Source: http://dedocz.com/doc/334166/bonit%C3%A4tsdaten-von-privatpersonen-wie-viel-transparenz-dar..
Timestamp: 2016-10-23 22:16:38
Document Index: 102183488

Matched Legal Cases: ['OGH', 'OGH', 'OGH', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG']

Bonitätsdaten von PrivatPersonen Wie viel Transparenz darf sein
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Bonitätsdaten von PrivatPersonen Wie viel Transparenz darf seinEinbettenintegration code for your site or blogWidth: (Auto)
forum.ksv Das Medium f&uuml;r
Kreditschutz 02/2011
Bonit&auml;tsdaten von Privatpersonen
Wie viel Transparenz darf sein?
KSV1870 Pr&auml;sident feiert Jubil&auml;um
Dr. Heinz Zinner im Interview
P.b.b. Verlagspostamt 1010 Wien Zul.Nr. GZ 02Z030207
Sicher nicht im Inkasso
Bonit&auml;tsdaten: Wie viel Transparenz darf sein?
Im Spannungsfeld zwischen Geheimhaltung und Offenlegung. ........ 4
Foto: Bildmaschine
Gefragt. Dr. Heinz Zinner feiert
10-j&auml;hriges Jubil&auml;um an der Spitze des KSV1870. . ....................... 8
Hohe Spritpreise – und die Alternativen dazu.
Sollten Unternehmen besser „gr&uuml;n fahren“? .................................. 10
Bonit&auml;tsdaten: Wie viel Transparenz darf sein? S. 4
Seefestspiele M&ouml;rbisch.
„Der Zigeunerbaron“ von Johann Strauss. . .................................. 12
Optimieren und Gas geben. Die Air Liquide Austria
GmbH nutzt die KSV1870 L&ouml;sung „InsolvenzOnline“. ............... 14
„InsolvenzOnline“ – alles auf einen Blick. Informationen
zu &uuml;bergebenen Insolvenzf&auml;llen rund um die Uhr. ....................... 15
Interim Management – Einsatzkr&auml;fte auf Zeit. Eine innovative
Antwort auf Engp&auml;sse in der F&uuml;hrungsriege von Unternehmen. .... 16
Foto: Martin Vukovits
Speed kills? Sicher nicht im Inkasso,
denn hier lautet das Motto „Speed ist Trumpf“. ............................ 18
Marktl&uuml;ckenf&uuml;ller – Migranten als Unternehmer.
Selbstst&auml;ndig in der Nische. ......................................................... 20
Gefragt. S. 8
KSV1870 NEWS
Eventreihe f&uuml;r KSV1870 Online-Services .............................. 23
3. GSV-Bundeskongress in Bonn. Gl&auml;ubigerschutzvereinigung
Deutschland e.V. diskutiert &uuml;ber neuen Gesetzesentwurf. .............. 24
Wer z&auml;hlt die H&auml;upter, nennt die Namen?
KSV1870 Mitarbeiter stellen ihr Know-how zur Verf&uuml;gung. ........ 25
Foto: 2001 Brand X Pictures
Quergelesen.
Neue Fachb&uuml;cher, die Praxiswissen vermitteln. ............................ 25
Speed kills? S. 18
KSV1870 Gl&auml;ubigerschutz
Aktuelles aus Rechtsprechung und richterlicher Praxis. .................. 26
KSV1870 Akademie
Die aktuellen Schulungsangebote. ................................................ 28
KSV1870 Steuertipps
Wichtige Neuigkeiten und &Auml;nderungen
im Steuerrecht speziell f&uuml;r Unternehmer. ..................................... 29
KSV1870 Wirtschaftsbarometer
Flops &amp; Tops in der &ouml;sterreichischen Wirtschaft. . .......................... 30
Impressum.................................................................................... 24
SEEFESTSPIELE
M&Ouml;RBISCH
INTENDANT HARALD
ohne Bonit&auml;tspr&uuml;fung kein Kredit, weder f&uuml;r Unternehmen noch f&uuml;r Privatpersonen. Dieser einfache Sachverhalt birgt hierzulande immer wieder
ausreichend Sprengkraft, um die Gem&uuml;ter zu erhitzen. Die eigene Bonit&auml;t
wird vielfach als etwas Pers&ouml;nliches, ja g&auml;nzlich Privates betrachtet. Kredite
oder Leasingvertr&auml;ge sollen bei Bedarf aber dennoch gew&auml;hrt werden. Ein
Widerspruch, f&uuml;r den im heutigen Wirtschaftsleben kein Platz ist und der
in dieser Form in anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern weniger stark ausgepr&auml;gt
ist. Lesen Sie dazu den Coverartikel von Dr. Christine Kary, die das Thema
Bonit&auml;tspr&uuml;fung und Datenschutz in &Ouml;sterreich n&auml;her beleuchtet und mit
anderen L&auml;ndern vergleicht.
Stichwort „andere L&auml;nder“: Hei&szlig; diskutiert wird in der Alpenrepublik nach
wie vor das Thema Migration. Die h&auml;ufig negativ gef&uuml;hrte Debatte hat uns
dazu bewogen, Unternehmer mit Migrationshintergrund in den Vordergrund zu stellen. Zu selten erfahren wir vom wirtschaftlichen Pioniergeist
zugezogener Entrepreneure, die &Ouml;sterreichs Wirtschaft als Arbeitgeber und
den Staat durch Steuerabgaben unterst&uuml;tzen. Ab Seite 20 finden Sie einige
Beispiele von erfolgreichen Unternehmern mit Migrationshintergrund, die
beschreiben, wie sie es trotz mancher Stolpersteine „geschafft“ haben und
in welchen Schwerpunktbranchen sie besonders erfolgreich unterwegs sind.
Ihre Berichte sind eine weitere Best&auml;tigung daf&uuml;r, dass den oft gescholtenen
Unternehmern nichts in den Scho&szlig; f&auml;llt. Der Schritt in die Selbstst&auml;ndigkeit ist mit viel Einsatz, Arbeit, aber auch einer geh&ouml;rigen Portion Entschlossenheit verbunden.
Wirtschaftlicher Erfolg h&auml;ngt aber von vielen Faktoren ab, in besonderem
Ma&szlig;e auch von den richtigen Mitarbeitern im Management. Was aber tun,
wenn Spitzenkr&auml;fte aus heiterem Himmel ausfallen? Interim Management
ist eine innovative Antwort, um tempor&auml;re Engp&auml;sse in der F&uuml;hrungsriege
von Unternehmen zu &uuml;berbr&uuml;cken. Im Gegensatz zu externen Beratern
werden Interim Manager Teil des Unternehmens und bringen diesem
viele Vorteile. Zwar f&uuml;hrte diese Form der Personalbereitstellung in den
vergangenen Dekaden in &Ouml;sterreich ein eher stiefm&uuml;tterliches Dasein, nun
aber steigt der Bedarf daf&uuml;r zusehends. Informieren Sie sich und lesen Sie
mehr &uuml;ber diese Thematik ab Seite 16.
In diesem Sinne w&uuml;nsche ich Ihnen weiterhin viel beruflichen Erfolg und
einen sch&ouml;nen Fr&uuml;hling.
von Johann Strauss
Ihr Heinz Zinner
14. Juli – 28. August 2011
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Seefestspiele M&ouml;rbisch. S. 12
22.12.2010 16:49:54
Bonit&auml;tsdaten: Wie viel
Transparenz darf sein?
Immer wieder wird hierzulande hei&szlig; diskutiert, welche Bonit&auml;tsdaten &uuml;ber Privatpersonen wann, wo
und wie gespeichert werden d&uuml;rfen. Ein Spannungsfeld zwischen Geheimhaltung und Transparenz.
Text: Christine Kary
eim Stichwort „Kredit“ denkt man meist an Bankgesch&auml;fte und vielleicht noch an Leasing. Aber
auch Lieferanten, die ihren Kunden ein Zahlungsziel
einr&auml;umen, sind letztlich Kreditgeber. Und alle, die sich
in dieser Rolle wiederfinden, haben eines gemeinsam:
Sie ben&ouml;tigen Informationen &uuml;ber die Bonit&auml;t ihrer Gesch&auml;ftspartner. Auf welcher Grundlage und in welchem
Ausma&szlig; Kreditauskunfteien solche Daten zur Verf&uuml;gung
stellen, ist von Land zu Land unterschiedlich. Das &ouml;sterreichische Modell ist vom Prinzip der Gegenseitigkeit
gepr&auml;gt: Kreditgeber tauschen ihre Zahlungserfahrungen
miteinander aus. „F&uuml;r die Unternehmen ist das ein Aufwand, sie tun es aber, weil ihnen bewusst ist, dass auch
sie solche Informationen brauchen“, sagt Hans-Georg
Kantner, Leiter Insolvenz beim KSV1870. Um sich vor
schlechten Zahlern zu sch&uuml;tzen, &uuml;ben sogar direkte Konkurrenten Solidarit&auml;t. Es nicht zu tun – frei nach dem
Motto „Wenn ich schon in die Falle getappt bin, soll es
meinen Mitbewerbern auch nicht besser gehen“ – „w&auml;re
keine gute Idee und auch volkswirtschaftlich schlecht“,
stellt Kantner klar.
Kein Weg f&uuml;hrt vorbei Mit der Bereitschaft der Unternehmen, die entsprechenden Informationen weiterzugeben, ist es aber noch nicht getan. Ebenso n&ouml;tig sind
gesellschaftliche Akzeptanz und rechtliche Rahmenbedingungen, die einen Datenaustausch im n&ouml;tigen Ausma&szlig; erlauben. Naturgem&auml;&szlig; steht das in einem gewissen
Spannungsfeld zum Datenschutz. Wolle man aber jede
Informationsweitergabe unterbinden, sei das „so &auml;hnlich,
wie wenn man alle Fabriken zusperren wollte, damit wir
sauberes Wasser haben“, meint Kantner. Im Umgang
mit Daten brauche es vor allem Transparenz und klare
Regeln – und die Bereitschaft, auch die Interessenlage
„Wenn man nur schwarze Flecken sehen darf, besteht die Gefahr,
dass man sie &uuml;berbewertet.“
der anderen Seite zu ber&uuml;cksichtigen. Denn: „Niemand
ist hier nur Betroffener, jeder n&uuml;tzt auch selbst fremde
Daten.“ Aber welche Bonit&auml;tsinformationen d&uuml;rfen nun
tats&auml;chlich verwendet und wie lange d&uuml;rfen sie gespeichert werden? Zumindest f&uuml;r den Bankenbereich ist das
in &Ouml;sterreich klar geregelt. Rechtsgrundlagen finden sich
in mehreren Gesetzen: Das Datenschutzgesetz normiert,
dass eine Datenverwendung nicht gegen schutzw&uuml;rdige
Geheimhaltungsinteressen verst&ouml;&szlig;t, wenn „&uuml;berwiegende berechtigte Interessen“ die Verwendung erfordern.
Das Bankwesengesetz normiert eine Ausnahme vom
Bankgeheimnis f&uuml;r „allgemein gehaltene bank&uuml;bliche
Ausk&uuml;nfte &uuml;ber die wirtschaftliche Lage eines Unternehmens“, und das Verbraucherkreditgesetz verpflichtet
Kreditgeber, die Bonit&auml;t von Kreditwerbern zu pr&uuml;fen
und dabei gegebenenfalls auch Datenbanken zu n&uuml;tzen.
Bescheide regeln Eintragungen Zur sogenannten
„Warnliste“ der Banken und ebenso zur Kleinkreditevidenz gibt es einen Musterbescheid, der festlegt, welche
Daten wie lange gespeichert werden d&uuml;rfen.
Auf der „Warnliste“ scheinen, wie der Name schon
sagt, nur Negativinformationen auf. Eingetragen werden
k&ouml;nnen Kunden und Mitverpflichtete, wenn entweder
der Kunde sein Konto durch vertragswidrige Verwendung von Schecks, Bankomat- oder Kreditkarte unerlaubt &uuml;berzogen hat oder wenn eine bestehende Kontooder Kreditverbindung aufgek&uuml;ndigt, f&auml;llig gestellt oder
in die Rechtsverfolgung &uuml;bergeben wurde. Das allein
reicht aber noch nicht: Es muss sich um einen aushaftenden Betrag von mindestens EUR 1.000 handeln, der
in der im F&auml;lligstellungs- oder Aufk&uuml;ndigungsschreiben
gesetzten Frist nicht vollst&auml;ndig gezahlt wurde und
&uuml;ber den in diesem Zeitraum auch keine andere Zahlungsvereinbarung zustande kam. Und es muss vor der
F&auml;lligstellung oder Aufk&uuml;ndigung eine Mahnung erfolgt
sein. Dar&uuml;ber hinaus muss das F&auml;lligstellungsschreiben
einen ausdr&uuml;cklichen Hinweis enthalten, dass man in
die „Warnliste“ eingetragen wird. „Vergisst eine Bank
auf diesen Hinweis, kann sie sogar schadenersatzpflichtig
werden“, so Rainer Knyrim, Datenschutzexperte bei
Preslmayr Rechtsanw&auml;lte. Wird die Forderung bestritten,
muss auch das in der Liste vermerkt werden. Ebenso ist
ersichtlich zu machen, wenn nach der Eintragung doch
noch eine Zahlungsvereinbarung getroffen wird. Die
vollst&auml;ndige Bezahlung der offenen Forderung ist ebenfalls einzutragen, drei Jahre danach sind die Daten des
Betroffenen zu l&ouml;schen. Wird die Schuld auf eine andere
Weise getilgt, bleibt der Eintrag sieben Jahre erhalten.
Auch Positives vermerkt Anders als die „Warnliste“
enth&auml;lt die Kleinkreditevidenz (KKE) auch Positivdaten.
Im Klartext: „Man sieht, ob jemand einen Kredit hat“,
so Knyrim. Eingetragen werden Privatkredite, &Uuml;berziehungsrahmen oder Leasingvertr&auml;ge &uuml;ber mehr als EUR
300. Ebenso wird vermerkt, wenn ein Kreditantrag
in entsprechender H&ouml;he wegen mangelnder Bonit&auml;t
abgelehnt wird. Konkret werden Name, Adresse und
Geburtsdatum des Kreditnehmers und allf&auml;lliger Mitverpflichteter eingetragen“, so Gerhard Wagner, Prokurist
der KSV1870 Information GmbH. „Au&szlig;erdem die Art
des Kredites, die H&ouml;he und die Laufzeit.“ Und allf&auml;llige
Zahlungsschwierigkeiten, die auch dazu f&uuml;hren, dass die
Daten l&auml;nger im Verzeichnis bleiben. Wird der Kredit
anstandslos zur&uuml;ckgezahlt, ist der Eintrag 90 Tage sp&auml;ter
zu l&ouml;schen, gab es Probleme, erfolgt die L&ouml;schung erst
f&uuml;nf Jahre nach vollst&auml;ndiger Tilgung. Wird die Schuld
nicht vollst&auml;ndig beglichen, sondern tritt ein anderes
schuldbefreiendes Ereignis ein, bleibt der Vermerk sogar
sieben Jahre lang erhalten. Dagegen findet man einen
Hinweis auf einen abgelehnten Kreditantrag nur sechs
Information als Verpflichtung Insgesamt seien rund
vier Millionen Kreditverh&auml;ltnisse in der KKE gespeichert, berichtet Wagner. „Und auch die M&ouml;glichkeit
der Selbstauskunft wird eifrig genutzt.“ Dabei k&ouml;nnen
Verbraucher abfragen, welche Angaben &uuml;ber sie in
„Die M&ouml;glichkeit der Selbstauskunft beim KSV1870 wird
von Privatpersonen eifrig genutzt.“
dem Verzeichnis enthalten sind. F&uuml;r Bonit&auml;tsdateien
im Nicht-Bankenbereich ist es, so Kantner, gesicherter
Rechtsbestand, dass Negativdaten verwendet werden
d&uuml;rfen – jedenfalls dann, wenn es um qualifizierte Verst&ouml;&szlig;e gegen Vertragspflichten geht. Denn: „Wer einen
Vertrag nicht erf&uuml;llt, handelt rechtswidrig. Informiert
ein Gl&auml;ubiger einen anderen dar&uuml;ber, kann der Schuldner ja kaum argumentieren, dass er ein &uuml;berwiegendes,
berechtigtes Geheimhaltungsinteresse hat.“ Es m&uuml;ssen
aber im Ergebnis auch Unternehmen, die keine Banken
sind, &uuml;ber die Bonit&auml;t ihrer Gesch&auml;ftspartner ausreichende Erkundigungen einziehen - das gebietet schon
die Sorgfaltspflicht des „ordentlichen Gesch&auml;ftsmannes“
(&sect; 25 GmbHG) bzw. des „ordentlichen und gewissenhaften Gesch&auml;ftsleiters“ (&sect; 84 AktG). Es nicht zu tun
und trotzdem Kredit zu geben, w&auml;re letztlich fahrl&auml;ssig.
