Source: http://schuetzenkompanie-imst.at/kompanie/statuten/
Timestamp: 2018-02-20 06:04:53
Document Index: 155100529

Matched Legal Cases: ['§1', '§2', '§ 9', '§ 11', '§9', '§10', '§11', '§12', '§13', '§ 13', '§ 577', '§16', '§ 34']

Statuten – Schützenkompanie Imst
Des Vereins: Schützenkompanie Imst
§1 Name Sitz und Tätigkeit
l. Der Verein führt den Namen: Schützenkompanie Imst
2. Erhat seinen Sitz in Imst und erstreckt seine Tätigkeit auf das Gebiet des Bundeslandes
Statuten bestätigt: BH IMST am 22. 04. 2004 Zl.: 3-Ver-493Tirol, bzw. der Gemeinde Imst
§2 Grundsätze und Zweck
,,Die Treue zu Gott und dem Erbe der Väter
die geistige und kulturelle Einheit des Landes
Ausrückungen zu kirchlichen und weltlichen Feierlich- und Festlichkeiten
Spenden, Sammlungen, Vermächtnissen und sonstige Zuwendungen
inaktive Mitglieder, die infolge Alter oder Krankheit nicht mehr ausrücken können
(1) Als Mitglied in eine Kompanie kann aufgenommen werden, wer sich zu den Statuten der Kompanie bekennt und sich zu den Grundsätzen des Bundes der Tiroler Schützenkompanien bekennt
(2) Über die Aufnahme von ordentlichen und außerordentlichen Mitgliedern entscheidet der Kompanieausschuss. Die Aufnahme kann ohne Angaben von Gründen verweigert werden. Neueintretende sind vom Hauptmann oder seinem Beauftragten über das Ziel des Tiroler Schützenwesens – die Statuten – zu unterrichten und in das Kompanieleben einzuführen. Sie haben die Grundausbildung mitzumachen. Nach bestandenem Probejahr soll die Aufnahme in die Kompanie in feierlicher Form, womöglich bei der Jahreshauptversammlung oder beim Schützenjahrtag vor versammelter Kompanie erfolgen.
(4) In die Kompanie können JUNGSCHÜTZEN aufgenommen werden, welche bei der Kompanieversammlung nicht wahlberechtigt sind. Diese wählen nach den Statuten der TIROLER Jungschützen ihren Kommandanten und Stellvertreter. Die Anzahl der Jungschützen wird durch den Kompanieausschuss festgelegt. Ab vollendetem 16. Lebensjahr kann ein Jungschütze nach geistiger, körperlicher Reife und nach vorhergehender Ausbildung zu den Gewehrträgern überstellt werden.
(1) Die Mitgliedschaft erlischt durch Tod, durch freiwilligen Austritt oder durch den Ausschuss.
(3) Der Kompanieausschuss kann ein Mitglied ausschließen, wenn dieser trotz zweimaliger Mahnung länger als sechs Monate mit der Zahlung der Mitgliedsbeiträge im Rückstand ist. Die Verpflichtung zur Zahlung der fällig gewordenen Mitgliedsbeiträge bleibt hievon unberührt.
(1) Die Mitglieder sind berechtigt, an allen Veranstaltungen der Kompanie teilzunehmen und die Einrichtungen der Kompanie zu beanspruchen. Das Sitz- und Stimmrecht in der Kompanieversammlung sowie das aktive und passive Wahlrecht steht nur den ordentlichen und den Ehrenmitgliedern zu.
die Kompanieversammlung (Generalversammlung iSd Vereinsgesetz 2002 – §§ 9 und 10)
der Kompanieausschuss (vorstand iSd Vereinsgesetz 2002 – §§ 11 bis l3)
§9 Kompanieversammlung ( Generalversammlung)
(1) Die Kompanieversammlung ist die ,,Mitgliederversammlung“ im Sinne des
Vereinsgesetztes 2002. Die ordentliche Kompanieversammlung findet alljährlich statt.
(2) Eine außerordentliche Kompanieversammlung ist auf Beschluss des Kompanieausschusses, auf Beschluss der ordentlichen Kompanieversammlung auf schriftlichen Antrag von mindestens einem Drittel der ordentlichen Mitglieder und Ehrenmitglieder oder auf Verlangen der Rechnungsprüfer einzuberufen. Die außerordentliche Kompanieversammlung muss binnen vier Wochen nach Beschlussfassung bzw. Einlangen des Antrages auf Einberufung stattfinden.
