Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=03.03.2004&Aktenzeichen=VIII%20ZR%20124/03
Timestamp: 2019-06-17 20:05:01
Document Index: 182161008

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 2', '§ 242', '§ 242', '§ 2', '§ 311', '§ 535', '§ 535', '§ 542', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 573', 'BGH', '§ 242', 'BGH', '§ 542', '§ 226', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 242', 'BGH', '§ 242', 'BGH']

BGH, 03.03.2004 - VIII ZR 124/03 - dejure.org
https://dejure.org/2004,1308
BGH, 03.03.2004 - VIII ZR 124/03 (https://dejure.org/2004,1308)
BGH, Entscheidung vom 03.03.2004 - VIII ZR 124/03 (https://dejure.org/2004,1308)
BGH, Entscheidung vom 03. März 2004 - VIII ZR 124/03 (https://dejure.org/2004,1308)
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MiethöheRegG § 2; BGB § 242
Anspruch des Vermieters auf Zustimmung des Mieters zur Mieterhöhung - Notwendige Streitgenossenschaft bei mehreren Mietern - Aufhebungsvertrag zwischen Vermieter und Mitmieter - Unzulässige Rechtsausübung
Mieterhöhungsverfahren gegen allein verbliebenen Mieter nach zweiseitigem Mietaufhebungsvertrag mit ausgezogenem Ehegatten
BGB § 242; MiethöheRegG § 2
Adressat eines Mieterhöhungsverlangens bei gemeinsamer Anmietung der Ehewohnung und Auszug eines Ehegatten
Verfahrensbeteiligte an Mieterhöhungsverfahren
Ehemann blieb allein in der Mietwohnung - Mieterhöhungsverlangen scheitert nicht daran, dass es nur an ihn gerichtet war
Wirksamkeit einer Mieterhöhung bei Ausscheiden eines Hauptmieters
Eingeschränkte Haftung des Käufers von Geschäftsräumen für Mietkaution
Mieterhöhung - aus der Wohnung ausgezogener Ehepartner muss nicht zustimmen
mietrechtsinfo.de (Kurzanmerkung)
Zustimmungsklage gegen verbliebenen Ehepartner
NJW 2004, 1797
MDR 2004, 868
NZM 2004, 419
ZMR 2004, 492
FamRZ 2004, 936
dd) Auch für eine Entlassung der Tochter der verstorbenen Mieterin aus dem Mietverhältnis durch einen (formlos möglichen) Aufhebungsvertrag wäre die Zustimmung aller am Mietverhältnis beteiligten Personen (und damit auch des in der Wohnung verbliebenen Mieters) erforderlich, weil damit eine Änderung des bisherigen Vertragsverhältnisses verbunden wäre (vgl. etwa BayObLG, WuM 1983, 107, 108;… Palandt/Grüneberg, aaO, § 311 Rn. 7;… MünchKommBGB/Häublein, aaO, § 535 Rn. 61;… Staudinger/V. Emmerich, aaO, Vorb. zu § 535 Rn. 79a; offengelassen in Senatsurteilen vom 3. März 2004 - VIII ZR 124/03, NJW 2004, 1797 unter II 2 b;… vom 16. März 2005 - VIII ZR 14/04, aaO unter II 1).
Da es aus der rechtlichen Sichtweise des Berufungsgerichts auf die Frage der Wirksamkeit der Kündigungserklärung nicht ankam und offenbar auch die Parteien diesen entscheidungserheblichen Gesichtspunkt unbeachtet gelassen haben, muss den Parteien in der neuen Verhandlung Gelegenheit gegeben werden, hierzu ergänzend vorzutragen, damit das Berufungsgericht die erforderlichen Feststellungen unter Beachtung der vom Senat zum Ausscheiden eines von mehreren Mietern entwickelten Grundsätze (…Senatsurteile vom 16. März 2005 - VIII ZR 14/04, aaO; vom 3. März 2004 - VIII ZR 124/03, NZM 2004, 419 unter II 2; Senatsbeschluss vom 14. September 2010 - VIII ZR 83/10, NZM 2010, 815; jeweils mwN;… vgl. auch Schmidt-Futterer/Blank, Mietrecht, 10. Aufl., § 542 BGB Rn. 27 ff.) treffen kann.
BGH, 16.03.2005 - VIII ZR 14/04
Kündigung des Mietvertrages gegenüber dem verbliebenen Mitmieter
Zur Wirksamkeit der Kündigung eines Wohnraummietverhältnisses, die nach dem Auszug eines Mitmieters allein gegenüber dem die Wohnung weiter nutzenden Mieter ausgesprochen worden ist (im Anschluß an BGH, Urteil vom 3. März 2004 - VIII ZR 124/03, NJW 2004, 1797).
Ob ein zwischen dem Vermieter und einem Mitmieter geschlossener Aufhebungsvertrag zu seiner Wirksamkeit auch der Zustimmung des in der Wohnung verbleibenden Mieters bedarf, ist umstritten (BGH, Urteil vom 3. März 2004 - VIII ZR 124/03, NJW 2004, 1797 unter II 2 a m.Nachw.), kann aber im vorliegenden Fall ebenso wie in dem genannten Senatsurteil offen bleiben.
