Source: https://ballonfahrtgutschein.com/
Timestamp: 2020-06-04 20:37:10
Document Index: 267785129

Matched Legal Cases: ['§195', '§ 138', '§275', '§307', '§929', '§ 932']

Ballonfahrt Gutschein verschenken | Ballonfahrt Gutschein in Augsburg
Ballonfahrtgutschein in Augsburg kaufen
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Sie möchten einen Gutschein verschenken für eine Ballonfahrt? Wissen aber nicht wie und wo? Auf was muss man achten, welche Preise muß man zahlen? All dies und noch viel mehr wollen wir hier auf dieser Seite beantworten. Wer wird sind? Ballonfahrer seit über 20 Jahren – wir tragen die Leidenschaft des Ballonfahrens in uns!
Ballonfahrten Gutscheine verschenken
Ballonfahrten Augsburg - Mitfahren?
Nils Römeling (Dipl.Kfm. Univ)
1 Gutscheine im Allgemeinen
1.0.1 Wie lang ist ein Gutschein gültig?
1.0.2 Warum kann ein Gutschein eine andere Gültigkeitsdauer haben?
1.0.3 Gilt das auch für Wertgutscheine?
1.0.4 Sind Gutscheine übertragbar?
1.0.5 Können Gutscheine in bar ausgezahlt werden?
1.0.6 Leistungsstörungen
1.1 Fazit im Bezug auf Ballonfahrten
1.1.1 Gültigkeitsdauer des Gutscheins
1.1.2 Sind Gutscheine übertragbar?
1.1.3 Wertgutscheine
1.2 Unser Fazit zu Ballonfahrt Gutscheinen
Gutscheine im Allgemeinen
Ein Gutschein ist prinzipiell, sofern nicht anders angegeben, drei Jahre gültig, die ist durch die regelmäßigen Verjährungsfrist (§195 BGB) festgelegt. Auch Gutscheine, die kein Verfallsdatum aufweisen, verlieren nach drei Jahren ihre Gültigkeit. Ein zivilrechtlicher Anspruch (Kaufvertrag, etc.), also auch der einem Gutschein zugrunde liegende Anspruch, verjährt gesetzlich festgelegt nach spätestens drei Jahren. Die drei Jahre werden, ab dem Ende des Ausstellungsjahrs gerechnet. Das heißt, wenn ich im Juli 2015 einen Gutschein kaufe, dann habe ich grundsätzlich bis Ende 2018 Zeit ihn einzulösen.
Warum kann ein Gutschein eine andere Gültigkeitsdauer haben?
Es gibt durchaus Unternehmen, die zu einer Verkürzung der Lebensdauer eines Gutscheins berechtigt sind. Dies muss durch besondere Umstände im Einzelfall begründbar sein. Zum Beispiel kann ein Unternehmen, dass durch jährlich steigende Lohn- und weitere Kosten, jedes Jahr von einem höheren Wert für dieselbe Leistung ausgeht, die Lebensdauer auf zwei oder sogar ein Jahr reduzieren. Das heißt, wenn der Wert des Gutscheins innerhalb der drei Jahre nicht mehr dem Wert der Dienstleistung entspricht, hat das Unternehmen das Recht die Lebensdauer zu verkürzen. Eine individuell bestimmte Gültigkeitsdauer von weniger als 6 Monaten ist nicht zulässig, da sie dem Inhaber quasi die Möglichkeit der Inanspruchnahme nimmt. (§ 138 Abs. 1 BGB).
Gilt das auch für Wertgutscheine?
Nein, Wertgutscheine haben eine prinzipielle Lebensdauer von drei Jahren. Das Risiko des Werteverlustes liegt hier beim Gutscheininhaber und berechtigt den Aussteller nicht zu einer Reduktion der Lebensdauer. Das heißt Wertgutscheine fallen auf jeden Fall unter die Regelung der regelmäßigen Verjährungsfrist. Wichtig dies gilt nicht für Gratis- und Werbegutscheine für die der Besitzer keine Leistung erbracht hat, bei solchen Wertgutscheinen hat das Unternehmen das Recht die Dauer zu verkürzen.