(3) Sowohl zu den ordentlichen wie auch zu den außerordentlichen Kompanieversammlungen sind alle ordentlichen Mitglieder und Ehrenmitglieder mindestens zwei Wochen vor dem Termin schriftlich, oder mittels Telefax oder e-mail einzuladen. Die Anberaumung der Kompanieversammlung hat unter Angabe der Tagesordnung zu erfolgen. Die Einberufung erfolgt durch den Hauptmann oder den Obmann.
(4) Zusätzliche Anträge der Kompanieversammlung sind mindestens 3 Tage vor Beginn der Kompanieversammlung beim Kompanieausschuss schriftlich einzureichen.
(5) Gültige Beschlüsse – ausgenommen solche über einen Antrag auf Einberufung einer außerordentlichen Kompanieversammlung oder nach Abs. (4) können nur zur Tagesordnung gefasst werden.
(6) Bei der Kompanieversammlung sind alle ordentlichen Mitglieder und Ehrenmitglieder teilnahme- und stimmberechtigt. Jedes Mitglied hat eine Stimme.
(8) Die Wahlen und die Beschlussfassungen in der Kompanieversammlung erfolgen mit einfacher Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen. Beschlüsse, mit denen die Statuten der Kompanie geändert oder die Kompanie aufgelöst werden soll, bedürfen jedoch einer qualifizierten Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen.
(9) Den Vorsitz in der Kompanieversammlung führt der Obmann, in dessen Verhinderung sein Stellvertreter. Wenn auch dieser Verhindert ist, so führt das an Jahren älteste anwesende
Ausschussmitglied den Vorsitz.
§10 Aufgabenkreis der Kompanieversammlung
Beschlussfassung über den Vorschlag
Wahl und Abwahl der Mitglieder des Kompanieausschusses, der Rechnungsprüfer,
sowie der sonstigen von der Kompanieversammlung zu wählenden Funktionäre und Chargen iSd Grundsätze des Bundes der Tiroler Schützenkompanien
Genehmigung von Rechtsgeschäften zwischen Kompanieausschussmitgliedern oder Rechnungsprüfern und der Kompanie
§11 Der Kompanieausschuss (Vorstand)
(1) Der Kompanieausschuss besteht aus:
den Kompanie – Offizieren
dem Kompaniekurat
dem dienstführenden Oberjäger
(2) Der Kompanieausschuss wird von der Kompanieversammlung gewählt. Der Kompanieausschuss hat bei Ausscheiden eines gewählten Mitglieds das Recht, an seine Stelle ein anderes wählbares Mitglied bis zur nächsten Kompanieversammlung zu bestellen (kooptieren). Fällt der Kompanieausschuss ohne Selbstergänzung durch Kooptation überhaupt oder auf unvorhersehbar lange Zeit aus, so ist jeder Rechnungsprüfer verpflichtet, unverzüglich eine außerordentliche Kompanieversammlung zum Zweck der Neuwahl eines Kompanieausschusses einzuberufen. Sollten auch die Rechnungsprüfer handlungsunfähig sein, hat jedes ordentliche Mitglied, das die Notsituation erkennt, unverzüglich die Bestellung eines Kurators beim zuständigen Gericht zu beauftragen, der umgehend eine außerordentliche Kompanieversammlung einzuberufen hat.
(4) Der Kompanieausschuss wird vom Hauptmann oder Obmann, in dessen Verhinderung von seinem Stellvertreter, schriftlich oder mündlich einberufen. Ist auch dieser auf unvorhersehbar lange Zeit verhindert, darf jedes sonstige Kompanieausschussmitglied den Kompanieausschuss einberufen.
(5) Der Kompanieausschuss ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte der Mitglieder anwesend sind.
(7) Den Vorsitz führt der Hauptmann oder der Obmann, bei Verhinderung sein Stellvertreter. Ist auch dieser verhindert, obliegt der Vorsitz dem an Jahren ältesten anwesenden Ausschussmitglied oder jenem Ausschussmitglied, das die übrigen Mitglieder mehrheitlich dazu bestimmen.
(10) Die Ausschussmitglieder können jederzeit schriftlich ihren Rücktritt erklären. Die Rücktrittserklärung ist an den Kompanieausschuss, im Falle des Rücktritts des gesamten Kompanieausschusses an die Kompanieversammlung zu richten. Der Rücktritt wird erst mit Wahl bzw. Kooptation (Abs. 2) eines Nachfolgers wirksam.
§12 Aufgabenkreis des Kompanieausschusses
Dem Kompanieausschuss obliegt die Leitung der Kompanie. Ihm kommen alle Aufgaben zu,
die nicht durch die Statuten einem anderen Vereinsorgan zugewiesen sind.
