Source: https://www.forum-institut.de/seminar/1902321-gesellschafter-darlehen-in-der-insolvenz/36/N/0/0/0
Timestamp: 2019-02-19 07:18:11
Document Index: 180726490

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 39', '§ 135', '§ 135', '§ 135', '§ 135', '§ 135', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Seminar Gesellschafter-Darlehen in der Insolenz
Seminar Gesellschafter-
2019-02-22 2019-02-22 Steigenberger Metropolitan Poststr. 6 60329 Frankfurt metropolitan@steigenberger.de +49 69 506070-0 +49 69 506070-555
Rangrücktrittserklärungen anfechtungssicher gestalten im Lichte der BGH-Rechtsprechung
Durch den Seminarbesuch
...und sind so in der Lage, eine rechtliche Analyse bestehender Gesellschafter-Darlehen effektiv & rechtssicher durchzuführen.
Das Seminar richtet sich an Insolvenzverwalter, Sanierungsberater, RAe für Insolvenz- und Gesellschaftsrecht, Bankmitarbeiter mit Berührungspunkten zur Thematik, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer, die sich ein Wissensupdate in Bezug auf diie Thematik verschaffen möchten.
Rechtsanwältin, Partnerin, Leiterin der Restrukturierungsgruppe, CMS Hasche Sigle Partnerschaft, Stuttgart
Grundstrukturen des Rechts der Gesellschafterdarlehen
Darstellung des § 39 Abs. 1 Nr. 5 und § 135 InsO: In ihrem Zusammenwirken regeln diese Vorschriften die Voraussetzungen der Anfechtung der Rückgewähr von Gesellschafter-Darlehen
Gesellschafter-Darlehen und gleichgestellte Forderungen: Fälle der Gleichstellung von Drittforderungen infolge Stundung und Stehenlassen
Inwiefern gesellschaftergleiche Dritte, etwa verbundene Unternehmen, vom Anwendungsbereich der Vorschriften erfasst werden können?
Sicherung von Darlehen der Gesellschafter (§ 135 Abs. 1 Nr. 1 InsO) und das Verhältnis dieser Vorschrift zu § 135 Abs. 1 Nr. 2 InsO: Sind die von einem Gesellschafter gewährte Sicherungen von Drittdarlehen anfechtbar, die eine Gesellschaft etwa bei ihrer Bank aufnimmt (§ 135 Abs. 2 InsO)?
Neuregelung durch § 135 Abs. 3 InsO: Die hierzu ergangene Grundsatzentscheidung wird eingehend erläutert
Gestaltung von Rangrücktrittsvereinbarungen
Gesellschafter und Dritte erklären für ihre Darlehensforderungen mitunter einen Rangrücktritt. Die materiellen und insolvenzrechtlichen Rechtsfolgen werden dargestellt
Rangrücktrittsvereinbarungen mit der neuen Rechtsprechung des BGH abgleichen und richtig verfassen
Verhältnis zu den allgemeinen Anfechtungsbeständen
Dr. Alexandra Schluck-Amend https://www.forum-institut.de/seminar/1902321-gesellschafter-darlehen-in-der-insolvenz/36/N/0/0/0/referenten/19/19_02/1902321-Seminar-Gesellschafter-Darlehen-in-der-Insolvenz_Schluck-Amend.jpg
Dr. Alexandra Schluck-Amend berät Unternehmen und deren Gesellschafter in allen Bereichen des krisennahen Gesellschafts und Insolvenzrechts. Ein Schwerpunkt in der Beratungspraxis von Dr. Alexandra Schluck-Amend liegt in der Sanierungsberatung. Dabei begleitet sie Unternehmen bei der Erstellung von Sanierungskonzepten und deren Umsetzung sowohl im als auch außerhalb von Insolvenzverfahren.
Prof. Dr. Markus Gehrlein ist Richter am BGH und gehört dem für Insolvenzrecht und Insolvenzanfechtung zuständigen IX. Zivilsenat des BGH an. Der Referent ist Honorarprofessor der Universität Mannheim und ist durch vielfältige Publikationen - auch zum hier behandelten Fragenkreis - der Fachöffentlichkeit bekannt.
Darum lohnt sich der Besuch dieses Seminars:
Profitieren Sie, von der Praxiserfahrung der hochkarätigen Referenten die wissen, mit welchen Risiken und Fallstricken Gesellschafterdarlehen in Krise oder Insolvenz verbunden
sind. Sie erarbeiten praxistaugliche Lösungsmöglichkeiten und konkrete Formulierungshilfen fur den Rangrücktritt, für Mezzanine-Finanzierungen, M&A Transaktionen oder Fallgestaltungen der Nutzungsüberlassung.
Nach dem Seminarbesuch beherrschen Sie die aktuelle Rechtslage zu Gesellschafterdarlehen in der Insolvenz und sind für die rechtliche Analyse bestehender
Gesellschafterdarlehen oder die Beratung zu Anfechtungs- und Haftungsrisiken bei Rückzahlung von Darlehen bestens vorbereitet.
