Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%201963,%201247
Timestamp: 2020-02-25 00:56:06
Document Index: 364999441

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1018', '§ 1090', '§ 1093', '§ 1018', 'BGH', 'BGH', '§ 45', 'BGH', '§ 1018', '§ 1004', 'BGH', '§ 1018', 'BGH']

Rechtsprechung: NJW 1963, 1247 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 15.03.1963
BGH, 20.03.1963 - V ZR 143/61
https://dejure.org/1963,857
BGH, 20.03.1963 - V ZR 143/61 (https://dejure.org/1963,857)
BGH, Entscheidung vom 20.03.1963 - V ZR 143/61 (https://dejure.org/1963,857)
BGH, Entscheidung vom 20. März 1963 - V ZR 143/61 (https://dejure.org/1963,857)
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MDR 1963, 577
DNotZ 1964, 341
WM 1963, 920
Eine Vereinbarung, bei der zwei Nutzungsrechte (ein schuldrechtliches und ein dingliches) gleichen oder ähnlichen Inhalts nebeneinander entstehen, ist zwar nicht ausgeschlossen, aber ein Ausnahmefall, der einer zweifelsfreien, in der Regel ausdrücklichen Abrede bedarf (Senat, Urteil vom 20. März 1963 - V ZR 143/61, NJW 1963, 1247; Senat, Urteil vom 20. September 1974 - V ZR 44/73, NJW 1974, 2123 f.;… MünchKomm-BGB/Joost, 6. Aufl., § 1018 Rn. 6, 8;… vgl. auch Staudinger/Mayer, BGB [2009], vor §§ 1090-1093 Rn. 2;… § 1093 Rn. 11;… Erman/Grziwotz, BGB, 13. Aufl., vor § 1018 Rn.19).
Eine solche Regelung ist zwar nicht ausgeschlossen, stellt jedoch einen Ausnahmefall dar und bedarf nach der Rechtsprechung des Senats einer zweifelsfreien, in der Regel ausdrücklichen Abrede (vgl. Urteile v. 20. März 1963, V ZR 143/61, WM 1963, 920, 922; v. 20. September 1974, V ZR 44/73, NJW 1974, 2123).
bb) Das Nebeneinanderbestehen eines schuldrechtlichen und eines dinglichen Nutzungsrechts verwandten Inhalts ist aber ein Ausnahmefall und bedarf einer zweifelsfreien, in der Regel ausdrücklichen Abrede (vgl. Senat…, Urteil vom 27. Juni 2014 - V ZR 51/13, NZM 2014, 790 Rn. 10; Urteil vom 20. September 1974 - V ZR 44/73, NJW 1974, 2123 f.; Urteil vom 20. März 1963 - V ZR 143/61, NJW 1963, 1247).
Entgegen der Meinung der Anschlußrevision ist der Beklagte auch in der Lage weitere Beeinträchtigungen zu verhindern (Urteil vom 20. März 1963, V ZR 143/61, WM 1963, 920, 921).
Das gleichzeitige Bestehen eines schuldrechtlichen und dinglichen Nutzungsrechtes nebeneinander mit verwandtem Inhalt ist zwar nicht grundsätzlich ausgeschlossen, bedarf aber einer ausdrücklichen Regelung durch die Parteien (vgl. BGH NJW 1974, 2123; BGH NJW 1963, 1247).
Der Senat kann daher nicht feststellen, ob vom Berufungsgericht die allgemeinen Auslegungsgrundsätze und die besonderen Auslegungsgrundsätze beachtet worden sind, die für den Fall Anwendung finden, daß das gleichzeitige Bestehen eines schuldrechtlichen und eines dinglichen Rechts zur Nutzung einer Sache in Betracht kommt (vgl. Senatsurteile v. 20. März 1963, V ZR 143/61, WM 1963, 920, 922 und v. 20. September 1974, V ZR 44/73, NJW 1974, 2133).
Der Beklagte hat Jedoch nichts dafür vorgetragen, daß er hinsichtlich der für seinen Landeplatz zugelassenen Arten von Luftfahrzeugen im Rahmen der behördlich festgelegten An- und Abflugverfahren den nachbarrechtlichen Schranken seiner Grundstücksnutzung nicht Rechnung zu tragen vermöge oder, falls dies der Fall sein sollte, Einschränkungen dieser Betriebspflicht entsprechend diesen privatrechtlichen Schranken nicht bewirken könnte (vgl. § 45 Abs. 1 Satz 2 LuftVZO; ferner BGH LM BGB § 1018 Nr. 14 Bl. 3; § 1004 Nr. 90 Bl. 2 R und Nr. 51 Bl. 2 = JZ 1961, 498 und Anm. Pleyer; BGH WM 1963, 920, 921 unter II).
Erfolglos sucht die Revision demgegenüber aus dem Urteil des Senats vom 20. März 1963, V ZR 143/61, LM BGB § 1018 Nr. 10, herzuleiten, daß eine solche Vereinbarung nur angenommen werden könne, wenn sie ausdrücklich getroffen worden sei.
BGH, 21.06.1968 - V ZR 33/65
Tätigkeit des Rechtspflegers im Zwangsversteigerungsverfahren
Die Revision verweist in diesem Zusammenhang auf die Grundsätze, die für die Auslegung stillschweigender Willenserklärungen gelten, insbesondere auf das Urteil des Senats vom 20. März 1963 (V ZR 143/61, NJW 1963, 1247), das sich mit der Frage befaßt, wann ein stillschweigendes Verhalten Schlüsse auf einen rechtsgeschäftlichen Willen zuläßt.