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Timestamp: 2017-09-26 18:25:56
Document Index: 286617398

Matched Legal Cases: ['Art. 7', 'Art. 8', 'Art. 11', 'Art. 12', 'Art. 15', 'Art. 19', 'Art. 21', 'Art. 23', 'Art. 24', 'Art. 37', 'Art. 39', 'Art. 41', 'Art. 43', 'Art. 61', 'Art. 63', 'Art. 64', 'Art. 66', 'Art. 67', 'Art. 68', 'Art. 70', 'Art. 72', 'Art. 73', 'Art. 76', 'Art. 78']

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Stanislaus Glöckner
1 FO47X20102 Gesetz vom 17. Oktober 2001 über das Staatspersonal (StPG) Der Grosse Rat des Kantons Freiburg nach Einsicht in die Botschaft des Staatsrats vom 28. November 2000; auf Antrag dieser Behörde, beschliesst: 1. KAPITEL Gegenstand und Geltungsbereich Artikel 1. Dieses Gesetz legt die Grundsätze der Personalpolitik und der Personalbewirtschaftung des Staates sowie die Rechte und Pflichten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fest, die im besonderen Umfeld des öffentlichen Dienstes tätig sind. Art Dieses Gesetz gilt für diejenigen Personen, die im Dienste des Staates tätig sind und dafür ein Gehalt beziehen. 2 Als im Dienste des Staates tätig gelten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der kantonalen Verwaltung, einschliesslich der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Anstalten des Staates mit eigener Rechtspersönlichkeit (Anstalten) und der Gerichtsbehörden. Gegenstand des Gesetzes Geltungsbereich a) Grundsatz Art Die Mitglieder des Staatsrates, des Kantonsgerichts und des Verwaltungsgerichts sind diesem Gesetz nicht unterstellt. Für die Oberamtmänner und Oberamtfrauen gilt dieses Gesetz sinngemäss im Rahmen der für sie massgebenden Gesetzgebung. 2 Personen, die ein Nebenamt im Sinne des Gesetzes betreffend die Dauer der öffentlichen Nebenämter oder des Gesetzes über die Gerichtsorganisation ausüben, sind diesem Gesetz nicht unterstellt. 3 Auszubildende sowie Praktikantinnen und Praktikanten werden auf Grund des Obligationenrechts und ergänzender Bestimmungen angestellt. b) Ausnahmen 1
2 4 Personen, die auf Grund ihrer Tätigkeit im Stundenlohn bezahlt oder nur für kurze Zeit angestellt werden, können falls nötig abweichenden Vorschriften unterstellt werden. 5 Personen, die mit dem Staat in einem Auftragsverhältnis oder öffentlichrechtlichen Vertragsverhältnis stehen, unterstehen den Bestimmungen des Obligationenrechts oder den spezifischen Bestimmungen des öffentlichen Rechts. 6 Im Übrigen bleiben die Spezialgesetze vorbehalten. Ziel Konzept Dezentralisierung der Kompetenzen 2. KAPITEL Personalpolitik Art Ziel der Personalpolitik ist es, die Personalressourcen des Staates optimal zur Geltung zu bringen. Sie beruht auf folgenden Grundsätzen: a) dynamische und vorausschauende Personalbewirtschaftung; b) Wahrung der Integrität und berufliche Entfaltung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter; c) Flexibilität und Mobilität des Personals sowohl innerhalb der Direktionen und Anstalten wie auch zwischen diesen Einheiten; d) Chancengleichheit und Gleichbehandlung von Frau und Mann; e) Mitwirkung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Entscheidungsprozess; f) regelmässige Information und Konsultation des Personals; g) Schaffung von Stellen für Personen, die eine Lehre oder eine Ausbildung absolvieren; h) Eingliederung behinderter Personen; i) Eingliederung von Arbeitslosen; j) Förderung der Zweisprachigkeit. Art Der Staatsrat erstellt ein Konzept für die Personalpolitik. 2 Das Konzept berücksichtigt die Bedürfnisse des Arbeitgebers, der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Empfängerinnen und Empfänger der staatlichen Leistungen. Art Die Direktionen und Anstalten entwickeln im Rahmen der Gesetzgebung bei Bedarf ergänzende Richtlinien zur Personalpolitik. Die Richtlinien werden nach Stellungnahme des Personalamts dem Staatsrat zur Genehmigung unterbreitet. 2
3 2 Diese Kompetenzen können den Dienstchefinnen und Dienstchefs übertragen werden. Art. 7. Die Gehaltspolitik berücksichtigt die folgenden Grundsätze: a) Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit des Staates gegenüber anderen Arbeitgebern; b) Berücksichtigung der Arbeitsmarktsituation, der finanziellen Lage des Staates sowie der wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse; c) Bestimmung des Gehalts unter Berücksichtigung der Funktion, der Erfahrung und der Leistungen der Mitarbeiterin oder des Mitarbeiters. Grundsätze der Gehaltspolitik 3. KAPITEL Organisation Art. 8. Der Staatsrat hat folgende Aufgaben: a) Er erlässt die Ausführungsbestimmungen zu diesem Gesetz und genehmigt diejenigen der Direktionen und Anstalten. b) Er trifft alle Grundsatzentscheide, die das gesamte Staatspersonal betreffen. c) Er stellt die Direktorinnen und Direktoren der Anstalten und die Chefinnen und Chefs der zentralen Dienste an und fällt alle sie in Anwendung dieses Gesetzes betreffenden Entscheide. d) Er genehmigt die Anstellung der übrigen höheren Kader, die den Direktionen unterstellt sind. e) Er genehmigt die in Anwendung dieses Gesetzes von den Direktionen und Anstalten beschlossenen Kompetenzdelegationen an Dienstchefinnen und -chefs. f) Er vertritt den Arbeitgeber Staat gegenüber dem Dachverband des Personals öffentlicher Dienste des Kantons Freiburg, der Vereinigung der Magistraten und höheren Beamten der Kantonsverwaltung Freiburg sowie gegenüber den Berufsverbänden und Gewerkschaften in allen allgemeinen Fragen oder in Fragen, die nach diesem Artikel in seine Zuständigkeit fallen. g) Er nimmt alle übrigen Aufgaben wahr, die ihm dieses Gesetz und seine Ausführungsbestimmungen oder die Spezialgesetze ausdrücklich zuweisen. Staatsrat Art Die Direktionen und Anstalten nehmen alle Aufgaben wahr, die aus diesem Gesetz hervorgehen und nicht ausdrücklich in einer besonderen Bestimmung anderen Behörden übertragen werden. 3 Direktionen und Anstalten
