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Timestamp: 2016-10-24 12:17:59
Document Index: 329498932

Matched Legal Cases: ['Art. 23', 'Art. 106', 'Art. 42', 'Art. 106', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 19', 'BGE', 'Art. 19', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 64']

8C_154/2016 (07.06.2016)
8C_154/2016 � � Urteil vom 7. Juni 2016
�Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG,
Die 1979 geborene A.________, ausgebildete Dentalassistentin, war seit 1. September 2011 als Aussendienstmitarbeiterin bei der B.________ AG angestellt und dadurch bei der Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG (im Folgenden: Allianz) obligatorisch gegen die Folgen von Unf�llen versichert (Unfallmeldung UVG vom 13. Februar 2012). Am 3. Februar 2012 prallte ein von hinten herannahendes erstes Fahrzeug in das Heck des von der Versicherten gelenkten, wegen eines Staus zum Stillstand gebrachten Personenwagens, worauf ein zweites herannahendes Auto in das Heck des ersten Fahrzeuges stiess, das erneut mit dem Personenwagen der Versicherten kollidierte (Rapport der Kantonspolizei Z�rich vom 14. Februar 2012). Im gleichentags aufgesuchten Universit�tsspital D.________ wurde eine Distorsion der HWS (Halswirbels�ule) bei inspektorisch unauff�lligem Befund diagnostiziert, ohne dass radiologisch ein Anhalt f�r eine Fraktur und Dislokation der Facettengelenke beziehungsweise f�r eine intracerebrale Blutung oder Kalottenfraktur festgestellt werden konnte (Bericht vom 3. Februar 2012). Die Allianz erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung; Taggeld). Laut dem von ihr eingeholten Gutachten der Dr. med. E.________, Spezial�rztin FMH f�r Neurologie, vom 24. September 2012 war die Versicherte nach zweimaligem Distorsionstrauma der HWS unter Ber�cksichtigung der klinisch nicht mehr relevanten Befunde sowie der bildgebenden Untersuchungen ohne Frakturen oder Rupturen von Ligamenten ab 1. September 2012 wieder vollst�ndig arbeitsf�hig gewesen. Mit Verf�gung vom 15. November 2012 stellte die Allianz die Versicherungsleistungen per 31. August 2012 ein und entzog einer allf�lligen Einsprache die aufschiebende Wirkung. Hiegegen liess die Versicherte Einsprache erheben; den damit gestellten Antrag, die aufschiebende Wirkung sei wieder zu erteilen, wies die Allianz mit Zwischenverf�gung vom 18. Januar 2013 ab. Im Folgenden holte sie die auf allgemeinmedizinisch-internistischen, orthop�disch-rheumatologischen, neurologischen, psychiatrischen und neuropsychologischen Untersuchungen beruhende Expertise des Zentrums f�r Medizinische Begutachtung (ZMB) vom 15. April 2014 sowie deren Stellungnahmen vom 30. Januar und 5. Mai 2015 zu den Einw�nden der Versicherten ein. Mit Entscheid vom 21. Juli 2015 lehnte die Allianz die Einsprache ab.
Die hiegegen bei der Allianz eingereichte Beschwerde �berwies diese mangels Zust�ndigkeit an das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz, welches das eingelegte Rechtsmittel mit Entscheid vom 13. Januar 2016 abwies.
A.________ f�hrt Beschwerde und beantragt, die Allianz habe bis auf Weiteres Heilbehandlung zu gew�hren sowie Taggeld auszurichten und ihr sei eine Integrit�tsentsch�digung, eine Rente, ein Schmerzensgeld, Schadenersatz und eine Abfindung zuzusprechen. Ferner ersucht sie um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege f�r das bundesgerichtliche Verfahren.
1.1.�Auf die letztinstanzlich erstmals geltend gemachten Rechtsbegehren der Beschwerdef�hrerin, die Allianz habe ihr ein Schmerzensgeld zu bezahlen sowie Schadenersatz zu leisten, kann das Bundesgericht mangels eines Anfechtungsgegenstands nicht eintreten. Im �brigen ist nicht ersichtlich, inwiefern sich die mit diesen Antr�gen geltend gemachten Forderungen auf das UVG, das ATSG oder anderweitige gesetzliche Grundlagen abst�tzen liessen.
