Source: https://bau.net/forum/architektur/10507.php
Timestamp: 2019-03-21 08:37:34
Document Index: 145411729

Matched Legal Cases: ['§15', '§ 15', '§15', '§17', '§ 18', 'BGH', 'BGH']

BAU.DE - Forum - Architekt / Architektur - 10507: Wie setzen sich die einzelnen Prozente der jeweiligen LPH zusammen?
10507: Wie setzen sich die einzelnen Prozente der jeweiligen LPH zusammen?
Wie setzen sich die einzelnen Prozente der jeweiligen LPH zusammen?
Jede Leistungsphase hat eine bestimmte Prozentzahl z.B. LPH 1 hat 3%. Wie setzen sich diese 3% zusammen? Kann mir jemand bitte diese genau aufschlüsseln?
Leistungsphasen §15 HOAI
Leistungsphase 1 Grundlagenermittlung 3v.H
1.Klären der Aufgabenstellung
2.Beraten zum gesamten Leistungsbedarf
3.Formulieren von Entscheidungshilfen für die Auswahl
4.Zusammenfassen der Ergebnisse
sind die Grundleistungen gemäß § 15 HOAIA.
Kann man auch in der HOAI (Honorarordnung für Architekten und Ingenieuren) nachlesen.
Weitere Aufschlüsselung der LP's
Guten Tag. Es gibt Anhaltswerte zu der weiteren prozentualen Aufgliederung der Leistungsphasen. Diese sind in den Tabellen von Pott/Dahlhoff ausgewiesen (leider nur käuflich zu erwerben). Hierbei werden die Gesamtpunkte (z.B. 6% bei LPA 4) gemäß den in der HOAIA genannten zugehörigen Grundleistungen aufgeschlüsselt(z.B. Erarbeiten der Vorlagen..., Einreichen der Unterlagen..., Vervollständigen... usw.). mal im Internet suchen, vielleicht sind die irgendwo doch veröffentlicht.
http://www.radius-ingenieure.de
Noch etwas vergessen: Diese Werte haben keine rechtliche Gültigkeit. Sie dienen nur als Anhaltspunkt, da die HOAIA in den Grundleistungen nur aufzählt, was "üblicherweise" zur Erfüllung des Werkvertrags erforderlich ist.
voll anrechenbar?
Würde gern bei LPH 1 bis 4 (27% Gebäude; 34% Freianlage) erfahren wie sie zusammensetzt, da mein Archi mir dies als volle Leistung berechnet hat, obwohl nach meiner Meinung nicht alle Punkte abgearbeitet wurden.
Leistungsphasen - LP 1-4 und Freianlagen
sowie ich aus dem letzten Beitrag ersehe, haben Sie Ihren Architekten mit der Genehmigungsplanung beauftragt. Wenn Sie die Baugenehmigung erhalten haben sind alle Leistungen erbracht worden.Wobei natürlich die Leistungen für Gebäude nach §15 + 16
HOAIA und die Freianlagen nach §17 HOAI abgerechnet. § 18 HOAI besagt ausserdem das Honoare für Grundleistungen für Gebäude und für Grundleistungen für Freianlagen getrennt zu berechnen sind.
Eines würde mich aber trotzdem interessieren, welche Leistungen Sie (nach Ihrer Meinung) nicht bekommen haben.
Sie haben einen Werkvertrag geschlossen. Wenn also das Werk den vereinbarten Anforderungen entspricht und Sie die LPA 1-4 beauftragt haben, spielt es, streng genommen, keine Rolle, welche Arbeiten/Grundleistungen hierzu erforderlich waren.
Zu einer Baugenehmigung kam es nicht.
Grund: Eigenleistungen hat mein Archi mit 50% der Bausumme angesetzt, dadurch bekam ich keinen Kredit. Eigenkapital war 20% der Bausumme.
Außerdem hätte ich von drei Nachbarn keine Unterschriften bekommen. Frage ist, ob mein Archi dies vorher klären sollen, bevor er diese Planung anstrebt!?
Mitwirken bei der Beschaffung...
... der nachbarlichen Zustimmung ist gem. HOAIA keine Grund- sondern Besondere Leistung, die beauftragt werden muß. Allerdings hätte Ihr Architekt Sie daruf hinweisen sollen, daß diese zur Genehmigung erforderlich sein können. Bezgl. Eigenleistung/Finanzierung: haben Sie dem Architekten gesagt, daß Sie 50% Eigenleistung erbringen wollen/können?
wenn die Sache allerdings so aussieht, ist es wahrscheinlich angebracht sich juristischen Beistand zu suchen.
Vielleicht geht ja noch etwas in einem Schlichtungsgespräch.
Die Beibringung der Nachbarunterschriften ist Sache des Bauherrn.
Bemerkung zum Beitrag Nr. 5.
