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Timestamp: 2019-10-16 16:36:22
Document Index: 355677850

Matched Legal Cases: ['§ 126', 'BGH', '§ 653', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 652', '§ 8', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 652']

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Wer für die Suche nach einer Wohnung oder einer Immobilie einen Makler beauftragt, spart sich dadurch oft viel Zeit – Vermieter und Hausverkäufer zudem einiges an bürokratischem Aufwand. Der Service hat jedoch seinen Preis: Wer wie viel zahlt, klärt dieser Beitrag.
Muss ich den Makler zahlen? Bei einer Mietwohnung entrichtet immer der Auftraggeber die Maklerprovision – beim Hauskauf kommt’s auf die individuelle Vereinbarung an. Foto: VadimGuzhva / fotolia.com
Makler können ihren Kunden viel Arbeit abnehmen – das kostet jedoch. Viele Immobiliensuchende und -bietende fragen sich dabei, wie hoch die Maklerprovision überhaupt sein darf und wer sie zahlen muss. Dabei gibt es bei der Maklerprovision feste Regeln und Richtlinien, die sich danach richten, ob es sich bei dem Auftrag an den Makler um eine Mietwohnung oder ein Kaufobjekt handelt. Generell gilt: Die Maklerprovision wird erst fällig, wenn der Makler den Auftrag erfolgreich abgeschlossen hat – bevor also kein Kauf- oder Mietvertrag unterschrieben ist, muss niemand zahlen.
Maklerprovision – das Wichtigste in Kürze
Das Maklerhonorar ist ein Erfolgshonorar – erfüllt der Makler also seine Dienstleistung und es kommt ein Miet- oder Kaufvertrag zustande, steht ihm Provision zu.
Bei Mietwohnungen gilt das Bestellerprinzip: Es muss derjenige den Makler bezahlen, der ihn beauftragt hat. In der Regel ist das der Vermieter.
Wie viel Provision der Makler von einem Vermieter verlangen darf, ist nicht gesetzlich festgeschrieben. Meist sind es aber zwei Nettokaltmieten plus Mehrwertsteuer.
Sollte der Mieter den Makler beauftragt haben, gibt es in Bezug auf die Provision klare Grenzen: Nach dem Wohnraumvermittlungsgesetz darf sie zwei Nettokaltmieten plus Mehrwertsteuer nicht überschreiten.
Bei Kaufimmobilien ist die Höhe der Courtage verhandelbar. Meist gilt aber die sogenannte ortsübliche Courtage, die je nach Region zwischen drei und sieben Prozent des Kaufpreises beträgt.
Wer bei Kaufimmobilien den Makler bezahlt, ist von Region zu Region unterschiedlich. Meist ist es der Käufer, es kann aber auch der Verkäufer sein oder beide Teilen sich die Provision.
Für die Vermietung von Wohnraum gilt seit 2015 das Bestellerprinzip. Das bedeutet: Wer den Makler bestellt, bezahlt ihn auch. Beauftragt der Vermieter den Makler mit der Vermittlung einer Wohnung, muss er ihn auch bezahlen. Reagiert ein Mieter auf ein Angebot des Maklers, so muss er diesem dafür nichts zahlen. Dann darf der Vermieter die Maklercourtage auch nicht hinterher vom Mieter zurückfordern, oder anderweitig auf ihn umlegen.
Maklerprovision durch überhöhte Ablösezahlungen vom Mieter zurückholen – geht das?
Manche Mieter fürchten, dass Vermieter sich die Maklerprovision durch überhöhte Ablösezahlungen, zum Beispiel für eine alte Einbauküche, von ihnen zurückholen. Doch so einfach geht das nicht: Das Wohnraumvermittlungsgesetz legt fest, dass „Entgeltvereinbarungen“ unwirksam sind, wenn sie in „auffälligem Missverhältnis zum Wert der Einrichtung“ stehen. Die Rechtsprechung nimmt ein krasses Missverhältnis an, wenn die Ablöse mehr als 50 Prozent über dem tatsächlichen Wert des Einrichtungsgegenstandes liegt.
Wann Vermieter oder Mieter einen Maklervertrag abschließen, ist ebenfalls genau geregelt: Eine mündliche oder telefonische Anfrage reicht nicht aus, der Vertrag an den Makler bedarf der Textform (§ 126 BGB). Das kann recht formlos sein – als Brief, E-Mail, SMS oder Fax.
Provisionshöhe: Für Mieter gibt es klare Grenzen
Die maximale Höhe der Provision ist für den Mieter klar begrenzt: Laut Wohnraumvermittlungsgesetz darf sie nicht mehr als zwei Nettokaltmieten zuzüglich Mehrwertsteuer betragen. Der Fachanwalt für Miet- und Wohneigentumsrecht in Berlin, Friedrich Wilhelm Lohmann ergänzt: „Wenn hingegen der Vermieter den Auftrag gibt, ist die Provisionshöhe prinzipiell frei verhandelbar“ Der Mieter zahlt in diesem Fall nichts.
Makler gezahlt, aber nicht bestellt? Seit dem 1. Juni 2015 gilt das Bestellerprinzip: Wer ab diesem Zeitpunkt zu Unrecht eine Maklerprovision gezahlt hat, hat drei Jahre Zeit, die Provision wieder zurückfordern.
Beim Hauskauf gilt: Auch durch schlüssiges Verhalten kann ein Interessent zum Zahlen der Maklerprovision verpflichtet werden, sobald ein Kaufvertrag zustande kommt. Foto: iStock / andresr
Beim Immobilienkauf und –verkauf sowie der Vermietung von Gewerbeimmobilien gilt das Bestellerprinzip nicht: Wer den Makler zahlt, richtet sich laut Lohmann nach der individuellen Vereinbarung zwischen Makler und Auftraggeber. Der Auftraggeber – je nach Situation Immobiliensuchender oder Verkäufer – handelt mit dem Makler die Provisionshöhe aus und legt fest, wie diese nach Abschluss des Kaufvertrages zwischen Käufer und Verkäufer verteilt werden soll. Die Verteilung der Provision unterscheidet sich dabei je nach Bundesland: In manchen Ländern teilen sich Käufer und Verkäufer die Maklergebühr, in anderen trägt der Käufer die Kosten alleine.
Provisionshöhe: Beim Verkauf wie regional üblich, aber nicht in Stein gemeißelt
Wie hoch die Maklerprovision sein darf, ist gesetzlich nicht genau festgelegt. Beim Immobilienverkauf gilt jedoch der Rahmen des Üblichen: Meist wird ein fester prozentualer Anteil des tatsächlichen Kaufpreises vereinbart, der je nach Bundesland und Region zwischen drei und sieben Prozent liegt, zuzüglich Mehrwertsteuer. An diesem vor Ort üblichen Prozentanteil sollte sich die Höhe der Maklerprovision auch orientieren. So urteilte der Bundesgerichtshof, dass die Provision nicht rund 11,5 Prozent des Kaufpreises betragen darf, wenn in der Region sieben Prozent gängig sind (BGH, Az.: I ZR 5/15).
Der Rechtsexperte Lohmann erklärt zudem: „Vor Abschluss des Kaufvertrages kann die Provisionshöhe nachverhandelt werden.“ So können Käufer und Verkäufer mit dem Makler nochmals über die Provisionshöhe reden, oder die Kosten untereinander anders verteilen. Nach Abschluss des Kaufvertrages sei dies jedoch nicht mehr möglich, so Lohmann.
Bei der Vermietung von Gewerbeimmobilien ist die Höhe der Provision grundsätzlich frei verhandelbar. Hier ist maßgeblich, was individuell vereinbart wurde. Darum sollten die Parteien möglichst jegliche Unklarheiten darüber, ob und wer die Provision zahlt, vor Abschluss des Mietvertrages beseitigen.