1.2.�Zur beantragten Abfindung (vgl. Art. 23 UVG) hat die Allianz keine Verf�gung erlassen, weshalb es auch diesbez�glich an einem Anfechtungsgegenstand fehlt, mithin auf dieses Rechtsbegehren nicht einzutreten ist.
2.1.�Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG), doch pr�ft es, unter Ber�cksichtigung der allgemeinen R�ge- und Begr�ndungspflicht (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), nur die geltend gemachten Vorbringen, falls allf�llige weitere rechtliche M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind. Hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten gilt eine qualifizierte R�gepflicht (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 138 I 274 E. 1.6 S. 280 f. mit Hinweisen).
3.1.�Streitig und zu pr�fen ist, ob das kantonale Gericht zu Recht in Best�tigung des Einspracheentscheids der Allianz vom 21. Juli 2015 ab 1. September 2012 einen Anspruch auf weitere Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung verneint hat. Prozessthema bildet dabei die Frage, ob die Beschwerdef�hrerin an organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen in Form richtunggebender Verschlimmerungen von Diskusprotrusionen im Bereich der HWS litt. Ist dies zu verneinen, ist weiter zu pr�fen, ob sie �ber den 31. August 2012 hinaus an den Folgen eines Schleudertraumas der HWS litt.
Die Vorinstanz hat die Rechtsgrundlagen zur Beurteilung der Streitsache zutreffend dargelegt, worauf verwiesen wird. Zu wiederholen ist Folgendes:
3.2.1.�Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt einen nat�rlichen und ad�quaten Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181). Dabei spielt im Sozialversicherungsrecht die Ad�quanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem nat�rlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers im Bereich organisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen praktisch keine Rolle, da sich hier die ad�quate weitgehend mit der nat�rlichen Kausalit�t deckt.
3.2.2.�Praxisgem�ss kann von organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen erst dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit apparativen/bildgebenden Abkl�rungen best�tigt wurden und die hiebei angewendeten Untersuchungsmethoden wissenschaftlich anerkannt sind (Urteil 8C_216/2009 vom 28. Oktober 2009 E. 2 mit Hinweis, nicht publ. in: BGE 135 V 465, aber in: SVR 2010 UV Nr. 6 S. 25). Ob eine organisch objektiv ausgewiesene Unfallfolge vorliegt, beurteilt sich nach dem im Sozialversicherungsrecht �blichen Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181).
3.2.3.�Nach der Rechtsprechung ist es zul�ssig, eine Leistungspflicht des Unfallversicherers zu verneinen und die Frage, ob ein nat�rlicher Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den nicht objektivierbaren Beschwerden besteht, offen zu lassen mit der Begr�ndung, ein allf�lliger nat�rlicher Kausalzusammenhang w�re nicht ad�quat und damit nicht rechtsgen�glich. Anders ist lediglich in jenen F�llen zu entscheiden, in denen der Sachverhalt f�r eine einwandfreie Ad�quanzpr�fung nicht hinreichend gekl�rt ist (BGE 135 V 465 E. 5.1 S. 472).
4.1.1.�Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, die Allianz und die Vorinstanz h�tten nicht abgekl�rt, ob der Unfall eine richtunggebende Verschlimmerung der Befunde im Bereich der HWS zur Folge gehabt habe. Der Chiropraktor habe festgehalten, dass der Status quo ante vel sine nicht erreicht gewesen sei (vgl. Bericht des Dr. med. C.________, Chiropraktor SCG, vom 17. Dezember 2012).
