Source: http://www.bafoeg-aktuell.de/News/2009/03/18/bgh-urteilt-unterhalt-kein-dauer-einkommen-mehr/
Timestamp: 2014-04-18 20:43:32
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BGH urteilt: Unterhalt kein Dauer-Einkommen mehr
Der BGH hat am heutigen Nachmittag das Grundsatzurteil (AZ: BGH XII ZR 74/08) gefällt, dass sich geschiedene Ehegatten früher um eine Vollzeitstelle bemühen müssen und sich nicht auf dem Unterhalt wegen Betreuung gemeinsamer Kinder des zahlenden Elternteils “ausruhen” können.
Bisherige Regelung war, dass der betreuende Elternteil nach der Scheidung bis zum achten Lebensjahr gar nicht und bis zum 15. Lebensjahr des Kindes halbtags arbeiten musste. Hierbei wurden die Möglichkeiten der Arbeitsaufnahme des betreuenden Elternteils nicht mit einbezogen, was in vielen Fällen zu Ungerechtigkeiten führte, gerade wenn der zahlende Elternteil bereits eine neue Familie zu versorgen hatte. Diese Regelung wurde dann ab 2008 “entschärft”, so dass Betreuungsunterhaltbis zum 3. Lebensjahr des Kindes gezahlt werden musste, der aber auch verlängert werden konnte.
Der BGH hatte über eine Revision eines Vaters zu entscheiden, der es nicht mehr einsah, weiterhin Betreuungsunterhalt zu zahlen. Die Mutter (eine Berliner Lehrerin) des siebenjährigen Jungen, der an Asthma leidet und bis 16 Uhr im Hort betreut wird, hatte zuvor beim Kammergericht in Berlin Recht bekommen. Nach der Entscheidung durch den BGH könnte aber das Kammergericht in Berlin nun sogar feststellen, dass die bisher 70%ige Anstellung der Mutter nicht mehr ausreicht und sie auf Vollzeit umsteigen muss. Der Umstand der Krankheit des Kindes und der damit verbundenen Mehraufwendungen müsse jedoch beim Unterhalt berücksichtigt werden, so der BGH.
Das Urteil kam nicht gerade überraschend, da mit der Unterhaltsreform 2008 die stärkere Eigenverantwortung des Elternteils, der Betreuungsunterhalt erhielt, neben der Stärkung des Kinderwohles einer der Kernpunkte war. Nun muss der nicht betreuende Elternteil dann Unterhalt für Betreuung zahlen, wenn es der Billigkeit entspricht, so der BGH.
Ob Billigkeit vorliegt oder nicht, führt der BGH anhand einiger Kriterien aus, wie z.B.:
gib es eine Möglichkeit der Ganztagsbetreuung?
gibt es betreuende Großeltern in der Nähe?
gab es in der Ehe Doppelverdiener oder Hausfrau und Verdiener?
Der Kindesunterhalt ist von der Entscheidung durch den Bundesgerichtshof aber nicht betroffen, es handelt sich ausschließlich um den Betreuungsunterhalt.
Fakt ist, dass auf keinen Fall das Kind/ die Kinder unter der neuen Regelung leiden dürfen. Sicher ist aber auch, dass nun harte Winde beim Betreuungsunterhalt wehen. Dass sich der betreuende Elternteil nun früher um eine Anstellung kümmern muss, hat aber auch seine guten Seiten, und zwar, dass die Integration in den Arbeitsmarkt früher eintritt.
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16.07.2008 -- BGH untersucht Recht auf Unterhalt für alleinerziehende Mütter (9)14.01.2011 -- Unterhalt – Lebensstandard in der Ehe nicht ausschlaggebend (0)08.05.2009 -- Unterhalt – Kindergartengebühren als Mehrbedarf (2)06.01.2010 -- Düsseldorfer Tabelle 2010 sieht im Schnitt rund 13 Prozent mehr Unterhalt vor (90)13.06.2008 -- Staatsgerichtshof Hessen – Studiengebühren in Hessen nicht ganz vom Tisch (1)17.09.2010 -- BGH-Urteil: Kinder müssen für Unterhalt ihrer Eltern aufkommen (0)26.03.2008 -- Laut Elternverband hat das neue Unterhaltsrecht enorme Mängel (0)13.01.2009 -- Ausbesserungen beim Kinder-Unterhalt in Kraft getreten (1)07.03.2008 -- Eine Ganztagsbetreuung kann höheren Unterhalt begründen (0)05.05.2009 -- Auch Großeltern können für Unterhalt belangt werden (0)
45 Kommentare zu "BGH urteilt: Unterhalt kein Dauer-Einkommen mehr"
am 18.03.2009 um 21:53 Uhr
Kai Blanterski
Endlich mal eine vernünftige Lösung. Für meine Kind zahle ich natürlich regelmäßig, dass der gute Mann aber keinen Unterhalt für seine erwerbsfähige Ehefrau zahlen will, kann ich gut nachvollziehen. Es kann doch nicht sein, dass die Ehe bzw. daraus entstandene Kinder für den Wohlstand bei Faulheit sorgen sollen.
am 18.03.2009 um 22:20 Uhr
Die Einkommenserzielung ist eben eine Sache. Ich denke aber, dass viele Elternteile (vor allem Mütter) zu Hause bleiben, um bei ihren Kindern zu sein. Wer möchte seine Kinder schon immer wo anders betreuen lassen. Ich bin der Meinung, dass das die Kehrseite der Medailie ist.
am 18.03.2009 um 22:47 Uhr
Es ist klug, wenn Alleinerziehende zu mehr Eigenverantwortung angespornt werden. Es stärkt die Ehe. Ehepartner denken vielleicht nun vorher nach, ob Sie sich scheiden lassen oder nicht. Der Staat sollte Scheidungen nicht auf dem goldenen Tablett servieren. Von der neuen Regelung profitieren die Kinder und die Rentenkassen.
Antworten	3.1
am 23.08.2010 um 11:34 Uhr
Also, was ist das denn für eine Meinung! So einen Schmarrn kann nur jemand sagen, der nicht mit einem Kleinkind und einem job der in der Krise nicht gefragt ist und daher arbeitslos ist von einem mann verlassen wurde, weil der von der Verantwortung überfordert ist! Das stärkt doch nicht die Ehe! Die angst der Frauen vor dem totalen finanziellen Absturz führt uns eher wieder Richtung Mittelalter- finanzielle Abhängigkeit der Frau, dadurch keine Trennung! Es ist mit den bescheuerten Öffnungszeiten der Kitas fast nicht möglich Vollzeit zu arbeiten! Dazukommt, daß man fast keine Chefs findet die eine Alleinerziehende anstellen, aus Angst daß sie wegen Krankheiten des Kindes immerwieder ausfällt usw usw Deutschland ist nicht wirklich ausgerichtet auf Alleinerziehende und wenn schon die Unterhaltspflicht für die Ehefrau wegfällt, dann sollte wenigstens der Kinderbetrag erhöht werden! In einer Stadt wie München lebt man sonst nur am Existenzminimum! Wie soll man unter solchen Vorraussetzungen die Erziehungsarbeit die Sonderschichten, Überstunden und ständigen Bereitschaftsdienst- natürlich alles unbezahlt- beinhaltet, ordentlich leisten können????? Ach so, man soll bei dem Verrückten der einem das alles eingebrockt hat bleiben?
am 19.03.2009 um 08:15 Uhr
Ein kluges Urteil!
Im übrigen leisten nicht nur die Alleinerziehenden auch nach Feierabend Betreuungsarbeit. Ich bin berufstätig und verheiratet und habe zwei pubertierende Kinder. Mein Mann ist regelmäßig bis weit in die Nachtstunden außer Haus, da steh ich auch alleine da mit Haushalt und Kindern. Niemand fragt, ob ich “überlastet” bin und entschädigt mich dafür. Eine allein erziehende Mutter, deren Kind im Ganztagskindergarten oder später im Hort untergebracht ist, kann arbeiten, warum auch nicht? Möglicherweise ist das sogar besser für das Kind, eine beruflich zufriedene Mutter zu haben, die stolz sein kann, sich selbst unterhalten zu können. Die Vorbildfunktion wäre zudem nicht wegzureden. Die Erziehungsarbeit am Abend ist nicht größer als die mancher verheirateter Mütter, abends schlafen die Kinder i. d. R. auch, vor allem Kindergartenkinder und die Mutter kann sich dann erholen. Größere Kinder sind sogar schon eine kleine Unterstützung – wenn die Erziehungsarbeit vorher erfolgreich war!
Im übrigen könnte die Mutter ja auch bei Scheidung mit dem Vater etwas anderes vereinbaren, nämlich, dass die Kinder bei ihm leben und SIE den Unterhalt zahlt. Mit solchen Ideen würde sich das Unterhaltsrecht ohnehin ganz schnell ändern – weit weg von Unterhaltszahlungen an den betreuenden Partner.
Ledige, nie verheiratet gewesene Mütter haben z. B. das alleinige Sorgerecht. SIE entscheiden allein – ohne Rücksicht auf die Belange des Kindsvaters, ob sie in den ersten 3 Jahren arbeiten WOLLEN. Selbst wenn es Betreuungsmöglichkeiten gäbe, müssen sie nicht arbeiten und können den Kindsvater in Anspruch nehmen. ER hat kein Mitspracherecht ob das Kind besser bei einer Tagesmutter aufgehoben wäre und die ledige Mutter wenigstens halbtags arbeitet. Und wollte ER das Kind selbst betreuen, dann wäre das auch nicht möglich! Gibt es ledige Mütter, die z. B. nach einem Jahr wieder arbeiten, dem Vater Betreuungsunterhalt für zwei weitere Jahre zahlen und das Kind bei ihm lassen? Wohl kaum. Warum eigentlich nicht?
Antworten	4.1
am 08.01.2010 um 08:31 Uhr
Bravo , eine super Einstellung,wenn alle nur etwas so denken würden,
gäbe es bestimmt weniger Probleme und wäre zum Wohl aller Beteiligten.Unsere Politiker sollten sich darüber auch gedanken machen.
Antworten	4.1.1
am 17.01.2010 um 23:51 Uhr
Brauche Verständnishilfe!
