Source: http://www.architekt-windt.de/faq
Timestamp: 2018-03-24 00:32:34
Document Index: 369694056

Matched Legal Cases: ['§6', '§ 35', '§ 36', '§7', '§54', '§ 2', '§2', '§ 2', '§2', '§634', '§12', '§640', '§ 3']

FAQ | Architekturbüro Windt
Antworten auf Fragen zu Architektur, Gesetzestexten, Hausbau allgemein
Die unten aufgeführten Fragen sind der Übersichtlichkeit halber in Kapitel aufgeteilt. Wenn Sie auf ein Kapitel klicken springt das Bild auf die entsprechende Fragen zu diesem Thema. Die Beantwortung der Fragen stellt, insbesondere wenn Bezug auf Gesetze genommen wird, keine Rechtsberatung im Sinne des Rechtsdienstleistungsgesetzes dar, sie gibt lediglich den Sachverhalt des Gesetzes ohne Wertung wieder.
Fragen zu Architektur- und Ingenieurleistungen
Fragen zu Baukosten
Fragen zur Bauausführung nach VOB
Fragen zur Bauweise
Fragen zu Architektenkosten
Fragen zur Fachplanung
Welche Architektenleistungen brauche ich?
Ist ein Generalplaner günstiger als eine separate Beauftragung von Architekten und Fachingenieuren?
Sind die Kosten einer Kostenschätzung verbindlich?
Was kostet ein Gebäude, ein Haus?
Wie viele Abschlagzahlungen muss ich einem Handwerker zahlen?
Wie bekomme ich Kostensicherheit bevor ich anfange zu bauen?
Der Estrichleger* hat den Bau gefegt und den Müll des Rohbauers entsorgt, um überhaupt anfangen zu können. Nun stellt er die Arbeit auf Stundennachweis in Rechnung. Muss ich das bezahlen?
Ich habe Nachträge vom Handwerker erhalten. Wie gehe ich damit um?
Die Baufirma hat die Schlussrechnung eingereicht, ich habe die Leistung jedoch noch nicht abgenommen. Muss ich die Rechnung bezahlen?
Auftragnehmer: Ich habe eine Tür einschl. Zarge montiert. Die Wand war nicht lotrecht. Meine Tür schließt nun nicht richtig und wird moniert. Der Bauleiter sagt ich hätte das Vorgewerk prüfen müssen. Ist das korrekt?
Wie erstelle ich einen Keller, wenn Grundwasser ansteht?
Welche Bauweise ist sinnvoller: Massivbauweise oder Leichtbau?
Was muss bei der Errichtung einer Industriehalle mit Büros beachtet werden?
Welches ist die rationellste Bauweise im Industriebau?
Kann eine Industriehalle ohne Anforderungen an den Brandschutz erstellt werden?
Bis wann arbeitet ein Architekt kostenlos?
Kann ich mir überhaupt ein Architekturbüro leisten?
Wie wird das Honorar nach neuer HOAI berechnet?
Wie funktioniert das Baukostenvereinbarungsmodell?
Wie schliesse ich einen Vertrag mit dem Architekten oder dem Ingenieurbüro ab?
Wie berechnet sich das Honorar beim Bauen im Bestand? Was ist der Umbauzuschlag?
Was passiert bei nachträglicher Leistungsänderung?
Verdient der Architekt mehr, wenn der Bau teurer wird?
Ab wann ist ein Brandschutzkonzept erforderlich?
Ab wann ist ein SIGEKO erforderlich?