4.1.2.�Dieses Vorbringen ist nicht stichhaltig. Frau Dr. med. E.________ legte im Gutachten vom 24. September 2012, das von den medizinischen Sachverst�ndigen des ZMB in allen Teilen best�tigt wurde (vgl. Gutachten vom 15. April 2014), dar, dass mit den im M�rz 2012 radiologisch festgestellten diskreten breitbasigen Diskusprotrusionen auf H�he der Halswirbelk�rper C3 bis C6 ein Status quo ante belegt und dieser sechs Monate nach dem Unfall vom 3. Februar 2012 wieder erreicht worden sei. Wie das kantonale Gericht zutreffend erkannt hat, k�nnen nach st�ndiger Rechtsprechung Diskushernien und -protrusionen nur ausnahmsweise als unfallbedingt angesehen werden, so wenn der Unfall von besonderer Schwere und geeignet war, eine Sch�digung der Bandscheiben herbeizuf�hren. Dies war hier angesichts der kollisionsbedingten Geschwindigkeits�nderung des Personenwagens der Versicherten beim ersten Aufprall zwischen 8.3 und 12.3 km/h und beim zweiten bis maximal 8.6 km/h (vgl. unfallanalytisches Gutachten der Z�rich Versicherungs-Gesellschaft AG, Z�rich, vom 1. Juni 2012) nicht der Fall, weshalb nicht von einer massiven Gewalteinwirkung auszugehen war; die �rzte konnten denn auch radiologisch keine L�sionen an B�ndern oder Knochen feststellen. Dem ist anzuf�gen, dass praxisgem�ss eine traumatische Verschlimmerung eines klinisch stummen degenerativen Vorzustandes an der Wirbels�ule in der Regel nach sechs bis neun Monaten, sp�testens aber nach einem Jahr, als abgeschlossen zu betrachten ist (Urteil 8C_601/2011 vom 9. Januar 2012 E. 3.2.2; vgl. auch SVR 2009 UV Nr. 1 S. 1, 8C_677/2007 E. 2.3.2 mit Hinweisen). Auch unter diesem Gesichtspunkt betrachtet lassen sich die Gutachten der Dr. med.���E.________ und des ZMB nicht beanstanden. Im �brigen ist darauf hinzuweisen, dass sich der angerufene Chiropraktor mit dieser Sachlage nicht auseinandersetzte, sondern explizit lediglich seine Auffassung wiedergab. Zusammenfassend ist festzustellen, dass eine richtunggebende Verschlimmerung der vorbestehenden Diskusprotrusionen radiologisch nicht nachgewiesen werden konnte.
4.2.1.�Zu pr�fen ist weiter, ob die Allianz die unfallversicherungsrechtlichen Leistungen wegen der geltend gemachten Folgen der erlittenen zweimaligen Distorsion der HWS �ber den 31. August 2012 hinaus zu erbringen habe. Das kantonale Gericht hat diese Frage mit der Begr�ndung verneint, es fehle an einem ad�quaten Kausalzusammenhang.
4.2.2.�Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, die Vorinstanz habe hinsichtlich des Fallabschlusses per 31. August 2012 keine Feststellungen getroffen. Aus den Erw�gungen des angefochtenen Entscheids geht hervor, dass die Versicherte diese Frage nicht beanstandete, weshalb das kantonale Gericht darauf nicht n�her eingegangen ist. Gem�ss Art. 19 Abs. 1 UVG sind die Leistungen einzustellen, wenn von der Fortsetzung der �rztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr erwartet werden kann. Diese Frage beurteilt sich namentlich nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsf�higkeit; dabei verdeutlicht die Verwendung des Begriffs "namhaft", dass die durch weitere Heilbehandlung zu erwartende Besserung ins Gewicht fallen muss (BGE 134 V 109 E. 4.3 S. 115). Nachdem die Beschwerdef�hrerin, wie in E. 4.1.2 hievor festgehalten, gem�ss den Gutachten der Dr. med. E.________ und des ZMB ab 1. September 2012 wieder vollst�ndig arbeitsf�hig war, ist ohne Weiteres anzunehmen, dass die erw�hnten Voraussetzungen, den Fall abzuschliessen, per 31. August 2012 erf�llt waren. Zu erg�nzen ist, dass zu diesem Zeitpunkt Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung nicht zur Diskussion standen (vgl. Art. 19 Abs. 1 UVG).
