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Timestamp: 2019-07-17 00:44:26
Document Index: 134803279

Matched Legal Cases: ['§ 305', '§ 304', '§ 305', '§ 305', '§ 305', '§ 305']

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6. Juli 2014 /6 Kommentare/in Privatinsolvenz /von Andre Kraus
Diese wichtigen Punkte sollten beachtet werden, bevor Sie das Insolvenzverfahren beginnen.
Sicher schuldenfrei in 3, 5 oder 6 Jahren ✓ Pfändungsschutz ✓ Fachanwalt für Insolvenzrecht ✓ Geeignete Person § 305 InsO ✓
Privatinsolvenz richtig anmelden: Das sollten Sie beachten
Staatsangehörigkeit spielt keine Rolle
Als Kleinunternehmer Privatinsolvenz beantragen?
Selbstständige Tätigkeit wieder aufnehmen?
Gläubiger können auch für Sie einen Insolvenzantrag stellen
Das benötigen Sie, um Insolvenz zu beantragen
Privatinsolvenz richtig anmelden – Das sollten Sie beachten
Die Privatinsolvenz können alle Privatpersonen unabhängig von ihrer Erwerbstätigkeit anmelden: von Arbeitnehmern und Beamten über Arbeitslose, Rentner und Hausfrauen bis zu Studenten, Kleinunternehmern und Immobilienbesitzern.
Das im Jahr 2001 in Deutschland eingeführte Privatinsolvenzverfahren soll allen in finanzielle Schieflage geratenen Privatpersonen die Möglichkeit geben, einen neuen Lebensabschnitt ohne Schulden zu beginnen. Um allen Menschen eine Perspektive zu eröffnen, hat der Gesetzgeber dabei keinen Unterschied gemacht, ob sie einer Erwerbstätigkeit nachgehen oder nicht. Deshalb können auch Personen, die kein Einkommen haben, Privatinsolvenz beantragen.
Antrag unabhängig von der Staatsangehörigkeit:
Privatinsolvenz auch für ausländische Staatsbürger – Aus denselben Erwägungen können selbstverständlich auch ausländische Staatsbürger mit Wohnort in Deutschland Privatinsolvenz beantragen.
Antrag auf Privatinsolvenz auch als Kleinunternehmer: bei übersichtlichen Vermögensverhältnissen (bis 19 Gläubiger) und ohne Schulden gegenüber früheren Angestellten
Auch für Kleinunternehmer kommt Privatinsolvenz in Betracht. Sie können Privatinsolvenz beantragen, wenn Sie Gewerbetreibender oder Freiberufler sind. Hauptvoraussetzung ist dabei, dass ihre Unternehmung als klein eingestuft werden kann (§ 304 Abs. 1 InsO). Das ist dann der Fall, wenn sie unterhalb der „Bagatellgrenze“ von derzeit 2.100 € jährlichem Einkommen liegt. Nur dann kommen sie einer Privatperson gleich. Folgende Voraussetzungen bestehen für Selbstständige zur Beantragung der Privatinsolvenz: Sie sollten Ihre selbstständige Tätigkeit beendet haben, bevor sie den Insolvenzantrag gestellt haben, 19 oder weniger Gläubiger haben und keine Ihrer Schulden sollte aus einem Arbeitsverhältnis mit einem früheren Arbeitnehmer stammen.
Wiederaufnahme Ihrer selbstständigen Tätigkeit nach Eröffnung des Privatinsolvenzverfahrens
Falls Sie zum Zeitpunkt Ihres Privatinsolvenzantrags Ihre selbstständige Tätigkeit eingestellt haben um Privatinsolvenz beantragen zu können, können Sie diese mit Eröffnung des Privatinsolvenzverfahrens selbstverständlich wieder aufnehmen.
Privatinsolvenz kann auch von einem Ihrer Gläubiger beantragt werden
Falls dies geschieht, wird der Insolvenzantrag zumeist von einer Stelle mit öffentlichen Auftrag gestellt, z. B. dem Finanzamt, einer Berufsgenossenschaft oder einer Krankenkasse.
Falls ein Gläubigerantrag vorliegt, sollten Sie zügig reagieren! Schätzen Sie schnell und nüchtern ab, ob Sie zahlungsunfähig sind oder den Antrag noch durch Zahlung abwenden können. Falls Sie Ihre Zahlungsunfähigkeit annehmen, müssen Sie schnell handeln und innerhalb der vom Gericht gesetzten Erklärungsfrist einen eigenen Insolvenzantrag stellen. Denn: nur so erhalten Sie die Restschuldbefreiung.
