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Timestamp: 2018-07-15 21:46:04
Document Index: 130296881

Matched Legal Cases: ['§ 216', '§ 216', '§ 216', '§ 216', '§ 216', '§ 216', 'BGH', '§ 26', '§ 26', 'BGH', '§ 224', '§ 226', '§ 224', '§ 216', '§ 224', '§ 224', '§ 226', '§ 211', '§ 211', '§ 216', '§ 211', '§ 28', '§ 28', '§ 49', '§ 16', '§ 16', '§ 216']

C. Tötung auf Verlangen (§ 216 StGB) - ppt herunterladen
Veröffentlicht von:Maya Kohl Geändert vor über 3 Jahren
Präsentation zum Thema: "C. Tötung auf Verlangen (§ 216 StGB)"— Präsentation transkript:
1 C. Tötung auf Verlangen (§ 216 StGB)
Grundkurs Strafrecht II Prof. Dr. Luís Greco Teil 1: Str. gegen das Leben. C. Tötung auf Verlangen C. Tötung auf Verlangen (§ 216 StGB) „(1) Ist jemand durch das ausdrückliche und ernstliche Verlangen des Getöteten zur Tötung bestimmt worden, so ist auf Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren zu erkennen. (2) Der Versuch ist strafbar.“
2 C. Tötung auf Verlangen (§ 216 StGB)
Grundkurs Strafrecht II Prof. Dr. Luís Greco Teil 1: Str. gegen das Leben. C. Tötung auf Verlangen C. Tötung auf Verlangen (§ 216 StGB) I. Rechtsgrund II. Tatbestand III. Hauptprobleme
3 I. Rechtsgrund Leben als überindividuelles Rechtsgut?
Grundkurs Strafrecht II Prof. Dr. Luís Greco Teil 1: Str. gegen das Leben. C. Tötung auf Verlangen I. Rechtsgrund Leben als überindividuelles Rechtsgut? Leben als indisponibles Gut? Sicherung der Freiheit und Authentizität des Selbsttötungsentschlusses.
4 Grundkurs Strafrecht II Prof. Dr. Luís Greco Teil 1: Str
Grundkurs Strafrecht II Prof. Dr. Luís Greco Teil 1: Str. gegen das Leben. C. Tötung auf Verlangen II. Tatbestand - ausdrückliches Verlangen: unmissverständliches Verlangen - ernstliches Verlangen = Verlangen, das auf fehlerfreier Willensbildung beruht. - keine Willensmängel - natürliche Einsichts- und Urteilsfähigkeit - keine depressive Augenblicksstimmung Motivirrtümer: ungeklärt, wohl auch relevant. lesenswert: BGH NStZ 2011, 340
5 II. Tatbestand … - bestimmt worden: = § 26 StGB
Grundkurs Strafrecht II Prof. Dr. Luís Greco Teil 1: Str. gegen das Leben. C. Tötung auf Verlangen II. Tatbestand … - bestimmt worden: = § 26 StGB das Verlangen muss handlungsleitender Antrieb sein. s. etwa BGHSt 50, 80 (91 f.) – Kannibalen-Fall. gewisses Ausschlussverhältnis zum Mord (s.o., Motivbündel).
6 Grundkurs Strafrecht II Prof. Dr. Luís Greco Teil 1: Str
Grundkurs Strafrecht II Prof. Dr. Luís Greco Teil 1: Str. gegen das Leben. C. Tötung auf Verlangen III. Hauptprobleme 1. Sperrwirkung ggü. §§ 224, 226 StGB, wenn Todeserfolg nicht eintritt (P) Problem: Strafdrohungen nach diesen Vorschriften höher (bis 10 Jahre), als wenn der Täter getötet hätte. § 226 sogar Verbrechen! Lösungen: Strafbarkeit nach §§ 224, 226, aber Strafrahmen von § 216; nach aA sind die §§ 224, 226 nicht einmal anwendbar. Bei § 224 StGB, § 226 III Var. 1 StGB gestattet der unbenannte Strafzumessungsgrund des „minder schweren Falls“ eine teilw. Lösung.
7 III. Hauptprobleme 2. Verhältnis zu§ 211 StGB …
Grundkurs Strafrecht II Prof. Dr. Luís Greco Teil 1: Str. gegen das Leben. C. Tötung auf Verlangen III. Hauptprobleme … 2. Verhältnis zu§ 211 StGB Grundsatz: Sperrwirkung von § 216 ggü. § 211 StGB. Zugleich: wegen des Erfordernisses, dass der Täter durch das Verlangen „bestimmt“ worden sein muss, gewisses Exklusivitätsverhältnis insb. zu Mordmerkmalen der 1. und 3. Gruppe
8 III. Hauptprobleme 3. Akzessorietätslockerung …
Grundkurs Strafrecht II Prof. Dr. Luís Greco Teil 1: Str. gegen das Leben. C. Tötung auf Verlangen III. Hauptprobleme … 3. Akzessorietätslockerung Motivierung durch Tötungsverlangen: täterbezogenes Merkmal. Lit.: § 28 II StGB, unproblematisch. Rspr., weitere Ungereimtheit. An sich wäre § 28 I StGB einschlägig; absurd, weil hiermit das Fehlen des mildernden Motivs eine Milderung nach § 49 I StGB zur Folge haben würde. Deshalb: Teilnahme am Totschlag.
9 III. Hauptprobleme 4. Irrtumsregelung, § 16 II StGB „(1) …
Grundkurs Strafrecht II Prof. Dr. Luís Greco Teil 1: Str. gegen das Leben. C. Tötung auf Verlangen III. Hauptprobleme … 4. Irrtumsregelung, § 16 II StGB „(1) … (2) Wer bei Begehung der Tat irrig Umstände annimmt, welche den Tatbestand eines milderen Gesetzes verwirklichen würden, kann wegen vorsätzlicher Begehung nur nach dem milderen Gesetz bestraft werden.“
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