Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=V%20ZB%20153/08
Timestamp: 2020-01-22 11:32:58
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Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 233', '§ 574', 'BGH', 'BGH', '§ 233', 'BGH', '§ 233', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 91']

BGH, 05.03.2009 - V ZB 153/08 - dejure.org
https://dejure.org/2009,1159
BGH, 05.03.2009 - V ZB 153/08 (https://dejure.org/2009,1159)
BGH, Entscheidung vom 05.03.2009 - V ZB 153/08 (https://dejure.org/2009,1159)
BGH, Entscheidung vom 05. März 2009 - V ZB 153/08 (https://dejure.org/2009,1159)
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Prüfungsanforderungen eines Rechtsanwalts bei der Unterzeichnung einer Berufungsschrift; Notwendigkeit der Überprüfung einer richtigen Bezeichnung des zuständigen Gerichts bei der Unterzeichnung einer Berufungsschrift durch den Rechtsanwalt
Grenzen des Delegierens auf andere Anwälte und Kanzleimitarbeiter
ZPO § 233; ZPO § 574 Abs. 2
Überprüfung der Prüfung des zuständigen Gerichts durch Kollegen?
Keine Kontrolle durch Anwaltskollegen
Arbeitsteilung in Sozietät
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des BGH v. 5.3.2009 - V ZB 153/08 (Arbeitsteilung in Sozietät)" von RAin Antje Jungk, original erschienen in: BRAK-Mitt 2009, 124 - 124.
Kurznachricht zu "Einreichen der Berufungsschrift beim falschen Gericht" von Redaktion von JurBüro, original erschienen in: JurBüro 2009, 392 - 392.
AG Garmisch-Partenkirchen, 29.02.2008 - 7 C 694/07
LG München I, 25.09.2008 - 1 S 7114/08
NJW 2009, 1750
MDR 2009, 762
FamRZ 2009, 971
VersR 2010, 132
AnwBl 2009, 460
(1) In der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist anerkannt, dass der Rechtsanwalt die Berufungsschrift auf ihre Richtigkeit überprüfen muss (BGH, Beschl. v. 13. Juli 1988, VIII ZR 65/88, NJW-RR 1988, 1528, 1529; Beschl. v. 4. November 1992, XII ZB 120/92, NJW-RR 1993, 254, 255; Senat, Beschl. v. 5. März 2009, V ZB 153/08, NJW 2009, 1750, 1751;… Musielak/Grandel, ZPO, 6. Aufl., § 233 Rdn. 45).
Die dafür erforderliche rechtliche Prüfung der Zuständigkeit ist ein - zudem nicht delegierbarer - Kernbestandteil der Berufungsschrift, die der Rechtsanwalt in jedem Fall vor Einreichung der Berufungsschrift und auch selbst vornehmen muss (Senat, Beschl. v. 5. März 2009, V ZB 153/08, aaO).
Diese Hilfstätigkeit darf der Rechtsanwalt delegieren; er muss diese Angabe dann auch nicht überprüfen (BGH, Beschl. v. 2. Mai 1990, XII ZB 17/90, NJW-RR 1990, 1149, 1150;… Senat, Urt. v. 15. Oktober 1999, V ZR 50/99, NJW 2000, 82; Beschl. v. 5. März 2009, V ZB 153/08, NJW 2009, 1750, 1751;… Musielak/Grandel, ZPO, 6. Aufl., § 233 Rdn. 48).
Die Angabe des Berufungsgerichts ist mithin ein nicht delegierbarer Kernbestandteil des Fristverlängerungsantrages und muss vom unterzeichnenden Rechtsanwalt grundsätzlich selbst kontrolliert werden (vgl. zur Berufungsbegründungsschrift BGH, Beschlüsse vom 5. März 2009 - V ZB 153/08, VersR 2010, 132 Rn. 8 f.; vom 23. Juni 2005 - V ZB 45/04, MDR 2005, 1427 f. und vom 14. Mai 2003 - XII ZB 154/01, FamRZ 2003, 1176 unter 2; jeweils m.w.N.).
