Source: https://av.tg.ch/volksschule-im-thurgau/organisation-des-unterrichts/schulorganisation.html/394/print/html
Timestamp: 2018-08-19 11:42:29
Document Index: 671295

Matched Legal Cases: ['§ 46', '§ 23', '§ 23', '§ 5', '§ 30', '§ 14', '§ 15', '§ 24', '§ 59', 'Art. 5830', 'Art. 5340', 'Art. 5840', '§ 37', '§ 37', '§ 41', '§ 37', '§ 41', '§ 25', '§ 17', '§ 36', '§ 21']

Gemäss § 46 VG gelten Schulabsenzen nur als entschuldigt, wenn sie aus wichtigen Gründen erfolgen. Vorhersehbare Absenzen müssen vorgängig bewilligt werden. Wichtig sind namentlich persönliche Gründe wie Krankheiten, Unfälle oder die Teilnahme an familiären Fest- oder Traueranlässen. Die Einzelheiten sind in einem Reglement der Schulgemeinde zu regeln. Ab Schuljahr 2016/2017 können die Schüler und Schülerinnen zusätzlich an höchstens zwei Kalendertagen pro Schuljahr ohne Begründung dem Unterricht fernbleiben (Jokertage).
Das Absenzenwesen im Kindergarten wird gleich gehandhabt wie auf Primar- und Sekundarstufe.
Unentschuldigte Absenzen sind im Zeugnis einzutragen.
Hinweise zum Umgang mit religiös oder weltanschaulich begründbaren Absenzen gibt Ihnen die Broschüre Religion und Schule [256.56 KB] sowie die Fachstelle Religion und Schule.
Sanktionen bei untentschuldigten Absenzen
Erziehungsverantwortliche, die ihr Kind ohne ausreichende Entschuldigungsgründe nicht zur Schule schicken, können mit einer Busse bestraft werden. Die Schulbehörde kann dazu eine Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft einreichen. Diese kann eine Busse bis zu einem Maximalbetrag von Fr. 10'000.-- verhängen.
Die vorgängige Ermahnung bzw. Androhung einer Strafanzeige im Wiederholungsfall ist keine Voraussetzung für eine Strafanzeige. Andererseits soll nicht bei jeder unentschuldigten Absenz gleich eine Strafanzeige eingereicht werden. Im Normalfall sollte zuerst das Gespräch mit den Erziehungsverantwortlichen gesucht werden. Das Einreichen einer Strafanzeige ist namentlich dann angezeigt, wenn die Eltern ihr Kind von der Schule fernhalten, um ausserhalb der ordentlichen Schulferienzeit Ferien zu machen bzw. schon vor offiziellem Ferienbeginn abreisen. Eine Strafanzeige ist auch bereits bei einer unentschuldigten Absenz von einem halben Tag möglich. Gibt die Häufung von unentschuldigten Absenzen Hinweise darauf, dass die Eltern ihre Erziehungsverantwortung nicht wahrnehmen (können), ist eine Gefährdungsmeldung zu erstatten.
Bassisstufen
Mit einer Basisstufe lässt sich der Übergang zwischen Kindergarten und Primarschule fliessend gestalten und der individuellen Entwicklung und Leistung des Kindes anpassen.
Im Kanton Thurgau können Schulgemeinden bei Vorliegen struktureller Gründe (Schulstandorte mit tiefen Schülerinnen- und Schülerzahlen im Kindergarten und in der Primarschule) ein entsprechendes Gesuch stellen. § 23a und § 23b RRV VG regeln die Voraussetzungen für die Bewilligung einer Basisstufe, Klassengrössen und stufenspezifische Bestimmungen. § 5 Beitragsverordnung regelt die Finanzierung der Basisstufe, RSV VS definiert die Voraussetzungen für Lehrpersonen und deren Einreihung.
Feinkonzept [542.91 KB]
Vorlage Gesuch Basistufe [56.71 KB]
Berechnungshilfe Besoldung Basistufe [155.50 KB]
Die Gesuchsunterlagen sind bis spätestens am 1. Oktober vor dem neuen Schuljahresbeginn beim Amt für Volksschule einzureichen.
