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Timestamp: 2016-10-26 02:29:40
Document Index: 379929711

Matched Legal Cases: ['Art. 76', 'Art. 81', 'Art. 81', 'Art. 11', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 21', 'Art. 118', 'BGE']

U 312/98 (17.07.2000)
U 312/98 Hm
Bundesrichter Sch�n, Spira und Bundesrichterin Widmer; Gerichtsschreiber Lauper
H.________, 1948, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Werner Goldmann, Dorfstrasse 16, Baar,
A.- Der 1948 geborene H.________ steht seit Februar 1979 wegen eines im Jahre 1977 erlittenen Berufsunfalls (Diskushernie L4/5 mit nachfolgender Hemilaminektomie, residuale Lumbo-Ischialgien) im Genusse einer Invalidenrente der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA), welche ab M�rz 1982 revisionsweise von 30 % auf 20 % herabgesetzt wurde. Diese Verwaltungsakte (vom 9. April 1979 und 10. Februar 1982) sind unangefochten in Rechtskraft erwachsen.
Nach einem Bagatellunfall (vom 7. April 1992), welcher folgenlos abheilte und f�r den die Anstalt die gesetzlichen Leistungen erbrachte, klagte H.________ �ber starke R�ckenbeschwerden. Die SUVA, welche das Leiden als R�ckfall zum Prim�runfall von 1977 anerkannte, ordnete eine dreiw�chige station�re physikalische Therapie in der Rehabilitationsklinik Bellikon an (Bericht vom 11. September 1992) und liess den seit April 1992 vollst�ndig arbeitsunf�hig geschriebenen Versicherten wiederholt spezialmedizinisch (Gutachten der Orthop�dischen Universit�tsklinik X.________ vom 29. Januar 1993 und vom 20. Juli 1994, Bericht Dr. med. W.________, Orthop�dische Chirurgie FMH, vom 20. Juli 1993) und kreis�rztlich (Berichte Dr. med. S.________ vom 16. M�rz, 17. Juni und 12. August 1993) untersuchen. Gest�tzt darauf sowie auf den Bericht des Dr. med. P.________, Spezialarzt FMH f�r Chirurgie von der Abteilung Unfallmedizin der SUVA (vom 17. November 1994), stellte sie ihre bisherigen Leistungen (Heilbehandlung und Taggeld) auf Ende 1994 ein und richtete H.________ f�r die Zeit anschliessend eine Invalidenrente im Rahmen der bisherigen Invalidit�t von 20 % bei im �brigen unver�nderten Rentenbemessungsfaktoren aus (Verf�gung vom 5. April 1995). Daran hielt sie nach Einholung von Berichten der Klinik Y.________ (vom 15. Februar und 7. M�rz 1996) sowie einer erg�nzenden Stellungnahme des Dr. med. P.________ vom 21. Mai 1996 fest (Einspracheentscheid vom 18. Juni 1996).
B.- Die hiegegen erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Zug nach Beizug eines Gutachtens der Medizinischen Abkl�rungsstelle (MEDAS) Zentralschweiz, Luzern, vom 3. Januar 1997 ab (Entscheid vom 17. September 1998).
C.- H.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren und sinngem�ss beantragen, es sei ihm, in Aufhebung des vorinstanzlich best�tigten Einpracheentscheides, eine Rente auf der Grundlage einer mindestens 30 %igen Invalidit�t zuzusprechen.
2.- Die Vorinstanz hat die massgeblichen gesetzlichen Bestimmungen betreffend den Anspruch auf eine Invalidenrente und deren Revision (Art. 76 aKUVG), die Wiederaufnahme der �rztlichen Behandlung (Art. 81 aKUVG), den Leistungsanspruch bei R�ckf�llen und Sp�tfolgen (Art. 81 Abs. 1 aKUVG bzw. Art. 11 UVV; BGE 118 V 296 Erw. 2c; RKUV 1994 Nr. U 198 S. 138 f.) sowie die Rechtsprechung zu dem f�r die Leistungspflicht des Unfallversicherers vorausgesetzten nat�rlichen (BGE 119 V 337 Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b, 117 V 376 Erw. 3a mit Hinweisen) und ad�quaten Kausalzusammenhang (BGE 123 III 112 Erw. 3a, 123 V 103 Erw. 3d, 139 Erw. 3c, 122 V 416 Erw. 2a, je mit Hinweisen) zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidit�t, Tod), insbesondere auch zur Ad�quanzbeurteilung bei Unf�llen und der in Folge eingetretenen psychischen Fehlentwicklung mit Einschr�nkung der Arbeits- und Erwerbsf�higkeit (BGE 115 V 133; vgl. auch BGE 120 V 355 Erw. 5b/aa), zutreffend wiedergegeben. Darauf kann verwiesen werden.
Zu erg�nzen ist, dass f�r die Invalidit�tsbemessung nicht auf die medizinisch-theoretische Sch�tzung abzustellen ist, wie sie der Arzt auf Grund medizinischer Erfahrungswerte in vergleichbaren F�llen vornimmt (BGE 105 V 207 f., 98 V 173; ZAK 1980 S. 597, 1970 S. 291); entscheidend sind vielmehr die erwerblichen Auswirkungen der festgestellten Arbeitsunf�higkeit.
