Source: https://www.recht.de/phpbb/viewtopic.php?f=14&t=278498
Timestamp: 2019-08-21 10:06:51
Document Index: 160303245

Matched Legal Cases: ['§ 563', '§ 2018', '§ 2027', '§ 2026', '§ 2028', '§ 259', '§ 261']

Nachlass - recht.de
janedoe26
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Beitrag von janedoe26 » 19.03.18, 17:33
ich hab nur mal eine kleine kurze frage, meine mutter ist vor 5 jahren verstorben ich bin die einzige tochter. Sie hat mit ihrem partner in einer wohnung gelebt sie waren nicht verheiratet. meine mutter hat 90% des hausstandes allein finaziert bzw. als sie zusammen gezogen sind mitgebracht.
nun meine frage: wer hat was davon geerbt?
ich würde nun gerne anfangen auf zuteilen nach der zeit bzw. meine sache aus dieser wohnung holen.
wie kann ich vorgehen
Beiträge: 15471
Re: Nachlass
Beitrag von SusanneBerlin » 19.03.18, 18:02
Beitrag von janedoe26 » 19.03.18, 18:22
nein gibt es nicht, sie sagte zu mir und zeugen das ich zu dam damiligen zeitpunkt den lebenspartner aus de wohnung weisen soll und die wohnung räumen soll.
ich hab habe die sterbeurkunde, die patienververfühung/betreuung und versorgeverfühung gehabt, ein gemeinsames konto mit meiner mutter und eine unversalvollmacht
Beitrag von Elektrikör » 19.03.18, 18:32
janedoe26 hat geschrieben: ... vor 5 jahren verstorben ...
Eigentums- oder Mietwohnung?
Beitrag von SusanneBerlin » 19.03.18, 18:36
nein gibt es nicht,
Dann sind Sie die Alleinerbin.
sie sagte zu mir und zeugen das ich zu dam damiligen zeitpunkt den lebenspartner aus de wohnung weisen soll und die wohnung räumen soll.
Das ist unrelevant, mündliches zählt nicht über den Tod hinaus. Sie können den Lebenspartner ohnehin nicht aus der Wohnung werfen, da der Mietvertrag rechtmäßig auf ihn übergegangen ist.
Wenn es sich um eine Mietwohnung handelt (Guter Einwurf, Elektrikör).
BGB hat geschrieben: § 563 Eintrittsrecht bei Tod des Mieters
(1) Der Ehegatte oder Lebenspartner, der mit dem Mieter einen gemeinsamen Haushalt führt, tritt mit dem Tod des Mieters in das Mietverhältnis ein.
Was Sie tun können: das Eigentum Ihrer Mutter herausverlangen und abholen.
BGB hat geschrieben: § 2018 Herausgabepflicht des Erbschaftsbesitzers
Der Erbe kann von jedem, der auf Grund eines ihm in Wirklichkeit nicht zustehenden Erbrechts etwas aus der Erbschaft erlangt hat (Erbschaftsbesitzer), die Herausgabe des Erlangten verlangen.
BGB hat geschrieben: § 2027 Auskunftspflicht des Erbschaftsbesitzers
(1) Der Erbschaftsbesitzer ist verpflichtet, dem Erben über den Bestand der Erbschaft und über den Verbleib der Erbschaftsgegenstände Auskunft zu erteilen.
(2) Die gleiche Verpflichtung hat, wer, ohne Erbschaftsbesitzer zu sein, eine Sache aus dem Nachlass in Besitz nimmt, bevor der Erbe den Besitz tatsächlich ergriffen hat.
Außerdem steht Ihnen die Kaution zu, soweit sie von Ihrer Mutter bezahlt wurde.
Beitrag von Elektrikör » 19.03.18, 18:45
sich nach 5 Jahren um einen 08/15-Hausstand streiten?
Wäre MIR meine Zeit und meine Nerven zu Schade
Ggf. müsste man noch den Wert DAMALS und HEUTE ermitteln, die Differenz dürfte strittig sein.
Wenn der Ex der Mutter aber nun behauptet, daß die Mutter ihm alles geschenkt hat --> Streit vorprogrammiert
Verfallen eigentlich derartige Ansprüche mal?
Verjährung?
Beitrag von SusanneBerlin » 19.03.18, 19:16
Elektrikör hat geschrieben: Verfallen eigentlich derartige Ansprüche mal?
