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Timestamp: 2016-10-23 22:23:41
Document Index: 300612872

Matched Legal Cases: ['Art. 6', 'Art. 9', 'Art. 37', 'Art. 48', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 6', 'Art. 28', 'BGE', 'BGE', 'Art. 134', 'Art. 135', 'Art. 159', 'Art. 159', 'BGE', 'in fine', 'Art. 394', 'Art. 161', 'BGE']

U 395/01 (06.05.2002)
M.________, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanw�ltin Dr. Dorrit Freund, Susenbergstrasse 150, 8044 Z�rich,
A.- Der 1942 geborene E.________, verheiratet mit M.________ (geb. 13. M�rz 1956) und Vater zweier S�hne (A.________, geb. 16. M�rz 1979, und D.________, geb. 30. August 1981), war seit Herbst 1994 arbeitslos und bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunf�llen versichert. Wegen psychischer Probleme war er vom 23. Mai bis 22. Juni und vom 30. Oktober bis 27. November 1996 sowie vom 24. Februar bis 22. M�rz 1997 in der Psychiatrischen Klinik X.________ hospitalisiert. Am 25. M�rz 1997 beging er Suizid, indem er w�hrend eines Spaziergangs mit dem Hund seines Bruders an einem unbewachten Bahn�bergang vor einen fahrenden Zug sprang. Gest�tzt auf die Akten der Kantonspolizei Z.________, eine Befragung von M.________ sowie diverse �rztliche Berichte lehnte die SUVA mit Verf�gung vom 11. September 1997 die Ausrichtung von Versicherungsleistungen - mit Ausnahme der Bestattungskosten - ab, weil der Versicherte im Zeitpunkt des Suizids nicht ohne eigenes Verschulden g�nzlich unf�hig gewesen sei, vernunftgem�ss zu handeln. Auf Einsprache von M.________ hin liess die SUVA durch ihre Kreisagentur die S�hne und den Bruder des Verstorbenen befragen. Weiter holte sie ein Gutachten des Dr. med. H.________, Psychiatrie Psychotherapie FMH, vom 11. Dezember 2000 ein. Gest�tzt auf diese Unterlagen wies die SUVA die Einsprache mit Entscheid vom 13. Februar 2001 ab.
B.- Hiegegen liess M.________ beim Versicherungsgericht des Kantons Aargau Beschwerde erheben und ein Gutachten der Frau Dr. med. S.________, Fach�rztin FMH f�r Psychiatrie und Psychotherapie, vom 17. April 2001 auflegen. Die SUVA legte mit ihrer Beschwerdeantwort einen Bericht der Frau Dr. med. R.________, Fach�rztin f�r Psychiatrie und Psychotherapie, SUVA �rzteteam Unfallmedizin, vom 13. August 2001 auf. Das kantonale Gericht hiess die Beschwerde insofern teilweise gut, als es die SUVA verpflichtete, der Versicherten Fr. 1500.- an das Gutachten der Frau Dr. med. S.________ zu bezahlen; im �brigen wies es die Beschwerde ab (Entscheid vom 24. Oktober 2001).
C.- Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde l�sst M.________ beantragen, in Aufhebung der angefochtenen Entscheide seien den Hinterbliebenen die gesetzlichen Leistungen nach UVG zu erbringen; es seien die vollst�ndigen Akten der SUVA und der Vorinstanz beizuziehen; die SUVA sei zu verpflichten, ihr die Kosten f�r das Gutachten von Frau Dr. med. S.________ vom 17. April 2001 in H�he von Fr. 9500.- zu bezahlen.
