Source: http://jurabasic.de/aufruf.php?file=19&art=6&find=Werkvertrag__Abnahme&631_bgb
Timestamp: 2020-05-31 03:38:40
Document Index: 137135393

Matched Legal Cases: ['§ 631', '§ 640', '§ 646', '§ 641', '§ 644', '§ 634', 'BGH']

jura-basic (Werkvertrag Abnahme) - Grundwissen
Durch den Werkvertrag wird der Unternehmer zur Herstellung des versprochenen Werkes verpflichtet (§ 631 Abs. 1 BGB@).
Hat der Unternehmer das Werk vertragsgemäß erstellt, ist der Besteller zur Abnahme des Werkes verpflichtet, sofern nicht nach der Beschaffenheit des Werkes die Abnahme ausgeschlossen ist (§ 640 Abs. 1 BGB@).
Die Abnahme ist die Billigung des Werkes, als vertragsgemäße Leistung. Eine Abnahme kann nicht nur ausdrücklich, sondern auch konkludent (durch schlüssiges Verhalten des Bestellers) erklärt werden. Der Abnahme geht eine Prüfung des Abnahmegegenstandes voraus.
Ist nach der Beschaffenheit des Werkes die körperliche Abnahme ausgeschlossen, so tritt an die Stelle der Abnahme die Vollendung des Werkes (§ 646 BGB@), z.B. bei einer geschuldeten Theateraufführung.
Die Abnahme oder Vollendung des Werkes ist beispielsweise wichtig für
die Fälligkeit der Vergütung nach § 641 BGB@
die Gefahrtragung nach § 644 BGB@.
die Mängelrechte
Auch für die Geltendmachung von Mängelrechten ist die Abnahme von Bedeutung. Der Besteller kann Mängelrechte nach § 634 BGB@ grundsätzlich erst nach Abnahme des Werks mit Erfolg geltend machen (BGH, 19.01.2017 - VII ZR 301/13, Leitsatz).
Die Verjährung des Zahlungsanspruchs beginnt im Jahr der Abnahme. Der Zugang einer Rechnung ist grundsätzlich nicht erforderlich
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