Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=EuGH&Datum=03.10.2013&Aktenzeichen=C-322/12
Timestamp: 2019-04-24 18:55:19
Document Index: 328341576

Matched Legal Cases: ['EuG', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 32', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 32', 'EuG', 'Art 2', 'Art 2', 'Art 2', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 31', 'Art. 31', 'Art. 31']

EuGH, 03.10.2013 - C-322/12 - dejure.org
Vierte Richtlinie 78/660/EWG - Art. 2 Abs. 3 - Grundsatz der Bilanzwahrheit - Art. 2 Abs. 5 - Verpflichtung zur Abweichung - Art. 32 - Methode der Bewertung aufgrund der ursprünglichen Kosten - Anschaffungskosten offenkundig niedriger als der tatsächliche Wert
Vierte Richtlinie 78/660/EWG - Art. 2 Abs. 3 - Grundsatz der Bilanzwahrheit - Art. 2 Abs. 5 - Verpflichtung zur Abweichung - Art. 32 - Methode der Bewertung aufgrund der ursprünglichen Kosten - Anschaffungskosten offenkundig niedriger als der tatsächliche Wert“
Zur Bewertung von Vermögensgegenständen im Jahresabschluss, deren Anschaffungskosten niedriger sind als ihr tatsächlicher Wert ("GIMLE")
Jahresabschluss von Kapitalgesellschaften; Grundsatz der Verbuchung von Vermögensgegenständen zu Anschaffungskosten
GIMLE-Urteil: Anschaffungswert statt Zeitwert bei Beteiligungen
Kurznachricht zu "Aktivierung, Ertragsausweis und Kapitalrücklage einer Kapitalgesellschaft beim kostenlosen oder verbilligten Erwerb von Vermögensgegenständen von ihrem Gesellschafter" von Prof. Dr. Joachim Schulze-Osterloh, original erschienen in: NZG 2014, 1 - 5.
Kurznachricht zu "Auswirkung des Prinzips "true and fair view" in den Bilanzrichtlinien der EU auf das Recht der Mitgliedstaaten - EuGH, Urteil vom 3. 10. 2013 - Rs. C-322/12, GIMLE" von RA Andreas Eggert, original erschienen in: IWB 2014, 112 - 116.
Kurznachricht zu "Anschaffung stiller Reserven oder verdeckte Einlage" von WP/StB Prof. Dr. Wolf-Dieter Hoffmann, original erschienen in: StuB 2014, 277 - 278.
EWGRL 660/78 Art 2 Abs 3, EWGRL 660/78 Art 2 Abs 4, EWGRL 660/78 Art 2 Abs 5
Anschaffungskosten; Bewertung; Bilanzierung; EG; EU; gemeiner Wert; Gesellschaft; GIMLE; Jahresabschluß; Vermögen
Kurznachricht zu "Bilanzwahrheit, Realisationsprinzip und wirtschaftliche Betrachtungsweise nach EU-Bilanzrecht - Zugleich zur Bilanzierung bei verdeckter Einlage und Besprechung der Entscheidung des EuGH vom 03.10.201" von Prof. Dr. Joachim Hennrichs, original erschienen in: Wpg 2015, 315 - 321.
Kurznachricht zu "Bedeutung der Bilanzwahrheit in der Rechtsprechung des EuGH: Implikationen für die HGB-Rechnungslegung - Folgerungen aus dem EuGH-Urteil vom 3.10.2013 - C-322/12" von Marcus Bravidor, M.Sc. und Dipl.-Kfm. Christian Mehnert, original erschienen in: StuB 2014, 596 - 602.
Jahresabschluss, Anhang, Anschaffungskosten, Vermögenslage, Ertragslage, Weiterverkaufswert
Kurznachricht zu "Bilanzwahrheit aus europäischer Sicht - zugleich Anmerkungen zum EuGH-Urteil Gimle SA" von Prof. Dr. Dziadkowski, original erschienen in: IStR 2014, 491 - 496.
