Source: https://www.wiwiweb.de/steuerbilanzen/wirtgut/bilanzstr/poswg.html
Timestamp: 2017-01-24 13:26:03
Document Index: 225544554

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 240', '§ 246', '§ 247', '§ 247', '§ 247']

Positives Wirtschaftsgut - Steuerrechtliche Grundlagen
Wirtschaftsgut > Bilanzierungsfähigkeit im Steuerrecht:
BegriffsdefinitionAbgrenzung des WirtschaftsgutsUnterschied zwischen Anlage- und Umlaufvermögen
Terminankündigung: Am 26.01.2017 (ab 19:30 Uhr) findet unser nächstes Webinar statt.Gratis-Webinar Überblick Körperschaftsteuer - In diesem 60-minütigen Gratis-Webinar gibt Daniel Lambert einen Überblick über die Körperschaftsteuer.[weitere Informationen] [Terminübersicht]	Merke Sie müssen zwischen positiven und negativen Wirtschaftsgütern unterscheiden können und die Bilanzierung derselben beherrschen. Weiterhin sollten sie die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung beherrschen. Schließlich sollten Sie die Herangehensweise an Forderungen und Verbindlichkeiten beherrschen.
Zentraler Begriff der steuerlichen Bilanzierung ist das sog. Wirtschaftsgut (§ 6 I EStG). Dieses bildet das Analogon zu den handelsrechtlichen Positionen des Vermögensgegenstandes und der Schulden (§ 240 I, § 246 I HGB) und ist zentraler Bestandteil der Steuerbilanz. Diese besteht aus
positive Wirtschaftsgüter und
sonstigen Positionen, z.B.
steuerfreien Rücklagen.
Unter positiven Wirtschaftsgütern versteht man nach der Finanzrechtsprechung Sachen und Rechte im Sinne des bürgerlichen Rechts sowie sonstige Vorteile, welche durch Aufwendungen erlangt, nach der Verkehrsauffassung selbstständig bewertbar und einen über das Ende der Abrechnungsperiode bzw. Wirtschaftsjahr hinausgehenden Nutzen erbringen. Unter Sachen versteht man speziell Grundstücke, Gebäude oder Maschinen. Rechte sind z.B. Forderungen bzw. Patente. Wirtschaftliche Vorteile bilden z.B. der Firmen- oder Geschäftswert.
Beispiel Beispiel 19: Der Steuerpflichtige Fritz aus München hat für 200.000 € ein Grundstück erworben.
Dieses ist eine Sache im Sinne des bürgerlichen Rechts und durch Aufwendungen erlangt. Nach der Verkehrsauffassung ist das Grundstück selbstständig bewertbar und bringt nicht nur bis zum Ende der Abrechnungsperiode einen Nutzen, sondern auch darüber hinaus. Es ist damit insgesamt ein positives Wirtschaftsgut.
Abgrenzung des Wirtschaftsguts
Positive Wirtschaftsgüter lassen sich wie folgt systematisieren:
materielle Wirtschaftsgüter und
nach der Erwerbsform
angeschaffte Wirtschaftsgüter,
hergestellte Wirtschaftsgüter,
unentgeltlich erworbene Wirtschaftsgüter,
nach der örtlichen Einsatzmöglichkeit
bewegliche Wirtschaftsgüter und
unbeweglichen Wirtschaftsgüter.
Materielle Wirtschaftsgüter lassen sich anfassen, immaterielle nicht.
Beispiel Beispiel 20: Derivativer Goodwill, Patente, Lizenzen sind Beispiele für immaterielle Wirtschaftsgüter.
Entgeltlich erworben sind Wirtschaftsgüter, die gekauft oder im Tausch erworben sind.
Beispiel Beispiel 21: Wenn man eine Maschine gegen ein altes, sehr wertvolles Gemälde tauscht, so handelt es sich durchaus um einen entgeltlichen Erwerb der Maschine.
Der Unterschied zwischen Anlage- und Umlaufvermögen rührt aus § 247 II HGB her. Das Anlagevermögen dient dauernd dem Geschäftsbetrieb (§ 247 II HGB), das Umlaufvermögen ist dazu bestimmt, im Produktionsprozess unterzugehen.
Denken Sie bitte immer daran, die Zugehörigkeit zum Umlaufvermögen mit „§ 247 II HGB Umkehrschluss“ zu begründen. Bewegliche Wirtschaftsgüter lassen sich bewegen, unbewegliche hingegen nicht.
Beispiel Beispiel 22: Maschinen sind beweglich, der derivative Goodwill, Patente und Lizenzen sowie Grundstücke hingegen nicht.	Multiple-Choice
Was ist kein entgeltlicher Vorgang?	TauschKaufGeschenk	0/0	Lösen
Dieses Dokument Positives Wirtschaftsgut ist Teil eines interaktiven Online-Kurses zum Thema Steuerrechtliche Grundlagen.