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Timestamp: 2020-02-16 19:28:14
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Matched Legal Cases: ['§ 8', '§ 27', '§ 8', '§ 27', '§ 5', '§ 8', '§ 8', '§ 27', '§ 86', '§ 27']

BFH, 02.12.1992 - I R 54/91 - dejure.org
https://dejure.org/1992,27
BFH, 02.12.1992 - I R 54/91 (https://dejure.org/1992,27)
BFH, Entscheidung vom 02.12.1992 - I R 54/91 (https://dejure.org/1992,27)
BFH, Entscheidung vom 02. Dezember 1992 - I R 54/91 (https://dejure.org/1992,27)
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KStG § 8 Abs. 3 Satz 2, § 27
Gewinnausschüttung - Gewinntantieme
KStG § 8 Abs. 3 S. 2, § 27
Körperschaftsteuer; Herstellung der Ausschüttungsbelastung
DB 1993, 715
Es ist aus körperschaftsteuerrechtlicher Sicht grundsätzlich auch nicht zu beanstanden, wenn die Zusage der Altersversorgung nicht von dem Ausscheiden des Begünstigten aus dem Dienstverhältnis als Geschäftsführer mit Eintritt des Versorgungsfalls abhängig gemacht wird (Abgrenzung zum Senatsurteil vom 2. Dezember 1992 I R 54/91, BFHE 170, 119, BStBl II 1993, 311).
Sie soll aber in erster Linie zur Deckung des Versorgungsbedarfs beitragen, regelmäßig also erst beim Wegfall der Bezüge aus dem Arbeitsverhältnis einsetzen (…s. Höfer, BetrAVG, Band I: Arbeitsrecht, a.a.O., Rz ART 842, s. dort auch § 5 Rz 3978; z.B. Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 8. Mai 1990 3 AZR 121/89, BB 1990, 2410;… s. auch Frotscher in Frotscher/Maas, a.a.O., Anhang zu § 8 KStG Rz 302 Stichwort "Pensionszusagen", unter 9.: "Die Pensionszusage soll zur Rentenzahlung an den Begünstigten führen, nicht zu Abfindungszahlungen"; vgl. auch die beiläufige Erwägung des Senats im Urteil vom 2. Dezember 1992 I R 54/91, BFHE 170, 119, BStBl II 1993, 311, unter II.B.1.c cc der Gründe).
Daneben kommt die Annahme einer verdeckten Gewinnausschüttung i. S. des § 8 Abs. 3 Satz 2 KStG 1984 nur dann in Betracht, wenn die Tantiemezahlungen im Einzelfall bei Würdigung aller Umstände die wirtschaftliche Funktion einer Gewinnausschüttung haben (vgl. BFH-Urteil vom 2. Dezember 1992 I R 54/91, BFHE 170, 119, BStBl II 1993, 311).
Die sinngemäße Anwendung der in BFHE 170, 119, BStBl II 1993, 311 enthaltenen Begründung scheidet schon deshalb aus, weil B und C an der Klägerin nur zu je 8 v. H. beteiligt waren.
Der Senat hat dies gerade auch für den Fall angenommen, dass eine GmbH mit ihren beherrschenden Gesellschafter-Geschäftsführern als Entgelt für die Geschäftsführertätigkeit ausschließlich eine Gewinntantieme vereinbart (vgl. Senatsurteil vom 2. Dezember 1992 I R 54/91, BFHE 170, 119, BStBl II 1993, 311).
b) Dementsprechend hat der Senat entschieden (…vgl. Urteile vom 31. Juli 1991 I R 57/90, BFH/NV 1992, 200; vom 2. Dezember 1992 I R 54/91, BFHE 170, 119, BStBl II 1993, 311), dass bei der Passivierung von Verbindlichkeiten eine "andere Ausschüttung" zu verneinen ist, solange nicht die der Vermögensminderung entsprechenden Werte mit der Zahlung oder mit dem Untergang des entsprechenden Teils der Verbindlichkeit in anderer Weise (Aufrechnung, Erlass, Schuldumwandlung usw.) i.S. des § 27 Abs. 1 KStG a.F. abfließen; der Ausweis einer Verpflichtung als solcher reicht nicht aus (Senatsurteil in BFHE 151, 560, BStBl II 1988, 460; Abschn. 77 Abs. 6 Satz 3 KStR 1995).
