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Timestamp: 2020-07-03 09:51:22
Document Index: 60075823

Matched Legal Cases: ['§ 1980', '§ 1982', '§ 1983', '§ 1983', '§8', '§ 1971', '§ 1987', '§ 1971', '§ 1988', '§ 1988', '§8', '§ 1990', '§ 1991', '§ 1992', '§ 1', '§8', '§ 61']

1894 / 301 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger)
1894 / 301 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff
fie ls reihe. Nach einer eingehenden Erörterung ent- schied sih N die Mehrheit für den Standpunkt des Ent- __ wurfs. Auch im B nen wurden die Vorschriften der 1975 bis 1979 sahlich gebilligt. Ein Antrag, die Aus- sregel des 8 1977, Tage die Zuwendung des Pflichttheils im La niht als Erbeinsezung anzusehen ist, dur die umgekehrte Auslegungsregel zu erseßen, fand ebenso- wenig die Zustimmung der Kommission wie ein Antrag auf Streichung des 8 1977. Der § 1980 Saßz 1 gewährt dem Pflichttheilsberechtigten, wenn er mit einem Vermächtniß bedacht ist, im Falle der Ausshlagung des Vermächtnisses das Recht, den Pflicht- theilsanspru in gleiher Weise geltend zu machen, wie wenn er mit dem Vermächtniß nicht bedaht wäre. Schlägt er das Vermächiniß nicht aus, so ist nach S 1980 Say 2 der Pflicht- theilsanspruch insoweit ausgeschlossen, als der Geldwerth des Vermächtnisscs reiht. Diese Vorschriften gelangten nah dem Entwurf zur Annahme. Ein Antrag, welcher für die Fälle des 8 1980 dem Pflichttheilsberehtigten das Recht, unter Ausschlagung des Vermächtnisses die Zahlung des Geldwerths der Hälfte jeines Erbtheils zu verlangen, versagen wollte, wurde von der Mehrheit abgelehnt. : Ist der Pflichttheilsberehtigte unter ciner Beschrän- kung oder Beshwerung zum Erben eingeseßt, so hat er nah dem S8 1981 die Wahl, ob er die Erbschaft ausschlagen und den Pflichttheil ohne die Beschränkung oder die Be- shwerung verlangen, oder ob er die Erbschaft annehmen und der Beschränkung oder der Beshwerung si unterwerfen will. Soweit die Vorschrift sih auf den Fall bezieht, wenn der Pflichttheilsberehtigte auf mehr als die Hälfte seines Erb- theils eingeseßt ist, wurde sie in der Hauptsache gebilligt. An- langend dagegen den Fall, wenn der Pflichttheilsberechtigte auf die Hälfte oder weniger als die Hälfte seines Erbtheils ein- geseßt ist, wurde beschlossen, daß eine von dem Erblasser an- geordnete Beschränkung oder Beschwerung als nicht beigefügt gelten soll.
Der § 1982 bestimmt, daß, wenn dem Pflichttheils- berechtigten ein Vermächtniß unter einer Beschrän- kung oder einer Beshwerung zugewendet ist, im Falle der Annahme der Werth des Vermächtnisses ohne Nücssicht auf die Beschränkung oder die Beschwerung berechnet wird und der Pflichttheilsberehtigte den Pflichttheil nur abzüglich dieses Werths verlangen kann. Diese Vorschrift gelangte mit dem Zusaße zur Annahme, daß der mit dem Vermächtnisse beschwerte Erbe dem Pflichttheilsberehtigten zur Erklärung darüber, ob dieser das Vermächtniß annehmen will, eine an- gemessene Frist bestimmen kann, und daß, wenn die Erklärung niht innerhalb der Frist erfolgt, das Vermächtniß als aus- geschlagen gilt. :
Der § 1983 bringt zum Ausdruck, daß Abkömmlinge oder Eltern des Erblassers, die durch den Wegfall eines ihnen vor- gehenden Abkömmlings des Erblassers pflichttheilsberechtigt werden, das Pflichttheilsreht insoweit nicht erlangen, als der
* vorgehende Abkömmling den Pflichttheilsanspruh erworben oder dasjenige, was ihm von dem Erblasser zur Befriedigung dieses Anspruchs hinterlassen ist, angenommen hat. Diese Be-
stimmung fand die Zustimmung der Kommission. Vorbehalten blieb .jedoch, bei der tb E
des S 2023 auf die Frage zurüczukommen, inwieweit der § 1983 au dann Anwendung finden soll, wenn der vorgehende Abkömmling auf sein Erbrecht verzichtet hat.
Nach dem §8 1984 werden bei der Feststellung der Größe des Pflichttheils diejenigen Personen mitgezählt, welche die Erbschaft ausgeschlagen haben oder durch leßtwillige Verfügung des Erblassers oder durch Erbverzicht von der Erb-
_ Folge ausgeshlo\sen oder für erbunwürdig erklärt sind. Dem- gegenüber war beantragt, die bezeihneten Personen, mit Aus- nahme derjenigen, welche die Erbschaft ausgeschlagen haben, nicht mitzuzählen. Die Mehrheit entschied si jedoh für den Entwurf, vorbehaltlich der im Zusammenhange mit dem S 2023 zu entscheidenden Frage, wie es im Falle des Erb- verzichts gehalten werden soll. Gegen den sachlichen Jnhalt der S8 1985, 1986, welhe für die Berechnung des Pflichttheils weitere Vorschriften enthalten, erhob si kein Widerspruch. :
Die Vorschrift des S 1987 Sah 1, daß bei der Be- stimmung des dem Ehegatten des Erblassers g ebüh- renden Pflichttheils der im § 1971 bezeihnete Voraus als zum Nachlaß gehörend mitgerehnet wird, wurde für selbslverständlich erachtet und deshalb gestrichen. Keine Anfechtung erfuhr der Say 2 des § 1987, demzufolge der Voraus, wenn er nah § 1971 dem überlebenden Ehegatten zufällt, bei der Bestimmung des Pflichttheils der Eltern des Erblassers als nicht zum Nachlaß gehörend anzusehen ist.
