Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F28-04-2000-2A-540-1999
Timestamp: 2016-10-24 09:02:02
Document Index: 270581198

Matched Legal Cases: ['Art. 100', 'Art. 4', 'BGE', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 104', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 16', 'Art. 1', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 9', 'Art. 8', 'Art. 9', 'Art. 10', 'BGE', 'Art. 156']

2A.540/1999 (28.04.2000)
2A.540/1999/mks
Es wirken mit: Bundesrichter Wurzburger, Pr�sident der II. �ffentlichrechtlichen Abteilung, M�ller, Ersatzrichter Rohner und Gerichtsschreiberin M�ller.
X.________, geb. ............. 1960, Beschwerdef�hrer, vertreten durch F�rsprecher Franz Hollinger, Stapferstrasse 28, Postfach, Brugg,
Rekursgericht im Ausl�nderrecht des Kantons Aargau,
A.- Der nigerianische Staatsangeh�rige X.________ reiste am 31. Oktober 1994 in die Schweiz ein und stellte gleichentags ein Asylgesuch, welches das Bundesamt f�r Fl�chtlinge am 22. Februar 1996 ablehnte. Auf die dagegen erhobene Beschwerde trat die Schweizerische Asylrekurskommission mit Entscheid vom 21. Mai 1996 nicht ein, weil X.________ den Kostenvorschuss nicht bezahlt hatte.
Am 26. M�rz 1997 heiratete X.________ die in der Schweiz niedergelassene italienische Staatsangeh�rige A.________, geb. 1963, die zuvor am 20. November 1996 die gemeinsame Tochter B.________ geboren hatte. Am 2. April 1997 ersuchte X.________ um eine Aufenthaltsbewilligung im Rahmen des Familiennachzugs.
Im Mai 1997 trennten sich die Eheleute. Mit Urteil vom 7. Oktober 1997 sprach der Gerichtspr�sident 3 des Bezirksgerichts Baden die elterliche Obhut �ber das gemeinsame Kind sowie �ber das auf Ende Oktober erwartete weitere Kind der Mutter zu, legte das Besuchsrecht X.________s auf 4 Stunden pro Monat fest und verpflichtete diesen zu Unterhaltsbeitr�gen von zuletzt monatlich Fr. 1'563. -- zuz�glich Kinderzulagen. Beide Parteien fochten diesen Entscheid in Bezug auf das Besuchsrecht erfolglos an. Mit Klage vom 8. Oktober 1997 beantragte die Ehefrau beim Bezirksgericht Baden die Scheidung der Ehe. Am 31. Oktober 1997 wurde der gemeinsame Sohn C.________ geboren.
B.- Mit Verf�gung vom 5. November 1997 verweigerte die Fremdenpolizei des Kantons Aargau X.________ die nachgesuchte Aufenthaltsbewilligung. Am 6. M�rz 1998 verurteilte das Bezirksamt Brugg X.________ wegen illegaler Einreise und illegalen Aufenthalts in der Schweiz zu einer Gef�ngnisstrafe von sieben Tagen bedingt und einer Busse von Fr. 210. --. Eine gegen ihre Verf�gung vom 5. November 1997 erhobene Einsprache wies die Fremdenpolizei des Kantons Aargau mit Entscheid vom 8. April 1998 ab. Dagegen erhob X.________ Beschwerde beim Rekursgericht im Ausl�nderrecht des Kantons Aargau.
C.- Auf eine von der Ehefrau im Februar 1998 eingeleitete Betreibung �ber den Betrag von Fr. 5'919. 20 f�r unbezahlte Unterhaltsbeitr�ge war am 25. M�rz 1998 gegen X.________ eine Lohnpf�ndung von monatlich Fr. 596. 85.20 verf�gt worden. Mit Urteil vom 23. M�rz 1998 hatte der Gerichtspr�sident 3 des Bezirksgerichts Baden die Arbeitgeberin X.________s angewiesen, von dessen Lohn monatlich den Betrag von Fr. 1'563. -- zuz�glich Kinderzulagen abzuziehen und direkt der Ehefrau zu �berweisen. Dieses Urteil focht X.________ beim Obergericht des Kantons Aargau an. Ende Juni 1998 verlor er seine Arbeitsstelle. Weil er infolge fehlender Aufenthalts- und Arbeitsbewilligung nicht mehr vermittlungsf�hig im Sinne des Arbeitslosenrechts war, erhielt er keine Leistungen der Arbeitslosenversicherung und wurde von der kommunalen F�rsorge finanziell unterst�tzt.
