Source: http://bravors.brandenburg.de/verordnungen/nsg_luisensee/2
Timestamp: 2019-09-18 19:37:10
Document Index: 35141507

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 11', '§ 4', '§ 11', '§ 73', '§ 4', '§ 5']

(GVBl.II/95, [Nr. 64], S.599)
Die im § 2 näher bezeichneten Flächen in der Gemeinde Klein Kölzig (Spree-Neiße-Kreis) werden als Naturschutzgebiet festgesetzt. Das Naturschutzgebiet trägt die Bezeichnung "Luisensee".
(1) Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von rund 57 Hektar. Es umfaßt in der Gemarkung
Klein Kölzig Flur 4 Flurstücke 275, 276, 277/1, 277/2, 278-287, 296, 299-306, 308-312, 318, 319, 321-323.
(2) Die Grenzen des Naturschutzgebietes sind in einer topographischen Karte im Maßstab 1:10.000 und in einer Flurkarte mit ununterbrochener Linie eingetragen; als Grenze gilt der innere Rand der Linie. Die Karten können beim Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Raumordnung, oberste Naturschutzbehörde, in Potsdam sowie beim Landkreis Spree-Neiße, untere Naturschutzbehörde, von jedermann während der Dienstzeiten kostenlos eingesehen werden.
aus ökologischen und wissenschaftlichen Gründen
zur Sicherung und Beobachtung der spontanen Entwicklung naturnaher Ökosysteme (Wald, Moor, Stillgewässer) in einer durch die geologischen Besonderheiten des Muskauer Faltenbogens geprägten Bergbaufolgelandschaft,
wegen der Bedeutung des Gebietes im Rahmen des regionalen Biotopverbundes,
zur Renaturierung eines Komplexes von Grubenseen eines ehemaligen, lokalen Braunkohlenbergbaues;
als Standort seltener, in ihrem Bestand bedrohter wildwachsender Pflanzengesellschaften, insbesondere von Röhrichten und kleinräumig vorhandenen Seggenrieden;
als Lebensraum bestandsbedrohter Tierarten, insbesondere als Brut- und Nahrungsgebiet für bestandsgefährdete Kleinvogelarten sowie als Rückzugsgebiet für bestandsbedrohte Amphibien und Reptilien.
die im Sinne des § 11 Abs. 2 des Brandenburgischen Naturschutzgesetzes ordnungsgemäße landwirtschaftliche Bodennutzung in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang auf den bisher rechtmäßig genutzten Flächen mit der Maßgabe, daß die Verbote nach § 4 Abs. 2 Nr. 19 und 23 gelten;
die im Sinne des § 11 Abs. 3 des Brandenburgischen Naturschutzgesetzes ordnungsgemäße forstwirtschaftliche Bodennutzung in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang auf den bisher dafür genutzten Flächen mit der Maßgabe, daß die Ausbringung von fremdländischen Baumarten verboten ist;
die sonstigen bei Inkrafttreten der Verordnung auf Grund behördlicher Einzelfallentscheidung rechtmäßig ausgeübten Nutzungen und Befugnisse in der bisherigen Art und bisherigen Umfang;
(1) Ordnungswidrig im Sinne des § 73 Abs. 2 Nr. 2 des Brandenburgen Naturschutzgesetzes handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig eine der nach § 4 oder den Maßgaben des § 5 verbotenen Handlungen vornimmt.