Source: https://skilehrerverband.de/ausbildungsbegleitende-informationen-zum-staatlich-geprueften-snowboardlehrer/
Timestamp: 2020-06-06 13:28:30
Document Index: 183667089

Matched Legal Cases: ['§ 10', '§15', '§ 45', '§ 5', '§ 4', '§ 8', '§ 6', '§ 17', '§ 18', '§ 15', '§ 2', '§ 3', '§ 5', '§ 9', 'Art. 5', 'Art. 8', '§ 20', '§ 7', '§ 13']

Ausbildungsbegleitende Informationen zum staatlich geprüften Snowboardlehrer - DSLV
Die Ausbildung zum Staatl. gepr. Schneesportlehrer erfolgt getrennt in den Disziplinen Ski Alpin und Snowboard und beinhaltet jeweils die Fertigkeiten im Risikomanagement, die motorischen und methodisch-didaktischen Fertigkeiten sowie das theoretische Wissen. Die Ausbildung in diesem Fertigkeiten erfolgt in 4 Modulen und schließt mit der staatlichen Prüfung in Praxis und Theorie ab. Der Meister (Experte) agiert und reagiert schnell, angemessen und routiniert auf eine Vielfalt unterschiedlicher und schwieriger Situationen. In seiner Handlungs- und Weisungskompetenz entwickelt er das meisterliche Beherrschen und sicherheitsorientierte Ausbilden der motorischen und methodischen Fertigkeiten, des theoretischen Wissens sowie der erforderlichen Fertigkeiten im Risikomanagement. Als Meister bzw. Berufsträger kann der Staatlich geprüfte Skilehrer bzw. der Staatlich geprüfte Snowboardlehrer seine Schneesportdienstleistung selbstständig anbieten, eine gewerbliche Ski-/Snowboardschule leiten und Gäste unter Berücksichtigung aller sicherheitsrelevanten Aspekte betreuen.
• Nachweis über die erfolgreiche und vollständige Teilnahme an allen Ausbildungs- und Prüfungslehrgängen Level 1-3 der gewählten Disziplin
• Nachweis über zwei weitere Qualifikationen Level 1 in zwei weiteren Schneesportdisziplinen
• Nachweis über ein genehmigtes Praktikumsverhältnis (gemäß neuer APO)
Sobald der detaillierte Zeitplan für den Lehrgang Modul Theorie 2019 von der TU München zur Verfügung steht, wird er hier veröffentllicht. Referate zu folgenden Themen werden abgehalten:
Prüfungsaufgabe „Berggefahren, Schnee- und Lawinenkunde (Klausur 1)“
siehe Inhalte & Referate Modul Risikomanagement 2
Prüfungsaufgabe „Biomechanik, Bewegungslehre (Klausur 2)“
Kinderunterricht Grundlagen
Bewegungslehre DSLV
Prüfungsaufgabe „Sportmedizinische Grundlagen, Erste Hilfe (Klausur 3)“
Leistungsphysiologie (Kraft & Beweglichkeit)
Leistungsphysiologie & Ausdauer
Anatomie (Lernhinweise)
Anatomie und Sporttraumatologie
Anatomie – Verletzungsmuster und Prävention im alpinen Ski-Breiten- und -Leistungssport
Erste Hilfe & Erste Hilfe Themen aus Modul Risikomanagement 2
Prüfungsaufgabe „Sorgfaltspflichten, Rechtsfragen im Schneesport (Klausur 4)“
Berufsverband DSLV
Rechtsfragen im Schneesport
Materialkunde Ski
Materialkunde Snowboard
Nachhaltigkeit im Schneesport
2018 nicht prüfungsrelevant
Business Plan Fachsportlehrer freiberufl Kleinunternehmer
Business Plan Fachsportlehrer Unternehmer
Dienstleistung Dokumentation
Lehrgangsablauf Risikomanagement (RM) II und Hinweise für die staatliche Prüfung
Im Rahmen der verschiedenen praktischen und theoretischen Ausbildungseinheiten zum staatlich geprüften Schneesportlehrer wird eine umfangreiche praktische und theoretische Ausbildung im Bereich Risikomanagement angeboten, die sich über einen spezifischen Basislehrgang mit vier Tagen Dauer sowie einen spezifischen Aufbaulehrgang mit acht Tagen Dauer erstreckt. Der Aufbaulehrgang ist Prüfungsvorbereitender Lehrgang für die staatliche Prüfung im Prüfungsbereich „Fertigkeiten im Risikomanagement“. Der Prüfungsbereich unterteilt sich in die Prüfungsaufgabe „unvorbereitete Lehrprobe“ und die Prüfungsaufgabe „Verschüttetensuche“. Die theoretischen Inhalte werden im Rahmen der staatlichen Prüfung im Prüfungsbereich „Theoretisches Wissen“ in der Prüfungsaufgabe „ Berggefahren, Schnee- und Lawinenkunde“ (Klausur 1) abgeprüft. Während des Lehrgangs wird der Eurosicherheitstest abgelegt.
Im achttägigen Lehrgang RM II werden die Ausbildungsinhalte des Basislehrgangs RM I vertieft und intensiv geschult. Neue Ausbildungsinhalte wie das „Führen von Gruppen auf Variantenabfahrten“, „Auf- und Abstieg im Gelände“, „analytische Schnee- und Lawinenkunde“ und „Erste Hilfe“ und „Methodik und Unterricht im Risikomanagement“ kommen hinzu.
Die Zulassungsvoraussetzungen zur staatlichen Schneesportlehrerausbildung müssen erfüllt sein.
Beurteilung der Lawinengefahr – Risikomanagement:
Risikomanagement beim Variantenfahren, Methoden zur Lawinenkundlichen Beurteilung, wahrscheinlichkeitsbasierte und analytische Verfahren, Anwendung der empfohlenen Standards beim Variantenfahren innerhalb des DSLV
Beurteilung der Lawinengefahr – Orientierung und Tourenplanung:
Kartenkunde, Bestimmung von Hangsteilheit und Exposition, praktisches Orientieren, Tourenplanung für das Variantenfahren, Gefahrenstellen erkennen und Checkpunkte festlegen, Routenfindung
Analytische Schnee- und Lawinenkunde:
Schneedecke und Schichtprofile in verschiedenen Expositionen
Führungstaktik beim Variantenfahren:
Organisationsregeln und Organisationsformen beim Variantenfahren, Auf- und Abstieg ohne Ski, Abbremsen von Stürzen
Notaufstieg mit Fellen:
Einführung in den Aufstieg mit Fellen, Material, Verwendung, Aufstieg, Abfahrt, Spitzkehren
Kameradenhilfe/Suche mit dem LVS-Gerät:
Wirkungsweise, Gegenseitigkeitsprobe, Suchstrategien und Suchverfahren, Signalsuche, Grobsuche Feinsuche, Punktortung, Schaufelstrategien, Mehrfachverschüttung
Kameradenhilfe / Erste Hilfe:
• Beherrschen des Risikomanagements beim Variantenfahren, Beherrschen der empfohlenen Standards beim Variantenfahren nach dem Faltblatt „Achtung Lawinen!
• Beherrschen mindestens eines probabilistischen Verfahrens zur Beurteilung des Risikos (Reduktionsmethode, Snow Card)
• Beherrschen mindestens eines analytischen Verfahrens zur Beurteilung des Risikos
• Grundlegende Kenntnisse des Schneedeckenaufbaus
• Kenntnisse des Stellenwerts der punktuellen Messverfahren zur Beurteilung der Lawinengefahr
• Beherrschen geländeangepasster Organisationsformen beim Variantenfahren unter laufender Berücksichtigung der Faktoren Sicherheit und Erlebniswert
• Beherrschen Führungstechnischer und -taktischer Maßnahmen beim Befahren schwieriger Geländeabschnitte
• Beherrschen Führungstechnischer u. taktischer Maßnahmen beim Auf- und Abstieg ohne Ski
• Kenntnis der wichtigsten Maßnahmen zur Orientierung im Gelände (Karte einnorden, Bestimmung des eigenen Standorts im Gelände)
• Kenntnisse der Wetterkunde im Gebirge
• Beherrschen des Messens von Hangsteilheiten, -expositionen und Geländeformen Vorbereitende Tourenplanung für das Variantenfahren unter Ausnutzung aller relevanten Informationsquellen
• Beherrschen der Erkennung von Gefahrenstellen und Festlegung von Checkpunkte im Gelände
• Beherrschen der Funktion und der Kontrolle der LVS-Geräte
• Beherrschen der systematische und effektive Anwendung der Kameradenhilfe im Ernstfall
• Beherrschen des Sondierens am Lawinenfeld
• Beherrschen der Erstversorgung eines Verschütteten/Verletzten
• Beherrschen des Aufstiegs mit Fellen• Beherrschen der relevanten Methodik und Unterrichtsfähigkeit im RM
• sicheres und zügiges Fahren im Gelände bei allen Schneeverhältnissen
• sicheres Begehen von exponierten Geländeabschnitten im Auf- und Abstieg ohne Ski
• Freeride-Ski/All Mountain-Ski incl. aufstiegstauglicher Bindung und Fellen
• Rucksack incl. Notfallausrüstung (LVS-Gerät, Lawinensonde, Lawinenschaufel, 1.Hilfe Set)
• Höhenmesser• Einfacher Kompass
• Kartenmaterial Obertauern
½ Tag Kameradenhilfe / Suche mit dem LVS-Gerät
½ Tag Praktische Schnee- und Lawinenkunde
1½ Tag Führungstaktik beim Variantenfahren
1 Tag Beurteilung der Lawinengefahr / Orientierung +
½ Tag Tourenplanung
1½ Tage Beurteilung der Lawinengefahr / Risikomanagement
½ Tag Kameradenhilfe / Erste Hilfe
Aufstieg mit Fellen
1 Tage Methodik und Unterricht im Risikomanagement
60 min Analytische Schnee- und Lawinenkunde
60 min Führungstaktik beim Variantenfahren
120 min Beurteilung der Lawinengefahr / Orientierung + Tourenplanung
60 min Beurteilung der Lawinengefahr / Risikomanagement
60 min Kameradenhilfe / Erste Hilfe
60 min Umweltgerechtes Verhalten beim Variantenfahren
Faltblatt „Achtung Lawine“, 2017
staatliche Prüfung im Prüfungsbereich „Fertigkeiten im Risikomanagement“
Prüfungsaufgabe a) „unvorbereitete Lehrprobe“
Unvorbereitete Lehrproben mit entsprechender Vorbereitungszeit
1. Teilaufgabe: Unterrichten (Dauer: 15 Minuten), Themenauswahl:
Verbessern Sie die Teilnehmer ihrer Ski/Snowboardgruppe in der LVS-Suche bei einer Einzelverschüttung. Gewährleisten Sie eine hohe Übungsintensität und exakte Anwendung des LVS-Geräts. TN – Voraussetzungen: Grundlagen und Fachbegriffe der LVS- Suche sind bekannt.
