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Timestamp: 2019-07-20 02:54:09
Document Index: 137890584

Matched Legal Cases: ['§ 558', '§ 558', '§ 558', '§ 560', '§ 558', '§ 558', '§ 558', '§ 558', '§ 558', '§ 558', '§ 558', '§ 558', '§ 559', '§ 560', '§ 559', '§ 34', '§ 559', '§ 559', '§ 558', '§ 558', '§ 558', '§ 558', '§ 558', '§ 558', '§ 558', '§ 558', '§ 558', '§ 556', '§ 556', 'BGH', '§ 556', 'BGH', '§ 47', '§ 1', '§ 2', '§ 1', '§ 1']

Berliner Mietspiegel 2019 by DIGNUS.DE Medien GmbH - Issuu
foto: fottoo / Fotolia
mit Mietspiegeltabelle, Wohnlagenkarte, Betriebskosten端bersicht, Betriebskostenverordnung sowie n端tzlichen Informationen f端r Eigent端mer
Inhalt Einführung: Kein „Mietenwahnsinn“	............................................................................. 3 Berliner Mietspiegel 2019	............................................................................................... 4 Wohnlagenkarte	............................................................................................................ 10 Berliner Mietspiegeltabelle 2019	.................................................................................. 12 Mietenentwicklung anhand der Berliner Mietspiegeltabelle 2017 - 2019	................ 14 Ortsübliche Vergleichsmiete online ermitteln	............................................................. 20 Berliner Betriebskostenübersicht 2019	......................................................................... 21 Betriebskostenverordnung	............................................................................................ 24 Beratung und Service vor Ort	....................................................................................... 26
Inhalte in den blau hinterlegten Flächen sind von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen übernommen. Es wurden lediglich Änderungen in der Art der Darstellung sowie geringfügige Korrekturen und zusätzliche Fußnoten zur besseren Verständlichkeit vorgenommen.
Die Dokumentation ist mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt worden. Eine Gewährleistung kann jedoch nicht übernommen werden. Herausgeber und Redaktion machen sich Einschätzungen und Aussagen in diesem Teil nicht unbedingt zu eigen.
Impressum Herausgeber dieser Ausgabe
Haus & Grund Reinickendorf e. V. Scharnweberstraße 65 · 13405 Berlin Telefon: (030) 679 612 10 E-Mail: kontakt@haus-und-grund-reinickendorf.de www.haus-und-grund-reinickendorf.de
Mietspiegel mit Anhängen: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, Referat IV A Wohnungs- und Mietenpolitik, Wohnungs(bau)förderung, städtische Wohnungsbaugesellschaften in Zusammenarbeit mit F+B Forschung und Beratung für Wohnen, Immobilien und Umwelt GmbH
Redaktionelle Bearbeitung & Gestaltung DIGNUS.DE Medien GmbH Klimafreundlich gedruckt · www.umwelt.dignus.de © Alle Rechte vorbehalten 2019 (Zusammenstellung Gesamtwerk); © Rechte an den Teilwerken bei den jew. Herausgebern / Autoren
Mietenentwicklung anhand der Mietspiegeltabelle: Ekart Schuberth, 2. Vorsitzender des Ring Deutscher Makler Landesverband Berlin und Brandenburg, Vertreter von Haus & Grund Berlin in der Mietspiegelkommission, 2. Vorsitzender Haus & Grund Reinickendorf
Kein „Mietenwahnsinn“: der Berliner Mietspiegel belegt die moderaten Mietsteigerungen in der Stadt.
Wieder einmal wurde ein Mietspiegel fertiggestellt, der nach 2013 diesmal auch von Haus & Grund unterzeichnet wurde.
Ein anderer „großer Wurf“ ist die Veränderung der Wohnlageeinschätzung. Diese Entscheidung wurde von allen Vertragsparteien getragen. Die letzte große Einschätzung der Wohnlagen liegt immerhin fast 20 Jahre zurück. Wohnlagen wurden nur neu beurteilt, wenn entsprechende Anträge vorlagen. Dies führt über die Jahre zu einer verschobenen Beurteilung von Wohnlagen. Nicht die Änderung von räumlichen Situationen alleine war für die Einordnung verantwortlich, sondern auch der Fleiß der Antragsteller. Dies führte naturgemäß zu einer Verzerrung. Manche Bereiche wurden jährlich von Eigentümern oder Verwaltern beantragt, andere wurden nie angefasst, obwohl die Antragstellung alleine natürlich nichts über die Wohnlage aussagte.
Mietspiegel stellen immer Kompromisse dar, allerdings müssen auch alle Beteiligten kompromissbereit sein. Beim Senat war man offenbar äußerst an einem Kompromiss interessiert und natürlich waren das die Unterhändler von Haus & Grund von jeher auch. Allerdings war es bei den vorherigen Mietspiegeln unmöglich, von unserer Seite aus zu unterschreiben, da die willkürliche Kürzung von statistischen Daten, insbesondere am oberen Rand der Mietspiegelwerte, von uns nicht mitgetragen werden konnte.
Das hat sich nun geändert. Mit Methoden der Diskriminanzanalyse wurden Stadtbereiche miteinander verglichen und in Relation zueinander gesetzt. Das vorliegende Ergebnis führte zu verschiedenen Auf- und Abwertungen. Vergleichsweise viele Aufwertungen innerhalb der Wohnlagen führten jedoch auch dazu, dass die niedrigeren Mieten einer niedrigeren Wohnlage die Durchschnittswerte von Mietspiegelfeldern in besseren Wohnlagen nach unten zogen.
Es war uns also daran gelegen, eine Lösung für diejenigen Wohnungen zu finden, deren Mieten zwar völlig legal sind, die aber im Mietspiegel nicht abgebildet wurden. Als gangbarer Weg wurde von uns vorgeschlagen, im Mietspiegel einen Hinweis zu platzieren, der Anwender und Richter darauf hinweist, dass es Mieten oberhalb des Mietspiegels geben kann, die durchaus zulässig sind und dass diese Mieten mit Hilfe anderer im Bürgerlichen Gesetzbuch zugelassener Begründungen angepasst werden können, z. B. durch Sachverständigengutachten.
Insgesamt sind die Erhöhungen im Berliner Mietspiegel moderat ausgefallen. Der Senat sieht das natürlich als Ergebnis seiner mietendämpfenden Politik, wir sehen das als eine Folge von Umständen, die sich aus Methoden der Statistik und einer leichten Abflachung der Mieterhöhungskurve ergeben. Außerdem sind die Mieterhöhungen insbesondere in Bestandsmietverhältnissen bei weitem nicht so hoch ausgefallen, wie dies vom Senat und ihm nahestehenden Medien oft dargestellt wird. Dieser Mietspiegel zeigt deutlich, dass die Beschwörung eines „Mietenwahnsinns“ reine Rhetorik ist und der damit einhergehende „Enteignungswahnsinn“ nicht die Grundlage hat, die sich Wahlkämpfer von Rot bis Grün gerne als Argument wünschen.
Natürlich hat dieser Hinweis keine rechtlich bindende Wirkung, zeigt aber die Intention der Mietspiegel-Ersteller, dass hier auf dem Verhandlungsweg immerhin ein Hinweis erarbeitet wurde, der die Realität abbilden soll. Die in Abschnitt 4. Qualifizierter Mietspiegel kursiv gehaltene Formulierung gibt diesen Hinweis: „Es ist zu beachten, dass nach der Datenerhebung ... Sachverständigengutachtens ermittelt werden.“ vgl. S. 6 Die Verhandlungen zum nun gefundenen Kompromiss gestalteten sich schwierig, da insbesondere die Mieterseite zunächst keinerlei Kompromissbereitschaft zeigte und nur durch Drängen des Senats in mehreren Diskussionsanläufen die oben genannte Formulierung gefunden werden konnte. Offen bleibt, ob diese Absichtserklärung von allen Vertragsparteien und Gerichten ernstgenommen wird. Die Gerichte können in ihrer Unabhängigkeit natürlich darüber hinweggehen, aber sie können die erarbeiteten Formulierungen auch ernstnehmen. Wir werden sehen, ob die Verhandlungsmühen am Ende bei Mietern und Vermietern ankommen oder nicht.
Der Mietspiegel 2019 zeigt ebenso deutlich, dass Themen wie „Mietenstopp“ keine Basis haben. Im Gegenteil – die moderaten Vermieter, die nachweislich noch immer für niedrige Durchschnittsmieten in der Stadt sorgen, würden für ihr zurückhaltendes Handeln unfair bestraft. Der Mietspiegel 2019 steht für ein ausgeglichenes Vorgehen zum Schutz von Wohnungen für Mieter durch private Eigentümer. Verstaatlichung und Enteignung sind weder mit dem Deutschen Grundgesetz und schon gar nicht mit der 1999 unter dem Eindruck des Versagens des DDR-Regimes in Berlin verabschiedeten Landesverfassung vereinbar. Statt das Umschichten von Wohnungen durch Diebstahl in eine unfähige Bürokratie zur forcieren, die keinen ausreichenden Wohnraum schafft, sollten zügig neue Wohnungen von privater Seite mit Hilfe einer flexiblen Bürokratie auf vom Land Berlin freizugebendem Bauland errichtet werden. Viel Erfolg mit dem Berliner Mietspiegel 2019. Ekart Schuberth
2. Vorbemerkungen zum Mietspiegel
Berliner Mietspiegel 2019 mit Berliner Betriebskosten	übersicht im Anhang
1. Anerkennung Berliner Mietspiegel 2019 als „qualifizierter Mietspiegel“ Der Berliner Mietspiegel 2019 wurde nach anerkannten wissenschaftlichen Grundsätzen als „qualifizierter Mietspiegel“ gemäß § 558 d BGB fortgeschrieben und vom Land Berlin (vertreten durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen) und den nachfolgend genannten Interessenverbänden anerkannt: >	>	>	>	>	>
Berliner Mieterverein e. V., Landesverband Berlin im Deutschen Mieterbund Berliner MieterGemeinschaft e. V. Mieterschutzbund Berlin e. V. BBU Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e. V. BFW Landesverband Berlin/Brandenburg e. V. Bund der Berliner Haus- und Grundbesitzervereine e. V.
An der Mietspiegelerstellung haben beratend mitgewirkt: >	Öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Mieten für Grundstücke und Gebäude >	Amt für Statistik Berlin-Brandenburg >	Geschäftsstelle des Gutachterausschusses für Grundstückswerte in Berlin >	Berliner Beauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit Die dem Mietspiegel zugrundeliegenden Daten sind von F+B Forschung und Beratung für Wohnen, Immobilien und Umwelt GmbH Hamburg nach anerkannten wissenschaftlichen Grundsätzen auf der Grundlage einer empirischen primärstatistischen Repräsentativerhebung (Fortschreibung) ermittelt worden. Die Wohnlagezuordnungen wurden im Einvernehmen mit den an der Mietspiegelerstellung Beteiligten überprüft und aktualisiert.
Dieser Mietspiegel ist eine Übersicht über die in Berlin am 1. September 2018 üblicherweise gezahlten Mieten für verschiedene Wohnungstypen jeweils vergleichbarer Art, Größe, Ausstattung, Beschaffenheit und Lage einschließlich der energetischen Ausstattung und Beschaffenheit. Diese Mieten werden kurz „ortsübliche Vergleichsmieten“ genannt, die sich aus den in den letzten vier Jahren neu vereinbarten oder geänderten Mieten bilden. Der Mietspiegel hat seine Grundlage in den §§ 558 Abs. 2, 558 c, 558 d BGB.1 Die Mieten für die früheren östlichen Bezirke und West-Staaken2 sowie für die früheren westlichen Bezirke (ohne West-Staaken) werden in einer einheitlichen Tabelle gemeinsam ausgewiesen, da die Wohnungsbestände baulich und mietpreislich miteinander vergleichbar sind. Aufgrund der noch unterschiedlichen Wohnungs- und Mietpreisstrukturen für Wohnungsbestände, die zwischen 1973 und 1990 (einschließlich „Wendewohnungen3“) bezugsfertig geworden sind, werden diese getrennt in der Mietspiegeltabelle für die früheren östlichen Bezirke und West-Staaken (siehe Nr. 9, Spalte 6) sowie für die früheren westlichen Bezirke ohne West-Staaken (siehe Nr. 9, Spalte 5) ausgewiesen.4
1	§ 558 Mieterhöhung bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete (2) Die ortsübliche Vergleichsmiete wird gebildet aus den üblichen Entgelten, die in der Gemeinde oder einer vergleichbaren Gemeinde für Wohnraum vergleichbarer Art, Größe, Ausstattung, Beschaffenheit und Lage einschließlich der energetischen Ausstattung und Beschaffenheit in den letzten vier Jahren vereinbart oder, von Erhöhungen nach § 560 abgesehen, geändert worden sind. Ausgenommen ist Wohnraum, bei dem die Miethöhe durch Gesetz oder im Zusammenhang mit einer Förderzusage festgelegt worden ist. § 558c Mietspiegel (1) Ein Mietspiegel ist eine Übersicht über die ortsübliche Vergleichsmiete, soweit die Übersicht von der Gemeinde oder von Interessenvertretern der Vermieter und der Mieter gemeinsam erstellt oder anerkannt worden ist. (2) Mietspiegel können für das Gebiet einer Gemeinde oder mehrerer Gemeinden oder für Teile von Gemeinden erstellt werden. (3) Mietspiegel sollen im Abstand von zwei Jahren der Marktentwicklung angepasst werden. (4) Gemeinden sollen Mietspiegel erstellen, wenn hierfür ein Bedürfnis besteht und dies mit einem vertretbaren Aufwand möglich ist. Die Mietspiegel und ihre Änderungen sollen veröffentlicht werden. (5) Die Bundesregierung wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates Vorschriften über den näheren Inhalt und das Verfahren zur Aufstellung und Anpassung von Mietspiegeln zu erlassen. § 558d Qualifizierter Mietspiegel (1) Ein qualifizierter Mietspiegel ist ein Mietspiegel, der nach anerkannten wissenschaftlichen Grundsätzen erstellt und von der Gemeinde oder von Interessenvertretern der Vermieter und der Mieter anerkannt worden ist. (2) Der qualifizierte Mietspiegel ist im Abstand von zwei Jahren der Marktentwicklung anzupassen. Dabei kann eine Stichprobe oder die Entwicklung des vom Statistischen Bundesamt ermittelten Preisindexes für die Lebenshaltung aller privaten Haushalte in Deutschland zugrunde gelegt werden. Nach vier Jahren ist der qualifizierte Mietspiegel neu zu erstellen. (3) Ist die Vorschrift des Absatzes 2 eingehalten, so wird vermutet, dass die im qualifizierten Mietspiegel bezeichneten Entgelte die ortsübliche Vergleichsmiete wiedergeben. 2	Die Zuordnung West-Staakens basiert auf dem Gebietsstand 02.10.1990. 3	Die sogenannten „Wendewohnungen“ im Sinne dieses Mietspiegels sind die Wohnungen, die mit „DDR-Mitteln“ anfinanziert wurden und deren Baubeginn vor dem 3. Oktober 1990 lag, die aber erst danach fertiggestellt wurden; für diese Wohnungen galten z. B. auch die Regelungen aus dem Mietenüberleitungsgesetz. 4	Die Zuordnung der Bezirke basiert auf dem Gebietsstand 31.12.2000 vor der Gebietsreform.
