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Timestamp: 2016-10-27 15:16:49
Document Index: 134744193

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 66', 'Art. 68']

8C_507/2010 (18.10.2010)
8C_507/2010
Gesch�ftsbereich Schaden, 8085 Z�rich,
Der 1962 geborene G.________ kam 1990 als anerkannter Fl�chtling vom Kosovo in die Schweiz und arbeitete hier einerseits als Mitarbeiter in Asylunterk�nften und andererseits als freier Schriftsteller und Publizist. In seiner ersteren Funktion war er bei der Z�rich Versicherungs-Gesellschaft AG (nachfolgend: Z�rich) obligatorisch gegen die Folgen von Unf�llen versichert. Am 30. Juni 2004 beachtete eine nachfolgende Automobilistin zu sp�t, dass der Versicherte mit seinem Auto vor einem Fussg�ngerstreifen angehalten hatte, worauf es zu einer Heckkollision kam. Die erstbehandelnde �rztin am Spital X.________ stellte gleichentags die Diagnosen einer Halswirbels�ulen-Distorsion und einer Commotio cerebri. Der Versicherte nahm in der Folge weder die schon vor dem Unfall aus betrieblichen Gr�nden auf den 30. Juni 2004 gek�ndigte T�tigkeit in der Fl�chtlingsbetreuung, noch diejenige eines vollzeitlich t�tigen Kulturredaktors bei einer albanischen Tageszeitung - wie sie im Mai 2004 auf Anfang Juli 2004 vereinbart worden war - wieder auf. Die Z�rich gew�hrte Heilbehandlung und richtete Taggelder aus. Am 23. M�rz 2006 kam es erneut zu einem Unfall mit Heckkollision. Am darauf folgenden Tag wurde bei G.________ wiederum eine Commotio cerebri, der Verdacht auf ein kraniocervicales Beschleunigungstrauma und eine Sternumkontusion diagnostiziert. Mit Verf�gung vom 5. Oktober 2006 er�ffnete die Z�rich dem Versicherten, die Leistungen w�rden auf den 31. Juli 2006 mangels nat�rlichem und ad�quatem Kausalzusammenhang zu den erlittenen Unf�llen eingestellt. Daran hielt die Unfallversicherung auch auf Einsprache hin und nach Einsicht in ein von der Invalidenversicherung beim medizinischen Zentrum A.________ eingeholtes interdisziplin�res Gutachten vom 14. September 2007 fest (Entscheid vom 29. August 2008).
Beschwerdeweise beantragte G.________, die Z�rich habe ihm in Aufhebung des Einspracheentscheides ab 1. August 2006 eine Rente bei 100%iger Arbeitsunf�higkeit auszurichten und weiterhin die notwendige Heilbehandlung zu gew�hren. Nach Einsicht in ein lite pendente eingereichtes Gutachten des arbeitsmedizinischen Zentrums B.________ vom 25. September 2009 wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich die Beschwerde mit Entscheid vom 30. April 2010 ab.
G.________ l�sst mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten in Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheides die Ausrichtung der gesetzlichen Leistungen �ber den 31. Juli 2006 hinaus beantragen.
Streitig und zu pr�fen ist, ob aus den Unf�llen vom 30. Juni 2004 und vom 23. M�rz 2006 �ber den 31. Juli 2006 hinaus Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung (Heilbehandlung und Taggeld, eventuell Invalidenrente und Integrit�tsentsch�digung) besteht.
2.1 Im Einsprache- und im vorinstanzlichen Entscheid sind die Bestimmungen �ber diesen Leistungsanspruch und die Rechtsprechung �ber die hief�r erforderlichen kausalen Zusammenh�nge zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden mit den jeweils zu beachtenden Beweisregeln zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen.
2.2 Hervorzuheben ist, dass die Leistungspflicht des Unfallversicherers einen nat�rlichen und ad�quaten Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraussetzt (BGE 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181). Dabei spielt im Sozialversicherungsrecht die Ad�quanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem nat�rlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers im Bereich organisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen praktisch keine Rolle, da sich hier die ad�quate weitgehend mit der nat�rlichen Kausalit�t deckt (BGE 127 V 102 E. 5b/bb S. 103 mit Hinweisen). Anders verh�lt es sich bei nat�rlich unfallkausalen, aber organisch nicht objektiv ausgewiesenen Beschwerden. Hier ist bei der Beurteilung der Ad�quanz vom augenf�lligen Geschehensablauf auszugehen, und es sind je nachdem weitere unfallbezogene Kriterien einzubeziehen. Nach der f�r psychische Fehlentwicklungen nach Unfall erarbeiteten sog. Psycho-Praxis werden diese Ad�quanzkriterien unter Ausschluss psychischer Aspekte gepr�ft (BGE 115 V 133), w�hrend nach der bei Schleudertraumen und �quivalenten Verletzungen der HWS sowie Sch�del-Hirntraumen anwendbaren sog. Schleudertrauma-Praxis auf eine Differenzierung zwischen physischen und psychischen Komponenten verzichtet wird (vgl. zum Ganzen: BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112 mit Hinweisen).
