Source: https://ausschreibungen-deutschland.de/601326_Pflege_und_Weiterentwicklung_von_InteramtReferenznummer_der_Bekanntmachung_IT_004-2019_2019_Schwerin
Timestamp: 2019-12-07 21:31:11
Document Index: 304377181

Matched Legal Cases: ['§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 155', '§ 135', '§ 134', '§ 135']

Öffentliche Ausschreibung Schwerin 2019 Pflege und Weiterentwicklung von Interamt Referenznummer der Bekanntmachung: IT 004-2019 2019-11-28
Pflege und Weiterentwicklung von Interamt Referenznummer der Bekanntmachung: IT 004-2019
Nationale Identifikationsnummer: 0799
Hauptadresse: www.dvz-mv.de/Kompetenzen/Beschaffung-und-Vergabe
Andere: IT-Dienstleister des Landes Mecklenburg-Vorpommern
Pflege und Weiterentwicklung von Interamt
Referenznummer der Bekanntmachung: IT 004-2019
Interamt ist eine Software für E-Recruiting im öffentlichen Dienst und eine Stellenbörse für den öffentlichen Dienst in Deutschland. Interamt bietet Dienstleistungen vom Ausschreiben auf dem Stellenportal bis hin zur vollständigen Nutzung der Funktionen des Bewerbermanagements. Zusätzlich zu der Möglichkeit, Stellen online auszuschreiben, bietet Interamt öffentlichen Arbeitgebern die Option, ein individuell angepasstes Tool für den gesamten Bewerbungsprozess zu nutzen. Außerdem ermöglicht das Instrument von Interamt den Arbeitgebern, auch nach Abschluss des Auswahlverfahrens die Daten der Bewerber AGG-konform aufzubewahren.
Diese benötigt daher nunmehr Dienstleister für die Pflege und Weiterentwicklung der Software Interamt.
Die Software Interamt umfasst 3 Kernfunktionalitäten: ein Stellenportal, ein Bewerber-Management-System und eine Interessentendatenbank.
Für die Weiterentwicklungs- und sonstigen personellen Unterstützungsleistungen im Zusammenhang mit der Interamt-Software schloss die DVZ M-V GmbH eine Rahmenvereinbarung auf Basis eines EVB-IT Dienstvertrages. Bei den abzurufenden Dienstleistungen handelt es sich um personelle Entwicklungs- und Beratungsleistungen in anstehenden Projekten und Vorhaben, die die DVZ M-V GmbH für die Weiterentwicklung von Interamt benötigt. Darüber hinaus müssen softwareseitig aus Lizenzgründen notwendige technische Änderungen geprüft und ggf. umgesetzt werden.
Ferner wurde für die notwendigen Pflegeleistungen ein EVB-IT Servicevertrag abgeschlossen.
Es wurde ein Verhandlungsverfahren ohne Teilnahmewettbewerb nach §§ 14 Abs. 4 Nr. 2 lit. b, 5, 17 VgV mit nur einem Bieter durchgeführt.
Die Software Interamt wurde im Jahre 2008 durch die pro!vision GmbH initial entwickelt. Seitdem wurde die Software fortwährend durch die pro!vision GmbH gewartet und weiterentwickelt.
Vor diesem Hintergrund ist zunächst aus technischen Gründen kein Wettbewerb vorhanden (§ 14 Abs. 4 Nr. 2 lit. b VgV), da ausschließlich die pro!vision GmbH als Entwicklerin der Interamt-Software über das spezielle Wissen, welches für die Pflege und Weiterentwicklung der Software erforderlich ist, verfügt.
Darüber hinaus werden zusätzliche Leistungen des ursprünglichen Auftragnehmers, die pro!vision GmbH, beschafft (§ 14 Abs. 4 Nr. 5 VgV), die zur Erneuerung/Erweiterung bereits erbrachter Leistungen bestimmt sind. Ein Wechsel des Unternehmens würde dazu führen, dass eine Leistung mit unterschiedlichen technischen Merkmalen beschafft werden müsste. Dies würde wiederum unverhältnismäßige technische Schwierigkeiten bei Gebrauch und Wartung und technische Unvereinbarkeiten mit sich bringen. Sowohl der Austausch der Software, die der Interamt-Plattform zugrunde liegt, als auch die Beauftragung sonstiger Dienstleister wären für den Auftraggeber somit höchst unwirtschaftlich und mit unverhältnismäßigen technischen Schwierigkeiten verbunden.
Offizielle Bezeichnung: pro!vision GmbH
Postanschrift: Wilmersdorfer Straße 50/51
Telefon: +49 3081882850
Das Vergabeverfahren unterliegt den Vorschriften über das Nachprüfungsverfahren vor der Vergabekammer (§§ 155 ff. GWB). Nach Zuschlagserteilung ist ein Nachprüfungsantrag nicht mehr zulässig. Ausgenommen sind Anträge auf Feststellung einer Unwirksamkeit des Vertrages nach § 135 Abs. 1 GWB, also wegen Verletzung der Pflicht zur Bieterinformation und Einhaltung der Wartefrist gem. § 134 GWB oder wegen unzulässiger Vergabe ohne vorherige Veröffentlichung einer Auftragsbekanntmachung im Amtsblatt der Europäischen Union. Solche Anträge auf Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrages sind nach § 135 Abs. 2 GWB innerhalb von 30 Kalendertagen nach der Information der betroffenen Bieter und Bewerber durch den öffentlichen Auftraggeber über den Abschluss des Vertrags zulässig, jedoch nicht später als 6 Monate nach Vertragsschluss.
Hat der Auftraggeber – wie vorliegend – die Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union bekannt gemacht, endet die Frist zur Geltendmachung der Unwirksamkeit 30 Kalendertage nach Veröffentlichung der Bekanntmachung der Vergabe im Amtsblatt der Europäischen Union.