Source: http://angolorch.de/deutsch/Protokol.html
Timestamp: 2018-11-18 09:47:45
Document Index: 265782861

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 57', '§ 1', '§ 5', '§ 1', '§ 57', '§ 5', '§ 58', '§ 4', '§ 7', '§ 4', '§ 7', '§ 4', '§ 4', '§ 7', '§ 2']

Protokoll der Gründungsversammlung vom Mittwoch, den 20 Juni 2001
" Allianz für Mobilität, Integration, Communikation und Innovation e.V. (AMICI)
- für Alt und Jung mit und ohne Behinderung in Rumänien"
Ort der Versammlung: bei Gotthilf, Aixer Str. 46 72072 Tübingen 19.00 Uhr
Anwesend: Laura, Elvine, Katrin, Elvira, Andy, Werner, Gotthilf,
Gotthilf begrüßt alle Anwesenden zur Gründung eines Vereins zur Unterstützung von behinderten Menschen in Rumänien und teilt einen Satzungsvorschlag aus.
Andy wird als Versammlungsleite vorgeschlagen und einstimmig gewählt
Top 3 Wahl der Schriftführerin
Katrin wird als Schriftführerin vorgeschlagen und einstimmig gewählt
Top 4 Verabschiedung der Satzung
Nach kurzer Diskussion und ein paar kleinen Änderungen wird (beiliegende) Satzung beschlossen. Da wir alle viel Wert auf einen eingetragenen, gemeinnützigen und mildtätigen Verein legen, gilt der Beschluss nur im Falle der Einwilligung von Amtsgericht und Finanzamt.
Nach längerer Überlegung und mehreren "Brainstormings" entscheiden wir uns einstimmig für obigen Vereinsnamen.
Top 5 Wahl des Vorstandes
Für den Vorstand werden Elvine zum Kassenwart, Laura zur 2. Vorsitzenden und Gotthilf zum 1. Vorsitzenden vorgeschlagen.
Ergebnis der Einzelwahlen sind je einstimmig:
1. Vorsitzender Gotthilf 2. Vorsitzende Laura Kassenwart Elvine
Top 6 Mitgliedsbeitrages
Da wir mehr engagiertes Mitwirken der Vereinsmitglieder erwarten, legt die Versammlung vorläufig einen nur geringen Mitgliedsbeitrag von 10,-- Mark pro Jahr fest
Die Versammlung wird gegen 22.30 beendet
Tübingen, den 20.06.01
G. Lorch, 1. Vorsitzender
Protokoll der Mitgliederversammlung vom Donnerstag, den 15. November 2001
Anwesend: Katrin, Elvira, Elwine, Andy, Werner, Gotthilf, Claudiu
Entschuldigt: Laura
Gotthilf begrüßt alle Anwesenden und lässt den Versammlungsleiter wählen.
Gotthilf wird als Versammlungsleiter vorgeschlagen und einstimmig gewählt
Elwine wird als Schriftführerin vorgeschlagen und einstimmig gewählt
Claudiu meldet sich und stellt den Antrag auf Aufnahme als Mitglied in den Verein. Laut Satzung entscheidet der Vorstand. Der hat nichts dagegen, die anderen Mitglieder auch nicht. Also ist Claudiu unser 8. Mitglied.
Außer Laura, die entschuldigt ist und ihre Stimme Elwine übertragen hat, sind alle Mitglieder da. Somit ist die Versammlung auf für eine Satzungsänderung beschlussfähig.
Zunächst berichtet Gotthilf über den Brief vom 8.9.2001 von Frau Eckert vom Vereinsregister Tübingen. Darin wird erklärt, dass der Verein nicht eingetragen werden kann, weil die Gründungsmitglieder nicht direkt unter der Satzung unterschrieben haben, in § 1 unserer Satzung der nach § 57 Abs. 1 zwingend erforderliche Teilsatz "soll in das Vereinsregister Tübingen eingetragen werden" fehlt und in der Satzung nichts über die Grundlage von Mitgliedsbeiträgen stehen würde. Am 27.9. telefonierte Gotthilf mit Frau Eckert und erreichte folgendes:
Die Satzung muss nicht noch einmal neu von den Vereinsmitgliedern unterzeichnet werden, da in der Teilnehmerliste der Gründungsversammlung der Satz " Alle Teilnehmer betrachten sich gleichzeitig als Gründungsmitglieder !" genügend den Willen bekundet, dass sich auch alle Mitglieder mit der Satzung einverstanden erklären.
§ 1 unserer Satzung muss ergänzt werden
Frau Eckert hat in § 5 den Passus über die Entscheidung der Mitgliederversammlung über die Festlegung der Höhe des Mitgliedsbeitrages übersehen. Deshalb wird hier noch einmal eindeutig auf einen Mitgliedsbeitrag hingewiesen.
Der Vorstand schlägt also folgende Änderungen der Satzung vor:
§ 1 wird nach " Tübingen" ergänzt mit dem Teilsatz "und soll gem. § 57 Abs. 1 BGB in das Vereinsregister des Amtsgerichts Tübingen eingetragen werden."
§ 5 wird unter Punkt "Die Mitgliederversammlung im 3. Absatz ergänzt mit "Gem. § 58 BGB wird in dieser Satzung festgeschrieben, dass ein Mitgliedsbeitrag erhoben wird."