> Veröffentlichung der Senatsverwaltung
Der Mietspiegel stellt eine der gesetzlich vorgesehenen Möglichkeiten für die Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete dar. Auf seiner Grundlage können sich die Mietvertragsparteien bei bestehenden Mietverhältnissen einigen, ohne selbst Vergleichsobjekte ermitteln oder erhebliche Kosten für ein Gutachten aufwenden zu müssen. Dieser Mietspiegel ist ein „qualifizierter Mietspiegel“ gemäß § 558 d BGB. Für seinen Anwendungsbereich als „qualifizierter Mietspiegel“ (siehe Nr. 4) gilt gemäß § 558 d Abs. 3 BGB die gesetzliche Vermutung, dass die im „qualifizierten Mietspiegel“ angegebenen Entgelte die ortsübliche Vergleichsmiete wiedergeben. Bitte beachten Sie die nachfolgenden Erläuterungen. Nur dann können Sie den Mietspiegel richtig anwenden.
3. Geltungsbereich dieses Mietspiegels Dieser Mietspiegel gilt unmittelbar nur für nicht preisgebundene Wohnungen in Mehrfamilienhäusern in Berlin, die bis zum 31. Dezember 2017 bezugsfertig geworden sind. Der Mietspiegel gilt nicht für: >	Selbstgenutztes Wohneigentum, >	Wohnungen in Ein- und Zweifamilienhäusern sowie in Reihenhäusern, >	Neubauwohnungen, die ab dem 1. Januar 2018 bezugsfertig geworden sind, >	preisgebundene, öffentlich geförderte Wohnungen, >	Wohnungen mit WC außerhalb der Wohnung.	Die Mieten (ortsübliche Vergleichsmieten) werden in einer Mietspiegeltabelle (siehe Nr. 9) ausgewiesen. Für Wohnungsbestände, die zwischen 1973 und 1990 (einschließlich „Wendewohnungen“) bezugsfertig geworden sind, werden die Mieten noch weiterhin getrennt ausgewiesen: Für die im ehemaligen Ostteil Berlins liegenden Bezirke (nachfolgend genannt: „östliche Bezirke und West-Staaken“) ist Spalte 6 der Mietspiegeltabelle (bezugsfertig von 1973 bis 1990 einschließlich „Wendewohnungen“) maßgeblich. Für die im ehemaligen Westteil Berlins liegenden Bezirke (nachfolgend genannt: „westliche Bezirke ohne West-Staaken“) ist die Spalte 5 (bezugsfertig 1973 bis 1990) maßgeblich.5
5	Die Zuordnung West-Staakens basiert auf dem Gebietsstand 02.10.1990
Diese Zuordnung6 ist auch nach Bildung der neuen Bezirke ab 1. Januar 2001 noch maßgeblich für den Geltungsbereich der entsprechenden Baualtersklassen/Bezugsfertigkeit von 1973 bis 1990 (Spalten 5 und 6 der Mietspiegeltabelle); das heißt, zum Beispiel für Bezirk Mitte gelten >	im Gebiet des im Ostteil Berlins liegenden ehemaligen Bezirks Mitte die Spalte 6 (bezugsfertig von 1973 bis 1990 und „Wendewohnungen“) der Mietspiegeltabelle, >	im Gebiet der im Westteil Berlins liegenden ehemaligen Bezirke Tiergarten und Wedding die Spalte 5 (bezugsfertig 1973 bis 1990) der Mietspiegeltabelle; Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg gelten >	im Gebiet des im Ostteil Berlins liegenden ehemaligen Bezirks Friedrichshain die Spalte 6 (bezugsfertig von 1973 bis 1990 und „Wendewohnungen“) der Mietspiegeltabelle, >	im Gebiet des im Westteil Berlins liegenden ehemaligen Bezirks Kreuzberg die Spalte 5 (bezugsfertig 1973 bis 1990) der Mietspiegeltabelle. Zu den ehemaligen östlichen Bezirken von Berlin gehören Friedrichshain, Hellersdorf, Hohenschönhausen, Köpenick, Lichtenberg, Marzahn, Mitte, Pankow, Prenzlauer Berg, Treptow und Weißensee. Wohnungen in West-Staaken gehören zum Geltungsbereich der Mietspiegeltabelle für die früheren östlichen Bezirke. Zu den ehemaligen westlichen Bezirken von Berlin gehören Charlottenburg, Kreuzberg, Neukölln, Reinickendorf, Schöneberg, Spandau (ohne West-Staaken), Steglitz, Tempelhof, Tiergarten, Wedding, Wilmersdorf und Zehlendorf. Die genaue Zuordnung einer Adresse zum Geltungsbereich der entsprechenden Spalten der Mietspiegeltabelle ist dem Straßenverzeichnis im Anhang (siehe Nr. 12) zu entnehmen.
6	Die Zuordnung der Bezirke basiert auf dem Gebietsstand 31.12.2000 vor der Gebietsreform.
4. Qualifizierter Mietspiegel Der Berliner Mietspiegel 2019 ist ein fortgeschriebener qualifizierter Mietspiegel gemäß § 558 d BGB, soweit sich aus folgenden Absätzen nichts anderes ergibt. Er wurde nach anerkannten wissenschaftlichen Grundsätzen auf der Grundlage einer empirischen primärstatistischen Repräsentativerhebung (Fortschreibung des Berliner Mietspiegels 2017) erstellt. Die Arbeitsschritte und -ergebnisse sowie die Methode werden ausführlich im Endbericht „Grundlagendaten für den empirischen Mietspiegel und Aktualisierung des Wohnlagenverzeichnisses zum Berliner Mietspiegel 2019“ dargestellt, der auf der Internetseite der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen eingestellt wird.	Soweit der Mietspiegel in seinem Anwendungsbereich als qualifizierter Mietspiegel Aussagen enthält, wird gesetzlich vermutet, dass die in ihm bezeichneten Entgelte die ortsübliche Vergleichsmiete wiedergeben (§ 558 d Abs. 3 BGB). Soweit der qualifizierte Berliner Mietspiegel 2019 Angaben für eine Wohnung enthält, für die der Vermieter eine Mieterhöhung bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete (§ 558 BGB) 7 verlangt, hat der Vermieter in seinem Mieterhöhungsverlangen die Angaben des qualifizierten Berliner Mietspiegels 2019
7	§ 558 Mieterhöhung bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete (1) Der Vermieter kann die Zustimmung zu einer Erhöhung der Miete bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete verlangen, wenn die Miete in dem Zeitpunkt, zu dem die Erhöhung eintreten soll, seit 15 Monaten unverändert ist. Das Mieterhöhungsverlangen kann frühestens ein Jahr nach der letzten Mieterhöhung geltend gemacht werden. Erhöhungen nach den §§ 559 bis 560 werden nicht berücksichtigt. (2) Die ortsübliche Vergleichsmiete wird gebildet aus den üblichen Entgelten, die in der Gemeinde oder einer vergleichbaren Gemeinde für Wohnraum vergleichbarer Art, Größe, Ausstattung, Beschaffenheit und Lage einschließlich der energetischen Ausstattung und Beschaffenheit in den letzten vier Jahren vereinbart oder, von Erhöhungen nach § 560 abgesehen, geändert worden sind. Ausgenommen ist Wohnraum, bei dem die Miethöhe durch Gesetz oder im Zusammenhang mit einer Förderzusage festgelegt worden ist. (3) Bei Erhöhungen nach Absatz 1 darf sich die Miete innerhalb von drei Jahren, von Erhöhungen nach den §§ 559 bis 560 abgesehen, nicht um mehr als 20 vom Hundert erhöhen (Kappungsgrenze). Der Prozentsatz nach Satz 1 beträgt 15 vom Hundert, wenn die ausreichende Versorgung der Bevölkerung mit Mietwohnungen zu angemessenen Bedingungen in einer Gemeinde oder einem Teil einer Gemeinde besonders gefährdet ist und diese Gebiete nach Satz 3 bestimmt sind. Die Landesregierungen werden ermächtigt, diese Gebiete durch Rechtsverordnung für die Dauer von jeweils höchstens fünf Jahren zu bestimmen. (4) Die Kappungsgrenze gilt nicht, 1. wenn eine Verpflichtung des Mieters zur Ausgleichszahlung nach den Vorschriften über den Abbau der Fehlsubventionierung im Wohnungswesen wegen des Wegfalls der öffentlichen Bindung erloschen ist und 2. soweit die Erhöhung den Betrag der zuletzt zu entrichtenden Ausgleichszahlung nicht übersteigt. Der Vermieter kann vom Mieter frühestens vier Monate vor dem Wegfall der öffentlichen Bindung verlangen, ihm innerhalb eines Monats über die Verpflichtung zur Ausgleichszahlung und über deren Höhe Auskunft zu erteilen. Satz 1 gilt entsprechend, wenn die Verpflichtung des Mieters zur Leistung einer Ausgleichszahlung nach den §§ 34 bis 37 des Wohnraumförderungsgesetzes und den hierzu ergangenen landesrechtlichen Vorschriften wegen Wegfalls der Mietbindung erloschen ist. (5) Von dem Jahresbetrag, der sich bei einer Erhöhung auf die ortsübliche Vergleichsmiete ergäbe, sind Drittmittel im Sinne des § 559a abzuziehen, im Falle des § 559a Absatz 1 mit 8 Prozent des Zuschusses. (6) Eine zum Nachteil des Mieters abweichende Vereinbarung ist unwirksam.
auch dann mitzuteilen, wenn er die Mieterhöhung auf ein anderes Begründungsmittel stützt (§ 558 a Abs. 3 BGB).8 Die bei Mietern und Vermietern erhobenen Wohnungsdaten wurden nach Erhebung in einer einheitlichen Datenbank aufbereitet und ausgewertet. Das Verfahren zur Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete ist ebenfalls im Endbericht zum Berliner Mietspiegel 2019 beschrieben. Es ist zu beachten, dass nach der Datenerhebung durch eine Ausreißerbereinigung und die Anwendung einer 75-Prozent-Spanne eine Kappung der Mieten erfolgte, so dass die in der Mietspiegeltabelle ausgewiesenen unteren und oberen Spannenwerte der ortsüblichen Vergleichsmieten nicht die Gesamtheit der erhobenen Mieten darstellen. Diese sind aus dem Endbericht zum Mietspiegel 2019 ersichtlich. Mieten außerhalb der in der Mietspiegeltabelle ausgewiesenen 75-ProzentSpanne können im Einzelfall aus dem Anwendungsbereich des Mietspiegels herausfallen, wenn vermutet werden kann, dass die entsprechenden Wohnungen entweder überdurchschnittlich gut oder überdurchschnittlich schlecht ausgestattet sind oder eine besondere Größe (ab ca. 175 m²) aufweisen. Im Einzelfall kann es daher bei derartigen Wohnungen angezeigt sein, die ortsübliche Einzelvergleichsmiete unter Heranziehung z. B. eines Sachverständigengutachtens zu ermitteln. Für die Ermittlung der zulässigen Miete zu Beginn des Mietverhältnisses von Wohnraum im derzeit geltenden gesetzlichen Rahmen kann jeder Wert der Spanne innerhalb des maßgeblichen Mietspiegelfeldes die ortsübliche Vergleichsmiete sein. Auch in diesem Zusammenhang kann die ortsübliche Einzelvergleichsmiete im Einzelfall für überdurchschnittlich gut als auch überdurchschnittlich schlecht ausgestattete Wohnungen unter Heranziehung z. B. eines Sachverständigengutachtens ermittelt werden. Die Felder der Mietspiegeltabelle, deren Mittelwerte wegen geringer Zahl erhobener Entgelte nur bedingte Aussagekraft haben (dort mit „*“ oder „**“ gekennzeichnet), können wegen der insoweit nur eingeschränkten Datengrundlage nicht dem Anwendungsbereich des qualifizierten Mietspiegels zugeordnet werden. Gleiches gilt für die Abschläge für Wohnungen mit vermieterseitig niedrigem Standard (siehe Nr. 9, mit „***“ gekennzeichnet). 8	§ 558a Form und Begründung der Mieterhöhung (1) Das Mieterhöhungsverlangen nach § 558 ist dem Mieter in Textform zu erklären und zu begründen. (2) Zur Begründung kann insbesondere Bezug genommen werden auf 1. einen Mietspiegel (§§ 558c, 558d), 2. eine Auskunft aus einer Mietdatenbank (§ 558e), 3. ein mit Gründen versehenes Gutachten eines öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen, 4. entsprechende Entgelte für einzelne vergleichbare Wohnungen; hierbei genügt die Benennung von drei Wohnungen. (3) Enthält ein qualifizierter Mietspiegel (§ 558d Abs. 1), bei dem die Vorschrift des § 558d Abs. 2 eingehalten ist, Angaben für die Wohnung, so hat der Vermieter in seinem Mieterhöhungsverlangen diese Angaben auch dann mitzuteilen, wenn er die Mieterhöhung auf ein anderes Begründungsmittel nach Absatz 2 stützt. (4) Bei der Bezugnahme auf einen Mietspiegel, der Spannen enthält, reicht es aus, wenn die verlangte Miete innerhalb der Spanne liegt. Ist in dem Zeitpunkt, in dem der Vermieter seine Erklärung abgibt, kein Mietspiegel vorhanden, bei dem § 558c Abs. 3 oder § 558d Abs. 2 eingehalten ist, so kann auch ein anderer, insbesondere ein veralteter Mietspiegel oder ein Mietspiegel einer vergleichbaren Gemeinde verwendet werden. (5) Eine zum Nachteil des Mieters abweichende Vereinbarung ist unwirksam.
Bei der Orientierungshilfe für die Spanneneinordnung (siehe Nr. 10 und 11) handelt es sich um Aussagen, die vom umfassenden Sachverstand der an der Mietspiegelerstellung beteiligten Experten getragen werden. Die Aussagen in der Orientierungs-hilfe bestätigen die entsprechenden Aussagen in den bisherigen Berliner Mietspiegeln bzw. wurden fortentwickelt. Die Orientierungshilfe gehört nicht zum qualifizierten Teil des Mietspiegels, kann aber als Schätzgrundlage zur Orientierung in der Spanne angewendet werden9.
5. Der Mietenbegriff im Mietspiegel: „Netto-Kaltmiete“ Bei den im Mietspiegel ausgewiesenen Beträgen handelt es sich um die monatliche Miete je Quadratmeter Wohnfläche. Die Beträge stellen die „Netto-Kaltmiete“ dar. Das ist die Miete ohne alle Betriebskosten (§ 556 Abs. 1 BGB) 10, also die Miete >	ohne Kosten für Sammelheizung und Warmwasserversorgung, >	ohne die sogenannten „kalten“ Betriebskosten, >	ohne etwaige Möblierungs- und Untermietzuschläge, >	ohne etwaige Zuschläge wegen der Nutzung von Wohnraum zu anderen als Wohnzwecken. Ist im Mietvertrag eine Brutto-Kaltmiete oder (Teilinklusivmiete) vereinbart, also eine Miete einschließlich nicht näher ausgewiesener Anteile für Betriebskosten, muss die Vergleichbarkeit mit der im Mietspiegel ausgewiesenen Netto-Kaltmiete durch Umrechnung hergestellt werden. Die ortsübliche Vergleichsmiete kann auch in Gestalt einer BruttoKaltmiete oder Teilinklusivmiete gebildet werden. In diesem Fall muss zunächst anhand des Mietspiegels die ortsübliche Netto-Kaltmiete ermittelt werden. In einem zweiten Schritt können dann die (kalten) Betriebskosten der ortsüblichen Netto-Kaltmiete hinzugerechnet werden, die konkret auf die fragliche Wohnung entfallen. Dabei sind nur Betriebskosten gemäß § 556 Abs. 1 BGB ansatzfähig, soweit diese Betriebskosten den Grundsätzen der Wirtschaftlichkeit entsprechen.
