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Timestamp: 2016-10-21 21:57:52
Document Index: 331566312

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'Art. 41', 'BGE', 'BGE', 'Art. 47', 'Art. 45', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 45', 'Art. 163', 'Art. 163', 'BGE', 'Art. 163', 'Art. 163', 'Art. 45', 'Art. 163', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 46', 'Art. 165', 'BGE', 'BGE', 'Art. 165', 'BGE', 'Art. 42', 'Art. 8', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 163', 'BGE', 'Art. 47']

127 III 40368. Auszug aus dem Urteil der I. Zivilabteilung vom 21. Juni 2001 i.S. X. Versicherung gegen A. (Berufung)
Responsabilit� du d�tenteur de v�hicule automobile; calcul du dommage. Notion du dommage (consid. 4a). Pr�judice m�nager; il n'est pas tenu compte du surcro�t de travail m�nager assum� par le conjoint de la l�s�e; crit�re de la modification de la r�partition des t�ches selon l'art. 163 al. 2 et 3 CC reposant sur des motifs �trangers au sinistre (consid. 4b). Calcul du dommage r�sultant de l'atteinte port�e � la capacit� de collaborer dans l'entreprise de l'�poux (consid. 4c). Faits � partir de page 403
Am 8. Dezember 1992 fuhr A. (Kl�gerin) als Beifahrerin im Fahrzeug Nissan Patrol Turbo-Diesel ihres Ehemannes, als ein entgegenkommender Fiat Panda frontal in das korrekt fahrende Fahrzeug prallte. Die aus Milano stammende Lenkerin des Fiat Panda ist bei der Y. Versicherung in Italien obligatorisch haftpflichtversichert. Die X. Versicherung (Beklagte) f�hrt in der Schweiz die Gesch�fte f�r ausl�ndische Fahrzeuge.
Etwa eine Stunde nach der Kollision stellten sich nach Darstellung der Kl�gerin Nacken- und Schulterbeschwerden ein. Weil sich diese Beschwerden �ber Nacht verst�rkten, begab sie sich am 9. Dezember 1992 zu ihrem Hausarzt. Dieser verordnete ihr einen Halskragen sowie schmerzstillende und muskelentspannende Medikamente; er diagnostizierte ein Halswirbels�ulen (HWS)-Schleudertrauma mit konsekutivem Hartspann der Muskulatur bis zur Lendenwirbels�ule. Er schrieb die Kl�gerin bis zum 24. Dezember 1992 vollst�ndig arbeitsunf�hig, nachher f�r 50%. Der Zustand der Kl�gerin besserte sich in der Folge trotz therapeutischer Massnahmen nicht. Mitte Dezember 1993 stellte ein Spezialarzt f�r Neurologie fest: Status nach Autounfall mit Frontalkollision mit Schleudertrauma, zerviko-zephalem Syndrom, Zervikobrachialsyndrom C7 links und pseudoradikul�rer Ischialgie links bei negativem LWS-CT, mit Nachweis einer linksbetonten medianen Diskushernie C 6/7, mit rotatorischer Fehlstellung von C2 um 4o von rechts nach links, ohne Hinweis auf Instabilit�t.
Das erstinstanzlich mit der Streitsache befasste Landgericht Ursern berechnete auf der Basis eines monatlichen Haushaltschadens von Fr. 4'344.- bei hundertprozentiger Erwerbsunf�higkeit und unter Ber�cksichtigung der mehrheitlich nur teilweisen Erwerbsunf�higkeit einen Haushaltschaden f�r die Zeit vom 8.12.1992 bis am 31.3.1999 von gesamthaft Fr. 88'096.-. Den Erwerbsschaden f�r den gleichen Zeitraum bezifferte das Gericht auf Fr. 184'819.-. Nach Abzug von Leistungen der IV sowie von Aktontozahlungen der Beklagten verpflichtete es diese, der Kl�gerin den Betrag von total Fr. 178'598.- nebst Zins zu bezahlen. Das erstinstanzliche Urteil wurde vom Obergericht des Kantons Uri mit Entscheid vom 19. Januar 2000 (Versand: 26. Januar 2001) best�tigt. Das Bundesgericht heisst eine von der Beklagten dagegen erhobene Berufung gut und weist die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zur�ck.
