Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=IX%20ZB%20187/03
Timestamp: 2019-03-26 23:31:43
Document Index: 35669175

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', '§ 290', 'BGH', 'BGH', '§ 290', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 290', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 290', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 25.10.2007 - IX ZB 187/03 - dejure.org
Versagung einer Restschuldbefreiung wegen grob fahrlässiger Verletzung der Mitwirkungspflicht und Auskunftspflicht gegenüber dem Treuhänder; Verschweigen von Unterrichtseinkünften
Keine Versagung der Restschuldbefreiung von Amts wegen bei Einräumung verschwiegener Einkünfte durch den Schuldner nach Schlusstermin ("Tennisunterricht")
Keine Versagung der Restschuldbefreiung aus Gründen, auf die der Gläubiger seinen Versagungsantrag § nicht gestützt hat
Welche Versagungsgründe bei Restschuldbefreiungsentscheidung?
Verbraucherinsolvenz: Gericht darf Versagung der Restschuldbefreiung nicht auf andere als die von den Gläubigern geltend gemachten Gründe stützen
Restschuldbefreiung - Keine Versagung von Amts wegen
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des BGH vom 25.10.2007, Az.: IX ZB 187/03 (Keine Restschuldbefreiung von Amts wegen bei Bekanntwerden eines Versagungsgrunds nach Schlusstermin)" von MinR Dr. Ulf Gundlach und RA Dr. Volkhard Frenzel, original erschienen in: NZI 2008, 49.
AG Mönchengladbach, 09.05.2003 - 19 K 67/00
MDR 2008, 166
NZI 2008, 32
WM 2007, 2252
Rpfleger 2008, 96
Jedenfalls nach dem noch anwendbaren altem Recht bewirkt der Schlusstermin eine Zäsur für die Geltendmachung von Versagungsgründen des § 290 Abs. 1 InsO (BGH…, Beschluss vom 18. Mai 2006 - IX ZB 103/05, NZI 2006, 538 Rn. 6; vom 25. Oktober 2007 - IX ZB 187/03, NZI 2008, 48 Rn. 3;… vom 23. Oktober 2008 - IX ZB 53/08, NZI 2009, 64 Rn. 10).
Das gilt selbst dann, wenn der Gläubiger von dem zur Begründung seines Antrags letztlich herangezogenen Fehlverhalten des Schuldners erst nach dem Schlusstermin erfährt (BGH, Beschluss vom 25. Oktober 2007, aaO;… vom 23. Oktober 2008, aaO;… vom 5. Februar 2009 - IX ZB 185/08, NZI 2009, 256 Rn. 6 f;… vom 12. Februar 2009 - IX ZB 158/08, NZI 2009, 327 Rn. 6;… vom 14. Mai 2009 - IX ZB 33/07, NZI 2009, 523 Rn. 5;… vom 3. Februar 2011 - IX ZB 228/08, NZI 2011, 193 Rn. 3;… vom 10. Februar 2011 - IX ZB 237/09, ZInsO 2011, 837 Rn. 6 f).
bb) In vergleichbarer Weise können nach der Rechtsprechung des Senats Anträge auf Versagung der Restschuldbefreiung, die gemäß § 290 Abs. 1 InsO zwingend im Schlusstermin zu stellen sind, bei einer Abhaltung des Schlusstermins im schriftlichen Verfahren innerhalb der dafür gesetzten Frist schriftlich gestellt werden und müssen dann vom Insolvenzgericht beschieden werden (BGH, Beschluss vom 20. März 2003 - IX ZB 388/02, WM 2003, 980, 982; vom 25. Oktober 2007 - IX ZB 187/03, WM 2007, 2252 Rn. 3;… vom 12. Mai 2011 - IX ZB 229/10, WM 2011, 1144 Rn. 9).
