Source: https://www.alles-natur.at/de/wer-wir-sind/statuten
Timestamp: 2020-02-25 12:52:41
Document Index: 371293857

Matched Legal Cases: ['§ 34', '§ 10', '§ 12', '§ 14', '§13', '§13']

alles natur: Statuten
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Statuten ALLES NATUR
der Verein trägt den Namen "Alles Natur – Verein für faire und nachhaltige Lebens- und Esskultur"
der Sitz des Vereins ist Klagenfurt.
Der Verein, dessen Tätigkeit nicht auf Gewinn ausgerichtet ist und der ausschließlich gemeinnützige Zwecke nach BAO §§ 34 bis 47 verfolgt bezweckt
die Förderung einer nachhaltigen, ökologischen, regionalen und kleinteiligenLandwirtschaft,
die Förderung fairer Arbeitsbedingungen in der Landwirtschaft,
den Schutz der Artenvielfalt vor Bedrohung durch intensive Landwirtschaft,
die Förderung von demokratischer Selbstorganisation in Produktion und Verteilung von Lebensmitteln,
die Förderung des gemeinschaftlichen Lebens und sozialen Zusammenhalts auf lokaler und regionaler Ebene,
die Stärkung des allgemeinen Umwelt und Ernährungsbewusstseins.
2.1 Als ideelle Mittel dienen:
a) Diskussionsveranstaltungen
d) Aktionen
g) Zusammenarbeit mit Vereinen und Organisationen, die dieselben oder ähnliche Ziele verfolgen
h) Workshops zur Verarbeitung und Konservierung von Lebensmitteln nach biologischen Maßstäben
j) Förderung von, Mitwirkung in und Gründung von regionalen Netzwerken zur Kooperation von KonsumentInnen und biologisch arbeitenden Betrieben
2.2. Die erforderlichen materiellen Mittel sollen aufgebracht werden durch:
c) Erträge aus Veranstaltungen, Publikationen, eigenen Unternehmungen und sonstigen Zuwendungen
e) Schenkungen
f) Erbschaften
Mitglieder verpflichten sich zur Zahlung eines von der Mitgliederversammlung festzusetzenden Mitgliedsbeitrages.
Das Gremium kann in der Vereinspraxis weitergehende Bestimmungen betreffend Aufnahme, Ausschluss, Mitgliedsbeitrag, Rechte und Pflichten der Mitglieder festlegen.
Die Mitgliedschaft beginnt laut Vereinspraxis, frühestens mit der Eintragung in die Mitgliederliste, sowie der Zahlung des Mitgliedsbeitrages und der Einschreibegebühr.
Ein neues Mitglied muss die von der Mitgliederversammlung festgelegte Einschreibegebühr entrichten.
Über die Aufnahme von Fördermitgliedern entscheidet das Gremium.
Ein Austritt muss dem Gremium bekanntgegeben werden und wird in der Vereinspraxis näher bestimmt.
Der Ausschluss eines Mitgliedes ist möglich, wenn es trotz persönlicher oder schriftlicher Aufforderungen, seinen/ihren durch die Satzung oder sonstig übernommenen Pflichten als Mitglied nicht nachkommt oder sich vereinsschädigend verhält.
Über Ausschlüsse entscheidet das Gremium mit Zweidrittelmehrheit, näheres wird in der Vereinspraxis festgelegt.
Jedes Mitglied soll vor allem durch seine/ihre persönliche Mitarbeit den Zweck des Vereins nach seinen/ihren Kräften unterstützen und alles unterlassen, wodurch Ansehen und Zweck des Vereines Abbruch erleiden könnte.
Jedes Mitglied hat pünktlich den Mitgliedsbeitrag zu entrichten.
Das aktive und passive Wahlrecht und die Bekleidung von Funktionen im Verein stehen ordentlichen Mitgliedern offen. Fördermitglieder genießen ein Recht auf Anhörung.
Jedes Mitglied ist im Verein gleich haftbar. Eine mögliche Haftung des Vorstandes gegenüber Dritten wird auf alle Vereinsmitglieder gleich verteilt, sofern der Vorstand nicht grob fahrlässig bzw. vorsätzlich gehandelt hat.
Der Verein verpflichtet sich für die laufenden Zahlungsverbindlichkeiten (z.B. Miete, Strom, Gas,Wasser) entsprechende Rücklagen zu bilden. Diese Rücklagen sollen dazu dienen, bei etwaigem gleichzeitigem Austritt mehrerer Mitglieder laufende Zahlungsverpflichtungen einhalten zu können.
Die Organe des Vereins sind die Mitgliederversammlung, der Vorstand, das Gremium, die RechnungsprüferInnen sowie das Schiedsgericht.
Die Vereinspraxis besteht aus Gremiumsentscheidungen und wird in Form schriftlicher Protokolle festgehalten.
§ 10 Entscheidungsfindung
Sämtliche Entscheidungen in allen Organen des Vereins werden, sofern nicht anders angegeben, mit Zweidrittelmehrheit getroffen. Enthaltungen werden bei der Stimmzählung nicht berücksichtigt.
