Source: https://www.elo-forum.org/euro-job-mini-job/183403-zuweisung-arbeitsgelegenheit-16d-sgb.html
Timestamp: 2017-12-14 05:40:22
Document Index: 170114380

Matched Legal Cases: ['§16', '§16', '§16', '§16', '§ 66', '§16']

Zuweisung in eine Arbeitsgelegenheit §16d SGB - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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02.05.2017, 13:12 #1
dotifant
Zuweisung in eine Arbeitsgelegenheit §16d SGB
Kurzbeschreibung: Kombimaßnahme: Verbesserung des Naturschutzes im Bereich der Forstämter Poggendorf, und
Schuenhagen: Kreativ - und Modellwerkstatt.
Maßnahme Träger ist: Barth Qualifizierungs und Beschäftigungsz. e.V., Waldstr.2, 18356 Barth
Einsatzstelle : Poggendorf und Schuenhagen
Dauer der Tätigkeit: 8.5.2017 - 7.11.2017
Angabe zur Lage und verteilung der AZ: zeitlicher Umfang & Arbeitsform: 20h Regeldienstzeit gem. Vertrag, (Uhrzeit fehlt)
weiter Infos: Verbesserung des Naturschutzes (Poggendorf)
Kreativwerkstatt und Modellbau (Schuenhagen)
Melden soll ich mich telefonisch, habe es noch nicht getan. In meiner EGV ist kein vermerk von einem 1 Euro Job. (in der alten nicht und auch in der neuen nicht, die ich nicht unterschrieben habe.)
Möchte gerne mal wissen, wie ich vorgehen soll. Anrufen und Fragen um was es sich genau bei alle dem handelt?
Ob es einen fahrdienst gibt, weiss ich auch nicht, da ich auf einem Bus angewiesen bin.
Hier fahren nur Schülerbusse und über in der Ferienzeit komme ich hier nicht mal weg.
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02.05.2017, 14:09 #2
AW: Zuweisung in eine Arbeitsgelegenheit §16d SGB
@dotifant
Eine AGH ist von einer Eingliederungsvereinbarung unabhängig.
Solche AGH sollten genau auf die Zusätzlichkeit überprüft werden.
Solche AGH vernichten reguläre Arbeitsplätze.
02.05.2017, 17:31 #3
Nein, Fahrtkosten werden nicht erstattet.
Also liegt momentan keine gültige EGV vor?
Sind denn Bewerbungsbemühungen in der nicht-unterschriebenen EGV festgelegt?
Wenn ja, wäre das ein Argument gegen die Zuweisung.
Da die AGH nicht Teil eines Integrationskonzeptes ist, liegt ein weiteres Argument vor und eine Möglichkeit zur Sanktionsabwehr:
Dass (wahrscheinlich) ein Vertragsabschluss beim MT gemacht werden soll, wäre Gold.
Den Vertrag unterschreibt man nicht und darf auf Ausschluss von der Zwangsarbeit für Null Euro hoffen.
Die Fahrtkosten sollen unter anderen Dingen in der Mehraufwandsentschädigung enthalten sein.
Weitere Argumente gegen die Zuweisung für den Widerspruch:
Zeitliche Verteilung und Ort unbestimmt, da unklar, wann man wo was zu tun hat
Prüfung der Zusätzlichkeit, Wettbewerbsneutralität und öffentliches Interesse an der Tätigkeit, auf die Du schon aus Gründen des Rechtschutzes Anspruch hast, nicht möglich. Wer profitiert von der Arbeit im Modellbau?
Nachrangigkeit: Eine AGH ist die ultima ratio, das letzte Mittel. Ist also vorher irgendetwas an Weiterbildung oder Vergleichbarem gekommen?
Pendelzeiten: Hier ist wegen der unbestimmten zeitlichen Verteilung keine Prüfung der Zumutbarkeit möglich (unzulässig).