Folgendes: Frau (Hotelfachfrau mit Ausbildereignungsprüfung) wird schwanger. Zur gleichen Zeit entscheidet der Mann und auch die Frau, dass der Mann die damalige einmalige Chance zur Weiterbildung als Zahntechnikermeister wahrnimmt. Dauer: 2 1/2 Jahre. In dieser Zeit wird Frau auch zur Freude des Mannes, das 2. Mal schwanger. Zwischendrin arbeitete sie aber weiterhin im Hotel soweit der Schichtdienst es erlaubte.
Mann besteht Prüfung und entscheidet, als das 2. Kind 4 Monate alt ist, sich selbstständig zu machen. Frau hat Bedenken, steht aber zu ihrem Mann und bürgt über fast 400.000,– DM.
Frau arbeitet im eigenen, bzw Betrieb des Mannes als kaufmännsiche Angestellte, da auch dies im Hotel gelernt.
Nach 15 Jahren Kündigung durch den Ehemann, da “endlich eine Frau kennen gelernt zu haben, die ihm den Rücken frei hält” (Kommentar damaliger Mann = ohne Kommentar der Exfrau)
Frau hat also von Anbeginn der Ehe gearbeitet: im Hotel und im eigenen Betrieb.
Wie sieht der Kommentar der hier Anwesenden aus? Schön blöd, weil Beruf zugunsten des Betriebes aufgegeben! Unsere Gesellschaft schätzt keine Ehefrauen, die im eigenen Betrieb gearbeitet haben!
Aber trotz allem waren sie ganztägig alleine, da der Mann ja den Betrieb aufbauen musste und sich natürlich weiterbilden musste.
Schön blöd die Gleichberechtigung nicht durchgesetzt zu haben?
Fazit: 38 Jahre, zwei pubertierende Mädchen für die der Vater keine Zeit hat und die gerade jetzt eine verlässliche Person brauchen!
Arbeitgeber, die die Leistung als mitarbeitende Ehefrau als lächerlich abhaken!
Der Exmann hatte 15 Jahre Zeit seine Firma auf Kosten von Kindern und Ehefrau aufzubauen und die Frau soll das dann in max. drei Jahren schaffen! Großartiges Gesetz! Die Rechnung geht nicht auf!
Oder doch? Ja, der Exmann lebt so wie vorher weiter oder sogar noch besser und die Exfrau und die Kinder, für die ja leider keine Zeit mehr ist, fängt bei null, und damit meine ich null! an! Großartige Gerechtigkeit! Und die Frau konnte ihrem Exmann dankbar sein, dass sie noch atmen durfte, weil sie ja so gar nicht erwebstätig war und nur auf seine Kosten gelebt hat.!?
Gerne darf mein Exmann die Kinder betreuen… hat er aber gar kein Interesse dran! Ist das gerecht?
Schön blöd sich auf das Abenteuer Ehe und gemeinsame Zukunft eingelassen zu haben und auch noch Vertrauen gehabt hat, dass es der Mann genauso sieht!
Für “Lebensweisheiten” bin ich offen!
am 27.03.2010 um 22:20 Uhr
Mir scheint die Geschichte ein wenig an den Haaren herbei gezogen.
Abgesehen vom Unterhalt ist Ehe eine Zugewinngemeinschaft, vor allem wenn die Frau mit 400.000 DM gebürgt hat. Ihr steht die Hälfte, ohne wenn und aber, des Unternehmens zu.
Was soll das Märchen erzählen hier?
Mit solchen Geschichten machen sich Frauen nicht gerade glaubwürdiger.
am 01.02.2010 um 19:03 Uhr
So einen Scheiss können auch nur die “armen” Ehefrauen verzapfen. Haben alles, bekommen alles, denn es gibt ja immer die Unterstützung des Ehemannes (in vielfälltiger Form) aber hacken dann auf die wirklich zu bedauernden alleinerziehenden rum! Mal ein kleiner Rollentausch gefällig ? Mal sehen wer dann noch sich selbst beweihräuchert! Wer würde denn schon Kinder in die Welt reinsetzen wenn er von vorneherein wüßte das der Ehemann/Partner sich alsbald mit den Worten “Ich hab keinen Bock mehr auf das Familienalltagsleben” verabschiedet? Nur als kleine Erinnerungshilfe wie war es für euch Frauen (und Männer) als ihr mit dem Säugling nach Hause gegangen seid? War da nicht dieses Gefühl von “werde ich das Zuhause alleine schaffen”? Und als der Mann dann schließlich wieder zur Arbeit ging habt ihr vielleicht da erst gemerkt wie alleine ihr Zuhause seid? – Das Baby zum erstenmal krank! Hilflos, voller Sorge, überfordert dieses Gefühl paaren wir jetzt noch mit Zukunftsangst und mit viel Ärger weil der ach so arme Papa lieber kein Geld bezahlen möchte aber auch nicht zur Stelle ist wenn man Ihn ( immer im Betreff zu seinem Kind) braucht. Aber zum Glück gibt es ja vorherige Kommentar Verfasser die unser Leben noch sinnvoll kommentieren! Ironisch nicht wahr?
am 19.03.2009 um 09:09 Uhr
Geschiedene wollen Aufstockungsunterhalt, um den Lebensstandard der Ehe aufrecht zu erhalten. Ledige wollen Betreuungsunterhalt, um so gestellt zu sein, als wäre das Kind nie geboren!!! Der geschiedene Ehemann oder der ledige Vater aber soll ganztags weiter arbeiten und erhebliche Einkommenseinbußen akzeptieren. Er hat ohnehin schon weniger in der Tasche durch den Kindesunterhalt, warum also soll einer Mutter – egal ob geschieden oder nie verheiratet – nicht auch zugemutet werden, Einbußen hin zu nehmen und sich finanziell einzuschränken? Erziehungs-”arbeit” ist nicht mehr wert als Erwerbstätigkeit. Ein Kind als Lebensstandardgarantie oder sogar Einkommensverbesserung zu Lasten eines voll erwerbstätigen Mannes? Das Kindeswohl erscheint hier sehr vorgeschoben, denn es klingt bei Forderungen der Mütter immer so, als seien Kinder ausschließlich eine Arbeitslast. Kinder machen auch Freude und das Zusammensein mit Kindern ist Bereicherung. Ein Nachmittag mit Kind ist doch nicht nur Last und Anstrengung. Muss man sich das finanziell entschädigen lassen von den Männern, die ihre Kinder manchmal sogar nicht mal sehen dürfen und denen diese Bereicherung oft verwehrt bleibt?
Danke dem BGH für eine weitblickende Entscheidung!
am 19.03.2009 um 18:29 Uhr
Endlich mal eine gescheite Entscheidung. Bisher hatte man ja als Unterhaltspflichtiger verloren und konnte bis aufs letzte Hemd zahlen. Nun kann sich auch (in den meisten Fällen) die Mutter um Arbeit bemühen, damit sie ihren Lebensstandard halten kann und nicht die Heirat als Goldesel ansieht.
Antworten	6.1
am 17.11.2009 um 13:17 Uhr
…und der Mann kann (in den meisten Fällen) heiraten, Kinder kriegen (lassen) und später – wenn es nicht klappt mit der Beziehung – sein Leben so fortführen, als hätte es das alles nicht gegeben? Interessante Sichtweise.
am 24.03.2009 um 10:04 Uhr
Bei einer Scheidung wird auch darüber entschieden, bei wem die Kinder leben sollen. Auch die Mütter haben das Recht zu sagen:”nein, bei mir nicht. Ich geh lieber arbeiten und verdien Geld”. Dann können die Kinder auch beim Vater bleiben. Meistens wollen die Mütter das aber gar nicht.
Ich kann gut verstehen, dass Mütter ihre Kinder lieber um sich haben – und dann natürlich die Zeit mit ihnen genießen wollen. Es wird ja nicht pausenlos nur “erzogen”, was die Mütter sich bezahlen lassen wollen und die Mütter brechen auch nicht abends unter der Last der Erziehungsarbeit zusammen.
Als Vater hätte ich auch gern mehr Zeit für die Kinder, darf sie aber sowieso nur zu bestimmten Zeiten sehen.
Ich zahle Unterhalt an die Kinder und ich zahle Unterhalt an die Exfrau, die nicht zu finanziellen Einschränkungen bereit ist. Sie will – obwohl sie nachmittags zuhause ist – ihren finanziellen Standard halten. Meiner ist dagegen perdú. Sie hält mir nicht mehr den Rücken frei, unterstützt mich in keinster Weise, für sie soll finanziell aber alles beim Alten bleiben. Und sie genießt die freie Zeit mit den Kindern.
Warum kann sie keine Einbußen hinnehmen?
Der Unterhaltszahler hat doch auch die Einbußen hinzunehmen.
Wenn sie keine Einbußen will, dann muss sie eben arbeiten gehen. Heutzutage gibt es gute Kinderbetreuung, an weiterer Verbesserung wird gearbeitet. In anderen Ländern ist es längst normal, dass beide Eltern arbeiten und die Kinder sind da nicht schlechter als hier. Im Gegenteil, es ist längst bewiesen, dass Kinder davon sogar profitieren.
nein, das Urteil ist sehr zu begrüßen. Eigenverantwortung ist gefragt. Als nächster Schritt sollte folgen, dass man Männern mehr Rechte einräumt, damit sie nicht nur zum Zahlesel gemacht werden.
Insbesondere bei unehelichen Kindern scheint es angezeigt zu sein, da sie da nicht einmal irgendein Mitspracherecht haben, sondern ausschließlich von der Mutter benutzt werden, um sie zu entschädigen für alle Nachteile, die sie durch das Kind hat – und das scheinen immens viele zu sein – . Meistens ist es allerdings so, dass sie ihr Wunschkind hat, der Vater muss zahlen und Mutti bleibt schön zuhause….
am 26.03.2009 um 16:17 Uhr
das erschreckt mich ja schon, wenn ich die o.g. Meinungen lese. Ich stimme ja auch zu, dass Mütter nicht OHNE Arbeit zuhause sitzen sollen, während der Ex brav bis zum 15. Lebensjahr zahlt…. ABER
ich finde, das muss auch individell gesehen werden, kann also gar nicht pauschal abgeurteilt werden. Und für eine Alleinerziehende, die 100% arbeiten muss, evtl. auch noch lange Wege in die Arbeit und zur Tagesstätte hat, ist das ein harter Tobak… Wie soll man dann noch Zeit für sein Kind haben???
