Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=06.11.1980&Aktenzeichen=VII%20ZR%20237/79
Timestamp: 2019-11-20 16:34:14
Document Index: 236355130

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 68', 'BGH', 'BGH', '§ 1', '§ 33', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 51', '§ 51', 'BGH']

BGH, 06.11.1980 - VII ZR 237/79 - dejure.org
https://dejure.org/1980,578
BGH, 06.11.1980 - VII ZR 237/79 (https://dejure.org/1980,578)
BGH, Entscheidung vom 06.11.1980 - VII ZR 237/79 (https://dejure.org/1980,578)
BGH, Entscheidung vom 06. November 1980 - VII ZR 237/79 (https://dejure.org/1980,578)
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Verjährung von Schadensersatzansprüchen aus fehlerhafter Steuerberatung gegen einen Wirtschaftsprüfer
5jährige Verjährungsfrist für Schadensersatzansprüche aus einer steuerberatenden Tätigkeit des Wirtschaftsprüfers
BGHZ 78, 335
NJW 1981, 401
ZIP 1981, 57
MDR 1981, 309
DB 1981, 310
Die Verjährung eines Schadensersatzanspruchs gegen einen Rechtsbeistand, der - wie der Beklagte zu 4 - nicht Mitglied einer Rechtsanwaltskammer ist, richtet sich dagegen weiter nach den allgemeinen Vorschriften (vgl. BGHZ 78, 335, 340).
Entgegen der Ansicht der Revisionserwiderung findet die - ebenfalls aufgehobene - Vorschrift des § 68 StBerG keine Anwendung, weil der Beklagte Rechtsanwalt, nicht auch Steuerberater ist (vgl. BGHZ 78, 335, 339;… BGH, Urt. v. 27. Januar 1994 - IX ZR 195/93, WM 1994, 504, 505;… Rinsche/Fahrendorf, Die Haftung des Rechtsanwalts 7. Aufl. Rn. 977).
Eckert/Böttcher, Steuerberatergebührenverordnung 2. Aufl. Vorbem. 1.3.2 vor § 1; Mittelsteiner/Scholz, Steuerberatergebührenverordnung 3. Aufl. Einführung 1 b; Gehre, Steuerberatungsgesetz § 33 Rdnr. 20, 24; Martens Anm. in NJW 1977, 766 f; Prütting WM 1978, 130 f; vgl. auch BGH, Urt. v. 6. November 1980 - VII ZR 237/79, WM 1981, 92 unter 1).
Die Frage, nach welchen Merkmalen die Verjährung von Schadensersatzansprüchen gegen sogenannte "Mehrfachberufler" zu bestimmen sei, denen eine Tätigkeit übertragen worden war, die sie als Angehörige verschiedener Berufe hätten entfalten können, hat der Senat zwar damals ausdrücklich offengelassen (BGHZ 78, 335, 339).
d) Eine andere Beurteilung rechtfertigt sich im Ergebnis auch dann nicht, wenn zugunsten des Klägers im Hinblick auf die von den Beklagten entfaltete (unerlaubte) Rechtsberatung die Verjährungsvorschriften der BRAO zugrundegelegt würden (vgl. dazu BGH NJW 1981, 401 f sub Nr. 3).
Maßgeblich ist vielmehr - weil die steuerberatende Tätigkeit zum Berufsbild sowohl des Rechtsanwalts als auch des Wirtschaftsprüfers gehört (vgl. BGHZ 78, 335, 344) - entweder § 51 BRAO (a. F.) oder § 51a WPO, je nachdem, ob die geschuldete Beratung nach dem Willen der Vertragspartner von dem Beklagten als Rechtsanwalt oder als Wirtschaftsprüfer erbracht werden sollte (vgl. BGH, Urteil v. 25.3.1987 - IVa ZR 250/85 - NJW 1987, 3136, 3137).
LG Stade, 29.12.2004 - 5 O 312/04
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