Source: https://www.rechtslupe.de/wirtschaftsrecht/tagesschau-app-3100004
Timestamp: 2020-07-14 04:58:24
Document Index: 280697506

Matched Legal Cases: ['§ 50', '§ 11', '§ 4', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 56', '§ 50', '§ 50', '§ 50', '§ 705', '§ 1', '§ 2', '§ 2', '§ 11', '§ 11', '§ 10', '§ 50', '§ 50', '§ 54', '§ 50', '§ 54', '§ 4', '§ 35', '§ 133', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11', 'Art. 7', 'Art. 7', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 4', '§ 1', '§ 4', '§ 11', '§ 4', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 2', 'Art. 5', '§ 11', '§ 11', 'Art. 5', '§ 11', 'BGH', 'BGH', '§ 50', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 705', '§ 705', '§ 705', '§ 16', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 16', '§ 44', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 11', '§ 11', '§ 35', '§ 43', '§ 43', 'BGH', '§ 11', 'BGH', '§ 4', '§ 11', 'BGH', '§ 11', '§ 11', '§ 2', '§ 11']

Tagesschau-App - und der Aufstand der Verlage | Rechtslupe
Die Arbeits­ge­mein­schaft der öffent­lich­recht­li­chen Rund­funk­an­stal­ten der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land (ARD) ist in Rechts­strei­tig­kei­ten, die die Erfül­lung der den Rund­funk­an­stal­ten zuge­wie­se­nen öffent­lich­recht­li­chen Auf­ga­ben betref­fen (hier die Bereit­stel­lung eines Tele­me­di­en­an­ge­bots), nicht gemäß § 50 ZPO par­tei­fä­hig.
Die Vor­schrift des § 11d Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 Teil­satz 3 RStV, die öffent­lich­recht­li­chen Rund­funk­an­stal­ten nichts­en­dungs­be­zo­ge­ne pres­se­ähn­li­che Ange­bo­te in Tele­me­di­en unter­sagt, ist eine Markt­ver­hal­tens­re­ge­lung im Sin­ne des § 4 Nr. 11 UWG.
Die Beur­tei­lung eines Tele­me­di­en­kon­zepts als nicht pres­se­ähn­lich durch das zustän­di­ge Gre­mi­um (§ 11f Abs. 4 bis 6 RStV) und die Frei­ga­be die­ses Tele­me­di­en­kon­zepts durch die Rechts­auf­sichts­be­hör­de (§ 11f Abs. 7 RStV) ent­fal­ten kei­ne Tat­be­stands­wir­kung für die Beur­tei­lung der Pres­se­ähn­lich­keit eines kon­kre­ten Tele­me­di­en­an­ge­bots.
Unter einem Ange­bot im Sin­ne von § 11d Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 Teil­satz 3 RStV, des­sen Pres­se­ähn­lich­keit zu beur­tei­len ist, ist grund­sätz­lich das gesam­te Tele­me­di­en­an­ge­bot zu ver­ste­hen, das auf einem ent­spre­chen­den Tele­me­di­en­kon­zept beruht. Besteht ein Tele­me­di­en­an­ge­bot sowohl aus nichts­en­dungs­be­zo­ge­nen als auch aus sen­dungs­be­zo­ge­nen Inhal­ten, ist bei der Prü­fung der Pres­se­ähn­lich­keit allein auf die Gesamt­heit der nichts­en­dungs­be­zo­ge­nen Bei­trä­ge abzu­stel­len. Ste­hen bei einem Tele­me­di­en­an­ge­bot "ste­hen­de" Tex­te und Bil­der deut­lich im Vor­der­grund, deu­tet dies auf die Pres­se­ähn­lich­keit des Ange­bots hin.
Par­tei­fä­hig­keit der ARD
Wett­be­werbs­ver­stoß und Rechts­auf­sicht
Ver­bot nichts­en­dungs­be­zo­ge­ner pres­se­ähn­li­cher Ange­bo­te
Par­tei­fä­hig­keit der ARD[↑]
Die Arbeits­ge­mein­schaft der öffent­lich­rech­l­ti­chen Rund­funk­an­stal­ten der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land (ARD) ist vor den Zivil­ge­rich­ten nicht par­tei­fä­hig.
Par­tei­fä­hig­keit ist die Fähig­keit, in einem Rechts­streit kla­gen (akti­ve Par­tei­fä­hig­keit) oder ver­klagt wer­den (pas­si­ve Par­tei­fä­hig­keit) zu kön­nen. Die Par­tei­fä­hig­keit zählt zu den Pro­zess­vor­aus­set­zun­gen, deren Man­gel das Gericht grund­sätz­lich in jeder Ver­fah­rens­la­ge ein­schließ­lich der Revi­si­ons­in­stanz gemäß § 56 Abs. 1 ZPO von Amts wegen zu berück­sich­ti­gen hat [1]. Fehlt die Par­tei­fä­hig­keit zum Zeit­punkt der letz­ten münd­li­chen Ver­hand­lung, ist die Kla­ge wegen Feh­lens einer Sachur­teils­vor­aus­set­zung als unzu­läs­sig abzu­wei­sen [2]. Par­tei­fä­hig ist gemäß § 50 Abs. 1 ZPO, wer rechts­fä­hig ist. Fer­ner kann ein Ver­ein, der nicht rechts­fä­hig ist, gemäß § 50 Abs. 2 ZPO kla­gen und ver­klagt wer­den.
Die ARD ist, jeden­falls soweit sie die hier in Rede ste­hen­de "Tages­schau-App" unter ihrer Bezeich­nung und ihrem Logo im Rechts­ver­kehr anbie­tet, kei­ne rechts­fä­hi­ge und damit nach § 50 Abs. 1 ZPO par­tei­fä­hi­ge (Außen)Gesellschaft bür­ger­li­chen Rechts [3]. Viel­mehr han­delt es sich bei der ARD inso­weit um eine nicht rechts­fä­hi­ge öffent­lich­recht­li­che Gemein­schafts­form.
Der Abschluss eines Ver­tra­ges, durch den sich die Betei­lig­ten gegen­sei­tig ver­pflich­ten, die Errei­chung eines gemein­sa­men Zwecks in der durch den Ver­trag bestimm­ten Wei­se zu för­dern (§ 705 BGB), lässt eine Gesell­schaft bür­ger­li­chen Rechts ent­ste­hen, wenn der Zusam­men­schluss kei­nen kör­per­schaft­li­chen Cha­rak­ter hat und die wei­te­ren Vor­aus­set­zun­gen für eine ande­re Form der Per­so­nen­ge­sell­schaft feh­len [4]. Zwar kön­nen juris­ti­sche Per­so­nen des öffent­li­chen Rechts eine Gesell­schaft bür­ger­li­chen Rechts bil­den oder Gesell­schaf­ter einer Gesell­schaft bür­ger­li­chen Rechts wer­den [5]. Schlie­ßen sich juris­ti­sche Per­so­nen des öffent­li­chen Rechts jedoch zur Ver­fol­gung eines gemein­sa­men Zwecks zusam­men, der in der gemein­sa­men Erfül­lung einer öffent­lich­recht­li­chen Auf­ga­be besteht, ent­steht kei­ne Gesell­schaft bür­ger­li­chen Rechts, son­dern eine öffent­lich­recht­li­che Gemein­schafts­form; ein sol­cher Zusam­men­schluss hat kei­nen bür­ger­lich­recht­li­chen, son­dern öffent­lich­recht­li­chen Cha­rak­ter. So ver­hält es sich hier.
