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Timestamp: 2020-07-13 03:00:51
Document Index: 357088856

Matched Legal Cases: ['Art. 4', 'Art. 5', 'Art. 7', 'Art. 8', 'Art. 10', 'Art. 11', 'Art. 12', 'Art. 13', 'Art. 14', 'Art. 16', 'Art. 5', 'Art. 15', 'Art. 7', 'Art. 5', 'Art. 6', 'Art. 7', 'Art. 8', 'Art. 9', 'Art. 10', 'Art. 11', 'Art. 12', 'Art. 13', 'Art. 14', 'Art. 16', 'Art. 17']

Art. 4 Stellvertretung
Art. 5 Übertragung von Aufgaben auf nichtamtliche Tierärztin...
2. Abschnitt: Ausbildung, Weiterbildung, Fortbildung
Art. 7 Weiterbildung
Art. 8 Weiterbildungsstätten
3. Abschnitt: Prüfungen
Art. 10 Anmeldung, Zulassung und Prüfungsstoff
Art. 11 Abnahme der Einzelfachprüfungen
Art. 12 Benotung
Art. 13 Wiederholung
Art. 14 Unzulässige Mittel
4. Abschnitt: Prüfungskommission
Art. 16 Aufgaben und Befugnisse
Weiterbildungsbestimmungen
1 Amtliche Tierärztinnen und Tierärzte
1.3 Prüfungsanmeldung
2 Leitende amtliche Tierärztinnen und Tierärzte
2.1 Weiterbildung
2.3 Prüfungsanmeldung
3 Amtliche Fachexpertinnen und Fachexperten
3.3 Prüfungsanmeldung
4 Amtliche Fachassistentinnen und Fachassistenten
4.1 Amtliche Fachassistentinnen und Fachassistenten Schlacht...
4.1.1 Weiterbildung
4.1.2 Betriebsspezifische Weiterbildung
4.1.4 Prüfungsanmeldung
4.2 Amtliche Fachassistentinnen und Fachassistenten für weit...
4.2.1 Weiterbildung
4.2.2 Prüfung
4.2.3 Prüfungsanmeldung
vom 16. November 2011 (Stand am 1. Juni 2012)
gestützt auf die Artikel 2 und 3 Ziffer 1 des Tierseuchengesetzes vom 1. Juli 19661, Artikel 41 Absatz 1 des Lebensmittelgesetzes vom 9. Oktober 19922 und Artikel 32 Absatz 4 des Tierschutzgesetzes vom 16. Dezember 20053,
Diese Verordnung regelt die Anforderungen an die Aus-, Weiter- und Fortbildung folgender Personen, die Funktionen im öffentlichen Veterinärwesen wahrnehmen:
amtliche Fachassistentinnen und amtliche Fachassistenten Schlachttier- und Fleischuntersuchung;
amtliche Fachassistentinnen und amtliche Fachassistenten für weitere Aufgaben.
1 Wer eine Funktion nach Artikel 1 wahrnimmt, muss über das dafür erforderliche Fähigkeitszeugnis verfügen. Personen nach Artikel 1 Buchstaben b–f müssen spätestens drei Jahre nach Aufnahme der Funktion über das Fähigkeitszeugnis verfügen.
2 Kantonstierärztinnen und Kantonstierärzte müssen mindestens über das Fähigkeitszeugnis als amtliche Tierärztin oder amtlicher Tierarzt verfügen.
3 Das Fähigkeitszeugnis wird nach erfolgreich absolvierter Weiterbildung und bestandener Prüfung erteilt.
4 Wer eine Funktion nach Artikel 1 übernimmt, darf keine anderen Tätigkeiten ausüben, die zu einem Interessenkonflikt führen können.
5 Der Beschäftigungsgrad der Personen nach Artikel 1 Buchstaben b und c muss mindestens 30 Prozent betragen.
1 Die Kantonstierärztin oder der Kantonstierarzt leitet den kantonalen Veterinärdienst.
2 Die amtlichen Tierärztinnen und Tierärzte üben alle Aufgaben im öffentlichen Veterinärwesen aus. Die leitenden amtlichen Tierärztinnen und Tierärzte üben zusätzlich Führungsaufgaben aus.
3 Die amtlichen Fachexpertinnen und Fachexperten üben Aufgaben im öffentlichen Veterinärwesen aus, die nicht zwingend von amtlichen Tierärztinnen und Tierärzten ausgeübt werden müssen.
4 Die amtlichen Fachassistentinnen und Fachassistenten Schlachttier- und Fleischuntersuchung üben Aufgaben im öffentlichen Veterinärwesen im Bereich Schlachttier- und Fleischuntersuchung nach der Verordnung vom 23. November 20051 über das Schlachten und die Fleischkontrolle aus. Sie stehen unter der Aufsicht einer amtlichen Tierärztin oder eines amtlichen Tierarztes.
5 Die amtlichen Fachassistentinnen und Fachassistenten für weitere Aufgaben üben Aufgaben im öffentlichen Veterinärwesen aus, die weder amtlichen Tierärztinnen und Tierärzten noch amtlichen Fachexpertinnen und Fachexperten oder amtlichen Fachassistentinnen und Fachassistenten Schlachttier- und Fleischuntersuchung vorbehalten sind. Sie stehen unter der Aufsicht einer amtlichen Tierärztin oder eines amtlichen Tierarztes.
1 Wer eine Person nach Artikel 1 Buchstabe a, c, e oder f vertritt, muss die gleichen Anforderungen an die Weiter- und Fortbildung erfüllen wie diese.
2 Wer eine Person nach Artikel 1 Buchstabe b oder d vertritt, muss ausreichende Qualifikationen für die Erfüllung der Aufgabe aufweisen.
