Source: http://www.schure.de/22410/42-84002-q.htm
Timestamp: 2019-07-17 14:43:57
Document Index: 311289561

Matched Legal Cases: ['§ 8', '§ 8', '§ 14', '§ 14', '§ 8', '§ 21', '§ 14', '§ 8', '§ 6']

RdErl. d. MK v. 6.6.2019 - 42-84 002-Q (SVBl. 7/2019 S. 347) - VORIS 22410 -
RdErl. v. 23.2.2015 (SVBl. S. 145 - Quereinstieg allgemein bildende Schulen), geändert durch RdErl. v. 20.6.2017 (SVBl. S. 431) - VORIS 22410 -
RdErl. v. 20.2.2014 (SVBl. S. 274 - Sondermaßnahme BBS), geändert durch RdErl. v. 11.5.2017 (SVBl. S. 435) - VORIS 22410 -
RdErl. v. 28.8.2012 (SVBl. S. 509 - Qualifizierungserlass) - VORIS 20411 -
RdErl. v. 20.6.2017 (SVBl. S. 433 - Einstellungsverfahren Quereinstieg) - VORIS 22410 -
RdErl. v. 27.7.2018 (SVBl. S. 641 - Einstellungserlass) - VORIS 22410 -
RdErl. v. 20.6.2017 (SVBl. S. 431 - Einstellung von Lehrkräften an BBS - Quereinstieg BBS), geändert durch RdErl. v. 21.2.2018 (SVBl. S. 180) - VORIS 22410 -
Der Personenkreis der Bewerberinnen und Bewerber um Einstellung als Lehrkraft für den Theorieunterricht wird wie bisher durch den Quereinstieg auch für einen aufgrund einer anderweitigen Hochschulausbildung qualifizierten Personenkreis ergänzt.
Der neugefasste Erlass verfolgt den Zweck der Vereinheitlichung der Vorgaben und des Verfahrens und soll zur Verkürzung der Prüfverfahren, der Verwaltungsverfahren an der Schule und der Verwaltungsverfahren an der Niedersächsischen Landesschulbehörde und damit der Zufriedenheit der Schulen in der Zusammenarbeit mit der Schulverwaltung dienen.
1.1.1 Bewerberinnen und Bewerber mit einer im Ausland abgeschlossenen, jedoch in Niedersachsen nicht als gleichwertig anerkannten Lehrerausbildung für die Lehrämter an berufsbildenden Schulen oder an Gymnasien, deren Ausbildung mindestens eine berufliche Fachrichtung oder ein Unterrichtsfach zugeordnet werden kann, aber
1.2 Personen, deren Nichteignung für eine Tätigkeit im Schuldienst bereits festgestellt wurde, sind nicht bewerbungsfähig.
1.3 Bewerberinnen und Bewerber mit nichtdeutscher Muttersprache müssen für den Lehrerberuf ausreichende Deutschkenntnisse in Wort und Schrift (Niveaustufe C2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen) nachweisen. Dieser Nachweis ist durch eine entsprechende Prüfungsbescheinigung zu führen. In Ausnahmefällen kann ein Sprachfeststellungsverfahren durchgeführt werden.
Darüber hinaus kann eine Einstellung unter Maßgabe von Nr. 1.1.2 b dieses Erlasses im Rahmen der Sondermaßnahme zur Einstellung von Absolventinnen und Absolventen mit einem mit Diplom (FH) oder einem Bachelorabschluss abgeschlossenen fachwissenschaftlichen Studium erfolgen. In Weiterbildungsstudiengängen und Berufsakademien erworbene Abschlüsse erfüllen diese Voraussetzungen in der Regel nicht.
4. Feststellung der Bewerbungsfähigkeit - Zuständigkeit
5. Fächer und Fachrichtungen
5.1 Für die Zuordnung zu einer beruflichen Fachrichtung auf der Grundlage eines Studienfachs, in der Regel das Hauptfach des Studiums, müssen fachbezogene Studienund Prüfungsleistungen im Umfang von mindestens 120 Leistungspunkten orientiert an den Vorgaben der Nds. MasterVO-Lehr für die Anforderungen an das Studium der beruflichen Fachrichtungen nachgewiesen werden.
5.2. Für die Zuordnung zu mindestens einem Unterrichtsfach für das Lehramt an Gymnasien nach Nr. 1.1.2 c) und d) gelten die Anforderungen des Bezugserlasses zu a) bezogen auf das Lehramt an Gymnasien.
Abweichend vom Bezugserlass zu e) dürfen auch Bewerberinnen und Bewerber auf Stellenausschreibungen mit dem Schwerpunkt berufliche Fachrichtung und Unterrichtsfach beliebig eingestellt werden, wenn deren Studienabschluss ausschließlich der über die Ausschreibung geforderten beruflichen Fachrichtung zugeordnet werden kann.
Darüber hinaus können abweichend vom Bezugserlass zu e) auch Bewerberinnen und Bewerber auf Stellenausschreibungen mit dem Schwerpunkt Unterrichtsfach und einem weiteren beliebigen Unterrichtsfach eingestellt werden, wenn deren Studienabschluss dem über die Ausschreibung geforderten Unterrichtsfach zugeordnet werden kann.
Das Auswahlverfahren ist entsprechend der Regelungen der Regelungen zum Auswahlverfahren durchzuführen.
7.1 An berufsbildenden Schulen ist eine Einstellung in ein Beamtenverhältnis auf Probe möglich, wenn die Voraussetzungen für den Erwerb der Lehr- und Laufbahnbefähigung nach § 8 NLVO-Bildung sowie die sonstigen beamtenrechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Die Prüfung der fachbezogenen Voraussetzungen nach § 8 NLVO-Bildung erfolgt durch die Niedersächsische Landesschulbehörde. Nach Möglichkeit sollte diese Prüfung in einem einheitlichen Verfahrensschritt mit der Feststellung der Bewerbungsfähigkeit erfolgen.
