Source: http://www.managerversorgung.de/glossar.21.html
Timestamp: 2020-01-26 23:13:34
Document Index: 6809280

Matched Legal Cases: ['§ 24', '§ 6', '§ 40', '§ 34', '§ 6', '§ 253']

Glossar - Deutsche Manager Versorgung
Ablaufleistung (deutsche Kapitallebensversicherung)
In der Kapitallebensversicherung ist mit dem Ablauf des Versicherungsvertrages die Entstehung des Anspruchs auf die Versicherungsleistung sowie das Ende der Gefahrtragung und der Beitragszahlungspflicht verbunden.
Die Ablaufleistung der deutschen Kapitallebensversicherung setzt sich aus der bei Vertragsabschluss garantierten Versicherungssumme und den Überschussanteilen sowie einem eventuell anfallenden Schlussgewinn zusammen.
Die Absetzung für Abnutzung (AfA) soll im betrieblichen Rechnungswesen den Wertverlust allgemein verwendbarer Anlagegüter bzw. Vermögensgegenstände widerspiegeln. Die Berechnung erfolgt nach gesetzlichen Vorschriften. Dieser Wertverlust wird als Aufwand in der jährlichen Gewinn-und-Verlust-Rechnung (GuV) über die Abschreibung berücksichtigt. In der sogenannten AfA-Tabelle werden die gewöhnlichen Nutzungsdauern der gebräuchlichsten Anlagegüter dargestellt.
Agio (siehe auch Ausgabeaufschlag)
Aufzahlung bzw. Aufgeld, das beim Kauf von Wertpapieren bzw. Fondsanteilen erhoben wird. Man bezeichnet dies üblicherweise als Ausgabeaufschlag. Seine Höhe wird in Bezug auf die jeweilige Zeichnungssumme bemessen und in Prozent angegeben.
Aktivwert (der Bilanz)
In der Bilanz zu aktivierender Zeitwert einer Vermögensanlage (z.B. zur Rückstellung einer Pensionszusage).
Wissenschaftlich ausgebildete und geprüfte Experten, die anhand mathematischer Methoden Fragestellungen aus den Bereichen der Versicherung, Kapitalanlage und Altersversorgung analysieren und unter Berücksichtigung des rechtlichen und wirtschaftlichen Umfeldes Lösungen entwickeln.
Das Gesetz zur Neuordnung der einkommensteuerrechtlichen Behandlung von Altersvorsorgeaufwendungen und Altersbezüge (sog. Alterseinkünftegesetz = AltEinkG) regelt die Besteuerung für alle Systeme der Alterssicherung und hat die Einführung der nachgelagerten Besteuerung von Renten veranlasst.
Der in § 24a EStG geregelte Steuerfreibetrag wird einem Steuerpflichtigen gewährt, wenn er vor dem Beginn des Kalenderjahres, für das das zu versteuernde Einkommen ermittelt wird, das 64. Lebensjahr vollendet hat.
Die Altersgrenze für die staatliche Regelaltersrente wird schrittweise von 65 auf 67 Jahre angehoben. Die Anhebung beträgt vom Geburtsjahrgang 1947 einen Monat pro Jahrgang und vom Geburtsjahrgang 1959 zwei Monate pro Jahrgang. Damit gilt ab 2029 für alle ab 1964 geborenen Versicherten das vollendete 67. Lebensjahr als neue Altersgrenze, um ohne Abschläge Rente zu beziehen.
Die Angemessenheit stellt ein Kriterium für die steuerliche Anerkennung einer Versorgungszusage dar. Die Finanzverwaltung prüft daher, ob die zukünftigen Versorgungsleistungen des Beschäftigten im Verhältnis zu seinen Aktivbezügen angemessen hoch sind. Für jeden Arbeitnehmer gilt daher, dass für zugesagte Versorgungsleistungen, die mehr als 75 % der gegenwärtigen Aktivbezüge betragen, keine Rückstellungen nach § 6a EStG gebildet werden dürfen.