Der § 1988 Abs. 1 Satz 1 giebt dem Pflichttheils- berechtigten, der niht Miterbe ist, das Necht, von dem Erben über den Bestand des Nachlasses Auskunft zu fordern. Diese Vorschrift gelangte mit folgendem Zusaß zur Annahme:
“ „Der Pflichttheilsberehtigte kann verlangen, daß er bei Aufnahme des Nachlaßverzeichnisses zugezogen und daß dabci der Werth der Nachlaßgegenstände ermittelt werde ; er kann auch verlangen, daß das Verzeichniß durch die zusländige Behörde oder einen zuständigen Beamten oder einen Notar aufgenommen werde. Die Kosten sind von dem Nachlaß zu tragen.“
Der 8 1988 Abs. 1 Satz 2 bestimmt, daß der Erbe von
der im Abs. 1 Saz 1 bezeichneten Verpflichtung oder von der |.
aus den S8 699, 700 (des Entwurfs 11) si ergebenden Ver- pflihtung zur Leistung des Offenbarungseides durch cine An- ordnung des Erblassers oder durch einen zwischen diesem und dem Pflichttheilsberehtigten geschlossenen Vertrag nicht befreit werden kann. Diese Vorschrift wurde gestrichen, ebenso der Abs. 2 des § 1988, welcher ausspricht, daß cine Anordnung des Erblassers wirksam ist, die den Pflichttheilsberechtigten auf den Pflichttheil beshränkt, wenn er die Ermittelung des Nachlasses betreibt.
Die Vorschriften der §8 1989, 1990 Abs. 1 über die Ab- rechnung gewisser, dent Pflichttheilsberehtigten von dem Erblasser gemachten Zuwendungen auf den Pflichttheil und über die Art der A A im Falle einer solchen Abrechnung gelangten in der Hauptsache nah dem Entwur zur Annahme, desgleichen der § 1990 Abs. 2, demzufolge bei der Bestimmung des einem Abkömmlinge des Erblassers ge- bührenden Pflichttheils dem Werthe des Nachlasses auch das- jenige hinzuzurechnen ist, was ein anderer zur Erbfolge ge- langender Abkömmling dem Pflichttheilsberechtigten gegenüber
„Das Gleiche langenden Abkömmling eine pes d lichen Erbfolge zur usgleihung zu Pflichttheil abgerehnet wird von der aus der Abrechnung si ergebenden Minderung der Pflichttheilslast.“ .
Der § 1991 trifft Bestimmung darüber, wie es mit der Abrechnung solcher Zuwendungen sih verhält, welche bei bestehender Gütergemeinschaft der Pflichttheils- berechtigte von cinem der Ehegatten aus dem Gesammt- gut erhalten hat. Gegen den sachlichen Jnhalt dieser Be- i erhob sih kein Widerspruch.
Auch der § 1992 Abs. 1, welcher zum Ausdruck bringt, daß der Pflichttheilsanspruch mit dem Erbfalle zur Entstehung kommt, erfuhr keine Anfechtung. Nach dem S 1992 Abs 2 ist der Pflichttheilsanspruch vererblich und Ubertragbar; der Pfändung unterliegt er jedo nur dann, wenn er von dem Pflichttheilsberehtigten gerichtlih oder außer- gerichtlih geltend gemacht worden ist. Diese Vorschrift fand mit der Abweichung Billigung, daß cine Pfändung des Anspruchs nur dann zulässig sein soll, wenn derselbe durch Vertrag an- erkannt oder wenn er rechtshängig geworden ist. Abgelehnt wurde ein Antrag, auch die Uebertragbarkeit des Anspruchs an diese Vorausseßung zu knüpfen. Andererseits wurde der Anregung, die Pfändung ohne die bezeichnete Beschränkung zu gestatten, keine Folge gegeben.
Die Kommission vertagte sih sodann bis zum 7. Ja- nuar 1895.
e er bei der geseß-
Die im Reichs-Eisenbahnamt andi in der Ersten und Zweiten Beilage zur heutigen Nummer des „Reichs- und Staats - Anzeigers“ veröffentlichte Uebersicht der Be- triebs-Ergebnisse deutsher Eisenbahnen für den Monat November d. J. ergiebt für die 68 Bahnen, die auch schon im entsprehenden Monat des Vorjahres im Betriebe waren und zur Vergleihung gezogen werden konnten, mit einer Gesammtbetriebslänge von 3851426 km Folgendes: Jm November d. J. betrug die Einnahme: a. aus dem Pers onen- verkehr im ganzen 23 424 847 46 oder 1036247 M mehr als in demselben Monat des Vorjahres, auf 1 km Betriebs- länge 620 /6 oder 3,33 Proz. mehr als in demselben Monat des Vorjahres ; b. aus dem Güterverkehr: im ganzen 78 641 243 M oder 1864005 6 mehr als in demselben Monat des Vorjahres, auf 1 km Betriebslänge 2048 M oder 1/14 Proz. mehr als in demselben Monat des Vor- jahres. Jn der Zeit vom Beginn des Etatsjahres bis Ende November d. J. betrug die Einnahme: A. Bei denjenigen Bahnen, deren Rechnungsjahr die Zeit vom 1. April bis 31. März umfaßt, a. aus dem Personenverkehr: im a 211 393 493 #Æ oder 6043727 M mehr als in emselben Zeitraum des Vorjahres, auf 1 km Betriebslänge 6876 M oder 1,34 Proz. mehr als in demselben Zeitraum des Vorjahres; h. aus dem Güterverkehr: im ganzen 500 001 343 6 oder 7 316 448 M mehr als in demselben Zeitraum des Vorjahres, auf 1 km Betriebslänge 15984 46 oder 0,05 Proz. weniger als in demselben Zeitraum des Vor- jahres. B. Bei denjenigen Bahnen, deren Rechnungsjahr mit dem Kalenderjahre zusammenfällt, a. aus dem Personen - verkehr: im ganzen 62305 165 4 oder 2559697 M mehr als in demselben Zeitraum des Vorjahres, auf 1 km Betriebs- länge 9133 s oder 2,992 Proz. mehr als in demselben Zeit- raum des Vorjahres: b. aus dem Güterverkehr: im ganzen 115 205 313 M oder 1 571 931 M4 mehr als in demselben Zeitraum des Vorjahres, auf 1 km Betriebslänge 16 694 oder 0,05 Proz. mehr als in demselben Zeitraum des Vor- jahres. Eröffnet wurden am 1. November die Strecke Osterode in Ostpr.—Hohenstein 40,74 km (Königliche Eisenbahn-Direk- tion in Bromberg) und die Verbindungsbahn zwischen Haspe- Heubing und Hagen 320 km (Königliche Eisenbahn-Direktion in Elberfeld); am 15. November die Strecken Nimptsch— Gnadenfrei 900. Km Nd, Dt, Wette—Groß-Kunzendorf 12,7 km (Königliche Eisenbahn-Direktion in Breslau).
