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Timestamp: 2017-08-24 06:58:51
Document Index: 192754044

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§1', '§2', '§3', '§4', '§6', '§10', '§11', '§15', '§16', '§17', '§1', '§2', '§3', '§5', '§10', '§9', '§11', '§10', '§14', '§3', '§9', '§15', '§22', '§23']

IT-INFOTHEK: Wirtschafts- und Sozialkunde: Berufsausbildung, PC-Arbeitsplatz, Arbeits- und Gesundheitsschutz, Sozialversicherung 2000
IT-Systemkaufmann/-frau: Wirtschafts- und Sozialkunde (1. Lehrjahr)
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DF / CM, Kurs vom 01.11.1999 - 31.08.2000
Wirtschafts-/Sozialkunde (Teil 1): Berufsausbildung (Das duale System, Berufsausbildungsvertrag), Der PC-Arbeitsplatz (Ergonomie, Einflüsse auf die menschliche Arbeit), Arbeits- und Gesundheitsschutz (Allgemeiner Arbeitsschutz mit Arbeitszeitgesetz, Arbeitsschutzgesetz, Arbeitszeitgesetz, Fünf Bausteine für einen gut organisierten Betrieb), Sozialversicherung 2000 (Überblick) (Krankenversicherung, Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Pflegeversicherung, Unfallversicherung, Einige Zusatzinformationen).
Sozialversicherung 2000 (Überblick)
Ziel: Erwerbung einer anerkannten Berufsausbildung mit Abschluss
Berufsschule: Vermittlung des fachtheoretischen Grundwissens und Allgemeinbildung
Ausbildungsbetrieb: fachpraktische Ausbildung
Ende: Abschlussprüfung vor der IHK mit dem Gesellenbrief (Berufsschulzeugnis zum Notennachweis)
Anerkannte Ausbildungsberufe werden in der Regel in einer praxisorientierten Ausbildung in einem Betrieb erlernt und durch den mit der betrieblichen Ausbildung abgestimmten Berufsschulunterricht ergänzt (duales Ausbildungssystem). Die Ausbildungsberufe werden nach den Bestimmungen des Berufsbildungsgesetzes bzw. der Handwerksordnung staatlich anerkannt oder bestehen aufgrund von Übergangsregelungen fort. Die Berufsbezeichnung, Ausbildungsdauer, Lerninhalte (Mindestanforderungen), Struktur des Berufes sowie Prüfungsanforderungen werden für die einzelnen Berufe in Ausbildungsordnungen festgelegt, die von der Bundesregierung (in der Regel Bundesministerium für Wirtschaft in Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie) nach vorheriger Abstimmung mit den Sozialpartnern (Konsensprinzip) erlassen und im Bundesgesetzblatt veröffentlicht werden. Die Rahmenlehrpläne für den Berufsschulunterricht werden von den Ländern parallel zu den Ausbildungsordnungen erarbeitet und mit den Ausbildungsinhalten der Ausbildungsordungen abgestimmt.
Nun könnt Ihr alle schmunzeln, aber recht habt Ihr: Wir sind uns denke ich alle einig, das die Theorie ja so sein mag, aber die Praxis sieht dann doch leicht anders aus, wenn man bedenkt, was in der Berufsschule gelehrt und in den Ausbildungsbetrieben umgesetzt wird. Naja, trotzdem haben wir diese Ausbildung gewählt und jetzt... ziehen wir das durch!!!
Der Berufsausbildungsvertrag kommt durch die Einigung der Vertragsparteien (Auszubildender bzw. dessen gesetzl. Vertreter und Ausbildender) zustande und ist in schriftlicher Form abzufassen (§ 4 Abs. 1 BBiG). Er muss folgende Angaben mindestens enthalten:
Ausbildungsmaßnahmen außerhalb der Ausbildungsstätte (Besuch der Berufsschule),
Pflichten Auszubildender, Ausbildender und Erziehungsberechtigte:
Zu einem Bildschirmarbeitsplatz gehören im wesentlichen Bildschirm, Tastatur, Arbeitstisch und Arbeitsstuhl.
