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Timestamp: 2016-10-28 14:18:29
Document Index: 40469180

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE']

U 125/00 (09.02.2001)
Bundesrichter Borella, R�edi und Bundesrichterin Leuzinger; Gerichtsschreiber Scartazzini
Z.________, 1938, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch die Beratungsstelle X.________,
A.- Die 1938 geborene Z.________ bezog seit April 1995 Taggelder der Arbeitslosenkasse des Kantons Aargau und war damit bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen Berufs- und Nichtberufsunf�lle versichert. Am 14. M�rz 1996 erlitt sie in Ungarn einen Strassenverkehrsunfall und zog sich dabei eine Contusio capitis mit Rissquetschwunde hinter dem rechten Ohr, eine Thoraxkontusion, Sch�rfungen des rechten Vorderarms und eine Commotio cerebri zu. Die SUVA liess mehrere Untersuchungen durchf�hren, �bernahm Heilungskosten und richtete Taggelder aus. Einem von Dr. med. M.________ am 28. Mai 1996 erstellten neurologischen Untersuchungsbericht war zu entnehmen, er habe bei der Patientin bereits 1985 Kopfschmerzen von gleichem Spannungstyp und ohne strukturelle L�sion festgestellt. Insbesondere f�hrte der SUVA-Arzt Dr. med. M.________ am 15. November 1996 eine spezial�rztliche Untersuchung durch und kam dabei zum Schluss, weit im Vordergrund der Beschwerden stehe eine depressive St�rung, welche wahrscheinlich auf eine posttraumatische Belastungsst�rung zur�ckzuf�hren sei.
Mit Verf�gung vom 27. Februar 1997 stellte die SUVA ihre Leistungen ab 1. M�rz 1997 ein und lehnte die Ausrichtung einer Invalidenrente sowie einer Integrit�tsentsch�digung mangels Bestehen eines ad�quat-kausalen Zusammenhanges zwischen den gesundheitlichen Beschwerden und dem Unfallereignis ab. Daran hielt sie mit Einspracheentscheid vom 5. Dezember 1997 fest.
B.- Beschwerdeweise liess Z.________ beantragen, es seien ihr das eingestellte Taggeld sowie die Arzneikosten ab dem 1. M�rz 1997 weiter auszurichten und es sei �ber den Anspruch auf eine Unfallrente sowie auf eine Integrit�tsentsch�digung zu befinden. Das Versicherungsgericht des Kantons Aargau wies die Beschwerde mit Entscheid vom 23. Februar 2000 ab.
C.- Die Versicherte l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren und beantragen, es seien ihr in Aufhebung des kantonalen Entscheides die bisher erbrachten Leistungen weiterhin auszurichten, bzw. seien ihr eine Rente und eine Integrit�tsentsch�digung zuzusprechen, eventuell unter Anweisung der Vornahme einer polydisziplin�ren medizinischen Untersuchung. Ihr werde seit 1. M�rz 1997 eine ganze Rente der Invalidenversicherung zugesprochen, weshalb auch die IV-Akten beizuziehen seien.
W�hrend die SUVA auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schliesst, l�sst sich das Bundesamt f�r Sozialversicherung nicht vernehmen und verzichtet die Krankenkasse Y.________ auf eine Stellungnahme.
1.- Streitig und zu pr�fen ist, ob der Beschwerdef�hrerin gem�ss vorinstanzlichem Entscheid ab 1. M�rz 1997 kein Anspruch auf Versicherungsleistungen mehr zusteht, oder aber ob, entsprechend ihrer Rechtsbegehren, solche auszurichten sind, eventuell unter vorhergehender Anweisung zur Vornahme weiterer Abkl�rungen.
2.- Das kantonale Gericht hat die massgeblichen Bestimmungen �ber die Gew�hrung von Versicherungsleistungen bei Unf�llen sowie die vom Eidgen�ssischen Versicherungsgericht entwickelten Grunds�tze zu dem f�r die Leistungspflicht des Unfallversicherers vorausgesetzten nat�rlichen (BGE 119 V 337 Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b, je mit Hinweisen) und ad�quaten Kausalzusammenhang (BGE 123 III 112 Erw. 3a, 123 V 103 Erw. 3d, 139 Erw. 3c, 122 V 416 Erw. 2a, je mit Hinweisen) zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden zutreffend dargelegt. Gleiches gilt in Bezug auf den Beweiswert medizinischer Berichte und Gutachten (BGE 122 V 160 Erw. 1c mit Hinweisen) sowie hinsichtlich des im Sozialversicherungsrecht im Allgemeinen erforderlichen Beweisgrades der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 125 V 195 Erw. 2 mit Hinweisen). Darauf kann verwiesen werden.
