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Timestamp: 2019-10-14 22:25:30
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Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 138', '§ 1408', '§ 138', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 242', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 138', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 242', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 242', '§ 242', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 11.02.2004 - XII ZR 265/02 - dejure.org
https://dejure.org/2004,2
BGH, 11.02.2004 - XII ZR 265/02 (https://dejure.org/2004,2)
BGH, Entscheidung vom 11.02.2004 - XII ZR 265/02 (https://dejure.org/2004,2)
BGH, Entscheidung vom 11. Februar 2004 - XII ZR 265/02 (https://dejure.org/2004,2)
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BGB §§ 138, 242, 1408, 1410, 1585c
BGB §§ 1408, 1585c, 138 Abs. 1, 242
Inhalts- und Ausübungskontrolle von Eheverträgen
Nachehelicher Unterhalt und Zugewinnausgleich; Wirksamkeit eines Verzichts durch notariellen Vertrag; Berücksichtigung des freien Entscheidungsrechts der Ehepartner; Einseitige Lastenverteilung für den Scheidungsfall; Unterhaltsrechtliche Eigenverantwortung eines jeden ...
Eheverträge nur bei gravierender Benachteiligung sittenwidrig
Grenzen des Ehevertrages
Richterliche Wirksamkeits- und Ausübungskontrolle von ehevertraglichen Vereinbarungen
BGB §§ 138 242 1408 1410 1585c
Familienrecht - Inhaltskontrolle von Eheverträgen
Rechtswidrigkeit von Eheverträgen
drschmel.de (Pressemitteilung)
Die einvernehmliche Scheidung und ihre Kosten
Zu einseitige Eheverträge sind ungültig // Partnern haben aber weiter großen Spielraum
Ehegattenunterhalt - Wirksamkeit von Eheverträgen: Das BGH-Urteil und die Folgen für die Praxis
Ehegattenunterhalt - Wirksamkeit von Eheverträgen
Ehegattenunterhalt - Wirksamkeit von Eheverträgen: Neue Gestaltungspraxis für Eheverträge
finger-frankfurt.de (Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)
Rechtswirksamkeit von Eheverträgen zum Unterhalt, Güterrecht und zum Versorgungsausgleich (RA Dr. Peter Finger; Vortrag beim Bielefelder Anwaltsseminar, Stand: 2005)
forum-familienrecht.de (Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)
Salvatorische Klauseln in Eheverträgen - Helfen sie noch? (Dr. Dr. Herbert Grziwotz; FF 2004, 275)
Zusammenfassung von "Inhaltskontrolle von Eheverträgen" von RA FAFamR Ulrike Börger, original erschienen in: ZAP 2004, 429 - 432.
Zusammenfassung von "Inhaltskontrolle von Eheverträgen" von Notar Dr. Christof Münch, original erschienen in: ZNotP 2004, 122 - 131.
Zusammenfassung von "Ehevereinbarungen: Die Rückkehr der Rechtssicherheit" von Prof. Dr. Thomas Rauscher, original erschienen in: DNotZ 2004, 524 - 547.
Kurznachricht zu "Die Wirksamkeit von Eheverträgen unter Berücksichtigung der aktuellen Rechtsprechung" von RAin Martina Machulla-Notthoff, original erschienen in: ZFE 2006, 404 - 409.
Zusammenfassung von "Das Ehevertragsurteil des BGH - Oder: Nach dem Urteil ist vor dem Urteil" von RAin, Notarin Ingeborg Rakete-Dombek, original erschienen in: NJW 2004, 1273 - 1277.
Zusammenfassung von "Richterliche Überprüfung von Eheverträgen nach dem Urteil des BGH v. 11.2.2004 - XII ZR 265/02" von Prof. Dr. Barbara Dauner-Lieb, original erschienen in: FF 2004, 65 - 69.
Zusammenfassung von "Neue Grenzen der Ehevertragsfreiheit" von Notar Thomas Wachter, original erschienen in: ZFE 2004, 132 - 143.
Zusammenfassung von "Richterliche Kontrolle von Eheverträgen" von Prof.Dr.Elisabeth Koch, original erschienen in: NotBZ 2004, 147 - 149.
