Source: http://www.jurablogs.com/2012/08/15/bgh-durchsuchen-handyspeichers-raub
Timestamp: 2017-05-01 00:45:05
Document Index: 19015705

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', '§ 249', 'BGH', '§ 240', '§ 249', 'BGH', '§ 242', '§ 242', '§ 242', '§ 249', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BlogsRA Dr. BöttnerAugust 2012BGH: Das Durchsuchen des Handyspeichers ist kein RaubBGH, Beschluss vom 14.02.2012, Az.: 3 StR 392/11Der Angeklagte ergriff nach Feststellung des Landgerichts Duisburg das Handy des Geschädigten. Hier wollte er nach Beweisen für eine Beziehung zwischen dem Geschädigten und der Schwester eines Mitangeklagten suchen. Dabei übertrug er die Bilddateien des Handys auf sein eigenes Handy. Bei der Tat soll es dem Angeklagten gleichgültig gewesen sein, ob der Geschädigte das Gerät zurückerlange. Das Landgericht verurteilte den Angeklagten wegen Raubes. Die Strafverteidigung rügte die Verurteilung. So fehle es an der Zueignungsabsicht im Sinne des § 249 Abs. 1 StGB. Dies sieht auch der BGH so und gibt der Revision der Strafverteidigung statt:“Danach hat sich der Angeklagte nicht eines Verbrechens des Raubes, sondern nur einer Nötigung (§ 240 Abs. 1 StGB) schuldig gemacht, denn er handelte nicht, wie § 249 Abs. 1 StGB voraussetzt, in der Absicht, das Mobiltelefon sich oder einem Dritten zuzueignen. Weder wollte er sich den Substanz- oder Sachwert des Geräts aneignen noch hat er dessen Wert durch den vorübergehenden Gebrauch gemindert (vgl. BGH, Urteil vom 25. Oktober 1968 – 4 StR 398/68, GA 1969, 306, 307 zur fehlenden Aneignungskomponente bei der Wegnahme zwecks Inhaftierung; S/S-Eser/Bosch, StGB, 28. Aufl., § 242 Rn. 53, 55; NK-StGB-Kindhäuser, 3. Aufl., § 242 Rn. 82; LK/Vogel, StGB, 12. Aufl., § 242 Rn. 150). Es fehlt an dem für eine Aneignung erforderlichen Willen des Täters, den Bestand seines Vermögens oder den eines Dritten zu ändern, wenn er das Nötigungsmittel nur zur Erzwingung einer Gebrauchsanmaßung einsetzt (Fischer, StGB, 59. Aufl., § 249 Rn. 19a) oder wenn er die fremde Sache nur wegnimmt, um sie “zu zerstören”, “zu vernichten”, “preiszugeben”, “wegzuwerfen”, “beiseite zu schaffen”, “zu beschädigen”, sie als Druckmittel zur Durchsetzung einer Forderung zu benutzen oder um den Eigentümer durch bloßen Sachentzug zu ärgern (vgl. BGH, Urteile vom 27 ...Zum vollständigen Artikel33 LeserBurhoff online Blog:Raub in mittelbarer Täterschaft – geht das?104 LeserBurhoff online Blog:Der Unterschied zwischen vollendetem Raub und versuchtem Raub und Unterschlagung kann e...169 LeserBurhoff online Blog:Der Elektroschocker ist ein gefährliches Werkzeug, aber „funkionsfähig“ muss er sein56 LeserBurhoff online Blog:Die Zueignungsabsicht beim Raub muss schon konkret sein….90 LeserBurhoff online Blog:Raub oder räuberische Erpressung – das war hier die Frage83 LeserBurhoff online Blog:Klassiker I: Raub ist doch an sich ganz einfach78 LeserBurhoff online Blog:Kleiner Grundkurs: Räuberischer Diebstahl10 verwandte ArtikelZueignungsabsicht bei Handywegnahme: Wenn ich jetzt ins Mündliche müsste...Der Raub, der kein Raub war…BGH: Rustikale Beweissicherung von Bilddateien auf einem fremden Handy erfüllt noch nicht den Tatbestand des Raubes(Strafverteidiger Berlin) BGH vom 27.2.2011: Tötung eines Mitglieds der Outlaws durch Mitglieder der Hells Angels (4 StR 502/10 )BGH: Schwerer Raub auch bei Waffen- oder Werkzeugeinsatz zwischen Vollendung und BeendigungSicherungserpressungBGH: Lehrstunde zur Abgrenzung der Täterschaft und TeilnahmeBGH: Bei der räuberischen Erpressung muss zwischen dem Einsatz des Nötigungsmittels und dem erlangten Vorteil ein finaler Zusammenhang
bestehenDas Löschen von Daten auf einem Mobiltelefon begründet keine ZueignungsabsichtBeihilfe – zum Raub statt DiebstahlÜber den ArtikelVeröffentlicht August 15, 2012 8:18am im Blog RA Dr. Böttner.KategorienStrafrechtThemenStrafrecht, Aktuelles, Rechtsanwalt, Bgh, Stgb, Erpressung, Landgericht, Fischer, Revision, Strafverteidigung, Raub, Räuberische Erpressung, Fotos, Handy, Wegnahme, Mobiltelefon, Vermögensvorteil, Ters, Bgh Urteil, Bosch, Bereicherungsabsicht, Handyspeicher, ZueigungsabsichtTäglich juristische Top-MeldundenMehr Informationen zum NewsletterTop-MeldungenWeiteresAnwalt verlangt 600 EUR Schmerzensgeld pro Stunde als Honorarvon Thorsten Blaufelder / Kanzlei BlaufelderNull Toleranz für Verwaltung und Urlaubvon Carsten R. Hoenig / kanzlei-hoenig.deErstgesprächen im Rahmen des Betrieblichen Eingliederungsmanagements – und ihre Verhinderung durch den Betriebsratvon RechtslupeDenunziant vor Gericht wegen Datenschutzverstoßvon Ingo Kaiser / Datenschutzblog 29Ein neues Zuhausevon Udo Vetter / LawBlogAls nächstes lesen - bislang 60 Leser:Krankheitsbedingte Kündigung – Krankheitsanfälligkeit und Fehlzeitenprognose