Source: https://www.rechtslupe.de/zivilrecht/sachkundigenpruefung-bei-kraenen-310419
Timestamp: 2020-07-11 15:46:02
Document Index: 305568981

Matched Legal Cases: ['§ 26', '§ 21', '§ 29', '§ 47', '§ 24', '§ 9', '§ 1', '§ 14', '§ 15', '§ 17', '§ 18', '§ 19', '§ 18', '§ 21', '§ 21', '§ 14', '§ 21', '§ 14', '§ 618', '§ 62', '§ 823', '§ 3', '§ 26', '§ 27', '§ 27', '§ 27', '§ 27', '§ 27', '§ 26', '§ 27', '§ 44', 'Art. 3', 'Art. 4', '§ 26', '§ 28', '§ 19', '§ 26', '§ 618', '§ 21', '§ 17', '§ 18', '§ 26', '§ 17', '§ 19', 'BGH', '§ 81', 'BGH', '§ 275', 'BGH', 'BGH', '§ 11', '§ 26', '§ 29', '§ 14', '§ 26', '§ 20', '§ 4', '§ 26', '§ 1', '§ 29', '§ 2', '§ 104', '§ 26', '§ 28', '§ 26', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 712', '§ 2', '§ 14', '§ 21', '§ 21', '§ 14', '§ 21', '§ 21', '§ 618', 'BGH', '§ 823', '§ 26', '§ 19', 'BGH', 'BGH', '§ 21', 'BGH', '§ 11', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 29', 'BGH', '§ 39', '§ 33', '§ 6', '§ 11', '§ 13', '§ 10', '§ 6', '§ 26', '§ 14']

Sachkundigenprüfung bei Kränen | Rechtslupe
Die Durch­füh­rung der wie­der­keh­ren­den Prü­fung von Kra­nen durch einen Sach­kun­di­gen nach § 26 Abs. 1 Satz 1 der berufs­ge­nos­sen­schaft­li­chen Unfall­ver­hü­tungs­vor­schrift für Kra­ne (BGV D 6) stellt nach einer aktu­el­len Ent­schei­dung des Bun­des­ge­richts­hofs kei­ne Aus­übung eines öffent­li­chen Amtes dar.
Ob sich das Han­deln einer Per­son als Aus­übung eines öffent­li­chen Amtes dar­stellt, bestimmt sich nach der stän­di­gen Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs danach, ob die eigent­li­che Ziel­set­zung, in deren Sinn der Betref­fen­de tätig wird, hoheit­li­cher Tätig­keit zuzu­rech­nen ist und ob zwi­schen die­ser Ziel­set­zung und der schä­di­gen­den Hand­lung ein so enger äuße­rer und inne­rer Zusam­men­hang besteht, dass die Hand­lung eben­falls als noch dem Bereich hoheit­li­cher Betä­ti­gung ange­hö­rend ange­se­hen wer­den muss. Dabei ist nicht auf die Per­son des Han­deln­den, son­dern auf sei­ne Funk­ti­on, d.h. auf die Auf­ga­be, deren Wahr­neh­mung die im kon­kre­ten Fall aus­zu­üben­de Tätig­keit dient, abzu­stel­len [1]. Als Aus­übung eines öffent­li­chen Amtes wur­den dem­ge­mäß zum Bei­spiel Prü­fungs­tä­tig­kei­ten der Kfz-Sach­ver­stän­di­gen im Rah­men von § 21 StVZO [2], § 29 StVZO [3] und § 47a StVZO [4], fer­ner der Sach­ver­stän­di­gen nach der Prüf­ord­nung für Luft­fahrt­ge­rät [5], der Prüf­in­ge­nieu­re für Bau­sta­tik [6] sowie der TÜV-Sach­ver­stän­di­gen bei der Vor­prü­fung über­wa­chungs­be­dürf­ti­ger Anla­gen nach § 24 GewO a.F. i.V.m. §§ 9, 11 der mitt­ler­wei­le außer Kraft getre­te­nen Druck­be­häl­ter­ver­ord­nung [7] ein­ge­stuft.