Ich selbst bin 43, meine Tochter 6 – und ich habe mir ausgerechnet, dass ich, falls ich wieder zu 100% (und nicht wie jetzt 70%) arbeite, meine Tochter um 20 vor 8 in der Schule abgeben muss, und ich mic h abhetze, sie um 17.30 Uhr wieder abzuholen… Ich habe niemanden, der mir einkauft oder putzt, und irgendwann will ich doch auch Zeit für meine Tochter haben und nicht dauernd gehetzt und gestresst.
Meiner Meinung nach sollte man das individuell splitten! Und überhaupt kommt es auch auf die gesamte Finanzsituation an. Eine Verkäuferin verdient ganz anders, muss zu anderen Arbeitszeiten arbeiten, und und und…Also wieder anders als eine Lehrerin..Zudem ist es alles andere als einfach, so von heute auf morgen eine Ganztagesstelle zu bekommen.
Und siehe Meinung über mir: Was heisst hier Eigenverantwortung?? Wieviele Männer tun sich mit der sogenannten Eigenverantwortung doch eh schon schwer?? Alle 2 Wochen 2 Tage, da kenn ich so viele, bei denen nicht mal das funktioniert!! Ich bin gespannt, ob es dann auch bei den Männern so ist, dass sie bei Krankheit des Kindes dann bei ihnen bleiben, damit die “eigenverantwortliche Mutter” arbeiten gehen kann….
Ob Kontakt vom Vater zu den Kindern oder nicht, das ist ja unabhängig von den Zahlungen – das hängt eher von ganz anderen Komponenten ab, oder nicht??
Sorry, aber da geht mir der Hut hoch.
Antworten	8.1
am 13.01.2010 um 11:05 Uhr
Ich dachte auch ich sei im falschen Film, als ich die ganzen Kommentare las.
Ich bin ebenfalls alleinerziehend und habe einen achtjährigen Sohn.
Unser Tag beginnt morgens um 6.30 Uhr. Nach dem Frühstück nehme ich meinen Sohn mit zur Schule (liegt auf dem Weg zur Arbeit)
Ich arbeite tägl. von 8.00 – 13.00 Uhr. Auf dem Rückweg von der Arbeit nehme ich meinen Sohn aus der Schule mit. Die letzte Stunde verbringt er in der Schulbetreuung. Wir sind dann gegen 13.30 Uhr zu Hause. Dann koche ich das Mittagessen. Gegen 14.30 Uhr essen wir dann. Danach macht mein Sohn Hausaufgaben und ich räume die Küche auf. Die Hausaufgaben sind dann um ca. 15.30 erledigt.
Je nach Tag fahre ich Ihn dann zum Sport oder zum spielen zu Freunden oder Freunde kommen zu uns. Vom Sport muss ich ihn einmal eine Stunde später wieder abholen und an den anderen 2 Tagen jeweils 2 Stunden später. Ähnlich sieht das mit dem spielen bei Freunden aus. Um 18.30 Uhr gibt es dann Abendessen. Danach darf er noch etwas fernsehen und geht dann gegen 19.30 Uhr ins Bett.
Zwischendurch kaufe ich ein, bügel und putze die Wohnung.
Wie kann man da von Unterstützung von Faulheit reden????
Ich verbringe jeden Abend zu Hause und kann nicht einfach weg wann ich will und zwischendurch genauso wenig. Leider haben wir keine Großeltern auf die wir ständig zurückgreifen könnten in der Nähe. Da bräuchte ich eine Betreuung welche Geld kostet und das ist in den seltensten Fällen drin.
Jedes 2. Wochenende verbringt mein Sohn bei seinem Vater. Er wird Sa. morgens um 8.00 Uhr abgeholt und kommt am So. um 17.00 Uhr zurück. Ich habe also alle 2 Wochen an einem Abend Zeit um etwas unternehmen zu können. Kino, Freunde treffen etc.
In den meisten Fällen machen es sich die Väter ziemlich einfach.
am 14.04.2009 um 20:07 Uhr
der Vater hat die Kinder auch nicht täglich um sich, die Mutter sieht die Kinder täglich nachdem die Kinder nachmittags aus dem Hort bzw. von der Betreuung kommen.
Mir geht die Hutschnur hoch…. Mutter neu verheiratet, der Mann geht arbeiten und sie arbeitslos. Sie bekommt Harz IV, Wohngeld und noch irgendwelche unterstüzungen + das Gehalt von ihrem neuen Ehemann und das Kindergeld vom Ex!!!!!!! Der Vater sogut wie pleite muß jeden Cent dreifach umdrehen bevor er vielleicht sich mal ein Brot kaufen kann weil er die damaligen Eheschulden die SIE verursacht hat abbezahlen darf weil SIE ja nicht arbeitet und kein Geld hat und von dem etwas Geld was da noch über bleibt auch noch Unterhalt zahlen darf und die Mutter mit dem neuen und den Kindern wohnen in einer Haushälfte, jeden Tag neue Klamotten regelmäßig Friseur usw. haben ein Luxus-Leben… hätten Sie auch wenn der Vater nicht zahlen würde, dann könnte der Vater jedenfalls so Leben ohne jeden Tag sich Sorgen zu machen wie er den Monat ohne das Konto zu überziehen um die Runden kommt. Wo ist da die Gerechtigkeit??????
Ich stimme zu, dass es geschiedenen Partnern nicht viele, viele Jahre zugemutet werden kann, dem betreuenden Elternteil Unterhalt zu zahlen. Nur muss man da differenzieren, was dem betreuenden Elternteil und den Kindern zugemutet werden kann und was nicht.
Eine Teilzeittätigkeit, wenn Kinder ab drei Jahren in den Kindergarten gehen, halte ich für zumutbar. Ich halte es für absolut unzumutbar, wenn die – in der Regel – Mütter so tun sollen als hätten sie keine Kinder. Eine Frau schreibt hier: Bravo! Ich bin nicht geschieden und keiner schaut drauf, ob ich überbelastet bin, wenn ich arbeite und Kinder habe und mein Mann abends nicht zuhause ist. – Das dürfen Sie so handhaben wie Sie wollen, sie haben dann ja auch den entsprechenden Doppelverdienerstatus, aber Sie dürfen das nicht zur Norm erklären.
Eine Vollzeittätigkeit mit kleinen Kindern ist nicht machbar. Entweder ruiniert sich die Frau dabei oder die Arbeit leidet oder das Kind. Und was ist mit der Lebensqualität mitzuerleben, wie das Kind aufwächst? Ich kann nicht nachvollziehen, wie jemand darauf kommt, es sei ein für alle Beteiligten lebenswertes und sozial verträgliches Modell, ein Kleinkind morgens in einer Kindertagesstätte abzuliefern, nach 8 Komma nochwas bis 10 Komma nochwas Stunden am Abend wieder abzuholen und ins Bett zu stecken. Und die Hausarbeit zu erledigen. Und einzukaufen. Wie soll das gehen? Eine Vollzeittätigkeit beläuft sich in der Regel auf 8 Std. plus Mittagsspause, die man in vielen Betrieben nicht einfach auslassen kann plus Weg hin zur Arbeit und zurück. So. Und das soll zumutbar sein? Für das Kind? Die Frau? Im Ernst? Damit dann die Eltern im Kindergarten nachfragen können, was das Kind denn gerade so mag, macht, kann, wie es spricht, sich verhält, wie es lernt, ob es ausgeglichen ist, ob es schon xy …? Möchten Sie nicht miterleben, wie ihr Kind heranwächst? Wozu Kinder? Als Renteneinzahler? Als Dekogegenstand, Ankeidepuppe für Markenklamotten, die Mama und Papa dank ihrer Jobs leisten können?
Was ist das für eine menschenverachtende Entwicklung! Kennen Sie die Talkshows und Interviews mit Managern, sehr erfolgreichen Männern, die immer bedauern, in ihrem Leben keine Zeit für die Kinder, die Familie gehabt zu haben? Dem sollen die Frauen nacheifern? Damit keiner von beiden mehr Zeit hat für die Kinder? Warum erklären sich denn die geschiedenen Männer nicht bereit, ihre Arbeitszeit zu reduzieren und dann statt Unterhalt für die Frau zu zahlen die Kinder soundsoft vom Kindergarten abzuholen? Dass Mama arbeiten gehen kann ohne das Kind 10 Stunden und mehr am Tag fremdbetreuen zu lassen?
Was mir auch tierisch stinkt, ist das Geschwätz von der Frau, die doch Erfüllung im Job findet und dann auch ausgeglichener ist und entsprechend anders und sinnvoller die Zeit mit den Kindern verbringt, wenn sie denn dann mal da ist. Äh – wovon reden wir hier? Von der Mittel- und Oberschicht mit Kreativberufen, erfüllenden Jobs, gutverdienenden Akademikern mit zu haltender Karriere oder Karriereaussichten? Was ist mit den Frauen, die beim Schlecker Regale einräumen oder in der Kantine Essen aufs Tablett klatschen? Wow, welch Erfüllung!
am 27.04.2009 um 04:42 Uhr
Danke liebe Gabi, besser hätte ich es echt nicht ausdrücken können… wir sollten uns zusammenschliessen und gegen dieses neue Gesetz angehen!
Na ja, ich weiss, keine Chance, aber Dein Eintrag hat mir so gut gefallen, da er mir absolut aus dem Herzen spricht. Ich hoffe sehr, dass Deine Meinung – und auch meine weiter oben, dazu beträgt, dass die Leute mal genauer nachdenken! Und nicht nur pauschale Urteile fällen. Danke sehr!
Antworten	11.1
am 09.10.2009 um 14:03 Uhr
ich gebe der Gabi recht das man alles individuell sehen muß. Aber bei mir ist es z.B. das ich geschieden bin, meine Ex-Frau auch vor der Geburt unseres kindes nicht gearbeitet hat und sich darauf ausruht. Ich würde gerne viel mehr Zeit mit meinem kind verbringen und für ihn da sein und nicht nur alle 2 Wochen ein Wochenende. Er geht jetzt in die Schule von 8.00 – 12.00 Uhr, da kann man(n) doch zumindest erwarten das die Mutter da jeden Tag 3 Stunden arbeiten gehen kann, oder ???
