Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=V%20ZR%2055/15
Timestamp: 2019-10-19 21:10:48
Document Index: 389592296

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 823', '§ 921', '§ 19', '§ 922', '§ 831', '§ 94', '§ 903', '§ 831', '§ 823', '§ 20', '§ 249', '§ 249', '§ 906', '§ 1004', '§ 862', '§ 1004', '§ 823', '§ 97', '§ 823', '§ 906', '§ 921', '§ 922', '§ 19', 'BGH', '§ 906', '§ 1004', '§ 862', 'BGH', '§ 1004', '§ 862', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1004', '§ 862', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 823', 'BGH', 'BGH']

BGH, 18.12.2015 - V ZR 55/15 - dejure.org
https://dejure.org/2015,48031
BGH, 18.12.2015 - V ZR 55/15 (https://dejure.org/2015,48031)
BGH, Entscheidung vom 18.12.2015 - V ZR 55/15 (https://dejure.org/2015,48031)
BGH, Entscheidung vom 18. Dezember 2015 - V ZR 55/15 (https://dejure.org/2015,48031)
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BGB § 823 Abs. 1, §§ 921, 922; NachbG NRW §§ 19, 20
§ 922 Satz 3 BGB, §§ ... 921, 922 BGB, § 831 BGB, § 94 Abs. 1 Satz 1 BGB, § 903 BGB, § 831 Abs. 1 BGB, § 823 Abs. 1 BGB, § 20 Abs. 1 NachbG NRW, § 249 Abs. 2 Satz 1 BGB, § 249 Abs. 1 BGB, § 906 Abs. 2 Satz 2 BGB, § 1004 Abs. 1 BGB, § 862 BGB, § 1004 Abs. 1 Satz 2 BGB, § 823 Abs. 2 BGB, § 97 Abs. 1 ZPO
§ 823 Abs 1 BGB, § 906 Abs 2 S 2 BGB, § 921 BGB, § 922 BGB, § 19 NachbG NW
Haftung eines Grundstückseigentümers für die Beschädigung einer auf dem Nachbargrundstück errichteten Grenzwand; Abriss eines direkt an die Grenzwand angebauten Gebäudes auf dem eigenen Grundstück
Ersatzansprüche gegen den die Grenzwand durch Abriss eines direkt an dieser gebauten Anbaus beschädigenden Grundstückseigentümer/-nachbar
Zur Haftung eines Grundstückseigentümers, der eine auf dem Nachbargrundstück errichtete Grenzwand beschädigt, indem er ein auf seinem eigenen Grundstück direkt an die Grenzwand angebautes Gebäude abreißt
Eigenes Gebäude abgerissen: Eigentümer haftet Nachbarn für Schäden an Grenzwand!
Gebäudeabriss - und die beschädigte Grenzmauer des Nachbarn
Mietrecht - Abriss-Schäden an Grenzwand - Nachbar haftet!
Nachbar haftet für beschädigte Grenzwand nach Abrissarbeiten auf eigenem Grundstück
Grenzwand auf Grundstück
Schadensersatzansprüche bei Beschädigung einer angrenzenden Außenwand
Grundstückseigentümer haftet für Beschädigung der nachbarlichen Außenwand aufgrund Abrisses eines Anbaus - Beschädigung der Grenzwand war unvermeidliche Folge des Abrisses
Eines Anbaus
Eigenes Gebäude abgerissen: Haftung für Schäden an Grenzwand des Nachbarn? (IMR 2016, 1072)
LG Arnsberg, 03.04.2014 - 2 O 633/12
MDR 2016, 585
NZM 2016, 735
VersR 2016, 802
WM 2016, 1751
JR 2017, 154
BauR 2016, 1038
ZfBR 2016, 353
Mittelbarer Handlungsstörer ist auch derjenige, der die Beeinträchtigung des Nachbarn durch einen anderen in adäquater Weise durch seine Willensbetätigung verursacht (vgl. Senat, Urteil vom 7. April 2000 - V ZR 39/99, BGHZ 144, 200, 203 mwN; Urteil vom 18. Dezember 2015 - V ZR 55/15, NZM 2016, 735 Rn. 22).
