Source: http://www.deutsche-anwaltshotline.de/rechtsberatung/107767-pflichtteilsanspruch-als-nichteheliches-kind
Timestamp: 2017-01-23 10:34:12
Document Index: 151585942

Matched Legal Cases: ['§ 2332', '§ 397', '§ 345', '§ 345', '§ 345', '§ 345', '§ 2353']

Pflichtteilsanspruch als nichteheliches Kind
Pflichtteilsanspruch als nichteheliches KindOnline-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Alexander Peter TaubitzStand: 18.03.2013Frage: Mein Vater starb im Februar 2012. Ich bin seine nichteheliche Tochter. Es fand keine Testamentseröffnung statt, da die Ehefrau meines Vaters als Alleinerbin eingesetzt wurde. Sie hat mich darüber nicht informiert, mich aber gebeten einen Erbschein zu unterschreiben, was ich ihr zu Gefallen tat.Soweit ich weiß, habe ich das Recht auf einen Pflichtteil: Muss ich diesen einklagen?Habe ich mit dem unterschreiben des Erbscheins auf meinen Anteil verzichtet?E-Mail-Beratung:Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-141,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus MobilfunknetzenKontakt zum Autor des Beitrages:Rechtsanwalt Alexander Peter Taubitz |Hier klickenAntwort:Da Sie die leibliche Tochter Ihres Vaters und damit ein Abkömmling des Erblassers sind und Sie offenbar aufgrund der Alleinerbschaft der Ehefrau Ihres Vaters nicht Erbin geworden sind, steht Ihnen aus dem Erbfall Ihres Vaters ein Pflichtteil grundsätzlich zu. Dabei steht Ihnen der Pflichtteilsanspruch auch dann zu, wenn Sie das nichteheliche Kind des Erblassers sind.Der Pflichtteil beläuft sich auf die Hälfte des gesetzlichen Erbteils. Die Höhe des gesetzlichen Erbteils richtet sich danach, wie viel gesetzliche Erben nach der gesetzlichen Erbfolge zu berücksichtigen gewesen wären.Aufgrund Ihrer Schilderung des Sachverhaltes gehe ich davon aus, dass Sie als Pflichtteilsberechtigte nicht auf Ihr Pflichtteilsrecht verzichtet haben oder dass der Pflichtteil durch den Erblasser nicht entzogen wurde.Darüber hinaus dürfte der Pflichtteilsanspruch auch noch nicht durch Verjährung untergegangen sein. Der ordentliche Pflichtteilsanspruch verjährt grundsätzlich in drei Jahren gemäß § 2332 Abs. 1 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB). Da Ihr Vater im Februar 2012 verstorben ist, ist Verjährung derzeit noch nicht eingetreten.Den Pflichtteil müssen Sie gegenüber dem Erben, hier also gegenüber der Alleinerbin, der Ehefrau Ihres Vaters, geltend machen. Häufig handelt es sich bei der streitigen Geltendmachung des Pflichtteilsanspruchs, vom Auskunftsbegehren zur eidesstattlichen Versicherung bis hin zum Zahlungsanspruch um einen langwierigen Prozess. Häufig werden diese Ansprüche im Wege des Vergleiches erledigt, um weitere Kosten für die Parteien zu sparen.Sie sind der Meinung, Sie hätten einen Erbschein unterschrieben, wobei ich aufgrund Ihrer Schilderung den Eindruck habe, dass Sie nicht genau wissen, was Sie tatsächlich unterschrieben haben. Sofern Ihnen das Dokument vorliegt, welches Sie unterschrieben haben, können Sie mir dieses gerne zusenden, damit ich Ihnen hierzu eine konkretere Auskunft geben kann. Falls Sie das Dokument nicht haben, können Sie Details zu dem Erbschein in jedem Fall beim zuständigen Nachlassgericht (Amtsgericht) erfragen. Es ist durchaus nicht auszuschließen, dass Sie gemäß § 397 Abs. 2 BGB auf einen bereits entstandenen Pflichtteilsanspruch wirksam verzichtet haben, da dieser formlos wirksam ist. Hier müsste genau geklärt werden, was Sie unterzeichnet haben. Um den Pflichtteilsanspruch geltend zu machen, müssen diesen bei der Alleinerbin einfordern. Hierzu steht Ihnen ein Auskunftsanspruch zu, wonach Ihnen die Alleinerbin Auskunft erteilen muss, wie sich der Nachlass zusammensetzt.
