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Timestamp: 2016-10-24 01:43:50
Document Index: 218607021

Matched Legal Cases: ['Art. 5', 'BGE', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 5', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 5', 'Art. 104', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 5', 'BGE', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 105', 'BGE', 'BGE', 'Art. 1', 'Art. 4', 'Art. 8', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 5', 'BGE', 'Art. 5', 'Art. 5', 'BGE', 'Art. 4', 'BGE', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 4', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 29', 'Art. 29', 'Art. 29', 'Art. 30', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 39', 'Art. 12', 'Art. 13', 'BGE', 'Art. 5', 'Art. 39', 'Art. 19', 'Art. 40', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 5', 'BGE', 'BGE', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 5', 'Art. 156']

2A.430/2006 (06.02.2007)
Schweizerischer Buchh�ndler- und Verleger-Verband,
B�rsenverein des Deutschen Buchhandels e.V., handelnd durch Thomas Wessely,
Beschwerdef�hrer, beide vertreten durch Dr. J�rg Borer und/oder Dr. Bertold M�ller, Rechtsanw�lte,
Wettbewerbsbeschr�nkung (Buchpreisbindung),
Das Sekretariat der Wettbewerbskommission er�ffnete am 28. September 1998 eine Untersuchung �ber die Preisbindung im Buchhandel f�r deutschsprachige B�cher. In diese wurden der Schweizerische Buchh�ndler- und Verleger-Verband (f�r die Beteiligten in der Schweiz) sowie der B�rsenverein des Deutschen Buchhandels e.V. (f�r die Beteiligten in Deutschland) einbezogen. Mit Verf�gung vom 6. September 1999 stellte die Wettbewerbskommission fest, der "Sammelrevers 1993 f�r den Verkauf preisgebundener Verlagserzeugnisse in der Schweiz" (nachfolgend: Sammelrevers) bilde eine unzul�ssige Wettbewerbsabrede im Sinne von Art. 5 Abs. 1 und Abs. 3 lit. a des Kartellgesetzes vom 6. Oktober 1995 (KG; SR 251). Sie verpflichtete die Verleger und Zwischenbuchh�ndler, ihre Abnehmer ohne Sammelrevers-Preisbindung zu beliefern, und erkl�rte die Buchh�ndler als nicht mehr an diese gebunden. Die Rekurskommission f�r Wettbewerbsfragen best�tigte diese Verf�gung auf Beschwerde hin am 21. Mai 2001.
Gegen diesen Entscheid gelangten der Schweizerische Buchh�ndler- und Verleger-Verband sowie der B�rsenverein des Deutschen Buchhandels e.V. mit im Wesentlichen gleichlautenden Verwaltungsgerichtsbeschwerden ans Bundesgericht, welches mit Urteil vom 14. August 2002 (BGE 129 II 18; im Folgenden auch: R�ckweisungsentscheid) die Verfahren vereinigte und die Beschwerden teilweise guthiess. Es hob den Entscheid der Rekurskommission f�r Wettbewerbsfragen vom 21. Mai 2001 auf und wies die Sache zur neuen Beurteilung im Sinne der Erw�gungen an die Wettbewerbskommission zur�ck. Das Bundesgericht erwog im Wesentlichen, der Sammelrevers, welcher ungef�hr 90% aller deutschsprachigen B�cher erfasse, bilde eine auf der Stufe des Buchhandels horizontal koordinierte vertikale Wettbewerbsabrede �ber die direkte oder indirekte Festsetzung von Preisen, bei der gest�tzt auf Art. 5 Abs. 3 lit. a KG eine Wettbewerbsbeseitigung zu vermuten sei. Da zwischen den Buchhandlungen neben dem (ausgeschalteten) Preis- jedoch ein Qualit�tswettbewerb fortbestehe und der Wettbewerb nur als beseitigt gelten k�nne, wenn die autonome Festlegung s�mtlicher relevanter Wettbewerbsparameter ausgeschlossen erscheine, habe die entsprechende gesetzliche Vermutung als widerlegt zu gelten. Es sei deshalb zu pr�fen, ob die mit dem Sammelrevers verbundene erhebliche Wettbewerbsbeeintr�chtigung (Art. 5 Abs. 1 KG) sich allenfalls aus Gr�nden der wirtschaftlichen Effizienz (Art. 5 Abs. 2 KG) rechtfertigen lasse.
In der Folge nahm die Wettbewerbskommission umfangreiche Abkl�rungen vor. In deren Rahmen liess sie den Rechtsvertretern des Schweizer Buchh�ndler- und Verleger-Verbandes und des B�rsenvereins des Deutschen Buchhandels e.V. sowie 12 Verlagen beziehungsweise Verlagsgruppen und 70 Buchhandlungen einen Fragebogen zukommen.
Am 10. November 2004 vereinigte die Wettbewerbskommission das den Schweizer Buchh�ndler- und Verleger-Verband betreffende Untersuchungsverfahren mit demjenigen, das den B�rsenverein des Deutschen Buchhandels e.V. betrifft. Am 21. Februar 2005 fand eine Anh�rung der Parteien statt, an welcher insgesamt 11 Vertreter der Buchbranche teilnahmen. Am 16. M�rz 2005 ersuchten die Parteien die Wettbewerbskommission, ihr Sekretariat zu beauftragen, mit den Branchenverb�nden eine einvernehmliche Regelung auszuarbeiten, welche sich an den Eckpunkten der Flexibilisierung der Preisbindung durch einen Preiskorridor, der zeitlichen Begrenzung der Preisbindung und der Einstellung des Verfahrens auszurichten habe. Die Wettbewerbskommission lehnte dieses Gesuch am 21. M�rz 2005 ab. Zun�chst sei ein solches Gesuch nach siebenj�hriger Verfahrensdauer, nach Abschluss des Schriftenwechsels, nach Abhaltung einer einl�sslichen Anh�rung und unmittelbar vor der Entscheidung als versp�tet zu erachten; zudem sei das Gesuch inhaltlich ungen�gend bestimmt.
Am 21. M�rz 2005 verf�gte die Wettbewerbskommission, der Sammelrevers 1993 f�r den Verkauf preisgebundener Verlagserzeugnisse in der Schweiz sei nach Massgabe von Art. 5 Abs. 1 KG unzul�ssig; die Verleger und die Zwischenbuchh�ndler w�rden verpflichtet, ihre Abnehmer ohne Sammelrevers-Preisbindung zu beliefern; die Buchh�ndler seien an bestehende Sammelrevers-Preisbindungen nicht mehr gebunden.