Beide Änderungsvorschläge werden einstimmig angenommen und Gotthilf wird beauftragt, die Satzungsänderung beim Notar vornehmen und danach den Verein eintragen zu lassen,
Top 6 Gotthilfs Bericht über seine Rumänienfahrt im Oktober
Im Oktober war Gotthilf für beinahe 3 Wochen in Rumänien und hat Kontakte zu schon bestehenden Behindertenverbänden und -vereine und Einzelpersonen in Fagaras, Budapest, Arad und Miercurea Ciuc aufgenommen. Er möchte einen losen aber regelmäßigen Kontakt aufbauen und überlegt, wie man sich gegenseitig unterstützen kann.
Die Versammlung wird gegen 21.00 beendet
Tübingen, den 19. November 2001
Elwine Barth, Protokollantin Gotthilf Lorch, 1. Vorsitzender
Protokoll der Mitgliederversammlung vom 9. Januar 2003
Die Sitzung beginnt etwas verspätet um 19.30.
Top 1 Begrüßung und Beschlussfähigkeit
Nach der Begrüßung von Gotthilf wird erst einmal die Beschlussfähigkeit geprüft.
Anwesend sind Laura, Elwine, Claudiu, Werner und Gotthilf.
Als Gast ist Aniţa anwesend.
Entschuldigt sind Angela, Elvira, Katrin und Andreas, wobei Angela ihre Stimme an Laura, Elvira ihre Stimme an Gotthilf und Katrin und Andreas ihre Stimmen an Werner abgegeben haben.
Es wird festgestellt, dass die Versammlung auch zum Beschluss einer Satzungsänderung beschlussfähig ist.
Gotthilf erklärt sich bereit, für Katrin das Protokoll zu schreiben, wenn jemand während der Versammlung Stichpunkte aufschreibt. Laura schreibt während der Versammlung mit.
Top 2 Jahresbericht und Kassenbericht mit jeweils anschließender Diskussion
Gotthilf hat den Jahresbericht für 2002 erstellt und liest ihn vor. Nach ein paar Rückfragen ergeben sich noch 3 Anmerkungen:
- Die im Bericht als 2. Mitgliederversammlung war eine außerordentliche Mitgliederversammlung. Sie war notwendig, um ins Vereinsregister eingetragen werden zu können.
- Obwohl die Vorträge jeweils einen großen Aufwand bedeuten und immer weniger Besucher, als erwartet, erscheinen, haben sie sich letztlich doch gelohnt - sowohl finanziell als auch wegen der neuen Kontakte, die wir dadurch bisher immer erhalten haben.
- Wertvolle Informationen, wie die Kleider leichter über die Grenze zu bekommen sind, erhielten wir von dem Verein „Brandstifter“.
- Wir sind alle erstaunt, wie viel wir schon bewegt haben.
So wird der Bericht einstimmig bei einer Enthaltung angenommen.
Elwine hat den Jahresabschluss der Finanzen erstellt und trägt ihn vor. Dabei bemängelt Sie die Zahlungsmoral der Mitglieder bezüglich der Mitgliedsbeiträge. Es wird beschlossen, es hierbei zunächst einmal bei einem moralischen Appell zu belassen. Sollte die Situation nächstes Jahr nicht anders sein, werden weitere Konsequenzen besprochen.
Der Bericht wird einstimmig bei einer Enthaltung angenommen. Er kann auf Anfrage bei Elwine oder bei Gotthilf eingesehen werden.
Werner beantragt die Entlastung des Vorstands.
Der Vorstand wird einstimmig bei 2 Enthaltungen entlastet.
Auf Antrag von Gotthilf sollen in § 4 „Mitgliedschaft“ nach dem 2. Satz folgende Sätze hinzugefügt werden:
„Fördermitglied können natürliche (ab dem 18. Lebensjahr) und juristische Personen werden. Sie können an der Mitgliederversammlung teilnehmen, haben aber kein Stimmrecht. Ihre An- bzw. Abwesenheit beeinflusst nicht die Beschlussfähigkeit der Mitgliederversammlung.“
Und in § 7 „Auflösung des Vereins“ soll an den 1. Satz
„...und muss einer freien, gemeinnützigen Organisation zufließen, die es für wohlfahrtspflegerische Zwecke verwendet.“
Er erklärt zu der Änderung in § 4, dass für den Verein die Möglichkeit zur Fördermitgliedschaft erwünscht ist. Allerdings muss darauf geachtet werden, dass dies nicht den regulären, organisatorischen Ablauf des Vereinsgeschehens beeinflusst. Gedacht ist an Personen, die ohne großen Aufwand den Verein regelmäßig unterstützen wollen. Hierdurch bekämen sie die Möglichkeit dazu.
Zur Änderung in § 7 erklärt Gotthilf, dass diese Änderung von „Aktion Mensch“ gefordert wird. Nur dadurch würden wir unsere Förderwürdigkeit bei ihnen erlangen. Die Änderung ist also wichtig zu unserem Vorhaben der „Seminarreihe für Menschen mit Behinderungen“ in Rumänien.
Es wird kurz beraten und danach einzeln über die Satzungsänderungen abgestimmt. Auch die Nichtanwesenden haben die Satzungsänderung mit Gotthilf schon diskutiert und ihre Zustimmung dazu gegeben.
Beide Vorschläge zur Satzungsänderung werden einstimmig angenommen.
Bisher gibt es die Möglichkeit für zwei Vorträge in diesem Jahr.
Einer kann im Luise-Wetzel-Stift stattfinden. Claudiu hat hier für uns nachgefragt. nachdem letztes Jahr die Vortragsmöglichkeiten dort schon ausgeschöpft waren, dürften wir dieses Jahr Erfolg haben.
Der zweite Vortrag wurde von Elwines Mutter arrangiert. Er findet voraussichtlich im März statt.
