Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=1%20Ws%2013/16
Timestamp: 2019-05-25 14:43:30
Document Index: 169570612

Matched Legal Cases: ['§ 217', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 11', 'BGH', 'BGH', '§ 13', '§ 13']

Rechtsprechung: 1 Ws 13/16 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: OLG Karlsruhe, 07.04.2016
https://dejure.org/2016,14319
OLG Hamburg, 08.06.2016 - 1 Ws 13/16 (https://dejure.org/2016,14319)
OLG Hamburg, Entscheidung vom 08.06.2016 - 1 Ws 13/16 (https://dejure.org/2016,14319)
OLG Hamburg, Entscheidung vom 08. Juni 2016 - 1 Ws 13/16 (https://dejure.org/2016,14319)
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Ärztliche Sterbehilfe bleibt (beschränkt) strafbar
Strafbarkeit eines Arztes wegen versuchter Tötung auf Verlangen durch Unterlassen bei freiverantwortlichem Suizid
aerztezeitung.de (Pressemeldung, 15.06.2016)
Strafbarkeit der Beihilfe zum Selbstmord und § 217 StGB (RA Prof. Dr. Endrik Wilhelm; HRRS 2017, 68-71)
Strafbarkeit des Unterlassen von Rettungsmaßnahmen bei einem freiverantwortlichen Suizid nach zuvor aktiv geleisteter Beihilfe
LG Hamburg, 11.12.2015 - 601 Ks 4/14
BGH - 5 StR 132/18 (anhängig)
NStZ 2016, 530
JR 2017, 293
Das ist der Fall, wenn nach anerkannten Regeln der ärztlichen Wissenschaft eine Indikation für die Anwendung des Betäubungsmittels besteht, also das Mittel im Rahmen einer medizinischen Behandlung zu therapeutischen Zwecken eingesetzt werden soll (vgl. BGH, Urteile vom 8. Mai 1979 - 1 StR 118/79 - BGHSt 29, 6 [zur Vorgängerregelung des § 11 Abs. 1 Nr. 9a BetMG 1972] …und vom 28. Januar 2014 - 1 StR 494/13 - BGHSt 59, 150 Rn. 39; Beschluss vom 17. Mai 1991 - 3 StR 8/91 - BGHSt 37, 383; OLG Hamburg, Beschluss vom 8. Juni 2016 - 1 Ws 13/16 - NStZ 2016, 530 ;… Patzak, in: Körner/Patzak/Volkmer, BtMG, 8. Aufl. 2016, § 13 Rn. 1, Rn. 2 a.E., Rn. 20 ff.;… Weber, BtMG, 4. Aufl. 2013, § 13 Rn. 21 f.).
Das gilt sowohl im Hinblick auf eine etwaige Strafbarkeit (dazu OLG Hamburg, Beschluss vom 8. Juni 2016 - 1 Ws 13/16 - NStZ 2016, 530 m.w.N.; Jäger, JZ 2015, 875 ) als auch unter dem Gesichtspunkt des ärztlichen Berufsrechts (vgl. VG Berlin, Urteil vom 30. März 2012 - 9 K 63.09 - MedR 2013, 58; Hilgendorf, JZ 2014, 545 ; Lindner, NJW 2013, 136 ; Roxin, NStZ 2016, 185 ; Begründung zum Entwurf eines Gesetzes zur Regelung der ärztlich begleiteten Lebensbeendigung, BT-Drs. 18/5374 S. 8).
OLG Karlsruhe, 07.04.2016 - 1 Ws 13/16 L
https://dejure.org/2016,7751
OLG Karlsruhe, 07.04.2016 - 1 Ws 13/16 L (https://dejure.org/2016,7751)
OLG Karlsruhe, Entscheidung vom 07.04.2016 - 1 Ws 13/16 L (https://dejure.org/2016,7751)
OLG Karlsruhe, Entscheidung vom 07. April 2016 - 1 Ws 13/16 L (https://dejure.org/2016,7751)
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Strafaussetzung einer lebenslangen Freiheitsstrafe: "Erwägen" der Aussetzung und Mindestanforderungen an das einzuholende kriminalprognostische Sachverständigengutachten
Aussetzung des Strafrestes bei lebenslanger Freiheitsstrafe; Sofortige Beschwerde gegen die Versagung der bedingten Entlassung; Erforderlichkeit der Einholung eines kriminalprognostischen Gutachtens eines forensisch-psychiatrischen Sachverständigen; Verfassungsrechtliches Gebot bestmöglicher Sachaufklärung; Anforderungen an ein psychiatrisches Sachverständigengutachten; Kriminalprognostische Expertise
Reststrafaussetzung einer lebenslangen Freiheitsstrafe zur Bewährung - und das kriminalprognostischen Sachverständigengutachten
Gutachten muss zureichende Grundlage für qualifizierte Prognoseentscheidung hinsichtlich erneuter Straftaten sein
NStZ-RR 2016, 189
Es ist die Aufgabe des zur Erstellung eines Prognosegutachtens berufenen Sachverständigen, eine eigene qualifizierte Gefährlichkeitsprognose (OLG Karlsruhe, NStZ-RR 2016, 189 [190]; OLG Koblenz, StV 2003, 686; zu den Mindestanforderungen: Boetticher et al., NStZ 2006, 537) abzugeben.
OLG Karlsruhe, 14.07.2016 - 2 Ws 202/16
Antrag auf Aussetzung der Vollstreckung der Sicherungsverwahrung zur Bewährung: …
Zwar kommt die Verneinung eines solchen "Erwägens" bereits im Hinblick auf das verfassungsrechtliche Gebot bestmöglicher Sachaufklärung regelmäßig nur in Betracht, wenn die Möglichkeit der Aussetzung der Vollstreckung völlig fernliegend und als ernsthafte Alternative zur Fortdauer des Maßregelvollzugs von vornherein ausgeschlossen erscheint (vgl. OLG Karlsruhe, Beschluss vom 07.04.2016, 1 Ws 13/16, m. w. N.).