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Timestamp: 2016-10-23 12:08:43
Document Index: 324493182

Matched Legal Cases: ['Art. 28', 'Art. 9', 'Art. 28', 'Art. 9', 'Art. 28', 'Art. 3', 'Art. 72', 'BGE', 'Art. 75', 'Art. 76', 'Art. 90', 'Art. 100', 'Art. 28', 'Art. 3', 'Art. 28', 'Art. 29', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 28', 'BGE', 'BGE', 'Art. 1', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 3', 'Art. 28', 'BGE', 'Art. 112', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 4', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 3', 'Art. 1', 'Art. 2', 'BGE', 'BGE', 'Art. 3', 'BGE', 'BGE', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 28', 'Art. 9', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 28', 'Art. 49', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 47', 'BGE', 'Art. 49', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 106', 'Art. 42', 'BGE', 'Art. 49', 'Art. 49', 'BGE', 'Art. 429', 'Art. 49', 'BGE', 'BGE', 'Art. 28', 'Art. 47', 'Art. 66', 'Art. 68']

5A_376/2013 (29.10.2013)
5A_376/2013 � � Urteil vom 29. Oktober 2013
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Matthias Schwaibold, Beklagte und Beschwerdef�hrerin,
Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Z�rich, II. Zivilkammer, vom 22. April 2013.
Der "Eurovision Song Contest" ist ein Gesangswettbewerb. Mehrere L�nder nehmen daran teil und bewerten die Darbietungen ihrer jeweiligen Vertreter mit Punkten. An der Ausgabe vom 27. Mai 2010 siegte L.________ f�r Deutschland mit 246 Punkten. F�r die Schweiz nahm K.________ teil. Er erhielt 2 Punkte und belegte den letzten Rang. Die Tageszeitung "Z.________" ver�ffentlichte am 31. Mai 2010 auf der Frontseite eine Fotomontage, die die Gewinnerin L.________ in ihrer Pose beim Auftritt als S�ngerin mit dem Kopf des letztplatzierten K.________ zeigt. Daneben steht "Wir wollen auch eine L.________! ... aber keine mehr K.________". �ber der Schlagzeile findet sich in kleinem Format L.________ mit erhobenen Armen abgebildet und der in eine Deutschlandfahne gesetzte Text "Sieger mit 246 Punkten". Auf S. 8 f. wird �ber die erfolglose Teilnahme unter dem Titel "Er kanns nicht!" berichtet. Herausgeberin der Tageszeitung "Z.________" ist die B.________ AG.
K.________ (Kl�ger) erhob gegen die B.________ AG (Beklagte) Anspr�che aus Verletzung in seiner Pers�nlichkeit. Er stellte mit Klageschrift vom 16. /17. Dezember 2010 die Begehren, (1.) es sei festzustellen, dass die Publikation der Beklagten vom 31. Mai 2010 auf der Frontseite seine Pers�nlichkeit verletze und ihn in seinen Gesch�ftsverh�ltnissen herabsetze, und (2.) es sei ihm eine Genugtuung von Fr. 10'000.-- gerichtlich zuzusprechen. Der Kl�ger beantragte weiter (3.) die Herausgabe der mit der Berichterstattung erzielten Gewinne und (4.) die Entfernung der Berichterstattung aus der elektronischen Datenspeicherung. Die Beklagte schloss auf Abweisung aller Begehren. Das Bezirksgericht Z�rich stellte fest, dass die Publikation der Beklagten vom 31. Mai 2010 auf der Frontseite des "Z.________" die Pers�nlichkeit des Kl�gers widerrechtlich verletzt und ihn in seinen Gesch�ftsverh�ltnissen herabgesetzt habe. Es verpflichtete die Beklagte, dem Kl�ger eine Genugtuung von Fr. 5'000.-- zu bezahlen, wies hingegen die weiteren Begehren ab (Urteil vom 7. Juni 2012). Die Beklagte legte dagegen eine Berufung ein, die das Obergericht des Kantons Z�rich abwies (Urteil vom 22. April 2013).
Das angefochtene Urteil bejaht die Anspr�che des Kl�gers auf Feststellung (Art. 28a Abs. 1 Ziff. 3 ZGB und Art. 9 Abs. 1 lit. c UWG) und Genugtuung (Art. 28a Abs. 3 ZGB und Art. 9 Abs. 3 UWG) wegen widerrechtlicher Verletzung in seiner Pers�nlichkeit (Art. 28 ZGB) und wegen Herabsetzung in seinen Gesch�ftsverh�ltnissen durch unn�tig verletzende �usserungen (Art. 3 Abs. 1 lit. a UWG). Es betrifft damit insgesamt eine nicht verm�gensrechtliche Zivilsache (Art. 72 Abs. 1 BGG; BGE 91 II 401 E. 1 S. 403; 110 II 411 E. 1 S. 413), ist kantonal letztinstanzlich (Art. 75 BGG), lautet zum Nachteil der Beklagten (Art. 76 Abs. 1 BGG) und schliesst das kantonale Verfahren ab (Art. 90 BGG). Die - im Weiteren rechtzeitig erhobene (Art. 100 Abs. 1 BGG) - Beschwerde erweist sich als zul�ssig.
Nach den Feststellungen im angefochtenen Urteil hat der Kl�ger geltend gemacht, die streitgegenst�ndliche Fotomontage verletze ihn nicht nur in seiner Ehre bzw. Intimsph�re, sondern setze ihn auch in seinem gesch�ftlichen Bereich als Musiker in wettbewerbsrechtlich relevanter Weise herab. Beide kantonalen Gerichte haben eine �berpr�fung des Sachverhalts deshalb in Anwendung von Art. 28 ZGB und von Art. 3 Abs. 1 lit. a UWG f�r zul�ssig gehalten (E. II/1 S. 6 f. des angefochtenen Urteils). Die Beklagte erneuert vor Bundesgericht ihren Einwand, es gelte der Grundsatz der Alternativit�t der zivilrechtlichen Anspr�che, so dass UWG und ZGB nicht einfach gleichzeitig auf einen einheitlichen Sachverhalt angewendet werden k�nnten. Die Anspr�che aus UWG gingen vor und schl�ssen Anspr�che aus ZGB aus, ausser das Spezialgesetz (UWG) regle einen Sachverhalt nicht abschliessend. Die streitgegenst�ndliche Fotomontage sei einzig nach UWG zu beurteilen (S. 7 ff. Ziff. 16 und S. 47 f. Ziff. 33 der Beschwerdeschrift).
