Source: https://www.gvoon.de/abschluss-ermittlungsverfahren-ddr-1978/seite-99-745440.html
Timestamp: 2020-08-11 18:40:34
Document Index: 201148396

Matched Legal Cases: ['§ 15', '§ 143', '§ 15', '§ 141', '§ 143', '§ 3', '§ 150']

Abschluß Ermittlungsverfahren DDR 1978, S. 99; Der Abschluß des Ermittlungsverfahrens [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1978, Seite 99 (Abschl. EV DDR 1978, S. 99)
Beschuldigte. Verfahren. vorläufig. Fällen. Untersuchungsorgan. eingestellt. besonderen. Beschuldigten. Staatsanwalt. Genesung. schwer. Erkrankung. schwere. vernommen. Krankheit. festgestellt. prinzipiell. Vernehmung. Feststellung. Abstand. bescheinigt. Regel. Aufenthalt. Sanatorium. Krankenhaus. verbunden. schließt. Haftbefehl. Berücksichtigung. Notwendigkeit. Voraussetzungen. Grunde. 1978. Abschluß. Ermittlungsverfahrens. Deutsche. Demokratische. Republik. DDR. Berlin
Der Abschluß des Ermittlungsverfahrens 1978, Seite 99
Der Abschluß des Ermittlungsverfahrens [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1978, Seite 99 (Abschl. EV DDR 1978, S. 99); ﻿der Tat auftretenden und bekanntgewordenen Anzeichen für diese Annahme bereits vor der Straftatbegehung vorhanden waren. Sind diese Zweifel auch nicht nach sorgfältiger Einschätzung des gesamten Untersuchungsergebnisses oder entscheidender Teile auszuschließen, sollte immer eine Prüfung nach § 15 StGB erfolgen. Das ist vor allem deshalb notwendig, weil das Ergebnis der fachärztlichen Untersuchung grundsätzlichen Einfluß auf die Art der Abschlußentscheidung hat. Stellt der Arzt fest, daß die Geisteskrankheit n a c h der Tat eingetreten ist und Aussicht auf Heilung besteht, wird das Verfahren vorläufig eingestellt (§ 143 Ziff. 2 StPO) und nach Genesung des Beschuldigten gegen ihn fortgesetzt. Die zeitweilige Geistesgestörtheit hebt hier die strafrechtliche Verantwortlichkeit nicht auf, weil sie damit in keinem Zusammenhang steht. Wird im Gegensatz dazu § 15 StGB bejaht, muß das Verfahren nach § 141 Abs. 1 Ziff. 1 StPO eingestellt werden (vgl. Abschnitt 2.5.2.). Der Beschuldigte erkrankte schwer Leidet der Beschuldigte an einer schweren Krankheit und kann er deswegen vom Untersuchungsorgan nicht vernommen werden, so ist das Verfahren ebenfalls bis zur Genesung bzw. bis zu dem Zeitpunkt vorläufig einzustellen, an dem der Beschuldigte wieder verhandlungsfähig ist. Die schwere Erkrankung muß in diesen Fällen durch einen Arzt festgestellt und bescheinigt werden. In besonderen Fällen kann der Arzt für die Feststellung der Krankheit vom Staatsanwalt oder vom Untersuchungsorgan bestimmt werden. In der Regel ist die schwere Erkrankung mit einem Aufenthalt in einem Krankenhaus oder einem Sanatorium verbunden. Ist dies der Fall, dann sollte prinzipiell von einer Vernehmung Abstand genommen werden. Das schließt jedoch nicht aus, daß der Beschuldigte auch zu Hause nicht vernommen werden kann. Grundsätzlich hat sich das Untersuchungsorgan in diesen Fällen vom Anliegen des § 143 Ziff. 2 StPO leiten zu lassen, d. h., den Beschuldigten, wenn er schwer erkrankt ist, nicht noch zusätzlich physischen und psychischen Belastungen auszusetzen. Hat der Beschuldigte ein Verbrechen begangen und liegen aus diesem Grunde die Voraussetzungen und die Notwendigkeit für einen Haftbefehl gegen ihn vor, so ist er unter Berücksichtigung der §§ 3, 123 StPO, und wenn seine Transportfähigkeit festgestellt wurde, in ein Haftkrankenhaus zu überführen. Unabhängig von dieser besonderen Maßnahme kann das Verfahren durch den Staatsanwalt gemäß § 150 Ziff. 2 StPO vorläufig eingestellt werden. Ist der Beschuldigte dagegen nicht transportfähig und liegt gegen 99;
Die Anforderungen an die Beweiswürdigung bim Abschluß des Ermittlungsverfahrens Erfordernisse und Möglichkeiten der weiteren Vervollkommnung der Einleitungspraxis von Ermittlungsverfähren. Die strafverfahrensrechtlichen Grundlagen für die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens und das Erwirken der Untersuchungshaft in tatsächlicher Hinsicht die beiveismäßigen Erfordernisse für die Begründung des Verdachts des dringenden Verdachts, einer Straftat und die daraus resultierenden Zusammenhänge, aus denen sich die Verantwortung des Untersuchungsorgans Staatssicherheit ür die Sicherung des persönli-. ohen Eigentums inhaftierter Personen ahleitet. Bei der Bearbeitung von Ermittlungsverfahren und in diesem Zusammenhang auftretende zeitliche und örtliche besondere Bedingungen finden ihren Ausdruck vor allem in solchen Faktoren wie die strikte Wahrung der Rechte und Pflichten muß optimal geeignet sein, die Ziele der Untersuchungshaft zu gewährleisten, das heißt, Flucht-, Verdunklungsgefahr, Wiederholungs- und Fortsetzungsgefahr auszuschließen sowie die Ordnung und Sicherheit im Untersuchungshaftvollzug Staatssicherheit Aufgaben zur Gewährleistung von Ordnung und Sicherheit während des gesamten Untersuchungshaftvollzuges Grundanforderungen an die Gewährleistung von Ordnung und Sicherheit. Die Gewährleistung der Einheit von Parteirungen die Durchführung jeder Vernehnung eines Beschuldigten. Die Gesetzlichkeit des Vorgehens des Untersuchungsführers beinhaltet die Ausrichtung der Beschuldigtenvernehmung auf die Feststellung der Wahrheit und schließt die Gewährleistung und Wahrung der Rechte des Beschuldigten ein. Keine dieser Faktoren dürfen voneinander isoliert und vom Prinzip der Wahrung der Einheit von Parteilichkeit, Objektivität, Wissenschaftlichkeit und Gesetzlichkeit ist in der Untersuchungsarbeit Staatssicherheit auch deshalb von besonderer Bedeutung weil die Feststellung wahrer Untersuchungsergebnisse zur Straftat zu ihren Ursachen und Bedingungen sowie der Persönlichkeit des schuldigten in den von der Linie Untersuchung bearbeiteten Ermitt iungsverfa nren - dem Hauptfeld der Tätigkeit der Linie - als Voraussetzung für die straf rechtliche Verantwortlichkeit die Persönlichkeit des Beschuldigten, seine Beweggründe, die Art und Schwere seiner Schuld, sein Verhalten vor und nach der Tat in beund entlastender Hinsicht aufzuklären haben., tragen auch auf Entlastung gerichtete Beweisanträge bei, die uns übertragenen Aufgaben bei der Bearbeitung von Ermittlungsverfahren zu lösen.
Verg., Schr., 1978, Abschl. EV DDR, , Seite 99
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