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Timestamp: 2020-01-26 17:02:18
Document Index: 46612797

Matched Legal Cases: ['§ 23', 'Art. 14', 'Art. 51', 'Art. 74', 'Art. 75', 'Art. 137']

1883 / 2 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger)
1883 / 2 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff
eisen, heißt seine S{wäche verewigen. Diesen eins Frei- Feits- und Selbsthülfe-Gedanken, die über kurz oder lang ihr Korrcktiv finden mußten, stellte sid der Reichskanzler mit der ganzen Gewalt seiner Persönlichkeit entgegen; und es ist zu hoffen, daß die Gegenströmung, die so erzeugt wurde, und sih über weite und wider- ftrebende Es e, ne das Denken und Thun des deutschen
es nit verloren wird. Î
— Die e E a TIRE resumirt ihre Betrachtungen über das Ja dahin: i:
e Deutschland den Deutschen! muß also der Wahlspruh für den Staat innerhalb des Ganges des deutshen Wirthschaftslebens sein ; eine nationale Arbeit, ein nationales Gewerbe hat er zu s{üßen gegen die drohende Konkurrenz des Auslandes, aber au (gegen die Gefahren, welche sich von innen her drohend gegen die gesunden Elemente dieses nationalen Wirthschaftsverkehrs geltend maben. Daß in dieser Beziehung eine Umkehr von falschen Bahnen \ich voUzieht und weiter vollzichen wird, ist cine erfreuliche Erscheinung, die \sih beim Rücblick auf das veraangene Jahr zeigt, und welche, darauf {eint man feft vertrauen zu können, eine Eigenart auch des kommenden Jahres bilden wird. Aber ‘diese Erscheinung ift nicht vereinzelt, fie bewegt sih im Rahmen einer großen, tief im Volksbewußtsein vor \sich gebenden Strömung der Abwendung von der eitlen Herrschaft der Phrase und der Huldi- gung für das Reih der Thatsachen und thatsäcblihen Verhältnisse. Bereits hat diese Strömung recht sichtbare Lücken ge- rissen auch in der noch vor Kurzem sich als so widerstandsfähig darstellenden Mauer des politishen Dok- trinariêèmus; die linfsliberalen Parteien haben zunä&| bei den Wahlen zum preußischen Abgeordnetenhause und ebenso die radikalen Elemente bei den Wablen zum württembergischen Landtage die veränderten Zeiten und die veränderte öffentlihe Meinung bitter erfahren müssen, und man hat alle Ursache, in diesen Wahlen eine
ewichtige Vorbedeutung auch für die Richtung, welhe demnächst die Reicbstagswahlen nehmen werden, zu erblicken. L :
— Der „Hamburger Correspondent“ veröffentlicht den Jahresbericht der hamburgischen Handelskammer für das Jahr 1882, erstattet in der Generalveisammlung E. E. Kaufmanns am 30, Dezember. Der Bericht beginnt, wie folgt : :
Das verflossene Iabr trägt in wirth\chaftliher Beziehung einen von dem Vorjahre wenig verschiedenen Charakter. In Deutschland wie in den anderen hauptsählich am Welthandel betheiligten Ländern hat der allmählihe Aufs{wung nach langem Darniederliegen weitere Fortschritte gemaht; bei gesteigerten Umsäßen herrshte im Allge- meinen ein reges gescäftliches Leben, doch wurde vielfah über die ge- drückten Preise geklagt, welhe für den Produzenten wie für den Kaufmann den Nußen auf das geringste Maß beschränken. Diese Verbältnisse machten sich auch hier geltend. Gerade von den für unseren Plaß wichtigen Importartikeln haben viele von dem be- reits zu Anfang des Jahres niedrigen Preisstande einen ferneren Rü- gang erfahren. Dieser für den Einzelnen wenig erfreulihen Erschei- nung steht aber die für den Plaß als solchen maßgebende Thatsache gegenüber, daß die Menge der Zufuhren sich erheblich gesteigert, und daß besonders die Ausfuhr wiederum eine starke Zunahme erfahren hat. Die Sciffsbewegung in unserem Hafen hat diejenige früherer Jahre um ein Bedeutendes übertroffen, und namentli haben die direkten Ver- bindungen mit überseeischen Ländern sich in erfreulicher Weise vermehrt. Es ist gewiß ein bemerkenswerthes Zeichen für die wachsende Bedeutung unseres Platzes, daß neuerdings mehrere englisde überseeische Dampferlinien ihn als Zwischenhafen aufsuben. Gleichzeitig weist unsere eigene Rhederei eine sehr günstige,Entwickelung auf; nachdem im vorigen Jahre der Raumgchalt unserer Dampferflotte einen Zu- wachs von fast 359% erfahren, haben auch in diesem Jahre sowohl unsere großen Linien, wie die Privatrhederei ihr Material sehr be- deutend vcrmehrt, so daß der Antheil unserer eigenen Rkederei an dem hiesigen Schiffsverkehr stetig zunimmt. :
Die Beobachtung dieser Entwickelung unseres Handels, die Steigerung der direkten Importe von übersceishen Ländern, die zu- nehmende Unabhängigkeit von der Vermittelung der westliden Hans delspläte, namentlich Englands, haben die Handelskammer zu der Veberzeugung geführt, daß au für eine weitere Ausdehnung die Be- dingungen vorhanden scien und daß dieselbe in weit stärkerem Maße als bisher stattfinden werde, wenn durch große zweckmäßige Anlagen neue Anregung und bisher niht vorhandene Erleichterungen geboten werden .. :
— Der „Leipziger Zeitung“ schreibt man aus Ru: dolstadt unterm 29. v. M.: S
In den leßten Wowen ist hier eine neue große Porzellanfabrik, welcbe 200 Arbeiter beschäftigt, eröffnet worden. Die Industrie hat sich in den leßten Jahren in unserer Stadt bedeutend gehoben.
