Source: http://www.memorial.krsk.ru/deu/Martirol/r.htm
Timestamp: 2019-10-13 22:59:27
Document Index: 214719950

Matched Legal Cases: ['§ 58', '§ 58', '§ 58', '§ 58', '§ 58', '§ 58', '§ 58', '§ 204', '§ 58', '§ 58', '§ 58', '§ 58', '§ 62', '§ 58', '§ 58', '§ 58', '§ 19', '§ 17', '§ 58', '§ 204', '§ 58', '§ 58', '§ 58', '§ 58', '§ 58', '§ 58']

Opferliste - R
RACHMAN(N), Georgij Petrowitsch, möglicherweise Deutscher, geb. 1866 im Dorf Pusyrewo, Jemeljanowsker Amtsbezirk, Krasnojarsker Landkreis, Jenisejsker Gouvernement. Lebte später in der Stadt Krasnojarsk. Arbeitete als Lastfuhrmann mit eigenem Pferd. Am 02.03.1931 verhaftet. Angeklagt wegen antisowjetischer Agitation. Am 23.08.1931 von einem Kollegium der OGPU zu 5 Jahren Arbeits- und Erziehungslager verurteilt. Am 30.12.1958 vom Krasnojarsker Regionsgericht rehabilitiert (P-10346).
RACHMAN(N), Nikolai Georgiewitsch, möglicherweise Deutscher, geb. 1891 im Dorf Pusyrewo, Jemeljanowsker Amtsbezirk, Krasnojarsker Gebiet, Jenisejsker Gouvernement. Lebte eine Zeit lang in der Ortschaft Dudinka, Tajmyrsker Grund- und Boden-Abteilung, Nationalgebiet, Region Krasnojarsk. Tierarzthelfer bei der Grund- und Boden-Abteilung. Am 04.10.1937 verhaftet. Anklage wegen antisowjetischer Agitation. Am 14.04.1938 von einer Trojka der NKWD-Verwaltung der Region Krasnojarsk zur Höchststrafe verurteilt. Am 09.05.1938 in Dudinka erschossen. Am 17.03.1956 vom Krasnojarsker Regionsgreicht rehabilitiert (P-8767).
RADKE, Otto Ludwigowitsch, geb 1870 im Gouvernement Warschau. Lebte später in Kansk. Ofensetzer im Holzverarbeitungswerk Am 11.04.1938 verhaftet. Angeklagt nach § 58-6 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 19.05.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 17.07.1938 in der Stadt Kansk erschossen. Am 29.04.1958 vom Militärtribunal des Sibirischen Wehrkreises rehabilitiert (P-9489).
RAICH, Emmanuel (Sohn von Heinrich), geb. 1907, stammte aus der Ortschaft Frankreich, Kanton Pallassowka, ASSR der Wolgadeutschen. 1941 in das Dorf Krasnaja Gorka, Kreis Suchobusimo, Region Krasnojarsk, deportiert. Im Januar 1942 zur „Arbeitsarmee“ ins KrasLag verschleppt. Am 23.04.1944 wegen Krankheit aus dem KrasLag entlassen und an den Ort seiner Verbannung geschickt.
RAICHEL, Alexander (Sohn von Philipp), befand sich ab 21.05.1942 wegen § 58-10 Strafgesetz in einem Ermittlungsverfahren in Chakassien.
RAICHEL (REICHEL?), Anna Filippowna, geb. 1903 im Gouvernement Cherson. Lebte später in Krasnojarsk. Maschinistin beim „Kraiplan“, offizielle Mitarbeiterin des NKWD. Am 02.04.1938 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10 des Strafgesetzes der RSFSR („Verleumdung der NKWD-Organe“). Am 21.06.1938 von einem Sonderkollegium des NKWD der UdSSR zu 8 Jahren Arbeits- und Erziehungslager verurteilt. Nach der Freilassung fuhr sie nach Riga, kehrte jedoch später nach Krasnojarsk zurück. Am 12.11.1955 vom Krasnojyarsker Regionsgericht rehabilitiert (P-4138).
J. Tokmanzew. Alte Menschen, alte Menschen ...
RAICHEL, August (Sohn von Philipp), aus dem Gebiet Saratow im Oktober 1941 in die Ortschaft Bajdowo zwangsumgesiedelt. Ab 04.06.1942 im National-Gebiet der Jamalo-Nenzen. Seine zweite Ehefrau, Lydia (Tochter von Jakob) REICHEL, war ebenfalls in der Arbeitsarmee.
RAICHERT (REICHERT), Albert Davidowitsch, geb. 1913 in dem Dorf Kusnezowka, Doborwelitschkowsker Amtsbezirk, Gouvernement Jekaterinenburg. Konnte nur wenig lesen und schreiben. Stammte aus einer Arbeiterfamilie. Ohne feste Beschäftigung, ohne festen Wohnsitz. Am 14.03.1932 verhaftet. Angeklagt nach § 58-6 des Strafgesetzes der RSFSR. Die Akte wurde am 16.10.1932 aus Gründen mangelnden Tatbestandes geschlossen. Am 18.02.2002 durch die Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-1298).
RAICHERT, Lydia, verbüßte die Haftstrafe im Nationalgebiet Tajmyr. Heiratete den Nenzen Wassilij Bajkalow.
RAIFSCHNAIDER, Scharlotta Iwanowna, geb. 1889 in der Ortschaft Kutter, Kanton Balzer, Gouvernement Saratow. Bildung: 4 Klassen an der deutschen Schule. Stammte aus einer Bauernfamilie. Parteilos. Lebte später in Igarka. Arbeitete nicht. Am 06.01.1947 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10, Absatz 1, des Strafgesetzes der RSFSR. Am 01.04.1947 vom Regionsgericht des Taiymyrsker Nationalgebiets, Reghion Krasnojarsk, zu 5 Jahren Arbeits- und Erziehungslager verurteilt. Am 28.01.1993 durch die Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-4050).
RAIMER (REIMER?), Iwan Gottliebowitsch, geb. 1869 im Gouvernement Samara. Konnte lesen und schreiben. Lebte später im Dorf Nikolajewka, Krasnoturansker Bezirk, Region Krasnojarsk. Ohne besondere Beschäftigung, ohne Arbeit. Am 28.11. 1937 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 04.02.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 03.03.1938 in Minusinsk erschossen. Am 07.07.1989 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-18725).
RAINHARDT, Olinda (Tochter von Andrej/Andreas), geb. 1918, gebürtig aus der Ortschaft Reinhard, Kanton Krasnojar, ASSR der Wolgadeutschen. 1941 nach Mesenzewo, Tjumenzewsker Kreis, Altaj-Gebiet, deportiert. 1942 zur „Arbeitsarmee“ ins KrasLag ver-schleppt. Am 13.04.1944 wegen Krankheit aus dem KrasLag an den Verbannungsort (im Altaj-Gebiet) entlassen.
RAISCH, David (Sohn von Friedrich), geb. 1897, Wolgadeutscher. Verhaftet 1937. Verschollen.
RAISCH (Reisch), Genrich (Heinrich) Andreasowitsch, geb. am 14.12.1927. Lebte 2004 in der Stadt Dudinka.
RAIS(S)ING, Karl, geb. 1900. Deportiert. Befand sich von 1943-1946 in der Trudarmee-Zone des Krasnojarsker Metallhüttenwerks (Postfach 121) an der Station Sorokino, Bezirk Mana, Region Krasnojarsk.
RAKUTZ, Wladimir Lwowoitsch, geb. 1903 in Minusinsk, Gouvernement Jenisej. 7 Klassen Schulbildung an der städtischenLehranstalt. Stammte aus einer kleinbürgerlichen Familie. Parteilos. 1928 Entzug der politischen Rechte, 1932 entkulakisiert und aus Tuwa vertrieben. Lebte später in der Siedlung Tinsuk, Artemowsker Bezirk, Region Krasnojarsk. Ungelernter Arbeiter im Artemowsker Bergbau-Kombinat „Minusasolota“. Am 24.06.1938 verhaftet und ins Minusinsker Gefängnis gebracht. Angeklagt nach §§ 58-10, Absatz 1, 58-11, des Strafgesetzes der RSFSR. Die Akte wurde am 05.05.1940 durch den operativen NKWD-Sektor der Stadt Minusinsk aus Gründen, die zu seiner Rehabilitiation führten, geschlossen (§ 204 Pkt. b der Strafprozeß-Ordnung der RSFSR); Entlassung aus der Haft. UnterBegleitung in die Siedlung Tinsuk; Olchowsker Sonder-Kommandantur, verbracht (P-7130).
RAMBURGER, Eleonora Georgiewna. 1941 in die Region Krasnojarsk deportiert. Verbrachte die Verbannung in Ust-Chantajka, Potapowo und Lewinskije Peski.
RAMBURGER, Iwan Jakowlewitsch. Als Verbannter im Autonomen Gebiet Tajmyr, Region Krasnojarsk. Vorsitzender der Nenzen-Kolchose „Neues Leben“ in der Siedlung Potapowo.
RATZ, David (Sohn von David), im September 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen in den Kreis Suchobusimo, Region Krasnojarsk, deportiert. Lebte 1991 in der Ortschaft Busim, Kreis Suchobusimo, Region Krasnojarsk.
RATZ, Kusma Eduardowitsch, geb. 1908 in der Ortschaft Nischnjaja Bulanka, Sagajsker Amtsbezirk, Landkreis Minusinsk, Jenisejsker Gouvernement. Deutscher (Lette). Konnte nur wenig lesen und schreiben. Stammte aus einer Großbauern-Familie. Lebte später in der Ortschaft Snamenka, Minusinsker Bezirk, Region Krasnojarsk. Heizer in er Weinkellerei. Am 18.12.1937 verhaftet. Angeklagt wegen Mitgliedschaft in einer konterrevolutionlären, nationalistischen Organisation und konterrevolutionärer Tätigkeiten. Am 13.01.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 02.02.1938 in Minusinsk erschossen. Am 26.11.1957 vom Obersten Gericht der RSFSR rehabilitiert (P-8432).
RAU, Ewald (Sohn von Adolf), am 02.08.1938 in Minussinsk erschossen.
RAU, Jekaterina (Katharina) Emeljanowna, geb. 1906. Gebürtig und wohnhaft in der Ortschaft Gukk, Kanton Balzer, Gouvernement Saratow. Deportiert in den Bezirk Bograd, Autonomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk. Am 24.09.1943 in die Trudarmee mobilisiert, am 01.01.1946 ins Tagillag abgeschrieben.
Buch der Erinnerung an die Opfer politischer Repressionen in der Republik Chakassien, Bd. 3, Abakan, 2006, S. 316, (b).
RAU, Roman, ca. 1900–ca.1948. ImJahre 1941 zusammen mit seiner Familie aus der Ortschaft Straßburg, Kanton Pallasowka, ASSR der Wolgadeutschen in das Dorf Podsopki, Suchobusimsker Bezirk, Region Krasnojarsk, deportiert : Ehefrau Jelisaweta (Elisabeth) Rau (ca. 1900- ca. 1987) ; Kinder : David Romanowitsch Rau (geb. ca. 1917), Reinhold Romanowitsch Rau (geb. ca. 1923), Viktor Romanowitsch Rau (geb. ca. 1940), Mina Romanowna Rau (geb. 1932), Ella Romanowna Rau (geb. ca. 1937) und Frieda Romanowna Rau (geb. ca. 1930). David und Reinhold wurdenin die „Trudarmee“ gejagt. Reinhold kehrte nicht zurück.
-Verbannungs- / Lagerhaftbericht von Maria Iwanowna Schestakowa
RAUCH, Alexander Friedrichowitsch, geb. 1875 im Gouvernement Pskow. Lebte in der Stadt Atschinsk. Entzug der Wahlrechte 1934 als Kulak. (Archiv der Stadt Atschinsk. Fond 310, Verz. 1-С. Dossiers 958, 648).
RAUMUND, Wolgadeutscher. Starb in der Arbeitsarmee in der Region Krasnojarsk.
REGEL (Zimmermann), Emma. In die Region Krasnojarsk deportiert, verbrachte die Verbannung in der Siedlung Ust-Chantajka, Dudinsker Bezirk, Region Krasnojarsk. Lebte 2003 in Deutschland.
REICH, Jakob, geb. 1931. Im Jahre 1941 aus Leningrad nach Jakutien deportiert, in die Siedlung Kresty, unweit der Ortschaft Kasatsche, im Ust-Jansker Kreis. 1945 ging er in die 1. Klasse der Grundschule.
REICH, Konkordia (Tochter von Karl), 1905-1997, Einwohnerin der Ortschaft Schuwalowo (heute Nowopargolowo), Gebiet Leningrad. Wurde am 27.03.1942 zusammen mit ihrer Tochter Margarita (Tochter von Peter), geb. 1925 deportiert. Man verlud sie auf Waggons mit dem Bestimmungsziel Tichwin. Die Listen wurden erst in den Waggons zusammengestellt. Man brachte sie zur Station Adadym, Kreis Nasarowo, Region Krasnojarsk. 1943 wurde Margarita in die Arbeitsarmee geschickt, zum Schacht Pionier in der Region Kemerowo. Dort blieb sie bis 1945. Aufgrund einer Erkrankung wurde sie in die Freiheit entlassen. Sie kehrte zur Mutter zurück. Am 23.01.1956 wurde sie aus der Sonderzwangsansiedlung freigelassen. Sie beendete das Forsttechnische Institut und lebte dann in Krasnojarsk.
