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Timestamp: 2016-10-26 17:12:33
Document Index: 302174765

Matched Legal Cases: ['BGE', 'Art. 18', 'BGE', 'BGE', 'Art. 24', 'Art. 36', 'Art. 25', 'Art. 36', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 132', 'BGE', 'Art. 36', 'BGE', 'Art. 36', 'Art. 134', 'Art. 152', 'Art. 135', 'BGE', 'Art. 152']

U 365/99 (29.12.2000)
M.________, 1962, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Roland Ilg, R�mistrasse 5, Z�rich,
A.- Der 1962 geborene M.________, seit 5. August 1985 als Handlanger bei der O.________ AG angestellt und bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen die Folgen von Unfall und Berufskrankheit versichert, rutschte am 6. Dezember 1995 w�hrend der Arbeit auf einer Baustelle aus und st�rzte von einer cirka zwei Meter hohen Deckenschalung zu Boden. Gem�ss Bericht des Dr. med. B.________, Oberarzt der Chirurgischen Klinik Spital X.________, erlitt er dabei eine R�ckenkontusion mit Fraktur der Querforts�tze des Lendenwirbelk�rpers 1 sowie eine Kompressionsfraktur des rechten Fersenbeins (Bericht vom 17. Januar 1996). Nach station�rem Aufenthalt in der Rehaklinik Y.________ (vom 19. Juni bis 19. Juli 1996) erachteten die Dres. med. A.________ und R.________ die beim Unfallereignis vom 6. Dezember 1995 erlittenen Frakturen als konsolidiert. Neben minimen Restbeschwerden im Bereich des rechten Fusses, die sich einzig bei langem Gehen auswirkten, best�nde ein therapieresistentes, leichtgradiges Lumbovertebralsyndrom. Das Heben und Tragen von Lasten bis zu 15 Kilogramm sei ebenso zumutbar wie Zwangshaltungen des Rumpfes, Kauern und Knien, alles mit der Einschr�nkung, dass es bei repetitiver Aus�bung beschwerlich falle. Die ganzt�gige Wiederaufnahme der Arbeit bei 50 %iger Leistung sei auf 22. August 1996 vereinbart worden (Austrittsbericht vom 8. August 1996). Nachdem der Versuch, die Arbeit wieder aufzunehmen, bereits am 4. September 1996 gescheitert war, beurteilte SUVA-Kreisarzt-Stellvertreter Dr. med. E.________ die geklagten R�ckenbeschwerden bei Bandscheibenverschm�lerung L5/S1 mit osteochondrotischen Ver�nderungen als glaubhaft und �berwies den Versicherten an die Orthop�dische Klinik F.________. Die dort t�tigen Dres. med. J.________ und P.________ hielten die Unfallbedingtheit der aktuell geklagten Beschwerden f�r fraglich. Mit grosser Wahrscheinlichkeit handle es sich um eine accessorische Rippe, nicht um eine Fraktur der Querforts�tze des Lendenwirbelk�rpers 1, da keine radiologischen Ver�nderungen im Verlaufe zu sehen seien und die Stummel sich symmetrisch abbildeten (Bericht vom 13. November 1996). Weitere Abkl�rungen (Magnet Resonanz Tomographie, diagnostische Infiltrationen, Discographie) best�tigten den Befund einer Osteochondrose, haupts�chlich auf L5/S1, mit leichtem Bulging disc ohne Nervenwurzelkompression, ebenso auf H�he L4/L5. Ferner wurden degenerativ bedingte Bandscheibensch�den (L4/L5, L3/L4) erhoben. Eine Probefixation L4/S1 wurde von M.________ erwogen, schliesslich aber abgelehnt. SUVA-Kreisarzt Dr. med. S.________ stellte anl�sslich der Abschlussuntersuchung vom 28. August 1997 eine m�ssig eingeschr�nkte Wirbels�ulenfunktion fest. Die Beschwerden w�rden deutlich �bertrieben. Leichte, wechselbelastende T�tigkeiten (ohne Zwangshaltung des K�rpers, Tragen von Lasten bis maximal 15 Kilogramm) seien ganzt�gig uneingeschr�nkt zumutbar, wobei eine um 45 Minuten verl�ngerte Mittagspause zugestanden werden m�sse.
