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Timestamp: 2020-07-08 05:08:05
Document Index: 14483423

Matched Legal Cases: ['Art. 46', 'Art. 37', 'Art. 12', 'Art. 18', 'Art. 16', 'Art. 28', 'Art. 21', 'Art. 15', 'Art. 22', 'Art. 21', 'Art. 23', 'Art. 25']

Lawbrary | StV - Verordnung über die Stempelabgaben
1 Allgemeine Bestimmungen (1 - 8)
21 Abgabe auf Aktien, Partizipationsscheinen und Stammanteilen von Gesellschaften mit beschränkter Haftung (9 - 10)
22 Abgabe auf Genussscheinen von Aktiengesellschaften, Kommanditaktiengesellschaften und Gesellschaften mit beschränkter Haftung (11 - 11)
23 Abgabe auf Genossenschaftsanteilen und Genussscheinen von Genossenschaften (12 - 12)
24 … (13 - 13)
25 Abgabebefreiung; Guthaben im Konzern; Stundung und Erlass der Abgabeforderung (16 - 17)
3 Umsatzabgabe (18 - 25)
4 Abgabe auf Versicherungsprämien (26 - 28)
5 Übergangsbestimmungen (29 - 30)
6 Schlussbestimmungen (31 - 32)
1Die Eid­ge­nös­si­sche Steu­er­ver­wal­tung er­lässt die all­ge­mei­nen Wei­sun­gen und trifft die Ein­zel­ver­fü­gun­gen, die für die Er­he­bung der Stem­pe­l­ab­ga­ben er­for­der­lich sind; sie be­stimmt Form und In­halt der For­mu­la­re für die An­mel­dung als Ab­ga­be­pflich­ti­ger so­wie für die Steu­er­ab­rech­nun­gen, Steu­er­er­klä­run­gen, Re­gis­ter und Fra­ge­bo­gen.
1 Ein­ge­fügt durch Ziff. II 44 der V vom 8. Nov. 2006 über die An­pas­sung von Bun­des­rats­ver­ord­nun­gen an die To­tal­re­vi­si­on der Bun­des­rechts­pfle­ge, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 4705).
1Der Ab­ga­be­pflich­ti­ge hat sei­ne Bü­cher so ein­zu­rich­ten und zu füh­ren, dass sich aus ih­nen die für die Ab­ga­be­pflicht und Ab­ga­be­be­mes­sung mass­ge­ben­den Tat­sa­chen oh­ne be­son­de­ren Auf­wand zu­ver­läs­sig er­mit­teln und nach­wei­sen las­sen. Die ab­ga­be­pflich­ti­gen Ef­fek­ten­händ­ler, die ge­mä­ss Ob­li­ga­tio­nen­recht nicht buch­füh­rungs­pflich­tig sind, ha­ben bei der Füh­rung ih­rer Um­satz­re­gis­ter die Be­stim­mun­gen der Ge­schäfts­bü­cher­ver­ord­nung vom 24. April 20022 sinn­ge­mä­ss an­zu­wen­den.
2Wer­den die Bü­cher elek­tro­nisch oder auf ver­gleich­ba­re Wei­se ge­führt und auf­be­wahrt, müs­sen al­le steu­er­lich we­sent­li­chen Ge­schäfts­vor­fäl­le und Zah­len vom Ur­be­leg bis zur Jah­res­rech­nung und Steu­er­ab­rech­nung si­cher­ge­stellt sein.
3Die Bü­cher sind sorg­fäl­tig, ge­ord­net und vor schäd­li­chen Ein­wir­kun­gen ge­schützt auf­zu­be­wah­ren. Sie müs­sen von der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung in­nert an­ge­mes­se­ner Frist ein­ge­se­hen und ge­prüft wer­den kön­nen.
4So­weit für die Buch­prü­fung er­for­der­lich, sind das ent­spre­chen­de Per­so­nal so­wie die Ge­rä­te oder Hilfs­mit­tel für die Eid­ge­nös­si­sche Steu­er­ver­wal­tung un­ent­gelt­lich ver­füg­bar zu hal­ten. Da­bei muss die Mög­lich­keit be­ste­hen, die Ge­schäfts­un­ter­la­gen oder Tei­le da­von der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung auf de­ren Be­geh­ren auf Pa­pier aus­ge­druckt zur Ver­fü­gung zu stel­len.
