Source: https://www.jusmeum.de/gesetz/kstoffindmeistprv
Timestamp: 2019-08-23 22:01:11
Document Index: 14523301

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 5', '§ 3', '§ 5', 'Art. 18', 'Art. 28']

(1) Zum Nachweis von Kenntnissen, Fertigkeiten und Erfahrungen, die durch die berufliche Fortbildung zum Industriemeister/zur Industriemeisterin - Fachrichtung Kunststoff und Kautschuk erworben worden sind, kann die zuständige Stelle Prüfungen nach den §§ 2 bis 10 durchführen.
(3) Die erfolgreich abgelegte Prüfung führt zum anerkannten Abschluß Geprüfter Industriemeister/Geprüfte Industriemeisterin - Fachrichtung Kunststoff und Kautschuk.
eine mit Erfolg abgelegte Abschlußprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf, der der Fachrichtung Kunststoff und Kautschuk zugeordnet werden kann, und danach eine mindestens zweijährige einschlägige Berufspraxis in der Kunststoff- und Kautschuktechnik oder
eine mit Erfolg abgelegte Abschlußprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf der Fachrichtung Metall, Elektro, Holz oder Chemie und danach eine mindestens dreijährige Berufspraxis in der Kunststoff- und Kautschuktechnik oder
eine mindestens sechsjährige einschlägige Berufspraxis in der Kunststoff- und Kautschuktechnik
(1) Die Qualifikation zum Geprüften Industriemeister/zur Geprüften Industriemeisterin – Fachrichtung Kunststoff und Kautschuk umfasst:
§ 5 Fachrichtungsspezifischer Teil der Fachrichtung Kunststoff und Kautschuk
Im Prüfungsfach "Produktionstechnik" ist die Prüfung nach Wahl des Prüfungsteilnehmers in Kunststoffverarbeitung oder Kunststoffbearbeitung oder Kautschukverarbeitung durchzuführen; dasselbe gilt für die Prüfungsgebiete des Absatzes 3 Nr. 4 und 5.
Flächen-, Gewichts- und Mengenberechnungen;
Grundkenntnisse aus der anorganischen und organischen Chemie:
Stoffaufbau, insbesondere Elemente, chemische Verbindungen, Atome, Moleküle,
wichtige Stoffgruppen, insbesondere Oxide, Säuren, Laugen, Salze,
Kohlenwasserstoffe und deren Derivate: gesättigte und ungesättigte Kohlenwasserstoffe, Aromate und Kohlenwasserstoffe mit reaktionsfähigen Gruppen,
Bildungsreaktionen: Polymerisation, Polykondensation und Polyaddition;
Berechnen von Mischungen, Lösungen und Ansätzen;
Berechnen von Kräften, Momenten, Arbeit, Leistung und Wirkungsgrad;
Berechnen von Wärmemengen und Wärmedehnungen;
Grundkenntnisse aus der Statistik, Erstellen von Statistiken, Tabellen, Diagrammen und Nomogrammen.
(3) Im Prüfungsfach "Technologie der Werk- und Hilfsstoffe" soll der Prüfungsteilnehmer nachweisen, daß er unter Anwendung der einschlägigen Normen Werk- und Hilfsstoffe erkennen sowie aus den Eigenschaften der Werkstoffe auf ihre Verwendung und Ver- oder Bearbeitung schließen kann. In diesem Rahmen können geprüft werden:
Aufbau, Eigenschaften und Verwendung von Kunststoff und Kautschuk,
Aufbau, Eigenschaften und Verwendung der metallischen Werkstoffe,
Eigenschaften und Verwendung der Zuschlag- und Hilfsstoffe,
Kenntnisse über die einschlägigen Werkstoff- und Halbzeugnormen nach Wahl des Prüfungsteilnehmers entsprechend Absatz 1 Satz 2,
Kenntnisse über die einschlägigen Werkstoffprüfungsverfahren nach Wahl des Prüfungsteilnehmers entsprechend Absatz 1 Satz 2.
(4) Im Prüfungsfach "Betriebstechnik" soll der Prüfungsteilnehmer nachweisen, daß er Aufbau und Wirkungsweise der technischen Einrichtungen eines Betriebs und deren Einsatzmöglichkeiten im Hinblick auf einen dauerhaften und sicheren Produktionsablauf kennt, die Grundlagen der Störungssuche beherrscht, die Beseitigung der Störungen veranlassen kann, mögliche Gefahren beim Umgang mit technischen Einrichtungen kennt und Maßnahmen zur Verhinderung sowie Methoden zur Bekämpfung von Schadensereignissen erläutern und die Belange des Umweltschutzes berücksichtigen kann. In diesem Rahmen können geprüft werden:
Aufbau, Wirkungsweise, Betrieb, Wartung und Instandhaltung von Geräten, Maschinen und Anlagen:
Antriebsmaschinen, Getriebe und Kupplungen,
Pumpen, Armaturen, Rohrleitungen und Behälter,
Grundbegriffe der Meß-, Steuerungs- und Regelungstechnik,
Methoden und Geräte zur Erfassung von Prozeßgrößen wie Druck, Temperatur, Zeit und Menge,
Anwendung und Einsatzgebiete mechanischer, pneumatischer, hydraulischer, elektrischer und elektronischer Bauteile und Anlagen;
Organe der Unfallverhütung,
Maßnahmen gegen Entstehungsbrände und zur Verhinderung von Explosionen,
Maßnahmen gegen Gefahren im innerbetrieblichen Transport und Verkehr;
Wiedergewinnungskreisläufe.