Die ARD ist ein Zusam­men­schluss juris­ti­scher Per­so­nen des öffent­li­chen Rechts, näm­lich der Lan­des­rund­funk­an­stal­ten und der Deut­schen Wel­le, einer Anstalt des Bun­des­rechts (§ 1 Abs. 1 der Sat­zung der Arbeits­ge­mein­schaft der öffent­lich­recht­li­chen Rund­funk­an­stal­ten der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land [ARD] vom 09./10.06.1950 in der Fas­sung vom 08.04.2014). Die­ser Zusam­men­schluss dient der gemein­sa­men Erfül­lung der in § 2 der Sat­zung auf­ge­zähl­ten Auf­ga­ben, nament­lich der Bear­bei­tung gemein­sa­mer Fra­gen des Pro­gramms (§ 2 Abs. 1 Buchst. c der Sat­zung). Die Auf­ga­be der Her­stel­lung und Ver­brei­tung von Rund­funk­pro­gram­men und Tele­me­di­en ist den Rund­funk­an­stal­ten durch den Rund­funk­staats­ver­trag als öffent­lich­recht­li­che Auf­ga­be zuge­wie­sen [6]. Nach § 11 Abs. 1 Satz 1 RStV haben die öffent­lich­recht­li­chen Rund­funk­an­stal­ten den Auf­trag, durch die Her­stel­lung und Ver­brei­tung ihrer Ange­bo­te als Medi­um und Fak­tor des Pro­zes­ses frei­er indi­vi­du­el­ler und öffent­li­cher Mei­nungs­bil­dung zu wir­ken und dadurch die demo­kra­ti­schen, sozia­len und kul­tu­rel­len Bedürf­nis­se der Gesell­schaft zu erfül­len. Ange­bo­te des öffent­lich­recht­li­chen Rund­funks sind gemäß § 11a RStV Rund­funk­pro­gram­me und Tele­me­di­en.
Die ARD ist daher, jeden­falls soweit sie den Rund­funk­an­stal­ten zuge­wie­se­ne öffent­lich­recht­li­che Auf­ga­ben – wie hier die Bereit­stel­lung eines Tele­me­di­en­an­ge­bots – erfüllt, kei­ne Gesell­schaft bür­ger­li­chen Rechts [7], son­dern eine öffent­lich­recht­li­che Gemein­schafts­form ohne eige­ne Rechts­per­sön­lich­keit [8]. Es liegt nahe, bei der ARD – wie bei der gleich­falls von den öffent­lich­recht­li­chen Rund­funk­an­stal­ten betrie­be­nen Stel­le zum Ein­zug des Rund­funk­bei­trags (vgl. § 10 Abs. 7 Satz 1 des Rund­funk­bei­trags­staats­ver­trags) – von einer nicht rechts­fä­hi­gen öffent­lich­recht­li­chen Ver­wal­tungs­ge­mein­schaft aus­zu­ge­hen [9], ohne dass die Fra­ge hier abschlie­ßend ent­schie­den zu wer­den braucht.
Die Rechts- und Par­tei­fä­hig­keit der ARD ist nicht in Anleh­nung an die von der Recht­spre­chung zur Rechts- und Par­tei­fä­hig­keit der (Außen)Gesellschaft bür­ger­li­chen Rechts ent­wi­ckel­ten Grund­sät­ze zu beja­hen.
Das käme nur in Betracht, wenn die Struk­tur der ARD der einer Gesell­schaft des bür­ger­li­chen Rechts zumin­dest eben­bür­tig und die ARD recht­lich und orga­ni­sa­to­risch ver­selb­stän­digt sowie eigen­stän­di­ger Trä­ger von Rech­ten und Pflich­ten wäre [10]. Die ARD ist aber kein eigen­stän­di­ger Trä­ger von Rech­ten und Pflich­ten. Soweit in der Recht­spre­chung erwo­gen wor­den ist, die ARD als Gesell­schaft bür­ger­li­chen Rechts anzu­se­hen [11], betra­fen die­se Ent­schei­dun­gen nicht die Fra­ge, ob die ARD als Außen­ge­sell­schaft bür­ger­li­chen Rechts rechts- und par­tei­fä­hig ist. Viel­mehr ging es in die­sen Ent­schei­dun­gen dar­um, ob die in der ARD zusam­men­ge­schlos­se­nen Rund­funk­an­stal­ten hin­sicht­lich der Aus­strah­lung eines Gemein­schafts­pro­gramms über Satel­lit ein­an­der die Zustim­mung zur Aus­strah­lung einer Gegen­dar­stel­lung schul­den, weil sie im Innen­ver­hält­nis wie Gesell­schaf­ter einer Gesell­schaft bür­ger­li­chen Rechts zu behan­deln sind.
Die ARD ist ent­ge­gen der Ansicht des Beru­fungs­ge­richts nicht des­halb in ent­spre­chen­der Anwen­dung von § 50 Abs. 2 ZPO als par­tei­fä­hig anzu­se­hen, weil sie auf der Grund­la­ge ihrer Sat­zung über eine kör­per­schaft­li­che Struk­tur ver­fügt, die der eines Ver­eins ver­gleich­bar ist. Die Zuer­ken­nung der Par­tei­fä­hig­keit an nicht rechts­fä­hi­ge Ver­ei­ne nach § 50 Abs. 2 ZPO beruht mitt­ler­wei­le maß­geb­lich auf der Erwä­gung, dass auf nicht rechts­fä­hi­ge Ver­ei­ne gemäß § 54 Satz 1 BGB die Vor­schrif­ten über die Gesell­schaft bür­ger­li­chen Rechts anwend­bar sind und die Gesell­schaft bür­ger­li­chen Rechts nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs par­tei­fä­hig ist [12]. § 50 Abs. 2 ZPO kann daher nicht allein des­halb auf ande­re nicht rechts­fä­hi­ge Zusam­men­schlüs­se ent­spre­chend ange­wen­det wer­den, weil die­se über eine ver­eins­ähn­li­che Orga­ni­sa­ti­ons­struk­tur ver­fü­gen. Es gibt kei­ne § 54 Satz 1 BGB ent­spre­chen­de Rege­lung, wonach auf sol­che Zusam­men­schlüs­se die Vor­schrif­ten über die Gesell­schaft bür­ger­li­chen Rechts anwend­bar sind.
Wett­be­werbs­ver­stoß und Rechts­auf­sicht[↑]
Der Tat­be­stand des Ver­sto­ßes gegen eine Markt­ver­hal­tens­re­ge­lung nach § 4 Nr. 11 UWG schei­det aus, wenn die zustän­di­ge Ver­wal­tungs­be­hör­de einen wirk­sa­men Ver­wal­tungs­akt erlas­sen hat, der das bean­stan­de­te Markt­ver­hal­ten aus­drück­lich erlaubt [13].
Solan­ge ein sol­cher Ver­wal­tungs­akt nicht durch die zustän­di­ge Behör­de oder durch ein Ver­wal­tungs­ge­richt auf­ge­ho­ben wor­den oder nich­tig ist, ist die Zuläs­sig­keit des bean­stan­de­ten Ver­hal­tens einer Nach­prü­fung durch die Zivil­ge­rich­te ent­zo­gen [14].
Dabei kann vor­lie­gend für den Bun­des­ge­richts­hof offen­blei­ben, ob das Schrei­ben der Nie­der­säch­si­schen Staats­kanz­lei vom 17.08.2010 – die Frei­ga­be des vom Rund­funk­rats des Nord­deut­schen Rund­funks am 25.06.2010 beschlos­se­nen Tele­me­di­en­kon­zepts für das Ange­bot "tageschau.de" – als Ver­wal­tungs­akt im Sin­ne von § 35 Satz 1 VwVfG zu wer­ten oder ob es als schlich­tes Ver­wal­tungs­han­deln ein­zu­stu­fen ist [15]. Selbst wenn die­ses Schrei­ben als Ver­wal­tungs­akt zu wer­ten wäre, stün­de damit – ent­ge­gen der Ansicht des Beru­fungs­ge­richts – nicht mit bin­den­der Wir­kung für den vor­lie­gen­den Rechts­streit fest, dass das am 15.06.2011 über die "Tages­schau-App" abruf­bar gewe­se­ne Ange­bot der Beklag­ten nicht pres­se­ähn­lich gewe­sen ist.
