Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=MDR%202004,%20648
Timestamp: 2019-09-20 21:28:03
Document Index: 339471586

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 754', '§ 815', '§ 754', '§ 754', '§ 754', '§ 754', 'BGH', 'BGH', '§ 91', '§ 91', '§ 93', '§ 93', '§ 93', '§ 93', '§ 93', '§ 91', 'BGH', '§ 93']

Rechtsprechung: MDR 2004, 648 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: OLG Köln, 17.10.2003
BGH, 30.01.2004 - IXa ZB 274/03
https://dejure.org/2004,1983
BGH, 30.01.2004 - IXa ZB 274/03 (https://dejure.org/2004,1983)
BGH, Entscheidung vom 30.01.2004 - IXa ZB 274/03 (https://dejure.org/2004,1983)
BGH, Entscheidung vom 30. Januar 2004 - IXa ZB 274/03 (https://dejure.org/2004,1983)
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Mitteilungspflichtigkeit eines Gerichtsvollziehers gegenüber dem Glaübiger über den Vollstreckungsversuch; Auskunftspflicht als Teil der Amtspflicht eines Gerichtsvollziehers
Unterrichtung des Gläubigers über Ergebnis der Zwangsvollstreckung ohne zusätzliche Vergütung des Gerichtsvollziehers
Mitteilungspflicht des Gerichtsvollziehers; Protokollabschrift
Zur Auskunftspflicht des Gerichtsvollziehers gegenüber dem Gläubiger
Mitteilungspflicht des Gerichtsvollziehers
Gerichtsvollzieher-Vollstreckung - Gerichtsvollzieher unterliegt Informationspflicht
Auskunftspflicht des Gerichtsvollziehers gegenüber dem Gläubiger
NJW-RR 2004, 788
MDR 2004, 648
FamRZ 2004, 870 (Ls.)
FamRZ 2004, 870(Ls.)\f0
Rpfleger 2004, 364
Der Gerichtsvollzieher ist mit dem Gläubiger nicht durch ein privatrechtliches Rechtsverhältnis verbunden, vielmehr gehört seine Tätigkeit dem öffentlichen Recht an (RGZ - Vereinigte Zivilsenate - 82, 85, 86 ff.; BGH. Beschl. v. 30. Januar 2004 - IXa ZB 274/03, WM 2004, 542).
Diese Rechtsstellung des Gerichtsvollziehers beruht aber nicht auf einem bürgerlichrechtlichen Rechtsverhältnis zum Gläubiger, sondern auf seiner Stellung als auch im Bereich der Entgegennahme freiwilliger Zahlungen hoheitlich handelndes Organ der Zwangsvollstreckung (vgl. BGH, Beschluss vom 30. Januar 2004 - IXa ZB 274/03 - NJW-RR 2004, 788;… Brox/Walker, Zwangsvollstreckungsrecht, 7. Aufl. 2003, Rn. 314;… Musielak/Lackmann, ZPO, 6. Aufl. 2008, § 754 Rn. 2;… Musielak/Becker § 815 Rn. 5;… MünchKomm-ZPO/Heßler, 3. Aufl. 2007, § 754 Rn. 38 f;… Thomas/Putzo/Hüßtege, ZPO, 29. Aufl. 2008, § 754 Rn. 3;… Gottwald, Zwangsvollstreckung, 4. Aufl. 2002, § 754 Rn. 1;… Schuschke/Walker, Vollstreckung und Vorläufiger Rechtsschutz, Bd. I, 4. Aufl. 2008, § 754 Rn. 1, 7; eingehend zum Ganzen Fahland, ZZP 92, 432 ff).