Und wenn die Mutter das Kindergeld bekommt, dann noch den Kindesunterhalt (den ich gerne und immer pünktlich zahle), Hartz IV bekommt und dann auch noch Unterhalt verlangt und sich zu Hause auf der Couch ausruht, das kann wohl nicht im Sinne des Kindeswohls und der Grechtigkeit sein.
Ich erwarte nicht das alle Mütter Vollzeit arbeiten gehen, aber auch ein Teil zur Selbständigkeit kann man beitragen und sich nicht aus allen andern Richtungen bezahlen lassen und jammern wie schlecht es einem geht.
am 06.05.2009 um 13:58 Uhr
denkt mehr an die Kinder.
Ich habe selber 3 Jungs, wenn ich mir vorstellen müsste die den ganzen Tag allein oder im Hort zu lassen. NEIN!!!!!!!
Der großé ist in der Pupertät, der braucht mich mehr wie jezuvor, der mittlere ist jetzt 9 und der Kleine 3. Ich habe keine Kinder bekommen , damit andere Sie aufziehen oder sie vor die Hunde gehen zu lassen, weil niemand da ist. Ehen scheitern , aber auch da sind meistens 2 dran Schuld genauso wie beim Kinder kriegen.
Möchten die Väter ihre Kinder nicht gut versorgt wissen? Was ist das für ein falscher Stolz.. Wo sind denn Kinder am besten aufgehoben? Wenn der Unterhalt schon für die Frauen gestrichen wird dann sollte der Unterhalt für die Kinder angehoben werden damit sie behütet und nicht ABGESCHOBEN aufwachsen können.
Warum denkt eigentlich immer jeder das getrennt lebende Mütter nur hinter Geld her sind??? So ein Schwachsinn. Das Urteil ist in der Art eine Schande für unsere Gesellschaft und zeigt nur das wir nicht viel an unsere Kinder denken die in meinen Augen das wichtigste in dieser Gesellschaft sind.
am 12.05.2009 um 22:09 Uhr
Hallo,alle die an solchen Gesetzten(vielleicht Jahre)arbeiten,haben anscheinend von der Realität keine Ahnung und entscheiden nur aus der theoretischen Vorstellung,wie so ein Tag von einem vollbeschäftigtem Alleinerziehenden abzulaufen hat.Ich hatte schon zwei Kinder aus erster Ehe als mein zweiter Mann mit mir noch ein gemeinsames Kind bekam.Kurz und Gut,meine zwei pupertierenden Kinder aus erster Ehe wurden ihm zu viel(eigentlich war im das Alles zu stressig) und er verlies uns da war unsere Kleine gerade drei Jahre alt.Ich hatte nie aufgehört zu arbeiten,aber natürlich konnte ich nicht mehr soviele Stunden(vorallem am Stück) arbeiten wie ohne unsere gemeinsame kleine Tochter,da ich Niemenden für die Betreuung hatte.wir wohnen auf dem Land da gibt es keine KITA und der Kindi hat nur morgens geöffnet.Ich bin also gezwungen,um arbeiten zu können,Sie mit in den Laden zu nehmen.Das ist vorallem für die Kleine oft eine Zumutung.dafür bekomme ich lediglich einen Unterhalt von 400Euro.Mein Exmann war und ist nicht daran interessiert mich zeitweise zu entlasten,damit ich vernünftige arbeiten kann.
am 12.05.2009 um 22:23 Uhr
Ich glaube,dass vorallem viel zuwenig auf das Kindeswohl Rücksicht genommen wird.Ich bin sehr daran interessiert dass meine Kinder eine vernünftige Vorrausetzung für einen guten Start in ihr späteres Leben bekommen und dazu braucht man Geld.Männer müssen solange sie verheiratet sind mehr Geld zum kompletten Haushalt dazu beitragen als nach der Scheidung.das neue Gesetz ist hierfür doch ein Freischein um völlig ungezwungen sein wiedergewonnenes Singleleben zu finanzieren und das alles auf kosten der Kinder.die meisten Männer haben somit genügend Geld um nochmals zu heiraten und Kinder zu bekommen,was die geschiedene Ehefrau so nicht kann.Aufsicht,Hausaufgabenbetreuung,Betreuung während einer Krankheit ist doch meistens die Pflicht der Mutter.wie sie das immer mit ihrem Job vereinbaren kann,dafür gibt es kein Gesetz.Gerecht wäre die Wochemit allen Rechte und Pflichten zu halbieren,dann gäbe es keinen Streit wegen der Zeit und somit auch nicht ums Geld!
am 17.05.2009 um 19:58 Uhr
ich finde das neue Gesetz absolut daneben. Lebe auch getrennt und habe eine
9 Jahre alte Tochter. Arbeite zwischen 60 und 70% und erhalte keinen Trennungsunterhalt. Uns bleibt jeden Monat gerade 200,00 Euro zum Leben. Mein noch Mann hat aber ein Haus und 2 Eigentumswohnungen. Er darf sogar die Hälfte vom Kindergeld einbehalten. Wo ist da die Gerechtigkeit? Ich finde beide Teile sollen leben können. Für das Kind ist es auch nicht schön wenn Sie in den Ferien immer von A nach B geschoben wird (habe nur 27 Tage Urlaub im Jahr). Ausschlafen für das Kind kommt nicht in Frage. Freundinnen zum Übernachten? Selten nur wenn ich Ferien hab. Dazu kommt die Betreuungskosten in den Ferien. Die sind auch nicht ohne. Ganztagsarbeit kann ich mir nicht vorstellen, da das Kind so schon genug einstecken muß. Fahre jeden Tag 30 Min. hin und 30 Min zurück von der Arbeit. Ich finde, dass man den Frauen die nicht so viel verdienen, der Mann aber genug verdient, einen Teil an Unterhalt geben sollte.
am 18.05.2009 um 20:17 Uhr
also birgit, ehrlich, das verstehe ich jetzt aber nicht… Du arbeitest 60-70% und erhältst keinen Unterhalt???? Gut, ich kann zu Eurem aktuellem Stand ja nichts sagen, aber da fehlt doch was???? Dass die Regelung nicht fair ist, ist schon klar, aber wie Du das beschreibst, klingt das eher noch so, als wäre da was unklar?
Und wieso kann Deine Kleine nicht ausschlafen? Musst Du Schicht arbeiten?? Je länger ich in diesem Forum lese, desto mehr erkenne ich, wie das Gesetz versucht, unsere vielschichtigen Formen der Allein-Erhiehenden in eine Schiene zu quetschen. Keine Alleinerziehende passt in irgend ein Schema.Das zeigt ja das Forum hier.. und genau das ist das Problem… Eigentlich denke ich mir, wir sollten uns in irgend einer Form zusammen tun und sehen, dass wir das Beste daraus machen können… Allein schimpfen über die Gesetzgebung bringt uns, glaube ich, nicht weiter.. Ich lese das hier jetzt eine geraume Zeit und ich erkenne für mich – ich kann das Gesetz nicht ändern und dauern beschweren hilft ja nix – . hat hier jemand Vorschläge, was man tun könnte???
am 22.05.2009 um 14:57 Uhr
als ich meine (Ex-)Freundin vor ca. 2 Jahren kennenlernte, hatte ich von Anfang an gesagt, dass ich (43 Jahre) kein eigenes Kind mehr haben möchte, da ich beruflich sehr viel unterwegs bin und auch noch Schulden (Fördermittel für den Aufbau einer selbständigen Tätigkeit) zurückzahlen muss. Zudem hatte sie bereits 2 Kinder aus 2 gescheiterten Ehen, was für eine Gleichstellung der Kinder nicht gerade zweckmäßig ist (Wechselwirkungen).
3 Monate später wurde sie schwanger und sie hatte mir mehrmals verschwiegen, dass sie die Pille (teilweise über mehrere Tage) “vergessen” hatte. Nach meinem Verständnis für Gerechtigkeit müsste meine (Ex-)Freundin für Ihren eigenen Unterhalt selbst sorgen bzw. den Staat in Anspruch nehmen.
Habe schon mit dem Gedanken gespielt die gesetzlichen Regelungen vor Gericht anzufechten, da in solchen Fällen wie dem meinigen, wo die Frau für ihr Leben und ihre Entscheidung hinsichtlich Schwangerschaftsabbruch (ja / nein) selbst verantwortlich ist.
Auch ist immer die Rede davon, dass das Wohl des Kindes an erster Stelle steht. Demnach wäre es auch für das Kind besser, wenn in solchen Fällen der Vater nicht für den Unterhalt der Mutter aufkommen müsste, sondern ihm mehr von seinem Einkommen übrig bliebe, um dem Kind mehr Möglichkeiten eröffnen zu können (Wohlstand des Kindes).
Was hat die Mutter des Kindes (bzw. das Kind) davon, wenn alle Leistungen des Vaters mit dem Grundbedarf der Mutter (lebte vorher von Harz IV) verrechnet werden !?
Nach meiner Auffassung würde es den meisten Kindern aus solchen gescheiterten Beziehungen ohnehin besser gehen, wenn der Vater in seiner Exitenz nicht gefährtet ist bzw. auf den Selbstbehalt runtergerechnet (bedingt durch die Auswirkungen der Wirtschaftskrise) runtergerechnet wird.
Anhand dieser Argumente wird deutlich, dass an unserem System bzw. der aktuellen Gesetzeslage etwas nicht stimmt bzw. das es weiterhin auch Ungerechtigkeiten gibt.
(Einigkeit und Recht und Freiheit … oder so …)
Antworten	17.1
am 27.12.2009 um 17:00 Uhr
frage .:?
bist du zu blöd um zu verhüten !
am 29.05.2009 um 06:41 Uhr
Also ich muss echt sagen das hier einige Meinungen von Frauen nicht verstehen kann.
Ich finde es einfach schändlich sich weiter auf den Rücken des Ex- Partners auszuruhen.
