Source: https://waeller-club.de/der-club/zuchtordnung
Timestamp: 2017-06-23 03:28:02
Document Index: 259064536

Matched Legal Cases: ['§11', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 10', '§ 11', '§ 13', '§ 16', '§ 22']

» Zuchtordnung
Zuchtordnung	Ursprüngliche Fassung vom 14.01.2001, überarbeitet am 22.6.2007, 31.07.2009, 20.09.2009, 31.03.2013 und 22.4.2016
Aufgabe des Clubs ist es, die Rasse des Wällers gewissenhaft aufzubauen und die Zucht weiterzuführen, um die Wäller wesenssicher, arbeitseifrig, gesund und fit zu erhalten.Das Zuchtziel ist durch die Beschreibung des Wällers im Standard festgelegt. Die Zuchtbestimmungen dienen dem Schutz der Rasse und der Zuchttiere, dem Ansehen des Clubs und dessen Züchtern/Züchterinnen, sowie dem Interesse der Käufer/-innen.Die Zucht erfolgt nach dem Original-Zuchtprogramm von Karin Wimmer-Kieckbusch (Rückkreuzungen auf die Ausgangsrassen und Rotation).Das Zuchtverfahren des 1. WCD e. V. schließt Inzest-Zucht, Inzucht und enge Linienzucht aus.
Die Zuchtkommission besteht aus:• der Zuchtleitung, bzw. dem/der Führer/in des Zuchtbuchamts,• dem/der 1. Vorsitzenden,• dem/der 2.Vorsitzenden,• sowie zwei weiteren Vereins-Mitgliedern (jeweils ein Mitglied aus der Gruppe der Bewerter und ein Mitglied der Zuchtwarte), die bei der JHV im Abstand von 3 Jahren gewählt werden.
Der/Die Zuchtleiter/-in überwacht den gesamten Zuchtbetrieb der Rasse innerhalb des Clubs. Er/Sie überwacht die Einhaltung der Zuchtbestimmungen aufgrund der Deck- und Wurfmeldungen und kann die Eintragungen eines Wurfes zunächst ablehnen, wenn ein Verstoß gegen die Zuchtbestimmungen vorliegt. Die endgültige Entscheidung darüber trifft dann die Zuchtkommission. Ebenso kann er/sie die Eintragung auch zurückstellen, wenn die Vorbedingungen zur Eintragung nicht vollkommen erfüllt sind.Der/Die Zuchtleiter/-in führt das Zuchtbuch des 1.Wäller-Club Deutschland e.V. und die Liste der zur Zucht zugelassenen Hunde sowie die Listen der dazu geforderten Gesundheitsauswertungen. Er/Sie stellt Ahnentafeln sowie erforderliche Zweitschriften aus. Die Ahnentafeln werden nach der Wurfabnahme erstellt.
Als Züchter/-in wird der-/diejenige bezeichnet, der/die eine zuchttaugliche Hündin (Wäller/Aussie/Briard) besitzt und zur Zucht einsetzt.Ein/e Wällerzüchter/-in im 1. WCD e.V. darf höchstens drei Zuchthündinnen im zuchtfähigen Alter besitzen, die in der Wällerzucht eingesetzt werden. Das bedeutet, dass im 1.Wäller-Club Deutschland e.V. KEINE gewerbsmäßige Hundezucht erlaubt ist.Diese liegt in der Regel dann vor, wenn mehr als drei Zuchthündinnen gehalten werden und bedarf laut §11 des Tierschutzgesetzes der Genehmigung durch das Veterinäramt. Zu den zuchtfähigen Hündinnen gehören auch die der Ausgangsrassen Aussie und Briard. Eine diesbezügliche Kontrolle durch die Zuchtwarte und auch zur Einhaltung der vorgeschriebenen Wurfpausen ist jederzeit möglich.
die Zucht mit nachweislich erbkranken Tieren zu vermeiden
mit dem/der Käufer/-in einen schriftlichen Kaufvertrag abzuschließen, in dem die Regelung zur HD-Kaution aufgeführt ist
Ein/e Wällerzüchter/-in ist verpflichtet, zu Beginn der Läufigkeit seiner/ihrer Hündin mit der Zuchtleitung Rücksprache zu halten, ob der/die zuletzt genehmigte/n Rüde/n weiter zur Verfügung steht/stehen oder andere Kriterien zu einem Wechsel führen.Bei Nichteinhaltung dieser Verpflichtung kann der Vorstand des 1. WCD e.V. eine Strafe bis zu 1000,- Euro verhängen bzw. die Welpen erhalten keine Ahnentafeln.
