Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NStZ%202019,%20520
Timestamp: 2020-02-27 21:46:17
Document Index: 231520214

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 21', '§ 211', '§ 20', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 22.05.2019 - 2 StR 530/18 - dejure.org
https://dejure.org/2019,17455
BGH, 22.05.2019 - 2 StR 530/18 (https://dejure.org/2019,17455)
BGH, Entscheidung vom 22.05.2019 - 2 StR 530/18 (https://dejure.org/2019,17455)
BGH, Entscheidung vom 22. Mai 2019 - 2 StR 530/18 (https://dejure.org/2019,17455)
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Verminderte Schuldfähigkeit (andere seelische Abartigkeit: Voraussetzungen und Gesamtschau im Einzelfall; Begriff der erheblichen Verminderung); Mord (Heimtücke: Ausnutzungsbewusstsein bezüglich der Arg- und Wehrlosigkeit, revisionsgerichtliche Überprüfbarkeit)
§ 21 StGB, § 211 Abs. 2 StGB, § 20 StGB
Revisionsrechtliche Überprüfung einer Verurteilung wegen eines heimtückisch begangenen Mordes an einem Taxifahrer; Ausnutzen der Arg- und Wehrlosig...
NStZ 2019, 520
aa) Ausreichend ist, dass der Täter die Arg- und Wehrlosigkeit in ihrer Bedeutung für die hilflose Lage des Angegriffenen und die Ausführung der Tat in dem Sinne erfasst, dass er sich bewusst ist, einen durch seine Arglosigkeit gegenüber einem Angriff auf Leib und Leben schutzlosen Menschen zu überraschen (st. Rspr., vgl. nur BGH, Urteile vom 22. Mai 2019 - 2 StR 530/18, NStZ 2019, 520, und vom 9. Oktober 2019 - 5 StR 299/19).
Für das bewusste Ausnutzen von Arg- und Wehrlosigkeit genügt es, dass der Täter diese in ihrer Bedeutung für die hilflose Lage des Angegriffenen und die Ausführung der Tat in dem Sinne erfasst, dass er sich bewusst ist, einen durch seine Arglosigkeit gegenüber einem Angriff auf Leib und Leben schutzlosen Menschen zu überraschen (st. Rspr., vgl. nur BGH, Urteil vom 22. Mai 2019 - 2 StR 530/18, NStZ 2019, 520).
Das gilt in objektiv klaren Fällen selbst dann, wenn der Täter die Tat einer raschen Eingebung folgend begangen hat (vgl. BGH, Urteil vom 22. Mai 2019 - 2 StR 530/18 aaO mwN).
Vielmehr sind der Ausprägungsgrad der Störung und der Einfluss auf die soziale Anpassungsfähigkeit für die Beurteilung der Schuldfähigkeit entscheidend (vgl. BGH, Urteile vom 21. Januar 2004 - 1 StR 346/03, BGHSt 49, 45, 52 und vom 22. Mai 2019 - 2 StR 530/18 Rn. 14).