Vorabentscheidungsersuchen - Cour de cassation (Belgien) - Auslegung von Art. 2 Abs. 3, 4 und 5 der Vierten Richtlinie 78/660/EWG des Rates vom 25. Juli 1978 aufgrund von Artikel 54 Absatz 3 Buchstabe g) des Vertrages über den Jahresabschluss von Gesellschaften bestimmter Rechtsformen (ABl. L 222, S. 11) - Jahresabschluss von Gesellschaften bestimmter Rechtsformen - Grundsatz eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bilds - Anschaffungskosten, die nicht dem tatsächlichen Wert der Güter entsprechen, so dass ein falsches Bild der Vermögenslage des Gesellschaft vermittelt wird - Verpflichtung, vom Grundsatz der Verbuchung von Vermögensgegenständen zu den Anschaffungskosten abzuweichen und sie unmittelbar zu ihrem Weiterverkaufswert zu verbuchen
ZIP 2014, 166
NZG 2014, 36
Immo Chiaradia
Die Richtlinie 78/660 ist zwar nicht darauf gerichtet, die Voraussetzungen festzulegen, unter denen die Finanzbehörden der Mitgliedstaaten die Jahresabschlüsse dieser Gesellschaften bei der Festsetzung der Besteuerungsgrundlage und der Höhe von Steuern wie der im Ausgangsverfahren in Rede stehenden Körperschaftsteuer zugrunde legen können oder müssen (vgl. in diesem Sinne Urteil vom 3. Oktober 2013, GIMLE, C-322/12, EU:C:2013:632, Rn. 28).
Der Gerichtshof hat bereits anerkannt, dass die Mitgliedstaaten die Jahresabschlüsse der Gesellschaften als maßgebliche Grundlage für steuerliche Zwecke verwenden können (vgl. in diesem Sinne Urteil vom 3. Oktober 2013, GIMLE, C-322/12, EU:C:2013:632, Rn. 28 und die dort angeführte Rechtsprechung).
Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass die Richtlinie 78/660 ihrem dritten Erwägungsgrund zufolge Mindestbedingungen hinsichtlich des Umfangs der zu veröffentlichenden finanziellen Angaben aufstellen soll (Urteil vom 3. Oktober 2013, GIMLE, C-322/12, EU:C:2013:632, Rn. 29 und die dort angeführte Rechtsprechung).
Nach diesem in Art. 2 Abs. 3 dieser Richtlinie genannten Grundsatz muss der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermitteln (vgl. in diesem Sinne Urteil vom 3. Oktober 2013, GIMLE, C-322/12, EU:C:2013:632, Rn. 30 und die dort angeführte Rechtsprechung).
Der Gerichtshof hatte bereits Gelegenheit, darzulegen, dass sich die Anwendung des Grundsatzes der Bilanzwahrheit möglichst weitgehend an den in Art. 31 der Richtlinie 78/660 enthaltenen allgemeinen Grundsätzen zu orientieren hat, wobei dem in Art. 31 Abs. 1 Buchst. c dieser Richtlinie vorgesehenen Grundsatz der Vorsicht besondere Bedeutung zukommt (Urteil vom 3. Oktober 2013, GIMLE, C-322/12, EU:C:2013:632, Rn. 32 und die dort angeführte Rechtsprechung).
Nach Art. 31 Abs. 1 Buchst. c der Richtlinie 78/660, der den Grundsatz der Vorsicht enthält, gestattet es die Berücksichtigung aller Faktoren - realisierte Gewinne, Aufwendungen, Erträge, Risiken und Verluste -, die sich tatsächlich auf das fragliche Geschäftsjahr beziehen, die Beachtung des Grundsatzes der Bilanzwahrheit sicherzustellen (Urteil vom 3. Oktober 2013, GIMLE, C-322/12, EU:C:2013:632, Rn. 33 und die dort angeführte Rechtsprechung).