2.1.�Im Bereich des Pers�nlichkeitsschutzes im weiteren Sinne wird in der Tat zwischen den allgemeinen Klagen nach Art. 28a ZGB und den besonderen Klagen nach anderen Bestimmungen des ZGB (insbesondere Art. 29 ZGB) oder nach Spezialgesetzen unterschieden, wobei grunds�tzlich die besonderen den allgemeinen Klagen nach Art. 28a ZGB vorgehen. Insofern sind die Art. 28 ff. ZGB subsidi�rer Natur. Dabei hat das Bundesgericht immer wieder betont, dass der allgemeine Pers�nlichkeitsschutz nicht dazu dienen kann, einen in einem Spezialgesetz nicht gew�hrten Leistungsschutz zu erm�glichen. Daraus kann aber nicht der Schluss gezogen werden, die Art. 28 ff. ZGB seien nur anwendbar, wenn kein Spezialgesetz zur Anwendung gelange. Die Anspr�che aus dem allgemeinen Pers�nlichkeitsschutz und jene aus der Spezialgesetzgebung k�nnen ohne weiteres nebeneinander bestehen. Entscheidend ist nur, dass mit dem allgemeinen Pers�nlichkeitsrecht nicht ein Leistungsschutz begr�ndet werden kann, den der Gesetzgeber in einem spezielleren Erlass ausdr�cklich oder stillschweigend ausgeschlossen hat. Der Umstand, dass eine konkrete Pers�nlichkeitsverletzung auch wettbewerbsrechtlich relevant sein kann, hindert noch nicht, dass aufgrund von Art. 28a ZGB geklagt wird (Urteil 5C.40/1991 vom 31. Oktober 1991 E. 3b). Der allgemeine Pers�nlichkeitsschutz und die Sonderregelung im UWG schliessen sich insoweit gegenseitig nicht aus. Das amtlich nicht ver�ffentlichte Urteil 5C.40/1991 ist in der Rechtsliteratur nicht unbeachtet geblieben (z.B. Thomas GEISER, Pers�nlichkeitsschutz: Pressezensur oder Schutz vor Medienmacht?, SJZ 92/1996, S. 73 ff., S. 79 bei/in Anm. 70).
2.2.�Diese Rechtslage wird teilweise verk�rzt mit der Formel ausgedr�ckt, dass die Anspr�che aus unlauterem Wettbewerb besondere Auspr�gungen des allgemeinen Pers�nlichkeitsschutzes gem�ss Art. 28 ZGB sind, dessen Klagen insoweit subsidi�r, neben den spezialgesetzlichen bestehen (BGE 121 III 168 E. 3b/aa S. 173) bzw. dessen Klagen subsidi�r sind (BGE 138 III 337 E. 6.1 S. 341; Urteil 4C.224/2005 vom 12. Dezember 2005 E. 2.2.4, in: sic! 2006 S. 282). Insbesondere das zuletzt zitierte Urteil, auf das sich offenbar die Beklagte st�tzt, verdeutlicht mit seinen Hinweisen (vorab auf MARTIN TAUFER, Einbezug von Dritten im UWG, 1997, S. 132), dass allgemeiner und besonderer Pers�nlichkeitsschutz sich trotz Verschiedenheit der gesch�tzten Rechtsg�ter sachverhaltsm�ssig �berschneiden k�nnen und die Bestimmungen von ZGB und UWG im konkreten Einzelfall unter Umst�nden kumulativ anzuwenden sind ( J�RG M�LLER, in: Schweizerisches Immaterialg�ter- und Wettbewerbsrecht, V/1: Lauterkeitsrecht, 2. Aufl. Basel 1998, S. 36 f.; Carl Baudenbacher, Lauterkeitsrecht. Kommentar zum Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb [UWG], 2001, N. 79 zu Art. 1 UWG; Peter Nobel/Rolf H. Weber, Medienrecht, 3. Aufl. 2007, S. 531 f. N. 108; H EINZ HAUSHEER/REGINA E. AEBI-M�LLER, Das Personenrecht des Schweizerischen Zivilgesetzbuches, 3. Aufl. 2012, S. 245 Rz. 14.34-14.35a; weniger klar: MEILI, Basler Kommentar, 2010, N. 10, und JEANDIN, Commentaire romand, 2012, N. 8 f., je zu Art. 28 ZGB).
2.3.�Entgegen der Ansicht der Beklagten ist eine kumulative Anwendung der Art. 28 ff. ZGB und des UWG im Grundsatz zul�ssig (vgl. die Beispiele aus der Praxis: Urteil 4C.342/2005 vom 11. Januar 2006, zusammengefasst und besprochen von AEBI-M�LLER, in: ZBJV 143/2007 S. 323; Urteile 4A_481/2007 vom 12. Februar 2008 E. 3 und 4C.295/2005 vom 15. Dezember 2005 E. 5, in: sic! 2008 S. 451 f. und 2006 S. 424 f.). Davon abzuweichen, geben die Vorbringen der Beklagten keinen Anlass. Auf die materiellen Voraussetzungen der Anspr�che ist nachstehend einzugehen, wobei der Begr�ndung des angefochtenen Urteils und der Beschwerde folgend vorweg die Anwendung von Art. 28 ZGB (E. 3-5) und anschliessend diejenige von Art. 3 Abs. 1 lit. a UWG (E. 6) gepr�ft werden.
Der Kl�ger hat den privatrechtlichen Schutz der Pers�nlichkeit gegen Verletzungen gem�ss Art. 28 ZGB angerufen. Wer danach in seiner Pers�nlichkeit widerrechtlich verletzt wird, kann zu seinem Schutz gegen jeden, der an der Verletzung mitwirkt, das Gericht anrufen (Abs. 1), und widerrechtlich ist eine Verletzung, wenn sie nicht durch Einwilligung des Verletzten, durch ein �berwiegendes privates oder �ffentliches Interesse oder durch Gesetz gerechtfertigt ist (Abs. 2).
