Source: http://www.olg-hamm.de/aufgaben/justizpruefungsamt/02_staatl_pflichtfachpruefung/02_Merkblaetter/04_merkblattt_verbesserungsversuch/index.php
Timestamp: 2019-06-20 17:57:37
Document Index: 386267372

Matched Legal Cases: ['§ 26', '§ 25', '§ 24', '§ 26', '§ 24', '§ 26']

Oberlandesgericht Hamm: Merkblatt zum Verbesserungsversuch
Informationen zur Möglichkeit der Wiederholung der staatlichen Pflichtfachprüfung zum Zwecke der Notenverbesserung
Wiederholung zum Zwecke der Notenverbesserung
Befristet mögliche Meldung
Keine Anrechnung von Prüfungsleistungen aus dem Freiversuch
Wichtiger Hinweis für Referendare
Gemäß § 26 JAG NRW kann, wer die staatliche Pflichtfachprüfung in NRW bei Vorliegen der Voraussetzungen für einen Freiversuch nach § 25 JAG NRW bestanden hat, zur Verbesserung der Gesamtnote die Prüfung einmal wiederholen.
Gemäß § 24 Abs. 2 Satz 1 und § 26 JAG NRW ist der Verbesserungsversuch grundsätzlich vor demselben Prüfungsamt wie der Freiversuch abzulegen. Ein Wechsel des Prüfungsamtes ist nur mit Zustimmung des abgebenden und des aufnehmenden Prüfungsamtes zulässig. Auf die Zustimmung besteht kein Rechtsanspruch. Sie darf nur aus wichtigem Grund und nur dann erteilt werden, wenn die Prüfung vor dem abgebenden Prüfungsamt rechtlich zulässig ist und die vom abgebenden Prüfungsamt erteilten Auflagen unberührt bleiben (§ 24 Abs. 2 JAG NRW).
Der Antrag auf Zulassung ist innerhalb eines Jahres nach Bekanntgabe der Entscheidung über das Prüfungsergebnis zu stellen. Für die Berechnung der Frist wird auf das Datum der Zustellung des Prüfungsbescheides abgestellt.
Die Meldung zur Wiederholungsprüfung zum Zwecke der Notenverbesserung muss entscheidungsreif innerhalb der Jahresfrist bei dem Oberlandesgericht Hamm eingehen. Prüflinge, die sich zum Ende der Jahresfrist melden, werden zum nächstmöglichen Termin geladen. Der nächstmögliche Termin ist unabhängig von den Anmeldefristen.
Da es sich bei der Meldung zum Verbesserungsversuch um ein neues und selbstständiges Prüfungsverfahren handelt, ist der Meldevordruck erneut auszufüllen und mit den Nachweisen einzureichen. Die Vorlage eines neuen Lebenslaufs ist freigestellt. Die Geburtsurkunde / beglaubigte Kopie des Personalausweises muss nicht erneut vorgelegt werden. Sollte sich der Name und / oder Familienstand seit der Ablegung des Freiversuchs geändert haben, ist dies durch entsprechende Urkunden (z.B. Heiratsurkunde) nachzuweisen.
Eine Anrechnung von Prüfungsleistungen aus dem vorangegangenen Freiversuch ist bei dem Verbesserungsversuch nicht möglich.
Wird in der Wiederholungsprüfung eine höhere Punktzahl in der Gesamtnote erreicht, wird hierüber ein Zeugnis erteilt (§ 26 Abs. 2 JAG NRW). Sollte die Prüfung nicht bestanden oder ein schlechteres Ergebnis / das gleiche Ergebnis wie beim Freiversuch erzielt werden, dann verbleibt es bei dem Ergebnis des Freiversuchs.
Von Seiten des Prüfungsamtes erfolgt keine Mitteilung des Ergebnisses des Verbesserungsversuchs zur Referendar-Personalakte.