REICH, Margarita (Margarethe) Petrowna, geb. 1902 in der Nowopargolowsker Kolonie, Gouvernement Sankt-Petersburg. Grundschulbildung. Lebte eine zeitlang in der Siedlung Bolschaja Cheta, Ust-Jenisejsker Bezirk, Region Krasnojarsk. Arbeite als Köchin am Kreliusker Bohrloch. Am 28.10.1950 verhaftet. Angeklagt wegen antisowjetischer Agitation. Am 15.02.1951 vom Tajmyrsker Gebietsgericht zu 8 Jahren Arbeits- und Erziehungslager und 5 Jahren Entzug aller politischen Rechte verurteilt. Am 08.06.1992 durch die Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-20216).
REICHARD, Josef Iwanowitsch, geb. 1880 in Budapest. Ungar. Mittlere Schulbildung. Ehemaliger Kriegsgefangener. Stammte aus einer Arbeiterfamilie. Lebte später in der Stadt Minusinsk. Friseur. Am 03.07.1941 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10, Abs. 1. des Strafgesetzes der RSFSR. Am 16.10.1941 vom Krasnojarsker Regionsgericht zu 10 Jahren Arbeits- und Erziehungslager und 5 Jahren Entzug der politischen Rechte verurteilt. Am 20.12.1962 durch das Oberste Gericht der RSFSR rehabilitiert (P-2918).
REICHERT, Alexander (Sohn von Alexander), geb. 1948. Befand sich in der Siedlung Polikarpowsk, Kreis Ust-Jenissej, Gebiet Tajmyr, in Verbannung. 1950-1951 Mitglied der Kolchose „Krasnij Tajmyrjez“ („Roter Tajmyrer“).
REICHERT, Emilia Petrowna, geb. am 08.02.1923. Deportiert in die Region Krasnojarsk. Lebte 2004 in der Siedlung Karaul, Ust-Jenisejsker Bezirk.
REICHERT, Jewdokia Ignatjewna, möglicherweise Deutsche, geb. 1897 in der Ortschaft Gaiworon, Gouvernement Priamur. Lebte später in Krasnojarsk. Arbeitete als Krankenpflegerin im städtischen Ambulatorium. Am 28.06.1943 verhaftet. Angeklagt wegen antisowjetischer Agitation. Am 13.01.1943 von einem Sonderkollegium des NKWD der UdSSR zu 8 Jahren Arbeits- und Erziehungslager verurteilt. Am 25.12.1989 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-4477).
REICHERT, Peter (Sohn von Konrad), geb. 1901. Im September 1941 zusammen mit seiner Ehefrau Dorothea (Tochter von Karl), geb. 1900, sowie den Kindern Peter, geb. 1921, Karl, geb. 1925, Anna, geb. 1938, und Erna, geb. 1939, aus der Ortschaft Krasnij Jar, ASSR der Wolgadeutschen, deportiert. Ende der 40-er Jahre befand er sich im Schuschensker Kreis in der Verbannung, seine Ehefrau und die Kinder in dem Dorf Lebedjewka, Kreis Bogotol.
REICHERT, Wladimir/Walter (Sohn von Wassilij/Wilhelm), geb. 1951. Befand sich in der Siedlung Polikarpowsk, Kreis Ust-Jenissej, Gebiet Tajmyr, in Verbannung. Mitglied der Kolchose „Krasnij Tajmyrjez“ („Roter Tajmyrer“).
REICHERT-DEMSKIJ, Julij Stanislawowitsch, geb. 1890 in der Stadt Lublin in Polen. Häftling im Minusinsker Gefängnis. Am 02.02.1946 verhaftet. Angeklagt wegen antisowjetischer Agitation. Am 01.06.1946 vom Krasnojarsker Regionsgericht zu 6 Jahren Arbeits- und Erziehungslager verurteilt. Am 12.09.1959 von einer Sonderkommission des Obersten Gerichts der RSFSR rehabilitiert (P-11146).
REIFSCHNEIDER, Jakob (Sohn von Jakob), geb. 1915. Im September 1941 zusammen mit seiner Ehefrau (Natalie, geb. 1915), und Tochter Ella (geb. 1939) aus der Ortschaft Kutter, Kanton Balzer, ASSR der Wolgadeutschen, in das Dorf Borki, Daurischer (heute Balachta-) Kreis, Region Krasnojarsk, deportiert. Im Sommer 1942 wurde er mit der Familie in den Norden des Krasnojarsker Gebietes, ins Mündungsgebiet des Jenissej, verschickt.
REIMANN, Alfred Karllowitsch. Als Verbannter im Bogutschansker Bezirk, Region Krasnojarsk.
REIMER, Valentin Franzewitsch, geb. 1919 in der Ortschaft Rickenau, Gouvernement Jekaterinenburg. Absolvent einer Fachschulausbildung. Stammte aus einer Bauernfamilie. Ungelernter Arbeiter im Baubataillon, Postanschrift 1843, in der Ortschaft Abasa, Bezirk Taschtypsk, Autonomes Gebiet Chakasiien, Region Krasnojarsk. Am 16.05.1942 verhaftet. Angeklagt nach § 58-12 des Strafgesetzes der RSFSR. Das Verfahren wurde am 10.02.1943 durch die Abteilung für Spionageabwehr bei der NKWD-Behörde der Region Krasnojarsk aufgrund des Todes des Angeklagten eingestellt. Am 26.05.2009 durch die Militärstaatsanwaltschaft des Militärtribunals des Sibirischen Wehrkreises rehabilitiert (013209).
REIN, Jakob (Sohn von Alexander), geb. 1910, stammte aus der Ortschaft Kamenka, Gouvernement Zarizyn. Bäcker. Verhaftet am 04.11.1942 (wahrscheinlich im Tschelja-binsker Metallhüttenwerk, am 27.02.1943 vom Tscheljabinsker Gebietsgericht zu 10 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Verbüßte die Strafe im Gebiet Tscheljabinsk, anschließend in der 8. Lagerabteilung des NorilLag (Krasnojarsk). Am 08.09.1948 wurde er von der 8. Lagerabteilung des NorilLag zum Lagerstützpunkt der Zementfabrik (Lager örtlicher Unterstellung) versetzt.
REIN, Konstantin Wasilewitsch, geb. 1925 im Kanton Balzer, Gouvernement Saratow. Im September 1941 deportiert. Befand sich von 1943-1946 in der Trudarmee-Zone des Krasnojarsker Metallhüttenwerks (Postfach 121) an der Station Sorokino, Bezirk Mana, Region Krasnojarsk.
REIN, Mina (Tochter von David), im September 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen in den Kreis Suchobusimo, Region Krasnojarsk, deportiert. Lebte 1991 in der Ortschaft Busim, Kreis Suchobusimo, Region Krasnojarsk.
REIN, Peter Christoforowitsch, geb. 1899 im Gouvernement Saratow. Trudarmist in der Kraslag-Arbeitskolonie Werchnjaja Tuguscha. Am 16.10.1942 verhaftet. Angeklagt wegen rechter, trotzkistischer Agitation. Am 30.10.1943 von einem Sonderkollegium des NKWD der UdSSR zu 10 Jahren Arbeit- und Erziehungslager verurteilt. Am 07.03.1955 von einer Aktenprüfungskommission der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-4624).
REINZ, Fedor Grigorewitsch, geb. 1914. Wolga-Deutscher. 1941 in die Region Krasnojarsk verschleppt. Die Informationen wurden W. Starker (2005) vorgezeigt, Originaltext im Archiv des Krasnojarsker „Memorial“. Erstellt von: Sirotinin.
REINWART, Iwan Andrejewitsch, 1889-07.05.1934, möglicherweise Deutscher. Enteignet und 1933 zusammenmit seiner Familie aus dem Bezirk Karatus in die Region Tomsk verschleppt: Ehefrau Mina Karlowna, geb. 1889, Kinder Michail, geb. 1927, und Anna, geb. 1929.
REIS, E.A., möglicherweise Deutscher. Lebte in der Stadt Atschinsk. Entzug der Wahlrechte 1930. Rechte 1931 wiederhergestellt. (Archiv der Stadt Atschinsk, Fond 310, Verz. 1- С. Dossier 660).
REISCH, Johannes (Sohn von Matthias), Mitglied der Allrussischen Kommunistischen Partei der Bolschewiken. War in der „Arbeitsarmee“-Zone im KrasLag inhaftiert, arbeitete als Fahrdienstleiter bei der Holzabfuhr. Am 13.04.1943 wurde er aus der Partei ausgeschlossen und dann wahrscheinlich verhaftet.
REISNER, Irma. 1941 in die Region Krasnojarsk deportiert. Befand sich vom 01.07.1942 bis 1956 als Sondersiedlerin im Autonomen Gebiet Tajmyr, Region Krasnojarsk. Arbeitete dort beim gewerblichen Fischfang.
Kerze der Erinnerung. Das Tajmyrgebiet in den Jahren der Repressionen. Erinnerungen. Irma Petrowna Ausinsch (Root). Wir waren alle Fischer.
REISNER, Karl (Sohn von Jakob), im September 1941 zusammen mit seiner Ehefrau sowie den Söhnen Arnold und Wilhelm aus der ASSR der Wolgadeutschen in das Dorf Tschuchlomino, Kreis Irbej, Region Krasnojarsk, deportiert.
REISNER, Maria. 1941 in die Region Krasnojarsk deportiert. Befand sich vom 01.07.1942 bis 1956 als Sondersiedlerin im Autonomen Gebiet Tajmyr, Region Krasnojarsk. Arbeitete dort beim gewerblichen Fischfang.
REISNER, Olga. 1941 in die Region Krasnojarsk deportiert. Befand sich vom 01.07.1942 bis 1956 als Sondersiedlerin im Autonomen Gebiet Tajmyr, Region Krasnojarsk. Arbeitete dort beim gewerblichen Fischfang.
REISSICH (REISSIG), Robert Robertowitsch. Befand sich im Tajmyrgebiet ind er Verbannung. Lebte 1991 in Dudinka.
Kerze der Erinnerung. Das Tajymrgebiet in den Jahren der Repressionen. Erinnerungen
REITER (REUTER?), Ludwig Bronislawowitsch, geb. 1890 in Belaja Zerkow (Weißkirchen). Höhere Bildung. Lebte später in Krasnojarsk. Diente in der Internationalen Brigade. Am 08.05.1920 verurteilt. Angeklagt wegen Seines Dienstes in der Koltschak-Armee. Am 27.08.1920 von der Krasnojarsker Gouvernementstscheka zu 3 Monaten Konzentrationslager verurteilt. Arbeitete als Agronom in der Gouvernements-Grund- und Bodenabteilung. Am 19.02.1921 verhaftet. Angeklagt wegen Mitgliedschaft in einer konterrevolutionären Organisation und antisowjetischer Agitation. Am 17.04.1921 von der Krasnojarsker Gouvernementstscheka zu 1 Jahr Arbeits- und Erziehungslager verurteilt. Am 21.12.1998 und 20.07.1992 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-23531, P-20364).
REITER (Reuter), Theodor. 1941 in die Region Krasnojarsk deportiert. Befand sich vom 01.07.1942 bis 1956 als Sondersiedler im Autonomen Gebiet Tajmyr, Region Krasnojarsk. Arbeitete dort beim gewerblichen Fischfang.
REITER (Reuter), Raimond. 1941 in die Region Krasnojarsk deportiert. Befand sich vom 01.07.1942 bis 1956 als Sondersiedlerin im Autonomen Gebiet Tajmyr, Region Krasnojarsk. Arbeitete dort beim gewerblichen Fischfang.
REMPE (Pembe), Friedrich/Fjodor Johannowitsch (Iwanowitsch), 1911-1948, stammte aus der Ortschaft Kind, Gebiet Saratow, Einwohner des Vorwerks Holzgrabach, Grüntaler Dorfsowjet, Kanton Unterwalden, ASSR der Wolgadeutschen.. Im September 1941 zusammen mit seiner Ehefrau Ida Alexandrowna, 1910-1976, sowie den Kindern Irma, 1935-1943, und Richard, geb. 1940, mit dem Gefangenentransport No. 851 nach Akmolinsk und anschließend nach Sibirien deportiert. In Ujar, Region Krasnojarsk, wurden sie ausgeladen; die Verbannungszeit verbrachte er zunächst in der Ortschaft Panowka, Kreis Ujar, Region Krasnojarsk, später in Olgino. 1942 wurde er zur Arbeitsarmee ins Krasmasch (Krasnojars-ker Maschinenbaufabrik) verschleppt, aber kurz darauf schickte man ihn wegen Krankheit nach Olgino zurück. Am 09.03.1999 wurden er und seine Frau von der Verwaltung für Innere Angelegenheiten im Gebiet Saratow rehabilitiert. Anfang 1956 zusammen mit dem Sohn aus der Verbannung freigelassen.
Verbannungs- / Lagerhaft-Bericht von Richard Fjodorowna Rempe (Rembe).