Das kann sinnvoll nur durch den Rechtsanwalt erfolgen, der den Schriftsatz unterzeichnet und damit für die Sozietät insgesamt die Verantwortung für die Richtigkeit übernimmt (BGH, Beschluss vom 5. März 2009 aaO Rn. 10).
BGH, 15.05.2014 - V ZB 172/13
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand in Niedersachsen: Verschuldenszurechnung …
Die Prüfung der Rechtsmittelzuständigkeit obliegt dem Rechtsanwalt und kann von ihm nicht delegiert werden (Senat, Beschluss vom 12. April 2010 - V ZB 224/09, NJW-RR 2010, 1096 Rn.12; Beschluss vom 5. März 2009 - V ZB 153/08, NJW 2009, 1750, 1751).
Unterhalb der Adresszeile der Berufungsbegründungsschrift vom 12. Januar 2015, die der Prozessbevollmächtigte der Beklagten bei der ihm obliegenden Endkontrolle des Schriftsatzes auf die richtige Bezeichnung des Berufungsgerichts überprüfen musste (siehe nur BGH, Beschluss vom 23. März 1995 - VII ZB 19/94, NJW 1995, 2105, 2106; Beschluss vom 5. März 2009 - V ZB 153/08, NJW 2009, 1750 Rn. 8; BVerfG, NJW 2002, 3692, 3693 mwN), ist aufgrund der drucktechnischen Hervorhebung eindeutig und auf den ersten Blick erkennbar eine Telefaxnummer angegeben, die nicht diejenige des Oberlandesgerichts Koblenz sein konnte und die mithin ersichtlich falsch war.
Das umfasst die Pflicht, sich bei Unterzeichnung eines solchen Schriftsatzes davon zu überzeugen, dass er an das zuständige Gericht adressiert ist (…BGH, Beschlüsse vom 11. Mai 2011 - IV ZB 2/11, AnwBl. 2011, 865 Rn. 8, 11; vom 5. März 2009 - V ZB 153/08, NJW 2009, 1750 Rn. 8 f.;… vom 30. Oktober 2008 - III ZB 54/08, NJW 2009, 296 Rn. 9;… vom 28. Oktober 2008 - VI ZB 43/08, juris Rn. 13; BayVGH, NVwZ-RR 2006, 851, 852; HessVGH, NJW 2006, 3450; jeweils m. w. N.).
Denn hierdurch hat der Klägervertreter die Ermittlung des zuständigen Gerichts nicht - was unzulässig wäre (vgl. BGH, Beschluss vom 5. März 2009 - V ZB 153/08, aaO Rn. 9) - an sein Büropersonal delegiert, sondern hat in eigener Verantwortung bestimmt, an welches Gericht der Schriftsatz zu adressieren ist und einer zuverlässigen Kanzleikraft die Einzelanweisung erteilt, den Schriftsatz diesen Vorgaben entsprechend zu vervollständigen.
BGH, 20.05.2010 - V ZA 11/10
Antrag auf Beiordnung eines bei dem BGH zugelassenen Notanwalts im Falle der …
Trifft es dagegen zu, dass Frau C. nur vorbereitende und unselbständige Tätigkeiten ausübt, musste Rechtsanwalt E. den von ihr gefertigten Schriftsatz auch in Bezug auf die Bestimmung des Rechtsbeschwerdegerichts einer inhaltlichen Kontrolle unterziehen (vgl. Senat, Beschl. v. 5. März 2009, V ZB 153/08, NJW 2009, 1750, 1751 Rdn. 8 m. w. N.).
OLG Hamm, 21.12.2009 - 17 U 169/09
Nach ständiger Rechtsprechung muss der Rechtsanwalt die Berufungsschrift auf ihre Richtigkeit überprüfen, und zwar einschließlich der Bezeichnung des zuständigen Gerichts (BGH NJW 2009, 1750).
Dies gilt auch bei Bearbeitung durch einen anderen Rechts- oder Patentanwalt einer Sozietät (BGH NJW 2009, 1750; GRUR 2001, 411;… Ströbele / Hacker, MarkenG, 9. Aufl., § 91 Rn. 13).