Source: https://recht.sachsen.de/vorschrift/1108.1
Timestamp: 2020-06-01 09:46:04
Document Index: 317648621

Matched Legal Cases: ['§ 8', '§ 5', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8']

Historische Fassung war gültig vom 23.11.2002 bis 15.03.2006
und Altenpflegeberufen im Freistaat Sachsen
(SächsGfbWBG)
(1) Dieses Gesetz regelt die Weiterbildung in den Gesundheitsfachberufen sowie in dem Beruf der staatlich anerkannten Altenpflegerin und des staatlich anerkannten Altenpflegers (Altenpfleger).
(2) Der Regelungsbereich dieses Gesetzes umfasst Weiterbildung nur insoweit, wie diese nicht durch die Bestimmungen des Schulgesetzes für den Freistaat Sachsen (SchulG) vom 3. Juli 1991 (SächsGVBl. S. 213), zuletzt geändert durch Artikel 27 des Gesetzes vom 28. Juni 2001 (SächsGVBl. S. 426, 428) und des Gesetzes über Schulen in freier Trägerschaft (SächsFrTrSchulG) vom 4. Februar 1992 (SächsGVBl. S. 37), zuletzt geändert durch Artikel 7 des Gesetzes vom 14. Dezember 2000 (SächsGVBl. S. 513, 515, 2001 S. 97), in der jeweils geltenden Fassung, erfasst ist. Das Gesetz über die Weiterbildung im Freistaat Sachsen (Weiterbildungsgesetz – WBG) vom 29. Juni 1998 (SächsGVBl. S. 270), in der jeweils geltenden Fassung, findet auf die Weiterbildung nach diesem Gesetz keine Anwendung.
(1) Weiterbildung im Sinne dieses Gesetzes hat das Ziel, an einer staatlich anerkannten Weiterbildungseinrichtung nach Abschluss der Berufsausbildung in einem Gesundheitsfachberuf oder als Altenpfleger die allgemeine berufliche Qualifikation zu erhöhen und zur Übernahme spezieller beruflicher Aufgaben und Funktionen zu befähigen.
Diätassistentinnen und Diätassistenten,
Kinderkrankenschwestern und Kinderkrankenpfleger,
Krankenschwestern und Krankenpfleger,
Logopädinnen und Logopäden,
Masseurinnen und medizinische Bademeisterinnen und Masseure und medizinische Bademeister,
Orthoptistinnen und Orthoptisten,
pharmazeutisch-technische Assistentinnen und pharmazeutisch-technische Assistenten,
Podologinnen und Podologen,
Rettungsassistentinnen und Rettungsassistenten sowie
technische Assistentinnen in der Medizin und technische Assistenten in der Medizin.
(1) Eine Einrichtung ist auf Antrag des Trägers von dem für das Gesundheitswesen zuständigen Staatsministerium für die Weiterbildung als geeignet anzuerkennen, wenn sie
(2) Änderungen der in Absatz 1 genannten Voraussetzungen sind unverzüglich dem für das Gesundheitswesen zuständigen Staatsministerium anzuzeigen.
(3) Vom Freistaat Sachsen erlassene Richtlinien zur finanziellen Förderung gelten nicht für Weiterbildungseinrichtungen und Weiterbildungen im Sinne dieses Gesetzes.
(1) Die anerkannten Weiterbildungseinrichtungen unterliegen der Aufsicht des für das Gesundheitswesen zuständigen Staatsministeriums (Aufsichtsbehörde). Sie erstreckt sich auf die Beachtung von Gesetz und sonstigem Recht, das für die Weiterbildungseinrichtungen maßgebend ist. Wird durch das Handeln oder Unterlassen einer Weiterbildungseinrichtung das Recht verletzt, wirkt die Aufsichtsbehörde zunächst beratend darauf hin, dass die Weiterbildungseinrichtung die Rechtsverletzung behebt. Kommt die Weiterbildungseinrichtung dem innerhalb einer angemessenen Frist nicht nach, kann die Aufsichtsbehörde den Träger der Weiterbildungseinrichtung verpflichten, die Rechtsverletzung zu beheben. Die Verpflichtung kann mit den Mitteln des Verwaltungsvollstreckungsrechts durchgesetzt werden.
