Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NStZ-RR%201997,%2070
Timestamp: 2019-07-20 02:01:16
Document Index: 244829371

Matched Legal Cases: ['§ 90', '§ 195', '§ 37', '§ 418', '§ 195', '§ 191', '§ 37', 'BGH', '§ 418', 'BGH', 'Art. 103', '§ 182', '§ 418']

Rechtsprechung: NStZ-RR 1997, 70 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BVerfG, 05.10.1996
https://dejure.org/1996,5074
BVerfG, 05.10.1996 - 2 BvR 2195/95 (https://dejure.org/1996,5074)
BVerfG, Entscheidung vom 05.10.1996 - 2 BvR 2195/95 (https://dejure.org/1996,5074)
BVerfG, Entscheidung vom 05. Januar 1996 - 2 BvR 2195/95 (https://dejure.org/1996,5074)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1996,5074) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
AG Hamburg-Altona, 22.06.1995 - 447/94
LG Hamburg, 17.08.1995 - 615 Qs 48/95
NStZ-RR 1997, 70
Die Indizwirkung der Postzustellungsurkunde zur Anschrift des Adressaten kann schon durch eine substantiierte, plausible und schlüssige Darstellung entkräftet werden (BVerfG Beschluss vom 5.10.1996 - 2 BvR 2195/95 - NStZ-RR 1997, 70).
Erfordernis der Rechtswegerschöpfung (§ 90 Abs 2 S 1 BVerfGG) gebietet …
Die gemäß § 195 Abs. 2 ZPO vom Postbediensteten aufgenommene Zustellungsurkunde begründet als öffentliche Urkunde gemäß § 37 StPO i.V.m. § 418 Abs. 1 ZPO vollen Beweis der darin bezeugten Tatsache der Niederlegung sowie ihres Zeitpunkts (vgl. § 195 Abs. 2 Satz 1 ZPO i.V.m. § 191 Nr. 1 ZPO sowie Beschluss der 3. Kammer des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts vom 5. Oktober 1996 - 2 BvR 2195/95 -, NStZ-RR 1997, S. 70 f.;… Meyer-Goßner, in: Kleinknecht, Kommentar zur Strafprozessordnung, 45. Aufl., § 37 Rn. 27).
Die Beweiskraft erstreckt sich auf den beurkundeten Vorgang in seinem äußeren Ablauf, jedoch nicht darauf, dass der Zustellungsadressat unter der Adresse tatsächlich seine Wohnung oder seinen Geschäftsraum unterhält; allerdings ist die Erklärung des Postbediensteten, er habe den Empfänger nicht in seiner Wohnung angetroffen, nach obergerichtlicher Rechtsprechung ein beweiskräftiges Indiz dafür, dass der Adressat unter der Zustellungsanschrift wohnt (BVerfG vom 5.10.1996 2 BvR 2195/95 ; vom 3.6.1991 2 BvR 511/89 ; BGH vom 17.2.1992 AnwZ (B) 53/91 ; Geimer in Zöller, RdNr. 3 zu § 418).
Der Zustellungsempfänger kann das Indiz, dass er unter der angegebenen Adresse wohnt oder einen Geschäftsraum unterhält, nur durch eine schlüssige und plausible Darstellung, dass er die Wohnung oder den Geschäftsraum aufgegeben hat, entkräften (BVerfG vom 5.10.1996, aaO;… vom 3.6.1991, aaO, Rz. 18; BGH vom 17.2.1992, aao;… Geimer, aaO;… Musielak, ZPO, 6. Aufl. 2007, RdNr. 5).
BVerfG, 05.10.1996 - 2 BvR 2195/96
https://dejure.org/1996,9256
BVerfG, 05.10.1996 - 2 BvR 2195/96 (https://dejure.org/1996,9256)
BVerfG, Entscheidung vom 05.10.1996 - 2 BvR 2195/96 (https://dejure.org/1996,9256)
BVerfG, Entscheidung vom 05. Januar 1996 - 2 BvR 2195/96 (https://dejure.org/1996,9256)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1996,9256) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Nicht überklebtes Namensschild
Art. 103 Abs. 1 GG, § 182 ZPO <Fassung bis 30.6.02>, § 418 ZPO, Beweiskraft der Zustellurkunde erstreckt sich nicht darauf, daß Empfänger unter der Zustelladresse "wohnt", Erklärung des Postboten lediglich "Indiz"