4 2 Die Staatskanzlei nimmt für das ihr unterstellte Personal dieselben Aufgaben wahr wie die Direktionen. 3 Die Staatsrätinnen und Staatsräte sowie die Direktorinnen und Direktoren der Anstalten können Aufgaben der Personalbewirtschaftung, die in die Zuständigkeit der Direktion oder der Anstalt fallen, an Stabseinheiten oder an die Dienstchefinnen und Dienstchefs delegieren. Die Genehmigung durch den Staatsrat nach Artikel 8 Bst. e bleibt vorbehalten. Dienstchefin oder Dienstchef Personalamt a) Stellung b) Aufgaben Art Die Dienstchefinnen oder -chefs haben folgende Aufgaben: a) Sie geben die notwendigen Anweisungen, damit das Personal der Dienststelle seine Arbeit im Hinblick auf die zu erreichenden Ziele planen und organisieren kann. b) Sie fördern die Eigenverantwortung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Dienststelle bei der Organisation, der Planung und der Ausführung ihrer Aufgaben. c) Sie gewährleisten die Kontrolle der Arbeitsergebnisse des Personals der Dienststelle. d) Sie stellen bei der Personalbewirtschaftung die nötige Koordination mit den andern Dienststellen des Staates und seinen Anstalten sicher. e) Sie üben die Kompetenzen aus, die ihnen in Anwendung von Artikel 9 Abs. 3 übertragen werden. f) Sie nehmen im Voraus Stellung zu allen Entscheiden, die von einer anderen Behörde in Anwendung dieses Gesetzes über Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihrer Dienststelle gefällt werden. g) Sie nehmen alle übrigen Aufgaben wahr, die ihnen dieses Gesetz und seine Ausführungsbestimmungen oder die Spezialgesetze ausdrücklich zuweisen. 2 Die Dienstchefinnen oder -chefs wenden ausserdem die Führungsregeln an, die im Gesetz über die Organisation des Staatsrates und der Verwaltung festgelegt sind. Art. 11. Das Personalamt ist ein zentraler Dienst. Der Staatsrat legt seine Zuordnung zu einer Direktion fest. Art. 12. Das Personalamt hat folgende Aufgaben: a) Es sorgt für die einheitliche Anwendung dieses Gesetzes und der Spezialgesetze über das Personal des Staates und seiner Anstalten und gibt zu diesem Zweck Stellungnahmen ab oder stellt Richtlinien auf. b) Es entwickelt die zentral bewirtschafteten Führungsinstrumente. 4
5 c) Es verwaltet die Software für die Personalbewirtschaftung und die Gehaltszahlungen. d) Es verwaltet die Gehälter des Staatspersonals, sofern diese Verwaltung nicht aus Gründen der Rationalisierung, insbesondere zu Gunsten der Anstalten, dezentralisiert werden muss. e) Gegenüber dem Staatsrat, den Direktionen und Anstalten übt es in allen Bereichen, die das Personal betreffen, die Funktion eines Beratungs- und Kontrollorgans aus und verfasst Berichte und Stellungnahmen. f) Es nimmt alle übrigen Aufgaben wahr, die ihm dieses Gesetz und seine Ausführungsbestimmungen oder Spezialgesetze ausdrücklich zuweisen. Art Jede Direktion oder Anstalt schafft und organisiert eine eigene Fachstelle für die Personalbewirtschaftung. 2 Diese Fachstelle ist bei den Direktionen oder Anstalten die fachliche Ansprechpartnerin für das Personalamt. 3 Das Personalamt hilft bei der Organisation dieser Einheit mit. Art Der Staatsrat verfügt über eine ständige beratende Kommission für Personalfragen. 2 Die Zusammensetzung der Kommission gewährleistet die paritätische Vertretung des Arbeitgebers Staat und des Personals. 3 Der Staatsrat ernennt die Kommissionsmitglieder und bestimmt die Arbeitsweise der Kommission. Art. 15. Die Kommission hat folgende Aufgaben: a) Sie wirkt bei der Ausarbeitung der Entwürfe für die Ausführungsbestimmungen zu diesem Gesetz und der entsprechenden Änderungen mit. b) Sie nimmt im Voraus zu Grundsatzfragen Stellung, die das Personal betreffen, insbesondere was die Gehälter angeht. c) Sie nimmt zu allen andern Fragen, die das Personal betreffen, Stellung, wenn sie vom Staatsrat dazu aufgefordert wird. Fachstellen bei den Direktionen und Anstalten Beratende Kommission a) Organisation b) Aufgaben 5
6 Stellenplan Beschrieb, Bewertung und Einreihung der Funktionen a) Grundsatz b) Kommission für die Bewertung und Einreihung der Funktionen Personalförderungssystem Aus- und Weiterbildung 4. KAPITEL Instrumente zur Personalführung und -bewirtschaftung Art Es wird ein informatikgestützter Plan der beim Staat und seinen Anstalten bestehenden Stellen erstellt. Der Stellenplan enthält Informationen über die Funktion, die Budgetposition, den Kredit, die Anzahl in Vollzeitstellen umgerechnete Stelleneinheiten und den Beschäftigungsgrad der Stelleninhaberinnen und -inhaber sowie über die entsprechenden Kosten. 2 Das Personalamt verwaltet die Software, die für den Stellenplan benutzt wird. Es bewirtschaftet ausserdem den Stellenplan, sofern dies aus Rationalisierungsgründen, namentlich bei den Anstalten, nicht dezentral erfolgen muss. Art Die für den Staat oder seine Anstalten ausgeübten Funktionen werden beschrieben, bewertet und in Gehaltsklassen eingereiht. 2 Die Bewertungskriterien werden aus den Anforderungen im intellektuellen, psychosozialen und physischen Bereich und aus der Verantwortung der Funktion abgeleitet. 3 Der Staatsrat erlässt mit Weisungen den Funktionsbeschrieb und das Funktionsbewertungssystem. Er reiht die Funktionen in Gehaltsklassen ein. Die Einreihung wird in einem Staatsratsbeschluss veröffentlicht. Art Der Staatsrat verfügt über eine paritätische Kommission für die Bewertung und Einreihung der Funktionen. 