Source: http://m.hensche.de/Arbeitsrecht_Urteile_Leiharbeitnehmerin_klagt_equal_pay_ein_3Ca422-11.html
Timestamp: 2016-12-09 03:50:28
Document Index: 259528559

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 9', '§ 9', '§ 2', '§ 97', '§ 97', '§ 9', '§ 307', '§ 307', '§ 307', '§ 1', '§ 307', '§ 307', '§ 306', '§ 194', '§ 199', '§ 199', '§ 9', '§ 10', '§ 12', '§ 46', '§ 92', '§46']

HENSCHE Arbeitsrecht: 3 Ca 422/11
Aussetzung, Equal-Pay-Klage, Tariffähigkeit der CGZP
Ar­beits­ge­richt Frank­furt (Oder)Geschäfts­zei­chen (bit­te im­mer an­ge­ben)3 Ca 422/11 Verkündet am 09.06.2011
### hat das Ar­beits­ge­richt Frank­furt (Oder), 3. Kam­mer, auf die münd­li­che Ver­hand­lung vom 09.06.2011 durch die Rich­te­rin am Ar­beits­ge­richt als Vor­sit­zen­de so­wie die eh­ren­amt­li­chen Rich­ter für Recht er­kannt:
TAT­BESTAND: Die Par­tei­en strei­ten über Ent­gelt­ansprüche aus ei­nem Leih­ar­beits­ver­trag auf der Grund­la­ge des equal pay An­spruchs.
„§ 1 Ta­rif­li­che Be­stim­mun­gen(Ände­rung des Ab­sat­zes 1)
- 4 - Die Ge­sund­heits­ge­werk­schaft (med­so­net) ge­schlos­se­nen be­ste­hend aus Man­tel-, Ent­gelt­rah­men, Ta­rif­verträgen, Ent­gelt- der­zeit und Beschäfti­gungs­si­che­rungs­ta­rif­verträgen so­wie et­wai­gen ergänzen­den oder er­set­zen­den Ta­rif­verträgen, in ih­rer je­weils gülti­gen Fas­sung. Dies gilt auch, wenn der Mit­ar­bei­ter nicht Mit­glied ei­ner der in Satz 1 ge­nann­ten Ge­werk­schaf­ten oder der Ta­rif­ge­mein­schaft ist."
05/09 899,40 Eu­ro
1.029,74 Eu­ro
973,21 Eu­ro
1.015,97 Eu­ro
991,97 Eu­ro
946,25 Eu­ro
968,55 Eu­ro
06/10 1.316,55 Eu­roins­ge­samt 14.750,03 Eu­ro net­to.
- 5 - Am 14.12.2010 ent­schied das Bun­des­ar­beits­ge­richt, dass die CG­ZP kei­ne ta­riffähi­ge Or­ga­ni­sa­ti­on sei und da­her kei­nen Ta­rif­ver­trag ab­sch­ließen könne (BAG, Be­schluss vom 14.12.2010, 1 ABR 19/10, NZA 2011, 289 — 300).
- 6 - Die Kläge­rin meint, ih­re Ansprüche sei­en auch nicht durch Aus­schluss­fris­ten ver­fal­len. Hin­sicht­lich der in den CG­ZP-Ta­rif­verträgen ent­hal­te­nen Aus­schluss­fris­ten würden die­se des­sen Schick­sal tei­len und sei­en da­nach un­be­acht­lich. Die ver­trag­li­chen Aus­schluss­fris­ten kämen nicht zur An­wen­dung, da es ihr auch nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts vom 01.12.2010 nicht zu­ge­mu­tet wer­den könne, die Ent­gelt­ansprüche vor­ab gel­tend zu ma­chen.
- 7 - Sie meint, die Ent­schei­dung des Bun­des­ar­beits­ge­richts vorn 14.12.2010 sei rein ge­gen­warts­be­zo­gen und ent­fal­te kei­ner­lei Rück­wir­kung, son­dern Rechts­wir­kun­gen al­lein für die Zu­kunft.
