Source: http://jumpcgi.bger.ch/cgi-bin/JumpCGI?id=10.10.2012_1B_397/2012
Timestamp: 2013-05-23 12:15:24
Document Index: 190885982

Matched Legal Cases: ['Art. 393', 'Art. 29', 'Art. 29', 'Art. 107', 'Art. 29', 'Art. 5', 'Art. 78', 'Art. 93', 'Art. 98', 'Art. 426', 'Art. 5', 'Art. 9', 'Art. 29', 'Art. 32', 'Art. 36', 'Art. 6', 'Art. 263', 'Art. 248', 'Art. 426', 'Art. 248', 'BGE', 'Art. 197', 'Art. 197', 'Art. 197', 'BGE', 'Art. 248', 'Art. 263', 'Art. 264', 'Art. 170', 'Art. 264', 'Art. 171', 'Art. 264', 'Art. 264', 'Art. 97', 'Art. 105', 'Art. 197', 'Art. 426', 'Art. 423', 'Art. 424', 'Art. 416', 'Art. 421', 'Art. 426', 'Art. 426', 'Art. 248', 'Art. 423', 'Art. 426', 'Art. 428', 'Art. 416', 'Art. 421', 'Art. 428', 'Art. 423', 'BGE', 'Art. 426', 'Art. 423', 'Art. 66', 'Art. 68']

X.________, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanw�lte Dr. Thomas M�ller und Stefan G�umann sowie Rechtsanw�ltin Liliane Regenass,
Gegen die Entscheide des Zwangsmassnahmengerichts gelangte die Beschuldigte mit Beschwerde vom 19. Oktober 2011 an das Bundesgericht. Sie beantragt die Aufhebung des Entsiegelungsentscheides vom 16. September 2011 sowie der prozessleitenden Zwischenverf�gung vom 3. M�rz 2011 unter Kosten- und Entsch�digungsfolgen. Die in den Ziffern 1.2-1.7 des angefochtenen Entscheiddispositives vom 16. September 2011 aufgelisteten Unterlagen seien von der Entsiegelung ebenfalls auszunehmen. Angefochten wird auch die der Beschwerdef�hrerin (in Ziffer 3 des Dispositives) auferlegte Entscheidgeb�hr von Fr. 10'000.--.
Die Staatsanwaltschaft und das Zwangsmassnahmengericht beantragen je die Abweisung der Beschwerde. Die Beschwerdef�hrerin replizierte am 12. Dezember 2011 (Verfahren 1B_595/2011).
Mit Urteil vom 21. M�rz 2012 entschied das Bundesgericht, dass es in besonders komplexen Entsiegelungsf�llen nicht als erste und einzige Beschwerdeinstanz gegen Entscheide des Zwangsmassnahmengerichts fungiert und dass in solchen Ausnahmef�llen zun�chst die StPO-Beschwerde an die kantonale Beschwerdeinstanz (bzw. bei Bundesgerichtsbarkeit an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts) gegeben ist. Gest�tzt darauf erkl�rte das Bundesgericht im hier zu beurteilenden besonders komplexen Entsiegelungsfall das Obergericht des Kantons Thurgau f�r zust�ndig, und es �berwies ihm die Streitsache von Amtes wegen zur Instruktion des Beschwerdeverfahrens nach Art. 393 ff. StPO (Verfahren 1B_595/2011).
Mit Entscheid vom 15. Mai 2012 trat das Obergericht des Kantons Thurgau auf die ihm �berwiesene Beschwerdesache nicht ein. Es erkl�rte sich f�r unzust�ndig und erwog, bei Weiterleitungsentscheiden sei die betroffene kantonale Gerichtsinstanz (anders als bei R�ckweisungsentscheiden) nicht an die Erw�gungen des Bundesgerichts gebunden.
Gegen den Nichteintretensentscheid des Obergerichts gelangte X.________ mit Beschwerde vom 2. Juli 2012 an das Bundesgericht. Sie beantragt im Hauptstandpunkt, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und das Obergericht zu verpflichten, die Beschwerde vom 19. Oktober 2011 materiell zu beurteilen. Zur Begr�ndung verweist sie namentlich auf das bundesgerichtliche Urteil 1B_595/2011 vom 21. M�rz 2012.
Nach dem Nichteintretensentscheid des Obergerichtes ist die Beschwerde gegen den Entsiegelungsentscheid des Zwangsmassnahmengerichts vom 16. September 2011 sowie die prozessleitende Zwischenverf�gung vom 3. M�rz 2011 weiterhin beim Bundesgericht h�ngig. Zu pr�fen ist, ob die Entsiegelungsstreitsache zur materiellen Behandlung an das Obergericht zur�ckzuweisen ist oder ob das Bundesgericht die Beschwerde vom 19. Oktober 2011 (Verfahren 1B_595/2011) selbst materiell beurteilt. Das Bundesgericht pr�ft diese Frage von Amtes wegen (Art. 29 Abs. 1 BGG). Der Meinungsaustausch �ber die Zust�ndigkeitsfrage hat unterdessen stattgefunden (vgl. Art. 29 Abs. 2 BGG).
