Source: https://jugendbildungsmesse.de/tipps-auslandsaufenthalt-2/versetzungsrichtlinien/
Timestamp: 2018-04-24 00:41:46
Document Index: 196203163

Matched Legal Cases: ['§ 35', '§ 31', '§ 2', '§ 26', '§ 23', '§ 6']

Versetzungsrichtlinien der Bundesländer für den Schüleraustausch
Jedes Bundesland legt eigene Versetzungsrichtlinien fest, die für den Schüleraustausch relevant sind. Du solltest dich daher bereits bei der Planungs deines Auslandsaufenthalts während der Schulzeit über die Bestimmungen informieren.
Sollte ein Schüler in den Klassen 6–9 G8 eine zweite Fremdsprache nicht durchgängig besucht haben, kann er nur nach Bestehen (mindestens die Note „ausreichend“) einer Feststellungsprüfung in der zweiten Fremdsprache in die Jahrgangsstufe 11 G8 aufgenommen werden. Wird die Feststellungsprüfung nicht bestanden („mangelhaft“ oder schlechter), wird der Schüler in die Klasse 10 G8 aufgenommen.
Schülern, für die eine Vorrückungsentscheidung nicht getroffen werden kann, weil sie zum Schulbesuch im Ausland beurlaubt waren, wird auf Antrag das Vorrücken auf Probe in die nächst höhere Jahrgangsstufe des Gymnasiums gestattet, wenn eine Schule im Ausland ordnungsgemäß besucht wurde und hierüber sowie über die dabei erzielten Leistungen eine Bestätigung der Schule vorgelegt wird. Dies gilt nicht für Schüler, die im der Beurlaubung vorangegangenen Schuljahr das Klassenziel nicht erreicht haben. Solche Schüler müssen die nicht bestandene Jahrgangsstufe wiederholen. Bei Schülern der Jahrgangsstufen 6 bis 10 ist unter bestimmten Bedingungen eine sogenannte Nachprüfung möglich, nach deren Bestehen auch Schüler, die zunächst keine Vorrückenserlaubnis im Jahreszeugnis erreicht hatten, in die nächsthöhere Jahrgangsstufe aufrücken können (Näheres s. § 35 i.V.m. §§ 31 und 33 GSO).
Schüler können für einen längstens einjährigen Schulbesuch im Ausland beurlaubt werden. Die Zeit des Schulbesuchs im Ausland bleibt bei der Berechnung der Höchstverweildauer in der Sekundarstufe I unberücksichtigt. Versetzungen und der Erwerb von Abschlüssen und Berechtigungen können auf der Grundlage der während des Schulbesuchs im Ausland erbrachten und nachgewiesenen Leistungen erfolgen, wenn diese Leistungen und die Leistungen vor dem Schulbesuch im Ausland den nach der Sekundarstufe-I-Verordnung zu erbringenden Leistungen für eine Versetzung oder für den Erwerb von Abschlüssen oder Berechtigungen gleichwertig sind. Die Entscheidung trifft der Schulleiter. Für die Information und Beratung über die Schullaufbahn in der gymnasialen Oberstufe und für die Beantragung eines Schulbesuchs im Ausland im Verlauf der Jahrgangsstufe 10 gelten die Gymnasiale-Oberstufe-Verordnung und die diese Verordnung betreffenden Verwaltungsvorschriften. Im Verlauf der Jahrgangsstufe 9 sind die Schülerinnen und Schüler über die Regelungen der gymnasialen Oberstufe zu informieren, insbesondere über die Belegverpflichtungen in der Einführungs- und Qualifikationsphase.