Man könnte diese Frage kurz und knapp beantworten mit: "Ein Architekt arbeitet oft kostenlos, aber nie umsonst". Gemeint ist wohl die Aquisitionphase. Da ein Architekt zwar anhand bereits erstellter Bauwerke unter Beweis stellen kann, dass er seinen Job richtig macht und wenn auch viele treue Kunden den Architekten weiter empfehlen, so hat er es manchmal schwer den Gegenwert seiner Leistung dem Bauherrn zu erläutern. Leider kann man die Leistung nicht anfassen und vergleichen wie ein Auto. Die Aquisition und die Möglichkeit für einen Architekten überhaupt ein Angebot abzugeben geschieht oft durch die Vorlage eines Vorentwurfes, welcher dann nicht selten beim Bauherrn zu der Erkenntnis führt, dass ggf. die Bauabsicht überhaupt nicht realisiert werden kann. Um die Leistung des Büros unter Beweis zu stellen oder um dem Bauherrn eine Übersicht von Baukörper, Baukosten und Bauzeit geben zu können, bieten wir im Rahmen der Aquisitionsleistung eine kostenlose Erstberatung an. Diese ist wie schon erwähnt jedoch nicht "umsonst". Denn auch, wenn Ihre Entscheidung dann gegen die Durchführung der Baumassnahme ausfällt (z.B. aus Kostengründen) haben Sie etwas vom Architekten erhalten: die Information, die Sie in die Lage versetzt hat eine Entscheidung treffen zu können. Diese Informationen geben wir Ihnen gerne. Lassen Sie sich durch uns beraten.
Die Antwort eines Architekten muss natürlich lauten: Ja! Man müsste dann die Gegenfrage stellen: Kann man es sich überhaupt leisten ohne ein Architekturbüro zu bauen? Natürlich ist allen Beteiligten klar, dass alle Kosten für den Bau so gering wie möglich gehalten werden müssen. Dies gilt auch für die Ingenieurkosten. Hierzu stellen wir Ihnen deshalb ein individuelles Angebot über nur die Leistungen zusammen, die Sie wirklich brauchen. Lassen Sie sich eine wirtschaftliche Planung vom Profi erstellen. Freuen Sie sich über einen Partner an Ihrer Seite. Sei es ein Architektur- oder ein Ingenieurbüro. Fühlen Sie sich während der Bauphase Wohl und gut betreut. Verlassen Sie sich auf uns. Wahrscheinlich haben Sie auch gar nicht die Zeit, sich ständig um die Baustelle zu kümmern. Für viele Probleme hat ein Architekt schon aus Routine die richtigen Lösungen schnell parat. Vermeiden Sie teure Fehlentscheidungen, die unter Umständen nicht mehr repariert werden können. Kosten für Mängelbeseitigung, Kosten für Bauverzug und den damit bedingten späteren Einzug fallen bei der Wahl eines Architekturbüros erst gar nicht an. Geben Sie uns die Chance in einem persönlichen Gespräch die Vorteile aufzuzeigen, die Sie durch die Wahl eines Architekten für Ihr Bauvorhaben geniessen.
Das Honorar kann auf unterschiedliche Weise ermittelt werden. Grundlage des Honorars sind dabei die anrechenbaren Kosten. Das sind in der Regel die Bauwerkskosten und die Kosten für die technische Ausrüstung im bestimmten Anteil zum Verhältnis der Bauwerkskosten. Die Kostengrundlage ist die Kostenberechnung nach DIN 276. Diese wird in der Leistungsphase 3 erstellt, also im Entwurf. Die Abrechnung erfolgt demnach auf den Kosten der Kostenberechnung. Das Angebot basiert in der Regel auf der Kostenschätzung, da vor Beginn des Projektes der Entwurf, der ja schon eine Grundleistung des Architekten darstellt, noch nicht fertig ist. Das Honorar richtet sich nach dem Leistungsbild, nach der Honorarzone und der zugehörigen Honorartafel.
Wenn zu Zeitpunkt der Beauftragung noch keine Planung als Grundlage für eine Kostenschätzung oder -berechnung vorliegt, kann das Honorar auch auf Grundlage einer Baukostenvereinbarung festgelegt werden. Pauschalhonorarvereinbarungen sind ebenfalls möglich. Das Honorar basiert jedoch in jedem Fall lauf der Grundlage der HOAI und den hier vorgegebenen Sätzen.
