Source: http://www.opferperspektive.de/satzung
Timestamp: 2017-12-18 10:59:08
Document Index: 256852658

Matched Legal Cases: ['§ 53', '§ 1', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 8', '§ 8', '§ 10', '§ 10', '§ 11']

Satzung | Opferperspektive
In Anbetracht der Gefahren, die rassistische und rechtsextreme Tendenzen in unserer Gesellschaft darstellen,
in Anbetracht insbesondere der Bedrohung, die von rassistisch und rechtsextrem motivierten Gewalttaten für Menschen ausländischer Herkunft und nicht-weißer Hautfarbe, für Angehörige weltanschaulicher und sexueller Minderheiten ausgeht,
begreifen die Mitglieder des Vereins Opferperspektive ihre Aufgabe in der Schaffung gesellschaftlicher Verhältnisse, in denen jeder Mensch, gleich welchen nationalen, ethnischen, religiösen, sexuell-orientierten oder weltanschaulichen Hintergrunds, frei und ohne Angst sich bewegen und gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilhaben kann.
Die Mitglieder des Vereins Opferperspektive treten ein für die Achtung der Menschenrechte, für die Demokratisierung gesellschaftlicher Entscheidungsprozesse und für gewaltlose Konfliktbewältigung. Sie wenden sich gegen nationalistische, rassistische, militaristische und antidemokratische Tendenzen.
Der Verein führt den Namen »Opferperspektive«. Er soll in das Vereinsregister eingetragen werden.
Zweck des Vereins ist die Förderung von Demokratie, indem er sich vor allem für einen Schutz von Minderheiten gegenüber rechtsextrem motivierter Gewalt engagiert. Der Verein wirkt im Bereich Kriminalprävention, bei der Hilfe für Opfer von Straftaten und unterstützt Personen, die angegriffen worden sind und infolge dessen auf die Hilfe anderer angewiesen sind. Er fördert und unterstützt Maßnahmen im Bereich Bildung und Jugendhilfe.
Der Verein »Opferperspektive« macht sich zur Aufgabe, Opfer von rechtsextremer Gewalt zu unterstützen. Das beinhaltet
die Organisierung einer direkten Unterstützung und Beratung, sowie eine Gewährleistung von längerfristigen Hilfeleistungen für Betroffene. Diese Hilfen können finanzieller, materieller, logistischer oder ideeller Natur sein. Finanzielle und materielle Hilfen können nur dann gewährt werden, wenn eine Bedürftigkeit im Sinne des § 53 Nr. 1 oder 2 Abgabenordnung (Mildtätige Zwecke) vorliegt.
die Veröffentlichung rechtsextremer Taten und ihren Folgen für die Betroffenen.
Das politische und soziale Umfeld der Opfer wird in die Unterstützung mit einbezogen,
um damit eine gesellschaftliche Sensibilisierung gegenüber rechtsextremen Taten und Ideologemen zu erhöhen,
um Lernprozesse auszulösen, deren Ergebnisse wiederum in kommunale Aktivitäten gegen Rechtsextremismus eingebracht werden können.
Gleichzeitig sollen Entsolidarisierungsprozesse mit den Tätern und ihrem Umfeld gefördert worden.
die Durchführung von Bildungsveranstaltungen, Seminaren und Projekttagen zu den Themenbereichen Demokratie, Rechtsextremismus, Rassismus, Gewalt und Toleranz,
die Förderung sowie Mitgestaltung gesellschaftlicher Bedingungen zur umfassenden Förderung von Projekten und Initiativen der Kinder- und Jugendhilfe und -selbsthilfe,
die Förderung und Unterstützung von Minderheiten und benachteiligten Menschengruppen.
Der Schwerpunkt der Tätigkeit für die in Absatz 1 und 2 genannten Aufgaben soll im Land Brandenburg und im Land Berlin liegen. Für die in Absatz 3 benannten Aufgaben wird eine Tätigkeit auch außerhalb des Landes Brandenburg und des Landes Berlin angestrebt.
Ein Antrag auf Ausschluß eines oder mehrerer Mitglieder aus dem Verein ist bei schwerwiegenden Verstößen gegen die Vereinsinteressen möglich. Ein Antrag auf Ausschluss kann von jedem Mitglied unter Darlegung der Gründe schriftlich gestellt werden. Über den Antrag entscheidet die Mitgliederversammlung. Für einen Ausschluß ist eine 2/3-Mehrheit erforderlich. Das oder die betroffene(n) Mitglied(er) sind vorher persönlich oder schriftlich zu hören.
Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder Wegfall seines bisherigen Zweckes ist das vorhandene Vermögen durch eine andere steuerbegünstigte Körperschaft nach Maßgabe der in dieser Satzung festgelegten Zwecke und Aufgabenbereiche zu verwenden. Ein künftiger Beschluss über die Verwendung darf erst nach Einwilligung des zuständigen Finanzamtes ausgeführt werden.
Festgestellt am 17.März 2000
Unterschriften: Anwesende der Gründungsversammlung
Änderungen am 19.4.2000 in:
§ 1 S.1
Änderungen am 3.2.2001 in:
Änderungen am 8.12.2005:
in § 2 Satz 1,
in § 3 Abs. 1 Ziffer 1,
in der Bezeichnung von § 4 und dessen Sätze 1 und 2,
in § 7 Abs. 1,
von § 7 Abs. 1 durch Hinzufügung eines Satzes 2,
von § 7 durch Hinzufügung eines Absatzes 2,
in § 8 S. 1, durch Hinzufügung eines neuen § 8a Arbeitsgruppen,
in § 10 Abs. 1 S. 1,
in § 10 durch Hinzufügung eines neuen Abs. 4,
in § 11 Abs 1 S. 1