Die Reich­wei­te der Tat­be­stands­wir­kung eines Ver­wal­tungs­akts wird durch sei­nen Rege­lungs­ge­halt bestimmt [16]. Der Rege­lungs­ge­halt eines Ver­wal­tungs­akts ist in ent­spre­chen­der Anwen­dung der §§ 133, 157 BGB nach den Grund­sät­zen zu bestim­men, die auch für die Aus­le­gung von Wil­lens­er­klä­run­gen gel­ten. Danach ist der erklär­te Wil­le der erlas­sen­den Behör­de maß­ge­bend, wie ihn der Emp­fän­ger bei objek­ti­ver Wür­di­gung ver­ste­hen konn­te [17]. Bei der Ermitt­lung die­ses objek­ti­ven Erklä­rungs­werts ist in ers­ter Linie auf den Ent­schei­dungs­satz und die Begrün­dung des Ver­wal­tungs­akts abzu­stel­len; dar­über hin­aus ist das mate­ri­el­le Recht, auf dem der Ver­wal­tungs­akt beruht, her­an­zu­zie­hen [18]. Ein Ver­wal­tungs­akt ist vom Revi­si­ons­ge­richt selb­stän­dig aus­zu­le­gen [19].
Das an den Inten­dan­ten des NDR gerich­te­te Schrei­ben der Nie­der­säch­si­schen Staats­kanz­lei vom 17.08.2010 lau­tet wie folgt:
[…] haben Sie herz­li­chen Dank für die Über­sen­dung der für die rechts­auf­sicht­li­che Prü­fung not­wen­di­gen, umfang­rei­chen Unter­la­gen zu den Tele­me­di­en­kon­zep­ten tagesschau.de und einsextra.de. Die Prü­fung durch die Rechts­auf­sicht gem. § 11f Absatz 7 RStV ist nun­mehr abge­schlos­sen und bei­de Tele­me­di­en­kon­zep­te kön­nen im Nie­der­säch­si­schen Minis­te­ri­al­blatt ver­öf­fent­licht wer­den. Um für künf­ti­ge Ver­fah­ren noch mehr Klar­heit zu schaf­fen, erlau­be ich mir, Ihnen bei die­ser Gele­gen­heit fol­gen­de Hin­wei­se zu geben: […]
Das Schrei­ben vom 17.08.2010 ent­hält weder einen Ent­schei­dungs­satz im eigent­li­chen Sin­ne noch eine Begrün­dung. Sei­ne Kern­aus­sa­ge beschränkt sich auf die Mit­tei­lung, dass die Prü­fung durch die Rechts­auf­sicht gemäß § 11f Abs. 7 RStV abge­schlos­sen sei und die Tele­me­di­en­kon­zep­te im Nie­der­säch­si­schen Minis­te­ri­al­blatt ver­öf­fent­licht wer­den könn­ten. Der Rege­lungs­ge­halt die­ser Mit­tei­lung ist daher im Blick auf die Bestim­mun­gen des Rund­funk­staats­ver­tra­ges zu ermit­teln, die der rechts­auf­sicht­li­chen Prü­fung zugrun­de lie­gen.
Gegen­stand der rechts­auf­sicht­li­chen Prü­fung ist, wie sich aus § 11f Abs. 7 Satz 2 RStV ergibt, das Tele­me­di­en­kon­zept, mit dem die öffent­lich­recht­li­chen Rund­funk­an­stal­ten gemäß § 11f Abs. 1 RStV die inhalt­li­che Aus­rich­tung von – unter ande­rem – nichts­en­dungs­be­zo­ge­nen Tele­me­di­en nach § 11d Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 RStV kon­kre­ti­sie­ren, indem sie deren Ziel­grup­pe, Inhalt, Aus­rich­tung und Ver­weil­dau­er näher beschrei­ben. Die Beschrei­bung des Tele­me­di­en­an­ge­bots ist gemäß § 11f Abs. 7 Satz 2 RStV "nach Prü­fung durch die für die Rechts­auf­sicht zustän­di­ge Behör­de" in den amt­li­chen Ver­kün­dungs­blät­tern der betrof­fe­nen Län­der zu ver­öf­fent­li­chen. Die­se Beschrei­bung ist in ers­ter Linie her­an­zu­zie­hen, um den Rege­lungs­ge­halt der Mit­tei­lung der Rechts­auf­sichts­be­hör­de zu bestim­men.
Der für die Rechts­auf­sicht zustän­di­gen Behör­de sind nach § 11f Abs. 7 Satz 1 RStV vor der Ver­öf­fent­li­chung alle für eine rechts­auf­sicht­li­che Prü­fung not­wen­di­gen Aus­künf­te zu ertei­len und Unter­la­gen zu über­mit­teln. Zu den Unter­la­gen zäh­len die Begrün­dung der Gre­mien­ent­schei­dung sowie Stel­lung­nah­men oder Gut­ach­ten (vgl. § 11f Abs. 5 RStV). Die­se sind aller­dings ledig­lich Mit­tel und nicht Gegen­stand der rechts­auf­sicht­li­chen Prü­fung. Sie wer­den nicht Bestand­teil des Tele­me­di­en­kon­zepts und sind dem­entspre­chend nicht zusam­men mit die­sem gemäß § 11f Abs. 7 Satz 2 RStV zu ver­öf­fent­li­chen [20]. Die­se Unter­la­gen kön­nen des­halb nicht ohne Wei­te­res her­an­ge­zo­gen wer­den, um den Rege­lungs­ge­halt einer Ent­schei­dung der Rechts­auf­sichts­be­hör­de zu ermit­teln. Das gilt auch für die Begrün­dung, die das zustän­di­ge Gre­mi­um für sei­ne Ent­schei­dung gibt, ob das Ange­bot vom Auf­trag umfasst ist (§ 11f Abs. 6 RStV).
Die im Schrei­ben der Nie­der­säch­si­schen Staats­kanz­lei zum Aus­druck kom­men­de Frei­ga­be des Tele­me­di­en­kon­zepts "tagesschau.de" umfasst die Frei­ga­be des Abrufs der im Online-Por­tal "tagesschau.de" ein­ge­stell­ten Inhal­te über die Appli­ka­ti­on "Tages­schau-App". Das unter "tagesschau.de" vor­ge­hal­te­ne Online-Ange­bot der Beklag­ten ist durch das spä­te­re Ange­bot der "Tages­schau-App" ledig­lich um eine für mobi­le End­ge­rä­te opti­mier­te Zugriffs­mög­lich­keit ergänzt wor­den. Dar­in liegt kein neu­es oder ver­än­der­tes Ange­bot, das nach dem Rund­funk­staats­ver­trag einer eigen­stän­di­gen Über­prü­fung bedurft hät­te. Es kann danach offen­blei­ben, ob die Mög­lich­keit, das Online-Ange­bot "tagesschau.de" über Smart­pho­nes abzu­ru­fen, schon des­halb vom frei­ge­ge­be­nen Tele­me­di­en­kon­zept "tagesschau.de" umfasst ist, weil im Tele­me­di­en­kon­zept die Ver­brei­tung des Ange­bots im Wege der mobi­len Aus­spie­lung über Han­dys mehr­fach erwähnt ist.
