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Timestamp: 2016-10-28 12:23:19
Document Index: 178096382

Matched Legal Cases: ['Art. 619', 'Art. 72', 'Art. 74', 'Art. 76', 'Art. 90', 'Art. 100', 'Art. 619', 'Art. 218', 'Art. 619', 'Art. 619', 'Art. 218', 'Art. 619', 'Art. 218', 'Art. 28', 'Art. 41', 'Art. 619', 'Art. 28', 'Art. 29', 'Art. 35', 'Art. 41', 'Art. 42', 'Art. 94', 'Art. 29', 'Art. 94', 'Art. 29', 'Art. 29', 'BGE', 'Art. 94', 'Art. 619', 'Art. 29', 'BGE', 'Art. 28', 'Art. 619', 'Art. 41', 'BGE', 'BGE', 'Art. 619', 'Art. 29', 'Art. 29', 'Art. 619', 'Art. 35', 'Art. 35', 'Art. 29', 'Art. 29', 'Art. 619', 'Art. 619', 'Art. 619', 'Art. 458', 'Art. 619', 'BGE', 'Art. 619', 'Art. 619', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 97', 'Art. 105', 'BGE', 'BGE', 'Art. 619', 'Art. 619', 'Art. 29', 'Art. 38', 'Art. 94', 'Art. 94', 'Art. 41', 'BGE', 'BGE', 'Art. 29', 'Art. 30', 'Art. 29', 'Art. 619', 'Art. 28', 'Art. 29', 'Art. 29', 'Art. 31', 'Art. 31', 'BGE', 'BGE']

5A_508/2015 (16.12.2015)
5A_508/2015 � � Urteil vom 16. Dezember 2015
Gewinnanteilsrecht,
A.a.�Am 11. November 1986 ersuchte D.A.________ die Gemeinde U.________, sein Grundst�ck GS ppp (Grundbuch des Kantons Zug) von der Bau- und Reservezone in die Landwirtschaftszone umzuteilen.
A.b.�D.A.________ verkaufte seinem Sohn C.A.________ mit Vertr�gen vom 21. April und 17. Juni 1988 den Landwirtschaftsbetrieb E.________hof. Der Kaufpreis lag unter dem Verkehrswert. Zum Landwirtschaftsbetrieb geh�rte auch das Grundst�ck GS ppp im Halte von 61'717 m2 mit dem Betriebszentrum und einem Wohnhaus.
A.c.�Die Ehegatten D.A.________ und F.A.________ schlossen am 8. Juli 1988 mit ihren acht Kindern einen Erbvertrag �ber Vorbez�ge und deren Ausgleichung. In Ziff. 4 hielten sie Folgendes fest:
"Die Vertragsparteien nehmen zur Kenntnis, dass beim Abschluss dieses Erbvertrages davon ausgegangen wird, der E.________hof (GBP Nr. ppp / GB U.________) werde aus dem Baugebiet entlassen und der Landwirtschaftszone zugewiesen und auch sp�ter nicht wieder eingezont. F�r den Fall, dass diese Annahme unrichtig sein sollte, wird gleichentags zwischen den Parteien dieses Erbvertrages eine Vereinbarung betreffs Einr�umung eines - �ber das landwirtschaftliche hinausgehende[n] - Gewinnanteilsrecht[s] abgeschlossen."
A.d.�Am 8. Juli 1988 liessen die Ehegatten A.________ und ihre acht Kinder eine Vereinbarung auf Einr�umung eines Gewinnanteilsrechts �ffentlich beurkunden. Danach r�umte C.A.________ seinen Geschwistern am Grundst�ck GS ppp ein Gewinnanteilsrecht gem�ss nachfolgenden Bestimmungen ein:
"1.1������Das Gewinnanteilsrecht bezieht sich auf alle diejenigen Parzellenteile der
������������GBP Nr. ppp, welche im Zeitpunkt eines allf�lligen Verkaufes dem Baugebiet
������������und/oder dem Reservebaugebiet und/oder einer Zone des �ffentlichen
������������Interesses zugewiesen sind.
1.2��� [Dauer von 25 Jahren ab Beurkundung der Vereinbarung / Gewinnanteile]
1.3��� [Berechnung des Gewinns]
1.4��� Der Ver�usserung sind Rechtsgesch�fte gleichgestellt, mit welchen Herr
������������C.A.________ (oder Rechtsnachfolger) den Wert der (mit dem
������������Gewinnanteilsrecht belasteten) Grundst�cke ganz oder teilweise umsetzt, wie
������������insbesondere die Begr�ndung eines Baurechtes oder eines Rechtes zur
������������Ausbeutung von Bodenbestandteilen (Art. 619 ZGB).
1.5��� [Verzicht der Eltern auf einen Gewinnanteil]
1.6-.8 [Vormerkung des Gewinnanteilsrechts im Grundbuch]"
A.e.�Das Grundst�ck GS ppp wurde im Jahr 1990 antragsgem�ss von der Bau- und Reservezone in die Landwirtschaftszone umgeteilt.
B.a.�Eine Zonenplanrevision vom Mai 2006 wies Teilfl�chen des Grundst�cks GS ppp von 10'325 m2 der Wohnzone 3 und von 12'000 m2 der Zone des �ffentlichen Interesses f�r Erholung und Freihaltung zu.
B.b.�C.A.________ parzellierte am 13. Juni 2007 die folgenden Teilfl�chen von seinem Grundst�ck GS ppp ab:
• 9'071 m2 als Grundst�ck GS qqq, Wohnzone 3
• 1'254 m2 als Grundst�ck GS rrr mit dem bestehenden Wohnhaus, Wohnzone 3
• 2'000 m2 als Grundst�ck GS sss, Zone des �ffentlichen Interesses
Im Hinblick auf eine �berbauung teilte C.A.________ am 31. August 2007 das Grundst�ck GS qqq in Parzellen f�r Wohnh�user (GS ttt - xxx), f�r eine Einstellhalle (GS yyy) und f�r gemeinschaftliche Anlagen und Wege (GS zzz und GS qqq) auf. Er behielt das Eigentum am Grundst�ck GS uuu und an einem Anteil von 43/182 am Grundst�ck GS yyy, verkaufte hingegen am 31. M�rz 2008 alle �brigen Parzellen. Aufgrund des Verkaufs setzten zwei Geschwister erfolgreich ihr Gewinnanteilsrecht gerichtlich durch.
