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Timestamp: 2020-04-09 04:24:39
Document Index: 32839280

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 1', '§ 17', '§ 9', '§ 125', '§ 9']

BVerwG, 03.06.1971 - IV C 64.70 - dejure.org
https://dejure.org/1971,33
BVerwG, 03.06.1971 - IV C 64.70 (https://dejure.org/1971,33)
BVerwG, Entscheidung vom 03.06.1971 - IV C 64.70 (https://dejure.org/1971,33)
BVerwG, Entscheidung vom 03. Juni 1971 - IV C 64.70 (https://dejure.org/1971,33)
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Berufung gegen das Urteil erster Instanz - Notwendigkeit einer straßenrechtlichen Planfeststellung - Auslegung der Pläne im Planfeststellungsverfahren
Zulässigkeit und Rechtswirkungen von sich in der Festsetzung einer Verkehrsfläche erschöpfenden Bebauungsplänen
Bebauungsplan - Trasse - Bundesfernstraße
OVG Hamburg, 23.07.1970 - II 9/70
BVerwG, 25.08.1971 - IV C 64.70
BVerwGE 38, 152
NJW 1971, 1267
NJW 1971, 1627 (Ls.)
DVBl 1972, 119
DÖV 1971, 636
BauR 1971, 179
In dieser Auslegung setzt § 1 Abs. 3 Satz 1 BauGB der Bauleitplanung eine erste, wenn auch strikt bindende Schranke, die lediglich grobe und einigermaßen offensichtliche Missgriffe ausschließt (vgl. bereits BVerwG, Urteil vom 3. Juni 1971 - 4 C 64.70 - BVerwGE 38, 152 ).
In dieser Auslegung setzt § 1 Abs. 3 Satz 1 BauGB der Bauleitplanung eine erste, wenn auch strikt bindende Schranke, die lediglich grobe und einigermaßen offensichtliche Missgriffe ausschließt (vgl. bereits Urteil vom 3. Juni 1971 - BVerwG 4 C 64.70 - BVerwGE 38, 152 ; ebenso OVG Münster, Urteil vom 3. Juni 2002 - 7a D 92.99.NE - BRS 65 Nr. 38 S. 184).
Insgesamt akzeptiert die Vorinstanz damit nicht, dass die Planrechtfertigung "eine praktisch nur bei groben und einigermaßen offensichtlichen Missgriffen wirksame Schranke der Planungshoheit" ist (so BVerwG, Urteil vom 3. Juni 1971 - BVerwG 4 C 64.70 - BVerwGE 38, 152 ).
Der erkennende Senat hat zu dem - darin vergleichbaren - Fall, daß ein Baugenehmigungsantrag wegen vermeintlicher materiellrechtlicher Hindernisse bestandskräftig abgelehnt wurde, der Antragsteller den Antrag wiederholt und daß sich nunmehr die Frage stellt, ob im zweiten Genehmigungsverfahren die materielle Rechtmäßigkeit des Vorhabens zu prüfen oder aber dieser Punkt bestandskräftig erledigt ist, mehrfach entschieden, daß die Bestandskraft insoweit in das nachfolgende Verfahren nicht hineinwirkt(Urteile vom 3. Juni 1971 - BVerwG IV C 64.70 - [DVBl. 1972, 119] undvom 24. November 1971 - BVerwG IV C 28.69 - VerwRspr. 24, 344 [345]).
Straßen - auch Bundesstraßen (§ 17 Abs. 3 Satz 1 FStrG) - können aber statt auf der Grundlage eines Planfeststellungsbeschlusses auch aufgrund eines gemäß § 9 Abs. 1 Nr. 11 BBauG/BauGB Verkehrsflächen festsetzenden Bebauungsplans, sogar im Wege sogenannter "isolierter Straßenplanung" (vgl. auch § 125 Abs. 1 BBauG/BauGB), gebaut werden (vgl. dazu BVerwGE 38, 152 [BVerwG 03.06.1971 - IV C 64/70]; 72, 172 [BVerwG 17.10.1985 - 2 C 45/82]).
Eine isolierte Straßenplanung durch Bebauungsplan ist nach ständiger höchstrichterlicher Rechtsprechung grundsätzlich zulässig (§ 9 Abs. 1 Nr. 11 BauGB 2008, vgl. BVerwG vom 3.6.1971 BVerwGE 38, 152; vom 26.8.1993 BVerwGE 94, 100; vom 19.9.2002 NuR 2003, 352/354).
Dies ist in der Rechtsprechung stets angenommen worden (vgl. BVerwG, Urteil vom 3. Juni 1971 - BVerwG 4 P 64.70 [richtig: IV C 64.70 - d. Red.] - BVerwGE 38, 152 ; BVerwG, Beschluß vom 7. September 1988 - BVerwG 4 N 1.87 - BVerwGE 80, 184; BVerwG, Urteil vom 21. Juli 1989 - BVerwG 4 NB 18.88 - NVwZ 1990, 256).
Damit darf sie für die ihr geeignet erscheinenden Zwecke auch die Vorteile der jeweiligen Verfahrensweise nutzen oder etwaige Nachteile hintansetzen (vgl. BVerwG, Urteil vom 3. Juni 1971 - BVerwG 4 P 64.70 [richtig: IV C 64.70 - d. Red.] - BVerwGE 38, 152 ).
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