__ Die Bevollmächtigten zum Bundesrath, Königlich bayeri- her Ministerial - Rath von Heller und Großherzoglich mecklenburgisher General - Zolldirektor Oldenburg sind von Berlin abgereist.
Dem Landrath Dr. Meister in Höchst a. M. ist die kommissarische T U des Landrathsamts im Obertaunus- kreis, Regierungsbezirk Wiesbaden, übertragen worden. Das Landrathsamt im Kreise Höchst a. M. wird von dem bisher im Ministerium des Jnnern beschäftigten Regierungs-Assessor Steinmeister kommissarish verwaltet werden.
__ Der Regierungs-Assessor v on Peistel zu Düsseldorf ist mit der kommissarishen Verwaltung des Landrathsamts im Kreise Znin, Regierungsbezirk Bromberg, beauftragt worden. ._ Der Regierungs- Assessor von Mallinckrodt ist der Königlichen Regierung zu Düsseldorf überwiesen worden.
__ Der Regierungs-Assessor Lips chiß zu Magdeburg ist an die Königliche Regierung zu Aachen verseßt worden.
‘Mecklenburg. Der Landtag ist gestern geschlossen worden.
Sachsen-Coburg-Gotha. _ Seine Königliche Hoheit der Herzog ist gestern Nach- mittag, Seine Königliche Hoheit der Prinz Ferdinand von Rumänien vorgestern Äbend in Coburg eingetroffen.
Reuß; ä. L.
—+ Seine Durchlaucht der Fürst ist am 21. d. M. von Nachod nah Greiz zurückgekehrt.
Jn der gestrigen Abendsißzung des Herrenhauses sprach der Handels-Minister Graf W urmbrand unter lebhaftem Beifall den Wunsch aus, das Haus möge das Geseh über die Sonn- tagsruhe, das einen nothwendigen Schritt zur Beglücckung der Bevölkerung bedeute, annehmen. Das Geseh wurde darauf ohne Debatte in zweiter und dritter Lesung angenommen. Der Minister-Präsident Fürst Windischgräß erklärte sodann den Neichsrath auf Grund. einer Kaiserlichen Ermächtigung
nach den 2157 bis 2164 zur Ausgleichung zu bringen hätte. Der -§ 1 Abs. 2 erhielt aber folgenden Zusaz :
ilt, wenn einem wat zur Erbfolge ge-
ingen hätte, auf den
eichnete in seiner gestrigen Sißung sein Demis sionsgesuch, das alsbald mittels Kuriers an den König abgesandt wurde. Der König wird am kommenden Donnerstag in Budapest die Entscheidung darüber treffen. Zur Zeit besißt, wie „W. T. B.“ meldet, die größte Wahrscheinlichkeit ein Kabinet unter dem Präsidium des gegenwärtigen Präsidenten des Unterhauses Barons Banffy, in welchem alle bisherigen Minister mit Ausnahme des Minister-Präsidenten Dr. Wekerle, des Justiz-Ministers von Szilagyi, des Ministers des Innern von Hieronymi und des Ministers am Allerhöchsten Hoflager Grafen Andrassy verbleiben dürften.
Die Königin hat sih am 19. d. M. von Windsor nach Osborne begeben.
Der Kaiser und die Kaiserin empfingen, wie „W. T. B.“ aus St. Petersburg erfährt, gestern eine außer- ordentlihe persishe Gesandtschaft, die den Majestäten im Namen des Schahs die Jnsignien des Akdas-Ordens und ein Perlenkollier überreichten.
Dem „Regierungsboten“ zu folge hielt der Kaiser in einer Jabs des Comités für den Bau der Sibirischen Eisen- bahn folgende Ansprahe: „Meine Herren! Die Jnangriffnahme des Baues der Sibirischen Eisenbahn ist eine der größten Thaten der ruhmvollen Regierung meines unvergeßlichen Vaters. Dieses aus\ließlich friedlihe und kulturelle Unternehmen mit Gottes Hilfe durhzuführen, ist niht nur meine heilige Pflicht, sondern au mein herzlicher Wunsch, umsomehr, e die Angelegenheit mir von meinem theuren Vater übertragen wurde. Jch hoffe unter Jhrer Mitwirkung den von ihm be- gonnenen Bau des sibirishen Schienenwegs billig und haupt- sählih {nell und gut zu vollenden.“ Nach dem amtlichen Bericht beträgt die Länge aller in Sibirien bis jzeht erbauten Eisenbahnstrecken 1518 Merst, d. h. etwas weniger als ein Viertel der ganzen Linien.
An Stelle des am 6. d. M. verstorbenen General-Adjutanten P. K. von Mörder ist der „St. Petersburger Ztg.“ zufolge der General-Adjutant von Kraemer dazu bestimmt worden, die Thronbesteigung des Kaisers Nikolaus 11. an den Höfen von Kopenhagen, Stockholm, Darmstadt, Karlsruhe, Weimar und Altenburg zu notifizieren.
Vor einigen Tagen wurde, wie „W. T. B.“ berichtet, der Gemahlin des Minister-Präsidenten Crispi von der Königin cine Audienz gewährt, um den Prinzen Lingua- glossa, den Bräutigam ihrer Tochter, vorzustellen. Audienz war auch der Kön ig zugegen, und beide Majestäten beglückwünshten Fräulein Crispi sowie deren Verlobten aufs herzlihste. Sowohl der König als die Königin maten der Braut kostbare Geschenke und gaben dabei ihrem Wohlwollen und ihrem Vertrauen zu dem Minister-Präsidenten Ausdru.
geschrieben, es werde behauptet, daß Bernard Tanlongo vor dem Untersuchungsrichter die Aussage gemacht habe, der verleumderishe Bericht gegen Crispi, der in dem Giolitti’shen Faszikel enthalten sei, sei von ihm (Tanlongo) im Ministerium des Jnnern geschrieben worden, wohin er heimlih bei Nacht aus dem Gefängniß Regina coeli geführt worden sei. Diese Meldung wird von der „Opinione“ als zutreffend bezeichnet.
