Source: https://www.steuerrat24.de/steuerrat-aktuell/steuertipp-der-woche.html
Timestamp: 2018-05-21 03:12:40
Document Index: 255548795

Matched Legal Cases: ['§ 15', '§ 129', '§ 20', '§ 227', '§ 850', '§ 22', '§ 3']

Steuertipp der Woche - Steuerrat24
Woche für Woche erhalten Sie hier in aller Kürze wertvolle Tipps zur Senkung Ihrer Steuerlast. Schauen Sie einmal hinein und sicherlich werden auch Sie die eine Steuergestaltung finden, die für Sie umsetzbar ist.
Steuertipp der Woche Nr. 25: Steuerfalle "Fotovoltaikanlage" umgehen
Immer wieder ist in der Praxis zu erleben, dass Fotovoltaikanlagen dem einen oder anderen Vermieter steuerlich bitter auf die Füße fallen. Problematisch ist insbesondere der Fall, in dem eine GbR, die zum Beispiel aus zwei Geschwistern besteht, zunächst ein Mietshaus errichtet und anschließend auf dem Dach eine Fotovoltaikanlage installiert. Aus der Vermietung der Wohnungen in dem Haus erzielt die GbR zwar grundsätzlich Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung, während der Betrieb der Fotovoltaikanlage zu Einkünften aus Gewerbebetrieb führt. Allerdings kennt das Einkommensteuergesetz die so genannte Abfärbe- oder Infektionswirkung (§ 15 Abs. 3 Nr. 1 EStG). Das heißt: Schon geringe gewerbliche Einkünfte, die eine Personengesellschaft, also auch eine GbR, erzielt, "infizieren" die Vermietungseinkünfte. Folge: Alle Einkünfte der Gesellschaft werden zu gewerblichen Einkünften. Und viel wichtiger: Die Immobile ist auf alle Ewigkeit "steuerverhaftet", das heißt, ein Verkauf nach zehn Jahren ist nicht steuerfrei.
Steuertipp der Woche Nr. 24: Kosten für betreutes Wohnen
Ältere Menschen ziehen oftmals wegen aufkommender Demenz oder wegen anderer Krankheiten in eine altengerechte Wohnanlage für betreutes Wohnen. So haben sie die Möglichkeit, in eigener Häuslichkeit eine autonome Lebensführung aufrecht zu erhalten und ihr Leben solange wie möglich eigenständig und nach ihren individuellen Bedürfnissen zu führen. Hier können sie im Bedarfsfall einen Pflegedienst, ambulante soziale Dienstleistungen, Hausnotruf, Unterstützung und Pflege bei Krankheit u.Ä. in Anspruch nehmen. Der Betreuungsumfang ist meist in einem Servicevertrag geregelt. Die Frage ist, ob die Kosten der Unterbringung in der Wohnanlage für betreutes Wohnen steuerlich als außergewöhnliche Belastungen absetzbar sind.
Steuertipp der Woche Nr. 23: Steuergünstige Zuordnung der ersten Tätigkeitsstätte
Das ab 2014 geltende neue Reisekostenrecht hält zuweilen einige Kuriositäten bereit. Insbesondere die Zuordnung der ersten Tätigkeitsstätte bei Arbeitnehmern, die in mehreren Betrieben oder Filialen arbeiten, kann zu interessanten Ergebnissen führen. In der Praxis wird oftmals der Fehler begangen, bei den steuerlichen Auswirkungen aufgrund der Zuordnung der Tätigkeitsstätte nur ein einziges Jahr zu betrachten. Dabei sollten Effekte unbedingt über mehrere Jahre berücksichtigt werden. Denn auch wenn die Steuerersparnis aufgrund einer bestimmten Zuordnung im Erstjahr nur gering erscheinen mag, lassen sich in den Folgejahren bei geschickter Gestaltung einige hundert Euro Steuern zusätzlich sparen.
Steuertipp der Woche Nr. 21: Altersentlastungsbetrag richtig einsetzen
Für Einkünfte im „Rentenalter“, zum Beispiel Renten und Mieten, haben Steuerzahler nach Vollendung des 64. Lebensjahres Anspruch auf einen so genannten Altersentlastungsbetrag. Dieser wird zwar automatisch vom Finanzamt berücksichtigt. Bei Ehegatten, bei denen nur einer der beiden Partner Einkünfte bezieht, zeigt die Praxis aber leider, dass in allzu vielen Fällen ein Teil des Altersentlastungsbetrages ungenutzt bleibt und dadurch einige hundert Euro Steuern zu viel gezahlt werden. Dabei ist die optimale Ausnutzung des Altersentlastungsbetrages relativ einfach.