§13 Besondere Obliegenheiten einzelner Kompanieausschussmitglieder
Der HAUPTMANN und der OBMANN vertreten die Kompanie nach außen.
Der OBMANN ist für alle Belange die den Verein Schützenkompanie Imst betreffen verantwortlich und vertritt sie nach außen. Ihm obliegen insbesondere:
a) die Einberufung der Kommandantschaft, der Kompanieversammlung und der Jahreshauptversammlung, sowie der Vorsitz bei diesen Versammlungen
b) die Ausführung der Beschlüsse der Kommandantschaft und der Kompanieversammlung, ferner der Weisung der vorgesetzten Kommandanten
c) die Unterfertigung der Schriftstücke gemeinsam mit dem Schriftführer
d) die Vornahme von dringlichen und unaufschiebbaren Angelegenheiten die den Verein betreffen, jedoch mit der Verpflichtung, das zuständige Organ so bald als möglich damit zu befassen
Aus Gründen der repräsentativen Tätigkeiten wurde in der Jahreshauptversammlung vom 01. Februar 2008 einstimmig beschlossen, den für die Legislaturperiode vorgesehenen Obmann zum Leutnant zu befördern, falls dieser keine höhere Charge hat.
Änderung der Statuten § 13 Besondere Obliegenheiten einzelner Ausschussmitglieder Pkt. 1 Obmann (Ergänzung der Statuten beschlossen in der Jahreshauptversammlung vom 01. Feber 2008)
Der in der Jahreshauptversammlung gewählte Obmann wird automatisch zum „Leutnant“ für die nächste Vereinsperiode befördert. Falls der gewählte Obmann eine höhere Charge inne hat, behält dieser den jeweils höheren Rang. Die Charge „Leutnant“ verlängert sich mit jeder Wiederwahl des Obmannes.
Läuft die Periode des Obmannes ordnungsgemäß aus und dieser steht für eine weitere Periode nicht mehr zur Verfügung, dann rückt die Charge des Obmannes vom Leutnant auf jene Charge zurück, die der Schütze vor Übernahme der Obmannfunktion inne hatte. Ebenfalls gilt diese Regelung bei vorzeitigem einseitigem Rücktritt bzw. bei ordnungsgemäßer und außerordentlicher Abwahl des Obmannes.
Der HAUPTMANN führt die Kompanie und vertritt sie nach außen. Ihm obliegen voll verantwortlich:
a) die militärische Führung der Kompanie
b) die Ausbildung nach der Exerziervorschrift des Bundes der Tiroler Schützenkompanien
c) die Ausführung der Beschlüsse der Kommandantschaft und der Kompanieversammlung, ferner der Weisungen der vorgesetzten Kommandanten
d) die Vornahme von dringlichen und unaufschiebbaren Angelegenheiten, jedoch mit der Verpflichtung, das zuständige Organ so bald als möglich damit zu befassen
e) der vorübergehende Ausschluss eines Mitgliedes (Suspendierung) bis zur Entscheidung der Kommandantschaft
Schriftliche Ausfertigungen der Kompanie müssen vom Obmann oder dem Obmannstellvertreter und zusätzlich in Geldangelegenheiten vom Kassier oder Kassierstellvertreter sonst vom Schriftführer oder Schriftführerstellvertreter gefertigt sein. Überweisungen bis € 150,– darf der Kassier, der Hauptmann, der Obmann alleine – also ohne dem Erfordernis einer weiteren Unterschrift vornehmen.
Die KOMPANIE OFFIZIERE unterstützen den Hauptmann bei seinen Aufgaben, insbesondere bei der Ausbildung und Überwachung der Disziplin und Ordnung. Der Hauptmann wird im Verhinderungsfall durch den jeweils nächsten ranghöchsten Kompanie – Offizier vertreten.
Ein KOMPANIEKURAT hat die Aufgabe, Seelsorger der Schützenkompanie zu sein und hat der Kompanie mit Rat und at beizustehen.
Die Aufgabe als Kompaniekurat soll erst nach Rücksprache mit dem Landeskuraten erfolgen.
Der FAHNRICH hat die ehrenvolle Aufgabe, bei Ausrückungen die Fahne zu tragen. Ihm obliegt die Verpflichtung, die Fahne sicher zu verwahren und sie vor Angriff, Unfug und Missbrach zu schützen.
Der OBERLEUTNAND unterstützt den Hauptmann bei der Ausbildung der aktiven Mitglieder im Exerzieren und meldet bei jeder Ausrückung dem Hauptmann die angetretene Kompanie unter Angabe ihrer Stärke.