REPIS, Alfred Eduardowitsch, möglicherweise Deutscher, geb. 1908 im Ujarsker Bezirk; Region Krasnojarsk. Lebte später an der Station Sorokino der Krasnojarsker Eisenbahnlinie. Am 10.02.1938 verhaftet. Angeklagt wegen antisowjetischer Agitation. Am 16.04.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 08.05.1938 in der Stadt Krasnojarsk erschossen. Am 02.03.1961 durch eine Sonderkommission des Obersten Gerichts der RSFSR rehabilitiert (P-12657).
REPP, Arthur, geb. 1927, REPP, Viktor, geb. 1926, Brüder. Gebürtig und wohnhaft in Straßburg, Kanton Pallasowka, Gouvernement Saratow. Im September 1941 deportiert. Befand sich von 1943-1946 in der Trudarmee-Zone des Krasnojarsker Metallhüttenwerks (Postfach 121) an der Station Sorokino, Bezirk Mana, Region Krasnojarsk.
REPP, Elisabeth (Tochter von Konrad), geb. 1902, stammte aus der Ortschaft Jagodnaja Poljana, Karbulatsker Kreis, Gebiet Saratow. 1941 wurde sie zusammen mit ihren Töchtern Jekaterina/Katharina (Tochter von Georg/Jegor), geb. am 17.05.1925, und Emilie (Tochter von Georg), geb. am 16.08.1930, aus dem Wolgagebiet nach Sibirien deportiert. Von 1942 bis zur Freilassung im Jahre 1956 befand sie sich mit den Töchtern in der Siedlung Mirhoje, Kreis Turuchansk, Region Krasnojarsk, in Verbannung. 1956 freigelassen.
REPP, Viktor, geb. 1925, Bruder von A. Repp. Im September 1941 aus dem Wolgagebiet deportiert. Von 1943-1946 war er in der „Arbeitsarmee“-Zone, Postfach 121 (Affinerie), an der Station Sorokino im Mansker Kreis, Region Krasnojarsk, inhaftiert.
REPS, Ernest Andrejewitsch, möglicherweise Deutscher. Lebte in der Stadt Atschinsk. Entzug der Wahlrechte 1928 als ehemaliger Fähnrich der Koltschak-Armee. (Archiv der Stadt Atschinsk. Fond 295, Verz. 1-С. Dossier 1354).
RERICH, Konstantin, geb. 1926 im Kanton Balzer, Gouvernement Saratow. Deportiert. Befand sich von 1943-1946 in der Trudarmee-Zone des Krasnojarsker Metallhüttenwerks (Postfach 121) an der Station Sorokino, Bezirk Mana, Region Krasnojarsk.
RESCH, Georg(ij) Georgiewitsch, möglicherweise Deutscher, geb. 1896 im Gouvernement Nowgorod. Konnte lesen und schreiben. Lebte eine Zeit lang in der Stadt Krasnojarsk. Gehilfe des Regimentskommandeurs des Strafbataillons. Am 02.10.1920 verhaftet. Angeklagt wegen seines Dienstes in der Koltschak-Armee. Am 17.10.1920 von der Krasnojarsker Gouvernementstscheka zur Höchststrafe verurteilt. Am 21.07.1921 in der Stadt Krasnojarsk erschossen. Am 19.02.2001 durch die Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-23907).
RESCHKE, Adolf Genrichowitsch. Geb. 1891 in der Ortschaft Tarnopol, Gouvernement Wolhynien. Bauer, Umsiedler. Lebte in der Ortschaft Gnadendorf, Krasnoturansker Bezirk, Gebiet West-Sibirien. Arbeitete auf seinem eigenen Hof. Verhaftet am 12.06.1931 in Sachen A.I. Ross (unter diese Strafakte fielen insgesamt 12 Pers.). Angeklagt wegen konterrevolutionärer Agitation (Teilnahme an einem Bauern-Widerstand). Verurteilt am 22.07.1931 von einer Soner-Troika der Bevollmächtigten-Vertretung der OGPU im Gebiet West-Sibirien zu 5 Jahren Erziehungs- und Arbeitslager. Rehabilitiert am 27.01.1962 vom Krasnojarsker Regionsgericht (Archiv der Bezirksverwaltung des FSB Russlands in der Region Krasnojarsk, Akte.P-13119).
RESEL, Alfred Heinrichowitsch, geb. am 09.10.1899, stammte aus der Stadt Poin (Peine?) in Deutschland. Verhaftet am 10.09.1937 in Marxstadt, ASSR der Wolgadeutschen. Am 01.12.1937 zum Tod durch Erschießen verurteilt. Das Urteil wurde am 06.12.1937 in Engels vollstreckt. Am 29.08.1989 wurde er von der Staatsanwaltschaft des Gebietes Saratow rehabilitiert. Seine Ehefrau war Sophia Iwanowna RESEL, geb. 1909, Deutsche. Sie wurde 1941 zusammen mit den Kindern Irma (4 Jahre alt), Hilde (1935-19.02.1992) sowie Garij/Harry und Jurij/Jürgen (1940-1941) aus Marxstadt, ASSR der Wolgadeutschen, über Kansk, nach Kakorinskaja Saimka, Kreis Irbej, Region Krasnojarsk, deportiert. Jurij starb während der Verbannung an Hunger.
Verbannungs- / Lagerhaftbericht von Wladimir Nikolajewitsch Kusmin.
RETLING, Ewald (Sohn von Wladimir/Walter), geb. 1928. Befand sich Anfang der 40-er Jahre zusammen mit seiner Stiefmutter in Tassejewo, Region Krasnojarsk, in der Verban-nung. Die Stiefmutter wurde abgeholt und in den Norden abtransportiert; er kam in ein Kinderheim. Der Vater kam ebenfalls im Norden ums Leben.
RICHTER, Daniel Wilhelmowitsch, geb. 1887 im Dorf Jusefin (Josefinendorf), Pulinsker Amtsbezirk, Gouvernement Wolhynien. Lebte später in der Siedlung Olchowka, Artemowsker Bezirk, Region Krasnojarsk. Hilfsarbeiter im Bergwerk. Am 11.07.1937 verhaftet. Angeklagt wegen antisowjetischer Agitation. Am 13.11.1937 von einer Kommission des NKW und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 24.11.1937 in der Stadt Minusinsk erschossen. Am 15.07.1958 durch das Militärtribunal des Sibirischen Wehrkreises rehabilitiert (P-9872).
RICHTER, David (Sohn von David), geb. 1902, stammte aus der Ortschaft Schulz, Kanton Krasnojar. Im September 1941 aus dem Dorf Kirikowo, Pirowsker Kreis, Region Krasnojarsk, deportiert. Im Januar 1942 zur „Arbeitsarmee“ ins KrasLag verschleppt. Am 23.04.1944 wegen Krankheit aus dem Lager entlassen; kehrte in den Pirowsker Kreis, Region Krasnojarsk zurück.
RICHTIK, Franz Benediktowitsch, geb. 1893 in Wien. Beendete die Dorfschule. Lebte später in der Ortschaft Nasarowo, Region Krasnojarsk. Arbeitete als Schuster. Am 08.05.1937 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 19.03.1938 vom Krasnojarsker Regionsgericht zu 8 Jahren Arbeits- und Erziehungslager verurteilt. Am 12.04.1996 durch die Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-21953).
RIDEL, Alexander (Sohn von Alexander). Im September 1941 zusammen mit seiner Familie (Ehefrau Lydia, sowie den Söhnen Karl, Andrej/Andreas und Alexander) aus der ASSR der Wolgadeutschen in die Ortschaft Tumakowo, Kreis Irbej, deportiert. Anfang 1942 verschleppte man ihn in die „Arbeitsarmee“; er kam im Lager ums Leben. Seine Ehefrau wurde wegen einer Handvoll Weizen verhaftet, sie nahm sich das Leben.
RIDEL (RIEDEL), Ewald Friedrichowitsch, geb. 1914 im Gouvernement Saratow. War in der Trudarmee. Lebte später im Ilansker Bezirk, Region Krasnojarsk. Arbeiter in der Zwangsarbeiterkolonie Wjerchnjaja Tuguscha des Kraslag. Am 30.10.1942 verhaftet. Angeklagt wegen rechter trotzkistischer Agitation. Am 30.10.1943 von einem Sonderkollegium des NKWD der UdSSR zu 8 Jahren Arbeits- und Erziehungslager verurteilt. Am 07.03.1955 von einer Untersuchunsgkommission der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-4624).
RIDEL, Jekaterina/Katharina (Tochter von Karl), geb. 1888. Im September 1941 zusammen mit den Kindern Andrej (Sohn von Heinrich), geb. 1911, Minna (Tochter von Heinrich, geb. 1913), Karl (Sohn von Heinrich), geb. 1915 (sowie dessen Ehefrau Olga), Herta (Tochter von Heinrich), geb. 1917, Hilde (Tochter von Heinrich), geb. 1921, Tamara (Tochter von Heinrich), geb. 1926, und Ella aus der ASSR der Wolgadeutschen in den Kreis Irbej, Region Krasnojarsk, deportiert. Anfang 1942 wurden die Söhne Andrej/Andreas und Karl mit seiner Frau zur „Arbeitsarmee“ in den Ural verschleppt. Im Sommer 1942 schickte man die Töchter Herta und Tamara in den Norden der Region zum Fischfang. Die Mutter ging mit ihnen.
RIDEL, Karl (Sohn von Andrej/Andreas). Im September 1941 wurde er zusammen mit seiner Familie (Ehefrau Anna sowie den Kindern Viktor, Karl, Maria, Minna, Ella und Erna) aus der ASSR der Wolgadeutschen in den Kreis Irbej, Region Krasnojarsk, deportiert. Anfang 1942 verschleppten sie ihn in die „Arbeitsarmee“, nachdem Krieg wurde er zurück in den Kreis Irbej, Region Krasnojarsk geschickt.
RIDENGER, Eduard (Sohn von Iwan/Johann), geb. 1902, stammte aus der Ortschaft Rohrbach , Wesselinowker Kreis, Gebiet Odessa (heute Nikolajewsker Gebiet); Lutheraner. Im März 1944 wurde er zusammen mit seiner Familie, Ehefrau Sophia (Tochter von Friedrich), geb. 1902, sowie den Kindern Richard, geb. 1925, William/Wilhelm, geb. 1926, Christian, geb. 1931 und Christina) von den Nazis aus der Ortschaft Freudenfeld, Wesseli-nowsker Kreis, Gebiet Odessa (heute Nikolajewsker Gebiet), zu landwirtschaftlichen Arbeiten nach Deutschland deportiert. Im Oktober 1945 deportierte man ihn mit der Familie aus Deutschland nach Jenissejsk, zum Bäumefällen (in die Siedlung Kujbyschew). Er und seine Familie wurden am 10.01.1956 in die Freiheit entlassen.
RI(E)MER, Andrej Genrichowitsch, geb. 1919 in der Ortschaft Orlowskoje, Kanton Marxstadt, Gouvernement Saratow. Geringe Schulbildung. Stammte aus einer Bauernfamilie. Als Arbeitsarmist in der Ortschaft Schlomki, Dserschinsker Bezirk, Region Krasnojarsk. Arbeitete bei Waldarbeiten im Kraslag des NKWD. Am 25.04.1942 verhaftet. Angeklagt nach §§ 58-2, 58-11, des Strafgesetzes der RSFSR. Am 28.04.1943 von einem Sonder-Kollegium des NKWD der UdSSR zu 10 Jahren Arbeits- und Erziehungslager verurteilt. Am 17.05.1957 durch den Militärstaatsanwalt des Sibirischen Wehrkreises rehabilitiert (P-6912).
RIEMER, David. Im September 1941 zusammen mit seiner Familie (Ehefrau Anna sowie den Kindern Alexander und Anna) aus der ASSR der Wolgadeutschen in das Dorf Tschuchlomino, Kreis Irbej, deportiert. Anfang 1942 gemeinsam mit dem Sohn in die „Arbeitsarmee“ verschleppt. Nach dem Krieg schickte man sie zurück nach Tschuchlomino.
RIEMER, David, wurde im September 1941 zusammen mit seiner Ehefrau Lydia aus der ASSR der Wolgadeutschen deportiert. Nach seiner Freilassung aus Der „Arbeitsarmee“ kamen er und seine Frau in das Dorf Tumakowo, Kreis Irbej, Region Krasnojarsk, in die Verbannung.
RIEMER, David. 1941 in die Region Krasnojarsk deportiert. Befand sich vom 01.07.1942 bis 1956 als Sondersiedler im Autonomen Gebiet Tajmyr, Region Krasnojarsk. Arbeitete dort beim gewerblichen Fischfang.
RIFEL (Ehename Bogdanowa), Irma (Tochter von Gottfried), geb. am 16.09.1930. Im September 1941 aus dem Gebiet Stalingrad in den Kreis Berjosowka (heute Scharypowo), Region Krasnojarsk, deportiert. Aus der Verbannung am 17.02.1956 freigelassen. Blieb in dem Dorf Bjeloosjorka, Kreis Scharypowo, Region Krasnojarsk.
RIHL (RIEHL?) Iwan Wilhelmowitsch, geb.1893 in der Ortschaft Gelzel (Hölzel?), Kanton Seelmann, Gouvernement Saratow. Verschleppt in den Bejsker Bezirk, Autonomes Gebiet Chaklassien, Region Krasnojarsk. Am 18.09.1943 in die Trudarmee mobilisiert und ins Tagillag geschickt. Am 04.10.1945 aufgrund von Invalidität von dort abgeschrieben.