Am 18. Februar 1999 verurteilte das Bezirksgericht Baden X.________ wegen Vernachl�ssigung von Unterst�tzungspflichten zu 10 Tagen Gef�ngnis bedingt. Dieses Urteil focht X.________ an. Mit Urteil vom 22. April 1999 hob der Gerichtspr�sident 3 von Baden in Ab�nderung des Entscheides vom 7. Oktober 1997 die Pflicht X.________s zur Zahlung der damals festgelegten Unterhaltsbeitr�ge r�ckwirkend auf den 7. Oktober 1998 auf.
Nachdem das Bezirksgericht Baden die Scheidungsklage der Ehefrau am 19. Mai 1998 abgewiesen hatte, schied das Obergericht des Kantons Aargau am 20. Mai 1999 die Ehe der Parteien auf Appellation der Ehefrau. Es sprach die elterliche Gewalt �ber die beiden Kinder der Mutter zu und r�umte X.________ ein Besuchsrecht von einem Tag pro Monat sowie j�hrlich 14 Tagen Ferien (ab deren 7. Altersjahr) ein. Das Obergericht verpflichtete ferner X.________ zur Bezahlung von Unterhaltsbeitr�gen f�r die beiden Kinder in der H�he von insgesamt Fr. 1'000. -- pro Monat, soweit er nicht nachweise, dass er noch keine Arbeitsbewilligung erhalten habe. Der geschiedenen Ehefrau sprach es wegen �berwiegenden Verschuldens keine Unterhaltsbeitr�ge zu.
D.- Mit Entscheid vom 3. September 1999 wies das Rekursgericht im Ausl�nderrecht des Kantons Aargau (im Folgenden: das Rekursgericht) die Beschwerde gegen den Einspracheentscheid der Fremdenpolizei ab. Es begr�ndete seinen Entscheid damit, dass zwischen X.________ und dessen Kindern aufgrund seiner Zahlungsvers�umnisse und -r�ckst�nde bez�glich der geschuldeten Unterhaltsbeitr�ge zumindest in wirtschaftlicher Hinsicht keine enge Familienbeziehung bestehe.
E.- Dagegen hat X.________ am 27. Oktober 1999 beim Bundesgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben. Er beantragt, den angefochtenen Entscheid aufzuheben und ihm eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen bzw. die Fremdenpolizei des Kantons Aargau anzuweisen, ihm eine solche zu erteilen. Zudem ersucht er um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung.
Die Fremdenpolizei des Kantons Aargau hat keine Stellungnahme eingereicht. Das Rekursgericht hat auf eine Vernehmlassung verzichtet. Das Bundesamt f�r Ausl�nderfragen (f�r das Eidgen�ssische Justiz- und Polizeidepartement) beantragt, die Beschwerde abzuweisen.
F.- Mit Verf�gung vom 1. Dezember 1999 hat der Abteilungspr�sident der Beschwerde antragsgem�ss die aufschiebende Wirkung zuerkannt.
1.- a) Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 OG schliesst die Verwaltungsgerichtsbeschwerde aus gegen die Erteilung oder Verweigerung von fremdenpolizeilichen Bewilligungen, auf die das Bundesrecht keinen Anspruch einr�umt. Gem�ss Art. 4 des Bundesgesetzes vom 26. M�rz 1931 �ber Aufenthalt und Niederlassung der Ausl�nder (ANAG; SR 142. 20) entscheidet die zust�ndige Beh�rde, im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften und der Vertr�ge mit dem Ausland, nach freiem Ermessen �ber die Bewilligung von Aufenthalt und Niederlassung. Der Ausl�nder hat damit grunds�tzlich keinen Anspruch auf Erteilung bzw. Verl�ngerung einer Aufenthaltsbewilligung, und die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist ausgeschlossen, soweit er sich nicht auf eine Norm des Bundesrechts oder eines Staatsvertrags berufen kann, die ihm einen Anspruch auf eine solche Bewilligung einr�umt (BGE 124 II 363 E. 1a S. 363 f., mit Hinweisen).
