Source: https://www.rechtslupe.de/verwaltungsrecht/unterstuetzungseinsaetze-der-bundespolizei-und-parlamentarische-informationsrechte-2-394836
Timestamp: 2020-08-11 10:47:11
Document Index: 120748906

Matched Legal Cases: ['Art. 38', 'Art.20', 'Art. 35', 'Art. 30', 'Art.20', '§ 11', 'Art. 35', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 63', '§ 13', '§ 63', '§ 63', '§ 64', '§ 11', '§ 64', '§ 64', 'Art. 38', 'Art.20', 'Art.20', 'Art. 38', 'Art.20', 'Art. 38', 'Art.20', 'Art.20', 'Art. 30', 'Art. 83', 'Art. 83', 'Art. 83', 'Art. 35', 'Art. 30', 'Art. 35', '§ 11', '§ 11', 'Art. 30', 'Art. 35', '§ 11', 'Art.20', '§ 11']

Unterstützungseinsätze der Bundespolizei - und die Informationsrechte einer Bundestagsfraktion | Rechtslupe
Unterstützungseinsätze der Bundespolizei - und die Informationsrechte einer Bundestagsfraktion
Das aus Art. 38 Abs. 1 Satz 2 und Art.20 Abs. 2 Satz 2 GG fol­gen­de Fra­ge- und Infor­ma­ti­ons­recht des Deut­schen Bun­des­ta­ges, sei­ner Abge­ord­ne­ten und Frak­tio­nen gegen­über der Bun­des­re­gie­rung bezieht sich hin­sicht­lich der Unter­stüt­zungs­ein­sät­ze der Bun­des­po­li­zei nach Art. 35 Abs. 2 Satz 1 GG nur auf Umstän­de, die nach der im Grund­ge­setz ange­leg­ten und im Gesetz über die Bun­des­po­li­zei näher gere­gel­ten Ver­tei­lung der Zustän­dig­kei­ten in den Ver­ant­wor­tungs­be­reich des Bun­des fal­len.
Die Bun­des­re­gie­rung hat daher auf par­la­men­ta­ri­sche Fra­gen zu der Ent­schei­dung über das Ersu­chen eines Lan­des um Unter­stüt­zung durch die Bun­des­po­li­zei zu ant­wor­ten sowie auf Fra­gen, die sich auf Begleit­um­stän­de eines Unter­stüt­zungs­ein­sat­zes bezie­hen, für die eine Behör­de des Bun­des auf­grund ihrer Eigen­schaft als Dienst­herr der ein­ge­setz­ten Beam­ten die Ver­ant­wor­tung trägt.
Die Bun­des­re­gie­rung ist hin­ge­gen grund­sätz­lich nicht ver­pflich­tet, sich zu dem Kon­zept des in die Ver­ant­wor­tung der Lan­des­po­li­zei fal­len­den Gesamt­ein­sat­zes sowie zu des­sen Vor­be­rei­tung, Pla­nung und Durch­füh­rung zu äußern. Die Auf­ga­be, Gefah­ren für die öffent­li­che Sicher­heit und Ord­nung durch poli­zei­li­che Maß­nah­men abzu­weh­ren, liegt nach Art. 30, 70, 83 GG in der Zustän­dig­keit und Ver­ant­wor­tung der Län­der [1]. Das jewei­li­ge Land trägt für das auf Wei­sung sei­ner Beam­ten erfol­gen­de Han­deln der Beam­ten der Bun­des­po­li­zei die Ver­ant­wor­tung. Dem staat­li­chen Han­deln wird in die­sen Fäl­len demo­kra­ti­sche Legi­ti­ma­ti­on durch die Ver­ant­wort­lich­keit der Lan­des­re­gie­rung gegen­über der Volks­ver­tre­tung des Lan­des ver­lie­hen.
Der Bund trägt aller­dings – unge­ach­tet der Wei­sungs­be­fug­nis des Lan­des –die dienst­recht­li­che Ver­ant­wor­tung für etwai­ges rechts­wid­ri­ges Ver­hal­ten sei­ner ein­ge­setz­ten Beam­ten, denn die­se sind gemäß Art.20 Abs. 3 GG an Gesetz und Recht gebun­den. Par­la­men­ta­ri­sche Anfra­gen zu rechts­wid­ri­gem, dis­zi­pli­nar­recht­lich rele­van­tem Ver­hal­ten ein­zel­ner Bun­des­po­li­zis­ten im Rah­men von Unter­stüt­zungs­ein­sät­zen sind daher zu beant­wor­ten. Die Fra­gen müs­sen aber hin­rei­chend klar erken­nen las­sen, dass und auf­grund wel­cher Tat­sa­chen der begrün­de­te Ver­dacht eines rechts­wid­ri­gen Ver­hal­tens von Bun­des­po­li­zis­ten besteht.
Damit hat das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt die ver­fas­sungs­recht­li­chen Maß­stä­be kon­kre­ti­siert, nach denen die Bun­des­re­gie­rung zur Beant­wor­tung von par­la­men­ta­ri­schen Anfra­gen über Unter­stüt­zungs­ein­sät­ze der Bun­des­po­li­zei ver­pflich­tet ist:
Das Infor­ma­ti­ons­recht erstreckt sich nur auf Umstän­de, die in den Ver­ant­wor­tungs­be­reich des Bun­des fal­len. Hier­zu rech­net ins­be­son­de­re die Ent­schei­dung, inwie­weit die Bun­des­po­li­zei dem Unter­stüt­zungs­er­su­chen eines Lan­des folgt. Die Bun­des­re­gie­rung ist hin­ge­gen nicht ver­pflich­tet, sich zum Ein­satz­kon­zept der Lan­des­po­li­zei und zu des­sen Durch­füh­rung zu äußern.
Par­la­men­ta­ri­sche Anfra­gen zu dis­zi­pli­nar­recht­lich rele­van­tem Ver­hal­ten von ein­zel­nen Bun­des­po­li­zis­ten sind jedoch zu beant­wor­ten, soweit sie die Tat­sa­chen, auf­grund derer hier­für ein begrün­de­ter Ver­dacht besteht, hin­rei­chend klar erken­nen las­sen.
Nach die­sen Maß­stä­ben war daher der von der Frak­ti­on DIE LINKE gestell­te Antrag im Organ­streit­ver­fah­ren teil­wei­se erfolg­reich.
Die Organ­kla­ge der Bun­des­tags­frak­ti­on DIE LINKE
Zuläs­sig­keit der Organ­kla­ge
Rechts­schutz­be­dürf­nis
Fra­ge- und Infor­ma­ti­ons­recht des Bun­des­tags
Aus­kunfts­pflich­ten und bun­des­staat­li­che Ver­wal­tungs­zu­stän­dig­kei­ten
Aus­kunfts­pflich­ten bei Unter­stüt­zungs­ein­sät­zen der Bun­des­po­li­zei
Kei­ne Aus­kunfts­pflich­ten im Ver­ant­wor­tungs­be­reich der Lan­des­po­li­zei­en
Begrün­dungs­pflicht bei Aus­kunfts­ver­wei­ge­rung
Gegen­stand des Organ­streit­ver­fah­rens sind Ant­wor­ten der Bun­des­re­gie­rung auf Klei­ne Anfra­gen der Frak­ti­on DIE LINKE im Deut­schen Bun­des­tag zu Unter­stüt­zungs­ein­sät­zen der Bun­des­po­li­zei für meh­re­re Län­der, nament­lich am 19.02.2011 in Dres­den sowie am 1.05.2011 in Ber­lin, Heil­bronn und an ande­ren Orten.
