Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ%2062,%2020
Timestamp: 2019-10-14 22:14:39
Document Index: 27393915

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 134', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 242', '§ 242', '§ 612', '§ 242', '§ 20', '§ 242', '§ 242']

BGH, 10.12.1973 - II ZR 53/72 - dejure.org
https://dejure.org/1973,893
BGH, 10.12.1973 - II ZR 53/72 (https://dejure.org/1973,893)
BGH, Entscheidung vom 10.12.1973 - II ZR 53/72 (https://dejure.org/1973,893)
BGH, Entscheidung vom 10. Dezember 1973 - II ZR 53/72 (https://dejure.org/1973,893)
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Errichtung eines gemeinschaftlichen Testaments zwischen Eheleuten - Anspruch auf Erwerb der Rechtsstellung eines persönlich haftenden Gesellschafters - Unmittelbare Benennung zum persönlich haftenden Gesellschafter
BGHZ 62, 20
NJW 1974, 498
MDR 1974, 560
DNotZ 1974, 462
DB 1974, 523
Die Grundsätze der fehlerhaften Gesellschaft sind auf eine Vertragsänderung, die - wie hier - die Nachfolge regelt, nicht anwendbar (vgl. BGHZ 62, 20, 27).
Daraus rechtfertigt sich zumindest in allen Fällen entsprechender Schutzwürdigkeit (insbesondere des Käufers) die Annahme, dem Vertrag sei - im Sinne der Geschäftsgrundlage - gemeinsam und für den Vertragswillen wesentlich (vgl. dazu etwa BGH, Urteile vom 31. Januar 1967 - V ZR 125/65 - BGHZ 47, 48 [BGH 31.01.1967 - V ZR 125/65] [52], vom 2. Mai 1972 - VI ZR 47/71 - BGHZ 58, 355 [362] und vom 10. Dezember 1973 - II ZR 53/72 - BGHZ 62, 20 [24]) die Erwartung zugrunde gelegt worden, daß sich an der bodenverkehrsrechtlich bedingten Risikoverteilung nichts ändern werde.
Es kann deshalb insbesondere nicht entschieden werden, ob die Änderungen derart sind, daß eine rückwirkende Beseitigung nicht oder nur schwer möglich ist und ob ein Bedürfnis nach Bestandsschutz der von der Klage betroffenen Regelung besteht (vgl. hierzu SenUrt. v. 10.12.73 - II ZR 53/72, WM 1974, 192, 195 zu II 4).
Bei dieser Sachlage könnte es dahinstehen, ob der notarielle Vertrag - wofür vieles spricht - als Umgehungsgeschäft gemäß § 134 BGB nichtig war und ob dies letztlich zum selben Ergebnis führt (vgl. dazu BGHZ 62, 20, 26 f).
Hierzu rechnet auch ein beiderseitiger Irrtum in der Beurteilung der Rechtslage bei Abschluß eines Vertrages, wenn ohne diesen beiderseitigen Rechtsirrtum der Vertrag nicht wie geschehen geschlossen worden wäre (BGHZ 2, 176, 188; BGHZ 7, 346, 360; BGHZ 25, 390, 392; BGHZ 62, 20, 24; BAG Urteil vom 14. Februar 1956 - 1 AZR 279/54 - AP Nr. 1 zu § 242 BGB Geschäftsgrundlage; BAG Urteil vom 5. April I960 - 5 AZR 197/57 - AP Nr. 3 zu § 242 BGB Geschäftsgrundlage; BAGE 38, 194, 199 = AP Nr. 33 zu § 612 BGB; BAGE 52, 273 = AP Nr. 7 zu § 242 BGB Geschäftsgrundlage;… Larenz, Allgemei ner Teil des deutschen Bürgerlichen Rechts, 7. Aufl., § 20 III;… RGRK-Alff, BGB, Bd. II, 12. Aufl., § 242 Rz 53;… MünchKomm-Roth, BGB, 2. Aufl., § 242 Rz 477 ff.).