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Timestamp: 2016-10-22 21:29:56
Document Index: 280475646

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'Art. 4', 'Art. 28', 'Art. 28', 'BGE', 'BGE', 'Art. 10', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 41', 'Art. 88', 'BGE', 'Art. 41', 'BGE', 'Art. 88', 'BGE', 'BGE', 'Art. 88', 'BGE', 'BGE']

I 103/02 (13.03.2003)
I 103/02
Bundesrichterin Widmer, Bundesrichter Ursprung und Fr�sard; Gerichtsschreiber Jancar
T.________, 1972, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch den Procap Schweizerischer Invaliden-Verband, Froburgstrasse 4, 4600 Olten,
(Entscheid vom 23. August 2001)
Die 1972 geborene T.________ arbeitete ab 1. Mai 1993 bis 12. September 1995 als Polizeiassistentin bei der Stadtverwaltung A.________. Am 1. Dezember 1995 meldete sie sich wegen Weichteilrheumas bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Mit Bericht vom 16. Dezember 1995 diagnostizierte Dr. med. Z.________, Allgemeine Medizin FMH, eine Fibromyalgie (generalisierte Tendomyopathie) und stellte im bisherigen Beruf ab 11. Dezember 1995 bis auf weiteres eine 75 %ige Arbeitsunf�higkeit fest. Am 12. November 1996 gew�hrte die IV-Stelle des Kantons Graub�nden der Versicherten eine Umschulung zur Handelsdiplomabsolventin (vom 1. Mai 1996 bis 30. Juni 1998 Ausbildung bei der Sportanlage W.________ AG, und Besuch der Kaufm�nnischen Berufsschule). Im November 1997 erlitt sie bei einem Verkehrsunfall ein Halswirbels�ulen-Distorsionstrauma. Am 21. Dezember 1998 zog sie sich bei einem Skisturz eine Kontusion des linken Schultergelenks sowie des Nackens zu; am 12. Mai 1999 erlitt sie ein Distorsionstrauma des rechten Knies. Die IV-Stelle des Kantons Graub�nden zog weitere Arztberichte sowie Gutachten der Klinik V.________ vom 23. April 1999 und der Medizinischen Abkl�rungsstelle (MEDAS) vom 24. Februar 2000 bei. Gest�tzt auf diese Unterlagen sprach sie der Versicherten mit zwei Verf�gungen vom 27. April 2001 f�r die Zeit ab 1. Juli 1998 bis 31. Mai 1999 bei einem Invalidit�tsgrad von 100 % eine ganze und f�r die Zeit ab 1. Juni 1999 bei einem Invalidit�tsgrad von 61 % eine halbe Invalidenrente zu. Zur Begr�ndung wurde ausgef�hrt, nach Beendigung der Umschulung sei die Versicherte bis 23. Mai 1999 vollst�ndig arbeitsunf�hig gewesen. Ab 1. Juni 1999 k�nne sie mit einer 50 %igen, leichten und wechselbelastenden T�tigkeit ein Einkommen von j�hrlich Fr. 21'255.- erzielen, was verglichen mit dem Verdienst als Polizeiassistentin von Fr. 54'600.- einen Invalidit�tsgrad von 61,07 % ergebe.
Die hiegegen erhobene Beschwerde mit dem Begehren auf Zusprechung einer ganzen Invalidenrente �ber den 1. Juni 1999 hinaus wies das Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden ab (Entscheid vom 23. August 2001).
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragt die Versicherte die Aufhebung des kantonalen Entscheides sowie der Verf�gung; es sei ihr �ber den 1. Juni 1999 hinaus eine ganze Invalidenrente auszurichten.
Die IV-Stelle schliesst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, ebenso das kantonale Gericht, soweit darauf einzutreten sei. Das Bundesamt f�r Sozialversicherung verzichtet auf eine Vernehmlassung.
