Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_13/vo/1/81360000048.htm
Timestamp: 2018-12-11 20:54:08
Document Index: 33602337

Matched Legal Cases: ['§ 22', '§ 58', '§ 64', '§ 2', '§ 4', '§ 5', '§ 63']

113048 Eichenhain bei der Dalkinger Heidkapelle
1.36.048 Eichenhain bei der Dalkinger Heidkapelle
Verordnung des Landratsamtes Ostalbkreis als untere Naturschutzbehörde über das Landschaftsschutzgebiet "Eichenhain bei der Dalkinger Heidkapelle" vom 11. Februar 1985 (Mitteilungs­blatt der Gemeinde Rainau vom 28.03.1985).
Auf Grund von § 22, § 58 Abs. 3 und 4 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz - NatSchG) vom 21.10.1975 (GBl. S. 654), zuletzt geändert durch das Gesetz vom 30. Mai 1978 (GBl. S. 286), wird mit Zustimmung des Regierungspräsidiums Stuttgart als höhere Naturschutzbehörde verordnet:
Die in § 2 näher bezeichnete Fläche auf dem Gebiet der Gemeinde Rainau wird zum Landschaftsschutzgebiet erklärt. Das Landschaftsschutzgebiet führt die Bezeichnung "Eichenhain bei der Dalkinger Heidkapelle".
(1) Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von rund 4,25 ha.
(2) Das Schutzgebiet umfaßt nach dem Stand vom 15.12.1978 das Grundstück Flurstück Nr. 2544 auf dem Gebiet der Gemeinde Rainau.
(3) Das Landschaftsschutzgebiet ist in einer Übersichtskarte im Maßstab 1 : 25 000 schwarz umgrenzt und flächig grün angelegt und in einer Flurkarte im Maßstab 1 : 2 500 schwarz umgrenzt und grün angeschummert. Die Karten sind Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karten wird beim Landratsamt Ostalbkreis in 7080 Aalen zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Dienststunden niedergelegt.
Wesentlicher Schutzzweck ist die Erhaltung und Sicherung des Eichenhaines, der wegen der heutigen Seltenheit derartiger Haine als Reliktform früherer Wirtschaftsweisen besonders schutzwürdig ist.
1. Errichtung von baulichen Anlagen i.S. der Landesbauordnung in der jeweils geltenden Fassung oder der Errichtung gleichgestellte Maßnahmen;
10. Aufstellen von Wohnwagen oder Verkaufsständen außerhalb der zugelassenen Plätze und das nicht nur vorübergehende Zelten oder Abstellen von Kraftfahrzeugen;
12. Neuaufforstungen, Umwandlungen von Wald, Anlage von Kleingärten oder die wesentliche Änderung der Bodennutzung auf andere Weise;
13. Beseitigung oder Änderung von wesentlichen Landschaftsbestandteilen wie Bäume, Hecken, Gebüsche, Feld- und Ufergehölze, Schilf- und Rohrbestände, Felsen und ähnliche Naturerscheinungen, die zur Zierde und Belebung des Landschaftsbildes beitragen oder im Interesse der Tierwelt Erhaltung verdienen.
(3) Die Erlaubnis ist zu erteilen, wenn die Handlung Wirkungen der in § 4 genannten Art nicht zur Folge hat oder solche Wirkungen durch Auflagen oder Bedingungen abgewendet werden können. Sie kann mit Auflagen, unter Bedingungen, befristet oder widerruflich erteilt werden, wenn dadurch erreicht
werden kann, daß die Wirkungen der Handlungen dem Schutzzweck nur unwesentlich zuwiderlaufen.
3. für die ordnungsmäßige Unterhaltung der Straßen, Wege, Plätze, Gewässer und Energieversorgungsanlagen, ausgenommen Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Nr. 13;
Von den Vorschriften dieser Verordnung kann nach § 63 NatSchG mit Zustimmung der höheren Naturschutzbehörde Befreiung erteilt werden.
Aalen, den 11. Februar 1985
Nr. IV/41-364.22