Source: http://bravors.brandenburg.de/de/verordnungen-212446
Timestamp: 2017-02-20 08:30:09
Document Index: 278803372

Matched Legal Cases: ['§ 32', '§ 36', '§ 1', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 6', '§ 2', '§ 7', '§ 8', '§ 9', '§ 8', '§ 10', '§ 11', '§ 12', '§ 13', '§ 14', '§ 15', '§ 16', '§ 17', '§ 18', '§ 19', '§ 20', '§ 22', '§ 24', '§ 25', '§ 26', '§ 17', '§ 26', '§ 17', '§ 27', '§ 2', '§ 3', '§ 3', '§ 7', '§ 15', '§ 15', '§ 40', '§ 4', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 10', '§ 10', '§ 11', '§ 12', '§ 13', '§ 13', '§ 14', '§ 14', '§ 15', '§ 15', '§ 16', '§ 17', '§ 24', '§ 24', '§ 26', '§ 29']

Fischereiordnung des Landes Brandenburg (BbgFischO)vom 14. November 1997(GVBl.II/97, [Nr. 34], S.867)zuletzt geändert durch Verordnung vom 10. September 2009(GVBl.II/09, [Nr. 29], S.606)
Auf Grund des § 32 Abs. 1 Nr. 1 bis 4, 6 bis 16, 18 und
21 und des § 36 Abs. 2 Satz 2 des Fischereigesetzes für das Land
Brandenburg vom 13. Mai 1993 (GVBl. I S. 178) verordnet der Minister für
Ernährung, Landwirtschaft und Forsten im Einvernehmen mit dem Minister
für Umwelt, Naturschutz und Raumordnung sowie im Einvernehmen mit dem
Minister des Innern: § 1
(1) Hegemaßnahmen sind alle Maßnahmen, die der
Erhaltung und Entwicklung eines an die Größe, Beschaffenheit und
Produktivität des Gewässers angepaßten, heimischen,
artenreichen, ausgewogenen und gesunden Fischbestandes und der nachhaltigen
Ertragsfähigkeit und dem Fischartenschutz dienen. (2) Der Hegeplan hat mindestens folgenden Inhalt: zeitliche Geltungsdauer und örtlicher Geltungsbereich mit Bezeichnung
der Gewässer und des Fischereibezirkes, die den Gewässern zur Sicherung eines ausgewogenen Fischbestandes
jährlich mindestens zu entnehmenden Fischarten und -massen, statistische Erfassung des Fischertrages der letzten drei Jahre vor
Erstellung des Hegeplanes nach Fischarten und -masse unter
Berücksichtigung der geschätzten Fänge der Angler, statistische Erfassung des Fischbesatzes der letzten drei Jahre vor
Erstellung des Hegeplanes nach Stückzahl oder Masse, Arten und
Altersklasse, Festlegungen über Maßnahmen zur Fischbestandskontrolle,
-regulierung und -förderung, Bestimmungen über Maßnahmen zum Fischbesatz, Festlegungen zum Einsatz von Fanggeräten, Festlegungen über Schonbereiche, den Schutz und die Entwicklung von Laichplätzen,
zeitliche Festlegung einer Schonzeit für Hecht und Zander von vier
aufeinanderfolgenden Wochen innerhalb ihrer Laichzeit unter
Berücksichtigung der jeweiligen Gewässerbedingungen, von § 2 abweichende Bestimmungen über größere
Mindestmaße und längere Schonzeiten, Festlegungen zur Nutzung abgestorbener Teile von Schilf- und
Rohrbeständen nach Art, Menge und Zeitpunkt, Angaben zum Bestand von Fischarten, die wirtschaftlich nicht genutzt
werden, Festlegungen über die Geltungsdauer und den Umfang der auszugebenden
Angelkarten. § 2
(1) Es ist verboten, den in der Anlage genannten Fisch-,
Neunaugen-, Krebs- und Muschelarten (nachfolgend Fische genannt) während
der Schonzeiten, oder wenn sie nicht das Mindestmaß erreicht haben,
nachzustellen, sie vorsätzlich zu fangen oder zu töten. Als
Mindestmaß gilt bei Fischen der Abstand von der Kopfspitze bis zum Ende
der natürlich ausgebreiteten Schwanzflosse. (2) Die Fischereibehörde kann aus
fischereiwirtschaftlichen Gründen sowie zu Lehr-, Versuchs- und
Forschungszwecken Ausnahmen von den Bestimmungen über Mindestmaße
und Schonzeiten zulassen. Die Zulassung von Ausnahmen für ganzjährig
geschonte Fischarten erfolgt im Einvernehmen mit der unteren
Naturschutzbehörde. (3) Das Landesamt für Verbraucherschutz, Landwirtschaft und Flurneuordnung kann zum Schutz einzelner, in ihrem Bestand bedrohter Fischarten den Fischfang und den Einsatz von Fanggeräten in bestimmten Gewässern oder Gewässerteilen ganz oder teilweise verbieten oder die Fangmenge beschränken. § 2a
ein Aal-Besatzbuch. Alle Aufzeichnungen sind in dauerhafter Form vorzunehmen, mindestens fünf Jahre aufzubewahren und auf Verlangen dem Landesamt für Verbraucherschutz, Landwirtschaft und Flurneuordnung vorzulegen.
