Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=WM%202003,%202184
Timestamp: 2020-04-01 20:25:35
Document Index: 192638205

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'EuG', 'EuG', '§ 3', '§ 9', 'EuG', '§ 3', 'Art. 5', 'Art. 7', '§ 3', 'EuG', 'EuG', '§ 3', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'EuG', '§ 3', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 3', '§ 9', '§ 3', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 3', 'BGH']

BGH, 16.09.2003 - XI ZR 447/02 - dejure.org
https://dejure.org/2003,410
BGH, 16.09.2003 - XI ZR 447/02 (https://dejure.org/2003,410)
BGH, Entscheidung vom 16.09.2003 - XI ZR 447/02 (https://dejure.org/2003,410)
BGH, Entscheidung vom 16. September 2003 - XI ZR 447/02 (https://dejure.org/2003,410)
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BGH lehnt Vorlage an den EuGH zur Auslegung des Begriffs des
Widerruf eines Darlehensvertrages zur Finanzierung eines Grundstückskaufes; Verbundenes Geschäft bei Realkreditverträgen; Duldungs- und Anscheinsvollmacht; Nichtigkeit einer Bevollmächtigung wegen eines Verstosses gegen das Rechtsberatungsgesetz; Untersicherung und ...
Keine EuGH-Vorlage wegen nach HWiG widerrufenem immobilienfinanzierenden Darlehensvertrag zur Klärung der Rückgewähransprüche des Kreditgebers
VerbrKrG § 3 Abs. 2 § 9
Keine Vorlage an den EuGH zur Klärung der Frage der Rückgewähransprüche des Kreditgebers eines Realkreditvertrags nach dessen Widerruf (§ 3 Abs. 1 HWiG)
RL 85/577/EWG Art. 5 Abs. 2, Art. 7; HWiG § 3 Abs. 1
Keine EuGH-Vorlage wegen nach HWiG widerufenem immobilienfinanzierenden Darlehensvertrag zur Klärung der Frage der Rückgewähransprüche des Kreditgebers
Keine Vorlage an den EuGH zur Klärung der Frage der Rückgewähransprüche des Kreditgebers eines Realkreditvertrages nach dessen Widerruf gem. § 3 Abs. 1 HWiG a.F.
Zusammenfassung von "Schulte und Crailsheimer Volksbank: Die Haftung des Unternehmers bei Nichtbeachtung der Widerrufsbelehrungspflicht" von Wiss.Mit. RA Dr. Francis Limbach, original erschienen in: ZGS 2006, 66 - 72.
NJW 2004, 153
ZIP 2003, 109
ZIP 2004, 406 (Ls.)
NZI 2003, 991
NZM 2003, 991
VersR 2004, 795
WM 2003, 2184
Die Haustürgeschäfterichtlinie steht dem nicht entgegen, weil ihr Artikel 7 die Regelung der Rechtsfolgen des Widerrufs von Haustürgeschäften ausdrücklich dem einzelstaatlichen Recht überläßt (Senatsurteile BGHZ 152, 331, 338…, vom 21. Januar 2003 - XI ZR 125/02 aaO …und vom 15. Juli 2003 - XI ZR 162/00 aaO; Senatsbeschluß vom 16. September 2003 - XI ZR 447/02, Umdruck S. 6 ff.).
Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs sind der Realkredit und das finanzierte Grundstücksgeschäft grundsätzlich nicht als zu einer wirtschaftlichen Einheit verbundene Geschäfte anzusehen (BGH, Urteil vom 27. Januar 2004 - XI ZR 37/03 - sub II. 3. = NJW 2004, 1376, 1378; Urteil vom 28. Oktober 2003 - XI ZR 263/02 - sub II. 2. a) = NJW 2004, 158, 159; Beschluss vom 16. September 2003 - XI 447/02 - sub 2. c) = NJW 2004, 153; Urteil vom 26. November 2002 - XI ZR 10/00 - sub III. 3. = NJW 2003, 885, 886).
Für Realkredite, die dieser Vorschrift unterfallen, gilt dies angesichts des eindeutigen Wortlauts der Bestimmung ausnahmslos (BGH, Beschluss vom 16. September 2003 - XI 447/02 - sub 2. c) = NJW 2004, 153; Urteil vom 15. Juli 2003 - XI ZR 162/00 - sub II. 3. = ZIP 2003, 1741, 1743).
Ob im Hinblick auf die Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 27. Januar 2004 - XI ZR 37/03 - (NJW 2004, 1376ff.) überhaupt noch Raum ist für Fälle, in denen nach altem Recht Realkredit- und Grundstückskaufvertrag doch ausnahmsweise nach Treu und Glauben als wirtschaftliche Einheit anzusehen wären (so Kammergericht, Urteil v. 6. Mai 2003 - 18 U 56/02; vgl. aber BGH, Beschluss vom 16. September 2003 - XI ZR 447/02 sub 2. c) cc) = NJW 2004, 153), kann dahinstehen.
Er hat hinzugefügt, eine etwaige abweichende Auffassung des EuGH könne er wegen der eindeutigen Regelung des § 3 Abs. 1 HWiG auch in keinem Fall in deutsches Recht umsetzen (BGH ZfIR 2004, 153 (m. Bespr. Kulke, S.138) = NJW 2004, 153, 154, dazu EWiR 2004, 251 (Reich)).
Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, der der Senat folgt, sind der Realkreditvertrag und das finanzierte Grundstücksgeschäft grundsätzlich nicht als zu einer wirtschaftlichen Einheit verbundene Geschäfte anzusehen (vgl. BGHZ 150, 248, 262 f.; BGH WM 2003, 483, 484 f.; BGH NJW 2004, 158 m. w. Nachw.; BGH NJW 2004, 153).
Dem hat der Gesetzgeber Rechnung getragen, indem er in § 3 Abs. 2 Nr. 2 VerbrKrG bestimmt hat, dass die Regelungen über verbundene Geschäfte (§ 9 VerbrKrG) auf Realkredite im Sinne des § 3 Abs. 2 Nr. 2 VerbrKrG keine Anwendung finden, und dass das für Realkredite, die dieser Vorschrift unterfallen, angesichts des eindeutigen Wortlauts der Bestimmung ausnahmslos gilt (vgl. BGHZ 152, 331, 337; BGH ZIP 2003, 1741, 1743; BGH NJW 2004, 153; BGH NJW 2004, 158).
Die Haustürgeschäfte-Richtlinie 85/577 EWG steht dem nicht entgegen, weil ihr Artikel 7 die Regelung der Rechtsfolgen des Widerrufs von Haustürgeschäften ausdrücklich dem einzelstaatlichen Recht überlässt (vgl. BGHZ 152, 331, 338; BGH NJW 2004, 153, 154; BGH NJW 2004, 158 m. w. Nachw.).
Der Senat folgt auch der Auffassung des Bundesgerichtshofs, wonach die Bejahung einer Rückzahlungspflicht nach § 3 Abs. 1 HWiG a.F. nicht gegen die EG-Haustürgeschäfterichtlinie verstößt (BGH , Beschluss vom 23. September 2003 - XI ZR 325/02 = WM 2003, 2186; Beschluss vom 16. September 2003 - XI ZR 447/02 sub 3. = NJW 2004, 153, 154).