Source: http://www.muensteraner-rechtsanwaelte.de/urheberrecht/
Timestamp: 2017-06-24 17:13:31
Document Index: 189147789

Matched Legal Cases: ['§ 11', '§ 106', '§ 2', '§ 64', '§ 14', '§ 15', '§ 31']

Anwalt für Urheberrecht / Fachanwalt für Urheberrecht
Fachanwalt Timm Alexander Drouven
Anwalt für Urheberrecht: Die Rechtsanwälte Dr. Wallscheid & Drouven aus Münster vertreten seit Jahren bundesweit Mandanten im Bereich des Urheberrechts. Wir haben beispielsweise weit über 4000 urheberrechtliche Abmahnungen seit dem Jahr 2007 bearbeitet.
Rechtanwalt Timm Christian Drouven ist Fachanwalt für Urheberrecht und Medienrecht und erfahrener Spezialist im Bereich des Urheberrechts. Rechstanwalt Drouven berät Sie gerne zu sämtlichen Fragen des Urheber- und Medienrechts.
Fragen im Zusammenhang mit dem Urheberrecht stellen sich immer dann, wenn es um Konflikte im Zusammenhang mit Werken geht, denen eine Schöpfungsleistung zugrunde liegt.
Ziel des Urhebers ist es in der Regel, einen etwaigen Eingriff in sein Werk zu beenden oder zu verhindern. Gleichzeitig möchte der Urheber Ersatz seines Schadens vom jeweiligen Verletzter. Daneben soll für die Zukunft verhindert werden, dass die Urheberrechtsverletzung wiederholt wird.
Im Urheberrecht bieten unsere Rechtsanwälte / Fachanwälte Ihnen folgende Dienstleistungen:
Abwehr von Ansprüchen durch Anwalt für Urheberrecht:
Abwehr von Abmahnungen wegen Urheberrechtsverletzung (kostenlose Ersteinschätzung) / Filesharing Abmahnung
Vertretung in Mahnverfahren (Mahnbescheid) und Klageverfahren wegen Urheberrechtsverletzung
Widerspruch bei Einstweiliger Verfügung
Als Anwalt für Urheberrecht und Fachanwalt für Urherber- und Medienrecht bieten ich Rechteinhabern folgende Dienstleistungen in Bezug auf das Urheberrecht:
Recherche der Urheberrechtsverletzung / Anmeldung eBay Veri Programm
Antrag auf Erlass einer Einstweiligen Verfügung / Klage wegen Urheberrechtsverletzung
Das Urheberrecht dient dem Schutz des Urhebers in seinen geistigen und persönlichen Beziehungen zum Werk und in der Nutzung des Werkes, § 11 Abs. 1 UrhG. Diese Urheber-Werk-Beziehung ist zentraler Schutzzweck des Urheberrechts und sieht das Werk des Urhebers als sein geistiges Kind an. Auch wenn der Urheber einem Dritten Nutzungs- oder Bearbeitungsrechte einräumt, ändert sich an der Beziehung des Urhebers zum Werk nichts. Im Zweifel hat er allein die Entscheidungsmacht über die Zukunft seines Werks. Aus diesem Grund enthält das Urheberrecht in §§ 106 ff. UrhG sogar Straftatbestände mit bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe z.B. für die gewerbsmäßige unerlaubte Verwertung des Werks.
Der Begriff des Werks ist sehr weit und umfasst z.B. Sprachwerke wie Reden oder Computerprogramme sowie Werke der Musik, Kunst, Wissenschaft und vieles mehr, § 2 Abs.1 UrhG. Um als Werk zu gelten, muss es eine persönliche, individuell geistige Schöpfung des Urhebers sein.
Wie entsteht der Schutz und wie weit geht er?
Urheber wird eine Person, sobald sie das Werk vollendet oder einen konkreten Entwurf erschaffen hat. Die Urhebereigenschaft ist der Person bzw. ihren Erben 70 Jahre über den Tod hinaus anhaftend, ohne dass jemals eine Registrierung erforderlich gewesen wäre, §§ 64, 28 UrhG. Denn die Werkschaffung muss nicht nach außen getragen worden sein, um ein Urheberrecht an diesem Werk entstehen zu lassen. Das Urheberrecht ist kein „Registerrecht“. Das ist ein wesentlicher Unterschied zum Copyright, bei dem der Rechteinhaber und nicht der Urheber geschützt wird und das Werk durch ein „c“-Zeichen als geschützt ausgezeichnet ist. Die Form und der Inhalt des Werks sind geschützt, nicht jedoch die Idee oder das Werkthema. Nur die konkrete Gestaltung des Themas ist geschützt, damit die Allgemeinheit weiterhin zu diesem Thema schöpferisch tätig sein kann.
Der Urheber hat als Schöpfer des Werks das Recht es zu zerstören, zu verändern oder einfach der Öffentlichkeit nicht zugänglich zu machen. Er kann eine Entstellung des Werks durch Dritte verbieten, wenn diese seine Interessen an dem Werk gefährden könnte, § 14 UrhG.
Die wichtigsten Rechte des Urhebers sind die Verwertungsrechte, § 15 UrhG.
Sie sind ausschließlich, sodass sie allein dem Urheber zustehen, wenn er Dritten keine Rechte eingeräumt hat. Er darf das Werk vervielfältigen, verbreiten, ausstellen oder öffentlich wiedergeben (positives Benutzungsrecht). Im Umkehrschluss darf er Dritte von der Benutzung ausschließen (negatives Verbietungsrecht). Die private Nutzung eines nicht digitalen Werks durch den Endverbraucher kann er jedoch nicht verbieten.
Um einen wirtschaftlichen Ertrag aus der Werkschöpfung zu erhalten, kann der Urheber Nutzungsrechte an dem Werk einräumen §§ 31 ff. UrhG. Dieser Nutzungsvertrag erfolgt dann gegen eine Vergütung. Aufgrund der Komplexität von Nutzungsverträgen ist es ratsam vor Abschluss einen Fachanwalt und Anwalt für Urheberrecht zu konsultieren, um den genauen Umfang der Nutzungsrechte abzustimmen.
Abschließend lässt sich zusammenfassen, dass das Urheberrecht zunächst sehr klar strukturiert scheint, indem es dem Urheber alle Rechte an dem Werk zugesteht. Schwer abzustecken ist jedoch meist die Reichweite des Schutzes bzw. ab wann eine Verletzung der Urheberrechte vorliegt.
Darüber hinaus kommt es bei der vertraglichen Einräumung von Nutzungsrechten darauf an, die Details des jeweiligen Nutzungsvertrags rechtlich zu bewerten, um eine Verletzung der Urheberrechte ausschließen zu können. Daher ist es ratsam, bei einer urheberrechtlichen Abmahnung oder einer Verletzung Ihrer Urheberrechte einen Fachanwalt im Medienrecht zu befragen.
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