Source: https://www.peterlang.com/view/9783631794371/chapter02.xhtml
Timestamp: 2019-08-18 11:57:46
Document Index: 364928682

Matched Legal Cases: ['§ 216', '§ 217', '§ 1901', '§ 1901', '§ 216', '§ 217', '§ 217', '§ 217', '§ 217', '§ 217']

Zweites Kapitel: Rechtliche Grundlagen der Sterbehilfe bei Volljährigen : Die rechtlichen Rahmenbedingungen der Sterbehilfe unter besonderer Berücksichtigung der Sterbehilfe bei Minderjährigen
Niemand fragt, ob man geboren werden möchte. Hat der Mensch dann immerhin das Recht, frei über sein Ableben zu entscheiden?
Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Warszawa, Wien, 2019. 182 S.
Erstes Kapitel: Sterbehilfe bei Volljährigen
A. Überblick zur Sterbehilfe bei Volljährigen
Zweites Kapitel: Rechtliche Grundlagen der Sterbehilfe bei Volljährigen
A. Die bestehende deutsche Rechtslage zur Sterbehilfe bei Volljährigen
B. Rechtsvergleichende Betrachtung mit ausgewählten europäischen Ländern
C. Stellungnahme zur Sterbehilfe bei Volljährigen
Drittes Kapitel: Sterbehilfe bei Minderjährigen
A. Gesetzlicher, ethischer und psychologischer Konflikt
B. Der Fall „Hannah Jones“
C. Sterbehilfe bei Minderjährigen in Deutschland
D. Sterbehilfe bei Minderjährigen in den Niederlanden und Belgien
E. Rechtsvergleichende Betrachtung der deutschen mit der niederländischen und belgischen Rechtslage
F. Resumé des Falles Hannah Jones
Viertes Kapitel: Gesetzentwurf zur Regelung der Sterbehilfe unter Einbeziehung der Sterbehilfe bei Minderjährigen
A. Stellungnahme zur Sterbehilfe bei Minderjährigen
B. Gesetzentwurf zur Regelung der Sterbehilfe unter Einbeziehung der Sterbehilfe bei Minderjährigen
C. Begründung der Gesetzentwürfe
Anhang: Ausgewählte Gesetze im Zusammenhang mit Sterbehilfe
Gibt es das „Recht zu sterben“? Um den vorangestellten Überblick der unterschiedlichen Sterbehilfeformen in einen rechtlichen Kontext zu bringen, muss nun die bereits bestehende Rechtslage betrachtet werden. Welche Sachverhalte wurden bisher bedacht und welche Lücken hat der Gesetzgeber gelassen? Da es in Deutschland kein Medizinrechtsgesetz gibt, führt nur die Gesamtschau verschiedener Gesetze und Regelungen zur rechtlichen Ausgestaltung der Sterbehilfe. Zentrale Bedeutung erlangen dabei die Vorschriften des Betreuungsrechts, § 216 StGB sowie der im Dezember 2015 in Kraft getretene § 217 StGB. Daneben sind Vorschriften im Berufsrecht der Ärzte und der Berufsordnung der Ärztekammern ausformuliert.
Die Vorschriften zur Patientenverfügung in den §§ 1901a ff. BGB traten am 1. September 2009 in Kraft. § 1901a Abs. 1 BGB führt die Patientenverfügung als Rechtsinstitut ein126, wodurch dem entscheidungsfähigen Patienten zugestanden wird, sein Selbstbestimmungsrecht aktuell und auch künftig durch eine vorausschauende Verfügung selbst auszugestalten. Das heißt, der entscheidungsfähige Verfasser einer Patientenverfügung kann einen Behandlungsrahmen für die Anwendung der passiven und indirekten Sterbehilfe, für den Fall seiner Entscheidungsunfähigkeit, festlegen. Abs. 1 enthält eine Legaldefinition, anhand derer sich feststellen lässt, ob eine Patientenverfügung vorliegt: „Hat ein einwilligungsfähiger Volljähriger für den Fall seiner Einwilligungsunfähigkeit schriftlich festgelegt, ob er in bestimmte, zum Zeitpunkt der Festlegung noch nicht unmittelbar bevorstehende Untersuchungen seines Gesundheitszustands, Heilbehandlungen oder ärztliche Eingriffe einwilligt oder sie...