Gotthilf hat eine Firma in Pliezhausen ausfindig gemacht, die uns einen gebrauchten Container für 600,-- € verkaufen würden. Der Container wäre 4 auf 12 Meter groß. Wir könnten ihn kostenlos beim Abfallzweckverband in Dußlingen aufstellen.
Wir bekommen immer mehr alte Kleider, Rollstuhle und andere Hilfsmittel gespendet, verteilt über das ganze Jahr. Das sprengt den Platzbedarf unserer Keller. Auch zum Sortieren und Auswählen der Sachen wäre ein fester Standpunkt sehr hilfreich.
Das Problem ist allerdings, dass wir unbedingt erst einmal die 2. Operation von Cristinel machen müssen. Weiterhin soll ja auch dieses Jahr die Seminarreihe in Rumänien anlaufen. Deshalb haben wir im Konsens beschlossen, dass wir alle unsere Mittel, bis auf 400,-- €, zunächst für die Operation verwenden und uns danach verstärkt um die Anschaffung eines Containers kümmern.
Die Sitzung wurde um 22.00 beendet.
Mitgeschrieben hat Laura Tăutu, für das Protokoll verantwortlich ist Gotthilf Lorch.
und hier der Jahresbericht für das Jahr 2002
Allianz für Mobilität, Integration, Communikation und Innovation e.V.
- für Alt und Jung mit und ohne Behinderung in Rumänien" (AMICI e.V.)
www.amici-tue.de
c/o Gotthilf Lorch
Tel.: 07071 / 369783 Fax: 367255 (Computerfax)
E-Mail: Gotthilf.Lorch@t-online.de
72072 Tübingen, den 09.01.2003
Liebe Freunde, liebe Mitglieder
wie Ihr alle wisst, wurde der Verein am Mittwoch, den 20.06.01 gegründet. Leider bedurfte es noch einer erneuten Mitgliederversammlung mit Satzungsänderung, die am 15.11.01 war, damit der Verein im Januar 2002 in das Vereinsregister Tübingen eingetragen werden konnte. Die Anerkennung zur Gemeinnützigkeit bekamen wir am 14.01.02 mit der Bescheinigung vom Finanzamt Tübingen. Im selben Monat richteten wir auch unser Konto bei der Kreissparkasse Tübingen ein.
Wir haben viel bewegt in diesem Jahr. Durch Sammlungen, „Bettelbriefe“ und Mund-zur-Mund-Pro­paganda bekamen wir von vielen Einzelpersonen, Firmen und Institutionen Geld- und Sachspenden für unsere Aktivitäten. Wir bekamen Windeln, Binden und anderes Ver­bandsmaterial von der Firma Hartmann, das wir in Herbrechtingen abgeholt haben. Wir be­kamen Schokolade von der Firma Ritter Sport aus Waldenbuch. Wir bekamen vor Allem Rollstühle (alleine 13 von der Universität Köln, die wir auch dort abgeholt haben), Dekubitus- und Rollstuhlkissen, Rollatoren, WC- und Duschstühle und WC-Aufsätze für Toiletten und Gehilfen von vielen Einzelpersonen, dem Luise-Wetzel-Stift Tübingen und dem Sanitätshaus Brillinger in Tübingen. Und wir bekamen, ebenfalls von sehr vielen Einzelper­sonen Kleidung aller Art für Kinder und Erwachsene, Spielzeug, Toilettenartikel, Shampoo und Seife. Diese verteilten wir alle in Rumänien an bedürftige Freunde und andere Einzelpersonen sowie an be­freundete Institutionen in Făgăraş, Şercaia, Miercurea-Ciuc, Bukarest und Arad. All diese Dinge wer­den leider immer noch dringend und notwendig gebraucht und wir organisieren gerne diese Sammlun­gen. Nicht vergessen sollten wir aber, dass der Hauptgrund der Vertei­lung der Hilfsmittel immer das erschließen von neuen Kontakten und das Motivieren von Ein­zelpersonen zur Hilfe zur Selbsthilfe bleiben soll und nicht zum Selbstzweck wird.
Durch die Sammlungen zeigten sich auch einige Probleme. So ist es unmöglich, von allen Gegenstän­den, die wir erhalten, einen Quittungsbeleg, und schon gar nicht einen Beleg für den Erhalt derselben zu bekommen. Hier muss das Vertrauen, dass die Sachen verteilt wur­den, genügen.
Ein anderes Problem ist, wohin mit den ganzen Sachen bis zur jeweils nächsten Fahrt. Die Keller und mein Tiefgaragenplatz waren schon überfüllt, so dass wir einen Teil bis nach Meßstetten auslagern mussten (geschehen in je einer Fahrt im Oktober und Dezember), da wir nicht genügend Ladeplatz bei unseren Fahrten nach Rumänien hatten. Im Moment sind wir am Überlegen, einen Container zu kau­fen, den wir beim Abfallzweckverband in Dußlingen aufstellen könnten. Die Zusage hierfür besteht bereits.
Wer allerdings in der Nähe von Tübingen Lagerräume, die nichts Kosten außer eine Spenden­beschei­nigung und die barrierefrei sind, kennt, melde sich bitte baldmöglichst bei uns (siehe Briefkopf).
Unsere weiteren Aktivitäten bezogen sich zur Hauptsache auf unsere Vorträge.
Unser erster Vortrag über die „Lebenssituation von Menschen mit Behinderungen in Rumä­nien“ fand am 15. März im Gemeinschaftshaus von P14 in Tübingen statt. Dieser brachte 120,-- € Spenden ein.