Weiterbildung Basisstufe für Lehrpersonen des Kindergartens und der Unterstufe
Kontakt: Priska Reichmuth | priska.reichmuth@tg.ch | 058 345 58 14
Beschulung von Asylsuchenden
Rundschreiben Nr. 1 vom 10. März 2016 [305.36 KB]
Liste der Einfuehrungsklassen im Thurgau [20.38 KB]
Umgang mit geflüchteten traumatisierten Kindern und Jugendlichen in der Schule [538.80 KB]
Im Thurgau gelten gemäss § 30 Abs. 4 VG Blockzeiten zu
3,5 Stunden für die Primarstufe
3 Stunden für den Kindergarten.
Näheres erläutert die Handreichung Blockzeiten [466.87 KB] oder der Abschlussbericht [166.86 KB].
Kontakt: Yvonne Kesseli | yvonne.kesseli@tg.ch | 058 345 58 11
Fehlverhalten von Schülerinnen und Schülern können von der Lehrperson bestraft werden. Im Vordergrund sollten dabei erzieherische (Straf)massnahmen stehen. Genügen diese jedoch nicht bzw. sind sie dem Fehlverhalten nicht angemessen, können die Schulbehörde oder die Schulleitung (sofern ihr die entsprechende Befugnis übertragen wurde) Arbeiten von einem bis zu sechs Halbtagen oder die vorübergehende Wegweisung von der Schule anordnen.
Die vorübergehende Wegweisung von der Schule ist jedoch zeitlich zu begrenzen und muss pädagogisch begleitet werden. Während des vorübergehenden Schulausschlusses darf ein Schüler oder eine Schülerin nicht sich selbst überlassen werden.
Nötigenfalls kann eine Lehrperson verbotene, gefährliche oder den Unterricht störende Gegenstände zu Handen der Erziehungsberechtigten einziehen, z.B. Natels, IPhones etc.
Führen die Verhaltensschwierigkeiten eines Schülers oder einer Schülerin dazu, dass er oder sie in der Klasse nicht mehr tragbar ist, müssen weitere Massnahmen geprüft und in die Wege geleitet werden. Eine mögliche Massnahme ist die Zuweisung zu einer Time-out-Klasse.
Ein Schulausschluss kommt in der Regel frühestens im letzten Schuljahr in Frage. Ein solcher ist beim Departement zu beantragen.
Durchlässige Sekundarstufe DLS
Die Sekundarschule gliedert sich in die zwei Typen:
G (grundlegende Anforderungen)
E (erweiterte Anforderungen)
Mindestens in Mathematik und einer Fremdsprache wird der Unterricht in Niveaus geführt. Die Niveaugruppen sind typenübergreifend (also unter Einbezug des ganzen Leistungsspektrums der Sekundarschule) zusammenzustellen.
Die Primarlehrperson stellt aufgrund einer Gesamtbeurteilung einen Antrag auf Zuteilung zu den beiden Typen und den Niveaus. Der Antrag wird mit den Eltern vorbesprochen. Die definitive Zuteilung erfolgt durch die Sekundarschulbehörde. Bei Nichteinverständnis mit der Zuteilung besteht die Möglichkeit, eine Prüfung abzulegen.
Soweit anderweitig ein hoher Grad an binnendifferenziertem Unterricht gewährleistet ist, kann eine Schulgemeinde auf Typengliederung oder Niveauführung verzichten. (Vgl. die verschiedenen Modellvarianten.) Die Durchlässigkeit ist bei jedem Schulmodell zu gewährleisten. Für das 9. Schuljahr können die Schulen im Sinne der lokalen Schul- und Unterrichtsentwicklung innerhalb der gesetzlichen Vorgaben eigene Modelle entwickeln.
Richtlinie betreffend Übertritt in die Sekundarschule und Wechsel in der Sekundarschule (gültig ab Schuljahr 2016/2017)
Richtlinie betreffend Übertritt in die Sekundarschule und Wechsel in der Sekundarschule (gültig ab Schuljahr 2018/2019)
Mögliche Modelle durchlässige Sekundarschule [40.16 KB]
Gestaltungsmöglichkeiten für das 9. Schuljahr im Kanton Thurgau [142.43 KB]
Grafik Erfolgreicher Übergang Sek I - Sek II [71 KB]
Einschulungsklassen dienen der besonderen Förderung schulpflichtig gewordener, in ihrer Entwicklung verzögerter Kinder. In den Einschulungsklassen wird der Lehrstoff der ersten Primarklasse auf zwei Jahre verteilt. Schüler und Schülerinnen der Einschulungsklasse treten in der Regel in die zweite Regelklasse über. Für die Erfüllung der gesamthaft neunjährigen Schulpflicht wird der Besuch der Einschulungsklasse mit zwei Jahren angerechnet.
