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Timestamp: 2019-08-18 12:21:51
Document Index: 294105348

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', '§ 91', 'BGH', 'BGH', '§ 91', '§ 91', 'BGH', '§ 193', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: JurBüro 2008, 319 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: OLG Celle, 25.10.2007
https://dejure.org/2007,3594
BAG, 14.11.2007 - 3 AZB 36/07 (https://dejure.org/2007,3594)
BAG, Entscheidung vom 14.11.2007 - 3 AZB 36/07 (https://dejure.org/2007,3594)
BAG, Entscheidung vom 14. November 2007 - 3 AZB 36/07 (https://dejure.org/2007,3594)
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Erstattungsfähigkeit von Anwaltskosten - Notwendigkeit zur zweckentsprechenden Rechtsverteidigung - Berufungsrücknahme
Festsetzung einer Verfahrensgebühr nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) für ein Berufungsverfahren; Übernahme von durch eine späte Beauftragung eines Prozessbevollmächtigten entstandenen Gebühren im Berufungsverfahren; Notwendigkeit der Beauftragung eines Rechtsanwaltes in der Rechtsmittelinstanz; Erstattungsfähigkeit von Anwaltskosten
Kurznachricht zu "Bedeutung für die Praxis des Beschlusses des BAG vom 14.11.2007, Az.: 3 AZB 36/07 (Kostenerstattung bei unzulässiger Berufung)" von H. Hansens, original erschienen in: RVGreport 2008, 229 - 230.
ArbG Hamburg, 19.09.2006 - 1 Ca 483/05
ArbG Hamburg, 19.09.2006 - 3 Sa 37/06
NJW 2008, 1340
NZA 2008, 606
JurBüro 2008, 319
Diese Verpflichtung folgt aus dem Prozessrechtsverhältnis (vgl. BGH, Beschluss vom 3. Juni 2003 - VIII ZB 19/03, VersR 2004, 1019, 1020; vgl. auch BVerfG, NJW 1990, 3072, 3073) und beherrscht als Ausdruck von Treu und Glauben das gesamte Kostenrecht (BGH…, Beschluss vom 2. Mai 2007 - XII ZB 156/06 NJW 2007, 2257 Rn. 13; BAG, NJW 2008, 1340 Rn. 11;… MünchKommZPO/Giebel, 3. Aufl., § 91 Rn. 38).
Nach Nr. 9 dieser Bestimmung gehört dazu auch die Inempfangnahme von Rechtsmittelschriften und ihre Mitteilung an den Auftraggeber (BAG, NJW 2008, 1340 Rn. 9).
Maßgeblich ist allein die Frage, ob eine verständige Prozesspartei in der gleichen Situation ebenfalls einen Anwalt beauftragt hätte, was für einen Rechtsmittelgegner der Regelfall ist (…vgl. BGH 17. Dezember 2002 - X ZB 9/02 - aaO; BAG 14. November 2007 - 3 AZB 36/07 - Rn. 12) .
Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn dem Rechtsmittelgegner gleichzeitig mit der Zustellung der Rechtsmittelschrift vom Rechtsmittelgericht mitgeteilt wird, dass aus formalen Gründen eine Verwerfung des Rechtsmittels ohne mündliche Verhandlung beabsichtigt sei und deshalb für ihn keine als risikohaft empfundene Situation besteht (vgl. BAG 14. November 2007 - 3 AZB 36/07 - Rn. 12; BGH 10. November 2009 - VIII ZB 60/09 - Rn. 10) .