1.1 In seinem Urteil 1B_595/2011 vom 21. M�rz 2012 (publiziert in Pra 2012 Nr. 69 S. 467) hat das Bundesgericht nach �ffentlicher Beratung entschieden, dass es in besonders komplexen Entsiegelungsf�llen nicht als erste und einzige Beschwerdeinstanz gegen Entscheide des Zwangsmassnahmengerichtes fungieren kann und dass in solchen Ausnahmef�llen zun�chst die StPO-Beschwerde an die kantonale Beschwerdeinstanz (bzw. bei Bundesgerichtsbarkeit an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts) gegeben ist. Der Entscheid wurde ausf�hrlich begr�ndet. Der vom Obergericht vertretene Standpunkt, es sei im vorliegenden sehr komplexen Fall nicht als Beschwerdeinstanz zust�ndig, wurde ausdr�cklich verworfen. Der angefochtene Nichteintretensentscheid des Obergerichts setzt sich mit diesen Erw�gungen nicht n�her auseinander.
1.2 Bei dieser Sachlage w�re der angefochtene Nichteintretensentscheid zwar aufzuheben und die Streitsache zur materiellen Erledigung im StPO-Beschwerdeverfahren an das Obergericht zur�ckzuweisen (Art. 107 Abs. 2 BGG). In Nachachtung des Beschleunigungsgebotes in Strafsachen (Art. 29 Abs. 1 BV, Art. 5 Abs. 1 StPO), dem auch die kantonalen Instanzen Rechnung zu tragen haben, dr�ngt es sich unterdessen jedoch auf, dass das Bundesgericht den besonders komplexen Entsiegelungsfall ausnahmsweise selber unverz�glich materiell behandelt. Das Entsiegelungsgesuch datiert vom 8. Oktober 2010; der Entsiegelungsentscheid des Zwangsmassnahmengerichts wurde am 16. September 2011 gef�llt, der mitangefochtene prozessleitende Zwischenentscheid am 3. M�rz 2011. Am 5. Juli 2012 ersuchte die Staatsanwaltschaft um bef�rderliche Behandlung der Entsiegelungsangelegenheit. Die Beschwerdef�hrerin beansprucht mit ihrer Beschwerde vom 19. Oktober 2011 prim�r Rechtsschutz gegen den Entsiegelungsentscheid des Zwangsmassnahmengerichts. F�r den Fall einer abschl�gigen Behandlung ihrer Beschwerde gegen den obergerichtlichen Nichteintretensentscheid (Verfahren 1B_397/2012) beantragt sie im Eventualstandpunkt ausdr�cklich, das Bundesgericht habe ihre h�ngige Beschwerde vom 19. Oktober 2011 zu pr�fen und gutzuheissen (Verfahren 1B_595/2011). Der in der Entsiegelungssache beanspruchte Rechtsschutz wird mit der materiellen Pr�fung des erstinstanzlichen Entsiegelungsentscheides durch das Bundesgericht somit ausreichend und mit der hier gebotenen Beschleunigung gew�hrleistet.
1.3 Die Sachurteilsvoraussetzungen von Art. 78 ff. BGG (im Hauptverfahren 1B_595/2011) sind grunds�tzlich erf�llt. Insbesondere droht ein nicht wieder gutzumachender Rechtsnachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG; Art. 98 BGG ist nicht anwendbar (Urteil 1B_595/ 2011 vom 21. M�rz 2012 E. 1 = Pra 2012 Nr. 69 S. 467 ff. E. 1).
1.4 Unter den dargelegten Umst�nden sind alle von der Beschwerdef�hrerin in ihren Beschwerden vom 19. Oktober 2011 und 2. Juli 2012 vorgebrachten R�gen gegen den Entsiegelungsentscheid noch offen und zu beurteilen. Damit stellt sich die Zust�ndigkeitsfrage nicht mehr und er�brigt es sich, auf die Erw�gungen des Urteils 1B_595/2011 vom 21. M�rz 2012 (die in der Doktrin teilweise auf Kritik gestossen sind) im vorliegenden Zusammenhang zur�ckzukommen.