In den entsprechenden Dateien sind auch blo&szlig;e Personeninformationen, wie Name, Adresse und Telefonnummer, enthalten. Wer hier nicht aufscheinen will, kann
sich l&ouml;schen lassen – was allerdings nicht unbedingt bedeutet, dass man dann einfacher Kredit bekommt. Ebenso ist nicht unumstritten, ob es wirklich im Interesse der
Betroffenen liegt, dass nur negative und keine positiven
Informationen &uuml;ber das Zahlungsverhalten gesammelt
werden d&uuml;rfen. „Wenn man nur schwarze Flecken sehen
darf, besteht die Gefahr, dass man sie &uuml;berbewertet“,
meint Kantner.
Kein Recht auf Kredit W&auml;hrend hierzulande solche
Fragen die Gem&uuml;ter erhitzen, ist man in L&auml;ndern wie
Gro&szlig;britannien, Schweden oder D&auml;nemark weniger zur&uuml;ckhaltend mit Informationen – und hat sichtlich eine
andere Einstellung zum Schuldenmachen. „Niemand hat
ein Recht auf Kredit“, schreibt etwa der oberste britische
Datensch&uuml;tzer in einer Brosch&uuml;re f&uuml;r Kreditwerber. Das
gilt zwar auch in &Ouml;sterreich, wird hier aber selten so klar
ausgedr&uuml;ckt. Beim Umgang mit Daten steht in diesen
L&auml;ndern Geheimhaltung nicht so sehr im Vordergrund
wie Transparenz. In Schweden beispielsweise sind Steu-
erdaten &ouml;ffentlich. Wer will, darf wissen, welches steuerpflichtige Einkommen sein Nachbar hat – allerdings
nicht, bei welchem Arbeitgeber er sein Geld verdient
und wie es veranlagt ist. „Hintergrund ist, dass Beh&ouml;rdent&auml;tigkeit transparent und f&uuml;r den B&uuml;rger &uuml;berpr&uuml;fbar
gemacht werden soll“, sagt Rechtsanw&auml;ltin Katrin Ehrbar. „Zudem werden im Internet die Einkommensh&ouml;hen
der B&uuml;rger ver&ouml;ffentlicht. Derartiges w&auml;re in &Ouml;sterreich
undenkbar und mit dem &ouml;sterreichischen Datenschutz
nicht vereinbar.“ Ebenso gibt es dort ein &ouml;ffentlich einsehbares Schuldenregister.
D&auml;nemark: hohe Transparenz F&uuml;r D&auml;nemark verweist
Katrine Gondolf Trebbien, Datenschutzexpertin in der
Kopenhagener Kanzlei Plesner, auf den „Act on Processing of Personal Data“. Die T&auml;tigkeit der Kreditauskunfteien ist dort in einem eigenen Abschnitt geregelt. Vor
allem geht es dabei um Informationsrechte des Betroffenen: Ihm muss offengelegt werden, welche Daten &uuml;ber
ihn gespeichert werden und welche innerhalb der letzten
sechs Monate weitergegeben wurden. Er darf auch in
Material Einsicht nehmen, das die Auskunftei &uuml;ber ihn
besitzt. Negativdaten, die &auml;lter als f&uuml;nf Jahre sind, d&uuml;rfen
im Normalfall nicht mehr verwendet werden. Ebenso ist
genau festgelegt, welche Ausk&uuml;nfte nur in Schriftform
und welche auch m&uuml;ndlich gegeben werden d&uuml;rfen.
Auch die Vorgangsweise, wenn ein Betroffener die L&ouml;schung von Daten verlangt oder wenn sich herausstellt,
dass vorhandene Informationen falsch sind, ist geregelt.
Die inhaltlichen Vorgaben sind dagegen weniger streng:
Grunds&auml;tzlich wird klargestellt, dass nur Daten verarbeitet werden d&uuml;rfen, die f&uuml;r die Beurteilung der finanziellen Situation und Kreditw&uuml;rdigkeit relevant sind.
Summarische Angaben &uuml;ber die Verschuldung einer Person sind nur unter genau definierten Voraussetzungen
erlaubt, und bestimmte sensible Informationen sind
generell tabu. Darunter fallen etwa ethnische Herkunft,
politische Ansichten, Religionsbekenntnis, Gesundheit
oder „rein private Angelegenheiten“.
Dr. Heinz Zinner feiert 2011 seinen 70. Geburtstag und sein 10-j&auml;hriges Jubil&auml;um als Pr&auml;sident des
KSV1870. Wir haben ihn f&uuml;r das forum.ksv zum Interview gebeten.
forum.ksv: Was waren die Meilensteine Ihrer langj&auml;hrigen
Unternehmerkarriere bzw. worauf sind Sie r&uuml;ckblickend
besonders stolz?
Dr. Zinner: F&uuml;r meine Chancen im weiteren Leben entscheidend war, dass ich 1948 mit meiner Mutter aus
der damaligen Tschechoslowakei ausgewiesen wurde. Ein
weiterer Knackpunkt war, als ich mein Studium als Diplomkaufmann beendet hatte und mir mein Vater, ein
Tischlermeister, 1963 eine Position beim damaligen Bunzl
&amp; Biach-Konzern vermitteln konnte. Die Papierindustrie
sollte mich nicht wieder loslassen. Im Jahr 1991 entschied
ich mich f&uuml;r eine Beteiligung an der Heinzel AG, das war ein
gro&szlig;es finanzielles Wagnis, letztlich aber goldrichtig. Last,
but not least ist der „Gang nach Russland“ und der Einstieg
bei der Zellstoff- und Papierfabrik Archangelsk zu erw&auml;hnen. Seinerzeit ebenfalls keine sichere Sache, die sich aber
mit etwas Gl&uuml;ck und viel Arbeit sehr positiv entwickelt hat.
Welche Eigenschaften machen einen erfolgreichen Unternehmer heute aus? Waren fr&uuml;her andere Qualit&auml;ten
gefragt?
Das „Handwerkszeug“ hat sich ge&auml;ndert – die Kommunikations- und Reisem&ouml;glichkeiten, die Wichtigkeit von
Kostenfaktoren wie Arbeit, Energie, Rohstoffe etc. Die
prinzipielle Unternehmeraufgabe hat sich wenig ver&auml;ndert. Fachliche Qualifikation, eine gro&szlig;e Portion Flei&szlig;,
ehrliches Bem&uuml;hen, die verlangte Leistung ordentlich und
zur Zufriedenheit des Kunden zu erbringen, m&uuml;ssen vorhanden sein. Die fachlichen Anforderungen waren fr&uuml;her
andere, die charakterlichen nicht.
Wenn Sie die politischen Rahmenbedingungen ver&auml;ndern
k&ouml;nnten, was w&uuml;rden Sie tun, damit mehr &Ouml;sterreicher
den Sprung in die Selbstst&auml;ndigkeit wagen?
Die Steuern und Bedingungen halten sicher niemanden
vom Unternehmertum ab. Solange es in &Ouml;sterreich
so viele gesch&uuml;tzte Bereiche gibt, in denen man zwar
nicht Million&auml;r wird, aber sehr gut und bequem bis
zur unverdienten Hacklerpension leben kann, wird sich
die Begeisterung f&uuml;r das Unternehmertum weiterhin in
Grenzen halten.
Haben Sie Ratschl&auml;ge f&uuml;r Unternehmer, die ein Engagement im Ausland planen?
Sich ein genaues Bild des anderen Kultur- und Sprachraumes zu machen ist ein absolutes Muss. Ebenso
wie Realismus &uuml;ber die Chancen des Angebotenen auf
dem Markt, den finanziellen sowie den Personalbedarf,
aber auch hinsichtlich des pers&ouml;nlichen Einsatzes. Eine
„Hoppla, jetzt kommen wir“-Mentalit&auml;t ist bei der Gr&ouml;&szlig;e
&Ouml;sterreichs auch nicht wirklich angebracht.
Seit 1993 sind Sie im Pr&auml;sidium des Kreditschutzverbandes von 1870 aktiv und seit 2001 sind Sie auch
dessen Pr&auml;sident. Wird in &Ouml;sterreich Ihrer Meinung nach
genug f&uuml;r den Gl&auml;ubigerschutz getan?
Prinzipiell ja, und ohne Zweifel ist der KSV1870 hier
an vorderster Stelle. Die in Insolvenzen erzielten Quoten
sind relativ hoch. Die Verfahren laufen geordnet, transparent und in vern&uuml;nftigen Zeitrahmen. Probleme gibt
es bei den abgewiesenen Konkursf&auml;llen. Wir vermuten
eine erhebliche Anzahl von Missbrauchsf&auml;llen, die bislang
juristisch nicht verfolgbar sind. Seit Jahren versuchen
wir hier eine &Auml;nderung herbeizuf&uuml;hren. Wir sind auch
gegen die Bestrebungen zur Aufweichung der Privat-
konkursordnung. Wer Schulden macht, muss diese auch
zur&uuml;ckzahlen. Die Zahl der „unverschuldet“ in finanzielle
Not geratenen Personen ist nur ein Bruchteil jener, die
zumindest fahrl&auml;ssig gehandelt haben.
Wir sind nat&uuml;rlich gegen illegalen Datenhandel, lehnen
es aber ab, wenn Informationen &uuml;ber die wirtschaftliche
Position von potenziellen Schuldnern verhindert werden
sollen. Jemand, egal ob Bank, Unternehmen oder Privatperson, der einem anderen Geld borgt oder Ware auf
Kredit liefert, muss das Recht haben, sich &uuml;ber den Status
des potenziellen Schuldners zu informieren. Denn Zahlungsausf&auml;lle m&uuml;ssen letztlich immer von den ehrlichen
Zahlern beglichen werden.
Ist die Krise schon vorbei, oder ist der gegenw&auml;rtige konjunkturelle Aufschwung nur als Atempause zu verstehen?
Die „Wirtschaftskrise“, ausgel&ouml;st durch die Immobilienblase und die Bankenkrise in den USA, ist vorbei.
Was aber dramatisch ist, ist die Staatsschuldenkrise.
&Ouml;sterreichs Staatsschuld stieg durch die Ausgaben f&uuml;r
die Krisenbew&auml;ltigung um 10 %, die restlichen 90 % (!)
haben damit nichts zu tun. So gut wie alle Staaten haben
massiv &uuml;ber ihre Verh&auml;ltnisse gelebt und Geld verteilt, das
nicht verdient war. Griechenland, Irland, &Ouml;sterreich etc.
werden ihre Schulden bezahlen m&uuml;ssen oder bankrottgehen. In diesem Fall zahlen dann alle Gl&auml;ubiger, also
wieder die Steuerzahler. Diese Krise wird uns noch lange
besch&auml;ftigen!
Vielen Dank f&uuml;r das Gespr&auml;ch!
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Hohe Spritpreise –
und die Alternativen dazu
Steigen die Treibstoffpreise, stockt die Wirtschaft – und sinken vielleicht auch die eigenen Ums&auml;tze
und Gewinne. Aber gibt es wirklich Alternativen? Text: Christian J&ouml;rg
apan, Libyen, die Inflation … – als h&auml;tten wir nicht
schon Krisen genug, kommen jetzt auch noch stetig
steigende Treibstoffpreise dazu, welche die letzten strategischen Reserven der Firma vielleicht dahinschmelzen
lassen. Nach einer volkswirtschaftlichen Daumenregel
bedeutet schlie&szlig;lich ein &Ouml;lpreisanstieg um zehn Dollar
pro Fass immerhin in etwa einen R&uuml;ckgang des globalen
Wirtschaftswachstums um 0,5 Prozentpunkte. Da kann
man nur hoffen, dass die eigene Firma, das eigene Gesch&auml;ft
nicht davon betroffen ist. Oder man steuert mit gezielten
Ma&szlig;nahmen gegen dieses Minuswachstum. In diesem
Zusammenhang ermahnen uns ja auch Gr&uuml;n-Politiker und
Umwelt-Philosophen mit prophetischem Unterton, das
sei doch jetzt das letzte und entscheidende Zeichen, den
Umstieg von fossilen Energietr&auml;gern hin zu erneuerbaren
Energiequellen zu wagen.
Endlich ein Paradigmenwechsel? Also weg mit dem
spritfressenden Firmen-Pkw oder -Lkw, her mit einem
Vehikel, das seine Kraft aus der Steckdose saugt. Oder zumindest ein Umstieg auf Erdgas als Energiequelle steht im
Raum. Aber spart man damit wirklich? Hilft’s der Umwelt?
In den meisten F&auml;llen lautet die Antwort (leider): Das wird
einmal – erstens – teuer. Und zweitens geht man damit ein
nicht unbetr&auml;chtliches unternehmerisches Zusatzrisiko ein.
Drittens gibt’s aber auch ein nicht unwesentliches Plus: Ein
solch zur Schau getragenes Umweltbewusstsein l&auml;sst sich
medial gut vermarkten, ist ein gar nicht so schlechtes Marketinginstrument f&uuml;r das jeweilige Unternehmen. Frei nach
dem Motto „Wir fahren gr&uuml;n!“. forum.ksv versucht, Plus
und Minus abzuw&auml;gen und Alternativen aufzuzeigen, an die
Sie vielleicht bis jetzt noch nicht gedacht haben.
Erdgas mit Zukunftspotenzial Bleiben wir zun&auml;chst bei
einer fossilen Energiequelle, die aber dennoch – und noch
immer – g&uuml;nstiger als Benzin und Diesel ist. So kostet
beispielsweise Erdgas an den 173 &ouml;ffentlichen Erdgas-Tankstellen in &Ouml;sterreich derzeit durchschnittlich EUR 0,92 per
Kilogramm, ist also durchaus um rund ein Drittel billiger als
Sprit. Damit nicht genug – auch im Reichweitenvergleich
schneidet Erdgas gut ab: F&uuml;r EUR 10 kommen Erdgasfahrer
rund 245 Kilometer weit. Dieselfahrer k&ouml;nnen f&uuml;r EUR 10
159 Kilometer weit fahren, Benzinfahrer nur 115 Kilometer.
Denn mit einem Kilogramm Erdgas kommen Autofahrer
gleich weit wie mit 1,5 Liter Benzin oder 1,3 Liter Diesel –
da Erdgas einen h&ouml;heren Brennwert hat. Egal ob man nun
als Privatperson sein Familienvehikel gegen ein Erdgasauto
umtauscht oder ob man als Unternehmer auf diese alternative Kraftquelle setzt: K&auml;ufer von Erdgasautos profitieren
neben dem g&uuml;nstigeren Treibstoff auch von einem NoVABonus in der H&ouml;he von EUR 500. (Die Normverbrauchsabgabe wird bei der Erstzulassung eines Fahrzeuges f&auml;llig.) In
Wien erhalten sie zudem eine F&ouml;rderung von EUR 1.000.
