Source: https://gesetze-in-app.de/BGB/211
Timestamp: 2019-03-23 18:31:18
Document Index: 26915360

Matched Legal Cases: ['§ 211', 'BGH', '§211', 'BGH', '§ 211', 'BGH', 'BGH', '§ 211', 'BGH', 'BGH', '§211', 'BGH', 'BGH', '§ 211', '§ 211', '§34', 'BGH', '§ 211', '§ 211', 'BGH', '§ 211', 'BGH', 'BGH', '§ 211', '§211', 'BGH', '§ 211', 'BGH', '§ 217', 'BGH', '§ 211', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§211', 'BGH', 'BGH', '§ 211', 'BGH', 'BGH', '§ 211', 'BGH', 'BGH', '§ 211', 'BGH', 'BGH', '§ 211', 'BGH', '§ 209', 'BGH', '§ 211', 'BGH', '§ 211', 'BGH', '§ 209', 'BGH', '§ 211', '§ 225', 'BGH', 'BGH', '§ 211', 'BGH', 'BGH', '§ 211', 'BGH', 'BGH', '§211', 'BGH', 'BGH', '§ 211', '§ 225', '§ 209', 'BGH', 'BGH', '§ 211', '§ 211', 'BGH', '§ 211', '§ 211', '§ 211', '§ 212', 'BGH', '§ 211', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 211', 'BGH', 'BGH', '§ 211', 'BGH', 'BGH', '§ 211', 'BGH', 'BGH', '§ 211', 'BGH', 'BGH', '§ 211', '§ 211', 'BGH', 'BGH', '§ 211', 'BGH', '§ 211', 'BGH', '§ 211', 'BGH', 'BGH', '§ 212', '§ 211', 'BGH', 'BGH', '§ 211', 'BGH', 'BGH', '§ 211', 'BGH', 'BGH', '§ 211', 'BGH']

§ 211 BGB: Ablaufhemmung in Nachlassfällen
BGH, Urteil vom 2.9.1999, Az. VI ZR 19/99 Die Rechtsprechung hat deshalb den Grundsatz entwickelt, daß §211 Abs. 2 BGB nur anwendbar ist, wenn die Parteien ohne triftigen Grund untätig bleiben (vgl. Senatsurteile vom 1. Juli 1986 - VI ZR 120/85- NJW 1987, 371, 372 und vom 28. September 1999 - VI ZR 195/98, zur Veröffentlichung vorgesehen).
BGH, Urteil vom 3.5.1992, Az. IV ZR 183/91 6 a)	In der höchstrichterlichen Rechtsprechung ist entschieden worden, daß die umfassende Unterbrechung der Verjährung, die durch Erhebung einer Stufenklage eintritt, nicht entfällt, sondern gemäß § 211 Abs. 2 Satz 1 BGB endet, wenn der Anspruch nach Erfüllung der seiner Vorbereitung dienenden Hilfsansprüche nicht beziffert wird (BGH, Urteil vom 14. Mai 1975 - IV ZR 19/74 - NJW 1975, 1409f.;BAG, Urteil vom 28. Januar 1986 - 3 AZR 449/84 - NJW 1986, 2527).
BGH, URTEIL vom 4.0.2005, Az. VII ZR 238/03 a)	Zutreffend ist, daß der Stillstand des Verfahrens i. S. des § 211 Abs. 2 Satz 1 BGB dann nicht auf einer Untätigkeit der Parteien beruht, wenn die Verfahrensleitung ausschließlich beim Gericht liegt, das für den Fortgang des Prozesses Sorge zu tragen hatte (BGH, Urteile vom 21. Februar 1983 -VIII ZR 4/82, NJW 1983 2496 = MDR 1983, 747 und vom 12. Oktober 1999 - VI ZR 19/99, NJW 2000, 132 = MDR 2000, 104 jeweils m.w.N.).
BGH, URTEIL vom 4.0.2005, Az. VII ZR 238/03 c)	Die Klägerin kann sich auch nicht darauf berufen, daß sie für ihr Verhalten, das Verfahren nicht weiter zu betreiben, einen triftigen Grund hatte, der die Anwendung des §211 Abs. 2 BGB ausschließen könnte (vgl. z. B. BGH, Urteil vom 28. September 1999 - VIZR 195/98, NJW 1999, 3774, 3775 m. w. N.).