1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 24. Mai 2006, in Kraft seit 1. Ju­li 2006 (AS 2006 2349).
1Die Eid­ge­nös­si­sche Steu­er­ver­wal­tung kann Aus­künf­te schrift­lich oder münd­lich ein­ho­len, Sach­ver­stän­di­ge bei­zie­hen und den Ab­ga­be­pflich­ti­gen zur Ein­ver­nah­me la­den.
3Vor je­der Ein­ver­nah­me nach Ab­satz 2 ist der Ein­zu­ver­neh­men­de zur Wahr­heit zu er­mah­nen und auf die Fol­gen un­rich­ti­ger Aus­künf­te (Art. 46 Abs. 1 Bst. c des Ge­set­zes) hin­zu­wei­sen.
1Der Ab­ga­be­pflich­ti­ge ist be­rech­tigt und auf Ver­lan­gen ver­pflich­tet, der Buch­prü­fung (Art. 37 Abs. 2 des Ge­set­zes) bei­zu­woh­nen und die er­for­der­li­chen Auf­schlüs­se zu er­tei­len.
1Die Eid­ge­nös­si­sche Steu­er­ver­wal­tung ist zu­stän­dig, für die For­de­run­gen des Bun­des an Stem­pe­l­ab­ga­ben, Zin­sen, Kos­ten und Bus­sen die Be­trei­bung an­zu­he­ben, sie in ei­nem Kon­kurs ein­zu­ge­ben, die Auf­he­bung des Rechts­vor­schla­ges zu ver­lan­gen und al­le wei­te­ren zur Si­che­rung oder Ein­trei­bung der For­de­rung not­wen­di­gen Vor­keh­ren zu tref­fen.
1Die nach Ar­ti­kel 43 des Ge­set­zes ver­füg­te Si­cher­stel­lung ist ge­mä­ss der Ver­ord­nung vom 21. Ju­ni 19571 über Si­cher­stel­lun­gen zu­guns­ten der Eid­ge­nos­sen­schaft durch Re­al­kau­ti­on, Bürg­schaf­ten, Ga­ran­ti­en oder Kau­ti­ons­ver­si­che­rung zu leis­ten.
2Ei­ne ge­leis­te­te Si­cher­heit ist frei­zu­ge­ben, so­bald die si­cher­ge­stell­ten Ab­ga­ben, Zin­sen und Kos­ten be­zahlt sind oder der Grund der Si­cher­stel­lung da­hin­ge­fal­len ist.
2 Auf­ge­ho­ben durch An­hang 3 Ziff. 13 der V vom 3. Fe­br. 1993 über Or­ga­ni­sa­ti­on und Ver­fah­ren eid­ge­nös­si­scher Re­kurs- und Schieds­kom­mis­sio­nen, mit Wir­kung seit 1. März 1993 (AS 1993 879).
1Ei­ne Ak­ti­en­ge­sell­schaft, Kom­man­di­tak­ti­en­ge­sell­schaft, Ge­sell­schaft mit be­schränk­ter Haf­tung oder Ge­nos­sen­schaft darf im Han­dels­re­gis­ter erst dann ge­löscht wer­den, wenn die Eid­ge­nös­si­sche Steu­er­ver­wal­tung dem kan­to­na­len Han­dels­re­gis­ter­amt an­ge­zeigt hat, dass die ge­schul­de­ten Stem­pe­l­ab­ga­ben be­zahlt sind.
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I 1 der V vom 15. Okt. 2008, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5073).
1Be­zahl­te Ab­ga­ben und Zin­sen, die nicht durch Ent­scheid der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung fest­ge­setzt wor­den sind, wer­den zu­rück­er­stat­tet, so­bald fest­steht, dass sie nicht ge­schul­det wa­ren.
2Ist ei­ne nicht ge­schul­de­te Ab­ga­be über­wälzt wor­den, so wird die Rück­er­stat­tung nur ge­währt, wenn fest­steht, dass der von der Über­wäl­zung Be­trof­fe­ne in den Ge­nuss der Rück­er­stat­tung ge­bracht wird.
