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Timestamp: 2016-10-23 07:53:30
Document Index: 88758183

Matched Legal Cases: ['Art. 6', 'Art. 7', 'Art. 8', 'Art. 28', 'Art. 29', 'Art. 16', 'Art. 28', 'Art. 134', 'BGE', 'Art. 152']

I 545/06 (07.12.2006)
R.________, 1942, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Domenico Acocella, Herrengasse 3, 6431 Schwyz,
R.________ (geb. 1942) beantragte am 29. Juli 2003 erstmals eine Invalidenrente. Mit Verf�gung vom 30. September 2003 lehnte die IV-Stelle Schwyz dieses Gesuch ab. Daran hielt sie mit Einspracheentscheid vom 16. M�rz 2004 fest. Auf Beschwerde von R.________ hin widerrief die IV-Stelle Verf�gung und Einspracheentscheid, worauf das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz am 13. Juli 2004 die Beschwerde als gegenstandslos geworden vom Gesch�ftsverzeichnis abschrieb.
In der Folge lehnte die IV-Stelle das Rentengesuch mit Verf�gung vom 13. September 2005 erneut ab. Auf Einsprache hin sprach die IV-Stelle R.________ jedoch mit Eintscheid vom 1. Dezember 2005 eine ganze IV-Rente ab 1. August 2005 zu.
R.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren und beantragen, die ganze Rente sei ihm mindestens ab 1. Januar 2001 zuzusprechen. Ferner ersucht er um unentgeltliche Verbeist�ndung.
Das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz und die IV-Stelle schliessen auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, w�hrend das Bundesamt f�r Sozialversicherungen auf eine Vernehmlassung verzichtet.
Die Vorinstanz hat die gesetzlichen Vorschriften zu den Begriffen der Arbeits- (Art. 6 ATSG) und Erwerbsunf�higkeit (Art. 7 ATSG), zur Invalidit�t (Art. 8 ATSG), zum Umfang des Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 1 IVG), zum Rentenbeginn (Art. 29 Abs. 1 IVG) und zur Ermittlung des Invalidit�tsgrades nach der Methode des Einkommensvergleichs (Art. 16 ATSG) richtig dargelegt. Darauf wird verwiesen.
Streitig und zu pr�fen ist der Rentenbeginn.
3.1 Die Vorinstanz kam auf Grund einer eingehenden und zutreffenden W�rdigung der medizinischen Aktenlage zum Schluss, dass eine relevante Arbeitsunf�higkeit ab 10. August 2004 ausgewiesen und der Rentenanspruch damit nach Ablauf der gesetzlichen Wartezeit von einem Jahr im August 2005 entstanden sei. Der Versicherte habe sich ab 10. August 2004 in der Psychiatrischen Klinik O.________ aufgehalten. Auf dieses Datum habe sich auch der Regionale �rztliche Dienst abgest�tzt. Selbst wenn sich der depressive Zustand in der vorausgegangenen Zeit schleichend entwickelt habe, sei eine nachvollziehbare andere R�ckdatierung des Beginns der Arbeitsunf�higkeit nicht m�glich. Auf diese korrekte Beweisw�rdigung des kantonalen Gerichts wird verwiesen.
3.2 Was der Beschwerdef�hrer hiegegen einwenden l�sst, ist nicht stichhaltig. Will er eine ganze IV-Rente ab 1. Januar 2001 erhalten, m�sste sp�testens seit Anfang 2000 eine erhebliche Arbeitsunf�higkeit ausgewiesen sein, auf Grund welcher ab Januar 2001 mindestens eine Invalidit�t von 66 2/3% (Art. 28 Abs. 1 IVG in der damals g�ltig gewesenen Fassung) h�tte eintreten m�ssen. Solches l�sst sich aus den medizinischen Akten nicht herauslesen. Namentlich sind keine echtzeitlichen Unterlagen vorhanden, datieren doch die �rztlichen Berichte entweder von 1992 und fr�her oder von 2003 und sp�ter. Laut Bericht des Dr. V.________, Arzt f�r Allgemeine Medizin FMH, vom 10. September 2003 sei bisher keine Arbeitsunf�higkeit diskutiert oder attestiert worden. Der Arzt zeigte sich "�berrascht" von der IV-Anmeldung. Auch das Spital N.________ gab im Bericht vom 5. September 2003 an, es sei bislang keine Arbeitsf�higkeit (recte: Arbeitsunf�higkeit) best�tigt worden. Im Bericht vom 19. April 2004 f�hrte Dr. V.________ aus, dass die Beeintr�chtigungen bez�glich der fr�heren T�tigkeit ab Juni 2001 "zunehmend manifest" geworden seien. Daraus l�sst sich im Zusammenhang mit dem erw�hnten Bericht vom 10. September 2003 keine Invalidit�t von 66 2/3% ab August 2001 ableiten. Dr. V.________ sch�tzte zudem im selben Bericht die Arbeitsf�higkeit in einem B�ro auf 50% und beantragte eine genauere Abkl�rung in einer Medas. Dr. med. A.________, Spezialarzt f�r Neurologie FMH, sprach im Bericht vom 8. November 2004 von einer "aktuellen" Arbeitsunf�higkeit und �usserte Besserungsm�glichkeiten mit einer psychiatrischen Behandlung. Zwar nannte er die Diagnosen der vertebrobasil�ren Insuffizienz und der Depression mit Auswirkungen auf die Arbeitsf�higkeit, welche seit 2000 best�nden. Indessen wird die konkrete Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit nirgends spezifiziert und befindet sich der Beschwerdef�hrer erst seit 5. Juni 2003 in Behandlung bei diesem Arzt. Aus dem genannten Bericht l�sst sich daher f�r die Jahre 2000/2001 nichts ableiten. Die Psychiatrische Klinik O.________ gab im Bericht vom 13. Dezember 2004 an, seit 10. August 2004 bestehe eine Arbeitsunf�higkeit von 100%. Diese blieb gem�ss Bericht des Dr. med. W.________, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 12. Oktober 2005 seit der Entlassung aus der genannten Klinik bestehen. Eine Arbeitsunf�higkeit in den Jahren 2000 und 2001 l�sst sich diesem Bericht nicht entnehmen. Damit ist ungeachtet der vereinzelten Hinweise auf fr�here gesundheitliche Probleme kein Beginn einer Invalidit�t in rentenberechtigendem Ausmass vor August 2005 rechtsgen�glich belegt. Zus�tzliche Abkl�rungen �ber einen mehrere Jahre zur�ckliegenden Gesundheitszustand verm�chten sodann keine neuen Erkenntnisse zu bringen, weshalb es beim kantonalen Entscheid sein Bewenden haben muss.
Das Verfahren ist kostenlos (Art. 134 OG in der bis Ende Juni 2006 g�ltig gewesenen Fassung). Die unentgeltliche Verbeist�ndung kann gew�hrt werden, da die entsprechenden Voraussetzungen (dazu BGE 125 V 202 Erw. 4a) erf�llt sind. Der Beschwerdef�hrer wird aber auf Art. 152 Abs. 3 OG hingewiesen, wonach er dem Gericht Ersatz zu leisten haben wird, falls er dereinst dazu im Stande sein sollte.
Zufolge Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege wird Rechtsanwalt Dr. Domenico Acocella, Schwyz, f�r das Verfahren vor dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht aus der Gerichtskasse eine Entsch�digung von Fr. 1500.- (einschliesslich Mehrwertsteuer) ausgerichtet.