Source: https://bayrvr.de/2016/12/09/bmi-26-438-asylantraege-im-monat-november-die-zahl-der-einreisenden-asylsuchenden-sinkt-weiter/
Timestamp: 2018-11-21 09:42:46
Document Index: 138194321

Matched Legal Cases: ['§ 60', 'Art. 16', '§ 3', '§ 60', '§ 4', '§ 60', '§ 60', 'Art. 16', '§ 3', '§ 60', '§ 4', '§ 60']

Im November 2016 wurden beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge insgesamt 26.438 Asylanträge gestellt. Dies bedeutet einen Rückgang um ca. -54,3% gegenüber dem Vorjahresmonat November 2015 und um ca. -19,0% gegenüber dem Vormonat Oktober 2016.
Das Bundesamt hat im November 2016 die Zahl der getroffenen Asylentscheidungen mit 86.049 Personen steigern können: gegenüber dem Vormonat Oktober (68.135) um rd. 26,3% und gegenüber dem Vorjahresmonat November 2015 (35.422 Entscheidungen) sogar um 142,9%. Damit hat das Bundesamt den vierten Monat in Folge die jeweils bis dato höchste monatliche Entscheidungszahl in seiner Geschichte erreicht.
In den ersten elf Monaten 2016 hat das Bundesamt insgesamt 615.527 Asylentscheidungen getroffen; insofern beträgt die Steigerung gegenüber dem Vorjahreszeitraum Januar bis November 2015 (240.058 Entscheidungen) rd. 156,4%.
Im Monat November 2016 erhielten 21.295 Personen die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach der Genfer Flüchtlingskonvention (24,7% aller Asylentscheidungen). Zudem erhielten 22.647 Personen (26,3%) subsidiären Schutz im Sinne der EU-Richtlinie 2011/95/EU. Bei 6.931 Personen (8,1%) wurden Abschiebungsverbote nach § 60 Abs. 5 oder Abs. 7 Satz 1 AufenthG festgestellt.
Von den 26.438 förmlichen im November 2016 gestellten Asylanträgen entfielen 24.574 auf Erstanträge und 1.864 auf Folgeanträge. Die Zahl der Asylantragssteller ist damit insgesamt gegenüber dem Vorjahresmonat um 31.378 Personen (-54,3%) gesunken. Auch der Vergleich mit dem Vormonat zeigt einen Rückgang um -19,0% (32.640 Antragsteller im Oktober 2016).
Die Zahl der Anträge von Staatsangehörigen der sechs Westbalkanstaaten Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Mazedonien, Montenegro und Serbien hat sich mit insgesamt 3.079 nach einem vorübergehenden Rückgang im Vormonat (2.690) wieder erhöht. Ihr Anteil von 11,6% aller in Deutschland gestellten Asylanträge ist gegenüber dem Vormonat (7,6%) erneut gestiegen.
Zum Vergleich: Sept. 2016 Okt. 2016 Nov. 2016
Die Zahl der Asylerstanträge im November 2016 (24.574) sank damit gegenüber dem Vorjahresmonat (55.950) um -56,1% und gegenüber dem Vormonat (30.864) um rd. -20,4%. Hauptherkunftsländer waren – wie bereits in den Vormonaten – Syrien, Afghanistan und Irak.
Die Zahl der Asylfolgeanträge im November 2016 (1.864) ist nahezu mit der Zahl des Vorjahresmonat (1.866) identisch, während sie gegenüber dem Vormonat (1.776) um ca. +5,1% höher liegt. Hauptherkunftsländer waren insoweit Serbien, Albanien und Mazedonien.
Im November 2016 hat das Bundesamt über die Anträge von 86.049 Personen (Vorjahresmonat: 35.422, Vormonat: 68.135) entschieden. Von den 21.295 Personen (rd. 24,7%), denen die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach dem Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28. Februar 1951 (Genfer Flüchtlingskonvention) zuerkannt wurde, waren 331 Personen (0,4%), die als Asylberechtigte nach Art. 16a des Grundgesetzes anerkannt wurden, sowie 20.964 Personen (24,4%), die Flüchtlingsschutz nach § 3 des Asylgesetzes i.V.m. § 60 Abs. 1 AufenthG erhielten.
