Source: https://www.arbeitsrecht-rheinland-pfalz.de/startseite.html?id=96
Timestamp: 2019-12-13 15:56:03
Document Index: 222214405

Matched Legal Cases: ['§ 134', '§ 17', '§ 7', '§ 1', '§ 611', '§ 615', '§ 102']

Arbeitsrecht Rheinland-Pfalz: Insolvenz
Andere Gerichte
Insolvenz des Arbeitgebers
I. Was ist damit gemeint?
II. Folgen für den Arbeitnehmer
Das Insolvenzverfahren wird auf Antrag eröffnet, wenn der Arbeitgeber1 (drohend) zahlungsunfähig oder überschuldet ist. Im Insolvenzverfahren wird das Vermögen des Arbeitgebers von einem Dritten, dem Insolvenzverwalter, verwaltet. Dieser tritt außerdem in die Rechtsstellung als Arbeitgeber ein. Er wird also Inhaber aller Rechte und Pflichten, die dem bisherigen Arbeitgeber zustanden.
Beispiele: Lohnforderungen müssen an den Insolvenzverwalter gestellt werden; eine arbeitgeberseitige Kündigung darf nur der Insolvenzverwalter aussprechen.
II. Welche Folgen hat das für den Arbeitnehmer?
Die (drohende) Insolvenz des Arbeitgebers führt meist zu Kündigungen im Betrieb. Denn aufgrund der erwarteten Zahlungsunfähigkeit des Arbeitgebers können auch Löhne/Gehälter nicht mehr gezahlt werden. Nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens besteht sogar ein erleichtertes Kündigungsrecht des Arbeitgebers bzw. des Insolvenzverwalters.
Arbeitnehmer müssen außerdem damit rechnen, offene Gehaltsforderungen nicht erfüllt zu bekommen. Denn im Insolvenzverfahren wird das Vermögen des Arbeitgebers unter allen (!) seinen Gläubigern aufgeteilt.
Gut zu wissen: Für die letzten 3 Monate vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens erhalten Arbeitnehmer Insolvenzgeld von der Arbeitsagentur. Soweit ihnen also in dieser Zeit kein Gehalt gezahlt wurde, bekommen sie dieses von der Arbeitsagentur in voller Höhe erstattet.
1 Aus Gründen der Lesbarkeit wird innerhalb dieses Textes das geschlechtsneutral zu verstehende generische Maskulinum als Formulierungsvariante verwendet.
Bekomme ich mein Gehalt?
Die Experten der Kanzlei für Arbeitsrecht informieren Sie zu Ihrem Recht und machen Ihre Ansprüche beim Insolvenzverwalter geltend. Auch bei Ihrem Insolvenzantrag und der Erstellung eines Sozialplanes sind wir Ihnen gerne behilflich.
Kontaktieren Sie uns unter:
06131 / 464 850 0
„Fachliche Kompetenz und die Fähigkeit, komplizierte Rechtszusammenhänge verständlich zu erklären - das hat uns sehr gut gefallen.“ Das sagen Mandanten über uns: www.anwalt.de/bewertungen/labisch
Aktuellste Urteile zu diesem Thema
Urteil vom 21. August 2018 - Az: 12 Sa 17/18
Maßgeblicher Zeitpunkt der Kündigungserklärung bei Massenentlassung
Die Kündigung eines Arbeitsverhältnisses durch den Arbeitgeber ist gem. § 134 BGB i.V. mit § 17 Abs. 1 KSchG unwirksam, wenn die Kündigungserklärung erfolgt, bevor die Massenentlassungsanzeige bei der Agentur für Arbeit eingegangen ist. Die Kündigungserklärung ist erfolgt, wenn das…
Urteil vom 24. Mai 2016 - Az: 12 Sa 941/15
Nach Insolvenz des Arbeitgebers: Anspruch auf Betriebsrente erst ab 60
1. Eine vom Arbeitgeber versprochene Leistung ist nur dann nach § 7 BetrAVG insolvenzgesichert, wenn es sich um betriebliche Altersversorgung im Sinne des Betriebsrentengesetzes handelt. Ob dies der Fall ist, richtet sich danach, ob die in § 1 Abs. 1 Satz 1 BetrAVG abschließend aufgezählten…
Urteil vom 19. August 2015 - Az: 5 AZR 975/13
Keine Vergütung für rückwirkend begründetes Arbeitsverhältnis
1. Der Anspruch auf Vergütung wegen Annahmeverzugs (§ 611 Abs. 1, § 615 Satz 1 BGB) setzt ein erfüllbares, dh. tatsächlich durchführbares Arbeitsverhältnis voraus. Ein rückwirkend begründetes Arbeitsverhältnis genügt dem für die Vergangenheit nicht. 2. Der Arbeitgeber ist verantwortlich iSv. §…
Urteil vom 20. Februar 2014 - Az: 2 Sa 120/13
Falsches Eintrittsdatum mitgeteilt - unwirksame Kündigung trotz Stilllegung
(1.) Eine Kündigung ist unwirksam, wenn der Arbeitgeber gekündigt hat, ohne den Betriebsrat richtig zu beteiligen (§ 102 Abs. 1 S. 3 BetrVG). Zur ordnungsgemäßen Beteiligung muss der Arbeitgeber dem Betriebsrat den aus seiner Sicht maßgeblichen Sachverhalt mitteilen. Bei einer betriebsbedingten…
Sie kennen die Kanzlei Labisch aus folgenden Medien:
Startseite | Impressum | Datenschutzerklärung | Wir auf XING
© 2009 - 2019 Frank Labisch - Rechtsanwalt - Fachanwalt für Arbeitrecht
Bereitgestellt durch:
LABISCH | Kanzlei für Arbeitsrecht
Rechtsanwälte Fachanwälte Steuerberater PartG mbB
Wormser Straße 15
55130 Mainz
Tel: 06131 / 464 850 0
Fax: 06131 / 480 572 4
Mo - Do 09:00 - 18:00 Uhr
Fr 09:00 - 14:00 Uhr
Arbeitsrechtlexikon
Allgemeine Arbeitsbedingungen
Arbeit auf Abruf
Arbeitgeberhaftung
Arbeitnehmerhaftung
Befristetes Arbeitsverhältnis
Betriebsänderung
Betriebsratsanhörung
Diskriminierung (Alter)
Diskriminierung (Behinderung)
Diskriminierung (Ethnische Herkunft)
Diskriminierung (Geschlecht)
Diskriminierung (Religion/Weltanschauung)
Diskriminierung (Sexuelle Identität)
Fortsetzungserkrankung
Mehrfache Befristung
Midijob
Pausen
Pflegezeit
Ruhen des ALG
Schein-Selbständigkeit
Teilhabechancengesetz
Teilzeitbeschäftigung
Weiterbeschäftigungs- und Wiedereinstellungsanspruch
Zwangsversetzung
Startseite | Impressum | Datenschutzerklärung | Wir auf XING | Google+
© 2015 Frank Labisch - Rechtsanwalt - Fachanwalt für Arbeitrecht