Source: https://www.markt-lam.de/gemeindeverwaltung/bekanntmachungen/
Timestamp: 2019-08-21 09:50:42
Document Index: 215533586

Matched Legal Cases: ['§ 196', '§ 8', '§ 51', 'Art. 31', 'Art. 69', 'Art. 72', 'Art. 69', 'Art. 73', 'Art. 73']

Vollzug des § 196 Baugesetzbuch (BauGB) und der Gutachterausschussverordnung (BayGaV);
Veröffentlichung der Bodenrichtwerte zum Stichtag 31.12.2018
Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Bereich des Landkreises Cham hat die Bodenrichtwerte zum Stichtag 31.12.2018 ermittelt.
Die Bodenrichtwerte und die Vorbemerkungen zur Bodenrichtwertkarte können in der Zeit von 26.08.2019 bis 25.09.2019 im Rathaus des Marktes Lam, Schulweg 4, 93462 Lam, Zimmer 102, während der allgemeinen Dienststunden eingesehen werden.
Auf das Recht, von der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses für Grundstückswerte beim Landratsamt Cham (gutachterausschuss@lra.landkreis-cham.de, Tel. 09971/78-377) Auskünfte über die Bodenrichtwerte zu verlangen, wird hingewiesen. Die Bestellung über eine Web-Anwendung ist unter www.landkreis-cham.de/service-beratung/gutachterausschuss/ möglich.
Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass zur Erteilung von Auskünften über die Bodenrichtwerte für den Bereich des Landkreises Cham ausschließlich die Geschäftsstelle des Gutachterausschusses am Landratsamt Cham zuständig ist. Die Auskünfte über die Bodenrichtwerte sind nach dem Kostengesetz in Verbindung mit dem Kostenverzeichnis zum Kostengesetz gebührenpflichtig.
Lam, 13.08.2019
Markt Lam:
Am 26. Mai 2019 findet in der Bundesrepublik Deutschland die Wahl zum Europäischen Parlamentstatt. Die Wahl dauert von 8 bis 18 Uhr.
Die Gemeinde bildet einen Wahlbezirk. Der Wahlraum befindet sich im
Rathaus des Marktes Lam, Schulweg 4, 93462 Lam, 2. Obergeschoss, Saal "Arber"
Der Wahlraum ist barrierefrei.
Der Briefwahlvorstand tritt zur Ermittlung des Briefwahlergebnisses um 16:30 Uhr im
Rathaus des Marktes Lam, Schulweg 4, 93462 Lam, 2. Obergeschoss, Saal "Osser"
Wer durch Briefwahl wählen will, muss sich von der Gemeinde (Verwaltungsgemeinschaft) einen Wahlschein, einen amtlichen Stimmzettel, einen amtlichen Stimmzettelumschlag sowie einen amtlichen Wahlbriefumschlag beschaffen und seinen Wahlbrief mit dem Stimmzettel (im verschlossenen Stimmzettelumschlag) und dem unterschriebenen Wahlschein so rechtzeitig der auf dem Wahlbriefumschlag angegebenen Stelle zuleiten, dass er dort spätestens am Wahltag bis 18 Uhr eingeht. Der Wahlbrief kann auch bei der angegebenen Stelle abgegeben werden.
Lam, 10.05.2019
veröffentlicht: 13.05.2019 Amb.
Bekanntmachung Wasserschutzgebiet Engelshütt;
Wasserrechtliche Erlaubnis zur Grundwassernutzung und Festsetzung eines Wasserschutzgebietes
Der Markt Lam hat beim Landratsamt Cham als zuständiger Wasserrechtsbehörde für das Zutagefördern und Ableiten von Grundwasser für die öffentliche Trink-, Brauch- und Löschwasserversorgung die Erteilung einer wasserrechtlichen Bewilligung gem. § 8 WHG sowie für den Einzugsbereich der Quellen die Festsetzung eines Wasserschutzgebietes nach § 51 Abs. 1 WHG, Art. 31 Abs. 2 BayWG beantragt.