b) Art. 8 EMRK garantiert den Schutz des Familienlebens. Gest�tzt darauf ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde des um die fremdenpolizeiliche Bewilligung ersuchenden Ausl�nders oder seiner hier anwesenden Verwandten zul�ssig, wenn diese �ber ein gefestigtes Anwesenheitsrecht (insbesondere Niederlassungsbewilligung) in der Schweiz verf�gen und die famili�re Beziehung tats�chlich gelebt wird und intakt ist (BGE 124 II 361 E. 1b S. 364, mit Hinweisen).
Beide Kinder des Beschwerdef�hrers verf�gen mit der Niederlassungsbewilligung �ber ein gefestigtes Aufenthaltsrecht in der Schweiz. Die Beziehung zu ihnen ist intakt und wird in gerichtlich festgelegtem Rahmen tats�chlich gelebt. Damit kann sich der Beschwerdef�hrer grunds�tzlich auf Art. 8 EMRK berufen.
2.- a) Der Beschwerdef�hrer kann mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich �berschreitung oder Missbrauch des Ermessens sowie die unrichtige oder unvollst�ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes r�gen (Art. 104 lit. a und b OG). Im Fremdenpolizeirecht stellt das Bundesgericht nur dann auf die aktuellen tats�chlichen und rechtlichen Umst�nde ab, wenn nicht eine richterliche Beh�rde als Vorinstanz entschieden hat. Diesfalls gilt die Regelung von Art. 105 Abs. 2 OG, wonach das Bundesgericht an die Feststellung des Sachverhalts gebunden ist, wenn die richterliche Vorinstanz diesen nicht offensichtlich unrichtig, unvollst�ndig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen erhoben hat (BGE 124 II 361 E. 2a S. 365; 122 II 385 E. 2 S. 390). Da im vorliegenden Fall der angefochtene Entscheid durch ein Gericht erging, gelangt Art. 105 Abs. 2 OG zur Anwendung. Damit k�nnen auch nachtr�gliche Ver�nderungen des Sachverhalts nicht ber�cksichtigt werden bzw. sind neue tats�chliche Vorbringen im bundesgerichtlichen Verfahren ausgeschlossen, soweit sie nicht von der Vorinstanz von Amtes wegen h�tten beachtet werden m�ssen und ihre Nichtber�cksichtigung auf eine Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen hinausl�uft (BGE 122 II 299 E. 5d S. 310 mit Hinweisen; 121 II 97 S. 99 E. 1c, mit Hinweisen).
b) Der Beschwerdef�hrer bringt vor, die Vorinstanz habe bei der Beurteilung der wirtschaftlichen Aspekte seiner Verbundenheit zu seinen Kindern auf einen Zeitraum abgestellt, dessen Ende (Juni 1998) mehr als ein Jahr zur�cklag. Diese Betrachtungsweise m�sse als grunds�tzlich falsch bezeichnet werden. Insbesondere habe die Vorinstanz die Betreibungsabrechnung vom 13. August 1998 nicht ber�cksichtigt. Mit der darin festgehaltenen Zahlung von mehr als Fr. 6'000. -- an das Betreibungsamt habe der Beschwerdef�hrer seinen Zahlungsr�ckstand bis Ende Juni 1998 bis auf wenige hundert Franken reduziert. Im bundesgerichtlichen Verfahren reicht er diese Abrechnung nach mit der R�ge, die Vorinstanz h�tte beim zust�ndigen Betreibungsamt einen Amtsbericht einholen m�ssen.
