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Timestamp: 2017-11-17 20:32:58
Document Index: 20424719

Matched Legal Cases: ['§ 59', '§ 309', '§ 59', '§ 309', '§ 59', '§ 309']

"Bringen Sie BITTE ihre Bewerbungsbemühungen mit " - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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Post #1251995 (1)
13.10.2012, 13:23 #1
"Bringen Sie BITTE ihre Bewerbungsbemühungen mit "
Wenn in einer Einladung (mit Rechtsfolgenbelehrung) steht: "Bringen sie Bitte ihre Bewerbungsbemühungen seit dem letzten Gespräch mit" ist dies dann erledigt, wenn ich sie kurz hochhalte und wieder zurück in die Tasche stecke, ohne jemanden draufschauen zu lassen? Ist das "Bitte" überhaupt sanktionsfähig?
Ist nicht so, dass ich mich nicht bewerben tue. Ich bin nur im "Leistungsverbot" (wegen Rehaklage) und kriege eh keine Kostenerstattung. Und ich möchte denen so klar wie möglich machen, dass hier eine Zwickmühle und ein Blödsinn nicht nur auf meine Kosten läuft, sondern auch auf ihre. Damit die meine Bewerbungsbemühungen auch bezahlen.
13.10.2012, 13:59 #2
AW: "Bringen Sie BITTE ihre Bewerbungsbemühungen mit "
Relevant ist, was in deiner EGV/VA dazu steht, wie du Bewerbungsbemühungen nachzuweisen hast. Wenn das nicht konkretisiert wurden, dann
13.10.2012, 14:02 #3
Ich habe keine Eingliederungsvereinbarung. Die Einladung stellt mit Rechtsfolgenbelehrung ja einen Verwaltungsakt da. Daher ja die Frage.
13.10.2012, 14:12 #4
Übrig bleibt damit nur noch der Meldetermin. Entweder hingehen, um kein Meldeversäumnis zu provozieren oder die Wintergrippe schnappen.
13.10.2012, 14:13 #5
oder die Wintergrippe schnappen
glaub mir läuft auch schon die Nase davon
13.10.2012, 14:20 #6
Und was ist damit, dass die Eigenbemühungen in dem Verwaltungsakt drinstehen? Ich meine, wenn da steht ich muss kommen und das ist sanktionsfähig, dann wird das mit den Eigenbemühungen, da es exklizit aufgeführt wurde, ja wohl auch sanktionsfähig sein, oder? Oder macht das Wort "bitte" da einen Unterschied? Ich dachte nämlich, ich muss einem Verwaltungsakt nachkommen, selbst wenn er rechtswiedrig ist, bis er aufgehoben wird.
Ich befinde mich zur Zeit im Krieg mit denen- die Frage ist immer nur, wer die Schritte des anderen eher voraussieht und richtig reagiert. Versteckte Stolpersteine verstecken wären beabsichtig von denen, da bin ich mir sicher.
13.10.2012, 14:25 #7
bitte kommen Sie zum unten angegebenen Termin ... (bla und blub)
Frau yyy möchte mit Ihnen ihre berufliche Situation besprechen. Sofern Sie zum Termin eine Begleitung (...) mitbringen möchten (...) bin ich einverstanden.
- Bitte bringen Sie Belege darüber mit, wo sie sich seit dem letzten Vorsprachetermin beworben haben.
Dies ist eine Einladung nach dem § 59 Zweites Sozialgesetzbuch (SGB2) in Verbindung mit § 309 Abs 1 Drittes Buch Sozialgesetzbuch (SGB 3).
Wenn Sie ohne wichtigen Grund (bla und blub und die ganze Palette der Rechtsfolgenbelehrungen)
13.10.2012, 14:26 #8
Und was ist damit, dass die Eigenbemühungen in dem Verwaltungsakt drinstehen?
Du Witzbold! Was denn jetzt? Ich habe dich gefragt, ob du eine EGV oder einen VA hast und du sagst nein Wenn du tatsächlich keine EGV und keine EGV als VA hast, dann kann in der Meldeaufforderung stehen was will. Du hast dich zu melden (physisch zu besagten Termin pünktlich zu erscheinen), mehr nicht!
Ich meine, wenn da steht ich muss kommen und das ist sanktionsfähig, dann wird das mit den Eigenbemühungen, da es exklizit aufgeführt wurde, ja wohl auch sanktionsfähig sein, oder?
