Source: https://www.ihre-vorsorge.de/expertenforum/forum/detail/praktika-teilzeit-fuer-studenten-mit-voller-em-rente.html
Timestamp: 2019-06-24 18:57:47
Document Index: 132947604

Matched Legal Cases: ['§ 43', '§ 43', '§ 240', '§ 96', '§ 96', '§ 1']

Praktika Teilzeit für Studenten mit voller EM Rente | Ihre Vorsorge
Praktika Teilzeit für Studenten mit voller EM Rente
Mein Köpfchen ist noch hell und ich habe mich mit 54 Jahren entschieden zu studieren. Nun möchte ich gern ein vollwertigen Abschluss erreichen, nur so für mich. Zu dem Studiengang gehören ebenso Praktika, die zeitlich entweder befristet sind, oder, so wie sich eine Praktikastelle findet, ich ggf. in einem zeitweisen Ehrenamt ableisten kann. Ich bin auf Grund einer rezidiven Krebserkrankung und einem schweren komplexen Immundefekt verrentet. Mache ich körperlich zu viel, brauche ich Tage, um mich wieder zu erholen. Ich habe meine körperlichen als auch psycische Grenzen oft genug ausgetestet, um selbst zu wissen, was und wie viel ich mir zumuten kann.
Wie ist es mir nun möglich, ein Praktikum für einen begrenzten Zeitraum so abzuleisten, damit ich einerseits meinen Abschluss schaffe und andererseits meinen Rentenanspruch nicht gefährde.
Danke für eine aussagekräftige Aussage.
Ihr Rentenanspruch ist nicht gefährdet, da sich Ihr soz.-med. festgestelltes Leistungsvermögen - der kann nicht mehr als nur unter 3 Std. tgl. eine Beschäftigung des allgemeinen Arbeitsmarktes ausüben - auch mit Ihrem Willen noch was mehr zu leisten, zulasten Ihrer Gesundheit nicht bessern würde.
Eine Mitteilung an die DRV über Ihre beabsichtigten Tätigkeiten ist natürlich obligatorisch/ergibt sich aus Ihrem Rentenbescheid.
Experte wird es Montag mit diesbezüglichen Rechtsauslegungen der DRV zu Ihrer Frage/EM + Beschäftigung/geht denn das?, bestätigen.
PS: denken Sie an Stephen Hawking ...
Fleißiger EM-Rentner
Selbst wenn Mister Hawking eine gestzliche Erwerbsminderungsrente bekommen hätte, dürfte es sich dabei höchstens um ein kleines Taschengeld gehandelt haben, verglichen mit den Millionen Euros aus seinen Buchverkäufen und Vortragshonoraren.
Der hat sich bestimmt nicht dafür interessiert, ob ihn seine Hinzuverdienste eventuell seine gesetzliche EM-Rente gekostet hätte....
Zitiert von: Fleißiger EM-Rentner
...Sie haben den Hintergrund der Aussage verstanden - NICHT!
wie Sie Ihr Praktikum zeitlich gestalten, um im Rahmen Ihrer Kräfte zu bleiben, können nur Sie entscheiden. Hinsichtlich Ihres Rentenanspruchs gilt:
Wenn sich Ihr Gesundheitszustand nicht verbessert hat, dürfte sich ein Praktikum, das Sie im Rahmen Ihres Studiums ausüben, nicht auf Ihren Rentenanspruch auswirken. Allerdings müssen Sie die Aufnahme des Praktikums Ihrem Rentenversicherungsträger melden. Dieser entscheidet dann, ob eine Prüfung Ihrer Erwerbsfähigkeit einzuleiten ist.
Nun, da ich meine persönlichen Grenzen kenne, dachte ich an ein Teilzeitpraktikum in einer sozialen Einrichtung, so wie z. B. einer Behindertenwerkstadt oder einer anderen sozialen Einrichtung. Weil ich eben nicht so viel leisten kann, kann ich mein Praktikum ja schon vor den anderen Studenten beginnen. Das ist, wegen dem Nachteilsausgleich möglich. Wenn es dann drei Mal in der Woche 3 Stunden (?) sind, geht das und würde von der Uni anerkannt werden. Wobei ich noch gar nicht weiß, ob ich das so ganz schaffe. Daher darf ich mein Praktikum auch unterbrechen. Vorausgesetzt ich beende es ebenso auf der gleichen Praktikumsstelle. :) In den Wintermonaten kann ich das eh nicht, weil das Ansteckungsrisiko so hoch ist.
