Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerwG&Datum=19.03.2014&Aktenzeichen=6%20C%208.13
Timestamp: 2019-04-25 07:02:13
Document Index: 377111155

Matched Legal Cases: ['Art. 2', 'Art. 3', 'Art. 5', 'Art. 19', 'Art. 20', 'Art. 33', '§ 43', '§ 123', '§ 27', '§ 2', '§ 2', 'Art 2', 'Art 3', 'Art 5', 'Art 19', 'Art 20', 'Art. 5', 'Art. 2', 'Art. 20', '§ 43', '§ 43']

BVerwG, 19.03.2014 - 6 C 8.13 - dejure.org
GG Art. 2 Abs. 2, Art. 3 Abs. 1, Art. 5 Abs. 3, Art. 19 Abs. 4, Art. 20 Abs. 1, Art. 33 Abs. 5; VwGO § 43 Abs. 2, § 123; HG NW §§ 27, 31, 31a, 31b; KlV-Dü NW §§ 2, 5, 17, 18; UKVO NW § 2
Art 2 Abs 2 GG, Art 3 Abs 1 GG, Art 5 Abs 3 S 1 GG, Art 19 Abs 4 GG, Art 20 Abs 1 GG
Wirtschaftlichkeit vs. Wissenschaftsfreiheit, oder: Der Kampf des Professors gegen die Schließung der Bettenstation
Schließung nuklearmedizinischer Bettenstation tangiert nicht die Wissenschaftsfreiheit
OVG Nordrhein-Westfalen, 23.04.2007 - 15 B 2574/06
OVG Nordrhein-Westfalen, 29.05.2007 - 15 B 690/07
OVG Nordrhein-Westfalen, 07.04.2008 - 15 B 2574/06
BVerwG, 17.04.2013 - 6 B 4.13
BVerwGE 149, 194
NVwZ-RR 2014, 596
DVBl 2014, 856
Der Folgenbeseitigungsanspruch entsteht, wenn durch einen hoheitlichen Eingriff in ein subjektives Recht ein noch andauernder rechtswidriger Zustand geschaffen worden ist; er ist auf die Wiederherstellung des ursprünglichen rechtmäßigen Zustandes gerichtet (st. Rspr.;… vgl. BVerwG, Urt. v. 15.06.2011 - 9 C 4.10 - BVerwGE 140, 34 ; Urt. v. 19.03.2014 - 6 C 8.13 - DVBl 2014, 856 m.w.N.).
Das Bundesverwaltungsgericht hat in seinem - dem Verwaltungsgericht zum Zeitpunkt seiner Entscheidung nicht bekannten - Urteil vom 19.03.2014 (- 6 C 8.13 -, BVerwGE 149, 194), ausgeführt, durch die in der dortigen Fallgestaltung (Klage eines Universitätsprofessors gegen die Schließung einer Bettenstation einer Nuklearmedizinischen Klinik an einem Universitätsklinikum) erhobene Forderung, das beklagte Universitätsklinikum habe zu überprüfen und dafür einzustehen, dass das von dem beigeladenen Fachbereich Medizin im tatsächlichen Sinne erteilte Einvernehmen unter Beachtung der Erfordernisse der Wissenschaftsfreiheit des Klägers zustande gekommen sei, habe das Oberverwaltungsgericht bei der Anwendung des Landeshochschulrechts den für die Organisation der Hochschulmedizin nach Bundesverfassungsrecht erforderlichen angemessenen Ausgleich zwischen der durch Art. 5 Abs. 3 Satz 1 GG garantierten Wissenschaftsfreiheit der medizinischen Hochschullehrer einerseits und der durch Art. 2 Abs. 2 Satz 1 GG und das Sozialstaatsprinzip des Art. 20 Abs. 1 GG geforderten bestmöglichen Krankenversorgung andererseits verfehlt.
vgl. BVerwG, Urteil vom 19. März 2014 - 6 C 8.13 -, juris Rn. 15 und 29 ff.
vgl. BVerwG, Urteil vom 19. März 2014 - 6 C 8.13 -, juris Rn. 27 und 31.
vgl. BVerfG, Beschluss vom 22. Dezember 2014 - 1 BvR 1553/14 -, juris Rn. 13; BVerwG Urteil vom 19. März 2014 - 6 C 8.13 -, juris Rn. 27 ff.
Diese Zielsetzung gilt wegen der prinzipiellen Gleichwertigkeit der Rechtswege rechtswegübergreifend, d.h. der Subsidaritätsgrundsatz gilt auch dann, wenn die mit der Feststellungsklage konkurrierende Klage vor dem Zivilgericht zu erheben oder bereits erhoben ist (vgl. BVerwG, Urteil vom 19. März 2014 - 6 C 8.13 -, juris).
Der dem Kläger zustehende Rechtsschutz soll auf dasjenige Verfahren, das seinem Anliegen am wirkungsvollsten gerecht wird, konzentriert werden (BVerwG, Urteil vom 19.März 2014- 6 C 8.13-, BVerwGE 149, 194, 198, Happ in Eyermann, VwGO, 14. Aufl. 2014, § 43 Rn. 40ff.).
Der dem Kläger zustehende Rechtsschutz soll auf dasjenige Verfahren, das seinem Anliegen am wirkungsvollsten gerecht wird, konzentriert werden (vgl. BVerwG, Urt. v. 19.3.2014 - 6 C 8.13 -, juris Rn. 13).
vgl. BVerwG, Urteile vom 19. März 2014 - 6 C 8.13 -, juris, Rn. 13, und vom 12. Juli 2000 - 7 C 3.00 -, juris, Rn. 12; Kopp/Schenke, VwGO, 23. Auflage 2017, § 43, Rn. 26, m. w. N.
vgl. insoweit aus neuerer Zeit BVerwG, Urteile vom 19. März 2014 - 6 C 8.13 -, juris Rn. 13, und vom 21. Februar 2008 - 7 C 43.07 -, juris Rn. 11, m.w.N.
Der der Klägerin zustehende Rechtsschutz soll auf dasjenige Verfahren, das ihrem Anliegen am wirkungsvollsten gerecht wird, konzentriert werden (vgl. BVerwG, Urteil vom 19. März 2014 - 6 C 8.13 -, juris Rn. 13).