2.1 Die Aktentriage vom 24. August 2011 habe ergeben, dass die Beschwerdef�hrerin bei einem Liegenschaftsgesch�ft, welches Gegenstand der Untersuchung bildet, von verschiedenen Anw�lten vertreten bzw. beraten worden sei. Die nicht dieses untersuchte Gesch�ft betreffenden Akten seien von der Entsiegelung auszunehmen. Zu entsiegeln seien Akten, die nicht der Anwaltst�tigkeit zuzurechnen sind und bei denen die Beschwerdef�hrerin "kein anderweitig sch�tzenswertes Interesse geltend gemacht" habe (angefochtener Entscheid, S. 3 f., E. 2). Das untersuchte Gesch�ft betreffende Korrespondenz sei ihr teilweise doppelt (von zwei Anw�lten) zugestellt worden. Diesbez�glich sei eine enge Zusammenarbeit zwischen einem mitbeschuldigten Schweizer Anwalt und dessen deutschen Kollegen erfolgt. Akten von Berufsgeheimnistr�gern d�rften entsiegelt werden, falls diese im gleichen Zusammenhang Mitbeschuldigte seien. Dies treffe f�r den genannten Schweizer Anwalt und einen mitbeteiligten Rechtsanwalt und Notar zu. Alle von diesen zwei Berufsgeheimnistr�gern in Zusammenhang mit dem untersuchten Gesch�ft produzierten und erhaltenen Unterlagen seien zu entsiegeln. Analoges gelte f�r konnexe Akten, welche von ihren Mitarbeitern oder B�ropartnern stammen. Soweit in diesem Zusammenhang ein anwaltlicher B�ropartner substituiert worden sei, gelte f�r diesen "kein origin�res", sondern ein vom mandatierten Anwalt abgeleitetes Anwaltsgeheimnis, weshalb f�r beide kein Berufsgeheimnisprivileg gelte. Als nicht mandatierter Anwalt habe der substituierte Kollege im Hinblick auf die Beschuldigte auch kein Zeugnisverweigerungsrecht. Letzteres gelte auch f�r den genannten Rechtsanwalt und Notar (vgl. angefochtener Entscheid, S. 4 E. 3).
2.2 Von der Entsiegelung auszunehmen seien (gem�ss Vorinstanz) die Unterlagen von nicht mitbeschuldigten deutschen Anw�lten. Die von ihnen bloss weitergeleiteten Aktendoppel der oben genannten mitbeschuldigten Berufsgeheimnistr�ger seien ihnen zwar "grunds�tzlich zur�ckzugeben". "Im Zweifelsfall" seien die vom mitbeschuldigten mandatierten Schweizer Anwalt stammenden Dokumente jedoch zu entsiegeln, "auch wenn sie �ber einen deutschen Anwalt der Beschuldigten zugeleitet worden sind". Einige der deutschen Anw�lte der Beschuldigten seien im Auftrag des fr�heren Ehemannes der Beschwerdef�hrerin t�tig gewesen. Die Beschwerdef�hrerin k�nne sich nicht auf Mandatsverh�ltnisse zwischen Anw�lten und Dritten als Entsiegelungshindernis berufen. Zur Durchsuchung freizugeben seien auch Anwaltsakten, welche der sogenannten Gesch�ftst�tigkeit von Anw�lten (als Verm�gensverwalter oder Treuh�nder) zuzurechnen sind. Der �berwiegende Teil der betreffenden Unterlagen stamme vom mitbeschuldigten Schweizer Anwalt. Nicht zu entsiegeln seien die Beschwerdef�hrerin betreffende fr�here Verteidigerakten dieses Rechtsvertreters sowie Anwaltsakten, die nichts mit dem untersuchten Liegenschaftsgesch�ft zu tun haben (vgl. angefochtener Entscheid, S. 4 f., E. 4-7). Was die "grunds�tzlichen" Entsiegelungs- und Beschlagnahmevoraussetzungen betrifft, verweist die Vorinstanz im �brigen auf die Begr�ndung ihrer prozessleitenden Verf�gung vom 3. M�rz 2011 (vgl. angefochtener Entscheid, S. 3 E. 1).
2.3 Angesichts des grossen Aufwandes f�r das Entsiegelungsverfahren (inklusive Aktentriage) legte die Vorinstanz der Beschwerdef�hrerin eine Entscheidgeb�hr von Fr. 10'000.-- (Maximalh�he nach dem kantonalen Geb�hrentarif) auf (Dispositiv Ziffer 3).
3.1 In der angefochtenen prozessleitenden Verf�gung vom 3. M�rz 2011 werde der Tatverdacht von Veruntreuung und Geldw�scherei einzig auf einen Haftentscheid der kantonalen Anklagekammer vom 6. September 2010 gest�tzt. Wann und auf wessen Initiative dieser Haftentscheid zu den Entsiegelungsakten genommen wurde, sei unklar. Der Aktenbeizug sei jedenfalls ohne Mitteilung an sie, die Beschwerdef�hrerin, erfolgt, und es sei ihr keine Gelegenheit einger�umt worden, dazu Stellung zu nehmen. Seit September 2010 seien zudem zahlreiche entlastende Dokumente aufgetaucht und entlastende Zeugenaussagen erfolgt, denen der Entsiegelungsrichter keine Rechnung getragen habe. Die Begr�ndung des Tatverdachtes st�tze sich auf reine Spekulation bzw. willk�rliche Tatsachenfeststellungen und verletze die Unschuldsvermutung.
