Source: https://www.beamtendatenschutz.de/personalaktenrecht/aufbewahrungsfristen/
Timestamp: 2019-05-26 09:43:56
Document Index: 43438219

Matched Legal Cases: ['§ 41', '§ 194', 'Art. 110', '§ 24', 'Art. 11', '§ 2']

Aktenaufbewahrung und Entfernung von Unterlagen - Beschäftigtendatenschutz
Aktenaufbewahrung und Entfernung von Unterlagen
Sonstige Aufbewahrungsvorschriften
6 und 10 Jahre
§ 41 Abs. 1 S. 9 EstG
6 Jahre Aufbewahrungsfrist für Lohnkonten
Kindergeldakten 5 Jahre nach letzter Kindergeldfestsetzung
§§ 194 – 202 BGB
3- 30 Jahre
10 Jahre, Belege 6 Jahre
Entgeltunterlagen für Beschäftigte Folgejahr der letzten Prüfung (idR: alle vier Jahre)
Lohnnachweise über die Arbeitsstunden und das an den Arbeitnehmer gezahlte Entgelt 5 Jahre
Arbeitszeiten 2 Jahre
2 Jahre Aufbewahrungsfrist für Aufzeichnungen über die Arbeitszeit von Minijobbern und kurzfristig Beschäftigten
2 Jahre bzgl. 8 Stunden übersteigende Arbeitszeit
5 Jahre nach Ausscheiden aus Tätigkeit
2 Monate nach Bewerbungsabsage
Art. 110 BayBG Aufbewahrung und Vernichtung von Personalakten
1. wenn der Beamte oder die Beamtin ohne Versorgungsansprüche aus dem öffentlichen Dienst ausgeschieden ist, mit Erreichen der gesetzlichen Altersgrenze, in den Fällen des § 24 BeamtStG und des Art. 11 BayDG jedoch erst, wenn mögliche Versorgungsempfänger und Versorgungsempfängerinnen nicht mehr vorhanden sind,
Die Personalakten werden nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist vernichtet, sofern sie nicht nach § 2 Bundesarchivgesetz vom Bundesarchiv oder von einem Landesarchiv übernommen werden. Zur Archivierung von Personalakten sind die Informationen des Bundesarchivs Koblenz zur Aussonderung und Abgabe von Personalunterlagen der Bundesverwaltung zu beachten (Anlage 9).
4.3. Personalakten ausgeschiedener Beamtinnen und Beamten
Bei Versetzung von Beamtinnen oder Beamten ist die Personalakte an die aufnehmende Dienststelle abzugeben. Scheiden Beamtinnen und Beamte durch Eintritt in den Ruhestand aus und wird die Personalakte nicht in der Beschäftigungsbehörde fortgeführt (Abgabe an die Bundesfinanzdirektion), können nach vorheriger und jederzeit widerrufbarer Einwilligung der Beamtin oder des Beamten die letzten Kontaktdaten für eine über den Austritt hinausgehende Betreuung der Beamtin oder des Beamten (z.B. für Glückwunsch- oder Kondolenzschreiben) erfasst werden. Der Zweck der Betreuung ist dabei für die Einwilligung zu konkretisieren.
Die Personalakten, Teile A (Allgemeiner Teil), B (Verwendungs- und Laufbahnvorgänge), ggf. auch die Teile E (Dienstunfallakte) und F (Versorgungsausgleich) der ausscheidenden Beamtinnen und Beamten, die Anspruch auf Ruhegehalt nach beamtenversorgungsrechtlichen Vorschriften haben, sind von der für die Personalaktenführung zuständigen Stelle zur Festsetzung der Versorgungsbezüge an die nach dem Wohnsitz der Beamtin/des Beamten zuständige Bundesfinanzdirektion abzugeben.
Die Bundesfinanzdirektion fordert die Personalakten Teil G (Beihilfe) und H (Besoldung) beim zuständigen Bundesverwaltungsamt direkt an. Die Personalakten verbleiben bei der zuständigen Bundesfinanzdirektion.