Source: https://www.zypern-limited.com/steuern-recht/
Timestamp: 2017-12-17 07:48:07
Document Index: 206476022

Matched Legal Cases: ['EuG', '§ 9', 'EuG', '§ 17', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 8', 'Art. 43']

Zypern Steuern und Gesellschaftsrecht, die häufigsten Fragen und Antworten
Antrag auf Gründung
Die Besteuerungsarten in Zypern
Die Körperschaftssteuer in Zypern
Die Steuervorteile für Ausländer durch Non-Dom Zypern
Die unternehmerische Beteiligung an Gesellschaften im Ausland
Kollisionsrecht nach dem Urteil des EuGH
Das Aussensteuergesetz (AStG) am Beispiel der Bundesrepublik Deutschland.
Umsatzsteuern und EU-Recht
Die „internationale Umsatzsteueridentnummer“ und deren Verwendung innerhalb der EU.
Die innergemeinschaftliche Lieferung und die steuerlichen Auswirkungen.
Doppelbesteuerungsabkommen mit dem deutschsprachigen Wirtschaftsraum
Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Republik Zypern und Deutschland
Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Republik Zypern und Österreich
EU-FATCA und OECD Informationsaustausch
Die Änderungen durch EU-FATCA und das OECD Abkommen
Die Grundlage: Niederlassungsfreiheit innerhalb der EU
Die Niederlassungsfreiheit innerhalb der EU für natürliche und juristische Personen.
Thema: Die Besteuerungsarten in Zypern
Mit dem Beitritt Zyperns zur Europäischen Union am 01.05.2004 wurde das Steuersystem in Zypern grundlegend einer Reform unterzogen. Eine Steuergesetzgebung nach den Normen der Europäischen Union wurde bereits ein Jahr zuvor in Kraft gesetzt.
Die wesentlichen Besteuerungsarten in Zypern stellen die Körperschaftssteuer, die Einkommenssteuer, die private Dividendensteuer und die Kapitalertragssteuer dar.
Steuerreform 2015 / 2016 – Non-Dom Zypern
Die Steuerreform aus dem Jahre 2015, welche nun im Jahre 2016 eine effektive Anwendung erfährt, bietet allen Ausländern, welche ihren steuerlichen Wohnsitz nach Zypern verlagern, erhebliche Steuervorteile im Bereich der Dividendenbesteuerung, Zins- und Ertragsbesteuerung und bei Mieteinnahmen aus dem In- und Ausland.
Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie jetzt unter Non-Dom Zypern (EU).
Thema: Die Körperschaftssteuer in Zypern
Die Körperschaftssteuer in Zypern bezieht sich auf die weltweiten Gewinne einer in Zypern ansässigen Kapitalgesellschaft, Zypern Limited und Zypern Holding.
Der Körperschaftssteuersatz beträgt 2,5 Prozent auf Gewinne aus der Verwertung von Lizenzrechten, Geistigem Eigentum und Patenten. Der reguläre Körperschaftssteuersatz beträgt in Zypern 12,5 Prozent.
Eine nachträglich erhöhte Festsetzung der Besteuerungsquote, wie beispielsweise in Malta, ist ausgeschlossen.
Darüber hinaus bietet Zypern eine ganze Reihe Möglichkeiten der Steueroptimierung, beispielsweise durch die Kombination mit einer Non-Residenten-Gesellschaft. Wir informieren Sie gern.
Thema: Die Steuervorteile für Ausländer gemäß Non-Dom Programm Zypern
Eine ausländische Person (Non-Dom) mit steuerlichem Wohnsitz in Zypern wird im Rahmen des dieses neuen gesetzes seit 16. Juli 2015 zudem von der Besteuerung auf Zinserträge komplett befreit. Dies gilt ebenfalls unabhängig davon, ob es sich um Zinserträge inländischer oder auch ausländischer Herkunft handelt. Darüber hinaus gelten ebenfalls besondere Regelungen für Einnahmen aus Vermietung.
Non-Dom Personen, welche aus einem Beschäftigungsverhältnis mehr als 100.000 Euro pro Jahr vereinnahmen, erhalten darüber hinaus eine Reduzierung der Steuerbelastung durch Anwendung des halben Einkommenssteuersatz auf fünf Jahre. Im Zuge der neuesten Gesetzesvorlagen, kann diese Reduzierung auf 10 Jahre ggf. noch ausgeweitet werden.
