Source: http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=AfP%202009,%20365
Timestamp: 2016-05-25 14:57:02
Document Index: 51511457

Matched Legal Cases: ['Art. 1', 'Art. 2', 'Art. 5', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'EGMR', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'EGMR', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'EGMR', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'EGMR', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'EGMR', 'EuG', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'EGMR', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'EGMR', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 20', 'Art. 6', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'EGMR', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: afp 2009, 365 - dejure.org
Rechtsprechung BVerfG, 10.06.2009 - 1 BvR 1107/09 Volltextver�ffentlichungen (11)
Artt. 1, 2 GG
Die Verfassungsbeschwerde wendet sich gegen die teilweise Versagung des einstweiligen Rechtsschutzes gegen die individualisierende Berichterstattung �ber eine Straftat des Beschwerdef�hrers
Berichterstattung �ber verurteilten Sexualstraft�ter, Bundesverfassungsgericht
Bericht �ber Sexualstraft�ter mit Namensnennung
Eingriff der Berichterstattung �ber Entstehung, Ausf�hrung und Verfolgung einer Straftat unter Namensnennung, Abbildung und Darstellung des Straft�ters in dessen allgemeines Pers�nlichkeitsrecht - �ffentliches Bekanntmachen des strafrechtlichen Fehlverhaltens - Beeintr�chtigung des Pers�nlichkeitsrechts im angemessenen Verh�ltnis zur Schwere des Fehlverhaltens und seiner sonstigen Bedeutung f�r die �ffentlichkeit
Individualisierende Berichterstattung erlaubt
Zul�ssigkeit der individualisierenden Berichterstattung �ber eine Straftat in den Medien
Individualisierende Medienberichterstattung auch bei Sexualstraftaten verfassungsgem��
Verurteilter Sexualstraft�ter muss individualisierende Medienberichterstattung in der Regel dulden
Bundesverfassungsgericht erkl�rt individualisierende Berichterstattung �ber Sexualstraft�ter f�r zul�ssig
Wegen Vergewaltigung verurteilt - Verfassungsbeschwerde eines Ex-Fu�ballprofis gegen Berichterstattung scheitert
Individualisierende Medienberichterstattung auch bei Sexualstraftaten ver�fassungsgem��
psychiatrie-verlag.de , S. 61 (Leitsatz)
Art. 1 Abs. 1, Art. 2 Abs. 1, Art. 5 Abs. 1 GGVerfassungsm��igkeit der individualisierenden Berichterstattung �ber Sexualstraftaten
Individualisierende Medienberichterstattung bei Sexualstraftaten verfassungsgem��
Kurznachricht zu "Unangenehme Wahrheiten f�r Prominente" von Dr. Joachim Jahn, original erschienen in: NJW 2009, 3344 - 3346.
OLG M�nchen, 07.04.2009 - 18 U 1695/09
MMR 2009, 683
ZUM 2010, 243
afp 2009, 365
Wird zitiert von ... (79) BGH, 08.05.2012 - VI ZR 217/08 Internationale Zust�ndigkeit bei Pers�nlichkeitsrechtsverletzungen durch …net; BVerfGE 35, 202, 226; BVerfG, NJW 2006, 2835 Rn. 10; AfP 2009, 365 Rn. 15).Dies gilt nicht nur bei aktiver Informations�bermittlung durch die Medien, wie es im Rahmen der herk�mmlichen Berichterstattung in Tagespresse, Rundfunk oder Fernsehen geschieht, sondern auch dann, wenn - wie im Streitfall - den T�ter identifizierende Inhalte lediglich auf einer passiven Darstellungsplattform im Internet zum Abruf bereitgehalten werden (vgl. BVerfG, AfP 2009, 365 Rn. 17).(1) In der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts sind verschiedene Kriterien entwickelt worden, die Leitlinien f�r den konkreten Abw�gungsvorgang vorgeben (vgl. BVerfG, AfP 2009, 365 Rn. 17;… AfP 2009, 480 Rn. 61 f., jeweils mwN).Dies kann insbesondere dann der Fall sein, wenn die Aussagen geeignet sind, eine erhebliche Breitenwirkung zu entfalten und eine besondere Stigmatisierung des Betroffenen nach sich zu ziehen, so dass sie zum Ankn�pfungspunkt f�r eine soziale Ausgrenzung und Isolierung zu werden drohen (vgl. BVerfGE 97, 391, 404 f.; BVerfG, AfP 2009, 365 Rn. 17).Bei schweren Gewaltverbrechen ist in der Regel ein �ber blo�e Neugier und Sensationslust hinausgehendes Interesse an n�herer Information �ber die Tat und ihren Hergang, �ber die Person des T�ters und seine Motive sowie �ber die Strafverfolgung anzuerkennen (vgl. BVerfGE 35, 202, 230 f.; BVerfG, AfP 2009, 365 Rn. 18; vgl. auch Senatsurteil vom 7. Dezember 1999 - VI ZR 51/99, BGHZ 143, 199, 204).Denn wer den Rechtsfrieden bricht und durch diese Tat und ihre Folgen Mitmenschen angreift oder verletzt, muss sich nicht nur den hierf�r verh�ngten strafrechtlichen Sanktionen beugen, sondern er muss auch dulden, dass das von ihm selbst erregte Informationsinteresse der �ffentlichkeit auf den daf�r �blichen Wegen befriedigt wird (vgl. BVerfGE 35, 202, 231 f.; BVerfG, AfP 2009, 365 Rn. 19; vgl. auch Senatsurteile vom 7. Dezember 1999 - VI ZR 51/99, BGHZ 143, 199, 204;… vom 28. Oktober 2008 - VI ZR 307/07, BGHZ 178, 213 Rn. 22 f.;… vom 15. November 2005 - VI ZR 286/04, VersR 2006, 274 Rn. 14).Das Pers�nlichkeitsrecht bietet Schutz vor einer zeitlich uneingeschr�nkten Befassung der Medien mit der Person des Straft�ters und seiner Privatsph�re (vgl. BVerfGE 35, 202, 233; BVerfG, AfP 2009, 365 Rn. 21).Ma�geblich ist vielmehr stets, in welchem Ausma� das Pers�nlichkeitsrecht einschlie�lich des Resozialisierungsinteresses des Straft�ters von der Berichterstattung unter den konkreten Umst�nden des Einzelfalls beeintr�chtigt wird (…vgl. Senatsurteile vom 15. Dezember 2009 - VI ZR 227/08, aaO Rn. 16 - Online-Archiv I mit NA- Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 6. Juli 2010 - 1 BvR 535/10;… vom 9. Februar 2010 - VI ZR 243/08, aaO Rn. 19 - Online-Archiv II mit NA- Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 6. Juli 2010 - 1 BvR 923/10;… vom 20. April 2010 - VI ZR 245/08, AfP 2010, 261 Rn. 17 mit NA-Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 23. Juni 2010 - 1 BvR 1316/10;… vom 1. Februar 2011 - VI ZR 345/09, VersR 2011, 634 Rn. 17; BVerfG, NJW 2000, 1859, 1860; AfP 2009, 365 Rn. 21; EGMR, Urteil vom 7. Dezember 2006 - Beschwerde Nr. 35841/02, - �sterreichischer Rundfunk gegen �sterreich, Nr. 68, �JZ 2007, 472, 473, jeweils mwN).So stellt eine Fernsehberichterstattung in der Regel einen weitaus st�rkeren Eingriff in die Privatsph�re des Betroffenen dar als eine Wortberichterstattung (vgl. BVerfG, NJW 2000, 1859, 1860 und AfP 2009, 365 Rn. 21, jeweils mwN).Hierauf hat der T�ter aber keinen Anspruch (vgl. BVerfG, NJW 2000, 1859, 1860; AfP 2009, 365 Rn. 21).