Am 1. Januar 2003 ist das Bundesgesetz �ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 in Kraft getreten. Mit ihm sind zahlreiche Bestimmungen im Invalidenversicherungsbereich ge�ndert worden. Weil in zeitlicher Hinsicht grunds�tzlich diejenigen Rechtss�tze massgebend sind, die bei der Erf�llung des zu Rechtsfolgen f�hrenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 127 V 467 Erw. 1), und weil ferner das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles grunds�tzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verf�gung (hier: 27. April 2001) eingetretenen Sachverhalt abstellt (BGE 121 V 366 Erw. 1b), sind im vorliegenden Fall die neuen Bestimmungen nicht anwendbar.
2.1 Das kantonale Gericht hat die gesetzlichen Bestimmungen und die Grunds�tze �ber den Invalidit�tsbegriff (Art. 4 Abs. 1 IVG), die Voraussetzungen und den Umfang des Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 1 IVG), die Invalidit�tsbemessung bei erwerbst�tigen Versicherten nach der Einkommensvergleichsmethode (Art. 28 Abs. 2 IVG; BGE 128 V 30 Erw. 1), den Begriff des ausgeglichenen Arbeitsmarktes (BGE 127 V 298 Erw. 4c, 110 V 276 Erw. 4b mit Hinweis; vgl. auch AHI 1998 S. 291 Erw. 3b), die Selbsteingliederung als Teil der allgemeinen Schadenminderungspflicht (Art. 10 Abs. 2 IVG; BGE 127 V 299 Erw. 4b/cc) sowie die Aufgabe des Arztes im Rahmen der Invalidit�tsbemessung (BGE 125 V 261 Erw. 4 mit Hinweisen) zutreffend dargelegt. Ebenfalls richtig wiedergegeben wird die Rechtsprechung �ber die Bestimmung des Invalideneinkommens nach Tabellenl�hnen (BGE 126 V 76 Erw. 3b/bb; AHI 2002 S. 67 Erw. 3b) oder L�hnen von noch in Frage kommenden T�tigkeiten in verschiedenen Betrieben in der Region des Versicherten, welche in den sog. DAP-Zahlen (Dokumentation �ber die Arbeitspl�tze) der SUVA festgehalten sind (RKUV 1999 Nr. U 343 S. 412 Erw. 4b/aa), sowie �ber die zul�ssigen Abz�ge vom Invalideneinkommen (BGE 126 V 78 ff. Erw. 5; AHI 2002 S. 67 ff. Erw. 4). Darauf wird verwiesen.
2.2.1 Zu erg�nzen ist, dass bei r�ckwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten Invalidenrente die f�r die Rentenrevision geltenden Bestimmungen (Art. 41 IVG und Art. 88a IVV) analog anzuwenden sind (BGE 125 V 417 Erw. 2d, AHI 2002 S. 64 Erw. 1, 2001 S. 278 Erw. 1a, je mit Hinweisen; ZAK 1980 S. 633).
Die Rente ist f�r die Zukunft entsprechend zu erh�hen, herabzusetzen oder aufzuheben, wenn sich der Grad der Invalidit�t eines Rentenbez�gers in einer f�r den Anspruch erheblichen Weise �ndert (Art. 41 IVG). Nach der Rechtsprechung ist die Invalidenrente nicht nur bei einer wesentlichen Ver�nderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich ver�ndert haben (BGE 120 V 131 Erw. 3b, SVR 1996 IV Nr. 70 S. 204 Erw. 3a, je mit Hinweisen).
Bei einer Verbesserung der Erwerbsf�higkeit ist die anspruchsbeeinflussende �nderung f�r die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu ber�cksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich l�ngere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu ber�cksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird (Art. 88a Abs. 1 IVV; vgl. BGE 125 V 417 Erw. 2d, 109 V 126 Erw. 4a).
2.2.2 F�r die Vornahme des Einkommensvergleichs ist grunds�tzlich auf die Gegebenheiten im Zeitpunkt des allf�lligen Rentenbeginns abzustellen. Bevor die Verwaltung �ber einen Leistungsanspruch befindet, muss sie indessen pr�fen, ob allenfalls in der dem Rentenbeginn folgenden Zeit eine erhebliche Ver�nderung der hypothetischen Bezugsgr�ssen eingetreten ist. Gegebenenfalls hat sie vor ihrem Entscheid einen weiteren Einkommensvergleich durchzuf�hren (BGE 128 V 174; Urteil D. vom 20. Januar 2003 Erw. 7.1, I 37 + 48/02).