(6) Wer Aale mit der Handangel fängt, darf nur bis zu drei Aale an einem Fangtag anlanden. Dies gilt nicht für Aale in bewirtschafteten Anlagen der Teichwirtschaft, der Fischzucht und -haltung und Gewässern, denen es an einer für den Fischwechsel geeigneten Verbindung mit anderen Gewässern fehlt. § 3
(1) Untermaßige Fische oder während der Schonzeit
mit der Handangel gefangene Fische sind unverzüglich schonend in das
Fanggewässer zurückzusetzen. Haben die Fische den Haken tief
geschluckt, ist vor dem Zurücksetzen die Schnur in Höhe der
Kopfspitze zu durchtrennen. (2) Mit anderen Fanggeräten gefangene untermaßige
oder der Schonzeit unterliegende Fische müssen unverzüglich nach dem
Fang sorgfältig aus dem Fanggerät gelöst und in das
Fanggewässer zurückgesetzt werden, wenn sie noch lebensfähig
sind. § 4
Es ist verboten, beim Fischfang mechanische und chemische Betäubungsmittel, künstliche Köder mit feststehenden Mehrfachhaken, Fangmethoden und Geräte zum Reißen der Fische, Fallen mit Schlagfedern, Gabeln, Aalharken, Stecheisen, Harpunen und Schlingen anzuwenden.
Ständige Fangvorrichtungen und Reusen müssen einen
lichten Lattenabstand oder eine Maschenweite von mindestens 15 Millimetern
haben. Die Maschenweite (Schenkellänge) wird in nassem Zustand zwischen zwei
Knoten gemessen. § 6
(1) Es ist verboten, lebende Fische und andere lebende
Wirbeltiere sowie Fische, die einem Fangverbot nach § 2 unterliegen, als
Köder zu verwenden. Die Fischereibehörde kann im Einzelfall für
bestimmte Gewässer oder Gewässerteile den Fischfang mit dem lebenden
Köderfisch zulassen, wenn ein vernünftiger Grund gegeben ist. (2) Köderfische dürfen nur in dem Gewässer oder
Gewässersystem verwendet werden, aus dem sie gefangen wurden. Dies gilt
nicht für tiefgefrorene oder chemisch konservierte Köderfische und
tote Seefische. (3) Zum Köderfischfang darf ein Senknetz mit einer
Seitenlänge von bis zu 120 Zentimetern verwendet werden. § 7
(3) Der Angler darf gleichzeitig höchstens mit zwei
Handangeln fischen. Bei der Ausübung des Fischfanges unter Verwendung von
Spinn- oder Flugangeln ist nur eine Angel zugelassen. Zum Fang ausgelegte
Handangeln sind ständig und unmittelbar durch den Angler zu
beaufsichtigen. (4) Bei Vorliegen von Koppelfischerei ist die Ausübung
des Fischfanges mit der Handangel nur eine Stunde vor dem Sonnenaufgang bis
eine Stunde nach dem Sonnenuntergang gestattet. Die Fischereibehörde kann
Ausnahmen zulassen, wenn dadurch keine fischereibiologischen oder
gewässerökologischen Nachteile zu erwarten sind. Die
Fischereibehörde kann die Zulassung von einer Zustimmung der
Fischereiberechtigten und der Fischereiausübungsberechtigten abhängig
machen. § 8
(1) Gemeinschaftsfischen und ähnliche
Angelveranstaltungen dürfen nur mit Genehmigung der
Fischereibehörde durchgeführt werden. (2) Gemeinschaftsfischen und ähnliche
Angelveranstaltungen sind alle Veranstaltungen, bei denen Fangergebnisse
abschließend verglichen oder bewertet werden und deren Zeitpunkt, Ort und
Dauer durch Ausschreibung, Aushang oder sonstige Bekanntmachung festgelegt
sind. § 9
(1) Veranstaltungen nach § 8 sind der
Fischereibehörde mindestens einen Monat vor Beginn schriftlich anzuzeigen.
