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Timestamp: 2016-10-28 02:34:23
Document Index: 306470311

Matched Legal Cases: ['Art. 132', 'BGE', 'Art. 6', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 152', 'Art. 135', 'BGE', 'Art. 152']

I.________, 1952, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanw�ltin Karin Caviezel, Reichsgasse 65, 7000 Chur,
Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Graub�nden vom 9. Mai 2006.
Die 1952 geborene I.________ war als Produktionsmitarbeiterin bei der Firma B.________ angestellt und dadurch bei der Schweizerischen Mobiliar Versicherungsgesellschaft (Mobiliar) obligatorisch gegen die Folgen von Unf�llen versichert. Am 26. April 2003 zog sie sich ein Distorsionstrauma an der Halswirbels�ule (HWS) zu, als sie als Lenkerin eines Personenwagens in einen Auffahrunfall verwickelt wurde. Die Mobiliar erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung; Taggeld) und liess die Versicherte am Medizinischen Zentrum O.________ begutachten. Zudem liess die Unfallversicherung ein biomechanisches Gutachten �ber die am Unfall beteiligten physikalischen Kr�fte und die dadurch zu erwartenden Einfl�sse auf den menschlichen K�rper erstellen. Mit Verf�gung vom 30. April 2004 er�ffnete sie I.________ die Einstellung der Versicherungsleistungen ab dem 29. Februar 2004. Zur Begr�ndung wurde ausgef�hrt, die anhaltenden gesundheitlichen Beschwerden st�nden weder in einem nat�rlichen noch in einem ad�quaten Kausalzusammenhang zum versicherten Ereignis. Daran hielt die Mobiliar auf Einsprache der Versicherten hin fest (Einspracheentscheid vom 4. November 2004).
Die dagegen eingereichte Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden ab, nachdem es auch ein von der Invalidenversicherung in Auftrag gegebenes Gutachten des �rztlichen Begutachtungsinstituts A.________ vom 20. Juli 2005 zu den Akten genommen hatte und die Parteien sich dazu �ussern konnten (Entscheid vom 9. Mai 2006).
I.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren und beantragen, in Aufhebung des kantonalen Gerichtsentscheides seien ihr auch �ber den 29. Februar 2004 hinaus Taggelder auf Grund einer 100%igen Arbeitsunf�higkeit oder eine entsprechende Invalidenrente zu gew�hren, Heilungskosten zu bezahlen und eine angemessene Integrit�tsentsch�digung auszurichten. Eventuell sei die Sache zur weiteren medizinischen Sachverhaltsabkl�rung zur�ckzuweisen. Dar�ber hinaus ersucht sie um Gew�hrung einer unentgeltlichen Verbeist�ndung im letztinstanzlichen Verfahren.
Die Mobiliar schliesst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Das Bundesamt f�r Gesundheit verzichtet auf eine Vernehmlassung.
Am 1. Januar 2007 ist das Bundesgesetz �ber das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 (BGG; SR 173.110) in Kraft getreten (AS 2006 1205, 1243). Damit wurden das Eidgen�ssische Versicherungsgericht und das Bundesgericht in Lausanne zu einem einheitlichen Bundesgericht (an zwei Standorten) zusammengef�gt (Seiler/von Werdt/G�ngerich, Bundesgerichtsgesetz [BGG], Bern 2007, S. 10 Rz 75) und es wurde die Organisation und das Verfahren des obersten Gerichts umfassend neu geregelt. Dieses Gesetz ist auf die nach seinem Inkrafttreten eingeleiteten Verfahren des Bundesgerichts anwendbar, auf ein Beschwerdeverfahren jedoch nur dann, wenn auch der angefochtene Entscheid nach dem Inkrafttreten dieses Gesetzes ergangen ist (Art. 132 Abs. 1 BGG). Da der kantonale Gerichtsentscheid am 9. Mai 2006 und somit vor dem 1. Januar 2007 erlassen wurde, richtet sich das Verfahren nach dem bis 31. Dezember 2006 in Kraft gestandenen Bundesgesetz �ber die Organisation der Bundesrechtspflege (OG) vom 16. Dezember 1943 (vgl. BGE 132 V 393 E. 1.2 S. 395).
