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Timestamp: 2019-02-16 01:57:24
Document Index: 281478713

Matched Legal Cases: ['§ 28', '§ 12', '§ 137', '§ 28', '§ 12', '§ 8']

Geb.-Nr. 13a (F1), 13b (F2), 13c (F3), 13d (F4), 13e, 13f, 13g, 13h » Kons.-chirurgisch » Abrechnungsbereiche » Abrechnung » Praxis » KZV Berlin - Startseite
Kons.-chirurgisch
Geb.-Nr. 13a (F1), 13b (F2), 13c (F3), 13d (F4), 13e, 13f, 13g, 13h
BEL II/Laborpreise
Geb.-Nr. 13
a) - einflächig, eine Zahnangabe ist erforderlich (32 Punkte).
b) - zweiflächig, eine Zahnangabe ist erforderlich (39 Punkte).
c) - dreiflächig, eine Zahnangabe ist erforderlich (49 Punkte).
d) - mehr als dreiflächig oder Eckenaufbau im Frontzahnbereich unter Einbeziehung der Schneidekante. Eine Zahnangabe ist erforderlich (58 Punkte).
Kompositfüllungen im Seitenzahnbereich sind nach den Nrn. 13 e, f, g und h nur abrechnungsfähig, wenn sie entsprechend der Adhäsivtechnik erbracht wurden. Sie sind abrechnungsfähig bei Kindern bis zur Vollendung des 15. Lebensjahres, bei Schwangeren, bei Stillenden oder wenn eine Amalgamfüllung absolut kontraindiziert ist.
e) - einflächige Kompositfüllung im Seitenzahnbereich. Eine Zahnangabe ist erforderlich (52 Punkte)
f) - zweiflächige Kompositfüllung im Seitenzahnbereich. Eine Zahnangabe ist erforderlich (64 Punkte)
g) - dreiflächige Kompositfüllung im Seitenzahnbereich. Eine Zahnangabe ist erforderlich (84 Punkte)
h) - mehr als dreiflächige Kompositfüllung im Seitenzahnbereich (100 Punkte)
Bitte vermerken Sie die Angaben der Patientinnen über Schwangerschaft und Stillen stets in der Karteikarte, wenn Sie Leistungen nach Bema Nr. 13 e-h bei diesem Personenkreis erbringen.
Wählen Versicherte bei Zahnfüllungen eine darüber hinausgehende Versorgung, haben sie die Mehrkosten selbst zu tragen. In diesen Fällen übernehmen die Kassen die vergleichbare preisgünstigste plastische Füllung als Sachleistung. Vor Beginn der Behandlung ist eine schriftliche Vereinbarung zwischen der Zahnärztin/dem Zahnarzt und dem Versicherten zu treffen. Die Mehrkostenregelung gilt nicht für Fälle, in denen intakte plastische Füllungen ausgetauscht werden.
BEMA-Nrn. 40/41a bei Mehrkostenfüllungen gemäß § 28 Absatz 2 SGB V Eine Anästhesie ist dann über die Krankenkasse abrechenbar, wenn sie auch bei der „Kassenfüllung“ erforderlich gewesen wäre. Werden aufgrund der außervertraglichen Leistung mehr Anästhesien erforderlich als dies bei einer Kassenleistung der Fall gewesen wäre (z. B. auch bei der Eingliederung von Inlays), so können die darüber hinausgehenden Anästhesien dem Patienten nur privat in Rechnung gestellt werden.
Mit der Berechnung der Geb.-Nr. 13 ist die Verwendung jedes erprobten und praxisüblichen plastischen Füllmaterials einschließlich der Anwendung der Ätztechnik und der Lichtaushärtung abgegolten. Eine Zuzahlung durch den Versicherten ist nicht zulässig. Die bundesmantelvertraglichen Regelungen bleiben unberührt.
Amalgamfüllungen sind absolut kontraindiziert, wenn der Nachweis einer Allergie gegenüber Amalgam bzw. dessen Bestandteilen gemäß den Kriterien der Kontaktallergiegruppe der Deutschen Gestellschaft für Dermatologie erbracht wurde bzw. wenn bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz neue Füllungen gelegt werden müssen.
Das Vorbereiten eines zerstörten Zahnes zur Aufnahme einer Krone ist nach den Geb.-Nrn. 13a und b abzurechnen.
Neben den Geb.-Nrn. 13a, b, e und f kann die Geb.-Nr. 16 nicht berechnet werden.
Bei Füllungen nach den Nrn. 13a bis h ist die Lage der Füllung in der Bemerkungsspalte anzugeben. Für die Bezeichnung der Füllungslage sind folgende Abkürzungen bzw. Ziffern zu verwenden:
m/mesial = 1 o/okklusal bzw. inzisial = 2 d/distal = 3 v/vestibulär (bukkal/zervikal bzw. labial) = 4 l/lingual bzw. palatinal = 5
Eingabebeispiel der Füllungslage:
Geb.-Nr. 13b mesial und okklusal also Angabe mo/12,
Eingabebeispiel der Kennzeichnung für Mehrkostenfüllungen:
Geb.-Nr. 13b0 bedeutet 0 = Kunststofffüllung
Geb.-Nr. 13b1 bedeutet 1 = Inlay
Eingabebeispiel Zahnhalsfüllungen:
Geb.-Nr. 13a vestibulär/zervikal (Zahnhals) also Angabe vz/47
Alternative Füllwerkstoffe zum Amalgam
Wenn sich ein Zahnarzt bzw. eine Zahnärztin bewusst gegen eine Verwendung von Amalgam in der Zahnarztpraxis entscheidet, muss er/sie eine kostenfreie Alternative anbieten, die sowohl den gesetzlichen als auch den medizinischen Ansprüchen einer ausreichenden, zweckmäßigen und wirtschaftlichen Versorgung genügt.
