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Timestamp: 2016-10-24 23:53:15
Document Index: 363283598

Matched Legal Cases: ['Art. 95', 'Art. 106', 'Art. 42', 'BGE', 'BGE', 'Art. 4', 'Art. 8', 'Art. 7', 'Art. 28', 'Art. 16', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 66']

8C_198/2016 (08.06.2016)
8C_198/2016 � � Urteil vom 8. Juni 2016
vertreten durch Rechtsanw�ltin Claudia Starkl,
(Invalidenrente; Einkommensvergleich),
Die 1956 geborene, als Hebamme t�tige A.________ zog sich anl�sslich der Mithilfe bei einer Geburt am 17. August 2011 ein Rotationstrauma am rechten Handgelenk zu und litt seither an Handgelenksschmerzen. Sie meldete sich am 30. M�rz 2012 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug (Umschulung auf eine neue T�tigkeit, Wiedereinschulung in die bisherige T�tigkeit) an. Die IV-Stelle Schwyz gew�hrte Berufsberatung und Abkl�rung der beruflichen Eingliederungsm�glichkeiten, in deren Rahmen am 6. Juni 2013 ein Abkl�rungsgespr�ch stattfand. Mit Schlussbericht vom 5. November 2013 beendete die IV-Stelle die beruflichen Massnahmen, weil sich A.________ nicht in der Lage sah, einer Arbeit nachzugehen. Nach Einholung eines interdisziplin�ren Gutachtens der Medizinischen Abkl�rungsstelle (MEDAS) Interlaken Unterseen GmbH vom 22. September 2014 sowie durchgef�hrtem Vorbescheidverfahren sprach die IV-Stelle der Versicherten mit Verf�gung vom 27. Mai 2015 f�r den Zeitraum ab 1. September 2012 bis 28. Februar 2013 eine ganze Rente zu.
Die hiegegen erhobene Beschwerde hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz mit Entscheid vom 13. Januar 2016 insoweit gut, als es in Ab�nderung der angefochtenen Verf�gung vom 27. Mai 2015 festhielt, A.________ habe bis 31. Mai 2013 Anspruch auf eine ganze Rente und ab 1. Juni 2013 auf eine Viertelsrente.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten l�sst A.________ beantragen, es sei ihr in Ab�nderung des angefochtenen Entscheids vom 13. Januar 2016 ab 1. September 2012 eine ganze und ab 1. Juni 2013 eine halbe Invalidenrente zuzusprechen.
Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann wegen Rechtsverletzungen gem�ss Art. 95 und 96 BGG erhoben werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG), doch pr�ft es, unter Ber�cksichtigung der allgemeinen R�ge- und Begr�ndungspflicht (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), nur die geltend gemachten Vorbringen, falls allf�llige weitere rechtliche M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind (BGE 138 I 274 E. 1.6 S. 280; vgl. auch BGE 141 V 234 E. 1 S. 236; 140 V 136 E. 1.1 S. 137 f.).
2.1.�Streitig und - im Rahmen der dargelegten Kognition - zu pr�fen ist, ob die Vorinstanz Bundesrecht verletzte, als sie der Versicherten f�r die Zeit ab 1. Juni 2013 keine h�here als eine Viertelsrente der Invalidenversicherung zusprach.
Die Beschwerdef�hrerin bestreitet nicht, dass sie in einer leidensangepassten T�tigkeit, welche die rechte Hand bzw. den rechten Vorderarm kaum beansprucht, seit 1. M�rz 2013 zu 100 % arbeitsf�hig ist, wie dies der Verf�gung der IV-Stelle und dem vorinstanzlichen Entscheid zugrunde liegt. Ebenfalls nicht mehr strittig ist der Zeitpunkt der Rentenreduktion. Bestritten sind indes die Ermittlung des Invalidit�tsgrades und dabei namentlich das dem Einkommensvergleich zugrunde gelegte Invalideneinkommen.
2.2.�Die hief�r massgeblichen Rechtsgrundlagen sind im Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Schwyz vom 13. Januar 2016 zutreffend dargelegt worden. Dies betrifft namentlich die Bestimmungen und Grunds�tze zu den Begriffen der Invalidit�t (Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 Abs. 1 ATSG) und Erwerbsunf�higkeit (Art. 7 ATSG), zum Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 28 IVG) sowie zur Ermittlung des Invalidit�tsgrades bei Erwerbst�tigen nach der Einkommensvergleichsmethode (Art. 16 ATSG). Richtig sind auch die Ausf�hrungen zur Aufgabe der �rztin oder des Arztes im Rahmen der Invalidit�tsbemessung (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99 f.; 125 V 256 E. 4 S. 261 mit Hinweisen) sowie zum Beweiswert und zur Beweisw�rdigung medizinischer Berichte und Gutachten (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269; 134 V 231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3 S. 352 mit Hinweisen). Darauf wird verwiesen.
3.1.�Das trotz Gesundheitssch�digung zumutbarerweise erzielbare Einkommen (Invalideneinkommen) hat die Vorinstanz anhand der Zahlen der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes f�r Statistik (LSE) 2012, Privater Sektor, Tabelle TA1, Ziff. 86-88 "Gesundheits- und Sozialwesen", Kompetenzniveau 2, Frauen, ermittelt. Umgerechnet auf die im Jahr 2012 betriebs�bliche Arbeitszeit im Gesundheitswesen von 41,5 Stunden pro Woche sowie unter Ber�cksichtigung eines leidensbedingten Abzugs von 20 % ging das kantonale Gericht von einem j�hrlichen Invalideneinkommen von Fr. 50'636.64 aus.
