Source: https://www.jusmeum.de/urteil/bgh/0e07358b8af26b030d6d1f73eb1ac49b922bf773e30c72a9d73e936ee53bb24a
Timestamp: 2018-08-17 22:37:21
Document Index: 219758677

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 349', '§ 250', '§ 250', 'BGH', '§ 250']

BGH, 3 StR 6/01: BGH (stgb, gegenstand, benutzung, verbindung, annahme, umstand, opfer, schmerz, angriff, antrag)
Urteil des BGH vom 15.02.2001, 3 StR 6/01
3 StR 6/01
BGH (stgb, gegenstand, benutzung, verbindung, annahme, umstand, opfer, schmerz, angriff, antrag)
Stgb, Gegenstand, Benutzung, Verbindung, Annahme, Umstand, Opfer, Schmerz, Angriff, Antrag
Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Kleve vom 4. September 2000 wird als unbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben hat (§ 349 Abs. 2 StPO).
Es kann offen bleiben, ob der Angeklagte dadurch, daß er bei
dem Raub einen spitzen Gegenstand - möglicherweise einen
Kugelschreiber - auf den Hals des Opfers drückte, bereits die
Qualifikation des § 250 Abs. 2 Nr. 1 StGB (Verwenden eines
gefährlichen Werkzeugs; Strafrahmen fünf bis fünfzehn Jahre)
erfüllt hat, oder ob sich die Tat insoweit nur als Beisichführen
eines Werkzeugs i.S.d. § 250 Abs. 1 Buchst. a StGB
(Strafrahmen drei bis fünfzehn Jahre) darstellt. Gegen die Annahme, der Gegenstand sei nach seiner objektiven Beschaffenheit in Verbindung mit der Art seiner Benutzung im konkreten Fall geeignet gewesen, erhebliche Körperverletzungen zuzufügen (vgl. BGHSt 45, 249, 250 m.w.Nachw.), könnte der
Umstand sprechen, daß das Opfer bei dem Angriff am Hals
keinen Schmerz verspürte.
Der Angeklagte ist dadurch jedenfalls nicht beschwert, da das
Landgericht unter Hinweis darauf, der Gegenstand sei nicht
von grundsätzlich gefährlicher Natur gewesen, einen minder
schweren Fall des schweren Raubes angenommen und den
Strafrahmen des § 250 Abs. 3 StGB (ein bis zehn Jahre) angewandt hat.