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Timestamp: 2016-10-20 19:35:38
Document Index: 393220720

Matched Legal Cases: ['Art. 70', 'Art. 82', 'Art. 86', 'Art. 90', 'Art. 83', 'BGE', 'Art. 89', 'BGE', 'Art. 95', 'Art. 106', 'Art. 42', 'Art. 105', 'Art. 97', 'Art. 105', 'Art. 70', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 6', 'Art. 6', 'Art. 30', 'Art. 30', 'Art. 6', 'Art. 29', 'Art. 9', 'Art. 29', 'Art. 29', 'Art. 37', 'Art. 32', 'Art. 33', 'Art. 26', 'Art. 27', 'Art. 95', 'Art. 97', 'Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'Art. 6', 'Art. 2', 'Art. 3', 'Art. 60', 'Art. 106', 'Art. 9', 'Art. 29', 'Art. 30', 'Art. 30', 'Art. 6', 'Art. 30', 'Art. 2', 'Art. 6', 'Art. 6', 'Art. 6', 'Art. 6', 'Art. 6', 'Art. 107', 'Art. 6', 'Art. 66', 'Art. 68']

2C_63/2011 (20.10.2011)
2C_63/2011
alle drei vertreten durch Rechtsanwalt Roger Lippuner,
Landwirtschaftsamt des Kantons St. Gallen, Unterstrasse 22, 9001 St. Gallen.
Direktzahlungen 2007 und 2008,
Die X.________ AG f�hrt in A.________/SG einen Bio-Obstbaubetrieb. Mit Verf�gung vom 25. August 2005 stellte das Landwirtschaftsamt des Kantons St. Gallen fest, die X.________ AG sei "in ihrer heutigen Organisationsform" berechtigt f�r den Bezug von Direktzahlungen. Als b�uerliche Bewirtschafter traten Y.________ und C.Q.________ auf. Dieser Verf�gung lagen die folgenden Beteiligungsverh�ltnisse (in Prozenten des Aktienkapitals) zugrunde:
- Y.________: 66.89%
- B. und C.Q.________: 15.89%
- R.________ AG: 15.89%
- S.________: 0.66%
- T.________: 0.66%
Im Dezember 2004 k�ndigten B. und C.Q.________ das Pachtverh�ltnis f�r die von ihnen zur Verf�gung gestellten landwirtschaftlichen Nutzfl�chen mit der X.________ AG; das zust�ndige Kreisgericht setzte den K�ndigungstermin auf den 31. M�rz 2007 fest, was letztinstanzlich mit Urteil des Bundesgerichts vom 18. April 2007 best�tigt wurde (4A_10/2007). Y.________ gab seine T�tigkeit auf dem Betrieb der X.________ AG per Ende 2007 auf und verkaufte mit Vertrag vom 27. Februar 2008 seine Aktien der X.________ AG an Z.________.
Gem�ss den von den Beschwerdef�hrern eingereichten Aktion�rsverzeichnissen pr�sentierten sich die Beteiligungsverh�ltnisse an den hier interessierenden Gesellschaften per 29. Februar 2008 wie folgt:
X________ AG:
- Z.________: 66.89% (gem�ss Kaufvertrag vom 27. Februar 2008)
U.________ AG:
- D.V.________: 74.26%
- W.________: 24.75%
- S.________: 0.99%
R.________ AG:
- D.V.________: 49.00%
- E.V.________: 49.00%
- S.________: 2.00%
Am 26. Januar 2009 verf�gte das Landwirtschaftsamt des Kantons St. Gallen wie folgt:
"1. Der Betrieb der X.________ AG in A.________ wird f�r die Jahre 2007 und 2008 nicht als selbst�ndiger Betrieb anerkannt.
2. Y.________ wie auch Z.________ werden f�r die Jahre 2007 respektive 2008 nicht als beitragsberechtigte Bewirtschafter der X.________ AG anerkannt.