Nach § 1 Nr. 1, § 14 Abs. 1 Satz 1 SGB VII obliegt den Trä­gern der gesetz­li­chen Unfall­ver­si­che­rung die Auf­ga­be, mit allen geeig­ne­ten Mit­teln Arbeits­un­fäl­le zu ver­hü­ten. Zu die­sem Zweck kön­nen sie – mit Geneh­mi­gung durch das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Arbeit und Sozia­les – unter ande­rem Vor­schrif­ten über die Maß­nah­men erlas­sen, wel­che die Unter­neh­mer zur Ver­mei­dung von Arbeits­un­fäl­len tref­fen müs­sen (§ 15 Abs. 1 Nr. 1, Abs. 4 SGB VII). Die Trä­ger der gesetz­li­chen Unfall­ver­si­che­rung sol­len dar­über hin­aus die Unfall­ver­hü­tungs­vor­keh­run­gen in den ein­zel­nen Unter­neh­men über­wa­chen (§ 17 Abs. 1 Satz 1 SGB VII) und hier­zu soge­nann­te Auf­sichts­per­so­nen [8], die ihre Befä­hi­gung zuvor durch eine Prü­fung nach­zu­wei­sen haben (§ 18 Abs. 2 Satz 1 SGB VII) und denen gesetz­lich umfang­rei­che Befug­nis­se gegen­über den Unter­neh­mern ein­ge­räumt sind (§ 19 SGB VII), in aus­rei­chen­der Zahl beschäf­ti­gen (§ 18 Abs. 1 SGB VII).
Für die Durch­füh­rung der Maß­nah­men ist der Unter­neh­mer ver­ant­wort­lich (§ 21 Abs. 1 SGB VII) [9]. § 21 Abs. 1 SGB VII ent­hält inso­weit "die grund­le­gen­de Ver­pflich­tung des Unter­neh­mers zum Schutz der Ver­si­cher­ten" [10] und ver­deut­licht in Ver­bin­dung mit § 14 Abs. 1 Satz 1 SGB VII die Rol­len­ver­tei­lung auf dem Gebiet der Unfall­prä­ven­ti­on. Die Unfall­ver­si­che­rungs­trä­ger sind für den Erlass von ent­spre­chen­den Vor­schrif­ten, für Über­wa­chung und Bera­tung zustän­dig, wäh­rend der Unter­neh­mer die kon­kre­ten Prä­ven­ti­ons­maß­nah­men durch­zu­füh­ren hat, zu denen er gege­be­nen­falls vom Trä­ger der Unfall­ver­si­che­rung anzu­hal­ten ist [11]. Die Ver­ant­wort­lich­keit des Unter­neh­mers nach § 21 Abs. 1 SGB VII beinhal­tet inso­weit sei­ne Ver­pflich­tung, die Vor­ga­ben der Unfall­ver­si­che­rungs­trä­ger nach §§ 14 ff SGB VII im Ein­zel­fall umzu­set­zen und den Erfolg der Umset­zung auch selbst zu über­wa­chen [12]. Sei­ne Pri­märzu­stän­dig­keit für den Arbeits­schutz wird durch die ein­zel­nen Unfall­ver­hü­tungs­vor­schrif­ten – hier durch die BGV D 6 – kon­kre­ti­siert [13].
Der Unter­neh­mer ist bereits zivil­recht­lich sowohl gegen­über den bei ihm beschäf­tig­ten Arbeit­neh­mern (§ 618 Abs. 1 BGB; sie­he auch § 62 Abs. 1 HGB) als auch im Rah­men der Ver­kehrs­si­che­rungs­pflicht (§ 823 Abs. 1 BGB) zusätz­lich gegen­über Drit­ten dazu ver­pflich­tet, die erfor­der­li­chen Maß­nah­men zur Ver­hü­tung von Unfäl­len zu ergrei­fen und inso­weit die für die Arbeit benö­tig­ten Maschi­nen in einem siche­ren Zustand zu hal­ten. Die von den Trä­gern der gesetz­li­chen Unfall­ver­si­che­rung erlas­se­nen Unfall­ver­hü­tungs­vor­schrif­ten ver­deut­li­chen die Für­sor­ge­pflicht des Arbeit­ge­bers [14] bzw. kön­nen zur Bestim­mung der die­sem oblie­gen­den Ver­kehrs­si­che­rungs­pflich­ten her­an­ge­zo­gen wer­den [15].
