Source: http://dienstgeber.wgkk.at/portal27/wgkkdgportal/content/contentWindow?contentid=10007.724949&action=2&viewmode=content
Timestamp: 2017-01-20 13:57:52
Document Index: 287953310

Matched Legal Cases: ['§ 19', '§ 67', '§ 82', '§ 19', '§ 19', '§ 19']

Um einen rascheren Zugang zum komplexen Thema "Auftraggeber/innenhaftung" zu ermöglichen, wurden die folgenden FAQs speziell für Sie in Ihrer Rolle als Auftraggeber/in erstellt.Da die Abgrenzung nicht einfach ist, ersuchen wir Sie auch die FAQs speziell für Auftragnehmer/innen (AN) zu beachten.
Kann jede/r Auftraggeber/in zur Haftung herangezogen werden?Wie kann ich als Auftraggeber/in vermeiden, zur Haftung herangezogen zu werden?Was versteht man unter "vom Finanzamt einzuhebende lohnabhängige Abgaben"?Welche Vorteile hat die Zusammenarbeit mit einer in der HFU-Liste registrierten Firma für mich als Auftraggeber/in?Inwieweit kann die Haftung mein Unternehmen in der Rolle als Auftraggeber/in treffen?Wann muss ich in meiner Eigenschaft als Auftraggeber/in in die HFU-Liste Einsicht nehmen?Was versteht man unter einem Umgehungsgeschäft?Was versteht man unter dem Begriff Werklohn?Wann tritt die Haftung des Auftraggebers/der Auftraggeberin ein?Wann kann die Haftung frühestens geltend gemacht werden?Welche Rechtswirkung hat die Überweisung des 25%igen Haftungsbetrages an das DLZ-AGH?Welche Informationen muss die Haftungsüberweisung enthalten?Was versteht man unter dem Begriff Dienstgebernummer? Unterschied Dienstgebernummer - Beitragskontonummer?Wie
keine Dienstgebernummer (zB. ein ausländisches Unternehmen) hat?Wir sind ein Arbeitskräfteüberlasser und haben Mitarbeiter/innen im Baunebengewerbe beschäftigt. Gilt für uns auch die Auftraggeber/innen-Haftung? Ist für uns eine Aufnahme in die HFU-Liste möglich?Kann
möglich?Wird bei einer § 19 (Bauleistung) Rechnung der Werklohn nicht gesondert ausgewiesen, sind dann von der gesamten Rechnung 25% an das Dienstleistungszentrum zu überweisen?Wie ist ein vom Auftraggeber/von der Auftraggeberin zurückbehaltener Deckungsrücklass hinsichtlich der Errechnung des Haftungsbetrages in Höhe von 25% des Werklohns zu behandeln?Wie ist ein vertraglich vereinbartes Skonto hinsichtlich der Errechnung des Haftungsbetrages in Höhe von 25% des Werklohnes zu behandeln?Wie ist ein vom Auftraggeber/von der Auftraggeberin zurückbehaltener Haftungsrücklass hinsichtlich der Errechnung des Haftungsbetrages in Höhe von 25% des Werklohns zu behandeln?Wenn mir ein Unternehmen, welches ich beauftragen möchte bzw. mit welchem ich bereits in vertraglicher Beziehung stehe, mitteilt, dass es in der HFU-Gesamtliste ist,Wie ist eine gegenüber dem/der Auftragnehmer/in bestehende Gutschrift hinsichtlich der Berechnung des Haftungsbetrages zu behandeln?Wie ist bei Gegenverrechnung hinsichtlich der Berechnung eines Haftungsbetrages vorzugehen?Wie hat der/die Auftraggeber/in bei Beauftragung einer ARGE als Auftragnehmerin vorzugehen?Wie hat ein/e Auftraggeber/in vorzugehen, wenn eine Forderungsexekution gegen den/die Auftragnehmer/in besteht?In welchen Fällen sind 25% AGH, 20% AGH-SV oder 5% AGH-LSt des Werklohnes an das DLZ zu überweisen?Kann es vorkommen, dass lediglich der Haftungsbetrag iHv 5% des Werklohns für die lohnabhängigen Abgaben abzuführen ist?	Kann jede/r Auftraggeber/in zur Haftung herangezogen werden?