Zur Begr�ndung brachte das Landwirtschaftsamt vor, mit C.Q.________ sei im Jahr 2007 eine unabh�ngige Person aus dem Betrieb der X.________ AG ausgeschieden und die Aktienverk�ufe an Y.________ bzw. Z.________ seien massiv unter Preis erfolgt und damit bloss "vorgeschoben" worden. Die X.________ AG sei aufgrund der verschiedenen Eigen- und Fremdkapitalleistungen zwischen ihr und D.V.________, der U.________ AG und der R.________ AG nicht finanziell unabh�ngig. Eine gegen diesen Entscheid erhobene Einsprache der X.________ AG wies das Landwirtschaftsamt mit Verf�gung vom 9. M�rz 2009 ab; es verweigerte zudem die beantragte Akteneinsicht in die Unterlagen bez�glich Betriebsanerkennung von C.Q.________ sowie weiterer Betriebe mit Beteiligung juristischer Personen. Mit Entscheid vom 17. Dezember 2009 wies das Volkswirtschaftsdepartement des Kantons St. Gallen den dagegen erhobenen Rekurs ab. Mit Urteil vom 7. Dezember 2010 best�tigte das Bundesverwaltungsgericht, Abteilung II, diesen Entscheid und wies die dagegen erhobene Beschwerde ab.
Mit Eingabe vom 19. Januar 2011 f�hren die X.________ AG, Y.________ und Z.________ Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht. Sie stellen den Antrag, das Urteil vom 7. Dezember 2010, der Rekursentscheid vom 17. Dezember 2009 und der Einspracheentscheid vom 9. M�rz 2009 seien aufzuheben. Weiter sei festzustellen, dass der Betrieb der X.________ AG f�r die Jahre 2007 und 2008 als selbst�ndiger Betrieb anerkannt und f�r den Bezug von Betr�gen nach Direktzahlungsverordnung berechtigt sei; als beitragsberechtigte Bewirtschafter der X.________ AG seien Y.________ f�r das Jahr 2007 und Z.________ f�r das Jahr 2008 anzuerkennen. Das Landwirtschaftsamt sei anzuweisen, den Beschwerdef�hrern die "r�ckst�ndigen" Betr�ge nach Direktzahlungsverordnung f�r die Jahre 2007 und 2008 zuz�glich Verzugszinsen zu 5% seit 1. Dezember 2007 bzw. 2008 auszubezahlen. Eventualiter sei die Angelegenheit zur neuen Entscheidung an das Landwirtschaftsamt zur�ckzuweisen. Schliesslich sei das Landwirtschaftsamt anzuweisen, den Beschwerdef�hrern Einsicht in die Betriebsanerkennung Q.________ sowie s�mtlicher weiterer Betriebe mit Beteiligung juristischer Personen zu erteilen.
Das Volkswirtschaftsdepartement des Kantons St. Gallen stellt den Antrag, die Beschwerde sei abzuweisen. Das Landwirtschaftsamt des Kantons St. Gallen und das Bundesverwaltungsgericht verzichten auf eine Vernehmlassung. Das Bundesamt f�r Landwirtschaft, dessen Stellungnahme sich das Eidgen�ssische Volkswirtschaftsdepartement anschliesst, beantragt sinngem�ss die Abweisung der Beschwerde.
1.1 Angefochten ist ein Entscheid �ber die Ausrichtung von Direktzahlungen gem�ss Art. 70 ff. des Bundesgesetzes vom 29. April 1998 �ber die Landwirtschaft (Landwirtschaftsgesetz, LwG; SR 910.1). Es handelt sich um einen Endentscheid des Bundesverwaltungsgerichts in einer Angelegenheit des �ffentlichen Rechts, gegen den die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht grunds�tzlich zul�ssig ist (vgl. Art. 82 lit. a, Art. 86 Abs. 1 lit. a und Art. 90 BGG). Auf die fraglichen bundesrechtlich geregelten Beitr�ge besteht Anspruch, und es gilt insofern kein gesetzlicher Ausschlussgrund (vgl. Art. 83 lit. k und s BGG; BGE 2C_560/2010 vom 18. Juni 2011 E. 1.1 mit Hinweisen). Die Beschwerdef�hrer haben vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen, sind als direkte Adressaten des angefochtenen Urteils von diesem besonders ber�hrt und haben ein schutzw�rdiges Interesse an dessen Aufhebung oder �nderung, weshalb sie zur Beschwerde berechtigt sind (vgl. Art. 89 Abs. 1 BGG).