3.2 Am 17. August 2011 habe sie, die Beschwerdef�hrerin, dem Vorschlag des Entsiegelungsrichters zugestimmt, dass dieser das Siegel bereits vor dem mit den Parteien vereinbarten Triagetermin (vom 24. August 2011) �ffnete und die zahlreichen sichergestellten Unterlagen im Hinblick auf eine effiziente Verfahrensf�hrung bereits vorab sichtete. Am 24. August 2011 habe die (partei�ffentliche) richterliche Triage der sichergestellten Dokumente stattgefunden. Die Beschwerdef�hrerin und die Staatsanwaltschaft h�tten sich dabei zu den Dokumenten �ussern k�nnen. Der Staatsanwaltschaft sei noch kein Einblick in die Akten gew�hrt worden. Im angefochtenen Entscheid scheine der Entsiegelungsrichter die Ansicht zu vertreten, dass (in Ermangelung von Geheimnisschutzgr�nden) eine Entsiegelung auch m�glich sei, wenn keine Konnexit�t zwischen den Dokumenten und dem untersuchten Sachverhalt vorliegt. Jedenfalls unterlasse es die Vorinstanz, konkret auszuf�hren, inwiefern die zahlreichen zur Entsiegelung freigegebenen Unterlagen einen Deliktskonnex aufwiesen. Eine entsprechende ausreichende Begr�ndung dr�nge sich aber besonders bei betroffenen Anwaltsakten auf. Die Beschwerdef�hrerin listet Hunderte von Unterlagen aus 16 Bundesordnern auf, die ihrer Ansicht nach mangels Deliktskonnexit�t nicht entsiegelt werden d�rften.
3.3 Weiter macht die Beschwerdef�hrerin geltend, Anwaltsakten d�rften nur entsiegelt werden, falls gegen die fraglichen Anw�lte selbst ein dringender konkreter Tatverdacht eines deliktischen Verhaltens besteht. Einen solchen Verdacht habe die Vorinstanz jedoch (gegen�ber den mitbeschuldigten Anw�lten) weder gepr�ft noch dargelegt. Soweit der Entsiegelungsrichter davon ausgehe, ein von der Entsiegelung mitbetroffener Anwalt sei von ihr, der Beschwerdef�hrerin, gar nicht mandatiert worden, sei diese Ansicht unzutreffend bzw. nicht begr�ndet. Selbst wenn der fragliche Anwalt von einem mitbeschuldigten Kollegen substituiert worden w�re, gelte f�r Ersteren das Anwaltsgeheimnis bzw. ein Beschlagnahmeverbot. Bundesrechtswidrig sei sodann die Ansicht des Entsiegelungsrichters, soweit ihre Schweizer Anw�lte deutsche Korrespondenzanw�lte mandatiert h�tten, falle der betreffende Schriftverkehr nicht unter das Anwaltsgeheimnis. Bei gewissen Dokumenten habe die Vorinstanz offensichtlich zu Unrecht eine Geheimnistr�gerschaft verneint.
3.4 Ausserdem sei ihr, der Beschwerdef�hrerin, in Verletzung von Art. 426 StPO eine Entscheidgeb�hr von Fr. 10'000.-- auferlegt worden.
3.5 Nach Ansicht der Beschwerdef�hrerin verletzen die angefochtenen Entscheide in diesem Zusammenhang Art. 5, Art. 9, Art. 29 Abs. 2, Art. 32 Abs. 1 und Art. 36 BV, Art. 6 EMRK sowie Art. 263 f. i.V.m. Art. 248 Abs. 1 und Art. 426 StPO.
Bei Entsiegelungen ist dar�ber zu entscheiden, ob die Geheimnisinteressen, welche von der Inhaberin oder dem Inhaber der versiegelten Aufzeichnungen und Gegenst�nde angerufen werden, einer Durchsuchung und weiteren strafprozessualen Verwendung durch die Staatsanwaltschaft entgegen stehen (Art. 248 Abs. 1 StPO; BGE 137 IV 189 E. 4 S. 194 f.; 132 IV 63 E. 4.1-4.6 S. 65 ff.). Strafprozessuale Zwangsmassnahmen setzen auch voraus, dass ein hinreichender Tatverdacht vorliegt (Art. 197 Abs. 1 lit. b StPO) und der damit verbundene Eingriff verh�ltnism�ssig erscheint (Art. 197 Abs. 1 lit. c-d und Abs. 2 StPO).
Die Beschwerdef�hrerin bestreitet zun�chst einen hinreichenden Tatverdacht.
