Source: http://www.taxiforum-luebeck.de/t369f2029-Buergerschaft-beschliesst-neuen-Tarif.html
Timestamp: 2018-09-22 02:09:23
Document Index: 53128017

Matched Legal Cases: ['§14', '§39', '§14', '§14', '§ 2', '§39', '§ 8']

Forum Übersicht - Tarifdiskussion » Bürgerschaft beschließt neuen Tarif!
in Tarifdiskussion 26.05.2011 20:43
Unter Punkt 8.11 hat der Bericht zu dem im Mai 2010 beantragten Tarif die Bürgerschaft passiert. Somit kann der neue Tarif antragsgemäß in Kraft treten.
Auf Nachfrage am heutigen Nachmittag erklärte der Leiter der Zulassungsstelle, Mischa Jelen, gegenüber der IG-Taxi, dass die Verordnung dann am morgigen Freitag zur Unterschrift an das Büro des Bürgermeisters gehen wird. Aufgrund der Kurzfristigkeit ist die erforderliche Veröffentlichung in der Lübecker Stadtzeitung zum 01.06. nicht wahrscheinlich, so dass der Tarif voraussichtlich frühestens mit der Veröffentlichung in der Ausgabe vom 08.06.2011 in Kraft treten wird. (Änderung vorbehalten)
Der künftige Tarif gestaltet sich damit wie folgt:
[list]Grundgebühr:----------------- 2,90€
bis einschl. 2km / km---------1,60€
3. bis 6km / km---------------1,50€
Ab 6km / km------------------1,40€
Nach unseren Berechnungen bedeutet dies eine durchschnittliche, um die Wartezeit bereinigte Erhöhung von rund 20%. Einschließlich der Wartezeit wird sich die Erhöhung auf etwa 15% reduzieren.
Die verkehrsbedingte Wartezeit wird sich von 0,23€ auf 0,20€ reduzieren, die kundenbedingte Wartezeit wird sich ab der 3. Minute von 0,36€ auf 0,40€ erhöhen.
Als wirtschaftliche Basis für Festpreisvereinbarungen bei Auswärtsfahrten empfehlen wir zukünftig 1,40€ / Doppelkilometer.
in Tarifdiskussion 26.05.2011 21:32
Im Rahmen der Anhörung im Innenausschuss, haben sich sowohl die Vertreter der SPD, wie auch die Linke und die CDU für den Antrag ausgesprochen.
Überraschenderweise hat sich während der heutigen Bürgerschaftssitzung das Bürgerschaftsmitlglied Rüdiger Hinrichs dann mit zwei Forderungen gegen den Tarif gewandt.
Zum einen behauptete er, dass nicht alle Taxiunternehmen beteiligt wurden und führte darüber hinaus an, dass das Gewerbe negative Auswirkungen zu erwarten habe. Und die Steigerung sei ja auch erheblich. Er forderte den Bürgermeister auf, diese Punkte erneut zu prüfen.
Dazu ist anzumerken, dass keiner der Kritiker dieser Anpassung in massenhaft von uns geführten Gesprächen auch nur einen einzigen, auf Fakten beruhenden Beleg für diese unzutreffende Behauptung vorzubringen in der Lage war. Ein bischen mehr Selbstvertrauen und Selbstverständnis wäre hier mal angebracht.
Das Gewerbe wurde in diesem Fall erstmalig in der Lübecker Geschichte überaus umfangreich an den Besprechungen und Anhörungen zur Tarifanpassung beteiligt. Es war eben kein Selbstgänger, dass die Lübecker Funktaxen, wie in ihrer monopolistischen Vergangenheit etwas beantragt haben und es dann mehr oder weniger so beschlossen wurde.
Vielmehr waren wir es, als alleinfahrende Unternehmer und Fahrer, die als einzige unter Mitwirkung verschiedener Unternehmer, auch von Zentralen belast- und belegbare Zahlen zusammengetragen haben.
Im übrigen wäre die Behörde bereits auf Antrag eines einzelnen Unternehmers berechtigt, die Beförderungsentgelte anzupassen. Eine allgemeine Anhörungspflicht besteht nämlich in diesem Punkt nicht.