Gegen diese Verf�gung erhoben der Schweizer Buchh�ndler- und Verleger-Verband und der B�rsenverein des Deutschen Buchhandels e.V. gemeinsam Beschwerde bei der Rekurskommission f�r Wettbewerbsfragen. Mit Entscheid vom 11. Juli 2006 best�tigte diese die Verf�gung der Wettbewerbskommission vom 21. M�rz 2005 und wies die Beschwerde ab.
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 13. Juli 2006 beantragen der Schweizer Buchh�ndler- und Verleger-Verband und der B�rsenverein des Deutschen Buchhandels e.V. dem Bundesgericht, den Beschwerdeentscheid der Rekurskommission f�r Wettbewerbsfragen vom 11. Juli 2006 sowie die Verf�gung der Wettbewerbskommission vom 21. M�rz 2005 aufzuheben; es sei festzustellen, dass der Sammelrevers eine im Sinne von Art. 5 KG effiziente und damit zul�ssige Abrede sei.
Mit Verf�gung vom 15. September 2006 erkannte der Pr�sident der II. �ffentlich-rechtlichen Abteilung der Beschwerde aufschiebende Wirkung zu.
1.2 Beschwerdeentscheide der Rekurskommission f�r Wettbewerbsfragen k�nnen mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht angefochten werden. Als Interessenvertreter der von der Verf�gung materiell betroffenen Verleger und Buchh�ndler sind die Beschwerdef�hrer hierzu legitimiert (BGE 129 II 18 E. 1.1). Auf ihre frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.
1.3 Die ausnahmsweise Zulassung einer als unzul�ssig beurteilten Wettbewerbsabrede aus �berwiegenden �ffentlichen Interessen durch den Bundesrat (Art. 8 KG) steht nicht in Frage. Es ist deshalb nicht Sache des Bundesgerichts, im vorliegenden Verfahren entsprechende Ausnahmegr�nde zu ber�cksichtigen. Das Gericht hat ausschliesslich zu pr�fen, ob der Entscheid, der umstrittene Sammelrevers bilde eine unzul�ssige Wettbewerbsabrede im Sinne von Art. 5 KG, aus wettbewerblichen Gr�nden Bundesrecht verletzt (Art. 104 lit. a OG). Dabei ist es an den von der Rekurskommission festgestellten Sachverhalt gebunden, soweit dieser nicht offensichtlich unrichtig, unvollst�ndig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen ermittelt wurde (Art. 105 Abs. 2 OG; BGE 129 II 18 E. 1.2).
1.4 Unabh�ngig davon kommt der Vorinstanz als Spezialverwaltungsgericht, welches u.a. mit Richtern besetzt ist, die �ber einschl�gige Fachkenntnisse im Wettbewerbsrecht bzw. in der Wettbewerbstheorie verf�gen, ein Beurteilungsspielraum zu. Daraus folgt, dass sich das Bundesgericht eine gewisse Zur�ckhaltung auferlegt, wenn Fachfragen �konomischer Ausrichtung zu beantworten sind. Der Rekurskommission f�r Wettbewerbsfragen steht dabei - schon auf Grund der in Art. 5 Abs. 2 lit. a KG verwendeten offenen bzw. unbestimmten Begriffe - ein eigentliches "technisches Ermessen" zu. Das Bundesgericht beschr�nkt sich insoweit auf die Pr�fung, ob die Fachinstanz die f�r den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte gepr�ft und die erforderlichen Abkl�rungen sorgf�ltig und umfassend durchgef�hrt hat (vgl. BGE 132 II 257 E. 3.2, betreffend die Kommunikationskommission).
1.5 Die Frage, ob die streitige Abrede gegen�ber einem abredefreien Markt wirtschaftliche Effizienzvorteile bringt, hat weitgehend tats�chlichen Charakter. Dies gilt auch insoweit, als es um hypothetische Abl�ufe und Prognosen geht, die sich naturgem�ss nicht strikte beweisen lassen und zum Teil immer auch auf allgemeiner Lebenserfahrung beruhen (vgl. BGE 132 III 715 E. 2.3). Derartige Feststellungen sind f�r das Bundesgericht im Rahmen von Art. 105 Abs. 2 OG verbindlich. Es ist nicht Aufgabe des Bundesgerichts, diese Abkl�rungen der zust�ndigen Fach(rekurs)beh�rde im Einzelnen zu �berpr�fen bzw. allenfalls durch eigene Erhebungen zu erg�nzen (vgl. zur Praxis des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts zu Art. 105 Abs. 2 OG betreffend die voraussichtliche k�nftige Entwicklung von Gesundheitsbeeintr�chtigungen sowie das hypothetische Vergleichseinkommen: zur Publikation bestimmtes Urteil I.618/2006 vom 28. September 2006 E. 3; grunds�tzlich BGE 115 II 440 E. 5b betreffend hypothetische Geschehensabl�ufe).
1.6 Damit beschr�nkt sich die �berpr�fung durch das Bundesgericht im vorliegenden Fall weitgehend auf die Fragen, ob die Vorinstanz Verfahrensfehler begangen hat, ob sie sich im Rahmen des R�ckweisungsauftrages gehalten hat, ob sie bei ihren Feststellungen die Beweislast richtig verteilt hat und von den richtigen und richtig verstandenen Begriffen (z.B. der wirtschaftlichen Effizienz oder der rationelleren Nutzung von Ressourcen) ausgegangen ist und ob die diesbez�glichen Feststellungen offensichtlich unrichtig sind.