Zusammenfassung von "Inhaltskontrolle eines Ehevertrags" von Notar Dr. Dr. Herbert Grziwotz, original erschienen in: FamRB 2004, 105 - 107.
Zusammenfassung von "Vom Umgang mit Eheverträgen" von RAe Martin Haußleiter und Dr. Barbara Schiebel, original erschienen in: NJW Spezial 2004, 7 - 8.
Zusammenfassung von "Was geht noch? - Ehevertragsgestaltung nach Karlsruhe III" von Dr. Dr. Herbert Grziwotz, original erschienen in: FamRB 2004, 199 - 205.
Zusammenfassung von "Was geht noch? - Ehevertragsgestaltung nach Karlsruhe III (2. Teil)" von Notar Dr. Dr. Herbert Grziwotz, original erschienen in: FamRB 2004, 229 - 243.
Zusammenfassung von "Inhaltskontrolle von Pflichtteilsverzichtsverträgen?" von Notar Thomas Wachter, original erschienen in: ZErb 2004, 238 - 246.
Zusammenfassung von "Die Ehevertragsgestaltung auf dem Prüfstand der richterlichen Inhaltskontrolle" von Prof. Dr. Gerrit Langenfeld, original erschienen in: ZEV 2004, 311 - 316.
Zusammenfassung von "Der Ehevertrag in der Praxis" von Notar Dr. Jürgen Bredthauer, original erschienen in: NJW 2004, 3072 - 3076.
Zusammenfassung von "Anmerkung zur Entscheidung des BGH vom 11.2.2004, XII ZR 265/02 (Zur Inhaltskontrolle von Eheverträgen)" von RiinOLG Prof.in Dr. Barbara Dauner-Lieb, original erschienen in: JZ 2004, 1027 - 1029.
Zusammenfassung von "Salvatorische Klausel: Sicherheit für Eheverträge und Scheidungsvereinbarungen?" von RA, FaFamR Erns Sarres, original erschienen in: FF 2004, 251 - 243.
Zusammenfassung von "Gerichtliche Kontrolle insbesondere güterrechtlicher Vereinbarungen bei Auslandsbezug" von RA Dr. Peter Finger, original erschienen in: FF 2004, 245 - 249.
Zusammenfassung von "Eheverträge und Scheidungsvereinbarungen - Wirksamkeit und richterliche Inhaltskontrolle" von RA/FAFamR Dr. Ludwig Bergschneider, original erschienen in: FamRZ 2004, 1757 - 1765.
Zusammenfassung von "Eheverträge und Scheidungsvereinbarungen - Wirksamkeit und richterliche Inhaltskontrolle - Überlegungen für die Praxis -" von RA Dr. Ludwig Bergschneider, FAFamR, original erschienen in: FamRZ 2004, 1757 - 1765.
Zusammenfassung von "Ehevertragsranking oder Ehevertragsgerechtigkeit? - Umsetzung der BGH-Entscheidungen zu Eheverträgen durch die Instanzgerichte" von Notar Dr. Dr. Herbert Grziwotz, original erschienen in: MDR 2005, 73 - 79.
Zusammenfassung von "Aktuelle Entwicklungen im Familienrecht" von RiinAG Birgit Niepmann, original erschienen in: MDR 2006, 1207 - 1212.
Zusammenfassung von "Anmerkung zur Entscheidung des BGH vom 11.2.2204, XII ZR 265/02 (Zur Inhaltskontrolle von Eheverträgen)" von Dr. Thomas Henkel, original erschienen in: JR 2005, 109 - 111.
BGHZ 158, 81
NJW 2004, 930
FamRZ 2004, 601
JR 2005, 102
Dem Entleiher kann es daher, zumal bei Hinzutreten eines verwandtschaftlichen Näheverhältnisses zwischen den Vertragsparteien, im Einzelfall gemäß § 242 BGB verwehrt sein, sich auf den vertraglich vereinbarten Kündigungsausschluss zu berufen (vgl. zur sog. Ausübungskontrolle grundlegend Senatsurteil BGHZ 158, 81 = FamRZ 2004, 601, 606).
