Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F29-02-2016-2C_106-2016
Timestamp: 2016-10-01 13:46:40
Document Index: 351619285

Matched Legal Cases: ['Art. 109', 'Art. 42', 'Art. 50', 'Art. 62', 'Art. 51', 'Art. 62', 'BGE', 'BGE', 'Art. 109', 'Art. 64', 'Art. 66']

{T�0/2} 2C_106/2016 � � Urteil vom 29. Februar 2016
Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich, 1. Abteilung, vom 3. Dezember 2015.
A.________ (Senegalese) reiste 2001 im Alter von 28 Jahren in die Schweiz ein. Aufgrund der Heirat mit einer Schweizerin erhielt er in der Folge eine Aufenthaltsbewilligung. Am 9. Januar 2009 wurde die Ehe geschieden. Das Migrationsamt des Kantons Z�rich verl�ngerte die Aufenthaltsbewilligung letztmals bis am 22. M�rz 2013. Am 21. August 2013 wurde A.________ zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten wegen qualifizierter Widerhandlung gegen das BetmG verurteilt. Das Migrationsamt wies das Gesuch um Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung ab; der Rekurs bei der Sicherheitsdirektion und die Beschwerde beim Verwaltungsgericht waren erfolglos.
Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich vom 3. Dezember 2015 ist offensichtlich unbegr�ndet, weshalb sie im vereinfachten Verfahren unter Verweisung auf den angefochtenen Entscheid nach Art. 109 Abs. 2 lit. a und Abs. 3 BGG abgewiesen wird, soweit mangels rechtsgen�glicher Begr�ndung �berhaupt darauf eingetreten werden kann.
2.1.�Nach Aufl�sung der Ehe besteht der Anspruch des Ehegatten auf Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung nach Art. 42 AuG unter bestimmten Voraussetzungen weiter (Art. 50 Abs. 1 AuG). Dieser erl�scht indes, wenn Widerrufsgr�nde nach Art. 62 AuG vorliegen (Art. 51 Abs. 2 lit. b AuG). Nach Art. 62 lit. b AuG kann die zust�ndige Beh�rde die Aufenthaltsbewilligung widerrufen, wenn der Ausl�nder zu einer l�ngerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt wurde. L�ngerfristig ist eine solche, wenn ihre Dauer ein Jahr �berschreitet (BGE 139 I 145 E. 2.1 S. 147), was im vorliegenden Fall offensichtlich gegeben ist. Inwiefern hier eine Praxis�nderung zu erfolgen h�tte, f�hrt der Beschwerdef�hrer nicht aus.
2.2.�Liegt ein Widerrufsgrund vor, so ist zu pr�fen, ob die Nichtverl�ngerung der Bewilligung auch verh�ltnism�ssig ist (BGE 139 I 145 E. 2.2 S. 147), was hier zutrifft: Die Vorinstanz hat sich sehr einl�sslich mit der Schwere des Verschuldens gest�tzt auf das strafrechtliche Urteil (erhebliches migrationsrechtliches Verschulden aufgrund der Dauer der Freiheitsstrafe und des gewinns�chtigen Verhaltens trotz bestehender fester Arbeit), dem Grad seiner Integration (Sprachen, Arbeit, Unterst�tzungsleistungen durch den Staat von rund Fr. 5'700.--, ausstehende Gerichtskosten von rund Fr. 15'000.--, Exfrau, zu welcher immer noch eine Beziehung besteht, keine Freunde mehr), der Dauer der bisherigen Anwesenheit (rund 14 Jahre, wovon allerdings vier Jahre ohne g�ltigen Aufenthaltstitel) bzw. der m�glichen Integration in seinem Heimatland Senegal (Geschwister, Mutter, siebenj�hriger Sohn, pr�gende Jahre, Sprache, Ausbildung) auseinandergesetzt, gewichtet und korrekt gegeneinander abgewogen. Diesbez�glich kann auf den vorinstanzlichen Entscheid verwiesen werden (Art. 109 Abs. 3 BGG). Auch wenn - wie der Beschwerdef�hrer behauptet - eine �ber das normale hinausgehende Integration best�nde, verm�gen die privaten Interessen angesichts des Gewichts (d.h. der Schwere) des Verschuldens trotzdem das �ffentliche Interesse nicht zu �berwiegen.
Bei diesem Verfahrensausgang ist das Gesuch um aufschiebende Wirkung gegenstandslos, und es kann dem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wegen Aussichtslosigkeit der Beschwerde nicht entsprochen werden (Art. 64 Abs. 1 BGG). Damit hat der Beschwerdef�hrer die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens zu tragen, und es sind keine Parteientsch�digungen geschuldet (Art. 66 Abs. 1, 68 BGG).