Mit dem Baukostenvereinbarungsmodell gibt der Gesetzgeber über den §6 Abs. 2 HOAI dem Bauherrn die Möglichkeit zusammen mit dem Architekten die Baukosten, die Grundlage für das Honorar sind, festzulegen. Die Baukosten müssen allerdings realistisch und nachprüfbar sein. Die Baukosten müssen anhand bekannter Referenzobjekte oder auf der Grundlage von Raumbedarfsplanungen ermittelt werden. Die vereinbarten Baukosten bleiben dann Grundlage für die Abrechnung des Architekten. Unzulässige Mindestsatzunterschreitungen durch fiktive Baukosten sind natürlich nicht zulässig. Probleme entstehen bei nachträglicher Änderung des Umfanges der Baumaßnahme. Z.B. wenn sich die Baukosten stark erhöhen oder verringern. Ändert sich der Leistungsumfang während der Bauausführung ist das Honorar durch schriftliche Vereinbarung anzupassen.
Wie schließe ich einen Vertrag mit dem Architekten oder dem Ingenieurbüro ab?
Im Grunde sind alle wichtigen Regelungen in der HOAI getroffen. Kunden, die sich nicht mit der HOAI auskennen erläutern wir diese gerne und unverbindlich. Wir keine schriftliche Vereinbarung getroffen (Handschlag, mündlicher Auftrag) gelten die Mindestanforderungen nach HOAI. Im schriftlichen Auftrag können Sondertatbestände, Besondere Leistungen, Umgang beim Bauen im Bestand (Umbauzuschläge) etc. vereinbart werden. Wir schlagen vor das Honorar über einen einfachen Planervertrag oder einen von der Architektenkammer vorgegebenen Mustervertrag festzulegen. Der Vorteil ist, dass auch dem Bauherrn wichtige Grundsätze der Honorarvereinbarung schriftlich erläutert sind. Es werden Honorare als Zahlenwerk hinterlegt. Der Bauherr weiß was die Leistung kosten wird.
Werden vorhandene Gebäude umgebaut, müssen zu den anrechenbaren Kosten, die Grundlage des Honorars sind noch weitere Vereinbarungen getroffen werden. An einem einfachen Beispiel wird dies klar: Sollen zwei tragende Wände in einem Wohnhaus verändert werden um z.B. aus zwei nun drei Wohnungen zu machen, werden die entstehenden Kosten nicht unbedingt sehr hoch sein (erinnere: Sie hatten ja einen Architekten, der flexibel und zukunftsorientiert geplant hat) Es entsteht beim Architekten jedoch ein höherer Aufwand als beim Neubau da z.B.: für den Bauantrag das ganze Gebäude mit allen Ansichten und Schnitten gezeichnet werden muss da z.T. Bausubstanz mit verarbeitet wird (z.B. vorhandene Decken oder Wände die nicht tangiert werden) da ein erhöhter Aufwand bei der Bauleitung entsteht weil eine Wohnung vielleicht noch belegt ist oder technische Anlagen nicht außer Betrieb genommen werden können Hierfür kann gem. § 35 ein Zuschlag als Pauschale bis zu 80% erhoben werden oder gem. § 36 ein Zuschlag von bis zu 50% bei Instandhaltung für die Bauleitung erhoben werden.
Sprechen Sie uns rechzeitig an. Eine Leistungsänderung und ggf. eine Anpassung des Vertrages kann unter Zustimmung beider Parteien jederzeit schriftlich vereinbart werden.