Diese Ansicht stützt sich hauptsächlich auf eine Übertragbarkeit der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zur Sittenwidrigkeit von Unterhaltsverzichten in Eheverträgen oder Scheidungsfolgevereinbarungen, die dazu führen, dass ein Ehegatte sozialhilfebedürftig wird (…BGHZ 178, 322 Rn. 36; BGHZ 158, 81, 87; BGHZ 86, 82, 88;… BGH, Urteile vom 25. Oktober 2006 - XII ZR 144/04, NJW 2007, 904 Rn. 19; vom 24. April 1985 - IVb ZR 22/84, FamRZ 1985, 788, 790).
a) Wie der Senat wiederholt dargelegt hat (grundlegend Senatsurteil BGHZ 158, 81, 94 ff. = FamRZ 2004, 601, 604 ff.), darf die grundsätzliche Disponibilität der Scheidungsfolgen nicht dazu führen, dass der Schutzzweck der gesetzlichen Regelungen durch vertragliche Vereinbarungen beliebig unterlaufen werden kann.
Subjektiv sind die von den Ehegatten mit der Abrede verfolgten Zwecke sowie die sonstigen Beweggründe zu berücksichtigen, die den begünstigten Ehegatten zu seinem Verlangen nach der ehevertraglichen Gestaltung veranlasst und den benachteiligten Ehegatten bewogen haben, diesem Verlangen zu entsprechen (Senatsurteil BGHZ 158, 81, 100 f. = FamRZ 2004, 601, 606;… vgl. zuletzt Senatsbeschluss vom 27. Februar 2013 - XII ZB 90/11 - FamRZ 2013, 770 Rn. 16 mwN).
Nach ständiger Rechtsprechung des Senats erweist sich der Zugewinnausgleich schon im Hinblick auf seine nachrangige Bedeutung im System der Scheidungsfolgen einer ehevertraglichen Disposition am weitesten zugänglich (grundlegend Senatsurteil BGHZ 158, 81, 95, 98 f. = FamRZ 2004, 601, 605, 608;… vgl. zuletzt Senatsurteil vom 21. November 2012 - XII ZR 48/11 - FamRZ 2013, 269 Rn. 17).
Zwar ordnet der Senat diese Unterhaltstatbestände in ständiger Rechtsprechung grundsätzlich nicht dem Kernbereich der Scheidungsfolgen zu (grundlegend Senatsurteil BGHZ 158, 81, 97 f., 105 f. = FamRZ 2004, 601, 605, 607).
Freilich ist auch er nicht jeglicher Modifikation entzogen (grundlegend Senatsurteil BGHZ 158, 81 = FamRZ 2004, 601, 605).
Der Zugewinnausgleich wird vom Kernbereich des Scheidungsfolgenrechts nicht umfasst; er erweist sich - auch wegen der vom Gesetz ausdrücklich zur Verfügung gestellten verschiedenen Güterstände - ehevertraglicher Gestaltung am weitesten zugänglich (Senatsurteil BGHZ 158, 81, 95, 98 f. = FamRZ 2004, 601, 605, 608).
Der Zugewinnausgleich ist einer ehevertraglichen Disposition im Hinblick auf die nachrangige Bedeutung des Zugewinnausgleichs im System des Scheidungsfolgenrechts am weitesten zugänglich (Festhaltung an Senatsurteil BGH, 11. Februar 2004, XII ZR 265/02, BGHZ 158, 81 = FamRZ 2004, 601).
a) Wie der Senat wiederholt dargelegt hat (grundlegend Senatsurteil BGHZ 158, 81 = FamRZ 2004, 601, 604 ff.), darf die grundsätzliche Disponibilität der Scheidungsfolgen nicht dazu führen, dass der Schutzzweck der gesetzlichen Regelungen durch vertragliche Vereinbarungen beliebig unterlaufen werden kann.
Subjektiv sind die von den Ehegatten mit der Abrede verfolgten Zwecke sowie die sonstigen Beweggründe zu berücksichtigen, die den begünstigten Ehegatten zu seinem Verlangen nach der ehevertraglichen Gestaltung veranlasst und den benachteiligten Ehegatten bewogen haben, diesem Verlangen zu entsprechen (Senatsurteil BGHZ 158, 81 = FamRZ 2004, 601, 606;… vgl. zuletzt Senatsurteil vom 18. März 2009 - XII ZR 94/06 - FamRZ 2009, 2124 Rn. 13).