Übrigens erhielten wir noch aus der Sitzung heraus eine Mitteilung der SPD-Fraktion, dass der Einwand Hinrichs keine aufschiebende Wirkung habe. Zwischenzeitlich wurde der Tarif auch auf hl-live als beschlossen verkündet.
in Tarifdiskussion 02.06.2011 09:25
Die CDU läst das Stänkern nicht, die Gegner wiederholen gebetsmühlenartig nicht Belegbares und die Gewerkschaft offenbart erschreckende Ahnungslosigkeit.
Da die Online-Artikel nach einiger Zeit leider im Off des LN-Archives verschwinden, setzen ich den heutigen Artikel zur Tariferhöhung im Wortlaut hier ein:
Lübeck - Für die Kunden des Nahverkehrs kommt es jetzt dicke: Im August werden die Busse teurer, im Juni die Taxen – um bis zu 20 Prozent.
Im landesweiten Vergleich rollten die Lübecker Taxen bislang äußerst günstig. Die Preise lagen deutlich hinter Kiel, Flensburg und Neumünster. Das wird sich jetzt ändern. Bei Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) liegt eine neue „Stadtverordnung über Beförderungsentgelte für den Gelegenheitsverkehr mit Taxen in der Hansestadt“ zur Unterschrift. Um bis zu 20 Prozent soll die Beförderung teurer werden. Voraussichtlich am 15. Juni treten die neuen Tarife in Kraft.
Nach Angaben der Stadtverwaltung steigt die Grundtaxe von 2,40 auf 2,90 Euro. Hinzu kommen Kilometerpauschalen. Danach kostet die Kurzstrecke bis zu einem Kilometer dann 4,50 statt bisher 3,70 Euro. Bis zu zwei Kilometern zahlen die Kunden dann 6,10 statt fünf Euro, drei Kilometer kosten dann 7,60 statt 6,30 Euro und vier Kilometer 9,10 statt 7,60 Euro. Nach einer Analyse des Taxengewerbes werden 90 Prozent der Fahrten in Entfernungen bis zu vier Kilometern abgewickelt.
Die Bürgerschaft hat die neuen Preise ohne große Proteste zur Kenntnis genommen. Ausnahme: Die CDU befürchtet, dass sich das Gewerbe mit dieser Preissteigerung keinen Gefallen tut. „Eine derart deutliche Erhöhung der Gebühren wird die Nachfrage eher sinken lassen“, erklärt Rüdiger Hinrichs. Zumal die Lübecker, die auf Busse und Taxen angewiesen seien, doppelt belastet würden. Denn der Stadtverkehr hebt zum 1. August seine Preise um bis zu acht Prozent an und will im nächsten Jahr die Betriebszeiten kürzen. Hinrichs: „Wenn beim Stadtverkehr das Angebot am frühen Morgen und in der Nacht gestrichen wird, dürfte die Verteuerung der Taxifahrten als einzige mögliche Alternative zurecht Ärger unter den Kunden hervorrufen.“
Bei Kunden und Taxifahrern selbst stößt die Anhebung der Fahrpreise auf ein geteiltes Echo. „Lübeck steht im bundesweiten Vergleich an vorletzter Stelle“, erzählt Burghardt Böhme, der seit 30 Jahren Touren in der Hansestadt fährt, „ganz zu schweigen von anderen Ländern, wo Taxifahren oft sehr viel teurer ist als in Deutschland.“ Die Zeiten seien ohnehin schlecht, stimmen viele seiner Kollegen zu, und jetzt gingen auch noch die Spritpreise hoch – irgendwie müsse man das kompensieren, um die Verluste in Grenzen zu halten. Auch im Vergleich mit öffentlichen Verkehrsmitteln seien die Taxi-Preise in Lübeck absolut gerechtfertigt, sagt Böhme: Wenn vier Personen mit dem Taxi von Moisling in die Innenstadt fahren würden, sei das günstiger, als den Bus zu nehmen. Das bestätigt Kunde Ernst-Peter Wesser: „Wenn man sich mit mehreren zusammentut, ist Taxifahren oft günstiger – und man wird bis vor die Haustür gefahren und muss sich nicht nach Fahrplänen richten.“ Der Lübecker zeigt Verständnis für die Fahrpreis-Erhöhung: „Wenn die Anhebung sich an den Benzinpreisen orientiert, ist es in Ordnung. Taxifahrer wollen auch leben – wie alle anderen.“
Andere Kunden reagieren verärgert – vor allem, weil auch Busfahren teurer wird. „Ich finde das nicht gut“, sagt Christa Crome (72), „beide Unternehmen können mit den Spritpreisen argumentieren, aber sie werden durch diese Maßnahmen Kunden verlieren.“ Auch bei den Taxifahrern sind nicht alle begeistert: „Das ist ein total ungünstiger Zeitpunkt, die Preise zu erhöhen“, sagt Sascha Bebensee, der sich vor drei Jahren selbstständig gemacht hat. Er spricht von 200 bis 300 Euro Verlust pro Monat.
