Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%201984,%20793
Timestamp: 2020-01-18 19:38:29
Document Index: 298149466

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 425', '§ 419', 'BGH', 'Art. 233', '§ 14', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 425', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 23.11.1983 - VIII ZR 281/82 - dejure.org
https://dejure.org/1983,866
BGH, 23.11.1983 - VIII ZR 281/82 (https://dejure.org/1983,866)
BGH, Entscheidung vom 23.11.1983 - VIII ZR 281/82 (https://dejure.org/1983,866)
BGH, Entscheidung vom 23. November 1983 - VIII ZR 281/82 (https://dejure.org/1983,866)
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Haftung eines Hofübernehmers - Vermögensübernehmers - für fällige Forderungen des vorherigen Eigentümers - Mietzins für gemietete Kühe - Eintritt der Verjährung bei Begründung einer Gesamtschuldnerschaft durch Vermögensübernahme
Keine Unterbrechung der Verjährung eines gesamtschuldnerischen Anspruchs gegen einen Vermögensübernehmer durch Titulierung der Forderung gegen den Vermögensüberlasser vor dem dinglichen Vollzug der Vermögensübertragung
NJW 1984, 793
ZIP 1984, 66
MDR 1984, 393
WM 1984, 138
Der Bereicherungsanspruch ist wegen der hier zu unterstellenden Unwirksamkeit der Werkverträge an die Stelle des werkvertraglichen Vergütungsanspruchs getreten (vgl. BGHZ 73, 266, 268 f.; BGH, Urt. v. 23.11.1983 - VIII ZR 281/82, NJW 1984, 793, 794 f.).
Dies gilt auch für den gesetzlichen Schuldbeitritt (vgl. BGH 23. November 1983 - VIII ZR 281/82 - NJW 1984, 7993, zu II 1 a der Gründe mwN).
a) Die Verjährung, die gemäß § 425 BGB auch im Fall des § 419 BGB für jeden Gesamtschuldner eigenständig zu beurteilen ist (BGH, Urt. v. 23. November 1983 - VIII ZR 281/82, WM 1984, 138, 139), richtet sich nach Art. 233 § 14 EGBGB.
Aus diesem letzteren Grund kann der Gläubiger so, wie es hier der Kläger getan hat, anstatt auf Zahlung sofort auf Duldung der Zwangsvollstreckung in die im einzelnen zu bezeichnenden Gegenstände klagen (…BGH, Urt. v. 17. September 1968 - VI ZR 204/66, WM 1968, 1404, 1046; v. 23. November 1983 - VIII ZR 281/82, WM 1984, 138, 139 f).
So verhält es sich in den Fällen des anfänglichen oder nachträglichen Schuldbeitritts, wie sie den von der Revision angeführten Entscheidungen zugrunde lagen, in denen der Bundesgerichtshof den Lauf einer einheitlichen Verjährungsfrist gegenüber den Gesamtschuldnern angenommen hat (Urteil vom 27. März 1972 - VII ZR 31/71 = BGHZ 58, 251, 255; Urteil vom 16. April 1993 - V ZR 49/92 = NJW 1993, 1914; vgl. auch BGH, Urteil vom 19. September 1985 - VII ZR 338/84 = BauR 1986, 101 = ZfBR 1985, 273; zur Vermögensübernahme vgl. Urteil vom 23. November 1983 - VIII ZR 281/82 = NJW 1984, 793; Urteil vom 9. April 1987 - IX ZR 138/86 = NJW 1987, 2863).
So verjähren Schadensersatzansprüche wegen Nichterfüllung oder verspäteter Erfüllung eines Vertrages - auf welche Rechtsgrundlage sie auch gestützt sein mögen - in derselben Frist wie der vertragliche Erfüllungsanspruch, weil es sich um einen "Ersatzwert des ursprünglich Bedungenen" handelt (…vgl. BGH, Urteile vom 11. Februar 1958 - VIII ZR 34/57 - Betrieb 1958, 307 m.weit.Nachw., vom 21. März 1968, a.a.O. S. 29…, vom 8. Februar 1979, a.a.O., vom 24. Januar 1983 - VII ZR 178/81 - BGHZ 86, 313 [BGH 29.11.1982 - VIII ZR 178/81] und vom 23. November 1983, a.a.O.).
Nach § 425 Abs. 2 in Verbindung mit Abs. 1 BGB entfaltet das gegen einen Gesamtschuldner ergangene Urteil Rechtskraft nur für und gegen diesen (z.B. BGH, Urteil vom 23. November 1983 - VIII ZR 281/82 = WM 1984, 138 unter II 1b).
Deshalb läuft eine bei der Vermögensübernahme laufende Verjährung gegenüber dem Vermögensübernehmer weiter (…BGH, Urt. v. 6. April 1977 - IV ZR 124/76, NJW 1977, 1879; v. 23. November 1983 - VIII ZR 281/82, NJW 1984, 793, 794).
Entgegen der Auffassung der Revision widersprechen die Erwägungen der Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 23. November 1983 (aaO) dem nicht.
Dies gilt auch für den gesetzlichen Schuldbeitritt (vgl. BGH 23. November 1983 - VIII ZR 281/82 - NJW 1984, 793, zu II 1 a der Gründe mwN).
Zweck eines solchen Anerkenntnisses ist es, das Schuldverhältnis insgesamt oder zumindest in bestimmten Beziehungen dem Streit oder der Ungewißheit zu entziehen und es insoweit endgültig festzulegen (BGH NJW 1984, 793; 1988, 1781; 1995, 960; 1998, 1492).