Grundsätzlich richtet sich das Honorar nach den anrechenbaren Kosten der Kostenberechnung. Durch die neue HOAI 2009 wird somit ausgeschlossen, dass durch gestiegene (oder verringerte) Baukosten sich das Honorar, welches früher z.T. auf der Kostenfeststellung basierte, verändert. Somit ist das Honorar vom Prinzip her festgelegt. Durch die Bonus Malusregelung §7 Abs. 7 HOAI können jedoch Bonuszahlungen für erreichte Unterschreitungen und Maluszahlungen (Abzüge) für Kostenüberschreitungen vereinbart werden. Das schließt zwar aus, dass der Architekt durch fehlerhafte Planung und Baukostenüberschreitung noch mit höherem Gehalt belohnt wird, sollte jedoch im Vorfeld genau zwischen den Vertragsparteien besprochen werden. Wenn die Überschreitung der Baukosten durch Fehler des Architekten entstehen, liegt ohnehin eine mangelhafte Leistung vor, die sicherlich einen Abzug im Honorar rechtfertigt. Liegt die Baukostenüberschreitung nicht im Ermessen des Architekten (Preiserhöhung, Materialknappheit, Bauherr hat sich teurere Ausstattung ausgesucht) ist dies wohl kaum dem Architekten als Malus anzurechnen. Somit ist dieses Instrumentarium der HOAI mit Vorsicht anzuwenden, denn hier versteckt sich Konfliktpotential. Wir stehen wir saubere und klare Vereinbarungen. Selbstverständlich planen wir Ihr Gebäude so wirtschaftlich wie möglich und versuchen die berechneten Kosten noch zu unterschreiten. Nach HOAI könnten wir bis zu 20% Erfolgshonorar vereinbaren. Da wir es jedoch für eine der ureigensten Pflichten des Architekten halten die Baukosten einzuhalten bzw. zu unterschreiten, stehen wir diesem Vorschlag der HOAI im Skepsis gegenüber.
Soweit nicht durch öffentliche Belange, Baugesetze oder Rechte Dritter bestimmte Leistungsphasen zwingend erforderlich sind (trifft z.B. auf Genehmigungen und Anträge zu), können die Architekten- und Ingenieurleistungen auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt werden. Grundleistungen, die Vorleistungen zwingend erfordern, müssen jedoch erbracht werden. Ohne eine Ausschreibung kann keine Angebotswertung durchgeführt werden, ohne einen schlüssigen Entwurf kann keine Ausführungsplanung erstellt werden. Viele Teilleistungen kommen bei bestimmten Bauvorhaben jedoch nicht zum Einsatz. Eine Bewertung nach HOAI und den bekannten und mittlerweile auch von Gerichten anerkannten Tabellen kann jedoch nur individuell durchgeführt werden. Rufen Sie uns doch einfach an oder senden Sie uns eine E-Mail. Wir erstellen Ihnen kostenlos und unverbindlich ein persönliches Angebot.
Beide Modelle haben Ihre Vorteile. Ein Generalplaner stellt für den Bauherrn nur einen Vertragspartner dar. Er hat sich sowohl um die Koordination, wie auch um die Haftung alles Fachplaner zu kümmern. Zur Abdeckung von Wagnis und Gewinn werden üblicherweise die Angebote der Fachplaner vom Generalplaner mit 5-10% beaufschlagt.
Bei Einzelvergabe verbleibt die Koordination der fachlich am Bau Beteiligten gleichwohl beim Architekten. Durch Einzelbeauftragungen verbleibt der direkte Zugriff auf die Fachplaner durch den Bauherrn erhalten. Verträge können individuell auf das Fachgebiet zugeschnitten werden. Wir empfehlen daher die Beauftragung der Planungen über Einzelverträge, da der Architekt die Koordination ohnehin übernimmt. Durch die gute Zusammenarbeit in unserem Team profitiert der Bauherr durch reibungslosen Ablauf und abgestimmte Konzepte. Gerne nehmen wir auch Ihren Vorschlag zu Ingenieurbüros auf. Wir sichern Ihnen eine flexible Abwicklung mit Teamgeist zu.
