Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=OLGZ%201975,%2087
Timestamp: 2020-04-01 06:06:00
Document Index: 343568062

Matched Legal Cases: ['§ 2255', '§ 2255', '§ 2255', '§ 2255', '§ 2255', '§ 2255', '§ 2255', '§ 2255', '§ 2255', '§ 12', '§ 2255', '§ 2361', '§ 2361', '§ 2361', '§ 2255', '§ 2363']

OLG Hamm, 08.07.1974 - 15 Wx 42/74 - dejure.org
OLG Hamm, 08.07.1974 - 15 Wx 42/74
https://dejure.org/1974,926
OLG Hamm, 08.07.1974 - 15 Wx 42/74 (https://dejure.org/1974,926)
OLG Hamm, Entscheidung vom 08.07.1974 - 15 Wx 42/74 (https://dejure.org/1974,926)
OLG Hamm, Entscheidung vom 08. Juli 1974 - 15 Wx 42/74 (https://dejure.org/1974,926)
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NJW 1974, 1827
MDR 1975, 59
DNotZ 1975, 166
OLGZ 1975, 87
Keine Vermutung für Vernichtung eines Testaments durch Erblasser bei …
Wer im Erbscheinsverfahren ein Erbrecht aufgrund letztwilliger Verfügung in Anspruch nimmt, trägt allerdings die Feststellungslast für den im Wege der Amtsermittlung zu führenden Nachweis, dass der Erblasser ein formgültiges rechtswirksames Testament mit dem von ihm behaupteten Inhalt errichtet hat (vgl. RGZ 101, 197; BayObLG Rechtspfleger 1980, 60; OLG Hamm NJW 1974, 1827).
An die Beweisführung sind strenge Anforderungen zu stellen, wenn das Testament selbst nicht auffindbar ist und deshalb nicht vorgelegt werden kann (BayObLG FamRZ 1985, 839 f.; BayObLG, NJW-RR 1987, 1158; BayObLGZ 1971, 147, 154; BayObLG NJW-RR 1992, 653, 654; OLG Hamm OLGZ 1975, 87, 90;… Palandt/Edenhofer, BGB, 63. Aufl. 2004 § 2255 Rdnr. 12).
Die bloße Tatsache der Unauffindbarkeit der Urkunde besagt für sich allein noch nichts; sie begründet insbesondere keine tatsächliche Vermutung oder Erfahrungssatz, dass das Testament durch den Erblasser vernichtet worden ist (OLG Düsseldorf, FamRZ 1994, 1283; OLG Celle MDR 1962, 410; OLG Hamm NJW 1974, 1827; KG OLGZ 1975, 355; BayObLG Rpfl 1980, 60).
Es müssen zumindest Indizien vorliegen, beispielsweise der Nachweis einer Willensänderung des Erblassers, um im Zusammenhang mit der Nichtauffindbarkeit des Testaments den Beweis der Vernichtung im Sinne des § 2255 BGB zu erbringen (OLG Zweibrücken, NJW-RR 1987, 1158; BayObLG Rpfleger 1980, 60; NJW-RR 1992, 1358; OLG Düsseldorf FamRZ 1994, 1283; KG OLGZ 1991, 144, 146; OLG Frankfurt am Main Rpfleger 1978, 310, 312; OLG Hamm OLGZ 1975, 87, 91 f.;… Soergel/Harder, aaO., § 2255 Rdnr. 15;… Staudinger/Baumann, BGB 13. Aufl. § 2255 Rdnr. 27 ff.).
Die Wirksamkeit eines Testaments wird nicht dadurch berührt, dass die Urkunde ohne Willen und Zutun des Erblassers vernichtet wird oder dass sie verloren gegangen oder nicht auffindbar ist (…BayObLG aaO; OLG Hamm NJW 1974, 1827 f.).
Es besteht jedoch keine tatsächliche Vermutung dafür, dass ein nicht mehr vorhandenes Originaltestament durch den Erblasser selbst vernichtet worden ist (BayObLG FamRZ 1996, 1110/1111; KG OLGZ 1975, 355/356; OLG Zweibrücken FamRZ 2001, 1313/1315; OLG Hamm NJW 1974, 1827/1828;… Staudinger/Firsching BGB 12. Aufl. Rn. 14;… Staudinger/ Baumann BGB 13. Bearb. Rn. 27 jeweils zu § 2255).
An den Nachweis des Inhalts und der formgültigen Errichtung der letztwilligen Verfügung sind jedoch strenge Anforderungen zu stellen (Senat, NJW-RR 1987, 1158; Beschluss vom 14. September 1992 - 3 W 130/92 BayObLGZ 1971, 147, 154; BayObLG NJW-RR 1992, 653, 654; OLG Hamm OLGZ 1975, 87, 90;… Palandt/Edenhofer aaO § 2255 Rdnr. 12).
Es müssen zumindest Indizien vorliegen, beispielsweise der Nachweis einer Willensänderung des Erblassers, um im Zusammenhang mit der Nichtauffindbarkeit des Testaments den Beweis der Vernichtung i. S. des § 2255 BGB zu erbringen (Senat, NJW-RR 1987, 1158; Beschluss vom 14. September 1992 - 3 130/92 - BayObLG Rpfleger 1980, 60; NJW-RR 1992, 1358; OLG Düsseldorf FamRZ 1994, 1283; KG OLGZ 1991, 144, 146; OLG Frankfurt am Mai Rpfleger 1978, 310, 312; OLG Hamm OLGZ 1975, 87, 91 f.;… Soergel/Harder aaO § 2255 Rdnr. 15;… Staudinger/Baumann, BGB 13. Aufl. § 2255 Rdnr. 27 ff.;… Keidel/Kayser aaO § 12 Rdnr. 194).