Im MEDAS-Gutachten vom 24. Februar 2002 wurden folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsf�higkeit gestellt: zervikocephales bis zervikospondylogenes Syndrom beidseits (ICD-10: M 53.0 bis M 53.1) sowie intermittierend lumbospondylogenes Syndrom beidseits (ICD-10: M 54.4) bei/mit Wirbels�ulenfehlhaltung, allgemeiner Bandlaxizit�t und muskul�rer Dysbalance bei Dekonditionierung; allgemeine Hyperlaxazit�t, intermittierend Periarthropathia genu beidseits, Status nach operativer Patellafixation links, anamnestisch Handgelenksinstabilit�t beidseits und diskrete Periarthropathia humeroscapularis rechts mit diskreter Bursitis subacromialis; anhaltende somatoforme Schmerzst�rung (ICD-10: F 45.4); rezidivierende depressive St�rung, aktuell remittiert (ICD-10: F 33.4). Die Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsf�higkeit lauteten wie folgt: Status nach Operation des OS nasale 1989 anamnestisch; Status nach rezidivierenden Eisenmangelan�mien bei rezidivierenden Eisensubstitutionstherapien und unauff�lligen Colonoskopien, Gastroduodenoskopien sowie Biopsien. Aus rheumatologischer Sicht bestehe f�r eine angepasste k�rperlich leichte, wechselbelastende T�tigkeit eine 50 %ige Arbeitsf�higkeit, die nach Durchf�hrung der empfohlenen medizinischen Trainingstherapie innert 6 bis 12 Monaten allm�hlich auf ein volles Pensum gesteigert werden k�nnte. Aus psychosomatischer Sicht m�sse von einer deutlichen Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit auf dem Hintergrund der somatoformen Schmerzst�rung ausgegangen werden. Bei leichter T�tigkeit mit wechselnder Belastung sei von einer maximal zumutbaren Stundenleistung von ca. 3 bis 4 Stunden pro Tag auszugehen. Nach der bereits durchgef�hrten IV-Umschulung habe die Versicherte einen den Beschwerden angepassten Beruf. F�r andere berufliche T�tigkeiten best�nden dieselben Einschr�nkungen. Bei guter pers�nlicher Ressourcenlage sei eine ambulante psychotherapeutische Behandlung dringend weiterzuf�hren. Die antidepressive Therapie sollte langfristig aufrecht erhalten werden. Auf die Arbeitsf�higkeit d�rfte sich eine psychotherapeutische Behandlung allerdings nicht kurzfristig g�nstig auswirken.
Ab 11. Dezember 1995 war die Versicherte im bisherigen Beruf als Polizeiassistentin bis auf weiteres zu 75 % arbeitsunf�hig. Im Juni 1998 beendete sie die am 1. Mai 1996 begonnene Umschulung in kaufm�nnischer Richtung. Vom 2. bis 29 Juli 1998 hielt sie sich wegen Beschwerdenzunahme in der Klinik V.________ auf und war bis 18. August 1998 zu 100 % arbeitsunf�hig. Ein Arbeitsversuch zu 100 % im Archiv der Kantonalbank Y.________ scheiterte im Oktober 1998 nach 6 Tagen wegen akuter Exazerbation der Beschwerden. Nach einem Skisturz im Dezember 1998 war die Versicherte wiederum zu 100 % arbeitsunf�hig. Vom 9. Februar bis 2. M�rz 1999 erfolgte erneut ein krankheitsbedingter Aufenthalt in der Klinik V.________. Vom 8. April bis 18. Mai 1999 befand sich die Versicherte zu psychiatrischen Therapiezwecken in der Klinik S.________, welche noch f�r eine Woche ab Klinikaustritt von einer 100 %igen Arbeitsunf�higkeit ausging.
Nach dem Gesagten kann davon ausgegangen werden, dass die Versicherte ab Juli 1998 bis Ende Mai 1999 im wesentlichen noch vollst�ndig arbeits- und erwerbsunf�hig war, weshalb die bis Ende Mai 1999 zugesprochene ganze Invalidenrente nicht zu beanstanden ist (vgl. auch Urteil D. vom 20. Januar 2003 Erw. 6, I 37 + 48/02; Rz 3004 des Kreisschreibens des Bundesamtes f�r Sozialversicherung �ber Invalidit�t und Hilflosigkeit, KSIH).
