Source: http://www.nuclearmarket.com/proc/exp.cfm?IDNotice=78787
Timestamp: 2019-06-18 14:48:34
Document Index: 48010360

Matched Legal Cases: ['§ 123', '§ 124', '§ 73', '§ 44', '§ 45', '§ 45', 'Art. 28', '§ 46', '§ 46', '§ 46', '§ 126', '§ 126', '§ 160', '§ 160']

Nuclear Business Opportunity - Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen, Niederlassung Mitte Zentrale Vergabe
Software package and information systems [cable management / cable routing - fair project]
Purchaser: Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen, Niederlassung Mitte Zentrale Vergabe
04/09/2018 S169 - - Services - Contract notice - Competitive procedure with negotiation
Germany-Bad Nauheim: Software package and information systems
2018/S 169-384989
Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen, Niederlassung Mitte Zentrale Vergabe
E-mail: info.fbt@lbih.hessen.de
Fax: +49 6032-8862-126
NUTS code: DE7
Main address: https://vergabe.hessen.de
The procurement documents are available for unrestricted and full direct access, free of charge, at: https://vergabe.hessen.de/NetServer/TenderingProcedureDetails?function=_Details&TenderOID=54321-Tender-1658edd868e-59a368f1e08f86eb
Tenders or requests to participate must be submitted electronically via: https://vergabe.hessen.de
FAIR GmbH: Projekt FAIR Kabelmanagement/Kabelrouting
Reference number: VG-7000-2018-1750
Die FAIR GmbH hat im Rahmen eines internationalen Forschungsvorhabens mit der Errichtung eines neuen Beschleunigerkomplexes „FAIR" (Facility for Antiproton and Ion Research) – nachfolgend „FAIR" bezeichnet – mit Anbindung an die vorhandene GSI-Beschleunigeranlage begonnen.
Gegenstand der Ausschreibung sind Kabelmanagement / Kabelrouting. Das Kabelrouting von Kabelstrecken hat auf Grundlage von Start- und Zielvorgaben des Nutzers (Maschinenplanung), der Fachplaner von FAIR Site & Buildings (FP FSB) sowie der Zuordnung der Kabel zu den geplanten Trassen und Kabelwegen zu erfolgen. Die Kabel und Leitungen sind für alle Gewerke auf Grundlage der jeweiligen Fachplanungen und Nutzerangaben entsprechend den Kabelstrecken zu ordnen. Dies erfolgt als softwaregestütztes Erarbeiten von Datensätzen in einer Kabeldatenbank. Die Leistungen werden vor Ort beim AG in Darmstadt erbracht.
Projekt FAIR, Planckstraße 1, 64291 Darmstadt
Östlich der vorhandenen GSI-Forschungsanlage (GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung) soll der neue Beschleunigerkomplex der nächsten Generation, FAIR (Facility for Antiproton and Ion Research), entstehen. Dieser besteht im Endzustand aus zwei unterirdischen supraleitenden Beschleunigerringen mit jeweils einem Umfang von ca. 1 100 m und daran angeschlossenen funktional und baulich miteinander verbundenen unter- und oberirdischen Anlagenteilen (Beschleuniger- und Experimentierbauwerke, Betriebs- und Versorgungsbauwerke) sowie damit zusammenhängenden verschiedenen Transferstrecken und Speicherringen. Der Strahlenschutz sowie die Komplexität und Vielfalt der technischen und physikalischen Einbauten stellen besondere Anforderungen an Planung und Realisierung der Gesamtmaßnahme.
Das umbaute Volumen für die modularisierte Startversion (einschl. des Beschleunigerrings) beläuft sich nach derzeitigem Kenntnisstand auf rund 1 050 000 m3 (BRI), die Brutto-Geschossfläche auf ca. 135 000 m2.
Die baurechtliche Genehmigung liegt vor und die Auflagen nach Hessischer Bauordnung und aus weiteren Einzelverfahren nach Landesrecht und Bundesrecht (z. B. für den Strahlenschutz) sind zu erfüllen. Die Planung und Ausführung hat nach den aktuellen in Deutschland geltenden Normen, Richtlinien und Vorschriften zu erfolgen.