Am 22. Juni organisierten wir im Rahmen vom Tübinger Südstadtfest ebenfalls im Gemein­schaftshaus von P14 eine Lesung für Kinder. Ursula Eggli, die bekannte Schriftstellerin aus der Schweiz, die eben­falls körperbehindert ist, las aus ihrem neuen Buch Elen-Ohr. Auch hier hatten wir Spendeneinnahmen über 54,-- €. Hier einen ganz besonderen Dank an Ursula, die ihre Lesung für uns unentgeltlich ge­macht hat.
Am 1. Dezember durften wir uns am Weihnachtsbazar der Gemeinde Schlierbach beteiligen. Dort stellten wir Waren aus Miercurea-Ciuc aus, die wir zur Unterstützung des dortigen Kör­perbehinder­tenvereins gegen eine Spende hergaben. Selbstverständlich trugen wir auch dort unseren Vortrag über die „Lebenssituation von Menschen mit Behinderungen in Rumänien und unsere Arbeit“ vor. Dort sammelten wir insgesamt 151,-- € an Spenden. Weiterhin haben wir die Zusage der Gemeinde Schlierbach, dass wir ¼ des Gesamterlöses des Weihnachtsba­zars erhalten werden. Zugesagt sind uns mindestens 1.000,-- €. Hier vielen Dank an meine Tante Marga Lorch, die uns diese Beteiligung ver­mittelt hat.
Den schon öfters erwähnten Vortrag sowie die Ausstellung aus Miercurea-Ciuc organisierten wir auch während dem Tübinger Weihnachtsmarkt vom 13.-15. Dezember in den Räumen des „Club für Behin­derte und ihre Freunde in Tübingen und Umgebung e.V.“ (kurz: CeBeeF) über ganze 3 Tage. Leider war dort das Interesse der Bevölkerung nicht so besonders groß, aber sicherlich lag das an der kurzen Zeit vor Weihnachten und dem Bedürfnis Vieler, noch schnell geeignete Weihnachtsgeschenke zu finden. Immerhin hatten wir auch dort einige wichtige neue Interessenten und Gespräche und Spen­deneinnahmen von 196,-- €.
Selbstverständlich informierten wir bei allen Aktionen und auch sonst überall über unser weite­res Projekt, der Sammlung von Spenden für den 38-jährigen Cristinel Ovejanu, der mit seiner Frau Lana und seiner Tochter Cristina in Bruiu bei Sibiu in Rumänien lebt und nun schon 4 Jahre Arbeitsunfähig ist wegen einer beidseitigen Coxathrose. Das ist ein schmerzhafter Zerfall seiner Hüftgelenke. Da die Rumänische Versicherung in seinem Fall weder die Operation noch die künstlichen Hüftgelenke finan­ziert, haben wir uns zu dieser Finanzierung entschieden. Damit wäre Cristinel wieder weitestgehend arbeitsfähig, könnte seine Familie wieder versor­gen und vor Allem wieder ein normales, schmerzfreies Leben führen.
Wir sind sehr stolz darauf, dass wir die ersten 2.200,-- € für die erste Operation schon zusam­men haben und die Operation bereits im November erfolgreich durchgeführt wurde. Nun sam­meln wir für die zweite Operation, die dann hoffentlich im Mai 2003 stattfinden kann.
Unsere wichtigsten Aktionen sind aber unsere Fahrten nach Rumänien, in denen wir die ge­sammelten Hilfsgüter verteilen, Informationen sammeln und weiter geben und immer neue Kontakte knüpfen und Mitstreiter suchen und finden. Neben vielen Einzelpersonen haben wir auch schon viele Beziehungen zu vielen Vereinen in Rumänien, als da wären:
- APAGE e.V., ein deutscher Hilfsverein, der sich hauptsächlich um Kinder mit Behinderun­gen kümmert und schon 3 Kinderheime und 2 Werkstätten und Arbeitsbetriebe für Menschen mit Behinderungen aufgebaut hat.
- Diakonia e.V., gegründet von APAGE e.V und Betreiber des Kinderheims “Canaan“, zu dem wir immer Spielsachen, Seifen, Kleider und Schokolade bringen.
- Organizatia Nationala a Persoanelor cu Handicap din Romania (ONPHR) in Bukarest, einem Dachverband von Selbsthilfegruppen in ganz Rumänien
- ROMANIA CONECT BUCURESTI (OCB), ein Mitglied von ONPHR
- „Asociatia Handicapatilor Neuromotor din Romania" (AHNR ) in Arad, einem Behinderten­verband für Körperbehinderte
- „Asociatia Handicapatilor Neuromotor din Făgăraş"
- „Körperbehindertenverband in Miercurea-Ciuc“, der ein Rehabilitationszentrum bauen möchte und jetzt schon in ca. 70 Menschen mit Behinderungen zum dortigen normalen Ar­beitstarif beschäftigt.
Auch wenn wir schon in den letzten Jahren mehrere Fahrten nach Rumänien unternommen haben, soll hier nur von den beiden diesjährigen Fahrten die Rede sein.