Das Taxigewerbe ist in dieser Frage gespalten. Die Lübecker Funktaxen als größter Anbieter haben die Erhöhung bereits vor einem Jahr beantragt – auch, um die Fahrer anständig bezahlen zu können. Minicar als zweitgrößter Anbieter ist strikt gegen die Erhöhung. „Die Kundschaft wird auf Busse, Bahn und Fahrräder umsteigen“, warnt Geschäftsführer Thomas Kollin, „viele Unternehmer sind gegen die drastische Erhöhung.“ Die Interessengemeinschaft Lübecker Taxifahrer dagegen begrüßt die Anhebung, ebenso wie der Landesverband des Taxi- und Mietwagengewerbes und die Industrie- und Handelskammer zu Lübeck. Die Gewerkschaft Ver.di wäre dafür, wenn das Geld tatsächlich bei den Fahrern ankäme. „Das bezweifeln wir aber“, sagt Fachsekretärin Silvia Reichert. Die 20-prozentige Anhebung sei nicht gerechtfertigt und gehe zu Lasten der Fahrer. Die seien nämlich auf Trinkgelder angewiesen, weil sie so wenig verdienten. Reichert: „Bei den Preisen sind die Kunden nicht mehr bereit, Trinkgeld zu geben.“
Es ist schon erstaunlich, dass Herr Bebensee, der von den drei Jahren seiner Selbständigkeit zwei Jahre Mietwagenunternehmer war, zu der Erkenntnis kommt, das die jetzige Tariferhöhung zu einem Umsatzeinbruch von 200 bis 300 Euro führen wird. Ich möchte das gerne belegt haben Herr Bebensee. Gerade hörte ich noch, dass sich die Umsätze und Nachfrage in ihrem Unternehmern mit dem Sprung von 25 auf 35 Autos um 15% erhöht habe. Zuzüglich zu den 20%, die man Ihnen beim Wandel von Mietwagen in Taxi, wegen des "Zwangstarifes" und dem 12 % Steuergeschenk schon hat "zukommen" lassen.
Das man da jetzt das Geschäft seines Lebens wittert, glaube ich gerne. Dafür, dass man für 40 Jahre illegalen taxiähnlichen Verkehr (Sie nicht Herr Bebensee, bei Ihne waren es ja nur zwei) so also gerade von einem grünen Sensator per Ritterschlag (Ich werde die Mietwagen auf den Stand von Taxen erheben) in den "Adelsstand" erhoben wurde, rechtfertigt jedoch nicht, dass man jetzt wie Graf Koks von der Gasanstalt durch das Lübecker Taxigewerbe pflügt, als gäbe es kein Links und kein Rechts. Herr Bebensee, so sind sie auf dem besten Weg zu dem Ruf, den der Klassenfeind gemeinhin genießt. Wohin das führt, müssen wir ja gerade an anderer Stelle beobachten.
Dies gilt aber insbesondere für den "Pressesprecher" Ihres Unternehmens. Man muss schon sagen, es wird ja kein Winkelzug ausgelassen, um zu verhindern, was nicht zu verhindern ist. Schade nur, dass es diesmal nicht für eine Veröffentlichung in der Sonntagsausgabe gereicht hat.
Es scheint beinahe so, als habe man Angst davor, dass die Kunden nun doch erkennen könnten, dass man ja doch bloß Taxi ist. Dies ist weiterhin vollkommen unbegründet, solange man sich darauf konzentriert, was man am besten kann - Funktouren fahren und Nachfrage bedienen. Also, was soll dieses Sandkastengeplänkel? So gebärden sich nur schlechte Verlierer und kleine Kinder.