Die Bun­des­po­li­zei kann nach § 11 Abs. 1 Nr. 1 des Geset­zes über die Bun­des­po­li­zei (BPolG) zur Auf­recht­erhal­tung oder Wie­der­her­stel­lung der öffent­li­chen Sicher­heit oder Ord­nung in Fäl­len von beson­de­rer Bedeu­tung nach Art. 35 Abs. 2 Satz 1 GG zur Unter­stüt­zung eines Lan­des ver­wen­det wer­den, soweit das Land ohne die­se Unter­stüt­zung eine Auf­ga­be nicht oder nur unter erheb­li­chen Schwie­rig­kei­ten erfül­len kann. Die Bun­des­po­li­zei unter­liegt bei sol­chen Unter­stüt­zungs­ein­sät­zen grund­sätz­lich den fach­li­chen Wei­sun­gen des Lan­des (§ 11 Abs. 2 Satz 2 BPolG).
Am 19.02.2011 soll­te in Dres­den anläss­lich des Jah­res­tags der Bom­bar­die­rung der Stadt im Zwei­ten Welt­krieg ein Auf­marsch von Anhän­gern des rechts­ra­di­ka­len Spek­trums statt­fin­den. Gegen die­sen Auf­marsch fand eine Gegen­de­mons­tra­ti­on mit nach Ver­an­stal­ter­an­ga­ben etwa 20.000 Teil­neh­mern statt. An dem Poli­zei­ein­satz nah­men – neben der Lan­des­po­li­zei des Frei­staa­tes Sach­sen – Poli­zei­be­am­te ande­rer Län­der und der Bun­des­po­li­zei teil. Am 1.05.2011 wur­de die Bun­des­po­li­zei in Ber­lin, Heil­bronn und an ande­ren Orten zur Wahr­neh­mung eige­ner Auf­ga­ben und zur Unter­stüt­zung der Poli­zei der jewei­li­gen Län­der ein­ge­setzt.
Hin­sicht­lich die­ser Poli­zei­ein­sät­ze rich­te­ten die Bun­des­tags­frak­ti­on DIE LINKE und ver­schie­de­ne Mit­glie­der des Bun­des­ta­ges meh­re­re Klei­ne Anfra­gen an die Bun­des­re­gie­rung. Die Anfra­gen bezo­gen sich zum einen auf den Bereich der ori­gi­nä­ren Auf­ga­ben­wahr­neh­mung durch die Bun­des­po­li­zei, dabei vor allem auf die bahn­po­li­zei­li­chen Auf­ga­ben, und zum ande­ren auf die Unter­stüt­zung der jewei­li­gen Lan­des­po­li­zei durch Beam­te der Bun­des­po­li­zei. Die Bun­des­re­gie­rung ver­wei­ger­te die Ant­wort auf die­se Anfra­gen teil­wei­se – soweit sie sich auf Unter­stüt­zungs­ein­sät­ze nach § 11 BPolG bezo­gen – mit der Begrün­dung, die Durch­füh­rung sol­cher Ein­sät­ze fal­le in den Ver­ant­wor­tungs­be­reich der Län­der.
Die Organ­kla­ge der Bun­des­tags­frak­ti­on DIE LINKE[↑]
Die LIN­KE-Frak­ti­on begehrt die Fest­stel­lung, dass sie durch die­se Ant­wort­ver­wei­ge­rung in ihrem par­la­men­ta­ri­schen Infor­ma­ti­ons­recht ver­letzt wor­den sei. Unter­stüt­zungs­ein­sät­ze der Bun­des­po­li­zei gehör­ten zum Ver­ant­wor­tungs­be­reich der Bun­des­re­gie­rung, denn es gehe um die Tätig­keit einer ihr nach­ge­ord­ne­ten Behör­de. Die Bun­des­re­gie­rung kön­ne die Ein­sät­ze beein­flus­sen oder die Ver­wen­dung der Bun­des­po­li­zei ver­wei­gern. Zudem ver­blei­be den Füh­rern von Ein­satz­hun­dert­schaf­ten der Bun­des­po­li­zei inner­halb des Ein­satz­kon­zepts des Lan­des ein gewis­ser Ent­schei­dungs­spiel­raum. Die Bun­des­re­gie­rung sei ver­pflich­tet, sich die für die Beant­wor­tung der Anfra­gen erfor­der­li­chen Kennt­nis­se durch Befra­gung der ein­ge­setz­ten Bun­des­be­am­ten oder durch Ein­sicht in deren Ein­satz­be­rich­te zu ver­schaf­fen.
Die Bun­des­re­gie­rung ist der Ansicht, der Infor­ma­ti­ons­an­spruch des Bun­des­ta­ges umfas­se wegen der Eigen­staat­lich­keit der Län­der nicht die Unter­stüt­zungs­ein­sät­ze der Bun­des­po­li­zei nach § 11 BPolG, weil inso­weit die jeweils anfor­dern­de Lan­des­re­gie­rung ver­ant­wort­lich sei. Vor­han­de­ne Kennt­nis­se über die Ein­sät­ze habe die Bun­des­re­gie­rung offen­ge­legt, sich aber zu Recht nicht dar­um bemüht, an wei­te­re Kennt­nis­se zu gelan­gen. Wis­sen, wel­ches Beam­te der Bun­des­po­li­zei im Rah­men eines Unter­stüt­zungs­ein­sat­zes erwer­ben, sei Län­der­wis­sen und unter­ste­he nicht der Ver­ant­wort­lich­keit der Bun­des­re­gie­rung. Der erhöh­te Grund­rechts­be­zug ände­re hier­an eben­so wenig etwas wie die Mög­lich­keit legis­la­ti­ver Kon­se­quen­zen auf Bun­des­ebe­ne. Der den Bun­des­po­li­zis­ten im Ein­satz ver­blei­ben­de Spiel­raum sei stets nach dem für das Land gel­ten­den Recht aus­zu­fül­len; auch inso­weit bestehe daher kei­ne Ver­ant­wor­tung der Bun­des­re­gie­rung.
Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat der Bun­des­tags­frak­ti­on weit­ge­hend Recht gege­ben und fest­ge­stellt, dass die Bun­des­re­gie­rung durch ihre Ant­wor­ten [2] auf die Fra­gen 10. e und g der Klei­nen Anfra­ge vom 16.05.2011 [3] die Bun­des­tags­frak­ti­on DIE LINKE in ihren Rech­ten aus Arti­kel 38 Absatz 1 Satz 2 und Arti­kel 20 Absatz 2 Satz 2 des Grund­ge­set­zes ver­letzt hat. Im übri­gen hat das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt den Antrag der Bun­des­tags­frak­ti­on zurück­ge­wie­sen.
Zuläs­sig­keit der Organ­kla­ge[↑]
Die Bun­des­tags­frak­ti­on ist als Frak­ti­on, die bei Antrag­stel­lung im 17. Deut­schen Bun­des­tag ver­tre­ten war und auch im der­zei­ti­gen 18. Deut­schen Bun­des­tag ver­tre­ten ist, nach § 63 BVerfGG in Organ­strei­tig­kei­ten par­tei­fä­hig (§ 13 Nr. 5, § 63 BVerfGG) und berech­tigt, sowohl eige­ne Rech­te als auch Rech­te des Deut­schen Bun­des­ta­ges im Wege der Pro­zess­stand­schaft gel­tend zu machen [4]. Dies ist Aus­druck der Kon­troll­funk­ti­on des Par­la­ments und zugleich ein Instru­ment des Min­der­hei­ten­schut­zes [5]. Die Bun­des­re­gie­rung ist nach § 63 BVerfGG taug­li­che Bun­des­re­gie­rung.