Erarbeiten Sie mit den Teilnehmer ihrer Ski/Snowboardgruppe während einer Variantenabfahrt Organisationsformen, taktisches Gruppenverhalten und Kommunikation im Gelände mit dem Schwerpunkt auf risikobewussten Verhaltens.
Erarbeiten Sie mit den Teilnehmer ihrer Ski/Snowboardgruppe das Auf- und Abstieg zu Fuß im Gelände steiler als 30 Grad. Erarbeiten Sie die Gehtechniken, Bremstechniken und Transporttechniken für das Sportgerät.
Erarbeiten Sie indoor mit den Teilnehmer ihrer Ski/Snowboardgruppe das Bestimmen von Hangneigung und Hangexposition in der Kartenarbeit.
Erarbeiten Sie indoor mit den Teilnehmer ihrer Ski/Snowboardgruppe das Bestimmen von Geländeformen in der Kartenarbeit.
Erarbeiten Sie indoor mit den Teilnehmer ihrer Ski/Snowboardgruppe das Planen einer Variantenabfahrt unter besonderer Berücksichtigung von Steilheit, Exposition, Geländeformen und Kernzonen (LLB ist bekannt; Kartenarbeit und Snowcard wird beherrscht).
Erarbeiten Sie indoor mit den Teilnehmer ihrer Ski/Snowboardgruppe den Beurteilungsrahmen 3×3.
Erarbeiten Sie outdoor mit den Teilnehmer ihrer Ski/Snowboardgruppe das Messen und Schätzen von Hangexpositionen, ohne Verwendung von Kartenmaterial. Stellen Sie den Faktor Hangexposition in Zusammenhang mit der Gefahrenbeurteilung im Gelände dar.
Erarbeiten Sie outdoor mit den Teilnehmer ihrer Ski/Snowboardgruppe das Messen und Schätzen der Hangneigung, ohne Verwendung von Kartenmaterial. Stellen Sie den Faktor Hangneigung in Zusammenhang mit der Gefahrenbeurteilung im Gelände dar.
Erarbeiten Sie mit den Teilnehmer ihrer Ski/Snowboardgruppe die Verschüttetensuche mit dem LVS-Gerät (Signalsuche bis Feinsuche).
Erarbeiten Sie mit den Teilnehmer ihrer Ski/Snowboardgruppe die Punktortung und eine Schaufelstrategie.
Erarbeiten Sie mit den Teilnehmer ihrer Ski/Snowboardgruppe die Organisation der Kameradenhilfe mit dem LVS-Gerät bei einer Einzelverschüttung, Erfassungs- und Verschwindepunkt sind bekannt.
Erarbeiten Sie mit den Teilnehmer ihrer Ski/Snowboardgruppe die Organisation nach einem Lawinenunfall einer fremden Gruppe (Einzelverschüttung, Erfassungs- und Verschwindepunkt sind nicht bekannt).
Erarbeiten sie mit den Teilnehmer ihrer Ski/Snowboardgruppe grundlegende Kenntnisse über mögliche Schwachschichten der Schneedecke mit Hilfe eines Handprofils und einem ECT (Kristallform und Größe, Umwandlungsformen und Härtegrade). Nehmen Sie Bezug zum LLB.
2. Teilaufgabe: Führen:
Führen Sie die Teilnehmer ihrer Ski/Snowboardgruppe auf der Ihnen vorgegeben Variantenabfahrt unter Berücksichtigung eines akzeptablen Risikos. Beachten Sie zudem die Faktoren Spuranlage, Sammelpunkte, Schneewahl, Organisationsform, Erlebnis/Info.
Bei entsprechenden Verhältnissen (Wetter, Sicht, Schneebeschaffenheit, etc.) treffen Sie die notwendigen Maßnahmen zur Orientierung, Führungstechnik und –taktik.
Interpretieren Sie ggf. den aktuellen Lawinenlagebericht. Vergleichen Sie die Aussagen des LLB mit Ihren Beobachtungen vor Ort (z.B. mögliche Gefahrenzeichen im Gelände) und nehmen Sie für die Abfahrt eine Risiko Bewertung hinsichtlich der Befahrungsmöglichkeit und Linienwahl mit der entsprechenden Argumentation vor. Entnehmen Sie ggf. den Ihnen zur Verfügung gestellten Medien: topographischen Karte (analog oder digital), Fotos oder Tourenführer, die nötigen Informationen wie Steilheit, Exposition und Gefahrenstellen für die Abfahrt.
Es gilt die Ausbildungs- und Prüfungsordnung für Fachsportlehrer im freien Beruf in Bayern (BayAPOFspl) vom 08. Februar 1999 (GVBl 5/1999 S.40 ff) in der gültigen Fassung.
Relevanter Auszug aus § 10:
(4) 1Jede Prüfungsaufgabe wird grundsätzlich von 2 Prüfern bewertet. 3Innerhalb einer Prüfungsaufgabe können Teilaufgaben auch nur von einem Prüfer bewertet werden.
(5) 1Der Prüfungsvorsitzende organisiert und leitet die Prüfung.
Siehe §15 und Anlage 2 Schneesportlehrer.
Die Prüfungsaufgabe a) „unvorbereitet Lehrprobe“ gilt als bestanden, wenn mindestens die Note „ausreichend“ erzielt wurde.
Prüfungsaufgabe b) „Verschüttetensuche“
Zwei, ohne Signalüberlagerung, vergrabene LVS-Geräte (1 m Tiefe) in einem Seesack (mit einer ca. 60cm x 60cm breiten Isomatte); zur Prüfung sind sowohl analoge als auch digitale LVS-Geräte zugelassen. Suchfeldgröße max. 50m x 50m
Die Prüfungsaufgabe b) „Verschüttetensuche“ gilt als bestanden, wenn mindestens die Note „ausreichend“ erzielt wurde.
Die Bewertung der Prüfungsaufgabe erfolgt nach folgenden Kriterien:
Prüfung auf Zeit, bis beide vergrabenen Seesäcke mit Sondenstich durch den Prüfling markiert wurden.
Note 1 bis 3 Minuten und 05 Sekunden
Note 1,5 bis 3 Minuten und 30 Sekunden
Note 2 bis 3 Minuten und 55 Sekunden
Note 2,5 bis 4 Minuten und 20 Sekunden
Note 3 bis 4 Minuten und 45 Sekunden
Note 3,5 bis 5 Minuten und 10 Sekunden
Note 4 bis 5 Minuten und 35 Sekunden
Note 4,5 bis 6 Minuten
Note 5 bis 6 Minuten und 25 Sekunden
Note 5,5 bis 6 Minuten und 50 Sekunden
Note 6 ab 6 Minuten und 50 Sekunden
2018_RMII_Fuehrungstaktik
2018_RMII_Ökologie und Recht
2018_RMII_Risikomanagement
2018_RMII_Tourenplanung
2018_RMII_Verschuettetensuche
2018_RMII_Versorgung Verletzter in Freeride und Tourensituationen
EURO-SICHERHEITSTEST
Der bekannte „Euro-Test“ wird auf Basis des Übereinkommens zwischen den Verbänden der Berufsskilehrer in der Europäischen Union vom 28.03.2000 (MARKT/D4/2000/8253-DE) durchgeführt und entspricht den technischen Mindestanforderungen an den Skilehrerberuf. Mit dem „Euro-Test“ wurde im europäischen Skilehrwesen ein erstes Instrument geschaffen, um Prüfungsleistungen international anzugleichen. Dabei werden in Form eines Riesentorlauf-Tests die skitechnischen Mindestanforderungen an die Kandidaten überprüft. Mit dem „Euro-Sicherheitstest“ werden zusätzlich die sicherheits- und umweltrelevanten Mindestanforderungen an die Kandidaten überprüft.
Aufbau Euro-Sicherheitstest für Migranten
Der Euro-Sicherheitstest für Migranten besteht aus den zwei Teilen, der Theoretischen und der Praktischen Prüfung (siehe Abb.). Durch diese Zusammensetzung wird sowohl das theoretische Fachwissen, die notwendige Vermittlungskompetenz als auch die praktische Anwendung überprüft. Jede einzelne Teilprüfung muss mit Erfolg abgelegt werden. Nachprüfungen einzelner Teile sind zulässig. Den Migranten wird von Seiten der europäischen Berufsskilehrerverbände dringend empfohlen, vor der Absolvierung des Euro-Sicherheitstests, an den jeweiligen fachbezogenen Ausbildungen teilzunehmen. Für die Reihenfolge dieser Überprüfungen wird festgelegt, das zuerst der Euro-Test erfolgreich absolviert werden muss, bevor die Teilnahme am Euro-Sicherheitstest erfolgen kann.
Organisations- und Durchführungsbestimmungen für den Euro-Sicherheitstest
1.1. Mit dem „Euro-Sicherheitstest“ werden die sicherheits- und umweltrelevanten Mindestanforderungen an den Skilehrerberuf überprüft. Ziel des „Euro-Sicherheitstests“ ist es, die sicherheitsrelevanten Mindestfähigkeiten des Migranten, die für die Ausübung des Berufs des Skilehrers in einer spezifischen Umwelt unerlässlich sind, zu überprüfen.
1.2. Nur die Mitgliedstaaten, die das MOU unterzeichnet haben, können den Euro-Sicherheitstest organisieren. Das technische Komitee, welches für diesen Test gebildet wird, besteht aus Vertretern der Unterzeichner des MOU.