Ein neu­es oder ver­än­der­tes Tele­me­di­en­an­ge­bot ist, wie sich aus § 11f Abs. 3 Satz 1 RStV ergibt, in einem eigen­stän­di­gen Ver­fah­ren dar­auf­hin zu über­prü­fen, ob es vom Auf­trag umfasst ist. Ein ver­än­der­tes Ange­bot liegt nach § 11f Abs. 3 Satz 2 RStV ins­be­son­de­re vor, wenn die inhalt­li­che Gesamt­aus­rich­tung des Ange­bots oder die Ziel­grup­pe ver­än­dert wird. Nach die­sen Maß­stä­ben han­delt es sich bei der "Tages­schau-App" nicht um ein gegen­über dem Online-Por­tal "tagesschau.de" ver­än­der­tes Tele­me­di­en­an­ge­bot.
Das über die "Tages­schau-App" abruf­ba­re Ange­bot stimmt nach den Fest­stel­lun­gen des Beru­fungs­ge­richts mit dem im Online-Por­tal vor­ge­hal­te­nen Ange­bot "tagesschau.de" inhalt­lich über­ein. Über die "Tages­schau-App" sind sämt­li­che auf dem Online-Por­tal "tagesschau.de" ein­ge­stell­ten Bei­trä­ge abruf­bar. Wegen der gerin­ge­ren Dar­stel­lungs­ka­pa­zi­tät eines Smart­pho­nes sind bei einem Abruf über die "Tages­schau-App" zwar die seit­li­chen Navi­ga­ti­ons- und Über­blicks­leis­ten des Online-Ange­bots "tagesschau.de" nicht zu sehen. Dadurch wird jedoch die inhalt­li­che Gesamt­aus­rich­tung des Ange­bots nicht ver­än­dert.
Es bestehen kei­ne Anhalts­punk­te dafür, dass sich das Ange­bot, die Inhal­te des Online-Por­tals "tagesschau.de" über die "Tages­schau-App" abzu­ru­fen, an eine ande­re Ziel­grup­pe rich­tet, als das Ange­bot des Online-Por­tals "tagesschau.de".
Dem für die Bestim­mung des Rege­lungs­ge­halts des Schrei­bens der Nie­der­säch­si­schen Staats­kanz­lei vom 17.08.2010 maß­geb­li­chen Tele­me­di­en­kon­zept ist zwar die Fest­stel­lung zu ent­neh­men, dass das Ange­bot "tagesschau.de" nicht im Sin­ne von § 11d Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 Teil­satz 3 RStV pres­se­ähn­lich sei. Selbst wenn das Schrei­ben der Staats­kanz­lei als Ver­wal­tungs­akt zu wer­ten wäre, stün­de jedoch auf­grund die­ser Fest­stel­lung ent­ge­gen der Auf­fas­sung des Beru­fungs­ge­richts nicht mit bin­den­der Wir­kung für den vor­lie­gen­den Rechts­streit fest, dass das über die "Tages­schau-App" am 15.06.2011 abruf­bar gewe­se­ne Ange­bot "tagesschau.de" nicht im Sin­ne die­ser Bestim­mung pres­se­ähn­lich gewe­sen ist [21].
Die Lega­li­sie­rungs­wir­kung einer Frei­ga­be des Tele­me­di­en­kon­zepts erfasst nicht die kon­kre­ten Ange­bo­te, durch die die­ses Kon­zept umge­setzt wer­den.
Gemäß §§ 11f Abs. 1 RStV kon­kre­ti­sie­ren die Rund­funk­an­stal­ten in Tele­me­di­en­kon­zep­ten zwar die inhalt­li­che Aus­rich­tung ihrer – unter ande­rem – nichts­en­dungs­be­zo­ge­nen Tele­me­di­en (§ 11d Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 RStV), indem sie Ziel­grup­pe, Inhalt, Aus­rich­tung und Ver­weil­dau­er der geplan­ten Ange­bo­te näher beschrei­ben. Dabei müs­sen die­se Kon­zep­te – nach der Begrün­dung zum 12. Rund­funk­än­de­rungs­staats­ver­trag – genau­er als die gesetz­li­che Ermäch­ti­gung sein und kön­nen ein ein­zi­ges oder eine Viel­zahl von Ange­bo­ten umfas­sen. Aus dem Text muss sich able­sen las­sen, wer ange­spro­chen wer­den soll, was vor­ran­gig ange­bo­ten wird und wie das Ange­bot sich aus­rich­tet, ob es sich zum Bei­spiel um infor­ma­ti­ve, unter­hal­ten­de, bil­den­de oder kul­tu­rel­le Inhal­te han­delt [22]. Danach ist in einem Tele­me­di­en­kon­zept zwar die inhalt­li­che Aus­rich­tung des Ange­bots näher zu beschrei­ben, um damit einen gegen­über der gesetz­li­chen Ermäch­ti­gung höhe­ren Grad an Kon­kre­ti­sie­rung zu errei­chen; ein Tele­me­di­en­kon­zept soll und kann durch eine sol­che Beschrei­bung jedoch nicht die kon­kre­te Umset­zung eines geplan­ten Ange­bots zu einem bestimm­ten Zeit­punkt in allen Ein­zel­hei­ten im Vor­hin­ein fest­le­gen.
Auch die Beschrei­bung des Ange­bots "tagesschau.de" auf den Sei­ten 42 bis 48 des Tele­me­di­en­kon­zepts des NDR bil­det zwangs­läu­fig nur einen Rah­men für kon­kre­te Umset­zun­gen des Kon­zepts. So heißt es in den vom Beru­fungs­ge­richt her­an­ge­zo­ge­nen Aus­zü­gen aus die­ser Beschrei­bung, "tagesschau.de" infor­mie­re den Nut­zer über aktu­el­le poli­ti­sche, wirt­schaft­li­che, kul­tu­rel­le und gesell­schaft­li­che Ereig­nis­se und bie­te erläu­tern­de und infor­mie­ren­de Hin­ter­grund­be­rich­te; die Bei­trä­ge wür­den als Audio oder Video und in Manu­skript­form ange­bo­ten und um ori­gi­nä­re aktu­el­le Text­mel­dun­gen und ver­tie­fen­de Inhal­te wie Inter­views, Hin­ter­grün­de und Ana­ly­sen, Fotos oder (inter­ak­ti­ve) Gra­fi­ken ergänzt. Die­se all­ge­mei­ne Beschrei­bung der inhalt­li­chen Aus­rich­tung des Kon­zepts lässt wei­ten Raum für kon­kre­te Umset­zun­gen und ist nicht geeig­net, die Über­ein­stim­mung von im Online-Por­tal zur Umset­zung die­ses Kon­zepts ein­ge­stell­ten kon­kre­ten Ange­bo­ten mit den Vor­ga­ben des Rund­funk­staats­ver­tra­ges zu gewähr­leis­ten.
Auf­grund einer Lega­li­sie­rungs­wir­kung der Frei­ga­be des Tele­me­di­en­kon­zepts "tagesschau.de" steht nicht mit bin­den­der Wir­kung für das vor­lie­gen­de Ver­fah­ren fest, dass ein in Umset­zung die­ses Kon­zepts im Online-Por­tal "tagesschau.de" ein­ge­stell­tes Ange­bot und ins­be­son­de­re das hier in Rede ste­hen­de Ange­bot vom 15.06.2011 nicht pres­se­ähn­lich ist.
In Tele­me­di­en­kon­zep­ten für nichts­en­dungs­be­zo­ge­ne Tele­me­di­en (§ 11d Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 RStV) ist die inhalt­li­che Aus­rich­tung des Tele­me­di­en­an­ge­bots zwar im Hin­blick dar­auf gemäß § 11f Abs. 1 RStV zu kon­kre­ti­sie­ren, dass nichts­en­dungs­be­zo­ge­ne pres­se­ähn­li­che Ange­bo­te nach § 11d Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 Teil­satz 3 RStV nicht zuläs­sig sind. Auch inso­weit kann ein Tele­me­di­en­kon­zept jedoch zwangs­läu­fig nur gewis­se Leit­li­ni­en für die Gestal­tung des Ange­bots auf­stel­len und nicht gewähr­leis­ten, dass eine kon­kre­te Umset­zung des Kon­zepts, die sich im Rah­men die­ser Leit­li­ni­en hält, nicht gegen das Ver­bot nichts­en­dungs­be­zo­ge­ner pres­se­ähn­li­cher Ange­bo­te ver­stößt. Des­halb kann eine Bil­li­gung die­ses Kon­zepts durch die Rechts­auf­sichts­be­hör­de, selbst wenn sie bin­den­de Wir­kung hät­te, nicht dazu füh­ren, dass kon­kre­te Ange­bo­te nicht als pres­se­ähn­lich anzu­se­hen sind.