Die Bun­des­tags­frak­ti­on hat die Maß­nah­men bezie­hungs­wei­se Unter­las­sun­gen im Sin­ne von § 64 Abs. 1 BVerfGG hin­rei­chend kon­kret bezeich­net, durch die die Bun­des­re­gie­rung sie und den Deut­schen Bun­des­tag in ihrem Fra­ge- und Infor­ma­ti­ons­recht ver­letzt haben soll. Bei der Bestim­mung des pro­zes­sua­len Begeh­rens ist das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt nicht an die wört­li­che Fas­sung des Antra­ges gebun­den, ins­be­son­de­re kann es bei des­sen Aus­le­gung die Antrags­be­grün­dung berück­sich­ti­gen [6]. Die Bun­des­tags­frak­ti­on hat in der Antrags­be­grün­dung die Fra­gen und Ant­wor­ten im Wort­laut auf­ge­führt und das gerüg­te Ant­wort­ver­hal­ten spe­zi­fi­ziert. Ange­grif­fen wird danach die teil­wei­se Nicht­be­ant­wor­tung der Fra­gen zu Unter­stüt­zungs­ein­sät­zen der Bun­des­po­li­zei nach § 11 BPolG unter Ver­weis auf die Ver­ant­wort­lich­keit des jewei­li­gen Lan­des. Der Gegen­stand des Organ­streit­ver­fah­rens wird damit hin­rei­chend deut­lich. Die Bun­des­tags­frak­ti­on hat zudem gemäß § 64 Abs. 2 BVerfGG die Bestim­mun­gen des Grund­ge­set­zes bezeich­net, gegen die die bean­stan­de­ten Maß­nah­men ihrer Ansicht nach ver­sto­ßen.
Der – frist­ge­recht ein­ge­reich­te – Antrag bezieht sich auf taug­li­che Antrags­ge­gen­stän­de. Nach § 64 Abs. 1 BVerfGG kann Antrags­ge­gen­stand im Organ­streit­ver­fah­ren sowohl eine Maß­nah­me als auch ein Unter­las­sen sein. Es kommt somit nicht dar­auf an, ob es sich bei den gerüg­ten Ant­wor­ten der Bun­des­re­gie­rung jeweils um eine Maß­nah­me in Form der Ver­wei­ge­rung einer hin­rei­chen­den Ant­wort oder um ein Unter­las­sen in Form einer pflicht­wid­ri­gen Nicht­be­ant­wor­tung oder einer nicht hin­rei­chen­den Beant­wor­tung der jewei­li­gen Anfra­ge han­delt. Die teil­wei­se Ver­wei­ge­rung von Ant­wor­ten auf Fra­gen der Bun­des­tags­frak­ti­on kann die Bun­des­tags­frak­ti­on und den Deut­schen Bun­des­tag in ihrem aus Art. 38 Abs. 1 Satz 2 in Ver­bin­dung mit Art.20 Abs. 2 Satz 2 GG abzu­lei­ten­den Aus­kunfts­recht eben­so ver­let­zen wie die Nicht­be­ant­wor­tung oder die nicht hin­rei­chen­de Beant­wor­tung der Anfra­gen. Somit sind die Maß­nah­men oder Unter­las­sun­gen auch rechts­er­heb­lich [7].
Die Bun­des­tags­frak­ti­on ist antrags­be­fugt. Ein die Bun­des­tags­frak­ti­on und den Deut­schen Bun­des­tag einer­seits und die Bun­des­re­gie­rung ande­rer­seits umschlie­ßen­des Ver­fas­sungs­rechts­ver­hält­nis [8] liegt vor. Die Bun­des­tags­frak­ti­on bean­stan­det Ant­wor­ten der Bun­des­re­gie­rung auf an die­se gerich­te­te par­la­men­ta­ri­sche Anfra­gen. Der Organ­streit betrifft damit die Reich­wei­te des ver­fas­sungs­recht­lich ver­an­ker­ten, in der Geschäfts­ord­nung des Bun­des­tags näher aus­ge­stal­te­ten Fra­ge­rechts sowie die grund­sätz­li­che Ver­pflich­tung der Bun­des­re­gie­rung, auf Fra­gen im Par­la­ment Rede und Ant­wort zu ste­hen [9]. Das betref­fen­de Recht auf Infor­ma­ti­on stellt sowohl ein eige­nes Recht der Frak­tio­nen aus dem inner­par­la­men­ta­ri­schen Raum [10] dar, das der Bun­des­re­gie­rung gegen­über gel­tend gemacht wer­den kann [11], als auch ein Recht des Deut­schen Bun­des­ta­ges aus Art.20 Abs. 2 Satz 2 GG, auf wel­ches die Bun­des­tags­frak­ti­on sich im Wege der Pro­zess­stand­schaft beru­fen kann [11].
Es kann nicht von vorn­her­ein aus­ge­schlos­sen wer­den, dass das bean­stan­de­te Ver­hal­ten der Bun­des­re­gie­rung Rech­te des Bun­des­ta­ges und eige­ne Rech­te der Bun­des­tags­frak­ti­on, die aus dem ver­fas­sungs­recht­li­chen Rechts­ver­hält­nis zwi­schen den Betei­lig­ten erwach­sen, ver­letzt [12]. Viel­mehr erscheint es mög­lich, dass die Bun­des­re­gie­rung durch ihre Ant­wor­ten einen Infor­ma­ti­ons­an­spruch der Bun­des­tags­frak­ti­on und des Deut­schen Bun­des­ta­ges aus Art. 38 Abs. 1 Satz 2 in Ver­bin­dung mit Art.20 Abs. 2 Satz 2 GG in unzu­läs­si­ger Wei­se ver­kürzt hat. Die Bun­des­tags­frak­ti­on hat hin­rei­chend dar­ge­legt, dass sie und der Deut­sche Bun­des­tag durch das ange­grif­fe­ne Ver­hal­ten der Bun­des­re­gie­rung in Rech­ten ver­letzt sein kön­nen, die ihnen durch das Grund­ge­setz über­tra­gen wor­den sind. Sie macht die Mög­lich­keit einer Ver­let­zung des par­la­men­ta­ri­schen Fra­ge­rechts durch kon­kre­te Ant­wor­ten der Bun­des­re­gie­rung gel­tend. Aus der Antrags­be­grün­dung geht her­vor, dass sie die Ant­wor­ten auf die dar­in her­vor­ge­ho­be­nen Fra­gen jeweils nur hin­sicht­lich der Unter­stüt­zungs­ein­sät­ze der Bun­des­po­li­zei, nicht aber hin­sicht­lich deren ori­gi­nä­rer Auf­ga­ben­er­fül­lung rügt. Bezüg­lich der Unter­stüt­zungs­ein­sät­ze wur­den Fra­gen teil­wei­se nicht beant­wor­tet, ohne dass offen­sicht­lich wäre, dass ein Aus­kunfts­recht der Bun­des­tags­frak­ti­on und des Deut­schen Bun­des­ta­ges nicht bestan­den hät­te.
