf die Ausgestaltung und Organisation seiner eigenen T�tigkeit (Ziff. 7.6).
4.4.3 Gesamthaft ergibt sich somit aus dem Vertrag, dass A.________ ein selbst�ndiger Unternehmer ist, der zwar in fachlicher Hinsicht weisungsgebunden ist, aber in der Art seiner Auftragserf�llung (d.h. namentlich in der Ausgestaltung und Organisation seiner T�tigkeit) weitgehende Handlungsfreiheit besitzt. Damit steht im Einklang, dass A.________ bereits im Juli 1995 in Zuchwil von einer Pensionskasse drei B�ro- bzw. Schulungsr�umlichkeiten gemietet hatte, wo seither neue Hilfspersonen eingef�hrt und Aus- sowie Weiterbildungen betrieben werden. Es ist unbestritten, dass diese R�umlichkeiten von A.________ gemietet sind und er auch die entsprechenden Mietzinsen zahlt.
4.5 Nun hat sich die Vorinstanz aber nicht auf die rechtliche Ausgestaltung der Beziehungen zwischen den Beteiligten berufen, sondern besondere Abh�ngigkeiten auf der wirtschaftlichen Ebene als entscheidend erachtet. In erster Linie argumentiert sie damit, dass A.________ in den hier zu beurteilenden Jahren 2000 und 2001 sein s�mtliches Erwerbseinkommen aus Quellen der Beschwerdef�hrerin oder dieser nahestehender Gesellschaften bezogen und somit vollumf�nglich in deren Dienste gestanden habe (vgl. oben E. 4.3). Mit einer solchen Ausschliesslichkeit der Einkommensherkunft hatte sich das Bundesgericht bereits im Urteil ASA 57 677 auseinanderzusetzen und kam dort nach einer Gesamtbetrachtung zum Schluss, dass ein Agent selbst dann als selbst�ndig eingestuft werden konnte, wenn er nur f�r eine Versicherungsgesellschaft t�tig war. Auch im vorliegenden Fall wirft das Argument der Vorinstanz mehrere Probleme auf:
4.5.1 Unbestreitbar ist wohl, dass die Eink�nfte von A.________ aus den Jahren 2000 und 2001 ausschliesslich von der X.________ AG stammten (bzw. f�r 2001 in geringem Ausmass von einer ihr nahestehenden Gesellschaft) und dass diese Eink�nfte betr�chtlich waren: mehr als Fr. 580'000.-- f�r 2000 und insgesamt sogar �ber Fr. 900'000.-- f�r das Jahr danach. Dabei handelt es sich aber nicht um Lohnzahlungen im klassischen Sinne. Vielmehr besteht das hier massgebliche und f�r A.________ (wie auch die anderen Agenten der Beschwerdef�hrerin) g�ltige System soweit ersichtlich darin, dass s�mtliche Vermittlungsprovisionen, welche die Agenten erzielt haben und seitens der Partner-Versicherungsgesellschaften (vgl. oben E. 4.3) geschuldet sind, von der X.________ AG vereinnahmt werden. Diese verg�tet dann jedem einzelnen Agenten den ihm daran zukommenden Anteil weiter. Sie selbst tr�gt dabei aber wirtschaftlich keine eigentlichen Personal- oder Lohnkosten, sondern beh�lt nur einen Teil der genannten Provisionen f�r sich und �berweist den Rest an die Berechtigten.
Aufgrund dieser (blossen) Weiterverg�tung spricht in einem solchen System der Umstand, dass die Einkommenszufl�sse zugunsten von A.________ (sozusagen) immer von der Beschwerdef�hrerin ausgehen, nicht f�r eine besondere wirtschaftliche Abh�ngigkeit ihr gegen�ber. Zwar besteht hier sehr wohl eine Abh�ngigkeit, und sogar eine durchaus weit gehende, aber von den erzielten Gesch�ftsabschl�ssen: Gelingt es nicht, Versicherungspolicen zu vermitteln und werden somit auch keine Provisionen ausgerichtet, so fliessen in diesem System sozusagen keine Einnahmen zugunsten des Agenten.