3.1.�Vom Gesetzeswortlaut her ist jede Pers�nlichkeitsverletzung widerrechtlich, wenn kein Rechtfertigungsgrund vorliegt. Praxisgem�ss ist in zwei Schritten zu pr�fen, ob (1.) eine Pers�nlichkeitsverletzung und (2.) ein Rechtfertigungsgrund vorliegt (BGE 136 III 410 E. 2.2.1 S. 412 f.). Die kantonalen Gerichte haben beide Fragen gepr�ft. Das Obergericht hat dabei zur Hauptsache auf die bezirksgerichtliche Urteilsbegr�ndung verwiesen und lediglich seine Beurteilung der von der Beklagten erhobenen Einw�nde erg�nzt. Die Begr�ndung erf�llt die bundesrechtlichen Vorgaben in formeller Hinsicht (Art. 112 Abs. 1 lit. b BGG; Urteil 4A_267/2007 vom 24. Oktober 2007 E. 3 mit Hinweis auf BGE 119 II 478 E. 1d S. 480).
3.2.�Ob eine Presse�usserung die Pers�nlichkeit verletzt, ist nicht nach dem subjektiven Empfinden des Betroffenen, sondern nach einem objektiven Massstab zu beurteilen. F�r die Beurteilung des Eingriffs in die Pers�nlichkeit, dessen Schwere und der Frage, welche Aussagen dem Gesamtzusammenhang eines Artikels zu entnehmen sind, muss auf den Wahrnehmungshorizont des Durchschnittslesers abgestellt werden (BGE 126 III 209 E. 3a S. 213; 132 III 641 E. 3.1 S. 644). Insoweit ist es nicht ganz richtig, dass die kantonalen Gerichte mit Bezug auf die Homosexualit�t des Kl�gers eine gerichtsnotorische Tatsache angenommen und deswegen das von der Beklagten - auch heute (S. 10 ff. Ziff. 17-18 der Beschwerdeschrift) - geforderte Beweisverfahren abgelehnt haben (E. II/2.1 S. 7 f. des angefochtenen Urteils). Denn entscheidend ist der Durchschnittsleser, dessen Eindruck und Verst�ndnis einer Presse�usserung das Bundesgericht nicht als Tatsachenfeststellung behandelt, sondern als Rechtsfrage bzw. als ihr gleichgestellte Folgerung aus der allgemeinen Lebenserfahrung pr�ft (vgl. BGE 100 II 177 E. 5 S. 180; 107 II 1 E. 5a S. 6; 129 III 426 E. 3.1.1 S. 435; 132 III 414 E. 4.1.2 S. 422; Urteile 4A_481/2007 vom 12. Februar 2008 E. 3.3 und 4C.171/2006 vom 16. Mai 2007 E. 6.1, in: sic! 2008 S. 451 und 2007 S. 652 f.; f�r den strafrechtlichen Ehrenschutz: BGE 137 IV 313 E. 2.1.3 S. 316; 131 IV 160 E. 3.3.3 S. 164 mit Hinweis auf die abweichende Ansicht von MISCHA CHARLES SENN, Der ‹‹gedankenlose›› Durchschnittsleser als normative Figur?, medialex 1998 S. 150 ff.). Im Ergebnis durften die kantonalen Gerichte somit ohne Verletzung von Beweisvorschriften davon ausgehen, dass der Durchschnittsleser des "Z.________" oder zumindest der nicht unerhebliche Teil der Durchschnittsleser mit Interesse an Gesangswettbewerben, Schlagern, Chansons u.�. die Fotomontage auch auf den Kl�ger als denjenigen S�nger bezogen hat, der sich in der �ffentlichkeit zu seiner Homosexualit�t bekennt. Der Kl�ger selber hat die Berechtigung dieses Schlusses mit Beitr�gen veranschaulicht, die �ber die Jahre hinweg insbesondere im "Z.________" ver�ffentlicht wurden und seine �ffentlich bekannte sexuelle Orientierung gleichsam wie selbstverst�ndlich erw�hnen (act. 42/1-7).
3.3.�In der Beurteilung von Pers�nlichkeitsverletzungen durch Presse�usserungen muss schliesslich ber�cksichtigt werden, dass das Interesse des Individuums auf Unversehrtheit seiner Person sorgf�ltig gegen dasjenige der Presse auf Information der �ffentlichkeit abzuw�gen ist und dass dem Gericht bei diesem Vorgang ein gewisses Ermessen zusteht (Art. 4 ZGB; BGE 126 III 209 E. 3a S. 212; 132 III 641 E. 3.1 S. 644). In diesen Ermessensentscheid greift das Bundesgericht nur ein, wenn den von Lehre und Rechtsprechung entwickelten Grunds�tzen grundlos nicht Rechnung getragen worden ist, wenn Tatsachen ber�cksichtigt worden sind, die keine Rolle h�tten spielen d�rfen, oder wenn umgekehrt Umst�nde ausser Betracht geblieben sind, die zwingend h�tten beachtet werden m�ssen (BGE 126 III 305 E. 4a S. 306).
Beide kantonalen Gerichte haben in der Darstellung des Kl�gers auf der Frontseite des "Z.________" insbesondere eine Ehrverletzung erkannt.