Auch Taxiunternehmen werden beispielsweise bei einem
Umstieg auf Erdgas unterst&uuml;tzt. Jeweils EUR 3.000 F&ouml;rderung stehen in Wien f&uuml;r maximal zwei Taxis bereit.
Elektroautos als teure Utopie Eindeutig teurer ist dagegen eine totale Abkehr von Erd&ouml;l und Erdgas, also der
unternehmerische oder private Umstieg auf Strom als
Energiequelle. Abgesehen davon, dass auch dieser Strom
aus kalorischen oder vielleicht sogar atomaren Kraftwerken
stammen k&ouml;nnte (auch in &Ouml;sterreich, schlie&szlig;lich importieren wir saisonabh&auml;ngig einen zweistelligen Prozentanteil
unseres Stromverbrauchs), rechnen sich Elektroautos bis
jetzt nicht einmal theoretisch. Zwar punkten sie bei den
Betriebskosten. Es fallen schlie&szlig;lich viele Wartungskosten
weg, da es weniger Verschlei&szlig;teile gibt; nicht einmal ein
&Ouml;lwechsel ist f&auml;llig. Und auch bei Versicherung und Steuer
spart man. Je nach Anbieter, Tarif und Modell des Fahr-
zeugs zahlt man einen j&auml;hrlichen Betrag zwischen EUR 100
und EUR 350 f&uuml;r die Versicherung. Au&szlig;erdem entf&auml;llt in
&Ouml;sterreich und zahlreichen anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern
die motorbezogene Versicherungssteuer. Aber: Aktuell gibt
es erstens kaum Elektroautos, welche sich f&uuml;r mehr als den
kleinwagen&uuml;blichen Personentransport eigenen. Und jene
Vehikel, welche uns f&uuml;r die kommenden Monate und Jahre
versprochen worden sind (von Opel Ampera &uuml;ber Nissan
Leaf bis zu einer gesamten Renault-Pkw- und -Nutzfahrzeugpalette), schrecken mit einem praktisch prohibitiven
Neuwagenpreis ab. Deutlich mehr als EUR 30.000 f&uuml;r ein
Modell der unteren Mittelklasse muss man hier mindestens
zahlen. Verantwortlich daf&uuml;r sind die hohen Batteriekosten.
Als Alternative wollen einige Hersteller deswegen ein Leasingmodell anbieten. Billiger wird’s dennoch nicht. Und
mit einer Batterieladung kommt man leider auch nur etwas
mehr als 100 Kilometer weit. Trotzdem dauert ein solcher
Ladevorgang acht Stunden, will man die Batterie schonen.
Hybridantrieb als m&ouml;gliche Alternative Bleibt noch als
relativ sinnvolle Alternative zu Benzin, Diesel und Strom
der Hybridantrieb. Allerdings muss man auch hier beachten,
dass solche Fahrzeuge im Regelfall teurer als vergleichbare
konventionelle Autos sind (rund 10 %), sich das Einsparungspotenzial aber oft auch mit „normalen“ Dieselmotoren
erreichen l&auml;sst. Was uns dann vor diesem Hintergrund doch
vielleicht beruhigt schlafen gehen l&auml;sst: Die OPEC sieht
jedenfalls auch vor dem Hintergrund der j&uuml;ngsten Entwicklungen wie Libyen-Krise oder Japan-Katastrophe keinen
Versorgungsengpass mit Roh&ouml;l. Die F&ouml;rderung der zw&ouml;lf
Mitgliedsstaaten habe im Februar den h&ouml;chsten Wert seit
September 2008 erreicht, hie&szlig; es erst k&uuml;rzlich in einem Monatsbericht. Zudem verf&uuml;ge die OPEC &uuml;ber hohe Reservekapazit&auml;ten von sechs Millionen Barrel (je 159 Liter) – und
auch die Best&auml;nde vor allem in Industriel&auml;ndern seien hoch.
Die Rohstoffexperten der Erste Bank wollen dagegen einen
dritten &Ouml;lschock nicht ausschlie&szlig;en. Im Jahresdurchschnitt
2011 rechnet die Erste Bank mit einem Brent-Preis von 124
Dollar; auch die 200-Dollar-Grenze k&ouml;nnte – falls es beispielsweise zu einer tempor&auml;ren Sperre der f&uuml;r den &Ouml;ltransport sehr wichtigen Stra&szlig;e von Hormus (Meerenge zwischen
Iran und Oman) kommt – erreicht werden. Dennoch sieht
sie als Res&uuml;mee einen fairen &Ouml;lpreis bei rund 90 Dollar je
Barrel. Hoffen wir, dass Scheichs, Analysten und &Ouml;lbarone
Recht behalten. Denn die Alternativen zu Sprit sind leider
noch nicht sehr &uuml;berzeugend.
B&uuml;hnenbild: Rolf Langenfass
„Der Zigeunerbaron“
ach langj&auml;hrigen Kriegswirren kehrt der junge S&aacute;ndor
Barinkay auf den Gutsbesitz seiner Familie in der
ungarischen Heimat zur&uuml;ck. Die alten L&auml;ndereien hat mittlerweile der Schweinez&uuml;chter Zsup&aacute;n in Besitz genommen,
und er weigert sich, diese wieder abzutreten.
Auch die Einheimischen begegnen dem Heimkehrer
sehr misstrauisch. Nur die Zigeunerin Czipra erkennt in
Barinkay den Sohn des ehemaligen Gutsbesitzers, und somit
akzeptieren ihn die Zigeuner als rechtm&auml;&szlig;igen Herrn und
k&uuml;ren ihn zu ihrem „Baron“.
Barinkay verliebt sich in das Zigeunerm&auml;dchen Saffi.
Prof. KS Harald Serafin mit Prof. Dr. h.c. KS Brigitte Fassbaender
Als sich jedoch herausstellt, dass sie von adeliger Herkunft
ist, f&uuml;hlt er sich ihrer als einfacher „Zigeunerbaron“ nicht
w&uuml;rdig. Er verpflichtet sich nach dem Werben des Grafen
Homonay f&uuml;r die Armee und zieht, ebenso wie Zsup&aacute;n, in
den Krieg.
Die Truppen kehren nach einigen Jahren erfolgreich
zur&uuml;ck, und Barinkay wird aufgrund seiner Verdienste in
den Adelsstand erhoben. Somit steht seiner Liebe zu Saffi
F&uuml;r die Inszenierung konnte Prof. Harald Serafin die
Intendantin des Tiroler Landestheaters, Frau Prof. Dr. h.c.
KS Brigitte Fassbaender, gewinnen. Ihre au&szlig;erordentliche
Karriere f&uuml;hrte sie als Mezzosopranistin an alle bedeutenden
Opernh&auml;user der Welt, von der New Yorker Met &uuml;ber die
Wiener Staatsoper bis zum Sydney Opera House. Als Regisseurin genie&szlig;t sie seit vielen Jahren einen ausgezeichneten
Ruf, und Intendant Harald Serafin ist sehr gl&uuml;cklich, diese
K&uuml;nstlerin f&uuml;r die kommende Produktion engagiert zu haben.
Neu im Team der Seefestspiele M&ouml;rbisch ist auch der
musikalische Leiter Manfred Mayrhofer, der langj&auml;hriger
Opernchef in Linz und Gastdirigent an vielen Opern&shy;
h&auml;usern, wie der Wiener Volksoper, war.
Die beiden Ten&ouml;re Lucian Krasznec und Steffen Schantz
teilen sich die grandiose Rolle des Zigeunerbarons S&aacute;ndor
Fotos: Seefestspiele M&ouml;rbisch
Barinkay. Das Zigeunerm&auml;dchen Saffi wird von der jungen Sopranistin Katrin Adel verk&ouml;rpert.
Prof. Harald Serafin selbst erheitert in der Rolle des sittenstrengen k&ouml;niglichen Kommiss&auml;rs
&shy;Conte Carnero, und sein Sohn Daniel Serafin singt die Rolle des Grafen Homonay mit dem klassischen Werberlied „Her die Hand, es muss ja sein …“.
Diese Operette z&auml;hlt zu den gr&ouml;&szlig;ten B&uuml;hnenwerken von Johann Strauss, denn sie vereint die
beschwingten Walzermelodien der goldenen Wiener Operetten&auml;ra mit den feurigen Cs&aacute;rd&aacute;skl&auml;ngen
der ungarischen Volksmusik.
Nicht umsonst begann 1957 mit dem „Zigeunerbaron“ die Erfolgsgeschichte der Seefestspiele
M&ouml;rbisch. Seither hat sich diese Operette zum „M&ouml;rbischer Klassiker“ entwickelt, denn sie bietet eine
F&uuml;lle von meisterlichen Melodien, wie „Ja, das alles auf Ehr, das kann ich und noch mehr“, „Ja, das
Schreiben und das Lesen, ist nie mein Fach gewesen“, „Wer uns getraut? Ei sprich: Sag’ Du’s“, „So
elend und so treu“ und nicht zu vergessen die pr&auml;chtige Ouvert&uuml;re.
Die Seeb&uuml;hne in M&ouml;rbisch bietet am Neusiedler See die perfekte Kulisse – das Publikum erwartet
2011 pannonisches Flair, hei&szlig;bl&uuml;tige Liebe und viele bekannte Melodien.
Kartenbestellung f&uuml;r
„Der Zigeunerbaron“ von Johann Strauss
Seefestspiele M&ouml;rbisch
Joseph-Haydn-Gasse 40/1
Tel.: +43(0)2682/66210-0
Fax: +43(0)2682/66210-14
e-Mail: tickets@seefestspiele-moerbisch.at
Homepage: www.seefestspiele-moerbisch.at
Fax: 050 1870-99 8226, z.Hd. Frau Karin Stirner
Ja, ich interessiere mich f&uuml;r die Seefestspiele M&ouml;rbisch. Bitte senden Sie mir Informationsmaterial zu.
Ich bestelle _____ Karten und erhalte einen Preisvorteil von –10 % (gilt nur bei Einlangen der Bestellung bis Ende Mai)
Vorname/Titel
KSV1870 Firmennummer
Foto: Air Liquide Austria GmbH
Optimieren und Gas geben
Bessere &Uuml;bersicht stand auch in der Buchhaltung von Air Liquide Austria GmbH ganz oben auf der
Wunschliste. Der KSV1870 unterst&uuml;tzt durch die Webl&ouml;sung „InsolvenzOnline“.
Text: Sandra Kienesberger
„Nachdem wir
Massendaten &uuml;bermitteln, war der
entscheidende Punkt
f&uuml;r uns die besondere
&Uuml;bersichtlichkeit der
L&ouml;sung.“
Mag. Sabine Kober,
ie Air Liquide Austria GmbH ist zweifelsfrei gut aufgestellt: Mit rund 35.000 Kunden weist &Ouml;sterreichs
f&uuml;hrender Anbieter von technischen und medizinischen
Gasen eine Kundenbasis auf, von der andere Unternehmen
nur tr&auml;umen k&ouml;nnen. Doch die Anzahl alleine ist noch kein
Garant f&uuml;r Ums&auml;tze. „Wir haben so viele Kunden aus den
verschiedensten Branchen, und das sind sowohl Gesch&auml;ftsals auch Privatkunden. Da leistet ein automatisiertes Mahnwesen und ein professioneller Umgang mit Ausfallsrisiken
und Insolvenzf&auml;llen einen enormen Beitrag zum Unternehmenserfolg“, so Mag. Sabine Kober, Chief Accountant bei
der Air Liquide Austria GmbH, die neben der Zentrale in
Schwechat auch noch mit sieben Vertriebsniederlassungen in
&Ouml;sterreich pr&auml;sent ist.
Viel Aufwand durch Insolvenzen Ein Rechenbeispiel zur
Verdeutlichung: Bei einer Insolvenzquote von 1,5 % in &Ouml;sterreich m&uuml;sste das Unternehmen – rein statistisch betrachtet
– im Vorjahr von 600 Insolvenzf&auml;llen betroffen gewesen sein.
Doch Sabine Kober gibt Entwarnung: „Durch ein effizientes
Debitorenmanagement und die Services des KSV1870 schlagen wir die Statistik bei weitem. 2010 waren bzw. sind wir
Gl&auml;ubiger in 110 Insolvenzverfahren, wobei wir die offenen
Forderungen &uuml;ber den KSV1870 angemeldet haben.“ Hinzu
kommt, dass das Unternehmen bei Insolvenzf&auml;llen &uuml;ber die
R&uuml;ckholung der vermieteten Anlagen, Kundentanks bzw.
Leihflaschen entscheiden muss. Ob dies geschieht, h&auml;ngt
davon ab, ob das Unternehmen weitergef&uuml;hrt oder liquidiert
wird. Der administrative und organisatorische Aufwand,
der in Zusammenhang mit Insolvenzen entsteht, ist neben
finanziellen Verlusten f&uuml;r Unternehmen also nicht gerade
KSV1870 L&ouml;sung unterst&uuml;tzt „Zur administrativen Entlastung haben wir uns daher f&uuml;r das Service ‚InsolvenzOnline‘
des KSV1870 entschieden“, so Kober. Nach dem Login im
gesicherten Webbereich des KSV1870 kann Air Liquide nun
alle Informationen zu den von ihr &uuml;bergebenen Insolvenzf&auml;llen online abrufen. Es k&ouml;nnen Vertretungsauftr&auml;ge &uuml;bergeben werden, Statistiken angefordert, Mitteilungen gesendet
werden und vieles mehr. „Nachdem wir Massendaten &uuml;bermitteln, war der entscheidende Punkt f&uuml;r uns die besondere
&Uuml;bersichtlichkeit der L&ouml;sung. Der schnelle Zugriff auf die
Fallhistorie (Wann haben wir was &uuml;bergeben, und was ist in
der Zwischenzeit passiert?) war f&uuml;r uns ebenso wichtig wie
die Tatsache, dass alle Dokumente mit Kundennummern
versehen sind“, begr&uuml;ndet Sabine Kober die Entscheidung.
Informationen nonstop abrufbar „Insolvenzverfahren
sind f&uuml;r Unternehmen, die als Gl&auml;ubiger betroffen sind, eine
gro&szlig;e Belastung. Kaum ein Verfahren wird in weniger als
zwei Jahren abgeschlossen, die Quoten sind im Vergleich zu
anderen L&auml;ndern zwar hoch, gemessen an der eigentlichen
Forderung aber nat&uuml;rlich nur ein Bruchteil. Zudem ‚tr&ouml;pfeln‘
die Quotenzahlungen in Raten retour ins Unternehmen.