1.- Die Vorinstanz hat die gesetzlichen Bestimmungen und die Grunds�tze �ber die Gew�hrung von Versicherungsleistungen bei Unf�llen (Art. 6 Abs. 1 UVG), den Begriff des Unfalls (Art. 9 Abs. 1 UVV), den Ausschluss von Versicherungsleistungen bei absichtlich herbeigef�hrtem Gesundheitsschaden oder Tod (Art. 37 Abs. 1 UVG), ausser bei g�nzlicher Unf�higkeit des Versicherten, im Zeitpunkt der Tat vernunftgem�ss zu handeln (Art. 48 UVV), sowie die hierzu ergangene Rechtsprechung (BGE 120 V 354 Erw. 4b, 115 V 151, 113 V 61; RKUV 1996 Nr. U 267 S. 309) zutreffend dargelegt. Richtig sind auch die Erw�gungen zu dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 125 V 195 Erw. 2 mit Hinweisen), zum Grundsatz der freien Beweisw�rdigung und zum Beweiswert eines Arztberichts (BGE 125 V 352 Erw. 3a; RKUV 2000 Nr. KV 124 S. 214) sowie zur Zul�ssigkeit einer antizipierten Beweisw�rdigung unter dem Gesichtspunkt des rechtlichen Geh�rs (BGE 124 V 94 Erw. 4b, 122 V 162 Erw. 1d; SVR 2001 IV Nr. 10 S. 28 Erw. 4b). Darauf wird verwiesen.
Zu erg�nzen ist, dass bei Suizid zur Begr�ndung der Leistungspflicht des Unfallversicherers mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit eine Geisteskrankheit oder eine schwere St�rung des Bewusstseins nachgewiesen sein m�ssen, also psychopathologische Symptome wie Wahn, Sinnest�uschungen, depressiver Stupor, Raptus u.a.m. Dazu muss das Motiv zum Suizid oder Suizidversuch aus der geisteskranken Symptomatik stammen, mit anderen Worten muss die Tat "unsinnig" sein. Eine blosse "Unverh�ltnism�ssigkeit" der Tat, indem der Suizident seine Lage in depressiv-verzweifelter Stimmung einseitig und voreilig einsch�tzt, gen�gt zur Annahme von Urteilsunf�higkeit nicht. F�r deren Nachweis ist nicht bloss die zu beurteilende Suizidhandlung von Bedeutung und somit nicht allein entscheidend, ob diese als unvern�nftig, uneinf�hlbar oder abwegig erscheint. Vielmehr ist aufgrund der gesamten Umst�nde, wozu das Verhalten und die Lebenssituation des Versicherten vor dem Selbstt�tungsereignis insgesamt geh�ren, zu beurteilen, ob er in der Lage gewesen w�re, den Suizid oder Suizidversuch vernunftm�ssig zu vermeiden oder nicht. Der Umstand, dass die Suizidhandlung als solche sich nur durch einen krankhaften, die freie Willensbet�tigung ausschliessenden Zustand erkl�ren l�sst, stellt nur ein Indiz f�r das Vorliegen von Urteilsunf�higkeit dar (RKUV 1996 Nr. U 267 S. 310 f. Erw. 2b).
F�r die von einem psychiatrischen Sachverst�ndigen im Zusammenhang mit einem vollendeten Suizid zu beantwortenden Fragen nach der Art der psychischen Erkrankung und der Besinnungsf�higkeit des Suizidenten im Zeitpunkt der Tat erscheint grunds�tzlich eine Befragung der n�chsten Angeh�rigen unerl�sslich, und zwar auch dann, wenn der Unfallversicherer im Verwaltungsverfahren bereits eingehende Befragungen von Angeh�rigen und weiteren Auskunftspersonen durchgef�hrt hat, wie dies im vorliegenden Fall geschehen ist. Denn den Aussendienstmitarbeitern der Unfallversicherer fehlen jene medizinisch-psychiatrischen Kenntnisse, die f�r eine umfassende Anamnese und die Feststellung der medizinisch erheblichen Symptome, Beschwerden und Verhaltensweisen eines Versicherten erforderlich sind (in RKUV 1996 Nr. U 267 S. 309 nicht publizierte Erw. 4b des Urteils B. vom 10. September 1996, U 165/94).
Ein Parteigutachten besitzt nicht den gleichen Rang wie ein vom Gericht oder von einem Unfallversicherer nach dem vorgegebenen Verfahrensrecht eingeholtes Gutachten. Es verpflichtet indessen den Richter, den von der Rechtsprechung aufgestellten Richtlinien f�r die Beweisw�rdigung folgend, zu pr�fen, ob es in rechtserheblichen Fragen die Auffassung und Schlussfolgerungen des vom Gericht oder vom Unfallversicherer f�rmlich bestellten Gutachters derart zu ersch�ttern vermag, dass davon abzuweichen ist (BGE 125 V 351).