Die Auftraggeber/innenhaftung für das beauftragende Unternehmen entfällt, wenn das von Ihnen beauftragte Unternehmen zum Zeitpunkt der Leistung des Werklohns in der Gesamtliste der haftungsfreistellenden Unternehmen (HFU-Gesamtliste) aufscheint. Die Auftraggeber/innenhaftung kann - falls das beauftragte Unternehmen zum Zeitpunkt der Leistung des Werklohns nicht in der HFU Liste aufscheint - nicht geltend gemacht werden, wenn Sie 25% des zu leistenden Werklohns (Haftungsbetrag) nicht an den/die Auftragnehmer/in, sondern an das Dienstleistungszentrum bei der WGKK überweisen.Beachten Sie bitte auch folgenden Link über die mit 1.7.2011 in Kraft getretene Haftung für vom Finanzamt einzuhebende lohnabhängige Abgaben.
Haftung für vom Finanzamt einzuhebende lohnabhängige Abgaben. Was versteht man unter "vom Finanzamt einzuhebende lohnabhängige Abgaben"?
Es kann Sie keine Haftung treffen, sofern das beauftragte Unternehmen zum Zeitpunkt der Leistung des Werklohns in der HFU-Gesamtliste aufscheint.Sie können daher die vollen Rechnungsbeträge an den/die Auftragnehmer/in überweisen.Eine Evidenzhaltung des Restbetrages bzw. eine Überweisung an das DLZ-AGH ist nicht erforderlich.
Sie haften maximal für 20% des gebührenden Werklohns, soferndas beauftragte Unternehmen Beitragsrückstände bei einem Krankenversicherungsträger aufweist bzw bei Beauftragung eines Einpersonenunternehmens ohne Dienstnehmer, dieses Beitragsrückstände bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft aufweist. Eine 5% ige Haftung kann Sie für die vom Finanzamt einzuhebenden lohnabhängigen Abgaben treffen.Die Auftraggeberhaftung erstreckt sich unabhängig davon auf jedes weitere beauftragte Unternehmen, wenn die Beauftragung auf eine Umgehung der Haftung abzielt und das beauftragende Unternehmen dies wusste bzw. ernstlich für möglich halten musste.
Die Überweisung des Haftungsbetrages wirkt gegenüber dem beauftragten Unternehmen schuldbefreiend.Weiters entfällt eine etwaige Haftung gemäß § 67a Abs.1 ASVG für rückständige Sozialversicherungsbeiträge und gem. § 82a EStG 1988 für rückständige Lohnabgaben des beauftragten Unternehmens.
Vermerk „AGH“, "AGH-SV" oder "AGH-LSt" auf der elektronischen Überweisung (Überweisungsdatensatz), je nachdem, ob Sie den Haftungsbetrag sowohl für Sozialversicherungs- als auch für lohnabhängige Abgaben (25% des Werlohnes), nur für SV-Abgaben (20%) oder nur für lohnabhängige Abgaben (5%) entrichten wollen.AG: [Dienstgebernummer] [Firmenname]AN: [Dienstgebernummer] ANUID: [UID-Nummer]bitte beachten Sie:(in Ermangelung einer DGNR bei natürlichen Personen
Detaillierte Informationen zur Überweisung finden Sie unter folgendem Link: Muster für Zahlschein und Onlineüberweisung
Person ohne Dienstnehmer. Wir sind ein Arbeitskräfteüberlasser und haben Mitarbeiter/innen im Baunebengewerbe beschäftigt. Gilt für uns auch die Auftraggeber/innen-Haftung? Ist für uns eine Aufnahme in die HFU-Liste möglich?
Im Hinblick auf die Auftraggeberhaftung macht es keinen Unterschied, ob ein inländisches oder ein ausländisches Unternehmen beauftragt wird. Anknüpfungspunkt für eine Haftung des Auftraggebers ist allein der Umstand, ob das beauftragte Unternehmen DienstnehmerInnen beschäftigt, auf welche die österreichischen Rechtsvorschriften über die soziale Sicherheit anwendbar sind bzw der Umstand, dass in Österreich Sozialversicherungsbeiträge nach ASVG und/oder GSVG rückständig sind.Ist
möglich?Ja, es können 25% des Werklohnes schuldbefreiend an das DLZ-AGH angewiesen werden, auch wenn das ausländische Unternehmen keine Dienstgebernummer hat. Wird bei einer § 19 (Bauleistung) Rechnung der Werklohn nicht gesondert ausgewiesen, sind dann von der gesamten Rechnung 25% an das Dienstleistungszentrum zu überweisen?