Vom 26. März bis 17. April fand unsere erste Rumänienfahrt in diesem Jahr statt. Wir hatten erhebli­che Grenzprobleme wegen unseren vielen „Mitbringsel“ (Rollstühle, Toilettensitze, Dekubitus-Kissen, Kleider, die Windeln und Binden der Firma Hartmann und vieles mehr). Wir durften aber doch durch die Grenze und wissen nun genau bescheid, was wir alles für die Grenze berücksichtigen müssen. Wir besuchten viele Menschen, das Kinderheim Canaan“, die Diakonia e.V., den Körperbehindertenverein in Miercurea-Ciuc und Csaba, den Vorstand, der schon bei mir in Deutschland zum Kauf eines Autos war. Selbstverständlich hatten wir auch eine längere Besprechung mit Cristinel, um die Operation in die Wege zu leiten. Auch führten wir ein Gespräch mit dem Bürgermeister von Făgăraş mit dem Ziel, in dieser Stadt eine Selbsthilfegruppe aufzubauen und dafür einen Raum zu bekommen. Ein Fernziel von uns ist die Partnerschaft der Städte Făgăraş und Tübingen. Weiterhin hatten wir in Făgăraş den Besuch von unseren Freunden der ONPHR aus Bukarest, da sie leider keine geeignete Unter­kunft für mich in Bukarest fanden. Dort übergab ich auch ein mitgebrachtes Medikament, das in Rumänien nicht zu haben ist, für Mihaela, eine behinderte Frau aus Bukarest. Weiterhin war dieser Besuch der erste Schritt zu unserer Seminarreihe, die später noch erörtert wird. Auf der Heimfahrt besuchten wir noch Kati von AHNR in Arad.
Vom 30. Oktober bis 21. November fand die zweite Rumänienfahrt statt. Die war deshalb so spät an­gesetzt, da wir bei Aktion Mensch Finanzierungshilfen für eine Besprechung mit ONPHR beantragt hatten und die Bewilligung abwarten mussten. Sie wurde bewilligt und die Besprechung und Vorpla­nung der Seminare fand vom 10. bis 15. November in Miercurea-Ciuc (mangels geeigneter finanzier­barer Unterkünfte in Bukarest) statt. Weiterhin verteilten wir unsere Hilfsgüter, unter Anderem die Schokolade von Ritter Sport. Die Besuchsfolge war nahezu dieselbe wie bei der vorigen Fahrt. Dieses Mal hatten wir keine Probleme an der Grenze. Dafür aber den besonderen Erfolg, dass Cristinel erfolg­reich operiert wurde. Wir be­suchten Ihn (und seinen Doktor) insgesamt 3 Mal, einmal mit seiner Fa­milie. Weiterhin woll­ten wir für unseren Anhänger eine neue Plane machen lassen, leider funktionierte das wegen einiger ärgerlichen Begebenheiten nicht.
An dieser Stelle möchte ich im Namen des Vereins einen ganz besonderen Dank an Herrn Knapp und seiner Auto- und Anhängervermietung in Dußlingen aussprechen. Er hat uns bis­her für sämtliche Fahrten nach Rumänien und auch in Deutschland eine Anhänger kostenlos gegen eine Spendenbe­scheinigung zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür, denn ohne die­sen Anhänger könnten wir nur halb so viel bewirken.
Nun zu unserem Projekt in Zusammenarbeit mit Daniel Vasilescu und seinem Verein ONPHR und der finanziellen Unterstützung von Aktion Mensch, einer 3-teiligen Seminarreihe. An den 3 jeweils 5-tägigen Seminaren im Mai und September 2003 und im Mai 2004 sollen 15 Men­schen mit Behinderungen oder im Selbsthilfebereich Beschäftigte aus den Mitgliedsvereinen unseres Partners, aber auch Interessierte aus anderen Kommunen, teilnehmen. Sie sollen sich vor Al­lem auseinandersetzen mit den Themen „Behinderung und Gesellschaft“, „rechtliche Mög­lichkeiten zum selbständigen Leben“ und „Selbsthilfestrukturen“. Die daraus gewonne­nen Erkenntnisse soll sie motivieren und befähigen, diese vor Ort umzusetzen und dort wieder andere Menschen zu unterstützen und zur Mitarbeit zu motivieren. Gleichzeitig gibt es eine Vor-Ort-Beratung und Motivation von der ONPHR.
Dafür beantragten wir bei Aktion Mensch eine finanzielle Unterstützung mit einem Gesamt­volumen von 42.000,-- €, wovon wir allerdings im günstigsten Fall nur 90 % erhalten. Den Rest müssen wir selbst tragen durch Spenden oder Teilnehmerbeträge.
Da eine Vorplanung von Aktion Mensch schon finanziert wurde, gehen wir im Moment von einem positiven Bescheid von Aktion Mensch aus.
Zum Schluss möchte ich mich nochmals bei allen Spendern, der Firma Hartmann mit dem Hauptsitz in Heidenheim, der Firma Ritter Sport aus Waldenbuch, dem Sanitätshaus Brillin­ger in Tübingen, der Firma Autovermietung Knapp und den vielen kleinen und großen Spen­dern für die Cristinel-Operation bedanken. Ganz besonders bedanke ich mich bei den vielen ehrenamtlichen HelferInnen des Vereins, hier vor Allem der Familie Tăutu, Laura und Clau­diu Barth und seiner Frau Elwine, ohne deren Hilfe wenig gelaufen wäre und den Eltern Tăutu in Făgăraş, die mir durch die Möglichkeit zum barrierefreien Umbau eines kleinen Häuschens überhaupt erst die Möglichkeit gaben, in Rumänien zu existieren und dort tätig zu werden, und die mich und unseren Verein auch so tatkräftig unterstützen. Auch Angela möchte ich danken, die mich durch ihre Übersetzungen der Homepage, die seit Februar 2002 unter www.amici-tue.de zu erreichen ist und hoffentlich nun bald von mir überarbeitet in deutsch und rumänisch zu lesen ist, sowie bei Übersetzungen zu unserer Seminarreihe meis­terhaft unterstützt hat.