2.1 Strittig ist der von der Beschwerdegegnerin verf�gte und vorinstanzlich best�tigte Fallabschluss (Einstellung s�mtlicher Leistungen aus dem Ereignis vom 26. April 2003) per 29. Februar 2004 und die Frage, ob der Sachverhalt gen�gend abgekl�rt sei. W�hrend die Mobiliar und das kantonale Gericht hinsichtlich der �ber den genannten Zeitpunkt hinaus von der Versicherten geklagten Beschwerden die Ad�quanz des Kausalzusammenhanges verneinen, macht die Beschwerdef�hrerin geltend, der anhaltende Gesundheitsschaden sei somatischer Natur und stehe in einem nat�rlichen und ad�quaten Kausalzusammenhang mit dem versicherten Ereignis. Die Beschwerdegegnerin sei daher weiterhin leistungspflichtig.
2.2 Das kantonale Gericht hat die Rechtsgrundlagen der umstrittenen Leistungspflicht des Unfallversicherers (Art. 6 Abs. 1 UVG) und die Rechtsprechung zu dem f�r diese vorausgesetzten nat�rlichen Kausalzusammenhang im Allgemeinen (BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181 mit Hinweisen) und bei Schleudertraumen der Halswirbels�ule (HWS) oder �quivalenten Verletzungsmechanismen im Besonderen (BGE 119 V 335 E. 2b/aa S. 340; RKUV 2000 Nr. U 359 S. 29) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen. Entsprechendes gilt f�r die von der Judikatur entwickelten allgemeinen Grunds�tze zum Erfordernis des ad�quaten Kausalzusammenhanges (BGE 125 V 456 E. 5a S. 461 mit Hinweisen), insbesondere auch bei psychischen Unfallfolgen (BGE 115 V 133) und bei den Folgen eines Unfalles mit Schleudertrauma der HWS oder �quivalenten Verletzungen ohne organisch nachweisbare Funktionsausf�lle (BGE 117 V 359 ff.; vgl. auch RKUV 2002 Nr. U 456 S. 437).
2.3 Anzumerken bleibt, dass wenn die Unfallkausalit�t einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachgewiesen ist, die deswegen anerkannte Leistungspflicht des Unfallversicherers erst entf�llt, wenn der Unfall nicht die nat�rliche und ad�quate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Ebenso wie der leistungsbegr�ndende nat�rliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein �blichen Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse M�glichkeit nunmehr g�nzlich fehlender urs�chlicher Auswirkungen des Unfalls gen�gt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die entsprechende Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegr�ndender nat�rlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht beim Versicherten, sondern beim Unfallversicherer. Diese Beweisgrunds�tze gelten sowohl im Grundfall als auch bei R�ckf�llen und Sp�tfolgen (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b mit Hinweisen) und sind f�r s�mtliche Leistungsarten massgebend. Der Unfallversicherer hat nicht den Beweis f�r unfallfremde Ursachen zu erbringen. Welche Ursachen ein nach wie vor geklagtes Leiden hat, ist an sich unerheblich. Entscheidend ist allein, ob die unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind (Urteil S. vom 7. Juni 2006 E. 2.2, U 414/05, mit Hinweisen).
