Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=13.03.2007&Aktenzeichen=XI%20ZR%20383/06
Timestamp: 2020-01-23 02:01:08
Document Index: 10540829

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1204', '§ 1204', '§ 128', '§ 1204', '§ 1204', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 13.03.2007 - XI ZR 383/06 - dejure.org
https://dejure.org/2007,1093
BGH, 13.03.2007 - XI ZR 383/06 (https://dejure.org/2007,1093)
BGH, Entscheidung vom 13.03.2007 - XI ZR 383/06 (https://dejure.org/2007,1093)
BGH, Entscheidung vom 13. März 2007 - XI ZR 383/06 (https://dejure.org/2007,1093)
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BGB §§ 1204, 1273; AGB-Sparkassen (1993) Nr. 21 Abs. 3 Satz 1
BGB §§ 1204, 1273; HGB §§ 128, 161; AGB-Sparkassen (1993) Nr. 21 Abs. 3 Satz 1
Pfandrecht nach Sparkassen-AGB sichert auch Ansprüche wegen Haftung des Kontoinhabers als Komplementär für Schulden der Kommanditgesellschaft
Ansprüche einer Sparkasse gegen eine GmbH wegen Darlehensverbindlichkeiten der GmbH & Co. KG; Sicherung der Ansprüche der Sparkasse gegen die GmbH durch ein Pfandrecht an dem Kontoguthaben der Komplementär-GmbH; Begriff der Geschäftsverbindung
Sicherung von Darlehensverbindlichkeiten der GmbH & Co. KG auch durch AGB-Pfandrecht an Kontoguthaben der Komplementär-GmbH
Erstreckung des Sicherungsumfangs des Pfandrechts einer Sparkasse an Kontoguthaben einer Komplementär-GmbH auf Ansprüche gegen die GmbH, die der Sparkasse wegen Darlehensverbindlichkeiten der GmbH & Co. KG zustehen
Pfandrecht an Kontoguthaben einer Komplementär-GmbH
BGB §§ 1204, 1273; AGB-Spk (1993) Nr. 21 Abs. 3 Satz 1
AGB-SpK Nr. 21 Abs. 3 Satz 1; BGB §§ 1204, 1273
Sicherung von Darlehensverbindlichkeiten gegenüber GmbH & Co. KG auch durch AGB-Pfandrecht an Kontoguthaben der Komplementär-GmbH
AGB-Pfandrechtshaftung der GmbH für Verbindlichkeiten der GmbH & Co. KG
LG Kiel, 27.10.2005 - 12 O 446/04
ZIP 2006, 1196
ZIP 2007, 903
a) Als Geschäftsverbindung wird die tatsächliche Beziehung zwischen dem Kunden und dem Kreditinstitut angesehen, die auf eine unbestimmte Vielzahl von Geschäftsvorfällen angelegt ist (Senat, Urteil vom 13. März 2007 - XI ZR 383/06, WM 2007, 874, 875 Tz. 16, m.w.Nachw.).
Ein Forderungserwerb kann nach der allgemeinen Verkehrsanschauung auch dann der bankmäßigen Geschäftsverbindung zugerechnet werden, wenn eine Bank Ansprüche gegen einen Kunden durch Abtretung erwirbt (Senat, Urteile vom 5. April 2005 - XI ZR 167/04, WM 2005, 1076, 1078 und vom 13. März 2007 - XI ZR 383/06, WM 2007, 874, 875 Tz. 16, jeweils m.w.Nachw.).
Anders liegt es allerdings, wenn die Abtretung rechtsmissbräuchlich zu dem Zweck erfolgt, dem Zedenten Deckung aus den von der Bank nicht voll benötigten Sicherheiten zu verschaffen (BGH, Urteile vom 31. Januar 1983 - II ZR 24/82, WM 1983, 537, 538 und vom 28. April 1987 - VI ZR 1 + 43/86, WM 1987, 834, 835; Senat, Urteil vom 13. März 2007 - XI ZR 383/06, WM 2007, 874, 875 f. Tz. 16).
Als Geschäftsverbindung wird die tatsächliche Beziehung zwischen dem Kunden und dem Kreditinstitut angesehen, die auf eine unbestimmte Vielzahl von Geschäftsvorfällen angelegt ist (BGH ZIP 2007, 905, 906 [BGH 13.03.2007 - XI ZR 383/06] ).
Ein solcher Zusammenhang liegt bereits dann vor, wenn eine Bank Ansprüche gegen einen Kunden durch Abtretung erwirbt (vgl. BGH ZIP 2007, 905, 907 [BGH 13.03.2007 - XI ZR 383/06] m.w.N.).