Die Kostenschätzung dient dazu eine Entscheidung über den Vorentwurf. Soll nun so weiter geplant werden? Stimmen Vorentwurf und Kostenschätzung mit den Vorstellungen des Bauherrn überein? Auf den Vorentwurf folgt der Entwurf. Da der Vorentwurf nur Raumzuordnungen (Programmziel) und Strichskizzen beinhaltet, kann die Kostenschätzung nicht auf Mengen und Massengerüsten basieren, sondern wird auf Grundlage von Vergleichsobjekten über den umbauten Raum oder die Nutzflächen hochgerechnet. Es gehen nur Faktoren wie: geringer oder hoher Standart, Massiv- oder Leichtbauweise, hohe oder geringe Anforderungen an Technik, Schallschutz etc. in die Bewertung mit ein. Somit ist auch klar, dass sich im Verlauf der Entwurfsplanung die Kosten erst konkretisieren lassen. Im Entwurf wird eine Kostenberechnung erstellt. Diese basiert auf konkreten Mengen, Massen und Qualitäten, die zuvor mit dem Bauherrn abgestimmt werden müssen. Eine Kostenschätzung hat daher naturgemäß einen hohen Schwankungsfaktor von ca. 20-30% ±
Um dem Bauherrn möglichst frühzeitig Kosten- und Planungssicherheit zu geben, ziehen wir schon bei der Kostenschätzung Mengen und Massenansätze, so wie Qualitäten mit in die Bewertung hinein. Wir verringern somit das Risiko der Kostenschwankung und bieten somit ein Maximum an Sicherheit in Bezug auf die Kosten. Es ist jedoch zu bedenken, dass allein schon im Wettbewerb der Angebote nicht selten Preisunterschiede von 150% bis zu 200% liegen. Somit kann selbst im Stadium der Ausschreibung keine garantierte Kostensicherheit verlangt werden.
Um die Kosten grob abzuschätzen stehen uns verschiedene Instrumente zur Verfügung. Durch Vergleich mit Referenzobjekten und durch die Baukostendatenbanken können recht schnell Kosten über die m² Nutzfläche oder den m³ umbauten Raum berechnet werden. Pauschal lässt sich diese Frage nicht beantworten. So können Industriehallen im Bereich von 50€-150€/m³, Wohngebäude von 200€-350€/m³ und Schulbauten von 300€-450€/m³ angesiedelt werden.
Hierzu gibt es keine Vorgaben. Vereinbaren Sie mit dem Handwerker Abschlagszahlungen über einen Zahlungsplan in Zusammenhang mit dem Bauzeitenplan. Dies könnte z.B. bedeuten: 1. Rate bei Fertigstellung Fundamente, 2. Rate bei Fertigstellung Erdgeschoss, 3. beim Obergeschoss usw. So wissen Sie im Vorfeld wann was auf Sie zukommt, der Handwerker kann die Zahlungen einplanen und der Zahlung steht ein nachvollziehbarer Gegenwert gegenüber.
Durch die professionelle Erstellung einer Kostenberechnung durch einen Architekten. Weiterhin kommen zwei Methoden in Betracht:
1. Die Vergabe der Maßnahme an einen Generalunternehmer zu einem Festpreis.
Es ist zu beachten, das Lücken im Leistungsverzeichnis und spätere Änderungen Nachträge auslösen. Diese sind oft nicht auf Basis einer nachvollziehbaren Kalkulation zu überprüfen und sind oft Ursache von Streitigkeiten.
2. Die Einholung aller Angebote zur Baumaßnahme. Nach Vorlage der Angebote werden Einheitspreisspiegel erstellt und das wirtschaftlichste Gesamtangebot zusammengestellt.
(*Beispielhaft gewählt)
Wenn Sie einen Vertrag nach VOB abgeschlossen haben, ist er nach DIN 18299 dazu verpflichtet Kehricht und Müll bis zu 1m³ zu entsorgen. Es handelt sich um eine
Nebenleistungen, die auch ohne Erwähnung im Vertrag zur vertraglichen Leistung gehören.
