Source: http://jura-basic.de/aufruf.php?file=7&art=&find=Kaufvertrag_Versendungskauf__Zeitpunkt-des-Gefahr%C3%BCbergangs
Timestamp: 2019-11-20 17:22:43
Document Index: 155575071

Matched Legal Cases: ['§ 433', '§ 447', '§ 447', '§ 445', '§ 447', '§ 475']

jura-basic (Kaufvertrag Versendungskauf Zeitpunkt-des-GefahrÃ¼bergangs) - Grundwissen
Zeitpunkt des Gefahrübergangs
Bei der Schickschuld wird die Übergabepflicht nach § 433 Abs. 1 BGB@ zur Versendepflicht. Statt der Sachübergabe an den Käufer erfolgt die Sachübergabe an den Transporteur.
Bis zum Gefahrübergang trägt grundsätzlich der Verkäufer das wirtschaftliche Risiko des zufälligen Untergangs und der zufälligen Verschlechterung der Kaufsache.
Auslieferung an Beförderer
Erfolgt eine Auslieferung an den Beförderer, so geht das Transportrisiko auf den Käufer über (§ 447 BGB@).
Greift der Verkäufer aufgrund seiner frachtrechtlichen Verfügungsbefugnis in den Transport ein (z.B. bestimmt, dass Ware angehalten oder nicht ausgeliefert wird), so macht er die Versendung an den Käufer rückgängig. Somit wird auch der Gefahrenübergang rückgängig gemacht.
Transport zum Beförderer
Transportiert der Verkäufer die Sache zum Beförderer, dann trägt der Verkäufer das Wegerisiko bis zum Beförderer (vgl. § 447 BGB@). Die Auslieferung der Ware an den Beförderer gehört noch zum Pflichtenkreis des Verkäufers. Seine Leistungshandlung ist erst mit Auslieferung an den Beförderer abgeschlossen.
Beförderer holt Sache ab
Lässt der Verkäufer die Sache durch den Beförderer abholen, hat der Verkäufer kein Wegerisiko.
Beim Verbrauchsgüterkauf finden § 445 und § 447 keine Anwendung (§ 475Abs. 2 BGB@, siehe dazu Verbrauchsgüterkauf).