Wie das Bundesgericht im R�ckweisungsentscheid festgestellt hat, schliessen die Verleger, die den Sammelrevers - der gleichermassen in Deutschland, �sterreich und der Schweiz angewendet wird - unterschreiben, mit allen Buchh�ndlern, die den Revers ebenfalls unterschrieben haben, einen Preisbindungsvertrag ab. Dabei setzt der Verleger die Endabnehmerpreise seiner B�cher fest. Die Buchh�ndler verpflichten sich, die vom Verleger festgesetzten Preise einzuhalten. Ebenso verpflichten sich die Zwischenbuchh�ndler, nur reversgebundene H�ndler zu beliefern. Auch Wiederverk�ufer, die ausserhalb der Schweiz beliefert werden, m�ssen f�r den Fall eines Reimports in die Schweiz auf die Preisbindung verpflichtet werden. Der Formularvertrag regelt zudem die zul�ssigen Sonderpreise (Rabatte, Subskriptionspreise usw.). Der Buchh�ndler verpflichtet sich bei Anbieten oder Gew�hren unzul�ssiger Nachl�sse oder �berschreiten des Ladenpreises zur Bezahlung einer Konventionalstrafe an den Schweizerischen Buchh�ndler- und Verleger-Verband oder an den Verlag, sofern dieser ausnahmsweise Zahlung an sich selber w�nscht. Der Verlag kann daneben insbesondere seine Lieferungen einstellen. Der Buchh�ndler verpflichtet sich, einem vereidigten Buchpr�fer Einblick in seine Gesch�ftsunterlagen zu geben, wenn die begr�ndete Vermutung besteht, dass er gegen die Preisbindung verst�sst. Desgleichen verpflichtet sich der Verlag zur Bezahlung einer Konventionalstrafe an den Schweizerischen Buchh�ndler- und Verleger-Verband, wenn er seine gebundenen Preise unterbietet oder die Unterbietung durch Dritte veranlasst. Die Verlage sichern eine l�ckenlose Preisbindung und Gleichbehandlung der Abnehmer in Preisbindungsfragen zu. Als Vertreter der einzelnen Verlage wirkt ein Preisbindungstreuh�nder, welcher die Preisbindungsvertr�ge der einzelnen Buchh�ndler entgegennimmt und die Einhaltung der Preisbindung �berwacht. Umgekehrt bevollm�chtigen die Buchh�ndler eine Preisbindungsbevollm�chtigte oder -beauftragte, welche in ihrem Namen �nderungen des Sammelrevers (insbesondere durch die Aufnahme neuer Verlage) unterzeichnet. F�r die Beilegung von Streitigkeiten aus dem Preisbindungsvertrag ist ein Schiedsgericht vorgesehen. Dessen Obmann wird vom Preisbindungstreuh�nder und der Preisbindungsbeauftragten bestimmt und w�hlt zwei weitere Schiedsrichter aus einer Liste von Fachrichtern, welche von den Verlagen und den Buchh�ndlern erstellt wird. Der Sammelrevers legt selber keine Ladenpreise fest; dies ist Sache der einzelnen Verlage. Kein Verleger ist verpflichtet, am Sammelrevers teilzunehmen. Der Schweizerische Buchh�ndler- und Verleger-Verband verf�gt �ber keine Druckmittel, um Verlage zur Teilnahme zu zwingen. Auch die teilnehmenden Verlage sind sodann nicht verpflichtet, f�r alle ihre Werke einen gebundenen Preis festzusetzen. Trotzdem gilt f�r ungef�hr 90% aller deutschsprachigen B�cher, die in der Schweiz verkauft werden, ein vom Verlag festgesetzter Ladenpreis, von dem die Buchhandlungen nicht bzw. nur in dem vom Sammelrevers vorgesehenen Rahmen (Sonderpreise) abweichen. Nicht festgelegt sind die Konditionen im Verh�ltnis zwischen den Verlagen und dem Zwischenbuchhandel sowie dem Zwischenbuchhandel und dem Buchhandel (BGE 129 II 18 E. 2).
3.1 Das Kartellgesetz bezweckt, volkswirtschaftlich oder sozial sch�dliche Auswirkungen von Kartellen und anderen Wettbewerbsbeschr�nkungen zu verhindern und damit den Wettbewerb im Interesse einer freiheitlichen marktwirtschaftlichen Ordnung zu f�rdern (Art. 1 KG). Vereinbarungen, die den Wettbewerb beeintr�chtigen, sind hingegen nicht generell verboten, sondern in den Schranken des Gesetzes erlaubt. Als Wettbewerbsabreden gelten rechtlich erzwingbare oder nicht erzwingbare Vereinbarungen sowie aufeinander abgestimmte Verhaltensweisen von Unternehmen gleicher oder verschiedener Marktstufen, die eine Wettbewerbsbeschr�nkung bezwecken oder bewirken (Art. 4 Abs. 1 KG). Unzul�ssig sind - vorbeh�ltlich der ausnahmsweisen Zulassung durch den Bundesrat (Art. 8 KG) - Wettbewerbsabreden, die den Wettbewerb auf einem Markt f�r bestimmte Waren oder Leistungen erheblich beeintr�chtigen und sich nicht durch die in Art. 5 Abs. 2 KG genannten Gr�nde der wirtschaftlichen Effizienz rechtfertigen lassen oder die zur Beseitigung wirksamen Wettbewerbs f�hren (Art. 5 Abs. 1 KG). In letzterem Fall ist eine Rechtfertigung aus Gr�nden der wirtschaftlichen Effizienz ausgeschlossen. Dass eine Abrede den wirksamen Wettbewerb beseitigt, kann direkt nachgewiesen werden oder sich gest�tzt auf Art. 5 Abs. 3 KG ergeben, wonach dies bei gewissen "harten Kartellen" in widerlegbarer Weise vermutet wird (BGE 129 II 18 E. 3).
3.2 Das Kartellgesetz wurde 2003 teilweise revidiert bzw. erg�nzt. Die �nderungen sind am 1. April 2004 in Kraft getreten. Mit dem neuen Art. 5 Abs. 4 KG wurde dabei insbesondere eine Art. 5 Abs. 3 entsprechende Bestimmung (Vermutung der Beseitigung wirksamen Wettbewerbs) f�r vertikale Abreden bzw. Absprachen �ber Mindest- oder Festpreise aufgenommen. Da der vorliegend zu beurteilende Sachverhalt, d.h. die Anwendung des Sammelrevers, andauert, ist die Vorinstanz zu Recht davon ausgegangen, dass das neue Recht anzuwenden ist (angefochtenes Urteil E. 2).
3.3 Das Bundesgericht hat in BGE 129 II 18 erkannt, der Sammelrevers bilde unbestrittenermassen (zumindest) im vertikalen Verh�ltnis zwischen den Verlegern und Buchh�ndlern eine rechtlich erzwingbare Vereinbarung, die eine Wettbewerbsbeschr�nkung bezwecke und bewirke; er sei somit eine Wettbewerbsabrede im Sinne von Art. 4 Abs. 1 KG (E. 4). Da dieser die Preisgestaltung der Buchh�ndler einenge, beeintr�chtige er den Wettbewerb. Angesichts des Marktanteils der preisgebundenen B�cher von rund 90% sei davon auszugehen, dass der Wettbewerb hier mindestens erheblich beeintr�chtigt sei (BGE 129 II 18 E. 5).