Ein Maklervertrag kann auch durch schlüssiges Verhalten zustande kommen
Ein Vertrag mit dem Makler muss nicht immer schriftlich zustande kommen – Käufer oder Verkäufer und Makler können ihn auch stillschweigend miteinander vereinbaren (§ 653 BGB). Das geschieht dann durch konkludentes, also schlüssiges Verhalten. Lohmann nennt ein Beispiel: „Der Kaufinteressent erhält vom Makler ein Exposé, in dem steht, dass bei erfolgreicher Vermittlung eine Provision fällig wird, die Höhe ist angegeben: Wenn der Kaufinteressent dann nicht widerspricht, sondern einen Besichtigungstermin vereinbart, zählt das als konkludent – und die Bedingungen sind akzeptiert.“
Kaufinteressenten oder Immobilienverkäufer müssen jedoch nicht prinzipiell davon ausgehen, dass dem Makler eine Provision zusteht – zuerst besteht die Pflicht des Maklers, sie darauf hinzuweisen. Einige Beispiele aus der Rechtspraxis:
In einer Internetanzeige steht direkt unter der Angabe der Vermarktungsart (Verkauf) der Hinweis „Provision: 7,14%“. Hier muss der Kaufinteressent davon ausgehen, dass er eine Provision zahlen muss (BGH, Az.: III ZR 62/11).
Ein Kaufinteressent liest ein Zeitungsinserat und kontaktiert den Makler mit dem Wunsch, ihm das Exposé der Immobilie zuzusenden. Darin enthalten ist eine Klausel, wonach bei Vertragsabschluss sechs Prozent des Kaufpreises als Provision fällig werden. Das reicht als Provisionshinweis (BGH, Az.: III ZR 57/06).
Ein Kaufinteressent wendet sich an einen Makler, der mit „Angeboten“ für Immobilien wirbt und besichtigt mit diesem eine Immobilie. Das reicht noch nicht für einen schlüssigen Vertragsschluss aus (BGH, Az.: Iva ZR 12/82).
Als Faustregel gilt also: Macht der Makler sein Verlangen nach einer Provision deutlich und der Käufer oder Verkäufer widerspricht nicht, sondern agiert weiter, gilt der Makler als beauftragt.
Vermietung oder Verkauf: Wann die Maklerprovision fällig ist
Egal ob Mietwohnung oder Hauskauf: Nur wenn der Makler die Immobilie erfolgreich vermittelt, wird die Provision auch fällig. Foto: Andrei Korzhyts / fotolia.com
Egal wer der Auftraggeber des Maklers ist: Die Maklerprovision wird erst dann fällig, wenn der Makler seinen Auftrag erfolgreich abgeschlossen hat – also wenn der Kauf-, Pacht- oder Mietvertrag unter Dach und Fach ist (§ 652 BGB). Zudem muss die Tätigkeit des Maklers ursächlich für das Zustandekommen des Vertrages gewesen sein. Rechtsexperte Lohmann erklärt: „Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn der Kaufinteressent über den Makler von dem Objekt erfährt, oder wenn die Vertragsverhandlungen über den Makler laufen.“ Auch wenn der Makler sein Wissen an den Käufer oder Verkäufer weitergebe, könne dies je nach Situation ausschlaggebend sein. Findet der Auftraggeber jedoch selbst einen Käufer oder ein Haus, einen Mieter oder eine Wohnung, ohne dass der Makler dazu beigetragen hat, muss er ihm dafür keine Provision zahlen.
Aber: Begeht der Makler einen gravierenden Fehler, kann das dazu führen, dass der Auftraggeber ihm keine Provision zahlen muss – trotz erfolgreicher Vermittlung. Das kann zum Beispiel passieren, wenn ein Maklervertrag online in die Wege geleitet wird und der Auftraggeber keine Widerrufsbelehrung erhält.
Keine Angaben zur Provision, keine Widerrufsbelehrung, falsche Angaben – wegen welcher Fehler die Maklerprovision hinfällig werden kann, erfahren Sie in diesem Artikel.
Gerade bei Immobiliensuchenden wirft das Widerrufsrecht oft Fragen auf. Diese fünf Fakten zum Widerrufsrecht schaffen Klarheit.
Maklerprovision: Wer zahlt, kann Kosten oft von der Steuer absetzen
Wer einen Makler beauftragt, kann sich die Kosten für die Provision in manchen Fällen zumindest zum Teil vom Fiskus zurückholen. So können Vermieter die Kosten für den Makler, sowie viele weitere Ausgaben rund um die Mietwohnung als einkommensminderndvon der Steuer absetzen. Mieter, die aus beruflichen Gründen in eine andere Stadt ziehen, können die Maklerprovision, Reise- und Transportkosten sowie weitere Ausgaben für den Umzug als Werbungskosten geltend machen.
Auch wenn nicht jeder Auftraggeber Steuern sparen kann, können sie sich zumindest viel Zeit, Stress und Aufwand sparen, den sie sonst mit dem Durchforsten von Anzeigen oder Vereinbaren von Besichtigungsterminen verbringen müssten. Gerade beim Hauskauf kann es sich zudem lohnen, einen Experten an der Seite zu haben, der sich auf dem Immobilienmarkt vor Ort auskennt.
Martin am 14.10.2019 11:30
wenn ich als Mieter auf Grund des aktuellen Wohnungsmarkts einen Makler beauftrage eine Wohnung für mich zu suchen und zu finden zahle ich als Auftraggeber die 2 Monatskaltmieten zzgl. Mehrwertsteuer als Provision an den Makler.
Wenn er diese Wohnung eigens für mich erst akquiriert ok, dann muss und kann ich damit auch leben.
Aber was ist wenn er diese Wohnung schon im Bestand hat und von einem Vermieter beauftragt wurde? Kann der Makler dann Provision vom Vermieter UND von mir verlangen?
Und wie kann ich sicher gehen, dass mir keine "Bestandswohnung" angeboten wird und ich die Provision zahle und der eigentlich beauftragende Vermieter nicht?
Für uns ist finanziell eine Maklerprovision nämlich kaum aufbringbar, jedoch ist unsere Wohnung viiieeel zu klein und der Wohnungsmarkt bekannter Weise so schlecht, dass man als junge Familie kaum bezahlbare Wohnungen findet. Von daher möchte ich, wenn ich schon überzogenen Mieten irgendwie bezahlen muss, nicht auch noch "unnötig" vom Makler abkassiert werden.
Immowelt-Redaktion am 15.10.2019 08:10
seit Einführung des Bestellerprinzips müssen Mieter nur dann eine Provision zahlen, wenn Sie den Makler beauftragt haben und der Makler quasi exklusiv die Wohnung für seinen Kunden sucht. Hat er die Wohnung bereits in seinem Bestand, so wird keine Provision fällig; der Makler darf dann nur vom Eigentümer eine Provision verlangen.
Anna am 13.08.2019 09:36
ich gebe Seminare für Menschen zum Thema Wohnen (Von Wohnungssuche bis zum Thema Nebenkostenabrechnung). Unter anderem erkläre ich, dass der Mieter keine Provision mehr zahlen muss - so wie Sie es auch in ihrem Artikel beschreiben. Eine Teilnehmerin berichtete, dass sie letztens eine Wohnungsbesichtigung hatte und der Makler der (potentiellen) Mieterin mitteilte, dass sie im Fall eines Vertragsabschlusses die Provision zu zahlen habe. Die Person fiel damit als potentieller Mieter raus, weil die Provisionszahlung nicht leistbar für sie ist. Die Frage der Person im Seminar war nun, ob man etwas dagegen machen kann, wenn die Kosten für Provision doch auf den Mieter abgewälzt werden sollen. Kann oder sollte man das irgendwo melden - da es gesetzlich ja klar geregelt ist und somit rechtswiedrig? Da der Wohnungsmarkt so eng ist, gibt es bestimmt auch Leute, die am Ende bereit sind Provisionen zu zahlen, um an eine Wohnung zu kommen. Wie kann man dem vorbeugen? Vielen Dank für eine Antwort. Herzliche Grüße.
