Source: https://wirkungsmonitoring.gv.at/2018-vorhaben-wfa-244.html
Timestamp: 2019-08-25 01:27:12
Document Index: 1574406

Matched Legal Cases: ['Art. 15', 'Art. 15', 'Art. 15', 'Art. 15', '§ 54', '§ 124', '§ 124', 'Art. 15', 'Art. 15']

Errichtungsgesetz Medizinische Fakultät Linz
überwiegend eingetreten: Bundesgesetz über die Errichtung und den Betrieb einer Medizinischen Fakultät und die Einrichtung des Studiums der Humanmedizin an der Universität Linz (Errichtungsgesetz Medizinische Fakultät Linz) BMBWF UG 31 2014 2014 0 Bundesgesetz
nicht erreicht: 31.1 31.1 Hebung des tertiären Bildungsniveaus (BVA 2018 – Evaluierung des Vorhabens)
überwiegend erreicht: 31.5 31.5 Spitzenforschung und Europäischer Forschungsraum (BVA 2014 – Planung des Vorhabens)
Mit Beschluss des Ministerrates vom 15. Jänner 2014 wurde beschlossen, die von allen Vertragsparteien unterzeichnete Art. 15a B-VG Vereinbarung zwischen dem Bund und dem Land Oberösterreich über die Errichtung und den Betrieb einer Medizinischen Fakultät und die Einrichtung des Studiums der Humanmedizin an der Universität Linz samt Anlagen ("Art. 15a B-VG-Vereinbarung") dem Nationalrat zur Genehmigung gemäß Artikel 15a Abs. 1 B-VG zuzuleiten.
Durch das vorliegende Bundesgesetz über die Errichtung und den Betrieb einer Medizinischen Fakultät und die Einrichtung des Studiums der Humanmedizin an der Universität Linz (Errichtungsgesetz Medizinische Fakultät Linz) wird die Art. 15a B-VG-Vereinbarung näher geregelt. In Zusammenhang mit der Einrichtung des Studiums der Humanmedizin an der Universität Linz beinhaltet das Errichtungsgesetz Medizinische Fakultät Linz wesentliche Punkte, die in der Art. 15a B-VG-Vereinbarung nicht enthalten sind, die jedoch für die Durchführung des Studiums der Humanmedizin erforderlich sind.
Im Errichtungsgesetz erfolgt eine Klarstellung, dass der Wirkungsbereich der Universität Linz ab Beginn des Studienjahres 2014/2015 eine Medizinische Fakultät und ein Studium der Humanmedizin umfasst. Auch handelt es sich bei dem Studium der Humanmedizin an der Universität Linz um ein gemeinsam mit der Medizinischen Universität Graz oder - nach Herstellung des Einvernehmens mit der Bundesministerin oder dem Bundesminister für Wissenschaft und Forschung - einer anderen österreichischen universitären medizinischen Einrichtung, eingerichtetes Studium. § 54 Abs. 9 UG (gemeinsame Durchführung von Studien) ist anzuwenden. Die Zulassung zu diesem gemeinsamen Studium der Humanmedizin ist ab Beginn des Studienjahres 2014/2015 möglich, sofern das gleichlautende Curriculum vor dem 30. Juni 2014 in den Mitteilungsblättern kundgemacht wird. Die Zulassung zu diesem gemeinsamen Studium der Humanmedizin erfolgt an der Universität Linz. Die an der Universität Linz und der Medizinischen Universität Graz bereits eingerichteten Studien bleiben von der Einrichtung des gemeinsamen Studiums der Humanmedizin unberührt.
§ 124b UG (Ergänzende Bestimmungen für die Zulassung zu den vom deutschen Numerus Clausus betroffenen Studien) ist auch für das gemeinsam eingerichtete Studium der Humanmedizin in Linz anzuwenden. Die Anzahl der Studienplätze für Studienanfängerinnen und -anfänger des gemeinsamen Studiums der Humanmedizin beträgt zunächst 60 pro Studienjahr und steigt mit jedem zweiten der darauf folgenden Studienjahre um weitere 60 an, bis mit dem Studienjahr 2022/23 der Endausbau von 300 Studienplätzen für Studienanfängerinnen und -anfänger erreicht ist. Davon werden zunächst 60 und ab dem dritten Studienjahr bis zu 120 dieser Studienanfängerinnen und -anfänger pro Studienjahr die ersten beiden (vorklinischen) Studienjahre an der Medizinischen Universität Graz oder einer anderen österreichischen universitären medizinischen Einrichtung absolvieren.
