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Timestamp: 2020-02-18 16:58:27
Document Index: 325555702

Matched Legal Cases: ['§ 138', '§ 134', '§ 138', '§ 138', 'BGH', 'BGH', '§ 138', '§ 133', '§ 138', '§ 138', '§ 138', '§ 2', '§ 2', '§ 13', '§ 2', '§ 138', '§ 133', '§ 620', '§ 138', '§ 138', '§ 138', 'BGH']

BAG, 01.04.1976 - 4 AZR 96/75 - dejure.org
https://dejure.org/1976,208
BAG, 01.04.1976 - 4 AZR 96/75 (https://dejure.org/1976,208)
BAG, Entscheidung vom 01.04.1976 - 4 AZR 96/75 (https://dejure.org/1976,208)
BAG, Entscheidung vom 01. April 1976 - 4 AZR 96/75 (https://dejure.org/1976,208)
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Vorführung des Geschlechtsverkehrs auf einer Bühne - Arbeitsvertrag - Sittenwidrigkeit - Verstoß gegen die guten Sitten - Nichtigkeit - Ansprüche aus einem faktischen Arbeitsverhältnis - Erteilung einer Arbeitsbescheinigung - Zuständigkeit der Arbeitsgerichte
ArbG Düsseldorf, 21.09.1973 - 8 Ca 2140/73
LAG Düsseldorf, 14.11.1974 - 14 Sa 1256/73
BAGE 28, 83
NJW 1976, 1958
MDR 1976, 875
DB 1976, 1680
DB 1976, 2479
Letzteres hat das BAG zB für die Vorführung des Geschlechtsverkehrs auf der Bühne angenommen (BAG AP Nr. 34 zu § 138 BGB = NJW 1976, 1958).
Wird der Arbeitnehmer durch den Arbeitsvertrag ausdrücklich verpflichtet, eine Tätigkeit auszuüben, die gegen ein gesetzliches Verbot bzw. gegen die guten Sitten verstößt, so ist der Arbeitsvertrag bzw. die auf dem Arbeitsvertrag beruhende Verpflichtung gemäß § 134 BGB bzw. § 138 BGB nichtig (BAG 28, 83 = AP Nr. 34 zu § 138 BGB).
Die Beklagte hat keine Umstände vorgetragen, aus denen sich ergibt, dass der Vertrag gegen das Anstandsgefühl aller billig und gerecht Denken verstößt (vgl. RGZ 80, 221; BGHZ 10, 232; BGH, NJW 1976, 1958;… Palandt-Heinrichs, Bürgerliches Gesetzbuch, 62. Auflage, § 138 BGB, Rdnr. 2).
Es hat ausgeführt, nach dem Urteil des Bundesarbeitsgerichts (BAG) vom 1. April 1976 (BAGE 28, 83 ff) sei zwar für Klagen des Arbeitnehmers gegen den (früheren) Arbeitgeber auf Erteilung oder Berichtigung einer Arbeitsbescheinigung iS von § 133 AFG der Rechtsweg zu den Sozialgerichten gegeben.
Diese Streitfrage kann indes offenbleiben (so bereits BAG Urteil vom 1. April 1976 - AP § 138 BGB Nr. 34).
Hiervon gibt es jedoch nach der konkreten Fallgestaltung Ausnahmen (vgl. BAGE 28, 83, 86 = AP Nr. 34 zu § 138 BGB).
Außerdem ergeben sich aus dem rechtlichen Bestand eines Arbeitsverhältnisses stets Auswirkungen auf dem Gebiet des Steuerrechts, des Sozialversicherungsrechts und des Arbeitsverwaltungsrechts, wie es auch im vorliegenden Fall durch den Vortrag des Klägers in der Revisionsinstanz deutlich belegt wird (vgl. auch BAG Urteil vom 1. April 1976 - 4 AZR 96/76 - BAG 28, 83 = AP Nr. 34 zu § 138 BGB, zu I der Gründe).
c) Da, wie dargelegt, alle Regelungen über die Ausstellung und den Inhalt der Arbeitsbescheinigung, insbesondere zu der Richtigkeit der vom Arbeitgeber gemachten Angaben, dem öffentlichen Recht zugeordnet sind, gehört auch der vom Arbeitnehmer gegen den Arbeitgeber verfolgte Anspruch auf Berichtigung einer Arbeitsbescheinigung dem öffentlichen Recht an, so daß er vor den Gerichten der Sozialgerichtsbarkeit zu verfolgen ist (ebenso LAG Düsseldorf, Urteil vom 9. September 1982 - 14 Sa 1022/82 - EzA § 2 ArbGG 1979 Nr. 2; LAG Schleswig-Holstein, Beschluß vom 9. Oktober 1986 - 3 Ta 142/86 - DB 1987, 896; LAG Berlin, Urteil vom 20. Juli 1987 - 9 Sa 47/87 - DB 1987, 2662; LAG Frankfurt am Main, Beschluß vom 5. Januar 1983 - 8 Ta 295/82 -, AR-Blattei, Arbeitsbescheinigung, Entscheidung 2 b;… Grunsky, ArbGG, 5. Aufl., § 2 Rz 104; Kissel, GVG, § 13 Rz 194; Knipp in AR-Blattei, Arbeitsbescheinigung I B 2; Rohlfing/Rewolle/Bader, ArbGG, Stand: Juli 1987, § 2 Anm. 8 e; vgl. ferner BAGE 28, 83 = AP Nr. 34 zu § 138 BGB, wo auch die Herausgabe der Arbeitsbescheinigung schon dem öffentlichen Recht zugeordnet wurde; zur gegenteiligen Ansicht vgl. Gagel, AFG, Stand: Januar 1986, § 133 Rz 11;… Staudinger/Neumann, BGB, 12. Aufl., Vorbem. zu § 620 Rz 188, alle m. w. N.).
Das Bundesarbeitsgericht hat in seinem Urteil vom 1. April 1976 - 4 AZR 96/75 - (GewArch. 1976, 295) befunden, ein Arbeitsvertrag sei wegen Verstoßes gegen die guten Sitten gemäß § 138 BGB nichtig, wenn die nach diesem Arbeitsvertrag geschuldete Leistung in der Vorführung des Geschlechtsverkehrs auf einer Bühne bestehe (ebenso Mayer-Maly, Münchener Komm., § 138 RdNr. 53).
Das wird allgemein dahin verstanden, dass Rechtsgeschäfte nichtig sind, die gegen das Anstandsgefühl aller billig und gerecht Denkenden verstoßen (BAG 1. April 1976 - 4 AZR 96/75 - BAGE 28, 83 = AP Nr. 34 zu § 138 BGB = DB 1976, 1680 = NJW 1976, 1958).
Vorführung des Geschlechtsverkehrs und anderer sexueller Handlungen auf einer …
BAG, 20.07.1977 - 4 AZR 142/76
Kündigung eines Lehrers - Wiedereinstellungsanspruch - Eignung - Befähigung - …
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Begriff des Arbeitnehmers im Sinne des Einkommen- (Lohn-) Steuerrechts - …
LAG Berlin, 20.07.1987 - 9 Sa 47/87
Zulässigkeit; Klage; Arbeitsbescheinigung; Verdienst
ArbG Koblenz, 23.12.1985 - 1 Ca 2500/85
Rechtsweg für Klage auf Erteilung einer Arbeitsbescheinigung ; …
BAG, 23.06.1982 - 5 AZR 631/79
LAG Hamm, 28.03.1984 - 2 Sa 131/84