Wenn der dem Architekten erteilte Auftrag lediglich die LPA 1-4 umfasste und die Baugenehmigung erteilt wurde, hat der Architekt die von ihm geschuldete Leistung erbracht und 27% des vollen Vomhundertsatzes verdient, ohne dass es noch darauf ankommt, ob er alle Leistungsmerkmale der einzelnen Leistungsphasen angearbeitet hat. Lediglich wenn er wesentliche (zentrale) Teilleistungen nicht erbracht hat, z.B. die Kostenberechnung weggelassen hat, kann es zu Abzügen kommen. Korrekterweise sollte der Architekt in solchen Fällen den Vomhundertsatz der jeweiligen Leistungsphase schon von sich aus in der Honorarrechnung nicht voll ansetzen. Das gilt sinngemäß auch für die Leistungsphasen 5 - 8. Auch hier kommt es nicht darauf an, ob alle Teilleistungen aus den einzelnen Leistungsphasen abgearbeitet wurden, wenn der Erfolg eingetreten ist, d.h. das Bauvorhaben vollendet wurde. Dies wieder mit der Einschränkung, dass es wegen etwa nicht ausgeführter sog. "zentraler" Leistungen zu Honorarabschlägen kommen kann, die der Architekt seriöserweise schon von sich aus in Form von nicht voll berechneten Vomhundertsätzen berücksichtigen sollte. Wenn er z.B. keine Ausführungspläne zeichnet kann er die LP 5 nicht gut mit 25% ansetzen (was natürlich nicht vorkommt). Dass der Architekt mit dieser Einschränkung das volle Honorar verdient, auch wenn er nicht alle Teilleistungen der einzelnen Leistungsphasen erbracht hat, liegt an der Erfolgsbezogenheit des Architektenwerks. Wenn der Bauherr das von ihm gewünschte Haus erhalten hat, hat der Architekt den geschuldeten Erfolg erbracht, auch wenn er dabei für das konkrete Vorhaben "unwichtige" bzw. nicht erforderliche Teilleistungen quasi übersprungen bzw. reduziert hat.
welche Baugenemigung
die Baugenehmigung wurde nicht erteilt, da der First nicht in vorgeschriebene Richtung zeigt (Freistellungsverfahren Augsburg BL Bayern)! Grobe Fahrlässigkeit oder? Alle Unterlagen waren vorhanden, genauer lesen wäre angebracht und das vom Dipl.Ing.
Kann man Archititel kaufen ;)
Die Erfolgsbezogenheit ist
lt. neuerem BGH Urteil vom Tisch! Sobald ein Architekt nicht alle Grundleistungen vollständig erbracht hat, erlischt sein Anspruch auf volles Honorar!
Firstrichtung?
kann mir jemand sagen, wo das mit der Firstrichtung steht.
Bis jetzt wurde nur über Leitungsphasen geredet.
Mit freundlichent Grüßen
zum BGH Urteil aus meinem vorstehenden Beitrag:
Entscheidung v. 24.06.04, AZ VII 259/02, 1640 ff. = NJW 2004, 2588f. Kommentar von RA Dr. Sangenstedt in dib 12/04
bauherr müller beauftragt architekten lph 1-4
das grundstück unterliegt einem B-PlanA
müller hat 20% der benötigten finanzierungssumme als eigenkapital zur verfügung
ein kreditantrag wurde abgelehnt (oder mehrere?)
so, nun geht das spekulieren los . was waren die vorgaben des bauherren? warum plante der architekt eine andere firstrichtung als im b-plan angegeben? welcher (vom b-plan abweichenden) bebauung hätten die nachbarn zugestimmt? würden die nachbarn einer (vom b-plan abweichenden) bebauung auch zustimmen, wenn keine pläne vorhanden sind? was hätten die nachbarn unterschreiben sollen und warum? wurde die planung den nachbarn tatsächlich vorgelegt? wurde der bauantrag bei der unteren bauaufsichtsbehörde eingereicht? hat der architekt bauherr müller auf evtl. probleme bzgl. der b-plan-konformität der planung hingewiesen? wie kommt der architekt auf 50% eigenleistung? was geht den architekten der kreditantrag des bauherren an? wie hat der architekt abgerechnet?
ps: die frage war ja im wesentlichen beantwortet...
hier gehts aber schön durcheinander!
architektenleistungen sind werkleitungen.
der architekt schuldet den erfolg! wenn die g.planung nicht genehmigt werden kann, bekommt er mehrere chancen, sein werk nachzubessern.
die HOAIA ist kein keistungskatalog aus dem man aussuchen kann.
die gerichte entscheiden zwar seit kurzem auch mal in diese richtung aber nicht so, dass einen eindeutige rechtssprechung abgeleitet werden könnte.
