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Timestamp: 2016-10-25 06:45:40
Document Index: 380851815

Matched Legal Cases: ['Art. 2', 'Art. 10', 'Art. 2', 'Art. 1', 'Art. 4', 'BGE', 'Art. 23', 'Art. 24', 'Art. 26', 'Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 23', 'BGE', 'Art. 88', 'BGE', 'BGE', 'Art. 6', 'BGE', 'Art. 23', 'Art. 4', 'BGE', 'Art. 29', 'Art. 29', 'Art. 152', 'Art. 135', 'BGE', 'Art. 152']

B 47/98 (11.07.2000)
Pr�sident Lustenberger, Bundesrichter Sch�n, R�edi, Meyer und Ferrari; Gerichtsschreiber Kr�henb�hl
Berna Schweizerische Personalf�rsorge- und Hinterbliebenenstiftung, Br�ckfeldstrasse 16, Bern, Beschwerdef�hrerin,
P.________, 1960, Beschwerdegegner, vertreten durch Rechtsanwalt Christian Th�ny, Quaderstrasse 16, Chur,
A.- Der 1960 geborene P.________ war ab 18. November 1991 bis 17. Januar 1992 in der Firma D.________ als Mitarbeiter und Chauffeur angestellt. Anschliessend war er vor�bergehend arbeitslos, bis er am 1. April 1992 eine neue T�tigkeit als R�ster in der Firma C.________ aufnehmen konnte. Nach der laut Angaben der Arbeitgeberfirma aus wirtschaftlichen Gr�nden auf Ende Februar 1993 erfolgten Aufl�sung dieses Anstellungsverh�ltnisses fand P.________ auf den 26. April 1993 eine Aushilfsbesch�ftigung in der Firma A.________.
Am 9. M�rz 1992 wurde P.________ von seiner Mutter bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug angemeldet. Die Invalidenversicherungs-Kommission holte eine Stellungnahme der Frau Dr. med. K.________, Spezial�rztin FMH f�r Psychiatrie, vom 28./29. M�rz 1992 sowie die Berichte des Dr. med. N.________ vom 9./19. Juli 1993 und des Dr. med. S.________ vom 9. Dezember 1993, beide von der Psychiatrischen Klinik X.________, ein. Gest�tzt auf diese medizinischen Unterlagen sowie die Ergebnisse der Abkl�rungen der Regionalstelle Graub�nden f�r berufliche Eingliederung vom 26. Januar und 8. September 1993 und die Ausk�nfte verschiedener fr�herer Arbeitgeber setzte die Kommission den Invalidit�tsgrad f�r die Zeit ab 1. Januar 1993 auf 46 %, ab 1. Juni 1993 auf 50 % und ab 1. September 1993 auf 68 % fest. Mit drei Verf�gungen vom 23. Juni 1994 sprach die Ausgleichskasse des Kantons Graub�nden dementsprechend ab 1. Januar 1993 eine Viertelsrente sowie ab 1. Juni 1993 eine halbe und ab 1. September 1993 eine ganze Invalidenrente, jeweils mit Zusatzrente f�r die Ehefrau, zu.
Mit Schreiben vom 11. M�rz 1996 lehnte die Berna, Schweizerische Personalf�rsorge- und Hinterbliebenen-Stiftung, bei welcher P.________ w�hrend der Dauer seiner Anstellung in der Firma D.________ versichert gewesen war, die Gew�hrung einer Invalidenrente nach BVG im Wesentlichen mit der Begr�ndung ab, die Arbeitsunf�higkeit beruhe auf einem Geburtsgebrechen.
B.- P.________ liess beim Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden Klage gegen die Berna erheben mit dem Begehren, diese sei zu verpflichten, ihm aus beruflicher Vorsorge ab 1. Juni 1993 eine halbe und ab 1. September 1993 eine ganze Invalidenrente zu bezahlen.