Rechts­schutz­be­dürf­nis[↑]
Dem Begeh­ren der Bun­des­tags­frak­ti­on fehlt nicht des­we­gen das Rechts­schutz­be­dürf­nis, weil sie im Wege der Koope­ra­ti­on mit ihr poli­tisch gleich­ge­rich­te­ten Frak­tio­nen der Lan­des­par­la­men­te leich­ter an die begehr­ten Infor­ma­tio­nen gelan­gen könn­te. Unge­ach­tet der Fra­ge, ob die Bun­des­tags­frak­ti­on tat­säch­lich über geeig­ne­te Bezie­hun­gen zu Frak­tio­nen in allen ein­schlä­gi­gen Lan­des­par­la­men­ten ver­fügt, muss sie sich auf die­se Alter­na­ti­ve nicht ver­wei­sen las­sen. Denn sie stellt schon des­halb kei­nen gleich­wer­ti­gen ver­fas­sungs­recht­li­chen Weg zur Ver­fol­gung ihres Pro­zess­ziels dar, weil Infor­ma­tio­nen über Kennt­nis­se und Bewer­tun­gen gera­de der Bun­des­re­gie­rung auf die­se Wei­se nicht zu erlan­gen sind.
Der zwi­schen­zeit­li­che Ablauf der Legis­la­tur­pe­ri­ode lässt das Rechts­schutz­be­dürf­nis nicht ent­fal­len. Die Bun­des­tags­frak­ti­on ist wei­ter­hin als Frak­ti­on im Deut­schen Bun­des­tag ver­tre­ten und die begehr­te Ent­schei­dung bezieht sich nicht auf eine Fall­ge­stal­tung, die maß­geb­lich durch die beson­de­ren und des­halb nicht wie­der­hol­ba­ren Ver­hält­nis­se der abge­lau­fe­nen Wahl­pe­ri­ode geprägt wird.
Fra­ge- und Infor­ma­ti­ons­recht des Bun­des­tags[↑]
Aus Art. 38 Abs. 1 Satz 2 und Art.20 Abs. 2 Satz 2 GG folgt ein Fra­ge- und Infor­ma­ti­ons­recht des Deut­schen Bun­des­ta­ges gegen­über der Bun­des­re­gie­rung, an dem die ein­zel­nen Abge­ord­ne­ten und die Frak­tio­nen als Zusam­men­schlüs­se von Abge­ord­ne­ten nach Maß­ga­be der Aus­ge­stal­tung in der Geschäfts­ord­nung des Deut­schen Bun­des­ta­ges teil­ha­ben und dem grund­sätz­lich eine Ant­wort­pflicht der Bun­des­re­gie­rung kor­re­spon­diert [13]. Aus dem Fra­ge- und Inter­pel­la­ti­ons­recht des Par­la­ments folgt für die Mit­glie­der der Bun­des­re­gie­rung die ver­fas­sungs­recht­li­che Ver­pflich­tung, auf Fra­gen Rede und Ant­wort zu ste­hen. Die Ant­wor­ten der Bun­des­re­gie­rung auf schrift­li­che Anfra­gen und auf Fra­gen in der Fra­ge­stun­de des Deut­schen Bun­des­ta­ges sol­len dazu die­nen, dem Bun­des­tag und den ein­zel­nen Abge­ord­ne­ten die für ihre Tätig­keit nöti­gen Infor­ma­tio­nen auf rasche und zuver­läs­si­ge Wei­se zu ver­schaf­fen. Die Bun­des­re­gie­rung schafft so mit ihren Ant­wor­ten auf par­la­men­ta­ri­sche Anfra­gen die Vor­aus­set­zun­gen für eine sach­ge­rech­te Arbeit inner­halb des Par­la­ments [14].
Das par­la­men­ta­ri­sche Regie­rungs­sys­tem wird auch durch die Kon­troll­funk­ti­on des Par­la­ments geprägt. Die par­la­men­ta­ri­sche Kon­trol­le von Regie­rung und Ver­wal­tung ver­wirk­licht den Grund­satz der Gewal­ten­tei­lung, der für das Grund­ge­setz ein tra­gen­des Funk­ti­ons- und Orga­ni­sa­ti­ons­prin­zip dar­stellt. Der Gewal­ten­tei­lungs­grund­satz zielt dabei nicht auf eine voll­stän­di­ge Tren­nung der Funk­tio­nen der Staats­ge­walt, son­dern auf die poli­ti­sche Macht­ver­tei­lung, das Inein­an­der­grei­fen der drei Gewal­ten und die dar­aus resul­tie­ren­de gegen­sei­ti­ge Kon­trol­le und Begren­zung mit der Fol­ge der Mäßi­gung der Staats­ge­walt [15]. Er gebie­tet gera­de im Hin­blick auf die star­ke Stel­lung der Regie­rung, zumal wegen man­geln­der Ein­griffs­mög­lich­kei­ten des Par­la­ments in den der Exe­ku­ti­ve zukom­men­den Bereich unmit­tel­ba­rer Hand­lungs­in­itia­ti­ve und Geset­zes­an­wen­dung, eine Aus­le­gung des Grund­ge­set­zes dahin, dass par­la­men­ta­ri­sche Kon­trol­le auch tat­säch­lich wirk­sam wer­den kann. Ohne Betei­li­gung am Wis­sen der Regie­rung kann das Par­la­ment sein Kon­troll­recht gegen­über der Regie­rung nicht aus­üben. Daher kommt dem par­la­men­ta­ri­schen Infor­ma­ti­ons­in­ter­es­se beson­ders hohes Gewicht zu, soweit es um die Auf­de­ckung mög­li­cher Rechts­ver­stö­ße und ver­gleich­ba­rer Miss­stän­de inner­halb von Regie­rung und Ver­wal­tung geht [16].
Die Kon­troll­funk­ti­on ist zugleich Aus­druck der aus dem Demo­kra­tie­prin­zip fol­gen­den Ver­ant­wort­lich­keit der Regie­rung gegen­über dem Par­la­ment. Art.20 Abs. 2 Satz 2 GG gestal­tet den Grund­satz der Volks­sou­ve­rä­ni­tät aus. Er legt fest, dass das Volk die Staats­ge­walt, deren Trä­ger es ist, außer durch Wah­len und Abstim­mun­gen durch beson­de­re Orga­ne der Gesetz­ge­bung, der voll­zie­hen­den Gewalt und der Recht­spre­chung aus­übt. Das setzt vor­aus, dass das Volk einen effek­ti­ven Ein­fluss auf die Aus­übung der Staats­ge­walt durch die­se Orga­ne hat. Deren Akte müs­sen sich auf den Wil­len des Vol­kes zurück­füh­ren las­sen und ihm gegen­über ver­ant­wor­tet wer­den [17].