Normalerweise nach 10 Jahren, nennt sich Ersitzung. Ersitzung gilt aber bei Nachlasssachen nicht:
BGB hat geschrieben: § 2026 Keine Berufung auf Ersitzung
Der Erbschaftsbesitzer kann sich dem Erben gegenüber, solange nicht der Erbschaftsanspruch verjährt ist, nicht auf die Ersitzung einer Sache berufen, die er als zur Erbschaft gehörend im Besitz hat.
Ich hab noch einen § gefunden, der zum Fall passt:
BGB hat geschrieben: § 2028 Auskunftspflicht des Hausgenossen
(1) Wer sich zur Zeit des Erbfalls mit dem Erblasser in häuslicher Gemeinschaft befunden hat, ist verpflichtet, dem Erben auf Verlangen Auskunft darüber zu erteilen, welche erbschaftlichen Geschäfte er geführt hat und was ihm über den Verbleib der Erbschaftsgegenstände bekannt ist.
(2) Besteht Grund zu der Annahme, dass die Auskunft nicht mit der erforderlichen Sorgfalt erteilt worden ist, so hat der Verpflichtete auf Verlangen des Erben zu Protokoll an Eides statt zu versichern, dass er seine Angaben nach bestem Wissen so vollständig gemacht habe, als er dazu imstande sei.
(3) Die Vorschriften des § 259 Abs. 3 und des § 261 finden Anwendung.
Beitrag von janedoe26 » 19.03.18, 20:02
nes war eine mietw/ohnung, diese wurde auch schon auf ihn übertragen.
es sind leider keine 08/15 in der wohnung ( teure Uhren, Bilder etc.) die im laufe der jahre an wert gewonnen haben.
ich habe ihm auch diese woche schon eine auflistung zukommen lassen welche sachen ich gerne rausholen würde und habe ihm eine frist gesetzt bis zum 24.03
jetzt warte ich auf antwort seinerseits.
ich habe mich letzte woche mit ihm verstritten deswegen ufert es jetzt alles einbischen aus er und seine neue lebenspartnerin besser gesagt sie möchte alles verkaufen
Beitrag von matthias. » 20.03.18, 08:30
janedoe26 hat geschrieben:
Gut da muss man mal abwarten, die Sachen gehören natürlich dir, als Erbe.
Wenn er nicht reagiert oder negativ, würde ich das Ganze schleunigst einem Anwalt übergeben.
Registriert: 25.08.15, 13:00
Beitrag von margarete » 22.03.18, 12:24
warum haben Sie so lange gewartet???
Hat nicht der Partner auch einen Anspruch auf die Sachen? Auch wenn der Partner keine rechtlichen Ansprüche hat, ist doch eine emotionale Verbindung zur Lebenspartnerin vorhanden gewesen und wenn Ihnen das erst nach 5 Jahren in den Sinn kommt, ist das m.E. fraglich - aber Recht haben und Recht bekommen sind immer 2 Schuhe!
Ein Anwalt kostet Geld...
Beiträge: 16568
Beitrag von FM » 22.03.18, 13:07
SusanneBerlin hat geschrieben: Sie können den Lebenspartner ohnehin nicht aus der Wohnung werfen, da der Mietvertrag rechtmäßig auf ihn übergegangen ist.
Ein Mann kann nicht Lebenspartner der Mutter gewesen sein, nur eine Frau (was hier wohl nicht zutrifft).
https://dejure.org/gesetze/LPartG/1.html
Es ginge nur über Abs. 2 Satz 3.
Beitrag von CruNCC » 22.03.18, 15:11
Spielt sowieso keine Rolle mehr.
Beitrag von janedoe26 » 22.03.18, 15:32
warum ich solange gewartet habe, ich konnte es einfach nicht bis letztes jahr konnte ich noch nicht einmal die wohnung betreten ging bei mir nicht und wir eigentlich immer ein sehr gutes verhältnis hatten was sich aber geändert hat, seit ein paar wochen.
jetzt ist eine neue frau bei ihm die den hausstand verkaufen möchte, deswegen jetzt dieser schritt.
mir geht es ja nicht um seine sachen mir geht es nur um die dinge die meiner mutter ihr eigen waren.
er hatte sich gestern gemeldet wollte heute eigentlich zum gespräch kommen was bis jetzt noch nicht passiert ist.
ich gehe mal davon aus das ich um den anwalt nicht drum rum kommen werde.