Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BSG&Datum=29.03.2007&Aktenzeichen=B%209a%20SB%202/05%20R
Timestamp: 2019-05-25 00:25:27
Document Index: 357162808

Matched Legal Cases: ['§ 63', '§ 63', '§ 63', '§ 63', '§ 63', '§ 63', '§ 63', '§ 63', '§ 63']

BSG, 29.03.2007 - B 9a SB 2/05 R - dejure.org
https://dejure.org/2007,5039
BSG, 29.03.2007 - B 9a SB 2/05 R (https://dejure.org/2007,5039)
BSG, Entscheidung vom 29.03.2007 - B 9a SB 2/05 R (https://dejure.org/2007,5039)
BSG, Entscheidung vom 29. März 2007 - B 9a SB 2/05 R (https://dejure.org/2007,5039)
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Erstattungsfähigkeit von Kosten der Arbeit eines nicht nach einer gesetzlichen Gebührenordnung abrechnenden Bevollmächtigten im Widerspruchsverfahren als "notwendige Aufwendungen"; Beschränkung der staatlichen Leistung von Prozesskostenhilfe (PKH); Gleichbehandlung von Rechtsanwälten und Verbandsvertretern als Bevollmächtigte bei der Kostenerstattung im Widerspruchsverfahren
SG Karlsruhe, 22.03.2005 - S 8 SB 3473/04
SG Karlsruhe, 03.09.2008 - S 8 SB 3610/07
SG Karlsruhe, 17.09.2014 - S 15 R 3799/13
Erstattung notwendiger Aufwendungen im isolierten Vorverfahren bei Vertretung …
Die bereichsspezifisch auf den Fall, dass ein Rechtsanwalt oder sonstiger Bevollmächtigter, der Gebühren und Auslagen auf der Grundlage einer gesetzlichen Gebührenordnung berechnet, im Vorverfahren tätig war, bezogene Regelung des § 63 Abs. 2 SGB X (vgl. BSG, Urteil vom 29. März 2007 - B 9a SB 2/05 R, juris, Rn. 11 ff.; BSG…, Urteil vom 29. März 2007 - B 9a SB 3/05 R, juris, Rn. 13 ff.) ist hier nicht einschlägig, weil die Klägerin nicht durch einen solchen Bevollmächtigten vertreten war.
§ 63 Abs. 2 SGB X ist aber keine den § 63 Abs. 1 Satz 1 SGB X abschließend ausgestaltende Regelung, so dass in den nicht von § 63 Abs. 2 SGB X erfassten Fälle die allgemeine Regelung des § 63 Abs. 1 Satz 1 SGB X zur Anwendung kommt (dazu ausführlich BSG, Urteil vom 29. März 2007 - B 9a SB 2/05 R, juris, Rn. 17 ff.; BSG…, Urteil vom 29. März 2007 - B 9a SB 3/05 R, juris, Rn. 19 ff.; ebenso etwa LSG Baden-Württemberg…, Urteil vom 27. März 2014 - L 7 R 1940/12, juris, Rn. 52).
aa) Dabei kann dahinstehen, ob die Satzung des VdK Baden-Württemberg den vom Bundessozialgericht in seinen Urteilen vom 29. März 2007 aufgestellten Voraussetzungen an die Rechtmäßigkeit - insbesondere die Transparenz - solcher Satzungen (BSG, Urteil vom 29. März 2007 - B 9a SB 2/05 R, juris, Rn. 50 ff.; BSG…, Urteil vom 29. März 2007 - B 9a SB 3/05 R, juris, Rn. 52 ff.) genügt (vgl. hierzu LSG Baden-Württemberg…, Urteil vom 11. Dezember 2013 - L 2 AS 4275/12, juris, Rn. 37 ff.; LSG Baden-Württemberg…, Urteil vom 27. März 2014 - L 7 R 1940/12, juris, Rn. 60, 62 ff.; LSG Baden-Württemberg…, Urteil vom 1. April 2014 - L 13 AL 3115/12, juris, Rn. 54, 57).
(1) Im Rahmen der Auslegung der Tatbestandsmerkmals der "Notwendigkeit" im Sinne von § 63 Abs. 1 Satz 1 SGB X ist zu berücksichtigen, dass ein von Bevollmächtigten, die nicht in den Anwendungsbereich des § 63 Abs. 2 SGB X fallen, Vertretener nicht besser gestellt werden darf als jemand, der durch einen Bevollmächtigten im Sinne von § 63 Abs. 2 SGB X vertreten wurde (BSG, Urteil vom 29. März 2007 - B 9a SB 2/05 R, juris, Rn. 57; BSG…, Urteil vom 29. März 2007 - B 9a SB 3/05 R, juris, Rn. 59; LSG Baden-Württemberg…, Urteil vom 11. Dezember 2013 - L 2 AS 4275/12, juris, Rn. 66).
Der Vertretene hat daher nur einen Anspruch auf Erstattung der Kosten, die er im Falle des Unterliegens selbst zu tragen hätte (BSG, Urteil vom 29. März 2007 - B 9a SB 2/05 R, juris, Rn. 57; BSG…, Urteil vom 29. März 2007 - B 9a SB 3/05 R, juris, Rn. 59; LSG Baden-Württemberg…, Urteil vom 11. Dezember 2013 - L 2 AS 4275/12, juris, Rn. 66).
Kostenerstattung im Widerspruchsverfahren bei Verbandsvertretung - notwendige …
Das im Wege der Sprungrevision hierauf angerufene Bundessozialgericht hat das erstinstanzliche Urteil aufgehoben und die Sache mit Urteil vom 29.03.2007 (Az. B 9a SB 2/05 R) an das Sozialgericht zurückverwiesen.
Wegen des weiteren Vorbringens der Beteiligten und der Einzelheiten des Sachverhalts wird auf die beigezogene Verwaltungsakte des Beklagten, die Akten des Verfahrens S 8 SB 3473/04, die Akten des Revisionsverfahrens vor dem Bundessozialgericht (Az. B 9a SB 2/05 R) und die Prozessakte Bezug genommen.
Der Kläger hat auch unter Zugrundelegung der im Urteil des BSG vom 29.3.2007 (Az. B 9a SB 2/05 R) aufgestellten Rechtsgrundsätze keinen Anspruch gegen den Beklagten auf Erstattung von über den bisherigen Erstattungsbetrag von 18,-- EUR hinausgehenden weiteren Aufwendungen für seine Bevollmächtigten im Vorverfahren in Höhe von 206, 70 EUR aus § 63 Abs. 1 Sozialgesetzbuch Zehntes Buch (SGB X).
SG Aurich, 22.10.2008 - S 6 R 70/06
Höhe der nach einem erfolgreichen Widerspruchsverfahren zu erstattenden …
Sie hält die angefochtenen Bescheide für zutreffend und hält an ihrer Rechtsauffassung auch unter Berücksichtigung der Urteile des Bundessozialgerichts (BSG) vom 29.03.2007 (Az.: B 9a SB 2/05 R, 3/05 R und 6/05 R) fest.
Zur Begründung bezieht er sich auf die Ausführungen des Revisionsklägers in der die gleiche Rechtsfrage betreffenden Revisionssache B 9a SB 2/05 R sowie im von Prof. Dr. Helge S. in dessen im Auftrag der VdK Sozialrechtsschutz GmbH erstatteten Rechtsgutachten vom Juni 2003, die er sich zu eigen macht.
BSG, 02.04.2014 - B 12 KR 113/13 B
9 Der Kläger rügt allein eine Divergenz des LSG-Beschlusses zum Urteil des BSG vom 29.3.2007 (B 9a SB 2/05 R).