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Timestamp: 2016-10-25 06:44:55
Document Index: 19907626

Matched Legal Cases: ['Art. 97', 'Art. 5', 'Art. 98', 'Art. 104', 'BGE', 'BGE', 'Art. 103', 'Art. 106', 'Art. 104', 'Art. 105', 'Art. 20', 'Art. 6', 'BGE', 'Art. 31', 'Art. 9', 'Art. 31', 'Art. 9', 'Art. 8', 'Art. 7', 'Art. 7', 'Art. 7', 'Art. 9', 'Art. 31', 'Art. 31', 'Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'Art. 156', 'Art. 159']

1A.150/2000 (23.01.2001)
1A.150/2000/zga
A.S.________ und B.S.________, Heiden, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Thomas H. Rohrer, Reichenbach + Partner, Talacker 50, Z�rich,
Dorfbrunnen- und Roosenkorporation H e i d e n, Oberes Werd 6, Heiden, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt Heinrich Eggenberger, Niedern 117, Trogen, Gemeinderat H e i d e n,Umweltschutz- und Energiedirektion des Kantons Appen-zell Ausserrhoden, Verwaltungsgericht von Appenzell Ausser-rhoden, II. Abteilung,
Grundwasserschutz, hat sich ergeben:
A.- A.S.________ und B.S.________ sind Mieter einer ehemaligen Lastwagengarage auf der Parzelle Nr. 444 in Heiden.
Die Garage liegt 30 - 40 m von der Grundwasserfassung Bissau-Wies der Dorfbrunnen- und Roosenkorporation Heiden entfernt. Zum Schutze dieser Grundwasserfassung hatte der Regierungsrat des Kantons Appenzell-Ausserrhoden am 15. April 1986 einen Schutzzonenplan mit Schutzreglement erlassen. Danach befindet sich die Parzelle Nr. 444 in der engeren Grundwasserschutzzone S2/b2 (mit beschr�nkter Schutzwirkung). Die Grundwasserschutzzone S2/b2 wurde am 20. Juni 1986 im Grundbuchblatt der Parzelle Nr. 444 angemerkt.
B.- Im Jahre 1993 beabsichtigten A.S.________ und B.S.________, eine Oldtimer-Trockenwerkstatt in die urspr�ngliche Lastwagengarage einzubauen. Gem�ss Aussagen von A.S.________ und B.S.________ habe der Bausekret�r des Bauamtes Heiden ihnen im September 1993 die m�ndliche Zusage gemacht, dass es f�r ihr Vorhaben keines Baugesuchs bed�rfe.
Diese Aussage wird vom Bausekret�r bestritten. Am 2. Januar 1994 er�ffneten A.S.________ und B.S.________ die gewerbliche Oldtimer-Garage, nachdem sie die bestehende Manngrube geschlossen und daf�r zwei moderne Hydrauliklifte sowie, in einer Ecke des Geb�udes, einen separaten B�roraum eingebaut hatten. Im April 1994 wurden sie vom Gemeindebaumeister aufgefordert, nachtr�glich ein Baugesuch einzureichen. Gegen die nachtr�gliche Baueingabe vom 11. Mai 1994 (ohne Erw�hnung der baulichen Ver�nderungen) erhob die Dorfbrunnen- und Roosenkorporation (Wasserversorgung) am 4. Juni 1994 Einsprache, weil in der Grundwasserschutzzone S2 keine Autoreparaturwerkst�tten zul�ssig seien. Mit Verf�gung vom 1. September 1994 (versandt am 19. April 1995) entschied das kantonale Amt f�r Umweltschutz, das Baugesuch S.________ werde gew�sserschutzpolizeilich verweigert. Gest�tzt darauf hiess die Baubewilligungskommission Heiden am 19. April 1995 die Einsprache der Dorfbrunnen- und Roosenkorporation gut und verweigerte der Trockenwerkstatt die nachtr�gliche Baubewilligung.