1.2 Unzul�ssig ist das Rechtsmittel, soweit es sich gegen die kantonal vorinstanzlichen Entscheide (Rekursentscheid vom 17. Dezember 2009 bzw. Einspracheentscheid vom 9. M�rz 2009) richtet, da diese durch das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts ersetzt worden sind und als mit angefochten gelten (sog. Devolutiveffekt; vgl. BGE 134 II 142 E. 1.4 S. 144; 129 II 438 E. 1 S. 441).
1.3 Mit Beschwerde an das Bundesgericht kann im Wesentlichen, von hier nicht interessierenden anderen Beschwerdegr�nden abgesehen, die Verletzung von Bundesrecht ger�gt werden (vgl. Art. 95 BGG). Dazu z�hlt auch das Bundesverfassungsrecht. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG), pr�ft die bei ihm angefochtenen Entscheide grunds�tzlich aber nur auf Rechtsverletzungen hin, die von den Beschwerdef�hrern geltend gemacht werden (vgl. Art. 42 Abs. 2 BGG).
1.4 Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, wie ihn die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann diesen bloss berichtigen oder erg�nzen, wenn er offensichtlich unrichtig, unvollst�ndig oder in Verletzung wesentlicher Verfahrensrechte ermittelt wurde (vgl. Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 2 BGG).
2.1 Gem�ss Art. 70 Abs. 1 LwG richtet der Bund Bewirtschaftern von bodenbewirtschaftenden b�uerlichen Betrieben unter der Voraussetzung des �kologischen Leistungsnachweises allgemeine Direktzahlungen aus.
2.2 Nach Art. 2 Abs. 1 lit. a-c der Verordnung vom 7. Dezember 1998 �ber die Direktzahlungen an die Landwirtschaft (Direktzahlungsverordnung, DZV; SR 910.13) erhalten Bewirtschafter, die einen Betrieb f�hren, ihren zivilrechtlichen Wohnsitz in der Schweiz haben und �ber eine landwirtschaftliche Ausbildung verf�gen, solche Direktzahlungen. Gem�ss Art. 2 Abs. 1 der Verordnung vom 7. Dezember 1998 �ber landwirtschaftliche Begriffe und die Anerkennung von Betriebsformen (Landwirtschaftliche Begriffsverordnung, LBV; SR 910.91) gilt als Bewirtschafter eine nat�rliche oder juristische Person oder Personengesellschaft, die einen Betrieb auf eigene Rechnung und Gefahr f�hrt.
Als Betrieb gilt dabei gem�ss Art. 6 Abs. 1 lit. a-e LBV ein landwirtschaftliches Unternehmen, das Pflanzenbau oder Nutztierhaltung oder beide Betriebszweige betreibt, eine oder mehrere Produktionsst�tten umfasst, rechtlich, wirtschaftlich, organisatorisch und finanziell selbst�ndig sowie unabh�ngig von anderen Betrieben ist, ein eigenes Betriebsergebnis ausweist und w�hrend eines ganzen Jahres bewirtschaftet wird. Landwirtschaftliche Betriebe m�ssen vom Kanton anerkennt werden, wobei unter anderem die Voraussetzungen von Art. 6 LBV zu pr�fen sind (Art. 30 Abs. 1 LBV). Die Kantone �berpr�fen periodisch, ob die Betriebe die Voraussetzungen noch erf�llen; ist dies nicht der Fall, so widerrufen sie die Anerkennung (Art. 30a LBV).