Mit Entscheid vom 1. Mai 1998 hiess das kantonale Gericht die Klage gut und hielt die Berna zur Ausrichtung der beantragten Invalidenleistungen an (Dispositiv-Ziffer 1). Weiter entsprach es dem Gesuch um Gew�hrung der unentgeltlichen Verbeist�ndung (Dispositiv-Ziffer 2) und verpflichtete die Berna zur Bezahlung einer Parteientsch�digung an den Kl�ger in H�he von Fr. 1'200. - (Dispositiv-Ziffer 3).
P.________ l�sst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schliessen. Zudem ersucht er um Gew�hrung der unentgeltlichen Verbeist�ndung auch f�r das letztinstanzliche Rechtsmittelverfahren. Das Bundesamt f�r Sozialversicherung �ussert sich zur Sache, ohne einen konkreten Antrag zu stellen.
1.- a) Nach Art. 2 Abs. 1 BVG unterstehen der obligatorischen Versicherung Arbeitnehmer, die das 17. Altersjahr vollendet haben und bei einem Arbeitgeber einen bestimmten Mindestlohn beziehen. Die obligatorische Versicherung beginnt laut Art. 10 Abs. 1 BVG mit dem Antritt des Arbeitsverh�ltnisses.
Der vom Bundesrat gest�tzt auf Art. 2 Abs. 2 BVG erlassene Art. 1 Abs. 1 lit. d BVV 2 sieht indessen vor, dass Personen, die im Sinne der Invalidenversicherung zu mindestens zwei Dritteln invalid sind, der obligatorischen Versicherung nicht unterstellt sind. F�r Personen, die im Sinne des Bundesgesetzes �ber die Invalidenversicherung zur H�lfte invalid sind, werden laut Art. 4 BVV 2 die Grenzbetr�ge nach den Artikeln 2 und 7 (f�r Versicherungspflicht massgebender Mindestlohn), 8 (koordinierter Lohn) und 46 (bei mehreren Arbeitsverh�ltnissen f�r freiwillige Versicherung insgesamt erforderlicher Mindestlohn) BVG um die H�lfte gek�rzt. Im �brigen ist es den Vorsorgeeinrichtungen verwehrt, leistungsbeschr�nkende Vorbehalte wegen gesundheitlicher Beeintr�chtigungen anzubringen (BGE 123 V 267 Erw. 2c; SZS 1997 S. 545).
b) Gem�ss Art. 23 BVG haben Personen Anspruch auf Invalidenleistungen, die im Sinne der Invalidenversicherung zu mindestens 50 % invalid sind und bei Eintritt der Arbeitsunf�higkeit, deren Ursache zur Invalidit�t gef�hrt hat, versichert waren. Nach Art. 24 Abs. 1 BVG hat der Versicherte Anspruch auf eine volle Invalidenrente, wenn er im Sinne der Invalidenversicherung mindestens zu zwei Dritteln, und auf eine halbe Rente, wenn er mindestens zur H�lfte invalid ist. F�r den Beginn des Anspruchs auf Invalidenleistungen gelten laut Art. 26 Abs. 1 BVG sinngem�ss die entsprechenden Bestimmungen des Bundesgesetzes �ber die Invalidenversicherung (Art. 29 IVG).
aa) Es entspricht dem klaren Willen des Gesetzgebers, dass die Versicherteneigenschaft als Leistungsvoraussetzung nicht erst im Zeitpunkt des Eintritts der Invalidit�t, sondern bereits beim Auftreten der f�r die Entstehung der Invalidit�t relevanten Arbeitsunf�higkeit gegeben sein muss. Fehlt es hieran, l�sst auch eine allf�llige Versicherteneigenschaft im Zeitpunkt des Invalidit�tseintritts keine Leistungsanspr�che f�r einen vorbestandenen Gesundheitsschaden entstehen (BGE 120 V 117 Erw. 2c, 118 V 99 Erw. 2b, 117 V 331 Erw. 3).
