Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=WRP%202013,%20767
Timestamp: 2018-06-19 14:20:29
Document Index: 114158204

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 339', '§ 7', '§ 305', '§ 305', '§ 339', '§ 657', '§ 661', '§ 305', '§ 307', '§ 7', '§ 305', '§ 305', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 7', 'BGH', 'BGH', '§ 133', 'BGH', '§ 305', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 7', 'Art. 13', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 133', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'EuG', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 305', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 4', 'BGH', '§ 305', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 25.10.2012 - I ZR 169/10 - dejure.org
§§ 339, 305 BGB; § 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG
§ 305 BGB, §§ 305 ff BGB, § 339 BGB, § 657 BGB, § 661 BGB
Wettbewerbswidrige Telefonwerbung: AGB-Kontrolle der Wirksamkeit der vorformulierten Einwilligung von Verbrauchern in Werbeanrufe im Rahmen von Gewinnspielen - Einwilligung in Werbeanrufe II
Zur Einwilligung in Werbeanrufe im Rahmen von Gewinnspielen
Wettbewerb, unlauterer - Werbeanruf
Anwendbarkeit der AGB-Vorschriften auf von Veranstaltern vorformulierte Erklärungen im Rahmen einer Gewinnspielteilnahme von Verbrauchern
Inhaltskontrolle von vorformulierten Einverständniserklärungen mit Werbeanrufen ("Einwilligung in Werbeanrufe II")
Zur Wirksamkeit einer Einwilligung in Werbeanrufe
Einwilligung in Werbeanrufe II - Opt-In auch durch AGB möglich
BGB §§ 305 ff.
Unlauterer Wettbewerb - Werbeanrufe: Wann ist die Einwilligung wirksam?
Einwilligung in Werbeanrufe auch in AGB möglich
Voraussetzungen einer wirksamen Einwilligung in Werbeanrufe
Einwilligung in Werbeanrufe: strenge Anforderungen
Einwilligung in Werbeanrufe im Rahmen von Gewinsspielen muss deutlich auf die Werbemaßnahmen hinweisen und die Unternehmen bezeichnen
Einwilligung in Werbeanrufe über AGB ist möglich
Wann ist Telefonwerbung zulässig? Hohe Anforderungen an Werbetreibende
Die Voraussetzungen für die Einwilligung zu Werbeanrufen
Anforderungen an Einwilligungserklärung in Werbeanrufe im Rahmen eines Gewinnspiels
Zur Einwilligung in Werbeanrufe
Auf vorformulierte Einwilligungserklärungen bei Gewinnspielen ist AGB-Recht anwendbar
Telefonwerbung / wirksames Einverständnis zu Werbeanrufen in AGB?
Handel mit Telefonnummern zu Werbezwecken unterbunden
Einwilligungserklärung bei Gewinnspiel AGB-Kontrolle zugänglich
Einwilligung in Werbeanrufe
Einwilligung in Werbeanrufe: Strenge Anforderungen gestellt
Voraussetzungen für wirksame Einwilligung in Werbeanrufe
Einwilligung in Werbeanrufe im Kleingedruckten möglich - aber hohe Anforderungen
Formularmäßiges Einverständnis zu Werbeanrufen bei Unbestimmtheit der werbenden Anrufer und der zu bewerbenden Produkte unwirksam - Unangemessene Benachteiligung im Sinne von § 307 Abs. 1 BGB liegt vor
UWG § 7 Abs. 2 Nr. 2; BGB §§ 305 ff.
Kurznachricht zu "Die Einwilligung in Werbeanrufe" von RA Prof. Dr. Stefan Ernst, original erschienen in: NJW 2013, 2637 - 2639.
LG Berlin, 01.09.2009 - 15 O 290/08
KG, 31.08.2010 - 5 U 120/09
NJW 2013, 2683
ZIP 2013, 938
GRUR 2013, 531
VersR 2013, 1532
MMR 2013, 380
MIR 2013, Dok. 023
BB 2013, 961
DB 2013, 1170
K&R 2013, 401
afp 2013, 238
WRP 2013, 767
Eine vorformulierte Einwilligungserklärung ist an den §§ 305 ff. BGB zu messen (Fortführung von BGH, Urteil vom 25. Oktober 2012, I ZR 169/10, GRUR 2013, 531).
Grundsätzlich kann die Einwilligungserklärung auch in Allgemeinen Geschäftsbedingungen wirksam erteilt werden (vgl. nur BGH, Urteil vom 25. Oktober 2012 - I ZR 169/10, GRUR 2013, 531 Rn. 21).