Hinsichtlich des Haftungsbetrages - im Gesetz definiert als 25 % des geleisteten Werklohnes - ist auszuführen, dass gegenständlich wie im Umsatzsteuerrecht von der Einheitlichkeit der Leistung ausgegangen wird. Man versteht daher unter Werklohn alles, was üblicherweise unter einen einheitlichen Wirtschaftsvorgang einer Werklieferung fällt (z.B. bei Errichtung eines Bauwerkes). Sowohl die Warenlieferung als auch die Arbeitsleistung fallen darunter. Wenn mehrere Aufträge oder/und mehrere Rechnungen bestehen, muss von jeder einzelnen Rechnung 25% ans DLZ überwiesen werden, um von der Haftung befreit zu sein. Wie ist ein vom Auftraggeber/von der Auftraggeberin zurückbehaltener Deckungsrücklass hinsichtlich der Errechnung des Haftungsbetrages in Höhe von 25% des Werklohns zu behandeln?
Ein vom Auftraggeber/von der Auftraggeberin einbehaltener Deckungsrücklass ist erst in der Schlussrechnung zu berücksichtigen. Leistet der/die Auftraggeber/in daher Teilleistungen an den/die Auftragnehmer/in, so errechnet sich der Haftungsbetrag vom tatsächlich geleisteten Werklohn. Der/die Auftraggeber/in kann daher den Deckungsrücklass einstweilen unberücksichtigt lassen und vor Errechnung der Höhe des Haftungsbetrages in Abzug bringen. Beispiel: Die Vertragspartner einigen sich auf eine Teilleistung in Höhe von EUR 100.000,--, vereinbart ist ein Deckungsrücklass von 10%.Der/die Auftraggeber/in hat 25% von EUR 90.000,-- (EUR 100.000,-- abzüglich EUR 10.000,-- Deckungsrücklass), daher EUR 22.500,-- an das DLZ zu überweisen.
Da der Haftungsbetrag nach dem Gesetzeswortlaut 25% vom tatsächlich geleisteten Werklohn beträgt, hat der/die Auftraggeber/in 25% von dem um das vereinbarte Skonto verminderten Werklohn an das DLZ zu überweisen.Beispiel: Die Vertragspartner vereinbaren einen Werklohn in Höhe von EUR 100.000,-- sowie 2% Skonto bei Zahlung binnen 14 Tagen. Der/die Auftraggeber/in hat 25% von EUR 98.000,-- (EUR 100.000,-- abzüglich EUR 2.000,-- Skonto), daher EUR 24.500,-- an das DLZ zu überweisen, wenn er/sie tatsächlich binnen 14 Tagen bezahlt hat.
Ein vom Auftraggeber/von der Auftraggeberin einbehaltener Haftungsrücklass ist, soweit er nicht für Gewährleistungsansprüche verwendet wird, spätestens 30 Tage nach Ablauf der Gewährleistungsfrist freizugeben. Leistet der/die Auftraggeber/in daher den Werklohn (Schluss- bzw. Teilrechnungssumme) an den/die Auftragnehmer/in, so errechnet sich der Haftungsbetrag jeweils vom tatsächlich geleisteten Werklohn. Der/die Auftraggeber/in kann daher den Haftungsrücklass einstweilen unberücksichtigt lassen und vor Errechnung der Höhe des Haftungsbetrages in Abzug bringen. Gibt der/die Auftraggeber/in den Haftungsrücklass frei, hat er/sie von diesem Betrag wiederum 25% an das Dienstleistungszentrum abzuführen. Beispiel: Die Schlussrechnungssumme beträgt EUR 200.000,--, vereinbart ist ein Haftungsrücklass von 2%.Der/die Auftraggeber/in hat 25% von EUR 196.000,-- (EUR 200.000,-- abzüglich EUR 4.000,-- Haftungsrücklass), daher EUR 49.000,-- an das DLZ zu überweisen.Bei Freigabe des Haftungsrücklasses sind wiederum 25% von EUR 4.000,--, daher EUR 1.000,-- am das Dienstleistungszentrum zu überweisen.
