Source: https://www.rechtslupe.de/stichworte/wiedergutmachung
Timestamp: 2020-08-10 10:43:40
Document Index: 353732326

Matched Legal Cases: ['Art. 116', 'Art. 306', '§ 73', '§ 73', '§ 73', '§ 111', '§ 111']

Wiedergutmachung | Rechtslupe
Nach Art. 116 Abs. 2 Satz 1 GG sind frü­he­re deut­sche Staats­an­ge­hö­ri­ge, denen zwi­schen 1933 und 1945 die Staats­an­ge­hö­rig­keit aus poli­ti­schen, ras­si­schen oder reli­giö­sen Grün­den ent­zo­gen wor­den ist, und ihre Abkömm­lin­ge auf Antrag wie­der ein­zu­bür­gern. Dies gilt auch für nicht­ehe­li­che Abkömm­lin­ge eines jüdi­schen Emi­gran­ten, denen bis­her die Ein­bür­ge­rung mit der Begrün­dung ver­sagt
Nach Art. 306h EGStGB sind die Vor­schrif­ten der § 73 Abs. 1, § 73c Satz 1, § 73d Abs. 1 StGB in der Fas­sung des Geset­zes zur Reform der straf­recht­li­chen Ver­mö­gens­ab­schöp­fung vom 13.04.2017 anzu­wen­den, wenn das Gericht erst­mals nach des­sen Inkraft­tre­ten am 1.07.2017 über die Abschöp­fung der Tat­ge­win­ne befin­det und in
Ver­falls­an­ord­nung – und die Wie­der­gut­ma­chung
Nach § 111i Abs. 2 Satz 4 Nr. 2 StPO ist eine (teil­wei­se) Befrie­di­gung des Ver­letz­ten vom Erlang­ten bzw. des­sen Wert (§ 111i Abs. 2 Satz 2 und Satz 3 StPO) in Abzug zu brin­gen, soweit der Ver­letz­te nach­weis­lich aus dem Ver­mö­gen befrie­digt wur­de, das nicht beschlag­nahmt oder im Wege der Arrest­voll­zie­hung gepfän­det wor­den ist. Allein
Das Ober­lan­des­ge­richt Köln hat einen Scha­dens­er­satz­an­spruch wegen eines im Jahr 1937 ver­stei­ger­tes Bild eines jüdi­schen Kunst­händ­lers ver­neint. Die Klä­ge­rin, eine New Yor­ker Gesell­schaft, ver­lang­te Scha­dens­er­satz für ein Gemäl­de von Ludo­vico Car­rac­ci. Das Werk hat­te frü­her einem jüdi­schen Kunst­händ­ler gehört. Die­ser hat­te es im Jahr 1937 unter dem Ver­fol­gungs­druck des NS-Regimes
Ein Anspruch auf Ent­schä­di­gung nach dem NS-Ver­­­fol­g­­ten­en­t­­schä­­di­­gungs­­­ge­­setz (NS-VEntschG) für den ver­fol­gungs­be­ding­ten Ent­zug von Akti­en ist aus­ge­schlos­sen, wenn die geschä­dig­ten Akti­en­in­ha­ber oder ihre Rechts­nach­fol­ger für die­sen Ver­mö­gens­ver­lust bereits Wie­der­gut­ma­chungs­leis­tun­gen nach dem Bun­des­rück­erstat­tungs­ge­setz (BRüG) gel­tend gemacht und erhal­ten haben. In dem vom Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt ent­schie­de­nen Fall war dem 1938 von Leip­zig nach Paläs­ti­na