Immowelt-Redaktion am 13.08.2019 10:11
vielen Dank für Ihren Kommentar. Zunächst sei darauf hingewiesen, dass es auch nach aktuellem Recht noch Fälle geben kann, in denen der Mieter den Makler bezahlen muss und zwar dann, wenn er ihn selbst beauftragt und der Makler dann nur aus diesem Grund für ihn eine Wohnung findet. Verlangt aber ein Makler, der vom Vermieter beauftragt wurde, vom Mieter eine Provision ist das natürlich, wie Sie schon schreiben, unzulässig. Mehr noch: Es stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, die gemäß § 8 Absatz 2 des Wohnungsvermittlungsgesetzes mit einer Geldbuße von bis zu 25.000 Euro geahndet werden kann. Verlangt ein Makler dennoch ungerechtfertigt die Provision und zahlt ein Mieter diese, kann er sie später zurückverlangen. Er kann die Ordnungswidrigkeit darüber hinaus dem Gewerbeaufsichtsamt vor Ort oder des Landkreises melden. Sollte es aufgrund der Provisionsforderung darüber hinaus zu rechtlichen Auseinandersetzungen mit dem Makler oder dem Vermieter kommen, raten wir Mietern, sich vom örtlichen Mieterverein oder direkt von einem Fachanwalt beraten zu lassen.
Sasha am 13.07.2019 19:30
ich bin am Kauf eines Hauses interessiert welches sich in Niedersachsen befindet. Hier ist es üblich, dass die Maklerprovision zwischen dem Käufer und Verkäufer geteilt wird. Der Makler jedoch hat seinen Sitz in Hamburg. In Hamburg zahlt der Käufer die gesamte Provision.
Richtet sich die Höhe der Provision nach dem Standort der Immobilie, oder nach dem Standort des Maklers?
Im Voraus, herzlichen Dank für Ihre Antwort
Immowelt-Redaktion am 15.07.2019 11:43
es gibt bei Verkaufsvorgängen keine einheitliche gesetzliche Regelung zur Höhe der Makelrprovision und zur Frage, wer sie zahlt. Grundsätzlich kann ein Makler auch Provisionsvereinbarungen einführen, die vom Üblichen vor Ort abweichen. Die Grenze ist dann überschritten, wenn sich die Provision der Höhe nach in den Bereich des Wuchers bewegen würde. Ansonsten unterliegen Regelungen zur Höhe der Provision der Vertragsfreiheit.
Parisa am 02.06.2019 10:03
ich habe durch einen Makler ein Haus besichtigt, der Gesamtpreis war für mich jedoch zu hoch und ich habe dem Makler mitgeteilt nicht mehr interessiert zu sein.
Nun hat der Verkäufer den Preis gesenkt und das Haus auf einer anderen Plattform unabhängig vom Makler inseriert (den Maklervertrag hat er aufgehoben).
Hat der Makler dennoch Anspruch auf seine Maklerprovision, da er den Erstkontakt hergestellt hatte?
Immowelt-Redaktion am 03.06.2019 11:20
wenn Sie nur durch den Makler Kenntnis davon hatten, dass das Haus überhaupt verkauft wird, könnte auch in einem solchen Fall eine Provisionspflicht entstehen. Abschließend beurteilen können wir das allerdings aus der Ferne nicht, weil wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Wir würden Ihnen daher empfehlen, sich im Streitfall von einem Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einem Fachanwalt beraten zu lassen.
Sieglinde Müller am 27.05.2019 16:09
ich hatte vor 2 Wochen einen Termin mit dem Vermieter einer Ladenfläche. Dabei haben wir alles besprochen, was Miete usw. betrifft. Die Fläche wurde auch angeschaut und somit war diese auch bekannt. Ich bat den Vermieter um 2 Wochen Bedenktzeit, da ich mit meiner jetzigen Vermieterin noch sprechen musste. Nun hat der Vermieter in der Zwischenzeit eine Immobolienmaklerin eingeschaltet, welche das Objekt vermieten soll. Diese würde für die Vermietung allerdings 2 Kaltmieten als Provision verlangen von mir. Alle relevaten Daten zum Objekt habe ich jedoch vom Vermieter bekommen im Vorfeld, von der Maklerin bekomme ich jetzt nur noch einen Grundriss. Ist es dann korrekt, dass wir da eine Provision zahlen müssen?
Immowelt-Redaktion am 28.05.2019 08:43
grundsätzlich gilt, dass die Tätigkeit des Maklers ursächlich für das Zustandekommen des Vertrages gewesen sein muss, damit er eine Provision verlangen darf. Was Sie schildern, ist sicherlich ein Grenzfall. Bitte haben Sie aber Verständnis, dass wir ihn nicht abschließend beurteilen können, auch weil wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Wir würden Ihnen daher empfehlen, sich von einem Fachanwalt beraten zu lassen.
Privata85 am 02.04.2019 21:03
Wir haben vor kurzem eine Immobilie gekauft. Von dieser haben wir über Nachbarn erfahren und uns dann mit dem Makler in Kontakt gesetzt. Die Differenz unseres Angebotes zum Kaufpreis lag bei fast 25% und das wurde vom Verkäufer nicht akzeptiert. Daraufhin hatten wir das Interesse verloren und der Makler hat die Immobilie abgestoßen. Nach ein paar Wochen war die Immobilie wieder im Netz über einen anderen Makler. Der Preis war sehr gesunken aber noch nicht in unserer Preisklasse. Beim ersten Makler haben wir einen Vertrag unterschrieben als wir die Besichtigung gemacht haben. Dies geschah nicht beim 2. Makler wobei wir da auch keine weitere besichtigung gemacht haben. Hier kam es wieder nicht zum Abschluss. Die Wohnung war aus dem Netz und wir haben uns nach ein paar Wochen direkt an den Verkäufer gewendet. Hierbei wurde wieder ein anderer Makler mit ins Boot geholt, den wir aber nicht bezahlen wollten. Dieser wurde laut Aussage Verkäufer dann teils vom Verkäufer bezahlt. Wir hatten somit die Immobilie gekauft. Für den damals angebotenen Preis aber diesmal ohne Makler, unsererseits. Zwischen der ersten besichtigung und dem abachluss liegen also mehrere Monate.
Nun hat sich der erste Makler gemeldet und uns eine Rechnung geschickt in welcher er seine Provision haben möchte.
Vom Verkäufer selber wurden wir nicht nochmals auf den ersten Makler hingewiesen obwohl wir klipp und klar gesagt haben, dass wir keinen Makler bezahlen werden und mit Makler der Deal platzt.
Der erste Makler wurde auch nicht vom Verkäufer "abgestoßen", sondern hat von sich aus die Wohnung nicht mehr verkaufen wollen.
Kann ein Makler der eine Wohnung nicht mehr verkaufen wollte im Nachhinein Geld fordern für eine Besichtigung und ein expose was er uns ausgehändigt hat?
Immowelt-Redaktion am 03.04.2019 10:06
unter Umständen kann auch in einem solchen Fall eine Provisionspflicht entstehen. Wir können und dürfen das aus der Ferne aber nicht abschließend beurteilen, weil wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall würden wir Ihnen dazu raten, sich von einem Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einem Fachanwalt rechtlich beraten zu lassen.
Silvia am 01.04.2019 11:17
Meine Mieter wollen ihr Mietverhältnis frühzeitig beenden und haben mit einen Nachmieter vorgestellt. Mit dem bin ich grundsätzlich einverstanden. Jetzt möchte ich einen Makler einschalten, der den Rest abwickelt: Mieter prüfen, Mietvertrag abschliessen und die Übergabe regeln. Somit entfallen Anzeigen, Besichtigungen. Bitte mit welcher Provisionshöhe ist zu rechnen - oder bleibt es dennoch bei den üblichen 2 Kaltmieten?
Sena am 20.08.2019 00:03
Ist die Wohnung noch zu haben ???
Und wo wäre die Wohnung?