Die insoweit als Korrektiv zur gesetzlichen Typisierung zu verstehende güterrechtliche Vertragsfreiheit der Ehegatten umschließt das Recht, den von ihnen als unbillig oder unbefriedigend empfundenen Verteilungsergebnissen des gesetzlichen Güterstandes durch eine eigenverantwortliche Gestaltung ihrer Vermögenssphäre begegnen und in diesem Rahmen auch eigene ökonomische Bewertungen ihrer Beiträge zum Familienunterhalt vornehmen zu können (Senatsurteil BGHZ 158, 81 = FamRZ 2004, 601, 605).
Als vorweggenommener Altersunterhalt steht der Versorgungsausgleich einer vertraglichen Gestaltung nur begrenzt offen, so dass Vereinbarungen über ihn nach denselben Kriterien geprüft werden müssen wie ein vollständiger oder teilweiser Unterhaltsverzicht (Senatsurteil BGHZ 158, 81 = FamRZ 2004, 601, 605 und Senatsbeschluss vom 6. Oktober 2004 - XII ZB 57/03 - FamRZ 2005, 185, 187).
Der Richter hat vielmehr diejenige Rechtsfolge anzuordnen, die den berechtigten Belangen beider Parteien in der eingetretenen Situation in ausgewogener Weise Rechnung trägt (vgl. grundlegend Senatsurteil BGHZ 158, 81 = FamRZ 2004, 601, 606).
Nach ständiger Rechtsprechung des Senats (grundlegend Senatsurteil BGHZ 158, 81 = FamRZ 2004, 601, 604 ff.) darf die grundsätzliche Disponibilität der Scheidungsfolgen nicht dazu führen, dass der Schutzzweck der gesetzlichen Regelungen durch vertragliche Vereinbarungen beliebig unterlaufen werden kann.
Anhaltspunkte dafür, dass der Verzicht auf Betreuungsunterhalt für sich genommen objektiv sittenwidrig sein könnte, ergeben sich jedenfalls dann noch nicht, wenn sich bei Abschluss eines Ehevertrages durch berufstätige Ehegatten mit möglichem späteren Kinderwunsch noch keine Tendenz zu einer Alleinverdienerehe abzeichnete, weil sie von einer gleichgewichtigen Kinderbetreuung oder davon ausgingen, dass durch die spätere Geburt von gemeinsamen Kindern - etwa wegen einer besonders günstigen Kinderbetreuungssituation - kein Ehegatte seine Erwerbstätigkeit in nennenswerter Weise einschränken muss (vgl. Senatsurteil BGHZ 158, 81 = FamRZ 2004, 601, 605).
Die Grundsätze, die der Senat für die Inhaltskontrolle von Eheverträgen aufgestellt hat und die einer evident einseitigen, durch die individuelle Gestaltung der ehelichen Lebensverhältnisse nicht gerechtfertigten und für den belasteten Ehegatten unzumutbaren Lastenverteilung begegnen sollen (grundlegend: Senatsurteil BGHZ 158, 81 ff. = FamRZ 2004, 601 ff.), gelten, wie auch das Oberlandesgericht angenommen hat, nicht nur für den unterhaltbegehrenden Ehegatten, sondern im Grundsatz auch für den auf Unterhalt in Anspruch Genommenen.
So ist es den Ehegatten etwa unbenommen, bestimmte Lebensrisiken eines Partners (z.B. eine bereits vor der Ehe aufgetretene Krankheit) aus der wechselseitigen Verantwortung füreinander auszunehmen (Senatsurteil BGHZ 158, 81, 94 f.).
Die Beurteilung, ob ein Ehevertrag wegen einer derartigen Lastenverteilung sittenwidrig und deshalb nach § 138 Abs. 1 BGB nichtig ist, erfordert indes zusätzlich eine Gesamtwürdigung, die neben den objektiv vorliegenden individuellen Verhältnissen beim Vertragsschluss die subjektiv von den Ehegatten mit der Abrede verfolgten Zwecke sowie die sonstigen Beweggründe zu berücksichtigen hat, die den begünstigten Ehegatten zu seinem Verlangen nach der ehevertraglichen Gestaltung veranlasst und den benachteiligten Ehegatten bewogen haben, diesem Verlangen zu entsprechen (Senatsurteil BGHZ 158, 81, 100).
