Source: http://www.anwalt24.de/rund-ums-recht/BVerfG_04_08_2016_1_BvR_1291_16_Ruege_der_Dauer_des_amtsgeri-d7633152.html
Timestamp: 2017-01-21 04:38:23
Document Index: 335776150

Matched Legal Cases: ['§ 23', '§ 92', '§ 93', '§ 93', '§ 23', '§ 92', '§ 93']

BVerfG, 04.08.2016 - 1 BvR 1291/16 - Rüge der Dauer des amtsgerichtlichen Umgangsverfahrens | Urteile auf anwalt24.de
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BVerfG, 04.08.2016 - 1 BvR 1291/16 - Rüge der Dauer des amtsgerichtlichen Umgangsverfahrens
BundesverfassungsgerichtBeschl. v. 04.08.2016, Az.: 1 BvR 1291/16Gericht: BVerfGEntscheidungsform: BeschlussDatum: 04.08.2016Referenz: JurionRS 2016, 23315Aktenzeichen: 1 BvR 1291/16 Verfahrensgang:vorgehend:OLG Hamm - 25.04.2016 - AZ: 14 UF 135/14OLG Hamm - 15.02.2016 - AZ: 14 UF 135/14AG Bochum - 30.06.2014 - AZ: 59 F 58/14Rechtsgrundlagen:§ 23 Abs. 1 S. 2 BVerfGG§ 92 BVerfGGIn dem Verfahrenüberdie Verfassungsbeschwerdedes Herrn Prof. Dr. B...,- Bevollmächtigter: Rechtsanwalt Georg Rixein Sozietät Rechtsanwälte Dr. Joachim Baltes, Georg Rixe,Hauptstraße 60, 33647 Bielefeld -gegen a) den Beschluss des Oberlandesgerichts Hamm vom 25. April 2016 - 14 UF 135/14 -,b) den Beschluss des Oberlandesgerichts Hamm vom 15. Februar 2016 - 14 UF 135/14 -,c) den Beschluss des Amtsgerichts Bochum vom 30. Juni 2014 - 59 F 58/14 -hat die 1. Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts durchden Vizepräsidenten Kirchhof,den Richter Eichbergerund die Richterin Britzgemäß § 93b in Verbindung mit § 93a BVerfGG in der Fassung derBekanntmachung vom 11. August 1993 (BGBl I S. 1473) am 4. August 2016einstimmig beschlossen:Tenor:Die Verfassungsbeschwerde wird nicht zur Entscheidung angenommen.Gründe1Soweit die Dauer des amtsgerichtlichen Umgangsverfahrens gerügt wird, ist die Verfassungsbeschwerde unzulässig, weil sie nicht den Anforderungen an eine hinreichend substantiierte Begründung gemäß § 23 Abs. 1 Satz 2, § 92 BVerfGG genügt (vgl. dazu BVerfGE 99, 84 [BVerfG 29.09.1998 - 2 BvR 1790/94] <87>; 101, 331 <345 f.>; 102, 147 <164>). Da es der Beschwerdeführer unterlassen hat, den Verfahrensgang vor dem Amtsgericht vollständig und lückenlos aufzuzeigen, kann nicht beurteilt werden, ob eine verfassungsrechtlich relevante Verfahrensverzögerung vorliegt.2Zudem war mit einstweiliger Anordnung des Amtsgerichts vom 14. Januar 2011 ein begleiteter Umgang des Beschwerdeführers mit seinen Kindern geregelt worden. Dem Beschwerdevorbringen ist angesichts dieser bis zur hier angegriffenen Entscheidung des Amtsgerichts in der Hauptsache am 30. Juni 2014 fortbestehenden Umgangsregelung und der Möglichkeit, Umgang auf dieser Grundlage wahrzunehmen, nicht zu entnehmen, dass das vom Beschwerdeführer behauptete Fortschreiten der Entfremdung zwischen ihm und seinen Kindern auf der etwaigen überlangen Dauer des amtsgerichtlichen Umgangsverfahrens beruhte.3Von einer weiteren Begründung wird nach § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG abgesehen.4Diese Entscheidung ist unanfechtbar.KirchhofEichbergerBritzHinweis: Das Dokument wurde redaktionell aufgearbeitet und unterliegt in dieser Form einem besonderen urheberrechtlichen Schutz. Eine Nutzung über die Vertragsbedingungen der Nutzungsvereinbarung hinaus - insbesondere eine gewerbliche Weiterverarbeitung außerhalb der Grenzen der Vertragsbedingungen - ist nicht gestattet.
BVerfG, 08.08.2016BVerfG, 04.08.2016