B.c.�Ab August/September 2008 vermietete C.A.________ das Wohnhaus auf dem Grundst�ck GS rrr. Er selber wohnte im neu errichteten Betriebszentrum "J.________hof" auf einem zus�tzlich erworbenen Grundst�ck im Gebiet "G.________", Gemeinde U.________.
B.d.�Am 14. November 2008 tauschte C.A.________ das Grundst�ck GS sss gegen ein anderes Grundst�ck und Barzahlung.
B.e.�Nach Abschluss der Bauarbeiten im Jahr 2009 vermietete C.A.________ das Neunfamilienhaus (Grundst�ck GS uuu) und die Einstellpl�tze (43/182 des Grundst�cks GS yyy).
A.A.________ und B.A.________ (Kl�ger) sind Br�der von C.A.________ (Beklagter). Sie sahen in der Einzonung und in der Vermietung von Grundst�cken sowie im Tauschvertrag Rechtsgesch�fte, die ihren Gewinnanspruch begr�ndeten, und klagten am 22. M�rz 2011 auf Zahlung von je Fr. 801'362.50 nebst Zins zu 5 % seit 8. Februar 2011. Der Beklagte schloss auf Abweisung. Das Kantonsgericht Zug wies die Klage ab (Entscheid vom 30. April 2014). Die Kl�ger legten Berufung ein, die das Obergericht des Kantons Zug abwies, soweit es darauf eintrat (Urteil vom 21. Mai 2015).
Mit Eingabe vom 22. Juni 2015 beantragen die Kl�ger dem Bundesgericht, der Beklagte sei zu verpflichten, ihnen je Fr. 758'525.--, eventualiter je Fr. 484'233.--, nebst Zins zu 5 % seit 8. Februar 2011 zu bezahlen. Es sind die kantonalen Akten, hingegen keine Vernehmlassungen eingeholt worden.
Das angefochtene Urteil betrifft ein vereinbartes Gewinnanteilsrecht und damit eine Zivilsache (Art. 72 Abs. 1 BGG) in einer verm�gensrechtlichen Angelegenheit, deren Streitwert nach den obergerichtlichen Feststellungen Fr. 1'602'725.-- betr�gt (E. 6.1 S. 13) und damit die gesetzliche Mindestsumme �bersteigt (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG). Es lautet zum Nachteil der Kl�ger, deren Begehren auf Gewinnbeteiligung abgewiesen wurden (Art. 76 Abs. 1 BGG), und schliesst das Verfahren ab (Art. 90 BGG). Auf die fristgerecht (Art. 100 Abs. 1 BGG) erhobene Beschwerde kann eingetreten werden.
Ihre Gewinnbeteiligungsforderungen st�tzen die Kl�ger auf die Einzonung der Grundst�cke GS uuu, GS yyy (43/182) und GS rrr (S. 3 ff. Ziff. 1-7) und auf die Vermietung von Wohnungen (GS uuu) und Einstellpl�tzen (43/182 des Grundst�cks GS yyy; S. 11 ff. Ziff. 8-10 der Beschwerdeschrift). Die Streitfrage stellt sich wie folgt:
2.1.�Zur Zeit, als die Parteien, ihre Geschwister und ihre Eltern die Vereinbarung vom 8. Juli 1988 �ber ein Gewinnanteilsrecht �ffentlich haben beurkunden lassen, regelten die Art. 619-619 sexies ZGB (AS 1965 445 447-449) und Art. 218quinquies OR (AS 1973 I 93 96) den Gewinnanspruch. Die Bestimmungen waren dispositiver Natur. F�r die "Vertragliche Regelung" (Marginalie) galt Art. 619sexies ZGB, wonach die Aufhebung oder Ab�nderung des Gewinnanspruchs der Miterben zu ihrer G�ltigkeit der schriftlichen Form bedarf (Abs. 1) und Vereinbarungen �ber die Ab�nderung des Gewinnanspruchs der Miterben sowie �ber die Gewinnbeteiligung f�r nichtlandwirtschaftliche Grundst�cke auf Anmeldung jedes Berechtigten im Grundbuch vorgemerkt werden k�nnen (Abs. 2; vgl. f�r eine �bersicht: BENNO STUDER, Der Kauf landwirtschaftlicher Grundst�cke, in: Alfred Koller [Hrsg.], Der Grundst�ckkauf, 1989, S. 346 ff. N. 972-985 und S. 355 N. 1021-1023).
