Source: https://www.anwalt-suchservice.de/rechtstipps/cfb_168_twins_2_anleger_muessen_mit_hohen_verlusten_rechnen_21924.html
Timestamp: 2020-04-09 21:05:23
Document Index: 53936715

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

05.04.2016, Autor: Herr Arthur R. Kreutzer / Lesedauer ca. 2 Min. (226 mal gelesen)
Die gute Nachricht zuerst: Nach dem Verkauf der beiden Fondsschiffe MS Maersk Nottingham (ehemals MS Regina Star) und MS Nedlloyd Marita (ehemals MS Marita Star) reicht der Erlös nicht nur aus, um alle Bankverbindlichkeiten zu tilgen, sondern auch eine Abschlagzahlung für die Anleger ist noch drin, berichtet das „fondstelegramm“. Die schlechte Nachricht: Die Beteiligung an dem 2008 aufgelegten Schiffsfonds bringt den Anlegern ein dickes Minus ein. Nach der Auflösung der Fondsgesellschaft können Verluste von bis zu 75 Prozent stehen.
Das liegt auch daran, dass die prospektierten Erwartungen nie erfüllt werden konnten. Denn schon zum Zeitpunkt der Emission des CFB 168 Twins 2 zeichnete sich die Krise der Handelsschifffahrt ab und zeigte Wirkung. Dadurch verlief die Beteiligung für die Anleger enttäuschend. Die erhofften Ausschüttungen konnten nicht erreicht werden. Nun scheint aber auch ein Großteil des eingesetzten Kapitals verloren zu sein. Allerdings können die Anleger auch Schadensersatzansprüche geltend machen, um ihre Verluste zu minimieren.
Rechtliche Einschätzung der Kanzlei Kreutzer, München: Sicher und renditestark. Das waren häufig die Verkaufsargumente der Banken, um Beteiligungen an Schiffsfonds zu vermitteln. Doch im Jahr 2008 zeichnete sich im Zuge der Finanzkrise bereits ab, dass die Boomjahre vorbei sind. Aufgebaute Überkapazitäten führten zu sinkenden Charterraten und stürzten einen Schiffsfonds nach den anderen in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Am Ende stand häufig genug die Insolvenz der Fondsgesellschaft. Die Anleger hätten in den Beratungsgesprächen allerdings auch ausführlich über die Risiken ihrer Geldanlage und insbesondere über das Totalverlust-Risiko aufgeklärt werden müssen. Ebenso hätten die Banken ihre Provisionen (Kick-Backs) offenlegen müssen. Wurden Risiken oder Rückvergütungen für die Vermittlung verschwiegen, kann das zu Schadensersatzansprüchen führen.
Beim CFB 168 Twins 2 kann sich auch ein Blick auf den Emissionsprospekt lohnen. Besonders die Angaben zu einem marktgerechten bis günstigen Einkaufspreis für die beiden Schiffe sind kritisch zu sehen. Lassen sich Prospektfehler nachweisen, können ebenfalls Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden.
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