Diese Rechtsprechung ist durch die Grundsätze, die der Senat zur Inhaltskontrolle von Eheverträgen entwickelt hat (vgl. grundlegend BGHZ 158, 81 ff.), nicht gegenstandslos geworden.
Wie der Senat wiederholt dargelegt hat (grundlegend Senatsurteil BGHZ 158, 81 = FamRZ 2004, 601), darf die grundsätzliche Disponibilität der Scheidungsfolgen nicht dazu führen, dass der Schutzzweck der gesetzlichen Regelungen durch vertragliche Vereinbarungen beliebig unterlaufen werden kann.
Subjektiv sind die von den Ehegatten mit der Abrede verfolgten Zwecke sowie die sonstigen Beweggründe zu berücksichtigen, die den begünstigten Ehegatten zu seinem Verlangen nach der ehevertraglichen Gestaltung veranlasst und den benachteiligten Ehegatten bewogen haben, diesem Verlangen zu entsprechen (Senatsurteil BGHZ 158, 81, 100 f. = FamRZ 2004, 601, 606).
Entscheidend ist vielmehr, ob sich nunmehr - im Zeitpunkt des Scheiterns der Lebensgemeinschaft - aus dem vereinbarten Ausschluss der Scheidungsfolge eine evident einseitige Lastenverteilung ergibt, die hinzunehmen für den belasteten Ehegatten unzumutbar ist (Senatsurteil BGHZ 158, 81, 100 f. = FamRZ 2004, 601, 606).
Vereinbarungen über den Versorgungsausgleich müssen deshalb nach denselben Kriterien geprüft werden wie ein vollständiger oder teilweiser Unterhaltsverzicht (Senatsurteil BGHZ 158, 81, 98 = FamRZ 2004, 601, 605; vgl. ferner Senatsbeschluss vom 6. Oktober 2004 - XII ZB 57/03 - FamRZ 2005, 185, 187; Senatsurteil vom 28. November 2007 - XII ZR 132/05 - FamRZ 2008, 582, 585).
Der Zugewinnausgleich wird vom Kernbereich des Scheidungsfolgenrechts nicht umfasst; er erweist sich ehevertraglicher Gestaltung am weitesten zugänglich (Senatsurteil BGHZ 158, 81, 95, 98 f. = FamRZ 2004, 601, 605, 608).
Wie der Senat wiederholt dargelegt hat (vgl. etwa Senatsurteile BGHZ 158, 81 = FamRZ 2004, 601 und vom 25. Mai 2005 - XII ZR 296/01 - FamRZ 2005, 1444), unterliegen die gesetzlichen Regelungen über nachehelichen Unterhalt, Zugewinn und Versorgungsausgleich grundsätzlich der vertraglichen Disposition der Ehegatten; einen unverzichtbaren Mindestgehalt an Scheidungsfolgen zugunsten des berechtigten Ehegatten kennt das geltende Recht nicht.
Im Übrigen wird man eine Rangabstufung vornehmen können, die sich vor allem danach bemisst, welche Bedeutung die einzelnen Scheidungsfolgenregelungen für den Berechtigten in seiner jeweiligen Lage haben (vgl. dazu näher Senatsurteile BGHZ 158, 81, 94 ff. = FamRZ 2004, 601, 604 ff. und vom 25. Mai 2005 - XII ZR 296/01 - FamRZ 2005, 1444, 1446 f.).
a) Der Zugewinnausgleich wird vom Kernbereich des Scheidungsfolgenrechts nicht umfasst; er erweist sich ehevertraglicher Gestaltung am weitesten zugänglich (Senatsurteil BGHZ 158, 81, 95, 98 f. = FamRZ 2004, 601, 605, 608).
