Source: https://www.pferdeversicherung-regionthun.ch/genossenschaft/statuten/iv-organe-der-genossenschaft/
Timestamp: 2019-12-16 12:47:51
Document Index: 192215343

Matched Legal Cases: ['Art. 3', 'Art 3', 'Art. 6', 'Art. 18', 'Art. 18', 'Art. 9', 'Art. 20']

IV. Organe der Genossenschaft - Herzlich willkommen bei der Pferdeversicherungs-Genossenschaft der Region Thun
Revisionsstelle, falls nicht zulässigerweise darauf verzichtet wird;
Oberstes Organ der Genossenschaft ist die Generalversammlung. Sie entscheidet endgültig in allen Angelegenheiten der Genossenschaft. Es stehen ihr die folgenden unübertragbaren Befugnisse zu:
Wahl und Abberufung des Präsidenten, der Mitglieder der Verwaltung, des Geschäftsführers, der Revisionsstelle (falls nicht zulässigerweise darauf verzichtet wird) und der Kontrollstelle;
Genehmigung der Jahresrechnung und der Bilanz sowie Beschlussfassung über die Verwendung des Reingewinns;
Entlastung der Verwaltung und der Geschäftsführung;
Festsetzung der speziellen Versicherungsbedingungen;
Festsetzung der Versicherungsprämien und der Eintrittsgebühren unter Beachtung der Bestimmung von Art. 3 Abs. 4 hiervor;
Beschlussfassung über Entschädigungen der Genossenschaftsorgane und der Geschäftsführung;
Beschlussfassung über Gegenstände, die der Generalversammlung durch das Gesetz oder die Statuten vorbehalten sind, sowie über Anträge der Verwaltung;
Beschlussfassung über Anträge der Mitglieder zu Gegenständen, die in die Kompetenz der Generalversammlung fallen. Solche Anträge sind der Verwaltung bis sieben Tage vor der Generalversammlung schriftlich einzureichen;
Beschlussfassung über die Auflösung der Genossenschaft und deren Liquidation.
Die ordentliche Generalversammlung wird von der Verwaltung einberufen. Sie findet alljähr1ich innerhalb von drei Monaten nach Abschluss des Geschäftsjahres statt. Ausserordentliche Generalversammlungen werden durch die Verwaltung einberufen oder durch die Revisionsstelle, falls nicht zulässigerweise auf eine solche verzichtet wird, in den vom Gesetz vorgeschriebenen Fällen. Sie muss ausserdem einberufen werden, wenn dies von mindestens einem Zehntel der Mitglieder unter Angabe der zu behandelnden Geschäfte durch schriftliche Eingabe an die Verwaltung verlangt wird.
Die Einberufung zur Generalversammlung erfolgt mindestens zwanzig Tage vor dem Versammlungstag schriftlich an die Mitglieder.
Die Verhandlungsgegenstände sind bei der Einberufung bekannt zu geben. Über Gegenstände, die nicht in dieser Weise angekündigt werden sind, können keine Beschlüsse gefasst werden. Anträge auf Abänderung der Statuten sind zur Einsicht der Genossenschafter am Sitz der Genossenschaft aufzulegen. In der Einberufung ist auf diese Auflegung hinzuweisen.
Stimm- und wahlberechtigt sind die Mitglieder der Genossenschaft gemäss Art 3 hiervor. Jede natürliche Person, jede juristische Person und jede Handelsgesellschaft sowie jedes Mitglied der Verwaltung hat an der Generalversammlung eine Stimme. Bei Ausübung seines Stimm- und Wahlrechtes kann sich ein Mitglied mit einer schriftlichen Vollmacht durch ein anderes Mitglied vertreten lassen.
Bei der Beschlussfassung über die Entlastung der Verwaltung und der Geschäftsführung haben die Mitglieder der Verwaltung kein Stimmrecht.
Jede statutengemäss einberufene Generalversammlung ist beschlussfähig. Die Generalversammlung fasst ihre Beschlüsse und vollzieht ihre Wahlen mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen, soweit das Gesetz oder die Statuten nichts anderes bestimmen.
Wahlen und Abstimmungen erfolgen offen, sofern nicht von mindestens einem Drittel der Anwesenden geheime Abstimmung ver1angt wird.
Bei Stimmengleichheit entscheidet bei Beschlüssen der Präsident mit einer zweiten Stimme, bei Wahlen das Los.
Für die Abänderung der Statuten bedarf es einer Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen.
Vorsitzender der Generalversammlung ist der Präsident, sein Stellvertreter oder ein anderes Mitglied der Verwaltung. Der Vorsitzende ernennt die Stimmenzähler. Der Geschäftsführer oder ein anderes Mitglied der Verwaltung führt das Protokoll über die von der Generalversammlung gefassten Beschlüsse und getroffenen Wahlen. Das Protokoll ist vom Vorsitzenden und vom Protokollführer zu unterzeichnen.
Die Verwaltung besteht aus dem Präsidenten, dem Vizepräsidenten, dem Versicherungs-Tierarzt und zwei bis fünf weiteren Mitgliedern.
Die Mitglieder der Verwaltung werden durch die Generalversammlung auf vier Jahre gewählt. Ein Mitglied der Verwaltung ist für höchstens vier Amtsperioden wählbar. Der Präsident kann während fünf Amtsperioden der Verwaltung angehören.
Sitzung, Protokoll
Die Verwaltung versammelt sich auf Einladung des Präsidenten, so oft es die Geschäfte erfordern, jedoch mindestens einmal im Jahr. Mindestens drei Mitglieder können unter Angabe des gewünschten Verhandlungsgegenstandes schriftlich die Einberufung einer Sitzung der Verwaltung verlangen. Über die Verhandlungen ist ein Protokoll zu führen, das vom Präsidenten und vom Geschäftsführer zu unterzeichnen ist.