Nach sorgf�ltiger Darstellung der medizinischen Akten ist das kantonale Gericht, insbesondere gest�tzt auf das interdisziplin�re Gutachten des medizinischen Zentrums A.________, zur Erkenntnis gelangt, beim Beschwerdef�hrer seien trotz zahlreicher apparativer Untersuchungen - mit Ausnahme der seit dem S�uglingsalter bestehenden vollst�ndigen linksseitigen Armplexusparese - keine klar ausgewiesenen organisch pathologischen Befunde erhoben worden. Organisch-strukturelle Verletzungen als Folge der beiden Unf�lle seien nicht ausgewiesen. Aufgrund der umfassenden und allseitigen fach�rztlichen Abkl�rungen, welche eine geeignete Basis f�r die Beurteilung der sich stellenden Rechtsfragen bieten w�rden, er�brigten sich auch weitere medizinische Untersuchungen. Das typische "bunte" Beschwerdebild sei indessen zumindest als Folge des ersten Unfalles ausgewiesen, womit feststehe, dass zwischen diesem Unfall und den unmittelbar danach eingetretenen Beeintr�chtigungen ein nat�rlicher Kausalzusammenhang bestehe. Die Vorinstanz nahm eine Pr�fung der Ad�quanz der noch geklagten Beschwerden nach BGE 134 V 109 vor und gelangte dabei - ausgehend von einem mittelschweren Unfallereignis - zum Schluss, dass von den entscheidenden Kriterien weder eines in besonders ausgepr�gter noch mehrere in geh�ufter Weise vorl�gen.
Der Beschwerdef�hrer l�sst vorbringen, im angefochtenen Entscheid sei zu Unrecht nicht zwischen den Schleudertraumaverletzungen der Halswirbels�ule einerseits und der durch den Unfall vom 30. Juni 2004 verursachten zus�tzlichen richtunggebenden Verschlimmerung der vorbestehenden Armplexusparese andererseits unterschieden worden. Letztere habe alleine zu einer Arbeitsunf�higkeit von 25 % gef�hrt, wie aus den Ausf�hrungen des PD Dr. med. K.________ im Gutachten des arbeitsmedizinischen Zentrums B.________ vom 25. September 2009 hervorgehe. Die Kausalit�tsbeurteilungen seien f�r jede der Unfallfolgen separat vorzunehmen, wobei die Ad�quanz bei Vorliegen von f�nf entsprechenden Kriterien zu bejahen sei.
5.1 Die Parteien sind sich darin einig, dass hinsichtlich der HWS-Distorsion keine objektivierbaren Folgen vorliegen und die Leistungspflicht der Unfallversicherung daher davon abh�ngt, ob der ad�quate Kausalzusammenhang zwischen den persistierenden Beschwerden und den versicherten Unf�llen zu bejahen ist. Mit der Vorinstanz ist dieser nach der Rechtsprechung gem�ss BGE 134 V 109 zu pr�fen.
5.2 Die Pr�fung hat grunds�tzlich f�r jeden der versicherten Unf�lle je einzeln zu erfolgen (Urteile [des Eidg. Versicherungsgerichts] U 403/05 vom 20. Dezember 2006 E. 2.2.2, U 39/04 vom 26. April 2006 E. 3.2.2 und 3.3.2, in: SVR 2007 UV Nr. 1 S. 1, und U 297/04 vom 16. Dezember 2005 E. 4.1.2, je mit Hinweisen). Sowohl am 30. Juni 2004 als auch am 23. M�rz 2006 erlitt der Beschwerdef�hrer einen Auffahrunfall, wobei der erste wesentlich heftiger war. Er ist im mittleren Bereich einzuordnen, wobei weder ein Grenzfall zu den schweren, noch zu den leichten Unf�llen vorliegt. Dies steht in Einklang mit vergleichbaren F�llen, die nach der Rechtsprechung als Unf�lle im eigentlichen mittleren Bereich zu qualifizieren sind (vgl. Urteile 8C_374/2009 vom 19. August 2009, E. 4.1, 8C_821/2007 vom 28. Juli 2008, E. 5.1, 8C_744/2007 vom 5. November 2008, E. 5.2, je mit Hinweisen). Der zweite Unfall liegt im mittleren Bereich an der Grenze zu den leichten Unf�llen.
