Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%201976,%202263
Timestamp: 2019-10-21 09:06:17
Document Index: 389909044

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 295', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 518', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 130', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 170', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 130', 'BGH', '§ 130', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 11.02.1976 - VIII ZR 220/75 - dejure.org
https://dejure.org/1976,1939
BGH, 11.02.1976 - VIII ZR 220/75 (https://dejure.org/1976,1939)
BGH, Entscheidung vom 11.02.1976 - VIII ZR 220/75 (https://dejure.org/1976,1939)
BGH, Entscheidung vom 11. Februar 1976 - VIII ZR 220/75 (https://dejure.org/1976,1939)
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Notwendigkeit der handschriftlichen Unterzeichnung durch den zustellenden Anwalt im Fall eines Beglaubigungsvermerks auf der Abschrift des zuzustellenden Urteils - Anforderungen an die Wirksamkeit einer Unterschrift
NJW 1976, 2263
VersR 1976, 687
BGH, 12.03.1980 - VIII ZR 115/79
Einwand des Bürgen aus Verjährung der Hauptschuld
Auf die handschriftliche Unterzeichnung der Beglaubigung kann mit Rücksicht auf diesen ihren Zweck bei Urteilen und bestimmenden Schriftsätzen nicht verzichtet werden (BGH Beschluß vom 18. April 1952 - I ZB 5/52 = LM ZPO § 295 Nr. 4 = NJW 1952, 934; vgl. für Urteilsbeglaubigungen ferner BGHZ 55, 251, 252; BGH Urteil vom 11. Februar 1976 - VIII ZR 220/75 = NJW 1976, 2263 [BGH 11.02.1976 - VIII ZR 220/75], jeweils m.w.N. auch für die früher teilweise abweichende Rechtsprechung).
So ist es als ausreichend behandelt worden, wenn der beglaubigende Anwalt zwar nicht den Beglaubigungsvermerk, wohl aber einen darunter gesetzten, die Beglaubigung erwähnenden Zustellungsvermerk unterschrieben hatte (BGHZ 31, 32, 36 f; 36, 62, 63 [BGH 02.11.1961 - II ZR 98/61]; BGH Urteil vom 11. Februar 1976 aaO).
Die Unterschrift des die Berufungsschrift und deren Begründung unterzeichnenden Rechtsanwalts Hartl ist zwar nicht lesbar; sie weist aber hinreichende individualisierende Merkmale auf und genügt damit den von der Rechtsprechung gemäß §§ 518 Abs. 4, 519 Abs. 5, 130 Nr. 6 ZPO gestellten Anforderungen (BGH NJW 1982, 1467; Senatsurteil vom 11. Februar 1976 - VIII ZR 220/75 = NJW 1976, 2263 [BGH 11.02.1976 - VIII ZR 220/75]).
Nach den Anforderungen, die nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes an eine Unterschrift zu stellen sind, muß diese zwar nicht lesbar sein; erforderlich ist jedoch ein die Identität ausreichend kennzeichnender Schriftzug, dessen Schriftbild einen individuellen Charakter aufweist und erkennen läßt, daß es sich um Schriftzeichen handelt, die eine Namensführung zum Ausdruck bringen sollen (BGH NJW 1976, 2263, 2264 [BGH 11.02.1976 - VIII ZR 220/75]; LM ZPO §§ 130 Nr. 6 = NJW 1974, 1090 m.w.N.).
BGH, 09.05.1980 - I ZR 89/79
Unzulässigkeit der Berufung wegen verspäteter Einlegung - Wirksamkeit der …
Ausreichend ist dabei, daß ein Dritter, der den Namen des Unterzeichnenden nicht kennt, diesen aus dem Schriftbild herauslesen kann, die Identität des Unterzeichnenden also aus der Unterschrift erkennbar bleibt (BGH VersR 1974, 1223, 1224; 1976, 169, 170; NJW 1976, 2263, 2264 [BGH 11.02.1976 - VIII ZR 220/75]; VersR 1978, 763).
BGH, 06.04.1979 - V ZR 112/77
Voraussetzungen für eine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand - Versäumung der …
Es zieht daraus in Anlehnung an BGHZ 36, 62 [BGH 02.11.1961 - II ZR 98/61] und BGHZ ZPO § 170 Nr. 17 den Schluß (vgl. auch BGH NJW 1976, 2263 f [BGH 11.02.1976 - VIII ZR 220/75]), daß der zustellende Anwalt den Willen gehabt habe, das zuzustellende Schriftstück im ganzen Umfang zu beglaubigen, und diesen Willen auch erklärt habe.
BGH, 15.06.1978 - VII ZB 2/78
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand bei Versäumen der Berufungsbegründungsfrist …
Das Empfangsbekenntnis von diesem Tage ist nicht nur, wie der Beschwerdeführer meint, mit einer Paraphe abgezeichnet; es trägt einen sich als Unterschrift ausweisenden, die Identität des Ausstellers hinreichend kennzeichnenden Schriftzug (vgl. dazu BGH Urteil vom 11. Februar 1976 - VIII ZR 220/75 - VersR 1976, 687 mit Nachw.).
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist nicht zu verlangen, daß die Unterschrift lesbar ist; es ist indessen ein die Identität des Unterschreibenden ausreichend kennzeichnender Schriftzug erforderlich, dessen Schriftbild individuellen Charakter aufweist und erkennen läßt, daß es sich um Schriftzeichen handelt, die eine Namensunterschrift zum Ausdruck bringen sollen (BGH Beschluß vom 21. März 1974 - VII ZB 2/74 = LM ZPO Nr. 6 zu § 130 Nr. 6; BGH Urteile vom 4. Juni 1975 - I ZR 114/74 = LM ZPO Nr. 7 zu § 130 Nr. 6 und vom 11. Februar 1976 - VIII ZR 220/75 - NJW 1976, 2263 [BGH 11.02.1976 - VIII ZR 220/75] jeweils m.w.Nachw.).
Handzeichen, die allenfalls einen Buchstaben erkennen lassen sowie Unterzeichnungen mit einer Buchstabenfolge, die sich als bewußte und gewollte Namensabkürzung (Paraphe) darstellt, werden demgegenüber nicht als formgültige Unterschrift anerkannt (…BGH, a.a.O.; BGH NJW 1976, 2263, 2264; MDR 1988, 218; OLG Oldenburg, MDR 1988, 253).