Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=MDR%202003,%20330
Timestamp: 2019-03-24 16:20:13
Document Index: 224767541

Matched Legal Cases: ['§ 276', '§ 535', '§ 823', '§ 4', '§ 3', '§ 1', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: MDR 2003, 330 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: OLG Düsseldorf, 10.10.2002
Haftung wegen Rückgabe eines Mietwagens in beschädigtem Zustand; Vertragliche Haftungsbegrenzung für alle fahrlässig verursachten Schäden; Grobe Fahrlässigkeit durch schwerwiegenden Verletzung der verkehrserforderlichen Sorgfalt; Nichtbeachtung dessen, was im gegebenen Fall jedem einleuchten musste, weil einfache, ganz nahe liegende Überlegungen nicht angestellt worden sind; Anscheinsbeweis für Verschulden des Auffahrendem beim Auffahrunfall; Verschulden durch unangepasste Geschwindigkeit oder/und durch allgemeine Unaufmerksamkeit
Verkehrsrecht - Wer in der Nacht rast, rast grob fahrlässig!
Bremsmanöver übersehen - Nachts auf der Autobahn mit 170 km/h auf den Vordermann aufgefahren
BGB § 276 § 535 § 823 Abs. 1
Mietwagen - Dunkelheitsunfall bei 170 km/h auf der Autobahn: grobe Fahrlässigkeit?
LG Mönchengladbach, 27.06.2001 - 3 O 6/00
NZV 2003, 289
ZMR 2003, 29
Bei einem typischen Auffahrunfall, wie er hier unstreitig anzunehmen ist, spricht nach gefestigter Rechtsprechung der Anscheinsbeweis dafür, dass der Auffahrende entweder durch einen ungenügenden Sicherheitsabstand (§ 4 Abs. 1 Satz 1 StVO), durch unangepasste Geschwindigkeit (§ 3 Abs. 1 StVO) und/oder durch allgemeine Unaufmerksamkeit (§ 1 Abs. 2 StVO) den Unfall schuldhaft verursacht hat (BGH NJW-RR 1989, 670 [671]; BGH NJW-RR 1988, 406; OLG Düsseldorf, MDR 2003, 330).
Mit zutreffender Begründung hat das Landgericht das Verhalten des Beklagten weiterhin als objektiv grob fahrlässig eingestuft, da er das nicht beachtet hat, was im gegebenen Fall jedem einleuchten musste, weil einfache, ganz nahe liegende Überlegungen nicht angestellt worden sind (vgl. OLG Düsseldorf, MDR 2003, 330 mit zahlreichen Nachweisen).
Ein Kraftfahrer muss jedoch neben einem ausreichenden Abstand zu den vorausfahrenden Fahrzeugen diese fortwährend sorgfältig und konzentriert beobachten und jederzeit bremsbereit sein (OLG Düsseldorf, Urt.v.10.10.2002, 10 U 184/01, NZV 2003, 289f.).