Source: https://tipp-zum-bau.de/bauanwalt/
Timestamp: 2019-07-24 05:28:17
Document Index: 330038630

Matched Legal Cases: ['§ 5', '§ 631', '§ 911', '§ 936', '§ 1004', '§ 631']

Bauanwalt • Ihr Rechtsschutz für alle Fälle auf dem Bau
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Der Bauanwalt
Unterstützt bei Erstellung des Bauvertrags
Hilft bei Durchsetzung von Ansprüchen
Ihr perfekter Partner rund um den Bau
Der Bauanwalt – Fachjurist für’s Bauen
Ein Bauanwalt ist ein auf das Baurecht spezialisierter Rechtsanwalt. Er hilft z.B. den Bauherren bei der Erstellung des sogenannten Bauvertrags oder der Durchsetzung der Ansprüche auf Gewährleistung bei möglichen Mängeln. Auf der anderen Seite unterstützt er auch Fachbetriebe und Architekten, sollte der Bauherr seinen Forderungen nicht nachkommen.
Die Ausbildung zum Bauanwalt
Was macht ein Bauanwalt?
Checkliste Bauanwalt
1. Die Ausbildung zum Bauanwalt
Jede anwaltliche Karriere beginnt zunächst mit einer akademischen Laufbahn. Erforderlich ist also ein Studium der Rechtswissenschaften, auch bekannt als Jura-Studium. Die Regelstudienzeit liegt hier bei neun Semestern. Damit ist das Grundstudium absolviert, und das erste Staatsexamen wird abgelegt.
Das erste Staatsexamen ist die erste der zwei wichtigen Prüfungen, die einen Anwärter zum Rechtsanwalt absolviert. Wurde das erste Staatsexamen bestanden, so gilt der oder die Studierende als Halbjurist und kann nun in die Praxisphase übergehen. Dabei durchläuft der angehende Anwalt ein 2-jähriges Rechtsreferendariat an verschiedenen Gerichten.
Nach dieser Praxiszeit steht nun das zweite Staatsexamen an. Dies ist eine klassische Staatsprüfung, die von staatlichen Justizämtern abgehalten wird. Der Absolvent kann sich nun endlich als Volljurist bezeichnen. Um Fachanwalt für Baurecht und Architektenrecht werden zu können, muss der der Jurist jedoch noch einen Fachanwaltslehrgang absolvieren.
In Deutschland darf ein Anwalt maximal drei Fachanwaltstitel erwerben. Dafür schreibt § 5 der FAO vor, welche besondere praktische Erfahrung der zukünftige Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht schon im Voraus zu leisten hat. Zudem muss der Anwalt vor der Antragsstellung innerhalb der vergangenen drei Jahre im Baurecht gearbeitet und seine Zulassung besessen haben. Insgesamt muss er also bereits sechs Jahre lang juristisch tätig gewesen sein.
2. Was macht ein Bauanwalt
Leider verlaufen Bauvorhaben nicht immer reibungslos und es kommt zu Streitigkeiten zwischen den verschiedenen am Bau beteiligten Parteien. Helfen kann hierbei ein guter Anwalt – der Bauanwalt. Hierbei wird nochmals unterschieden zwischen öffentlichem und privatem Baurecht.
Vorwiegend klärt Ihr Fachanwalt für Baurecht alle Fragen, die aufkommen, wenn Bauverträge abgewickelt werden. Haben Sie beispielsweise Mängel an Ihrem Bauwerk festgestellt? Dann ist jetzt der Zeitpunkt, einen Bauanwalt zu konsultieren. Der Rechtsanwalt für Baurecht wird sich in diesem Fall darum kümmern, Ihren Anspruch auf Gewährleistung/Haftung durchzusetzen. Weiterhin wird er Sie in bestimmten Fällen auch vor Ämtern und Behörden vertreten.
Grundsätzlich wird Ihr Fachanwalt für Baurecht Ihnen während des gesamten Bauprozesses behilflich sein – von der grundlegenden Planung bis hin zur Bauabnahme. Der Bauanwalt unterstützt seine Mandanten, die sowohl öffentliche oder auch private Bauherren sein können. Daher können Sie also auch als Betrieb auf einen Bauanwalt zurückkommen. Werden Sie von einem Kunden haftbar gemacht? Kommt Ihr Kunde Ihren Zahlungsforderungen nicht nach? Auch hier steht Ihr Bauanwalt Ihnen zur Seite.