Weitere Informationen und Vorteile, unsere Leistungen und die anfallenden Aufwendungen bei Wohnsitznahme, haben wir für Sie unter diesem Link vorbereitet: Non-Dom Zypern (EU).
Thema: Die unternehmerische Beteiligung an Gesellschaften im Ausland
Eine Schachtelbeteiligung (kurz auch Schachtel) nennt man die Beteiligung einer unbeschränkt steuerpflichtigen Kapitalgesellschaft am Grund- oder Stammkapital einer anderen unbeschränkt steuerpflichtigen Kapitalgesellschaft in Höhe von mindestens 25 %.
Eine Schachtelbeteiligung hat auf Grund einer Sperrminorität in Gesellschafterversammlungen, sowie durch das Schachtelprivileg, im Steuerrecht eine besondere Bedeutung.
Eine Schachtelbeteiligung, aus der Schachteldividenden erzielt werden, liegt vor, wenn eine Kapitalgesellschaft im Ansässigkeitsstaat an einer Kapitalgesellschaft im Quellenstaat eine sog. unternehmerische Beteiligung unterhält. Eine Schachtelbeteiligung im Sinne der Methodenartikel in Doppelbesteuerungsabkommen ist unter den folgenden zwei Voraussetzungen gegeben:
1. Sowohl die Muttergesellschaft als auch die Tochtergesellschaft sind jeweils Kapitalgesellschaften. Erforderlich ist also, dass eine im Ansässigkeitsstaat ansässige „Mutter-Kapitalgesellschaft“ an einer im Quellenstaat ansässigen „Tochter-Kapitalgesellschaft“ beteiligt ist. Dies wird in Doppelbesteuerungsabkommen ausdrücklich geregelt.
2. Für eine „Schachtelbeteiligung“ wird im Methodenartikel der meisten Doppelbesteuerungsabkommen eine Beteiligungshöhe von mindestens 25% verlangt. Teilweise privilegieren deutsche Doppelbesteuerungsabkommen Dividenden aber bereits auch bei einer nur 10%igen Beteiligung als Schachteldividende.
Die tatbestandlichen Voraussetzungen ergeben sich beispielsweise aus § 9 Nr. 7 GewStG (Deutschland) wie folgt:
Gewinne aus Anteilen an einer Kapitalgesellschaft mit Sitz im Ausland wenn die Beteiligung seit Beginn des Erhebungszeitraumes (also OHNE Unterbrechung) bei einer Beteiligung an EU-Kapitalgesellschaften mindestens 10 % des Nennkapitals bzw. bei einer Beteiligung an Nicht-EU-Kapitalgesellschaften mindestens 15 % des Nennkapitals beträgt und ihre Erträge (fast) ausschließlich aus Beteiligungen von mindestens einem Viertel bezieht und weitere Nachweise erbringen kann.
Der Artikel 10 des OECD Musterbesteuerungsabkommen sieht für das internationale Schachtelprivileg eine Beteiligungsgrenze bis zu 25 % vor. In diesen Fällen darf der Staat, in dem der Schuldner der Dividende ansässig ist, eine maximal 5%ige Steuer auf die Dividendenzahlungen an Nutzungsberechtige eines anderen Vertragsstaates erheben. Eine Ausnahme ist für Dividendenempfänger vorgesehen, die eine Betriebsstätte im Ansässigkeitsstaat des dividendenausschüttenden Unternehmens unterhalten. In diesen Fällen wird die Dividende der dortigen Betriebsstätte zugeordnet.
Könnte die Ausnutzung entsprechender Rechtsvorschriften für Ihr Unternehmen interessant sein?
Wir bieten Ihnen selbstverständlich auch zu diesem Thema eine umfassend kostenfreie Beratung.
Lassen Sie uns über Ihre Ideen, Ihr Vorhaben jetzt sprechen. Unter Kontakt finden Sie sämtliche Möglichkeiten der Kontaktaufnahme zu uns. Und auch in unserem Büro auf Zypern sind Sie uns natürlich jederzeit herzlich willkommen.
Thema: Kollisionsrecht nach dem Urteil des EuGH
Wir bieten Ihnen zu diesem Thema einen Link an, welcher den Sachverhalt ausführlicher darstellt, als uns dies an dieser Stelle möglich wäre:
Bitte entnehmen Sie die Ausführungen zu diesem Themenbereich der Veröffentlichung von Herrn Prof. Dr. Erich Schanze LL.M. (Harv.) / Wiss. Mit. Andreas Jüttner.
