Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=25.10.2012&Aktenzeichen=VII%20ZB%2012/10
Timestamp: 2019-04-23 03:07:27
Document Index: 67033528

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 850', '§ 19', '§ 19', '§ 27', '§ 850', '§ 19', '§ 19', '§ 27', '§ 27', 'BGH', '§ 850', 'BGH', '§ 850', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 850', 'BGH', '§ 850', 'BGH']

BGH, 25.10.2012 - VII ZB 12/10 - dejure.org
ZPO § 850f Abs. 2 Halbsatz 2; SGB XII (2003) § 19 Abs. 1; SGB XII § 19 Abs. 1, § 27 Abs. 1, Abs. 2
§ 850f Abs 2 Halbs 2 ZPO, § 19 Abs 1 SGB 12, § 19 Abs 1 SGB 12 vom 27.12.2003, § 27 Abs 1 SGB 12, § 27 Abs 2 SGB 12
Zwangsvollstreckung wegen titulierter Forderung aus vorsätzlich begangener unerlaubter Handlung: Ermittlung des pfandfrei zu belassenen Betrages; Prüfung der tatsächlichen Bedarfsdeckung; Einbeziehung der Einkünfte des Ehegatten
Berücksichtigung der für die Anrechnung von Einkommen und geldwerten Vorteilen maßgebenden Grundsätze auch bei der Ermittlung des einem Schuldner pfandfrei zu belassenden Betrages; Einbeziehen von Einkünften eines Ehegatten in die Prüfung der Bedarfsdeckung
Zur Berücksichtigung der Einkünfte des Ehegatten bei der Bemessung des Freibetrags eines Schuldners, gegen den wegen einer Forderung aus vorsätzlich begangener unerlaubter Handlung vollstreckt wird
Anrechnung von Einkommen und geldwerten Vorteilen
Änderung des unpfändbaren Betrages; Existenzminimum des Schuldners; Forderungspfändung wegen Anspruchs aus unerlaubter Handlung; Pfändungsgrenzen
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des BGH vom 25.10.2012, Az.: VII ZB 12/10 (§§ 850f II ZPO, 19, 27 SGB XII: Berücksichtigung der Einkünfte des Ehegatten bei Pfändung)" von VorsRiOLG Heinrich Schürmann, original erschienen in: FamRZ 2013, 442 - 445.
AG Siegburg - 35a M 1335/09
AG Siegburg, 14.01.2010 - 35a M 937/09
LG Bonn, 23.02.2010 - 4 T 43/10
BGHZ 195, 224
NJW 2013, 1370
MDR 2013, 426
NJ 2013, 431
WM 2013, 268
Rpfleger 2013, 221
Hinsichtlich des Ausgangspunktes, nämlich der Anwendung von § 850 f Abs. 2 ZPO und der dabei zu beachtenden Grundsätze kann auf die überzeugenden Ausführungen in der Entscheidung des BGH v. 25.10.2012 (Az. VII ZB 12/10) verwiesen werden, denen sich die Kammer vollumfänglich anschließt.
Dem Schuldner darf danach nicht weniger, aber auch nicht mehr belassen werden, als er zur Deckung seines notwendigen Unterhalts benötigt (BGH v. 25.10.2012 aaO Rn. 14;… BGH v. 25.11.2010, VII ZB 111/09, Rn. 10).
Denn grundsätzlich ist das Einkommen des Lebenspartners jedenfalls im Rahmen der Ermessensentscheidung nach § 850f Abs. 2 ZPO mit zu berücksichtigen (BGH v. 25.10.2012, VII ZB 12/10).
LG Wuppertal, 06.02.2014 - 6 T 480/13
Bemessung des notwendigen Bedarfs bei einer Erwerbsunfähigkeitsrente
Dem Schuldner soll im Anwendungsbereich des § 850f Abs. 2 ZPO nicht weniger, aber auch nicht mehr belassen werden, als er zur Deckung des sozialhilferechtlichen Existenzminimums im Sinne des SGB XII bedarf (BGH, Beschluss vom 25. Oktober 2012 - VII ZB 12/10, Rn. 14, zitiert nach juris).