Der Gerichtsvollzieher ist Organ der Zwangsvollstreckung und als solches mit dem Gläubiger nicht durch ein privatrechtliches Rechtsverhältnis verbunden (vgl. BGH NJW-RR 2004, 788; BGH NJW-RR 2009, 658 (659)).
https://dejure.org/2003,4254
OLG Köln, 17.10.2003 - 2 W 97/03 (https://dejure.org/2003,4254)
OLG Köln, Entscheidung vom 17.10.2003 - 2 W 97/03 (https://dejure.org/2003,4254)
OLG Köln, Entscheidung vom 17. Januar 2003 - 2 W 97/03 (https://dejure.org/2003,4254)
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ZPO §§ 91, 93 448
Kostentragungspflicht des Beklagten trotz sofortigen Anerkenntnisses; Veranlassung der Erhebung einer Klage auf Abgabe einer Freigabeerklärung gegenüber einer Hinterlegungsstelle; Beweisführung des Nichterhalts zweier Schreiben; Anwendung des Freibeweisverfahrens; Zugang ...
ZPO §§ 91 93 448
LG Köln, 01.09.2003 - 5 O 187/03
Will er den Kostenvorteil aus der Ausnahmevorschrift des § 93 ZPO für sich in Anspruch nehmen, muss er darlegen und erforderlichenfalls auch beweisen, dass er keinen Anlass zur Anrufung des Gerichts gegeben hat (vgl. OLG Köln MDR 2004, 648; OLG Frankfurt NJW-RR 1996, 62; OLG Naumburg JurBüro 1999, 431 - 432 zitiert nach juris;… Herget in Zöller, ZPO, 25. Aufl., § 93 ZPO Rdn. 6 Stichwort "Beweislast").
Dass dies auch dann zu gelten hat, wenn die Veranlassung zur Klageerhebung von materiell-rechtlichen Voraussetzungen abhängt, für die bei der Sachentscheidung der Kläger die Darlegungs- und Beweislast zu tragen hat, erscheint nahe liegend, bedarf hier aber keiner abschließenden Entscheidung des Senats; denn bei dem Zugang des Abmahnschreibens handelt es sich nicht zugleich für eine materiell-rechtliche Tatbestandsvoraussetzung für den streitgegenständlichen Unterlassungsanspruch (ebenso OLG Köln MDR 2004, 648; OLG Naumburg JurBüro 1999, 431 - 432 zitiert nach juris).
Bleibt das Beweisergebnis hierbei zu einzelnen Umständen offen, so ist der erforderliche Negativbeweis nicht geführt (vgl. OLG Köln MDR 2004, 648; OLG Naumburg JurBüro 1999, 597 - 598 zitiert nach juris; OLG Frankfurt OLGR Frankfurt 1996, 42, 43).
Dabei ist nur auf das Verhalten vor dem Prozess abzustellen, zu dessen Beurteilung allerdings auch das Verhalten nach der Klageerhebung herangezogen werden kann; auf ein Verschulden und auf die materielle Rechtslage kommt es nicht an (vgl. OLG Köln, OLGR Köln 2004, 58; OLG Naumburg, OLGR Naumburg 1999, 431; OLG Frankfurt, NJW-RR 1996, 62;… Musielak/Wolst, 6. Aufl., § 93, Rn. 2;… Zöller/Herget, aaO., § 93, Rn. 3).
Wegen des Ausnahmecharakters des § 93 ZPO gegenüber der Grundregel des § 91 ZPO trägt der Beklagte die Darlegungs- und Beweislast für die ihm günstige Tatsache, keine Veranlassung zur Klageerhebung gegeben zu haben (vgl. BGH, Beschluss vom 21.12.2006 - I ZB 17/06, MDR 2007, 1162 ; OLG Köln, OLGR 2004, 58; OLG Hamm, MDR 2004, 1078 ).
Ein Beklagter gibt Veranlassung zur Klageerhebung, wenn sein Verhalten vor Prozessbeginn ohne Rücksicht auf ein Verschulden und die materielle Rechtslage gegenüber dem Kläger so war, dass dieser annehmen musste, er werde ohne Klage nicht zu seinem Recht kommen (…z.B. Zöller/Herget, ZPO, 26. Aufl. 2007, § 93 Rn. 3; OLG Köln, OLGR 2004, 58 ff.).