Source: http://kantoreiarchiv.de/kinder-jugend-familienhilfe/rheinland-pfalz/ambulante-hilfen/
Timestamp: 2018-08-19 18:51:55
Document Index: 360030031

Matched Legal Cases: ['§ 1684', '§ 30', '§31', '§ 41', '§ 34', '§ 27', '§ 35', '§ 41', '§ 35']

Ambulante Hilfen - Stiftung kreuznacher diakonie
Unterstützung von Familien, Kindern und Jugendlichen in ihrer Lebenswelt
Die ambulanten Hilfen unterstützen Familien, Kinder und Jugendliche in ihrer Lebenswelt bei der Bewältigung von Alltagsproblemen und Krisen, in ihrer Erziehungsfähigkeit sowie im Kontakt mit Ämtern und Institutionen.
Die Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Niederwörresbach entwickelt die ambulanten Angebote bedarfsentsprechend weiter. Auf Grundlage der hohen fachlichen Kompetenzen und systemischen Grundhaltung unserer pädagogischen Fachkräfte, die alle über differenzierte Zusatzqualifikationen verfügen, bieten wir umfassende, sich ergänzende Angebote an:
Umgang mit beiden Elternteilen gewährleisten
Im Rahmen von Sorgerechts- und Umgangsentscheidung bei Trennung und Scheidung kann das Familiengericht nach § 1684 Abs. 4 BGB anordnen, "dass der Umgang nur stattfinden darf, wenn ein mitwirkungsbereiter Dritter anwesend ist. Dritter kann auch ein Träger der Jugendhilfe oder ein Verein sein; dieser bestimmt jeweils, welche Einzelperson die Aufgabe wahrnimmt."
Die konkreten Inhalte des Begleiteten Umgangs werden im Hilfeplan vereinbart.
Konflikthafte Lebenssituationen meistern
Die Erziehungsbeistandschaft ist ein Angebot der ambulanten Erziehungshilfe. Der Auftrag besteht in der Klärung und Bearbeitung konflikthafter Lebenssituationen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Dabei wird die Aufrechterhaltung des gewohnten und vertrauten Lebenskreises von Kindern und Jugendlichen in ihren Familien angestrebt.
Bei älteren Jugendlichen kann auch neben der Bewältigung familiärer Konfliktsituationen die Klärung und Unterstützung der schulischen und beruflichen Perspektive sowie die Verselbstständigung im Mittelpunkt stehen. Die Beratung zielt auf eine längerfristige lebensweltorientierte Problemlösung ab und hat in der Regel aufsuchenden Charakter.
Das Angebot des § 30 SGB VIII richtet sich an Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene und deren Familien,
die sich in einer konflikthaften Lebenssituation befinden und bei denen der weitere Verbleib des Kindes in der Familie in Frage steht,
die Unterstützung bei der Bewältigung von persönlichen oder innerfamiliären Konflikten und Krisen benötigen,
die Unterstützung bei der Bewältigung von Entwicklungsproblemen benötigen,
die Unterstützung, Begleitung und Beratung bei der Verselbständigung benötigen,
die Unterstützung, Begleitung und Beratung bei schulischen und beruflichen Perspektiven benötigen.
Zeitlich befristete Beratung, Betreuung und Begleitung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen und deren Familien bei:
der Bewältigung von Alltagsproblemen,
der Lösung von Konflikten und Krisen zwischen Minderjährigen und Eltern,
der Verselbständigung,
der Bewältigung von Entwicklungsproblemen und persönlichen Hemmnissen,
Erziehungsaufgaben,
Kontakten mit Ämtern und Institutionen.
Sozialpädagogische Familienhilfe (§31 SGB VIII) soll durch intensive Betreuung und Begleitung Familien in ihren Erziehungsaufgaben, bei der Bewältigung von Alltagsproblemen, der Lösung von Konflikten und Krisen sowie im Kontakt mit Ämtern und Institutionen unterstützen und Hilfe zur Selbsthilfe geben. Sie erfordert die Mitarbeit der Familie.
