Source: http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=XII%20ZR%20210/91
Timestamp: 2013-05-24 21:18:26
Document Index: 179015413

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Rechtsprechung: XII ZR 210/91
Rechtsprechung BGH, 30.06.1993 - XII ZR 210/91 Volltextver�ffentlichungen (2)
NJW-RR 1993, 1410
FamRZ 1993, 1297
WM 1993, 1762
Wird zitiert von ... (10) BGH, 13.06.2002 - V ZB 30/01 Immobilien - R�ck�bereignungsanspruch vormerkungsf�hig?Zwar bleibt die Frage, wann eine als grober Undank zu wertende schwere Verfehlung im Sinne von � 530 Abs. 1 BGB anzunehmen ist, weitgehend der nach den konkreten Umst�nden des jeweiligen Einzelfalles vorzunehmenden tatrichterlichen Beurteilung �berlassen (BGHZ 87, 145, 149; 91, 273, 278; 140, 275, 277; BGH, Urt. v. 30. Juni 1993, XII ZR 210/91, NJW-RR 1993, 1410, 1411).Eine schwere Verfehlung im Sinne von � 530 Abs. 1 BGB, durch die sich der Beschenkte des groben Undanks gegen�ber dem Schenker schuldig macht, setzt demnach objektiv ein gewisses Ma� an Schwere und subjektiv eine tadelnswerte Gesinnung voraus, die einen Mangel an Dankbarkeit gegen�ber dem Schenker erkennen l��t (BGHZ 87, 149; 91, 278; BGH, Urt. v. 30. Juni 1993, XII ZR 210/91 aaO, 1411;… Urt. v. 9. Januar 1999, X ZR 42/97,NJW 1999, 1626, 1627, insoweit nicht abgedruckt in BGHZ 140, 275).
BGH, 28.03.2006 - X ZR 85/04 Ehescheidung - Schenkung oder ehebedingte Zuwendung?Feststellungen dazu, dass dies auch noch im Jahre 1986 einhellige Praxis war, hat das Berufungsgericht allerdings nicht getroffen; daf�r ergibt sich auch nichts aus den von ihm zitierten Entscheidungen des Oberlandesgerichts M�nchen (MDR 2002, 97) und des Bundesgerichtshofs (Urt. v. 30.06.1993 - XII ZR 210/91, NJW-RR 1993, 1410, 1411).
BGH, 13.06.2002 - V ZB 31/01 Immobilien - R�ck�bereignungsanspruch vormerkungsf�hig?Zwar bleibt die Frage, wann eine als grober Undank zu wertende schwere Verfehlung im Sinne von � 530 Abs. 1 BGB anzunehmen ist, weitgehend der nach den konkreten Umst�nden des jeweiligen Einzelfalles vorzunehmenden tatrichterlichen Beurteilung �berlassen (BGHZ 87, 145, 149; 91, 273, 278; 140, 275, 277; BGH, Urt. v. 30. Juni 1993, XII ZR 210/91, NJW-RR 1993, 1410, 1411).Eine schwere Verfehlung im Sinne von � 530 Abs. 1 BGB, durch die sich der Beschenkte des groben Undanks gegen�ber dem Schenker schuldig macht, setzt demnach objektiv ein gewisses Ma� an Schwere und subjektiv eine tadelnswerte Gesinnung voraus, die einen Mangel an Dankbarkeit gegen�ber dem Schenker erkennen l��t (BGHZ 87, 149; 91, 278; BGH, Urt. v. 30. Juni 1993, XII ZR 210/91 aaO, 1411;… Urt. v. 9. Januar 1999, X ZR 42/97,NJW 1999, 1626, 1627, insoweit nicht abgedruckt in BGHZ 140, 275).
BGH, 23.09.1999 - X ZR 114/96 Begriff der Unentgeltlichkeit einer ZuwendungDie g�terrechtliche Behandlung und mithin auch die Einordnung als "unbenannte" Zuwendung im Verh�ltnis der Ehegatten zueinander (vgl. hierzu BGHZ 87, 145, 146; BGHZ 116, 167, 169 f.;… BGH, Urt. v. 17. Januar 1990 - XII ZR 1/89, NJW-RR 1990, 386 = FamRZ 1990, 600;… Urt. v. 2. Oktober 1991 - XII ZR 132/90, NJW-RR 1992, 238, 239 reSp.; Urt. v. 30. Juni 1993 - XII ZR 210/91, NJW-RR 1993, 1410) ist deshalb f�r die Frage der Anwendbarkeit des � 822 BGB auf Anspr�che Dritter gegen den Ehegatten in bezug auf Verm�gensgegenst�nde, die diesem unentgeltlich vom anderen Ehegatten zugewendet werden, nicht ausschlaggebend; ob der Empf�nger das Erlangte seinem Ehegatten unentgeltlich zugewendet hat, ist im Verh�ltnis zum au�erhalb der g�terrechtlichen Beziehung stehenden Gl�ubiger nicht nach g�terrechtlichen Gesichtspunkten zu beurteilen.
