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Timestamp: 2019-04-22 22:18:40
Document Index: 157536361

Matched Legal Cases: ['§ 53', '§ 2', '§ 2', '§ 53', '§ 31', '§ 35', '§ 23', '§ 23']

Eingliederungshilfe für Erwachsene | Landeshauptstadt Potsdam
38 Fachbereich Soziales und Gesundheit
384 Bereich Gesundheitssoziale Dienste und Senioren
3842 Arbeitsgruppe Eingliederungshilfe für Erwachsene
3843 Arbeitsgruppe Hilfe zur Pflege
3844 Arbeitsgruppe Eingliederungshilfe für Kinder und Jugendliche
3845 Arbeitsgruppe Grundsicherung und Senioren
Die Leistungen der Eingliederungshilfe richten sich für Erwachsene mit einer geistigen, körperlichen und / oder psychischen Behinderung nach den Bestimmungen des Sozialgesetzbuches – Zwölftes Buch (SGB XII). Die Grundnorm des Leistungsanspruchs ergibt sich dabei aus § 53 SGB XII, welcher nicht nur den Aufgabenkreis der Eingliederungshilfe benennt, sondern ebenfalls den anspruchsberechtigten Personenkreis abgrenzt. Grundsätzlich sind die Leistungen der Eingliederungshilfe gegenüber Leistungen anderer Sozialleistungsträger – wie bspw. der Kranken-, Unfall- oder Rentenversicherung sowie der Bundesagentur für Arbeit – nachrangig (§ 2 SGB XII).
Ein Rechtsanspruch auf Eingliederungshilfe ergibt sich dabei nicht allein aus dem Vorliegen eine Behinderung im Sinne des § 2 Abs. 1 Sozialgesetzbuch – Neuntes Buch (SGB IX). Vielmehr muss diese die Fähigkeit der Teilhabe am Leben der Gesellschaft grundsätzlich wesentlich beeinträchtigen. Nicht jeder Mensch mit Behinderung erfüllt damit zugleich die Voraussetzungen des § 53 Abs. 1 Satz 1 SGB XII. Die Hilfegewährung bis zur Vollendung des 18. bzw. bei seelisch Behinderten i. d. R. des 21. Lebensjahres erfolgt innerhalb der Eingliederungshilfe durch die Arbeitsgruppe Eingliederungshilfe Kinder und Jugendliche.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Arbeitsgruppe Eingliederungshilfe Erwachsene stehen für eine kostenlose Beratung und Unterstützung zur Verfügung. Aufgrund der individuellen Bedürfnisse und Lebenssituationen empfiehlt sich hierbei eine persönliche Vorsprache.
Die Eingliederungshilfen für Erwachsene sind Maßnahmen, die in ambulanter, teilstationärer und stationärer Form erbracht werden.
Zu den Leistungen der Eingliederungshilfe gehören hierbei beispielsweise:
Ziel der Hilfen ist es, die Erwerbsfähigkeit behinderter oder von Behinderung bedrohter Menschen entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit zu erhalten, zu verbessern, herzustellen oder wiederherzustellen.
Leistungen in anerkannten Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM)
Aufgabe einer WbfM ist es, die Leistungs- oder Erwerbsfähigkeit des behinderten Menschen zu erhalten, zu entwickeln, zu verbessern oder wiederherzustellen sowie die eigene Persönlichkeit weiterzuentwickeln und die Beschäftigung zu ermöglichen oder zu sichern.
Die Leistungen dienen der Vermeidung, der Stabilisierung und der Besserung sowohl einer Behinderung oder Gesundheitsstörung selbst als auch der dadurch bedingten Einschränkung der Erwerbsfähigkeit und Pflegebedürftigkeit.
Leistungen zum selbstbestimmten Leben in betreuten Wohnmöglichkeiten
Die genannten Hilfeleistungen sind auf den Bereich der betreuten Wohnmöglichkeiten beschränkt. Sie dienen dabei insbesondere der wohnbezogenen Betreuung des Menschen mit Behinderung.
Die Hilfen zum Erwerb praktischer Kenntnisse und Fähigkeiten kommen vor allem für schwerst- und schwerstmehrfachbehinderte Menschen in Betracht. Sie beinhalten insbesondere den Besuch des Förder- und Beschäftigungsbereich, welcher zur Vorbereitung auf den Arbeitsbereich eine Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) dient.