a) Als Schaden zu ersetzen sind die wirtschaftlichen Auswirkungen einer sch�digenden Handlung beim Gesch�digten, die unfreiwillig erlittene Verm�gensminderung oder der entgangene Gewinn, w�hrend die Beeintr�chtigung pers�nlich-ideeller Rechtsg�ter an sich keinen (Verm�gens-)Schaden darstellt (BGE 123 IV 145 E. 4b/bb S. 147; BGE 127 III 403 S. 405vgl. auch BREHM, Berner Kommentar, N. 69/70 zu Art. 41; ROBERTO, Schadensrecht, Basel etc. 1997, S. 157). Schaden im Rechtssinne ist die Differenz zwischen dem gegenw�rtigen, nach dem sch�digenden Ereignis festgestellten Verm�gensstand und dem Stand, den das Verm�gen ohne das sch�digende Ereignis h�tte (BGE 127 III 73 E. 4 S. 76 mit Hinweisen) bzw. den Eink�nften, die nach dem sch�digenden Ereignis tats�chlich erzielt worden sind und denjenigen, die ohne dieses Ereignis zugeflossen w�ren. An diesem tradierten Schadensbegriff ist entgegen gewisser Lehrmeinungen jedenfalls solange festzuhalten, als im Allgemeinen die subjektive wirtschaftliche Situation am Verm�gen und an den Eink�nften, d.h. am Zufluss von Wirtschaftsg�tern, gemessen wird und nicht am Konsum von G�tern, Ressourcen und Dienstleistungen. Ausgeschlossen erscheint, den Verm�gensschaden ausschliesslich nach den durch ein sch�digendes Ereignis entzogenen M�glichkeiten zur Erzielung von Eink�nften zu bemessen, ohne R�cksicht darauf, ob und in welcher Weise diese M�glichkeiten ohne die Sch�digung wirtschaftlich genutzt worden w�ren, wie dies die Kl�gerin in der Antwort im Zusammenhang mit dem Schadenersatz aus Mithilfe im Gewerbe ihres Ehemannes vertritt (vgl. dazu GEISSELER, Der Haushaltschaden, in: Alfred Koller (Hrsg.), Haftpflicht- und Versicherungsrechtstagung 1997, St. Gallen, S. 65; ROBERTO, a.a.O., S. 228 und 231 f.). Die K�rperverletzung an sich ist noch kein Schaden im Rechtssinn, sondern es sind allein die wirtschaftlichen Nachteile zu ersetzen, welche die Verletzung f�r den Gesch�digten zur Folge hat (BGE 95 II 255 E. 7a S. 264). Der Entzug allein der pers�nlichen M�glichkeiten zu Produktion (oder Genuss) kann unter Umst�nden als immaterieller Schaden ber�cksichtigt werden (Art. 47, 49 OR); als Verm�gensschaden f�llt er ausser Betracht (daran wird auch im Vorentwurf eines neuen Haftpflichtrechts festgehalten, vgl. dazu Art. 45-45f des Vorentwurfs eines Bundesgesetzes �ber die Revision und Vereinheitlichung des Haftpflichtrechts). Die Feststellung der Entstehung und des Ausmasses eines Schadens ist im �brigen tats�chlicher Natur und daher der �berpr�fung des Bundesgerichts im Berufungsverfahren entzogen; Rechtsfrage ist dagegen, ob die Vorinstanz von zul�ssigen Berechnungsgrunds�tzen ausgegangen ist, wozu auch die Anwendung der konkreten oder abstrakten Schadensberechnung z�hlt (BGE 127 III 73 E. 3c S. 75; BGE 126 III 388 E. 8a S. 389; BGE 123 III 241 E. 3a S. 243).