3.1 Das Bundesverwaltungsgericht hat zun�chst eine Verletzung des Akteneinsichtsrechts durch die Vorinstanzen verneint und das Akteneinsichtsbegehren der Beschwerdef�hrer abgewiesen (vgl. angefochtener Entscheid E. 3). Weiter kam es zum Schluss, dass die X.________ AG nicht als rechtlich, wirtschaftlich, organisatorisch und finanziell selbst�ndig sowie unabh�ngig von anderen Betrieben im Sinne von Art. 6 Abs. 1 lit. c LBV betrachtet werden kann. Zur Begr�ndung f�hrte das Bundesverwaltungsgericht aus, der Umstand, dass das Ehepaar V.________ zusammen mit 98% an der R.________ AG beteiligt sei und diese wiederum �ber 15.89% des Aktienkapitals der X.________ AG verf�ge, sei ein Indiz f�r die fehlende Selbst�ndigkeit (vgl. angefochtener Entscheid E. 6.6). Ein weiteres Indiz, das gegen die Selbst�ndigkeit spreche, erblickte die Vorinstanz im Umstand, dass S.________ im entscheidrelevanten Zeitraum als Verwaltungsratspr�sident der X.________ AG, der U.________ AG und der R.________ AG fungierte (vgl. angefochtener Entscheid E. 6.7). Schliesslich st�tzte sich die Vorinstanz auf enge wirtschaftliche Verbindungen zwischen der X.________ AG, der U.________ AG und der R.________ AG (vgl. angefochtener Entscheid E. 6.8) sowie die Umst�nde der Ver�usserung der Aktienanteile von den Eheleuten V.________ auf Y.________ (Vertrag vom 3. Juli 2005), bzw. von Y.________ auf Z.________ (Vertrag vom 27. Februar 2008), insbesondere die niedrigen Verkaufspreise (vgl. angefochtener Entscheid E. 6.9).
3.2 Die Beschwerdef�hrer r�gen vorab eine Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV (Anspruch auf rechtliches Geh�r), Art. 9 BV (Willk�rverbot, Gebot von Treu und Glauben) sowie des �ffentlichkeitsprinzips. Sie f�hren aus, es sei ihnen zu Unrecht Einsicht in die Betriebsanerkennung Q.________ sowie s�mtlicher weiterer Betriebe mit Beteiligung juristischer Personen verweigert worden. Zudem sei ihnen keine Einsicht in den E-Mail-Verkehr zwischen dem kantonalen Landwirtschaftsamt und dem Bundesamt f�r Landwirtschaft gew�hrt worden, was eine Verletzung des Rechts auf Akteneinsicht darstelle. Schliesslich habe das Landwirtschaftsamt ohne ihr Wissen und ohne Gelegenheit zur Einsicht- und Stellungnahme zwei Aktenst�cke angefertigt, welche aus dem Recht zu weisen seien.
3.2.1 Die Parteien haben im Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht Anspruch auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV; Art. 29 VwVG i.V.m. Art. 37 VGG). Dazu geh�rt, dass die Beh�rde alle erheblichen und rechtzeitigen Vorbringen der Parteien w�rdigt (Art. 32 VwVG) und die ihr angebotenen Beweise abnimmt, wenn diese zur Abkl�rung des Sachverhalts tauglich erscheinen (Art. 33 Abs. 1 VwVG). Umgekehrt folgt daraus, dass angebotene Beweise nicht abgenommen werden m�ssen, wenn sie entweder eine rechtlich nicht erhebliche Frage betreffen oder wenn sie von vorneherein am festgestellten Ergebnis nichts zu �ndern verm�gen (antizipierte Beweisw�rdigung). Ferner haben die Parteien in ihrer Sache Einsicht in die Eingaben von Parteien und Vernehmlassungen von Beh�rden, in alle als Beweismittel dienenden Akten sowie in Niederschriften er�ffneter Verf�gungen (Art. 26 Abs. 1 VwVG). Die Einsicht darf nur verweigert werden, wenn wesentliche �ffentliche oder private Interessen oder das Interesse einer noch nicht abgeschlossenen amtlichen Untersuchung es erfordern (Art. 27 Abs. 1 VwVG).