Versorgung mit Hilfsmittel und Hilfen
Hilfsmittel dienen nicht nur der Einwirkung auf den Gesundheitszustand sondern sollen vor allem auch die Folgen der Behinderung kompensieren. Es handelt sich hierbei jedoch nicht um Hilfsmittel und Hilfen die von §§ 31 (Hilfsmittel) und 33 (Hilfen) SGB IX erfassen werden.
Die Leistungen zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft dienen der Ermöglichung oder der Sicherung der Teilhabe behinderter Menschen am Leben in der Gesellschaft. Der Begriff Gesellschaft ist umfassender als der der Gemeinschaft. Er umfasst alle gesellschaftlichen Bereiche, so zum Beispiel auch das Arbeitsleben, und bezieht sich damit auf die gesamte Teilnahme am Leben. Der Begriff der Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft hebt dagegen die soziale Teilnahme hervor. Ihr Ziel ist es, dem behinderten Menschen den Kontakt mit seiner sozialen Umwelt zu erhalten und ihm die Teilnahme auch am öffentlichen und kulturellen Leben zu ermöglichen.
Die Hilfen werden insbesondere dann erbracht, wenn eine schulische Ausbildung für einen angemessenen Beruf einschließlich des Besuchs einier Hochschule, vor allem wegen Art und Schwere der Behinderung, nicht möglich ist.
Besondere Voraussetzungen bzw. Hinweise:
die Fähigkeit der Teilhabe am Leben in der Gesellschaft muss grundsätzlich wesentlich beeinträchtigt sein
die Hilfegewährung bis zur Vollendung des 18. bzw. 21. Lebensjahres erfolgt innerhalb der Eingliederungshilfe für Kinder und Jugendliche
die Leistungen sind gegenüber Leistungen anderer Sozialleistungsträger nachrangig (bspw. Kranken-, Unfall- oder Rentenversicherung sowie der Bundesagentur für Arbeit)
die Hilfen werden abhängig von Einkommen und Vermögen erbracht
Zur Bearbeitung Ihres Antrages benötigen wir i. d. R. folgende Unterlagen:
Einkommens- und Vermögensnachweise (z.B. Kontoauszüge der letzten 3 Monate, Sparbücher, Sparbriefe, Angaben zu Grundvermögen, Kapitalbildende Versicherungen bzw. Verträge, Bausparverträge)
Ärztliche Gutachten (soweit vorhanden)
Betreuerausweis (soweit gerichtliche Betreuung bestellt wurde)
die Antragstellung muss vor Beginn der Maßnahme erfolgen
eine persönliche Vorsprache zur Beratung ist zu empfehlen
Sozialgesetzbuch Zwölftes Buch (SGB XII) und Eingliederungshilfe-Verordnung (EinglHVO)
Grundantrag auf Gewährung von Sozialleistungen (PDF | 154,87 KB)
Grundantrag (Anlage 1) - Unterhaltsverpflichtete und Ehegatten (PDF | 35,64 KB)
Grundantrag (Anlage 2) - vorrangige Sozialleistungen (PDF | 91,27 KB)
Grundantrag (Anlage 2.1) - Erklärung über ausländische Rentenansprüche (PDF | 99,68 KB)
Grundantrag (Anlage 3) - Einkommen und Vermögen (PDF | 226,91 KB)
Grundantrag (Anlage 4) - Besonderheiten (PDF | 49,24 KB)
Grundantrag (Anlage 5) - Kosten der Unterkunft und Heizung (PDF | 39,97 KB)
Grundantrag (Anlage 6.1) - Belehrung Mitwirkungspflichten (PDF | 64,58 KB)
Grundantrag (Anlage 6.2) - Belehrung Datenschutz (PDF | 35,44 KB)
Grundantrag (Anlage 6.3) - Belehrung Einkommen und Vermögen (PDF | 40,63 KB)
Grundantrag (Anlage 6.4) - Belehrung Kosten der Unterkunft (PDF | 39,75 KB)
