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Timestamp: 2018-01-17 18:11:12
Document Index: 193819296

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 257', '§ 257']

BGH 1 StR 469/10 - 17. September 2013 (LG München) · hrr-strafrecht.de
BGH 1 StR 469/10 - 17. September 2013 (LG München) [= HRRS 2013 Nr. 979]
BGH 1 StR 469/10:
HRRS-Nummer: HRRS 2013 Nr. 979
Zitiervorschlag: BGH, 1 StR 469/10, Beschluss v. 17.09.2013, HRRS 2013 Nr. 979
BGH 1 StR 469/10 - Beschluss vom 17. September 2013 (LG München)
Verständigung (Belehrungspflicht des Gerichts).
Auf die Revisionen der Angeklagten wird das Urteil des Landgerichts München II vom 27. April 2010 mit den Feststellungen aufgehoben.
Das Landgericht hat die Angeklagten wegen gemeinschaftlichen Betruges in 27 Fällen, jeweils in Tateinheit mit vorsätzlichem gemeinschaftlichem unerlaubtem Betreiben eines Bankgeschäftes zu Gesamtfreiheitsstrafen verurteilt. Mit ihren auf die Rüge einer Verletzung des § 257c Abs. 5 StPO und die näher ausgeführte Sachrüge gestützten Revisionen wenden sich die Angeklagten gegen ihre Verurteilung.
Die Revisionen haben bereits mit der Rüge, die Angeklagten seien nicht gemäß § 257c Abs. 5 StPO über die Risiken einer Absprache belehrt worden, Erfolg (vgl. hierzu BVerfG, Urteil vom 19. März 2013 - 2 BvR 2628/10, 2 BvR 2883/10 und 2 BvR 2155/11 Rn. 99, NJW 2013, 1058, 1067; Senat, Beschluss vom 11. April 2013 - 1 StR 563/12). Eine Ursächlichkeit des Belehrungsfehlers kann hier nicht ausgeschlossen werden (vgl. dazu BVerfG aaO Rn. 99, 127).