In jedem Kalenderjahr findet mindestens eine Zuchtzulassungsprüfung statt.Bei dieser werden die Wäller durch ein bis drei Mitglieder der Zuchtkommission nach ihrem Körperbau laut Standard beurteilt.Zur Standardbeurteilung im Körperbau gehört auch die Vermessung und das Wiegen des Hundes.Die Überprüfung von Gehorsam und Verhalten wird von einem fachkundigen Bewerterteam (mind. 2 Bewerter und evtl. Anwärter) durchgeführt.Ein Mitglied der Zuchtkommission oder des Bewerterteams darf nicht über einen eigenen oder von ihm gezüchteten Hund entscheiden.
Ablauf:Über die Art und den genauen Ablauf der Verhaltens- und Arbeitsprüfung entscheidet die Zuchtkommission.Die Beurteilung des Hundes wird in einem von der Zuchtkommission erarbeiteten Formblatt erfasst, in dem u.a. Prüfungstag und Ort, Name und Zuchtbuchnummer des Hundes, Name des Besitzers/der Besitzerin, sowie das Ergebnis der einzelnen Prüfungsabschnitte und das Gesamtergebnis angegeben sind.Dieses detaillierte Formblatt verbleibt beim Zuchtbuchamt.Nach Ablauf der Prüfung erfolgt eine gemeinsame Besprechung aller Bewerter über die vorgestellten Tiere.Dem/r Hundebesitzer/-in wird möglichst bald nach Ablauf der Prüfung eine Kurzfassung der Beurteilung mit dem Ergebnis per Post oder E-Mail zugesandt.
in das Zuchtbuch des 1. Wäller-Club Deutschland e.V. eingetragen ist,
Werden die Anforderungen nicht vollständig erfüllt, wird der Hund zunächst zurückgestellt und kann bei einer folgenden Zuchtzulassung erneut vorgestellt werden. Bei Prüfungswiederholung fällt keine neue Gebühr an. Die Zuchtkommission erteilt nach erfolgreicher Prüfung der vorgestellten Hunde die Zuchtzulassung, die in die Ahnentafel eingetragen wird.Die erteilte Zuchtzulassung kann von der Zuchtkommission zurückgenommen werden, wenn gravierende Mängel bei diesem Tier oder seinen Nachkommen aufgedeckt werden. Die Zuchtkommission kann zum Wohle der Rasse jederzeit Begrenzungen über die Häufigkeit der Zuchtverwendung oder der Partnerwahl aussprechen. Diese sind für Züchter/-in und Rüdenbesitzer/-in bindend.Für Wällerrüden sind drei Deckakte vorgesehen. Weitere Deckakte (insb. Wurfwiederholungen) können von der Zuchtleitung unter Abstimmung mit der Zuchtkommission genehmigt werden.Zur Zucht nicht geeignete Hunde sind die, die mit zuchtausschließenden Fehlern behaftet sind, die das Wesen oder die Gesundheit betreffen, wie z.B. angeborene Taub- oder Blindheit, Kryptorchismus, Monorchismus, Albinismus, Hasenscharte, Spaltrachen, leichte (s.u.), mittlere und schwere Hüftgelenkdysplasie (HD), erbliche Augenerkrankungen, Knickrute etc..Das Züchten von Wällern setzt eine Mitgliedschaft im 1. Wäller-Club Deutschland e.V. voraus. Dies gilt auch für Wällerrüden-Besitzer/-innen und für Hündinnen-Besitzer/-innen der Ausgangsrassen (Briard und Aussie).Züchter/-innen müssen erfolgreich einen Sachkundenachweis ablegen und vor dem Zuchtbeginn an einem vom Club angebotenen Züchterseminar teilgenommen haben (siehe § 6).Den Bewertern und Mitgliedern der Zuchtkommission werden anlässlich der ZZL-Prüfung die Fahrtkosten laut Gebührenordnung des Clubs erstattet. Anwärter erhalten ebenfalls einen Fahrkostenzuschuss laut Gebührenordnung.