C.- A.S.________ und B.S.________ rekurrierten sowohl gegen die Verweigerung der Baubewilligung (dieses Verfahren ist noch h�ngig) und gegen die Versagung der gew�sserschutzpolizeilichen Bewilligung. Am 21. M�rz 1998 wies die Umweltschutz- und Energiekommission den Rekurs gegen den Entscheid des Umweltschutzamtes ab.
D.- Gegen den Rekursentscheid erhoben A.S.________ und B.S.________ Beschwerde an das Verwaltungsgericht von Appenzell-Ausserrhoden.
Dieses f�hrte am 24. Februar 1998 im Beisein der Beteiligten einen Augenschein durch. Am 27. Oktober 1999 wies es die Beschwerde ab.
E.- Gegen den am 15. M�rz 2000 zugestellten verwaltungsgerichtlichen Entscheid erhoben A.S.________ und B.S.________ am 14. April 2000 Verwaltungsgerichtsbeschwerde ans Bundesgericht.
Sie beantragen, das angefochtene Urteil sei aufzuheben und die Sache zur Erg�nzung des Sachverhalts und zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
F.- Die Dorfbrunnen- und Roosenkorporation beantragt, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Auch das Verwaltungsgericht schliesst auf Beschwerdeabweisung.
Der Gemeinderat Heiden und die Umweltschutz- und Energiedirektion haben sich nicht vernehmen lassen. Das Bundesamt f�r Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL) kommt in seiner Vernehmlassung zum Ergebnis, der angefochtene Entscheid stehe im Einklang mit dem Gew�sserschutzrecht des Bundes.
Den Beteiligten wurde Gelegenheit gegeben, hierzu Stellung zu nehmen.
1.- a) Angefochten ist ein letztinstanzlicher kantonaler Entscheid, der sich im Wesentlichen auf das Gew�sserschutzrecht des Bundes und damit auf Bundesverwaltungsrecht st�tzt (Art. 97 Abs. 1 OG i.V.m. Art. 5 VwVG; Art. 98 lit. g OG).
Hiergegen steht die Verwaltungsgerichtsbeschwerde grunds�tzlich offen.
Soweit die Verwaltungsgerichtsbeschwerde zul�ssig ist, k�nnen die Beschwerdef�hrer auch geltend machen, der angefochtene Entscheid verletze Bundesverfassungsrecht, weil dieses zum Bundesrecht im Sinne von Art. 104 lit. a OG geh�rt (BGE 125 II 508 E. 3a S. 509 mit Hinweisen). Damit k�nnen auch die verfassungsrechtlichen R�gen der Beschwerdef�hrer im Rahmen der Verwaltungsgerichtsbeschwerde abgehandelt werden.
Gleiches gilt f�r die geltend gemachten Verletzungen von kantonalem Verfahrensrecht, die einen engen Sachzusammenhang mit der im Rahmen der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu beurteilenden Frage des Bundesverwaltungsrechts aufweisen (BGE 123 II 359 E. 1a/aa S. 361).
Die Beschwerdef�hrer sind als Betreiber der OldtimerTrockenwerkstatt zur Beschwerde gegen die Versagung der gew�sserschutzpolizeilichen Bewilligung legitimiert (Art. 103 lit. a OG). Auf die rechtzeitig erhobene Beschwerde (Art. 106 Abs. 1 OG) ist daher einzutreten.
b) Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht k�nnen die Verletzung von Bundesrecht - einschliesslich �berschreitung oder Missbrauch des Ermessens - und die unrichtige oder unvollst�ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts ger�gt werden (Art. 104 lit. a und b OG). Hat allerdings - wie im vorliegenden Fall - eine richterliche Beh�rde als Vorinstanz entschieden, ist das Bundesgericht an den festgestellten Sachverhalt gebunden, es sei denn, dieser sei offensichtlich unrichtig, unvollst�ndig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen festgestellt worden (Art. 105 Abs. 2 OG).
