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Timestamp: 2018-04-26 16:01:03
Document Index: 367489701

Matched Legal Cases: ['Art. 54', 'Art. 53', 'Art. 54', 'Art. 54', 'Art. 55', 'Art. 48']

BBT Quartalsinfo. Aktuelles zur Berufsbildungsreform - PDF
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1 Sommer 2006 BBT Quartalsinfo Aktuelles zur Berufsbildungsreform BERUFSBILDUNG Aus dem Leistungsbereich Berufsbildung Reorganisation im BBT Am 1. Juli 2006 hat Serge Imboden (bisher Vorsteher der Dienststelle Berufsbildung des Kantons Wallis) von Ursula Renold die Leitung des Leistungsbereichs Berufsbildung übernommen. Ihm unterstehen die vier Ressorts Berufliche Grundbildung (Leitung: Christoph Schmitter), Höhere Berufsbildung (Martin Stalder), Projektförderung und Entwicklungen (Petra Wittwer-Bernhard) sowie Grundsatzfragen + Politik (Hugo Barmettler, zugleich Stellvertreter des Leistungsbereichsleiters). Im Ressort Projektförderung und Entwicklungen werden neu die Gesuche nach Art. 54 und 55 Berufsbildungsgesetz (BBG) behandelt und die Förderstrategie des Bundes weiterentwickelt. Zudem führt das Ressort die Arbeiten des bisherigen Ressorts Gesundheit, Soziales und Kunst weiter. Das Ressort Grundsatzfragen + Politik begleitet die Umsetzung des neuen Berufsbildungsgesetzes und betreut die übrigen Fragen der Berufsbildungspolitik. Kostenrechnung Berufsbildung: zweite Vollerhebung Das BBT hat in Zusammenarbeit mit weiteren Bundesämtern, den Kantonen und PricewaterhouseCoopers ein Kostenrechnungsmodell für die Berufsbildung erstellt. Daraus gehen die Ausgaben der öffentlichen Hand für Berufsbildung hervor funktional gegliedert nach den im Berufsbildungsgesetz festgelegten Aufgaben. Die Kostenrechnung dient als Grundlage für die BFI-Botschaft der Jahre Im Frühling 2006 ist die zweite Vollerhebung auf der Grundlage des Rechnungsjahres 2005 durchgeführt worden. Die Gesamtergebnisse werden zusammen mit denjenigen des Jahres 2004 im August 2006 veröffentlicht. Neuer Leiter Leistungsbereich Berufsbildung Projektförderung stärker gewichtet Kostenträger gemäss Art. 53, 54 und 55 BBG Zweite Vollerhebung im im Frühling 2006 Dani Duttweiler, stv. Leiter Ressort Grundsatzfragen + Politik
2 Aufbau der EHB Aus dem Schweizerischen Institut für Berufspädagogik (SIBP) wird neu das Eidgenössische Hochschulinstitut für Berufsbildung (EHB). Es nimmt seine Tätigkeit offiziell am 1. Januar 2007 an den bisherigen Standorten Zollikofen, Lausanne und Lugano auf. Zur Zeit wird der Leistungsauftrag an das EHB für die Jahre 2008 bis 2011 erarbeitet. Im Vordergrund steht die Neukonzipierung des Bildungsangebotes gemäss den Rahmenlehrplänen für Berufsbildungsverantwortliche und der Ausbau des Forschungs- und Dienstleistungsbereiches. Ausserdem erfolgt der Aufbau der Betriebsstrukturen. Kompetenzzentrum für die Berufsbildung Definition des Leistungsauftrages zum Bildungsangebot des EHB Berufsbildungsforschung: Ausschreibung Leading House Das neue Berufsbildungsgesetz gibt dem BBT den Auftrag, die schweizerische Berufsbildungsforschung zu fördern, um daraus eine nachhaltige Forschungsdomäne zu machen. Zu diesem Zweck baut das BBT in sechs Themenbereichen Kompetenz-Netzwerke (Leading Houses) auf. Diese arbeiten den neuesten Stand der Wissenschaft auf, führen Forschungsprojekte durch und fördern den Nachwuchs. Zur Zeit läuft die Ausschreibung für die Besetzung des Leading Houses zum sechsten Thema Systeme und Prozesse. Dabei geht es darum, die Funktionsweise und die Interdependenzen des Berufsbildungssystems im nationalen und internationalen Rahmen zu untersuchen. Nachhaltige Berufsbildungsforschung Leading house Systeme und Prozesse Herausgabe des Handbuchs Berufsbildungsfonds Das BBG bietet die Möglichkeit, branchenbezogene Berufsbildungsfonds vom Bundesrat als allgemein verbindlich erklären zu lassen. Inzwischen sind fünf Berufsbildungsfonds allgemein verbindlich erklärt worden. Fünf Allgemeinverbindlicherklärungen 2