Um den ergonomischen Anforderungen zu entsprechen,
darf der Bildschirm die Augen nicht zu stark ermüden.
Dazu muss er u.a. ausreichend groß sein und ein flimmerfreies, stabiles Bild liefern.
muss die Tastatur eine bequeme Haltung ermöglichen.
Dazu muss sie u.a. ausreichend groß, geneigt und vom Bildschirm getrennt sein.
muss der Arbeitstisch eine bequeme Haltung ermöglichen.
Dazu muss er u.a. eine ausreichend große und reflexionsarme Oberfläche besitzen und nach Möglichkeit in der Höhe verstellbar sein.
darf der Arbeitsstuhl keine gesundheitlichen Schäden verursachen.
Dazu muss er u.a. durch Einstellung eine bequeme Sitzhaltung ermöglichen und kippsicher sein.
Computerbildschirme müssen umweltverträglich sein. So dürfen bei der Herstellung z.B. keine ozonschädigenden Substanzen verwendet werden. Beim Betrieb darf die elektromagnetische Strahlung der Bildschirme die vorgegebenen Grenzen nicht überschreiten. Außerdem müssen sie eine Stromspareinrichtung (Stand-by-Betrieb) enthalten.
Individuelle Gestaltungsfreiräume:
Alle Mitarbeiter sollten den Freiraum zur Gestaltung ihres Arbeitsumfeldes nutzen, wobei ihre individuellen Wünsche berücksichtigt werden können. Die Ordnung am Arbeitsplatz ist ein wesentlicher Bestandteil der Selbstorganisation. Übersichtlichkeit der Arbeitsmittel und -unterlagen sowie ein geordneter Schreibtisch erleichtern und beschleunigen Arbeitsvorgänge, weil Suchzeiten entfallen.
Speziell bei Arbeiten mit PC-Unterstützung ist eine Ordnungsstruktur für die Speicherung von Daten und Programmen auf Festplatten einzuhalten. Systematisch geordnete Unterverzeichnisse erlauben das schnellere Auffinden von Dateien. Vor allem sind hier entsprechende Maßnahmen zur Datensicherung (z.B. regelmäßiges Backup, Viren-Scanning usw.) durchzuführen.
Einflüsse auf die menschliche Arbeit
Erbanlagen, Begabung
Umgebungseinflüsse und Betriebsklima
Die Arbeitsorganisation hat Auswirkung auf die Leistungsbereitschaft.
Leistungsschwankungen durch:
Tageszeit, Wochentag, Jahreszeit
Allgemeiner Arbeitsschutz mit Arbeitszeitgesetz
Ein Arbeitsunfall bleibt nicht ohne Auswirkungen auf den Betriebsablauf. Der Arbeitsablauf wird unterbrochen. Die anfallende Arbeit muss von weniger oder anderen Mitarbeitern erledigt werden. Oftmals bedeutet dies Überstunden oder gar den Einsatz von Ersatzpersonal. Damit kann dann ein Risiko hinsichtlich der Qualität und der Liefertermine bis hin zum Produktionsausfall verbunden sein.
Es liegt darum im unternehmerischen Interesse, Fehlzeiten zu vermeiden. Hierbei haben Arbeitsunfälle und arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren einen entscheidenden Anteil.
Es geht also darum, den Arbeitsschutz in die Führung und die Organisation des Betriebes so zu integrieren, dass Arbeitsunfälle vermieden werden können und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als wichtigster Produktionsfaktor gesund bleiben.