Die Unfall­ver­hü­tungs­vor­schrift für Kra­ne (BGV D 6) ver­pflich­tet den Unter­neh­mer sicher zu stel­len, dass deren Beschaf­fen­heit und deren Betrieb den Bestim­mun­gen der BGV D 6 sowie den all­ge­mein aner­kann­ten Regeln der Tech­nik ent­spre­chen (§§ 3, 3a BGV D 6). Nach § 26 Abs. 1 Satz 1 BGV D 6 hat der Unter­neh­mer dafür zu sor­gen, dass Kra­ne gemäß ihren Ein­satz­be­din­gun­gen und den betrieb­li­chen Ver­hält­nis­sen nach Bedarf, jähr­lich jedoch min­des­tens ein­mal, durch einen Sach­kun­di­gen geprüft wer­den. Dabei fest­ge­stell­te Män­gel muss er behe­ben las­sen (§ 27 Abs. 2 Satz 2 BGV D 6). Der Unter­neh­mer ist dafür ver­ant­wort­lich, dass die Ergeb­nis­se der Prü­fung in ein Prüf­buch ein­ge­tra­gen wer­den (§ 27 Abs. 1 BGV D 6). Er hat die Kennt­nis­nah­me und die Abstel­lung fest­ge­stell­ter Män­gel im Prüf­buch zu bestä­ti­gen (§ 27 Abs. 2 Satz 1 BGV D 6). Bestehen nach Art und Umfang der Män­gel gegen den Wei­ter­be­trieb Beden­ken, hat er sich dar­um zu küm­mern, dass der Kran außer Betrieb gesetzt und erst wei­ter genutzt wird, wenn die Män­gel beho­ben und even­tu­ell erfor­der­li­che Nach­prü­fun­gen, die er zu ver­an­las­sen hat, durch­ge­führt sind (§ 27 Abs. 2 Satz 3, 4 BGV D 6). Der Unter­neh­mer hat das Prüf­buch auf Ver­lan­gen dem Tech­ni­schen Auf­sichts­be­am­ten des Unfall­ver­si­che­rungs­trä­gers vor­zu­le­gen bzw. bei orts­ver­än­der­li­chen Kra­nen dafür zu sor­gen, dass eine Kopie des letz­ten Prüf­be­richts beim Kran auf­be­wahrt wird (§ 27 Abs. 3 BGV D 6). Ver­stö­ße gegen § 26 Abs. 1 bis 3, § 27 BGV D 6 sind nach § 44 BGV D 6 buß­geld­be­wehrt.
Die Ein­zel­hei­ten der wie­der­keh­ren­den Prü­fung sind in der BGG 905 vom Okto­ber 1996 (Prü­fung von Kra­nen) im Teil 2 "Prü­fun­gen in Ver­ant­wor­tung des Betrei­bers" gere­gelt. Die BGG 905 nimmt inso­weit Bezug auf die Arbeits­mit­tel­be­nut­zungs­richt­li­nie [16], die in Art. 3 Abs. 1, Art. 4 Abs. 2 den Arbeit­ge­ber ver­pflich­tet, alle erfor­der­li­chen Vor­keh­run­gen zu tref­fen, damit die Arbeits­mit­tel wäh­rend der Zeit ihrer Benut­zung durch ent­spre­chen­de War­tung auf einem siche­ren Niveau gehal­ten wer­den. Nach Nr. 4.1 BGG 905 sind die Prü­fun­gen vom Betrei­ber zu ver­an­las­sen, in des­sen Ermes­sen es liegt, wel­che Per­son er als Sach­kun­di­gen mit der Kon­trol­le beauf­tragt; er muss sich jedoch von des­sen Sach­kun­de über­zeu­gen. Nach Nr. 3.2.1 BGG 905 sind – inso­weit über­ein­stim­mend mit der Durch­füh­rungs­an­wei­sung zu § 26 Abs. 1 BGV D 6 – sach­kun­dig Per­so­nen, die auf­grund ihrer fach­li­chen Aus­bil­dung und Erfah­rung aus­rei­chen­de Kennt­nis­se auf dem Gebiet der Kra­ne haben und mit den ein­schlä­gi­gen staat­li­chen Arbeits­schutz­vor­schrif­ten, Unfall­ver­hü­tungs­vor­schrif­ten und all­ge­mein aner­kann­ten Regeln der Tech­nik soweit ver­traut sind, dass sie den arbeits­si­che­ren Zustand von Kra­nen beur­tei­len kön­nen. Inso­weit kön­nen als Sach­kun­di­ge neben den Sach­ver­stän­di­gen (Sach­ver­stän­di­ge der Tech­ni­schen Über­wa­chung sowie von der Berufs­ge­nos­sen­schaft ermäch­tig­te Sach­ver­stän­di­ge; § 28 BGV D 6, Nr. 3.1 BGG 905) auch Betriebs­in­ge­nieu­re, Maschi­nen­meis­ter, Kran­meis­ter oder hier­für beson­ders aus­ge­bil­de­tes Fach­per­so­nal her­an­ge­zo­gen wer­den, sofern die­se Per­so­nen Erfah­run­gen und aus­rei­chen­de Kennt­nis­se zur Beur­tei­lung des siche­ren Kran­zu­stands haben (Nr. 3.2.2 BGG 905). Eine Ermäch­ti­gung zum Sach­kun­di­gen durch die Berufs­ge­nos­sen­schaft ist inso­weit nicht erfor­der­lich [17]. Die Berufs­ge­nos­sen­schaft ist an das Ergeb­nis der Sach­kun­di­gen­prü­fung nicht gebun­den. Sie kann vom Unter­neh­mer deren Wie­der­ho­lung, gege­be­nen­falls durch einen ande­ren Prü­fer, ver­lan­gen (Nr. 5.6 BGG 905), aber auch im Rah­men der gesetz­li­chen Befug­nis­se ihrer Auf­sichts­per­so­nen nach § 19 Abs. 1 Nr. 1, 4 SGB VII selbst eine Prü­fung durch­füh­ren.
