Source: https://www.hunderegister-nds.de/faq/
Timestamp: 2017-07-24 00:39:08
Document Index: 43532499

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 16', '§ 6', '§ 16', '§ 16', '§ 6', '§ 11', '§ 6', '§ 3', '§ 1', '§ 2', '§16', '§ 1', '§ 7', '§ 3', '§ 3', '§ 6']

Angaben Halter und Hund
Ich möchte meinen Hund abmelden. Wie lösche ich meinen Hund aus dem Benutzerkonto?
Klicken Sie in Ihrem Benutzerkonto auf den jeweiligen Hund, den Sie abmelden möchten. Gehen Sie nun rechts auf das rote Feld "Hund abmelden" und wählen Sie den Grund der Abmeldung aus.
Kann ich ein Bild meines Hundes einstellen?
Ja. Sie dürfen ein Bild hochladen. Auch dies ist freiwillig.
Muss ich Angaben zum Sachkundenachweis machen?
Nein, auch die Angaben zum Sachkundenachweis sind freiwillig. Es besteht keine gesetzliche Pflicht, diese Angaben gegenüber dem Zentralen Register zu machen.
Muss ich meine Haftpflichtversicherung angeben?
Nein. Sie sind zwar gesetzlich verpflichtet, Ihren Hund zu versichern; Sie sind aber nicht verpflichtet, diese Angaben gegenüber dem Zentralen Register zu machen. Die Angaben sind freiwillig.
Wie groß darf die Dateigröße meines Bildes höchstens sein?
Die Bilddatei darf eine Größe von 250 Kilobyte nicht überschreiten. Das Hochladen direkt und unbearbeitet von einem Mobiltelefon oder von einer Digitalkamera wird deshalb regelmäßig nicht funktionieren. Wir bitten für diese Einschränkung um Verständnis.
Bei der Online-Anmeldung bekommen Sie den Nachweis zum Ausdruck angezeigt. Bei der schriftlichen/telefonischen Meldung können Sie den Nachweis beantragen. Dieser wird Ihnen dann per Post zugestellt.Darüber hinaus bekommen Sie in jedem Fall einen Kostenbescheid über die Höhe der Gebühren zugesandt. Diese kann ebenso gut als Nachweis für die Eintragung eines Hundes dienen.
Die Registrierung wird durch die GovConnect GmbH im Auftrag des Landes Niedersachsen durchgeführt. Die GovConnect erhebt für die Entgegennahme und Bearbeitung einer Mitteilung nach § 6 Abs. 1 NHundG eine einmalige Gebühr. Mit dieser Gebühr sind auch Änderungen nach § 6 Abs. 2 NHundG abgegolten. Für jede Online-Registrierung werden Kosten in Höhe von 14,50 € zzgl. 19 % MwSt. anfallen. Eine telefonische bzw. schriftliche Anmeldung kostet 23,50 € zzgl. 19 % MwSt. Schriftlich oder telefonisch übermittelte Daten verursachen einen höheren Aufwand und sind daher teurer.
Aufgrund der Vorschriften §§ 6, 16 des Niedersächsischen Gesetzes über das Halten von Hunden (NHundG) müssen Sie dem Zentralen Register gegenüber bestimmte Angaben über jeden von Ihnen gehaltenen Hund machen. Diese Anmeldung ist gebührenpflichtig.
Warum sind die Gebühren für eine online Anmeldung geringer als für eine schriftliche oder telefonische Anmeldung?
Die Gebühren spiegeln den höheren personellen Aufwand wieder, den das Zentrale Register mit der Bearbeitung von schriftlichen oder telefonischen Anfragen hat.
Gemäß § 16 NHundG ist die Einrichtung eines Zentralen Registers gesetzlich vorgeschrieben. Ab dem 01.07.2013 hat jede/r Hundehalter/-in gem. § 6 NHundG vor der Vollendung des siebten Lebensmonats des Hundes Halterdaten und Angaben zum Hund dem Zentralen Register zu melden. Ist der Hund bei der Aufnahme der Hundehaltung älter als sechs Monate, so sind die Angaben innerhalb eines Monats nach Aufnahme der Hundehaltung zu machen. Halterinnen und Halter, deren Hund bei einem anderen Register gemeldet sind, müssen ihren Hund dennoch im Zentralen Register registrieren lassen. Die GovConnect GmbH wurde mit der Führung des Zentralen Registers beauftragt. Die Hundehalterin/der Hundehalter kann die Registrierung online oder schriftlich bzw. telefonisch vornehmen.
