Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=19.11.2001&Aktenzeichen=AnwZ%20(B)%2075/00
Timestamp: 2019-10-16 23:26:27
Document Index: 123766960

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 59', '§ 10', '§ 59', '§ 10', 'Art. 12', '§ 59', '§ 10', '§ 10', 'Art. 12', '§ 59', 'BGH', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 10', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 19.11.2001 - AnwZ (B) 75/00 - dejure.org
https://dejure.org/2001,741
BGH, 19.11.2001 - AnwZ (B) 75/00 (https://dejure.org/2001,741)
BGH, Entscheidung vom 19.11.2001 - AnwZ (B) 75/00 (https://dejure.org/2001,741)
BGH, Entscheidung vom 19. November 2001 - AnwZ (B) 75/00 (https://dejure.org/2001,741)
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BRAO § 59 Abs. 2; BORA § 10 Abs. 1 Satz 1
Gestaltung der Briefbögen einer Rechtsanwaltssozietät
Sozietät - Rechtsanwalt - Gebot - Briefbogen - Namen sämtlicher Gesellschafter
Anwaltliche Werbung - Briefbögen einer überörtlichen Sozietät
Eingabe in der Suchmaske auf der nächsten Seite: Jahrgang 2002, Seite 136
Wirksamkeit des Gebots, dass die in einer Sozietät zusammengeschlossenen Rechtsanwälte auf ihren Briefbögen die Namen sämtlicher deutschen Gesellschafter aufzuführen haben
brak-mitteilungen.de , S. 36 (Volltext und Entscheidungsanmerkung)
BRAO § 59b, BORA § 10, GG Art. 12
BRAO § 59 Abs. 2; BORA § 10 Abs. 1 S. 1
Anwaltsrecht; Kurzbezeichnung auf dem Briefbogen einer Sozietät
BORA § 10 Abs. 1; GG Art. 12; BRAO § 59b
Pflicht auch großer Anwaltssozietäten zur Nennung sämtlicher Partner mit Namen auf dem Briefbogen ("Lovells Boesebeck")
AGH Nordrhein-Westfalen, 03.11.2000 - 2 ZU 21/00
NJW 2002, 1419
MDR 2002, 667
VersR 2002, 1536
WM 2002, 1081
AnwBl 2002, 363
Im Blick auf die Beschränkungen des Kommunikationsmittels müssen Angaben zu weiteren Niederlassungen der Kanzlei und den dort tätigen Rechtsanwälten nicht bereits auf der Vorderseite des ersten Briefbogens gemacht werden (vgl. zur Benennung von Sozien auf der Rückseite von Briefbögen BGH, Beschluss vom 19. November 2001 - AnwZ (B) 75/100, NJW 2002, 1419, 1421).
a) den Beschluss des Bundesgerichtshofs vom 19. November 2001 - AnwZ (B) 75/00 -,.
Nach Auffassung des Bundesgerichtshofs (NJW 2002, S. 1419) ist § 10 Abs. 1 Satz 1 BORA verfassungsgemäß.
Die Regelung dient damit - ebenso wie die ihr vorangestellten Bestimmungen in § 10 Abs. 1 Satz 1 und 2 BORA - dem legitimen Informationsinteresse der Rechtsuchenden und stellt ebenso wie § 10 Abs. 1 Satz 1 und 2 BORA eine Berufsausübungsregelung dar, die gewichtigen Belangen des Gemeinwohls dient und damit verfassungsrechtlich unbedenklich ist (vgl. zu § 10 Abs. 1 Satz 1 BORA: Senatsbeschluss vom 19. November 2001 - AnwZ(B) 75/00, NJW 2002, 1419, unter II 2 b aa, bestätigt durch BVerfG, NJW 2002, 2163).
Zudem möchte, wer anwaltliche Leistungen in Anspruch nimmt, ohne komplizierte Nachfrage wissen, wem er die Wahrnehmung seiner rechtlichen Belange anvertraut und ob der Beauftragte nicht zugleich widerstreitende Interessen vertritt oder auf sonstige Weise in der Gefahr einer Interessenkollision steht (BGH, Beschl. v. 19. November 2001 - AnwZ (B) 75/00, NJW 2002, 1419).
Bei der Beurteilung der Frage, ob der Beklagte Angaben zu weiteren Kanzleien irreführend unterlassen hat, ist die Rückseite des Briefkopfes in die Betrachtung mit einzubeziehen (so auch BGH NJW 2002, 1419 Tz. 32).
BGH, 05.08.2002 - AnwZ (B) 33/01
Nachdem der Senat in einer Parallelsache dem Standpunkt der Antragsgegnerin gefolgt ist (BGH, Beschl. v. 19. November 2001 - AnwZ (B) 75/00, NJW 2002, 1419 ff = BRAK-Mitt. 2002, 136 ff) und das Bundesverfassungsgericht die dagegen eingelegte Verfassungsbeschwerde nicht zur Entscheidung angenommen hat (Beschl. v. 13. Juni 2002 - 1 BvR 736/02), hat der Antragsteller erklärt, aus der zu seinen Gunsten ergangenen Entscheidung des Anwaltsgerichtshofs keine Rechte herleiten zu wollen.
Auf die Gründe des Senatsbeschlusses vom 19. November 2001 (aaO) wird Bezug genommen.
Daneben hat der Vorgang werbenden Charakter sowohl für die Kanzlei (BGH, Urteil vom 12.06.1997, NJW 1997, 3238, Urteil vom 17.04.1997, NJW 1997, 3236 = DB 1997, 2219, AnwGH Hamburg v. 19.04.2001, NJW 2001, 2553) als auch für den Rechtsanwalt (BGH, Urteil vom 19.11.2001, NJW 2002, 1419).
Ein unzulässiger Ausforschungsbeweis liegt erst vor, wenn der Beweisführer ohne greifbare Anhaltspunkte für das Vorliegen eines bestimmten Sachverhalts willkürlich Behauptungen "aufs Geratewohl" oder "ins Blaue hinein" aufstellt (BGH, Urteil vom 8.05.2012, XI ZR 262/10, zitiert nach Juris Tz. 40 m.w.N; BGH NJW 2002, S. 1419, 1421).