Source: http://www.jurablogs.com/2012/05/28/verminderte-schuldfaehigkeit-21-stgb
Timestamp: 2017-01-19 07:22:06
Document Index: 207740617

Matched Legal Cases: ['§ 21', '§ 21', 'BGH', 'BGH', '§ 21', '§ 21', 'BGH']

Verminderte Schuldfähigkeit, § 21 StGB
BlogsStrafverteidigung-Hamburg.comMai 2012Verminderte Schuldfähigkeit, § 21 StGBZu der Frage, ab welcher Blutalkoholkonzentration (BAK) sich der Tatrichter eingehend mit der Frage der alkoholbedingt verminderten Steuerungsfähigkeit auseinanderzusetzen hat, musste der BGH erneut Stellung nehmen. Das Landgericht Dresden verurteilte den Angeklagten wegen versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung unter Einbeziehung eines weiteren Urteils zu einer Einheitsjugendstrafe von 5 Jahren und 2 Monaten. Seine hiergegen gerichtete Revision hatte Erfolg, weil das Landgericht die Beweisanzeichen, die für eine verminderte Steuerungsfähigkeit sprachen, falsch bewertete.„Nach den Feststellungen war der Tat vom 13. 12. 2010 ein Trinkgelage im Innenhof der Altmarktgalerie in der Dresdner Innenstadt vorausgegangen, an dem neben dem Angeklagten 3 weitere junge Leute teilnahmen und das sich über mehr als 5 Stunden erstreckte. Bereits zuvor hatte der Angeklagte Alkohol konsumiert. Ausgehend von den Trinkmengenangaben des Angeklagten in der Hauptverhandlung gelangt sie durch Rückrechnung zu einer maximalen BAK zur Tatzeit beim Angekl. von „2,07‰ bzw. 2,44‰", mithin Werten, bei denen „grundsätzlich eine alkoholbedingte Verminderung der Einsichts- und Steuerungsfähigkeit zu diskutieren" sei. Im Anschluss an das Sachverständigengutachten findet die Jugendkammer indes im Tatgeschehen keinerlei Anhaltspunkte für eine erhebliche Einschränkung der Schuldfähigkeit des Angeklagten: „Durch keinen der Zeugen seien körperliche und neurologische Ausfallerscheinungen des Angeklagten berichtet worden. Der Angeklagte selbst könne sich genau erinnern. Das Tatgeschehen wie auch das Nachtatgeschehen zeigten keinerlei Ausfallerscheinungen". Vielmehr sei der Angeklagten „offensichtlich zielgerichtet und absichtsvoll vorgegangen"" BGH, Beschluss vom 7. 2. 2012 - 5 StR 545/11 (LG Dresden)).„Eine BAK von maximal 2,44‰ legt die Annahme einer erheblichen Herabsetzung der Hemmungsfähigkeit nahe, die nach st. Rspr ...Zum vollständigen Artikel160 LeserBurhoff online Blog:Bei „maximal 3,9 Promille“ kein § 21 StGB – ganz schön mutig114 LeserBurhoff online Blog:BAK von 3,0 o/oo – und dann kein § 21 StGB?95 LeserBurhoff online Blog:Verminderte Schuldfähigkeit beim Raub? Ja, wenn schon das Herstellen der Maske nicht kl...72 LeserBurhoff online Blog:Mit 3 Promille besoffen, aber nicht unbedingt vermindert schuldfähig191 LeserBurhoff online Blog:“Time ist money”, oder: Was daraus wurde, wenn der Polizeibeamte nicht wartet….105 LeserBurhoff online Blog:3,4 Promille – das ist nicht mal einfach so vorsätzlicher Vollrausch10 verwandte Artikel„Maximal 3,9 ‰“2,44 Promille: Annahme einer erheblichen Herabsetzung der Hemmungsfähigkeit3 PromilleBesoffen, aber schuldfähig?3 Promille – und das herabgesetzte HemmungsvermögenStrafrecht – Bedeutung der errechneten Blutalkoholkonzentration zur Tatzeit bei der Beurteilung der strafrechtlichen Schuldfähigkeit eines
Täters.BAK zwischen 2,3 und 2,7 Promille – Herabsetzung der HemmungsfähigkeitSchuldunfähigkeit und BlutalkoholkonzentrationStrafverfahren – Wird ein Täter, dessen Steuerungsfähigkeit bei Begehung einer Straftat infolge vorausgegangenen Alkoholgenusses erheblich
vermindert war, milder bestraft?BGH: Auch ein Trinker kann vermindert schuldfähig seinÜber den ArtikelVeröffentlicht May 28, 2012 4:21pm im Blog Strafverteidigung-Hamburg.com.ThemenStrafrecht Aktuell, Landgericht DresdenTäglich juristische Top-MeldundenMehr Informationen zum NewsletterTop-MeldungenWeiteresSich mal einen kurzen Urlaub gönnenvon Alessandro Fuschi / SoWhy Not?Der / das / die Schrisa ist angekommenvon Udo Vetter / LawBlogAuch klagefreudige Hartz-IV-Bezieher haben Anspruch auf Urlaubvon Thorsten Blaufelder / Kanzlei BlaufelderRegensburgs Oberbürgermeister verhaftetvon Bernhard Schmeilzl / RechthaberEiner der größten Verhandlungsfehlervon Gerfried Braune / Recht & MediationAls nächstes lesen - bislang 91 Leser:Wenn ein „Aushilfslehrer“ einem Schüler „eine knallt“, oder: ...