Source: http://www.inkasso-direkt.de/
Timestamp: 2017-07-28 16:38:52
Document Index: 142350471

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 398', '§ 134', '§ 280', '§ 13', '§ 286', '§ 280', '§ 286']

Sie haben das Gefühl , schlechtem Geld noch gutes Geld hinterher zu werfen?Sie buchen Forderungen eher aus, als teure Anwälte zu bezahlen?Sie wissen nicht, wie viel Geld - eingetriebene Forderungen - in Ihrem Keller liegen?Sie möchten sich wieder auf Ihr Kerngeschäft konzentrieren und nicht dem Geld für bereits erbrachte Leistungen hinter herlaufen?Atevis bringt A und B zusammen . . . wir kennen den Markt!
Oscar Wild 16.10.1854 - 30.11.1900
Mit Inkasso ist der Einzug von Forderungen gemeint. Der geschäftsmäßige Einzug fremder Forderungen ist nach §§ 2 Abs. 2, 10 Abs. 1 Nr. 1 Rechtsdienstleistungsgesetz (RDG) erlaubnispflichtig
In der Regel wird zwischen verschiedenen Formen der Tätigkeit von Inkassounternehmen unterschieden:Einziehung im Auftrag (Inkassounternehmen wird namens und im Auftrag des Auftraggebers tätig)Einziehungsermächtigung (wie bei 1.; das Inkassounternehmen ist bevollmächtigt, im eigenen Namen die Zahlung zu verlangen)Inkassozession (Abtretung der Forderung - § 398 BGB - zum Zwecke der Einziehung)Vollabtretung (Forderungskauf - Abtretung an Inkassounternehmen ohne Zweckbindung).Hinsichtlich der Vergütung handeln Inkassounternehmen beim vorgerichtlichen Einzug von Forderungen an dem anwaltlichen Vergütungssytem. Diese Art der Vergütung ist - wie bei der anwaltlichen Gebühr - einePauschalvergütung, welche die gesamte Tätigkeit abgilt.
Die Grenze der Höhe der Inkassovergütung ist immer dann erreicht, wenn sie sittenwidrig oder wucherisch ist - dann ist die Vereinbarung nichtig (vgl. §§ 134, 138 BGB). Die Höhe der Schuldnererstattung ist unabhängig von der Frage der zulässigen Vergütungsvereinbarung zwischen Auftraggeber und Inkassounternehmen zu beurteilen.Der Schuldner muss grundsätzlich die entstandenen Rechtsverfolgungskosten gem. §§ 280, 286 BGB dem Gläubiger/Auftraggeber ersetzen.Die Höhe der Erstattung der Inkassovergütungen ist nicht gesetzlich festgeschrieben.Eine herrschende Rechtsprechung zur Frage, in welcher Höhe Inkassovergütungen vom Schuldner zu erstatten sind, gibt es nicht. Die Rechtsprechung ist absolut uneinheitlich.
Voraussetzung: Das gerichtliche Mahnverfahren ist zulässig, wenn die Forderung eine bestimmte Geldsumme zum Gegenstand hat.
Um den gerichtlichen Mahnbescheid zu erwirken, müssen folgende Bedingungen vorliegen.die Forderung muss durch einen Vertrag o.ä. nachweisbar berechtigt sein, sonst muss der Gläubiger im Fall eines Widerspruchs die Kosten tragenzur Zustellung des Mahnbescheides muss der Wohnort des Schuldners bekannt seinder Schuldner muss in Zahlungsverzug gesetzt und fristmäßig gemahnt worden seinDie Gebühr für den Erlass eines Mahnbescheides richtet sich nach der Höhe der Forderung. Durch das Gericht wird für den Antrag auf Erlass des Mahnbescheides eine halbe Gebühr auf den Gebührenwert erhoben (mindestens 23 €). Wird der Antrag durch einen Inkassodienst bzw. einen Rechtsanwalt bearbeitet, wird nach § 13 Nr. 3305 RVG die volle Gebühr fällig. Die jeweiligen Gebühren fallen allerdings nur für die Einleitung des Verfahrens an. Kommt es zum normalen gerichtlichen Verfahren kommt, fallen auch die normalen gerichtlichen Kosten an. Allerdings werden die durch das Mahnverfahren entstandenen Gerichtskosten angerechnet, sodass die Einleitung eines Mahnverfahrens in Bezug auf die Gerichtskosten nicht teurer ist. Für das Mahnverfahren ist es möglich, Prozesskostenhilfe zu beantragen.