Daran ändert nichts, dass der Gläubiger von dem zur Begründung seines Antrags letztlich herangezogenen Fehlverhalten des Schuldners erst nach dem Schlusstermin etwas erfahren hat (BGH, Beschl. v. 25. Oktober 2007 - IX ZB 187/03, WM 2007, 2252).
Zum anderen stützt das Beschwerdegericht die Versagung der Restschuldbefreiung damit entgegen der gefestigten Rechtsprechung des Senats (BGH…, Beschluss vom 8. Februar 2007 - IX ZB 88/06, WM 2007, 661 Rn. 8; vom 25. Oktober 2007 - IX ZB 187/03, WM 2007, 2252 Rn. 3) von Amts wegen auf Umstände, welche im Versagungsantrag der weiteren Beteiligten zu 2 nicht genannt waren.
Auf Versagungsgründe des § 290 Abs. 1 Nr. 1 bis 6 InsO, die schon im Schlusstermin hätten geltend gemacht werden müssen, kann ein Versagungsantrag in der Wohlverhaltensphase nach Ankündigung der Restschuldbefreiung nicht mehr gestützt werden (…BGH, Beschl. v. 18. Mai 2006 - IX ZB 103/05, ZInsO 2006, 647, 648 Rn. 6; v. 25. Oktober 2007 - IX ZB 187/03, ZVI 2007, 574 Rn. 3 jeweils m.w.N.).
BGH, 17.09.2009 - IX ZB 62/08
Überprüfung der Versagung der Restschuldbefreiung durch das Insolvenzgericht
Die Entscheidung des Beschwerdegerichts weicht entgegen der Ansicht der Rechtsbeschwerde nicht von den Grundsätzen des Senatsbeschlusses vom 25. Oktober 2007 (IX ZB 187/03, WM 2007, 2252) ab, wonach das Insolvenzgericht die Versagung der Restschuldbefreiung nur auf solche Versagungsgründe stützen darf, die vom Gläubiger zur Begründung seines Versagungsantrags geltend gemacht worden sind.
Eine Divergenz zu der Rechtsprechung des Senats, nach der die Versagung der Restschuldbefreiung nicht von Amts wegen auf einen anderen Grund gestützt werden darf, als vom Antragsteller geltend gemacht (BGH, Beschl. v. 25. Oktober 2007 - IX ZB 187/03, ZInsO 2007, 1221;… v. 12. Februar 2009 - IX ZB 158/08, ZInsO 2009, 684, 685 Rn. 6 m. w. N.), liegt nicht vor.
Die tatbestandlichen Voraussetzungen des § 290 Abs. 1 Nr. 5 InsO sind in der Senatsrechtsprechung hinreichend geklärt (vgl. BGH, Beschl. v. 20. März 2003 - IX ZB 388/02, ZVI 2003, 170; v. 9. März 2006 - IX ZB 17/05, NZI 2006, 481; v. 7. Dezember 2006 - IX ZB 11/06, ZInsO 2007, 96; v. 25. Oktober 2007 - IX ZB 187/03, z.V.b.).
BGH, 10.07.2008 - IX ZB 164/07
Zurückweisung einer Rechtsbeschwerde im Insolvenzverfahren betreffend die …
Entgegen der Auffassung der Rechtsbeschwerde wäre das Landgericht berechtigt und verpflichtet gewesen, selbst nach einer Entscheidung des Amtsgerichts zur Begründetheit des Versagungsantrags auf eine Beschwerde des Schuldners den Antrag mangels einer rechtzeitigen ordnungsgemäßen Glaubhaftmachung als unzulässig zurückzuweisen (vgl. BGH, Beschl. v. 25. Oktober 2007 - IX ZB 187/03, WM 2007, 2252 Rn. 3; LG Kaiserslautern ZInsO 2006, 1172).
AG Göttingen, 02.02.2008 - 74 IN 136/06
Insolvenzverfahren: Versagung der Restschuldbefreiung gestützt auf Angaben des …