Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VI%20ZR%20289/03
Timestamp: 2019-09-15 10:43:59
Document Index: 259155967

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 5', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 15.03.2005 - VI ZR 289/03 - dejure.org
https://dejure.org/2005,357
BGH, 15.03.2005 - VI ZR 289/03 (https://dejure.org/2005,357)
BGH, Entscheidung vom 15.03.2005 - VI ZR 289/03 (https://dejure.org/2005,357)
BGH, Entscheidung vom 15. März 2005 - VI ZR 289/03 (https://dejure.org/2005,357)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2005,357) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Aufklärung durch den Arzt bei Medikamenten mit möglichen schwerwiegenden Nebenwirkungen
Aufklärungspflicht des Arztes bezüglich schwerwiegender Nebenfolgen eines Medikaments; Schadensersatzanspruch wegen der Verletzung der Aufklärungspflicht durch den Arzt; Einordnung der Medikation in den Bereich des ärztlichen Eingriffs; Notwendigkeit der umfassenden ...
Verschreibung von aggressiven bzw. nicht ungefährlichen Arzneimitteln als ärztlicher Eingriff, Einwilligungserfordernis des Patienten, Risikoaufklärung als Wirksamkeitserfordernis der Einwilligung; Kausalitätsnachweis
Arztrecht - Aufklärung über Nebenwirkungen eines Medikamentes
Zur Aufklärungspflicht des Arztes bei schwerwiegenden Nebenwirkungen eines Medikaments; Arzthaftungsrecht, Medizinrecht
Raucherin erleidet nach Einnahme der "Pille" Schlaganfall - Gynäkologin hätte die Patientin über die Nebenwirkungen des Medikaments aufklären müssen
Arzthaftung: Hinweis reichte nicht aus
Antikonzeptionsmittel zur Regulierung der Menstruationsbeschwerden
Zur Aufklärungspflicht des Arztes über Nebenwirkungen von Medikamenten
Aufklärungspflicht von Ärzten // Beipackzettel reicht bei schweren Nebenwirkungen nicht aus
123recht.net (Entscheidungsbesprechung, 6.5.2005)
Ärztliche Aufklärungspflicht über schwerwiegende Nebenwirkungen // Ist neben dem Hinweis in der Gebrauchsinformation eine zusätzliche Aufklärung nötig?
Zusammenfassung von "Schlund gibt Beraterhinweis zum Thema "Aufklärungspflichten eines Arztes über die Risiken eines Medikamentes" (zugleich Anmerkung zum Urteil des BGH vom 15.03.2005, Az.: VI ZR 289/03)" von VROLG a.D. Prof. Dr. Gerhard Schlund, original erschienen in: JR 2006 ...
BGHZ 162, 320
NJW 2005, 1716
VersR 2005, 834
JR 2006, 67
a) Das Berufungsgericht ist insoweit zwar im Ansatz von der Rechtsprechung des erkennenden Senats ausgegangen, wonach sich die Behandlungsseite - allerdings nur unter strengen Voraussetzungen - darauf berufen kann, dass der Patient auch bei Erteilung der erforderlichen Aufklärung in die Behandlung eingewilligt hätte (vgl. etwa Urteil vom 15. März 2005 - VI ZR 289/03 - VersR 2005, 834, 835 f. m.w.N.).
Diese Betrachtungsweise entspricht sowohl Wortlaut und Sinn des Art. 5 Nr. 3 LugÜ als auch der ständigen Rechtsprechung des erkennenden Senats (vgl. nur die Senatsurteile BGHZ 162, 320, 323 f.;… 172, 1 ff., aaO;… vom 17. April 2007 - VI ZR 108/06 - aaO, jeweils m.w.N.).
Vielmehr ist der Patient vor dem Einsatz eines neuen Medikaments über dessen Risiken vollständig aufzuklären (Senatsurteil BGHZ 162, 320, 323 ff. m.w.N.).
Da ein Heileingriff erst durch die Einwilligung gerechtfertigt wird und diese eine ausreichende Aufklärung voraussetzt, muss im Arzthaftungsprozess grundsätzlich der Arzt darlegen und ggf. beweisen, dass er den Patienten in genügendem Maße über die Risiken des Eingriffs informiert hat (vgl. etwa BGH, Urteil vom 15.03.2005 - VI ZR 289/03 -, NJW 2005, 1716, 1717).
Da ein Heileingriff erst durch die Einwilligung gerechtfertigt wird und diese eine ausreichende Aufklärung voraussetzt, muss im Arzthaftungsprozess grundsätzlich der Arzt darlegen und ggf. beweisen, dass er den Patienten in genügendem Maße über die Risiken des Eingriffs informiert hat (vgl. etwa BGH, Urteil vom 15.03.2005 - VI ZR 289/03, NJW 2005, 1716, 1717).
Haftungsauslösendes Ereignis ist bei einer Aufklärungspflichtverletzung nämlich nicht bereits die unterlassene Aufklärung des Patienten, sondern der im weitesten Sinne ärztliche Eingriff (siehe dazu BGH NJW 2005, 1716) durch die nachfolgende Einnahme der Medikamente, die mangels ordnungsgemäßer Aufklärung ohne wirksame Einwilligung des Patienten erfolgt.
Die Pflicht zur therapeutischen Information bezweckt, durch begleitende beratende Maßnahmen zum Erfolg der medizinischen Heilbehandlung beizutragen und mögliche Selbstgefährdungen des Patienten zu vermeiden (vgl. BGH, NJW 2005, 1716 ; BGH, NJW 2004, 3703 ).
Verfehlungen in diesem Bereich stellen sich als Behandlungsfehler dar und sind daher vom Patienten zu beweisen (vgl. nur BGH, NJW 2005, 1716 ).
OLG Stuttgart, 03.06.2008 - 1 U 145/07
LG Köln, 16.07.2013 - 3 O 569/06
Geltendmachung von Schmerzensgeld und Schadensersatz wegen gesundheitlicher …
OLG Stuttgart, 06.02.2007 - 1 U 112/06
Haftung des Hausarztes: Indikation einer Thromboseprophylaxe und Notwendigkeit …