Die Genehmigung gilt als erteilt, wenn die Fischereibehörde den Antrag
nicht spätestens 14 Tage vor Beginn der Veranstaltung ablehnt. (2) Die Genehmigung ist zu versagen, wenn der Veranstalter
nicht nachweist, daß die Angelveranstaltung aus einem vernünftigen
Grund stattfindet, oder wenn die Einhaltung von tierschutzrechtlichen
Vorschriften nicht gewährleistet ist. (3) Ein vernünftiger Grund nach Absatz 2 ist insbesondere
nicht gegeben, wenn die Veranstaltung nach dem Gesamtbild vorwiegend aus
Wettbewerbsgründen, zur Erzielung von Geld-, Sach- oder sonstigen Preisen
oder zur Ermittlung von Siegern oder Platzierten durchgeführt wird, Fische der zu fangenden Arten innerhalb der letzten drei Monate vor Beginn
der Veranstaltung in das Gewässer eingesetzt wurden, keine sinnvolle Verwertung des Fanges erfolgt. § 10
(1) Der Fischfang mit geschleppten und gezogenen
Fischfanggeräten ist so auszuüben, daß mitgefangene
untermaßige Fische den Fangvorgang möglichst unbeschädigt
überleben. (2) Reusen und Aalfänge sind regelmäßig,
mindestens in einem Zeitabstand, der ein Verenden der Fische ausschließt,
zu kontrollieren und zu entleeren. (3) Legeangeln, Hamen und Stellnetze sind mindestens einmal
täglich zu kontrollieren. § 11
(1) Zum Hältern (zeitlich befristete Aufbewahrung von
lebenden Fischen ohne Fütterung) von Fischen dürfen nur hinreichend
geräumige Netze, Behälter, Becken und andere Vorrichtungen verwendet
werden, die eine Hälterung mit ausreichender Sauerstoff- und
Wasserversorgung gewährleisten und die durch Güte, Material, Form und
Größe vermeidbare Schädigungen der Fische ausschließen.
