Source: https://revosax.sachsen.de/vorschrift/5291.1
Timestamp: 2020-06-04 02:49:58
Document Index: 75184544

Matched Legal Cases: ['§ 16', '§ 6', '§ 36', '§ 14', '§ 36', '§ 24', '§ 1', '§ 6', '§ 7', '§ 2', '§ 6', '§ 3', '§ 1', '§ 16', '§ 36']

Historische Fassung war gültig vom 09.04.2004 bis 05.09.2009
zur Regelung des Schiffsverkehrs auf den Gewässern des Freistaates Sachsen
(Sächsische Schifffahrtsverordnung – SächsSchiffVO)
§ 16 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 in Verbindung mit § 6 Abs. 2 Satz 3 des Sächsischen Verwaltungsorganisationsgesetzes ( SächsVwOrgG) vom 25. November 2003 (SächsGVBl. S. 899):
(1) Diese Verordnung gilt für die in der Anlage 3 (zu § 36 Abs. 2) SächsWG genannten Gewässer im Freistaat Sachsen sowie für die dazugehörigen Häfen und Umschlagstellen.
die Verordnung zur Einführung der Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung (BinSchStrEV) vom 8. Oktober 1998 (BGBl. I S. 3148, 3317, 1999 I S. 159), zuletzt geändert durch Artikel 3 der Verordnung vom 28. Februar 2001 (BGBl. I S. 335, 336), in Verbindung mit der Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung (BinSchStrO) vom 8. Oktober 1998 (BGBl. I S. 3148, 3317, 1999 I S. 159), zuletzt geändert durch Artikel 5 der Verordnung vom 18. Dezember 2002 (BGBl. I S. 4580, 4581),
die Verordnung über Befähigungszeugnisse in der Binnenschiffahrt (Binnenschifferpatentverordnung – BinSchPatentV) vom 15. Dezember 1997 (BGBl. I S. 3066), zuletzt geändert durch Artikel 2 der Verordnung vom 18. Dezember 2002 (BGBl. I S. 4580),
die Verordnung über den Betrieb von Sprechfunkanlagen auf Ultrakurzwellen in der Binnenschifffahrt und den Erwerb des UKW-Sprechfunkzeugnisses für den Binnenschifffahrtsfunk (Binnenschifffahrt-Sprechfunkverordnung – BinSchSprFunkV) vom 18. Dezember 2002 (BGBl. I S. 4569, 2003 I S. 130),
die Verordnung über das Wasserskilaufen auf den Binnenschiffahrtsstraßen (Wasserskiverordnung) vom 17. Januar 1990 (BGBl. I S. 107), zuletzt geändert durch Artikel 10 der Verordnung vom 18. Dezember 2002 (BGBl. I S. 4580, 4590),
die Verordnung über das Fahren mit Wassermotorrädern auf den Binnenschiffahrtsstraßen (Wassermotorräder-Verordnung) vom 31. Mai 1995 (BGBl. I S. 769), zuletzt geändert durch Artikel 9 der Verordnung vom 18. Dezember 2002 (BGBl. I S. 4580, 4590),
die Verordnung über das Führen von Sportbooten auf den Binnenschifffahrtsstraßen (Sportbootführerscheinverordnung-Binnen – SportbootFüV-Bin) vom 22. März 1989 (BGBl. I S. 536, 1102), zuletzt geändert durch Artikel 10 der Verordnung vom 28. Februar 2001 (BGBl. I S. 335, 338),
die Verordnung über die Kennzeichnung von auf Binnenschiffahrtsstraßen verkehrenden Kleinfahrzeugen (Binnenschiffahrt-Kennzeichnungsverordnung – KlFzKV-BinSchV) vom 21. Februar 1995 (BGBl. I S. 226), zuletzt geändert durch Artikel 7 der Verordnung vom 18. Dezember 2002 (BGBl. I S. 4580, 4581),
die Verordnung über den Betrieb der Fähren auf Bundeswasserstraßen (Fährenbetriebsverordnung – FäV) vom 24. Mai 1995 (BGBl. I S. 752),
die Allgemeine Verwaltungsvorschrift für die Erteilung von Buß- und Verwarnungsgeldern für Zuwiderhandlungen gegen strom- und schifffahrtspolizeiliche Vorschriften des Bundes auf Binnen- und Seeschifffahrtsstraßen sowie in der ausschließlichen Wirtschaftszone und auf der Hohen See (Buß- und Verwarnungsgeldkatalog Binnen- und Seeschifffahrtsstraßen – BVKatBin-See) vom 31. Dezember 2001 (VkBl. 2001 S. 614).
(3) Die Vorschriften über die Vermietung von Sportbooten (§ 14) finden außer auf den schiffbaren Landesgewässern nach Anlage 3 (zu § 36 Abs. 2) SächsWG auch auf allen übrigen Gewässern erster Ordnung nach Anlage 1 (zu § 24 Abs. 1) SächsWG sowie auf allen Gewässern zweiter Ordnung im Freistaat Sachsen Anwendung.
Zuständig für die Durchführung dieser Verordnung und der in § 1 Abs. 2 genannten Vorschriften ist das Regierungspräsidium Dresden als Schifffahrtsbehörde, soweit nichts anderes bestimmt ist.