Der KASSIER besorgt im Einvernehmen mit der Kommandantschaft die finanziellen Geschäfte der Kompanie. Er legt bei der Jahreshauptversammlung die Jahresrechnung vor, welche vorher von den zwei Rechnungsprüfern zu prüfen ist.
Der SCHRIFTFÜHRER erledigt alle bei der Kompanie schriftlichen Arbeiten. Er führt Posteinlauf, alle Sitzungs- und Versammlungsprotokolle und entwirft mit dem Obmann die Schriftstücke.
Falls die Kompanie keinen eigenen Chronisten hat, besorgt er auch die Chronik der Kompanie.
Der WAFFENMEISTER ist für den Bestand, den Zustand und die Pflege bei der Kompanie befindlichen Waffen und der hiezu erforderlichen Geräte und Werkzeuge verantwortlich. Er ist insbesondere auch verpflichtet, für die sichere Verwaltung zu sorgen.
Der ZEUGWART (ARCHIVAR) ist für die Erhaltung und Pflege der Trachten verantwortlich. Er hat über das ihm anvertraute Inventar eine Bestandsliste (Kartei) zu führen.
Der SCHIEßWART ist für die Pflege des Schießwesens verantwortlich. Ihm obliegt die Veranstaltung eines jährlichen Schützenschnurschießens und Förderung weiterer Schießveranstaltungen.
Der HEIMWART ist für die Pflege und Wartung des Schützenheimes, des Inventars und der Außenanlagen verantwortlich.
Die jeweiligen STELLVERTRETER obliegen die Führung der Tätigkeiten der Verhinderten.
(2) Den Rechnungsprüfern obliegt die laufende Geschäftskontrolle sowie die Prüfung der Finanzgebarung der Kompanie im Hinblick auf die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung und die statutenmäßige Verwendung der Mittel.
(1) Zur Schlichtung von allen aus dem Vereinsverhältnis entstandenen Streitigkeiten ist das vereinsinterne Schiedsgericht berufen. Es ist eine ,,Schlichtungseinrichtung“ im Sinne des Vereinsgesetzes 2002 und kein Schiedsgericht nach den §§ 577 ZPO.
(2) Das Schiedsgericht setzt sich aus drei (fünf) Personen zusammen, welche nicht aus dem Kreis der Mitglieder der Kompanie stammen müssen. Das Schiedsgericht wird derart gebildet, dass jeder Streitteil über Aufforderung durch den Kompanieausschuss diesem innerhalb von 2 Wochen je einen (zwei) Schiedsrichter schriftlich namhaft macht, wobei die Kosten des (der) gewählten Schiedsrichter(s) vom jeweiligen Streitteil zu tragen sind. Ein Schiedsrichter wird seitens des Kompanieausschusses bestellt. Die so namhaft gemachten Schiedsrichter wählen mit Stimmenmehrheit binnen weiterer zwei Wochen einen der Schiedsrichter zum Vorsitzenden des Schiedsgerichtes. Bei Stimmengleichheit entscheidet unter den Vorgeschlagenen das Los.
(3) Die Mitglieder des Schiedsgerichtes dürfen keinem Organ – mit Ausnahme der Kompanieversammlung – angehören, dessen Tätigkeit Gegenstand der Streitigkeit ist.
(4) Das Schiedsgericht muss vor einer Entscheidung beiden Streitparteien ausreichend Gehör gewähren. Es fällt seine Entscheidung bei Anwesendheit aller seiner Mitglieder mit einfacher Stimmenmehrheit. Es entscheidet nach bestem Wissen und Gewissen. Seine Entscheidungen sind vereinsintern endgültig.
§16 Auflösung der Kompanie
(2) Diese Kompanieversammlung hat auch – sofern Kompanievermögen vorhanden ist – über die Abwicklung zu beschließen. Insbesondere hat sie einen Abwickler zu berufen und Beschluss darüber zu fassen, wem dieser das nach Abdeckung der Passiven verbleibende Kompanievermögen zu übertragen hat. (Abs. 3)
Bei vorübergehendem Ruhen der Kompanie nimmt die Gemeinde Imst das Vermögen in Verwahrung bis zu einer eventuellen späteren Weiterführung oder Neugründung.
(3) Bei Auflösung der Kompanie oder bei Wegfall des Bisherigen Vereinszweckes ist das verbleibende Kompanievermögen für gemeinnützige Zwecke im Sinne der §§ 34 ff Bundesabgabenordnung zu verwenden