Das gilt auch für das hier in Rede ste­hen­de Tele­me­di­en­kon­zept, in dem auf Sei­te 24 aus­ge­führt ist, wes­halb die Ange­bo­te im Online-Por­tal der ARD – und damit auch das Tele­me­di­en­an­ge­bot "tagesschau.de" – nicht pres­se­ähn­lich sei­en. In die­ser – vom Beru­fungs­ge­richt zitier­ten – Beschrei­bung des Online-Por­tals heißt es, die ARD nut­ze alle medi­en­ty­pi­schen Gestal­tungs­ele­men­te und tech­ni­schen Anwen­dun­gen wie Bewegt­bil­der, Audi­os, inter­ak­ti­ve Modu­le (inkl. Per­so­na­li­sie­rung), Hyper­text­struk­tu­ren (Links), ver­schie­de­ne For­men von Bild, Text- und Ton­kom­bi­na­tio­nen und gestaf­fel­ten Ange­bots­tie­fen; außer­dem sei­en die Tele­me­di­en der ARD in hohem Maße dyna­misch, das hei­ße die Inhal­te wür­den teil­wei­se in einem sehr kur­zen Rhyth­mus aktua­li­siert, der sich allein an der aktu­el­len Ent­wick­lung des Berichts­ge­gen­stands ori­en­tie­re. Allein die Ver­wen­dung medi­en­ty­pi­scher Gestal­tungs­ele­men­te und tech­ni­scher Anwen­dun­gen sowie die hohe Dyna­mik eines Tele­me­di­ums gewähr­leis­ten nicht, dass ein kon­kre­tes Ange­bot nicht pres­se­ähn­lich ist.
Eine Lega­li­sie­rungs­wir­kung der Frei­ga­be des Tele­me­di­en­kon­zepts folgt für das hier in Rede ste­hen­de kon­kre­te Ange­bot vom 15.06.2011 nicht dar­aus, dass im Tele­me­di­en­kon­zept kein geplan­tes, son­dern ein bestehen­des Ange­bot beschrie­ben wor­den ist und sich das von den Zei­tungs­ver­la­gen bean­stan­de­te Ange­bot vom 15.06.2011 nicht von dem im Tele­me­di­en­kon­zept beschrie­be­nen Ange­bot unter­schei­det.
Aller­dings ist im Tele­me­di­en­kon­zept "tagesschau.de" kein geplan­tes Ange­bot, son­dern ein bestehen­des Ange­bot beschrie­ben. Die Bestim­mun­gen der §§ 11d, 11f RStV gel­ten zwar unmit­tel­bar nur für geplan­te Ange­bo­te (vgl. § 11f Abs. 1 RStV). Sie sind nach Art. 7 Abs. 1 Satz 1 und 3 RÄS­tV jedoch ent­spre­chend auf alle bestehen­den Ange­bo­te anwend­bar, die über den 31.05.2009 hin­aus fort­ge­führt wer­den. Für die­sen Bestand war nach Art. 7 Abs. 1 Satz 4 RÄS­tV das Ver­fah­ren ent­spre­chend § 11f RStV bis zum 31.08.2010 abzu­schlie­ßen. Bei dem von der ARD seit dem Jahr 1996 betrie­be­nen und von dem NDR betreu­ten Online-Por­tal "tagesschau.de" han­del­te es sich um ein bestehen­des Ange­bot, das über den 31.05.2009 fort­ge­führt wur­de, und des­sen inhalt­li­che Aus­rich­tung des­halb ent­spre­chend § 11f Abs. 1 RStV in einem Tele­me­di­en­kon­zept zu kon­kre­ti­sie­ren war.
Das bedeu­tet jedoch nicht, dass das bestehen­de Ange­bot in sei­ner kon­kre­ten Gestalt zum Inhalt des Tele­me­di­en­kon­zepts wur­de. Durch die von § 11f Abs. 1 RStV gefor­der­te nähe­re Beschrei­bung der inhalt­li­chen Aus­rich­tung des Ange­bots in einem Tele­me­di­en­kon­zept soll ledig­lich ein gegen­über der gesetz­li­chen Ermäch­ti­gung höhe­rer Grad an Kon­kre­ti­sie­rung erzielt wer­den; dage­gen soll und kann durch eine sol­che Beschrei­bung nicht ein kon­kre­tes Ange­bot in allen Ein­zel­hei­ten für die Zukunft fest­ge­schrie­ben wer­den. Des­halb ändert der Umstand, dass sich die Beschrei­bung der inhalt­li­chen Aus­rich­tung des fort­zu­füh­ren­den Ange­bots im Tele­me­di­en­kon­zept "tagesschau.de" an dem bestehen­den Ange­bot in sei­ner kon­kre­ten Erschei­nungs­form ori­en­tiert, nichts dar­an, dass sich das Tele­me­di­en­kon­zept nicht auf die­ses kon­kre­te Ange­bot beschränkt, son­dern davon unter Berück­sich­ti­gung der Vor­ga­ben des Rund­funk­staats­ver­tra­ges abs­tra­hiert. Dem­entspre­chend kann die Frei­ga­be des Tele­me­di­en­kon­zepts für ein bestehen­des Ange­bot eben­so wie die für ein geplan­tes Ange­bot eine Tat­be­stands­wir­kung nur für das von kon­kre­ten Ange­bo­ten abs­tra­hie­ren­de Kon­zept ent­fal­ten und kein kon­kre­tes Ange­bot legi­ti­mie­ren.
Ver­bot nichts­en­dungs­be­zo­ge­ner pres­se­ähn­li­cher Ange­bo­te[↑]
Bei dem in § 11d Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 Teil­satz 3 RStV nie­der­ge­leg­ten Ver­bot nichts­en­dungs­be­zo­ge­ner pres­se­ähn­li­cher Ange­bo­te han­delt es sich um eine gesetz­li­che Vor­schrift im Sin­ne des § 4 Nr. 11 UWG han­delt, die auch dazu bestimmt ist, im Inter­es­se der Markt­teil­neh­mer das Markt­ver­hal­ten zu regeln.
Eine gesetz­li­che Vor­schrift ist im Hin­blick auf den Zweck des Geset­zes gegen den unlau­te­ren Wett­be­werb, die Markt­teil­neh­mer vor unlau­te­ren geschäft­li­chen Hand­lun­gen zu schüt­zen (§ 1 Satz 1 UWG), nur dann eine Markt­ver­hal­tens­re­ge­lung im Sin­ne von § 4 Nr. 11 UWG, wenn sie eine auf die Lau­ter­keit des Wett­be­werbs bezo­ge­ne Schutz­funk­ti­on hat. Dar­an fehlt es, wenn eine Vor­schrift ledig­lich bestimm­te Unter­neh­men von bestimm­ten Märk­ten fern­hal­ten oder die Rah­men­be­din­gun­gen des Wett­be­werbs fest­le­gen soll [23].
Nach die­sen Maß­stä­ben han­delt es sich bei § 11d Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 Teil­satz 3 RStV um eine Markt­ver­hal­tens­re­ge­lung im Sin­ne von § 4 Nr. 11 UWG [24].
