Source: https://www.aok-business.de/fachthemen/pro-personalrecht-online/datenbank/anzeigen/poc/docid/3996916_0/
Timestamp: 2019-08-19 03:29:17
Document Index: 21912241

Matched Legal Cases: ['§ 9', '§ 15', '§ 14', '§ 15', '§ 9', '§ 9', '§ 10', '§ 19', '§ 9']

Arbeitsrechtslexikon > A > Au > Auszubildende - Freistellung
Der Ausbilder muss
jugendliche Auszubildende nach §§ 9, 10 JArbSchG und
erwachsene Auszubildende nach § 15 BBiG
für den Besuch der Berufsschule freistellen. Die öffentlich-rechtliche Berufsschulpflicht ist gegenüber der zivilrechtlichen betrieblichen Ausbildungspflicht vorrangig. Das wird sehr klar in § 14 Abs. 1 Nr. 4 BBiG bestätigt:
"Ausbildende haben ... Auszubildende zum Besuch der Berufsschule ... anzuhalten ..."
Während § 15 BBiG zunächst für alle - im Schwerpunkt allerdings für heranwachsende und erwachsene - Auszubildenden
"Ausbildende haben Auszubildende für die Teilnahme am Berufsschulunterricht und an Prüfungen freizustellen. Das Gleiche gilt, wenn Ausbildungsmaßnahmen außerhalb der Ausbildungsstätte durchzuführen sind"
vorsieht, enthalten die §§ 9, 10 JArbSchG für jugendliche Auszubildende ganz detaillierte Vorgaben. So darf der Arbeitgeber Jugendliche nach § 9 Abs. 1 Nr. 1 bis Nr. 3 JArbSchG nicht
vor einem vor 9 Uhr beginnenden Unterricht,
an einem Berufsschultag mit mehr als fünf Unterrichtsstunden von mindestens je 45 Minuten, einmal in der Woche, sowie
beschäftigen. Und § 10 Abs. 1 schließt in den Nummern 1 und 2 an: "Der Arbeitgeber hat den Jugendlichen
an dem Arbeitstag, der der schriftlichen Abschlussprüfung unmittelbar vorausgeht,
freizustellen."
§ 19 Abs. 1 Nr. 1 BBiG,
§ 9 Abs. 3 JArbSchG und
darf durch den Besuch der Berufsschule kein Entgeltausfall eintreten. Auszubildende haben insoweit Anspruch auf Vergütungsfortzahlung.
Mehr Informationen zum Thema Freistellung Auszubildender für den Besuch der Berufsschule sind in den Stichwörtern
hinterlegt, auf die an dieser Stelle verwiesen wird.
Auszubildende - Definition ...