Source: https://www.brainscape.com/flashcards/versuchte-beteiligung-6117229/packs/9211035
Timestamp: 2018-12-12 07:04:09
Document Index: 152174026

Matched Legal Cases: ['§\u200922', '§\u200922', '§\u200922', '§ 22', '§ 22', '§ 24', '§ 24', '§ 28', '§\u200928', '§ 28', '§ 30', '§\u200930', '§ 30', '§ 30']

Versuchte Beteiligung Flashcards by Patrik Zeranski | Brainscape
Versuchte Beteiligung Flashcards Preview
Strafrecht AT > Versuchte Beteiligung > Flashcards
Flashcards in Versuchte Beteiligung Deck (17):
Gesamtlösung (Mittelbare Täterschaft)
Nach der Gesamtlösung werden wie bei der Mittäterschaft Täter und Werkzeug zu einer Einheit verbunden, so dass der Versuch erst beginnen kann, wenn das Werkzeug die Schwelle des § 22 überschreitet.
Weiteste Einzellösung (Mittelbare Täterschaft)
Parallel zur versuchten Anstiftung soll nach der weitesten Variante der Einzellösung der Versuch mit der Einwirkung auf den Tatmittler beginnen.
Weite Modifizierte Einzellösung (Mittelbare Täterschaft)
Ausgehend von der Lösung beim Stellen von Fallen und bei Distanzdelikte beginnt der Versuch des mittelbaren Täters, wenn er den Geschehensverlauf aus der Hand gibt, also in der Regel mit dem Zeitpunkt des Losschickens.
Enge Modifizierte Einzellösung (Mittelbare Täterschaft)
Zusätzlich zu den von der Literatur geforderten Kriterien wird für die Bejahung des unmittelbaren Ansetzens verlangt, dass der entlassene Tatmittler die tatbestandsmäßige Handlung im unmittelbaren Anschluss, d. h. in einem engen zeitlichen Zusammenhang, ausführen soll und deshalb wegen der nahen Tatbestandsverwirklichung das geschützte Rechtsgut schon gefährdet ist.
(Eine solche Gefährdung hält die Rechtsprechung für gegeben, wenn ein Werkzeug losgeschickt wird, das die Tat „alsbald“ begehen soll.
Dagegen liegt noch kein Versuch vor, sofern der Tatmittler erst nach einer gewissen Zeitspanne oder zu einem bestimmten späteren Zeitpunkt tätig werden soll.)
Gesamtlösung (Mittäterschaft)
Nach der Gesamtlösung beginnt der Versuch für jeden Mittäter, sobald nur einer von ihnen gemäß § 22 zur Tatbestandsverwirklichung ansetzt.
Einzellösung (Mittäterschaft)
Nach der Einzellösung kann ein Mittäter nur dann wegen einer versuchten mittäterschaftlichen Tat bestraft werden, wenn er selbst die Schwelle des § 22 überschritten oder im Versuchsstadium zumindest seinen Tatbeitrag erbracht hat.
Bejahende Stimme (Versuchsbeginn vermeintliche Mittäterschaft)
Weil gemäß § 22 StGB die Tatplanperspektive für den Versuch maßgeblich ist, darf eine fremde Versuchshandlung einem Täter zugerechnet werden, der einen Komplizen irrig als Mittäter ansieht.
Gegenmeinung (Versuchsbeginn vermeintliche Mittäterschaft)
Eine fremde Versuchshandlung darf einem fremden Täter nur zugerechnet werden, wenn ein Komplize den objektiven Versuchstatbestand des § 22 erfüllt.
Das ist nicht der Fall, wenn der Komplize ohne Tatentschluss handelt. (-> Versuchte Beteiligung)
Fehlgeschlagener Versuch § 24 II 1 StGB
Der Versuch ist fehlgeschlagen, wenn der jeweilige Beteiligte glaubt, er oder ein anderer Beteiligter könne die Tat mit den zur Verfügung stehenden Mitteln nicht mehr ohne zeitliche Zäsur vollenden.
Begehen der Tat unabhängig vom früheren Tatbeitrag § 24 II 2 2 Var. StGB
Geregelt ist die Konstellation, dass der Beteiligte mit Vollendungsvorsatz einen Tatbeitrag erbracht hat, der sich nicht in der Vollendung, sondern nur im Versuch des Delikts niederschlägt, und die Tat trotzdem vollendet wird.
hM § 28 II Tatentschluss versuchten Anstiftung
Ausgehend von dem Gedanken, dass die Tatbestandsverschiebung des § 28 II sich auch bei der versuchten Anstiftung durchsetzen muss, stellt eine Ansicht für das Vorliegen der besonderen Merkmale auf die Person Anstifters ab und hält ihn für strafbar, wenn er im Falle der Tatdurchführung ein Verbrechen begehen würde.
Rechtsprechung § 28 II (Tatentschluss versuchte Anstiftung)
Aus dem Wortlaut des § 30 I und dem Präventionscharakter bezüglich besonders schwerer Taten lässt sich schlussfolgern, dass der Angestiftete maßgeblich für das Vorliegen besonderer Merkmale ist.
Weiteste Meinung (Unmittelbares Ansetzen Versuchte Anstiftung)
Die weiteste Auffassung will die allgemeinen Versuchsregeln anwenden und nimmt ein unmittelbares Ansetzen schon mit dem Beginn eines etwaigen „Anstiftungsgesprächs“ an.
Engste Meinung (Unmittelbares Ansetzen Versuchte Anstiftung)
Die engste Meinung verlangt einen Zugang der Anstiftungserklärung zumindest in dem Sinn, dass der Anzustiftende sie zur Kenntnis nehmen kann.
Mittlere Meinung (Unmittelbares Ansetzen Versuchte Anstiftung)
Eine auf einer mittleren Linie liegende Ansicht stützt sich auf den Strafgrund des § 30 I verlangt daher, dass der Auffordernde den Kausalverlauf aus der Hand gegeben hat.
Verbrechensverabredung § 30 II 3. Var.
Mindestens zwei Personen müssen fest vereinbaren, mittäterschaftlich ein Verbrechen zu begehen (oder zu ihm anzustiften).
Das Sich-Bereiterklären § 30 II 1. Var.
Zum einen ist die Annahme einer Anstiftung erfasst, zum anderen das Sich-erbieten.
Das Sich-Erbieten ist dadurch gekennzeichnet, dass ein tatgeneigter, also noch nicht zur Tat fest entschlossener, Täter einem anderen die Durchführung eines Verbrechens anbietet und von dessen Zustimmung abhängig macht.