3.2.2 Wird der Sachverhalt unter Verletzung des rechtlichen Geh�rs festgestellt, liegt darin eine Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 lit. a BGG, was vor Bundesgericht ger�gt werden kann, sofern die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG).
3.2.3 Das Bundesverwaltungsgericht hat in Bezug auf die Akten, welche die Anerkennung des Betriebs von C.Q.________ betreffen, zu Recht ausgef�hrt, die Beschwerdef�hrer h�tten kein Recht auf Akteneinsicht in Akten, die Verfahren betreffen, an denen sie nicht als Partei beteiligt seien. Die beiden vom Landwirtschaftsamt erstellten Aktenst�cke (handschriftliche Aufzeichnungen eines Augenscheins bzw. einer Besprechung) seien zudem nicht entscheidend in die Sachverhaltsermittlung und Beweisw�rdigung der Vorinstanzen eingeflossen.
Es ist nicht ersichtlich, inwiefern diese Umst�nde f�r den Ausgang des Verfahrens erheblich sein sollen: Im vorliegenden Verfahren geht es einzig um die Anerkennung der X.________ AG als landwirtschaftlicher Betrieb, der Anspruch auf Direktzahlungen hat; diese Frage ist unter Ber�cksichtigung aller Umst�nde des Einzelfalls zu pr�fen. Ob allenfalls andere Betriebe in �hnlichen oder ganz anderen Konstellationen vom Kanton anerkannt worden sind oder nicht, kann f�r sich allein keinen Anspruch f�r die Beschwerdef�hrer begr�nden. Die entsprechenden Vorbringen und Beweisantr�ge waren daher f�r den Ausgang des Verfahrens von vorneherein nicht erheblich, so dass in der Nichtabnahme der Beweise (Edition der Akten Q.________ wie auch der beiden Aktenst�cke des Landwirtschaftsamts) keine Geh�rsverletzung liegt.
3.2.4 Das Akteneinsichtsrecht erstreckt sich grunds�tzlich auf alle Akten, die geeignet sind, Grundlage f�r die sp�tere Entscheidung zu bilden, d.h. entscheidrelevant sind oder sein k�nnten. Art. 29 Abs. 2 BV vermittelt allerdings keinen Anspruch auf Einsicht in verwaltungsinterne Akten (BGE 132 II 485 E. 3.4 S. 495). Als solche gelten Unterlagen, denen f�r die Behandlung eines Falls kein Beweischarakter zukommt, welche vielmehr ausschliesslich der verwaltungsinternen Meinungsbildung dienen und somit f�r den verwaltungsinternen Gebrauch bestimmt sind (z.B. Entw�rfe, Antr�ge, Notizen, Mitberichte, Hilfsbelege usw.). Mit dem Ausschluss des Einsichtsrechts in diese Akten soll verhindert werden, dass die interne Meinungsbildung der Verwaltung �ber die entscheidenden Aktenst�cke und die erlassenen begr�ndeten Verf�gungen hinaus vollst�ndig vor der �ffentlichkeit ausgebreitet wird (BGE 125 II 473 E. 4a S. 474 mit Hinweisen). Massgeblich sind vorliegend die Verf�gungen bzw. Schreiben des Landwirtschaftsamts, welche sich in den Akten finden. Die Vorinstanz hat somit zu Recht einen Anspruch der Beschwerdef�hrer auf Einsicht in den verwaltungsinternen E-Mail-Verkehr verneint.
3.2.5 Nichts zu ihren Gunsten ableiten k�nnen die Beschwerdef�hrer in diesem Zusammenhang ferner aus dem von ihnen angerufenen Art. 6 des Bundesgesetzes vom 17. Dezember 2004 �ber das �ffentlichkeitsprinzip in der Verwaltung (�ffentlichkeitsgesetz; BG�; SR 152.3), da das BG� weder auf kantonale Beh�rden (Art. 2) noch auf Verfahren der Staats- und Verwaltungsrechtspflege (Art. 3 Abs. 1 lit. a) Anwendung findet. Inwiefern Art. 60 der Verfassung des Kantons St. Gallen vom 10. Juni 2001 (KV/SG; SR 131.225) den Beschwerdef�hrern einen weitergehenden Anspruch verschaffen soll, ist weder ersichtlich noch rechtsgen�glich dargelegt (vgl. Art. 106 Abs. 2 BGG). Im �brigen vermag die blosse R�ge, Art. 9 BV sei verletzt, der qualifizierten Begr�ndungspflicht ebenfalls nicht zu gen�gen.
