Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHSt%2044,%20144
Timestamp: 2019-03-23 07:38:25
Document Index: 46731510

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 80', 'BGH', '§ 121', 'BGH', '§ 24', '§ 316', '§ 80', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 80', '§ 121', 'BGH', '§ 80', 'BGH', '§ 80', '§ 80', 'BGH', 'BGH']

BGH, 28.07.1998 - 4 StR 166/98 - dejure.org
Vorlegung einer Rechtsfrage an den Bundesgerichtshof durch allein entscheidenden Richter
OWiG § 80a
BGHSt 44, 144
NJW 1998, 3211
NStZ 1998, 573 (Ls.)
NZV 1998, 382
VersR 1998, 1394
Der Senat neigt dazu, sich der Auffassung des Oberlandesgerichts Bamberg und nicht der Auffassung des Oberlandesgerichts Düsseldorf, das seinerseits eine Vorlagepflicht nach § 121 Abs. 2 GVG wegen Abweichens von der Entscheidung des Oberlandesgerichts Bamberg unter Berufung auf die eine andere Frage betreffende Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 28.7.1998 (BGHSt 44, 144) zu Unrecht verneint hat, anzuschließen (vgl. auch zu der ähnlichen Problematik bei § 24a StVG bzw. § 316 StGB: OLG Dresden, NJW 2006, 1013 [keine Kfz-Führereigenschaft des Fahrlehrers]; a.A. AG Cottbus, DAR 2003, 476).
Denn dazu ist der im Zulassungsverfahren allein zuständige Einzelrichter (§ 80a Abs. 1, 2 OWiG) nicht befugt, sondern nur der Senat in der Besetzung mit drei Richtern (BGHSt 44, 144 f.).
Der Einzelrichter hat indes nicht das Recht, dem Bundesgerichtshof eine Rechtsfrage zur Entscheidung vorzulegen (vgl. BGH NJW 1998, 3211).
Obwohl der Senat mit dieser Rechtsauffassung von einem Beschluss des OLG Celle (1 Ss (OWi) 96/16 vom 16.6.2016) abweicht, kommt - da im Zulassungsverfahren der Einzelrichter abschließend über die Frage der Gehörsverletzung entscheidet (BGH, Beschluss vom 14.9.2004, 4 StR 62/04, juris) - eine Übertragung auf den Senat in der Besetzung mit drei Richtern nicht in Betracht und schon deshalb auch keine Vorlage zum Bundesgerichtshof (vgl. BGH Beschluss vom 28.7.1998, 4 StR 166/98, juris).
OLG Koblenz, 12.09.2012 - 1 SsBs 77/12
Tat bei Verstößen gegen Sozialvorschriften im Straßenverkehr
Da eine Vorlage zum BGH durch den Einzelrichter ausscheidet (BGH v. 28.07.1998 - 4 StR 166/98 - BGHSt 44, 144), ist die Sache gemäß § 80a Abs. 3 OWiG auf den Senat in der Besetzung mit drei Richtern zu übertragen.
Soweit damit von der in ZfSch 2004, 235 abgedruckten Entscheidung des OLG Brandenburg, der im Wesentlichen die gleiche Fallgestaltung zugrunde lag, abgewichen wird, ist eine Vorlage an den Bundesgerichtshof gemäß § 121 Abs. 2 GVG durch den Einzelrichter ausgeschlossen (BGHSt 44, 144;… Senge aaO § 80a Rdn. 10).
OLG Düsseldorf, 02.01.2003 - 2a Ss OWi 300/02
Besetzung des Bußgeldsenats für die Rechtsbeschwerde zur Fortbildung des Rechts …
Eine Pflicht des Einzelrichters zur Übertragung (vgl. BGHSt 44, 144;… Lemke HK, OWiG, § 80 a Rn. 6) besteht daher immer dann, wenn die Rechtsbeschwerde gemäß § 80 Abs. 1 Nr. 1 OWiG zur Fortbildung des Rechts zugelassen worden ist, da sich Zulassungs- und Übertragungsgrund in diesen Fällen stets decken.
Trotz der Abweichung dieses Beschlusses von der Entscheidung des OLG Düsseldorf, kommt eine Übertragung auf den Senat in der Besetzung mit drei Richtern nicht in Betracht (vgl. BGH Beschluss vom 14.9.2004 4 StR 62/04 juris) und deshalb auch keine Vorlage zum Bundesgerichtshof (vgl. BGH Beschluss vom 28.7.1998 4 StR 166/98 juris).