Auf­grund die­ser recht­li­chen Aus­ge­stal­tung ist die wie­der­keh­ren­de Sach­kun­di­gen­prü­fung nach § 26 Abs. 1 Satz 1 BGV D 6 nicht dem hoheit­li­chen Tätig­keits­be­reich der Berufs­ge­nos­sen­schaf­ten, son­dern – wie es auch in der zitier­ten Über­schrift in der BGG 905 "Prü­fun­gen in Ver­ant­wor­tung des Betrei­bers" zum Aus­druck kommt – dem Zustän­dig­keits­be­reich des Unter­neh­mers zuzu­ord­nen. Die­ser bedient sich des Sach­kun­di­gen, um sei­nen zivil- (§§ 618, 823 BGB) wie öffent­lich-recht­li­chen Ver­pflich­tun­gen (§ 21 Abs. 1 SGB VII) gerecht zu wer­den. Die Funk­ti­on der Berufs­ge­nos­sen­schaf­ten beschränkt sich nach § 17 Abs. 1 SGB VII inso­weit dar­auf, den Unter­neh­mer hier­bei zu über­wa­chen. In die­se Über­wa­chung als staat­li­che Auf­ga­be sind die in §§ 18, 19 SGB VII ange­spro­che­nen Auf­sichts­per­so­nen, nicht aber der Sach­kun­di­ge nach § 26 Abs. 1 Satz 1 BGV D 6 ein­ge­bun­den.
Der Sach­kun­di­ge selbst ist nicht befugt, Maß­nah­men zum Arbeits­schutz gegen­über dem Unter­neh­mer zu tref­fen, weder was die Durch­füh­rung der Prü­fung noch – bei Fest­stel­lung von Män­geln im Rah­men der Unter­su­chung – deren Besei­ti­gung anbe­trifft. Sei­ne Auf­ga­be besteht in der vom Betrei­ber beauf­trag­ten Unter­su­chung des Krans und der Doku­men­ta­ti­on des Prü­fungs­er­geb­nis­ses. Zwangs­be­fug­nis­se ste­hen nur der Berufs­ge­nos­sen­schaft zu. Die­se kann, so sie Kennt­nis vom Prüf­be­richt erlangt, nach § 17 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 SGB VII gege­be­nen­falls die Behe­bung von Män­geln auf­ge­ben und hier­zu Fris­ten set­zen, im Ein­zel­fall auch die Außer­be­trieb­set­zung bis zur Män­gel­be­sei­ti­gung bestim­men. Ihr tech­ni­scher Auf­sichts­be­am­ter hat nach § 19 Abs. 2 SGB VII bei Gefahr im Ver­zug die Mög­lich­keit, sofort voll­zieh­ba­re Anord­nun­gen zu tref­fen [18].
Die Tätig­keit eines Prü­fers kann aller­dings, auch ohne dass ihm ent­spre­chen­de Ent­schei­dungs­be­fug­nis­se zuste­hen, dann als hoheit­lich ein­zu­stu­fen sein, wenn sei­ne Arbeit mit der Ver­wal­tungs­tä­tig­keit einer Behör­de auf engs­te zusam­men­hängt und er in die­se so maß­geb­lich ein­ge­schal­tet ist, dass sei­ne Prü­fung gera­de­zu einen Bestand­teil der von der Behör­de aus­ge­üb­ten und sich in ihrem Ver­wal­tungs­akt nie­der­schla­gen­den hoheit­li­chen Tätig­keit bil­det [19]. Des Wei­te­ren kann der Prü­fer als Beam­ter im haf­tungs­recht­li­chen Sin­ne anzu­se­hen sein, wenn er von einem Hoheits­trä­ger im Ein­zel­fall mit der Beschaf­fung wesent­li­cher Ent­schei­dungs­grund­la­gen und inso­weit mit einem in die Zustän­dig­keit des Hoheits­trä­gers selbst fal­len­den Teil einer öffent­li­chen Auf­ga­be betraut wird (BGH, Urtei­le vom 19. Dezem­ber 1960 – III ZR 194/​59 – LM § 81 BVG Nr. 2 für die vom Ver­sor­gungs­amt mit einer ver­sor­gungs­ärzt­li­chen Unter­su­chung und Begut­ach­tung beauf­trag­ten Ärz­te eines städ­ti­schen Kran­ken­hau­ses; BGHZ 39, 358, 361 für den von der Bau­ge­neh­mi­gungs­be­hör­de zur Prü­fung der sta­ti­schen Berech­nung hin­zu­ge­zo­ge­nen Prüf­in­ge­nieur für Bau­sta­tik; vom 22. Juni 2006 – III ZR 270/​05 – VersR 2006, 1684, 1685 für die Ein­ho­lung einer ärzt­li­chen Stel­lung­nah­me des medi­zi­ni­schen Diens­tes durch eine gesetz­li­che Kran­ken­kas­se im Rah­men des § 275 SGB V; sie­he auch die Hin­wei­se in BGHZ 59, 310, 314 auf die Unter­su­chung eines Arbeits­su­chen­den durch den Amts­arzt im Auf­trag des Arbeits­amts, die Tätig­keit eines Ver­trags­arz­tes im Auf­trag des Ver­sor­gungs­amts oder die Auf­ga­ben eines Ver­trau­ens­arz­tes der Sozi­al­ver­si­che­rungs­trä­ger)).