Die­ser Zurech­nungs­zu­sam­men­hang zwi­schen Volk und staat­li­cher Herr­schaft wird außer durch die Wahl des Par­la­ments, die vom Par­la­ment beschlos­se­nen Geset­ze als Maß­stab der voll­zie­hen­den Gewalt und die grund­sätz­li­che Wei­sungs­ge­bun­den­heit der Ver­wal­tung gegen­über der Regie­rung auch durch den par­la­men­ta­ri­schen Ein­fluss auf die Poli­tik der Regie­rung her­ge­stellt. Das „Aus­ge­hen der Staats­ge­walt“ vom Volk muss für das Volk wie auch für die Staats­or­ga­ne jeweils kon­kret erfahr­bar und prak­tisch wirk­sam sein. Es muss ein hin­rei­chen­der Gehalt an demo­kra­ti­scher Legi­ti­ma­ti­on erreicht wer­den, ein bestimm­tes Legi­ti­ma­ti­ons­ni­veau [18]. Nur das vom Volk gewähl­te Par­la­ment kann den Organ- und Funk­ti­ons­trä­gern der Ver­wal­tung auf allen ihren Ebe­nen demo­kra­ti­sche Legi­ti­ma­ti­on ver­mit­teln. Im Fall der nicht durch unmit­tel­ba­re Volks­wahl legi­ti­mier­ten Amts­wal­ter und Orga­ne setzt die demo­kra­ti­sche Legi­ti­ma­ti­on der Aus­übung von Staats­ge­walt regel­mä­ßig vor­aus, dass sich die Bestel­lung der Amts­trä­ger auf das Staats­volk zurück­füh­ren lässt und ihr Han­deln eine aus­rei­chen­de sach­lich-inhalt­li­che Legi­ti­ma­ti­on erfährt. In per­so­nel­ler Hin­sicht ist eine hoheit­li­che Ent­schei­dung demo­kra­tisch legi­ti­miert, wenn sich die Bestel­lung des­je­ni­gen, der sie trifft, durch eine unun­ter­bro­che­ne Legi­ti­ma­ti­ons­ket­te auf das Staats­volk zurück­füh­ren lässt. Die sach­lich-inhalt­li­che Legi­ti­ma­ti­on wird durch Geset­zes­bin­dung und Bin­dung an Auf­trä­ge und Wei­sun­gen der Regie­rung ver­mit­telt. Letz­te­re ent­fal­tet Legi­ti­ma­ti­ons­wir­kung auf­grund der Ver­ant­wort­lich­keit der Regie­rung gegen­über der Volks­ver­tre­tung [19]. Hier­aus folgt, dass sich der Infor­ma­ti­ons­an­spruch des Bun­des­ta­ges und der ein­zel­nen Abge­ord­ne­ten von vorn­her­ein nicht auf Ange­le­gen­hei­ten bezie­hen kann, die nicht in die Zustän­dig­keit der Bun­des­re­gie­rung fal­len, da es inso­weit an einer Ver­ant­wort­lich­keit der Bun­des­re­gie­rung gegen­über dem Deut­schen Bun­des­tag fehlt [20].
Aus­kunfts­pflich­ten und bun­des­staat­li­che Ver­wal­tungs­zu­stän­dig­kei­ten[↑]
Im föde­ral ver­fass­ten Staat des Grund­ge­set­zes kann demo­kra­ti­sche Legi­ti­ma­ti­on grund­sätz­lich nur durch das Bun­des- oder Lan­des­volk für sei­nen jewei­li­gen Bereich ver­mit­telt wer­den [21]. Staat­li­che Auf­ga­ben müs­sen daher durch Orga­ne und Amts­wal­ter unter Bedin­gun­gen wahr­ge­nom­men wer­den, die eine kla­re Ver­ant­wor­tungs­zu­ord­nung ermög­li­chen. Der Bür­ger muss wis­sen kön­nen, wen er wofür ver­ant­wort­lich machen kann [21]. Die Kom­pe­tenz­auf­tei­lung nach Art. 30 und Art. 83 ff. GG ist somit zum einen wich­ti­ge Aus­for­mung des bun­des­staat­li­chen Prin­zips im Grund­ge­setz, die dazu dient, die Län­der vor einem Ein­drin­gen des Bun­des in den ihnen vor­be­hal­te­nen Bereich der Ver­wal­tung zu schüt­zen. Zum ande­ren wird durch die orga­ni­sa­to­ri­sche und funk­tio­nel­le Tren­nung der Ver­wal­tung des Bun­des und der Ver­wal­tung der Län­der im Sin­ne von in sich geschlos­se­nen Ein­hei­ten [22] die Zuord­nung von Ver­ant­wor­tung ermög­licht, die Vor­aus­set­zung für eine effek­ti­ve par­la­men­ta­ri­sche Kon­trol­le durch den Deut­schen Bun­des­tag und die Volks­ver­tre­tun­gen der Län­der ist und über die staat­li­ches Han­deln auf das Volk als Sou­ve­rän des Bun­des und des jewei­li­gen Lan­des rück­ge­führt wer­den kann [23].
Die Ver­wal­tungs­zu­stän­dig­kei­ten von Bund und Län­dern sind in den Art. 83 ff. GG erschöp­fend gere­gelt und grund­sätz­lich nicht abding­ba­res Recht [24]. Es gilt der all­ge­mei­ne Ver­fas­sungs­satz, dass weder der Bund noch die Län­der über ihre im Grund­ge­setz fest­ge­leg­ten Kom­pe­ten­zen ver­fü­gen kön­nen [25]; Kom­pe­tenz­ver­schie­bun­gen zwi­schen Bund und Län­dern sind selbst mit Zustim­mung der Betei­lig­ten nicht zuläs­sig [26]. Aus dem Norm­ge­fü­ge der Art. 83 ff. GG folgt, dass Mit­pla­nungs, Mit­ver­wal­tungs- und Mit­ent­schei­dungs­be­fug­nis­se gleich wel­cher Art im Auf­ga­ben­be­reich der Län­der, wenn die Ver­fas­sung dem Bund ent­spre­chen­de Sach­kom­pe­ten­zen nicht über­tra­gen hat, durch das Grund­ge­setz aus­ge­schlos­sen sind [27]. Das Grund­ge­setz schließt, von begrenz­ten Aus­nah­men abge­se­hen, auch eine soge­nann­te Misch­ver­wal­tung aus [28].
Vor die­sem Hin­ter­grund ist der Ein­satz von Kräf­ten der Bun­des­po­li­zei zur Wahr­neh­mung von Auf­ga­ben eines Lan­des nur auf­grund aus­drück­li­cher ver­fas­sungs­recht­li­cher Ermäch­ti­gung zuläs­sig, wie sie das Grund­ge­setz in Art. 35 Abs. 2 Satz 1 für Fäl­le von beson­de­rer Bedeu­tung unter engen Vor­aus­set­zun­gen vor­sieht. Ein dar­über hin­aus­ge­hen­der regel­mä­ßi­ger Ein­satz von Kräf­ten der Bun­des­po­li­zei zur Wahr­neh­mung von Auf­ga­ben der Län­der wäre eben­so wenig zuläs­sig wie der Aus­bau der mit begrenz­ten Auf­ga­ben betrau­ten Bun­des­po­li­zei zu einer all­ge­mei­nen, mit der Poli­zei der Län­der kon­kur­rie­ren­den Poli­zei des Bun­des [29]. Zudem hat der Gesetz­ge­ber bei der Bestim­mung von Ver­wal­tungs­zu­stän­dig­kei­ten die rechts­staat­li­chen Grund­sät­ze der Nor­men­klar­heit und Wider­spruchs­frei­heit zu beach­ten, um die Län­der vor einem Ein­drin­gen des Bun­des in den ihnen vor­be­hal­te­nen Bereich der Ver­wal­tung zu schüt­zen und eine Aus­höh­lung des Grund­sat­zes des Art. 30 GG zu ver­hin­dern [30]. Die ein­fach­recht­li­chen Rege­lun­gen über die Zustän­dig­kei­ten bei Unter­stüt­zungs­ein­sät­zen der Bun­des­po­li­zei für die Län­der sind daher so aus­zu­ge­stal­ten, dass sie eine kla­re und wider­spruchs­freie Zuord­nung der Kom­pe­ten­zen und der Ver­ant­wor­tung des Bun­des und des jewei­li­gen Lan­des ermög­li­chen.