7.2 Liegen die Voraussetzungen für eine Einstellung in ein Beamtenverhältnis auf Probe nicht vor, erfolgt eine Einstellung in ein Tarifbeschäftigtenverhältnis. Dabei wird in der Regel ein auf zwei Jahre befristeter Arbeitsvertrag ohne Sachgrund gem. § 14 Abs. 2 Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) geschlossen. Bestand bereits ein Arbeitsverhältnis zum Land Niedersachsen, ist zu prüfen, ob noch ein befristeter Vertrag mit Sachgrund gem. § 14 Abs. 1 TzBfG geschlossen werden kann.
7.2.1 Eine Einstellung von Personen nach Nr. 3 b), die den Vorbereitungsdienst nach Abschluss des Lehramtsstudiums mit Master of Education noch nicht angetreten haben oder ihn noch mit einer Staatsprüfung erfolgreich abschließen können, ist in der Regel nur befristet, insbesondere zur Überbrückung bis zur Zulassung zum Vorbereitungsdienst möglich. Auf Nr. 1.2 dieses Erlasses weise ich hin.
Der Erwerb einer Lehr- und Laufbahnbefähigung und entsprechend auch eine Verbeamtung von Bewerberinnen und Bewerber mit einem unter Nr. 3 b) genannten Hochschulabschluss auf der Grundlage des § 8 NLVOBildung ist nicht möglich.
7.2.2 Eine Einstellung von Personen mit einem Hochschulabschluss nach Nr. 1.1.2 b) kann ausschließlich bezogen auf die Zuordnung einer beruflichen Fachrichtung erfolgen. Sofern die Einstellung mit dem Ziel des Erwerbs der Lehr- und Laufbahnbefähigung für das Lehramt an berufsbildenden Schulen erfolgt, müssen Studienleistungen nach Nr. 9.3 dieses Erlasses zum Nachweis eines Unterrichtsfaches oder Sonderpädagogik an berufsbildenden Schulen nach der Einstellung berufsbegleitend nachgeholt werden. Der Arbeitsvertrag ist mit einer entsprechenden auflösenden Bedingung als Nebenabrede gem. § 21 TzBfG zu versehen, in der festzuhalten ist, dass der Arbeitsvertrag endet, wenn vor Ablauf der Maximaldauer der Qualifizierung ein Teil der zu erbringenden Studienleistungen endgültig nicht bestanden ist.
7.2.3 Eine Einstellung von Personen mit einem Abschluss nach Nr. 1.1.2 d) ausschließlich mit der Zuordnungsmöglichkeit eines Unterrichtsfaches erfolgt in der Regel in Form eines auf zwei Jahre befristeten Arbeitsvertrags ohne Sachgrund gem. § 14 Abs. 2 Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG). Ziel ist die Entfristung des Vertrages bei erfolgreichem Abschluss der pädagogischdidaktischen Qualifizierung.
Die Gesamtverantwortung für die Ausgestaltung der pädagogisch- didaktischen Qualifizierung obliegt der jeweiligen Schulleitung. Bestandteil der Qualifizierung sind der regelmäßige Besuch der Veranstaltungen des Studienseminars einschließlich der vorgesehen Unterrichtsbesuche. Weiterhin sind schulinterne Qualifizierungsmaßnahmen vorzusehen. Die Schulleitung stellt unter Einbeziehung des Gutachtens des Studienseminars den Abschluss der Gesamtqualifizierung fest.
9.1 Die Durchführung der Qualifizierungsmaßnahme ist für Lehrkräfte, die über eine Lehr- und Laufbahnbefähigung nach § 8 NLVO-Bildung verfügen und damit i. d. R. im Beamtenverhältnis auf Probe beschäftigt sind, durch Bezugserlass zu c) in der jeweils gültigen Fassung geregelt.
9.2 Die Durchführung der Qualifizierungsmaßnahme für tarifbeschäftigte Lehrkräfte umfasst die pädagogisch-didaktische Qualifizierung am Studienseminar für das Lehramt an berufsbildenden Schulen und die schulinterne Qualifizierung. Die pädagogisch-didaktische Qualifizierung umfasst die Teilnahme an Veranstaltungen des Studienseminars insbesondere in dem dem Studienabschluss zugeordneten Fach bzw den Fächern. Dies betrifft insbesondere den Besuch der fachdidaktischen und pädagogischen Seminare einschließlich der geforderten Unterrichtsbesuche. Während der pädagogisch-didaktischen Qualifizierung sind mindestens 4 Unterrichtsbesuche durch das Studienseminar vorzusehen.
9.3. Lehrkräfte, die nach Nr. 1.1.2 b) mit dem Ziel des Erwerbs einer Lehr- und Laufbahnbefähigung im Tarifbeschäftigtenverhältnis nach Nr. 7.2.2 eingestellt wurden, müssen während der Qualifizierungsmaßnahme berufsbegleitend an einer Hochschule Studienleistungen in Anlehnung an § 6 Nds. Master VO-Lehr für ein Unterrichtsfach oder Sonderpädagogik in der beruflichen Bildung im Umfang von mindestens 50 Leistungspunkten erbringen.
9.4 Während der pädagogisch-didaktischen Qualifizierung sind die zu Qualifizierenden nach Nrn. 9.1. und 9.2 dieses Erlasses grundsätzlich in beiden Fächern, in der Regel in allen Schulformen des berufsbildenden Schulwesens, einzusetzen.