BGH, 15.12.2009 - VI ZR 227/08 Sedlmayr-M�rder I - L�schung aus dem Online-Archiv einer RundfunkanstaltDenn die Berichterstattung �ber eine Straftat unter Namensnennung des Straft�ters beeintr�chtigt zwangsl�ufig dessen Recht auf Schutz seiner Pers�nlichkeit und Achtung seines Privatlebens, weil sie sein Fehlverhalten �ffentlich bekannt macht und seine Person in den Augen der Adressaten von vornherein negativ qualifiziert (vgl. Senatsurteile BGHZ 143, 199, 202 f.;… 178, 231 Rn. 33; vom 15. November 2005 - VI ZR 286/04 - VersR 2006, 274; BVerfGE 35, 202, 226; BVerfG NJW 2006, 2835; AfP 2009, 365 Rn. 15).Dies gilt nicht nur bei aktiver Informations�bermittlung durch die Medien, wie es im Rahmen der herk�mmlichen Berichterstattung in Tagespresse, Rundfunk oder Fernsehen geschieht, sondern auch dann, wenn - wie im Streitfall - den T�ter identifizierende Inhalte lediglich auf einer passiven Darstellungsplattform im Internet zum Abruf bereitgehalten werden (vgl. BVerfG AfP 2009, 365 Rn. 17).Denn wegen der Eigenart des Pers�nlichkeitsrechts als eines Rahmenrechts liegt seine Reichweite nicht absolut fest, sondern muss erst durch eine Abw�gung der widerstreitenden grundrechtlich gesch�tzten Belange bestimmt werden, bei der die besonderen Umst�nde des Einzelfalles sowie die betroffenen Grundrechte und Gew�hrleistungen der Europ�ischen Menschenrechtskonvention interpretationsleitend zu ber�cksichtigen sind (vgl. Senatsurteile vom 9. Dezember 2003 - VI ZR 373/02 - VersR 2004, 522, 523;… vom 11. M�rz 2008 - VI ZR 189/06 - VersR 2008, 695 Rn. 13;… vom 11. M�rz 2008 - VI ZR 7/07 - VersR 2008, 793 Rn. 12;… vom 3. Februar 2009 - VI ZR 36/07 - VersR 2009, 555 Rn. 17;… vom 22. September 2009 - VI ZR 19/08 - VersR 2009, 1545 Rn. 16; BVerfGE 114, 339, 348 m. w. N.; 120, 180, 200 f.; AfP 2009, 365 Rn. 17;… AfP 2009, 480 Rn. 61).aa) In der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts sind verschiedene Kriterien entwickelt worden, die Leitlinien f�r den konkreten Abw�gungsvorgang vorgeben (vgl. BVerfG, AfP 2009, 365 Rn. 17;… AfP 2009, 480 Rn. 61 f., jeweils m. w. N.).Dies kann insbesondere dann der Fall sein, wenn die Aussagen geeignet sind, eine erhebliche Breitenwirkung zu entfalten und eine besondere Stigmatisierung des Betroffenen nach sich zu ziehen, so dass sie zum Ankn�pfungspunkt f�r eine soziale Ausgrenzung und Isolierung zu werden drohen (vgl. BVerfGE 97, 391, 404 f.; BVerfG AfP 2009, 365 Rn. 17).Bei schweren Gewaltverbrechen ist in der Regel ein �ber blo�e Neugier und Sensationslust hinausgehendes Interesse an n�herer Information �ber die Tat und ihren Hergang, �ber die Person des T�ters und seine Motive sowie �ber die Strafverfolgung anzuerkennen (vgl. BVerfGE 35, 202, 231; BVerfG AfP 2009, 365 Rn. 18; vgl. auch BGHZ 143, 199, 204).Denn wer den Rechtsfrieden bricht und durch diese Tat und ihre Folgen Mitmenschen angreift oder verletzt, muss sich nicht nur den hierf�r verh�ngten strafrechtlichen Sanktionen beugen, sondern er muss auch dulden, dass das von ihm selbst erregte Informationsinteresse der �ffentlichkeit auf den daf�r �blichen Wegen befriedigt wird (vgl. BVerfGE 35, 202, 231 f.; BVerfG AfP 2009, 365 Rn. 19; vgl. auch Senatsurteile BGHZ 143, 199, 204;… 178, 213 Rn. 22 f.;… vom 15. November 2005 - VI ZR 286/04 - VersR 2006, 274 Rn. 14).Das Pers�nlichkeitsrecht bietet Schutz vor einer zeitlich uneingeschr�nkten Befassung der Medien mit der Person des Straft�ters und seiner Privatsph�re (vgl. BVerfGE 35, 202, 233; BVerfG AfP 2009, 365 Rn. 21).Ma�geblich ist vielmehr stets, in welchem Ausma� das Pers�nlichkeitsrecht einschlie�lich des Resozialisierungsinteresses des Straft�ters von der Berichterstattung unter den konkreten Umst�nden des Einzelfalls beeintr�chtigt wird (vgl. BVerfG NJW 2000, 1859, 1860; AfP 2009, 365 Rn. 21; EGMR, Urteil vom 7. Dezember 2006 - Beschwerde Nr. 35841/02, - �sterreichischer Rundfunk gegen �sterreich, Nr. 68, �JZ 2007, 472, 473, jeweils m. w. N.).So stellt eine Fernsehberichterstattung in der Regel einen weitaus st�rkeren Eingriff in die Privatsph�re des Betroffenen dar als eine Wortberichterstattung (vgl. BVerfG NJW 2000, 1859, 1860 und AfP 2009, 365 Rn. 21, jeweils m. w. N.).Hierauf hat der T�ter aber keinen Anspruch (vgl. BVerfG, NJW 2000, 1859, 1860; AfP 2009, 365 Rn. 21).