Der Wort­laut und die Sys­te­ma­tik des § 11d RStV könn­ten aller­dings – wie das Beru­fungs­ge­richt ange­nom­men hat – dafür spre­chen, dass es sich bei § 11d Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 Teil­satz 3 RStV um eine Rege­lung han­delt, die ledig­lich bestimm­te Unter­neh­men von bestimm­ten Märk­ten fern­hal­ten soll. Gemäß § 11d Abs. 1 RStV bie­ten die in der ARD zusam­men­ge­schlos­se­nen Lan­des­rund­funk­an­stal­ten, das ZDF und das Deutsch­land­ra­dio Tele­me­di­en an, die jour­na­lis­tisch­re­dak­tio­nell ver­an­lasst und jour­na­lis­tisch­re­dak­tio­nell gestal­tet sind. Die­ser Auf­trag umfasst nach § 11d Abs. 2 Satz 1 RStV das – inhalt­lich und zeit­lich näher bezeich­ne­te – Ange­bot von Sen­dun­gen auf Abruf, von sen­dungs­be­zo­ge­nen und nichts­en­dungs­be­zo­ge­nen Tele­me­di­en sowie von Archi­ven. Die­se Bestim­mun­gen öff­nen den genann­ten Rund­funk­an­stal­ten den Zutritt zum Markt der Tele­me­di­en. Vor die­sem Hin­ter­grund könn­te die Vor­schrift des § 11d Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 Teil­satz 3 RStV, wonach nichts­en­dungs­be­zo­ge­ne pres­se­ähn­li­che Ange­bo­te nicht zuläs­sig sind, als eine Rege­lung ver­stan­den wer­den, die den genann­ten Rund­funk­an­stal­ten den an sich eröff­ne­ten Zutritt zum Markt der Tele­me­di­en ver­schlie­ßen soll, soweit nichts­en­dungs­be­zo­ge­ne pres­se­ähn­li­che Ange­bo­te betrof­fen sind.
Bei die­ser Bestim­mung han­delt es sich aber jeden­falls nicht um eine rei­ne Markt­zu­tritts­re­ge­lung, son­dern zumin­dest auch um eine Markt­ver­hal­tens­re­ge­lung. Sie hat den Zweck, die Betä­ti­gung öffent­lich­recht­li­cher Rund­funk­an­stal­ten auf dem Markt der Tele­me­di­en zum Schutz von Pres­se­ver­la­gen zu begren­zen. Sie ist damit dem für den Staat bestehen­den Gebot ver­gleich­bar, sich nur in engen Gren­zen auf dem Gebiet der Pres­se zu betä­ti­gen, bei dem es sich gleich­falls um eine Markt­ver­hal­tens­re­ge­lung han­delt, die (auch) dem Schutz von Pres­se­un­ter­neh­men dient [25]. Die Bestim­mung des § 11d Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 Teil­satz 3 RStV regelt, dass öffent­lich­recht­li­che Rund­funk­an­stal­ten, wenn sie in den ihnen eröff­ne­ten Wett­be­werb auf dem Markt der Tele­me­di­en ein­tre­ten, auf nichts­en­dungs­be­zo­ge­ne pres­se­ähn­li­che Ange­bo­te ver­zich­ten müs­sen. Sie bestimmt das Ver­hal­ten auf dem Markt der Tele­me­di­en, ohne den Zugang zu die­sem Markt zu ver­schlie­ßen. Sie ist den Rege­lun­gen ver­gleich­bar, die bei­spiels­wei­se Wer­bung und Spon­so­ring (§ 11d Abs. 5 Satz 1 RStV) oder bestimm­te Ange­bots­for­men (§ 11d Abs. 5 Satz 4 RStV in Ver­bin­dung mit der Anla­ge zum Staats­ver­trag) bei Tele­me­di­en­an­ge­bo­ten ver­bie­ten, und bei denen es sich eben­falls um Markt­ver­hal­tens­re­ge­lun­gen han­delt [26].
Unter einem Ange­bot im Sin­ne von § 11d Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 Teil­satz 3 RStV, des­sen Pres­se­ähn­lich­keit zu beur­tei­len ist, ist grund­sätz­lich das gesam­te Tele­me­di­en­an­ge­bot zu ver­ste­hen, das auf einem ent­spre­chen­den Tele­me­di­en­kon­zept beruht. Das ergibt sich bereits dar­aus, dass der Begriff des Tele­me­di­en­an­ge­bots auch in den übri­gen Bestim­mun­gen der §§ 11f, 11d RStV in die­sem umfas­sen­den Sin­ne ver­wen­det wird. Es kommt dage­gen nicht dar­auf an, ob ein­zel­ne Bei­trä­ge inner­halb die­ses Ange­bots für sich genom­men als pres­se­ähn­lich ein­zu­stu­fen sind [27].
Pres­se­ähn­li­che Ange­bo­te sind gemäß § 11d Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 Teil­satz 3 RStV ledig­lich in nichts­en­dungs­be­zo­ge­nen Tele­me­di­en unzu­läs­sig. Besteht ein Tele­me­di­en­an­ge­bot – wie das hier in Rede ste­hen­de Tele­me­di­en­an­ge­bot "tagesschau.de" – sowohl aus nichts­en­dungs­be­zo­ge­nen als auch aus sen­dungs­be­zo­ge­nen Inhal­ten, ist bei der Prü­fung der Pres­se­ähn­lich­keit allein auf die Gesamt­heit der nichts­en­dungs­be­zo­ge­nen Bei­trä­ge abzu­stel­len [28]. Im Streit­fall ist daher zu prü­fen, ob das über die "Tages­schau-App" am 15.06.2011 abruf­bar gewe­se­ne Ange­bot des Online-Por­tals "tagesschau.de" in der Gesamt­heit sei­ner nichts­en­dungs­be­zo­ge­nen Bei­trä­ge als pres­se­ähn­lich anzu­se­hen ist. Da bei sen­dungs­be­zo­ge­nen Tele­me­di­en der zeit­li­che und inhalt­li­che Bezug zu einer bestimm­ten Sen­dung nach § 11d Abs. 3 Satz 2 RStV im jewei­li­gen Tele­me­di­en­an­ge­bot aus­ge­wie­sen wer­den muss, dürf­te es unschwer mög­lich sein, die nichts­en­dungs­be­zo­ge­nen Bei­trä­ge, bei denen ein sol­cher Aus­weis fehlt, zu ermit­teln und einer sol­chen Prü­fung zu unter­zie­hen.
Nach der in § 2 Abs. 2 Nr.20 RStV nie­der­ge­leg­ten Legal­de­fi­ni­ti­on sind unter einem pres­se­ähn­li­chen Ange­bot nicht nur elek­tro­ni­sche Aus­ga­ben von Print­me­di­en, son­dern alle jour­na­lis­tisch­re­dak­tio­nel­len Ange­bo­te, die nach Gestal­tung und Inhalt Zei­tun­gen oder Zeit­schrif­ten ent­spre­chen, zu ver­ste­hen.
Zur Beur­tei­lung der Pres­se­ähn­lich­keit eines Tele­me­di­en­an­ge­bots ist die­ses danach mit Zei­tun­gen und Zeit­schrif­ten zu ver­glei­chen. Für die­sen Ver­gleich ist auf gedruck­te Aus­ga­ben von Zei­tun­gen und Zeit­schrif­ten abzu­stel­len. Das ergibt sich bereits dar­aus, dass elek­tro­ni­sche Aus­ga­ben von Print­me­di­en – und damit auch elek­tro­ni­sche Aus­ga­ben von gedruck­ten Zei­tun­gen und Zeit­schrif­ten – nach der Legal­de­fi­ni­ti­on ohne Wei­te­res als pres­se­ähn­li­che Ange­bo­te anzu­se­hen sind. Auf das Inter­net­an­ge­bot von Pres­se­ver­la­gen kommt es für den Ver­gleich dage­gen nicht an [29].