2.2.�Die Art. 619-619 sexies ZGB und Art. 218quinquies OR wurden mit Inkrafttreten des Bundesgesetzes �ber das b�uerliche Bodenrecht (BGBB; SR 211.412.11) am 1. Januar 1994 aufgehoben (AS 1993 1410 1439 f. 1442) und durch einen Verweis auf das BGBB ersetzt (Art. 619 ZGB und Art. 218 OR). Der Gewinnanspruch ist in den Art. 28 ff. und in Art. 41 BGBB geregelt. Wie bis anhin (aArt. 619 Abs. 1 ZGB) hat jeder Miterbe bei einer Ver�usserung Anspruch auf den seiner Erbquote entsprechenden Anteil am Gewinn, wenn einem Erben bei der Erbteilung ein landwirtschaftliches Gewerbe oder Grundst�ck zu einem Anrechnungswert unter dem Verkehrswert zugewiesen wird (Art. 28 Abs. 1 BGBB). Als Ver�usserung gelten laut Art. 29 Abs. 1 BGBB der Verkauf und jedes andere Rechtsgesch�ft, das wirtschaftlich einem Verkauf gleichkommt (lit. a), sowie namentlich der dem bisherigen Recht unbekannte Ver�usserungstatbestand der Zuweisung zu einer Bauzone (lit. c) und der auch im bisherigen Recht anerkannte Fall des �bergangs von einer landwirtschaftlichen zu einer nichtlandwirtschaftlichen Nutzung (lit. d). Der gesetzliche Gewinnanspruch der Miterben ist weiterhin dispositiver Natur und kann durch schriftliche Vereinbarung aufgehoben oder ge�ndert werden (Art. 35 BGBB). F�r die lebzeitige Ver�usserung landwirtschaftlicher Gewerbe oder Grundst�cke k�nnen die Vertragsparteien einen Gewinnanspruch gem�ss Art. 41 Abs. 1 BGBB vereinbaren, der wiederum den Bestimmungen �ber den Gewinnanspruch der Miterben untersteht, sofern die Parteien nichts anderes vereinbart haben (vgl. f�r eine �bersicht: Botschaft zum Bundesgesetz �ber das b�uerliche Bodenrecht [BGBB] vom 19. Oktober 1988, BBl 1988 III 953, S. 1007 ff. Ziff. 222.13 und S. 1020 f. zu Art. 42 des Entwurfs).
2.3.��bergangsrechtlich sieht Art. 94 Abs. 3 BGBB vor, dass ein bei Inkrafttreten dieses Gesetzes bereits bestehender gesetzlicher oder vertraglicher Gewinnanspruch auch unter dem neuen Recht seine G�ltigkeit beh�lt (Satz 1), dass sich jedoch F�lligkeit und Berechnung nach dem Recht richten, das im Zeitpunkt der Ver�usserung gilt, soweit vertraglich nichts Abweichendes vereinbart worden ist (Satz 2), und dass die Zuweisung eines landwirtschaftlichen Grundst�cks zu einer Bauzone (Art. 29 Abs. 1 Bst. c) nur dann als Ver�usserung gilt, wenn der Beschluss �ber die Einzonung nach Inkrafttreten dieses Gesetzes ergeht (Satz 3).
Im Falle einer Ver�usserung nach dem 1. Januar 1994 gelten f�r den vor dem 1. Januar 1994 bereits bestehenden Gewinnanspruch die Rechtsfolgen gem�ss BGBB (Art. 94 Abs. 3 BGBB: "F�lligkeit und Berechnung"), aber auch die Ver�usserungstatbest�nde von Art. 29 BGBB, namentlich die - wie hier im Mai 2006 (Bst. B.a) beschlossene - Zuweisung von landwirtschaftlichen Grundst�cken zu einer Bauzone (Art. 29 Abs. 1 lit. c BGBB), soweit vertraglich nichts Abweichendes vereinbart worden ist (BGE 137 III 344 E. 4 Abs. 3 S. 347).
Darauf verweisen die Kl�ger zu Recht (S. 3 f. Ziff. 2). Entgegen ihrer allenfalls auch nur missverst�ndlichen Darstellung (S. 4 f. Ziff. 3 der Beschwerdeschrift) beh�lt Art. 94 Abs. 3 BGBB insgesamt eine abweichende vertragliche Regelung des Gewinnanspruchs im Sinne von aArt. 619sexies ZGB vor. Auch der Ver�usserungstatbestand der Zuweisung eines landwirtschaftlichen Grundst�cks zu einer Bauzone (Art. 29 Abs. 1 lit. c BGBB) steht �bergangsrechtlich unter dem Vorbehalt einer abweichenden vertraglichen Regelung des Gewinnanspruchs (BGE 137 III 344 E. 4 Abs. 3 S. 347 und Regeste; DENIS PIOTET, Le droit transitoire des lois f�d�rales sur le droit foncier rural et sur la r�vision partielle du code civil et du code des obligations du 4 octobre 1991, ZSR NF 113/1994 I 125 ff., S. 136; THOMAS MEYER, Der Gewinnanspruch der Miterben im b�uerlichen Bodenrecht [Art. 28 ff. BGBB], 2004, S. 549 N. 1541).
2.4.�Die vorbehaltene Vereinbarung im Sinne von aArt. 619sexies ZGB muss den Gewinnanspruch abweichend und eigenst�ndig regeln. Ersch�pft sie sich in einem einfachen Hinweis auf die gesetzlichen Bestimmungen oder in deren blossen Wiedergabe, liegt keine vertragliche Regelung vor und gilt der gesetzliche Gewinnanspruch (so nunmehr Art. 41 Abs. 1 Satz 2 BGBB; f�r einen �bergangsrechtlichen Fall: BGE 137 III 344 E. 4 Abs. 1 und 4 S. 346 f., wobei die "clause conventionnelle de quote-part au gain", die im ver�ffentlichten Urteil nicht im Wortlaut wiedergegeben wurde, wie folgt lautet: "En application de l'article 218quinquies CO, et par analogie aux dispositions des articles 619 et suivants CCS, Monsieur A. accorde au vendeur, ou � son d�faut aux descendants de celui-ci, une quote-part du gain en cas de revente ou d'expropriation des immeubles ici transf�r�s, ceci au sens des dispositions l�gales pr�cit�es."; z.B. BGE 114 II 421 Bst. A und E. 2: Hinweis auf [a]Art. 619 ff. ZGB mit zeitlicher Beschr�nkung des Gewinnbeteiligungsrechts).
