Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BVerwGE+89,+260
Timestamp: 2018-11-15 05:20:34
Document Index: 74059182

Matched Legal Cases: ['Art. 4', 'Art. 33', 'Art. 33', 'Art. 33', 'Art. 33', '§ 113', '§ 263']

BVerwG, 13.12.1991 - 7 C 26.90 - dejure.org
Zum Gewissensschutz von Stellenbewerbern
Arbeitsrecht; Schwangerschaftsabbruch in einem öffentlichen Krankenhaus
VG Ansbach, 01.03.1989 - AN 1 K 87.00180
BVerwGE 89, 260
NJW 1992, 773
NVwZ 1992, 380 (Ls.)
DVBl 1992, 433
DÖV 1992, 628
Freilich erfordert die grundrechtliche Gewährleistung des Art. 4 Abs. 1 GG nicht, dass der betroffene Grundrechtsträger von jedem Nachteil freigestellt wird, den er wegen seiner Entscheidung möglicherweise zu tragen hat; es genügt, dass die ihm offen stehende oder eröffnete Handlungsalternative zumutbar (so im Ergebnis auch Urteil vom 13. Dezember 1991 - BVerwG 7 C 26.90 - <BVerwGE 89, 260 [264] = Buchholz 415.1 Allg.KommR Nr. 115 = NJW 1992, 773 = DVBl 1992, 433>), also gewissenschonend und diskriminierungsfrei ist.
Diese Kriterien haben Maßstab jeglicher Personalentscheidung im öffentlichen Dienst zu sein (BAG, Urteil vom 10. März 1982 - BAG 5 AZR 927/79 - BAGE 38, 141, 145; BVerwG, Entscheidungen vom 11. Februar 1981 - BVerwG 6 P 44.79 - BVerwGE 61, 325; 330; vom 24. November 1988 - BVerwG 2 C 10.86 - BVerwGE 81, 22, 24; vom 13. Dezember 1991 - BVerwG 7 C 26.90 - BVerwGE 89, 260, 265;… s. auch Battis in: Sachs (Hrsg.), Grundgesetz, 2. Aufl. 1999, Art. 33 Rz. 24, 26;… Lübbe-Wolff in: Dreier (Hrsg.), Grundgesetz, 1998, Art. 33 Rz. 32, 38 f.; Schmidt-Aßmann NJW 1980, 16 f.).
Der Schutz des Gewissens erfordert nicht, daß der Träger der Gewissensentscheidung von jedem Nachteil freigestellt wird, den er wegen seiner Entscheidung möglicherweise zu tragen hat (BVerwGE 89, 260 ).
Die Ausschreibung einer Stelle im öffentlichen Dienst unterliege der verfassungsrechtlichen Beurteilung am Maßstab des Art. 33 Abs. 2 GG (vgl. Grundgesetzkommentar Dreier, Art. 33 Abs. 2 GG, RdNr. 39, Anm. 165 unter Hinweis auf eine höchstrichterliche Entscheidung, BVerwGE 89, 260 ff.).
VG Leipzig, 20.03.2012 - 6 K 627/09
Rechtmäßigkeit der Beanstandungsverfügung einer Rechtsaufsichtsbehörde; …
Die Klägerin konnte deshalb im Klageverfahren von ihrem ursprünglichen Antrag, den Beanstandungsbescheid des Beklagten vom 19.3.2008 und den Widerspruchsbescheid der Landesdirektion L _____ vom 22.7.2009 aufzuheben, zu dem Feststellungsantrag nach § 113 Abs. 1 Satz 4 VwGO i.V.m. § 263 Nr. 3 ZPO übergehen (vgl. BVerwG, Urt. v. 13.12.1991 - 7 C 26/90 -, zit. nach [...]).