Source: https://www.dtad.de/details/Stromversorgung_28199_Bremen-13151710_3
Timestamp: 2018-02-25 08:19:36
Document Index: 15013789

Matched Legal Cases: ['§ 63', '§ 123', '§ 63', '§ 45', '§ 13', '§ 51', '§ 15']

Ausschreibung - Stromversorgung in Bremen (ID:13151710)
> DTAD-ID: 13151710
Die Bremer Straßenbahn AG (BSAG) ist der führende Dienstleister im ÖPNV im Großraum Bremen. Ca. 100 Millionen Fahrgäste befördert die BSAG jährlich. Um diesen Bedarf decken zu können, setzt die...
Zu Händen von: Herrn Benndorf
E-Mail: ReinhardBenndorf@bsag.de
Fax: +49 421/5596-172
Hauptadresse des öffentlichen Auftraggebers: www.bsag.de
Strombeschaffung 2018 bis 2020.
Die Bremer Straßenbahn AG (BSAG) ist der führende Dienstleister im ÖPNV im Großraum Bremen. Ca. 100 Millionen Fahrgäste befördert die BSAG jährlich. Um diesen Bedarf decken zu können,
setzt die BSAG ca. 210 Busse und 121 elektrische Straßenbahnen in ihrem Netz ein, welches sich über das gesamte Stadtgebiet Bremens erstreckt. Versorgt wird dieser Fuhrpark über 5 Betriebshöfe,
die sich über das Stadtgebiet verteilen sowie über derzeit 29 Gleichrichterwerke, die die Stromversorgung der elektrischen Straßenbahn sicherstellen. Der jährliche Bedarf an Wirkarbeit liegt in der Größenordnung von rund 35 GWh. Die Spannungsebene liegt bei 10 kV Mittelspannung. Eine sichere und günstige Versorgung mit elektrischer Energie in der Mittelspannungsversorgung (MSV) für die Jahre 2018 bis 2020 hat diese Ausschreibung als Ziel. Die Rechnungsstellung für Fahrstrom und die Versorgung der Betriebshöfe hat getrennt zu erfolgen, da die BSAG die Härtefallregelungen nach §§ 63 ff EEG 2017 nutzt.
Alle Einspeisepunkte der Mittelspannungsversorgung ( 10 kV) verfügen über eigene Leistungsmessung je Abnahmestelle. Die Einspeisepunkte befinden sich im Netzgebiet der Wesernetz GmbH
(33 Stück) und der Osterholzer Stadtwerke (1 Stück) und sind an das Netz der allgemeinen Versorgung angeschlossen. Nicht Gegenstand dieser Ausschreibung sind die Netznutzungs- und Netzanschlussverträge mit den jeweiligen Netzbetreibern.
Die BSAG besitzt grundsätzlich die Möglichkeit zwischen Termin- und Spotmarktbeschaffung zu wählen. Nähere Einzelheiten enthalten die Vertragsunterlagen.
Mittelspannungsversorgung für die Jahre 2018 bis 2020.
251093-2017
Strombeschaffung 2018 bis 2020
Beginn 01.01.2018 Abschluss 31.12.2020
Werden in den Ausschreibungsunterlagen genannt.
Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Einhaltung der Auflagen zu überprüfen: 1. Dem Teilnahmeantrag ist eine Erklärung beizufügen, aus der hervorgeht, ob und auf welche Weise der Bewerber wirtschaftlich mit Unternehmen verbunden ist.
2. Ferner hat der Teilnahmeantrag eine Selbstdarstellung (z. B. Unternehmenspräsentation, umgesetzte Projekte, Vertriebsstrategie, Philosophie) des Bewerbers zu enthalten. Diese darf 5 DIN A4 Seiten nicht überschreiten.
3. Dem Teilnahmeantrag ist eine Eigenerklärung beizufügen, aus der hervorgeht, dass die Ausschlussgründe nach § 123 GWB auf den Bewerber nicht zutreffen und er vorsätzlich nicht unzutreffende Erklärungen in Bezug auf seine Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit abgegeben hat (siehe Formular 1 im Teilnahmeantrag).