Bei beherrschenden Gesellschafter-Geschäftsführern wird zusätzlich durch die Finanzverwaltung geprüft, ob seine Gesamtausstattung angemessen ist. Darunter fallen alle Vergütungen, die der Geschäftsführer für seine aktive Tätigkeit kumuliert erhält – also Gehalt sowie Tantiemen und Sachbezüge – zuzüglich des Wertes der Versorgungszusage. Diese Versorgungszusage wird hierbei mit der sogenannten fiktiven Jahresnettoprämie angesetzt, welche dem Jahresbeitrag entspricht, den das Unternehmen für eine fiktive Versicherung zahlen müsste, um einen vergleichbaren Anspruch zu erhalten. Im Falle einer überhöhten Gesamtausstattung liegt eine verdeckte Gewinnausschüttung vor.
Die Anwartschaftsphase ist die Phase vor dem Rentenbeginn, in der durch Beitragszahlungen sowie durch zugesagte, aber noch nicht fällige Ansprüche aus Leistungen aus der betrieblichen Altersversorgung (bAV), Rentenansprüche erworben werden.
Wird die betriebliche Altersversorgung vom Arbeitgeber getragen, spricht man von einer arbeitgeberfinanzierten Vorsorgeleistung.
Der Arbeitnehmerpauschbetrag ist ein Werbungskostenpauschbetrag, der von den Einkünften aus nicht selbstständiger Arbeit zum Abzug gebracht werden kann. Er beträgt derzeit 920,- Euro pro Jahr. Nach dem am 23.09.2011 verabschiedeten Steuervereinfachungsgesetz wird dieser Betrag zukünftig auf 1.000 Euro p.a. erhöht. Grundsätzlich können Werbungskosten pauschal mit dem Pauschbetrag oder per Einzelnachweis der Kosten berücksichtigt werden.
Ausgabeaufschlag (siehe auch Agio)
Aufzahlung bzw. Aufgeld, das beim Kauf von Wertpapieren bzw. Fondanteilen einmalig erhoben wird. Man bezeichnet dies üblicherweise als Ausgabeaufschlag oder Agio. Seine Höhe wird in Bezug auf die jeweilige Zeichnungssumme bemessen und in Prozent angegeben.
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) vereinigt die Aufsicht über Banken und Finanzdienstleister, Versicherer und den Wertpapierhandel unter einem Dach. Sie ist eine selbstständige Anstalt des öffentlichen Rechts und unterliegt der Rechts- und Fachaufsicht des Bundesministeriums der Finanzen.
Als Basiswert wird der Referenzwert eines Derivates bezeichnet. Der Anleger partizipiert an dessen Wertentwicklung. Basiswerte können zum Beispiel Aktien, Währungen, Indizes oder Ähnliches sein. Der Basiswert ist der Vertragsgegenstand eines Wertpapiergeschäftes, der für die Bewertung und Erfüllung des Vertrages als Grundlage dient.
Der Beitrag ist in der Regel der Preis dafür, dass man eine Versicherung in Anspruch nimmt. Beiträge werden auch Prämien genannt.
Die Beitragsbemessungsgrenzen (BBG) legen jene Bruttoentgeltgrenze fest, bis zu der Beiträge in den einzelnen Sozialversicherungszweigen (gesetzliche Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Krankenversicherung und Pflegeversicherung) erhoben werden. Übersteigt der Verdienst die Beitragsbemessungsgrenze, so wird kein Beitrag mehr erhoben.
Die BBG für die gesetzliche Rentenversicherung ist entscheidend dafür, wie hoch die Steuer und Sozialversicherungsersparnis bei der betrieblichen Altersversorgung ist. Sie wird jedes Jahr von der Bundesregierung neu festgelegt.