Aus­kunfts­pflich­ten bei Unter­stüt­zungs­ein­sät­zen der Bun­des­po­li­zei[↑]
Das Fra­ge- und Aus­kunfts­recht des Deut­schen Bun­des­ta­ges, sei­ner Abge­ord­ne­ten und Frak­tio­nen gegen­über der Bun­des­re­gie­rung kann sich hin­sicht­lich der Unter­stüt­zungs­ein­sät­ze nach Art. 35 Abs. 2 Satz 1 GG danach nur auf Umstän­de bezie­hen, die nach der im Grund­ge­setz ange­leg­ten und im Gesetz über die Bun­des­po­li­zei näher gere­gel­ten Ver­tei­lung der Zustän­dig­kei­ten in den Ver­ant­wor­tungs­be­reich des Bun­des fal­len.
Die Bun­des­re­gie­rung hat daher zunächst auf par­la­men­ta­ri­sche Fra­gen zu der Ent­schei­dung über das Ersu­chen eines Lan­des um Unter­stüt­zung durch die Bun­des­po­li­zei zu ant­wor­ten. Dies gilt unab­hän­gig davon, ob die Ent­schei­dung wie üblich durch das Bun­des­po­li­zei­prä­si­di­um getrof­fen wur­de oder durch das Bun­des­mi­nis­te­ri­um des Innern auf­grund sei­nes Ent­schei­dungs­vor­be­halts gemäß Zif­fer 2 der Ver­wal­tungs­vor­schrift „Ein­sät­ze der Bun­des­po­li­zei zur Unter­stüt­zung der Län­der – Über­tra­gung der Ent­schei­dungs­be­fug­nis in bestimm­ten Fäl­len auf das Bun­des­po­li­zei­prä­si­di­um“ vom 22.02.2008 [31]. Dabei sind gege­be­nen­falls auch Tat­sa­chen mit­zu­tei­len, die zwar aus dem Bereich des anfra­gen­den Lan­des stam­men, aber die Grund­la­ge für die Ent­schei­dung über das Ersu­chen bil­de­ten, also etwa die in der Anfor­de­rung ange­ge­be­nen wesent­li­chen Merk­ma­le des Ein­satz­auf­tra­ges (vgl. § 11 Abs. 4 Satz 2 BPolG), der Umfang der ange­frag­ten Kräf­te oder spe­zi­el­le Anfor­de­run­gen an die Art der zu ent­sen­den­den Unter­stüt­zungs­kräf­te oder deren Aus­rüs­tung.
Wei­ter sind Fra­gen zu beant­wor­ten, die sich auf Begleit­um­stän­de eines Unter­stüt­zungs­ein­sat­zes bezie­hen, für die eine Behör­de des Bun­des auf­grund ihrer Eigen­schaft als Dienst­herr der ein­ge­setz­ten Beam­ten die Ver­ant­wor­tung trägt. Dies ist etwa der Fall bei Fra­gen zur Aus­bil­dung und Aus­rüs­tung der ein­ge­setz­ten Bun­des­po­li­zis­tin­nen und ‑poli­zis­ten oder zu Dis­zi­pli­nar­ver­fah­ren, die nach einem Unter­stüt­zungs­ein­satz gegen ein­zel­ne Beam­te auf­grund ihres Ver­hal­tens wäh­rend des Ein­sat­zes ein­ge­lei­tet wur­den. Mit­zu­tei­len wären dabei auch etwai­ge, dem Dienst­herrn bekannt gewor­de­ne Straf­ver­fah­ren, die die Jus­tiz­be­hör­den der Län­der auf­grund eines sol­chen Ver­hal­tens gegen Bun­des­be­am­te ein­ge­lei­tet haben [32].
Ent­spre­chen­des gilt für sons­ti­ge Aspek­te des Unter­stüt­zungs­ein­sat­zes, die in den Ver­ant­wor­tungs­be­reich des Bun­des fal­len, wie etwa Fra­gen zu den ein­satz­be­ding­ten Mehr­kos­ten. Auch wenn die­se letzt­lich nach § 11 Abs. 4 Satz 3 BPolG vom Land zu tra­gen sind, ist die Berech­nung der Kos­ten, die der Bund von dem unter­stütz­ten Land erstat­tet ver­langt, ein Vor­gang, der in die allei­ni­ge Zustän­dig­keit und Ver­ant­wor­tung des Bun­des fällt.
Kei­ne Aus­kunfts­pflich­ten im Ver­ant­wor­tungs­be­reich der Lan­des­po­li­zei­en[↑]
Die Bun­des­re­gie­rung ist hin­ge­gen grund­sätz­lich nicht ver­pflich­tet, sich zu dem Kon­zept des in die Ver­ant­wor­tung der Lan­des­po­li­zei fal­len­den Gesamt­ein­sat­zes sowie zu des­sen Vor­be­rei­tung, Pla­nung und Durch­füh­rung zu äußern. Die Auf­ga­be, Gefah­ren für die öffent­li­che Sicher­heit und Ord­nung durch poli­zei­li­che Maß­nah­men abzu­weh­ren, liegt nach Art. 30, 70, 83 GG in der Zustän­dig­keit und Ver­ant­wor­tung der Län­der [1]. Dies kommt auch dadurch zum Aus­druck, dass im Fall des Art. 35 Abs. 2 Satz 1 GG schon nach dem Wort­laut der Norm die Bun­des­po­li­zei das jewei­li­ge Land bei der Erfül­lung einer die­sem oblie­gen­den Auf­ga­be unter­stützt. Dadurch, dass der Bund dem Land Ein­hei­ten sei­ner Bereit­schafts­po­li­zei zur Ver­fü­gung stellt, über­nimmt er weder fak­tisch noch recht­lich die Ver­ant­wor­tung für die Lei­tung des Gesamt­ein­sat­zes. Auf die Fra­ge, ob die Unter­stüt­zungs­leis­tung recht­lich als Organ­lei­he oder als Amts­hil­fe zu qua­li­fi­zie­ren ist, kommt es für die Bestim­mung der Zustän­dig­kei­ten, der Ver­ant­wort­lich­kei­ten und der demo­kra­ti­schen Legi­ti­ma­ti­on des Han­delns der am Ein­satz betei­lig­ten Beam­ten des Bun­des nicht an [33].