Schüler des Gymnasiums und der Stadtteilschule, die im zwölfjährigen Bildungsgang nach dem Besuch der Jahrgangsstufe 9 in die Jahrgangsstufe 10 oder im dreizehnjährigen Bildungsgang nach dem Besuch der Jahrgangsstufe 10 in die Jahrgangsstufe 11 versetzt wurden, rücken unter Anrechnung der Dauer des Schulbesuchs im Ausland in die Studienstufe ihrer Schule auf, wenn sie während der gesamten nachfolgenden Jahrgangsstufe oder während des zweiten Halbjahres der nachfolgenden Jahrgangsstufe eine vergleichbare Schule im Ausland regelmäßig besucht haben und wenn zu erwarten ist, dass sie den Anforderungen der Studienstufe gewachsen sein werden. Die Entscheidung trifft die Schule auf Grundlage der Voten der Fachlehrkräfte für die Fächer Deutsch, Mathematik, erste und zweite Fremdsprache im Rahmen eines pädagogisch-fachlichen Gesprächs, welches durch Tests in einzelnen Fächern ergänzt werden kann. Schüler, die die oben genannten Voraussetzungen erfüllen, erhalten überdies auf Antrag eine einkommensabhängige finanzielle Förderung, sofern sie nach der Rückkehr ihren Bildungsgang in der Stammschule, einer anderen Schule derselben Schulform oder einer anderen weiterführenden Schule fortsetzen. Der Höchstsatz der Förderung orientiert sich an den Lehrerpersonalkosten, die anfielen, wenn der Schüler am Unterricht in einer staatlichen Schule teilnehmen würde und liegt bei circa 2.500 Euro für ein Schulhalbjahr bzw. bei circa 5.000 Euro pro Schuljahr. Die Höhe der Förderung wird auf der Grundlage des Einkommens der Eltern der Antragsteller ermittelt und anteilsmäßig bis zu einem monatlichen Einkommen der Eltern von 4.000 Euro erteilt. Vom erzielten Einkommen sind für jedes zum Haushalt gehörende Familienmitglied 435 Euro abziehbar. Weitere Informationen zur finanziellen Förderung sowie zur Antragstellung unter
http://bildung-international.hamburg.de/sus/finanzierung/bsb.
Schülern soll ermöglicht werden, ihre schulische Ausbildung nach einem Auslandsaufenthalt ohne zeitlichen Verlust fortzusetzen. Die Entscheidung über ein Überprüfungsverfahren nach § 2 Abs. 6 der OAVO (drei schriftliche Arbeiten in Deutsch, erster Fremdsprache und Mathematik, zwei mündliche Prüfungen in Geschichte oder Politik und Wirtschaft sowie einer Naturwissenschaft) trifft die Schulleitung. Findet der Auslandsaufenthalt von mindestens halbjähriger Dauer während der Qualifikationsphase statt, so können auf Antrag Leistungen der Pflichtfächer aus der Einführungsphase bei der Gesamtqualifikation (§ 26) nach § 23 Abs. 5 angerechnet werden.
Auf Antrag kann die Verpflichtung zum Besuch der Einführungsphase um die Zeit eines nachgewiesenen, regelmäßigen und gleichwertigen Schulbesuchs im Ausland verkürzt werden. Erstreckt sich dieser Schulbesuch über die ganze Einführungsphase oder über die Dauer des zweiten Schulhalbjahres, so kann die Versetzung in die Qualifikationsphase auf der Grundlage einer geeigneten Leistungsüberprüfung erfolgen. Die Entscheidung trifft die Klassenkonferenz. Der Schulleiter kann Ausnahmen von den Bestimmungen der Wahl der Prüfungsfächer hinsichtlich der Belegungsverpflichtung in der Einführungsphase zulassen. Eine Verkürzung des Besuchs der gymnasialen Oberstufe um die Einführungsphase ist nur möglich, wenn die erfolgreiche Teilnahme am Unterricht mindestens folgender Unterrichtsfächer nachgewiesen wird: 1. Unterricht in beiden Pflichtfremdsprachen aus dem Sekundarbereich I oder Fortsetzung der ersten Pflichtfremdsprache und Beginn einer neuen Fremdsprache, 2. Mathematik, 3. ein naturwissenschaftliches Fach (Chemie, Biologie, Physik), 4. ein Fach aus dem gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeld. Wer ohne Besuch der Einführungsphase in die Qualifikationsphase eintritt, kann zur Erfüllung der Fremdsprachenverpflichtungen nur eine Fremdsprache wählen, in der er mindestens im Pflicht- oder Wahlpflichtunterricht der Stufen 8 und 9 durchgehend teilgenommen hat.