Nach Art. 5 Abs. 3 lit. a KG wird die Beseitigung wirksamen Wettbewerbs - welche eine Rechtfertigung aus wettbewerblichen Gr�nden ausschliesst - bei Abreden �ber die direkte oder indirekte Festsetzung von Preisen vermutet, sofern sie zwischen Unternehmen getroffen werden, die tats�chlich oder der M�glichkeit nach miteinander im Wettbewerb stehen. Diese gesetzliche Vermutung erfasst zwar nur horizontale Wettbewerbsabreden; sie gilt indessen auf Grund der neuen Bestimmung von Art. 5 Abs. 4 KG - wie erw�hnt - auch f�r vertikale Absprachen. Auch eine (individuelle) vertikale Preisabrede oder Preisbindung zwischen Hersteller und H�ndler ist daher vermutungsweise eine Beseitigung des wirksamen Wettbewerbs.
Das Bundesgericht hat dazu erwogen, eine horizontale Vereinbarung sei weder f�r die Verleger noch f�r die Buchh�ndler nachgewiesen; vertragsrechtlich liege jeweils eine individuelle Absprache zwischen den einzelnen Verlagen und Buchh�ndlern vor. Aufgrund von Art. 4 Abs. 1 KG g�lten indessen nicht nur Absprachen, sondern auch aufeinander abgestimmte Verhaltensweisen von Unternehmen als "Abreden" im Sinne des Gesetzes. Als Preisabrede habe auch die abgestimmte Verhaltensweise zu gelten, wonach ein einheitlicher Endabnehmerpreis angewendet werde, selbst wenn dieser nicht durch die Buchh�ndler, sondern je durch die einzelnen Verleger bestimmt worden sei. Der Sammelrevers f�hre dazu, dass alle angeschlossenen Buchhandlungen den gleichen vom Verlag festgesetzten Preis einhielten, worin ein horizontal abgestimmtes Verhalten liege. Damit sei gem�ss Art. 5 Abs. 3 lit. a KG eine Wettbewerbsbeseitigung zu vermuten (E. 6).
Diese Vermutung w�rde nunmehr wohl auch auf Grund von Art. 5 Abs. 4 KG gelten.
5.1 Das Bundesgericht ist im erw�hnten Entscheid weiter zum Schluss gekommen, selbst wenn der Handel als eigener Markt betrachtet werde, bestehe ein relevanter Wettbewerb zwischen den Buchhandlungen. Es k�nne als erwiesen erachtet werden, dass auf dem Buchhandelsmarkt nebst dem Preis auch die Qualit�t (des Sortiments, der Beratung) eine erhebliche Bedeutung habe, so dass die Ausschaltung des Preiswettbewerbs nicht zwangsl�ufig den Wettbewerb an sich beseitige. Der Qualit�tswettbewerb zwischen den Buchhandlungen sei dadurch zwar wohl beeintr�chtigt, aber nicht beseitigt. Die Ein- und Austrittsbedingungen auf dem Markt seien ein zentrales Kriterium f�r die Beurteilung konkreter Wettbewerbsbeschr�nkungen: Wenn trotz Absprachen ein lebhafter Wechsel im Bestand der Marktteilnehmer erfolge, sei der Wettbewerb nicht beseitigt. Von keiner Seite werde behauptet, der Marktzutritt f�r neue Buchhandlungen werde durch den Sammelrevers erschwert oder verunm�glicht. Im Gegenteil sei aktenm�ssig erstellt und unbestritten, dass die Zahl der Sortimentsbuchhandlungen stark schwanke. Trotz Buchpreisbindung tr�ten somit in der Realit�t in einem erheblichen Ausmass Wettbewerber auf dem Markt ein und aus und komme es zu Verlagerungen in den relativen Umsatzanteilen. Derartige Schwankungen im Bestand der Marktteilnehmer und ihren Marktanteilen w�ren nicht erkl�rlich, g�be es nicht zumindest einen wirksamen (Teil-)Wettbewerb zwischen den Buchhandlungen. Damit bestehe neben dem ausgeschalteten Preiswettbewerb ein Qualit�tswettbewerb, der relevant erscheine, womit die Vermutung von Art. 5 Abs. 3 lit. a KG widerlegt sei.
5.2 Das Bundesgericht gelangte schliesslich zum Ergebnis, der Wettbewerb werde durch den Sammelrevers erheblich und damit unzul�ssig beeintr�chtigt, es sei denn, die Abrede erscheine aus Gr�nden der wirtschaftlichen Effizienz als gerechtfertigt (Art. 5 Abs. 1 und 2 KG; E. 10). Die Pr�fung entsprechender Rechtfertigungsgr�nde setze allerdings neben der Beurteilung von Rechtsfragen Feststellungen sachverhaltlicher Natur voraus. Zur Zeit l�gen jedoch keine hinreichenden Grundlagen vor, welche es ihm erlaubten, die Frage selber abschliessend zu beurteilen, weshalb die Sache an die Wettbewerbskommission zur�ckgewiesen werde. Diese habe abzukl�ren, ob die durch den Sammelrevers verursachte erhebliche Wettbewerbsbeeintr�chtigung aus Gr�nden der wirtschaftlichen Effizienz gerechtfertigt werden k�nne, was im Rahmen seiner summarischen Pr�fung nicht von vornherein auszuschliessen sei (Art. 5 Abs. 2 KG; E. 10).
Die Vorinstanz hat deshalb zu Recht festgehalten, der Gegenstand der Untersuchung der Wettbewerbskommission beziehungsweise der Streitgegenstand ihres Beschwerdeverfahrens sei durch den R�ckweisungsentscheid auf die Pr�fung beschr�nkt, ob sich der Sammelrevers durch Gr�nde der wirtschaftlichen Effizienz im Sinne von Art. 5 Abs. 2 KG rechtfertigen lasse. Sie durfte es damit auch als zul�ssig erachten, dass die Wettbewerbskommission in ihrer aufgrund des Bundesgerichtsurteils durchgef�hrten Untersuchung den Streitgegenstand nicht auch auf die Pr�fung des Vermutungstatbestandes im Sinne von Art. 5 Abs. 4 KG ausgedehnt hat.
