Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=GewArch%202012,%20125
Timestamp: 2019-12-11 17:23:15
Document Index: 179585220

Matched Legal Cases: ['Art 2', 'Art 14', '§ 3', '§ 6', '§ 9', '§ 20', '§ 21', '§ 21', '§ 22', '§ 9', '§ 1', '§ 80', '§ 78', '§ 7', '§ 60', '§ 7', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 69']

Rechtsprechung: GewArch 2012, 125 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: OVG Nordrhein-Westfalen, 28.11.2011
https://dejure.org/2011,227
VGH Baden-Württemberg, 14.11.2011 - 8 S 1281/11 (https://dejure.org/2011,227)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 14.11.2011 - 8 S 1281/11 (https://dejure.org/2011,227)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 14. November 2011 - 8 S 1281/11 (https://dejure.org/2011,227)
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Zur Versagung vorläufigen Rechtsschutzes gegen den Sofortvollzug des Planfeststellungsbeschlusses zur Errichtung und zum Betrieb der Ethylen-Pipeline Süd im Regierungsbezirk Stuttgart
Art 2 Abs 2 S 1 GG, Art 14 Abs 1 GG, § 3 RohrFLtgV, § 6 RohrFLtgV, § 9 Abs 5 RohrFLtgV, § 20 Abs 1 UVPG, § 21 Abs 1 Nr 1 UVPG, § 21 Abs 4 UVPG, § 22 UVPG
NVwZ-RR 2012, 267
DVBl 2012, 121
GewArch 2012, 125
vgl. VGH Bad.-Württ., Beschluss vom 14. November 2011 - 8 S 1281/11 -, juris, Rn. 44, zur Technischen Regel für Rohrfernleitungen (TRFL) gemäß § 9 Abs. 5 der Verordnung über Rohrfernleitungsanlagen (RohrFLtgV).
vgl. VGH Bad.-Württ., Beschluss vom 14. November 2011 - 8 S 1281/11 -, juris, Rn. 44, zur TRFL.
vgl. VGH Bad.-Württ., Beschluss vom 14. November 2011 - 8 S 1281/11 -, juris, Rn. 45, zur TRFL.
Unabhängig davon, dass die TRFL ein den DVGW-Regelwerken vergleichbares Sicherheitskonzept ohne Festlegung von Sicherheitsabständen zu Wohn- oder sonstiger Bebauung vorsieht, vgl. VGH Bad.-Württ., Beschluss vom 14. November 2011 - 8 S 1281/11 -, juris, Rn. 43 ff., ist sie für Erdgashochdruckleitungen nach § 1 Abs. 1 GasHDrLtgV, die - wie die hier planfestgestellte Leitung - als Energieanlagen im Sinne des EnWG der Versorgung mit Gas dienen, explizit nicht anwendbar (vgl. TRFL - Geltungsbereich).
vgl. hierzu VGH Bad.-Württ., Beschluss vom 14. November 2011 - 8 S 1281/11 -, juris, Rn. 48.
Zudem gaben die Beschlüsse des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts vom 29. Juni 2011 - 7 MS 72/11 u. a. -, juris, und des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg vom 14. November 2011 - 8 S 1281/11 -, juris, zur Thematik der Einhaltung von Mindestabständen durch Pipelines zu schutzbedürftigen Objekten der Fachwelt Anlass, die in diesem Zusammenhang zu diskutierenden Fragen aufzugreifen.
A. wohl VGH Bad.-Württ., Beschluss vom 14. November 2011 - 8 S 1281/11 -, GewArch 2012, 125 (126 f.).
https://dejure.org/2011,8006
OVG Nordrhein-Westfalen, 28.11.2011 - 13 B 1136/11 (https://dejure.org/2011,8006)
OVG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 28.11.2011 - 13 B 1136/11 (https://dejure.org/2011,8006)
OVG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 28. November 2011 - 13 B 1136/11 (https://dejure.org/2011,8006)
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VwGO § 80 Abs. 5 Satz 1; AMG § 78 Abs. 2 Satz 2; HWG § 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2
Gewährung vorläufigen Rechtschutzes gegen Untersagung der Überlassung von und der Werbung für Bonus-Taler in einer Apotheke
VwGO § 60; HWG § 7 Abs. 1 S. 1 Nr. 1
Werbegabe gegen Rezept an Geringwertigkeitsgrenze zu messen
VG Gelsenkirchen, 15.08.2011 - 9 K 2512/11
Nach der rechtsfehlerfreien Beurteilung des Berufungsgerichts erkennt das mit der von der Beklagten beanstandeten Werbung angesprochene Publikum, dass das Gutscheinsystem des Klägers dem Kunden keinen besonderen Vorteil verschafft, sondern lediglich verhindert, dass diesem aus dem für ihn mehr oder weniger zufälligen Umstand, dass ihm auf einem einzigen Rezept mehr als ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel verschrieben worden ist, beim zweiten und beim dritten verschriebenen Mittel ein sachlich nicht gerechtfertigter Nachteil entsteht (vgl. auch OVG Münster, GewArch 2012, 125).