Art. 5 Übertragung von Aufgaben auf nichtamtliche Tierärztinnen und Tierärzte
Die Kantonstierärztin oder der Kantonstierarzt kann nichtamtliche Tierärztinnen und Tierärzte mit der Schlachttier- und Fleischuntersuchung in Betrieben mit geringer Kapazität nach Artikel 3 Buchstabe l der Verordnung vom 23. November 20051 über das Schlachten und die Fleischkontrolle sowie in begründeten Fällen ausnahmsweise mit anderen Aufgaben betrauen, wenn diese Tierärztinnen und Tierärzte ausreichende Qualifikationen für die Erfüllung der Aufgabe aufweisen.
1 Wer eine Funktion nach Artikel 1 Buchstaben a–c übernehmen will, muss verfügen über:
ein eidgenössisches Diplom in Veterinärmedizin; oder
ein anerkanntes ausländisches Diplom in Veterinärmedizin nach Artikel 15 des Medizinalberufegesetzes vom 23. Juni 20061.
2 Wer die Funktion als amtliche Fachexpertin oder amtlicher Fachexperte übernehmen will, muss über ein Diplom in einem Medizinalberuf nach dem Medizinalberufegesetz verfügen oder ein Hochschul- oder Fachhochschulstudium auf Masterstufe abgeschlossen haben, das von der Prüfungskommission für das Veterinärwesen (Prüfungskommission) (Art. 15) anerkannt ist.
3 Wer die Funktion als amtliche Fachassistentin oder amtlicher Fachassistent Schlachttier- und Fleischuntersuchung übernehmen will, muss eine berufliche Grundbildung im Landwirtschafts- oder Lebensmittelsektor abgeschlossen haben. Die Prüfungskommission kann weitere berufliche Grundbildungen anerkennen.
4 Wer die Funktion als amtliche Fachassistentin oder amtlicher Fachassistent für weitere Aufgaben übernehmen will, muss eine berufliche Grundbildung abgeschlossen haben.
1 Die Weiterbildung besteht aus einem praktischen und einem theoretischen Teil. Inhalte und Anforderungen werden in Anhang 1 geregelt.
2 Weist eine Person nach, dass sie die Lernziele bereits erreicht hat, so kann sie von der Prüfungskommission ganz oder teilweise dispensiert werden:
vom praktischen Teil der Weiterbildung;
vom theoretischen Teil der Weiterbildung;
von Einzelfachprüfungen.
1 Die praktischen und die theoretischen Kenntnisse sind an Weiterbildungsstätten zu erwerben, die von der Prüfungskommission anerkannt sind.
2 Die Weiterbildungsstätten sind verpflichtet, die Lernziele der Prüfungskommission zu vermitteln.
3 Sie müssen eine hinreichende Betreuung der sich weiterbildenden Personen sicherstellen.
Die Personen im öffentlichen Veterinärwesen müssen ihre Kenntnisse durch regelmässige Fortbildung aktualisieren und sich über neue Entwicklungen auf dem Laufenden halten. Sie sind verpflichtet, jedes Jahr an mindestens einer Fortbildungsveranstaltung teilzunehmen, welche die von der Prüfungskommission festgelegten Kriterien erfüllt.
Die Anmeldung und die Zulassung zu den Einzelfachprüfungen sowie der Prüfungsstoff werden in Anhang 1 geregelt.
Die Einzelfachprüfungen werden von der Prüfungskommission oder von Expertinnen und Experten, die von ihr bezeichnet werden, abgenommen.
1 Für jede Einzelfachprüfung wird eine Note erteilt. Die Noten werden nach Beendigung aller Einzelfachprüfungen schriftlich eröffnet.
2 Die Leistungen werden wie folgt bewertet:
1 = sehr schlecht.
3 Halbe Noten sind zulässig.
4 Aus den einzelnen Noten wird die Durchschnittsnote errechnet.
5 Bei einem Notendurchschnitt von mindestens 4,0 ist die Prüfung bestanden, sofern keine Note unter 3 oder nicht mehr als eine Note unter 4 erteilt worden ist.
Eine nicht bestandene Einzelfachprüfung kann zweimal wiederholt werden.
1 Die Prüfungskommission kann die Prüfung als nicht bestanden erklären, wenn für die Zulassung zu einer Einzelfachprüfung oder bei einer Einzelfachprüfung unzulässige Mittel verwendet wurden.
2 Im Fall nach Absatz 1 kann die Prüfung einmal wiederholt werden. Eine bei der Wiederholung der Prüfung nicht bestandene Einzelfachprüfung kann einmal wiederholt werden.
1 Der Bundesrat setzt eine Prüfungskommission ein.
2 Die Prüfungskommission setzt sich aus maximal 15 Mitgliedern zusammen. Mit mindestens einer Person vertreten sind das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV)1, die Kantonstierärztinnen und Kantonstierärzte sowie die amtlichen Tierärztinnen und Tierärzte.
3 Das BLV stellt den Vorsitz und besorgt das Sekretariat.
4 Die Prüfungskommission ist beschlussfähig, wenn die Mehrheit der Mitglieder anwesend ist. Bei Stimmengleichheit hat die Präsidentin oder der Präsident den Stichentscheid.
1 Die Prüfungskommission hat folgende Aufgaben:
Sie ist für das Budget und die Finanzen verantwortlich.
Sie legt die Lernziele der Weiterbildung fest und passt sie den neuen Erkenntnissen an.
Sie anerkennt die Weiterbildungsstätten und die Weiterbildungsveranstaltungen.
Sie legt die Kriterien fest, welche die Fortbildungsveranstaltungen erfüllen müssen.
Sie anerkennt ausländische Weiterbildungen.
Sie erteilt Dispense nach Artikel 7 Absatz 2.
Sie entscheidet im Rahmen ihrer Zuständigkeiten nach Anhang 1 über die Zulassung zu den Einzelfachprüfungen.
Sie stellt Fähigkeitszeugnisse aus.
Sie erstellt zuhanden des BLV und der Kantone einen Jahresbericht.
