Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NVwZ%201993,%2076
Timestamp: 2019-03-20 06:02:46
Document Index: 90035210

Matched Legal Cases: ['§ 49', '§ 48', '§ 49', '§ 49', '§ 35', '§ 23', '§ 37']

OVG Nordrhein-Westfalen, 04.02.1992 - 5 A 1320/88 - dejure.org
OVG Nordrhein-Westfalen, 04.02.1992 - 5 A 1320/88
Bewilligung; Prämie; Filmförderungsrichtlinie; Gefühlsklausel; Verfassungskonforme Auslegung; Werkgerechte Interpretation; Beurteilungsspielraum; Widerrufsvorbehalt; Nebenbestimmung
VG Köln, 25.02.1988 - 6 K 6111/85
NJW 1993, 1494 (Ls.)
NVwZ 1993, 76
ZUM 1993, 103
OLG Düsseldorf, 21.07.2006 - 3 Kart 289/06
Vattenfall muss die Kürzung der Netzzugangesentgelte vorläufig hinnehmen
Dies gilt sogar dann, wenn die Behörde, die den späteren Verwaltungsakt erlassen hat, sich des Widerspruchs nicht bewusst war, aber dem neuen Verwaltungsakt mit hinreichender Deutlichkeit entnommen werden kann, dass mit ihm die ursprünglich zuerkannte Rechtsposition entzogen werden soll (vgl. OVG Münster NVwZ 1993, 76).
Denn nach rechtmäßiger Aufhebung des Negativattests in der Bescheinigung vom 26.03.2003 wird den Klägerinnen durch die in die Bescheinigung vom 13.03.2006 - ergänzend -aufgenommene Feststellung der Zuschussgewährung keine - noch bestehende - zuerkannte Rechtsposition entzogen (vgl. hierzu BVerwG, Urteil vom 15.04.1983 - 8 C 170.81 -, NVwZ 1983, 612; Urteile vom 02.09.1999 - 2 C 22.98 u. 2 C 23.98 -, NVwZ-RR 2000, 233 u. 367; OVG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 04.02.1992 - 5 A 1320/88 -, NVwZ 1993, 76).
Denn sonst würden die differenzierten Regelungen über den Widerruf rechtmäßig erlassener Verwaltungsakte nach § 49 Abs. 2 Satz 1 VwVfG unterlaufen (vgl. BVerwG…, Urteil vom 9. Dezember 2015 - 6 C 37/14 -, BVerwGE 153, 301, juris Rn. 20; ähnlich bereits OVG NRW, Urteil vom 4. Februar 1992 - 5 A 1320/88 -, juris Rn. 71: "... dass ein umfassendes Absichern der Rechtswidrigkeit eines Bewilligungsbescheids durch einen Widerrufsvorbehalt [...] unzulässig ist").
Indes ist anerkannt, dass die Behörde im Fall rechtswidriger Verwaltungsakte nicht nach § 48 VwVfG vorgehen muss, sondern auch (erst Recht) nach § 49 VwVfG vorgehen kann (vgl. etwa BVerwG, Urteile vom 14. Dezember 1989 - BVerwG 3 C 30/87 -, NJW 1991, 766 , und vom 21. November 1986 - BVerwG 8 C 33/84 -, NVwZ 1987, 498 f.; OVG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 4. Februar 1992 - OVG 5 A 1320/88 - NVwZ 1993, 76 ;… Ramsauer, in: Kopp/ders., VwVfG, 17. Aufl. 2016, § 49 Rn. 12 m.w.Nachw.).
vgl. zum sogenannten vorläufigen Verwaltungsakt BVerwG, Urteil vom 14. April 1983 - 3 C 8.82 -, BVerwGE 67, 99 (100 ff.); OVG NW, Beschluß vom 31. August 1993 - 25 A 2105/90 -, NWVBl. 1994, 107 (108); Urteil vom 4. Februar 1992 - 5 A 1320/88 -, NWVBl. 1992, 279 (280); Urteil vom 28. September 1990 - 15 A 708/88 -, NVwZ 1991, 588 (589); Stelkens/Bonk/Sachs/Leonhardt, Verwaltungsverfahrensgesetz, 4. Aufl., § 35 Rn. 156 f.
OLG Düsseldorf, 21.07.2006 - 3 (Kart) 289/06
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Dies ergibt sich mit der erforderlichen hinreichenden Deutlichkeit (vgl. § 37 Abs. 1 VwVfG NRW), vgl. hierzu: BVerwG, Urteil vom 9. Mai 2012 - 6 C 3.11 -, BVerwGE 143, 87 = juris, Rn. 21; OVG NRW, Urteil vom 4. Februar 1992 - 5 A 1320/88 -, NVwZ 1993, 76 = juris, Rn. 11 ff., sowohl aus dem Betreff ("vorläufige Festsetzung des Aufstockungsbetrags") als auch aus der Begründung des Bescheids ("Da zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschließend bestimmbar ist, ob bzw. in welcher Höhe im Bezugszeitraum anrechenbare Einkünfte erzielt werden, wird der Aufstockungsbetrag vorläufig unter dem Vorbehalt der späteren endgültigen Festsetzung als Vorschuss gezahlt. Die endgültige Festsetzung des Aufstockungsbetrags erfolgt nach Vorlage geeigneter Einkommensnachweise rückwirkend für den Bezugszeitraum.").