Hier­mit ist die Durch­füh­rung der wie­der­keh­ren­den Sach­kun­di­gen­prü­fung nicht ver­gleich­bar. Die­se stellt kei­ne an sich der Berufs­ge­nos­sen­schaft oblie­gen­de Auf­ga­be dar und ist inso­weit nicht Bestand­teil der von die­ser wahr­zu­neh­men­den öffent­lich-recht­li­chen Tätig­keit. Die Prü­fung ist auch nicht aufs engs­te mit der die­ser über­tra­ge­nen Auf­sicht ver­bun­den, so dass sie bei wer­ten­der Betrach­tung nur als deren Teil und damit selbst als Aus­übung eines öffent­li­chen Amtes ange­se­hen wer­den kann. Weder die Durch­füh­rung der hier streit­ge­gen­ständ­li­chen Prü­fung als sol­che noch deren Ergeb­nis muss der Berufs­ge­nos­sen­schaft mit­ge­teilt wer­den. Die Prü­fung erfolgt mit­hin völ­lig unab­hän­gig von der den Berufs­ge­nos­sen­schaf­ten im Rah­men des SGB VII oblie­gen­den Über­wa­chung und dies­be­züg­li­chen – stich­pro­ben­ar­ti­gen, ver­dachts­ab­hän­gi­gen oder rou­ti­ne­mä­ßi­gen – Kon­trol­len durch die von die­sen bestell­ten Auf­sichts­per­so­nen. Dem­entspre­chend rich­te­te sich auch im vor­lie­gen­den Fall die Fest­stel­lung des Prü­fers, dass bei dem unter­such­ten Kran ver­schie­de­ne Män­gel vor­lä­gen und vor deren Abstel­lung Beden­ken gegen einen Wei­ter­be­trieb bestün­den, nur an den Betrei­ber, ohne dass die Berufs­ge­nos­sen­schaft in den Vor­gang ein­ge­bun­den gewe­sen wäre.
Allein der Umstand, dass bei einer etwai­gen arbeits­schutz­recht­li­chen Besich­ti­gung des Betriebs der Klä­ge­rin durch die Berufs­ge­nos­sen­schaft sich die zustän­di­ge Auf­sichts­per­son auch das Prüf­buch des Krans vor­le­gen las­sen und die Ein­hal­tung der Prüf­fris­ten bzw. die Besei­ti­gung etwai­ger vom Sach­kun­di­gen fest­ge­stell­ter Män­gel kon­trol­lie­ren kann, macht die Prü­fung nicht – wie es der BGH [20] bei­spiels­wei­se für die Vor­prü­fung nach § 11 Abs. 1 Druck­behV im Hin­blick auf das immis­si­ons­schutz­recht­li­che Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren ent­schie­den hat – zu einem ers­ten Teil­schritt im Rah­men eines mehr­stu­fi­gen, bei wer­ten­der Betrach­tung als ein­heit­lich zu beur­tei­len­den öffent­lich-recht­li­chen Ver­fah­rens. § 26 Abs. 1 Satz 1 BGV D 6 dient viel­mehr pri­mär der Selbst­über­wa­chung des Unter­neh­mers und nur im Ein­zel­fall allen­falls mit­tel­bar des­sen behörd­li­cher Über­wa­chung durch die zustän­di­ge Berufs­ge­nos­sen­schaft.
Die wie­der­keh­ren­de Kran­prü­fung ist inso­weit auch nicht ver­gleich­bar mit der gesetz­lich für Kraft­fahr­zeu­ge in regel­mä­ßi­gen Zeit­ab­stän­den vor­ge­schrie­be­nen Haupt­un­ter­su­chung (§ 29 StVZO) [21] oder der bei Luft­fahr­zeu­gen not­wen­di­gen sog. Nach­prü­fung (§§ 14 ff Luft­GerPV; vor­mals §§ 26 ff Luft­Ger­PO) [22].
