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Timestamp: 2020-08-15 19:34:43
Document Index: 332281579

Matched Legal Cases: ['§ 25', '§ 2', '§ 26', '§ 2', '§ 3', '§ 2', '§ 8', '§ 20', '§ 8', '§ 14', '§ 3', '§ 4']

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(rechtsbereinigte Fassung einschließlich Dritter Satzung zur Änderung der Weiterbildungsordnung vom 2. Juni 2009)
Aufgrund der §§ 25 und 35 des Sächsischen Heilberufekammergesetzes (SächsHKaG) vom 24. Mai 1994 (SächsGVBl. S. 935), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 11. November 2005 (SächsGVBl. S. 277), hat die Kammerversammlung der Sächsischen Landestierärztekammer (im folgenden Text „Kammer“ bezeichnet) am 2. Dezember 2006 folgende Weiterbildungsordnung beschlossen:
§ 2 Bestimmung, Einführung und Aufhebung der Bezeichnungen von Gebieten und Bereichen
I. Gebiete
Klinische Laboratoriumsdiagnostik
Tierärztliche Informatik und Dokumentation
Zoo-, Gehege- und Wildtiere
(1) Ziel der Weiterbildung ist es, Tierärzten nach Abschluss ihrer Berufsausbildung im Rahmen ihrer tierärztlichen Tätigkeit durch theoretische und praktische Unterweisung unter Anleitung dazu befugter Tierärzte eingehende Kenntnisse und Erfahrungen in den Gebieten und Bereichen zu vermitteln, für die neben der Berufsbezeichnung weitere Bezeichnungen geführt werden dürfen. Sie dient auch der Sicherung der Qualität tierärztlicher Berufsausübung. (2) Nach dem erfolgreichen Abschluss der Weiterbildung erfolgt durch die Kammer die Anerkennung zum Führen einer Fachtierarztbezeichnung (Gebiet) oder Zusatzbezeichnung (Bereich) als Nachweis der durch die Weiterbildung erworbenen besonderen und anderen zusätzlichen Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten.
(3) Weitere Bezeichnungen werden in die Weiterbildungsordnung aufgenommen, wenn dies im Hinblick auf die wissenschaftliche Entwicklung der Tiermedizin oder auf eine angemessene Versorgung und den Gesundheitsschutz der Bevölkerung oder für eine qualitätsgerechte Betreuung der Nutz- und Heimtiere und im Interesse der praktischen Wahrnehmung des Berufes erforderlich ist.
(4) Die in der Weiterbildungsordnung enthaltenen Bezeichnungen sind aufzuheben, wenn die Voraussetzungen gemäß Absatz 3 nicht mehr vorliegen und Recht der Europäischen Union der Aufhebung nicht entgegensteht.
(3) Abweichend von Absatz 1 erteilt die Kammer die Anerkennung für das Gebiet „Öffentliches Veterinärwesen” gemäß § 26 Abs. 3 der Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales, Gesundheit, Jugend und Familie über die Ausbildung und Prüfung für den höheren veterinärmedizinischen Verwaltungsdienst sowie die Weiterbildung auf dem Gebiet des Öffentlichen Veterinärwesens (SächsVethDAPWO) vom 24. Juli 2001 (SächsGVBl. S. 478), geändert durch Artikel 50 der Verordnung vom 10. April 2003 (SächsGVBl. S. 94, 99), wenn vom Antragsteller nachgewiesen wird:
das Bestehen der Prüfung für den höheren veterinärmedizinischen Verwaltungsdienst und
eine nach Bestehen dieser Prüfung ausgeübte zweijährige Tätigkeit im Veterinärverwaltungsdienst; Zeiten einer ausschließlichen Tätigkeit in der Schlachttier- und Fleischuntersuchung sind nicht anrechnungsfähig.
Bei Vorliegen abweichender Weiterbildungsnachweise erfolgt die Anerkennung nach Anhörung des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales.
(4) Abweichend von Absatz 2 kann die Kammer im Ausnahmefall auf die Durchführung einer Prüfung für den Erwerb einer Zusatzbezeichnung verzichten.
(5) Die Kammer stellt nach Abschluss des Anerkennungsverfahrens eine Urkunde über das Recht zum Führen einer Bezeichnung nach § 2 Abs. 1 und 2 aus.
(2) Bei wiederholtem und schwerem Nichteinhalten der Berufspflichten nach § 3 Abs. 4 Berufsordnung kann das Führen einer Bezeichnung nach § 2 Abs. 1 und 2 vom Vorstand solange untersagt werden, bis die vom Weiterbildungsausschuss erteilten Auflagen erfüllt worden sind.