Es sind besondere Erfahrungen im Bereich der Errichtung von Forschungsanlagen, Anlagen im kerntechnischen Bereich sowie im Industriebau mit komplexen technischen Einbauten wünschenswert. Die in Großprojekten erforderlichen Koordinationsleistungen werden erwartet.
Im Projekt ist das Kabel management / Kabelrouting von ca. 110 000 Kabeln notwendig. Zu den Aufgaben des Kabelmanagers zählen die termingerechte Vervollständigung und Aktualisierung des Kabelroutings, das Erstellen von Kabelzuglisten aller Gewerke, die Überwachung und Koordination der Ausführung der Kabel-/Trasseninstallation sowie das Prüfen und Zusammenstellen der Dokumentation. Beim Kabelrouting sind die Daten/Informationen aus Kabellisten Nutzer in Excel oder datenbankbasiert, Übersichtsschemata der Schaltanlagen der FP FSB, Versorgungsschemata, Netztopologie BMA, GA, FM/IT etc. sowie der Objektplanung im dwg-Format zu beachten und in die genutzte Software zu implementieren.
Es ist damit zu rechnen, dass das Projekt in mehreren Teilbereichen parallel zu bearbeiten und insbesondere aufgrund der kurzen Bearbeitungszeit ab Beginn eine erhöhte Personalkapazität erforderlich ist.
End: 30/06/2022
Die Auswahl der Bewerber erfolgt anhand wirtschaftlicher und finanzieller Leistungsfähigkeit und der technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit:
Siehe Punkt III.1.1), III.1.2); III.1.3), sowie ergänzend in den Bewerbungsunterlagen.
Sofern die Zahl geeigneter Bewerber unter der Mindestzahl (3) liegt, behält sich die Vergabestelle vor, das Verfahren ausschließlich mit diesem oder diesen geeigneten Bewerbern fortzuführen.
Maximal werden 5 Bewerber zur Abgabe eines Angebotes aufgefordert. Sollten mehr als 5 Bewerber geeignet sein, erfolgt eine Auswahl der zur Angebotsabgabe aufzufordernden Bewerber anhand der Auswahlkriterien gem. dem als Anlage 1 beigefügten Kriterienkatalog.
Sollten mehr als 5 Bewerber die gleiche Punktzahl unter Anwendung sämtlicher objektiver Kriterien und unter Ausschöpfung des Beurteilungsspielraums des Auftraggebers die Auswahlkriterien gleich gut erfüllen, behält sich der Auftraggeber vor, eine Entscheidung per Los herbeizuführen.
Folgende Bewerbungsunterlagen sind in der unter VI.3 genannten Form einzureichen:
1) Verbindliche Erklärung im Formular Bewerbungsbogen (HE 734), dass keine Ausschlussgründe gemäß § 123 Abs. 1 GWB und § 124 Abs. 1 und Abs. 2 GWB vorliegen und dass der Bewerber seiner Verpflichtung zur Zahlung von Steuern, Abgaben oder Beiträgen zur Sozialversicherung nachgekommen ist;
2) Verbindliche Erklärung, dass keine für den Auftrag relevante Abhängigkeit von Ausführungs- und Lieferinteressen vorliegt gemäß § 73 Abs. 3 VgV (HE 730_06);
3) Verpflichtungserklärung zu Tariftreue und Mindestentgelt bei öffentlichen Aufträgen nach dem Hessischen Vergabe- und Tariftreuegesetz (HVTG) vom 19. Dezember 2014, GVBl. S.354 (HE 736);
4) sofern die Gesellschaftsform dies erfordert:
Angabe der Befähigung zur Berufsausübung gemäß § 44 VgV und Eintragung in ein Berufs- und Handelsregister; der Auftraggeber behält sich vor, die entsprechenden Nachweise nachzufordern;
5) Verbindliche Erklärung zur Berufshaftpflichtversicherung (Deckungssumme i. H. v. 2 Mio. für sonstige Schäden gem. Vertragsbedingungen der Multi-Risk-Versicherung) gem. § 45 Abs. 1 (3) VgV, sowie Einbindung in die Multirisk-Versicherung, der Auftraggeber behält sich vor, die entsprechenden Nachweise nachzufordern.
