Source: https://rd.springer.com/chapter/10.1007/978-3-662-09791-5_1
Timestamp: 2019-10-14 10:56:41
Document Index: 108557122

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 1', '§ 242', '§ 100', '§ 353', '§ 221', '§ 823', '§ 987', '§ 33', '§ 20', '§ 1018', '§ 120', '§ 71', '§ 2', '§ 120', '§ 135', '§ 13', '§ 5', '§ 14', '§ 929', '§ 38', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 328', '§ 929', '§ 3', '§ 17', '§ 5', '§ 873', '§ 878', '§ 873', '§ 5', '§ 18', '§ 4', '§ 873', '§ 4', '§ 5', '§ 5', '§ 4', '§ 12', '§ 22', 'BGH', '§ 161', '§ 1365', '§ 2113', '§ 6', '§ 17', '§ 144', '§ 17', '§ 134', '§ 135', '§ 7', '§ 135', '§ 135', '§ 136', 'BGH', '§ 985', 'Art. 86', '§ 313', '§ 15', '§ 38', '§ 135']

Einleitung und Grundsätze des Sachenrechts | Springer for Research & Development
Sachenrecht pp 3-15 | Cite as
a) Die geschlossene Darstellung des Sachenrechts als einer einheitlichen Materie geht auf den römischen Schuljuristen Gaius im 2. Jh. n. Chr. zurück, der sein Lehrbuch in drei Teile einteilte: Der erste Teil enthielt das Personen- und Familienrecht (personae), der zweite das Sachen- und Erbrecht (res), der dritte Teil das Schuldrecht (actiones). Seit dem Pandektenrecht des 19. Jh. unter der Führung der historischen Rechtsschule setzt sich dieses System allgemein durch, wobei der „Allgemeine Teil“ hinzukommt.
Protokolle der 2. Kommission 3277 (Mugdan 3, 486).Google Scholar
Protokolle der 1. Kommission 3968–3974, Jakobs-Schubert, Sachenrecht I S. 416–419.Google Scholar
Westermann-Westermann I § 2 III 3; Wolff-Raiser § 1 III 1.Google Scholar
Zu dinglichen Rechten und dinglichen Ansprüchen vgl. unten II 1 pr. und b.Google Scholar
Vgl. nur etwa Palandt-Heinrichs § 242 N. 79.Google Scholar
Vgl. O. vGierke II § 100 II 4.Google Scholar
Vgl. z.B. ABGB § 353: „Alles, was jemandem zugehört, alle seine körperlichen und unkörperlichen Sachen, heißen sein Eigentum“.Google Scholar
Der Ausdruck findet sich in § 221.Google Scholar
Zu den dinglichen Ansprüchen in diesem engeren Sinne rechne ich daher solche Ansprüche nicht, welche zwar aus der Verletzung eines dinglichen Rechts entstehen, aber von dessen Fortbestand unabhängig sind, z.B. Ansprüche aus § 823 oder §§ 987, 989, 990. Diese Ansprüche können unabhängig vom Eigentum übertragen werden.Google Scholar
Vgl. etwa unten § 33 III I a.Google Scholar
Vgl. Johow, Begründung 7.Google Scholar
Zur Konsolidation vgl. unten § 20 I 5 a dd.Google Scholar
Auch das Gesetz spricht vom Recht an der Sache, vgl. etwa §§ 1018, 1030, 1105, 1 1 13, 1204 usw.Google Scholar
Vgl. die Lit. bei Wolff-Raiser § 120 Fn. 1; Westermann-Gursky I § 71 I 2.Google Scholar
Zu den letzteren vgl. unten § 2 I 2 c.Google Scholar
Vgl. O. vGierke II § 120 II, IV 7.Google Scholar
Vgl. ALR I 2 § 135: „Wenn demjenigen, der ein persönliches Recht zu einer Sache hat, der Besitz derselben auf den Grund dieses Rechtes eingeräumt wird, so entsteht dadurch ein dingliches Recht auf die Sache“.Google Scholar
Zur Entstehung des BGB vgl. etwa vTuhr I 1–8.Google Scholar
Vgl. dazu unten § 13 I.Google Scholar
Vgl. oben 1 a.Google Scholar
Verfügungen sind Rechtsgeschäfte, welche ein Recht übertragen, seinen Inhalt ändern oder es aufheben. Dagegen ist die Begründung eines Rechts keine Verfügung; andernfalls wäre jeder Verpflichtungsvertrag eine Verfügung. Die Begründung eines dinglichen Rechts kann aber eine Verfügung über das Eigentum (Inhaltsänderung) darstellen.Google Scholar
Vgl. etwa Baur-Stümer § 5 III 1 b; Lange § 14 II 1; Müller N. 2379.Google Scholar
Die hM. mindert die unerwünschten Folgen ihrer Entscheidung dadurch, daß sie das Fortbestehen des Einigseins vermutet; ein Widerruf der Einigung muß für den anderen Vertragspartner erkennbar sein, wer sich auf einen Widerruf beruft, muß ihn beweisen; vgl. nur PalandtBassenge § 929 N. 6.Google Scholar
So zutreffend etwa Westermann-Westermann I § 38, 4; Schödermeier-Woopen, JA 85, 622 ff.Google Scholar