Die Mitgliederversammlung ist das Versammlungsorgan des Vereins im Sinne VerG 02.
Die ordentliche Mitgliederversammlung muss mindestens einmal im Jahr einberufen werden. Allerdings sofort, wenn der gesamte Vorstand geschlossen zurücktritt.
Die Mitgliederversammlung wählt den Vorstand bzw. neue Vorstandsmitglieder und die RechnungsprüferInnen mit Zweidrittelmehrheit wobei die KandidatInnen kein Stimmrecht besitzen.
Sie hat außerdem das Recht, den Vorstand oder einzelne Vorstandsmitglieder ihres Amtes zu entheben, wobei die betreffenden Personen nicht stimmberechtigt sind.
Der Mitgliederversammlung ist die Änderung der Statuten vorbehalten.
Die Mitgliederversammlung setzt die Höhe des Mitgliedsbeitrages und der Einschreibgebühr fest.
Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, wenn alle ordentlichen Mitglieder ordnungsgemäß zwei Wochen vor der Mitgliederversammlung via Brief oder E-Mail eingeladen wurden. Die Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Anzahl der Erschienenen beschlussfähig.
Die außerordentliche Mitgliederversammlung kann einberufen werden durch: a) den Vorstand, b) das Gremium c) den/die RechnungsprüferIn, d) wenn zehn Prozent der ordentlichen Mitglieder dies vom Vorstand schriftlich einfordern. Im Falle von d) muss der Vorstand die Mitgliederversammlung innerhalb eines Monats einberufen.
Die Mitgliederversammlung hat das alleinige Recht den Verein mit Zweidrittelmehrheit aufzulösen.
Der Vorstand ist das Leitungsorgan des Vereins im Sinne VerG 02.
Die Funktionsperiode des Vorstands beträgt ein Jahr.
Der Vorstand setzt sich aus mindestens drei natürlichen Personen zusammen, die gleichzeitig ordentliche Mitglieder des Vereins sein müssen.
Der Vorstand umfasst folgende Funktionen: Eine/Ein Obfrau/Obmann, Eine/Ein KassierIn, Eine/Ein SchriftführerIn.
Besteht der Vorstand aus mehr als drei natürlichen Personen, besteht die Möglichkeit StellvertreterInnen für die in § 12 (4) genannten Funktionen zu bestellen, welche bei Abwesenheit/Verhinderung des Sprechers/ der Sprecherin, des Finanzrefenten/ der Finanzreferentin oder des Schriftführers/ der Schriftführerin dessen/ deren besondere Obliegenheiten übernehmen.
Dem Vorstand obliegt die operative Leitung und die Geschäftsführung des Vereins.
Die Tätigkeit des Vorstandes kann durch Beschlüsse des Gremiums, insbesondere durch die Vereinspraxis oder Vetoentscheide, weiter eingeschränkt beziehungsweise definiert werden.
Der Vorstand trifft Entscheidungen mit Zweidrittelmehrheit.
Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn alle Mitglieder des Vorstands eingeladen wurden und mindestens die Hälfte anwesend ist. Weiters gelten getroffene Gremiumsbeschlüsse - soweit erforderlich - auch als Vorstandsbeschlüsse, sofern mindestens die Hälfte der Vorstandsmitglieder anwesend ist.
Jedes ordentliche Mitglied ist berechtigt als VorstandskandidatIn vorgeschlagen zu werden, oder sich selber vorzuschlagen.
Über die Aufnahme von VorstandskandidatInnen im laufenden Geschäftsjahr entscheidet das Gremium. Die Mitgliederversammlung bestätigt oder wählt den Vorstand neu.
Der Vorstand besitzt das Recht das Gremium und die Mitgliederversammlung einzuberufen.
Die/Der Obfrau/Obmann führt die laufenden Geschäfte des Vereins und vertritt den Verein nach außen. Der/Die SchriftführerIn unterstützt die/den Obfrau/Obmann bei der Führung der Vereinsgeschäfte.
Schriftliche Ausfertigungen des Vereins bedürfen zu ihrer Gültigkeit der Unterschriften der/des Obfrau/Obmanns und der Schriftführerin/des Schriftführers. In Geldangelegenheiten (vermögenswerte Dispositionen) der Obfrau/des Obmanns und der Kassierin/des Kassiers.
Rechtsgeschäftliche Bevollmächtigungen, den Verein nach außen zu vertreten bzw. für ihn zu zeichnen, können ausschließlich auf Beschluss des Vorstands erteilt werden. Dieser Beschluss bedarf weiters der ausdrücklichen Zustimmung des Gremiums.
Die/der SchriftführerIn führt die Protokolle der Mitgliederversammlung und des Vorstands, und organisiert die Führung der Protokolle des Gremiums.
§ 14 Gremium
Zur Teilnahme am Gremium sind alle Mitglieder (bei juristischen Personen einE VertreterIn) sowie Interessierten (diese ohne ausdrückliches Anhörungsrecht) berechtigt.
Das Stimmrecht ist den ordentlichen Mitgliedern vorbehalten.