Unter relevanter Arbeitsunf�higkeit ist nach der Rechtsprechung des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts eine Einbusse an funktionellem Leistungsverm�gen im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zu verstehen (BGE 114 V 286 Erw. 3c). Ob eine Person trotz Lohnzahlung tats�chlich erheblich arbeitsunf�hig ist, ob sie also im Rahmen eines Arbeitsverh�ltnisses ihre �bliche oder aber eine gesundheitsbedingt eingeschr�nkte Leistung erbringt, ist von Amtes wegen mit aller Sorgfalt zu pr�fen (Meyer-Blaser, Bundesgesetz �ber die Invalidenversicherung [IVG], in:
Murer/Stauffer [Hrsg. ], Die Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Z�rich 1997, S. 289).
bb) Mit der Regelung, wonach berufsvorsorgerechtliche Invalidenleistungen von derjenigen Vorsorgeeinrichtung geschuldet sind, welcher der Ansprecher bei Eintritt der Arbeitsunf�higkeit, die zur Invalidit�t gef�hrt hat, angeschlossen war, wird erreicht, dass auch eine erwerbst�tig gewesene Person, die nach l�ngerer Krankheit erst in einem Zeitpunkt invalid wird, in welchem sie wegen der inzwischen erfolgten Aufl�sung des Arbeitsverh�ltnisses nicht mehr versichert ist, noch in den Genuss von Versicherungsleistungen gelangen kann (BGE 123 V 263 Erw. 1a). Besteht auf Grund einer w�hrend der Versicherungsdauer eingetretenen Arbeitsunf�higkeit ein Anspruch auf Invalidenleistungen, muss die Vorsorgeeinrichtung diese auch dann erbringen, wenn sich die Invalidit�t nach Beendigung des Versicherungsverh�ltnisses �ndert (BGE 123 V 164 Erw. 1a mit Hinweisen).
Art. 23 BVG grenzt die Haftung mehrerer Vorsorgeeinrichtungen voneinander ab, wenn eine erwerbst�tige Person, deren Gesundheit bereits in einem sich auf die Arbeitsf�higkeit auswirkenden Ausmass beeintr�chtigt ist, eine neue Stelle antritt und dabei die Vorsorgeeinrichtung wechselt. Wird dieser sp�ter eine Rente der Invalidenversicherung zugesprochen, ergibt sich ein berufsvorsorgerechtlicher Anspruch auf Invalidenleistungen nicht aus dem neuen Vorsorgeverh�ltnis. Solche Leistungen sind von der urspr�nglichen Vorsorgeeinrichtung zu erbringen, welcher die versicherte Person im Zeitpunkt des Auftretens der Arbeitsunf�higkeit, welche zur Invalidit�t gef�hrt hat, angeh�rt hat (BGE 123 V 264 Erw. 1c, 120 V 117 Erw. 2c mit Hinweisen).
cc) Damit die Vorsorgeeinrichtung, der ein Arbeitnehmer beim Eintritt seiner Arbeitsunf�higkeit angeschlossen war, f�r die erst nach Beendigung des Vorsorgeverh�ltnisses eingetretene Invalidit�t aufzukommen hat und leistungspflichtig wird, muss zwischen der w�hrend der Versicherungsdauer aufgetretenen Arbeitsunf�higkeit und der nachfolgenden Invalidit�t sowohl in sachlicher als auch in zeitlicher Hinsicht ein enger Zusammenhang bestehen.