Dieser Einwand ist nicht gerechtfertigt. Mit den beiden Verf�gungen vom 18. Mai 1999 richtete das Rekursgericht an den Beschwerdef�hrer sowie an dessen damalige Ehefrau verschiedene Fragen zur Erhebung des aktuellen Sachverhaltes. Das Rekursgericht fragte unter anderem danach, welche Alimentenzahlungen der Beschwerdef�hrer seit Juni 1998 geleistet habe. Das Rekursgericht hat damit ordnungsgem�ss den Sachverhalt von Amtes wegen ermittelt. Der Beschwerdef�hrer verwies bei der Beantwortung der Fragen indessen lediglich auf die Zahlungen von Mai bis Juli 1998, erw�hnte aber die fragliche Betreibungsabrechnung nicht. Damit erteilte er dem Rekursgericht eine unvollst�ndige Auskunft und erf�llte seine Mitwirkungspflicht nur mangelhaft. Diese Unvollst�ndigkeit des Sachverhaltes ist somit von ihm selber zu verantworten. Von der Verletzung einer wesentlichen Verfahrensbestimmung durch die Vorinstanz kann keine Rede sein. Die Betreibungsabrechnung kann daher im vorliegenden Verfahren nicht ber�cksichtigt werden.
c) Der Beschwerdef�hrer macht ferner geltend, dass er seit rund einem halben Jahr die gerichtlich festgelegten Unterhaltsbeitr�ge an seine Kinder wieder bezahle. Damit f�hrt er eine Ver�nderung des Sachverhaltes an, die erst seit dem Entscheid der Vorinstanz eingetreten ist und daher nicht ber�cksichtigt werden kann (vgl. E. 2a oben).
d) Im weiteren wendet der Beschwerdef�hrer ein, das Rekursgericht habe in seinem Entscheid zwei Lohnpf�ndungen in der Zusammenstellung �ber seine Unterhaltszahlungen nicht aufgef�hrt; der Einbezug dieser Pf�ndungen f�hre zu einer anderen Betrachtungsweise f�r die Monate Mai und Juni 1998. Die vom Beschwerdef�hrer geleisteten Beitr�ge betr�gen damit nicht Fr. 1'100. -- bzw. Fr. 1'000. -, sondern Fr. 1'697. -- und Fr. 1'597. --.
In Erw�gung 4a (S. 8) des angefochtenen Urteils reiht die Vorinstanz die Unterhaltszahlungen auf, die der Beschwerdef�hrer zwischen September 1997 und 1. Juli 1998 von sich aus geleistet hat. In derselben Erw�gung (S. 10) werden die Lohnpf�ndungen erw�hnt, zusammen mit der Feststellung, dass der Beschwerdef�hrer angesichts dieser Pf�ndungen seine bisherigen - nur teilweisen - Zahlungen in den Monaten Mai und Juni 1998 entsprechend k�rzte. Daraus geht hervor, dass die Vorinstanz die erw�hnten Pf�ndungen in ihre Beurteilung einbezogen hat. Von einer unrichtigen oder unvollst�ndigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes kann daher keine Rede sein.
3.- a) Nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK ist ein Eingriff in das von Ziff. 1 dieser Bestimmung gesch�tzte Rechtsgut statthaft, insoweit er gesetzlich vorgesehen ist und eine Massnahme darstellt, die in einer demokratischen Gesellschaft f�r die nationale Sicherheit, die �ffentliche Ruhe und Ordnung, das wirtschaftliche Wohl des Landes, die Verteidigung der Ordnung und zur Verhinderung von strafbaren Handlungen, zum Schutz der Gesundheit und Moral sowie der Rechte und Freiheiten anderer notwendig ist. Die Konvention verlangt insoweit eine Abw�gung zwischen den privaten Interessen an der Bewilligungserteilung und den �ffentlichen an deren Verweigerung, wobei diese in dem Sinn �berwiegen m�ssen, dass sich der Eingriff als "notwendig" erweist (BGE 122 II 1 E. 2 S. 6, mit Hinweisen). Dabei ist zu ber�cksichtigen, dass die Schweiz in Bezug auf Niederlassung und Aufenthalt von Ausl�ndern eine restriktive Politik betreibt, dies namentlich im Interesse eines ausgewogenen Verh�ltnisses zwischen schweizerischer und ausl�ndischer Wohnbev�lkerung, der Schaffung g�nstiger Rahmenbedingungen f�r die Eingliederung der in der Schweiz ans�ssigen Ausl�nder und der Verbesserung der Arbeitsmarktstruktur sowie einer m�glichst ausgeglichenen Besch�ftigung (vgl. Art. 16 ANAG sowie Art. 1 der Verordnung vom 6. Oktober 1986 �ber die Begrenzung der Zahl der Ausl�nder [BVO; SR 823. 21]). Diese gesetzgeberischen Ziele sind im Lichte von Art. 8 Ziff. 2 EMRK legitim (vgl. BGE 120 Ib 1 E. 3b S. 4, 22 E. 4a S. 24 f.).
