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Timestamp: 2016-10-28 16:24:51
Document Index: 286858954

Matched Legal Cases: ['Art. 6', 'Art. 18', 'Art. 8', 'Art. 16', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE']

R.________, 1951, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanw�ltin Carmen Hool-Helfenstein, Kantonsstrasse 96, 6048 Horw,
R.________ (geb. 1951) war bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch unfallversichert, als sie am 15. August 2002 einen Verkehrsunfall erlitt. Die SUVA kam f�r die Folgekosten auf. Mit Verf�gung vom 30. Juni 2004 gew�hrte sie R.________ eine Rente gest�tzt auf einen Invalidit�tsgrad von 34 %. Daran hielt die SUVA mit Einspracheentscheid vom 22. Oktober 2004 fest.
R.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren und beantragen, es sei ihr ab 1. Juli 2004 eine Rente von 50 % auszurichten.
Das kantonale Gericht hat die gesetzlichen Vorschriften zu den Voraussetzungen f�r die Rente der Unfallversicherung (Art. 6 Abs. 1 und Art. 18 Abs. 1 UVG), zum Begriff der Invalidit�t (Art. 8 Abs. 1 ATSG) und zur Ermittlung des Invalidit�tsgrades nach der Methode des Einkommensvergleichs (Art. 16 ATSG) sowie die Rechtsprechung zur Bedeutung �rztlicher Ausk�nfte im Rahmen der Invalidit�tsbemessung (BGE 115 V 135), zur Schadenminderungspflicht der Versicherten (BGE 117 V 400), zum Begriff des ausgeglichenen Arbeitsmarktes (BGE 110 V 276 Erw. 4b; Urteil M. vom 6. Februar 2001, U 388/99) und zum wirtschaftlichen Charakter des Invalidit�tsbegriffes (BGE 114 V 314 Erw. 3b) richtig dargelegt. Darauf wird verwiesen.
2.1 Die Vorinstanz hat die medizinische Aktenlage ausf�hrlich zusammengefasst, so dass darauf verwiesen werden kann. SUVA-Kreisarzt Dr. med. B.________, FMH Chirurgie, hat im Bericht zur Abschlussuntersuchung vom 24. November 2003 festgehalten, dass T�tigkeiten mit Schl�gen und Vibrationen auf das linke Sprunggelenk, in Zwangshaltungen und mit Schl�gen und Vibrationen auf die HWS nicht mehr zumutbar seien. Beim Tragen von Lasten sei eine obere Gewichtslimite von 10-12 kg unter g�nstigen Hebelarmen gegeben. F�r sitzende T�tigkeiten seien vermehrt Pausen oder Wechselbelastungen zuzugestehen. Dabei seien optimale ergonomische Bedingungen wichtig. Einschr�nkungen zeitlicher Art best�nden nicht.
2.2 SUVA und Vorinstanz stellten auf diese Einsch�tzung ab und ermittelten einen Invalidit�tsgrad von 34 %. Hiegegen l�sst die Beschwerdef�hrerin geltend machen, gem�ss s�mtlichen �brigen medizinischen Unterlagen bestehe eine Arbeitsf�higkeit von bloss noch 50 % in jeglichen T�tigkeiten. In einer andern Arbeit k�nne sie h�chstens einen Verdienst im Bereich der Lohnstufe 4 gem�ss Schweizerischer Lohnstrukturerhebung (LSE) erzielen, und nicht einen solchen gem�ss Niveau 3, wie er von der SUVA dem Erwerbsvergleich zu Grunde gelegt wurde. Auch die Invalidenversicherung gehe davon aus, dass eine anderweitige Arbeit tiefer entl�hnt w�re.