Zum Nachweis der Eignung des Bewerbers sind die nachfolgenden Erklärungen / Unterlagen beizufügen:
a) Ein aktueller, vollständiger Auszug aus dem Handelsregister oder ein vergleichbares Dokument aus einem Mitgliedsstaat der EU für den Bewerber. Der Auszug darf nicht älter als 3 Monate, gerechnet vom Zeitpunkt der Einreichung des Teilnahmeantrags, sein.
b) Bescheinigungen über die berufliche Befähigung für die Leistungserbringung verantwortlichen einzusetzenden Führungskräfte des Bewerbers.
Es ist auch möglich, diesbezüglich Nachunternehmerangaben zu verwenden, soweit der Bewerber nachweist, dass er im Aufragsfall über die Leistungsfähigkeit des entsprechenden Nachunternehmers verfügt. Im Falle des geplanten Einsatzes von Nachunternehmern sind die vorgesehenen Nachunternehmer zu benennen und die unter III.2.1 bis III 2.3 verlangten Angaben, Erklärungen, und Unterlagen sinngemäß (soweit einschlägig und bezogen auf die zu erbringenden Teilleistung) auch von den Nachunternehmern einzureichen. Die Verfügbarkeit des Nachunternehmers ist durch eine geeignete Verpflichtungserklärung zu erbringen, in dem der Nachunternehmer nachweist, dass sie im Berufs- oder Handelsregister nach Maßgabe der Rechtsvorschriften des Landes, der Gemeinschaft oder des Vertragsstaates des EWR-Abkommens eingetragen sind, in dem sie ansässig sind.
Die vorgenannten Angaben sind mit der Bewerbung vorzulegen und können durch Einzelnachweise oder durch Eigenerklärungen beigebracht werden.
Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Einhaltung der Auflagen zu überprüfen: 1. Angaben über den Umsatz in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren, soweit es Leistungen betrifft, die mit den zu vergebenden Leistungen vergleichbar sind. In Arbeitsgemeinschaften erzielte Umsätze sind gesondert mit dem Beteiligungsanteil aufzuführen. Auch bei konzernangehörigen Unternehmen müssen sich die Eignungsnachweise auf das Bewerberunternehmen selbst und nicht lediglich auf konzernzugehörige Mutter-, Tochter -oder Schwesterunternehmen beziehen. Eine Ausnahme besteht nur, wenn entsprechende Erklärungen der Unternehmen vorgelegt werden, durch die sich die betreffenden Unternehmen, auf welche sich der Bewerber bezogen hat, verpflichten, für die Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen des Bewerbers vollumfänglich einzustehen, und soweit von konzernzugehörigen Unternehmen nachgewiesen wird, dass diese tatsächlich über die Mittel solcher Einrichtungen, die zur Ausführung des Auftrags notwendig sind, verfügen können.
2. Sollte das Unternehmen erst seit weniger als 3 Jahre bestehen, sind nur Erklärungen für die Jahre abzugeben, die das Unternehmen besteht. Es ist dann aber weiterhin gesondert zu erklären, dass das Unternehmen erst seit einem entsprechenden kürzeren Zeitraum besteht.
3. Vorlage der Bilanzen für die letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre falls deren Veröffentlichung nach dem Recht des Staates, in dem das Unternehmen ansässig ist, vorgeschrieben ist.
4.Soweit für den Bewerber keine rechtliche Verpflichtung zur Erstellung eines Jahresabschluss bestand und auch
freiwillig kein Jahresabschluss erstellt wurde: es ist eine Eigenerklärung vorzulegen, dass in dem fraglichen Zeitraum keine gesetzliche oder gesellschaftsrechtliche Verpflichtung zu Erstellung eins Jahresabschlusses bestand und auch freiwillig kein Jahresabschluss erstellt wurde. In diesem Fall ist die Vorlage von Vermögensübersichten sowie Einnahmen-Überschussrechnungen des Bewerbers für die letzten 3 Geschäftsjahre vor Abgabe des Teilnahmeantrages vorzulegen, die folgende Angaben enthalten müssen:
a) als Sicherheit frei verfügbare Mittel und Vermögensgegenstände mit der Angabe von Belastungen und Verfügungsbeschränkungen
b) Eigenkapital
c) Gewisse und dem Grunde oder der Höhe nach ungewisse Verbindlichkeiten
d) Angaben zu laufenden Rechtsstreitigkeiten oder Gewährleistungsfällen, ggf. Negativerklärung
e) Belastungen des Betriebsvermögens, insbesondere mit Pfandrechten, Grundpfandrechten, Sicherungs- und Vorbehaltseigentum
f) Ergebnis des Unternehmens
g) Beschreibung der in der Vermögensübersicht angewandten Ansatz- und Bewertungsgrundsätze
Soweit sich aus Vermögensübersichten sowie Einnahmen-Überschussrechnungen ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Bewerbers für das jeweilige Geschäftsjahr nicht ergibt, sind hierfür erforderliche zusätzliche Angaben zu machen.