3.2.6 Die R�gen betreffend Geh�rsverletzung und Akteneinsicht erweisen sich damit als unbegr�ndet.
3.3 Soweit die Beschwerdef�hrer ausf�hren, im vorliegenden Verfahren sei nie ein Widerruf der bestehenden Betriebsanerkennung in Aussicht gestellt bzw. ausgesprochen worden, ist ihnen Folgendes entgegenzuhalten: Die Betriebsbewilligung im Sinne von Art. 29a LBV gilt bis zu einem allf�lligen Widerruf (Art. 30a Abs. 1 Satz 2 LBV). Hier hat das Landwirtschaftsamt als Widerrufsgrund eine "grunds�tzlich ver�nderte Betriebssituation", konkret das Ausscheiden des Bewirtschafters Q.________, genannt (vgl. Verf�gung vom 26. Januar 2009 E. 1). Die Kantone pr�fen gem�ss Art. 30a Abs. 1 Satz 1 LBV periodisch, ob die Betriebe die Voraussetzungen noch erf�llen. In diesem Zusammenhang durfte das Landwirtschaftsamt alle Voraussetzungen, also auch die Unabh�ngigkeit bzw. Selbst�ndigkeit gem�ss Art. 6 Abs. 1 lit. c LBV, pr�fen und gest�tzt auf das Ergebnis dieser Pr�fung die bisherige Anerkennung widerrufen, was hier mit der angefochtenen Verf�gung vom 26. Januar 2009 geschehen ist.
Die Beschwerdef�hrer gehen auch fehl, wenn sie ausf�hren, das Landwirtschaftsamt w�re nicht zust�ndig, einen solchen Widerruf auszusprechen. Es versteht sich von selbst, dass mit "Kanton" gem�ss Art. 30a Abs. 1 LBV nicht der kantonale Gesetzgeber, sondern eine kantonale Verwaltungsbeh�rde, hier das Landwirtschaftsamt, gemeint ist (vgl. auch Art. 2 der Landwirtschaftsverordnung [des Kantons St. Gallen] vom 17. September 2002 [sGS 610.11], wonach der Vollzug der Landwirtschaftsgesetzgebung dem Landwirtschaftsamt zugewiesen wird).
3.4 Die Beschwerdef�hrer bringen vor, die Schlussfolgerung der Vorinstanzen, die X.________ AG sei nicht selbst�ndig und nicht unabh�ngig im Sinne von Art. 6 Abs. 1 lit. c LBV, erweise sich als unhaltbar. In der Tat h�lt der angefochtene Entscheid einer n�heren Pr�fung nicht stand:
3.4.1 Zun�chst vermag der Schluss der Vorinstanz, die Beteiligung der Eheleute V.________ bzw. der R.________ AG an der X.________ AG sei ein Indiz f�r die fehlende Selbst�ndigkeit bzw. Unabh�ngigkeit (vgl. angefochtener Entscheid E. 6.6) nicht zu �berzeugen. Die Bestimmung von Art. 6 Abs. 4 lit. b LBV ("Die Anforderung von Absatz 1 Buchstabe c ist insbesondere nicht erf�llt, wenn der Bewirtschafter [...] eines anderen Betriebs, oder deren Gesellschafter, Genossenschafter, Aktion�r oder Vertreter zu 25 oder mehr Prozent am Kapital des Betriebs beteiligt ist") kann hier mit einer Beteiligung von nur 15.89% der R.________ AG an der X.________ AG keine entscheidende Rolle spielen. Zudem hat die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid nirgends festgestellt, dass es sich bei der R.________ AG um einen landwirtschaftlichen Betrieb bzw. beim Ehepaar V.________ um Bewirtschafter im Sinne von Art. 6 Abs. 4 lit. b LBV handeln solle, was Voraussetzung f�r die Anwendung dieser Bestimmung w�re (vgl. Weisungen und Erl�uterungen 2011 zur LBV des Bundesamts f�r Landwirtschaft S. 5).