6.1 Die Beschwerdef�hrer r�gen zun�chst, die Vorinstanz habe zu Unrecht die Abweisung ihres Gesuches vom 16. M�rz 2005 um Aushandlung einer einvernehmlichen L�sung durch die Wettbewerbskommission gesch�tzt.
6.2 Erachtet das Sekretariat eine Wettbewerbsbeschr�nkung f�r unzul�ssig, so kann es - in jedem Stadium des Untersuchungsverfahrens (BBl 1995 I 604) - den Beteiligten eine einvernehmliche Regelung �ber die Art und Weise ihrer Beseitigung vorschlagen (Art. 29 Abs. 1 KG), die der Genehmigung durch die Wettbewerbskommission bedarf (Art. 29 Abs. 2 KG).
Nach dieser klaren gesetzlichen Regelung ("kann") ist das Sekretariat nicht verpflichtet, den Beteiligten einen solchen Vorschlag zu unterbreiten (Philipp Zurkinden/Hans Rudolf Tr�eb, Das neue Kartellgesetz, Z�rich 2004, Art. 29 N 2; Patrick Krauskopf/Olivier Schaller/Simon Bangerter, in: Schweizerisches und europ�isches Wettbewerbsrecht, Hrsg. Thomas Geiser/Patrick Krauskopf/Peter M�nch, Basel 2005, Rz. 12.87); damit besteht auch kein entsprechender Anspruch der Verfahrensparteien. Im �brigen sind diejenigen F�lle, in denen eine einvernehmliche L�sung innert n�tzlicher Frist nicht zustande kommt, ohnehin durch Verf�gung der Wettbewerbskommission zu entscheiden (vgl. BBl 1995 I 604). Unter den sich aus den Akten ergebenden Umst�nden des vorliegenden Falles (vgl. Vernehmlassung der Wettbewerbskommission S. 3 Ziff. 6) durfte die Wettbewerbskommission das Gesuch - welches kein "Einlenken" erkennen liess und keinen formulierten Regelungsentwurf enthielt - als versp�tet erachten und das langwierige Verfahren endlich durch einen Entscheid abschliessen. Ein weiteres Zuwarten und Verhandeln �ber eine einvernehmliche Beseitigung der als unzul�ssig erachteten Wettbewerbsbeschr�nkung h�tte dem mit dieser Erledigungsm�glichkeit verfolgten Ziel des m�glichst z�gigen Verfahrensabschlusses (vgl. BBl 1995 I 602) widersprochen. Die R�ge erweist sich damit auch als unbegr�ndet.
7.1 Die Beschwerdef�hrer beanstanden, das Sekretariat der Wettbewerbskommission habe im Entwurf der Untersagungsverf�gung bestimmte Effizienzwirkungen des Sammelrevers anerkannt; die entsprechenden Passagen seien dann jedoch in der endg�ltigen Fassung der Verf�gung weggelassen worden. Die Vorinstanz habe diese �nderung zu Unrecht als geringf�gige �nderungen bezeichnet, die sich auf das Ergebnis nicht ausgewirkt h�tten.
7.2 Die Beschwerdef�hrer konnten zum Entwurf des Sekretariats der Wettbewerbskommission, der das Vorhandensein von Rechtfertigungsgr�nden verneinte und dem die Kommission im Ergebnis schliesslich ohne Einschr�nkungen folgte, Stellung nehmen; zus�tzlich fand am 21. Februar 2005 eine Anh�rung statt (vgl. Art. 30 Abs. 2 KG). Es stand ihnen damit offen, sich zu den sachlichen und rechtlichen Grundlagen des Entscheids vorweg umfassend zu �ussern und ihre Standpunkte einzubringen. Auf diese Weise war ihr Anspruch auf rechtliches Geh�r vollumf�nglich gewahrt. Dass die Wettbewerbskommission schliesslich in einigen Punkten von der Begr�ndung des Verf�gungsentwurfes ihres Sekretariats abwich, ist bundesrechtlich nicht zu beanstanden, da sie an diesen nicht gebunden war (vgl. BGE 132 II 257 E. 4.2 betreffend die Kommunikationskommission).
8.1 Die Beschwerdef�hrer beanstanden, die Vorinstanzen h�tten entgegen der Anordnung des Bundesgerichts eine unzureichende Sachverhaltsabkl�rung vorgenommen und ihre Entscheidung auf eine ungen�gende empirische Basis gestellt.
8.2 Die Wettbewerbskommission hat im R�ckweisungsverfahren zahlreiche Erhebungen vorgenommen. So hat sie zun�chst den Beschwerdef�hrern einen Fragebogen zukommen lassen. Nach Eingang der Stellungnahme sandte sie sodann einen Fragebogen auch an 12 Verlage bzw. Verlagsgruppen und an 70 Buchhandlungen; von diesen antworteten 11 Verlage und 46 Buchhandlungen. Untersucht wurden ferner Erfahrungen im Ausland. Beigezogen wurden zudem in anderem Zusammenhang erstellte Gutachten wie der sog. "Prognos"-Bericht (vom September 2001; vgl. dazu auch BGE 129 II 18, E. 9) sowie umfangreiche Fachliteratur. Die Vorinstanz hat zu Recht betont, dass zur Zeit des Urteils des Bundesgerichts zwar eine grosse Vielfalt an Publikationen zur Buchpreisbindung vorhanden gewesen sei, diese jedoch erst anl�sslich der zweiten Untersuchung der Wettbewerbskommission in ihrer Gesamtheit ausgewertet werden konnten. Von einer offensichtlich ungen�genden Sachverhaltsfeststellung oder offensichtlich ungen�genden empirischen Basis kann nicht die Rede sein.
9.1 Die Beschwerdef�hrer sind der Auffassung, die Vorinstanzen seien in Bezug auf die Effizienzgr�nde weitergehend an die Erw�gungen des bundesgerichtlichen R�ckweisungsentscheides gebunden gewesen.
