Source: https://www.frag-einen-anwalt.de/Einkommenssteuer-2007-und-2008--f94358.html
Timestamp: 2018-03-21 16:29:06
Document Index: 241444920

Matched Legal Cases: ['§ 25', '§ 149', '§ 26', '§ 26', '§ 26', '§ 268']

Einkommenssteuer 2007 und 2008 - frag-einen-anwalt.de
www.frag-einen-anwalt.de Steuerrecht Einkommenssteuer Einkommenssteuer 2007 und 200...
16.03.2010 19:24 |
Ich habe vom ehemaligen Lebensgefährten meiner Mutter welcher am 05.11.2009 verstorben ist eine Generalvollmacht über seinen Tod hinaus.Darin wurden auch sämtliche Zahlungsvollmachten ( berechtigt zum Empfang ) wie gegenüber Banken,Behörden,Finazamt,Postamt usw. . Wir hatten bereits zu Lebzeiten schon die Dokumente für die beiden Steuererklärungen welche er auch persönlich unterschrieben hatte vorbereitet.Nun ist er leider unverhofft und plötzlich verstorben.Ich habe seine Erklärungen daraufhin fertig gestellt und auf den beiden Steuererklärungen als Bevollmächtigter unterschrieben da er dies selber nicht mehr konnte. Das Finanzamt forderte vom verstorbenen eine eigenhändige Unterschrift was leider nicht mehr möglich ist.Ich habe dem Finanzamt daraufhin die Generalvollmacht geschickt. Kann das Finanzamt die Zahlung nunmehr verweigern oder gibt es da keine Probleme mit dem Finanzamt. Erben haben bisher das Erbe ausgeschlagen und Sie in Südafrika wohnen.
Einkommenssteuer 2007 2008 Einkommenssteuer
Gemäß §§ 25, Abs. 3, 150 Abs. 3 AO ist die Steuererklärung durch den Steuerpflichtigen eigenhändig zu unterschreiben. Ausnahmen werden hier nur gemacht, wenn die Unterzeichnung aufgrund des körperlichen oder geistigen Zustandes nicht mehr möglich ist und damit eine Betreuung/Bevollmächtigung ausgeübt werden kann.
Eine Unterzeichnung mit einer Vollmacht über den Tod hinaus ist daher nicht möglich. BFH-Urteil vom 14.1.1998 (X R 84/95) BStBl. 1999 II S. 203. Insoweit wird aufgrund der nicht unterzeichneten Steuererklärung eine mögliche Auszahlung nicht erfolgen.
Die Steuerklärung für den Verstorbenen ist gem. § 149 AO durch die Erben abzugeben, die sich durch einen Erbschein entsprechend legitimieren sollten.
Nach § 26 Abs.1 EStG ist für die Witwe zwischen getrennter Veranlagung (§ 26a) und Zusammenveranlagung (§ 26b) zu wählen.
Sollten die Vorteile einer steuerlichen Zusammenveranlagung genutzt werden, jedoch die Übernahme der möglichen Steuerschulden des Verstorbenen ausgeschlossen werden, wäre eine Aufteilung der Steuerschuld nach §§ 268, 270 AO zu erwägen.
Die einschlägigen Regelungen füge ich anbei.
Einkommenssteuer 2007 und 2008 - frag-einen-anwalt.de © 2018 QNC GmbH