Source: http://www.juramagazin.de/63362.html
Timestamp: 2019-03-23 19:09:31
Document Index: 25244257

Matched Legal Cases: ['§ 52', '§ 5', '§ 7', '§ 8', '§ 9', '§ 10', '§ 11', '§ 12']

Landtag des Saarlandes - 13. Wahlperiode Artikel 4
Inkrafttreten, Übergangsvorschriften:
(2) Für Studierende im Geltungsbereich des Saarländischen Lehrerbildungsgesetzes, die ihr Studium vor Inkrafttreten dieses Gesetzes aufgenommen haben, gelten die bisherigen Regelungen nach Maßgabe der Ausbildungs- und Prüfungsordnungen weiter.
- 7 Drucksache 13/1402 Landtag des Saarlandes - 13. Wahlperiode Begründung:
Die Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (KMK) hat in den Eckdaten zur gegenseitigen Anerkennung von Bachelor- und Masterabschlüssen in den Studiengängen für ein Lehramt die Modularisierung aller Lehramtsstudiengänge beschlossen. Nunmehr sollen durch eine Änderung des Saarländischen Lehrerbildungsgesetzes die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass auch die Lehramtsstudiengänge an der Universität des Saarlandes modularisiert werden können.
Nach § 52 des Universitätsgesetzes ist für an der Universität des Saarlandes bestehende Studiengänge bis zum Wintersemester 2009/10 grundsätzlich die Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen vorgesehen. In Studiengängen, die mit einer staatlichen Prüfung abschließen, kann hiervon abgewichen werden.
Wegen der Notwendigkeit zum sparsamen Umgang mit Ressourcen und weil die Lehramtsstudiengänge viele universitäre Fachrichtungen betreffen, die auch andere Studienabschlüsse anbieten oder an ihnen beteiligt sind, ist es jedoch geboten, Lehramtsund Nichtlehramtsstudiengänge in möglichst gleichen Strukturen anzubieten und die Modulentwicklung beider im Hinblick auf Polyvalenzen gemeinsam vorzunehmen. Das saarländische Lehrerbildungsgesetz soll deshalb so geändert werden, dass der Studienabschluss weiterhin in Form einer - modifizierten - Ersten Staatsprüfung erworben wird, hierbei aber universitäre Bachelor- oder Master-Studiengänge und -Abschlüsse berücksichtigt werden können.
Die Bezeichnung der leitenden Verwaltungsbeamten an Kunst- bzw. Musikhochschule wird an den bundesweiten Sprachgebrauch angeglichen.
I. Zu Artikel 1 (Änderung des Saarländischen Lehrerbildungsgesetzes)
1. Zu Nummer 1 (Inhaltsverzeichnis): Redaktionelle Änderung.
2. Zu Nummer 2 (§ 5):
Die Ergänzung ermöglicht die Berücksichtigung einschlägiger universitärer (Teil-)Prüfungen bei der Ablegung des Ersten Staatsexamens.
3. Zu Nummer 3 (§ 7): a)
Durch die Neufassung von Absatz 1 Satz 1 soll unter Beibehaltung der Regelung in Satz 2 klargestellt werden, dass außersaarländische, im Rahmen der KMK-Beschlüsse abgelegte Lehramtsprüfungen bzw. in Deutschland erworbene Lehramtsbefähigungen dann ohne weiteres als anerkannt gelten, wenn sie den saarländischen Lehrämtern entsprechen. Ist Letzteres nicht der Fall, müssen die Gleichwertigkeit und die Vereinbarkeit mit saarländischen Schulformen geprüft und ausdrücklich anerkannt werden.
- 8 Drucksache 13/1402 Landtag des Saarlandes - 13. Wahlperiode b)
Die Ergänzung der speziell für das Lehramt an beruflichen Schulen geltenden Vorschrift des Absatzes 3 Satz 1 ermöglicht - über die schon bisher vorgesehene und praktizierte Anerkennung wirtschaftswissenschaftlicher Studienabschlüsse an Universitäten oder gleichgestellten Hochschulen als Erste Staatsprüfung hinaus - in neu strukturierten Studiengängen die Einbeziehung von universitären oder gleichgestellten Hochschulabschlüssen, die dem Diplomabschluss gleichwertig sind.
Die bisher einschlägigen Richtlinien des Europäischen Parlaments und des Rates sind durch die in der Regelung genannte Richtlinie ersetzt worden.
Auf diese wird daher in Absatz 5 Satz 2 und 3 Nr. 2 Bezug genommen. Ihre inhaltliche Umsetzung erfolgt durch eine Änderung der einschlägigen Rechtsverordnung des Landes. Wegen des Vorrangs des Gesetzes wird schon jetzt nach den Vorgaben der EU-Richtlinie verfahren.
4. Zu Nummer 4 (§ 8):
Die Überschreitungsmöglichkeit ist nicht mehr notwendig; eine dem Regelungsbedarf im Fach Musik Rechnung tragende Vorschrift ist in den einschlägigen universitären und Hochschulordnungen vorzusehen.
5. Zu Nummer 5 (§ 9):
Aus der in Absatz 3 des allgemeinen Teils der Begründung dargestellten Zielsetzung ergibt sich - auch um überhaupt die erforderliche Anzahl von Leistungspunkten erreichen zu können - die Notwendigkeit, die Regelstudienzeit der an der Universität des Saarlandes angebotenen Lehramtsstudiengänge an die der Bachelor- bzw. Masterstudiengänge anzugleichen. In Fortsetzung der bereits seit 1999 erfolgten Reformmaßnahmen in der Lehrerbildung werden dabei die fachdidaktischen und schulpraktischen Anteile am Studium erhöht. Die Gesamtausbildungsdauer soll durch eine entsprechende Verkürzung des Vorbereitungsdienstes gewahrt werden.
6. Zu Nummer 6 (§ 10):
Siehe unter Nummer 5.
7. Zu Nummer 7 (§ 11): a)
Die Sprachkenntnisse für theologische Fächer können, soweit erforderlich, künftig während des Studiums als Module erworben und angerechnet werden. Eine gesetzliche Regelung zur Verlängerung der Regelstudienzeit ist daher nicht mehr erforderlich.
8. Zu Nummer 8 (§ 12):