2 Sie kann Weiter- und Fortbildungsveranstaltungen durchführen.
1 Die Entschädigung der Mitglieder der Prüfungskommission richtet sich nach der Regierungs- und Verwaltungsorganisationsverordnung vom 25. November 19981.
2 Die Entschädigung der Expertinnen und Experten richtet sich analog nach der Entschädigungskategorie G3 nach Anhang 2 Ziffer 1.1 der Regierungs- und Verwaltungsorganisationsverordnung vom 25. November 1998.
1 Die Prüfungsgebühren und die Gebühr für die Weiterbildung richten sich nach Artikel 24a der Gebührenverordnung BLV vom 30. Oktober 19851.
2 Ungedeckte Kosten der Weiter- und Fortbildung werden von Bund und Kantonen je zur Hälfte getragen.
3 Der Kostenanteil der einzelnen Kantone bemisst sich zu gleichen Teilen nach der Zahl der Bevölkerung und nach der Zahl der Grossvieheinheiten.
1 Fähigkeitszeugnisse, die nach der Verordnung vom 24. Januar 20071 über die Aus—, Weiter- und Fortbildung der Personen im öffentlichen Veterinärdienst ausgestellt wurden, bleiben gültig.
2 Für Personen, die vor dem Inkrafttreten der vorliegenden Verordnung mit der Weiterbildung begonnen haben, gilt Artikel 6 der Verordnung vom 24. Januar 2007 über die Aus-, Weiter- und Fortbildung der Personen im öffentlichen Veterinärdienst.
3 Personen, die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der vorliegenden Verordnung höchstens drei Jahre vor dem Erreichen des ordentlichen AHV-Rentenalters stehen, müssen keine Weiterbildung absolvieren.
4 Kantonstierärztinnen und Kantonstierärzte, die am 1. April 2007 bereits im Amt waren, müssen keine Weiterbildung absolvieren.
5 Personen, die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Verordnung eine Funktion nach Artikel 1 Buchstaben b–f wahrnehmen, müssen die Weiterbildung spätestens drei Jahre nach dem Inkrafttreten dieser Verordnung mit einer Prüfung abschliessen.
6 Das BLV sowie die Kantonstierärztinnen und Kantonstierärzte können bis zum 31. März 2012 Anerkennungen nach Artikel 20 Absatz 4 der Verordnung vom 24. Januar 2007 über die Aus-, Weiter- und Fortbildung der Personen im öffentlichen Veterinärdienst vornehmen.
1 [AS 2007 561]
(Art. 7 Abs. 1 und 10)
1 Wer das Fähigkeitszeugnis als amtliche Tierärztin oder als amtlicher Tierarzt erwerben will, muss eine praktische Weiterbildung von mindestens 80 Arbeitstagen vorweisen. Sie oder er muss:
mindestens 10 Arbeitstage Verwaltungs- und Kontrolltätigkeit in einem oder mehreren kantonalen Veterinärdiensten absolviert haben;
in Tierhaltungen, Schlachtanlagen und weiteren Betrieben überprüft haben, ob die für das öffentliche Veterinärwesen relevanten Vorschriften eingehalten werden; und
insgesamt mindestens 30 Arbeitstage in einem Schlachtbetrieb, Zerlegungsbetrieb, lebensmittelverarbeitenden Betrieb, einer Grenzkontrollstelle für Frischfleisch oder einem Betrieb der Primärproduktion tätig gewesen sein, wovon mindestens 10 Tage in einem Schlachtbetrieb absolviert werden müssen; die Tätigkeit muss sich insbesondere auf die Überprüfung des Managements der Lebensmittelsicherheit einschliesslich Tiergesundheit und Tierschutz beziehen.
2 Sie oder er muss zudem eine theoretische Weiterbildung vorweisen, die folgende Kenntnisse vermittelt:
die Tierseuchen-, Lebensmittel-, Tierschutz- und Heilmittelgesetzgebung einschliesslich des Verwaltungs- und Strafverfahrens;
die Seuchenlehre, die Epidemiologie, die Lebensmittelhygiene sowie die Ethologie und den Tierschutz;
Qualitätsmanagement in der Primärproduktion, bei der Schlachtung, beim Zerlegen und bei der Entsorgung tierischer Nebenprodukte; und
Kommunikation und Ausbildungsmethodik.
3 Die theoretischen Kenntnisse werden in der Regel während der Ausbildung in der Vertiefungsrichtung Veterinary Public Health (VPH) an einer veterinärmedizinischen Fakultät oder in einem von der Prüfungskommission anerkannten Weiterbildungskurs zur Ausübung der amtstierärztlichen Tätigkeit erworben.
4 Die sich weiterbildende Person muss von einer amtlichen Tierärztin oder einem amtlichen Tierarzt betreut werden.
Die Prüfung wird mit sechs Noten bewertet und umfasst:
eine schriftliche Einzelfachprüfung über die Kenntnisse des Tierseuchenrechts;
eine schriftliche Einzelfachprüfung über die Kenntnisse des Lebensmittelrechts bei der Primärproduktion oder der Schlachtung sowie des Heilmittelrechts;
eine schriftliche Einzelfachprüfung über die Kenntnisse des Tierschutzrechts;
die praktische Beurteilung eines Tierbestandes nach einer Betriebskontrolle;
die praktische Schlachttier- und Fleischuntersuchung; und
eine mündliche Einzelfachprüfung über die Kenntnisse im Aufgabenbereich der amtlichen Tierärztinnen und Tierärzte.
1 Wer eine Einzelfachprüfung nach Ziffer 1.2 Buchstaben a–c und f ablegen will, reicht die Prüfungsanmeldung bei der Prüfungskommission ein.
2 Der Prüfungsanmeldung nach Absatz 1 sind beizulegen:
der Ausweis über den Studienabschluss;
die Belege über die theoretische Weiterbildung oder ein Dispens der Prüfungskommission.
