Source: https://ehlers-godron.de/glossar.html
Timestamp: 2018-12-14 03:22:46
Document Index: 264339080

Matched Legal Cases: ['§ 305', '§ 280', '§ 688', '§ 280', '§ 286', '§ 195']

Glossar - Ehlers-Godron in Bremen, ehlers-godron.de
Ein wirksamer Vertrag kommt zustande, wenn der eigentliche Gläubiger erklärt, dass er die Forderung abtreten möchte und der Neugläubiger die Abtretung ausdrücklich annimmt. Den Abtretenden bezeichnet man in diesem Falle als Zedent. Denjenigen, der die Forderung annimmt, nennt man Zessionar.
Im Gegensatz zur Vollmacht wird der Zessionar nicht nur bevollmächtigt die Forderung einzuziehen, sondern er wird dadurch zum Inhaber der Forderung und somit zum neuen Gläubiger, mit sämtlichen Rechten und Pflichten des Altgläubigers.
Siehe auch "Forderungsabtretung".
Allgemeine Geschäftsbedingungen (abgekürzt AGB) sind gemäß § 305 Absatz 1 BGB alle für eine Vielzahl von Verträgen vorformulierten Vertragsbedingungen, die eine Vertragspartei (Verwender) der anderen Vertragspartei bei Abschluss eines Vertrags stellt. Gleichgültig ist, ob die Bestimmungen einen äußerlich gesonderten Bestandteil des Vertrags bilden oder in die Vertragsurkunde selbst aufgenommen werden, welchen Umfang sie haben, in welcher Schriftart sie verfasst sind und welche Form der Vertrag hat. Um AGB wirksam in einen Vertrag einzubeziehen, muss deutlich auf ihre Verwendung hingewiesen werden. Regelungen, die bedeutend von der wesentlichen Erwartung abweichen, dürfen nicht formuliert werden.
Auftraggeber ist - auch über das Auftragsrecht hinaus - der Kunde in einer Vertragsbeziehung. Es ist diejenige Vertragspartei, die einem anderen Leistungen überträgt, zum Beispiel innerhalb eines Dienst- oder Maklervertrages für einen Inkasso-Service. Wenn ein Gläubiger oder ein Bevollmächtigter eines Gläubigers uns als Rechtsanwaltskanzlei mit der Einziehung dieser Forderung beauftragt, ist er für uns unser Auftraggeber.
Auslagen sind Kosten, die uns als Rechtsanwaltskanzlei für Inkasso während des Mandatsverhältnisses für Schreiben, Post und Telefonate, Adressermittlungen und ähnliches entstehen. Wir treten dafür in Vorlage und verlangen sie von unserem Auftraggeber. Gemäß §§ 280, 286 BGB müssen sie vom Schuldner erstattet werden.
Mit Bonität oder Kreditwürdigkeit wird ein Maßstab für die Beurteilung der Fähigkeit einer natürlichen oder juristischen Person (Kreditnehmer) bezeichnet, aufgenommene Schulden vereinbarungsgemäß verzinsen und tilgen zu können. Die Bonität hängt von der aktuellen Situation und den zukünftig zu erwartenden Einkommens- und Vermögensverhältnissen ab. Betrachtet werden liquide Mittel wie Bankguthaben, aber auch alle anderen Vermögenswerte wie Grundstücke oder Aktien, die im Rahmen eines Inkasso-Verfahrens genutzt werden können.
Bundesverband Deutscher Inkasso- Unternehmen e.V.
Dem Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen e.V. (BDIU) gehören über 500 in Deutschland tätige Inkassounternehmen an. Seit 1956 vertritt der Verband bundesweit die Interessen der Inkassobranche gegenüber der Öffentlichkeit und der Politik. Die Inkassofirmen realisieren die zahlungsgestörten Forderungen ihrer Auftraggeber und führen so dem Wirtschaftskreislauf zurzeit gut 5 Milliarden jährlich wieder zu.
siehe Vermögensauskunft
Bedeutung einer Forderungsabtretung
Bei einer Forderungsabtretung handelt es sich um eine Übertragung einer Forderung eines Gläubigers auf einen Vertragspartner. Der ursprüngliche Gläubiger kann damit seine bestehende Forderung "verkaufen", welche damit auf einen neuen Gläubiger übergeht. Nur bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen kann der Gläubiger seine Forderung abtreten. Erforderlich ist ein wirksamer Abtretungsvertrag, das Bestehen der Forderung des Gläubigers, die Bestimmtheit und die Übertragbarkeit der Forderung.
