Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=SozR%204-7833%20%C2%A7%206%20Nr.%203
Timestamp: 2019-10-21 08:53:58
Document Index: 326305197

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 6', '§ 1', '§ 6', '§ 27', '§ 3', '§ 1', '§ 6', '§ 27', '§ 6', 'Art. 6', '§ 6', '§ 6', '§ 6', 'Art. 20', '§ 6', 'Art. 20', '§ 3', '§ 1', '§ 6', '§ 27', 'Art. 3', '§ 6', '§ 6']

BSG, 13.10.2005 - B 10 EG 4/05 R - dejure.org
https://dejure.org/2005,3393
BSG, 13.10.2005 - B 10 EG 4/05 R (https://dejure.org/2005,3393)
BSG, Entscheidung vom 13.10.2005 - B 10 EG 4/05 R (https://dejure.org/2005,3393)
BSG, Entscheidung vom 13. Januar 2005 - B 10 EG 4/05 R (https://dejure.org/2005,3393)
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Erziehungsgeld - Einkommen - Pauschalabzug - Abzugspauschale - Willkür - Gleichbehandlung ungleicher Sachverhalte - wesentliche Abweichungen des Einzelfalles - Abgabenbelastung - erhebliche Einsparungen - Bezieher höherer Einkommen - Absenkung - Haushaltsentlastung
Erziehungsgeld - Einkommensanrechnung unter Berücksichtigung einer Abzugspauschale - Herabsetzung der Abzugspauschale von 27 vh auf von 24 vH - Verfassungsmäßigkeit
Höhe des Erziehungsgeldes; Begriff des Einkommens i.S.d. § 6 Abs. 1 Bundeserziehungsgeldgesetz (BErzGG); Verfassungsmäßigkeit der Abzugspauschale des § 6 Abs. 1 BErzGG in Höhe von 24 v. H.; Sinn und Zweck der Pauschalierung des Abzugsbetrages; Pflicht zur Hinnahme des ...
Kürzung des Erziehungsgeldes für Besserverdienende ist verfassungsgemäß - Durch das Haushaltsbegleitgesetz 2004 durfte der pauschale Abzug vom Bruttoeinkommen auf 24 vH abgesenkt werden
Berechnung des Erziehungsgeldes // Verschlechterung Anfang 2004 nicht verfassungswidrig
SG Augsburg, 20.04.2005 - S 10 EG 56/04
Danach hat der Staat ua die Pflicht, die Familie durch geeignete Maßnahmen zu fördern (vgl BVerfGE 106, 166, 177 f; 110, 412, 436;… 111, 160, 172 = SozR 4-5870 § 1 Nr. 1 RdNr 53; BSG SozR 4-7833 § 6 Nr. 3 RdNr 20;… BSGE 99, 293 = SozR 4-7837 § 27 Nr. 1, jeweils RdNr 28 f).
Danach hat der Staat ua die Pflicht, die Familie durch geeignete Maßnahmen zu fördern (…vgl BVerfG Beschlüsse vom 29.10.2002 - 1 BvL 16/95 ua - BVerfGE 106, 166, 177 f = SozR 3-5870 § 3 Nr. 4 S 15; vom 8.6.2004 - 2 BvL 5/00 - BVerfGE 110, 412, 436;… vom 6.7.2004 - 1 BvL 4/97 - BVerfGE 111, 160, 172 = SozR 4-5870 § 1 Nr. 1 RdNr 53; BSG Urteil vom 13.10.2005 - B 10 EG 4/05 R - SozR 4-7833 § 6 Nr. 3 RdNr 20;… Urteil vom 23.1.2008 - B 10 EG 5/07 R - BSGE 99, 293 = SozR 4-7837 § 27 Nr. 1, RdNr 28) .
Auch die konkrete Wahl des Stichtages (01. Januar 2004) ist verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden, denn der Gesetzgeber hat diesen für die erforderliche Haushaltskonsolidierung aus sachlichen Gründen gewählt (BSG Urteil vom 13. Oktober 2005 -B 10 EG 4/05 R- in SozR 4-7833 § 6 Nr. 3).
