Source: http://bekanntmachungen.luebeck.de/oertliche-bekanntmachungen/d/1514/AB+Bebauungsplan+23.19.00
Timestamp: 2018-03-22 15:38:36
Document Index: 246650447

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 4', '§ 7', '§ 7']

AB Bebauungsplan 23.19.00
Bebauungsplan 23.19.00 – Dornbreite / Medenbreite – und zugehörige 130. Änderung des Flächennutzungsplanes (FNP)
hier: Öffentlichen Auslegung gemäß § 3 Abs. 2 Baugesetzbuch (BauGB)
Der Bauausschuss der Hansestadt Lübeck hat am 05.03.2018 die öffentliche Auslegung der Entwürfe des Bebauungsplanes 23.19.00 – Dornbreite / Medenbreite – und der zugehörigen 130. Änderung des FNP gemäß § 3 Abs. 2 BauGB beschlossen.
Das Plangebiet des aufzustellenden Bebauungsplans 23.19.00 – Dornbreite / Medenbreite – liegt im Stadtteil St. Lorenz-Nord in der Gemarkung Schönböcken, Flur 2, zwischen den Straßen Medenbreite, Dornbreite und Steinrader Damm.
Begrenzt wird das Plangebiet nördlich durch die Flurstücke 6/56 und 6/67 sowie einen Teilbereich des Flurstücks 6/57, die jeweils durch Gartenbaubetriebe genutzt werden. Östlich schließen an das Plangebiet Wohngrundstücke der Medenbreite 7 bis 19 (ungerade Hausnummern; Flurstücke 6/25 – 6/26 und 6/12 – 6/16) und südlich Wohngrundstücke der Dornbreite 212 bis 220 (gerade Hausnummern; Flurstücke 6/43 – 6/46) an. Im Südwesten grenzen an das Plangebiet Flächen mit festgesetzten Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen (Flurstück 6/78).
Der räumliche Geltungsbereich des Bebauungsplanes umfasst das Flurstück 6/63 sowie Teile des Flurstücks 6/57 und 6/78. Die Größe des Plangebiets beträgt ca. 3,8 ha.
Zum Ausgleich für bebauungsplanbedingte Eingriffe in Natur und Landschaft werden außerhalb des Geltungsbereiches Maßnahmen im Umfang von rund 12.800 m² auf der Ökopoolfläche „Neue Koppel“ in Lübeck, Gemarkung Niendorf-Moorgarten, Flur 6, Flurstück 1/1 zugeordnet.
Die zugehörige 130. Änderung des FNP geht über die Abgrenzung des Bebauungsplans 23.19.00 hinaus und umfasst zusätzlich die restliche Teilfläche des Flurstückes 6/57 (Gärtnereibetrieb) sowie eine zugewiesene Ausgleichsfläche an der Medenbreite (Flurstück 6/41).
Begrenzt wird der Geltungsbereich der FNP-Änderung nördlich durch die Flurstücke 6/56 und 6/67, die jeweils durch Gartenbaubetriebe genutzt werden. Östlich wird der Geltungsbereich durch die Medenbreite und die anliegenden Wohngrundstücke Medenbreite 7 bis 33 (ungerade Hausnummern; Flurstücke 6/36, 6/25 – 6/32 und 6/12 – 6/16) und südlich durch Wohngrundstücke der Dornbreite 212 bis 220 (gerade Hausnummern; Flurstücke 6/43 – 6/46) begrenzt. Im Südwesten grenzen an den Geltungsbereich Flächen mit festgesetzten Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen (Flurstück 6/78). Der räumliche Geltungsbereich der FNP-Änderung umfasst die Flurstücke 6/63, 6/57 und 6/41 sowie Teile des Flurstücks 6/78. Die Größe des Plangebiets beträgt ca. 5,5 ha.
Die detaillierten Abgrenzungen der Geltungsbereiche des Bebauungsplanes und der Änderung des FNP zeigt der Übersichtsplan.
(siehe Anlage rechts)
Mit der Aufstellung des Bebauungsplanes 23.19.00 – Dornbreite / Medenbreite - und der zugehörigen 130. Änderung des FNP sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Entwicklung eines Einfamilienhausgebietes mit umlaufendem Grünzug geschaffen werden.
Die öffentliche Auslegung der Planentwürfe gemäß § 3 Abs. 2 BauGB erfolgt vom 19.03.2018 bis einschließlich 18.04.2018. In dieser Zeit liegen die Entwürfe des Bebauungsplanes 23.19.00 und der zugehörigen 130. Änderung des FNP, die dazugehörigen Begründungen sowie die zu den Bauleitplänen vorliegenden umweltbezogenen Informationen und Stellungnahmen öffentlich aus.