Unbestritten ist, dass die von der MEDAS festgestellte Arbeitsf�higkeit von maximal 3-4 Stunden pro Tag f�r eine B�rot�tigkeit ab 1. Juni 1999 besteht, und dass diese Leistungsf�higkeit voraussichtlich l�ngere Zeit dauern wird (Art. 88a Abs. 1 Satz 1 IVV).
Streitig und zu pr�fen ist, wie sich dies auf den Invalidit�tsgrad auswirkt.
5.1 Bei der Ermittlung des ohne Invalidit�t erzielbaren Einkommens (Valideneinkommen) ist entscheidend, was die Versicherte im massgebenden Zeitpunkt nach dem Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tats�chlich verdienen w�rde. Die Einkommensermittlung hat so konkret wie m�glich zu erfolgen. Massgebend ist, was die versicherte Person aufgrund ihrer beruflichen F�higkeiten und pers�nlichen Umst�nde unter Ber�cksichtigung ihrer beruflichen Weiterentwicklung, soweit hief�r hinreichend konkrete Anhaltspunkte bestehen, zu erwarten gehabt h�tte (BGE 96 V 29, ZAK 1985 S. 635 Erw. 3a sowie RKUV 1993 Nr. U 168 S. 100 f. Erw. 3b). Da nach empirischer Feststellung in der Regel die bisherige T�tigkeit im Gesundheitsfall weitergef�hrt worden w�re, ist Ankn�pfungspunkt f�r die Bestimmung des Valideneinkommens h�ufig der zuletzt erzielte, der Teuerung sowie der realen Einkommensentwicklung angepasste Verdienst (RKUV 1993 Nr. U 168 S. 101 Erw. 3b am Ende; vgl. auch ZAK 1990 S. 519 Erw. 3c; Urteil D. vom 20. Januar 2003 Erw. 7.2, I 37 + 48/02).
5.2 Als Valideneinkommen haben Verwaltung und Vorinstanz das Einkommen von Fr. 54'600.- (Fr. 4200.- x 13) herangezogen, das die Versicherte unbestrittenermassen als Polizeiassistentin bei der Stadt A.________ im Jahre 2000 erzielt h�tte (Bericht des Berufsberaters vom 21. Juli 2000).
Zu beachten ist indessen, dass vorliegend f�r die Vornahme des Einkommensvergleichs die hypothetischen Erwerbseinkommen in den Jahren 1999 (allf�llige Anspruchs�nderung), wie es die Vorinstanz korrekt f�r das Invalideneinkommen getan hat, und 2001 (Zeitpunkt des Verf�gungserlasses) beizuziehen sind (Erw. 2.2.2 hievor).
Nach Umrechnung des Betrages von Fr. 54'600.- auf das Jahr 1999 resultiert ein Valideneinkommen von Fr. 54'083.- und auf das Jahr 2001 ein solches von Fr. 55'893.- (vgl. die vom Bundesamt f�r Statistik herausgegebene "Lohnentwicklung 2001", S. 33, Tabelle 1.2.93, Nominallohnindex Frauen, Abschnitt L, �ffentliche Verwaltung: 1999: 104,6 Punkte, 2000: 105,6 Punkte und 2001: 108,1 Punkte).
6.1 Zur Ermittlung des Invalideneinkommens zog die IV-Stelle auf Grundlage der DAP eine Verweisungst�tigkeit als B�roangestellte im Abonnementsdienst der Firma X.________, (DAP Nr. 4273; Anforderungsniveau Anlehre), bei, was bei Ber�cksichtigung einer 50 %igen Arbeitsf�higkeit ein Jahreseinkommen von Fr. 21'255.- (inkl. 13. Monatslohn) ergab.
