Source: http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/16936,20.html
Timestamp: 2019-07-16 04:59:45
Document Index: 147185826

Matched Legal Cases: ['§ 973', '§ 667', '§ 985', '§ 985', '§ 977', '§ 973', '§ 822']

Bitte helft Problem Hausarbeit - Schuldr. BT2-SachenR 1
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Verfasst am: 14 März 2005 - 20:19:19 Titel:
Kommt mir das nur so vor oder scheint die HA recht kurz zu sein?meine Lösungsskizze:
1.GoA 677,667
-Meinungsstreit zu 974, danach B nicht ET, also (-)
2.985 (-), da recht zum Besitz ->keine VL
folglich keine Ansprüche
1.985 hinsichtlich des Hundes (+)
2.C wird ET an den Welpen, da 955
nichts, da C ET
833, dazu Meinungsstreit
861 (+)
Hab ich was vergessen oder überseh ich was wesentliches, mit der Skizze komm ich vielleicht auf 15 Seiten oder so...
Verfasst am: 22 März 2005 - 12:10:57 Titel:
warum hast du den Streit bezüglich §§ 973; 974 denn unter Herausgabe des Erlangten nach §§ 667, 677 gepackt?? gehört das nicht erst zu § 985???
MehBier
Verfasst am: 22 März 2005 - 14:17:34 Titel:
Hallo liebe Kessel-Schmidt geschädigten,
mal etwas ganz prinzipielles: Bei A gegen B, warum prüft ihr die GOA ??? Wie schon zutreffend festgestellt ist das Fundrecht ein Sonderfall der GOA, steht aber im Sachenrecht. Den Lösungsweg über die GEO habe ich zwar wahrgenommen, dann aber verworfen, weil ein möglicher Herausgabeanspruch über 985 lösungstaktisch irgendwie logischer erscheint. in der Bibo gibt´s dazu ua ein buch von anna derday, die das problem ganz gut erfasst. Naja, bei mir war´s jedenfalls so, dass ich dann einfach mal nach ähnmlichen fällen im netz gesucht habe...aus ag´s etc: Von denen die ich gefunden habe sind alle über den 985 gegangen und haben wenn überhaupt die GOA ganz kuz angesprochen....vgl auch den viel diskutierten Jungbullenfall !!!!
Zu A gegen C wegen den Welpen:
Ich stimme eigentlich weitesgehend mit euch überein, komisch finde ich aber, dass im Sachverhalt extra der Kram mit den 500 € steht; außerdem finde ich das Zeitungsinserat ist ein Wink mit dem Zaunpfahl: Wenn etwa schadensersatzansprüche bestehen, dann 500 € minus die entstandenen Kosten, d.h. ein weiteres Punktebringendes Problem in der HA...........
Verfasst am: 22 März 2005 - 16:08:59 Titel:
entschuldige, aber der "jungbullenfall" hat ja gar nichts, aber auch rein gar nichts mit dem Sachverhalt geschweige denn dem Lösungsschema besagter Hausarbeit zu tun.
Der Weg über die GoA musste eingeschlagen werden, weil GoA immer vor dinglichen Ansprüchen geprüft werden muss.
Da bringts auch nix wenn es einfacher erscheint, die GoA als Teil des § 985 zu erläutern.
Verfasst am: 23 März 2005 - 15:16:57 Titel:
Der Jungbullenfall wird in solchen Fällen wie dem vorliegendem immer als Schuldbeispiel genannt, weil gerade zusammenhänge bestehen. Und mit der Anwendbarkeit der GOA ist das eine Sache für sich - man kann sie anwenden, muss sie aber nicht anwenden - auch ein Herausgabeverlangen über 985 ist möglich, weil das Fundrecht zwar ursprünglich als sonderform der GOA gehandhabt werden sollte, aber nicht umsonst systematisch ins Sachenrecht eingegliedert worden ist. Darüber hinaus müsste man in einer Hausarbeit dann auch noch den 985 neben der GEO prüfen, falls möglich (ist das möglich???)...da hätte ich nicht mehr den Platz zu, weil ich jetzt schon 27 Seiten habe.
Aber wie macht ihr das denn mit den Welpen ??
Läßt man den 955 durchgehen hat A wegen der gutgläubigkeit null ansprüche !!?? Kann das ein billiges Ergebnis sein ?? Ich glaube nicht. Andererseits kann ich mich wirklich nicht für die Anwendbarkeit des 935 auf 955 durchringen. Auch wenn die Welpen beim Entlaufen schon angelegt waren, so schlagen doch die Arbumente der h.M. durch; im übrigen vertritt nur die "alte Garde" die Anwendbarkeit des 935....????
Verfasst am: 23 März 2005 - 15:27:17 Titel:
Ach ja, es gibt übrigens eine Examensklausur die dem Teil A gg. B entspricht, wo es sich aber um Pferd und Pfohlen dreht: Hier wenden die 985 direkt an ohne auf die GEO auch nur nennenswert einzugehen. Wie gesagt, man kann´s warscheinlich machen wie man will.
Übrigens wegen der Kürze der Arbeit, den 977 solltet ihr auf jeden Fall noch prüfen !!!
Verfasst am: 23 März 2005 - 23:58:18 Titel:
Warum soll ich den § 977 BGB prüfen, wenn A das Eigentum überhaupt nicht verliert. Das macht doch keinen Sinn?
Meh Bier
Verfasst am: 26 März 2005 - 12:33:47 Titel:
Warum soll B denn nicht das Eigentum erwerben. Les 973 mal in direktem Zusammenhang mit 974: der 974 soll den Schwebezustand des 973 bei bekanntwerden eines Empfangsberechtigten verkürzen und rechtssicherheit schaffen. Eine dreiwöchige Frist ist im Verhältnis zu den sechs Monaten des 973 doch mehr als angemessen und es geht i.Ü. doch auch nicht um 10000e von €. A könnte verschiedene Arten der Forderungsbegleichung wählen...beispielsweise sollte eine Ratenzahlung durchaus vereinbar sein. Wie gesagt, drei Wochen reichen voll und ganz, zumal A bereits vorher Zeit hatte sich seines Vorgehens bewußt zu werden (das könnte man hier durchaus berücksichtigen)...
Verfasst am: 26 März 2005 - 19:58:53 Titel:
Falls du noch nicht die anderen Beiträge gelesen haben solltest, solltest du dieses tun. Es gibt einen Meinungsstreit, ob der Finder das Eigentum vor Ablauf der sechs Monate des § 973 werden kann. Und dann ist B nicht Eigentümer des Hundes.
Verfasst am: 31 März 2005 - 14:18:49 Titel:
bei 833 könntest du einen streit über die kausalität zwischen welpen gekläffe und sturz anstellen.
bezüglich des schenkens -also anspruch gegen D- habe ich noch nichts, ausser dem satz "hat keinen anspruch" . vielleicht wäre aber an § 822 zu denken.
ich hätte da auch mal eine frage, an alle, die wie ich zuerst den anspruch des A auf herausgabe des erlangten aus berechtigter GoA geprüft haben,
was macht ihr bei dem prüfungspunkt "ohne auftrag oder sonstige berechtigung"???? der fund begründet doch ein rechtsverhältnis??
könnte mir das bitte bitte jemand beantworten? danke