1.3. Kandidaten aus jenen Mitgliedstaaten, die nicht befugt sind, den Euro-Sicherheitstest zu organisieren, können nach Nachweis der entsprechenden Ausbildung und Qualifikation sowie der erfolgreichen Absolvierung des Euro-Tests am Euro-Sicherheitstest teilnehmen. Den Teilnehmern am Euro-Sicherheitstest wird von Seiten der europäischen Berufsskilehrerverbände dringend empfohlen, vor der Absolvierung des Euro-Sicherheitstests, an den jeweiligen fachbezogenen Ausbildungen im Gastland teilzunehmen.
1.4. Für die Reihenfolge von Euro-Test und Euro-Sicherheitstest wird festgelegt, das zuerst der Euro-Test erfolgreich absolviert werden muss, bevor die Teilnahme am Euro-Sicherheitstest erfolgen kann.
1.5. Der Euro-Sicherheitstest besteht aus zwei Teilen und beinhaltet 5 Pflichtprüfungen, die alle einzeln bewertet werden. Alle Prüfungen sind erfolgreich zu absolvieren. Bei nicht bestandenen Einzelprüfungen muss der Migrant den Euro-Sicherheitstest im Ganzen wiederholen.
1.6. Der Euro-Sicherheitstest wird unter der Verantwortung der für die Ausbildung zuständigen Behörde des jeweiligen Mitgliedsgastlandes organisiert. Die Ausbildung und die Teilnahme an der Bewertung der einzelnen Prüfungen des Euro-Sicherheitstests sind ausschließlich für Staatlich geprüfte Berg-und Skiführer, bzw. Inhaber des jeweils höchsten Berufsdiploms als Berg- und Skiführer im jeweiligen Mitgliedsgastland zulässig.
1.7. Nach der erfolgreichen Teilnahme erhalten die Kandidaten vom Organisator des Euro-Sicherheitstests das offizielle Zertifikat von der für die Ausbildung im Mitgliedsgastland zuständigen Behörde.
2. Spezielle Vorgaben
2.1. Aufbau des Tests:
Wie im Punkt 1.5 vereinbart, besteht der Euro-Sicherheitstest für Migranten besteht aus zwei Teilen mit insgesamt fünf Pflichtaufgaben. Durch diese Zusammensetzung werden im Rahmen einer theoretischen und einer praktischen Prüfung das für eine sichere Ausübung der Skilehrerberufs unerlässliche Fachwissen und die Vermittlungskompetenz des Migranten überprüft.
2.2. Schema des Tests:
Euro-Sicherheitstest bei winterlichen Bedingungen
Theoretische Prüfung in der Sprache des Gastlandes
Praktische Prüfung abseits der Piste in der Sprache des Gastlandes
3 Führungsaufgaben/Lehrproben
LVS Suche und Bergung von 2 Verschütteten
2.3. Testaufgaben
Im Folgenden werden die einzelnen Prüfungen inhaltlich vorgestellt. Zudem werden Vorgaben zur Prüfungsdurchführung und Bewertung der Prüfungsleistung genannt, um europaweit ein einheitliches Niveau zu garantieren.
2.3.1. Theoretische Prüfung:
Aufgabe: „Formulieren Sie in der Sprache des Gastlandes einen Notruf nach einem Lawinenunfall bei der örtlichen Rettungsstelle.“
Die theoretische Prüfung gilt als bestanden, wenn der Notruf klar verständlich und inhaltlich korrekt bei der Rettungsstelle eingeht und auf dieser Basis die Rettungsmaßnahmen eingeleitet werden können.
2.3.2. Praktische Prüfung:
Führungsaufgabe/Lehrprobe 1: „Interpretieren Sie mit ihrer Gruppe den aktuellen Lawinenlagebericht (LLB). Vergleichen Sie die Aussagen des LLB mit Ihren Beobachtungen vor Ort und nehmen Sie eine Bewertung vor.“
Führungsaufgabe/Lehrprobe 2: „Führen sie ihre Gruppe auf einer Variantenabfahrt und berücksichtigen sie dabei die Faktoren Spuranlage, Schneewahl, Sammelpunkte und Organisationsformen. Führen Sie anschließend mit ihrer Gruppe eine Risikobewertung dieser Abfahrt durch.“
Führungsaufgabe/Lehrprobe 3: Eine weitere Aufgabe aus den Bereichen Wetterkunde, Alpine Gefahren oder Interpretation Schneeprofil wird aus folgender Auswahl zugelost:
1) Im Alpenwetterbericht ist von einer Nordstaulage die Rede. Wie kommt das Wettergeschehen zustande? Wo, wie und in welchem ungefähren Umfang sind Niederschläge zu erwarten und wie wird die Lawinenlage dadurch beeinflusst?
2) Nach dem Alpenwetterbericht ist ein massiver Föhneinbruch auf der Alpennordseite zu erwarten. Wie sieht bei Eintritt des Föhns das Wettergeschehen auf der Alpennordseite, am Alpenhauptkamm und der Alpensüdseite aus und wie wirkt es sich dort jeweils auf die Lawinenlage aus?
3) Beurteilen Sie die Wetterlage vor Ort. Welche Faktoren beeinflussen die weitere Wetterentwicklung und wie wird sich das Wetter Ihrer Meinung nach in den nächsten Tagen ändern?
1) Welche Faktoren begünstigen eine Unterkühlung, welche Vorkehrungen treffen Sie, welche Erkennungsmerkmale gibt es und wie reagieren Sie bei einer Unterkühlung? Welche Faktoren begünstigen eine Unterkühlung? Ab welcher Indikation sollte ein Arzt aufgesucht werden?
2) Welche Faktoren begünstigen Erfrierungen, welche Vorkehrungen treffen Sie, welche Erkennungsmerkmale gibt es und wie reagieren Sie bei örtlichen Erfrierungen? Welche Faktoren begünstigen eine Erfrierung? Ab welcher Indikation sollte ein Arzt aufgesucht werden?
3) Sie befinden sich auf einer längeren Abfahrtsroute. Die Sicht verschlechtert sich zunehmend durch heraufziehenden Nebel. Wie agieren Sie hinsichtlich Orientierung und Führungstaktik ohne Zuhilfenahme eines GPS-Gerätes?
Schneeprofil:
1) Analysieren sie das vorliegende Schneeprofil hinsichtlich Stabilität.
2) Skizzieren Sie für einen schneearmen Winter ein mögliches Schneeprofil. Erklären Sie Witterungsereignisse, die zu einer instabilen Schneedecke führen können.
3) Skizzieren Sie für einen schneereichen Winter ein mögliches Schneeprofil. Erklären Sie Witterungsereignisse, die zu einer instabilen Schneedecke führen können.
Bei den Führungsaufgaben 1 bis 3 in der praktischen Prüfung handelt es sich um Prüfungsaufgaben von jeweils 15 Minuten Dauer bei einer Vorbereitungszeit von ebenfalls jeweils 15 Minuten. Die Führungsaufgabe/Lehrprobe 3 wird per Losverfahren aus der vorgegebenen Auswahl ausgewählt. Die Führungsaufgaben/Lehrproben gelten jeweils als bestanden, wenn mindestens 75% der Aufgabenstellung richtig gelöst wurde (=75% der Aufgabenstellung lt. Thema erfüllt).
2.3.3. LVS-Prüfung:
Es müssen zwei ohne Signalüberlagerung in ca. 1 m Tiefe vergrabene LVS-Geräte (es kann auch eine evtl. vorhandene LVS-Trainingsanlage eingesetzt werden) in jeweils einem Seesack (mit einer ca. 60cm x 60cm breiten Isomatte) geortet und erfolgreich sondiert werden sowie eines der beiden LVS-Geräte ausgegraben werden. Das Suchfeld ist auf max. 50m x 50m begrenzt. Das Zeitlimit bis zum erfolgreichen Sondieren beider Seesäcke/LVS-Geräte sowie bis zum Ausgraben eines der beiden Seesäcke/LVS-Geräte beträgt insgesamt 8 Minuten.
Zur Teilnahme an der LVS-Prüfung benötigen die Teilnehmer ein digitales LVS-Gerät mit mind. 3 Antennen. Teilnehmer mit analogen LVS-Geräten werden zur Prüfung nicht zugelassen.
Die Prüfung gilt als bestanden, wenn die beiden vergrabenen LVS-Geräte erfolgreich sondiert werden sowie eines der beiden LVS-Geräte innerhalb des Zeitlimits von 8 Minuten ausgegraben wird.
Modul Motorik
Dieser 5-tägige Ausbildungslehrgang dient der intensiven Vorbereitung in allen für das Snowboarden benötigten motorischen Fertigkeiten im Bereich Freie Abfahrt, Slalom/Riesenslalom, Boardercross, Freestyle und Technik. Neben der Verbesserung des individuellen Fahrkönnens bereitet der Lehrgang gezielt auf die staatliche Snowboardlehrerprüfung vor. Die DSLV Schneesport Philosophie als inhaltliches und strukturelles Konzept für den Schneesportunterricht, mit den Lernebenen Grün, Blau, Rot und Schwarz, bildet die inhaltliche Grundlage dieser Ausbildung.
Dieser Lehrgang soll Einblicke in die notwendigen motorischen Fertigkeiten beim Snowboarden gewähren. Speziell beschäftigt sich der Lehrgang mit dem Thema „sportliches Snowboarden“, individueller Verbesserung und Training der Teilnehmer. Der Lehrgang bereitet gezielt auf Anforderungen der staatlichen Snowboardlehrerprüfung vor.
Zulassungsvoraussetzungen zur Teilnahme am Ausbildungslehrgang Modul Motorik ist die positive Eignungsfeststellung zur Ausbildung zum staatl. geprüften Snowboardlehrer der TU-München. Diese ergibt sich aus der erfolgreich abgelegten Prüfung zum Snowboardlehrer Level 3 sowie zwei erfolgreich absolvierten Level 1 Qualifikationen in Ski Alpin, Telemark und/oder Nordic.
• Erfahrung im Umgang mit Gruppen und im Unterrichten der Lernebene „Schwarz“
1 Tag motorische Fertigkeiten (8 UE)
• Freie Abfahrt
1 Tag motorische Fertigkeiten (6 UE)
• situatives- und demonstratives Können Vortrag I (2 UE) Biomechanik Snowboard
1 1/2 Tage motorische Fertigkeiten (6 UE)
• Fahren nach vorgegeben Linien Vortrag II (2 UE) Fahren nach vorgegebenen Linien
1 1/2 Tage motorische Fertigkeiten (6 )
• Freestyle Vortrag III (1 UE) Freestyle staatl. Prüfung
Der DSLV empfiehlt für die unterschiedlichen Ausbildungsinhalte eine passende Board-Auswahl.