Bei der beitragsorientierten Leistungszusage stehen - im Gegensatz zur Leistungszusage, bei welcher dem Arbeitnehmer eine bestimmte Leistung der Höhe nach zugesagt wird - die später zu gewährenden Versorgungsleistungen nicht von Anfang an fest. Der Arbeitgeber sagt dem Arbeitnehmer zu, bestimmte Beiträge in eine Anwartschaft auf Leistungen im Versicherungsfall umzuwandeln.
Der Begünstigte. der vom Versicherungsnehmer bestimmt wird, ist die Person, die einen Anspruch auf die Versicherungsleistung hat.
Unter der betrieblichen Altersversorgung versteht man in Deutschland Leistungen der Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenversorgung, die einem Arbeitnehmer seitens des Arbeitgebers zugesagt werden. Grundlage hierfür bildet das Arbeitsverhältnis. Seit 2002 hat jeder Beschäftigte grundsätzlich das Recht, einen Teil seines Lohns oder Gehalts in eine bAV zu investieren – die sogenannte Entgeltumwandlung. Somit stellt die bAV keine freiwillige Leistung des Arbeitgebers dar. Die Beiträge können alleinig vom Arbeitgeber, vom Arbeitnehmer allein oder von beiden gemeinsam erbracht werden. Für die Umsetzung der bAV gibt es verschiedene sogenannte Durchführungswege (siehe auch Durchführungswege der bAV).
Kosten, die im laufenden Geschäftsbetrieb anfallen, wie zum Beispiel für Personal, Ausrüstung, Reparaturen, Versicherungen und Sonstiges.
Bezugsrecht / Bezugsberechtigter
Das Bezugsrecht regelt vertraglich das Recht auf die Leistungen einer fällig gewordenen Versicherung, deren Leistungen an den sogenannten Bezugsberechtigten fließen. Dieser ist meist zugleich der Versicherungsnehmer – dies gilt jedoch nicht für die betriebliche Altersversorgung. Hier ist es üblich, dass der Arbeitgeber zwar der Versicherungsnehmer, der Arbeitnehmer jedoch der Bezugsberechtigte des Vertrags ist. Das Bezugsrecht kann somit sowohl dem Versicherungsnehmer als auch der versicherten Person zufallen.
Mit dem zum 1.1.2009 eingeführten Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) erfolgte die umfangreichste Modernisierung des Handelsbilanzrechts seit dem Bilanzrichtliniengesetz (BiRiliG) im Jahr 1985. Ziel des Gesetzes ist, Bürokratie zu mindern, Kosten zu senken und eine größere Transparenz zu erhalten. Dies wurde durch die Modernisierung und teilweise Streichung zahlreicher handelsrechtlicher Ansatz-, Bewertungs- und Ausweiswahlrechte umgesetzt. Zudem soll das deutsche Bilanzrecht den international üblichen Methoden der Rechnungslegung angenähert werden. Es hat auch Einfluss auf den Ausweis von Pensionsrückstellungen und der jeweiligen Rückdeckungsform.
Kennzahl, die die Rentabilitätsschwelle, also den Übergang zur Gewinnzone, angibt.
Kennziffer zur Beurteilung der finanziellen Struktur eines Unternehmens, mir derer sich die Ertragskraft eines Unternehmens beurteilen lässt.
Cost-Average-Effekt (Durchschnittskoten-Effekt)
Der Cost-Average-Effect ist ein Effekt, der bei der regelmäßigen Anlage gleich bleibender Beträge in Wertpapiere (meistens Fonds) entsteht. Im Bereich der Investmentfonds werden bei einer gleich bleibenden Sparrate, je nach Entwicklung des Fondspreises, bei höheren Kursen weniger und bei niedrigeren Kursen mehr Anteile erworben. Langfristig erreicht der Anleger damit einen günstigeren durchschnittlichen Einstiegspreis.