Bei Abstimmungen hat jedes Mitglied eine Stimme. Stimmübertragungen von natürlichen Personen sind nicht zulässig.
Das Gremium ist die oberste Instanz des Vereins zwischen den Sitzungen der Mitgliederversammlung.
Gremiumstreffen finden regelmäßig, mindestens aber einmal im Monat statt.
Die Einberufung bedarf keiner besonderen Form und erfolgt in der Regel automatisch zu einem in der Vereinspraxis festgelegten Termin/Wochentag.
Das Gremium ist beschlussfähig, wenn mindestens 4 ordentliche Mitglieder anwesend sind. Protokolle müssen nach festgelegter Frist verfasst und allen Mitgliedern zur Einsicht zur Verfügung stehen. Jedes ordentliche Mitglied hat das Recht auf Einspruch binnen festgelegter Frist. Sollten insgesamt mehr als 1/3 aller ordentlichen Mitglieder Einspruch erheben, ist die im Gremium getroffene Entscheidung nichtig. Die oben genannten Fristen werden in der Vereinspraxis festgelegt.
Das Gremium hat folgende Aufgaben und Rechte:
a) Wahl zusätzlicher Vorstandsmitglieder während der laufenden Funktionsperiode des Vorstandes,
b) Das Gremium besitzt ein absolutes Vetorecht bei allen Entscheidungen des Vorstandes. Mitglieder des Vorstandes sind bei Vetobeschlüssen nicht stimmberechtigt.
c) Es beauftragt den Vorstand oder andere Personen mit der Erledigung von Arbeiten und kann diese Bevollmächtigungen jederzeit widerrufen.
d) Das Gremium dient der Koordination der vereinsinternen Arbeitsaufteilung. Es entscheidet weiters über die genaue Aufgabenverteilung im Vorstand.
e) Es entscheidet über die Aufnahme sowie den Ausschluss von Mitgliedern und legt gegebenenfalls verbindliche Standardprozeduren dafür fest.
f) Das Gremium erlässt und ergänzt die Vereinspraxis, die auf jeden Fall Beschlüsse zu den Absätzen 7. - 8.e) des vorliegenden Paragraphen umfassen.
Die Entscheidungen des Gremiums erfolgen mit Zweidrittelmehrheit.
Das Gremium kann die Mitgliederversammlung einberufen.
Mindestens zwei RechnungsprüferInnen werden durch die Mitgliederversammlung auf die Dauer von einem Jahr gewählt. Wiederwahl ist möglich. Die RechnungsprüferInnen dürfen nicht dem Vorstand angehören, da dessen Tätigkeiten Gegenstand der Prüfung sind.
Den RechnungsprüferInnen obliegt die laufende Geschäftskontrolle sowie die Prüfung der Finanzgebarung des Vereins im Hinblick auf die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung und die statutengemäße Verwendung der Mittel. Der Vorstand hat den RechnungsprüferInnen die erforderlichen Unterlagen vorzulegen und die erforderlichen Auskünfte zu erteilen. Die RechnungsprüferInnen haben dem Gremium und der Mitgliederversammlung über das Ergebnis der Prüfung zu berichten.
Die RechnungsprüferInnen können bei Gefahr im Verzug eine Mitgliederversammlung oder ein Gremium einberufen.
In allen aus dem Vereinsverhältnis entstehenden Streitigkeiten entscheidet das vereinsinterne Schiedsgericht, sofern dies von einer der Parteien gewünscht wird.
Das Schiedsgericht setzt sich aus fünf ordentlichen Vereinsmitgliedern zusammen. Es wird derart gebildet, dass jeder Streitteil innerhalb von zwei Wochen dem Vorstand zwei Mitglieder als Schiedsrichter/-innen namhaft macht. Diese wählen mit Stimmenmehrheit eine Vorsitzende / einen Vorsitzenden des Schiedsgerichtes. Bei Stimmengleichheit entscheidet unter den Vorgeschlagenen das Los.
Das Schiedsgericht fällt seine Entscheidungen bei Anwesenheit aller seiner Mitglieder mit einfacher Stimmenmehrheit. Es entscheidet nach bestem Wissen und Gewissen. Seine Entscheidungen sind vereinsintern endgültig. Es ist keine Stimmenthaltung möglich.
Die Mitgliederversammlung hat das alleinige Recht den Verein aufzulösen.
Die Mitgliederversammlung hat - sofern Vereinsvermögen vorhanden ist - über die Abwicklung zu beschließen. Insbesondere hat sie einen/eine AbwicklerIn zu berufen und Beschluss darüber zu fassen, wem dieser/diese nach Abdeckung des Passiva verbleibende Vereinsvermögen zu übertragen hat.
1. Statutenänderungen sind ab der Einreichung bei der Vereinsbehörde nach Ablauf der Frist gemäß §13/1 VerG oder mit früherer Erlassung eines Bescheides gemäß §13/2 VerG gültig; im Innenverhältnis binden sich die Mitglieder jedoch bereits ab Kenntnisnahme der Beschlussfassung.