Mein Partner hat auch genau diesen Krieg, ständig kommt seine Ex und will mehr Unterhalt. Dabei lebt Sie mit einem neuen Partner zusammen und die gemeinsame Tochter ist eh nie nach dem Kindergarten zuhause, da ja Mami jeden tag zum Sport muss, somit ist die kleine eh bei Oma und Opa. Die Ex geht zwei mal die Woche für 4Stunden zum arbeiten, wer sagt denn das sie eigentlich nicht jeden Tag 4 Stunden zum arbeiten gehen kann: Mein Partner und ich habe im Feb. unseren Sohn bekommen, es ist doch total ungerecht das mann der Ex 600 EURO zahlt obwohl ein neuer Partner da ist.Ich finde das Gesetzt sehr gut nur hat es Mängel, denn es wird zu wenig angewendet.
Ich komme aus der ex DDR und bin somit ein Hortkind, also mir hat es nicht geschadet, denn die Frage ist wie mann sein Kind danach und an den Wochenende umgeht.
Liebe ubd Geborgenheit und es Fördern kann man auch nach dem Hort. Ich finde Hort sogar ziemlich gut. Da sind die Kinder noch unter sich, spielen oder haben AGs oder können sogar Hausaufgaben machen. Es ist auch allen damit geholfen. Die Mutter kann etwas tun um den Lebensstil zu verbesser( auch das macht glücklich) danach ist Kinderzeit man kann sich intensiv um seine Kinder kümmer, mann muss es nur tun.
Ich bin auch Mutter und keiner kann mir sagen das mann als Mutter den ganzen morgen sich ums Kind kümmert, geht ja nicht denn das Kind ist im Kindi oder in der Schule, aber ich habe da wohl vergessen das ja dann die Mutter nicht zum Sport oder zum Kaffee kann, also was meckert ihr.
Findet ihr das gut das die Frau eine Chance hat auf eine neue Partnerschaft/Familie aber der EX Partner nicht: meinem Bruder bleiben im Monat nur der Selbsterhalt.
es ist schlimm, die meisten Männer sehen die Kinder alle 14 Tage und haben dann nicht mal mehr das Ge4ld um etwas zu unternehmen. Wenns nach mir gehen würde, würde ich das Gestzt noch verschärfen. Auch die bin geschieden und habe von Anfang an auf Unterhalt verzichtet und bin bis mein Sohn auf die Welt kam zum arbeiten. Nun da wir kein Geld habe muss ich nun wenn mein Sohn 1 Jahr ist zum arbeiten und die Ex wo die Tochter 6 jahre ist darf daheim bleiben, wo ist da dieGerechtigkeit”
am 29.05.2009 um 06:54 Uhr
Ich stimme den Beitrag von Alexander in allem zu.
Wenn den Vätern das Geld bleiben würde könnte man den Kindern weiter mehr bieten. Aber ich glaube das wollen die Frauen nicht. Hier geht es um Stolz und Neid und dabei sagen die Frauen immer sie handeln zum wohle des Kindes und sind die ersten die einen Krieg auf den Rücken der Kinder beginnen. Frauen wollen immer bestimmen wann und wie lange das Kind zum Papa darf usw. Frauen Ihr solltet mal daran denken es sind nicht eure Kinder, denn ohne die Papas würde es sie nicht geben.
Man sollte immer versuchen Hand in Hand fürs Kind zu arbeiten, denn schließlich hat das Kind beide lieb. Auch ich bin ein Scheidungskind und es ist ziemlich traurig sich bei hohen sachen ( Hochzeit, Taufe usw ) entscheiden zu müssen wer kommen darf.
am 29.05.2009 um 17:47 Uhr
ich finde es sooo schade, dass hier immer einzelne Beispiele genannt werden…. es geht ja nicht um die Extremfälle! Sondern um das Gesetz im Gesamten!
So wie Nicky schreibt, bekommt man dann tatsächlich den Eindruck, als würden sich alle Frauen ausruhen – so ein Quatsch!!! Hätte Nicky mal alle Beiträge gelesen, wüsste sie, dass sich beileibe nicht alle Frauen ausruhen – hier wird sich wieder mal nur auf einen Einzelfall berufen!
Es geht nicht darum, dass sich Frauen auf die faule Haut legen und auch nicht darum, dass sie zum Sport oder Kaffe gehen können, sondern es geht darum, dass es den Kindern gut geht, und dass man bitte jeden Fall separat betrachtet. Ich hab das weiter oben schon erklärt – es geht darum, dass von Frauen ab Kindsalter 3 Jahre erwartet wird, dass sie VOLLZEIT arbeiten gehen.
Und dies finde ich, wie gesagt, ziemlich heftig! Denn es kommt eben schon darauf an, was man verdient, wo man arbeitet, ob Schicht oder nicht, welche Fahrtzeiten man hat und auch, wie man sich mit seinem Ex abstimmen kann, wenn mal was ist, also Kind oder Mutter krank u.s.w..
Auch ich bin ein Scheidungskind, und natürlich mussten wir sparen, und ich fands zum k…, dass meine Mutter nie Zeit für mich hatte… Wie denn auch, denn ohne Nebenjob gings nicht. Klar bin ich auch gross geworden, als Schlüsselkind, und ich möchte das meiner Kleinen eben ersparen… Natürlich nicht, indem ich gar nicht oder nur wenig arbeite, das sagt mir schon meine Eigenverantwortung, aber bitte halt auch nicht mit Vollzeit! Klar geht meine auch ins Tagesheim, aber würde ich Vollzeit arbeiten müssen, dann müsste sie auch über 9 Stunden incl. Schule dort sein. Und dann war ich noch nicht einkaufen oder so. Soll das gut sein, wenn ich sie nach dem Tagesheim noch zum einkaufen schleppe und dann mal so um halb 6 mit den Hausaufgaben nachschauen anfange, um viertel nach 6 essen mache und sie dann total fertig um viertel vor 8 ins Bett bringe????
Immer geht es auch darum, dass sich die Ex-Partner einigen, und das zum Wohl des Kindes (auch wenns manchmal noch so schwer ist.)
So gesehen finde ich es schon auch gut, dass das Gesetz geändert wurde, um die “schwarzen Schafe” von den Frauen, die sich ausruhen, mal in die Gänge zu bringen, aber mir geht der Hut hoch, wenn, wie hier, so vieles verallgemeinert wird. Und die Frauen, die sich eh schon einen abreissen, um wenigstens halbwegs, und das trotz Unterhalt des Mannes, durchwursteln müssen. Muss ich jetzt einfach mal so sagen….
am 30.05.2009 um 07:34 Uhr
Ich habe die Beiträge sehr wohl gelesen und es ist nun mal wie überall das man nicht allen gerecht werden kann und somit nun mal auch die Frauen mit in Leidenschaft gezogen werden die evtl. nicht so sind wie die Frauen die sich ausruhen. Aber wie willst Du denn der Lage her werden? Sollen die Männer weiterhin die Leidtragenden bleiben?
Es gibt nun auch mal Männer die nicht viel verdienen und wer spricht mal davon, dass es den Männer auch nicht gut tut nur der “Besuchsdaddy” zu sein: Sie bekommen kaum was von den Kindern mit, sollen aber zahlen, nein das ist nicht fair. Es gibt leider nur wenige Frauen mit denen die Männer immer eine gute Regelung finden. Ich komme Beruflich schon aus einem Job wo ich dies Beurteilen kann und Petra ich schildere nicht wenige Extrem Fälle, denn leider ist die Realität so, dass die Extremfälle in der überzahl sind…Die Frauen die sich nicht ausruhen sind die Minderheit und auf die bin ich sehr stolz.Ich sage auch nicht das man gleich Vollzeit arbeiten gehen soll, aber die Std aufstocken geht alle male. Ja Petra aber bei deinen Beitrag geht es ja auch um deine Situation, wie geht es deinen Mann bei der ganzen Sache? Männer müssen auch viel arbeiten gehen um auch Einigermassen über die runden zu kommen und wofür? Um die Ex- Partner weiter zu unterstützen und ihre Kinder sehen sie meist nur alle 14Tage.Wie nennt man das so schön: Die Väter sind doch zum größten Teil “Zahlväter”
Und das ist nicht Verallgemeinert. Ich habe nur ein einzel Fall beschrieben um Euch meine Meinung mehr zum verstehen zu geben.
am 30.05.2009 um 15:52 Uhr
Hallo, ich denke auch, dass eine Mutter zumindestens Teizeit arbeiten gehen sollte, wenn das Kind mindestens 3 Jahre alt ist und die finanzielle Situation nach der Trennung schwierig ist. Meist kommt der Vater ja auch noch für gemeinsame Schulden auf, obwohl die Möbel u.s.w. bei ihr geblieben sind.Es sollte Verantwortung übernommen werden, von beiden Elternteilen, fürs Kind und auch für sich selbst. Vielleicht steht nach 3 Jahren auch noch der alte Job zur Verfügung, den man ja von Vollzeit in Teilzeit umwandeln könnte. Selbstständigkeit ist ja auch ein gutes Gefühl.
Als meine beiden 3 und 5 Jahre alt waren, bin ich mit 4 Stunden täglich angefangen, weil meine beiden gerne in den Kindergarten gingen und mir die Decke auf dem Kopf fiel. Ich war da noch verheiratet. Arbeit gibt einem doch auch ein Selbstwertgefühl und ich spreche auch gar nicht vom “karrieremachen”, sondern von dem sozialen Umfeld, dass ein Job mit sich bringt. Ich denke, wenn man sich nicht rechtzeitig um Selbstständigkeit bemüht hat man das doch auch später schwerer, nach 2 Jahrzehnten wieder im Job einzusteigen, keine Altersvorsorge aufzubauen, und wenn es “nur” die gesetzliche Rentenversicherung betrifft. Für meine Kinder ist es selbstverständlich, dass wir morgens alle aus dem Haus gehen, sie sind inzwischen 10 und 12 und ich arbeite 35 Stunden/ Woche. Meine Tochter fragte mich einmal, als ich einen Tag Urlaub hatte, was ich denn nun den ganzen Tag machen würde, wenn ich zuhause bliebe, sie fand es ziemlich ungerecht, dass sie aber zur Schule musste. Da freute ich mich, dass sie das so selbstverständlich findet, dass ich arbeiten gehe und ich hoffe, ich bin meinen Kindern ein gutes Vorbild, was die Verantwortlichkeit fürs eigene Leben betrifft. Liebe Grüße anna
am 22.06.2009 um 22:30 Uhr
ich muss hier mal meinen Frust ablassen. In wie vielen Ehen oder Partnerschaften verdient die Frau mehr als der Mann? Ist es nicht so, dass die Frauenberufe meistens schlechter bezahlt werden? Also stellt sich doch die Frage heute selten, wer seinen Beruf an den Nagel hängt und die Kinderbetreuung übernimmt. Da sollten sich mal die verantwortlichen Gedanken darüber mach bevor sie die Gesetze ändern. Weiterhin glaube ich nicht das mein Ex-Mann die Betreuung übernommen und dafür seien Job aufgegeben hätte. Wenn es das Gesetz schon vor der Kinderplanung gegeben hätte, dann wäre meine Entscheidung anders ausgefallen.
