Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=18.05.1988&Aktenzeichen=X%20R%2044%2F82
Timestamp: 2019-03-24 04:02:51
Document Index: 38127694

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 8', '§ 4', '§ 8', '§ 40', '§ 138', '§ 138', '§ 100']

BFH, 18.05.1988 - X R 44/82 - dejure.org
UStG 1967/1973 § 4 Nr. 3, § 8 Abs. 1 Nr. 5
Havariekommissar - Aufgabenbereich - Zusammenhang mit der Schiffshavarie - Schäden an Transportmitteln - Schäden an Ladung - Versicherungsfähiges Transportmittel - Güterbesichtiger - Sachverständiger
UStG (1967/1973) § 4 Nr. 3, § 8 Abs. 1 Nr. 5
BFHE 153, 258
BStBl II 1988, 801
Ein Übergang zum Feststellungsbegehren ist auch im Revisionsverfahren zulässig (BFH-Urteil vom 18. Mai 1988 X R 44/82, BFHE 153, 258, BStBl II 1988, 801, unter 1.).
Die Klage war deshalb insoweit als unzulässig abzuweisen (vgl. BFH-Urteil vom 18. Mai 1988 X R 44/82, BFHE 153, 258, BStBl II 1988, 801, m.w.N.).
Im BFH-Urteil in BFHE 153, 258, BStBl II 1988, 801 fehlte eine derartige Veranlassung aufgrund der seinerzeit höchstrichterlich noch ungeklärten Bestimmung des Verhältnisses zwischen Umsatzsteuer-Vorauszahlungsbescheid und Umsatzsteuer-Jahresbescheid.
Denn nach dem festgestellten Sachverhalt ist die Klin. nicht auf Grund einer Verpflichtung zur Vermittlung oder zum Abschluß von Versicherungsgeschäften tätig geworden (vgl. BFH-Urteil vom 18. Mai 1988 X R 44/82, unter 2. a, m. w. N.; BFHE 153, 258, BStBl II 1988, 801).
Dem Kläger fehlt das erforderliche Rechtsschutzbedürfnis für seine Anfechtungsklage (§ 40 Abs. 1, 1. Alt. Finanzgerichtsordnung - FGO -) gegen den streitgegenständlichen Haftungsbescheid in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 7. März 2000, weil der Rechtsstreit inzwischen i. S. von § 138 Abs. 1 - FGO - in der Hauptsache erledigt ist (vgl. zum Wegfall des Rechtsschutzbedürfnisses im Falle der Hauptsachenerledigung allgemein BFH-Urteil vom 18. Mai 1988 X R 44/82, Sammlung der amtlich veröffentlichten Entscheidungen des BFH -BFHE- 153, 258, Bundessteuerblatt -BStBl- II 1988, 801 und BFH-Beschluss vom 18. Februar 1994 VIII B 46/92, Sammlung der amtlich nicht veröffentlichten Entscheidungen des BFH -BFH/NV- 1994, 728 sowie Brandis, in: Tipke/Kruse, Abgabenordnung - Finanzgerichtsordnung - AO - FGO -, 16. Aufl., § 138 FGO Rz. 22, jeweils m.w.N.).
Nach der Rechtsprechung des Senats tritt zwar in einem Rechtsstreit wegen der Anfechtung eines USt-Vorauszahlungsbescheides die Erledigung in der Hauptsache ein, sobald der USt-Jahresbescheid wirksam wird (BFH-Urteil vom 29. November 1984 V R 146/83, BFHE 143, 101, BStBl II 1985, 370; vgl. auch BFH-Urteil vom 18. Mai 1988 X R 44/82, unter 1., BFHE 153, 258, BStBl II 1988, 801).
Wie der BFH insoweit mehrfach ausgesprochen hat (vgl. z.B. Urteile vom 20.April 1988 X R 20/82, BFHE 153, 454, BStBl II 1988, 796, [BFH 20.04.1988 - X R 20/82] und vom 18.Mai 1988 X R 44/82, BFHE 153, 258, BStBl II 1988, 801 [BFH 18.05.1988 - X R 44/82]), kann in Fällen der vorliegenden Art offenbleiben, ob der Feststellungsantrag nach § 100 Abs. 1 Satz 4 FGO wegen tatsächlicher Erledigung des Streits in der Hauptsache während des finanzgerichtlichen Verfahrens vor dem FG hätte gestellt werden müssen (so daß der Antrag im Revisionsverfahren unzulässig wäre).