Die Bestimmungen der Arzneimittelpreisverordnung werden vielmehr auch dann verletzt, wenn für das preisgebundene Arzneimittel zwar der korrekte Preis angesetzt wird, dem Kunden aber gekoppelt mit dem Erwerb des Arzneimittels Vorteile gewährt werden, die den Erwerb für ihn wirtschaftlich günstiger erscheinen lässt (vgl. BGH, Urteile vom 9. September 2010, Az. I ZR 193/07 ["Unser Dankeschön für Sie"], I ZR 37/08 ["Unser Extra zur Begrüßung"], I ZR 98/08 ["Bonuspunkte"], I ZR 125/08 ["Bonussystem"] und I ZR 26/09 ["Bonus-Taler"], sämtlich zitiert nach juris;… OVG Nds, Beschlüsse vom 8. Juli 2011, a.a.O. Az. 13 ME 95/11, a.a.O., und 13 ME 111/11; OVG NRW, Beschluss vom 28. November 2011, Az. 13 B 1136/11, juris; Berufsgericht beim LG Nürnberg-Fürth, Urteil vom 8. Februar 2012, Az. BG-Ap 8/11, Berufsgericht beim LG München, Urteil vom 29. März 2012, Az. BG-Ap 6/11).
Eine Unterscheidung zwischen Erst- und Zweitgeschäft, wie vom Kammermitglied gesehen, würde demgegenüber das einheitlich zu wertende Geschäft des Einkaufs eines verschreibungspflichtigen Arzneimittels gegen Gewährung des Einkaufsgutscheins künstlich aufspalten (…vgl. BGH, Urteile vom 9. September 2010, a.a.O.;… OVG Nds, Beschlüsse vom 8. Juli 2011, a.a.O.; OVG NRW, Beschluss vom 28. November 2011, a.a.O.; Berufsgericht beim LG München, Urteil vom 29. März 2012;… a.a.O.) und zudem die Preisbindung bewusst unterlaufen (so auch Berufsgericht beim LG München, Urteil vom 29. März 2012;… a.a.O.).
So OVG NRW, Beschluss vom 28. November 2011 - 13 B 1136/11 -, juris, Rn. 4 ff.; Nieders.
Die Bestimmungen der Arzneimittelpreisverordnung werden vielmehr auch dann verletzt, wenn für das preisgebundene Arzneimittel zwar der korrekte Preis angesetzt wird, dem Kunden aber - wie hier - gekoppelt mit dem Erwerb des Arzneimittels Vorteile gewährt werden, die den Erwerb für ihn wirtschaftlich günstiger erscheinen als in einer anderen Apotheke, die keine entsprechende Werbeprämie gewährt (…vgl. BGH, Urteile vom 24. November 2016 - I ZR 163/15 - juris Rn. 37;… vom 9. September 2010 - I ZR 193/07 - juris Rn. 17; ebenso KG…, Urteil vom 13. März 2018 - 5 U 97/15 - juris Rn. 32; Landesberufsgericht für Heilberufe Koblenz…, Urteil vom 8. Oktober 2012 - LBG-H A 10353/12 - juris Rn. 34; Landesberufsgericht für die Heilberufe München…, Urteil vom 17. Mai 2013 - LBG-Ap 1/12 - juris Rn. 62; OVG Lüneburg…, Beschluss vom 2. August 2017 - 13 ME 122/17 - juris Rn. 19; OVG Münster, Beschluss vom 28. November 2011 - 13 B 1136/11 - juris Rn. 4).
Das Berufsgericht schließt sich insoweit der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (vgl. Urteil vom 9. September 2010 - I ZR 98/08 - juris Rn.15f), der Oberverwaltungsgerichte Niedersachsen (vgl. Beschluss vom 31. August 2012 - 13 ME 142/12 - juris Rn.8) und Nordrhein-Westfalen (vgl. Beschluss vom 28. November 2011 - 13 B 1136/11 - juris Rn. 4), sowie des Landesberufsgerichts für Heilberufe beim Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz vom 8. Oktober 2012 - LBG-H A 10353/12.OVG - UA Seite 13 m.w.N. aus der berufsgerichtlichen Rechtsprechung in Bayern) an.
Diese Zweifel erfassen damit auch die ordnungsrechtlichen Überlegungen, wonach "denkbar" sei, dass sich unter dem Gesichtspunkt der Einheitlichkeit der Rechtsordnung aus Gründen der Wertungsgleichheit bei der Ermessensausübung im Rahmen einer Entscheidung nach § 69 Abs. 1 Satz 1 AMG die gesetzlichen Wertungen des Wettbewerbs- und Heilmittelwerberechts zumindest in Form einer "Eingriffsschwelle" wiederspiegeln müssten (vgl. OVG Niedersachsen, Beschlüsse vom 8. Juli 2011 - 13 ME 95/11, 13 ME 94/11 und 13 ME 111/11 - alle bei juris; dem folgend OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 28. November 2011 - 13 B 1136/11 - bei juris).
An dieser Auffassung (so auch OVG NRW, Beschl. v. 28.11.2011 - 13 B 1136/11, Juris; vgl. auch OVG Sachsen-Anhalt, Beschl v. 13.7.2011 - 1 M 95/11 -, Juris) hält der Senat auch im vorliegenden Eilverfahren fest.