Source: https://afs-becker.de/riester-rente/
Timestamp: 2019-12-07 03:33:31
Document Index: 41366295

Matched Legal Cases: ['§ 10', '§ 2', '§ 3', '§ 3', '§ 10', '§ 79', '§ 79']

Riester-Rente – Allfinanz Service Becker
Die Riester-Rente ist ein Konzept der privaten Altersvorsorge, gefördert durch staatliche Zulagen und Steuervorteile. Die gesetzlichen Grundlagen dieser Förderung bilden das Altersvermögensgesetz (AVmG) und das Einkommensteuergesetz (EStG.)
Die Bundesregierung beschloss2001 das staatliche Rentenniveau in Schritten auf ca. 67 % bis 2030 zu senken. Die gesetzliche Rentenversicherung kann demzufolge höchstens als Grundversorgung im Alter betrachtet werden. Durch eine freiwillige private Vorsorge soll nach der Vorstellung der Regierung diese entstehende Lücke gefüllt werden.
Die staatliche Förderung variiert je nach Familienstand und Einkommen. Bezieher mit geringem Einkommen profitieren speziell von den staatlichen Zulagen, insbesondere durch die Kinderzulage, gutverdienende Singles insbesondere von der Steuerersparnis.
Die staatlichen Zulagen:
Die Altersvorsorgezulage setzt sich aus der Grundzulage und Kinderzulage(n) zusammen.
Jahr 2002 / 2003 2004 / 2005 2006 / 2007 2008 / 2017 ab 2018
jährtdche Grundzulage pro Person
38 € 76 € 114 € 154 € 175 €
jährliche Kindergeldzulage pro Kind geboren bis 21.12.2007 185 € 185 €
jährliche Kinderzulage pro Kind geboren ab 01.01.2018 46 € 92 € 138 € 300 € 300 €
Berufseinsteiger: Einmalig bei Vertragsabschluss für Personen unter 25 Jahren 200 €
Der Beitrag zur Riesterförderung rechnet sich wie folgt:
Vorjahresbruttoeinkommen * 4 % – abzüglich Zulagenanspruch : 12 ergibt den monatlichen Beitrag.
Bei geringem Einkommen bspw. während der Kindererziehungszeit (erste 3 Lebensjahre des Kindes) greift ggf. der sogenannte Sockelbetrag (Mindesteigenbeitrag) von derzeit 60 € p.a.
Als Riester-Sparer haben Sie zwei Jahre Zeit, über einen Anbieter die Zulage zu beantragen.
Kindererziehungszeiten oder Statuswechsel müssen rückwirkend bei der ges. Rentenversicherung angezeigt werden. Über den sogenannten Dauerzulagenantrag wird von dem bevollmächtigten Anbieter die Altersvorsorgezulage beantragt, dies erspart die jährlich Zustimmung des Versicherten, bzw. Versäumnis den Antrag zu stellen.
Eigenheimrentengesetz seit dem 01.01.2008
Angespartes Kapital aus Riester-Verträgen kann als Eigenkapital für den Erwerb von Wohneigentum (nicht rückzahlbar) entnommen werden.
* Begünstigt sind die im Inland selbstgenutzte Immobilie, Genossenschaftswohnung, Beteiligung an einem Altersheim.
* Eine Anschlussfinanzierung für die bestehende Baufinanzierung kann über Wohn-Riester gesichert werden.
* Ein Riester-Vertrag kann sich auch dann lohnen, wenn der Zins im Vergleich zu einem nicht geförderten Darlehen höher ist.
* Die Zulagen müssen zur Tilgung des Darlehens verwendet werden.
* Bis zu 2.100 Euro an Tilgungszahlungen sind jährlich als Sonderausgaben von der Steuer absetzbar. (siehe nachgelagerte Besteuerung im Alter).
