Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=VerfGH%20Rheinland-Pfalz&Datum=15.12.2014&Aktenzeichen=VGH%20O%2022/14
Timestamp: 2019-07-23 04:04:59
Document Index: 63798028

Matched Legal Cases: ['Art 21', 'Art 3', 'Art 3', '§ 15', '§ 17', '§ 24']

VerfGH Rheinland-Pfalz, 15.12.2014 - VGH O 22/14 - dejure.org
https://dejure.org/2014,42060
VerfGH Rheinland-Pfalz, 15.12.2014 - VGH O 22/14 (https://dejure.org/2014,42060)
VerfGH Rheinland-Pfalz, Entscheidung vom 15.12.2014 - VGH O 22/14 (https://dejure.org/2014,42060)
VerfGH Rheinland-Pfalz, Entscheidung vom 15. Dezember 2014 - VGH O 22/14 (https://dejure.org/2014,42060)
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Art 21 GG, Art 3 Abs 1 GG, Art 3 Abs 2 S 2 GG, § 15 Abs 4 KomWG RP, § 17 Abs 5 S 4 KomWG RP
Erstreckung des Grundsatzes der Chancengleichheit auf Verfälschungen des Parteienwettbewerbs durch unterschiedslos alle Parteien betreffende staatliche Einwirkungen; Verfassungsmäßigkeit der öffentlichen Bekanntmachung der von § 24 Abs. 5 Kommunalwahlgesetz (KWG ) vorgesehenen Informationen durch den Wahlleiter bis zum zwölften Tag vor der Wahl; Geltendmachung der Verletzung des verfassungsrechtlichen Status durch eine politische Partei i.R. eines kontradiktorischen Organkontrollantrags
Wahlvorschlägen - Piraten müssen Geschlechterangaben machen
Öffentliche Bekanntmachung der durch Kommunalwahlgesetz in Rheinland-Pfalz vorgesehenen Informationen verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden
Kommunalwahlgesetz verletzt Piratenpartei nicht in ihren Rechten - Politische Überzeugung befreit nicht von der Einhaltung gesetzlicher Vorgaben
NVwZ 2015, 735
Danach ist verfassungsrechtlich gefordert, dass die Rechtsordnung jedem Wahlbewerber grundsätzlich die gleichen Möglichkeiten in Wahlkampf und Wahlverfahren und damit eine gleiche Chance im Wettbewerb um die Wählerstimmen gewährleistet (vgl. VerfGH RP, Urteil vom 15. Dezember 2014 - VGH O 22/14 -, AS 43, 149 [165]; BVerfG, Beschluss vom 21. April 2009 - 2 BvC 2/06 -, BVerfGE 124, 1 [20]).
Eine unterschiedliche Behandlung ist danach nur in engen Grenzen und bei dem Vorliegen von Gründen mit hinreichend zwingendem Charakter zulässig (vgl. VerfGH RP, Urteil vom 15. Dezember 2014 - VGH O 22/14 -, AS 43, 149 [165]; BVerfG, Beschluss vom 21. April 2009 - 2 BvC 2/06 -, BVerfGE 124, 1 [20]; Urteil vom 9. November 2011 - 2 BvC 4/10 -, BVerfGE 129, 300 [320]; Urteil vom 31. Januar 2012 - 2 BvC 3/11 u.a. -, BVerfGE 130, 212 [227]; Urteil vom 26. Februar 2014 - 2 BvE 2/13 u.a. -, BVerfGE 135, 259 [285 f.] m.w.N.).