F&uuml;r uns Gr&uuml;nde genug, um unsere Kunden durch ein &uuml;bersichtliches Tool wie ‚InsolvenzOnline‘ administrativ zu entlasten“, so Mag. Norbert Ruhrhofer, Produktmanager beim
KSV1870. „Zudem befreien wir unsere Kunden durch diese
L&ouml;sung von einem eigenen Papierarchiv.“
„InsolvenzOnline“ –
&Uuml;ber den innovativen KSV1870 Webservice k&ouml;nnen Unternehmen alle relevanten Informationen zu &uuml;bergebenen Insolvenzf&auml;llen
abrufen – und das an sieben Tagen der Woche, 24 Stunden am Tag. Text: Norbert Ruhrhofer
it der Webl&ouml;sung „InsolvenzOnline“ bietet der
KSV1870 seinen Kunden und Mitgliedern einen
konkurrenzlosen Service in der Online-Darstellung von zur
Vertretung &uuml;bergebenen Insolvenzf&auml;llen. F&uuml;r Unternehmen,
die diese L&ouml;sung nutzen, ist jede verfahrensrelevante Information zu &uuml;bergebenen F&auml;llen nach dem Login auf der KSV1870
Website via „InsolvenzOnline“ einsehbar – und das rund um
die Uhr. So k&ouml;nnen Informationen &uuml;ber Insolvenzf&auml;lle bis ins
kleinste Detail einzeln abgerufen werden. Neben der Angabe,
welche Forderungen anerkannt bzw. bestritten wurden, sind
auch Aussonderungsrechte, Quotenzahlungen und nicht zuletzt
empfohlene Wertberichtigungen ersichtlich. In die L&ouml;sung integriert wurde auch ein umfangreiches Berichtsarchiv. Zu allen
laufenden Verfahren wurden die Rundschreiben ab dem Jahr
2008 r&uuml;ckwirkend eingespielt.
Im Austausch mit dem Kunden &Uuml;ber den Men&uuml;punkt „Mitteilung an den KSV1870“ k&ouml;nnen fallspezifische Informationen
an den KSV1870 gesendet werden. Hier ist es unter anderem
m&ouml;glich, z. B. einem Sanierungsplan zuzustimmen, diesen abzulehnen bzw. sonstige Informationen ganz einfach &uuml;ber ein
Webformular an das zust&auml;ndige Insolvenzteam zu &uuml;bermitteln.
Ein wichtiger Zusatzservice f&uuml;r Kunden: Per e-Mail wird sofort
eine automatisierte Best&auml;tigung &uuml;ber die gesendete Information
zugestellt. So k&ouml;nnen get&auml;tigte Schritte auch auf Kundenseite
einfach und transparent nachvollzogen werden.
Abrufen, anfordern, senden Gerade f&uuml;r die Bilanzerstellung
notwendig: Auf Knopfdruck kann nun auch eine Aufstellung
aller offenen, beim KSV1870 befindlichen Forderungen f&uuml;r
den Steuerberater bzw. Wirtschaftstreuh&auml;nder angefordert werden. Bisher haben viele Kunden gegen Ende des Kalenderjahres
per e-Mail, Post oder telefonisch um die Zusendung ersucht.
Diese Zeiten sind dank „InsolvenzOnline“ vorbei. Jederzeit
k&ouml;nnen auch einfach und schnell Statistiken erstellt und versendet werden. Unterschieden wird zwischen einer Gesamtaufstellung aller je &uuml;bergebenen Insolvenzforderungen und einer
Statistik, die die &Uuml;berweisungen von Quotenzahlungen an
den Auftraggeber abbildet. &Uuml;ber weitere Men&uuml;punkte k&ouml;nnen
Kunden ganz einfach einen Vertretungsauftrag online an uns
&uuml;bergeben, tagaktuelle Insolvenzlisten abfragen, die w&ouml;chentlichen Mitteilungen (nur f&uuml;r KSV1870 Mitglieder) abrufen,
Firmen in den „InsolvenzCheck“ einmelden und Produkte
sowie Preislisten durchgehen.
Daten&uuml;bermittlung via Schnittstelle Mit der Webl&ouml;sung gibt der KSV1870 seinen Kunden
ein effizientes und &uuml;bersichtliches Tool in die Hand, das t&auml;gliche Abl&auml;ufe erleichtert und dabei
hilft, Zeit zu sparen. Ein besonderer Service f&uuml;r Gro&szlig;kunden ist die M&ouml;glichkeit der Integration
einer Web-Schnittstelle, weil dadurch Insolvenzinformationen via xml-Daten &uuml;bermittelt werden
k&ouml;nnen. Ebenso k&ouml;nnen die Vorteile von „InsolvenzOnline“ via SAP genutzt werden. Unterlagen f&uuml;r Insolvenzvertretungen m&uuml;ssen nicht mehr m&uuml;hsam ausgedruckt, kopiert, kuvertiert und
versendet werden, sondern k&ouml;nnen damit automatisch &uuml;ber digitale Medien ausgetauscht werden.
Bleibt zu sagen: Das positive Feedback bei den pers&ouml;nlichen Terminen und Veranstaltungen zum
Thema „InsolvenzOnline“ gibt uns recht. Der neue Weg, den wir eingeschlagen haben, wird von
unseren Mitgliedern und Kunden als &auml;u&szlig;erst hilfreich wahrgenommen. Der KSV1870 begeistert
durch diesen innovativen Service, und auch die Qualit&auml;t der Kundenbetreuung wird dadurch
kontinuierlich ausgebaut.
Mag. Norbert Ruhrhofer ist Produktmanager beim KSV1870 und steht jederzeit
unter 050 1870-8786 oder ruhrhofer.norbert@ksv.at f&uuml;r Fragen und Anregungen zur
Liquidit&auml;t f&uuml;r
Intermarket Bank – Ihr verl&auml;sslicher Partner
www.intermarket.at
Foto: Image 100 Ltd.
Interim Management –
Einsatzkr&auml;fte auf Zeit
Was tun, wenn Spitzenkr&auml;fte aus heiterem Himmel ausfallen? Interim Management ist eine innovative Antwort auf Engp&auml;sse in der F&uuml;hrungsriege von Unternehmen. Text: Maria Theresia B&uuml;hler
iele kennen die Situation: Der Ergebnisdruck in den
Unternehmen steigt, und die Personalressourcen sind
knapp. Der Workload pro Mitarbeiter nimmt zu. Unvorhergesehene Herausforderungen und Projekte k&ouml;nnen mit den
bestehenden Ressourcen nicht mehr bew&auml;ltigt werden. Jemand erkrankt ernsthaft, die R&uuml;ckkehr ins Unternehmen ist
ungewiss. Eine weibliche F&uuml;hrungskraft bekommt ein Baby,
ein leitender Mitarbeiter k&uuml;ndigt unerwartet, eine gesch&auml;tzte
F&uuml;hrungskraft will ein Sabbatical Year beanspruchen …
Diese Aufz&auml;hlung lie&szlig;e sich beliebig fortsetzen. All diese
Situationen haben aber eines gemeinsam: Sie k&ouml;nnen durch
den Einsatz von Interim Managern ideal &uuml;berbr&uuml;ckt werden.
Insbesondere im angloamerikanischen Raum ist Interim Management schon seit langem
weit verbreitet. Die ersten L&auml;nder in Kontinentaleuropa, die diese Arbeitsform eingesetzt
haben, waren die Niederlande und die Schweiz in den 1970er-Jahren. In Deutschland
besteht seit etwa 15 Jahren ein Markt daf&uuml;r, und in &Ouml;sterreich ist Interim Management
seit Mitte des vergangenen Jahrzehnts zunehmend ein Thema.
Zeitarbeit im Management Ein Interim Manager (auch
Manager auf Zeit genannt) ist ein selbstst&auml;ndiger Unternehmer und steht Firmen f&uuml;r Linienfunktionen oder als Projektleiter f&uuml;r eine bestimmte Zeit zur Verf&uuml;gung. Der Einsatz
eines Interim Managers dauert im Allgemeinen zwischen drei
und neun Monaten. Sobald seine Aufgabe erf&uuml;llt ist, verl&auml;sst
er das Unternehmen wieder. Interim Management ist eine relativ neue Arbeitsform. Zeitarbeit ist in anderen Funktionen
schon weit verbreitet, auf Management-Niveau allerdings in
&Ouml;sterreich noch relativ unbekannt (siehe Kasten).
Voll und ganz dabei Anders als ein externer Berater wird
der Interim Manager Teil der Organisation sowie in Unternehmen aller Gr&ouml;&szlig;en eingesetzt und mit allen erforderlichen
Kompetenzen ausgestattet. Die Ma&szlig;nahmen, die er vorschl&auml;gt, setzt er auch um und begleitet die Organisation, bis
das Ziel erreicht ist. Somit ist die Beratung immer auch ein
Teil seiner Leistung – der Interim Manager bringt schlie&szlig;lich sein gesamtes Know-how ein. Zum Einsatz kommen
Interim Manager immer dann, wenn
– besondere Herausforderungen bestehen,
– ein kurzfristiges Besetzungsproblem oder eine unvorhergesehene Vakanz gegeben ist,
– ein bestimmtes Spezial-Know-how gebraucht wird oder
– wenn es um die Abwicklung zeitlich begrenzter Projekte
geht, f&uuml;r die die richtigen Personalressourcen in der Organisation nicht zur Verf&uuml;gung stehen.
– I nterim Manager sind innerhalb weniger Tage
– Ein Interim Manager bringt den objektiven Blick von
au&szlig;en mit.
– Ein Interim Manager gilt nicht als zus&auml;tzlicher Mitarbeiter, was insbesondere bei den Unternehmen mit
Personaleinstellungsstopp wichtig ist.
– Fixkosten mutieren zu variablen Kosten.
Vielf&auml;ltige T&auml;tigkeitsfelder Interim Manager kommen in
allen Branchen, f&uuml;r alle Funktionen und Aufgaben zum Einsatz. Einige Beispiele aus der Praxis: Ein mittelst&auml;ndisches
IT-Unternehmen braucht f&uuml;r die Finanzierung durch die
Bank eine Begleitung bei der Erstellung des Businessplans,
der Mittelfristplanung und Unterst&uuml;tzung bei den Verhandlungen mit Banken. Oder: Ein international t&auml;tiger Baumaschinenh&auml;ndler f&uuml;hrt ein neues ERP-System ein und ben&ouml;tigt f&uuml;r den Roll-out in den 15 Tochtergesellschaften im
CEE-Raum einen Projektleiter. Der HR-Leiter eines Hightech-Unternehmens f&auml;llt infolge eines Burnouts f&uuml;r l&auml;ngere
Zeit aus. Ein Versicherungsunternehmen ben&ouml;tigt f&uuml;r die
Phase des Jahresabschlusses einen Leiter Rechnungswesen,
der den Abschluss nach IFRS und die Konsolidierung zeitgerecht sicherstellt. Ein deutsches Lebensmittelunternehmen
ben&ouml;tigt f&uuml;r die Bearbeitung des &ouml;sterreichischen Marktes
eine Marketingleiterin, die die geplanten Ma&szlig;nahmen
umsetzt. Ein Unternehmen der Automobilzulieferindustrie
akquiriert ein weiteres Unternehmen in Tschechien. Die
Qualit&auml;tssicherungsprozesse m&uuml;ssen mit den anderen Standorten harmonisiert und das Niveau angehoben werden.
Oder: Eine Beteiligungsgesellschaft hat in ihrem Portfolio
ein Produktionsunternehmen von Ultraleichtflugzeugen in
Tschechien, das vor dem Verkauf saniert werden muss.
Vielf&auml;ltige Experten im Pool Ein Provider oder Bereitsteller von Interim Managern unterh&auml;lt einen Pool an
Managern, die umfassend ge- und &uuml;berpr&uuml;ft sind und deren
Pers&ouml;nlichkeit analysiert wurde. Diese strenge Due Diligence der Kandidaten ist f&uuml;r eine Vermittlung von zentraler
Bedeutung. Der Provider bietet Unternehmen innerhalb
weniger Tage mehrere Kandidaten zur Auswahl, die den
Anforderungen entsprechen. Bei dieser Auswahl wird neben
dem fachlichen Hintergrund insbesondere auf die Soft Skills
und die kulturelle Entsprechung geachtet. W&auml;hrend des
Einsatzes begleitet der Provider das Mandat im Sinne der
Qualit&auml;tssicherung und bleibt mit dem Auftraggeber und
dem Interim Manager in laufendem Kontakt.
Die Vorteile auf einen Blick Der Einsatz eines Interim
Managers hat viele positive Seiten:
– Punktgenaues Know-how: Interim Manager m&uuml;ssen dieselbe Aufgabe in derselben oder nah verwandten Branche
bereits mehrmals erfolgreich erf&uuml;llt haben.
– Die Kosten eines Interim Managers sind genau kalkulierbar. Verrechnet werden nur jene Zeiten, in denen auch
Leistung erbracht wurde. Es fallen keine unvorhergesehenen Nebenkosten an.
– Arbeitsrechtliche Risiken entfallen zur G&auml;nze.
Mag. Maria Theresia B&uuml;hler gr&uuml;ndete 2006
mit B&uuml;hler Management den ersten Provider
von Interim Managern in &Ouml;sterreich. Mit mehr
als 400 Managern aller Funktionsbereiche und
Branchen mit Kompetenzen insbesondere in
der DACH-Region und S&uuml;dosteuropa ist das
Unternehmen der gr&ouml;&szlig;te Provider von Interim Managern in
&Ouml;sterreich. B&uuml;hler Management ist mit einer Niederlassung in
der Schweiz und einer Repr&auml;sentanz in Deutschland vertreten.
N&auml;here Informationen unter www.buehler-mgmt.com.
Foto: B&uuml;hler Management
Die ideale L&ouml;sung Die Honorare der Interim Manager
liegen rund 20 % &uuml;ber einem Fixgehalt, berechnet zu
Vollkosten. Anders als bei einer „Executive Search“ (Personalvermittlung f&uuml;r Fixanstellungen) ist die Vorleistung des
Providers f&uuml;r den Auftraggeber unentgeltlich. Bezahlt werden
nur die geleisteten Zeiten. Insgesamt entscheiden sich heute
mehr und mehr Unternehmen im Bedarfsfall f&uuml;r Interim
Manager. Denn angesichts der eingangs beschriebenen Herausforderungen ist der Einsatz von F&uuml;hrungskr&auml;ften auf Zeit
eine rasche und ideale Probleml&ouml;sung.
Jedenfalls nicht im Inkasso, denn hier lautet das Motto „Speed ist Trumpf“. Anders ausgedr&uuml;ckt:
Nur junge Forderungen sind auch gute Forderungen. Text: Johannes Eibl
ie Reglementierung der Energieversorger schreitet
immer st&auml;rker voran. So war auch in den Medien
immer wieder vom ELWOG (Elektrizit&auml;tswirtschafts- und
Organisationsgesetz) zu lesen. Stromkonsumenten, egal ob
f&uuml;r den Gesch&auml;fts- oder Privatbereich, sind vor allem von den
organisatorischen Ma&szlig;nahmen betroffen, die eine Trennung
von der Produktion bzw. dem Verkauf des Stroms vom Netzbetrieb vorsehen. Zur Erinnerung: Heute kann der Stromlieferant frei gew&auml;hlt werden, w&auml;hrend in der Vergangenheit bei
jenem Stromproduzenten gekauft werden musste, der auch
das Stromnetz betrieben hat. Liest man im Gesetzestext nach,
wird als Ziel gleich im ersten Absatz des &sect; 3 festgehalten, dass
dieses Gesetz „der &ouml;sterreichischen Bev&ouml;lkerung und Wirtschaft
kosteng&uuml;nstige Elektrizit&auml;t in hoher Qualit&auml;t zur Verf&uuml;gung
stellen“ soll. Der Strom soll also durch das ELWOG f&uuml;r die
Wirtschaft und Privatpersonen g&uuml;nstiger werden.
