Source: https://www.vereinswelt.de/gruendung-eines-vereins
Timestamp: 2020-04-01 10:47:22
Document Index: 387198442

Matched Legal Cases: ['§ 21', '§ 26', '§ 24', '§ 38', '§ 65', '§ 21']

Gründung eines Vereins - Vereinswelt.de
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Durch die Bündelung von individuellem Know-how und Fähigkeiten aller Vereinsmitglieder entsteht eine schlagkräftige Interessenvertretung, die die Ziele des Vereins vorantreibt und nachdrücklich verfolgt. Die gesetzliche Grundlage für das Vereinswesen bildet das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) in den § 21 bis 79. Diese Gesetzesabschnitte können aus diesem Grund als Vereinsgesetz bezeichnet werden.
Soll der Verein in das Vereinsregister eingetragen werden, muss die Satzung allerdings von mindestens 7 Gründungsmitgliedern unterschrieben werden. Für die Gründung eines nicht rechtsfähigen Vereins genügen dagegen auch 2 Mitglieder.
Wird bei der Gründung eines rechtsfähigen Vereins die Mindestzahl von 7 Mitgliedern nicht erreicht, kann die Anmeldung des Vereins zur Eintragung ins Vereinsregister zunächst nicht erfolgen. Das ist erst dann möglich, wenn weitere Mitglieder aufgenommen wurden, sodass die Satzung schließlich von 7 Mitgliedern unterzeichnet werden kann.
Achtung: Gründungsmitgliedern können in der Satzung Sonderrechte eingeräumt werden.
Dabei sollte auch sollte darauf geachtet werden, dass keine Namens- oder Persönlichkeitsrechte verletzt werden. Außerdem sollte ein Gründungsjahr aus nostalgischen Gründen nicht nach hinten gesetzt werden, da dies irreführen würde. Ein Verein der 2019 gegründet wurde, dürfte aus diesem Grund nicht im Vereinsnamen das Jahr 1919 e. V. tragen.
Tipp: Beim zuständigen Amtsgericht werden vorgefertigte Anmeldeformular vorgehalten. Diese haben den Vorteil, dass alle notwendigen Angaben abgefragt werden. Die Benutzung der Formulare ist nicht zwingend vorgeschrieben, erleichtert es jedoch, den Verein rechtskonform einzutragen.
Die Registrierung und Anmeldung im Vereinsregister muss vom gewählten Vorstand vorgenommen werden. Der § 26 BGB verdeutlicht, dass „der Vorstand den Verein gerichtlich und außergerichtlich vertritt; er hat die Stellung eines gesetzlichen Vertreters.“ Dies bedeutet, dass ausschließlich der geschäftsführende Vorstand im Vereinsregister eingetragen wird und in diesem Fall die rechtliche Vertretungsvollmacht des Vereins übernimmt. Alternativ zur persönlichen Eintragung durch den Vorstand des Vereins ist es ebenfalls möglich, einen Notar zu beauftragen, die Eintragungen im Vereinsregister vorzunehmen. Dieser wird nach der Beglaubigung der Unterschrift des Vorstands im nächsten Schritt per Vollmacht die Instabulation im Vereinsregister vornehmen.
Paragraf BGB
Vereinssitz (BGB § 24) „Als Sitz eines Vereins gilt, wenn nicht ein anderes bestimmt ist, der Ort, an welchem die Verwaltung geführt wird.“
(BGB § 38) Die Mitgliedschaft ist nicht übertragbar und nicht vererblich. Die Ausübung der Mitgliedschaftsrechte kann nicht einem anderen überlassen werden.
Namenszusatz „eingetragener Verein
(BGB § 65) „Mit der Eintragung erhält der Name des Vereins den Zusatz „eingetragener Verein“.
Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) kann in den § 21 bis 79 als Vereinsgesetz oder Vereinsrecht BGB bezeichnet werden. Die gesetzlichen Vorschriften geben unter anderem Hinweise dazu, wie man einen nicht eingetragenen Verein gründen kann. Hierfür sind mindestens 2 Vereinsmitglieder notwendig, weitere Vorgaben oder Auflagen werden vom Gesetzgeber nicht vorgegeben. Mit einer erfolgreichen Mitgliederversammlung gilt der Verein als gegründet. Der größte Unterschied zu einem eingetragenen Verein ist die Haftungspflicht der Mitglieder. Diese haften vollumfänglich und bei Bedarf sogar mit ihrem persönlichen Eigentum.
Ein eingetragener Verein, der grundsätzlich durch die Abkürzung e. V. im Vereinsnamen kenntlich gemacht wird, hat nennenswerte Vorteile. Die Mitglieder haften nicht mit eigenem Kapital für den Verein. Gleichzeitig kann der Verein nur mit dem Vereinsvermögen bei Schäden oder Streitfällen einstehen. Eine Ausnahme bildet grob fahrlässiges Verhalten eines Vorstandsmitglieds. Die Kosten und der bürokratische Aufwand für die Eintragung eines eingetragenen Vereins sind gleichzeitig überschaubar. Ein Verein hat die Möglichkeit, eigene Vermögenswerte aufzubauen und profitiert von umfangreichen Steuervorteilen. Durch die Eintragung ins Vereinsregister wird ihm Rechtsfähigkeit bescheinigt. Dies unterstützt Vereine bei Rechtsstreitigkeiten, da der Vorstand als Vertreter des Vereins befugt ist, weitreichende Entscheidungen zu treffen, ohne im Vorfeld Einigkeit mit allen Vereinsmitgliedern zu erzielen.