Immowelt-Redaktion am 01.04.2019 12:51
vielen Dank für Ihren Kommentar. Das ist in diesem Fall reine Verhandlungssache. Sie können sich also theoretisch auf eine niedrigere Provision einigen, müssen aber nicht.
c.g.weber@t-online.de am 27.03.2019 17:36
Wir haben über einen Makler ein Wochenendgrundstück verkauft.
Im Expose steht hinter dem Kaufpreis die Ergänzung zzgl.Käufer-
provission. Wer muß dies bezahlen,wir die den Makler beauftragt
haben oder der Käufer ?
Immowelt-Redaktion am 28.03.2019 10:53
Hallo c.g.weber,
bei Kaufgeschäften gibt es derzeit keine gesetzliche Regelung, wer die Provision zu zahlen hat. Es gilt das, was vereinbart wurde, sofern nicht die Grenze einer sittenwidrigen Preisüberhöhung überschritten wurde. Wir kennen die genaue Formulierung im Exposé bzw. Maklervertrag nicht und können Ihren Fall deshalb nicht abschließend beurteilen. Das Wort "Käuferprovision" bedeutet aber, dass der Käufer die Provision zu zahlen hat.
IJ am 21.03.2019 09:19
Guten Tag Redaktionsteam,
mein Anliegen ist folgendes: ich habe mein Haus über einen Makler verkaufen lassen. Bevor wir den Maklervertrag ausgehandelt haben, wurde mündlich eine Vereinbarung getroffen: dass die Maklerprovision nur beim Erfolgreichem Verkauf zu entrichten ist (das wurde schriftlich festgehalten), erst aber wenn der Kaufpreis (Erlös) vom Käufer überwiesen wurde ( dieser Teil wurde mündlich abgemacht). Der Makler hält sich nicht an die mündliche Vereinbarung, und war schon beim Notar nervös. Sie haben mir vorgeschlagen, dass der Käufer meinen Anteil der Provision auch bezahlt, was ich abgelehnt habe. Meine Frage ist: was habe ich für Nachteile, wenn der Käufer auch meinen Teil der Provision bezahlt und ist das überhaupt gesetzlich richtig, darf er das machen? Welchen Wert hat überhaupt eine mündliche Vereinbarung zwischen Käufer und Makler wenn keine Zeugen dabei waren?
Ich habe auf jeden Fall vor die Rechnung zu bezahlen, wenn der Erlös erfolgreich auf mein Konto überwiesen wurde. Aber der Makler traut mir in der Sache nicht und möchte eine Sicherheit.
Immowelt-Redaktion am 21.03.2019 10:07
wer die Maklerprovision beim Verkauf einer Immobilie zahlt, ist gesetzlich aktuell nicht geregelt und somit Verhandlungssache. Sowohl Käufer als auch Verkäufer können also die Provision zahlen, wobei das natürlich jeweils so vereinbart sein muss. Eine mündliche Vereinbarung ist prinzipiell zwar wirksam, aber natürlich ist im Streitfall die Beweisführung oft schwierig. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen und Ihren Fall aus der Ferne daher nicht abschließend beurteilen können. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Fachanwalt.
Claudi86 am 04.03.2019 18:17
Ich hab eine Mietwohnung, die über eine Maklerin lief.
Hab die Wohnung im Internet gesehen und hab dann dort gleich angerufen, da es sich um eine Maklerin handelte wusste ich bis dahin nicht, bis sie mir dann die Wohnung gezeigt hat!
Am Ende der Besichtigung lies sich mich einen Zettel unterschreiben wo drin steht das ich die Maklergebühr zahlen müssen, weil sie das so mit dem Vermieter ausgemacht habe.
Bis dahin hab ich nicht mitbekommen das sich das Gesetz geändert hat. Nun stellte sich heraus das ich das ja nicht zahlen muss.
Jetzt stellt sich der Vermieter quer, weil er das nicht zahlen will und die Maklerin will jetzt von mir die Maklergebühr.
Immowelt-Redaktion am 05.03.2019 09:35
der Makler darf laut Wohnungsvermittlungsgesetz kein Entgelt vom Mieter fordern, wenn er vom Vermieter beauftragt wurde (§ 2 Absatz 1a). Das ist gesetzlich also klar geregelt und daran ändert auch ein unterschriebener Zettel nichts. Wenn Sie den Makler also nicht explizit mit der Suche nach einer Wohnung für Sie beauftragt haben, wird auch keine Provision fällig.
Sema am 26.02.2019 18:02
vor zwei Monaten habe ich bei einem Immobilienportal eine Büro/ Praxis Anzeige zur Miete gesehen. Ich habe sofort einen Besichtigungstermin für die Räumlichkeiten vereinbart bekommen, wo der Vormieter noch nicht raus war. Nach dem die Räumlichkeit leer stand, konnte ich es nochmal besichtigen.
Da ich mich selbständig machen wollte benötigte ich eine Raumskizze, welches der Makler vom Bauamtkammer besorgen musste.
Auf dem Expose die mir per Brief zugesandt wurde, ist vermerkt, dass bei Vertragsabschluss ihrerseits gegenüber dem Mieter ein Provisionsanspruch in Höhe von 2,5 Kaltmiete zzgl. 19% MwSt. entsteht.
Nun möchte der Mieter mich morgen kennenlernen, um evtl. einen Mietvertrag abzuschließen.
Wenn wir uns mit dem Mieter einigen und es kommt ein Mietvertrag zustande, wer zahlt die Provision?
Auch wenn es nicht zu einem Mietvertragsabschluss kommt, muss ich für die Arbeit (Raumskizze vom Bauamtkammer besorgen) des Maklers zahlen?
Immowelt-Redaktion am 27.02.2019 09:43
Hallo Sema und vielen Dank für Ihren Kommentar,
bei der Vermittlung von Gewerbeimmobilien gilt das Bestellerprinzip nicht. In diesem Fall ist es also nach wie vor möglich, dass der Käufer provisionspflichtig wird, so wohl auch in Ihrem Fall. Eine Aufwandsentschädigung wenn das Geschäft nicht zustande kommt, kann theoretisch ebenfalls fällig werden, in der Regel aber nur dann, wenn dies vorher vereinbart wurde. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in unserem Artikel unter folgender Adresse: ratgeber.immowelt.de/a/aufwandsentschaedigung-geschaeft-geplatzt-wann-der-makler-trotzdem-geld-bekommt.html
Bitte beachten Sie abschließend noch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir Ihnen das Gespräch mit einem Fachanwalt.
Paul 19 am 18.02.2019 22:52
Hallo und Gut Tag
Ich habe vor ein Haus zu kaufen in Brandenburg. Die jetztigen Eigentümer des Hauses wollen noch ca. 3 Jahre zur Miete in den Haus weiter wohnen. Verändert sich da was bei der Makler Provision ? Und worauf ist noch zu achten. ( da ich ja dan Vermieter bin)
Immowelt-Redaktion am 19.02.2019 10:28
die Maklerprovision bei Kauf ist so oder so Verhandlungssache, zwangsläufige Veränderungen gibt es durch die von Ihnen genannte Konstellation also nicht. Achten sollten Sie nur darauf, dass Sie für die geplante Mietdauer von drei Jahren einen schriftlichen Mietvertrag mit dem jetzigen Noch-Eigentümer des Hauses machen.
Birgit am 12.02.2019 12:03
ich habe eine sehr schöne (Miet)Wohnung gefunden. Der Vermieter hatte einen Makler beauftragt. Nun steht in einer Anlage zu meinem Mietvertrag, dass ich bei Auszug innerhalb von 24 Monaten die Maklerprovision erstatten müsse.
Immowelt-Redaktion am 12.02.2019 12:15
vielen Dank für Ihren Kommentar. Nein, eine solche Klausel ist unwirksam. Laut Bestellerprinzip bezahlt bei Mietimmobilien derjenige den Makler, der ihn bestellt (§ 2 Absatz 1a Wohnungsvermittlungsgesetz). Eine Vereinbarung ist laut § 2 Absatz 5 Satz 2 darüber hinaus unwirksam, wenn der Wohnungssuchende verpflichtet werden soll, ein vom Vermieter geschuldetes Vermittlungsentgelt zu zahlen.