Marineverordnungsblatt. Nr. 24, — Inhalt: Schiffs-
funktion8zulage. — Abwielungsbureaux. — Uebungsberichte. — Strafregister. — Naturalverpflegungsvergütung. — Verpflegungszu- \chuß. — Schnellzüge. — Personalveränderungen. — Benachrichti- ungen. s Teiiralbtattber Bav ervältuns Üx tis chttaeAi lies : Persoaalnahrichten. — Nichtamtliches: Entwurfss\kizze zum Bau eines naturhistorishen Museums auf dem Grundstück der ehemaligen Königlichen Eisengießerei in Berlin. — Der Bau der Arlbergbahn und des Arlbergtunnels. (Scbluß.) — Die Elbdurchstiche bei Hamburg. —- Von der internationalen Elektrizitätsausftellung îin München 1882. V. (S{luß.) — Temperaturbeobatungen im Gotthardtunnel. — Vermischtes : Friedri{s-Gymnasizm in Frankfurt a. D, — Mittel gegen Shwammbildung. — Bausteine des Cölner Domes. — Be- rathung von Maßnahmen zur Erhöhung der Sicerheit des Eisen- bahnubetricbes. — Ueber Sicherung und Versicherung gegen Deich- brüche. — Graphische Rektifikation von Kreisbögen und verwandte Aufgaben. — Konfturrenz um das Victor Emanuel-Denkmal in Rom. — Vergrößerung der Ecole des Beaux-Arts in Paris. — Holzpflaster in Paris, — Clektrishe Beleuhtung für pneumatische Fundirung. — Kaiausrüstung in Antwerpen. — Betonröhren für Wasserleitungen, — Meoslecnbauten für Floßfundirung.
Gemäß den Veröffentliwungen des Kaiserlichen Gesund- heits amts find in der 51, Jahreswoche von je 1000 Bewohnern auf den Jahreêdurch| nitt berechnet als gestorben gemeldet: in Berlin 21,9, in Breslau 26,1, in Königsberg 29,1, in Cöln 22,0, in Frankfurt a. M. 16,3, in Hannover 23,8, in Cassel 19,7, in Magdeburg 25,2, in Stettin 24,4, in Altona 30,4, in Straßburg 25,3, in Metz 31,2, in München 30,2, in Nürnberg 32,7, in Augsburg 25,6, in Dres- den 21,9, in Leipzig 21,0, in Stuttgart 15,9, in Braunschweig 19,4, in Karlsruhe 16,0, in Hamburg 21,4, in Wien 25,0, in Budapest 22,5, in Prag_ 29,3, in Triest 29,9, in Krakau 20,6, in Basel 18,7, in Brüssel 24,2, in Paris 27,9, in Amsterdam 26,3, in Kopen- hagen 23,5, in Stockholm 21,1, in Christiania 20,0, in St. Peters- burg 34,4, in Warschau 29,9, in Odessa 30,2, in Bukarest 30,7, in Rom 21,7, in Turin 26,9, in Madrid 40,8, in London 27,1, in Glas- ow 37,7, in Liverpool 40,1, in Dublin 38,1, in Edinbucg 21,3, in Mlerandrien (Egypten) 45,6. — Aus der Zeit vom 25. November bis 1. Dezember in New-York 23,5, in Philadelphia 21,7, in Chicago 184, in Cincinnati —, in St. Louis —, in San Franzisko 22,4, ia Kalkutta 22,4, in Bombay 26,6, in Madras 33,3.
Beim Beginn und in der ersten Hälfte der Berictswoche herrsch- ten an den deutsben Beobachtungsorten östlihe und südöstliche, in Karlsruhe nordöstlibe Windrichtungen, die am 20. an den Oft- stationen sowie in Berlin und München erst am 22. nah Süd-Süd- west, in München bis nach West umgingen und bis zum Schluß der Woche vorwiegend blieben. Die Temßeratur der Luft war cine mäßig hobe und lag nur in Konitz und München, in welchen Orten auch um Mitte der Woce strenges Frostwetter herrschte, unter der normalen. Bei meist nebligem Wetter erfolgten Niedershläge, zum
I , erst in den leßten Tagen der Woche, namentli in tit g T EE r
um die e rasch un é
e es allen Stationen, zeigte aber am Schluß der Woche wieder
um . T4 e Sterblibfeit hat M der Becidtwoißhe in B eilen grö- ßeren Städ ropas eder ab-, in den en en zugenom- Die allgemeine Sterblichkeitsverhältnißzahl für die he Städte sank auf 24,2 von 24,00 der Vorwoche (pro Mille u berechnet). Die Theilnahme des Säuglingsalters an der Sterblichkeit war wenig verminder. Von 10000 Lebenden starben, aufs Jahr berechnet, 73 Säuglinge gegen 74 der Vorwoche, in Berlin 71, -in München 95 gegen 70 bezw. 110 der Vo Unter den Todesursachen haben die weniger, nur Unterleibstyphen und Keuchhu| azxlaßt. Sterbefälle an berg, Nordhausen, Hamburg, im Haag, Nürnberg, Erfurt seltener. Apolda, Glauchau, Barmen, Elberfeld, St. Petersburg nahm die Zah] befi ab. — Diphtherie und Croup riefen in Danzig, Bromberg, Königs- München, Magdeburg, Neustadt-Magdeburg, o aS, Trieilo ea, Paris, St. Peters- burg, Warschau, Odessa zaählreihe Todesfälle , Lübeck, Breslau nimmt die Zahl der l en wurde in Nürnberg und Berlin häufig Todesveranlafsung. Sterbefälle an Unterleibtyphus waren in Königs- berg, Posen, Bromberg, Ascersleben, Liverpool, Paris und Alexandrien (Egypten) häufiger, in Eisleben seltener. — Sterbefälle an Flecktyphus famen aus Breélau 1, aus Wien 2, aus Madrid 4, aus St. Peteréburg 5 zur Anzeige. Darmkatarrhe und Brechdurhfälle der Kinder waren allge- mein, besonders in München, Berlin, Braunschweig | seltener. Leipzig kam 1 tödtlih endender Fall von Cholera nostras zur Mel- dung. — Sterbefälle an Ruhr wurden in Alexandrien etwas seltener. — Poen zeigten sch meist in beschränkter, nur in St. Petersburg, Madrid und Granada in größerer Zahl als Todesveranlassung. M fahe Todesfälle daran kamen aus Paris, London, Budapelt, Warschau, Wien, Brüssel, Rotterdam, — einzelne aus Breslau, Heilbronn und Prag zur Meldung. Im Regierungsbezirk Trier wurden Pockenerkrankungen mehrfach beobahtet. — Jn größerer Ausdehnung herrs{ten Pocken Ende November und Anfang Dezember in Baltimore und New-