Welche Meldungen sind gebührenpflichtig, welche nicht?
Nur die Anmeldung eines Hundes ist gebührenpflichtig. Alle übrigen Angaben z. B. Adressänderung, Aufgabe der Haltung, Angaben über die Gefährlichkeit des Hundes sind kostenfrei. Die Kostenfreiheit ist unabhängig davon, ob Sie die Meldung online oder schriftlich/telefonisch machen.
Gemäß § 16 NHundG ist die Einrichtung eines Zentralen Registers gesetzlich vorgeschrieben. In § 16 Abs. 1 NHundG wird der Zweck des Zentralen Registers gesetzlich festgelegt. Dort heisst es: "(1)Das Fachministerium führt ein zentrales Register, in dem die Angaben der Hundehalterinnen und Hundehalter nach § 6 gespeichert werden. (2)Das Register dient der Identifizierung eines Hundes, der Ermittlung der Hundehalterin oder des Hundehalters und der Gewinnung von Erkenntnissen über die Gefährlichkeit von Hunden in Abhängigkeit von Rasse, Geschlecht und Alter.
Was ist das "Bürgerkonto Niedersachsen"?
Das Bürgerkonto Niedersachsen ermöglicht es Bürgern, einen zentralen Online-Account beim Land Niedersachsen einzurichten und zu nutzen. Dieser Account ermöglicht es, einige Dienste des Landes in Anspruch zu nehmen. Darüber hinaus gewährt das Bürgerkonto die Möglichkeit, sich bei angebundenen Online-Auftritten der öffentlichen Verwaltung (z. B. dem Hunderegister Niedersachsen), zentral an einer Stelle mit einem einzigen Nutzernamen und Passwort anzumelden. Das hat den Vorteil, dass man sich nur ein Passwort für unterschiedliche Verwendungszwecke merken muss und das Passwort dann auch nur an einer Stelle zu ändern braucht. Sofern man bei der Anmeldung den neuen Personalausweis verwendet, können die Personalausweisdaten ausgelesen werden und dadurch kann die Identität verifiziert werden. Infolgedessen kann die Behörde, die den Online-Auftritt betreibt, sicher sein, mit dem "richtigen" Bürger zu kommunizieren, ohne dass dieser für die Anmeldung jedes Mal seinen Ausweis einsetzen muss.
Wie kann ich meinen Bürgerkonto-Zugang beim Hunderegister Niedersachsen deaktivieren?
Sie können den Bürgerkonto-Zugang über die Bearbeitung Ihrer Profildaten ändern. Auf der Einstiegsseite klicken Sie dazu bitte auf das Personenbildchen (Icon) links unten. Sie gelangen zu den Profildaten aber auch über einen Klick auf Ihre Halterkonto E-Mail Adresse oben in der blauen Leiste.
Wie registriere ich mich mit dem "Bürgerkonto Niedersachsen", wenn ich noch kein solches Konto habe, mir aber eines anlegen möchte?
Gehen Sie in dem Fall wie oben beschrieben vor, allerdings melden Sie sich beim Bürgerkonto nicht an, sondern erstellen zunächst das Bürgerkonto. Anschließend werden Sie zur Halteranmeldung zurück geleitet und die Felder werden vor ausgefüllt. Achten Sie hier bitte auch darauf, dass das Feld „Ortsteil“ ausgefüllt wird. Nach dem Speichern können Sie sich mit dem Bürgerkonto beim Hunderegister Niedersachsen anmelden. Klicken Sie zur Anmeldung dabei immer zuerst auf den Link „Anmeldung per Bürgerkonto Niedersachsen?“
Wie registriere ich mich mit dem "Bürgerkonto Niedersachsen"?