Kraft- und Luft­fahr­zeu­ge bedür­fen zur Gewähr­leis­tung ihrer Ver­kehrs­si­cher­heit der behörd­li­chen Zulas­sung. Zur Fest­stel­lung, ob die Zulas­sungs­vor­aus­set­zun­gen wäh­rend des Betriebs auch wei­ter­hin vor­lie­gen, fin­det unter ande­rem eine in Zeit­ab­stän­den durch­zu­füh­ren­de Kon­troll­un­ter­su­chung statt. Wer­den hier­bei sicher­heits­re­le­van­te Män­gel fest­ge­stellt, muss der Prü­fer die Zulas­sungs­be­hör­de infor­mie­ren. Dies­be­züg­lich bestimmt Nr. 3.1.4.4. der Anla­ge VIII zur StVZO [23], dass der Sach­ver­stän­di­ge bzw. Prü­fer unver­züg­lich die vor­han­de­ne Prüf­pla­ket­te zu ent­fer­nen und die Zulas­sungs­stel­le in Kennt­nis zu set­zen hat, wenn Män­gel fest­ge­stellt wer­den, die das Fahr­zeug ver­kehrs­un­si­cher machen, was zu Maß­nah­men der Behör­de bis zur sofor­ti­gen Still­le­gung füh­ren kann [24]. § 20 Abs. 2 Luft­GerPV [25] sieht grund­sätz­lich vor, dass der sog. Nach­prüf­schein der Zulas­sungs­be­hör­de vor­zu­le­gen ist; fer­ner ord­net § 4 Abs. 3 und 4 der 1. DV Luft-GerPV an, dass der luft­fahrt­tech­ni­sche Betrieb jeden Zustand, der die Luft­tüch­tig­keit beein­träch­ti­gen könn­te, dem Luft­fahrt­bun­des­amt unver­züg­lich (spä­tes­tens bin­nen drei Tagen nach Fest­stel­lung) mit­tei­len muss.
Inso­weit arbei­ten die im Rah­men der gesetz­lich vor­ge­se­he­nen Kon­troll­un­ter­su­chun­gen täti­gen Sach­ver­stän­di­gen mit der Zulas­sungs­be­hör­de der­art zusam­men, dass die­se in die Prü­fung ein­ge­bun­den ist [26]. Hier­an fehlt es bei Prü­fun­gen im Rah­men des § 26 Abs. 1 Satz 1 BGV D 6; der Sach­kun­di­ge wird nicht als Teil der staat­li­chen Gefah­ren­ab­wehr tätig bzw. ist nicht Teil der ord­nungs­po­li­zei­li­chen Über­wa­chungs­tä­tig­keit.
Prü­fun­gen nach der Stra­ßen­ver­kehrs­ord­nung kön­nen nach §§ 1 ff des Geset­zes über amt­lich aner­kann­te Sach­ver­stän­di­ge und amt­lich aner­kann­te Prü­fer für den Kraft­fahr­zeug­ver­kehr (KfSachvG) vom 22. Dezem­ber 1971 [27] nur von amt­lich aner­kann­ten Sach­ver­stän­di­gen oder amt­lich aner­kann­ten Prü­fern vor­ge­nom­men wer­den. Haupt- bzw. Sicher­heits­prü­fun­gen nach § 29 StVZO kön­nen zusätz­lich die von einer amt­lich aner­kann­ten Über­wa­chungs­or­ga­ni­sa­ti­on mit die­ser Auf­ga­be betrau­ten Prüf­in­ge­nieu­re [28] oder auch amt­lich aner­kann­te KFZ-Werk­stät­ten durch­füh­ren [29]. Prü­fun­gen nach der Ver­ord­nung zur Prü­fung von Luft­fahrt­ge­rät oblie­gen aus­schließ­lich geneh­mig­ten Betrie­ben (§ 2 Abs. 2 Luft­GerPV; sie­he auch §§ 104 ff Luft­PersV). Dem­ge­gen­über knüpft die Berech­ti­gung zur Durch­füh­rung der wie­der­keh­ren­den Prü­fung nach § 26 Abs. 1 Satz 1 BGV D 6 nicht an eine sol­che Bestel­lung, son­dern an die Sach­kun­de des Prü­fers an. Erlaubt ist damit auf der Grund­la­ge der frei­en Aus­wahl des Kran­be­trei­bers die Prü­fung durch
einen – über die in § 28 BGV D 6 beschrie­be­nen Per­so­nen hin­aus – wei­ten und unbe­stimm­ten Per­so­nen­kreis, zu dem auch sach­kun­di­ge Ange­hö­ri­ge des eige­nen Betriebs gehö­ren kön­nen, und bezüg­lich des­sen schwer­lich davon gespro­chen wer­den kann, er sei von Rechts wegen im Inter­es­se öffent­lich-recht­li­cher Gefah­ren­ab­wehr mit der Auf­ga­be der Unter­su­chung von Kra­nen beauf­tragt und übe des­halb sei­ne Tätig­keit als "Belie­he­ner" und damit als Teil der hoheit­li­chen Ver­wal­tung aus.
