Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=V%20ZB%20188/05
Timestamp: 2019-10-15 12:39:45
Document Index: 338889409

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 9', '§ 29', '§ 79', '§ 79', '§ 9', '§ 29', '§ 79', '§ 29', '§ 9', 'BGH', 'BGH', '§ 74', '§ 99', 'BGH', '§ 74', '§ 30', '§ 765', '§ 79', 'Art. 14', '§ 97', 'BGH', '§ 79', '§ 95', 'BGH', 'BGH']

BGH, 26.10.2006 - V ZB 188/05 - dejure.org
https://dejure.org/2006,810
BGH, 26.10.2006 - V ZB 188/05 (https://dejure.org/2006,810)
BGH, Entscheidung vom 26.10.2006 - V ZB 188/05 (https://dejure.org/2006,810)
BGH, Entscheidung vom 26. Januar 2006 - V ZB 188/05 (https://dejure.org/2006,810)
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EGZVG § 9a; ZVG § 29, § 79
ZVG § 79; EGZVG § 9a; ZVG § 29
Freigabe von aus dem Grundbuch nicht ersichtlichen Gebäudeeigentum im Zwangsversteigerungsverfahren
Beschlagnahme eines in den neuen Ländern gelegenen Grundstücks; Aufhebung des Zwangsversteigerungsverfahrens bezüglich der sich auf dem Grundstück befindlichen Gebäude; Freigabeerklärung als teilweise Zurücknahme des Versteigerungsantrags; Beschwerdeberechtigung des ...
Zur Bindung des Vollstreckungsgerichts an vorher getroffene Entscheidungen bei der Beschlussfassung über den Zuschlag; zur Aufhebung des Zwangsversteigerungsverfahrens hinsichtlich nicht aus dem Grundbuch ersichtlichen selbständigen Gebäudeeigentums
ZVG § 79 § 29; EGZVG § 9a
Bindung des Vollstreckungsgerichts an eine vorherige Entscheidung bei der Beschlussfassung über den Zuschlag; Geltendmachung selbständigen Gebäudeeigentums in der Zwangsversteigerung des Grundstücks
Verfahrensrecht - Zuschlagserteilung in der Zwangsversteigerung
Gebäudeeigentum in der Grundstücksversteigerung
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Beschluss des BGH vom 26.10.2006, Az.: V ZB 188/05 (Aufhebung der das Gebäudeeigentum eines Dritten betreffenden Zwangsversteigerung)" von RA Dr. iur. Guido Toussaint, original erschienen in: ZfIR 2007, 510 - 511.
AG Altenburg, 17.03.2005 - K 14/04
LG Gera, 28.10.2005 - 5 T 241/05
BGHZ 169, 305
NJW-RR 2007, 194
MDR 2007, 547
NZI 2007, 192 (Ls.)
NJ 2007, 117
WM 2007, 82
Rpfleger 2007, 155
Eine Kostenentscheidung ist nicht veranlasst, weil sich die Beteiligten in dem Verfahren über die Zuschlagsbeschwerde grundsätzlich nicht als Parteien im Sinne der Zivilprozessordnung gegenüber stehen (Senat, Beschl. v. 26. Oktober 2006, V ZB 188/05, WM 2007, 82, 86; Beschl. v. 15. März 2007, V ZB 95/06, WM 2007, 1284, 1285).
Hiervon geht der Senat für den Regelfall bei der Verkehrswertbeschwerde (Senat, Beschl. v. 18. Mai 2006, V ZB 142/05, WM 2006, 1727, 1730;… ebenso Stöber, ZVG, 18. Aufl., § 74a Anm. 9.5.; LG München II Rpfleger 1984, 108) und bei der Zuschlagsbeschwerde (Senat, Beschl. v. 20. Juli 2006, V ZB 168/05, Rpfleger 2006, 665; Beschl. v. 26. Oktober 2006, V ZB 188/05, WM 2007, 82, 86;… ebenso Stöber, aaO, § 99 Anm. 2.5.; OLG Oldenburg JurBüro 1989, 1176, 1177) aus.