4.5.2 Im direkten Zusammenhang damit steht auch eine weitere Besonderheit des zu beurteilenden Systems: Soweit ersichtlich hat(te) A.________ keinen Personalaufwand, und zwar deshalb, weil er f�r seine Vermittlungst�tigkeit gar nicht auf eigenes Hilfspersonal angewiesen zu sein scheint. Die Vorinstanz hat diesen Umstand als bedeutend eingestuft und ihn so gedeutet, dass das Verlustrisiko als Hinweis auf ein echtes Unternehmerrisiko zu werten und ein solches Verlustrisiko namentlich dann (wirklich) vorhanden sei, wenn Personal besch�ftigt werde (vgl. angefochtenes Urteil, E. 3.3). In die gleiche Richtung geht der Bericht des Bundesrates vom 14. November 2001 �ber eine einheitliche und koh�rente Behandlung von selbstst�ndiger bzw. unselbst�ndiger Erwerbst�tigkeit im Steuer- und im Sozialversicherungsabgaberecht: "(Agenten) gelten in der Regel als unselbst�ndigerwerbend. Als selbst�ndigerwerbend werden sie betrachtet, wenn sie kumulativ eigene Gesch�ftsr�umlichkeiten ben�tzen, eigenes Personal besch�ftigen und die Gesch�ftskosten im Wesentlichen selber tragen" (BBl 2002 1126 ff., Ziffer 2.1.1.2 auf S. 1132; unter Hinweis auf den auch von der Vorinstanz angef�hrten BGE 119 V 161 E. 3b S. 163 f.; siehe auch BGE 134 V 297 E. 2.3 S. 302; vgl. zu diesem Punkt auch das Kreisschreiben Nr. 23 der Schweizerischen Steuerkonferenz vom 21. November 2006, u.a. Ziff. 4.2, wonach eine Organisationseinheit mit mehr als drei Vollzeitmitarbeitern eine Betriebsst�tte bilde; dieses Kreisschreiben ist auf den vorliegenden Fall jedoch nicht anwendbar).
Es scheint zu schematisch, das Unternehmerrisiko (mehr oder weniger weitgehend) mit dem Verlustrisiko gleichzusetzen, und dieses wiederum mit der Besch�ftigung von Personal. In zahlreichen F�llen (und nicht nur hier) betreibt ein Selbst�ndigerwerbender ein Gesch�ft (sozusagen) ohne Mitarbeiter (sog. Einmann-Betrieb oder Ich-AG). Damit stimmt es vorliegend �berein, dass das von A.________ eingegangene Gesch�ftsrisiko sehr wohl besteht und je nach Wirtschaftslage nicht unbedeutend ist, sich aber haupts�chlich in der genannten (sehr) ausgepr�gten Abh�ngigkeit von den zu erzielenden Abschl�ssen �ussert.
4.5.3 Dagegen spricht auch nicht der sozialrechtliche Aspekt. Die Beschwerdef�hrerin hat ihren Agenten diesbez�glich als Unselbst�ndigen behandelt: Sie hat ihm "Lohnbl�tter" und einen Lohnausweis ausgestellt, Kinderzulagen bezahlt, BVG-Pr�mien, AHV-Arbeitnehmerbeitr�ge sowie AIV-Beitr�ge abgezogen. Diese Qualifikation scheint von der Sozialversicherungsbeh�rde ohne tiefer gehende �berpr�fung bzw. ohne besonderen Nachweis seitens der Betroffenen �bernommen worden zu sein. Eine solche n�here �berpr�fung h�tte sich aber nicht nur vor dem rechtlichen Hintergrund des Agenturvertrags aufgedr�ngt (vgl. oben E. 4.4.2 u. 4.4.3), sondern auch mit Blick auf die tats�chliche wirtschaftliche Situation. Im sogenannten "Lohnausweis" werden - nebst AHV/IV/EO/ALV-Beitr�gen (wie nach Agenturvertrag) - auch eher geringf�gige Zahlungen als Beitr�ge an die berufliche Vorsorge ausgewiesen, die von den jeweils ausgewiesenen hohen Bruttoeink�nften ziemlich weit abweichen und bei einem tats�chlichen Arbeitnehmer sehr viel h�her w�ren.