Leistungen, die bei einem Schulbesuch im Ausland erbracht wurden, können im zwölfjährigen Bildungsgang (G8) normalerweise nicht angerechnet werden. Abgesehen von diesem Regelfall gibt es für Schüler folgende drei Optionen:
1. In 11.1 wird ein halbjähriger Schulbesuch im Ausland angetreten. Nach der Rückkehr prüft die Schule, ob die im Ausland erbrachten Leistungen auf den hiesigen Schulbesuch angerechnet werden können. Ein ganzjähriger Schulbesuch im Ausland während der Qualifikationsphase wird nicht zugelassen.
2. Die Jahrgangsstufe 10.1 wird im Ausland verbracht und nach der Rückkehr die Schule in 10.2 fortgesetzt.
3. Ein Schüler überspringt aufgrund guter oder besserer schulischer Leistungen am Ende des 9. Schuljahrgangs durch Klassenkonferenzbeschluss nach § 6 DVVO den 10. Schuljahrgang und absolviert zunächst einen einjährigen Schulbesuch im Ausland. Nach Rückkehr aus dem Ausland erfolgt dann der Eintritt in die Qualifikationsphase.
Im dreizehnjährigen Bildungsgang (G9) findet ein Schulbesuch im Ausland i.d.R. weiterhin während des 11. Schuljahrgangs statt. Die Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe kann auf Antrag verkürzt werden, wenn die erfolgreiche Teilnahme an vorgegebenen Fächern nachgewiesen wird.
Ab dem Schuljahr 2017/18 wird die gymnasiale Stufe 10 wieder ausschließlich dem Sekundarbereich I zugeordnet. Für einen Auslandsaufenthalt im Schuljahr 2016/17 ergeben sich u.a. folgende Regelungen: 1. Nach einem Aufenthalt in 10.1. im Schuljahr 2016/17 kann die Ausbildung ohne Zeitverlust fortgeführt und innerhalb des G8 abgeschlossen werden. 2. Nach einem ganzjährigen Aufenthalt in 2016/17 kann der Wiedereintritt in die Einführungsphase an Schulformen erfolgen, die nach G9 Normen geführt werden. 3. Nach einem ganzjährigen Aufenthalt während der G8 Einführungsphase ist der Wiedereintritt in die Einführungsphase obligatorisch. Ausnahmen sind nur bei Gleichwertigkeit des Systems und sehr guten Leistungen möglich. Hierüber entscheidet die örtliche Schulbehörde.
Schülerinnen und Schülern wird empfohlen, einen geplanten Schulbesuch an einer ausländischen Schule in der Sekundarstufe I beziehungsweise in der Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe durchzuführen. So haben sie die Möglichkeit, ihre Schullaufbahn nach ihrer Rückkehr ohne zeitliche Verzögerung fortzusetzen. Ob die Lernvoraussetzungen dafür vorliegen, entscheidet die Schulleitung. Sie kann dies insbesondere vor dem Eintritt in die Qualifikationsphase durch eine Aufnahmeprüfung in den Fächern Deutsch, Mathematik, der Pflichtfremdsprache sowie dem vom Schüler gemäß GOS-VO gewählten Neigungsfach feststellen.