3 Die Prüfungskommission entscheidet über die Zulassung zu den Einzelfachprüfungen nach Ziffer 1.2 Buchstaben a–c und f.
4 Wer die Einzelfachprüfung nach Ziffer 1.2 Buchstaben d und e ablegen will, reicht die Prüfungsanmeldung bei der Kantonstierärztin oder dem Kantonstierarzt ein, in deren oder dessen Kanton die Einzelfachprüfung abgenommen wird.
5 Der Prüfungsanmeldung nach Absatz 4 ist der Beleg über die praktische Weiterbildung oder ein Dispens der Prüfungskommission beizulegen.
6 Die Kantonstierärztin oder der Kantonstierarzt entscheidet über die Zulassung zu den Einzelfachprüfungen nach Ziffer 1.2 Buchstaben d und e.
Wer das Fähigkeitszeugnis als leitende amtliche Tierärztin oder als leitender amtlicher Tierarzt erwerben will, muss:
das Fähigkeitszeugnis als amtliche Tierärztin oder amtlicher Tierarzt besitzen;
mindestens zwei Jahre die Funktion einer amtlichen Tierärztin oder eines amtlichen Tierarztes ausgeübt haben;
eine praktische Weiterbildung von mindestens 25 Arbeitstagen vorweisen, die Einblick in die Verwaltungstätigkeit des BLV oder von kantonalen Stellen ermöglicht hat;
eine theoretische Weiterbildung über Personal- und Betriebsführung und Krisenmanagement vorweisen; und
eine theoretische Weiterbildung über das Tierseuchen-, Lebensmittel-, Tierschutz- und Heilmittelrecht, das Verwaltungs- und Strafverfahren und die Kommunikation vorweisen.
Die Prüfung wird mit drei Noten bewertet und umfasst:
eine Arbeit über eine Problemstellung bei der Anwendung des Tierseuchen-, Lebensmittel- oder Tierschutzrechts, die innerhalb von 14 Tagen zu verfassen ist;
die Beurteilung eines Sachverhaltes anhand eines Dossiers; und
eine mündliche Einzelfachprüfung über die Kenntnisse im Aufgabenbereich der leitenden amtlichen Tierärztin oder des leitenden amtlichen Tierarztes.
1 Wer die Prüfung nach Ziffer 2.2 ablegen will, reicht die Prüfungsanmeldung bei der Prüfungskommission ein.
2 Der Prüfungsanmeldung sind beizulegen:
der Ausweis über den Studienabschluss sowie bereits erlangte Fähigkeitszeugnisse nach dieser Verordnung;
die Belege über die praktische und die theoretische Weiterbildung oder ein Dispens der Prüfungskommission.
3 Die Prüfungskommission entscheidet über die Zulassung zur Prüfung.
1 Wer das Fähigkeitszeugnis als amtliche Fachexpertin oder als amtlicher Fachexperte erwerben will, muss eine praktische Weiterbildung vorweisen. Diese umfasst mindestens 30 Arbeitstage Verwaltungs- und Kontrolltätigkeit und vermittelt Kenntnisse über das Vorgehen bei Vollzugsaufgaben im Fachbereich.
2 Sie oder er muss zudem eine theoretische Weiterbildung vorweisen, die Kenntnisse über die Tierseuchen-, Lebensmittel-, Tierschutz- und Heilmittelgesetzgebung einschliesslich des Verwaltungs- und Strafverfahrens im Fachbereich und in den massgebenden Betriebsarten sowie vertiefte Fachkenntnisse vermittelt.
3 Die sich weiterbildende Person muss von einer amtlichen Tierärztin oder einem amtlichen Tierarzt betreut werden.
eine schriftliche Einzelfachprüfung über die Kenntnisse im Fachbereich;
eine mündliche Einzelfachprüfung über die Kenntnisse im Fachbereich; und
eine praktische Einzelfachprüfung über die Kenntnisse im Fachbereich.
1 Wer eine Einzelfachprüfung nach Ziffer 3.2 Buchstaben a und b ablegen will, reicht die Prüfungsanmeldung bei der Prüfungskommission ein.
3 Die Prüfungskommission entscheidet über die Zulassung zu den Einzelfachprüfungen nach Ziffer 3.2 Buchstaben a und b.
4 Wer die Einzelfachprüfung nach Ziffer 3.2 Buchstabe c ablegen will, reicht die Prüfungsanmeldung bei der Kantonstierärztin oder dem Kantonstierarzt ein, in deren oder dessen Kanton die Einzelfachprüfung abgenommen wird.
6 Die Kantonstierärztin oder der Kantonstierarzt entscheidet über die Zulassung zur Einzelfachprüfung nach Ziffer 3.2 Buchstabe c.
4.1 Amtliche Fachassistentinnen und Fachassistenten Schlachttier- und Fleischuntersuchung
1 Wer das Fähigkeitszeugnis als amtliche Fachassistentin oder amtlicher Fachassistent Schlachttier- und Fleischuntersuchung erwerben will, muss eine praktische und theoretische Weiterbildung von 20 Arbeitstagen und eine Vertiefungsphase von 80 Arbeitstagen vorweisen über:
die Grundzüge der Lebensmittel-, Tierseuchen- und Tierschutzgesetzgebung, soweit sie für die Schlachttier- und Fleischuntersuchung von Belang sind;
die Anatomie und die krankhaften Veränderungen, soweit sie für die Schlachttier- und Fleischuntersuchung von Belang sind;
die Schlachttechnik und die Schlachthygiene; und
das Vorgehen bei der Schlachttier- und Fleischuntersuchung.
2 Die praktische und theoretische Weiterbildung wird von einer amtlichen Tierärztin oder einem amtlichen Tierarzt geleitet.
3 Während der 80-tägigen Vertiefungsphase können die sich weiterbildenden Personen unter Aufsicht einer amtlichen Tierärztin oder eines amtlichen Tierarztes Aufgaben nach Artikel 57 der Verordnung vom 23. November 20052 über das Schlachten und die Fleischkontrolle wahrnehmen.