Soll in diesem Fall ein gemeinsamer Erbschein beantrag...ANTWORT: Jeder Erbe kann für sich alleine einen Teilerbschein beantragen oder für alle gemeinsam einen gemeinschaftlichen Erbschein.Es macht durchaus Sinn einen gemeinschaftlichen Erbschein zu beantragen ...weiter lesenAmtsgericht informiert Ã¼ber Testamentsangelegenheit - weiteres Vorgehen? | Stand: 27.12.2012FRAGE: Ich wurde vor ca. 1 Jahr durch über das Amtsgericht in einer Testamentsangelegeheit informiert.Hierbei wurde mir das Protokoll der Eröffnung sowie das Testament in Kopie zugestellt. Seitdem hab...ANTWORT: Wie Sie richtig formulieren, hat das Nachlassgericht Sie informiert. Es wird aber desweiteren nicht von Amts wegen tätig, weil Sie, der Sie möglicherweise als Erbe oder sonstiger Berechtigte ...weiter lesenErbengemeinschaft - Recht auf eine Aufstellung der Verteilung | Stand: 29.08.2012FRAGE: Ich bin wider Erwarten Teil einer Erbengemeinschaft geworden zusammen mit meinem Halb- und meinem Ganzbruder. Der Erbschein dafür ist meinem Halbbruder erteilt worden. Nun ist das Bankvermöge...ANTWORT: Ich kann Ihnen zunächst mitteilen, dass ich Ihrer Auffassung vollständig teile. Sie müssen sich als Mitglied der Erbengemeinschaft natürlich nicht damit abfinden, dass Sie nicht übe ...weiter lesenErbe der verstorbenen Tante - Erbfolge klÃ¤ren | Stand: 31.07.2012FRAGE: Am 04.06.2012 starb unsere alleinstehende Tante. Durch einen Anwalt hörten wir(ein Cousin wurde angerufen) telefonisch, dass meine Cousins und Cousinen als Erben in Frage kommen. Eine angeheiratet...ANTWORT: Das konkrete Problem liegt meiner Meinung nach zum einen darin, dass Sie zum jetzigen Zeitpunkt nicht wissen, ob Sie Erbe geworden sind oder nicht und falls Sie tatsächlich Erbe geworden sind, we ...weiter lesenKosten fÃ¼r Nachgenehmigung - Erbvertrag | Stand: 20.07.2012FRAGE: Durchsicht und Erläuterung eines Testaments und eines zugehörigen Notarvertrages zum Verkauf eines Hauses.Lt. Notarvertrag soll meine Frau als Nacherbe die Kosten der Nachgenehmigung selbst tragen.1...ANTWORT: Auffallend am Testament Ihrer Eltern ist zunächst die komplizierte Vor-, Nach- und Schlußerbenkonstruktion, die zwar nicht unüblich, in Ihrem Falle allerdings nicht zuletzt aufgrund de ...weiter lesenBedeutung des Â§ 345 Abs. 1 S. 2 FamFG | Stand: 19.01.2010FRAGE: Auskunft zu: Hinzuziehung als Beteiligter nach § 345 Abs.1 Satz 2 FamFG!Frage: Was bedeutet dies? ...ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,Fragestellung: Bedeutung des § 345 Abs. 1 S. 2 FamFG§ 345 Abs. 1 FamFG regelt als Spezialvorschrift den Kreis der Beteiligten im Erbscheinsverfahren. Nach § 2353 BG ...weiter lesen
E-Mail-Beratung:Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-141,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus MobilfunknetzenKontakt zum Autor des Beitrages:Rechtsanwalt Alexander Peter Taubitz |Hier klicken