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Timestamp: 2016-04-29 21:44:56
Document Index: 315441553

Matched Legal Cases: ['§ 10', '§ 10', 'Art 7', 'Art. 9', 'Art. 38', 'Art. 9']

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG - 19.10.2006, 2 S 705/04 - JuraForum.de
JuraForum.de > Urteile > Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg > Urteil vom 19.10.2006, Aktenzeichen: 2 S 705/04 VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Aktenzeichen: 2 S 705/04Urteil vom 19.10.2006
Leitsatz:Wird bei einem Grundstück im Außenbereich lediglich das Schmutzwasser und nicht auch das Niederschlagswasser durch eine Einrichtung der Gemeinde entsorgt, führt dies nicht zur Annahme eines Mindervorteils, dem durch eine Beschränkung des einheitlichen Beitragssatzes Rechnung zu tragen wäre.Rechtsgebiete:KAGVorschriften:§ 10 Abs. 1 Satz 1 (F. 1964) KAG, § 10 Abs. 3 (F. 1964) KAGStichworte:Vorteil, Begriff, Mindervorteil, Teilanschluss, AbwasserbeitragVerfahrensgang:VG Sigmaringen 6 K 2006/01 vom 27.11.2003
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5. Ein Verstoß gegen Art. 9 Abs. 1 RL 64/221/EWG wird durch die Aufhebung dieser Bestimmung durch Art. 38 Abs. 2 RL 2004/38/EG mit Wirkung vom 30.04.2006 nicht berührt. Die formelle Rechtmäßigkeit von Verfügungen gegen den von Art. 9 Abs. 1 RL 64/221/EWG erfassten Personenkreis ist nach dem Grundsatz des intertemporalen Verwaltungsverfahrensrechts, dass neues Verfahrensrecht auf abgeschlossene Verwaltungsverfahren keine Anwendung findet, nach der Rechtslage z.Z. der letzten Behördenentscheidung zu prüfen (Einschränkung gegenüber den Urteilen des Bundesverwaltungsgerichts vom 3.8.2004 - 1 C 30.02 -, BVerwGE 121, 297 und - 1 C 29.02 -, BVerwGE 121, 315, ebenso im Ergebnis 11. Senat, Urteil vom 29.06.2006 - 11 S 2299/05 - und OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 5.7.2006 - OVG 7 B 16.05 -, InfAuslR 2006, 395).VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, 4 S 2548/05 vom 12.10.2006Der Leistungsausschluss für Arzneimittel zur Behandlung der erektilen Dysfunktion (hier: Caverject) durch die Satzung der Postbeamtenkrankenkasse verletzt weder das Grundrecht der allgemeinen Handlungsfreiheit noch das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit noch das grundrechtliche Gebot, die Ehe zu schützen, noch das Sozialstaatsprinzip. Die Mitglieder der Postbeamtenkrankenkasse können auch aus der beamtenrechtlichen Fürsorgepflicht keine Leistungsansprüche auf Erstattung der Aufwendungen für solche Arzneimittel herleiten.
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