Sie haben bereits ein Bürgerkonto? Klicken Sie dann bitte NICHT auf „Jetzt Halterkonto anlegen“, sondern auf den Link „Anmeldung per Bürgerkonto Niedersachsen?“. Daraufhin wird ein Button eingeblendet, über den Sie auf die Seite "www.idm.niedersachsen.de" gelangen. Hier können Sie auf den ersten blauen Balken (Login) klicken und sich wie gewohnt im Bürgerkonto Niedersachsen anmelden. Sie werden dann zurück auf die Halterkonto-Seite geleitet. Dort wird das Formular weitgehend vor ausgefüllt mit den Daten, die Sie im Bürgerkonto hinterlegt haben. An dieser Stelle können Sie korrigieren. Bitte achten Sie darauf, dass das Feld „Ortsteil“ ausgefüllt ist. Anschließend schließen Sie die Registrierung ab und können sich fortan über das Bürgerkonto anmelden.
Wie wandle ich ein bestehendes Halterkonto in ein Bürgerkonto um?
Achten Sie darauf, dass Sie dieselbe E-Mail Adresse im Bürgerkonto verwenden, die Sie auch für das (bereits eingerichtete) Halterkonto verwendet haben. Klicken Sie auf „Anmeldung per Bürgerkonto Niedersachsen?“. Ein Button erscheint. Klicken Sie auf diesen und Sie werden mit „https://www.idm.niedersachsen.de“ verbunden. Legen Sie dort das Bürgerkonto an oder melden sich an. Anschließend werden Sie zurück auf die Halterseite geleitet. Prüfen Sie, ob alle Felder korrekt ausgefüllt sind. Nach der Registrierung werden Sie gebeten, sich mit Ihren Halterdaten, also NICHT mit dem BÜRGERKONTO, noch einmal anzumelden. Dies dient dem Abschluß der Registrierung. Bei der erneuten Anmeldung wird Ihr Halterkonto mit dem Bürgerkonto endgültig verbunden. Nachdem Sie sich wieder abgemeldet haben, können Sie sich von nun an mit Ihrem Bürgerkonto anmelden. Klicken Sie zur Anmeldung dabei immer zuerst auf den Link „Anmeldung per Bürgerkonto Niedersachsen?“.
Ich bin der Meinung, ich könnte eine Gebührenbefreiung beanspruchen. Was kann ich tun?
Es sind leider keine Gebührenbefreiungen oder -reduzierungen gesetzlich vorgesehen. Die Gebühr richtet sich nach der Gebührenordnung für die Verwaltung im Bereich des Verbraucherschutzes und des Veterinärwesens (GOVV). Sie können jedoch einen "Härtefallantrag" nach § 11 NVwKostG stellen. Bitte fordern Sie das Formular an und belegen Ihren Antrag mit geeigneten Nachweisen.
Kann ich die Gebühren auch anders bezahlen als durch Überweisung?
Ja, alternativ zur Überweisung können Sie direkt im Anschluss Ihrer Meldung mit PayPal bezahlen. Eine PayPal-Zahlung ist auch nach Erhalt des Kostenbescheids immer noch möglich. Sie können auf dem Kostenbescheid den QR-Code für die PayPal-Zahlung mit Ihrem mobilen Endgerät erfassen und so die Zahlung auslösen.
Kann ich die Gebühren per PayPal bezahlen?
Sofern Sie ein PayPal-Konto besitzen können Sie die Gebühren per PayPal bezahlen.
Die Gebühr wird nur bei jeder Anmeldung eines Hundes fällig. Jeder Hund muss gebührenpflichtig angemeldet werden. Jede Änderungsmeldung (Abmeldung oder Datenänderung) ist gebührenfrei.
Warum ist die Gebühr umsatzsteuerpflichtig?
Die GovConnect GmbH tritt infolge der Beleihung im eigenen Namen gegenüber den Hundehaltern auf. Mit der Entgegennahme und Bearbeitung der Mitteilung nach § 6 Abs. 1 NHundG erbringt sie sonstige Leistungen im Sinne des § 3 Abs. 9 UStG. Diesen Leistungen stehen die dafür erhobenen Gebühren als Entgelt gegenüber. Es liegt ein Leistungsaustausch vor, für den nach § 1 Abs. 1 Nr. 1 UStG Umsatzsteuer zum Regelsteuersatz von 19 % zu erheben ist. Auch die Wahrnehmung von Hoheitsaufgaben durch die GovConnect GmbH steht der Steuerpflicht nicht entgegen. Gem. § 2 Abs. 3 UStG sind bestimmte hoheitliche Tätigkeiten der öffentlichen Hand von der Unternehmereigenschaft ausgenommen. Zu den Einrichtungen des öffentlichen Rechts, die ausgenommen sind, zählen jedoch nicht beliehene Unternehmen (BFH-Vorlagebschluss vom 13.07.2006 V R 40/04, BStBl 2009 II S. 208 Rdnr. 69, m. w. N.).
