Source: https://www.hausarbeiten.de/document/169593
Timestamp: 2018-01-23 02:20:43
Document Index: 81558520

Matched Legal Cases: ['§ 16', '§ 16', '§ 16', '§ 16', '§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 6', '§ 13', '§ 4', '§ 16', '§ 16', '§3', '§ 2']

Ein Erholungswald in Brandenburg | Hausarbeiten publizieren
Ein Erholungswald in Brandenburg
Beitrag für eine Behandlungsrichtlinie nach § 16 Landeswaldgesetz für das Eberswalder Schwärzetal
Forschungsarbeit, 2000
1. Der Begriff der Erholung
2. Der Wald als Erholungsraum
2.1. Erholungswaldgebiete als gesellschaftliche Notwendigkeit
3. Ausweisung des Waldgebietes Eberswalder Schwärzetal
4. Leitbild für die Behandlungsrichtlinie Eberswalder Schwärzetal
5. Gesetzliche Grundlagen
5.1 Voraussetzungen des EWG Eberswalder Schwärzetal
6. Gesetzliche Festlegungen
7. Konzeptionelle Zusammenarbeit zur Umsetzung des EWG
8. Naturrauminventar des EWG
8.1 Topographische Lage
8.2 Verwaltungszugehörigkeit
8.3 Naturräumliche Gliederung
8.4 Geologie
8.5 Boden
8.6 Hydrologie
8.7 Klima
9. Naturalplanung/ Forsteinrichtung
10. Behandlungsrichtlinie Eberswalder Schwärzetal
10.1 Waldaufbau von Erholungswaldgebieten
10.2 Waldbauliche Maßnahmen
10.2.1 Artenauswahl
10.3 Erholungsschwerpunkte und Vorrangflächen
10.4 Pflege - und Entwicklungsmaßnahmen
Das Eberswalder Schwärzetal wurde 1997 als erste Fläche in Brandenburg zum geschützten Waldgebiet für Erholung nach § 16 des Landeswaldgesetzes erklärt. Aufgrund der besonderen Zielstellung von Erholungswäldern wurde es notwendig, über die weitere Behandlung des Eberswalder Schwärzetals Klarheit zu schaffen. Noch im Dezember 1997 erging vom damaligen Ministerium für Landwirtschaft und Forsten die Forderung nach Erarbeitung einer Behandlungsrichtlinie für das Erholungswaldgebiet, für die nun im Rahmen eines Semesters beim Amt für Forstwirtschaft in Eberswalde ein Beitrag erstellt werden konnte.
Neben konkreten Vorschlägen zur Behandlung des Eberswalder Schwärzetals, enthält vorliegende Arbeit eine Zusammenfassung des Naturrauminventars und soll gleichzeitig durch Herausarbeitung der gesetzlichen und fachlichen Grundlagen für Erholungswaldgebiete als Leitfaden für künftige Gebietsausweisungen dienen.
Durch immer stärker werdende Belastungen für Mensch und Umwelt ist es eine Verpflichtung dieser und nachfolgender Generationen, Freiräume zur Verfügung zu stellen, in denen die Genesung von Körper und Geist erfolgen kann. In dem Sinne kommt den Wäldern auch und insbesondere in der Zukunft eine wichtige Rolle zu.
1.Der Begriff der Erholung
Die Ursprünge des Wortes Erholung ist im 16.Jahrhundert zu suchen, wo aus dem althochdeutschen Wort „holon" (rufen) das mittelhochdeutsche Wort ..holen" entstand. Das mittelhochdeutsche Wort „erholn" kommt dementsprechend aus dem althochdeutschen Wort „inholon". (Meierjürgen, 1994).
Die Erholung als Regeneration verbrauchter körperlicher und geistiger Tätigkeit tritt nach DÜRK (1965) im medizinischen Sinne erst als dritte Phase eines vorher durch Entmüdung und Entspannung gekennzeichneten Prozesses ein. Diese Rückgewinnung an körperlicher und seelischer Kräfte durch Schlaf, Ruhe oder Ausgleichstätigkeit sieht FRIEDRICH (1997) als eine Hauptlebensfunktion unserer Gesellschaft an. Zumindest gilt die Erholung als eine Notwendigkeit für den Menschen, besonders für all jene die in Industriegesellschaften leben (Röhrig, E. u. N. Bartsch, 1992 ).