Kapital, das zur Begleichung der unmittelbaren Ansprüche der Versicherten bestimmt ist. Für den Aufbau des Deckungsstocks gelten strenge Vorschriften, die den Grundsätzen der Streuung, Sicherheit und Rentabilität Rechnung tragen sollen und deren Einhaltung von einem Treuhänder überwacht wird. Der Deckungsstock gewährleistet, dass die Versicherungsansprüche der Versicherungsnehmer jederzeit erfüllt werden können. Der Deckungsstock muss gesondert vom übrigen Vermögen der Versicherungsgesellschaft verwaltet werden. Wertpapiere, die für den Aufbau des Deckungsstocks zulässig sind, nennt man deckungsstockfähig. Dazu gehören zum Beispiel Bundesanleihen und Pfandbriefe von Hypothekenbanken.
Die Demographie ist die Wissenschaft, die sich mit der Veränderung von Bevölkerungsstrukturen und -entwicklungen befasst. Klassische Faktoren der Demographie sind Alter, Geschlecht, Beruf, Bildungsabschluss oder Konfessionszugehörigkeit.
Derivate (lat. v. derivare = ableiten) sind Finanzinstrumente, deren Wert bzw. Kurs von der Entwicklung eines anderen Wertes, dem sogenannten Basiswert, abgeleitet wird.
Einer der fünf möglichen Durchführungswege der bAV, welcher häufig für angestellte Arbeiter und Arbeitnehmer gewählt wird. Die Direktversicherung ist eine Lebensversicherung und wird vom Arbeitgeber für seinen Arbeitnehmer abgeschlossen. Versicherungsnehmer ist der Arbeitgeber, der Arbeitnehmer oder seine Hinterbliebenen sind direkt bezugsberechtigt. Die Beitragszahlungen können vom Arbeitgeber oder Arbeitnehmer komplett oder auch jeweils anteilig im Rahmen der Entgeltumwandlung erfolgen. Durch die Begrenzung der jährlichen Beitragssumme auf 4 % der Beitragsbemessungsgrenze (ggf. erhöht um eine weitere steuerliche Förderung in Höhe von 1.800 Euro p.a., wenn keine andere Versorgung nach § 40b EStG vorliegt) ist dieser Durchführungsweg für Führungskräfte nur bedingt geeignet.
Einer der fünf möglichen Durchführungswege der bAV, welcher häufig für die Geschäftsführer-Versorgung genutzt wird und den einzigen direkten Durchführungsweg der bAV darstellt. Der Arbeitgeber verpflichtet sich direkt zur Zahlung einer vereinbarten Versorgungsleistung bei Tod, Berufsunfähigkeit und/ oder Erreichen des Rentenalters. Zur Ausfinanzierung dieser Betriebsrente müssen Rückstellungen gebildet werden. Zur Absicherung der biometrischen und finanziellen Risiken wird häufig empfohlen, eine Rückdeckungsversicherung abzuschließen, um diese Risiken aus dem Unternehmen auszulagern. Auch eine Rückdeckung über alternative Investments (z.B. Fonds) ist möglich. In jedem Fall muss der Arbeitgeber dafür Sorge tragen, dass bei Eintritt des Leistungsfalles die zugesagten Mittel zur Verfügung stehen. Deshalb wird heute üblicherweise eine Pensionszusage in Form einer beitragsorientierten Leistungszusage (BoLZ) erbracht.
Unter Diversifikation wird bei einer Kapitalanlage die Streuung des Vermögens auf verschiedene Investitionsobjekte bzw. Anlageformen verstanden. Dies dient einer Senkung des Risikos bei gleichzeitiger Erzielung einer möglichst hohen Rendite.
Der je Aktie ausgeschüttete Gewinnanteil an die Aktionäre einer Aktiengesellschaft. Die Höhe der Dividende wird durch den Aufsichtsrat beschlossen. Die Auszahlung der Dividende erfolgt in Deutschland jährlich, ein genereller Anspruch auf Ausschüttung besteht jedoch nicht.