ENT­SCHEI­DUN­GSGRÜNDE: Die Kla­ge ist zulässig und hin­sicht­lich des Ent­gelt­an­spruchs für die Zeit vom 15.6.2009 —30.6.2010 in Höhe von 14.809,29 Eu­ro be­gründet, für die Zeit vom 4.5.2009 — 14.6.2009 in Höhe von 1.475,76 Eu­ro un­be­gründet.
1. Nach §§ 9 Zif­fer 2, 10 Abs. 4 AÜG hat der Leih­ar­beit­neh­mer ge­gen den Ver­lei­her ei­nen An­spruch auf Zah­lung des Lohns ver­gleich­ba­rer Ar­beit­neh­mer des Ent­lei­hers, wenn sei­ne Vergütung für die Über­las­sens­zeit un­ter die­ser Lohnhöhe liegt. Die o. g. Re­ge­lung der §§ 9,10 AÜG fußt auf der Richt­li­nie 2008/104 EG des Eu­ropäischen Par­la­ments und des Ra­tes über Leih­ar­beit vom 5.10.2008 ( Egal pay Richt­li­nie) und soll den über­las­se­nen Ar­beit­neh­mer wirt­schaft­lich so stel­len wie ei­nen ver­gleich­ba­ren Ar­beit­neh­mer des Ent­lei­hers.
- 9 - Wie das BAG in sei­ner Ent­schei­dung vom 14.12.2009 (AZ: 1 ABR 19/10, NZA 2011,289-300) fest­ge­stellt hat, ist die CG­ZP kei­ne ta­riffähi­ge Or­ga­ni­sa­ti­on. Die CG­ZP ist kei­ne Spit­zen­or­ga­ni­sa­ti­on nach § 2 Abs. 3 TVG, weil sich ih­re Mit­glieds­ge­werk­schaf­ten nicht im Um­fang ih­rer Ta­riffähig­keit zu­sam­men­ge­schlos­sen ha­ben. Außer­dem geht der in der Sat­zung der CG­ZP fest­ge­leg­te Or­ga­ni­sa­ti­ons­be­reich für die ge­werb­li­che Ar­beit­neh­merüber­las­sung über den ih­rer Mit­glieds­ge­werk­schaf­ten hin­aus (BAG vom 14.12.2010, aaO).
- 10 - Le­dig­lich hilfs­wei­se wird dar­auf ver­wie­sen, dass der vom BAG ent­schie­de­ne Fes­testel­lungs­an­trag zu­min­dest auf den Zeit­punkt der An­trag­stel­lung beim Ar­beits­ge­richt Ber­lin, so­mit zum Herbst 2008 zurück­wir­ken muss. Zu die­sem Zeit­punkt ha­ben die An­trag­stel­ler mit eben die­sem An­trag das An­trags­ver­fah­ren nach §§ 97 Abs. 1, 2a Abs 1 Zif­fer 4 ArbGG ein­ge­lei­tet, über eben die­sen An­trag hat das Ar­beits­ge­richt Ber­lin am 1.4.2009 ge­gen­warts­be­zo­gen ent­schie­den. Der In­stan­zen­zug (LAG Ber­lin vom 7.12.2009, 23 TaBV 1016/09 und BAG vom 14.12.2010, 1 ABR 19/10) dien­te le­dig­lich der Über­prüfung der o. g. Ent­schei­dung des ArbG Ber­lin. So­mit fußt die BAG Ent­schei­dung ge­ra­de auf dem in Herbst 2008 ein­ge­lei­te­ten Ver­fah­ren und ent­schei­det über die da­mals wie auch zu­letzt ge­stell­ten Anträge hin­sicht­lich der Ta­riffähig­keit der CG­ZP. Da sich der Sach­ver­halt vom Ein­gang der An­trags­schrift beim ArbG Ber­lin bis zur Ent­schei­dung des BAG nicht geändert hat, le­dig­lich am 8.10.2009 ei­ne neue Sat­zung mit ei­nem für den Recht­streit be­deu­ten­den glei­chen In­halt in Kraft ge­tre­ten ist, wirkt die BAG Ent­schei­dung zu­min­dest bis zum Herbst 2008 zurück.