Energieversorger im Fokus Dies ist Anlass f&uuml;r uns als Forderungsmanager, einen Blick auf das Zahlungsverhalten von
Stromkunden zu werfen. Der KSV1870 ist seit Jahren mit
dem Inkasso &uuml;berf&auml;lliger Forderungen aus dem Bereich der
Stromanbieter vertraut. Wir haben somit genug Erfahrung
und Daten, um sogenannte „Benchmarks“ (Best-PracticeModelle) in der Branche der Energieversorger aufzuzeigen
und zu analysieren. F&uuml;r die nachstehend beschriebenen
Ergebnisse wurden vier lokale Energieversorger in &Ouml;sterreich
analysiert. Ermittelt wurde, wie es mit der Einbringlichkeit
von offenen Forderungen aussieht.
Kein Selbstl&auml;ufer mehr Die Energieerzeuger hatten fr&uuml;her
ein sogenanntes „lokales Monopol“. Damit verbunden war
die Preishoheit &uuml;ber die Ware Strom. Die Konsumenten
waren den Erzeugern sozusagen zugeteilt. Es gab also f&uuml;r den
Konsumenten im Normalfall nur einen lokalen Anbieter,
bei dem der Strom bezogen wurde. Damit wurde auch der
Preis von diesem Anbieter bestimmt. Nun aber m&uuml;ssen sich
auch diese Unternehmen dem Preiswettbewerb stellen und
sind gefordert, hohen Kundenservice zu bieten. Und so ist
auch bei den Stromversorgern Customer Relationship Management (CRM) zum schillernden Zauberwort geworden.
Viele Anbieter haben in den vergangenen Jahren massiv in
CRM-Prozesse investiert und versucht, dadurch Kunden zu
halten bzw. ihnen keinen Anlass zu bieten, auf verlockende
Konkurrenzangebote einzugehen. „Der Kunde ist K&ouml;nig“
hei&szlig;t in vielen Betrieben die Losung.
Die Erfolgsquote entscheidet Es liegt also nahe, dass
versucht wird, den Stromliefervertrag so lange wie m&ouml;glich
„Unabh&auml;ngig von der Branche gilt immer, dass Forderungsh&ouml;he und
Forderungsalter &uuml;ber den Erfolg – also ob eine Forderung einbringlich
zu machen ist oder nicht – entscheiden.“
Jasmin Wimmer, Teamleiterin Energieversorgung, KSV1870 Forderungsmanagement GmbH
aufrechtzuerhalten. Aus Sicht des Kundenservice ist dann
mitunter die Versuchung gro&szlig;, mit dem Forderungseinzug
l&auml;nger als notwendig zu warten. Andererseits wissen gerade
wir im Forderungsmanagement, dass Zeit Geld ist. Je l&auml;nger
mit der Betreibung von offenen Rechnungen gewartet wird,
desto schwieriger wird es, dieses Geld auch einbringlich zu
machen. Aber auch vor diesem Hintergrund gelingt es einzelnen Branchenteilnehmern, gute Ergebnisse zu bringen.
Die Bandbreite der Erfolgsquote von einbringlich gemachten
Geldbetr&auml;gen liegt in unserer Untersuchung zwischen 20 %
und 41 %. Der „Klassenbeste“ erzielt also ein doppelt so
gutes Ergebnis wie sein schw&auml;chster „Artgenosse“.
R&uuml;ckfluss Kapital = Erfolgsquote bei offenen Forderungen
in % bzgl. der von uns bearbeiteten F&auml;lle aus 2008 und 2009.
40,68 %
33,47 %
25,49 %
Es geht noch besser! Der zweite relevante Punkt bei jeder
Inkassobetreibung ist das Alter einer Forderung. Denn auch
die 41 % des „Klassenbesten“ sind noch zu „toppen“. Stromlieferanten m&uuml;ssen jedoch den Mut haben, den KSV1870
schnell einzuschalten – und zwar noch vor dem Abbruch der
Kundenbeziehung (Vertragsk&uuml;ndigung, Stromabschaltung).
Ein aktives Steuern der Kundenbeziehung ist das Gebot
der Stunde. Wird die nicht eingehende Zahlung noch im
Vertragszustand zur Inkassobetreibung &uuml;bergeben, werden
deutlich bessere Ergebnisse erzielt. Durch diese aktive Steuerung der offenen Verpflichtungen gelingt es nachgewiesenerweise, auch in der schwierigen Branche der Energieversorger
23,85 % 22,79 %
23,58 %
20,51 % 20,39 %
Energieversorger 1
Forderungsh&ouml;he niedrig halten Grund genug, um zu
fragen, was der „Klassenbeste“ eigentlich anders macht. Antwort: Die Forderungsh&ouml;he ist entscheidend! Der „Klassenbeste“ schafft es, dass seine durchschnittlich ausstehende Stromrechnung in etwa EUR 300 nicht wesentlich &uuml;berschreitet.
Der „Klassennachz&uuml;gler“ in unserer Analyse, also jener, der
die schlechteste Quote erzielt, l&auml;sst Strom im Wert von
&uuml;ber EUR 500 pro Kunde liefern, bis er als Konsequenz die
Abschaltung der Stromlieferung veranlasst. Diese Tatsache –
dass die Forderungsh&ouml;he relevant f&uuml;r die Einbringlichkeit ist
– stellen wir allerdings unabh&auml;ngig von der Branche fest. Egal
f&uuml;r welchen Kunden der KSV1870 Forderungen im Inkasso
betreibt, es gilt immer: Je geringer die Forderungsh&ouml;he, desto
einfacher wird das Geld inkassiert!
Quote 2008
Quote 2009
Energieversorger 2
&oslash;-Quote 2008: 25,83 %
Energieversorger 3
Energieversorger 4
&oslash;-Quote 2009: 26,86 %
Durchschnittlicher Forderungswert in EUR
der Energieversorger in den Jahren 2008 und 2009.
&oslash; 2008: EUR 492,–
&oslash; 2009: EUR 462,–
eine Einbringlichkeit von 84 % zu erreichen. Damit kann
auch der Branchenbeste in unserem Beispiel noch deutlich
zulegen, vorausgesetzt, er nennt das Kind – besser die offene
Rechnung – beim Namen.
Gewinner auf vielen Seiten Am Ende hilft die Verbesserung der Einbringlichkeit offener Rechnungen bei Energieversorgern uns allen. Denn je weniger Forderungsausf&auml;lle
unsere Stromlieferanten abfedern m&uuml;ssen, umso weniger
Kosten werden auf die anderen Kunden umgelegt. Am Ende
unterst&uuml;tzt ein aktives Forderungsmanagement der Energieversorger auch die Ziele des ELWOG, n&auml;mlich den Kunden
m&ouml;glichst g&uuml;nstigen Strom zur Verf&uuml;gung zu stellen.
Foto: Maren Be&szlig;ler/PIXELIO
Marktl&uuml;ckenf&uuml;ller –
Zuwanderer machen sich seltener selbstst&auml;ndig als Einheimische. Wenn sie es aber trotzdem
tun, dringen sie oft in Nischen vor. Text: Beate Lammer
nternationalit&auml;t sei in ihrer Branche ein gro&szlig;er Pluspunkt, stellt Selma Prodanovic fest. Die geb&uuml;rtige
Bosnierin hat vor f&uuml;nf Jahren das Unternehmensberatungsunternehmen Brainswork gegr&uuml;ndet. Da hatte sie
schon die &ouml;sterreichische Staatsb&uuml;rgerschaft. Prodanovic, die auch eine Zeitlang in Nordafrika und Spanien
gelebt hat und f&uuml;nf Sprachen spricht, ist das, was
Wirtschaftskammer-Pr&auml;sidentin Brigitte Jank als „globale
Unternehmerin“ bezeichnet, ein „neuer Typ von Unternehmensgr&uuml;nder“, der sich durch Weltoffenheit und
Leistungsbereitschaft auszeichnet und seine Produkte und
Dienstleistungen nicht nur der eigenen Ethnie, sondern
allen Kundenschichten anbietet. Auch Prodanovic selbst
f&uuml;hlt sich als internationale Unternehmerin willkommen:
Menschen mit internationalem Hintergrund seien auf
dem Arbeitsmarkt gefragt, meint sie. Man brauche sie im
„Ethnomarketing“, um neue Zielgruppen zu erreichen.
Und f&uuml;r das internationale Gesch&auml;ft. Dann r&auml;umt sie
aber ein: „Nat&uuml;rlich gibt es 1.000 Dinge, die das Leben
f&uuml;r Migranten nicht einfach machen.“ Die fremde Sprache etwa. Oder das unbekannte System. „Man muss erst
entdecken, wozu die Wirtschaftskammer da ist oder was
„Die gr&ouml;&szlig;te H&uuml;rde sind fehlende Informationen.“
es bedeutet, wenn man als Gr&uuml;nder einen Brief
vom Anwalt erh&auml;lt.“ Solche Probleme kennt sie
von ihren Kunden, bei denen es sich oft auch um
Unternehmensgr&uuml;nder handelt.
pen, die Beratung wollen“, erkl&auml;rt Izdebska ihr Konzept.
Private wie Businesskunden. „Wir setzen nicht voraus, dass
der Kunde sich mit Computern auskennt. Zu uns kommen
computeraffine Menschen, aber auch die Oma, die den
ersten Computer in ihrem Leben kauft und bisher geglaubt
Beratung als Extra „Wenn sich Migranten
selbstst&auml;ndig machen, f&uuml;llen sie oft Nischen aus“,
stellt Heinz Fassmann vom Institut f&uuml;r Geografie
und Regionalforschung an der Universit&auml;t Wien
fest. Auch die Polin Aleksandra Izdebska und ihr
Mann Damian Izdebski sprangen in eine Marktl&uuml;cke, als sie das EDV-Unternehmen DiTech
gr&uuml;ndeten: „DiTech richtet sich an alle Zielgrup-
UNIQUE/Grayling
Alles anders und doch erfolgreich 1,5 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund gibt
es in &Ouml;sterreich. 10 % der Berufst&auml;tigen mit
Migrationshintergrund machen sich selbstst&auml;ndig, bei den Berufst&auml;tigen „ohne“ sind es 14 %.
Haben Migranten einen Job, so f&uuml;hlen sie sich
auch zu einem Viertel &uuml;berqualifiziert daf&uuml;r, geb&uuml;rtige &Ouml;sterreicher tun das nur zu 10 %. „Die
Anerkennung ausl&auml;ndischer Bildungsabschl&uuml;sse
als eine Voraussetzung f&uuml;r eine qualifikationsad&auml;quate Anstellung gestaltet sich f&uuml;r Migranten
schwierig“, hei&szlig;t es im „Statistischen Jahrbuch
zu Migration &amp; Integration 2010“ der Statistik
Austria. Auch die Spitzenk&ouml;chin Sohyi Kim
verstand anfangs nicht so recht, wozu man eine
Bef&auml;higungspr&uuml;fung braucht, bei der man Huhn
auf verschiedene Arten zubereiten muss, wenn
man ohnehin nur Fisch kochen will. Die geb&uuml;rtige Koreanerin schaffte die Pr&uuml;fung schlie&szlig;lich
doch und ist nun eine der bekanntesten PromiK&ouml;chinnen des Landes. Eine ihrer Pioniertaten
war, das Takeaway-Sushi in Wien salonf&auml;hig zu
machen. „Ich habe mir gesagt: Warum sollte das
in &Ouml;sterreich nicht funktionieren, was in Asien
gang und g&auml;be ist?“ Sie behielt Recht. Nach
drei Monaten waren ihre Sushi-Lunchboxen
ein Renner, inzwischen werden sie von vielen
Unternehmern nachgeahmt. Und Kim kocht in
ihren zwei Lokalen f&uuml;r anspruchsvolle G&auml;ste. F&uuml;r
das Marketing ist die asiatische Herkunft kein
Nachteil.
F&uuml;r einen Beratungsbesuch des AMS
w&uuml;rden Unternehmer/innen jetzt alles tun.
Nicht n&ouml;tig. Denn das AMS kommt ohne Aufwand
in Ihr Unternehmen, um Sie zu beraten. Damit Sie
genau das Personal bekommen, das Sie brauchen.
Anruf oder Klick gen&uuml;gt: 0800 500 150 oder
www.ams.at/tour
Sie sind gefragt.
Foto: Brainswork
„Man muss erst
entdecken, wozu die
da ist oder was es
bedeutet, wenn man
als Gr&uuml;nder einen
Brief vom Anwalt
erh&auml;lt.“
Selma Prodanovic,
CEO/CNO von
Brainswork GmbH
hat, ein Computer besteht aus Tastatur und Monitor.“
Allerdings w&uuml;rden sich die meisten Kunden auskennen.
Relativ konkurrenzlos sei auch das Hybridkonzept aus
Retail- und Onlinehandel, wobei man f&uuml;r beides die
gleichen Preise verlange. „Viele Kunden wollen online
bestellen, im Fall des Falles dann aber doch im Gesch&auml;ft
vorbeischauen, oder sie lassen sich Teile reservieren.“
DiTech, das 1999 als Zweipersonenunternehmen startete, besch&auml;ftigt heute 280 Mitarbeiter. Viele kommen
etwa aus Deutschland, Polen, Serbien, den Philippinen
oder China. „F&uuml;r mich spielt das keine Rolle“, sagt Izdebska. H&auml;ufig sind es aber doch vor allem Migranten,
die bei Migranten t&auml;tig werden – bei Familienunternehmen ergibt sich das zwangsl&auml;ufig so. Migranten h&auml;tten oft
Ressourcen, die einheimische Unternehmer nicht haben,
etwa den Familienverband, stellt Migrationsforscher Fassmann fest: „Wenn die ganze Familie hilft, ist es einfacher,
die langen &Ouml;ffnungszeiten im Lebensmittelhandel abzudecken.