Hin­zu­kommt, dass die Kfz-Prü­fer nicht nur bezüg­lich ihrer Bestel­lung, son­dern auch im Hin­blick auf ihre Prü­fer­tä­tig­keit einer detail­liert gere­gel­ten staat­li­chen Auf­sicht unter­lie­gen [30] und bei ihnen wegen ihrer öffent­lich-recht­li­chen Tätig­keit auch der sog. Innen­re­gress [31] gere­gelt ist [32]. Ver­gleich­ba­re Rege­lun­gen für den Sach­kun­di­gen im Sin­ne des § 26 Abs. 1 Satz 1 BGV D 6 gibt es nicht. Glei­ches gilt auch für die zur Aus­übung eines öffent­li­chen Amts typi­scher­wei­se gehö­ren­den Bestim­mun­gen über die Unab­hän­gig­keit der Amts­füh­rung [33]; Sach­kun­di­ger kann dem­ge­gen­über auch ein abhän­gi­ger Betriebs­an­ge­hö­ri­ger des siche­rungs­pflich­ti­gen Unter­neh­mers sein.
Der Zusam­men­hang zwi­schen der Tätig­keit des sach­kun­di­gen Prü­fers und der öffent­lich-recht­li­chen Tätig­keit der Berufs­ge­nos­sen­schaf­ten erweist sich damit ins­ge­samt als nicht so eng und unmit­tel­bar, dass die Prü­fungs­tä­tig­keit dem Trä­ger der gesetz­li­chen Unfall­ver­si­che­rung wie sei­ne eige­ne hoheit­li­che Tätig­keit zuge­rech­net wer­den müss­te.
Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 14. Mai 2009 – III ZR 86/​08
BGHZ 118, 304, 305; 147, 169, 171; BGH, Urteil vom 22. Juni 2006 – III ZR 270/​05 – VersR 2006, 1684; jeweils m.w.N.[↩]
BGHZ 49, 108, 110 ff; Senats­ur­tei­le vom 11. Janu­ar 1973 – III ZR 32/​71 – NJW 1973, 458; BGHZ 122, 85, 87 ff; 147, 169, 171 ff[↩]
BGHZ 122, 85, 87 ff; 147, 169, 171 ff[↩]
OLG Schles­wig, NJW 1996, 1218 f; sie­he auch den Hin­weis des BGH in BGHZ 147, 169, 178[↩]
BGHZ 147, 169, 174 ff[↩]
BGHZ 39, 358[↩]
BGHZ 122, 85, 89 ff.; OLG Karls­ru­he, VersR 2007, 498[↩]
frü­her: tech­ni­sche Auf­sichts­be­am­te, § 712 Abs. 2 RVO[↩]
sie­he auch § 2 der Unfall­ver­hü­tungs­vor­schrift "Grund­sät­ze der Prä­ven­ti­on" in der Fas­sung vom April 2005, BGV A 1[↩]
BT-Drucks. 13/​2204, S. 81[↩]
vgl. auch Hauck/​Kranig/​Waldeck, SGB VII Gesetz­li­che Unfall­ver­si­che­rung, § 14, Rn. 1, Stand: Dezem­ber 1998 , § 21, Rn. 5, Stand: Dezem­ber 1999; Brackmann/​Wiester, Hand­buch der Sozi­al­ver­si­che­rung, Band 3/​1, Gesetz­li­che Unfall­ver­si­che­rung – SGB VII -, § 21, Rn. 4, Stand: Dezem­ber 2002; KassKomm/​Ricke, Sozi­al­ver­si­che­rungs­recht, § 14 SGB VII, Rn. 4, Stand: Sep­tem­ber 2005[↩]
vgl. Schmitt, SGB VII, Gesetz­li­che Unfall­ver­si­che­rung, 3. Aufl., § 21, Rn. 3[↩]
vgl. Schmatz/​Nöthlichs/​Wilrich/​Weber, Sicher­heits­tech­nik, Stand: Lfg. 10/​04, Erl. 1.1 zu Ord­nungs­nr. 4700, Erl. 1 zu § 21 SGB VII <4710>[↩]
sie­he hier­zu auch MünchKomm/​Hens­s­ler, BGB, 5. Aufl., § 618, Rn. 11[↩]
BGH, Urtei­le vom 15. April 1975 – VI ZR 19/​74 – VersR 1975, 812, 813; vom 20. Juni 1978 – VI ZR 18/​77 – MDR 1979, 45; vom 15. Juli 2003 – VI ZR 155/​02 – NJW-RR 2003, 1459, 1460; MünchKomm/​Wagner, BGB, 5. Aufl., § 823, Rn. 283[↩]