Ausführliche Informationen zur Elternzusammenarbeit
Ende Schulpflicht
Ordentliche Schulentlassung
Ein Kind wird ordentlicherweise aus der Schulpflicht entlassen, wenn es neun Jahre in die Primar- und Sekundarschule gegangen ist. Ein Kind, das infolge Repetition oder aus anderen Gründen vor dem Besuch der letzten Klasse der Sekundarschule bereits neun Jahre in der Primar- und Sekundarschule zurückgelegt hat, darf diese trotzdem besuchen. Bei Vorliegen wichtiger Gründe, die auch für eine vorzeitige Entlassung aus der Schulpflicht rechtfertigen würden, kann die Schulbehörde den weiteren Schulbesuch jedoch ablehnen. Der diesbezügliche Entscheid kann beim Departement mit Rekurs angefochten werden.
Vorzeitige Schulentlassung
Das Departement kann auf Antrag der Schulbehörde oder der Inhaber des elterlichen Sorgerechts ein Kind vor Ablauf der regulären Schulzeit aus der Schulpflicht entlassen, wenn triftige Gründe vorliegen. Wünschen die Inhaber des elterlichen Sorgerechts eine vorzeitige Entlassung aus der Schulpflicht, ist das entsprechende Gesuch an die Schulbehörde zu richten. Diese leitet es, versehen mit ihrer Stellungnahme, an das Departement weiter. Eine vorzeitige Entlassung kommt in der Regel nur in Frage, wenn die Schülerin oder der Schüler kurz vor Ende der regulären Schulpflicht steht, d.h. die letzte Klasse der Sekundarschule besucht bzw. in diese eintreten soll.
Ist eine jüngere Schülerin oder ein jüngerer Schüler in der Regel- oder Sonderklasse nicht mehr tragbar, sind in Zusammenarbeit mit dem Schulpsychologen oder der Schulpsychologin und der Schulaufsicht andere geeignete schulische Massnahmen (unter Umständen gar eine interne Sonderschulung) zu prüfen.
Ferienplan Schuljahr 2017/2018 [31.76 KB]
Ferienplan Schuljahr 2018/2019 [32.70 KB]
Ferienplan für die nächsten 10 Jahre [81.29 KB]
Merkblatt Wie informieren Schulen getrennt lebende Eltern?
Das Schulische Kriseninterventionsteam SKIT steht Ihnen bei Notfällen rund um die Uhr unter 079 55 22 444 zur Verfügung.
f&f web früherkennung & frühintervention (Perpektive Thurgau)
Leitfaden Mobbing Perspektive Thurgau [446.97 KB]
Merkblatt Gewalt in der Schule [24.11 KB]
Gemäss § 14 RRV VG gelten folgende Richtgrössen:
Kindergarten 20 Kinder
Regelklasse 24 Kinder
Einschulungsklasse 12 Kinder
Sonderklasse 11 Kinder
Textilarbeit/Werken, Hauswirtschaft, Werken an Regelklassen 12 Kinder
Textilarbeit/Werken, Hauswirtschaft, Werken an Sonderklassen 8 Kinder
Liegen die Schülerzahlen pro Abteilung länger als zwei Jahre mehr als 20 % über oder mehr als 40 % unter dem Richtwert, ist eine Genehmigung der Schulaufsicht einzuholen.
Koordinierte Aufnahmeprüfung (KAP)
Vor dem Übertritt in die Sekundarstufe I stellt die Klassenlehrperson der 6. Klasse für jedes Kind gemäss der Richtlinie zum Übertritt in die Sekundarschule einen Antrag an die zuständige Sekundarschulbehörde auf die Zuweisung zu einem Klassentyp oder Leistungszug sowie auf die Zuteilung für die in Niveaus geführten Fächer.
Erziehungsberechtigte, die mit der Empfehlung der Primarschullehrperson nicht einverstanden sind, haben gemäss § 15 Abs. 2 VG und gemäss § 24 der RRV VG die Möglichkeit, ihr Kind an die koordinierte Aufnahmeprüfung (KAP) anzumelden. Die zuständige Sekundarschule erteilt weitere Auskünfte.