3.1 Beim Ereignis vom 26. April 2003 zog sich die Beschwerdef�hrerin gem�ss den �rzten des Landeskrankenhauses F.________, welches sofort aufgesucht wurde, eine Distorsion der HWS zu. Ob es zum Unfall gekommen ist, weil sie beim Warten auf einen freien Parkplatz leicht r�ckw�rts rollte, oder weil ein nachfolgender Wagen leicht auf ihr Auto auffuhr, ist f�r die hier zu beurteilenden Fragen der Kausalit�t von persistierenden Beschwerden irrelevant, weshalb der diesbez�gliche Sachverhalt nicht n�her gekl�rt werden muss. Die Versicherte nahm ihre Arbeit (feinmotorische T�tigkeit in einer Zwangshaltung) sofort wieder auf, wurde hingegen von ihrem Hausarzt, Dr. med. J.________ ab 30. April 2003 als arbeitsunf�hig erachtet. Der wegen persistierenden Beschwerden konsultierte Spezialarzt f�r Rheumaerkrankungen, Dr. med. N.________, stellte am 29. August 2003 die Diagnosen eines cervikocephalen und cervikospondylogenen Syndroms bei Status nach Distorsionstrauma der HWS, von Diskusprotrusionen rechtsmediolateral C3/4 und C6/7 sowie eines kleinen rechtslateralen teilweise intraforaminalen Diskusprolaps C5/6 mit Einengung des rechten Neuroforamens, eines Tinnitus, Sehst�rungen und Konzentrationsschwierigkeiten. Der Arzt qualifizierte die Beschwerden als eine Traumatisierung der HWS bei vorbestehenden degenerativen diskalen L�sionen. Die Beschwerdef�hrerin sei f�r die ergonomisch ung�nstige T�tigkeit zu 100% arbeitsunf�hig. In der Folge liess die Mobiliar ein biomechanisches Gutachten erstellen (Technische Unfallanalyse vom 30. Januar 2004), holte bei ihrem Vertrauensarzt Dr. med. M.________, Spezialarzt FMH f�r Neurologie, eine Aktenbeurteilung ein (Bericht vom 19. Dezember 2003) und liess die Beschwerdef�hrerin am Medizinischen Zentrum O.________ untersuchen. Laut Gutachten vom 9. Februar 2004 des orthop�dischen Chirurgen Dr. med. K.________ und des Facharztes FMH f�r Chirurgie, Dr. med. U.________, wird eine leichte Distorsion der HWS diagnostiziert, wobei die Chirurgen zur Erkenntnis gelangten, der gem�ss Polizeibericht und Unfallanalyse leichte Unfall k�nne die aktuellen Beschwerden nicht erkl�ren. Ohne selbst den psychischen Gesundheitszustand der Probandin zu pr�fen, deklarierten sie die Progression der Symptome als krankhaften Ursprungs und - in Ermangelung traumatischer L�sionen - als psychisch bedingt. Im Gegensatz dazu stehen die von der Beschwerdef�hrerin nach der Einstellungsverf�gung vom 30. April 2004 beziehungsweise nach dem Einspracheentscheid vom 4. November 2004 aufgelegten �rztlichen Atteste. Dr. med. C.________, Spezialarzt FMH f�r Neurologie, stellte am 18. Mai 2004 die Diagnosen eines Zustandes nach cranio-cervicalem Beschleunigungstrauma mit cervicocephalem Schmerzsyndrom nach Auffahrkollision, von vorbestehenden degenerativen Ver�nderungen im Bereiche der HWS, eines Tinnitus rechts, einer Fusionsschw�che mit Diplopie beim Lesen und eines Zustandes nach kognitiven Funktionsst�rungen. Seines Erachtens handle es sich um typische Beschwerden nach cronio-cervicalem Beschleunigungstrauma. Dr. S.________, Augenarzt FMH, hielt fest, die von ihm festgestellte Vergr�sserung eines blinden Flecks und feine Doppelbilder vor allem mit dem rechten Auge seien sicherlich auf das Schleudertrauma zur�ck zu f�hren. Die augen�rztliche Situation sei typisch f�r einen Zustand nach kranio-zervikalem Beschleunigungstrauma (Berichte vom 23. September 2004 und vom 18. Januar 2005). Dr. med. H.________, leitender Arzt Chirurgie, und Dr. med. E.________, allg. Medizin FMH, ehemaliger Kreisarzt der SUVA, stellten in ihrem Bericht vom 25. Februar 2005 die gleichen Diagnosen und hielten bez�glich Kausalit�t ihrer Befunde fest, es handle sich einerseits um ein Beschwerdebild, wie es nach Beschleunigungstraumen vorkommen k�nne, andererseits l�gen unspezifische Symptome vor. Die Wahrscheinlichkeit eines nat�rlichen Kausalzusammenhanges beziffern sie auf 50%. Dr. L.________, Spezialarzt f�r Chirurgie, speziell Wirbels�ulenleiden, Schleudertrauma und orthop�dische Traumatologie, bejaht aus seiner Sicht einen nat�rlichen Kausalzusammenhang genauso wie Dr. D.________, Neurologie FMH. Schliesslich wurde die Beschwerdef�hrerin im Auftrag der Invalidenversicherung am �rztlichen Begutachtungsinstitut A.________ untersucht. Im Gutachten vom 20. Juli 2005 wird ausdr�cklich nicht auf die Kausalit�t der erhobenen Befunde eingegangen. Hingegen ist insbesondere dem neurologischen Teilgutachten (Dr. med. Z.________, 14. Juni 2005) zu entnehmen, dass die klinische Untersuchung Befunde gezeigt hat, welche nicht ausschliesslich auf die radiologisch sichtbaren Diskopathien zur�ckgef�hrt werden k�nnen. Diese somatischen Befunde w�rden die Patientin mit Sicherheit in ihrer Arbeitsf�higkeit relevant einschr�nken. Hinweise f�r irgendwelche Aggravations- oder gar Simulationstendenzen werden verneint. Die Patientin habe sich als kooperativ und �berhaupt nicht klagsam erwiesen. Die Formulierung des Neurologen zeigt, dass das Ereignis vom 26. April 2003 eine richtunggebende Verschlimmerung eines vorher stummen Vorzustandes bewirkt hat. Der Beginn der somatisch bedingten Arbeitsunf�higkeit in der bisherigen T�tigkeit wird denn auch auf dieses Datum gelegt.