4.5.4 Gegen�ber den Steuerbeh�rden hat A.________ selber sein Einkommen als ein solches aus unselbst�ndiger T�tigkeit bezeichnet. Die X.________ AG hat ihm - wie eben hervorgehoben - einen Lohnausweis ausgestellt, und er wurde von der Steuerverwaltung als Unselbst�ndiger veranlagt. Auch diese steuerliche Erfassung erweist sich als problematisch: Im Veranlagungsverfahren reichte A.________ ein "Kassabuch 2000/2001 X.________ AG" ein, in dem sich Einnahmen von rund Fr. 31'000.-- (2000) bzw. Fr. 61'000.-- (2001) und Ausgaben von rund Fr. 235'000.-- (2000) bzw. Fr. 271'000.-- (2001) gegen�berstanden. Bei den Einnahmen sind lediglich Seminare aufgef�hrt, Provisionseinnahmen fehlen vollumf�nglich, ebenso wenig sind irgendwelche Spesenentsch�digungen seitens der X.________ AG angegeben. Die Ausgaben umfassen u.a. B�rounkosten, Auslagen f�r Gesch�ftskleidung, ausgiebige Essens- und Getr�nkespesen. L�hne befinden sich nicht darunter, wohl aber die monatliche Leasingrate (im Umfang von rund Fr. 2'400.--) f�r den Luxuswagen von A.________. Den Ausgaben�berschuss der "Kassenb�cher" zog A.________ in seiner Steuererkl�rung als "Berufsauslagen" von seinem Bruttoeinkommen ab, was von der Veranlagungsbeh�rde zum grossen Teil auch anerkannt wurde. Faktisch behandelten die Steuerbeh�rden ihn damit als Selbst�ndigerwerbenden, indem sie sich in Bezug auf diesen Ausgaben�berschuss viel grossz�giger zeigten als bei wirklichen Arbeitnehmern. In der Steuererkl�rung 2002 bezeichnete A.________ diesen Ausgaben�berschuss explizit als "Verlust aus selbstst�ndiger Erwerbst�tigkeit".
4.5.5 Gesamthaft vermag somit die Auffassung der Vorinstanz, A.________ sei (wie auch die anderen im Kanton t�tigen Agenten der X.________ AG) in besonderem Ausmass von der Beschwerdef�hrerin abh�ngig, nicht zu �berzeugen. Die konkreten wirtschaftlichen Begebenheiten deuten vielmehr auf ein spezifisches Gesch�ftsmodell hin, in dem der Agent �ber eigene Gesch�ftsr�umlichkeiten verf�gt und f�r die Hauptlast seiner Unkosten aufkommt, aber aus den besagten Gr�nden (vgl. oben E. 4.5.2) keinen Personalaufwand hat, genauso wenig �brigens wie die X.________ AG selber. Dass die Beh�rden dieses Modell in die N�he eines Arbeitsverh�ltnisses ger�ckt haben, scheint also nicht zutreffend. Bis zu einem gewissen Punkt l�sst es sich indessen durch Gegens�tzlichkeiten im Agenturvertrag selber erkl�ren (vgl. oben E. 4.4), insbesondere aber durch das Verhalten der Beteiligten selber (vgl. insb. oben E. 4.5.3 u. 4.5.4; ohne dass geradezu ein Verstoss gegen Treu und Glauben darin zu sehen w�re, dass die Beschwerdef�hrerin sich nun gegen die Annahme einer Betriebsst�tte im Kanton Solothurn zur Wehr setzt).