b) Der nicht sorgeberechtigte Ausl�nder kann die famili�re Beziehung zu seinen Kindern zum Vornherein nur in einem beschr�nkten Rahmen, n�mlich durch Aus�bung des ihm einger�umten Besuchsrechts leben. Hiezu ist nicht unabdingbar, dass er dauernd im gleichen Land wie das Kind lebt und dort �ber eine Aufenthaltsbewilligung verf�gt. Den Anforderungen von Art. 8 EMRK ist regelm�ssig bereits Gen�ge getan, wenn der Ausl�nder das Besuchsrecht im Rahmen von bewilligungsfreien Kurzaufenthalten vom Ausland her aus�ben kann, wobei allenfalls dessen Modalit�ten entsprechend auszugestalten sind. Ein Anspruch auf Aufenthaltsbewilligung ist (bei tadellosem Verhalten des Ausl�nders) nur dann zu bejahen, wenn zwischen dem Ausl�nder und dessen Kindern in wirtschaftlicher und affektiver Hinsicht besonders enge Beziehungen bestehen, die sich zudem wegen der Distanz zwischen der Schweiz und dem Land, in dem der Ausl�nder leben m�sste, praktisch nicht aufrechterhalten liessen (unver�ffentlichtes Urteil des Bundesgerichts vom 14. Januar 2000 i.S. Oezen; vgl. BGE 120 Ib 1 E. 3c S. 5, 22 E. 4a/b S. 25 f.).
4.- Vor diesem Hintergrund ist der angefochtene Entscheid nicht zu beanstanden:
a) In wirtschaftlicher Hinsicht steht die Frage im Vordergrund, ob und wie der betreffende Elternteil seine Pflicht und Verantwortung f�r den Lebensunterhalt des Kindes oder der Kinder wahrnimmt.
Bereits w�hrend des ehelichen Zusammenlebens hatte der Beschwerdef�hrer, wie er im Scheidungsverfahren zugestand, von seinem damaligen Arbeitslohn nichts f�r seine Familie aufgewandt. Nach der Aufhebung des gemeinsamen Haushaltes hat er mit der Zahlung von Unterhaltsbeitr�gen erst begonnen, als ein gerichtliches Urteil vorlag. Trotz dieses rechtskr�ftigen Urteils entrichtete er die Unterhaltsbeitr�ge jedoch nicht vollst�ndig. Die Kinderzulagen, die er nach Gerichtsurteil zus�tzlich zu den Unterhaltsbeitr�gen h�tte erstatten m�ssen, ist er g�nzlich schuldig geblieben. Deshalb wurde er vom Bezirksgericht Baden mit Urteil vom 18. Februar 1999 wegen Vernachl�ssigung von Unterhaltspflichten mit einer bedingten Gef�ngnisstrafe von 10 Tagen Gef�ngnis bestraft. Der Beschwerdef�hrer hat dieses Urteil zwar angefochten. Dennoch steht fest - und wird von ihm auch nicht bestritten - dass er die geschuldeten Beitr�ge nur mangelhaft entrichtet hat. Dem Beschwerdef�hrer kann zwar f�r seine Erwerbslosigkeit ab Ende Juni 1998 - nach dem Verlust seiner Arbeitsstelle - kein Vorwurf gemacht werden. In der Zeit von Mai 1997 - d.h. seit der Aufhebung des gemeinsamen Haushaltes - bis Juni 1998 verdiente er indessen einen Monatslohn von Fr. 4'600. -- (durchschnittlich bis Ende Juli 1997) bzw. Fr. 3'770. --. Aufgrund dieser Einkommen verf�gte er somit �ber die finanziellen M�glichkeiten, die geschuldeten Unterhaltsbeitr�ge ordnungsgem�ss zu bezahlen. Der Beschwerdef�hrer legt keine plausiblen Gr�nde daf�r dar, dass er dazu schuldlos nicht in der Lage gewesen sein sollte. Aufgrund seines Verhaltens hinsichtlich der Unterhaltspflicht, das eine mangelhafte Wahrnehmung seiner Verantwortung und ein Desinteresse am materiellen Wohlergehen seiner Kinder aufzeigt, kann sich der Beschwerdef�hrer nicht auf eine wahrhaft starke wirtschaftliche Verbundenheit mit seinen Kindern berufen.
