Source: http://www.deutschestextarchiv.de/book/view/estor_rechtsgelehrsamkeit03_1767?p=1041
Timestamp: 2019-02-20 21:59:52
Document Index: 233083378

Matched Legal Cases: ['§ 74', '§ 87', '§ 59', '§ 60', '§ 7', '§ 12', '§ 74', '§ 87', '§ 7', '§ 12', '§ 2916', '§ 74', '§ 87', '§ 59', '§ 60', '§ 7', '§ 12', '§ 2916', '§ 74', '§ 87', '§ 59', '§ 60', '§ 7', '§ 12']

von den testamenten.
den, Schoepff im cons. 73, n. 18, und cons.
106, vol. VIII, cons. Tub.
Wenn beide eheleute einen lezten willen stif-von der eheleu-
te beiderseiti-
gen gebarun-
ten, und zwar dergestalt: daß sie ihr vermögen
zusammen schlagen, und einander zu erben einse-
zen. Jn dergleichen falle wird nicht sonder grund
des teutschen rechtes dafür gehalten: daß ein erb-
folge-geding vorlige, welches der überlebende ehe-
gatt abzuändern nicht vermöge, Joh. Sam.
Stryk de testam. coniugum reciprocis § 74 fg. s.
449, vol. XI, opp. 1750 fol.; bevorab, da in
Teutschlande die vermutung für das erbfolge-ge-
ding obwaltet, Joh. Frid. Wilh. von Neumann
de heredit. et success. princip. § 87, s. 66, 1752,
4t, welches in den beiderseitigen testamenten aller-
dings anschläget, Joh. Schilter in exerc. ad p.
XXXVIIII, § 59, § 60, Nic. Wolpmann de
vero indole testament. reciproc. § 7, s. 21, Altd.
1746, Joh. Pet. von Ludewig T. I, cons. Hall.
sp. 463, cons. 184, n. 3, und n. 6, Schaum-
burg in annot. ad Struuii lib. II, tit. XX, aph. 3,
Christian Wildvogel de testam. holograph. reci-
proco, cap. 2, § 12, s. 38, Jena 1702. Jm
monate oct. 1764 war aus Gedern folgender
rechtsfall allhir: der schuldheiß Joh. Adam B.
aus U. und dessen eheweib hatten einen lezten wil-
len, und zwar dergestalt gestiftet: daß sie ihr bei-
derseitiges vermögen zusammen geschlagen, und
einander zu erben allso eingesezet hatten, damit
auf den sterbefall des leztlebenden das ganze ver-
mögen unter die benimten erben verteilet werden
sollte. Das eheweib war erst gestorben. Der
überbleibende ehemann machete hirauf einen an-
dern lezten willen, und sezete darin den Johann
von den teſtamenten.
den, Schoepff im conſ. 73, n. 18, und conſ.
106, vol. VIII, conſ. Tub.
Wenn beide eheleute einen lezten willen ſtif-von der eheleu-
te beiderſeiti-
ten, und zwar dergeſtalt: daß ſie ihr vermoͤgen
zuſammen ſchlagen, und einander zu erben einſe-
zen. Jn dergleichen falle wird nicht ſonder grund
des teutſchen rechtes dafuͤr gehalten: daß ein erb-
folge-geding vorlige, welches der uͤberlebende ehe-
gatt abzuaͤndern nicht vermoͤge, Joh. Sam.
Stryk de teſtam. coniugum reciprocis § 74 fg. ſ.
Teutſchlande die vermutung fuͤr das erbfolge-ge-
de heredit. et ſucceſſ. princip. § 87, ſ. 66, 1752,
4t, welches in den beiderſeitigen teſtamenten aller-
dings anſchlaͤget, Joh. Schilter in exerc. ad π.
vero indole teſtament. reciproc. § 7, ſ. 21, Altd.
1746, Joh. Pet. von Ludewig T. I, conſ. Hall.
ſp. 463, conſ. 184, n. 3, und n. 6, Schaum-
Chriſtian Wildvogel de teſtam. holograph. reci-
proco, cap. 2, § 12, ſ. 38, Jena 1702. Jm
rechtsfall allhir: der ſchuldheiß Joh. Adam B.
aus U. und deſſen eheweib hatten einen lezten wil-
len, und zwar dergeſtalt geſtiftet: daß ſie ihr bei-
derſeitiges vermoͤgen zuſammen geſchlagen, und
einander zu erben allſo eingeſezet hatten, damit
auf den ſterbefall des leztlebenden das ganze ver-
moͤgen unter die benimten erben verteilet werden
ſollte. Das eheweib war erſt geſtorben. Der
uͤberbleibende ehemann machete hirauf einen an-
dern lezten willen, und ſezete darin den Johann
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[1017/1041] von den teſtamenten. den, Schoepff im conſ. 73, n. 18, und conſ. 106, vol. VIII, conſ. Tub. § 2916 Wenn beide eheleute einen lezten willen ſtif- ten, und zwar dergeſtalt: daß ſie ihr vermoͤgen zuſammen ſchlagen, und einander zu erben einſe- zen. Jn dergleichen falle wird nicht ſonder grund des teutſchen rechtes dafuͤr gehalten: daß ein erb- folge-geding vorlige, welches der uͤberlebende ehe- gatt abzuaͤndern nicht vermoͤge, Joh. Sam. Stryk de teſtam. coniugum reciprocis § 74 fg. ſ. 449, vol. XI, opp. 1750 fol.; bevorab, da in Teutſchlande die vermutung fuͤr das erbfolge-ge- ding obwaltet, Joh. Frid. Wilh. von Neumann de heredit. et ſucceſſ. princip. § 87, ſ. 66, 1752, 4t, welches in den beiderſeitigen teſtamenten aller- dings anſchlaͤget, Joh. Schilter in exerc. ad π. XXXVIIII, § 59, § 60, Nic. Wolpmann de vero indole teſtament. reciproc. § 7, ſ. 21, Altd. 1746, Joh. Pet. von Ludewig T. I, conſ. Hall. ſp. 463, conſ. 184, n. 3, und n. 6, Schaum- burg in annot. ad Struuii lib. II, tit. XX, aph. 3, Chriſtian Wildvogel de teſtam. holograph. reci- proco, cap. 2, § 12, ſ. 38, Jena 1702. Jm monate oct. 1764 war aus Gedern folgender rechtsfall allhir: der ſchuldheiß Joh. Adam B. aus U. und deſſen eheweib hatten einen lezten wil- len, und zwar dergeſtalt geſtiftet: daß ſie ihr bei- derſeitiges vermoͤgen zuſammen geſchlagen, und einander zu erben allſo eingeſezet hatten, damit auf den ſterbefall des leztlebenden das ganze ver- moͤgen unter die benimten erben verteilet werden ſollte. Das eheweib war erſt geſtorben. Der uͤberbleibende ehemann machete hirauf einen an- dern lezten willen, und ſezete darin den Johann B. von der eheleu- te beiderſeiti- gen gebarun- gen. S s s 5
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Zitationshilfe: Estor, Johann Georg: Der Teutschen rechtsgelahrheit. Bd. 3. Frankfurt (Main), 1767, S. 1017. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/estor_rechtsgelehrsamkeit03_1767/1041>, abgerufen am 20.02.2019.