Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=XII%20ZB%20600/14
Timestamp: 2019-03-24 12:19:45
Document Index: 12193221

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 321', '§ 312', '§ 70', '§ 62', '§ 321', '§ 358', '§ 30', '§ 406', '§ 321', '§ 321', '§ 321', 'Art. 2', '§ 62', '§ 321', '§ 74', '§ 62', '§ 70', '§ 312', '§ 321', 'Art 2', '§ 70', '§ 62', '§ 30', '§ 62', '§ 62', 'BGH']

BGH, 08.07.2015 - XII ZB 600/14 - dejure.org
FamFG § 321 Abs. 1
§ 312 Satz 1 Nr. 1 FamFG, § ... 70 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 FamFG, § 70 Abs. 4 FamFG, § 62 Abs. 1 FamFG, § 321 Abs. 1 Satz 1 FamFG, § 358 ZPO, § 30 Abs. 1 FamFG, § 406 ZPO, § 321 Abs. 1 Satz 2 FamFG, § 321 Abs. 1 FamFG, § 321 Abs. 1 Satz 5 FamFG, Art. 2 Abs. 2 Satz 2 GG, § 62 FamFG, § 321 Abs. 1 FamFG, § 74 Abs. 7 FamFG
§ 62 Abs 1 FamFG, § 70 Abs 3 S 1 Nr 2 FamFG, § 312 S 1 Nr 1 FamFG, § 321 Abs 1 S 5 FamFG, Art 2 Abs 2 S 2 GG
Unterbringungssache: Genehmigung der Zwangsmedikation eines untergebrachten Betreuten ohne ausreichende gutachterliche Grundlage
Feststellung der Rechtswidrigkeit der Genehmigung einer Zwangsmedikation ohne ausreichende gutachterliche Grundlage; Genehmigung einer zwangsweisen Heilbehandlung
Zur Rechtswidrigkeit der Genehmigung einer Zwangsmedikation ohne ausreichende gutachterliche Grundlage.
Betreuungsrecht - Zwangsmedikation ohne ausreichende gutachterliche Grundlage
Zur Rechtswidrigkeit der Genehmigung einer Zwangsmedikation ohne ausreichende gutachterliche Grundlage
aerztezeitung.de (Pressemeldung, 18.08.2015)
Zwangsbehandlung: Attest reicht nicht
Genehmigung einer Zwangsmedikation
AG Homburg, 11.09.2014 - 10 XVII 106/14
AG Homburg, 23.09.2014 - 10 XVII 106/14
LG Saarbrücken, 13.10.2014 - 5 T 394/14
LG Saarbrücken, 21.10.2014 - 5 T 404/14
NJW-RR 2015, 1345
MDR 2015, 1073
FGPrax 2015, 221
FamRZ 2015, 1706
FamRZ 2015, 1879
FamRZ 2015, 706
Gleiches gilt für die Genehmigung der ärztlichen Zwangsbehandlung des Betroffenen gegen seinen natürlichen Willen (st. Rspr. des Senats, vgl. Senatsbeschluss vom 8. Juli 2015 - XII ZB 600/14 - FamRZ 2015, 1706 Rn. 14 f. mwN).
Die Statthaftigkeit der Rechtsbeschwerde ergibt sich auch im Fall der hier aufgrund Zeitablaufs eingetretenen Erledigung aus § 70 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 FamFG (Senatsbeschluss vom 8. Juli 2015 - XII ZB 600/14 - FamRZ 2015, 1706 Rn. 5 mwN).
b) Die Entscheidungen von Amts- und Landgericht zur Genehmigung der Einwilligung der Betreuerin in die ärztliche Zwangsbehandlung haben die Betroffene in ihren Rechten verletzt, was nach der in der Rechtsbeschwerdeinstanz entsprechend anwendbaren Vorschrift des § 62 Abs. 1 FamFG festzustellen ist (Senatsbeschluss vom 8. Juli 2015 - XII ZB 600/14 - FamRZ 2015, 1706 Rn. 6 mwN).
Gemäß § 30 Abs. 1 i.V.m. Abs. 2 FamFG ist diese entsprechend der Zivilprozessordnung durchzuführen (Senatsbeschluss vom 8. Juli 2015 - XII ZB 600/14 - FamRZ 2015, 1706 Rn. 7 mwN).
Das Gutachten des Sachverständigen S. vom 9. August 2017 ist indes lediglich zur Frage der Notwendigkeit einer Betreuung eingeholt worden und kann schon deshalb für die Genehmigung einer Zwangsbehandlung nicht herangezogen werden (vgl. Senatsbeschluss vom 8. Juli 2015 - XII ZB 600/14 - FamRZ 2015, 1706 Rn. 8).
Dabei ist die Feststellung nach § 62 FamFG jedenfalls dann gerechtfertigt, wenn der Verfahrensfehler so gravierend ist, dass die Entscheidung den Makel eines rechtswidrigen Eingriffs in die grundrechtlich geschützte körperliche Integrität und in das Recht auf Selbstbestimmung des Betroffenen hinsichtlich seiner körperlichen Integrität hat, der durch Nachholung der Maßnahme rückwirkend nicht mehr zu tilgen ist (vgl. Senatsbeschluss vom 8. Juli 2015 - XII ZB 600/14 - FamRZ 2015, 1706 Rn. 13 mwN).
Genehmigung der Unterbringung und der Einwilligung in eine ärztliche …
Die gerichtliche Anordnung oder Genehmigung einer freiheitsentziehenden Maßnahme bedeutet stets einen schwerwiegenden Grundrechtseingriff im Sinn des § 62 Abs. 2 Nr. 1 FamFG (st. Rspr., vgl. Senatsbeschluss vom 8. Juli 2015 - XII ZB 600/14 - FamRZ 2015, 1706 Rn. 15 mwN).
Klage gegen eine durch Zeitablauf erledigte Genehmigung zur zwangsweisen …
BGH, 12.07.2017 - XII ZB 88/17
Betreuungssache: Anforderungen an die Einholung eines psychiatrischen …
Die Sachverständige muss in einer Betreuungssache schon vor der Untersuchung des Betroffenen gerichtlich bestellt worden sein und dem Betroffenen den Zweck der Untersuchung eröffnen (Fortführung des Senatsbeschlusses vom 8. Juli 2015, XII ZB 600/14, FamRZ 2015, 1706).
Dabei muss er schon vor der Untersuchung des Betroffenen zum Sachverständigen bestellt worden sein und dem Betroffenen den Zweck der Untersuchung eröffnen (vgl. Senatsbeschluss vom 8. Juli 2015 - XII ZB600/14 - FamRZ 2015, 1706 Rn. 7).