Thema: Die Hinzurechnungsbesteuerung am Beispiel der Bundesrepublik Deutschland.
Das deutsche Aussensteuergesetz (AStG) soll die Verschiebung von Einkommen oder Vermögen ins Ausland und die daraus resultierende Verringerung des inländischen Steueraufkommens verhindern bzw. erschweren.
Das AStG wurde 1973 (BGBl. 1972 I, S. 1713) eingeführt und seit dem vielfach geändert, zuletzt (Stand Juni 2005) durch das EU-Richtlinien-Umsetzungsgesetz vom 9. Dezember 2004 (BGBl. 2004 I, S. 3310).
Es handelt sich um ein Spezialgesetz mit Regelungen, die Auswirkungen auf mehrere Einzelsteuergesetze haben, und zwar auf das Einkommensteuergesetz, das Körperschaftsteuergesetz, das Gewerbesteuergesetz, das Erbschaftsteuer- und Schenkungssteuergesetz sowie auf die Vermögensteuer.
Die Finanzverwaltung hat zur Anwendung des AStG eine umfangreiche Anweisung erlassen (Schreiben betr. Grundsätze zur Anwendung des Aussensteuergesetzes vom 14. Mai 2004, BStBl. I Sondernummer 1/2004 S. 3).
Eine natürliche Person mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt im Inland und eine juristische Person (z. B. eine GmbH oder AG) mit dem Sitz oder dem Ort der Geschäftsleitung im Inland sind nach dem deutschen Steuerrecht unbeschränkt steuerpflichtig, d. h. sie unterliegen grundsätzlich mit ihrem weltweit erzielten Einkommen der deutschen Einkommensteuer bzw. der Körperschaftsteuer (siehe „FAQ“ – „Unternehmerische Beteiligung“).
Diese Personen können ihre inländische Besteuerung mindern, indem sie
– ihren Wohnsitz bzw. ihren Sitz/Ort der Geschäftsleitung ins Ausland verlegen, um somit aus der unbeschränkten Steuerpflicht auszuscheiden. Dies wird oft auch als Steuerflucht bezeichnet, wie im Falle vieler prominenter Sportler.
– Rechtsträger (z. B. Gesellschaften, Stiftungen) im Ausland gründen oder erwerben und auf diese Rechtsträger Einkommen und Vermögen verlagern, um es von der inländischen Besteuerung abzuschirmen.
– Wohnsitzverlagerung in ein Gebiet mit niedriger Besteuerung (Niedrigsteuerland)
– Der Steuerpflichtige war in den letzten zehn Jahren vor dem Wegzug mindestens fünf Jahre als deutscher Staatsangehöriger unbeschränkt steuerpflichtig (Anmerkung: bemerkenswerterweise wird hier an die Staatsangehörigkeit angeknüpft, was im deutschen Steuerrecht sonst praktisch nie der Fall ist)
– Der Steuerpflichtige hat nach wie vor wesentliche wirtschaftliche Interessen im Inland.
Veräussert eine im Inland ansässige Person ihre (bis einschließlich Veranlagungszeitraum 2006 inländische) Beteiligung an einer GmbH oder ihre Aktien an einer AG, so unterliegt der Gewinn aus dieser Transaktion unter gewissen Voraussetzungen (Beteiligung mindestens 1 % am Grundkapital oder Veräusserung innerhalb der „Spekulationsfrist“) der deutschen Einkommensteuer (§ 17 Abs. 1 EStG). Vor Einführung des AStG konnte diese Besteuerung vermieden werden, indem der Anteilseigner vor der Veräusserung der Beteiligung seinen Wohnsitz ins Ausland verlegte und damit aus der unbeschränkten Steuerpflicht ausschied.
§ 6 AStG bestimmt daher, dass der Anteilseigner, der mindestens zehn Jahre unbeschränkt steuerpflichtig gewesen ist, bei einem Wohnsitzwechsel in das Ausland so besteuert wird, als ob er die Anteile an der (bis einschließlich dem Veranlagungszeitraum 2006 inländischen) GmbH bzw. die Aktien zum Marktwert verkauft hätte. Es wird also ein fiktiver Veräusserungsgewinn der Einkommensteuer unterworfen (sogenannte Wegzugsbesteuerung), wobei die Steuer auf Antrag in bis zu einer Dauer von fünf Jahren in gleichen Raten gezahlt werden kann. Neben dem reinen Wegzugstatbestand kennt § 6 AStG noch mehrere Ersatztatbestände.