Der Zeitraum der Hälterung ist auf die geringstmögliche Dauer zu
beschränken. (2) Mit der Handangel gefangene Fische, ausgenommen Forellen,
Saiblinge, Äschen, Maränen und Lachse, dürfen
vorübergehend, längstens bis zum Ende des Fangtages gehältert
werden. (3) Eine Hälterung ist nur in strömungsberuhigten
Zonen zulässig. Von fahrenden Wasserfahrzeugen aus ist die Hälterung
in Setzkeschern verboten. (4) Gehälterte Fische dürfen nicht in das
Gewässer zurückgesetzt werden. (5) Für den Transport von lebenden Fischen gilt Absatz 1
sinngemäß. § 12
(1) Fische mit gentechnisch
verändertem Erbgut dürfen nur in Aquakulturanlagen gehalten werden,
die ein Entweichen ausschließen. (2) Wer Fische mit gentechnisch verändertem Erbgut in Aquakulturanlagen hält, hat dies dem Landesamt für Verbraucherschutz, Landwirtschaft und Flurneuordnung unverzüglich anzuzeigen. (3) In Gewässern mit Vorkommen von sich selbst
reproduzierenden Beständen darf der Besatz nur aus Nachzuchten dieser
Bestände erfolgen. Die Fischereibehörde kann im Einzelfall zu
fischereiwirtschaftlichen oder fischereiwissenschaftlichen Zwecken Ausnahmen
zulassen. (4) Absatz 3 Satz 1 findet keine Anwendung bei Besatz der
Fischarten Aal, Hecht, Zander, Wels, Schleie, Karpfen, Plötze und Kleine
sowie Große Maräne. § 13
(1) Nicht heimische Fische einschließlich deren Laich dürfen nur mit Genehmigung des Landesamtes für Verbraucherschutz, Landwirtschaft und Flurneuordnung im Einvernehmen mit dem für Naturschutz zuständigen Ministerium ausgesetzt werden. (2) Die Genehmigung darf nur erteilt werden, wenn durch das
Aussetzen der gewässertypische Fischbestand nicht gefährdet wird. (3) Erkennbar kranke Fische dürfen nicht ausgesetzt
(4) Die für Aquakulturbetreiber erforderliche Genehmigung gemäß Artikel 6 der Verordnung (EG) Nr. 708/2007 des Rates vom 11. Juni 2007 über die Verwendung nicht heimischer und gebietsfremder Arten in der Aquakultur (ABl. L 168 vom 28.6.2007, S. 1) in der jeweils geltenden Fassung erteilt das Landesamt für Verbraucherschutz, Landwirtschaft und Flurneuordnung. Zuständige Behörde für die Durchführung und Überwachung der Verordnung (EG) Nr. 708/2007 des Rates vom 11. Juni 2007 über die Verwendung nicht heimischer und gebietsfremder Arten in der Aquakultur ist das Landesamt für Verbraucherschutz, Landwirtschaft und Flurneuordnung. § 14
(1) Die Ansiedlung und Entnahme von Wasserpflanzen darf nur
soweit erfolgen, als die Fischbestände und die Fischereiausübung
nicht nachhaltig gestört oder beeinträchtigt werden. Sie bedarf der
Zustimmung der Fischereiberechtigten sowie der Pächter des
Fischereirechts. Naturschutzrechtliche Bestimmungen bleiben unberührt. (2) Das Einbringen von nicht heimischen Fischnährtieren
und Wasserpflanzen in Gewässer ist verboten. (3) Absatz 1 Satz 2 findet keine Anwendung bei Maßnahmen
zur Erfüllung der gesetzlichen Gewässerunterhaltung. § 15
(1) Das Zerstören, Befahren und Betreten von Laichplätzen sowie die Entnahme oder Vernichtung von Fischlaich sind verboten. Abweichend von Satz 1 dürfen Erwerbsfischer und Personen, die im Auftrag rechtsfähiger Anglervereinigungen Gewässer fischereilich bewirtschaften, Laichplätze befahren und betreten sowie Fischlaich entnehmen. (2) Zum Schutz von Fischlaichplätzen, Fischlaich und
Fischbrut kann die Fischereibehörde den Besatz mit Fischen
beschränken oder verbieten. (3) Maßnahmen und Handlungen in Winterlagern, die die
Winterruhe der Fische nachhaltig stören können, sind verboten, soweit
sie nicht zur Hege und Gewässerunterhaltung erforderlich sind. Ein Verklappen von Erdstoffen und Schlämmen in Winterlagern ist verboten.
(4) Das Betreten und Befahren des Geleges (bewachsene
wasserseitige Uferzone) ist verboten. Dies gilt nicht für Personen, die im
Auftrag rechtsfähiger Anglervereinigungen Gewässer fischereilich
bewirtschaften, für Erwerbsfischer, Dienstkräfte der
Fischereibehörden sowie für im Auftrag der obersten oder der unteren
Fischereibehörde tätige Mitarbeiter von wissenschaftlichen
Einrichtungen. (5) Absatz 1 Satz 1, mit Ausnahme des Verbotes zur Zerstörung von Laichplätzen und zur Entnahme und Vernichtung von Fischlaich, sowie Absatz 4 Satz 1 finden keine Anwendung bei Maßnahmen und Arbeiten zur Erfüllung der gesetzlichen Gewässerunterhaltung.