Steuern: Riestersparer können über die sogenannte Günstigerprüfung – die das Finanzamt vornimmt – in den Genuss von Steuervorteilen kommen. Bis maximal 2.100 € können Beiträge in der Steuererklärung als Sonderausgaben geltend gemacht werden. Fällt die steuerliche Entlastung höher als die Zulage aus, können Verbraucher Steuern auf die eingezahlten Beiträge zurückerhalten.
Der Förderung in der Ansparphase steht die volle, nachgelagerte Besteuerung in der Rentenphase gegenüber.
Der Steuersatz liegt in der Regel zu diesem Zeitpunkt weit niedriger als im Erwerbsleben.
Wohn-Riester: Es handelt sich hier um ein fiktives Konto, auf dem alle geförderten Tilgungen und Zulagen vermerkt werden. Das entnommene Kapital wird nachgelagert besteuert. Bei Rentenbeginn sind der angesammelte Betrag inklusive einer jährlichen Verzinsung von zwei Prozent zu versteuern.
Möglichkeiten: Sie versteuern den kompletten Betrag auf einmal und erhalten darauf einen Nachlass von 30 Prozent. Sie versteuern bis zu Ihrem 85. Lebensjahr pro Jahr einen Teil des Gesamtbetrages.
Mit Ihrem zuständigen Steuerberater findet sich die für Sie beste Lösung.
Grundlage: spezielle zertifizierte Tarife, die den gesetzlichen Vorgaben entsprechen.
klassische Private Rentenversicherungen,
Wohnriester Darlehen und Bausparverträge.
Anspruch auf Altersvorsorgezulage haben nachfolgend genannte, rentenversicherungspflichtige Personen (§ 10a EStG), wenn sie der unbeschränkten Steuerpflicht unterliegen.
rentenversicherungspflichtige Arbeitnehmer, Amtsträger
rentenversicherungspflichtige Selbstständige (z. B. Handwerker (allerdings mit Befreiungsmöglichkeit gem. § 2 Ziff. 8 SGB VI, nach 18 Jahren oder 216 Monaten Pflichtbeitragszeiten)
ALG-II-Empfänger über § 3 Satz 1 Nr. 3a SGB VI (Arbeitslosengeld- und Arbeitslosengeld II-Empfänger sind nach § 3 Abs. 3, 3a SGB VI rentenversicherungspflichtig und haben damit einen Anspruch auf Riesterförderung. Wer aufgrund zu hohen Vermögens keinen ALG-II-Anspruch hat, wird in § 10a Abs. 1 Satz 3 den Pflichtversicherten gleichgestellt und hat ebenfalls Anspruch auf Riesterförderung).
geringfügig Beschäftigte, die sich nicht von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung haben befreien lassen (sogenannte Aufstocker, eigener RV-Beitragsanteil
Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (Aktenzeichen: C-269/07:
Arbeitnehmer, die in der Bundesrepublik arbeiten, aber im Ausland wohnen dürfen in den Versichertenkreis aufgenommen werden. Keine Rückzahlung der Förderung, wenn sie ihren Lebensabend im Ausland verbringen .
Ebenfalls Zulagen erhalten Ehepartner/Lebenspartner von unmittelbar Zulageberechtigten auch wenn sie in eigener Person nur mittelbar berechtigt sind und in ihren Altersvorsorgevertrag mindestens 60 Euro pro Kalenderjahr einzahlen (§ 79 Satz 2 EStG in der ab 1. Januar 2012 geltenden Fassung[2][3]). Voraussetzung ist, dass sie nicht selbst unmittelbar förderberechtigt sind, nicht dauernd vom Partner getrennt leben und beide ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in der Europäischen Union oder dem Europäischen Wirtschaftsraum haben (§ 79 Satz 2 EStG).
Pflichtversicherte in Einrichtungen der berufsständischen Versorgung (z. B. Apotheker, Ärzte, Tierärzte, Rechtsanwälte und Architekten – sogenannte verkammerte Berufe),
Bis Ende 2012: geringfügig versicherungsfrei Beschäftigte (400-Euro.Job), die den Arbeitgeberbeitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung nicht durch eigene Beiträge aufstocken,