Die Vorinstanz liess offen, ob dieses Vorgehen korrekt war und st�tzte sich auf die standardisierten monatlichen Bruttol�hne gem�ss der vom Bundesamt f�r Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE; BGE 126 V 76 f. Erw. 3b/bb). Hiebei ging sie vom Durchschnittsverdienst f�r Frauen im Jahre 1998 in T�tigkeiten im Anforderungsniveaus 3 des Sektors "Sonst. �ffentliche und pers�nliche Dienstleistungen" von monatlich Fr. 3'928.- bzw. j�hrlich Fr. 47'136.- aus (bei 40 Wochenarbeitsstunden). Unter Ber�cksichtigung der Nominallohnentwicklung "Total" von 0,3 % im Jahre 1999 ermittelte sie ein Jahreseinkommen von Fr. 47'271.- (recte: Fr. 47'277.-), was bei einer Restarbeitsf�higkeit von 3,5 Stunden pro Tag bzw. 17,5 Stunden pro Woche einem zumutbaren hypothetischen Invalideneinkommen von Fr. 20'681.- (recte: Fr. 20'683.-) entspreche.
6.2 Die Versicherte wendet als Erstes ein, es gehe nicht an, dass die Vorinstanz ohne n�here Begr�ndung diejenige Methode der Einkommensermittlung beiziehe, die ihr gerade beliebe. Damit w�rde der Willk�r bzw. einer ergebnisorientierten Rechtsprechung bei der Einkommensbestimmung T�r und Tor ge�ffnet. Massgebendes und einziges Kriterium m�sse es sein, ein m�glichst genaues und sachgerechtes Einkommen zu ermitteln. Wo DAP-L�hne vorl�gen, bestehe f�r den LSE-Beizug nur dann Raum, wenn die den DAP-L�hnen zu Grunde liegenden Arbeitspl�tze mit der Behinderung der versicherten Person nicht vereinbar seien bzw. der theoretischen Verweisungst�tigkeit nicht entspr�chen. Vorliegend bestehe jedoch kein Anlass, den von der Verwaltung beigezogenen DAP-Lohn zu beanstanden.
Wie es sich hinsichtlich dieser Einwendungen verh�lt, kann offen bleiben, weil das Abstellen auf die Verdienstm�glichkeit an einem einzigen konkreten Arbeitsplatz nicht mit der erforderlichen Zuverl�ssigkeit repr�sentative Angaben �ber den in einer zumutbaren Erwerbst�tigkeit erzielbaren Verdienst zu liefern vermag (Urteile C. vom 24. Dezember 2002 Erw. 5.3.2, U 88/01, und C. vom 18. Juli 2002 Erw. 4b, U 40/02). Demnach bildet der durch die IV-Stelle beigezogene DAP-Lohn keine hinreichende Grundlage f�r die Bestimmung des Invalideneinkommens. Stattdessen ist mit der Vorinstanz auf die Ergebnisse der LSE abzustellen.
6.3 Der Versicherten ist auf Grund des MEDAS-Gutachtens eine Arbeit als B�roangestellte zumutbar, was nicht beanstandet wird. Entgegen dem Vorgehen der Vorinstanz ist hief�r nicht der Durchschnittsverdienst f�r Frauen im Sektor "Sonst. �ffentliche und pers�nliche Dienstleistungen" gem�ss Tabelle A1 heranzuziehen. Vielmehr ist wegen der Konkretheit der Verweisungst�tigkeit auf das Mittel der Durchschnittsl�hne f�r "Sekretariats- und Kanzleiarbeiten" sowie f�r "Andere kaufm�nnisch-administrative T�tigkeiten" abzustellen (LSE 1998, S. 33, Tabelle A7, Rz. 22 und 23 sowie LSE 2000, S. 41, Tabelle A7, Rz. 22 und 23; vgl. auch Urteile H. vom 23. Januar 2003 Erw. 4, I 239/02, und E. vom 8. Januar 2003 Erw. 6.2, I 280/02). Da der Versicherten auch aus psychosomatischer Sicht nur leichte Arbeit zumutbar ist, ist auf das Anforderungsniveau 4 des Arbeitsplatzes (einfache und repetitive T�tigkeiten) abzustellen; dies korrespondiert auch mit dem Umstand, dass die Verwaltung eine DAP-Verweisungst�tigkeit mit der Ausbildungsanforderung der "Anlehre" beigezogen hat.