9.2 Der Einwand ist unbegr�ndet. In BGE 129 II 18 ist das Bundesgericht zum Schluss gelangt, dass nach der von allen Beteiligten geteilten Auffassung unter dem Gesichtspunkt der Senkung der Vertriebs- und Herstellungskosten davon ausgegangen werden k�nne, dass die Buchpreisbindung jedenfalls bez�glich einzelner Titel vertriebsf�rderlich und eine Rechtfertigung insofern deshalb nicht zum Vornherein ausgeschlossen sei (E. 10.3.1). Auch eine Rechtfertigung unter dem Gesichtspunkt der Produkteverbesserung erscheine nicht zum Vornherein unm�glich (E. 10.3.2). Dasselbe gelte f�r das Argument der Verbreitung von technischem oder beruflichem Wissen bzw. der rationelleren Nutzung von Ressourcen (E. 10.3.3). Die Vorinstanz ist somit v�llig zu Recht davon ausgegangen, dass das Bundesgericht in Bezug auf die vorzunehmende Pr�fung von Effizienzgr�nden keine verbindlichen konkreten Vorgaben gemacht hat. Es hat im Rahmen seiner insoweit lediglich vorl�ufigen summarischen Pr�fung nur dargelegt, dass unter bestimmten tats�chlichen Voraussetzungen eine Rechtfertigung denkbar w�re.
10.1 Die Beschwerdef�hrer werfen der Vorinstanz eine falsche Verteilung der Beweislast vor.
10.2 Im Kartellverwaltungsverfahren gilt auch f�r die m�gliche Rechtfertigung von unzul�ssigen Wettbewerbsbeschr�nkungen der Untersuchungsgrundsatz, nach welchem die Rechtsanwendungsbeh�rde den Sachverhalt von Amtes wegen abzukl�ren hat (Art. 39 KG i.V.m. Art. 12 VwVG). Dieser Pflicht der Wettbewerbsbeh�rden steht eine Mitwirkungspflicht der Parteien gegen�ber (Art. 13 VwVG; vgl. BGE 129 II 18 E. 7.1).
10.3 Indem die Vorinstanz auf die Mitwirkungspflicht der Parteien verwiesen hat, hat sie diesen keineswegs den Beweis (d.h. die Beweisf�hrungslast) daf�r auferlegt, dass hinreichende Effizienzgr�nde vorliegen. Es unterliegt vielmehr keinem Zweifel, dass die Wettbewerbsbeh�rde den massgebenden Sachverhalt - auch hinsichtlich der Elemente, welche eine Rechtfertigung erm�glichen - von Amtes wegen zu ermitteln hat (vgl. auch Paul Richli, Kartellverwaltungsverfahren, in: Schweizerisches Immaterialg�ter- und Wettbewerbsrecht, Hrsg. Roland von B�ren/Lucas David, Basel 2000, V/2, Kartellrecht. S. 460). Hingegen trifft es nicht zu, dass die Wettbewerbsbeh�rde das Nichtvorhandensein von Effizienzgr�nden zu beweisen hat. Sind solche Effizienzgr�nde - durch die Wettbewerbsbeh�rde oder die Parteien - nicht erstellt, so bleibt es dabei, dass eine den Markt erheblich beeintr�chtigende und damit grunds�tzlich unzul�ssige Wettbewerbsabrede vorliegt. Insoweit wirkt sich eine diesbez�gliche Beweislosigkeit zum Nachteil der Beschwerdef�hrer aus, die damit die objektive Beweislast tragen (vgl. Paul Richli, a.a.O., S. 454). Dies ergibt sich bereits aus dem Wortlaut von Art. 5 Abs. 1 KG, wonach erhebliche Wettbewerbsbeeintr�chtigungen nur zul�ssig sind, wenn sie tats�chlich durch Gr�nde der wirtschaftlichen Effizienz gerechtfertigt sind, und nicht bereits dann, wenn solche Gr�nde nicht ausgeschlossen werden k�nnen oder bloss einigermassen plausibel erscheinen.
10.4 Nach dem im Kartellverwaltungsverfahren ebenfalls anwendbaren Grundsatz der freien Beweisw�rdigung (Art. 39 KG i.V.m. Art. 19 VwVG und Art. 40 BZP) hat der Richter alle Beweismittel, unabh�ngig davon, von wem sie stammen, objektiv zu pr�fen und danach zu entscheiden, ob die verf�gbaren Unterlagen eine zuverl�ssige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten (BGE 125 V 351 E. 3a).
Nach dem bundesrechtlichen Regelbeweismass gilt ein Beweis als erbracht, wenn das Gericht nach objektiven Gesichtspunkten von der Richtigkeit einer Sachbehauptung �berzeugt ist (BGE 132 III 715 E. 3.1). An das Beweismass k�nnen dabei angesichts der Komplexit�t kartellrechtlicher Sachverhalte und derer m�glichen Auswirkungen - die sich auf Annahmen bzw. Hypothesen st�tzen und sich damit schon der Natur der Sache nach nicht strikte oder absolut beweisen lassen - keine �bertriebenen Anspr�che gestellt werden (Paul Richli, a.a.O., S. 454). Es muss daher auch im Kartellverwaltungsverfahren gen�gen, dass die Effizienzgr�nde mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit vorliegen (vgl. BGE 132 III 715 E. 3.2 betreffend Nachweis des nat�rlichen bzw. hypothetischen Kausalzusammenhangs). Davon gehen sowohl die Vorinstanz als auch die Beschwerdef�hrer aus (Beschwerde S. 19 f.).
10.5 Soweit die Vorinstanz ausf�hrt, die Effizienzgr�nde m�ssten in rechtsgen�gender Weise "nachgewiesen" sein, ist die objektive Beweislast gemeint und nicht die Beweisf�hrungslast der Beschwerdef�hrer. Von einer falschen Beweislastverteilung bzw. einer unzutreffenden Auslegung des Grundsatzes der freien Beweisw�rdigung kann nicht die Rede sein.
11.1 Die Beschwerdef�hrer beanstanden, die Vorinstanzen seien von einem unzutreffenden (zu engen) Effizienzbegriff ausgegangen.
11.2 Die Vorinstanz erachtet gest�tzt auf die einschl�gige Lehre eine wirtschaftliche T�tigkeit als effizient, wenn sie mit dem geringstm�glichen Aufwand an Produktionsfaktoren einen bestimmten Nutzen f�r die Nachfrager erbringe; in diesem Fall erhalte der Nachfrager zum Preis, den er gerade noch zu entrichten bereit sei, das nachgefragte Gut in der besten Art und der gr�ssten Menge; der Leistungserbringer weise der Produktion diejenigen Faktoren zu, die zur Erbringung des nachgefragten Gutes zu diesem Preis gerade gen�gten; das Resultat sei optimale Bed�rfnisbefriedigung bei optimaler Ressourcenallokation (vgl. Walter A. Stoffel, Wettbewerbsabreden, in: Schweizerisches Immaterialg�ter- und Wettbewerbsrecht, Hrsg. Roland von B�ren/ Lucas David, Basel 2000, V/2, Kartellrecht. S. 103; Daniel Zimmerli, "Literatur oder Wettbewerb" - die Gefahr aufgedr�ngter Wohltaten im Kartellrecht, ZBJV 2003, S. 316; Roger Z�ch, Schweizerisches Kartellrecht, 2. Aufl., Bern 2005, Rz. 30, 404 mit weiteren Hinweisen; Hubert St�ckli, Anspr�che aus Wettbewerbsbehinderung, Freiburg 1999, S. 110); die wirtschaftliche Effizienz im Sinne des Kartellgesetzes habe nicht zuletzt den Interessen der Konsumenten beziehungsweise deren Bed�rfnisbefriedigung zu dienen.