Ansonsten sind zuvor mit dem Handwerker vertragliche Regelungen zu treffen, die die Leistungen beschreiben und vergüten. Wir schlagen vor die VOB zu vereinbaren, da hier die wichtigsten Dinge geregelt sind und sich somit beide Parteien auf eine faire und bewährte Grundlage einigen.
Ein Brandschutzkonzept ist bei Sonderbauten §54 BauONRW und bei Bauvorhaben die größer als 1600m² Nutzfläche aufweisen erforderlich.
Die Anwendung der Baustellenverordnung wird zwingend notwendig, wenn die Baustelle mehr als 30 Tage betrieben wird und mehr als 20 Beschäftigte gleichzeitig beschäftigt werden oder der Umfang der Maßnahme mehr als 500 Personentage beträgt.
Am Kelleraußenmauerwerk kann unter verschiedenen Umständen Wasser anstehen. Nicht nur bei Grundwasser, sondern auch Regenwasser kann sich in der verfüllten Baugrube sammeln. Bei schlecht durchlässigem Boden entsteht dann der gleiche Lastfalle wie bei anstehendem Grundwasser. In beiden Fällen ist die Kelleraußenwand wasserundurchlässig zu erstellen. Für den Lastfall Regenwasser ist eine Ringdrainage mit Anschluss an ein Entwässerungssystem ratsam. Die Wasserundurchlässigkeit kann sowohl durch die Erstellung der Außenwand aus wasserundurchlässigem Beton (WU-Beton), wie durch eine Abdichtung hergestellt werden.
WU-Beton: Vorteile:
Hoher Dichtheitsgrad auch bei kleineren Fehlstellen
kann bei Fehlern nachträglich von innen verpresst werden
Feuchtigkeit diffundiert ständig von außen nach innen. Die Kellerräume müssen gut durchlüftet sein
Einbindende Bauteile und Bewegungsfugen erfordern eine gute Detailplanung
bei kleinen Kellern z.T. unwirtschaftlich aufgrund der Vorhaltung von Schalungsmaterial
Mauerwerk mit Abdichtung, Vorteile:
flexible Anwendung, da verschiedene Systeme wie Dickbeschichtung und Folienabdichtung zur Verfügung stehen
Keine Feuchtigkeitsdiffusion nach innen
Anfällig für Beschädigungen. Erfordert eine Schutzschicht vor Verfüllung der Arbeitsräume
Kann nach Verfüllung der Arbeitsräume nicht mehr nachgearbeitet werden.
Diese Frage kann nicht eindeutig beantwortet werden, da beide Systeme ihre Vor- und Nachteile haben. Zur Erläuterung:
Unter massiver Bauweise wird allgemein die Errichtung des Gebäudes aus Mauerwerk und Stahlbeton verstanden.
Unter Leichtbauweise versteht man die Errichtung der Wände und Decken aus Holz- oder Stahlrahmenkonstruktionen.
Bauteile wie Stein und Beton sind aufgrund ihrer hohen Wichte in der Lage Wärme zu speichern und wieder abzugeben. Dies führt zu guten Raumkonditionen und eingenehmen Temperaturen, auch in heißen Sommern. In Kombination mit einer vorgeschalteten effektiven Wärmedämmung erfüllen diese Konstruktionen hohe Anforderungen an Bauphysik und Schallschutz.
Gebäude die in Rahmenbauweise erstellt werden haben eine kurze Bauzeit und können durch die sehr geringe Baufeuchte schnell bezogen werden. Die Rahmenbauweise kommt im Industriebau, so wie im Passivhausbereich zum Einsatz. Durch die Möglichkeit schon in der Tragebene Dämmung anzuordnen, ergeben sich besonders energieeffiziente Systeme.
Installationen können einfach integriert werden. Viele Fertighäuser werden so erstellt und haben durch eine schnelle Bauzeit, geringe Baukosten und eine gute Dämmung einen hohen Stellenwert im Wohnhausbereich erzielt.