Nach Ihrem Antrag haben Sie drei Monate Zeit (§ 305 Abs. 3 S. 3 InsO) zu prüfen, ob Sie Zahlungsunfähig sind und welches Insolvenzverfahren für Sie in Betracht kommt.
Nehmen Sie zur Beantwortung dieser Fragen qualifizierte Hilfe in Anspruch – unsere Beratungshotline steht Ihnen dafür kostenfrei und unverbindlich zur Verfügung: 0221 – 6777 00 55
Alle wichtigen Infos zur Privatinsolvenz im Überblick
Privatinsolvenz anmelden: Was Sie für einen Antrag auf Privatinsolvenz benötigen
Wenn Sie sich entscheiden, Insolvenz zu beantragen, ist es zunächst unerlässlich, Ihre Unterlagen zu ordnen und zu vervollständigen. Voraussetzung für die Privatinsolvenz ist ein entsprechender Antrag beim Amtsgericht. Für den Antrag benötigen Sie einige wichtige Dokumente.
Damit wir uns einen genauen Überblick über Ihre aktuelle Situation verschaffen können, benötigen wir Angaben zu Ihren Gläubigern. Hierzu übersenden wir Ihnen eine Liste, in die Sie Ihre Gläubiger eintragen. Wir senden Ihnen einen speziell für diese Fälle angefertigten Fragebogen zu und werten diesen daraufhin aus. Danach führen wir Abfragen bei den Gläubigern durch, um alle für den Antrag auf Privatinsolvenz benötigten Angaben zu vervollständigen. So stellen wir sicher, dass Ihr Antrag auf Privatinsolvenz richtig und vollständig erstellt wird.
Für den Insolvenzantrag werden detaillierte Angaben zu Ihren Einkommens- und Vermögensverhältnissen benötigt. Durch diese Offenbarung soll sichergestellt werden, dass Sie wirklich zahlungsunfähig bzw. von einer unabkehrbaren Zahlungsunfähigkeit bedroht sind. Als Nachweise dienen hier z.B. Kontoauszüge, Einkommensnachweise und Rechnungen. Auch hier senden wir Ihnen einen speziell auf die Bedürfnisse eines Insolvenzantrages zugeschnittenen Fragebogen zu und werden diesen daraufhin korrigieren.
Bescheinigung über das Scheitern eines außergerichtlichen Einigungsversuches nach § 305 InsO
Eine weitere Voraussetzung für einen Insolvenzantrag ist die Bescheinigung über einen gescheiterten außergerichtlichen Einigungsversuch nach § 305 InsO. Im Vorfeld des Antrags bieten wir Ihren Gläubigern einen Vergleich an, der meist abgelehnt wird. Da wir als zugelassene Anwaltskanzlei mit dem Titel „Fachanwalt für Insolvenzrecht“ eine anerkannte Stelle nach § 305 InsO sind, dürfen wir Ihnen das Scheitern des Einigungsversuchs schriftlich bestätigen. Somit erhalten Sie die benötigte Bescheinigung und somit die Grundlage für Ihren Insolvenzantrag direkt von uns.
In der Abtretungserklärung versichern Sie, dass der Teil Ihres Einkommens, der laut aktueller Pfändungstabelle die Pfändungsfreigrenze überschreitet, Ihrer Schuldentilgung dienen soll. Diese Erklärung gilt für die gesamten sechs Jahre des Verfahrens und ist die Voraussetzung für Ihre Restschuldbefreiung. Die Abtretungen betreffen ebenso Arbeitseinkommen, wie Ruhegelder, Renten oder vergleichbare Bezüge. Sollten Sie selbstständig sein, wird Ihr Einkommen so berechnet, als wenn sie ein angemessenes Dienstverhältnis eingegangen wären. Wir werden für Sie eine Abtretungserklärung anfertigen.
Pfändungsfreigrenzen individuell mit dem Pfändungsrechner berechnen
4,17 5 149 83,49
(149 Stimmen, 4,17 Durchschnitt)
https://anwalt-kg.de/wp-content/uploads/2016/04/kgr-logo-rot-weiss-transparent-300px.png 0 0 Andre Kraus https://anwalt-kg.de/wp-content/uploads/2016/04/kgr-logo-rot-weiss-transparent-300px.png Andre Kraus2014-07-06 00:44:322019-05-22 12:57:31Privatinsolvenz beantragen: Wer ist berechtigt und wie läuft es ab?