Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BFHE%20199,%2011
Timestamp: 2019-12-12 08:01:07
Document Index: 217742473

Matched Legal Cases: ['§ 148', '§ 69', '§ 148', '§ 69', '§ 148', '§ 146', '§ 145', '§ 148', '§ 148', '§ 148', '§ 115', '§ 146', '§ 145', '§ 146', '§ 146']

BFH, 22.05.2002 - II B 173/01 - dejure.org
https://dejure.org/2002,1850
BFH, 22.05.2002 - II B 173/01 (https://dejure.org/2002,1850)
BFH, Entscheidung vom 22.05.2002 - II B 173/01 (https://dejure.org/2002,1850)
BFH, Entscheidung vom 22. Mai 2002 - II B 173/01 (https://dejure.org/2002,1850)
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BewG § 148 Abs. 1 Satz 2; FGO § 69 Abs. 2 Satz 2
Beschwerde - Vermögenssteuer - Wert eines Erbbaurechts - Laufzeit - Abzug des Kapitalwertes - Erbbauzinsverpflichtung - Grundstückswert - Überbewertung - Billigkeitswert
BewG § 148 Abs. 1 S. 2; FGO § 69 Abs. 2 S. 2
Bewertung der Erbbaurechte verfassungsgemäß?
Aufteilung des Grundbesitzwerts in Erbbaurechtsfällen verfassungswidrig?
Aufteilung des Grundbesitzwerts in Erbbaurechtsfällen
Bewertung; Bewertung eines Erbbaurechts für Erbschaftsteuerzwecke
Bewertung - § 148 Abs. 1 S. 2 BewG verfassungswidrig?
FG Berlin, 26.09.2001 - 3 B 3321/01
BFHE 199, 11
BB 2002, 1529 (Ls.)
BStBl II 2002, 844
Der Aussetzungsbeschluss des Senats vom 22. Mai 2002 II B 173/01 (BFHE 199, 11, BStBl II 2002, 844) betraf einen Sachverhalt, bei dem die laufzeitunabhängige Bestimmung des Werts für das belastete Grundstück einerseits und das Erbbaurecht andererseits zu einem den gemeinen Wert übersteigenden Wert des Erbbaurechts führte.
Deswegen darf dabei gemäß § 146 Abs. 6 BewG der Wert des Grundstücks auch nicht niedriger angesetzt werden als der Wert, mit dem der Grund und Boden allein als unbebautes Grundstück nach § 145 Abs. 3 BewG zu bewerten wäre (vgl. Beschluss des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 22. Mai 2002 II B 173/01, BFHE 199, 11, BStBl II 2002, 844).
Der sich bei der Anwendung des § 148 Abs. 2 i.V.m. § 148 Abs. 1 Satz 1 BewG im oben dargestellten Sinn ergebende Verstoß gegen das Übermaßverbot ist auch nicht unter Wahrung der gesetzgeberischen Wertung, den Wert des mit einem Gebäude auf fremdem Grund und Boden bebauten Grundstücks typisierend mit dem 18, 6fachen des nach den vertraglichen Bestimmungen im Besteuerungszeitpunkt zu zahlenden jährlichen Entgelts für die Grundstücksnutzung zu ermitteln, im Billigkeitswege korrigierbar (vgl. hierzu die zu § 148 Abs. 1 Satz 2 BewG ergangene Senatsentscheidung vom 22. Mai 2002 II B 173/01).
Nach diesem eindeutigen Gesetzeswortlaut kommt es für den vom Grundstücks-Gesamtwert abzuziehenden Wert des belasteten Grundstücks in Höhe des 18, 6fachen zu zahlenden jährlichen Erbbauzinses auf den "im Besteuerungszeitpunkt" zu zahlenden jährlichen Erbbauzins an (vgl. BFH-Beschluss vom 22.05.2002 II B 173/01, BFHE 199, 11, BStBl II 2002, 844, Juris Rz. 8); das heißt hier auf den für die 60jährige Grundlaufzeit vereinbarten Erbbauzins null und nicht auf den erst nach zukünftiger eventueller Ausübung der Verlängerungsoption vorgesehenen Erbbauzins .
Dieser Rechtssatz widerspreche der weiten Auslegung des Begriffs der Berufsausbildung, wie ihn der BFH in seiner Rechtsprechung geprägt habe (Urteile vom 15. Juli 2003 VIII R 78/99, BFHE 203, 90, BStBl II 2003, 841; vom 16. April 2002 VIII R 58/01, BFHE 199, 11, BStBl II 2002, 523;… vom 15. Juli 2003 VIII R 75/00, BFH/NV 2004, 171).
Insoweit, als der Kläger geltend macht, es sei eine Entscheidung des BFH zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung erforderlich (§ 115 Abs. 2 Nr. 2 Alt. 2 der Finanzgerichtsordnung --FGO--), weil das FG von den BFH-Urteilen in BFHE 203, 90, BStBl II 2003, 841, in BFHE 199, 11, BStBl II 2002, 523 und in BFH/NV 2004, 171 sowie vom Urteil des FG Baden-Württemberg in EFG 2002, 1618 abgewichen sei, ist die Beschwerde unbegründet.
Deswegen darf dabei gemäß § 146 Abs. 6 BewG der Wert des Grundstücks auch nicht niedriger angesetzt werden als der Wert, mit dem der Grund und Boden allein als unbebautes Grundstück nach § 145 Abs. 3 BewG zu bewerten wäre (vgl. BFH-Beschluss vom 22. Mai 2002 II B 173/01, BFHE 199, 11, BStBl II 2002, 844).
Ein berechtigtes Interesse an der Aussetzung der Vollziehung liegt vor, wenn die öffentlichen Belange - insbesondere das öffentliche Interesse an einer geordneten Haushaltsführung - dem Anspruch des Steuerpflichtigen auf vorläufigen Rechtsschutz nicht entgegenstehen (BFH vom 22. Mai 2002, II B 173/01, DStR 2002, 1217 ).
Bei der Bewertung eines Erbbaurechts ist § 146 Abs. 6 BewG nicht anzuwenden
Der BFH hat mit Beschluss vom 22.05.2002 im Aussetzungsverfahren über einen Fall entschieden, in dem das FA den gemeinen Wert eines nach ca. 3 Jahren auslaufenden Erbbaurechts als "Mindestwert" mit 695 TDM festgestellt hat, während der 3 Jahre später vom Grundstückseigentümer für aufstehende Gebäude zu zahlende Entschädigungsanspruch nur ca. 240 TDM betrug (BFH, Beschluss vom 22.05.2002 II B 173/01, DStR 2002, 1217).
Bei der Bewertung von Erbbaurecht ist § 146 Abs. 6 BewG nicht anzuwenden