Sind der Jahresabschluss oder die Einnahmen-Überschussrechnung und die Vermögensübersicht des Bewerbers
über ein Geschäftsjahr noch nicht fertiggestellt, hat der Bewerber dies in einer Eigenerklärung mitzuteilen. In diesem Fall ist die Vorlage der in den Ziffern 3 und 4 genannten Unterlagen entbehrlich. Allerdings hat der Bewerber in einer
Eigenerklärung das vorläufige Ergebnis für dieses Geschäftsjahr mitzuteilen.
Bewerber mit Sitz im Ausland haben nach den Maßstäben der für sie geltenden gesellschaftsrechtlichen Vorschriften des Staates, in dem sie ansässig sind, bzw. nach den Maßgaben der für die geltenden gesellschaftsrechtlichen Regelungen und der oben dargestellten Abstufung der Anforderungen, vergleichbare Unterlagen vorzulegen.
Eine Pflicht zur Vorlage mit Sitz im Ausland besteht auch, soweit diese freiwillig erstellt werden.
5. Beruft sich ein Bewerber zum Nachweis seiner finanziellen Leistungsfähigkeit auf diejenige eines Dritten
(z. B. eines verbundenen Unternehmens oder eines Nachunternehmers), so ist in diesem Fall die finanzielle
Leistungsfähigkeit des Dritten durch Vorlage der oben verlangten Unterlagen und Erklärungen darzulegen. Zudem hat sich der Dritte zu Gunsten des Bewerbers zu verpflichten, für sämtliche finanziellen Verpflichtungen des Bewerbers für diesen Auftrag einzustehen; diese Verpflichtung, die der Dritte nicht einseitig widerrufen können darf, ist mit dem Teilnahmeantrag vorzulegen.
6. Der Bewerber / die Mitglieder einer Bewerbergemeinschaft muss / müssen in den letzten 3 Geschäftsjahren einen
gemeinschaftlichen Gesamtumsatz von mindestens 40 Mio. EUR pro Geschäftsjahr erzielt haben.
Die vorgenannten Angaben sind mit der Bewerbung vorzulegen und können durch Einzelnachweise oder durch Eigenerklärung erbracht werden.
7. Nachweis einer aktuell gültigen, marktüblichen Industriehaftpflichtversicherung oder einer vergleichbaren Versicherung mit einer Haftpflichtdeckungshöhe von mindestens 1.500.000.- Euro für Personenschäden und 500.000,- EUR für Sach- und Vermögensschäden, bzw. von zusammen 2.000.000,- Euro für Personen-, Sach- und Vermögenschäden je Versicherungsjahr. Die Vorlage des Nachweises ist in unbeglaubigter Kopie zulässig. Falls eine Versicherung mit diesen Deckungshöhen derzeit nicht besteht, reicht eine unterschriebene schriftliche, unwiderrufliche und unbedingte Eigenerklärung des Bewerbers, dass er im Auftragsfall bereit ist eine entsprechende Versicherung auf erstes Anfordern des AG abzuschließen, verbunden mit der Erklärung eines Versicherers, dass dieser sich zum Abschluss einer entsprechenden Versicherung im Auftragsfall mit dem Bewerber verpflichtet. Die Vorlage der Bereitschaftserklärung des Versicherers ist in unbeglaubigter Form zulässig.
Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Einhaltung der Auflagen zu überprüfen: 1. Referenzliste über die Ausführung von Leistungen, die den zu vergebenden Leistungen vergleichbar sind und mindestens die folgenden Voraussetzungen erfüllen:
— Versorgung von mindestens einem vergleichbaren Kunden für die Dauer von mindestens 1 Jahr, d. h. mindestens 20 GWh Jahresbedarf mit mindestens 10 Abnahmestellen, wobei die Referenz aus den letzten 3 Jahren (2014 bis 2016)
stammen muss.
2. Gesamtlieferung an elektrischer Energie pro Geschäftsjahr von mindestens 200 GWh / Jahr. Der Gesamtumfang kann mit beliebig vielen Kunden nachgewiesen werden. Es reicht diesbezüglich z. B. die Übersendung der entsprechenden Geschäftsberichte, sofern diese die konkret gelieferte Jahres-Gesamtmenge enthalten.
3. Nachweis zur Lieferung von Grünstrom mittels Herkunftsnachweisen die der deutschen Stromkennzeichnungsverordnung entsprechen und beim Herkunftsnachweisregister des Bundesumweltamtes verwaltet werden. Das Alter der Erzeugungsanlagen darf 6 Jahre nicht überschreiten. Ein exemplarischer Entwertungsnachweis zu einem Herkunftsnachweis auf Namen des Bewerbers ist vorzulegen.
4. Beispiele zum Nachweis des Abrechnungsvorgangs: Vorlage eines nachvollziehbaren Abrechnungskonzeptes für:
— a) Spotmarktbeschaffung bei 34 Abnahmestellen
— b) Terminmarktbeschaffung bei 34 Abnahmestellen
Insbesondere ist hierbei eine gesonderte Abrechnung des Fahrstroms zu berücksichtigen, da die BSAG die Härtefallklausel nach §§ 63 ff EEG 2017 in Anspruch nimmt.
5. Auch bei konzernangehörigen Unternehmen müssen sich die Eignungsnachweise auf das Bewerberunternehmen selbst und nicht lediglich auf konzernzugehörige Mutter-, Tochter -oder Schwesterunternehmen beziehen. Eine Ausnahme besteht nur, wenn entsprechende Erklärungen der Unternehmen vorgelegt werden, durch die sich die betreffenden Unternehmen, auf welche sich der Bewerber bezogen hat, verpflichten, für die Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen des Bewerbers vollumfänglich einzustehen, und soweit von konzernzugehörigen Unternehmen nachgewiesen wird, dass diese tatsächlich über die Mittel solcher Einrichtungen, die zur Ausführung des Auftrags notwendig sind, verfügen können.
Bei Bewerbergemeinschaften müssen für jedes Mitglied entsprechende Nachweise vorgelegt werden. Die Bewerbergemeinschaften müssen die Zuverlässigkeit für jedes Mitglied vollständig belegt werden. Die Leistungsfähigkeit muss für die Bewerbergemeinschaft insgesamt nachgewiesen werden, d. h. hier werden die vorgenannten Nachweise der einzelnen Mitglieder in Summe bewertet. Der Gesamtumfang der nachzuweisenden
Liefermenge muss mindestens 200 GWh pro Jahr in den letzten 3 Jahren (2014-2016) betragen.
Es muss sichergestellt sein, dass die Mitglieder der Bietergemeinschaft gesamtschuldnerisch haften.
1.) Die Unterlagen werden auf der Internetseite der BSAG unter folgendem Pfad zur Verfügung zur Verfügung gestellt:
https://www.bsag.de/de/unternehmen/geschaeftliches/infos-fuer-lieferanten.html
Dann weiter unter:
Ausschreibungen/Strombeschaffung 2018-2020
Die Zulassung zur Angebotsabgabe erfolgt nach den unter III.2 dieser Auftragsbekanntmachung genannten Kriterien. Elektronisch übersendete Bewerbungen können nicht berücksichtigt werden.
2.) Rückfragen zu der Bekanntmachung müssen nur vom Auftraggeber (AG) beantwortet werden, wenn sie unter Angabe der Auftragsbezeichnung („Strombeschaffung 2018-2020“) bis spätestens 15 Kalendertage schriftlich (Post, Fax, oder E-Mail) vor Ablauf der Frist für die Einreichung der Teilnahmeanträge bei dem AG unter Verwendung der unter I.1 verwendeten Kontaktstellen gestellt werden.