2.Der Wald als Erholungsraum
Bei der Bewertung von Landschaften für Erholungszwecke sind viele Faktoren von Bedeutung, wie vertikaler und horizontaler Strukturreichtum, die Abwechslung des Landschaftsbildes, die Infrastruktur des Gebietes, klimatische Verhältnisse und die Entfernung des Erholungssuchenden vom Zielort. Besonders der naturräumlichen Ausstattung kommt eine besondere Rolle zu, weshalb auch KIEMSTEDT (1967) den Waldanteil nach den Gewässern für den wichtigsten Faktor bei der Bewertung einer Landschaft für Erholungszwecke hält. SCHICK (1991) beschreibt den Wald denn auch als das Element, was nach dem Wasser von Erholungssuchenden am meisten geschätzt wird. Eine Kombination von Gewässern und Wald stellt somit auch einen idealen Charakter einer Erholungslandschaft dar, wie sie in Brandenburg zwischen Eberswalde und Spechthausen zu finden ist.
Auch wenn verschiedenste Räume für die Erholung genutzt werden, so sehen viele Menschen den Wald als Erholungsraum. FRIEDRICH (1997) kommt zu dem Ergebnis, dass die Nachfrage von Erholungsflächen wesentlich durch die land - und forst-wirtschaftlichen geprägten Außenräume gedeckt wird. Nach einer Definition der Waldfunktionskartierung (Arbeitsgruppe Landespflege, 1982) dient der Erholungswald der Gesundheit, Freude, Abwechslung und dem Naturgenuss seiner Besucher.
Seine Anziehungskraft soll sich auf drei Voraussetzungen stützen:
- die gute Erreichbarkeit
- die besondere Naturausstattung
- das Vorhandensein von Erholungseinrichtungen
DÜRK ( 1965 ) unterscheidet zwischen originären und Derivativen Angeboten, wobei Erstere das Vorhandensein von Erholungsmöglichkeiten beschreiben, die durch natürliche Gegebenheiten bedingt sind und Letztere künstliche Möglichkeiten darstellen. Auffällig ist, dass häufig frequentierte Wälder eine Vielzahl der Derivativen Angebote wie Abfallkörbe, Parkplätze. Wanderwege, Spielplätze, Waldlehr- und Sportpfade aufweisen. Ein für die Erholung optimal funktionsfähiger Wald muss nach Vorstellungen von SCHIMA u. WEISS ( 1992 ) planmäßig gestaltet und nachhaltig gepflegt werden. Erholungseinrichtungen wie Grill - und Zeltplätze, Imbissstände, aber auch Spiel - und Sportplätze sollen nach FRIEDRICH ( 1997 ) dagegen auf das geringst mögliche Maß beschränkt werden , um nicht die Wälder ihres Charakters zu berauben. Die Erholungswaldgestaltung soll zwar besucherattraktiv, aber naturschonend erfolgen. Diese Attraktivität kann durch die naturräumliche Ausstattung eines Gebietes erreicht werden, so dass „das natürliche Erscheinungsbild selbst einen Erholungseffekt bietet" (Gilbert, 1989). Doch nicht jeder Wald wirkt gleichermaßen auf den Besucher, so sind Urwälder keineswegs besonders Erholung fördernd, erträgt der moderne Mensch Urzustände der Natur, wie es sie in Mitteleuropa kaum noch gibt, nach LEYGRAF ( 1965 ) nur über einen kurzen Zeitraum, weil „er sich in der großartigen Eintönigkeit echter Urwälder verloren fühlt". Aber auch naturferne Wälder, wie standortsuntypische Monokulturen sind für die psychische Erholung des Menschen schlecht geeignet ( Jacsman, 1971 ). Für die tieferen Lagen sieht PFISTER ( 1962 ) die naturnahen Laubmischwälder als jene an, die den höchsten Naturgenuss bringen. Den abwechslungs- reichen Wäldern kommt ein hoher ästhetischer Reiz zu, aber das ein Nebeneinander von verschiedenen Baumarten nicht automatisch einem idealen Erholungswald entspricht, wurde z.B. durch Untersuchungen der FORSTLICHEN VERSUCHSANSTALT HANN. MÜNDEN ( 1982 ) bestätigt, die nicht die Baumartenzusammensetzung, sondern die waldbaulichen Verhältnisse des Waldes als entscheidend ansehen und deshalb auch abwechslungsreiche Nadelwaldbestände im Sinne eines Strukturreichtums vor einschichtigen Laubwäldern für geeigneter halten. Doch das bloße Vorhandensein eines solchen Waldgefüges kann noch nicht den Wert eines Erholungswaldes ausmachen, denn wie schnell kann ein solcher Wald an Reiz verlieren, wenn er mit unzähligen Straßen zersiedelt ist und der Lärm der Fahrzeuge in jeden Winkel dringt?
