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Timestamp: 2019-02-22 07:57:29
Document Index: 258022371

Matched Legal Cases: ['§ 17', '§ 1', '§ 5', '§ 39', '§ 5', '§ 6', '§ 8', '§ 7', '§ 1', '§ 22', '§ 21', '§ 7', '§ 15', '§ 16', '§ 4', '§ 5', '§ 4', '§ 4', '§ 2']

Gesetze-Rechtsprechung Schleswig-Holstein LankerSeeNatSchGV SH | Landesnorm Schleswig-Holstein | Gesamtausgabe | Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Halbinseln und Buchten im Lanker See" vom 17. Januar 1995 | gültig ab: 01.01.2003
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Halbinseln und...
juris-Abkürzung: LankerSeeNatSchGV SH
Ausfertigungsdatum: 17.01.1995
Fundstelle: GVOBl. 1995, 87
Gliederungs-Nr: 791-4-160
"Halbinseln und Buchten im Lanker See"
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Halbinseln und Buchten im Lanker See" vom 17. Januar 1995 01.01.2003
Aufgrund des § 17 Abs. 1 des Landesnaturschutzgesetzes verordnet die Ministerin für Natur und Umwelt die folgenden §§ 1 bis 8 mit Ausnahme des § 5 Abs. 1 Nr. 4; aufgrund des § 39 Abs. 1 Nr. 8 des Landesjagdgesetzes verordnet der Minister für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Fischerei den folgenden § 5 Abs. 1 Nr. 4 und § 6 Abs. 2 sowie § 8 Abs. 1:
(1) Die Halbinseln und Buchten im westlichen Teil des Lanker Sees in den Gemeinden Kühren und Wahlstorf sowie auf dem Gebiet der Stadt Preetz, Kreis Plön, werden zum Naturschutzgebiet erklärt.
(2) Das Naturschutzgebiet wird mit der Bezeichnung "Halbinseln und Buchten im Lanker See" unter Nummer 29 in das beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume als oberster Naturschutzbehörde geführte Verzeichnis der Naturschutzgebiete eingetragen.
(1) Das Naturschutzgebiet ist rund 207 ha groß. Es wird wie folgt begrenzt:
im Westen durch die Trasse der Bundesbahnstrecke Kiel-Lübeck;
im Norden durch den Wanderweg zwischen Castöhlenweg und Ewoldtbrücke;
im Osten durch die freien Wasserflächen des Lanker Sees;
im Süden durch den Auslauf des Kührener Teiches in den Lanker See.
Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume - Oberste Jagdbehörde -, 24105 Kiel,
Bürgermeister der Stadt Preetz, 24211 Preetz,
(1) Das Naturschutzgebiet besteht aus den Halbinseln und Buchten am Westufer des Lanker Sees mit ausgedehnten Röhrichtzonen, Bruchwäldern, einem weitgehend natürlichen Birkenwald, weiteren naturnahen Gehölzen und ökologisch bedeutsamen Feuchtgrünlandflächen.
die typischen und gefährdeten Lebensräume für die daran gebundene artenreiche Pflanzen- und Tierwelt und ihre Ökosysteme,
die Gewässerökosysteme einschließlich der charakteristischen Uferzonierungen und Verlandungsstufen,
das Brutvorkommen der typischen, im Bestand bedrohten Wasser-, Röhricht- und Wiesenvögel,
die naturnahen Waldbereiche und die der Eigenentwicklung überlassenen Flächen und
die geologischen und geomorphologischen Eigenarten dieses Gebietes mit den natürlichen Veränderungen und Wechselwirkungen
den zum Naturschutzgebiet gehörenden Teil des Lanker Sees mit Wasserfahrzeugen aller Art zu befahren oder auf diesem Gewässer mit Eisfahrzeugen aller Art zu fahren; dies gilt nicht für Wasserfahrzeuge, die sich in Seenot oder sonst unmittelbar drohender Gefahr befinden;
das Naturschutzgebiet außerhalb der Wege zu betreten oder im Naturschutzgebiet zu reiten oder außerhalb der Wege zu fahren.
