Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OLG%20Stuttgart&Datum=14.11.2001&Aktenzeichen=3%20U%20123/01
Timestamp: 2019-10-22 05:08:38
Document Index: 370568324

Matched Legal Cases: ['§ 13', 'BGH', '§ 16', '§ 13', '§ 2232', 'BGH', 'BGH', '§ 107']

OLG Stuttgart, 14.11.2001 - 3 U 123/01 - dejure.org
https://dejure.org/2001,2479
OLG Stuttgart, 14.11.2001 - 3 U 123/01 (https://dejure.org/2001,2479)
OLG Stuttgart, Entscheidung vom 14.11.2001 - 3 U 123/01 (https://dejure.org/2001,2479)
OLG Stuttgart, Entscheidung vom 14. November 2001 - 3 U 123/01 (https://dejure.org/2001,2479)
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Vorname; Anfangsbuchstabe des Nachnamens; Unterzeichnung; Notariell beurkundeter Kaufvertrag; Formunwirksamkeit
Unterschrift im Sinne des § 13 BeurkG als Voraussetzung für wirksamen notariellen Kaufvertrag und Maklerprovision
Maklerrecht und Gebrauchsregelung
LG Stuttgart, 25.04.2001 - 14 O 128/01
NJW 2002, 832
MDR 2002, 145
DNotZ 2002, 543
NZM 2002, 175
c) Ob die notarielle Urkunde auch dann wirksam ist, wenn andere Personen sie ausschließlich mit ihrem Vornamen unterzeichnen, ist in Rechtsprechung und Schrifttum umstritten (…bejahend Jansen, aaO Rdn. 17; Josef, BayNotV 1927, 128, 136;… Heinemann, aaO; verneinend BGHZ 27, 274, 276 [zu § 16 TestG]; OLG Stuttgart, DNotZ 2002, 543, 544; LG Oldenburg, BWNotZ 1991, 120;… Keidel/Winkler, BeurkG, 14. Aufl., § 13 Rdn. 41; Firsching, NJW 1956, 24;… Glaser, aaO;… Köhler, Festschrift für Schippel, S. 209, 211).
sein müsse, um noch als Unterschrift zu gelten, nicht aber den Gegenstand der Unterschrift als solchen, nämlich den Namen (OLG Stuttgart MDR 2002, 145 f;… undeutlich MK-Hagena, BGB, 7. Aufl. 2017, § 2232 Rdnr. 114).
Eine Niederschrift des nur abgekürzten, etwa nur aus einem oder mehreren Anfangsbuchstaben bestehenden "Namenszuges" wird ihrem Wesen nach, wie es sich nach den Gepflogenheiten des Rechtsverkehrs und vor allem des behördlichen Schriftverkehrs herausgebildet hat, nicht als "Unterzeichnung" eines Schriftstücks angesehen (vgl. BGH NJW 1967, 2310; ebenso OLG Stuttgart vom 14. November 2001 - 3 U 123/01, DNotZ 2002, 543).
Mit Hinweis auf die Entscheidungen des OLG Stuttgart (Urteil vom 14.11.2001, 3 U 123/01) und des BGH (Beschluss vom 13.07.1967, NJW 1967, 2310) habe die Antragstellerin durch die fehlende Unterschrift gar kein Angebot abgegeben und könne deshalb auch keinen Schaden i.S.v. § 107 Abs. 2 Satz 2 darlegen, da auf ihr Angebot kein Zuschlag erteilt werden könne.