Die Frage, ob ein Betrieb im Sinne von Art. 6 Abs. 1 lit. c LBV rechtlich, wirtschaftlich, organisatorisch und finanziell selbst�ndig sowie unabh�ngig von anderen Betrieben ist, muss unter Ber�cksichtigung aller Umst�nde des Einzelfalls gepr�ft werden, worunter auch die Beteiligungsverh�ltnisse fallen. Hier ist indes zu ber�cksichtigen, dass die von der Vorinstanz ins Feld gef�hrten Beteiligungsverh�ltnisse bereits zum Zeitpunkt des Erlasses der Verf�gung vom 25. August 2005 bestanden, weshalb es sich ohnehin nicht um ein entscheidendes Indiz handeln kann.
3.4.2 Auch der Umstand, dass S.________ im entscheidrelevanten Zeitpunkt Verwaltungsratspr�sident der X.________ AG, der U.________ AG und der R.________ AG war (vgl. angefochtener Entscheid E. 6.7), vermag die Selbstst�ndigkeit bzw. Unabh�ngigkeit der Beschwerdef�hrerin 1 nicht entscheidend in Frage zu stellen: Bei S.________ handelt es sich nicht um einen Bewirtschafter, sondern um einen professionellen Treuh�nder. Auch wenn zwischen den oben erw�hnten Gesellschaften gewisse personelle und organisatorische Verflechtungen bestehen, weisen diese nicht eine derartige Intensit�t auf, dass auf eine Abh�ngigkeit geschlossen werden m�sste. Dazu kommt, dass der Sohn von D.V.________, F.V.________, erst zu einem sp�teren Zeitpunkt in den Verwaltungsrat der X.________ AG eingetreten ist.
3.4.3 Als ebenso wenig stichhaltig erweist sich der Schluss der Vorinstanz, aufgrund der vorhandenen (und sp�ter ausgeglichenen) Darlehen bzw. Kontokorrentpositionen zwischen der X.________ AG, D.V.________ und der R.________ AG sei von erheblichen finanziellen Verflechtungen der betroffenen Gesellschaften auszugehen (vgl. angefochtener Entscheid E. 6.8). Wie bereits in E. 3.4.1 erw�hnt, steht nicht fest, dass es sich bei der R.________ AG um einen landwirtschaftlichen Betrieb bzw. beim Ehepaar V.________ um Bewirtschafter im Sinne der LBV handelt. Ausserdem bestanden die geltend gemachten wirtschaftlichen Verflechtungen - wie auch die Vorinstanz einr�umt - nur im Jahr 2007, aber nicht mehr im Jahr 2008.
3.4.4 Schliesslich f�hrt der Umstand, dass die Eheleute V.________ ein Darlehensguthaben von Fr. 250'000.-- gegen�ber der X.________ AG in Aktien umwandelten, ihre 202 Aktien � Fr. 1'000.-- (total Fr. 202'000.--) mit Vertrag vom 3. Juli 2005 zu einem Preis von Fr. 47'268.-- an Y.________ ver�usserten und dieser wiederum mit Vertrag vom 27. Februar 2008 die Aktien zu Fr. 40'400.-- weiterverkaufte (vgl. angefochtener Entscheid E. 6.9) - entgegen der Ansicht der Vorinstanz - nicht zwingend zur Schlussfolgerung, dass hier eine Abh�ngigkeit von den Eheleuten V.________ vorliegt. Zwar ist ein genereller Einfluss nicht auszuschliessen, doch gibt es keine klaren Hinweise darauf, dass allenfalls D.V.________ Betriebsinhaber oder Bewirtschafter sein k�nnte; die Vorinstanz hat diesbez�glich denn auch keine konkreten betrieblichen Einfl�sse feststellen k�nnen. Zudem datiert die Darlehensumwandlung vom 19. April 2005 und der erste Aktienverkauf vom 3. Juli 2005, mithin vor Erlass der Verf�gung des Landwirtschaftsamts des Kantons St. Gallen am 25. August 2005, in welcher die Beschwerdef�hrerin "in ihrer heutigen Organisationsform" als f�r den Bezug von Direktzahlungen berechtigt bezeichnet worden ist.