Hocherstaunt darf man hingegen über die Aussage der Verdi Fachsekretärin Silvia Reichert sein. Es zeugt schon von einem Wissen - fachlich, wie mathematisch, das gegen Null tendiert, wenn man behauptet, dass eine Umsatzsteigerung bei einem präkeren Arbeitsverhältnis, dass auf einer 100% umsatzabhängigen Entlohnung basiert, nicht zu einer Einkommenserhöhung führt. Wer hat Sie denn in die Spur geschickt? Hat ihnen etwa jemand erzählt, Lübecker Taxifahrer erhielten Grundlöhne in Höhe von 7,50, zu dem dann noch gaaaaaaaanz viel Trinkgeld käme?
Noch mehr erstaunt mich die CDU. Hat deren Sprecher im Innenausschuss, ich glaube, es war sogar Herr Hinrichs selbst, dem Tarif in der letzten Sitzung noch zugestimmt, so lässt sie sich nun vor den Karren unbelegbarer Behauptungen spannen. Grundlage dürfte der Brief eines (neutralen?) Bürgers sein, der taxiforum-lübeck vorliegt und der neben dem Bürgermeister an alle möglichen Fraktionen versendet wurde. Ein Gespräch hierzu, Herr Hinrichs, würde eine Diskussion im nächsten Innenausschuss überflüssig machen. http://www.hl-live.de/aktuell/textstart.php?id=69564
Naja, dann wollen wir mal hoffen, dass bei dem ganzen Presserummel, den hier einige, oder besser - ein Einziger - Taxiunternehmer wegen eines mehr als gerechtfertigten Ausgleiches für die durch frühere Entscheidungsträger künstlich niedrig gehaltenen Anpassungen der letzen Jahrzehnte, nicht noch ganz andere Stellen, wie Zoll, Arge und FA auf das Lübecker Taxigewerbe aufmerksam werden und das so eben Gewonnene nicht ganz schnell zum Zerronnenen werden möge.
Es gibt nur wenige Fakten zu diesem Thema:
1. Es gibt nämlich keine Belege für den Zusammenhang einer Tariferhöhung und Umsatzeinbußen. Weil es diesen Zusammenhang eben belegbar nicht gibt.
2. Angestellte Taxifahrer werden in Lübeck nahezu ausnahmslos umsatzabhängig bezahlt. Auch von Vermietermodellen hört man neuerdings. Umsatzsteigerung = Einkommenssteigerung für angestellte Fahrer. Es sei denn, der Unternehmer meint, seine Fahrer verdienten genug und kürzt mal eben die Prozente.
3. Nur wirtschaftliche Fahrpreise können steuerehrliches Arbeiten der Taxiunternehmer sichern.
4. Es gibt in Lübeck mehr als ausreichend, an der gesamten Ertragslage gemessen, viel zu viele Taxis. Um bei bestehendem Bedarf ähnliche Umsätze, wie in Hamburg zu erzielen, wo die Taxiquote mehr als doppelt so hoch ist, wie in Lübeck, müsste die Lübecker Durchschnittsfahrt statt zukünftig knapp über 8 Euro übrigens mindestens 13 Euro kosten.
Kommt endlich weg davon, ihr lieben Pseudogegner der Tariferhöhung und hört auf, euch im Klassenkrieg zu ergehen, wir wissen, dass die weitaus meisten Unternehmer, auch Ex-Mietwagenunternehmer die Erhöhung begrüßen. Die sind nämlich frei von Racheglüsten. Kümmert Euch lieber um euern blauen Erzeind, der ist doch der eigentliche Grund. Es wird niemand anderes für euch die Drecksarbeit übernehmen.
Und nun sollten wir uns mal darauf konzentrieren, was unser Job ist und was die meisten von uns am besten können: Die Kunden des Lübecker Taxigewerbes gut und nach wie vor günstig von A nach B zu befördern. Dann brauchen wir auch vor Konkurrenz keine Angst zu haben.
in Tarifdiskussion 05.06.2011 13:06
Innensenator Möller bestätigt in der heutigen Ausgabe der Lübecker Nachrichten, dass es keine qualifizierten Einwände gegen den Tarifantrag gab und weist die Vorwürfe der CDU, dass zu wenig Unternehmen beteiligt wurden, zurück.
in Tarifdiskussion 05.06.2011 23:06
schade,hloop,meinen eintrag hast du ja nicht veröffentlicht.
zu unsachlich?ich habe mich.....