2.5.�Die Streitfrage lautet dahin gehend, inwieweit die Vereinbarung vom 8. Juli 1988 bloss den Gesetzestext wiedergibt, so dass die Ver�usserungstatbest�nde gem�ss Art. 29 BGBB gelten und den Gewinnanspruch ausl�sen (so die Kl�ger), oder inwieweit die Vereinbarung eine eigenst�ndige und abschliessende Regelung des Gewinnanteilsrechts bedeutet, die die Anwendung von Bestimmungen des BGBB, namentlich des Ver�usserungstatbestandes der Einzonung (Art. 29 Abs. 1 lit. c BGBB) ausschliesst (so der Beklagte). Dass Vereinbarungen im Sinne von aArt. 619sexies ZGB bzw. Art. 35 BGBB die Ver�usserungstatbest�nde einschr�nken oder erweitern k�nnen, ist unter den Parteien zu Recht anerkannt (vgl. MEYER, a.a.O., S. 534 f. N. 1509; STREBEL/HENNY, in: Das b�uerliche Bodenrecht. Kommentar zum Bundesgesetz �ber das b�uerliche Bodenrecht vom 4. Oktober 1991, [zit. BGBB-Kommentar], 2. Aufl. 2011, N. 4b zu Art. 35 BGBB).
Das Kantonsgericht hat die Vereinbarung vom 8. Juli 1988 objektiviert ausgelegt mit dem Ergebnis, dass die Vertragsparteien in Ziff. 1.1 einen eigenst�ndigen, von der gesetzlichen Regelung abweichenden Gewinnanspruch vereinbart, in Ziff. 1.4 aber auf das Gesetz verwiesen h�tten. Die Vereinbarung schliesse einen Gewinnanspruch im Fall der Zuweisung von Teilen des landwirtschaftlichen Grundst�cks in eine Bauzone (Art. 29 Abs. 1 lit. c BGBB) aus, �bernehme hingegen alle anderen Ver�usserungstatbest�nde im Sinne von Art. 29 BGBB, die einen Gewinnanspruch begr�ndeten (E. 4 und E. 5 S. 6 ff. des kantonsgerichtlichen Entscheids). Das Obergericht hat sich dem Auslegungsergebnis nach Pr�fung der Berufungsvorbringen angeschlossen (E. 2.2.2 S. 6 f. und E. 3.2.1 S. 8 des angefochtenen Urteils). Die Kl�ger sind hingegen der Ansicht, die Vereinbarung �bernehme insgesamt die gesetzliche Regelung in aArt. 619 ZGB, so dass namentlich auch die 2006 erfolgte Zuweisung der Grundst�cke GS uuu, yyy und rrr in eine Bauzone ihren Gewinnanspruch ausl�se (S. 4 ff. Ziff. 3-6 und S. 11 Ziff. 8 der Beschwerdeschrift).
Folgende Auslegungsfragen sind gekl�rt:
4.1.�Die Parteien sind sich einig, dass die vorrangige Auslegung nach dem wirklichen Willen der Vertragschliessenden insbesondere deshalb ausscheidet, weil der Vater der Parteien, der den Erbvertrag und die Vereinbarung vom 8. Juli 1988 inhaltlich gepr�gt und veranlasst hat, mittlerweile gestorben ist und nicht mehr befragt werden kann und weil die �brigen Vertragspartner aufgrund ihrer Interessenlage nichts zur Kl�rung der Streitfrage beitragen k�nnen (E. 4.1 S. 7 des kantonsgerichtlichen Entscheids; S. 3 Ziff. 1 der Beschwerdeschrift).
4.2.�Die Parteien sind sich weiter einig, dass die Berechnung des Gewinns gem�ss Ziff. 1.3 der Vereinbarung die gesetzlichen Bestimmungen (aArt. 619bis ZGB) ab�ndert und eine eigenst�ndige Regelung darstellt. Ebenfalls abweichend vom Gesetz, das die Miterben f�r gewinnanteilsberechtigt erkl�rt (aArt. 619 Abs. 1 ZGB), enth�lt Ziff. 1.5 der Vereinbarung einen Verzicht der - erbberechtigten (Art. 458 ZGB) - Eltern des Beklagten auf ihren Gewinnanteil.
4.3.�Teilweise in Einklang mit aArt. 619 Abs. 1 ZGB wird das Gewinnanteilsrecht gem�ss Ziff. 1.2 der Vereinbarung f�r 25 Jahre einger�umt. Die Frist beginnt allerdings ab der �ffentlichen Beurkundung der Vereinbarung zu laufen und nicht - wie aus dem Gesetz abgeleitet wird (BGE 94 II 240 E. 12 S. 254) - ab der Eintragung des Beklagten als Eigent�mer des Grundst�cks GS ppp im Grundbuch.
4.4.�Eine �bernahme des Gesetzes findet sich in Ziff. 1.4 der Vereinbarung, die auf "Art. 619 ZGB" verweist und praktisch w�rtlich aArt. 619 Abs. 2 ZGB wiedergibt. Der Ver�usserung sind danach Rechtsgesch�fte gleichgestellt, mit welchen der Erbe den Wert des Grundst�ckes ganz oder teilweise umsetzt, wie insbesondere die Begr�ndung eines Baurechts oder eines Rechts zur Ausbeutung von Bodenbestandteilen.
4.5.�Auf diese von keiner Seite angefochtenen Punkte der Auslegung zur�ckzukommen, hat das Bundesgericht vorliegend keinen Anlass (BGE 140 III 86 E. 2 S. 88).
Streitig ist die Auslegung von Ziff. 1.1 der Vereinbarung, wonach sich das Gewinnanteilsrecht auf alle diejenigen Parzellenteile des Grundst�cks GS ppp bezieht, "welche im Zeitpunkt eines allf�lligen Verkaufes dem Baugebiet und/oder dem Reservebaugebiet und/oder einer Zone des �ffentlichen Interesses zugewiesen sind" (Bst. A.d).