4.3.1.�Die Vorinstanz hat nach umfassender Darlegung der medizinischen Akten zutreffend erkannt, dass sich daraus bezogen auf den Zeitpunkt der Leistungseinstellung (31. August 2012) keine unfallbedingten gesundheitlichen Beeintr�chtigungen ergaben, die auf ein organisches Substrat im Sinne struktureller Ver�nderungen des Gehirns oder der HWS zur�ckgef�hrt werden konnten. Sie hat daher zu Recht gepr�ft, ob die �ber den 31. August 2012 hinaus geltend gemachten Beschwerden in einem ad�quaten Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 13. Februar 2012 und dessen unmittelbaren Folgen standen. Dabei hat sie auf die Rechtsprechung gem�ss BGE 134 V 109 (sogenannte Schleudertraumapraxis) abgestellt.
4.3.2.�Das kantonale Gericht hat auf die Rechtsprechung hingewiesen, wonach einfache Auffahrkollisionen in der Regel als mittelschwere Unf�lle im Grenzbereich zu den leichten Ereignissen zu qualfizieren sind (RKUV 2005 Nr. U 549 S. 236 E. 5.1.2, U 380/04). Es hat erkannt, dass vorliegend keine Umst�nde ersichtlich seien, von dieser Praxis abzuweichen. Daran �ndere nichts, dass ein zweifacher Aufprall stattfand, zumal die kollisionsbedingten Geschwindigkeits�nderungen innerhalb der geltenden Harmlosigkeitsgrenzen gelegen h�tten. Die Beschwerdef�hrerin bringt nichts vor, was diese zutreffende Auffassung in Frage zu stellen verm�chte. Es kann erg�nzend auf das Urteil 8C_633/2007 vom 7. Mai 2008 E. 6.2.2 hingewiesen werden, wonach die durch die Heckkollision bedingte Geschwindigkeits�nderung (delta-v) des Fahrzeugs der versicherten Person 30-35 km/h betrug und die anschliessende Frontalkollision erhebliche Beschleunigungskr�fte freisetzte; die Wucht des Aufpralls reichte aus, dass das in Front liegende Auto quergedreht und in einen weiteren Personenwagen hineingeschoben wurde. So liegen die Verh�ltnisse hier eindeutig nicht.
4.3.3.�Die Vorinstanz hat von den zu pr�fenden, objektiv fassbaren und unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehenden oder als Folge davon erscheinenden Umst�nden, welche als massgebende Kriterien in die Gesamtw�rdigung einzubeziehen sind (vgl. BGE 134 V 109 E. 10.3 S. 130), h�chstens diejenigen der erheblichen Beschwerden sowie der erheblichen Arbeitsunf�higkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen als erf�llt betrachtet, was f�r die Annahme eines ad�quaten Kausalzusammenhangs nicht gen�gte.
4.3.3.1.�Unbestritten liegen die Kriterien der besonders dramatischen Begleitumst�nde oder besonderen Eindr�cklichkeit des Unfalls sowie der �rztlichen Fehlbehandlung nicht vor.
4.3.3.2.�Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, die Verletzungen und gesundheitlichen Beeintr�chtigungen gingen �ber das bei Schleudertraumata �blicherweise auftretende Ausmass hinaus. Die Vorinstanz hat zutreffend darauf hingewiesen, dass die Versicherte teilweise am typischen Beschwerdebild nach Distorsion der HWS, nicht aber an anderen gesundheitlichen Folgen des Unfalls litt, weshalb praxisgem�ss (BGE 134 V 109 E. 10.2.2 S. 127 f.) das Kriterium der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzung ohne Weiteres zu verneinen war.
4.3.3.3.�Die Vorinstanz hat erwogen, die medizinische Behandlung habe sich im Wesentlichen in manualtherapeutischen Massnahmen sowie der Verordnung von Medikamenten ersch�pft. Insbesondere sei die Versicherte der schon kurze Zeit nach dem Unfall von den �rzten des Universit�tsspitals D.________ aufgrund der Ergebnisse der Schmerzsprechstunde ge�usserten Empfehlung, sich einem Medikamentenentzug mit begleitender psychiatrisch-/psychotherapeutischer Behandlung zu unterziehen, nicht nachgekommen. Unter diesen Umst�nden sei das Kriterium der fortgesetzt spezifischen, belastenden �rztlichen Behandlung zu verneinen. Auch dieser Auffassung ist nichts beizuf�gen.
