Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OVG%20Sachsen&Datum=22.01.2013&Aktenzeichen=1%20B%20376/12
Timestamp: 2019-11-21 14:26:58
Document Index: 340934441

Matched Legal Cases: ['§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 63', '§ 34', '§ 34', '§ 29']

OVG Sachsen, 22.01.2013 - 1 B 376/12 - dejure.org
https://dejure.org/2013,922
OVG Sachsen, 22.01.2013 - 1 B 376/12 (https://dejure.org/2013,922)
OVG Sachsen, Entscheidung vom 22.01.2013 - 1 B 376/12 (https://dejure.org/2013,922)
OVG Sachsen, Entscheidung vom 22. Januar 2013 - 1 B 376/12 (https://dejure.org/2013,922)
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BauGB § 34 Abs. 1 S. 1 und S. 2
Beziehen des im Begriff des "Einfügens" i.S.v. § 34 Abs. 1 S. 1 BauGB verankerten Rücksichtnahmegebots auf die dort aufgezählten Kriterien wie Art und Maß der baulichen Nutzung, Bauweise und Überbau der Grundstücksfläche; Stützen eines Nachbarrechtsbehelfs auf ...
BauGB § 34 Abs. 1 S. 1, 2; SächsBO § 63
Ortsbild beeinträchtigt: Kein Nachbarrechtsbehelf!
Nachbar kann nicht gegen die Beeinträchtigung des Ortsbildes vorgehen! (IBR 2013, 308)
VG Leipzig, 05.11.2012 - 4 L 264/12
DÖV 2013, 397
Bei der vorzunehmenden Würdigung der gegenseitigen nachbarlichen Interessen ist zu berücksichtigen, dass im unbeplanten innerstädtischen Bereich - wie hier - stets damit gerechnet werden muss, dass Baulücken durch Gebäude geschlossen werden, deren Höhe und Bauweise sich an der in diesem Bereich vorherrschenden und städtebaulich prägenden Bebauung orientiert (SächsOVG, Beschl. v. 22. Januar 2013 - 1 B 376/12 -, juris Rn. 22).
28 Der Senat weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass bei der Würdigung der gegenseitigen nachbarlichen Interessen zu Lasten der Antragsteller zu berücksichtigen ist, dass im unbeplanten innerstädtischen Bereich stets damit gerechnet werden muss, dass Baulücken durch Gebäude geschlossen werden, deren Höhe und Bauweise sich an der in diesem Bereich vorherrschenden und städtebaulich prägenden Bebauung orientiert (SächsOVG, Beschl. v. 22. Januar 2013 - 1 B 376/12 -, juris).
Ein Nachbarantrag kann grundsätzlich bereits nicht auf eine Beeinträchtigung des Ortsbildes i. S. v. § 34 Abs. 1 Satz 2 BauGB (vgl. BVerwG, Beschl. v. 13. November 1997 - 4 B 195.97 -, juris; Senatsbeschl. v. 22. Januar 2013 - 1 B 376/12 -, juris Rn. 18 und v. 10. Juli 2012 - 1 B 158/12 -, juris Rn. 10), eine Beeinträchtigung der Landschaft oder das Entstehen einer Splittersiedlung gestützt werden, denn der Drittschutz ist auf das in § 34 Abs. 1 Satz 1 BauGB verankerte Rücksichtnahmegebot beschränkt, das hier nicht - auch nicht durch eine Bebauung in zweiter Reihe erschlossen über die P. Straße - verletzt ist.
VG Dresden, 28.06.2016 - 7 L 182/16
Baugenehmigung für Gebaeude im Rahmen der Hafencity Dresden gestoppt
aa) Ein Nachbar kann die erteilte Baugenehmigung nur in dem Umfang angreifen, wie die als verletzt gerügte Norm zum Prüfungsumfang der Bauaufsichtsbehörde gehört (st. Rspr. des SächsOVG; vgl. etwa Beschl. v. 22.1.2013 - 1 B 376/12 - m.w.N.) und zumindest auch dem Schutz des Nachbarn zu dienen bestimmt ist, mithin drittschützende Wirkung hat (sogenannte Schutznormtheorie;… vgl. Reidt in: Battis/Krautzberger/Löhr, Komm. zum BauGB, 12. Aufl. 2014, Vorb §§ 29-38 Rn. 16 m.w.N.).