Der I. Entwurf forderte in allen Fällen einen „Vertrag“, die heutige Fassung ist eine rein redaktionelle Änderung, vgl. Protokolle der 2. Kommission 3675 ff., 3383 ff. (Mugdan 3, 623 f., 522 f.).Google Scholar
So die ständige Rechtsprechung, vgl. etwa RG 124, 221; BGH 41, 95 f.; BGH JZ 65, 36; BGH NJW 93, 2617.Google Scholar
Vgl. z.B. Erman-Westermann § 328 N. 3; Staudinger-Wiegand § 929 N. 44; Westermann-Westermann I § 3 II 4; Larenz I § 17 IV; Baur-Stürner § 5 II 2; MünchenerK-Wacke § 873 N. 28.Google Scholar
Vgl. zur Begründung Wieling, Sachenrecht I § I III 2 d.Google Scholar
Ausnahmen gelten im Grundstücksrecht, vgl. etwa §§ 878, 892 II.Google Scholar
Vgl. oben II 3 d.Google Scholar
So zutreffend etwa MünchenerK-Wacke § 873 N. 22; Baur-Stümer § 5 IV 3 a.Google Scholar
Vgl. Flume II § 18, 8 mit Rechtsprechungsanalyse.Google Scholar
Vgl. aber auch §§ I IV, 11 I 2 ErbbRVO und § 4II 2 WEG.Google Scholar
So zu Recht etwa M. Wolf N. 311; MünchenerK-Wacke § 873 N. 23.Google Scholar
Es genügt keineswegs, daß Grundgeschäft und dingliches Geschäft gleichzeitig abgeschlossen sind.Google Scholar
Vgl. Westermann-Westermann I § 4 IV 2; Baur-Stümer § 5 IV 3 b.Google Scholar
So zutreffend auch Baur-Stümer § 5 IV 3 c; Schwab-Prütting § 4 II 3; Flume II § 12 III 4.Google Scholar
Vgl. dazu Bülow, JuS 94, 1 ff.Google Scholar
kann aber umgangen werden: M übereignet ihrer Tochter den Familienschmuck mit der Abrede, daß sie ihn nicht veräußern dürfe. Wenn die T dagegen verstößt, soll ein Rückgabeanspruch der M entstehen und das Eigentum wieder an M zurückfallen (aufschiebend bedingte Übereignung). Bei Grundstücken kann der Rückgabeanspruch durch eine Vormerkung gesichert werden, vgl. unten § 22 II b. Solche Abreden sind gültig, vgl. Merrem, Sicherung vertraglicher Verfügungsverbote, JR 93, 53 ff.; BGH JuS 97, 564.Google Scholar
Vgl. etwa § 161 (Schutz des bedingt Berechtigten); §§ 1365, 1369, 1423–1425 (Schutz der Ehegatten); §§ 2113 f. (Schutz des Nacherben); § 6 KO (Schutz der Konkursgläubiger).Google Scholar
Vgl. Flume II § 17, 6 b; Enneccerus-Nipperdey § 144 II 1 a.Google Scholar
Vgl. Flume II § 17, 6 b.Google Scholar
Allerdings ist die Terminologie durchaus uneinheitlich und verwirrend. Als „absolute“ Verfügungsverbote bezeichnet man bisweilen auch solche, welche keinen gutgläubigen Erwerb gestatten, als „relative” solche, die ihn zulassen. „Absolut“ sind danach etwa die Verfügungsbeschränkungen nach §§ 134, 1365, 1369, „relativ” solche nach §§ 135 f., 161, 2113, § 7 KO.Google Scholar
Vgl. MünchenerK-Mayer-Maly § 135 N. 22.Google Scholar
Zur Problematik der einstweiligen Verfügung zugunsten eines von mehreren Käufern vgl. Wieling, JZ 82, 839 ff.Google Scholar
Vgl. etwa Soergel-Hefermehl § 135/136 N. 8; Palandt-Heinrichs § 136 N. 6; Kohler, Jura 91, 349 ff. Nach BGH NJW 90, 2459 verliert der Verfügende sein Eigentum und behält nur eine „Rechtsmacht“ zurück, kraft derer er das Eigentum auf den Geschützten übertragen kann. Das ist im Ergebnis dasselbe, doch ist die Erfindung einer „Rechtsmacht” überflüssig.Google Scholar
Diesen Anspruch aus § 985 gegen den Erwerber hat der Verfügende aufgrund der relativen Unwirksamkeit nur im Verhältnis zum Geschützten, dem er den Anspruch abtreten muß.Google Scholar
Vgl. RG 117, 291; 120, 118; OLG Hamm, DNotZ 70, 662.Google Scholar
Das BGB kennt keine Erwerbsverbote, wohl kommen sie in anderen Gesetzen vor, vgl. etwa Art. 86 EGBGB.Google Scholar
Der Kaufvertrag wird durch die Auflassung und Eintragung nur dann geheilt, wenn ein Formmangel vorliegt, § 313, 2, nicht bei sonstigen Mängeln.Google Scholar
HM., vgl. etwa Baur-Stürner § 15 IV 2 c; Wolff-Raiser § 38 Fn. 36; Soergel-Hefermehl §§ 135/ 136 N. 18.Google Scholar
Wieling H.J. (1997) Einleitung und Grundsätze des Sachenrechts. In: Sachenrecht. Springer-Lehrbuch. Springer, Berlin, Heidelberg
DOI https://doi.org/10.1007/978-3-662-09791-5_1