Source: https://www.delpher.nl/nl/boeken/view?coll=boeken&identifier=MMKB02A%3A000032307%3A00069
Timestamp: 2019-01-19 22:23:10
Document Index: 95842920

Matched Legal Cases: ['§ 18', '§ 1', '§ 11', '§ 17', '§ 16', '§ 17', '§ 17', '§ 11', '§ 12']

Die handschriftliche Grondlage der miracula sancti Adalberti ist im wesentlichen dieselbe wie die der vita; wie diese sind sie 1709 von den Bollandisten in den Acta sanctorum (Juni V 104—110) und 1794 von J. Ghesquière in den Acta sanctorum Belgii (VI676—688) veröffentlicht und zuletrt von Pijnacker Hordijk (BVG. 4. reeks I 159 ff.) behandelt worden.
Von den drei Kapitein, aus denen die miracula bestehen, kommt das dritte (§§ 18—21), das über Wunder aus der Zeit des Königs Wilhelm von Holland berichtet, hier nicht in Betracht. Vgl. über diese Wunder jetrt W. Levison, Neues ArchivXL (1916) 793ff. Sie sind, wie L. nachweist, von Willelmus Procurator verfafit.
Die Entstehungszeit der miracula hat Pijnacker Hordijk (a. a. O. S. 159 ff.) zubestimmen gesucht. Er hült für möglich, daB die in den §§ 1—10 berichteten Wunder noch unter Abt * Ascelinus, also zwischen 1122 und 1129, und für sicher, daB die §§ 11—16 unter Abt Walther, also zwischen 1130 und 1161, aufgezeichnet sind, ist aber gleichwohl geneigt, beide Teile demselben Verfasser zuzuweisen, dem in dem Egmonder Annalenbericht über die Kirchweih von 1143 vorkommenden Mönch Friedrich, der nach Ausweis des Egmonder Bücherkatalogs unter Abt Ascelinus und Abt Walther tatig war. Den § 17 hült Pijnacker Hordijk für einen spateren Zusaj-, da eine Handschrift von 1670 mit dem § 16 und dem Worte „Finis" schlieBt.
Auch schon in einer Handschrift des 15. Jahrhunderts, die 1911 aus dem Besig von Sir Thomas Phillips in die königliche Bibliothek zu Berlin gelangt ist (Theol. Lat. Fol. 730) fehlt der § 17 (vgl. Levison, Neues Archiv XL 795).
Wir haben uns von der Notwendigkeit, ihn als spateren Zusag auszuscheiden, deshalb nicht zu überzeugen vermocht. Denn die Mirakel sind teilweise den Egmonder Annalen entnommen, und zu den aus dieser Quelle geflossenen Bestandteilen ihres Textes gehört auch der § 17. Der Annalenbericht zu 1121 (Petronilla vero ... et melioraretur) kehrt fast wörtlich in § 11 der miracula wieder, der Bericht zu 1130 (Eodem anno cum placuisset .... omnes eius ofücinae) in § 12 und