4.1.�Das Bezirksgericht hat festgestellt, die Ver�ffentlichung sei eine Fotomontage, die den Kopf des Kl�gers auf dem K�rper der Gewinnerin des "Eurovision Song Contest" L.________ zeige. Die Darstellung lasse den Kl�ger letztlich als weibliche Person erscheinen und sei sodann im Kontext zur �berschrift "Wir wollen auch eine L.________! ... aber keine mehr K.________" zu betrachten. Durch die Verwendung der femininen Form "keine" unterstreiche und bekr�ftige die �berschrift die Darstellung des Kl�gers als Frau bzw. als weibischen Mann. Das Bezirksgericht hat daf�rgehalten, das Geschlecht einer Person bilde zentrales Attribut ihres Daseins, dessen Achtung zu den elementaren Pers�nlichkeitsrechten geh�re. Es erscheine daher als pers�nlichkeitsverletzend, wenn ein Mann als �berwiegend weiblich oder gar ganz als Frau dargestellt werde. Diese Pers�nlichkeitsverletzung ergebe sich v�llig unabh�ngig von der sexuellen Orientierung des Kl�gers und w�re auch dann zu bejahen, wenn der Kl�ger heterosexuell w�re. Allerdings d�rfe es in der Schweiz als allgemein bekannt gelten, dass der Kl�ger homosexuell sei. Die Darstellung als Frau treffe einen homosexuellen Mann ganz besonders, entspreche dies doch g�ngigen Vorurteilen und herabsetzenden Bemerkungen, mit denen sich Homosexuelle auch in einer grunds�tzlich liberalen Gesellschaft immer noch konfrontiert s�hen. Die Verletzung des Kl�gers in seiner Pers�nlichkeit hat das Bezirksgericht insgesamt darin gesehen, dass die ver�ffentlichte Fotomontage durch die unvorteilhafte Darstellung des Kl�gers als Frau ihm seine M�nnlichkeit abspreche und dadurch auf absch�tzige Weise auf seine Homosexualit�t verweise (E. V/B/1 S. 12 ff. des bezirksgerichtlichen Urteils). Das Obergericht hat auf die bezirksgerichtliche Beurteilung der Pers�nlichkeitsverletzung verwiesen (E. II/2.2 S. 8 f.), deren Begrifflichkeit im rechtlichen Zusammenhang erfasst (E. II/2.3 S. 9) und den Einwand der Beklagten zu widerlegen gesucht, der Fotomontage fehle jedweder Bezug zur Sexualit�t bzw. zur sexuellen Orientierung des Kl�gers (E. II/3 S. 9 ff. des angefochtenen Urteils).
4.2.�Gem�ss den obergerichtlichen Feststellungen (S. 12) ist der Kl�ger ein in der Schweiz seit Jahren bekannter Chansonnier mit einer M�nnerstimme, der in kleidsamen (modernen) Anz�gen als Mann auftritt. Die Frontseite des "Z.________" vom 31. Mai 2010 nimmt Bezug auf den "Eurovision Song Contest" vom 27. ds. und stellt aus aktuellem Anlass den Kl�ger als Verlierer der Siegerin gegen�ber: Durch Fotomontage wird der Kopf des Kl�gers auf den K�rper der Gewinnerin L.________ gesetzt, die in ihrer Pose beim Auftritt als S�ngerin abgebildet ist, d.h. mit ausladender rechter H�fte im kurzen, engen, schwarzen Schlauchkleid (S. 13 des angefochtenen Urteils), die offene linke Hand flach auf den Schoss gelegt und mit abgespreiztem kleinen Finger in der rechten Hand das Mikrofon haltend.
4.3.�Die Fotomontage bildet den Kl�ger f�r jedermann erkennbar als das ab, was er nicht ist und aufgrund seines festgestellten Auftretens nicht sein will, n�mlich eine Frau oder ein als Frau verkleideter Mann. Die Darstellung des Kl�gers als Frau wird mit dem in der Schlagzeile verwendeten weiblichen Geschlecht ("keine mehr K.________") f�r diejenigen noch eigens unterstrichen, die die Fotomontage auf den ersten Blick nicht begriffen haben. Fotomontage und Schlagzeile, beide f�r den Durchschnittsleser des "Z.________" auch erkennbar aus aktuellem Anlass auf der Frontseite abgedruckt, geben den Kl�ger �ffentlich der L�cherlichkeit preis. Sie verletzen seine soziale Geltung als Mann und sein berufliches Ansehen als bekannter Chansonnier mit einer M�nnerstimme. Die Beklagte r�umt denn auch ein, die Darstellung mache sich f�r den Durchschnittsleser erkennbar �ber den musikalischen Misserfolg des Kl�gers lustig (S. 27) und �be sp�ttische Kritik am Kl�ger als Verlierer des Gesangswettbewerbs (S. 31). Entgegen ihren Behauptungen (S. 15 ff. Ziff. 19-23) kann "eine sexuell herabsetzende Konnotation" (S. 20 Ziff. 22.2.7) der Fotomontage mit den kantonalen Gerichten nicht verneint werden. Aus der Sicht des Durchschnittsbetrachters wird nicht bloss irgendein M�nnerkopf auf irgendeinen Frauenk�rper, sondern der Kopf des Kl�gers als bekennenden Homosexuellen passgenau auf den K�rper der als fesch und attraktiv abgebildeten L.________ gesetzt. Der Kl�ger wird damit in der Wahrnehmung des Durchschnittsbetrachters als das abgebildet, was salopp und auch abwertend unter dem Begriff "Tunte" verstanden werden kann, d.h. als Homosexueller mit affektiert femininem Gebaren bzw. als passiver, "weiblicher" Homosexueller ( DUDEN, Das grosse W�rterbuch der deutschen Sprache in sechs B�nden, Bd. 6, 1981, S. 2643, und DUDEN, Das Herkunftsw�rterbuch, in: Der Duden in zw�lf B�nden, Bd. 7, 5. Aufl. 2013, S. 857).
4.4.�Die Fotomontage mit der dazugeh�rigen Schlagzeile verletzt den Kl�ger aus den dargelegten Gr�nden in seiner Ehre, d.h. in seinem gesellschaftlichen, aber auch in seinem beruflichen Ansehen. Es liegt - wovon das Bezirksgericht zutreffend ausgegangen ist - kein leichter Fall vor, wie er im gesellschaftlichen Umgang laufend und oft ohne b�se Absicht vorkommt. Die Ehrenr�hrigkeit der Darstellung erreicht die geforderte Intensit�t der Verletzung in der Pers�nlichkeit (vgl. zum Ehrbegriff: BGE 129 III 715 E. 4.1 S. 722 f.; zur Fotomontage: Hausheer/ AEBI-M�LLER, a.a.O., S. 189 Rz. 12.88a).
Beide kantonalen Gerichte haben gepr�ft, ob sich die pers�nlichkeitsverletzende Presse�usserung durch ein Interesse an Satire im Besonderen oder aufgrund eines allgemeinen Informationsbed�rfnisses der �ffentlichkeit rechtfertigen lasse.
