Source: https://www.lecturio.de/jura/erlaubtes-risiko-glaubens-gewissensfreiheit-artikel4gg.vortrag
Timestamp: 2019-08-17 20:56:56
Document Index: 366322623

Matched Legal Cases: ['Art. 4', 'Art. 4', 'Art. 4', 'Art. 4', 'Art. 4', 'Art. 4', 'Art. 4', 'Art. 4', 'Art. 4', 'Art. 4', 'Art. 4']

Erlaubtes Risiko, Glaubens- & Gewissensfreiheit nach Artikel 4 GG
Rechtswidrigkeit: Das erlaubte Risiko und die Glaubens- und Gewissensfreiheit (Art. 4 GG)
Rechtswidrigkeit: Das erlaubte Risiko und die Glaubens- und Gewissensfreiheit (Art. 4 GG) von RA Stefan Koslowski
Der Vortrag „Rechtswidrigkeit: Das erlaubte Risiko und die Glaubens- und Gewissensfreiheit (Art. 4 GG)“ von RA Stefan Koslowski ist Bestandteil des Kurses „Das vollendete Begehungsdelikt“. Der Vortrag ist dabei in folgende Kapitel unterteilt:
Risiko, Glaubens- & Gewissensfreiheit
Das erlaubte Risiko
Abgeleitete Rechtfertigungsgründe
Fallbeispiel: Die Beschneidung
Falllösung: Die Beschneidung
Wie lauten die Gegenargumente zur Behauptung, dass Art. 4 GG als Rechtfertigungsgrund in Betracht kommt?
Die grundsätzlich abstrakt bestimmten Rechtfertigungsgründe dürfen nicht durch ein völlig unbestimmtes Instrument ergänzt werden.
Rechtsunsicherheit und Beweisschwierigkeit der individuellen Gewissensentscheidung.
Rechte Dritter könnten kollidieren.
Die Rechtfertigungsgründe des StGB sind abschließend.
Wie lauten die Argumente zugunsten der Annahme, dass Art. 4 GG einen Rechtfertigungsgrund darstellt?
Art. 4 GG gilt nicht uferlos, sondern kennt weiterhin Schranken.
Die verfassungsimmanenten Schranken, insbesondere kollidierende Grundrechte Dritter, müssen weiterhin beachtet werden.
Die individuelle Glaubensrichtung muss bei der Frage nach Recht oder Unrecht einer Tat im Verhältnis zu Dritten mit einbezogen werden.
Dürfte Art. 4 GG nicht als Rechtfertigungsgrund herangezogen werden, so wäre ein effektiver Schutz der Glaubens- und Gewissensfreiheit nicht möglich.
Was vertritt die h. M. in Bezug auf das erlaubte Risiko?
Das erlaubte Risiko stellt einen Sammelbegriff für strukturell unterschiedliche Fallgestaltungen dar, in denen es zumeist schon an einem strafrechtlich relevanten Verhaltensunwert fehlt.
Das erlaubte Risiko stellt keine selbständige Rechtsfigur dar.
Das erlaubte Risiko stellt einen Rechtfertigungsgrund bei Fahrlässigkeitsdelikten dar.
Das erlaubte Risiko stellt einen Entschuldigungsgrund dar.
Was vertritt die h. M. in Bezug auf Art. 4 GG?
Art. 4 GG stellt keinen Entschuldigungsgrund dar.
Das Vorliegen einer Gewissensentscheidung kann nur im Rahmen der Strafzumessung Berücksichtigung finden.
Art. 4 GG stellt einen Entschuldigungsgrund dar.
Die Glaubens- und Gewissensfreiheit stellt einen Sammelbegriff für strukturell unterschiedliche Fallgestaltungen dar.
Dozent des Vortrages Rechtswidrigkeit: Das erlaubte Risiko und die Glaubens- und Gewissensfreiheit (Art. 4 GG)