Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VersR%201978,%20155
Timestamp: 2019-07-19 02:51:18
Document Index: 364156065

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 383', '§ 414', 'BGH', '§ 118', 'BGH', '§ 60', '§ 137', 'BGH', '§ 137', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 56', '§ 284', '§ 284', '§ 284', 'BGH', 'BGH', '§ 19', '§ 559', 'BGH', 'BGH', '§ 1', 'BGH']

Rechtsprechung: VersR 1978, 155 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: KG, 24.05.1976
https://dejure.org/1977,1315
BGH, 25.10.1977 - VI ZR 198/76 (https://dejure.org/1977,1315)
BGH, Entscheidung vom 25.10.1977 - VI ZR 198/76 (https://dejure.org/1977,1315)
BGH, Entscheidung vom 25. Januar 1977 - VI ZR 198/76 (https://dejure.org/1977,1315)
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Wirksamkeit der Zustellung der Berufungsschrift bei in der Berufungsschrift enthaltenem Hinweis auf das Nachfolgen von Tatbestand und Entscheidungsgründen
VersR 1978, 155
Auf die Bedeutung eines Verstoßes gegen § 383 Abs. 3 ZPO für die Verwertbarkeit der Aussage eines Zeugnisverweigerungsberechtigten kommt es hier indessen nicht einmal entscheidend an, denn die zu Gutachtenszwecken verwendeten Atteste stellen keine schriftlichen Aussagen (sachverständiger) Zeugen nach §§ 414, 377 Abs. 3 oder 4 ZPO dar; ihre Verwertung erfolgte vielmehr im Rahmen des für die Prüfung der Prozeßvoraussetzungen geltenden Freibeweises (st. Rspr., vgl. BGH Urt. v. 25. Oktober 1977, VI ZR 1987/76, VersR 1978, 155).
Zwar unterliegt das Revisionsgericht bei Überprüfung der Frage, ob die Klagefrist gewahrt ist, keinen Beschränkungen, wenn Ergänzungen im Sachverhalt notwendig werden (…vgl. v. Wallis in Hübschmann/Hepp/Spitaler, a. a. O., § 118 FGO, Rdnr. 28; BGH-Urteil vom 25. Oktober 1977 VI ZR 198/76, Versicherungsrecht - VersR - 1978, 155, m. w. N.; Werp, Deutsche Richterzeitung - DRiZ - 1975, 278; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts - BVerwG - vom 8. März 1983 1 C 34.80, Bayerische Verwaltungsblätter - BayVBI - 1983, 476; BVerwG-Beschluß vom 21. Oktober 1976 VII B 94.76, Buchholz, Sammel- und Nachschlagewerk der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts, 31 o, § 60 VwGO Nr. 94;… Kopp, Verwaltungsgerichtsordnung, 6. Aufl., 1984, § 137 Rdnr. 26;… Gottwald, Die Revisionsinstanz als Tatsacheninstanz, Dissertation 1975, S. 23 ff.).
Es kann selbst Beweis erheben und auch neue Tatsachen berücksichtigen (BGH-Urteil in VersR 1978, 155, m. w. N.;… Kopp, a. a. O., § 137 Rdnr. 28).
Dabei steht ihm ein Ermessen zu, ob es selbst Beweis erhebt oder zur Klärung zurückverweist (z. B. BGH-Urteil in VersR 1978, 155;… Gottwald, a. a. O., S. 55, 335 ff., m. w. N.).
Der erkennende Senat hält es für zweckmäßig, diese Aufgabe dem Berufungsgericht zu übertragen (vgl. dazu Senatsurteil vom 25. Oktober 1977 - VI ZR 198/76 - VersR 1978, 155).
Es wird daran festgehalten, daß bei der Prüfung der Zulässigkeitsvoraussetzungen eines Rechtsmittels das Gericht an das sonst vorgeschriebene Beweisverfahren nicht gebunden, sondern insoweit der sog. Freibeweis möglich ist (im Anschluß an BGH NJW 1951, 441 Nr. 8 u. Urt. vom 25. Oktober 1977 - VI ZR 198/76 = VersR 1978, 155).