6. Die Gliederung dieses Mietspiegels Der Mietspiegel weist ortsübliche Vergleichsmieten für Wohnungen jeweils vergleichbarer Art, Größe, Ausstattung, Beschaffenheit und Lage einschließlich der energetischen Ausstattung und Beschaffenheit aus. Der Mietspiegel würdigt die Gegebenheiten auf dem mietspiegelrelevanten Berliner Wohnungsmarkt in der Art, dass als „ortsübliche Vergleichsmiete“ eine 3/4-Spanne der für jedes Mietspiegelfeld erhobenen Mieten ausgewiesen wird. Damit werden in diesem Mietspiegel nicht alle tatsächlich erhobenen Mieten abgebildet. Die Gliederung dieses Mietspiegels erfolgte unter folgenden Aspekten zu den Vergleichsmerkmalen: 6.1 Art Das Vergleichsmerkmal Art bezieht sich auf die Gebäudeart. Dieser Mietspiegel gilt für nicht preisgebundene Mietwohnungen (auch Genossenschaftswohnungen und vermietete Eigentumswohnungen) in Mehrfamilienhäusern (Gebäude mit mindestens drei Wohnungen). Er gilt nicht für Wohnungen in Ein- und Zweifamilienhäusern sowie in Reihenhäusern. 6.2 Größe Zur Bestimmung der Größe ist die Fläche in Quadratmetern als verlässlicher Maßstab gewählt worden. Bei der Erstellung des Mietspiegels wurde davon ausgegangen, dass die Wohnfläche bis zum 31.12.2003 entsprechend den Vorschriften der Zweiten Berechnungsverordnung (II. BV) ermittelt worden ist. Für Berechnungen nach diesem Zeitpunkt kann die Wohnflächenverordnung (WoFlV) angewendet werden. 6.3 Ausstattung Die Ausstattung einer Wohnung ist für ihren Wert von erheblicher Bedeutung. Maßgeblich ist die Ausstattung der Wohnung, die vom Vermieter gestellt wird. Hat ein Mieter einzelne Ausstattungsmerkmale selbst geschaffen – ohne dass die Kosten hierfür vom Vermieter erstattet wurden, so bleiben diese Ausstattungsmerkmale unberücksichtigt.
9	BGH, Urteil vom 20.04.2005 – VIII ZR 110/04 10	§ 556 Vereinbarungen über Betriebskosten (1) Die Vertragsparteien können vereinbaren, dass der Mieter Betriebskosten trägt. Betriebskosten sind die Kosten, die dem Eigentümer oder Erbbauberechtigten durch das Eigentum oder das Erbbaurecht am Grundstück oder durch den bestimmungsmäßigen Gebrauch des Gebäudes, der Nebengebäude, Anlagen, Einrichtungen und des Grundstücks laufend entstehen. Für die Aufstellung der Betriebskosten gilt die Betriebskostenverordnung vom 25. November 2003 (BGBl. I S. 2346, 2347) fort. Die Bundesregierung wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung ohne Zustimmung des Bundesrates Vorschriften über die Aufstellung der Betriebskosten zu erlassen.
Der Mietspiegel geht in der Mietspiegeltabelle von der Ausstattungsklasse „Wohnungen mit Sammelheizung, mit Bad und WC in der Wohnung (mit SH, Bad und IWC)“ aus. Bei Minderausstattung (Wohnungen ohne Sammelheizung, ohne Bad, mit IWC oder Wohnungen mit Sammelheizung oder mit Bad, mit IWC) sind Abschläge vorgesehen (siehe Nr. 9 Mietspiegeltabelle).
Bei den Ausstattungsmerkmalen ist Folgendes zu berücksichtigen: >	Unter einem Bad ist ein gesonderter Raum innerhalb der Wohnung zu verstehen, der mit einer Badewanne oder Dusche und einem Badeofen oder Durchlauferhitzer oder einem ausreichend großen Warmwasserspeicher ausgestattet ist. Die Versorgung mit Warmwasser kann auch durch eine zentrale Anlage (auch Fernwarmwasser) geschehen. >	Unter einer Sammelheizung sind alle Heizungsarten zu verstehen, bei denen die Wärme- und Energieerzeugung von einer zentralen Stelle aus geschieht. Eine Etagenheizung oder Wohnungsheizung (Gas-, Öl-, Elektroheizung), die sämtliche Wohnräume angemessen erwärmt, ist einer Sammelheizung gleichzusetzen. Weitergehende besondere Merkmale wie auch die Qualität der Ausstattungsmerkmale müssen unter Berücksichtigung der Preisspannen gewürdigt werden.
6.4 Beschaffenheit Die Beschaffenheit einer Wohnung wird im Mietspiegel durch das Alter (Bezugsfertigkeit/Baualter) erläutert, weil die grundsätzliche Beschaffenheit verschiedener Wohnungen wesentlich durch die während bestimmter Zeitperioden übliche Bauweise charakterisiert wird. Die Wohnung ist grundsätzlich in das Baualter und/oder das Jahr der Bezugsfertigkeit einzuordnen, in der das Gebäude erstellt wurde. Modernisierte Wohnungen werden grundsätzlich in das ursprüngliche Jahr der Bezugsfertigkeit des Gebäudes eingeordnet. Eine davon abweichende Bezugsfertigkeit der Wohnung ergibt sich bei: >	Wiederaufbau (z. B. nach vollständiger Zerstörung ) >	Wiederherstellung z. B. eines nicht mehr zu Wohnzwecken geeigneten Hauses oder erstmalige Umwandlung von Gewerberäumen in Wohnräume >	Ausbau und Erweiterung von bestehenden Gebäuden (z. B. Dachgeschossausbau, Anbau) >	neubaugleicher Modernisierung wesentlicher Bereiche der Wohnung durch die unter wesentlichem Bauaufwand Wohnraum geschaffen oder geändert wurde. Zur Würdigung der unterschiedlichen Bauweisen während verschiedener Zeitperioden und unter Berücksichtigung noch bestehender Unterschiede in der Mietpreisstruktur bei Neubauwohnungen von 1973 bis 1990 in den östlichen Bezirken und West-Staaken sowie den westlichen Bezirken (ohne West-Staaken) wurde folgende Unterscheidung der Bezugsfertigkeit vorgenommen: >	>	>	>
Altbauwohnungen: bis 1918 und 1919 - 1949; Neubauwohnungen: 1950 - 1964, 1965 - 1972, 1991 - 2002; 2003 - 2017 Neubauwohnungen (nur westliche Bezirke ohne West-Staaken): 1973 - 1990; Neubauwohnungen (nur östliche Bezirke und West-Staaken): 1973 - 1990 und sogenannte „Wendewohnungen“.
6.5 Wohnlage	Die Lageeinteilung erfolgt in drei Kategorien: einfache, mittlere und gute Wohnlage. Die Wohnlageeinstufung einer Adresse spiegelt die Wertigkeit der Lagegegebenheiten des weiteren Wohnumfeldes im Vergleich zu anderen Adressen im gesamten Berliner Stadtgebiet wider. Die Stadtgestalt ist sehr vielfältig. Das heutige Berlin entstand aus der Vereinigung von sieben Städten und 59 Landgemeinden. So gibt es in Berlin, anders als in vielen anderen Städten, nicht nur ein Zentrum, sondern viele Bezirks- und Ortsteilzentren, was in der Bewertung der Lagequalitäten im Rahmen der Kategorien „Zentren der Stadt“ bzw. „Dezentrale Stadtbereiche“ berücksichtigt wird. Die ursprüngliche Wohnlageeinteilung Berlins erfolgte auf wissenschaftlicher Basis in zwei Schritten. Zunächst benannte ein Gremium aus Wohnungsmarktexperten Stadtbereiche in Berlin, die nach allgemeiner Auffassung der Marktteilnehmer als typische einfache, mittlere und gute Wohnlagen zu werten sind. Ausgangsbasis der Bewertung ist die mittlere Lage, die das Spektrum durchschnittlicher Lagequalitäten in Berlin umfasst. In einem zweiten Schritt wurden mit Hilfe rechnerischer Verfahren statistische Daten und ihre Ausprägung identifiziert, die auf das Vorhandensein der jeweiligen Wohnlage im Stadtgebiet hinweisen. Mit Hilfe dieser Indikatoren wurde die Wohnlage für alle Berliner Wohnadressen bestimmt. Die Einstufung wird für jeden neuen Mietspiegel von der Arbeitsgruppe Mietspiegel aktualisiert. Bis zum Mietspiegel 2017 umfasste die Aktualisierung Adressen, für die sich Anhaltspunkte zur Veränderung der Lagequalitäten ergeben haben, sowie neu entstandene Adressen. Die Entscheidung zur Änderung oder Beibehaltung einer Wohnlageeinstufung wurde von der Arbeitsgruppe Mietspiegel als Expertengremium getroffen. Zur Entscheidungsfindung stützte sich das Gremium auf die Expertise eines externen wissenschaftlichen Instituts, das umfangreiche statistische Indikatoren aufbereitet und Vorschläge unterbreitet. Im Mietspiegel 2019 wurde die Wohnlage flächendeckend für die gesamte Stadt Berlin aktualisiert. Die Wohnlageeinstufung beruhte dabei auf einem nach wissenschaftlichen Grundsätzen erstellten Wohnlageermittlungsmodell. Dabei wurden umfangreiche statistische Indikatoren aufbereitet, in einem Datenmodell verarbeitet, geprüft und plausibilisiert Auf dieser Grundlage erfolgte dann die Wohnlageeinstufung, die auf wissenschaftlicher Basis erstellt und Bestandteil dieses qualifizierten Mietspiegels ist. Die Wohnlagenkarte für Berlin gibt einen Überblick über die Verteilung der Wohnlagen im gesamten Stadtgebiet. Zugunsten einer übersichtlichen graphischen Darstellung werden in der Wohnlagenkarte Gebiete mit überwiegend einfacher, mittlerer oder guter Wohnlage abgebildet. In diesen Gebieten können Adressen verschiedener Wohnlagen vorhanden sein.
Die eindeutige Wohnlagezuordnung ergibt sich allein aus dem „Straßenverzeichnis zum Berliner Mietspiegel 2019“. Die nach Straßennamen in alphabetischer Reihenfolge geordnete Übersicht ist im Amtsblatt für Berlin vom 13.05.2019 veröffentlicht.
Versorgungsangebote für den täglichen Bedarf können im Zusammenhang mit den oben genannten Merkmalen ebenfalls Indikatoren für die einfache Wohnlage sein.
Die dortigen Kennzeichnungen „O“ für die ehemaligen östlichen Bezirke und West-Staaken sowie „W“ für die ehemaligen westlichen Bezirke (ohne West-Staaken) ermöglicht für die 1973 bis1990 bezugsfertigen Wohnungen die Zuordnung der Adresse zur entsprechend anzuwendenden Spalte (5 oder 6) der Mietspiegeltabelle. Die Kennzeichnungen „Z“ sowie „D“ im Straßenverzeichnis weisen auf die oben genannten Kategorien „Zentren der Stadt“ bzw. „Dezentrale Stadtbereiche“ hin. Folgende Wohnlagebeschreibungen (siehe Nr. 7) sollen zum Verständnis der Wohnlageeinstufungen beitragen. Sie beschreiben Anhaltspunkte zur Einordnung der eigenen Lagequalitäten anhand häufig/typischerweise vorkommender Lageausprägungen in Berlin.
7. Gebiete mit von diesem Mietspiegel betroffenem Wohnraum Grundsätzlich gilt für alle Wohnlagen: Die Wohnlagebewertung soll gebietsprägend sein. Sie bezieht sich auf das weitere Wohnumfeld. Es kann dabei zu Abweichungen bei Einzelbewertungen von Gebäuden/Wohnanlagen oder bei der Bewertung von Gebietsgrenzen kommen.
In den Zentren der Stadt sind einfache Lagequalitäten von Wohnungsbeständen insbesondere durch eine überwiegend geschlossene Bauweise, stark verdichtete und meist homogene Bebauung gekennzeichnet, die ggf. mit Gewerbe und Industrie durchmischt sind oder an diese angrenzen. Außerdem weisen einfache Wohnlagen meist eine geringe Durchgrünung und ein unterdurchschnittliches Image (einen niedrigen oder sehr niedrigen Statusindex im Monitoring Soziale Stadt11) auf. Die einfache Wohnlage kann auch bei einer besseren Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr und einem umfangreichen Versorgungsangebot für den täglichen Bedarf vorliegen. In den dezentralen Stadtbereichen sind einfache Lagequalitäten geprägt von Wohnungsbeständen in geschlossener, aber auch in offener Bauweise mit entsprechend unterschiedlicher Verdichtung, ggf. auch homogener Bebauung. Darüber hinaus ist diese Wohnlage meist mit Gewerbe oder Industrie durchmischt oder grenzt an diese Nutzungen an. Sie weist eine für die dezentrale Lage eher geringe Durchgrünung und ein unterdurchschnittliches Image im Sinne des Statusindex des Monitoring Soziale Stadt auf. Ungünstige Verkehrsverbindungen des öffentlichen Personennahverkehrs und wenige
11	www.stadtentwicklung.berlin.de/planen/basisdaten_stadtentwicklung/ monitoring/index.shtml
In den Zentren der Stadt sind mittlere Lagequalitäten von Wohnungsbeständen insbesondere durch eine überwiegend geschlossene Bauweise, meist auch stark verdichtete und zum Teil verbreitet homogene Bebauung gekennzeichnet. Es kann eine mittlere Durchgrünung und ein meist mittleres Image im Sinne des Statusindex des Monitoring Soziale Stadt vorliegen. Daneben können die Wohnungsbestände der mittleren Wohnlage in den Zentren der Stadt auch durch ein unter- oder überdurchschnittliches Versorgungsangebot für den täglichen Bedarf geprägt und unter- oder überdurchschnittlich an den öffentlichen Personennahverkehr angebunden sein. In den dezentralen Stadtbereichen liegen Wohnungsbestände mit mittleren Lagequalitäten in Gebieten mit geschlossener, aber auch offener Bauweise mit entsprechend unterschiedlicher Verdichtung vor. Die Gebiete können durch ein größeres Angebot an Grün- und Freiflächen und ein meist mittleres Image im Sinne des Monitoring Soziale Stadt geprägt sein. Es können darüber hinaus auch ein unteroder überdurchschnittliches Versorgungsangebot für den täglichen Bedarf bzw. eine entsprechende Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr vorliegen.
In den Zentren der Stadt weisen gute Wohnlagen insbesondere eine überwiegend geschlossene Bauweise, häufig auch eine stark verdichtete Bebauung auf. Die guten Lagen befinden sich meist in der Nähe zu den Zentrumskernen und den damit verbundenen typischen Beeinflussungen. Darüber hinaus ist die Lage meist durch für die zentrale Lage eher hohe Durchgrünung und ein gutes bis sehr gutes Image im Sinne des Statusindex des Monitoring Soziale Stadt gekennzeichnet. Die gute Lage kann auch bei eher mäßigem Versorgungsangebot für den täglichen Bedarf und einer schlechteren Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr gegeben sein. In dezentralen Stadtbereichen liegen Wohnungsbestände mit guten Lagequalitäten in Gebieten überwiegend offener Bauweise vor. Es liegt meist eine homogene Nutzungsstruktur, ein umfangreiches Angebot an Grün- und Freiflächen und ein gutes bis sehr gutes Image im Sinne des Statusindex des Monitoring Soziale Stadt vor. Die gute Lage kann aber auch bei schlechteren Versorgungsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf und einer schlechteren Anbindungen an den öffentlichen Personennahverkehr gegeben sein.