– Freestyle-/Freeride-/Race-/Allmountain-Snowboard
– Rückenprotektor wird empfohlen
Übersicht Theorievorträge:
•Biomechanik Snowboard
• Fahren nach vorgegebenen Linien
• Freestyle staatl. Prüfung
Im Unterrichtstraining wird das Unterrichten als Kernkompetenz des Snowboardlehrers ausgebildet. Der Lehrgang beschäftigt sich in erster Linie mit den motorischen Fähigkeiten, dennoch werden Zusammehänge der Methodik und Didaktik erarbeitet und analysiert.
Motorik (Techik/Freie Abfahrt/Freestyle)
Durch zahlreiche Korrekturen (auch Videokorrekturen), Aufzeigen diverser Übungsformen und verdeutlichen von fahrtechnischen und freestyletechnischen Zusammenhängen soll ein inneres Bewegungsbild geformt werden. Mit Hilfe dieses Bildes ist ein eigenständiges Training der Technikformen und deren situativer Anwendung möglich. Zur Vertiefung spezieller Bereiche ist die Teilnahme am TL Freies Abfahrt, TL Freestyle Einsteiger, TL Freestyle Aufsteiger,TL Technik möglich.
• Bestmögliche Verbesserung jeden Teilnehmers durch individuelle Aufgabenstellungen.
• Prüfungsaufgaben erfassen, analysieren, umsetzen und im Sinne der Benotung einschätzen lernen.
• Merkmale für optimales Kurvenfahren.
• Anwendung, Ausführung und Hintergründe in den unterschiedlichsten Situationen.
• Ferner werden das Prüfungskonzept (Technikprüfung) und die Bewertungskriterien erläutert.
• Die Merkmale für optimales Kurvenfahren werden in den verschiedensten Situationen angewendet.
• Es werden Aufgabenstellungen zur individuellen Verbesserung durchgeführt und trainiert.
• Aufgabenstellungen nach dem Prüfungskonzept in unterschiedlichen Situationen, wie z.B. vom Einfachen (wenig Vorgaben) zum Komplexen (viele Vorgaben).
1. Demonstratives Können und
2. Situatives Können.
In jedem Bereich sind zwei unterschiedliche Prüfungsaufgaben mit je einem Versuch zu absolvieren.
Demonstratives Können
• eindeutig sichtbare Realisierung von definierten Fahrweisen und/oder definierten Aktionen mit entsprechenden Bewegungsspielräumen im Kurvenverlauf
• Mögliche Fahrweisen: hart, weich, dynamisch, rhythmisch, fließend, zyklisch, regulierend, schneidend, driftend, vorwärts, rückwärts, schnell, mittel, langsam, …
• Mögliche Aktionen: Körperschwerpunktverlagerungen: hoch-tief (Vertikalbewegung), vor-zurück
• Kantbewegungen: Sprunggelenke kippen, Kniekippen, Ganzkörperkippen
• Drehbewegungen: Kniedrehen, Ganzkörperdrehen, Gegendrehen, Vorausdrehen, ..
• Bewegungsspielräume2. Situatives Können
• optimales Kurvenfahren in definiertem Gelände oder Sektor mit Spur-, Winkel- und/oder Tempovorgabe
• Mögliche Geländevorgaben: Piste, Off-Piste, Buckelpiste, Wellen, Steilhang, kupiertes Gelände, Geländepark, …
• Mögliche Spurvorgaben: Sanduhr, Trichter, enge Zone, breite Zone, schräge Zone, Einzelspur, usw. …
• Mögliche Tempovorgaben: langsam, mittel, sportlich kontrolliert, sportlich kontrolliert mit Sicherheitsreserven evtl. mit Variationen
Die Prüfungsaufgaben werden nach folgender Vorlage vorgestellt
Bezeichnung des Hanges, an dem die Prüfung stattfindet
Schnee Beschaffenheit der Schneeunterlage
Spuranlage z.B. Radius (kurz, mittel, lang, wechselnd),
Winkel (klein, mittel, groß, wechselnd),
Symmetrie (gleichbleibend, wechselnd)
Tempo z.B. langsam, mittel, sportlich kontrolliert, gleich bleibend, wechselnd
Besondere Aufgaben 1. rhythmische Fahrweise, weiche Fahrweise, regulierend,
ruhige Fahrweise, sportlich dynamisch, runder, fließender
Bewegungsablauf, schneller Kurvenwechsel, Forword-Switch, Fahrsinnwechsel, Fahrprinzpwechsel
2. optimale Anpassung an sich ändernde Bedingungen
Kurvenqualität optimale Kurvenqualität
• Erfüllung der Aufgabenstellung (Kurvenqualität, Spuranlage, Tempo, Aktionen, Hangneigung, …)
• Erfüllen der Merkmale für optimales Kurvenfahren für den gesamten Kurvenverlauf
• Erfüllen der Merkmale für optimales Kurvenfahren beim Kurvenwechsel
• Erfüllen der Merkmale für optimales Kurvenfahren bei der Kurvensteuerung
• Anpassung der Bewegungsspielräume an die Situation
• Verbesserung des eigenen Fahrkönnens in verschiedenen Gelände- und Schneesituationen. Situative Anwendung der snowboardspezifischen Merkmale.
• Aktive, dynamische und sportlich kontrollierte Fahrweise im Gelände.
• Schwerpunkte des freien Fahrens in präpariertem Gelände und im freien, unpräparierten Gelände.
Material: Helm, Rucksack mit LVS-Ausrüstung und erster Hilfe
• Befahren unterschiedlicher Pisten mit situativ angepassten Lösungsmöglichkeiten (technische, taktische Hinweise)
• Befahren von planen Pisten’Befahren von Buckelpisten
• Befahren von Tiefschnee und unverspurten bzw. verspurten Hängen
• Befahren von Geländeübergängen
• Merkmale für optimales Kurvenfahren
• angepasste Technik bei sportlich, kontrollierter Fahrweise mit Sicherheitsreserve an Hangneigung, Hanggliederung, Hangbreite, Schneebeschaffenheit, Pistenverhältnisse
• Angepasste Körperspannung
• Anwendung bei höherer Fahrgeschwindigkeit
• Variable Linienführung
Beim Fahren abseits der Piste, ist das Mitführen der alpinen Sicherheitsausrüstung
(LVS-Gerät, Schaufel, Sonde, Mobiltelefon, 1.-Hilfe-Ausrüstung) für jeden Teilnehmer obligatorisch.
Fahren nach vorgegebenen Linien
• Souveränes befahren von Slalom, Riesenslalom und Boardercross
• Temposteigerung und optimale Kursbewältigung
• Vorbereitung auf die staatl. Prüfung
• Regeln und Taktik beim Rennlauf
• Wiederholen der Slalom Technik in verschiedenen Trainingsläufen
• Unterstützend werden Zeitläufe mit eingebaut
• Korrektur während der Trainingsläufe
• Training an ausgewählten Teilstrecken mit Korrektur
• Verbesserung des eigenen Fahrkönnens auf Box, Rail, Kicker und in der Halfpipe.
• Souveränes und fließend zusammenhängendes Befahren unterschiedlicher Obstacles im Fun-Park.
• Einführung in das Unterrichten von Freestyleelementen im Fun-Park.
• Straight Air mit verschiedenene Komponenten über große Kicker
• Erarbeiten und Trainieren eines 360° BS und FS
• Box (Straight, Down oder Kinked Box) oder Rail (Straight, Down)
• Erarbeiten und Trainieren der Mindestanforderungen an jedem Obstacle:
• BS Boardslide am Straight Rail
• 50/50 am Down Rail
• Kombitrick mit min. 540° (oder 360°) Rotation im Ganzen an Straight Box (Richtung egal)
• Switch BS Boardslide to forward oder FS Boardslide to switch oder ein beliebiger Lipslide to switch an Down Box
• Switch 50/50 to BS oder FS Boardslide an Kinked Box
• Erarbeiten und Trainieren eines Basicrun mit Grabvariationen
Die Lehrgangsgebühr des Ausbildungs- und Prüfungslehrganges beinhaltet den DSLV Lehrplan „Snowboarden einfach“. Nach Anmeldung wird dem Teilnehmer ein Exemplar versandkostenfrei zugesandt. Der DSLV weist darauf hin, dass die Teilnehmer an den Lehrgängen Snowboard Level 1 dieses Buch daher nicht gesondert bestellen müssen. Als weiterführende Literatur wird auch „Snowboard: Praxiswissen vom Profi zu Ausrüstung, Technik und Sicherheit“ wärmstens empfohlen.
Benennung Railtricks
Referat Boardercross
Referat Freestyle
Referat Biomechanik
Dieser 4-tägige Ausbildungslehrgang beschäftigt sich intensiv mit dem Gestalten von Snowboardunterricht. In verschiedenen Situation wird das Ausbilden von Snowboardlehrern geschult und mit einer Struktur hinterlegt. Die Einzelanalyse steht auch hier im Vordergrund und verbessert den Teilnehmer im Fahrkönnen und der Tätigkeit als Berater. Spezialgebiete wie Freestyle und Boardercross werden mit einbezogen um dort methodische und didaktische Herangehensweisen zu schulen. Die DSLV Schneesport Philosophie als inhaltliches und strukturelles Konzept für den Schneesportunterricht, mit den Lernebenen Grün, Blau, Rot und Schwarz, bildet die Grundlage dieser Ausbildung.
• Situative Anpassung des Unterrichts
• Erarbeiten und verbessern von Lernzielen in allen Ebenen
• Ausbilden von Lernzielen in allen Ebenen
• Risikomanagement Freestyle – schulen und ausbilden im Park
• Risikomanagement BoarderX – schulen und ausbilden im BoarderX
• Vorbereitung auf die Lehrproben – unvorbereitet und vorbereitet
Zulassungsvoraussetzungen zur Teilnahme an Ausbildung Modul Motorik ist die Eignungsfeststellung zum staatl. geprüften Snowboardlehrer der TU-München. Diese besteht aus der erfolgreichen Prüfung zum Snowboardlehrer Level 3 und zwei Level 1 in Ski, Telemark und Nordic.