Lediglich für die Beweis erhebung gilt nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs der sogenannte Freibeweis (vgl. BGH NJW 1951, 441 Nr. 8 u. Urteil vom 25. Oktober 1977 - VI ZR 198/76 = VersR 1978, 155;… siehe auch Zöller/Vollkommer u. Stephan, ZPO, 15. Aufl., § 56 Rdn. 8 u. vor § 284 Rdn. 7;… Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann, ZPO, 45. Aufl., Einf. vor § 284 Anm. 3 A c;… ferner Rüssmann in AK ZPO vor § 284 Rdn. 28).
An Feststellungen des Berufungsgerichts zur Zulässigkeit oder Unzulässigkeit einer Berufung ist das Revisionsgericht nicht gebunden, weil es das Vorliegen dieser Prozeßvoraussetzung, von der das gesamte weitere Verfahren abhängt, selbst von Amts wegen in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht zu prüfen hat (BGHZ 6, 369, 370; 7, 280, 284;… Urt. v. 18. April 1977 - VIII ZR 286/75, VersR 1977, 721, 722; v. 25. Oktober 1977 - VI ZR 198/76, VersR 1978, 155).
Es hat auch neue Tatsachen zu berücksichtigen (vgl. BGH, Urteil vom 25. Oktober 1977 - VI ZR 198/76 = VersR 1978, 155 mit weiteren Nachweisen).
d) In jedem Falle hat das Rechtsbeschwerdegericht nach § 19 Abs. 3 AVAG in Verbindung mit § 559 Abs. 2 Satz 2 ZPO - wie das Revisionsgericht mit Bezug auf die Berufungseinlegung (vgl. dazu BGH, Urt. v. 25. Oktober 1977 - VI ZR 198/76, VersR 1978, 155;… Urt. v. 6. November 1984 - VI ZR 2/83, VersR 1985, 142, 143) - selbständig zu würdigen, ob die von Amts wegen zu prüfende Voraussetzung der Zulässigkeit der Erstbeschwerde vorliegt.
KG, 24.05.1976 - 12 U 479/76
https://dejure.org/1976,2130
KG, 24.05.1976 - 12 U 479/76 (https://dejure.org/1976,2130)
KG, Entscheidung vom 24.05.1976 - 12 U 479/76 (https://dejure.org/1976,2130)
KG, Entscheidung vom 24. Mai 1976 - 12 U 479/76 (https://dejure.org/1976,2130)
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Der Auffahrende kann den gegen ihn sprechenden Anscheinsbeweis erschüttern oder ausräumen, wenn er Umstände darlegt und beweist (nicht etwa nur behauptet), die die ernsthafte Möglichkeit eines anderen atypischen Geschehensablaufs ergeben (BGH NJW 1982, 1595, 1596 = VersR 1982, 672; NJW 1987, 1075, 1077; NJW-RR 1989, 670, 671 = VersR 1989, 54, 55 = NZV 1989, 105; Senatsurteile, VersR 1962, 991, 992; DAR 1977, 20; vom 2. Mai 1983 - 12 U #####/#### - vom 3. Juni 1993 - 12 U #####/#### - vom 10. Juni 1993 - 12 U #####/#### -).
Im Falle eines Auffahrunfalls spricht der Beweis des ersten Anscheins dafür, daß der Auffahrende entweder nicht den nötigen Sicherheitsabstand eingehalten oder seine Fahrgeschwindigkeit nicht der Verkehrssituation angepaßt oder es an der erforderlichen Aufmerksamkeit hat fehlen lassen (§§ 1 Abs. 2, 3 Abs. 1, 4 Abs. 1 Satz 1 StVO; vgl. BGH VersR 1969, 859; KG VersR 1962, 991, 992; DAR 1977, 20; KG, Urteile vom 11. November 1985 - 12 U 1430/85 - 2. März 1992 - 12 U 2055/91 -).