In sachlicher Hinsicht liegt ein solcher Zusammenhang vor, wenn der der Invalidit�t zu Grunde liegende Gesundheitsschaden im Wesentlichen derselbe ist, der zur Arbeitsunf�higkeit gef�hrt hat. Die Annahme eines engen zeitlichen Zusammenhangs setzt voraus, dass die versicherte Person nach Eintritt der Arbeitsunf�higkeit nicht w�hrend l�ngerer Zeit wieder arbeitsf�hig war. Die fr�here Vorsorgeeinrichtung hat nicht f�r R�ckf�lle oder Sp�tfolgen einer Krankheit einzustehen, die erst Jahre nach Wiedererlangung der vollen Arbeitsf�higkeit eintreten. Andererseits darf nicht bereits eine Unterbrechung des zeitlichen Zusammenhangs angenommen werden, wenn die versicherte Person bloss f�r kurze Zeit wieder an die Arbeit zur�ckgekehrt ist. Ebenso wenig darf die Frage des zeitlichen Zusammenhanges zwischen Arbeitsunf�higkeit und Invalidit�t schematisch in analoger Anwendung der Regel von Art. 88a Abs. 1 IVV beurteilt werden, wonach eine anspruchsbeeinflussende Verbesserung der Erwerbsf�higkeit in jedem Fall zu ber�cksichtigen ist, wenn sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. Zu ber�cksichtigen sind vielmehr die gesamten Umst�nde des konkreten Einzelfalles, namentlich die Art des Gesundheitsschadens, dessen prognostische Beurteilung durch den Arzt oder die �rztin und die Beweggr�nde, welche die versicherte Person zur Wiederaufnahme der Arbeit veranlasst haben (BGE 120 V 117 f. Erw. 2c/aa und 2c/bb mit Hinweis). In diesem Sinne wird man bei invaliden Versicherten auch gest�tzt auf einen mehr als dreimonatigen Eingliederungsversuch eine Wiedererlangung der Erwerbsf�higkeit nicht bejahen k�nnen, wenn jener massgeblich auf sozialen Erw�gungen beruhte und eine dauerhafte Wiedereingliederung unwahrscheinlich war (BGE 120 V 118 Erw. 2c/bb mit Hinweis). Entscheidend ist, ob die versicherte Person w�hrend dieser Zeit wirklich eine volle Leistung erbracht hat und ob die dauerhafte Wiedererlangung der Erwerbsf�higkeit gest�tzt auf die Resultate des Wiedereingliederungsversuchs als wahrscheinlich erscheint (SZS 1997 S. 67 f. Erw. 2a mit Hinweis).
c) Aus der engen Verbindung zwischen dem Recht auf eine Rente der Invalidenversicherung und demjenigen auf eine Invalidenleistung nach BVG ergibt sich, dass der Invalidit�tsbegriff im obligatorischen Bereich der beruflichen Vorsorge und in der Invalidenversicherung grunds�tzlich der gleiche ist. Auf Grund von Art. 6 BVG steht es den Vorsorgeeinrichtungen zwar frei, den Invalidit�tsbegriff bereits in der obligatorischen Versicherung zu Gunsten der versicherten Person zu erweitern oder Invalidenrenten schon bei einem Invalidit�tsgrad von weniger als 50 % auszurichten. Gehen sie in ihren Urkunden, Statuten oder Reglementen indessen ausdr�cklich oder unter Hinweis auf das Gesetz vom gleichen Invalidit�tsbegriff aus wie die Invalidenversicherung, sind sie hinsichtlich des versicherten Ereignisses an die Invalidit�tsbemessung der Organe der Invalidenversicherung gebunden, es sei denn, diese w�rde sich als offensichtlich unhaltbar erweisen. Dies gilt auch in Bezug auf die Entstehung des Rentenanspruches, mithin dort, wo sich die Frage stellt, wann sich die Arbeitsf�higkeit erheblich verschlechtert hat (BGE 120 V 109 Erw. 3c mit Hinweisen; SZS 1997 S. 68 Erw. 2b).
2.- Einen Anspruch auf Leistungen nach Art. 23 BVG hat der heutige Beschwerdegegner nach der dargelegten gesetzlichen Regelung (Erw. 1b) nur, wenn er bei Eintritt der Arbeitsunf�higkeit, deren Ursache zur Invalidit�t gef�hrt hat, bei der Beschwerdef�hrerin gem�ss BVG versichert war.
a) Die Anmeldung zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung durch die Mutter des Versicherten erfolgte mit der Begr�ndung, der Antragsteller leide an einer fr�hkindlichen Hirnsch�digung und an Verhaltensst�rungen; teilweise sei er f�r seine Handlungen nicht zurechnungsf�hig. Weiter ist dem Anmeldeformular zu entnehmen, dass er acht Jahre die Hilfsschule besucht hat, praktisch weder schreiben noch rechnen kann und vom 1. Oktober 1978 bis 31. M�rz 1980 eine Anlehre als Schuhverk�ufer im Schuhgesch�ft V.________ absolviert hat; eine �rztliche Behandlung sei bis anhin praktisch nicht gebraucht worden; hingegen sei angesichts der aktuell schwierigen Arbeitsmarktlage fachkundige Beratung und Hilfe n�tig.
