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Timestamp: 2016-10-25 01:28:23
Document Index: 375711623

Matched Legal Cases: ['BGE', 'Art. 7', 'Art. 4', 'Art. 16', 'Art. 28', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 137', 'BGE', 'BGE']

I 777/05 (24.04.2006)
I 777/05
Pr�sident Ursprung, Bundesrichter Sch�n und Fr�sard; Gerichtsschreiberin Polla
I.________, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Roland Ilg, R�mistrasse 5, 8001 Z�rich,
Der 1959 geborene, bis im M�rz 2002 als Lagerist bei der Firma X.________ angestellte I.________ meldete sich am 8. August 2001 wegen rechtsseitigen Handgelenksschmerzen zum Bezug von Leistungen bei der Invalidenversicherung an. Nach Einholung verschiedener �rztlicher Berichte und Gutachten, zuletzt eines interdisziplin�ren Gutachtens der Medizinischen Abkl�rungsstelle (MEDAS) vom 3. Februar 2004, verneinte die IV-Stelle Z�rich mit Verf�gung vom 29. M�rz 2004 einen Anspruch auf berufliche Massnahmen wie auch einen Rentenanspruch. Daran hielt sie auf Einsprache hin fest (Entscheid vom 21. Dezember 2004).
Die hiegegen erhobene Beschwerde wies das Sozialversicherungs-gericht des Kantons Z�rich mit Entscheid vom 14. September 2005 ab.
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde l�sst I.________ beantragen, es sei ihm unter Aufhebung des kantonalen Gerichtsentscheides eine ganze Rente der Invalidenversicherung zuzusprechen; eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung zur�ckzuweisen. Ferner ersucht er um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege.
Nach Ablauf der Rechtsmittelfrist l�sst I.________ am 17. November 2005 ein Schreiben zukommen mit dem Hinweis, er sei in psychiatrischer Behandlung. Zudem reicht er am 3. M�rz 2006 Arztzeugnisse des Dr. med. Z.________ (vom 24. Februar 2006) und des Dr. med. A.________, Facharzt FMH f�r Psychiatrie und Psychotherapie, vom 25. Februar 2006, ein.
W�hrend die IV-Stelle Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragt, hat das Bundesamt f�r Sozialsicherung auf eine Vernehmlassung verzichtet.
Das kantonale Gericht hat in Anwendung des am 1. Januar 2003 in Kraft getretenen Bundesgesetzes �ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 (ATSG) und unter Ber�cksichtigung der ab 1. Januar 2004 geltenden �nderungen des IVG (4. IV-Revision, AS 2003 3837; BGE 130 V 332 Erw. 2.2 und 2.3) die Bestimmungen �ber die Begriffe der Erwerbsunf�higkeit und Invalidit�t (Art. 7 und 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG) sowie �ber die Ermittlung des Invalidit�tsgrades (Art. 16 ATSG) und den Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 28 IVG) zutreffend dargelegt. Gleiches gilt f�r die Hinweise zur Aufgabe des Arztes und der �rztin bei der Invalidit�tsbemessung und zur praxisgem�ssen Bedeutung �rztlicher Ausk�nfte im Rahmen der Invalidit�tssch�tzung (BGE 125 V 261 Erw. 4 mit Hinweisen; vgl. auch AHI 2002 S. 70 Erw. 4b/cc) sowie zur Beweisw�rdigung (BGE 125 V 352 Erw. 3a). Richtig ist schliesslich der Hinweis, dass die Pr�fung eines allf�lligen schon vor dem 1. Januar 2003 entstandenen Anspruchs auf eine Rente der Invalidenversicherung f�r die Zeit bis 31. Dezember 2002 aufgrund der bisherigen und ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Normen erfolgt (BGE 130 V 445). Darauf wird verwiesen.
2.1 Das kantonale Gericht ist in einl�sslicher und sorgf�ltiger W�rdigung der medizinischen Akten zum Schluss gelangt, zur Beurteilung der Arbeitsf�higkeit sei auf die Angaben im Gutachten der Medizinischen Abkl�rungsstelle Zentralschweiz vom 3. Februar 2004 abzustellen, wonach der Versicherte in der Lage sei, im Umfang von 100 % sowohl seiner langj�hrigen T�tigkeit als Lagerist als auch jeder anderen T�tigkeit nachzugehen, womit keine invalidit�tsbedingte Erwerbsunf�higkeit vorliege und kein Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung bestehe.