Schließlich kann die Veranlassung durch das Gesellschaftsverhältnis auch darin begründet sein, daß das zwischen der Kapitalgesellschaft und ihrem Gesellschafter tatsächlich abgeschlossene Rechtsgeschäft zwar auch von einem ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiter vereinbart worden wäre, jedoch aus anderen Gründen des Fremdvergleichs als von Anfang an nicht ernstlich gewollt anzusehen ist (vgl. BFH-Urteile vom 23. Mai 1984 I R 294/81, BFHE 141, 266, BStBl II 1984, 673; vom 17. Oktober 1984 I R 22/79, BFHE 142, 276, BStBl II 1985, 69;… vom 2. Juli 1986 I R 144/85, BFH/NV 1987, 398; vom 2. Dezember 1992 I R 54/91, BFHE 170, 119, BStBl II 1993, 311; vom 16. Dezember 1992 I R 2/92, BFHE 170, 175, BStBl II 1993, 455; vom 29. Juni 1994 I R 11/94, BFHE 175, 253, BStBl II 1994, 952).
Der BFH habe in seinem Urteil vom 2.12.1992 I R 54/91, BStBl II 1993, 311, entschieden, daß eine Nichtberücksichtigung von Verlustvorträgen bei Gewinntantiemen eine klare und eindeutige Regelung in den Anstellungsverträgen voraussetze.
In diesen Fällen indiziert das vom Fremdvergleich abweichende Verhalten der Kapitalgesellschaft und ihres Gesellschafters die Veranlassung durch das Gesellschaftsverhältnis (ständige Rechtsprechung; z. B. BFH-Urteile vom 14.3.1990 I R 6/89, BStBl II 1990, 765; vom 2.12.1992 I R 54/91, BStBl II 1993, 311; vom 23.10.1996 I R 71/95, BFHE 181, 328 ).
8.) Eine andere rechtliche Beurteilung ergibt sich auch nicht im Hinblick auf das von der Klägerin angeführte BFH-Urteil vom 2.12.1992 ( I R 54/91, BStBl II 1993, 311).
Er sieht aber keine Anhaltspunkte dafür, daß der BFH mit seiner - in dem zitierten Urteil I R 54/91 nicht entscheidungserheblichen - Aussage ohne weiteres eine Tantiemeregelung anerkennen wollte, die mit einer Umsatztantieme vergleichbare Risiken in sich birgt.
Dieser Begriff wird nämlich auch bei einer GmbH unter entsprechender Anwendung des § 86 AktG dahingehend interpretiert, dass der Tantiemeberechnung der Jahresüberschuss vermindert um einen Verlustvortrag aus dem Vorjahr zugrunde zu legen ist (BFH v. 2.12.1992, BStBl II 1993, 311).
a) Ob eine Vermögensminderung bzw. verhinderte Vermögensmehrung betrieblich veranlasst ist oder ob ihr Ursachen im Gesellschaftsverhältnis zugrunde liegen, ist anhand objektiver Umstände zu beurteilen, für deren Bewertung die Rechtsprechung Hilfskriterien entwickelt hat (BFH-Urteil vom 2. Dezember 1992 - I R 54/91 -, BFHE 170, 119 , BStBl II 1993, 311, 312).
Für die Ernsthaftigkeit einer Vereinbarung spricht indiziell bei ihrer Durchführung und Verbuchung die Erfüllung der damit einhergehenden steuerlichen Verpflichtungen, wie z.B. der Lohnsteuerabzug für eine Tätigkeitsvergütung oder Tantieme (vgl. BFH-Urteil vom 2. Dezember 1992 - I R 54/91 -, BFHE 170, 119 , BStBl II 1993, 311, 314).
