Source: http://www.new-infos.com/Kreditvergleich-Kredit-ohne-Schufa/darlehen.html
Timestamp: 2018-12-11 18:30:24
Document Index: 330473383

Matched Legal Cases: ['§488', '§ 488', '§ 607', '§ 488', '§ 607', '§ 491']

Der Darlehensnehmer ist bei Fälligkeit des Darlehens verpflichtet, dem Darlehensgeber den Nennbetrag der Geldschuld bzw. eine gleichwertige Sache zurückzugewähren. Dem Darlehensnehmer wird die Darlehensvaluta übereignet oder abgetreten, so dass er mit den Gegenständen nach Belieben verfahren kann. Das Darlehen kann entgeltlich sein (vgl. §488(3) BGB), so dass der Darlehensnehmer nebst Rückgewähr der Darlehensvaluta einen Zins zu zahlen hat.
Es bestehen rechtliche Unterschiede zwischen einem Kredit und einem Darlehen (§§ 488 ff. BGB). Da die beiden Begriffe allerdings sehr eng zusammenhängen, werden sie im Umgangssprachlichen oft synonym verwendet.
Gesetzliche Regelungen Hinter dem Darlehensvertrag verbargen sich lange Zeit zwei Vertragstheorien, die keine wesentlichen praktischen Auswirkungen zur Folge hatten. In diesen Theorien ging es darum, ob der Darlehensvertrag bereits durch Einigung der Vertragsparteien zustande kam oder ob noch zusätzlich die Auszahlung zur Vertragsentstehung erforderlich sei.
Das entgeltliche Darlehen ist ein gegenseitiger Vertrag. Das unentgeltliche Darlehen ist ein zweiseitig verpflichtender Vertrag. Im Rahmen der Schuldrechtsmodernisierung zum 1. Januar 2002 hat der deutsche Gesetzgeber den Rechtscharakter des Darlehensvertrags von einem Realkontrakt in einen gegenseitigen Konsensualvertrag umgewandelt. Das Darlehen nach § 607 Abs. 1 BGB a.F. war noch als Realvertrag ausgestaltet. Zudem hat er die Bestimmungen für das Gelddarlehen (§§ 488 ff. BGB) und das Sachdarlehen (§§ 607 ff. BGB) im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) voneinander getrennt. Zugleich wurde das Recht des Verbraucherdarlehensvertrages, also eines zwischen einem Unternehmer (z. B. einer Bank) und einem Verbraucher geschlossenen Gelddarlehensvertrags, das zuvor durch das Verbraucherkreditgesetz (VerbrKrG) geregelt war, neu in die §§ 491 ff. BGB eingegliedert.