b) Der Schaden aus eingeschr�nkter oder entfallener Arbeitsf�higkeit zur F�hrung des Haushalts wird nach der Rechtsprechung BGE 127 III 403 S. 406nicht bloss ersetzt, wenn konkret Kosten f�r Haushalthilfen erwachsen, die wegen des Ausfalls der Haushalt f�hrenden Person beigezogen werden; auszugleichen ist vielmehr der wirtschaftliche Wertverlust, der durch die Beeintr�chtigung der Arbeitsf�higkeit im Haushalt entstanden ist, und zwar unabh�ngig davon, ob dieser Wertverlust zur Anstellung einer Ersatzkraft, zu vermehrtem Aufwand der Teilinvaliden, zu zus�tzlicher Beanspruchung der Angeh�rigen oder zur Hinnahme von Qualit�tsverlusten f�hrt (BGE 99 II 221 E. 2 S. 222 f.; 113 II E. 2 S. 350 f.; BGE 108 II 434 E. 3; vgl. auch den Bundesgerichtsentscheid vom 13. Dezember 1994, publiziert in Pra 84/1995 Nr. 172 S. 548 und in JdT 1996 I S. 728, E. 5). Der "normativ", gleichsam von Gesetzes wegen ohne Nachweis der daraus konkret entstandenen Verm�genseinbusse zu ersetzende Schaden ist am Aufwand zu messen, den eine entgeltlich eingesetzte Ersatzkraft verursachen w�rde (BGE 113 II 345 E. 2 S. 350 f.; BGE 108 II 434 E. 3d S. 439; WIDMER/GEISER/SOUSA-POZA, Gedanken und Fakten zum Haushaltschaden aus �konomischer Sicht, ZBJV 136/2000 S. 4; GEISSELER, a.a.O., S. 73; ROBERTO, a.a.O., S. 212). Der Grund f�r die unabh�ngig von den konkreten Mehrkosten vorzunehmende abstrakte Schadensermittlung liegt darin, dass der Beizug einer aussenstehenden Person f�r Arbeiten im privaten Rahmen eines Haushalts nicht durchwegs als zumutbar erscheint und die Beeintr�chtigung �blicherweise durch unentgeltlichen Mehraufwand, sei es durch die gesch�digte Person selbst oder andere Mitglieder der Familie bzw. des Haushalts, ausgeglichen wird. Denn Haushaltarbeit wird traditionellerweise unentgeltlich - von der (verheirateten) Frau - verrichtet, weshalb ein Markt f�r die typische Haushaltf�hrungsarbeit als solche fehlt, obwohl sich die Gesamtleistung in einzelne Arbeiten gliedern l�sst, die je mit entgeltlich von Berufsleuten erbrachten T�tigkeiten vergleichbar sind (vgl. dazu etwa GERT ULMER, Unternehmen Haushalt, in: Ileri (Hrsg.), Die Ermittlung des Haushaltschadens nach Hirnverletzung, Z�rich 1995, S. 57; DE GIORGI, in: Bureau de l'�galit� des droits entre homme et femme du Canton de Gen�ve et al. (Hrsg.), Comment �valuer la valeur mon�taire du travail familial et domestique non r�mun�r�, Genf 1996, S. 32 f.). Nachdem sich die Beklagte nicht grunds�tzlich gegen die von der Vorinstanz angewandte Methode der Schadensberechnung wendet, ist darauf nicht weiter einzugehen.
aa) Der Aufwand f�r den Ersatz der Beeintr�chtigung aus Haushaltf�hrung wird unabh�ngig davon ersetzt, ob und in welchem Masse neben der gesch�digten Person weitere Haushaltmitglieder BGE 127 III 403 S. 407von deren Haushaltarbeiten profitiert haben; es wird insofern der Grundsatz relativiert, dass Reflexsch�den abgesehen vom Versorgerschaden (Art. 45 Abs. 3 OR) nicht zu ersetzen sind. Dies l�sst sich eherechtlich begr�nden, wenn die Haushalt f�hrende Person damit ihren Beitrag an den ehelichen Unterhalt leistet (Art. 163 ZGB). Die gem�ss Art. 163/164 ZGB von jedem Ehegatten zu erbringenden Beitr�ge an den Familienunterhalt sind als gleichwertig zu betrachten (BGE 114 II 26 E. 5b S. 29 f.; HASENB�HLER, Basler Kommentar, N. 25 zu Art. 163 ZGB; HAUSHEER/REUSSER/GEISER, Berner Kommentar, N. 35 zu Art. 163 ZGB). Erleidet der erwerbst�tige Ehegatte infolge einer K�rpersch�digung eine Lohneinbusse, so wird ihm diese haftpflichtrechtlich auch insoweit ersetzt, als er die Eink�nfte zum Unterhalt der Familie zu verwenden verpflichtet ist oder dar�ber hinaus ohne Unfall tats�chlich verwenden w�rde. Da der Naturalbeitrag der Haushaltf�hrung als dem durch Geldleistung erbrachten Beitrag gleichwertig gilt, kann es auch hier nicht darauf ankommen, ob dieser zugunsten der Gesch�digten selbst oder deren unterst�tzungsberechtigten Familienmitgliedern erbracht wird. Das Prinzip, dass bei einer K�persch�digung, selbst wenn sie zum Tod f�hrt, die unterhaltsberechtigten Familienangeh�rigen nach dem Gesetz ihre Unterst�tzung nicht verlieren sollen, ergibt sich im �brigen gerade aus der gesetzlichen Regelung des Art. 45 Abs. 3 OR, wonach ausnahmsweise der Reflexschaden der Versorgten selbst in diesem Fall vom Haftpflichtigen zu ersetzen ist.