Aber auch Mischbauweisen oder massive Wände, die Dämmeigenschaften haben kommen zum Einsatz. Wir beraten Sie, welches System für Ihr Bauvorhaben am wirtschaftlichsten und am besten geeignet ist.
Geneigte Dächer ab 25° Dachneigung können problemlos mit Dachpfannen eingedeckt werden. Es handelt sich um eine durchlüftete leichte Konstruktion, die schnell und preiswert herzustellen ist. Im fast immer entstehenden Spitzboden können Abstellflächen oder Nutzflächen integriert werden.
Flach geneigte Dächer erfordern eine Abdichtungsebene, da die Ziegel nicht wirksam sind. Flachdächer werden mit Folien eingedichtet und sind in Sonderfällen auch ganz ohne Gefälle möglich. Eine massive Bauweise für das Dach verbessert Raumkonditionen (Phasenverschiebung im Sommer) und den Schallschutz.
Im Industriebaubereich werden oft wirtschaftliche Systeme mit ausgeschäumten Trapezblechen eingesetzt.
Wichtige Gründe die Ausführung des Daches genau auf die Bedürfnisse abzustimmen:
werden zusätzliche Flächen benötigt?
Raumkonditionen
Diese Frage ist schwierig pauschal zu beantworten. Es kommt auf die Nutzung und die jeweilige Größe an. Generell machen Systeme aus wirtschaftlichen Gründen Sinn, bei denen die Büros in die Gebäudehülle integriert sind. Verschiedene Nutzungen sind u.U. brandschutztechnisch zu trennen. (Brandwand, Gebäudetrennwand, F90 Wände)
Dem Betrieb zugehörige Büros oder Sozialeinrichtungen sollten möglichst in die Architektur integriert werden. hinzu kommen Flächen für die technische Gebäudeausrüstung, die nicht unterschätzt werden sollten.
Im Industriebau ist immer Zeit=Geld. Das bedeutet, eine Konstruktion, die schnell zu errichten ist, ist wirtschaftlich. Spielen Aspekte des Objektschutzes oder des Schallschutzes eine untergeordnete Rolle, so empfehlen sich Rahmenkonstruktionen mit Sandwichwänden oder Kassettenwänden. Es spielen aber auch formale Aspekte, so wie die Flexibilität der Konstruktion eine wichtige Rolle. Nur eine individuelle Planung und Beratung führen zur rationellsten Bauweise.
Grundsätzlich müssen tragende Bauteile bei Gebäuden geringer Höhe mindesten in F30 ausgeführt werden (außer bei Wohngebäuden mit nicht mehr als 1 WE)
Für bestimmte Industriebauten kann ein Bauvorhaben nach Industriebaurichtlinie auch ohne Anforderungen an den Brandschutz der tragenden Bauteile errichtet werden.
Hierbei sind die zulässige Größe der Brandabschnittsfläche und die zugeordnete Sicherheitskategorie (K1 bis K4) und die Breite des Industriebaus, so wie Wärmeabzugsflächen zu bewerten.
Die Sicherheitskategorien gehen von K1 bis K4. Die maximalen Brandabschnittsflächen gehen von 1.800 bis 10.000m².
Da noch weitere Kriterien wie „Gebäude geringer Höhe", Geschossigkeit, Baustoffe und techn. Anlagen eine große Rolle spielen, ist hier eine individuelle Planung erforderlich.
