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Timestamp: 2016-10-27 18:48:20
Document Index: 38604156

Matched Legal Cases: ['Art. 16', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 16', 'BGE', 'BGE', 'Art. 28', 'BGE', 'Art. 66', 'Art. 68']

vertreten durch Rechtsanw�ltin Petra Oehmke Schiess,
Mit Verf�gung vom 4. Dezember 2009 sprach die IV-Stelle des Kantons Zug dem 1961 geborenen K.________ eine halbe Invalidenrente f�r die Zeit vom 1. August 2005 bis 30. November 2006 samt zwei Kinderrenten zu.
Die von K.________ hiegegen erhobene Beschwerde hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Zug, Sozialversicherungsrechtliche Kammer, mit Entscheid vom 24. Februar 2011 insoweit gut, als es die Verf�gung vom 4. Dezember 2009 aufhob und dem Versicherten f�r die Zeit vom 1. August 2005 bis 30. September 2007 eine halbe Rente der Invalidenversicherung zusprach.
K.________ l�sst Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f�hren mit den Rechtsbegehren, in Ab�nderung des Entscheids vom 24. Februar 2011 sei ihm auch mit Wirkung ab 1. Oktober 2007 eine Viertelsrente der Invalidenversicherung zuzusprechen.
Die Vorinstanz hat f�r die Zeit ab 1. Oktober 2007 durch Einkommensvergleich (Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG) einen Invalidit�tsgrad von 38 % ermittelt, was f�r den Anspruch auf eine Invalidenrente nicht ausreicht (Art. 28 Abs. 2 IVG). Das Invalideneinkommen (Fr. 57'183.05) ist unbestritten. Es besteht kein Anlass zu einer n�heren Pr�fung. Der Beschwerdef�hrer r�gt eine aktenwidrige und willk�rliche Festsetzung des Valideneinkommens, welche Art. 16 ATSG verletze. Die Vorinstanz habe zu Unrecht die als Schaler in einer Baufirma regelm�ssig geleisteten �berstunden sowie zwei Nebenerwerbst�tigkeiten nicht ber�cksichtigt.
2.1 Das Valideneinkommen bestimmt sich danach, was die versicherte Person nach dem Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde im Zeitpunkt des fr�hestm�glichen Rentenbeginns (hier: 1. Januar 2004) bis zum Verf�gungserlass (hier: 4. Dezember 2009; BGE 129 V 222) tats�chlich verdient h�tte. Dabei ist in der Regel am zuletzt vor Eintritt der Gesundheitssch�digung im angestammten Bereich erzielten Lohn anzukn�pfen. Ausnahmen m�ssen mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 134 V 322 E. 4.1 S. 325; SVR 2009 IV Nr. 28 S. 79, 8C_576/2008 E. 6.2). Nach der Rechtsprechung ist der Lohn f�r regelm�ssig geleistete �berstunden ebenfalls zum Valideneinkommen zu z�hlen (AHI 2002 S. 155, I 357/01 E. 3b; Urteile 8C_765/2007 vom 11. Juli 2008 E. 4.1.2 und I 433/06 vom 23. Juli 2007 E. 4.1.2, je mit Hinweisen). Ebenfalls ist das Entgelt aus einer im Gesundheitsfall ausge�bten Nebenerwerbst�tigkeit in das Valideneinkommen einzubeziehen (RKUV 2003 Nr. U 476 S. 107, U 130/02 E. 3.2.1; vgl. Ulrich Meyer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz �ber die Invalidenversicherung [IVG], 2. Aufl. 2010, S. 305 f.).
2.2 Zu den replikweise geltend gemachten �berstunden hat die Vorinstanz festgestellt, gem�ss dem Fragebogen f�r den Arbeitgeber vom 9. August 2005 habe der Beschwerdef�hrer in den Monaten Januar und Februar 2004 unterdurchschnittlich verdient. Das von Januar bis Juli 2004 erzielte Einkommen hochgerechnet auf ein Jahr ergebe unter Ber�cksichtigung eines 13. Monatslohns ein Jahreseinkommen von Fr. 83'056.60. Angepasst an die Nominallohnentwicklung resultiere f�r 2005 ein Jahreseinkommen von Fr. 84'014.65. Dieser Betrag liege unter dem Einkommen von Fr. 85'345.- (13 x Fr. 6'565.-), welches der Beschwerdef�hrer gem�ss Fragebogen als Gesunder in diesem Jahr verdient h�tte. Zu seinen Gunsten sei jedoch von diesem Einkommen auszugehen. Angepasst an die Nominallohnentwicklung ergebe sich f�r 2007 ein hypothetisches Einkommen in der angestammten Hauptt�tigkeit als Schaler von Fr. 87'734.65.
2.3 Gem�ss dem Fragebogen f�r den Arbeitgeber vom 9. August 2005 war der Beschwerdef�hrer im Monatslohn angestellt. Dieser betrug Fr. 6'465.- (2003) und Fr. 6'485.- (2004). Das angegebene AHV-beitragspflichtige Einkommen lag teils �ber (Monate Mai bis September 2003 sowie M�rz und Mai 2004), teils unter (Februar und April 2003 sowie Januar und Februar 2004) dem jeweiligen Monatslohn. Es belief sich auf Fr. 81'213.60 (2003) und Fr. 44'666.75 (1. Januar bis 31. Juli 2004) resp. Fr. 83'056.60 (12/7 x Fr. 44'666.75 + Fr. 6'485.-) auf ein Jahr hochgerechnet, betrug somit weniger als das auf Monatslohnbasis berechnete Einkommen von Fr. 84'045.- (13 x Fr. 6'465.-; 2003) resp. Fr. 84'305.- (13 x Fr. 6'485.-; 2004). Diese Diskrepanz, zu welcher sich die Vorinstanz nicht ge�ussert hat, l�sst sich entgegen der Auffassung der IV-Stelle nicht allein damit erkl�ren, dass die Arbeitszeit 8 bis 9 Stunden pro Tag resp. durchschnittlich 40,5 Stunden in der Woche betrug und im Fragebogen eine Soll-Jahresarbeitszeit von 2112 Stunden (2003) und 2114 Stunden (2004) angegeben wurde, was "Minusstunden" nicht ausschliesst.