BGH, 09.02.2010 - VI ZR 243/08 Sedlmayr-Mord bei SpOn - Namensnennung in PressearchivenDenn die Berichterstattung �ber eine Straftat unter Nennung des Namens des Straft�ters beeintr�chtigt zwangsl�ufig dessen Recht auf Schutz seiner Pers�nlichkeit und Achtung seines Privatlebens, weil sie sein Fehlverhalten �ffentlich bekannt macht und seine Person in den Augen der Adressaten von vornherein negativ qualifiziert (vgl. Senatsurteile BGHZ 143, 199, 202 f.;… 178, 231 Rn. 33; vom 15. November 2005 - VI ZR 286/04 - VersR 2006, 274; BVerfGE 35, 202, 226; BVerfG NJW 2006, 2835; AfP 2009, 365 Rn. 15).Dies gilt nicht nur bei aktiver Informations�bermittlung durch die Medien, wie es im Rahmen der herk�mmlichen Berichterstattung in Tagespresse, Rundfunk oder Fernsehen geschieht, sondern auch dann, wenn - wie im Streitfall - den T�ter identifizierende Inhalte lediglich auf einer passiven Darstellungsplattform im Internet zum Abruf bereitgehalten werden (vgl. BVerfG AfP 2009, 365 Rn. 17).Denn wegen der Eigenart des Pers�nlichkeitsrechts als eines Rahmenrechts liegt seine Reichweite nicht absolut fest, sondern muss erst durch eine Abw�gung der widerstreitenden grundrechtlich gesch�tzten Belange bestimmt werden, bei der die besonderen Umst�nde des Einzelfalles sowie die betroffenen Grundrechte und Gew�hrleistungen der Europ�ischen Menschenrechtskonvention interpretationsleitend zu ber�cksichtigen sind (vgl. Senatsurteile vom 9. Dezember 2003 - VI ZR 373/02 - VersR 2004, 522, 523;… vom 11. M�rz 2008 - VI ZR 189/06 - VersR 2008, 695 Rn. 13;… vom 11. M�rz 2008 - VI ZR 7/07 - VersR 2008, 793 Rn. 12;… vom 3. Februar 2009 - VI ZR 36/07 - VersR 2009, 555 Rn. 17;… vom 22. September 2009 - VI ZR 19/08 - VersR 2009, 1545 Rn. 16; BVerfGE 114, 339, 348 m. w. N.; 120, 180, 200 f.; AfP 2009, 365 Rn. 17;… AfP 2009, 480 Rn. 61).aa) In der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts sind verschiedene Kriterien entwickelt worden, die Leitlinien f�r den konkreten Abw�gungsvorgang vorgeben (vgl. BVerfG, AfP 2009, 365 Rn. 17;… AfP 2009, 480 Rn. 61 f., jeweils m. w. N.).Dies kann insbesondere dann der Fall sein, wenn die Aussagen geeignet sind, eine erhebliche Breitenwirkung zu entfalten und eine besondere Stigmatisierung des Betroffenen nach sich zu ziehen, so dass sie zum Ankn�pfungspunkt f�r eine soziale Ausgrenzung und Isolierung zu werden drohen (vgl. BVerfGE 97, 391, 404 f.; BVerfG AfP 2009, 365 Rn. 17).Bei schweren Gewaltverbrechen ist in der Regel ein �ber blo�e Neugier und Sensationslust hinausgehendes Interesse an n�herer Information �ber die Tat und ihren Hergang, �ber die Person des T�ters und seine Motive sowie �ber die Strafverfolgung anzuerkennen (vgl. BVerfGE 35, 202, 231; BVerfG AfP 2009, 365 Rn. 18; vgl. auch BGHZ 143, 199, 204).Denn wer den Rechtsfrieden bricht und durch diese Tat und ihre Folgen Mitmenschen angreift oder verletzt, muss sich nicht nur den hierf�r verh�ngten strafrechtlichen Sanktionen beugen, sondern er muss auch dulden, dass das von ihm selbst erregte Informationsinteresse der �ffentlichkeit auf den daf�r �blichen Wegen befriedigt wird (vgl. BVerfGE 35, 202, 231 f.; BVerfG AfP 2009, 365 Rn. 19; vgl. auch Senatsurteile BGHZ 143, 199, 204;… 178, 213 Rn. 22 f.;… vom 15. November 2005 - VI ZR 286/04 - VersR 2006, 274 Rn. 14).Das Pers�nlichkeitsrecht bietet Schutz vor einer zeitlich uneingeschr�nkten Befassung der Medien mit der Person des Straft�ters und seiner Privatsph�re (vgl. BVerfGE 35, 202, 233; BVerfG AfP 2009, 365 Rn. 21).Ma�geblich ist vielmehr stets, in welchem Ausma� das Pers�nlichkeitsrecht einschlie�lich des Resozialisierungsinteresses des Straft�ters von der Berichterstattung unter den konkreten Umst�nden des Einzelfalls beeintr�chtigt wird (vgl. BVerfG NJW 2000, 1859, 1860; AfP 2009, 365 Rn. 21; EGMR, Urteil vom 7. Dezember 2006 - Beschwerde Nr. 35841/02 -, �sterreichischer Rundfunk gegen �sterreich, Nr. 68, �JZ 2007, 472, 473, jeweils m. w. N.).So stellt eine Fernsehberichterstattung in der Regel einen weitaus st�rkeren Eingriff in die Privatsph�re des Betroffenen dar als eine Wortberichterstattung (vgl. BVerfG NJW 2000, 1859, 1860 und AfP 2009, 365 Rn. 21, jeweils m. w. N.).Hierauf hat der T�ter aber keinen Anspruch (vgl. BVerfG, NJW 2000, 1859, 1860; AfP 2009, 365 Rn. 21).