Familien, in deren Familiensystem tiefgreifende Beziehungsdefizite entstanden sind,
Kinder und Jugendliche mit auffälligem Schul- und Sozialverhalten,
Existenzielle Familienprobleme, beispielsweise durch Schuldenprobleme o.ä.,
Familien, insbesondere auch Alleinerziehende, in Überforderungssituationen,
Familien mit der Bereitschaft zur Veränderung und Verbesserung ihrer individuellen Situation.
Ziel der Sozialpädagogischen Familienhilfe (SPFH) ist es, die Familien dahingehend zu unterstützen und zu begleiten, dass sie ihre Ressourcen wiederentdecken, neu erschließen und erweitern und somit zu einer selbständigen Lebensführung kommen:
Sicherung der elementaren Grundbedürfnisse der Familie (z.B. Finanzen, Ernährung, Wohnraum, Bildung, Gesundheit),
Stärkung der Erziehungsfähigkeit der Eltern,
Stärkung der positiven emotionalen Beziehung und des Selbstwertgefühls der Familienmitglieder,
Integration in das soziale Umfeld,
Befähigung der Familienmitglieder, Krisen und Probleme eigenständig zu lösen,
Sicherung der Rückführung von Kindern und Jugendlichen aus stationären Maßnahmen in den familiären Haushalt.
§ 41 i.V.m. § 34 SGB VIII
Selbstständigkeit und Eigenverantwortung weiterentwickeln
In dieser ambulanten erzieherischen Betreuungsform sollen Jugendliche bzw. junge Erwachsene die Möglichkeit haben, selbstständiges und eigenverantwortliches Handeln zu festigen und ihre schulischen und beruflichen Perspektiven zu entwickeln.
Sie eignet sich besonders für junge Menschen, bei denen ein Verbleib bei den Angehörigen nicht mehr möglich ist, bei denen die Unterbringung oder der Verbleib in einer Pflegefamilie oder in der Gruppenbetreuung einer Einrichtung nicht oder nicht mehr angezeigt ist.
Junge Menschen, die mindestens 16 Jahre alt sind,
Junge Menschen, die auf Grund sozialer Benachteiligung und individueller Beeinträchtigung nicht mehr in ihr Herkunftsfamilie verbleiben können,
Junge Menschen, die in Eigeninitiative bereits ihr Elternhaus verlassen haben und bei denen Bedarf zu Erziehung durch das zuständige Jugendamt festgestellt wurde,
Junge Menschen, die bereits in anderen Formen der Erziehungshilfe untergebracht waren (Heim, Pflegefamilie) und zur weiteren Absicherung ihres Weges in die Selbständigkeit und Eigenverantwortung noch Hilfe und Unterstützung brauchen.
Um dem jeweiligen Entwicklungsstand gerecht zu werden, ist das Gesamtkonzept von der Möglichkeit geprägt, verschiedene Zielsetzungen in verschiedenen Entwicklungsphasen anzustreben. Leitlinie dabei ist, durch flexible Übergänge mit unterschiedlicher Betreuungsintensität im jeweils geeigneten räumlichen Setting durch die „Hilfe aus einer Hand“ dem jeweils individuellen Bedarf gerecht zu werden.
Erlernen eigenveantwortlicher Lebensführung und Hinführung zur Selbständigkeit,
Eröffnung und Festigung schulischer und beruflicher Perspektiven,
Erlernen demokratischer und gesellschaftlicher Regeln und Beteiligungsformen,
Aufbau und Integration in das soziale Umfeld.
Das Ambulante Clearing orientiert sich an der aufsuchenden sozialpädagogischen Familienhilfe und deren Methoden. Anhand der Fragestellungen des Jugendamtes und der Familie wird eine von allen Beteiligten getragene Einschätzung der Situation der Familie erarbeitet.
Minderjährige und deren Familien in krisenhaften Situationen.
Im Mittelpunkt der Arbeit stehen Fragen
zur Klärung der Auswirkungen der gegenwärtigen Familiensituation auf die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen,
zur Identifizierung und Aktivierung von familieneigenen Stärken und Ressourcen sowie
zur Erarbeitung vorhandener bzw. zu entwickelnder Unterstützung im sozialen Umfeld der Familie.