(6) Zum Schutz von Fischlaichplätzen, der Fischbrut und des Winterlagers kann die Fischereibehörde das Befahren mit Wasserfahrzeugen bis zu 1 500 Kilogramm Wasserverdrängung ohne eigene Triebkraft in bestimmten nicht schiffbaren Gewässern oder Gewässerteilen zeitlich befristet verbieten. § 16
Zum Schutz der Fischerei, insbesondere während der
Schonzeiten der vorkommenden Fischarten, kann die Fischereibehörde im
Einvernehmen mit der unteren Naturschutzbehörde das Einlassen von
Wassergeflügel beschränken oder verbieten. § 17
(1) Der Fischfang ist so auszuüben, daß eine
gegenseitige Behinderung oder Störung der am Fischfang beteiligten
Personen vermieden wird. Bei der Ausübung der Angelfischerei ist auf die
Erwerbsfischerei Rücksicht zu nehmen. (2) Bei der Ausübung der Angelfischerei ist ein Abstand
von mindestens 50 Metern zu stehenden Fischfanggeräten und ständigen
Fischereivorrichtungen einzuhalten. § 18
(1) Die Fischereibehörde kann auf bestimmten
Gewässern anordnen, daß an Wasserfahrzeugen, von denen aus der
Fischfang betrieben wird, auf beiden Seiten des Fahrzeuges an gut sichtbarer
Stelle Namen und Anschrift des Fischers oder Eigentümers angebracht sein
müssen, sofern die Fahrzeuge nicht schon auf Grund schiffahrtsrechtlicher
Vorschriften gekennzeichnet sind. Anstelle des Namens oder der Anschrift kann
ein nicht verwechselbares, der Fischereibehörde angezeigtes Kennzeichen
angebracht werden. (2) Stehende Fischfanggeräte und
Fischhältereinrichtungen in Gewässern, in denen die Fischerei von
mehreren Fischern betrieben wird, sind dauerhaft so zu kennzeichnen, daß
die Person des Fischers oder des Eigentümers bestimmt werden kann. § 19
Besatz- und
(1) Die Fischereibehörde kann die Fischereiberechtigten und
die Fischereipächter durch Anordnung verpflichten, bestimmte Fischarten,
deren Vorkommen oder Vermehrung aus fischereibiologischen oder
gewässerökologischen Gründen unerwünscht ist, zu fangen und
anzulanden.
(2) Das Landesamt für Verbraucherschutz, Landwirtschaft und Flurneuordnung kann Fischereiberechtigte und Fischereipächter durch Anordnung verpflichten, sich im Rahmen genehmigter Aalbewirtschaftungspläne nach Artikel 2 der Verordnung (EG) Nr. 1100/2007 des Rates vom 18. September 2007 mit Maßnahmen zur Wiederauffüllung des Bestandes des Europäischen Aals (ABl. L 248 vom 22.9.2007, S. 17) an Besatzmaßnahmen zur Wiederauffüllung des europäischen Aalbestandes angemessen zu beteiligen. § 20
Das Landesamt für Verbraucherschutz und Landwirtschaft
und Flurneuordnung unterhält einen Fischgesundheitsdienst, der in allen Fragen der
Fischgesundheit, Feststellung, Vorbeugung und Behandlung von Fischerkrankungen
sowie anderen die Aufzucht von Fischen mindernden Faktoren in Anspruch genommen
(1) Die Fischereiberechtigten,
Fischereiausübungsberechtigten und Betreiber von Anlagen zur
Fischzucht und -haltung sind verpflichtet, der Fischereibehörde oder dem
Amtstierarzt das Auftreten von Fischerkrankungen mit seuchenhaftem Charakter
sowie von Fischsterben unverzüglich anzuzeigen. (2) Der Fischereiausübungsberechtigte hat auf Verlangen
des Amtstierarztes oder des Fischgesundheitsdienstes lebende oder tote Fische
