Source: https://www.deubner-steuern.de/produkte/umsatzsteuer-praxis/p/ust-option---konkursverwalter-531297
Timestamp: 2019-11-21 20:45:11
Document Index: 207129656

Matched Legal Cases: ['§ 34', '§ 42', '§ 69', '§ 6', '§ 9', '§ 15', '§ 9', '§ 9']

BFH - Urteil vom 16.12.2003
VII R 42/01
AO § 34 § 42 § 69 ; KO § 6 ; UStG (1993) § 9 § 15a ;
BFH/NV 2004, 908
ZfIR 2004, 835
FG Düsseldorf, vom 30.11.2000 - Vorinstanzaktenzeichen 2 K 4312/99
BFH, Urteil vom 16.12.2003 - Aktenzeichen VII R 42/01
DRsp Nr. 2004/7306
1. Das UStG verlangt vom Unternehmer nicht, bei der Ausübung des ihm zustehenden Wahlrechts nach § 9 UStG auf das Interesse des Fiskus Rücksicht zu nehmen, Vorsteuer nicht ohne die gesicherte Erwartung vergüten zu müssen, die USt-Forderung gegen den Leistenden durchsetzen zu können.2. Der Konkursverwalter begeht keine einen Haftungstatbestand auslösende Pflichtverletzung, wenn er im Konkurs einer GmbH auf die Steuerbefreiung für einen Grundstücksumsatz nach § 9 Abs. 1 UStG verzichtet.
I. Der Kläger und Revisionskläger (Kläger) wird für Steuerschulden der X-GmbH u. Co. KG (Gemeinschuldnerin) in Anspruch genommen. Er war Konkursverwalter über das Vermögen der Gemeinschuldnerin. Kurz nach der Konkurseröffnung zeigte der Kläger die Masseunzulänglichkeit an.