Beim MT ...
Beim MT könntest Du erwähnen, dass Du schon immer eine Doku über die internen Betriebsabläufe in der Armutsindustrie schreiben wolltest.
Auch die soziologischen Aspekte der Erwerbslosen-Resteverwertung interessieren Dich dabei.
Wie oft der Zoll denn käme, ist bestimmt eine beliebte Frage, wenn auch nicht ganz so beliebt wie die Frage nach dem Wertersatz.
Grrroßes Interesse zeigt man auch am Einhalten von Unfallverhütungsvorschriften, Hygienevorschriften, etc.
02.05.2017, 19:47 #5
- Die noch gültige EGV ist vom 24.11.2016 bis 23.05.2017.
- Ja, Bewerbungsbemühungen sind festgelegt auf 2-3 monatlich.
- Weiterbildungen nicht, nur Maßnahmen, aber die liegen schon länger zurück.
Morgen setze ich mit dem Ansprechpartner telefonisch in Kontakt.
Muss ich den Widerspruch schon schreiben oder soll ich erst das Gespräch abwarten und dann reagieren?
02.05.2017, 23:17 #6
Hallo dotifant,
der ist ja noch nicht vorbei und auch dein SB ist an den mit dir geschlossenen Vertrag gebunden.
Dann halte dich an #Post 4, eine "Maßnahme für "hoffnungslose Fälle" ist ja nicht nötig wenn man dir Bewerbungen am 1. Arbeitsmarkt abverlangt. das soll ja für LE sein, die mit anderen Maßnahmen für den 1. Arbeitsmarkt nicht mehr verwendbar zu machen sind.
Dazu müsste es aber auch schon Erfahrungen mit dir aus sinnvollen Maßnahmen und Weiterbildungen geben ... was schon länger zurück liegt und dich auch nicht in Arbeit gebracht hat war dann nur Zeit- und Geldverschwendung.
Das wird eine AGH allerdings auch werden, denn die bringt dich höchstens noch weiter vom regulären Arbeitsmarkt weg, zudem verdienen da nur die MT dran und sparen damit notwendige bezahlte Arbeitskräfte ein.
Forstwirtschaft und was du da sonst noch an Hilfsarbeiten machen sollst wurde mal bezahlt und nicht nur mit 1,50 "Aufwandentschädigung" abgegolten, das verringert deinen Hilfebedarf auch nicht sondern erhöht ihn ohne tatsächliche Zumutbarkeit und Sinnhaftigkeit.
Der Widerspruch ist gegen die Zuweisung / Maßnahme vom JC und hat wenig damit zu tun ob du mit dem MT nun telefonierst oder nicht, unterschreibe dort auf KEINEN Fall irgendwas, die Verträge gibt es bereits zwischen JC und MT, wenn nicht ist das nicht dein Problem.
Dein "Chef" ist und bleibt das JC so lange du dein Geld von dort beziehen musst, der MT sucht nur einen billigen Arbeits-Sklaven, ob du einer sein willst kannst du nur selber entscheiden.
Wenn ich da schon was von "Regeldienstzeit gem. Vertrag" lese, wird mir schlecht ... welche "Dienstzeit" und welchen Vertrag gibt es für eine zugewiesene "Fördermaßnahme unter Ausbeutung deiner Arbeitskraft" ... das ist KEINE reguläre Arbeit, also kann es nur Maßnahme-Zeiten geben und die hat das JC festzulegen und NICHT der MT je nach "Arbeitsanfall" ...
Du solltest eine Bewerbung mitnehmen, dann hast du gleich eine Pflichtbewerbung erfüllt und möchtest regulär bezahlt werden wenn du arbeitest, mal sehen ob die dich dann auch noch haben wollen.
Dafür darf man dich sicher nicht bestrafen ...