2.- a) Gem�ss Art. 20 des Bundesgesetzes vom 24. Januar 1991 �ber den Schutz der Gew�sser (GSchG; SR 814. 20) scheiden die Kantone Schutzzonen f�r die im �ffentlichen Interesse liegenden Grundwasserfassungen und -anreicherungsanlagen aus und legen die notwendigen Eigentumsbeschr�nkungen fest. Die Gew�sserschutzzonen bestehen aus dem Fassungsbereich (Zone S1), der Engeren Schutzzone (Zone S2) und der Weiteren Schutzzone (Zone S3) (Anhang 4 der Gew�sserschutzverordnung vom 28. Oktober 1998 [GSchV; SR 814. 201], Ziff. 121 - 124).
Die Parzelle, auf der die Beschwerdef�hrer ihre Oldtimer-Trockenwerkstatt betreiben, liegt in der engeren Gew�sserschutzzone S2, 30 bis 40 m von der Grundwasserfassung "BissauWies" der Dorfbrunnen- und Roosenkorporation Heiden entfernt.
Auf diese Schutzzone finden nicht nur die im Schutzreglement enthaltenen Vorschriften und Bestimmungen Anwendung, sondern auch die zus�tzlichen Einschr�nkungen gem�ss der neueren Gew�sserschutzgesetzgebung (Siegfried Lagger, �berblick �ber das neue Gew�sserschutzrecht, URP 1999 S. 488/489): Dies ergibt sich nicht erst aus dem ausdr�cklichen Vorbehalt in Art. 6 Schutzzonenreglement zugunsten strengerer bau- oder planrechtlicher Vorschriften und Bestimmungen der Gew�sserschutzgesetzgebung, sondern schon aus dem zwingenden Charakter des Bundesgew�sserschutzrechts (zur bundesgerichtlichen Rechtsprechung betreffend Anwendbarkeit der neuen Gew�sserschutz- und Umweltvorschriften auf h�ngige Verfahren: BGE 119 Ib 174 E. 3 S. 177, 254 E. 8g S. 283) und dem Zweck der Gew�sserschutzverordnung, die bislang in der Wegleitung Grundwasserschutz enthaltenen Grunds�tze rechtsverbindlich festzusetzen und dadurch einen gesamtschweizerischen Standard zu erreichen (Jaya Rita Bose, Der Schutz des Grundwassers vor nachteiligen Einwirkungen, Diss. Z�rich 1995 S. 40; Arnold Brunner, Grundwasserschutzzonen nach eidgen�ssischem und zugerischem Recht unter Einschluss der Entsch�digungsfrage, Diss. Z�rich 1997 S. 140).
b) Wer in Grundwasserschutzzonen Anlagen erstellt oder �ndert oder wer dort andere T�tigkeiten, die eine Gefahr f�r die Gew�sser darstellen, aus�bt, muss die nach den Umst�nden gebotenen Massnahmen zum Schutz der Gew�sser treffen; insbesondere muss er die Massnahmen nach Anhang 4 Ziff. 2 GSchV treffen (Art. 31 Abs. 1 GSchV). F�r die engere Schutzzone S2 gilt sodann, dass das Erstellen von Anlagen grunds�tzlich nicht zul�ssig ist. Nur wenn eine Gef�hrdung der Trinkwassernutzung ausgeschlossen werden kann, kann die Beh�rde aus wichtigen Gr�nden Ausnahmen gestatten (Anhang 4 Ziff. 222 Abs. 1 lit. a GSchV). Unzul�ssig sind auch alle anderen T�tigkeiten, die das Trinkwasser quantitativ und qualitativ beeintr�chtigen k�nnen (lit. d). F�r Anlagen mit wassergef�hrdenden Fl�ssigkeiten ist ferner Art. 9 Abs. 2 der Verordnung vom 1. Juli 1998 �ber den Schutz der Gew�sser vor wassergef�hrdenden Fl�ssigkeiten (VWF; SR 814. 202) zu beachten. Danach sind in den Grundwasserschutzzonen S1 und S2 nur freistehende Lagerbeh�lter zul�ssig, deren Inhalt ausschliesslich der Wasseraufbereitung dient, sowie die erforderlichen freistehenden Rohrleitungen und Abf�llstellen.