5.1.�Das Bezirksgericht hat anerkannt, dass im Bereich der Medienarbeit der Rechtfertigungsgrund des �berwiegenden �ffentlichen Interesses zentral sei und als dessen Anwendungsfall auch Satire und Karikatur in Betracht fielen. Die Fotomontage k�nne indessen weder nach literatur- und sprachtheoretischen Merkmalen noch nach bundesgerichtlichen Kriterien der Satire zugeordnet werden. Ein Verlachen bzw. ein L�cherlichmachen des Kl�gers und dessen sexueller Orientierung in der Fotomontage lasse keine satirische Intention erkennen und verfolge offensichtlich keinen satirischen Zweck, sondern diene einzig der Herabsetzung des Kl�gers. Auch ein gen�gendes Informationsbed�rfnis der �ffentlichkeit an der Frontseite des "Z.________" hat das Bezirksgericht verneint. Kritik an der Leistung des �ffentlich auftretenden Kl�gers d�rfe zwar durchaus angriffig, scharf oder beissend sein, sofern sie aufgrund des Sachverhalts auf den sie sich beziehe, als vertretbar erscheine. Die Frontseite, die in der Fotomontage den Kl�ger als weibliche, weibische Person darstelle und mit der �berschrift �ber den Kl�ger in der weiblichen Person spreche, sprenge jedoch den Rahmen des Haltbaren und lasse auch auf einen tats�chlich nicht gegebenen Sachverhalt schliessen, indem sie die Niederlage des Kl�gers am "Eurovision Song Contest" mit seiner Homosexualit�t in Verbindung bringe (E. V/B/2 S. 17 ff. des bezirksgerichtlichen Urteils). Das Obergericht hat sich der Beurteilung angeschlossen, Satire ebenfalls verneint und in der Fotomontage mit Begleittext insbesondere ein Werturteil erblickt, das eine unwahre Tatsachengrundlage habe, halte doch die Beklagte selber fest, dass der Kl�ger den Wettbewerb nicht deshalb verloren habe, weil er homosexuell sei (E. II/4 S. 13 ff. des angefochtenen Urteils).
5.2.�Unter dem Blickwinkel der Rechtfertigungsgr�nde geht es zun�chst um das �ffentliche Interesse an Satire und Humor.
5.2.1.�Satire und Karikatur im technischen Sinn, aber auch satirische Darstellungen mit den Mitteln der Ironie, des Humors und des Komischen wollen die Wirklichkeit bewusst �bersteigern, entfremden, banalisieren, karikieren und der L�cherlichkeit preisgeben. Sie gelten nur als widerrechtliche Pers�nlichkeitsverletzung, falls sie die ihrem Wesen eigenen Grenzen in unertr�glichem Mass �berschreiten, m�gen sie auch als taktlos und unanst�ndig empfunden werden (Urteil 5A_850/2011 vom 29. Februar 2012 E. 5.2.4, zusammengefasst in AJP 2013 S. 1256 f., zitiert bei HAUSHEER/AEBI-M�LLER, a.a.O., S. 191 Rz. 12.99). Zu ber�cksichtigen ist insbesondere auch das Umfeld, in dem die �usserung steht, macht es doch einen Unterschied, ob der Durchschnittsleser eine Meldung auf der Frontseite einer Tageszeitung oder unter der Rubrik "Sachen zum Lachen" vorfindet (zit. Urteil 5A_850/2011 E. 5.2.4, Rubrik "Namen"; BGE 137 IV 313 E. 2.2 S. 317, Fotomontage mit Text in einer Parteizeitung; BGE 132 II 290 E. 3.2.1 S. 294 f., Rubrik "Patent angemeldet").
5.2.2.�Die Tageszeitung "Z.________" will weder Satirezeitschrift noch Witzblatt sein. Ihr Durchschnittsleser erwartet auf der Frontseite in der Regel eher nichts Humoristisches. Aus seiner Sicht geht es bei der Fotomontage, verstanden als bildliche Satire, vordergr�ndig - wie es die Beklagte zutreffend hervorhebt - darum, sich �ber den Misserfolg des Kl�gers am Gesangswettbewerb lustig zu machen (S. 27), um sp�ttische Kritik (S. 31) oder um eine bl�de Fotomontage ohne Aussagekern (S. 38). Dar�ber hinaus aber wird mit der Fotomontage in der Wahrnehmung des Durchschnittsbetrachters unterschwellig auf die Homosexualit�t des Kl�gers angespielt und im Text dem Durchschnittsleser eingeredet, dass alle den Kl�ger als Homosexuellen, S�nger und Vertreter der Schweiz am Gesangswettbewerb nicht (mehr) wollen, ablehnen und als Letztplatzierten allenfalls sogar verachten.
5.2.3.�Insgesamt bezweckt die Fotomontage mit der dazugeh�rigen Schlagzeile lediglich ein Verlachen, Verspotten und Verh�hnen des Kl�gers und seines Misserfolgs. Sie ist blosse Schm�hkritik und f�llt nicht mehr in den Bereich des Humoristischen, geschweige denn unter den Begriff der Satire ( MISCHA CHARLES SENN, Aspekte der rechtlichen Beurteilung satirischer �usserungen, sic! 1998 S. 365 ff., S. 366; f�r eine Fotomontage: Hausheer/Aebi-M�ller, a.a.O., S. 223 Rz. 13.35a).
5.3.�Es stellt sich die weitere Frage nach einem �ffentlichen Interesse an der Presse�usserung. Die mit der Fotomontage und der Schlagzeile ge�usserte Schm�hkritik am Kl�ger auf der Frontseite des "Z.________" steht in keinem Verh�ltnis zur Bedeutung des Gesangswettbewerbs, an dem auch andere Vertreter der Schweiz in den letzten Jahren regelm�ssig nicht besonders erfolgreich waren (s. S. 9 des "Z.________" und das unzul�ssige neue Vorbringen auf S. 26 der Beschwerdeschrift). Die Kritik �berzieht, ist unn�tig verletzend und sprengt den Rahmen des Haltbaren selbst gegen�ber einer Person wie dem Kl�ger, der als S�nger regelm�ssig in der �ffentlichkeit steht und auftritt. An dieser Art von Presse�usserungen besteht kein Informationsbed�rfnis der �ffentlichkeit (BGE 126 III 305 E. 4b/bb S. 308; 138 III 641 E. 4.1.3 S. 644).