2.- Vorab ist festzuhalten, dass s�mtliche Akten der SUVA und der Vorinstanz beigezogen wurden.
3.- Streitig und zu pr�fen ist, ob der Versicherte im Zeitpunkt des Suizids urteilsunf�hig war.
a) Die Vorinstanz hat zutreffend erwogen, dass auf das von der SUVA eingeholte Gutachten des Dr. med. H.________ vom 11. Dezember 2000, in dem eine Urteilsunf�higkeit verneint wurde, nicht abgestellt werden kann, da dem Experten insbesondere nicht alle Akten zur Verf�gung standen und er die Angeh�rigen des Versicherten nicht befragt hatte. Dies wird denn auch von der SUVA nicht in Abrede gestellt.
b) aa) Die Beschwerdef�hrerin beruft sich auf das von ihr in Auftrag gegebene Gutachten der Frau Dr. med. S.________ vom 17. April 2001. Diese hatte Einsicht in die SUVA-Akten und befragte pers�nlich die Beschwerdef�hrerin sowie telefonisch die behandelnde Psychiaterin Dr. med. B.________. Die Gutachterin f�hrte im Wesentlichen aus, diagnostisch m�sse von einer schweren, l�nger dauernden depressiven Episode mit Phasen mit und ohne psychotische Symptome (ICD-10 F32.2 und F32.3) sowie von einer schweren narzisstischen Pers�nlichkeitsst�rung (ICD-10 F60.8), begleitet von einem sch�dlichen Alkoholkonsum (ICD-10 F10.1), ausgegangen werden. Weiter legte sie dar, beide Geisteskrankheiten h�tten beim Versicherten zu einer verminderten F�higkeit zur Erfassung der Realit�t (Realit�tspr�fung), zu verminderter F�higkeit zum Absch�tzen und Bewerten der Auswirkungen des eigenen Handelns (Finalit�tspr�fung) und zu mangelnder F�higkeit zur Alternativenbildung (Diskriminierungsf�higkeit) gef�hrt. Aus medizinisch-psychiatrischer Sicht m�sse von einer schweren Beeintr�chtigung der Urteilsf�higkeit w�hrend der Zeit des Suizids ausgegangen werden, was die F�higkeit des Versicherten, vernunftgem�ss zu handeln, aufgehoben habe. Eine triebbedingte Kurzschlusshandlung sei �berwiegend wahrscheinlich. Bei so schweren Pers�nlichkeitsst�rungen sei es durchaus m�glich, dass unter Belastung ein psychosenaher Zustand entstehe. Zusammen mit der Fragmentierungsangst, die damit verbunden sei, k�nne dies durchaus zu einer triebgesteuerten Kurzschlusshandlung f�hren. Dass der Versicherte in narzisstischen Krisen unter Fragmentierungs�ngsten gelitten habe, sei bei den h�ufig beschriebenen Angstzust�nden und dem sch�dlichen Alkoholkonsum anzunehmen. Im Zeitpunkt der Suizidhandlung sei bei ihm jenes Minimum an Besinnungsf�higkeit zur kritischen, bewussten Steuerung der endothymen Abl�ufe nicht vorhanden gewesen. Im Rahmen der depressiven St�rung sei eine gedankliche Einengung festzustellen, die ihn nicht mehr frei und unabh�ngig habe entscheiden lassen. Aufgrund der narzisstischen Pers�nlichkeitsst�rung sei von einem gesteigerten Aggressionstrieb bei einer geschw�chten und gest�rten Ich-Struktur auszugehen. Es m�sse angenommen werden, dass beim Versicherten durch seine narzisstischkr�nkende Lebenssituation, die er selber nicht mehr habe bew�ltigen k�nnen, eine impulshafte Wut und Aggression entstanden sei, die sich als Autoaggression in Form der Suizidhandlung gegen ihn selber gerichtet habe. Diesen Wut- und Hassausbr�chen, die Teil der Pers�nlichkeitsst�rung seien, sei er hilflos ausgeliefert gewesen. Die Suizidalit�t sei Teil der depressiven St�rung und der schweren narzisstischen Pers�nlichkeitsst�rung und sei ein Krankheitssymptom. Ob sie auf ein psychotisches Syndrom zur�ckzuf�hren sei, k�nne retrospektiv nicht gesagt werden, da der Versicherte am Tag