5.3.1 Das kantonale Gericht hat die Kriterien der Schwere und besonderen Art der erlittenen Verletzungen sowie der erheblichen Beschwerden - in nicht besonders ausgepr�gtem Masse - bejaht, die �brigen verneint. Der Beschwerdef�hrer h�lt alle weiteren Kriterien in einfacher oder erheblicher Weise als erf�llt.
5.3.2 Die Unf�lle haben sich weder unter besonders dramatischen Begleitumst�nden abgespielt, noch waren sie von besonderer Eindr�cklichkeit. Das wird auch vom Beschwerdef�hrer nicht behauptet. Die Parteien sind sich auch darin einig, dass keine �rztliche Fehlbehandlung vorliegt. Ebenso wenig ist der Heilungsverlauf als schwierig anzusehen, noch kam es zu erheblichen Komplikationen.
5.3.3 Die Verletzungen, welche sich der Beschwerdef�hrer bei den Unf�llen zugezogen hat, waren nicht besonders schwer. Eine HWS-Distorsion, welche eine bereits erheblich vorgesch�digte Wirbels�ule trifft, ist hingegen speziell geeignet die "typischen" Symptome hervorzurufen, weshalb sie als Verletzung besonderer Art zu qualifizieren ist (vgl. Urteile 8C_69/2009 vom 3. September 2009 E. 4.3.3, 8C_154/2009 vom 5. Juni 2009 E. 5.3, 8C_785/2007 vom 11. Juni 2008 E. 4.4). Eine entsprechende Qualifikation der erlittenen Verletzungen rechtfertigt sich indessen nur bei Vorliegen einer erheblich vorgesch�digten Wirbels�ule (vgl. Urteile 8C_759/2007 vom 14. August 2008, E. 5.3 und 8C_61/2008 vom 10. Juli 2008 E. 7.3.2). Das Kriterium kann hier - in einfacher Weise - f�r den zweiten Unfall als erf�llt gelten, da der Beschwerdef�hrer wegen seiner Armplexusparese auch im Schulterbereich einen erheblichen Vorzustand aufgewiesen hatte und die Halswirbels�ule innert einer Frist von knapp zwei Jahren zweimal verletzt wurde.
5.3.4 Eine fortgesetzt spezifische, belastende �rztliche Behandlung musste der Beschwerdef�hrer nicht �ber sich ergehen lassen. Eine w�chentliche Konsultation beim Hausarzt und regelm�ssige Physiotherapie sowie der einmalige station�re Aufenthalt in der Rehabilitationsklinik Y.________ sind weder besonders belastend, noch geht eine entsprechende Behandlung �ber das bei HWS-Distorsionen �bliche Mass hinaus. Der Beschwerdef�hrer hat auch nicht dargelegt, inwiefern die Behandlungen besonders belastend gewesen sein sollten. Die weiteren medizinischen Massnahmen bestanden im Einnehmen von Schmerzmedikamenten. Die Behandlung beim Psychiater Dr. med. H.________ nahm der Beschwerdef�hrer erst im M�rz 2007, mithin nach dem hier zu beurteilenden Zeitpunkt der Leistungseinstellung vom 31. Juli 2006 auf.
5.3.5 Das Kriterium der erheblichen Beschwerden ist aufgrund der glaubhaften Schmerzen und der Beeintr�chtigung, welche der Versicherte durch die Beschwerden im Lebensalltag erf�hrt, wenn �berhaupt, h�chstens in der einfachen Form zu bejahen. Was das Kriterium der erheblichen Arbeitsunf�higkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen betrifft, ist entscheidend, dass der Beschwerdef�hrer zu keinem Zeitpunkt irgendwelche Schritte f�r eine berufliche Wiedereingliederung unternommen hat. Er hat weder nach dem ersten noch nach dem zweiten Unfall einen Arbeitsversuch unternommen. Soweit ersichtlich, hat er nicht einmal versucht, die neue Stelle als Redaktor bei der albanischsprachigen Tageszeitung aufzunehmen, obwohl diese T�tigkeit - genauso wie jene als Mitarbeiter/Nachtw�chter in Asylunterk�nften oder als �bersetzer - auch in k�rperlicher Hinsicht als besonders geeignet angesehen werden kann. Die Feststellung des psychiatrischen Teilgutachters in der Expertise des medizinischen Zentrums A.________ und anl�sslich des Aufenthaltes in der Rehabilitationsklinik Y.________, wonach deutliche Anhaltspunkte f�r eine fehlende Kooperation bei Tests vorlagen, lassen darauf schliessen, dass die kognitiven Beeintr�chtigungen, wenn �berhaupt, sicherlich nicht in dem vom Beschwerdef�hrer dargestellten Ausmass vorliegen, sodass es ihm m�glich gewesen w�re, zumindest zu versuchen, wieder eine Erwerbst�tigkeit aufzunehmen. Da der Beschwerdef�hrer diesbez�glich �berhaupt keine Anstrengungen gemacht hat, ist auch dieses Kriterium in der nunmehr geltenden Fassung gem�ss BGE 134 V 109 E. 10.2.7 S. 129 nicht erf�llt.
