Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=SozR%203-7860%20%C2%A7%2010%20Nr.%201
Timestamp: 2019-08-19 02:48:54
Document Index: 351304199

Matched Legal Cases: ['§ 10', '§ 10', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 3', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 3', '§ 10', '§ 200', 'Art. 6', '§ 10', '§ 3', '§ 10', '§ 10', '§ 11', '§ 10', '§ 11', '§ 10', '§ 11', '§ 14', '§ 14', '§ 11', '§ 10', '§ 13', '§ 11', '§ 10']

Rechtsprechung: SozR 3-7860 § 10 Nr. 1 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BSG, 17.04.1991
BSG, 17.04.1991 - 1/3 RK 21/88
https://dejure.org/1991,1927
BSG, 17.04.1991 - 1/3 RK 21/88 (https://dejure.org/1991,1927)
BSG, Entscheidung vom 17.04.1991 - 1/3 RK 21/88 (https://dejure.org/1991,1927)
BSG, Entscheidung vom 17. April 1991 - 1/3 RK 21/88 (https://dejure.org/1991,1927)
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Mutterschutzlohn - Schwangerschaft - Arbeitsunfähigkeit - Lohnfortzahlung - Erstattungsanspruch - Beschäftigungsverbot
Voraussetzungen für den Erstattungsanspruch des Arbeitgebers nach § 10 Abs. 1 S. 1 Nr. 3 und 4 LFZG , Anspruch auf Mutterschutzlohn nach § 11 MuSchG
SG Reutlingen, 30.09.1987 - S 10 KR 369/87
BSGE 68, 22
BSGE 68, 222
NZA 1991, 909
BB 1991, 1642
DB 1991, 1992
Auch nach Beendigung der Pflicht des Arbeitgebers zur Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall ist das mutterschutzrechtliche Beschäftigungsverbot nicht die alleinige Ursache für die Verdiensteinbuße der Schwangeren (BAG Urteil vom 21. März 1969 - 3 AZR 300/68 - AP Nr. 2 zu § 11 MuSchG 1968; BSG Urteil vom 17. April 1991 - 1/3 RK 21/88 - BB 1991, 1642; Gröninger/Thomas, MuSchG, Stand 1994, § 11 Rz 48;… Bulla/Buchner, MuSchG, 5. Aufl. 1981, § 11 Rz 37;… Meisel/Sowka, Mutterschutz, Mutterschaftshilfe und Erziehungsgeld, 3. Aufl. 1988, § 11 MuSchG Rz 84 bis 86;… Zmarzlik/Zipperer/Viethen, Mutterschutzgesetz, Mutterschaftsleistungen, Bundeserziehungsgeldgesetz, 7. Aufl. 1994, § 11 MuSchG Rz 14).
Wird zusätzlich ein Beschäftigungsverbot nach § 3 Abs. 1 MuSchG ausgesprochen, so begründet dieses keinen Anspruch auf Mutterschaftslohn (so auch BSG Urteil vom 17. April 1991, BB 1991, 1642;… Gröninger/Thomas, a.a.O., § 11 MuSchG Rz 49;… Meisel/Sowka, a.a.O., § 11 MuSchG Rz 86;… Zmarzlik/Zipperer/Viethen, a.a.O., § 11 MuSchG Rz 43;… Bulla/Buchner, a.a.O. Vorbem. 8 vor § 3 MuSchG).
Die Vorschrift soll einerseits sicherstellen, daß die Mutter uneingeschränkt den Anspruch auf das volle Mutterschaftsgeld behält, das als Lohnersatzleistung der besonderen Schutzbedürftigkeit der Mutter während der Schutzfristen ua nach der Entbindung Rechnung trägt (dazu zuletzt Urteile des 1. Senats des BSG vom 17. April 1991 - 1/3 RK 21/88 = SozR 3-7860 § 10 Nr. 1 und 2200 § 200 Nr. 1) und Ausdruck der Fürsorge der Gemeinschaft für die Mutter ist (Art. 6 Abs. 4 GG); andererseits soll die Norm gewährleisten, daß die Betreuung von Kindern, die mit ihren Eltern in häuslicher Gemeinschaft leben, durch Mittel aus öffentlichen Kassen nicht in höherem Maße gefördert wird als diejenige von Kindern, die nur im Haushalt eines Elternteils betreut werden.