Was du meinst ist nicht wichtig, sondern das, was im Gesetz steht. Zeig mir im § 59 SGB II oder im § 309 SGB III wo geschrieben steht, dass du auch ohne EGV deine Bewerbungsbemühungen mitbringen und vorzeigen musst.
Oder macht das Wort "bitte" da einen Unterschied? Ich dachte nämlich, ich muss einem Verwaltungsakt nachkommen, selbst wenn er rechtswiedrig ist, bis er aufgehoben wird.
Wenn ich dich bitte, mir 1000 Euro zu schenken, dann ist das dein Privatvergnügen. So auch diese Bewerbungsbemühungen (wenn keine EGV oder ein VA vorliegt!). Man versucht hier mit Ängsten und Unwissenheit zu spielen und hofft auf Seiten des JC, dass du brav das machst, was man dir sagt.
Ich befinde mich zur Zeit im Krieg mit denen- die Frage ist immer nur, wer die Schritte des anderen eher voraussieht und richtig reagiert.
Befasse dich mit der Rechtslage, kauf dir ordentliche Fachliteratur (gibt es auch zu erschwinglichen Preisen) und dann kannst du den Spieß umdrehen.
13.10.2012, 14:29 #9
Du Witzbold! Was denn jetzt? Ich habe dich gefragt, ob du eine EGV oder einen VA hast und du sagst nein Wenn du tatsächlich keine EGV und keine EGV als VA hast, dann kann in der Meldeaufforderung stehen was will. Du hast dich zu melden (phyisch zu besagten Termin pünktlich zu erscheinen), mehr nicht! Was du meinst ist nicht wictig, sondern das, was im Gesetz steht. Zeit mir im § 59 SGB II oder im § 309 SGB III wo geschrieben steht, dass du auch ohne EGV deine Bewerbungsbemühungen mitbringen und vorzeigen musst. Wenn ich dich bitte, mir 1000 Euro zu schenken, dann ist das dein Privatvergnügen. So auch diese Bewerbungsbemühungen (wenn keine EGV oder ein VA vorliegt!). Man versucht hier mit Ängsten und Unwissenheit zu spielen und hofft auf Seiten des JC, dass du brav das machst, was man dir sagt.
Ich sagte genauer "Ich habe keine Eingliederungsvereinbarung. Die Einladung stellt mit Rechtsfolgenbelehrung ja einen Verwaltungsakt da. Daher ja die Frage." Ich habe also auch keine Eingliederungsvereinbarung als Verwaltungsakt, jedoch die Aufforderung zur Vorsprache und das Mitbringen von Bewerbungsbemühungen als Verwaltungsakt.
Aber danke, ich werde versuchen, mich da durchzuwurschteln und wiedersetzen, wo es nur geht. Jedenfalls genau solange, bis sie die Eingliederungsvereinbarung, die ICH aufgesetzt habe, unterschreiben.
13.10.2012, 14:33 #10
ist dies dann erledigt, wenn ich sie kurz hochhalte und wieder zurück in die Tasche stecke, ohne jemanden draufschauen zu lassen?
zugegeben, als mir vorgestern der Fragebogen beim Zahnarzt (Erstbesuch halt) vorgelegt wurde, hab ich auf die Frage: "Hat Sie jemand empfohlen?" halt "Ja" hingeschrieben,- ich kam mir aber dabei so vor, wie wenn mich jemand fragt, ob ich ihm sagen könne, wie spät es ist, und ich dann mit "ja" antworte...
Denn der billig und gerecht denkende Mensch in mir weiß natürlich, daß der Frager da nicht das "ja", sondern weitergehende Info will.
Und so ist das auch in dem Fall, wenn ich gebeten werde, Bewerbungsbemühungen mitzubringen und ich bringe sie bloß mit, aber lege sie nicht vor.
Wenn ich mal wieder beim Amt vorreiten muß, dann steht der Satz auch immer drin. Ich habe dann mein weisses Plastik-Bewerbungsköfferchen dabei. Darin sind dann die gesammelten Zwischenbescheide, Absagen, Einladung zu Vorstellungsgesprächen, etc., und wenn mein pAp sie dann sehen will, und da er mein Vorgesetzter ist, und jede Willensäußerung eines Vorgesetzten ja einen Befehl darstellt (das weiß jeder, der gedient hat), mache ich das Köfferchen auf und hole den Stapel heraus, gebe ihn ihm zur Ansicht. Und gut ist's.