der Tat von keinem Arzt untersucht worden sei. M�glich w�re es aber durchaus, da sich solche Zust�nde rasch entwickeln k�nnten und er sich gem�ss Angaben seiner behandelnden Klinik�rztin wenige Tage vor dem Suizid in einem psychotischen Zustand befunden habe. Aufgrund von Forschungsergebnissen sei anzunehmen, dass der Versicherte f�r seine Suizidalit�t ein biochemisches Korrelat in Form eines Serotonin-Mangels im Gehirn gehabt habe. Auf diesen niedrigen Serotonin-Spiegel mit konsekutiver verminderter Kontrolle �ber impulsives aggressives und autoaggressives Verhalten k�nne die Suizidhandlung zumindest teilweise zur�ckgef�hrt werden. Dass der Versicherte vor dem Suizid den mitgef�hrten Hund an einem St�nder des Robidog-Kastens angebunden habe, k�nne man als Routinehandlung oder konditioniertes Verhalten bezeichnen, das wenig bewusstseinsnahe Handlung und Denken beinhalte. Denn gem�ss der Aussage der Beschwerdef�hrerin habe er dies immer getan, da der Hund vor Jahren von einem Zug erfasst worden sei und seither mit Angst sowie unruhigem, ausf�lligem Verhalten reagiert habe, wann immer ein Zug vorbeigefahren sei.
bb) Frau Dr. med. R.________ legte im Bericht vom 13. August 2001 dar, das Gutachten der Frau Dr. med. S.________ sei fachlich korrekt, inhaltlich sehr ausf�hrlich und gebe den Stand der Suizidologie richtig wieder. Es sei jedoch problematisch, wenn theoretisch auf verschiedenen Ebenen argumentiert werde. Nach dem Stand des Wissens sei die Serotonin-Erniedrigung ein biologischer Marker und nur ein Hinweis f�r biochemische Prozesse, die mit psychischen St�rungen einhergingen; er sei jedoch kein "Beweis" daf�r, dass eine Impulskontrollst�rung von der betreffenden Person nicht beeinflussbar sei. In einem anderen logischen Bereich bewege sich die Gutachterin, wenn sie psychodynamische Konzepte anf�hre (im Kontext mit der narzisstischen Pers�nlichkeitsst�rung). Alle diese theoretischen Konzepte seien zwar korrekt aufgef�hrt und entspr�chen dem Stand des Wissens; sie betr�fen jedoch unterschiedliche logische Ebenen und seien keine "Beweismittel" f�r das Ausmass der Urteilsf�higkeit im fraglichen Zeitpunkt. Nach dem Stand der vorliegenden Unterlagen habe der Versicherte im Sinne von Dr. med. S.________ an einer schweren bzw. endogenen Depression gelitten, die einer Geisteskrankheit im Rechtssinne entspreche. Demgegen�ber sei die von ihr diagnostizierte nazisstische Pers�nlichkeitsst�rung keine Geisteskrankheit, sondern eine Geistesschw�che. Diese m�ge zur Zuspitzung der Suizidgef�hrdung beigetragen haben; sie k�nne zur Einschr�nkung der Urteilsf�higkeit, als solche jedoch nicht zur vollst�ndigen Aufhebung der Urteilsf�higkeit f�hren. Weiter sei der Hinweis, dass der Versicherte den Hund - wie auch am fraglichen Tag - h�ufig an derselben Stelle bei den Geleisen angebunden habe, ein wichtiges Argument gegen die Interpretation der Vorg�nge als gezielte Handlungsabl�ufe. Aufgrund der Unterlagen sei es nicht klar, ob der Versicherte nicht doch pl�tzlich und impulsiv gehandelt habe. Aus versicherungspsychiatrischer Sicht sei es empfehlenswert, die Unterlagen der Psychiatrischen Klinik X.________ edierbar zu machen. Aus den Ausz�gen der Krankengeschichte gehe n�mlich nicht hervor, weshalb der Versicherte im Rahmen der dritten Hospitalisation (wegen schwerer Depression und manifester Suizidgedanken) bereits nach einem Monat entlassen worden sei, obwohl sich an seiner Grundproblematik kaum etwas ver�ndert habe.
