Source: https://rd.springer.com/chapter/10.1007/978-3-322-85809-2_7
Timestamp: 2019-08-24 04:56:49
Document Index: 305185177

Matched Legal Cases: ['§ 331', '§ 329', '§ 331', '§ 331', '§ 304', '§ 304', '§ 255']

Die konsolidierte Grenzplankostenrechnung als Datenlieferant des externen Konzernabschlusses | Springer for Research & Development
Konsolidierte Grenzplankostenrechnung pp 478-519 | Cite as
Die konsolidierte Grenzplankostenrechnung als Datenlieferant des externen Konzernabschlusses
Lieferungen und Leistungen von Konzernunternehmen innerhalb des Unternehmensverbundes begründen Rechtsgeschäfte. Infolge der rechtlichen Selbständigkeit der einzelnen Konzernglieder sind diese Geschäfte ebenso wirksam wie Geschäfte mit Dritten. In einem Konzern wird bei der Festlegung der Vertragskonditionen marktliche Koordination durch Hierarchie ersetzt. Damit ist der gewählte Preis vom Willen der Konzernleitung abhängig und wesensgemäß ein Verrechnungspreis (vgl. IV. 1.1). Mit den Verrechnungspreisen löst sich der Konzern von den Marktpreisen; gleichwohl bilden Verrechnungspreise für das einzelne rechtlich selbständige Gliedunternehmen die Grundlage für die Bemessung seiner einzelbilanziellen Wertansätze.1) Der Verrechnungspreis (und damit die Anschaffungskosten der empfangenden Unternehmung) kann nun so gestaltet sein, daß er Gewinnoder Verlustbestandteile enthält. Die Gewinn- oder Verlustbestandteile bilden die Zwischenergebnisse (Zwischenerfolge).2) Eine mit Zwischenerfolgen vorgenommene konzerninterne Lieferung führt unter dem Gesichtspunkt des Realisationsprinzips zu folgender Beurteilung: “Bekanntlich entstehen Gewinne und Verluste einer Unternehmung (durch Transaktionen; A. d. V.) mit anderen Marktteilnehmern. Überträgt man diesen Gedanken auf den Konzern, so bedeutet das, daß Gewinne und Verluste der wirtschaftlichen Einheit nur dann als entstanden angesehen werden können, wenn sie im Markt bestätigt worden sind.”3)
Zu dieser Auffassung vgl. IdW (HFA): Grundsatzfragen der Konsolidierung von handelsrechtlichen Jahresabschlüssen, in: WPg, 7. Jg., 1954, S. 2Google Scholar
Zur Geltung der Konzernanschaffungs-und Konzernherstellungskosten als einheitstheoretisch richtige Wertansätze vgl.: Adler/Düring/Schmaltz: Kommentierung zu § 331 AktG 1965, in: Rechnungslegung und Prüfung der Aktiengesellschaft, 4. Auflage, völlig neu bearbeitet von Schmaltz, K.; Forster, K.-H.; Goerderler, R.; Havermann, H.; Bd. 3 — Rechnungslegung im Konzern, §§ 329 — 338 AktG 1965 mit Exkursen zum Publizitätsgesetz; Stuttgart 1972, Rn. 155 ff. und 161; Barz, H.: Kommentierung zu § 331 AktG 1965, in: Barz, H.; Brönner, H.; Klug, U.; Mellerowicz, K. (Hrsg.), Großkommentar Aktiengesetz, früher bearbeitet von Gadow, W.; Heinichen, E.; Schmidt, W:, Bd. IV; 3., neubearbeitete Auflage; Berlin, New York 1975, Anm. 46Google Scholar
Kronstein, H.: Kommentierung zu § 331 AktG 1965, in: Zöllner, W. (Hrsg.), Kölner Kommentar zum Aktiengesetz, Bd. 3; Köln, Berlin, Bonn u. a. 1971, Rn. 59; Adler/Düring/Schmaltz: Kommentierung zu § 304 HGB, in: Rechnungslegung und Prüfung der Unternehmung — Kommentar zum HGB, AktG, GmbHG, PublG nach den Vorschriften des Bilanzrichtliniengesetzes; 5. Auflage, völlig neu bearbeitet von K. H. Forster, R. Goerderler, J. Lanfermann u. a., Bd. 2, Stuttgart 1987, Rn. 14 f.; Klein, K.-G.: Zwischenergebniseliminierung, in: Castan, E; Heymann, G.; Müller, E. u. a.; Beck’sches Handbuch der Rechnungslegung, München 1987, C 430, Rn. 76; Weber, Ha.: Kommentierung zu § 304 HGB, in: Küting, K.; Weber, C.-P. (Hrsg.), Handbuch der Konzernrechnungslegung, Stuttgart 1989, Rn. 39; BäR, G.: Die Bilanzierung konzerninterner Vermögensbewegungen, Frankfurt am Main 1984 (Zugl.: Hohenheim, Univ., Diss.), S. 206 ff.; Busse von Colbe, Ordelheide; a. a. O., S. 182Google Scholar
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Küting, Rechnungslegung im Umbruch, a. a. O., S. 12; zur Notwendigkeit einer Konzernkostenrechnung für die Wahrnehmung bilanzpolitischer Spielräume im Bereich der Zwischenergebniseliminierung vgl. auch Dusemond, M.: Notwendigkeit und Aufbau einer Konzernkostenrechnung, in: Küting; K.; Weber, C.-P. (Hrsg.), Das Konzernrechnungswesen des Jahres 2000, Stuttgart 1991, S. 402; Ruhnke, K.: Zur Problematik der Bestimmung der Konzernherstellungskosten, in: WPg, 44. Jg., 1991, S. 382Google Scholar
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Vgl. Hofbauer, M. A.: Kommentierung zu § 255 HGB, in: Hofbauer, M. A.; Albrecht, W.; Kupsch P. (Hsrg.), Bonner Handbuch Rechnungslegung, Bd. 1, Fach 4, Bonn 1986, Rn. 44Google Scholar
Vgl. bspw. Wöhe: Bilanzierung und Bilanzpolitik; 7., völlig neubearbeitete und erweiterte Auflage, München 1987, S. 423-426; Frank, D.: Zur Ableitung der aktivierungspflichtigen “Herstellungskosten” aus der kalkulatorischen Buchhaltung, in: BB, 22. Jg., 1967, S. 180; Leffson, a. a. O., S. 315-330Google Scholar
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Vgl. Freidank: Bilanzierungsprobleme bei unterausgelasteten Kapazitäten im handeis-und steuerrechtlichen Jahresabschluß, in: BB, 39. Jg., 1984, S. 29 ff., insbesondere S. 33; vgl. dazu auch Bergner, Schehl; a. a. O., S. 315-318Google Scholar
Vgl. Busse von Colbe: Die neuen Rechnungslegungsvorschriften aus betriebswirtschaftlicher Sicht, in: ZfbF, 39. Jg., 1987, S. 198Google Scholar
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Zur Eguity-Bewertung vgl. Hahn, K.: Konzernabschluß und Bilanzrichtlinien-Gesetz, in: WIST, 16. Jg., 1987, S. 589 ff.Google Scholar
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Moxter: Bilanzlehre, Bd. I — Einführung in die Bilanztheorie; 3., vollständig umgearbeitete Auflage, Wiesbaden 1984, S. 156; vgl. dazu auch Döllerer: Statische oder dynamische Bilanz, in: BB, 23. Jg., 1968, S. 637 ff.Google Scholar
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DOI https://doi.org/10.1007/978-3-322-85809-2_7