Source: http://jugendschutz.li/finnland.html
Timestamp: 2019-09-15 13:56:43
Document Index: 214317403

Matched Legal Cases: ['§ 24', '§ 24', '§ 24', '§ 15', '§ 15', '§ 16', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 11']

Finnland - Jugendschutz Liechtenstein
Regelung zum gesetzlichen Jugendschutz in Finnland (2009)
Gemäß Lastensuojelulaki 13.4.2007/417 (Kinderfürsorgegesetz 13.4.2007/417 [Übers. v. Verf.]), ist ein Kind eine Person unter 18 Jahren und als »junge Person« werden diejenigen unter 21 Jahren bezeichnet. Entsprechend Finish Youth Act 72/2006 (Jugendgesetz 72/2006 [Übers. v. Verf.]) sind Jugendliche Personen unter 29 Jahren.
Nach Alkoholilaki 1143/1993, § 24 (§ 24 Alkoholgesetz 1143/1993 [Übers. v. Verf.]), ist Personen unter 16 Jahren der Aufenthalt in Bars und Nachtklubs, in denen Alkohol ausgeschenkt wird, nicht gestattet.
Der Verkauf hochprozentiger alkoholischer Getränke ist für Personen unter 20 Jahren verboten. Personen ab 18 Jahren können »leichte alkoholische Getränke« erwerben (§ 24 Alkoholgesetz).
Gemäß dem Arpajaislaki 1047/2001, § 15 (§ 15 Lotteriegesetz 1047/2001 [Übers. v. Verf.]) ist Personen unter 18 Jahren der Besuch öffentlicher Spielhallen verboten. Jugendliche unter 15 Jahren dürfen nicht an Spielautomaten spielen. Sollten sie von einem erwachsenen Familienmitglied begleitet werden, ist ihnen das Spielen erlaubt. Spielautomaten sollten an überwachten Plätzen aufgestellt werden (§ 16 Lotteriegesetz).
Es gibt keine Regelung über das Rauchen von Kindern und Jugendlichen in der Öffentlichkeit. Entsprechend Laki toimenpiteistä tupakoinnin vähentämiseksi 13.8.1976/693, § 10 (§ 10 Gesetz vom 13.8.1976/693 über Maßnahmen zur Reduzierung des Rauchens [Übers. v. Verf.]), ist der Verkauf von Tabakwaren an Minderjährigen jedoch verboten.
Der Zugang ist Kindern und Jugendlichen erlaubt. Es gibt keine allgemeingültigen Programme, die Kinder und Jugendliche vor gefährlichen Seiten im Internet schützt. Das Programm »Finnish Internet Awareness« ist Teil des europäischen Netzwerkes insafe für ein sicheres Internet. Das Programm setzt sich mit zahlreichen Aktivitäten wie Kampagnen, Schulungen oder einer Hotline für eine sichere Nutzung des Internets ein. Ziel ist es unter anderem eine Helpline für Kinder einzurichten, unter der sie Erfahrungen austauschen können und Unterstützung bei Problemen erhalten.
Gemäß Järjestyslaki 612/2003, § 10 (§ 10 Gesetz über die öffentliche Ordnung 612/2003 [Übers. v. Verf.]) sind das Tragen und der Besitz von Waffen, die anderen Personen schaden können, in der Öffentlichkeit verboten. Die Abgabe von Luftgewehren und Harpunenkanonen an Minderjährige ist ohne die Einwilligung eines Erziehungsberechtigten nicht erlaubt (§ 11 Gesetz über die öffentliche Ordnung). Nach zwei Schießereien an finnischen Schulen wurden Änderungen in der Waffenverordnung gefordert. Die Änderungen werden voraussichtlich im Frühjahr 2010 beschlossen:
Die Vorrunde über die Verschärfung des finnischen Waffengesetzes ist nahezu abgeschlossen. Es ist geplant, dass es zu erheblichen Einschränkungen in Bezug auf den Kauf von Handfeuerwaffen (Pistolen, Kleinkaliber-Pistolen, Revolver, Kleinkaliber-Revolver) kommen soll. In Zukunft soll eine Handfeuerwaffengenehmigung ausschließlich bei Personen bewilligt werden, die 20 Jahre alt ist und seit mindestens 2 Jahren das Schießen als Mitglied einen Schützenvereines übt.
In Zukunft können Genehmigungen für Jagdwaffen Personen ab 18 Jahren bewilligt werden. Mit Zustimmung der Eltern oder erziehungsberechtigten Personen können Kinder ab 15 Jahre eine parallele Genehmigung für Schrotflinten, Gewehre oder Kleinkalibergewehre zum Zwecke der Jagd, des Zielschießens oder Schießübungen erhalten.
Mehr Informationen auf der Internetseite des Innenministeriums: http://www.intermin.fi
Jugendliche ab 14 Jahren (es ist auch ausreichend, wenn sie im selben Jahr 14 Jahre alt werden) können vorübergehend angestellt werden. Diese Arbeit kann maximal 6 Monate dauern und sollte, sofern möglich, in den Schulferien verrichtet werden. Jugendliche können auch neben der Schule arbeiten gehen. In diesem Fall sollte die Arbeit „leicht“ sein und nur für einen kurzen Zeitraum andauern. Es bestehen keine Möglichkeiten betreffend »Working Holiday«. Finnische Arbeitsämter sind Teil des »EURES Beschäftigungs-Austausch-System« (EURES employment exchange system) der Europäischen Kommission. Das Programm bietet Beratung, Information und eine BeschäftigungsAustausch-Dienstleistung für diejenigen an, die Jobs im europäischen Ausland suchen. Es beinhaltet ebenso ein Forum, in dem Arbeitgeber offene Stellen ausschreiben. http://ec.europa.eu
Tel.: +358 9 622 95 00
Fax: +358 9 622 95 050
http://www.lskl.fi (Finnischer Zentralverband der Kinderfürsorge)
http://www.lapsiasia.fi (Büro des Ombudsmannes für Kinder)
http://www.mll.fi (The Mannerheim League for Child Welfare)
www.finlex.fi (Gesetze)
http://www.eda.admin.ch/eda/en/home/reps/eur/vfin/repfin.html