Buch der Erinnerungen an die Opfer politischer Repressionen in der Republik Chakassien, Bd. 3, Abakan, 2006, S. 316, (b).
RIKONWALD, Nikolaj Konstantinowitsch, geb. 1899 in der Ortschaft Parnaja, Atschinsker Landkreis, Jenisejsker Gouvernement. Lebte später an der Mine „Maly Ansas“, Taschtypsker Bezirk, Autonomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk. War als Lehrer an der Mittelschule tätig. Am 11.03.1938 verhaftet. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Agitation. Am 23.05.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 02.08.1938 in der Stadt Minusinsk erschossen. Am 18.07.1959 von einer Sonderkommission des Obersten Gerichts der RSFSR rehabilitiert (P-11069).
RIL (RIHL, RIEHL), Iwan Andrejewitsch, geb. 1904 im Dorf Seelmann, Kanton Seelmann, Gouvernement Saratow. Arbeiter. Am 12.02.1942 vom Ust-Abakaner Volksgericht im Autonomen Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk, nach § 62 des Strafgesetzes zu 10 Jahren Arbeits- und Erziehungslager verurteilt. Verbüßte die Strafe im Norillag. Arbeitete als Feuerwehrmann. Am 08.12.1942 im Lager verhaftet. Am 10.03.1943 von einem Sonderkollegium des NKWD der UdSSR in Sachen K.K. Godsenko (unter diese Strafakte fielen insgesamt 49 Personen) zu 10 Jahren Arbeits- und Erziehungslager verurteilt. Verbüßte die Strafe am 7., 2., 5. und 9. Lagerpunkt, in Kalargon, am 3. Lagerpunkt. Wurde am 30.07.1945 als Invalide zum 8. Lagerpunkt (in Krasnojarsk) verlegt. Von dort schickte man ihn am 08.06.1946 ins Kansker Außenlager der Verwaltung für Besserungsarbeitslager und –kolonien (Gebiets-unterstellung). 1957 wurde er vom Gebietsgericht der Region Krasnojarsk rehabilitiert (020895).
RIL (RIHL?), Leonid Aleksandrowitsch, geb. 1907 in Polen, Deutscher. Stammte aus einer Beamtenfamilie. Lebte später in der Stadt Uschur. Arbeitete als stellvertretender Leiter am 4. Streckenabschnitt für Wohnungsbau an der Bahnstation Uschur der Krasnojarkser Eisenbahnlinie. Am 19.11.1937 verhaftet. Angeklagt wegen antisowjetischer Agitation. Am 02.02.1938 von einer Kommission des NKWd und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 22.02.1938 in der Stadt Atschinsk erschossen. Am 15.11.1958 von einer Sonderkommission des Obersten gerichts der RSFSR rehabilitiert (P-10385).
RILBERT, Jegor Kondratewitsch. Geb. 1899. Soldat des Arbeitsbataillons in der Ortschaft Askis, Autonomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk. Angeklagt nach § 58-10 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 30.07.1942 zu 3 Jahren Arbeits-/Besserungslager verurteilt. Rehabilitiert.
RIMMER, David (Sohn von Bogdan/Gottfried?), geb. 1939, Wolgadeutscher. Im September 1941 zusammen mit den Eltern aus der ASSR der Wolgadeutschen in den Kreis Biriljussy, Region Krasnojarsk, deportiert. Kam am 19.12.1941 während der Verbannung ums Leben.
RIMMER, Emilie (Tochter von Gottlieb), geb. 1913. Im September 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen in die Ortschaft Ust-Kemtschug (Podkamensker Sonderkommandantur des NKWD), Kreis Biriljussy, Region Krasnojarsk, deportiert. Am 11.02.1943 zur „Arbeitsarmee“ nach Atschinsk verschleppt.
RIMMER, Emma (Tochter von Andrej/Andreas), geb. 1925. Im September 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen in die Siedlung Sosnowka, Kreis Biriljussy, Region Krasnojarsk, deportiert. Am 11.02.1943 zur „Arbeitsarmee“ nach Atschinsk verschleppt.
RIMMER (RIMER), Friedrich (Sohn von Christian), geb. 1907, stammte aus der Ortschaft Orlowskoje, Kanton Marxstadt, Gebiet Saratow. Im September 1942 zusammen mit seiner Tochter Frieda, geb. 1933, aus Marxstadt, ASSR der Wolgadeutschen, nach Irbejskoje, Region Krasnojarsk, deportiert. Im Januar 1942 verschleppte man ihn in die „Arbeitsarmee“, ab 25.01.1942 war im KrasLag inhaftiert, wo er am 28.07.1943 ums Leben kam. Die Tochter kehrte nach ihrer Freilassung aus der Verbannung in die Heimat zurück.
RINAS, Adolf (Sohn von Julius), geb. 1900, wurde 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen in die Ortschaft Snamenka, Region Krasnojarsk, deportiert. Zur Arbeitsarmee mobilisiert, verbüßte die Strafe im BogoslowLag. Starb am 03.11.1942 im Lager.
RINAS (RANIS), Gustav Juljanowitsch (Julianowitsch), geb. 1884 im Gouvernement Samara. Stammte aus einer Großbauernfamilie. Besaß gemeinsam mit seinem Bruder eine Wassermühle in der Ortschaft Wostotschnoje, Bezirk Minusinsk, Region Krasnojarsk. Dem Bruder wurden die Wahlrechte entzogen. Lebte später in der Stadt Minusinsk. Arbeitete als Brigadeführer bei der Genossenschaft „Werewotschnik“. Am 17.11.1937 verhaftet und ins Minusinsker Gefängnis gebracht. Unter diese Strafsache fielen insgesamt 11 Personen. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Propaganda und rechter trotzkistischer Agitation. Am 27.11.1937 von einer Trojka der NKWD-Verwaltung der Region Krasnojarsk zur Höchststrafe verurteilt. Am 06.12.1937 in der Stadt Minusinsk erschossen. Am 24.05.1958 durch das Krasnojarsker Regionsgericht rehabilitiert (P-9475)
RINGLER, Peter (Sohn von Daniel), geb. 1910, befand sich in den 40-er und 50-er zusammen mit seiner Ehefrau Maria (Tochter von David), geb. 1914, sowie Tochter Lydia, geb. 1946) in Verbannung, unter der Sonderkommandantur des KrasLag, im Lagerstützpunkt-4, Kreis Nischne-Ingasch, Region Krasnojarsk. Am 22.08.1950 überstellte man ihn der Sonderkommandantur No. 65 bei der Nischne-Ingaschker Kreis-Abteilung des Ministeriums für Staatssicherheit in der Region Krasnojarsk.
RISCHE, Jewgenij/Eugen (Sohn von Jossif/Josef), geb. 1916, stammte aus der Stadt Engels, Gebiet Saratow, und lebte auch dort. Am 02.09.1941 zusammen mit seiner Fmilie, Ehefrau Lydia (Tochter von Bogdan/Gottlieb), geb. 1917, gebürtig aus der Ortschaft Olchowka, Gebiet Stalingrad, Leopold, geb. 1937, Leonard, geb. 1941, mit dem Gefangenen-transport No. 812 aufgrund eines Ukas (Erlasses) der Obersten Sowjet-Präsidiums der UdSSR vom 28.08.1941 in die Region Krasnojarsk deportiert. Die Verbannung verbrachten sie in Nowoselowo; Eugen (Sohn von Josef) verschwand 1942 spurlos. Ab 1942 bis 1946 lebte die Familie in der Sied-lung Tura in der Verbannung, danach beschlossen sie, in die Heimat, in die Ortschaft Ujbat, Kreis Ust-Abakan, Chakassien, umzusiedeln. Am 01.02.1956 wurden sie aus der Sonderzwangsansiedlung in die Freiheit entlassen. Ihre Rehabilitierung erfolgte 1994.
RISTOK (Enkler), Amalia Emilewna, geb. 1929 in der Ortschaft Glorus (Glarus), Podlesnowsker Bezirk, Gouvernement Saratow. Parteilos. Schulbildung 5 Klassen. Im September 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen in die Region Krasnojarsk deportiert. Arbeitete ab 1942 beim gewerblichen Fischfang im Tajmyrgebiet. 1948 nach Sachalin angeworben, lebte dort in der Siedlung Tangi, Aleksandrowsk-Sachalinsker Bezirk. War als Meisterin in der Schneiderwerkstatt tätig. 1956 aus dem Status einer Sondersiedlerin entlassen.
RISTOK, Emil Wilhelmowitsch, geb. 1893 im Podlesnowsker Bezirk, Gouvernement Saratow. Parteilos. Im September 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen in die Region Krasnojarsk deportiert. Arbeitete ab 1942 beim gewerblichen Fischfang im Tajmyrgebiet. 1948 nach Sachalin angeworben., lebte dort im Aleksandrowsk-Sachalinsker Bezirk. War nicht berufstätig. 1956 aus dem Status eines Sondersiedlers entlassen.
RISTOK, Iwan Emilewitsch, geb. 1926 im Podlesnowsker Bezirk, Gouvernement Saratow. Schulbildung 5 Klassen.. Im September 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen in die Region Krasnojarsk deportiert. Arbeitete ab 1942 beim gewerblichen Fischfang im Tajmyrgebiet. 1948 nach Sachalin angeworben, lebte dort im Aleksandrowsk-Sachalinsker Bezirk. Arbeiter in der Fischfabrik. 1956 aus dem Status eines Sondersiedlers entlassen.
RISTOK, Karl Emilewitsch, geb. 1935 in der Ortschaft Glorus (Glarus), Podlesnowsker Bezirk, Gouvernement Saratow. Im September 1941 zusammen mit seiner Familie aus der ASSR der Wolgadeutschen deportiert. Wurde bei Vollendung des 16. Lebensjahres in den Status eines Sondersiedlers gestellt. Arbeitete beim gewerblichen Fischfang im Tajmyrgebiet. 1948 nach Sachalin angeworben, lebte dort im Aleksandrowsk-Sachalinsker Bezirk. Arbeiter in der Fischfabrik. 1956 aus dem Status eines Sondersiedlers entlassen.
RISTOK, Maria Samuilowna, geb. 1900 im Podlesnowsker Bezirk, Gouvernement Saratow. Im September 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen in die Region Krasnojarsk deportiert. Arbeitete ab 1942 beim gewerblichen Fischfang im Tajmyrgebiet. 1948 nach Sachalin angeworben, lebte dort im Aleksandrowsk-Sachalinsker Bezirk. War nicht berufstätig. 1956 aus dem Status einer Sondersiedlerin entlassen.
RISTOK (Eikler), Tiala Wilhelmowna, geb. 1926 im Rownesker Bezirk, Gouvernement Saratow. Schulbildung: 6 Klassen, parteilos. Im September 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen in die Region Krasnojarsk deportiert. Arbeitete ab 1942 beim gewerblichen Fischfang im Tajmyrgebiet. 1948 nach Sachalin angeworben, lebte dort im Aleksandrowsk-Sachalinsker Bezirk. Arbeitete in der Fischfabrik. 1956 aus dem Status einer Sondersiedlerin entlassen.
RITER, Karl (Sohn von Heinrich), geb. 1905, wurde 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen in die Region Krasnojarsk deportiert. Zur Arbeitsarmee mobilisiert, verbüßte die Strafe im BogoslowLag. Verstarb am 22.07.1943 im Lager.
RITTER, Genrich (Heinrich) Genrichowitsch, geb. 1891 in der Ortschaft Krasnij Jar, Gouvernement Saratow. Konnte nur wenig lesen und schreiben. Lebte später im Bogotolsker Bezirk, Region Krasnojarsk. Kolchosarbeiter. Am 27.03.1942 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10, 58-11 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 19.09.1942 von einem Sonderkollegium des NKWD der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 10.11.1942 in der Stadt Krasnojarsk erschossen. Am 22.09.1989 durch die Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-19074).
RITTER, Jekaterina/Katharina (Tochter von Jakob), geb. 1900, stammte aus der Ort-schaft Witmann, Kanton Unterwalden. Ab Oktober 1941 befand er sich in Nowotroizk, Talmensker Kreis, Altaj-Gebiet, in Verbannung. Anfang 1942 wurde er zur „Arbeitsarmee“ ins KrasLag verschleppt. Am 13.04.1944 entließ man ihn aus Krankheitsgründen aus dem Lager; er kehrte in den Talmensker Kreis zurück.
RITTER, Karl (Sohn von Iwan/Johann), geb. 1926. Im September 1941 wurde er aus der ASSR der Wolgadeutschen in das Dorf Satschulymka, Kreis Biriljussy, Region Krasnojarsk, deportiert. Am 22.11.1942 verschleppte man ihn zur „Arbeitsarmee“ nach Atschinsk.
RITTER, Karl Iwanowitsch, möglicherweise Deutscher, geb. 1906 im Sankt-Petersburger Gouvernement. Lebte später im Partisansker Bezirk, Region Krasnojarsk. Arbeiter bei der Schweinezucht-Sowchose. Am 29.03.1938 verhaftet. Angeklagt wegen Mitgliedschaft in einer konterrevolutionären Organisation. Am 20.05.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zu 10 Jahren Arbeits- und Erziehungslager verurteilt. Am 04.10.1957 vom Militärtribunal ds Sibirischen Wehrkreises rehabilitiert (P-8327).
