Source: https://billzeye.de/kenntnisnachweis
Timestamp: 2020-04-08 14:51:44
Document Index: 18341438

Matched Legal Cases: ['§ 21', '§ 21', '§ 21', '§ 21', '§ 21', '§ 21', '§ 21', '§21', '§21']

Kenntnisnachweis – BillzEye – Multicoptersysteme
Betriebserlaubnis – Erlaubnispflichten gem. § 21a Abs. 1 LuftVO:
Eine Betriebsgenehmigung für ein unbemanntes Luftfahrtgerät mit einer Startmasse von mehr als 5 kg erteilt die zuständige Luftfahrtbehörde – in Niedersachsen das Dezernat 33 (Luftverkehr) der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (kurz NLStBV) – auf Antrag dann, wenn die beabsichtigten Nutzungen nicht zu einer Gefahr für die Sicherheit des Luftverkehrs oder für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung führen kann (§ 21a LuftVO). Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens ist besonders zu prüfen, ob das Datenschutzrecht und das Naturschutzrecht nicht verletzt werden und der Lärmschutz gewährleistet ist (§ 21a II Nr. 1 und Nr.2 LuftVO).
– Betrieb außerhalb der Sichtweite für Geräte unter 5 kg (§ 21b Abs. 1 Nr. 1 LuftVO); außer Sichtweite wird das Gerät betrieben, wenn es ohne optische Hilfsmittel nicht mehr zu erkennen ist. Das Fliegen mit Videobrille (FPV-Fliegen) ist – obgleich tatsächlich nicht in Sichtweite des Steuerers betrieben wird – zulässig, wenn das Gerät nicht höher als 30 m aufsteigt und es entweder nicht schwerer als 0,25 kg ist oder es bei dem Betrieb eine zweite Person gibt, die den Luftraum beobachtet und den Steuerer auf mögliche Gefahren hinweisen kann.
– Betrieb in Flughöhen über 100 m, außer Nicht-Multicopter mit Kenntnisnachweis (§ 21b Abs. 1 Nr. 8 LuftVO),
– Betrieb in Kontrollzonen in Flughöhen über 50 m über Grund (§ 21b Abs. 1 Nr. 9 LuftVO),
– Betrieb von Geräten über 25 kg Abflugmasse (§ 21b Abs. 2 LuftVO),
– Der Betrieb über und in einem seitlichen Abstand von 100 m von:
– sowie der Betrieb über:
Der sogenannte „Drohnenführerschein“ (Kenntnisnachweis nach §21d LuftVO), ist ab dem 01.10.2017 generell ab 2 kg Startmasse pflicht. Aber auch unter 2 kg ist bei Antragsstellungen für Ausnahmen von den Verboten des LuftVO §21b ein Kenntnisnachweis Voraussetzung.
Gewerbliche Piloten benötigen diesen auch für UAV´s unter 2 kg Startmasse, um eine entsprechende Aufstiegsgenehmigung der Luftfahrtbehörden zu erlangen.
Quelle: "Niedersächsiche Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr" (Stand: 09.11.2017)
QUELLE: „BMVI“