Source: https://digi.bib.uni-mannheim.de/periodika/reichsanzeiger/ocr/film/tesseract-4.0.0-20181201/164-9572/0380.hocr
Timestamp: 2020-01-20 07:05:37
Document Index: 126336555

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§8', '§8', '§ 3', '§ 1', 'Art. 1']

1918 / 40 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger)
1918 / 40 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff
den Verordnungen vom 26. November 1914 (RGBI. S. 487) und 10. Februa: 1916 (RGBRl. S. 89) ist nach Zustimmung des Herrn Reichskanziers über die offene Handelsgesellschaft König Medicine & Co. in Fcaakfurt a. M., T unusft aße 40, die Zwangoverwaitung angeordnet Verwalter: Heir Eugen Scherter in Frankfurt a. M., Lichtenbe1 straße 11) Berlin, den 9 Februar 1918 Der Minister für Handel und Gewerbe. J. A: Lufensky:
Die Liquidation des in Deutschland befindlichen Ver- mögens der Liebig Extract of Meat Company Lid. in Londoa ist beendet.
Beriin, den 11. Februar 1918.
BekanntmatGung
Das georn den Händler Christian Müller in Hagen, Kampttrafie N“. 5, unterm 9. Januar d. I. erlassene Handels8- verbot wird h'eiwit aufgeboben.
Hagen, den b. Fedruar 1918,
Die Poltzeivezwaltung. I. V.: Wortmann.
BekanntmacktGung:
Auf Grund der BekanntmoEung iur Fernbaltung unzuverTläsfizer
ersouen vom Handel vom 23. September 1915 (RGBl. S. 603) ab- ich dem Koufmann Mo')es Steinberg in Berlin, Kaiser Wilb lm'itraße 23, dur@ Veriügung vom heutigen Tage den pandel mit Gegenständèén des täglthen Be- MNEEE En Unzuverläsßgkeit in bezug auf diefen Handelsbetrieb untersa.
Berlin-S{hsöneberg, den 8. Februar 1918,
Der Polizeipräsident zu Berlin. Kriegswucheramt. J. V. : Machatius,
Gemäß § 1 Abs. 1 urd 2 der Verordnung des Bundedrats vom 23. S ptemrer 1915 (N SBl. S. 603) über die Fernbaltung urzu- verlässiger Perso:ea vom Ha del habe ih dem Kausmann Huao Nl, ceboren am 4, Mär: 1866 tin Nem'chetd, bter, Düfs-[îtr. 56, wobnhaft, die Ausübung jeden Handels mtt Gegenständen des täg!ihen Bedarfs und des Kriegébedar!s, insbe)or dere mit Nabru' g8- und Genußmitteln, für das gesamte Neichs- gediet verboten.
Düffeldorf, den 9. Februar 1918. Die Poltzriverwaltung, Der Oberbürgermeister.
Békanntma@Gung
Auf Grund der Bundekrazteverordnung vom 23. September 1915, betr-fend die Ferr hlung unzuverlösier Personen vom Handel RV Bl. S. 603), üt d-r Gewerbeinhabertn Anna Schaal tn Blei mio, E 8, der Dee mit Butter für te Oauer
teoes untersagt worden, Die Kosten dieser Veröffentli trägt Schzal, iti
Gleiwiß, den 9. F-*ruar 1918.
Die Poltzetverwaltuvog.
J. V.: Dr. Lebr.
I. A.: Dr. Gornik.
D-m ”äFerme'ster Alb-rt SHhwarie kt-r 1, B-igstreße Mr. 73, baben w'' he ite au! Gru: d d-r Nifairtmau g zur Fern- balt ‘n1 un uve lä fur P-rson- n bom Ordel v! 23, S-ptember 1915 den Haadel mt Bickvaren uno N.hl unteisagt.
Ha'barg, den 12. F bruar 1918.
Dte Poltzzttt:-fiior, Tilemann,
VLTAnni Rau
Dem M-iere b ge Brotz- Je ckwil'eite-un® er Mo'keret- besizerin Pa p-i. N2u Seil-n "# au Gr nd der Bind 8 a d- bro daun jur fend tin 14 »° lâ g Perfsoaen n m Ov dl vom 23. Septzmhe 19l5 (3K, S. 603) dec H !ndel mii Räs-, Butter und sonsttyen Molkeccie-zeugniisen untersagt werden.
Hetnrlchswalz»e, d-n 11. Februar 1918.
Der Lundrat and Vorsigende d 8 L'eiga\ch 1}e8.
Auf Brund der §8 3 urd 4 der Nurdetr t8yerordru a über den rin mit Taakwar-n v m 28 Jari 1917 (N 9 Al. S. 563) b ‘de i ie dem K1ufmann Frit Knoll in Büid , Herforde. stiaße N. 4, unter dem 22. Au.ust 1917 ert-ilt- Gilaubnis zum Handel mit Tabakwar-n zurückgenommen und thm de: Verkauf vón Tabakwaren unm tt 1bar aa den Verbaucder untersagt. — Die Konten der amn lih-n Bkn mah ng dieser Verfügung im Riichsanzeiger und im hiesizen Kceisblut siad von dem B tri fenen zu tcagen.
Heiford, den 8. Februar 1918,
Der Landratk. F. A.: Gróöóte.
Dr, Gelpke.
Auf Grund dzr §8 3 und 4 dec B ind-8rat8verordnung üher den Handel m t Tabak oa en vom 23. Zunt 1917 (KSBLl. S. 563) habe ih die den Schneieime-titer Auzust Kleinem-: ver in Bünde, Am Brunneu Nr. 8, unt-r dem 4. Auzust 1517 ertetilie Erlaubnis zum Handel mit Tabakwaren zurückgenommen und ihm den Verkauf von Tabakwaren unmtitr-lbac an den Verbraucher untersagt. — Die Kosten der am l chen B kanntmachung oteser Verfügung im Reichsanzeiger und im htefizen K.eisbtatt sind von dem Betroffenen zu tragen.
Herford, den 8. Februar 1918,
Der Landrat. J. A.: Grote.
Auf Brd der §§ 3 und 4 der Bund-8rat2verordnung über den Har del mit Tb k varen vom 28 Int 1917 (R ZBl. S. 563) habe ih die dem Z garr?entabr kanten Auguft Busing in Bünde, Brunnenallee Ne. 45, uter dem 4. Agusi 1917 erteilte Er- laubnis zum Havdel mit Tabakwaren zurück4enommen und ibm den Verkauf von Tabak varen unmittelbar an den Verbraugter untersagt. — Die Koften der cmtlihen Beklannt- maBun; dieser Verfügun1 im N ihzanz-iger und ia hiesizen Kreis- biati find von dem B troff nen iu trayen.