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Analyse gefilmter Alltagssituationen
Video-Home-Training (VHT) ist eine kurze, intensive Form aufsuchender Familienarbeit. Ihr liegt ein lösungs- und lebensweltorientierter, die Eltern in ihrer Handlungskompetenz und in ihrer Elternrolle aktivierender und unterstützender Ansatz zu Grunde. VHT filmt die Familie in ihren Alltagssituationen. Anschließend werden die Aufnahmen mit dem Fokus auf gelungene Interaktion mit der Familie gemeinsam analysiert.
VHT bietet Hilfe für Kinder vom Babyalter bis zu zwölf Jahren bei:
auffälligem Verhalten,
psychischen und psychosomatischen Beeinträchtigungen, z.B. Schlaf-, Essstörungen, Schreibabys,
Familienproblemen (Trennung, Scheidung),
ADHS-Kindern,
Pflege- und Adoptionsverhältnissen,
Rückführung des Kindes in die Familie nach Unterbringung in einer staitonären Wohngruppe,
Familien mit Kindern mit einer Behinderung.
Stärkung des Selbstwertgefühls aller Familienmitglieder,
Festigung und Entwicklung der Erziehungskompetenzen,
Möglichkeit, eigene Lösungswege im Umgang mit den Kindern zu entwickeln,
Förderung und Verbesserung der Kommunikation.
1. Filmaufnahme von Situationen
Zu Beginn der Maßnahme besucht der/die VHT-Trainer/-in Sie wöchentlich, wobei wechselweise eine Situation aufgenommen und in der folgenden Woche besprochen wird. In der Regel umfasst das VHT sechs bis zehn solcher Einheiten.
2. Kommunikationsmuster betrachten
Endlose Diskussionen über die Hausaufgaben, jeden Abend wird es spät beim Zubettgehen, das Zimmer bleibt unaufgeräumt. Wer kennt solche Situationen nicht? Manchmal können diese alltäglichen Dinge zu einer Krise führen, man „sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht“.
Video-Home-Training (VHT) kann bei akuten Erziehungsproblemen hilfreich sein und Sie bei der Bewältigung einer Krise unterstützen.
VHT ist eine familienbegleitende Maßnahme, die Ihre Fähigkeiten in der Erziehung Ihrer Kinder erweitert und stärkt. Beim VHT fängt die Kamera im Alltag die Kommunikationsmuster der Kinder und Eltern bzw. der Mutter oder des Vaters ein. Mit einem/einer geschultem/-n Pädagogen/-in filtern Sie gemeinsam die gelingenden Elemente raus, verstärken diese und üben sie ein. Beim VHT stehen Sie und Ihr/-e Kind/-er im Mittelpunkt, Sie legen fest, welche Erziehungsfragen in den Fokus genommen werden.
Im Fokus steht die Kommunikation
Wie gehen wir in der Familie miteinander um?
Was ist hilfreich, damit Kommunikation gelingt?
3. Fähigkeiten ausarbeiten
Wenn etwas nicht gelingt, dann spürt man die Konsequenzen meist schnell. Doch wie geht es besser? Um das herauszufinden, kann Sie VHT mit professioneller Begleitung unterstützen. In der Regel läuft ja nicht alles schlecht. Sie als Mutter oder Vater wünschen gute Kontakte zu Ihren Kindern - wie können Sie diese wieder herstellen? Die Kinder senden positive Signale - wie können Sie diese besser erkennen? Im VHT geht es nicht um lange Analysen von Problemen. Das VHT hilft, die schon vorhandenen, gelingenden Anteile im Miteinander von Eltern und Kindern aufzuzeigen und weiter zu verbessern. Die Bilder der Kamera zeigen den Beteiligten, was in der Kommunikation gelingt und wie sie gegebenenfalls geändert werden kann.
Eltern von Kindern mit Behinderungen, Entwicklungsverzögerungen und/oder Verhaltensauffälligkeiten sind immer weniger bereit, für ihre Kinder anstrengende Fahrwege und die Ausgrenzung aus dem alltäglichen Lebensumfeld in Kauf zu nehmen. Des Weiteren bietet die Integration ein unschätzbar wichtiges Lernfeld für Toleranz und Solidarität und den Umgang mit „Andersein“ für Kinder mit und Kinder ohne Behinderungen.