c) Das Verwaltungsgericht hat festgestellt, dass in der von den Beschwerdef�hrern betriebenen Oldtimer-Garage �lwechsel vorgenommen werden, Motoren und Getriebe revidiert werden und �lgebinde mit 20 l aufbewahrt werden. Die Beschwerdef�hrer bestreiten dies nicht, weisen jedoch darauf hin, dass derartige Arbeiten h�chstens ein- bis zweimal monatlich vorgenommen w�rden und Alt�le, Alteisen und sonstige defekte Teile vorschriftsgem�ss entsorgt w�rden, weshalb eine Gef�hrdung des Grundwassers ausgeschlossen sei. Es w�rden weder Chassis- noch Motorenreinigungen noch Malerarbeiten in der Werkstatt vorgenommen.
Wie das BUWAL in seiner Vernehmlassung dargelegt hat, ist die Grundwasserschutzzone S2 f�r den Schutz des Trinkwassers derart zentral, dass darin alle T�tigkeiten verboten sind, die das Trinkwasser quantitativ und qualitativ beeintr�chtigen k�nnen (vgl. Anh. 4 Ziff. 222 Abs. 1 lit. d GSchV; Siegfried Lagger, a.a.O. S. 489). Anh. 4 Ziff. 222 Abs. 1 lit. a GSchV verbietet deshalb nicht nur industrielle und gewerbliche Betriebe, von denen nachweislich eine Gefahr f�r das Grundwasser ausgeht, sondern alle Anlagen; eine Ausnahme kann nur aus wichtigen Gr�nden gestattet werden, wenn eine Gef�hrdung des Trinkwassers ausgeschlossen werden kann. Hierzu geh�ren grunds�tzlich nur Anlagen, die auf Grund ihrer Bestimmung und ihrer Bauweise von vornherein nicht in der Lage sind, eine Gew�sserverunreinigung zu verursachen. Dagegen kann die Gefahr einer Gew�sserverunreinigung bei einer Reparaturwerkstatt, in der sich Beh�lter mit �l, Fahrzeuge mit Benzin- oder Dieseltanks oder allenfalls mit �l funktionierende hydraulische Hebeb�hnen befinden, nicht von vornherein ausgeschlossen werden: Selbst wenn der Betreiber der Werkstatt alle erdenkliche Sorgfalt im Umgang mit Treibstoffen und Schmiermitteln anwendet und eine Verunreinigung des Grundwasser unwahrscheinlich w�re, kann dies nicht g�nzlich ausgeschlossen werden. Das BUWAL hat in der Wegleitung zur Ausscheidung von Gew�sserschutzbereichen, Grundwasserschutzzonen und Grundwasserarealen (teilrevidierte Auflage 1982, S. 63 Tabelle 7) empfohlen, gewerbliche Reparaturwerkst�tten, einschliesslich Trockenwerkst�tten, nicht nur in der engeren Schutzzone S2, sondern in allen Grundwasserschutzzonen und -arealen zu verbieten. Kann somit die Gefahr einer Grundwasserverunreinigung nicht ausgeschlossen werden, kommt eine Ausnahme gem�ss Anh. 4 Ziff. 222 Abs. 1 lit. a GSchV nicht in Betracht.
d) Im �brigen sind, worauf das BUWAL zu Recht hinweist, keine wichtigen Gr�nde f�r eine solche Ausnahme ersichtlich.