5.4.�Die Fotomontage mit Schlagzeile auf der Frontseite des "Z.________" verletzt den Kl�ger aus den dargelegten Gr�nden widerrechtlich in seiner Pers�nlichkeit. Dass das Obergericht sein Ermessen in der Beurteilung der Rechtfertigungsgr�nde bundesrechtswidrig ausge�bt hat, kann - jedenfalls aufgrund der Vorbringen der Beklagten (S. 32 ff. Ziff. 24-27) - nicht bejaht werden.
Beide kantonalen Gerichte haben in der Presse�usserung der Beklagten auch einen Verstoss gegen Art. 3 Abs. 1 lit. a UWG gesehen (E. II/7 S. 19 f. des angefochtenen Urteils). Die Beklagte bestreitet die Erf�llung eines UWG-Tatbestands (S. 48 ff. Ziff. 34-35 der Beschwerdeschrift).
6.1.�In rechtlicher Hinsicht ergibt sich fallbezogen Folgendes:
6.1.1.�Das Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG; SR 241) bezweckt, den lauteren und unverf�lschten Wettbewerb im Interesse aller Beteiligten zu gew�hrleisten (Art. 1 UWG). Folgerichtig ist jedes t�uschende oder in anderer Weise gegen den Grundsatz von Treu und Glauben verstossende Verhalten oder Gesch�ftsgebaren unlauter und widerrechtlich, welches das Verh�ltnis zwischen Mitbewerbern oder zwischen Anbietern und Abnehmern beeinflusst (Art. 2 UWG). Liegt aber das Schutzgut des UWG in der Bek�mpfung privater Wettbewerbsverf�lschungen, kann auch unlauter handeln, wer in keinem Wettbewerbsverh�ltnis zu den betroffenen Anbietern oder Abnehmern steht (BGE 120 II 76 E. 3a S. 78; 126 III 198 E. 2c/aa S. 202). Ein Presseunternehmen kann beispielsweise mit einer ungenauen oder verk�rzten Berichterstattung gegen das Wettbewerbsrecht verstossen, wenn dadurch die Leserschaft in Bezug auf Tatsachen, die einen wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Ehre eines Wettbewerbsteilnehmers haben, zu unzutreffenden Vorstellungen verleitet wird (BGE 123 III 354 E. 2a S. 363).
6.1.2.�Unlauter handelt gem�ss Art. 3 Abs. 1 lit. a UWG insbesondere, wer andere, ihre Waren, Werke, Leistungen, deren Preise oder ihre Gesch�ftsverh�ltnisse durch unrichtige, irref�hrende oder unn�tig verletzende �usserungen herabsetzt. Die Rechtsprechung beurteilt die Erf�llung des Tatbestandes durch Presse�usserungen im Wesentlichen nach den f�r eine Pers�nlichkeitsverletzung geltenden Gesichtspunkten (z.B. BGE 123 III 354 E. 2a S. 363; 125 III 286 E. 6 S. 291 f.; Urteile 4A_481/2007 vom 12. Februar 2008 E. 3.3, 4C.171/2006 vom 16. Mai 2007 E. 6.1 und 4C.295/2005 vom 15. Dezember 2005 E. 5, in: sic! 2008 S. 451, 2007 S. 652 f. und 2006 S. 422 f.).
6.1.3.�Eine Wettbewerbshandlung liegt vor im Falle von Handlungen, welche objektiv auf eine Beeinflussung der Wettbewerbsverh�ltnisse angelegt sind und nicht in einem v�llig anderen Zusammenhang erfolgen. Das Verhalten des Verletzers hat somit marktrelevant, marktgeneigt oder wettbewerbsgerichtet zu sein. Wettbewerb kann nur dort bestehen, wo sich die Bet�tigung des Handelnden ausserhalb der eigenen, privaten Sph�re auswirkt oder auszuwirken geeignet ist. Wettbewerbsrelevant sind demzufolge allein Handlungen, die den Erfolg gewinnstrebiger Unternehmen im Kampf um Abnehmer verbessern oder mindern, deren Marktanteile vergr�ssern oder verringern sollen oder dazu objektiv geeignet sind (BGE 120 II 76 E. 3a S. 78; 124 IV 262 E. 2b S. 267 f.; 126 III 198 E. 2c/aa S. 202; z.B. Urteil 6S.588/1995 vom 22. Januar 1996 E. 1b, in: SMI 1996 III S. 499: "Konkurs-Verleumdung"). Anspr�che aus UWG kann folglich geltend machen, wer durch unlauteren Wettbewerb in seiner Kundschaft, seinem Kredit oder beruflichen Ansehen, in seinem Gesch�ftsbetrieb oder sonst in seinen wirtschaftlichen Interessen bedroht oder verletzt wird (Art. 9 Abs. 1 UWG). Eine direkte Konkurrenzsituation ist nicht vorausgesetzt. Es gen�gt jede Verschlechterung der eigenen Stellung im Wettbewerb durch die beanstandete Wettbewerbshandlung (BGE 121 III 168 E. 3b/aa S. 174; 126 III 239 E. 1a S. 241 f.).
6.2.�Nach dem Gesagten kann die Beklagte durch ihre pers�nlichkeitsverletzende Fotomontage mit dazugeh�riger Schlagzeile (E. 4 - 5) im Grundsatz den von den kantonalen Gerichten angenommenen Tatbestand gem�ss Art. 3 Abs. 1 lit. a UWG erf�llen. Die Beklagte will die Teilnahme des Kl�gers am wirtschaftlichen Wettbewerb bestreiten, r�umt aber gleichzeitig ein, dass der Kl�ger selbstst�ndiger S�nger ist, singt und davon lebt (S. 49 Ziff. 35.1 der Beschwerdeschrift), wie das auch andere S�nger schweizweit tun. Der Kl�ger kann damit die vom UWG gew�hrten Anspr�che geltend machen, wenn er durch die Presse�usserung in seinem beruflichen Ansehen oder sonst in seinen wirtschaftlichen Interessen benachteiligt wird, wie er das behauptet hat. Die von der Beklagten auf der Frontseite des "Z.________" ver�ffentlichte Schm�hkritik bezieht sich zwar auf einen Auftritt des Kl�gers an einer angeblich nicht kommerziellen, ideellen Veranstaltung. Sie steht deshalb aber nicht in v�llig anderem Zusammenhang, sondern ist auf den Kl�ger und auf seinen Misserfolg als S�nger allgemein gerichtet und ohne weiteres geeignet, das Verh�ltnis zwischen Mitbewerbern zu beeinflussen, da sie eine unn�tig herabsetzende Aussage auch �ber die selbstst�ndige wirtschaftliche T�tigkeit des Kl�gers als Berufss�nger enthalten hat. Ein eigentlicher Nachweis, dass der Kl�ger seither an Veranstaltungen nicht mehr gebucht bzw. weniger bezahlte Auftritte wahrnehmen konnte, ist f�r die Widerrechtlichkeit des Verhaltens entgegen der Auffassung der Beklagten nicht erforderlich.