5Die Vor­schrif­ten des Ge­set­zes und der Ver­ord­nung über die Ab­ga­beer­he­bung fin­den sinn­ge­mäs­se An­wen­dung; kommt der Ge­such­stel­ler sei­nen Aus­kunfts­pflich­ten nicht nach und kann der An­spruch oh­ne die von der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung ver­lang­ten Aus­künf­te nicht ab­ge­klärt wer­den, so wird das Ge­such ab­ge­wie­sen.
21 Abgabe auf Aktien, Partizipationsscheinen und Stammanteilen von Gesellschaften mit beschränkter Haftung
1Wird für ei­ne in­län­di­sche Ak­ti­en­ge­sell­schaft, Kom­man­di­tak­ti­en­ge­sell­schaft oder Ge­sell­schaft mit be­schränk­ter Haf­tung beim kan­to­na­len Han­dels­re­gis­ter­amt die ent­gelt­li­che oder un­ent­gelt­li­che Be­grün­dung oder Er­hö­hung des Nenn­wer­tes von Ak­ti­en, Par­ti­zi­pa­ti­ons­schei­nen oder Stam­man­tei­len an­ge­mel­det, so hat die Ge­sell­schaft die Ab­ga­be auf­grund der Ab­rech­nung nach amt­li­chem For­mu­lar in­nert 30 Ta­gen nach der Ein­tra­gung im Han­dels­re­gis­ter un­auf­ge­for­dert der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung zu ent­rich­ten. Für Be­tei­li­gungs­rech­te, die im Ver­fah­ren der be­ding­ten Ka­pi­tal­er­hö­hung aus­ge­ge­ben wer­den, ist die Ab­ga­be auf­grund der Ab­rech­nung nach amt­li­chem For­mu­lar in­nert 30 Ta­gen nach Ab­lauf des Vier­tel­jah­res, in wel­chem die Be­tei­li­gungs­rech­te aus­ge­ge­ben wur­den, zu ent­rich­ten.1
2Der Ab­rech­nung sind die öf­fent­li­che Ur­kun­de über die Grün­dung oder die Ka­pi­tal­er­hö­hung, ein un­ter­zeich­ne­tes Ex­em­plar der Sta­tu­ten oder des Pro­to­kolls der Ge­ne­ral­ver­samm­lung über die Sta­tu­ten­än­de­rung, der Be­schluss des Ver­wal­tungs­ra­tes über die ge­neh­mig­te Ka­pi­tal­er­hö­hung, der Emis­si­ons­pro­spekt so­wie bei Sachein­la­gen der Sachein­la­ge­ver­trag, die Ein­gangs­bi­lanz und ei­ne Er­klä­rung nach amt­li­chem For­mu­lar über den Ver­kehrs­wert der Sachein­la­gen samt der Prü­fungs­be­stä­ti­gung des Re­vi­sors bei­zu­le­gen.2
4Je­de in­län­di­sche Ak­ti­en­ge­sell­schaft, Kom­man­di­tak­ti­en­ge­sell­schaft oder Ge­sell­schaft mit be­schränk­ter Haf­tung hat un­auf­ge­for­dert der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung in­nert 30 Ta­gen nach Ge­neh­mi­gung der Jah­res­rech­nung den Ge­schäfts­be­richt oder ei­ne un­ter­zeich­ne­te Ab­schrift der Jah­res­rech­nung (Bi­lanz und Er­folgs­rech­nung) ein­zu­rei­chen, so­fern die Bi­lanz­sum­me mehr als fünf Mil­lio­nen Fran­ken be­trägt. In den üb­ri­gen Fäl­len sind die Un­ter­la­gen auf Ver­lan­gen der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung ein­zu­rei­chen.4
1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I 1 der V vom 15. Okt. 2008, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5073).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 28. Okt. 1992, in Kraft seit 1. April 1993 (AS 1993 228).
3 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 9. März 1998, mit Wir­kung 1. April 1998 (AS 1998 961).
4 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I 1 der V vom 15. Okt. 2008, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5073).
5 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 28. Okt. 1992, mit Wir­kung seit 1. April 1993 (AS 1993 228).