Die Kammer beschloß, cinen Antrag der Deputirten der Antillen auf Abschaffung der Fabrikatsteuer für Zucker und Melasse auf Cuba in Erwägung zu ziehen.
Die Cortes haben sich gestern bis zum 10. Januar vertagt.
Schweiz. Die ordentliche Wintersession der Bundesversamm- lung ist gestern geschlossen worden. Die nächste Session be- ginnt am 25. März.
Die Deputirtenkammer hat gestern die Berathung des Budgets begonnen.
Bei der vorgestrigen Adreßdebatte in der Deputirten- kammer verlangte der konservative Dissident Gradisteanu bei Erwähnung der siebenbürgischen Frage, Rumänien solle nur unter gewissen Bedingungen auf Seiten des Dreibundes stehen. Der Unterrichts-Minister Jonescu erwiderte, die Regierung habe im leßten Jahre und auch gegenwärtig Erklä- rungen abgegeben, denen sie nichts hinzuzufügen habe. Uebri- gens habe Graf Kálnoky dem Redner bereits im voraus geant- wortet, indem er seinerzeit erklärt habe, daß Rumänien eins der ersten Länder gewesen sei, die sih dem Dreibund genähert hätten. Die Annäherung habe sich im Jahre 1883 nach der Rückkehr Joan Bratiano's von Gastein vollzogen. Die leitende Jdee der Regierung sei, niht bloß über das Wohl einiger Rumänen, jondern über die Geschike des ganzen rumänischen Staats zu wachen.
Serbien. Jn dem Prozeß Cebinac wurde gestern das Verhör des Angeklagten Professors Ruzic fortgeseßt. Derselbe be- hauptete, sein am Tage zuvor verlesenes, an Cebinac gerichtetes Schreiben betreffe MUA eld anbolten, Er habe nie mit den Karadjiordjewic in Verbindung gestanden.
Wie die „Agence Balcanique“ meldet, ist das neue Kabinet Stoilow nunmehr gebildet. Stoilow, Natschowitsch, Geshow und Petrow behalten ihre Porte- feuilles, Velitschkow übernimmt das Unterrichts-Ministerium ; der derzeitige diplomatische Agent in Wien Mint chewitsch if zum Justiz-Minister und Madjarow zum Bauten-Minister ernannt.
Die Sobranje nahm nah lebhafter Begrüßung des neuen Kabinets im Prinzip zwei Geseßzentwürfe über eine allgemeine Amnestie an und überwies sie ciner Kommission zur Berathung.
Die Ernennung des Marschalls Yamagata zum General- JZnspekteur der Armee und Mitglied des Kriegsraths ist amtlich veröffentlicht worden. Das Kommando über die erste Armee ift
für vertagt.
dem General Wo dzu übertragen worden,
Der ungarische Ministerrath vereinbarte und unter-- --
Dem Blatte „La Nazione“ in Florenz wird aus Nom -
Aus Shanghai meldet das „Reutershe Bureau“, cine
japanische e mit: Transportschiffen habe Port Arthur
in südlicher Richtung verlassen. Die Bestimmung der Flotte sei unbekannt. : / : Dasselbe Bureau berichtet aus Tientsin von gestern, die
chinesishe Regierung habe shließlich nach längerem Be-
‘denken und Widerstreben beschlossen, Bevollmächtigte für
die Friedensverhandlungen nah Japan zu entsenden. Die Kaiserlihe Verordnung in dieser Hinsicht werde dem- nächst erwartet. Aus Washington erfährt „W. T. B.“/ der Staatssekretär Gresham habe gestern eine Depesche des amerikanischen E in China Den oy erhalten, worin dieser mittheile, daß die chinesishe Regierung Changyinhuan und Thao zu Kommissaren füc die Friedeneunterhandlungen mit Japan ernannt habe. Dieselben würden sih unverzüglich nah Tokio begeben. — Dic Londoner Blätter von heute ver- öffentlichen eine Depesche aus Washington, wonach der ameri- fanishe Gesandte in Tokio Dun telegraphisch berihtet habe, die japanische Regierung habe versprochen, einen Ge- sandten Chinas mit allen seinem Nange gebührenden Ehren sowie dem aufrichtigen Wunsch zu empfangen, zum Gelingen seiner Mission beizutragen. : Afrika.
Jn Paris eingetroffene Depeschen aus Kairo melden, der geseßgebende Nath habe nah Prüfung des Budgets beantragt, auf das Reservoir-Projekt zu verzichten, die Occu- pations-Armee zu vermindern und die Steuern herabzusegen.
Im 3. Lüneburger Landtagswahlbezirk (Falling- bostel—Soltau) is an Stelle des verstorbenen Amtsgerichts- Raths Roscher der Hofbesißzer Durlach-Grindau (Partei- stellung unbestimmt) mit 72 Stimmen zum Mitgliede des Hauses der Abgeordneten gewählt worden. Der Land- rath Heinrichs-Fallingbostel (freikonservativ) hat 68 Stimmen erhalten.