Ich habe so sehr Angst, meine Rente zu verlieren. Ich getraue mich gar nicht zu fragen, ob ich das machen kann. Ich habe schon so immer viele Arztbesuche und habe darauf auch gar keine Lust mehr.
Ich muss ehrlich zugeben, dass die Angst, meine kleine Rente von 800 € netto zu verlieren, sehr groß ist, wenn ich nur Andeutungsweise bekannt gebe, dass ich nur zwei Stunden Praktikum in der Woche mache.
Was mache ich nur, wenn man mir wegen meinem Interesse für das Studium, mir einen Teil der Rente streicht?
Können Sie mir sagen, wie das gehändelt wird, vom Rentenvericherer? Denn ich habe keine guten Erfahrungen gemacht. Bevor der Krebs sich das erste Mal zeigte, war ich kaum leistungsfähig gewesen. Heute weiß ich, dass es Fatigue war und ist. Erst als der Krebs dann da war, bekam ich erst eine befristete EM Rente und zwei Jahre später wurde diese entfristet. Ich war da so oft und man gab mir sozusagen zu verstehen, dass ich faul bin. Das war so entwürdigend für mich gewesen. Das Vertrauen in die Kompetenz der Ärtze der Rentenversicherung liegt bei mir bei gleich NULL.
;) Klar verstehe ich das. Ich kann nicht wissen, was ich noch kann, wenn ich es nicht versuche. Ich möchte gerne klinische Psychologie studieren. In verschieden Foren konnte ich schon manchem Menschen unterstützen und helfen, wieder ins Leben zurück zu finden. Ich lebe immer nach dem Motto. Wer will findet Wege und wer nicht will, Gründe. Es findet sich einen Weg, wenn man etwas erreichen möchte. Ich habe ja nun keine Zeitnot, das Studium in einem gewissen Zeitrahmen zu bewältigen, damit ich dann endlich Geld verdienen kann. :D Es interessiert mich halt. Und vielleicht eröffnet mir es noch so viele andere Erkenntnisse, die ich bisher nicht wahrnehmen konnte.
Da stellt sich für mich auch die Frage, ob ich jemals eine Sebsthilfegruppe gründen kann. Das ist ja auch Zeit, nur keine Arbeit! Geld bekommt man dafür nicht. Man hilft anderen und dabei sich selbst. Ich denke, hier kann der Gesetzgeber so ein bisschen nachbessern, dass so etwas nicht gemeldet werden muss. Oder?
die absolute Sicherheit, dass Ihnen Ihre Rente wegen Erwerbsminderung nicht entzogen wird, kann Ihnen niemand geben. Ihr Rentenanspruch hängt ausschließlich von der Entwicklung Ihres Gesundheitszustandes und der damit zusammenhängenden Leistungsfähigkeit auf dem Arbeitsmarkt ab. Wie sich Ihr Gesundheitszustand entwickelt, kann niemand voraussehen.
Die Gründung einer Selbsthilfegruppe ist keine Beschäftigung oder Tätigkeit, die dem Rentenversicherungsträger gemeldet werden muss. Daher brauchen Sie anlässlich der Gründung einer solchen Gruppe keine Rentenkontrollverfahren befürchten.
Ehrenämter sind Meldepflichtig!
"Muss ich mein Ehrenamt der Rentenversicherung melden?
Ist Ihr Ehrenamt unvergütet, müssen Sie die Tätigkeit nicht zwingend melden – in jedem Fall müssen Sie aber darauf achten, die erlaubten Stunden pro Tag nicht zu überschreiten."
http://www.bpe-online.de/infopool/recht/andere/rentenversicherung.pdf
"Wird dem Versicherten jedoch im Ergebnis der Überprüfung die Fähigkeit zu einer Erwerbstätigkeit in gewisser
Regelmäßigkeit (mindestes 2 Stunden täglich) attestiert, kann dies eventuell zu einem generellen Wegfall der
Rentenanspruchs bzw. zu einem Anspruch auf eine andere Rentenart wegen verminderter Erwerbsfähigkeit
(Rente wegen Erwerbsminderung gemäß § 43 SGB VI bzw. wegen Berufsunfähigkeit gemäß § 43 SGB VI i. d. F.
bis zum 31.12.2000 oder wegen teilweiser Erwerbsminderung bei Berufsunfähigkeit gemäß § 240 SGB VI) führen.
