Source: https://www.diia.de/?thema=auctions&page=auctionObjectDetail&loadObjectId=35000&loadObjectType=estate
Timestamp: 2019-07-16 10:10:01
Document Index: 101712698

Matched Legal Cases: ['§ 38', '§ 23', '§ 38', '§ 29', '§ 5', '§ 38', '§ 3', '§ 23', '§ 3', '§ 1']

Gewerbe/Loft kaufen in Halle (Saale): Ehemaliges Verwaltungs-/ Dienstgebäude und 3 vermietete LKW-Garagen in Halle (Saale) - Deutsche Internet Immobilien Auktionen
Ehemaliges Verwaltungs-/ Dienstgebäude und 3 vermietete LKW-Garagen in Halle (Saale)
Startpreis 27.000 EUR
Verkaufsobjekt Rückansicht
Verkaufsobjekt Rückansicht und Umgebung
Verkaufsobjekt Rückansicht und Nordgiebel sowie Umgebung
Blick Verkaufsobjekt Rückansicht
Blick Richtung Verkaufsobjekt und auf die Umgebung
Ansicht Dehlitzscher Straße
Straßenansicht Dehlitzscher Straße
Auktions-ID 299-0001
verkauft (07.03.2019) 355.500 EUR von 314EDC32
Garagen-Mietverträge
Adresse Am Güterbahnhof 31
Grundstücksgröße 1.032 m², lt. Grundbuchangabe.
Baujahr Ca. 1976, lt. Angabe Veräußerer.
Amtsgericht Halle (Saale) von Halle, Blatt 26804, Flur 6, Flurstück 3508/0
Gewerbefläche Ca. 864 m², lt. Angabe des Veräußerers.
Gewerbefläche Bemerkung Nutzfläche des Verwaltungsgebäudes incl. Kellergeschoss.
Gesamtfläche Bemerkung , siehe Nutzfläche. Fläche aufgrund fehlenden Aufmaßes geschätzt.
Nutzungsart Teilw. vermietet
Die Stadt Halle (Saale), Fachbereich Bauen, teilte im Schreiben vom 02.08.2018 Folgendes mit: Das Grundstück befindet sich nach wie vor in der Zuständigkeit und Hoheit des Eisenbahn-Bundesamtes (EBA) nach § 38 BauGB. Insofern bis dato kein Freistellungsantrag nach § 23 des Allgemeinen Eisenbahngesetzes gestellt wurde, greift daher weiterhin das Fachplanungsrecht der Bahn nach § 38 BauGB. Die §§ 29 bis 37 BauGB finden somit keine Anwendung. Das Grundstück liegt somit auch nicht im Geltungsbereich eines Bebauungsplanes oder einer anderen städtebaulichen Satzung nach BauGB. Das Grundstück ist im Flächennutzungsplan der Stadt Halle (Saale) als Bahnanlage dargestellt. Der Flächennutzungsplan ist am 10.09.1998 in Kraft getreten. Es sind keine Baulasten zu Gunsten oder zu Lasten des Grundstückes in das Baulastenverzeichnis der Stadt Halle (Saale) eingetragen. Das Grundstück liegt in keinem Landschafts- und/oder Naturschutzgebiet.
Des Weiteren teilte der Fachbereich Bauen, der Stadt Halle (Saale) im Schreiben vom 08.08.2018 mit, dass es sich bei dem Objekt weder um ein Kulturdenkmal im Sinne eines Baudenkmals noch eines Bestandteils eines Denkmalbereiches handelt.
Die Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Süd teilte im Schreiben 30.04.2018 dem Veräußerer mit, dass nach Durchsicht der zurzeit vorliegenden Unterlagen und Erkenntnissen zu einer möglichen Kampfmittelbelastung im Raum Halle davon ausgegangen werden kann, dass sich das Objekt in einem als kampfmittelbelastet gekennzeichneten Bereich (ehemaliges Bombenabwurfgebiet) befindet. Bei der Durchführung von Tiefbaumaßnahmen oder sonstigen erdeingreifenden Maßnahmen muss mit dem Auffinden von Bombenblindgängern gerechnet werden. Bei beabsichtigten Baumaßnahmen ist mindestens 12 Wochen vor Baubeginn ein Antrag an die Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Süd zu stellen, damit die weitere Verfahrensweise abgestimmt und festgelegt werden kann.