Die koordinierte Aufnahmeprüfung wird von einer Arbeitsgruppe erstellt und den Schulgemeinden zum verbindlichen Gebrauch zur Verfügung gestellt. Die Schulgemeinden leisten entsprechende finanzielle Beiträge. Den Erziehungsberechtigten der Prüflinge dürfen keine Kosten verrechnet werden.
22. und 23. April 2020
28. und 29. April 2021
Roland Heiniger, Präsident AG KAP | roland.heiniger@vsge.ch | 071 973 85 54 (ab 15 Uhr)
Marie-Theres Dahinden, Schulaufsicht | marie-theres.dahinden@tg.ch | 071 966 69 69
Merkblatt [1.42 MB]
Weisung an die Schulen [535.28 KB]
Vorlage Information an die Eltern [280.74 KB]
Vorlage Information an die Lehrpersonen [428.62 KB]
1. Informationsschreiben an die Schulen [139.65 KB]
2. Infromationsschreiben an die Schulen [113.32 KB]
Schülerlaufbahnblatt
Gemäss RRV VG haben die Schulen für die Schülerinnen und Schüler Laufbahnblätter zu führen.
Das Laufbahnblatt soll den Informationsfluss zwischen den Lehrpersonen an der Volksschule gewährleisten und die Zusammenarbeit mit den Fachpersonen für Schulische Heilpädagogik, Therapien, Logopädie und anderen fördernden Diensten vereinfachen.
Die Schülerlaufbahnmappe kann direkt im Lehrmittelshop der Büromaterial-, Lehrmittel- und Drucksachenzentrale des Kantons Thurgau bezogen werden (nur für Schulen).
Persönliches Schülerdatenblatt
Die Schulgemeinden haben die Möglichkeit, das persönliche Schülerdatenblatt für die Schülerlaufbahnmappe direkt aus der SV Schulverwaltung (als Schülerstammblatt) zu drucken. Das Schülerstammblatt kann direkt aus der Schülerbearbeitungsmaske erstellt werden.
Alternativ steht Schülerdatenblatt als Word-Vorlage [18.36 KB] zur Verfügung.
Rechtslage Schülertransporte [125.25 KB]
Merkblatt Schülertransporte [1.10 MB]
Beachten Sie auch die Hinweise zum Schulweg.
Schulärztliche und schulzahnärztliche Betreuung
Die Schulgemeinden sorgen gemäss § 59 VG für regelmässige schulärztliche und schulzahnärztliche Untersuche während der obligatorischen Schulzeit. Näheres regelt die Richtlinie über die Schulärztliche und Schulzahnärztliche Betreuung.
Erläuterungen zu den neuen Richtlinien über die schulärztliche und schulzahnärztliche Betreuung vom 12. April 2017 [100.98 KB]
Organisation und Ablauf der schulärztlichen Untersuchung: Checkliste für Schulen [140.97 KB]
Empfehlungen Schulausschluss bei übertragbaren Krankheiten
Medizinischer Dienst Amt für Gesundheit
Schulärztliche Untersuchungskarte [407.01 KB] (BLDZ Art. 5830.72.02)
Schulzahnärztliches Befundblatt [414.49 KB] (BLDZ Art. 5340.61.01)
Kontrollkarte Schulärztlicher und Schulzahnärztlicher Untersuch [407.55 KB] (BLDZ Art. 5840.72.01)
Mustervereinbarung für Schulärzte und Schulärztinnen [194.70 KB]
Mustervereinbarung für Schulzahnärzte und Schulzahnärztinnen [194.80 KB]
Kinder, die bis zum 31. Juli das vierte Altersjahr vollendet haben, haben mit Beginn des neuen Schuljahres (Montag der 33. Kalenderwoche) den Kindergarten zu besuchen (§ 37 VG).