Der Auftraggeber stellt eine Multirisk-Versicherung. Der Auftraggeber wird die Kosten der Versicherung auf den Auftragnehmer anteilig in Höhe von 0,8 % der Nettoschlussrechnung umlegen und von den jeweiligen Abschlagsrechnungen des Auftragnehmers einen entsprechenden Anteil einbehalten.
1) Verbindliche Erklärung über den Gesamtumsatz des Bewerbers und seinen Umsatz für die entsprechenden Leistungen in den letzten 3 Jahren gem. § 45 Abs. 4 Nr. 4 VgV;
Eigenerklärung zur Gewährleistung der datenschutzrechtlichen Anforderungen in technischer und organisatorischer Hinsicht (z.B. bezüglich Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit/Belastbarkeit, Überprüfung/Bewertung/Evaluierung) gemäß der als Anlage 8 beigefügten „Vereinbarung Auftragsverarbeitung gemäß Art. 28 DSGVO":
1) Nachweis – SCC-Zertifikat oder gleichwertig für auf der Baustelle eingesetztes Schlüsselpersonal;
2) Erklärung aus der das jährliche Mittel der vom Bewerber beschäftigten Mitarbeiter, die Anzahl der Führungskräfte in den letzten drei Geschäftsjahren ersichtlich ist gem. § 46 Abs. 3 (8) VgV;
3) Angabe der technischen Fachkräfte oder der technischen Stellen (Angabe Name, Berufsbezeichung, voraussichtliche Projektposition) § 46 Abs. 3 (2) VgV);
4) Es muss mindestens eine wertbare und vergleichbare Referenz eingereicht werden. Es gehen max. 3 Referenzen in die Bewertung für die Auswahl der Bewerber ein. Die Darstellung der Referenz/-en nach § 46 Abs. 3 Nr. 1 VgV für in den Jahren 2008 – 2017 erbrachte vergleichbare Leistungen erfolgt mit Kurzbeschreibung der Referenz und folgenden Angaben:
— Art des Auftraggebers (privater AG / öffentlicher AG),
— Anzahl der gemanagten / gerouteten Kabel,
— Projektgröße, durch Angabe der anrechenbaren Herstellkosten,
— Angabe Projektfertigstellung,
— Leistungsumfang des Bewerbers,
— Benennung des Auftraggebers (Bezeichnung, Anschrift, Kontaktdaten) mit Referenzperson des Auftraggebers,
— Erfahrung mit Kabelmanagement / Kabelrouting in Projekten mit Strahlenschutzanforderungen.
Das Projektdatenblatt ist jeweils vollständig auszufüllen. Geforderte Anlagen sind beizulegen.
Jede Referenz muss in Form von aussagekräftigen Bildern und Beschreibungen belegt werden. Hierbei ist die Darstellung je Referenzprojekt auf max. vier DIN-A4-Blätter zu beschränken. Unterlagen, die unaufgefordert eingereicht werden, gehen nicht in die Wertung ein (z. B. Projektbroschüren).
Für alle Referenzen der öffentlichen Hand / nach öffentlichen Vergabevorschriften müssen Bescheinigungen des Auftraggebers vorliegen, aus denen der Leistungsumfang ersichtlich ist. Nur bei privaten Auftraggebern, von denen für Referenzprojekte keine Bescheinigung erhältlich sein sollte, kann eine Eigenerklärung (Original mit rechtsverbindlicher Unterschrift) abgegeben werden.