Richt­li­nie 89/​655/​EWG des Rates vom 30. Novem­ber 1989 (Arbeits­mit­tel­be­nut­zungs­richt­li­nie), ABl. EG L 393 S. 13[↩]
vgl. auch Hannover/​Mechtold/​Koop/​Heinke, Sicher­heit bei Kra­nen, 9. Aufl., S. 100 zu § 26 BGV D 6[↩]
vgl. Schmatz/​Nöthlichs/​Wilrich/​Weber, aaO, Erl. 3.2 b) und c) zu § 19 SGB VII (4710) sowie Erl. 4.2.2 b), 1. Spie­gel­strich zu Ord­nungs­nr. 4700[↩]
BGHZ 49, 108, 113 sowie BGH, Urteil vom 11. Janu­ar 1973 – III ZR 32/​71 – NJW 1973, 458, bei­de zur Ein­be­zie­hung des amt­lich aner­kann­ten Sach­ver­stän­di­gen für den Stra­ßen­ver­kehr im Rah­men des Ver­fah­rens der Stra­ßen­ver­kehrs­be­hör­de zur Ertei­lung einer Betriebs­er­laub­nis nach § 21 StVZO; BGHZ 122, 85, 91 f zum Prüf­ver­fah­ren des amt­lich oder amt­lich aner­kann­ten Sach­ver­stän­di­gen bei wesent­li­chen Ände­run­gen eines Flüs­sig­gas­tankla­gers nach § 11 Abs. 1 der Druck­be­häl­ter­ver­ord­nung[↩]
BGHZ 122, 85, 92 f.[↩]
sie­he hier­zu BGHZ 122, 85, 87 ff; 147, 169, 171 ff[↩]
sie­he hier­zu BGHZ 147, 169, 173 ff.[↩]
sie­he zur Sicher­heits­prü­fung nach § 29 StVZO die ent­spre­chen­de Rege­lung in Nr. 3.2.3.3.1 bzw. 2[↩]
vgl. BGH, aaO; OLG Köln NJW 1989, 2065; OLG Braun­schweig NJW 1990, 2629[↩]
vor­mals § 39 Abs. 2 Luft­Ger­PO[↩]
sie­he ent­spre­chend auch § 33 Abs. 1 Druck­behV für die Mit­tei­lungs­pflicht des Prü­fers an die Auf­sichts­be­hör­de bezüg­lich der Fest­stel­lung gesund­heits­ge­fähr­den­der Män­gel der Anla­ge[↩]
BGBl. I S. 2086, zuletzt geän­dert durch Ver­ord­nung vom 31. Okto­ber 2006, BGBl. I S. 2407[↩]
Nr. 3.1.1 der Anla­ge VIII i.V.m. Anla­ge VIIIb zur StVZO[↩]
Nr. 3.2.1 der Anla­ge VIII i.V.m. Anla­ge VIIIc zur StVZO[↩]
§ 6 Abs. 1, § 11 Abs. 1, § 13 KfSachvG; Nr. 5, 6, 9 der Anla­ge VIIIb und Nr. 6, 8 der Anla­ge VIIIc zur StVZO[↩]
Rück­griff der bei Anwen­dung von Amts­haf­tungs­grund­sät­zen allein pas­siv legi­ti­mier-ten öffent­lich-recht­li­chen Kör­per­schaft nach ihrer Inan­spruch­nah­me[↩]
§ 10 Abs. 4 KfSachvG; Nr. 2.6 der Anla­ge VIIIb zur StVZO; Nr. 2.10 der Anla­ge VIIIc zur StVZO[↩]
§ 6 Abs. 1 Satz 2 KfSachvG; Nr. 6.1 S. 2, 6.6. der Anla­ge VIIIb zur StVZO[↩]
Sach­kun­di­gen­prü­fung bei Krä­nen Die Durch­füh­rung der wie­der­keh­ren­den Prü­fung von Kra­nen durch einen Sach­kun­di­gen nach § 26 Abs. 1 Satz 1 der berufs­ge­nos­sen­schaft­li­chen Unfall­ver­hü­tungs­vor­schrift für Kra­ne (BGV D 6)…
Sach­grund­lo­se Befris­tung – und die Ver­län­ge­rung Das Tat­be­stands­merk­mal der Ver­län­ge­rung in § 14 Abs. 2 Satz 1 Halbs. 2 TzBfG setzt vor­aus, dass die Ver­ein­ba­rung über das Hin­aus­schie­ben des Been­di­gungs­zeit­punkts noch…
1%-RegelungAmtshaftungBaugenehmigungBeamterBeliehenerBerufsgenossenschaftBeurteilungHaftungRichtlinieSachverständigeUnfallversicherungUVVVerkehrVerwaltungsakt