Im Übrigen zeigt sie angesichts der vorhandenen - und von den Vorinstanzen auch zitierten - Rechtsprechung des BSG einschließlich derjenigen des erkennenden Senats (vgl BSGE 68, 222 = SozR 3-7860 § 10 Nr. 1) einen Klärungsbedarf nicht auf.
19 Nach der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts (BSG) und des Bundesarbeitsgerichts (BAG) schließen die Annahme eines mutterschutzrechtlichen Beschäftigungsverbotes nach § 3 Abs. 1 MuSchG und einer Arbeitsunfähigkeit infolge Schwangerschaft einander aus (BSG, Urteil vom 17. April 1991 - 1/3 RK 21/88 - SozR 3-7860 § 10 Nr. 1; BAG, Urteil vom 22. März 1995 - 5 AZR 874/93 - BAGE 79, 307, 309 ff).
LSG Baden-Württemberg, 31.01.2003 - L 4 KR 2790/01
Anspruch auf Krankengeld während eines individuellen ärztlichen …
Hierzu hat sich das BSG bereits im Urteil vom 17. April 1991 (1/3 RK 21/88 = SozR 3 - 7860 § 10 Nr. 1) grundlegend geäußert und ist zu dem Ergebnis gelangt, dass eine schwangerschaftsbedingte AU einen Anspruch auf Mutterschutzlohn nach § 11 MuSchG ausschließt.
Dies haben das Bundesarbeitsgericht und das Bundessozialgericht für die insofern vergleichbare Konstellation des Zusammentreffens von Entgeltfortzahlungsansprüchen nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz und dem Mutterschutzgesetz entschieden (BAG, Urteil vom 22.3.1995, Az.: 5 AZR 874/93 und BSG, Urteil vom 17.4.1991, Az.: 1/3 RK 21/88).
BSG, 17.04.1991 - 1/3 RK 18/89
https://dejure.org/1991,3148
BSG, 17.04.1991 - 1/3 RK 18/89 (https://dejure.org/1991,3148)
BSG, Entscheidung vom 17.04.1991 - 1/3 RK 18/89 (https://dejure.org/1991,3148)
BSG, Entscheidung vom 17. April 1991 - 1/3 RK 18/89 (https://dejure.org/1991,3148)
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Lohnausgleichsverfahren - Erstattung - Arbeitsentgelt
LFZG § 10 Abs. 1 S. 1 Nr. 3; MuSchG § 11 Abs. 1
Erstattungsfähiges Arbeitsentgelt im Lohnausgleichsverfahren nach § 10 Abs. 1 S. 1 Nr. 3 LFZG , Berücksichtigung eines 13. Monatsgehalts bei der Ermittlung des Durchschnittsverdienstes im Berechnungszeitraum nach § 11 MuSchG
SG Itzehoe, 08.10.1987 - S 3 KR 7/87
Abweichend von diesen Vorgaben unterwarfen die Regelungen des § 14 Abs. 2 S 1 und 2 LFZG aF Einmalzahlungen an die Arbeitnehmer der Umlagepflicht, während die Leistungsregelungen des MuSchG Einmalzahlungen nicht berücksichtigen (vgl ausdrücklich § 14 Abs. 1 S 4 MuSchG; zu § 11 MuSchG sich für einen Ausschluss im Grundsatz aussprechend BSG SozR 3-7860 § 10 Nr. 2 S 9 f; s ferner in diesem Sinne BSGE 25, 69, zur Auslegung des Durchschnittsverdiensts nach § 13 MuSchG aF; auch grundsätzlich für den Ausschluss von Einmalzahlungen: Knorr/Krasney, Entgeltfortzahlung - Krankengeld - Mutterschaftsgeld, Stand Mai 2017, § 11 MuSchG RdNr 144 f mwN) .
Für den zuerst genannten Fall hat der Senat entschieden, daß ein 13. Monatsgehalt bei der Berechnung des im Bezugszeitraum erzielten Durchschnittsverdienstes zu berücksichtigen ist, wenn es nach der tariflichen Gestaltung ausschließlich Vergütung für geleistete Arbeit und dem monatlich verdienten Arbeitsentgelt anteilig zuzurechnen ist (Urteil vom 17. April 1991, SozR 3-7860 § 10 Nr. 2 = NZA 1992, 298).