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Timestamp: 2018-05-24 04:11:18
Document Index: 22480596

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▷ Berufsunfähigkeitsversicherung: BGH urteilt im Verbrauchersinne und Die Bayerische senkt Beiträge
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Während der Bundesgerichtshof (BGH) wiederholt die Rechte für Verbraucher mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung stärkt, schraubt die Bayerische ihre Versicherungsbeiträge für die Berufsunfähigkeits­versicherung (BU) nach unten. Diese Senkung der Nettobeiträge wird möglich durch die aktuell hohe Bilanzstärke der Versicherungsgruppe. Der Umfang der Leistungen wird sich dennoch auf einem vergleichbaren Niveau bewegen.
BGH-Urteil unterstützt BU-Versicherte
Bereits im Sommer hatte der BGH im Sinne der Verbraucher entschieden. Im damaligen Verfahren ging es um die Berechnung des Grades einer BU (PDF S.5). Erneut kam es zu einer Klage vor dem BGH, bei der es um die Frage der Gesundheitsprüfung in der BU mit wahrheitsgemäßen Angaben ging. Das Gerichtsurteil (Az.: IV ZR 508/14) dazu ist nun gefallen. Es stellte sich heraus, dass der Versicherungsvertreter den Bogen zur Gesundheitsprüfung in der BU für den Kunden ausfüllte. Dieser machte im Antrag die Angabe, dass der Versicherungs­nehmer keine Arztbesuche in den vergangenen Jahren wahrgenommen hätte. Im Nachhinein stellte sich das als falsch heraus und die Versicherung verweigerte somit die Auszahlung der Leistung.
Der Kunde hatte allerdings im Gespräch mit dem Vertreter stets die Wahrheit gesagt, welche jedoch vom Mitarbeiter so nicht aufgenommen wurde. Aus diesem Grund sah der Bundesgerichtshof (BGH) in diesem Fall keine arglistige Täuschung des Verbrauchers, sondern appellierte an den Vertreter, die mündlichen Angaben stets nach der sogenannten „Auge und Ohr“-Rechtsprechung korrekt zu übernehmen. Da die Fragen zu den Unterlagen nicht leicht zu beantworten sind, ist es um so wichtiger, dass die Antworten von der Versicherung richtig wahrgenommen werden.
Beste Rating-Werte für Tarife der Berufsunfähigkeitsversicherung
Viele Menschen wissen, dass der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung zum wichtigsten Schutz überhaupt zählt, sogar Verbraucherschützer (Ratgeber BU als PDF) bestätigen dies. Trotzdem hält sich gleichzeitig vehement die Ansicht, dass die Versicherer im Falle einer Berufsunfähigkeit sowieso nicht zahlen würden. Außerdem sei die Berufsunfähigkeitsversicherung in vielen Berufen viel zu teuer und kaum einer könne sie sich leisten, so vielfach die Kritik an der BU. Das vor allem Letzteres nicht unbedingt zutreffen muss, bestätigt aktuell die Entscheidung der Versicherungsgesellschaft „Die Bayerische“, die Beiträge um mindestens zehn Prozent zu senken. Sie konnte überdurchschnittlich hohe Reserven anlegen und ist damit in einer finanziell guten Position.
Das bestätigen auch unabhängige Finanzberater, die sich mit der Situation der Gruppe befasst haben. So hat zum Beispiel das neueste Rating von Morgen & Morgen (PDF) einzelne Tarife der BU der Bayerischen mit fünf Sternen – der Höchstwertung – ausgezeichnet. Im Vergleich zeigt sich, dass auch andere Versicherungsgesellschaften hervorragend abschneiden. Von der Aachen Münchener, über die Continentale, Hanse Merkur, Nürnberger, Swiss Life oder Württembergische erhielten zahlreiche Tarife die besten Noten.
Vorteile für Lehrer: 3 Jahre länger versicherungsfähig
Die erfolgreiche Firmenpolitik des Versicherers ‚Die Bayerische‘ kommt über einen verbesserten Service, einen sehr guten Schutz und letztlich über gesenkte Beiträge den Versicherten zu Gute. Interessant könnte das Angebot der Bayerischen für Lehrer sein, denn sie werden besonders angesprochen durch die integrierte ­Dienstunfähigkeitsklausel. Nunmehr sind auch Lehrer in der BU bis zum 65. Lebensjahr versicherungsfähig und nicht mehr nur, wie noch bis Ende Oktober 2017, bis zum 62. Lebensjahr.
Auch für Versicherungsmakler, Bürokaufleute und kaufmännische Angestellte haben sich die Bedingungen der Berufsunfähigkeitsversicherung bei der Bayerischen verbessert. Von Änderungen in den Berufsklassen profitieren auch diese Berufsgruppen mit günstigeren Beiträgen.