4 Lenbach’s Bildnisse werden einer kommenden Generation mit Recht als wichtigste Dokumente der Zeitgeschichte gelten: stets, wenn man, wie augenblicklih in der Schulte’ schen Kunsthand- lung, eine größere Anzahl dieser meisterhaften Charafterschilderungen gebeneinander zu ftudieren Gelegenheit findet, wird man wieder an das Wort erinnert, daß Lenbach’s A aeie ein gemaltes Heldenepos unserer Zeit darstellt. Van Dyck's Bild- nisse zeigen gewisse Familienzüge, die den Beschauer niemals vergessen lafsen, daß der Maler bei allem Streben nah Charakteristik doch sich einem gewissen konventionellen Zwang, dem die Kunstübung seiner Zeit unterlag, gebeugt hat; Lenbah dagegen beweist sich als nimmer ruhender Beobachter, der den Betrachter zwingt, an feiner eindringlihen, gewisseahaften Seelenanalyse theilzunehmen. Die Virtuosität der Mache, die er ohne Zweifel erlangt hat, trägt niemals den Sieg über die psyhologishe Arbeit davon. Es ist interessant zu EéobaBten.: E L o Ode n dem Streben nach geiftiger Aehnlichkeit die körperliche vernachlässigt. So sind gegenwärtig * bei Schulte niht weniger als vier Porträts von Her- mann von Helmholy ausgestellt, die bis auf ein Jugendbildniß alle im Sterbejahre des großen Forshers gemalt sind. Aeußere Aehnlichkeit wird am ehesten dem Medaillonbrustbild im Pelz zuzusprechen sein, aber als künstlerishe That behauptet eine flüchtig angelegte Profil- stizze auf Pappe zweifellos den ersten Play. Man fühlt dem Künstler die nervöse Anspannung nah, mit der ern Der Wölbung der Stirn, in dem Blick des Auges die geistige Potenz feines Modells lebendig zum Ausdruck zu bringen bemüht ist. Dabei ift er in der Bildung der Nase — ob bewußt oder unbe- wußt, sei dahingestellt — durhaus von der atur abgewichen, wie ein Blick auf die ausgeführten Bildnisse H.'s aufs deullichste beweist. Vortrefflih gelungen, ein Werk voll markiger Kraft des Ausdrucks, ist die Halbfigur des Musikalienverlegers Sim- ros, während die Porträts des Grafen Moltke und des Fürsten Bismark, die ebenfalls ausgestellt find, nicht wesentlißh neue Momente in der Interpretation dieser Heldencharaktere, die Lenbach's Künstlerkraft immer wieder und wieder herausgefordert, enthüllen. Fesselnd durch die geistreiche Lebendigkeit in dem Festhalten des Augenblickseindrucks und in der souveränen Technik ist die Kreidestudie zu einem Selbstporträt, das den Künstler mit einem frisch dreinblickenden Kinde beschäftigt zeigt. Während die Männerporträts, von denen noch die des Banquiers Meygler, des Freiherrn von Zedtwitßz, des Landgrafen von Hessen und des greisen amerikanischen Schriftstellers Emerson genannt seien, sich meist in der Farbengebung große Reserve auflegen, um den geistigen Ausdruck der Köpfe desto schärfer hervor- leuchten zu lassen, zeigt ein lieben8würdiges Doppelbildniß einer jugend- lihen Frau mit ihrem Töchterchen eine an Rubens gemahnende, geradezu raffinierte Koloristik. — Jedenfalls is Lenbach's Bedeutung durh die gegenwärtige reihhaltige Ausstellung deu Kunstfreunden Berlins nah längerer Pause in willkommene Erinnerung gebracht worden. Die Vereinigung von dreizehn Bildnissen Ls neben den schon früher gewürdigten, jeßt in das Tageslicht des Dberlicht- saals überführten acht Gemälden Arnold Böklin's _ würde engen, um dem Kunstsalon Schulte's starke Anziehungs- fraft auch in der Weihnachtszeit zu sichern ; aber der übrige Inhalt der Ausftellung bringt ebenfalls manches Beachtenswerthe. Der in Ostpreußen geborene, in Paris und München ausgebildete Maler Louis Corinth hat neben einer Reihe von Oelbildern, von denen die „Veranda in Dachau“ weniger Raumgefühl und malerische Finesje vermissen läßt, als die übrigen, cine Folge von ibe D ausgestellt. die unter dem Titel „Tragikomödien“ eine Reihe biblischer Perier und allegorischer Darstellungen umfaßt. Technis ziemlich roh, in der Auffaffung unselbständig, reizen diese Blätter die oberflählihe Neugiec nur durch die fkarikierte Formengebung, die ein unerfreulihes Gemish von arhaisher Stilisierung, derbem Naturaliömus und \{wächlicher Phantastik zeigt. Künstlerisch fester durchgebildet sind die Aquarelle des Polen J. Falat, unter denen namentli ein Blick vom Montmartre auf Paris, ein sonnenleuchtendes Winterbild „Fahrt zur Bärenjagd“ und eine Porträtstudie des Erz- bishofs Stablewski dur ihre uunde Farbenfreudigkeit den Beschauer fesseln. — Hermann Hendrih's Gralsee, eine visionär leuchtende Farbenstudie in Grün, bekundet aufs neue die {öne Begabung seines Shöôpfers, den Anregungen Waguerischer Musik interessante malerische Motive abzugewinnen.
Ueber den Stand der Wintersaaten gehen uns aus einzelnen Gouvernements folgende Nachrichten zu: : :
In Polen waren die Witterungsbedingungen während des Monats November für das Gedeihen der Wintersaat günstig. Auch in den Gouvernements Wilna, Kowno und Grodno, wo, namentlich im Gouvernement Grodno, die im Oktober eingetretenen Nachtfröste Schaden verursacht hatten, haben {h die Wintersaaten unter dem Einfluß der milden Witterung erholt.
In den Südwestprovinzen ist der Stand der Saaten im allge- meinen recht befriedigend, do fürchtet man, daß die künftige Ernte keine erheblichen Ueberschüfse über den Bedarf ergeben wird, da die Anbaufläche fih in den letzten beiden Jahren bedeutend — man. {äßt um 20 9/9 — verringert hat, andererseits aber die immer mehr sich ausbreitente Feldmaus starke Verheerungen anrihtet. Man glaubt, daß nur ein strenger Winter dieser Plage Einhalt thun fônne. Am besten stehen die Felder in Podolien, Wolhynien, Poltawa, Charkow und in den mittleren Kreisen des Gouvernements Kiew, weniger gut in Tschernikow und Kursk. Der Stand der Saaten im Odessaer Nayon ist überall befriedigend, man \{ch#yut aber au hier die Abnahme, welche der Anbau von Winteraussaaten gegen das vorige Jahr aufweist, auf 10 9/6. i Dagegen find in dem Gouvernement Erivan und dem Gebiet von Kars 1nehr Flächen als in früheren Jahren bestellt worden.