Der Lzndrat. F. A.: Grote
Bekanntmach ung-.
Auf Grund des & 69 der N ibszetretdeordrung vom 21, Junk 1917 (Nei ‘sey a1 S-it- 507) und der A»‘fuhru csanweisunzg tau von 7. Jt 1917 (#01 -rheilre u 29 Siuck ces Atintiss lt:ee von 1917) rann mir dec Aâf meter Pe er in Pren,lau, Kz -i-traß- 162 wob: haf!, dich W-fig n dom b-.t'ge Tage vom 13. d. M. ab de: ges=ten Betrisb wegen Un:uverlasßgk it in de Du:‘üdr-’ g set: ex Pfl'&trn, die ibm dur "ie Reihöueticid-orènu? g
o. durch ote Ker ieelretdecrdäuing und die dazu er! feu-n ide brung8anwetsängen auferlegi flod, geihloisen
Pceazlau, den 11. Æbruar 1918.
Die Polize'v.rwaliung. Dr. Schreiber,
BekanntmatSGung.
Dem Kaufmann Ber tholck JFilih soi? d:-}-n Ebefrau, en: v ueb. Ailsitüle-r, in Oiterf [*, Naftitraße 7, wohnbaft, s af Gr nd der Band fratsoerortnui g vom 23. Sept mbei 1915 (R ch -G veybiitt Seit- 603) uno der Ausiúhr.n,ganw ting vom 97, September 1915 der Handel mit jeglib-u HBegenständen deé 15 1lihen Bedarfs, also aub mit Marufaktur-, Weit- und Wollwaren all-r A t, w-gen Un iuverlassigkeit in b: zug auf di sin vandelebetiteb untersagt worden. — Züih tat die dur dis Vertabren v-ru:sahten baea Auslagen, t: sb. sondere die Bes übren ‘ür die im § 1 der obengenannten Verordnuag vorg: \hriebene ¿fentlihe Bekannt uahung, zu erftatien.
Recklinghausen, den 10. Februar 1918,
nas cus Dem
Auf Grurd der Bekann!macbung zur Fernhaltung unrzuver"ässiger Personen vom Handel vom 23. September 1915 habe 1ch dem Stlahtir und Koblenbändler August Fretmann in Gestorf durch Berfügzung vom heutigen Tue den Hand-1l mit Gegen- ständen des täglihen Bedarfs wegen Ünzupverlä sigkett in bezug auf dies:n Handelsbetrieb untersagt. °
Springe, den 2. Februar 1918.
Prenfen. Berlin, 15 Februar 1918.
In der heute unter dem Vorsiß des Koniglih Bayerischen Gesandten, EStaa srats Dr. Grafin von Lerchenfelds Koefering abgehaltenen Vollsizung des Bundesgrats wurde der Entwurf einer V rordnung über Erleicht-rung des Erlasses berufsgenosseuschafiliher Unfalloerhütungsvorschriften angenommen.
Die russische Regierung hatte die Absicht, alle in St. Pitersbuig befindlichen deut)hen Kriegs- und Zivil- gefangenen, auSuenommen die Jnoaliden, añgeblih wegen der E nährungs\chwierigkeiten, sofort nah dem Trotzki-Lager im Gouvernement Orenburg abzuschieven. Da die Aus- führung d eser Maß egel bei der in Rußland herrschenden allge- meinen Deso1 ganizat'o1 eine außerord: ntlih große Gefahr für die, Gefangenen mit sich g bracht häite, hat die in St. Peters- burg befindliche deúutshe Kommission, wie „Wolffs Tele- graphenbü o“ meldet, gegen die Transportierung der Gefangenen nah Orenburg den schärfsten Einspruch erhoben.
Bei Besprechung einer Reihe von Anträgen über land- wirtich 1ftlihe Fiagen und Vo!feernährurg in der Abgeor d- neteufammer füh te der Minister des Jnnern Dr. von Brettreich laut Bericht des „Wolffschen Teiegraphenbüros“ u. a. aus:
U ser Kindviebbe'a d ba! sid wäh'e d des Kri-ges im greßen und ganzen sebr y11 erbalten Zu dei nü'en Zett weren sich a e: o'e Verbältni tf une es V'ebstandes ri fo güa"ntg gyista 1ea. Die Dee8sir'at ny bat auß rordentli§ea B-dar! an RNa-bfte-, 10 daß wix obne otel mit der Dirahal ung der Vi h'ehiänre Somieri k tes bik mmen. Wir sino mit unseren Life unge. fü a3 Peer tedr a fk 1m Nü ande in tezuz auf Heu wie au mt en N'indo‘ebbe à den, bet eute en um etva 12000 S1ûck, bei d-en Schweinen um 20000 Stuck. Wr erh ite ä.llch T-el-- uramme von der N-itefl ich" U, aß wir den “t-fe: ungen nach- fommen sollen, son't œûrd-n uns einste Véarnbmen to Auésich! „estellt. Jh muß aub warne“ vor ever Uereiscäcung dei K 1- t ffel-eitäude. Mud unsece Vr tgetr-tdevorrâäte fn nicht fo daß wtr abi lut dis it r-ch en kónnei, daß vir nit ei - E mßigun.i der Natioren vornebm-n "fen, wern a ch dw ch den Frt dene!chluß wit der Ufraine die A sicht-n viell- iht beffer ge oden ind. We,en der Z kunt unerer V ehiuchi habe ih keine großen Be-nk-n. Es wird wohi ei ige Jahre dauern, bis œir diunit wieder in die Höbe kommen, Bet den Stwetien g bt es ziemlich ra‘ch. Die Roaterung wid ibr ms lichstce tao, um den Vit bb stand wieder in die Höhe zu bringen. Es kann fetie Nede daon fein, ‘aß das Durhbait n nicht mögli i11. Ich gla be auch, daß wir so ar um eine Grmäatgung der Fleis ation be umkommen und doß, wenn es notwendig werden sollte, andere Nahrungsmittel zum Aus.„letch zur Veifügung stehen.