2.2 Die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhobenen Einw�nde verm�gen daran nichts zu �ndern, wobei die nach Ablauf der Rechtsmittelfrist aufgelegten Aktenst�cke unbeachtlich sind, da diese weder neue erhebliche Tatsachen noch entscheidende Beweismittel im Sinne von Art. 137 lit. b OG enthalten, die eine Revision des Gerichtsurteils rechtfertigen k�nnten (BGE 127 V 355 ff. insbes. 357 Erw. 4). Sodann trifft die Behauptung des Beschwerdef�hrers, die Handgelenks- und Ellbogenbeschwerden seien noch nie durch einen Facharzt f�r Handchirurgie abgekl�rt worden, nicht zu, zumal er selber auf ein Schreiben des Dr. med. F.________, Leitender Arzt Handchirurgie an der Chirurgischen Klinik und Poliklinik des Kantonsspitals Z.________, vom 3. Mai 2001, verweist. Zutreffend ist, dass sich dieser darin nicht zur Arbeitsf�higkeit �usserte. Seinen fr�heren Berichten vom 30. Januar und 19. M�rz 2001 kann aber entnommen werden, dass er nach erfolgreich verlaufener Resektion eines palmaren Handgelenksganglions und Spaltung des ersten Strecksehnenfachs mit einer baldigen Arbeitsaufnahme rechnete und er die angegebenen Beschwerden im ganzen rechten Arm auch auf die Schonhaltung zur�ckf�hrte, sodass er den Versicherten zu m�glichst normalem Gebrauch der rechten Hand anhielt, was sehr wichtig sei. In seinem Schreiben vom 10. Dezember 2001 an die IV-Stelle wies Dr. med. F.________ zudem auf die "nicht �bertriebene Motivation" des Versicherten hin und auf den fehlenden pathologischen Befund, sodass er sich allein auf die Schmerzangaben des Beschwerdef�hrers habe abst�tzen m�ssen. In Einklang hiermit sch�tzte ihn der damalige Hausarzt Dr. med. M.________, Facharzt FMH f�r Allgemeinmedizin, in Absprache mit seinem Vorg�nger, Dr. med. T.________ und Dr. med. F.________, ab dem 30. Juli 2001 vollst�ndig arbeitsf�hig (Bericht vom 23. August 2001 [Versanddatum]). Was die geltend gemachten Beschwerden im linken Schulter- und Ellbogenbereich betrifft, deckt sich auch hier die fach�rztliche Befunderhebung und Diagnosestellung im rheumatologischen Konsiliargutachten des Dr. med. U.________ vom 15. Dezember 2003, mit der �brigen medizinischen Aktenlage. Dieser gab an, nach drei erlittenen Bagatelltraumen zeige der Versicherte ein ausgepr�gtes Schmerzverhalten mit extremer Aggravation. Klinisch und radiologisch seien keine nennenswerten pathologischen Befunde zu objektivieren, mit Ausnahme einer deutlich subjektiv gef�rbten, ausgepr�gten Ber�hrungs- und Druckdolenz im Bereich des rechten Vorderarmes und der rechten Hand, der Lendenwirbels�ulen- und Beckenregion links, der Ellenbogenpartie links sowie diffus im Bereich beider Malleol. Die behandelnden �rzte am Kantonsspital W.________ (Bericht vom 27. Mai 2002) f�hrten ebenso aus, die klinischen Befunde seien nicht vereinbar mit der subjektiv ausgepr�gten Schmerzsymptomatik am linken Ellbogen. Angesichts der �bereinstimmenden Diagnosen in der gesamten medizinischen Aktenlage leuchtet die entsprechende Einsch�tzung der Arbeitsf�higkeit im MEDAS-Bericht ein. Zwar liegt wohl eine ausgepr�gte Schmerzproblematik vor. Der Psychiater Dr. med. K.________ konnte anl�sslich seiner konsiliarisch am 4. Dezember 2003 durchgef�hrten Untersuchung aber keine psychiatrische Diagnose mit Krankheitswert stellen. Es bestehe weder eine depressive Verstimmung, noch Anhaltspunkte f�r eine Konversionsneurose oder eine �berwiegend psychogene somatoforme Schmerzst�rung, was der Beobachtung nicht widerspreche, wonach eine Schmerzausweitung und auch eine gewisse Schmerzverarbeitungsst�rung vorliege. Vor diesem Hintergrund sind von zus�tzlichen medizinischen Abkl�rungen, wie beantragt, keine neuen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb auch Vorinstanz und Verwaltung im Sinne antizipierter Beweisw�rdigung (vgl. SVR 2001 IV Nr. 10 S. 28 Erw. 4 [Urteil S. vom 8. Februar 2000, I 362/99]; BGE 124 V 94 Erw. 4b, 122 V 162 Erw. I/1d, mit Hinweisen) darauf verzichten durften. Ebenso wenig verm�gen die mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereichten (undatierten) Zeugnisse des aktuellen Hausarztes Dr. med. Z.________ die Einsch�tzung der Restarbeitsf�higkeit auf 100 % im MEDAS-Gutachten in Zweifel zu ziehen, zumal sie jegliche Begr�ndung, warum der Versicherte vollst�ndig arbeitsunf�hig sein soll, vermissen lassen. Damit hat es beim vorinstanzlichen Entscheid sein Bewenden.