im erforderlichen Umfang für Untersuchungen bereitzustellen. § 22
Fischereiliche Erfordernisse für die Genehmigungsverfahren zur Errichtung wasserbaulicher Anlagen
(1) Die Fischereibehörde ist innerhalb der
Genehmigungsverfahren für wasserbauliche Anlagen zu beteiligen. (2) Die Fischereibehörde gibt den Fischereiberechtigten
und den Pächtern des Fischereirechts, deren Belange durch das Vorhaben
berührt werden, Gelegenheit zur Stellungnahme. Sie teilt
anschließend den Genehmigungsbehörden die zu berücksichtigenden
fischereilichen Erfordernisse mit. § 24
(2) Ortsfeste Elektroanlagen zum Scheuchen und Abweisen von
Fischen dürfen nur mit Genehmigung der Fischereibehörde eingesetzt
werden. Die Genehmigung ist schriftlich zu beantragen und darf nur erteilt
werden, wenn eine mit Impulsstrom arbeitende Anlage verwendet werden soll und
der Antragsteller eine Bestätigung des Technischen
Überwachungsvereins, der Prüfstelle Deutscher Elektrotechniker oder
einer vergleichbaren Einrichtung vorlegt, daß die zu verwendende
Elektroanlage den anerkannten Regeln der Technik, insbesondere den Normen des
Verbandes Deutscher Elektrotechniker (VDE) entspricht. (3) Die Genehmigung nach Absatz 2 wird befristet und stets widerruflich erteilt. § 25
(1) Soweit Belange der Fischerei berührt werden, ist im Rahmen der Zulassungsverfahren zum Gewässerausbau und in den gemäß der Richtlinie zur Gewässerunterhaltung aufzustellenden Unterhaltungsrahmenplänen und Unterhaltungsplänen sicherzustellen, dass Gewässerausbau- und Unterhaltungsmaßnahmen nicht während der Schonzeiten der vorkommenden Fischarten, bei ganzjährig geschonten Arten nicht während deren Laichzeiten durchgeführt werden, dass sie den Fischwechsel nicht dauerhaft einschränken und dass bestehende Laichplätze erhalten bleiben. (2) Maßnahmen, die die Stauhöhe von Gewässern
verändern, haben nach Möglichkeit in einer Weise zu erfolgen, die
sicherstellt, daß der Fischwechsel nicht dauerhaft eingeschränkt
wird, bestehende Laichplätze erhalten bleiben und Fischbrut nicht
gefährdet wird. (3) Maßnahmen im Sinne der Absätze 1 und 2 sind der
Fischereibehörde mindestens vier Wochen vor Beginn anzuzeigen. § 26
Erteilung von Fischereischeinen an Mitglieder rechtsfähiger und gemeinnütziger Anglervereinigungen
einen Sonderlehrgang gemäß § 17 Abs. 2 Nr. 3 des Fischereigesetzes für das Land Brandenburg erfolgreich abgeschlossen und das achtzehnte Lebensjahr vollendet haben. Eine Teilnahme ist nur auf Vorschlag der Anglervereinigung möglich. Der Geltungsbereich der Fischereischeine ist auf die von der Anglervereinigung bewirtschafteten Gewässer zu begrenzen. § 26a
Voraussetzungen für Betreiber von fischereilichen Anlagen (1) Betreiber von Fischteichen und bewirtschafteten Anlagen der Fischzucht und -haltung benötigen eine Ausbildung gemäß § 17 Abs. 2 Nr. 1 oder 2 des Fischereigesetzes für das Land Brandenburg. Über Ausnahmen zur Vermeidung unbilliger Härten entscheidet auf Antrag die Fischereibehörde. Die Fischereibehörde ist berechtigt, Auflagen zu erteilen, soweit dies bei dem ordnungsgemäßen Betrieb von Fischteichen und Anlagen erforderlich ist.