Auch möchte ich noch anmerken, dass die Räumlichkeiten in Făgăraş nun jederzeit auch von Menschen mit Behinderungen besucht werden können.
Wie man/frau sehen kann, war das Jahr 2002 für unseren Verein ein großer Erfolg. Wir haben schon viel auf die Beine gestellt und werden hoffentlich in Zukunft gemeinsam noch viel mehr bewirken.
Tübingen, den 09.01.2003
Gotthilf Lorch, Dipl. Soz.-arb./FH, Vorstand
72072 Tübingen, den 26.01.2004
Protokoll der Mitgliederversammlung vom 17. Januar 2004
Die Sitzung begann etwas verspätet um 17.30 Uhr.
Nach der Begrüßung von Gotthilf wurde erst einmal die Beschlussfähigkeit geprüft.
Anwesend waren Laura, Elwine, Claudiu, Werner und Gotthilf und als Gast Aniţa.
Entschuldigt waren Angela, Elvira, Katrin und Andreas, wobei Angela ihre Stimme an Laura und Elvira, Katrin und Andreas ihre Stimmen an Gotthilf abgegeben haben.
Es wurde festgestellt, dass die Versammlung auch für eine Satzungsänderung beschlussfähig ist.
Gotthilf erklärte sich bereit, für Katrin das Protokoll zu schreiben.
Gotthilf hat den Jahresbericht 2003 erstellt und vorgelesen. Nach ein paar Rückfragen, Erläuterungen und grammatikalischen Veränderungen wurde der Bericht einstimmig angenommen.
Elwine erstellte den Jahresabschluss der Finanzen trug ihn vor. Dabei bemängelte Sie wieder die Zahlungsmoral der Mitglieder bezüglich der Mitgliedsbeiträge. Es wurde beschlossen, es hierbei wieder bei einem moralischen Appell zu belassen. Sollte die Situation nächstes Jahr nicht anders sein, werden weitere Konsequenzen besprochen.
Der Bericht wurde einstimmig angenommen. Er kann auf Anfrage bei Elwine oder bei Gotthilf eingesehen werden.
Werner beantragte die Entlastung des Vorstands.
Top 4 Wahl des Vorstands
Nach einer offenen und gemeinsamen Wahl wurden
Elwine Barth zum Kassenwart
Laura Tăutu zur 2. Vorsitzenden
Gotthilf Lorch zum 1. Vorsitzenden
gewählt. Alle nehmen die Wahl an.
Schon in der letzten Mitgliederversammlung wurden folgende Satzungsänderungen beschlossen
... sollen in § 4 „Mitgliedschaft“ nach dem 2. Satz folgende Sätze hinzugefügt werden:
Dann stellte sich heraus, dass das Finanzamt auch noch eine Satzungsänderung verlangte, damit wir ausländischen Vereine und Personen unterstützen dürfen. Deshalb beschlossen wir, alle Satzungsänderungen gemeinsam zu machen, um Notarkosten zu sparen. Also wurde jetzt auf der Mitgliederversammlung folgendes diskutiert und jeweils einstimmig beschlossen:
Die Erweiterung in § 4 wird bestätigt. Die Klammer „(ab dem 18. Lebensjahr)“ wird weggelassen.
Die Erweiterung in § 7 wird bestätigt.
In § 2 „Zweck“ soll unten folgender Satz noch angehängt werden:
„Der Verein sieht auch die Notwendigkeit zur Mittelbeschaffung und Mittelweiterleitung von Finanzen und anderen Gütern an ausländische, insbesondere Rumänische, Vereine, Körperschaften und natürliche Personen und führt diese auch aus.“
Falls das Finanzamt „und natürliche Personen“ nicht akzeptiert, kann dies auch weggelassen werden. Nach Rücksprache sind die natürlichen Personen allerdings kein Problem für das Finanzamt.
Nachdem der Containerverkauf von der Firma in Pliezhausen nicht geklappt hat, hat Gotthilf ein neues Angebot in Stuttgart. Er wird einstimmig zur Anschaffung von einem Container bis zu 800,-- € incl. Mehrwertsteuer ermächtigt. Der Container kann dann kostenlos beim Abfallzweckverband in Dußlingen aufgestellt werden.
Werner schaut aber auch noch in Ebay, ob es eine billigere Lösung gibt.
2. Freizeit in Rumänien
Gotthilf wollte eine Freizeit in Rumänien zusammen mit dem BDP machen. Dieser hat aber abgesagt. Nun möchte er, dass das Risiko der Verein alleine trägt.
Es wird beschlossen, dass Gotthilf die Freizeit machen darf, wenn der Vermieter der rumänischen Unterkunft bereit ist, bei zu wenig Anmeldungen auch mit einer kleinen Gruppe kommen zu dürfen und sich mit 1.500,-- € Umsatz zufrieden gibt. Gotthilf erhält 1.000,-- € Honorar. Der Beschluss ist nach längerer Diskussion einstimmig.
3. Honorarvertrag mit Gotthilf
Gotthilf bekommt 10 % der Spenden, die über ihn, seine Vorträge und die Homepage eingebracht werden. Denn Spenden kommen nur dann, wenn viel Zeit dafür investiert wird.
Diese Regelung ist mit dem Finanzamt abgesprochen.
4. Claudiu kümmert sich um einen Ostermarkt im Luise-Wetzel-Stift
5. Claudiu sprach mit Johann von Brillinger, dass dieser die Batterien, die wir für Elektro-Rollstuhlfahrer nach Rumänien mitnehmen, vorher dort prüft.