Die EU-Kommission hatte deshalb gegen Deutschland ein Verfahren wegen Verletzung des EG-Vertrages eingeleitet. Die deutsche Finanzverwaltung hat aus diesem Grunde § 6 AStG durch das am 7. Dezember 2006 verabschiedete „Gesetz über steuerliche Begleitmaßnahmen zur Einführung der Europäischen Gesellschaft und zur Änderung weiterer steuerrechtlicher Vorschriften (SEStEG)“ geändert und bei Wegzug innerhalb der EU bzw. des EWR eine zinslose Stundung der anfallenden Steuer, bis zur tatsächlichen Veräusserung der Beteiligung oder einer Wohnsitzverlegung in ein Land außerhalb der EU bzw. des EWR eingeführt.
– an einer ausländischen Gesellschaft sind unbeschränkt Steuerpflichtige zu mehr als der Hälfte beteiligt. Anmerkung: Beim Vorliegen bestimmter „besonders schlechter“ Einkünfte (sogenannte Zwischeneinkünfte mit Kapitalanlagecharakter) genügt bereits eine Beteiligung von einem Prozent und weniger, wenn die ausl. Zwischengesellschaft ausschließlich Bruttoerträge mit Kapitalanlagencharakter erwirtschaftet.
– Die ausländische Gesellschaft erzielt „passive“ Einkünfte.
– es sei denn, der Handel erfolgt mit den unbeschränkt steuerpflichtigen Gesellschaftern der ausländischen Gesellschaft bzw. mit deren nahe stehenden Personen (Ausnahme von der Regel: passiv)
– es sei denn, „der Steuerpflichtige weist nach, dass die ausländische Gesellschaft einen für derartige Handelsgeschäfte in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb unterhält und die zur Vorbereitung, dem Abschluss und der Ausführung der Geschäfte gehörenden Tätigkeit ohne Mitwirkung eines [unbeschränkt steuerpflichtigen Gesellschafters] oder einer nahe stehenden Person ausübt.“ § 8 Abs. 1 Nr. 4, zweiter Halbsatz (Ausnahme von der Ausnahme: aktiv).
– die passiven Einkünfte unterliegen einer niedrigen Besteuerung. Eine solche ist nach der derzeitigen Fassung des AStG gegeben, wenn die ausländische Steuer weniger als 25 % beträgt. Der Gesetzgeber orientiert sich hierbei an der Höhe des derzeitigen Steuersatzes bei der Körperschaftsteuer.
Sind die Voraussetzungen der Hinzurechnungsbesteuerung erfüllt, so werden die passiven Einkünfte der ausländischen Gesellschaft abzüglich der darauf entfallenden ausländischen Steuern dem zu versteuernden Einkommen des unbeschränkt steuerpflichtigen Gesellschafters im Verhältnis seiner Beteiligung am Nennkapital der Gesellschaft hinzugerechnet und unterliegen der deutschen Besteuerung.
(Quelle: Rechtsverzeichnis und wikipedia.de)
Sollten Sie weitere Fragen zum haben, erreichen Sie uns sowohl telefonisch, per Email, als auch über unser Kontaktformular oder über unseren Live Support.
Thema: Die „internationale Umsatzsteueridentnummer“ und deren Verwendung innerhalb der EU.
Die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (VAT) ist eine eindeutige und EU-weite Kennzeichnung eines Umsatzsteuerpflichtigen. Sie dient innerhalb des Europäischen Binnenmarktes zur Abrechnung der Umsatzsteuer durch die Finanzämter.
Benötigt wird sie von jedem Unternehmer, der Waren oder Dienstleistungen innerhalb des EU-Gemeinschaftsgebietes liefern oder erwerben möchte. Im Übrigen auch von außereuropäischen Gesellschaften, sollte es sich bei dem Produkt um „elektronische Waren und Dienstleistungen“ handeln“.
Durch die Verwendung einer Umsatzsteuer-Identifikationsnummer durch den Leistungsempfänger ist es – ggf. unter gewissen weiteren Voraussetzungen – möglich, den Besteuerungsort bestimmter sonstiger Leistungen wie Vermittlungsleistungen, Leistungen an beweglichen körperlichen Gegenständen und innergemeinschaftliche Beförderungsleistungen in einen anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union zu verlagern, wo diese Leistung durch den Leistungsempfänger im Wege des sogenannten Reverse-Charge-Verfahrens versteuert wird.