Dies wird vom Rentenversicherungsträger ggf. geprüft. Das erzielte Arbeitsentgelt wird im Rahmen der Hinzu
verdienstgrenzen (§§ 96a, 313 SGB VI) berücksichtigt (dazu unter II)."
"Eine ehrenamtliche Tätigkeit stellt dem Grunde nach keine Erwerbstätigkeit dar. Eine ehrenamtliche Tätigkeit
kann jedoch, ähnlich wie die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit, ein Hinweis auf einen verbesserten Gesundheitszustand
Nicht als Hinzuverdienst zu berücksichtigen ist nach § 96a Abs. 1 Satz 4 Nr. 2 SGB VI - unabhängig .von der
Höhe - ein Arbeitsentgelt, das ein behinderter Mensch von einem Träger einer in § 1 Satz 1 Nr. 2 SGB VI genannten
Einrichtung erhält. Von dieser Ausschlussregel werden u. a. behinderte Menschen mit einer Tätigkeit in
einer anerkannten Werkstätte erfasst. Erzielt ein behinderter Mensch Arbeitsentgelt aus einer Beschäftigung außerhalb
der anerkannten Werkstatt, sind die unter Ziffer II eingangs erwähnten Ausführungen zu beachten.
Somit widersprechen Sie sich und den Ausführungen des Rentenversicherungsträgers selbst.
Mir bleibt also nur übrig, meine Praktika in einer Behindertenwerkstatt abzulegen, ohne etwas befürchten zu müssen, wenn ich dieses Papier aufmerksam gelesen haben. Oder lesen Sie etwas anderes?
In meinem Rentenbescheid steht, unabhängig von Hinzuverdienstgrenzen, dass jede Tätigkeit zu melden ist. Es wird explizit auch auf Ehrenämter verwiesen.
Ich kann mich nicht mit einem, machen Sie mal ein Ehrenamt, es wird Ihnen dabei VIELLEICHT nix passieren, anfangen!
Es geht bei der Rentenversicherung nicht darum, wie der Mensch selbst in seinem Leben zurecht kommt, sondern einzig und nur allein darum, jeden Cent zu sparen, ob gerechtfertigt oder nicht. Meine Erfahrungen mit den Ärzten der Rentenversicherung sprechen für sich! Nur, wer sein Kopf unter dem Arm trägt, und egal wie es ihm damit geht, wird als faul abgestempelt. Selbst Gutachten vorn Professoren werden angezweifelt. Werde ich untersucht in einem Moment, in dem es mir gerade gut geht, wird man arbeiten geschickt ohne Weitsicht, wie es einem etwas später geht.
Das System ist einfach krank und total unsozial.
Alleine die Berechnung schon. Man bekommt 64 % von seinem letzten Arbeitslosengeld, wenn man Krankengeld und AL 1 voll durchlaufen ist. Sprich, 64 % vom Arbeitslosengeld.
3000 € Lohn wird zu 2100 € Krankengeld wird zu 1344 €Arbeitslosengeld und zu 800 € Rente. Bitte, was ist das? So entsteht die Armut bei den EM Rentnern.
Sorry, ich musste mal meinen Frust ablassen, was man dem Bürger vorgaukelt von sozialer Gerechtigkeit in Deutschland!
Ich schlussfolgere daher, dass ich mir ein BEGRENZTES Praktikum suchen muss. Am besten in einer Behindertenwerkstatt. Das ist für mich die einzige Chance einen regulären Abschluss zu erreichen, ohne Angst zu haben, meine Rente auf's Spiel zu setzen.
Mit der Hinzuverdienstgrenze im EM Rentenbescheid, wird man gelockt, aus seiner finanziellen Situation eine noch schlechtere zu machen. Traurig aber wahr. Um dem reichen Deutschland noch mehr Armut von EM Rentner zu bescheren.