Hüftgelenksdysplasie (HD):Die Röntgenaufnahme auf HD darf erst nach Vollendung des 18. Lebensmonats des Hundes erstellt werden. Die Röntgenaufnahme muss mit dem Formular zur HD-Auswertungszentrale geschickt werden:Tierklinik Hochmoor, Dr. R. Wilcken, Von-Braun-Str. 10, 48712 GescherAuswertung A = frei und B = Grenzfall/fast normal sind in der Zucht zulässig. Tierärzte mit digitalem Röntgensystem können die Bilddaten elektronisch an den Gutachter übertragen (easyVet, GRSK-Befundportal).Im Falle von HD-C = leicht kann die Zuchtkommission mit Hilfe der Zuchtwertschätzung über einen evtl. einmaligen Zuchteinsatz entscheiden (z.B. wenn kein Hund mit besserem Ergebnis aus dieser für die Zucht wichtigen Linie zur Verfügung steht. Hündinnen und Rüden werden getrennt betrachtet).Der 1. WCD e.V. erkennt die für ein jeweiliges Land zuständige HD-Auswertungszentrale an. Zuständig für Deutschland Dr. R. Wilcken (s.o.). Obergutachter kann bei der Zuchtleitung erfragt werden.Für die Schweiz wird die Universität Zürich zur Dysplasie-Beurteilung als Auswertungsstelle anerkannt.
Augenuntersuchung:Es können nur Wäller eine Zuchterlaubnis erhalten, bei denen der Nachweis vorliegt, dass die Untersuchung auf erbliche Augenerkrankungen ohne Befund ist.Die Untersuchung sollte möglichst von einen Fachtierarzt für Augenerkrankungen vorgenommen werden, der dem "Dortmunder Kreis" angehört.
MDR1 (Medikamentenunverträglichkeit):Nachweis des MDR1-Status.Betrifft nur Hunde, bei denen ein Elternteil +/- (= Merkmalsträger) ist!Siehe Eintragung in der Ahnentafel od. bei der Zuchtleitung zu erfragen.Der Erbgang ist bekannt. Genehmigt werden folgende Verpaarungen:(+/+) x (+/+)(+/+) x (+/-)Durch gezielte Verpaarungen entstehen im 1. WCD e.V. keine Wäller, die von der Medikamentenunverträglichkeit (-/-) betroffen sind.Auswertung erfolgt über Blutprobe oder Backenabstrich.Labore: TransMit und Laboklin
Weitere UntersuchungenZur Vermeidung gesundheitlicher Risiken können weitere Gen-Tests angordnet werden (Bspw. Katarakt (HC) bei Laboklin oder Nachweis von Merle bei Biofocus)
einen Sachkundenachweis (Multiple Choice-Test) ablegen, aus dem hervorgeht, dass er sich mit dem Thema Zucht, Aufzucht und Hundeverhalten ausreichend beschäftigt hat. Die Überprüfungen werden im Rahmen der Zuchtzulassungen abgenommen. Bereits anderweitig abgelegte Sachkundenachweise werden anerkannt. Für Rüdenbesitzer/-innen ist der Test freiwillig.
§ 7 A Abstände zwischen Würfen / Anzahl Würfe
Der Abstand zwischen zwei Würfen muss mindestens ein Jahr (zwölf Monate) betragen oder, abhängig vom Zyklus der Hündin, eine Läufigkeit überspringen.Innerhalb von 24 Monaten dürfen nicht mehr als zwei Würfe großgezogen werden.Das gilt für alle für die Wällerzucht geeigneten Hündinnen, unabhängig von der Rasse. Bei schriftlicher Angabe von Gründen können Ausnahmen von der Zuchtleitung nach Rücksprache mit der Zuchtkommission genehmigt werden, z.B. bei Totgeburten oder geringer Wurfstärke (1-2 Welpen).Die Anzahl der Würfe einer Hündin ist auf maximal drei begrenzt.Ein vierter Wurf kann im Ausnahmefall von der Zuchtleitung nach Rücksprache mit der Zuchtkommission genehmigt werden (z.B. vom Tierarzt schriftlich bestätigte gesundheitliche Fitness der Hündin, bei durch Junghundebegutachtung nachgewiesener positiver Vererbung an die Nachkommen, wichtige Zuchtlinie, vorherige kleine Würfe).