RITTI, Nikolaj Aleksejewitsch, Österreicher, geb. 1893. Konnte nur wenig lesen und schreiben. Lebte später in der Ortschaft Kanaraj, Dserschinsker Bezirk, Region Krasnojarsk. Arbeitete als Müller. Am 12.02.1938 verhaftet. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Tätigkeiten. Am 21.06.1938 von einem Sonderkollegium des NKWD der UdSSR zu 10 Jahren Arbeits- und Erziehungslager verurteilt. Am 13.07.1989 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk (P-19935).
RODE (ROHDE). 1941 in den Bogutschansker Bezirk, Region Krasnojarsk, verschleppt.
RODE, Iwan Aleksandrowitsch, möglicherweise Deutscher, geb. 1886 im Dorf Troizkoje, Tasejewsker Amtsbezirk, Kansker Gebiet, Gouvernement Jenisej. Lebte später in der Stadt Kansk. Arbeitete bei der Krastorg (Krasnojarsker Handelsorganisation; Anm. d. Übers.). Am 10.05.1938 verhaftet; unter diesen Sammelfall fielen insgesamt 8 Personen. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Propaganda. Am 28.05.1938 von einer Trojka der NKWD-Verwaltung der Region Krasnojarsk zur Höchststrafe verurteilt. Am 10.08.1938 in Kansk erschossen. Am 29.12.1956 vom Krasnojarsker Regionsgericht rehabilitiert (P-6146).
RODSCHELD, Alexander. Möglicherweise Deutscher. Lebte eine Zeit lang auf dem Territorium des Schalobolinsker Dorfrats, Bezirk Kuragino, Region Sibirien. Enteignet; zusammen mit seiner Ehefrau Anna Rodscheld wurden ihm 1930 die politischen Rechte entzogen.
A.I. Frolowa, Der Bezirk Kuragino während der Enteignungen 1928-1936
RODZNER (ROFZNER, ROFNER), Fjodor Georgiewitsch. Geb. 1888 in der Region Odessa, Gouvernement Cherson. Konnte lesen und schreiben. Als Verbannter im Saralinsker Bezirk, Region Krasnojarsk. Arbeitete im Kleidermagazin des Bergwerkschachtes Nr. 7. Am 05.02.1938 verhaftet. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Agitation und konterrevolutionärer Tätigkeiten. Am 23.05.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 31.08.1938 in der Stadt Abakan erschossen. Am 14.11.1959 vom Obersten Gericht der UdSSR rehabilitiert (P-11447).
ROID (REUD), Anna Johannowna, geb. 1890. Lebte eine Zeit lang in dem Dorf Ostrowki, Bezirk Mana, Region Ost-Sibirien. 1931 enteignet und zusammen mit der Familie verschleppt: Kinder Ella, geb. 1914, Anna, geb. 1915, Linda, geb. 1917, Johann, geb. 1918, Eltern: Jan, geb. 1854, Jekaterina (Katharina), geb. 1847.
ROLAND, Adolf (Sohn von Ludwig = Anatolij (Sohn von Iwan)). In den Jahrn 1914-1915 Agent des deutschen Spionagedienstes, nach dem Krieg blieb er in der UdSSR. Arbeitete als Leiter der Fuhrpark-Abteilung beim „Krasmaschwagonstroj“ (= Krasnojarsker Fahrzeug- und Waggon-Werk) in Krasnojarsk. 1937 verhaftet.
ROLEF, Friedrich Gottfriedowitsch, geb. 1904 (1907) im Landkreis Schitomir, Gouvernement Wolhynien, konnte nur wenig lesen und schreiben. Lebte später in der Stadt Abakan. Arbeitete als Lastträger bei der Abakansker Getreidebeschaffungsstelle „Sagotserno“. Am 13.02.1938 verhaftet. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Agitation. Am 23.05. 1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 02.08.1938 in Minusinsk erschossen. Am 15.05.1959 durch das Militärtribunal es Sibirischen Wehrkreises rehbilitiert (P-10887).
ROLSING, Andrej/Andreas (Sohn von Iwan/Johann), geb. 1913, stammte aus der Ortschaft Seelmann, Gebiet Saratow. Hilfsarbeiter in der Dachziegelei in der Stadt Engels, ASSR der Wolgadeutschen. Am 27.08.1941 verhaftet. Am 25.02.1942 von einem Sonderkollegium des NKWD der UdSSR zu 10 Jahren verurteilt. Am 29.07.1946 gelangte er, aus dem Krasnojarsker Gefängnis kommend, ins NorilLag (in die 6. oder 5. Lagerabteilung. Ab 30.12.1948 im GorLag (4., 1. und 5. Lagerabteilung). Am 28.08.1951 in die Freiheit entlassen; als Verbannter im Tajmyr-Gebiet. 1991 lebte er in Chakassien.
ROMANOWSKIJ, Aleksander Karlowitsch, möglicherweise Deutscher, geb. 1881. Gebürtig und wohnhaft im Dorf Daurskoje, Balachtinsker Amtsbezirk, Atschinsker Gebiet, Gouvernement Jenisej. Konnte nur wenig lesen und schreiben. Arbeitete in der Kolchose „Iskra“. Am 26.11.1933 verhaftet. Angeklagt nach § 58-11 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 02.01.1934 von einer Trojka der Bevollmächtigtenvertretung der OGPU in der Region Ost-Sibirien zu 5 Jahren Arbeits- und Erziehungslager verurteilt. Am 29.12.1989 durch die Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-15639).
ROMME, Nikolaj/Nikolaus (Sohn von Michael), geb. am 24.10.1901, stammte aus der Ortschaft Herzog, Kanton Marienthal, Gebiet Saratow. Ab 1942 als Verbannter in Tatarsk, Kreis Turuchansk, Region Krasnojarsk. Lebte mit finanzieller Unterstützung seiner Söhne. Seine Ehefrau hieß Rosa (Tochter von Michael). Am 12.07.1955 wurde er freigelassen.
ROOR, Rosa Jakowlewna, geb. 1906, geboren und wohnhaft in der Ortschaft Marienthal, Kanton Marienthal, Gebiet Saratow. Im September 1941 zusammen mit den Kindern Adolf Adolfowitsch, 1931-1988 und Alexander Adolfowitsch, geb. 1934, in die Siedlung Jagodny, Sdwinsker Kreis, gebiet Nowosibirsk, verschleppt, danach in die Siedlung Nischnij Tschulym. Im Winter 1942 wurde sie zur Arbeitsarmee in die Molotowsker Region mobilisiert. Ihre Söhne schickte man in ein Kinderheim. Alexander besuchte ab 1950 die Handwerksfachschule No. 17 in Nowosibirsk, 1952 wurde er nach Krasnojarsk versetzt. Am 23.01.1956 wurde er aus der Zwangsansiedlung entlassen. Am 23.09.1997 erhielt er von der Saratowsker Verwaltunf für Inneres seine Rehabilitation; seine Mutter wurde am 06.01.1998 von der Saratowsker Verwaltung für Inneres rehabilitiert. Die Personenakte No. 48918 befindet sich im Archiv.
ROOR, Rosa Jakowlewna, geb. 1903, gebürtig aus der Ortschaft Marienthal, Kanton Marienthal, Gebiet Saratow, wo sie auch lebte. 1941 zusammen mit den Kindern Josef Isidorowitsch, geb. 1926, Emma Isidorowna, geb. 1932 und Iwan (Johann) Isidorowitsch, geb. 1935, in das Dorf Schirokaja Kurja, Sdwinsker Kreis, Gebiet Nowosibirsk, deportiert. Von 1943 bis 1946 in der Arbeitsarmee in der Region Perm. 1949 arbeitete sie als Putzfrau im Schacht Nr. 39 des "Kosnoschugol"-Trustes, im Kiselowsker Kreis, Gebiet Perm. Ihre Tochter Maria, geb. 1924, verbrachte die Zeit in der Arbeitsarmee auf einer Schachtanlage im Taschtagolsker Kreis, Gebiet Kemerowo. Ihre Mutter Barabara Petrowna Schuler, geb. 1881, sowie die Schwestern Maria Jakowlewna Bolart, geb. 1915, und Lisa Jakowlewna Kesler, geb. 1910, befanden sich in der Ortschaft Schirokaja Kurja, Sdwinsker Kreis, Gebiet Nowosibirsk in der Verbannung; Schwester Vera Jakowlewna Schuler verbüßte die Zeit in der Arbeitsarmee in der Ortschaft Kisel, beim Schacht 24/38.
ROOT, Heinrich Davidowitsch, geb. 1898 in der Ortschaft Grimm, Kanton Kamenka, Gouvernement Saratow. Schulbildung: 2 Klassen Dorfschule. Beamter. 1941 in die Region Krasnojarsk deportiert. Bis zur Verhaftung als Buchhalter tätig. Als Trudarmist im Kraslag des NKWD. Am 09.08.1943 verhaftet. Angeklagt nach §§ 19-58-2, 58-10 Abs. 2, 58-11 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 11.12.1943 von einem Sonderkollegium des NKWD der UdSSR СССР zu 10 Jahren Arbeits- und Erziehungslager verurteilt. Verbrachte die Verbannungszeit in der Siedlung Nikolskoje, Bezirk Dudinka, Region Krasnojarsk. Heiratete die Verbannte Irma Kondratewna SCHERER. Die beiden bekamen vier Kinder. Rehabilitiert am 25.06.1957 durch das Militärtribunal des Sibirischen Wehrkreises. Starb 1964. (P-7581).
ROOT (Ausinsch), Irma Petrowna, geb. am 10.03.1925 im Gouvernement Saratow. 1941 in die Region Krasnojarsk deportiert. Befand sich vom 01.07.1942 bis 1947 als Sondersiedlerin in Ladyginy Jar, Autonomes Gebiet Tajmyr, Region Krasnojarsk.. War beim gewerblichen Fischfang tätig. Heiratete den verbannten Letten Arthur Theodorowitsch Ausinsch. geb. 1921. der zusammmenmit seiner Mutter, Anna Friedrichowna Ausinsch, verschleppt worden war. In der Verbannung wurden die Kinder Charij Arthuriwtsch Ausinsch und Alfred Arthurowitsch Ausinsch geboren. 1959 reisten sie nach Venspils ab.
ROOT (Scherer), Luisa (Luise) Jegorowna. Geb. am 06.07.1930. In die Region Krasnojarsk deportiert. Lebte 2004 in Dudinka.
-Kerze der Erinnerung. Das Tajmyr-Gebiet in den Jahren der Repressionen. Erinnerungen (CD)
ROOT, Peter Genrichowitsch, geb. 1904. Im Jahre 1941 zusammen mit seiner Familie aus Marxstadt, ASSR der Wolgadeutschen, in den Bezirk Irbej, Region Krasnojarsk, deportiert: Ehefrau Dorothea; Kinder: Alexander, Walter, Wladimir, Ida, Irma, Elvira und Elsa. 1942 wurden er sowie die Kinder Wladimir und Irma vom Kriegskommissariat zur Trudarmee ins Kraslag mobilisiert. 1944 starb er an völliger Entkräftung im 2. Sonderlagerpunkt des Kraslag.
ROPPELDT. Schuster. Zusammenmit seiner Familie (Ehefrau und Sohn) aus der ASSR der Wolgadeutschen in die Stadt Dudinka verschleppt.
ROPPELDT, Alfons, geb. 1925, Tochter Viktoria ROPPELDT (Asmus), geb.1923. Arbeiteten i den 1940er Jahren in Ust-Chantajka, Bezirk Dudinka, Region Krasnojarsk.
RORBEK (ROHRBECK), Pawel (Paul) Fjodorowitsch, geb. 1874 in der Ortschaft Beja, Minusinsker Gebiet, Gouvernement Jenisej. Konnte nur wenig lesen und schreiben. Lebte und arbeitete später in der Snamensker Fabrik im Saledejewsker Amtsbezirk, Gebiet Atschinsk, Gouvernement Jenisej. Am 19.05.1920 verhaftet. Angeklagt wegen antisowjetischer Agitation und Mitgliedschaft in einer konterrevolutionären Organisation. Der Fall wurde aus Mangel an Beweisen niedergelegt. Am 25.08.1920 durch die Krasnojarsker Gouvernementstscheka für den Kampf gegen Konterrevolution, Spekulation und Verbrechen rehabilitiert (020897)
ROSE, Andrej Andrejewitsch. Geb. am 25.12.1930 in der ASSR der Wolgadeutschen. Befand sich in Sonderansiedlung in dem Dorf Melnitschnoj, Turuchansker Bezirk, Region Krasnojarsk. Er brach in der vierten Klasse das Lernen ab und begann am 01.01.1943 zu arbeiten, um das nötige Brot zu verdienen. Er transportierte mit Pferden Post und Passagiere von Melnitschnoj bis nach mirojedicha und Kostina und war außerdem im Fischfang tätig. Lebt in Turuchansk (2008), Rentner.