5.1.�Nach dem Gesagten (E. 4.1) sind in Ziff. 1.1 der Vereinbarung verurkundeten Erkl�rungen objektiviert oder normativ, d.h. nach dem Vertrauensprinzip so auszulegen, wie sie nach ihrem Wortlaut und Zusammenhang sowie den gesamten Umst�nden verstanden werden durften und mussten (BGE 141 V 127 E. 3.1 S. 130). Dabei hat der klare Wortlaut Vorrang vor weiteren Auslegungsmitteln, es sei denn, er erweise sich auf Grund anderer Vertragsbedingungen, dem von den Parteien verfolgten Zweck oder weiteren Umst�nden als nur scheinbar klar (BGE 127 III 444 E. 1b S. 445; 129 III 118 E. 2.5 S. 122; 135 III 295 E. 5.2 S. 302). Den wahren Sinn einer Vertragsklausel erschliesst zudem erst der Gesamtzusammenhang, in dem sie steht (BGE 123 III 165 E. 3a S. 168; 140 III 391 E. 2.3 S. 398), und ber�cksichtigt werden d�rfen die Begleitumst�nde des Vertragsabschlusses wie auch die Interessenlage der Parteien in jenem Zeitpunkt (BGE 122 III 426 E. 5b S. 429; 128 III 265 E. 3a S. 267). Die Anwendung des Vertrauensprinzips ist Rechtsfrage, w�hrend die Feststellungen �ber den Inhalt der Willenserkl�rungen und die Umst�nde tats�chlicher Natur sind und unter Vorbehalt ausnahmsweise zul�ssiger, von den Kl�gern aber nicht erhobener Sachverhaltsr�gen das Bundesgericht binden (Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 1 BGG; BGE 133 III 61 E. 2.2.1 S. 67). Gebunden ist das Bundesgericht auch an die Feststellungen dar�ber, was die Parteien dachten, wussten oder wollten (BGE 132 III 24 E. 4 S. 28).
5.2.�Der Wortlaut der Ziff. 1.1 der Vereinbarung ist klar. Der Gewinnanspruch besteht unter der Voraussetzung, dass Parzellenteile des Grundst�cks GS ppp, die dem Baugebiet und/oder dem Reservebaugebiet und/oder einer Zone des �ffentlichen Interesses zugewiesen sind, verkauft werden. Der Wortlaut "zugewiesen sind" verdeutlicht zum einen, dass Tatbestand des Gewinnanspruchs der Verkauf von Grundst�cken in einer Bauzone ist und nicht die Zuweisung von Grundst�cken zu einer Bauzone, d.h. ein beh�rdlicher, dem Verkauf vorausgehender Akt. Der Wortlaut "Parzellenteile" verdeutlicht zum anderen, dass der Gewinnanspruch nicht an die Unterscheidung "landwirtschaftliches Grundst�ck" (aArt. 619 Abs. 1 ZGB) oder "nichtlandwirtschaftliche Grundst�cke" (aArt. 619sexies Abs. 2 ZGB) ankn�pft, sondern abweichend vom Gesetz auf die Zone abstellt, der das Grundst�ck bzw. die Parzellenteile des Grundst�cks GS ppp im Zeitpunkt ihres Verkaufs zugewiesen sind. Allein vom Wortlaut her betrachtet und entgegen der Ansicht der Kl�ger (S. 5 f. Ziff. 3) liegt keine �bernahme der gesetzlichen Regelung vor. Die Ziff. 1.1 der Vereinbarung bestimmt den Tatbestand, der den Gewinnanspruch ausl�st, eigenst�ndig und abweichend vom Gesetz. Sie schliesst damit den Gewinnanspruch infolge Zuweisung eines landwirtschaftlichen Grundst�cks zu einer Bauzone im Sinne von Art. 29 Abs. 1 lit. c BGBB aus.
5.3.�In tats�chlicher Hinsicht steht fest, dass die Vertr�ge von Rechtsanwalt und Urkundsperson H.________ abgefasst und von Gemeindeschreiber und Urkundsperson I.________ �ffentlich beurkundet wurden.
5.3.1.�Die Erfahrenheit und die Sachkunde der juristischen Berater wurden von keiner Partei in keinem Zeitpunkt jemals in Frage gestellt. Die Kl�ger selber berufen sich vor Bundesgericht auf die Rechtskenntnis von Anwalt und Urkundsperson H.________ (S. 6 Ziff. 3 der Beschwerdeschrift). Es ist deshalb nicht nur davon auszugehen, dass die Urkundspersonen die Rechtslage genau gekannt und die Vertragsparteien pflichtgem�ss dar�ber aufgekl�rt haben, sondern auch anzunehmen, dass sie die eingesetzten Fachausdr�cke in ihrem juristisch technischen Sinn verwendet haben (Urteil 5A_530/2012 vom 30. Oktober 2012 E. 3.2.1, in: ZBGR 95/2014 S. 267).
5.3.2.�Der Gewinnanspruch infolge Einbezugs eines Grundst�cks in eine Bauzone war bereits im Vorentwurf zu einem Bundesgesetz �ber das b�uerliche Bodenrecht vom Dezember 1985 vorgesehen (Art. 38 Abs. 4 lit. c) und wurde allgemein und in Fachkreisen erl�utert (z.B. am Schweizerischen Anwaltstag 1987 zum Thema "Das b�uerliche Bodenrecht und die Raumplanung": HANS-PETER FRIEDRICH, Die privatrechtlichen Bestimmungen des neuen b�uerlichen Bodenrechts, SAV Bd. 2, 1987, S. 20 ff., S. 32 f. Ziff. 4, und DERS., Der Vorentwurf zu einem Bundesgesetz �ber das b�uerliche Bodenrecht, Bl�tter f�r Agrarrecht, 1986 S. 53 ff., S. 71). Die Vertragsparteien waren sich des Problems offenkundig bewusst, haben sie doch im Erbvertrag vom 8. Juli 1988 die M�glichkeit, dass das Grundst�ck GS ppp oder Teile davon sp�ter wieder in das Baugebiet eingezont werden k�nnten, bedacht und deshalb eine Vereinbarung betreffs Einr�umung eines �ber das landwirtschaftliche hinausgehenden Gewinnanteilsrechts vorbehalten (Bst. A.c). Gleichwohl haben die Vertragsparteien den Gewinnanspruch nicht an die Zuweisung von Teilfl�chen des Grundst�cks GS ppp zu einer Bauzone gekn�pft, sondern auf Parzellenteile bezogen, die im Zeitpunkt ihres Verkaufs der Bauzone zugewiesen sind (Bst. A.d). Die Entstehungsgeschichte der Vereinbarung vom 8. Juli 1988 best�tigt, dass entsprechend dem klaren Wortlaut von Ziff. 1.1 nicht die Zuweisung zu einer Bauzone das Gewinnanteilsrecht begr�ndet, sondern erst der Verkauf von Grundst�cksteilen, die zuvor einer Bauzone zugewiesen worden sind. Es liegt darin eine besondere Vereinbarung �ber den Gewinnanspruch, so dass dessen gesetzliche Regelung nicht anwendbar ist.