Umweltbezogene Informationen und Stellungnahmen sind in Form der Umweltberichte zu den Bauleitplänen (jeweils Kapitel 6 der Begründung), als Fachgutachten sowie als Stellungnahmen der beteiligten Fachbehörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange zu folgenden Themen verfügbar und liegen mit aus:
Schutzgut Mensch, einschließlich menschliche Gesundheit:
Schalltechnische Untersuchung zur Ermittlung und Bewertung der Lärmbelastung durch die angrenzenden Gärtnereibetriebe auf die geplante Bebauung;
Anlage eines Fuß- und Radweges im geplanten Wohngebiet mit Anbindung zu angrenzenden Flächen;
Stellungnahme zur Verkehrsplanung mit Beurteilung der zukünftigen Verkehrsentwicklung.
Schutzgüter Pflanzen und Tiere, biologische Vielfalt:
Beschreibung und Bewertung der vorkommenden Biotoptypen auf Grundlage einer Biotoptypenkartierung;
Faunistische Potenzialabschätzung und Artenschutzuntersuchung mit Ermittlung relevanter Arten und artenschutzrechtlicher Beurteilung sowie Beschreibung der voraussichtlichen Auswirkungen durch die Neubebauung;
Maßnahmen zur Vermeidung und Minderung nachteiliger Auswirkungen auf die Schutzgüter, u.a. durch Erhalt vorhandener Gehölstrukturen und Neupflanzungen.
Untersuchung und Beurteilung der Untergrundverhältnisse mit Bestimmung der geologischen Beschaffenheit, der Versickerungsfähigkeit und Gründungsempfehlungen;
Chemische Untersuchung und historisch-deskriptive Untersuchung hinsichtlich Bodenverunreinigungen;
Darstellung der vorhandenen Versiegelung und der voraussichtlichen Veränderungen durch die mit der Neubebauung verbundenen künftigen Bodenversiegelungen;
Maßnahmen zum Ausgleich für die Versiegelung und die Inanspruchnahme von Flächen, u.a. Anlage von Extensivgrünland außerhalb des Plangebietes;
Entwässerungskonzeption mit Maßnahmen zur Rückhaltung und verzögerten Einleitung von Niederschlagswasser.
Beschreibung der mikroklimatischen Ausgangssituation unter Berücksichtigung der Klimaanalyse Lübeck und Beurteilung der Auswirkungen der Planung auf die Luftgüte.
Prüfung auf schützenswerte Denkmalsubstanz und auf Auswirkungen auf das UNESCO Welterbe „Lübecker Altstadt“.
Beschreibung und Bewertung des Landschaftsbildes, Darstellung der voraussichtlichen Veränderungen durch die Neubebauung und der Maßnahmen zur Vermeidung und Minderung nachteiliger Auswirkungen.
Wechselbewirkungen zwischen den Schutzgütern:
Aussagen dazu im Umweltbericht.
Während der Auslegungsfrist können alle an der Planung Interessierten die Planunterlagen und die umweltbezogenen Stellungnahmen einsehen sowie Stellungnahmen hierzu schriftlich (auch per E-Mail möglich), oder während der Servicezeiten zur Niederschrift abgeben. Bei besonderem Erörterungsbedarf oder beabsichtigter Einsichtnahme außerhalb der o. g. Auslegungszeiten bitten wir um vorherige Terminabsprache mit der zuständigen Sachbearbeiterin Tel.: 0451-122 6118 (E-Mail: bebauungsplanung@luebeck.de).
Nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen können bei der Beschlussfassung über die Bauleitpläne unberücksichtigt bleiben, wenn die Hansestadt Lübeck den Inhalt nicht kannte und nicht hätte kennen müssen und deren Inhalt für die Rechtmäßigkeit der Bauleitpläne nicht von Bedeutung ist.
Für die Änderung des Flächennutzungsplanes wird ergänzend darauf hingewiesen, dass anerkannte Naturschutzverbände und sonstige Vereinigungen im Sinne des § 4 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes (UmwRG) in einem Rechtsbehelfsverfahren nach § 7 Abs. 2 UmwRG gemäß § 7 Abs. 3 Satz 1 UmwRG mit allen Einwendungen ausgeschlossen sind, die sie im Rahmen der Auslegungsfrist nicht oder nicht rechtzeitig geltend gemacht haben, aber hätten geltend machen können.
Lübeck, 08.03.2018