Die Plätze in integrativ arbeitenden Einrichtungen reichen oftmals insbesondere im ländlichen Raum nicht aus. Durch den Einsatz qualifizierter Fachkräfte der Stiftung kreuznacher diakonie werden Integrationsmaßnahmen in pädagogischen Regeleinrichtungen (Kitas und Schulen) ermöglicht.
Ziel der Integrationsmaßnahme ist es, Kinder mit (drohenden) Behinderungen, Entwicklungsverzögerungen und/oder Verhaltensauffälligkeiten in Regeleinrichtungen zu fördern und in diese zu integrieren.
I-Plätze in der Integrativen Kindertagesstätte Bad Kreuznach | Kinderhaus Arche
I-Kräfte | Ambulanter Inklusionsfachdienst
§ 27 SGB VIII i.V.m. § 35 SGB VIII für Jugendliche sowie die Hilfe für junge Volljährige gemäß § 41 SGB VIII i.V.m. § 35 SGB VIII.
Junge Menschen, für die die Intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung als Hilfe angezeigt ist, haben in der Regel eine besonders problembelastete Lebenssituation zu bewältigen. Ihr Erfahrungshintergrund ist meist geprägt durch Beziehungsabbrüche, Vernachlässigung, Vereinsamung, Gewalt und andere Verletzungen ihrer psychischen und physischen Integrität. Diese Belastungen und ihre Auswirkungen gefährden die soziale Integration und haben dann beispielsweise zur Folge, dass die jungen Menschen ihren Lebensmittelpunkt auf der Straße suchen und Hilfe benötigen, um nicht in gefährdende Milieus wie die Drogen-, Prostitutions- und Gewaltszene abzugleiten oder sich darin zu verfestigen.
Für diese jungen Menschen sind andere Angebote der Erziehungshilfe ungeeignet, sie zu erreichen, mit ihnen in Kontakt zu treten und eine notwendigerweise längerfristige, intensive Beziehungsarbeit aufzubauen. Eine zu enge Zielgruppenfixierung und eine Defizitorientierung ist zu vermeiden.
Die Intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung verfolgt laut Gesetzestext das Ziel der sozialen Integration und eigenverantwortlichen Lebensführung des jungen Menschen.
Die Umsetzung dieser Zielsetzung muss jedoch immer und gerade auch bei der Intensiven sozialpädagogischen Einzelbetreuung an den Besonderheiten des Einzelfalles orientiert sein. Sie muss folglich als ein angestrebter Idealzustand verstanden werden, dem sich die Betreuung oft nur über Umwege und individuelle Zielanpassungen schrittweise annähern kann.
In diesem Sinne konzentrieren sich die spezifischen Ziele, die der Intensiven sozialpädagogischen Einzelbetreuung durch die Zielgruppe vorgegeben sind, im wesentlichen auf die Stärkung der psychosozialen Kompetenzen und die Stabilisierung der Persönlichkeit des jungen Menschen, um eine befriedigende Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Dazu bedarf es des Abbaus von Gefährdungen und entwicklungsbedingten Krisen . Die individuellen Ziele werden im Hilfeplanverfahren festgelegt.
Die Intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung soll in der Lebenswelt des jungen Menschen unter Einbezug der vorhandenen und nutzbaren sozialen Ressourcen stattfinden und ist auf lebenspraktische Hilfen unter Nutzung auch weiterer Leistungen der Jugendhilfe und anderer Träger ausgerichtet.
Die Betreuung besteht aus gesprächs-, handlungs- und gegebenenfalls auch erlebnisorientierten Inhalten. Sie umfasst neben der intensiven Hilfestellung bei persönlichen Problemen und Notlagen auch Hilfestellung bei der:
Gestaltung der Freizeit.
Leistungsbeschreibung Betreutes Wohnen (pdf 305 KB)herunterladen
Leistungsbeschreibung Betreuter Umgang (pdf 405 KB)herunterladen
Leistungsbeschreibung Sozialpädagogische Familienhilfe (pdf 414 KB)herunterladen
Leistungsbeschreibung Video-Home-Training (pdf 322 KB)herunterladen
Leistungsbeschreibung Ambulantes Clearing UMF (pdf 412 KB)herunterladen
Stefanie Greweling
Tel.: 06785/9779-80