2 Die Kommission unterbreitet dem Staatsrat Anträge für den Beschrieb, die Bewertung und Einreihung der Funktionen. 3 Der Staatsrat ernennt die Kommissionsmitglieder und bestimmt die Arbeitsweise der Kommission. Das Personalamt führt das Kommissionssekretariat. Art. 19. Der Staatsrat wählt ein Personalförderungssystem, das die Erfassung der von der Funktion geforderten und bei den Stelleninhaberinnen und -inhabern ausgewiesenen Kompetenzen erlaubt. Art Der Staatsrat erstellt ein allgemeines Konzept für die Weiterbildung sowie für die Ausbildung des Kaders, insbesondere im Bereich der Personalführung. 2 Die Direktionen und Anstalten erstellen soweit nötig spezifische Konzepte für die ihnen unterstellten Personalkategorien. Die Konzepte werden nach Stellungnahme des Personalamts dem Staatsrat zur Genehmigung unterbreitet. 6
7 Art. 21. Der Staatsrat beschliesst ein System für die Nachwuchsplanung insbesondere für Kaderpositionen. Art Der Staatsrat beschliesst ein allgemeines System zur periodischen Personalbeurteilung. Die Beurteilung umfasst eine Analyse der erbrachten Leistungen, des Verhaltens und der Fähigkeiten sowie des Entwicklungspotenzials der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (nachfolgend: Personalbeurteilung). 2 Jedes Jahr muss ein persönliches Gespräch stattfinden. 3 Die Direktionen und Anstalten erstellen so weit nötig spezifische Systeme für die ihnen unterstellten Personalkategorien. Diese werden nach Stellungnahme des Personalamts dem Staatsrat zur Genehmigung unterbreitet. Periodische Personalbeurteilung Nachwuchsplanung Art. 23. Der Staatsrat beschliesst ein System zur Förderung von Erfindungen und Vorschlägen des Personals. Erfindungen und Vorschläge 5. KAPITEL Dienstverhältnis 1. ABSCHNITT Öffentlich-rechtliches Dienstverhältnis Art. 24. Das Dienstverhältnis der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Staates und seiner Anstalten untersteht dem öffentlichen Recht. 2. ABSCHNITT Entstehung des Dienstverhältnisses Art Offene Stellen werden intern oder extern ausgeschrieben. 2 Führt die Ausschreibung nicht zum erwarteten Ergebnis, so wiederholt die Anstellungsbehörde die Ausschreibung oder besetzt die Stelle durch Berufung. 3 Der Staatsrat regelt Form und Umfang der Stellenausschreibung für Teilzeitstellen und befristete Stellen. Ausschreibung Art Voraussetzung für die Anstellung ist die für die Ausübung der Funktion erforderliche fachliche und persönliche Eignung. 2 Ist es im Interesse des Staates notwendig, so kann die Anstellungsbehörde mit dem Einverständnis der Bewerberin oder des Bewerbers Persönlichkeitstests durchführen. Anstellungsbedingungen 7
8 3 Je nach Art der zu besetzenden Stelle nimmt die Anstellungsbehörde die erforderlichen Sicherheitskontrollen vor. Die Bewerberin oder der Bewerber erklärt sich schriftlich damit einverstanden. Sie oder er wird über das Ergebnis der Kontrolle informiert. 4 Die verfassungsmässigen und gesetzlichen Unvereinbarkeiten bleiben vorbehalten. Nichtanstellung Ärztliche Untersuchung Eidesleistung und feierliches Versprechen 2 Der Vertrag wird für eine befristete oder unbefristete Dauer abgeschlossen. Anstellungsvertrag Art Es besteht kein Anspruch auf Anstellung. 2 Macht eine Bewerberin oder ein Bewerber ein auf konkreten Anhaltspunkten beruhendes diskriminierendes Motiv für die Nichtanstellung geltend, namentlich in Zusammenhang mit dem Geschlecht, dem Zivilstand oder der Herkunft, so kann sie oder er von der Anstellungsbehörde eine Begründung des Entscheids verlangen. Art Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die längerfristig angestellt werden, müssen sich vor dem Dienstantritt ärztlich untersuchen zu lassen. 2 Die Vertrauensärztin oder der Vertrauensarzt des Staates bestimmt, ob der Gesundheitszustand der Bewerberin oder des Bewerbers die Ausübung der vorgesehenen Tätigkeit gestattet. Ist dies nicht der Fall, so wird die Anstellung hinfällig. 3 Die Anstellungsbehörde kann von der ärztlichen Untersuchung absehen, wenn die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter zu einem niedrigen Beschäftigungsgrad angestellt wird. 4 Das Gesetz über die Pensionskasse des Staatspersonals bleibt vorbehalten. Art Der Staatsrat bestimmt, welche Personalkategorien einen Eid leisten oder ein feierliches Versprechen abgeben müssen. Die Spezialgesetze bleiben vorbehalten. 2 Die Anstellung wird hinfällig, wenn die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter den verlangten Eid nicht leisten oder das feierliche Versprechen nicht abgeben will. Art Die Anstellung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erfolgt durch einen Vertrag. 3 Der Vertrag bedarf der schriftlichen Form. Wird ein Vertrag jedoch für eine Dauer von weniger als drei Monaten abgeschlossen und rechtfertigen es die Umstände, so genügt die mündliche Form. 8