Soweit der Beschluss des Dritten Senats des Bundesarbeitsgerichts vom 14. November 2007 (- 3 AZB 36/07 - Rn. 12) dahin verstanden werden könnte, dass hinsichtlich der Erstattungsfähigkeit von Rechtsanwaltskosten nicht auf das Merkmal der "zweckentsprechenden Rechtsverfolgung oder Rechtsverteidigung", sondern auf das Merkmal der "Notwendigkeit" im Sinne von § 91 Abs. 1 Satz 1 ZPO abzustellen ist (zur Differenzierung beider Begriffe vgl. Zöller/Herget ZPO 30. Aufl. § 91 Rn. 12) , hält der nunmehr für Rechtsbeschwerden allein zuständige Zehnte Senat daran nicht fest.
Maßgeblich ist die Sicht einer verständigen Prozesspartei (BAG, NJW 2008, 1340 Rn. 12).
Jeder Verfahrensbeteiligte ist gehalten, die Kosten nach Möglichkeit so niedrig zu halten, wie sich dies mit der Wahrung ihrer berechtigten Belange vereinbaren lässt (BAG, Beschluss vom 14.11.2007 - 3 AZB 36/07 - NJW 2008, 1340; BGH, Beschlüsse vom 11.09.2012 - VI ZB 59/11 - NJW 2013, 66 und vom 02.05.2007 - XII ZB 156/06 - NJW 2007, 2257 m.w.N.).
Soweit das Sozialgericht dem Beklagten die Kosten des Verfahrens auferlegt hat, wird im Kostenfestsetzungsverfahren zu prüfen sein, ob die durch den Erlass des Gerichtsbescheides entstandene Terminsgebühr nach Nr. 3106 Nr. 2 VV RVG als notwendigen Kosten i.S.v. § 193 Abs. 2 SGG vom Beklagten zu erstatten sind (vgl. zu den Folgen der Verletzung der Kostenminderungspflicht bei der Beurteilung der Notwendigkeit von Kosten: BAG, Beschluss vom 14.11.2007 - 3 AZB 36/07 - NJW 2008, 1340; BGH, Beschlüsse vom 11.09.2012 - VI ZB 59/11 - NJW 2013, 66 und vom 02.05.2007 - XII ZB 156/06 - NJW 2007, 2257 m. w. N.).
c) Für sein Begehren auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe kann sich der Kläger nicht auf die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zur Kostenfestsetzung berufen (vgl. BGH 17. Dezember 2002 - X ZB 9/02 - zu II 3 c der Gründe; und im Anschluss daran BAG 14. November 2007 - 3 AZB 36/07 - Rn. 12) .
Dies bedeutet regelmäßig, dass der Rechtsmittelgegner einen Prozessbevollmächtigten bereits dann einschalten darf, wenn ein Rechtsmittel eingelegt ist (BAG 14. November 2007 - 3 AZB 36/07 - aaO; 16. Juli 2003 - 2 AZB 50/02 - zu II 2 b der Gründe;… vgl. auch BGH 17. Dezember 2002 - X ZB 9/02 - aaO) .
Die Sondersituation, die Gegenstand des Beschlusses des Bundesarbeitsgerichtes vom 14.11.2007 - 3 AZB 36/07 (NJW 2008, 1340) war, ist vorliegend nicht gegeben.
LAG Berlin-Brandenburg, 03.01.2013 - 17 Ta 6118/12
Verstoß gegen Kostenminderungspflicht bei Wechsel von gewerkschaftlicher zu …
https://dejure.org/2007,32625
OLG Celle, 25.10.2007 - 13 U 146/07 (https://dejure.org/2007,32625)
OLG Celle, Entscheidung vom 25.10.2007 - 13 U 146/07 (https://dejure.org/2007,32625)
OLG Celle, Entscheidung vom 25. Januar 2007 - 13 U 146/07 (https://dejure.org/2007,32625)
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Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des OLG Celle v. 25.10.2007, Az.: 13 U 146/07 (Ersatzfähigkeit vorgerichtlicher Anwaltskosten; keine Pflicht zu sofortigem Klageauftrag)" von Herbert P. Schons, original erschienen in: AGS 2008, 163.
LG Lüneburg, 22.06.2007 - 5 O 124/07