6.3.�Aus den dargelegten Gr�nden kann - jedenfalls mit R�cksicht auf die Vorbringen der Beklagten - nicht beanstandet werden, dass die kantonalen Gerichte die eingeklagte Presse�usserung als Verletzung von Art. 3 Abs. 1 lit. a UWG gewertet haben.
Gem�ss Art. 28a Abs. 1 Ziff. 3 ZGB und Art. 9 Abs. 1 lit. c UWG kann der Kl�ger dem Gericht beantragen, "die Widerrechtlichkeit einer Verletzung festzustellen, wenn sich diese weiterhin st�rend auswirkt". Beide kantonalen Gerichte haben dem Antrag entsprochen und das Interesse des Kl�gers an dieser Feststellung bejaht (E. II/5 S. 17 f. des angefochtenen Urteils). Die Beklagte h�lt ihren Einwand aufrecht, dass keine "St�rungswirkung" besteht oder nachgewiesen und das Feststellungsinteresse deshalb zu verneinen ist (S. 42 f. Ziff. 28-29 der Beschwerdeschrift).
7.1.�Das Bundesgericht legt die beiden Bestimmungen �ber die Feststellungsklage dem �bereinstimmenden Wortlaut gem�ss gleich aus. Der Feststellungsklage kommt die Funktion zu, eine eingetretene Verletzung zu beseitigen. Besteht ein durch eine Verletzung hervorgerufener St�rungszustand, nimmt das Begehren um gerichtliche Feststellung der Widerrechtlichkeit einer Verletzung eine dem Verletzten dienende Beseitigungsfunktion wahr (BGE 123 III 354 E. 1c S. 357 f. [UWG] und BGE 127 III 481 E. 1c/aa S. 484 f. [ZGB]).
7.2.�Im Falle von Verletzungen durch �usserungen in der Presse ist ein St�rungszustand, der mit der auf Beseitigung zielenden Feststellungsklage behoben werden soll, im Fortbestand der verletzenden �usserung auf einem �usserungstr�ger zu erblicken, der geeignet ist, die Verletzung fortw�hrend kundzutun und hierdurch Pers�nlichkeitsg�ter des Verletzten unabl�ssig oder erneut zu beeintr�chtigen. Das gesetzliche Erfordernis der "weiterhin st�renden Auswirkung" meint nichts Anderes. Hierbei f�llt ins Gewicht, dass der St�rungszustand nicht im Laufe der Zeit von selbst verschwindet; wohl mag seine relative Bedeutung mit fortschreitender Zeit abnehmen, indessen k�nnen verletzende �usserungen selbst nach einer erheblichen Zeitdauer beispielsweise ansehensmindernd nachwirken. Hinzu kommt, dass Medieninhalte heutzutage angesichts neuer, elektronischer Archivierungstechniken auch nach ihrem erstmaligen, zeitgebundenen Erscheinen allgemein zug�nglich bleiben und eingesehen werden k�nnen. Das schutzw�rdige Interesse an der gerichtlichen Feststellung der Widerrechtlichkeit einer Verletzung kann dem Verletzten nur abgesprochen werden, wenn sich die Verh�ltnisse derart ge�ndert haben, dass die verletzende �usserung jede Aktualit�t eingeb�sst oder eine beim Durchschnittsleser hervorgerufene Vorstellung jede Bedeutung verloren hat, und deshalb auch auszuschliessen ist, dass die verletzende �usserung bei neuem aktuellem Anlass wieder aufgegriffen und neuerdings verbreitet wird (BGE 123 III 354 E. 1e-g S. 359 ff. [UWG] und BGE 127 III 481 E. 1c/aa S. 485 [ZGB]).
7.3.�Die Bejahung des Feststellungsinteresses durch die kantonalen Gerichte steht mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung in Einklang. Der von der Beklagten verlangte Nachweis einer andauernden St�rungswirkung der Presse�usserung beruht auf einer Unterscheidung zwischen St�rungswirkung und St�rungszustand, die die Rechtsprechung zum allgemeinen Pers�nlichkeitsschutz zeitweilig getroffen hatte (BGE 120 II 371 E. 3 S. 373 f.), die aber im Wettbewerbsrecht abgelehnt wurde (BGE 123 III 354 E. 1d S. 358 f. und E. 1g S. 361 f.) und anschliessend auch im Pers�nlichkeitsrecht wieder aufgegeben worden ist (BGE 127 III 481 E. 1c/aa S. 485). Darauf erneut zur�ckzukommen, besteht heute kein Anlass.
Gest�tzt auf Art. 28a Abs. 3 ZGB haben die kantonalen Gerichte die Beklagte zur Bezahlung einer Genugtuung von Fr. 5'000.-- an den Kl�ger verurteilt (E. II/6 S. 18 f. des angefochtenen Urteils). Die Beklagte wendet dagegen ein, der Kl�ger habe sein seelisches Leid als unmittelbare Folge der Fotomontage weder konkret noch substantiiert noch mit Beweismitteln versehen dargelegt. Entgegen der Ansicht der kantonalen Gerichte k�nne hierf�r nicht einfach auf die allgemeine Lebenserfahrung abgestellt werden (S. 43 ff. Ziff. 30-32 der Beschwerdeschrift).