In der betrieblichen Altersversorgung gibt es in Deutschland fünf Durchführungswege:
Pensionszusage (oder Direktzusage)
Als Einlage wird im Gesellschaftsrecht der Betrag bezeichnet, mit dem sich ein Gesellschafter an einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts, einer Handelsgesellschaft oder einer stillen Gesellschaft beteiligt. Diese Einlage kann in Form von Geld erbracht werden (Kapitaleinlage) oder in Form einer Übertragung von Sachwerten oder Rechten (Sacheinlage).
Das Eintrittsalter beschreibt das Alter eines Versicherungsnehmers zu Beginn des Vertragsabschlusses. Hierbei ist das versicherungstechnische Eintrittsalter vor allem dann für die Höhe der Versicherungsbeiträge wesentlich, wenn biometrische Risiken, also Risiken, die sich wesentlich mit dem Alter des Versicherungsnehmers ändern können, versichert werden.
Die Verwendung von Teilen des Gehaltes für die betriebliche Altersversorgung wird als Entgeltumwandlung bezeichnet. Diese Beträge werden vom Arbeitgeber direkt vom Bruttolohn abgezogen, wodurch sich das steuer- und sozialversicherungspflichtige Einkommen des Arbeitnehmers in der Regel mindert und somit - abhängig von der persönlichen Verdienstsituation – weniger Lohnsteuer und Sozialabgaben anfallen.
Der Fondmanager analysiert die Finanzmärkte und deren Teilnehmer und hat die Aufgabe, das Fondvermögen zu verwalten. Dabei werden die Anlagen unter Berücksichtigung der Chancen und Risiken möglichst ertragreich und sicher angelegt.
Person mit Organfunktion im Unternehmen (Geschäftsführer oder Vorstand) sowie weitere Personen mit herausragender Stellung im Unternehmen (Personalverantwortung, Gehaltsstufe etc.).
Einmalige Vergütung mehrjähriger Tätigkeit kann nach § 34 EStG besteuert werden. Dabei wird die Steuerprogression gekappt.
Die garantierte Versicherungssumme wird bei Vertragsschluss festgelegt, ist in der Regel nicht revidierbar und wird am Ende der Laufzeit oder ggf. auch früher, das heißt im Todesfall, garantiert ausgezahlt.
Die Garantieverzinsung ist eine verbindliche Mindestverzinsung für private Lebens- und Rentenversicherungen. Für die Verträge, die häufig Jahrzehnte lang laufen, müssen die Gesellschaften bereits bei Beginn eines Vertrages mittels dieses Satzes die Verzinsung kalkulieren und dem Kunden garantieren. Um die dauernde Erfüllbarkeit der Versicherungsverträge sicherzustellen, muss der Zins so festgelegt werden, dass er auch in Zeiten niedriger Kapitalmarktzinsen erwirtschaftet werden kann.
Folgende Garantiezinsen (Rechnungszins) gab es in der Vergangenheit:
Bis 1986: 3,0 %
Ab 01.01.1987: 3,5 %
Ab 01.01.1994: 4,0 %
Ab 01.07.2000: 3,25 %
Ab 01.01.2004: 2,75 %
Ab 01.01.2007: 2,25 %
Ab 01.01.2012: 1,75 %
Das Grundprinzip ist, dass die gegenwärtige Generation mittels ihrer Beiträge die Finanzierung der jetzigen Renten gewährleistet. Dieses Prinzip soll sich von Generation zu Generation wiederholen, sodass jeder später aus ihm seine Rente bezieht. Durch demographische Veränderungen ergeben sich daraus neue Verteilungen.
Der Geschäftsführer ist der gesetzliche Vertreter der Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH). Hierbei muss es sich um eine natürliche Person handeln, die unbeschränkt geschäftsfähig ist. Eine GmbH muss gemäß § 6 Abs. 1 GmbHG einen oder mehrere Geschäftsführer haben. Der oder die Geschäftsführer werden entweder im Gesellschaftsvertrag bestellt oder durch die Gesellschafterversammlung. Der Umfang der gesetzlichen Vertretungsmacht der GmbH nach außen ist nicht beschränkbar.
