Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?highlight_docid=aza%3A%2F%2F12-11-2015-6B_1161-2015&lang=de&type=show_document
Timestamp: 2017-06-27 03:44:30
Document Index: 41686063

Matched Legal Cases: ['Art. 410', 'Art. 410', 'Art. 411', 'Art. 398', 'Art. 78', 'Art. 108', 'Art. 66']

6B_1161/2015 Urteil vom 12. November 2015
1. Die Gesuchsteller stellen gestützt auf Art. 410 Abs. 1 lit. a StPO beim Bundesgericht ein Revisionsgesuch, welches drei Urteile des Kantonsgerichts Graubünden aus den Jahren 2011, 2013 und 2014 betrifft.
In Bezug auf die Zuständigkeit führen die Gesuchsteller aus, zuständig zur Beurteilung eines Revisionsgesuchs sei das Berufungsgericht, mithin das Bundesgericht, und weil sich das Gesuch allein gegen den vorinstanzlichen Entscheid richte, seien die Art. 410 ff. StPO anwendbar (Beschwerde S. 4 lit. B). Es trifft zwar zu, dass gemäss Art. 411 Abs. 1 StPO Revisionsgesuche beim Berufungsgericht einzureichen sind. Berufungsgericht gegen Urteile des Kantonsgerichts Graubünden ist indessen nicht das Bundesgericht (vgl. Art. 398 ff. StPO). Dieses behandelt in Strafsachen nur Beschwerden gemäss Art. 78 ff. BGG. Da das Bundesgericht für die Behandlung des vorliegenden Revisionsgesuchs gegen kantonale Urteile offensichtlich nicht zuständig ist, ist darauf im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.
2. Die Gerichtskosten sind den Gesuchstellern zu je einem Drittel unter solidarischer Haftung aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 und 5 BGG).
1. Auf das Revisionsgesuch gegen die Urteile des Kantonsgerichts Graubünden vom 22./23./24. August 2011 (SK1 10 61 und 11 1), vom 23. Oktober 2013 (SK1 13 30) und vom 23. Juni 2014 (SK1 14 19) wird nicht eingetreten.
2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden den Gesuchstellern zu je einem Drittel unter solidarischer Haftung auferlegt.