Der AG wird alle fristgerecht eingegangenen Bewerberanfragen bis 7 Kalendertage vor Ablauf der Frist zur Abgabe der Teilnahmeanträge beantworten. Antworten auf Rückfragen oder Rügen sowie weitere
Mitteilungen des AG werden, soweit sie Informationen enthalten, die für alle Bewerber von Interesse sind, auf seiner Internetseite veröffentlichen. Eine gesonderte Mitteilung erfolgt nicht. Alle Bewerber sind gehalten sich selbständig und aktuell über den Inhalt der Internetseite zu informieren. Soweit technische Probleme beim Zugang zu der Internetseite auftreten, hat sich der betroffene Bewerber unverzüglich unter Verwendung der in Abschnitt I.1 genannten Kontaktdaten an den AG zu wenden.
3.) Der Teilnahmeantrag ist registergeheftet entsprechend der in der Bekanntmachung unter den Abschnitten III.2.1) bis III.2.3) vorgegebenen Reihenfolge der Angaben und Nachweise zu fertigen.
4.) Alle Eigenerklärungen sind vom Bewerber mit seiner Originalunterschrift zu versehen und dem Teilnahmeantrag beizufügen. Die sonstigen unter den Abschnitten III.2.1) bis III.2.3) genannten Nachweise und Erklärungen müssen dem Teilnahmeantrag nicht im Original beigefügt werden, es sei denn, die in der Urkunde genannte Erklärung ist nur im Original gültig; die Vorlage von einfachen Kopien ist ansonsten ausreichend.
5.) Der Teilnahmeantrag ist bis zum 27.7.2017, 14 .00 Uhr bei der unter Ziffer I.1. genannten Kontaktstelle Im Raum A 302 in einem fest verschlossenen und mit der Aufschrift
„Strombeschaffung 2018 -2020, NICHT ÖFFNEN!“ Umschlag oder Behältnis in Papierform und in 3-facher nicht beglaubigter Kopien einzureichen. Zusätzlich sind alle eingereichten Unterlagen im PDF-Format auf einem Datenträger (CD, DVD oder USB-Stick) einzureichen, wobei die Papierform diesen Dateien bei Widerspruch vorgeht.
6.) Der Teilnahmeantrag ist in deutscher Sprache abzufassen. Bei fremdsprachigen Bescheinigungen ist eine Übersetzung in deutscher Sprache beizufügen. Soweit Nachweise bzw. Erklärungen nicht in deutscher Sprache abgefasst sind, hat der Bewerber eine Übersetzung in deutscher Sprache beizufügen.
7.) Kosten/Aufwendungen für die Erstellung der Teilnahmeanträge werden vom AG nicht erstattet.
8.) Der Auftraggeber behält sich vor, unvollständige, fehlende oder sonst nicht den formalen Vorgaben entsprechende Nachweise,
Erklärungen oder sonstige Angaben der Bewerber nachzufordern. Ein Anspruch auf eine derartige Handhabung besteht jedoch nicht.
Insbesondere kann der Auftraggeber aus Gründen der Gleichbehandlung solche Teilnahmeanträge vom Vergabeverfahren
ausschließen. Teilnahmeanträge, die nicht die geforderten oder nachgeforderten Angaben, Erklärungen und Nachweise enthalten,
werden nicht zum weiteren Vergabeverfahren zugelassen. Hat der Auftraggeber nach Auswertung der eingereichten Angaben, Nachweise
und Erklärungen Zweifel an der Eignung des Bewerbers, kann er den Bewerber zur Erläuterung der von ihm eingereichten Angaben,
Erklärungen und Nachweise und zur Einreichung weiterer, ursprünglich nicht geforderter, Unterlagen auffordern; im Übrigen behält sich der
Auftraggeber auch für die als Mindestbedingungen für den Beleg der Eignung geforderten Angaben, Erklärungen und Nachweise
Nachforderungen vor.