Gebiete ohne betroffenen Wohnraum
Berliner Mietspiegel 2019 Wohnlagenkarte
Kartengrundlage: Übersichtskarte von Berlin 1 : 50 000 (ÜK 50), Stand 6/2016; herausgegeben von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen III
7.1 Wohnlagenkarte Berliner Mietspiegel 2019 Die Karte soll lediglich eine erste Orientierung über die mögliche Wohnlagezuordnung geben. Die genaue Wohnlagezuordnung ergibt sich aus dem Straßenverzeichnis zum Berliner Mietspiegel 2019 im Anhang (siehe Nr. 12.). Über die genaue Einordnung Ihres Wohnhauses in die zutreffende Wohnlage gibt Ihnen auch Ihr Bezirksamt oder die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen Auskunft. überwiegend einfache Wohnlage überwiegend mittlere Wohnlage überwiegend gute Wohnlage Gebiete ohne betroffenen Wohnraum
8. Anwendung der Mietspiegeltabelle Aufgrund der weitestgehend angeglichenen Wohnungsund Mietpreisstrukturen in den bisherigen östlichen und westlichen Bezirken werden die Mieten in einer gemeinsamen Mietspiegeltabelle ausgewiesen – mit Ausnahme der von 1973 bis 1990 bezugsfertigen Wohnungen. Die eindeutige Zuordnung einer Wohnung (Adresse) zur anzuwendenden Spalte der Mietspiegeltabelle (entsprechend dem jeweiligen Geltungsbereich) für Wohnungen „bezugsfertig von 1973 bis 1990“ ergibt sich allein aus dem „Straßenverzeichnis zum Berliner Mietspiegel 2019“ (siehe Nr. 12). Die dortige Kennzeichnung „O“ für die östlichen Bezirke und West-Staaken sowie „W“ für die westlichen Bezirke (ohne West-Staaken) ermöglicht die eindeutige Zuordnung Ihrer Adresse zu den zugehörigen Spalten 5 oder 6 der Mietspiegeltabelle. Für die Zuordnung zu „östlichen“ und „westlichen“ Bezirken ist der Gebietsstand vor der Gebietsreform (31.12.2000) maßgeblich12. Um nun die ortsübliche Vergleichsmiete (Netto-Kaltmiete) für Ihre Wohnung in der Mietspiegeltabelle zu ermitteln, sollten Sie wie folgt vorgehen: Das für die Wohnung in Betracht kommende Tabellenfeld der Mietspiegeltabelle finden Sie, indem Sie die vorhandenen Merkmale der Wohnung mit denen aus der Mietspiegeltabelle vergleichen. Größe, Ausstattung und auch Bezugsfertigkeit der Wohnung werden Sie kennen oder feststellen können. Anschließend müssen Sie die Wohnlage für Ihre Wohnung bestimmen. Hier liefert die beigefügte Karte eine erste Orientierung. Die genaue Wohnlagezuordnung kann jedoch nur dem oben genannten „Straßenverzeichnis zum Berliner Mietspiegel 2019“ entnommen werden. Aus diesen vier Merkmalen ergibt sich in der Mietspiegeltabelle das Feld, aus dem Sie die in Frage kommenden Werte ablesen können. Der Mietspiegel weist für jeden Wohnungstyp in den verschiedenen Tabellenfeldern jeweils die Mietpreisspanne und den Mittelwert aus. Die Miete einer normalen Wohnung mit Standardausstattung in üblicher Qualität entsprechend ihrem Jahr der Bezugsfertigkeit wird vorwiegend um den ausgewiesenen Mittelwert liegen. Eine schlechter ausgestattete Wohnung wird im unteren, eine besser ausgestattete im oberen Bereich der Spanne einzuordnen sein. Der Mietspiegel weist die ortsübliche Vergleichsmiete (Netto-Kaltmiete) in Euro/m² monatlich aus.
12	Vgl. Ausführungen zum Gebietsstand unter Nr. 3.
Berliner Mietspiegel	tabelle 2019
Für Altbauwohnungen (bezugsfertig bis 1918 und 1919 bis 1949) ohne Sammelheizung, ohne Bad, mit WC in der Wohnung (IWC) liegt die ortsübliche Vergleichsmiete je Quadratmeter Wohnfläche monatlich 2,20 Euro unter den Beträgen der ausgewiesenen Spalte 1 für Bezugsfertigkeit bis 1918*** bzw. der ausgewiesenen Spalte 2 für Bezugsfertigkeit 1919 bis 1949***. Für Altbauwohnungen (bezugsfertig bis 1918) mit Sammelheizung oder mit Bad, mit WC in der Wohnung (IWC) liegt die ortsübliche Vergleichsmiete je Quadratmeter Wohnfläche monatlich 1,41 Euro unter den Beträgen der ausgewiesenen Spalte 1***. Für Altbauwohnungen (bezugsfertig 1919 bis 1949) mit Sammelheizung oder mit Bad, mit WC in der Wohnung (IWC) liegt die ortsübliche Vergleichsmiete je Quadratmeter Wohnfläche monatlich 0,43 Euro unter den Beträgen der ausgewiesenen Spalte 2***. Für Neubauwohnungen (bezugsfertig 1950 bis 1964) mit Sammelheizung oder mit Bad, mit WC in der Wohnung (IWC) liegt die ortsübliche Vergleichsmiete je Quadratmeter Wohnfläche monatlich 1,45 Euro unter den Beträgen der ausgewiesenen Spalte 3***. a Die Zuordnung West-Staakens basiert auf dem Gebietsstand 02.10.1990. Die Zuordnung der Bezirke basiert auf dem Gebietsstand 31.12.2000 vor der Gebietsreform (siehe Erläuterung unter Nr. 3). Bei Leerfeldern lag für eine verlässliche Aussage keine genügende Zahl von Mietwerten vor (unter 10 Mietwerte). Die mit * und ** versehenen Daten haben wegen geringer Zahl erhobener Mietwerte nur bedingte Aussagekraft (* = 15 - 29 Mietwerte, ** = 10 - 14 Mietwerte). Die mit *** versehenen Angaben haben wegen geringer Zahl erhobener Mietwerte nur bedingte Aussagekraft. Diese Abschläge können daher nicht dem Anwendungsbereich des qualifizierten Mietspiegels zugeordnet werden. In den Tabellenfeldern werden der jeweilige Mittelwert (Median) sowie die 3/4-Spanne dargestellt.
Ortsübliche Vergleichsmieten (Stichtag 01.09.2018) Netto-Kaltmiete in Euro je Quadratmeter monatlich ALTBAU	bis 1918	1919 - 1949
Ausstattung: mit Sammelheizung (SH), Bad, WC in der Wohnung (IWC)
Spalte	1	2	3	4	5	6	7	8 Zeile
West a	Ost a mit Wende-	ohne Wende	wohnungen	wohnungen
7,90	5,50 - 12,97	8,43	mittel	B 6,72 - 12,24
bis unter 40 m2
einfach	A
7,80*	6,43	6,00 - 8,68	5,54 - 9,03
6,80	5,99 - 8,83
7,57*	7,14 7,43 - 8,85	6,85 - 7,97
7,66*	6,44 - 8,55
6,85	5,65 - 9,05
6,57	5,89 - 8,24
7,73**	6,93 5,33 - 8,16	6,45 - 7,23
11,44*	6,54 - 14,23
7,50**	6,44 - 9,48
7,47	6,36 - 9,31
8,90	8,15 - 9,75
8,31**	7,47 - 10,09
7,13 6,70 - 8,73
einfach	D
6,75	5,26 - 9,94
6,40	5,42 - 8,19
6,00	5,38 - 8,00
5,88	5,05 - 7,01
7,46	6,20 - 8,65
6,01	5,72 - 6,55
mittel	E
7,43	6,74	6,11	5,98	7,73	5,95	8,18	9,85 5,41 - 10,25	5,63 - 7,76	5,39 - 7,64	5,43 - 6,94	6,36 - 8,77	5,40 - 6,70	7,43 - 9,17	7,28 - 12,50
gut	F
8,04	5,99 - 10,97
6,90	6,01 - 9,14
6,52	7,13	5,65 - 7,85	5,29 - 10,00
8,42*	6,01	7,38 - 9,22	5,83 - 6,96
9,75	8,14 - 11,12
9,88 7,75 - 11,98
einfach	G
6,33	4,83 - 10,00
5,87	5,06 - 7,27
5,58	4,83 - 6,81
5,45	4,89 - 6,08
7,27	6,08 - 9,00
5,27	4,99 - 5,73
7,72	6,23 - 8,59
12,89 8,49 - 14,83
mittel	H
6,77	4,84 - 10,00
6,24	5,09 - 7,32
6,00	5,28 - 7,08
5,71	5,08 - 6,40
8,00	5,70 - 9,11
5,27	4,60 - 5,76
7,90	6,73 - 9,03
10,09 8,91 - 12,20
gut	I
7,49	5,62 - 10,92
7,10	5,91 - 9,15
6,54	5,50 - 8,37
6,65	5,20 - 8,31
8,32	6,61 - 9,84
5,57	5,11 - 6,29
9,09	10,22 7,45 - 11,02	8,84 - 12,75
einfach	J
6,23	4,79 - 9,14
6,13*	5,14 - 7,16
5,47	4,89 - 6,05
7,19	5,83 - 8,28
5,23	4,78 - 5,48
7,96	6,64 - 9,32
11,95 8,52 - 13,77
mittel	K
6,77	4,88 - 9,80
6,01	5,10 - 8,51
6,77**	5,40	5,62 - 11,41	5,06 - 6,14
7,64	5,97 - 8,66
5,25	4,61 - 5,56
8,19	7,21 - 9,54
10,08 8,80 - 12,73
gut	L
7,33	5,48 - 10,48
6,69	5,69 - 8,93
8,23	6,69 - 9,30
8,30	9,00	7,54 - 8,89	7,06 - 11,94
5,32	5,08 - 5,93
9,80	11,50 8,17 - 11,70	9,34 - 13,69
8,36	7,71 - 10,20
90 m2 und mehr
60 m2 bis unter 90 m2
40 m2 bis unter 60 m2
gut	C
Die fett gedruckte Zahl ist die ermittelte Durchschnittsmiete in Euro je Quadratmeter. Darunter ist die Spanne zwischen der günstigsten und teuersten Wohnung in dem Segment vermerkt. Leerfelder = keine verlässliche Aussage möglich; * und ** = bedingte Aussagekraft
11,61* 9,70 - 15,11
10. Zum Umgang mit den ausgewiesenen Preisspannen Die im Mietspiegel ausgewiesenen Spannen sind erforderlich, weil Wohnungen über die in der Tabelle ausgewiesenen Merkmale Alter, Größe, Lage und Ausstattung hinaus weitere Unterschiede aufweisen können. In der weit überwiegenden Zahl der Fälle können die besonderen Nachteile und Vorteile einer Wohnung im Rahmen der Spannen des Mietspiegels durch Merkmale der „Orientierungshilfe für die Spanneneinordnung“ (siehe Nr. 11) berücksichtigt werden. Mängel bei der Standardausstattung können durch andere Ausstattungen ausgeglichen werden. Die Miethöhe kann zudem von weiteren Merkmalen abhängig sein, die in der Tabelle nicht ausgewiesen sind (siehe auch Erläuterungen zu Nr. 10.1). Die bisher in den Mietspiegeln ausgewiesenen Sondermerkmale werden nicht mehr gesondert berechnet und ausgewiesen. Es gelten die Merkmale der Orientierungshilfe. Neben den in der Tabelle ausgewiesenen Merkmalen können andere Qualitätsmerkmale Einfluss auf die ortsübliche Vergleichsmiete haben. Es wird zur Berücksichtigung dieser Merkmale bei der Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete deshalb die nachfolgende „Orientierungshilfe für die Spanneneinordnung“ als Schätzgrundla-
ge empfohlen; sie gehört allerdings nicht zum qualifizierten Teil dieses Mietspiegels13. Diese Orientierungshilfe berücksichtigt dabei bisherige Erkenntnisse, die sowohl von der Praxis für die Einigung der Vertragsparteien als auch von vielen Berliner Gerichten für ihre Entscheidungen zugrunde gelegt worden sind, aber auch neuere Entwicklungen. 10.1 Merkmale der Orientierungshilfe	Das Annäherungsschema (siehe Nr. 11) nennt in den fünf Merkmalgruppen „Bad/WC“, „Küche“, „Wohnung“, „Gebäude“ und „Wohnumfeld“ wohnwerterhöhende bzw. wohnwertmindernde Merkmale. Je nach Häufung dieser Merkmale liegt die ortsübliche Vergleichsmiete unter oder über dem Mittelwert. Die Aufzählung in der Orientierungshilfe berücksichtigt nach den Erfahrungen der Mitglieder der Arbeitsgruppe Mietspiegel die wesentlichen Merkmale. Es können aber in Einzelfällen weitere ebenfalls gewichtige Merkmale im Rahmen der Merkmalgruppen zum Tragen kommen.