5.1 Im Gegensatz zum erkennenden Sachrichter hat das Bundesgericht bei der �berpr�fung des hinreichenden Tatverdachtes (Art. 197 Abs. 1 lit. b StPO) keine ersch�pfende Abw�gung s�mtlicher belastender und entlastender Beweisergebnisse vorzunehmen. Bestreitet der von strafprozessualen Zwangsmassnahmen Betroffene das Vorliegen eines ausreichenden Tatverdachts, ist vielmehr zu pr�fen, ob aufgrund der bisherigen Untersuchungsergebnisse gen�gend konkrete Anhaltspunkte f�r eine Straftat vorliegen, die Justizbeh�rden somit das Bestehen eines hinreichenden Tatverdachts mit vertretbaren Gr�nden bejahen durften. Es gen�gt dabei der Nachweis von konkreten Verdachtsmomenten, wonach das inkriminierte Verhalten mit erheblicher Wahrscheinlichkeit die fraglichen Tatbestandsmerkmale erf�llen k�nnte (vgl. BGE 137 IV 122 E. 3.2 S. 126; 124 IV 313 E. 4 S. 316; 116 Ia 143 E. 3c S. 146).
5.2 In der mitangefochtenen prozessleitenden Zwischenverf�gung vom 3. M�rz 2011 (E. 5, S. 6 f.) wird der Tatverdacht wie folgt begr�ndet:
Im Zusammenhang mit dem Verkauf einer Villa in St. Moritz bestehe der begr�ndete Verdacht, "dass ein Betrag von Fr. 4 Mio. deliktischer Herkunft sein k�nnte". Dies ergebe sich "unter anderem aus dem Umstand, dass Sinn und Zweck verschiedener dazu get�tigter Transaktionen nicht nachvollziehbar" seien, "weil sie weder wirtschaftlich noch rechtlich einen Sinn machen, es sei denn zur Verschleierung einer m�glichen deliktischen Herkunft". Vor der Ver�usserung der Liegenschaft an den K�ufer, der neben dem verurkundeten Kaufpreis von Fr. 17,5 Mio. mit unklarer bzw. widerspr�chlicher Begr�ndung noch zus�tzlich Fr. 4 Mio. an die Beschwerdef�hrerin �berwiesen habe, sei das Eigentum an der Liegenschaft an ihre Kinder �bertragen worden, gegen Einr�umung eines Wohnrechts an die Beschwerdef�hrerin. Diese Eigentums�bertragung sei "kurze Zeit sp�ter wieder r�ckg�ngig gemacht" worden, indem die Liegenschaft dem genannten K�ufer �berschrieben worden sei. Auf diese Weise sei das "faktisch 'verselbst�ndigte' Wohnrecht quasi aus dem Kaufobjekt 'herausgesch�lt'" worden, mit dem Ziel, es separat ver�ussern zu k�nnen. Um die betreffende Zusatzverg�tung bestm�glich zu kaschieren, seien verschiedene Massnahmen ergriffen worden. Die Zusatzentsch�digung sei nicht �ffentlich beurkundet worden. Sodann sei die Zahlung in bar geleistet worden, um keine "Papierspur" zu hinterlassen. Zur Einzahlung des Bargeldes sei eigens ein neues Bankkonto f�r die Beschwerdef�hrerin er�ffnet worden. Es bestehe der Verdacht, dass dieses Prozedere letztlich dem Ziel diente, kontaminiertes Geld aus strafrechtlich abgeurteilten Delikten des fr�heren Ehemannes der Beschwerdef�hrerin dem Zugriff der Rechtspflege zu entziehen. F�r weitere Details k�nne auf die Begr�ndung eines Haftanordnungsentscheids vom 6. September 2010 der kantonalen Anklagekammer verwiesen werden. Auch im Entsiegelungsverfahren habe die Beschwerdef�hrerin keine Dokumente vorgelegt, die geeignet w�ren, die fraglichen Transaktionen zu plausibilisieren. Zwar m�sse eine beschuldigte Person nicht ihre Unschuld beweisen. Sie habe sich jedoch die gesetzlich zul�ssigen Zwangsmassnahmen gefallen zu lassen, wenn sie nicht willens oder nicht in der Lage sei, den Tatverdacht zu entkr�ften.