Betriebliche Altersvorsorgelösung für Geschäftsführer, bei der zur Absicherung des Ruhestandes häufig von steuerlichen Vorteilen profitiert werden kann.
Ist der Geschäftsführer einer Kapitalgesellschaft gleichzeitig Gesellschafter, so spricht man vom Gesellschafter-Geschäftsführer. Die ist z.B. bei einer Ein-Mann-GmbH immer der Fall.
Mindestverzinsung bzw. rechnerische Grundverzinsung, die ein Fonds überschreiben muss, damit das Fondsmanagement eine Gewinnbeteiligung erhält.
Anstieg des Preisniveaus in einer Volkswirtschaft. Inflation wird auch als Geldentwertung bezeichnet, da Konsumenten für ihr Geld weniger Güter erwerben können als zuvor.
Investmentfonds, oder kurz Fonds werden von Investmentgesellschaften oder Banken aufgelegt. Sie erwerben Werte, an denen sich der einzelne Anleger beteiligen können. Je nach Form und Anlageziel werden offene und geschlossene Fonds unterschieden.
Bei der Kapitallebensversicherung werden sowohl der Todes- wie auch der Erlebensfall versichert. Es handelt sich um eine Kombination aus Risikoabsicherung und Geldanlage. Der Versicherer garantiert für das Ende der Laufzeit eine bestimmte Kapitalleistung. Diese wird fällig, wenn der Versicherte stirbt oder die Versicherung ausläuft.
Bei der kongruent rückgedeckten Unterstützungskasse wird eine – in der Regel beitragsorientierte - Leistungszusage vereinbart. Dies bedeutet, das Unternehmen sagt dem betreffenden Arbeitnehmer zu, monatlich einen bestimmten Betrag zu dessen Altersversorgung bereitzustellen. Diese Beiträge verbleiben jedoch nicht im Unternehmen, sondern werden durch einen externen Versorgungsträger (Unterstützungskasse) verwaltet. Die Unterstützungskasse schließt zur Rückdeckung eine Versicherung auf den Arbeitnehmer ab.
Lebenslange Leistungen sind in der betrieblichen Altersversorgung Leistungen, die nicht von vornherein nur für eine bestimmte Anzahl an Jahren oder nur bis zu einem bestimmten Alter gewährt werden. Sie sind somit an die Lebensdauer der betreffenden Person gebunden, also z.B. eine lebenslange Rentenzahlung.
Die Lebensversicherung ist eine Personenversicherung, die den Tod oder das Erreichen eines bestimmten Lebensalters der versicherten Person deckt. Bei Eintritt des jeweiligen Versicherungsfalles wird die vereinbarte Versicherungssumme fällig.
Es gibt in der Lebensversicherung mehrere verschiedene Versicherungsformen, unter anderem die Kapitallebensversicherung oder die Risikolebensversicherung.
Im Leistungsplan einer Unterstützungskasse werden die Merkmale der Versorgungszusage (lebenslange und nicht lebenslange Leistungen) festgehalten, wie z.B. die Höhe der Zusage, Wartezeiten etc.
Bei der Leistungszusage steht die dem Arbeitnehmer durch den Arbeitgeber der Höhe nach zugesagte Leistung im Versorgungsfall im Vordergrund. Dies unterscheidet sie von der beitragsorientierten Leistungszusage (BoLZ), bei welcher der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer zusagt, bestimmte Beiträge in eine Anwartschaft auf Leistungen im Versicherungsfall umzuwandeln.
Multi Asset Rückdeckung
Bei der Rückdeckung von Direktzusagen werden hierbei unterschiedliche Finanzinstrumente gleichzeitig genutzt. Beispielsweise wird in Private Equity, Immobilien und Versicherungen parallel investiert.