BGH, URTEIL vom 1.0.1967, Az. III ZR 57/66 - 15 zur endgültigen und rechtskräftigen Festsetzung des Entscheid igungsh et rages (§ 211 Abs. 1 BGB) o J)er Erstattungsanspruch ist das Gegenstück, die Umkehrung des Entschädigungsanspruchs« Seine Feststellung hängt von der des Entschädigungsanspruchs ab« Für ihn gilt daher hinsichtlich der Verjährung nichts anderes als für den Anspruch des Entschädigungsberechtigten, Die Frage, ob und unter welchen Voraussetzungen die durch die Schadensanmeldung bewirkte Unterbrechung der Verjährung endet, wenn das durch die Anmeldung eingeleitete Verwaltungsverfahren nicht betrieben wird (§ 211 Abs« 2 BGB), bedarf keiner-Erörterung» Denn die Behörde hat unstreitig im Jahre 1959 das Verwaltungs verfahren wieder aufgenommen, also auf jeden Fall vor dem Ablauf der vierjährigen Verjährungsfrist, die auch ohne Unterbrechung frühestens mit dem Schluß des Jahres 1955 zu laufen beginnen konnte, in dem die Beklagte die Entschädigung gezahlt hatte (§34 Abs» 1 S. BLG n.F.)o
BGH, URTEIL vom 3.4.1975, Az. IV ZR 19/74 Ein Stillstand des Prozesses im Sinne von § 211 Abs. 2 Satz 1 BGB hinsichtlich des auf Zahlung gerichteten Hauptbegehrens liegt daher nicht vor, wenn im Rahmen der Stufenklage zunächst nur die Anträge auf Auskunftserteilung und Leistung des Offenbarungseides gestellt werden (vgl. Soergel/Siebert/Augustin 10. Aufl. § 211 BGB Rdn. 10 a.E.).
BGH, Urteil vom 3.11.1998, Az. Umgekehrt soll § 211 Abs. 2 Satz 1 BGB der Partei aber nicht zu dem Nachteil gereichen, wenn sie triftige Gründe hat, das Verfahren einstweilen nicht weiter zu betreiben (vgl. BGH Urteil vom 7. Dezember 1978 - VII ZR 278/77- NJW 1979, 810, 811; vom 21. Februar 1983 - VIII ZR 4/82 - NJW 1983, 2496, 2497 = WM 1983, 533; Urteil vom 1. Juli 1986 - VI ZR 120/85 - NJW 1987, 371,372; vom 24. September 1987 - VII ZR 187/86- NJW 1988, 128, 129; vom 20. Oktober 1987 - VI ZR 104/87- VersR 1988, 389, 390; vom 6. Juli 1995 -IXZR 132/94- NJW-RR 1995, 1335, 1336; vom 20. Februar 1997 - VII ZR 227/96- NJW 1997, 1777 jeweils m.w.N.).
BGH, Urteil vom 3.11.1998, Az. Dagegen hat der Bundesgerichtshof § 211 Abs. 2 Satz 1 BGB durchgreifen lassen, wenn die Parteien lediglich aus prozeßwirtschaftlichen Erwägungen den Ausgang eines Musterprozesses abwarteten, da dadurch allein §211 Abs. 2 BGB noch nicht unanwendbar werde (Urteil vom 21. Februar 1983 aaO; vom 23. April 1998 - III ZR 7/97- NJW 1998, 2274, 2276).
BGH, URTEIL vom 4.0.1981, Az. III ZR 168/79 Die Entrichtung der Gebühr am 23. November 1977 stellt ein Weiterbetreiben des Verfahrens im Sinne des § 211 Abs. 2 Satz 2 BGB dar (BGHZ 52, 47, 51) mit der Folge, daß die Verjährungsfrist rechtzeitig mit der Wirkung des § 217 BGB unterbrochen wurde.
BGH, URTEIL vom 3.9.2015, Az. IV ZR 405/14 Ähnlich hat der Bundesgerichtshof zur Vorschrift des § 211 Abs. 2 Satz 1 BGB a.F. mit dem Sinn und Zweck der Vorschrift argumentiert: Es komme im Falle der Beendigung der Unterbrechungswirkung durch Nichtbetrieb des Prozesses darauf an, dass die Partei, die die Verjährung erneut unterbrechen wolle, die letzte Prozesshandlung des Gerichts und damit die Notwendigkeit kenne, den Prozess weiter zu betreiben (BGH, Urteil vom 20. Februar 1997 - VII ZR 227/96, BGHZ 134, 387, 390 f.).