9 Art Die Probezeit beträgt ein Jahr. 2 Das Dienstverhältnis kann während der Probezeit von beiden Parteien jederzeit gekündigt werden. Artikel 46 bleibt vorbehalten. Die Kündigung wird mit eingeschriebenem Brief mitgeteilt. 3 Das Dienstverhältnis kann in den ersten drei Monaten der Probezeit von jeder Partei mit einer Kündigungsfrist von einer Woche auf das Ende einer Woche gekündigt werden. Ab dem vierten Monat der Probezeit kann das Dienstverhältnis mit einer Kündigungsfrist von einem Monat auf das Ende eines Monats gekündigt werden. 4 Bei der Anstellung oder während der Probezeit kann ganz oder teilweise auf diese verzichtet werden, und zwar für befristete Verträge, wenn die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter die betreffende Funktion schon vorher ausgeübt hat oder wenn die Leistungen, das Verhalten und die Fähigkeiten mit denen erfahrener Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vergleichbar sind. Die Artikel 34 und 35 bleiben im Übrigen vorbehalten. Art Wurde das Dienstverhältnis nicht vorher gekündigt, so wird am Ende der Probezeit angenommen, dass die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter den Anforderungen der Stelle entspricht. In diesem Falle wird sie oder er offiziell in der besonderen Eigenschaft als Mitarbeiterin oder Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes anerkannt. 2 Bestehen jedoch nach einer Personalbeurteilung Zweifel über die Eignung der Mitarbeiterin oder des Mitarbeiters für diese Stelle, so wird die Probezeit um höchstens ein Jahr verlängert und die offizielle Anerkennung auf deren Ende aufgeschoben. Die Verlängerung der Probezeit und die Aufschiebung der offiziellen Anerkennung werden spätestens am Ende der Probezeit mitgeteilt. 3 Während der Verlängerung der Probezeit kann das Dienstverhältnis von jeder Partei jederzeit mit einer Kündigungsfrist von 2 Monaten auf das Ende eines Monats gekündigt werden. Eine weitere Verlängerung ist nicht möglich. 4 Die Spezialgesetze, die die Ernennung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vorsehen, bleiben vorbehalten. 3. ABSCHNITT Änderung des Dienstverhältnisses Art Wenn dienstliche Gründe es rechtfertigen, kann die Anstellungsbehörde als vorsorgliche Massnahme die sofortige Dienstenthebung verfügen. Aus gleichen Gründen kann sie auch die vorläufige Versetzung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an eine Stelle, die ihren Fähigkeiten entspricht, verfügen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen zuvor von der Anstellungsbehörde angehört werden. 9 Probezeit a) Grundsatz b) Ablauf der Probezeit und offizielle Anerkennung Vorläufige Dienstenthebung und vorläufige Versetzung
10 2 Ist aus triftigen Gründen anzunehmen, dass das Dienstverhältnis nach der Dienstenthebung auf Grund einer Verfehlung der Mitarbeiterin oder des Mitarbeiters nicht fortgesetzt werden kann, so kann die Dienstenthebung mit einer Einstellung der Gehaltszahlungen verbunden werden. 3 Erweist sich die Dienstenthebung oder die Versetzung als unbegründet, so hat die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter Anrecht auf eine angemessene Genugtuung. Wenn sich die Einstellung der Gehaltszahlungen als unbegründet erweist, so hat die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter zudem Anrecht auf Gehaltsnachzahlung. Versetzung a) Grundsatz b) Voraussetzungen Art Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können versetzt oder mit anderen Aufgaben betraut werden, die ihren Fähigkeiten entsprechen, wenn: a) die Laufbahn- oder Nachwuchsplanung, die Erfordernisse einer polyvalenten Ausbildung oder der beruflichen Weiterbildung dies rechtfertigen. In diesem Fall erfolgt die Versetzung in gegenseitigem Einvernehmen; b) eine administrative Reorganisation, die Umwandlung der Stelle der betroffenen Person oder der Bedarf an Personalaustausch dies rechtfertigt; c) es die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter verlangt; d) sie oder er den Anforderungen der Stelle wegen mangelnder Leistungen oder Fähigkeiten oder auf Grund des Verhaltens nicht oder nicht mehr entspricht. 2 Der Artikel 33 bleibt vorbehalten. Art Aus den in Artikel 34 aufgeführten Gründen kann das Pflichtenheft jederzeit und ohne Frist vorübergehend oder geringfügig geändert werden. 2 Wird das Pflichtenheft in Anwendung von Artikel 34 Bst. b dauerhaft und erheblich geändert, entspricht die Versetzung der Stellenabschaffung nach Artikel 47, der sinngemäss anwendbar ist. Es erfolgt eine Wiederanstellung ohne Probezeit. 3 Wird das Pflichtenheft in Anwendung von Artikel 34 Bst. d dauerhaft und erheblich geändert, entspricht die Versetzung der Kündigung nach den Artikeln 38-40, die sinngemäss anwendbar sind. Es erfolgt eine Wiederanstellung. 4 Wird das Pflichtenheft in Anwendung von Artikel 34 Bst. a und c dauerhaft und erheblich geändert, entspricht die Versetzung der Kündigung in gegenseitigem Einvernehmen oder dem Rücktritt. Es erfolgt eine Wiederanstellung. 10
11 5 In den Fällen nach den Absätzen 2, 3 und 4 wird das Gehalt der Einreihung der neuen Funktion angepasst. 4. ABSCHNITT Ordentliche Beendigung des Dienstverhältnisses Art Der befristete Vertrag endet von Rechts wegen zum vertraglich vereinbarten Zeitpunkt. 2 Das Vertragsende kann als Datum oder Erreichen eines Ziels festgelegt werden. Die Erneuerung des Vertrags erfordert die ausdrückliche Zustimmung beider Parteien. 3 Unter Vorbehalt der Artikel 44 und 45 können beide Parteien das Dienstverhältnis vor Vertragsablauf nur während der Probezeit kündigen. Wurde keine Probezeit vereinbart oder ist diese abgelaufen, ist eine Kündigung nur möglich, wenn der Vertrag dies ausdrücklich vorsieht. Art. 37. Der unbefristete Vertrag kann mit einer Kündigungsfrist von 3 Monaten auf das Ende eines Monats gekündigt werden. Artikel 42 Abs. 2 bleibt vorbehalten. Art Die Anstellungsbehörde spricht die Kündigung aus, wenn die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter die Anforderungen der Funktion wegen mangelnder Leistungen oder Fähigkeiten oder auf Grund des Verhaltens nicht mehr erfüllt. 2 Die Kündigungsgründe müssen im Rahmen einer Personalbeurteilung im Sinne von Artikel 22 nachgewiesen werden. Befristeter Vertrag Unbefristeter Vertrag a) Grundsatz b) Kündigungsgründe Art. 39. Der Kündigung muss zumindest eine schriftliche und begründete Verwarnung vorangehen, die es der Mitarbeiterin oder dem Mitarbeiter erlaubt, innert nützlicher Frist den Anforderungen der Stelle gerecht zu werden. c) Verwarnung Art Im Kündigungsverfahren muss der Anspruch der Mitarbeiterin oder des Mitarbeiters auf rechtliches Gehör garantiert sein. 2 Die Anstellungsbehörde ist für die Durchführung des Verfahrens zuständig. Sie kann die Leitung des Verfahrens einer anderen Person innerhalb oder ausserhalb der Verwaltung übertragen. 3 Die Kündigung wird mit eingeschriebenem Brief mitgeteilt. 4 Das Kündigungsverfahren richtet sich ausserdem nach dem Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege und den Ausführungsbestimmungen zum vorliegenden Gesetz. d) Kündigungsverfahren 11