bb) Aus der abstrakten Berechnung des Haushaltschadens und der Entsch�digung auch der durch den Entzug familienrechtlicher Beitragsleistungen reflexweise gesch�digten Personen ergibt sich, dass vom Ehepartner nicht verlangt werden kann, zur Schadensminderung vermehrt an Haushaltarbeiten beizutragen. Die Beklagte verkennt dies, wenn sie die Ansicht vertritt, bei der Berechnung des Schadens aus Haushaltf�hrung sei die vermehrte Mitarbeit des Ehepartners schadensmindernd zu ber�cksichtigen. Dagegen ist eine auf schadensfremden Gr�nden beruhende Ver�nderung der Aufgabenteilung gem�ss Art. 163 Abs. 2 und 3 ZGB durchaus beachtlich. Danach haben sich die Ehegatten �ber ihre Beitr�ge unter Ber�cksichtigung der Bed�rfnisse der ehelichen Gemeinschaft und ihrer pers�nlichen Umst�nde zu verst�ndigen. Kommen sie insofern �berein, den durch Geldzahlung oder Mithilfe im Gewerbe des andern zu erbringenden Beitrag eines Ehegatten zu erh�hen, so versteht sich von selbst, dass dessen durch Haushaltf�hrung zu erbringender Beitrag sich entsprechend vermindert. Nach der Lebenserfahrung BGE 127 III 403 S. 408werden die Dienstleistungen im Haushalt quantitativ und qualitativ bei Aufnahme oder Ausdehnung einer ausserh�uslichen T�tigkeit im Allgemeinen nicht mehr gleichermassen erbracht, so dass entweder f�r bestimmte Arbeiten eine bezahlte Ersatzkraft beigezogen, ein Qualit�tsverlust hingenommen oder die Haushaltarbeit auf die Ehegatten anders verteilt wird. Insofern ist der Beklagten beizupflichten, dass die Kl�gerin ihre Hausarbeit bei der Ausdehnung ihrer Erwerbsarbeit bzw. ihrer Mithilfe im Gewerbe des Ehegatten entsprechend reduziert h�tte. Die Vorinstanz hat diesen Gesichtspunkt unber�cksichtigt gelassen und daher auch nicht festgestellt, in welchem Umfang die Kl�gerin ihre Haushaltarbeit wegen der vermehrten Mithilfe im Gewerbe ihres Ehemannes vermindert h�tte. Die Kl�gerin kann aber haftpflichtrechtlich nicht beanspruchen, f�r erhebliche Mehrarbeit im Haushalt entsch�digt zu werden, welche sie aufgrund der (vom Sachgericht tats�chlich festzustellenden) Umst�nde bei vermehrter anderweitiger T�tigkeit ohne den Unfall nicht erbracht h�tte oder nicht h�tte erbringen k�nnen. Soweit die Vorinstanz diesen Umstand nicht ber�cksichtigt hat, hat sie einen Grundsatz der Schadensberechnung missachtet. Der angefochtene Entscheid ist insoweit aufzuheben und die Sache ist zur Neuberechnung des Haushaltschadens unter Ber�cksichtigung dieses Gesichtspunkts an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
c) Der Schaden aus (tempor�rem) Einkommensverlust ist konkret zu berechnen (BGE 117 II 609 E. 9 S. 624; BGE 113 II 345 E. 1a S. 347 mit Hinweisen). Dabei sind die Einkommensverh�ltnisse am Unfalltag als Ausgangspunkt zugrunde zu legen und es ist bei Arbeitnehmern der entgangene Lohn (mit Einschluss mutmasslicher Erh�hungen), bei selbst�ndig Erwerbenden der entgangene Gewinn (Minderertrag oder Mehraufwand) zu entgelten (BREHM, Berner Kommentar, N. 36 ff. zu Art. 46 OR). Die Kl�gerin half nach den Feststellungen im angefochtenen Urteil in der Garage ihres Ehemannes