1 Tag Bewegungsanalyse Analyse, Struktur und Anwendung in der Situation Schwerpunkt Technik – verbessern in der Situation
1 Tag Bewegungsanalyse Analyse, Struktur und Anwendung in der Situation Schwerpunkt Freestyle/BoarderX – verbessern in der Situation
1 Tag A-O-V Hintergrundinformationen Sinnvoll weitergeben Schwerpunkt Ausbilden – souveräne Unterrichtsgestaltung
1 Tag A-O-V Lehrproben Workshop mit Feedback
• Freestyle-/Freeride-/Allmountain-Snowboard
• Helmpflicht bei sicherheitsrelevanten Inhalten
• Lehrproben Taktik
• A-O-V Grundlagen des Unterrichtens (Freestyle/BoarderX)
Im Unterrichtstraining wird das Unterrichten als Kernkompetenz des Snowboardlehrers ausgebildet. Unter dem Aspekt des DSLV Unterrichtskonzeptes A-O-V werden Lehrprobenthemen in vorbereiteten Lehrproben mit „Schülergruppen“ und unvorbereitet Lehrproben an „Probanden“ trainiert. Alter und konditionelle / koordinative Voraussetzungen der Schülergruppe entsprechen der Realsituation. Die Themenauswahl erschöpft sich aus den Lernzielen der Lernebenen Grün, Blau, Rot und Schwarz.
Die Aufgabenstellung zur Lehrprobe lautet:
„Arbeite mit deiner Schülergruppe in der Lernebene …. am Lernziel … Zeige eine methodisch sinnvolle Vorgehensweise auf, abgestimmt auf die jeweilige Schnee- und Geländesituation.“ oder „Weise deine Snowboardlehrergruppe in folgendes Thema ein…)
Die motorischen Fähigkeiten werden über die Aufarbeitung der Methodik während des Lehrgangs ständig korrigiert und mit Aufgaben verbessert.
Vorbereitungslehrgang staatliche Prüfung
Dieser 3-tägige Trainingslehrgang ist eine intensive Vorbereitung auf die staatliche Snowboardlehrerprüfung.
Die DSLV Schneesport Philosophie als inhaltliches und strukturelles Konzept für den Schneesportunterricht, mit den Lernebenen Grün, Blau, Rot und Schwarz, bildet die Grundlage dieser Ausbildung.
Im Trainingslehrgang wird der Snowboardlehrer intensiv auf die Prüfung zum staatlich geprüften Snowboardlehrer vorbereitet. Dabei werden je nach Bedürfnis der Teilnehmer die Themenbereiche Motorik (Freestyle, Technik, Fahren nach vorgegebenen Linien) sowie Methodik/Didaktik, also die Lehrproben, trainiert.
Dieser Trainingslehrgang dient als intensive Vorbereitung auf die Prüfung. Neben den prüfungsorientierten Inhalten werden auch Kenntnisse und Fähigkeiten aus dem technischen und methodischen Bereich vermittelt, die nicht unmittelbare Prüfungsrelevanz haben, aber Grundlagen für den weiteren Weg zur staatlichen Snowboardlehrerausbildung sind. Grundlage des methodischen Ausbildungsprogramms bilden die Lernziele und Inhalte der Lernebenen Grün, Blau und Rot der DSLV Schneesport Philosophie.
Zulassungsvoraussetzungen zur Teilnahme am Trainingslehrgang ist der erfolgreiche Abschluss der Module Motorik und Methodik.
0,5 Tag Freestyle
0,5 Tag Technik
0,5 Tag Methodik/Didaktik
0,5 Tag Freie Abfahrt
0,5 Tag Fahren nach vorgegebenen Linien
0,5 Tag Individuelles Training
Es besteht bei allen Prüfungen die Möglichkeit, das Material frei zu wählen. Der DLSV spricht allerdings folgende Empfehlungen aus:
Slalom: wenn vorhanden und diese auch beherrscht wird, ist alpine Snowboardausrüstung, bestehend aus Hardboot, Plattenbindung und Raceboard, eine gute Wahl
• SBX: Freeride-/Freestyleboard
• Technik, Freie Abfahrt: Freeride-/Freestyleboard
• Freestyle: Freeride-/Freestyleboard
• Helmpflicht bei sicherheitsrelevanten Inhalten, ein Rückenprotektor wird empfohlen
In diesem Lehrgang finden keine Theorieeinheiten statt. Nach Möglichkeit werden Videoanalysen stattfinden.
Im Unterrichtstraining wird das Unterrichten als Kernkompetenz des Snowboardlehrers ausgebildet. Unter dem Aspekt des DSLV Unterrichtskonzeptes A-O-V werden Lehrprobenthemen in vorbereiteten Lehrproben mit „Schüler-Gruppen“ und unvorbereitete Lehrproben an „Probanden“ trainiert. Alter und konditionelle / koordinative Voraussetzungen der Schülergruppe entsprechen der Realsituation. Die Themenauswahl erschöpft sich aus den Lernzielen der Lernebenen Grün, Blau und Rot. Die Aufgabenstellung zur Lehrprobe lautet: „Arbeite mit deiner Schülergruppe in der Lernebene …. am Lernziel … Zeige eine methodisch sinnvolle Vorgehensweise auf, abgestimmt auf die jeweilige Schnee- und Geländesituation.“ oder „Weise deine Snowboardlehrergruppe in folgendes Thema ein…)
Motorik (Technik/Freie Abfahrt/Freestyle/Fahren nach vorgegebenen Linien)
Durch zahlreiche Korrekturen (auch Videokorrekturen), Aufzeigen diverser Übungsformen und Verdeutlichen von fahrtechnischen Zusammenhängen, soll ein inneres Bewegungsbild geformt werden. Mit Hilfe dieses Bildes ist ein eigenständiges Training der Technikformen und deren situativer Anwendung möglich.
Der Schwerpunkt liegt in der Vorbereitung auf die staatliche Prüfung in physischen und taktischen Bereichen.
Der DSLV empfiehlt als Begleitliteratur für die theoretische Vorbereitung in den Ausbildungslehrgängen:
DSLV Lehrplan – „Snowboarden einfach“ und „Outdoor Praxis Snowboarden“ aus dem Bruckmann Verlag
Vorbereitungslehrgang BX und RS Basis/Plus
(2) 1 Durch die erfolgreiche Ablegung der Prüfung wird die Befähigung zur Erteilung von Unterricht im freien Beruf in der gewählten Ausbildungsrichtung nachgewiesen. 2 Über die bestandene Prüfung wird den Ausbildungsteilnehmern ein Zeugnis ausgestellt.
(3) 1 Mit dem Zeugnis über die bestandene Prüfung wird die Berechtigung zur Führung einer der folgenden Berufsbezeichnungen verliehen:
² Staatlich geprüfte Schneesportlehrer können ihrer gewählten Disziplin entsprechend stattdessen die Bezeichnung „staatlich geprüfter Skilehrer“ oder „staatlich geprüfter Snowboardlehrer“ wählen.
(1) 1 Die Ausbildung und Prüfung zum staatlich geprüften Fachsportlehrer ist wie folgt gegliedert:
² Die Ausbildungslehrgänge und prüfungsvorbereitenden Lehrgänge erstrecken sich über mindestens 50 Tage, wobei ein Tag mindestens acht Ausbildungsstunden je 60 Minuten umfasst.
(2) 1 Die Technische Universität München ist mit der Ausbildung und der staatlichen Prüfung betraut. 2 Sie kann die Durchführung der Eignungsfeststellung, der Ausbildungslehrgänge und prüfungsvorbereitenden Lehrgänge für eine Ausbildungsrichtung jeweils einem geeigneten Berufsverband, gegebenenfalls auch in Kooperation mit weiteren Ausbildungsträgern, übertragen, der Gewähr für eine gleichbleibend hohe inhaltliche Qualität der Lehrgangsangebote bietet. 3 Die Technische Universität München hat in diesem Fall durch regelmäßige Kontrolle die Qualität des Lehrgangsangebots sicherzustellen. 4 Näheres regeln die Anlagen 1 und 2.
(3) 1 Ausbilder im Rahmen der Ausbildungslehrgänge und prüfungsvorbereitenden Lehrgänge bzw. Ausbilder im Rahmen des Praktikums (Praktikumsbetreuer) kann nur sein, wer die staatliche Prüfung in der jeweiligen Ausbildungsrichtung erfolgreich abgelegt hat. 2 Die Technische Universität München kann den Einsatz eines Ausbilders mit Auflagen verbinden. 3 Insbesondere kann die Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen sowie eine mehrjährige einschlägige Berufspraxis nach Ablegung der staatlichen Prüfung in der betreffenden Ausbildungsrichtung zur Auflage gemacht werden.
1 Die Eignung für die angestrebte Ausbildungsrichtung muss festgestellt werden. 2 Inhalte, Verfahren und Prüfungsmodalitäten der Eignungsfeststellung ergeben sich für die Ausbildungsrichtung Berg- und Skiführer aus Anlage 1 sowie für die Ausbildungsrichtung Schneesport aus Anlage 2.
nicht im Besitz der Fähigkeit ist, öffentliche Ämter zu bekleiden oder Rechte aus öffentlichen Wahlen zu erlangen ( § 45 Strafgesetzbuch);
1 Die Ausbildungslehrgänge gliedern sich aufeinander abgestimmt in Theorie- und Praxislehrgänge. 2 Reihenfolge und Inhalte ergeben sich für die Ausbildungsrichtung Berg- und Skiführer aus Anlage 1 sowie für die Ausbildungsrichtung Schneesport aus Anlage 2. 3 Die Ausbildungslehrgänge können durch entsprechende Gestaltung der Eignungsfeststellung ersetzt werden.
(1) 1 Zeitpunkt, Inhalte und Umfang des Praktikums werden in den Anlagen 1 und 2 für die jeweilige Ausbildungsrichtung geregelt. 2 Weiterbildungsveranstaltungen durch den Ausbilder bzw. Praktikumsbetreuer können höchstens bis zu einem Viertel auf die Dauer des Praktikums angerechnet werden. 3 Die Entscheidung trifft die Technische Universität München. 4 Über die Lehrpraxis ist ein Ausbildungsbuch mit Angaben zu Datum, Unterrichtszeit, Lehrinhalt und Schüler sowie dem Signum des Ausbilders bzw. des Praktikumsbetreuers zu führen.