13	siehe auch BGH, Urteil vom 20.04.2005 – VIII ZR 110/04
Mietenentwicklung anhand der Berliner Mietspiegeltabelle 2019: Vergleich der Werte 2017 zu 2019 in Prozent
10.2 Energetischer Zustand der Wohngebäude Die Umgestaltung des Wohngebäudebestandes unter energetischen Gesichtspunkten wird in den nächsten Jahren und Jahrzehnten immer wichtiger. Zudem gewinnen die Kosten von Heizungs- und Warmwasserversorgungsanlagen bei der Bewertung von Wohnraum für die Mieter zunehmend an Bedeutung. Der Berliner Mietspiegel 2019 trägt der Entwicklung der Energiekosten durch die Einbeziehung eines abgestuften Energiekennwertes Rechnung. Die Einbeziehung des energetischen Zustands in das Wertungssystem der Orientierungshilfe berücksichtigt sowohl die unterschiedlichen Energiekennwerte, die sich für ein Wohngebäude aus dezentraler oder zentraler Warmwasserversorgung ergeben, als auch Umsetzungshindernisse für energetische Sanierungsmaßnahmen, die sich aus denkmalschutzrechtlichen Vorgaben ableiten. Das gestufte Wertungssystem (je geringer der Energieverbrauch ist, umso stärker soll sich dies wohnwerterhöhend auswirken - je mehr Energieverbrauch, umso stärker soll sich dies wohnwertmindernd auswirken) bietet ein transparentes, leicht nachvollziehbares Instrument auf der Basis von objektiven Energiekennwerten.	10.3 Anleitung zur Ermittlung der ortüblichen Vergleichsmiete und zur Spanneneinordnung Folgende Spanneneinordung mittels der Orientierungshilfe wird empfohlen: Die wohnwerterhöhenden oder wohnwertmindernden Merkmale sind in der Mietspiegeltabelle nicht gesondert ausgewiesen. Sie können aber die ortsübliche Vergleichsmiete innerhalb der Spanne – ausgehend vom Mittelwert positiv oder negativ – mit jeweils 20 Prozent für folgende Merkmalgruppen beeinflussen: >	Die Ausstattung des Bades/WC	20 % >	Die Ausstattung der Küche	20 % >	Die Ausstattung der Wohnung	20 % >	Die Ausstattung des Gebäudes	20 % >	Das Wohnumfeld	20 % ------------------------------------------------------------------------------	100 %
Überwiegen in allen fünf Merkmalgruppen die wohnwerterhöhenden Merkmale, liegt die ortsübliche Vergleichsmiete am oberen Spannenwert. Überwiegen in allen fünf Kategorien die wohnwertmindernden Merkmale, liegt die ortsübliche Vergleichsmiete am unteren Spannenwert. 10.4 Beispiele: Umgang mit den Merkmalen zur Berücksichtigung des energetischen Zustandes von Gebäuden in der Merkmalgruppe „Gebäude“ Bei den wohnwertmindernden Merkmalen ist es nur möglich, entweder das Merkmal „Unzureichende Wärmedämmung oder Heizanlage mit ungünstigem Wirkungsgrad (Einbau/Installation vor 1988)“ oder ein bzw. mehrere Merkmale zum „Energieverbrauchskennwert“ anzukreuzen. Analog gilt dies auch bei den wohnwerterhöhenden Merkmalen: entweder das Merkmal „Wärmedämmung zusätzlich zur vorhandenen Bausubstanz oder Einbau/Installation einer modernen Heizanlage ab 01.01.2003 (wenn Bezugsfertigkeit des Gebäudes/der Wohnung vor diesem Zeitpunkt)“ wird ausgewählt oder ein bzw. mehrere Merkmale zum „Energieverbrauchskennwert“. Wenn der „Energieverbrauchskennwert“ ausgewählt wird, dann ist es möglich, ein, zwei oder drei Merkmale anzukreuzen – je nach der Höhe des vorliegenden Energiekennwertes. Liegt der „Energieverbrauchskennwert“ z. B. bei 240 kWh/(m²a) können alle drei Kästchen als wohnwertminderndes Merkmal angekreuzt werden. Liegt er z. B. bei 90 kWh/(m²a) können die zwei oberen Kästchen als wohnwerterhöhendes Merkmal angekreuzt werden. Anwendung der Orientierungshilfe für die Spanneneinordnung (siehe Nr. 11) Merkmalgruppe	es überwiegen	daher +/1.	Bad/WC	wohnwerterhöhende Merkmale	+ 20 % 2.	Küche	wohnwerterhöhende Merkmale	+ 20 % 3.	Wohnung	wohnwerterhöhende Merkmale	+ 20 % 4.	Gebäude	wohnwertmindernde Merkmale	- 20 % 5.	Wohnumfeld	wohnwertmindernde Merkmale	- 20 % ------------------------------------------------------------------------------Ergebnis	+ 20 %
Überwiegen in einer Merkmalgruppe die wohnwerterhöhenden Merkmale, ist ein Zuschlag von 20 Prozent des Unterschiedsbetrages zwischen Mittelwert und Spannenoberwert gerechtfertigt. Überwiegen die wohnwertmindernden Merkmale in einer Merkmalgruppe, ist ein Abzug von 20 Prozent des Unterschiedsbetrages zwischen Mittelwert und Spannenunterwert angemessen. In gleicher Weise ist mit jeder anderen Merkmalgruppe zu verfahren. Das Überwiegen der Merkmale innerhalb einer Merkmalgruppe ergibt sich durch einfache Überzahl.
Handelt es sich z. B. bei der vorstehend bewerteten Wohnung um eine zwischen 1919 und 1949 bezugsfertig gewordene Wohnung mit Sammelheizung, Bad und WC in der Wohnung, 50 m² groß, in einfacher Wohnlage (siehe Nr. 9. Mietspiegeltabelle, Mietspiegelfeld D2), dann ergeben sich folgende Werte:
Die fünf Merkmalgruppen werden gegeneinander aufgerechnet.
Das Ergebnis von 20 Prozent, bezogen auf die obere Spanne von 1,79 Euro, sind (kaufmännisch gerundet) 0,36 Euro. Die Anwendung der empfohlenen Orientierungshilfe ergäbe für diese Wohnung dann eine ortsübliche Vergleichsmiete von 6,76 Euro/m² monatlich (= 6,40 Euro/m² monatlich + 0,36 Euro/m² monatlich).
Auf dieser Basis ist zunächst die Differenz zwischen dem ausgewiesenen Mittelwert und dem errechneten Spannenwert nach der Orientierungshilfe zu berechnen.
Unterwert: 5,42 Euro	Mittelwert: 6,40 Euro	Oberwert: 8,19 Euro ------------------------------------------------------------------------------	<Spanne 0,98 Euro>	<Spanne 1,79 Euro>
11. Orientierungshilfe für die Spanneneinordnung Merkmalgruppe 1: Bad/WC Wohnwertmindernde Merkmale (-) P	Kein Handwaschbecken in Bad oder WC oder im Bad nur ein kleines Handwaschbecken (Außenmaß 50 x 25 cm oder kleiner) P	WC ohne Lüftungsmöglichkeit und Entlüftung P	Dielenfußboden im Bad – wenn nicht feuchtraumgeeignet P	Bad oder WC nicht beheizbar oder Holz-/Kohleheizung oder Elektroheizstrahler P	Keine ausreichende Warmwasserversorgung (z. B. keine zentrale Warmwasserversorgung, kein Durchlauferhitzer, kein Boiler > 60 Liter) P	Bad ohne separate Dusche mit frei stehender Badewanne mit oder ohne Verblendung in nicht modernisiertem Bad P	Wände nicht ausreichend im Spritzwasserbereich von Waschbecken, Badewanne und/oder Dusche gefliest P	Bad mit WC ohne Fenster P	Keine Duschmöglichkeit P	Kleines Bad (kleiner als 4 m²); gilt nicht in der Baualtersklasse 1973 bis 1990 Ost
Wohnwerterhöhende Merkmale (+) P	Sehr großes Waschbecken (Außenmaß mindestens 80 cm breit) oder Doppelhandwaschbecken oder zwei getrennte Waschbecken P	Besondere und hochwertige Ausstattung (z. B. hochwertige Sanitärausstattung, hochwertige Badmöbel, Eckwanne, Rundwanne) P	Innenliegendes Bad mit moderner, gesteuerter Entlüftung (z. B. mittels Feuchtigkeitssensor) P	Zweites WC in der Wohnung oder Bad und WC getrennt P	Mindestens ein Bad größer als 8 m² P	Fußbodenheizung P	Wandbekleidung und Bodenbelag hochwertig P	Wandhängendes WC mit in der Wand eingelassenem Spülkasten – gilt nicht in der Baualtersklasse ab 2003 P	Strukturheizkörper als Handtuchwärmer P	Von der Badewanne getrennte zusätzliche Duschtasse oder Duschkabine
Merkmalgruppe 2: Küche Wohnwertmindernde Merkmale (-) P	Küche ohne Fenster und ohne ausreichende Entlüftung P	Keine Kochmöglichkeit oder Gas-/Elektroherd ohne Backofen P	Keine Spüle P	Keine ausreichende Warmwasserversorgung (z. B. keine zentrale Warmwasserversorgung, kein Durchlauferhitzer, kein Boiler) P	Küche nicht beheizbar oder Holz-/Kohleheizung P	Geschirrspüler in der Küche nicht stellbar oder anschließbar
Wohnwerterhöhende Merkmale (+) P	Hochwertige Fliesen, hochwertiges Linoleum/Feuchtraumlaminat, Parkett, Terrazzo als Bodenbelag jeweils in gutem Zustand P	separate Küche mit mindestens 14 m² Grundfläche P	Einbauküche mit Ober- und Unterschränken, Herd und Spüle P	Ceran-Kochfeld oder Induktions-Kochfeld P	Dunstabzug P	Kühlschrank
Merkmalgruppe 3: Wohnung Wohnwertmindernde Merkmale (-) P	Überwiegend Einfachverglasung P	Unzureichende Elektroinstallation, z. B. keine ausreichende Elektrosteigleitung und/oder VDE-gerechte Elektroinstallation (z. B. kein FI-Schalter, Potentialausgleich) P	Elektroinstallation überwiegend sichtbar auf Putz P	Be- und Entwässerungsinstallation überwiegend auf Putz P	Waschmaschine weder in Bad noch Küche stellbar oder nicht anschließbar P	Schlechter Schnitt (z. B. gefangenes Zimmer und/oder Durchgangszimmer) P	Kein Balkon, (Dach-)Terrasse, Loggia und Winter-/Dachgarten (gilt nicht, wenn das Merkmal aus baulichen und/oder rechtlichen Gründen nicht möglich oder nicht zulässig ist)
Wohnwerterhöhende Merkmale (+) P	Einbauschrank oder Abstellraum innerhalb der Wohnung P	Großer, geräumiger Balkon, (Dach-)Terrasse, Loggia oder Winter-/ Dachgarten (ab 4 m²) P	Überwiegend Fußbodenheizung P	Aufwändige Decken und/oder Wandverkleidung (z. B. Stuck, Täfelung) in gutem Zustand in der überw. Anzahl der Wohnräume P	Heizungsrohre überwiegend nicht sichtbar P	Rollläden P	Wohnungsbezogener Kaltwasserzähler in vor 1991 bezugsfertigen Gebäuden/Wohnungen, wenn der Mieter nicht die Kosten für Miete oder Leasing im Rahmen der Betriebskosten trägt P	Ein Wohnraum größer als 40 m² P	Barrierearme Wohnungsgestaltung (Schwellenfreiheit in der Wohnung, schwellenarmer Übergang zu Balkon/ Terrasse, ausreichende Bewegungsfreiheit und/oder barrierearme Badgestaltung) P	Hochwertiges Parkett, Natur-/Kunststein, Fliesen oder gleichwertiger Boden/-belag in der überwiegenden Zahl der Wohnräume P	Wohngebäude/Wohnungen, die vor 2002 bezugsfertig geworden sind: überwiegend Wärmeschutzverglasung (Einbau ab 2002) oder Schallschutzfenster P	Zusätzliche Einbruchsicherung für die Wohnungstür (z. B. hochwertige Sperrbügel und/oder Türschlösser mit Mehrfachverriegelung) bei verstärkten Türen
Merkmalgruppe 4: Gebäude Wohnwertmindernde Merkmale (-) P	Treppenhaus/Eingangsbereich überwiegend in schlechtem Zustand P	Kein Mieterkeller oder Kellerersatzraum zur alleinigen Nutzung des Mieters vorhanden P	Hauseingangstür nicht abschließbar P	Schlechter Instandhaltungszustand (z. B. dauernde Durchfeuchtung des Mauerwerks – auch Keller –, große Putzschäden, erhebliche Schäden an der Dacheindeckung) P	Lage im Seitenflügel oder Quergebäude bei verdichteter Bebauung P	Wohnung ab fünftem Obergeschoss ohne Personenaufzug P	Keine Gegen-/Wechselsprechanlage mit elektrischem Türöffner
Wohnwerterhöhende Merkmale (+) P	Abschließbarer leicht zugänglicher Fahrradabstellraum innerhalb des Gebäudes oder Fahrradabstellplätze mit Anschließmöglichkeit außerhalb des Gebäudes auf dem Grundstück (ausreichend dimensioniert) P	Zusätzliche und in angemessenem Umfang nutzbare Räume außerhalb der Wohnung in fußläufiger Entfernung (z. B. Gemeinschaftsraum) P	Repräsentativer/s oder hochwertig sanierter/s Eingangsbereich/ Treppenhaus (z. B. Spiegel, Marmor, exklusive Beleuchtung, hochwertiger Anstrich/Wandbelag, Läufer im gesamten Flur- und Treppenbereich) P	Überdurchschnittlich guter Instandhaltungszustand des Gebäude (-teil-)s, in dem sich die Wohnung befindet (z. B. erneuerte Fassade, Dach) P	Gegen-/Wechselsprechanlage mit Videokontakt und elektrischem Türöffner P	Personenaufzug bei weniger als fünf Obergeschossen
P	Unzureichende Wärmedämmung oder Heizanlage mit ungünstigem Wirkungsgrad (Einbau/Installation vor 1988)
P	Wärmedämmung zusätzlich zur vorhandenen Bausubstanz oder Einbau/Installation einer modernen Heizanlage ab 01.01.2003 (wenn Bezugsfertigkeit des Gebäudes/der Wohnung vor diesem Zeitpunkt) oder P	Energieverbrauchskennwert kleiner als 120 kWh/(m²a) P	Energieverbrauchskennwert kleiner als 100 kWh/(m²a) P	Energieverbrauchskennwert kleiner als 80 kWh/(m²a)
oder P	Energieverbrauchskennwert größer als 155 kWh/(m²a) P	Energieverbrauchskennwert größer als 195 kWh/(m²a) P	Energieverbrauchskennwert größer als 235 kWh/(m²a)
Die Energieverbrauchskennwerte beziehen sich auf Energie für Heizung und Warmwasser. Für die Einordnung eines Endenergiebedarfskennwertes sind die oben angegebenen Verbrauchsenergiekennwert-Grenzen um 20 Prozent zu erhöhen. Für dezentrale Warmwasserversorgung sind vor der Eingruppierung 20 kWh/(m²a) auf den ausgewiesenen Energiekennwert aufzuschlagen. Bei Wohnungen, die in denkmalgeschützten Gebäuden gelegen sind, werden die wohnwertmindernden Merkmale zur energetischen Beschaffenheit dann nicht berücksichtigt, wenn die Umsetzung von energetischen Sanierungen gegen denkmalschutzrechtliche Belange verstoßen würde oder deren Umsetzung durch denkmalschutzrechtliche Auflagen unverhältnismäßig (teuer) wäre. Beispiele zum Umgang mit den Merkmalen: siehe unter Nr. 10.4 Merkmalgruppe 5: Wohnumfeld Wohnwertmindernde Merkmale (-) P	Lage in stark vernachlässigter Umgebung in einfacher Wohnlage P	Besonders lärmbelastete Lage (ein Indiz hierfür kann die Ausweisung einer hohen Verkehrslärmbelastung gemäß Erläuterungen unter Nr. 12 dieses Mietspiegels sein) P	Besonders geruchsbelastete Lage P	Keine Fahrradabstellmöglichkeit auf dem Grundstück
Wohnwerterhöhende Merkmale (+) P	Bevorzugte Citylage (nahe repräsentativen, überregional ausstrahlenden Einkaufs-, Dienstleistungs- und Wohnstandorten) P	Besonders ruhige Lage P	Aufwändig gestaltetes Wohnumfeld auf dem Grundstück (z. B. Kinderspielplatz – bei Bezugsfertigkeit des Gebäudes vor 2003, Sitzbänke oder Ruhezonen, gute Gehwegbefestigung mit Grünflächen und Beleuchtung) P	Vom Vermieter zur Verfügung gestelltes PKW-Parkplatzangebot in der Nähe (ausreichend dimensioniert) P	Garten zur alleinigen Nutzung/Mietergarten ohne Entgelt oder zur Wohnung gehörender Garten mit direktem Zugang
12. Straßenverzeichnis Wohnlage zum Berliner Mietspiegel 2019 Die Angaben zum Straßenverzeichnis basieren auf dem Regionalen Bezugssystem (Stand 31.12.2018).
12.1 Erläuterungen zum Straßenverzeichnis Das Straßenverzeichnis enthält die Wohnlagezuordnung zum Berliner Mietspiegel 2019. In dem Verzeichnis befinden sich sämtliche Berliner Straßen, die über eine Wohnlageeinstufung verfügen.