cc) Nach dem Gesagten vertritt Frau Dr. med. S._______ die Auffassung, dass im Zeitpunkt des Suizids die F�higkeit des Versicherten, vernunftgem�ss zu handeln, aufgehoben war und dass von einer triebbedingten Kurzschlusshandlung auszugehen ist.
Aus dem Bericht der Frau Dr. med. R.________ vermag die SUVA nichts zu ihren Gunsten abzuleiten. Als Erstes erachtet Frau Dr. med. S.________ einen niedrigen Serotonin-Spiegel nicht als "Beweis" f�r Urteilsunf�higkeit, sondern taxiert diesen Umstand lediglich als mitwirkende Teilursache des Suizids. Im Weiteren f�hrt die Gutachterin die Aufhebung der Urteilsf�higkeit nicht auf die narzisstische Pers�nlichkeitsst�rung allein zur�ck, sondern auf deren Zusammenwirken mit der schweren depressiven St�rung. Dass sie die narzisstische Pers�nlichkeitsst�rung unkorrekt als Geisteskrankheit bezeichnet, was Frau Dr. med. R.________ berichtigt hat, �ndert im Ergebnis nichts daran, dass auch letztere einr�umt, eine solche St�rung k�nne zur Zuspitzung der Suizidgef�hrdung bzw. zur Einschr�nkung der Urteilsf�higkeit f�hren. Indessen ist die Frage nach dem Vorliegen und den Auswirkungen einer narzisstischen Pers�nlichkeitsst�rung nicht entscheidend.
Die Vorinstanz erw�gt, im Bericht der Psychiatrischen Klinik X.________ vom 26. M�rz 1997 �ber die Hospitalisation vom 24. Februar bis 22. M�rz 1997 werde ausgef�hrt, die Stimmung des Versicherten habe sich etwas aufgehellt, die Spannung abgebaut und der Antrieb wieder normalisiert; der Patient habe gemeint, er k�nne sich jetzt an eine Tagesstruktur halten und habe sich stark genug gef�hlt, sich um seine Arbeitssituation zu k�mmern. Dieser Bericht lasse darauf schliessen, er habe sich bei der Entlassung in einem relativ guten Zustand befunden und habe klare Gedanken fassen k�nnen. Dem ist entgegenzuhalten, dass in diesem Bericht gleichzeitig ausgef�hrt wurde, der Versicherte sei zur Krisenintervention bei akuter Suizidalit�t zugewiesen worden. Er habe sich abgeschlagen, energie- und hoffnungslos gef�hlt und habe eine deutlich erh�hte innere Tension versp�rt. Es liege eine schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome vor; der Versicherte habe nach Absetzung der Medikation sofort wieder Forderungen und auch zu hohe Erwartungen an sich selbst gestellt. Am Ende des Berichts wurde insbesondere festgestellt, der Patient habe seit dem Klinikaustritt an seiner Grundproblematik nur wenig ge�ndert. Im Weiteren ist festzuhalten, dass der Bericht der Klinik X.________ vom 4. Juli 1997, wonach psychotische Symptome beim Versicherten nie beobachtet worden seien, eindeutig unzutreffend ist, nachdem die gleiche Klinik am 26. Juni 1996 eine schwere depressive Episode mit psychotischen Symptomen (Vers�ndigungsideen) diagnostiziert hatte. Es handelte sich beim Verstorbenen um eine Person, deren schwere depressive Gem�tslage jederzeit in psychotische Symptome �bergehen konnte.