Vaden. Der Staatssekretär des Reichéjusiizamts Dr. von Krause ist in Karlsruhe eingetroffen und gentern von Seiner König- lichen Hoheit dem Großherzog empfangen worden,
Oesterreich-Ungarn. Der Kaiser hat nah einer Meldung des „Wolffsche Telegraphenbüros“ folgende Kundgebung erlassen: A
Daub Wi B ges E b
ank Gottes gnädtgem ande haben wir mit dex Ukraine Frieden g {lo} n. Unsere siegrethen Waffen und unsere mit un- be drossener A dauer v-rfolgte aufcichtige Friedenspolitf bab-n die erste Fiuuht des um m.sere Grhaltung geführten Verreidigungskampfes grititigt. Im Vereine mit meinen \{chwer geprüften Völkern ver- traue ich darauf, ' daß nach dem erflen für uns so er- freulihen Fri-densfchlufse balo der allgemeine Friede der leidenden Men'chdeit g-gönnt sein werde, Unter dem Eindruke dieses Fri-dens mit der Ukcaine werdet si unser Blick voll Sympathie jenem ftrebsamen jun 1en Volke zu, in deffen H-rien zuerst unter unseren Gean-rn das Gefühl der Näcbsterliebe wi f'am wurde vnd welches noch in zah!r iden Shlabten bewiesener Tapfe:k- t auch dazu gee nügende E ts{chiosse-h it b: faß, um feiner besonderen Reberzzugung vor aller W-lt dur die Tat Au9d'uck iu ve-l-ihen. So \chtied es denn als erstes aus dem Buger unserer Feinde aus, um im Fnieresse
Zi-les seine Beftrebungen mit unserer Kraft zu vereinen. Habe ih wih sdhon vom ersten Augenblicke on, als ich den Thron meiner erlauch!cn Vorfabren besitea, eis ueföbit mit meinen Völkern in dem te \-: festen Ensblusse, en uns aufgediärgten Kar p! vis zur Er, reibung etnes ebrenbafte: Friedens au/zufewien, so tüble ich mch um'om hr eins mit ihnen in di-ser Stunde, in welcer nunmebr der er è SYritt zur W-rwirklihang diejes Ziel8 er'ol,t ist Mit B- wande:ung und ltebevoller A: erkenzung füc ote fast übenm-nch'he Îvèdaur und uöbe gle lide Cprerreudigfeti meiner beltrentaften Truvpen sowi? j-ner, tie 1äzlid daheim nicht mind?re Aufovfer ung bekunden, blie ih voll Zuv-1sichi in eine nahe giüeiihe Zukunft. Der Allmöchtige fegne uns wetiec mit Kiait und Ausdauer, auf daß wir niht nur iûr uns und unsere treuen Ve: bündeten, fondern auch
für die ganze Véenihbe't den endgültigen Frieden erreichen. Am 12 Febzuar 1918, Kari m. p. Seidler 1m. p.
Der Kaiser hat ferner aus Anlaß der russischen Erklärung über die Beendigung des Kriegszustandes folgenden Armee- befehl erlassen:
Das zus che Millionenh-er gebt daan, die gegen die Monarchie erhobenen Waffen ntede'zulegen. Ih wll diese Stunde nicht chne ein Sed-nkwo:1 an weie Wehrmoct vorüberzieben lassen. Zch bl'cke vo: aßlem rüdsœau-nd af die s{we:en Wehen, tn denen O sterrei-Uayarn8 Str: i1kiâfie, geleitet von dén Segen8wün|h-n meines u: verge ßlichen Großob-ims, fast der g nz-nn Wicht deg ersten Rufi-nstwo mes zu widerstehen hatten. Alles, was sh in tem Zafamme wirka mit weren top'eren V:r- bündeten später erfülle, es zog seine Urkraft aus jener Feuerprobe. Zum Frübling von Gorlce und Tainow be- duifie es der s{chmerziihen Bluts1at, welche die ersten polnischen und gal'zishen S({lachten un» der er'te Ka: pathenwtrter in dite Erds gef-uft hatien, die Wied. reinnahme von L-mbe: g, die Erob-rurg von Imangorod und Bieit und die Abwehr von 1916, deren siegreichen Yueklang ih als Heerführer inmi-ten meiner Getieuen verbrin ea konnte, all diese Eriolge wen ohne dea Shwunz urd Dpfe mut jeuer Anfangtpe:iode kaum zu denken, Der große rusihe Zusamme:bruch hat seinen ersten A. seß am San und am Vuncj c erhalten. Diese E k-nntn!8 wird für alle Z ien zu den clänendsten U-berlteferungen der vaterländisher Geichichte gchdren. Noch ist dte Stunde nit da, in der ih meine Krie,„sieute : an den häuelthen Herd zurüdck:ufen kann, aber die Heimk-br wird fommen und dann mögen meine Völker aus den erhebenden Gr- inre.ungen an die Rahmestaten threr Söhne die K aft zum Wieder- aufoau und zu neuem Sedethen s{ôpfen. Gott sei mit e t
In einem Telegramm an den ges#käftsführend-n Viza präsidenten des H-rienhauses, Fürsten Fürstenbera, dankt der Kaiser dem Herrenbause für die ihm anläßlich des Friedens\hlusses an der Onfront zum Ausd vck gebrach en treuen Gefühle und für die von patriotisher Zuoei sicht er- füllten Glüfwünsche. An den P. äsidenten des Ubgeorduetens hauses Groß eraing ein Telegramm des Kaisers, wonach dieser die anläßlih der Beendigung des K'ieges an dec Ost- front dargebracten Glückwünsche mit lebhafter Befriedigung entgegengenommen hat und worin er den Abgeorneten für die patriotishe Kundaebuag herzlichsten Dank aus'pricht.
Der Kaiser empfing geste'n die Mitalied-r der öster- reihisch-ungarishen Abordnung in Brest-Litowsk.
— Einer Mi ldung des Ungarischen „Kor: espond nz- Bür os“ zufolge hat die aus 12 Viitaliedern bistehende Setenyi- Gruppe 1hren Eintritt in die Reg ierun gspartei eiklärt.
Grofzbritannien and FrlandD.
Der Jnteralliierte Rat für die Führung des Krieges und für F:nonzen hat scine F bruaisißung oorg: stern beendet. Wie das „RNeutersche Büro“ mitteilt, ww den die P1o4ramme für die E fordernisse im Februar und Mä'z von den Regie- rungen von Großb: itannien, Frankr eih und Jtalien vorgel gt und vom Rat eiörteit. Diese Programme umfassen Kredit- ansprüche an das Schayamt der Vereinigten Staaten in einem Umfange von ungefähr einer Milliarde Dollar.