3.4.5 Insgesamt bestehen zwar gewisse Anhaltspunkte, welche f�r eine Abh�ngigkeit der X.________ AG von anderen vom Ehepaar V.________ beherrschten Gesellschaften sprechen. Diese gen�gen aber unter Ber�cksichtigung s�mtlicher Umst�nde nicht, um auf den Tatbestand der fehlenden Selbst�ndigkeit bzw. Unabh�ngigkeit zu schliessen. Damit erweist sich die Schlussfolgerung der Vorinstanz, die Beschwerdef�hrerin 1 sei in den Beitragsjahren 2007 und 2008 nicht selbst�ndig und unabh�ngig im Sinne von Art. 6 Abs. 1 lit. c LBV gewesen, als bundesrechtswidrig.
4.1 Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten erweist sich demnach als begr�ndet und ist gutzuheissen, soweit darauf eingetreten werden kann. Der angefochtene Entscheid ist aufzuheben und die Sache im Sinne der Erw�gungen an das Landwirtschaftsamt des Kantons St. Gallen zur�ckzuweisen (vgl. Art. 107 Abs. 2 BGG). Dieses wird nochmals zu pr�fen haben, ob auf der Basis der Anerkennung der X.________ AG als selbst�ndiger Betrieb im Sinne von Art. 6 Abs. 1 lit. c LBV dieser Direktzahlungen (inkl. Zins) zu gew�hren sind. Insbesondere ist noch die - im vorliegenden Verfahren nicht Beschwerdegegenstand bildende - Frage zu pr�fen, ob Y.________ bzw. Z.________ als beitragsberechtigte Bewirtschafter anzuerkennen sind. Gest�tzt darauf wird �ber die Gew�hrung der Direktzahlungen f�r die Beitragsjahre 2007 und 2008 neu zu befinden sein. F�r die Neuregelung der Kosten- und Entsch�digungsfolgen des vorinstanzlichen Verfahrens geht die Angelegenheit im �brigen zur�ck an das Bundesverwaltungsgericht.
4.2 Bei diesem Verfahrensausgang und angesichts der auf dem Spiel stehenden finanziellen Interessen sind die bundesgerichtlichen Kosten dem Kanton St. Gallen aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 und 4 BGG). Ausserdem hat der Kanton St. Gallen die Beschwerdef�hrer f�r das bundesgerichtliche Verfahren angemessen zu entsch�digen (Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG).
Die Beschwerde wird gutgeheissen, soweit darauf einzutreten ist, und der Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts vom 7. Dezember 2010 wird aufgehoben. Die Sache wird im Sinne der Erw�gungen zur weiteren Abkl�rung und Neubeurteilung an das Landwirtschaftsamt des Kantons St. Gallen bzw. zur Neuregelung der Kosten- und Entsch�digungsfolgen des vorinstanzlichen Verfahrens an das Bundesverwaltungsgericht zur�ckgewiesen.
Der Kanton St. Gallen hat die Beschwerdef�hrer f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 2'000.-- zu entsch�digen.
Dieses Urteil wird den Beschwerdef�hrern, dem Volkswirtschaftsdepartement des Kantons St. Gallen, dem Landwirtschaftsamt des Kantons St. Gallen, dem Bundesverwaltungsgericht, Abteilung II, sowie dem Eidgen�ssischen Volkswirtschaftsdepartement schriftlich mitgeteilt.