Gem&uuml;sehandel in t&uuml;rkischer Hand Eine typische
Migranten-Nische ist der Bereich der Nahversorgung, das
stellt man auch in der Wirtschaftskammer fest. „Die migrantentypische Branche in dem Sinn gibt es zwar nicht“,
schr&auml;nkt Brigitte Jank ein. Aber es gebe Schwerpunkte:
„T&uuml;rkische Unternehmen sind zu einem gro&szlig;en Teil im
Handel und hier vor allem im Lebensmitteleinzelhandel
t&auml;tig. Italienische Unternehmer weisen eine starke Pr&auml;senz im Bereich Tourismus und Freizeitwirtschaft auf.“
Und bulgarische Wirtschaftstreibende h&auml;tten eine starke
Affinit&auml;t zur Informations- und Consultingbranche. Auch
bei &Auml;nderungsschneidern, Schuhmachern und Textilerg&auml;nzungsgesch&auml;ften sei der Migrantenanteil hoch, stellt
Fassmann fest. Sie versorgten h&auml;ufig die eigene Klientel,
etwa mit speziellen Reiseb&uuml;ros, Telefongesch&auml;ften oder
&Uuml;bersetzungsb&uuml;ros. Bisweilen seien es aber auch die
geringeren Aufstiegschancen im unselbstst&auml;ndigen Bereich, die die Migranten in die Selbstst&auml;ndigkeit treiben,
etwa durch Beschr&auml;nkungen im Arbeitsmarkt. Migranten
selbst bezeichnen nicht selten die Sprache als gr&ouml;&szlig;te
H&uuml;rde. „Ich habe kein Wort deutsch gesprochen, als ich
nach &Ouml;sterreich gegangen bin, ich habe aber die Schule
besucht“, erz&auml;hlt Izdebska. „Gott sei Dank hatte ich so
die M&ouml;glichkeit, Deutsch zu lernen, bevor ich ins Berufsleben eingestiegen bin. Diese M&ouml;glichkeit hat nicht jeder
Ausl&auml;nder.“ Die DiTech-Chefin &uuml;bt auch Kritik: Viele
Migranten w&uuml;rden die Wichtigkeit von guten Deutschkenntnissen untersch&auml;tzen, meint sie. „Sie wollen sich
einfach nur verst&auml;ndigen. Das reicht aber oft nicht bei
schwierigeren Themen, wenn man Auftr&auml;ge entgegennehmen will und etwas nicht nachvollziehen kann.“
Fehlende Bonit&auml;t erschwert Firmengr&uuml;ndung Ein
zweites Problem sei die Bonit&auml;t. „Wer nicht schon lange
in &Ouml;sterreich angestellt war, hat keine gute Kreditw&uuml;rdigkeit.“ Die DiTech-Gr&uuml;nder erhielten Geld von einem
Bekannten, f&uuml;r den sie schon vorher Dienstleistungen
erbracht hatten. „Er hat unser Potenzial gesehen, obwohl
wir keine Bonit&auml;t hatten.“ Sohyi Kim musste dagegen ihre
ganze Kreativit&auml;t ausspielen, um Kosten zu sparen: „Ich
komme aus der Modebranche, und da habe ich eben auch
f&uuml;r das Lokal eigenh&auml;ndig Pl&auml;ne f&uuml;r den Tischler gezeichnet.“ Ihre ersten Lampenschirme f&uuml;r das Lokal hat sie
selbst hergestellt. Ein wenig Geld brauchte sie trotzdem
noch, aber daf&uuml;r musste sie eben &ouml;fter bei der Bank vorsprechen, um den Sachbearbeiter von ihrem Businessplan
zu &uuml;berzeugen. „Die gr&ouml;&szlig;te H&uuml;rde sind fehlende Informationen“, meint dagegen WK-Wien-Chefin Jank. Das
treffe freilich auch auf einheimische Unternehmer zu, die
h&auml;ufig nicht die zahlreichen Informationsangebote, etwa
das Gr&uuml;nderservice, in Anspruch nehmen w&uuml;rden. Dass
Migranten h&auml;ufiger deswegen selbstst&auml;ndig w&uuml;rden, weil
sie keine ad&auml;quate Anstellung finden, glaubt sie ebenfalls
nicht. Eine Studie zeige, dass die wichtigsten Motive f&uuml;r
eine Selbstst&auml;ndigkeit das Streben nach Unabh&auml;ngigkeit
und materielle Aspekte seien. „F&uuml;r migrantische Unternehmer ist auch noch der Wunsch nach Ansehen von
Eventreihe f&uuml;r KSV1870 Online-Services
Mag. Johannes Eibl, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer KSV1870 Forderungsmanagement GmbH, und der Produktmanager Mag. Norbert Ruhrhofer haben sich am 18.3.2011
auf nach Innsbruck gemacht, um vor einer Reihe von Interessierten die KSV1870 Services Inkasso- und InsolvenzOnline zu pr&auml;sentieren. Im Hilton Innsbruck
nutzten viele der insgesamt 30 Teilnehmer die Gelegenheit, um Fragen zu den KSV1870 Dienstleistungen zu stellen. Im Anschluss wurde bei einem gemeinsamen Mittagessen &uuml;ber Inkasso- und Gl&auml;ubigerschutzfragen diskutiert. Das Innsbruck-Event war die Auftaktveranstaltung, es folgten Pr&auml;sentationen in Graz
(30.3.), Klagenfurt (31.3.) und Salzburg (8.4.).
Foto: Wajand Dietmar
Mag. Regina Thomann-Krasser vom BFI sowie
Reinhard Hilber und Christoph Haller von den Innsbrucker Kommunalbetrieben.
Mag. Johannes Eibl, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer KSV1870 Forderungsmanage- Elmar Schneider und Reinhard Mossmann von der
Vorarlberger Kraftwerke Aktiengesellschaft.
ment GmbH, gemeinsam mit dem Produktmanager Mag. Norbert
Ruhrhofer in Innsbruck.
Auf der Veranstaltung in Klagenfurt: KSV1870 Vertriebsmitarbeiter Walter
M&uuml;ller gemeinsam mit Mag. Susanne Kramer und Prok. Alfred Ostermann
von SPAR &Ouml;sterreichische Warenhandels-AG.
Vertriebsmitarbeiter Walter M&uuml;ller und KSV1870 Produktmanager
Mag. Norbert Ruhrhofer in Graz.
Online-Services im Praxistest: Mag. Norbert Ruhrhofer, Walter M&uuml;ller mit KSV1870
Niederlassungsleiterin Klagenfurt Mag. Barbara Wiesler-Hofer, Mag. Susanne Kramer und
Prok. Alfred Ostermann.
Full House bei der Veranstaltung in der Steiermark.
Auch Ren&eacute; Jonke, Niederlassungsleiter Graz,
pr&auml;sentierte Zahlen, Daten und Fakten.
3. GSV-Bundeskongress in Bonn
Die zu Beginn des Jahres formierte GSV-Mannschaft hat sich zur
Aufgabe gestellt, die Gl&auml;ubigerinteressen in allen Insolvenzverfahren zu b&uuml;ndeln und zu vertreten.
Fotos: GSV
Der aktuelle Gesetzesentwurf in Deutschland zur Erleichterung der Sanierung von Unternehmen (ESUG) wird Gl&auml;ubigern und Gesellschaftern zuk&uuml;nftig gr&ouml;&szlig;ere Chancen
f&uuml;r einen fairen Ausgleich er&ouml;ffnen. Dies ist das Kernergebnis des 3. Bundeskongresses
der Gl&auml;ubigerschutzvereinigung Deutschland e.V. (GSV). Mehr als 300 Teilnehmer
und 16 renommierte Referenten diskutierten am 10. M&auml;rz unter dem Themendach
„Ein B&uuml;ndnis – ein Ziel. Starke Gl&auml;ubiger im Insolvenzverfahren“ in Bonn. Der Kongress repr&auml;sentierte einen Querschnitt aller relevanten politischen und gesellschaftlichen
Gruppen in Deutschland. Zentrales Ziel aller Beteiligten war das gemeinsame Streben
nach dem bestm&ouml;glichen Insolvenz- und Sanierungsrecht. Weitere Informationen finden
Sie unter www.gsv.eu.
Dr. Hans-Georg Kantner, Leiter KSV1870 Insolvenz, beleuchtete in seinem Vortrag die &ouml;sterreichische Situation und sprach speziell &uuml;ber das
Sanierungsrecht in &Ouml;sterreich.
GSV-Vorstand und Schatzmeister
Christoph Hillebrand im Gespr&auml;ch mit
KSV1870 Vorstand Johannes Nejedlik.
Mag. Johannes Eibl, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer KSV1870 Forderungsmanagement,
gemeinsam mit Klaus J&uuml;rgen Noll (Zurich Insurance plc), KSV1870 Vorstand
Karl Jagsch, Udo Thart (Zurich Insurance plc) und Roland F&uuml;hrer, MAS MBA,
Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer KSV1870 Information GmbH.
KSV1870 in Kooperation
Fotos: GCT-Beratungszentrum
Am 23. M&auml;rz 2011 fand im Zuge der neuen Kooperation zwischen
KSV1870 und Gneist Consulting Team (GCT) eine Auftaktveranstaltung f&uuml;r Kunden statt. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion informierte Rainer Toifl-Dupin, Senior Produktmanager bei der KSV1870
Information GmbH, zum Thema „Spannungsfeld Bonit&auml;tsinformation –
Kreditw&uuml;rdigkeit, Zahlungsverhalten und Rating“. Anschlie&szlig;end standen Carina Schl&ouml;gl, Julian H&ouml;ller und Hans Altenkopf vom KSV1870
Au&szlig;endienst den rund 120 Teilnehmern f&uuml;r n&auml;here Informationen
rund um den KSV1870 und f&uuml;r Fragen zur Absicherung der eigenen
Liquidit&auml;t im Speziellen zur Verf&uuml;gung.
Fotos: GEPA/Sporthilfe
Auftakt 2011:
Erster Sport &amp; Business Circle
KSV1870 Vertriebsmitarbeiterin Silvia
Wiedeck (rechts) beim Get-together.
Mag. Johannes Eibl (Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer) und Walter Koch
(Prokurist) von der KSV1870 Forderungsmanagement
GmbH gemeinsam auf der Veranstaltung.
Am 4. April 2011 fand der erste Sport &amp; Business Circle der &Ouml;sterreichischen Sporthilfe im aktuellen Jahr statt. Im thematischen Mittelpunkt
der Veranstaltung stand die Fragestellung: „Muss &Ouml;sterreichs Sportart
Nummer eins um ihre Zukunft bangen?“ Denn Klimawandel, steigende
Verletzungsgefahr und Nachwuchsmangel verhei&szlig;en nichts Gutes. Unter
der Leitung von Michael Roscher diskutierten Dr. Samo Kobenter, Leiter
der Sektion Sport im Bundesministerium f&uuml;r Landesverteidigung und
Sport, und Dr. Klaus Leistner, Generalsekret&auml;r des &Ouml;sterreichischen
Skiverbandes, gemeinsam mit Franz Schenner, Sprecher der „Allianz Zukunft Winter“, Prof. Mag. Peter Zellmann, Leiter Institut f&uuml;r Freizeit- und
Tourismusforschung, und dem ehemaligen Skil&auml;ufer und jetzigen Hotelier
Hans Enn im ATH Savoyen Vienna. Mag. Johannes Eibl, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer
der KSV1870 Forderungsmanagement GmbH, repr&auml;sentierte gemeinsam
mit Prokurist Walter Koch den KSV1870, der die &Ouml;sterreichische Sporthilfe als Partner unterst&uuml;tzt.
IMPRESSUM: Medieninhaber: Kreditschutzverband von 1870, 1120 Wien, Wagenseilgasse 7; www.ksv.at; Herausgeber: Johannes Nejedlik; Verlagsort: Wien; Chefredaktion: Karin Stirner;
Redaktion: Birgit Glanz, Mag. Sandra Kienesberger; Autoren dieser Ausgabe: Mag. Maria Theresia B&uuml;hler, Mag. Johannes Eibl, Dr. Christian J&ouml;rg, Dr. Christine Kary, Mag. Beate Lammer,
Mag. Norbert Ruhrhofer; Layout: Rock+Partner; Lektorat: Johannes Payer
Wer z&auml;hlt die H&auml;upter, nennt die Namen …
Auch in den vergangenen Monaten war wieder das Fachwissen der KSV1870 Experten gefragt.
Gerne stellten sie es bei verschiedenen Gelegenheiten zur Verf&uuml;gung.
➔ Dr. Hans-Georg Kantner1, Leiter
Insolvenz, nahm am 25.3.2011 an der
Vortragsreihe „Wirtschaft und Ethik“
der Wirtschaftsuniversit&auml;t Wien teil und
referierte vor 40 Studenten in seinem
Vortrag &uuml;ber das „Florianiprinzip in
der Wirtschaft“. Weiters stand er f&uuml;r
die Regionalkonferenz des Vereins f&uuml;r
Credit Management am 31.3.2011 zur
Verf&uuml;gung und gab den 85 Anwesenden
einen &Uuml;berblick &uuml;ber die ersten Erfahrungen des neuen Insolvenzrechts in
der Praxis (IR&Auml;G2010 seit 1.7.2010).
beim Netzwerkabend der Gr&uuml;nder des
Unternehmensprogramms des AMS (20
Personen) mit dem Vortrag „Der Kunde
zahlt nicht – was ist zu tun?“ dabei.
➔ Ren&eacute; Jonke5, Niederlassungsleiter
Graz, und Carina Schl&ouml;gl6, Account
Managerin Information, betreuten am
31.3.2011 zum Bank-Austria-Informationstag „F&ouml;rderungen“ in Graz 20 KMU
und informierten sie &uuml;ber die Dienstleistungen der KSV1870 Gruppe.
➔ Erich Grausgruber3, Leiter Niederlassung Salzburg, sprach am 1.3.2011
beim Seminar „Neue Wege in BW“ an
der P&auml;dagogischen Hochschule Salzburg &uuml;ber die T&auml;tigkeiten der KSV1870
Zotter2,
1. Dr. Hans-Georg Kantner
2. Mag. Otto Zotter
3. Erich Grausgruber
4. Mag. Barbara Wiesler-Hofer
5. Ren&eacute; Jonke
6. Carina Schl&ouml;gl
Foto: Reinhard Huber
➔ Mag. Otto
Niederlassungsleiter Linz, hielt am 14.2.2011 an der
Tourismusschule in Bad Leonfelden und
am 16.3.2011 an der P&auml;dagogischen
Hochschule Nieder&ouml;sterreich im
Schloss Gumpoldskirchen im Rahmen
von Weiterbildungsveranstaltungen jeweils einen Vortrag &uuml;ber das neue Unternehmensinsolvenzrecht (IR&Auml;G2010).
Die 35 Teilnehmer waren Professorinnen und Professoren betriebswirtschaftlicher F&auml;cher von Tourismusschulen bzw. Handelsakademien.
Gruppe und die ersten Erfahrungen
mit der neuen Insolvenzordnung
(IR&Auml;G2010). Weiters erkl&auml;rte er im
Detail, wie eine Wirtschaftsauskunft
zustande kommt. Dabei h&ouml;rten ihm 18
Lehrerinnen und Lehrer der HAK bzw.
HLW gespannt zu. Au&szlig;erdem besuchte
er am 11.3.2011 die Handelsakademie
Neumarkt am Wallersee, wo er 15
Sch&uuml;lern der Maturaklasse externes
Controlling und alles &uuml;ber die KSV1870
Gruppe erkl&auml;rte.
➔ Mag. Barbara Wiesler-Hofer4, Niederlassungsleiterin Klagenfurt, war am
25.2.2011 bei der Fachgruppentagung
der Glaser, Dachdecker und Spengler
(35 Mitglieder) und am 24.3.2011
➔ Leitfaden zum Kauf &amp; Verkauf von Unternehmen
➔ Die perfekte Pr&auml;sentation
➔ Abschied von der F&uuml;hrungstechnik
Unternehmensk&auml;ufe, -fusionen und
-verk&auml;ufe finden t&auml;glich statt. Der
Leitfaden gibt einen raschen ersten
&Uuml;berblick, wie diese erfolgreich
umgesetzt werden k&ouml;nnen. Vor
allem die praktischen Anweisungen
und Empfehlungen zum Kauf oder
zeichnen die &uuml;berarbeitete und erweiterte Neuauflage aus. Hinweise
zu Strategien oder den richtigen Analysetools sowie zu
beachtende Ma&szlig;nahmen z. B. bei Planung, Organisation
und Durchf&uuml;hrung, Integrationsmanagement oder Unternehmensbewertung unterst&uuml;tzen das Management bei
seinem Vorhaben.
Vom „roten Faden“ (Storyline)
bis hin zur perfekten PowerPointPr&auml;sentation begleitet Sie
dieses Buch anhand hilfreicher
Praxisbeispiele, Tipps und Tricks.
Aber auch die Regeln des Schaubilddesigns und die Schaubildtypen (Zahlen, Konzepte, Texte)
werden hier Schritt f&uuml;r Schritt erkl&auml;rt. Der Inhalt umfasst
Entwurf, Pr&auml;sentationsphilosophie, grundlegende Techniken und Anwendungspraxis. Das Buch ist sowohl f&uuml;r
Anf&auml;nger (detaillierte Infos) als auch f&uuml;r Fortgeschrittene
(praxiserprobte Beispiele) gedacht.
Nicht F&uuml;hren durch die richtige
Technik motiviert Mitarbeiter, sondern das Erkennen der F&uuml;hrungskraft &uuml;ber die eigene Abh&auml;ngigkeit.