Ja Gutscheine sind übertragbar. Jeder Inhaber eines Gutscheins ist berechtigt den Gutschein nach seinem Willen weiterzugeben. Der Inhaber ist rechtlich sogar dazu berechtigt den Gutschein weiterzugeben, wenn er auf einen speziellen Namen ausgestellt wurde. Das Unternehmen ist verpflichtet jedem der einen Gutschein vorlegen kann den entsprechenden Dienst zu leisten.
Können Gutscheine in bar ausgezahlt werden?
Nein, Gutscheine ersetzen den Zahlungsverkehr. Es ist weder möglich den auf dem Gutschein angegeben Wert ausgezahlt zu bekommen und dadurch auf die angegebene Leistung zu verzichten, noch ist es möglich einen Restbetrag der nach Inanspruchnahme der Leistung in bar ausgezahlt zu bekommen. Der einzige Anspruch auf eine Barzahlung besteht wenn sich der Gutschein auf ein bestimmtes Produkt beschränkt und dieses zum Zeitpunkt der Gutscheineinlösung nicht verfügbar ist.
Aufgrund von Umständen die nach dem Erwerb des Gutscheins auftreten, kann der Gutschein für den Besitzer zwecklos werden, es stellt sich die Frage ob hier ein Recht auf einen adäquaten Geldbetrag statt der Leistung besteht. Wenn das Verschulden an der Zwecklosigkeit beim Besitzer des Gutscheins liegt, (zum Beispiel ein Beinbruch) besteht kein rechtlicher Anspruch auf Auszahlung in adäquater Höhe. Ist das Unternehmen, der Gutscheinersteller, für die Nichterbringung der Leistung verantwortlich so verliert das Unternehmen den Anspruch auf die Leistung des Besitzers des Gutscheinbesitzers. Das heißt Konkret, wenn das Unternehmen von seiner Leistungspflicht ausgeschlossen ist (BGB §275) dann hat das Unternehmen im Gegenzug keinen Anspruch auf eine Leistung des Vertragspartners (Gutscheinbesitzer), das heißt wenn die Leistung im Gutschein nicht erfüllt wird, kann das Unternehmen kein Geld dafür verlangen. Sollte dieses bereits an das Unternehmen bezahlt worden sein, so kann dieses vom Gutscheinbesitzer zurück verlangt werden.
Ballonfahrtgutschein
Fazit im Bezug auf Ballonfahrten
Auf der Website des Verbraucherschutzes wird bei der verkürzten Gutscheindauer auf ein dem Ballonfahrt ähnliches Unternehmen verwiesen. Dort wird ein Fall beschrieben von einem Unternehmen, das Stadtrundfahrten anbietet und durch steigende Lohn- und Betriebskosten dazu berechtigt wird, die Gutscheingültigkeitsdauer zu verkürzen, da die Preise steigen. Hierzu ist aber wichtig, dass ein tatsächlicher Anstieg nachweisbar ist, das heißt es muss ein Anstieg des Wertes der Dienstleistung (also des Preises) für die Ballonfahrt nachweisbar sein. Im Detail müssen dann ansteigende Kosten begründet sein (Lohn, Material, etc.). Wenn dies nachgewiesen werden kann, dann berechtigt dies zu einer Verkürzung der Gültigkeit des Gutscheins, allerdings nicht kürzer als 6 Monate. Jedoch ist diese Verkürzung mit Vorsicht zu genießen, sobald ein Verfallsdatum auf einem Gutschein steht gilt nicht mehr die allgemeine zivilrechtliche Verjährungsfrist, sondern das aufgedruckte Verfallsdatum gilt als AGB und fällt unter das AGB-Recht (BGB §307) welches eine angemessen Balance zwischen Herausgeber und Besitzer des Gutscheins festlegt. Es ist vom jeweiligen Einzelfall abhängig aber für ein Ballonfahrtunternehmen sinnvoll darüber nachzudenken wie die Gültigkeitsdauer aussehen soll.