Nach Abkl�rung der erwerblichen Verh�ltnisse schloss die SUVA, die f�r die Heilbehandlung aufgekommen war und Taggelder geleistet hatte, den Fall ab und sprach dem Versicherten mit Verf�gung vom 13. August 1998 ab 1. September 1998 eine Invalidenrente auf Grund einer Erwerbsunf�higkeit von 15 % sowie eine Integrit�tsentsch�digung f�r eine Integrit�tseinbusse von 5 % zu. Nach erneuter kreis�rztlicher Untersuchung vom 18. Dezember 1998 sowie vom Hausarzt veranlasster, ambulanter Untersuchung im Spital X.________ vom 4. Januar 1999 (Bericht vom 6. Januar 1999) sprach die SUVA in teilweiser Gutheissung der Einsprache eine Invalidenrente auf der Basis einer Erwerbsunf�higkeit von 25 % zu. In Bezug auf die Integrit�tsentsch�digung best�tigte sie ihre Verf�gung vom 13. August 1998 vollumf�nglich (Einspracheentscheid vom 19. Januar 1999).
C.- M.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren mit dem Rechtsbegehren, in Aufhebung des kantonalen Entscheides sei eine Invalidenrente bei einer Erwerbsunf�higkeit von 70 % und eine Integrit�tsentsch�digung f�r eine Integrit�tseinbusse von 50 % zuzusprechen; eventuell sei eine unabh�ngige Begutachtung vorzunehmen. Ferner sei ihm die unentgeltliche Verbeist�ndung zu gew�hren.
1.- Davon abgesehen, dass es, entgegen der SUVA, legitimationsrechtlich unbedeutsam ist, wie das Vertretungsverh�ltnis ausgestaltet ist, steht gerichtsnotorisch fest, dass dem Vertreter des Beschwerdef�hrers bisher das Anwaltspatent nicht entzogen wurde.
2.- Im Bericht �ber die kreis�rztliche Untersuchung
vom 18. Dezember 1998 wird festgehalten, der Gesundheitszustand sei gegen�ber der Abschlussuntersuchung vom 28. August 1997 unver�ndert und die am 28. August 1997 erstattete Stellungnahme zur Arbeitsf�higkeit nach wie vor g�ltig. Im Lichte der in BGE 123 V 331 sowie RKUV 1998 Nr. U 309 S. 457 Erw. 3 f., insbesondere Erw. 4a, umschriebenen Grunds�tze zum Anspruch auf rechtliches Geh�r im Einspracheverfahren der SUVA liegt ein Verstoss gegen Bundesrecht hier nicht vor.
3.- Im angefochtenen Entscheid werden die gesetzlichen Bestimmungen und Grunds�tze �ber die Ermittlung des Invalidit�tsgrades nach der Methode des Einkommensvergleichs (Art. 18 Abs. 2 Satz 2 UVG), die Bedeutung �rztlicher Ausk�nfte bei der Invalidit�tsbemessung (BGE 115 V 134 Erw. 2, 114 V 314 Erw. 3c, 105 V 158 Erw. 1), die Bezugnahme auf den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (BGE 110 V 276 Erw. 4b) sowie den Anspruch auf Integrit�tsentsch�digung (Art. 24 Abs. 1 UVG; Art. 36 Abs. 1 UVV) und deren Abstufung nach der Schwere des Integrit�tsschadens (Art. 25 Abs. 1 UVG und Anhang 3 zur UVV basierend auf Art. 36 Abs. 2 UVV), insbesondere auch die Bedeutung der von der SUVA in Weiterentwicklung der bundesr�tlichen Skala entwickelten Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form (BGE 124 V 32 Erw. 1c), zutreffend dargelegt. Darauf kann verwiesen werden.
4.- In medizinischer Hinsicht ist der relevante Sachverhalt umfassend dokumentiert. Es liegen �rztliche Beurteilungen aus unterschiedlichen Fachrichtungen vor, welche eingehend �ber die Entwicklung des Gesundheitszustandes, namentlich das R�ckenleiden, seit dem Unfallereignis vom 6. Dezember 1995 Auskunft geben. Die Vorinstanz hat die bei den Akten liegenden medizinischen Unterlagen sorgf�ltig gepr�ft und korrekt gew�rdigt. Unter diesen Umst�nden ist es nicht zu beanstanden, wenn das kantonale Gericht von der Anordnung weiterer Untersuchungen und der Einholung eines versicherungsexternen medizinischen Gutachtens abgesehen hat. Rechtsprechungsgem�ss (BGE 122 V 157) ist es im Rahmen der freien Beweisw�rdigung grunds�tzlich zul�ssig, die Beurteilung allein auf versicherungsinterne Entscheidungsgrundlagen zu st�tzen, wobei an die Unparteilichkeit und Zuverl�ssigkeit solcher Grundlagen indessen strenge Anforderungen zu stellen sind. Weder die SUVA noch das kantonale Gericht haben ausschliesslich auf versicherungsinterne �rztliche Berichte abgestellt. Vielmehr st�tzten sich ihre �berlegungen auch auf zahlreiche externe fach�rztliche Untersuchungen (Bericht der Dres. med. J.________ und P.________, Orthop�dische Klinik F.________, vom 13. November 1996; Bericht �ber die Magnet Resonanz Tomographie vom 25. November 1996; Bericht der Dres. med. J.________ und C.________ vom 22. Januar 1997). Weiter besteht kein Anlass, die Zuverl�ssigkeit der vom Kreisarzt gest�tzt auf die medizinischen Akten vorgenommene Stellungnahme zur Arbeitsf�higkeit in Zweifel zu ziehen, dies umso weniger als auch im Bericht der Rheumaklinik D.________ vom 18. Februar 1999, wo der Versicherte vom 2. bis 11. Februar 1999 auf Veranlassung seines Hausarztes station�r betreut wurde, keine abweichenden Diagnosen gestellt und eine Instabilit�t der LWS sowie eine Neuropathie ausgeschlossen werden. Von einer unausgewogenen Beweislage kann deshalb nicht gesprochen werden. Letztinstanzlich besteht demnach ebenfalls kein Anlass zu weiteren Beweisvorkehren.