3. Das Private Baurecht
Das private Baurecht ist Bestandteil des BGB und somit auch durch das Zivilrecht reglementiert. Es bestimmt die Regelungen zwischen Bauherr und den Handwerkern, Bauunternehmen, Ingenieuren und Architekten. Ebenso sind auch das Grundeigentumsrecht und das Nachbarrecht Teile des privaten Baurechts. Demzufolge können Sie auch einen Bauanwalt aufsuchen, wenn Sie Probleme mit dem Bauwerk nebenan haben, denn hier greift das Nachbarrechtsgesetz. Folglich handelt es sich dabei um zivilrechtliche Angelegenheiten zwischen einem Bauherrn, dem Architekten und dem Bauunternehmen.
Rechtliche Grundlagen des privaten Baurechts
Aufgrund der sogenannten Privatautonomie können Sie als Bauherr Verträge aushandeln, die nicht mit den baurechtlichen Vorgaben übereinstimmen. Die Grundlagen des privaten Baurechts sind im BGB unter Werkvertragsrecht (§§ 631 ff.) und unter Nachbarrecht (§§ 911 ff., § 936, § 1004) verankert. Allerdings unterscheidet sich die Gesetzgebung zum Teil in den einzelnen Bundesländern.
Da diese Paragraphen im BGB nicht komplett ausformuliert sind, beziehen sich Rechtsexperten oft auch auf die Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB). Dabei sind besonders die Teile B und C interessant. Dadurch gilt die VOB im Sinne der allgemeinen Geschäftsbedingungen.
Auch die Vergütung von Ingenieuren und Architekten ist gesetzlich festgelegt. Diese Festlegung ist die sogenannte Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI).
Die für Sie wichtigste Rechtsquelle im Baurecht stellt das Baugesetzbuch (BauGB) dar. Dieses Gesetz enthält die Bestimmungen zum allgemeinen und besonderen Städtebaurecht.
Das Tätigkeitsfeld eines Bauanwalts bezieht sich beispielsweise auf folgende Vertragsarten:
Bauvertrag oder Werkvertrag
Der Bauvertrag, auch Werkvertrag, besteht zwischen einem Bauherrn und einem Bauunternehmer. Darin können nur einzelne Leistungen oder auch Renovierungen, ebenso wie der Bau eines schlüsselfertigen Gebäudes festgelegt sein. Die rechtliche Basis dafür schaffen §§ 631 bis 650 des BGB.
Seien Sie hier aufmerksam! Ein Bauvertrag ist kein Bauträgervertrag (Kombination aus Kauf- und Werkvertrag) und auch kein Baubetreuungsvertrag (dabei ist der Baubetreuer rechtlicher Vertreter des Bauherrn).
Als Architektenvertrag versteht man grundlegend eine rechtsgültige Vereinbarung eines Bauherrn mit einem Architekten. Der Vertrag kommt zustande, indem Sie als Bauherr das Angebot eines Architekten annehmen: Der Architektenvertrag kann mündlich geschlossen werden, aus Beweisgründen empfiehlt sich jedoch die Schriftform. In den meisten Fällen handelt es sich bei einem Architektenvertrag um einen sogenannten Werkvertrag. Am Besten entscheiden Sie sich dabei für einen Architekten, der Mitglied der Architektenkammer in Ihrem Bundesland ist.
Die gesetzlichen Regelungen für das private Baurecht lassen Ihnen viel Spielraum. Außerdem können diese Regelungen in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich formuliert sein. Davon abgesehen ist es für den Laien sehr schwierig, hier keinen Fehler zu machen. Ein Bauanwalt kann Sie dahingehend professionell beraten. Denn er kennt alle rechtlichen Mittel, um den größtmöglichen Vorteil für Sie herauszuholen. Doch nicht nur Unstimmigkeiten oder Streitigkeiten stehen in seinem Interesse. Überdies erstellt und prüft er sowohl Bauverträge als auch Architektenverträge. Grundsätzlich kann ein Fachanwalt für Baurecht und Architektenrecht dem gesamten Bauprozess beiwohnen.
Hiermit steht Ihnen der Fachanwalt für Baurecht zur Seite:
5. Checkliste Bauanwalt
Sie haben größere Probleme bei Ihrem Bauvorhaben, die sich voraussichtlich nur mit juristischer Hilfe lösen lassen? Unsere Checkliste zeigt Ihnen, welche Arten von Fachanwälten sich mit dem Thema „Bauen“ beschäftigen. Denn den allwissenden Bauanwalt in allen Fragen gibt es leider nicht. Wir erleichtern Ihnen die Auswahl!