Wie es im allgemeinen Teil schon beschrieben wurde ja. Konkret heißt das, dass an jede Person die einen Gutschein des Entsprechen Unternehmens vorlegen kann dazu berechtigt ist die festgelegte Leistung in Anspruch zu nehmen. Selbst Gutscheine die auf einen speziellen Namen ausgestellt sind können vom Besitzer weitergegeben werden. Laut den Grundsätzen der Übereignung einer beweglichen Sache (BGB §929) ist der Besitzer dazu berechtigt den Gutschein an eine dritte Person zu übertragen. Denn das Recht aus dem Papier (der Ballonflug) folgt dem Recht am Papier (Besitz des Gutscheins). Die Übertragung des Gutscheins ist solange rechtens als es sich um einen gutgläubigen Erwerb handelt (BGB § 932), das heißt die Übertragung des Gutscheins vom Berechtigten auf den „noch“ Nicht-Berechtigten erfolgt im Einverständnis des Berechtigten. Allerdings obliegt die Überprüfung ob es sich um einen gutgläubigen Erwerb handelt nicht dem Unternehmen. Das Unternehmen befreit sich sogar aus seiner Leistungspflicht wenn sie die Leistung an eine dritte Person erfüllen und diese den Gutschein ohne die Zustimmung des Besitzers in Anspruch genommen hat. Solange der Besitzer nicht interveniert ist die Leistung, welche festgelegt ist, an jede Person die einen Gutschein vorlegen kann und die den anderen Voraussetzungen (Mindestgröße, Mindestalter, etc.) entspricht, zu erbringen.
Für Wertgutscheine können keine Ablaufdaten eingeführt werden, da hier das Verlustrisiko nicht beim Aussteller sondern beim Besitzer liegt. Das heißt, jeder Gutschein über einen Geldbetrag als Anteilzahlung für die Ballonfahrt ist drei Jahre lang gültig, das erfolgt aus einem Beschluss des Münchner Oberlandesgericht aus dem Jahr 2007, als Amazon-Gutscheine die auf ein Jahr befristet waren für nichtig erklärt wurden. Wertgutscheine können wie alle anderen Gutscheine übertragen werden und sind, mit Ausnahme auf die Gültigkeitsdauer wie die anderen Gutschein zu behandeln.
Unser Fazit zu Ballonfahrt Gutscheinen
Für das Ballonfahrtunternehmen ist es sicherlich sinnvoll darüber nachzudenken die Gültigkeit der Gutscheine genau unter die Lupe zu nehmen und zu erwägen ob eine Verkürzung der Gültigkeitsdauer unter 3 Jahre sinnvoll ist, sofern die nötigen Umstände gegeben sind.
Wie im oben beschrieben Fall wurde als Präzedenzfall eine Stadtrundfahrt genannt die als erbrachte Leistung durchaus Ähnlichkeiten mit einer Ballonfahrt hat. Somit ist nach einer finanziellen Überprüfung der letzen Jahre (Lohnanstieg, Preisanstieg, Inflation, etc.) das reduzieren der Gültigkeitsdauer unter die allgemeine gesetzliche Frist sinnvoll. Ferner ist es wichtig zu beachten, dass eine Reduktion der Lebensdauer von Wertgutscheinen nicht rechtens ist und somit nicht möglich ist.
Es ist hierbei wichtig das für die Besitzer absolut kein Anspruch auf Barauszahlung besteht auch nicht auf Rest- oder Teilbeträge die noch auf dem Gutschein sind. Und wie ebenfalls schon besprochen ist zu beachten, dass alle Gutscheine die ausgegeben werden übertragbar sind und somit eine persönliche Widmung eines Gutscheins eine schöne Geste sein kann, aber rechtlich keinen Unterschied macht und das Übertragungsrecht des Besitzers nicht beschneidet. Das heißt also es ist jeder Besitzer eines Gutscheins dazu berechtigt seinen Gutschein an jede Person weiterzugeben, und selbst die Personen sind wiederum berechtigt den Gutschein weiter zu geben, und so weiter.