Source: https://www.frag-einen-anwalt.de/Besitz-kinderpornografischer-Schriften--f16970.html
Timestamp: 2017-12-13 09:36:35
Document Index: 384670230

Matched Legal Cases: ['§184', '§25', '§ 184', '§ 32', '§ 184', '§ 1', '§ 5', '§ 25']

Besitz kinderpornografischer Schriften - frag-einen-anwalt.de
www.frag-einen-anwalt.de Strafrecht Besitz Besitz kinderpornografischer Schriften
| 09.09.2006 21:59 |
auf dem Computer der Groß-WG, in der ich lebe, wurden kinderpornografische Schriften gefunden. Da ich Hauptmieter der Wohnung und Besitzer des PC sowie des Internetanschlusses bin und es mir nicht gelang den "Besitzer" der Dateien zu benennen, wurde ich per Strafbefehl nach §184b zu 85 Tagessätzen Geldstrafe verurteilt. Meine Frage lautet: Findet sich diese Veruteilung in einem Führungszeugnis zur Vorlage bei Behörden nach Belegart 0 wieder? Wenn ja, für wie lange? Findet sich darüber hinaus ein Vermerk nach §25 JarschG?
Besitz Besitz Schriften
Ihre Verurteilung zu einer Geldstrafe von 85 Tagessätzen wegen § 184 b StGB wird nicht in Ihr Führungszeugnis aufgenommen. Das ergibt sich aus § 32 II Nr. 5 a Bundeszentralregistergesetz (BZRG), der zum besseren Verständnis am Ende meiner Ausführungen abgedruckt ist.
Personen, die u.a. wegen einer Straftat nach § 184 b des Strafgesetzbuches rechtskräftig verurteilt worden sind, dürfen Jugendliche nicht beschäftigen sowie im Rahmen eines Rechtsverhältnisses im Sinne des § 1 nicht beaufsichtigen, nicht anweisen, nicht ausbilden, und nicht mit der Beaufsichtigung, Anweisung oder Ausbildung von Jugendlichen beauftragt werden. Eine Verurteilung bleibt außer Betracht, wenn seit dem Tage ihrer Rechtskraft fünf Jahre verstrichen sind.
Gemäß § 5 Abs. 1 Nr. 7 Bundeszentralregistergesetz - BZRG - ist diese Rechtsfolge in das Bundeszentralregister einzutragen und registerrechtlich wegen der gesetzlich gebotenen einheitlichen Behandlung der Eintragung so lange in ein Führungszeugnis aufzunehmen, wie die zugrunde liegende Verurteilung.
Da Ihre Verurteilung jedoch nicht eingetragen wird führt dies dazu, dass die Rechtsfolge nach § 25 JArbSchG in das Führungszeugnis nicht aufzunehmen ist.
Die Rechtsfolge des Beschäftigungsverbots bleibt jedoch weiterhin bestehen.
mit freundlichenl Grüßen
Nachfrage vom Fragesteller	10.09.2006 | 06:41
Vielen Dank für die schnelle und umfassende Antwort. Ich gehe davon aus, dass sich Ihre Aussagen auch auf ein Führungszeugnis nach Belegart 0 beziehen.?
Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.09.2006 | 08:37
"Die Beantwortung der Frage und auch einer Nachfrage geschah umfassend und kompetent innerhalb von Minuten! Vielen Dank. "
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