Die Einwilligung erfolgt für den konkreten Fall, wenn klar ist, welche Produkte oder Dienstleistungen welcher Unternehmen sie konkret erfasst (vgl. BGH, Urteil vom 25. Oktober 2012 - I ZR 169/10, GRUR 2013, 531 Rn. 23, 24 mwN; vgl. zu § 7 Abs. 2 Nr. 2 Fall 1 UWG BGH…, Urteil vom 18. Juli 2012 - VIII ZR 337/11, NJW 2013, 291 Rn. 57 zu Werbeanrufen).
a) Die Auslegung individueller Vertragsstrafevereinbarungen ist in der Revisionsinstanz nur daraufhin nachzuprüfen, ob gesetzliche Auslegungsregeln, anerkannte Auslegungsgrundsätze, Denkgesetze, Erfahrungssätze oder Verfahrensvorschriften verletzt sind (vgl. BGH…, Urteil vom 17. Juli 2008 - I ZR 168/05, GRUR 2009, 181 Rn. 29 = WRP 2009, 182 - Kinderwärmekissen, mwN; Urteil vom 25. Oktober 2012 - I ZR 169/10, GRUR 2013, 531 Rn. 31 = WRP 2013, 767 - Einwilligung in Werbeanrufe II).
Maßgebend ist demnach der wirkliche Wille der Vertragsparteien (§§ 133, 157 BGB), bei dessen Ermittlung neben dem Erklärungswortlaut die beiderseits bekannten Umstände wie insbesondere die Art und Weise des Zustandekommens und der Zweck der Vereinbarung sowie die Interessenlage der Parteien heranzuziehen sind (…vgl. BGH, GRUR 2009, 181 Rn. 32 - Kinderwärmekissen, mwN; GRUR 2013, 531 Rn. 32 - Einwilligung in Werbeanrufe II).
Mit Rücksicht auf ihren Schutzzweck sind die §§ 305 ff BGB auch auf eine vom Verwender vorformulierte einseitige Erklärung des anderen Teils anzuwenden, jedenfalls wenn diese - wie hier - im Zusammenhang mit einer Sonderverbindung steht (z.B. BGH, Urteile vom 25. Oktober 2012 - I ZR 169/10, NJW 2013, 2683 Rn. 18 ff …und vom 16. Juli 2008 - VIII ZR 348/06, BGHZ 177, 253 Rn. 18).
Entscheidend ist, dass in diesem Fall der Verwender bei der vom Kunden abzugebenden Erklärung die rechtsgeschäftliche Gestaltungsfreiheit für sich ebenso in Anspruch nimmt wie bei der Vorformulierung eines Vertragstextes, und dass der Kunde nur darauf, ob er die Erklärung abgeben will, nicht aber auf ihren Inhalt Einfluss hat (vgl. BGH, Urteile vom 25. Oktober 2012, aaO Rn. 19 …und vom 27. Januar 2000, aaO).
Es ist dabei nicht grundsätzlich unzulässig, dass Einwilligungserklärungen in Werbung in Allgemeinen Geschäftsbedingungen enthalten sind (…vgl. BGH, Urteile vom 14. März 2017 - VI ZR 721/15, NJW 2017, 2119 Rn. 21; vom 25. Oktober 2012 - I ZR 169/10, NJW 2013, 2683 Rn. 21 …und vom 16. Juli 2008 - VIII ZR 348/06, BGHZ 177, 253 Rn. 15, 18).
Da § 7 Abs. 2 Nr. 2 und 3 UWG die Bestimmung des Art. 13 der Richtlinie 2002/58/EG umsetzen, ist der Begriff der Einwilligung richtlinienkonform auszulegen (BGH, Urteil vom 25. Oktober 2012 - I ZR 169/10, NJW 2013, 2683 Rn. 23 für Werbeanrufe und BGH, Urteile vom 14. März 2017 - VI ZR 721/15, NJW 2017, 2119 Rn. 24 …und vom 16. Juli 2008 - VIII ZR 348/06, BGHZ 177, 253 Rn. 28 für Werbung mit E-Mail und SMS).
Eine Einwilligung wird in Kenntnis der Sachlage erteilt, wenn der Verbraucher weiß, dass seine Erklärung ein Einverständnis darstellt und worauf sie sich bezieht (…BGH, Urteile vom 14. März 2017 - VI ZR 721/15, NJW 2017, 2119 Rn. 24 und vom 25. Oktober 2012 - I ZR 169/10, NJW 2013, 2683 Rn. 24).
Dabei ist der wirkliche Wille der Vertragsparteien maßgebend (§§ 133, 157 BGB), bei dessen Ermittlung neben dem Inhalt der Vertragserklärungen insbesondere die beiderseits bekannten Umstände, der Zweck der Vereinbarung, die Art und Weise ihres Zustandekommens, die wettbewerbsrechtlich relevante Beziehung zwischen den Vertragspartnern und deren Interessenlage zu berücksichtigen sind (BGHZ 146, 318, 322 - Trainingsvertrag;… BGH, GRUR 2009, 181 Rn. 32 - Kinderwärmekissen; BGH, Urteil vom 25. Oktober 2012 - I ZR 169/10, GRUR 2013, 531 Rn. 32 = WRP 2013, 767 - Einwilligung in Werbeanrufe;… BGH, GRUR 2015, 258 Rn. 57 - CT-Paradies).