— Jm Unterhause erw derte das Mitglied des Krie48- fabinetts Bonar Law, wie „Reuter“ meldet, auf verschiedene Kritiken an den Arbeitsleistungen der verschiedenen Verwaltungs8zweige, und gab ‘einize interessante Zahlen, die zeigen, was die verschiedenen Departements geleistet haben.
Uerver die Vibeit d'8 D.paitem:nis füc den rnattor alen Dien ft 1agte Bonar Law: 1917 nellte es in die Armee 820 645 reue Leute etn, und durch de Negterung8maschtnerie wurden tn der He mat 731 000 Männer und 804 000 Fiauen tin Diei st genommen, Zur Nabrungsm"'ttelerzeugung übergebe: d, sa.te er: Die
usutmenar der tim Jnlande m l yt-n Zahr erzeu.ten Z-reali-n bee Hu. 850000 Ton: en und wir exrzeuaten etnen befor der-n Vorrat von 3 M llionen Tonnen Ka t: ff ln. Un)er Ln» war das etinzi„e im KXrieye, wo keine Beim nderur g der Nabiunatmitt-lerieug "g einge- teien t. Im leyten Jahr wurde et e Million neuer Ac eë unter den Pfluz genommen. A fer der Zanabme der legtjäh tuen sind bereite in die'em Fabre 800 000 Acies mhr unter dea Pflug ge- n mmen word-n uno 400 000 meh: tn Schoiland und Jrlano. Die vesamiin Voâte an W tzea Ede Dezember leyten Jahres üder- \sœ1'tien in unserem Lante die von Gn e Dez: mber 1916 um ncht went, er als zwei Mill onen Quarters. Vom Munttionvdeyart!e- ment teute er mit: Un'-re Gesüge baben um 30 9/9 ju- genommen, und un}t-r- Flugz-uge find 1917 um tas Zwet- etnhalviade im Verlei mit dem Jahre 1916 v rmehrt worden. E! ift die Meinung geäußert worden, dß wir w-gen des Gintritts Ame ifas in den Krieg wentger Ausgaben haben sollten. Amerika hit nicht nur unseren Verbünd ten, son ern au uns selbst große Hilfe geleistet, woiür wir ihm nicht dankbar ge 19 sein Iöaren. Yber der Druck auf die Verbündeten tn'olye der 1. nue K iegedauer kat die auf ihren rubende Last sebr groß gemackt. freue mib ¡u jag n, daß unser Land imstande war, troy drs Bet- ftandes ‘Amerikas etntjen u-serer Veibürdeien Hilfe zu leisten, Bonar Lw {loß mit etner Verteidigung des gegenwärtigen Re„terurg8 ystems und einem Hinwe's, daß das Kriegskabtuett3ivslem von allen K tegführenden an en mun-n wo'den set.
Jm Verlauf der Beratung über die Antwortadresss auf die Thronrede hielt der Staatssekretär des Auswärt gen Amts Balfour eine Rede, in der er den Angriffen mehre! er Abgeordneter auf den Obersten Kriegsrat in Verjailles entgegentrat. Balfour sagte:
Der Oberste Kriegsrat fei in ersier Linie zur Besprechung der aroßen miitärishen Fragen zusammengekommen und h»be eine Gro klärung über die Schlüfs-, de aus den Reden des deut ch-n R ihs- kanzlers und des d't rieih{-ungarischen Ministers des Acuß kn gezogen w-rden müßten, abueg bn; er habe aber nicht die K i gf- tele besprohen. Der Kriegarat babe über die Reden Hrttlinys und Czernins zwar verktandeit, aber darin ketne Fri-densannäheiu"g gefunden. Aus diesem Grunde seien die Verhandlun.en über die m'litärisben Makregeln wichtiger gewesen als je. Gs hate fein-n Sivy, der Re„ierung vo!zuwerfen, daß se sich n cht dip'omat!isber Mi tel bediene. Diplomatie Metboden bäiten nur dnn Zwel,/ wenn man mit einem Voike ¡u tun babe, das entscklofscn fet, iu eirer Uebereinitimmung zu gelingen. Die Mittelmächt- hätten ader ofen gezeigt, daf: sie keine solde A ibt begtea. Der Unt-1shted in on, niht im Wefen, den C e nins Rede gegenüber der H rtling
der möglihfi rasen Erreichung des nunmehr gomeinsamen großen
aufoeise, lafse ntcht i Ficte etne aleafeze ¡afle nit dea Schluß zu, daß Deutschland bere
einer Havasmeldung ist Bolo Pascha einftimmi um Ae, Prochere zu drei Jahren Gefängnis ut
Tgoallini in contumaciam zum Tode verurteilt worden.
russishe Oberkommandierende der West- und Süd- A Miasnikow hat durch Funkspruch vom 11. d. M, wie „Wolffs Telegraphenbüro“ meldet, folgende Befehle er-
gehen laen: 2 i : 1) Die Demobilisterung der Armee wird {nell vor s eheo, wobet volle Ruhe und Ordnung bewahrt werden mf, De: deutige s unserer Eijenbahnen erfordert, daß wir \parsam mit mgeben. ihnen, Fur Dur&führung der Demobilisation sind hei den Trupyen- teilen beiondere Organe wit den Komitees und Räten an der Spit e ju bildenz die Peranziebu' g be abiter Art ei sfkräfte is in wenest- gehendem Maße ertorderlich, worauf ich sch2n in mei.em voiigen Befehl hingewiesen habe. j 3) Paallel mit der Demo! ilisierung muß die Organisie- cunua der Roten A1mee geben: M-hr Agtitatio», mehr piak- andeln ia dieser Richtung ! ) Die Komitees, die Räte und die Verrwaltuvgsorgane der Tr: poenteile müssen bis zur leyten Minute au! them Potten bleines, Fameraden! Vie Eifüllung tieei Betingung-y wird w a e möglicher, die Folgen _e9 Krieves endgültig ju tig dien m d zu einer genden
Êberzugeben 9 Ftalien.
Ein Köni. licher Erlaß ordnet für Landwirischaft Fadufstrie, Staatsdienst usw. den freiwilligen Zivildienst an. Für
den Fall, daß das Angebot Freiwilliger unge: ügeod ift, behä!t |
f die Regierung die Euwführung des Zwvanges vor.
Bulgarien. Der König hat vorgestern abend die finnishe Mission in Audienz empfangen. Afrika.