Regelmäßig erwachsen daher aus Art. 6 GG keine konkreten Ansprüche auf staatliche Leistungen; auch darf eine unterschiedliche Förderungsbedürftigkeit berücksichtigt werden (vgl. BSG SozR 4-7833 § 6 Nr. 3 jeweils m.w.N.).
Daraus folgt, dass der Staat verfassungsrechtlich nicht verpflichtet ist, das Erziehungsgeld - oder eine vergleichbare Sozialleistung - auf alle Zeiten beizubehalten (BSG SozR 4-7833 § 6 Nr. 3 jeweils m.w.N.).
Eine "unechte" Rückwirkung ist bereits dann zulässig, wenn der Gesetzgeber - wie hier - aus sachlichen Gründen bei Leistungen der gewährenden Staatstätigkeit, denen keine vorherigen eigenen finanziellen Beiträge des Bürgers zu Grunde liegen, Änderungen vornimmt, insbesondere um das überragend wichtige Ziel der Haushaltskonsolidierung zu erreichen (vgl. BSG SozR 4-7833 § 6 Nr. 3).
Beim Erziehungsgeld geht es zudem nicht um die vom Sozialstaatsprinzip des Art. 20 Abs. 1 GG erfassten "Mindestvoraussetzungen für ein menschenwürdiges Dasein der Bürger", sondern um eine zusätzliche Sozialleistung zur Verhaltenssteuerung im Sinne der Entscheidung für das Kind (BSG SozR 4-7833 § 6 Nr. 3 jeweils m.w.N.), sodass auch die Ausführungen der Klägerin zum sozialhilferechtlichen Existenzminimum je Kind in deren Schriftsatz vom 19. Oktober 2005 im Hinblick auf Art. 20 Abs. 1 GG einen Anspruch auf höheres Erziehungsgeld nicht begründen.
Danach hat der Staat ua die Pflicht, die Familie durch geeignete Maßnahmen zu fördern (…vgl BVerfG Beschlüsse vom 29.10.2002 - 1 BvL 16/95 ua - BVerfGE 106, 166, 177 f = SozR 3-5870 § 3 Nr. 4 S 15; vom 8.6.2004 - 2 BvL 5/00 - BVerfGE 110, 412, 436;… vom 6.7.2004 - 1 BvL 4/97 - BVerfGE 111, 160, 172 = SozR 4-5870 § 1 Nr. 1 RdNr 53; BSG Urteil vom 13.10.2005 - B 10 EG 4/05 R - SozR 4-7833 § 6 Nr. 3 RdNr 20;… Urteil vom 23.1.2008 - B 10 EG 5/07 R - BSGE 99, 293 = SozR 4-7837 § 27 Nr. 1, RdNr 28 f) .
Anders als die Revision meint, ist die Anwendung der Zehnjahresfrist gleichermaßen auf Versorgungsberechtigte in den alten wie den neuen Bundesländern in Ansehung der besonderen Verhältnisse von Versorgungsberechtigten in den neuen Bundesländern grundsätzlich nicht sachwidrig; sie verletzt die Klägerin als Rechtsnachfolgerin ihres versorgungsberechtigten Ehemannes nicht in ihrem Grundrecht aus Art. 3 Abs. 1 GG (zu den verfassungsrechtlichen Voraussetzungen für eine sachwidrige Gleichbehandlung vgl nur BSG, Urteil vom 13. Oktober 2005 - B 10 EG 4/05 R -, SozR 4-7833 § 6 Nr. 3 mwN).
In Berücksichtigung der bisherigen höchstrichterlichen Rechtsprechung sei dies jedoch noch nicht als verfassungswidrig anzusehen (Hinweis auf Urteil des Bundessozialgerichts (BSG) vom 13.10.2005 - B 10 EG 4/05 R).
SG Augsburg, 21.03.2006 - S 10 EG 26/05
Verfassungsmäßigkeit der Vornahme eines Abzugs bei der Ermittlung des …
Denn das Bundessozialgericht (BSG) hat mit Urteil vom 13.10.2005 - B 10 EG 4/05 R ausgesprochen: Gemäß § 6 Abs. 1 Satz 1 BErzGG in der Fassung vom 09.02.2004 hat der Beklagte bei der Ermittlung des anrechenbaren Einkommens des Ehemannes der (dortigen) Klägerin zu Recht lediglich einen Abzug in Höhe von 24 v.H. vorgenommen.