3.2 Entgegen der Darstellung im angefochtenen Entscheid kommen dem vertrauens�rztlichen Bericht des Dr. med. M.________ und dem Gutachten des Medizinischen Zentrums O.________ keine gr�ssere Beweiskraft zu als den verschiedenen anderen Berichten und Gutachten. Dr. M.________ hat die Beschwerdef�hrerin nicht selbst untersucht. Er begr�ndet seine Verneinung eines nat�rlichen Kausalzusammenhanges mit dem Ergebnis des biomechanischen Gutachtens und der Pers�nlichkeitsstruktur der Versicherten, �ber die er keinerlei Angaben hat. Auch die unkommentierte Bemerkung im Gutachten des Medizinischen Zentrums O.________: "Von der psychischen Seite f�llt eventuell ins Gewicht, dass die Patientin geschieden ist und keine Arbeit hat" kann nicht weiter helfen. Sie findet in den Akten keinerlei St�tze. Eine eigene psychiatrische Beurteilung ist unterblieben. Die Beurteilung �berzeugt nicht; zumal die begutachtenden �rzte am Medizinischen Zentrum O.________ Fach�rzte f�r Chirurgie und nicht f�r Psychiatrie sind. Als einzige der zahlreichen behandelnden und begutachtenden �rzte stellen sie ausschliesslich die Diagnose einer leichten Distorsion der HWS. Die nach dem Ereignis aufgetretenen - und vom entsprechenden Spezialarzt als mit Sicherheit auf dieses zur�ckzuf�hrenden - ophtalmologischen Beschwerden finden ebenso wenig Erw�hnung wie der von allen anderen Spezialisten aufgelistete Tinnitus. Die Befunde der Beschwerdef�hrerin sind insbesondere neurologisch/rheumatologischer Natur. Die untereinander unabh�ngigen Neurologen Dr. med. C.________, Dr. med. D.________ und Dr. med. Z.________ vom �rztlichen Begutachtungsinstitut A.________ sehen aber �bereinstimmend immerhin eine nat�rliche Teilkausalit�t der von ihnen selbst erhobenen Befunde mit dem Unfall vom 26. April 2003. Damit ist mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit belegt, dass zwischen dem Unfall und den objektivierbaren Befunden und deren Folgen auf die Arbeits- und Erwerbsf�higkeit zumindest teilweise eine nat�rliche Kausalit�t besteht, was f�r die Bejahung des diesbez�glichen Kausalzusammenhanges gen�gt (BGE 119 V 335 E. 1 S. 337, 117 V 359 E. 4b S. 360). Davon gehen auch die Gutachter des Spitals U.________ aus, wenn sie die Wahrscheinlichkeit mit 50% beziffern. Da die Mobiliar den Wegfall des nat�rlichen Kausalzusammenhanges mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit darzulegen hat (Erw�gung 2.3 hievor), k�nnen sie aus dieser Quantifizierung nichts f�r sich ableiten.
Damit bleibt zu pr�fen, ob auch der ad�quate Kausalzusammenhang zu bejahen ist.