Unbehelflich ist weiter das Argument der Vorinstanz, f�r ein noch erheblich vernunftgem�sses und willentliches Handeln spreche, dass der Versicherte den Hund angebunden sowie die Ankunft des Zuges abgewartet habe und dann pl�tzlich wie ein Schnelll�ufer gegen die herannahende Lokomotive gesprungen sei. Denn die �usseren Umst�nde lassen genau so gut den Schluss zu, er habe sich im Rahmen einer pl�tzlichen, triebbedingten Kurzschlusshandlung das Leben genommen. Frau Dr. med. R.________ erachtet denn auch gerade das Anbinden des Hundes als "wichtiges Argument" gegen die Annahme gezielter Handlungsabl�ufe. Soweit sie zur weiteren Kl�rung den Beizug der Akten der Psychiatrischen Klinik X.________ empfiehlt, ist festzuhalten, dass die entsprechenden Hospitalisationsberichte bei den Akten liegen und dass Frau Dr. med. S.________ ihr Gutachten in deren Kenntnis verfasst hat. Unter den gegebenen Umst�nden bedarf es keiner weiterer Abkl�rungen mehr, da hiervon schon zufolge des Zeitablaufs kaum neue Erkenntnisse zu erwarten sind.
c) Selbst wenn es sich in beweism�ssiger Hinsicht um einen Grenzfall handelt, ist - in Gesamtw�rdigung der aus dem Gutachten der Frau Dr. med. S.________ und dem Bericht der Frau Dr. med. R.________ hervorgehenden Umst�nde (insbesondere den dreimaligen erfolglosen Hospitalisationen, den schweren Depressionen, den jahrelangen, immer unertr�glicher gewordenen Angst- und Verzweiflungszust�nden) und fach�rztlichen Darlegungen - der fatale, unvermittelte Lauf vor den Zug doch wahrscheinlicher als eine durch �berm�chtige Triebe aus dem Inneren hervorbrechende Selbstt�tung denn als ein noch in erheblichem Masse vernunftgem�sses und willentliches Handeln zu begreifen, indem E.________ dem permanenten, �berm�chtig gewordenen Leidensdruck in jenem Moment nichts mehr entgegenzusetzen vermochte. Somit ist der Beweis der dem Schluss auf Urteilsunf�higkeit zu Grunde liegenden Tatsachen, an den naturgem�ss keine strengen Anforderungen gestellt werden k�nnen (RKUV 1996 Nr. U 267 S. 311 Erw. 2c), geleistet. Damit ist der Anspruchstatbestand f�r eine Hinterlassenenrente nach Art. 6 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 28 UVG erf�llt. Sache der SUVA wird es sein, die weiteren Anspruchsvoraussetzungen und gegebenenfalls das Massliche der Berechtigung zu beurteilen.
4.- Die Beschwerdef�hrerin beantragt, es seien den Hinterbliebenen, also auch ihren beiden Kindern, die gesetzlichen Leistungen zu erbringen.
Hierzu ist festzuhalten, dass die SUVA �ber den Anspruch der im massgebenden Zeitpunkt des Einspracheentscheides vom 13. Februar 2001 (BGE 116 V 248 Erw. 1a) m�ndigen Kinder noch nicht befunden hat; diese sind denn auch im bisherigen Verfahren nie als Partei aufgetreten. Diesbez�glich fehlt es mithin an einem Anfechtungsgegenstand, weshalb auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde insofern nicht einzutreten ist (BGE 125 V 414 Erw. 1a mit Hinweisen).
5.- a) Da es um Versicherungsleistungen geht, sind gem�ss Art. 134 OG keine Gerichtskosten zu erheben. Entsprechend dem Ausgang des letztinstanzlichen Verfahrens steht der obsiegenden Beschwerdef�hrerin eine Parteientsch�digung zu (Art. 135 OG in Verbindung mit Art. 159 Abs. 2 OG). Diese setzt sich zusammen aus der Entsch�digung f�r die anwaltlichen Bem�hungen (Fr. 2500.-) und der Abgeltung der Gutachterkosten, soweit diese als notwendig zu gelten haben (Art. 159 Abs. 2 OG; BGE 115 V 62; RKUV 2000 Nr. U 362 S. 44 Erw. 3b in fine), was im folgenden zu pr�fen ist.