§ 8 Verbot der künstlichen Befruchtung in der Wällerzucht
Die Decktaxe für Wällerrüden wird auf maximal 600,00 Euro oder 60,00 Euro pro lebend geborenem Welpen festgelegt (bei letzterem darf die 600 Euro-Grenze überschritten werden). Wann und in welcher Form die Beträge zu zahlen sind, vereinbaren Züchter/-in und Deckrüdenbesitzer/-in schriftlich untereinander (Formular: Deckvereinbarung).Bei Einsatz von Rüden der Ausgangsrassen (Briard/Aussie) kann die Decktaxe variieren.
§ 10 Clubabgabe für Rüdenbesitzer/-innen
§ 11 Wurfstärke / Aufzucht mehrerer Würfe
Bei sehr großen Würfen kann eine Amme hinzugezogen oder die Aufzucht durch künstliche Nährmittel unterstützt werden.Bei Versterben der Mutterhündin sollte nach Möglichkeit eine Amme hinzugezogen werden.Während der Aufzucht eines Wurfes darf innerhalb der Zuchtstätte kein weiterer Wurf, unabhängig der Rasse, großgezogen werden, damit eine optimale Aufzucht gewährleistet ist.
§ 13 Kennzeichnung der Welpen
Alle Welpen erhalten einen Rufnamen, der innerhalb eines Wurfes mit demselben Anfangsbuchstaben beginnen muss. Da Wällerzüchter/-innen sog. Hobbyzuchten betreiben und oft nur ein bis zwei Würfe planen, wurde ab 01.07.2000 ein neues Anfangsbuchstabensystem eingeführt, damit es durch die häufige Verwendung der Anfangsbuchstaben "A" und "B" nicht zu Verwechslungen und Namenswiederholungen kommt. Alle in einem Jahrgang geborenen Hunde aller Zuchtstätten, erhalten Namen mit dem gleichen Anfangsbuchstaben, d.h. alle Hunde des Jahrgangs 2000 beginnen mit "A", alle von 2001 beginnen mit "B", alle des Jahrgangs 2002 mit "C" usw.Der Zuchtstättenname hat die Bedeutung eines Familiennamens des Hundes. Er ist nur dann anerkannt, wenn er für den/die Züchter/-in vom Zuchtbuchamt geschützt und dort eingetragen ist. Der Zwingername ist an die Person des Züchters/der Züchterin gebunden und nicht übertragbar. Im Todesfall können Verwandte, sowie Ehegatten des Verstorbenen die Fortsetzung des Zuchtstättennamens beim Zuchtbuchamt anmelden.Der Zuchtstättenname wird gestrichen:
beim Tode des Besitzers/der Besitzerin ohne Erbfolge
bei Verzicht des Besitzers/der Besitzerin
Ab der 3. Lebenswoche kann die Umsiedelung in eine Außenanlage (kein Zwinger) erfolgen, bei weiterem intensiven Kontakt zu Züchter/-in, Kindern (unter Aufsicht) und Fremdpersonen. Allmähliche Steigerung von optischen und akustischen Einwirkungen, sowie diverse Alltags- + Umweltgeräusche (Geräusche vom Tonband sind gut, aber nicht ausreichend!)
§ 16 Welpenmappen
Eine Wurfbesichtigung muss innerhalb der ersten Woche durch den Tierarzt erfolgen. Die Wurfabnahme im Alter zwischen sechs und acht Wochen erfolgt durch mindestens eine/n Zuchtwart/-in des 1. WCD e.V. oder im Ausnahmefall durch einen Tierarzt. Die Kosten der Wurfabnahme durch den Zuchtwart sind in der Wurfpauschale enthalten. Diese muss, zusätzlich zu den Kosten der Ahnentafeln, nach Erhalt der Rechnung, per Vorauskasse geleistet werden und ist spätestens in der 7. Lebenswoche der Welpen fällig.Die Ahnentafeln werden dem/der Züchter/-in zugeschickt, wenn der/die Kassenwart/-in den Eingang der Zahlung bestätigt und die Wurfabnahme-Unterlagen der Zuchtleitung vorliegen. Zur Wurfabnahme werden dem Zuchtwart die Fahrtkosten nach aktuellem Stand der Gebührenordnung des Clubs erstattet. Anwärter erhalten ebenfalls einen Fahrkostenzuschuss laut Gebührenordnung.