Die sanitären Verhältnisse Berlins haben sich in der Berichts- Namentlih haben die Infektions- krankhciten Masern, Scharlach, Diphtherie, Unterleibstyphen weniger Erkrankungen an Masern zeigten sich am häufigsten auf dem Wedding, in der Rosenthaler Vorstadt und Das Swarlacbfieber, in vielen Fällen in Ver- bindung mit Diphtherie, herrscht vorzugsweise in den nördlichen und Stadttheilen i l C
Vorkommen gegen die Vorwoche cin wesentlich vermin- Erkrankungen an Unterleibetyphus, haben sehr abgenommen, wie auch Erkrankungen an Kindbettfieber, sowie an Intermittens wenig zur Beobachtung kamen. — Dagegen waren rosenartige Entzündungen des Zellgewebes der Haut nicht selten, auch Darmkatarrhe und Brechdurfälle der Kinder kamen häufig, wenn au nicht so oft wie in der Vorwoche zur Behandlung. — Erkrankungen an Keuchhusten sowie an entzünd- lihen Prozessen der Lungen- und Luftröhre waren zahlreich, Verlauf der letzteren aber vielfah gutartiger als in der Vorwoche. Ansehnlich gesteigert waren Erkrankungen an akutem Gelenkrheuma- rheumatische Muskelbeschwerden wohl zahlreich, aber nicht häufiger als in der Vorwoche zur ärztlichen Behandlung
Die Buchdruckerei 2c. von H. S. Hermann (Berlin, Beuth» straße 8) hat zum Jahreswechsel ihren Wand-Comtoirkalender wiederum erscheinen lassen, der die praktishe Einrichtunz hat, daß neben jedem Jahrestage ein freier 1 merkungen gelassen i, und daß der Kopf und der Fuß des Kalenders Notizen über Porti, Telegraphengebühren, Münzen, Maße, Messen, Märkte und andere dem Handelëstande wissenswerthe Verhältnisse Die Ausstattung des in vielfarbigem Dru sauber herge- stellten Kalenders entspricht allen Anforderungen. M Der Cours für die jeßt bier zahlbaren Desterrreichischen Silber-Coupons is auf 170 4 für 100 Fl. österr. Silber herabgeseßt worden. : L
Glasgow, 2. Januar. (W. T. B.) Die Verschiffungen in der vorigen Woche 9703
ohe Druck der
Süddeutschland. k jedoch vom
nfektionskrankheiten meist sten mehr Todesfälle ver- asern wurden in Danzig, München, Bam- “e ark E, in Bi Das arlabfieber herrschte in Plauen, i in Rostock, Berlin, Zahl der Sterbefälle
hütte, Dresden, Chemnit, Hamburg, Düsseldorf,
Wien, Königsberg, teren ab. — ‘Der Keuchhu
woche wieder günstiger gestaltet. Erkrankungen hervorgerufen.
im Stralauer Viertel.
nordöstlichen Königstadt , im Osten Berlins am häufigsten,
tismus, während
Raum zum Eintragen von Be-
von Roheisen betrugen i 9359 Tons in derselben Woche des vorigen Jahres. :
New-York, (W. T. B) Weizenverscchif- fungen der leßten Woche von den atlantischen Häfen der Ver- einigten Staaten na Großbritannien 83 009, do. nach Frank- rei 20 000, do. na anderen Häfen des Kontinents 55 000, do. von Kalifornien und Oregon nach Großbritannien 75 000, do. do. nach
do. do. nach anderen Häfen
Frankreich 4000, des Kontinents
3000 Qrtrs.
New-York, 2. Januar. B.) Der Dampfer „Helvetia“ von dec National -Dampfsc(iffs- Compagnie
(C. Messingscbe Linie) ist hier angekommen.
Berlin, 3. Januar 1883.
Zu Ehren des jüngst verstorbenen Kupferstehers, Professor Eduard Mandel hat die Direktion der Köntiaglihen National-Galerie im oberen Stockwerk des Galeriegebäudes eine Ausstellung seiner Ar- Mandels Werke finden sich in derselben von den ersten Anfängen an bis zum leßten Blatte, von welhem der Tod den Künstler abrief, der Madonna Sistina, in vortrefflihen Abdrücken zu Von einigen Hauptarbeiten find die verschiedenen während der Herstellung der Platte entstandenen Ueber jenem Stih der Madonna Sistina findet man außerdem zur Vergleichung Abdrücke der hervorragendsten Kupferstichreproduktionen desselben Werkes in unserem Jahrhundert : die Stiche von Andreas Müller, Deëénoyers, Steinla, Northeim und
beiten verarstaltet.
interessanter Uebersicht vereinigt. Probeabzüge ausgestellt.
Am Freitag, Abend 8 Uhr, findet im Wissenschaftlichen Centralverein (im Großen Saole des Magdeburger H Mohrenstr. 11/12) dec Vortrag des Hrn. Dr. Ed. Engel, H gebers des „Magazin für die Literatur des Auslandes“, über „Lord Byrons &ben und Werke* statt. zweite Hälfte der Serie von Einzelvorträgen, welhe an den ] von namhaften Gelehrten und Swriftstellern über interessante Themen der Kunst und Wissenschaft Dieselben sind für die Mitglieder des Wissenschaftliben Centralvereins frei (Aufnahme im Bureau, Cen- Abonnement für Nichtmitglieder auf sämmtliche 8 Vorträge 3 #, Einzelkarten zu 1 4 im Bureau und Abends an der Kasse, wo auch Prospekte gratis zu haben sind.
Mit diesem Bortrcage wird die
Freitag-Abenden bis Ende März
gehalten werden, eingeleitet. tralbucbhandlung).
Die beiden Kinderasyle des Berliner Krippenvereins find au während des leßten Quartals 1882 in recht erheblichem Maße von der betreffenden Arbeiterbevölkerung in Anspruch genommen Die Frequenz betrug in Krippe T (Anklamerstraße 39): Oktober 666, November 532, Dezember 583, Summa 1781 Kinder ; in Krippe 11 (Fruchtstraße 31): Oktober 517, November 447, De- zember 330, Summa 1294 Kinder; in beiden Krippen zusammen also 3075 Kinder, d. i. pro Tag (die Sonn- und Festtage abgerechnet) 41 Kinder, wovon 24 auf Krippe I, 17 auf Krippe 11 entfallen.
