Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VersR%201979,%20514
Timestamp: 2019-07-16 17:41:22
Document Index: 333622383

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 7', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 06.03.1978 - VI ZR 269/76 - dejure.org
https://dejure.org/1978,293
BGH, 06.03.1978 - VI ZR 269/76 (https://dejure.org/1978,293)
BGH, Entscheidung vom 06.03.1978 - VI ZR 269/76 (https://dejure.org/1978,293)
BGH, Entscheidung vom 06. März 1978 - VI ZR 269/76 (https://dejure.org/1978,293)
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Schadensersatzansprüche gegen den Haftpflichtversicherer aus einem Verkehrsunfall - Anforderungen für ein unbeabsichtigtes Ereignis - Erster Anschein für einen "gestellten Unfall" - Beschädigung eines teuren Sportwagens durch einen gemieteten schweren Lkw
Direktklage - Beweislast - Versicherungsbetrug - Unfallmanipulation - Verdacht des Versicherungsbetruges
VersR 1979, 514
Aufgrund der gleichen Geschwindigkeit und der nach dem Ergebnis des Sachverständigenbeweises vorliegend kaum nennenswerten Schubkraft auf das Klägerfahrzeug konnte ein Zusammenstoß dergestalt dosiert werden, dass zwar einerseits ein erheblicher Sachschaden herbeigeführt werden konnte, andererseits aber die Gefahr von Personenschäden - auch für den "Schädiger" - weitgehend ausgeschlossen war (vgl. BGH, Urteil vom 6. März 1978 - VI ZR 269/76 -, VersR 1979, 514; OLG Frankfurt a.M., Urteil vom 21. September 2006 - 16 U 75/06 -, NJW-RR 2007, 603).
Schon das Zusammentreffen von einzelnen dieser Umstände stellt ein starkes Indiz für eine Unfallmanipulation dar (BGH VersR 1979, 514, 515; KG KGR 2003, 61, 63 und KGR 2003, 143; OLG Frankfurt VersR 1987, 756, 757 und OLGR 1996, 232; OLG Hamm OLGR 1993, 306, 307; OLGR 1995, 162, 163; VersR 1996, 280, 281; OLGR 2001, 177, 178 und OLGR 2001, 221; OLG Köln OLGR 1998, 315; OLG Koblenz VersR 1990, 396, 397; OLG Zweibrücken VersR 1988, 970, 971; OLG Saarbrücken DAR 1989, 64, 65).
Nach älterer Rechtsprechung sollte das Bestehen persönlicher Verbindungen zwischen den Unfallbeteiligten für eine Unfallmanipulation sprechen (vgl. z.B. BGH VersR 1979, 514, 515; OLG Köln OLGR 1998, 315; OLG Zweibrücken VersR 1988, 970, 971; OLG Saarbrücken DAR 1989, 64, 65; OLG Celle VersR 1988, 48; OLG München ZfS 1990, 78; OLG Hamm OLGR 1999, 64, 65; OLG Frankfurt OLGR 1994, 43).
Liege jedoch eine für eine Manipulation besonders typische Gestaltung des (angeblichen) Unfallgeschehens vor, so begründe dies den Anschein einer Manipulation (BGH VersR 1979, 514,515).
Steht wie hier ein Zusammenstoß der beteiligten Fahrzeuge fest, trifft den in Anspruch genommenen Haftpflichtversicherer die Beweislast dafür, dass der Geschädigte in die Beschädigung seines Fahrzeugs eingewilligt hat, also ein gestellter Unfall vorliegt ( BGH, VersR 1979, 281; VersR 1979, 514).
Insoweit kommen dem Versicherer allerdings Beweiserleichterungen zugute, denkbar ist sogar, unter bestimmten Umständen prima facie von einer solchen Verabredung auszugehen (…BGH, a.a.O.; BGH, Urt. v. 06.03.1978 - VI ZR 269/76, VersR 1979, 514).
Der Beweis des ersten Anscheins spricht vorliegend für einen "gestellten Unfall" (dazu BGH, Urt. v. 06.03.1978 - VI ZR 269/76 - BeckRS 1978, 00257).
Liegt ein fingierter Unfall vor, an dem der Eigentümer des beschädigten Kraftfahrzeuges mitgewirkt hat, so führt die insoweit vorliegende Einwilligung zu einem Fortfall der Haftung gemäß §§ 7 StVG, 823 BGB (BGH VersR 1979, Seite 514).
Eine besonders typische Gestaltung des angeblichen Unfallgeschehens kann jedoch dazu führen, dass zu Gunsten der Beklagten ein Anscheinsbeweis zu bejahen ist (BGH VersR 1979, Seite 514 f.).
Steht wie hier ein Zusammenstoß der beteiligten Fahrzeuge fest, trifft den in Anspruch genommenen Haftpflichtversicherer die Beweislast dafür, dass der Geschädigte in die Beschädigung seines Fahrzeugs eingewilligt hat, also ein gestellter Unfall vorliegt ( BGH , VersR 1979, 281; VersR 1979, 514).
OLG Celle, 11.12.2003 - 14 U 99/03
Verkehrsunfallklage: Beweisanzeichen für einen gestellten Unfall
OLG Köln, 28.01.2004 - 11 U 149/01
LG Kassel, 12.02.2016 - 7 O 652/12
LG Duisburg, 16.11.2010 - 8 O 430/09
Schadensersatzbegehren aus einem Verkehrsunfall; Einwilligung in die Beschädigung …
LG Münster, 11.11.2015 - 16 O 229/14
Gerichtliche Prüfung des Vorliegens eines gestellten Unfallgeschehens; …
LG Krefeld, 29.03.2007 - 3 O 433/05
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Wirksamkeit der Einlegung einer Berufung eines Streithelfers namens der …