Ich war die ersten vier Jahre zuhause und habe in dieser Zeit immer was zum Haushaltgeld beigetragen, unter anderem hatten wir ein Pflegekind aufgenommen. Seitdem habe ich eine Halbtagsstelle und bin jetzt seit mehr als sieben Jahre in der Firma. Mein Gehalt liegt unter dem Existenzminimum, somit bin ich auf den Unterhalt meines Ex angewiesen. Was mir keine Freude macht. Jede weitere Entscheidung die ich jetzt treffen muss, geht zu lasten meines Kindes und unserem Hund, den ich aufgrund meiner Halbtagstätigkeit auch mitgenommen habe. Wenn das vom Gesetzgeber so gedacht war, dann ist das sehr traurig.
am 04.07.2009 um 20:34 Uhr
“Fakt ist, dass auf keinen Fall das Kind/ die Kinder unter der neuen Regelung leiden dürfen.”?
Z.Z bin ich Hartz IV und Alleinerziehend.
Ich habe Vollzeitstelle bekommen und die musste ich leider ablehnen.
Wenn ich 10,50h unterwegs bin (8,50h Arbeit und 2h Fahrt) ,sind meine 2 Kinder von 7h bis 18h im Hort.-11h (Die grosse nur bis juli 09 danach auch kein Hort)
Kieferorthopädische Termine kann ich gar nicht mehr wahrnehmen,bedeutet bekomme ich das Geld für die Zahnspangen nicht mehr zurück.(30% muss ich selber zahlen)
Meine grosse Tochter wird gleich 10,bedeutet-kein Hort mehr (die muss von 13,30h alleine zu Hause bleiben,obwohl Sie fürchterliche Angst wg Gewalt hat )
Mit Teilzeitjob bin ich aus dem Hartz IV nicht raus,aber wie kann ich Vollarbeiten gehen.
Im August muss ich 187 EUR +70 EUR für Schulbücher bezahlen,Summe ohne Arbeisthefte
Mein EX bezahlt nur Kinderunterhalt NUR weil er zahlen muss-
(Ich musste Unterhalt beantragen weil der Arbeitsamt wollte mir sonst kein Cent zahlen)
Ich habe 10 Monate später Unterhalt beantragt
10x 316 EUR=3160 EUR ihm gespart und als Dank bekommen die Kinder nie mal ein Bonbon von ihm.
Unterhalt +Kindergeld wurden voll abgerechnet von Hartz IV
Er hat die Kinder 2x im Monat für 3h .1 mal mit seine Mutter
-keine Kosten für Ihm und 2-te mal allein.
Dann verlangt er das die Kinder satt sind wenn er ihm abhollt.
U-Bahn Karten zahlt er auch nicht die muss ich so wie so hollen.
Der lebt wie ein König- hat gute Arbeit,raucht teuren Zigaretten,ißt nur im Restaurants,der Rest verspiellt er.
Ich und meine Kinder essen Stulen wenn nicht genug Geld vorhanden ist.
Toast für 49 cent mit Butter.
Kindeswohl????!!!!
Ich kann gar nicht zu Elternabend gehn,weil ich die Kinder nicht alleine lassen kann,bis er einfach im Kneipen ist.
Ich finde das Gesetz ernidrigend für die Frauen die alle Sorgen und Pflichten für die Kinder alleine tragen mussen,weil der Vater nicht fällig ist (Alkoholiker+Spielsüchtiger+Pornobilder krank) und er lebt sein Leben ohne Sorgen auf dem Rücken der Kinder.
am 09.10.2009 um 22:29 Uhr
am 17.10.2009 um 16:03 Uhr
Ich habe eine Freundin, die ein nicht eheliches Kind aus einer inzw. zebrochenen Beziehung hat. Sie hat sich für das Kind entschieden und dafür, dem Mann nicht auf der Tasche zu liegen. Nach einem halben Jahr ging sie wieder an 4 Tagen pro Woche für 6 Stunden arbeiten. Ihre Tochter war täglich zw. 7.30 und 15.30 Uhr in der Krippe, um Kontinuität zu haben, eben an 5 Tagen in der Woche, nicht nur an den Arbeitstagen. Die Freundin war zufrieden mit ihrem Leben und ihre Tochter ist heute 5, sehr selbständig, sehr aufgeweckt und unterschied sich von den gleichaltrigen immer durch einen Entwicklungsvorsprung. Meine Freundin ist stolz darauf, es alleine geschafft zu haben ohne jemandem auf der Tasche zu liegen.Inzw. arbeitet sie 30 Stunden in der Woche. In der Nachbarschaft bei mir lebt eine andere Alleinerziehende, sie hat ein uneheliches Kind aus einer kurzen Affäre mit einem verheirateten Mann, der doppelt so alt ist, wie sie. Sie macht nicht einmal einen Hehl daraus, dass sie ihn gelinkt hat und heimlich die Pille abgesetzt hat, nur um ein Kind zu haben, das einen “wohlhabenden Vater” hat. Jetzt hat sie ein uneheliches Kind und auf Grund seiner inzw. 25jährigen Berufstätigkeit ein prächtiges Einkommen aus Betreuungsunterhalt und Kindesunterhalt. Der ehemals gut verdienende Mann hat heute nicht mehr genug, um seine Familie zu unterhalten, seine Familie hat wirtschaftliche Schwierigkeiten, seine Tochter aus der Ehe muss auf vieles verzichten, aber die Frau mit dem unehelichen Kind lebt gut. Sie hat ihr letztes Nettoeinkommen in voller Höhe als Betreuungsunterhalt vom Vater des Kindes und noch Kindesunterhalt und Kindergeld oben drauf, sie lebt heute besser als vorher, fährt Auto, ein neues…..was sie sich noch leisten kann, denn vom Betreuungsunterhalt kann sie sogar noch die Raten dafür bezahlen. Tja, so kann es eben auch sein, ach ja, ihr Kind ist jetzt erst 1 1/2 und sie denkt nicht im Entferntesten daran, zu arbeiten. Bis das Kind 3 ist, will sie auf jeden Fall zuhause bleiben, mir erzählte sie erst vor ein paar Tagen, dass sie auch versuchen wird, danach noch Unterhalt zu kriegen, denn mehr als halbtags will sie auf keinen Fall arbeiten.
DIESE Frau ist sicher ein Einzelfall, hoffe ich wenigstens!!! aber solche Fälle verderben den Schnitt und ziehen das Unterhaltsrecht in Verruf.
Ach, nochwas: Die langjährige Ehefrau des Vaters vom unehelichen Kind musste von jetzt auf gleich wieder voll arbeiten, um den Einkommensverlust des eigenen Mannes aufzufangen, damit ihre Tochter (10) nicht so leidet. Ihre angestammte Lebenssituation ist ja jetzt verloren, der Ballettunterricht gestrichen. Super Unterhaltsrecht, echt klasse. Jetzt arbeiten beide Eheleute und die ledige Mutter bleibt zuhause! Und genau genommen, arbeitet ja die Ehefrau jetzt für die Ehestörerin, denn die bekommt das, was vorher für die Ehefrau bestimmt war. Tolles Gesetz!
am 17.11.2009 um 13:06 Uhr
Mich wundert eins:
Bei all den Kommentaren wird fast aussschließlich über die Zeit nach der Trennung debattiert. Sicher, Trennung ist Trennung, aber man sollte dabei doch nicht vergssen, wie die Jahre vor der Trennung sich gestaltet haben. Wer hat sich beruflich eigenschränkt, während der Partner sich beruflich voll und weiterentwickeln konnte? Wer brachte und holte das Kind zum/aus dem Kindergarten? Wer kümmerte sich nachts wie tags ums Kinde, wenn es krank war oder man nicht einordnen konnte, ob es jetzt krank wird oder nicht? Wer blieb zu Hause? Wer pflegte und kümmerte sich? Wer kochte, putzte, wusch die Wäsche, kaufte ein, kümmerte sich um sämtliche häusliche Angelegenheiten? Ganz ehrlich, in den meisten Fällen sind es doch die Frauen, die in der Zeit, wo die Kinder klein sind, sich um alles kümmern, oder? Bei uns zumindest war und ist es so. Mein Mann geht voll arbeiten und verdient nicht schlecht. Er konnte sich bestens fort- und weiterbilden in den letzten Jahren, während ich beruflich die Bremse ziehen musste/wollte – denn: Wer kümmert sich sonst ums Kind? (Das war auch ganz im Sinne meines Mannes wohlbemerkt.) Man sucht schließlich gemeinsam nach der besten Lösung.
Wir haben eine Tochter, ich studiere und arbeite.
Ich habe noch nie auf der Couch gelegen, während mein Mann sich um den Haushalt oder das Kind kümmeren musste. Andersherum ist das komischerweise prima möglich. Ich galube, das Szenario kennen fast alle Mütter: Da machen wir noch mal schnell die Wäsche, räumen die Spülmaschine aus … ach na ja, und das Bad kriegt auch gleich noch mal ‘ne frische Note bei der Gelegenheit, bis dann um 23.30h endlich der Hammer fällt – und beide gehen gemeinsam zu Bett. Er genervt vom eigenen Hin- und Hergeschalte, sie erschöpft von der Hausarbeit. Ein Klassiker. Führen wir den Gedanken gar nicht erst weiter… hier geht es ja um etwas völlig anderes.