Es müssen also Voraussetzungen da sein, die die von LEIBUNDGUT (1975) genannten Heilfaktoren (Ruhe, Luftreinheit, Freude, Abwechslung und Ablenkung) unterstützen.
Neben den kleinklimatischen Verhältnissen, den ausgeglichenen Lufttemperaturen, der relativ höheren Luftfeuchtigkeit, durch die den Lärm mindernde Vegetation und die Begegnung der naturnahen Umgebung sieht GUIARD ( 1998 ) die Bedeutung im Wald, weil dieser als Kontrasterlebnis zur städtischen Umwelt empfunden wird.
Die Möglichkeit einer ungezwungenen Bewegung, die sich oftmals nicht an die künstlich geschaffenen Wege hält, ist eine Grundvoraussetzung für die Erholung, die von RUPPERT (1960) als Freiheit der Bewegung" bezeichnet wurde. Die somatischen Wirkungsträger (Jacsman, 1971) dieser Bewegung sind Farben, Formen und Gerüche. Ihre Ausprägung kommt nach SCHIMA u. WEISS ( 1992 ) am Stärksten in einem naturnahen Wald zur Geltung.
2.1 Erholungswaldgebiete als gesellschaftliche Notwendigkeit !?
Die Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes und die Nutzung der Naturgüter zu erhalten sind zwei Grundsätze des Naturschutzes und der Landschaftspflege. Kommt es zu Übernutzungen oder schädigender Einträge sind die Funktionen gestört und erfüllen zudem oftmals nicht mehr den dritten Grundsatz: die Erholungsmöglichkeit, da die Gebiete den gewünschten Kontrast zur Arbeitslandschaft" missen lassen. Es muss also eine Möglichkeit gefunden werden, den Grundsätzen und den mit ihnen verbundenen Funktionen gerecht zu werden. Für die Sicherung und Gestaltung von Erholungswaldgebieten, einschließlich des Waldes muss gesorgt werden (Friedrich, 1997), woraus sich neben der Erhaltung auch die Forderung einer Vermehrung verbirgt, was ELSASSER ( 1995 ) in der Tatsache, dass Naherholungs- möglichkeiten in der freien Landschaft von Ballungsgebieten ein knappes Gut sind, begründet sieht. Nicht nur die Verstädterung und die gestiegene Industrialisierung (Jacsman, 1971) treibt eine Steigerung des Erholungsbedürfnis voran, sondern auch der Leistungsdruck einer rationalisierten Industriegesellschaft. Die steigenden Ansprüche der Gesellschaft an den Wald haben nach BRUCKER (1980) zu einer konkurrierenden Nutzung geführt, wobei es nicht ausreicht, dass „es Gruppen oder Personenmehrheiten gibt, die ein Benutzungsinteresse repräsentieren, sondern das Bedürfnis, den Wald in einer bestimmten Art und Weise zu nutzen , muss in der Bevölkerung verbreitet sein und damit das Interesse verkörpern".