Es soll damit in die Lage versetzt werden, das gesamte bisherige Versteigerungsverfahren neu und unabhängig von seinen früheren Entscheidungen zu würdigen (Senat, Beschl. v. 26. Oktober 2006, V ZB 188/05, NJW-RR 2007, 194, 197 [insoweit zur Veröffentlichung in BGHZ vorgesehen]).
aa) Nach der Rechtsprechung des Senats (Beschl. v. 26. Oktober 2006, V ZB 188/05, NJW-RR 2007, 194, 197 f.) sind nur die mit einem eigenen Rechtsmittelzug ausgestatteten Verfahren der Verkehrswertfestsetzung (§ 74a Abs. 5 ZVG), der einstweiligen Einstellung gemäß §§ 30 a bis 30 f ZVG und des Vollstreckungsschutzes nach § 765a ZPO von der Regelung des § 79 ZVG ausgenommen.
Das gilt umso mehr, als das Grundrecht aus Art. 14 Abs. 1 GG auch auf das Verfahrensrecht mit der Folge einwirkt, dass bei der Auslegung des Zwangsversteigerungsgesetzes die Bedeutung der Eigentumsgarantie sicherzustellen ist (…vgl. BVerfG, NJW 2012, 2500 Rn. 14; BVerfGE 51, 150, 156; Senat…, Beschluss vom 22. März 2007 - V ZB 138/06, WM 2007, 1286 Rn. 18; jeweils mwN; vgl. auch Senat, Beschluss vom 26. Oktober 2006 - V ZB 188/05, WM 2007, 82, 85 mwN).
(2) Die Annahme einer Unwirksamkeit des Zuschlags in Sonderfällen ist durchaus mit der Geltungskraft rechtsgestaltender Hoheitsakte (dazu Senat, Beschluss vom 26. Oktober 2006 - V ZB 188/05, WM 2007, 82, 85 mwN) in Einklang zu bringen.
Eine Anordnung zur Erstattung außergerichtlicher Kosten nach § 97 Abs. 1 ZPO kommt hier nicht in Betracht, da die Beteiligten in dem Verfahren über die Zuschlagsbeschwerde sich nicht als Parteien im Sinne der Zivilprozessordnung gegenüberstehen (Senat, Beschl. v. 26. Oktober 2006, V ZB 188/05, WM 2007, 82, 86;… Beschl. v. 25. Januar 2007, V ZB 125/05, Rdn. 7 - zur Veröffentlichung vorgesehen).
Eine Erstattung außergerichtlicher Kosten kommt nicht in Betracht, da sich die Beteiligten in dem Verfahren über die Zuschlagsbeschwerde in der Regel nicht als Parteien im Sinne der Zivilprozessordnung gegenüber stehen (Senat, Beschl. v. 26. Oktober 2006, V ZB 188/05, WM 2007, 82, 86).
Die Anfechtbarkeit einzelner Zwischenentscheidungen steht dem nicht entgegen (Senat, Beschl. v. 10. Mai 2007, V ZB 83/06, Umdruck S. 23, zur Veröffentlichung in BGHZ bestimmt; vgl. auch schon Senat, Beschl. v. 26. Oktober 2006, V ZB 188/05, NJW-RR 2007, 194, 197 f.).
Bei der Beschlussfassung über den Zuschlag ist das Vollstreckungsgericht nach § 79 ZVG an eine im Verlauf des Verfahrens zuvor getroffene Entscheidung auch dann nicht gebunden, wenn diese nach § 95 ZVG anfechtbar war, aber nicht angefochten worden ist (Senat, BGHZ 169, 305).
Alle übrigen Vorabentscheidungen, die das Vollstreckungsgericht getroffen hat und die von der Rechtsmittelinstanz nicht überprüft worden sind, entfalten demgegenüber bei der Entscheidung über den Zuschlag und über eine dagegen gerichtete Beschwerde keine Bindungswirkung (Senat, BGHZ 169, 305, 307); das gilt unabhängig davon, welche Einwände das Vollstreckungsgericht bei seinen früheren Entscheidungen erwogen und berücksichtigt hatte.
Erlöschen eines Gebots aufgrund eines fehlenden sofortigen Widerspruchs gegen die …