Source: https://www.lwl-soziales-entschaedigungsrecht.de/de/hauptfuersorgestelle/unsere-leistungen/
Timestamp: 2020-04-08 14:41:11
Document Index: 144055677

Matched Legal Cases: ['§ 26', '§ 26', '§ 26', '§ 26', '§ 26', '§ 27', '§ 27', '§ 27', '§ 27', '§ 27']

LWL | Unsere Leistungen - LWL-Amt für Soziales Entschädigungsrecht
www.lwl-soziales-entschaedigungsrecht.de | Unsere Leistungen - LWL-Amt für Soziales Entschädigungsrecht - 08.04.2020 URL: https://www.lwl-soziales-entschaedigungsrecht.de/de/hauptfuersorgestelle/unsere-leistungen/
Je nach individueller Situation der oder des Leistungsberechtigten können folgende verschiedene Leistungen in Anspruch genommen werden:
Hilfe in besonderen Lebenslagen /Eingliederungshilfe
Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben sollen eine erstmalige Eingliederung oder eine Wiedereingliederung des gesundheitlich geschädigten Menschen in Arbeit und Beruf sicherstellen.
Sie umfassen beispielsweise Maßnahmen zur Umschulung, Aus- und Weiterbildung ebenso wie die Finanzierung technischer Arbeitshilfen oder Eingliederungszuschüsse oder andere Leistungen an Arbeitgeber. Leistungen kommen nur an Beschädigte selbst oder deren Witwen und Witwer in Betracht ( §§ 26 und 26a BVG).
Bei behandlungsbedürftigen Krankheiten können ergänzend zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung oder der Heil- und Krankenbehandlung durch die Versorgungsverwaltung Kosten für die ärztliche oder medizinische Behandlung übernommen werden, z.B. Eigenanteile für Zahnersatz (§ 26b BVG).
Wer dauerhaft Unterstützung bei der häuslichen Pflege oder bei einem Heimaufenthalt benötigt, kann in Ergänzung zu den Leistungen der Pflegekasse Hilfe zur Pflege erhalten. Bei einer Betreuung in einer Familie kann ein Pflegegeld gezahlt werden; bei Inanspruchnahme einer ambulanten Pflegekraft oder bei einer Unterbringung in einem Pflegeheim können die angemessenen offenen Kosten übernommen werden (§ 26c BVG).
Diese Leistung soll den gesundheitlich geschädigten Menschen den Verbleib in der vertrauten Umgebung ermöglichen, wenn sie nicht mehr in der Lage sind, ihren Haushalt selbständig zu führen und dies auch kein anderer Haushaltsangehöriger übernehmen kann (§ 26d BVG).
Die Altenhilfe soll dazu beitragen, Schwierigkeiten, die durch das Alter entstehen, zu verhüten, zu überwinden oder zu mildern.
Es können Leistungen verschiedenster Art erbracht werden, zum Beispiel für einen altersgerechten Wohnungsumbau, für Mahlzeitendienste, für Haushaltsdienste, zum Besuch von spezifischen Veranstaltungen, zur Aufrechterhaltung der Verbindung zu Verwandten und Bekannten (§ 26e BVG).
Beschädigte können für ihre Kinder Erziehungsbeihilfen (z.B. für ein Studium oder eine Berufsausbildung) beantragen. Zum anspruchsberechtigten Personenkreis gehören auch Voll- und Halbwaisen. Damit soll Kindern/Waisen bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres der angemessene Bedarf für Erziehung, Ausbildung und Lebensunterhalt gesichert werden (§ 27 BVG).
Wenn der Lebensunterhalt (Lebenshaltungs-, Unterkunfts- und Heizkosten) nicht durch Einkommen und Vermögen ausreichend bestritten werden kann, ist "ergänzende Hilfe" zu leisten (§ 27a BVG).
Zur Erhaltung oder Verbesserung der Gesundheit können Erholungsmaßnahmen in der Regel als dreiwöchiger Aufenthalt in entsprechenden Vertragshäusern der LWL-Hauptfürsorgestelle Westfalen oder an Erholungsorten nach freier Wahl bezuschusst werden (§ 27b BVG).
Durch diese Leistungen soll die selbstbestimmte Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft ermöglicht oder erleichert werden. Darunter fallen Leistungen der Blindenhilfe und Leistungen der Eingliederungshilfe wie beispielsweise
Darlehen oder Beihilfen zur Beschaffung größerer Hilfsmittel oder eines Kraftfahrzeuges,
behindertengerechte Ausgestaltung des Wohnraumes,
die Kostenübernahme bei Beschäftigung in einer Werkstatt für behinderte Menschen oder Wohnunterstützung beim ambulant selbständigen Wohnen oder in einer Wohneinrichtung (§ 27d BVG).
Wohnungshilfen werden an Schwerbeschädigte geleistet für die schädigungsbedingte Ausgestaltung oder bauliche Veränderung des Wohnraumes (Bad, Treppenlift, Rollstuhlrampe etc.). Dies gilt für Mietwohnungen ebenso wie für Wohnungen im Eigentum (§ 27c BVG).
Aktuelle zentrale Ansprechpartner
Bernd Haßlach
Telefon: 0251 591-5716
Mechthild Odenbach
Telefon: 0251 591-3776