b) Frau Dr. med. K.________ hat in ihrem Bericht vom 28./29. M�rz 1992 die fr�hkindliche Hirnsch�digung best�tigt und eine vermehrte Unruhe sowie eine Beeintr�chtigung der Arbeitsf�higkeit durch mangelnde Schulbildung und Interesselosigkeit erw�hnt. Im Weiteren hat sie ausgef�hrt, beim Intelligenztest nach Hamburg/Wechsler liege der Patient bereits im Verbalteil deutlich unter der Obergrenze des Schwachsinns, w�hrend der Handlungsteil von IQ 100 durchschnittlich sei; wie weit schulische Vernachl�ssigung und soziale Isolation daran mitbestimmend sind, m�sste noch weiter abgekl�rt werden; die Leistungsmotivation sei als schwach zu bezeichnen; unter den gegebenen Verh�ltnissen sei er arbeitsm�ssig nur schwer vermittelbar.
c) Laut Diagnose des Dr. med. N.________ von der Psychiatrischen Klinik X.________ besteht beim Exploranden eine niedrige Intelligenz (ICD-9: 317. 0); anl�sslich fr�herer Untersuchungen in den Jahren 1980 und 1992 seien IQ- Werte von 73 bzw. 84 ermittelt worden, was einer Grenzdebilit�t entspreche; nach eigenen Untersuchungen liege eine deutliche Auffassungs-, Merkf�higkeits- und Ged�chtnisst�rung vor; die bereits seit der Schulzeit vorhandene Lese-, Schreib- und Rechenschw�che habe teilweise im gesellschaftlichen Leben, immer aber auch an den Arbeitsstellen zu Problemen gef�hrt; bis anhin sei es nicht gelungen, eine geeignete T�tigkeit zu finden, welche den limitierten intellektuellen Gegebenheiten gerecht geworden w�re und auch den Patienten selbst befriedigt h�tte.
Im Anschluss an seine spezial�rztliche Untersuchung hat Dr. med. N.________ in seinem Bericht vom 19. Juli 1993 festgehalten, sicherlich seit Jahren bestehe eine 50 %ige Arbeitsunf�higkeit, welche sich vor allem darin ge�ussert habe, dass der Versicherte an seinen Arbeitsstellen dauernd �berfordert war und entsprechend h�ufig seine Arbeitspl�tze wechseln musste; eine berufliche Umschulung sei notwendig, da eine 50 %ige Arbeitsf�higkeit nur mit einer der Beeintr�chtigung des Leistungsverm�gens angepassten T�tigkeit erreicht werden k�nne.
d) Auf Grund ihrer Abkl�rungen hinsichtlich der allgemeinen Eingliederungsm�glichkeiten hat die Regionalstelle ausgef�hrt, es liege ein funktionaler Analphabetismus vor; am Arbeitsplatz und in der Freizeit w�rden st�ndig grosse Probleme entstehen, weil der Versicherte die Folgen einer Handlung nicht absch�tzen k�nne; seine bisher �ber vierzig Arbeitsverh�ltnisse seien in der Regel noch w�hrend der Probezeit durch den Arbeitgeber aufgel�st worden; der Versicherte habe nirgends dem ihm jeweils gebotenen Lohn entsprechende Leistungen erbringen k�nnen.