Die Strafuntersuchungen gegen die Beschwerdef�hrerin und einen mitbeschuldigten fr�heren Anwalt seien aufgrund von Verdachtsmeldungen der Meldestelle f�r Geldw�scherei im Bundesamt f�r Polizei sowie einer Bank er�ffnet worden. In den schweizerischen Verfahren seien die Verbrechen des fr�heren Ehemannes der Beschwerdef�hrerin als Geldw�scherei-Vortaten anzusehen. Dieser sei am 18. Dezember 2001 in Deutschland wegen Betruges in 145 F�llen, bandenm�ssigen Betruges in weiteren 97 F�llen sowie Kapitalanlagebetruges mit einem Deliktsbetrag von mehreren hundert Millionen D-Mark zu 12 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden. Die Beschwerdef�hrerin sei am 3. Dezember 2009 vom Landgericht Karlsruhe wegen Geldw�scherei (an Deliktsgut im fraglichen Fall) bereits rechtskr�ftig verurteilt worden. Ihr und dem genannten Anwalt werde vorgeworfen, weitere Verm�genswerte deliktischen Ursprungs (Schmuck sowie eine Liegenschaft) in strafbarer Weise weiterver�ussert (bzw. die entsprechenden Transaktionen organisiert) zu haben. Im Zusammenhang mit dem Verkauf einer Liegenschaft in St. Moritz bestehe der begr�ndete Verdacht, "dass die Zahlung eines Betrags von Fr. 4 Mio." an die Beschwerdef�hrerin, welchen der K�ufer "�ber den beurkundeten Kaufpreis von Fr. 17,5 Mio. hinaus" bezahlt habe, "deliktischer Herkunft sein k�nnte". Der Verdacht st�tze sich auf den Umstand, dass der Sinn und Zweck verschiedener Transaktionen weder wirtschaftlich noch juristisch nachvollziehbar sei. Offenbar dienten diese der "Verschleierung einer m�glichen deliktischen Herkunft". Kurz nachdem die Beschwerdef�hrerin ihren Eigentumsanteil (gegen ein Wohnrecht zu ihren Gunsten) an ihre Kinder �bertragen habe, sei die Liegenschaft weiterver�ussert worden. Die Bezahlung des erw�hnten Aufpreises von Fr. 4 Mio. habe der K�ufer unklar bzw. widerspr�chlich begr�ndet. Zur Verschleierung sei der Aufpreis nicht �ffentlich beurkundet worden. Sodann sei die Zahlung, offenbar zur Verwischung von Transaktionsspuren wie Bank�berweisungen, in bar geleistet worden. Und schliesslich sei das Geld auf ein "eigens hiezu er�ffnetes Bankkonto" der Beschwerdef�hrerin einbezahlt worden. Es bestehe der Verdacht, dass damit betr�gerisch erworbenes Verm�gen (des in Deutschland verurteilten Ex-Ehemannes der Beschwerdef�hrerin) reingewaschen werden sollte. Der mitbeschuldigte Anwalt habe einger�umt, die fraglichen Transaktionen f�r sie "vorbereitet und begleitet" zu haben. Weiter habe er bei der �bertragung von Fr. 600'000.-- auf ein auf seinen Namen lautendes Konto mitgewirkt, obwohl ihm bekannt gewesen sei, dass Ertr�gnisse aus Liegenschaftsverk�ufen nicht der Beschwerdef�hrerin zust�nden und auch "die Verrechnung irgendwelcher Provisionszahlungen nicht ohne entsprechende Deklaration bzw. Zustimmung des Insolvenzverwalters zu Lasten seiner Mandantin und zu seinen eigenen Gunsten (bzw. allenfalls der Anwalts-AG)" h�tte erfolgen d�rfen. Bei einer Zahlung von USD 1'489'500.-- auf das Konto der Beschwerdef�hrerin habe der mitbeschuldigte Anwalt der Bank gegen�ber "eine Begr�ndung abgegeben, welche offenbar nicht mit der Realit�t �bereinstimmt". Es falle auch auf, dass die Beschwerdef�hrerin (nach Darstellung des Anwaltes) "innert relativ kurzer Frist Schmuckst�cke und Juwelen in einem Gesamtumfang von mehr als USD 2,5 Mio ver�ussert haben m�sste" und sich gleichzeitig von der Villa in St. Moritz getrennt habe. F�r die angeblichen Schmuck- und Juwelenverk�ufe in Millionenh�he seien aber keinerlei Belege vorgelegt worden.
5.4 Wie das Bundesgericht schon im Urteil 1B_27/2012 vom 27. Juni 2012 (E. 7.6) festgestellt hat, h�lt die Annahme eines hinreichenden Tatverdachtes (insbesondere von Geldw�scherei) im aktuellen Verfahrensstadium vor dem Bundesrecht stand. Willk�rliche Tatsachenfeststellungen der Vorinstanz (oder eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs) sind in diesem Zusammenhang nicht ersichtlich. Die Beschwerdef�hrerin hatte (auch im vorliegenden Verfahren) ausreichend Gelegenheit, sich zu den von den kantonalen Beh�rden dargelegten Verdachtsgr�nden zu �ussern. Spezifische Fragen der Beweisw�rdigung sind nicht im Entsiegelungsverfahren abschliessend zu beurteilen, sondern - im Falle einer strafrechtlichen Anklage - vom erkennenden Strafgericht.
Zu pr�fen ist sodann, inwiefern sich die Beschwerdef�hrerin auf das anwaltliche Berufsgeheimnis als Entsiegelungshindernis berufen kann.