3.- a) Die SUVA ging in ihrem Einspracheentscheid vom 5. Dezember 1997 davon aus, dass ab 1. M�rz 1997 keine organischen Unfallfolgen mehr vorliegen und dass bez�glich der psychischen Beschwerden der ad�quate Kausalzusammenhang zum Unfall vom 14. M�rz 1996 fehlt. Demgegen�ber macht die Beschwerdef�hrerin geltend, ihre Gesundheitsbeeintr�chtigungen und insbesondere auch die psychischen Folgen best�nden erst seit dem Autounfall und seien daher unfallkausal, weshalb die SUVA ihre gesetzlichen Versicherungsleistungen zu erbringen habe.
b) Die Vorinstanz hat in einl�sslicher W�rdigung der gesamten eingeholten oder beigezogenen �rztlichen Unterlagen mit �berzeugender Begr�ndung erkannt, dass keine organisch nachweisbaren Beschwerden als Folgen des Unfalles vom 14. M�rz 1996 vorhanden sind. Trotzdem leide die Versicherte unter gesundheitlichen Beeintr�chtigungen im Schulter-, Arm- und Nackenbereich, Kopfschmerzen und Schlafst�rungen. Mangels eines objektivierbaren Befundes werden diese Beeintr�chtigungen mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit durch eine psychische St�rung verursacht. Dabei haben bereits vor dem Unfall starke Spannungskopfschmerzen bestanden, unter welchen die Versicherte immer noch leide. Ob zwischen dem sch�digenden Ereignis und den psychischen Gesundheitsst�rungen ein nat�rlicher Kausalzusammenhang bestehe, lasse sich auf Grund der vorliegenden �rztlichen Berichte jedoch nicht abschliessend kl�ren. Diese Frage k�nne aber offen bleiben, da es f�r die Begr�ndung der Leistungspflicht der SUVA an der Voraussetzung des ad�quaten Kausalzusammenhanges fehle.
c) Der vorinstanzlichen Auffassung kann insofern beigepflichtet werden, als sich auf Grund der �rztlichen Berichte nicht abschliessend kl�ren l�sst, ob zwischen dem erlittenen Unfall und den organisch nicht nachweisbaren Gesundheitsst�rungen ein nat�rlicher Kausalzusammenhang besteht. Im Bericht zuhanden der SUVA vom 13. November 1997 hatte die behandelnde Psychiaterin, Dr. B.________ zur Hauptsache ICD10-F-Diagnosen, als Differenzialdiagnose jedoch ein Schleudertrauma angegeben. Da die Beschwerdef�hrerin eine Commotio cerebri erlitten hat und unter Kopfschmerzen und Schwindel leidet, stellt sich die Frage, ob die Beurteilung der Ad�quanz unter dem Gesichtspunkt eines Schleudertraumas der HWS beziehungsweise eines Sch�del-Hirntraumas (BGE 117 V 369, insbesondere S. 383) oder einer psychischen Fehlentwicklung nach Unfall (BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa) vorzunehmen ist. Letzteres trifft zu, wenn die zum typischen Beschwerdebild eines leichten Sch�del-Hirntraumas geh�renden Beeintr�chtigungen zwar teilweise gegeben sind, im Vergleich zur psychischen Problematik aber ganz in den Hintergrund treten (BGE 123 V 99 Erw. 2a).
Diese Frage kann auf Grund der vorliegenden Akten beantwortet werden. Gest�tzt auf die spezial�rztliche Untersuchung des SUVA-Arztes Dr. med. M.________ vom 15. November 1996 sind somatisch-pathologische Befunde nicht nachweisbar, worauf abzustellen ist. Der Schluss, dass eine depressive St�rung im Vordergrund steht, kann aber im Hinblick auf BGE 117 V 369 nur auf Grund eines psychiatrischen Berichts gezogen werden, wie die Einspracheabteilung der SUVA am 10. November 1997 richtig erkannt hat. Der am 13. November 1997 von Dr. med. B.________ erstellte Bericht best�tigt nun tats�chlich die Beurteilung der SUVA, indem die Spezial�rztin f�r Psychiatrie und Psychotherapie die starke depressive F�rbung der anhaltenden somatoformen Schmerzst�rung betont. Somit ist die Frage, ob zwischen dem sch�digenden Ereignis und den Gesundheitsst�rungen ein ad�quater Kausalzusammenhang besteht, gem�ss BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa zu beurteilen, wie dies die Vorinstanz zutreffend getan hat.
d) Was in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde diesbez�glich vorgebracht wird, vermag die dargelegte Sachverhaltsfeststellung und das davon abgeleitete Ergebnis nicht in Zweifel zu ziehen oder zu entkr�ften. Insbesondere wurde richtig festgehalten, von weiteren Beweiserhebungen k�nne abgesehen werden, da selbst f�r den Fall, dass auf Grund zus�tzlicher Abkl�rungen der nat�rliche Kausalzusammenhang zu bejahen w�re, der ad�quate Kausalzusammenhang gem�ss BGE 115 V 140 zu verneinen w�re (SVR 1995 UV Nr. 23 S. 68 Erw. 3c). Wie die Vorinstanz zutreffend dargelegt hat, ist das Unfallgeschehen zwar der Kategorie der mittelschweren Unf�lle zuzuordnen. Da jedoch nicht mehrere der in der Rechtsprechung erw�hnten Einzelkriterien in geh�ufter oder auffallender Weise erf�llt sind, ist der ad�quate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und psychischen Folgen zu verneinen. Dabei dr�ngen sich erg�nzende Abkl�rungen nicht auf, da von ihnen keine weiteren Aufschl�sse zu erwarten sind.
Aus dem vorstehend Gesagten folgt, dass das kantonale Gericht den Einspracheentscheid vom 5. Dezember 1997 in zutreffender Ber�cksichtigung der gegebenen medizinischen Befunde zu Recht best�tigt hat.