Die Aussage des Dr. med. N.________, wonach sicherlich seit Jahren eine 50 %ige Arbeitsunf�higkeit bestehe, wirft zwar die Frage auf, ob sich der Versicherungsschutz - unter Anwendung der Regelung in Art. 4 BVV 2 - nicht zum Vornherein auf eine Restarbeitsf�higkeit in der Gr�ssenordnung von lediglich 50 % h�tte beschr�nken m�ssen. Unter Umst�nden h�tte damit die im vorliegenden Verfahren einzig zur Beurteilung anstehende Leistungspflicht der Beschwerde f�hrenden Vorsorgeeinrichtung auch durch eine zur schon vorbestandenen neu hinzutretende Arbeitsunf�higkeit w�hrend der Dauer des Arbeitsverh�ltnisses in der Firma D.________ ausgel�st werden k�nnen (vgl. dazu BGE 123 V 267 ff. Erw. 3). Voraussetzung daf�r w�re aber auch in diesem Fall, dass bez�glich der Arbeitsf�higkeit eine Ver�nderung festgestellt werden k�nnte, welche in der kurzen Zeit ab 18. November 1991 bis 17. Januar 1992, w�hrend welcher der Versicherte in der Firma D.________ angestellt war, eintrat. Es w�rde sich demnach zun�chst dieselbe grunds�tzliche Frage stellen wie unter der von der Vorinstanz getroffenen Annahme, dass eine Arbeitsunf�higkeit zwar schon seit langem latent vorhanden gewesen, im Zeitpunkt der Anstellung in der Firma D.________ jedoch noch nicht zu Tage getreten war (vgl. Erw. 2 Ingress).
4.- a) Folgt man der Darstellung des Dr. med. N.________, kann, entgegen der Argumentation des kantonalen Gerichts, nicht ernsthaft gesagt werden, der Beschwerdegegner habe sich w�hrend Jahren auf dem Arbeitsmarkt behaupten k�nnen und erst im Jahre 1992 sei es zu einer drastischen Verschlechterung der pers�nlichen und beruflichen Situation gekommen. Dass er an seinen zahlreichen Stellen teilweise den vollen Lohn erhielt, das eine oder andere Arbeitsverh�ltnis aus wirtschaftlichen Gr�nden aufgel�st wurde und eine gesundheitliche Beeintr�chtigung nicht f�r alle Arbeitgeber erkennbar war, �ndert daran nichts. Nicht nur nach Auffassung der �rzte der Psychiatrischen Klinik X.________, sondern auch nach der Einsch�tzung des Berufsberaters der Regionalstelle stehen die aussergew�hnlich h�ufigen Stellenwechsel nach jeweils nur sehr kurzer Besch�ftigungsdauer - die K�ndigung erfolgte meist schon w�hrend der Probezeit - in einem urs�chlichen Zusammenhang mit dem seit Jahren erheblich eingeschr�nkten intellektuellen Leistungsverm�gen. Die nach �rztlicher Feststellung auf eine Grenzdebilit�t zur�ckzuf�hrenden deutlichen Auffassungs-, Merkf�higkeits- und Ged�chtnisst�rungen haben bereits im schulischen Bereich und anschliessend auch im gesamten Arbeitsverhalten zu einer dauernden �berforderung gef�hrt, was Auff�lligkeiten zur Folge hatte, die von der Umwelt als fehlende Arbeitsmoral, Unp�nktlichkeit, Unzuverl�ssigkeit und mangelnde Integration ausgelegt wurden.
Dr. med. N.________ hat die invalidisierende Arbeitsunf�higkeit des Beschwerdegegners in seinem Bericht vom 19. Juli 1993 auf 50 % eingestuft und dargelegt, dass sie in diesem Umfang schon seit Jahren und damit jedenfalls schon vor Beginn der Versicherteneigenschaft bei der Beschwerdef�hrerin bestanden hat. Nach dieser Beurteilung w�rde Letztere im Zusammenhang mit der offenbar auf eine fr�hkindliche Hirnsch�digung zur�ckzuf�hrenden Beeintr�chtigung keine Leistungspflicht treffen.