4.6 Neben der Ausschliesslichkeit der Einkommensfl�sse argumentiert das Kantonale Steuergericht im Wesentlichen mit dem Auftritt nach aussen, wo (sozusagen) immer der Eindruck einer Abh�ngigkeit der Agenten gegen�ber der X.________ AG bestanden habe (vgl. oben E. 4.3 sowie E. 2.1 u. 2.3 des angefochtenen Urteils). Auf einen solchen �usseren Eindruck kann es jedoch nicht entscheidend ankommen. Das hat das Bundesgericht k�rzlich im Urteil BGE 134 I 303 in Bezug auf eine Erd�lgesellschaft und die von ihr belieferten Tankstellenbetreiber festgehalten. Es lag dort zwar ein Anwendungsfall von sog. Subordinationsfranchising vor (vgl. E. 3.3), mit umfassenden Richtlinien namentlich f�r das Erscheinungsbild der Tankstellen und bis hin zu einer weitgehenden Einheitlichkeit der Warensortimente in den Shops (vgl. E. 3.1). Trotzdem musste gesamthaft davon ausgegangen werden, dass die Tankstellenbetreiber in eigenem Namen und auf eigene Gefahr hin handelten (vgl. E. 4.3).
4.7 Aus dem Ganzen ist zu schliessen, dass das hier zu beurteilende Gesch�ftsmodell wohl keine wirkliche Abh�ngigkeit der Agenten gegen�ber der Beschwerdef�hrerin zeigt, aber doch nicht dem g�ngigen Modell einer selbst�ndigen Erwerbst�tigkeit entspricht (vgl. oben E. 4.5). Das Modell ist sowohl von der rechtlichen Gestaltung als auch von der wirtschaftlichen Umsetzung her ein Zwischending, das auch in Bezug auf die Frage nach dem Vorliegen einer Betriebsst�tte Probleme aufwirft, wenngleich die Argumente gegen ein solches Nebensteuerdomizil im Sinne der bestehenden Praxis (mehr oder weniger deutlich) zu �berwiegen scheinen.
In die gleiche Richtung gehen Praktikabilit�ts�berlegungen. Solche �berlegungen sind namentlich im Bereich der interkantonalen Doppelbesteuerung statthaft und k�nnen sogar ausschlaggebend sein (vgl. im gleichen Sinne auch k�rzlich das Urteil 2C_312/2010 vom 11. M�rz 2011 E. 2.2 mit weiteren Hinweisen): In den Jahren 2000 und 2001 arbeitete die Beschwerdef�hrerin mit rund 1'000 Agenten bzw. Unteragenten zusammen, welche die Versicherungsprodukte vermittelten. Selbst wenn nur bei wenigen unter ihnen eine Betriebsst�tte anzunehmen w�re, k�nnte das schon zu einer �berm�ssigen Zersplitterung der Steuerhoheit f�hren, wie das vorrangig zu vermeiden ist (vgl. oben E. 4.1 in fine). Soweit ersichtlich hat der Kanton Solothurn als bisher einziger eine Agentur der Beschwerdef�hrerin als Betriebsst�tte qualifiziert, was zus�tzlich daf�r sprechen kann, dass eine solche Qualifikation sich nicht als �berzeugend erweist. Somit ist die Beschwerde auch f�r die Steuerperiode 2001 gutzuheissen.
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde somit gegen�ber dem Kanton Solothurn f�r 2000 und 2001 gutzuheissen, mit den entsprechenden Kosten- und Entsch�digungsfolgen f�r das bundesgerichtliche Verfahren (Art. 65 f. u. 68 BGG) sowie auf kantonaler Ebene. Gegen�ber den Kantonen Basel-Landschaft und Nidwalden ist die Beschwerde abzuweisen.
Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen den Kanton Solothurn wird gutgeheissen und das Urteil des Steuergerichts des Kantons Solothurn vom 29. M�rz 2010 aufgehoben. Die Sache wird zur Neuregelung der Kosten- und Entsch�digungsfolgen des kantonalen Verfahrens an das Steuergericht des Kantons Solothurn zur�ckgewiesen.
Die Beschwerden in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen die Kantone Basel-Landschaft und Nidwalden werden abgewiesen.
Die Gerichtskosten von Fr. 5'000.-- werden dem Kanton Solothurn auferlegt.
Der Kanton Solothurn hat der Beschwerdef�hrerin f�r das bundesgerichtliche Verfahren eine Parteientsch�digung von Fr. 5'000.-- auszurichten.
Dieses Urteil wird der Beschwerdef�hrerin, dem Steueramt des Kantons Solothurn, der Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft, dem Kantonalen Steueramt Nidwalden, dem Kantonalen Steuergericht Solothurn und der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung schriftlich mitgeteilt.