Bruttojahresmiete Ca. € 1.980
Bruttojahresmiete Bemerkung , beträgt die insgesamte Jahresbruttomiete für die 3 LKW-Garagen.
Betriebskostenanteil Ca. € 360
Betriebskosten Bemerkung , beträgt die jährliche Betriebskostenpauschale für die 3 LKW-Garagen.
Nettojahresmiete Ca. € 1.620
Nettojahresmiete Bemerkung , beträgt die insgesamte Jahresnettomiete für die 3 LKW-Garagen.
Halle (Saale) ist eine kreisfreie Großstadt im Süden von Sachsen-Anhalt. Halle liegt an der Saale und ist mit über 230.000 Einwohnern die bevölkerungsreichste Stadt sowie eines der drei Oberzentren des Bundeslandes.
Halle ist die Geburtsstadt Georg Friedrich Händels und kulturelles Zentrum, eine Stadt der Künste mit Opernhaus, Staatskapelle, verschiedenen Theatern und Museen. Seit Mai 2008 wird die ´Himmelsscheibe von Nebra´ dauerhaft im Landesmuseum für Vorgeschichte ausgestellt und zieht tausende Besucher an. Die Stadt ist ein Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort, ein Zentrum moderner Forschung (rd. 20.000 Studenten) mit der Martin-Luther-Universität (1694), der Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein, verschiedenen Instituten (Max-Plank, Fraunhofer etc.) und der wissenschaftlichen Akademie Leopoldina. Auch wirtschaftlich verbindet Halle Tradition - Sitz der ältesten (und börsennotierte) Schokoladenfabrik Deutschlands (Halloren) - mit der Moderne - Sitz des Service und Vertriebszentrums von DELL Computern. Halle ist eine grüne Stadt mit 26 Parks und öffentlichen Gärten, darunter mehrere der landesweiten Route ´Gartenträume - Historische Parks in Sachsen-Anhalt´.
Auf einer Länge von 27 km fließt die Saale durch Halle.
Halle/Saale liegt an der A 9 und A 14, der Flughafen Halle-Leipzig ist ca. 15 km, das Stadtzentrum von Leipzig ca. 30 km entfernt. Durch das Hallesche Stadtgebiet führen die B 6, die B 91, die B 80 und die B 100.
Das Objekt liegt ca. 1,6 km östlich des Stadtzentrums und nordöstlich des Hauptbahnhofes, im Bereich des Güterbahnhofes.
Die Liegenschaft besitzt eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr durch die unmittelbare Nähe zum Hauptbahnhof mit den Umsteigemöglichkeiten in die Straßenbahn, den Stadtbus und die S-Bahn.
Die Umgebung besteht aus Bebauung mit Verwaltungs- und Lagergebäuden der DB AG sowie Bahnanlagen. Aufgrund der Nähe zu diesen Anlagen ist mit bahnspezifischen Immissionen zu rechnen.
Putzfassade.
Kunststofffenster mit Isolierverglasung, im Treppenhaus zwei großflächige Fenster mit Aluminiumrahmen.
Satteldach mit Wellasbestplatteneindeckung.
Dachrinnen augenscheinlich i.O..
Geschlechtergetrennte, geflieste WC´s auf allen Etagen, einfache Ausstattung.
Veraltete Ausstattung.
Massive Steintreppen mit Metallgeländer.
Überwiegend Metalltüren zu den Kellerräumen, überwiegend Holztüren in den übrigen Etagen, Sicherheitstür zum ehemaligen Waffenraum.
Das Grundstück ist nicht erschlossen im Sinne des BauGB. Es verfügt über keine öffentliche Zuwegung, da die Zufahrt aus Richtung Delitzscher Straße über das Grundstück der DB-Netz AG erfolgt.