b) Zu beachten ist nun allerdings, dass der Bericht des Dr. med. N.________ vom 9./19. Juli 1993 wie auch die Stellungnahme der Frau Dr. med. K.________ vom 28./29. M�rz 1992 von der Invalidenversicherung prim�r im Hinblick auf die Einleitung beruflicher Eingliederungsmassnahmen und nicht zwecks Abkl�rung einer allf�lligen Rentenberechtigung eingeholt wurden. F�r die Frage nach dem Zeitpunkt des Eintritts und der Entwicklung einer m�glicherweise schon vorhandenen Arbeitsunf�higkeit sind sie deshalb nur beschr�nkt aussagekr�ftig. Dabei f�llt insbesondere ins Gewicht, dass Dr. med. N.________ seinen Bericht - ohne vorherige Konsultation - erst eineinhalb Jahre nach dem vorliegend interessierenden Zeitraum erstattet hat und sich seine �usserungen auf eine Fragestellung der Invalidenversicherung beziehen, f�r welche die zeitliche Terminierung einer Arbeitsunf�higkeit gar nicht von Bedeutung ist. Wenn Dr. med. N.________ von einer seit Jahren bestehenden 50 %igen Arbeitsunf�higkeit spricht, steht dies im �brigen auch in Widerspruch zur Aussage der Frau Dr. med. K.________, welche in ihrer - der Anstellung in der Firma D.________ zeitlich am n�chsten liegenden - Stellungnahme vom 28./29. M�rz 1992 die Frage nach einer Arbeitsunf�higkeit ausdr�cklich verneint und eine Beeintr�chtigung - bei station�rem Gesundheitszustand - ausschliesslich in mangelnder Schulbildung und Interesselosigkeit erblickt hat.
c) Trotz dieser unbefriedigenden Aktenlage bedarf es f�r die Beurteilung der vorliegend einzig zur Diskussion stehenden Frage nach dem Vorliegen einer Ver�nderung der Arbeitsf�higkeit w�hrend der kurzen Dauer des Anstellungsverh�ltnisses in der Firma D.________ keiner zus�tzlichen Abkl�rungen medizinischer Art. Unabh�ngig davon, ob man auf die Beurteilung des Dr. med. N.________ abstellen und von einer seit Jahren vorbestandenen Arbeitsunf�higkeit ausgehen will oder aber mit der Vorinstanz annimmt, eine Leistungseinschr�nkung sei lediglich latent vorhanden, die Arbeitsf�higkeit im Zeitpunkt der Anstellung in der Firma D.________ demnach aber noch voll erhalten gewesen, besteht keine Grundlage f�r eine Verpflichtung der Beschwerdef�hrerin zur Erbringung von Invalidenleistungen. Aus den Akten ergeben sich keinerlei Anhaltspunkte daf�r, dass es in der Zeit ab 18. November 1991 bis 17. Januar 1992 zu irgendeiner gesundheitsbedingten Verminderung des - allenfalls schon fr�her eingeschr�nkten - Leistungsverm�gens gekommen w�re. Offensichtlich traten die von Dr. med. N.________ beschriebenen Schwierigkeiten auch schon in den zahlreichen vorangegangenen Arbeitsverh�ltnissen auf, welche ebenfalls nur von kurzer Dauer waren, was eher f�r eine schon vor dem Stellenantritt in der Firma D.________ bestehende Arbeitsunf�higkeit spricht. Andererseits darf aber auch nicht ausser Acht gelassen werden, dass der Beschwerdegegner nach nur knapp zweimonatiger Arbeitslosigkeit nach Aufl�sung des Arbeitsverh�ltnisses in der Firma D.________ wieder in der Lage war, in der Firma C.________ eine neue Stelle zu versehen, an welcher er in der Folge w�hrend immerhin elf Monaten offenbar ohne vom Arbeitgeber festgestellte Einschr�nkung t�tig sein konnte. Darin w�rde auch die Verneinung einer Arbeitsunf�higkeit durch Frau Dr. med. K.________ eine St�tze finden. Wie es sich diesbez�glich verh�lt, braucht an dieser Stelle jedoch nicht abschliessend gekl�rt zu werden, da auf jeden Fall nicht ersichtlich ist, inwiefern die Arbeitsf�higkeit gerade w�hrend der bloss zweimonatigen Anstellung in der Firma D.________ eine �nderung h�tte erfahren haben sollen.