Auf dieser Grundlage resultiert gem�ss LSE f�r das Jahr 1998 ein mittleres Einkommen von monatlich Fr. 4'510.- ([Fr. 4732.- + Fr. 4288.-] : 2; bei einer Wochenarbeitszeit von 40 Stunden, inkl. 13. Monatslohn) bzw. j�hrlich Fr. 54'120.-, was umgerechnet auf das Jahr 1999 Fr. 56'725.- ergibt (Nominallohnentwicklung total 1999: 0,3 %, Wochenarbeitszeit "Total" 1999: 41,8 Stunden; vgl. Die Volkswirtschaft, Heft 12/2002, S. 88 f. Tabellen, B9.2 und B10.2). Bei einer Restarbeitsf�higkeit von durchschnittlich 17,5 Stunden pro Woche betr�gt das Einkommen im Jahre 1999 Fr. 23'748.-.
F�r das Jahr 2000 ergibt sich laut LSE ein mittleres Einkommen von monatlich Fr. 4626.50 ([Fr. 4746.- + Fr. 4507.-] : 2) bzw. j�hrlich Fr. 55'518.-, was umgerechnet auf das Jahr 2001 zu Fr. 59'324.- (Nominallohnentwicklung total 2001: 2,5 %, Wochenarbeitszeit "Total" 2001: 41,7 Stunden; vgl. Die Volkswirtschaft, Heft 12/2002, S. 88 f. Tabellen, B9.2 und B10.2) bzw. in Anbetracht der Restarbeitsf�higkeit von 17,5 Wochenstunden zu Fr. 24'896.- f�hrt.
6.4.1 Umstritten ist schliesslich der vorzunehmende Abzug vom Tabellenlohn.
Die Vorinstanz nahm einzig einen Teilzeitabzug von 10 % vor und verneinte einen leidensbedingen Abzug, da die Arztberichte keinen Hinweis darauf enthielten, dass die Beschwerdef�hrerin in einer leichten B�rort�tigkeit gegen�ber einer gesunden Arbeitskraft behindert w�re. Die Versicherte verlangt zus�tzlich einen 10 %igen Abzug f�r die leidensbedingte Einschr�nkung, da sie an erheblichen Dauerschmerzen leide, psychisch v�llig destabilisiert sei und die Restarbeitsf�higkeit von 3 bist 4 Stunden pro Tag ein absolutes Maximum darstelle.
6.4.2 Mit 17,5 Stunden pro Woche zumutbarem Arbeitseinsatz liegt sowohl f�r 1999 als auch f�r 2001 ein Besch�ftigungsgrad von 42 % vor.
Da die Teilzeitbesch�ftigung (Anforderungsniveau 3 und 4) sich bei Frauen bei einem Pensum zwischen 25 % und 49 % im Vergleich zu einer Vollzeitbesch�ftigung sogar proportional lohnerh�hend auswirkt (LSE 2000, S. 24, Tabelle 9, und LSE 1998, S. 20, Tabelle 6*; AHI 2002 S. 70 Erw. 4b/cc), l�sst sich gest�tzt auf diese Tatsache im vorliegenden Fall entgegen der Auffassung der Vorinstanz kein Abzug vom Tabellenlohn begr�nden (vgl. auch Urteil F. vom 26. November 2002 Erw. 4.2.2, I 415/01).
Offen bleiben kann, ob der behinderungsbedingte Abzug von 10 % vorzunehmen ist, da diesfalls Invalideneinkommen von Fr. 21'373.- (1999) bzw. Fr. 22'406.- (2001) resultieren, was verglichen mit den Valideneinkommen von Fr. 54'083 (1999) und 55'893.- (2001) Invalidit�tsgrade von 60,5 % bzw. 59,9 % ergibt. Selbst wenn ein leidensbedingter Abzug von 20 % vorgenommen w�rde - �ber das hinauszugehen vorliegend keinesfalls gerechtfertigt w�re -, folgen Invalidit�tsgrade von 64,9 % bzw. 64,4 %.
Nach dem Gesagten wird die Grenze f�r den Anspruch auf eine ganze Invalidenrente ab 1. Juni 1999 nicht erreicht, weshalb der vorinstanzliche Entscheid im Ergebnis zu best�tigen ist.