mit. Eine derartige Mitarbeit ist im Rahmen der ehelichen Unterhaltspflicht unentgeltlich zu erbringen, bei erheblicher Mehrleistung besteht nach Art. 165 Abs. 1 ZGB Anspruch auf angemessene Entsch�digung. Bei dieser Entsch�digung handelt es sich um eine verm�gensrechtliche Forderung aus Eherecht, die im Falle der Scheidung vor Abschluss des Verfahrens geltend zu machen ist (BGE 123 III 433 E. 4b S. 437). Sie ist nicht Lohn, sondern Ausgleich f�r die durch die Mitarbeit entstandenen Vorteile, soll jedoch die Rechtsfolgen von ohne Arbeitsvertrag geleisteter Ehegatten-Mitarbeit an arbeitsvertraglich geregelte Verh�ltnisse ann�hern (HAUSHEER/REUSSER/GEISER, BGE 127 III 403 S. 409Berner Kommentar, N. 4 und 6 zu Art. 165 ZGB); sie ist deshalb sozialversicherungsrechtlich, insbesondere AHV-beitragsrechtlich, wie Barlohn zu behandeln (BGE 115 Ib 37 E. 5c S. 46).
aa) F�r die Mitarbeit, welche ein Ehegatte im Gesch�ft des andern leistet, treffen die Gr�nde nicht zu, die f�r die Haushaltarbeit eine abstrakte Schadensberechnung rechtfertigen (dazu oben E. 4b). Der Beizug einer aussenstehenden Drittperson f�r gewerbliche T�tigkeiten ist stets zumutbar und deren Leistungen werden auch �blicherweise entgolten. Der Schaden, der durch die Beeintr�chtigung der Mitarbeit im Gewerbe des Ehegatten verursacht wird, ist daher konkret zu bemessen und von der gesch�digten Person nach Art. 42 OR in Verbindung mit Art. 8 ZGB nachzuweisen (zur Publikation bestimmtes Bundesgerichtsurteil vom 30. Mai 2001, E. 2b; BGE 123 III 183 E. 3e S. 188; BGE 108 II 337 E. 2 und 3). Dieser Nachweis kann insbesondere durch den Beleg der Kosten einer Ersatzkraft erbracht oder auch durch einen entsprechenden Minderertrag der Gesch�ftst�tigkeit ausgewiesen werden, der durch den Ausfall oder die Beeintr�chtigung der Mitarbeit verursacht worden ist. Eine ersatzf�hige Verm�genseinbusse liegt daher nicht vor, wenn die Beeintr�chtigung ohne wirtschaftliche Auswirkungen durch unentgeltlichen Mehraufwand ausgeglichen wird.
Dagegen lassen sich die Argumente, welche f�r die ausnahmsweise Ber�cksichtigung des Reflexschadens im Rahmen der Ermittlung des Haushaltschadens sprechen (dazu oben E. 4b/aa), auch auf die Mitarbeit eines Ehegatten im Gewerbe des anderen �bertragen. F�r eine Entsch�digung auch der zugunsten des Ehegatten unentgeltlich erbrachten Mithilfe spricht die Gleichwertigkeit s�mtlicher Unterhaltsbeitr�ge (BGE 120 II 280 E. 6a S. 282) und deren gegenseitige Abh�ngigkeit. Denn es ist davon auszugehen, dass die Erh�hung eines bestimmten Beitrages im Sinne von Art. 163 Abs. 2 ZGB mit einer Verminderung anderweitiger Beitr�ge einhergeht. Dies rechtfertigt, bei der Ermittlung des durch die pers�nliche Sch�digung verursachten - konkret zu bemessenden - Einkommensverlustes unber�cksichtigt zu lassen, ob der Gegenwert der Mitarbeit im Gewerbe des Ehegatten ausbezahlt oder die Arbeitsleistung aufgrund des ehelichen Unterhaltsbeitrags unentgeltlich erbracht wird. Die - konkret nachzuweisende - Verm�genseinbusse im Gesch�ft des Ehegatten ist daher ohne Abzug in vollem Umfang als Schaden zu ersetzen.