Zusammenfassung "Arbeitsschutz" (.pdf)
Zusammenfassung "Arbeitsschutz" (.zip)
§1: Zielsetzung und Anwendungsbereich
Sicherung und Verbesserung von Sicherheit und Gesundheitsschutz
§2: Begriffsbestimmung
Maßnahmen zur Verhütung von arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren
Maßnahmen der menschengerechten Gestaltung der Arbeit
§3: Grundpflichten des Arbeitgebers
Gewährleistung von Sicherheit und Gesundheitsschutz der Beschäftigten, Streben nach Verbesserung
§4: Allgemeine Grundsätze
Vermeidung von Lebens- und Gesundheitsgefährdung
Gefahrenbekämpfung am Ausgangspunkt
Sachgerechte Verknüpfung von Technik, Arbeitsorganisation, Arbeitsbedingungen, sozialen Beziehungen und Einfluss der Umwelt auf den Arbeitsplatz
Berücksichtigung besonders schutzbedürftiger Beschäftigungsgruppen
Erteilung von geeigneten Anweisungen
Vermeidung von geschlechtsspezifisch wirkenden Regelungen
zur Ermittlung der Arbeitsschutzmaßnahmen
§6: Dokumentation
§10: Erste Hilfe und sonstige Notfallmaßnahmen
Gewährleistung von schneller Bekämpfung und Behebung
§11: Arbeitsmedizinische Vorsorge
Ermöglichung regelmäßiger arbeitsmedizinischer Untersuchungen
Pflichten und Rechte der Beschäftigten:
§15: Pflichten der Beschäftigten
Einhaltung der Arbeits- und Gesundheitsschutzmaßnahmen
bestimmungsgemäße Verwendung jeglicher Arbeitsmittel
§16: Besondere Unterstützungspflichten
Meldung von Gefahren und festgestellten Defekten
§17: Rechte der Beschäftigten
Unterbreitung von Vorschlägen zu allen Fragen der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes bei der Arbeit
§1: Zweck des Gesetzes
Gewährleistung von Sicherheit und Gesundheitsschutz der Arbeitnehmer
Verbesserung der Rahmenbedingungen für flexible Arbeitszeiten
Schutz von Sonn- und Feiertag
§2: Begriffsbestimmungen
Nachtzeit von 23 bis 6 Uhr
Definition Nachtarbeit
Werktägliche Arbeitszeit und arbeitsfreie Zeiten:
§3: Arbeitszeit der Arbeitnehmer
Verlängerung auf bis zu zehn Stunden möglich, wenn
innerhalb von sechs Kalendermonaten oder
min. 30 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs bis zu neun Stunden
nach sechs Stunden ist eine Ruhepause Pflicht
§5: Ruhezeit
nach Beendigung der täglichen Arbeitszeit min. elf Stunden
Ausnahme: Bereitschaftsdienst
§10: Sonn- und Feiertagsbeschäftigung
Abweichung der Ruhe nach §9 möglich bei
§11: Ausgleich für §10
mindestens 15 Sonntage im Jahr müssen beschäftigungsfrei bleiben
Ausnahmen in besonderen Fällen:
§14: Außergewöhnliche Fälle
erlaubt zahlreiche Abweichungen, um die Bedrohung von Arbeitsergebnissen zu verhindern (betrifft beispielsweise §3 bis 6 und §9 bis 11)
§15: Bewilligung, Ermächtigung
Die Aufsichtsbehörde kann weitergehende Ausnahmen zulassen, soweit sie im öffentlichen Interesse dringend nötig werden.
§22: Bußgeldvorschriften
Ordnungswidrigkeiten werden mit Geldstrafen bis zu 30.000 DM geahndet.
§23: Strafvorschriften
Geld- und Freiheitsstrafen bei vorsätzlicher Gefährdung von Gesundheit oder Arbeitskraft
Fünf Bausteine für einen gut organisierten Betrieb
Führen und organisieren:
Legen Sie fest, wer im Betrieb für was zuständig ist und wie z.B. die Zusammenarbeit mit Fremdfirmen zu erfolgen hat. Arbeitsabläufe werden unter Beteiligung der Mitarbeiter sicher und gesundheitsgerecht organisiert. Als Berater werden dabei die Fachkraft für Arbeitssicherheit und ggf. der Betriebsarzt und der Sicherheitsbeauftragte mit einbezogen.
