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Timestamp: 2020-01-29 15:21:04
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Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 5', '§ 8']

»Schwarzsehern« geht es jetzt viel schneller an den Kragen (zum BGH-Urteil)
Autor Thema: »Schwarzsehern« geht es jetzt viel schneller an den Kragen (zum BGH-Urteil) (Gelesen 8357 mal)
« am: 16. August 2015, 20:56 »
So ein Urteil wie in Tübingen dürfte, wenn ich es richtig verstanden habe, nun leider nicht mehr geben.
Es sind jetzt also keine Formfehler mehr.
"Neues Deutschland", 05.08.2015
»Schwarzsehern« geht es jetzt viel schneller an den Kragen
Zahlen »Schwarzseher« ihren Rundfunkbeitrag nicht, können sie sich bei einer von den Sendern veranlassten Zwangsvollstreckung nicht einfach wegen formaler Mängel herausreden. Ihnen geht es jetzt schneller an den Kragen.
http://www.neues-deutschland.de/artikel/980029.schwarzsehern-geht-es-jetzt-viel-schneller-an-den-kragen.html
bzw. hier das Urteil:
Der Artikel des "Neuen Deutschland" war offensichtlich noch nicht in den Pressemeldungen aufgeführt, wird hiermit als Betreff des Threads und damit Kern-Thema festgelegt, da das BGH-Urteil im Forum jedenfalls schon lange thematisiert und insofern nicht "neu" ist.
Bitte vor dem Erstellen neuer Beiträge immer erst ausgiebig die Suchfunktion des Forums bemühen, welche mit Begriffen/ Kombinationen wie z.B. "BGH "I ZB 64/14" " auf Anhieb diesen Treffer liefert
« Letzte Änderung: 16. August 2015, 23:12 von Bürger »
Re: »Schwarzsehern« geht es jetzt viel schneller an den Kragen (zum BGH-Urteil)
« Antwort #1 am: 16. August 2015, 22:29 »
Zitat von: interrobang am 16. August 2015, 20:56
Na, da schau mal einer an! Da werden doch glatt all jene als "Schwarzseher" kriminalisiert, die sich erdreisten, den Heiligen Rundfunkbeitrag nicht zu leisten.
Nach Angaben des Beitragsservices der Rundfunkanstalten wurden allein im Jahr 2014 bundesweit rund 890 000 Vollstreckungsersuchen gegen Schwarzseher veranlasst.
Wer einen genauen Blick an das Ende des Artikels wirft, erkennt das Kürzel "epd". epd steht für "Evangelischer Pressedienst". Und die Damen und Herren vom Evangelischen Pressedienst haben nicht nur den Teufel zum Feinde, sondern auch die "Schwarzseher". Für den Evangelischen Pressedienst sind "Schwarzseher" wohl all jene, die vom Teufel beseelt sind.
Nachfolgend einige Artikel, die aus der Feder des epd stammen und die gleiche Diktion aufweisen:
Was wollte ich doch gleich morgen machen...? Ach ja, aus der evangelischen Kirche austreten!
« Letzte Änderung: 16. August 2015, 23:09 von Bürger »
« Antwort #2 am: 16. August 2015, 22:46 »
Ach ja, aus der evangelischen Kirche austreten!
Habe ich schon vor Jahren getan.
Die Kirche ist für mich genau so ein Verein wie die ...GEZ-Mafia = wollen nur dein bestes=GELD
« Antwort #3 am: 16. August 2015, 22:47 »
Zitat von: Knax am 16. August 2015, 22:29
Jetzt mal' mal den Teufel nicht an die Wand - sonst sehen die schwarz
herrlich solche Wortspiele
« Antwort #4 am: 16. August 2015, 22:49 »
Es sollte leicht sein, gegen den Begriff "Schwarzseher" vorzugehen. Ein jeder, welcher persönlich durch diesen Begriff angegriffen wird sollte den Verwender des Wortes entsprechend auf Schadenersatz wegen Verleumdung belangen bzw. zumindest eine strafbewehrte Unterlassung fordern. Und Klage bei Wiederholung einreichen.
« Antwort #5 am: 16. August 2015, 22:50 »
schwarz(an)beter... oder wie soll man dazu sagen, wenn man nicht bezahlt und sich doch dort blicken lässt
« Letzte Änderung: 16. August 2015, 23:15 von Bürger »
« Antwort #6 am: 16. August 2015, 23:15 »
Zum Urteil selbst bitte in vorgenanntem Thread diskutieren, da eine Mehrfachdiskussion im Forum aus Kapazitätsgründen und aus Gründen der Übersicht nicht vorgesehen ist.
In hiesigem Thread bitte nur zum Presseartikel diskutieren.
« Antwort #7 am: 16. August 2015, 23:23 »
Also dieser Artikel scheint bisher so ziemlich alles zu schlagen:
Insgesamt 5x(!!!) taucht der Begriff "Schwarzseher" incl. Titel und Bildunterschrift auf
1) Titel
2) Bildunterschrift
2014 gab es bundesweit 890.000 Vollstreckungsersuchen gegen »Schwarzseher«.