Die sich weiterbildende Person muss eine zusätzliche Weiterbildung über die speziellen Betriebsabläufe an der Arbeitsstelle vorweisen.
die praktische Schlachttier- und Fleischuntersuchung bei zwei Tierarten.
1 Wer die Prüfung nach Ziffer 4.1.3 ablegen will, reicht die Prüfungsanmeldung bei der Prüfungskommission ein.
der Ausweis über den Studienabschluss oder den Abschluss der beruflichen Grundbildung;
die Belege über die praktische und theoretische Weiterbildung oder ein Dispens der Prüfungskommission.
4.2 Amtliche Fachassistentinnen und Fachassistenten für weitere Aufgaben
1 Wer das Fähigkeitszeugnis als amtliche Fachassistentin oder amtlicher Fachassistent für weitere Aufgaben erwerben will, muss eine Weiterbildung von mindestens 30 Arbeitstagen vorweisen.
2 Die Weiterbildung nach Absatz 1 umfasst:
eine praktische und theoretische Weiterbildung über das allgemeine Verwaltungsverfahren;
eine praktische und theoretische Weiterbildung, welche die für die Durchführung der Kontrollen im Fachbereich erforderlichen Fachkenntnisse vermittelt; und
eine theoretische Weiterbildung, welche die Grundzüge der Tierseuchen-, Lebensmittel-, Tierschutz- und Heilmittelgesetzgebung, die Grundsätze von Qualitätssicherungssystemen, das Verfassen von Kontrollberichten sowie die psychologischen Aspekte bei der Durchführung von Kontrollen vermittelt.
die praktische Durchführung einer Kontrolle und das Verfassen des Kontrollberichts im Fachbereich.
1 Wer die Prüfung nach Ziffer 4.2.2 ablegen will, reicht die Prüfungsanmeldung bei der Prüfungskommission ein.
1 Bereinigt gemäss Ziff. I der V vom 9. Mai 2012, in Kraft seit 1. Juni 2012 (AS 2012 2853).
Die Verordnung vom 24. Januar 20071 über die Aus-, Weiter- und Fortbildung der Personen im öffentlichen Veterinärdienst wird aufgehoben.
2 Die Änderungen können unter AS 2011 5803 konsultiert werden.
AS 2011 5803
1 SR 916.402 SR 817.03 SR 455
Ordonnance concernant la formation de base, la formation qualifiante et la formation continue des personnes travaillant dans le secteur vétérinaire public
du 16 novembre 2011 (Etat le 1er juin 2012)
vu les art. 2 et 3, ch. 1, de la loi du 1er juillet 1966 sur les épizooties1, vu l’art. 41, al. 1, de la loi du 9 octobre 1992 sur les denrées alimentaires2, vu l’art. 32, al. 4, de la loi fédérale du 16 décembre 2005 sur la protection des animaux3,
La présente ordonnance fixe les exigences de la formation de base, de la formation qualifiante et de la formation continue rattachées aux fonctions du secteur vétérinaire public exercées par:
les assistants officiels affectés au contrôle des animaux avant l’abattage et au contrôle des viandes;
les assistants officiels affectés à d’autres tâches.
1 Quiconque exerce l’une des fonctions visées à l’art. 1 doit être titulaire du certificat de capacité requis. Les personnes visées à l’art. 1, let. b à f, doivent avoir obtenu leur certificat de capacité au plus tard trois ans après leur entrée en fonction.
2 Les vétérinaires cantonaux doivent être au moins titulaires du certificat de capacité de vétérinaire officiel.
3 Le certificat de capacité est délivré à quiconque a suivi la formation qualifiante correspondante et réussi l’examen.
4 Quiconque exerce l’une des fonctions visées à l’art. 1 a l’interdiction d’exercer d’autres activités susceptibles de conduire à un conflit d’intérêts.
5 Le taux d’occupation des personnes visées à l’art. 1, let. b et c, doit être d’au moins 30 %.
1 Le vétérinaire cantonal dirige le Service vétérinaire cantonal.
2 Les vétérinaires officiels exercent toutes les tâches du secteur vétérinaire public. Les vétérinaires officiels dirigeants exercent en outre des tâches de gestion.
3 Les experts officiels exercent les tâches du secteur vétérinaire public qui ne doivent pas nécessairement être accomplies par des vétérinaires officiels.
4 Les assistants officiels affectés au contrôle des animaux avant l’abattage et au contrôle des viandes exercent les tâches du secteur vétérinaire public pour lesquelles ils sont habilités par l’ordonnance du 23 novembre 2005 concernant l’abattage d’animaux et le contrôle des viandes1. Ils sont placés sous la direction d’un vétérinaire officiel.
5 Les assistants officiels affectés à d’autres tâches exercent au sein du secteur vétérinaire public des tâches qui ne sont réservées ni aux vétérinaires officiels, ni aux experts officiels, ni aux assistants officiels affectés au contrôle des animaux avant l’abattage et au contrôle des viandes. Ils sont placés sous la direction d’un vétérinaire officiel.
1 Quiconque assure la suppléance d’une personne visée à l’art. 1, let. a, c, e ou f, doit remplir les mêmes exigences que celle-ci en termes de formation qualifiante et de formation continue.
2 Quiconque assure la suppléance d’une personne visée à l’art. 1, let. b ou d, doit avoir les qualifications suffisantes pour accomplir la tâche correspondante.
Art. 5 Délégation de tâches à des vétérinaires non officiels
Le vétérinaire cantonal peut confier à des vétérinaires non officiels le contrôle des animaux avant l’abattage et le contrôle des viandes dans les établissements de faible capacité au sens de l’art. 3, let. l, de l’ordonnance du 23 novembre 2005 concernant l’abattage d’animaux et le contrôle des viandes1, de même que d’autres tâches, à titre exceptionnel et dans des cas justifiés, à condition que ces vétérinaires aient les qualifications suffisantes pour les effectuer.