6.1 Gem�ss Art. 248 Abs. 1 StPO k�nnen nur die Inhaberinnen oder Inhaber von vorl�ufig sichergestellten (und allenfalls nach Art. 263 ff. StPO voraussichtlich zu beschlagnahmenden) Aufzeichnungen und Gegenst�nden gesch�tzte Geheimnisrechte anrufen und die Siegelung verlangen. Macht eine berechtigte Person geltend, eine Beschlagnahme sei wegen eines Aussage- oder Zeugnisverweigerungsrechts (oder aus anderen Gr�nden) nicht zul�ssig, so gehen die Strafbeh�rden nach den Vorschriften �ber die Siegelung vor (Art. 264 Abs. 3 StPO). Nicht beschlagnahmt werden d�rfen (ungeachtet des Ortes, wo sie sich befinden, und des Zeitpunktes, in welchen sie geschaffen worden sind) alle Gegenst�nde, namentlich Aufzeichnungen und Korrespondenzen, die aus dem Verkehr zwischen der beschuldigten Person und Personen stammen, die nach den Art. 170-173 StPO das Zeugnis verweigern k�nnen und die im gleichen Sachzusammenhang nicht selber beschuldigt sind (Art. 264 Abs. 1 lit. c StPO). Dazu geh�ren insbesondere Aufzeichnungen und Korrespondenzen aus dem Verkehr zwischen der beschuldigten Person und ihren (nicht selber beschuldigten) mandatierten Rechtsanw�ltinnen und Rechtsanw�lten (Art. 171 Abs. 1 StPO). Einem absoluten Beschlagnahme- und Entsiegelungsverbot unterliegen Unterlagen aus dem Verkehr der beschuldigten Person mit ihrer Verteidigung (Art. 264 Abs. 1 lit. a StPO).
6.3 Zwar macht die Beschwerdef�hrerin geltend, die Vorinstanz habe auch noch Akten von Anw�lten zur Durchsuchung freigegeben, die nicht selber mitbeschuldigt w�rden. Der in der Beschwerde vertretenen Ansicht, selbst wenn die fraglichen Anw�lte von ihrem mitbeschuldigten Kollegen substituiert worden w�ren, gelte zugunsten der Substituten ein Beschlagnahmeverbot, kann jedoch nicht gefolgt werden. Ein in der Sache selbst mitbeschuldigter Anwalt kann untersuchungsrelevante Beweisunterlagen aus dem Mandatsverh�ltnis (insbesondere seine eigene Korrespondenz mit der Mandantschaft) nicht dem Zugriff der Strafverfolgungsbeh�rde entziehen, indem er einfach B�ropartner mit dem Fall substituiert. Solches widerspr�che offensichtlich dem Sinn und Zweck von Art. 264 Abs. 1 lit. c StPO. Analoges gilt f�r die Einschaltung von ausl�ndischen Korrespondenzanw�lten zur Unterst�tzung des vom mitbeschuldigten Anwalt selbstst�ndig gef�hrten Mandats. Anders zu entscheiden w�re bei unabh�ngigen (origin�ren) Mandatsverh�ltnissen der Beschwerdef�hrerin mit nicht beschuldigten Anw�lten (im In- oder Ausland) in nicht untersuchungsrelevanten Sachbereichen. Dass solche Mandate von der Entsiegelung betroffen w�ren, wird von ihr nicht konkret dargetan. Offensichtlich unrichtige tats�chliche Feststellungen des Zwangsmassnahmengerichtes sind in diesem Zusammenhang nicht ersichtlich (vgl. Art. 97 Abs. 1 i.V.m. Art. 105 Abs. 2 BGG). Es kann offen bleiben, inwieweit gewisse Unterlagen aus Drittquellen dar�ber hinaus der nicht gesetzlich privilegierten sogenannten anwaltlichen Gesch�ftst�tigkeit (Verm�gens- und Immobilienverwaltung, Eigengesch�fte mit treuh�nderischen Darlehen und Provisionsbeteiligungen usw.) zuzurechnen w�ren.
Weiter macht die Beschwerdef�hrerin geltend, es werde von den kantonalen Strafjustizbeh�rden kein ausreichender Deliktszusammenhang zwischen Hunderten von zu entsiegelnden Dokumenten und dem Gegenstand der Untersuchung dargetan.
7.2 Zur Verh�ltnism�ssigkeit der Entsiegelung bzw. zur Beweiseignung der sichergestellten Dokumente (Art. 197 Abs. 1 lit. c-d und Abs. 2 StPO) erw�gt die Vorinstanz Folgendes: Die Durchsicht der beschlagnahmten Ordner habe ergeben, dass im Rahmen des untersuchten Gegenstandes (Liegenschaftsgesch�ft St. Moritz und damit verkn�pfte Finanztransaktionen) verschiedene Anw�lte in der Schweiz und in Deutschland t�tig geworden seien. Die Akten, die nichts mit dem Untersuchungsgegenstand zu tun haben, seien ausgesondert worden. Die Einzelkriterien der Triage sowie die konkret betroffenen Ordner und Dokumente ergeben sich aus dem 20 Seiten umfassenden Dispositiv des angefochtenen Entsiegelungsentscheides.
Die Beschwerdef�hrerin wendet sich schliesslich gegen die Auflage der erstinstanzlichen Entscheidgeb�hr. Sie habe die Kosten des Verfahrens nicht rechtswidrig und schuldhaft erwirkt und auch dessen Durchf�hrung nicht erschwert. Die Kostenauflage an sie (eventualiter auch deren H�he) verletze Art. 426 StPO.