Steuertipp der Woche Nr. 19: Rentner dürfen Steuergeschenk behalten
Einige Rentner durften sich in den vergangenen Jahren über ein schönes Steuergeschenk freuen: Wohl aufgrund eines technischen Versehens oder aufgrund eines Fehlers im „Betriebsablauf“ der Finanzverwaltung sind bei ihnen Renteneinkünfte nicht versteuert worden, und zwar trotz ordnungsgemäßer Erklärung. Natürlich versuchen die Finanzämter jetzt, die Einkommensteuer auf die Renten nachträglich doch noch festzusetzen. Dazu ändern sie die Steuerbescheide nach § 129 AO. Diese Vorschrift erlaubt ihnen eine Berichtigung von bestandskräftigen Steuerbescheiden bei so genannten offenbaren Unrichtigkeiten wie etwa Schreib- und Rechenfehlern. Im Falle der unterbliebenen Rentenbesteuerung hat der Fiskus aber eine empfindliche Niederlage erlitten. Die Rentner dürfen das "Geschenk" des Staates daher behalten.
Steuertipp der Woche Nr. 18: Steuererlass für Lebensversicherungserträge
Bei Auszahlung einer Kapitallebensversicherung, die nach 2005 abgeschlossen wurde, ist im Erlebensfall oder bei Rückkauf ein Teil der Versicherungsleistung als Kapitalertrag steuerpflichtig. Der Unterschiedsbetrag zwischen der Versicherungsleistung und der Summe der eingezahlten Versicherungsbeiträge unterliegt der 25 %-igen Abgeltungsteuer. Wird die Versicherungsleistung erst nach dem 60. Lebensjahr (bei Vertragsabschluss ab 2012: 62 Lebensjahr) und nach einer Vertragslaufzeit von mindestens 12 Jahren ausgezahlt, ist nur die Hälfte des Unterschiedsbetrages steuerpflichtig (§ 20 Abs. 1 Nr. 6 EStG), dann jedoch mit dem persönlichen Steuersatz. AKTUELL hat das Niedersächsische Finanzgericht ein sensationelles Urteil zu Gunsten der Steuerzahler gesprochen: "Es kann geboten sein, einem Steuerpflichtigen die Kapitalertragsteuer auf Kapitalerträge aus einer Kapitallebensversicherung nach § 227 AO zu erlassen, wenn dies zur Sicherung der Existenzgrundlage des Steuerpflichtigen im Alter erforderlich ist". Als erlassbedürftig gilt, wer dauerhaft weniger als den monatlich unpfändbaren Betrag gemäß § 850c ZPO zur Verfügung hat, derzeit 1.133,80 EUR monatlich (FG Niedersachsen vom 13.06.2017, 8 K 167/16).
Steuertipp der Woche Nr. 16: Kostenabzug für Heimunterbringung eines Angehörigen
Ist ein naher Angehöriger wegen Pflegebedürftigkeit in einem Pflegeheim, wegen Behinderung in einem Behindertenheim oder wegen Alters in einem Altenheim untergebracht, reicht das eigene Einkommen häufig nicht aus, um die Heimkosten zu bezahlen. Oftmals müssen dann die Kinder für die Eltern zahlen. Sofern Sie die Eltern finanziell unterstützen (müssen), möchten Sie wissen, ob und wie Sie den Fiskus daran beteiligen können. Nachfolgend erfahren Sie, wie Sie die Kosten steuerlich optimal geltend machen.
Steuertipp der Woche Nr. 15: Grundstücksveräußerer müssen Steuerfalle kennen
Die Grunderwerbsteuer kann manchmal zu fatalen Folgen führen. Vielen Erwerbern ist nicht bekannt, dass sich die Grunderwerbsteuer beim Erwerb eines unbebauten Grundstücks auch nach den Baukosten bemisst, wenn der Veräußerer in irgendeiner Weise an der anschließenden Errichtung des Gebäudes mitwirkt. Sie werden dann mit einer wesentlich höheren Grundsteuer belastet als zunächst angenommen. So gut wie unbekannt ist zudem, dass auch der Veräußerer - trotz vertraglicher "Abwälzung" der Grunderwerbsteuer auf den Erwerber - zur Kasse gebeten werden kann. Das heißt: Verkauft er ein unbebautes Grundstück, das der Erwerber bebaut, so kann er - notarieller Kaufvertrag hin oder her - mit der vollen Grunderwerbsteuer belastet werden. Wer diese Steuerfalle nicht kennt und entsprechend vorsorgt, kann sich unerwartet mit hohen Steuernachzahlungen konfrontiert sehen, die den Erlös aus dem Grundstücksverkauf sogar aufzehren können.
