Source: https://www.nervenstark.org/erziehungsberatung
Timestamp: 2020-08-12 08:41:23
Document Index: 345231265

Matched Legal Cases: ['§ 28', '§ 28', '§ 8', '§ 36', '§ 36', '§ 11']

Nervenstark! - Erziehungsberatung
Erziehungsberatungsstellen wurden Anfang des 20. Jahrhunderts sowohl durch Jugendämter wie durch Kinder- und Jugendpsychiater initiiert. 1906 wurde in Berlin die erste „Medico-pädagogische Poliklinik für Kinderforschung, Erziehungsberatung und ärztliche Behandlung“ gegründet. Die Bezeichnung „Erziehungsberatungsstelle“ geht auf die in den 1920er Jahren im Roten Wien im Rahmen der Wiener Schulreform geschaffenen kommunalen Einrichtungen zurück.
Die Leistung Erziehungsberatung wird in der Regel von Beratungsstellen erbracht. Diese haben in ihrer Mehrzahl den ausschließlichen Auftrag, Erziehungsberatung zu leisten. Einige Beratungsstellen halten zugleich auch Eheberatung und gegebenenfalls Schwangerschafts(konflikt)beratung vor. Heute bieten manche Beratungsstellen auch ambulante Hilfen zur Erziehung an. Erziehungsberatung kann von einem Dienst nur erbracht werden, wenn dieser über ein multidisziplinäres Fachteam verfügt (§ 28 Satz 2 SGB VIII).
Gründe der Beratung
Streit bei Trennung und Scheidung
Verhältnis zum Jugendamt
Armut und Erziehungsberatung
1) Anne-Marie Kadauke-List (1996): Erziehungsberatungsstellen im Nationalsozialismus. In: Klaus Menne; Hubert Cremer; Andreas Hundsalz (Hg.) (1996): Jahrbuch für Erziehungsberatung. Band 2. Weinheim; München, S. 275–286.
2) Für die weitere Entwicklung seitdem siehe Klaus Menne (2015) Erziehungsberatung als Jugendhilfeleistung. In: Zeitschrift für Kindschaftsrecht und Jugendhilfe, Heft 9–10/2015, 345–357.
3) Die Möglichkeiten dieser Zusammenarbeit sind aufgrund der hohen Zahl von mehr als 50.000 Kindertagesstätten und mehr als 30.000 Schulen begrenzt.
4) Zur Komplexität des Aufgabenfeldes von Erziehungsberatungsstellen siehe: Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke) (2012): Familie und Beratung. Memorandum zur Zukunft der Erziehungsberatung. Fürth.
5) Statistisches Bundesamt (2016): Statistiken der Kinder- und Jugendhilfe. Erzieherische Hilfen, Eingliederungshilfe für seelisch behinderte junge Menschen, junge Volljährige. Erziehungsberatung 2014. Wiesbaden. Tab. 11.2a.
6) Karl-Wilhelm Jans; Günter Happe; Helmut Sauerbier; Udo Maas (1963/2013): Kinder- und Jugendhilferecht. Stuttgart. 3. Auflage, § 28 Rn 34.
7) Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter (BAGLJAe) (2005): Das Fachkräftegebot des Kinder- und Jugendhilfegesetzes. München. http://www.bagljae.de/archiv/empfehlungen-und-arbeitshilfen/index.php.
8) Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke) (2009): Bachelor und Master. Konsequenzen der Hochschulreform für das multidisziplinäre Fachteam der Erziehungsberatung. Fürth, S. 30.
9) Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke) (1999): Qualitätsprodukt Erziehungsberatung. Empfehlungen zu Leistungen, Qualitätsmerkmalen und Kennziffern. Hrsg. durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend als Heft 22 der Reihe: »Qs – Materialien zur Qualitätssicherung in der Kinder- und Jugendhilfe«. Bonn.
10) Dieser Verantwortungszuwachs der Jugendhilfe war nicht mit einer personellen Verstärkung der Beratungsangebote verbunden.
11) In: Matthias Weber; Uli Alberstötter; Herbert Schilling (Hg.) (2013): Beratung von Hochkonflikt-Familien im Kontext des FamFG. Weinheim und Basel, S. 432–450.
12) Statistisches Bundesamt (2015): Statistiken der Kinder- und Jugendhilfe. Erzieherische Hilfen, Eingliederungshilfe für seelisch behinderte junge Menschen, junge Volljährige 2014. Wiesbaden. Tab. 4.1_a.
13) Statistisches Bundesamt (2015): Statistiken der Kinder- und Jugendhilfe.
Gefährdungseinschätzungen nach § 8a Abs. 1 SGB VIIII. 2014. Wiesbaden. Tab. T3, T6.
14) Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke) (2012): Familie und Beratung. Memorandum zur Zukunft der Erziehungsberatung. Fürth, S. 43.
15) Karl-Wilhelm Jans; Günter Happe; Helmut Sauerbier; Udo Maas (1963/2013): Kinder- und Jugendhilferecht. Stuttgart. 3. Auflage, § 36a Rn 26.
16) Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke); Deutsches Institut für Jugendhilfe und Familienrecht (DIJuF) (2012): Zusammenarbeit von Erziehungsberatungsstelle und Jugendamt bei den Hilfen zur Erziehung. In: bke (2015) Fachliche Grundlagen der Beratung. Fürth, S. 243.
17) Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge (DV 2006b): Weiterentwicklung der Hilfeplanung nach § 36 SGB VIII. In: Nachrichtendienst des Deutschen Vereins, Heft 7/2006, S. 352f.
18) Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke) (2006): Erziehungsberatung und Hilfeplanung. In: bke (2015): Fachliche Grundlagen der Beratung. Fürth, S. 284.
19) Donald Buckle; Serge Lebovici (1958): Leitfaden der Erziehungsberatung. Göttingen. 1960, S. 32f.
20) Nach der Nomenklatur des Wissenschaftlichen Beirats Psychotherapie ist zu unterscheiden zwischen „Psychotherapeutischen Verfahren“, die zur Approbation führen, „Psychotherapeutischen Methoden“, die für eingegrenzte Anwendungsbereiche beziehungsweise Adressaten anerkannt sind, und „Psychotherapie-Techniken“, das sind konkrete Vorgehensweisen, mit deren Hilfe die jeweils angestrebten Ziele erreicht werden sollen. Psychotherapeutische Interventionen in der Erziehungsberatung sind in diesem Sinne: Psychotherapie-Techniken (Siehe: Wissenschaftlicher Beirat Psychotherapie (WBP) (2010): Methodenpapier des Wissenschaftlichen Beirats Psychotherapie nach § 11 PsychThG. Version 2.8, S. 4f., http://www.wbpsychotherapie.de/downloads/Methodenpapier28.pdf) (Abgerufen am 8. Mai 2014).
21) Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke); Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) (2008): Psychotherapeutische Kompetenz in der Erziehungs- und Familienberatung. In: bke (2015): Fachliche Grundlagen der Beratung. Fürth, S. 221.
22) Bundesministerium für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit (BMJFFG) (1990): Achter Jugendbericht. Bericht über Bestrebungen und Leistungen der Jugendhilfe. Bonn, S. 136.
23) Felix Berth (2009): »Schlechte Karten von Anfang an«. Auswertung der Bundesstatistik zu HzE. In: Süddeutsche Zeitung. 25. März 2009.
24) Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) (2013): Lebenslagen in Deutschland. Der Vierte Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung. Berlin, S. 75.
25) Statistisches Bundesamt (2016): Statistiken der Kinder- und Jugendhilfe. Erzieherische Hilfen, Eingliederungshilfe für seelisch behinderte junge Menschen, junge Volljährige. Erziehungsberatung 2014. Wiesbaden. Tab. 5_2.a.
26) Statistisches Bundesamt (2016): Statistiken der Kinder- und Jugendhilfe. Erzieherische Hilfen, Eingliederungshilfe für seelisch behinderte junge Menschen, junge Volljährige. Erziehungsberatung 2014. Wiesbaden. Tab. 6.2.
27) Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke) (2012): Familie und Beratung. Memorandum zur Zukunft der Erziehungsberatung. Fürth, S. 11.
28) Hermann Liebenow (2006): Familienbildnerische Beiträge von Erziehungsberatungsstellen. In: Klaus Menne, Andreas Hundsalz (Hg.) (2006): Jahrbuch für Erziehungsberatung. Band 6. Weinheim und München, S. 152.
29) Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke) (2013): Erziehungsberatung in Deutschland. In: Informationen für Erziehungsberatungsstellen, Heft 2/13, S. 38–39.
30) Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) (2013): Bericht über die Lebenssituation junger Menschen und die Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland. 14. Kinder- und Jugendbericht. Drucksache 17/12200. Berlin, S. 306.
31) Die durchschnittliche Dauer der Beratungen ist während des starken Anstiegs der Inanspruchnahme um einen Monat zurückgegangen.
32) Für Abgrenzungen zwischen den Beratungsleistungen im Einzelnen siehe: bke (2014): Die Rechtsgrundlagen der Leistungen von Erziehungsberatungsstellen. In: bke (2015): Fachliche Grundlagen der Beratung, Fürth, S. 478–481.
33) Vgl. Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke) (2012): Schutz der Daten von Kindern und Jugendlichen. In: Informationen für Erziehungsberatungsstellen, Heft 1/2012, S. 14–17.
34) Für einen Mustervertrag siehe: Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke) (2009): Gestaltung von Verträgen über die Leistung Erziehungs- und Familienberatung. In: bke (2009): Rechtsgrundlagen der Beratung. Fürth, S. 192–220.
35) Im Einzelnen siehe: Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke) (2009): Einnahmen von Erziehungsberatungsstellen. In: bke (2009): Rechtsgrundlagen der Beratung. Fürth, S. 223–226.
(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Erziehungsberatung. Abgerufen am 27.03.2020)