Geburtsdaten der kindergartenpflichtigen Kinder
2018 / 2019 1. August 2013 - 31. Juli 2014
2019 / 2020 1. August 2014 - 31. Juli 2015
2020 / 2021 1. August 2015 - 31. Juli 2016
Hinausschieben des Kindergarteneintritts
Die Erziehungsberechtigten können die Verschiebung des Kindergarteneintritts für ihr Kind um ein Jahr erklären. Eine Begründung ist nicht notwendig. Die entsprechende Erklärung muss bis zum 1. März bei der Schulbehörde eingegangen sein. Später eingegangene Erklärungen werden berücksichtigt, wenn dies organisatorisch möglich oder das Kind offensichtlich nicht für den Kindergartenbesuch reif ist. Auch bei einer Verschiebung des Kindergarteneintritts muss der Kindergarten zwei Jahre besucht werden (§ 37 VG; § 41 RRV VG).
Ein Vorverlegen des Eintritts in den Kindergarten oder des Übertritts in die Primarschule ist möglich, wenn zu erwarten ist, dass die erforderlichen Leistungen leicht erfüllt werden und die soziale sowie emotionale Entwicklung gesund erfolgen (§ 37 VG; § 41 RRV VG).
Schulpsychologie und Logopädie stehen Ihnen bei Fragen zum Schuleintritt zur Verfügung.
Flyer Unser Kind kommt in den Kindergarten - Tipps für Eltern [429.16 KB]
(albanisch, englisch, französisch, portugiesisch, serbisch, türkisch)
Flyer Unser Kind kommt in die Schule - Tipps für Eltern [597.63 KB]
Gemäss § 25 VG liegt der Schulweg grundsätzlich in der Verantwortung der Erziehungsberechtigten Die Schülerinnen und Schüler legen den Schulweg in der Regel aus eigener Kraft zurück. Die Schulbehörde setzt sich bei den Verantwortlichen für Verkehrssicherheit für möglichst sichere Wege ein.
Wenn es einem Kind nicht zumutbar ist, den Schulweg aus eigener Kraft zurückzulegen, hat es gegenüber seiner Wohnortsschulgemeinde einen Anspruch auf unentgeltlichen Schülertransport. Die Eltern können nicht zu einer Kostenbeteiligung verpflichtet werden.
bfu Kompetenzkatalog Verkehr
Tiefbauamt: Planung und Verkehr
VCS Dossier Schulweg
Schulwege.ch
Das Gesetz über die familienergänzende Kinderbetreuung beauftragt die Politischen Gemeinden mit dem Aufbau und Betrieb angemessener Angebote für die familienergänzende Kinderbetreuung. Sie kann dafür mit den Schulgemeinden zusammenarbeiten. § 17 VG sieht vor, dass die Schulgemeinden Schulen mit Tagestrukturen (Betreuungszeiten, Aufgabenhilfe, Mittagstische usw.) aufbauen können.
Zahlreiche Schulgemeinden bieten entsprechende Angebote an. Betreuungsangebote sind grundsätzlich kostenpflichtig.
Übergang Kindergarten -1. Klasse
Lehrpersonen des Kindergartens und der 1. Klasse sind gemeinsam für die Gestaltung des Übertritts verantwortlich. Die Planung und Koordination liegt in Verantwortung der Schulbehörden und Schulleitungen. Besondere Beachtung gilt der Zusammenarbeit mit den Erziehungberechtigten.
Der Leitfaden «Übergang Kindergarten -1. Klasse gemeinsam gestalten» bietet Schulgemeinden Hinweise zur Planung und Koordination des Übergangs, der Beobachtung und Dokumentation des Entwicklungsstands der Kinder, der Zusammenarbeit der Lehrpersonen und der Begleitung der Kinder und Eltern in diesem bedeutendem Entwicklungsschritt. Weiter finden sich Zielsetzungen, Massnahmen und Ideen aus der Praxis sowie eine Auflistung von Instrumenten, welche den Übergabeprozess unterstützen können.
Leitfaden «Übergang Kindergarten -1. Klasse gemeinsam gestalten» [761.16 KB]
Umteilung eines Schülers
Ordentlicher Schulort ist gemäss § 36 VG derjenige Ort, an dem sich ein Kind dauernd aufhält, also wo es in der Regel wohnt. Bei Vorliegen wichtiger Gründe kann die Schulaufsicht im Sinn einer Ausnahme ein Kind innerhalb der gleichen Schulgemeinde oder einer andern Schulgemeinde zuteilen.