- 11 - Wie oben dar­ge­stellt, hat die Kam­mer kei­nen Zwei­fel, dass die Ent­schei­dung des BAG vom 14.12.2010 nicht nur für die Zu­kunft, son­dern auch zu­min­dest für die Dau­er des hier strei­ti­gen Zeit­punkts wirkt und die Ta­riffähig­keit der CG­ZP auch für die Ver­gan­gen­heit, d. h., ab der Sat­zung von 2005 nicht ge­ge­ben ist ( so auch ArbG Dort­mund vom 16.3.2011 aaO). Für ei­ne Aus­set­zung nach § 97 Abs. 5 Satz 1 ArbGG be­steht da­her ein Raum.
4. Die Be­klag­te kann sich auch nicht auf Ver­trau­ens­schutz be­ru­fen und konn­te nicht bis zur Ent­schei­dung des BAG vom 14.12.2010 von der Wirk­sam­keit der sei­tens der CG­ZP ge­schlos­se­nen Ta­rif­verträge aus­ge­hen.Die da­hin­ge­hen­de Ar­gu­men­ta­ti­on un­ter an­de­rem von Thüsing, Men­gel (AÜG, 2. Aufl. § 9 Rn. 46 a) ist durch die kla­ren Wor­te des BAG: „Der gu­te Glau­be an die Ta­riffähig­keit ei­ner Ver­ei­ni­gung wird nicht geschützt" (BAG vom 15.11.2006, Leit­satz und Rn. Nr. 23 aaO) hinfällig. Dem ist nichts hin­zu­zufügen.
5. Die zwi­schen den Par­tei­en mit Ände­rungs­ver­trag vom 06.04.2010 rück­wir­kend zum 01.01.2010 ver­ein­bar­te An­wen­dung der Ta­rif­verträge des Ar­beit­ge­ber­ver­ban­des Mit­telstädti­scher Per­so­nal­dienst­leis­ter e. V. (AMP) und der Ta­rif­ge­mein­schaft Christ­li­cher Ge­werk­schaft, Zeit­ar­beit und PSA (CG­ZP), der Christ­li­chen Ge­werk­schaft Me­tall (CGM), der DW, die Be­ru­fungs­ge­werk­schaft e. V. (DHV), dem Beschäftig­ten­ver­band In­dus­trie­ge­wer­be Dienst­leis­tung (BIGD) im Ar­beit­neh­mer­ver­band land- und ernährungs­wirt­schaft­li­che Be­ru­fe (ALEP) so­wie med­so­net können ei­ne wirk­sa­me Ta­rif­bin­dung der Par­tei­en nicht be­gründen. Die da­hin­ge­hen­de Ver­ein­ba­rung zwi­schen den Par­tei­en ist nach § 307 Abs. 1 S. 2 BGB un­wirk­sam.Ei­ne ar­beits­ver­trag­li­che Re­ge­lung, wel­che die An­wen­dung be­stimm­ter Ta­rif­verträge re­gelt, oh­ne klar­zu­stel­len, un­ter wel­chen Vor­aus­set­zun­gen der je­wei­li­ge Ta­rif­ver­trag zur An­wen­dung kommt, hält ei­ner In­halts­kon­trol­le gern. § 307 Abs. 1 BGB nicht stand (so auch ArbG Bie­le­feld vom 09.02.2010, 5 AZR 2730/09, zi­tiert nach ju­ris).
- 12 - Der zwi­schen den Par­tei­en ver­ein­bar­te Ände­rungs­ver­trag stellt in die­sem Punkt als For­mu­lar­ar­beits­ver­trag ei­ne All­ge­mei­ne Geschäfts­be­din­gung dar. Es ist we­der vor­ge­tra­gen noch aus dem Ge­samt­zu­sam­men­hang er­sicht­lich, dass ge­ra­de die­se Re­ge­lung von den Par­tei­en in Ver­trags­ver­hand­lun­gen ex­pli­zit ver­ein­bart wur­de. Die Re­ge­lung un­ter­liegt da­her der In­halts­kon­trol­le gern. §§ 307 ff. BGB.