5.3.3.�Die Kl�ger wenden dagegen ein, es stelle sich nicht die Frage, ob die Vereinbarung einen Gewinnanspruch f�r den Fall der Zuweisung von Parzellenteilen des Grundst�cks GS ppp zu einer Bauzone habe begr�nden wollen. Mit Blick auf Art. 94 Abs. 3 BGBB sei vielmehr zu pr�fen, ob die Vereinbarung diesen Tatbestand des Gewinnanspruchs ausdr�cklich ausgeschlossen habe (S. 4 Ziff. 3 und S. 10 Ziff. 6 der Beschwerdeschrift). Der Einwand ist unbegr�ndet. Es trifft zwar zu, dass unter den in Art. 94 Abs. 3 BGBB genannten Voraussetzungen die Bestimmungen des BGBB auch f�r einen altrechtlichen Gewinnanspruch gelten, soweit vertraglich nichts Abweichendes vereinbart worden ist (E. 2.3 hiervor). Diese Vereinbarung muss nicht zwingend darin bestehen, dass die Parteien ausdr�cklich die Anwendung der gesetzlichen Bestimmungen ausschliessen. Es gen�gt vielmehr, dass die Vereinbarung den Gewinnanspruch - wie hier - besonders regelt (vgl. STUDER/HENNY, in: BGBB-Kommentar, N. 1 zu Art. 41 BGBB).
5.4.�Die Kl�ger berufen sich weiter auf den Zweck des ganzen Vertragswerks und dabei insbesondere auf den Willen des Vaters der Parteien, der die treibende Kraft gewesen sei. Sie machen geltend, diesem Willen k�nne es nicht entsprochen haben, dass der Beklagte den Wertzuwachs infolge Zuweisung von Grundst�cksteilen zur Bauzone einheimse und nicht mit den Geschwistern teilen m�sse (S. 6 ff. Ziff. 4 und 5 der Beschwerdeschrift).
5.4.1.�Gem�ss den f�r das Bundesgericht verbindlichen Feststellungen steht fest, dass der Vater der Parteien einerseits seine acht Kinder gleich behandeln und andererseits den Landwirtschaftsbetrieb E.________hof erhalten wollte. Letztere Absicht ergibt sich auch aus dem fr�heren Verhalten von D.A.________, der vor der �bertragung des Landwirtschaftsbetriebs E.________hof an den Beklagten darum ersucht hat, das Grundst�ck GS ppp mit dem Betriebszentrum und dem Wohnhaus von der Bau- und Reservezone in die Landwirtschaftszone umzuteilen (Bst. A.a). Die daherige Beweisw�rdigung der kantonalen Gerichte beanstanden die Kl�ger nicht (vgl. BGE 140 III 264 E. 2.3 S. 266).
5.4.2.�Der Verkauf des Landwirtschaftsbetriebs E.________hof unter dem Verkehrswert an den Beklagten hat eine Ungleichbehandlung der Geschwister bewirkt. Die Vereinbarung eines Gewinnanteilsrechts kann die Gleichberechtigung zumindest teilweise nachtr�glich wiederherstellen (vgl. BGE 94 II 240 E. 10 S. 252; 112 II 300 E. 3b S. 302 f.), aber je nach ihrer Ausgestaltung auch den Fortbestand des Landwirtschaftsbetriebs E.________hof gef�hrden. Denn die Einr�umung eines Gewinnanspruchs bei Zuweisung eines landwirtschaftlichen Grundst�cks zu einer Bauzone (Art. 29 Abs. 1 lit. c BGBB) kann zur Folge haben, dass der �bernehmer das ihm zugewiesene Grundst�ck (selbst) zonenkonform �berbauen oder ver�ussern muss, um den Gewinnanspruch abzugelten, falls er nicht anderweitig �ber die Mittel dazu verf�gt. Dass dieser Gewinnanspruch gem�ss Art. 30 lit. b BGBB erst nach f�nfzehn Jahren seit der rechtskr�ftigen Einzonung f�llig wird, soweit nicht vorher eine Ver�usserung oder eine Nutzungs�nderung stattgefunden haben, mildert seine Auswirkungen, hebt sie aber nicht auf, bleibt es doch dabei, dass der �bernehmer unter Umst�nden einen Gewinn auszahlen muss, den er in Bargeld nicht realisiert hat (PAUL-HENRI STEINAUER, Le droit au gain selon le nouveau droit foncier rural, ZSR NF 113/1994 I 11 ff., S. 18; vgl. STREBEL/HENNY, in: BGBB-Kommentar, N. 12 Abs. 4 zu Art. 29 BGBB; zur Kritik: MEYER, a.a.O., S. 222 ff. N. 623-629). Das verbindlich festgestellte Interesse des fachkundig beratenen Vaters der Parteien, den E.________hof nicht zu gef�hrden, widerspiegelt der klare Wortlaut der Ziff. 1.1 der von ihm gepr�gten Vereinbarung, dass der Gewinnanspruch erst beim Verkauf von zuvor einer Bauzone zugewiesenen Grundst�cken entsteht und nicht schon im Fall der Zuweisung von Grundst�cken zu einer Bauzone.
