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Timestamp: 2018-03-24 03:17:02
Document Index: 338557298

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 2', '§3', '§ 3', '§ 3', '§ 7']

35 h Woche, Soll erreicht. Muss ich Samstag auch ran? - Seite 2 - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
30.01.2017, 07:59 #26
Der BAP Tarif sagt folgendes zur Mehrarbeit unter § 6 BAP Tarif " Mehrarbeitsstunden sind die Arbeitsstunden, die zusätzlich geleistet werden und die nicht an der tatsächlichen Arbeitszeit im Kundenbetrieb orientiert über die nach §§ 2 bis 4 festgelegte individuelle regelmäßige Arbeitszeit hinaus angeordnet werden.
Wie schön, dass jeder unter dem Begriff etwas anderes versteht und auch verstehen darf. ^^
30.01.2017, 15:16 #27
Das Thema Mehrarbeit bzw. Überstunden sind im Web einige Seiten zu finden; nach Sichtung einige Websiten sind die darin enthaltenen Darstellungen zwar gut, nur sehe ich nicht ein, jenen Publizisten Interessenten zu verschaffen, die per Copyright selbst Zitate aus ihren Publikationen dem Wortlaut nach untersagt haben. Man kann es ja mit dem Copyright auch übertreiben; da Zitate aus diesen Websiten nicht gestattet sind, unterbleibt freilich auch die Benennung der Webseite selber.
Insofern wird nun auf's Wiki verwiesen, wo diese Thematik auch gut erklärt ist. https://de.wikipedia.org/wiki/Mehrarbeit
Wiki ist nicht aktuell, was den Ausgleichszeitraum anbelangt, da es keine 6 Monate mehr sind, sondern inzwischen nur noch 4 Monate:
Vorübergehende Ausnahmen von den oben genannten Regeln sind auch bei der wöchentlichen Höchstarbeitszeit zulässig. Im Durchschnitt darf die 48-Stunden Grenze aber nicht überschritten werden. Der Ausgleich muss innerhalb von vier Monaten erfolgen.
Bei Nachtarbeit oder reiner Nachtarbeit muß der Ausgleich sogar innerhalb von 4 Wochen erfolgen, wenn ausnahmsweise einmal 10 Stunden nachts gearbeitet wird. Regelmäßige Nachtarbeit über 8 Stunden werktäglich ist nicht zulässig.
Das deutsche Arbeitszeitgesetz sieht vor, dass Nachtarbeit ausnahmsweise auch zehn Stunden-Schichten enthalten darf. Innerhalb von vier Wochen muss der Durchschnittswert von acht Stunden aber wieder erreicht sein.
Weiteres, insbesondere die weiter vorn benannten Punkte, ist auch hier nachzulesen: Arbeitsbedingungen - Beschäftigung, Soziales und Integration - Europäische Kommission
Und ansonsten hilft immer der Blick ins nationale Arbeitszeitrecht:
oder in das EU-Arbeitszeitrahmenrecht:
30.01.2017, 23:14 #28
In meinem unterschriebenen Arbeitsvertrag steht folgendes zu Arbeitszeit:
Die individuelle regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit beträgt 35h. Zum Ausgleich der monatlichen Abweichungen der vereinbarten individuellen regelmäßigen Arbeitszeit und der tatsächlichen Arbeitszeit wird zwischen den Parteien insbesondere die Einrichtung von Arbeitszeitkonten gem. §3.2. der MTV vereinbart.
Nach § 3.1.3. richtet sich die Arbeitszeit nach den im Entleihbetrieb gültigen Regelungen bzw. Anforderungen des Entleihers.
Mein Entleihbetrieb arbeitet im Schichtbetrieb. 7 Tage die Woche durchgehend !!!
Meine Frage war eig ob ich über die 35h a Woche hinaus arbeiten muss.
Die Disponentin teilt mir am Freitag telefonisch mit das Montag und Dienstag voraussichtlich kein Einsatz ist. Am Dienstag meldet die sich um 10:30 das ich um 14 gebraucht werde.
Das sage ich zu und gehe brav hin.
Also bekomme ich doch den Montag als Einsatzfreie Zeit bezahlt?
Sollte die mich am Samstag noch benötigen und ich gehe zur Arbeit fällt dann der Einsatzfreie Tag weg weil ich die Woche von Dienstag bis Samstag 35h gearbeitet habe?
Frage über Fragen ich weis ... aber steige da nicht durch
Danke, vielleicht kann mich ja jemand aufklären
Das steht im MTV
des Entleihers.1
Die Tarifvertragsparteien sind darüber einig, dass die
Anpassung der monatlichen Arbeitszeit an die des Entleihbetriebes
gem. § 3.1.3 Manteltarifvertrag auch auf
Zeiten der Betriebsruhe beim Entleihbetrieb Anwendung
finden kann. In diesen Fällen können die Regelungen des
§ 7.2 Manteltarifvertrag analog angewendet werden mit
der Maßgabe, dass ein dadurch verursachtes negatives
Arbeitszeitkontensaldo, das über 21 Minusstunden hinausgeht,
bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht
mit Entgeltansprüchen verrechnet werden darf bzw.
nicht zurückgezahlt werden muss.
Berechtigte Wünsche der Arbeitnehmer bezüglich der
Lage und der Aufteilung zwischen Belastung des Arbeitszeitkontos
und Urlaub oder eines alternativen Einsatzes
sind nach Möglichkeit zu berücksichtigen.