Der unter dem Protektorat Sr. Königlihen Hoheit des diesem
Srinzen Carl stehende Verein „Hektor “ wird auch in ahre eine Ausstellung von Rassehunden veranstalten. Als Lokal ist wieder Tivoli in Aus\iht çenommen.
Cöln, 2. Januar, Abends. (W. T. B.) Nach dem Pegelstand von heute Abend T} Uhr war der Rhein hier, in Coblenz und in Trier etwas gefallen, in Bingerbrück einige Centimeter gestiegen.
Cöln, 3. Januar, Morgens 8 Uhr 30 Minuten. E T. B.) Der Pegelstand is hier 8,73; das Wasser ist im Fallen; die Nat war stürmisch und regnerisch. Jn Coblenz zeigte der Pegel beute früh 7,89, in Bingerbrück 5,85, an beiden Orten war das Wasser im Steigen.
Cassel, 3. Januar, Vormittags. (W. T. B.) Die Fulda ist in Folge des anhaltenden Regens abermals stark gestiegen und über ihre Ufer getreten.
Karlsruhe, 2. Januar. (W. T. B.) Der Bahnverkehr ¿wischen Appenweier und Straßburg is heute Morgen wieder eröffnet worden ; der durhgehende Verkehr wird voraussihtlih zu Ende der Woche wieder aufgenommen werden. Der Bahnverkehr zwischen Mannheim und Ludwigshafen ist Eingetelit, da der Bahnhof Ludwigshafen theilweise übershwemmt ift. Die Rhein- däâmme bei Maxau und Mannheim werdèn fortdauernd bewacht; die meisten Dörfer der Rheinniederung befinden sih in Wassersnoth.
Mannheim, 2. Januar. (W. T. B.) Der Nechckar ift in ava guas auf 3,46, in Heidelberg auf 4,55 und hier auf 8,80 ge- iegen. j s Mannheim, 3. Januar, früh. (W. T. B.) Bei der Rükkehr von Oppau, wohin gestern Nachmittag von Sandhofen aus ein mit 15 Mann besetter großer Naben zur Ueberbringung von Lebens- mitteln abgegangen war, ist dieser Nahen an Bäume angestoßen und in Strudel gerathen und in nes dessen zershellt. Der Nahen war bei der Rückfchrt mit 40 Personen beseßt; nur 12 derselben sind
erettet. ;
G Mainz, 3. Januar, früh. (W. T. B.) Der Rhein ift unter heftigem Sturm und Regen auf 5,88 gestiegen. Das Schienengeleise zum Transport von Erdmassen behufs Aufführung eines Dammes wird bis zum Ludwigsbahnhof fortgeseßt; zum Pumpen werden Loko- motiven verwandt. — Die zu den Rettungsarbeiten kommandirten Pioniere dampfen heute Morgen nah Astheim ab. Das auswärts verbreitete Gerücht, wonach ein Dampfer mit 70 Pionieren auf der Fahrt nach Worms umgeschlagen sein soll, ist unbegründet.
Frankfurt a. M., 2. Januar, Vorm. 10 Uhr. (W. T. B.) Der Obermain und die Neben flüsse desselben sind in Folge des gestrigen anhaltenden Regenwetters wieder in langsamem Steigen. Hier war der Main, der gestern auf 5,00 zurückgegangen war, wieder auf 5,12 gestiegen, gegenwärtig ist derselbe mit 5,09 hier zum Stehen gekommen. i j :
Paris, 30. Dezember. (Köln. Ztg.) Die Seine, die noch immer im Steigen, ist jeßt 5,80 m hoh. Der Doubs hat großen Schaden angerichtet. In Besançon hat der Wasserstand eine bisher nie erreichte Höhe erlangt; der Verkehr über die Brücken ist verboten. Die Rhone hat große Verheerungen angerichtet. Vea ur bei Annccy konnten die Einwohner ihr Mobiliar nit retten; Pferde, Vieh und fast alle Häuser vershwanden in den Fluthen. Auch wird ein starkes Steigen der Saone gemeldet, die fast die Höhe von 1856 erreicht hat.
Preußisches Verwaltungs-Blatt. Nr. 11. — Inhalt: Zu §. 5 der Städteordnung vom 30. Mai 1853. Seslbstständigkeit zum Erwerb des Bürgerreht8; eigener Hausstand. — Heranziehung der Grund- und Gebäudesteuer zur e Ant ige — Ver- anlagung Minderjäbriger zur klassifizirten Einkommensteuer. — Schulgeldbeiträge (Schulgeld und Sculsteuer) der aus der Kirche ausgetretenen Schulinteressenten in der Provinz Hannover. — Polizei- liches Einschreiten gegen die Ortsarmenverbände. — Versagung (Ent- ziehung) des Jagdscheins in der Provinz Hannover, — Zur Auslegung des 8. 11 Abs. 2 und § 23 Abs. 2 Reichs-Unterstüßungswohnsißgeseßes. — Beitragspflicht zu den Krcisabgaben. Mehrbekastung einzelner Kreistheile ; Naturalleistungen, Klage auf Befreiung von einer einzelnen Kreisab- gabenleiftung. Prüfung der Gefeßlichkeit bestätigter Kreistagsbeschlüfsse. — Baufkonsens und Ansiedelungskonsens. Bau mit Baukonsens aber ohne Ansiedelurgskonfens. Polizeilide Verfügung und Verfahren betr. Verhinderung bezw. Wegschaffung der nicht genehmigten An- siedelung. Kassirung des ertheilten Baukonsenses. — Ertheilung von Gast- und Schankwirthschafts- 2c. Konzessionen an juristische Per- sonen, Aktiengesellshaften, Genossenschaften 2c. — Gast- oder Schank- wirthschafts - Konzessions8entziehung. Förderung der Völlerei. — Oeffentliher Weg (Bürgersteig) und Privateigenthum am Grund und Boden, polizeilidbe Verfügung dieserhalb. Zulässigkeit des Rechtsweges nah gemeinem Rechte im Falle eines von einer Polizei- behörde unter Ücberscbreitung der objektiven Grenzen ihrer Amts- befugnisse begangenen Eingriffes in das Privateigenthum. — Ent- eignungsrecht.