Wer hat die Gebühren festgelegt? Wofür werden die Gebühren verwendet?
Das zentrale Register muss sich aus den Gebühren finanzieren. Die Aufgaben umfassen die Erfassung und Speicherung von Hunde- und Halterdaten in einem modernen, sicheren Rechenzentrum in öffentlich-rechtlicher Hand, die Bearbeitung der formulargestützten Mitteilungen an das Register, die Archivierung der Papierbelege, die Bearbeitung der Halterkorrespondenz per E-Mail und Briefpost, die Bearbeitung von Anrufen, die Bearbeitung der behördlichen Anfragen, die Erstellung, Kuvertierung und Versand von papierschriftlichen Kostenbescheiden, einer Buchhaltung, einem Mahnwesen, Programmieraufgaben, Statistikenerstellung und den Datenschutzbeauftragten. Aufgrund des höheren personellen und finanziellen Aufwandes bei der Bearbeitung von papiergebundenen Mitteilungen, sind die papiergebundenen Anmeldungen (Formular per Brief oder Fax ) und die telefonischen Anmeldungen teurer. Die dafür entstehenden Kosten wurden kalkuliert und die Gebühren in entsprechender Höhe in der Gebührenordnung für die Verwaltung im Bereich des Verbraucherschutzes und des Veterinärwesens (GOVV) festgeschrieben. Gemäß §16 Abs. 2 Satz 4 des NHundG ist die Beauftragte befugt, in entsprechender Anwendung des Niedersächsischen Verwaltungskostengesetzes und der aufgrund des Niedersächsischen Verwaltungskostengesetzes erlassenen Rechtsvorschriften im eigenen Namen und in den Handlungsformen des öffentlichen Rechts Kosten zu erheben. Die Rechtsgrundlage für die Gebührenerhebung ist Nummer XVII.2.1 und XVII.2.2 des Kostentarifs (Anlage zu § 1) der Gebührenordnung für die Verwaltung im Bereich des Verbraucherschutzes und des Veterinärwesens (GOVV). Regelmäßig jährlich werden Einnahmen und Ausgaben durch einen Buchprüfer geprüft. Sobald die Einnahmen aus den Gebühren die entstandenen Kosten in einem gewissen Rahmen übersteigen oder umgekehrt werden die Gebühren angepasst.
Wo finde ich die Bankdaten der GovConnect GmbH?
Nach Anmeldung Ihres Hundes erhalten Sie einen Kostenbescheid per Post mit den Bankdaten der GovConnect GmbH für die Gebührenüberweisung.
Darf ich einen gefährlichen Hund halten?
Das Halten eines Hundes, dessen Gefährlichkeit nach § 7 festgestellt worden ist, bedarf der Erlaubnis der Fachbehörde. Ein gefährlicher Hund darf nur gehalten werden, wenn er u.a. einen Wesenstest erfolgreich abgelegt hat. Im Rahmen des Wesenstests wird die Fähigkeit des Hundes zu sozialverträglichem Verhalten nachgewiesen. Der Wesenstest ist von einer vom Fachministerium zugelassenen Person durchzuführen.
Was ist ein gefährlicher Hund
Wer darf in Niedersachsen einen Wesenstest durchführen?
Wie wird derzeit verfahren, wenn die Halterin/ der Halter eines als gefährlich eingestuften Hundes einen Sachkundenachweis ablegen muss?
Sie haben eine nicht-ISO-konforme Kennnummer. Im Fall der Online-Anmeldung: Bitte erstellen Sie Ihr Halterkonto und rufen Sie anschliessend das Zentrale Register an. Halten Sie Ihre Transondernummer bereit. Achten Sie zukünftig beim Tierarzt auf das Einsetzen einer ISO-11784/11785 konformen Transpondernummer. Im Fall der Anmeldung per Formular/per Telefon: Tragen Sie Ihre Nummer ins Formular ein oder weisen Sie bitte am Telefon die Mitarbeiter des zentralen Registers darauf hin, dass Sie eine nicht ISO-konforme Transpondernummer für Ihren Hund besitzen.