Die Verwaltung ist beschlussfähig, wenn mindestens vier Mitglieder anwesend sind. Sie fasst ihre Beschlüsse und vollzieht ihre Wahlen mit der Stimmenmehrheit der anwesenden Mitglieder. Der Präsident stimmt mit; bei Stimmengleichheit entscheidet er mit einer zweiten Stimme.
Beschlüsse über einen gestellten Antrag können ebenfalls auf dem Korrespondenzweg oder durch Stimmabgabe per E-Mail gefasst werden, sofern nicht ein Mitglied der Verwaltung mündliche Beratung verlangt. Ein Beschluss ist angenommen, sofern ihm die Mehrheit sämtlicher Mitglieder der Verwaltung zustimmt. Solche Beschlüsse sind ebenfalls zu protokollieren.
Die Verwaltung ist das oberste geschäftsleitende Organ. Sie vertritt die Genossenschaft nach aussen und beschliesst über alle Angelegenheiten, die nicht der Generalversammlung oder anderen Gesellschaftsorganen übertragen oder vorbehalten sind.
Die Verwaltung hat insbesondere folgende Befugnisse und Pflichten:
Einberufung der Generalversammlung sowie Vorbereitung und Vollzug von deren Geschäften;
Ausschluss von Mitgliedern, unter Vorbehalt des Rekursrechtes gemäss Art. 6 hiervor;
Bestimmung allfälliger weiterer Funktionsträger in der Verwaltung und Festlegung der Schatzungsausschüsse gemäss Art. 18 hiernach;
Bestimmung der zeichnungsberechtigten Personen und die Art ihrer Zeichnung;
Aufsicht und Kontrolle über den Geschäftsführer sowie Erteilung von Weisungen an diesen;
Abschluss von Verträgen über dingliche Rechte an Grundstücken;
Festsetzung der Entschädigung gestützt auf Rekurse gegen die Schätzungen der Schatzungsausschüsse gemäss Art. 18 hiernach.
Zwei Mitglieder der Verwaltung bilden einen Schatzungsausschuss nehmen im Schadenfall gegenüber dem einzelnen Mitglied der Genossenschaft die Schatzung vor. Im Rahmen ihrer Tätigkeit können die Schatzungsausschüsse auf den Versicherungs-Tierarzt als Berater in fachtechnischen Angelegenheiten zurückgreifen. Es können mehrere Schatzungsausschüsse gebildet werden.
Die von den Schatzungsausschüssen vorgenommene Schatzung eines Schadenfalles kann von jedem Mitglied mittels Rekurs angefochten werden. Dieser Rekurs ist innert zehn Tagen nach Zustellung des Schatzungsentscheides mit eingeschriebenem Brief an die Verwaltung der Genossenschaft zu richten. Diese entscheidet endgültig.
Der Geschäftsführer wird durch die Generalversammlung auf vier Jahre gewählt und kann bis zum Erreichen des ordentlichen Pensionsalters wieder gewählt werden.
Der Geschäftsführer besorgt den laufenden Geschäftsverkehr nach den Weisungen der Verwaltung und zeichnet für die Rechnungsführung der Genossenschaft, die Protokollführung, das Führen eines Mitgliederverzeichnisses und die Kontrolle der versicherten Pferde verantwortlich. Nach Abschluss des Geschäftsjahres legt er die Jahresrechnung der Verwaltung zuhanden der Revisionsstelle (falls nicht zulässigerweise auf eine solche verzichtet wird), der Kontrollstelle und der Generalversammlung vor.
Der Geschäftsführer amtet zudem als Sekretär der Verwaltung und der Generalversammlung. Er wohnt den Sitzungen der Verwaltung und der Generalversammlung mit beratender Stimme bei.
sämtliche Gesellschafter zustimmen; und
die Gesellschaft nicht mehr als zehn Vollzeitstellen im Jahresdurchschnitt hat
Der Verzicht gilt auch für die nachfolgenden Jahre. Jeder Genossenschafter hat jedoch das Recht, spätestens zehn Tage vor der Generalversammlung die Durchführung einer eingeschränkten Revision und die Wahl einer entsprechenden Revisionsstelle zu verfangen. Die Generalversammlung darf diesfalls die Beschlüsse nach Art. 9 Ziff. 3 und 4 hiervor erst fassen, wenn der gesetzliche Revisionsbericht vorliegt.
Die Generalversammlung wählt ungeachtet der Bestimmung von Art. 20 hiervor eine Kontrollstelle. Diese besteht aus zwei Rechnungsrevisoren, welche alle zwei Jahre gewählt werden. Sie sind wiederwählbar und müssen nicht Mitglieder der Genossenschaft sein. Die Rechnungsrevisoren dürfen der Verwaltung nicht angehören.
Die Rechnungsrevisoren prüfen die Rechnungsführung der Genossenschaft und erstatten jährlich zu Handen der Generalversammlung schriftlich Bericht. Sie sind berechtigt, jederzeit in sämtliche Buchhaltungsunterlagen und Geschäftsbücher sowie in alle sonstigen Akten der Genossenschaft Einsicht zu nehmen.
Verantwortlichkeit von Verwaltung, Geschäftsführer, Revisionsstelle und Kontrollstelle
Alle mit der Verwaltung, Geschäftsführung, Revision oder Kontrolle sowie der Liquidation betrauten Personen sind sowohl der Genossenschaft als auch den einzelnen Mitgliedern und Genossenschaftsgläubigern für den Schaden verantwortlich, den sie durch absichtliche oder fahrlässige Verfetzung der ihnen obliegenden Pflichten verursachen.