Source: http://www.anwalt24.de/rund-ums-recht/BGH_07_07_2009_3_StR_204_09_Moeglichkeit_einer_mit_gemeingef-d3797230.html
Timestamp: 2016-12-10 11:26:01
Document Index: 189426340

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 319', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 211', '§ 349']

BGH, 07.07.2009 - 3 StR 204/09 - Möglichkeit einer mit gemeingefährlichen Mitteln begangenen Tötung durch Unterlassen sowie Anwendbarkeit des Mordmerkmals Heimtücke bei Bewusstsein einer Explosionsgefahr | Urteile auf anwalt24.de
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BGH, 07.07.2009 - 3 StR 204/09 - Möglichkeit einer mit gemeingefährlichen Mitteln begangenen Tötung durch Unterlassen sowie Anwendbarkeit des Mordmerkmals Heimtücke bei Bewusstsein einer Explosionsgefahr
BundesgerichtshofBeschl. v. 07.07.2009, Az.: 3 StR 204/09Gericht: BGHEntscheidungsform: BeschlussDatum: 07.07.2009Referenz: JurionRS 2009, 18111Aktenzeichen: 3 StR 204/09 Verfahrensgang:vorgehend:LG Mönchengladbach - 09.12.2008Rechtsgrundlage:§ 211 Abs. 2 StGBFundstellen:JA 2009, 901-902JuS 2010, 360-361Life&Law 2010, 310-314NJ 2011, 405-406NStZ 2010, 87-88NStZ 2010, 510StV 2011, 92Verfahrensgegenstand:Mord u. aRedaktioneller Leitsatz:1.Eine mit gemeingefährlichen Mitteln begangene Tötung durch Unterlassen ist grundsätzlich nicht möglich.2.Für den Einsatz gemeingefährlicher Mittel reicht es nicht, wenn der Täter eine bereits vorhandene gemeingefährliche Situation nutzt, unabhängig davon, ob die Gefahr zufällig entstanden, von einer dritten Person verursacht oder von ihm selbst ohne Tötungsvorsatz herbeigeführt worden ist.Der 3. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hatauf Antrag des Generalbundesanwalts und nach Anhörung des Beschwerdeführers am 7. Juli 2009 gemäß § 349 Abs. 4 StPO einstimmig beschlossen:Tenor:Auf die Revision des Angeklagten wird das Urteil des Landgerichts Mönchengladbach vom 9. Dezember 2008 mit den Feststellungen aufgehoben.Die Sache wird zu neuer Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten des Rechtsmittels und die der Nebenklägerin dadurch entstandenen notwendigen Auslagen, an eine andere Strafkammer des Landgerichts zurückverwiesen.