(2) Die Aufsichtsbehörde ist befugt, zum Zwecke der Überwachung die Weiterbildungseinrichtungen und Unterrichtsveranstaltungen sowie die für die praktische Weiterbildung in Anspruch genommenen Einrichtungen während der üblichen Geschäftszeiten zu betreten, dort Prüfungen und Besichtigungen vorzunehmen, sich die geschäftlichen Unterlagen vorlegen zu lassen und in diese Einsicht zu nehmen. Das Grundrecht der Unverletzlichkeit der Wohnung (Artikel 13 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland, Artikel 30 der Verfassung des Freistaates Sachsen) wird insoweit eingeschränkt.
(3) Die staatliche Anerkennung kann zurückgenommen werden, wenn die Voraussetzungen für die Anerkennung nicht vorgelegen haben. Sie kann widerrufen werden, wenn die Voraussetzungen für die Anerkennung nicht mehr vorliegen.
die Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung in einem Gesundheitsfachberuf oder die staatliche Anerkennung als Altenpfleger und
(2) Andere Weiterbildungen können im Umfang ihrer Gleichwertigkeit auf einen Weiterbildungslehrgang gemäß der Rechtsverordnung nach § 8 Nr. 1 angerechnet werden. Über die Anrechnung entscheidet auf Antrag die Weiterbildungseinrichtung.
(3) Die Berechtigung nach Absatz 1 erlischt, wenn die Erlaubnis zum Führen einer Berufsbezeichnung oder die staatliche Anerkennung im Sinne des § 5 Abs. 1 Nr. 1 zurückgenommen oder widerrufen oder die Weiterbildungsprüfung von der Weiterbildungseinrichtung nachträglich für nicht bestanden erklärt wird. Wird die Weiterbildungsprüfung nachträglich für nicht bestanden erklärt, ist die Urkunde von der Weiterbildungseinrichtung einzuziehen.
Weiterbildungsbezeichnungen, die nach von dem für das Gesundheitswesen zuständigen Staatsministerium bestätigten Weiterbildungskonzeptionen erteilt werden, wenn die Weiterbildungen vor In-Kraft-Treten der Rechtsverordnungen nach § 8 Nr. 1 bis 3 begonnen wurden.
(2) Weiterbildungsbezeichnungen, die vor In-Kraft-Treten der Rechtsverordnung nach § 8 Nr. 4 erworben worden sind und nicht unter die Regelungen des Absatzes 1 fallen, sind auf Antrag den Weiterbildungsbezeichnungen aufgrund dieses Gesetzes gleichzustellen, wenn das für das Gesundheitswesen zuständige Staatsministerium die Gleichwertigkeit der Weiterbildung feststellt.
(3) Weiterbildungsbezeichnungen, die im Ausland erworben worden sind, sind auf Antrag den Weiterbildungsbezeichnungen aufgrund dieses Gesetzes gleichzustellen, wenn das für das Gesundheitswesen zuständige Staatsministerium die Gleichwertigkeit der Weiterbildung feststellt.
(4) Die nach den Absätzen 1 bis 3 gleichgestellten Weiterbildungsbezeichnungen können zusammen mit der in einer Rechtsverordnung nach § 8 Nr. 4 festgelegten Weiterbildungsbezeichnung geführt werden. Gibt es keine entsprechende Weiterbildungsbezeichnung, darf die bisherige weitergeführt werden.
Das für das Gesundheitswesen zuständige Staatsministerium wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung
das Verfahren zur Anerkennung von Weiterbildungseinrichtungen und
die Übertragung der Zuständigkeit auf die Regierungspräsidien
Weiterbildungen in den Gesundheitsfachberufen und in der Altenpflege, die vor In-Kraft-Treten der Rechtsverordnungen nach § 8 Nr. 1 bis 3 begonnen werden und zu diesem Zeitpunkt nicht abgeschlossen sind, können nach den bisherigen Regelungen beendet werden.
Fassung gültig ab: 23. November 2002
Fassung gültig bis: 15. März 2006
Quelle: REVOSax http://recht.sachsen.de/vorschrift/1108.1 Stand vom 01.06.2020