BGH, 15.12.2009 - VI ZR 228/08 Sedlmayr-M�rder II - L�schung aus dem Online-Archiv einer RundfunkanstaltDenn die Berichterstattung �ber eine Straftat unter Namensnennung des Straft�ters beeintr�chtigt zwangsl�ufig dessen Recht auf Schutz seiner Pers�nlichkeit und Achtung seines Privatlebens, weil sie sein Fehlverhalten �ffentlich bekannt macht und seine Person in den Augen der Adressaten von vornherein negativ qualifiziert (vgl. Senatsurteile BGHZ 143, 199, 202 f.;… 178, 231 Rn. 33; vom 15. November 2005 - VI ZR 286/04 - VersR 2006, 274; BVerfGE 35, 202, 226; BVerfG NJW 2006, 2835; AfP 2009, 365 Rn. 15).Dies gilt nicht nur bei aktiver Informations�bermittlung durch die Medien, wie es im Rahmen der herk�mmlichen Berichterstattung in Tagespresse, Rundfunk oder Fernsehen geschieht, sondern auch dann, wenn - wie im Streitfall - den T�ter identifizierende Inhalte lediglich auf einer passiven Darstellungsplattform im Internet zum Abruf bereitgehalten werden (vgl. BVerfG AfP 2009, 365 Rn. 17).Denn wegen der Eigenart des Pers�nlichkeitsrechts als eines Rahmenrechts liegt seine Reichweite nicht absolut fest, sondern muss erst durch eine Abw�gung der widerstreitenden grundrechtlich gesch�tzten Belange bestimmt werden, bei der die besonderen Umst�nde des Einzelfalles sowie die betroffenen Grundrechte und Gew�hrleistungen der Europ�ischen Menschenrechtskonvention interpretationsleitend zu ber�cksichtigen sind (vgl. Senatsurteile vom 9. Dezember 2003 - VI ZR 373/02 - VersR 2004, 522, 523;… vom 11. M�rz 2008 - VI ZR 189/06 - VersR 2008, 695 Rn. 13;… vom 11. M�rz 2008 - VI ZR 7/07 - VersR 2008, 793 Rn. 12;… vom 3. Februar 2009 - VI ZR 36/07 - VersR 2009, 555 Rn. 17;… vom 22. September 2009 - VI ZR 19/08 - VersR 2009, 1545 Rn. 16; BVerfGE 114, 339, 348 m.w.N.; 120, 180, 200 f.; AfP 2009, 365 Rn. 17;… AfP 2009, 480 Rn. 61).aa) In der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts sind verschiedene Kriterien entwickelt worden, die Leitlinien f�r den konkreten Abw�gungsvorgang vorgeben (vgl. BVerfG, AfP 2009, 365 Rn. 17;… AfP 2009, 480 Rn. 61 f., jeweils m.w.N.).Dies kann insbesondere dann der Fall sein, wenn die Aussagen geeignet sind, eine erhebliche Breitenwirkung zu entfalten und eine besondere Stigmatisierung des Betroffenen nach sich zu ziehen, so dass sie zum Ankn�pfungspunkt f�r eine soziale Ausgrenzung und Isolierung zu werden drohen (vgl. BVerfGE 97, 391, 404 f.; BVerfG AfP 2009, 365 Rn. 17).Bei schweren Gewaltverbrechen ist in der Regel ein �ber blo�e Neugier und Sensationslust hinausgehendes Interesse an n�herer Information �ber die Tat und ihren Hergang, �ber die Person des T�ters und seine Motive sowie �ber die Strafverfolgung anzuerkennen (vgl. BVerfGE 35, 202, 231; BVerfG AfP 2009, 365 Rn. 18; vgl. auch BGHZ 143, 199, 204).Denn wer den Rechtsfrieden bricht und durch diese Tat und ihre Folgen Mitmenschen angreift oder verletzt, muss sich nicht nur den hierf�r verh�ngten strafrechtlichen Sanktionen beugen, sondern er muss auch dulden, dass das von ihm selbst erregte Informationsinteresse der �ffentlichkeit auf den daf�r �blichen Wegen befriedigt wird (vgl. BVerfGE 35, 202, 231 f.; BVerfG AfP 2009, 365 Rn. 19; vgl. auch Senatsurteile BGHZ 143, 199, 204;… 178, 213 Rn. 22 f.;… vom 15. November 2005 - VI ZR 286/04 - VersR 2006, 274 Rn. 14).Das Pers�nlichkeitsrecht bietet Schutz vor einer zeitlich uneingeschr�nkten Befassung der Medien mit der Person des Straft�ters und seiner Privatsph�re (vgl. BVerfGE 35, 202, 233; BVerfG AfP 2009, 365 Rn. 21).Ma�geblich ist vielmehr stets, in welchem Ausma� das Pers�nlichkeitsrecht einschlie�lich des Resozialisierungsinteresses des Straft�ters von der Berichterstattung unter den konkreten Umst�nden des Einzelfalls beeintr�chtigt wird (vgl. BVerfG NJW 2000, 1859, 1860; AfP 2009, 365 Rn. 21; EGMR, Urteil vom 7. Dezember 2006 - Beschwerde Nr. 35841/02, - �sterreichischer Rundfunk gegen �sterreich, Nr. 68, �JZ 2007, 472, 473, jeweils m.w.N.).So stellt eine Fernsehberichterstattung in der Regel einen weitaus st�rkeren Eingriff in die Privatsph�re des Betroffenen dar als eine Wortberichterstattung (vgl. BVerfG NJW 2000, 1859, 1860 und AfP 2009, 365 Rn. 21, jeweils m.w.N.).Hierauf hat der T�ter aber keinen Anspruch (vgl. BVerfG, NJW 2000, 1859, 1860; AfP 2009, 365 Rn. 21).
BGH, 25.10.2011 - VI ZR 332/09 Pers�nlichkeitsrechtsverletzung: Berichterstattung �ber die Mitwirkung als …(1) Nach der gefestigten Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts gew�hrt das Grundgesetz dem Einzelnen im Kernbereich h�chstpers�nlicher, privater Lebensgestaltung einen unantastbaren Bereich zur Entfaltung der Pers�nlichkeit, der wegen seiner besonderen N�he zur Menschenw�rde absolut gesch�tzt und einer Einschr�nkung durch Abw�gung nach Ma�gabe des Verh�ltnism��igkeitsgrundsatzes nicht zug�nglich ist (vgl. BVerfGE 34, 238, 245; 80, 367, 373; 109, 279, 313 f.; BVerfG, AfP 2009, 365 Rn. 25).Diesem Kernbereich geh�ren grunds�tzlich Ausdrucksformen der Sexualit�t an (vgl. BVerfGE 119, 1, 29 f.; BVerfG, AfP 2009, 365 Rn. 25 f.).Im �brigen h�ngt die Beurteilung, ob ein Sachverhalt diesem Kernbereich zuzuordnen ist, davon ab, ob der Betroffene ihn geheim halten will, ob er nach seinem Inhalt h�chstpers�nlichen Charakters ist und in welcher Art und Intensit�t er aus sich heraus die Sph�re anderer oder die Belange der Gemeinschaft ber�hrt (vgl. BVerfGE 80, 367, 374; 109, 279, 314; BVerfG, AfP 2009, 365 Rn. 25 f.).Indes geh�rt der Bereich der Sexualit�t nicht