9.) Mehrere Bewerber können sich zu einer Bewerbergemeinschaft zusammenschließen. In diesem Fall hat die Bewerbergemeinschaft eine
von allen Mitgliedern unterschriebene Bewerbergemeinschaftserklärung gem. Formular 5 des Teilnahmeantrags mit dem nachfolgenden
Inhalt mit dem Teilnahmeantrag einzureichen:
—Benennung sämtlicher Mitglieder der an der Bewerbergemeinschaft beteiligten Unternehmen namentlich mit Anschrift, Telefon- und
Telefaxnummer sowie E-Mail-Adresse.
—Bekanntgabe eines für alle Mitglieder der Bewerbergemeinschaft bevollmächtigten Vertreters für das Vergabeverfahren und den
Abschluss und die Durchführung des zur Vergabe anstehenden Vertrages, Erklärung, dass alle Mitglieder der Bewerbergemeinschaft
gesamtschuldnerisch haften und auf Nachfrage die kartell-, wettbewerbs- und vergaberechtliche Zulässigkeit der Bewerbergemeinschaft nachweisen.
10.) Im Hinblick auf eine etwaige spätere Angebotsabgabe ist bereits bei Bildung einer Bewerbergemeinschaft zwingend zu berücksichtigen, dass
der Entschluss zur Mitgliedschaft in der Bewerbergemeinschaft (später ggf. Bietergemeinschaft) für jedes der beteiligten Unternehmen eine im
Rahmen zweckmäßigen und kaufmännisch vernünftigen Handelns liegende Entscheidung sein muss. Sofern einer Bewerbergemeinschaft
ausschließlich mehrere Unternehmen derselben Branche (gleichartige Unternehmen) angehören, ist ein derartiger Zusammenschluss nur
zulässig, sofern – objektiv – ein jedes der beteiligten Unternehmen für sich aufgrund seiner betrieblichen oder geschäftlichen Verhältnisse nicht
leistungsfähig ist und erst der Zusammenschluss zu einer Bewerbergemeinschaft (später Bietergemeinschaft) sie in die Lage
versetzt, sich an diesem Vergabeverfahren zu beteiligen. Dies gilt auch für den Fall, dass die Bewerbergemeinschaft nicht ausschließlich,
sondern teilweise aus gleichartigen Unternehmen besteht. Bei Bedarf ist der Auftraggeber berechtigt, die Bewerbergemeinschaft aufzufordern,
zusätzlich geeignete und nachprüfbare Angaben hierzu anhand objektiver Kriterien glaubhaft zu machen und entsprechende Unterlagen
11.) Die Anforderungen der Bekanntmachung gelten auch für Bewerbergemeinschaften und deren Mitglieder. Die geforderten
Nachweise, Angaben und Erklärungen für die Zuverlässigkeit (siehe oben, Abschnitt III.2.1)) sind von jedem Mitglied der
Bewerbergemeinschaft vorzulegen. Die Nachweise, Angaben und Erklärungen für die wirtschaftliche (siehe oben, Abschnitt III.2.2)) und die
technische Leistungsfähigkeit (siehe oben, Abschnitt III.2.3)) müssen lediglich für mindestens ein Mitglied der Bewerbergemeinschaft
vorgelegt werden. Hier ist es ausreichend, wenn die Anforderungen durch alle Bewerbergemeinschaftsmitglieder gemeinsam erfüllt werden.
12.) Die Auftraggeberin behält sich vor, im Zuge des Teilnahmewettbewerbs die Anzahl der Bewerber so weit zu verringern
(auf bis 3 Bewerber), dass ein angemessenes Verhältnis zwischen den Besonderheiten des Vergabeverfahrens und dem zu seiner
Durchführung erforderlichen Aufwand sichergestellt ist (gem. § 45 Abs.3 SEKT-VO) und nur diese zu Verhandlungen und zur Abgabe eines
Angebotes aufzufordern. Bei Erfüllung der übrigen Eignungsvoraussetzungen ist das entscheidende Auswahlkriterium die
technische Leistungsfähigkeit. Die Bewerber die der ausgeschriebenen Leistung in ihren Referenzen am nächsten kommen, erhalten einen Wertungsvorteil.