Will er sie nicht explizit sehen, bleibt der Koffer zu.
Denn: "Gehe nur zu Deinem Fürst, wenn Du von ihm gerufen wirst!" sagt der Volksmund richtig.
13.10.2012, 14:46 #11
... und wenn mein pAp sie dann sehen will, und da er mein Vorgesetzter ist, und jede Willensäußerung eines Vorgesetzten ja einen Befehl darstellt (das weiß jeder, der gedient hat), mache ich das Köfferchen auf und hole den Stapel heraus, gebe ihn ihm zur Ansicht. ...
Jawoll! Und das Hacken zusammenknallen nicht vergessen.
13.10.2012, 14:47 #12
die versuchen mir aber gerade meine berufliche Zukunft kaputt zu machen. Und da würde ich ihnen gerne zeigen, dass auch ICH Rechte habe. Ich möchte MEINE Eingliederungsvereinbarung durchdrücken. Die versuchen mir zu zeigen, dass sie mit mir machen können, was sie wollen. ICH möchte ihnen zeigen, dass ohne Entgegenkommen (zB Bildungsgutschein, Bewerbungskosten, Fahrten zum Vorstellungsgespräch) gar nichts geht. Gedient habe ich nicht, hätte allerdings im Falle, dass ich ein Mann wäre, auch den Zivildienst vorgezogen. Unentgeltlich für einen guten Zweck, an den ICH glaube, arbeiten, tue ich dagegen hin und wieder und würde es auch auf lange Zeit.
13.10.2012, 14:49 #13
So kennen wir ihn, unseren unterwürfigen Traumtänzer.
13.10.2012, 15:24 #14
Und da würde ich ihnen gerne zeigen, dass auch ICH Rechte habe.
Da sieht es halt generell leider schlecht aus, ist doch das SGB II mit sehr heisser Nadel und nach dem einen, einzigen Muster gestrickt:
1. alles, was zu Lasten von uns Hilfeempfängern geht, ist eine Muß-,
2. alles, was zugunsten von uns Hilfeempfängern geht, ist eine Kann-Vorschrift, also von der Einzelfallentscheidung des pAp, AV, FM, oder, bei Leistungen, des SB abhängig.
Kurzum: Wir müssen raus aus der Hilfsbedürftigkeit,- dann haben wir auch wieder Rechte. Wenigstens etwas mehr, als jetzt.
13.10.2012, 15:29 #15
Das versuche ich ja gerade. Meine eigene formulierte Eingliederungsvereinbarung wäre dazu sehr viel mehr zielführend. Auch wenn dus nicht glaubst- das Amt hindert mich hier daran, wieder auf die Füße zu kommen.
Ob man Rechte hat, scheinen aber andere anders zu sehen.
13.10.2012, 17:19 #16
Nö, das kommt schon hin: Der Staat macht uns abhängig von sich.
Unterm Strich steht da die Angst der Amtsmitarbeiter, nicht mehr gebraucht, selbst entlassen zu werden.
Sowas sollte ja eigentlich früher durch das Berufsbeamtentum und seine Unkündbarkeit verhindert werden. Eigentlich.
Der Beamte sollte, so war das gedacht, das, was er bekam, sicher haben und so zu jedem Untergebenen gleich gerecht sein.
13.10.2012, 17:40 #17
Sofern Sie zum Termin eine Begleitung (...) mitbringen möchten (...) bin ich einverstanden.
Wie nett, daß sie damit einverstanden sind, wenn Du Dein Recht auf eine Begleitung in Anspruch nehmen willst.
13.10.2012, 17:57 #18
Hab ich mir auch schon gedacht. Allerdings spekulieren die meiner Meinung nach auf eine bestimmte Begleitung und hoffen so, an Informationen zu kommen, die ich nicht geben will. Sie hoffen auf den netten Herrn vom Sozialpsychiatrischen Dienst. Der ist zwar völlig ok, aber ob ich den noch brauche oder nicht geht die nichts an und betrifft den Teil (meine Gesundheit) über den ich nie wieder Auskunft geben möchte.
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