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Timestamp: 2019-10-17 19:27:30
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Matched Legal Cases: ['§ 544', '§ 543', '§ 554', '§ 554', '§ 554', '§ 546', '§ 546', 'BGH', 'BGH', '§ 546', '§ 170', 'Art. 1', 'Art. 4', 'Art. 1', 'Art. 1', '§ 565', 'Art. 5', 'Art. 2', '§ 11', 'BGH', '§ 554', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGBl. I 1975 S. 1863 - Gesetz zur Änderung des Rechts der Revision in Zivilsachen - dejure.org
BGBl. I 1975 S. 1863
https://dejure.org/1975,4929
BGBl. I 1975 S. 1863 (https://dejure.org/1975,4929)
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Bundesgesetzblatt Jahrgang 1975 Teil I Nr. 80, ausgegeben am 12.07.1975, Seite 1863
Gesetz zur Änderung des Rechts der Revision in Zivilsachen
§ 544b Absatz 1 der Zivilprozeßordnung in der Fassung des Gesetzes zur Änderung des Rechts der Revision in Zivilsachen vom 8. Juli 1975 (Bundesgesetzbl. I S. 1863) ist nicht dahin auszulegen, daß die Annahme von Revisionen, die im Endergebnis Aussicht auf Erfolg besitzen, abgelehnt werden darf.
I. Das Gesetz zur Änderung des Rechts der Revision in Zivilsachen vom 8. Juli 1975 (BGBl I S. 1863) - im folgenden: Änderungsgesetz 1975 - hat den Zugang zum Revisionsgericht in Zivilsachen neu geregelt.
cc) Der Anwendung dieser Grundsätze auf § 543 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 ZPO steht nicht entgegen, dass sie ihren Ausgang in der Rechtsprechung zu dem inzwischen aufgehobenen § 554b Abs. 1 ZPO in der Fassung des Gesetzes zur Änderung des Rechts der Revision in Zivilsachen vom 8. Juli 1975 (BGBl I S. 1863; im Folgenden: § 554b ZPO a.F.) nehmen, der in Rechtsstreitigkeiten über vermögensrechtliche Ansprüche über einer bestimmten Wertgrenze die Annahme der Revision abzulehnen erlaubte, wenn der Rechtssache keine grundsätzliche Bedeutung zukam.
Sie führt zur Überprüfung der Verfassungsmäßigkeit der durch das Gesetz zur Änderung des Rechts der Revision in Zivilsachen vom 8. Juli 1975 (BGBl. I S. 1863) eingefügten und am 15. September 1975 in Kraft getretenen Bestimmung des § 554b ZPO .
Demgemäß hatte die Zivilprozeßordnung bis zum Inkrafttreten des Gesetzes zur Änderung des Rechts der Revision in Zivilsachen am 15. September 1975 (BGBl. I S. 1863) für die Zulässigkeit der damals im Vordergrund stehenden Streitwertrevision auf den Wert des Beschwerdegegenstandes abgestellt (…vgl. Stein/Jonas/Grunsky, aaO, § 546 Rdn. 1;… Krämer, Festschrift für Hollerbach, 2001, S. 267, 268).
Die Revisionsnovelle vom 15. September 1975 (BGBl. I 1863) hatte im Hinblick auf den Umstand, daß das Berufungsgericht die Beschwer von Amts wegen festzusetzen hatte (§ 546 Abs. 2 Satz 1 ZPO a.F.), von einer entsprechenden Regelung abgesehen; gleichwohl ging die Rechtsprechung weiterhin davon aus, daß Glaubhaftmachung genüge (…BGH, Beschl. v. 9. März 1988, IVa ZR 250/87, BGHR ZPO § 546 Abs. 2, Neue Tatsachen 1).
Vorbild dieser Bestimmungen - § 170 Abs. 3 SGG ist durch das Gesetz zur Änderung des Sozialgerichtsgesetzes vom 30. Juli 1974 (BGBl. I S. 1625) mit Wirkung vom 1. Januar 1975 (Art. VI des Gesetzes), Art. 1 Nr. 8 des Gesetzes zur Entlastung des Bundesfinanzhofs mit Wirkung vom 15. September 1975 (Art. 4 des Gesetzes) in Kraft getreten - war Art. 1 Nr. 4 des Gesetzes zur Entlastung des Bundesgerichtshofs in Zivilsachen vom 15. August 1969 (BGBl. I S. 1141), der durch Art. 1 Nr. 11 des Gesetzes zur Änderung des Rechts der Revision in Zivilsachen vom 8. Juli 1975 (BGBl. I S. 1863) als § 565 a mit Wirkung vom 15. September 1975 (Art. 5 des Gesetzes) in die Zivilprozeßordnung übernommen worden ist.
a) Die Erhöhung der Prozeßgebühr um 10/10, wenn sich die Parteien im Revisionsverfahren nur durch einen bei dem Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanwalt vertreten lassen können, ist durch Art. 2 Nr. 5 lit. a des Gesetzes zur Änderung des Rechts der Revision in Zivilsachen vom 8. Juli 1975 (BGBl. I S. 1863; im folgenden: Änderungsgesetz v. 8.7.1975) als § 11 Abs. 1 Satz 3 in die Bundesgebührenordnung für Rechtsanwälte eingefügt worden.
Aus der Einfügung dieses Wortes durch das Gesetz zur Änderung der Revision in Zivilsachen vom 8. Juli 1975 (BGBl. I, S. 1863) kann angesichts des auf Einschränkung des Anwendungsbereichs gerichteten Zwecks der Neufassung keine Erweiterung der Anfechtungsmöglichkeiten entnommen werden (BGH, Beschl. v. 20.6.1984 - IVb ZB 122/83, NJW 1984, 2368).
Das Gesetz zur Änderung des Revisionsrechts in Zivilsachen vom 08.07.1975 (BGBl I S. 1863) sollte zwar den beim Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanwälten einen Einkommensausgleich dafür geben, dass die Änderung des Revisionsrechts ihre Betätigungsmöglichkeit einschränkte und im Einzelfall Mehrarbeit zur Vermeidung einer Nichtannahme gemäß § 554b ZPO a.F. anfiel; dies verlangt aber nicht, die 20/10-Gebühr ausschließlich für die beim Bundesgerichtshof zugelassenen Anwälte anzusetzen.
BAG, 16.09.1986 - GS 4/85
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