Grundsätzlich werden sachlich formulierte Beiträge hier im Forum auch von nicht registrierten Interessierten gern veröffentlicht.
Enthalten diese allerdings persönliche Beleidigungen und oder erkennbar nicht haltbare Unterstellungen werden diese auch zum Schutz des Verfassers nicht freigeschaltet.
Deine Beiträge wurden von mir nicht „freigeschaltet“ sondern zur evt. späteren Belegbarkeit zusammen mit Deiner IP – Adresse im „Bunker“ gespeichert.
Kritisieren darf hier jeder! Aber bitte sachlich, meinetwegen auch sarkastisch, aber nicht plump polemisch!
Graupen Fan (Mod.)
in Tarifdiskussion 07.06.2011 18:48
Die Verordnung ist nun vom Bürgermeister unterschrieben.
Wir konnten heute im Rahmen einer Anhörung in einer Beschwerdesache gegen einen Taxifahrer ein Blick auf das Original werfen.
Dem Inkrafttreten des neuen Tarifes am 15.06.2011 steht somit nichts mehr im Wege.
in Tarifdiskussion 08.06.2011 01:14
Dann kommt das hier in "TAXI HEUTE" wohl zu spät...
Da hat sich aber jemand produziert!
Die für den Sommer angekündigte Erhöhung der Taxipreise ist von der Oppositionspartei CDU kritisiert worden.
http://www.taxi-heute.de/Taxi-News/News/...-Tariferhoehung
in Tarifdiskussion 08.06.2011 05:39
Besser wäre, er hätte auch vernünftig recherchiert. Zum einen wird der Grundpreis nicht von 2,20 auf 2,90 EUR erhöht, zum anderen hat Lübeck keinen Oberbürgermeister.
in Tarifdiskussion 08.06.2011 20:23
Ich habe heute Mittag ein längeres Telefonat mit dem Chefredakteur von Taxi-
Heute, Jürgen Hartmann, geführt.
Er ist über ein Suchtool für Taxithemen auf diesen Artikel gestossen (vermutlich HL-live). Interessant fand er, dass hier nicht die Politik entscheidet, sondern die Verwaltung (so, wie es das PBefG übrigens auch vorsieht) und das ausgerechnet die CDU hierzu in Opposition gegangen ist.
Eine Wertung ist mit dem Artikel nach seinen Worten nicht angedacht.
in Tarifdiskussion 09.06.2011 07:58
Spannend ist übrigens auch die Rechtsaufassung der CDU. Das PBefG sieht zwar ein Anhörungsverfahren vor, allerdings nur nach §14 (2) und (3) sowie §39 (2), die da lauten:
§14 (2) Vor der Entscheidung über den Antrag auf Erteilung einer Genehmigung für die Beförderung von Personen mit Kraftfahrzeugen im Gelegenheitsverkehr hat die Genehmigungsbehörde die Gemeinde, in deren Gebiet der Betriebssitz des Unternehmens liegt, die nach Landesrecht für die Gewerbeaufsicht zuständige Behörde, die Industrie- und Handelskammer, die Fachgewerkschaften und Verkehrsverbände gutachtlich zu hören. Sie kann auch weitere Stellen hören.
§14 (3) Die Genehmigungsbehörde kann von der Durchführung des Anhörverfahrens absehen, wenn sie aus eigener Kenntnis der Sachlage dem Antrag nicht entsprechen will oder in den Fällen des § 2 Abs. 2 die Durchführung des Anhörverfahrens nicht zur Sachverhaltsaufklärung erforderlich ist. Wird bei einem Gelegenheitsverkehr mit Kraftfahrzeugen ein Kraftfahrzeugaustausch beantragt, ist davon abzusehen.
§39 (2) Die Genehmigungsbehörde hat die Beförderungsentgelte insbesondere daraufhin zu prüfen, ob sie unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Lage des Unternehmers, einer ausreichenden Verzinsung und Tilgung des Anlagekapitals und der notwendigen technischen Entwicklung angemessen sind. Wird den Beförderungsentgelten aus Gründen des öffentlichen Verkehrsinteresses oder des Gemeinwohls nicht wie beantragt zugestimmt, gilt § 8 Abs. 4 entsprechend.