Die Kaiserin-Witwe Taitu von Abessinien ist ciner Reutermeldung zufolge am 12. Januar gestorben.
Australien. U
Nah einer Meldung des „Reutershen Büros“ aus Nellington (Neuseeland) teilte der Finanzminister mit, daß die Lertréeièr von Neuseeland nicht aus f'eiem Entschluß, sondern unter d m Duk ihcer Pflicht zur Reichsoersammlung nah London géaangen seien. Die Ande der Südseeinseln si von beherrschender W'chtigkeit. Jhre Rückzabe an Deutsch- [and müsse verhindert werden und die Vertreter des Dominion müßten dazu helfea, dies zu verhüten,
Die Verhandlungen in Brest-Litowsf.
Ueber den Verlauf der beiden leßten Sißungen der deutsh-österreihis{ch-ungarisch-russishenKommission jur Regelung der politische-n und territorialen Fragen, die rnit der beka: nten Erklärung Tropkis ihren Ab- luß fanden, rwoird nachträglich noch folgendes bekannt:
Die Siz in, der K mmijsio: vom 9. Fez:uar leitete der Staats» retär von Kübimann damtt ein, oaß er die in Aufsicht gestellte jisammenfaf} n e Darlegung über da9 Grgeb:is der bieher!gen Be» \ech inuen aab. Obne au? alle Etni-lbetten etnzuceh n, st-Üte der Giaitóseketär fest, daß einé erheblihz Annäherung der veide: setitgen Giandpu: kie au dur die sehr eing: henden B-iprechur aen nit habe erztelt werden können. Er p-riöalch babe ni&t den Eindmud, els ob eine wettere G1örterung auf der bi:her v: n beiden Partetcn tingenommmenen Grundloge einen günstigeren Gifo'g vei!p: chen föunte, els tioher die Verhandlungen geh-.bt hätten. Es ergebe sh ohne weites aus der ganzen Sachlage, ‘aß eine unvm'ch1ä kte Ausd-bnung bon Ve hand!ungen, die keine Auesiht auf Gtolg verip'ädber, nicht ins Uge gefaßt werden könnte. Wenn er heuie nohmals tte gelamten Fragen zur Besprehung ftell-, so ge ch?ebe es in der Ab- t, ausfindig zu machen, wo sich etwa noch ein Wez der Ver- slándigung finden laffe. Der Vollsiändtgkeit haler wolle er be- merken, daß die rechtspolitischen Fragen zwisœen den Sp ztal- fommissionen bereits eine eingebende Grörterurg gefunden hätten, io daß im Falle einer Etoigung über die politischen Kragen der 'üb- [luß auf diesem Gebiete h: fentlih feine ernsten S hwier'gkeiten bieten wütde, Auf dem Gebtete der Haudelsfragen sei man noch nit so oeit gekommen, aber au hter set eiae befricdigenbe sung nit au8ges{lofsen,
Der Mintster des Aeußern Graf Czernin sükrte hierauf aus; Seit Wochen beschäftig- man sich mit einer unfruchtbaren E örterung diübee, wie gerisse te:ritortale Veränreronrgen an der russi\ch-n West- senje zu q ialifliteren seten. Ein au noch so langes Hinauszi- ben diejer in threm Wesen tbeor-ti\ch n Erörterungen biete weniz Aussicht auf eine Einigung. Er möchte aber cie Froge aufwerfen, ob sol eine Einigung vom Stanopunkte eines F iedens au wirflih u be- dingt nôtig set, Es scheme ibm a f Grund der btieberigen Grörteru g kelneewegs festzustehen, daß s bezüglich dieser Veränderungen selbst tine Einigung nicht erzielen lafsen werde. Er \{laye deshalb vor, le Frage of n zu laffen, wie die geplanten Ve: änterungen aufzu- bfin seten, und ohn- diefe Frage zu be'übren, festzust- len, ob die
estaltung dieser Verärdervngen tatsählch dem Aoschluß ein: s Frieden Hindernisse in den Weg legen n ürde oter » icht.
Herr Troy ki entuear ete: Vom russi cen Standpunkte set dke pnwendano, die die G-,enpartet dem Grund'ap des Se1bjt- 'stimmungöretes der Völker geben wrlle, gl-1chedeutend mit der Tlehourg dieses G unds ues; ti folgeressen sei die E örteruno auf der G undlag- dieses Prinz'rs aller ings hoffnur as'o2 g'we'en, Wer n er sich der Fiage nah der Bedeutung d: g! óß dea Vo \ch!ägen der
ari partei tür Rußland o'grsebe e: reue Wetigrenie z wende, fo müsse er darauf b'nweisen,- daß die geplant neue Grenzführung vom G sichispur fie militärtsder und fi ata her Müdstdten beurtetil werden müsse. Das müsse er den milita he B irät-n der Abs fans uberlassen, E. ‘set aker j-e8i eine neue Schwie!itufel! eni nen dwch d'e Stellunar-ah «e des Vierbunb 9 g genüber der kralne. Die uk aintshe Vo!körepubl? i vom Vie huade anerkannt uon ja, wte er hôre, bâti-n die Vie:bnèy ritet-r wikt ben Bevoll welgegten der Kiewer Nada etuen Futedensveitrag unter,einet, in ba em argeblich auch die Abgrenzung des ukraint'chen Sevtels i c- Me set, Der Redner ebhob ia ein,ehenden Dar'egungen gegen U Vorgehen der Mächte deé Vierhundes Us und b-miafte es anderem, diese Handlurgsw-ise müsse Zweifel hervorrufen, ob : Mütteln ähte zu einer Ve-stà digung mit der Regterung des Á tralven R.ulan s gelangen wollten; er e kläre dechalb, d. ÿ der M wte'z 'chnete Vertraz mi! der Kiew-r Rada für das
Me E fir die Re,ierung von ganz Rußland keinerlei
an n' e.