b) Auch in gef�hlsm�ssiger Hinsicht ist zwischen, dem Beschwerdef�hrer und seinen Kindern keine besondere Verbundenheit zu erkennen. Seit M�rz 1998 nimmt der Beschwerdef�hrer zwar sein Besuchsrecht in gerichtlich festgelegtem Rahmen wahr. Es kann daher zu seinen Gunsten davon ausgegangen werden, dass er eine gef�hlsm�ssige Beziehung zu seinen Kindern unterh�lt, wie sie bei einem nicht obhutsberechtigten Elternteil �blich ist. Dass zwischen ihm und seinen Kindern hingegen besonders enge affektive Beziehungen bestehen w�rden, ist nicht ersichtlich; die Frage kann aber offen bleiben, das die erforderliche enge Beziehung bereits in wirtschaftlicher Hinsicht zu verneinen ist.
Damit �berwiegt im vorliegenden Fall das �ffentliche Interesse an der Begrenzung der Zahl der Ausl�nder das private Interesse des Beschwerdef�hrers an seinem Verbleib in der Schweiz; dies auch angesichts der Tatsache, dass das Besuchsrecht infolge der r�umlichen Distanz zwischen der Schweiz und Nigeria nicht ohne besonderen Aufwand und nur in beschr�nktem Rahmen wahrzunehmen sein wird. Der angefochtene Entscheid h�lt damit vor der Europ�ischen Menschenrechtskonvention stand.
5.- Der Beschwerdef�hrer beruft sich im weiteren auf die UNO-Kinderrechtekonvention. Er macht geltend, dass Art. 9 KRK mit einer Interessenabw�gung im Sinne von Art. 8 Abs. 2 EMRK verletzt werde, wenn das private Interesse eines Elternteils geringer gewichtet wird als die �ffentlichen Interessen.
Dem ist entgegenzuhalten, dass weder ein Kind noch dessen Eltern aus Art. 9 oder Art. 10 des Abkommens einen gerichtlich durchsetzbaren Anspruch auf Familienzusammenf�hrung ableiten k�nnen; das Recht der Staaten, ihre Einwanderungsgesetze selbst auszugestalten, wird durch diese Bestimmungen nicht beeintr�chtigt (BBl 1994 V 33 f.; BGE 124 II 367 E. 3b).
6.- Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde erweist sich somit als unbegr�ndet und ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Demzufolge sind die Gerichtskosten grunds�tzlich dem Beschwerdef�hrer aufzuerlegen (Art. 156 OG).
Der Beschwerdef�hrer hat die Spezifizierung seines Armenrechtsgesuchs einer sp�teren Eingabe vorbehalten. Diese Spezifizierung hat er jedoch trotz Aufforderung seitens des Bundesgerichts nicht vorgenommen, sondern vielmehr den Kostenvorschuss einbezahlt. Wie im �brigen schon der Beschwerdeschrift zu entnehmen ist, geht der Beschwerdef�hrer heute wieder einer Besch�ftigung nach. Damit kann das Erfordernis der Mittellosigkeit nicht als nachgewiesen gelten, und das Gesuch ist schon aus diesem Grund abzuweisen.
3.- Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 2'000. -- wird dem Beschwerdef�hrer auferlegt.
4.- Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer, der Fremdenpolizei und dem Rekursgericht im Ausl�nderrecht des Kantons Aargau sowie dem Eidgen�ssischen Justiz- und Polizeidepartement schriftlich mitgeteilt.