Wie bereits das Verwaltungsgericht zutreffend festgestellt hat, sind die Beschwerdef�hrer nicht auf den gegenw�rtigen Standort innerhalb der Grundwasserschutzzone S2 angewiesen. Ihre Oldtimer-Reparaturwerkstatt kann vielmehr in jedem Gewerbegebiet ausserhalb der Grundwasserschutzzone betrieben werden. Es mag sein, dass die bisherigen Versuche der Beschwerdef�hrer, einen Ersatzstandort zu finden, gescheitert sind. Dies �ndert aber nichts an der Tatsache, dass Ersatzstandorte ausserhalb der Grundwasserschutzzone existieren, sei es in Heiden oder in anderen Gemeinden des Kantons.
e) Nach dem Gesagten durfte das Verwaltungsgericht die Beweisantr�ge der Beschwerdef�hrer (Expertise, Augenschein) abweisen, mit denen diese die Ungef�hrlichkeit ihres Betriebs f�r das Grundwasser beweisen wollten: Zum einen konnte das Verwaltungsgericht ohne Willk�r in antizipierter Beweisw�rdigung annehmen, eine Gefahr f�r das Grundwasser k�nne nicht ausgeschlossen werden (vgl. oben, E. 2c); �berdies war der Beweis unerheblich, weil schon mangels wichtiger Gr�nde keine Ausnahme vom grunds�tzlichen Bauverbot bewilligt werden durfte (vgl. oben, E. 2d).
f) Aus dem Gesagten ergibt sich, dass die Bewilligung gem�ss Art. 31 Abs. 1 lit. a GSchV i.V.m. Anh. 4 Ziff. 222 Abs. 1 lit. a GSchV zu Recht verweigert worden ist. Das �ffentliche Interesse am zuverl�ssigen Schutz der Trinkwasserversorgung �berwiegt eindeutig das Interesse der Beschwerdef�hrer an der Beibehaltung des Betriebsstandorts in der engeren Grundwasserschutzzone und rechtfertigt somit eine Einschr�nkung ihrer Wirtschaftsfreiheit. Mildere Massnahmen (z.B. blosse Auflagen zum Schutz des Grundwassers) w�ren nur unter den in Anh 4 Ziff. 222 Abs. 1 lit. a genannten Voraussetzungen zul�ssig, die im vorliegenden Fall nicht erf�llt sind. Damit erweist sich die Versagung der gew�sserschutzpolizeilichen Bewilligung als verh�ltnism�ssig.
g) Bei diesem Ergebnis kann offen bleiben, ob die Bewilligungsverweigerung sich auch auf Art. 9 Abs. 2 VWF oder auf Art. 8 i.V.m. Art. 7 lit. b Abs. 1 oder Art. 7 lit. f Abs. 2 des Schutzzonenreglements der Gemeinde Heiden st�tzen kann.
3.- a) Die Beschwerdef�hrer beriefen sich vor Verwaltungsgericht auf die Bestandesgarantie, weil in der Garage seit 1931 ohne Unterbruch bis zur Betriebsaufnahme durch den Beschwerdef�hrer Fahrzeuge repariert worden seien. Hierf�r beantragte der Beschwerdef�hrer die Vernehmung von f�nf Zeugen.
Das Verwaltungsgericht verzichtete auf die Einvernahme dieser Zeugen. Es ging davon aus, dass die Garage jedenfalls nach der Verlegung des Transportunternehmens X.________ an einen anderen Standort nur noch als Einstellgarage vermietet worden sei, d.h. ab 1986 (mit Inkrafttreten des Gew�sserschutzzonenplans) bis 1993 nicht mehr f�r gewerbliche Fremdreparaturen genutzt worden sei. Die Beschwerdef�hrer r�gen, das Verwaltungsgericht habe durch die Verweigerung der beantragten Zeugeneinvernahmen Art. 7 Abs. 1 des Gesetzes �ber das Verwaltungsverfahren und Art. 9 BV verletzt.
b) Es erscheint bereits fraglich, ob der Bestandesschutz im vorliegenden Fall �berhaupt angerufen werden kann.