ein architekt, der 50 proz eigenleistung ansetzt, dem ist schlicht nicht zu helfen! einem bauherren übrigens auch nicht! rechne er doch mal nüchtern 150.000 euro fividiert durch 25 € (produktiver ist kein bauherr alleine auf seiner baustelle) ergibt 6.000 stunden. bei vollzeit eigenleister dividiert durch 160 stunden pro monat ergibt 37,5 monate oder gute drei jahre. gibts das noch? fulltime eigenleistung drei jahre?
zur ausgangsfrage steht bei beyer: planen nach hoai einiges. nur ist das hier völlig ohne belang!
der architekt haftet (gottseidank) nicht für die kreditwürdigkeit seines clienten!
ob ein nachbar unterschreibt ist dem architekten völlig egal, oder fast egal. fast nur, wenn ich ihn wegen dienstbarkeiten etc brauche.
ansonsten plant der archi nach gültigem recht. wenn dann eine verzögerung wegen nachbarkasperle eintritt ist das niemals sein ding.
@ Herr Bluecher
da hast Du es in der Berechnung der Stunden aber gut gemeint mit dem Bauherrn. Da diese, in der Regel, KEINE Profis sind, würde ich nicht davon ausgehen, dass die Bauherren so schnell wie die gelernten (und meist ausgebildeten) Handwerker sind. (Schon gar nicht, wenn sie nebenher in einem Forum nach dem Wie_denn_wo_denn_was_denn fragen müssen).
Mein Ansatz daher als Finanzierungs-Fuzzi: Schwarzarbeiterlohn PLUS mind. 50 %.
Aber, korrekt, mit Deinem Argument und der Vorgehensweise, habe ich schon vielen "Profi-Bauherren" die Augen geöffnet und auf den Boden der Tatsachen zurück geholt. Und damit Nachfinanzierungen vermieden.
wenn der Archi die Baupläne nicht lesen kann (siehe Firstrichtung -> ist vorgeschrieben!), dann har er keinen Erfolg gehabt, somit kein Anspruch auf HOAIA Vergütung.
50% der Eigenleistung ist schon heftig, keiner Bank würde sich da auf so was einlassen, auch nicht, wenn der Archi eine Berufshaftpflichtversicherung der Bank vorlegt.
von wem kommen denn die 50%
wenn nicht vom bauherren? was soll der architekt denn machen, wenn der bauherr ihm erklärt "ich mache ein jahr sabbat und erstelle das haus mit zwei kumpeln zu 80% selbst!"?
letztendlich hat der architekt mit der eigenleistung nichts zu tun. die kostenschätzung beruht auf den summen, die ein unternehmer bekommen würde. die eigenleistung muß der bauherr schon selbst einschätzen, der architekt kann ihm da nur beratend zur seite stehen.
firstrichtung: warum sollte der architekt von sich aus bzw. ohne absprache mit dem bauherren die firstrichtung entgegen den festsetzungen des b-plans planen? da muss doch der wunsch des bauherren im raum stehen, oder? dann kann eine befreiung beantragt werden. das risiko einer ablehnung (z.b. weil nachbarn nicht unterschreiben wollen) sollte dem mündigen bauherren bewusst sein. der architekt wird sie sicherlich darauf aufmerksam gemacht haben?!
wie ist die gesamte sache denn nun abgelaufen?
wurde der bauantrag eingereicht?
wer ist auf die idee gekommen, die firstrichtung in entsprechender weise zu planen?
ihre aussage:"wenn der Archi die Baupläne nicht lesen kann (siehe Firstrichtung -> ist vorgeschrieben!), dann har er keinen Erfolg gehabt, somit kein Anspruch auf HOAIA Vergütung." mag ihnen ja ganz gut passen, ist aber nur die eine seite der medaille. der architekt sagt vielleicht." der bauherr wollte das so. ich habe deshalb den befreiungsantrag und die nachbarbeteiligung vorgeschlage und der bauherr stimmte diesem vorgehen zu". auch wenn der antrag auf dispens dann keinen erfolg hatte, der honoraranspruch des architekten besteht dennoch. bevor nicht die ganze geschichte auf dem tisch liegt, kann ihnen hier wahrscheinlich keiner weiterhelfen.
und wenn das wörtchen wenn nicht wär..
ja wenn der archi sich schriftlich rückversichert hat, und dem bauherrn die risiken seines vorgehens bzgl firstdrehung verklickert hat etc... es gibt durchaus da gegenteil! so nach dem motto machmer mal! und wenns nicht klappt zahlt der bauherr. das gibts schon!
wie soll denn ein bh eigenleistungen einschätzen? wenn er kein vermögen vorweisen kann und in erster linie auf seine "muskelhypothek" zurückgreifen kann wer könnte ihn da besser beraten als der universaldilletant architekt? wer denn? es wird wieder langtextig archiverkrampft!