(2) 1 Das Praktikum ist durch einen Ausbildungsvertrag zwischen dem Ausbildungsteilnehmer und dem Ausbilder bzw. Praktikumsbetreuer zu regeln. 2 Der Ausbildungsvertrag kann in Abstimmung mit der Technischen Universität München gelöst werden
(3) 1 Das Praktikum kann für die Zulassung zur staatlichen Prüfung nur anerkannt werden, wenn es von derTechnischen Universität München genehmigt ist. 2 Mit dem Antrag auf Genehmigung des Praktikums ist der Ausbildungvertrag vorzulegen.
(1) 1 Für die Zulassung zu den prüfungsvorbereitenden Lehrgängen ist die erfolgreiche Teilnahme an den jeweiligen Ausbildungslehrgängen gemäß § 5 erforderlich. 2 § 4 Abs. 1 und 2 gelten entsprechend. 3 Die Zulassung kann darüber hinaus nicht erhalten, wer
(3) 1 Die Zulassung zur staatlichen Prüfung in Theorie und Praxis setzt die erfolgreiche Teilnahme an denzugehörigen prüfungsvorbereitenden Lehrgängen der jeweiligen Ausbildungsrichtung gemäß § 8 sowie die Ableistung des Praktikums gemäß § 6 voraus. 2 Die Zulassung zur staatlichen Prüfung ist ausgeschlossen, wenn die Teilnahme an einem Prüfungslehrgang bereits länger als vier Jahre zurückliegt.
1 Die prüfungsvorbereitenden Lehrgänge gliedern sich in Theorie- und Praxislehrgänge. 2 Reihenfolge und Inhalte ergeben sich für die Ausbildungsrichtung Berg- und Skiführer aus Anlage 1 sowie für die Ausbildungsrichtung Schneesport aus Anlage 2.
(1) 1 Die staatliche Prüfung besteht aus einer praktischen Prüfung, einer theoretischen Prüfung und einer Prüfung der Lehreignung. 2 Die theoretische Prüfung kann unabhängig von den beiden anderen Prüfungsteilen erfolgen.
³ Im Übrigen müssen unbeschadet der Regelungen in § 17 Abs. 2 und 5 und § 18 Abs. 2 die Prüfungsteile sowie ihre jeweiligen Prüfungsbereiche und deren Prüfungsaufgaben in einem zusammenhängenden Prüfungsverfahren abgelegt werden, das aus organisatorischen Gründen mehrere Prüfungstermine aufweisen kann.
(2) 1 In den Prüfungsaufgaben der theoretischen Prüfung wird schriftlich oder mündlich oder schriftlich und mündlich geprüft. 2 An die Stelle einer mündlichen Prüfung kann auch eine weitere schriftliche Prüfung treten.
³ Das Verfahren wird zu Beginn der theoretischen Prüfung bekannt gegeben.
(3) 1 Die Prüfung der Lehreignung erfolgt, soweit die jeweilige Anlage einer Ausbildungsrichtung nichts anderes bestimmt, in zwei Lehrproben. 2 Soweit es sich um Lehrproben handelt, deren Thema und Dauer mindestens 24 Stunden vorher bekannt gegeben wurden, ist vor Beginn den Prüfern eine schriftliche Ausarbeitung auszuhändigen, aus der der vorgesehene Gang der Lehrprobe ersichtlich sein muss. 3 Bei den anderen Lehrproben ist dem Prüfling eine der Thematik und Dauer entsprechende Vorbereitungszeit einzuräumen.
(4) 1 Jede Prüfungsaufgabe wird grundsätzlich von zwei Prüfern bewertet. 2 Die Zahl der Prüfer kann erhöht werden, wenn dies nach den besonderen Umständen zur besseren Beobachtung einzelner Teile der Prüfungsaufgabe zweckmäßig ist. 3 Innerhalb einer Prüfungsaufgabe können Teilaufgaben auch nur von einem Prüfer bewertet werden. 4 In diesem Fall ist die Note aus mindestens zwei von zwei verschiedenen Prüfern bewerteten Teilprüfungsaufgaben als Durchschnittsnote gemäß § 15 Abs. 2 zu bilden.
(5) 1 Der Prüfungsvorsitzende organisiert und leitet die Prüfung. 2 Er hat insbesondere folgende Aufgaben: Er
(3) 1 Vor der Verhängung einer Ordnungsmaßnahme ist dem Ausbildungs- oder Prüfungsteilnehmer Gelegenheit zur Äußerung zu geben. 2 Ordnungsmaßnahmen sind schriftlich zu vollziehen und aktenkundig zu machen.
(5) 1 Ergeben sich im Lauf der Ausbildung oder Prüfung berechtigte Zweifel an der persönlichen Eignung des Ausbildungsteilnehmers, ist die Technische Universität München verpflichtet, die Eignung gutachterlich feststellen zu lassen. 2 Kann die Eignung nicht festgestellt werden, ist der Ausbildungsteilnehmer von der Ausbildung bzw. Prüfung insgesamt auszuschließen.
(3) 1 In der Bekanntmachung bzw. Ausschreibung sind Anmeldefrist, -anschrift und -unterlagen festzulegen. ² Bei Lehrgängen nach § 2 Abs. 2 Satz 2 ist ferner ein entsprechender Hinweis aufzunehmen, falls bei der Meldung der Nachweis eines bestimmten Versicherungsschutzes vorzulegen ist.
(4) 1 Können aus Kapazitätsgründen nicht alle Ausbildungsteilnehmer berücksichtigt werden, so ist der Zeitpunkt des Eingangs der Anmeldung maßgeblich. 2 Darauf ist bei der Ausschreibung hinzuweisen.
(1) 1 Der Antrag auf Zulassung zur Prüfung muss innerhalb von sechs Jahren nach der Eignungsfeststellung gemäß § 3 (Regelausbildungszeit) erfolgen. ² Im Fall des § 5 Satz 3 verkürzt sich die Regelausbildungszeit auf drei Jahre.
(2) Zeit und Ort der staatlichen Prüfung sowie die Frist für den Antrag auf Zulassung werden auf Vorschlag der Technischen Universität München vom Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst jeweils rechtzeitig gesondert bekannt gemacht; die Regelung gemäß Anlage 1 Nr. 5.1 Satz 3 bleibt unberührt.
amtliches Führungszeugnis – nicht älter als drei Monate -;
ärztliches Zeugnis – nicht älter als drei Monate -, das die körperliche und gesundheitliche Eignung des Ausbildungsteilnehmers für die Ausübung des Berufs als Fachsportlehrer in der gewählten Ausbildungsrichtung bescheinigt;
(5) 1 Wird der Antrag auf Zulassung zur Prüfung nicht innerhalb der festgelegten Regelausbildungszeit gestellt oder liegen die Zulassungsvoraussetzungen nicht vor, so kann die Technische Universität München auf Antrag eine angemessene Nachfrist für die Zulassung zur staatlichen Prüfung einräumen, wenn der Ausbildungsteilnehmer die Gründe dafür nicht zu vertreten hat. 2 Andernfalls erfolgt der Ausschluss von der Ausbildung bzw. Prüfung.
(6) 1 Die zugelassenen Ausbildungsteilnehmer werden von der Technischen Universität München zur Ablegung der Prüfung schriftlich eingeladen. 2 Ausbildungsteilnehmer, die beim namentlichen Aufruf zur Prüfungseröffnung und zu den einzelnen Prüfungsaufgaben nicht anwesend sind, werden von der Prüfung ausgeschlossen. 3 Tritt ein Ausbildungsteilnehmer aus Gründen, die er zu vertreten hat, nicht zur Prüfung an, gilt die Prüfung als nicht bestanden.
1 Die von den Prüfern festgesetzten Einzelnoten sind in Prüfungsblätter einzutragen und von den Prüfern zu unterzeichnen. 2 Diese Prüfungsblätter sind von der Technischen Universität München zu den Prüfungsakten zu nehmen.
(1) 1 Bei der Bewertung der Prüfungsleistung durch den einzelnen Prüfer werden ausschließlich folgende Noten erteilt:
² Die Bewertung einer Prüfungsleistung mit einer Zwischennote ist nicht zulässig.
(2) 1 Ist eine Note aus mehreren Einzelbewertungen oder aus voneinander abweichenden Bewertungen mehrerer Prüfer zu ermitteln, so ist die Notensumme durch die Zahl der Prüfungsleistungen unter Berücksichtigung der jeweiligen Gewichtung zu teilen. ² Dabei zählt, soweit nicht im Einzelfall etwas anderes bestimmt ist, jede Note einfach. ³ Die Note wird auf zwei Dezimalstellen berechnet; die dritte Dezimalstelle bleibt unberücksichtigt. 4 Es ergibt sich so ein errechneter Zahlenwert; für diesen gilt:
„sehr gut“ bei einem Notendurchschnitt von 1,00 bis 1,50 einschließlich,
„gut“ bei einem Notendurchschnitt von 1,51 bis 2,50 einschließlich,
„befriedigend“ bei einem Notendurchschnitt von 2,51 bis 3,50 einschließlich,
„ausreichend“ bei einem Notendurchschnitt von 3,51 bis 4,50 einschließlich,
„mangelhaft“ bei einem Notendurchschnitt von 4,51 bis 5,50 einschließlich,
„ungenügend“ bei einem Notendurchschnitt über 5,51.
(1) 1 Der Versuch, das Ergebnis einer Prüfungsaufgabe durch Unterschleif, Täuschung oder Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel zu eigenem oder fremdem Vorteil zu beeinflussen, führt zur Bewertung der betreffenden Prüfungsleistung mit „ungenügend“. ² In schweren Fällen erfolgt der Ausschluss von der Prüfung; die Prüfung ist nicht bestanden. ³ Als Versuch einer Täuschung gilt schon das Bereithalten nicht zugelassener Hilfsmittel nach Ausgabe der Prüfungsaufgaben, es sei denn, es wird nachgewiesen, dass der Besitz weder auf Vorsatz noch auf Fahrlässigkeit beruht.