BGH, URTEIL vom 4.1.2013, Az. VII ZR 263/11 (§211 Abs. 2 Satz 1 BGB a.F.) geht, ist nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs anerkannt, dass die Verantwortung für das Betreiben des Prozesses vom Gericht auf den Kläger übergeht, wenn das Gericht mit dessen ausdrücklich oder konkludent erklärtem Einverständnis von einer Terminsbestimmung auf unbestimmte Zeit absieht (vgl. BGH, Urteile vom 27. Januar 2005	- VII ZR 238/03, BauR 2005,	868,	869;	vom 21. Februar 1983 - VIII ZR 4/82, NJW 1983, 2496, 2497).
BGH, Urteil vom 4.1.1997, Az. VII ZR 227/96 Daher wird § 211 Abs. 2 BGB nicht angewandt, wenn das Gericht den Stillstand des Prozesses herbeigeführt hat; das ist etwa der Fall, wenn die Verfahrensleitung ausschließlich beim Gericht lag, dieses aber für den Fortgang des Prozesses nicht gesorgt hat (vgl. BGH, Urteil vom 6. Juli 1995 - IX ZR 132/94 aaO).
BGH, URTEIL vom 3.0.1994, Az. XIX ZR 190/92 Unter den Begriff des Weiterbetreibens im Sinne des § 211 Abs. 2 Satz 2 BGB fällt jede Prozeßhandlung, die dazu bestimmt und geeignet ist, den stillstehenden Prozeß wieder in Gang zu bringen (BGH, Urteil vom 20. Oktober 1987 aaO BGHR BGB § 211 Abs. 2 Satz 2 Weiterbetreiben 1 im Anschluß an BGHZ 55, 212 und 73, 8, 11 ff).
BGH, vom 1.2.1969, Az. VII ZR 35/67 Hing dcnnach die TerrainsbeStimmung durch das Landgericht nur noch von der Zahlung der Gebühr ab, so hat das Berufungsgericht mit Recht in dieser ein Weiterbetreiben des Verfahrens im Sinne des § 211 Abs. 2 Satz 2 BGB gesehen; denn unter diese Bestimmung fällt jede Prozeßhandlung, die geeignet ist, den Prozeß wieder in Gang zu setzen, wobei ein nicht zu enger Maßstab anzulegen ist (BGH LM Nr. 9 zu § 209 BGB; vgl. ferner RGZ 77, 324, 332, wonach schon die Einreichung eines Armenrechtsgesuchs als Weiterbetreiben des Prozesses anzusehen ist; RGZ 97, 66).
BGH, URTEIL vom 5.9.1975, Az. I ZR 3/75 Die Regelung des § 211 Abs. 2 BGB ist nicht an die Einhaltung prozeßrechtlicher Vorschriften geknüpft, sondern an die rechtlich erhebliche Entwicklung eines Rechtsstreits; deshalb ist bei der Entscheidung der Frage, ob eine Prozeßhandlung geeignet ist, das Verfahren weiter zu betreiben, kein engherziger Maßstab anzulegen (vgl. BGHZ 55, 212, 216 mit An. Riet-schel LM Nr. 9 zu § 211 BGB; 52, 47, 51; BGH LM Nr. 9 zu § 209 BGB; RGZ 77, 324, 332).
BGH, URTEIL vom 4.11.1978, Az. VII ZR 278/77 Aus dieser Zielrichtung des § 211 Abs. 2 BGB, einer Umgehung des § 225 BGB zu wehren, ergibt sich, daß diese Bestimmung nur anwendbar ist, wenn die Parteien ohne triftigen Grund untätig bleiben (BGH NJW 1968, 692, 694).
BGH, URTEIL vom 1.5.1974, Az. VII ZR 44/73 Die durch Klageerhebung eingetretene Unterbrechung der Verjährung endigte zwar gemäß § 211 Abs. 2 Satz 1 BGB, als der Prozeß nach Erlaß des Auflagenbeschlusses des Landgerichts vom 25* März 1965 in Stillstand geriet (BGH NJW 1968, 692, 694).
BGH, URTEIL vom 4.4.2004, Az. IX ZR 205/00 Denn § 211 Abs. 2 Satz 1 BGB a.F. ist nicht anwendbar, wenn der Stillstand des Verfahrens auf einer vom Gericht beschlossenen Aussetzung (hier: Aussetzungsbeschluß vom 19. Dezember 1988) und nicht auf der Untätigkeit der Parteien beruht (vgl. BGHZ 106, 295, 297 m.w.N.).