(1) Die Anerkennung einer von § 8 Abs. 2 i. V. m. der Anlage abweichenden Weiterbildung erfolgt nach Maßgabe von § 20 Abs. 5 bis 10 SächsHKaG.
(2) Als gleichwertige Weiterbildung wird die bei den European und American Colleges erworbene Qualifikation als Diplomate bei Vorlage des Zertifikates anerkannt und berechtigt zur Führung der adäquaten Bezeichnung gemäß Anlage. Der Titel des Diplomate darf ferner gleichberechtigt geführt werden.
(1) Mit der Weiterbildung kann der Kammerangehörige erst nach Erteilung der Approbation als Tierarzt oder der Erlaubnis zur vorübergehenden Ausübung des tierärztlichen Berufes beginnen. Die Weiterbildung hat sich auf die Vermittlung und den Erwerb von Kenntnissen und Fähigkeiten der in der Anlage zur Weiterbildungsordnung festgelegten Anforderungen zu erstrecken.
(2) Inhalt und Dauer der Weiterbildung richten sich nach den Bestimmungen der Anlage zur Weiterbildungsordnung. Die dort angegebenen Weiterbildungsinhalte und -zeiten sind Mindestanforderungen. Tätigkeitsabschnitte unter sechs Monaten können nur dann auf die Weiterbildungszeit angerechnet werden, wenn dies in der Anlage zur Weiterbildungsordnung vorgesehen oder auf Antrag als Einzelfallentscheidung durch die Kammer genehmigt worden ist. Unterbrechungen der Weiterbildung infolge Krankheit, Schwangerschaft, Sonderbeurlaubung, Wehrdienst oder aus anderen wichtigen Gründen von insgesamt mehr als sechs Wochen im Kalenderjahr können nicht auf die Weiterbildungszeit angerechnet werden.
(3) Die Mindestweiterbildungszeit für Gebiete beträgt vier Jahre und für Bereiche zwei Jahre, soweit dies in der Anlage zur Weiterbildungsordnung nicht anders geregelt ist. Die Weiterbildungszeiten verlängern sich auf Antrag, wenn die Weiterbildungsinhalte in der Mindestzeit nicht erarbeitet werden können. Die Dauer der Weiterbildung soll in der Regel sechs Jahre nicht überschreiten.
(4) Die Weiterbildung ist vor Beginn der Kammer schriftlich anzuzeigen.
(5) Die Weiterbildung ist in der Regel ganztägig durchzuführen. Abweichungen davon bedürfen der Genehmigung durch die Kammer. Die Weiterbildung in Teilzeit ist anzurechnen, wenn sie mindestens die Hälfte der regelmäßigen Arbeitszeit beträgt. Die Weiterbildungszeit verlängert sich entsprechend.
(6) Die Weiterbildung muss unter verantwortlicher Leitung von zur Weiterbildung befugten Tierärzten in zugelassenen Weiterbildungsstätten erfolgen. Die Weiterbildung ist zwischen dem sich Weiterbildenden und dem zur Weiterbildung Befugten in einer schriftlichen Vereinbarung zu regeln.
(7) Während der Weiterbildung soll der sich Weiterbildende die Weiterbildungsstätte und/oder den Befugten einmal wechseln. Er hat die Ableistung der vorgesehenen Weiterbildungsinhalte zu dokumentieren.
(8) Abweichend von Absatz 6 kann auf Antrag die Weiterbildung ausnahmsweise in eigener Niederlassung, als angestellter Tierarzt in einer Praxis oder als angestellter oder beamteter Tierarzt im öffentlichen Dienst oder einer sonstigen Einrichtung auch dann unter verantwortlicher Leitung eines befugten Tierarztes durchgeführt werden, wenn dieser nicht direkt in der Arbeitsstätte des sich Weiterbildenden tätig ist. In diesen Ausnahmefällen soll der Befugte nicht mehr als zwei sich Weiterbildende gleichzeitig betreuen.
(9) Die Weiterbildung in eigener Niederlassung bedarf der Genehmigung durch die Kammer. Die Genehmigung ist an folgende Voraussetzungen gebunden:
Der Leistungsumfang der Praxis des Antragstellers muss dem einer zugelassenen Weiterbildungsstätte entsprechen.