5.- a) Unfallfolgen einerseits und nachtr�glich auftretende unfallfremde Faktoren (krankhafte Ver�nderungen der Wirbels�ule) lassen sich vorliegend nicht auseinanderhalten (Bericht �ber die kreis�rztliche Untersuchung vom 4. April 1997), sondern ergeben ein sich �berschneidendes Krankheitsbild, weshalb die SUVA zu Recht f�r die erwerblichen Folgen des R�ckenleidens aufkommt (RKUV 1992 Nr. U 142 Erw. 4).
b) Steht fest, dass bei einer leichten, den k�rperlichen Leiden angepassten T�tigkeit von einer 100 %igen Arbeitsf�higkeit - mit der Einschr�nkung einer um 45 Minuten verl�ngerten Mittagspause - auszugehen ist, l�sst sich der vorinstanzlich best�tigte Einkommensvergleich der SUVA, welcher einen Invalidit�tsgrad von rund 25 % ergeben hat, nicht beanstanden. Wird f�r die Ermittlung des Invalideneinkommens anstelle der durch die SUVA verwendeten Dokumentation �ber Arbeitspl�tze (DAP) auf die Tabellenl�hne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebungen des Bundesamtes f�r Statistik (LSE) abgestellt, resultiert selbst bei Ber�cksichtigung eines maximalen Abzugs von 25 % vom statistischen Lohn (BGE 126 V 75 Erw. 5b/aa-cc), wie durch das kantonale Gericht zutreffend erwogen, kein h�herer Invalidit�tsgrad.
6.- Hinsichtlich der Integrit�tsentsch�digung kann vollumf�nglich auf die zutreffenden Erw�gungen im kantonalen Entscheid verwiesen werden. Der Beschwerdef�hrer bringt keine triftigen Gr�nde vor, welche eine abweichende Ermessensaus�bung als naheliegender erscheinen liessen (Art. 132 lit. a OG; vgl. zur Ermessenskontrolle BGE 114 V 316 Erw. 5a mit Hinweisen). Die K�rzung der Integrit�tsentsch�digung ist mit Blick auf die aktenkundig f�r das R�ckenleiden kausalen krankhaften Ver�nderungen der Wirbels�ule rechtens (Art. 36 Abs. 2 UVG; BGE 113 V 59 Erw. 2, 137 Erw. 5a). Eine voraussehbare Verschlimmerung des Integrit�tsschadens gem�ss Art. 36 Abs. 4 UVV liegt nicht vor.
7.- Da es im vorliegenden Verfahren um Versicherungsleistungen geht, sind gem�ss Art. 134 OG keine Gerichtskosten zu erheben. Dem Gesuch um Gew�hrung der unentgeltlichen Verbeist�ndung kann entsprochen werden, da die hief�r nach Gesetz (Art. 152 in Verbindung mit Art. 135 OG) und Rechtsprechung (BGE 125 V 202 Erw. 4a mit Hinweisen) erforderlichen Voraussetzungen erf�llt sind. Es wird indessen ausdr�cklich auf Art. 152 Abs. 3 OG aufmerksam gemacht, wonach die beg�nstigte Partei der Gerichtskasse Ersatz zu leisten haben wird, wenn sie sp�ter dazu im Stande ist.
wird Rechtsanwalt Dr. Roland Ilg, Z�rich, f�r das Ver-
fahren vor dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht
aus der Gerichtskasse eine Entsch�digung (einschliess-