Ein Problem sieht LEIBUNDGUT ( 1975 ), dass die Erholungsfunktion zwar jedem durch das Betretungs- - und Aufenthaltsrecht offen steht, aber Sozialleistungen des Waldes von der Öffentlichkeit nicht abgegolten werden. So sieht ELSASSER ( 1995 ) diese Schutz - und Erholungsleistungen des Waldes als öffentliche Güter, für die einfach die Märkte fehlen. Da in fast allen Bereichen mit hohem Kostenaufwand den Ansprüchen der modernen Leistungsgesellschaft Rechnung getragen wird, kritisiert BRUCKER ( 1980 ), dass man in „althergebrachter" Tradition vom Wald erwartet, seine Einrichtungen stünden in der gewohnten Selbstverständlichkeit der Öffentlichkeit zur Verfügung.
Aber gerade die Erholungswaldgebiete gehören zu den Landschaftsteilen, wo aufgrund der Ansammlung infrastruktureller Begebenheiten das Potential der Wertumsetzung besonders hoch ist. LEIBUNDGUT ( 1975 ) sah es zumindest für bewiesen an, dass der Wert der Sozialleistung des Waldes vielerorts höher lag als der der materiellen Erträge des Holzverkaufes. Angesichts eines Strukturwandels in der Forstwirtschaft wird die Frage nach der Notwendigkeit von Erholungswaldgebieten auch aus ökonomischer Sicht interessant.
3. Ausweisung des Waldgebietes „Eberswalder Schwärzetal“
als geschütztes Waldgebiet für Erholung nach § 16 des Brandenburgischen Landeswaldgesetzes Auf Grundlage des Waldgesetzes des Landes Brandenburg vom 17. Juni 1991 wurden nach § 16 Abs. 1 durch das Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Waldflächen von überörtlicher Bedeutung in den Gemeinden Eberswalde und Spechthausen im Landkreis Barnim zum Erholungswaldgebiet erklärt. Die Verordnung zur Ausweisung des „Eberswalder Schwärzetal" als Erholungswaldgebiet wurde am 16. September 1997 rechtskräftig. Dieser Ausweisung schloss sich die Forderung zur Erarbeitung einer Behandlungsrichtlinie ( MELF, 1997 ) an, für deren Umsetzung im Rahmen der Waldbewirtschaftung das Amt für Forstwirtschaft Eberswalde zuständig sei. Die Ausführung der Maßnahmen obliegt der Lehroberförsterei Eberswalde. Dabei erfolgte die Zielsetzung der Behandlungsrichtlinie in Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde, dem Planungsamt der Stadt Eberswalde, dem Amt Biesenthal, dem Naturpark Barnim, dem Forstbotanischen Garten, dem Zoo Eberswalde und der Fachhochschule Eberswalde.
4. Leitbild für die Behandlungsrichtlinie „ Eberswalder Schwärzetal"
Das Erholungswaldgebiet, im Folgenden EWG genannt, liegt im Landschaftsschutzgebiet „Barnimer Heide" und beinhaltet Teile des Naturschutzgebietes „Nonnenfließ- Schwärzetal". Die Gesamtlandschaft ist in den Naturpark Barnim einbezogen. Aufgrund der Sensibilität bestimmter Gebiete ist die naturnahe Waldbewirtschaftung neben der Wahrung von Schutzgebietsbestimmungen ein geeignetes Instrument zur Erhaltung des „Eberswalder Schwärzetal".
Die Behandlung des EWG soll dabei folgende Maßnahmen gewährleisten:
- Biotoppflegende Maßnahmen ( Hangquellmoore, natürliche Waldgesellschaften )
- Erhaltung alter, starker Einzelbäume
- Einbringung von autochthonen , seltenen, einheimischen Baum- und Straucharten
- Erweiterung des Kleinbestandsarboretums durch den Forstbotanischen Garten
- Ausbau, Ausschilderung und Gestaltung von Wanderwegen, Verweilplätzen und Sichtschneisen zur gezielten Besucherlenkung
- Gewährleistung der Verkehrssicherungspflicht
Die Maßnahmen orientieren sich dabei an den Vorgaben der Schutzgebietsbestimmungen um negative Auswirkungen für die Biogeozönose zu vermeiden.
5.Gesetzliche Grundlagen
Das Bundesnaturschutzgesetz ( BNatSchG ) hat in § 1, Absatz 1 die Ziele des Naturschutzes und der Landschaftspflege beschrieben, wonach die Natur und Landschaft im besiedelten und unbesiedelten Bereich so zu schützen, zu pflegen und zu entwickeln ist, dass die Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes als Lebensgrundlagen des Menschen und als Voraussetzung für seine Erholung in Natur und Landschaft nachhaltig gesichert sind.