Seit 01.01.2013 ist der Welpenpreis auf 850,00 Euro zzgl. 100,00 Euro HD-Kaution festgelegt.Dieser Betrag ist für Züchter/-innen des 1. WCD e.V. bindend.Ist bei einem Welpen, zum Zeitpunkt der Abgabe an den/die Käufer/-in, ein zuchtausschließender Fehler bekannt, kann der Kaufpreis in Absprache mit dem/der Käufer/-in gemindert werden.
Im Kaufpreis von 950,00 Euro ist eine HD-Kaution von 100,00 Euro enthalten, die der/die Züchter/-in auf ein Sonderkonto des 1. Wäller-Club Deutschland e.V. einzahlt.Der 1. WCD e.V. verpflichtet sich die Kaution auf das Konto des Käufers/der Käuferin zurückzuzahlen, wenn die HD-Auswertung fristgerecht durch den Gutachter Dr. Rolf Wilcken (s.o.) erfolgt ist und das Ergebnis der Zuchtleitung vorliegt.Nach Beschluss der Jahreshauptversammlung, am 04.05.2012 in Sassenberg, werden die Kosten des Gutachtens (30,00 €) ab Mai 2012 vom 1. WCD e.V. übernommen und die Kautionen in voller Höhe zurückgezahlt.
Für die Durchführung der Untersuchung besteht eine Frist bis zum dritten Geburtstag des Hundes. Das Datum ist im Kaufvertrag schriftlich zu fixieren. Sollte der/die Käufer/-in das HD-Untersuchungsergebnis nicht fristgerecht eingereicht haben, verfällt die zurückgelegte Kaution zugunsten des 1. Wäller-Club Deutschland e.V.Angefallene Zinsen werden nicht ausgezahlt.
Die Ahnentafel gilt als Nachweis dafür, dass der Hund nach dem Zuchtprogramm des 1. WCD e.V. gezüchtet wurde. Auf ihr lassen sich drei Generationen von Ahnen ablesen, dazu die Chip- und Zuchtbuchnummer, unter der der Hund in das Zuchtbuch eingetragen wurde.Die Ahnentafel gilt als Urkunde im juristischen Sinne. Wer Ahnentafeln fälscht, abändert oder missbraucht, wird strafrechtlich verfolgt. Nur das Zuchtbuchamt des 1. Wäller-Club Deutschland e.V. darf Ahnentafeln für die Wäller ausstellen. Diese haben nur Gültigkeit, wenn sie mit dem Stempel des Zuchtbuchamts und mit der Unterschrift des Zuchtleiters/der Zuchtleiterin und des Züchters/der Züchterin versehen sind.Die Kosten der Ahnentafeln werden per Vorauskasse, nach Erhalt der Rechnung, in der 7. Lebenswoche der Welpen fällig. Die Ahnentafeln werden dem/der Züchter/-in erst dann zugeschickt, wenn der Kassenwart den Eingang der Zahlung bestätigt. Die Ergebnisse der HD-Auswertung und der Zuchtzulassungsprüfungen werden grundsätzlich in die Ahnentafel eingetragen. Das Recht zum Besitz der Ahnentafel hat der/die Eigentümer/-in des Hundes.