Das Vorhaben dient zur langfristigen Sicherstellung der Wasserversorgung der Ortschaften Engelshütt, Frahels und Buchetbühl. Es ist beantragt, aus den 3 Quellen bis zu max. 4,4 l/s, dem Tiefbrunnen 1,0 l/s, insgesamt maximal 250 m3/d und bis zu max. 40.000 m³/a Grundwasser abzuleiten bzw. zutage zu fördern.
Lage und Bezeichnung der Quellen bzw. des Tiefbrunnens
Quelle Absetz: Fl.Nr. 195 Gemarkung Engelshütt
Quelle Fischl: Fl.Nr. 202 Gemarkung Engelshütt
Quelle Buchetbühl: Fl.Nr. 202 Gemarkung Engelshütt
Tiefbrunnen: Fl.Nr. 195 Gemarkung Engelshütt
Das wasserrechtliche Unternehmen wird hiermit gemäß Art. 69, 73 Abs. 3 Bayer. Wassergesetz i. V. m. Art. 72, 73 Abs. 2 bis 8 Bayer. Verwaltungsverfahrensgesetz amtlich bekannt gemacht.
Die Fassung der Quellen entspricht den allgemein anerkannten Regeln der Technik.
Bei dem zu beurteilenden Quellwasser handelt es sich um Grundwasser des Kristallin, d.h. es handelt sich um ein mineralarmes, vor allem kalkarmes und daher relativ weiches Wasser.
Untersuchungen zur chemischen und mikrobiologischen Beschaffenheit des Trinkwassers liegen aus den Jahren 2013 und 2014 vor, sowie ein Untersuchungsbericht vom 05.02.2015 des Labors Kneißler in Burglengenfeld. Bei dem Grundwasser handelt es sich um ein schwach mineralisiertes Wasser, das die Armut an löslichen Stoffen im Gestein widerspiegelt. Das Wasser ist schwach sauer und weich (4-8‘tl). Die festgestellten Sauerstoffgehalte um 8 mg/l O2 deuten darauf hin, dass es sich um oberflächennahe Wässer handelt. Die Gehalte der angeführten Alkali- und Erdalkaliionen, sowie Konzentrationen für Chlorid, Nitrat und Sulfat liegen unter den Grenzwerten der TrinkwV 2001. Die organische Belastung des Wassers ausgedrückt als DOC ist unauffällig. Die untersuchten Schwermetalle waren nicht oder nur in Spuren nachweisbar. Die Nitratkonzentration liegt bei ca. 0,51 mg/l und ist als sehr gering einzustufen. Der Sauerstoffge-halt ist jeweils reichlich. Die weiteren untersuchten Parameter, mit Ausnahme des pH-Wertes und der Calcitlösekapazität entsprechen den Anforderungen der TrinkwV 2001.
Laut Prüfbericht vom 05.02.2015 entsprechen die Untersuchungsergebnisse bis auf die beiden genannten Ausnahmen der Trinkwasserverordnung. Für die Trinkwasserversorgung bedeutet dies, dass dieses Kristallinwasser, auch wenn es aus chemisch-hygienischer Sicht Trinkwasserqualität besitzt, aus korrosionschemischen Gründen für die Versorgung nicht geeignet ist, sondern aufbereitet werden muss. Dies kann hier z.B. durch Filtration über karbonatisches Filtermaterial erfolgen. Hierdurch wird neben der Entsäuerung auch eine gewisse Aufhärtung erfolgen, so dass die Voraussetzung für die Schutzschichtbildung in eisernen Rohrleitungen geschaffen wird. Erst wenn die Wässer mindestens 20 mg/l Calcium enthalten, sind auch die Voraussetzungen für die Schutzschichtbildung in eisernen Rohrleitungen gegeben.
Die Wasserprobe ist hinsichtlich der untersuchten Parameter beider Quellgebiete bakteriologisch einwandfrei.