(1) In Betrieb genommen werden dürfen:
Fahrzeuge und schwimmende Anlagen, die den Vorschriften der Verordnung über die Schiffssicherheit in der Binnenschifffahrt (Binnenschiffs-Untersuchungsordnung – BinSchUO), zuletzt geändert durch Artikel 9 des Gesetzes vom 6. Januar 2004 (BGBl. I. S. 2, 15), in der jeweils geltenden Fassung unterliegen, wenn Zulassung und Besatzung den Anforderungen der BinSchUO entsprechen und die Zulassung durch ein Zeugnis über die Fahrtauglichkeit gemäß § 6 oder § 7 der BinSchUO nachgewiesen wird,
die ein Kennzeichen gemäß § 2 KIFzKV-BinSchV führen und den Nachweis über die Zuteilung des Kennzeichens gemäß § 6 KIFzKV-BinSchV erbringen oder
unter den Voraussetzungen des § 3 KIFzKV-BinSchV von der Führung eines Kennzeichens befreit sind.
(2) Wasserfahrzeuge und Bauteile, die der Richtlinie 94/25/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Juni 1994 zur Angleichung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedsstaaten über Sportboote (ABl. EG Nr. L 164 S. 15, 1995 Nr. L 127 S. 27), zuletzt geändert durch Verordnung (EG) Nr. 1882/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. September 2003 (ABl. EG Nr. L 284 S. 1), in der jeweils geltenden Fassung, unterliegen, dürfen nur dann in Betrieb genommen werden, wenn sie die Sicherheit und Gesundheit von Personen sowie Sachen oder die Umwelt bei sachgemäßem Entwurf und Bau sowie bei sachgemäßer Instandhaltung nicht gefährden. Insbesondere haben sie den grundlegenden Anforderungen in Bezug auf Abgasemissionen und Geräuschemissionen des Anhangs I der Richtlinie 94/25/EG zu entsprechen.
(3) Unbeschadet des Absatzes 1 darf ein Wasserfahrzeug oder Bauteil im Sinne des § 1 der Zehnten Verordnung zum Gerätesicherheitsgesetz (Verordnung über das Inverkehrbringen von Sportbooten – 10. GSGV) vom 18. Dezember 1995 (BGBl. I S. 1936), die durch Artikel 17 des Gesetzes vom 6. Januar 2004 (BGBl. I S. 2, 17) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung, das nach dem 15. Juni 1998 erstmals auf den Markt der Europäischen Gemeinschaften oder eines anderen Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum gelangt, nur in Betrieb genommen werden, wenn es mit der CE-Kennzeichnung entsprechend der Verordnung über das Inverkehrbringen von Sportbooten versehen ist. Wasserfahrzeuge, die vor dem 16. Juni 2003 in Betrieb genommen wurden, müssen spätestens ab dem 16. Juni 2008 die Anforderungen nach vorstehendem Satz erfüllen.
(2) Die Schifffahrtsbehörde kann im Einvernehmen mit der zuständigen Naturschutzbehörde die Benutzung der Gewässer tages- und jahreszeitlich begrenzen, soweit überwiegende Gründe des Natur- und Artenschutzes dies erfordern. Dies gilt vor allem dann, wenn die Gewässer Bestandteil eines Schutzgebietes nach §§ 16, 17 oder 18 des Sächsischen Gesetzes über Naturschutz und Landschaftspflege (Sächsisches Naturschutzgesetz – SächsNatschG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 11. Oktober 1994 (SächsGVBl. S. 1601, 1995 S. 106), das zuletzt durch Artikel 5 des Gesetzes vom 1. September 2003 (SächsGVBl. S. 418, 426) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung, sind.
(3) Das Schleppen von Flugkörpern wie Flugdrachen, Drachenfallschirmen und ähnlichen Geräten, Kite-Surfing sowie Wasserskilaufen ist verboten. Das Benutzen von Amphibienfahrzeugen, Unterwasserfahrzeugen, Wassermotorrädern, Wasserbikes, Wasserkatzen und ähnlichen Kleinfahrzeugen, unabhängig von ihrer Antriebsart, ist verboten. Ausnahmen kann die zuständige Wasserbehörde auf dafür ausgewiesenen Gewässerabschnitten gestatten.
(1) Für die gewerbsmäßige Vermietung von Sportbooten sowie deren Benutzung im Geltungsbereich dieser Verordnung finden die Vorschriften der Verordnung über die gewerbsmäßige Vermietung von Sportbooten sowie deren Benutzung auf den Binnenschifffahrtsstraßen (Binnenschifffahrt-Sportbootvermietungsverordnung – BinSch-SportbootVermV) vom 18. April 2000 (BGBl. I S. 572), zuletzt geändert durch Verordnung vom 10. Dezember 2003 (BGBl. I S. 2526), in der jeweils geltenden Fassung Anwendung.
(5) Verwaltungsbehörde im Sinne des § 36 Abs. 2 Nr. 1 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten ist die Schifffahrtsbehörde.
Quelle: REVOSax http://revosax.sachsen.de/vorschrift/5291.1 Stand vom 04.06.2020