Im Brandenburgischen Naturschutzgesetz (BbgNatSchG) ist in § 1, Absatz 2; 8 festgelegt, dass die Natur in ihrer Vielfalt, Eigenart und Schönheit auch als Erlebnis- und Erholungsraum für eine naturverträgliche Erholung des Menschen zu sichern ist. Das allgemeine Verständnis für den Gedanken des Naturschutzes und der Landschaftspflege ist zu fördern."
Das Bundeswaldgesetz (BWaldG) sieht unter § 1. Absatz 1 die Erhaltung, Mehrung und ordnungsgemäße Bewirtschaftung des Waldes für die Erholung der Bevölkerung vor, in § 6 zu den Aufgaben und Grundsätze der forstlichen Rahmenplanung wird in Absatz 3 ; 4 darauf verwiesen , dass in Gebieten , wo der Schutz - und Erholungsfunktion besonderes Gewicht zukommt, Wald für diese Funktionen in räumlicher Ausdehnung und Gliederung unter Beachtung wirtschaftlicher Belange ausgewiesen werden sollte.
Geeignete Anlagen und Einrichtungen, insbesondere der erholungsgerechten Freizeitgestaltung sollten vorgesehen werden. Nach § 13 „Erholungswald" kann Wald zu diesem erklärt werden, wenn es das Wohl der Allgemeinheit erfordert und damit Waldflächen zum Zwecke der Erholung zu schützen, pflegen oder zu gestalten sind. Nach dem Brandenburgischen Landeswaldgesetz (LWaldG), § 4 , Absatz 2 soll durch eine nachhaltige Bewirtschaftung die Erholungsfunktion stetig und auf Dauer gewährleistet werden. Erholungswald ist nach § 16 LWaldG, Absatz 3 Wald in Ballungsräumen, in der Nähe von Städten sowie größeren Siedlungen als Teil von Gemeinden zum Zwecke der Erholung besonders zu schützen, zu pflegen und zu gestalten. Wald kann bei Erfüllung dieser Voraussetzung nach § 16, Absatz 1 zum Erholungswald erklärt werden.
Zudem ist im Landesplanungsgesetz (BbgLPIG), §3, Absatz 9 festgelegt, die Brandenburgische Kulturlandschaft in ihrer Funktion als Erholungsraum zu sichern, zu entwickeln und wo nötig wieder herzustellen. Im Raumordnungsgesetz (ROG), § 2, Absatz 6
u. 12 ist die Sicherung und Verbesserung von naturnahen Erholungs- und Feriengebieten festgeschrieben, die den Bedürfnissen der Menschen in Natur und Landschaft sowie Freizeit und Sport durch umweltfreundliche Ausgestaltung Rechnung trägt.
5.1 Voraussetzungen des EWG „Eberswalder Schwärzetals"
Schon im Jahre 1988 wurden durch eine Ratsvorlage (VEUW, Nr. 29 - 54, 88 ) Flächen des heutigen EWG zur der Erholung und Landeskultur dienenden Parkanlage erklärt. Die Bedeutung des Waldgebietes geht aber schon bis in das Jahr 1795 zurück, wo David Schickler begonnen hatte eine Anlage für Erholungssuchende mit Wegen, Brücken und Rastmöglichkeiten zu schaffen (Projekt Tourismus/Brandenburg, 1993). Durch Angrenzung an die Stadt Eberswalde im Norden und der Gemeinde Spechthausen im Südwesten blieb das Waldgebiet bis heute ein beliebtes Naherholungsgebiet.
Fachhochschule Eberswalde (Fachgebiet Landschaftsnutzung und Naturschutz)
Dipl.-Ing. Oliver Thaßler (Autor)
V169593
9783640880119
9783640880034
erholungswald brandenburg beitrag behandlungsrichtlinie landeswaldgesetz eberswalder schwärzetal
Dipl.-Ing. Oliver Thaßler (Autor), 2000, Ein Erholungswald in Brandenburg, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/169593
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