Die Referenten sind Profis auf ihrem Gebiet und vermitteln Ihnen fundiertes und unmittelbar anwendbares Fachwissen zur Behandlung von Gesellschafterdarlehen in der Insolvenz. Ganz konkret erarbeiten Sie, Best-Practice-Beispiele zur anfechtungsfesten Gestaltung von Gesellschafterdarlehen.
Gewährt ein Gesellschafter seiner Gesellschaft ein Darlehen und der Geschäftsführer meldet einige Zeit später Insolvenz an, kann das Darlehen nicht als unentgeltliche Leistung geltend gemacht werden. Deshalb muss das Darlehen vom Insolvenzverwalter nachrangig behandelt werden.
Mit einer Entscheidung aus 2017 hat der BGH die bisher ungeklärte Frage nach der Anfechtbarkeit von Gesellschafterdarlehen als unentgeltliche Leistung entschieden. Den Gesellschafter, der seiner Gesellschaft finanziell nicht durch die Zuführung frischen Eigenkapitals, sondern durch die Gewährung eines Darlehens unter die Arme greift, trifft das Risiko der Gesellschaftergläubiger. Diese Rechtsprechung verschärft die Verantwortung der Gesellschafter für eine ordnungsgemäße Unternehmensfinanzierung, da eine Umgehung der Kapitalzuführung weiter erschwert wurde. So wird der Gesellschafter gezwungen, sich frühzeitig zu entscheiden, die Gesellschaft entweder geordnet in die Insolvenz zu führen oder mit frischem Kapital auszustatten, das im Insolvenzfalle möglicherweise verloren ist.
Der BGH setzt mit einer Entscheidung aus 2017 den Grundsatz der vorrangigen Haftung von Gesellschafterfinanzierungen auch für die Fallkonstellation der sog. Doppelbesicherung konsequent um. Die vorrangige Befriedigungspflicht des Gesellschafters entspricht auch in diesem Fall klar den Wertungen des Gesetzgebers, der den sichernden Gesellschafter im Verhältnis zu den vorher geltenden Rechtsprechungsregelungen zum Eigenkapitalersatz nicht besserstellen wollte.
Diese Grundsätze und die Anfechtungstatbestände verfolgen den Zweck, einem Gesellschafter, der formal als Fremdkapitalgeber auftritt, in der Insolvenz seiner Gesellschaft unabhängig von der vertraglichen Gestaltung und Finanzierungskonstruktion nicht den Status eines Fremdkapitalgebers einzuräumen.
Die Insolvenzfestigkeit der Befriedigung der Bank ist nicht nur juristisch interessant. Zwar hätte die Leistung an die Bank der Insolvenzanfechtung dieser gegenüber unterlegen, und die Bank hätte nach Rückgewähr der Zahlungen an den Insolvenzverwalter den Gesellschafter wieder unmittelbar aus der Bürgschaft in Anspruch nehmen können und müssen. Dasselbe wirtschaftliche Ergebnis (die Gesellschaftersicherheit muss in der Insolvenz der Gesellschaft vorrangig bedient werden) entsteht letztendlich aber nur dann, wenn der Gesellschafter selbst auch in der Lage ist, diese zu bedienen. Damit die Bank nicht das Solvenzrisiko des Gesellschafters trägt und im Hinblick auf eine ggf. einfachere Befriedigung aus Sachsicherheiten, macht für sie eine Doppelsicherung auch weiterhin Sinn.
Das Seminar wurde insgesamt mit der Note 1,3 bewertet!
"Ich hatte beste Qualität erwartet --> es wurde geliefert"
"Praxisfälle wurden sehr verständlich erläutert"
"Gutes Zusammenspiel der beiden Referenten"
Nummer: 1902321
Rechtsprechung aus erster Hand
inklusive Praxis-Transfer
uf Basis der aktuellen BGH-Rechtsprechung lernen Sie in diesem Seminar die unverzichtbaren Grundlagen zur Prüfung und erfolgreichen Darlegung bzw. Widerlegung der Insolvenzreife. Neben der Haftung der Organe gerät auch die Haftung der Berater zunehmend in den Fokus. Auch hierzu werden Sie in die Lage versetzt, Ansprüche wegen Beraterhaftung durchzusetzen bzw. abzuwehren.
Eine solche Veranstaltung hat es in Deutschland noch nicht gegeben. Die Expertenrunde bietet Ihnen die Möglichkeit eines Austausches auf absolutem TOP-Niveau mit BGH-Richtern aus dem Insolvenz- und dem gesellschaftsrechtlichen Senat. Besprochen werden aktuelle und relevante Urteile entlang der Schnittstelle beider Rechtsgebiete. Inklsuive direktem Praxis-Transfer. Das sollten Sie nicht verpassen!
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