Steuertipp der Woche Nr. 14: Vorsicht beim Lohnsteuer-Modell „Fahrzeugwerbung"
Bringt der Arbeitnehmer einen Werbeaufkleber des Arbeitgebers an seinem privaten Pkw an und erhält er dafür von seinem Arbeitgeber eine Vergütung, so handelt es sich nicht um Arbeitslohn, sondern um sonstige Einkünfte i.S. des § 22 Nr. 3 EStG. Diese sind steuerfrei, soweit sie weniger als 256 Euro im Jahr betragen. Dieses – sehr schöne und seit Jahren gängige – Steuermodell zur Nettolohnoptimierung wird nun allerdings von Seiten der Finanzverwaltung massiv angegriffen und steht vor dem „Aus“. Betroffene Arbeitnehmer und Arbeitgeber sollten daher reagieren und die vertraglichen Modalitäten auf den Prüfstand stellen. Nachfolgend erhalten Sie dazu nähere Informationen.
Steuertipp der Woche Nr. 13: Parkplatzgestellung
Insbesondere in Großstädten können die Kosten für einen Parkplatz erheblich sein. Aus lohnsteuerrechtlicher Sicht bietet es sich daher an, dass der Arbeitgeber Parkraum anmietet und diesen seinen Arbeitnehmern verbilligt oder unentgeltlich überlässt. Zwar gibt es immer wieder Bestrebungen einzelner Finanzbeamter, den Vorteil des Arbeitnehmers der Lohnsteuer zu unterwerfen. Allerdings sieht die Finanzverwaltung – soweit ersichtlich – die Parkplatzgestellung an Arbeitnehmer (noch) nicht als steuerpflichtig an. Zu verweisen ist insbesondere auf eine Verfügung des Finanzministeriums Nordrhein-Westfalen vom 28.09.2006 (S 2334 - 61 - VB 3), die im Anschluss an ein – für Steuerzahler negatives – Urteil des Finanzgerichts Köln ergangen ist.
Steuertipp der Woche Nr. 12: Entgeltumwandlung bei Midijob vorteilhaft
Auch Arbeitnehmer mit einem Monatslohn zwischen 450 EUR und 850 EUR, die so genannten Midijobber, können von einer Entgeltumwandlung profitieren. Doch auch für Arbeitgeber von Midijobbern bietet eine Entgeltumwandlung Vorteile. Lesen Sie dazu den nachfolgenden Steuertipp der Woche.
Steuertipp der Woche Nr. 11: Besser essen mit Menüschecks
Falls Sie nicht in einer betriebseigenen Kantine zu Mittag essen können, sondern sich jeden Tag selbst verköstigen müssen, wissen Sie selber: Entweder ist das "tägliche Brot" auf Dauer zuwider, oder das Tagesessen in umliegenden Lokalitäten ziemlich teuer. Um nun das Essen schmackhafter und preiswerter zu machen, gewähren viele Arbeitgeber ihren Mitarbeitern Essensgeldzuschüsse oder Essenmarken. Eine elegante Methode zur finanziellen Unterstützung beim täglichen Mittagessen sind Restaurantchecks oder Menüschecks. Diese Gutscheine können Sie für Ihre arbeitstägliche Verköstigung in nahe gelegenen Gaststätten, Restaurants, Bäckereien, Metzgereien, Lebensmittel- und Feinkostgeschäften einlösen. Und dabei können Sie sogar von einer sehr vorteilhaften steuerlichen Regelung profitieren.
Steuertipp der Woche Nr. 10: Party zuhause feiern
Gerade bei runden Geburtstagen stellt sich die Frage, ob diese zuhause oder doch lieber auswärts gefeiert werden sollten. Vielleicht kann nachfolgender kurzer Hinweis bei der Entscheidungsfindung helfen.
Steuertipp der Woche Nr. 8: Steuern auf Abfindungen senken
Nehmen wir einmal folgenden Fall: Ein Steuerzahler möchte (oder muss) vorzeitig aus dem Berufsleben ausscheiden. Dafür winkt ihm eine hohe Abfindung, die er natürlich möglichst ermäßigt besteuert wissen möchte. Doch was tun? Hier könnte es helfen, wenn er zum Beispiel über eine Windkraft- oder Fotovoltaikanlage verfügt bzw. an dieser beteiligt ist und insoweit gewerbliche Einkünfte erzielt. Er könnte diese Anlage nämlich an seinen Ehepartner veräußern.
Steuertipp der Woche Nr. 7: Steuerfreies Werkzeuggeld bis 800 EUR?
Ein Schattendasein im Bereich der steuerfreien Zusatzleistungen führt die Vorschrift des § 3 Nr. 30 Einkommensteuergesetz. Danach können Aufwendungen steuerfrei erstattet werden, die einem Arbeitnehmer durch die betriebliche Benutzung eigener Werkzeuge entstehen. Als Werkzeuge sind allgemein Handwerkzeuge anzusehen, die „zur leichteren Handhabung, zur Herstellung oder zur Bearbeitung eines Gegenstands verwendet werden“. Musikinstrumente und Datenverarbeitungsgeräte gehören allerdings nicht dazu.