Bitte beachten Sie abschließend, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir daher das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.
Alfred 72 am 20.01.2019 13:41
Ich wollte eine Wohnung verkaufen. Der Makler hat einen Käufer gefunden. Ich habe mich nach einem Gespräch mit meiner Bank entschieden nicht zu verkaufen da ich bei dem genannten Preis ein Verlustgeschäft mache da die Immobilie noch belastet ist.jetzt will der Markler mir eine Rechnung machen für seine Unkosten ist das rechtens
Immowelt-Redaktion am 21.01.2019 11:50
Makler können mit Immobilienverkäufern einen sogenannten Aufwendungsersatz vereinbaren. Machen sie das, können sie nachträglich auch einen Ersatz für entstandene Aufwendungen fordern. Der Aufwendungsersatz muss aber ausdrücklich vereinbart werden. Weitere Informationen hierzu finden Sie in unserem Artikel unter folgender Adresse: ratgeber.immowelt.de/a/aufwandsentschaedigung-geschaeft-geplatzt-wann-der-makler-trotzdem-geld-bekommt.html
Esther Vargas am 03.12.2018 17:07
Ich habe letzte Woche eine Wohnung (zum kaufen) gesehen und dann der Makler kontaktiert. Er hat mir dann eine Email mit einem Termin geschickt, den ich über einen Link zu- bzw. Absagen sollte. Ich habe zugesagt und dann bin ich auf eine Seite gelanden, die einfach nur “Sie haben den Termin zugesagt” gesagt hat. Dann ist der Makler gar nicht zum Termin erschienen. Ich habe ihn angerufen und sein Handy war aus. Daher bin ich nach etwa 15 Minuten gegangen. Jetzt schickt mir der Makler per Email eine Rechnung ueber ca. 60 Eur und bedroht mich mit eine Rechnung bis zum 50.000 Eur, soll ich das nicht zahlen oder schlechte Bewertungen ueber ihm in Immowelt hinterlassen. Muss ich ueberhaupt in dem Fall was zahlen? Danke!
Immowelt-Redaktion am 04.12.2018 09:18
eine Aufwandsentschädigung ist für Makler nur in sehr engen rechtlichen Grenzen möglich und auch nur, wenn sie vorher vereinbart wurde. Ist das nicht der Fall, kann der Makler in der Regel auch keine Aufwandsentschädigung verlangen. Woher der Betrag von 50.000 Euro stammt, entzieht sich leider unserer Kenntnis. Eine Maklerprovision wird jedenfalls nur im Erfolgsfall (also der tatsächlichen Vermittlung der Immobilie mit Zustandekommen eines Kaufvertrags) fällig. Bitte beachten Sie jedoch abschließend, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Fachanwalt.
ProphetDomme am 20.11.2018 09:37
Wir wohnen aktuell in einer Wohnung, möchten aber ausziehen, da uns die Wohnung zu klein ist, eine neue hätten wir bereits gefunden, können aber leider noch nicht ausziehen, da wir in unserem aktuellen Mietvertrag einen Kündigungsverzicht von 2 Jahren unterschrieben haben, dieser läuft leider erst im Juni 2019 aus.
Wir haben dann mit unserem aktuellen Vermieter geredet, dieser meinte, wenn wir ihm einen adäquaten Nachmieter bieten, kann man den Mietvertrag auch vorher schon aufheben.
Nun ist ihm die Prüfung der Nachmieter allerdings zu viel Arbeit, weswegen er zu uns gesagt hat, wir müssen die Nachmieter zu dem Makler seines Vertrauens schicken, der dann die Zahlungsfähigkeit prüft.
Darf er das machen und müssen wir den Makler dann auch vollständig bezahlen?
Immowelt-Redaktion am 20.11.2018 10:06
wenn der Makler vom Vermieter damit beauftragt wurde, die Solvenz etwaiger Mieter zu prüfen, muss auch der Vermieter den Makler bezahlen. Anders sähe es unter Umständen dann aus, wenn sie selbst den Makler mit der Suche nach möglichen Mietern beauftragen würden.
Bitte beachten Sie aber, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.
timtaylor am 14.11.2018 13:45
Wir möchten das Haus kaufen, dass wir aktuell auch mieten. Bevor der Makler aktiv war, hatten wir bereits Email Verkehr mit unserem Vermieter bzw. Verkäufer des Hauses. Auf Grund von Preisdifferenzen haben wir erst einmal Abstand vom Kauf genommen. Mittlerweile wurde das Haus an einen Makler gegeben. Da sich nun der Preis des Hauses reduziert hat, haben wir uns entschlossen das Haus zu Kaufen. Dies haben wir heute unserem Vermieter per Email mitgeteilt.
Wir haben gegenüber dem Makler nichts unterschrieben. Er hat uns lediglich die Unterlagen vom Haus per Email zugeschickt, die für die Einwertung bei der Bank notwendig ist.
Da keine Vermittlung durch den Makler zustande kam gehen wir davon aus, dass wir keine Provision zahlen müssen. Ist unsere Annahme richtig?
Immowelt-Redaktion am 14.11.2018 14:12
das lässt sich aus der Ferne leider nicht abschließend klären. Entscheidend ist, ob die Tätigkeit des Maklers für das Zustandekommen des Kaufvertrags ursächlich war oder nicht. Ebendas ist in der Praxis oft Auslegungssache. Insofern können wir Ihnen nur raten, sich im Zweifelsfall rechtlich beraten zu lassen, beispielsweise durch einen Eigentümerverein wie Haus & Grund oder durch einen Fachanwalt.
Philipp95 am 18.09.2018 11:01
Hallo, vor Kurzem habe ich einen Mietvertrag über eine Marklerin, die von meinem Vermieter beauftragt wurde unterzeichnet. Nun verlangt sie ihre Provision von mir. Bevor es damals zum Besichtigungstermin kam, sendete sie mir eine E-Mail mit dem Exposé der Wohnung, in der auch stand, dass ich im Falle eines Vertragsabschlusses, ihre Provision zu tragen hätte. Kurz darauf wurde telefonisch ein Besichtigungstermin vereinbart, welchen die Marklerin jedoch nicht wahrgenommen hat, weil sie ihn vergessen hatte. Angeblich wusste sie zum Stichtag nichts von einem Termin. Daraufhin hat die Frau des Vermieters, die ich und meine Eltern, zufällig getroffen hatten, ihren Job übernommen und uns die Wohnung gezeigt. Der Vertragsabschluss und die Schlüsselübergabe erfolgte wenige Wochen danach, jedoch über die Marklerin. Jetzt ist meine Frage, ob ich tatsächlich die Provision zu zahlen habe.
Immowelt-Redaktion am 18.09.2018 11:10
seit 1. Juni 2015 gilt in Deutschland für Mietimmobilien das Bestellerprinzip. Das bedeutet, dass derjenige den Makler bezahlt, der ihn beauftragt hat. Anderslautende Vereinbarungen sind unwirksam. Hat also Ihr Vermieter den Makler beauftragt, muss er ihn auch bezahlen, ganz unabhängig davon, durch wen die Schlüsselübergabe und die Wohnungsbesichtigung erfolgt ist. Bitte beachten Sie abschließend, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir daher immer das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.
tutanch am 16.09.2018 11:49
Aktuell ist meine Wohnung eine Mietwohnung, mein Vermieter möchte nun diese Wohnung verkaufen, dazu hat er eine Makler dafür beauftragt. Muss ich dann die Maklergebühr bezahlen, wenn ich nun die Wohnung kaufen möchte?