4.1.1 Nach der Rechtsprechung ist bei der Beurteilung der Ad�quanz von organisch nicht (hinreichend) nachweisbaren Unfallfolgesch�den wie folgt zu differenzieren: Es ist zun�chst abzukl�ren, ob die versicherte Person beim Unfall ein Schleudertrauma der Halswirbels�ule (HWS), eine dem Schleudertrauma �quivalente Verletzung oder ein Sch�del-Hirntrauma erlitten hat. Ist dies nicht der Fall, gelangt die Rechtsprechung gem�ss BGE 115 V 133 E. 6c/aa S. 140 zur Anwendung. Ergeben die Abkl�rungen indessen, dass die versicherte Person eine der soeben erw�hnten Verletzungen erlitten hat, muss gepr�ft werden, ob die zum typischen Beschwerdebild einer solchen Verletzung geh�renden Beeintr�chtigungen zwar teilweise vorliegen, im Vergleich zur psychischen Problematik aber ganz in den Hintergrund treten. Trifft dies zu, sind f�r die Ad�quanzbeurteilung ebenfalls die in BGE 115 V 133 E. 6c/aa S. 140 f�r Unf�lle mit psychischen Folgesch�den aufgestellten Grunds�tze massgebend (BGE 123 V 98 E. 2a S. 99; vgl. zur differenzierten Anwendung dieser Rechtsprechung in zeitlicher Hinsicht RKUV 2002 Nr. U 465 S. 437); andernfalls kommen die in BGE 117 V 359 E. 6a S. 366 und 369 E. 4b S. 382 festgelegten Kriterien zum Zuge (BGE 127 V 102 E. 5b/bb S. 103).
4.1.2 Bei einem Schleudertrauma der HWS handelt es sich aus medizinischer Sicht um einen Beschleunigungsmechanismus an der Halswirbels�ule ohne Kopfanprall mit der dazugeh�rigen Diagnose einer Distorsion der HWS resp. des Nackens (RKUV 1995 Nr. U 221 S. 112). Typisch f�r diese Art von Verletzung ist das geh�ufte Auftreten von Beschwerden, wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Ged�chtnisst�rungen, �belkeit, rasche Erm�dbarkeit, Visusst�rungen, Reizbarkeit, Affektlabilit�t, Depression, sowie Wesensver�nderungen (BGE 119 V 335 E. 1 S. 338, 117 V 359 E. 4b S. 360). Das Vorliegen eines Schleudertraumas wie seiner Folgen m�ssen durch zuverl�ssige �rztliche Angaben gesichert sein. Distorsionen der Halswirbels�ule stellen eine dem Schleudertrauma der HWS �quivalente Verletzungsform dar (SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 E. 2; Urteil F. vom 26. November 2001 [U 409/00] E. 3).
4.2 Unmittelbar nach dem Unfall war vom Spital F.________ bei der Beschwerdef�hrerin eine HWS-Distorsion diagnostiziert worden. Diese Diagnose wurde in der Folge von Dr. J.________ am 3. Juni 2003, von Dr. N.________ am 29. August 2003, den �rzten in der Rehaklinik G.________ am 12. Mai 2004, Dr. C.________ am 18. und 26. Mai 2004, Dres. H.________ und E.________ am 25. Februar 2005 und schliesslich auch den Dres. L.________ und D.________ am 23. Juni und 18. Juli 2005 best�tigt. Erst die Chirurgen am Medizinischen Zentrum O.________ erw�hnten in ihrem am 9. Februar 2004 abgelieferten Gutachten ein psychisches Leiden, ohne dieses aber irgendwie zu spezifizieren. Bei einer solchen Konstellation kann aber kaum davon ausgegangen werden, die physischen Beeintr�chtigungen h�tten nur eine untergeordnete Rolle gespielt und seien damit ganz in den Hintergrund getreten. Vielmehr hat die in BGE 117 V 359 begr�ndete Rechtsprechung zur Anwendung zu gelangen. Dabei wird auf eine Differenzierung zwischen physischen und psychischen Komponenten verzichtet (BGE 117 V 359 E. 6a S. 367).