2.4.1 Wie in der Beschwerde richtig vorgebracht wird, war im Fragebogen f�r den Arbeitgeber vom 9. August 2005 das AHV-beitragspflichtige Einkommen "ohne Ersatzleistungen, wie SUVA oder Krankenkassen-Taggelder etc." anzugeben. Im Zeitraum vom 1. Januar 2003 bis 31. Juli 2004 bestanden vom 4. bis 16. Februar 2003 und vom 20. Februar bis 2. M�rz 2003 sowie vom 28. Januar bis 8. Februar 2004 krankheits- oder unfallbedingte Absenzen aufgrund einer Arbeitsunf�higkeit von 100 %, was maximal 24 Arbeitstagen entspricht. Gem�ss dem mit der vorinstanzlichen Replik eingereichten Lohnausweis f�r die Steuererkl�rung vom 19. Januar 2004 waren f�r 2003 Taggelder in der H�he von Fr. 4'350.- ausgerichtet worden. Wird dieser Betrag zu dem im Fragebogen f�r den Arbeitgeber vom 9. August 2005 genannten, gem�ss IK-Auszug vom 27. Juli 2005 tats�chlich verabgabten AHV-beitragspflichtigen Einkommen von Fr. 81'213.60 hinzugez�hlt und von der so erhaltenen Summe von Fr. 85'563.60 das auf Monatslohnbasis berechnete Jahreseinkommen von Fr. 84'045.- abgezogen, ergibt sich ein �berschuss von Fr. 1'518.60. Dieser Betrag stellt �berstundenentsch�digung dar. Damit ist f�r 2003 von einem Jahreseinkommen von Fr. 85'563.60 auszugehen.
Wieviele Taggelder 2004 ausbezahlt worden waren, ist nicht bekannt. Gem�ss dem Fragebogen f�r den Arbeitgeber vom 9. August 2005 war der Beschwerdef�hrer vom 28. Januar bis 8. Februar 2004 krankheitsbedingt 100 % arbeitsunf�hig. Das entspricht acht Arbeitstagen Absenz, somit die H�lfte von 2003. Wird von einer ausbezahlten Taggeldsumme von Fr. 2'175.- ausgegangen, ergibt sich nach der gleichen Vorgehensweise wie f�r 2003 f�r die Zeit vom 1. Januar bis 31. Juli 2004 eine �berstundenentsch�digung von Fr. 1'446.75 und, hochgerechnet auf ein Jahr, ein Einkommen von Fr. 86'785.15 (12/7 x [Fr. 44'666.75 + Fr. 2'175.-] + Fr. 6'485.-).
2.4.2 Die beiden Einkommen 2003 und 2004 angepasst an die Nominallohnentwicklung (Statistisches Lexikon der Schweiz, Nominallohnindex 2002-2009 Sektor Baugewerbe, T1.93_V), ergibt f�r 2007 ein hypothetisches Einkommen aus der Hauptt�tigkeit als Schaler von Fr. 89'755.90 (1/2 x [Fr. 89'298.90 + Fr. 90'212.90]). Zusammen mit dem unbestrittenen Nebenverdienst aus Reinigungsarbeiten in einer Arztpraxis von Fr. 5'199.90 resultiert ein Valideneinkommen von Fr. 94'955.80. Daraus ergibt sich bei einem Invalideneinkommen von Fr. 57'183.05 (vorne E. 1) ein Invalidit�tsgrad von 39,78 %, was Anspruch auf eine Viertelsrente gibt (Art. 28 Abs. 2 IVG; zum Runden BGE 130 V 121).
2.5 Bei diesem Ergebnis kann offenbleiben, ob die Vorinstanz zu Recht beim Valideneinkommen keinen Verdienst aus weiteren Nebenerwerbst�tigkeiten ber�cksichtigt hat. Die vom Beschwerdef�hrer unter diesem Titel geltend gemachten Fr. 5'159.30 erg�ben zwar einen h�heren Invalidit�tsgrad, �nderten aber nichts am Umfang des Rentenanspruchs.
Die Beschwerde ist begr�ndet.
Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend hat die IV-Stelle die Gerichtskosten zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG) und dem Beschwerdef�hrer eine Parteientsch�digung zu bezahlen (Art. 68 Abs. 2 BGG).
Die Beschwerde wird gutgeheissen. Der Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Zug, Sozialversicherungsrechtliche Kammer, vom 24. Februar 2011 wird aufgehoben, soweit damit der Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung ab 1. Oktober 2007 verneint wird, und es wird festgestellt, dass der Beschwerdef�hrer ab diesem Zeitpunkt Anspruch auf eine Viertelsrente hat.
Die IV-Stelle des Kantons Zug hat den Beschwerdef�hrer f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 2'800.- zu entsch�digen.
Das Verwaltungsgericht des Kantons Zug, Sozialversicherungsrechtliche Kammer, hat die Gerichtskosten und die Parteientsch�digung f�r das vorangegangene Verfahren neu festzusetzen.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Zug, Sozialversicherungsrechtliche Kammer, der Ausgleichskasse Panvica, Bern, und dem Bundesamt f�r Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.