Antrag auf MahnbescheidSie haben noch offene Geldforderungen bei Ihren Schuldnern?Vorgerichtliche Maßnahmen haben waren erfolglos?Ihr Schuldner reagiert nicht auf außergerichtliche Mahnschreiben?Dann sollten/müsste Sie einen gerichtlichen Antrag auf Mahnbescheid erwirken, um Ihre Forderungen auf rechtlichem Wege durchsetzen zu können.
Mithilfe einer Inkassogesellschaft können Sie kostengünstig und mit wenig Aufwand Ihre Geldforderungen eintreiben lassen. Ein Inkassodienstleister übernimmt dabei für Sie das Einreichen des Antrags auf Erlass eines Mahnbescheids vor Gericht. Wichtig: Viele Inkassogesellschaften machen anfallende Gebühren beim Schuldner geltend. Dies ist nur dann zulässig, wenn das Inkassobüro nicht mehr verlangt als ein Rechtsanwalt an Vergütung erhalten würde. Des weiteren muss Ihre Forderung berechtigt und der Schuldner im Verzug sein. Der Schuldner darf auch nicht bereits insolvent sein.
Der Verzug ohne Mahnung ist in § 286 Abs. 2, 3 BGB geregelt und tritt bei folgenden Voraussetzungen ein:wenn die Leistungszeit nach dem Kalender bestimmt ist (Fälligkeitsvereinbarung)bei einer Anknüpfung an ein vorausgehendes Ereignis, sofern der Zeitraum zwischen Ereigni und Zahlung für den Schuldner angemessen und am Kalender berechenbar istbei ernsthaften und endgültigen Zahlungsverweigerungenbei sonstigen besonderen Gründen durch die nach Abwägung beidseitiger Interessen ein Verzug gerechtfertigt istwenn der Schuldner einer schriftlichen Zahlungsaufstellung spätestens nach 30 Tagen nicht nachkommtDie "30 Tage Klausel" gilt für einen Verbraucher nur dann, wenn eine Rechnung oder Zahlungsaufstellung auf die Rechtsfolge (Zusendung eines Mahnbescheids) hinweist.
Um einen Antrag auf Mahnbescheid online mit Signatur an das zuständige Amtsgericht zu versenden, sind allerdings eine Signaturkarte und ein Kartenlesegerät notwendig. Die jeweilige Zuständigkeit des Amtsgerichtes, bei dem der Antrag eingereicht wird, ist abhängig vom Wohn- bzw. Geschäftssitz des Gläubigers. In diesem Fall müssen die Kosten für die Handlungen des Gerichtes vom Antragsteller direkt vor Zustellung des Mahnbescheides eingezahlt werden.
Nach Nr. 1100 des Kostenverzeichnisses (KV) des Gerichtskostengesetz (GKG) kostet das Verfahren über den Antrag auf Erlass eines Mahnbescheids die 0,5-fache Gerichtsgebühr von mindestens 23 €. Dies gilt für Forderungen bis 900 €. Bis 1250 € kostet der Antrag 27,50 €, bis 1500 € werden 32,50 € veranschlagt. Zum Vergleich: Die Gerichtskosten für einen Mahnbescheid mit einem Streitwert von bis zu 10.000 € betragen 98 €.
Die Kosten für einen Mahnbescheid für einen Inkassodienstleister setzen sich nach dem Gesetz über die Vergütung der Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte (RVG) zusammen. Zusätzlich zu den Gerichtkosten fällt eine Gebühr für den beauftragten Rechtsanwalt an. Diese beträgt bei einem Streitwert bis 500 € ungefähr 50 €, bis 1000 € ca. 100 € und bis 10.000 € um die 500 €. Hinzu kommen eine Post- und Telekommunikationspauschale sowie 19% Mehrwertsteuer. Hier handelt es sich um Referenzwerte am Markt.
Kosten und Gebühren | Forderungseinzug Grundsätzlich trägt der Schuldner die berechtigten Kosten für den Forderungseinzug, wenn dieser bereits bei Beauftragung eines Inkassodunternehmens in Zahlungsverzug nach § 280 I, II und § 286 BGB war. Der Verzug des Schuldners muss im Vorfeld nachgewiesen werden.
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