12 e) Folgen bei ungerechtfertigter Kündigung Rücktritt Kündigung in gegenseitigem Einvernehmen Entlassung aus wichtigen Gründen a) Grundsatz b) Verfahren Art. 41. Erweisen sich die Kündigungsgründe als ungerechtfertigt, behält die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter die Funktion bei. Bei tatsächlicher Beendigung des Dienstverhältnisses oder wenn eine Wiedereingliederung der Mitarbeiterin oder des Mitarbeiters nicht mehr möglich ist, besteht Anspruch auf eine Entschädigung. Deren Höhe beträgt maximal ein Jahresgehalt. Art Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können mit einer Kündigungsfrist von 3 Monaten auf Ende eines Monats kündigen. 2 Erfordert es die Funktion, insbesondere beim Lehrpersonal, so kann der Staatsrat für die Kündigung durch Rücktritt eine andere Frist und einen anderen Zeitpunkt festsetzen. In diesem Fall sind Frist und Zeitpunkt auch auf die in Artikel 37 vorgesehene Kündigung anwendbar. 3 Der Rücktritt wird der Anstellungsbehörde mit eingeschriebenem Brief mitgeteilt. 4 Sofern das Interesse der Dienststelle nicht dagegen spricht, kann die Anstellungsbehörde auch eine kürzere Kündigungsfrist zulassen. 5 In Ausnahmefällen und aus zwingenden Gründen des öffentlichen Interesses kann die Anstellungsbehörde von der zurücktretenden Person verlangen, dass sie die Funktion bis zum Stellenantritt einer qualifizierten Nachfolgerin oder eines qualifizierten Nachfolgers, längstens jedoch während 6 Monaten, weiter ausübt. Art. 43. Nach Stellungnahme des Personalamtes kann das Dienstverhältnis in gegenseitigem Einvernehmen auf einen gewählten Zeitpunkt nach vertraglich vereinbarten Bestimmungen aufgelöst werden. 5. ABSCHNITT Ausserordentliche Beendigung des Dienstverhältnisses Art Die Anstellungsbehörde kann bei schwerer oder wiederholter Verletzung der Dienstpflichten oder wegen anderen Umständen, unter denen die Fortführung des Arbeitsverhältnisses für sie nach Treu und Glauben nicht mehr zumutbar ist, die Entlassung aus wichtigen Gründen aussprechen. 2 Die Entlassung aus wichtigen Gründen erfolgt mit sofortiger Wirkung. Art Das Verfahren richtet sich nach Artikel 40. In schwer wiegenden Fällen und wenn die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter die erhobenen Tatbestände eingesteht, kann die Entlassung nach einem vereinfachten dringlichen Verfahren verfügt werden. Der Staatsrat regelt dieses Verfahren. 12
13 2 Wenn es die Umstände erlauben, ergeht eine schriftliche Verwarnung, bevor die Entlassung verfügt wird. 3 Die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter kann verpflichtet werden, die Verfahrenskosten zu tragen. Führt das Verfahren nicht zur Entlassung und hat die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter aus eigenem Verschulden oder aus Fahrlässigkeit Anlass zu diesem Verfahren gegeben oder es erschwert, so kann sie oder er ebenfalls verpflichtet werden, die Kosten ganz oder teilweise zu tragen. 4 Die Folgen bei ungerechtfertigter Entlassung richten sich nach Artikel 41. Art Die Kündigung oder die Entlassung ist missbräuchlich, wenn sie ausgesprochen wird: a) aus einem Grund, der in der Person der Mitarbeiterin oder des Mitarbeiters liegt, es sei denn, dieser Grund stehe in einem Zusammenhang mit dem Dienstverhältnis oder schade ernsthaft den Interessen des Staates; b) weil die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter ein verfassungsmässiges Recht ausübt, es sei denn, die Rechtsausübung verletze eine Pflicht aus diesem Gesetz, den Ausführungsbestimmungen oder dem Anstellungsvertrag oder schade ernsthaft den Interessen des Staates; c) um zu verhindern, dass rechtliche Ansprüche aus diesem Gesetz, den Ausführungsbestimmungen oder dem Anstellungsvertrag entstehen oder nach Treu und Glauben geltend gemacht werden; d) weil die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter Militär-, Zivil- oder Zivilschutzdienst leistet; e) weil die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter eine nicht freiwillig übernommene gesetzliche Pflicht erfüllt; f) wegen Schwangerschaft, Mutterschaft oder Arbeitsunfähigkeit in Folge von Krankheit, Unfall, Schwangerschaft oder Mutterschaft, unter Vorbehalt von Artikel 48; g) während der Schwangerschaft, unter Vorbehalt von Artikel 44; h) weil die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter einer Arbeitnehmerorganisation angehört; i) weil die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter eine gewerkschaftliche Tätigkeit ausübt, es sei denn, das diesbezügliche Verhalten beeinträchtige stark den dienstlichen Betrieb. 2 Die Folgen bei ungerechtfertigter Entlassung richten sich nach Artikel 41. Missbräuchliche Kündigung oder Entlassung 13