Das Quellwasser wird folgendermaßen abgeleitet:
Das Wasser der Quellen und des Brunnens wird in der Reserve Absetz (Volumen: 2 x 4,5 m³) bzw. dem Quellsammelschacht Buchetbühl (Volumen: 2 x 62,5 m³) gesammelt und zum Hochbehälter Buchetbühl weitergeleitet. Von hier werden die Ortschaften Engelshütt, Frahels und Buchetbühl versorgt.
Das an den Quellsammelschächten bei normalen Betriebsverhältnissen auftretende Quellüberlaufwasser wird unterhalb der bisherigen Austrittsstelle dem ursprünglichen Vorfluter, dem Sandbach, zugeleitet.
Zur Sicherung des Wassereinzugsgebietes der Quellen ist auch die Festsetzung eines Wasserschutzgebietes erforderlich.
Das geplante Schutzgebiet besteht aus vier Fassungsbereichen (WI) sowie einer engeren Schutzzone (WII).
Die Bemessung des Schutzgebiets stützt sich auf die Kenntnis des Grundwassereinzugsgebietes der Gewinnungsanlage. Den grundwasserhydraulischen Berechnungen liegen u.a. folgende hydrogeologische, z.T. geschätzte Parameter und Bedingungen zugrunde:
Größe Einzugsgebiet 52 ha
Grundwassermächtigkeit
H = 2,5 - 3,5 m bei den Quellen
H = ca. 18 m beim Brunnen
Bewegungsrichtung des unbeanspruchten Grundwassers von Nordost nach Südwest
durchschn. Gefälle der Grundwasseroberfläche bei unbeanspruchtem Zustand (=Reliefgradient) Jnat = 0,25 im Mittel
Mittlere Durchlässigkeit des Grundwasserleiters
Verwitterungszone:
kf = 10-5 m/s
schluffiger Sand:
kf = 10-5 10-7 m/s
Mittlerer durchflusswirksamer Hohlraum anteil des Grundwasserleiters
nf = 0,2 (Lockergesteinsauflagen;)
0,01 – 0,1 (Festgestein)
Porosität der Lockergesteinsauflage 0,18
Klüftigkeit der kristallinen Gneise 0,01 bis 0,1
mittlere Abstandsgeschwindigkeit 20 m/d
Jahresentnahme Q = 40.000 m³/a
Fassungsbereiche (Zone WI)
Die Fassungsbereiche sollen jeweils eingezäunt werden. Dieser Bereich ist strauch- und baumfrei zu halten, um eine Durchwurzelung des Fassungsbereiches zu verhindern. Aufgrund der Lage und der Fassung der Quellen ergibt sich die folgende Dimensionierung der Fassungsbereiche:
Quelle Absetz:
Ausmaß 30 x 40 m hangaufwärts. Die Grundlinie von 30 m liegt hier bei etwa 10 m unterhalb der Fassungsstelle.
Quelle Fischl:
Ausmaß 30 x 30 m hangaufwärts bis zur Staatsstraße. Die Grundlinie von 30 m liegt hier bei etwa 5 m unterhalb der Fassungsstelle.
Quelle Buchetbühl:
Ausmaß 30 x 40 m hangaufwärts bis zur Staatsstraße. Die Grundlinie von 30 m liegt hier bei etwa 5 m unterhalb der Fassungsstelle.
Ausmaß 20 x 20 m hangaufwärts. Die Grundlinie von 20 m liegt hier direkt an der Böschungs-oberkante der Straßenböschung bzw. so nahe wie möglich an der Straße
Engere Schutzzone ( Zone WII)
Gemäß dem DVGW-Arbeitsblatt W101 ist die Außengrenze der Engeren Schutzzone (W II) anhand der ermittelten 50-Tage-Linie zu bemessen und anhand der bestehenden Flurstücksgrenzen abzugrenzen. Das bedeutet, dass das Grundwasser von dieser Grenze bis zur Fassungsanlage eine Fließzeit von etwa 50 Tagen aufweist. Es handelt sich hier fast ausschließlich um ein ausgedehntes Waldgebiet.