(2) 1 Wird ein Tatbestand nach Absatz 1 Satz 1 erst nach Aushändigung des Zeugnisses bzw. der Bescheinigung über die erfolgreiche Teilnahme an einem Lehrgang festgestellt, so ist die betreffende Prüfungsleistung nachträglich mit „ungenügend“ zu bewerten und das Gesamtprüfungsergebnis entsprechend zu berichtigen. ² In schweren Fällen ist die Gesamtprüfung als nicht bestanden zu erklären. ³ Ein unrichtiges Prüfungszeugnis ist einzuziehen und gegebenenfalls in berichtigter Fassung neu auszustellen.
(1) 1 Im Fall eines Rücktritts von der Teilnahme nach der Zulassung zu einem Lehrgang, aber vor dessen Beginn, gilt die Zulassung als nicht erfolgt. ² Bei einem Rücktritt nach Lehrgangseröffnung gilt der Lehrgang als nicht erfolgreich absolviert. ³ Sofern für den Rücktritt Gründe maßgebend sind, die der Ausbildungsteilnehmer nicht zu vertreten hat, kann der bis zum Rücktritt regelmäßig und erfolgreich besuchte Lehrgangsteil anerkannt werden. 4 Der Prüfungsvorsitzende kann auf Antrag das Nachholen des versäumten Lehrgangsteils zum nächstmöglichen Zeitpunkt in einer geeigneten Lehrgangsmaßnahme genehmigen.
(2) 1 Erfolgt der Rücktritt nach der Zulassung zur staatlichen Prüfung, so gilt die Prüfung als nicht bestanden. ² Sofern für den Rücktritt Gründe maßgebend sind, die der Ausbildungsteilnehmer nicht zu vertreten hat, gilt die Prüfung als nicht angetreten. 3 Falls jedoch zum Zeitpunkt des Rücktritts bereits Prüfungsteile bzw. Prüfungsbereiche und Prüfungsaufgaben gemäß § 9 Abs. 1 abgelegt sind, werden deren Prüfungsleistungen bei einem erneuten Antreten angerechnet.
(3) 1 Vom Ausbildungsteilnehmer nicht zu vertretende Gründe für den Rücktritt sind unaufgefordert unverzüglich nach Eintritt des Rücktrittsgrunds nachzuweisen. 2 Im Fall einer Erkrankung oder Verletzung ist der Nachweis durch ärztliches Zeugnis oder durch Zeugnis einer der sportmedizinischen Polikliniken der Technischen Universität München zu erbringen; von diesem Erfordernis kann im Einzelfall nach Entscheidung des Prüfungsvorsitzenden abgewichen werden.
(1) 1 Wer in einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union oder einem nach europäischen Recht gleichgestellten Drittstaat eine Qualifikation als Fachsportlehrer im freien Beruf in einer Ausbildungsrichtung erworben hat, für die eine Verordnung zur Berufsausübung erlassen ist, bedarf zur Aufnahme und nicht nur vorübergehenden oder gelegentlichen Ausübung der entsprechenden beruflichen Tätigkeit in Bayern der Anerkennung seiner Berufsqualifikation. ² Ob eine berufliche Tätigkeit von Dauer oder regelmäßiger Wiederholung angestrebt wird, beurteilt die Technische Universität München auf der Grundlage von Art. 5 Abs. 2 der Richtlinie 2005/36/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 7. September 2005 über die Anerkennung von Berufsqualifikationen (ABl L 255 S. 22, 2007 ABl L 271 S. 18, 2008 ABl L 93 S. 28, 2009 ABl L 33 S. 49) in der jeweils geltenden Fassung.
(2) 1 Die Technische Universität München entscheidet über die Anerkennung nach Abs. 1. 2 Sie ist darüber hinaus zuständige Behörde nach Art. 8 der Richtlinie 2005/36/EG.
(3) 1 Die Anerkennung ist auszusprechen, wenn
ausreichende deutsche Sprachkenntnisse nachgewiesen sind uns
² Mit dem schriftlichen Antrag auf Feststellung der Anerkennung sind folgende Unterlagen vorzulegen:
³ Über die Vorlage weiterer Unterlagen entscheidet die Technische Universität München.
(5) 1 Eine Ausgleichsmaßnahme ist nur erforderlich, wenn und soweit die zur Anerkennung beantragte Berufsqualifikation auch unter Berücksichtigung der nachgewiesenen Berufserfahrung nicht den in dieser Verordnung vorgeschriebenen Anforderungen hinsichtlich Voraussetzungen, Ausbildung und Prüfungen entspricht.
² Die Technische Universität München soll binnen eines Monats nach vollständiger Antragstellung gegenüber dem Antragsteller schriftlich feststellen, ob und gegebenenfalls in welchem Umfang eine Ausgleichsmaßnahme in Form einer Eignungsprüfung oder eines Anpassungslehrgangs erforderlich ist.
³ Für die Ausgleichsmaßnahme vorzusehende Sachgebiete und Einzelprüfungen werden auf der Grundlage dieser Verordnung festgelegt. 4 Der Antragsteller kann zwischen Eignungsprüfung und Anpassungslehrgang wählen.
(6) 1 Im Rahmen der Eignungsprüfung muss der Bewerber die wesentlichen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse für die Ausübung der zur Anerkennung beantragten Berufsqualifikation nachweisen. 2 Die Eignungsprüfung wird von der Technischen Universität München grundsätzlich in Verbindung mit den entsprechenden Fachsportlehrerprüfungen in Bayern durchgeführt und kann zweimal wiederholt werden.
(7) Für die Durchführung der Eignungsprüfung wird von der Technischen Universität München entsprechend dem Aufwand eine Gebühr für Schneesportlehrer zwischen 100 € und 380 €, für Berg- und Skiführer zwischen 100 € und 1.700 € festgesetzt.
(8) 1 Im Anpassungslehrgang nimmt der Antragsteller an einer Zusatzausbildung unter Aufsicht und Verantwortung eines nach den Bestimmungen dieser Verordnung ausgebildeten Staatlich geprüften Schneesportlehrers oder Staatlich geprüften Berg- und Skiführers teil. 2 Der Anpassungslehrgang wird mit einer Bewertung abgeschlossen.
³ Die Technische Universität München bestimmt Umfang, Inhalte und Bewertung des Anpassungslehrgangs, die Rechtsstellung des Lehrgangsteilnehmers sowie die Schneesportschule oder die Bergsteigerschule, an der der Anpassungslehrgang durchzuführen ist.
Berg- und Skiführer: 1 700 €;
Schneesportlehrer: 380 €.
a) je Prüfungsaufgabe aus dem Prüfungsbereich „Führungstätigkeit“: 400 €;
b) je Prüfungsaufgabe aus dem Prüfungsbereich Fertigkeiten aus dem Bereich des „Risikomanagements“: 100 €;
c) je Prüfungsaufgabe aus dem Prüfungsbereich „Lehreignung“: 100 €;
d) aus dem Prüfungsteil Theorie: 50 €,
a) je Prüfungsaufgabe aus dem Prüfungsbereich „Motorische Fertigkeiten“: 75 €;
b) je Prüfungsaufgabe aus dem Prüfungsbereich „Methodische Fertigkeiten“: 50 €;
c) je Prüfungsaufgabe aus dem Prüfungsbereich Fertigkeiten im „Risikomanagement“: 50 €;
(3) 1 Auslagen werden nicht erhoben. ² Die Gebühr wird mit der Anmeldung zur Prüfung fällig. ³ Für die Zulassung oder Zurückweisung der Anmeldung werden Verwaltungskosten nach dem Kostengesetz erhoben.
(4) 1 Tritt ein Bewerber vor Prüfungsbeginn von der Prüfung zurück oder wird seine Zulassung vor der Prüfung zurückgenommen oder widerrufen oder erscheint er zur Prüfung nicht, so werden vier Fünftel der Gebühr erstattet; tritt ein Bewerber nach Prüfungsbeginn zurück oder wird seine Zulassung nach Prüfungsbeginn zurückgenommen oder widerrufen, so wird die Gebühr nicht erstattet. ² Die volle Gebühr wird erstattet, wenn die Anmeldung zur Prüfung zurückgewiesen wird oder wenn die Erteilung der zurückgenommenen oder widerrufenen Zulassung auf einer rechtswidrigen Sachbehandlung der Technischen Universität München beruht.
(2) Hinsichtlich der Prüfungsgebühren findet für die in Abs. 2 genannten Anwärter die Gebührenregelung in § 20 Anwendung.
Die Eignungsfeststellung ist die Basis für die Ausbildung zum staatlich geprüften Schneesportlehrer. Sie erfolgt in den Schneesportdisziplinen Ski Alpin oder Snowboard durch den Nachweis der höchstenverbandlichen Qualifikationsstufe – Level 3 – des Deutschen Skilehrerverbands e.V. sowie durch den Nachweis der erfolgreichen verbandlichen Ausbildung – Level 1 – des Deutschen Skilehrerverbands e.V. in zwei weiteren Schneesportdisziplinen. Diese verbandlichen Qualifikationen des Deutschen Skilehrerverbands e.V. unterliegen einer regelmäßigen Qualitätskontrolle durch die Technische Universität München.