Nicht lebenslange Leistungen
Nicht lebenslange Leistungen sind in der betrieblichen Altersversorgung Leistungen, die nur für einen gewissen Zeitraum gewährt werden und nicht an die Lebensdauer der betreffenden Person gebunden sind.
Das Niederstwertprinzip ist ein Bewertungsprinzip des Handelsrechts (§ 253 HGB) und damit Bestandteil der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und ordnungsmäßiger Bilanzierung. Übernommen wird demnach der Wert der Anschaffungskosten oder der Wert zum Bilanzstichtag. Der jeweils niedrigere Wert wird bilanziell ausgewiesen.
Der Nominalbetrag (oder Nennwert) bezeichnet den Wert einer Aktie oder Anleihe. Er gibt bei Aktien z.B. an, wie viel des Grundkapitals auf eine Aktie entfällt.
Offener Investmentsfonds
Bei offenen Investmentfonds ist die Anzahl der Anteile unlimitiert, die Fonds- bzw. Kapitalanlagegesellschaft (KAG) kann je nach Bedarf neue Anteile ausgeben oder ausgegebene Anteile zurücknehmen.
Ein Ombudsmann ist eine unabhängige Schlichtungsstelle, an die sich Versicherungsnehmer und Anspruchsberechtige wenden, um sich neutral beraten zu lassen. Der Ombudsmann prüft die vorliegenden Fällt neutral, erteilt Informationen und setzt sich im Notfall auch für den Versicherungsnehmer gegenüber dem entsprechenden Versicherungsunternehmen ein. Ein Ombudsrat ist dabei ein mit mehreren Personen besetztes Gremium.
Passivwert (der Bilanz)
Im Bereich der betrieblichen Altersvorsorge ist der Passivwert im Durchführungsweg Direkt- bzw. Pensionszusage der Wert, der auf der Passivseite der Bilanz für die Rückstellungen eingestellt wird.
Bei der pauschal dotierten Unterstützungskasse wird eine Leistungszusage vereinbart. Darin wird der Betrag, welcher monatlich vom Unternehmen für den Arbeitnehmer bereitgestellt wird, sowie die vereinbarte Verzinsung der Beiträge festgelegt. Anders als bei der kongruent rückgedeckten Unterstützungskasse schließt der Versorgungsträger keine Rückdeckungsversicherung ab, sondern legt das Vermögen anderweitig an. In der Praxis gewährt die Unterstützungskasse das ihr zugeführte Kassenvermögen ganz oder teilweise als Darlehen an das Trägerunternehmen zurück. Im Gegenzug erhält die Unterstützungskasse eine marktübliche Verzinsung vom Unternehmen.
Pensionsfonds wurden in Deutschland ab dem 1. Januar 2002 als fünfter Durchführungsweg der betrieblichen Altersversorgung eingeführt. Der Pensionsfonds ist eine versicherungsähnliche, rechtlich selbständige Versorgungseinrichtung zur betrieblichen Altersversorgung.
Rückstellungen, die zur Absicherung eingegangener Verpflichtungen des Unternehmens für die betriebliche Altersversorgung gebildet wurden. Pensionsrückstellungen werden auf der Passivseite der Bilanz ausgewiesen.
Der Pensions-Sicherungs-Verein auf Gegenseitigkeit (PSVaG) ist eine Einrichtung zur Insolvenzsicherung bei der betrieblichen Altersversorgung (bAV). Der PSVaG übernimmt im Falle der Insolvenz eines Arbeitgebers die Versorgung der Arbeitnehmer.
Wählt ein Arbeitgeber den Durchführungsweg der Direktzusage, der Unterstützungskasse und des Pensionsfonds, so ist er gesetzlich verpflichtet, die Versorgungszusagen über den Pensions-Sicherungs-Verein abzusichern. Hierbei werden die Beiträge für den Pensionssicherungsverein vom Arbeitgeber getragen.