BGH, URTEIL vom 4.4.2004, Az. IX ZR 205/00 Das war zunächst der Fall, denn der Kläger hat das Verfahren durch die Schriftsätze vom 6. März 1990 und vom 5. März 1991 (neuerliches Zustellungsersuchen) weiter im Sinne des §211 Abs. 2 Satz 1 BGB a.F. 'betrieben' (vgl. BGH, Urt. v. 23. November 1978 - VII ZR 41/78, NJW 1979, 810).
BGH, URTEIL vom 4.4.2004, Az. IX ZR 205/00 2.	§ 211 Abs. 2 Satz 1 BGB a.F. soll eine Umgehung des § 225 BGB a.F. verhindern, zu der es kommen könnte, wenn das Gesetz zuließe, daß eine einmal gemäß § 209 Abs. 1 BGB a.F. herbeigeführte Verjährungsunterbrechung auch dann fortdauerte, wenn der Gläubiger die Sache grundlos nicht mehr weiterbetreibt (vgl. BGH, Urt. v. 12. Oktober 1999 -VI ZR 19/99, NJW 2000, 132).
BGH, Urteil vom 2.6.1986, Az. VI ZR 120/85 Insbesondere kann ein Zögern mit der Einlegung der Anschlußberufung als Nichtbetreiben im Sinne des § 211 Abs. 2 BGB zu werten sein (vgl. MünchKomm/v.Feldmann, § 211 Rdn. 6).
BGH, vom 4.9.1975, Az. VII ZR 130/73 Wird im Vorprozeß über einen Teil des Streitstoffs durch Teilurteil rechtskräftig entschieden, so endet zwar für diesen Teil die Unterbrechung der Verjährung (RGRK aaO § 211 BGB An. 1; Soergel/Augustin aaO § 211 BGB An. 1; Erman/Hefermehl aaO § 211 BGB An. 1; Palandt/Danckelmann aaO § 212 BGB An. 1).
BGH, Urteil vom 3.9.2000, Az. Aus Gründen der Klarheit und Sicherheit des Rechtsverkehrs, für den der Zeitpunkt des Verjährungsbeginns klar erkennbar sein muß, und im Interesse des Schuldners, der durch die gemäß § 211 Abs. 2 BGB wieder beginnende Verjährung geschützt werden soll, sind vielmehr die nach außen erkennbaren Umstände des Prozeßstillstandes maßgebend, aus denen sich der erforderliche 'triftige Grund' für die Untätigkeit der Partei ergeben muß (Senatsurteil vom 27. Januar 1999 aaO S. 1102; BGH, Urteil vom 28. September 1999 aaO; BGHZ 106, 295, 299 m.N.).
BGH, Urteil vom 3.9.2000, Az. So reicht es für den Ausschluß des § 211 Abs. 2 BGB noch nicht aus, wenn eine Partei lediglich aus prozeßwirtschaftlichen Erwägungen den Ausgang eines Musterprozesses abwartet (BGH, Urteile vom 21. Februar 1983 -VIIIZR 4/82- NJW 1983, S. 2496 ff.; vom 23. April 1998 - III ZR 7/97 - NJW 1998, 2274, 2276) oder wenn sie ohne Vorliegen weiterer besonderer Umstände lediglich wegen außergerichtlicher Verhandlungen das Verfahren nicht weiterbetreibt (Senatsurteil vom 27. Januar 1999 aaO).
BGH, Urteil vom 3.9.2000, Az. Als triftigen, nach außen erkennbaren Grund, der die Anwendung des § 211 Abs. 2 BGB ausnahmsweise hindert, hat der Bundesgerichtshof es aber angesehen, wenn nach Auffassung des Gerichts der Ausgang des Rechtsmittelverfahrens gegen ein Teilurteil erhebliche Bedeutung für den noch nicht entschiedenen Verfahrensteil hat und die Parteien deshalb auf Antraten des Gerichts erst den Ausgang des Berufungsverfahrens abwarten (BGH, Urteil vom 7. Dezember 1978 - VII ZR 278/77 - NJW 1979, 810, 811).
BGH, Urteil vom 3.9.2000, Az. Für diesen aber kommt eine Ausnahme von der Regelung des § 211 Abs. 2 BGB nicht in Betracht (BGH, Urteil vom 21. Februar 1983 aaO S. 2497; vom 23. April 1998 aaO S. 2276).
