Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%201995,2548
Timestamp: 2020-01-21 18:50:44
Document Index: 166919520

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 198', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 26.04.1995 - XII ZR 105/93 - dejure.org
https://dejure.org/1995,1673
BGH, 26.04.1995 - XII ZR 105/93 (https://dejure.org/1995,1673)
BGH, Entscheidung vom 26.04.1995 - XII ZR 105/93 (https://dejure.org/1995,1673)
BGH, Entscheidung vom 26. April 1995 - XII ZR 105/93 (https://dejure.org/1995,1673)
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Verjährung - Beginn - Pachtvertrag
Beginn der Verjährung eines auf dauernde Leistung gerichteten Anspruchs erst mit Verletzung der Leistungspflicht
BGB §§ 198, 535, 581 Abs. 2
NJW 1995, 2548
ZIP 1995, 1422
MDR 1995, 896
DNotZ 1996, 164
WM 1995, 1460
BB 1995, 1610
a) Der Bundesgerichtshof hat bislang lediglich für den Fall eines (unbefristeten) Pachtvertrages entschieden, dass die Verjährung des Erfüllungsanspruchs des Pächters auf dauernde Gewährung des Gebrauchs und des Fruchtgenusses jedenfalls nicht schon mit der erstmaligen Entstehung beginnt (Urteil vom 26. April 1995 - XII ZR 105/93, NJW 1995, 2548, unter 2 c).
Vereinbarungen, durch die der Eigentümer eines Grundstücks die Ausbeute von Bodenbestandteilen einem anderen überläßt, sind regelmäßig Pachtverträge, wenn - wie hier - das Schwergewicht auf der Fruchtgewinnung durch den Berechtigten liegt (Senatsurt. v. 7. Dezember 1984, V ZR 189/83, NJW 1985, 1025; BGH, Urt. v. 26. April 1995, XII ZR 105/93, WM 1995, 1460, 1461 m.w.N.).
Aus der Entscheidung des Bundesgerichtshofes vom 26. April 1995 (XII ZR 105/93, aaO), auf welche sich das Berufungsgericht bezieht, ergibt sich dies nicht.
Deren Würdigung ist Sache des Tatrichters und demgemäß im Rechtsbeschwerdeverfahren nur dahin eingeschränkt nachprüfbar (vgl. Senatsurteil vom 26. April 1995 - XII ZR 105/93 - NJW 1995, 2548, 2550 und BGH Urteil vom 6. Dezember 1988 - XI ZR 19/88 - NJW-RR 1989, 818), ob der Tatrichter sich mit den maßgeblichen Umständen umfassend und widerspruchsfrei auseinandergesetzt hat, die Würdigung also vollständig ist und nicht gegen Denkgesetze und Erfahrungssätze verstößt.
Der BGH hat in der - einen Pachtvertrag betreffenden - Entscheidung vom 26.04.1995 - XII ZR 105/93, NJW 1995, 2548, Tz. 15 ausgeführt, dass der Erfüllungsanspruch auf eine dauernde Leistung gerichtet ist, die der Verpächter so lange schuldet, bis das Pachtverhältnis im Falle eines befristeten Pachtvertrages durch Fristablauf, im Falle eines auf unbestimmte Zeit geschlossenen Pachtvertrages durch Kündigung oder Zweckerreichung endet.
Maßgeblich ist, ob der Anblick des Vorhabens bei einem nicht unbeträchtlichen, in durchschnittlichem Maße für ästhetische Eindrücke aufgeschlossenen Teil der Betrachter nachhaltigen Protest auslöst (BVerwG, Urteil vom 13.04.1995 - 4 B 70.95 - NJW 1995, 2548 m.w.N.).
Daß die Dauer der Ausbeutebefugnis nicht näher festgelegt ist und sich das Entgelt nach der ausgebeuteten Menge richtet, ist demgegenüber nicht entscheidend (Senatsurteil vom 26. April 1995 - XII ZR 105/93 - NJW 1995, 2548, 2549; BGH, Urteile vom 7. Dezember 1984 - V ZR 189/83 - NJW 1985, 1025 und vom 7. März 1983 - VIII ZR 333/81 - WM 1983, 531, 532).
Dem steht nicht entgegen, dass die Verjährung eines auf eine dauernde Leistung gerichteten Anspruchs nicht in dem Zeitpunkt beginnt, in dem der Anspruch erstmalig entsteht (BGH, Urt. v. 26.4.1995 - XII ZR 105/93, NJW 1995, 2548, 2549).
Deren Würdigung ist jedoch Sache des Tatrichters (z.B. BGH, Urteil vom 26. April 1995 - XII ZR 105/93 = WM 1995, 1460 unter 4 a m.w.Nachw.).
Die Auffassung der Kammer steht nicht in Widerspruch zu der von den Beklagten in Bezug genommenen Entscheidung des Bundesgerichtshofes vom 26. April 1995, Aktenzeichen XII ZR 105/93 (abgedruckt u.a. in NJW 1995, 2548).
AG Berlin-Tiergarten, 18.11.2009 - 5 C 337/09
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