Aufgrund der vorhandenen und ungünstigen Untergrundverhältnisse kann diese Verweildauer hier nicht vollständig eingehalten werden. Die Zone W II wird daher auf das gesamte Einzugsgebiet bis zur Wasserscheide am Kamm des „Fahrenberges“ ausgedehnt, um die hier maximal mögliche Fließzeit zu erreichen. Die Zone besitzt eine Fläche von ca. 52 Hektar und ist in der Natur, insbesondere an befahrenen Wegen und Straßen, in geeigneter Form durch Hinweisschilder kenntlich zu machen.
Die Eigentümer der einzelnen Grundstücke sind in den Antragsunterlagen aufgelistet. Sie sind durch den Versorger über die Betroffenheit ihres Grundstücks durch die Verbote des WSG-Katalogs in geeigneter Weise zu informieren.
Abmessungen des Wasserschutzgebietes
Aufgrund der hydrogeologischen Parameter und Bedingungen sowie der örtlichen Verhältnisse ergibt sich der in den beiliegenden Lageplänen M 1 : 1.000, gefertigt vom Büro Schierer, eingetragene Schutzgebietsvorschlag.
4 Fassungsbereiche (Zone I): 2 x 30m x 40m + 1 x 30m x 30m + 1 x 20m x 20m = 3.700 m²; ~ 0,37 ha (3 Quellen, 1 Brunnen)
1 Engere Schutzzonen (Zone II): ~ 51,63 ha (beide Quellgebiete)
Gesamtfläche Schutzgebiet: ~ 52 ha
Mit dem vorgeschlagenen Schutzgebiet ist aus wasserwirtschaftlicher Sicht ein wirksamer Trinkwasserschutz gegeben.
Gemäß Art. 69 Satz 2, 73 Abs. 3 BayWG ist vor einer Entscheidung ein Anhörungsverfahren nach Art. 73 Abs. 2 - 8 Bayerisches Verwaltungsverfahrensgesetz (BayVwVfG) durchzuführen und insbesondere die Beteiligung der Öffentlichkeit durch eine Auslegung der Planunterlagen in den betroffenen Gemeinden zu veranlassen. Die Planauslegung wird hiermit gemäß Art. 73 Abs. 5 BayVwVfG öffentlich bekannt gemacht.
Pläne und Beilagen, aus denen sich Art und Umfang des Vorhabens ergeben, liegen in der Zeit vom 21.05.2019 bis 21.06.2019 im Rathaus des Marktes Lam, Schulweg 4 93462 Lam während der Dienststunden, diese sind Montag bis Freitag von 08.00 bis 12.00 Uhr und Montag und Dienstag von 13.00 bis 16.30 Uhr, zur Einsicht aus.
Einwendungen gegen das Vorhaben sind bis spätestens zwei Wochen nach Beendigung der Auslegung, das ist bis zum 05.07.2019 beim Markt Lam, Schulweg 4, 93462 Lam oder beim Landratsamt Cham, Rachelstraße 6, Cham, schriftlich oder zur Niederschrift zu erheben. Mit Ablauf der Einwendungsfrist sind alle Einwendungen ausgeschlossen, die nicht auf besonderen privatrechtlichen Titeln beruhen.
Rechtzeitig erhobene Einwendungen und Stellungnahmen von Behörden werden in einem Termin erörtert, der noch ortsüblich bekannt gemacht wird. Diejenigen, die Einwendungen erhoben haben, werden von dem Termin gesondert benachrichtigt. Werden von mehr als 50 Beteiligten Einwendungen erhoben, so können diese Beteiligten durch öffentliche Bekanntmachung benachrichtigt werden.
Bei Ausbleiben eines Beteiligten kann auch ohne ihn verhandelt werden.
Durch Einsichtnahme in die Planunterlagen und die Teilnahme am Erörterungstermin entstehende Kosten können nicht erstattet werden.