Source: https://www.rechtslupe.de/strafrecht/nichtanzeige-straftaten-verdacht-3116569
Timestamp: 2020-04-04 08:09:03
Document Index: 95479590

Matched Legal Cases: ['§ 138', '§ 138', '§ 264', '§ 138', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Nicht­an­zei­ge geplan­ter Straf­ta­ten – und der Ver­dacht der eige­nen Betei­li­gung | Rechtslupe
Nichtanzeige geplanter Straftaten - und der Verdacht der eigenen Beteiligung
Nicht­an­zei­ge geplan­ter Straf­ta­ten – und der Ver­dacht der eige­nen Betei­li­gung
Eine Ver­ur­tei­lung wegen Nicht­an­zei­ge geplan­ter Straf­ta­ten wird nicht dadurch aus­ge­schlos­sen, dass der Ver­dacht der Betei­li­gung an einer in § 138 Abs. 1 und 2 StGB bezeich­ne­ten Kata­log­tat fort­be­steht 1.
In der ange­klag­ten Betei­li­gung an einer Kata­log­tat des § 138 StGB ist zugleich – im Sin­ne pro­zes­sua­ler Tati­den­ti­tät (vgl. §§ 264, 155 StPO) – der Vor­wurf ent­hal­ten, die beab­sich­tig­te Bege­hung die­ses Delikts nicht ange­zeigt zu haben. Die Ver­fah­rens­vor­aus­set­zung einer wirk­sa­men Ankla­ge­er­he­bung für die Ver­fol­gung der Tat nach § 138 StGB liegt somit vor. Die­ser Vor­wurf unter­steht damit eben­falls tatrich­ter­li­cher Kogni­ti­on 2.
Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 27. Okto­ber 2016 – 4 StR 254/​16
BGH, Urteil vom 19.05.2010 – 5 StR 464/​09, BGHSt 55, 148[↩]
BGH, Urteil vom 19.05.2010 – 5 StR 464/​09 Rn.19 mwN, inso­weit in BGHSt nicht abge­druckt[↩]
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