11.3 Was die Beschwerdef�hrer in diesem Zusammenhang vortragen, l�sst diese im Einklang mit der Lehre stehende Auffassung nicht als rechtswidrig erscheinen. Die Folgerung der Vorinstanz, wonach im Zweifel f�r den Wettbewerb zu entscheiden sei, weil dem Gesetz die Annahme zu Grunde liege, dass Wettbewerb normalerweise am meisten Effizienzvorteile mit sich bringe, leuchtet ebenfalls ein (vgl. auch Daniel Zimmerli, a.a.O., S. 316).
Entgegen der Darstellung der Beschwerdef�hrer hat das Bundesgericht in seinem R�ckweisungsurteil auch nicht festgestellt, dass die Buchpreisbindung zwar den Preiswettbewerb erheblich beschr�nke, wegen anderer Wettbewerbsparameter jedoch wirksamer Wettbewerb auf dem relevanten Buchmarkt erhalten bleibe. Es hat in diesem Zusammenhang lediglich als erwiesen erachtet, dass auf dem Buchhandelsmarkt nebst dem Preis auch die Qualit�t eine erhebliche Bedeutung habe, so dass die Ausschaltung des Preiswettbewerbs nicht zwangsl�ufig den Wettbewerb an sich beseitige (E. 9.4.4). Der zwischen den Buchh�ndlern bzw. Buchhandlungen bestehende Qualit�tswettbewerb sei indessen beeintr�chtigt (E. 9.5.1). Entgegen der Darstellung der Beschwerdef�hrer ist die Vorinstanz keineswegs von einem "Primat des Preiswettbewerbs" ausgegangen; sie hat vielmehr - entsprechend den Anregungen im R�ckweisungsentscheid - haupts�chlich die in Frage kommenden Qualit�tsgesichtspunkte einer eingehenden Pr�fung unterzogen.
Der Vorwurf der Beschwerdef�hrer, die Vorinstanz habe "bei der Anwendung des Effizienztests" unzul�ssigerweise eine Gesamtbeurteilung der Vor- und Nachteile vorgenommen, geht fehl. Die Vorinstanz hat keineswegs verkannt, dass zur Rechtfertigung das Vorliegen eines einzigen gesetzlichen Rechtfertigungsgrundes gen�gt. Sie hat vielmehr f�r jeden einzelnen Rechtfertigungsgrund gepr�ft, ob er vorliege bzw. ob dessen positive Wirkungen die negativen Auswirkungen der erheblichen Wettbewerbsbeeintr�chtigung mindestens zu kompensieren verm�gen (vgl. dazu BBl 1995 I 557). Von der Anwendung einer "Saldomethode" kann nicht die Rede sein.
13.1 Die Beschwerdef�hrer beanstanden sodann, die Vorinstanzen h�tten die einzelnen Effizienzgr�nde falsch gew�rdigt.
13.2 Art. 5 Abs. 2 lit. a KG nennt als Rechtfertigungsgr�nde die Senkung der Herstellungs- und Vertriebskosten, die Verbesserung von Produkten oder Produktionsverfahren, die F�rderung der Forschung und die Verbreitung von technischem oder beruflichem Wissen sowie die rationellere Nutzung von Ressourcen. Die Aufz�hlung ist abschliessend; zur Rechtfertigung gen�gt, dass einer der Gr�nde gegeben ist (BGE 129 II 18 E. 10.3).
13.3 Zum Effizienzgrund der Verbesserung von Produkten oder Produktionsverfahren, der auch die Verbreiterung des Angebots und die Verbesserung des Vertriebs umfasst (Roger Z�ch, a.a.O., Rz. 408), hat das Bundesgericht ausgef�hrt, soweit es zutreffe, dass die Preisbindung die Zahl und Vielfalt der erh�ltlichen Titel erh�he, k�nnte dies eine Produkteverbesserung (Breite und Qualit�t des Buchsortiments) im Sinne des Gesetzes bilden (BGE 129 II 18, E. 10.3.2).
Die Vorinstanz hat sich unter Hinweis auf einschl�gige Publikationen, Studien und Gutachten eingehend mit diesem Aspekt befasst und festgestellt, dass positive Auswirkungen der Buchpreisbindung auf die Titelvielfalt empirisch nicht mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit nachzuweisen seien (angefochtener Entscheid E. 9.1.2) bzw. dass die von den Beschwerdef�hrern geltend gemachte Verbesserung der Produkte durch eine mit Hilfe der Buchpreisbindung erh�hte Titelvielfalt nicht mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit gegeben sei (angefochtener Entscheid E. 9.1.6).
Was die Beschwerdef�hrer in diesem Zusammenhang vorbringen (Beschwerde Ziff. 101-122), ersch�pft sich in einer weitgehend appellatorischen Kritik; ihre Argumente lassen indessen die entsprechenden Feststellungen der Vorinstanz, auf die verwiesen werden kann, nicht als offensichtlich unrichtig erscheinen. Ist demnach davon auszugehen, dass die Buchpreisbindung nicht erwiesenermassen zu einer Verbreiterung des Produktesortiments f�hrt, ist nicht zu erkennen, worin sonst eine relevante Produkteverbesserung bestehen k�nnte. Eine Erh�hung der Anzahl verf�gbarer Titel kann im �brigen durchaus auch ein Indiz f�r wirtschaftliche Ineffizienz bilden, weil sie zur Folge hat, dass vermehrt Kleinserien angeboten werden, deren Produktion in der Regel weniger wirtschaftlich ist (vgl. dazu die Kontroverse in den Eingaben der Parteien �ber Sinn oder Unsinn einer m�glichst grossen Anzahl verschiedener Reisef�hrer f�r die Stadt Rom).