Käme es bei uns nun vielleicht zu einer Trennung, wäre klar:
Ich behalte sämtliche Pflichten dem Kind und mir gegenüber, mein Mann ginge weiter voll arbeiten – könnte sich abends weiter ausruhen, hätte je nach Wunsch die Zeit, seine Tochter zu sehen (denn als wohl denkende Mutter möchte man den Kindern mögichst wenig Schaden zufügen und sie ihren Vätern auch nicht vorenthalten). Den Alltag allerdings müsste wieder einmal ich bewältigen. Dabei würde ich immer weniger verdienen als mein Mann und hätte ergo auch immer weniger Geld als er. Warum? Weil wir ein gemeinsames Kind haben, welches mit Recht seine Fürsorgepflicht einfordert.
Wieso, wenn ich fragen darf, finden es manche Leute völlig in Ordnung, wenn der Ex-Gemahl seine Zeit (neben der Arbeit) frei einteilen und bestimmen kann, wie er sein (Arbeits-)Leben gestaltet, während die Frau Ex-Gemahlin (neben der Arbeit) gebunden ist an Kindergarten-/Schulzeiten, zu denen das Kind schließlich gebracht bzw. abgeholt werden muss. Ach ja, und dann noch die Entschuldigung an der Arbeit: Ich kann nicht kommen, mein Kind ist krank, sorry. Ähm. Schränkt das nicht etwas die Gerechtigkeit ein? Welche Pflichten haben eigentlich Väter noch nach der Trennung? Kaufen sie sich mit dem Kindesunterhalt von allen anderen Pflichten frei? Bravo. Das scheint ein guter Deal zu sein. Zumindest für die Herren der Gesellschaft.
Der Kindesunterhalt ist Geld, was dem KIND zusteht, nicht der Mutter. Wieso steht IHR dann nicht auch zu, zu sagen: Entweder du entschädigst mich finanziell für deine nicht erbrachten Non-materiellen (Pflicht-)Leistungen oder du übernimmst diesen Teil der Leistungen zu 50% und ich kann mich (+Kind!) finanziell entsprechend selber entlasten. Jeder, der ein wenig ehrlich ist, kann erkennen, dass der Nacheheliche Unterhalt nicht zur Bereicherung da ist, sondern ein Ausgleich für nicht erbrachte Pflichten ist, die die Frauen in den meisten Fällen ganz selbstverständlich übernehmen müssen! (Und ich spreche hier nicht von jenen Damen, die sich eine Talkshow nach der anderen reinziehen.) Oder wieviele von den Herren – Hand auf’s Herz, bitte -, die sich hier zu Wort gemeldet haben, würden die Kinder zu sich nehmen und einmal versuchen, den Alltag entsprechend zu bewältigen? Finanziell, physisch und psychisch? Ich halte die neue Regelung für absolut indiskutabel; und ich finde es befremdlich, wie merkwürdig hier teilweise argumentiert wird.
am 22.12.2009 um 14:07 Uhr
Den letzten Teil von Julie kann ich unterstützen, wo sie schreibt entweder entschädigt man finanziell oder übernimmt 50% der Pflichten. Doch leider hat Mann diese Wahl nicht. Da heißt es zahlen und wenn man Glück hat sieht man sein Kind von Zeit zu Zeit. Ich habe meinen Sohn wie selbstverständlich jede Woche zur Krabbelgruppe, zum Kinderturnen und zum Kindergarten gebracht und abgeholt. 3 Monate war er ganz bei mir und trotzdem habe ich meinen Unterhalt brav weitergezahlt, weil ich kein Sorgerecht habe. Von einem auf den anderen Tag hat sie ihn dann wieder zu sich genommen. In der Krabbelgruppe war sie auch kein einziges Mal dabei, beim Kinderturnen einmal. Trotzdem ist sie im großen und ganzen eine gute Mutter und war teilweise überfordert und da bin ich eingesprungen. Aber die Kehrseite ist, wenn sie Stress mit mir hatte, habe ich es über das Kind zu spüren bekommen. Ich verspreche mir von der Regelung für mich, daß wir mehr aufeinander angewiesen sind und ich so die Möglichkeit habe mehr Zeit mit meinem Sohn zu verbringen während sie auch arbeitet. Und ich führe meinen Haushalt und wasche usw. auch. Ich bin nicht dafür den Mann zu unterstützen, der seine Ex mit Kindern in Harz4 versinken lässt und sich selbst nicht um die Kinder kümmert. Aber umgekehrt gibt es eben auch viele Fälle (wie meiner) da bleiben mir, obwohl ich arbeite ca. 600 im Monat und meine Exfreundin hat ohne zu arbeiten 2500 und das Kind. Wo ist da die Gerechtigkeit? Wenn die Beziehung scheitert hat eben jeder Einbußen auch finanzieller Art hinzunehmen. Wo sind wir denn, wenn das in die Welt setzen von Kindern als “Schadensersatzanspruch” für die Frau herhalten muß? Und wenn die Herren meinen sich nur um das Kind kümmern zu müssen, wenn es gerade reinpasst, dann sind sie nicht besser. In so einem Fall muß eben die Fremdbetreuung zusätzlich mitvergütet werden. Wenn der Vater nicht kostenlos einspringt oder sich die Arbeitszeiten überschneiden, muß die Fremdbetreuung eben von beiden im Verhältnis des Einkommens bezahlt werden.
am 28.03.2010 um 14:34 Uhr
Ja, klar, als die Sklaverei abgeschafft wurde, hatten sich die Sklavenhalter auch beschwert ungerecht behandelt zu werden und hervorgehoben wie toll es doch den Sklaven bei ihnen gegangen ist.
Siehe Märchen Kommentar von Leonie, vom 17.01.2010!
Was das Kochen anbetrifft, musste ich leider feststellen, das ausser Fix Suppen, Fertig Sossen und tiefgefrorene Fertiggerichte, auch nicht mehr drin war und ich dann lieber das Kochen selber übernahm. Ok, Wäsche waschen, gebe ich zu lag in den Händen der Partnerinnen, das heißt Klamotten in die Maschine gestopft, das Bügeln war dann schon wieder meine Angelegenheit. Sauber gemacht wurde am Wochenende, zu zweit!
Ich will mich hier nicht beschweren, aber man sollte endlich mal aufhören immer das Opfer zu spielen.
Wenn tatsächlich alles so schlimm ist, warum gehen die Damen dann überhaupt noch Beziehungen mit den furchtbaren Männern ein? Wenn die Kinder, für die “deutsche Mutter”, so eine Qual sind, warum welche in die Welt setzen, oder werden Kinder nur als Vorsorgeversicherung angesehen?
Antworten	29.1
am 19.04.2011 um 14:27 Uhr
Bravo… ernst gemein… ich bin gerade auf diese Seite gestoßen… ich denke das dieses Gesetz nur gerecht ist, es gibt leider genug Damen, die Kinder sehr wohl zeugen, in vollem Bewusstsein, die heiraten in vollem Bewusstsein, die Häuser bauen (lassen) und mit unterschreiben in vollem Bewusstsein, um dann nach der Trennung sagen zu können, das wollte ich alles gar nicht, Du hast mich dazu gezwungen, ich wollte keine Kinder, ich wollte nicht heiraten, ich wollte kein Haus… und es sich im nachhinein gut bezahlen lassen… (keinerlei Kosten für Miete und Nebenkosten, bis auf Telefon, Unterhalt für die Kinder (15 und 17!!!) und nur in der Lage sind auf 400 Euro Basis zu arbeiten, da die Kinder noch so klein sind, jede Rechnung an den geschiedenen Mann schicken, der diese natürlich bezahlt, weil er ja unterhaltspflichtig ist (vermeintlich), das vorraussichtlich bis ans Ende aller Tage. Ich selbst Mutter von zwei Töchtern, vollzeit berufstätig, geschieden, 06:00 Uhr morgens aus dem Haus, abends um 18:30 frühestens wieder im Haus, 1300 Euro netto, nebenberufliches Studium, auf Unterhalt verzichtet, da ich der Meinung bin, das mein Exmann nicht für mich aufkommen muss und ich für mein Leben selbst sorgen muss und er eine Chance auf dem Leben nach mir haben sollte… Meine Altersvorsorge erarbeite ich mir selbst und bin stolz darauf, alle anderen Damen, die sich auf ihren Ex-Männern ausruhen sollten sich schämen. Sie wurden nicht gezwungen Kinder in die Welt zu setzen, und alles aufzugeben. Oder aber sie sind so dumm, das sie selbst keine Entscheidungen treffen können, dann ist es noch schlimmer Kinder geboren zu haben… Danke für dieses Gesetz!!!
am 18.06.2010 um 11:11 Uhr
Mehr Gerechtigkeit ist lobens- und wünschenswert. Aber die Männer sollten sich auch einmal in die Lage der Frauen versetzen, die z.B. studiert haben, sehr erfolgreich im Beruf aufgestiegen sind und dann 10-15 Jahre die Kinder durch die Schule begleitet haben, dem weiterhin karrieremachenden Ehemann den Rücken freihalten und dafür ihre eigene Karriere beendet haben. Bei den wenigsten Kindern läuft die Schule von alleine. Viele Kinder benötigen intensive Hausaufgabenbetreuung oder Hilfe bei der Vorbereitung von Klausuren etc.. Wenn man sich während dieser Zeit trennt, ist allenfalls ein Beruf als Verkäuferin oder ähnlichen Teilzeit geeigneten Berufen möglich. Sind die Kinder aus dem Haus ist ein Einstieg in den alten Beruf nicht mehr möglich.