zur Gänze eingetreten: 1 1 Umsetzung der Vereinbarung zur Errichtung und Betrieb der Medizinischen Fakultät an der JKU Linz
zur Gänze eingetreten: 2 2 Beteiligung des Landes Oberösterreich
zur Gänze eingetreten: 4 4 Studienrechtliche Regelungen für das gemeinsame Studium
zur Gänze eingetreten: 2 2 Änderung des Wirkungsbereiches der Universität Linz und formaler Errichtungsakt für die Medizinische Fakultät
zur Gänze eingetreten: 1 1 Ausweitung des Wirkungsbereiches der Universität Linz durch die Errichtung und den Betrieb einer Medizinischen Fakultät
zur Gänze eingetreten: 3 3 Klarstellung, dass grundsätzlich das Universitätsgesetz 2002 (UG) anzuwenden ist
zur Gänze eingetreten: 3 3 Sicherstellung der Beteiligung des Landes Oberösterreich
zur Gänze eingetreten: 4 4 Einrichtung eines gemeinsamen Studiums mit der Medizinischen Universität Graz
zur Gänze eingetreten: 5 5 Unabhängigkeit der an der Universität Linz und der Medizinischen Universität Graz bereits bestehenden Studien
zur Gänze eingetreten: 6 6 Klarstellung, dass § 124b Universitätsgesetz 2002 anzuwenden ist
Siehe bezüglich der finanziellen Auswirkungen die WFA zur Vereinbarung gemäß Art. 15a B-VG zwischen dem Bund und dem Land Oberösterreich über die Errichtung und den Betrieb einer Medizinischen Fakultät und die Einrichtung des Studiums der Humanmedizin an der Universität Linz.
Die Errichtung einer Medizinischen Fakultät an der Universität Linz erfordert auch Investitionen in die Infrastruktur in Form von baulichen Maßnahmen wie Neuerrichtung von Gebäuden und Flächen für die neue Medizinische Fakultät. Durch die zu vergebenden Aufträge kommt es zu einer Stärkung der Baubranche und dadurch zur Schaffung von zusätzlichen Arbeitsplätzen zur Deckung des Bedarfs.
Zusätzlich kommt es durch die Erhöhung der Zahl der Studierenden zu einer Erhöhung der Nachfrage im Bereich Wohnen/Immobilien und allen weiteren betroffenen Branchen und Betrieben im Raum Linz.
Der Aufbau der Medizinischen Fakultät an der Universität Linz ist noch nicht abgeschlossen (Vollausbau im Jahr 2022 vorgesehen). Bis zum Vollausbau können durch entsprechende Gestaltung der Ausschreibungen Schritte zur tatsächlichen Gleichstellung von Frauen und Männern im Berufsleben gesetzt werden. Die Ernennung einer Frau zur aktuell für das Studium der Humanmedizin zuständigen Vizerektorin ist hier hervorzuheben.
Die erwarteten Wirkungen des Gesamtvorhabens können noch nicht abschließend beurteilt werden, da der Aufbau der Medizinischen Fakultät der Universität Linz erst im Jahr 2028 abgeschlossen sein wird. Derzeit ist die Umsetzung der entsprechenden Vereinbarung gemäß Art. 15a B-VG im Zeitplan und wird weiter fortgesetzt.
Im Hinblick auf die für Österreich prognostizierten Probleme des Gesundheitssystems stellt die Erweiterung des Ausbildungsangebotes im humanmedizinischen Bereich eine effektive Maßnahme dar, um eine hinreichende Anzahl an Studienabschlüssen in der Medizin sicherzustellen. Die ersten Absolventinnen und Absolventen des Masterstudiums werden im Sommersemester 2020 das Studium der Humanmedizin abschließen.
Für den Hochschul- und Wissenschaftsstandort Österreich führt die neue Medizinische Fakultät aufgrund der bis zum Endausbau steigenden Zahl der Studierenden, zu einer Stärkung der universitären Lehre und der Profilbildung in der universitären Landschaft. Für die Grundlagen- und die angewandte Forschung bedeutet die neue Medizinische Fakultät die Möglichkeit einer verstärkten Profilbildung und Spezialisierung auf einzelne Bereiche und somit eine Ergänzung zu den bestehenden Forschungsschwerpunkten an den anderen öffentlichen Medizinischen Universitäten. Für den Forschungsstandort Linz eröffnen sich insbesondere im Bereich Medizintechnik neue Möglichkeiten zur Stärkung der interuniversitären Kooperation mit der Technischen Universität und dem Fachholschulbereich.
In einer Gesamtbetrachtung zeigt der bisherige Fortschritt der Errichtung der Medizinischen Fakultät Linz den erwarteten positiven Effekt nicht nur für den Universitätsstandort Österreich, sondern auch jenen auf einer gesamtwirtschaftlichen Ebene im gesamten Bundesgebiet.
Eine neuerliche Evaluierung erscheint Im Jahr 2021 - nach dem Abschluss des Masterstudiums durch die ersten Absolventinnen und Absolventen - zweckmäßig.