14 Abschaffung einer Stelle Dauernde Arbeitsunfähigkeit Tod und Verschollenheit Freiwillige Pensionierung Art Bei der Abschaffung einer Stelle wird die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter an eine ihrer oder seiner Ausbildung und ihren oder seinen Fähigkeiten entsprechende verfügbare Stelle versetzt. 2 Wenn keine verfügbare Stelle der Ausbildung und den Fähigkeiten der Mitarbeiterin oder des Mitarbeiters entspricht, wird das Dienstverhältnis aufgelöst. 3 Es kann mit einer Kündigungsfrist von 6 Monaten auf das Ende eines Monats gekündigt werden. 4 Unter Vorbehalt von Absatz 5 hat die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter bei Entlassung oder Versetzung nach Artikel 35 Abs. 2 in eine tiefer eingereihte Stelle Anspruch auf eine Entschädigung nach Alter und Dienstjahren. 5 Es besteht kein Anspruch auf diese Entschädigung, wenn die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter ein Angebot für eine gehaltsmässig gleichwertige Stelle ausschlägt. Es besteht ebenfalls kein Entschädigungsanspruch, wenn der Staat der Mitarbeiterin oder dem Mitarbeiter eine Stelle zu vergleichbaren Bedingungen bei einem anderen öffentlichen oder privaten Arbeitgeber verschafft. 6 Die Artikel über die Pensionierung bleiben vorbehalten. Art Dauernde Arbeitsunfähigkeit wegen Krankheit oder Unfall führt von Rechts wegen zur Beendigung des Dienstverhältnisses, wenn sie mehr als 360 Ganztages- oder Teilabwesenheiten innerhalb von 540 aufeinander folgenden Tagen umfasst. Die Anstellungsbehörde kann die Mitarbeiterin oder den Mitarbeiter entweder unmittelbar nach Beendigung des Dienstverhältnisses oder später wieder anstellen. 2 Artikel 110 über den Gehaltsanspruch bei Arbeitsunfähigkeit wegen Krankheit oder Unfall bleibt vorbehalten. Art Mit dem Tod endet das Dienstverhältnis von Rechts wegen. 2 Bleibt eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter in Todesgefahr verschollen oder nachrichtenlos abwesend, endet das Dienstverhältnis von Rechts wegen drei Monate nach dem Tag des Verschwindens. 6. ABSCHNITT Pensionierung Art Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können am Ende des Monats, in dem sie das Mindestalter für die Pensionierung erreichen, in den Ruhestand treten. 14
15 2 Der Staatsrat setzt das Mindestalter für die Pensionierung in den Ausführungsbestimmungen fest. Es kann für gewisse Personalkategorien unterschiedlich sein. Liegt es unter 60 Jahren, so führt dies zu einer versicherungstechnischen Kürzung der Alterspension. 3 Die Kündigung erfolgt auf Ende eines Monats unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von 3 Monaten. Wenn es die Besonderheit der Funktion erfordert, insbesondere beim Lehrpersonal, so kann der Staatsrat einen anderen Kündigungstermin als für die Pensionierung festsetzen. Art Hat die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter das Höchstalter für die Pensionierung erreicht, so endet das Dienstverhältnis von Rechts wegen. 2 Das Höchstalter für die Pensionierung wird in den Ausführungsbestimmungen festgelegt. Es kann für gewisse Personalkategorien unterschiedlich sein. 3 Wenn das Höchstalter unter dem AHV-Alter und unter 60 Jahren liegt, erlässt der Staatsrat Bestimmungen über die Finanzierung eines vom Arbeitgeber und vom Personal getragenen AHV-Überbrückungsfonds sowie über die Finanzierung des Einkaufs der allfälligen versicherungstechnischen Kürzung. 4 Das Dienstverhältnis endet von Rechts wegen am Ende des Monats, in dem die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter das Höchstalter erreicht hat. Wenn es die Besonderheit der Funktion erfordert, insbesondere beim Lehrpersonal, können die Ausführungsbestimmungen einen anderen Termin vorsehen. 5 In besonderen Fällen kann der Staatsrat im Einvernehmen mit der Mitarbeiterin oder dem Mitarbeiter die Beendigung des Dienstverhältnisses über das Höchstalter hinaus bis spätestens zum 70. Altersjahr verschieben. Art Die Anstellungsbehörde kann eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter in den Ruhestand versetzen, wenn die folgenden Bedingungen kumulativ erfüllt sind: a) Die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter erfüllt die Anforderungen der Funktion wegen mangelnder Leistungen oder Fähigkeiten oder auf Grund des Verhaltens nicht mehr. b) Sie oder er hat ein in den Ausführungsbestimmungen festgesetztes Alter oder eine dort festgesetzte Anzahl Dienstjahre erreicht. 2 Die Vorschriften über die ordentliche Kündigung sind anwendbar. Art Die Versetzung in den Ruhestand kann auch an Stelle der Entlassung infolge Abschaffung einer Stelle verfügt werden, sofern die Bedingungen nach Artikel 52 Abs. 1 Bst. b erfüllt sind. 15 Pensionierung von Rechts wegen Versetzung in den Ruhestand a) Bei Unzulänglichkeit b) Bei Abschaffung einer Stelle
16 2 Die Verfügung wird 6 Monate später wirksam. Artikel 47 Abs. 4 und 5 ist nicht anwendbar. c) Leistungen des Staates Förderung der freiwilligen Pensionierung Allgemeine Pflichten Besondere Pflichten der direkten Vorgesetzten Art Der Staat richtet den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die in den Ruhestand versetzt wurden, bis zur Entstehung des Anspruchs auf eine AHV- oder IV-Rente oder gegebenenfalls bis zur Entstehung des Anspruchs auf eine Altersrente der Pensionskasse Leistungen aus, deren Höhe in den Ausführungsbestimmungen festgelegt wird. 2 Ist die Versetzung in den Ruhestand ganz oder teilweise auf fehlerhaftes Verhalten der Mitarbeiterin oder des Mitarbeiters zurückzuführen, so werden die Leistungen des Staates gekürzt oder gestrichen. Art Der Staatsrat kann befristete oder unbefristete Massnahmen zur Förderung der freiwilligen Pensionierung vor Erreichen des Höchstalters treffen. 2 Bestehen diese Massnahmen in einem finanziellen Beitrag an das Personal oder an die Pensionskasse, so muss dieser durch mindestens gleichwertige Gesamteinsparungen kompensiert werden. 