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Timestamp: 2019-10-23 01:35:16
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Matched Legal Cases: ['§ 34', '§ 34', '§ 2', '§ 24', '§ 34', '§ 24', '§ 34', '§ 24', '§ 4', '§ 34', '§ 34', '§ 34']

BFH, 17.12.1959 - IV 223/58 S - dejure.org
https://dejure.org/1959,50
BFH, 17.12.1959 - IV 223/58 S (https://dejure.org/1959,50)
BFH, Entscheidung vom 17.12.1959 - IV 223/58 S (https://dejure.org/1959,50)
BFH, Entscheidung vom 17. Dezember 1959 - IV 223/58 S (https://dejure.org/1959,50)
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Steuervergünstigung für eine Entschädigung - Entschädigung, die an die Stelle entgangener oder entgehender Einnahmen nur eines Jahres tritt - Entschädigungnen als außerordentliche Einkünfte - Berücksichtigung von Entschädigungen, die ein Steuerpflichtiger im Rahmen ...
BFHE 70, 195
NJW 1960, 839
BStBl III 1960, 72
Bereits in dem Urteil vom 17. Dezember 1959 IV 223/58 S (BFHE 70, 195, BStBl III 1960, 72) wird im einzelnen dargelegt, daß eine Tarifermäßigung nach § 34 EStG nur gerechtfertigt ist, wenn die Besteuerung der Entschädigung ungünstiger wäre als die Besteuerung der entgehenden Einnahmen, an deren Stelle sie tritt.
Wie der Senat im Urteil vom 17. Dezember 1959 IV 223/58 S (BFHE 70, 195, BStBl III 1960, 72) unter Abkehr von der gegenteiligen Auffassung des Reichsfinanzhofs - RFH - (Urteil vom 1. Februar 1940 IV 341/39, RStBl 1940, 601) dargelegt hat, kann der Vorzugstarif des § 34 Abs. 1 EStG auch auf Entschädigungen angewandt werden, die an Steuerpflichtige mit sog. Gewinnbetrieben (§ 2 Abs. 4 Nr. 1 EStG; Gewerbetreibende, Land- und Forstwirte und Freiberufler) geleistet werden.
Zur Bedeutung des § 24 Nr. 1 EStG hat der Senat im Urteil IV 223/58 S nur im Rahmen der Erörterung des Billigkeitsgehalts des § 34 Abs. 2 EStG Stellung genommen und hervorgehoben, Sinn und Zweck der Tarifermäßigung könnten auf alle Entschädigungen i. S. des § 24 Nr. 1 EStG zutreffen.
Zur Auslegung des § 34 Abs. 1 und Abs. 2 EStG hat der Senat bereits im Urteil IV 223/58 S Stellung genommen; davon abzuweichen sieht der Senat keinen Anlaß.
Einkünfte, die unter § 24 EStG fallen, bilden eine besondere Art von Einkünften innerhalb der Einkunftsart, zu der sie gehören (BFH vom 17. Dezember 1959 IV 223/58, BStBl. III 1960, 72).
Ferner ist eine Entschädigung begünstigt, die ein Landwirt zwar in einem Einmalbetrag erhält, die aber wegen der Besonderheiten des für Landwirte geltenden Wirtschaftsjahrs (§ 4a EStG) steuerrechtlich in zwei Veranlagungszeiträumen zu erfassen ist (BFH-Urteil vom 17. Dezember 1959 IV 223/58 S, BFHE 70, 195, BStBl III 1960, 72).
§ 34 EStG ist eine Tarifvorschrift, die bezweckt, Härten abzumildern, die sich aus der progressiven Ausgestaltung des Einkommensteuersatzes ergeben können, wenn laufend bezogene Einkünfte mit außerordentlichen, nicht regelmäßig erzielten Einkünften zusammentreffen (BTDrucks 14/23, S. 183; BFH, Urteil vom 17. Dezember 1959 IV 223/58 S, BFHE 70, 195, BStBl III 1960, 72).
Außerordentliche Einkünfte i.S. des § 34 Abs. 2 EStG stellen "eine besondere Art von Einkünften innerhalb einer Einkunftsart" dar (vgl. BFH-Urteil vom 17. Dezember 1959 IV 223/58, BFHE 70, 195, BStBl III 1960, 72).
Die letztgenannte Fallgruppe ist zurückzuführen auf das BFH-Urteil vom 17. Dezember 1959 IV 223/58 S (BFHE 70, 195, BStBl III 1960, 72).
Während bei einer Entschädigung, die Einnahmen mehrerer Jahre abgelten soll, generell von einer Zusammenballung auszugehen ist (BFH-Urteil in BFHE 70, 195, BStBl III 1960, 72), kann das in den Fällen, in denen Einnahmen eines Jahres abgegolten werden, nur dann der Fall sein, wenn die Entschädigung mit anderen Einkünften zusammentrifft.
In dem Urteil vom 17. Dezember 1959 IV 223/58 S (BFHE 70, 195, BStBl III 1960, 72) komme der Bundesfinanzhof (BFH) zu demselben Ergebnis.
Entgegen der Auffassung des Klägers entspricht das Urteil in BFHE 70, 195, BStBl III 1960, 72 dieser Beurteilung.
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