5.4.3.�Die Kl�ger wenden dagegen ein, der Vater der Parteien k�nne mutmasslich nicht gewollt haben, dass der Beklagte aus der von ihm selber beantragten Einzonung von Teilen des Landwirtschaftsbetriebs, die er durch �berbauung und Vermietung der landwirtschaftlichen Nutzung zudem entzogen habe, allein profitiere. Werde der Gewinnanspruch heute nicht zugelassen, sei er wegen Fristablaufs am 8. Juli 2013 nicht mehr durchsetzbar. Die Einw�nde entbehren der tats�chlichen Grundlage und sind unbegr�ndet. Es ist denkbar, beweism�ssig aber nicht erstellt, dass der Vater der Parteien erwartet hat, der Beklagte werde Grundst�cke auch nach deren Zuweisung zu einer Bauzone landwirtschaftlich nutzen. Der Beklagte hat das mit Bezug auf die Grundst�cke GS uuu, yyy und rrr zwar nicht getan, daf�r aber f�r den E.________hof ein modernes Betriebszentrum im J.________hof neu errichtet (Bst. B.c) und damit die Erwartungen des Vaters mutmasslich mehr als erf�llt. Es kommt hinzu, dass der �bergang von einer landwirtschaftlichen zu einer nichtlandwirtschaftlichen Nutzung gem�ss Ziff. 1.4 der Vereinbarung ebenfalls einen Gewinnanspruch begr�ndet (E. 6 hiernach), der den Kl�gern ihren Berechnungen zufolge eine h�here Beteiligung verspricht (S. 13 f. Ziff. 9) als die Einzonung (S. 10 f. Ziff. 7 der Beschwerdeschrift). Der Vater der Parteien hat damit die Gleichbehandlung seiner Kinder umfassend zu gew�hrleisten gewusst, ohne einen Gewinnanspruch im Falle der Zuweisung von Grundst�cken zu einer Bauzone zu begr�nden und damit den E.________hof in seinem Bestand zu gef�hrden. Was schliesslich die vertragliche Befristung des Gewinnanspruchs angeht, sind die Folgerungen der Kl�ger daraus nicht leicht nachvollziehbar. Die Befristung auf 25 Jahre gem�ss Ziff. 1.2 der Vereinbarung entspricht der gesetzlichen Regelung (aArt. 619 Abs. 1 ZGB bzw. Art. 28 Abs. 3 BGBB), die auf einer Wertentscheidung des Gesetzgebers beruht. Eine Verl�ngerung der Frist wurde damals in Fachkreisen abgelehnt (HANS-PETER FRIEDRICH, Vernehmlassung der Schweizerischen Gesellschaft f�r Agrarrecht zum Vorentwurf zu einem Bundesgesetz �ber das b�uerliche Bodenrecht, Bl�tter f�r Agrarrecht, 1987 S. 69 ff., S. 78; MEYER, a.a.O., S. 251 N. 697).
5.5.�Insgesamt bestehen keine Anhaltspunkte, die ein Abweichen vom klaren Wortlaut der Ziff. 1.1 der Vereinbarung rechtfertigen k�nnten. Es liegt eine eigenst�ndige und von den gesetzlichen Bestimmungen abweichende Vereinbarung des Gewinnanspruchs vor. Der Gewinnanspruch besteht danach bei einem Verkauf von bereits einer Bauzone zugewiesenen Grundst�cken, hingegen nicht im Falle der Zuweisung von Grundst�cken zu einer Bauzone gem�ss Art. 29 Abs. 1 lit. c BGBB. Dass die somit enger gefasste Ziff. 1.1 der Vereinbarung der allgemeinen Umschreibung in Ziff. 1.4 der Vereinbarung (E. 4.4 oben) vorgeht und diese einschr�nkt, haben die kantonalen Gerichte zutreffend aus der Vereinbarung in ihrer Gesamtheit abgeleitet und beanstanden die Kl�ger heute nicht. Ohne Verletzung von Bundesrecht durften die kantonalen Gerichte deshalb die Forderungsbegehren der Kl�ger abweisen, soweit der Gewinnanspruch mit der Zuweisung von Grundst�cken in eine Bauzone begr�ndet wurde.
Ihre Gewinnbeteiligungsforderungen haben die Kl�ger weiter mit der Vermietung von Wohnungen (GS uuu) und Einstellpl�tzen (43/182 des Grundst�cks GS yyy) begr�ndet (S. 11 ff. Ziff. 8-10 der Beschwerdeschrift).
6.1.�Die kantonalen Gerichte sind davon ausgegangen, kraft Verweises auf das Gesetz in Ziff. 1.4 der Vereinbarung sei im Falle des �berganges von einer landwirtschaftlichen zu einer nichtlandwirtschaftlichen Nutzung (Art. 29 Abs. 1 lit. d BGBB) der Gewinnanspruch gegeben. Diesen Tatbestand der sog. Zweckentfremdung erf�lle die Vermietung der auf den vormals landwirtschaftlich genutzten Grundst�cken GS uuu und yyy erstellten Bauten (Wohnungen in einem Neunfamilienhaus und Abstellpl�tze in einer Einstellhalle). Der Schlussfolgerung des Obergerichts (E. 3.2.1 S. 8) stimmen die Kl�ger zu (S. 11 Ziff. 8), so dass kein Grund besteht, darauf zur�ckzukommen (E. 4.5 oben).
6.2.�Streitig war vor Kantonsgericht wie vor Obergericht die Berechnung des Gewinns aus der Zweckentfremdung.