Im Juni 2013 erging folgender Beschluss der Zuchtkommission:Ab 1. Juli 2013 werden im 1. WCD e.V. die Wäller in den Varianten "Bärtig" und "Bartlos" getrennt gezüchtet, also nur noch jeweils unter sich verpaart. Das bedeutet eine Gleichstellung von bärtiger und bartloser Variante in der Zucht des 1. WCD e.V.Aufgrund der getrennten Zucht beider Varianten werden zwei Genpools entstehen, die bei Bedarf miteinander verknüpft werden können.Die Zuchtleitung entscheidet nach Rücksprache mit der Zuchtkommission, welcher Hund pro Generation in den anderen Genpool eingekreuzt wird, falls das erforderlich wird.Die Zuchtleitung führt ab Juli 2013 getrennte Zuchtbücher für beide Varianten.Die Einteilung der Wäller in die jeweilige Variante erfolgt bei der Zuchtzulassung. Im Zweifelsfall können diese Wäller der Zuchtkommission auf dem jährlichen Wällertreffen zur endgültigen Einteilung vorgestellt werden.Die Einkreuzung der Ausgangsrassen des Wällers erfolgt, wenn möglich, weiterhin pro Generation einmal in jeweils beide Varianten. Über die Häufigkeit und Art des Einsatzes entscheidet die Zuchtleitung nach Rücksprache mit der Zuchtkommission.
§ 22 Strafordnung
Bei Verstößen gegen die Zuchtordnung kann die Zuchtkommission Strafen aussprechen. Sie ist berechtigt, Geldbußen in Höhe bis zur Hälfte des durchschnittlichen Wurfverkaufspreises zu verhängen.Diese Strafen gelten auch für die Besitzer/-innen der jeweiligen Deckpartner. Die Besitzer/-innen der für einen Deckakt geplanten Hunde haben die Pflicht, sich davon zu überzeugen, dass Rüde und Hündin im Sinne dieser Zuchtordnung zur Zucht zugelassen sind und ebenso mögliche Auflagen und Empfehlungen zu berücksichtigen. In Zweifelsfällen ist der/die Zuchtleiter/-in zu Rate zu ziehen. Mahngebühren (nach schriftlicher Mahnung) nach der aktuellen Gebührenordnung des 1. WCDs e.V. werden erhoben:
wenn die Wurfmeldung (notwendig zur Eintragung der Welpen und Vergabe der ZB-Nr.) nicht bis zur Wurfabnahme (Alter der Welpen dann sieben Wochen) zum Zuchtbuchamt geschickt worden ist.
wenn der/die Zuchtwart/-in die Wurfunterlagen (notwendig zur Erstellung der Ahnentafeln) nicht innerhalb einer Woche nach der Wurfabnahme an das ZBA schickt.
Bei Nichteinhaltung dieser für die ordnungsgemäße Zucht notwendigen Pflichten durch den/die Züchter/-in und erfolgloser Mahnung durch den Club ist durchaus nach Vorstandsbeschluss eine Streichung von der Züchterliste möglich.Jegliche Verpaarung/Vermehrung außerhalb der Richtlinien kann zum Erlöschen einer erhaltenen Zuchtzulassung führen und die Zucht im 1. WCD e.V. ausschließen.
Durch die Eintragung in das Zuchtbuch lassen sich die Ahnen und die Nachkommen der Zuchttiere verfolgen. Die Zuchtdaten werden veröffentlicht. Der Vorstand entscheidet, in welcher Form die Daten veröffentlicht werden (über Wäller-Info Hefte, Club-Homepage und/oder speziell erstellte Zuchtbücher).In das Zuchtbuch werden alle Wällerwürfe eingetragen, dazu die Liste der geschützten Zuchtstättennamen und die Ergebnisse der Zuchtzulassungen. Bei der Wurfeintragung werden der Zuchtstättenname, der Name und Wohnort des Züchters/der Züchterin, die Chip- und Zuchtbuchnummer, der Rufname, das Geschlecht und besondere Kennzeichen des einzutragenden Hundes, die Abstammung des Wurfes mit Eltern und Großeltern, der Deck- und Wurftag, sowie die gesamte Wurfstärke und die Zahl der belassenen Welpen vermerkt.
Fremdzuchtwird die Verpaarung von nicht miteinander verwandten Hunden genannt.
Linienzuchtist eine abgeschwächte Verwandtschaftszucht, bei der die Zuchttiere innerhalb der engeren oder weiteren Verwandtschaft sorgfältig nach ihren Körper- und Wesensmerkmalen ausgewählt werden, um eine Zucht auf einen bestimmten Typ zu erreichen. Enge Linienzucht wird im 1. WCD nicht angewendet.