Der Abtretungsvertrag kann formfrei geschlossen werden. Außerdem muss der Gläubiger auch tatsächlich Inhaber der entsprechenden Forderung sein. Die Mitwirkung oder Information des Schuldners der abgetretenen Forderung ist nicht erforderlich.
Eine Forderungsabtretung ist ausgeschlossen bei
- höchstpersönlichen Ansprüchen
- Ansprüchen, die auf eine besondere Vertrauensbeziehung beruhen
- Forderungen, die durch Vereinbarung mit dem Schuldner von der Abtretung ausgeschlossen sind
- unpfändbaren Forderungen
- Forderungen, deren Abtretung gesetzlich untersagt ist
Ein gutes Forderungsmanagement trägt entscheidend zum Erfolg eines Unternehmens bei
Die Zahlungsmoral vieler Kunden verschlechtert sich heutzutage ständig. Ob private oder gewerbliche Kunden, die Liquidität eines Unternehmens leidet erheblich und neue Aufträge können unter Umständen nicht angenommen werden, weil Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht oder nur stark verspätet nachkommen. Dieses Geschäftsgebaren hat schon viele Unternehmer in den Konkurs geführt. Um solche Probleme zu verhindern und die Forderungen im Blick zu behalten, bevor Schwierigkeiten auftreten, empfiehlt sich ein Forderungsmanagement Anwalt.
Der Forderungsmanagement Rechtsanwalt verhilft dem Unternehmen schneller und effizienter zu den ausstehenden Beträgen. Auch ein Forderungsmanagement Inkasso ist durchaus lohnend um Zahlungen einzufordern und selbst liquide zu bleiben. Die hierfür anfallenden Kosten sind nur eine geringe Belastung im Vergleich zu einem Totalausfall der Forderung. Außerdem wird durch ein professionelles Forderungsmanagement das Verhältnis zum Kunden nicht durch direkte Streitigkeiten gestört, wenn Forderungen extern eingefordert werden.
Das gerichtliche Mahnverfahren (geregelt in §§ 688ff. ZPO) ist ein Gerichtsverfahren, mit dem eine offene Forderung schneller, einfacher und kostengünstiger als mit einer regulären Zivilklage durchgesetzt werden kann. Es darf nicht mit außergerichtlichen Mahnungen durch Inkassounternehmen oder Rechtsanwälte verwechselt werden. Ziel des gerichtlichen Mahnverfahrens ist zunächst, den Schuldner zur Zahlung zu veranlassen. Geschieht dies nicht, erlangt der Gläubiger einen Vollstreckungsbescheid, also ein Vollstreckungstitel, mit dem die Forderung durchsetzbar ist. Die Titulierung des Anspruchs erfolgt ohne vorherige Klageerhebung und ohne Urteil. Voraussetzung ist ein fälliger Anspruch, der nicht noch von der Erbringung einer Gegenleistung abhängig ist. Das gerichtliche Mahnverfahren wir vollautomatisiert bzw. mit Hilfe eines Rechtspflegers durchgeführt.
Erlässt das örtlich zuständige Gericht den Mahnbescheid und stellt ihn dem Schuldner zu, kann dieser innerhalb von zwei Wochen die Forderung begleichen oder Widerspruch gegen den Mahnbescheid einlegen. Geschieht dies nicht, kann der Antragsteller einen Vollstreckungsbescheid gegen ihn erwirken. Innerhalb von zwei Wochen kann der Schuldner Einspruch einlegen, andernfalls wird der Vollstreckungsbescheid rechtskräftig. Mit diesem Titel kann der Antragsteller die Zwangsvollstreckung einleiten.
Deutsche Gerichte erheben für ihre Tätigkeiten (z. B. Mahnbescheide, Klagen, Pfändungsmaßnahmen) Gerichtskosten. Diese sind im hauptsächlich im Gerichtskostengesetz (GKG) und in der Kostenordnung (KostO) geregelt. Die Höhe der Kosten bestimmt sich zumeist nach dem Streitwert.
Als Gläubiger wird bezeichnet, wer von einem anderen (dem Schuldner) aufgrund eines vertraglichen Rechtsverhältnisses eine Leistung (oder ein Unterlassen) fordern kann. Dieser Anspruch kann beispielsweise durch Erbringung einer Dienstleistung oder Lieferung einer Ware entstanden sein. Neben seiner Hauptforderung können dem Gläubiger bei Nichtzahlung durch den Schuldner weitere Kosten entstehen, wie z. B. Mahnkosten durch ein Inkassobüro oder Rücklastschriftgebühren bei der Bank.