I. Der Fall „Vincent Humbert“
II. Abgrenzung verschiedener Formen der Sterbehilfe
2. Beihilfe zur Selbsttötung
III. Alternativen zur Sterbehilfe
1. Sterbebegleitung
2. Hospiz- und Palliativversorgung
b) Palliativmedizin
c) Hospizbetreuung
3. Terminale Sedierung
4. Gesetz zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung
5. Fazit zu den Alternativen der Sterbehilfe
II. Verbot der Tötung auf Verlangen gem. § 216 StGB
III. Die Rolle des § 217 StGB in der Sterbehilfedebatte
1. Darstellung des § 217 StGB
2. Kritik am § 217 StGB
a) Notwendigkeit des § 217 StGB
b) Dogmatische Kritik am § 217 StGB
3. Zusammenfassende Stellungnahme
IV. Berufsrecht und Berufsordnung der Ärzte
I. Die polnische Rechtslage
II. Die schwedische Rechtslage
III. Die schweizerische Rechtslage
IV. Die luxemburgische Rechtslage
V. Die niederländische Rechtslage
VI. Die belgische Rechtslage
VII. Der Fall „Vincent Humbert“ unter Berücksichtigung der französischen Rechtslage
1. Die französische Rechtslage
2. Rechtliche Einordnung des Handelns der Marie Humbert
I. Stellungnahme zum assistierten Suizid
II. Stellungnahme zur aktiven Sterbehilfe
III. Lösungsansätze für ein Sterbehilfegesetz
I. Lebensbegrenzende Krankheitsbilder
II. Darstellung der deutschen Rechtslage
1. Ausdrückliche gesetzliche Berücksichtigung Minderjähriger
a) Gesetzliche Grundlagen für die medizinische Forschung an Minderjährigen
aa) Arzneimittelgesetz
bb) Medizinproduktegesetz
cc) Ethik-Kommissionen
b) Anwendung des Transplantationsgesetzes bei Minderjährigen
c) Medizinische Behandlungen unter Beachtung der elterlichen Sorge
d) Berücksichtigung in den Grundsätzen der ärztlichen Sterbebegleitung
e) Bedeutung der Gesetze für die Sterbehilfe bei Minderjährigen
2. Übertragbarkeit der Gesetze für Voll- auf Minderjährige
a) Schwangerschaftsabbruch bei Minderjährigen
b) Patientenverfügungen von Minderjährigen
III. Alternativen zur Sterbehilfe bei Minderjährigen
1. Stationäre und ambulante Kinderhospizversorgung
2. Pädiatrische Palliativmedizin und spezialisierte ambulante pädiatrische Palliativversorgung
3. Pädiatrische terminale Sedierung
I. Die niederländische Rechtslage
II. Die belgische Rechtslage
I. Beginn der Volljährigkeit
II. Sterbehilfe als Straftat
III. Passive und indirekte Sterbehilfe
IV. Die Patientenverfügung
V. Die Kommissionen in den Niederlanden und Belgien
VI. Zeitpunkt der Gewährung von Sterbehilfe
VII. Sterbehilfe bei psychischen Erkrankungen und Demenz
VIII. Einordnung der Todesursache nach Sterbehilfe
IX. Fazit des Vergleichs der deutschen mit der niederländischen und belgischen Rechtslage
I. Erfordernis der Legalisierung des assistierten Suizids und aktiver Sterbehilfe bei Minderjährigen
II. Stellungnahme zum assistierten Suizid
III. Stellungnahme zur aktiven Sterbehilfe
IV. Stellungnahme zu den Alternativen
I. Gesetzentwurf zur Änderung des StGB
II. Gesetzentwurf „Gesetz über die medizinische Behandlung am Lebensende“
III. Gesetzentwurf zur Änderung des Patientenverfügungsgesetzes
IV. Entwurf zur Änderung der Musterberufsordnung für Ärzte und Ärztinnen
I. Begründung zu B I.
II. Begründung zu B II.
III. Begründung zu B III.
IV. Begründung zu B IV.