Das stellt eine unzulässige Rechtsausübung dar (vgl. BGH, Urteile vom 22. Februar 1984 - VIII ZR 316/82, BGHZ 90, 198, 205; vom 24. Februar 1994 - IX ZR 120/93, NJW 1994, 1351, 1352; vom 3. März 2004 - VIII ZR 124/03, NJW 2004, 1797 Rn. 14).
Die Geltendmachung des darüber hinausgehenden Anspruchs ist rechtsmissbräuchlich, weil sie beachtliche Interessen eines anderen verletzt, ohne dass ihr ein schutzwürdiges Eigeninteresse zugrunde liegt (vgl. BGH, Urteile vom 24. Februar 1994 - IX ZR 120/93, NJW 1994, 1351, 1352; vom 3. März 2004 - VIII ZR 124/03, NJW 2004, 1797 Rn. 14).
Wohnraummiete: Zahlungsverzugskündigung nebst Räumungsklage bei Mietrückstand
Ein Verstoß gegen den Grundsatz von Treu und Glauben in der hier allein in Betracht kommenden Form rechtsmissbräuchlichen Verhaltens (vgl. BGH, Beschl. v. 23. Februar 2016 - VIII ZR 321/14, MietPrax-AK § 573 BGB Nr. 55 Tz. 7) kann nur demjenigen zur Last fallen, der seine Rechte der Art oder den Begleitumständen nach ungehörig ausübt, bei der Rechtsausübung anderweitige Pflichten verletzt oder für sein Handeln kein schutzwürdiges Eigeninteresse in Anspruch nehmen kann, so dass sein einzig möglicher Zweck die Benachteiligung des Betroffenen ist (vgl. BGH, Urt. v. 3. März 2004 - VIII ZR 124/03, NJW 2004, 1797 Tz. 14;… BSG, Urt. v. 5. Juni 2009 - B 10 EG 3/08 R, NJW 2010, 1485 Tz. 26;… Schubert, in: Münchener Kommentar zum BGB, 7. Aufl. 2016, § 242 Rz. 243 m.w.N.).
BGH, 14.09.2010 - VIII ZR 83/10
Beschränkung der Revisionszulassung im Mietrechtsstreit und Frage des …
Die Beantwortung der im Streitfall aufgeworfenen Rechtsfrage hängt aber weitgehend von der dem Tatrichter übertragenen Würdigung der betreffenden Einzelfallumstände ab und lässt sich im Übrigen auf der Grundlage der vom Senat in seinen Entscheidungen vom 16. März 2005 (VIII ZR 14/04, NJW 2005, 1715 unter [II] 1 f.) und vom 3. März 2004 (VIII ZR 124/03, NJW 2004, 1797 unter II 2 b) entwickelten Grundsätze abschließend beantworten (…vgl. hierzu auch Schmidt-Futterer/Blank, Mietrecht, 9. Aufl., § 542 BGB Rn. 30).
Denn die Rechtsausübung ist - auch ohne dass die Voraussetzungen des § 226 BGB vorliegen - rechtsmissbräuchlich, wenn sie beachtliche Interessen eines anderen verletzt, ihr aber kein schutzwürdiges Eigeninteresse zugrunde liegt (vgl. BGH, Urt. v. 3. März 2004 - VIII ZR 124/03, NJW 2004, 1797 Tz. 14;… Kammer, Urt. v. 16. Juni 2016 - 67 S 125/16, ZMR 2016, 695, juris Tz. 5, jeweils m.w.N.).
Hat eine Personenmehrheit eine Sache gemietet, sind sämtliche Erklärungen des Vermieters gegenüber allen Mietern, aber auch alle Erklärungen gegenüber dem Vermieter von allen Mietern abzugeben (vgl. BGH, Urt. v. 3. März 2004 - VIII ZR 124/03, NJW 2004, 1797 Tz. 10).
BGH, 26.07.2007 - XI ZR 105/06
Soweit das Berufungsgericht den Einwand der Kläger, die Kündigung vom 27. Oktober 2000 sei nur an den Ehemann gerichtet gewesen und daher unwirksam, als rechtsmissbräuchlich i.S. des § 242 BGB zurückgewiesen hat, lässt dies einen Rechtsfehler nicht erkennen (vgl. BGH, Urteil vom 3. März 2004 - VIII ZR 124/03, NJW 2004, 1797).
LG Berlin, 21.01.2019 - 65 S 220/18
Mit diesem Einwand ist der Beklagte nach § 242 BGB ausgeschlossen (…vgl. BGH, Urt. v. 16. März 2005 - VIII ZR 14/04; Urt. v. 3. März 2004 - VIII ZR 124/03, jew. nach juris).
LG Landau/Pfalz, 14.10.2008 - 1 S 226/07
AG Hamburg, 18.10.2018 - 48 C 60/18
AG Kiel, 18.05.2010 - 108 C 567/09
Mieterhöhungsverlangen gegenüber allen Mietern
AG Dresden, 22.12.2010 - 140 C 6216/10
Mieterhöhungserklärung ist gegenüber allen Mietern abzugeben!