OLG Hamm, 14.08.2007 - 15 W 331/06
Feststellungslast bei einem Testament mit teilweise ausgeschnittenem Text
Die materielle Feststellungslast für einen erfolgten Widerruf müssen ebenfalls die Beteiligten zu 1) und 2) tragen, weil dessen Wirksamkeit Voraussetzung des von ihnen in Anspruch genommenen Erbrechts insoweit ist, als nur dann der gesamte Testamentsinhalt feststände (vgl. OLG Zweibrücken NJWE-FER 2001, 154, 155; Senat NJW 1974, 1827; Staudinger/Baumann, BGB, Bearb. 2003, § 2255 Rdn.26).
OLG Köln, 27.12.2002 - 2 Wx 36/02
Eine solche nachträgliche Unrichtigkeit, die die Einziehung bedingt, liegt bei der Erteilung eines die Vor- und Nacherbfolge ausweisenden Erbscheins stets bei dem Eintritt des Nacherbfalls vor, sie macht den Erbschein des Vorerben ex nunc mit der Folge unrichtig, daß er eingezogen werden muß (KGJ 48, 112; BayObLG Rpfleger 2002, 28 [29]; OLG Hamm OLGZ 1975, 87 [92] = NJW 1974, 1827 [1828]; LG Bonn, MittRhNotK 1984, 123;… Bamberger/Roth, a.a.O., § 2361 Rn. 3;… vgl. Erman/Schlüter, BGB, 10. Auflage 2000, § 2361 Rn 2;… MüKo/Promberger, a.a.O., § 2361 Rn 5).
Wer wie der Vater der Klägerin behauptet, daß dieses Testament von den Eltern in Widerrufsabsicht abgeändert worden ist, muß den Widerruf oder die als Widerruf geltenden Handlungen des Erblassers nach den allgemeinen Beweisregeln beweisen (vgl. nur OLG Hamm NJW 1974, 1827; OLG Frankfurt, Rechtspfleger 1975, 311, 312).
Der Senat hat bisher eine Aufhebung eines verfahrensrechtlich unzulässigen Vorbescheides nur in solchen Fällen vorgenommen, in denen mit einer an sich zulässigen Ankündigung der Erteilung eines Erbscheines die weitere Ankündigung der Zurückweisung eines entgegengesetzten Erbscheinsantrages verbunden worden war (OLGZ 1975, 87, 90 = NJW 1974, 1827).
Dementsprechend kann der Inhalt eines nicht auffindbaren Testaments mit allen zulässigen Beweismitteln festgestellt werden (Senat OLGZ 1975, 87 = NJW 1974, 1827; BayObLGZ 1977, 59, 65; FamRZ 1990, 1162 ).
BayObLG, 21.07.1992 - 1Z BR 58/92
Nachweis über Errichtung und Inhalt eines Testaments durch Fotokopie der …
Die Tatsache der Unauffindbarkeit der Originalurkunde begründet keine Vermutung dafür, dass sie der Erblasser in Widerrufsabsicht vernichtet hat (BayObLG, RPfleger 1980, 60 u. 1985, 194; OLG Celle, MDR 1962, 410; OLG Hamm, NJW 1974, 1827, 1828; KG, OLGZ 1975, 355, 356 f.; OLG Frankfurt, OLGZ 1978, 267, 272;… Soergel/Damrau, 2356 Rdn. 18;… Palandt/Edenhofer, § 2255 Rdn. 3).
Ist die Vorerbschaft durch den Tod des Vorerben beendet und die Erbschaft den Nacherben angefallen, so kommt allein ein Erbschein zugunsten der Nacherben in Betracht (KG OLGE 24, 107/108; KG HRR 1932 Nr. 12; OLG Hamm NJW 1974, 1827 [OLG Hamm 08.07.1974 - 15 Wx 42/74];… Palandt/Edenhofer Rz. 10, Soergel/Damrau Rz. 12, je aaO zu § 2363).
OLG Hamm, 04.02.1986 - 15 W 47/86
Kein Beschwerderecht des Beschwerdeführers im Erbscheinsverfahren bei Fehlen …
BayObLG, 23.12.1985 - BReg. 1 Z 97/85
Wirksamkeit eines Testaments; Eigenhändige Verfassung bei teilweiser Verwendung …
OLG Frankfurt, 13.01.1997 - 20 W 557/94
Entscheidung des Beschwerdegericht grundsätzlich nur über denselben Gegenstand …
BayObLG, 22.07.1983 - BReg. 1 Z 49/83
Anspruch auf Erbscheinserteilung; Auslegung eines Schriftstückes als Testament …
BayObLG, 26.02.1985 - BReg. 1 Z 91/84
Wirksamkeit eines verloren gegangenen Testaments; Ergänzung von Bestimmungen des …
KG, 03.02.1975 - 12 U 1157/74
Wirksamkeit eines Testaments ; Erbrechtliche Auseinandersetzung zwischen …
BayObLG, 11.04.1980 - BReg. 1 Z 20/80
Bindungswirkung eines gemeinschaftlichen Testaments; Zusammenfassung zweier …
AG Rosenheim, 01.09.2017 - VI 1442/16
Erkrankung, Testament, Nachlassverfahren, Alleinerben
BayObLG, 22.05.1981 - BReg. 1 Z 123/80