3 Eine Arbeitsgruppe von Bund, Kantonen und Organisationen der Arbeitswelt hat in den letzten Monaten offene Punkte diskutiert. Daraus entstanden ist das Handbuch Berufsbildungsfonds. Es hält den derzeitigen Kenntnisstand über die Allgemeinverbindlicherklärung von Berufsbildungsfonds und die bisherige Praxis fest. Zudem ist es eine Planungshilfe für Organisationen der Arbeitswelt. Planungshilfe Dominic Volken, Rechtsdienst BBT Projekte und Innovationen nach Art. 54 und 55 BBG: Dokumente aktualisiert Die Projektförderung zur Entwicklung der Berufsbildung und der Qualitätsentwicklung (Art. 54 BBG) sowie die Beiträge für besondere Leistungen im öffentlichen Interesse (Art. 55 BBG) sind ein Instrument des Bundes, um die Initiative von Kantonen, Organisationen der Arbeitswelt und Dritten finanziell zu unterstützen. Das BBT hat seinen diesbezüglichen Leitfaden aktualisiert. Dieser informiert über die Förderstrategie des Bundes und die Schritte zur Einreichung eines Beitragsgesuchs. Die Gesuchsformulare sind ebenfalls überarbeitet und aktualisiert worden. Leitfaden und Gesuchsformulare Kopenhagen-Prozess: nationaler Qualifikationsrahmen Die gegenseitige Anerkennung von Qualifikationen ist eine der Grundvoraussetzungen zur Errichtung eines europäischen Arbeitsmarktes. Im Rahmen des Kopenhagen-Prozesses haben sich die EU-Mitglieder geeinigt, einen einheitlichen Qualifikationsrahmen (European Qualification Framework) zu schaffen. Die Schweiz hat ein Interesse, dass unsere Berufsbildung und die einzelnen Bildungsangebote auch in Zukunft international konkurrenzfähig sind. Im Rahmen des Kopenhagen-Prozesses laufen deshalb zur Zeit unter der Leitung des BBT Vorabklärungen für die Erarbeitung eines nationalen Qualifikationsrahmens (National Qualification Framework). Höhere berufliche Mobilität durch mehr Transparenz Vorarbeiten für nationalen Qualifikationsrahmen 3
4 Ausserdem ist die Schweiz in einem europäischen Projekt beteiligt, welches die Einführung des ECVET-Systems in der Automobilbranche prüft. Die Ergebnisse dienen unter anderem dazu, den EQF zu verfeinern. Michèle Longpré, stv. Leiterin Ressort Höhere Berufsbildung Berufliche Grundbildung Masterplanung Vergabe der Vor-Tickets für 2009 Der Masterplan Berufsbildung bestimmt mit einem Ticket-System, wann welche Organisation der Arbeitswelt ihre Berufsreform in Kraft setzen kann. Mitte Mai 2006 hat die Arbeitsgruppe Masterplan Berufsbildung entschieden, dass insgesamt 24 Berufe ein Vor-Ticket erhalten. Darunter finden sich drei zweijährige berufliche Grundbildungen mit eidgenössischem Berufsattest. Verläuft alles planmässig, können diese beruflichen Grundbildungen im Sommer 2009 gestartet werden. Die Reform der einzelnen beruflichen Grundbildungen wird 2009 nicht abgeschlossen sein. Für die Arbeitsgruppe Masterplan Berufsbildung geht die Qualität der einzelnen Berufsreformen der fristgerechten Anpassung sämtlicher Lehrberufe an das neue Berufsbildungsgesetz vor. Besonderes Augenmerk legt die Arbeitsgruppe auf die Reformen in zahlenmässig bedeutenden Lehrberufen sowie im Bereich der zweijährigen beruflichen Grundbildungen. 24 Vor-Tickets vergeben Schwergewichte bilden Christoph Schmitter, Leiter Ressort Berufliche Grundbildung 4