Ob eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer gültig ist, kann durch das MwSt-Informationsaustauschsystem (MIAS) der Europäischen Kommission geprüft werden.
Außerdem sind weitere formale Vorschriften bei Lieferung und Abholung zu beachten, andernfalls wird die USt vom Finanzamt beim Lieferer nachverlangt.
Eine Rechnung muss nach Gesetz entweder die dem leistenden Unternehmer vom Finanzamt erteilte Steuernummer oder die ihm vom VAT-Zentralamt für Steuern erteilte Umsatzsteuer-Identifikationsnummer enthalten. Die Angabe einer Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (falls vorhanden) wird häufig bevorzugt, da diese weniger Missbrauchsmöglichkeiten bietet.
Die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer sollte, soweit vorhanden, im Impressum einer Homepage angezeigt werden.
Hinweis: Keine Zypern Firma ohne VAT-Nummer. Die Beantragung einer VAT-Nummer ist grundsätzlicher Bestandteil unserer Gründungsleistungen.
Eine Ausnahme stellen EU-USt-IdNrn dar: Das sind Umsatzsteuer-Identifikationsnummern, die mit den Buchstaben EU beginnen und die an nicht im Gemeinschaftsgebiet ansässige Unternehmer vergeben werden, die im Gemeinschaftsgebiet als Steuerschuldner ausschließlich sonstige Leistungen auf elektronischem Weg an in der EU ansässige Nichtunternehmer erbringen. Rechtsgrundlage ist die zum 1. Juli 2003 eingeführte Sonderregelung, die wiederum auf europarechtliche Vorgaben zurückgeht. EU-Umsatzsteuernummern kommen also nur zwischen außereuropäischen Unternehmen und europäischen Nichtunternehmen zum Einsatz; sie brauchen (und können) deswegen weder vom BZSt noch vom MIAS validiert werden. Diese Nummern gelten nur in der EU. Nicht-EU-Staaten haben keine eigene ST-ID Nr. (beispielsweise Offshore Staaten).
Die Republik Zypern teilt die USt-IdNr. (VAT) mit den Buchstaben CY zu. Die VAT-Nummer muss gesondert von der Steuernummer in Zypern beantragt werden. Wir übernehmen, wie bereits erwähnt, diese Beantragung für Ihr Unternehmen in Zypern.
Thema: Die innergemeinschaftliche Lieferung und die steuerlichen Auswirkungen
Zypern, Mitglied der Europäischen Union, partizipiert durch die EU-Gesetzgebung hinsichtlich der innergemeinschaftlichen Lieferung.
Als innergemeinschaftliche Lieferung wird ein Steuerbefreiungstatbestand des Umsatzsteuerrechts bezeichnet, nach dem eine grenzüberschreitende Lieferung innerhalb der Europäischen Gemeinschaft von der Umsatzsteuer im Staat des Beginns des Transports steuerfrei gestellt wird.
Voraussetzung dafür ist, dass ein Unternehmer im Rahmen seines Unternehmens die Lieferung an einen anderen Unternehmer für dessen Unternehmen ausführt und der Gegenstand tatsächlich von einem Mitgliedsstaat in einen anderen Mitgliedsstaat im Rahmen der Lieferung transportiert wird.
Eine Sonderform der innergemeinschaftlichen Lieferung ist die innergemeinschaftliche Verbringung. Hier kommt es nicht zu einer Lieferung zwischen zwei Unternehmen. Die Verbringung innerhalb eines Unternehmens wird als innergemeinschaftliche Lieferung fingiert.
Das Rechtsinstrument der innergemeinschaftlichen Lieferung, korrespondierend mit dem innergemeinschaftlichen Erwerb, war notwendig, da mit dem Jahreswechsel 1992/1993 der europäische Binnenmarkt eingeführt worden ist und damit die Zollabwicklung innerhalb der Europäischen Gemeinschaft entfallen ist. Es ist der steuerrechtlich bedeutsamste Teil des Binnenmarktes. An die Stelle der steuerfreien Ausfuhrlieferung ist die steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferung getreten und die Einfuhrumsatzsteuer wurde durch die Besteuerung des innergemeinschaftlichen Erwerbs abgelöst.