Die Mitarbeiter des Zentralen Registers fragen nach einem Passwort. Handelt es sich dabei um mein Online-Passwort?
Nein! Wenn Sie ein Mitarbeiter des Zentralen Registers nach einem Passwort fragt, so handelt es sich um das von Ihnen zur Verfügung gestellte geheime Kennwort, das dazu dient, Ihre Identität schneller zu bestätigen.
Klicken Sie bitte hier und lassen Sie sich ein neues Passwort zur Verwaltung Ihres Online-Kontos bereitstellen.
Ich habe Verbesserungsvorschläge. Wo kann ich diese am besten vorbringen?
Für Anregungen, Kritik und Verbesserungsvorschläge benutzen Sie bitte unser Kontaktformular. So wird am ehesten gewährleistet, dass Ihr Beitrag berücksichtigt wird. Wir freuen uns über konstruktive Hinweise!
Mein Hund war entlaufen. Ich habe ihn aus dem Register gelöscht. Nun ist er glücklicherweise aufgefunden worden und ich habe ihn wieder. Leider kann ich ihn nicht mehr registrieren, weil die Transpondernummer nicht akzeptiert wird. Was soll ich tun?
Wie kann ich mich mit einer Frage an das Niedersächsische Hunderegister wenden?
Sie können Fragen über das Kontaktformular, per E-Mail (serviceline@hunderegister-nds.de) oder Telefon (0441 390 10 400) stellen.
Wir sind ein Tierheim.
Die erforderliche Sachkunde besitzt auch, wer nachweislich innerhalb der letzten zehn Jahre vor der Aufnahme der Hundehaltung über einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren ununterbrochen und ohne Beanstandung einen Hund gehalten hat. Wer nach dem 1. Juli 2011 die Hundehaltung aufgenommen hat, gilt nur als sachkundig, wenn er bereits in den letzten zehn Jahren zuvor über einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren ununterbrochen einen Hund gehalten hat. Sind mehrere Personen im zentralen Register als Hundehalter gemeldet, so muss jeder von ihnen einen Sachkundenachweis erbringen.
SachkundeprüfungDer Anforderungsrahmen für eine einheitliche theoretische und praktische Sachkundeprüfung wurde von einer Facharbeitsgruppe (AG) erarbeitet. Hundehalterinnen und -halter werden ab Juli 2013 die Möglichkeit haben, den theoretischen Test online oder in Papierform zu absolvieren.
Theoretische Prüfung Hundehaltersachkunde Von der o.a. AG wurden zur Verfügung gestellte Fragenkataloge insbesondere des VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen), des BVZ (Berufsverband zertifizierter Hundetrainer e.V.), des BHV (Berufsverband der Hundeerzieher/innen und Verhaltensberater/innen) sowie zum D.O.Q.-Test 2.0 (Dog-Owners-Qualification-Test 2.0) zu einem gemeinsamen Fragenpool zusammengefügt. Dieser überarbeitete Katalog mit mehreren hundert Fragen bildet die Grundlage des theoretischen Sachkundenachweises.
Praktische Prüfung der HundehaltersachkundeDie praktische Prüfung ist während des ersten Jahres der Hundehaltung abzulegen. Sie muss nicht mit dem eigenen Hund abgelegt werden. Der Schwerpunkt der niedersächsischen Prüfung liegt nicht auf der Überprüfung des Ausbildungsstandes des Hundes oder auf der Bewertung des Hund-Haltergespannes, sondern auf der Überprüfung der Sachkunde der Halterin/des Halters. Sofern die Hundehalterin/der Hundehalter einmal erfolgreich eine praktische Prüfung abgelegt hat, muss sie/er diese Prüfung nicht bei Anschaffung eines weiteren Hundes wiederholen. Im Falle des Haltens eines als gefährlich eingestuften Hundes muss mit diesem Hund die praktische Sachkundeprüfung erneut abgelegt werden. Die zu prüfenden Situationen und die Bewertung der Prüfung werden rechtzeitig zum Inkrafttreten der Verpflichtung im Juli 2013 bekannt gegeben.