Schüler, die in die nächsthöhere Klassen- oder Jahrgangsstufe versetzt wurden, können auf ihren Antrag, bei minderjährigen Schülern auf Antrag der Eltern, von der Sächsischen Bildungsagentur für die Zeit eines längstens einjährigen Schulbesuchs im Ausland beurlaubt werden. Bei einer Beurlaubung nach der Jahrgangsstufe 11 besteht nach der Rückkehr kein Anspruch auf die Einrichtung eines bestimmten Kursangebotes in der Jahrgangsstufe 12. Nach Beendigung des Schulbesuchs im Ausland wird der Unterricht in der Klassenstufe oder Jahrgangsstufe fortgesetzt, in die der Schüler vor der Beurlaubung versetzt worden ist. Auf Antrag kann die Sächsische Bildungsagentur genehmigen, dass der Unterricht in der nächsthöheren Klassenstufe oder bei Beurlaubung nach der Klassenstufe 9 in der Jahrgangsstufe 11 fortgesetzt wird, wenn eine Schule im Ausland mit vergleichbaren Lerninhalten regelmäßig besucht wurde und hierüber sowie über die dabei erzielten Leistungen eine Bestätigung der Schule vorgelegt wird (außer bei einer Beurlaubung nach Jahrgangsstufe 11).
Schüler in Schleswig-Holstein gehen normalerweise in der Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe (im achtjährigen Bildungsgang ist das die 10. Jahrgangsstufe, im neunjährigen Bildungsgang die 11. Jahrgangsstufe) für eine längere Zeit ins Ausland. Die Möglichkeit besteht grundsätzlich allerdings auch im ersten Jahr der Qualifikationsphase sowie in der 9. bzw. 10. Klasse. Nach dem Auslandsaufenthalt wird die Schullaufbahn in der Jahrgangsstufe fortgesetzt, in der der Auslandsaufenthalt begonnen wurde. Besonders leistungsfähige Schülerinnen und Schüler, die in der Einführungsphase für einen halb- bis ganzjährigen Schulaufenthalt im Ausland beurlaubt wurden, können nach Rückkehr einen Antrag auf Überspringen eines Schulhalbjahres der Einführungszeit bzw. der gesamten Einführungszeit stellen. Bei einer Beurlaubung im ersten Jahr der Qualifikationsphase im Rahmen eines mindestens halbjährigen Schulbesuchs im Ausland können auf Antrag Ergebnisse aus der Einführungsphase für die Qualifikationsphase angerechnet werden. Ausländische Leistungsnachweise werden bei der Berechnung der Gesamtqualifikation nicht übernommen. Die Genehmigungen erteilen die Schulleiter.
Auslandsaufenthalte können bis zur Dauer eines Schuljahres genehmigt werden. Schüler sind verpflichtet, während dieser Zeit eine Schule im Ausland zu besuchen und den Schulbesuch nach Rückkehr nachzuweisen. Nach der Rückkehr wird die Klassenstufe besucht, in die der Schüler/ die Schülerin vor dem Auslandsaufenthalt versetzt worden ist. Abweichend davon kann vor dem Auslandsaufenthalt, außer in der Qualifikationsphase, eine Fortsetzung der Schullaufbahn in der nächst höheren Klassenstufe beantragt werden. Hierüber entscheidet der Schulleiter/ die Schulleiterin nach Anhörung der Klassenkonferenz und vor Antritt des Auslandsaufenthalts. Diese Möglichkeit zum Vorrücken kann eingeräumt werden, wenn auf der Grundlage der bisher gezeigten Leistungen zu erwarten ist, dass der Schüler erfolgreich am Unterricht teilnehmen kann. Wird ein Schuljahr während der 10. Klasse im Ausland verbracht und anschließend in die 11. Klasse vorgerückt, wird keine dem Realschulabschluss gleichwertige Schulbildung bescheinigt. Es besteht aber die Möglichkeit, nach der 11. Klasse an der externen Prüfung zur Erlangung des Realschulabschlusses teilzunehmen. Die Regelungen sind in der Verwaltungsvorschrift vom 29. Juni 2009 (letzte Änderung 2014) „Durchführungsbestimmungen zur Thüringer Oberstufe“ der Thüringer Schulordnung aufgeführt.