B (5) - Buchstaben K, F, G, U Diese Buchstaben geben die Art der Einteilung der Hausnummerierung an, so dass ein Gebäude, dessen Nummer nicht ausdrücklich genannt ist, dem richtigen Straßenabschnitt bzw. der Straßenseite zugeordnet werden kann. K = Komplette Straße Die Straße weist in ihrem gesamten Verlauf dieselbe Wohnlageeinstufung auf. Bei Straßen, die in ihrem Verlauf mehr als eine Wohnlagekategorie aufweisen, hat die Nummerierungssystematik der einzelnen Straßenabschnitte folgende Bedeutung:
12.2 Bedeutung der Abkürzungen Die im Straßenverzeichnis verwendeten Bezeichnungen und Abkürzungen haben folgende Bedeutung:
F = Fortlaufende Hausnummern Bei diesen Straßenabschnitten bzw. Straßenseiten entspricht die Wohnlagezuordnung der fortlaufenden Nummerierung der Wohngebäude (z. B. 1-7, d.h. 1, 2, 3, 4, 5, 6, 6a, 6b, 7).
Straßenname (1) Generell wird neben dem Straßennamen der Bezirksname ausgewiesen. Wenn derselbe Straßenname innerhalb eines Bezirks mehrmals existiert, wird zusätzlich der Ortsteilname angegeben. Die Abkürzungen der Ortsteilnamen werden in der Tabelle unter Nr. 12.4 erläutert.
G = Gerade Hausnummern Es handelt sich um einen Straßenabschnitt bzw. eine Straßenseite, bei dem/der die Wohnlagezuordnung der geraden Nummerierung der Wohngebäude entspricht (z. B. 2-8, d.h. 2, 4, 6, 6a, 8).
Bezirk (2) Die Abkürzungen der Bezirksnamen werden in der Tabelle unter Nr. 12.4 erläutert. G (3) - Gebietsstand Im Berliner Mietspiegel 2017 werden nur die Mieten der Baualtersklassen/Bezugsfertigkeit von 1973 bis 1990 für die östlichen Bezirke und West-Staaken und die westlichen Bezirke (ohne West-Staaken) in entsprechend eigenen Spalten der Mietspiegeltabelle dargestellt. Die Zugehörigkeit einer Straße bzw. Adresse zum Geltungsbereich der entsprechenden Spalten der Mietspiegeltabelle basiert auf dem Gebietsstand vom 31.12.2000 vor der Gebietsreform. Die Kennzeichnung „O“ für die östlichen Bezirke und West-Staaken sowie „W“ für die westlichen Bezirke (ohne West-Staaken) ermöglicht die Zuordnung der Adresse zum Geltungsbereich der entsprechenden Spalten der Mietspiegeltabelle. Hausnr. (4) - Hausnummernbereich Die Angabe des Hausnummernbereichs ermöglicht in Verbindung mit der folgenden Spalte (5) eine eindeutige Bestimmung der einzuordnenden Adresse.
U = Ungerade Hausnummern Es handelt sich um einen Straßenabschnitt bzw. eine Straßenseite, bei dem/der die Wohnlagezuordnung der ungeraden Nummerierung der Wohngebäude entspricht (z. B. 1-7, d.h. 1, 3, 5, 5a, 5b, 7). WL (6) – Wohnlage - Einstufung Die Wohnlage (6) gibt Informationen sowohl über die Wohnlagezuordnung in die drei Berliner Wohnlagekategorien als auch über die Verkehrslärmbelastung durch Straßen- und/oder Schienen- und/oder Fluglärm. Einfach	= einfache Wohnlage Mittel	= mittlere Wohnlage Gut	= gute Wohnlage * = Verkehrslärmbelastung durch Straßenverkehrs- und/oder Schienenverkehrs- und/oder Fluglärm
WL (7) – Wohnlage – Lage im Stadtgebiet Aus der Wohnlage (7) ist die Lagequalität durch Zuordnung zu einer Lage in einem Zentrum der Stadt bzw. im Dezentralen Stadtbereich erkennbar. Z = Zentren der Stadt D = Dezentraler Stadtbereich
Das 265 Seiten umfassende Straßenverzeichnis finden Sie hier: www.berlin.de/mietspiegel > downloads Direktlink: https://www.stadtentwicklung.berlin.de/wohnen/mietspiegel/de/download/Strassenverzeichnis2019.pdf
12.3 Verkehrslärmbelastung	Das Straßenverzeichnis zum Mietspiegel benennt die Wohnlageneinstufung aller bekannten Wohnadressen in Berlin. Zusätzlich gibt es Hinweise auf bestehende Verkehrslärmbelastung einzelner Adressen. Die Lärmkennzeichnung wird auf Basis einer von der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz bereitgestellten Datengrundlage vorgenommen. Die verkehrslärmbelasteten Adressen sind mit einem Sternsymbol („*“) gekennzeichnet. Dabei ist zu beachten, dass unter Umständen nicht alle Wohnungen an den gekennzeichneten Adressen lärmbelastet sind. So kann es zum Beispiel sein, dass einige Wohnungen einer Adresse zur Straße hin gelegen und verkehrslärmbelastet sind, während andere, rückwärtig gelegene Wohnungen nicht von Verkehrslärm betroffen sind. Weitere Wohnungen können trotz fehlender Kennzeichnung ebenfalls hoch lärmbelastet sein (siehe Orientierungshilfe zur Spanneneinordnung unter Nr. 11. - Wohnumfeld -). Genauere Auskünfte zur Verkehrslärmbelastung von einzelnen Wohngebäuden können bei der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, I C 32 (Tel. 030 9025-2354), eingeholt werden. Für den Mietspiegel 2019 wurden auf der Grundlage der EU-Umgebungslärmrichtlinie14 für Berlin erhobene Daten als Bewertungsgrundlage herangezogen. Die Ausweisung der Verkehrslärmbelastung berücksichtigt die Lärmquellen Straßenverkehr, schienengebundener Verkehr und Fluglärm. Die Berechnungen der Verkehrslärmdaten erfolgten auf der Grundlage von Verkehrsstärken aus den Jahren 2014 (Kfz), 2010 (Flughafen Schönefeld), 2015 (Flughafen Tegel), 2016 (Straßenbahn- und U-Bahn-Verkehr) sowie 2016 (S- und Fernbahn-Verkehr). Da es sich bei den Verkehrslärmdaten in der Regel um die aktuell verfügbaren und vollständigen Daten zur Verkehrslärmbelastung in Berlin handelt, wurden diese auch zur Lärmkennzeichnung im Mietspiegel herangezogen. Die Lärmkarten werden entsprechend den gesetzlichen Vorgaben15 im Abstand von fünf Jahren aktualisiert. Eine vollständig neue Datenbasis steht daher frühestens mit der nächsten Lärmkartierung Ende 2022 zur Verfügung. Die Ausweisung von Straßen-, Schienen- und Fluglärm ist bei der Anwendung auf eine Wohnung nicht Bestandteil des qualifizierten Mietspiegels. Die mit „*“ gekennzeichneten Adressen weisen eine hohe Verkehrslärmbelastung auf. Darunter ist ein Gesamtlärmindex LDEN169 von über 65 dB(A) in 24 Stunden und/oder ein Gesamtlärmindex LN9 über 55 dB(A) in der Nacht (22 bis 6 Uhr) an mindestens einem Teilstück der Fassade eines zur Adresse gehörenden Gebäudeteiles zu verstehen.
Der Gesamtlärmindex berücksichtigt folgende Lärmquellen: >	Straßenverkehr: Insgesamt 1.562 km des Berliner Straßennetzes (damit ist bis auf geringe Ausnahmen das gesamte Hauptverkehrsstraßennetz erfasst) >	Straßenbahnnetz: Gesamtes Netz (201 km) und – soweit oberirdisch verlaufend – U-Bahn (27 km) >	S- und Fernbahnnetz: Gesamtes Netz (1.108 km) >	Fluglärm: Flughäfen Tegel und Schönefeld Die Lärmindizes LDEN und LN wurden im Zusammenhang mit der von der EU-Umgebungslärmrichtlinie geforderten Lärmkartierung und entsprechend der 34. BImSchV nach den derzeit für die einzelnen Lärmarten geltenden vorläufigen Berechnungsmethoden ermittelt. Beim Straßen- und Schienenverkehrslärm wurden die Immissionen nicht nur für die den Lärmquellen nächstgelegenen, sondern für alle davon betroffenen Wohngebäude berechnet. Daher kann es z. B. vorkommen, dass ein Wohngebäude in einer Nebenstraße, zu der gar keine Verkehrszähldaten vorhanden sind, wegen der Immissionen von einer nahegelegenen Hauptverkehrsstraße oder Schienenstrecke als verkehrslärmbelastet ausgewiesen wird. Zum Zeitpunkt der Berechnungen zum Fluglärm stand der Eröffnungstermin des Flughafens Berlin Brandenburg „Willy Brandt“ noch nicht endgültig fest. Daher wurden Daten der auch weiterhin frequentierten Flughäfen Tegel und Schönefeld einbezogen. Wenn auf ein Gebäude Immissionen von mehreren Verkehrslärmarten (Straßen-, Schienen-, Flugverkehr) einwirken, wurde durch ein spezielles Berechnungs-verfahren (energetische Addition) ein Gesamtlärmindex LDEN und LN gebildet. Damit wird den besonderen Beeinträchtigungen beim gleichzeitigen Einwirken mehrerer Lärmquellen Rechnung getragen. Bei der Anwendung des Straßenverzeichnisses ist darauf zu achten, dass bei der Erstellung der Lärmkarten der Straßenverkehrslärm nicht komplett erfasst werden konnte; so wurde die Lärmbelastung durch den Straßenverkehr für Hauptverkehrsstraßen und im Innenstadtbereich für alle Straßen mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h erfasst. Die Lärmbelastung für das übrige Straßennetz (vorwiegend Tempo30-Zonen) blieb unberücksichtigt, was aber nicht immer bedeutet, dass die Straßenverkehrslärmbelastung an diesen Straßenabschnitten höchstens 65 dB(A) am Tag und 55 dB(A) in der Nacht beträgt. Die Strategischen Lärmkarten zu den einzelnen Verkehrslärmarten sowie die Gesamtlärmindizes LDEN und LN sind im Umweltatlas der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz mit einer gebäudescharfen Darstellung veröffentlicht. 12.4 Übersicht der Abkürzungen für Bezirke und Ortsteilnamen
14	Vierunddreißigste Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (Verordnung über die Lärmkartierung – 34. BImSchV) 15	§ 47 c Gesetz zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigung, Geräusche, Erschütterungen und ähnliche Vorgänge (Bundes-Immissionsschutzgesetz – BimSchG) 16	LDEN : Tag-Abend-Nacht-Lärmindex; LN : Nachtlärmindex
Nicht dokumentiert; die Abkürzungen finden Sie im Straßenverzeichnis – vgl. Hinweis auf Seite 18 unten.
Ortsübliche Vergleichsmiete online ermitteln
Berliner Mietspiegel 2019 · Service
Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen bietet auf ihrer Website einen Abfrageservice an, mit dem sich die ortsübliche Vergleichsmiete für eine konkrete Immobilie kostenfrei bestimmen lässt. Gehen Sie im Internet auf die Seite www.berlin.de/mietspiegel Unter „Abfrageservice“ geben Sie den entsprechenden Straßennamen ein und klicken auf „Suchen“. Auf der folgenden Seite können Sie entweder die Straße aus einer Liste auswählen oder – wenn die Bestimmung der Straße bereits eindeutig vollzogen ist – sich direkt für eine bestimmte Hausnummer entscheiden – gegebenenfalls durch Auswahl einer Sammelangabe wie zum Beispiel „alle Hausnummern von 2 bis 56“. Im nächsten Schritt geben Sie die erstmalige Bezugsfertigkeit des Gebäudes an (in der Regel das Erbauungsjahr) sowie die Größe der Wohnung. Jetzt gelangen Sie zum „Zwischenergebnis“. Wählen Sie den durchschnittlichen Quadratmeterpreis aus, der in Bezug auf die Ausstattung Ihrer Wohnung zutrifft. Es folgt die Seite „Orientierungshilfe zur Spanneneinordnung“. Hier wählen Sie wohnwertmindernde bzw. wohnwerterhöhende Merkmale Ihrer Immobilie aus und machen energiespezifische Angaben. Fertig ausgefüllt klicken Sie die Taste „Ortsübliche Vergleichsmiete bestimmen“. Nun haben Sie das Ergebnis vor sich – die „Berechnung der ortsüblichen Vergleichsmiete (Nettokaltmiete)“. Zusätzlich zum Mittelwert der ortsüblichen Vergleichsmiete sind aufgrund der ausgewählten Merkmale der mögliche Zuschlag bzw. Abzüge berechnet – alles addiert ergibt dies die ortsübliche Vergleichsmiete in Ihrem konkreten Fall. Klicken Sie auf „Zusammenfassung anzeigen“, um einen Bericht über die von Ihnen getätigten Angaben inklusive Ergebnis zu erhalten. Dieses extra Fenster können Sie nun drucken oder (über die Druckfunktion) als PDF speichern. Während des gesamten Vorgangs sehen Sie rechts jeweils die „Aktuelle Auswahl“ mit dem derzeitigen Stand Ihrer Angaben. Dort können Sie auch jederzeit die Abfrage abbrechen und eine neue beginnen.
Berliner Betriebs	kostenübersicht 2019
Mit dieser Berliner Betriebskostenübersicht soll mehr Transparenz im Bereich der Betriebskosten geschaffen werden. Es wurden für alle einzelnen Betriebskostenpositionen Durchschnittswerte und Spannenwerte mit den üblicherweise gezahlten Kosten ermittelt. Die Höhe der einzelnen Betriebskostenpositionen hängt aber von einer Vielzahl von Einzelfaktoren ab. Die vorliegende Tabelle kann daher nur als Orientierung dienen, welche Beträge bei den einzelnen Betriebskostenpositionen üblicherweise in Berlin im nicht preisgebundenen Wohnungsbestand abgerechnet wurden. Diese Übersicht ist nicht rechtsverbindlich und nicht Teil des Berliner Mietspiegels 2019.
Abrechnungsjahr 2017
Bei den Erhebungen zum Berliner Mietspiegel 2019 wurden im Rahmen einer Stichprobe Angaben zur Höhe der einzelnen Betriebskostenpositionen bei Mietern und Vermietern erfragt. Insgesamt lagen Angaben von rund 3.000 Wohngebäuden bzw. Wirtschaftseinheiten vor. Das beauftragte Institut F+B Forschung und Beratung für Wohnen, Immobilien und Umwelt GmbH Hamburg hat die Betriebskostenabrechnungen für das Jahr 2017 ausgewertet. In der nachfolgenden Tabelle wurden für alle Betriebskostenpositionen der Mittelwert sowie der Unter- und Oberwert einer Spanne abgebildet, die vier Fünftel der erhobenen Werte berücksichtigt. Zehn Prozent der erhobenen Werte liegen unter dem ausgewiesenen unteren Wert der 4/5-Spanne. Zehn Prozent der erhobenen Werte liegen über dem ausgewiesenen oberen Wert der 4/5-Spanne. Unplausible Werte wurden vorher bereinigt.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die in Berlin für das Jahr 2017 abgerechneten Beträge der einzelnen Betriebskostenpositionen. Liegt eine Betriebskostenabrechnung für einen anderen Zeitraum als das Kalenderjahr 2017 vor, muss bei einer Bewertung die zwischenzeitliche (Preis-)Entwicklung mit bedacht werden.
