Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ%2096,%20182
Timestamp: 2019-05-19 23:45:45
Document Index: 131043395

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 9', '§ 284', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 364', '§ 362', 'BGH', '§ 9', 'BGH', '§ 9', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 364', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 30.10.1985 - VIII ZR 251/84 - dejure.org
https://dejure.org/1985,231
BGH, 30.10.1985 - VIII ZR 251/84 (https://dejure.org/1985,231)
BGH, Entscheidung vom 30.10.1985 - VIII ZR 251/84 (https://dejure.org/1985,231)
BGH, Entscheidung vom 30. Januar 1985 - VIII ZR 251/84 (https://dejure.org/1985,231)
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Vorbehaltsverkäufer - Verzug des Käufers - Befriedigung der Kaufpreisforderung - Erfüllungshalber - Zahlungsverpflichtung - Rücktrittsrecht
Unwirksamkeit einer Vorfälligkeitsklausel bei unverschuldetem Zahlungsrückstand auch im kaufmännischen Geschäftsverkehr
AGBG § 9; BGB §§ 284, 455
BGHZ 96, 182
NJW 1986, 424
NJW-RR 1986, 473 (Ls.)
ZIP 1986, 95
MDR 1986, 402
WM 1986, 20
BB 1986, 489
BB 1986, 967
Die Entscheidung über die Klageforderung betrifft deshalb auch die rechtlichen Interessen der Klägerin (vgl. BGHZ 96, 182, 185).
Durch die Einlösung der Schecks wurden zugleich die Forderungen der Schuldnerin gegen die B. und die Forderungen der B. gegen deren Schuldner als Aussteller der Schecks beglichen (vgl. BGHZ 96, 182, 195 ;… Baumbach/Hefermehl/Casper, WG ScheckG Recht der kartengestützten Zahlungen 23. Aufl. Einl. WG Rn. 44, 49).
Die Vorfälligkeitsklausel in Nr. 6 der Kreditbedingungen ist unwirksam, weil sie nicht einen Verzug mit zwei aufeinanderfolgenden Raten fordert (vgl. Senatsurteil BGHZ 95, 362 [BGH 19.09.1985 - III ZR 213/83]), sondern - ohne Rücksicht auf Verschulden - den bloßen Ratenrückstand genügen läßt (vgl. BGHZ 96, 182, 191 [BGH 30.10.1985 - VIII ZR 251/84] m. w. Nachw.).
Das Wechselakzept durch die Schuldnerin erfolgte nur erfüllungshalber (BGHZ 96, 182, 186;… Baumbach/Hefermehl, Wechselgesetz und Scheckgesetz 22. Aufl. Einl. WG Rn. 39;… Palandt/Grüneberg, BGB 66. Aufl. § 364 Rn. 6).
Die Erfüllungswirkung trat deshalb gemäß § 362 Abs. 1 BGB erst mit Erfüllung der Wechselschuld ein, unabhängig davon, dass die Beklagte den Wechsel zur Diskontierung bei ihrer eigenen Bank eingereicht hatte (BGHZ 96, 182, 186).
Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs liegt deshalb eine unangemessene Benachteiligung i.S. des § 9 Abs. 1 AGBG vor, wenn der Verwender der Klausel einseitig seine eigenen Interessen durchsetzt, ohne die Belange seines Vertragspartners angemessen zu berücksichtigen (BGHZ 96, 182, 192;… Ulmer/Brandner/Hensen aaO. § 9 Rdn. 70 m.w.N.).
Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes ist eine Regelung in Allgemeinen Geschäftsbedingungen dann unangemessen, wenn der Verwender entgegen den Geboten von Treu und Glauben einseitig eigene Interessen auf Kosten des Vertragspartners durchzusetzen sucht, ohne von vornherein auch dessen Belange hinreichend zu berücksichtigen (BGHZ 96, 182, 192).
Formularverträge sind nach objektiven Maßstäben so auszulegen, wie die an solchen Geschäften typischerweise beteiligten Verkehrskreise sie verstehen können und müssen, d.h. wie sie von verständigen und redlichen Vertragspartnern unter Abwägung der Interessen der normalerweise beteiligten Kreise verstanden werden (Senatsurteil BGHZ 77, 116, 118 m.w.N.; BGHZ 79, 117, 118/119; vgl. auch BGHZ 84, 268, 272; 96, 182, 191; 98, 256, 260).
Die ursprüngliche Schuld wird durch die "erfüllungshalber" erbrachte Leistung erst dann erfüllt, wenn der Gläubiger aus dieser befriedigt wird (§ 364 Abs. 2 BGB; vgl. BGHZ 96, 182, 186).
BGH, 15.03.1989 - VIII ZR 303/87
BGH, 07.11.2000 - XI ZR 44/00
AG Mönchengladbach, 07.01.2003 - 5 C 521/02
Vorliegen einer allgemeinen Geschäftsbedingung trotz Wahlmöglichkeiten bezüglich …
AG Braunschweig, 08.07.2003 - 119 C 1086/03
Allgemeine Geschäftsbedingungen; Auslegung unklarer Klauseln
OLG Jena, 21.08.1997 - LWU 443/97
Zahlung von Unterpachtzins ; Erforderlichkeit der Mitwirkung ehrenamtlicher …
ArbG Berlin, 29.02.1996 - 38 Ca 24076/95
Anspruch eines Arbeitnehmers auf Entfernung einer Aktennotiz und einer Abmahnung …