d) Nichts zu Gunsten des Beschwerdegegners ableiten l�sst sich auch aus dem Umstand, dass die Organe der Invalidenversicherung den Beginn des Anspruchs auf eine Viertelsrente auf den 1. Januar 1993 festgelegt haben. Entgegen der vom Beschwerdegegner geteilten Auffassung des kantonalen Gerichts kann daraus angesichts der Wartezeitregelung in Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG h�chstens gefolgert werden, dass ab 1. Januar 1992 eine durchschnittlich mindestens 40 %ige Arbeitsunf�higkeit bestanden hat. Ein fr�herer Eintritt der Arbeitsunf�higkeit (geringeren Ausmasses) ist damit jedoch nicht zwingend ausgeschlossen. Es kann daher offen bleiben, ob �berhaupt und gegebenenfalls inwiefern die Annahmen der Invalidenversicherung im vorliegenden Fall f�r die Einrichtungen der beruflichen Vorsorge verbindlich sind (vgl. Erw. 1c). Diesbez�gliche Bedenken lassen sich jedenfalls nicht ohne weiteres ausr�umen, scheint der Einkommensvergleich der Invalidenversicherung doch einzig auf einer Gegen�berstellung der f�r den Zeitpunkt des Rentenbeginns angenommenen Verdienstm�glichkeiten zu beruhen, ohne dass die zeitliche Festlegung der Ausl�sung der invalidenversicherungsrechtlichen Wartezeit nach Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG nachvollziehbar w�re. Zudem wurden bei der Bestimmung des Rentenanspruchs offenbar auch der in der fraglichen Zeit effektiv erzielte Verdienst ausser Acht gelassen und dem Beschwerdegegner trotz vorhandenen Erwerbseinkommens f�r dieselbe Zeit eine Invalidenrente ausgerichtet. Unter diesen Umst�nden kann einzig die Rentengew�hrung durch die Invalidenversicherung, deren Schlussfolgerungen von der Vorinstanz bloss als "nicht abwegig" qualifiziert wurden, keine hinreichende Grundlage f�r eine Leistungsverpflichtung der Beschwerdef�hrerin bilden.
e) Dahingestellt bleiben kann schliesslich auch, ob die elf Monate dauernde Besch�ftigung in der Firma C.________ nach der Rechtsprechung (Erw. 1c) den engen zeitlichen Zusammenhang zwischen einer allenfalls fr�heren Arbeitsunf�higkeit und der nachfolgenden Invalidit�t zu unterbrechen vermocht h�tte, eine Frage, deren genaue Pr�fung unumg�nglich w�re, wenn sich eine zur Ausl�sung der Leistungspflicht der Beschwerdef�hrerin geeignete Ver�nderung der Arbeitsf�higkeit w�hrend der Dauer der Anstellung in der Firma D.________ h�tte bejahen lassen.
5.- Ob eine andere Vorsorgeeinrichtung ins Recht gefasst werden kann, bildet nicht Gegenstand des angefochtenen kantonalen Entscheids und ist deshalb entgegen der diesbez�glichen Anregung in der Vernehmlassung des Beschwerdegegners im vorliegenden Verfahren nicht zu pr�fen.
6.- Die unentgeltliche Verbeist�ndung kann dem Beschwerdegegner gew�hrt werden (Art. 152 in Verbindung mit Art. 135 OG), da die Bed�rftigkeit aktenkundig ist und die anwaltliche Vertretung geboten war (BGE 125 V 202 Erw. 4a mit Hinweisen). Es wird indessen ausdr�cklich auf Art. 152 Abs. 3 OG aufmerksam gemacht, wonach die beg�nstigte Partei der Gerichtskasse Ersatz zu leisten haben wird, wenn sie sp�ter dazu im Stande ist.
I. In Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird der Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Graub�nden vom 1. Mai 1998, mit Ausnahme von dessen Dispositiv-Ziffer 2, aufgehoben.
III. Zufolge Gew�hrung der unentgeltlichen Verbeist�ndung wird Rechtsanwalt Christian Th�ny, Chur, f�r das Verfahren vor dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht aus der Gerichtskasse eine Entsch�digung (einschliesslich Mehrwertsteuer) von Fr. 2'500. - ausgerichtet.
IV. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden und dem Bundesamt f�r Sozialversicherung zugestellt.