Section 2 Formation de base, formation qualifiante et formation continue
Art. 6 Formation de base
1 Quiconque veut exercer l’une des fonctions visées à l’art. 1, let. a à c, doit être titulaire:
du diplôme fédéral de médecine vétérinaire; ou
d’un diplôme étranger de médecine vétérinaire reconnu conformément à l’art. 15 de la loi fédérale du 23 juin 2006 sur les professions médicales universitaires1.
2 Quiconque veut exercer la fonction d’expert officiel doit avoir obtenu un diplôme dans une profession médicale visée par la loi sur les professions médicales ou avoir achevé des études au niveau master dans une université ou dans une haute école spécialisée reconnues par la Commission d’examens du secteur vétérinaire public (commission d’examens; art. 15).
3 Quiconque veut exercer la fonction d’assistant officiel affecté au contrôle des animaux avant l’abattage et au contrôle des viandes doit avoir achevé une formation professionnelle de base dans le secteur agricole ou alimentaire. La commission d’examens peut reconnaître d’autres formations professionnelles de base.
4 Quiconque veut exercer la fonction d’assistant officiel affecté à d’autres tâches doit avoir achevé une formation professionnelle de base.
Art. 7 Formation qualifiante
1 La formation qualifiante comporte un volet pratique et un volet théorique. Les contenus et les exigences de cette formation sont réglementés à l’annexe 1.
2 La commission d’examens peut dispenser quiconque prouve qu’il a déjà atteint les objectifs de la formation de la totalité ou d’une partie:
du volet pratique de la formation qualifiante;
du volet théorique de la formation qualifiante;
Art. 8 Centres de formation qualifiante
1 Les connaissances pratiques et théoriques doivent être acquises dans des centres de formation qualifiante reconnus par la commission d’examens.
2 Les centres de formation qualifiante sont tenus de dispenser un enseignement permettant d’atteindre les objectifs définis par la commission d’examens.
3 Ces centres doivent garantir un encadrement suffisant des personnes qui suivent une formation qualifiante.
Art. 9 Formation continue
Les personnes travaillant dans le secteur vétérinaire public doivent actualiser leurs connaissances par une formation continue régulière et se tenir au courant des derniers développements. Elles doivent participer au moins une fois par an à un événement de formation continue reconnu qui remplit les critères fixés par la commission d’examens.
Section 3 Examens
Art. 10 Inscription, admission et matières des épreuves
L’inscription et l’admission aux épreuves, de même que la matière des épreuves, sont réglées à l’annexe 1.
Art. 11 Réception des épreuves
La réception des épreuves est assurée par la commission d’examens ou par les experts que celle-ci a désignés.
Art. 12 Notation
1 Une note est attribuée pour chaque épreuve. Les notes sont communiquées par écrit à la fin de toutes les épreuves.
2 Les prestations sont notées comme suit:
4 La moyenne est calculée à partir des notes obtenues.
5 L’examen est réussi si la moyenne des notes est égale ou supérieure à 4,0, pour autant qu’aucune note ne soit inférieure à 3 et qu’une seule note au maximum soit inférieure à 4.
Art. 13 Répétition
Un candidat qui échoue à une épreuve peut repasser celle-ci deux fois.
Art. 14 Moyens illicites
1 La commission d’examens peut déclarer qu’un candidat a échoué à l’examen s’il a recouru à des moyens illicites pour être admis à passer une épreuve ou pour passer une épreuve.
2 Dans les cas visés à l’al. 1, le candidat peut repasser l’examen une fois. Si lors de la répétition de l’examen, il échoue à une épreuve, il peut repasser celle-ci une seule fois.
Section 4 Commission d’examens
1 Le Conseil fédéral institue une commission d’examens.
2 La commission d’examens se compose de quinze membres au plus. L’Office fédéral de la sécurité alimentaire et des affaires vétérinaires (OSAV)1, les vétérinaires cantonaux et les vétérinaires officiels doivent être représentés par une personne au moins.
3 L’OSAV assure la présidence et le secrétariat.
4 La commission d’examens peut prendre des décisions si la majorité de ses membres est présente. En cas d’égalité des voix, la voix du président est déterminante.
Art. 16 Tâches et compétences
1 La commission d’examens a les tâches suivantes:
elle est responsable du budget et des finances;
elle fixe les objectifs de la formation qualifiante et adapte celle-ci aux nouvelles connaissances;
elle reconnaît les centres et les événements de formation qualifiante;
elle fixe les critères que doivent remplir les événements de formation continue;
elle reconnaît les formations qualifiantes suivies à l’étranger;
elle accorde les dispenses prévues à l’art. 7, al. 2;
dans les limites de ses compétences fixées à l’annexe 1, elle décide de l’admission des candidats aux épreuves;
elle délivre les certificats de capacité;
elle rédige un rapport annuel destiné à l’OSAV et aux cantons.
2 Elle peut organiser des événements de formation qualifiante et de formation continue.
Art. 17 Indemnités
1 Les indemnités des membres de la commission d’examens sont régies par l’ordonnance du 25 novembre 1998 sur l’organisation du gouvernement et de l’administration1.
2 Les indemnités des experts sont fixées, par analogie, selon le type d’indemnisation S3 visé à l’annexe 2, ch. 1.1, de l’ordonnance du 25 novembre 1998 sur l’organisation du gouvernement et de l’administration.
1 Les émoluments d’examens et les émoluments de la formation qualifiante sont fixés à l’art. 24a de l’ordonnance du 30 octobre 1985 sur les émoluments de l’OSAV1.
2 L’éventuel découvert du coût des formations qualifiantes et des formations continues est supporté par moitié par la Confédération et les cantons.
3 La participation financière de chaque canton est calculée à parts égales en fonction de sa population et de ses unités de gros bétail.
1 Les certificats de capacité délivrés conformément à l’ordonnance du 24 janvier 2007 concernant la formation de base, la formation qualifiante et la formation continue des personnes travaillant dans le Service vétérinaire public1 restent valables.