- 13 - Durch die ar­beits­verträgli­che Re­ge­lung wird für die Kläge­rin nicht hin­rei­chend deut­lich, wann wel­che Re­ge­lung von wel­chem Ta­rif­ver­trag für das Ar­beits­verhält­nis der Kläge­rin zur An­wen­dung kom­men soll. Aus der Tätig­keit der Kläge­rin ist zunächst nicht of­fen­sicht­lich, un­ter wel­cher Bran­che die Kläge­rin fällt und ob die­se von den ge­nann­ten Ta­rif­verträgen um­fasst ist. Da­mit ent­spricht § 1 des Ände­rungs­ver­tra­ges vom 06.04.2010 nicht dem Be­stimm­heits- und Trans­pa­renz­ge­bot des § 307 Abs. 1 S. 2 BGB. Die Ver­wei­sung auf die Ta­rif­verträge nach § 307 Abs. 1 S. 1 BGB ist da­mit un­wirk­sam. Nach § 306 Abs. 1 BGB bleibt im Übri­gen der Ände­rungs­ver­trag wirk­sam.
Für die Verjährung von Ansprüchen nach §§ 194 ff. BGB ist ne­ben den ob­jek­ti­ven Vor­aus­set­zun­gen auch ei­ne sub­jek­ti­ve Kom­po­nen­te nach § 199 Abs. 1 Satz 2 BGB not­wen­dig. Der Wer­tung des § 199 Abs. 1 Satz 2 BGB ist auch in den Aus­schluss­fris­ten da­durch Rech­nung zu tra­gen, dass für den Fris­ten­be­ginn die Fällig­keit des An­spruchs maßge­bend ist. Nur wenn der An­spruch er­kenn­bar und durch­setz­bar ist, ist er fällig. Ei­ne an­de­re Re­ge­lung wäre mit dem Grund­ge­dan­ken, wo­nach für den Be­ginn der Verjährungs­frist Vor­aus­set­zung ist, dass der Gläubi­ger von den den An­spruch be­gründen­den Umständen Kennt­nis er­langt oder oh­ne gro­be Fahrlässig­keit er­lan­gen müss­te, un­ver­ein­bar ist (BAG 1.3.2006 aaO.).Im Verjährungs­recht ist auch an­er­kannt, dass der Verjährungs­be­ginn dann we­gen Rechtsun­kennt­nis
- 15 - Auch die Li­te­ra­tur geht da­von aus, dass die Re­form des Verjährungs­rechts kon­kre­te Aus­wir­kun­gen auf den Be­ginn der Aus­schluss­fris­ten hat und stellt auf die Kennt­nis oder grob fahrlässi­ge Nicht­kennt­nis als Fris­ten­be­ginn ab (Thüsing, BB 2005, 1566).
Bei An­wen­dung die­ser Kri­te­ri­en wur­de der Lauf der Aus­schluss­frist erst frühes­tens am 14.12.2010 in Gang ge­setzt. Bis zur Ent­schei­dung des BAG an die­sem Tag zur Ta­riffähig­keit der CG­ZP lag ei­ne un­si­che­re und zwei­fel­haf­te Rechts­la­ge vor. In der Li­te­ra­tur gab es zahl­rei­che, sich wi­der­spre­chen­de Rechts­po­si­tio­nen. So gin­gen z.B. Ja­cobs (ZfA 2010, 27), Thüsing (2. Aufl. § 9 AÜG Rn 46) und Lembke (NZA 2008, 451) von der Wirk­sam­keit der Ta­rif­verträge der CG­ZP aus, Schüren (NZA 2008, 453) und Brors (AuR 2010, 406) ver­nein­ten sie. Bis zur Ent­schei­dung des BAG vom 14.12.2010 war da­her ei­ne Pro­gno­se über die Ta­riffähig­keit der CG­ZP und da­mit auch der Wirk­sam­keit der Ta­rif­verträge völlig un­si­cher (so auch Schüren, AuR 2011, 142, 144). Für die Kläge­rin und vie­le Ar­beit­neh­mer war es un­ge­wiss, ob ein An­spruch be­steht oder nicht. Hier­bei ist zu be­den­ken, dass der An­spruch equal pay aus § 10 Abs. 4 AÜG erst ent­steht, wenn ein Ta­rif­ver­trag nicht oder nicht mehr zur An­wen­dung kommt. Erst in dem Mo­ment, in dem die Nich­tig­keit des Ta­rif­ver­trags rechts­kräftig fest­ge­stellt ist, wird die­se Rechts­un­si­cher­heit be­sei­tigt. Ob es hier­bei auf das Da­tum der Ent­schei­dung, die Möglich­keit der Kennt­nis­nah­me durch Pres­se­erklärung oder Me­di­en oder auf den Zu­gang des ab­ge­setz­ten Ur­teils an­kommt, war hier nicht zu ent­schei­den, da die Kläge­rin in­ner­halb von 3 Mo­na­ten nach dem 14.12.20010 Kla­ge ein­ge­reicht hat und die­se zu­ge­stellt wur­de.Es war da­her nicht grob fahrlässig, dass die Ar­beit­neh­me­rin­nen und Ar­beit­neh­mer die be­ste­hen­den Rech­te auf eqal pay nicht vor Ent­schei­dung der BAG über die Ta­riffähig­keit der CG­ZP und die Wirk­sam­keit der Ta­rif­verträge ein­ge­klagt ha­ben.b.