2.3 Den Ausf�hrungen der Versicherten kann nicht beigepflichtet werden. Gem�ss Bericht der Klinik V.________ vom 20. Mai 2003 wurde die Arbeitsf�higkeit nur bis 8. Juni 2003 auf 50 % belassen; hernach empfahl die Klinik eine versuchsweise langsame Steigerung in Absprache mit dem Hausarzt. Zudem liessen sich beim Aufenthalt in dieser Klinik deutliche Schmerzreduktionen und tageweise Schmerzfreiheit erzielen. Am Arbeitsplatz seien vermehrte Sitzpausen und ergonomische Anpassungen n�tig. Somit sah die Klinik Steigerungspotential. Gest�tzt auf ihren Bericht kann daher keine bis heute andauernde Arbeitsunf�higkeit von 50 % postuliert werden.
Bei den Berichten des Dr. med. L.________, FMH Innere Medizin, ist zu beachten, dass Haus�rzte auf Grund ihrer auftragsrechtlichen Vertrauensstellung im Zweifel manchmal eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 353 Erw. 3b/cc). Der Vorinstanz kann kein Vorwurf gemacht werden, wenn sie auf die Angaben des Dr. B.________ abgestellt hat.
2.4 Im Weiteren ergibt sich, dass die Beschwerdef�hrerin an ihrem bisherigen Arbeitsplatz in der Firma S.________ AG, nicht optimal eingegliedert ist. Einerseits sitzt sie gem�ss eigenen Angaben zu 95 % am Computer und hat weder l�ngere Pausen noch die M�glichkeit einer Wechselbelastung, was Dr. med. B.________ in �bereinstimmung mit der Klinik V.________ f�r sitzende T�tigkeiten vorausgesetzt hat. Anderseits ist der Betrieb nach Angaben gegen�ber der SUVA (Erhebungen in der Firma vom 21. Oktober 2003 und 4. Mai 2004; Telefonnotiz vom 25. Juni 2005) nicht in der Lage, die Beschwerdef�hrerin ganztags mit vermehrten Pausen zu besch�ftigen. Damit mangelt es am gegenw�rtigen Arbeitsplatz an von Dr. B.________ als wichtig bezeichneten Voraussetzungen, um zumutbarerweise ganztags arbeiten zu k�nnen. Die fehlenden Pausen und die damit zusammenh�ngenden ung�nstigen Bedingungen d�rften mit dazu beigetragen haben, dass die Beschwerdef�hrerin ihr Pensum nicht auf �ber 50 % zu steigern vermocht hat. Auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt sind aber Stellen vorhanden, an welchen die Versicherte die selbe Art von Arbeit mit den entsprechenden Pausen erbringen k�nnte.
2.5 Sodann rechtfertigt es sich nicht, beim hypothetischen Invalideneinkommen die L�hne des Niveaus 4 beizuziehen, da die Versicherte laut der Laufbahn im Bericht der Beruflichen Eingliederung der IV-Stelle Nidwalden als gelehrte Betriebsassistentin mit rund zwanzig Jahren Berufserfahrung als Sachbearbeiterin, Sekret�rin f�r einen Verkaufschef und Operatorin in der Lage ist, h�her qualifizierte Arbeiten als einfache und repetitive Hilfsarbeitert�tigkeiten zu verrichten. Dies best�tigte sich bei den beruflichen Abkl�rungen in der Arbeitgeberfirma vom 4. Mai 2004, hat doch die Personalleiterin gesagt, f�r die von der Versicherten ausge�bte T�tigkeit sei grunds�tzlich eine kaufm�nnische Ausbildung notwendig. Somit verrichtete die Beschwerdef�hrerin Arbeiten, welche dem Niveau 3 der LSE-Tabellen entsprechen.
2.6 Schliesslich hilft der Beschwerdef�hrerin der Hinweis auf die W�rdigung des IV-Berufsberaters nicht weiter. Dieser hat nicht den Invalidit�tsgrad zu ermitteln. Zudem sind im Bericht des Dr. med. B.________ degenerative Ver�nderungen erw�hnt, welche nicht als Unfallfolgen betrachtet werden k�nnen und deshalb wohl von der IV, nicht aber von der Unfallversicherung zu ber�cksichtigen sind. Der in allen Punkten zutreffende kantonale Entscheid h�lt daher Stand.