die auf den Schutzzweck ausgerichteten Schutz- und Entwicklungsmaßnahmen auf den im Eigentum der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein und der Stadt Preetz befindlichen Flächen auf der Grundlage der Empfehlungen des Landesamtes für Naturschutz und Landschaftspflege;
die ordnungsgemäße landwirtschaftliche Bodennutzung im Sinne des § 7 Abs. 3 des Landesnaturschutzgesetzes der bei Inkrafttreten dieser Verordnung als Grünland genutzten, in der Abgrenzungskarte in waagerechter Schraffur dargestellten Fläche; nicht zulässig ist es,
die Flächenentwässerung durch Dränung oder Gräben zu intensivieren oder
das Grünland umzubrechen oder Jauche oder Gülle auszubringen;
die Jagd auf Schalenwild im Rahmen der ordnungsgemäßen Ausübung des Jagdrechts im Sinne des § 1 des Bundesjagdgesetzes ab 1. Juli eines jeden Jahres sowie die Ausübung des Jagdschutzes im Sinne des Abschnittes VI und des § 22 a des Bundesjagdgesetzes in Verbindung mit den §§ 21 und 22 des Landesjagdgesetzes auf den Flächen der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein, die einen Eigenjagdbezirk bilden; nicht zulässig ist es,
die ordnungsmäßige Ausübung der erwerbsmäßigen Fischerei im Sinne des § 7 Abs. 3 des Landesnaturschutzgesetzes
im Bereich des im Eigentum der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein befindlichen westlichen Teiles des Sees, soweit die fischereiliche Nutzung nicht zu nachhaltigen Störungen führen und den Schutzzweck nicht beeinträchtigen kann;
im Bereich der übrigen, im Eigentum des Adeligen Klosters Preetz befindlichen Teile des Sees in der bisherigen Art; die Bestimmungen des § 15a des Landesnaturschutzgesetzes sind zu beachten;
die Reetnutzung auf den zum Adeligen Kloster Preetz gehörenden Flächen in der bisherigen Art; es darf jährlich jedoch nur bis zu 50 % des nutzbaren Bestandes geerntet werden;
das Befahren der Wasserflächen mit kleinen Wasserfahrzeugen ohne Motorkraft außerhalb der in der Übersichtskarte und in der Abgrenzungskarte kariert dargestellten Gewässersperrzone;
das Eislaufen auf dem zum Naturschutzgebiet gehörenden Teil des Lanker Sees;
Untersuchungen und Maßnahmen zum Schutz und zur Entwicklung des Naturschutzgebietes, die die untere Naturschutzbehörde durchführt oder durchführen läßt; bei Maßnahmen im Bereich der Kulturdenkmale ist § 16 Abs. 9 des Landesnaturschutzgesetzes zu beachten.
von den Verboten des § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 12, 13, 15, 16 und 18 und
(2) Die untere Jagdbehörde kann im Einvernehmen mit dem Landesamt für Naturschutz und Landschaftspflege Ausnahmen von der einschränkenden Regelung des § 5 Abs. 1 Nr. 4 Buchst. a) erster Halbsatz im Einzelfall zulassen, wenn hierdurch der Schutzzweck nicht beeinträchtigt wird.
§ 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 15 den zum Naturschutzgebiet gehörenden Teil des Lanker Sees mit Wasserfahrzeugen aller Art befährt oder auf diesem Gewässer mit Eisfahrzeugen aller Art fährt;
§ 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 18 das Naturschutzgebiet außerhalb der Wege betritt oder im Naturschutzgebiet reitet oder außerhalb der Wege fährt.
die Verordnung über das "Naturschutzgebiet Halbinsel und die Bucht im Lanker See" in der Gemarkung Kühren, Kreis Plön, vom 7. November 1938 (Reg. Amtsbl. S. 389) und
die Kreisverordnung zur einstweiligen Sicherstellung von zu schützenden Teilen von Natur und Landschaft im Bereich "des Lanker Sees und der Schwentine bis zum Kleinen Plöner See und Umgebung" vom 27. Oktober 1994 (Öffentlicher Anzeiger für den Kreis Plön S. 139), soweit sie das in § 2 Abs. 1 dieser Verordnung beschriebene Gebiet betrifft,