Entscheidend ist vielmehr, ob sich nunmehr - im Zeitpunkt des Scheiterns der Lebensgemeinschaft - aus dem vereinbarten Ausschluss der Scheidungsfolge eine evident einseitige Lastenverteilung ergibt, die hinzunehmen für den belasteten Ehegatten auch bei angemessener Berücksichtigung der Belange des anderen Ehegatten und seines Vertrauens in die Geltung der getroffenen Abrede sowie bei verständiger Würdigung des Wesens der Ehe unzumutbar erscheint (Senatsurteil BGHZ 158, 81, 100 f. = FamRZ 2004, 601, 606).
In solchen und ähnlichen Ausnahmefällen mögen besondere Verhältnisse es ungeachtet der getroffenen Abreden als unbillig erscheinen lassen, dass der nicht erwerbstätige Ehegatte im Nachhinein um die Früchte seiner Mitarbeit in der Ehe gebracht würde (Senatsurteil BGHZ 158, 81, 107 f. = FamRZ 2004, 601, 608).
Wie der Senat dargelegt hat, mag es zwar einem Ehegatten, der zugunsten der Familie zumindest vorläufig auf eine eigene Erwerbstätigkeit verzichtet hat, nach längerer Ehedauer im Einzelfall nicht mehr zuzumuten sein, sich nunmehr - nach der Scheidung - mit einem Lebensstandard zu begnügen, der seinen eigenen, durch fehlende zwischenzeitliche Berufstätigkeit möglicherweise verminderten Erwerbschancen entspricht (Senatsurteil BGHZ 158, 81, 108 = FamRZ 2004, 601, 608).
Eine zusätzliche, der getroffenen Güterstandsabrede widersprechende Teilhabe der Ehefrau am Vermögenszuwachs des Ehemannes erzwingt § 242 BGB schon deshalb nicht; sie lässt sich auch nicht mit dem besonders hohen Einkommen des Ehemannes begründen (vgl. Senatsurteil BGHZ 158, 81, 108 = FamRZ 2004, 601, 608).
BGH, 25.05.2005 - XII ZR 296/01
Wirksamkeit eines ehevertraglichen Unterhaltsverzichts bei Schwangerschaft der …
Das Rechtsmittel hat, im Hinblick auf die nach Erlaß der angefochtenen Entscheidung geänderte Rechtsprechung des Senats zur Inhaltskontrolle von Eheverträgen (Senatsurteil vom 11. Februar 2004 - XII ZR 265/02 - FamRZ 2004, 601 ff.), Erfolg.
Der Richter hat vielmehr diejenige Rechtsfolge anzuordnen, die den berechtigten Belangen beider Parteien in der nunmehr eingetretenen Situation in ausgewogener Weise Rechnung trägt (vgl. Senatsurteil vom 11. Februar 2004, aaO 604 ff. m.w.N.).
Die genannte Entscheidung des Senats ist in der Literatur unterschiedlich kommentiert worden (zustimmend etwa: Osterloh, jurisPR-BGHZivilR 12/2004; Strohal, jurisPR-FamR 3/2004; Brandt, MittBayNot 2004, 278, 281 f.; Bergschneider, FamRZ 2004, 1757 ff.; Langenfeld, ZEV 2004, 311, 313; Wachter, ZFE 2004, 132, 143; Kornexl, FamRZ 2004, 1609, 1610; Münch, ZNotP 2004, 122, 131 ; Rauscher, DNotZ 2004, 524 ff.; Gageik, RNotZ 2004, 295 ff.; Koch, NotBZ 2004, 147.
Ablehnend bzw. kritisch dagegen Dauner-Lieb, JZ 2004, 1027 ff. und FF 2004, 65 ff.; Klam, INF 2004, 315, 317 f.; Grziwotz, FamRB 2004, 105, 106 f., 199 ff. und 239 ff. sowie BGHReport 2004, 519 ff.; Bredthauer, NJW 2004, 3072, 3076; Rakete-Dombek, NJW 2004, 1273 ff.; Breil, Streit 2004, 80, 81; Sanders, FF 2004, 249, 250; Sarres, FF 2004, 251; Mayer, FPR 2004, 363, 368 ff. Offen Borth, FamRZ 2004, 609 ff. und Finger LMK 2004, 108 ff.).