Angaben in Euro/m2 monatlich
Betriebskostenposition	Unterer Wert	Mittelwert	Oberer Wert der 4/5-Spanne	der 4/5-Spanne Grundsteuer .................................................................................................................	0,14	.................. 0,27	.................. 0,46 Wasserversorgung .......................................................................................................	0,13	.................. 0,25	.................. 0,44 Entwässerung ...............................................................................................................	0,13	.................. 0,23	.................. 0,31 Niederschlagswasser ...................................................................................................	0,02	.................. 0,05	.................. 0,07 Aufzug ..........................................................................................................................	0,07	.................. 0,18	.................. 0,33 Straßenreinigung .........................................................................................................	0,01	.................. 0,04	.................. 0,07 Müllbeseitigung ...........................................................................................................	0,11	.................. 0,16	.................. 0,23 Hauswart/Hausmeister ...............................................................................................	0,05	.................. 0,18	.................. 0,38 Gebäudereinigung und Ungezieferbekämpfung .....................................................	0,06	.................. 0,15	.................. 0,26 Schneebeseitigung ......................................................................................................	0,02	.................. 0,05	.................. 0,08 Gartenpflege ................................................................................................................	0,02	.................. 0,10	.................. 0,20 Beleuchtung (Allgemeinstrom) ..................................................................................	0,02	.................. 0,05	.................. 0,10 Schornsteinreinigung ..................................................................................................	0,01	.................. 0,07	.................. 0,12 Sach- und Haftpflichtversicherung ............................................................................	0,06	.................. 0,16	.................. 0,24 Betrieb der Gemeinschafts-Antennenanlage/des Breitbandnetzanschlusses .......	0,06	.................. 0,12	.................. 0,19 Sonstige „kalte“ Betriebskosten ................................................................................	0,01	.................. 0,07	.................. 0,15 Heizung ........................................................................................................................	0,36	.................. 0,72	.................. 1,11 Warmwasser ................................................................................................................	0,11	.................. 0,26	.................. 0,47 Sonstige „warme“ Betriebskosten (z. B. Wartung Heizungsanlage) ......................	0,10	.................. 0,19	.................. 0,27 Für das Abrechnungsjahr 2017 wurden durchschnittliche „kalte“ Betriebskosten in Höhe von 1,66 Euro/m² monatlich und Kosten für Heizung und Warmwasser („warme“ Betriebskosten) in Höhe von 0,90 Euro/m² monatlich abgerechnet. Die durchschnittlichen Betriebskosten ergeben sich nicht aus der Summierung der Einzelpositionen in der oben abgebildeten Tabelle, weil nicht immer alle Betriebskostenpositionen anfallen.
Ermittlung der Vergleichswerte aus der eigenen Betriebskostenabrechnung: Um einen Vergleich der abgebildeten Werte mit der Höhe der einzelnen Betriebskostenpositionen für die eigene Wohnung zu ermöglichen, ist die letzte Betriebskostenabrechnung notwendig. Die darin enthaltenen Beträge für die einzelnen Betriebskostenpositionen für die konkrete Wohnung beziehen sich grundsätzlich auf das Abrechnungsjahr und die gesamte Wohnung. Sie müssen daher umgerechnet werden. Um für Ihre konkrete Wohnung einen vergleichbaren monatlichen Betriebskostenbetrag pro Quadratmeter zu berechnen, muss der jährliche Betriebskostenbetrag durch zwölf Monate und die Wohnfläche in Quadratmeter geteilt werden. Beispiel: Laut der letzten Betriebskostenabrechnung wurden 81,00 Euro für die Gartenpflege für das Abrechnungsjahr berechnet. Die Wohnung hat eine Wohnfläche von 75 m². Daraus ergibt sich: 81,00 Euro : 12 Monate : 75 m² = 0,09 Euro/m² monatlich Achtung: Bei den Heizkosten kann auch die beheizte Wohnfläche zu Grunde gelegt worden sein.
Erläuterungen zu den Ergebnissen der Analyse der Betriebskostenpositionen Was alles unter den Begriff Betriebskosten fällt, ist aus der Betriebskostenverordnung (BetrKV) ersichtlich (Seite 24). Ein vorgeschriebenes Schema für die Betriebskostenabrechnung gibt es aber nicht. Der Aufbau der konkreten Betriebskostenabrechnung kann von der in obiger Tabelle abgebildeten Gliederung abweichen. Beispielsweise können die Kosten für die Schneebeseitigung auch in den Hauswartkosten enthalten sein, wenn die Schneebeseitigung nicht durch eine gesonderte Firma, sondern vom Hauswart selbst durchgeführt wird. Der Umfang der Leistungen erklärt zum Teil auch die unterschiedliche Höhe einzelner Betriebskosten17. Bei der Anwendung der Tabelle als Orientierung ist dies entsprechend zu berücksichtigen. Grundsteuer Die Grundsteuer wird von den Berliner Finanzämtern erhoben. Die Analyse der erhobenen Werte zeigt, dass sich bei Altbauten bis 1949 die Höhe der Grundsteuer durchschnittlich im unteren Spannenbereich bewegt. Bei allen neueren Wohngebäuden ab 1950 wurden meist Werte oberhalb des ausgewiesenen Mittelwertes festgestellt.
17	Eine detaillierte Übersicht bietet hier die „Geislinger Konvention“, die von der Wohnungswirtschaft und der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen entwickelt wurde – www.geislinger-konvention.de.
Berliner Mietspiegel 2019 · Anhang
Wasserversorgung und Entwässerung Die Höhe der Kosten für die Wasserversorgung und Entwässerung ist neben den festgelegten Tarifen vor allem vom Verbrauchsverhalten abhängig. Auch ein gegebenenfalls vorhandener zusätzlicher Wasserverbrauch für die Gartenpflege kann eine Rolle spielen. Nach dem Jahr 2017 stattgefundene Preisänderungen konnten nicht berücksichtigt werden. Zum 1. Januar 2018 sank der Preis für Schmutzwasser (Entwässerung) für die Tarifperiode 2018/2019 um 4,0 Prozent. Der Preis für das Niederschlagswasser stieg zum 1. Januar 2018 um 2,0 Prozent. Der Grundpreis und der Tarif für Trinkwasser (Wasserversorgung) blieben zum 1. Januar 2018 unverändert. Aufzug Die Höhe der Kosten für den Aufzug steht in Abhängigkeit von der Anzahl der Aufzüge und der Anzahl der Geschosse des Wohngebäudes. Tendenziell konnte ein Zusammenhang von der Geschosszahl und der durchschnittlichen Höhe der Aufzugskosten ermittelt werden; eher niedrigere Kosten bei neun und mehr Geschossen und höhere Aufzugskosten bei Häusern mit bis zu fünf Geschossen. Straßenreinigung Die Straßenreinigungskosten wiesen eine sehr geringe Schwankungsbreite auf. Diese Position hat aufgrund ihrer Höhe einen eher geringen Einfluss auf die Gesamthöhe der Betriebskosten. Nach dem Jahr 2017 stattgefundene Preisänderungen konnten nicht berücksichtigt werden. Im Jahr 2018 fand keine Tarifänderung statt. Zum 1. Januar 2019 stiegen die Straßenreinigungsgebühren der BSR für die Tarifperiode 2019/2020 durchschnittlich um 3,7 Prozent. Müllbeseitigung Ein eindeutiger Zusammenhang zwischen der Höhe der ermittelten Kosten für die Müllbeseitigung und der Bezugsfertigkeit der Wohngebäude konnte nicht festgestellt werden. Nach dem Jahr 2017 stattgefundene Preisänderungen konnten nicht berücksichtigt werden. Im Jahr 2018 fand keine Tarifänderung statt. Zum 1. Januar 2019 stiegen die BSR-Tarife der Abfallwirtschaft für die Tarifperiode 2019/2020 durchschnittlich um 3,8 Prozent. Hauswart/Hausmeister Die Hauswartkosten wiesen eine relativ hohe Schwankungsbreite auf, die sich vor allem aus dem unterschiedlichen Umfang der Tätigkeiten des Hauswartes erklärt. Tendenziell wurden bei Wohngebäuden mit bis zu fünf Geschossen und nicht umfassend sanierten Gebäuden höhere Kosten für den Hauswart/Hausmeister ermittelt. Gebäudereinigung und Ungezieferbekämpfung Überdurchschnittliche Kosten wurden bei Wohngebäuden der Bezugsfertigkeitsjahre 1973 bis 1990 der westlichen Bezirke und neueren Wohngebäuden ab 1991 ermittelt.
Schneebeseitigung Die im Vergleich zum Jahr 2016 ähnlich milden Temperaturen in den Wintermonaten könnten zu den nahezu unveränderten Kosten bei der Schneebeseitigung geführt haben. Gartenpflege Die Schwankungsbreite bei den Kosten für die Gartenpflege ist groß. Die konkrete Höhe hängt wesentlich von den zum Haus bzw. zur Wirtschaftseinheit zugehörigen Grünflächen, Spielplätzen, Freiflächen ab sowie deren Gestaltung und Pflege. Tendenziell unterdurchschnittliche Kosten für die Gartenpflege wurden im Altbau bis 1918 und in Wohngebäuden 1973 bis 1990 in den östlichen Bezirken ermittelt. Beleuchtung (Allgemeinstrom) Die Kosten der Beleuchtung wiesen eine hohe Schwankungsbreite auf. Höhere Kosten über dem Mittelwert waren vor allem bei neueren Wohngebäuden mit einer Bezugsfertigkeit ab 1965 zu beobachten. Schornsteinreinigung Im oberen Spannenbereich liegende Kosten wurden vor allem bei älteren Wohngebäuden mit einer Bezugsfertigkeit bis 1964 und unsanierten Gebäuden ermittelt. Sach- und Haftpflichtversicherung Die Höhe dieser Kosten hängt vom konkreten Umfang der abgeschlossenen Versicherungen ab. Tendenziell im unteren Spannenbereich liegende Kosten wurden bei Gebäuden mit sechs und mehr Geschossen festgestellt. Betrieb der Gemeinschafts-Antennenanlage/des Breitbandnetzanschlusses Es war kein eindeutiger Zusammenhang zwischen der Struktur der Wohngebäude (Bezugsfertigkeit, Geschosszahl und Sanierungsstand) und der Höhe dieser Betriebskostenpositionen feststellbar. Sonstige „kalte“ Betriebskosten Ein Zusammenhang zwischen der Höhe der abgerechneten sonstigen Betriebskosten von der Struktur der Wohngebäude war nicht feststellbar.
Heizung Heizkosten werden grundsätzlich durch die Eigenschaften des Gebäudes und durch das individuelle Verbrauchsverhalten bestimmt. Nach der Heizkostenverordnung müssen diese Kosten mindestens zu 50 Prozent nach Verbrauch abgerechnet werden, wenn keine Ausnahmetatbestände vorliegen. Gasetagenheizungen oder sonstige Einzelofenheizungen, bei denen der Mieterhaushalt die Energiekosten direkt und nicht über den Vermieter trägt, sind nicht erfasst. Nach umfassender Sanierung der Wohngebäude wurden durchschnittlich geringere Heizkosten unterhalb des ausgewiesenen Mittelwertes ermittelt. Beim Wärmecontracting (die Wärmeversorgung übernimmt ein externer Dienstleister) sind durchschnittlich höhere Heizkosten abgerechnet worden. Nach dem Jahr 2017 stattgefundene Änderungen bei der Höhe der Heizkosten konnten nicht berücksichtigt werden. Im Jahr 2018 sind die Preise für Gas und Fernewärme nur leicht gestiegen, während der Heizölpreis deutlich angestiegen ist. Dies wird sich jedoch erst auf die Heizkostenabrechnung für das Jahr 2018 auswirken. Warmwasser Auch die Warmwasserkosten sind zumindest zu 50 Prozent nach Verbrauch abzurechnen, so wie es die Heizkostenverordnung vorschreibt. Entscheidend für die konkrete Höhe der Warmwasserkosten ist vor allem das eigene Verbrauchsverhalten. Die ermittelten Durchschnittswerte schwankten zwischen den verschiedenen Bezugsfertigkeitsklassen. Sonstige „warme“ Betriebskosten Hierunter wurden vor allem die Wartungskosten für die Heizungsanlage erfasst. Hier sind zwischen den verschiedenen Energieträgern keine signifikanten Unterschiede festzustellen.