BGH, URTEIL vom 4.3.1998, Az. III ZR 7/97 Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs geht die Verantwortung für das Betreiben des Prozesses mit der Wirkung des § 211 Abs. 2 Satz 1 BGB vom Gericht auf den Kläger über, wenn das Gericht auf dessen Bitte oder mit dessen ausdrücklichem Einverständnis von einer Terminsbestimmung auf unbestimmte Zeit absieht, und zwar auch dann, wenn dies geschieht, um den Ausgang eines anderen, von den Parteien als Musterverfahren angesehenen Prozesses abzuwarten (BGH, Urteil vom 21. Februar 1983 - VIII ZR 4/82 - NJW 1983, 2496, 2497).
BGH, URTEIL vom 4.5.1982, Az. VII ZR 302/81 BGB § 211 Mit der Einzahlung der zweiten Gebührenhälfte im Mahnverfahren betreibt der Kläger auch dann den Prozeß weiter i.S. des § 211 Abs. 2 Satz 2 BGB, wenn er nicht zugleich ausdrücklich beantragt, nunmehr Verhandlungstermin zu bestimmen (im Anschluß an BGHZ 55, 212; 73, 8).
BGH, URTEIL vom 4.5.1982, Az. VII ZR 302/81 Zur Unterbrechung der Verjährung nach § 211 Abs. 2 Satz 2 BGB genügt jede zur Förderung des Prozesses bestimmte und geeignet erscheinende Handlung einer Partei (BGHZ 52, 47, 51; 55, 212, 216; 73, 8, 10/11; Johannsen in BGB-RGRK, 12. Aufl., § 211 Rdn. 11).
BGH, URTEIL vom 2.4.1970, Az. % läufig nicht v/eiter betrieben werden soll mit der Verjährungsfolge des § 211 BGB (BGH aaO)* Hier lag schon die Überlegung nahe, ob die Umstellung der Anträge nicht als Klagerücknahme gewertet v/erden könnte*
BGH, URTEIL vom 2.4.1970, Az. Küßte der Beklagte aber sogar damit rechnen, daß sein prozessuales Verhalten als Rücknahme des Zahlungsantrages gewertet werden könnte, dann mußte er die Rechtsfolge aus § 212 Abs» 1 BGB in Betracht ziehen, v/onach die Unterbrechung als nicht erfolgt gilt, so daß - sofern der zu unterrichtende Kläger so verfahren wollte - binnen 6 Monaten Zahlungsklage zu erheben war«, b)	Der Beklagte mußte aber mindestens auch in Rechnung stellen, wie sich die Rechtslage bei Verneinung einer (teilweisen) Klagerücknahrae darsteilte® Bann lag es nicht fern, die Rechtsfolgen nach § 211 BGB für raöglich zu halten (vgl® auch BGH Urteil vom 23® September 1965 - VI ZR 88/64 = aaO)®
BGH, URTEIL vom 1.1.1983, Az. VIII ZR 4/82 Abgesehen davon, daß wegen der einschneidenden Wirkung des § 211 Abs. 2 BGB sich die Beurteilung der Voraussetzungen dieser Vorschrift nach objektiven Kriterien - nämlich dem Verfahrensstillstand im Verantwortungsbereich der Parteien - empfiehlt (vgl. auch BGH Urteil vom 10. Juli 1979 aaO), weil das Motiv der Parteien für ihre Verfahrensweise oft schwer feststellbar sein wird, kann auch ein bewußtes, aber von keiner besonderen Umgehungsabsicht getragenes Nichtbetreiben des Verfahrens zu der von dem Gesetzgeber mißbilligten Folge führen, daß sich die in den Prozeß gezogenen Ansprüche 'verewigen' (vgl. Motive I S. 332).
BGH, URTEIL vom 2.9.1987, Az. VI ZR 104/87 Unter dem Begriff des Weiterbetreibens i.S. des § 211 Abs. 2 Satz 2 BGB fällt jede Prozeßhandlung, die dazu bestimmt und geeignet ist, den stillstehenden Prozeß wieder in Gang zu bringen (RGZ 97, 66, 67; BGHZ 73, 8, 10, 11 m.w.N.).
BGH, URTEIL vom 2.9.1987, Az. VI ZR 104/87 Ob die Voraussetzung des § 211 Abs. 2 Satz 2 BGB erfüllt ist, darf - das hat der Bundesgerichtshof wiederholt hervorgehoben - nicht mit einem engen Maßstab gemessen werden (BGHZ 73, 8, 11 m.w.N.).