Sachkundeprüfungen dürfen nur von anerkannten Prüferinnen und Prüfern abgenommen werden. Von der zuständigen Behörde anerkannte Prüfer/-innen werden dem Fachministerium gemeldet und dort gelistet. Ab Juli 2013 wird vom Fachministerium – unter Berücksichtigung datenschutzrechtlicher Vorgaben - eine fortlaufend geführte Liste der anerkannten Prüfer geführt. Auskunft über die erfolgte Anerkennung kann derzeit z.B. ihre Hundeschule oder die zuständige Behörde (Veterinäramt oder Ordnungsamt des Landkreises/der kreisfreien Stadt) geben
Personen, welche die Sachkundeprüfung abnehmen wollen, müssen die nach § 3 Abs. 3 Satz 2 NHundG erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten nachweisen. Die Tierärztekammer Niedersachsen ist mit der Bescheinigung des Nachweises der für die Abnahme der Prüfungen erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten (Zertifizierung) beauftragt worden. Die sogenannte Zertifizierung von Hundetrainern durch die Tierärztekammer Niedersachsen stellt eine Möglichkeit dar, die Qualifikation zur Anerkennung zu erreichen. Diese Zertifizierung ist vergleichbar mit derjenigen von Hundetrainern in Schleswig-Holstein durch die dortige Tierärztekammer. Die Zertifizierungsprüfung erfolgt nach der „Prüfungsordnung für den professionellen Sachkundenachweis“ der Tierärztekammer Niedersachsen in der jeweils vom Fachministerium bestätigten Fassung, die auf der Internetseite der Tierärztekammer eingesehen werden kann. Die Prüfung umfasst einen theoretischen Teil, ein Fachgespräch und einen praktischen Teil. Personen, die sich zertifizieren lassen wollen, können sich bei der Tierärztekammer Niedersachsen bewerben. Die Tierärztekammer Niedersachsen lädt die Bewerberinnen und Bewerber zu den Prüfungen ein. Die Ausstellung des Zertifikats über das Bestehen der Prüfung erfolgt personenbezogen. Weitere Personen gelten gemäß § 3 Abs. 3 Satz 2 NHundG ebenfalls als qualifiziert. Insbesondere sind dies zertifizierte Leistungsrichter des Verbandes für das Deutsche Hundewesen (VDH), Hundeerzieher und Verhaltensberater Industrie- und Handelskammer/Berufsverband, Hundeerzieher und Verhaltensberater e.V. (IHK/BHV), Prüfer zum BHV-Hundeführerschein, Prüfer zum VDH- Hundeführerschein, Fachtierärzte für Tierverhalten, Fachtierärzte für Tierschutzkunde und Tierärzte mit Zusatzbezeichnung Verhaltenstherapie sowie Tierärzte mit der Berechtigung zur Abnahme des Dog-Owners-Qualification (D.O.Q.)Test 2.0. Alle vorgenannten Personengruppen müssen von der zuständigen Behörde anerkannt werden, bevor sie die Tätigkeit als Prüfer aufnehmen dürfen.
Bei wem ist Näheres zum Abschluss der Haftpflichtversicherung in Erfahrung zu bringen?
Ist der Abschluss einer Haftpflichtversicherung anhand der Chip- Nummer zu erkennen?
Gemäß § 6 NHundG ist jede Hundehalterin bzw. jeder Hundehalter verpflichtet, den eigenen Hund in das Zentrale Register selbst einzutragen. Eine Eintragung von Hundehalterdaten durch die Gemeinde kann nicht erfolgen. Den Gemeinden liegen Informationen vor, die sie zur Erhebung der Hundesteuer benötigen. Aus datenschutzrechtlichen Gründen ist eine Übertragung dieser kommunalen Daten in das Zentrale Register nicht möglich. Zudem sind die an das Zentrale Register zu meldenden Angaben umfassender als die Daten, welche den Gemeinden für die Erhebung der Hundesteuer vorliegen: z.B. wird die Chip-Nummer von den Gemeinden nicht zwangsläufig erfasst.