Entschädigungen der Besißer für Verluste an Thieren aus Anlaß der Bekämpfung von Thierseuchen im Deutschen Neich im Jahre 1893.
Nach dem {on mehr; erwähnten Jahresberiht über die Verbreitung von Thierseuchen im Deutschen Neich im Jahre 1893, welcher im Kaiserlichen Gesundheitsamt bearbeitet und im Verlage von Julius Springer in Berlin erschienen ist, find für Verluste an Thieren aus Anlaß der Bekämpfung von Thierseuchen auf Grund der SS 57 und ff. des Reichsgesezes vom 23. Juni 1880, betreffend die Adowehr und Unterdrückung von Viehseuchen, sowie der einshlägigen landes8geseßlihen Bestimmungen in den Bundeëstaaten und Reichs- landen nachstehende Entshädigungssummen an die Viehbesiger theils aus Staats- theils aus Verbandskassen gezahlt worden. i
Für aus Anlaß der Bekämpfung des Notes (Wurmes) ge- tödtete 865 Pferde sind 309 525,63 46 gezahlt, für weitere 99 Pferde ift auf Grund §8 61 bis 63 des erwähnten Neichsgesezes die Ent- schädigung versagt worden. Für 293 Pferde wurde der volle Werth mit 112177,12 Æ, für 572 drei Viertel des Werthes mit 197 348,51 M entshädigt. Auf Preußen koinmen 780 entshädigte - Pferde (worunter 274 zum vollen Werthe), und zwar auf die Pro- vinzen Ostpreußen 157 (97), Westpreußen 203 (100), Berlin 9 (0), Brandenburg 26 (9), Pommern 28 (5), Posen 145 (25), Schlefien 130 (23), Sachsen ‘15 (4), Schleswig - Holstein 21 (3), Hannover 15 (l), Westfalen 5 (0), Hessen - Nassau 12 (1) und Rheinland 14 (6); auf Bayern fommen 17 ent- shädigte Pferde (7 zum vollen Werthe), auf Sachfen 5 (0), auf Württemberg 41 (6), Meckcklenburg-Schwerin 2 (1), Sachsen-Weimar 1 (1), Braunschweig 3 (0), Sachsen-Meiningen 4 (0), Sachsen-Alten- burg 2 (0), Anhalt 1 (0), STZLarzburg-Sondershausen 2 (0), Ham- burg 1 (1) und Elsaß-Lothringen 6 (3). An Geldsummen sind ge- zablt in Preußen 272 154,18 4, davon 103 842,72 Æ für die zum vollen Werthe entshädigten Pferde; der höchste Gesammtbetrag ent- fällt bier auf die r Westpreußen mit 74 046,96 4, dann folgen in absteigender Reihe Schlesien, Een Delan, Brandenburg, Sea
tassau, Pommern, Rheinland, Sachsen, Schleswig-Holstein, Berlin, Hannover und Westfalen. In Württemberg wurden 18 321,25 4 (davon 3817,50 4 für die zum vollen Werth entshädigten Pferde gezahlt, in Bayern 7409,00 46 (2774,00), im Königreich Sachsen 3558,75 4 (0), in Sachsen - Meiningen 1657,50 M (0), Sachsen - Altenburg 1395,00 / (0), Braunschweig 1312,50 4 (0), Elfaß-Lothringen 1272,70 \ (741,90), Schwarzburg-Sondershaufen 975 00 M (0), Hamburg 600,00 46 (600,00), Meklenburg - Schwerin 537,50 4 (390,00), Anhalt 281,25 4 (0) und Sachsen - Weimar 51,09 4 (51,00). Die Durhschnittssumme für ein zum vollen Werth ent- shädigtes Pferd bctrug 282,86 A Der höchste Durchschnittsbetrag ist im Nedckarkreise gezahlt worden (1321,25 M), der geringste in Sachsen-Weimar (51 46); verhältnißmäßig viele Pferde sind zum vollen Werth entshädigt worden in Ostpreußen 97 von 157 = 61,8 9/0), Westpreußen (100 von 203 = 49,3 9/6), Mecklenburg-Schwerin (1 von 2 = 50%) und Elsaß-Lothringen (3 von 6 = 50%).
Für Verluste an Thieren aus A laß der Bekämpfung der Lungenseuche wurden für 877 Stück Rindvieh 154 165,29 (Entschädigung gezahlt. Eine folhe wurde versagt auf Grund §§ 61 bis 63 des erwähnten Reichsgeseßes für 24 Stück Nindvieh. Zum vollen Werthe ents{hädigt sind 93 Stück mit 30 631,47 4, zu vier Fünftel des Werthes 784 Stück mit 123 533,82 (. Jn Preußen wurden 730 Stück Rindvieh entschädigt (76 zum vollen Werthe, da- von allein 713 (64) in der Provinz Sahsen), in Bayern 17 (8), Königreich Sachsen, Württemberg, Sachsen-Weimar je 1 (1) und Anhalt 127 (6) Stück. An GEntschädigungssummen sind gezahlt in Preußen 119 269,09 4A (25 769,27 M für zum vollen Werthe entshädigte Thiere), davon in der Provinz Sachsen 116 909,09 6 (23 950,27); ferner in Bayern 4722,20 M (2390,20), König- reih Sachsen 290 A (290), Württemberg 155 (155), Sachsen-Leimar 197 4 (197) und Anhalt 29532 (1830). Die Durchschnittssumme für ein zum vollen Werth en: shädigtes Stück Rindvieh betrug 329,37 # Der höchste Durhschnittsbetrag wurde gezahlt in der Provinz Brandenburg (540 4), der geringste in Westfalen (89,67 4). Verhältnißmäßig viele Thiere sind zum vollen Werth entshädigt worden in Westfalen (9 von 10 = 90,0 9/9).
