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Timestamp: 2019-05-22 03:06:24
Document Index: 46170858

Matched Legal Cases: ['§ 62', '§ 63', '§ 32', '§ 32', '§ 32', '§ 32']

Aktenzeichen: III R 47/17
ECLI: ECLI:DE:BFH:2018:U.111218.IIIR47.17.0
Normen: § 62 Abs 1 S 1 Nr 1 EStG 2009, § 63 Abs 1 S 1 Nr 1 EStG 2009, § 32 Abs 1 Nr 1 EStG 2009, § 32 Abs 4 S 1 Nr 2 Buchst a EStG 2009, § 32 Abs 4 S 2 EStG 2009, § 32 Abs 4 S 3 EStG 2009, EStG VZ 2016
Zitiervorschlag: BFH, Urteil vom 11. Dezember 2018 – III R 47/17 –, juris
NV: Eine einheitliche Erstausbildung ist nicht anzunehmen, wenn ein Kind nach Erlangung eines ersten Berufsabschlusses während einer beruflichen Weiterbildung eine Erwerbstätigkeit aufnimmt, die im Vergleich zur Weiterbildung als "Hauptsache" anzusehen ist(Rn.12)(Rn.13).
1. NV: Soweit sich aus der Rechtsprechung des Senats in seinen Urteilen vom 03.07.2014 III R 52/13 (BFHE 246, 427) und vom 08.09.2016 III R 27/15 (BFHE 255, 202) etwas anderes ergibt, wird hieran nicht mehr festgehalten. Der VI. Senat stimmt einer Abweichung von seinem Urteil vom 03.09.2015 VI R 9/15 (BFHE 251, 10) zu(Rn.17).
2. NV: Allein die Tatsache, dass für das Ablegen der Abschlussprüfung im zweiten Ausbildungsabschnitt (hier: Staatlich geprüfte/r Betriebswirt/in) eine Berufstätigkeit Voraussetzung ist, kann die Ablehnung einer Zusammenfassung zweier Ausbildungsabschnitte zu einer mehraktigen Erstausbildung im Streitfall nicht ausreichend begründen(Rn.10).
3. NV: Hier: Abgeschlossene Ausbildung zur Steuerfachangestellten mit anschließender Vollzeittätigkeit im erlernten Beruf und Teilzeit-Studium an einer Fachschule für Wirtschaft (Ziel: Staatlich geprüfte Betriebswirtin), wobei eine Voraussetzung für die Teilnahme an der Abschlussprüfung eine praktische Berufstätigkeit im Ausbildungsberuf von mindestens einem Jahr ist.
vorgehend FG Münster, 23. Mai 2017, Az: 1 K 3050/16 Kg, Urteil