4.3 Der Unfall vom 26. April 2003 ist dem mittleren Bereich im Grenzbereich zu den leichten Ereignissen zuzuordnen. Dies unabh�ngig davon, ob es sich um eine Auffahrkollision mit sehr geringer Geschwindigkeit, oder um ein R�ckw�rtsrollen beim Warten auf einen freien Parkplatz handelt. Damit m�ssen die rechtsprechungsgem�ssen weiteren Kriterien (vgl. BGE 117 V 359, E. 6b S. 368) in geh�ufter oder auffallender Weise erf�llt sein, damit die Ad�quanz zu bejahen ist.
Besonders dramatische Begleitumst�nde oder eine besondere Eindr�cklichkeit des Unfalles liegen nicht vor. Ebenso wenig erf�llt die HWS-Distorsion das Kriterium der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzungen (vgl. auch RKUV 2005 Nr. U 549 S. 238 E. 5.2.3 mit Hinweisen [Urteil C. vom 15. M�rz 2005, U 380/04]). Anhaltspunkte f�r eine �rztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmerte, bestehen nicht. Dies gilt auch f�r das von den Gutachtern des Medizinischen Zentrums O.________ kritisierte Tragen eines Halskragens. Ebenso wenig kann von einem schwierigen Heilungsverlauf und erheblichen Komplikationen gesprochen werden. Hingegen leidet die Beschwerdef�hrerin an einer therapieresistenten Schmerzsymptomatik (Gutachten des �rztlichen Begutachtungsinstituts A.________ vom 20. Juli 2005, S. 15) im Sinne von Nacken- und Kopfschmerzen, einem langsam abnehmenden Tinnitus rechts, Gleichgewichtsst�rungen sowie Doppelbildern. Damit ist das Kriterium von Dauerschmerzen erf�llt. In der angestammten T�tigkeit, welche die Beschwerdef�hrerin vor dem Unfall ausf�hrte, arbeitete sie in der Montage von elektronischen Kleinbauteilen, was erhebliche Anforderungen an die Feinmotorik, die Sehkraft und an die Konzentrationsf�higkeit stellte. Sie musste in den Oberk�rper und die Halswirbels�ule fixierter, sitzender Stellung ausgef�hrt werden. Der Gutachter des �rztlichen Begutachtungsinstituts A.________ sch�tzt die Arbeitsf�higkeit zwei Jahre nach dem Unfall auf 0 bis allerh�chstens 30%. In einer angepassten leichten wechselbelastenden Stelle wird diese dauernd auf 50% gesch�tzt. Damit liegt auch eine langandauernde Arbeitsunf�higkeit vor. Hingegen dauerte die �rztliche Behandlung nicht ungew�hnlich lange. Diese war sp�testens mit Abschluss des station�ren Aufenthaltes in G.________ und damit rund ein Jahr nach dem Ereignis beendet. Alle weiteren �rztlichen Bem�hungen dienten einzig der Abkl�rung oder des Aufrechterhaltens des Status quo. Damit sind nur zwei der zu ber�cksichtigenden Zusatzkriterien erf�llt. Die Ad�quanz der andauernden Beschwerden mit dem Unfall ist daher zu verneinen.
4.4 Nach dem Gesagten hat die Mobiliar mit dem vorinstanzlich best�tigten Einspracheentscheid vom 4. November 2004 ihre Leistungen mit Recht auf den 29. Februar 2004 eingestellt. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist deshalb abzuweisen.
Die unentgeltliche Verbeist�ndung kann antragsgem�ss gew�hrt werden, da hief�r nach Gesetz (Art. 152 in Verbindung mit Art. 135 OG) und Praxis (BGE 125 V 202 Erw. 4a und 372 Erw. 5b, je mit Hinweisen) erforderlichen Voraussetzungen erf�llt sind. Es wird indessen ausdr�cklich auf Art. 152 Abs. 3 OG aufmerksam gemacht, wonach die beg�nstigte Partei der Gerichtskasse Ersatz zu leisten haben wird, wenn sie sp�ter dazu im Stande ist.
Zufolge Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege wird Rechtsanw�ltin Caviezel f�r das Verfahren vor dem Bundesgericht aus der Gerichtskasse eine Entsch�digung von Fr. 2500.- (einschliesslich Mehrwertsteuer) ausgerichtet.