Die Gesammtsumme der aus Anlaß des Royes (Wurmes) und der Lungenseuhe entfchädigten 865 Pferde und 877 Stück Rindvieh beläuft sih auf 463 690,92 M gegen 723 709,68 Æ für 1035 Pferde und 1752 Stück Rindvieh im Vorjahre. D
Auf Grund landesgeseßliher Bestimmungen wurden Entschädi-
ungen gezahlt für Verluste an Milzbrand im Königreich Sachsen fr 292 Stück Rindvieh 60 725,33 4, in Baden für 117 Stück Rindvieh 27 131,60 #4, in Sachsen-Weimar für 94 desgleichen 21 822,60 «6, in Reuß à. L. für 6 desgleihen 1324 A und in Reuß ij. L. für 10 desgleichen 2209,34 4; ferner für Verluste an Rauschbra nd im Königreich Sachsen für 3 Stück Rindvieh 681,60 4, in Baden für 46 Stück Rindvieh 5721,60 46; für Verluste an Milzbrand und Rauschbrand in Preußen für_ 48 Pferde und 992 Stück Rindvieh 216 344,82 #, in Bayern für 7 Pferde und 683 Stück Rindvieh 109 304 4, in Württemberg für 10 Pferde und / 322 Stü Rindvieh 67 713,60 M, in Elsaß-Lothringen für 34 Pferde und 171 Stück Rindvieh 44 366,01 46; für solche an Maul- und Klauenseuche in Württemberg für 28 Stück Rindvieh 3516,48 M, zusammen für wegen Milzbrand, Rauschbrand, fowie Maul- und Klauenseuche entshädigte 99 Pferde und 2724 Stück Rindvieh 560 860,98 6.
Täglihe Wagengestellung für Kohlen und Koks s e der Nuhr und in Ober Pl Tien An der e Lu am 21. d. M. gestellt 12513, nicht recht- eitig gestellt keine Wagen. : / Sn bers Plef ien find am 20. d. M. gestellt 5044, nit recht- zeitig geftellt keine Wagen.
Zwangs-Versteigerungen. M
Beim Königlichen Amtsgericht [l Berlin standen am 21. Dezember He nachverzeichneten Grundstücke zur Versteigerung: Elßholzstraße 10, dem Maurermeister Aug. Haberstroh ge- hôrig; Fläche 6,94 a; Nuzungswerth 14 720 A; für das Meistgebot von 190 200 A wurde die Frau Kaufmann Marie Greve, geb. Gehrke, zu Berlin, Ersteherin. — Auguststraße 39, der Frau Emilie Müller zu Fürstenwalde gehörig; Nutßzungswerth 5695 4; mit dem Gebot von 103 000 A blieb der Ober-Stabsarzt a. D. Dr. Th. Hoffmann, Ma F ouegeritrane 34, Meistbietender. — Danzi E 13, dem Wéczpneriit ter H. Oberländer ge-
— In Brüfsel hat sich, wie die wtf. Ztg.“ meldet, eine Aktiengesell\schaft zur Ausbeutung der Bra un ohlengruben s J s e (Bayern) Tonstituiert. Das Aktienkapital beträgt 3 Mil- ionen Francs. Î — Die Verwaltung der Kaiserlih türkishen Taback - Regie hat, wie der hiesige Kaiserlich türkishe General-Konsul mit- theilt, erfahren, daß in Deutshland ein gewisser Lombi öffentl verbreite, die Kaiserlich türkishe Regierung habe den Herrn Sofsid zum General-Inspektor der betreffenden Regie und ihn zu ves Vertreter für den Verkauf von türkishem Taback und Gre ten Ce stellt. Die Kaiserlich türkishe Botschaft in Berlin erklärt diese Mit- -
theilungen für unrichtig.
Magdeburg, 21. Dezember. (W. T. B.) Fuer Bn Kornzucker exrkl., von 920% —, neue 9,20—9,30. Fornzucker extl., 88 9% Rendement 8,60—8,80, neue 8,70—8,80, Nachprodukte exkl, 75 9/0 Rendement 5,80—6,50. Ruhig. Brotraffinade 1 —,—-. Brotraffinade I —,—, Gem. Raffin. mit Faß 20,50—21,75. Gem. Melis 1 mit Faß —,—. Matt. Rohzucker 1. Produkt Transito f. a. B. Hamburg pr. Dezember 8,70 Gd., 8,75 Br., pr. Januar 8,774 Gd., 8,80 Br., pr. März 8,974 Gd:, 9,024 Br., pr. April- Mai 9,125 bez., 9,15 Br. Still. — Wochenumsaß im Rohzucker- geschäft 333 000 Ztr.
Leipzig, 21. Dezember. (W. T. B.) Kammzug-Termin- handel. La Plata. Grundmuster B pr. Dezember 2,70 Mé, pr. Januar 2,70 6. pr. ‘Februar 2,725 (6, pr. März 2,75 4, pr. April 2,09 #6, pr. Mai 2,7745 &, pr. Juni 2,82% 4, pvr. Juli 2,85 M, pr. August 2,895 4, per September 2,85 (6, per Oktober 2,875 M, per November 2,90 A Umsay 105 000 kg.
Bremen, 21. Dezember. (W. T. B.) Börsen-S{hlußbericht. Raffiniertes Petroleum. (Offizielle Notierung der Bremer etroleum-Börse.) Ruhig. Loko 5,40 Br. Baumwolle. Matt. land middl. loko 282 4. Schmalz. Ruhig. Wilcox 38 d, Armour shield 37 Z, Cudaby 38 , Fairbanks 30 S§. — Wolle. Umsay 69 Ballen. Speck. Ruhig. Short clear middl. Toko 36, Dezember-Januar-Abladung 34. — Taba ck. Umsay: 18 Seronen Carmen.
Pest, 21. Dezember. (W. T.B.) Produktenmarkt. Weizen Felt. Dr. Friiahe 6,71 Gd., 6,72 Br., per Herbst 7,03 Gd., 7,04 Br. Roggen vr. Frühjahr 5,62 Gd., 5,63 Br., Hafer pr. Früh- jahr 5,95 Gd., 5,97 Br., Mais yr. Mai-Juni 6,33 Gd., 6,34 Br. Kohlraps pr. August-September 10,90 Gd., 11,00 Br.
London, 21. Dezember. (W. T. B.) An der Küste 4 Weizen- . ladungen angeboten. ;
99/9 Javazucker loko 112 ruhig. Rüben-Rohbzucker loko 88 ruhig, Zentrifugal 11}.— Chile-Kupfer 41, pr. 3 Monat 413.
