Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=21.06.2000&Aktenzeichen=V%20ZB%2032/99
Timestamp: 2020-04-09 11:20:25
Document Index: 51064813

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 13', '§ 1', 'Art. 237', '§ 1', '§ 13', '§ 1', 'Art. 237', '§ 1', 'BGH']

BGH, 21.06.2000 - V ZB 32/99 - dejure.org
https://dejure.org/2000,1901
BGH, 21.06.2000 - V ZB 32/99 (https://dejure.org/2000,1901)
BGH, Entscheidung vom 21.06.2000 - V ZB 32/99 (https://dejure.org/2000,1901)
BGH, Entscheidung vom 21. Juni 2000 - V ZB 32/99 (https://dejure.org/2000,1901)
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GVG § 13; VermG § 1 Abs. 1 Buchst. a und b; EGBGB Art. 237 § 1
Zuständigkeit - Rechtsweg - Zivilgericht - Enteignung - Grundstück - Vermögensgesetz - DDR - Bestandsschutz - Volkseigentum
Zur Frage des Ausschlusses des Rechtswegs an den Zivilgerichten bei Grundstücksenteignungen im Sinne des Vermögensgesetzes §
nomos.de , S. 44 (Zusammenfassung und Entscheidungsanmerkung)
§ 13 GVG; § 1 Abs. 1 Buchst. a und b VermG; Art. 237 § 1 EGBGB
Vermögensrecht/Enteignung/AufbauG/Bestandsschutz des Volkseigentums/Rechtsweg/Zivilgerichte
Grundbuchberichtigung nach DDR-Enteignung
NJW 2001, 683
NJ 2001, 39
WM 2000, 2318
WM 2001, 2318
Ebenso trifft es zu, dass weder die Umschreibung der Grundbücher unter Bezugnahme auf die Liegenschaftskartei der neu gebildeten Flurstücke mit der Eintragung von Volkseigentum noch die - hier streitige - Schließung des bisherigen Grundbuchs (zu den in Grundbuchanweisungen des zuständigen Ministers des Inneren der DDR vorgeschriebenen Eintragungen bei der Überführung von Grundstücken in das Volkseigentum: Senatsurteil vom 29. März 1996 - V ZR 326/94, BGHZ 132, 245, 259 mwN) die Eigentumsverhältnisse an dem Grundstück änderten, weil der Grundbuchvollzug als solcher kein Instrument der Enteignung darstellte (Senatsbeschluss vom 21. Juni 2000 - V ZB 32/99, NJW 2001, 683, 684).
Ein hiernach möglicherweise gewährter Bestandsschutz hat Auswirkungen nur auf das materielle Recht und läßt den Zugang zu den Zivilgerichten unberührt (Senat, Beschl. v. 21. Juni 2000, V ZB 32/99, NJW 2001, 683, 684).
Hierfür bedarf es keines Rückgriffs auf die Rechtsprechung des Senats zur Abgrenzung des ordentlichen vom Verwaltungsrechtsweg in Sachverhalten, die zugleich Tatbestände des Vermögensgesetzes und des allgemeinen Zivilrechts erfüllen (dazu: Senatsbeschl. vom 21. Juni 2000, V ZB 32/99, NJW 2001, 683).