Source: http://metaowl.de/2008/04/08/kritiker-der-vorratsdatenspeicherung-wenden-sich-an-den-eugh/
Timestamp: 2019-01-24 02:04:17
Document Index: 118358000

Matched Legal Cases: ['EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG']

Owl Content » Blog Archive » Kritiker der Vorratsdatenspeicherung wenden sich an den EuGH
Kritiker der Vorratsdatenspeicherung wenden sich an den EuGH
Der AK Vorrat hat mal wieder ein beeindruckend breites Bündnis zusammen getrommelt, diesmal sogar aus ganz Europa. Es geht um die Klage der Republik Irland gegen die EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung, die dort seit Juli 2006 anhängig ist und auf deren Entscheidung das Bundesverfassungsgericht derzeit wartet, bevor es über das deutsche Gesetz entscheidet. Die irische Klage ist rein formal begründet, weil die EU gar keine Kompetenzen hat, im Bereich der “inneren Sicherheit” bindende Beschlüsse zu fassen. Die Unterzeichner des jetzt eingereichten “Amicus Curiae Brief” (Schreiben der Freunde des Gerichts) begründen auf 13 Seiten,
dass die Richtlinie neben den von Irland genannten formellen Gründen vor allem auch inhaltlich rechtswidrig sei. Die Vorratsdatenspeicherung verstoße gegen das Grundrecht auf Achtung des Privatlebens und der Korrespondenz, das Grundrecht auf unbefangene Meinungsäußerung und das Grundrecht der Betreiber auf Eigentumsschutz.
Bei den 43 Unterzeichnern handelt es sich um Datenschutzverbände, Internetprovider, Telefonseelsorge sowie Journalisten- und Presseverbände aus elf europäischen Ländern.
Der AK Vorrat ergänzt in seiner Pressemitteilung:
Vor zwei Wochen hat das Bundesverfassungsgericht den Zugriff auf Vorratsdaten durch einstweilige Anordnung eingeschränkt. Die Aussetzung der Speicherung selbst lehnte das Gericht einstweilen ab mit der Begründung, das Risiko sei zu hoch, “im Eilverfahren über die Entscheidungskompetenz des Bundesverfassungsgerichts in der Hauptsache hinauszugehen und das Gemeinschaftsinteresse an einem effektiven Vollzug des Gemeinschaftsrechts schwerwiegend zu beeinträchtigen.” Das deutsche Gesetz entspreche “in weiten Teilen zwingenden Vorgaben der Richtlinie”. Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung geht davon aus, dass der Europäische Gerichtshof diese EU-Richtlinie noch in diesem Jahr für nichtig erklären wird. “Damit wird der Weg frei für einen Stopp der verdachtslosen Erfassung des Kommunikationsverhaltens selbst”, erklärt der Jurist Patrick Breyer vom Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung.
von netzpolitik.org � Datenschutz, gepostet am Dienstag, 8. April 2008 um 8:34
Bürgerrechtler-Bündnis begrüßt EuGH-Urteil zur anlasslosen Vorratsdatenspeicherung (22.12.2016) Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung begrüßt die gestrige Entscheidung (http://curia.europa.eu/juris/document/document.jsf?text= docid=186492 pageIndex=0 doclang=DE mode=req dir= occ=first part=1 cid=601733) des Europäischen Gerichtshofes
EuGH: Transfer von Passagierdaten illegal Der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg hat heute entschieden, dass die Übermittlung europäischer Fluggastdaten an US-Behörden illegal ist. Der EuGH
EuGH erklärt Vorratsdatenspeicherungsrichtlinie für ungültig Volltext: http://malte-spitz.de/wp-content/uploads/2014/04/C_0293_2012-DE-ARR.pdf Einige erste Analysen: http://heise.de/-2166159 (Peter Schaar) http://www.internet-law.de/2014/04/eugh-kassiert-richtlinie-ueber-vorratsdatenspeicherung-komplett.html (RA Stadler) http://www.offenenetze.de/2014/04/08/eugh-erklaert-vorratsdatenspeicherungsrichtlinie-fuer-ungueltig-kurze-analyse/ http://www.lto.de/recht/hintergruende/h/eugh-urtei-c-293-12-c-594-12-vorratsdatenspeicherung-gekippt/ Symbolbild (Eichhörnchen speichern gern Vorräte) von Ray eye (Photograph by Ray eye) [CC-BY-SA-2.0-de],
EuGH-Generalanwalt: Die Quadratur des Kreises der Vorratsdatenspeicherung (20.07.2016) Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung (AK-Vorrat) kritisiert die Stellungnahme des Generalanwalts am Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zur Vorratsdatenspeicherung in Schweden und Großbritannien. Nach
Cicero-Affäre: Schily bezeichnet Kritiker als “Hanseln” In der so genannten Cicero-Affäre um die grundlose Durchsuchung eines Journalisten hat Bundesinnenminister Otto Schily alle Vorwürfe zurückgewiesen. Zugleich attackierte