03.05.2017, 09:02 #7
Du solltest eine Bewerbung mitnehmen, dann hast du gleich eine Pflichtbewerbung erfüllt und möchtest regulär bezahlt werden wenn du arbeitest, mal sehen ob die dich dann auch noch haben wollen. :first:
Das sollte Schule machen bei allen AGH-'Angewiesenen' hier.
03.05.2017, 11:24 #8
Zitat von dotifant
Wenn man die Zuweisung genau lesen könnte, könnte man bessere Ratschläge machen.
Bei den bekannten Zuweisungen ist es nämlich alles andere als unüblich, das Telefonat kurz und knackig halten zu können.
"Guten Tag. Ich melde mich. Auf Wiederhören."
... gefolgt von einem tiefenentspannten Auflegen könnte eine buchstabengetreue Befolgung der Pflichten aus der Zuweisung sein.
Es wäre auch zu überlegen, die Kontaktaufnahme via Fax und ähnlich knapp zu regeln.
Damit kann man, sanktionsbedroht wie man ist, den Vollzug nachweisen.
Sollte es zu etwas Ähnlichem wie einem "Vorstellungsgespräch" kommen, sind die Fahrtkosten natürlich nicht in der Mehraufwandsentschädigung enthalten, da diese nur für "Arbeitsstunden" gezahlt wird.
(Eine Arbeitsgelegenheit ist weder Arbeit noch Gelegenheit, wodurch das verbogene Sprachgefüge nur noch notdürftig mit Anführungsstrichen zusammengehalten werden kann. )
Dementsprechend sollte man die Fahrtkostenübernahme vorher postalisch und nachweisbar beim JC beantragen, mit dem Zusatz, dass man dadurch entstehende eventuelle Verzögerungen im Gesamtverfahren nicht zu verantworten habe.
Die Zuweisung ist ein Verwaltungsakt und muss eine Rechtsbehelfsbelehrung enthalten, in der die Widerspruchsfrist auf einen Monat gesetzt wird.
Fehlt diese Rechtsbehelfsbelehrung, steigt die Widerspruchsfrist auf ein Jahr (§ 66 SGG).
Für einen eventuellen Widerspruch bitte Punkt 2. im Auge behalten:
22.05.2017, 06:04 #9
Vermutlich werden jetzt die letzten Reserven mobilisiert.Schon von mehreren solchen Fällen gehört. Dienen vermutlich nur dazu bis zur Wahl die Statistiken zu beschönigen.Für mich ist dies Zwangsarbeit.Wenn es zum Berufsbild passt und dazu förderlich ist, kurzfristig in Arbeit zu kommen,
kein Problem. Ansonsten verdienen nur die Maßnahmeträger.https://www.myheimat.de/de--schwerin...-d2814349.html
1. Widerspruch gegen die Zuweisung sofort - Hinweis auf die Nochgültigkeit der EGV. Arbeitsgelegenheit muss zuvor mit dem SB abgesprochen werden +darf nicht gegen deinen Willen durchgesetzt werden. und muss nachweislich deiner 'Integration' dienen.
2. Netter Vorschlag, den Job anzunehmen, wen regulär bezahlt - habe ich auch schon vor Jahren gemacht: bringt die aber im aktuellen Fall eben nichts.
3. Bist du gesundheitlich 'fit' für diesen 'Knochenjob' : klären !
31.05.2017, 22:20 #11
Beim Gespräch mit dem MT gleich Wertersatz für jede mögliche Arbeitsstunde ankündigen, weil es für die Tätigkeit " Helfer/in in der Fortwirtschaft " einen gesetzlichen Mindestlohn gibt. Die Ausnahme mit den ersten 6 Monaten greift hier nicht, weil das ein Mindestlohn nach Entsendegesetz ist.
Zuweisung in eine Arbeitsgelegenheit gem. §16d SGB II - Erbitte Hilfe Hannes63 Weiterbildung/Umschulung/Sinnlose Maßnahmen 11 24.09.2016 00:56