Die Sitzung wurde um 21.00 Uhr beendet.
Gotthilf Lorch, Vorstand
und hier der Jahresbericht für das Jahr 2003
72072 Tübingen, den 16.01.2004
Auch im Jahr 2003 waren wir wieder sehr erfolgreich. Und wieder bekamen wir durch Sammlungen, „Bettelbriefe“ und Mund-zur-Mund-Pro­paganda von vielen Einzelpersonen, Firmen und Institutionen Geld- und Sachspenden für unsere Aktivitäten. Wir bekamen wieder Windeln, Binden und anderes Ver­bandsmaterial von der Firma Hartmann, das wir im März in Herbrechtingen abgeholt haben. Wir be­kamen im August wieder Schokolade von der Firma Ritter Sport aus Waldenbuch. Wir bekamen vor Allem wieder Rollstühle, Dekubitus- und Rollstuhlkissen, Rollatoren, WC- und Duschstühle und WC-Aufsätze für Toiletten und Gehil­fen von vielen Einzelpersonen, dem Luise-Wetzel-Stift Tübingen und dem Sanitätshaus Bril­linger in Tübingen. Und wir bekamen ebenfalls wieder von sehr vielen Einzelper­sonen Klei­dung aller Art für Kinder und Erwachsene, Spielzeug, Toilettenartikel, Shampoo und Seife. Diese verteilten wir alle in Rumänien an bedürftige Freunde und andere Einzelpersonen sowie an be­freundete Institutionen in Făgăraş, Şercaia, Miercurea-Ciuc, Bukarest, Arad und Oradea.. Für den Behindertenverband in Miercurea-Ciuc bekamen wir dieses mal von der Firma Mobilcenter Zawatzky einen Hebelift für einen Kleinbus für Rollstuhlfahrer.
All diese Dinge wer­den leider immer noch dringend und notwendig gebraucht und wir organi­sieren gerne diese Sammlun­gen. Nicht vergessen wollen wir aber, dass der Hauptgrund der Vertei­lung der Hilfsmittel immer das erschließen von neuen Kontakten und das Motivieren von Ein­zelpersonen zur Hilfe zur Selbsthilfe bleiben soll und nicht zum Selbstzweck wird.
Auch dieses Jahr war es wieder unmöglich, von allen Gegenstän­den, die wir erhalten haben, einen Quittungsbeleg, und schon gar nicht einen Beleg für den Erhalt derselben zu bekom­men. Hier muss das Vertrauen, dass die Sachen verteilt wur­den, genügen.
Immer noch sind die Keller von Elwine & Claudiu und mir sowie mein Tiefgaragenplatz hoffnungslos überfüllt. Leider hatten wir bisher keinen Erfolg, einen günstigen Container zu finden. Doch im Moment besteht wieder Hoffnung, einen Container für ca. 600,-- € - 700,-- € zu bekommen, den wir dann beim Abfallzweckverband in Dußlingen aufstellen könnten. Die Zusage hierfür besteht schon lange.
Auch dieses Jahr gab es wieder einige Aktivitäten in Form von Vorträgen, Spendenaufrufen und Informationsständen.
Am 2. Juni fand in den Räumen des CeBeeF eine Informationsveranstaltung für junge Men­schen im Freiwilligen Sozialen Jahr mit dem Thema Rumänien statt.
Am 3. Juli durfte ich einen Vortrag über unsere AMICI-Arbeit in Meßstetten-Hossingen hal­ten. Dabei bekamen wir Spenden von über 460,-- €.
Am 31. Juli stellte ich AMICI vor auf der Sommeruni „Disability Studies“ in Bremen.
Am 15. Oktober stellte ich unsere Arbeit der Studenten der Universität in Köln vor.
Vom 16. - 18. Oktober war AMICI auf der Rehab in Düsseldorf vertreten, dank der freundli­chen Unterstützung von der BAGC. Dabei erhielten wir Spenden von 110,-- €.
Auf dem Weihnachtsmarkt in Tübingen waren wir über den CeBeeF Tübingen indirekt mit vertreten und erhielten Spenden über 25,-- €.
Am 4.11. durfte ich einen Vortrag über unsere Arbeit bei den Sieben-Tages-Adventisten hal­ten. Dabei bekamen wir 95,-- € Spenden.
2 Tage lang hatten wir einen Informationsstand im Marktkauf. Am 17. + 18. Dezember. Leider war dieser Stand nicht so erfolgreich, da die Menschen nur den Weihnachtskonsum im Kopf hatten. Immerhin konnten wir zum 1. Mal unsere eigenen Postkarten anbieten und direkt vor Ort Postkarten mit den Gesichtern derjenigen, die die Karten gegen eine Spende nahmen, her­stellen. Insgesamt hatten wir hier Spenden in Höhe von 145,-- €.
Ganz besonders stolz sind wir darauf, dass wir dank vieler Einzelspenden die zweite Operation für noch einmal 2.200,-- € für die zweite Hüfte von Cristinel Ovejanu im Mai 2003 durchfüh­ren konnten. Sie war wieder sehr erfolgreich. Inzwischen ist Cristinel wieder wohlauf und kann sogar wieder arbeiten. Er fährt Traktor auf den Kartoffelfeldern.
Hier noch einmal einen ganz besonderen Dank an Alle, die durch das Sammeln und/oder Ge­ben von Spenden das Leben für Cristinel und seine Familie wieder erträglich machten.
