Source: https://www.peterlang.com/view/9783653963649/xhtml/chapter004.xhtml
Timestamp: 2019-01-22 07:01:41
Document Index: 361488522

Matched Legal Cases: ['Art. 39', 'Art. 39', 'Art. 39', 'Art. 39', 'Art. 39', 'Art. 39', 'Art. 39', 'Art. 39', 'Art. 39']

4. Kapitel: Art. 39 CISG : Untersuchungsund Rügeobliegenheiten im UN-Kaufrecht
4. Kapitel: Art. 39 CI...
Art. 39 CISG bestimmt erstens, dass der Käufer überhaupt rügen und zweitens im Rahmen der Rüge die Art der Vertragswidrigkeit genau bezeichnen muss. Um das Recht, sich auf die Vertragswidrigkeit der Ware berufen zu können, nicht zu verlieren, sollte der Käufer die festgestellte Vertragswidrigkeit innerhalb einer angemessenen Frist dem Verkäufer anzeigen. Während Art. 39 Abs. 1 CISG mit einer Angemessenheit der Rügefrist rechnet, verlangt Art. 39 Abs. 2 CISG zwei Jahre, nachdem die Ware dem Käufer tatsächlich übergeben worden ist,761 den absoluten Ausschluss der Rüge.762
Auch im Rahmen des Art. 39 CISG können zwei Aspekte besonders relevant werden: Die Frist, im Rahmen derer der Käufer die vertragswidrige Ware rügen sollte, und die angebrachten inhaltlichen Anforderungen an diese Rüge. Bevor auf diese einzelnen Problemkreise eingegangen werden kann, sollte zum besseren Verständnis zunächst allgemein der Art. 39 CISG näher beleuchtet werden. Denn auch diese Vorschrift erscheint zunächst ihrem Wortlaut nach eindeutig, bereitet jedoch je nach vorhandener nationaler Rechtsordnung mehr oder minder Schwierigkeiten.763
Im Folgenden wird auf die im Einzelfall in der Rechtsprechung geforderten zeitlichen und inhaltlichen Voraussetzungen sowie die Rechtsfolgen einer nicht ordnungsgemäß erfolgten Mängelrüge – im Wesentlichen also die Bedeutung der Rechtsfolge: Er kann das Recht verlieren, sich auf die Vertragswidrigkeit zu berufen – eingegangen. Auch die Verbindung zwischen Art. 39 Abs. 1 zu Art. 39 Abs. 2 CISG...