6. KAPITEL Pflichten des Personals Art Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter führen ihre Arbeit sorgfältig, beruflich kompetent und loyal zu ihrem Arbeitgeber aus. Sie verpflichten sich, durch die Qualität ihrer Leistungen den Interessen des Staates und des öffentlichen Dienstes zu dienen. 2 Sie planen und organisieren ihre Arbeit und zeigen Initiative, um die festgelegten Ziele zu erreichen. 3 Sie erweisen sich mit ihrem Verhalten des Ansehens und Vertrauens würdig, die mit ihrer Funktion im öffentlichen Dienst verbunden sind. Art Die direkten Vorgesetzten haben die folgenden besonderen Pflichten: a) Sie definieren klar ihre Erwartungen bezüglich der Aufträge, Aufgaben und Ziele. b) Sie geben den ihnen unterstellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die notwendigen Anweisungen, damit diese ihre Arbeit planen und organisieren können. c) Sie gewährleisten die ständige Betreuung des ihnen unterstellten Personals, sie sorgen dafür, dass das Personal die Pflichten wahrnimmt, die aus diesem Gesetz hervorgehen, und sie prüfen, ob die Arbeit richtig ausgeführt wird. 16
17 d) Sie behandeln das Personal gerecht und mit Respekt. 2 Sie tragen die Verantwortung für die gemäss ihren Weisungen ausgeführten Handlungen. Art Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter widmen ihrer Arbeit die ganze Zeit, die in den Vorschriften über die Arbeitsdauer und Arbeitszeit in den Reglementen und im Anstellungsvertrag dafür vorgesehen ist. 2 Die Arbeitsdauer des Personals wird in den Ausführungsbestimmungen festgelegt. Je nach Personalkategorien kann eine unterschiedliche Arbeitsdauer vorgesehen werden. 3 Im Rahmen der in den Ausführungsbestimmungen festgelegten Arbeitsdauer können die Direktionen und Anstalten je nach Bedürfnis der Dienststellen und der Personalkategorien verschiedene Arbeitszeitmodelle vorsehen. Art Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können verpflichtet werden, Überstunden zu leisten. Diese Überstunden müssen noch im laufenden Jahr durch Freizeit ausgeglichen werden. Ist dies nicht möglich, haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Anspruch auf die Vergütung nach Artikel Wenn es die Funktion erfordert, können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verpflichtet werden, besondere Dienstzeiten wie Nachtdienst, Pikettdienst oder Präsenzdienst zu leisten. Die Grenzen dieser Dienstzeiten sowie der Ausgleich und die Vergütung, zu denen sie berechtigen, werden in den Ausführungsbestimmungen geregelt. Arbeitsdauer und Arbeitszeit Überstunden und besondere Dienstzeiten Art Es ist den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern untersagt, dienstliche Angelegenheiten zu verbreiten, von denen sie in Ausübung ihrer Funktion Kenntnis erhalten und die ihrer Natur und den Umständen nach oder gemäss besonderen Vorschriften geheim zu halten sind. 2 Es ist den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ebenfalls untersagt, amtliche Dokumente Dritten im Original oder in Kopie zugänglich zu machen oder diese über den dienstlichen Bedarf hinaus im Besitz zu behalten. 3 Diese Geheimhaltungspflicht bleibt auch nach der Auflösung des Dienstverhältnisses bestehen. Amtsgeheimnis Art. 61. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die strafrechtlich verfolgt werden, sind verpflichtet, die Anstellungsbehörde davon in Kenntnis zu setzen, es sei denn, die Straftat sei nicht schwer wiegend und stehe in keinem Zusammenhang mit der ausgeübten Funktion. Informationspflicht a) Strafrechtliche Verfolgung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern 17
18 b) Von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern festgestellte Widerhandlungen Zusammenarbeit zwischen Dienststellen Datenschutz durch das Personal Zeugnis vor Gericht Ungerechtfertigte Vorteile Art Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in der Ausübung ihrer Funktion Kenntnis von strafbaren und den Interessen des Staates schadenden Handlungen haben oder solche vermuten, sind verpflichtet, dies unverzüglich der Anstellungsbehörde zu melden. 2 Scheint die Tat strafrechtlichen Charakter zu haben, so zeigt die Anstellungsbehörde sie der zuständigen Strafbehörde an. In nicht schwer wiegenden Fällen kann sie darauf verzichten. Erstattet sie Anzeige, so setzt sie den Staatsrat davon in Kenntnis. 3 Die Ausführungsbestimmungen können für gewisse Personalkategorien die Pflicht einführen, von Dritten begangene Straftaten, von denen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Ausübung ihrer Funktion Kenntnis erhalten haben, der zuständigen Strafbehörde anzuzeigen. 4 Artikel 147 der Strafprozessordnung über die Anzeigepflicht der Beamtinnen und Beamten der Kantonspolizei bleibt vorbehalten. Art. 63. Im öffentlichen Interesse oder um den guten Geschäftsgang der Verwaltung sicherzustellen, tauschen die Dienststellen die erforderlichen Informationen untereinander aus. Die Spezialgesetze sowie Artikel 64 bleiben vorbehalten. Art. 64. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Personendaten bearbeiten, sind verpflichtet, die Gesetzgebung über den Datenschutz zu befolgen. Art Unter Vorbehalt von Artikel 77 der Strafprozessordnung vom 14. November 1996 dürfen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Gericht als Zeugen oder Experten über Tatbestände, von denen sie in Ausübung ihrer Funktion Kenntnis erhalten haben, nur mit schriftlicher Ermächtigung der Direktion oder der betroffenen Anstalt Aussagen machen. Diese Ermächtigung muss auch nach Auflösung des Dienstverhältnisses eingeholt werden. 2 Die Ermächtigung kann nur dann verweigert werden, wenn ein erhebliches öffentliches Interesse dies erfordert. 3 Die gleichen Vorschriften gelten für das Vorlegen offizieller Akten vor Gericht und für das Aushändigen von Bestätigungen. Art. 66. Es ist den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern untersagt, in Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit für sich oder andere Vorteile zu beanspruchen, anzunehmen oder sich versprechen zu lassen. Die Bestimmungen der Strafprozessordnung bleiben vorbehalten. 18