Die Eignungsfeststellung kann auch durch Qualifikationsnachweise anderer Verbände erbracht werden, sofern deren Ausbildungen in einem Anerkennungsverfahren durch die Technische Universität München regelmäßig geprüft sind und die Gleichwertigkeit ihrer Qualifikationen mit denen des Deutschen Skilehrerverbands e.V. festgestellt ist.Andere Ausbildungen oder Vorleistungen können als gleichwertige Teilleistungen im Rahmen der Eignungsfeststellung durch die Technische Universität München anerkannt werden, wenn sie abgeschlossenen Ausbildungs- und Prüfungsteilen der Qualifikationen des Deutschen Skilehrerverbands e.V. entsprechen. In diesen Fällen sind nur die fehlenden Teile der Qualifikationen des Deutschen Skilehrerverbands e.V. nachträglich zu erbringen.1.1 Unterweisung
Die detaillierten Inhalte und der Durchführungsmodus sind den Teilnehmern vor der Eignungsfeststellungsprüfung bekannt zu geben. Zur Schaffung einheitlicher Testvoraussetzungen und der Gewährleistung des gängigen Sicherheitsrahmens sind die Teilnehmer bezüglich sicherheitsrelevanter Inhalte zu unterweisen.1.2 Ausbildungsrichtung Schneesportlehrer – Disziplin Ski Alpin
Inhaltliche Anforderungen der Eignungsfeststellung:1.2.1 Fertigkeiten im Risikomanagement
1.2.2 Motorische Fertigkeiten
a) Fahren nach vorgegebenen Linien;
b) Freie Abfahrt;
c) Fahrtechnik;
d) Nachweis der Ausbildung und Prüfung in zwei aus den drei zur Auswahl stehenden Schneesportdisziplinen Skilanglauf, Snowboard, Telemark;
1.2.3 Methodische Fertigkeiten
a) Methodisch-didaktische Lehrübungen;
b) Nachweis der Ausbildung und Prüfung in zwei aus den drei zur Auswahl stehenden Schneesportdisziplinen Skilanglauf, Snowboard, Telemark;
1.2.4 Theoretisches Wissen
1.3 Ausbildungsrichtung Schneesportlehrer – Disziplin Snowboard
1.3.1 Fertigkeiten im Risikomanagement
1.3.2 Motorische Fertigkeiten
a) Freie Abfahrt;
b) Freestyle;
d) Nachweis der Ausbildung und Prüfung in zwei aus den drei zur Auswahl stehenden
Schneesportdisziplinen Ski Alpin, Skilanglauf, Telemark;
1.3.3 Methodische Fertigkeiten
a) Methodisch-didaktische Lehrübungen;b) Nachweis der Ausbildung und Prüfung in zwei aus den drei zur Auswahl stehenden Schneesportdisziplinen Ski Alpin, Skilanglauf, Telemark;
1.3.4 Theoretisches Wissen
1.4. Bewertung und Status
2. Ausbildungsgang
Die prüfungsvorbereitenden Lehrgänge dienen der gezielten Vorbereitung auf die staatliche Prüfung in den Bereichen des Risikomanagements, der motorischen und methodisch-didaktischen Fertigkeiten und des theoretischen Wissens. Die Lehrinhalte beziehen sich auf die Prüfungsanforderungen, die Gegenstand der staatlichen Prüfung sind. Es besteht keine vorgeschriebene Reihenfolge der prüfungsvorbereitenden Lehrgänge sowie des Praktikums.
2.2. Ausbildungsrichtung Schneesportlehrer – Disziplin Ski Alpin
2.2.1 Fertigkeiten im Risikomanagement
2.2.2 Motorische Fertigkeiten
d) Freestyle;
2.2.3 Methodisch-didaktische Fertigkeiten
2.2.4 Theorie
2.3 Ausbildungsrichtung Schneesportlehrer – Disziplin Snowboard
2.3.1 Fertigkeiten im Risikomanagement
2.3.2 Motorische Fertigkeitena) Fahren nach vorgegebenen Linien;
2.3.3 Methodisch-didaktische Fertigkeiten
2.3.4 Theorie
2.4 Ausbildungsinhalte „Theoretisches Wissen“ der Ausbildungsrichtung Schneesportlehrer
a) Sportbiologie einschließlich Unfallkunde und Erste Hilfe;
b) berufsrelevante Aspekte der Sportpädagogik, Sportpsychologie, Didaktik und Methodik;
c) berufsrelevante Aspekte der Bewegungslehre;
d) berufsrelevante Aspekte der Trainingslehre;
e) Organisations- und Rechtsfragen;
f) berufsrelevante Aspekte der Ausrüstungs- und Materialentwicklung;
g) berufsrelevante Aspekte des Natur- und Umweltschutzes.
4. Staatliche Prüfung
4.1 Besondere Zulassungsvoraussetzung zur staatlichen Prüfung
Neben den allgemeinen Zulassungsvoraussetzungen nach § 7 und den Antragsunterlagen nach § 13 Abs. 4 ist dem Antrag ein Nachweis über wettkämpferische Betätigung beizufügen – Bestätigungen von Vereinen bzw. Verbänden bzw. Urkunden in beglaubigter Kopie, aus denen hervorgeht, dass der Bewerber in den vergangenen sechs Jahren an mindestens fünf Wettbewerben aus den Disziplinen Ski Alpin, Langlauf, Telemarkski oder Snowboard teilgenommen hat -.
4.2 Inhalte der staatlichen Prüfung
Die staatliche Prüfung umfasst eine Prüfung im Bereich Risikomanagement, des motorischen und methodisch-didaktischen Könnens sowie der theoretischen Kenntnisse. Die Prüfungsteile „Fertigkeiten im Risikomanagement“ und „Theoretisches Wissen“ können zeitlich und örtlich getrennt von den anderen Prüfungsteilen durchgeführt werden. Die Entscheidung über die Auswahl bei alternativ angegebenen Prüfungsaufgaben sowie die Festlegung von Prüfungsaufgaben trifft die Technische Universität München.
Diese Entscheidungen werden den Ausbildungsteilnehmern unmittelbar vor der Abnahme der einzelnen Prüfungsaufgaben bekannt gegeben.
4.3 Ausbildungsrichtung Schneesportlehrer – Disziplin Ski Alpin
Die Prüfungsaufgaben in der Ausbildungsrichtung Schneesportlehrer – Disziplin Ski Alpin werden
folgendermaßen geprüft:
4.3.1 Prüfungsbereich „Fertigkeiten im Risikomanagement“
a) Prüfungsaufgabe „unvorbereitete Lehrprobe“:
b) Prüfungsaufgabe „Verschüttetensuche“:
4.3.2 Prüfungsbereich „Motorische Fertigkeiten“
a) Prüfungsaufgabe „Fahren nach vorgegebenen Linien“:
ein Riesenslalom bzw. Slalom bzw. Vielseitigkeitslauf, gegebenenfalls auch auf verschiedenen
Teilstrecken, jeweils in zwei Durchgängen; die bessere der beiden Bewertungen Zeit oder Technik kommt zur Anrechnung;
b) Prüfungsaufgabe „Freie Abfahrt“:
c) Prüfungsaufgabe „Freestyle“:
bis zu drei unterschiedliche Aufgaben auf unterschiedlichen Strecken, z.B. Fun-Park-Run, Sprung,
Boxslide und bzw. oder Flattricks, jeweils in zwei Durchgängen; die bessere der beiden
Bewertungen kommt zur Anrechnung;
d) Prüfungsaufgabe „Fahrtechnik“:
4.3.3 Prüfungsbereich „Methodisch-didaktische Fertigkeiten“
a) Prüfungsaufgabe „vorbereitete Lehrprobe“:
b) Prüfungsaufgabe „unvorbereitete Lehrprobe“:
4.3.4 Prüfungsbereich „Theoretisches Wissen“
a) Prüfungsaufgabe „Berggefahren, Schnee- und Lawinenkunde“ – Klausur 1 -;
b) Prüfungsaufgabe „Biomechanik, Bewegungslehre“ – Klausur 2 -;
c) Prüfungsaufgabe „Sportmedizinische Grundlagen, Erste Hilfe“ – Klausur 3 -;
d) Prüfungsaufgabe „Sorgfaltspflichten, Rechtsfragen im Schneesport“ – Klausur 4 -;
4.4 Inhalte der staatlichen Prüfung
4.4.1 Prüfungsbereich „Fertigkeiten im Risikomanagement“
4.4.2 Prüfungsbereich „Motorische Fertigkeiten“
ein BoarderCross bzw. Riesenslalom bzw. Slalom, gegebenenfalls auch auf verschiedenen
bis zu drei unterschiedliche Aufgaben auf unterschiedlichen Strecken, z. B. Halfpipe,
Fun-Park-Run, Sprung, Boxslide und bzw. oder Flattricks, jeweils in bis zu drei Durchgängen; die
beste Bewertung kommt zur Anrechnung;
4.4.3 Prüfungsbereich „Methodisch-didaktische Fertigkeiten“
4.4.4 Prüfungsbereich „Theoretisches Wissen“
Mündliche oder schriftliche oder mündliche und schriftliche Prüfung; Dauer bei ausschließlich
mündlicher Prüfung höchstens 60 Minuten, bei ausschließlich schriftlicher Prüfung höchstens 120 Minuten;
5. Bewertung der staatlichen Prüfung
5.1. Ausbildungsrichtung Schneesportlehrer – Disziplin Ski Alpin
a) „Fertigkeiten im Risikomanagement“ aus den Noten gemäß den Prüfungsaufgaben Nr. 4.3.1 Buchst. a und b,
b) „Motorische Fertigkeiten“ aus den Noten gemäß den Prüfungsaufgaben Nr. 4.3.2 Buchst. a bis d,
c) „Methodisch-didaktische Fertigkeiten“ aus den Noten gemäß den Prüfungsaufgaben Nr. 4.3.3 Buchst. a und b und
d) „Theoretisches Wissen“ aus den Noten gemäß den Prüfungsaufgaben Nr. 4.3.4 Buchst. a bis d.
a) Nrn. 4.3.1, 4.3.2, 4.3.3 und 4.3.4 und
b) Nr. 4.3.1 Buchst. a und b und Nr. 4.3.2 Buchst. a bis d.
5.2. Ausbildungsrichtung Schneesportlehrer – Disziplin Snowboard
a) „Fertigkeiten im Risikomanagement“ aus den Noten gemäß den Prüfungsaufgaben Nr. 4.4.1 Buchst. a und b,
b) „Motorische Fertigkeiten“ aus den Noten gemäß den Prüfungsaufgaben Nr. 4.4.2 Buchst. a bis d,
c) „Methodisch-didaktische Fertigkeiten“ aus den Noten gemäß den Prüfungsaufgaben Nr. 4.4.3 Buchst. a und b und
d) „Theoretisches Wissen“ aus den Noten gemäß den Prüfungsaufgaben Nr. 4.4.4 Buchst. a bis d.
a) Nrn. 4.4.1, 4.4.2, 4.4.3 und 4.4.4 und
b) Nr. 4.4.1 Buchst. a und b und Nr. 4.4.2 Buchst. a bis d.
a) im Prüfungsbereich „Fertigkeiten im Risikomanagement“ gemäß Nr. 4.3.1 bzw. Nr. 4.4.1 und
b) im Prüfungsbereich „Theoretisches Wissen“ gemäß Nr. 4.3.4 bzw. Nr. 4.4.4.