Immowelt-Redaktion am 17.09.2018 08:52
wer in einem solchen Fall die Provision zahlt, ist im Wesentlichen Vereinbarungssache. Wichtig für das Zustandekommen eines Provisionsanspruchs für den Makler ist, dass er verantwortlich für die erfolgreiche Vermittlung der Immobilie an einen Käufer ist.
gnarles83 am 14.09.2018 09:19
Guten Tag, wir wollen eine Immobilie kaufen. Der Makler verlangt 6,9% Provision, die vom Käufer getragen werden müssen. Jetzt habe ich gelesen, dass in Sachsen-Anhalt die Provision je zur Hälfte vom Käufer und Verkäufer zu tragen sind. Stimmt das?
Immowelt-Redaktion am 14.09.2018 10:27
nein. Zwar ist es je nach Bundesland üblich oder unüblich, dass die Provision geteilt wird. Eine gesetzliche Regelung gibt es hierzu aber nicht. Die Provisionshöhe und auch wer sie zahlt kann beim Immobilienkauf frei vereinbart werden.
Berlin82 am 29.08.2018 01:03
Hallo, wie sieht es denn aus mit einer maklerprovision wenn es um ein Haus zur Miete geht? Verhält es sich dort genauso wie bei einer Wohnung? Also das der Auftraggeber die Provision bezahlen muss?
Immowelt-Redaktion am 29.08.2018 09:28
das Bestellerprinzip, wonach derjenige den Makler zahlen muss, der ihn auch beauftragt hat, gilt generell bei der Vermittlung von Wohnraum zur Miete, unabhängig davon, ob es sich dabei um eine Wohnung oder ein Haus handelt.
h.schuermann@sack-finanz.de am 07.06.2018 15:43
Ein Makler berechnet beim Verkauf einer hessischen Immobilie üblicher Weise 5,95% Käuferprovision.
Darf er dann noch zusätzlich eine Provision (z. B. 3,57%) vom Verkäufer verlangen?
Immowelt-Redaktion am 08.06.2018 08:29
prinzipiell ja, wenn das vorher so vereinbart wurde. Die Maklerprovision ist beim Immobilienverkauf nicht gedecktelt. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Sollte es zum Konflikt mit dem Makler kommen, empfehlen wir das Gespräch mit einem Eigentümerverein oder einem Fachanwalt.
reini am 26.05.2018 20:14
Wie sieht es aus, wenn sie als Mieter eines Einfamilienhauses mit einem Makler konfrontiert werden, der vom Vermieter den Auftrag erhalten hat, die Immobilie ohne ihr Vorwissen an andere zu veräußern und sie ihr vertragliches Vorkaufsrecht durchsetzen wollen, um die Immobilie zu erwerben? Müssen Sie dann den Makler bezahlen, den sie nicht beauftragt haben?
Immowelt-Redaktion am 28.05.2018 10:27
das hängt letztlich davon ab, ob im Kaufvertrag eine rechtswirksame Maklerklausel enthalten ist und davon, wie diese ausgestaltet ist. Weitere Informationen zu dieser Frage finden Sie auch in unserem Artikel unter folgender Adresse: ratgeber.immowelt.de/a/vorkaufsrecht-mit-der-maklerklausel-die-provision-retten.html
g.limbrunner@hotmail.de am 14.05.2018 10:46
ich habe mir eine Ladengeschäft angeschaut das ich über eine Anzeige im Internet gefunden habe. Der jetzige Mieter will früher raus und sucht jemanden der in den Vertrag einsteigt. Ich habe eine Widerrufserklärung unterschrieben und das Expose vom Makler zugeschickt bekommen. Muss ich dann den Makler bezahlen? Jetzt wurde der Vermieter informiert, das es einen neuen Interessenten gibt. Daraufhin wurde die Miete um 100 Euro im Monat angehoben. Ich bin also bei Interesse von einer anderen Miete ausgegangen. Habe ich jetzt eine Verhandlungsbasis was die Maklerprovision angeht?
Immowelt-Redaktion am 15.05.2018 09:38
Hallo G. Limbrunner,
Vorab: Bei der Frage kann es auch um juristische Details gehen, die wir aus der Ferne nicht beurteilen können. Grundsätzlich gilt aber gemäß § 652 (1) BGB folgendes: "Wer für den Nachweis der Gelegenheit zum Abschluss eines Vertrags oder für die Vermittlung eines Vertrags einen Mäklerlohn verspricht, ist zur Entrichtung des Lohnes nur verpflichtet, wenn der Vertrag infolge des Nachweises oder infolge der Vermittlung des Mäklers zustande kommt." Hat der Makler also ein Objekt nachgewiesen oder vermittelt, das dem Interessenten vorher nicht bekannt war, steht ihm grundsätzlich auch unabhängig von weiteren Absprachen mit dem Vermieter oder dem derzeitigen Mieter seine Provision zu, wenn es zum Abschluss des Mietvertrags kommt.
Tariah am 01.05.2018 20:30
wir möchten ein Haus kaufen und haben dazu einen Makler beauftragt. Der Verkäufer hat seinerseits einen anderen Makler beauftragt und die Kosten dafür sollen an den Käufer gehen (was ja auch völlig in Ordnung ist).
Müssen wir nun beide Makler voll bezahlen? Es haben ja auch beide ihren jeweiligen Auftrag erfüllt...
Immowelt-Redaktion am 02.05.2018 10:21
es handelt sich in diesem Fall um eine Art Gemeinschaftsgeschäft, die sich immer dann automatisch ergibt, wenn sowohl der Immobiliensuchende als auch der Immobilienanbieter einen Makler beauftragen und diese beide auf einen Geschäftsabschluss hinarbeiten. Entweder teilen sich die Makler die Provision untereinander oder sie erhalten sie von ihren jeweiligen Auftraggebern. Die Vergütungsvariante ist aber letzten Endes Verhandlungssache. Einerseits zwischen den Maklern und ihren Auftraggebern, andererseits auch zwischen den Maklern untereinander.
Viktoriia am 23.04.2018 15:36
mit diesem Schreiben will ich Ihnen nachfragen,ob wir Maklerprovision bezahlen müssen. Wir haben die Häuser auf Immoscout24 geschaut. Ein Haus gefällt mir sehr,ich konnte mehr als 5 Monate mit Makler kein Kontakt finden. Wir haben per Foto das Haus gefunden und ohne Makler gekauft. Dazu möchte ich hinzufügen,dass Verkäufer viel Mal an Makler telefoniert hat aber kein Antwort. Im Januar haben wir alle Unterlagen bekommen. Dann habe ich ein Rechnung von Makler bekommen,dass ich 5000€ zahlen muss. Ich habe ein Mail geschrieben und erzählt,dass ich keine Maklershilfe bekommen habe. Heute habe ich noch ein Brief und Rechnung bekommen. Ich muss zahlen,weil ich auf Immoscout24 geschrieben,dass ich ein Besichtigungstermin vereinbaren wollte! Und haben noch Rechnung geändert,statt 5000€ muss ich 3094€ zahlen. Können Sie mir bitte helfen? Warum muss ich zahlen?
Immowelt-Redaktion am 24.04.2018 09:28
leider können wir aus der Ferne nicht abschließend beurteilen, ob Sie Maklerprovision zahlen müssen und, falls ja, warum. Dies kommt stark auf den Einzelfall an und darauf, wie das Geschäft zustandegekommen ist. Bitte beachten Sie auch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie bei einem Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einem Fachanwalt.
Steffimei88 am 15.02.2018 11:04
Hallo wir wollen ein Haus kaufen. Und die Verkäufer haben den Makler beauftragt. Müssen wir den jetzt die Makler kosten zahlen oder Verkäufer? Ich verstehe das leider nicht. Lg
Immowelt-Redaktion am 15.02.2018 14:21
bei Immobilienverkauf kann nach wie vor frei vereinbart werden, wer den Makler zahlt. Je nach Marktlage ist das regional unterschiedlich. Am besten, Sie fragen direkt beim Makler nach.
Chris am 08.02.2018 09:37
Ich habe auf ein Angebot eines Maklers reagiert für eine Wohung zu mieten, und zwischen dem Makler und dem Vermieter gibt es kein Vertrag. Ich habe nur ein Mietvertrag mit dem Vermieter unterzeichnet und da steht auch nichts vom Makler drin.