(5) Im Prüfungsfach "Produktionstechnik" soll der Prüfungsteilnehmer nachweisen, daß er über produktionstechnische Kenntnisse verfügt; insbesondere soll er nachweisen, daß er die wesentlichen Produktionsverfahren, Aufbau und Wirkungsweise der wesentlichen Produktionsmittel sowie deren Einsatzmöglichkeiten im Hinblick auf einen dauerhaften und sicheren Produktionsablauf kennt, die Grundlagen der Störungssuche beherrscht, die Beseitigung der Störungen veranlassen kann, mögliche Gefahren beim Umgang mit den Produktionsmitteln kennt und Maßnahmen zur Verhinderung sowie Methoden zur Bekämpfung von Schadensereignissen erläutern kann. Er soll produktionstechnische Zusammenhänge und Details erkennen und beurteilen sowie entsprechende Maßnahmen unter Berücksichtigung der erforderlichen Qualitätsmaßstäbe einleiten können. In diesem Rahmen können geprüft werden:
In Kunststoffverarbeitung:
Wesentliche Produktionsverfahren:
Aufbereiten: Zerkleinern, Granulieren, Mischen und Kneten,
Beschichten flexibler Trägerbahnen,
Extrusionsblasformen,
Nachbearbeiten, Konfektionieren und Veredeln von Oberflächen,
Lesen einfacher technischer Zeichnungen, Lesen von Stücklisten und Zeichnungsnormen, Anfertigen von Werkstatt- und Funktionsskizzen, Datenerfassung, Dateneingabe und -ausgabe,
Abnahmebedingungen und Liefervorschriften,
Aufbau, Wirkungsweise und Einsatzmöglichkeiten der Verarbeitungsmaschinen sowie der Aufbereitungs- und Nachfolgeeinrichtungen einschließlich ihrer Zusatzgeräte,
Wirkungsweise und Einsatzmöglichkeiten der Verarbeitungswerkzeuge,
Maßnahmen zur vorbeugenden Instandhaltung sowie Erkennen von Störungen an Produktionsmitteln, Maßnahmen zur Behebung von Störungen, Schutzvorschriften und Schutzmaßnahmen beim Umgang mit Produktionsmitteln.
In Kunststoffbearbeitung:
Schweißen und Kleben,
Verstärken und Herstellen von Werkstoffverbunden,
Aufbau, Wirkungsweise und Einsatzmöglichkeiten der Bearbeitungsmaschinen sowie ihrer Zusatzgeräte,
Wirkungsweise und Einsatzmöglichkeiten der Bearbeitungswerkzeuge,
Maßnahmen zur vorbeugenden Instandhaltung sowie Erkennen von Störungen an Produktionsmitteln, Maßnahmen zur Behebung der Störungen, Schutzvorschriften und Schutzmaßnahmen beim Umgang mit Produktionsmitteln.
In Kautschukverarbeitung:
Aufbereiten: Zerkleinern, Mischen und Kneten,
Vulkanisieren,
Nachbearbeitung von Gummiartikeln,
Verarbeiten von Latex,
Regenerieren von Gummi,
Aufbau, Wirkungsweise und Einsatzmöglichkeiten der Verarbeitungsmaschinen sowie ihrer Zusatzgeräte,
(6) Die schriftliche Prüfung besteht je Prüfungsfach aus einer unter Aufsicht anzufertigenden Arbeit und soll nicht länger als 10 Stunden dauern. Die Mindestzeiten betragen im Prüfungsfach:
3. Betriebstechnik: 2,5 Stunden,
4. Produktionstechnik: 2,5 Stunden.
(Fundstelle: BGBl. I 1984, 853 - 854;
geboren am .................. in ...............................
hat am ...................... die Prüfung zum anerkannten Abschluß
Fachrichtung Kunststoff und Kautschuk vom 27. Juni 1984 (BGBl. I S. 847),
die zuletzt durch Artikel 28 der Verordnung vom 26. März 2014
3. Grundlagen für die Zusammenarbeit im
Betrieb ..........
Grundlagen ..........
2. Technologie der Werk- und Hilfsstoffe ..........
(in .......) *)
3. Betriebstechnik ..........
4. Produktionstechnik (in ........) *)
Der Prüfungsteilnehmer/
Die Prüfungsteilnehmerin hat nach
§ 3 Absatz 3 den Nachweis über den
*) Angabe gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2
Stand: Zuletzt geändert durch Art. 18 V v. 25.8.2009 I 2960
Hinweis: Änderung durch Art. 28 V v. 26.3.2014 I 274 (Nr. 12) textlich nachgewiesen, dokumentarisch noch nicht abschließend bearbeitet
1984, 847: BGBl I