Zum einen hat das Verwaltungsgericht festgestellt, dass die von den Beschwerdef�hrern vorgenommenen baulichen Ver�nderungen offenkundig wertvermehrenden Charakter haben und nicht als blosser Unterhalt oder zeitgem�sse Erneuerung der bis 1993 sehr einfachen Garage qualifiziert werden k�nnen. Zum anderen verlangt Art. 31 Abs. 2 GSchV auch von bestehenden Anlagen in Gew�sserschutzzonen, bei denen die konkrete Gefahr einer Gew�sserverunreinigung besteht, dass sie die nach den Umst�nden gebotenen Massnahmen zum Schutz der Gew�sser, insbesondere diejenigen nach Anhang 4 Ziff. 2, treffen (lit. a), und verpflichtet die Beh�rden, bestehende Anlagen in den Grundwasserschutzzonen S1 und S2, die eine Grundwasserfassung oder -anreicherungsanlage gef�hrden, innert angemessener Frist zu beseitigen (lit. b). Kann somit sogar die Beseitigung einer bestehenden Reparaturwerkstatt in der engeren Schutzzone wegen Gef�hrdung der Grundwasserfassung angeordnet werden, besteht erst recht kein Anspruch auf die Erweiterung dieser Nutzung bzw. auf den Ausbau einer solchen Anlage. Ob die Voraussetzungen von Art. 31 Abs. 2 lit. b GSchV im vorliegenden Fall gegeben sind, kann jedoch offen bleiben, wenn das Verwaltungsgericht ohne Verletzung von Verfassungsrecht annehmen durfte, die Bestandesgarantie sei durch die rund siebenj�hrige Nutzung der Garage als blosse Einstellhalle erloschen.
c) Art. 29 Abs. 2 BV gew�hrleistet den Anspruch auf rechtliches Geh�r. Daraus ergibt sich der Anspruch der Parteien, mit rechtzeitig und formg�ltig angebotenen Beweisantr�gen geh�rt zu werden, soweit diese erhebliche Tatsachen betreffen und nicht offensichtlich beweisuntauglich sind (BGE 120 Ib 379 E. 3b S. 383; 106 Ia 161 E. 2b S. 162, je mit Hinweisen).
Keine Verletzung des rechtlichen Geh�rs liegt vor, wenn ein Gericht auf die Abnahme beantragter Beweismittel verzichtet, weil es aufgrund bereits abgenommener Beweise seine �berzeugung gebildet hat und ohne Willk�r in vorweggenommener Beweisw�rdigung annehmen kann, dass seine �berzeugung durch weitere Beweiserhebungen nicht ge�ndert w�rde (BGE 124 I 274 E. 5b S. 285; 122 III 219 E. 3c S. 223/224; 122 V 157 E. 1d S. 162; 115 Ia 97 E. 5b S. 101 mit Hinweisen).
Das Verwaltungsgericht st�tzte sich vor allem auf die Best�tigungsschreiben der Br�der C.X.________ und D.X.________ vom 26. April 1995. Aus ihnen geht hervor, dass die Garage in den 30-er Jahren vom Transportunternehmen E.X.________ f�r Lastwagen erbaut und darin auch s�mtliche Unterhalts- und Reparaturarbeiten durchgef�hrt worden sind.
Nach dem Tod E.X.________s sei die Garage von dessen Sohn fortgef�hrt worden, bis das Unternehmen aus Platzgr�nden nach Mittelbissau verlegt worden sei. Anschliessend sei die Garage von F.X.________ als Einstellgarage vermietet worden.