Gemeint ist wohl die Geltendmachung eines Vergütungsanspruches (Rechnung) zu Leistungen, die nicht vereinbart waren. Man muss zuerst grundsätzlich unterscheiden zwischen Zusatzleistungen (§ 2 Nr. 6 VOB/B) und Leistungsänderungen (i.S. v. §2 Nr. 5 VOB/B). Handelt es sich um Zusatzleistungen, so müssen diese vorher angekündigt werden. Sind die Leistungen nicht angekündigt worden, wir es schwer diese durchzusetzen. Auch bei Leistungsänderungen, z.B. durch Änderung des Grundrisses, soll zuvor ein neuer Preis vereinbart werden. Der Preis muss klar und transparent nachvollziehbar sein. Grundsätzlich steht dem Auftragnehmer bei Zusatzleistungen (§ 2 Nr. 6 VOB/B) der Schutz zu, schon vor Ausführung über den Preis informiert zu werden.
In Leistungen ohne Auftrag nach §2 Nr. 8 VOB/B ist sogar geregelt, dass Leistungen nicht vergütet werden, die eigenmächtig und unter Abweichung vom Auftrag ausgeführt wurden. Die Leistungen müssen jedoch vergütet werden, wenn der Auftraggeber diesen nachträglich zustimmt, die Leistungen für die Erfüllung des Vertrages notwendig waren, dem mutmaßlichen Willen des AG entsprachen und vorher angezeigt wurden. Trifft dies nicht zu, kann der Auftraggeber sogar die Beseitigung der Leistung fordern. Die Beweispflicht ob und inwieweit dann die o.g. Argumente für die Vergütung zutreffen, trägt der Auftragnehmer.
In den meisten Fällen handelt es sich jedoch um Leistungen, die sowohl für den Baufortschritt notwendig sind und dem Willen des Bauherrn entsprachen. Solche Leistungen (auch Sowieso-kosten genannt) können i.d.R. abgerechnet werden, man muss jedoch oft im Nachhinein um den Preis streiten, insbesondere dann, wenn sich im Angebot keine vergleichbare Grundlage dafür wiederfindet.
Die Gewährleistung richtet sich nach dem was vereinbart wurde. Grundsätzlich nach BGB für ein Bauwerk 5 Jahre ( §634a Nr. 1 BGB) und nach VOB für ein Bauwerk 4 Jahre (2 für Teile die der Wartung unterliegen), wenn nichts anderes vereinbart ist. Sie können auch einen VOB Vertrag abschließen und hierin 5 Jahre Gewährleistung vereinbaren.
Jeder Auftragnehmer hat ein Recht auf eine Abnahme. Es ist die Frage zustellen, warum die Abnahme noch nicht stattgefunden hat. Hat der Auftragnehmer die Abnahme ordnungsgemäß angekündigt (Abnahmeverlangen nach §12 VOB/B Nr. 1 und 4 und §640 BGB) dann gilt die 12 Tagefrist, in der die Abnahme durchgeführt werden muss. Die Abnahme kann dann nur wegen wesentlicher Mängel verweigert werden. Findet innerhalb der 12 Tagefrist keine Abnahme statt, so gilt die Leistung als abgenommen. Auch wenn keine Abnahme verlangt wird, die Leistung jedoch in Benutzung genommen wird, so gilt sie nach Ablauf von 6 Werktagen nach Beginn der Benutzung als abgenommen. Man spricht dann von fiktiver Abnahme. Nach erfolgter Abnahme besteht dann natürlich der Anspruch auf Vergütung. Die Schlussrechnung muss jedoch sachlich und inhaltlich korrekt sein.
Grundsätzlich sind Handwerker, insoweit es in Ihrem Erkennungsbereich liegt, als Fachmann verpflichtet die Vorleistungen auf die ihre Arbeit aufbaut zu prüfen. In diesem Fall hätte man die nicht lotrechte Wand ohne großen Aufwand überprüfen können und die Unzulänglichkeit anzeigen müssen. Der Fachmann hat hier eine Hinweispflicht. Diese Hinweispflicht besteht sogar gegenüber den Ausführungsunterlagen. Das heißt, der Auftragnehmer hat die Unterlagen (Pläne, Zeichnungen, Leistungsverzeichnis) zu prüfen und ggf. Bedenken anzumelden. Dies ergibt sich aus § 3 Abs. 3 VOB/B.