Der Antragsteller muss einen Leistungskatalog erfüllen und im vorgeschriebenen Umfang an Weiterbildungskursen für das Gebiet teilnehmen
(11) Die Kammer kann hinsichtlich Inhalt und Zeit der Weiterbildung Ausnahmen zulassen, wenn diese mit den Zielen der Weiterbildung vereinbar sind.
(13) Anrechnungsfähig sind fachbezogene wissenschaftliche Originalarbeiten (Publikationen) in anerkannten Fachzeitschriften, die als Erstautor publiziert worden sind. Sofern mehr als zwei Publikationen vorzulegen sind, entfällt für die dritte und jede weitere Publikation die Festlegung von Satz 1. Bei Vorlage von mehr als zwei Publikationen ist anstelle einer Publikation der Nachweis eines fachbezogenen wissenschaftlichen Vortrages oder eines Posters zu Fachkongressen unter Beifügung einer gutachterlichen Stellungnahme anrechnungsfähig. Sofern der Vortrag als Abstract in einer anerkannten Fachzeitschrift publiziert worden ist, entfällt die gutachterliche Stellungnahme.
(2) Der befugte Tierarzt ist nach Maßgabe der Berufsordnung über die allgemeine Fortbildungspflicht hinaus verpflichtet, an Fortbildungsveranstaltungen in dem Gebiet oder Bereich teilzunehmen, auf die sich die Befugnis bezieht. Der Mindestumfang beträgt danach 20 Stunden pro Jahr. Die Erfüllung ist der Kammer auf Anforderung nachzuweisen.
(3) Der befugte Tierarzt hat dem sich Weiterbildenden auf Verlangen nach Ablauf eines jeden Weiterbildungsjahres dessen Dokumentation der abgeleisteten Weiterbildungsinhalte gemäß § 8 Abs. 7 Satz 2 zu bestätigen.
(1) Der Befugte hat dem sich Weiterbildenden über die unter seiner Verantwortung abgeleistete Weiterbildungszeit ein ausführliches Zeugnis auszustellen. Diese Pflicht gilt auch nach Widerruf oder Erlöschen der Befugnis fort.
(2) Das Zeugnis muss im einzelnen Angaben enthalten über:
die Dauer der abgeleisteten Weiterbildungszeit sowie Unterbrechungen der Weiterbildung durch Krankheit, Schwangerschaft, Sonderbeurlaubung, Wehrdienst oder ähnliche Gründe,
die in dieser Weiterbildungszeit im einzelnen vermittelten und erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten,
die besonderen Verrichtungen entsprechend des Leistungskatalogs nach der Anlage zur Weiterbildungsordnung
(3) Auf Antrag des sich Weiterbildenden oder auf Anforderung durch die Kammer ist innerhalb von drei Monaten, bei Ausscheiden des sich Weiterbildenden aus der Weiterbildungsstätte jedoch unverzüglich, ein Zeugnis gemäß Absatz 2 auszustellen.
(1) Die Prüfung wird als Einzelprüfung durchgeführt, sie dauert in der Regel mindestens eine Stunde. Sie ist nicht öffentlich.
im Fall des Nichtbestehens der Prüfung die gegebenenfalls von der Prüfungskommission aufgegebenen Auflagen über den Inhalt der zusätzlichen Weiterbildung. Die Niederschrift ist von den anwesenden Mitgliedern der Prüfungskommission zu unterzeichnen.
(5) Eine nicht bestandene Prüfung kann mehrmals wiederholt werden. Für die Wiederholungsprüfungen wird die Prüfungskommission um ein stimmberechtigtes Mitglied gemäß § 14 Abs. 2 erweitert.
(1) Die bisher ausgesprochenen Anerkennungen zum Führen von Gebiets- und Zusatzbezeichnungen bleiben gültig. Sie sind nach Maßgabe von § 3 zu führen. Sie unterliegen der Regelung nach § 4 Abs. 2 ab dem 1. Januar 2009.
(2) Auf Antrag kann die Kammer dem Inhaber einer Bezeichnung nach vorherigem Recht das Führen einer Bezeichnung nach dieser Weiterbildungsordnung gestatten, wenn die frühere Weiterbildung als gleichwertig anerkannt wird. Ein Antrag nach Satz 1 kann nur innerhalb eines Jahres nach Inkrafttreten dieser Weiterbildungsordnung gestellt werden.
(2) Gleichzeitig tritt die Weiterbildungsordnung der Kammer vom 28. August 1996 (DTBl. 10/1996 S. 1007), zuletzt geändert durch die 14. Satzung zur Änderung vom 10. Dezember 2005 (DTBl. 4/2006 Einhefter) außer Kraft.