Vorabentscheidungsersuchen an den EuGH zur Auslegung der Datenschutzrichtlinie …
Einwilligungsklauseln, die so gestaltet sind, dass der Kunde tätig werden und ein Kästchen ankreuzen muss, wenn er seine Einwilligung nicht erteilen will ("Opt-out"-Erklärung), entsprechen danach nicht dem Begriff der Einwilligung im Sinne der Richtlinie 2002/58/EG (…BGHZ 177, 253 Rn. 27; vgl. auch BGH…, Beschluss vom 14. April 2011 - I ZR 38/10, MMR 2011, 458 Rn. 8; Urteil vom 25. Oktober 2012 - I ZR 169/10, GRUR 2013, 531 Rn. 21 = WRP 2013, 767 - Einwilligung in Werbeanrufe II).
Durch die Teilnahme an einem Gewinnspiel kann zwar ein rechtsgeschäftsähnliches Schuldverhältnis begründet werden (vgl. BGH, Urteil vom 25. Oktober 2012 - I ZR 169/10, GRUR 2013, 531 Rn. 20 = WRP 2013, 767 - Einwilligung in Werbeanrufe II).
Wirksamkeit der im Rahmen eines Gewinnspiels im Internet eingeholten Einwilligung …
Die von der Beklagten vorformulierte und im Zusammenhang mit der Teilnahme an dem von ihr veranstalteten Gewinnspiel verwendete Erklärung zur Einwilligung in (u. a.) telefonische Werbung stellt eine allgemeine Geschäftsbedingung im Sinne von § 305 I 1 BGB dar; dies gilt unabhängig davon, ob die Abgabe dieser Einwilligungserklärung Voraussetzung für die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist oder als solche erscheint (vgl. BGH GRUR 2013, 531 [BGH 25.10.2012 - I ZR 169/10] - Einwilligung in Werbeanrufe II, juris-Tz. 20).
Die Einwilligung muss allerdings ebenfalls für den konkreten Fall und in Kenntnis der Sachlage erteilt werden (BGH, Urt. v. 25.10.2012, I ZR 169/10, juris Rn. 24;… OLG Hamburg, Urt. v. 4.3.2009, 5 U 260/08;… Plath, BDSG, 2. A. 2016, § 4a BDSG, Rn. 63).
Insbesondere muss klar sein, welche Produkte oder Dienstleistungen welcher Unternehmen sie konkret erfasst (BGH, Urt. v. 25.10.2012, I ZR 169/10, juris Rn. 24).
OLG Köln, 02.06.2017 - 6 U 182/16
Wirksamkeit einer vorformulierten Einwilligungserklärung betreffend die …
Jedoch sind die §§ 305 ff. BGB mit Rücksicht auf ihren Schutzzweck auf eine vorformulierte und vom Verwender vorgegebene Einwilligungserklärung für Werbeanrufe anwendbar, wenn sie im Zusammenhang mit einer Sonderverbindung steht (BGH GRUR 2013, 531 Rn. 19 f. - Einwilligung in Werbeanrufe II), was vorliegend bei einer Einwilligung im Zusammenhang mit einer kostenpflichtigen Bestellung eines Produkts der Beklagten (Anlage K1, Bl. 7 ff.) ohne Weiteres zu bejahen ist.
Die Einwilligung setzt eine Willensbekundung voraus, die ohne Zwang für den konkreten Fall und in Kenntnis der Sachlage erfolgt (BGH GRUR 2013, 531 Rn. 23 - Einwilligung in Werbeanrufe II;… Senat, WRP 2013, 659 Rn. 15).
"Für den konkreten Fall" wird eine Einwilligung erteilt, wenn sich aus ihr klar ergibt, welche einzelnen Werbemaßnahmen welcher Unternehmen davon erfasst werden (BGH GRUR 2013, 531 Rn. 24 - Einwilligung in Werbeanrufe II).
OLG Frankfurt, 28.07.2016 - 6 U 93/15
Anforderungen an die Einwilligungserklärung in Telefon- und E-Mail-Werbung
OLG Dresden, 20.06.2017 - 14 U 50/17
Umfang wettbewerbsrechtlicher Unterlassungsansprüche wegen unverlangt zugesandter …
SG Düsseldorf, 08.09.2016 - S 27 KR 629/16
Unzulässige Mitgliederwerbung - BKK muss Vertragsstrafe an AOK zahlen
LG Düsseldorf, 20.12.2013 - 33 O 95/13
Sittenwidrigkeit von Verträgen im Adresshandel
Grenzen der Verantwortlichkeit des vertraglichen Unterlassungsschuldners für die …
LG Konstanz, 19.02.2016 - 9 O 37/15
Gewinnspielteilnahme mit gleichzeitiger Einwilligung in Telefon- und …
LSG Sachsen, 20.10.2016 - L 3 AL 127/14
Arbeitslosengeld; Anrechnung eines Anwesenheitsbonus; Anspruch wegen Beendigung …
OLG Koblenz, 06.08.2014 - 9 U 194/14
Kein Wettbewerbsverstoß bei Verwendung unterschiedlicher Rundstempel durch einen …
LG Düsseldorf, 18.09.2014 - 37 O 39/14
Versendung von Emails an Kunden ohne Bestätigung der Registrierung als …