Inzuchtist eine Verwandtschaftszucht, bei der ein Ahne mindestens je einmal auf der mütterlichen und auf der väterlichen Seite vertreten ist. Der Verwandtschaftsbegriff wird auf die letzten drei Ahnenreihen beschränkt.Im Sinne der Zuchtordnung werden unter Inzucht Paarungen zwischen Verwandten 2. bis 4. Grades, in gerader oder Seitenlinie (z.B. Onkel-Nichte oder Neffe-Tante oder Großeltern-Enkel etc.) verstanden. Inzucht wird im 1. WCD e.V. nicht genehmigt.
Inzestzuchtist die Paarung zwischen Verwandten 1. Grades, also zwischen Eltern und deren Kindern oder zwischen Geschwistern.Inzest- oder Inzucht sind Zuchtverfahren, die nur dann zu außergewöhnlichen Erfolgen führen können, wenn beide Zuchtpartner nahezu alle erwünschten Merkmale und Eigenschaften reinerbig besitzen. Die Anwendung dieses Verfahrens kann aber auch negative Folgen haben, sofern die Zuchttiere mit rezessiven fehlerhaften Erbanlagen behaftet sind, die dann zum Vorschein kommen können.Aus diesen Gründen ist diese Zuchtform bei der Zucht der Wäller verboten. Nachkommen, die dennoch auf diese Weise entstehen, erhalten keine Ahnentafeln und keine Zuchtzulassung.
Zwischenzuchtist die einmalige Zuführung fremder Blutlinien derselben Rasse in eine durch Inzucht gefestigte Linie.
Auszuchtist die Zuführung von fremden Blutlinien verwandter Rassen in eine bestehende.
1. Gesundheitszeugnisse
Hüftgelenksdysplasie (HD):Röntgenbild bei einem Tierarzt anfertigen lassen, der über ein modernes Röntgengerät verfügt und Erfahrung im HD-Röntgen besitzt. Formular (siehe Welpenmappe) ausfüllen und zusammen mit dem Röntgenbild an den Gutachter schicken lassen: Tierklinik Hochmoor, Dr. R. Wilcken, Von-Braun-Str. 10, 48712 Gescher. Dr. Wilcken schickt sein Gutachten an die Zuchtleitung. ¬¬¬¬Die Zuchtleitung sendet dieses zusammen mit der Abrechnung an den/die Besitzer/-in zurück. Eintragung in die Ahnentafel erfolgt durch die Zuchtleitung bspw. bei der ZZL. Röntgenbilder verbleiben im Archiv des Gutachters. Auswertung A = frei oder B = Grenzfall/fast normal sind in der Wällerzucht zulässig. Mindestalter bei der Röntgenaufnahme: vollendete 18 Monate
Augenuntersuchung:Der Tierarzt sollte dem sogenannten „Dortmunder Kreis“ angehören. Adressen sind im Internet unter www.dok-vet.de zu finden. Falls sich absolut kein Fachtierarzt in erreichbarer Nähe befindet, kann die Untersuchung auch von einem anderen Tierarzt vorgenommen werden, sofern er die nötigen Geräte besitzt. Beim Tierarzt erfragen, ob er eine Spaltlampe besitzt, um erbliche Augenerkrankungen zu diagnostizieren. Kopie oder Durchschlag des Formulars an die Zuchtleitung senden.
MDR1 (Medikamentenunverträglichkeit):(Betrifft ausschließlich Hunde, bei denen ein Elternteil +/- ist! Siehe Eintragung in der Ahnentafel oder bei der Zuchtleitung erfragen), Blutentnahme beim Tierarzt (1 ml EDTA Vollblut), Formular ausfüllen + mit der Blutprobe an das Labor Laboklin, 97688 Bad Kissingen zur Auswertung senden. Ergebnis + Rechnung werden dem/der Hundebesitzer/-in vom Labor zugeschickt. Kopie der Auswertung bitte an die Zuchtleitung senden. Durch gezielte Verpaarungen entstehen im 1. WCD e.V. keine Wäller, die von der Medikamentenunverträglichkeit (-/-) betroffen sind.
