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Timestamp: 2016-10-26 15:24:22
Document Index: 213661875

Matched Legal Cases: ['Art. 108', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 134', 'Art. 152', 'Art. 135', 'BGE', 'Art. 152']

U 35/01 (16.01.2002)
V.________, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Luzius Hafen, c/o Kupferschmid + Partner, Beethovenstrasse 24, 8002 Z�rich,
A.- Mit Verf�gungen vom 17. Februar 1999 verneinte die Z�rich Versicherungsgesellschaft (nachfolgend: Z�rich) den Anspruch des 1950 geborenen V.________ auf Rentenleistungen f�r die Folgen zweier am 1. August 1994 und am 7. Mai 1996 erlittenen Unf�lle, sprach ihm jedoch mit Bezug auf den ersten Unfall eine Integrit�tsentsch�digung aufgrund einer Integrit�tseinbusse von 20 % zu. Daran hielt sie mit Einspracheentscheiden vom 23. April 1999 fest.
B. Die hiegegen erhobenen Beschwerden, mit welchen V.________ hatte beantragen lassen, die beiden Einspracheentscheide vom 23. April 1999 seien aufzuheben und es seien ihm gest�tzt auf weitere medizinische Abkl�rungen, namentlich nach Einholung eines interdisziplin�ren Gutachtens, die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen, wies das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen - unter Vereinigung beider Verfahren - mit Entscheid vom 22. November 2000 ab.
C.- V.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren mit dem Rechtsbegehren, in Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids sei ihm eine Invalidenrente aufgrund eines Invalidit�tsgrades von 75 % zuzusprechen; eventualiter sei die Streitsache an die Vorinstanz zur�ckzuweisen, damit diese nach Einholung eines umfassenden medizinischen Gutachtens �ber das Leistungsbegehren neu befinde. Ferner ersucht er um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege.
1.- Soweit sich die Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen die vorinstanzlich verneinte Leistungspflicht der Z�rich f�r die Folgen des am 1. August 1994 erlittenen Unfalls richtet, ist darauf nicht einzutreten, da die Rechtsschrift diesbez�glich einer sachbezogenen Begr�ndung entbehrt und ihr auch sinngem�ss nicht entnommen werden kann, welche tatbest�ndlichen Annahmen der Vorinstanz nach Auffassung des Beschwerdef�hrers unrichtig sind und auf welche Unterlagen er sich beruft (Art. 108 Abs. 2 OG; BGE 123 V 336 Erw. 1a mit Hinweisen). Aus dem selben Grund nicht einzutreten ist auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde, soweit damit sinngem�ss die Zusprechung einer Integrit�tsentsch�digung aufgrund der durch den Unfall vom 7. Mai 1996 bedingten Integrit�tseinbusse beantragt wird.
2.- Zu pr�fen bleibt einzig, ob der Beschwerdef�hrer aufgrund der Folgen des Unfalls vom 7. Mai 1996 Anspruch auf eine Invalidenrente der Unfallversicherung hat.
a) Die Vorinstanz hat die Rechtsprechung zu dem f�r die Leistungspflicht des Unfallversicherers vorausgesetzten nat�rlichen (BGE 119 V 337 Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b) und ad�quaten Kausalzusammenhang (BGE 117 V 359) zwischen einem Unfall mit Schleudertrauma der Halswirbels�ule (HWS) oder �quivalentem Verletzungsmechanismus ohne organisch nachweisbare Funktionsausf�lle und eingetretenem Gesundheitsschaden zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen.
b) Fest steht, dass der Beschwerdef�hrer am 7. Mai 1996 bei einer Auffahrkollision eine Distorsion der Halswirbels�ule (HWS) erlitten hat. Ob die seither anhaltenden Beschwerden - in erster Linie Kopf- und Nackenschmerzen, ferner reduzierte Belastbarkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Ged�chtnisprobleme, Schlaflosigkeit und bisweilen Obstipation - (zumindest teilweise) in einem nat�rlichen Kausalzusammenhang zum Unfall vom 7. Mai 1996 stehen, kann offen bleiben. Denn wie die Vorinstanz in einl�sslicher W�rdigung der medizinischen Akten zutreffend erwogen hat, fehlt es jedenfalls an der Ad�quanz des Kausalzusammenhangs, welche mangels einer deutlich vorherrschenden psychischen Fehlentwicklung nach dem Unfall gem�ss der in BGE 117 V 359 dargelegten Rechtsprechung zu beurteilen ist (vgl. RKUV 2000 Nr. U 395 S. 317 Erw. 3).