zwangsl�ufig und in jedem Fall zu diesem Kernbereich (vgl. Senatsurteile vom 24. November 1987 - VI ZR 42/87, VersR 1988, 497;… vom 26. Mai 2009 - VI ZR 191/08, VersR 2009, 1085 Rn. 25; BVerfG, AfP 2009, 365 Rn. 25).Absolut gesch�tzt ist die Freiheit, die eigenen Ausdrucksformen der Sexualit�t f�r sich zu behalten und sie in einem dem Zugriff anderer entzogenen Freiraum zu erleben (BVerfG, AfP 2009, 365 Rn. 26).Der Schutz entf�llt aber, wenn der Grundrechtstr�ger den Kernbereich der privaten Lebensgestaltung von sich aus �ffnet, bestimmte, an sich dem unantastbaren Kernbereich zuzurechnende Angelegenheiten der �ffentlichkeit zug�nglich macht und damit zugleich die Sph�re anderer oder die Belange der Gemeinschaft ber�hrt (vgl. BVerfGE 80, 367, 374; 101, 361, 385; BVerfG, AfP 2009, 365 Rn. 25;… vgl. auch Erman/Klass, BGB, 13. Auflage, Anhang � 12, Rn. 121).Auch hier entf�llt der Schutz aber, wenn der Grundrechtstr�ger seine Privatsph�re nach au�en �ffnet und bestimmte, gew�hnlich als privat geltende Angelegenheiten der �ffentlichkeit preisgibt (vgl. BVerfGE 80, 367, 374; 101, 361, 385; BVerfG, AfP 2009, 365 Rn. 25;… vgl. auch Erman/Klass, aaO).aa) Wegen der Eigenart des Pers�nlichkeitsrechts als eines Rahmenrechts liegt seine Reichweite nicht absolut fest, sondern muss erst durch eine Abw�gung der widerstreitenden grundrechtlich gesch�tzten Belange bestimmt werden, bei der die besonderen Umst�nde des Einzelfalles sowie die betroffenen Grundrechte und Gew�hrleistungen der Europ�ischen Menschenrechtskonvention interpretationsleitend zu ber�cksichtigen sind (vgl. Senatsurteile vom 9. Dezember 2003 - VI ZR 373/02, VersR 2004, 522, 523;… vom 11. M�rz 2008 - VI ZR 189/06, VersR 2008, 695 Rn. 13 und - VI ZR 7/07, VersR 2008, 793 Rn. 12;… vom 3. Februar 2009 - VI ZR 36/07, VersR 2009, 555 Rn. 17;… vom 22. September 2009 - VI ZR 19/08, VersR 2009, 1545 Rn. 16;… vom 20. April 2010 - VI ZR 245/08, NJW 2010, 2728 Rn. 12; BVerfGE 114, 339, 348 mwN; 120, 180, 200 f.; BVerfG, AfP 2009, 365 Rn. 17;… AfP 2009, 480 Rn. 61).cc) In der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts sind verschiedene Kriterien entwickelt worden, die Leitlinien f�r den konkreten Abw�gungsvorgang vorgeben (vgl. BVerfG, AfP 2009, 365 Rn. 17;… AfP 2009, 480 Rn. 61 f., jeweils mwN).Dies kann insbesondere dann der Fall sein, wenn die Aussagen geeignet sind, eine erhebliche Breitenwirkung zu entfalten und eine besondere Stigmatisierung des Betroffenen nach sich zu ziehen, so dass sie zum Ankn�pfungspunkt f�r eine soziale Ausgrenzung und Isolierung zu werden drohen (vgl. BVerfGE 97, 391, 404 f.; BVerfG, AfP 2009, 365 Rn. 17;… AfP 2010, 145 Rn. 25).
BGH, 16.02.2016 - VI ZR 367/15 Onlinearchive und Berichterstattung �ber StraftatenW�re eine Sexualstraftat begangen worden, fiele sie nicht in den unantastbaren Kernbereich h�chstpers�nlicher, privater Lebensgestaltung (…vgl. Senatsurteile vom 17. Dezember 2013 - VI ZR 211/12, BGHZ 199, 237 Rn. 17;… vom 19. M�rz 2013 - VI ZR 93/12, AfP 2013, 250 Rn. 21 ff. mwN; BVerfG, AfP 2009, 365 Rn. 26).Dies gilt auch f�r die Berichterstattung �ber eine Straftat, da diese zum Zeitgeschehen geh�rt und die Verletzung der Rechtsordnung und die Beeintr�chtigung von Rechtsg�tern der betroffenen B�rger oder der Gemeinschaft ein anzuerkennendes Interesse der �ffentlichkeit an n�herer Information �ber Tat und T�ter begr�nden kann (…vgl. Senatsurteile vom 7. Dezember 1999 - VI ZR 51/99, aaO, 204;… vom 15. Dezember 2009 - VI ZR 227/08, aaO Rn. 14;… vom 7. Juni 2011 - VI ZR 108/10, BGHZ 190, 52 Rn. 19;… vom 30. Oktober 2012 - VI ZR 4/12, aaO Rn. 13;… BVerfG, AfP 2009, 46 Rn. 11; AfP 2009, 365 Rn. 18;… EGMR, EuGRZ 2012, 294 Rn. 96; jeweils mwN).
BGH, 09.02.2010 - VI ZR 244/08 Sedlmayr-M�rder IV - L�schung aus dem Online-Archiv eines NachrichtenmagazinsDenn die Berichterstattung �ber eine Straftat unter Nennung des Namens des Straft�ters beeintr�chtigt zwangsl�ufig dessen Recht auf Schutz seiner Pers�nlichkeit und Achtung seines Privatlebens, weil sie sein Fehlverhalten �ffentlich bekannt macht und seine Person in den Augen der Adressaten von vornherein negativ qualifiziert (vgl. Senatsurteile BGHZ 143, 199, 202 f.;… 178, 231 Rn. 33; vom 15. November 2005 - VI ZR 286/04 - VersR 2006, 274; BVerfGE 35, 202, 226; BVerfG NJW 2006, 2835; AfP 2009, 365 Rn. 15).Dies gilt nicht nur bei aktiver Informations�bermittlung durch die Medien, wie es im Rahmen der herk�mmlichen Berichterstattung in Tagespresse, Rundfunk oder Fernsehen geschieht, sondern auch dann, wenn - wie im Streitfall - den T�ter identifizierende Inhalte lediglich auf einer passiven Darstellungsplattform im Internet zum Abruf bereitgehalten werden (vgl. BVerfG AfP 2009, 365 Rn. 17).Denn wegen der Eigenart des Pers�nlichkeitsrechts als eines Rahmenrechts liegt seine Reichweite nicht absolut fest, sondern muss erst durch eine Abw�gung der widerstreitenden grundrechtlich gesch�tzten Belange bestimmt werden, bei der die besonderen Umst�nde des Einzelfalles sowie die betroffenen Grundrechte und Gew�hrleistungen der Europ�ischen Menschenrechtskonvention interpretationsleitend zu ber�cksichtigen sind (vgl. Senatsurteile vom 9. Dezember 2003 - VI ZR 373/02 - VersR 2004, 522, 523;… vom 11. M�rz 2008 - VI ZR 189/06 - VersR 2008, 695 Rn. 13;… vom 11. M�rz 2008 - VI ZR 7/07 - VersR 2008, 793 Rn. 12;… vom 3. Februar 2009 - VI ZR 36/07 - VersR 2009, 555 Rn. 17;… vom 22. September 2009 - VI ZR 19/08 - VersR 2009, 1545 Rn. 16; BVerfGE 114, 339, 348 