Bei dem Ver­gleich ist auf die Gestal­tung und den Inhalt von Zei­tun­gen und Zeit­schrif­ten abzu­stel­len. Für Zei­tun­gen und Zeit­schrif­ten ist es cha­rak­te­ris­tisch, dass sie vor allem Tex­te und dane­ben (unbe­weg­te) Bil­der ent­hal­ten. Steht der Text deut­lich im Vor­der­grund, deu­tet dies daher auf die Pres­se­ähn­lich­keit eines Ange­bots hin [30]. Dafür spricht auch die Begrün­dung zum 12. Rund­funk­än­de­rungs­staats­ver­trag. Danach soll das Ver­bot pres­se­ähn­li­cher Ange­bo­te der Ten­denz begeg­nen, dass von Rund­funk­an­stal­ten ange­bo­te­ne nichts­en­dungs­be­zo­ge­ne Tele­me­di­en den inhalt­li­chen und gestal­te­ri­schen Schwer­punkt in Tex­ten set­zen; ein sol­cher Schwer­punkt kön­ne ver­mie­den wer­den, wenn öffent­lich­recht­li­che nichts­en­dungs­be­zo­ge­ne Tele­me­di­en­an­ge­bo­te ihren Schwer­punkt in einer hör­funk- oder fern­se­h­ähn­li­chen Gestal­tung oder einer ent­spre­chen­den Kom­bi­na­ti­on hät­ten [31].
Ein Tele­me­di­en­an­ge­bot ist nicht des­halb pres­se­ähn­lich, weil es aus Sicht des Nut­zers auf­grund der Dich­te und Brei­te der dar­ge­bo­te­nen Infor­ma­ti­on geeig­net ist, als "Pres­seer­satz" zu die­nen. Die öffent­lich­recht­li­chen Rund­funk­an­stal­ten kön­nen sich auf die gemäß Art. 5 Abs. 1 Satz 2 GG ver­fas­sungs­recht­lich geschütz­te Frei­heit der Bericht­erstat­tung durch Rund­funk beru­fen. Die­se umfasst neue Diens­te mit­tels neu­er Tech­ni­ken, die künf­tig Funk­tio­nen des her­kömm­li­chen Rund­funks über­neh­men kön­nen [32]. Den öffent­lich­recht­li­chen Rund­funk­an­stal­ten kann es daher durch § 11d Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 Teil­satz 3 RStV grund­sätz­lich nicht ver­wehrt sein, in dem von ihrem Pro­gramm­auf­trag umfass­ten nichts­en­dungs­be­zo­ge­nen Tele­me­di­en­an­ge­bot aus­führ­lich und umfas­send über sämt­li­che The­men zu berich­ten, die auch Gegen­stand der Bericht­erstat­tung in Zei­tun­gen und Zeit­schrif­ten sind. Die Eröff­nung der Mög­lich­keit zu einer sol­chen Bericht­erstat­tung für die öffent­lich­recht­li­chen Rund­funk­an­stal­ten durch § 11d Abs. 1 und 2 Satz 1 Nr. 3 Teil­satz 1 RStV beein­träch­tigt aller­dings die wirt­schaft­li­chen Inter­es­sen der Pres­se­ver­la­ge. Sie berührt damit die nach Art. 5 Abs. 1 Satz 2 GG gleich­falls ver­fas­sungs­recht­lich geschütz­te Pres­se­frei­heit. Die­se hat auch eine objek­tiv­recht­li­che Sei­te und garan­tiert das Insti­tut "Freie Pres­se”. Der Staat ist ver­pflich­tet, in sei­ner Rechts­ord­nung über­all, wo der Gel­tungs­be­reich einer Norm die Pres­se berührt, dem Pos­tu­lat ihrer Frei­heit Rech­nung zu tra­gen [33]. Dem ist indes­sen dadurch genügt, dass jour­na­lis­tisch­re­dak­tio­nel­le Ange­bo­te der öffent­lich­recht­li­chen Rund­funk­an­stal­ten in nichts­en­dungs­be­zo­ge­nen Tele­me­di­en nach § 11d Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 Teil­satz 3 RStV nicht durch "ste­hen­de" Tex­te und Bil­der geprägt sein dür­fen, son­dern ihren Schwer­punkt in einer hör­funk- oder fern­se­h­ähn­li­chen Gestal­tung oder einer ent­spre­chen­den Kom­bi­na­ti­on haben müs­sen.
vgl. BGH, Urteil vom 04.05.2004 – XI ZR 40/​03, BGHZ 159, 94, 98[↩]
Saenger/​Bendtsen, ZPO, 6. Aufl., § 50 Rn. 12[↩]
vgl. zur Rechts- und Par­tei­fä­hig­keit der (Außen)Gesellschaft bür­ger­li­chen Rechts BGH, Urteil vom 29.01.2001 – II ZR 331/​00, BGHZ 146, 341, 343 ff.[↩]
BGH, Urteil vom 23.02.2012 – I ZR 6/​11, BGHZ 193, 49 Rn.19 – Kom­mu­ni­ka­ti­ons­de­si­gner; Palandt/​Sprau, BGB, 74. Aufl., § 705 Rn. 1[↩]
vgl. RG, Urteil vom 01.04.1940 – V ZR 174/​39, RGZ 163, 142, 149; Staudinger/​Habermeier, BGB, 2003, § 705 Rn. 25; MünchKomm-.BGB/Ulmer/Schäfer, 6. Aufl., § 705 Rn. 76[↩]
vgl. zur Ver­an­stal­tung von Rund­funk­pro­gram­men BFH, Urteil vom 06.07.1967 – V 76/​64, BFHE 89, 164, 167[↩]
offen­ge­las­sen von OLG Düs­sel­dorf, ZUM-RD 2015, 166 Rn. 40; LG Köln, ZUM 2013, 502 Rn. 109 bis 111[↩]
vgl. BVerwG, Beschluss vom 10.11.2005 – 6 PB 14/​05 5; OLG Mün­chen, NJW-RR 1992, 1444, 1445; Herrmann/​Lausen, Rund­funk­recht, 2. Aufl., § 16 Rn. 9; Bin­der, Rund­funk­recht, 3. Aufl., § 11 RStV Rn. 61; Gers­dorf, Rund­funk­recht, 2003, Teil 5 Rn. 349; ders. in Gersdorf/​Paal, Infor­ma­ti­ons- und Medi­en­recht, 2014, § 11b RStV Rn. 12; Hes­se, Rund­funk­recht, 3. Aufl., Kapi­tel 4 Rn. 172; Prinz/​Peters, Medi­en­recht, 1999, Kapi­tel 12 Rn. 321; Hahn in Hahn/​Vesting, Rund­funk­recht, 3. Aufl., Anhang zu §§ 11e, 11f RStV Rn. 36; Hartstein/​Ring/​Kreile/​Dörr/​Stettner, Kom­men­tar zum Rund­funk­staats­ver­trag, 50. AL Novem­ber 2011, vor § 11 RStV Rn. 66; Seitz/​Schmidt, Der Gegen­dar­stel­lungs­an­spruch, 4. Aufl., Kapi­tel 9 Rn. 36; Fess­mann, FuR 1980, 623 ff.; Stein­wär­der, Die Arbeits­ge­mein­schaft der öffent­lich­recht­li­chen Rund­funk­an­stal­ten, 1998, S. 318 ff.[↩]