Unsere wichtigsten Aktionen sind aber nach wie vor unsere Fahrten nach Rumänien, in denen wir die ge­sammelten Hilfsgüter verteilen, Informationen sammeln und weiter geben und immer neue Kontakte knüpfen und Mitstreiter suchen und finden. Neben vielen Einzelpersonen haben wir auch schon viele Beziehungen zu vielen Vereinen in Rumänien, als da wären:
- „Körperbehindertenverband in Miercurea-Ciuc“, der ein Rehabilitationszentrum bauen möchte und jetzt schon ca. 70 Menschen mit Behinderungen zum dortigen normalen Ar­beitstarif beschäftigt.
- und neu zu den Verbänden „Fundaţia de Clerozzǎ Multiplǎ MS, Bihor“, einer Tagesstätte für MS-kranke Menschen und dem „Verband der Gegner der Hemiplegie“ , beide aus Oradea.
Vom 30. April bis 24 Mai fand unsere erste Fahrt statt. Neben vielen Besuchen in Făgăraş, Arad, Bukarest und Gheorgheni waren besondere „High Lights“ die Vergabe eines Elektro­rollstuhls an einen 40-jährigen Mann in Mereni, der eine spastische Lähmung hat und in sei­nem kleinen Dorf so vor sich hin lebt und nicht weiß, was tun. Er hat keine Arbeit, denn er durfte nie zur Schule und ist deshalb Analphabet.
Nach Miercurea-Ciuc brachten wir einen Hebelift für einen Kleinbus. Dieser soll vor Ort ei­nen Kindergarten für behinderte Kinder unterstützen.
Im Kinderheim „Canaan“ in Şercaia organisierten wir eine kleine Musikvorführung mit einer „Zigeunergruppe“. Das hat allen sehr gefallen.
In Bukarest durfte ich vor Mitgliedern von ONPHR und in Oradea in der Tagesstätte einen Vortrag halten, zu dem auch die Presse eingeladen war. Es ist ganz besonders wichtig, dass das Thema „Behinderung“ auch öffentlich diskutiert wird.
Leider hatten wir auch größere Probleme mit dem Zoll. Nur die Zahlung einer Bestechungs­summe über 150,-- € (auf die wir schamlos hingewiesen wurden) ermöglichte uns die Einreise nach Rumänien.
Auch bei der zweiten Reise vom 30. August bis 4. Oktober hatten wir große Zollprobleme. Dieses mal gab es eine kurzfristige Gesetzesänderung und wir hatten wieder nicht die richtigen Papiere. Allerdings konnten wir dieses mal alles legal und um ca. 70,-- € billiger abwickeln. Wieder gab es Seminare und Vorträge in Bukarest und in Oradea. Besonders beeindruckend war aber ein Gespräch mit dem Staatssekretär für Behindertenangelegenheiten, der uns eine Zusage gab, dass wir in Zusammenarbeit mit ONPHR im Jahr 2004 bis zu 25 PKW und Klein­busse nach Rumänien einführen dürfen, die nicht den Zollbestimmungen bezüglich Alter und Euroausstattung entsprechen, wenn sie für Menschen mit Behinderungen umgebaut und somit leichter zu nutzen sind. Jetzt suchen wir die entsprechenden Fahrzeuge.
Auch möchte ich an dieser Stelle wieder im Namen des Vereins einen ganz besonderen Dank an Herrn Knapp und seiner Auto- und Anhängervermietung in Dußlingen aussprechen. Er hat uns bis­her für sämtliche Fahrten nach Rumänien und auch in Deutschland eine Anhänger kostenlos gegen eine Spendenbe­scheinigung zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür, denn ohne die­sen Anhänger könnten wir nur halb so viel bewirken.
Im Oktober 2003 bewilligte Aktion Mensch unsere 3-teilige Seminarreihe „Wir nehmen un­sere Belange selbst in die Hand“.
Voraus ging hier die traurige Tatsache, dass der Mitinitiator Daniel Vasilescu nach relativ kurzer Krankheit im April gestorben ist. Er war für dieses Projekt das Zugpferd und wird uns allen sehr fehlen.
Nach einigem Hin und Her entschlossen wir uns jedoch, die Seminare trotzdem durchzufüh­ren. Die Bewilligung dafür wurde natürlich dadurch auch verzögert. Doch jetzt können wir in diesem Jahr durchstarten. Das erste Seminar findet vom 3. - 5. Mai 2004 in Gheorgheni statt. Infos gibt es in unserer Homepage.
Zum Schluss möchte ich mich nochmals bei allen Spendern, der Firma Hartmann mit dem Hauptsitz in Heidenheim, der Firma Ritter Sport aus Waldenbuch, den Sanitätshaus Brillin­ger und Nusser & Schaal in Tübingen, der Firma Autovermietung Knapp in Dußlingen und den vielen kleinen und großen Spen­dern für die Cristinel-Operation und für unsere Arbeit bedanken. Ganz besonders bedanke ich mich bei den vielen ehrenamtlichen HelferInnen des Vereins, hier vor Allem der Familie Tăutu in Făgăraş, Laura Tăutu und Elwine & Clau­diu Barth, ohne deren Hilfe wenig ge­laufen wäre. Auch Angela möchte ich danken, die mich durch ihre Übersetzungen der Home­page und anderer Dinge meis­terhaft unterstützt hat.
Wie man/frau sehen kann, war auch das Jahr 2003 für unseren Verein ein großer Erfolg. Wir haben schon viel auf die Beine gestellt und werden hoffentlich in Zukunft gemeinsam noch viel mehr bewirken.
Tübingen, den 16.01.2004