c) Selbst wenn die Auffahrkollision vom 7. Mai 1996 nicht als leichtes, sondern als mittelschweres Ereignis eingestuft wird, vermag dies kein abweichendes Ergebnis zu begr�nden. Da aufgrund der Aktenlage nichts daf�r spricht, den Unfall den schwereren F�llen im mittleren Bereich oder gar dem Grenzbereich zu den schweren Unf�llen zuzuordnen, k�nnte die Ad�quanz des Kausalzusammenhangs praxisgem�ss nur dann bejaht werden, wenn einem der hierf�r massgebenden Kriterien besonderes bzw. ausschlaggebendes Gewicht zukommt oder aber diese in geh�ufter oder auffallender Weise erf�llt sind. Der Vorinstanz ist darin beizupflichten, dass vorliegend beides nicht zutrifft, woran die nicht n�her substantiierten Einw�nde des Beschwerdef�hrers nichts �ndern. Nicht stichhaltig ist das Argument des Beschwerdef�hrers, das nach dem Unfall verordnete Tragen eines Halskragens sei als �rztliche Fehlbehandlung zu qualifizieren; eine solche k�nnte nach der Rechtsprechung nur dann bejaht werden, wenn diese Behandlungsform zu einer erheblichen Verschlimmerung der Unfallfolgen beigetragen h�tte, worauf indessen konkret nichts hindeutet. Ebenfalls fehl geht der Einwand, angesichts der fortdauernden Kopfschmerzen sei das Kriterium des schwierigen Heilungsverlaufs als erf�llt zu betrachten. W�re bei Vorliegen von Dauerbeschwerden notwendigerweise von einem schwierigen Heilungsverlauf auszugehen, verl�re dieses Kriterium offenkundig seine eigenst�ndige Bedeutung, was einer nicht zu rechtfertigenden Milderung der Ad�quanzvoraussetzungen gleichk�me. Hinsichtlich der Dauer der �rztlichen Behandlung ist festzuhalten, dass nach der ambulanten Spitalversorgung am Unfalltag lediglich eine Computertomopraphie der HWS durchgef�hrt wurde (3. Juni 1996), welche laut Bericht des Dr. med. S.________, Facharzt FMH f�r Neurologie, vom 29. Januar 1997 einen unauff�lligen Befund ergab; die Behandlung beim Chiropraktiker Dr. E.________ begann gem�ss dessen Angaben erst im November 1996 und dauerte - ohne gr�sseren Erfolg - bis M�rz 1997 an (Bericht vom 5. August 1997). Den Hausarzt Dr. med. K.________, Facharzt FMH f�r Innere Medizin konsultierte der Versicherte zwischen Januar und September 1997 f�nf Mal (Bericht des Dr. med. K.________ vom 10. September 1997), wobei ein Zusammenhang mit dem Unfall vom 7. Mai 1996 nicht erstellt ist. Dr. med. H.________, Facharzt FMH f�r Neurologie, riet sodann im Bericht vom 29. September 1997 zu einer physikalischen Therapie sowie in medikament�ser Hinsicht zu einer Hydergin-Kur. Am 13. Januar 1998 gab der Beschwerdef�hrer gegen�ber der Z�rich an, er werde vom Hausarzt weiterhin vor allem medikament�s behandelt, die chiropraktische Behandlung sei abgeschlossen und aktuell werde keine Physiotherapie durchgef�hrt. Ferner ist f�r die Zeit vom 4. bis 29. Januar 1999 eine Massage-Therapie aktenm�ssig erstellt. Da medikament�se Behandlung bei Dauerbeschwerden eine �bliche Begleitmassnahme darstellt und die sonstige �rztliche Behandlung l�ngere Unterbr�che erfuhr, ist das Kriterium der ungew�hnlich langen Dauer der �rztlichen Behandlung insgesamt zu verneinen. Schliesslich ist der Unfall vom 7. Mai 1996 weder durch besonders dramatische Begleitumst�nde noch durch besondere Eindr�cklichkeit gekennzeichnet; ebensowenig f�hrte er zu einer schweren oder besonders gearteten Verletzung.