Daraus durfte das Gericht willk�rfrei schliessen, dass die Garage ab 1986, nach der Verlegung des Transportunternehmens X.________, nur noch als einfache Einstellgarage verwendet wurde. Dies best�tigen auch die Schreiben des Gemeindebauamtes vom 20. Dezember 1988 und des Amtes f�r Umweltschutz vom 17. Januar 1989, wonach die Garage Ende 1988/Anfang 1989 als Autoeinstellgarage genutzt wurde. Schliesslich ber�cksichtigte das Verwaltungsgericht, dass weder die Beschwerdef�hrer noch die ab 1986 berechtigten Eigent�mer der Liegenschaft (F.X.________ und G.X.________) einen konkreten Fremdreparaturbetrieb f�r den massgeblichen Zeitraum 1986-1993 benannt h�tten. Unter diesen Umst�nden durfte das Verwaltungsgericht ohne Verletzung des Willk�rverbots annehmen, dass die Vernehmung der Zeugen C.X.________ und D.X.________ (die bereits Best�tigungsschreiben verfasst hatten) und die Aussagen der im Nachgang zum Augenschein benannten Zeugen Y.________, Z.________ und E.X.________ jun. seine �berzeugung nicht mehr �ndern w�rden, zumal die drei neuen Zeugen lediglich zur fr�heren Nutzung der Garage f�r Fremdreparaturen und nicht speziell zur Nutzung im Zeitraum 1986-1993 benannt worden waren. Damit liegt keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh�r vor.
4.- Schliesslich r�gen die Beschwerdef�hrer, das Verwaltungsgericht habe ihren Anspruch auf rechtliches Geh�r verletzt, weil es die von ihnen benannten Zeugen zur angeblich falschen beh�rdlichen Auskunft nicht angeh�rt habe.
Das Verwaltungsgericht konnte jedoch offen lassen, ob der Bausekret�r die behauptete unrichtige Auskunft oder Zusicherung erteilt hatte, weil es den Vertrauensschutz schon aus anderen Gr�nden verneinte: Zum einen h�tten es die Beschwerdef�hrer unter Verletzung ihrer Mitwirkungspflicht vers�umt, die zur Abkl�rung ihrer Anfrage notwendigen Unterlagen vorzulegen oder zumindest m�ndlich auf die bestehende Grundwasserschutzzone und die damit verbundenen Eigentumsbeschr�nkungen hinzuweisen; unter diesen Umst�nden h�tten sie aus der streitigen Zusicherung kein berechtigtes Vertrauen hinsichtlich der gew�sserschutzpolizeilichen Bewilligungspflicht bzw. der Eigentumsbeschr�nkungen gem�ss Schutzzonenreglement ableiten d�rfen. Zum anderen sei die einspracheberechtigte Dorfbrunnen- und Roosenkorporation nicht in die Auskunfterteilung einbezogen worden. Diese Ausf�hrungen werden von den Beschwerdef�hrern nicht beanstandet.
Sie machen selbst nicht geltend, mit dem Bausekret�r �ber die Gew�sserschutzzone gesprochen oder die Dorfbrunnen- und Roosenkorporation beigezogen zu haben.
Unter diesen Umst�nden durfte das Verwaltungsgericht auf die Befragung der von den Beschwerdef�hrern benannten Zeugen verzichten, da es auf die Existenz und den genauen Inhalt der angeblichen Falschauskunft nicht mehr ankam.
5.- Nach dem Gesagten ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde abzuweisen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens werden die Beschwerdef�hrer kostenpflichtig (Art. 156). Der anwaltlich vertretenen Dorfbrunnen- und Roosenkorporation kann jedoch als �ffentlich-rechtlicher K�rperschaft (vgl.
hierzu E. 7 des angefochtenen Entscheids) keine Parteientsch�digung zugesprochen werden, da sie sich zur Wahrnehmung ihrer �ffentlichrechtlichen Aufgaben am Verfahren beteiligt hat (Art. 159 Abs. 2 OG).
4.- Dieses Urteil wird den Beschwerdef�hrern, der Dorfbrunnen- und Roosenkorporation Heiden, dem Gemeinderat Heiden, der Umweltschutz- und Energiedirektion des Kantons Appenzell Ausserrhoden, dem Verwaltungsgericht von Appenzell Ausserrhoden, II. Abteilung, sowie dem BUWAL schriftlich mitgeteilt.
Der Pr�sident Die Gerichtsschreiberin