Bei Prüfung der Ernsthaftigkeit einer zwischen der Kapitalgesellschaft und ihrem Gesellschafter abgeschlossenen Vergütungsvereinbarung sind sämtliche objektiven Umstände des Einzelfalls zu würdigen (BFH-Urteile vom 23. Oktober 1996 - I R 71/95 -, BFHE 181, 328, 331, DB 1996, 2589, 2589; vom 2. Dezember 1992 - I R 54/91 -, BFHE 170, 119 , BStBl II 1993, 311, 313).
ee) Erhält ein Gesellschafter-Geschäftsführer eine Vergütung in Form einer Nur-Gewinntantieme, so spricht diese indiziell für das Fehlen einer ernsthaften schuldrechtlichen Vereinbarung, da eine erfolgsbezogene Tätigkeitsvergütung üblicherweise nur einen Teil der Gesamtvergütung ausmacht (BFH-Urteile vom 2. Dezember 1992 - I R 54/91 -, BFHE 170, 119 , BStBl II 1993, 311, 314; vom 28. Juni 1989 - I R 89/85 -, BFHE 157, 408 , BStBl II 1989, 854, 856).
Schließlich kann die Veranlassung durch das Gesellschaftsverhältnis auch darin begründet sein, daß das zwischen der Kapitalgesellschaft und ihrem Gesellschafter vereinbarte Rechtsgeschäft zwar von einem ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiter abgeschlossen worden wäre, daß es jedoch aus anderen Gründen des Fremdvergleichs als von Anfang an nicht ernstlich gewollt anzusehen ist (vgl. BFH-Urteile vom 23. Mai 1984 I R 294/81, BFHE 141, 266, BStBl II 1984, 673; vom 17. Oktober 1984 I R 22/79, BFHE 142, 276, BStBl II 1985, 69;… vom 2. Juli 1986 I R 144/85, BFH/NV 1987, 398; vom 2. Dezember 1992 I R 54/91, BFHE 170, 119, BStBl II 1993, 311; vom 16. Dezember 1992 I R 2/92, BFHE 170, 175, BStBl II 1993, 455; vom 29. Juni 1994 I R 11/94, BFHE 175, 253, BStBl II 1994, 952).
Sie bildeten daher im Zusammenhang mit dem Vertragsschluss eine beherrschende Personengruppe, weshalb die Anstellungsverträge nach den für Beherrschungsverhältnisse geltenden Regeln zu würdigen sind (Senatsurteile vom 21. Oktober 1981 I R 230/78, BFHE 134, 315, BStBl II 1982, 139; vom 2. Dezember 1992 I R 54/91, BFHE 170, 119, BStBl II 1993, 311).
Schließlich kann die Veranlassung durch das Gesellschaftsverhältnis auch darin begründet sein, daß das zwischen der Kapitalgesellschaft und ihrem Gesellschafter abgeschlossene Rechtsgeschäft zwar für die Kapitalgesellschaft günstig ist, jedoch aus Gründen des Fremdvergleichs zu dem Schluß zwingt, daß es von Anfang an nicht ernstlich gewollt war (vgl. BFH-Urteile vom 23. Mai 1984 I R 294/81, BFHE 141, 266, BStBl II 1984, 673; vom 17. Oktober 1984 I R 22/79, BFHE 142, 276, BStBl II 1985, 69;… vom 2. Juli 1986 1 R 144/85, BFH/NV 1987, 398; vom 2. Dezember 1992 I R 54/91, BFHE 170, 119, BStBl II 1993, 311; vom 16. Dezember 1992 I R 2/92, BFHE 170, 175, BStBl II 1993, 455; vom 29. Juni 1994 I R 11/94, BFHE 175, 253, BStBl II 1994, 952).
BFH, 19.05.1993 - I R 83/92
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FG München, 03.06.2003 - 6 K 1812/00
Abfluss einer Gewinnausschüttung durch Verbuchung auf dem Verrechnungskonto; …
FG Nürnberg, 17.01.2001 - III 113/99
Arbeitsvertrag zwischen Personengesellschaft und Angehörigen der beherrschenden …
FG Köln, 01.12.1999 - 13 K 3418/93
FG Münster, 18.08.1993 - 9 K 6003/91
FG München, 21.07.1997 - 7 V 1982/97
Berücksichtigung von Verlustvorträgen aus dem Vorjahr bei einer Tantieme; …
FG Nürnberg, 10.08.1999 - I 35/96