Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=I%20ZR%2035/13
Timestamp: 2020-07-03 17:34:45
Document Index: 295155390

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 15', '§ 16', '§ 53', '§ 97', '§ 101', '§ 53', 'Art. 2', '§ 53', 'BGH', '§ 53', 'BGH', 'BGH', '§ 53', 'BGH', '§ 53', 'BGH', 'BGH', 'Art. 5', 'BGH', 'BGH', '§ 12', '§ 12', '§ 6', 'BGH', 'BGH']

BGH, 19.03.2014 - I ZR 35/13 - dejure.org
https://dejure.org/2014,21380
BGH, 19.03.2014 - I ZR 35/13 (https://dejure.org/2014,21380)
BGH, Entscheidung vom 19.03.2014 - I ZR 35/13 (https://dejure.org/2014,21380)
BGH, Entscheidung vom 19. März 2014 - I ZR 35/13 (https://dejure.org/2014,21380)
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§ 15 Abs 1 Nr 1 UrhG, § 16 UrhG, § 53 Abs 1 UrhG, § 97 UrhG, § 101a Abs 1 UrhG
Grenzen der Urheberrechte: Vervielfältigung unveröffentlichter, digital bearbeiteter Porträtfotos durch Einscannen und Abspeichern auf dem Privatcomputer des Abgebildeten - Porträtkunst
Urheberrecht - Vervielfältigung - Gebrauch, privater
Einschränkende Auslegung des § 53 Abs. 1 UrhG hinsichtlich der Vervielfältigung lediglich veröffentlichter Werke
Art. 2 Abs. 1, 5 Abs. 3 Satz 1 GG
Recht auf Privatkopie nach § 53 UrhG gilt grundsätzlich auch für noch nicht veröffentlichte Werke - hier: Entwürfe von Fotoarbeiten
Privatkopien von unveröffentlichten Werken
heise.de (Pressebericht, 28.08.2014)
Scannen eines zur Ansicht überlassenen Fotos ist zulässige Privatkopie
Porträtkunst - und das Vervielfältigungsrecht des Portraitierten
BGH erlaubt Privatkopien - Werke müssen nicht veröffentlicht sein
Urheberrechtsgesetz erlaubt nicht nur Vervielfältigung veröffentlichter Werke
Recht auf Privatkopie gilt auch für unveröffentlichte Werke
Keine Urheberrechtsverletzung durch Kopien von Werksentwürfen der bildenden Kunst für den privaten Gebrauch
MDR 2014, 1163
GRUR 2014, 974
K&R 2014, 654
afp 2014, 444
Für diese Annahme spricht, dass die Schrankenregelung der Berichterstattung über Tagesereignisse anders als etwa die Schrankenregelung des Zitatrechts nicht auf veröffentlichte Werke beschränkt ist (vgl. zu § 53 Abs. 1 UrhG BGH, Urteil vom 19. März 2014 - I ZR 35/13, GRUR 2014, 974 Rn. 13 bis 44 = WRP 2014, 1198 - Porträtkunst).
BGH, 30.04.2020 - I ZR 139/15
Zur urheberrechtlichen Zulässigkeit der Veröffentlichung militärischer …
Für diese Annahme spricht, dass die Schrankenregelung der Berichterstattung über Tagesereignisse anders als etwa die Schrankenregelung des Zitatrechts nicht auf veröffentlichte Werke beschränkt ist (vgl. zu § 53 Abs. 1 UrhG BGH, Urteil vom 19. März 2014 - I ZR 35/13, GRUR 2014, 974 Rn. 13 bis 44, 17 = WRP 2014, 1198 - Porträtkunst).
(4) Die Schrankenregelung des § 53 UrhG enthält keine allgemeine Einschränkung, wonach ein an elektronischen Leseplätzen zugänglich gemachtes Werk nicht als Vorlage für Vervielfältigungen benutzt werden darf (vgl. zu unveröffentlichten und unvollendeten Werken BGH, Urteil vom 19. März 2014 - I ZR 35/13, GRUR 2014, 974 Rn. 13 bis 44 = WRP 2014, 1198 - Porträtkunst).
Die Klägerin hat die UdP damit lediglich einem abgegrenzten Personenkreis und nicht der Öffentlichkeit zugänglich gemacht (vgl. BGH, Urteil vom 19. März 2014 - I ZR 35/13, GRUR 2014, 974 Rn. 57 = WRP 2014, 1198 - Porträtkunst).
Dabei kann die durch Art. 5 Abs. 3 Satz 1 GG geforderte kunstspezifische Betrachtung es verlangen, einer Schrankenbestimmung im Wege der Auslegung zu einem Anwendungsbereich zu verhelfen, der für Kunstwerke günstiger ist als für nichtkünstlerische Werke (vgl. BGH, Urteil vom 19. März 2014 - I ZR 35/13, GRUR 2014, 974 Rn. 34 = WRP 2014, 974 - Portraitkunst, mwN).
vgl. BGH, Urteil vom 19. März 2014 - I ZR 35/13 -, juris Rn. 57; Schulze, in: Dreier/Schulze, UrhG, 4. Aufl. 2013, § 12 Rn. 4; Bullinger, in: Wandtke/Bullinger, Urheberrecht, 4. Aufl. 2014, § 12 UrhG Rn. 7.
Gemäß § 6 Abs. 1 UrhG ist ein Werk veröffentlicht, wenn es mit Zustimmung des Berechtigten der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden ist (BGH, Urteil vom 19. März 2014 - I ZR 35/13, Portraitkunst - GRUR 2014, 974 Rn. 57).
Die Kunstfreiheit ist zwar nicht mit einem ausdrücklichen Gesetzesvorbehalt versehen, findet jedoch ihre Grenzen unmittelbar in anderen Bestimmungen der Verfassung, die ein in der Verfassungsordnung des Grundgesetzes ebenfalls wesentliches Rechtsgut schützen (vgl. BVerfG GRUR 2001, 149) und damit in den Grundrechten anderer Rechtsträger (vgl. BGH, Urt. 19.3.2014 - I ZR 35/13, juris Rn. 32).