Ljudmila Kotijewa, Sonderumsiedler im Bezirk Turuchansk, Region Krasnojarsk, Leiterin S.S. Subowo, 2008. Turuchansker Zentrum für Kinder- und Jugend-Kreativität „Storch“, Kollektiv „Nordländer“. Wettbewerbsarbeit, vorgestellt beim Allrusischen Wettbewerb historischer Arbeiten von Schülern der höheren Klassenstufen „Der Mensch in der Geschichte. Rußland – 20. Jahrhundert“, (s)
ROSE, Heinrich (Sohn von Heinrich), geb. 1910, stammte aus der Ortschaft Gnadenfeld, Kanton Eckheim, Gebiet Saratow. Analphabet. Im September 1941 in das Dorf Tschelnoki deportiert. Im Januar 1942 zur Arbeitsarmee ins KrasLag, in die Siedlung Nischnaja Pojma, Kreis Nischne-Ingasch, Region Krasnojarsk, mobilisiert. Am 05.08.1943 verstorben. Stadt Herzog im Gebiet Saratow. Ab August 1952 als Verbannte in Turuchansk.
ROSE, Jakob (Sohn von Iwan/Johann), geb. 1897, stammte aus der Ortschaft Gnadenfeld, Kanton Eckheim, Gebiet Saratow. Im September 1941 wurde er nach Nowotroizk, Kasatschinsker Kreis, Region Krasnojarsk, deportiert. Im Januar 1942 verschleppte man ihn zur „Arbeitsarmee“ ins KrasLag. Am 22.04.1944 wurde er vorübergehend wegen Krankheit ij den Kasatschinsker Kreis entlassen; ins KrasLag kehrte er nicht zurück.
ROSEMBLIT (Rosemblodt, Rosemblidt, Rosenblit), Gawriil Aleksandrowitsch, geb. 1896 in Österreich. Österreicher. Konnte lesen und schreiben. Mitglied der WKP (B) seit 1927. Lebte später in dem Dorf Klimino, Bogutschansker Bezirk, Region Krasnojarsk. Vorsitzender der Kolchose „Krasnyj pachar“ („Roter Pflüger“). Am 26.06.1937 in Krasnojarsk verhaftet. Angeklagt nach §§ 17-58-2, 58-8, 58-10, Abs. 1, 58-11, des Strafgesetzes der RSFSR. Am 19.07.1938 von einer Sonderkommission des Militärkollegiums des Obersten Gerichts der UdSSR zu 10 Jahren Gefängnishaft und 5 Jahren Entzug der politischen Rechte mit Konfiszierung des persönlichen besitzes verurteilt. Am 13.08.1957 durch das Militärkollegium des Obersten Gerichts der UdSSR posthum rehabilitiert (P-7840).
ROSEN, Lucia Ernestowna, geb. 1901. Beendete drei Semester an der Berliner Universität.
Studentin am Leningrader Institut für Medizin im 4. Semester. Im September 1938, nach der Verhaftung ihres Ehemannes, auf administrativem Wege nach Ujar, Region Krasnojarsk, verschleppt. Am 29.08.1943 nach Artemowsk, Region Krasnojarsk, verschickt. Ab dem 21.07.1948 befand sie sich in der Ortschaft Okunewo, Bolsche-Ulujsker Bezirk, Region Krasnojarsk, in der Verbannung. Arbeitete als Feldscherin, später als Leiterin der medizinischen Betreuungsstelle.
Brief an A.I. Frolowa vom 05.08.1999, Liste der in den Bezirk Kuragino, Region Krasnojarsk, Verbannten, (а).
ROSEN, Roman (Sohn von Fjodor/Friedrich). Studierte im letzten Semester am Medinstitut in der ASSR der Wolgadeutschen. 1941 in die Region Krasnojarsk vertrieben. Arbeitete als Arzt in der Siedlung Stepanowka, Kreis Irbej, Region Krasnojarsk.
ROSENBERG, Wladimir Karlowitsch, geb. 12.01.1899 in Peterhof. Mittlere Fachschulausbildung. Stammte aus kleinbürgerlichen verhältnissen. Soldat, diente bis zur Revolution in der Schwarzmeer-Flotte. Lebte in den 1930er Jahren als Verbannter in Igarka. War im System der Hauptverwaltung des Nordmeer-Seeweges tätig. Kommandeur eines kleinen Schiffes, später Leiter der Chatanga-Expedition, Flottenagent bei der Hauptverwaltung des Nordmeer-Seeweges. Am 09.09.1937 verhaftet und ins Krasnojarsker Gefängnis gebracht. Angeklagt nach §§ 58-2, 58-6, 58-7, 58-11, des Strafgesetzes der RSFSR. Die Akte wurde am 14.06.1939 durch die Staatsanwaltschaft des Jenisejsker Beckens aus Gründen, die zu seiner Rehabilitation führten, geschlossen (§ 204, Pkt. b des Strafgetzes der RSFSR). Am 17.06.1939 aus der Haft entlassen (P-6967).
ROSS, Aleksander Iwanowitsch, geb. 1888 im Dorf Kukkus, Amtsbezirk Stepnana, Gouvernement Samara. Ohne festen Wohnort, ohne feste Arbeit. Am 07.04.1937 im Dorf Belyj Jar, Kuraginsker Bezirk, Region Krasnojarsk, verhaftet. Fiel unter die Strafsache von W.J. Ross. Angeklagt nach § 58-6 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 13.11.1937 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 24.11.1937 in Minusinsk erschossen. Am 15.07.1958 durch das Militärtribunal des Sibirischen Wehrkreises rehabilitiert (P-9872).
ROSS, Anton Iwanowitsch, geb. 1904 in der Ortschaft Serebrjany Kljutsch, Idrinsker Amtsbezirk, Minussinsker Landkreis, Jenisseisker Gouvernement. Analphabet. Stammte aus einer Bauernfamilie. Lebte im Dorf Nikolajewka, Krasnoturansker Bezirk, Gebiet West-Sibirien. Arbeitete auf seinem eigenen Hof. Verhaftet am 19.05.1931, unter diese Strafakte fielen insgesamt 12 Personen. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Agitation. Verurteilt am 22.07.1931 von einer Sonder-Troika der Bevollmächtigten-Vertretung der OGPU in der Region West-Sibirien zu 3 Jahren auf Bewährung. Arbeitete in der Kolchose „Roter Viehzüchter“. Verhaftet am 31.07.1941. Angeklagt nach § 58-10 des Strafgesetzes der RSFSR. Verurteilt am 24.09.1941 vom Krasnojarsker Regionsgericht zur Höchststrafe mit Konfiszierung des Besitzes. Am 06.01.1942 in der Stadt Minussinsk erschossen. Rehabilitiert am 27.01.1962 vom Krasnojarsker Regionsgericht und am 28.05.1992 von der Staatsanwaltschaft der Russischen Föderation (Archiv der Bezirksverwaltung des FSB Russlands in der Region Krasnojarsk, Akte P-13119, P-20376).
ROSS, Jakob Iwanowitsch, geb. 1885 im Dorf Woloschskoje, Stepnowsker Landkreis, Gouvernement Samara. Deutscher. Lebte in der Ortschaft Nikolajewka, (Gnadendorf), Abakansker Dorfrat, Abakansker (heute Krasnoturansker) Bezirk, Gebiet Minussinsk. Familie: Ehefrau Jekaterina (Katharina), 41 J. Entzug der Wahlrechte 1927, ausgeschieden zum Bergwerk Ulen. Lebte am Bergwerk „Nemir“, Sinjawinsker Dorfrat, Autonomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk. Arbeitete als Freiwilliger. Verhaftet am 29.05.1937. Anklage wegen antisowjetischer Agitation. Verurteilt am 13.11.1937 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe – in Entsprechung mit dem Befehl des NKWD № 00439 vom 25.07.1937. Erschossen am 24.11.1937 in der Stadt Minussinsk. Rehabilitiert am 15.07.1958 vom Militärtribunal der Region West-Sibirien.
Sein Sohn, ROSS, Andrej Jakowlewitsch, geb. 1912, lebte in der Stadt Minussinsk. Fuhrmann bei „Sojussoloto“. Verhaftet am 27.06.1938. Angeklagt nach § 58-10 Abs. 1 des Strafgesetzes der RSFSR. Das Verfahren wurde am 19.01.1939 von der NKWD-Behörde der Region Krasnojarsk aus Mangel an Tatbeständen eingestellt; freigelassen.
Sein Sohn, ROSS, Wilhelm Jakowlewitsch, geb. 1910; verhaftet am 14.06.1931, der Sammelfall umfasste 12 Personen. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Tätigkeit. Verurteilt am 22.07.1931 von einer Sondertroika der Bevollmächtigten-Vertretung der OGPU der Region West-Sibirien zu 3 Jahren Erziehungs-/Arbeitslager. Lebte in der Stadt Minussinsk. Ohne bestimmte Beschäftigung. Verhaftet am 19.08.1937, Inhaftierung im Minussinsker Gefängnis. Angeklagt nach §§ 58-6, 58-10 des Strafgesetzes der RSFSR. Verurteilt am 13.11.1937 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe. Erschossen am 24.11.1937 in der Stadt Minussinsk. Rehabilitiert am 27.01.1962 vom Krasnojarsker Regionsgericht und am 15.07.1958 vom Militärtribunal des Westsibirischen Wehrkreises.
Sein Sohn, ROSS, Friedrich Jakowlewitsch, geb. 1914; lebte in der Stadt Minussinsk. Ohne bestimmte Beschäftigung. Verhaftet am 17.06.1937. Angeklagt wegen antisowjetischer Agitation. Verurteilt am 13.11.1937 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe – in Entsprechung mit dem Befehl des NKWD № 00439 vom 25.07.1937. Erschossen am 24.11.1937 in der Stadt Minussinsk. Rehabilitiert am 15.07.1958 vom Militärtribunal des Sibirischen Wehrkreises (Archiv der Regionalbehörde des FSB Russlands der Region Krasnojarsk, Dossier P-9872, P-13119, P-2677; Krasnoturansker Bezirksarchiv,Bestand R-1/377, Verz. 3. Dossier 2, 9, 141)
ROSS (Roos), Jegor Iwanowitsch, geb. 1884. Lebte in der Ortschaft Nikolajewka, Nikolajewsker Dorfrat, Abakansker (heute Krasnoturansker) Bezirk, Gebiet Minussinsk. Familie: Ehefrau Kristina, geb. 1888, Kinder: Philipp, geb. 1907, seine Ehefrau Maria Karlowna, geb. 1907. Entzug der Wahlrecht 1930. Lebte in der Stadt Minussinsk. Ohne bestimmte Beschäftigung. Verhaftet am 28.05.1937. Anklage wegen antisowjetischer Agitation. Verurteilt am 13.11.1937 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe – in Entsprechung mit dem Befehl des NKWD № 00439 vom 25.07.1937. Erschossen am 24.11.1937 in der Stadt Minussinsk. Rehabilitiert am 15.07.1958 vom Militärtribunal des Sibirischen Wehrkreises (Archiv der Regionalbehörde des FSB Russlands der Region Krasnojarsk, Dossier P-9872; Krasnoturansker Bezirksarchiv, Bestand R-1/377, Verz. 3. Dossier 15, 782)
ROSS, Josef Jakowlewitsch, geb. 1905 im Gouvernement Saratow. Lebte später in der Siedlung Bogotol, Region Krasnojarsk. Arbeitete als Gehilfe des Maschinisten im Depot. Am 16.03.1938 verhaftet. Angeklagt wegen rechter trotzkistischer Agitation. Am 05.06.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zu 10 Jahren Arbeits- und Erziehungslager verurteilt. Am 14.05.1959 durch eine Sonderkommission des Obersten Gerichts der RSFSR rehabilitiert (P-10845).
ROSS, Theodor Iwanowitsch, geb. 1911 im Dorf Nikolajewka, Abakansker Amtsbezirk, Minussinsker Landkreis, Jenisseisker Gouvernement. Konnte nur wenig lesen und schreiben. Lebte an der Goldmine „Roter Oktober“, Ussinsker Bezirk, und arbeitete als frei angestellter Goldwäscher. Verhaftet am 24.03.1938. Angeklagt wegen antisowjetischer Agitation und Mitgliedschaft in einer konterrevolutionären Organisation. Verurteilt am 23.05.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe. Am 20.10.1938 in der Stadt Minussinsk erschossen. Rehabilitiert am 30.09.1957 von einer Sonder-Kommission des Obersten Gerichts der RSFSR (Archiv der Bezirksverwaltung des FSB Russlands in der Region Krasnojarsk, Akte P-7928).
ROTENBERGER, Philipp (Sohn von Jakob), geb. 1914. Befand sich im Jahre 1950 zusammen mit seiner Familie: Ehefrau Irma (Tochter von Fjodor/Friedrich), geb. 1928, sowie den Söhnen Wladimir/Walter, geb. 1948, und Eduard, geb. 1950) in der Verbannung, unter Sonderkommandantur des KrasLag, Lagerstützpunkt-12. Am 22.08.1950 wurden er und seine Familie an die Sonderkommandantur No. 65 bei der Nischne-Ingaschker Kreis-Abteilung des Ministeriums für Staatssicherheit in der Region Krasnojarsk überstellt.