London, 22. Dezember. (W. T. B.) Die Produkten- märkte bleiben von heute bis Donnerstag, den 27. d. M,., Morgens geschloffen.
Liverpool, 21. Dezember. (W. T. B.) Baumwollen- Wochenbericht. Wochenumsaß gegenwärtige Woche 59 000 (vorige Woche 53 000), do. von amerikanischen 53 000 (44 000), bo. für Speku- lation 1000 (2000), do. für Export 3000 (2000), do. für wirklichen Konsum 49 000 (40 000), do. unmittelb. ex. Schiff 63 000 (62 000), wirkliher Export 16 000 (10 000), Import der Woche 160 000 (170 000), dabon amerikanishe 150 000 (154 000), Vorrath 1 073 000 (993 000), davon amerifanishe 932 000 (851 000), \s{chwimmend nach Großbritannien 385 000 (320 000), dayoa amerikanische 375 000 (310 000).
Manchester, 21. Dezember. (W. T. B.) 12r Water Taylor 44, 30r Water Taylor 6, 20r Water Leigh 5F, 30r Water Clayton df, 32r Mock Brooke 5, 40r Mayoll 64, 40r Medio Wilkinson 62, 32r Warpcops Lees 9% 36r Warpcops Rowland 6&, 36 r Watpcops Wellington 64, 40r Double Weston 64, 60r Double courante Qua- [ität 94, 32“ 116 yards 16x16 grey Printers aus 32r/46r 142. Fest.
Glasgow, 21. Dezember. (W. T. B.) Die Vorräthe von Roheisen in den Stores belaufen S auf 288 029 Tons gegén 321 333 Tons im vorigen Jahre. — Die Zahl der im Betrieb befind- lichen Hochöfen beträgt 71 gegén 28 im vorigen Jahre.
St. Petersburg, 21. Dezember. (W. T. B.) Produkten- marft. Talg loïo 51,00, pr. August —. Weizen [oko 8,00. Noggen loko 5,40. Hafer loko 3,30. Hanf loko 44,00. Leinsaat
loko 11,00.
Amsterdam, 21. Dezember. (W. T. B.) Java-Kaffee good ordinary 51. — Bankazinn 37t. S E
Die Gesammt-Einnahmen der Niederländish-Südafrika- nischen Eisenbahngesellschaft für Frachten, Zölle und Stein- kohlen betrugen im November 1894 (prov.) 868 800 F[l., gegen No- vember 1893 (prov.) 674436 Fl., mithin 1894 mehr 194364 Fl. und vom 1. Januar bis 30. November 1894 (prov.) 8 940 504 Fl. gegen den gleichen Zeitraum 1893 (prov.) 6 470 112 Fl., mithin 1894 mehr 2470 392 Fl. : A :
Chicago, 21. Dezember. (W.T. B.) Weizen fallend während des ganzen Börsenverlaufs mit wenigen Reaktionen entsprechend der Mattigkeit der Maismärkte, sowie auf unbedeutende Realisierungen und E, Schluß shwah. — Mais durchweg fallend mit wenigen Neaftionen infolge großer Ankünfte und träger Plaznachfrage. - Schluß Hwa.
28. Dezember, 14 Uhr. Bürgermeister und Magistrat in Middel- burg im Nathhause: Lieferung von gezogenen eisernen Nöhren, Glas, Kalk, gußeisernen Gegenständen u. f. w. zu Zwecken der Gasfabrik und Wasserleitung für das Jahr 1895 in 9 Abtheilungen. Bedin- gungen. für 0,25 Fl. das Loos im Komtor der Gasfabrik zu Middel- burg erhältlich. | : j |
28. Dezember, 10 Uhr. De majoor eerstaanwezend-ingenieur in Amsterdam auf dem Bureau, Plantage-Lynbaansgracht Nr. 1: Ausführung von Metallkonstruktionen .und verschiedenen Vorrichtungen im Zusammenhang mit einer elektrishen Beleuhtungsanlage auf dem Fort in der Zuiderses aan het Pampus. Schäßung 7500 Fl. Bedingungen du dem genannten Bureau erhältlich.
31. Dezember, 11 Uhr. Departement vän Waterstaat, Handel en Nyverheid im Haag: Loos 37. Umbau des Marine- Departements im Haag. Schäßung 35 900 Fl. Bedingungen im genannten Departement zur Einsichtnahme und käuflih bei Gebr. van Cleef im Haag, Spui 28a. L A
2. Januar, 2 Uhr. Maatschappy tot Ex its van Staatsspoorwegen im ZSentralbureau zu Utrecht, Moreelse Laan: Loos Nr. 674: Herstellung von Gebäuden und Einrichtungen, sowie verschiedene Arbeiten behufs Erweiterung der Station Sittard und Anschlusses der Lokaleisenbahn Sittard-Herzogenrath an die Staats- eisenbahn Mastricht-Venlo. ali, 000 Fl. Bedingungen in genannten Bureau für 2,50 Fl. erhäll.
9, Janúar, 1 Uhr. Ministeris van Kolonien in einem der Lokale der Maatschappy tot Nut van’t Algemeen in Amsterdam, N. Z. Voorburgwal Nr. 212: Lieferung von verschiedenem Eisen, Gußeisen, gußeisernen Röhren, Eisen- und Stahldraht, Gasröhren, Messern, Harken, Sensen, Nägeln, Schrauben u. s. w. in 58 Abtheilungen. Bedingungen für 0,20 Fl. das Loos bei Gebr. van Cleef im Haag,
Spui 28 a, erhältlich.
Uin eine ordnungsmäßige Bestellung der Briefe zum bevor- stehenden Jahres edi De erreichen, ift es erforderli, daß in den Aufschriften der Stadtbriefe nicht nur die O o LUUTE des Empfängers genau nah Straße, Hausnummer und Lage (Skt e werk, Hof A: sondern auch der Postbezirk (C., O., NO. u. s, w.), in welchem die s gelegen ist, neben dem Ortsnamen „Berlin
ôrig; Fläche 8,58 a: mit dem Gebot von 186500 Æ blieb der Sh ae Simon Labis® Floslersir. 3. Meistbietender.
Bezei q „bier“ deutlich und zutreffend angegeben o R Ade diese Weise eine möglichst pünktliche Bestellung