F&uuml;hren kann nur, wer die Grenzen
seines eigenen Handelns kennt
und sich nicht auf erlernte F&uuml;hrungstechniken verl&auml;sst. F&uuml;r den
Autor ist das Wesen der gef&uuml;hrten
Person wichtig, nicht, wie der
Mitarbeiter als Mensch manipuliert werden kann. Nur
wer das Gesamtbild des Mitarbeiters st&auml;rkt, motiviert
und bindet diesen gleichzeitig st&auml;rker ans Unternehmen.
Zahlreiche Beispiele aus renommierten Firmen st&uuml;tzen
diese Betrachtungsweise.
Prof. Dr. Christopher Kummer, Dr. Franz Ferdinand Eiffe,
Dr. Wolfgang M&ouml;lzer
Leitfaden zum Kauf &amp; Verkauf von Unternehmen
2., erw. Aufl. 2011, 114 Seiten
Verlag: Lexis Nexis &Ouml;sterreich
Preis: EUR 25,–
ISBN: 9783700748533
Markus Graebig, Anja Jennerich-W&uuml;nsche, Ernst Engel
Wie aus Ideen Pr&auml;sentationen werden
Planung, Plot und Technik f&uuml;r professionelles ChartDesign mit PowerPoint
272 Seiten mit 207 Abb., geb.
ISBN: 978-3-8349-2606-7
Ferdinand Rohrhirsch
F&uuml;hren durch Pers&ouml;nlichkeit
Abschied von der F&uuml;hrungstechnik
2., &uuml;berarb. u. erg. Aufl. 2011, 228 S., Br.
ISBN: 978-3-8349-2623-4
KSV-Akademie
Seminarangebote Programm 2006
Gl&auml;ubigerschutz
Aktuelles aus Rechtsprechung und richterlicher Praxis
Vorbehaltsverkauf, Aussonderung und
Geltendmachung der Kaufpreisforderung
Ein erfolgreiches Begehren des Vorbehaltsverk&auml;ufers
auf Herausgabe der in seinem Eigentum stehenden, in der Konkursmasse des insolventen K&auml;ufers
befindlichen Sache setzt den R&uuml;cktritt vom Vertrag
voraus (3 Ob 84/05g). Die R&uuml;ckforderung der Sache
ist „im Zweifel“ als R&uuml;cktritt vom Vertrag anzusehen (RIS-Justiz RS0020714). Daraus kann jedoch
nicht der Umkehrschluss gezogen werden, dass in
der Einbringung der Herausgabeklage durch den
Vorbehaltsverk&auml;ufer in jedem Fall die Aus&uuml;bung des
R&uuml;cktrittsrechts liegen muss. Dies kann, muss aber
nicht der Fall sein und ist nach den Umst&auml;nden des
Einzelfalls zu beurteilen.
Obwohl das Begehren auf Zahlung der Restschuld
und das Herausgabe- bzw. Aussonderungsbegehren,
das den R&uuml;cktritt vom Vertrag voraussetzt, miteinander im Widerspruch stehen, ist die gleichzeitige
Erhebung der beiden Anspr&uuml;che zul&auml;ssig. Die Anmeldung des Kaufpreisanspruchs als Konkursforderung
stellt keinen Verzicht auf die Aussonderung dar.
Umgekehrt hindert ein Anspruch, der als Aussonderungsanspruch geltend gemacht wird, nicht, gleichzeitig die Kaufpreisforderung als Konkursforderung
anzumelden (8 Ob 184/00t; 1 Ob 535/88).
Erfolgen nebeneinander die Geltendmachung des
Aussonderungsrechts und (nach Bestreitung der
angemeldeten Konkursforderung durch den Masseverwalter) auch der Kaufpreisforderung mit Klage,
ist zu pr&uuml;fen, ob unter den konkret im Einzelfall
gegebenen Umst&auml;nden im Begehren auf Herausgabe
der Vorbehaltssache eine schl&uuml;ssige R&uuml;cktrittserkl&auml;rung liegt. Eine stillschweigende Erkl&auml;rung liegt vor,
wenn die Handlung eindeutig in eine Richtung zu
verstehen ist. Es darf nach den Umst&auml;nden des Einzelfalls kein vern&uuml;nftiger Grund bestehen, daran zu
zweifeln, dass ein ganz bestimmter Rechtsfolgewille
vorliegt (1 Ob 2297/96t; RIS-Justiz RS0013947;
RS0014150), wobei ein strenger Ma&szlig;stab angelegt
wird (RIS-Justiz RS0014146; RS0014157). Wird (wie
im Anlassfall) die Klage auf Feststellung der Konkursforderung vor der Aussonderungsklage eingebracht, hat sich der Vorbehaltsk&auml;ufer mit der zweiten Klage nicht eindeutig erkl&auml;rt, ob er den Vertrag
aufrechterhalten oder von ihm zur&uuml;cktreten will. &gt;&gt;
ZIK 2011 / 39, 25
KO: &sect;&sect; 44, 110
ABGB: &sect; 863
OGH 18.2.2010, 8 Ob 94/09w
Prozessf&uuml;hrung durch Masseverwalter:
Kostenersatz/Haftung
Der Masseverwalter hat Anspruch auf Entlohnung sowie Ersatz seiner Barauslagen. Daneben
geb&uuml;hrt ihm Kostenersatz f&uuml;r den Einsatz besonderer Sachkunde, insbesondere f&uuml;r die von ihm
selbst erbrachten anwaltlichen Leistungen, die
nicht mit der Pauschalentlohnung abgegolten
sind. Wird ein Rechtsanwalt zum Masseverwalter
bestellt, kann er beim Konkursgericht den Ersatz
jener Verfahrenskosten beanspruchen, die ihm
aus der F&uuml;hrung von die Konkursmasse betreffenden Rechtsstreitigkeiten erwachsen sind und
die vom Verfahrensgegner nicht hereingebracht
werden k&ouml;nnen. Dieser Anspruch umfasst die
Entlohnung nach dem RATG zuz&uuml;glich USt und
die aufgewendeten Barauslagen. Werden die
Kosten nicht von dritter Seite bezahlt, bedarf
es eines Kostenbestimmungsbeschlusses des
Konkursgerichtes. Diese Entscheidung kann nur
durch den Masseverwalter und die Mitglieder
des Gl&auml;ubigerausschusses angefochten werden,
dem einzelnen Konkursgl&auml;ubiger steht kein Rekursrecht zu. Die konkursgerichtlich bestimmten
Kosten des Masseverwalters stellen eine Masseforderung dar; der Masseverwalter ist daher
berechtigt, diese nach Rechtskraft des Kostenbestimmungsbeschlusses der Konkursmasse zu
Einzelne Konkursgl&auml;ubiger k&ouml;nnen aber geltend
machen, dass es durch sorglose F&uuml;hrung eines
Prozesses zur Sch&auml;digung der Masse gekommen
sei. Der Masseverwalter ist allen Beteiligten f&uuml;r
Verm&ouml;gensnachteile, die er durch pflichtwidrige
F&uuml;hrung seines Amtes verursacht, verantwortlich.
Ihn trifft eine Verschuldenshaftung, wobei der
Sorgfaltsma&szlig;stab der Sachverst&auml;ndigenhaftung
anzuwenden ist. Pflichtverletzungen l&ouml;sen schadenersatzrechtliche Folgen nach den Grunds&auml;tzen
der Vertragshaftung aus.
Der Masseverwalter hat auf jede Anordnung des
Konkursgerichtes, sp&auml;testens aber bei Beendigung seiner T&auml;tigkeit, diese Rechnung zu legen
und erforderlichenfalls einen erl&auml;uternden Bericht
zu erstatten. Die Rechnung ist zu genehmigen,
wenn nach dem Ergebnis der Pr&uuml;fung dagegen
keine Bedenken bestehen und Bem&auml;ngelungen
nicht vorgebracht worden sind oder wenn bei der
Tagsatzung zur Verhandlung &uuml;ber die Rechnung
eine Einigung erzielt worden ist. Andernfalls ent-
scheidet das Konkursgericht nach Vornahme von
Erhebungen unter Ausschluss des Rechtswegs.
Bei der Tagsatzung zur Verhandlung &uuml;ber die
Rechnung oder vorher durch Schriftsatz k&ouml;nnen
Bem&auml;ngelungen vorgebracht werden. Hierzu sind
ua alle am Verfahren teilnehmenden Konkursgl&auml;ubiger legitimiert; ihnen steht auch der Rekurs
gegen die Genehmigung der Rechnungslegung
zu. Die Rechnung ist nicht nur formell und rechnerisch, sondern auch inhaltlich auf ihre Richtigkeit und Vollst&auml;ndigkeit zu pr&uuml;fen. Auch &uuml;ber
Anspr&uuml;che gegen den Masseverwalter wegen
eines durch pflichtwidrige F&uuml;hrung seines Amtes
zugef&uuml;gten Verm&ouml;gensnachteils entscheidet w&auml;hrend des Konkursverfahrens ausschlie&szlig;lich das
Konkursgericht im Rechnungslegungsverfahren.
Im Verfahren zur Pr&uuml;fung der Rechnung kann ua
dar&uuml;ber entschieden werden, ob der Masseverwalter durch leichtfertige Prozessf&uuml;hrung den
Konkursgl&auml;ubigern einen Schaden zugef&uuml;gt hat
(OLG Innsbruck EvBl 1990/10).
Das Klagebegehren auf Feststellung einer im
Konkurs bestrittenen Forderung ist keiner Bewertung durch den Kl zug&auml;nglich; der Wert des
Streitgegenstandes entspricht der bestrittenen
Forderung (RIS-Justiz RS0113703). Gleichlautend
OGH 4.11.2010, 8 Ob 114/10p. &gt;&gt;
ZIK 2011 / 42, 26
KO: &sect; 81 Abs 3, &sect; 82,
&sect;&sect; 110, 121 f, 124 f
OLG Wien 14.7.2010, 28 R 62/10h
Masseverwertung: Zweckm&auml;&szlig;igkeit/Verkauf
an familia suspecta/nachtr&auml;gliche Angebote
Vor der Entscheidung &uuml;ber die Genehmigung der
Ver&auml;u&szlig;erungshandlungen des Masseverwalters
hat das Konkursgericht deren Gesetzm&auml;&szlig;igkeit
und Zweckm&auml;&szlig;igkeit, n&auml;mlich ob sie dem gemeinsamen Interesse der Konkursgl&auml;ubiger, aber auch
dem Interesse des Gemeinschuldners Rechnung
tragen, zu pr&uuml;fen. Von der Zweckm&auml;&szlig;igkeit ist
auszugehen, wenn der Kaufpreis zumindest nicht
unter dem vom Sachverst&auml;ndigen ermittelten
Sch&auml;tzwert liegt und eine andere Verwertung f&uuml;r
die Konkursmasse nicht vorteilhafter gewesen
w&auml;re.
Ein Verkauf an die familia suspecta ist noch kein
hinreichender Grund, dem Kaufvertrag die konkursgerichtliche Genehmigung zu versagen (OLG
Wien 28 R 92/08t). Mit dem Beschluss &uuml;ber die
konkursgerichtliche Genehmigung einer freih&auml;ndigen Ver&auml;u&szlig;erung wird festgestellt, ob und zu welchem Preis der Kaufvertrag &uuml;ber die feilgebotene
Sache zustande gekommen ist. Danach steht
fest, dass Nachbesserungen nicht mehr erreicht
und Anbote anderer Interessenten nicht mehr
ber&uuml;cksichtigt werden k&ouml;nnen (8 Ob 271/00;
RIS-Justiz RS0115420).
Angebote nach Fassung des Genehmigungsbeschlusses k&ouml;nnen im Rekurs nicht als neue Tatsachen geltend gemacht werden.
Ein den Kaufpreis nur geringf&uuml;gig &uuml;bersteigendes
Angebot bildet keinen Hinweis darauf, dass
der nach einem korrekten Verkaufsverfahren
genehmigte Vertrag nicht zweckm&auml;&szlig;ig gewesen
ist. Au&szlig;erdem ist zu ber&uuml;cksichtigen, ob bei Wiederholung des Verwertungsverfahrens nicht die
anfallenden Kosten, etwa (wie im Anlassfall) f&uuml;r
eine weitere Einlagerung der Konkursmasse, den
gebotenen Aufpreis &uuml;bersteigen. &gt;&gt;
ZIK 2011 / 44, 27
KO: &sect; 88 Abs 1, &sect; 114 Abs 1,
&sect;&sect; 117, 176 Abs 2
OLG Wien 6.5.2010, 28 R 296/09v
Zwangsausgleich: Legitimation f&uuml;r den Rekurs
gegen die Best&auml;tigung/Versagungsgr&uuml;nde
Zum Rekurs gegen die Best&auml;tigung des Zwangsausgleichs sind auch Gl&auml;ubiger nicht angemeldeter Insolvenzforderungen legitimiert, sofern sie
eine Forderung schl&uuml;ssig behaupten.
Einem Zwangsausgleich ist wegen Missbr&auml;uch-
lichkeit nur dann die Best&auml;tigung zu versagen,
wenn aufgrund der konkreten Umst&auml;nde eindeutig davon auszugehen ist, dass es dem
Schuldner nicht um den erfolgreichen Abschluss
des Zwangsausgleichsverfahrens geht. Dem
gemeinsamen Interesse der Konkursgl&auml;ubiger
widerspricht ein Zwangsausgleich, wenn die
Verteilungsquote eindeutig h&ouml;her als die Zwangsausgleichsquote w&auml;re, nicht jedoch, wenn beide
Quoten gleich hoch sind. &gt;&gt;
ZIK 2011 / 47, 29
KO: &sect; 141 Abs 2, &sect;&sect; 154 f
IO: &sect; 260 Abs 2
OLG Wien 19.10.2010, 28 R 223/10k
Kein Insolvenz-Entgelt
f&uuml;r Abwerbeentsch&auml;digung
Das IESG sieht keine Sicherung von Abwerbeentsch&auml;digungen vor, etwa (wie im Anlassfall) in
der Form, dass sich ein Arbeitgeber im Fall einer
Abwerbung gegen&uuml;ber dem Arbeitnehmer zur
Zahlung eines Betrags in der halben H&ouml;he der
gegen&uuml;ber dem fr&uuml;heren Arbeitgeber zustehenden Abfertigung verpflichtet. Es handelt sich um
keine Anrechnung von Beendigungsanspr&uuml;chen.