Unter Berücksichtigung der vom Senat im Urteil vom 11. Februar 2004 (aaO) entwickelten und oben dargelegten Beurteilungskriterien ergibt sich im Einzelnen:.
Zur Ausübungskontrolle nach § 242 BGB hat der Senat in seinem nach Erlaß der angefochtenen Entscheidung ergangenen Urteil vom 11. Februar 2004 (aaO 606) ausgeführt, daß hierfür nicht nur die Verhältnisse im Zeitpunkt des Vertragsschlusses maßgeblich sind.
Das Oberlandesgericht, dem das Senatsurteil vom 11. Februar 2004 noch nicht bekannt sein konnte, hat auf der Grundlage der Rechtsprechung des Senats (vgl. dazu Senatsurteil vom 11. Februar 2004, aaO 602 m.w.N.) zutreffend keine Feststellungen dazu getroffen, ob es dem Antragsteller vorliegend nach Treu und Glauben (§ 242 BGB) verwehrt sein könnte, sich auf den Verzicht der Antragsgegnerin zu berufen.
Wirksamkeit der zeitlichen Beschränkung des Betreuungsunterhalts und des …
BGH, 25.05.2005 - XII ZR 221/02
Wirksamkeit des ehevertraglichen Verzichts auf Krankenvorsorge- und …
Wirksamkeit eines ehevertraglichen Verzichts auf nachehelichen Unterhalt zu …
OLG Düsseldorf, 17.05.2004 - 2 UF 79/03
BGH, 06.10.2004 - XII ZB 57/03
Anpassung des ehevertraglichen Ausschlusses des Versorgungsausgleichs
BGH, 28.02.2007 - XII ZR 165/04
Rechtsfolgen des Ausschlusses der Anpassung des nachehelichen Unterhalts an …
BGH, 05.07.2006 - XII ZR 25/04
Wirksamkeit eines Ehevertrages mit einer Schwangeren
OLG Karlsruhe, 15.07.2004 - 16 UF 238/03
Regelung des nachehelichen Unterhalts in einem Ehevertrag: Wirksamkeits- und …
OLG Bremen, 12.09.2006 - 5 WF 27/06
Wirksamkeit des Verzichts auf nachehelichen Unterhalt in einem Ehevertrag
OLG Schleswig, 20.05.2005 - 13 UF 162/04
OLG Koblenz, 25.05.2004 - 11 UF 329/03
Wirksamkeit eines Unterhaltsverzichts; Geltendmachung des Versorgungsausgleichs …
BGH, 08.02.2006 - XII ZR 57/03
Anforderungen an die Darstellung der tatsächlichen Grundlagen einer Entscheidung
OLG Koblenz, 19.09.2005 - 13 UF 337/05
Nachehelicher Unterhalt: Treuwidrige Berufung auf einen Unterhaltsverzicht im …
OLG Zweibrücken, 19.07.2005 - 5 UF 20/05
Zugewinnausgleichsverfahren: Stufenklage; Wirksamkeit eines notariellen …
OLG Koblenz, 10.03.2009 - 11 UF 520/08
Sittenwidrigkeit und Anpassungsbedürftigkeit eines Ehevertrags
OLG Koblenz, 26.05.2011 - 11 UF 138/11
Versorgungsausgleichsverfahren: Anwendbares Recht bei einer vor dem 1. September …
OLG Hamm, 13.10.2005 - 2 WF 333/05
OLG Saarbrücken, 26.05.2004 - 9 WF 35/04
Ehevertrag: Sittenwidrigkeit eines vollständigen Verzichts auf nachehelichen …
OLG Hamm, 15.03.2006 - 11 WF 47/06
Zur Wirksamkeit eines Ehevertrages, in welchem die Ehefrau u.a. auf künftigen …
OLG Düsseldorf, 11.02.2015 - 2 UF 147/14
Ausschluss des Versorgungsausgleichs wegen Vortäuschung einer Erwerbstätigkeit …
OLG Schleswig, 28.02.2007 - 12 UF 50/06
Ehevertraglicher Ausschluss eines Versorgungsausgleichs bei erwartungsgemäß …