Die Versorgung mit Strom und Wasser sowie die Abwasserentsorgung, die an das öffentliche Abwassernetz angeschlossen ist, erfolgte ehemals über die Netze der DB Netz AG. Die Verträge wurden wegen der Stilllegung des Gebäudes gekündigt. Für die Gasversorgung besteht ein Vertrag mit der Energieversorgung Halle Netz GmbH (EVH).
Der Veräußerer weist darauf hin, dass vor der Wiederinbetriebsetzung des hausinternen Strom- und Gasnetzes bzw. der Heizungsanlage die üblichen Sicherheitsschecks durch Fachfirmen durchzuführen sind.
Außenwände: Verputzt.
Innenwände: Verputzt/ tapeziert/ gestrichen.
Decken: Vermutlich massiv.
Böden: Verschiedene Beläge.
Internetadresse Gemeinde www.Halle.de
Behörde Stadt Halle (Saale), Marktplatz 1, 06100 Halle (Saale), Tel.: 0345/ 221 6343
Energiebedarfsausweis für Nichtwohngebäude, Endenergiebedarf Wärme 184 kWh/(m²a), Strom 25 kWh/(m²a), Erdgas H, Baujahr 1976, lt. Energieausweis.
Ergänzend wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben keine Haftung für das Freisein des Kaufgegenstandes von Kampfmitteln gleich welcher Art und welchen Umfangs übernimmt. Sie haftet auch nicht für Schäden aus der Beeinträchtigung des Kaufgegenstandes aufgrund des eventuellen Vorhandenseins von Kampfmitteln. Sie haftet weiterhin nicht für Schäden durch auf dem Kaufobjekt vorhandenes Kriegsgerät oder bisher nicht entfernte Kampfmittel. Ansprüche des Käufers wegen eventuell vorhandener Kampfmittel, aus welchem Rechtsgrund auch immer, sind ausgeschlossen.
Zum Aufruf kommt ein ehemaliges Dienst- und Verwaltungsgebäude und 3 LKW-Garagen. Das 3-geschossige, vollunterkellerte Verwaltungsgebäude wurde bis zum 31. Oktober 2010 von der Bundespolizeiinspektion genutzt und ist seit diesem Zeitpunkt leerstehend.
Das Objekt verfügt über zwei Eingänge. Einem Haupteingang an der Westseite sowie einem kleineren Eingang an der Ostseite. Aufgrund der östlichen Grenzbebauung führt der Eingang auf der Ostseite aber auf das Nachbarflurstück im Fremdeigentum.
Die Räumlichkeiten sind auf allen Etagen durch einen Mittelgang erschlossen.
Im Kellergeschoss des Gebäudes befinden sich überwiegend Lagerräume, der Heizraum sowie Räumlichkeiten, welche ehemals als Umkleideräume genutzt worden sind.
Im Erdgeschoss befinden sich 7 Büroräume, eine Art Empfangszimmer, die Herrentoilette sowie einen gesondert gesicherten Bereich. Dieser Gebäudeteil ist durch eine Sicherheitstür begehbar und setzt sich aus 2 Räumen, Flur und WC zusammen.
Das 1. Obergeschoss verfügt über insgesamt 11 Büroräume, einem großen Flur, einem zusätzlichen kleineren Korridor an der Südseite sowie die Damentoilette.
Im 2. Obergeschoss befinden sich des Weiteren 10 Büroräume und ein Herren- sowie ein Damen-WC.
Insgesamt besteht für das Objekt Sanierungs-, Modernisierungs- und Instandhaltungsbedarf. Die Heizungsanlage und Sanitäreinrichtungen sowie Türen und Fenster wurden zwischen 1992 und 1996 erneuert. Im Sockelbereich und Kellergeschoss sind feuchtebedingte Schäden und Putzabplatzungen zu verzeichnen. Bei der Eindeckung des Verwaltungsgebäudes wurden Wellastbestplatten verwendet.