Gefolgt werden kann dem Beschwerdef�hrer nur insoweit, als das Kriterium der Dauerbeschwerden - wenn auch nicht in ausgepr�gter Weise - als erf�llt zu gelten hat. Entsprechendes kann f�r die durch die gesundheitlichen Folgen des Unfalls vom 7. Mai 1996 bedingte Arbeitsunf�higkeit angenommen werden. Zwar ist sie hinsichtlich Ausmass und Grad nicht unbeachtlich; indessen kommt auch diesem Einzelkriterium kein ausschlaggebendes Gewicht zu, was umso mehr gilt, als die haus�rztliche Einsch�tzung der Arbeitsunf�higkeit auf 75 % von keinem der beigezogenen Gutachter best�tigt wird. Sprechen aber lediglich Dauerbeschwerden sowie Grad und Dauer der Arbeitsunf�higkeit f�r die Ad�quanz des Kausalzusammenhangs, kann dem Unfall vom 7. Mai 1996 insgesamt keine rechtlich massgebende Bedeutung f�r die Entstehung der teilweisen Arbeits- und Erwerbsunf�higkeit zugesprochen werden. Demzufolge ist der Anspruch auf eine Invalidenrente zu verneinen.
d) Die im Wesentlichen bereits vorinstanzlich dargelegten Vorbehalte des Beschwerdef�hrers gegen�ber dem neurologisch-psychiatrischen Gutachten des Dr. med. X.________, Facharzt f�r Neurologie und Psychiatrie und �rztlicher Direktor am neurologischen Rehabilitationszentrum J.________ e.V., vom 17. Oktober 1998 verm�gen dieses Ergebnis nicht umzustossen. Zum einen ber�hren die im Einzelnen geltend gemachten Unzul�nglichkeiten den rechtserheblichen Sachverhalt - wenn �berhaupt - nur am Rande, weshalb das Gutachten hinsichtlich der hier zu beurteilenden Streitfrage seine Beweiskraft beh�lt; die Untersuchungsbefunde des Dr. med. X.________ stehen zudem in Einklang mit den Ergebnissen des neuropsychologischen Zusatzgutachtens des Dr. D.________, Dipl. Psych., Neurologisches Rehabilitationszentrum J.________ e.V., vom 22. Juli 1998. Zum andern w�rde selbst dann, wenn das Gutachten des Dr. med. X.________ ausser Acht bleiben m�sste, die Ad�quanzbeurteilung nicht zu Gunsten des Beschwerdef�hrers ausfallen. Denn es bliebe auch diesfalls dabei, dass aufgrund der medizinischen Aktenlage, namentlich auch gest�tzt auf das Gutachten des Dr. med. N.________, Facharzt f�r orthop�dische Chirurgie, vom 13. Januar 1999, h�chstens zwei der massgebenden Ad�quanzkriterien als erf�llt gelten k�nnten. Weitere Abkl�rungen er�brigen sich, da mit Blick auf die Verh�ltnisse im massgebenden Zeitpunkt der Einspracheentscheide hievon keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind.
3.- Da es im vorliegenden Verfahren um Versicherungs- leistungen geht, sind gem�ss Art. 134 OG keine Gerichts- kosten zu erheben, weshalb das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege im Sinne der Befreiung von den Gerichtskosten gegenstandslos ist. Die unentgeltliche Verbeist�ndung kann hingegen gew�hrt werden (Art. 152 in Verbindung mit Art. 135 OG), da die entsprechenden Voraussetzungen (BGE 125 V 202 Erw. 4a und 372 Erw. 5b, je mit Hinweisen) grunds�tzlich erf�llt sind. Indessen ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde teilweise offensichtlich unzul�ssig (Erw. 1 hievor) und beschr�nkt sich im �brigen weitgehend auf ein blosses Wiederholen der im vorinstanzlichen Verfahren geltend gemachten Beschwerdegr�nde, weshalb eine Entsch�digung in reduziertem Umfang zuzusprechen ist. Es wird zudem ausdr�cklich auf Art. 152 Abs. 3 OG aufmerksam gemacht, wonach die beg�nstigte Partei der Gerichtskasse Ersatz zu leisten haben wird, wenn sie sp�ter dazu im Stande ist.
wird Rechtsanwalt Luzius Hafen, Z�rich, f�r das Verfahren