Als Hauptforderung wird die Forderung eines Gläubigers gegenüber einem Schuldner bezeichnet, die aufgrund eines rechtlichen Anspruchs, z. B. aus einem Kaufvertrag besteht. Wenn der Schuldner die Hauptforderung nicht begleicht, können dem Gläubiger Kosten entstehen, die er als Nebenforderungen geltend machen kann, beispielsweise Zinsen, außergerichtliche Mahnkosten oder Vollstreckungsgebühren. Bei der Geltendmachung helfen wir Ihnen als spezialisierter Rechtsanwalt für Inkasso.
Das Wort Inkasso beschreibt den gewerblichen Einzug von Forderungen. Wird eine Forderung durch einen Schuldner nicht bezahlt, kann der Gläubiger nach einer Mahnung ein Inkassounternehmen mit der Beitreibung der Forderung beauftragen.
Inkasso Rechtsanwälte
Eine Rechtsanwaltskanzlei, welche sich auf die Eintreibung von Forderungen spezialisiert hat. Durch die besondere Wirkung von formellen Anwaltsbriefen haben diese eine deutlich höhere Beitreibungsquote und arbeiten effektiver und ebenso kostengünstig wie große Inkassounternehmen.
Die Beauftragung eines Inkassobüros zur Eintreibung von Schulden säumiger Zahler. Das Inkassobüro versucht, den Schuldner durch Mahnungen zur Zahlung zu bewegen, veranlasst gerichtliche Mahn- und Vollstreckungsbescheide, setzt diese auch durch, und handelt Ratenzahlungen, Stundungs- oder Vergleichsvereinbarungen aus und wickelt diese ab.
Eine juristische Person ist eine Personenvereinigung oder eine Vermögensmasse, mit gesetzlich anerkannter rechtlicher Selbständigkeit, die aber keine natürliche Person ist (z.B. Firmen, Vereine, Aktiengesellschaften usw.). Sie ist rechtsfähig d. h. sie kann selbst Träger von Rechten und Pflichten sein, als klagen und verklagt werden. Für eine juristische Person handeln ihre Organe (z. B. Geschäftsführer, Vorstand, Hauptversammlung).
Eine Nebenforderung ist eine Forderung, die aufgrund eines nicht bezahlten Hauptanspruchs entstanden ist, wie z. B. Zinsen, außergerichtliche Mahnkosten, Vollstreckungskosten, Inkassokosten. Die Nebenforderung wird von uns als Inkasso-Rechtsanwalt dem Schuldner in Rechnung gestellt.
Erhält ein Schuldner seine bestellte Ware nicht, so muss er dies dem Gläubiger nach Erhalt der Rechnung, spätestens aber nach Zugang der Mahnung melden. Er kann sogar schadensersatzpflichtig werden, wenn er die Anzeige des Nichterhalts der Ware unterlässt und dadurch fahrlässig Kosten für den Gläubiger verursacht, wie z. B. Kosten für das Inkasso, Rechtsanwalts- oder Gerichtskosten.
Online Inkassobüro
Ein Inkassobüro, welches sich über das Internet vermarktet und den Leistungen eines herkömmlichen Inkassobüros in nichts nachsteht. Durch die Voraussetzung, dass alle Daten der Schuldner selbst eingegeben werden müssen, haben Online Inkassobüros oftmals eine schlankere Kostenstruktur. Ebenso ist der Zeitaufwand für den Kunden deutlich geringer, da nach Eingabe der Daten alles weiter vollautomatisch abläuft.
Schadensersatz bei Schuldnerverzug
Schadensersatz bei Schuldnerverzug bedeutet die Pflicht des Schuldner gemäß § 280 BGB die durch den Verzug entstandenen Kosten wie Verzugszinsen, Inkassokosten, außergerichtliche Mahnkosten oder Rechtsanwaltskosten ersetzen zu müssen.
Kommt ein Schuldner einer fälligen und durchsetzbaren Forderung seiner Leistungsverpflichtung nicht rechtzeitig nach und hat er dies zu vertreten, so befindet er sich (nach Zeitablauf oder Mahnung) gemäß § 286 BGB im Schuldnerverzug ("Zahlungsverzug"). Dies kann zu einer Schadensersatzpflicht des Schuldners führen.
Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung (SCHUFA
Die SCHUFA ist eine deutsche Wirtschaftsauskunftei. Ihr Ziel ist es, Vertragspartner vor Kreditausfällen zu schützen. Dazu stellt sie Daten zur Beurteilung der Kreditwürdigkeit von natürlichen und juristischen Personen zur Verfügung. Informationen über negatives Zahlungsverhalten, Abgabe von eidesstattlichen Versicherungen oder (Privat-) Insolvenzen können von jedermann abgefragt werden. Wir als Inkasso-Rechtsanwälte übernehmen dies für Sie.