ROTERMEL, Adolf Christianowitsch, geb. 1928 in der Ortschaft Nep, Podlesnowsker Bezirk, Gouvernement Saratow. Parteilos. Im September 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen in die Region Krasnojarsk deportiert. Arbeitete ab 1942 beim gewerblichen Fischfang im Tajmyrgebiet. 1948 nach Sachalin angeworben, lebte dort in er Siedlung Chos, Aleksandrowsk-Sachalinsker Bezirk. Arbeiter in der Holzfabrik. 1955 auf Anordnung der Behörde für Inneres des Altai-Gebiets abgemeldet.
ROTERMEL (Wolf), Berta Davidowna, geb. 1926 in der Ortschaft Dönhof, Krasnoarmejsker Bezirk, Gouvernement Saratow. Parteilos. Im September 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen in die Region Krasnojarsk deportiert. Arbeitete ab 1942 beim gewerblichen Fischfang im Tajmyrgebiet. 1948 nach Sachalin angeworben, lebte dort in er Siedlung Chos, Aleksandrowsk-Sachalinsker Bezirk. Arbeiterin in der Fischfabrik. 1955 auf Anordnung der Behörde für Inneres des Altai-Gebiets abgemeldet.
ROTERMEL, Christian Genrichowitsch, geb. 1889 in Marxstadt, Bezirk Marx, Gouvernement Saratow. Parteilos. Im September 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen in die Region Krasnojarsk deportiert. Arbeitete ab 1942 beim gewerblichen Fischfang im Tajmyrgebiet. 1948 nach Sachalin angeworben, lebte dort in der Siedlung Chos, Aleksandrowsk-Sachalinsker Bezirk. Arbeitete als Fischer für die Fischfabrik. 1955 auf Anordnung der Behörde für Inneres des Altai-Gebiets abgemeldet.
ROTERMEL, Ernestine Petrowna, geb. 1914 in der Ortschaft Schgravendorf, Krasnoarmejsker Bezirk, Gouvernement Saratow. Parteilos. Im September aus der ASSR der Wolgadeutschen in die Region Krasnojarsk deportiert. Arbeitete ab 1942 beim gewerblichen Fischfang im Tajmyrgebiet. 1948 nach Sachalin angeworben, lebte dort in der Siedlung Chos, Aleksandrowsk-Sachalinsker Bezirk. Arbeiterin in der Fischfabrik. 1955 auf Anordnung der Behörde für Inneres des Altai-Gebiets abgemeldet.
ROTERMEL (ROTÄRMEL), Friedrich Danilowitsch, geb. 1905 im Dorf Katharinenthal (Jekaterinental), Kanton Krasnokut, Gouvernement Saratow. Konnte lesen und schreiben. Als Arbeitsarmist in der Zwangsarbeiterkolonie Wjerchnjaja Tuguscha, Ilansker Sonderlagerpunkt des NKWD-Kraslag. Im Februar 1943 in Sachen A.J. Bachmann verhaftet. Unter diese Strafakte fielen insgesamt 39 Personen. Angeklagt nach § 58-2, 58-10, 58-11 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 20.10.1943 von einem Sonderkollegium des NKWD der UdSSR zu 10 Jahren Arbeits- und Erziehungslager verurteilt. Am 12.10.1957 durch das Krasnojarsker Regionsgericht rehabilitiert (P-8050).
ROTERMEL, Konstantin Christianowitsch, geb. 1926 in der Ortschaft Nep, Podlesnowsker Bezirk, Gouvernement Saratow. Parteilos. Im September 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen in die Region Krasnojarsk deportiert. Arbeitete ab 1942 beim gewerblichen Fischfang im Tajmyrgebiet. 1948 nach Sachalin angeworben, lebte dort in er Siedlung Chos, Aleksandrowsk-Sachalinsker Bezirk. Arbeitete in der Fischfabrik als Böttcher. 1955 auf Anordnung der Behörde für Inneres des Altai-Gebiets abgemeldet.
ROTERMEL, Lisa Christianowna, geb. 1935 in der Ortschaft Kind, Podlesnowsker Bezirk, Gouvernement Saratow. Parteilos. Im September 1941 zusammen mit der Familie aus der ASSR der Wolgadeutschen in die Region Krasnojarsk deportiert. Wurde beiVollendung des 16. Lebensjahrs als Sondersiedlerin unter Meldepflicht gestellt. Arbeitete ab 1942 beim gewerblichen Fischfang im Tajmyrgebiet. 1948 nach Sachalin angeworben, lebte dort im Aleksandrowsk-Sachalinsker Bezirk. Macht dort eine Ausbildung. 1955 auf Anordnung der Behörde für Inneres des Altai-Gebiets abgemeldet.
ROWEIN, Fjokla Jakowlewna, geb. 1893 in der Ortschaft Schuk, Krasnoarmejsker Kanton, Gouvernement Saratow. Parteilos. Im September 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen in die Region Krasnojarsk deportiert. Arbeitete ab 1942 beim gewerblichen Fischfang im Tajmyrgebiet. 1948 nach Sachalin angeworben, lebte dort in der Siedlung Chos, Aleksandrowsk-Sachalinsker Bezirk. Arbeiterin in der Fischfabrik. 1953 zur Verfügung der Behörde für Inneres im Gebiet Kemerowo abgemeldet.
ROWEIN, Rosa Wilhelmowna, geb. 1923 in der Ortschaft Schuk, Krasnoarmejsker Kanton, Gouvernement Saratow. Parteilos. Im September 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen in die Region Krasnojarsk deportiert. Arbeitete ab 1942 beim gewerblichen Fischfang im Tajmyrgebiet. 1948 nach Sachalin angeworben, lebte dort in der Siedlung Chos, Aleksandrowsk-Sachalinsker Bezirk. Arbeiterin in der Fischfabrik. 1953 zur Verfügung der Behörde für Inneres im Gebiet Kemerowo abgemeldet.
ROWEIN, Wilhelm Jakowlewitsch. Im September 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen in die Region Krasnojarsk deportiert. Arbeitete ab 1942 beim gewerblichen Fischfang im Tajmyrgebiet. 1948 nach Sachalin angeworben.
ROWEIN, Wilhelm Jakowlewitsch, geb. 1885 in der Ortschaft Schuk, Krasnoarmejsker Kanton, Gouvernement Saratow. Parteilos. Im September 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen in die Region Krasnojarsk deportiert. Arbeitete ab 1942 beim gewerblichen Fischfang im Tajmyrgebiet. 1948 nach Sachalin angeworben, lebte dort in der Siedlung Chos, Aleksandrowsk-Sachalinsker Bezirk. Arbeiter in der Fischfabrik. 1953 zur Verfügung der Behörde für Inneres im Gebiet Kemerowo abgemeldet.
ROWNOWA, Rosa (Tochter von Nikolaj/Nikolaus), geb. am 01.05.1930, gebürtig aus der Stadt Herzog, Gebiet Saratow. Lebte ab Ausgust 1952 als Verbannte in Turuchansk.
RUBBEL, Andrej, geb. 1923. Deportiert. Befand sich von 1943-1946 in der Trudarmee-Zone des Krasnojarsker Metallhüttenwerks (Postfach 121) an der Station Sorokino, Bezirk Mana, Region Krasnojarsk.
RUBE, Selma Kondratjewna. Geb. 15.08.1919. Gebürtig und wohnhaft in der Ortschaft Schilling, Kanton Krasnokut, Gouvernement Saratow. Deportiert in die Siedlung Angarskij, Bogutschansker Bezirk, Region Krasnojarsk.
RUDER, Anna-Maria (Tochter von Franz), geb. 1898, stammte aus der Ortschaft Soloduchin, Kanton Unterwalden, Gebiet Saratow. 1941 nach Schischkino im Talmensker Kreis, Altaj-Gebiet, verbannt. Zur Arbeitsarmee ins KrasLag mobilisiert.
RUDI, Helfer des Staatsanwaltes der ASSR der Wolgadeutschen. Deportiert in die Region Krasnojarsk. Zur Arbeitsarmee ins KrasLag mobilisiert, Kommandant der Wohn-zone. 1942 von einem Sonderkollegium des NKWD der UdSSR verurteilt und mit einem Gefangenen-transport ins KrasLag gebracht.
RUDOLF, Adam Andrejewitsch, geb. etwa 1915, Einwohner der ASSR der Wolgadeutschen. Im September 1941 zusammen mit seiner Familie, Ehefrau Emma Andrejewna, geb. 1917, sowie den Kindern Adam, geb. 1937, Robert, geb. 1938, und Heinrich, geb. 1940, in das Dorf Medwesche, Sokolowsker Dorfsowjet, Ilansker Kreis, Gebiet Krasnojarsk, deportiert/
Verbannungs- / Lagerhaftbericht von Heinrich Davidowitsch Keil.
RUDOLF, Adam (Sohn von Theodor), geb. 1902, stammte aus dem Dorf Jost, Kanton Kukkus, Gebiet Saratow. 1941 in das Dorf Nowo-Semjonowka, Ilansker Kreis, Region Krasnojarsk, verbannt. Zur Arbeitsarmee ins KrasLag mobilisiert.
RUDOLF, Daniel (Sohn von Heinrich), geb. 1893, verhaftet am 11.09.1942 in Ust-Abakan. Am 03.02.1943 von einem Sonderkollegium des NKWD der UdSSR wegen Spionage zu 10 Jahren verurteilt. Am 18.09.1966 vom Präsidium des Obersten Sowjet der UdSSR rehabilitiert.
RUDOLF, Daniel Andrejewitsch, geb. 1893 in der Ortschaft Straub, Gouvernement Samara. Stammte aus einer Bauernfamilie. Lebte eine Zeit lang im Ust-Abakansker Bezirk, Region Krasnojarsk. Arbeitete als Registrator in der Kolchose „1.Mai“. Am 04.09.1942 verhaftet. Angeklagt wegen antisowjetischer Agitation und Spionagetätigkeit. Am 31.12.1942 vom Chakassischen Gebietsgericht zu 10 Jahren Arbeits- und Erziehungslager mit Konfiszierung des gesamten Besitzes sowie Entzug der politischen Rechte verurteilt. Am 28.09.1966 durch eine Sonderkommission des Obersten gerichts der UdSSR rehabilitiert (P-14416).
RUDOLF, Emilia (Emilie) Aleksandrowna, geb. 1895 in der Ortschaft Straub, Gouvernement Samara, nicht abgeschlossene, mittlere Bildung. Stammte aus einer Beamtenfamilie. Lebte eine Zeit lang in der Faktorei Amoro, Bajkitsker Bezirk, Nationalgebiet der Ewenken, Region Krasnojarsk. Arbeitete in einer Fischereibrigade. Am 17.03.1943 verhaftet. Angeklagt wegen antisowjetischer Agitation. Am 31.05.1943 vom ewenkischen Gebietsgericht zu 8 Jahren Arbeits- und Erziehungslager sowie 4 Jahren Entzug aller politischen Rechte verurteilt. Am 09.04.1997 durch die Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-22462).
RUDOLF, Heinz, verbüßte seine Lagerhaftstrafe im NorilLag.
Über die Zeit, über Norilsk, über sich selbst..., Buch 2, Moskau, 2002, S. 160 (b)
RUDOLF, Irma Aleksandrowna, geb. 1923 i der Ortschaft Straub, Bezirk Kukussker Bezirk, Gebiet Saratow. Verbüßte die Verbannungszeit im Autonomen Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk. 1963 Arbeiterin am Fleischkombinat in der Stadt Abakan.
Buch der Erinnerung an die Opfer politischer Repressionen in der Republik Chakassien, Bd. 3, Abakan, 2006, S. 254, (b).
RUDOLF, Josef Andrejewitsch, geb. 1874. Gebürtig und wohnhaft in der Stadt Krasnojarsk. Konnte lesen und schreiben. Ohne feste Arbeit. Am 16.08.1921 verhaftet. Angeklagt wegen Komplicenschaft mit Koltschak. Am 13.01.1922 durch das Jenisejsker Gouvernements-Revolutionstribunal zu 2 Jahren Arbeits- und Erziehungslager verurteilt (im Rahmen einer Amnestie von der Strafmaßnahme freigestellt). Am 22.07.1997 durch die Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-22629).
RUDT, Iwan/Johann (Sohn von Iwan/Johann), geb. 1914. Befand sich ab 1950 in der Siedlung Nischnaja Pojma, Kreis Nischne-Ingasch, Region Krasnojarsk, unter der Sonder-kommandantur des KrasLag in Verbannung, im Lagerstützpunkt-5. Angestellter im Post-, Nachrichten- und Fernmeldewesen. Am 21.08.1950 wurde er der Sonderkommandantur No. 67 bei der Nischne-Ingaschker Kreis-Abteilung des Ministeriums für Staatssicherheit in der Region Krasnojarsk.
RUF, Friedrich (Sohn von Friedrich), geb. am 16.08.1909, gebürtig aus der Siedlung Kaiserthal, Kreis Melitopol, Gebiet Saporoschje. Wurde in die Arbeitsarmee geschickt, wo er am 29.05.1945 starb. Seine Familie, Ehefrau Amalie (Tochter von Iwan / auch: Amilda, Tochter von Johann) Ruf, geb. am 02.12.1912, gebürtig aus dem Gebiet Saporoschje, sowie die Kinder Elsa, geb. 01.01.1935, Ella, geb. 03.01.1937, Anton, geb. 26.04.1938 und Friedrich, geb. 26.05.1941, wurden 1945 aus Deutschland repatriiert und in die Siedlung Pimija, kreis Mana, Region Krasnojarsk, in die Verbannung geschickt. Am 30.01.1956 wurden sie aus der Sonderzwangsansiedlung freigelassen. Die Rehabilitierung erfolgt am 09.02.1996 durch die Verwaltung für Innere Angelegenheiten in der Region Krasnojarsk.