b) Die Beschwerdef�hrerin verlangt, die SUVA habe ihr die Kosten des Privatgutachtens der Frau Dr. med. S._______ vom 17. April 2001 im Betrag von Fr. 9500.- (38 Stunden � Fr. 250.-) zu bezahlen. Das kantonale Gericht erachtete eine Reduzierung des Gutachterhonorars auf Fr. 3000.- (12 Stunden � Fr. 250.-) als angemessen.
aa) Weder SUVA noch Vorinstanz sahen trotz offensichtlicher Mangelhaftigkeit des Gutachtens des Dr. med. H.________ vom 11. Dezember 2000 Anlass f�r weitere Abkl�rungen. Erst das eingeholte Parteigutachten hat entscheidend zur Kl�rung des Sachverhalts beigetragen, was eine abschliessende Beweisw�rdigung erlaubte. Die Privatexpertise ist hier als objektiv notwendiges Beweismittel zu bezeichnen. Damit ist eine Entsch�digung von der Gegenpartei grunds�tzlich geschuldet.
bb) Es bleibt �ber das Massliche zu befinden. Der UV-Arzttarif ist auf den privaten Auftrag nicht anwendbar. Nach allgemeinen auftragsrechtlichen Grunds�tzen hat bei Fehlen einer Vereinbarung oder Verkehrssitte gem�ss Art. 394 Abs. 3 OR die Verg�tung den geleisteten Diensten zu entsprechen, ihnen objektiv angemessen zu sein. Nach welchen Gesichtspunkten sie im �brigen zu ermitteln und was bei ihrer Bemessung ber�cksichtigt werden darf, entscheidet sich nicht allgemein, sondern nach den Umst�nden des Einzelfalles, namentlich nach der Art und Dauer des Auftrages, der �bernommenen Verantwortung sowie der beruflichen T�tigkeit und Stellung des Beauftragten (RKUV 2000 Nr. U 395 S. 323 mit Hinweisen). In Anlehnung an Art. 161 OG (Moderationsverfahren) k�nnen bei der Festsetzung des Honorars die Schwierigkeiten und die Wichtigkeit der Streitsache, der Umfang der Arbeitsleistung und der Zeitaufwand ber�cksichtigt werden, insbesondere spezielle Anstrengungen, die der Klient vom Beauftragten verlangen durfte (BGE 93 I 124 Erw. 6b, 88 I 110; nicht ver�ffentlichtes Urteil E. vom 1. Februar 1999 Erw. 7, U 5/97).
Im Lichte dieser Grunds�tze f�llt die volle Abgeltung des von Frau Dr. med. S.________ in Rechnung gestellten Honorars von Fr. 9500.- ausser Betracht. Damit wird die Wichtigkeit der Sache, eine gewisse zeitliche Dringlichkeit - im Hinblick auf die einzureichende Beschwerde beim kantonalen Gericht - sowie die Notwendigkeit einer umfassenden und fundierten Begutachtung, was insbesondere die Befragung der Versicherten (Aufwand 5 Stunden) erforderlich machte, nicht verkannt. Aber 38 Stunden Arbeitsaufwand k�nnen nicht akzeptiert werden, zumal die einzelnen Bem�hungen sonst nicht n�her substantiiert und quantifiziert werden. Insbesondere kann die Beschaffung medizinischer Unterlagen zur Suizidologie nicht voll verg�tet werden, weil vom Experten die spezifischen Fachkenntnisse, die zur Begutachtung erforderlich sind, als gegeben vorausgesetzt werden. In W�rdigung aller Umst�nde sowie unter Ber�cksichtigung des aus der Expertise hervorgehenden Aufwands erscheint der Betrag von Fr. 5000.- (20 Stunden � Fr. 250.-) zur Abgeltung der Gutachterkosten als angemessen.
die SUVA zur�ckgewiesen, damit sie im Sinne der
IV.Das Versicherungsgericht des Kantons Aargau wird �ber