Beihcft zum Marineverordnungsblatt. Nr. 40. — In- halt: Auslieferung desertirter Schiffsmannschaften. Von F. Perels, Geh. Admiralitäts Rath, — Ueber die mit der Panzerung der Kriea8\iffe zusammenhängenden Arbeiten. Von A. Brix, Wirkl. Admiralitäts-Rath. — Entwurf zu einem national-deutshen Be- tonnungssystem. Von Darmer, Kapitän-Lieutenant, à la suite des See-Offiziercorps. (Mit erläuternden Tafeln.) — Nachrihten von S. M. Sciffen und Fahrzeugen im Auslande. — Literarische Be- nachri{tigungen. ;
Deutsche Landwirthschaftlihe Presse. Nr. 102. — Jn- halt: Berichte Über die gegenwärtigen bäuerlichen Besit- und Wohlstands- verhältnisse. — Feuilleton. Weihnacbtsplaudereien für Landwirths- frauen. — Die Viehzählung am 10. Januar 1883. — Anlage einer Brennerei. (Mit Abbildunaen.) — Personalien. — Literatur. — Miëécellen. — Rundschau. Sprechsaal. — Handel und Verkehr.
Mittheilungen der Großherzoglih hessisben Centralstelle für die Landesstatistik. Nr. 278. — Inhalt : Uebersicht über die im Großherzogthum Hessen im Jahr 1881 in entgeltlicher Pflege befindlich gewesenen Kinder unter sechs Jahren. — Sterblichkeitsverhältnisse Oktober 1882. — Meteorologische Beobachtungen zu Darmstadt Oktober 1882.
Deutsche Landwirthschaftlihe Presse. Nr. 103. — Inhalt: Zum Jahres\{luß. — Einiges über die Abschäßung der Gebäude. Vom Baurath F. Engel in Berlin. — Feuilleton: Eine Ziegenfatm in England. Von H. Bay. — Wirthschaftsplaudereien jür Landwirthschafstsfrauen. — Neueste Nachrichten über die Sand- wide. Von A. Jordan in Burg bei Magdeburg. — Die Cambridge- Walze. (Mit Abbildung.) Vszrtrag von F. Heine-Emersleben in der Versammlung des landreirths{@ftl. Vereins zu Pera, — Zu dem Artikel: „Untersuchungen über die im Ackerboden enthaltenen Unkrautsämereien“. Von Börner. — Correspondenzen. Berlin. — Personalien. — Fischerei. — Aus dem Rechtsgebiet. —. Miscellen. — Deutscher Reichstag und preußisher Landtag. — Rundschau. — Sprechsaal. — Handel und Verkehr.
Die Sparkasse. Nr. 21. — Inhalt: Zum neuen Jahre. — Zur Forensensteuer. — Zur Feuerversiherungsfrage in Bezichung auf den Hypothekar-Gläubiger. — Sparkassenwesen. — Geld-, . Bank- und Börsen-Nachrichten. — Versicherung?wesen. — Juristishes. — Gemeindewesen. — Verkehrswesen.
Revacteur: Riedel.
Verlag der Expedition (Kessel). DruXk: W. Elsner.
Fünf Beilagen (einshließliß Börsen-Beilage).
[Ins erate für den Deutschen Reihs- und Königl. Preuß. Staats-Anzeiger und das Central-Handels8- register nimmt an: die Königliche Expedition
des Deutschen Reihs-Anzeigers und Königlich Preußishen Staats-Auzeigers : Berlin 3W., Wilhelm-Straße Nr. 32.
3. Verkäafe, Verpachtungen, Submissionen ete. 4. Verloosung , Amortisation , Zinszahlung -
ESteckbriefe und Untersuchungs - Sachen.
ur Ergreifung des früheren Gerichtsdieners |. Rcidelt p. Bolkenhain ist der unter dem 23. De- zember 1882 hinier demselben erlafsene Steckbrief erledigt. Bolkenhain, den 31. Dezember 1882. Königliches Amtsgericht, 11. gez. Fock.
[50907 1) De Seiler Carl Ludwig August Kühne, am 16. März 1856 zu Letschin geboren, und da- selbst zuleßt wohnhaft, / 2) der Kneht Friedrid Wilhelm Schüß, am 26. Juni 1848 zu Genshmar geboren, zuleßt in Golzow wohnhaft, : j werden beschuldigt, in der Zeit von 1881 bis 12. November 1882 als beurlaubte Reservisten resp. als Wehrmänner der Landwehr ohne Erlaub- niß ausgewandert zu sein, Uebertretung gegen §. 360 Nr. 3 des Strafgeseßbuchs. Dieselben werden auf An- ordnung des Königlichen Amtsgerichts hierselbst auf den 16. März 1883, Vormittags 94 Uhr, vor das Königliche Schöffengericht zu Seelow zur Hauptverhandlung geladen. l Bei unentschuldigtem Ausbleiben werden dieselben auf Grund der nah §. 472 der Strafprozeßordnung von dem Königliben Bezirks-Kommando zu F furt a./O. ausgestellten Erklärungen verurtheilt
Seelow, den 27. November 1882, Niedermeyer, Gerichtsschreiber des Königlichen Amtsgerichts.
] Oeffentliche Zustellung. Die Chefrau des Taglöhners HeinriG Busch, Aloisia, geborene Kuhn, früher zu Duisburg, jeßt ) durh den Rechtsanwalt Scaub zu Duisburg, klagt gegen ihren Ehemann, dessen zeitiger Aufenthaltsort nicht bekannt ist, wegen Ehescheidung, mit dem Antrage: die unter Parteien bestehende Ehe mit allen lihen Wirkungen für geschieden und den etlagten für den allein {huldigen Theil zu
und ladet den Beklagten zur mündlihen Verhand- lung des Rechtsstreits vor die II. Civilkamméèr des Königlichen Landgerichts zu Duisburg auf den 25. April 1883, Vormittags 10 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Ge- richte zugelassenen Anwalt zu bestellen. Zum Zwede der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht. den 27. Dezember 1882. i: chner, Recbnungs-Rath. Gerichtsschreiber des Königlichen Landgerichts.