- 16 - Das BAG hat für die Ver­ein­ba­rung von Aus­schluss­fris­ten in ei­ner Be­triebs­ver­ein­ba­rung ent­schie­den, dass es dem Verhält­nismäßig­keits­grund­satz nicht ent­spre­che, von Ar­beit­neh­mern zu ver­lan­gen, zu­sam­men mit der Kündi­gungs­schutz­kla­ge auch das je­wei­li­ge An­nah­me­ver­zug­s­ent­gelt ge­richt­lich gel­tend zu ma­chen. Es ver­wies da­bei auch auf die be­acht­li­che Kos­ten­last, die nach § 12a ArbGG nicht er­stat­tet wird (BAG vom 12.12.2006, 1 AZR 96/06, NZA 2007, 453-458; Ko­the, JR 2009,88).
- 17 - 7.
- 18 - II.
IV.Die Kos­ten­ent­schei­dung folgt aus § 46 Abs. 2 ArbGG, § 92 ZPO. Da die Par­tei­en je­weils teil­wei­se ob­siegt ha­ben und teil­wei­se un­ter­le­gen wa­ren, wa­ren die Kos­ten an­tei­lig zu quo­teln.
- 19 - Rechts­mit­tel­be­leh­rung
Lan­des­ar­beits­ge­richt Ber­lin-Bran­den­burg, Mag­de­bur­ger Platz 1, 10785Berlin,
Bei­de Fris­ten be­gin­nen mit der Zu­stel­lung des in vollständi­ger Form ab­ge­setz­ten Ur­teils, spätes­tens aber mit Ab­lauf von fünf Mo­na­ten nach der Verkündung. Der Schrift­form wird auch durch Ein­rei­chung ei­nes elek­tro­ni­schen Do­ku­ments im Sin­ne des §46 c ArbGG über den elek­tro­ni­schen Ge­richts­brief­kas­ten genügt. Die Start­sei­te für denelek­tro­ni­schen Ge­richts­brief­kas­ten be­fin­det sich auf der In­ter­net­sei­te http://www.ge­richts­brief­kas­ten.de. Nähe­re In­for­ma­tio­nen da­zu fin­den sich auf der In­ter­net­sei­te un­ter www.erv.bran­den­burg.de.
Da­bei ist zu be­ach­ten, dass das Ur­teil mit der Ein­le­gung in den Brief­kas­ten oder ei­ner ähn­li­chen Vor­rich­tung für den Pos­t­emp­fang als zu­ge­stellt gilt.Wird bei der Par­tei ei­ne schrift­li­che Mit­tei­lung ab­ge­ge­ben, dass das Ur­teil auf der Geschäfts­stel­le ei­nes Amts­ge­richts oder ei­ner von der Post be­stimm­ten Stel­le nie­der­ge­legt ist, gilt das Schriftstück mit der Ab­ga­be der schrift­li­chen Mit­tei­lung als zu­ge­stellt, al­so nicht erst mit der Ab­ho­lung der Sen­dung.
Rich­te­rin am Ar­beits­ge­richt	m.hensche.de
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