13.4 Im Zusammenhang mit dem Effizienzgrund der Senkung der Vertriebskosten ist die Vorinstanz zum Schluss gekommen, aus dem Vergleich von M�rkten mit und ohne Buchpreisbindung ergebe sich, dass die Buchpreisbindung nicht mit hinreichender Wahrscheinlichkeit die Erh�hung der Verkaufsstellenzahl, auf die sich die Beschwerdef�hrer berufen haben, gew�hrleiste. Es liegt im �brigen auf der Hand, dass eine m�glichst grosse Anzahl von Vertriebsstellen noch keinen wirtschaftlich effizienten Vertrieb zu gew�hrleisten vermag. Auch unter der Herrschaft der Buchpreisbindung findet zudem ein intensiver Strukturwandel im Buchhandel statt: Neben den klassischen kleinen und mittelgrossen Sortimentsbuchhandlungen treten zunehmend andere Vertriebsformen auf (Grossbuchhandlungen, Buchhandelsketten, Warenh�user, Superm�rkte, Kioske, Tankstellen, Versandbuchhandel, Internet usw.). Die Vorinstanz hat sich eingehend mit dieser Entwicklung auseinandergesetzt und daraus geschlossen, dass die Buchpreisbindung strukturellen Anpassungsprozessen mit anderen Vertriebsformen, die kosteng�nstiger als die Erhaltung der bestehenden Strukturen im Buchhandel w�ren, entgegenstehe. Diese Schlussfolgerung ist nicht schlechthin unhaltbar. Die Aufrechterhaltung der traditionellen Vertriebsstrukturen bildet noch keinen hinreichenden Rechtfertigungsgrund f�r eine Wettbewerbsabrede, die den Markt erheblich beeintr�chtigt.
Was das von den Beschwerdef�hrern angef�hrte buchh�ndlerische Serviceangebot betrifft, ist die Vorinstanz zum Ergebnis gelangt, es sei nicht nachgewiesen, dass der Sammelrevers das notwendige und effiziente Instrument sei, um die Informationsdefizite des Buchk�ufers zu beheben und Impulsk�ufe zu erm�glichen. Dies leuchtet ein: Sofern ein Bedarf an solchen Serviceleistungen besteht, darf ohne weiteres davon ausgegangen werden, dass der Kunde daf�r auch einen angemessenen Mehrpreis zu zahlen bereit ist. Denkbar ist zudem, dass die entsprechende Dienstleistung auf andere Weise erbracht wird, wie etwa durch vermehrte Informationen der Verlage. Dass sich dadurch die Vertriebskosten insgesamt erh�hen w�rden, behaupten auch die Beschwerdef�hrer nicht.
Den Rechtfertigungsgrund der Senkung der Herstellungskosten, den die Beschwerdef�hrer vor der Vorinstanz nicht angerufen haben, hat diese als nicht gegeben erachtet; er sei gegen�ber den anderen, von ihr verneinten Rechtfertigungsgr�nden redundant. Inwiefern diese Auffassung Bundesrecht verletzen soll, legen die Beschwerdef�hrer nicht dar (Beschwerde Ziff. 143 f.).
13.5 In Bezug auf den Rechtfertigungsgrund der F�rderung der Forschung oder Verbreitung von technischem oder beruflichem Wissen hat die Vorinstanz ausgef�hrt, dieser h�tte neben dem unter dem Aspekt der Produkteverbesserung gepr�ften Aspekt der Titelvielfalt nur dann selbst�ndige Bedeutung, wenn sich nachweisen liesse, dass der Sammelrevers bei Fachb�chern mehr Titelvielfalt und Verkaufsvolumen zu f�rdern imstande sei als beim gesamten Buchangebot; dies sei jedoch nicht der Fall. Diese Folgerung ist jedenfalls nicht unhaltbar, denn es liegt auf der Hand, dass dieser Effizienzgrund ebenfalls mit dem Angebot einer m�glichst grossen Titelvielfalt zusammenh�ngt. Dasselbe gilt f�r den Rechtfertigungsgrund der rationelleren Nutzung von Ressourcen, der insoweit keine selbst�ndige Bedeutung hat (vgl. R�ckweisungsurteil E. 10.3.3). Was die Beschwerdef�hrer dazu vorbringen, ersch�pft sich denn auch weitgehend in denselben Argumenten, die sie bereits im Zusammenhang mit der Titelvielfalt bei den anderen Rechtfertigungsgr�nden vortragen; ihre Vorbringen lassen die entsprechenden Folgerungen der Vorinstanz nicht als unhaltbar erscheinen.
In diesem Zusammenhang erscheint ohnehin fraglich, ob diese Aspekte - wie auch die Titelvielfalt - nicht eher unter die gem�ss Art. 8 KG dem Bundesrat vorbehaltene Verwirklichung �berwiegender �ffentlicher, namentlich kulturpolitischer, Interessen f�llt; so erw�hnt denn auch die Botschaft des Bundesrates zum Kartellgesetz ausdr�cklich die Buchpreisbindung als m�glichen Anwendungsfall einer solchen kulturpolitischen Rechtfertigung (vgl. BGE 129 II 18 E. 10.1, S. 44).
13.6 Nach dem oben Ausgef�hrten durfte die Vorinstanz ohne Bundesrecht zu verletzen davon ausgehen, dass die mit dem Sammelrevers bewirkte erhebliche und damit an sich unzul�ssige Beeintr�chtigung des Wettbewerbs auch nicht ausnahmsweise durch Gr�nde der wirtschaftlichen Effizienz gerechtfertigt ist. Damit er�brigt sich eine Pr�fung der weiteren Voraussetzungen (Notwendigkeit des Sammelrevers, Unm�glichkeit der Beseitigung wirksamen Wettbewerbs im Sinne von Art. 5 Abs. 2 lit. b KG, v�lkerrechtliche Bedenken). Auch insoweit ist der angefochtene Entscheid bundesrechtlich nicht zu beanstanden.
Die Beschwerde ist aus diesen Gr�nden abzuweisen. Bei diesem Ausgang haben die Beschwerdef�hrer die Kosten des Verfahrens vor Bundesgericht zu tragen (Art. 156 Abs. 1 und 7 OG).
Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 20'000.-- wird den Beschwerdef�hrern auferlegt, unter Solidarhaft.
Dieses Urteil wird den Parteien und der Rekurskommission f�r Wettbewerbsfragen bzw. dem Bundesverwaltungsgericht schriftlich mitgeteilt.