Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHSt%2045,%20148
Timestamp: 2019-08-22 12:36:30
Document Index: 355262886

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 356', 'BGH', '§ 356', '§ 356', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 356']

BGH, 21.07.1999 - 2 StR 24/99 - dejure.org
https://dejure.org/1999,1698
BGH, 21.07.1999 - 2 StR 24/99 (https://dejure.org/1999,1698)
BGH, Entscheidung vom 21.07.1999 - 2 StR 24/99 (https://dejure.org/1999,1698)
BGH, Entscheidung vom 21. Juli 1999 - 2 StR 24/99 (https://dejure.org/1999,1698)
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Parteiverrat; faktischer Geschäftsführer; Parteibegriff iSv § 356; Handeln des Gesellschafters, faktischen Geschäftsführers als anwaltliche Tätigkeit?
Parteiverrat - Rechtsanwalt - Strafbarkeit - Gesellschafter - Gesellschaft - GmbH
Parteiverrat durch einen RA
Parteiverrat durch anwaltliche Tätigkeit für eine GmbH wegen fehlender Parteistellung trotz 50%-Beteiligung und faktischer Geschäftsführung des Rechtsanwalts
BGHSt 45, 148
NJW 1999, 3568
NStZ 1999, 621 (Ls.)
NStZ 2000, 369
WM 1999, 2182
JR 2000, 519
(1) Nachteilsbegriff "Nachteil" im Sinne des § 356 II StGB ist jede Verschlechterung der Rechts- oder Prozesslage (Fischer, a.a.O., § 356 Rn. 15 unter Hinweis auf BGHSt 45, 148/156), ein (sicher vorhergesehener) Rechts- oder Prozessverlust wird nicht vorausgesetzt.
Dies setzt ein gemeinsames "Schädigungsbewusstsein" voraus (BGH, Urt. v. 21. Juli 1999, Az.: 2 StR 24/99 -juris Rn. 20).
Zweifellos ist der Angeklagte hierbei - auch bei Berücksichtigung seiner privaten Beziehungen zu den Eheleuten - nicht außerberuflich in privater Eigenschaft, sondern in seiner Eigenschaft als Rechtsanwalt tätig geworden (vgl. hierzu RGSt 62, 289, 292 f.; BGHSt 20, 41; BGHR StGB § 356 Rechtsanwalt 1) und zwar in einer Rechtssache.