8.1.�Bei Verletzung der Pers�nlichkeit besteht ein Anspruch auf Leistung einer Geldsumme als Genugtuung, sofern die Schwere der Verletzung es rechtfertigt und diese nicht anders wiedergutgemacht worden ist (Art. 49 Abs. 1 OR). Die Zusprechung von Genugtuung setzt nach der Rechtsprechung insbesondere voraus, dass die Pers�nlichkeitsverletzung nicht nur als objektiv schwer zu gewichten ist, sondern vom Verletzten auch subjektiv als seelischer Schmerz schwer empfunden wird (BGE 129 III 715 E. 4.4 S. 725). Zur Beurteilung des seelischen Schmerzes ist auf einen Durchschnittsmassstab abzustellen, da nicht jeder Mensch gleich empfindet (BGE 120 II 97 E. 2b S. 98 f.).
8.2.�Damit das Gericht sich �berhaupt ein Bild von der Entstehung und Wirkung der Verletzung machen kann, hat der Kl�ger ihm die Umst�nde darzutun, die auf sein subjektiv schweres Empfinden schliessen lassen; dass der Gef�hlsbereich dem Beweis mitunter schwer zug�nglich ist, entbindet ihn jedoch nicht davon, diesen anzutreten (BGE 120 II 97 E. 2b S. 99). An den Nachweis des seelischen Schmerzes d�rfen aber auch keine �bertriebenen Anforderungen gestellt werden (Landolt, Z�rcher Kommentar, 2007, N. 127 der Vorbem. zu Art. 47/49 OR). Im entschiedenen Fall hat der Kl�ger seinen Anspruch auf eine Genugtuung mit der Aussage begr�ndet, die widerrechtliche Pers�nlichkeitsverletzung als solche sei geeignet, ihn psychisch erheblich zu beeintr�chtigen. Diesen Darlegungen h�tte das Bundesgericht nur folgen k�nnen, wenn sie sich auf die allgemeine Lebenserfahrung h�tten abst�tzen lassen. Dies war indessen vorliegend nicht der Fall (BGE 120 II 97 E. 2b S. 99). Folglich gen�gt es dann nicht, einfach eine schwere Verletzung geltend zu machen, wenn diese Behauptung sich nicht auf die allgemeine Lebenserfahrung st�tzen l�sst. Ist die seelische Verletzung nach der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet, eine schwere Unbill zu verursachen, so gen�gt der Beweis dieser Verletzung; die Schwere der Unbill muss dann nicht mehr bewiesen werden ( BREHM, Berner Kommentar, 2006, N. 7 und N. 22 zu Art. 49 OR mit Hinweis auf BGE 120 II 97/99). Das Gericht wird eine Genugtuung somit aussprechen, wenn sich die erlittene seelische Unbill auf die allgemeine Lebenserfahrung abst�tzen l�sst (BGE 127 IV 215 E. 2e S. 219 mit Hinweis auf BGE 120 II 97 E. 2b).
8.3.�Die kantonalen Gerichte sind von zutreffenden Grunds�tzen ausgegangen. Sie haben die Verletzung als nachgewiesen anerkannt und aufgrund allgemeiner Lebenserfahrung geschlossen, die mit der Fotomontage und der dazugeh�rigen Schlagzeile in der �ffentlichkeit ge�usserte Schm�hkritik habe dem Kl�ger schweren seelischen Schmerz zugef�gt. Gegen diese Schlussfolgerung aus der allgemeinen Lebenserfahrung wendet die Beklagte nichts Stichhaltiges ein (Art. 106 Abs. 1 i.V.m. Art. 42 Abs. 2 BGG; BGE 135 III 397 E. 1.4 S. 400). Sie verharrt vielmehr allgemein auf Anforderungen an ein Behaupten, Substantiieren und Beweisen des seelischen Schmerzes, die �bertrieben sind und nicht der Praxis entsprechen (z.B. Urteil des Obergerichts des Kantons Z�rich vom 5. Oktober 2001 E. 3.4, in: sic! 2002 S. 36 f.; abweichend: MATTHIAS SCHWAIBOLD, Hohle H�nde - grosse Zahlen, medialex 2006 S. 83 ff., S. 84 f. Ziff. II/1/C).
8.4.�In einem Nebenpunkt macht die Beklagte geltend, der Kl�ger habe keinen Anspruch auf Leistung einer Geldsumme als Genugtuung (Art. 49 Abs. 1 OR), da ja die gerichtliche Feststellung eine andere Art der Genugtuung (Art. 49 Abs. 2 OR) sei (S. 45 Ziff. 31.4 der Beschwerdeschrift). Es trifft zu, dass die Rechtsprechung in Verantwortlichkeitsprozessen die Feststellung der Widerrechtlichkeit als "eine andere Art der Genugtuung" vereinzelt als m�glich und zul�ssig anerkannt hat (z.B. BGE 136 III 497 E. 2.4 S. 501, betreffend aArt. 429a ZGB). Im Pers�nlichkeitsschutz gegen Ehrverletzung hat das Bundesgericht angenommen, die Ver�ffentlichung des Urteils kann eine "andere Art der Genugtuung" im Sinne von Art. 49 Abs. 2 OR bilden (BGE 131 III 26 E. 12.2 S. 29 ff.), f�r die Feststellungsklage aber bisher daran festgehalten, dass ihr im Grundsatz Beseitigungs- und nicht Genugtuungsfunktion zukommt (BGE 95 II 481 E. 9 S. 498; 122 III 449 E. 2a S. 452). Davon geht auch die Lehre aus, wonach die Gutheissung der Feststellungsbegehren alleine die Zusprechung von Genugtuung nicht ausschliesst (Meili, a.a.O., N. 17 Abs. 2 zu Art. 28a ZGB; Landolt, a.a.O., N. 165 der Vorbem. zu Art. 47/49 OR).
8.5.�Soweit sie sich gegen die Zusprechung einer Genugtuung richtet, bleibt die Beschwerde aus den dargelegten Gr�nden erfolglos.
Insgesamt muss die Beschwerde abgewiesen werden, soweit darauf einzutreten ist. Die Beklagte wird damit kostenpflichtig, hingegen nicht entsch�digungspflichtig, zumal der Kl�ger nicht zur Vernehmlassung eingeladen wurde (Art. 66 Abs. 1 und Art. 68 Abs. 1 BGG).
Die Gerichtskosten von Fr. 3'000.-- werden der Beklagten und Beschwerdef�hrerin auferlegt.