die Unie B zugnahme auf bie Bemerkung des He: rn a daß
G ru sische Westgrer z? in Ausficht genommene Grenzlinie der von gung durh Sayerständiye bec ürte, machte ter St atosefkre!är ebun dlmann nunmebr den Vorschlag, die Frage der Grenz-
iyad einer Ürterkommission zu übe: weisen, die am Schlusse der dend du Dilven wäre, und in etner auf den folgenden Tag einn-
Wuenden Sigung der politischen Kommisfion über das Gr
beribten Hätte. Es ergebe
ebnis ihrer Besprehurgen zu fich, \ x aus der Wictigkeit
o fuhr Herr von Küblmanu fort, und der grundlegenden Bedeutung der von dieser U 1 - k. mmission zu behantelnden Fraye obne weteres, daß dei Be: icht dieses Unte:a-s\chufes tür das weitere Sch cksal dec Ver- handlun.en von au s{laggedenter B-deutu-g sein werde. Wenn er mit etnigen Worlen auf die bei der Srenzziehung maßuebendei allgemeinen G: sictspun?te (irg: he, so geschehe dies desh11b, weil in der Unterkowmiision in e-r Linie die technisde Frage zur Véespreurg kon men solle. Bei Zihurg der Srenilinie, w'e sie seitens der V'rtündeten der rwu!sishen Abordnung vogeschlagen ff, seien în erster Lini- vôkishe G: sid;te-purkt- moßgebe: d gewesen. Et je der Versuch gemacht morden, für P.leo, K.rland u-d Litau-en diejen'gen Gienzen zu finten, welche der ge\ch!cht.ichen Abgrenzung und der etbnographische: Laze am beten entsp: ehen. Gewissen Ar- deutungen des Herrn Vorredners geger über, als ob den verbündeten
entralmächten bei Ziehung dieser Grenzltnte tr,endweihe P!ä-e im
inblick auf Rußland vo:g!\chwebt hätten, bewerkte der Staate- \ kretär, er brauhe Herrn Trohykt nur auf die dauernde HSrundlage der deutsh:n Politik h{«zuwoeisen, die fn der Pflege etves guten uad fieuotschaftlchen Verhilt-ifes zu dem großen östlichen MNacbarn beuanden habe bis zu dem Au. endlick, wo durch Vo:. à g-, die der russishen Abordnung eben jo gut ove b. sser beka: nt seien wi- der dzulshen, dem deut!chen Volk dr Kan pf mit N\ßland a: fuezwung-n worden set. Ute deut\ch? Politik werde ouh de-m ¿eu orgarisierten Rußland gegn, über immer etn fieundrahvaritmeë WVerbäitots anstreden un1er Wers» metdurg der Einm'shuog n setne inneren Ver hältnifse, sobald di-fer Krieg etnen befriedigenden Ab'chluß gefunden hab n werde. Zu der YAustührurgen des H:run Buikötomwissars üter die Haltung der Veitreimächte gegenuber der ufratnishen Volkörepublik bemerkt Herr von Kübla:ann, der Bierburd múfse es sih vo:brhalten, felbst
dar"ber Nickter zu fein, ne che Staaten er anzue:k-nnen für gut |
ÿ finde. Die Mächte des Vierbundes hôtten in der Tat mit dén Ver- irten der utra!ni\hen Boifor: publik einen Friedenóverirag ob- ges@lofsen, bder das Dat.m d:s beuit,en Tages trage. Hieraus er,„abea fich für die PVitteimáthte ohne w teres die nôtgen Folgerungen und er fôone feine SB:derung der Berhanvlunaen von cinêr Érôrte:ung des staaterech!lihen Verhältntses ver Utkraine er- rorter. Was das z-kunfitue Schicksal der tu den besetzten Rand- getet-n lebenden Böifer anlarg-, fo beiitehe er fich auf die bet den
htesigen Verbondiurngen von den Vertretern der Mittelmächte ab- |
gegebenen Erklärungen sowte auf die Darlegungen, welche üver di: se Froge von Staatsmäanern Deutschlan's und der verbündeten öster- retch1sch-ungari| hen Monarchie vor ihren Volkevertretu- gen gemadt worden seten. T- oß der von den Miitelmächten vertretenen und fest gehaltenen Auffassung, wonach das Selbstvestimwunzs1echt in diesen Gebtet.n bereits ausgeübt worden s:t, seten die verbündeten Re- g'eruxgen bereit, dur y'anmäßigen Ausbau derx best: henden Ver- 1retungé körper die Dö lichk:tt einer Kundgebung auf breiteiter volîe» tüailiher Grundlage zu schaffen. Die Bestimmung des Zeitpunk s und die Fo1m dieter Kundgeburg wären zweckmäßig im Einvernehmen f den derzeitigen Vert. etungskd1ipern der betreffenden Gebiete fest- zusetzen.
Der Mirister des Aeußern Graf Czeruin bemerkte, das Ver- bältnts ber Ufraine zur Petersburger Negterung gehe den Vi-rbund nihts an. Ein untreundlicher Aki gegen die russische Regte1un4 set in dem Frtiedens\chluß mit der Ufiaine nicht zu erbitcken. Der V'er- bund hate mit der Ufraire ketnen Bundes-, jondern einen Friedens- vertrag unterzeihnet. Die Ukraine sei also für den Vierbund durch diejen Vertrag nicht ein verbündeter, sondern etn neutraler Staat geworden. Komme der Vie: bund auch mit der russi)hen Itegierung zu cinem Frieden8\chluß, so werde Rußland jür den Vierbund g'eichfalis ein neutialer Staat werden. Die Beii-bungen deo Vie bundes zur Uk aine und seine Beziehuigen zu Rußland würden tin diesem Falle dieielben sein. Gin Unterschied würde nur dana bestehen, weun der Vie: bund zu keinem Frieden mit dem Rat d-r Vol‘skommissa.e gelange, renn tn diejem Fall bäite der Bierbund die ukiaiii\ch-n G:biete als neutrale, die dem Gtiufluß des Rates der Volkökommfsare 1 nteistehenven Gt» biete abec bis auf mweteres «ls fein:l'ch- zu betrachten.
Truppen bes-eyten Hentete anlange, so verweise er auf seite G.klärung in der legten dst: rreihisch-ungauischen Deleyattonsfigung, der er ntch1s hinzuzufügen habe. i 5
" Auf eine Frage Troykis nah der Grenzführung südli von Brest-Litowsk, üver die mit den Ukratnern verhandelt )ei, entgegnete der Staatesefretär von Kühlmann, daß auch bet Ziehung dieser Grenze versuhi worden se, zwischen der ethnographt1chen NVolkave-rteilung und den histo:i ch entstantenen Grenzltnien einen ver\iändigen Mittelweg zu finden,
ketne Mitteiluvg über die Führung de: Grenzilinte juclih von Br-stt
gegeben werden olle, erkiärie perr T'oyfi sid mit dem Zusammer- | tritt ciner militäct:-chuischen Kemmi\sion zur Prüfung dex Grenilinie | fefung | die rechilih n und Handelsheztehungen genau in d mselben Um/a: ge | wieder aufzunebmern,
etaversta1d-n.