"Vollstreckbare Titel" sind öffentliche Urkunden, die eine rechtliche Anordnung zu einem Tun (meist der Bezahlung einer Geldforderung) oder einem Unterlassen verkörpert. Ein Vollstreckungstitel ist die Voraussetzung für die Zulässigkeit einer Zwangsvollstreckung. Vollstreckbare Titel sind z. B. Gerichtsurteile , Vollstreckungsurteile oder auch notarielle Schuldanerkenntnisse. Ein Gläubiger erlangt automatisch eine solche Titulierung, wenn der Schuldner keinen Widerspruch gegen einen ihm zugegangenen Mahnbescheid eingelegt hat. Die Kosten für die Titulierung muss der Gläubiger auslegen, kann sie aber vom Schuldner zurückfordern. Unterstützung finden Sie bei uns als Rechtsanwalt für Inkasso.
Gemäß § 195 BGB beträgt die regelmäßige Verjährungsfrist 3 Jahre. Gerichtlich titulierte Ansprüche verjähren erst nach 30 Jahren. Die Frist für die Verjährung beginnt mit Ende des Jahres, in dem die Forderung entstanden ist. Unser Forderungsmangement unterstützt Sie bei der Durchsetzung Ihres Anspruches.
Vermögensauskunft (Eidesstattliche Versicherung)
Die eidesstattliche Versicherung oder Versicherung an Eides statt (kurz: EV) stellt eine Erklärung dar, mit der beteuert wird, dass eine getätigte Aussage der Wahrheit entspricht, beispielsweise eine Auskunft eines Schuldners über sein Vermögen. Dem Gläubiger soll damit die Zwangsvollstreckung erleichtert werden.
Die bisherige eidesstattliche Versicherung ist nur noch bis zum Geltungszeitraum 31.12.2012 in Kraft. Ab dem 01.01.2013 wird diese in „Vermögensauskunft“ umbenannt. Eine erneute Vermögensauskunft kann dann schon verkürzt nach 2 Jahren erneut abverlangt werden.
Unser Forderungsmanagement hilft Ihnen bei der Durchsetzung Ihrer Interessen.
siehe Schuldnerverzug
Eine Vollmacht ist eine rechtsgeschäftlich begründete Vertretungsmacht. Sie ermächtigt zum Handeln im fremden Namen. Ein Inkassassounternehmen benötigt eine Vollmacht, um Forderungen außergerichtlich durchsetzen zu können, da der Gläubiger die Forderung nicht abtritt, sondern Eigentümer der Forderung bleibt.
Mit der Zivilklage kann eine Geldforderung gerichtlich geltend gemacht und tituliert werden. Sie wird insbesondere dann verfolgt, wenn das kostengünstigere Mahnverfahren keinen Erfolg gebracht hat und über das Bestehen des Anspruchs gestritten wird. Zuständig ist das Gericht am Wohn- oder Geschäftssitz des Beklagten. Die Zustellung der Klageschrift an den Beklagten erfolgt von Amts wegen. Das Gericht entscheidet durch Beschluss oder durch Urteil über das Bestehen der Forderung. Diese sind vollstreckbare Titel, mit denen die Zwangsvollstreckung betrieben werden kann. Die titulierten Forderungen verjähren nach 30 Jahren. Unsere Rechtsanwälte für Inkasso helfen Ihnen bei der Erwirkung einer Zwangsvollstreckung.
Die Zwangsvollstreckung ist ein staatliches Verfahren zur Durchsetzung von Forderungen eines Gläubigers gegenüber einem Schuldner. Voraussetzung ist das Vorliegen eines Vollstreckungstitels. Es sind verschiedene Maßnahmen möglich: Mit Hilfe eines Gerichtsvollziehers können im Haushalt des Schuldners Gegenstände gepfändet und versteigert werden, um die Forderungen des Gläubigers zu befriedigen (Sachpfändungsauftrag).
Sollte der Gerichtsvollzieher hierbei mangels verwertbarer Gegenstände erfolglos bleiben, kann vom Gläubiger die Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung über sein Vermögen verlangt werden.
Der Gläubiger kann auch über das zuständige Vollstreckungsgericht einen Pfändungs- und Überweisungsbeschluss beantragen. Damit können das Bankguthaben oder das Arbeitseinkommen gepfändet werden. Dies sind beides sehr effektive Vollstreckungsmöglichkeiten. Bei der Pfändung des Arbeitseinkommens wird der Arbeitgeber des Schuldners als Drittschuldner in Anspruch genommen. Er zahlt den pfändbaren Anteil des Einkommens an den Schuldner aus.