Gemäss einem Entscheid des Amts für Volksschule vom 25. September 2009 liegen wichtige Gründe für eine Umteilung insbesondere in folgenden Situationen vor:
Übertritt in eine öffentliche Schule mit Begabungsförderung im Bereich Musik, Tanz oder Sport
Familiäre Gründe (z.B. keine Betreuungsmöglichkeit)
Gründe des Unterrichts (z.B. schwer gestörtes Verhältnis zwischen Kind/Eltern und Schule
Gründe in der Person des Kindes (z.B. problematische Entwicklung des Kindes)
Unzumutbarer Schulweg
Umteilungsverfahren mit Gesuch an die Schulaufsicht
Eltern oder die Schule, in der das Kind schulpflichtig ist, können bei der zuständigen Schulinspektorin / dem zuständigen Schulinspektor der Schulaufsicht ein Gesuch um Umteilung einreichen.
Umteilungsverfahren bei gegenseitiger Zustimmung
Sind sich die Parteien (Eltern, betroffene Schulgemeinden) beim Vorliegen wichtiger Gründe über die Umteilung einig, kann die Umteilung mittels Umteilungsformular direkt von den Schulen eingeleitet werden:
Gesuch Eltern > Einverständnis der heutigen Schulgemeinde > Einverständnis der zukünftigen Schulgemeinde > Kenntnisnahme durch zuständige Schulinspektorin / Schulinspektor der Schulaufsicht. (Das Original-Formular bleibt bei der Schulaufsicht, die beteiligten Schulgemeinden erhalten eine Kopie. Die Eltern werden von den Schulen informiert.)
Die Erziehungsberechtigten halten die Kinder zum Schulbesuch, zu respektvollem Verhalten und zur Befolgung angeordneter Massnahmen an. Sie sorgen dafür, dass die Kinder ausgeruht, verpflegt und pünktlich in der Schule erscheinen.
Verletzen sie diese Verpflichtungen, können sie auf Antrag der Schulbehörde durch die Staatsanwaltschaft gebüsst werden.
Erziehungsberechtigte, die das Kind nicht im Kindergarten oder in der Schule ihres Wohnortes unterrichten lassen, müssen der Schulbehörde nachweisen, dass es einen gleichwertigen Unterricht erhält. Der Besuch eines bewilligten privaten Kindergarten oder einer bewilligten Privatschule gilt als gleichwertig. Die Voraussetzungen für Privatunterricht (Homeschooling) sind in einer Richtlinie geregelt.
Zusammenwirken mit Erziehungsberechtigten
Die Volksschule und die Erziehungsberechtigten sind gemäss § 21 VG zur Zusammenarbeit zum Wohle des Kindes verpflichtet.
Die Lehrpersonen orientiert die Erziehungsberechtigten über die schulische Entwicklung des Kinders. Die Erziehungsberechtigten stehen für Kontakte bereit und nehmen an den obligatorischen Schulveranstaltungen teil. Sorgeberechtigte haben das Recht zu Unterrichtsbesuchen. Diese müssen mit der Lehrperson abgesprochen sein.
Ein nicht sorgeberechtigter Elternteil muss von sich aus aktiv werden, wenn er Informationen über die schulische Situation seines Kindes erhalten will.
Weiterführende Informationen zur Elternzusammenarbeit
verdi - interkulturelles Dolmetschen (Unterstützt von den Ostschweizer Kantonen)
Zuzug aus anderm Kanton oder aus dem Ausland
Ein Schüler oder eine Schülerin wird in die gleiche Klasse und in den gleichen Schultyp, den er oder sie am früheren Schulort besuchte, aufgenommen. Massgebend ist die besuchte Klasse, nicht der Jahrgang. Dagegen sind Kinder, die bisher eine Schule besucht haben, die sich nicht mit einer thurgauischen Schule vergleichen lässt, altersgemäss einzuschulen, d.h. jener Klasse zuzuweisen, die ihrem Alter entspricht.
Kann ein Kind dem Stoffprogramm der neuen Klasse nicht ohne Schwierigkeiten folgen, ist zu prüfen, ob Nachhilfeunterricht oder besondere Fördermassnahmen geeignet sind, den Anschluss zu ermöglichen. Wo dies nicht der Fall ist, muss eine Repetition in Erwägung gezogen werden.
In den lokalen Förderkonzepten regeln die Schulen, welche Massnahmen sie für Schülerinnen und Schüler mit wenig oder gar keinen Deutschkenntnissen zur Verfügung stellen.