Im Falle gleichwertiger Bewerbungen gilt als Stichkriterium die höchste Anzahl der nachgewiesenen Referenzen zur Versorgung von mindestens 1 Jahr von vergleichbaren Kunden,
d. h. mindestens 20 GWh Jahresbedarf bei mindestens 10 Abnahmestellen je Kunde.
13.) Alle Bewerber/ Bewerbergemeinschaften, die die formelle und materielle Eignungsprüfung des Teilnahmeantrags im Teilnahmewettbewerb bestehen, werden von der Vergabestelle, separat zur Angebotsabgabe aufgefordert. Die Vergabestelle wird die Bewerber, die nicht zur Abgabe eines Angebotes aufgefordert werden, entsprechend über die Gründe informieren.
Die Bewerbungsunterlagen werden nicht zurückgesandt und verbleiben zu Dokumentationszwecken bei dem Auftraggeber. Die in dieser Bekanntmachung enthaltenen Zeitangaben stehen unter dem Vorbehalt der Anpassung und Aktualisierung.
14.) Es wird ein Verhandlungsverfahren nach § 13 SektVO durchgeführt. Eine öffentliche Submission findet nicht statt. Die Angebote sind schriftlich, d.h. auf Papier, einzureichen.
Die sonstige Kommunikation (z. B. Bewerber- bzw. Bieterfragen) sollen vorzugsweise in elektronischer Form an die unter I.1.) genannte E-Mailadresse gesendet werden.
Besondere Anforderungen an elektronische Signaturen werden diesbezüglich nicht gestellt.
15.) Die fristgerecht eingegangenen Angebote werden zunächst einer formellen und inhaltlichen Prüfung unterzogen. Die Vergabestelle behält sich vor, nach Auswertung den Bietern schriftlich oder in Aufklärungsgesprächen Fragen zur Aufklärung des Angebotsinhalts zu stellen. Die Nachforderung fehlender Erklärungen oder Nachweisengem.§ 51 SektVO bleibt vorbehalten, sofern dadurch der Verfahrensverlauf nicht verzögert wird.
16.) Mit den Bietern, welche form- und fristgerecht ihr Angebot abgegeben haben, ist bei sich aus den Angeboten ableitbarem Bedarf in der Regel eine Verhandlungsrunde geplant, bei der sich aus dem Angebot ergebende Fragen techn., rechtlicher und auch kaufmännischer Art erörtert werden. Der Auftraggeber behält sich jedoch vor, den Auftrag auf der Grundlage der Erstanagebote zu vergeben, ohne in weitere Verhandlungen einzutreten gem. § 15 (4) SEKT-VO.
17.) Die Bieter werden ggfls. aufgefordert, auf Grund der Erkenntnisse der ersten Verhandlungsrunde ihre Angebote kurzfristig zu überarbeiten. Sollte sich für die Vergabestelle abzeichnen, dass wider Erwarten mehrere Verhandlungsrunden sinnvoll erscheinen, können die neuen Angebote als erneute Zwischenangebote entsprechend der nachfolgenden Ausführungen gefordert werden. Ansonsten können die überarbeiteten Angebote als endgültige Angebote gewertet werden. Von dem Ergebnis der Auswertung der Zwischenangebote wird es abhängen, mit wie vielen Bietern weitere Verhandlungen geführt werden. Der Auftraggeber plant, Verhandlungen nur mit Bietern zu führen, die nach der Auswertung der jeweiligen Angebote entsprechend der Zuschlagskriterien in die engere Wahl kommen. Dies sollte im Rahmen der jeweiligen Angebote berücksichtigt werden. Mit den verbliebenen Bietern sind eine oder mehrere weitere Verhandlungsrunden geplant, nach denen durch die verbliebenen Bieter ggfls. ein weiteres Zwischenangebot einzureichen ist. Bei diesen Hinweisen handelt es sich nur um eine Groborientierung für die Bieter im Rahmen der Angebotsabgabe. Der Auftraggeber behält sich vor, das Verfahren nach vorheriger Information aller Bieter zu ändern, soweit hierdurch keine Wettbewerbsbeeinflussung zu befürchten ist.
Vergabekammer beim Senator für Umwelt, Bau und Verkehr
Telefon: +49 4213619570
Fax: +49 4214969570
Tag der Absendung dieser Bekanntmachung: 27.06.2017