19 Art. 67. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dürfen keiner Gewinn bringenden oder die Tätigkeit beim Staat beeinträchtigenden Nebenbeschäftigung nachgehen ohne besondere schriftliche Ermächtigung der Direktion oder der Anstalt, der sie unterstehen. Personalbeurteilung Nebenbeschäftigung Art. 68. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dürfen nicht in Streik treten oder andere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dazu veranlassen. Streik Art Die dienstlichen Beziehungen zwischen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sollen von Respekt, Höflichkeit und Solidarität geprägt sein. 2 Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sich bei der Aufgabenerfüllung im Rahmen ihrer Möglichkeiten und ohne besondere Aufforderung gegenseitig zu unterstützen und zu vertreten. Dienstliche Beziehungen zwischen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Art. 70. Für den Ausstand der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gelten die Artikel VRG. Ausstand Art In den Ausführungsbestimmungen kann für gewisse Personalkategorien auf Grund der Besonderheit ihrer Funktion eine Wohnsitzpflicht im Kanton festgelegt werden. 2 Wenn es der Dienst erfordert, kann die Anstellungsbehörde die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verpflichten, an einem bestimmten Ort Wohnsitz zu nehmen oder eine Dienstwohnung zu beziehen. Art. 72. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sich periodisch in Bezug auf ihre Leistungen, ihr Verhalten und ihre Fähigkeiten beurteilen zu lassen. Wohnsitz und Dienstwohnung Berufliche Aus- und Weiterbildung Art. 73. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind verpflichtet, an den obligatorischen Ausbildungsprogrammen teilzunehmen. Art Erfindungen, die von den Mitarbeiterinnen und Erfindungen Mitarbeitern in der Ausübung ihrer dienstlichen Tätigkeit beim Staat gemacht werden, gehören dem Staat. 2 In den Anstellungsverträgen wird in Übereinstimmung mit Absatz 1 festgehalten, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter alle ihre Rechte an Erfindungen an den Staat abtreten. Artikel 95 bleibt vorbehalten. 3 Die Spezialgesetze, insbesondere das Gesetz über die Universität bleiben vorbehalten. 19
20 Folgen für das Dienstverhältnis Zivilrechtliche Verantwortlichkeit Mitteilung der Strafbehörde an die Verwaltungsbehörde 7. KAPITEL Verletzung der Pflichten des Personals Art Die Verletzung der Dienstpflichten kann je nachdem, wie schwer wiegend sie ist, zu einer Änderung oder zur Beendigung des Dienstverhältnisses gemäss den Artikeln 32, 33, 34, 38, 44 und 52 führen. Das Verfahren richtet sich nach den geltenden speziellen Bestimmungen. 2 Die Spezialgesetze, die ausserdem Disziplinarstrafen für gewisse Personalkategorien vorsehen, bleiben vorbehalten. Art. 76. Die zivilrechtliche Verantwortlichkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist im Gesetz über die Haftung der Gemeinwesen und ihrer Amtsträger geregelt. Art Die Strafbehörde, die mit einem Fall betraut ist, in dem eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter als beschuldigte Person auftritt, ist verpflichtet, die betroffene Direktion davon in Kenntnis zu setzen, wenn die dieser Person zur Last gelegte Straftat in Zusammenhang mit ihrer Funktion steht oder das Vertrauensverhältnis zwischen dem Staat und dieser Mitarbeiterin oder diesem Mitarbeiter beeinträchtigen kann. 2 Die Direktion informiert den Staatsrat. 8. KAPITEL Gehaltsanspruch des Personals 1. ABSCHNITT Bestandteile des Gehalts Art. 78. Im Gehalt des Personals sind enthalten: a) das Funktionsgehalt; b) die Zulagen und Gratifikationen; c) die Prämien und Belohnungen; d) die besonderen Entschädigungen; e) die Sozialversicherungsbeiträge. Grundsatz 2. ABSCHNITT Gehaltsskalen Art Der Staatsrat erlässt durch Beschluss zwei Gehaltsskalen, und zwar die allgemeine Gehaltsskala und die Sondergehaltsskala. Er erlässt ausserdem die ergänzenden Bestimmungen, die für die Gehälter der Ärzte notwendig sind. 20
.70. Gesetz vom 7. Oktober 00 über das Staatspersonal (StPG) Der Grosse Rat des Kantons Freiburg nach Einsicht in die Botschaft des Staatsrats vom 8. November 000; auf Antrag dieser Behörde, beschliesst:.
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Service du personnel et d organisation SPO Amt für Personal und Organisation POA Joseph-Piller, 1701 Freiburg T +41 26 305 32 52, F +41 26 305 32 49 www.fr.ch/poa Allgemeine Anstellungsbedingungen für
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Direction de l instruction publique, de la culture et du sport DICS Direktion für Erziehung, Kultur und Sport EKSD Spitalgasse 1, 1701 Freiburg T +41 26 305 12 02, F +41 26 305 12 14 www.fr.ch/eksd Allgemeine
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Personalinformation Bedingungen für die Pensionierung ab 2012 19. Juli 2011 Finanzdirektion FIND Direction des Finances DFIN Seite 2 von 11 Inhalt 1. Pensionierung im Überblick: Neuerungen ab 2012... 3
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