Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=III%20ZR%20111/59
Timestamp: 2019-05-25 10:27:03
Document Index: 374319018

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BGH, 13.06.1960 - III ZR 111/59 - dejure.org
BGH, 13.06.1960 - III ZR 111/59
https://dejure.org/1960,1253
BGH, 13.06.1960 - III ZR 111/59 (https://dejure.org/1960,1253)
BGH, Entscheidung vom 13.06.1960 - III ZR 111/59 (https://dejure.org/1960,1253)
BGH, Entscheidung vom 13. Juni 1960 - III ZR 111/59 (https://dejure.org/1960,1253)
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NJW 1960, 1811 (Ls.)
DVBl 1960, 642
DÖV 1961, 119
Für den Fall, daß der Verletzte einen Verwaltungsakt, in dessen Erlaß er eine Amtspflichtverletzung erblickt, mit Rechtsbehelfen des Verwaltungsrechts bekämpft, hat der Senat in ständiger Rechtsprechung den Standpunkt vertreten, daß die Verjährungsfrist des § 852 BGB nicht ohne weiteres ab Beginn dieses Ankämpfens läuft, es sich vielmehr auch bei Einleitung eines solchen Verfahrens nur von Fall zu Fall beurteilen läßt, von welchem Augenblick an der Verletzte die Erkenntnis für "genügend gesichert" halten mußte, daß das Verhalten der Behörde sowohl widerrechtlich als auch schuldhaft war (vgl. nur Urteile vom 13. Juni 1960 - III ZR 111/59 - LM BGB § 852 Nr. 14 und vom 11. Juli 1963 - III ZR 44/62 - VersR 1963, 1175; in diesem Sinne schon RGZ 168, 214, 222).
Entscheidend für den Beginn der Verjährungsfrist ist jeweils, ob die Klageerhebung dem Verletzten im Hinblick auf eine hinreichende Erfolgsaussicht zumutbar ist (BGH Urteil vom 21. September 1976 - VI ZR 69/75 = NJW 1977, 198 = LM § 852 BGB Nr. 57; Senatsurteil vom 13. Juni I960 - III ZR 111/59 = LM § 852 BGB Nr. 14).
Entscheidend für den Beginn der Verjährungsfrist ist jeweils, ob die Klageerhebung dem Verletzten im Hinblick auf eine hinreichende Erfolgsaussicht zumutbar ist (BGH Urteil vom 21. September 1976 - VI ZR 69/75 = NJW 1977, 198 undSenatsurteil vom 13. Juni 1960 - III ZR 111/59 - LM BGB § 852 Nr. 14).
Der Lauf der Verjährung wurde durch das verwaltungsgerichtliche Verfahren nicht beeinflußt (Senatsurteil vom 13. Juni 1960 - III ZR 111/59 = LM BGB § 852 Nr. 14).
Es kann schon zweifelhaft sein, ob der Kläger die Durchführung eines Amtshaftungsprozesses wirklich ernsthaft beabsichtigt, zumal er nach Lage des Falles in einem solchen Prozeß jederzeit damit rechnen müßte, daß der Beklagte ihm mit Erfolg die Einrede des Ablaufs der dreijährigen Verjährungsfrist (§ 852 BGB) entgegensetzt (vgl. BGH in DVBl. 1960 S. 642 u. BAG 6, 300).
Entscheidend für den Beginn der Verjährungsfrist ist jeweils, ob die Klageerhebung dem Verletzten im Hinblick auf eine hinreichende Erfolgsaussicht zumutbar ist (BGH NJW 1977, 198 und Senatsurteil vom 13. Juni 1960 - III ZR 111/59 = LM § 852 BGB Nr. 14).
BGH, 17.02.1972 - III ZR 95/69
Voraussetzungen für das Vorliegen einer unerlaubten Handlung - Anforderungen an …
Ein Geschädigter, der zu der Überzeugung gekommen ist, daß ein schädigender Verwaltungsakt rechtswidrig erlassen sei, hat damit die für den Beginn der Verjährungsfrist insoweit erforderliche Kenntnis von der Rechtswidrigkeit des Vorgehens der Behörde erlangt, und der Beginn der Verjährungsfrist wird nicht hinausgeschoben, bis dem Geschädigten die Richtigkeit seiner Überzeugung in einem verwaltungsgerichtlichen Verfahren bestätigt wird (vgl. die Entscheidung des Senats vom 13. Juni 1960 - III ZR 111/59 = VersR 1960, 788/9).