(3) Ein Fischereischein ist nicht erforderlich für Personen, die auf andere Weise als mit der Raubfischhandangel in bewirtschafteten Anlagen der Teichwirtschaft oder anderen fischereilichen Anlagen die Fischerei ausüben. § 27
entgegen § 2a Abs. 6 mehr als drei Aale an einem Fangtag anlandet, entgegen § 3 Abs. 1 untermaßige oder während der Schonzeit gefangene Fische nicht unverzüglich schonend in das Fanggewässer zurücksetzt oder die Schnur nicht durchtrennt, entgegen § 3 Abs. 2 Fische nicht unverzüglich oder nicht mit der gebotenen Sorgfalt aus dem Fanggerät löst oder nicht unverzüglich in das Fanggewässer zurücksetzt, entgegen § 7 Abs. 4 Satz 1 bei Vorliegen von Koppelfischerei den Fischfang mit der Handangel außerhalb der festgesetzten Zeit ausübt,
entgegen § 15 Abs. 1 Laichplätze zerstört, befährt, betritt oder Fischlaich entnimmt oder vernichtet oder entgegen § 15 Abs. 3 die Winterruhe der Fische nachhaltig stört. (2) Ordnungswidrig im Sinne des § 40 Abs. 1 Nr. 21 des Fischereigesetzes für das Land Brandenburg handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig
entgegen § 4 Abs. 1 beim Fischfang verbotene Fanggeräte oder Fangmittel anwendet oder entgegen § 4 Abs. 2 das Schleppangeln von Booten, die unter Segel oder mit Motorkraft fahren, ausübt, entgegen § 5 Satz 1 kleinere Lattenabstände oder Maschenweiten als 15 Millimeter verwendet, entgegen § 6 Abs. 1 Satz 1 oder § 6 Abs. 2 Satz 1 Köderfische verwendet, entgegen § 6 Abs. 3 zum Köderfischfang ein Senknetz verwendet, das nicht der festgesetzten Abmessung entspricht, den Bestimmungen des § 7 Abs. 1 bis 3 über die Beschaffenheit und die Verwendung von Angelfischereigeräten oder über die Verwendung von Haken oder Ködern zuwiderhandelt,
entgegen § 8 Abs. 1 Angelveranstaltungen ohne Genehmigung durchführt oder an einer solchen Veranstaltung teilnimmt, entgegen § 10 Abs. 1 den Fischfang ausübt, entgegen § 10 Abs. 2 und 3 Reusen oder Aalfänge nicht regelmäßig oder Legeangeln, Hamen oder Stellnetze nicht mindestens einmal täglich kontrolliert, den Vorschriften des § 11 über das Hältern und den Transport von Fischen zuwiderhandelt, entgegen § 12 Abs. 1 fortpflanzungsfähige Fische mit gentechnisch verändertem Erbgut hält, entgegen § 13 Abs. 1 nicht heimische Fische einschließlich deren Laich ohne Genehmigung aussetzt oder entgegen § 13 Abs. 3 erkennbar kranke Fische aussetzt,
entgegen § 14 Abs. 1 Wasserpflanzen ansiedelt oder entnimmt oder entgegen § 14 Abs. 2 nicht heimische Fischnährtiere in Gewässer einbringt, entgegen § 15 Abs. 3 Satz 2 Erdstoffe oder Schlämme in Winterlagern verklappt oder entgegen § 15 Abs. 4 Satz 1 das Gelege betritt oder befährt, einer vollziehbaren Anordnung nach § 16 zuwiderhandelt, entgegen § 17 Abs. 2 bei der Ausübung der Angelfischerei den Mindestabstand von 50 Metern zu stehenden Fischfanggeräten oder ständigen Fischereivorrichtungen nicht einhält,
entgegen § 24 Abs. 1 die Einläufe von Wasserkraftanlagen, Schöpfwerken und anderen Anlagen zur Wasserentnahme sowie Auslaufbauwerke nicht nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik sichert oder die lichte Stabweite von 15 Millimetern überschreitet, entgegen § 24 Abs. 2 ortsfeste Elektroanlagen zum Scheuchen und Abweisen von Fischen ohne Genehmigung einsetzt,
entgegen § 26a Abs. 1 ohne Ausbildung Fischteiche oder Anlagen betreibt. § 29
Kraft. (2) Gleichzeitig treten folgende Rechtsvorschriften
außer Kraft: Anordnung über die fischwirtschaftliche Nutzung der
Binnengewässer, die Ausübung des Fischfangs und des Angelsports im
Bereich der Binnenfischerei der Deutschen Demokratischen Republik
(Binnenfischereiordnung) vom 16. Juni 1981 (GBl. I Nr. 23 S. 290), Verordnung zur vorläufigen Regelung der Fischereiausübung im
Land Brandenburg vom 18. Juni 1991 (GVBl. S. 232). Anlage
16. Oktober bis 15. April
Bachneunauge (Lampreta planeri) ganzjährig - Barbe (Barbus barbus) 1. Mai bis 31. Juli 40 Bitterling (Rhodeus amarus) ganzjährig -
Elritze (Phoxinus phoxinus) ganzjährig - Finte (Alosa fallax) ganzjährig - Flussneunauge (Lampreta fluviatilis) ganzjährig - Goldsteinbeißer (Sabanejewia balcanica) ganzjährig - Große Maräne (Coregonus
lavaretus)
in Fließgewässern ganzjährig - in stehenden Gewässern nach Besatz
1. Oktober bis 31. Dezember 30
Groppe (Cottus spec.)
