Source: https://www.monitoringstelle.at/index.php?id=701
Timestamp: 2018-12-15 10:25:11
Document Index: 306742536

Matched Legal Cases: ['§ 9', '§ 17', '§ 9', '§ 17', '§ 18', '§ 9', '§ 17', '§ 17', '§ 18']

V2| Externes Energieaudit - Nationale Energieeffizienz-Monitoringstelle - www.monitoringstelle.at
Gemäß § 9 Bundes-Energieeffizienzgesetz haben große Unternehmen die Vorgabe, ihre Verpflichtung mit der regelmäßigen Durchführung eines externen Energieaudits zu erfüllen.
Organisationen, die mit Inkrafttreten des Gesetzes am 1. Jänner 2015 als großes Unternehmen zu qualifizieren waren und sich für diese Variante entschieden haben, mussten erstmalig bis Ende November 2015 ein Energieaudit gemäß § 17 und 18 sowie Anhang III EEffG im gesamten Unternehmen bzw. Konzern durchgeführt haben. Der Nachweis dafür musste der Monitoringstelle über die Anwendung zum Energieeffizienzgesetz bis spätestens 1. Dezember 2015 (24:00) überliefert werden.
Ist das Unternehmen auch weiterhin von der Verpflichtung gemäß § 9 EEffG erfasst, ist das nächste externe Energieaudit oder die Einführung eines Managementsystems inkl. internem Audit (gemäß § 17 und § 18 EEffG) in weiterer Folge spätestens nach vier Jahren, ab Erstellungsdatum des ersten Audits gerechnet, durchzuführen und mittels Anwendung zum EEffG im USP der Monitoringstelle zu melden.
Für die Berechnung der Vierjahresfrist ist das Abschlussdatum des ersten Audits maßgeblich. Wurde beispielsweise das erste externe Audit am 20.05.2015 durchgeführt, ist bis spätestens 20.05.2019 das zweite Audit durchzuführen und zu melden.
2.1 | Inhalte des Energieaudits nach Energieeffizienzgesetz
Das Energieaudit nach Energieeffizienzgesetz muss vorgegebene Mindestkriterien erfüllen. Die Vorgaben der EN-16247 Teil 1 und weitere Kriterien, die im Anhang III des Gesetzes beschrieben sind, sind einzuhalten. Energieaudits müssen Analysen zum Energieverbrauch sowie detaillierte und validierte Berechnungen für vorgeschlagene Maßnahmen beinhalten und Informationen über potenzielle Einsparungen liefern.
Pumpen, Ventilatoren und Lüftungssysteme, Beleuchtung, IT Infrastruktur sofern diese industrielle Prozesse unterstützen und nicht in den Bereich "Gebäude" fallen
Die Konzernmutter M hat eine Beteiligung von mehr als 50 % an den österreichischen Tochterunternehmen A und B. Gesamt betrachtet ist der Konzern K als großes Unternehmen einzustufen und unterliegt der Verpflichtung gemäß § 9 EEffG. Das Unternehmen hat sich dazu entschieden, in allen Unternehmensteilen ein externes Energieaudit gemäß Energieeffizienzgesetz durchführen zu lassen.
2.2 | Das Audit muss verhältnismäßig und repräsentativ sein
Die Festlegung der Systemgrenzen des Audits obliegt dem externen Energieauditor (in Abstimmung mit dem verpflichteten Unternehmen).
2.3 | Zugelassene Energieauditoren
Energieaudits nach Energieeffizienzgesetz dürfen grundsätzlich nur von externen Expertinnen und Experten, die nach § 17 EEffG qualifiziert und im Register der qualifizierten Energiedienstleister eintragen sind, durchgeführt werden. Das Register ist hier zu finden:
Weitere Information für die Qualifizierung als externer Energieauditor finden sich [hier].
2.4 | Dokumentation des Energieaudits in einem Bericht
Die Energieaudits werden in einem abschließenden Energieauditbericht dokumentiert. Der Bericht ist vom externen Energieauditor zu erstellen und dokumentiert die im EEffG geforderten Aktivitäten und Inhalte gemäß § 17 und § 18 EEffG sowie Anhang III. Der Bericht muss außerdem den Vorgaben der EN 16247-1 entsprechen.
2.5 | Hinweis zu bereits durchgeführten Energieaudits:
Die Meldung muss über die Anwendung zum Energieeffizienzgesetz im Unternehmensserviceportal des Bundes (USP). Mitarbeiter des Unternehmens (z.B. interne Energieauditoren, Energiemanager, Umweltbeauftragte) oder externe Energieberater oder Energieauditoren, die z.B. die Durchführung von Audits melden wollen, brauchen einen Zugang zur Anwendung zum Energieeffizienzgesetz.
Dies funktioniert so: Der USP-Administrator des Unternehmens loggt sich am Portal ein und kann Benutzerkonten für Personen, die Meldungen für das Unternehmen machen sollen, anlegen. Diese Benutzer erhalten einen Benutzernamen und ein Passwort und können sich damit im USP einloggen und entsprechend ihrer zugewiesenen Rechte auf die Anwendung zum Energieeffizienzgesetz zugreifen.
Folgende Dokumente müssen dort an die Monitoringstelle Energieeffizienz übermittelt werden:
Informationen zu den Systemgrenzen des Energieaudits
Eine Zusammenfassung des Energieaudits mit der Unterschrift des federführenden externen Energieauditors. In der Zusammenfassung sind die wichtigsten Daten zum Energieverbrauch des gesamten Unternehmens sowie in den Bereichen „Gebäude“, „Prozesse“ und „Transport“ und Angaben zu wesentlichen identifizierten Energieeffizienz-Potentialen und –Maßnahmen enthalten.
Das Formular für die Meldung der Zusammenfassung ist [hier] erhältlich.
Es muss im ersten Schritt also nicht der umfassende Energieauditbericht, sondern lediglich eine Zusammenfassung hochgeladen werden. Auf Verlangen ist der Monitoringstelle der Energieauditbericht zu übermitteln.
Informationen für die Meldung von Audits und Änderung von Stammdaten im USP finden Sie im Handbuch "Handbuch zur Anwendung zum Energieeffizienzgesetz".