6.2.1.�Das Obergericht hat zun�chst die Erw�gungen des Kantonsgerichts wiedergegeben, wonach der Gewinn gest�tzt auf Art. 31 Abs. 3 BGBB das Zwanzigfache des tats�chlichen oder m�glichen j�hrlichen Ertrags der nichtlandwirtschaftlichen Nutzung betrage, davon der Ausfall des bisherigen landwirtschaftlichen Ertrags in Abzug zu bringen sei und wertvermehrende Aufwendungen, obwohl nicht ausdr�cklich in Art. 31 Abs. 1 BGBB erw�hnt, aber nach der Lehre auch bei der Zweckentfremdung vom Gewinn abzuziehen seien, soweit sie sich auf den Ver�usserungswert auswirkten. Die Vorinstanz habe sich dieser Auffassung der Lehre angeschlossen; es k�nne auf die Ausf�hrungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden (E. 3.2.1 S. 8 des angefochtenen Urteils). Zur dagegen eingelegten Berufung der Kl�ger hat das Obergericht festgehalten, wie bereits im erstinstanzlichen Verfahren stellten sich die Kl�ger weiterhin auf den Standpunkt, dass der Gesetzgeber bei der Zweckentfremdung bewusst auf die Erw�hnung eines Abzugs f�r wertvermehrende Aufwendungen verzichtet habe, weshalb ein solcher nicht zul�ssig sei. Sie setzten sich aber mit der Begr�ndung der gegenteiligen Auffassung der Vorinstanz nicht n�her auseinander. Die Berufung habe indes neben den Rechtsbegehren auch deren Begr�ndung zu enthalten. Diese Begr�ndungspflicht bedeute, dass sich der Berufungskl�ger mit der Begr�ndung des erstinstanzlichen Entscheides auseinanderzusetzen habe. Er m�sse die Fehlerhaftigkeit der angefochtenen Begr�ndung darlegen. Entsprechend sei eine neuerliche Darstellung der Sach- oder Rechtslage, welche nicht darauf eingehe, was von der Vorinstanz im angefochtenen Entscheid vorgebracht worden sei, unzureichend. Soweit die Kl�ger weiterhin an ihrem Standpunkt festhielten, wonach die wertvermehrenden Aufwendungen nicht zum Abzug zuzulassen seien, ohne substanziiert darzutun, inwiefern die Erw�gungen im angefochtenen Entscheid falsch sein sollten, k�nne darauf somit nicht eingetreten werden. Wie vorstehend bereits ausgef�hrt, habe die Vorinstanz ihre Auffassung zudem auf einschl�gige Lehrmeinungen abgest�tzt (E. 3.2.2 S. 8 des angefochtenen Urteils).
6.2.2.�Nicht eingetreten ist das Obergericht sodann auf die Berufung der Kl�ger, was den Umfang angeht, in welchem die wertvermehrenden Aufwendungen allenfalls abgezogen werden d�rfen. Es hat festgehalten, mit dem diesbez�glichen Einwand der Kl�ger, wonach der Verkehrswert der Geb�ude auf den betreffenden Grundst�cken nach 20 Jahren noch gleich hoch sein werde und der Beklagte diesen nicht mit seinen Geschwistern zu teilen habe, weshalb die Kosten f�r die Erstellung der Bauten nicht im vollen Umfang zugelassen werden d�rften, habe sich die Vorinstanz in Erw�gung Ziff. 7.3.2 auseinandergesetzt. Die Kl�ger gingen auch hier nicht n�her auf die Argumente der Vorinstanz ein (mit Hinweis auf E. 3.2.2). Das Obergericht hat angef�gt, die Vorbringen der Kl�ger verm�chten zudem nicht zu �berzeugen, und die Gr�nde daf�r dargelegt (E. 3.2.3 S. 9 f. des angefochtenen Urteils).
6.2.3.�Das Obergericht hat die Berufung der Kl�ger abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. Sein Nichteintreten auf die Berufung in den vorgenannten zwei Punkten geh�rt somit zu den Urteilsgr�nden, die das Urteilsdispositiv tragen. Indem das Obergericht davon ausgegangen ist, die Berufungsvorbringen in den vorgenannten zwei Punkten seien "zudem" nicht �berzeugend, hat es sein Urteil auf eine zweite (alternative) Begr�ndung gest�tzt, die sein Urteil ebenfalls tr�gt. Unter diesen Umst�nden aber haben die Kl�ger jede der Begr�ndungen, die auch je f�r sich das angefochtene Urteil zu st�tzen verm�gen, in einer den formellen Anforderungen gen�genden Weise anzufechten, ansonsten auf ihre Beschwerde nicht eingetreten werden kann (BGE 119 Ia 13 E. 2 S. 16; 133 IV 119 E. 6.3 S. 120; 138 I 97 E. 4.1.4 S. 100). Die Kl�ger befassen sich einzig mit der materiell-rechtlichen Begr�ndung des Obergerichts (S. 11 ff. Ziff. 8-10 der Beschwerdeschrift), �bergehen hingegen mit Stillschweigen, dass das Obergericht auf ihre Berufung zu diesen Fragen nicht eingetreten ist. Bleibt damit eine von zwei selbstst�ndigen Begr�ndungen unangefochten, ist es auch das Urteil selbst, und f�r einen blossen Streit um Entscheidungsgr�nde, da sie f�r sich allein keine Beschwer bedeuten, ist die Beschwerde nicht gegeben (BGE 111 II 398 E. 2b S. 399/400; NICOLAS VON WERDT, Die Beschwerde in Zivilsachen. Ein Handbuch f�r Beschwerdef�hrer und Beschwerdegegner, 2010, S. 137 Rz. 608 und 609; FABIENNE HOHL, Proc�dure civile, Tome 2: Comp�tence, d�lais, proc�dures et voies de recours, 2. Aufl. 2010, S. 536 N. 3027; je mit Hinweisen).
6.3.�Soweit die Kl�ger ihre Gewinnbeteiligungsforderungen auf eine Zweckentfremdung landwirtschaftlicher Grundst�cke des Beklagten st�tzen, kann auf ihr Beschwerde aus den dargelegten Gr�nden nicht eingetreten werden.
Die Gerichtskosten von Fr. 10'000.-- werden den Kl�gern und Beschwerdef�hrern unter solidarischer Haftbarkeit auferlegt.