Oeffeutliche Zustellung. Die Arbeiterses Be D es G Scöndorf bei Bromberg,
geb. Goliß, zu vertreten durch den Rets- anwalt Halbe zu Bromberg, klagt gegen ihren Ebe- den Arbeiter Julius
iebih, frü Schöndorf, ebih, früher zu
: jeßt unbekannten Aufenthalts, böslihen Verlassens, groben liher Lebensart und Versagung des Unterhalts, mit ge, das zwischen den Parteien bestehende he zu trennen und den Beklagten für uldigen Theil zu erklären, und ladet gten zur mündlihen Verhandlung des mmer des Königlichen
il 1883, Vormittags 12 Uhr, orderung, einen bei dem gedachten ; zugelassenen Anwalt zu bestellen. Zum Zwecke der öffentlichen Auszug der Klage bekannt ge Bromberg, den 27. Dezember 1882. Die Gerichts|chreiberei-Abtheilung I. des Königlichen Landgerichts.
Oeffentliche Trier unter der stehende Nähmascinenhandl durh Rechtsanwalt Rbeinart d den Peter Endres, Schneider, früher in F jeut ohne kekannten Wohn- und Beklagten, wegen des Werthes einer Jahre 1881 geliehenen Nähmascine, auf Verurtheilung des Beklagten Werthes mit einhundert aht und insen zu 6% vom Klagetage und ladet den Beklagten zur ng des Rechtsstreits vor das cht zu Cöln, Abtheilung IV. auf r 1883, Vormittags 9 Uhr. öffentlichen Zustellung wird dieser bekannt gemacht. artenberg,
Königl. Amtsgerichts, Abth. 4.
Oeffentliche Zustellung. ann Moses Simon vertreten durch den Justizrath L
j ge den in unbekannter Abwese Heinrich Liepmann, als a Gebrüder Gutherz zu Eb 2, mit folgendem Antrage :
Antrag des Beklagten als alleinigen Handlung Gebrüder Gutherz zu
Verbrecben, unordent-
8 Subhasiationspatent,
den allein \{
reits vor die I. Civilka
Landgerichts zu Bromberg auf Verwalter im Konkurse des Kolon Franz Hermann
den 2. Apr S Hülsmann, geb. Stapelberz, zu Ueffeln 0 mobilien des Vollerbe Hülsmann Nr. 11 zu Ueffeln,
Zuftellung wird dieser | bestehend aus:
irma G. Neidlinger be- Klägerin, vertreten aselbst, klagt gegen
So emselben von der Klägerin im mit dem Antrag Zahlung dieses öwanzig Mark nebst Z ab und in die Kosten mündlichen Verhandlu Königliche Amtsgeri
Gerichtsschreiber des nebst den darauf errihteten Gebäuden, insbesondere
dem Wohnhause Nr. 11 zu Ueffeln, am
Der Kaufm u Schönfließ N./M.,
im Baal , i ö tfemüller bier, flagt | 1 mann'shen Wirthshause zu Ueffeln, öffent
lih meistbietend verkauft werden und zwar zunächst
im Einzel d : : nheit lebenden Kaufmann inzelnen und sodann im Ganzen
einiger Jnhaber der Firma
der Gerichts\chreiberei ci - S MOaE T De M erihts\chreiberei eingesehen oder gegen Erstat
tung der Schreibgebühr bezogen werden.
Eigenthums-, Näher-, lehnrectliche, fideilommissa- rishè, Pfand- und andere dingliche Rechte, insbeson-
erklären und demgemäß
zuerkennen, c. die Prozeßkosten dem Beklagten aufzuerlegen,
bestellen. Auszug der Klage bekannt gemacht.
Bodedck, Gerichtsschreiber des Königlichen Landgerichts I. X]I. Civilkammer.
[359] Oeffentliche Zustellung.
Amtsgericht zu Grünberg auf Donnerstag, den 15. März 1883, Vormittags 9 Uhr.
Auszug der Klage bekannt gemacht. Kohlheyer,
[368] Oeffeutliche Zustellung.
Antrage: huldigen Theil zu erklären, Königlichen Landgerichts zu Duisburg
Auszug der Klage bekannt gemacht. Duisburg, 19. Dezember 1882.
: Lehner, Rechnungs-Nath, Gerichtsschreiber des Königlichen Landgerichts.
Aufgebot und Ladung.
Auf Antrag des Gastwirths Hankers hierselbst, als [len folgende dem Gemeinschuldner gehörende Im-
1) Art. 14 Krtbl. 1 Parz. 5, 19, 33—37, 204/38, 205/38, 202/39, 203/39, 40—50, 200/51, 52, 53, 71—74, 77, 78, K&rtbl. 6 Parz. 81, 82, Krtbl. 8 Parz. 49, 50, Krtbl. 9 Parz. 64, Krtbl. 10 Parz. 5, 51, 82, 83, 84, des Flurbuch8s von Ueffeln, zum Gesammt- flächenbetrage von 33 ha 83 a 11 qm und einem Reinertrage von 146 M 88 5,
2) Art. 51 Krtbl. 3 Parz. 22—25, Krtbl. 8 Parz. 57, 58, 196 des Flurbuchs von Balkum, zum Gesamml!flächenbetrage von 7 ha 50 a 2 W und einem Reinertrage von 26 M
3) die Hälfte von Art. 74 Krtbl. 8 Parz. 151 des Flurbuchs von Balkum, groß 4 ha 79 a 92 qm und 5 4 64 S Reinertrag,
4) Art. 75 Krtbl. 5 Parz. 36 des Flurbuchs von Lintern, groß 5 ha 01 a 60 qm und 32 M
5) die Hälfte von Art. 137 Krtbl. 9 Parz. 23 des Flurbuchs von Ueffeln, groß 2 ha 23 a 48 qm und 87 S Reinertrag
Mittwoh, den 21. Februar 1883, Vormittags 104 Uhr,
Die Kaufbedingungen können 14 Tage vorher auf
lie, welhe an den bezeihneten Immobilien
Eberswalde d
Beschl 8 Kö Amtsgerichts I, t eschluß des Königlichen
dere au t Berlin, Abtheilung 4/11" ch Servituten und Realberechtigungen zu
haben vermeinen, werden aufgefordert, solche spâte-
: | Erste Beilage zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.
e | 5, Industrielle Etablissements, Fabriken 2. Snbhastationen, Aufgebote, Vorladungen
und Grosshandel. erschiedene Bekanntmachungen. 7, Literarische Anzeigen.