Bitte, liebe Männer, überlegt auch, ob ihr gern mit so einer Ausbildung und beruflichen Vorgeschichte jeden möglichen Job annehmen würdet. Die Frauen geben zur optimalen Betreuung von Kindern und Haushalt auch häufig sehr viel auf. Dies sollte berücksichtigt werden.
am 23.06.2010 um 17:31 Uhr
…als ob alleinerziehende mütter bei der jobvergabe allen anderen bewerbern vorgezogen würden. meine erfahrung ist das gegenteil – sobald zur sprache kommt, daß die bewerberin allein mit kind(ern) lebt, spielen weder motivation noch qualifikation eine rolle. einzig die frage, wer die kinder im krankheitsfall betreut, zählt. und wenn mutter dann nicht SCHRIFTLICH eine verbindliche betreuung zu jeder zeit vorweisen kann, hat sie keine chance auf einstellung – nicht mal bei einer reinigungsfirma!!! das gilt übrigens sogar für wiedereinstiegskurse vom arbeitsamt – mein damaliger mann und vater meiner kinder hätte sich SCHRIFTLICH bereiterklären müssen, 19 std. seiner wochenarbeitszeit zwecks verbindlicher kinderbetreuung an mich abzutreten, damit ich den platz im wiedereinstiegskurs bekommen hätte. begründung: nur so hätte ich nach absolvierung des kurses eine vermittlungschance am arbeitsmarkt. mein exmann hat diese arbeitszeitteilung kategorisch abgelehnt mit den worten: ich gebe dir keine stunde meiner vollzeitstelle ab, die bekomme ich nie wieder zurück und später habe ich dadurch finanzielle einbußen. wie wahr – ich zahle wegen der gemeinsamen kinder und der dadurch aufgegebenen berufstätigkeit seit 16 jahren in keine sozialversicherung/rentenkasse mehr ein und werde als alleinerziehende heutzutage nicht mal mehr eine sozialversicherungspflichtige halbtagstätigkeit finden. damit wird sich meine rente mit glück auf etwa 500,– euro pro monat belaufen. feine aussichten – während dem kindesvater locker das dreifache zur verfügung steht + jeden abend freizeit + 5 wochen urlaub im jahr, denn er nimmt seine kinder nur 1mal pro monat 1 wochenende und grundsätzlich nur 10 tage während der sommerferien.
am 09.09.2010 um 22:49 Uhr
…also mal Hand aufs Herz: Tina spricht mir aus der Seele. Es war für uns völlig klar,dass unser Sohn nur das Beste bekommt: Mama in Vollzeit. Damit Papa weiterarbeiten kann. Durch geschickte Arbeitszeiten war mein Ehemann dann auch sehr früh zuhause, hatte also Zeit genug sich einzubringen…soweit die Abmachung. Nach 3 Jahren war mein Wiedereinstieg in den Job geplant. Als Mutter ohne Kinderbetreuung: Versetzung in eine “ungefährlichere” Abteilung, Aufstiegscancen gecancelled. Papas Einsatz fand eher im Baumarkt statt als im Hause selbst und auch dort eher auf der Couch, also eine erste Lektion in Sachen alleinerziehend. Nach der Trennung fand ich eine Stelle, die ich nach der ersten Erkrankung eines Kindes noch in der Probezeit verlor: “Es war ja klar, das das so kommt” bekam ich zu hören. Betreung des Kindes durch meinen Ex-Ehemann war nicht möglich: “Ich bin schließlich berufstätig!” Na, ich vielleicht nicht? Das er dadurch wieder Unterhalt zahlen musste lag nur an meiner Gier: Wozu braucht eine Frau mit Kind nur Unterhalt? Gott sei Dank fand ich einen Arbeitgeber, der mir eine Chance gab. Ich darf mein Kind notfalls stundenweise mitbringen, arbeite halbtags, machte “nebenher”, also nachts mal eben 2 Ausbildungen incl. gehobenem Abschluß mit Unterstützung des Arbeitgebers, werde auf allen Ebenen gefördert, und kann in 2 Jahren auf Vollzeit aufstocken, incl. Karriereziel. Aber halt erst in zwei Jahren. Unterhalt? Fehlanzeige. Ich habe mich seiner Ansicht nach nicht genug bemüht. Sitze den halben Tag zuhause rum. So ganz am Rande habe ich meinen Sohn bei seinen ADS-Problemen unterstützt, ihn durch die Grundschule gehieft und getröstet, wenn sein Vater mal wieder besseres vorhatte. Im Durchschnitt sieht der Vater ihn an ca. 30 Tagen im Jahr, weil er seinen Urlaub zur Erholung braucht. Und außerdem fahre ich ja mit meinem Sohn in Urlaub, da braucht er das ja nicht mehr zu tun (das wird zuviel für unsere Sohn). Er weiss nicht welche Schule er besuchen wird, hat sich nicht einmal die Zeugnisse angeschaut. Er möcht das Kind ja nicht ausfragen. Die Wochenenden verbringen sie auf dem Bauernhof der Schwester, sie kocht für alle und beschäftigt unseren Sohn, während Papa Trecker fährt und sein ach so geringes Gehalt aufbessert. Unterhalt wollte er nicht mehr zahlen: Der Neuwagen war so teuer und die Zähne gibt es auch nicht umsonst. Und die Zahnspange für unseren Sohn? Nachhilfe? Beteuungskosten? Von der Zeit mal ganz zu schweigen. Also ganz im Ernst: Wenn Väter die Zeit, die sie mit ihren Kindern nicht verbracht haben und die Arbeit, die sie auf die Mütter abgewälzt haben bezahlen müssten, dann und nur dann hätten sie wohl wirklich einen Grund zum Weinen….
am 24.10.2010 um 00:30 Uhr
Urteil ist eine Schande, ich spreche aus Erfahrung…
hab mir nach einem ONS mein Leben für die nächsten Jahre
zerstört!!! Herzlichen Glückwunsch an alle ledigen Frauen!!!
Jetzt braucht ihr nur alle drei Jahre euch einen ausgucken, dem
ihr ein Kind anhängen könnt…
am 29.09.2011 um 08:42 Uhr
Habe hier viel interessantes gelesen. Kinder sind während der Ehe gewünscht gewesen. Danach werden sie nur noch als Last gesehen. Ja, sie machen Arbeit, aber ich, als Vater, vermisse sie. Ich habe mehr Tage in der Woche erbeten, es wäre besser für die Kinder wenn ich nicht da bin. Ich würde daheim bleiben, wenn sie krank sind. Obwohl ich kein “Kindkrank” bekomme. Aber in Urlaub kann ich mit meinem Geld eh nicht mehr. Ich arbeite auf Provision. Ein großer Teil meines Lohns ist also nicht fix. Es fehlt mir der Anreiz gut zu verkaufen. Alles wird in den Unterhalt umgeleitet. Ich habe nie meinen Traumjob gemacht. Sie schon! Sie verdient nicht viel dabei, macht aber einen Job der ihr Spaß macht. So ist es doch in vielen Familien. Er macht den Job der nicht schön aber einträglich ist. Fortbildungen, Lehrgänge und Yoga, das machen doch nicht die Männer. Die sind Platt wenn sie von der Arbeit kommen. Ich habe jeden Abend meinen Sohn zu Bett gebracht! Und nun bleibt mir nix. Ich kann nicht mal ne neue Familie gründen. Der Unterhalt frisst nicht nur meinen Lohn, sondern auch die Motivation. Argumente der Mann macht sich ein schönes Leben danach sind einfach nicht wahr. Das kann man nur mit den nötigen Mitteln. Und die Einsamkeit in einer kleinen Wohnung ohne Kinder ist auch ein harter Brocken, nach Jahren Leben in der Bude. Trennung ist für keinen schön. Niemand mach einen Schnitt dabei. Aber Leben und Leben lassen, sollte nach vielen Jahren (oft schönen) möglich sein. Leider denkt immer einer er kommt zu kurz.
Das Argument, dann soll sie doch arbeiten zieht auch nicht. Frauen verdienen einfach oft Sch… in diesem Land. Machen Arbeiten die wichtig und schön sind, aber eben nicht einträglich.
am 30.10.2011 um 23:39 Uhr
Für die, die bis hier unten gelesen haben…
Mannomann, was kommt da auf mich zu? Ich steh noch am Anfang (der Trennung) und weiss nicht, wieviel ich blechen muss. Ich bin so dankbar, so viele Meinungen lesen zu dürfen…
Das macht mir schon Angst – werde ich keine neue Familie gründen können? Alleine in der kleinen Wohnung hocken?
Dann sind die Einzelfallabsprachen ja wohl doch recht wichtig, und alles was besser als 2 Tage alle 14 Tage heisst für mich als Papa, muss ich mit Kusshand annehmen? Mich verlässt meine Partnerin gerade, nach 13 Jahren mit 2 unehelichen Kindern, 9 und 12. Ich denke einen BU wird es aufgrund der Behinderung des einen Kindes geben werden – aber ich muss schon sagen, dass ich diesen eigentlich lieber als Hilfe leisten möchte denn als Verpflichtung, sonst schwindet wirklich die Motivation – der Kindesunterhalt ist schon echt der Hammer für 2, neben meinen Schulden, die unsere Finanzen sichern sollten, aber es nicht getan haben und nunmehr Grund der Trennung sind.
Ich schwanke zwischen BU der KM akzeptieren oder bis zur Antragstellung durch die KM zu verneinen. Ich verdiene gerade genug, um die (ehemalige) Familie mit teilzeitarbeitender Mutter zu versorgen. Und die Trennung wird schweineteuer – 2 Wohnungen, und so weiter. Es tut mir leid, dass ich etwas wirr bin, wo solls nur hingehen? Eigentlich habe ich jahrelang gehofft, dass es nicht soweit kommt.
Naja, mir kommt das Gesetz schon insofern recht, dass sich die KM wohl etwas mehr kümmern muss, als sie glaubt. Und ein Rückzahlen der bisher geleisteten Arbeit mit den Kindern? Das hab ich lang genug gemacht, ohne zu murren. Mal sehen, wie die Berechnung aussieht: Sie Existenzminimum und ich auch. Ich finde schon allein die Trennung zu vollziehen, ohne auf den anderen zu schauen sollte mich soweit in Absatnd bringen, auch weniger Mitleid zu haben, und Sie ihren Anspruch beweisen zu lassen. Ich kann ja immer noch ja sagen.
Aber am Ende möchte ich DANKEDANKEDANKE sagen, es tat so gut, die vielen Beiträge zu lesen – ich hab mit jedem Mitleid, der hier ungerecht behandelt wird – und lasst uns doch bitte darauf hoffen, dass die Formulierung “zum Wohl des Kindes” auch in den meisten aller Fälle in den Köpfen der Eltern steckt. ich werd wohl auch darüber hinwegkommen, nicht mehr geliebt zu werden – die Kinder tuns weiter ))
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