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Timestamp: 2013-05-23 19:25:59
Document Index: 155703670

Matched Legal Cases: ['Art. 118', 'Art. 118', 'Art. 118', 'Art. 118', 'Art. 118', 'Art. 118', 'Art. 118', 'Art. 118', 'Art. 118', 'Art. 118', 'Art. 90', 'Art. 93']

Rechtsprechung: 16-IX-98
Rechtsprechung VerfGH Sachsen, 06.11.1998 - Vf. 16-IX-98 Volltextver�ffentlichungen
Wird zitiert von ... (8) VerfGH Sachsen, 11.12.2008 - 151-IX-07 Abgeordnetenanklage als unzul�ssig verworfenMit der durch Art. 118 S�chsVerf er�ffneten M�glichkeit, Abgeordnetenanklage zu erheben, werden nicht nur die Aus�bung des Mandats und die Unabh�ngigkeit des Abgeordneten, sondern der Bestand des Mandats und die durch die Wahl grunds�tzlich erworbene Legitimit�t des Abgeordneten, das Volk im Parlament zu vertreten, in Frage gestellt (vgl. auch S�chsVerfGH, Beschluss vom 6. November 1998 � Vf. 16-IX-98, JbS�chsOVG 6, 47 [62]).cc) Das so verstandene Unterrichtungserfordernis bezieht sich sowohl auf das tatbestandsm��ige Verhalten im Sinne des Art. 118 Abs. 1 Nr. 1 oder 2 S�chsVerf � hier Art und Ausma� der T�tigkeit des Angeklagten f�r das fr�here MfS � als auch auf diejenigen Sachverhaltselemente, welche die Untragbarkeit der fortdauernden Innehabung des Mandats begr�nden k�nnen (vgl. dazu auch S�chsVerfGH, Beschl�sse vom 6. November 1998 � Vf. 16-IX-98, JbS�chsOVG 6, 47 [61]; Vf. 17-IX-98 und Vf. 18- IX-98).Auf der ersten Stufe bedarf es im Anwendungsbereich des Art. 118 Abs. 1 Nr. 2 S�chsVerf dringender Verdachtsmomente daf�r, dass der betreffende Abgeordnete bewusst und final f�r das fr�here MfS t�tig geworden ist (vgl. S�chsVerfGH, Beschluss vom 6. November 1998 � Vf. 16-IX-98, JbS�chsOVG 6, 47 [66]).aa) Bereits in seinen Beschl�ssen vom 6. November 1998 (Vf. 16-IX-98, JbS�chsOVG 6, 47, [59 ff.]; Vf. 17-IX-98 und Vf. 18-IX-98) hat der Verfassungsgerichtshof entschieden, dass der Anklagegegenstand durch den Beschluss des Landtages nach Art. 118 Abs. 2 Satz 2 S�chsVerf bestimmt wird (vgl. auch S�chsVerfGH, Beschluss vom 2. November 2006 � Vf. 55-IX-06, JbS�chsOVG 14, 23 [36 f.]).Gleiches gilt f�r das Begr�ndungserfordernis im Hinblick auf die Untragbarkeit fortdauernder Mandatsinnehabung (S�chsVerfGH, Beschl�sse vom 6. November 1998 � Vf. 16-IX-98, JbS�chsOVG 6, 47, [61]; Vf. 17-IX-98 und Vf. 18-IX-98).die zu pr�fenden Sachverhalte selbst auszuw�hlen (vgl. S�chsVerfGH, Vf. 16-IX-98, JbS�chsOVG 6, 47, [59]; Vf. 17-IX-98 und Vf. 18-IX-98).(4) Schlie�lich kann auch die in der nicht �ffentlichen Sitzung des Landtages vom 4. Juli 2007 (…PlenProt 4/83, S. 4 ff.) erfolgte Berichterstattung durch den Vorsitzenden des Bewertungsausschusses nicht Ankn�pfungspunkt f�r eine Bestimmung und Abgrenzung des Anklagegegenstands sein, zumal nicht erkennbar ist, dass dieser Bericht zum Gegenstand der Abstimmung �ber die Erhebung der Abgeordnetenanklage gemacht wurde (vgl. dazu S�chsVerfGH, Beschluss vom 6. November 1998 � Vf. 16-IX-98, JbS�chsOVG 6, 47 [61]).