Der Arbeitgeber hat sich vielmehr gegen&uuml;ber
dem Arbeitnehmer f&uuml;r seine Bereitschaft zur
Aufl&ouml;sung eines alten und zum Abschluss eines
neuen Arbeitsverh&auml;ltnisses zur Zahlung eines bestimmten Betrages verpflichtet. Geldleistungen,
die im Zusammenhang mit der Anbahnung eines
Arbeitsverh&auml;ltnisses versprochen werden, sind
nicht durch Insolvenz-Entgelt gesichert (RIS-Justiz
RS0076561). Das spricht mangels einer der
Abfertigung vergleichbaren Verbindung der freiwilligen Abwerbeentsch&auml;digung mit dem neuen
Arbeitsverh&auml;ltnis daf&uuml;r, diese nicht als durch das
IESG gesichert zu erachten. &gt;&gt;
ZIK 2011 / 51, 33
IESG: &sect; 3 Abs 3
OGH 21.12.2009, 8 ObS 14/09f
&sect; &sect;
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im Interzessionsfall der
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KSV1870 Steuertipps Wichtige Neuigkeiten und &Auml;nderungen im Steuerrecht
Griechenland: geplante
steuerliche &Auml;nderungen
Aufgrund eines derzeit vorliegenden Gesetzesentwurfes soll es in Griechenland zu zahlreichen &Auml;nderungen im Bereich des Ertrag- und Umsatzsteuerrechts
kommen. Nachfolgend werden die wesentlichsten
geplanten &Auml;nderungen kurz zusammengefasst:
– Absenkung des K&ouml;rperschaftsteuersatzes
– &Auml;nderung der Dividendenbesteuerung auf Ebene des
– Ausdehnung der Ausnahme von den „thin cap rules“
auf sogenannte „Portfolio-Investitions&shy;unternehmen“
– Zahlungen an Unternehmen, die in einem Staat
ans&auml;ssig sind, der auf der Liste der „nicht kooperierenden Staaten“ aufscheint, werden nur unter
bestimmten Voraussetzungen steuerlich anerkannt
– Ausdehnung der Forschungsf&ouml;rderungen
– Umsatzsteuerzahlungen sollen k&uuml;nftig „in Raten“
m&ouml;glich sein, wenn ein Zuschlag von 1 % geleistet wird
– Einf&uuml;hrung einer allgemeinen Missbrauchsbestimmung
– Gesetzliche Definition der „steuerlichen Ans&auml;ssigkeit“ von nat&uuml;rlichen Personen (183-Tage-Regel als
widerlegbare Vermutung)
– Einf&uuml;hrung eines Schiedsverfahrens, wenn die Steuern, die in Streit stehen, EUR 150.000
&uuml;bersteigen
IASB ver&ouml;ffentlicht Entwurf zur
Saldierung finanzieller Verm&ouml;genswerte
und Verbindlichkeiten
Der International Accounting Standards Board (IASB)
hat gemeinsam mit dem US-amerikanischen Financial
Accounting Standards Board (FASB) am 28. J&auml;nner
2011 einen Entwurf zur Aufrechnung finanzieller Verm&ouml;genswerte und finanzieller Verbindlichkeiten in der
Bilanz (ED/2011/1 Offsetting Financial Assets and
Financial Liabilities) ver&ouml;ffentlicht. Nach Ansicht der
Boards machen die unterschiedlichen Aufrechnungsvorschriften den gr&ouml;&szlig;ten quantitativen Unterschied in
den Bilanzen nach IFRS und US GAAP aus.
Die Vorschl&auml;ge erfordern zwingend eine Saldierung
von finanziellen Verm&ouml;genswerten und finanziellen
Verbindlichkeiten, wenn das Recht auf Aufrechnung
jederzeit rechtlich durchsetzbar ist, auch bei Ausfall
und Bankrott, und die M&ouml;glichkeit, dieses Recht auszu&uuml;ben, unbedingt ist, d. h. nicht von einem zuk&uuml;nftigen Ereignis abh&auml;ngt. Die beteiligten Unternehmen
m&uuml;ssen die Intention haben, die f&auml;lligen Betr&auml;ge durch
eine Netto-Ausgleichszahlung oder einen zeitgleichen
Brutto-Ausgleich zu bezahlen.
ED/2011/1 steht beim Steuertipp auf www.ksv.at
zum Download zur Verf&uuml;gung. Stellungnahmen &shy;k&ouml;nnen
bis zum 28. April 2011 beim IASB &shy;eingereicht werden.
Arbeitsrecht: Novelle zum Gleichbehandlungsgesetz: Einkommensbericht und Einkommensangabe in Ausschreibungen
In der Novelle zum Gleichbehandlungsgesetz (GIBG,
BGBl I 7/2011) sind zwei f&uuml;r Arbeitgeber wesentliche
Neuerungen vorgesehen:
Jeder Arbeitgeber, der dauernd eine gewisse Anzahl an
Arbeitnehmern besch&auml;ftigt, ist verpflichtet, alle zwei
Jahre einen Einkommensbericht (Bericht zur Entgeltanalyse) zu erstellen. Dieser Bericht hat Angaben &uuml;ber
ie Anzahl der Frauen und M&auml;nner in den jeweiligen
kollektivvertraglichen oder – wenn verf&uuml;gbar – betrieblichen Verwendungsgruppen,
ie Anzahl der Frauen und M&auml;nner in den – wenn
verf&uuml;gbar – einzelnen Verwendungsgruppenjahren
der anzuwendenden Verwendungsgruppen,
as arbeitszeitbereinigte Durchschnitts- oder Medianarbeitsentgelt von Frauen und M&auml;nnern im Kalenderjahr in den jeweiligen kollektivvertraglichen oder
– wenn verf&uuml;gbar – betrieblichen Verwendungsgruppen und Verwendungsgruppenjahren
zu enthalten.
Arbeitgeber, die dauernd weniger als 151 Arbeitnehmer besch&auml;ftigten, sind von der Berichtspflicht nicht
Die Pflicht zur Erstellung dieses
Einkommensberichts tritt gestaffelt in Kraft:
Anzahl der Arbeitnehmer erstes BerichtsjahrAbgabe bis
dauernd mehr als 1.000 2010
dauernd weniger als 1.001, aber mehr als 500
2011 offen
dauernd weniger als 501, aber mehr als 250 2012
dauernd weniger als 251, aber mehr als 150 2013
Seit 1.3.2011 sind Arbeitgeber (oder private Arbeitsvermittler gem den &sect;&sect; 2 ff des Arbeitsmarktf&ouml;rderungsgesetzes oder eine mit der Arbeitsvermittlung
betraute juristische Person &ouml;ffentlichen Rechts)
verpflichtet, in der Ausschreibung das f&uuml;r den ausgeschriebenen Arbeitsplatz geltende kollektivvertragliche
oder das durch Gesetz oder andere Normen der
kollektiven Rechtsgestaltung geltende Mindestentgelt
anzugeben und auf die Bereitschaft zur &Uuml;berzahlung
hinzuweisen, wenn eine solche besteht. Bei Versto&szlig;
gegen diese Verpflichtung ist ab 1.1.2012 von der
Bezirksverwaltungsbeh&ouml;rde eine Ermahnung und bei
weiteren Verst&ouml;&szlig;en eine Geldstrafe bis EUR 360 zu
verh&auml;ngen.
Einkommen- und K&ouml;rperschaftsteuer:
Besteuerung von Portfoliodividenden
Der EuGH hat am 10. Februar 2011 die Rechtssachen
„Haribo“ und „Salinen“ entschieden (C-436/08 und
C-437/08). Er ist dabei der Auffassung der Generalanw&auml;ltin Kokott nur teilweise gefolgt:
Zul&auml;ssigkeit der Anrechnungsmethode
bei Drittstaats-Portfoliodividenden
Bei Portfoliodividenden (Beteiligungsh&ouml;he unter 10
%) aus Beteiligungen an in Drittstaaten ans&auml;ssigen
Gesellschaften ist die in &Ouml;sterreich anzuwendende
Anrechnungsmethode nach Auffassung des EuGH der
Befreiungsmethode gleichwertig und daher gemeinschaftsrechtskonform.
Gemeinschaftsrechtliches Erfordernis eines
K&ouml;St-Anrechnungsvortrages
Liegen bei ausl&auml;ndischen Dividenden die Voraussetzungen f&uuml;r die Anwendung der Anrechnungsmethode
vor (Drittstaatsdividenden und Dividenden im Sinne
von &sect; 10 Abs 4 bis 6 KStG) und erwirtschaftet die
&ouml;sterreichische Muttergesellschaft im Jahr der Dividendenaussch&uuml;ttung einen (steuerlichen) Verlust, so muss
aus gemeinschaftsrechtlichen Gr&uuml;nden zur Entlastung
von der wirtschaftlichen Doppelbesteuerung ein Anrechnungsvortrag gew&auml;hrt werden. Die anzurechnende
ausl&auml;ndische K&ouml;St ist nach Auffassung des EuGH in
Folgejahre vorzutragen und in sp&auml;teren Gewinnjahren
Ausdr&uuml;cklich h&auml;lt der EuGH aber fest, dass ein Anrechnungsvortrag f&uuml;r ausl&auml;ndische Quellensteuern gemeinschaftsrechtlich nicht geboten ist. Daher ist mit einer
&Auml;nderung der Auffassung der &ouml;sterreichischen Finanzverwaltung nicht zu rechnen; bereits bisher wurde ein
Anrechnungsvortrag f&uuml;r Quellensteuern nicht gew&auml;hrt.
Portfoliodividenden aus EWR-Staaten ohne Amtsund Vollstreckungshilfe (Island und Liechtenstein)
Nach der geltenden Gesetzeslage sind Aussch&uuml;ttungen von Gesellschaften aus dem EWR-Raum bei
einer Beteiligungsh&ouml;he von unter 10 % in &Ouml;sterreich
nur dann von der K&ouml;St befreit, wenn mit dem EWRStaat eine umfassende Amts- und Vollstreckungshilfe
besteht. Dies trifft derzeit nur auf Norwegen zu. Nach
Auffassung des EuGH ist diese Differenzierung nicht
gemeinschaftsrechtskonform, da auch Aussch&uuml;ttungen aus „EWR-Schachtelbeteiligungen“ (Beteiligungsh&ouml;he mindestens 10 %) unabh&auml;ngig von einer
bestehenden Amts- oder Vollstreckungshilfe nach
Ma&szlig;gabe des &sect; 10 Abs 1 Z 7 iVm &sect; 10 Abs 2 KStG
steuerfrei sind. Daher ist die Befreiungsmethode auch
auf Portfoliodividenden aus EWR-Staaten ohne Amtsund Vollstreckungshilfe (Island und Liechtenstein)
Zur Verf&uuml;gung gestellt von der
KPMG Alpentreuhand.
KSV1870 Wirtschaftsbarometer Flops &amp; Tops in der &ouml;sterreichischen Wirtschaft
Aus den 10 gr&ouml;&szlig;ten Insolvenzen (wobei R-QUADRAT
als ein Fall gez&auml;hlt wird) des
Monats M&auml;rz sind f&uuml;nf Verfahren als Sanierungsverfahren
mit Eigenverwaltung er&ouml;ffnet
worden. Dieses Verfahren
enth&auml;lt Elemente des „alten“
Ausgleichs, vor allem die
M&ouml;glichkeit der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung, den gew&ouml;hnlichen
Unternehmensbetrieb selbst
fortzuf&uuml;hren. Die Zahlen reflektieren gr&ouml;&szlig;enordnungsm&auml;&szlig;ig
den Anteil der Ausgleiche an
den Insolvenzverfahren noch
in den 70er- und 80er-Jahren.
&shy;Nat&uuml;rlich k&ouml;nnen nicht alle
diese Verfahren zu einer
Sanierung innerhalb von 90
Tagen f&uuml;hren, wie das Gesetz
es vorsieht – aber alleine
die Tatsache, dass so viele
Eigenantr&auml;ge gestellt werden,
ist ein positives Signal f&uuml;r die
Unternehmenssanierung und
beweist letztlich, dass das
Management auch in der Krise
Handlungsf&auml;higkeit besitzt.
Die 10 gr&ouml;&szlig;ten Insolvenzen im M&auml;rz 2011
1. Immobiliengruppe: R-QUADRAT Capital Alpha GmbH; Wien
SV m. EV.
VCH Private Equity Opportunities GmbH; R-QUADRAT Capital Beta GmbH
84,2 Mio.*
2. Reedereikontor „MERIDIAN“ Gesellschaft m.b.H.
20,0 Mio.*
3. SOLution Solartechnik GmbH
7,9 Mio.*
4. Ing. Erich Moller, Tiefbau
5,9 Mio.*
5. &Ouml;sterreichische Agentur f&uuml;r Bio Getreide GmbHRaabs/Thaya
5,8 Mio.*
6. Mender Gesellschaft m.b.H.
M&uuml;nchendorf
SV. o. EV.
4,7 Mio.*
7. Parzermair RFE – Sondertransport und Logistik GmbH
4,3 Mio.*
8. Mitteramskogler GmbH
3,2 Mio.*
9. HESTA – Gro&szlig;k&uuml;chen Einrichtungs-Gesellschaft m.b.H.
Wels + Wien
2,7 Mio.*
10. AURA Schwimmbadsysteme GmbH
Feistritz/Rosental SV m. EV.
SV. o. EV. = Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung
SV. m. EV. = Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung
2,6 Mio.*
*gesch&auml;tzte Passiva in Mio. EUR
Gesamtinsolvenzen nach Bundesl&auml;ndern M&auml;rz 2011
M&auml;rz 2010
M&auml;rz 2011
N&Ouml;
SLBG
Er&ouml;ffnete Insolvenzen nach Gr&ouml;&szlig;enordnung der Verbindlichkeiten M&auml;rz 2011
Insolvenzen bis 1 Mio. EUR
Insolvenzen &uuml;ber 1 Mio. EUR bis 4 Mio. EUR
Insolvenzen &uuml;ber 4 Mio. EUR bis 7 Mio. EUR
Insolvenzen &uuml;ber 7 Mio. EUR bis 40 Mio. EUR
Insolvenzen &uuml;ber 40 Mio. EUR
er&ouml;ffnete Insolvenzen gesamt
35,1*
42,5*
20,6*
112,1*
0,0*
210,3*
*gesch&auml;tze Passiva in Mio. EUR
Fu&szlig;ballspielen, Radfahren,
Campen – die H&auml;ndler r&uuml;sten
bereits mit vielen Angeboten
f&uuml;r die Sommersaison. Dies
zu Recht, denn k&ouml;rperliche
Bet&auml;tigung ist hierzulande eine
beliebte Freizeitaktivit&auml;t. Guter
Dinge sind daher auch die
Unternehmen im Einzelhandel:
Selbst in der Krise konnten
passable Ergebnisse eingefahren werden, und auch das
durchschnittliche Ausfallsrisiko
der Branche ist beruhigend
&shy;gering. Gewandert, trainiert
und &shy;gecampt wird eben immer.
Die Top 10 des Einzelhandels mit Fahrr&auml;dern, Sport- und Campingartikeln
1. HERVIS Sport- und Modegesellschaft m.b.H.
2. Hangl GmbH
3. Schneider Sportartikel Gesellschaft m.b.H.Altenmarkt Pongau 221*
4. Sportler Witting GmbH
5. SPORT EYBL &amp; SPORTS EXPERTS GmbH
237*
6. Sports &amp; Emotions GmbH
7. BERGFUCHS Fachgesch&auml;ft f&uuml;r den Berg- und Wandersport Ges.m.b.H.
8. R&ouml;sner &amp; Sch&uuml;tz Gesellschaft m.b.H.
9. Sport Glanzer GmbH &amp; Co KG
10. Wintersport Tirol Handels GmbH
248*
Basis der Auswertung sind Unternehmen ab EUR 3 Mio. Umsatz und/oder mit mehr als 12 Besch&auml;ftigten.
*KSV-Rating
Branchenstruktur nach Bundesl&auml;ndern
Bsp.: 11,0 % der Unternehmen sind in Wien ans&auml;ssig.
KSV-Rating Profil
Verteilung auf KSV-Rating-Klassen in
Vergleich zur Wirtschaft &Ouml;sterreich gesamt
Bsp.: 32,0 % der Unternehmen sind in Rating-Klasse 2.
0,1 %
32,0 %
23,0 %
56,0 %
67,5 %
10,8 %
8,0 %
0,6 %
0,7 %
Legende zum KSV-Rating:
100 – 199 kein Risiko, 200 – 299 sehr geringes Risiko,
300 –3 99 geringes Risiko, 400 – 499 erh&ouml;htes Risiko,
500 – 599 hohes Risiko, 600 – 699 sehr hohes Risiko,
700 Insolvenzkennzeichen
60,0 % Einzelunternehmen
nach Rechtsformen
Bsp.: 60,0 % der Unternehmen
dieser Branche sind
1,5 % Sonstige
19,6 % Personen&shy;gesellschaften
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