bb) Die Vorinstanz hat im angefochtenen Urteil zwar festgestellt, dass die Kl�gerin f�r ihre Mitarbeit in der Garage ihres Ehegatten nicht arbeitsvertraglich entl�hnt wurde, sie hat jedoch die mit BGE 127 III 403 S. 410dieser T�tigkeit verbundene "Wertsch�pfung" gesch�tzt und daf�r die �blichen L�hne zugrunde gelegt. Die Vorinstanz hat damit den Schaden abstrakt berechnet; der Schaden aus Mithilfe im Gewerbe des Ehegatten ist jedoch wie der Einkommensverlust aus anderweitiger Erwerbst�tigkeit konkret zu bemessen. Die Vorinstanz hat insoweit bundesrechtliche Grunds�tze der Schadensberechnung verkannt und aus diesem Grund zu Unrecht auf den Nachweis der entsprechenden Verm�genseinbusse durch die Kl�gerin verzichtet. Die Streitsache ist aus diesem Grund an die Vorinstanz zur�ckzuweisen, damit der durch die Beeintr�chtigung der Mithilfe der Kl�gerin in der Garage ihres Ehemannes entweder aufgrund der zus�tzlichen Aufwendungen f�r die Anstellung einer andern Hilfskraft oder durch den Nachweis eines durch den Ausfall der Mithilfe verursachte Minderverdienst aus Gesch�ftst�tigkeit festgelegt werden kann, soweit entsprechende Beweisantr�ge nach dem kantonalen Prozessrecht frist- und formgerecht gestellt worden sind.
d) Das angefochtene Urteil ist aufzuheben und die Sache ist zur Feststellung bzw. zur Neufestsetzung des Schadens aus Ausfall der Mithilfe der Kl�gerin im Gewerbe ihres Ehemannes sowie zur neuen Bemessung des Haushaltschadens zur�ckzuweisen. Die Vorinstanz wird bei der Bemessung des Haushaltschadens zu ber�cksichtigen haben, dass die Kl�gerin bei vermehrter Mithilfe im Gewerbe ihres Ehegatten die Haushaltarbeit nach allgemeiner Lebenserfahrung entsprechend reduziert h�tte. Sie wird aufgrund der konkreten Umst�nde beurteilen, ob die Ehegatten bei Ausdehnung dieser Mitarbeit der Kl�gerin f�r bestimmte Hausarbeiten eine Ersatzkraft beigezogen h�tten, die entsprechend zu bezahlen gewesen w�re, ob sie eine qualitative Einbusse in der Haushaltf�hrung hingenommen oder einen Teil der Haushaltarbeiten auf den Ehemann der Kl�gerin �bertragen h�tten, womit sich der Wert der von der Kl�gerin zu erbringenden Haushaltarbeit entsprechend qualitativ oder quantitativ vermindert h�tte. Die Vorinstanz wird sodann die Verm�genseinbusse, welche durch die Beeintr�chtigung der Kl�gerin bei der Mithilfe in der Garage ihres Mannes entstanden ist, konkret zu ermitteln haben, indem erh�hte Kosten f�r die Anstellung einer Ersatzkraft wegen der entfallenen Mithilfe der Kl�gerin oder ein Minderertrag wegen deren reduzierter Mithilfe nachgewiesen werden. Dieser konkret festzustellende Schaden ist der Kl�gerin in vollem Umfang auch insoweit zu entsch�digen, als diese ihren Beitrag aus eherechtlicher Unterhaltspflicht geleistet h�tte und der Schaden daher reflexweise beim Ehegatten der Kl�gerin eingetreten ist.
123 IV 145 suite... ,
123 III 433,
art. 163 al. 2 et 3 CC,
Art. 47, 49 OR suite... ,