2 Pour les personnes qui ont commencé leur formation qualifiante avant l’entrée en vigueur de la présente ordonnance, l’art. 6 de l’ordonnance du 24 janvier 2007 concernant la formation de base, la formation qualifiante et la formation continue des personnes travaillant dans le Service vétérinaire public s'applique.
3 Les personnes qui, au moment de l’entrée en vigueur de la présente ordonnance, sont à trois ans au plus de l’âge ordinaire de la retraite AVS ne doivent pas suivre de formation qualifiante.
4 Les vétérinaires cantonaux qui étaient en fonction au 1er avril 2007 ne doivent pas suivre de formation qualifiante.
5 Les personnes qui, au moment de l’entrée en vigueur de la présente ordonnance, exercent l’une des fonctions visées à l’art. 1, let. b à f, doivent passer l’examen sanctionnant leur formation qualifiante au plus tard trois ans après l’entrée en vigueur de la présente ordonnance.
6 L’OSAV et les vétérinaires cantonaux peuvent accorder la reconnaissance aux personnes visées à l’art. 20, al. 4, de l’ordonnance du 24 janvier 2007 concernant la formation de base, la formation qualifiante et la formation continue des personnes travaillant dans le Service vétérinaire public jusqu'au 31 mars 2012.
1 [RO 2007 561]
(art. 7, al. 1, et 10)
Dispositions concernant la formation qualifiante
1 Vétérinaires officiels
1.1 Formation qualifiante
1 Quiconque souhaite obtenir le certificat de capacité de vétérinaire officiel doit justifier d’une formation qualifiante pratique d’au moins 80 jours ouvrables. Le candidat doit:
avoir effectué des travaux administratifs et des contrôles pendant au moins 10 jours ouvrables dans un ou plusieurs services vétérinaires cantonaux;
avoir vérifié dans des unités d’élevage, des abattoirs et d’autres établissements si les législations pertinentes pour le secteur vétérinaire public y sont appliquées; et
avoir travaillé pendant au moins 30 jours ouvrables dans un abattoir, un établissement de découpe, une entreprise de transformation des denrées alimentaires, un poste d’inspection frontalier pour la viande fraîche ou un établissement de production primaire, dont au moins 10 jours dans un abattoir; il doit en particulier vérifier la gestion de la sécurité alimentaire, y compris la santé animale et la protection des animaux.
2 Il doit, en outre, justifier d’une formation qualifiante théorique sur:
la législation sur les épizooties, les denrées alimentaires, la protection des animaux et les produits thérapeutiques, y compris la procédure administrative et la procédure pénale;
l’épizootiologie, l’épidémiologie, l’hygiène des denrées alimentaires, l’éthologie et la protection des animaux;
le système qualité dans la production primaire, lors de l’abattage, de la découpe et de l’élimination des sous-produits animaux; et
la communication et la méthodologie de la formation.
3 Les connaissances théoriques sont acquises en règle générale durant la formation spécialisée en santé publique vétérinaire (SPV) dans une faculté de médecine vétérinaire ou lors d’un cours de formation qualifiante reconnu par la commission d’examens et permettant d’exercer une activité vétérinaire officielle.
4 La personne en formation qualifiante doit être suivie par un vétérinaire officiel.
1.2 Examen
L’examen est sanctionné par six notes et comprend:
une épreuve écrite relative à la législation sur les épizooties;
une épreuve écrite relative à la législation sur les denrées alimentaires dans le domaine de la production primaire ou de l’abattage et à la législation sur les produits thérapeutiques;
une épreuve écrite relative à la législation sur la protection des animaux;
l’évaluation pratique d’un troupeau d’animaux après un contrôle de l’exploitation;
l’exécution pratique du contrôle des animaux avant l’abattage et du contrôle des viandes; et
une épreuve orale sur les tâches du vétérinaire officiel.
1.3 Inscription à l’examen
1 Quiconque veut passer une épreuve visée au ch. 1.2, let. a à c et f, doit s’inscrire auprès de la commission d’examens.
2 Le candidat joint les documents suivants à l’inscription visée à l’al. 1:
l’attestation de fin d'études;
les pièces justificatives de sa formation qualifiante théorique ou, le cas échéant, la dispense de la commission d’examens.
3 La commission d’examens décide de l’admission d’un candidat aux épreuves visées au ch. 1.2, let. a à c et f.
4 Quiconque veut passer une épreuve visée au ch. 1.2, let. d et e, doit s’inscrire auprès du vétérinaire cantonal du canton où l’épreuve aura lieu.
5 Le candidat joint à l’inscription visée à l’al. 4 les pièces justificatives de sa formation qualifiante pratique ou, le cas échéant, la dispense de la commission d’examens.
6 Le vétérinaire cantonal décide de l’admission du candidat aux épreuves visées au ch. 1.2, let. d et e.
2 Vétérinaires officiels dirigeants
2.1 Formation qualifiante
Quiconque souhaite obtenir le certificat de capacité de vétérinaire officiel dirigeant doit:
être titulaire du certificat de capacité de vétérinaire officiel;
avoir exercé pendant au moins deux ans la fonction de vétérinaire officiel;
pouvoir justifier d’une formation qualifiante pratique d’au moins 25 jours ouvrables durant laquelle il a eu un aperçu de l’activité administrative de l’OSAV ou de celle d’un ou de plusieurs offices cantonaux;
justifier d’une formation qualifiante théorique en conduite du personnel, gestion d’entreprise et gestion des crises; et
justifier d’une formation qualifiante théorique en droit des épizooties, des denrées alimentaires, de la protection des animaux et des produits thérapeutiques, en procédures administrative et pénale et en communication.
L’examen est sanctionné par trois notes et comprend:
un travail écrit à rédiger en deux semaines sur un problème d’application de la législation sur les épizooties, les denrées alimentaires ou la protection des animaux;
l’évaluation de faits sur la base d’un dossier; et
une épreuve orale sur les tâches du vétérinaire officiel dirigeant.