Der Staat \:kreiär von Kühlmann betonte, es set unkedingt völlig, bis zu der fur den folyendea Tag anz beauweyd-n Sigai g Klarheit z, \chaffen. Es ha: dle sch }-yÿt da:um, Ent'ihlüfse zu fafsen. Von dem Wunsche der Beschleun gung der Beroandlun, en geleitet, wolle er eti e neue Fus ing vorschlagen, die u ler Umtiänd-n dn zwelien Artik-l des za vcreinbarenden #Friedensyeitrages biloen fönnte. Diese laute:
„Rußla:.d nimmt Kenntnis von folgenden terr!toria!en Ver- änderungey, die mit der Rat!fikation des gegena ärtigen Friedens- vertrages e'n?!reten: Die Gebtete zwischen den G.enzea Deutsch- lands und Oeste reich-Ungarns und etner Linte, die . . . . , verläuit, werden der terittorialea Oberbobeit Rußiands niht mehr uater- liegen. Aus threr eh:maligen Zuge s igkeit zum ru'sishen Kaiser- reiche werten ibnen fetneile: BVertfl chiunigen gegenüber Rußlond erwachsen, Das lünftt.e Schickal dieser Gebiete wird in dieser Bez'ehung im Einvernehmen mit thceen Völkern ent\hieoen werden, un“ zwar nach M. ßgabe der Veretobaru- gen, die Deut|chiand oder Oesterr ih-U gun uti (hen treffen wird n.
Zm Z sammenharge hi-rmit wole er uoch beme:ken, daß der wesentlite Znha't des Art. 1 des ersten Vorichlags tür den Vier- bund etn? conditio sine qua non des #F''edenaichiu}s:s set, G3 handle ch durum, daß die Räumung gew'sser Se»tete durch die Petitelnáchte zuge aut wor en jt unter der Bedingung, doß die Räumung der Sbiete hier Virbündeien g"eihieitig statifinde, Damols s als Z-ip.nkt, von dm an für dite Mittelmächte ie Räumunveperbfl' tung beginnen würde, bas Ende der rutß\{ch n Demoblitierung in Auosiht genommen worden. Er t he nmckt an, zu erflären, daß dte PYèittelmächte hinsichti!h o'eles 3 itpuoit-s zu BZuzgesäno! se» beeit wären, wü} ¿ber wiederhclin, taß ein Yridenechlvß, in dem die Zu- ic rung (er Mäurung der veibüudeten . Gkbiete durch (e L uppen der Peter-turaer Regterung ni&t enthalten si, n!cht in Fa e fám- Nh früheren Miiteilung-n des Herrn Volkskomm:ssars ir auewêrige Angeleg- nheiten glaube er n'cht daran zweifeln zu soilen, daß de ru!sischen Truppen in oen besegien t! kischen Gebteten, an die ex în erster L nte denke, dem Lesehli der Prtersnurger Vte- vterw g uvtersländen, Bezüglich der m'hifch berüdtten Alands8-
frage müúfse er rflären, baß der Friecénésck@l ß Deuishla' d als |
Minimum das av Rechen wteder einräumen müsse, was? Deutschl:nd vertragamäßig bei K ieg8aush1 uh genessen habe. Er wolle aber nicht unterlatien, a ch het diejer Gelegenyeit auf die lebhaft n Wüu|che des sckwedisden V ikes hinzuwetien, weihes as g-o raphich-n uud ethnourapbi hen Grü: den an diesea J sel: etn viiales Jat 1 se hahe.
Herr Troykt ên gegnete, evenso wie N ßfland jeyt ieine Lrupp-n aus Veisflen zurücfztehe, werde es sich auch aus dem 1üfishen Geotet zurü ichen. @s lei selbstyerständl:, daß dies in der klarst-n und bestimmteiten F.1m in einem etwaigen Vertrage mit d-x Türkei zum Ausdruck kommen werde, Was die Frage der Alantotnseln betr: ffe, so sei es ihm nicht ganz klar, von welhèa Miaimum dex Rechte vex
Herx Staatssekretär gesprochen habe,
Was die |/ elgenilide Da'etnezweck des W ff-nstillstandsverirags verschwinden,
Frage nah dem zukünftigen Schicksal der voa ôster:eihi}ch-unua!ischen | e iden nah Ablauf der vogesebenen Frist die Kitegozands
Staats’e?kretär von Kühlmann entgegnete, ex habe beiüalid der Alandsfr:ge den Au‘ druck .Minimum* gebraucht zur Bezeichnung desse, was er als ete deutshe Forderung aiseße. W-nn man ib trave, an me ckches M-ximum er dab-t gedacht habr, 1o fet ntes die Maßre..el, af ckt- er |chon f: über mebrfach angesy'e!t bob, näm lich unter Beteiligung der der O'‘see anli-genden Vs kershosten diese Fnseln im breit sten Sinne zu ne iralifleren. Um ganz flar zur sziu: as er'‘e jet eine Fo1derua:g, das zwetiyr eine A=regung.
Die Sizuog wurde hierauf geschlo}en.
Am 10. Februar hielt die gemäß de» Vereinbarungen sofort gebildete Unterkommission unter Vorsitz des K. und K. österreichisch ungarishen Sektionsh-fs Dr. Gray gwei Sizßungen ab, in denen in erster Linie die militärischea Sach- verstänoigen zu Wort kameni.
