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Timestamp: 2020-01-26 14:19:13
Document Index: 300413271

Matched Legal Cases: ['§ 23', '§ 23', '§ 5', '§ 13', '§ 2', '§ 31']

sident, pro modo scilicet latitudinis cuiusque praedii, quae latitudo properipam sit. § 23. I. de rer. div. (2. 1.) Das neue Flußbett hört, wenn es bisher Privateigenthum war, auf, dies zu sein, indem es sich in eine Res publica verwandelt. § 23. I. cit L. 7. § 5. D. cit. Novus alveus eius iuris esse incipit, cuius et ipsum flumen, idest, publicus iuris gentium. Sucht der Fluß später sein altes Bett wieder auf, sobehält das jüngst verlassene, wenn es früher eine Respublica war, z. B. ein öffentlicher Weg, diesen Character auch jetzt bei, L.38. D. deadq. r. dom. (41. 1.)*) war es dagegen vorher Privateigenthum, so fällt es nun nicht an die früheren Eigenthümer zurück, wie man, wenn auch nicht nach der Consequenz, doch nach der Billigkeit erwarten sollte, sondern
Von dem früheren Unterschiede der Agri limitati
und arci finii.
Nach römischem Rechte konnten die bisher erörterten, vierfachen Gestaltungen neuen Eigenthumserwerbes nur bei Agris arcifiniis, nicht auch bei Agris limitatis vorkommen. L. 16. D. de adq. rer. dom. (41. 1.) L. 1. §. 6. 7. D. de fluminibus (43. 12.) Fröntinus de controv. agr. p. 16. i. f. p. 17. Ed. Lachm. Und mit dieser Unterscheidung hatte es denn folgende Bewandtniß. In Roms ältester Zeit war das ganze Gebiet des Staates Ager publicus, nur die Possessio und der Usus der einzelnen Grundstücke wurde den römischen Bürgern bis auf eine etwaige Wiedereinziehung des Staates überlassen*). Späterhin bildete
obiectu fluminum, montium, arborum; cet. Aggen nius Urbicus de controv. agror. Ed. Lachm. p. 72. Si cculus Flacc us de condic. agror. Ed. Lachm. p. 138. – Gerade weil bei Agris arcifiniis die Grenzen in der Regel durch die Natur dargebotene waren, stand auch ihrer Veränderung durch Naturereignisse nichts im Wege, und daher kamen denn die oben geschilderten vier Accessions-Formen bei ihnen ganz unbedenklich zur Anwendung. Anders verhielt sich dies mit den Agris limitatis. Ihre Größe war durch die in den öffentlichen Kataster-Listen und Karten verzeichnete Zahl der Centurien Ein für allemal bestimmt, und diese Listen und Karten, bisweilen auf Bronze eingegraben, wurden in öffentlichen, namentlich den kaiserlichen Archiven verwahrt *). Ganz erklärlich also, daß man das auf solche Weise festgestellte Ergebniß einer Limitation nicht jedweder zufälligen Einwirkung der Natur Preis gab, und daher dem Ius alluvionis auf Agri limitati die Anwendung ebenso versagte, L, 16. D. deadq. r. dom. (41. 1.), wie man deren Eigenthümern das Recht absprach, die Insula in flumine nata und den Alveus derelictus iure accessionis als ihr Eigenthum anzusprechen. Vielmehr werden die beiden letzteren von Ulpian in L. 1. §. 6. 7. D. de flum. G43. 12.) als Res nullius, und folgeweise der Occupation anheimfallend bezeichnet. – Heutzutage ist von der angeführten Unterscheidung der Agri limitati und arcifinii keine Rede mehr und daher das römische Ius accessionis auf alle Grundstücke anwendbar,
§. 70. BB. Verbindung beweglicher Sachen mit unbeweglichen.
Wird eine bewegliche Sache mit einer unbeweglichen in der Art verbunden, daß jene zu einem Bestandtheile dieser wird, so erwirbt der
*) Sicu 1 us Flaccus de cond. agror. Ed. Lachm. pag. 154. Quidam formas . . in aere scalpserunt, id est in aeris tabulis scripserunt. hi tamen quidquid instituerunt curandum erit ut fide aestimetur, nequis voluntario finem proferat. illa tantum fides videatur quae aereis tabulis manifestata est. quod siquls contradicat, sanctuarium Caesaris respici solet. omnium enim agrorum etdivisorum et assignatorum formas, sed etdivisionem et commentarios et Principatus in sanctuario habet. qualescumque enim formae fuerint, si ambigatur de earum fide, ad sanctuarium principis revertendum erit.
Eigenthümer der Immobilie die also mit derselben verbundene Mobilie. Die Form, in welcher eine derartige Verbindung vorkommen kann, ist eine zwiefache, die der Satio oder Plantatio und die der Inaedificatio.
1. Satio und Plantatio.
Besteht die Verbindung einer beweglichen Sache mit einer unbeweglichen in Säen und Pflanzen, so erwirbt der Grundeigenthümer nach der Regel: Solo cedit, quod solo implantatur den Saamen und die gepflanzten Gegenstände, sobald sie organisch fest geworden sind, d. h. gekeimt, gewurzelt haben, und dabei erscheint es gleichgültig, ob der Grundeigenthümer fremden Saamen, fremde Pflanzen auf seinen Boden, oder ob der Eigenthümer des Saamens, der Pflanzen diese auf fremden Boden säet und pflanzet. §. 31. I. de rer. div. (2. 1.) Si Titius alienam plantam in suo solo posuerit, ipsius erit, et ex diverso si Titius suam plantam in Maevii solo posuerit, Maevii planta erit, simodo utroque casu radices egerit; ante enim quam radices egerit, eius permanet, cuius fuerat. L. 26. §. 2. D. de adq. r. dom. (41. 1.) L. 9. §. 2. D. de damn. inf. (39. 2.) L. 11. C. de rei vind. (3. 32.) – Stehen Bäume in der Nähe einer Grenze, so entscheiden über deren Eigenthum nicht die Wurzeln, sondern der Ort, wo der Stamm dem Boden entwächst*). Auch hat der Nachbar in solchen Fällen nicht
*) Schwierigkeiten macht auf den ersten Blick Gaius in L. 7. § 13. D. deadq. r. dom. (41. 1.) durch die nachstehenden Worte, welche wohl zum erken unmittelbar auf den Satz folgen, der dem Grundeigenthümer die Pflanze zuspricht, sobald sie Wurzel getrieben, früher aber nicht: His conveniens est: quod si vicini arborem ita terra presserim, ut in meum fundum radices egerit, mean effici arborem. Rationen enim non permittere, ut alterius arbor intelligatur, quam cuius fundo radices egisset. Ed ideo prope confinium arbor posita, si etiam in vicinum fundum radices egerit, communis est, (L.8.eod. Marcian.) proregione cuiusque praedii. – Indem man übersehen hat, daß die vorstehenden Worte nur nähere Ausführung der unmittelbar vorhergehenden sein sollen: (planta) illius erit, simodo radices egerit: an tequ am en im radices a geret, il lius perman et, cuius et fu it, und folgeweise darin von der Frage die Rede ist, wann der Eigenthumswechsel der Pflanze eintritt, nicht, wo die Wurzeln getrieben haben müssen, um diesen zu bewirken, glaubte man einen Widerspruch der L. 6. § 2. D. cit mit unserer L. 7. §. 13. D. cit. und dem beinahe gleichlautenden § 31. I. de rer. div.