m. w. N.; 120, 180, 200 f.; AfP 2009, 365 Rn. 17;… AfP 2009, 480 Rn. 61).aa) In der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts sind verschiedene Kriterien entwickelt worden, die Leitlinien f�r den konkreten Abw�gungsvorgang vorgeben (vgl. BVerfG, AfP 2009, 365 Rn. 17;… AfP 2009, 480 Rn. 61 f., jeweils m. w. N.).Dies kann insbesondere dann der Fall sein, wenn die Aussagen geeignet sind, eine erhebliche Breitenwirkung zu entfalten und eine besondere Stigmatisierung des Betroffenen nach sich zu ziehen, so dass sie zum Ankn�pfungspunkt f�r eine soziale Ausgrenzung und Isolierung zu werden drohen (vgl. BVerfGE 97, 391, 404 f.; BVerfG AfP 2009, 365 Rn. 17).Bei schweren Gewaltverbrechen ist in der Regel ein �ber blo�e Neugier und Sensationslust hinausgehendes Interesse an n�herer Information �ber die Tat und ihren Hergang, �ber die Person des T�ters und seine Motive sowie �ber die Strafverfolgung anzuerkennen (vgl. BVerfGE 35, 202, 231; BVerfG AfP 2009, 365 Rn. 18; vgl. auch BGHZ 143, 199, 204).Denn wer den Rechtsfrieden bricht und durch diese Tat und ihre Folgen Mitmenschen angreift oder verletzt, muss sich nicht nur den hierf�r verh�ngten strafrechtlichen Sanktionen beugen, sondern er muss auch dulden, dass das von ihm selbst erregte Informationsinteresse der �ffentlichkeit auf den daf�r �blichen Wegen befriedigt wird (vgl. BVerfGE 35, 202, 231 f.; BVerfG AfP 2009, 365 Rn. 19; vgl. auch Senatsurteile BGHZ 143, 199, 204;… 178, 213 Rn. 22 f.;… vom 15. November 2005 - VI ZR 286/04 - VersR 2006, 274 Rn. 14).Das Pers�nlichkeitsrecht bietet Schutz vor einer zeitlich uneingeschr�nkten Befassung der Medien mit der Person des Straft�ters und seiner Privatsph�re (vgl. BVerfGE 35, 202, 233; BVerfG AfP 2009, 365 Rn. 21).Ma�geblich ist vielmehr stets, in welchem Ausma� das Pers�nlichkeitsrecht einschlie�lich des Resozialisierungsinteresses des Straft�ters von der Berichterstattung unter den konkreten Umst�nden des Einzelfalls beeintr�chtigt wird (vgl. BVerfG NJW 2000, 1859, 1860; AfP 2009, 365 Rn. 21; EGMR, Urteil vom 7. Dezember 2006 - Beschwerde Nr. 35841/02 - �sterreichischer Rundfunk gegen �sterreich, Nr. 68, �JZ 2007, 472, 473, jeweils m. w. N.).So stellt eine Fernsehberichterstattung in der Regel einen weitaus st�rkeren Eingriff in die Privatsph�re des Betroffenen dar als eine Wortberichterstattung (vgl. BVerfG NJW 2000, 1859, 1860 und AfP 2009, 365 Rn. 21, jeweils m. w. N.).Hierauf hat der T�ter aber keinen Anspruch (vgl. BVerfG, NJW 2000, 1859, 1860; AfP 2009, 365 Rn. 21).
BGH, 01.02.2011 - VI ZR 345/09 Sedlmayr-Mord - Berichte im Online-Archiv des KStADenn die Berichterstattung �ber eine Straftat unter Nennung des Namens des Straft�ters beeintr�chtigt zwangsl�ufig dessen Recht auf Schutz seiner Pers�nlichkeit und Achtung seines Privatlebens, weil sie sein Fehlverhalten �ffentlich bekannt macht und seine Person in den Augen der Adressaten von vornherein negativ qualifiziert (vgl. Senatsurteile vom 7. Dezember 1999 - VI ZR 51/99, BGHZ 143, 199, 202 f.;… vom 28. Oktober 2008 - VI ZR 307/07, BGHZ 178, 213 Rn. 33;… vom 15. Dezember 2009 - VI ZR 227/08, BGHZ 183, 353 Rn. 10 - "Onlinearchiv" I mit NA-Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 6. Juli 2010 - 1 BvR 535/10; vom 9. Februar 2010 - VI ZR 243/08, - "Onlinearchiv" II mit NA-Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 6. Juli 2010 - 1 BvR 923/10;… vom 15. November 2005 - VI ZR 286/04, VersR 2006, 274 Rn. 13;… vom 20. April 2010 - VI ZR 245/08, AfP 2010, 261 Rn. 11 mit NA-Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 23. Juni 2010 - 1 BvR 1316/10; BVerfGE 35, 202, 226; BVerfG NJW 2006, 2835; AfP 2009, 365 Rn. 15).Dies gilt nicht nur bei aktiver Informations�bermittlung durch die Medien, wie es im Rahmen der herk�mmlichen Berichterstattung in Tagespresse, Rundfunk oder Fernsehen geschieht, sondern auch dann, wenn - wie im Streitfall - den T�ter identifizierende Inhalte lediglich auf einer passiven Darstellungsplattform im Internet zum Abruf bereitgehalten werden (vgl. BVerfG, AfP 2009, 365 Rn. 17).Denn wegen der Eigenart des Pers�nlichkeitsrechts als eines Rahmenrechts liegt seine Reichweite nicht absolut fest, sondern muss erst durch eine Abw�gung der widerstreitenden grundrechtlich gesch�tzten Belange bestimmt werden, bei der die besonderen Umst�nde des Einzelfalles sowie die betroffenen Grundrechte und Gew�hrleistungen der Europ�ischen Menschenrechtskonvention interpretationsleitend zu ber�cksichtigen sind (vgl. Senatsurteile vom 9. Dezember 2003 - VI ZR 373/02, VersR 2004, 522, 523;… vom 11. M�rz 2008 - VI ZR 189/06, VersR 2008, 695 Rn. 13;… vom 11. M�rz 2008 - VI ZR 7/07, VersR 2008, 793 Rn. 12;… vom 3. Februar 2009 - VI ZR 36/07, VersR 2009, 555 Rn. 17;… vom 22. September 2009 - VI ZR 19/08, VersR 2009, 1545 Rn. 16;… vom 20. April 2010 - VI ZR 245/08, aaO Rn. 12; BVerfGE 114, 339, 348 mwN; 120, 180, 200 f.; AfP 2009, 365 Rn. 17;… AfP 2009, 480 Rn. 61).aa) In der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts sind verschiedene Kriterien entwickelt worden, die Leitlinien f�r den konkreten Abw�gungsvorgang vorgeben (vgl. BVerfG, AfP 2009, 365 Rn. 17;… AfP 2009, 480 Rn. 61 f., jeweils mwN).Dies kann insbesondere dann der Fall sein, wenn die Aussagen geeignet sind, eine erhebliche Breitenwirkung zu entfalten und eine besondere Stigmatisierung des Betroffenen nach sich zu ziehen, so dass sie zum Ankn�pfungspunkt f�r eine soziale Ausgrenzung und Isolierung zu werden drohen (vgl. BVerfGE 97, 391, 404 f.; BVerfG AfP 2009, 365 Rn. 17).Bei schweren Gewaltverbrechen ist in der Regel ein �ber blo�e Neugier und Sensationslust hinausgehendes Interesse an n�herer Information �ber die Tat und ihren Hergang, �ber die Person des T�ters und seine Motive sowie �ber die Strafverfolgung anzuerkennen (vgl. BVerfGE 35, 202, 230 f.; BVerfG, AfP 2009, 365 Rn. 18; vgl. auch Senatsurteil vom 7. Dezember 1999 - VI ZR 51/99, BGHZ 143, 199, 204).Denn wer den Rechtsfrieden bricht und durch diese Tat und ihre Folgen Mitmenschen angreift oder verletzt, muss sich nicht nur den hierf�r verh�ngten strafrechtlichen Sanktionen beugen, sondern er muss auch dulden, dass das von ihm selbst erregte Informationsinteresse der �ffentlichkeit auf den daf�r �blichen Wegen befriedigt wird (vgl. BVerfGE 35, 202, 231 f.; BVerfG, AfP 2009, 365 Rn. 19; vgl. auch Senatsurteile vom 7. Dezember 1999 - VI ZR 51/99, BGHZ 143, 199, 204;… vom 28. Oktober 2008 - VI ZR 307/07, BGHZ 178, 213 Rn. 22 f.;… vom 15. November 2005 - VI ZR 286/04, VersR 2006, 274 Rn. 14).Das Pers�nlichkeitsrecht bietet Schutz vor einer zeitlich uneingeschr�nkten Befassung der Medien mit der Person des Straft�ters und seiner Privatsph�re (vgl. BVerfGE 35, 202, 233; BVerfG, AfP 2009, 365 Rn. 21).Ma�geblich ist vielmehr stets, in welchem Ausma� das Pers�nlichkeitsrecht einschlie�lich des Resozialisierungsinteresses des Straft�ters von der Berichterstattung unter den konkreten Umst�nden des Einzelfalls beeintr�chtigt wird (…vgl. Senatsurteile vom 15. Dezember 2009 - VI ZR 227/08, aaO Rn. 16 - "Onlinearchiv" I mit NA- Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 6. Juli 2010 - 1 BvR 535/10;… vom 9. Februar 2010 - VI ZR 243/08, aaO Rn. 19 - "Onlinearchiv" II mit NA- Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 6. Juli 2010 - 1 BvR 923/10;… vom 20. April 2010 - VI ZR 245/08, AfP 2010, 261 Rn. 17 mit NA-Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 23. Juni 2010 - 1 BvR 1316/10; BVerfG, NJW 2000, 1859, 1860; AfP 2009, 365 Rn. 21; EGMR, Urteil vom 7. Dezember 2006 - Beschwerde Nr. 35841/02, - �sterreichischer Rundfunk gegen �sterreich, Nr. 68, �JZ 2007, 472, 473, jeweils mwN).So stellt eine Fernsehberichterstattung in der Regel einen weitaus st�rkeren Eingriff in die Privatsph�re des Betroffenen dar als eine Wortberichterstattung (vgl. BVerfG, NJW 2000, 1859, 1860 und AfP 2009, 365 Rn. 21, jeweils mwN).Hierauf hat der T�ter aber keinen Anspruch (vgl. BVerfG, NJW 2000, 1859, 1860; AfP 2009, 365 Rn. 21).
BGH, 19.03.2013 - VI ZR 93/12 Zul�ssigkeit einer Berichterstattung �ber ein laufendes StrafverfahrenBei schweren Gewaltverbrechen ist in der Regel ein �ber blo�e Neugier und Sensationslust hinausgehendes Interesse an n�herer Information �ber die Tat und ihren Hergang, �ber die Person des T�ters und seine Motive sowie �ber die Strafverfolgung anzuerkennen (vgl. Senatsurteile vom 7. Dezember 1999 - VI ZR 51/99, BGHZ 143, 199, 204;… vom 15. Dezember 2009 - VI ZR 227/08, BGHZ 183, 353 Rn. 14;… vom 8. Mai 2012 - VI ZR 217/08, aaO Rn. 38; BVerfGE 35, 202, 230 f.; BVerfG NJW 2009, 3357 Rn. 18).Handelt es sich um die Berichterstattung �ber ein noch nicht abgeschlossenes Strafverfahren, so ist im Rahmen der Abw�gung allerdings auch die zugunsten des Betroffenen sprechende, aus dem Rechtsstaatsprinzip (Art. 20 Abs. 3 GG) folgende und in Art. 6 Abs. 2 EMRK anerkannte Unschuldsvermutung zu ber�cksichtigen (…vgl. Senatsurteil vom 30. Oktober 2012 - VI ZR 4/12, VersR 2013, 63 Rn. 14; BVerfGE 35, 202, 232;… BVerfG, NJW 2009, 350 Rn. 14; NJW 2009, 3357 Rn. 20).Im Hinblick darauf kann bis zu einem erstinstanzlichen Freispruch oftmals das Recht auf Schutz der Pers�nlichkeit und Achtung des Privatlebens gegen�ber der Freiheit der Berichterstattung �berwiegen (BVerfG, NJW 2009, 3357 Rn. 20;… Senatsurteil vom 7. Juni 2011 - VI ZR 108/10, BGHZ 190, 52 Rn. 25).Ob ein Sachverhalt dem Kernbereich h�chstpers�nlicher, privater Lebensgestaltung angeh�rt, h�ngt davon ab, ob der Betroffene ihn geheim halten will, ob er nach seinem Inhalt h�chstpers�nlichen Charakters ist und in welcher Art und Intensit�t er aus sich heraus die Sph�re anderer oder die Belange der Gemeinschaft ber�hrt (…Senatsurteil vom 25. Oktober 2011 - VI ZR 332/09, VersR 2012, 66 Rn. 11; BVerfGE 80, 367, 374; BVerfG, NJW 2009, 3357 Rn. 25).Dem unantastbaren Kernbereich geh�ren grunds�tzlich Ausdrucksformen der Sexualit�t an (…vgl. Senatsurteil vom 25. Oktober 2011 - VI ZR 332/09, aaO; BVerfGE 119, 1, 29 f.; BVerfG, NJW 2009, 3357 Rn. 25 f.).Wegen seiner Prominienz ber�hrt das Verhalten des Kl�gers die Belange der Gemeinschaft noch st�rker, wenn der Vorwurf der Begehung einer Straftat im Raum steht, als dies bei nicht prominenten Personen der Fall w�re (vgl. BVerfG, NJW 2009, 3357 Rn. 28).Das allgemeine Pers�nlichkeitsrecht garantiert grunds�tzlich, die eigenen Ausdrucksformen der Sexualit�t f�r sich zu behalten und sie in einem dem Zugriff anderer entzogenen Freiraum zu erleben (…vgl. Senatsurteil vom 25. Oktober 2011 - VI ZR 332/09, VersR 2012, 66 Rn. 12; BVerfG, NJW 2009, 3357 Rn. 26).Allein von der tagesaktuellen Berichterstattung, die mit dem Abschluss des Verfahrens ein Ende findet, geht indes keine derart schwerwiegende Stigmatisierung in einer solchen Breitenwirkung aus, dass eine dauerhafte oder lang anhaltende soziale Ausgrenzung zu bef�rchten w�re, die hier in der Abw�gung das Berichterstattungsinteresse �berwiegen m�sste (vgl. BVerfG, NJW 2009, 3357 Rn. 29).
