Source: https://www.sichere-schule.de/eingangsbereich/treppenraum/fenster
Timestamp: 2020-08-08 03:00:24
Document Index: 179658724

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 36', '§ 36', '§ 32', '§ 37', '§ 35']

Sichere Schule - Fenster
Eingang, Flure & Treppen Treppenraum
E Fenster
Treppenräume sollten grundsätzlich durch ausreichend große Fensterflächen belichtet sein. Informationen zur Belichtung finden sich unter dem Punkt Beleuchtung.
Notwendige Treppenräume müssen zu lüften sein und die erforderliche Lüftungsfunktion muss jederzeit hergestellt werden können. Bei außen liegenden Treppenräumen werden hierfür in der Regel Fenster angeordnet.
Fenster müssen so gestaltet sein, dass sie sowohl beim Öffnen und Schließen als auch in geöffnetem Zustand keine besonderen Gefährdungen für Schülerinnen und Schüler darstellen. Dieses kann erreicht werden, wenn:
Kipp- und Schwingflügel gegen Herabfallen gesichert sind
Schwingflügel mit Öffnungssicherungen versehen sind, die ein
Überschlagen verhindern
Schiebefenster über Vorrichtungen verfügen, durch die der Schließvorgang so abgebremst wird, dass Personen nicht eingeklemmt werden können
die vollständige Lüftungsfunktion bei Bedarf hergestellt werden kann
die Brüstungshöhe mind. 80 cm und über eine Brüstungstiefe von mind. 20 cm verfügt; andernfalls muss die Brüstungshöhe mindestens 1,0 m aufweisen
bei Absturzhöhen von mehr als 12 m muss die Brüstungshöhe mindestens 1,1 m betragen
die erforderlichen Anforderungen an Verglasungen eingehalten werden
Bei „normalen“ Fenstern mit Dreh- und Kipp-Funktion besteht die Gefahr, dass die geöffneten Drehflügel in die Aufenthalts- oder Verkehrsbereiche hineinragen und jemanden verletzen. Um derartige Unfallgefahren zu vermeiden, können die Fenster mit Öffnungssperren, Öffnungsbegrenzern oder mit abschließbaren Kipp-vor-Dreh-Beschlägen ausgestattet werden.
Die Schlüssel für abschließbare Drehflügel sollten nur an Personen ausgegeben werden, die über die möglichen Gefahren offen stehender Fenster unterwiesen wurden.
Griffe, Hebel und Schlösser müssen so beschaffen und angeordnet sein, dass durch bestimmungsgemäßen Gebrauch Gefährdungen vermieden werden.
Die sichere Beschaffenheit und Anordnung von Beschlägen wird erreicht, wenn folgende Aspekte bei der Auswahl und Montage beachtet werden:
Griffe und Hebel sind gerundet und mit einem Abstand von mindestens 2,5 cm zur Gegenschließkante angeordnet.
Hebel für Oberlichtflügel sind zurückversetzt inder Fensternische angeordnet. Sie sind ebenfalls mit einem Abstand von mindestens 2,5 cm zu angrenzenden Bauteilen einzubauen.
Griffe und Hebel können von einem sicheren Standort aus betätigt werden.
Fensterflächen, die nicht nach Norden ausgerichtet sind und über keine ausreichende Sonnenschutzverglasung verfügen, sollten so abgeschirmt sein, dass eine Aufheizung des Treppenraums vermieden wird.
Dies kann z. B. durch außen liegende Sonnenschutzelemente erreicht werden.
Grundsätze der Prävention, DGUV Vorschrift 1, § 2
Schulen, DGUV Vorschrift 81, § 10 Abs. 2 und 3
§ 10 Türen, Fenster
(2) Fenster müssen so gestaltet sein, dass sie beim Öffnen und Schließen sowie in geöffnetem Zustand Schülerinnen und Schüler nicht gefährden.
Zu § 10 Abs. 2: Dies wird erreicht z.B. durch
gegen Herabfallen gesicherte Kipp- und Schwingflügel,
Öffnungsbegrenzung bei Schwingflügeln,
Sperrsicherung an Dreh-Kipp-Beschlägen,
Vorrichtungen an Schiebefenstern, durch die der Schließvorgang so abgebremst wird, dass Personen nicht eingeklemmt werden können.
Die vollständige Lüftungsfunktion muss jedoch bei Bedarf hergestellt werden können.
(3) Griffe, Hebel und Schlösser müssen so beschaffen und angeordnet sein, dass durch bestimmungsgemäßen Gebrauch Gefährdungen für Schülerinnen und Schüler vermieden werden.
Zu § 10 Abs. 3: Die sichere Beschaffenheit und Anordnung von Beschlägen wird erreicht, wenn z.B.
Griffe und Hebel gerundet sind und mit einem Abstand von mindestens 2,5 cm zur Gegenschließkante angeordnet sind,
Hebel für Panikbeschläge seitlich drehbar oder als Wippe ausgebildet sind,
Hebel für Oberlichtflügel zurückversetzt in der Fensternische oder über 2,00 m Höhe ab Oberkante Standfläche angeordnet sind,
Griffe und Hebel von einem sicheren Standort betätigt werden können.
Fenster, Oberlichter, lichtdurchlässige Wände, Technische Regeln für Arbeitsstätten, ASR A1.6
Schulbau – Bautechnische Anforderungen zur Verhütung von Unfällen, DIN 58125, Abschn. 3.6.2 und 3.6.3
Bauordnung des Landes Sachsen-Anhalt (BauO LSA), § 36
§ 36 Fenster, Türen, sonstige Öffnungen
(1) Können die Fensterflächen nicht gefahrlos vom Erdboden, vom Innern des Gebäudes, von Loggien oder Balkonen aus gereinigt werden, so sind Vorrichtungen wie Aufzüge, Halterungen oder Stangen anzubringen, die eine Reinigung von außen ermöglichen.
(5) Fenster, die als Rettungswege nach § 32 Abs. 2 Satz 2 dienen, müssen im Lichten mindestens 0,90 m x 1,20 m groß und nicht höher als 1,20 m über der Fußbodenoberkante angeordnet sein. Liegen diese Fenster in Dachschrägen oder Dachaufbauten, so darf ihre Unterkante oder ein davor liegender Austritt von der Traufkante horizontal gemessen nicht mehr als 1 m entfernt sein.
Komplette Landesbauordnung
Bauordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (BauO NRW), § 37
Bauordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (BauO NRW), § 35, Abs. 8