5 Reform der Berufsmaturität Im Herbst 2005 ist die Reform der Berufsmaturität aufgenommen worden. Es geht dabei um die Anpassung des Bildungsangebotes an das neue Berufsbildungsgesetz, die Stärkung gegenüber den allgemein bildenden Schulen sowie die weitere Förderung der Durchlässigkeit. In der ersten Hälfte 2006 fanden Hearings mit Expertinnen und Experten statt. Die Ergebnisse werden im Sommer 2006 aufgearbeitet. Sie sind Grundlage für die weitere Meilensteinplanung. Experten-Hearings durchgeführt Christoph Schmitter, Leiter Ressort Berufliche Grundbildung Handbuch Verordnungen aktualisiert Das BBT hat das Handbuch Verordnungen überarbeitet und Ende Mai 2006 veröffentlicht. Das Handbuch zeigt auf, wie eine Verordnung über die berufliche Grundbildung entsteht. In der dritten Auflage sind die Erfahrungen der bisherigen Berufsreformen eingeflossen. So wurden zum Beispiel Zusatzdokumente integriert, zusätzliche Adressen aufgenommen und der Ablauf gestrafft. Zudem enthält das Handbuch neu Erläuterungen zum Kompetenzen-Ressourcen-Modell sowie Hinweise zur Kommission für Berufsentwicklung und Qualität. Kompetenzen- Ressourcen-Modell integriert =de Höhere Berufsbildung Höhere Fachschulen Jeder Bildungsgang einer höheren Fachschule beruht gemäss Verordnung über die Mindestvorschriften für die Anerkennung von Bildungsgängen und Nachdiplomstudien an höheren Fachschulen auf einem Rahmenlehrplan (RLP). Diesen erarbeiten die Bildungsanbieter zusammen mit den Organisationen der Arbeitswelt. Zur Zeit läuft das Genehmigungsverfahren der ersten RLP (Bankwesen, Flugverkehr, Hauswirtschaft, Pilot und Pflegefach). Auf deren Basis erfolgen die ersten Anerkennungsverfahren von einzelnen Bildungsgängen. Der Leitfaden für die Anerkennungsverfahren wird voraussichtlich im Juli auf der Homepage des BBT aufgeschaltet. Rahmenlehrpläne als Grundlage für die Anerkennung von Bildungsgängen Erste Genehmigungsverfahren für Rahmenlehrpläne 5
6 Für die Nachdiplomstudien HF sind bereits zwei Anerkennungsverfahren abgeschlossen worden. Für 24 weitere Nachdiplomstudien sind die Verfahren am Laufen. Anerkennungsverfahren für Bildungsgänge und NDS HF Berufs- und höhere Fachprüfungen Im Bereich der Berufs- und höheren Fachprüfungen stehen zur Zeit rund 70 Revisionsprojekte an. Um die berufliche Mobilität zu erhöhen, kommt es immer öfter zur Koordination und Zusammenlegung von bestehenden Prüfungen. Dies zeigt sich sowohl bei den bereits vor einiger Zeit gestarteten Projekten in den Bereichen Logistik, Hauswirtschaft sowie Marketing und Kommunikation als auch bei neuen Revisionsprojekten in den Bereichen des Detailhandels, der Umweltberufe und der kaufmännischen Weiterbildungen. Koordination und Zusammenlegung : Berufsbildungsverantwortliche Eidgenössische Kommission bestellt Für die Ausbildung der Berufsbildungsverantwortlichen hat das BBT die Ausbildungsziele in Rahmenlehrplänen konkretisiert (Art. 48 Berufsbildungsverordnung). Die Rahmenlehrpläne sind im Frühling 2006 publiziert worden. Inzwischen wurde die Eidgenössische Kommission für Berufsbildungsverantwortliche bestellt. Sie nimmt ihre Arbeiten nach den Sommerferien auf. Zu ihren Hauptaufgaben zählt die Anerkennung von Bildungsgängen für sämtliche Kategorien von Berufsbildungsverantwortlichen (Berufsbildnerinnen und -bildnern in Betrieben, Lehrwerkstätten und überbetrieblichen Kursen, Lehrpersonen). Bildungsstandards erarbeitet Anerkennung von Bildungsgängen (Rahmenlehrpläne und Mitgliederliste) =de 6
7 Veranstaltungskalender 19. Oktober 2006: Jahrestagung "Validation des acquis" Das Projekt "Validation des acquis" präsentiert an der Jahrestagung in Bern die Ergebnisse der Arbeiten und stellt sie zur Diskussion. An der Tagung wird zudem der Rahmen für Verfahren zur Validierung von Bildungsleistungen präsentiert. Dieser befindet sich von Anfang Oktober bis Ende 2006 in der Vernehmlassung November 2006: Tag der Berufsbildung Der diesjährige Tag der Berufsbildung findet am 13. November in Genf statt. An diesem Tag stehen wiederum junge Berufsleute, welche im Rahmen von Berufsmeisterschaften ausserordentliche Leistungen erbracht haben, im Rampenlicht. Junge Berufsleute im Rampenlicht Impressum Herausgeber: Leistungsbereich Berufsbildung Ressort Grundsatzfragen + Politik Effingerstrasse 27, 3003 Bern : Nächste Ausgabe: Herbst 2006 Abonnement: Ein kostenloses Abonnement der BBT-Quartalsinfo ist erhältlich unter BBT-Quartalsinfo: jetzt abonnieren 7