des Betriebs einer hauseigenen Wasserversorgungsanlage und einer Wasseraufbereitungsanlage einschließlich der Aufbereitungsstoffe;
Betriebskosten	verordnung
Verordnung über die Aufstellung von Betriebskosten (Betriebskostenverordnung – BetrKV) vom 25. November 2003 (BGBl. I S. 2346, 2347), die durch Artikel 4 des Gesetzes vom 3. Mai 2012 (BGBl. I S. 958) geändert worden ist § 1 Betriebskosten (1) Betriebskosten sind die Kosten, die dem Eigentümer oder Erbbauberechtigten durch das Eigentum oder Erbbaurecht am Grundstück oder durch den bestimmungsmäßigen Gebrauch des Gebäudes, der Nebengebäude, Anlagen, Einrichtungen und des Grundstücks laufend entstehen. Sach- und Arbeitsleistungen des Eigentümers oder Erbbauberechtigten dürfen mit dem Betrag angesetzt werden, der für eine gleichwertige Leistung eines Dritten, insbesondere eines Unternehmers, angesetzt werden könnte; die Umsatzsteuer des Dritten darf nicht angesetzt werden. (2) Zu den Betriebskosten gehören nicht: 1. die Kosten der zur Verwaltung des Gebäudes erforderlichen Arbeitskräfte und Einrichtungen, die Kosten der Aufsicht, der Wert der vom Vermieter persönlich geleisteten Verwaltungsarbeit, die Kosten für die gesetzlichen oder freiwilligen Prüfungen des Jahresabschlusses und die Kosten für die Geschäftsführung (Verwaltungskosten), 2. die Kosten, die während der Nutzungsdauer zur Erhaltung des bestimmungsmäßigen Gebrauchs aufgewendet werden müssen, um die durch Abnutzung, Alterung und Witterungseinwirkung entstehenden baulichen oder sonstigen Mängel ordnungsgemäß zu beseitigen (Instandhaltungs- und Instandsetzungskosten). § 2 Aufstellung der Betriebskosten Betriebskosten im Sinne von § 1 sind: 1. die laufenden öffentlichen Lasten des Grundstücks, hierzu gehört namentlich die Grundsteuer; 2. die Kosten der Wasserversorgung, hierzu gehören die Kosten des Wasserverbrauchs, die Grundgebühren, die Kosten der Anmietung oder anderer Arten der Gebrauchsüberlassung von Wasserzählern sowie die Kosten ihrer Verwendung einschließlich der Kosten der Eichung sowie der Kosten der Berechnung und Aufteilung, die Kos-ten der Wartung von Wassermengenreglern, die Kosten
3. die Kosten der Entwässerung, hierzu gehören die Gebühren für die Haus- und Grundstücksentwässerung, die Kosten des Betriebs einer entsprechenden nicht öffentlichen Anlage und die Kosten des Betriebs einer Entwässerungspumpe; 4. die Kosten a) des Betriebs der zentralen Heizungsanlage einschließlich der Abgasanlage, hierzu gehören die Kosten der verbrauchten Brennstoffe und ihrer Lieferung, die Kosten des Betriebsstroms, die Kosten der Bedienung, Überwachung und Pflege der Anlage, der regelmäßigen Prüfung ihrer Betriebsbereitschaft und Betriebssicherheit einschließlich der Einstellung durch eine Fachkraft, der Reinigung der Anlage und des Betriebsraums, die Kosten der Messungen nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz, die Kosten der Anmietung oder anderer Arten der Gebrauchsüberlassung einer Ausstattung zur Verbrauchserfassung sowie die Kosten der Verwendung einer Ausstattung zur Verbrauchserfassung einschließlich der Kosten der Eichung sowie der Kosten der Berechnung und Aufteilung oder b) des Betriebs der zentralen Brennstoffversorgungsanlage, hierzu gehören die Kosten der verbrauchten Brennstoffe und ihrer Lieferung, die Kosten des Betriebsstroms und die Kosten der Überwachung sowie die Kosten der Reinigung der Anlage und des Betriebsraums oder c) der eigenständig gewerblichen Lieferung von Wärme, auch aus Anlagen im Sinne des Buchstabens a, hierzu gehören das Entgelt für die Wärmelieferung und die Kosten des Betriebs der zugehörigen Hausanlagen entsprechend Buchstabe a oder d) der Reinigung und Wartung von Etagenheizungen und Gaseinzelfeuerstätten, hierzu gehören die Kosten der Beseitigung von Wasserablagerungen und Verbrennungsrückständen in der Anlage, die Kosten der regelmäßigen Prüfung der Betriebsbereitschaft und Betriebssicherheit und der damit zusammenhängenden Einstellung durch eine Fachkraft sowie die Kosten der Messungen nach dem BundesImmissionsschutzgesetz; 5. die Kosten a) des Betriebs der zentralen Warmwasserversorgungsanlage, hierzu gehören die Kosten der Wasserversorgung entsprechend Nummer 2, soweit sie nicht dort bereits berücksichtigt sind, und die Kosten der Wassererwärmung entsprechend Nummer 4 Buchstabe a oder b) der eigenständig gewerblichen Lieferung von Warmwasser, auch aus Anlagen im Sinne des Buchstabens a, hierzu gehören das Entgelt für die Lieferung des Warmwassers und die Kosten des Betriebs der zugehörigen Hausanlagen entsprechend Nummer 4 Buchstabe a
oder c) der Reinigung und Wartung von Warmwassergeräten, hierzu gehören die Kosten der Beseitigung von Wasserablagerungen und Verbrennungsrückständen im Innern der Geräte sowie die Kosten der regelmäßigen Prüfung der Betriebsbereitschaft und Betriebssicherheit und der damit zusammenhängenden Einstellung durch eine Fachkraft; 6. die Kosten verbundener Heizungs- und Warmwasserversorgungsanlagen a) bei zentralen Heizungsanlagen entsprechend Nummer 4 Buchstabe a und entsprechend Nummer 2, soweit sie nicht dort bereits berücksichtigt sind, oder b) bei der eigenständig gewerblichen Lieferung von Wärme entsprechend Nummer 4 Buchstabe c und entsprechend Nummer 2, soweit sie nicht dort bereits berücksichtigt sind, oder c) bei verbundenen Etagenheizungen und Warmwasserversorgungsanlagen entsprechend Nummer 4 Buchstabe d und entsprechend Nummer 2, soweit sie nicht dort bereits berücksichtigt sind; 7. die Kosten des Betriebs des Personen- oder Lastenaufzugs, hierzu gehören die Kosten des Betriebsstroms, die Kosten der Beaufsichtigung, der Bedienung, Überwachung und Pflege der Anlage, der regelmäßigen Prüfung ihrer Betriebsbereitschaft und Betriebssicherheit einschließlich der Einstellung durch eine Fachkraft sowie die Kosten der Reinigung der Anlage; 8. die Kosten der Straßenreinigung und Müllbeseitigung, zu den Kosten der Straßenreinigung gehören die für die öffentliche Straßenreinigung zu entrichtenden Gebühren und die Kosten entsprechender nicht öffentlicher Maßnahmen; zu den Kosten der Müllbeseitigung gehören namentlich die für die Müllabfuhr zu entrichtenden Gebühren, die Kosten entsprechender nicht öffentlicher Maßnahmen, die Kosten des Betriebs von Müllkompressoren, Müllschluckern, Müllabsauganlagen sowie des Betriebs von Müllmengenerfassungsanlagen einschließlich der Kosten der Berechnung und Aufteilung; 9. die Kosten der Gebäudereinigung und Ungezieferbekämpfung, zu den Kosten der Gebäudereinigung gehören die Kosten für die Säuberung der von den Bewohnern gemeinsam genutzten Gebäudeteile, wie Zugänge, Flure, Treppen, Keller, Bodenräume, Waschküchen, Fahrkorb des Aufzugs; 10. die Kosten der Gartenpflege, hierzu gehören die Kosten der Pflege gärtnerisch angelegter Flächen einschließlich der Erneuerung von Pflanzen und Gehölzen, der Pflege von Spielplätzen einschließlich der Erneuerung von Sand und der Pflege von Plätzen, Zugängen und Zufahrten, die dem nicht öffentlichen Verkehr dienen;
11. die Kosten der Beleuchtung, hierzu gehören die Kosten des Stroms für die Außenbeleuchtung und die Beleuchtung der von den Bewohnern gemeinsam genutzten Gebäudeteile, wie Zugänge, Flure, Treppen, Keller, Bodenräume, Waschküchen; 12. die Kosten der Schornsteinreinigung, hierzu gehören die Kehrgebühren nach der maßgebenden Gebührenordnung, soweit sie nicht bereits als Kosten nach Nummer 4 Buchstabe a berücksichtigt sind; 13. die Kosten der Sach- und Haftpflichtversicherung, hierzu gehören namentlich die Kosten der Versicherung des Gebäudes gegen Feuer-, Sturm-, Wasser – sowie sonstige Elementarschäden, der Glasversicherung, der Haftpflichtversicherung für das Gebäude, den Öltank und den Aufzug; 14. die Kosten für den Hauswart, hierzu gehören die Vergütung, die Sozialbeiträge und alle geldwerten Leistungen, die der Eigentümer oder Erbbauberechtigte dem Hauswart für seine Arbeit gewährt, soweit diese nicht die Instandhaltung, Instandsetzung, Erneuerung, Schönheitsreparaturen oder die Hausverwaltung betrifft; soweit Arbeiten vom Hauswart ausgeführt werden, dürfen Kosten für Arbeitsleistungen nach den Nummern 2 bis 10 und 16 nicht angesetzt werden; 15. die Kosten a) des Betriebs der Gemeinschafts-Antennenanlage, hierzu gehören die Kosten des Betriebsstroms und die Kosten der regelmäßigen Prüfung ihrer Betriebsbereitschaft einschließlich der Einstellung durch eine Fachkraft oder das Nutzungsentgelt für eine nicht zu dem Gebäude gehörende Antennenanlage sowie die Gebühren, die nach dem Urheberrechtsgesetz für die Kabelweitersendung entstehen, oder b) des Betriebs der mit einem Breitbandnetz verbundenen privaten Verteilanlage; hierzu gehören die Kosten entsprechend Buchstabe a, ferner die laufenden monatlichen Grundgebühren für Breitbandanschlüsse; 16. die Kosten des Betriebs der Einrichtungen für die Wäschepflege, hierzu gehören die Kosten des Betriebsstroms, die Kosten der Überwachung, Pflege und Reinigung der Einrichtungen, der regelmäßigen Prüfung ihrer Betriebsbereitschaft und Betriebssicherheit sowie die Kosten der Wasserversorgung entsprechend Nummer 2, soweit sie nicht dort bereits berücksichtigt sind; 17. sonstige Betriebskosten, hierzu gehören Betriebskosten im Sinne des § 1, die von den Nummern 1 bis 16 nicht erfasst sind.
Hinweis auf Fundstelle: Verordnung über die verbrauchsabhängige Abrechnung der Heiz- und Warmwasserkosten (Verordnung über Heizkostenabrechnung – HeizkostenV) in der Fassung der Bekanntmachung vom 05.10.2009 (BGBl. I S. 3250)
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einen jedenfalls erheblichen Teil des Kellers auswirkt.
- 4.5 Lage im Seitenflügel oder Quergebäude bei verdichteter Bebauung 2017
LG Berlin: Ja bei Innenhofmaßen von 13,50 x 18 m
mit Sammelheizung (SH), Bad und WC in der Wohnung (IWC)
Urteil vom 10. April 2015 - 65 S 476/14 - GE 2015, 1034 Denn die Wohnung befindet sich im Seiten- bzw. Querflügel bei verdichteter Bebauung. Der Innenhof ist rundherum geschlossen. Bei Randmaßen von 13,50 m auf 18,00 m
- 1.6 Bad ohne separate Dusche mit freistehender Wanne mit oder ohne Scheidacker 207 Verblendung in nicht modernisiertem Bad 2017
40 bis unter 60 m2
5,44-10,00
5,25-10,11
8,31**
6,91-12,52
Handbuch zum Berliner Mietspiegel 2019
4,81-9,22
Entscheidungssammlung und Kommentar
5,11-10,06
Bad ohne separate Dusche mit freistehender Wanne mit oder ohne Verblendung in nicht modernisiertem Bad
Bad ohne separate Dusche mit freistehender Wanne ohne Verblendung in nicht modernisiertem Bad
Frei stehende Wanne ohne Verblendung
AG Charlottenburg: Ein vor 15 Jahren modernisiertes Bad ist „nicht modernisiert“ Urteil vom 13. Oktober 2014 - 213 C 106/14 - GE 2014, 1656 Dass das Bad Ende der 1990er Jahre modernisiert wurde, rechtfertigt nicht die Annahme, dass es sich um ein modernisiertes Bad handelt. Denn nunmehr sind 15 Jahre verstrichen und von einem modernisierten Bad kann nicht mehr die Rede sein. Die im oberen Bereich des Bades erkennbaren, nicht verkleideten Rohre, der freihängende Spülkasten, die Art und insbesondere Größe der Fliesen, aber auch etwa der fehlende Strukturheizkörper verbieten es, das Bad als „modernisiert“ einzustufen. AG Mitte: Durch Silikonfuge mit der Wand verbundene Wanne nicht „freistehend“ Urteil vom 7. Februar 2014 - 16 C 130/13 - GE 2014, 806 Bei einer mit der Wand verbundenen und durch eine Silikonfuge abgedichteten Badewanne handelt es sich nicht um eine „freistehende Badewanne“ i.S.d. Berliner Mietspiegels 2013. AG Schöneberg: Schürzenbadewanne keine „freistehende Wanne“ Urteil vom 9. September 2011 - 15 C 142/10 - GE 2011, 1491 Eine Schürzenbadewanne ist keine „freistehende Badewanne“ und vermag kein wohnwertminderndes Merkmal zu begründen.
5,81-8,75
AG Schöneberg: Freistehende unverblendete Wanne negativ
60 bis unter 90 m2
Urteil vom 2. Oktober 2008 - 10a C 116/07 - GE 2008, 1565
Ein mit einer freistehenden Badewanne ohne Verblendung ausgestattetes Bad ist negativ zu bewerten.
4,40-8,62
Tobias Scheidacker Tom Martini Ekart Schuberth
4,75-10,27
5,81-10,00
Die Merkmalgruppe 1 (Bad) ist negativ zu bewerten. Denn unabhängig vom Vorliegen weiterer behaupteter wohnwertmindernder Merkmale war das Bad vermieterseitig jedenfalls unstreitig lediglich mit einer freistehenden Wanne ohne Verblendung ausgestattet. Wohnwerterhöhende Merkmale liegen unstreitig nicht vor, so dass diese Merkmalgruppe im Ergebnis negativ zu werten ist.
- 1.7 Wände nicht ausreichend im Spritzwasserbereich von Waschbecken, Badewanne und/oder Dusche gefliest
4,22-8,41
4,38-10,18
Wände nicht überwiegend gefliest
zurückzulegen sind, können noch dem Gebäude zugerechnet werden und begründen Scheidacker 139 damit das wohnwerterhöhende Merkmal dieser Merkmalgruppe.
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+ 4.3 Repräsentativer/s oder hochwertig sanierter/s Eingangsbereich/ Treppenhaus (z. B. Spiegel, Marmor, exklusive Beleuchtung, hochwertiger Anstrich/Wandbelag, Läufer im gesamten Flur- und Treppenbereich) 2017
Repräsentativer/s oder hochwertig sanierter/s Eingangsbereich/Treppenhaus (z. B. Spiegel, Marmor, exklusive Beleuchtung, hochwertiger Anstrich/Wandbelag, Läufer im gesamtem Flur- und Treppenbereich)
Repräsentativer/s oder hochwertig sanierter/s Eingangsbereich/Treppenhaus (z. B. Spiegel, Marmor, exklusive Beleuchtung, hochwertiger Anstrich/Wandbelag)
AG Köpenick: Gewölbte Decke mit Stuckkassetten Urteil vom 25. Mai 2016 - 6 C 14/16 - GE 2016, 791 Ist der Eingangsbereich großzügig an der gewölbten Decke mit Stuckkassetten verziert und an den Wänden der Aufgänge gefliest, ist er repräsentativ. AG Charlottenburg: Jugendstiltypisch verzierte Kassettendecke, wandhohe Holzpaneele, Eichenparkett, Kokosvelour Urteil vom 1. Februar 2016 - 213 C 160/15 Ferner ist der Eingangsbereich und das Treppenhaus repräsentativ und hochwertig saniert. Ausweislich der eingereichten Fotos ist der Eingangsbereich mit deckenhohen Holzpaneelen und Kassettendecken ausgestattet, die jeweils die jugendstiltypischen Verzierungen aufweisen. Ferner ist eine dazu passende Sitzbank vorhanden, und im Eingangsbereich ist Eichenparkett und Kokosvelour verlegt. AG Charlottenburg: Abnutzungserscheinungen beseitigen nicht den repräsentativen Charakter Urteil vom 4. Juni 2015 - 210 C 42/15 - GE 2015, 1035 Sofern die Beklagten vortragen, der repräsentative Charakter sei nicht gegeben, da starke Abnutzungserscheinungen vorlägen, überzeugt dies nicht. Es sind unstreitig Ausstattungsmerkmale gegeben, die einen repräsentativen Charakter begründen (Spiegel, Marmor, exklusive Beleuchtung, Bleiverglasung). Die von den Beklagten vorgetragenen Abnutzungserscheinungen gehen über übliche Gebrauchsspuren nicht hinaus und sind daher nicht geeignet, den repräsentativen Charakter des Eingangsbereichs zunichte zu machen. AG Schöneberg: Flämische Wandleuchten, Bleiglasfenster, Stuck, edle Farbgebung, Terrazzo Urteil vom 16. Oktober 2014 - 107 C 434/12 - GE 2015, 127 Bei einem Eingangsbereich mit Stuck, Bleiglasfenstern, flämischen Wandleuchten und einem Terrazzoboden ist das wohnwerterhöhende Merkmal „repräsentativer/s Eingangsbereich/Treppenhaus“ erfüllt.
+ 3.7 Wohnungsbezogener Kaltwasserzähler in vor 1998 bezugsfertigen Gebäuden/Wohnungen, wenn der Mieter nicht die Kosten für Miete Scheidacker 221 oder Leasing im Rahmen der Betriebskosten trägt 2017 Wohnungsbezogener Kaltwasserzähler in vor 1998 bezugsfertigen Gebäuden/ Wohnungen, wenn der Mieter nicht die Kosten für Miete oder Leasing im Rahmen der Betriebskosten trägt
Wohnungsbezogener Kaltwasserzähler, wenn der Mieter nicht die Kosten für Miete oder Leasing im Rahmen der Betriebskosten trägt
2005 (Merkmal nicht existent)
Kaltwasserzähler sind in neueren Gebäuden ohnehin bei Errichtung vorgeschrieben, also Standard. Eine Differenzierung in der Miethöhe war hier nicht mehr gerechtfertigt. Sie gilt nun nur noch in Gebäuden, welche älter sind als 1998, d. h. in der Tabelle bis Spalte 6 und den älteren Gebäuden aus Spalte 7.
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Herausgegeben von Haus & Grund Reinickendorf