Mein Körper ist krank, aber nicht mein Kopf. ;)
Wenn ich mir so die Forenbeiträge zu diesem Thema durch lese, bezweifle ich ob jemand hier überhaupt eine Antwort geben kann, die verläsdlich ist. Zu diesem Thema gibt es ebenso Beiträge aus 2017 und 2015. 2015 schrieb man, dass es als schulische Ausbildung betrachtet wird, wenn es sich um ein Pflichtpraktika handelt, um den Studienabschluss zu erreichen. 2017 enenso. Mich würde es auch interessieren, weil es mir auch selbst etwas bringt, mich weiterzubilden.
Und an alle, die hier zu getn schreiben, dass man auch arbeiten gehen kann, wenn man studiert...
Wer so viel Zeit hat, hier dumme Sprüche zu klopfen, ist sicherlich auch in der Lage als Pförtner zu sitzen. ;)
Studieren ist nicht viel anders, als wenn sich jemand durch ein Bücherregal liest. Der Unterschied, dass sich das Wissen aufbaut. Spricht da vielleicht bei manchem der Neid?
Ich finde es toll, dass Menschen sich mit der EM Rente nicht nur auf das Sofa legen und RTL 2 sehen. Lernen, ob das nun Studium heißt oder Volkshochschule, oder Handarbeitstechnicken was weiß ich. Als EM Renter soll man doch noch was aus seinem Leben machen, solange man lebt. Oder sollen wir EM Rentner nur noch existieren und warten bis wir eingeäschert werden? Der Intellekt scheint bei derartigen Kommentaren nicht hoch zu sein. Denn Stephen Hawking hatte ALS und konnte sich nicht mehr bewegen. Dennoch war und er einer der genialsten Wissenschaftler diesen Jahrhunderts.
Also, gehört nun ein Pflichtpraktika zu einem Studium, so ist es nicht versicherungspflichtig. Bezieht es sich ausschließlich zum Erlangen des Studiensabschlusses, bzw. anderen Bildungsabschnitt, dürfte es nicht meldepflichtig sein. Ist allerdings der Abschluß erreicht, ist dieser meldepflichtig.
Da hier sich selbst der Experte zwischenzeitlich von 2015 heute widerspricht, wäre doch mal eine eineindeutige Aussage interessant mit Nachweis, worauf diese sich bezieht.
Die PDF Datei (Link von Vitamin) ließt sich erschreckend. Es fehlt nur noch, ob jemand schaut, was der EM Rentner von morgens bis abends macht, um einen kleinen Hinweis zu finden, ob er nicht doch wieder arbeiten kann. Ist ja fast Harz IV gleich gesetzt. In dieser Hinsicht teile ich Vitamin ihre Bedenken sich überhaupt gesellschaftlich einzubringen. Damit nimmt der Staat sich selbst wertvolle unentgeltliche Unterstützung. Nicht jede schwere Erkrankung fesselt einen an das Bett. Soziale Kontakte sind wichtig. Sie sollten im Rahmen von unter 15 h/Woche weder meldepflicht noch anderes beschnitten werden. Seltsam, dass politische Ehrenämter nicht darunter fallen. Oder gewollt,
und von dem Gesetzgeber so eingerichtet, damit diese nicht Ihre EM Rente aufs Spiel setzen. Nennt sich auch Lobbyismus.
Zitiert von: Lilly
Das Wort zum Sonntag (Donnerstag). Amen!
Dumm oder arrogant? Viel mehr Möglichkeiten gibt es dazwischen nicht. ;)
Egal wie Du es nennst. Dein Beitrag war lang aber völlig überflüssig.
Mir scheint, die meisten EM-Rentner haben sehr viel - zu viel ? - Zeit.
Sonst könnten sie hier nicht solche langatmigen, überflüssigen und sinnlosen Romane schreiben und auf solche aberwitzigen Ideen und Gedanken kommen.
Jemand, der sein Leben durch seine Arbeitsleistung finanzieren muß, hat dafür weder Zeit noch Muße.
Man wäre ich doch auch nur schon Rentner. Dann könnte ich auch so lange Texte schreiben.