Grundantrag (Anlage 6.5) - Belehrung Kostenübernahme KdU bei Heimaufnahme (PDF | 35,33 KB)
Grundantrag (Anlage 7) - Entbindung Schweigepflichten (PDF | 48,38 KB)
Grundantrag (Anlage 8) - Einverständniserklärung Anforderung MDK Gutachten (PDF | 14,86 KB)
Grundantrag (Anlage 9) - Elternfragebogen § 35a SGB VIII (PDF | 1,833 MB)
Grundantrag (Anlage 10) - Elternfragebogen Frühförderung SGB XII (PDF | 74,87 KB)
Grundantrag (Anlage 11) - Fragebogen Erwachsene Persönliches Budget (PDF | 89,42 KB)
Grundantrag (Anlage 12) - Hinweise (PDF | 79,38 KB)
Grundantrag (Anlage 13) - Merkblatt zur Unterrichtung über § 23 Abs. 3 SGB XII (Sozialhilfe-Ansprüche ausländischer Personen) (PDF | 29,89 KB)
Grundantrag (Anlage 13.1) - Erhalt der Hinweise zur Unterrichtung über § 23 Abs. 3 SGB XII (Sozialhilfe-Ansprüche ausländischer Personen [Merkblatt]) (PDF | 31,77 KB)
Bewilligung von Kraftfahrzeughilfen - Merkblatt (PDF | 30,93 KB)
Hochschulhilfe - Merkblatt (PDF | 34,66 KB)
persönliches Budget - Hinweise zur Antragstellung (PDF | 17,89 KB)
Eingliederungshilfe für Erwachsene - Flyer (PDF | 173,64 KB)
Eingliederungshilfe für Erwachsene (leichte Sprache) - Flyer (PDF | 2,353 MB)
Das persönliche Budget - Flyer (PDF | 188,19 KB)
Das persönliche Budget (leichte Sprache) - Flyer (PDF | 222,76 KB)
Stationäre Eingliederungshilfe für Erwachsene - Flyer (PDF | 1,256 MB)
Stationäre Eingliederungshilfe für Erwachsene (leichte Sprache) - Flyer (PDF | 1,928 MB)
Wohngemeinschaften für Menschen mit geistigen und / oder körperlichen Behinderungen in Potsdam (PDF | 474,16 KB)
Wohngemeinschaften für Menschen mit seelischen Behinderungen bzw. chronisch psychischen Erkrankungen in Potsdam (PDF | 461,15 KB)
Bundesteilhabegesetz (Reformstufen) - Merkblatt (PDF | 935,1 KB)
Bundesteilhabegesetz (FAQ) - Broschüre (PDF | 1,519 MB)
Beauftragter für Menschen mit Behinderung der Landeshauptstadt Potsdam
Beratungsstellen und Ansprechpartner zum Thema "Unabhängige Teilhabeberatung" auf www.teilhabeberatung.de
Frau Bothe EGH innerhalb u. außerhalb von Einrichtungen / Hilfen für Menschen mit körperlicher und / oder geistiger Behinderung +49 331 289-2185
Frau Friedel Sozialarbeiterin besonderer sozialer Dienst +49 331 289-2182
Frau Grahlow EGH / Hilfen für Menschen mit seelischer Behinderung +49 331 289-2132
Frau Grimoni EGH innerhalb u. außerhalb von Einrichtungen / Hilfen für Menschen mit seelischer Behinderung +49 331 289-2194
Frau Holubek EGH innerhalb u. außerhalb von Einrichtungen / Hilfen für Menschen mit seelischer Behinderung +49 331 289-2180
Frau Jaensch EGH innerhalb u. außerhalb von Einrichtungen / Hilfen für Menschen mit körperlicher und / oder geistiger Behinderung +49 331 289-2187
Frau Nölte EGH innerhalb u. außerhalb von Einrichtungen / Hilfen für Menschen mit körperlicher und / oder geistiger Behinderung +49 331 289-2188
Frau Schulze EGH innerhalb u. außerhalb von Einrichtungen / Hilfen für Menschen mit körperlicher und / oder geistiger Behinderung +49 331 289-2193
Herr Steinke EGH innerhalb u. außerhalb von Einrichtungen / Hilfen für Menschen mit seelischer Behinderung +49 331 289-2142
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