Ich frage mich, wo hier eine Anhörung der im Einzugsbereich tätigen Unternehmer herleitbar ist.
in Tarifdiskussion 14.06.2011 10:43
http://bekanntmachungen.luebeck.de/index...on=view&id=4657
in Tarifdiskussion 14.06.2011 17:02
Übrigens haben schon dutzende Unternehmer ihre Hale Uhren vorprogrammieren lassen, damit der Tarif dann auch gleich morgen früh Null Uhr greift.
in Tarifdiskussion 15.06.2011 21:32
Keiner der Kollegen, die bisher umgestellt haben, musste sich irgendwelche Klagen anhören. Die Umstellung sei aber deutlich spürbar und bringe etwas.
in Tarifdiskussion 19.06.2011 17:38
Ich wollte ersteinmal ein paar Tage mit dem neuen Tarif abwarten, bevor ich mich dazu äussere.
Ich habe nichts gegen Polemiken. Polemiken enthalten aber immer ein paar Flunkereien, um den eigenen Standpunkt zu untermauern oder den Gegner zu provozieren. Nun, mein Beitrag, der sicher angefressen war, enthielt ausschließlich Tatsachen, die sich nach den ersten Tagen mit dem neuen Tarif noch dazu bestätigen.
Der vermeintlich anonyme Gastschreiber hatte aber keine Argumente. Das stärkste war: "Der ... hat doch Recht". Und was macht man, wenn man keine Argumente mehr hat? Richtig, dann wird man primitiv. Für primitive Zeitgenossen ist hier aber kein Platz.
Also Gast: Mach Dir mal über meine Einkommenssituation und wovon ich lebe, keine Sorgen. Das Taxifahren sichert einen Gutteil meines mehrfach versteuerten Familieneinkommens. Dass alleine reicht mir als Motivation, mich für das Gewerbe zu engagieren. Und ich bin in der glücklichen Lage, Zeit dafür zu opfern, weil ich eben nicht 300 Stunden im Monat auf der Taxe sitzen muss, um steuerehrlich zu wirtschaften.
Aber, es gibt neue Fakten
Ich habe mich seit Mittwoch mit diversen Kollegen unterhalten. Nicht ein einziger hat auch nur einen Kunden gehabt, der sich über den Fahrpreis beschwert hätte.
Ich hatte Kunden, die bekanntermaßen Vielfahrer sind. Viele wussten von der Erhöhung, keiner hat sich beklagt.
Ich finde den Tarif extremst gut, als Graupe komme ich aber nicht an die möglichen Kilometerschnitte eines Funkfahrers heran
Der Tarif macht sich richtig bemerkbar, keiner hat sich beschwert
Mitarbeiter Uhrmacher und Eichamt Hamburg:
Respekt für diese Erhöhung. 20% seien in Hamburg vollkommen undenkbar, sowas hätte es in den 30 Jahren, die man das mache, noch nicht gegeben.
Kunde von der Kanalstraße in die St. Annen zu den 6,00€:
Das ist ja viel billiger als in Neumünster !!!!!!!
Verschiedene angestellte Fahrer:
Bei uns bleibt richtig was hängen
Vergangene Nacht: 27 Touren, nicht eine Beschwerde.
Der Tarif hat mir einen derart guten Kilometerschnitt beschert, dass ich dann auch mal schmerzfrei für 30 Euro von Stodo nach Bad Segeberg fahren konnte, um den Highscore voll zu machen. Und das bei einer eher nicht so berauschenden Nachfrage.
Nicht eine einzige 3€ Tour, nicht eine einzige 4€ Tour. Eine 5€ Tour, der Rest 5,50 ++
Die 8,30€ für die klassischen 3,5km sind insbesondere nachts extrem trinkgeldfreundlich. Zukünftig wird der "Zehner" für eine Tour wieder obligatorisch sein, wie zu guten alten DM Zeiten.
in Tarifdiskussion 20.06.2011 06:40
von Wattwurm • Zugriffe: 921
von Graupen Fan • Zugriffe: 2124
von Taxi Taxi • Zugriffe: 3284
von Wattwurm • Zugriffe: 1340
von Wattwurm • Zugriffe: 4727
von IG-Taxi-Lübeck • Zugriffe: 1646
von Stan • Zugriffe: 2060
Heute waren 19 Gäste , gestern 104 Gäste online