Der an das Dienstleistungszentrum allenfalls abzuführende Haftungsbetrag in Höhe von 25 % des Werklohnes ist vom für den konkreten Werkvertrag tatsächlich geleisteten Werklohn zu errechnen und in Abzug zu bringen. Die Verrechnung mit einer Gutschrift kann der/die Auftraggeber/in erst nach Abzug des Haftungsbetrages vornehmen. Beispiel: Der aufgrund einer Bauleistung nach § 19 Abs 1a UStG zu leistende Werklohn beträgt EUR 10.000,--. Der/die Auftraggeber/in hat eine Gutschrift des Auftragnehmers/der Auftragnehmerin in Höhe von EUR 900,--. Der Haftungsbetrag ist von EUR 10.000,-- zu errechnen und beträgt in diesem Fall daher EUR 2.500,--. Der/die Auftraggeber/in schuldet daher dem/der Auftragnehmer/in EUR 7.500,-- und kann ausgehend von diesem Betrag die Gutschrift einlösen und folglich EUR 6.600,-- an den/die Auftragnehmer/in bezahlen.
Der Haftungsbetrag ist vor Gegenverrechnung in Abzug zu bringen.Beispiel: A hat an B € 5.000,-- zu leisten, B an A € 10.000,--, beide Zahlungen resultieren aus der Erbringung einer Bauleistung im Sinne des § 19 Abs 1a ASVG als Subunternehmen.Variante 1: A und B sind in der HFU-Liste:Da in diesem Fall der gesamte Werklohn ausbezahlt werden kann, gibt es hinsichtlich der Auftraggeberhaftung nichts zu beachten. B kann daher an A € 5.000,-- leisten.Variante 2: A scheint in der HFU-Liste auf, B nicht: Hier ist jede Leistung gesondert zu beurteilen. Der Haftungsbetrag ist daher vor Gegenverrechnung abzuziehen. Da A in der HFU-Liste aufscheint, kann B € 10.000,-- an A leisten. Da B nicht in der HFU-Liste aufscheint, kann A zur Haftungsbefreiung 25 % an das DLZ anweisen. Der Haftungsbetrag errechnet sich daher von € 5.000,-- und beträgt € 1.250,--. A kann daher € 1.250,-- an das DLZ anweisen und € 3.750,-- an B leisten. Bei Gegenverrechnung dieser beiden Werkverträge hat daher B an A € 6.250,-- zu leisten.Variante 3: A und B scheinen nicht in der HFU-Liste auf: Hier ist wiederum zunächst der jeweilige Haftungsbetrag zu errechnen und an das DLZ abzuführen. A weist daher 25% von € 5.000,--, folglich € 1.250,--, B weist 25% von € 10.000,--, daher € 2.500,-- an das DLZ an. A hat daher an B € 3.750,-- zu leisten und B an A € 7.500,--. Bei Gegenverrechnung hat daher B an A € 3.750,-- zu leisten.
Unabhängig davon, ob die ARGE eine Dienstgebernummer hat oder nicht, kann ab 01.01.2015 der Haftungsbetrag unter Angabe aller bekannten Daten an das DLZ-AGH haftungsbefreiend und schuldbefreiend angewiesen werden. Wie hat ein/e Auftraggeber/in vorzugehen, wenn eine Forderungsexekution gegen den/die Auftragnehmer/in besteht?
Der Auftraggeber haftet sowohl für die SV-Beiträge (ASVG/GSVG) als auch für die lohnabhängigen Abgaben seiner Auftragnehmer. Um sich der beiden Haftungen zu entledigen, kann er a) Auftragnehmer aus der HFU-Liste beauftragen oder b) sich zur Zahlung des Haftungsbetrages von der jeweiligen Haftung freikaufen. Welche der 3 möglichen Varianten der Haftungsbetragsleistung der Auftraggeber wählt, bleibt ihm überlassen.
Ja. In Ausnahmefällen kann es vorkommen, dass Arbeitnehmer beim beauftragten Unternehmen in Österreich lohnsteuerpflichtig sind, aber nicht der Österreichischen Sozialversicherung unterliegen. In diesen Fällen hat der Auftraggeber/in nur die „AGH-LSt“ (5%) an das DLZ zu überweisen. Beispiel: Ein spanisches Bauunternehmen S wird vom Bauunternehmen A beauftragt in Österreich über einen Zeitraum von 8 Monaten ein Bauwerk zu errichten. Das spanische Unternehmen setzt dafür seine spanischen Arbeitnehmer ein, die in Spanien der Sozialversicherung unterliegen, aber in Österreich lohnsteuerpflichtig sind.Der Bauunternehmer A hat lediglich 5% AGH-LSt an das DLZ zu überweisen.Ist Ihnen die Dienstgebernummer des gesuchten Unternehmens nicht bekannt oder möchten Sie prüfen, ob sich das gesuchte Unternehmen in der HFU-Gesamtliste befindet, klicken sie auf den Link
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