Source: https://www.kvhessen.de/genehmigung/kernspintomographie/
Timestamp: 2019-09-21 19:25:23
Document Index: 164136823

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 135', '§ 5', '§ 135']

Kernspintomographie | www.kvhessen.de
In Deutschland darf nicht jeder Vertragsarzt und -psychotherapeut automatisch sämtliche Behandlungen an Patienten durchführen und abrechnen. Für bestimmte Kassenleistungen wie die Kernspintomographie brauchen sie eine Genehmigung. Dies dient der Qualitätssicherung im Sinne der Patienten und Praxen. Hessische Vertragsärzte und -psychotherapeuten beantragen die Genehmigung bei der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH).
Die Kernspintomographie (Magnetresonanztomographie) ist ein Schnittbildverfahren mit dem Einsatz von Magnetfeldern und Radiowellen zur Darstellung des menschlichen Körpers.
Allgemeine Kernspintomographie (nach § 4 Kernspintomographie-Vereinbarung)
Selbstständige Indikationsstellung, Durchführung und Befundung folgender kernspintomographischer Untersuchungen unter Anleitung*:
Diagnostische Radiologie (1.000 Untersuchungen Hirn, Rückenmark, Skelett, Gelenke, Abdomen, Becken)
Kinderradiologie (200 Untersuchungen von Kindern, davon 100 Untersuchungen des Gehirns und des Rückenmarks)
Neuroradiologie (1.000 Untersuchungen des Schädels und Spinalkanals)
Nuklearmedizin (500 Untersuchungen).
Mindestens 24 Monate ganztägige Tätigkeit in der kernspintomographischen Diagnostik unter Anleitung (zwölf Monate ganztägige Tätigkeit in der computertomographischen Diagnostik unter Anleitung* können angerechnet werden).
Erfolgreiche Teilnahme an einem Kolloquium; diese müssen Sie nicht nachweisen, wenn Sie eine Weiterbildung in einem Fachgebiet haben, mit dem die Voraussetzungen nach § 4 Abs. 1 Nr. 1 und 2 Kernspintomographie-Vereinbarungerfüllt werden.
Kernspintomographie der Mamma (nach § 4a Kernspintomographie-Vereinbarung)
Erfüllung der in § 4a Kernspintomographie-Vereinbarung festgelegten Voraussetzungen für die allgemeine Kernspintomographie im Gebiet Diagnostische Radiologie.
Erfüllung der fachlichen und apparativen Voraussetzungen zur Ausführung und Abrechnung von Leistungen der Röntgenmammographie und Mammasonographie (gemäß den Vereinbarungen zur Strahlendiagnostik und -therapie) sowie zur Ultraschall-Vereinbarung (gemäß § 135 Abs. 2 SGB V).
Selbstständige Durchführung und Befundung kernspintomographischer Untersuchungen der Mamma bei mindestens 200 Patienten mit mindestens 50 Prozent histologisch gesicherten Befunden unter Anleitung*.
erfolgreiche Teilnahme an einem Kolloquium
* eines für die Weiterbildung in der Kernspintomographie befugten Arztes.
Zur Kernspintomographie müssen apparative Voraussetzungen erfüllt werden (siehe § 5 in Verbindung mit Anlage I Kernspintomographie-Vereinbarung).
Wenn Sie Kernspintomographie als Leistung für gesetzlich Versicherte anbieten und abrechnen möchten, muss die KVH dies zunächst genehmigen. Mitglieder der KVH stellen dazu einen Antrag bei der KVH und weisen die geforderten Voraussetzungen nach. Bitte beachten Sie, dass Genehmigungen nicht rückwirkend erteilt werden können.
Anforderungen an die bildliche und schriftliche Dokumentation. Einzelheiten regeln die Qualitätsbeurteilungs-Richtlinien für die Kernspintomographie.
Jährlich werden vier Prozent der abrechnenden Ärzte geprüft, zwölf Fälle werden kontrolliert.
Für die Magnetresonanztomographie der Mamma werden jährlich 50 Fälle geprüft.
Vereinbarung von Qualifikationsvoraussetzungen gemäß § 135 Abs. 2 SGB V zur Durchführung von Untersuchungen in der Kernspintomographie (Kernspintomographie-Vereinbarung)
Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses zur Qualitätsbeurteilung in der Kernspintomographie (Qualitätsbeurteilungs-Richtlinie Kernspintomographie)
Antrag Kernspintomographie | pdf | 155 KB
Gewährleistungserklärung Kernspintomographie (Hersteller) | pdf | 135 KB
Genehmigungspflichtige Leistungen (GeLe) | pdf | 211 KB