Arbeitsbedingungen beurteilen:
Grundlage für geeignete Arbeitsschutzmaßnahmen ist die sorgfältige Beurteilung der Arbeitsbedingungen, um mögliche Gefährdungen Ihrer Mitarbeiter bei der Arbeit zu ermitteln. Hierbei unterstützt und berät Sie insbesondere die Fachkraft für Arbeitssicherheit (ggf. überbetrieblicher Dienst).
Mitarbeiter beteiligen und unterweisen:
Es hängt immer vom Wollen und Können der Mitarbeiter ab, ob Gefährdungen bei der Arbeit vermieden werden. Nutzen Sie die Kenntnisse und Erfahrungen der Mitarbeiter, um eine sichere und gesundheitsgerechte Gestaltung ihrer Arbeit zu ermöglichen.
Arbeitsschutz planen:
Maßnahmen zur Vermeidung oder Abwehr von arbeitsbedingten Gefahren für Leben und Gesundheit sind frühzeitig zu planen und müssen in die Arbeitsvorbereitung einbezogen werden.
Arbeitsschutz ist nie perfekt und muss laufend fortentwickelt werden. Darum immer wieder systematisch überprüfen und aus Fehlern lernen.
1883 - Bismarck
Träger: AOK, Innungs-, Betriebs-, Ersatzkrankenkassen
Versicherungspflichtig: alle Arbeitnehmer bis 75 % der RV-Beitragsbemessungsgrenze, Azubis
Beitragsbemessungsgrenze: 75 % der RV-Beitragsbemessungsgrenze
Höhe: 6450 mtl. (W), 5325 mtl (O)
Beiträge: Bis Beitragsbemessungsgrenze steigend, danach konstant
Arbeitgeber und Arbeitnehmer je ½ (Spezialfall: 630-DM-Jobs)
Beitragssatz: durchschnittlich 13,5 %
Arzt-, Krankenhaus-, Arzneikosten; Krankengeld
ab 7. Woche (70 % vom Bruttolohn); max. 90 % des Nettolohns
Zuzahlung zu Arzneimitteln: 8,9,10 DM (kleine, mittlere, große Packungen)
(Ausnahme: Härtefälle)
Träger: Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (Angestellte),
Landesversicherungsanstalten (Arbeiter)
Versicherungspflichtig: alle Arbeitnehmer, Azubis, Studenten
Beitragsbemessungsgrenze: 8600 mtl. (W), 7100 mtl. (O)
Arbeitgeber und Arbeitnehmer je ½
Beitragssatz: 19,3 %
Altersruhegeld, Rente wegen Berufs- o. Erwerbsunfähigkeit,
Beitragssatz: 6,5 %
Arbeitslosenhilfe (aus Steuermitteln)
KV-Beiträge von Arbeitslosen
Träger: Pflegekassen bei den Krankenkassen
Versicherungspflichtig: Mitglieder der gesetzl./privaten Krankenkassen
Höhe: 6450 mtl. (W), 5325 mtl. (O)
Beitragssatz: 1,7 %
Sachleistung (Pflege durch Profis) bzw.
Pflegegeld (bei Versorgung durch Angehörige)
Pflegehilfsmittel, technische Hilfen (Rollstühle)
Zuschüsse zu notwendigen Umbauten,
Versicherungspflichtig: alle Beschäftigten
Beitragsbemessungsgrenze: entfällt
Beiträge: nach Unfallgefahren
Beitragssatz: nach Unfallgefahren
Arbeitsunfallfolgen (auch Wegeunfälle):
Krankenhilfe, Berufshilfe
Aufklärung, Belehrung, Überwachung
Wechseln der Kasse möglich (Stichtag 30.09.)
seit 1996 frei wählbar welche Kasse;
ab Beitragsbemessungsgrenze keine Versicherungspflicht mehr
Pflegegeld: Voraussetzung für Pflege ist Bettlägerigkeit (max. 1200 DM mtl.)
Generationenvertrag: Die Verdiener zahlen für die heutigen Rentner.