VerfGH Sachsen, 12.12.2008 - 151-IX-07 Mit der durch Art. 118 S�chsVerf er�ffneten M�glichkeit, Abgeordnetenanklage zu erheben, werden nicht nur die Aus�bung des Mandats und die Unabh�ngigkeit des Abgeordneten, sondern der Bestand des Mandats und die durch die Wahl grunds�tzlich erworbene Legitimit�t des Abgeordneten, das Volk im Parlament zu vertreten, in Frage gestellt (vgl. auch S�chsVerfGH, Beschluss vom 6. November 1998 � Vf. 16-IX-98, JbS�chsOVG 6, 47 [62]).cc) Das so verstandene Unterrichtungserfordernis bezieht sich sowohl auf das tatbestandsm��ige Verhalten im Sinne des Art. 118 Abs. 1 Nr. 1 oder 2 S�chsVerf � hier Art und Ausma� der T�tigkeit des Angeklagten f�r das fr�here MfS � als auch auf diejenigen Sachverhaltselemente, welche die Untragbarkeit der fortdauernden Innehabung des Mandats begr�nden k�nnen (vgl. dazu auch S�chsVerfGH, Beschl�sse vom 6. November 1998 � Vf. 16-IX-98, JbS�chsOVG 6, 47 [61]; Vf. 17-IX-98 und Vf. 18- IX-98).Auf der ersten Stufe bedarf es im Anwendungsbereich des Art. 118 Abs. 1 Nr. 2 S�chsVerf dringender Verdachtsmomente daf�r, dass der betreffende Abgeordnete bewusst und final f�r das fr�here MfS t�tig geworden ist (vgl. S�chsVerfGH, Beschluss vom 6. November 1998 � Vf. 16-IX-98, JbS�chsOVG 6, 47 [66]).aa) Bereits in seinen Beschl�ssen vom 6. November 1998 (Vf. 16-IX-98, JbS�chsOVG 6, 47, [59 ff.]; Vf. 17-IX-98 und Vf. 18-IX-98) hat der Verfassungsgerichtshof entschieden, dass der Anklagegegenstand durch den Beschluss des Landtages nach Art. 118 Abs. 2 Satz 2 S�chsVerf bestimmt wird (vgl. auch S�chsVerfGH, Beschluss vom 2. November 2006 � Vf. 55-IX-06, JbS�chsOVG 14, 23 [36 f.]).Gleiches gilt f�r das Begr�ndungserfordernis im Hinblick auf die Untragbarkeit fortdauernder Mandatsinnehabung (S�chsVerfGH, Beschl�sse vom 6. November 1998 � Vf. 16-IX-98, JbS�chsOVG 6, 47, [61]; Vf. 17-IX-98 und Vf. 18-IX-98).die zu pr�fenden Sachverhalte selbst auszuw�hlen (vgl. S�chsVerfGH, Vf. 16-IX-98, JbS�chsOVG 6, 47, [59]; Vf. 17-IX-98 und Vf. 18-IX-98).(4) Schlie�lich kann auch die in der nicht �ffentlichen Sitzung des Landtages vom 4. Juli 2007 (…PlenProt 4/83, S. 4 ff.) erfolgte Berichterstattung durch den Vorsitzenden des Bewertungsausschusses nicht Ankn�pfungspunkt f�r eine Bestimmung und Abgrenzung des Anklagegegenstands sein, zumal nicht erkennbar ist, dass dieser Bericht zum Gegenstand der Abstimmung �ber die Erhebung der Abgeordnetenanklage gemacht wurde (vgl. dazu S�chsVerfGH, Beschluss vom 6. November 1998 � Vf. 16-IX-98, JbS�chsOVG 6, 47 [61]).