Des Weiteren erhielten 22.647 Personen (26,3%) nach § 4 des Asylgesetzes subsidiären Schutz im Sinne der Richtlinie 2011/95/EU.
Darüber hinaus hat das Bundesamt im November 2016 bei 6.931 Personen (8,1%) Abschiebungsverbote nach § 60 Abs. 5 oder Abs. 7 Satz 1 AufenthG festgestellt.
Abgelehnt wurden die Anträge von 23.856 Personen (27,7%). Anderweitig erledigt (z.B. durch Dublin-Verfahren oder Verfahrenseinstellungen wegen Rücknahme des Asylantrages) wurden die Anträge von 11.320 Personen (13,2%).
Bislang hat das Bundesamt im laufenden Jahr über die Anträge von 615.527 Personen entschieden und konnte damit einen Anstieg um +156,4% gegenüber dem Vergleichszeitraum 2015 (240.053 Entscheidungen) verbuchen. 235.574 Personen erhielten die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach der Genfer Flüchtlingskonvention (38,3% aller Asylentscheidungen). Zudem erhielten 136.119 Personen (22,1%) subsidiären Schutz im Sinne der EU-Richtlinie 2011/95/EU. Bei 18.039 Personen (2,9%) wurden Abschiebungsverbote nach § 60 Abs. 5 oder Abs. 7 Satz 1 AufenthG festgestellt.
In den ersten elf Monaten 2016 wurden beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge insgesamt 723.027 Asylanträge gestellt und damit ca. +70,1% mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die trotz der deutlich gesunkenen Zahl der eingereisten Asylsuchenden wesentlich höhere Zahl der Asylantragssteller im Vergleich zum Vorjahr liegt darin begründet, dass das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge im großem Umfang förmliche Asylanträge von Asylsuchenden angenommen hat, die bereits im Vorjahr eingereist waren.
Jan-Nov 2015 Jan-Nov 2016
Die Zahl der Asylerstanträge im bisherigen Jahr 2016 (702.492) stieg damit gegenüber dem Vorjahreszeitraum (392.028) um +79,2%. Hauptherkunftsländer waren Syrien, Afghanistan und Irak.
Demgegenüber sank die Zahl der Asylfolgeanträge im bisherigen Jahr 2016 (20.535) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (33.007) um -37,8%. Hauptherkunftsländer waren insoweit Serbien, Albanien und Mazedonien.
Unter den insgesamt 235.574 Personen (38,3%), denen die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach dem Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28. Februar 1951 (Genfer Flüchtlingskonvention) zuerkannt wurde, waren 1.826 Personen (0,3%), die als Asylberechtigte nach Art. 16a des Grundgesetzes anerkannt wurden, sowie 233.748 Personen (38,0%), die Flüchtlingsschutz nach § 3 des Asylgesetzes i.V.m. § 60 Abs. 1 AufenthG erhielten.
Subsidiären Schutz nach § 4 des Asylgesetzes im Sinne der Richtlinie 2011/95/EU erhielten weitere 136.119 Personen (22,1%). Darüber hinaus hat das Bundesamt in den ersten elf Monaten des laufenden Jahres bei 18.039 Personen (2,9%) Abschiebungsverbote gemäß § 60 Abs. 5 und 7 Satz 1 AufenthG festgestellt.
Abgelehnt wurden die Anträge von 149.595 Personen (24,9%). Anderweitig erledigt (z.B. durch Dublin-Verfahren und Verfahrenseinstellungen wegen Rücknahme des Asylantrages) wurden die Anträge von 76.200 Personen (12,4%).
Jan.-Nov. 2016 Insgesamt 304.929