Während von russisckcher Seite in diesen Sitingen versucht wurde, die t ategishen Nachteile na@zuwe?fen, denen N-ßland durch ¿te vorg: shla.ene Neufübrung seiner Westgrenze ausgesrgt wäre, wurde dieje Auf- assung von deu!sher Seite unter mehrfacher Be- tonurg, daß es fich nit um cine russisch-deuishe Grenze, \ondern um eine Srerze Nußlants mi! den neven Randstaaten handele, eins gehend widerle„t. ine Einigung konnte nicht erzielt werden,
Zu Beginn der Sizung der Vollkommission am 10. Februar brachte der Staatssekretär von Kühlmann zunächst einen Befehl zur Sprache, den nah einer Meldung aus Petersburg das russishe Oberkommando zur Verbreitung unter den deutshen Truppen veröffentlicht habe und der die russischen Soldaten anwe'se, deutshe Truppen zum Vorgehen gegen ihre Feinde, die deutschen Generale und Offiziere, zu beo stimmen. Herr Tropyki erklärte, von einem solchen Befehl keine Kenntnis zu haben. Hierauf ersuchte Herr von Kühlmann
| den Voi sißzenden der Unterkommisiion Exzellenz Grab, wie
verabredet, über das Ergebms der Beratungen seines Ausschusses
Bericht zu erstatten. Nachdem ExzeUenz Brat mitgeti!t baite, daß ein Etnubernehmen
| nit eizielt worden sel, ridteie der Slaatesekretäcr an den Vor-
sizenden der russischen Abordnung die Frage, ob diefer noch trgend weiche Mitteilungen zu wachen habe, die zu ciner besrtettgenen Lsurg beitragen kênnten. Herr Tropki fübrite aus, seine Ab- ordnung sei der Ansicht, daß nach den langen Verhandlungen nuns mehr die Ent'Meidunagitur de gekommen t. Die Bölker erwateten
| mit Ungeduid das E gebnts der Fiitedensverhandsungen von Brests | Utow?s,
JImp-iaitémus der Welt
Nah Ausfällen gegen den l dem Kriege ken:-n Anteil
erklärte er, Rußland wolle on j n mehr habeo, es set ncht gewillt, das Blut feiner Soldaten für die Anter o der einen Partei gegen die andere zu verateßen. Desba1b füzre Rußland fein Heer und Bol? aue dem Krieg? heraus. R-ßiand g de ten Krieg auf und benach1itige hter- von «alle Vö:kfer und itre Regi-runger, es gebe den Befehl zu volls ständiger Temobilisz-iung aller Arueen, die jeyt den Lrmeen Heut)» lands, Dei e:reid:-Ungariens, Bulgartens uwd der Türkei gegenüber ständen. S-ine Regterung lehne es aber a», di- deut!ch-österre!ch\ckch- ur garishen Bedingungen zu sanktionteren, Rußlord gehe aus dem K teg beraus, sehe sid aber genöuigt, auf die Unterzeichnung etres Fri-den: v-rtrags zu v richten. Hierauf e folgie die thiem Fnhalt ach \chon bekannte Grklärung über die Beendigung des @Eri-o0zustandes und die Demobiltisierung sämtlicher
Staatssekretär von Kühlmann entgegnete, wenn er den geger- wärt'gen Zuhano analyß r , so stehe der Vierburd mit der russi\hen Regieruna im Krtege. Die kriegert\chen Unt-rnebmun..en seen du: ch .-n Waf-nst llîtandsvertiag eingestellt, wurden aher beim Weafall dieies B-rtra,8 von selbst wieder auf even. Wenn setn Grdächtnis ibn nicht trüge, bezeichne der WasffenstiUstandovertrag den Ab» chluß des “Friede s als den etgentlicen Zweck seines Dajeins. Wüide also mangels Abich!uß eines Fried-ns der
Die Tatiate, daß die eine von bid n Par- wude hieran weder tat'ächlich Etn Merkmal für das Bes Nozhandensetn internationaler ferner tas Bes-
sungen wteder a-fleben t eien ihre Armeen demobt:isi-te, : och rech!lich gend etwas ändern. st-h-w des Friedevszstandds sei das Vo Beztehuouen, wie dies unt-r Staaten übiih set,
| itehen vou N cht8beuchungen und von _Handelsbezi bungen, Er | mödte den Herrn Vo:sißenden der tussishen Apordnung um eine
Nachtem Graf Czernin bemeik: | Mecinungéäußiru g darüber bitfen, ob d'e rside i hatte, daß ex feinen G:und L wech lb de: ru)si-chen Abordnung | sichiige, neben der Gkläring der
egierung beab. Beerdigung des Kriegszustar. des irittzuteilen, wo die Grenzen des ru'sijch-n Me hes liefen — denn dies fei für die Wiederaufrahme ter biplomatishen, kon- | Lirish n, Nekt:- und Handelt beziebuz.gen eine notwend!ge Voraus- so ote ob die Ne„ieruvg der Veo!fsfommiffare gewilt fet,
wie H dies aus etuer Beendigung deë Krieg?s ¡ustandes natürl'ch ergeben wü de, Diese Fragen feten wesentlich für die Beurtetlung der Frage, ob dec Vierbund mitt Rußland im Kiteg oder im F-iedea le
Herr Trotkt erflärte, d-m Gesagten nit viel binufügen zu fönnen, worauf der Staate" freiár von Küblmann vorshiug, für den tolg-ncen Taa cine Bol sigung anzube aumen, in der ote Stellung» nabme der Verbündeten zu den neuesten PViiiteilunaen der ru'sishen Abordnung bekannt geaeben werden würde. Herr Trogki erw!terte, seine Abordnung habe j-yt alle V-llmachten erschörft, die sie e: balten habe. Ste haite es für notwendtg, noch Petersburg zurick'uk: hren. Alle Mitt ilungey, welche die verbündeten Abordnuvgen mahen würden, werde se im Schoße der NRe„tecurg der förderativen ru)sishen Republik beraten und darauf diz Antwort erteilen.
Auf die Frage des Staatéf. k etärs von Küblmann, auf wel@em Wege dieser Gedank-naustausch erfolgen folle, e tgegnete Herr Trotkt, die russishe Abordnung habe ocn Brest-Litowsk aus eine direkte Drabtverbindung mit St. Petersburg gehabt, vo: der Sinlet- ¡ung der Waffenstillstand8verbandlungen habe man sich_ dur Fank-+ ‘p che veritändigt, und außerdem befänden sh jept tn St, P terburg Be tretungen der vier verbündeten Mächte, die mit thren Neuteruvgen ve:feb'en könnten. Auf diesem Wege könne man eine Verbindung
herstellen. Die Sißung wurde hierauf geschlossen.
Krieg snachrichten.
Berlin, 14. Februar, Abends. (W. T. B.)
Jn der Champaagane war die Feueztätigkeit in den Ab- \chnitten nördlich von Prunay und südöstlih von Tahure vielfach gesteigert.
Großes Hauptquartier, 15. Februar. (W. T. B.).
Westlicher Kriegsschaupiaßt.
Heeresgruvpe Kronprinz Rupprecht.
n einzelnen Abschnitten Artillerie- und Minentätigkeit. Abteilungen eines Matrosenregiments brachten von einem Grfundungsvorstoß gegen die belgischen Linien \üdwestlich von Manunnekensvere 2 Offiziere und 26 Main gefangen zurück.