RUF, Pauline Iwanowna, geb. 1897, stammte aus Knadentau (Gnadentau?Gnadenthal?), Kanton Seelmann, ASSR der Wolgadeutschen. Witwe. Im September 1941 zusammen mit ihrem Sohn und der Tochter Rosa Jegorowna, geb. 1931, deportiert. Sie kamen am 23.09.1941 in dem Dorf Usa, Kreis Krasnoturansk, Region Krasnojarsk, an. 1943 wurde sie zur Arbeitsarmee mobilisiert (bis 1946). Sie kam in die Ortschaft Kortus, Krasnoturansker Kreis, Region Krasnojarsk. Arbeitete als Wärterin in einem Kinderheim. Am 14.03.1956 wurde sie gemeinsam mit ihrer Tochter freigelassen. Die Tochter war 1947 aus dem Kinderheim gekommen; arbeitete in einer Kolchose. 1951 zog sie in die Ortschaft Saruschka, Krasnoturansker Kreis, Region Krasnojarsk, um. 1952 wurde ihre Tochter Elvira Eduardowna geboren. Die Personenakten Nrn. 619/620, Archiv-Nrn. 54815/54816 liegen im Archiv der Verwaltung für Innere Angelegenheiten der Region Krasnojarsk.
Verbannungs- / Lagerhaftbericht von Maria Nikititschna Klimenkowa..
RUGE, Walter Erwinowitsch, geb. 1915. Vater war Mitarbeiter der Comintern. Beendete in Moskau das Technikum auf dem Spezialgebiet der Röntgenapparaturen. 1941 verhaftet. Nach § 58-10 des Strafgesetzes der RSFSR zu 10 Jahren Arbeits- und Umerziehungslager verurteilt. Verbüßte die Haftzeit in Lagern in der Region Omsk; arbeitete als Feldscher. 1949 mit einer Etappe in die Siedlung Jermakowo, Turuchansker Bezirk, Region Krasnojarsk, zum Bauprojekt N° 503 des MWD der UdSSR gebracht, wo er seine Verbannungszeit verbringen sollte. Heiratete die Verbannte I.A. Alferowa. Arbeitete als Ingenieur am Kraftwerk. Im Juli 1954 fuhr er mit seiner Ehefrau und deren Mutter zu seinem ebenfalls in der Verbannung lebenden Bruder in die Siedlung Soswa, Gebiet Swerdlowsk. Nach der Freilassung aus der Verbannung reiste er mit seiner Frau und deren Mutter nach Deutschland aus.
-S.D. Martschenko, Verbannung 1949-1954, Bauprojekt N° 503 (1947-1953)-Dokumente. Materialien. Forschungen. Ausgabe 1, Krasnojarsk, 2000, S. 73
-Verzeichnis S.D. Martschenko (a)
- W.E. Ruge. Auf dem Jenisej flußbwärts an den Rand der Welt, Bauprojekt N° 503, Manuskript, 1999, Heimatkunde-Museum Igarka
- W.E. Ruge. Auf dem Jenisej flußabwärts an den Rand der Welt, Bauprojekt N° 503 (1947-1953)
- Dokumente. Materialien. Forschungsberichte. Ausgabe 1, Krasnojarsk, 2000, S. 95.
- I.A. Alferowa-Ruge. Aus Briefen an das Igarsker Museum. Bauprojekt N° 503 (1947-1953).
- Dokumente. Materialien. Forschungsberichte. Ausgabe 1, Krasnojarsk, 2000, S. 106
RUHL, Teodor Aleksandrowitsch, geb. 1913. Höhere Schulbildung. Mitglied der WKP (B) seit 1940. Trudarbeiter in der Tungusker Abteilung des Kraslag. Im März 1945 verhaftet. Angeklagt wegen Mitgliedschaft in einer konterrevolutionären Organisation. Am 04.08.1945 zu 12 Jahren Besserungs-/Arbeitslager verurteilt. Arbeitete 1956 als Lehrer an der Mittelschule N° 86 in der Stadt Prokolewsk, Gebiet Kemerowo. Am 07.03.1958 vom Gebietsgericht der Region Krasnojarsk rehabilitiert.
RUNG, Aleksander Augustowitsch, geb. 1916 in der Stadt Jekaterinoslawl. Lebte eine Zeit lang in Krasnojarsk. Arbeitete als Drechsler bei der Schiffsreparaturwerft. Am 25.06.1948 verhaftet. Angeklagt wegen antisowjetischer Agitation. Am 22.09.1948 vom Militärtribunal des Jenisejsker Beckens zu 10 Jahren Arbeits- und Erziehungslager verurteilt. Am 19.08.1959 durch das Oberste Gericht der UdSSR rehabilitiert (P-11290).
RUNK, Iwan/Johann (Sohn von Karl), 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen in die Ortschaft Arefjewo, Kreis Biriljussy, Region Krasnojarsk, deportiert. Arbeitete in der Kolchose „Dynamo“. Starb im Oktober 1941.
RUPP, Iwan Andrejewitsch, geb. 1913. Wolgadeutscher. 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen nach Krasnojarsk deportiert. Arbeitete im Mühlenkombinat N° 3. Zur Trudarmee ins Kraslag mobilisiert. Befand sich von 1943-1946 in der Trudarmee-Zone des Krasnojarsker Metallhüttenwerks (Postfach 121) an der Station Sorokino, Bezirk Mana, Region Krasnojarsk. Im Lager verhaftet.
RUPPEL, verbüßte eine Lagerstrafe im KrasLag, in Nowaja Schiderba; ab 1946 in Schajbino, Lagerstützpunkt Tugatsch. Arbeitete in der Holzfällerei, Stachanowarbeiter.
Verbannungs- / Lagerhaftbericht von Alexej Iwanowitsch Miljuschkin.
RUPPEL, Mitglied der Allrussischen Kommunistischen Partei der Bolschewiken. War in der Arbeitsarmee im KrasLag; von dort mit einem Gefangenentransport weggebracht.
RUPPEL, David (Sohn von Heinrich), geb. 1911, stammte aus der Ortschaft Rosenfeld, Gebiet Saratow. Verhaftet in dem Dorf Alexejewka, Dserschinsker Kreis, Region Krasnojarsk. Starb am 06.07.1943 in einem Lager im Kreis Nischne-Ingasch, Region Krasnojarsk.
RUPPEL, Frieda (Tochter von David), geb. 1923, stammte aus der Ortschaft Krasnojarskoje, Gebiet Saratow. Meisterin der Kunststickerei. Am 04.09.1941 aus der Stadt Engels, ASSR der Wolgadeutschen, verschleppt. Befand sich in der Siedlung Polikarpowsk, Kreis Ust-Jenissej, Autonomes Gebiet Tajmyr, Region Krasnojarsk, in der Kolchose „Krasnij Tajmyrjez“ („Roter Tajmyrer“) in Verbannung. Zusammen mit ihr waren dort auch ihr Sohn Alexander (Sohn von Wladimir/Walter) Ruppel, geb. 1945, und ihr Ehemann Wladimir (Sohn von Tito/Titus), geb. 1923. Ihr Vater David (Sohn von Karl) RUPPEL sowie ihre Mutter Amalie SCHARICH befanden sich an der Station Bogotol, Region Krasnojarsk, unter Sonder-Registratur. Die Personenakte Nr. 451, Archiv-Nr. 26080 liegt im Archiv der Verwaltung für Innere Angelegenheiten der Region Krasnojarsk.
RUPPEL, Jekaterina/Katharina (Tochter von Kaspar), geb. 1947, befand sich 1950 zusammen mit ihrem Vater Kaspar (Sohn von Andrej/Andreas) RUPPEL, geb. 1914, in Ver-bannung unter der Sonderkommandantur des KrasLag, Lagerstützpunkt-11 (Sowchose). Am 22.08.1950 wurden sie der Sonderkommandantur No. 65 bei der Nischne-Ingaschker Kreis-Abteilung des Ministeriums für Staatssicherheit in der Region Krasnojarsk überstellt.
RUSCH (Paltschina), Jelisaweta (Elisabeth) Andrejewna, geb. am 10.12.1923 im Gouvernement Saratow. Deportiert in die Region Krasnojarsk. Lebte 2004 in der Stadt Dudinka.
RUT, Wladimir, geb. 1926 im Kanton Balzer, Gouvernement Saratow. Deportiert. Befand sich von 1943-1946 in der Trudarmee-Zone des Krasnojarsker Metallhüttenwerks (Postfach 121) an der Station Sorokino, Bezirk Mana, Region Krasnojarsk.
RUTKOWSKIJ, Franz Jakowlewitsch, geb. 1908 im Dorf Rosowka, Russko-Poljansker Amtsbezirk, Landkreis Omsk, Tobolsker Gouvernement. Konnte nur wenig lesen und schreiben. Stammte aus einer Bauernfamilie. Lebte später an der Bahnstation Atschinsk der Krasnojarsker Eisenbahnlinie. Arbeitete im Dienst des Streckenabschnitts N° 2. Am 19.01.1937 verhaftet. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Agitation und Schädlingstätigkeit. Am 15.06.1938 von einem Sonder-Kollegium des NKWD der UdSSR zu 8 Jahren Erziehungs- und Arbeitslager verurteilt. Am 28.07.1989 durch die Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-19939).
RUTSCHKOWSKIJ, Rudolf Antonowitsch, geb. 1895 in Österreich. Deutscher. Lebte später im Minusinsker Bezirk, Region Krasnojarsk. Arbeitete als Brigadier in der Kolchose. Am 26.08.1938 verhaftet. Angeklagt wegen Mitgliedschaft in einer konterrevolutionären Organisation und Schädlingstätigkeit. Am 24.05.1939 vom Krasnojarsker Regionsgericht zu 8 Jahren Erziehungs- und Arbeitslager verurteilt. Am 24.02.1959 durch eine Sonderkommission des Obersten gerichts der RSFSR rehabilitiert (P-10522).
RUTZ, Aleksander Fedorowitsch, geb. 1883 in der Ortschaft Gololobowka, Kamyschinsker Landkreis, Gouvernement Saratow. Höhere Bildung. Stammte aus einer Beamtenfamilie. Grundbesitzer. Lebte später in der Stadt Krasnojarsk. War im Bereich „Militärisches Ingenieurwesen“ tätig. Am 19.03.1920 verhaftet. Angeklagt wegen Dienst in der Koltschak-Armee. Am 12.08.1920 von der Krasnojarsker Gouvernementstscheka zur Inhaftierung in einem Konzentrationslager für eine Dauer von 3 Jahren verurteilt (wegen Anwendung der Oktober-Amnestie am 04.12.1920 von einer Gouvernementskommission in die Freiheit entlassen). Am 15.06.1998 durch die Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-23013).
RUTZ, Amalia Wilhelmowna, geb. 1921 in der Ortschaft Dönhof, Gouvernement Saratow. Mittlere Schulbildung. Stammte aus einer verarmten Bauernfamilie. Lebte später in der Faktorei Aneka, Ilimpijkser Bezirk, Region Krasnojarsk, Nationales Gebiet der Ewenken. Ungelernte Arbeiterin in der Fischfabrik. Am 07.04.1943 verhaftet. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Sabotage. Am 26.05.1943 vom Tajmyrsker Regionsgericht zu 5 Jahren Erziehungs- und Arbeitslager sowie 3 Jahren Entzug der politischen rechte verurteilt.. Am 14.05.1992 durch die Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-20202).
RUTZ, Erika. In die Region Krasnojarsk deportiert; verbüßte die Strafe im Bezirk Dudinka, Region Krasnojarsk. Lebte 2003 in Deutschland.
RUTZ, Robert Fedorowitsch, geb. 1875. Gebürtig und wohnhaft in der Stadt Krasnojarsk, Gouvernement Jenisej. Mittlere, technische Schulbildung. Stammte aus einer Bauernfamilie. War ion seiner eigenen Bauernwirtschaft tätig. Am 21.03.1920 verhaftet. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Agitation. Der Fall wurde am 07.04.1920 von der Krasnojarsker Gouvernementstscheka zu den Akten gelegt. Am 31.03.2003 durch die Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-5618).
RUTZ, Rosa, geb. 1927 in der Ortschaft Gukk, Kanton Balzer, Gouvernement Saratow. Deportiert. Befand sich von 1943-1946 in der Trudarmee-Zone des Krasnojarsker Metallhüttenwerks (Postfach 121) an der Station Sorokino, Bezirk Mana, Region Krasnojarsk.
RUTZ, Viktor (Sohn von Iwan/Johann), geb. 1915, befand sich im Jahre 1950 in Verbannung, unter Sonderkommandantur des KrasLag, Lagerstützpunkt-3. Am 22.08.1950 wurde er der Sonderkommandantur No. 65 bei der Nischne-Ingaschker Kreis-Abteilung des Ministeriums für Staatssicherheit in der Region Krasnojarsk überstellt.