Überprüft wird:a. Gehorsam: Leinenführigkeit mit Richtungs- und Tempowechsel,Freifolge mit Richtungs- und Tempowechsel. Sitz und Platz aus der Bewegung, Verharren des Hundes in entsprechender Position („Bleib“) beim Weggang des Hundeführers, Freudiges Herankommen beim Abrufen („Hier“). Kommandos nach eigener Wahl. Mindestanforderung: Alltagsgehorsam. Idealfall: ein freudig arbeitendes Mensch/Hund-Team.
b. Verhalten: Der Hund sollte sich
Bei all diesen Übungen sollte sich der Hund nach Möglichkeit unbeeindruckt zeigen. Selbstverständlich darf er individuell reagieren (z.B. vorsichtig, neugierig, überrascht), sollte sich aber schnell wieder beruhigen und nicht langfristig beeindruckt sein oder gar panisch oder aggressiv werden.Alleingelassen, aber angeleint, sollte er sich vorbeigeführten Artgenossen gegenüber neutral verhalten.Beim Verhaltensteil gibt der Hundeführer keine Kommandos, da die natürlichen, individuellen Reaktionen des Hundes getestet werden und hierbei kein Gehorsam abgefragt wird!
c. Spiel- und Arbeitsfreude: Der Hund sollte
sich gerne auf ein Zerr- und/oder Ballspiel mit dem/der Hundeführer/-in einlassen,
d. Körperbaubeurteilung durch ein clubinternes Bewerterteam: Bei der Beurteilung des Bewegungsablaufes sollte sich der/die Hundeführer/-in in einem zügigen Tempo bewegen, so dass der Hund einen flüssigen Trab zeigt (möglichst kein Passgang, kein Galopp, kein Anspringen des Hundeführers).Außerdem muss sich der Hund
von den Bewertern an allen Körperteilen abtasten lassen (Besitzer/-in darf dabei Hilfestellung leisten),
Tipps:Wenn man mit seinem Wäller eine Zuchtzulassungsprüfung ablegen möchte, sollte man sich vor allzu großem Ehrgeiz hüten. Das führt nur dazu, dass man selbst angespannt und nervös agiert und sich diese Stimmung möglicherweise auf den sensiblen Hund überträgt.Auch wenn man die Prüfungsangst nicht ganz abschütteln kann, sollte man sich um ruhiges Verhalten und freundliche Stimmlage bemühen. Meist kommt man dadurch selbst wieder ins seelische Gleichgewicht zurück. Es werden keine Noten vergeben und nur mit „bestanden“ oder „zurückgestellt“ beurteilt. In letzterem Fall kann der Hund erneut (kostenlos) bei einer nächsten Zuchtzulassungsprüfung vorgestellt werden.
Ein/e Wäller/-in muss laut Zuchtordnung einen Fragebogen mit sachkundlichen Fragen zur Hundehaltung (Gesundheit/Erziehung/kanides Verhalten etc.) zufriedenstellend beantworten. Der Fragebogen besteht aus 50 Fragen (Multiple Choice) und ist von den Teilnehmern bei der Zuchtzulassungsprüfung auszufüllen. Ab 75% richtiger Antworten gilt der Test als bestanden. Bei Nichtbestehen kann auch diese Überprüfung wiederholt werden.Für Rüdenbesitzer/-innen ist die Sachkundeprüfung freiwillig.
5. Teilnahme an einem Züchterseminar:
Die Teilnahme am Züchterseminar ist für Erstzüchter/-innen (Hündinnenbesitzer/-innen) Pflicht vor dem ersten Wurf. Es werden die wichtigsten Punkte zu den Themen: Anforderungen an die Zuchtstätte, Deckakt, Trächtigkeit, Geburt, Aufzucht/Prägung und Umgang mit den Käufern/Käuferinnen behandelt und mit vielen Bildern anschaulich dargestellt. Außerdem gibt es wichtige Erklärungen zum Ursprung und Aufbau der Wällerzucht. Auch Deckrüdenbesitzer/-innen und Zucht-Interessierte sind herzlich willkommen. Z.Zt. werden ein bis zwei Termine pro Jahr angeboten. © 1. Wäller-Club Deutschland e.V. – 2017 | Impressum / Haftungsausschluss