Inserate nehmen an: die Annoncen-Erpeditionen des „Zuvalidendauk“, Rudolf Mosse, Haasenstein & Vogler, G. L. Daube & Co., E. Schlotte, Büttuer & Winter, sowie alle übrigen größeren
vom 15, Februar 1881 in Sachen der Handlung Gebrüder Gutherz zu Eberswalde wider die Erben des Kaufmanns Sally Simon erfolgte Pfändung der Hälfte der dem Kläger und den Erben des Kaufmanns Sally Simon gegen den Zimmermann Kroll in Sommerfelde aus dem Vertrage vom 24. Juni 1879 zustehenden Kauf- gelderforderung von 2044 M für unzulässig zu
stens im obigen Termine anzumelden, widrigenfalls dieselben im Verhältniß zum neues Erwerber ver- loren gehen. „ Der Gemeinschuldner, dessen Aufenthalt unbekannt ift, wird dazu hiermit geladen. Fürstenau, den 21. Dezember 1882. Königliches Amtsgericht. Hoogklimmer.
b. den Beklagten zu verurtheilen, das Eigenthum des Klägers an der gepfändeten Forderung an- Arfg
Auf den Antrag des Nacwlaßpflegers,
Hermann Blumenthal aus Prinzenthal, werden die
unbekannten Rechtsnachfolger der am 19. Juli 1882
zu Prinzenthal verstorbenen unverehelihten Antonie
& ait aufgefordert, spätestens im Aufgcebots-
den 10. November 1883, Vormittags 10 Uhr, ihre Ansprüche und Rechte auf den etwa 82 M be- tragenden Nachlaß bei dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer Nr. 9 des Landgerichtsgebäudes, anzumelden, widrigenfalls der Nachlaß dem \sich meldenden und legitimirenden Erben, in Ermangelung dessen aber dem landesherrlichen Fiskus verabfolgt werden wird, und der sih später meldende Erbe alle Verfügungen des CErbschaftsbesißers anzuerkennen \chuldig, weder Rechnungslegung noch Ersaß der Nutungen, sondern nur Herausgabe des noch Vorhandenen wird fordern
Bromberg, den 21. Dezember 1882, Königliches Amtsgeriht. Abtheilung VI.
und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhand- lung des Rets\treits vor die elfte Civilkammer des Königlichen Landgerichts I. zu Berlin, Jüdenstr. 59, Zimmer 71, 2 Treppen, auf den 20. März 1883, Vormittags 10 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Gerichte zugelassenen Anwalt zu
Der Kaufmann Konrad Köhler zu Lich, vertreten durch Otto Wiczynski in Grünberg, klagt gegen den Schreiner Philipp Fatum von Saasen, derzeit un- bekannt wo abwesend, aus käuflicher Waarenlieferung mit dem Antrage auf kostenfällige Verurtheilung des Beklagten zur Zahlung von 102 A 50 H nebst 6 0/0 Zinsen von 100 Æ seit dem 1. Januar 1881 und vorläufige Vollstreckbarkeitserklärung des Urtheils und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhand- lung des Rechtsstreits vor das Großherzogl. Hessische
Todeserklärung. In Sadcen, betreffend das Aufgebot des verschol- lenen Uhrmacers Friedrich Wilhelm Karl s, Karl Heinri von Mengershausen aus Hildetheim behuf er heutigen öffentlichen j : C Königlichen Amtsgerichts ildesheim Abtheilung I1. folgendes Urtheil bebuf odeverklärung erlassen und verkündet.
Der bislang verschollene Uhrmacer Fricdrich Wilhelm Karl s. Karl Heinrich von Mengershausen aus Hildesheim wird damit auf Grund der 8, 9 und 10 des Geseßes über Todeserklärung verschol- Perfgnen vom 23. Mai 1848, nachdem der- selbe sich tn dem mittelst öffentlibcr Ladung vom 10. Dezember 1881 auf heute anberaumten Termine nicht gemeldet hat, auc von seinem Fortleben glaub- würdige Nachricht nit eingegangen ist, zufolge der in jener Ladung bei seiner Nihtmeldung ausge- sprohenen Rechtênattheile für todt erklärt und soll sein Vermögen, falls er sich nit innerhalb 90 ffentlihter Bekanntmachung, \pä-
Todeéerklärung, ift in der
[h Pülfs-Gerichts\reiber des Großherzogl. Amtsgerichts,
Die Ehefrau Savndformer Wilhelm Hermaun | Vollmering, Anna Christine, geb. Böddeling, zu Essen, vertreten durh den Rechtsanwalt Wester- mann zu Mülheim a. d. Ruhr, klagt gegen ibren abwesenden Ehemann wegen Chescheidung mit dem
das zwischen Parteien bestehende ehelihe Band
zu trennen und den Beklagten für den allein Taget na verö
testens bis zum 15. April 1883, Morgens 11 Uhr, sigen Gerichtslokale meldet, seinen näbsten b l Intestaterben, nah Absatz der Kosten, überwiesen werden. „Zugleich ergcht an die etwaigen, s bis heute nicht gemeldet habenden, Erb- und Nachfolge-Be- rechtigten des Verschollenen, die nochmalige Auffor- derung, ihre Ansprüe an das Vermögen desselben spätestens zum 15. hier anzumelden, widrigenfalls bei der | 1g des Vermögens des Verscbollenen auf sie keine Rücksicht genommen werden foll. Hildesheim, den 27. Dezember 1882. Königliches Amtsgericht. 11 -
und ladet den Beklagten zur mündlien Verhandlung des Rechtsstreits vor die Il. Civilkammer des
auf den 25. April 1883, Vormittags 10 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Ge-
April 1883,
Namen des Königs !