OLG K�ln, 10.06.1999 - 1 U 91/98 "Zinslose Darlehen" als ehebedingte ZuwendungenZuwendungen unter Ehegatten liegt nach st�ndiger Rechtsprechung (BGH FamRZ 93, 1297 (1298); BGH NJW-RR 90, 386 (387); OLG D�sseldorf, OLGR 1995, 214; OLG Celle OLGR 1995, 91; OLG Hamm OLGR 1993, 173) n�mlich in der Regel die Vorstellung und Erwartung zugrunde, dass die eheliche Lebensgemeinschaft Bestand haben wird und die Zahlungen damit der Ehe dienen und Teil der gemeinsamen Vorstellung �ber die Verwirklichung der ehelichen Lebensgemeinschaft sind.Die Rechtsprechung hat sogar wiederholt Zahlungen innerhalb der Ehe als ehebedingte Zuwendungen angesehen, wenn sie tats�chlich als "Darlehen" (OLG Hamm OLGR 1993, 173) oder Schenkung deklariert waren (BGH NJW-RR 90, 386 (387); FamRZ 93, 1297 (1298); OLG D�sseldorf OLGR 1995, 214).
OLG Brandenburg, 29.06.2005 - 4 U 196/04 BGB � 119 Abs. 1; BGB � 123 Abs. 1; BGB � 242; BGB � 313; …Die Kl�rung der Frage, wann eine als grober Undank zu wertende schwere Verfehlung im Sinne von � 530 Abs. 1 BGB anzunehmen ist, obliegt weitgehend der nach den konkreten Umst�nden des jeweiligen Einzelfalles vorzunehmenden tatrichterlichen Beurteilung (vgl. BGHZ 87, 145, 149; 91, 273, 278; 140, 275, 277; BGH, Urteil vom 30.06.1993, NJW-RR 1993, 1410, 1411).Die h�chstrichterliche Rechtsprechung hat den Rechtsbegriff des groben Undanks allerdings n�her dahin ausgef�llt, dass eine schwere Verfehlung im Sinne von � 530 Abs. 1 BGB, durch die sich der Beschenkte des groben Undanks gegen�ber dem Schenker schuldig macht, objektiv ein gewisses Ma� an Schwere und subjektiv eine tadelnswerte Gesinnung voraussetzt, die einen Mangel an Dankbarkeit gegen�ber dem Schenker erkennen l��t (vgl. BGHZ 87, 149; 91, 278; BGH, Urteil vom 30.06.1993, aaO.; Urteil vom 09.01.1999, NJW 1999, 1626, 1627).
LG Kaiserslautern, 14.05.2004 - 3 O 622/03 Zwar mag durchaus davon ausgegangen werden, dass Ehegatten in einer funk�tionierenden Ehe ihre Beziehungen zueinander auch bei Zuwendung gr��erer Geldbetr�ge in der Regel nicht in den Formen des recht�lich durchsetzbaren Vertragsrechtes regeln wollen, da ihnen inner�halb eines solchen N�heverh�ltnisses der Rechtsbindungswille meist fehlen wird (BGH FamRZ 1993, 1297, 1298).Soweit teilweise in der Rechtsprechung auch in F�llen solcher schriftlicher Vereinbarungen dennoch von einer un�benannten Zuwendung ausgegangen wurde (…vgl. die Nachweise bei OLG K�ln aaO), beruhte dies entweder auf hier nicht vorliegenden Be�sonderheiten des Einzelfalles (…OLG Hamm aaO: trotz Bezeichnung als Darlehen keine R�ckzahlungsabrede getroffen;… OLG Celle aaO: Umwandlung des urspr�nglichen Darlehens in eine unbenannte Zu�wendung durch Nichtr�ckforderung �ber einen Zeitraum von 20 Jah�ren) oder auf dem Vorliegen von Schenkungsvertr�gen (BGH FamRZ 1993, 1297, 1298 ; BGH NJW-RR 1990, 386, 387), bei denen aufgrund der Unentgeltlichkeit der Schenkung -an�ders als bei Darlehen- die Annahme einer unbenannten Zuwendung auch nahelag.
OLG Saarbr�cken, 09.07.2009 - 9 W 205/09 Auslegung einer zwischen Ehegatten getroffenen Vereinbarung �ber die Hingabe …Zwar mag durchaus davon ausgegangen werden, dass Ehegatten in einer funktionierenden Ehe ihre Beziehungen zueinander auch bei Zuwendung gr��erer Geldbetr�ge in der Regel nicht in den Formen des rechtlich durchsetzbaren Vertragsrechtes regeln wollen, da ihnen innerhalb eines solchen N�heverh�ltnisses der Rechtsbindungswille meist fehlen wird (BGH FamRZ 1993, 1297, 1298).
OLG Brandenburg, 26.11.2008 - 4 U 5/08 Widerruf einer Schenkung: Zwangsvollstreckung gegen den Schenker als grober …Vielmehr hat der Bundesgerichtshof in einem Urteil vom 30.06.1993 - XII ZR 210/91 - (FamRZ 1993, 1297) festgestellt, dass in der r�cksichtlosen Aus�bung von Eigent�merrechten durch die K�ndigung eines Mietvertrages �ber Werkstattr�ume und dem Verlangen nach sofortiger R�umung mit der Folge beruflicher Existenzgef�hrdung des Schenkers eine schwere Verfehlung liegen k�nne, die zum Widerruf der Schenkung berechtige.
OLG Frankfurt, 13.02.1995 - 20 W 394/94 Wirksamkeit nicht unterschriebener testamentarischer AnordnungenKontextvorschau leider nicht verf�gbar