vgl. Herrmann/​Lausen, Rund­funk­recht, 2. Aufl., § 16 Rn. 10; Prinz/​Peters, Medi­en­recht, 1999, Kapi­tel 12 Rn. 459; Seitz/​Schmidt, Der Gegen­dar­stel­lungs­an­spruch, 4. Aufl., Kapi­tel 9 Rn. 36[↩]
zur Rechts- und Par­tei­fä­hig­keit der Arbeits­ge­mein­schaft nach § 44b SGB II vgl. BGH, Urteil vom 22.10.2009 – III ZR 295/​08, VersR 2010, 346 Rn. 10[↩]
vgl. OLG Dres­den, ZUM-RD 2000, 540, 541; OLG Jena, ZUM-RD 2000, 542 f.; OLG Mün­chen, NJW 2001, 613, 614[↩]
vgl. Begrün­dung des Regie­rungs­ent­wurfs eines Geset­zes zur Erleich­te­rung elek­tro­ni­scher Anmel­dun­gen zum Ver­eins­re­gis­ter und ande­rer ver­eins­recht­li­cher Ände­run­gen, BT-Drs. 16/​12813, S. 15; BGH, Urteil vom 02.07.2007 – II ZR 111/​05, NJW 2008, 69, 73 f.[↩]
vgl. BGH, Urteil vom 23.06.2005 – I ZR 194/​02, BGHZ 163, 265, 269 Atem­test I; Urteil vom 24.09.2013 – I ZR 73/​12, GRUR 2014, 405 Rn. 10 f. = WRP 2014, 429 Atem­test II[↩]
soge­nann­te Tat­be­stands­wir­kung des Ver­wal­tungs­akts) ((vgl. BGH, Urteil vom 14.06.2007 – I ZR 125/​04, WRP 2007, 1359; vgl. auch BGH, Urteil vom 14.01.2010 – IX ZR 50/​07, NVwZ-RR 2010, 372 Rn. 7; Beschluss vom 16.12 2014 – EnVR 54/​13, N&R 2015, 107 Rn.19[↩]
für Ers­te­res Eifert in Hahn/​Vesting, Rund­funk­recht, 3. Aufl., § 11f RStV Rn. 189; Hartstein/​Ring/​Kreile/​Dörr/​Stettner, Kom­men­tar zum Rund­funk­staats­ver­trag, 39. AL Mai 2009, § 11f RStV Rn. 56; Hain, AfP 2012, 313, 322; Hain/​Brings, WRP 2012, 1495, 1496 f.; für Letz­te­res Huber, ZUM 2010, 201, 202 f.; Degen­hart, AfP 2014, 107, 108 f.; Wier­ny, ZUM 2014, 196, 199; vgl. auch Peters, Öffent­lich­recht­li­che Online-Ange­bo­te, 2010, Rn. 486[↩]
vgl. Stel­kens in Stelkens/​Bonk/​Sachs, VwVfG, 8. Aufl., § 35 Rn. 142; BeckOK.VwVfG/Schemmer, Stand: 1.01.2015, § 43 Rn. 28; Peu­ker in Knack/​Henneke, VwVfG, 10. Aufl., § 43 Rn. 22[↩]
BGH, WRP 2007, 1359 Rn. 16; BVerwG, Urteil vom 20.04.2005 – 9 C 4/​04, BVerw­GE 123, 292, 297; Urteil vom 19.03.2013 – 5 C 16/​12, NJW 2013, 1832 Rn. 10[↩]
vgl. Begrün­dung zum 12. Rund­funk­än­de­rungs­staats­ver­trag, Land­tag von Baden-Würt­tem­berg, Drucks. 14/​3859, S. 51[↩][↩]
vgl. Degen­hart, AfP 2014, 107, 111; Hartl/​Wagner, juris­PR-ITR 6/​2914 Anm. 5; vgl. auch Held in Hahn/​Vesting, Rund­funk­recht, 3. Aufl., § 11d RStV Rn. 142[↩]
vgl. Begrün­dung zum 12. Rund­funk­än­de­rungs­staats­ver­trag, Land­tag von Baden-Würt­tem­berg, Drucks. 14/​3859, S. 49[↩]
st. Rspr.; vgl. nur BGH, Urteil vom 02.12 2009 – I ZR 152/​07, GRUR 2010, 654 Rn. 23 = WRP 2010, 876 – Zweck­be­trieb, mwN[↩]
Köh­ler in Köhler/​Bornkamm, UWG, 33. Aufl., § 4 UWG Rn. 11.49; Peters, Öffent­lich­recht­li­che Online-Ange­bo­te, 2010, Rn. 335; Degen­hart, AfP 2014, 107; Hartl/​Wagner, juris­PR-ITR 6/​2914 Anm. 5; aA Eifert in Hahn/​Vesting, Rund­funk­recht, 3. Aufl., § 11f RStV Rn.197; Hain/​Brings, WRP 2012, 1495, 1497 f.; Pei­fer, GRUR-Prax 2012, 521, 523; ders., GRUR-Prax 2014, 44[↩]
vgl. BGH, Urteil vom 15.12 2011 – I ZR 129/​10, GRUR 2012, 728 Rn. 11 = WRP 2012, 935 – Ein­kauf Aktu­ell[↩]
Peters, Öffent­lich­recht­li­che Online-Ange­bo­te, 2010, Rn. 306[↩]
vgl. Hartstein/​Ring/​Kreile/​Dörr/​Stettner, Kom­men­tar zum Rund­funk­staats­ver­trag, 43. AL Mai 2010, § 11d RStV Rn. 15; Hain, Die zeit­li­chen und inhalt­li­chen Ein­schrän­kun­gen der Tele­me­di­en­an­ge­bo­te von ARD, ZDF und Deutsch­land­ra­dio nach dem 12. RÄndStV, 2009, S. 106; Peters, Öffent­lich­recht­li­che Online-Ange­bo­te, 2010, Rn. 305; Schmidt­mann, ZUM 2011, 526, 539; Hain/​Brings, WRP 2012, 1495, 1499; Fied­ler, K&R 2012, 795, 797; vgl. auch Held in Hahn/​Vesting, Rund­funk­recht, 3. Aufl., § 11d RStV Rn. 70; Nawrath, MMR 2011, 79, 82[↩]
Hain/​Brings, WRP 2012, 1495, 1499[↩]
Schulz in Hahn/​Vesting, Rund­funk­recht, 3. Aufl., § 2 RStV Rn. 173; Hain, Die zeit­li­chen und inhalt­li­chen Ein­schrän­kun­gen der Tele­me­di­en­an­ge­bo­te von ARD, ZDF und Deutsch­land­ra­dio nach dem 12. RÄndStV, 2009, S. 106; Peters, Öffent­lich­recht­li­che Online-Ange­bo­te, 2010, Rn. 304; Schmidt­mann, ZUM 2011, 526, 539; Hain/​Brings, WRP 2012, 1495, 1499[↩]
Hartstein/​Ring/​Kreile/​Dörr/​Stettner, Kom­men­tar zum Rund­funk­staats­ver­trag, 43. AL Mai 2010, § 11d RStV Rn. 15; Hain, Die zeit­li­chen und inhalt­li­chen Ein­schrän­kun­gen der Tele­me­di­en­an­ge­bo­te von ARD, ZDF und Deutsch­land­ra­dio nach dem 12. RÄndStV, 2009, S. 107; Peters, Öffent­lich­recht­li­che Online-Ange­bo­te, 2010, Rn. 306; Schmidt­mann, ZUM 2011, 526, 539 f.; Nawrath, MMR 2011, 79, 80 f.[↩]
vgl. Begrün­dung zum 12. Rund­funk­än­de­rungs­staats­ver­trag, Land­tag von Baden-Würt­tem­berg, Drucks. 14/​3859, S. 47[↩]
vgl. BVerfG, Urteil vom 05.02.1991 – 1 BvF 1/​85, 1 BvF 1/​88, BVerfGE 83, 238, 302[↩]
BVerfG, Teil­ur­teil vom 05.08.1966, 1 BvR 586/​62, 610/​63, 212/​64, BVerfGE 20, 162, 175 f.[↩]
FernsehenInternetauftrittRundfunkTelemedien