Ich habe beim Makler auch kein Vertrag unterschriben, und er fragt mich aber eine Rechnung. Muss ich die Maklergebühren zahlen?
Immowelt-Redaktion am 08.02.2018 09:59
die Maklerprovision ist bei der Vermittlung von Wohnungen zur Miete immer von demjenigen zu bezahlen, der den Makler beauftragt hat. Wenn ein Makler eine Wohnung anbietet, ist davon auszugehen, dass er einen Vermittlungsauftrag vom Vermieter hat. Ob dieser schriftlich fixiert ist oder nicht, spielt dabei keine Rolle.
Bitte beachten Sie abschließend, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Sollte es zum Konflikt mit dem Makler kommen, empfehlen wir die Beratung durch einen Mieterverein oder einen Fachanwalt.
Blanka am 25.01.2018 17:01
Hallo Wir wollen ein haus kaufen, Jetzt haben wir von der Maklerin einen Kaufvertrag bekommen das haus gehört der Bank. meine frage warum müssen wir die Maklerprovision doppelt bezahlen?
Immowelt-Redaktion am 26.01.2018 12:17
in der Regel wird die Maklerprovision nur einmal fällig. Warum das in Ihrem Fall anders ist, können wir aus der Ferne leider schwer beurteilen. Sollten Sie Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Vorgangs haben, empfehlen wir Ihnen eine Rechtsberatung. Diese erhalten Sie von einem Eigentümerverein wie Haus & Grund oder von einem Fachanwalt.
Catharina am 23.01.2018 18:21
Im Netz werden Wohnungen von Maklern angeboten, meldet man sich darauf, muss man dem Makler schriftlich eine Auftragsbestätigung senden, das man ihn beauftragt eine Wohnung zu finden. Mit diesem Auftrag kann der Makler dann rückwirkend die Vermittlungskaution erheben. Was kann man dagegen tun?
Immowelt-Redaktion am 24.01.2018 09:03
Hallo Catharina und vielen Dank für Ihren Kommentar,
solche so genannten Auftragsbestätigungen haben in einem Fall wie dem von ihnen genannten keine Wirkung und führen nicht dazu, dass der Mieter tatsächlich eine Provision zahlen muss. Wenn ein Makler eine Wohnung zur Vermietung im Internet anbietet, bedeutet das, dass er einen Vermittlungsauftrag vom Vermieter hat. Dementsprechend muss dieser auch die Provision zahlen. Sollte der Makler dennoch auf eine Provision vom Mieter bestehen, empfehlen wir eine Rechtsberatung durch einen Mieterverein oder einen Fachanwalt.
Siggi am 20.01.2018 10:16
muss ich eine Maklerprovision zahlen, wenn es tatsächlich keinen Maklervertrag zwischen Makler und Verkäufer gibt?
Uns wurde von der Maklerin klar und deutlich gesagt, dass sie mit der Aufgabe vertraut wurde, aber es keine vertragliche Vereinbarung zwischen denen Beiden gibt, weil der Verkäufer es so will.
Da ich aber über ihre Makler Annonce erst auf das Objekt aufmerksam macht wurde, muss ich sie wahrscheinlich mit Vertragsabschluss zahlen oder?
Immowelt-Redaktion am 22.01.2018 09:42
wenn ein Verkäufer einen Makler mit der Vermittlung einer Immobilie beauftragt, ist damit ein Maklervertrag zustande gekommen, wenn auch kein schriftlicher. Wer den Makler zahlt, richtet sich nach der individuellen Vereinbarung zwischen Makler und Auftraggeber. Der Auftraggeber – je nach Situation Immobiliensuchender oder Verkäufer – handelt mit dem Makler die Provisionshöhe aus und legt fest, wie diese nach Abschluss des Kaufvertrages zwischen Käufer und Verkäufer verteilt werden soll. Die Verteilung der Provision unterscheidet sich dabei je nach Bundesland: In manchen Ländern teilen sich Käufer und Verkäufer die Maklergebühr, in anderen trägt der Käufer die Kosten alleine.
Anders sieht es aus, wenn Sie auf der Suche nach einer Mietwohnung sind. In diesem Fall zahlt die Maklerprovision immer der Auftraggeber. Hat ein Vermieter einen Makler mit der Vermittlung einer Mietwohnung beauftragt, muss also auch der Vermieter die Maklerprovision zahlen.
Italic74 am 11.12.2017 19:23
Ich wohne in einem Haus zur Miete, möchte dieses jetzt kaufen, muss ich dann noch eine Maklerprovision bezahlen?
Immowelt-Redaktion am 12.12.2017 08:50
grundsätzlich gilt, dass ein Käufer nur dann Maklerprovision zahlen muss, wenn er durch den Makler Kenntnis von der Immobilie erlangt hat, die er kaufen möchte. In anderen Worten: Wenn die Tätigkeit des Maklers ursächlich für den Kauf ist. Wenn Sie schon in der Wohnung leben, haben Sie aber wahrscheinlich direkt vom Eigentümer vom beabsichtigten Verkauf erfahren? Abschließend beurteilen können wir die Situation aus der Ferne leider nicht. Bitte beachten Sie auch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Eigentümerverein wie Haus & Grund.
Peters, Rüdiger am 15.11.2017 19:44
Darf eine Hausverwaltung von Eigentumswohnungen eine Maklerprovision vom neuen Eigentümer verlangen?
Immowelt-Redaktion am 16.11.2017 09:24
ein Verwalter einer Eigentumswohnung darf für die Vermittlung an einen neuen Eigentümer eine Provision verlangen, ja. Anders sieht es nur aus, wenn der Verwalter Einzelverwalter der vermittelten Wohnung ist, also nicht im Interesse der Eigentümergemeinschaft handelt.
Bitte beachten Sie, dass wir Ihren Fall nicht genau kennen und ihn aus der Ferne daher nur schlecht beurteilen können. Im Zweifel raten wir zur Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.
Bernd am 21.10.2017 22:43
Ich bin Besitzer einer Eigentumswohnung in Vollverwaltung.
Jetzt habe ich eine Info von meiner Verwaltung bekommen, das der Mieter zum Monatsende auszieht und sie keinen Nachmieter gefunden hat ( in den 3 Monaten der Kündigungszeit). Sie hat einen Immobilienmakler eingeschaltet, der einen Nachmieter gefunden hat. Ich soll jetzt die 2 Monatsmieten bezahlen. Ich wurde weder von der Kündigung des Mieters, noch vom Einschalten eines Immobilienmaklers im Vorfeld informiert. Ist das so rechtens????
Immowelt-Redaktion am 23.10.2017 10:19
Vermieter sind nicht verpflichtet, etwaige Nachmieter auch anzunehmen. Sie können darauf bestehen, dass der Mieter die dreimonatige Kündigungsfrist einhält und in dieser Zeit auch die Miete bezahlt. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Eigentümerverein wie Haus & Grund.
Bernd am 23.10.2017 11:34
Da ist etwas falsch rüberkommen. Der Mieter hat sich korrekt verhalten, er hat die dreimonatige Kündigungsfrist eingehalten. Das Felhverhalten liegt in meinen Augen bei meiner Vollverwaltung. Sie hat angeblichen nicht geschafft, einen Nachmieter zu finden und hat dann ohne mich zu informieren einen Immobilienmakler beauftragt, einen Nachmieter zu finden. Dies geschah, ohne mich vorher zu informieren. Des weiteren wusste ich nichtmal, das der jetzige Mieter gekündigt hat. Ich bezahle monatlich hür die Vollverwaltung, die unter anderem damit wirbt, sich um einen Nachmieter zu kümmern, im Fall eines Wechsels. Daher meine Frage, ob diese Vorgehensweise rechtens ist, vom Moralischen Gesichtspunkt mal abgesehen.