8.1 Die Verfahrenskosten des Strafprozesses werden vom Bund oder dem Kanton getragen, der das Verfahren gef�hrt hat; abweichende Bestimmungen der StPO bleiben vorbehalten (Art. 423 Abs. 1 StPO). Bund und Kantone regeln die Berechnung der Verfahrenskosten und legen die Geb�hren fest (Art. 424 Abs. 1 StPO). Die Bestimmungen des 10. Titels der StPO �ber die Verfahrenskosten (sowie �ber Entsch�digung und Genugtuung) gelten f�r alle Verfahren nach StPO, insbesondere f�r in selbstst�ndigen strafprozessualen Zwischenentscheiden auferlegte Gerichtsgeb�hren (Art. 416 i.V.m. Art. 421 Abs. 2 lit. a StPO). Die beschuldigte Person tr�gt grunds�tzlich die Verfahrenskosten, wenn sie verurteilt wird (Art. 426 Abs. 1 StPO). Wird das Verfahren eingestellt oder die beschuldigte Person freigesprochen, so k�nnen ihr die Verfahrenskosten ganz oder teilweise auferlegt werden, wenn sie rechtswidrig oder schuldhaft die Einleitung des Verfahrens bewirkt oder dessen Durchf�hrung erschwert hat (Art. 426 Abs. 2 StPO).
8.2 Das Entsiegelungsverfahren vor dem Zwangsmassnahmengericht (Art. 248 StPO) stellt ein selbstst�ndiges erstinstanzliches Zwangsmassnahmenverfahren dar. Der Entsiegelungsentscheid schliesst das Strafverfahren nicht ab. Die Bestimmungen von Art. 423 Abs. 1 i.V.m. Art. 426 bzw. Art. 428 StPO gelten auch f�r das Entsiegelungsverfahren (Art. 416 i.V.m. Art. 421 Abs. 2 lit. a StPO). Art. 428 StPO, welcher die Kostentragung im StPO-Rechtsmittelverfahren regelt, ist auf erstinstanzliche Entscheide nicht anwendbar. Damit besteht in der vorliegenden Konstellation keine gesetzliche Grundlage (im Sinne von Art. 423 Abs. 1 StPO) f�r die Auferlegung von Verfahrenskosten an die Beschwerdef�hrerin als beschuldigte Person (vgl. auch BGE 132 I 117 E. 7.4 S. 125). Eine Auferlegung von Verfahrenskosten an sie kommt erst nach Abschluss der Strafuntersuchung (nach Massgabe von Art. 426 StPO) in Frage. Bis dahin hat gem�ss Art. 423 Abs. 1 StPO der Kanton die angefallenen Verfahrenskosten zu tragen. Nach dem Gesagten ist Ziffer 3 des Dispositives des angefochtenen Entscheides vom 16. September 2011 aufzuheben.
�ber das aufzuhebende Kostendispositiv des Entsiegelungsentscheides hinaus erweisen sich die angefochtenen Entscheide vom 3. M�rz 2011 und 16. September 2011 (Verfahren 1B_595/2011) als bundesrechtskonform. Die von der Beschwerdef�hrerin angerufenen Grundrechtsnormen haben im vorliegenden Zusammenhang keine �ber das bereits Dargelegte hinausgehende selbstst�ndige Bedeutung.
Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerden (im Verfahren 1B_595/2011 betreffend das Kostendispositiv) teilweise gutzuheissen und im �brigen - soweit nicht gegenstandslos geworden - abzuweisen sind.
Damit sind der Beschwerdef�hrerin ausgangsgem�ss die (reduzierten) Gerichtskosten aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). F�r die Parteikosten ist massgebend, dass die Beschwerdef�hrerin zur Hauptsache unterliegt, ihre Beschwerde im Kostenpunkt aber gutzuheissen ist. Sie hat daher Anspruch auf eine Parteientsch�digung (Art. 68 Abs. 1 BGG). Diese hat auch ihrem in guten Treuen geleisteten Aufwand f�r das �berweisungsverfahren vor dem Obergericht und das Verfahren 1B_397/2012 Rechnung zu tragen und wird einfachheitshalber pauschal (inkl. Mehrwertsteuer) aus der Bundesgerichtskasse geleistet.
Die Beschwerden werden teilweise gutgeheissen, und Ziffer 3 des Dispositives des angefochtenen Entscheides vom 16. September 2011 des Zwangsmassnahmengerichts des Kantons Thurgau wird aufgehoben. Im �brigen werden die Beschwerden abgewiesen, soweit sie nicht gegenstandslos geworden sind.
Der Beschwerdef�hrerin werden (reduzierte) Gerichtskosten von Fr. 2'000.-- auferlegt.
Der Beschwerdef�hrerin wird eine Parteientsch�digung von Fr. 4'000.-- (inkl. MWST) aus der Bundesgerichtskasse zugesprochen.