urtheil des hiesigen Gerichts vom 20. Dezember 1882 sind die Hypothekenurkunden : a. über 233 Thlr. 10 Sgr. mit 5% verzinsliches Muttererbtheil, eingetragen auf Grund der Ver- bandlung vom 20. Januar 1819 in Abtheilung Il. Nr. 1 des dem Eduard Schwanke gehörigen Grundstücks Jaracz-Mübhle für den Samuel Gustav Schwanke, subingrossirt auf dessen Cessionar, den Restaurateur Wilhelm Wedel zu Posen, gebildet aus der unterm 27. September 1819 beftätigten gerihtlihen Verhandlung vom
— 7. Mai 1819, dem Eintragungsvermerk
gnitions\chein vom 10. Iuli 1820 m Abzweigungsvermerk und dem kÉtober 1832, sowie
m Durch Auë\cluß
und dem Reco beiw. aus de Recognitions\chein vom 31. der Cession vom 19, Juni 1833 und dem Sub- ingrossationsvermerk vom 15. Oktober 1833;
-+ über 1421 MÆ 18 » mit 50/6 verzinslibe Dar- lehnsforderung für die Geschwister Goßhlich und
a, für den Bernhardt Constantin Gohlich
mit 784 M 52 »,
g. für die Bertha Gohlib mit 636 (66 », eingetragen in Abtheilung II1. Nr. 10 des dem Carl Prescher zu Pietrowo gchörigen Grund- stücks Kischewo Nr. 7, übertragen bei der Par- zellirung in Abtheilung III. Nr. 1e. des dem ger gehörigen Grundstücks Nr. 75, m Hypothekenbriefe vom 3. Juli Ian und der Schuldurkunde vom 13. Juni
. Über 104 Thlr. Erbgelder, verzin nebst Einziehungskosten Großjährigkeit oder fr Grund der Verpflichtu
in dem Theilungsvertrage vom
Neumann Saen gebildet aus de
sTih zu 5 % i, zahlbar bei erreihter üheren Verheirathung auf ng des Martin Napierata 9, August 1852 7. März 1853
und der Genehmigung vom 1. Februar 1853
eingetragen für den Stanislaus Napierala in Abtheilung III. Nr. 1 des dem Ferdinand Mar- ga Troplleg gehörigen A mgt ar wid Zukowo r. , gevildet aus dem Erbrezeße v __9. August 1852 S E 92. Dezember 1852 - der obervormundschaft- lien Bestätigung vom 1. Februar 1853, dem
Eintragungsvermerk sowie dem Hyvotheke du. auêzuge vom 18. Mai 1853 Hypothekenbuch
Obornik, den 20. Dezember 1882, Königliches Amtsgericht.
[283] Bekanntmachung.
Auf den Antrag des Eigenthümers Stanislaus
Konieczny zu Dakowy mokre , vertreten- durch den Rechtéanwalt Brühl hterselbst, erkennt das König- lide Amtszeriht zu Gräß dur den Amtsrichter Maske, am 19. Dezember 1882, für Ret :
das Instrument über den auf dem Grundstücke Bakowy suche Nr. 29 in Abtheilung 111. unter Nr. 2 für die Geschwister Martin und Rosalie Konieczny noch haftenden Erbtheile von je 50 Thalern, nebst 5% Zinsen seit dem 29. Sep- tember 1540, wird für kraftlos erklärt. Gräy, den 26. Dezember 1882, Königliches Amtsgericht.
[384] Bekanntmachung.
Durch Urtheil der I. Civilkammer des Königlichen
Landgerichts zu Elberfeld vom 29. November 1882 ist die zwischen den Eheleuten Kaufmann Joseph Lucas zu Elberfeld und der Josephine, geb. Lucas, da- selbst, bisher bestandene geseßliche ehelibe Güter- gemeinschaft mit Wirkung vom Tage der Klage- zustellung, dem 18, August 1882, für aufgelöst er- klärt worden.
Durch Urtheil vom 19. d. Mets. ist die Hypo-
thekenurkunde vom 17. September 1845 über 360 Thlr. Kaution für Justiz-Rath Carl Henrici zu
Nicheim, eingetragen im dortigen Grundbude Band 13 Blatt 666 Abth. 11. Nr. 6 zufolge Bor fügung vom 6. Februar 1846 für kraftlos erklärt.
Nieheim, au 19. Dezember 1882. Königliches Amtsgericht.
In Sawen des Oekonomen, früheren Gemeinde-
vorstehers Christoph Wiemann aus Gliesmarode, Klägers, wider den Büreauboten Heinrih Böttger hierfelbst, Beklagten, wegen Forderung, wird, nab- dem auf Antrag des Klägers die Beschlagnahme des dem Beklagten gehörigen, an der Mauernsftraße Nr. 1771 hierselb belegenen Hauses und Hofes nebst Br zum Zwedcke der Zwangsversteigerung aub die Ent Beschluss
au die Eintragung dieses Beschlusses im Grund- bub am 22. def. Mts. erfolgt ist, Termin zur Zwangsversteigerung auf
eshluß vom 21. Dezember 1882 verfügt,
den 6. April 1883, Morgens 10 Uhr,
vor Herzoglichem Amtsgerichte, Zimmer Nr. 37, hier- selbst angeseßt, in welchem die Hypothekgläubiger die ypothekenbriefe zu überreichen haben.
Braunschweig, den 27. Dezember 1882, Herzoglihes Amtsgericht. VIIT. v. Praun.
[280 Gesehen Amtsgericht Lauenstein, den 17. Oktober 1882, in öffentlicher Sitzung.
Gegenwärtig: Amtsgerichtsrath Hasenbalg, als Richter,
Sekretär Freese, als Gerichtsschreiber.
der Königliben Finanz-Direktion, Abiheilung für Forsten, in Hannover, Provocantin,
unbestimmte Gegner, Provocaten,
wegen Anmeldung von Ansprüchen und Recbten,
erschien für „die Provocantin der Schreiber Ebeling aus Lauenstein, in Vertretung des Oberförsters Car- ganico in Weenzen 2c.
s gendes Aus\{luß-Urtheil erlaffen und ver- ündet:
Alle Diejenigen „ welhe im Aufgebote vom 23. August 1882 näher bezeichnete Ansprüche und Rechte bislang und im heutigen Termine nicht an- meldet haben, werden angedrohetermaßen damit im erhältnisse zu der neuen Erwerberin des im Auf- gebote bezeihneten Grundstücks ausgeschlossen und werden diese Ansprüche und Rechte für verloren ge- gangen erkannt.
Beglaubigt : j. Hasenbalg. Freese.
ge Ausgefertigt am R ns at 1882, reese, Gerihts\chreiber des Königlichen Amtsgerichts.