Ausfuhrlieferung und Einfuhrumsatzsteuer haben jedoch weiterhin im Warenverkehr mit Staaten außerhalb der Europäischen Gemeinschaft (Drittlandstaaten) eine erhebliche Bedeutung.
Voraussetzungen (EU / Zypern)
Vorab ist zu klären, ob es sich um die Lieferung eines Gegenstandes oder um eine sonstige Leistung (Dienstleistung) handelt. Innergemeinschaftliche Dienstleistungen an Unternehmer werden nach anderen Regelungen ohne Berechnung der Umsatzsteuer ausgeführt.
Die Steuerbefreiung ist im Wesentlichen daran geknüpft, dass
– die Ware tatsächlich von einem EU-Mitgliedstaat in einen anderen EU-Mitgliedstaat transportiert wird, und
– dass der Empfänger Unternehmer ist und die Ware im Rahmen seines Unternehmens erwirbt.
Die erste Voraussetzung muss mit dem Verbringungsnachweis nachgewiesen werden. Die zweite Voraussetzung ist durch den Abnehmernachweis zu belegen, wobei die Verwendung und Überprüfung der Umsatzsteuer-Identifikationsnummer eine zentrale Rolle spielt.
Liegen diese Voraussetzungen vor, hat der Erwerber im Land der Beendigung des Transports die Erwerbsbesteuerung durchzuführen.
Die Voraussetzungen der Steuerbefreiung muss mit Buchnachweis und Belegnachweis nachgewiesen werden. Seit dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs C-146/04 „Albert Collée“ vom 27. September 2007, ist in Zypern anerkannt, dass der Buch- und Belegnachweis als solcher keine materielle Voraussetzung für die Steuerbefreiung ist.
Ergänzende Informationen finden Sie zu diesem Thema auch unter dem Link:
Thema: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Republik Zypern und Deutschland
Das Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der Republik Zypern und der Bundesrepublik Deutschland finden Sie unter folgendem Link
DBA Deutschland ./. Zypern
Thema: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Republik Zypern und Österreich
Das Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der Republik Zypern und der Republik Österreich finden Sie unter folgendem Link
DBA Österreich ./. Zypern
Thema: EU-FATCA und OECD
Wir bieten Ihnen zu diesem Thema eine individuelle und kostenfreie Beratung an. Bitte nehmen Sie bei Interesse Kontakt mit uns auf.
Ob als Architekt, Restaurantbesitzer oder Marketing-Expertin. Unionsbürger können sich überall in der Europäischen Union niederlassen und dort einer selbstständigen Tätigkeit nachgehen. Europäische Richtlinien sorgen dafür, dass die eigene Berufsausbildung im Gastland auch anerkannt wird. Innerhalb der Europäischen Union genießen alle Unionsbürger das Recht auf Freizügigkeit. Dies schließt die freie Einreise, den freien Aufenthalt, das freie Wohnrecht, die freie Wahl des Studien- und Arbeitsplatzes, sowie die Niederlassungsfreiheit ein. Auch für Handwerk und Handel erleichtern Richtlinien die Niederlassungsfreiheit. In Mitgliedstaaten, die die Ausübung einer Tätigkeit vom Nachweis bestimmter Kenntnisse oder Diplome (zum Beispiel Meistertitel) abhängig machen, kann ein fehlender Berufsabschluss unter Umständen durch den Nachweis umfassender Berufserfahrung ersetzt werden.
Die Niederlassungsfreiheit nach Art. 43 – 48 EGV erlaubt es natürlichen und juristischen Personen (Gesellschaften) der EU Mitgliedstaaten, sich in einem anderen EU-Mitgliedstaat zur selbständigen Ausübung gewerblicher, landwirtschaftlicher oder freiberuflicher Erwerbstätigkeiten niederzulassen. Voraussetzung ist jedoch, dass mit einer dauerhaften und stabilen Eingliederung in die Volkswirtschaft des jeweiligen Staates zu rechnen ist.
Juristische Personen müssen nach den Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaates dort gegründet worden sein und die eingetragene Hauptniederlassung sich ebenfalls in einem EU-Mitgliedstaat befinden.
Die vorgenannten Bestimmungen bilden die rechtliche Basis für ein Vorhaben in Zypern und gelten sowohl für Bürger der Bundesrepublik Deutschland, wie auch der Bürger der Republik Österreich.
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