3) Artikel
Der BGH in Karlsruhe erklärte damit das von den Rundfunkanstalten veranlasste Vollstreckungsverfahren gegen Schwarzseher für rechtmäßig.
5) Artikel
Das kommt ja schon fast einem Rufmord gleich.
Wer nimmt sich einer offiziellen Pressebeschwerde an?!?
http://www.presserat.de/
Pressebeschwerde - online
https://www.presserat.de/beschwerde/online-beschwerde/
« Antwort #8 am: 17. August 2015, 02:22 »
Die "evangelische Kirche" war vom Anfang an eine "öffentlich rechtliche Kirche", der Kopf der Kirche sollte der Fürst anstatt des ultramontanen, vom Fürsten misstrauten Papstes sein, und bis vor kurzem war es in den nordischen Ländern so. Mit Zwang (cuius regio eius religio) und Täuschung wurden die Leute konvertiert, sie gingen diesen Sonntag zum katholischen Gottensdienst, nächsten Sonntag zu einem äußerlich ähnlich aussehenden Gottesdienst in derselben Kirche, aber nicht mehr katholisch. Seit dem 19. Jahrhundert werden in Deutschland mehr evangelische Christen katholisch als umgekehrt.
Hier sieht man, wie der Staat in Norwegen über die evangelische Kirche bis heute entscheidet:
https://de.wikipedia.org/wiki/Norwegische_Kirche
Das ist heute in Deutschland vielleicht unvorstellbar.
Hier bitte nicht weiter von "epd", über Kirchenaustritte und Konfessionen bis hin zu Norwegen abschweifen, sondern beim Kern-Thema des Threads bleiben, welches da lautet
« Letzte Änderung: 17. August 2015, 03:43 von Bürger »
« Antwort #9 am: 17. August 2015, 08:41 »
§ 5 Rundfunkbeitrag im nicht privaten Bereich
So läßt es sich dann vortrefflich hetzen.
« Antwort #10 am: 17. August 2015, 08:49 »
Für mich ist es hochinteressant, welches Interesse die evangelische Kirche an der Rundfunkmafia hat. Greifen die sich auch einige(oder viele) Milliönchen aus dem Rundfunkbeitragstopf ab? Warum sollten die sonst so verächtlich schreiben?
« Antwort #11 am: 17. August 2015, 12:11 »
Zitat von: GEiZ ist geil am 17. August 2015, 08:49
Die sitzen im Rundfunkrat der Landesrundfunkanstalten
Beispiel WDR. WDR-Gesetz
(3) Einundzwanzig weitere Mitglieder werden von folgenden gesellschaftlichen Gruppen und Institutionen entsandt: eine Vertreterin oder ein Vertreter
1. durch die Evangelischen Kirchen in Nordrhein-Westfalen,
2. durch die Katholische Kirche,
« Letzte Änderung: 18. August 2015, 01:26 von Bürger »
« Antwort #12 am: 17. August 2015, 12:29 »
eine Vertreterin oder ein Vertreter
Ja, klar. Aber diese eine Vertretung kann ja keine Millionen rausschaffen, so daß es sich für die gesamte ev. Kirche rechnet, so verächtlich über Rundfunknichtnutzer zu schreiben. Da muß noch mehr sein.
« Antwort #13 am: 17. August 2015, 12:38 »
Der Artikel ist meiner Ansicht nach reine PR und "Schlechtes-Gewissen-Angstmachende-Pro-GEZ-Propaganda".
1. Schwarzseher - ein negativ besetztes Wort, das (einfältigen und naiven) Bürgern, ein schlechtes Gewissen machen soll
2. Geht es jetzt schneller an den Kragen - Angst, Angst und nochmals Angst. So regiert meine seine Untertanen.
3. Bewusstes verschweigen von Fakten - Der Artikel beleuchtet einseitig nur das Fehlen von Dienstsiegel und Unterschrift. Das in der Praxis, vor einer Vollstreckung, eine ganze Kette von rechtsgültigen Aktionen stattfinden muss, wird gar nicht erwähnt.
Fazit: Wahrscheinlich ein von der GEZ selbst geschriebener Artikel, der in der einen oder anderen abgeänderten Form, gegen Bezahlung hier und da auftauchen wird.
Die übliche, angstmachende Propaganda. Sie hätten auch schreiben können: "GEZ Verweigeren droht Todesstrafe", aber das wäre dann zu leicht zu durchschauen.
« Antwort #14 am: 17. August 2015, 13:25 »
Zitat von: GEiZ ist geil am 17. August 2015, 12:29
§ 8 (Fn 10)
Verlautbarungsrecht, Sendezeit für Dritte
(3) Den Evangelischen Kirchen, der Katholischen Kirche und den jüdischen Kultusgemeinden sind auf ihren Wunsch angemessene Sendezeiten zur Übertragung gottesdienstlicher Handlungen und Feierlichkeiten sowie sonstiger religiöser Sendungen einzuräumen.
Wer weiss, welche Summen dort fließen.