4.3.3.4.�Die Beschwerdef�hrerin macht weiter geltend, sie nehme die rezeptpflichtigen Analgetika auf Verordnung der �rzte ein, weshalb ihr zu Unrecht ein Medikamentenmissbrauch vorgeworfen werde. Das kantonale Gericht hat hiezu erwogen, dass sich ausweislich der medizinischen Akten eine Abh�ngigkeit des Benzodiazepins Rivotril und ein �berm�ssiger Konsum von Schmerzmitteln mit dem Wirkstoff Mefenamins�ure entwickelte. Nicht zu verkennen sei, dass der langandauernde Einsatz von Medikamenten massgeblich zur unbefriedigenden gesundheitlichen Situation der Versicherten beitrage. Allerdings stelle nach der Rechtsprechung ein problematischer beziehungsweise �berm�ssiger Gebrauch von Medikamenten noch keinen schwierigen Heilungsverlauf mit erheblichen Komplikationen dar; von einem solchen k�nne wohl ohnehin erst dann gesprochen werden, wenn die Abh�ngigkeit und die �berm�ssige Einnahme von Medikamenten trotz ausgewiesener Anstrengungen und therapeutischer Massnahmen nicht einged�mmt werden k�nnten. Dieser Auffassung ist beizupflichten. Wie in vorstehender Erw�gung erw�hnt, kam die Versicherte der Empfehlung der �rzte des Universit�tsspitals D.________, sich einer Entw�hnungskur mit begleitender Psychotherapie zu unterziehen, nicht nach. Daher trifft ihr Vorbringen, sie werde seit dem Unfall mit Medikamenten auf �rztliche Verordnung hin versorgt, den entscheidenden Punkt nicht. Im �brigen ist darauf hinzuweisen, dass die Vorinstanz nicht davon ausgegangen ist, die Versicherte nehme in sch�dlichem Umfang Cannabis oder Produkte davon zu sich.
4.3.3.5.�Zum Kritierium der erheblichen Arbeitsf�higkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen hat das kantonale Gericht erwogen, dass sich die Versicherte verschiedenen Behandlungen unterzogen sowie sich auch selber aktiv um Alternativtherapien bem�ht habe; damit habe sie ihren Willen bekundet, sich wieder in den Arbeitsprozess einzugliedern. Zudem habe sie im Mai 2013 eine neue Erwerbst�tigkeit zu einem Pensum von 100 % aufgenommen, wobei das Arbeitsverh�ltnis nach der dreimonatigen Probezeit aufgel�st wurde. Weitere Arbeitsversuche seien nicht erfolgt. Allerdings seien Arbeitsbem�hungen nur bis zum Zeitpunkt des Fallabschlusses (31. August 2012) zu ber�cksichtigen. Aber auch wenn das Kriterium in Ber�cksichtigung des Arbeitsversuchs und der durchgef�hrten Therapien zu bejahen w�re, w�re es jedenfalls nicht in ausgepr�gter Weise erf�llt. Was die Beschwerdef�hrerin vorbringt, vermag keine vom vorinstanzlichen Ergebnis abweichende Beurteilung zu begr�nden. Wohl attestierten mehrere �rzte unterschiedliche Arbeitsunf�higkeiten, ausschlaggebend sind indessen die ernsthaften Bem�hungen, welche die versicherte Person unternimmt, um sich optimal in den Arbeitsprozess wieder einzugliedern (BGE 134 V 109 E. 10.2.7 S 129 f.).
4.3.4.�Insgesamt ist der Schlussfolgerung des kantonalen Gerichts, dass von den sieben relevanten Kriterien h�chstens zwei erf�llt sind, keines davon jedoch in ausgepr�gter Weise, beizupflichten. Zur Bejahung der Ad�quanz allf�lliger noch vorhandener unfallbedingter Beschwerden gen�gt dies bei einem mittelschweren Unfall im Grenzbereich zu den leichten Ereignissen nicht.
Das Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege ist infolge Aussichtslosigkeit der Beschwerde abzuweisen (Art. 64 Abs. 1 BGG).