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Timestamp: 2020-04-10 19:53:55
Document Index: 76247324

Matched Legal Cases: ['§ 62', '§ 5', '§ 61', '§ 62', '§ 5', '§ 61', '§ 62', '§ 5', '§ 61']

Sterbeurkunde wird verweigert. Was nun ? - Ahnenforschung.Net Forum
ich habe gerade die E-Mail bekommen.
Ich erzähle kurz worum es geht.
Ich habe die Sterbeurkunde von Clara Wortmann
angefordert in Bad Reichenhall.
Habe diese auch bekommen.
Zwei Tage später habe ich von der Lebensgefährtin,
Olga Ottilie Miltonia von Roeder,
die Sterbeurkunde angefordert.
Nach 3 Wochen warten habe ich mir erlaubt dem Standesbeamten
zu schreiben und habe gefragt:“ ... haben Sie diese schon verschickt
Denn bei mir ist sie nicht angekommen.
Wäre ja ärgerlich wenn diese verloren gegangen wäre“.
Darauf seine Antwort:“
da Sie nicht mit der Verstorbenen verwandt sind, müssen Sie ein berechtigtes Interesse glaubhaft nachweisen.
Darauf habe ich ihn angerufen und gefragt warum jetzt auf einmal
Bei der Lebenspartnerin war es doch auch kein Problem.
Da sagte er es wäre ein Fehler gewesen mir diese zu schicken.
Er würde mir gleich den passenden Auszug des Gesetzestextes schicken.
Was muss ich dem Standesbeamten schreiben damit ich diese
Sterbeurkunde bekomme ?
Olga ist am 11.07.1963 in Bad Reichenhall verstorben.
Ich hoffe ich hab nichts vergessen.
anbei die Ausführung vom Gesetz:
§ 62 PStG
Das ist ja wirklich komisch! Ich habe die Sterbeurkunde von der Halbschwester meines Opas ohne Probleme bekommen. Sie ist 1978 verstorben.
Ich musste nichts nachweisen.....
verweise erst einmal auf § 5(5) in Vbg mit § 61 PStG.Insofern ist § 62 nicht einschlägig. Wir hatten hier allerdings vor kurzem einen Fall - ich glaube auch aus Bayern - wo sich die Stelle dann im Hinblick auf das bayerische Archivgesetz geweigert hat.
ist der Standesbeamte immer noch Herr M.? Ich habe in Bad Reichenhall mal die Kopie eines Geburtenregistereintrags von 1899 angefragt. Der Standesbeamte war sehr "zäh", erst nach längerem Telefonat ließ er sich überzeugen, mir die Kopie zu geben. Er bestand aber darauf, sie zu beglaubigen.
Ausschlaggebend ist hier § 5 Abs. 5 Nr. 3 PStG, wonach eine Frist von 30 Jahren zur Fortführung von Sterberegistern besteht. Nach Verstreichen dieser Frist sind die Register Archivgut i.S.d. § 61 Abs. 2 PStG. Die Einsicht ist dann zu gewährleisten, Auskünfte sind problemlos zu erteilen.
Wie die anderen schon sagten, versuch es erst einmal damit, ihm die genannten Vorschriften darzulegen. Wenn es dann nicht geht, stelle einen schriftlichen Antrag mit deinem Anliegen und beharre auf einen Bescheid. Diesen könntest du dann mit Widerspruch (sofern in dem Bundesland Klagevoraussetzung) und Klage angreifen. Das sollten aber erst die letzten Eskalationsschritte sein; du und andere möchten ja weiterhin gut mit den Leuten vom Standesamt oder Archiv zusammenarbeiten.
wie bereits geschrieben wurde, ist eine Sterbeurkunde aus 1963 schon lange Archivgut.
Das entsprechende Personenstandsregister sollte also längst im Archiv liegen.
Nun kommt es aber immer wieder vor, dass mangels Archiv die alten Bücher noch
in den zuständigen Standesämtern verblieben sind.
Trotzdem muss der Standesbeamte dir eine Kopie der Urkunde zusenden, ohne dass
du irgendein berechtigtes Interesse nachweisen musst.
Hast du eine " vollständige unbeglaubigte Kopie des Originaleintrags mit allen
Randvermerken " angefordert? Ansonsten könnte der Beamte annehmen, dass du
eine neue Urkunde möchtest.
wenn ich eine Kopie anfordere, dann schreibe ich immer:
"eine einfache Kopie aus dem Geburts-, Heirats- oder Sterberegister"
27.12.2019, 21:02
ich melde mich wieder gesund zurück.
( Krank werden im Urlaub ist doch die Hölle ! )
Habt vielen Dank für Eure Antworten !
Ich bin zwar kein Gesetze-Freak aber das mit den
110 Jahres-Fristen war mir ja bekannt aber sollte es dem Standesbeamten nicht auch geläufig sein ?
Ist das denn nicht in jedem Bundesland gleich ?
Ich habe mal eine kurze Mail für den Standesbeamten geschrieben
und habe den von Euch genannten Paragraphen rein kopiert.
Kann ich das so schreiben oder ist das zu fordernd/schleimend/bettelnd ?
Ich will ihn ja nicht noch verärgern. Ich möchte ja die Urkunde unbedingt haben.
Könnt Ihr mal bitte drüber gucken.
Sollte ich noch was zu schreiben oder ändern ?
und alles Gute für 2020 wünsche ich Euch !
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Du solltest auf das Wort Sterbeurkunde verzichten, bzw. generell keine "Urkunden" anfordern, auch nicht eine Kopie einer Urkunde, das ist Nonsens. Sondern stattdessen nur eine Auskunft aus dem Registereintrag (oder Auskunft aus der Sammelakte) in Form einer unbeglaubigten Kopie, oder so ähnlich.
So wie Friederike schon schrieb:
... Hast du eine "vollständige unbeglaubigte Kopie des Originaleintrags mit allen Randvermerken" angefordert? Ansonsten könnte der Beamte annehmen, dass du eine neue Urkunde möchtest.
bei der Behörde liegen keine Sterbeurkunden vor, sondern eine Sterbeurkunde würde erst auf Wunsch eines Angehörigen ausgestellt anhand des Registereintrags. Deswegen ist Dein Wunsch nach einer Kopie einer Sterbeurkunde unsinnig.
Geändert von Anna Sara Weingart (27.12.2019 um 23:45 Uhr)
Hab es schon ausgetauscht !
Schon verrückt dass er so ein Theater macht !
Ich hatte bis heute nie solche Probleme !
ich hoffe Sie hatten entspannte Feiertage.
Vielen Dank für Ihre E-Mail mit der Ausführung von Gesetzt ( § 62 PStG ).
Ich möchte Sie jedoch noch einmal bitten mir die
vollständige unbeglaubigte Kopie des Originaleintrags mit allen Randvermerken"
Olga Ottilie Miltonia Roeder
Denn ausschlaggebend ist hier § 5 Abs. 5 Nr. 3 PStG,
wonach eine Frist von 30 Jahren zur Fortführung von Sterberegistern besteht.
Nach Verstreichen dieser Frist sind die Register Archivgut i.S.d. § 61 Abs. 2 PStG.
Die Einsicht ist dann zu gewährleisten und Auskünfte sind problemlos zu erteilen.
Seien Sie bitte so nett und senden Sie diese bitte an…
und wünsche Ihnen alles Gute für 2020