Nach § 11 Abs. 2 BPolG rich­tet sich die Unter­stüt­zung eines Lan­des durch die Bun­des­po­li­zei in den hier rele­van­ten Fäl­len nach dem für das Land gel­ten­den Recht; die Bun­des­po­li­zei unter­liegt dabei den fach­li­chen Wei­sun­gen des Lan­des. Hier­aus folgt, dass das Land für das auf Wei­sung sei­ner Beam­ten erfol­gen­de Han­deln der Beam­ten der Bun­des­po­li­zei die Ver­ant­wor­tung trägt. Da sich die Lan­des­re­gie­rung für die­ses Han­deln gege­be­nen­falls gegen­über der Volks­ver­tre­tung des jewei­li­gen Lan­des recht­fer­ti­gen muss, ent­steht auch kei­ne Lücke im Bereich der demo­kra­ti­schen Legi­ti­ma­ti­on und der par­la­men­ta­ri­schen Kon­trol­le staat­li­chen Han­delns. Dass die Par­tei DIE LINKE nicht in allen Lan­des­par­la­men­ten durch Frak­tio­nen ver­tre­ten ist und eine Bun­des­tags­frak­ti­on vor­han­de­ne Frak­tio­nen in den Lan­des­par­la­men­ten nicht zwin­gen kann, ein bestimm­tes Ver­hal­ten von Beam­ten der Bun­des­po­li­zei bei Unter­stüt­zungs­ein­sät­zen für Län­der durch par­la­men­ta­ri­sche Anfra­gen gegen­über der jewei­li­gen Lan­des­re­gie­rung zu über­prü­fen, stellt kei­ne Legi­ti­ma­ti­ons- oder Kon­troll­lü­cke dar, son­dern ist Fol­ge des föde­ra­len Staats­auf­baus. Dem staat­li­chen Han­deln wird in die­sen Fäl­len demo­kra­ti­sche Legi­ti­ma­ti­on durch die Ver­ant­wort­lich­keit der Lan­des­re­gie­rung gegen­über der Volks­ver­tre­tung des Lan­des ver­lie­hen. Auf deren kon­kre­te Zusam­men­set­zung kommt es dabei nicht an. Eben­so wenig ist für das Maß demo­kra­ti­scher Legi­ti­ma­ti­on rele­vant, ob die in den Lan­des­par­la­men­ten ver­tre­te­nen Frak­tio­nen und Abge­ord­ne­ten das staat­li­che Han­deln zum Gegen­stand par­la­men­ta­ri­scher Anfra­gen machen oder nicht. Die Legi­ti­ma­ti­on wird dem Han­deln durch die Mög­lich­keit der par­la­men­ta­ri­schen Kon­trol­le ver­lie­hen, nicht durch ihre tat­säch­li­che Aus­übung.
Der Bund trägt aller­dings – unge­ach­tet der Wei­sungs­be­fug­nis des Lan­des – die dienst­recht­li­che Ver­ant­wor­tung für etwai­ges rechts­wid­ri­ges Ver­hal­ten sei­ner ein­ge­setz­ten Beam­ten, denn die­se sind gemäß Art.20 Abs. 3 GG an Gesetz und Recht gebun­den. Par­la­men­ta­ri­sche Anfra­gen zu rechts­wid­ri­gem, dis­zi­pli­nar­recht­lich rele­van­tem Ver­hal­ten ein­zel­ner Bun­des­po­li­zis­ten im Rah­men von Unter­stüt­zungs­ein­sät­zen sind daher zu beant­wor­ten. Die Fra­gen müs­sen aber hin­rei­chend klar erken­nen las­sen, dass und auf­grund wel­cher Tat­sa­chen der begrün­de­te Ver­dacht eines rechts­wid­ri­gen Ver­hal­tens von Bun­des­po­li­zis­ten besteht. In einem sol­chen Fall ist die Bun­des­re­gie­rung zur Mit­tei­lung ver­pflich­tet, wel­che Wei­sungs­la­ge bestand, ob sich die betref­fen­den Beam­ten der Bun­des­po­li­zei an die­se Wei­sun­gen gehal­ten haben und, für den Fall der Abwei­chung, wel­che Grün­de für eine sol­che vor­la­gen sowie wel­che Kon­se­quen­zen nach Been­di­gung des Ein­sat­zes gezo­gen wur­den. Nur die­se Anga­ben ermög­li­chen die Auf­de­ckung etwai­ger Dienst­pflicht­ver­let­zun­gen, bei denen dem par­la­men­ta­ri­schen Infor­ma­ti­ons­in­ter­es­se beson­ders hohes Gewicht zukommt [34].
Die Bun­des­re­gie­rung ist nicht ver­pflich­tet, sich zu Vor­gän­gen aus dem Ver­ant­wor­tungs­be­reich eines Lan­des eine Mei­nung zu bil­den und die­se auf eine par­la­men­ta­ri­sche Anfra­ge hin mit­zu­tei­len. Hat aller­dings inner­halb der Bun­des­re­gie­rung eine der­ar­ti­ge Mei­nungs­bil­dung tat­säch­lich statt­ge­fun­den, so ist deren Ergeb­nis auf Ver­lan­gen offen­zu­le­gen. Dies gilt auch für die Bewer­tung eines Ein­sat­zes durch das Bun­des­mi­nis­te­ri­um des Innern oder das ihm nach­ge­ord­ne­te Bun­des­po­li­zei­prä­si­di­um.
Die Ver­ant­wort­lich­keit der Bun­des­re­gie­rung gegen­über dem Par­la­ment besteht auch dann, wenn Abge­ord­ne­te und Frak­tio­nen Fra­gen zu Vor­gän­gen an die Bun­des­re­gie­rung rich­ten, die in die Zustän­dig­keit eines Res­sorts fal­len und durch die­ses ohne Befas­sung des Kabi­netts abschlie­ßend behan­delt wer­den. Die Bun­des­re­gie­rung darf in die­sem Fall eine Ant­wort nicht durch Ver­weis auf das Res­sort­prin­zip ver­wei­gern [35]. Berei­tet ein Res­sort hin­ge­gen durch eine inter­ne Stel­lung­nah­me die Mei­nungs­bil­dung im Kabi­nett ledig­lich vor und ist die­se noch nicht abge­schlos­sen, so darf die Bun­des­re­gie­rung unter Umstän­den mit ent­spre­chen­der Begrün­dung die Ant­wort auf die Anfra­ge unter Beru­fung auf den Kern­be­reich exe­ku­ti­ver Eigen­ver­ant­wor­tung als Aus­prä­gung des Gewal­ten­tei­lungs­grund­sat­zes ver­wei­gern [36].
Neh­men der Bund und das den Ein­satz lei­ten­de Land oder die an dem Ein­satz betei­lig­ten Län­der eine gemein­sa­me Aus­wer­tung des Ein­sat­zes vor, so ist die­se – etwa in Form eines gemein­sa­men Abschluss­be­richts – auf Anfra­ge zu über­mit­teln, wenn nicht Geheim­hal­tungs­grün­de vor­lie­gen. Neh­men Beam­te des Bun­des hin­ge­gen ledig­lich an einem durch das Land ein­ge­rich­te­ten Gre­mi­um teil, das eine sol­che Aus- und Bewer­tung für das Land in des­sen allei­ni­ger Feder­füh­rung vor­nimmt, so ist der Ver­ant­wor­tungs­be­reich der Bun­des­re­gie­rung und der ihr nach­ge­ord­ne­ten Ver­wal­tung des Bun­des nicht betrof­fen und es besteht kei­ne Ant­wort­pflicht.
Begrün­dungs­pflicht bei Aus­kunfts­ver­wei­ge­rung[↑]
Aus der ver­fas­sungs­recht­li­chen Pflicht der Bun­des­re­gie­rung, Infor­ma­ti­ons­an­sprü­che des Deut­schen Bun­des­ta­ges grund­sätz­lich zu erfül­len, folgt, dass sie im Fal­le einer Wei­ge­rung der Aus­kunfter­tei­lung die Grün­de dar­le­gen muss, aus denen sie die erbe­te­nen Aus­künf­te ver­wei­gert. Denn der Bun­des­tag kann sei­ne Auf­ga­be der par­la­men­ta­ri­schen Kon­trol­le des Regie­rungs­han­delns nur dann effek­tiv wahr­neh­men, wenn er anhand einer der jewei­li­gen Pro­blem­la­ge ange­mes­sen aus­führ­li­chen Begrün­dung beur­tei­len und ent­schei­den kann, ob er die Ver­wei­ge­rung der Ant­wort akzep­tiert oder wel­che wei­te­ren Schrit­te er unter­nimmt, sein Aus­kunfts­ver­lan­gen ganz oder zumin­dest teil­wei­se durch­zu­set­zen. Hier­zu muss er Abwä­gun­gen betrof­fe­ner Belan­ge, die zur Ver­sa­gung von Aus­künf­ten geführt haben, auf ihre Plau­si­bi­li­tät und Nach­voll­zieh­bar­keit über­prü­fen kön­nen. Eine Begrün­dung der Ant­wort­ver­wei­ge­rung ist daher nur dann ent­behr­lich, wenn die Geheim­hal­tungs­be­dürf­tig­keit evi­dent ist [37].
