Source: https://rd.springer.com/chapter/10.1007/978-3-642-56105-4_4
Timestamp: 2019-08-23 11:28:41
Document Index: 164319571

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§2', '§ 3', '§ 1', '§ 4', '§ 8', '§ 4', 'BGH', 'BGH', '§ 4']

Verbraucherschutz im Internet | Springer for Research & Development
Multimedia-Recht für die Praxis pp 57-77 | Cite as
Zur Zusammenfassung sei hier noch mal § 2 FernAbsG als kurze Checkliste wiedergegeben, anhand derer der Unternehmer seine Angaben abgleichen kann:
Der geschäftliche Zweck und die Identität des Unternehmers müssen dem Verbraucher eindeutig erkennbar sein (§2 I FernAbsG); bei Telefongesprächen müssen diese Informationen zu Beginn des Gesprächs ausdrücklich offen gelegt werden.
Der Unternehmer muss den Verbraucher rechtzeitig vor Vertragsschluss informieren über:
■ seine Identität und Anschrift,
■ wesentliche Merkmale der Ware oder Dienstleistung, sowie darüber, wann der Vertrag zustande kommt,
■ die Mindestlaufzeit des Vertrags, wenn dieser eine dauernde oder regelmäßig wiederkehrende Leistung zum Inhalt hat,
■ einen Vorbehalt, eine in Qualität und Preis gleichwertige Leistung (Ware oder Dienstleistung) zu erbringen, und einen Vorbehalt, die versprochene Leistung im Falle ihrer Nichtverfügbarkeit nicht zu erbringen,
■ den Preis der Ware oder Dienstleistung einschließlich aller Steuern und sonstiger Preisbestandteile,
■ gegebenenfalls zusätzlich anfallende Liefer- und Versandkosten,
■ Einzelheiten hinsichtlich der Zahlung und der Lieferung oder Erfüllung,
■ das Bestehen eines Widerrufs- oder Rückgaberechts nach § 3,
■ Kosten, die dem Verbraucher durch die Nutzung der Fernkommunikationsmittel entstehen, sofern sie über die üblichen Grundtarife, mit denen der Verbraucher rechnen muss, hinausgehen,
■ die Gültigkeitsdauer befristeter Angebote, insbesondere des Preises.
In den Fällen, in denen der Fernabsatzvertrag durch den Unternehmer oder einen Dritten im Sinne des § 1 II VerbrKrG oder § 4 I FernAbsG finanziert wird, ist zudem darauf zu achten, um das Privileg des § 8 I VerbrKrG n.F. genießen zu können, dass die nach § 4 I Nr.2 lit. a) — e) VerbrKrG nötigen Informationen dem Verbraucher rechtzeitig vor Vertragsschluss auf einem dauerhaften Datenträger, also nach der hier vertretenen und sich erwartungsgemäß durchsetzenden Auffassung, auch per eMail, zur Verfügung stehen.
Vgl. Klingsporn NJW 1997, 1546Google Scholar
Hierfür plädieren Hoeren/Sieber - Waldenberger, Handbuch Multimedia Recht, 13.4 Rn.6, 9 ff, München, C.H. Beck Verlag 1998, 1. Ergänzungslieferung April 2000Google Scholar
BGH NJW 1992, 1889, 1890Google Scholar
Palandt/Putzo, HaustürWG 5, Rn.3.Google Scholar
vgl. BGH NJW 1996, 929; a.A.: Klingsporn NJW 1997, 1546, der für eine analoge Anwendung plädiertGoogle Scholar
vgl. Riehm JURA 2000, 509; in diesem Sinne wohl auch Hoeren/Sieber-Waldenberger, Handbuch Multimedia Recht, 13.4 Rn.8)Google Scholar
h. M. vgl. Palandt, 60.Auflage, Kommentar zum BGB, München, C.H.Beck Verlag, 2001; § 4 Rn. 4; Köhler NJW 1998, 185Google Scholar
vgl. Köhler aaO m.w.NGoogle Scholar
Vgl. den Vorschlag der Kommission vom 19.11.1998, verfügbar unter http://europa.eu.int/eur-lex(de(com/dat/1998/de598PC0468.htmlGoogle Scholar
Vgl. BT Drucksache 14/3195 S.30.Google Scholar
vgl. BT/Drs. 14/2658 S.41Google Scholar
so auch Riehm JURA 2000, 505Google Scholar
vgl. Taupitz/ Kritter JuS 1999, 839, 841fGoogle Scholar
vgl. auch Fuchs ZIP 2000, 1273 (1283)).Google Scholar
vgl. Riehm JURA 2000, 511Google Scholar
vgl. BT-Drs. 14/2658 S.44Google Scholar
vgl. BT-Drs. 14/2658Google Scholar
vgl. Lorenz JuS 2000, 833 (840)Google Scholar
1.Hemmer & Kollegen RechtsanwälteWürzburgGermany
Hahn H. (2002) Verbraucherschutz im Internet. In: Merx O., Tandler E., Hahn H. (eds) Multimedia-Recht für die Praxis. X.media.press. Springer, Berlin, Heidelberg
DOI https://doi.org/10.1007/978-3-642-56105-4_4