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Timestamp: 2016-10-26 06:01:55
Document Index: 237751638

Matched Legal Cases: ['Art. 110', 'BGE', 'Art. 13', 'Art. 13', 'Art. 13', 'BGE', 'BGE']

V.________, 1993, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch ihre Mutter und diese vertreten durch Rechtsanwalt Marco Mathis, Schweizergasse 20, Z�rich,
A.- Die 1993 geborene V.________ leidet bzw. litt an den Geburtsgebrechen Ziff. 344 (Hydronephrosis congenita), 345 (Uretermissbildungen), 346 (Kongenitaler vesico-ureteraler Reflux) sowie an einer behandlungsbed�rftigen Milchzahnkaries.
Mit Verf�gung vom 27. Januar 1999 lehnte die IV-Stelle des Kantons Z�rich ein Begehren um �bernahme der Zahnbehandlung ab.
B.- Das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich wies die dagegen erhobene Beschwerde mit Entscheid vom 16. Mai 2000 ab.
C.- Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde l�sst V.________ das Leistungsbegehren erneuern.
Die IV-Stelle und das Bundesamt f�r Sozialversicherung beantragen Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Mit Eingabe vom 31. August 2000 (Poststempel) beantragt der Vertreter der Beschwerdef�hrerin, es sei ihm Gelegenheit zu geben, zur Vernehmlassung des Bundesamtes f�r Sozialversicherung Stellung zu nehmen.
1.- Gem�ss Art. 110 Abs. 4 OG findet ein weiterer Schriftenwechsel nach Eingang von Beschwerde und Vernehmlassungen nur ausnahmsweise statt. Dieser ist nach den Grunds�tzen des rechtlichen Geh�rs zu gew�hren, wenn in einer Vernehmlassung neue tats�chliche Behauptungen aufgestellt werden, deren Richtigkeit nicht ohne weiteres aktenkundig ist und die f�r die Entscheidung von wesentlicher Bedeutung sind. Was allf�llige neue rechtliche Argumente betrifft, ist zu ber�cksichtigen, dass das Eidgen�ssische Versicherungsgericht das richtige Recht von Amtes wegen anzuwenden hat. Der blosse Umstand, dass in einer Vernehmlassung zus�tzlich zu den im angefochtenen Entscheid angef�hrten Gr�nden weitere st�tzende Argumente vorgebracht werden, rechtfertigt daher noch keine Gew�hrung des Replikrechts.
Anders verh�lt es sich, wenn das Eidgen�ssische Versicherungsgericht der Auffassung ist, der angefochtene Entscheid lasse sich mit der urspr�nglichen Begr�ndung zwar nicht halten, wohl aber mit einer andern, erstmals in einer Vernehmlassung dargelegten (BGE 119 V 323 Erw. 1 mit Hinweisen).
Im Lichte dieser Grunds�tze rechtfertigt die Vernehmlassung des Bundesamtes f�r Sozialversicherung einen zweiten Schriftenwechsel nicht, weshalb der entsprechende Antrag der Beschwerdef�hrerin abzuweisen ist.
2.- Nach Art. 13 Abs. 1 IVG haben minderj�hrige Versicherte Anspruch auf die zur Behandlung von Geburtsgebrechen notwendigen medizinischen Massnahmen.
Die Rechtsprechung hat erkannt, dass sich ein Anspruch auf medizinische Massnahmen gest�tzt auf Art. 13 IVG in seltenen F�llen auch auf die Behandlung sekund�rer Gesundheitssch�den erstrecken kann, die zwar nicht mehr zum Symptomenkreis des Geburtsgebrechens geh�ren, aber nach medizinischer Erfahrung h�ufig die Folge dieses Gebrechens sind. Zwischen dem Geburtsgebrechen und dem sekund�ren Leiden muss demnach ein qualifizierter ad�quater Kausalzusammenhang bestehen. Nur wenn im Einzelfall dieser qualifizierte urs�chliche Zusammenhang zwischen sekund�rem Gesundheitsschaden und Geburtsgebrechen gegeben ist und sich die Behandlung �berdies als notwendig erweist, hat die Invalidenversicherung im Rahmen des Art. 13 IVG f�r die medizinischen Massnahmen aufzukommen (BGE 100 V 41 Erw. 1a mit Hinweisen; vgl. ferner Erw. 1 des in Pra 1991 Nr. 214 S. 903 f. ver�ffentlichten Urteils M. des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts vom 4. Juni 1991, I 318/90).
3.- Die Milchkaries der Beschwerdef�hrerin wurde in der Klinik X.________ f�r Kinderzahnmedizin saniert. Im vorinstanzlichen Verfahren holte das kantonale Gericht beim Klinikarzt Dr. W.________ einen schriftlichen Bericht (vom
4. Mai 2000) ein, in welchem dieser einen urs�chlichen Zusammenhang zwischen der damals behandlungsbed�rftigen Karies und den Geburtsgebrechen der Beschwerdef�hrerin verneinte. Entgegen der Behauptung in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist nicht der geringste Anhaltspunkt f�r eine Befangenheit dieses Arztes zu finden. Die von ihm vertretenen Schlussfolgerungen beruhen auf pr�ziser Kenntnis des vorliegenden Falles und ber�cksichtigen ausdr�cklich auch den kongenitalen Reflux. Die Stellung des Experten als Leiter der Kinderzahnmedizin an der Klinik X.________ b�rgt f�r besondere fachliche Qualifikation. Bei dieser Sachlage hat das Gericht zu Recht nicht auf die von der Beschwerdef�hrerin eingereichte, erst nach Behebung der kari�sen L�sionen erfolgten rein theoretischen Verdachtsdiagnose von Prof. Dr. med. dent. S.________ abgestellt, und hat zutreffenderweise auf die Abnahme weiterer Beweise verzichtet. In einem solchen Vorgehen liegt kein Verstoss gegen das rechtliche Geh�r (BGE 124 V 94 Erw. 4b, 122 V 162 Erw. 1d mit Hinweis), noch liegt eine Verletzung des Willk�rverbots vor. Was in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde weiter vorgebracht wird, vermag an diesem Ergebnis nichts zu �ndern.