Gründling (Gobio gobio) ganzjährig - Hasel (Leuciscus leuciscus) keine 15 Hecht (Esox lucius) (soweit mit Fanggeräten der
Erwerbsfischerei nachgestellt) vier aufeinanderfolgende Wochen nach
Maßgabe der zeitlichen Festlegung im Hegeplan 45 Hecht (Esox lucius)
(soweit mit der Handangel
nachgestellt) 1. Februar bis 31. März 45 Karpfen (Cyprinus carpio) keine 35 Kleine Maräne (Coregonus albula) keine 15 Kleiner Stichling (Pungitius pungitius) ganzjährig - Lachs (Salmo salar) ganzjährig - als Satzfisch eingebrachter
Lachs (Salmo salar) 16. Oktober bis 15. April 60 Maifisch (Alosa alosa) ganzjährig - Meerforelle (Salmo trutta) ganzjährig - als Satzfisch
eingebrachte Meerforelle (Salmo trutta) 16. Oktober bis 15. April 60 Meerneunauge (Petromyzon marinus) ganzjährig - Moderlieschen (Leucaspius delineatus) ganzjährig - Nase (Chondrostoma nasus) ganzjährig - Nordseeschnäpel (Coregonus oxyrhynchus) ganzjährig - Quappe (Lota lota) keine 30 Rapfen (Aspius aspius) 1. April bis 30. Juni 40 Schlammpeitzger (Misgurnus fossilis) ganzjährig - Schleie (Tinca tinca) keine 25 Schmerle ((Barbatula barbatula) ganzjährig - Schneider (Alburnoides bipunctatus) ganzjährig - Seeforelle (Salmo trutta f. lacustris) ganzjährig - als Satzfisch eingebrachte Seeforelle (Salmo
trutta f.lacustris) 16. Oktober bis 15. April 60 Steinbeißer (Cobitis spec.) ganzjährig - Stint (Osmerus eperlanus)
Stör (alle Arten der Familie
Acipenseridae) ganzjährig - Weißflossengründling (Romanogobio belingi)
ganzjährig - Zander ((Sander lucioperca)
(soweit mit
Fanggeräten der Erwerbsfischerei nachgestellt) vier aufeinanderfolgende Wochen nach
Maßgabe der zeitlichen Festlegung im Hegeplan 45 Zander ((Sander lucioperca)
(soweit mit der
Handangel nachgestellt) 1. April bis 31. Mai 45 Zährte (Vimba vimba) ganzjährig - Ziege (Pelecus cultratus) ganzjährig - Zope (Abramis ballerus) 1. März bis 31. Mai 20 Edelkrebs (Astacus astacus) ganzjährig - Abgeplattete Teichmuschel (Pseudanodonta
complanata) ganzjährig - Flache Teichmuschel (Anodonta anatina) ganzjährig - Gemeine Teichmuschel (Anodonta cygnea) ganzjährig - Große Flussmuschel (Unio tumidus) ganzjährig - Kleine Fluss- oder Bachmuschel (Unio crassus) ganzjährig - Malermuschel (Unio pictorum) ganzjährig - nach oben