Ver­wei­gert die Bun­des­re­gie­rung die Ant­wort auf eine par­la­men­ta­ri­sche Anfra­ge zu einem Unter­stüt­zungs­ein­satz der Bun­des­po­li­zei für die Poli­zei eines Lan­des auf­grund feh­len­der eige­ner Ver­ant­wort­lich­keit, so genügt zur Begrün­dung der Ver­weis auf die Zustän­dig­keit des Lan­des. Die­se Anga­be ver­setzt den Fra­ge­stel­ler in die Lage, für die jewei­li­ge Fra­ge zu prü­fen, ob die Umstän­de in den Ver­ant­wort­lich­keits­be­reich des Lan­des oder des Bun­des fal­len.
Einer aus­führ­li­che­ren Begrün­dung bedarf es, wenn die Bun­des­re­gie­rung Aus­künf­te zu Umstän­den aus ihrem Ver­ant­wor­tungs­be­reich ver­wei­gern will, etwa weil es sich um einen Vor­gang aus dem Kern­be­reich exe­ku­ti­ver Eigen­ver­ant­wor­tung han­delt oder weil in sel­te­nen Aus­nah­me­fäl­len Grün­de des Staats­wohls der Aus­kunfter­tei­lung ent­ge­gen­ste­hen [38]. In die­sen Fäl­len bedarf der Fra­ge­stel­ler nähe­rer Anga­ben, um die Abwä­gung zwi­schen dem par­la­men­ta­ri­schen Infor­ma­ti­ons­recht einer­seits und den betrof­fe­nen Belan­gen, die zur Ver­sa­gung der Aus­künf­te geführt haben, ande­rer­seits auf ihre Plau­si­bi­li­tät hin über­prü­fen zu kön­nen.
Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Urteil vom 2. Juni 2015 – 2 BvE 7/​11
vgl. BVerfGE 97, 198, 214 ff.[↩][↩]
Bun­des­tags­druck­sa­che 17/​6022[↩]
Bun­des­tags­druck­sa­che 17/​5847[↩]
vgl. BVerfGE 2, 143, 165; 67, 100, 125; 131, 152, 190; stRspr[↩]
vgl. BVerfGE 45, 1, 29 f.; 60, 319, 325 f.; 68, 1, 77 f.; 121, 135, 151; 131, 152, 190[↩]
vgl. BVerfGE 1, 14, 39; 68, 1, 68; 103, 242, 257[↩]
vgl. BVerfGE 96, 264, 277; 103, 81, 86; 104, 310, 324; BVerfG, Urteil vom 21.10.2014 – 2 BvE 5/​11 106[↩]
vgl. etwa BVerfGE 1, 208, 221; 84, 290, 297; 124, 161, 185[↩]
vgl. BVerfGE 124, 161, 185; BVerfG, Urteil vom 21.10.2014 – 2 BvE 5/​11 108[↩]
vgl. BVerfGE 91, 246, 250 f.; 100, 266, 270[↩]
vgl. BVerfGE 124, 161, 187[↩][↩]
vgl. BVerfGE 94, 351, 362 f.; 112, 363, 365; BVerfG, Urteil vom 21.10.2014 – 2 BvE 5/​11 108[↩]
vgl. zum Gan­zen BVerfGE 13, 123, 125; 57, 1, 5; 105, 252, 270; 105, 279, 306; 124, 161, 187 ff.; BVerfG, Urteil vom 21.10.2014 – 2 BvE 5/​11 130[↩]
vgl. BVerfGE 3, 225, 247; 7, 183, 188; 9, 268, 279; 22, 106, 111; 34, 52, 59; 95, 1, 15[↩]
vgl. BVerfGE 67, 100, 130; 110, 199, 219, 222; 124, 78, 121; BVerfG, Urteil vom 21.10.2014 – 2 BvE 5/​11 131[↩]
vgl. BVerfGE 83, 60, 72; 93, 37, 66; 130, 76, 123; BVerfG, Urteil vom 21.10.2014 – 2 BvE 5/​11 132[↩]
vgl. BVerfGE 83, 60, 72; 93, 37, 67; 107, 59, 87; 130, 76, 124; BVerfG, Urteil vom 21.10.2014 – 2 BvE 5/​11 132[↩]
BVerfGE 93, 37, 67 f.; 107, 59, 87 f.; 130, 76, 124; BVerfG, Urteil vom 21.10.2014 – 2 BvE 5/​11 132[↩]
vgl. BVerfGE 124, 161, 189, 196; BVerfG, Urteil vom 21.10.2014 – 2 BvE 5/​11 135[↩]
BVerfGE 119, 331, 366[↩][↩]
vgl. hier­zu BVerfGE 108, 169, 181 f.; 119, 331, 364[↩]
BVerfG, Urteil vom 07.10.2014 – 2 BvR 1641/​11 81[↩]
vgl. BVerfGE 32, 145, 156; 41, 291, 311; 63, 1, 39; 119, 331, 364[↩]
vgl. BVerfGE 4, 115, 139[↩]
vgl. BVerfGE 32, 145, 156[↩]
vgl. BVerfGE 32, 145, 156; 108, 169, 182; 119, 331, 365[↩]
vgl. BVerfGE 63, 1, 38 ff.; 108, 169, 182; 119, 331, 365; BVerfG, Urteil vom 07.10.2014 – 2 BvR 1641/​11 80 ff.[↩]
vgl. BVerfGE 97, 198, 217 f.[↩]
vgl. BVerfGE 108, 169, 181 f.; 119, 331, 366[↩]
GMBl 2008, S. 267[↩]
zu den dies­be­züg­li­chen Mit­tei­lungs­pflich­ten sie­he Nr. 15 der „Anord­nung über die Mit­tei­lun­gen in Straf­sa­chen“ in der Fas­sung vom 19.05.2008, BAnz Nr. 126a vom 21.08.2008[↩]
zum Mei­nungs­streit vgl. Pei­lert, in: Heesen/Hönle/ders./Martens, Bun­des­po­li­zei­ge­setz, 5. Aufl.2012, § 11 Rn. 4 ff.[↩]
vgl. BVerfGE 67, 100, 130; 110, 199, 219, 222; 124, 78, 123; BVerfG, Urteil vom 21.10.2014 – 2 BvE 5/​11 131[↩]
BVerfG, Urteil vom 21.10.2014 – 2 BvE 5/​11 213[↩]
zu den Vor­aus­set­zun­gen sie­he BVerfG, Urteil vom 21.10.2014 – 2 BvE 5/​11 136 ff.[↩]
vgl. zum Gan­zen BVerfGE 124, 161, 193; BVerfG, Urteil vom 21.10.2014 – 2 BvE 5/​11 157[↩]
vgl. zu die­sen Ant­wort­ver­wei­ge­rungs­grün­den BVerfG, Urteil vom 21.10.2014 – 2 BvE 5/​11 134 ff.[↩]
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