2.3 Inscription à l’examen
1 Quiconque veut passer l’examen visé au ch. 2.2 doit s’inscrire auprès de la commission d’examens.
2 Le candidat joint les documents suivants à son inscription:
l’attestation de fin d'études et les certificats de capacité visés par la présente ordonnance qu’il a déjà obtenus;
les pièces justificatives de sa formation qualifiante pratique et théorique ou, le cas échéant, la dispense de la commission d’examens.
3 La commission d’examens décide de l’admission du candidat à l’examen.
3 Experts officiels
3.1 Formation qualifiante
1 Quiconque souhaite obtenir le certificat de capacité d’expert officiel doit justifier d’une formation qualifiante pratique. Cette formation d’une durée minimale de 30 jours ouvrables porte sur l’activité administrative et l’activité de contrôle et fournit des connaissances sur la manière d’effectuer les tâches d’exécution dans le domaine spécifique.
2 La personne concernée doit justifier en outre d’une formation qualifiante théorique fournissant, dans le domaine spécifique et pour les types d’établissements concernés, des connaissances de la législation sur les épizooties, les denrées alimentaires, la protection des animaux et les produits thérapeutiques, y compris les procédures administrative et pénale, et des connaissances techniques approfondies.
3 La personne en formation qualifiante doit être suivie par un vétérinaire officiel.
une épreuve écrite sur les connaissances acquises dans la matière concernée;
une épreuve orale sur les connaissances acquises dans la matière concernée; et
une épreuve pratique sur les connaissances acquises dans la matière concernée.
3.3 Inscription à l’examen
1 Quiconque veut passer une épreuve visée au ch. 3.2, let. a et b, doit s’inscrire auprès de la commission d’examens.
2 Le candidat joint à l’inscription visée à l’al. 1 les documents suivants:
3 La commission d’examens décide de l’admission du candidat aux épreuves visées au ch. 3.2, let. a et b.
4 Quiconque veut passer l’épreuve visée au ch. 3.2, let. c, doit s’inscrire auprès du vétérinaire cantonal du canton où l’épreuve concernée aura lieu.
6 Le vétérinaire cantonal décide de l’admission du candidat à l’épreuve visée au ch. 3.2, let. c.
4 Assistants officiels
4.1 Assistants officiels affectés au contrôle des animaux avant l’abattage et au contrôle des viandes
4.1.1 Formation qualifiante
1 Quiconque souhaite obtenir le certificat de capacité d’assistant officiel affecté au contrôle des animaux avant l’abattage et au contrôle des viandes doit justifier d’une formation qualifiante théorique et pratique de 20 jours ouvrables et d’une phase d’approfondissement des connaissances de 80 jours ouvrables concernant:
les points essentiels de la législation sur les denrées alimentaires, les épizooties et la protection des animaux, dans la mesure où ils sont pertinents pour le contrôle des animaux avant l’abattage et le contrôle des viandes;
l’anatomie et les altérations pathologiques dans la mesure où ces matières sont pertinentes pour le contrôle des animaux avant l’abattage et le contrôle des viandes;
la technique et l’hygiène de l’abattage; et
les procédures de contrôle des animaux avant l’abattage et de contrôle des viandes.
2 Les volets pratique et théorique de la formation qualifiante sont placés sous la direction d’un vétérinaire officiel.
3 Durant les 80 jours d’approfondissement des connaissances, les personnes en formation peuvent exercer, sous la surveillance d’un vétérinaire officiel, les activités mentionnées à l’art. 57 de l’ordonnance du 23 novembre 2005 concernant l’abattage d’animaux et le contrôle des viandes2.
4.1.2 Formation qualifiante spécifique de l’entreprise
La personne en formation qualifiante doit justifier d’une formation qualifiante supplémentaire dans les processus de travail spécifiques de l’entreprise dans laquelle elle travaille.
4.1.3 Examen
une épreuve pratique sur les connaissances acquises en matière de contrôle des animaux avant l’abattage et de contrôle des viandes.
4.1.4 Inscription à l’examen
1 Quiconque veut passer l’examen visé au ch. 4.1.3 doit s’inscrire auprès de la commission d’examens.
l’attestation de la fin de ses études ou de la fin de sa formation professionnelle de base;
4.2 Assistants officiels affectés à d’autres tâches
4.2.1 Formation qualifiante
1 Quiconque souhaite obtenir le certificat de capacité d’assistant officiel affecté à d’autres tâches doit justifier d’une formation qualifiante d’au moins 30 jours ouvrables.
2 La formation qualifiante visée à l’al. 1 comporte:
un volet pratique et théorique portant sur la procédure administrative;
un volet pratique et théorique avec acquisition des connaissances techniques nécessaires pour effectuer les contrôles dans une entreprise du secteur; et
un volet théorique avec acquisition des connaissances sur les points essentiels de la législation sur les épizooties, les denrées alimentaires, la protection des animaux et les produits thérapeutiques, sur les principes des systèmes d’assurance qualité, la rédaction de rapports de contrôle et sur les aspects psychologiques à prendre en considération lors de l’exécution des contrôles.
4.2.2 Examen
l’exécution pratique d’un contrôle et la rédaction d’un rapport de contrôle dans la matière concernée.
4.2.3 Inscription à l’examen
1 Quiconque veut passer l’examen visé au ch. 4.2.2 doit s’inscrire auprès de la commission d’examens.
l’attestation de fin d'études ou l'attestation de fin de sa formation professionnelle de base;
1 Mise à jour selon le ch. I de l’O du 9 mai 2012, en vigueur depuis le 1er juin 2012 (RO 2012 2853).
L’ordonnance du 24 janvier 2007 concernant la formation de base, la formation qualifiante et la formation continue des personnes travaillant dans le Service vétérinaire public1 est abrogée.
2 Les mod. peuvent être consultées au RO 2011 5803.
RO 2011 5803