Immowelt-Redaktion am 23.10.2017 13:56
Ob ein Fehlverhalten des Verwaltungsunternehmens vorliegt, lässt sich aus der Ferne leider nur schwer beurteilen. Das hängt unter anderem auch damit zusammen, welche vertraglichen Vereinbarungen es zwischen Ihnen und dem Verwalter gibt. Wir würden Ihnen empfehlen, etwaiges Vertragsmaterial einem Eigentümerverein vorzulegen, beispielsweise Haus & Grund. Dort erhalten Sie eine Rechtsberatung und erfahren, ob Sie gegebenenfalls gegen das Verwaltungsunternehmen vorgehen können.
Ela83 am 30.08.2017 22:30
ich habe mich für eine Mietwohnung beworben.
Jetzt bekomme ich von dem Eigentümer die Info, dass viele Interessenten eine wesentlich höhere Miete für diese Wohnung bezahlen würden. Deswegen verlangt er jetzt mehr und an ihn werden xxx Eur Provision fällig, da ja kein Makler eingesetzt wurde.
Hier kann man wahrscheinlich nur wählen ob man die Wohnung wirklich dringend braucht oder nicht.
tinbral am 12.08.2017 13:00
ich wollte eine Immobilie direkt vom Eigentümer kaufen.
Er hat sie mir auch zugesagt , wollte eine Finanzierungsbestätiging von der Bank. Er hat mir den Grundbucheintrag gesendet für die Bank und ein Expose.
Die Bank hatte 3 Wochen gebraucht für die Finanzierung.
In der Zeit hat er es der Volksbank übergeben.
Er sagte ich soll mich jetzt an die wenden .
Habe das Objekt besichtigt und Widerruf bestätigt. Wir möchten das Haus. Müssen wir jetzt Provision bezahlen obwohl die Finanzierung schon Stand?
Immowelt-Redaktion am 14.08.2017 10:25
eine Maklerprovision wird generell nur dann fällig, wenn der Immobilienkauf auch tatsächlich über einen Immobilievermittler zustande kommt. Nachdem Sie direkt den Eigentümer angesprochen haben, sollten Sie zunächst mit der Volksbank klären, ob diese überhaupt eine Provision verlangt. Ist das der Fall, würden wir Ihnen zu einer Rechtsberatung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein raten.
B am 06.07.2017 14:35
wir vermieten eine Gewerbefläche, die als Expose auf Internet mit Makler war. Wir haben den Makler bezahlt aber unser Vermieter hat ihn bestellt. Wir haben es nicht verstanden warum wir ihn zahlen müssen, der Makler sagte, so muss es sein. Gibts ein Ausnahme bei Gewerbliche Miete? Wenn der Vermieter ihn bezahlen muss, können wir die Provision als Guthaben haben oder zurückbekommen?
Rena am 09.08.2017 05:49
Hallo das gleiche ist mir auch Grade passiert und ich verstehe das auch nicht ich muss nun den marklernen zahlen obwohl ich den nicht beauftragt habe
Immowelt-Redaktion am 09.08.2017 09:41
das Bestellerprinzip gilt tatsächlich nur für die Vermittlung von Wohnraum zur Miete. Auf Gewerbeimmobilien ist es nicht anwendbar, weshalb hier nach wie vor frei vereinbart werden kann, wer die Provision zahlt.
M am 03.07.2017 10:36
Nochmal zur maklerfrage
Ich habe das Haus dann selber nochmal im Internet bei eBay gefunden und mich dann direkt an den Verkäufer gewandt. Habe keine Adresse oder besichtigungstermin bekommen also wurde der Makler für mich nicht tätig.
M. am 01.07.2017 01:11
Ich habe eine Frage muss ich eine Makler Gebühr zahlen wenn ich nur das Angebot von einem Haus bekommen habe ich aber selber mit dem Eigentümer Besichtigung und so weiter gemacht habe,da sich der Makler nicht gemeldet hat?
Ich habe das Haus über eBay gefunden und selber dort angerufen wegen Besichtigung und so weiter
Immowelt-Redaktion am 03.07.2017 08:57
Hallo M. und vielen Dank für Ihren Kommentar,
wenn der Kontakt zum Verkäufer über den Makler zustande gekommen ist, ist in der Regel auch eine Maklerprovision zu zahlen. Allerdings können wir Ihren Fall aus der Ferne nur schwer beurteilen. Zudem dürfen wir keine Rechtsberatung leisten. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Eigentümerverein wie Haus & Grund.
mahvash am 11.06.2017 20:43
hallo wehr bezaht den provision vom makler für eine gewerbe immobilien
das objekt ist im 25785 odderade
Lena am 08.06.2017 08:38
Hallo, wir haben einen Makler für den Verkauf einer Eigentumswohnung hinzugenommen. Unterschrieben haben wir nix. es wurde auch nicht über kosten gesprochen. Jetzt nach knapp 8 Monaten ist die Wohnung immer noch nicht verkauft. Der Makler hatte 3 Besichtigungstermine.
Kann ich nun mit dem Makler die Zusammenarbeit beenden? Und muss ich dafür was zahlen?
Ich würde die Wohnung nun gern privat verkaufen.
Immowelt-Redaktion am 08.06.2017 09:23
in der Regel steht es Ihnen frei, die Zusammenarbeit mit einem Makler zu beenden und ihre Immobilie selbst zu vermitteln. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir die genauen Absprachen, die Sie mit dem Makler getroffen haben, nicht kennen. Darüber hinaus dürfen wir keine Rechtsberatung leisten. Im Streitfall empfehlen wir daher immer die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.
Haus am 05.06.2017 22:23
Wir möchten ein Mehrfamilienhaus verkaufen.Der Makler verlangt laut Vertrag von uns die volle Provision von 7,14%.Lt. diesem Maklervertrag sollen wir ebenfalls unterschreiben,daß er"unbeschadet eine Provision der Erwerbsseite"verlangt.
Immowelt-Redaktion am 06.06.2017 09:15
Hallo Haus und vielen Dank für Ihren Kommentar,
die Maklerprovision bei Immobilienverkauf ist frei verhandelbar und kann entweder vom Käufer, vom Verkäufer oder anteilig von beiden Seiten gezahlt werden. In Ihrem Fall würde der Makler sie wohl von beiden Seiten verlangen, das ist erlaubt.
Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Sollten Sie Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Vertrags haben, empfehlen wir die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Mieterverein.
marny am 02.05.2017 21:34
ist es rechtlich in ordnung, dass der makler provision vom verkäufer und käufer, für das gleiche objekt, in rechnung stellen kann?
Immowelt-Redaktion am 03.05.2017 09:01
vielen Dank für Ihren Kommentar. Wer die Provision beim Verkauf einer Immobilie zahlen muss, ist gesetzlich nicht geregelt und wird daher von Region zu Region unterschiedlich gehandhabt. Teilweise ist dies der Verkäufer, teils der Käufer, manchmal sind es auch beide. Rechtlich spricht gegen die zuletzt genannte Vorgehensweise nichts.
orchidee am 23.03.2017 21:19
Wir haben eine Eigentumswohnung und für diese einen Mietverwaltungsvertrag abgeschlossen. In diesem heißt es unter anderem: Folgende Aufgaben ergeben sich für den Verwalter aus der Mietverwaltung: Übergabe / Abnahme der Wohnung an bzw. von den Mietern zum Beginn bzw. Ende eines Mietverhältnisses. Jetzt hat der Mieter gekündigt und wir sollen einen Makler für die Wohnungsabnahme beauftragen. Ist das rechtsgültig?
Immowelt-Redaktion am 24.03.2017 12:57
da wir den kompletten Wortlaut des Verwaltervertrags nicht kennen, können wir die Frage nicht abschließend beantworten. Grundsätzlich gilt aber, dass, wenn in einem Verwaltervertrag eindeutig geregelt ist, dass der Verwalter für die Abmahme zuständig ist, sich dieser auch an den Vertrag halten muss.
Mehr Infos zu den Pflichten eines Verwalters finden Sie übrigens hier: ratgeber.immowelt.de/a/hausverwalter-darauf-sollten-eigentuemer-bei-suche-und-vertrag-achten.html