VerfGH Sachsen, 02.11.2006 - 55-IX-06 Abgeordnetenanklage gegen Prof. Dr. Porsch verfristetDa der Verfassungsgerichtshof einstimmig zu dieser Entscheidung gelangt ist, kann er die Anklage ohne m�ndliche Verhandlung durch Beschluss nach � 10 Abs. 1 S�chsVerfGHG i.V.m. � 24 BVerfGG verwerfen (S�chsVerfGH, Beschl�sse vom 6. November 1998 � Vf. 16-IX-98, JbS�chsOVG 6, 47, [59]; Vf. 17-IX-98; Vf. 18-IX-98; Beschluss vom 13. Januar 2000 � Vf. 41-IX-99).Im Landtagsbeschluss �ber die Anklageerhebung nach Art. 118 Abs. 2 S�chsVerf nicht klar abgegrenzte und bezeichnete oder sogar �berhaupt nicht bezeichnete Sachverhaltselemente k�nnen mithin nicht Gegenstand der Urteilsfindung im Sinne des � 43 Abs. 1 S�chsVerfGHG sein (S�chsVerfGH, Beschl�sse vom 6. November 1998 � Vf. 16-IX-98, JbS�chsOVG 6, 47, [60 f.]; Vf. 17-IX-98; Vf. 18-IX-98).Sowohl der Schutz der Unabh�ngigkeit des Mandats als auch das verfassungsrechtlich gesch�tzte Interesse an der Wahrung der Integrit�t und Vertrauensw�rdigkeit des Parlaments gebieten die unverz�gliche Einleitung eines f�r n�tig erachteten �berpr�fungsverfahrens nach Art. 118 S�chsVerf. Nur dadurch kann ein freiheitliches Erscheinungsbild des Landtages gesichert und dauerhaftes Vertrauen der Bev�lkerung in die T�tigkeit des Staates gest�rkt werden, ganz besonders auch derjenigen B�rger, die Opfer politischer Willk�r waren oder aus anderen Gr�nden in den Machtapparat des fr�heren MfS verstrickte Abgeordnete als besondere Belastung empfinden m�ssen (S�chsVerfGH, Beschl�sse vom 6. November 1998 � Vf. 16-IX-98, JbS�chsOVG 6, 47, [61 f.]; Vf. 17-IX-98; Vf. 18-IX-98).Der Verfassungsgerichtshof hat bereits in seinen Beschl�ssen vom 6. November 1998 entschieden, dass Plenarprotokolle aus zur�ckliegenden Legislaturperioden eine geeignete Erkenntnisquelle darstellen (Vf. 16-IX-98, JbS�chsOVG 6, 47, [62]; Vf. 17-IX-98; Vf. 18-IX-98).
VerfGH Sachsen, 17.12.1998 - 55-VIII-98 Der Verfassungsgerichtshof ist zu dieser Entscheidung einstimmig gelangt und konnte den Antrag deshalb auch im Verfahren nach Artikel 90 S�chsVerf, �� 7 Nr. 8, 36 S�chs- VerfGHG, das der kommunalen Verfassungsbeschwerde des Artikel 93 Abs. 1 Nr. 4 b GG angen�hert ist (siehe unten II.1.), gem. � 10 S�chsVerfGHG i. V. m. � 24 BVerfGG durch Beschluss verwerfen (vgl. S�chsVerfGH, Beschluss vom 06.11.1998 - Vf. 16-IX-98 - BVerfGE 9, 334 [336 f.]).
VerfGH Sachsen, 22.11.2001 - 26-VIII-01 Der Verfassungsgerichtshof ist zu dieser Entscheidung einstimmig gelangt und kann deshalb auch im Verfahren nach Artikel 90 S�chsVerf, � 7 Nr. 8, � 36 S�chsVerfGHG gem�� � 10 S�chsVerfGHG i.V.m. � 24 BVerfGG durch Beschluss erkennen (S�chsVerfGH, Beschluss vom 6. November 1998 � Vf. 16-IX-98, S�chsVBl. 1999, 7 [8]; S�chsVerfGH, Beschluss vom 17. Dezember 1998 � Vf. 55-VIII-98; vgl. BVerfGE 9, 334 [336]).
VerfGH Sachsen, 20.09.2001 - 34-VIII-01 Der Verfassungsgerichtshof ist zu dieser Entscheidung einstimmig gelangt und kann deshalb auch im Verfahren nach Artikel 90 S�chsVerf, � 7 Nr. 8, � 36 S�chsVerfGHG gem�� � 10 S�chsVerfGHG i.V.m. � 24 BVerfGG durch Beschluss erkennen (S�chsVerfGH, Beschluss vom 6. November 1998 � Vf. 16-IX-98, S�chsVBl. 1999, 7 [8]; S�chsVerfGH, Beschluss vom 17. Dezember 1998 � Vf. 55-VIII-98; vgl. BVerfGE 9, 334 [336]).
VerfGH Sachsen, 09.12.1999 - 171-VIII-98 Der Verfassungsgerichtshof ist zu dieser Entscheidung einstimmig gelangt und kann deshalb auch im Verfahren nach Art. 90 S�chsVerf, � 7 Nr. 8, � 36 S�chsVerfGHG, das der kommunalen Verfassungsbeschwerde nach Art. 93 Abs. 1 Nr. 4 b GG angen�hert ist (vgl. S�chsVerfGH, Beschlu� vom 03.12.1998 - Vf. 77-VIII-98-), gem�� � 10 S�chsVerfGHG i.V.m. � 24 BVerfGG durch Beschlu� erkennen (vgl. S�chsVerfGH, Beschlu� vom 06.11.1998 - Vf. 16-IX-98-; S�chsVerfGH, Beschlu� vom 17.12.1998 - Vf. 55-VIII-98-; BVerfGE 9, 334 [336 f.]).