— Kabelroutingprojekte unter Strahlenschutzanforderungen,
— Projektfertigstellung eines Kabelroutingprojekts in den letzten 10 Jahren (2008-2017),
— Benennung des Auftraggebers (Bezeichnung, Anschrift, Kontaktdaten) mit Referenzperson des Auftraggebers
Können die geforderten Mindestanforderungen an die Referenzen nicht nachgewiesen werden, wird die Referenz als nicht geeignet eingestuft und in der Bewertung nicht berücksichtigt.
Bewerbergemeinschaften (z.B. Arbeitsgemeinschaften) natürlicher und juristischer Personen sind ebenfalls teilnahmeberechtigt, wenn jedes Mitglied der Bewerbergemeinschaft teilnahmeberechtigt ist.
Mit der Bewerbung ist eine Erklärung über die Rechtsform, den bevollmächtigten Vertreter sowie über die gesamtschuldnerische Haftung aller Mitglieder vorzulegen.
Bietergemeinschaften müssen sämtliche geforderten Nachweise für alle Mitglieder der Bietergemeinschaft vorlegen.
Die Leistungsabgrenzung innerhalb der Bietergemeinschaft ist darzustellen.
IV.1.5)
Information about negotiation
Zur Abgabe der notwendigen Eigenerklärungen sind zwingend die vorgegebenen Vordrucke zu verwenden. Als vorläufigen Beleg der Eignung und des Nichtvorliegens von Ausschlussgründen akzeptiert der öffentliche Auftraggeber auch die Vorlage einer Einheitlichen Europäischen Eigenerklärung (EEE).
Die ausgefüllten Unterlagen sind wie folgt einzureichen:
1) Die Bewerbungsunterlagen sind elektronisch unter der in Ziffer I.3. genannten URL Adresse frist- und formgerecht einzureichen (elektronisch übermittelte Teilnahmeanträge sind in Textform nach § 126 b BGB mit Angabe des Namens der natürlichen Person, die die Erklärung abgibt einzureichen). (Ausschlusskriterium),
2) Eingereichte Bewerbungsunterlagen verbleiben beim Auftraggeber und werden nur auf Anforderung zurückgegeben,
3) Im Falle von Bewerbergemeinschaften/Eignungsleihe ist der Nachweis der Eignung bzgl. der übernommenen Leistungsteile/Kapazitäten für jedes Mitglied der Bewerbergemeinschaft/Eignungsleihe-Unternehmen gesondert zu führen. Die Referenzprojekte werden in Summe gewertet. Das „Projektdatenblatt“ ist daher nur vom jeweiligen Referenzerbringer auszufüllen,
4) Im Falle von Bewerbergemeinschaften ist mit dem Teilnahmeantrag eine von allen Mitgliedern unterzeichnete Erklärung der Bewerbergemeinschaft einzureichen (HE 740). Bei elektronischen Teilnahmeanträgen genügt grundsätzlich die Textform nach § 126b BGB. Auf Verlangen der Vergabestelle ist die Erklärung von allen Mitgliedern mit einer fortgeschrittenen elektronischen oder qualifizierten elektronischen Signatur zu versehen,
5) Beabsichtigt der Bewerber, im Hinblick auf die erforderliche wirtschaftliche und finanzielle und/oder die technische und berufliche Leistungsfähigkeit Kapazitäten anderer Unternehmen in Anspruch zu nehmen (Eignungsleihe), so muss er die hierfür vorgesehenen Kapazitäten in seinem Teilnahmeantrag benennen (HE 741) und nachweisen, dass ihm die hierfür erforderlichen Kapazitäten der anderen Unternehmen zur Verfügung stehen (durch eine Verpflichtungserklärung, HE 742).
1., 2. und 3. Vergabekammer des Bundes beim Bundeskartellamt
Telephone: +49 228-9499-0
Auf die Rüge pflichten gemäß § 160 Abs. 3 Satz 1 Nrn. 1 bis 4 GWB wird ausdrücklich hingewiesen, insbesondere auf die Frist des § 160 Abs. 3 Nr. 4 GWB: Danach ist ein Antrag auf Nachprüfung unzulässig, soweit nach Eingang der Mitteilung der Vergabestelle, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, mehr als 15 Kalendertage vergangen sind.