3.2.�Die Beschwerdef�hrerin l�sst - wie bereits im vorinstanzlichen Verfahren - im Wesentlichen vorbringen, es sei bei den Tabellenl�hnen nicht auf den Bereich "Gesundheits- und Sozialwesen", sondern auf das "Total Privater Sektor" und dort nicht auf das Kompetenzniveau 2, sondern auf das Kompetenzniveau 1 abzustellen.
3.3.�Die korrekte Anwendung der LSE-Tabellen, namentlich die Wahl der Tabelle wie auch der Beizug der massgeblichen Stufe (Kompetenzniveau 1, 2, 3 oder 4), ist eine Rechtsfrage, welche vom Bundesgericht ohne Einschr�nkung der Kognition frei �berpr�ft wird (BGE 132 V 393 E. 3.3 S. 399). Die sich in diesem Zusammenhang vorg�ngig stellende Frage, �ber welche erwerbsrelevanten Fertigkeiten und Kenntnisse eine versicherte Person verf�gt, ist demgegen�ber tats�chlicher Natur. Der darauf basierende Umgang mit den Zahlen in der massgeblichen LSE-Tabelle beschl�gt ebenfalls eine Frage des Sachverhalts (BGE 132 V 393 E. 3.3 S. 399). An eine vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung ist das Bundesgericht (soweit hier von Interesse) nur dann nicht gebunden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Verletzung von Bundesrecht beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG).
3.4.�Wie das kantonale Gericht erwogen hat, arbeitete die Beschwerdef�hrerin jahrelang in ihrem erlernten Beruf als Hebamme. Die Hebamment�tigkeit im Geb�rsaal ist ihr unbestrittenermassen nicht mehr zumutbar, da sie bei der Mitwirkung an einer Geburt die rechte Hand bzw. den rechten Vorderarm erheblich beanspruchen w�rde. F�r die Ermittlung des Invalideneinkommens hat die Vorinstanz auf den Bereich "Gesundheits- und Sozialwesen" abgestellt, nachdem die Versicherte gem�ss Aktenlage eine T�tigkeit als beratende Hebamme aufgenommen habe. Dies entspricht denn auch den Feststellungen zur Arbeitsf�higkeit im MEDAS-Gutachten vom 22. September 2014. Dort wurde zwar die T�tigkeit als Hebamme im Geb�rsaal als nicht mehr zumutbar erachtet, hingegen bei den angepassten Verweist�tigkeiten darauf hingewiesen, die Versicherte habe bereits begonnen, Geburtsvorbereitungskurse zu geben und k�nne das bis anhin reduzierte Pensum in verschiedenen Geburtskliniken auf 100 % erh�hen. Ihr seien jedoch auch weitere T�tigkeiten im medizinischen Bereich m�glich und zumutbar. So habe die Versicherte verschiedene Angebote erhalten, in Privatpraxen von Gyn�kologen als Hebamme zu arbeiten bzw. dort bei der Mithilfe in der Sprechstunde als Arbeitskraft t�tig zu sein. Schliesslich w�re gem�ss Gutachten auch eine T�tigkeit in einem Spital in der Geburtsabteilung oder als Oberschwester denkbar. Die Versicherte verf�ge �ber sehr viele Ressourcen und soziale Grundfertigkeiten, sodass sie per sofort eingesetzt werden k�nnte. Die erneut vorgetragenen Einw�nde der Beschwerdef�hrerin gegen das Abstellen auf den Bereich "Gesundheits- und Sozialwesen" verm�gen somit keine Bundesrechtswidrigkeit oder offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung zu begr�nden. Auch die vorinstanzliche Schlussfolgerung, die Versicherte k�nne mit der gesundheitlichen Beeintr�chtigung eine T�tigkeit aus�ben, welche im Kompetenzniveau 2 (Praktische T�tigkeiten wie Verkauf/Pflege/Datenverarbeitung und Administration/Bedienen von Maschinen und elektronischen Ger�ten/ Sicherheitsdienst/Fahrdienst), einzuordnen sei, kann im Rahmen der bundesgerichtlichen Kognition jedenfalls nicht als offensichtlich unrichtig qualifiziert werden. Dank der Berufs- und Fachkenntnisse der Beschwerdef�hrerin im Gesundheitswesen kommt eine T�tigkeit in diesem Kompetenzniveau eher in Frage als eine T�tigkeit im Kompetenzniveau 1, welches sich auf einfache T�tigkeiten k�rperlicher oder handwerklicher Art bezieht. In Anbetracht des Pausenbedarfs sowie der raschen Erm�dbarkeit hat die Vorinstanz sodann zu Recht einen leidensbedingten Abzug vom Invalideneinkommen in der H�he von 20 % gew�hrt, was nicht beanstandet wird.
3.5.�Zusammenfassend ergibt die Gegen�berstellung des Invalideneinkommens in einer adaptierten T�tigkeit in der H�he von Fr. 50'636.65 mit dem unbestritten gebliebenen Valideneinkommen von Fr. 94'998.15 einen Invalidit�tsgrad von aufgerundet 47 %. Daran nichts zu �ndern vermag der Einwand der Beschwerdef�hrerin, es handle sich bei den Vergleichseinkommen um die Zahlen f�r das Jahr 2012 anstatt 2013. Da sich beide Einkommen auf den Bereich Gesundheitswesen beziehen, w�re die Anpassung an die Lohnentwicklung im Jahr 2013 in gleicher Weise vorzunehmen, weshalb sich am aus der Gegen�berstellung errechneten Invalidit�tsgrad nichts �ndern w�rde. Beim angefochtenen Entscheid hat es somit sein Bewenden.
Das Verfahren ist kostenpflichtig. Die Gerichtskosten werden der unterliegenden Beschwerdef�hrerin auferlegt (Art. 66 Abs. 1 BGG).