3.- a) Das kantonale Gericht hat in W�rdigung der zahlreichen medizinischen Unterlagen, insbesondere des Berichts des Dr. med. P.________ vom 17. November 1994 sowie des Gutachtens der MEDAS vom 3. Januar 1997, richtig dargelegt, dass weder die Voraussetzungen f�r eine weitere medizinische Behandlung (Art. 21 Abs. 1 lit. b in Verbindung mit Art. 118 Abs. 2 lit. a UVG) �ber den 1. Januar 1995 hinaus gegeben sind noch sich die auf das versicherte Ereignis von 1977 zur�ckzuf�hrenden somatischen Unfallfolgen in erheblicher Weise ge�ndert haben. Was hiegegen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorgebracht wird, vermag nicht zu einem anderen Ergebnis zu f�hren. Aus dem alleinigen Umstand, dass der Beschwerdef�hrer im Rahmen des Abkl�rungs- und Behandlungsprozesses �ber mehr als zwei Jahre hinweg ein Taggeld basierend auf einer vollst�ndigen Arbeitsunf�higkeit bezogen hat, kann er nichts zu seinen Gunsten ableiten, da sich die H�he des Taggeldes nicht nach dem Grad der Erwerbs-, sondern in erster Linie der Arbeitsunf�higkeit bemisst. Die Tatsache, dass der Beschwerdef�hrer seinen bisherigen Beruf nicht mehr aus�ben konnte und ihm deshalb die Beschwerdegegnerin eine 100 %ige Arbeitsunf�higkeit zuerkannte, bedeutet daher nicht, dass der Invalidit�tsgrad ebenfalls 100 % betragen muss. Vielmehr k�nnen sich mit Blick auf die unterschiedlichen Bemessungsmethoden verschiedene Resultate ergeben. Nicht durchzudringen vermag er auch mit dem Hinweis auf die von den �rzten der MEDAS festgestellte (somatische) Arbeitsunf�higkeit von 30 %. Abgesehen davon, dass es sich dabei bloss um eine f�r die Beurteilung der Erwerbsunf�higkeit nicht massgebliche medizinisch-theoretische Sch�tzung handelt, ist festzustellen, dass darin auch die von der MEDAS erhobenen unfallfremden degenerativen Ver�nderungen der LWS mitenthalten sind, f�r welche die Beschwerdegegnerin nicht einzustehen hat.
b) Bez�glich der psychischen St�rungen steht auf Grund der medizinischen Akten fest und ist im �brigen unbestritten, dass der Arbeitsunfall zumindest eine Teilursache f�r die psychische Gesundheitsst�rung darstellt, was f�r die Bejahung des nat�rlichen Kausalzusammenhangs rechtsprechungsgem�ss (BGE 119 V 338 mit Hinweis) gen�gt.
In Anbetracht des augenf�lligen Geschehensablaufes und der vom Beschwerdef�hrer erlittenen Verletzung ist der Unfall von 1977 mit der Vorinstanz dem mittleren Bereich im Grenzbereich zu den leichten F�llen zuzuordnen. Das Ereignis selber kann weder als besonders eindr�cklich bezeichnet werden noch lagen besonders dramatische Begleitumst�nde vor. Bei der Diskushernie handelt es sich sodann nicht um eine schwere Verletzung, die erfahrungsgem�ss geeignet w�re, eine psychische Fehlentwicklung auszul�sen. Von einer ungew�hnlich langen Dauer der �rztlichen Behandlung kann nicht ernsthaft gesprochen werden, und es ist auch keine �rztliche Fehlbehandlung ausgewiesen, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmerte. Einzig das Kriterium der k�rperlichen Dauerschmerzen ist, wie die Vorinstanz richtig bemerkt, erf�llt. Der ausgewiesene Grad der somatisch bedingten Arbeitsunf�higkeit (20 %) ist auch im Zusammenhang mit den Dauerschmerzen nicht geeignet, die Ad�quanz des Kausalzusammenhanges zu begr�nden. Eine gesamthafte W�rdigung des Unfallereignisses und der damit zusammenh�ngenden, objektivierbaren Faktoren f�hrt daher zum Schluss, dass dem Ereignis von 1977 f�r die Entstehung der psychisch bedingten Arbeitsunf�higkeit keine massgebende Bedeutung zukommt. Da zwischen dem Unfall und anhaltenden psychischen Beschwerden und der damit verbundenen Arbeitsunf�higkeit kein ad�quater Kausalzusammenhang besteht, hat die Beschwerdegegnerin bei der Ermittlung des Invalidit�tsgrades zu Recht nicht darauf abgestellt.
c) Im Lichte des Gesagten erweist sich der vorinstanzlich best�tigte Einspracheentscheid als rechtens.
richt des Kantons Zug und dem Bundesamt f�r Sozial-