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Timestamp: 2016-10-23 17:59:08
Document Index: 278979143

Matched Legal Cases: ['Art. 95', 'Art. 106', 'Art. 42', 'BGE', 'BGE', 'Art. 6', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE']

8C_296/2014 (03.06.2014)
8C_296/2014 � � Urteil vom 3. Juni 2014
Beschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Z�rich vom 24. Februar 2014.
Die 1961 geborene A.________ war seit 1991 als Mitarbeiterin Hotellerie in der Psychiatrischen Klinik B.________ t�tig und dadurch bei der AXA Versicherungen AG (nachfolgend: AXA) obligatorisch gegen die Folgen von Unf�llen und Berufskrankheiten versichert. Am 7. Oktober 2010 erlitt sie einen Auffahrunfall auf einer Sommerrodelbahn, woraufhin im Kantonalen Spital C.________ ein Schleudertrauma HWS diagnostiziert wurde. Mit Verf�gung vom 12. M�rz 2012 stellte die AXA ihre f�r das somatische Leiden erbrachten Leistungen per 1. Oktober 2011 ein und verneinte einen Anspruch auf Leistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung f�r das psychische Leiden. Zudem lehnte sie die �bernahme der Kosten f�r die Hospitalisation im Spital D.________ vom 8. bis 23. M�rz 2011 ab. An ihrem Standpunkt hielt die AXA mit Einspracheentscheid vom 7. August 2012 fest.
Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich mit Entscheid vom 24. Februar 2014 ab.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beantragt A.________ sinngem�ss die weitere Ausrichtung von Leistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung und die �bernahme s�mtlicher unfallbedingter Kosten, insbesondere die Kosten f�r die Aufenthalte im Spital D.________ und im Spital E.________ sowie f�r die Behandlung bei Dr. med. F.________, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, eventualiter die R�ckweisung der Sache zu neuer Entscheidung. Zudem ersucht A.________ um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege.
Mit Verf�gung vom 7. Mai 2014 hat das Bundesgericht das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wegen Aussichtslosigkeit der Beschwerde abgewiesen.
Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann wegen Rechtsverletzungen gem�ss Art. 95 und 96 BGG erhoben werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es pr�ft, unter Ber�cksichtigung der allgemeinen Pflicht zur Begr�ndung der Beschwerde (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen, sofern die rechtlichen M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind (BGE 135 II 384 E. 2.2.1 S. 389 mit Hinweisen; Urteil 8C_934/2008 vom 17. M�rz 2009 E. 1, nicht publ. in: BGE 135 V 194, aber in: SVR 2009 UV Nr. 35 S. 120).
Streitig und zu pr�fen ist, ob die Beschwerdef�hrerin aus dem Unfallereignis vom 7. Oktober 2010 �ber den 1. Oktober 2011 hinaus Anspruch auf Leistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung hat. Die hief�r massgeblichen Bestimmungen und Grunds�tze, insbesondere auch zu dem f�r einen Leistungsanspruch erforderlichen nat�rlichen und ad�quaten Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden, sind im angefochtenen Entscheid zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen.
3.1.�Das kantonale Gericht kam nach einl�sslicher W�rdigung der medizinischen Aktenlage zum Schluss, dass den von der Beschwerdef�hrerin geklagten Beschwerden kein (hinreichend) nachweisbares organisches Substrat zu Grunde liegt, was unbestritten ist. Es pr�fte in der Folge den ad�quaten Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 7. Oktober 2010 und den psychischen Beeintr�chtigungen, verneinte einen solchen und dementsprechend eine weitere Leistungspflicht der obligatorischen Unfallversicherung. Den zutreffenden Erw�gungen im angefochtenen Entscheid, auf welche verwiesen wird, kann vollumf�nglich beigepflichtet werden.
3.2.�Die Versicherte wendet ein, da der nat�rliche Kausalzusammenhang zwischen den erheblichen psychischen Beschwerden und dem Unfallereignis gegeben sei, habe die Frage nach der Ad�quanz keine selbstst�ndige Bedeutung. Bei der Ad�quanz handle es sich n�mlich um ein Verschuldenskriterium, worauf es bei der Leistungspflicht eines Versicherers nicht ankomme. Wenn der Versicherer nur leisten m�sste, wenn ihn ein Verschulden am Unfall treffe, br�uchte man ihn in seiner Eigenschaft als "Versicherer" gar nicht.
3.3.�Mit ihrer Argumentation verkennt die Beschwerdef�hrerin den Sinn der von der Rechtsprechung erarbeiteten Kausalit�tsgrunds�tze, welche eine n�here Umschreibung des gesetzlichen Erfordernisses der Unfallbedingtheit des eingetretenen Schadens (Art. 6 UVG) darstellen. Bei der Ad�quanz handelt es sich keinesfalls um ein Verschuldenskriterium, sondern sie dient im Recht der sozialen Unfallversicherung als Wertungselement im Hinblick auf eine versicherungsm�ssig vern�nftige und gerechte Abgrenzung haftungsbegr�ndender und haftungsausschliessender Unf�lle. Der Begriff der ad�quaten Kausalit�t ist in allen Rechtsgebieten identisch (BGE 127 V 102 E. 5b/aa; 123 III 110 E. 3a S. 112). Als ad�quate Ursache eines Erfolgs hat ein Ereignis dann zu gelten, wenn es nach dem gew�hnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuf�hren, der Eintritt dieses Erfolgs also durch das Ereignis allgemein als beg�nstigt erscheint (129 V 177 E. 3.2 S. 181 mit Hinweis; 123 III 110 E. 3a S. 112; 119 Ib 334 E. 3c S. 343; Urteil 4C.222/2004 vom 14. September 2004 E. 3, nicht publ. in: BGE 131 III 12, aber in: Pra 2005 Nr. 119 S. 829). Hingegen unterscheiden sich die gesetzlichen Haftungsvoraussetzungen. In der sozialen Unfallversicherung kann bei klar ausgewiesenen organischen Unfallfolgen der ad�quate Kausalzusammenhang in der Regel ohne weiteres zusammen mit dem nat�rlichen Kausalzusammenhang bejaht werden. Das von der sozialversicherungsrechtlichen Rechtsprechung definierte Erfordernis einer besonderen Ad�quanzpr�fung kommt bei organisch nicht objektiv ausgewiesenen Beschwerden nach Unfall zur Anwendung. Es gilt sowohl f�r die Schleudertrauma-Praxis (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112 mit Hinweisen), als auch nach den f�r psychische Fehlentwicklungen nach Unfall erarbeiteten Grunds�tzen (BGE 115 V 133). Der Grund f�r dieses Erfordernis ist darin zu sehen, dass eine solche Gesundheitssch�digung rechtlich weniger leicht einem Unfallereignis zugeordnet werden kann als eine organisch objektiv ausgewiesene. Soweit die Versicherte bei fehlendem organischem Korrelat den ad�quaten Kausalzusammenhang voraussetzungslos zusammen mit dem nat�rlichen Kausalzusammenhang bejahen m�chte, ist sie darauf hinzuweisen, dass f�r die rechtsprechungsgem�ss korrekt vorgenommene besondere Ad�quanzpr�fung vern�nftige Gr�nde vorliegen und kein Anlass f�r eine Praxis�nderung besteht (vgl. Urteile 8C_691/2013 vom 19. M�rz 2014 E. 6, 8C_1040/2012 vom 15. M�rz 2013 E. 4.2.3, 8C_550/2012 vom 1. Februar 2013 E. 4.1 und 8C_29/2010 vom 27. Mai 2010 E. 6.2).