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Timestamp: 2020-01-26 21:41:49
Document Index: 211243661

Matched Legal Cases: ['§ 42', '§ 14', '§ 42', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Bundesgerichtshof, Beschluss vom 8. Dezember 2008, Az.: AnwZ (B) 37/08
Aktenzeichen: AnwZ (B) 37/08
1. Die sofortige Beschwerde des Antragstellers ist schon unzulässig.
Zwar ist gegen die Zurückweisung eines Antrags auf gerichtliche Entscheidung gegen den Widerruf einer Zulassung zur Rechtsanwaltschaft nach § 42 Abs. 1 Nr. 2 BRAO die sofortige Beschwerde statthaft. Hier scheitert die Zulässigkeit der sofortigen Beschwerde aber daran, dass wegen des bestandskräftigen Widerrufs nach § 14 Abs. 2 Nr. 4 BRAO das Rechtsschutzinteresse des Antragstellers an der Überprüfung der Rechtmäßigkeit des Bescheids vom 22. März 2007 entfallen ist. Nach der Rechtsprechung des Senats besteht kein (Rechtsschutz-) Interesse an der Klärung der Frage, ob der bestandskräftig gewordene Widerruf der Zulassung auch noch auf einen in einem früheren, nicht bestandskräftig gewordenen Widerrufsbescheid genannten Grund hätte gestützt werden können (Beschl. v. 24. Oktober 1994, AnwZ (B) 21/94, BRAK-Mitt. 1995, 124, 125; Beschl. v. 16. Juni 2008, AnwZ (B) 38/07 Tz. 4). Eine Einlegung der Beschwerde kann in diesem Fall nur dem Ziel dienen, die sich aus der angefochtenen Entscheidung ergebenden nachteiligen Kostenfolgen zu beseitigen. Dieses Interesse ist nach dem Regelungskonzept des § 42 BRAO nicht hinreichend schutzwürdig, um die Anrufung des Bundesgerichtshofs zu rechtfertigen (vgl. BGH, Beschl. v. 29. September 2003, AnwZ (B) 66/02, NJW 2004, 1173).
2. Das Rechtsmittel wäre im Übrigen auch unbegründet.
Die Erledigung ist entgegen der Ansicht des Antragstellers erst nach Erlass der Entscheidung des Anwaltsgerichtshofs eingetreten. Der Antragsteller hat nämlich erst im Dezember 2007 auf seine Zulassung verzichtet. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Anwaltsgerichtshof seine Entscheidung aber schon zur Bekanntgabe an die Beteiligten zur Post aufgegeben. Sie war damit erlassen und konnte von dem Anwaltsgerichtshof nicht mehr geändert werden (vgl. BGHZ 12, 248, 252; Beschl. v. 27. Oktober 1999, XII ZB 18/99, NJW-RR 2000, 877, 878; BVerwGE 95, 64, 67).
3. Über das unzulässige Rechtsmittel konnte ohne mündliche Verhandlung entschieden werden (Senat, BGHZ 44, 25, 26 f.).
Tolksdorf Ernemann Schmidt-Räntsch Schaal Frey Stüer Hauger Vorinstanz:
AGH Stuttgart, Entscheidung vom 17.11.2007 - AGH 18/07 (I) -
Az: AnwZ (B) 37/08
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