OLG Hamm, 08.06.2005 - 11 UF 6/05
Zur Wirksamkeit eines während der Ehe geschlossenen Ehevertrages mit Wirkung für …
OLG Saarbrücken, 05.12.2006 - 2 UF 18/06
Verzicht auf Versorgungsausgleich in notariellem Ehevertrag unmittelbar vor …
OLG Zweibrücken, 27.04.2006 - 2 UF 1/05
Versorgungsausgleichsverfahren: Teilweise Durchführung des Versorgungsausgleichs …
OLG Koblenz, 25.10.2005 - 11 UF 424/04
Sittenwidrigkeit eines Ehevertrages: Durchführung des Versorgungsausgleichs trotz …
OLG Hamm, 29.06.2005 - 5 UF 731/04
Scheidungsverbund: Zum Anspruch auf Auskunft über das Endvermögen trotz …
OLG Frankfurt, 10.05.2007 - 5 WF 13/07
Prozesskostenhilfe; Unterhaltsverzicht: Erfolgsaussicht eines Anspruchs auf …
AG Hamburg-St. Georg, 16.08.2007 - 985 F 106/07
Auskunftsanspruch der Ehefrau über das Endvermögen des Ehemannes zur Berechnung …
OLG Düsseldorf, 14.07.2005 - 6 UF 169/03
LSG Berlin-Brandenburg, 06.05.2010 - L 3 U 327/08
Geschiedenenwitwenrente; Unterhaltsverzicht; Übernahme ehelich begründeter …
OLG Stuttgart, 18.10.2006 - 15 UF 166/06
Versorgungsausgleich: Wirksamkeit des Ausschlusses zu Lasten der Ehefrau in einem …
Grenzen der Dispositionsfreiheit der Ehegatten über die Wahl des ehelichen …
OLG Brandenburg, 06.05.2009 - 13 UF 75/08
Ehescheidung und Ehevertrag: Zerrüttung der Ehe; Sittenwidrigkeit wegen …
OLG Zweibrücken, 27.04.2006 - 2 UF 33/04
Wirksamkeitskontrolle des Ausschlusses des Versorgungsausgleichs in einem …
OLG Hamburg, 24.02.2005 - 10 UF 69/04
Genehmigungsfähigkeit des entschädigungslosen Verzichts auf den …
OLG Hamm, 12.10.2004 - 2 UF 35/04
Wirksamkeit einer Trennungs- und Scheidungsfolgenvereinbarung in einem Ehevertrag
OLG Stuttgart, 11.11.2004 - 11 UF 222/03
Ehevertrag: Verzicht einer berufstätigen Schwangeren auf Unterhalt und …
OLG Koblenz, 21.04.2004 - 13 UF 84/04
OLG Naumburg, 11.04.2013 - 8 UF 330/12
Wirksamkeit der Regelung des Zugewinns durch Ehevertrag; Berücksichtigung im …
OLG Naumburg, 08.04.2013 - 8 UF 330/12
Stufenverfahren auf Zugewinnausgleich: Abweisung des Auskunftsantrags bei …
OLG Karlsruhe, 28.07.2005 - 16 WF 82/05
Prozesskostenhilfe: Klage auf Nachehelichenunterhalt bei in einer …
AG Hamburg-Altona, 28.02.2005 - 350 F 156/04
Ehescheidung: Scheitern der Ehe; Wirksamkeit eines Ehevertrags
OLG Hamm, 23.12.2009 - 8 UF 85/09
Ehevertrag; Wirksamkeitskontrolle; Ausübungskontrolle; Begrenzung und Befristung …
AG Saarlouis, 12.11.2004 - 21 F 403/03
Wirksamkeit des Verzichtes auf nachehelichen Unterhalt durch einen in notarieller …
LSG Hamburg, 27.09.2006 - L 1 R 60/06
Voraussetzungen für einen Anspruch auf Geschiedenenwitwenrente; Anforderungen an …
AG Hamm, 16.04.2015 - 31 F 360/13
Ehevertraglicher Ausschluss einzelner Scheidungsfolgen
AG Steinfurt, 17.12.2008 - 30 F 163/07
Sittenwidrigkeit eines den Versorgungsausgleich sowie nachehelichen Unterhalt …