5.4 Da mithin keines der massgeblichen Kriterien besonders ausgepr�gt vorliegt und selbst dann, wenn man zugunsten des Beschwerdef�hrers die beiden Kriterien der erheblichen Beschwerden und der besonderen Art der erlittenen Verletzung als erf�llt erachten w�rde, die Kriterien nicht in geh�ufter Weise gegeben sind, ist die Ad�quanz eines Kausalzusammenhanges zwischen den Unfallereignissen vom 30. Juni 2004 sowie vom 23. M�rz 2006 und den �ber den 1. August 2006 hinaus anhaltend geklagten, organisch nicht im Sinne der Rechtsprechung hinreichend nachweisbaren Beschwerden zu verneinen. Somit ist die Leistungseinstellung f�r die HWS-Beschwerden auf dieses Datum hin rechtens.
Zu untersuchen bleibt, ob es durch die zwei Unf�lle zu einer leistungsberechtigenden richtunggebenden Verschlimmerung der Sch�digung des linken Armes gekommen ist.
6.1 Der Beschwerdef�hrer beruft sich auf die Ausf�hrungen des PD Dr. med. K.________, Spezialarzt FMH f�r Physikalische Medizin und Rehabilitation/Rheumatologie im Gutachten des arbeitsmedizinischen Zentrums B.________ vom 25. September 2009 und legt dar, die Unf�lle h�tten zu einer organisch bedingten, objektivierbaren Verschlechterung gef�hrt, wof�r die Unfallversicherung unabh�ngig von der Ad�quanzbeurteilung der HWS-Beschwerden Leistungen zu erbringen habe.
6.2 Mit dem kantonalen Gericht gen�gen indessen die Ausf�hrungen des PD Dr. med. K.________ nicht, um mit der n�tigen Klarheit eine direkte oder indirekte nachhaltige Sch�digung der linken oberen Extremit�t durch die versicherten Unf�lle zu belegen. Im Gutachten vom 25. September 2009 wird denn auch nur der "Verdacht auf neuropathischen Armschmerz links" gestellt. Dieselbe Diagnose findet sich auch im Bericht �ber die neurologische Untersuchung in der Schmerzklinik Z.________ vom 30. Oktober 2007 ("Verdacht auf neuropathischen Armschmerz links nach HWS-Distorsion bei Status nach posttraumatischer Armplexusparese links im Kindesalter"). Im Gutachten des medizinischen Zentrums A.________, auf welches sowohl die Unfallversicherung als auch die Vorinstanz abgestellt haben, wird der seit dem Unfall vom 30. Juni 2004 neu aufgetretene Schmerz im linken Arm nicht erw�hnt. Dort wurde der Beschwerdef�hrer auch nicht neurologisch untersucht. Falls diese Schmerzen indessen neurologisch erkl�rbar und mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit zumindest teilweise unfallbedingt sind, liegt ein organischer Schaden vor und die Z�rich ist daf�r bei Vorliegen der weiteren Voraussetzungen leistungspflichtig. Die Sache wird daher an die Vorinstanz zur�ckgewiesen, damit sie eine neurologische Begutachtung hinsichtlich der Ursache der Schmerzen im linken Arm veranlasst und in der Folge diesbez�glich neu entscheidet.
Das Verfahren ist kostenpflichtig. Die Parteien haben die Gerichtskosten im Masse ihres Unterliegens je h�lftig zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Die Versicherte hat Anspruch auf eine reduzierte Parteientsch�digung (Art. 68 Abs. 2 BGG).
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und der Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Z�rich vom 30. April 2010 aufgehoben. Die Sache wird an die Vorinstanz zur�ckgewiesen, damit sie im Sinne der Erw�gungen verfahre und �ber die Beschwerde gegen den Einspracheentscheid vom 29. August 2008 neu entscheide. Im �brigen wird die Beschwerde abgewiesen.