In der gemeinsamen wissenschaftlichen Stellungnahme zum Thema: „ Direkte Kompositrestaurationen im Seitenzahnbereich – Indikation und Lebensdauer“ der Deutschen Gesellschaft für Zahnerhaltung (DGZ) und der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) heißt es:
„Konventionelle und hochvisköse Glasionomerzemente (GIZ) sowie kunststoffverstärkte, lichthärtende GIZ (Hybridionomere) sind aufgrund erhöhter Fraktur- bzw. Verschleißgefahr für diesen Bereich nicht geeignet. Sie dienen lediglich als Interimsversorgung. Gleiches gilt für andere Zementfüllmaterialien wie Steinzemente etc., die als insuffizient eingeschätzt werden.“
Bei der Auswahl ist zu beachten, dass die vom Defekt erfassten Flächen des Zahnes in fünf Kavitätenklassen unterschieden werden:
I Grübchen und Fissuren in der Kaufläche (Seitenzähne okklusal)
II Berührungsflächen der Backenzähne (Seitenzähne approximal und ggf. okklusal)
III Berührungsflächen von Schneide- u. Eckzähnen, Schneidekante nicht beteiligt
IV wie III, jedoch Schneidekante beteiligt;
V Zahnhalsfläche
Außerdem werden die Füllungen nach Anzahl der betroffenen Zahnflächen in ein-, zwei-, drei- und mehrflächige Füllungen unterschieden. Hierbei bitten wir Sie generell das Wirtschaftlichkeitsgebot (§ 12 SGB V) sowie die zweijährige Gewährleistungspflicht (§ 137 Abs. 4 Satz 3 SGB V) zwingend zu beachten.
Viele Dentaldepots bieten bereits diverse Alternativen zu Amalgam an. Setzen Sie sich mit Ihrem Dentaldepot in Verbindung und besprechen Sie mögliche Optionen.
Protokollnotiz zum Beschluss des Erweiterten Bewertungsausschusses für zahnärztliche Leistungen
Der Bewertungsausschuss für die zahnärztlichen Leistungen geht davon aus, dass die nach den Nrn. 13e, f, g und h abrechenbaren Füllungen im Seitenzahnbereich bei 1 % der Gesamtzahl der Füllungen liegen. Der Bewertungsausschuss empfiehlt der KZBV und den Kassenzahnärztlichen Vereinigungen sowie dem Spitzenverband Bund der Krankenkassen und den Landesverbänden der Krankenkassen und den Ersatzkassen, geeignete Überprüfungsverfahren festzulegen, die sicherstellen, dass der angegebene Prozentsatz von 1 % eingehalten wird.
Die Zahnärztin/der Zahnarzt übernimmt für Füllungen eine zweijährige Gewähr. Identische und Teilwiederholungen von Füllungen sind in diesem Zeitraum vom Zahnarzt kostenfrei vorzunehmen. Ausnahmen hiervon bestimmen die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung und die Spitzenverbände der Krankenkassen gemeinsam und einheitlich.
Erfassung von Wiederholungsfüllungen unter Beachtung der Gewährleistungsfristen.
Aufbaufüllungen vor der Versorgung mit Teilkronen/Kronen
Das Vorbereiten eines zerstörten Zahnes zur Aufnahme einer Krone ist lt.
BEMA-Abrechnungsbestimmung Nr. 3 nach der Nr. 13a oder b abzurechnen,
auch wenn diese drei- oder mehrflächig gestaltet ist. Sofern in Ausnahmefällen zwei Aufbaufüllungen in getrennten Kavitäten an einem Zahn gelegt werden, können die BEMA-Nrn. 13a und/oder b je Zahn auch zweimal nebeneinander abgerechnet werden. In diesem Fall bitten wir Sie, in der KCH-Abrechnung die Begründung unter der KZV-internen Angabe einzutragen und an uns zu übermitteln.
Wählt der Versicherte bei Aufbaufüllungen eine adhäsive Vorbereitung eines zerstörten Zahnes mit plastischem Aufbaumaterial, ist das eine über das Maß des ausreichenden und zweckmäßigen hinausgehende Füllungsform. Die Kosten für die Mehrleistung müssen mit dem Patienten im Vorfeld schriftlich, nach der Mehrkostenvereinbarung gemäß § 28 Absatz 2 SGB V, vereinbart werden.
Stellen Sie also im Rahmen einer Untersuchung fest, dass ein Zahn nur noch mit einer Teilkrone oder Krone medizinisch suffizient, unter den Vorgaben des § 12 Absatz 1 SGB V, versorgt werden kann und ist eine sofortige Intervention nötig, dann ist die erforderliche Füllungsleistungen nur als Aufbaufüllung nach den BEMA-Nrn. 13a oder b abrechenbar und zeitgleich ein ZE-Heil- und Kostenplan auszustellen. Möchte der Patient trotz dieser Diagnose eine Füllungsversorgung, so ist diese Behandlung inklusive der entsprechenden Begleitleistungen nicht mehr zu Kassenlasten berechnungsfähig. Sie widerspricht dem Wirtschaftlichkeitsgebot und muss dementsprechend als Wunschbehandlung mit dem Patienten gemäß § 8 Abs. 7 BMV-Z privat vereinbart werden. Die Abrechnung erfolgt nach der GOZ direkt mit dem Patienten.
Hotline Abrechnung - KCH
Letzter Einreichungstermin für die Quartalsabrechnung:
KCH/KFO I. Quartal 2019
(Servicezeit bis 15:00 Uhr, Telefonhotline bis 15:00 Uhr)