Steuertipp der Woche Nr. 6: Fehlgeldentschädigung für Arzthelferinnen
Gemäß R 19.3 Abs. 1 Nr. 4 der Lohnsteuer-Richtlinien können Fehlgeldentschädigungen, die Arbeitnehmern im Kassen- und Zähldienst gezahlt werden, bis zu 16 Euro im Monat pauschal steuerfrei gezahlt werden. Darüber hinausgehende Entschädigungen sind als Arbeitslohn zu versteuern. In diesem Fall sollten sie einzeln abgerechnet werden, da dann steuerfreier Auslagenersatz vorliegt (BFH 11.07.1969, VI 68/65).
Steuertipp der Woche Nr. 5: Gewappnet für die Kassennachschau
Ab dem 1. Januar 2018 ist es so weit: Unternehmer, die Bareinnahmen erzielen, müssen jederzeit mit einer so genannten Kassennachschau rechnen. In erster Linie werden Gastronomen, Einzelhändler, Friseur- und Taxibetriebe betroffen sein. Das heißt: Finanzbeamte können ohne vorherige Ankündigung, aber während der üblichen Geschäfts- und Arbeitszeiten, Geschäftsräume von Unternehmern betreten und prüfen, ob Kasseneinnahmen und -ausgaben richtig aufgezeichnet worden sind.
Steuertipp der Woche Nr. 4: Eigenheimschaukel spart hunderttausende Euro
Vielfach wird vergessen, dass auch Schenkungen unter Ehegatten, selbst wenn Sie "unbenannt" sind, Schenkungsteuer auslösen (siehe Risiko „Zuwendungen zwischen Ehegatten“). Wer aber rechtzeitig gestaltet, muss sich um die Schenkungsteuer eigentlich keine großen Sorgen machen, denn unter Ehegatten gibt es äußerst interessante Steuermodelle, mit denen sich - auf relativ einfache Art und Weise - locker mehrere tausend Euro sparen lassen. Wer vermögend ist und ein "Häuschen" auf Sylt oder am Tegernsee sein eigen nennt, kann sogar einige hunderttausend Euro sparen.
Steuertipp der Woche Nr. 3: Abzugsbeschränkung für Studienkosten umgehen
Die Kosten für ein Erststudium sind nicht als Werbungskosten abziehbar, sondern können – beschränkt – lediglich als Sonderausgaben bis zu 6.000 Euro im Jahr geltend gemacht werden. Das Bundesverfassungsgericht prüft derzeit, ob diese Abzugsbeschränkung mit unserem Grundgesetz in Einklang steht. Eltern studierender Kinder greifen aber bereits seit einiger Zeit zu einer Gestaltung, bei der sie die Abzugsbeschränkung nicht weiter interessiert: Sofern sie über eine Mietwohnimmobilie verfügen, aus der sie (hohe) Überschüsse generieren, räumen sie ihren Kindern einen zeitlich befristeten Zuwendungsnießbrauch an der Immobilie ein.
Steuertipp der Woche Nr. 2: Vorauszahung zur Krankenversicherung
Interessanterweise wird ein eigentlich recht einfaches Steuersparmodell nur selten angewandt: Es geht um die Vorauszahlung von Beiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung, genauer gesagt zur Basisabsicherung. Vielfach sind so auf einfache Weise Steuerminderungen von 3.000 Euro möglich.
Steuertipp der Woche Nr.1: Vorauszahlung von Kosten einer Zahnbehandlung
Zahnbehandlungen können teuer und vor allem auch langwierig sein. Die Kosten wirken sich steuerlich als außergewöhnliche Belastungen nur nach Abzug der zumutbaren Eigenbelastung aus, so dass die effektive Steuerermäßigung oftmals nur sehr gering ist. Von daher stellt sich die Frage, ob es aus steuerlichen Gründen sinnvoll sein kann, die Kosten für eine Heilbehandlung, die sich über den Jahreswechsel hinzieht, vorauszuzahlen, um den Steuerabzug zu erhöhen. Die Antwort hat das FG München mit Urteil vom 12.05.2014 (7 K 3486/11) gegeben. Danach ist ein Abzug einer Vorauszahlung möglich, wenn ein wirtschaftlicher vernünftiger Grund vorliegt.
Bausparvertrag: Steuerpflichtige Erträge bei Kündigung durch Bausparkasse
Quelle: https://www.steuerrat24.de/steuerrat-aktuell/steuertipp-der-woche.html