Die Rechtsvorgänger der Beklagten waren diejenigen, die die Vornahme von Dacharbeiten veranlasst haben und die aus den beauftragten Arbeiten Nutzen ziehen wollten (vgl. hierzu auch Senat, Urteil vom 18. Dezember 2015 - V ZR 55/15, NZM 2016, 735 Rn. 22).
a) Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist ein nachbarrechtlicher Ausgleichsanspruch (§ 906 Abs. 2 Satz 2 BGB analog) gegeben, wenn von einem Grundstück im Rahmen privatwirtschaftlicher Benutzung rechtswidrige Einwirkungen auf ein anderes Grundstück ausgehen, die der Eigentümer oder Besitzer des betroffenen Grundstücks nicht dulden, aus besonderen Gründen jedoch nicht gemäß § 1004 Abs. 1 BGB bzw. § 862 BGB unterbinden kann, sofern er hierdurch Nachteile erleidet, die das zumutbare Maß einer entschädigungslos hinzunehmenden Beeinträchtigung übersteigen (vgl. Senat, Urteil vom 18. Dezember 2015 - V ZR 55/15, NJW-RR 2016, 588 Rn. 20 mwN; Urteil vom 14. November 2003 - V ZR 102/03, BGHZ 157, 33, 44 f.).
a) Ein nachbarrechtlicher Ausgleichsanspruch ist nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs gegeben, wenn von einem Grundstück im Rahmen privatwirtschaftlicher Benutzung rechtswidrige Einwirkungen auf ein anderes Grundstück ausgehen, die der Eigentümer oder Besitzer des betroffenen Grundstücks nicht dulden, aus besonderen Gründen jedoch nicht gemäß § 1004 Abs. 1 BGB bzw. § 862 BGB unterbinden kann, sofern er hierdurch Nachteile erleidet, die das zumutbare Maß einer entschädigungslos hinzunehmenden Beeinträchtigung übersteigen (BGH, Urteile vom 30. Mai 2003 - V ZR 37/02, BGHZ 155, 99, 102; vom 12. Dezember 2003 - V ZR 180/03, BGHZ 157, 188, 189 f.; vom 18. Dezember 2015 - V ZR 55/15, NJW-RR 2016, 588 Rn. 20 jew. mwN).
Das gilt insbesondere bei Substanzschäden (BGH, Urteil vom 18. Dezember 2015 - V ZR 55/15, NJW-RR 2016, 588 Rn. 24 mwN).
Ein nachbarrechtlicher Ausgleichsanspruch ist gegeben, wenn von einem Grundstück im Rahmen privatwirtschaftlicher Benutzung rechtswidrige Einwirkungen auf ein anderes Grundstück ausgehen, die der Eigentümer oder Besitzer des betroffenen Grundstücks nicht dulden, aus besonderen Gründen jedoch nicht gemäß § 1004 Abs. 1 BGB bzw. § 862 BGB unterbinden kann, sofern er hierdurch Nachteile erleidet, die das zumutbare Maß einer entschädigungslos hinzunehmenden Beeinträchtigung übersteigen (vgl. BGH, Urteil vom 30. Mai 2003 - V ZR 37/02, BGHZ 155, 99; Urteil vom 12. Dezember 2003 - V ZR 180/03, BGHZ 157, 188; Urteil vom 18. Dezember 2015 - V ZR 55/15, NJW-RR 2016, 588).
Die Rechtswidrigkeit der Rechtsgutsverletzung wird bereits durch den Eintritt des schädigenden Erfolges indiziert (…Sprau, in: Palandt, BGB 77. Aufl., § 823 Rn. 24; vgl. BGH, Urteil vom 18. Dezember 2015 - V ZR 55/15, NJW-RR 2016, 588).
Zu den rechtswidrigen Einwirkungen gehört auch Wasser (BGH, Urteil vom 18. Dezember 2015 - V ZR 55/15 -, Rn. 20, juris; NJW-RR 2016, 588).