Source: https://www.rechtslupe.de/zivilrecht/der-abgetretene-bereicherungsanspruch-verurteilung-zug-um-zug-und-das-unvermoegen-zur-gegenleistung-387784
Timestamp: 2020-01-27 01:03:06
Document Index: 27868499

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Der abge­tre­te­ne Berei­che­rungs­an­spruch – Ver­ur­tei­lung Zug um Zug und das Unver­mö­gen zur Gegen­leis­tung | Rechtslupe
Der abgetretene Bereicherungsanspruch - Verurteilung Zug um Zug und das Unvermögen zur Gegenleistung
Der abge­tre­te­ne Berei­che­rungs­an­spruch – Ver­ur­tei­lung Zug um Zug und das Unver­mö­gen zur Gegen­leis­tung
Der Berei­che­rungs­schuld­ner muss bei ungleich­ar­ti­gen Leis­tun­gen die erlang­te Leis­tung nur Zug um Zug gegen sei­ne vol­le Gegen­leis­tung her­aus­ge­ben 1. Der Berei­che­rungs­klä­ger muss dies im Kla­ge­an­trag dadurch berück­sich­ti­gen, dass er ihre Rück­ge­währ Zug um Zug anbie­tet 2.
Dies beruht aber nicht auf einem Zurück­be­hal­tungs­recht des Berei­che­rungs­schuld­ners, son­dern ist die Fol­ge der im Berei­che­rungs­recht gel­ten­den Sal­do­theo­rie 3.
Kann der Berei­che­rungs­gläu­bi­ger die zur Rück­ge­währ ange­bo­te­ne Gegen­leis­tung nicht her­aus­ge­ben, hat dies nicht zur Fol­ge, dass es an der Pro­zess­füh­rungs­be­fug­nis fehlt. Viel­mehr wirkt sich dies ledig­lich auf die Berech­nung des Sal­dos aus; der Berei­che­rungs­gläu­bi­ger muss sich den ihm zuge­flos­se­nen Gegen­wert anrech­nen las­sen 1.
Dar­le­gungs- und beweis­pflich­tig für ein behaup­te­tes Unver­mö­gen des Berei­che­rungs­klä­gers zu der von ihm ange­bo­te­nen Rück­ge­währ der Gegen­leis­tung ist nach den all­ge­mei­nen Regeln der Berei­che­rungs­be­klag­te 4.
Unmög­lich­keit liegt aber nicht schon des­we­gen vor, weil der Berei­che­rungs­klä­ger über den zur Rück­ge­währ ange­bo­te­nen Gegen­stand nicht ver­fü­gen kann, son­dern nur dann, wenn fest­steht, dass er zur Erfül­lung der ange­bo­te­nen Leis­tung auch nicht auf die Sache ein­wir­ken kann, etwa weil die erfor­der­li­che Zustim­mung von dem Ver­fü­gungs­be­rech­tig­ten end­gül­tig ver­wei­gert wird.
Solan­ge dage­gen die Mög­lich­keit besteht, dass der Ver­fü­gungs­be­rech­tig­te der Ver­fü­gung zustimmt, steht sein Unver­mö­gen nicht fest 5.
Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 17. Okto­ber 2014 – V ZR 289/​13
BGH, Urteil vom 20.03.2001 – XI ZR 213/​00, BGHZ 147, 152, 157[↩][↩]
BGH, Urteil vom 19.01.2001 – V ZR 437/​99, BGHZ 146, 298, 307[↩]
BGH, Urteil vom 27.09.2013 – V ZR 52/​12, NJW 2014, 854 Rn. 28[↩]
vgl. BGH, Urteil vom 26.03.1999 – V ZR 368/​97, BGHZ 141, 179, 182[↩]
vgl. BGH, Urteil vom 26.03.1999 – V ZR 368/​97, BGHZ 141, 179, 181 f.; Urteil vom 18.07.2014 – V ZR 178/​13, WM 2014, 1719 Rn. 9[↩]
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