BGH, 20.04.2010 - VI ZR 245/08 Pers�nlichkeitsrechtsverletzung: Bereithalten von Teasern mit Hinweis auf eine …Denn die Berichterstattung �ber eine Straftat unter Nennung des Namens des Straft�ters beeintr�chtigt zwangsl�ufig dessen Recht auf Schutz seiner Pers�nlichkeit und Achtung seines Privatlebens, weil sie sein Fehlverhalten �ffentlich bekannt macht und seine Person in den Augen der Adressaten von vornherein negativ qualifiziert (vgl. Senatsurteile BGHZ 143, 199, 202 f.;… 178, 213 Rn. 33; vom 15. November 2005 - VI ZR 286/04 - VersR 2006, 274; vom 15. Dezember 2009 - VI ZR 227/08 - VersR 2010, 359; vom 9. Februar 2010 - VI ZR 243/08 - z. V. b. in BGHZ; BVerfGE 35, 202, 226; BVerfG NJW 2006, 2835; AfP 2009, 365 Rn. 15).Dies gilt nicht nur bei aktiver Informations�bermittlung durch die Medien, wie es im Rahmen der herk�mmlichen Berichterstattung in Tagespresse, Rundfunk oder Fernsehen geschieht, sondern auch dann, wenn - wie im Streitfall - den T�ter identifizierende Inhalte lediglich auf einer passiven Darstellungsplattform im Internet zum Abruf bereitgehalten werden (vgl. BVerfG AfP 2009, 365 Rn. 17).Denn wegen der Eigenart des Pers�nlichkeitsrechts als eines Rahmenrechts liegt seine Reichweite nicht absolut fest, sondern muss erst durch eine Abw�gung der widerstreitenden grundrechtlich gesch�tzten Belange bestimmt werden, bei der die besonderen Umst�nde des Einzelfalles sowie die betroffenen Grundrechte und Gew�hrleistungen der Europ�ischen Menschenrechtskonvention interpretationsleitend zu ber�cksichtigen sind (vgl. Senatsurteile vom 9. Dezember 2003 - VI ZR 373/02 - VersR 2004, 522, 523;… vom 11. M�rz 2008 - VI ZR 189/06 - VersR 2008, 695 Rn. 13;… vom 11. M�rz 2008 - VI ZR 7/07 - VersR 2008, 793 Rn. 12;… vom 3. Februar 2009 - VI ZR 36/07 - VersR 2009, 555 Rn. 17;… vom 22. September 2009 - VI ZR 19/08 - VersR 2009, 1545 Rn. 16; BVerfGE 114, 339, 348 m. w. N.; 120, 180, 200 f.; AfP 2009, 365 Rn. 17;… AfP 2009, 480 Rn. 61).aa) In der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts sind verschiedene Kriterien entwickelt worden, die Leitlinien f�r den konkreten Abw�gungsvorgang vorgeben (vgl. BVerfG, AfP 2009, 365 Rn. 17;… AfP 2009, 480 Rn. 61 f., jeweils m. w. N.).Dies kann insbesondere dann der Fall sein, wenn die Aussagen geeignet sind, eine erhebliche Breitenwirkung zu entfalten und eine besondere Stigmatisierung des Betroffenen nach sich zu ziehen, so dass sie zum Ankn�pfungspunkt f�r eine soziale Ausgrenzung und Isolierung zu werden drohen (vgl. BVerfGE 97, 391, 404 f.; BVerfG AfP 2009, 365 Rn. 17).Bei schweren Gewaltverbrechen ist in der Regel ein �ber blo�e Neugier und Sensationslust hinausgehendes Interesse an n�herer Information �ber die Tat und ihren Hergang, �ber die Person des T�ters und seine Motive sowie �ber die Strafverfolgung anzuerkennen (vgl. BVerfGE 35, 202, 231; BVerfG AfP 2009, 365 Rn. 18; vgl. auch Senatsurteil BGHZ 143, 199, 204).Denn wer den Rechtsfrieden bricht und durch diese Tat und ihre Folgen Mitmenschen angreift oder verletzt, muss sich nicht nur den hierf�r verh�ngten strafrechtlichen Sanktionen beugen, sondern er muss auch dulden, dass das von ihm selbst erregte Informationsinteresse der �ffentlichkeit auf den daf�r �blichen Wegen befriedigt wird (vgl. BVerfGE 35, 202, 231 f.; BVerfG AfP 2009, 365 Rn. 19; vgl. auch Senatsurteile BGHZ 143, 199, 204;… 178, 213 Rn. 22 f.;… vom 15. November 2005 - VI ZR 286/04 - VersR 2006, 274 Rn. 14).Das Pers�nlichkeitsrecht bietet Schutz vor einer zeitlich uneingeschr�nkten Befassung der Medien mit der Person des Straft�ters und seiner Privatsph�re (vgl. BVerfGE 35, 202, 233; BVerfG AfP 2009, 365 Rn. 21).Ma�geblich ist vielmehr stets, in welchem Ausma� das Pers�nlichkeitsrecht einschlie�lich des Resozialisierungsinteresses des Straft�ters von der Berichterstattung unter den konkreten Umst�nden des Einzelfalls beeintr�chtigt wird (vgl. BVerfG NJW 2000, 1859, 1860; AfP 2009, 365 Rn. 21; EGMR, Urteil vom 7. Dezember 2006 -Beschwerde Nr. 35841/02, - �sterreichischer Rundfunk gegen �sterreich, Nr. 68, �JZ 2007, 472, 473, jeweils m. w. N.).So stellt eine Fernsehberichterstattung in der Regel einen weitaus st�rkeren Eingriff in die Privatsph�re des Betroffenen dar als eine Wortberichterstattung (vgl. BVerfG NJW 2000, 1859, 1860 und AfP 2009, 365 Rn. 21, jeweils m. w. N.).Hierauf hat der T�ter aber keinen Anspruch (vgl. BVerfG, NJW 2000, 1859, 1860; AfP 2009, 365 Rn. 21).
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