Die Freifläche ist im Bereich des Haupteingangs gepflastert und vor den Garagen mit Betonplatten befestigt sowie mit Bäumen, Sträuchern und Wildwuchs bewachsen und durch einen ca. 2 Meter hohen Maschendrahtzaun eingefriedet. Es besteht im östlichen und südlichen Bereich Grenzbebauung, das Garagengebäude ist an das südliche Fremdgebäude angebaut.
Das massive Garagengebäude ist in 3 gleich große, jeweils ca. 40 m², LKW-Garagen mit Falttoren segmentiert. Das Dach besteht aus trägergestützten Betonplatten mit Dachpappenbeschichtung. Zum Zustand des Daches kann keine Aussage getroffen werden.
Für die Garagen bestehen 3 unbefristete Mietverträge, jeweils zum Unter- bzw. Abstellen eines Schiffes/ Kraftfahrzeuges sowie als Lagerraum für erforderliches Zubehör. Die Jahresnettomiete beträgt insgesamt € 1.620 und die jährliche Betriebskostenpauschale € 360. Die Mietverträge haben unterschiedliche Kündigungsfristen.
Aufgrund der Lage innerhalb eines Bahnareals erfolgt die Zufahrt aus Richtung Delitzscher Straße über das Grundstück der DB-Netz AG. Es wird darauf hingewiesen, dass es sich daher um ein gefangenes Grundstück ohne eigene Anbindung an öffentliches Straßenland handelt. Die bisherigen Verhandlungen des Veräußerers zur Gewährung eines Wege- und Leitungsrechtes, nebst dinglicher Sicherung, sind bislang gescheitert. Der Ersteher muss sich bezüglich der Zuwegung mit dem Eigentümer des dafür zu nutzenden Grundstückes in Verbindung setzen.
Die Versorgung mit Strom und Wasser sowie die Abwasserentsorgung, die an das öffentliche Abwassernetz angeschlossen ist, erfolgte ehemals über die Netze der DB Netz AG. Die Verträge wurden wegen der Stilllegung des Gebäudes gekündigt. Für die Gasversorgung besteht ein Vertrag mit der Energieversorgung Halle Netz GmbH (EVH). Der Veräußerer weist darauf hin, dass die Gaszentralheizung seit dem Jahre 2011 stillgelegt ist. Danach ist weder eine heizungstechnische noch eine abgastechnische Überprüfung der Heizungsanlage vorgenommen wurden. In einem separaten Kellerraum ist eine stillgelegte Notstromanlage auf einem Betonpodest aufgestellt. Ein Herkunfts- und Funktionsnachweis für die Anlage liegt dem Veräußerer nicht vor.
Im Flächennutzungsplan der Stadt Halle vom 10. Sept. 1998 wird das Gebiet, in dem sich das Grundstück befindet, als Bahnanlage dargestellt (§ 5 Abs. 2, Nr. 3 BauGB). Für diesen Bereich hat das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) das Planungsrecht gem. §§ 38 BauGB, 18 Allgemeines Eisenbahngesetz (AEG) i. V. m. § 3, Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 Bundeseisenbahnverkehrsverwaltungsgesetz (BEVVG). U. a. kann ein Grundstückseigentümer beim Eisenbahn-Bundesamt als zuständiger Planfeststellungsbehörde beantragen, dass es für sein Grundstück die Freistellung von den Bahnbetriebszwecken feststellt (§ 23 Abs. 1 AEG) i. V. m. § 3 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 BEVVG) mit der Folge, dass bei positiver Bescheidung des EBA das kommunale Bauleitplanungsrecht für das Grundstück (§ 1 BauGB) auflebt. Einen solchen Freistellungsantrag müsste der Ersteher selbst beim EBA stellen unter Hinweis auf die beabsichtigte künftige Nutzung des Grundstücks.
Lt. Angabe des Veräußerers sind für das Verkaufsgrundstück keine Altlasten bekannt.
Bilder 299-0001 - Ehemaliges Verwaltungs-/ Dienstgebäude und 3 vermietete LKW-Garagen in Halle (Saale)