1Je­de in­län­di­sche Ak­ti­en­ge­sell­schaft, Kom­man­di­tak­ti­en­ge­sell­schaft oder Ge­sell­schaft mit be­schränk­ter Haf­tung,
die von ih­ren Ge­sell­schaf­tern Zu­schüs­se im Sin­ne von Ar­ti­kel 5 Ab­satz 2 Buch­sta­be a des Ge­set­zes er­hält oder
de­ren Be­tei­li­gungs­rech­te un­ter den in Ar­ti­kel 5 Ab­satz 2 Buch­sta­be b des Ge­set­zes ge­nann­ten Um­stän­den zur Mehr­heit die Hand ge­wech­selt ha­ben,
hat die Ab­ga­be auf Grund der Ab­rech­nung nach amt­li­chem For­mu­lar in­nert 30 Ta­gen nach dem Zu­schuss oder dem Hand­wech­sel un­auf­ge­for­dert der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung zu ent­rich­ten.
2Der Ab­rech­nung sind ein un­ter­zeich­ne­tes Ex­em­plar der Be­schlüs­se und ei­ne Er­klä­rung nach amt­li­chem For­mu­lar über den Ver­kehrs­wert der Sachein­la­gen bei­zu­le­gen; beim Hand­wech­sel der Mehr­heit der Be­tei­li­gungs­rech­te ist über­dies die dem Hand­wech­sel zu­grun­de lie­gen­de Bi­lanz bei­zu­fü­gen.
1Je­de in­län­di­sche Ak­ti­en­ge­sell­schaft, Kom­man­di­tak­ti­en­ge­sell­schaft oder Ge­sell­schaft mit be­schränk­ter Haf­tung, die be­schliesst, dass Ge­nuss­schei­ne be­grün­det wer­den kön­nen, hat un­auf­ge­for­dert der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung in­nert 30 Ta­gen ein un­ter­zeich­ne­tes Ex­em­plar der Be­schlüs­se ein­zu­rei­chen.
2Die Ab­ga­be ist auf Grund der Ab­rech­nung nach amt­li­chem For­mu­lar un­auf­ge­for­dert der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung zu ent­rich­ten,
wenn die Emis­si­ons­frist höchs­tens einen Mo­nat be­trägt: in­nert 30 Ta­gen nach Ab­lauf der Emis­si­ons­frist;
wenn die Emis­si­ons­frist einen Mo­nat über­steigt: 30 Ta­ge nach Ab­lauf je­des Ge­schäfts­vier­tel­jah­res für die in die­sem Zeit­raum aus­ge­ge­be­nen Ge­nuss­schei­ne.
3Der Ab­rech­nung sind die Be­schlüs­se über die Aus­ga­be von Ge­nuss­schei­nen so­wie der Emis­si­ons­pro­spekt bei­zu­le­gen.
1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 28. Okt. 1992, in Kraft seit 1. April 1993 (AS 1993 228).
1Je­de in­län­di­sche Ge­nos­sen­schaft, de­ren Sta­tu­ten Geld­leis­tun­gen der Ge­nos­sen­schaf­ter oder die Schaf­fung ei­nes Ge­nos­sen­schafts­ka­pi­tals durch Ge­nos­sen­schafts­an­tei­le oder von Ge­nuss­schei­nen vor­se­hen, hat sich un­ver­züg­lich nach ih­rer Ein­tra­gung im Han­dels­re­gis­ter oder nach Auf­nah­me sol­cher Be­stim­mun­gen in ih­re Sta­tu­ten un­auf­ge­for­dert bei der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung an­zu­mel­den; der An­mel­dung ist ein un­ter­zeich­ne­tes Ex­em­plar der gel­ten­den Sta­tu­ten bei­zu­le­gen.
2Die Ge­nos­sen­schaft hat un­auf­ge­for­dert der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung in­nert 30 Ta­gen nach Ge­neh­mi­gung der Jah­res­rech­nung den Ge­schäfts­be­richt oder ei­ne un­ter­zeich­ne­te Ab­schrift der Jah­res­rech­nung (Bi­lanz und Er­folgs­rech­nung) ein­zu­rei­chen, so­fern die Bi­lanz­sum­me mehr als fünf Mil­lio­nen Fran­ken be­trägt. In den üb­ri­gen Fäl­len sind die Un­ter­la­gen auf Ver­lan­gen der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung ein­zu­rei­chen.1
3 und 4…2
2 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I 1 der V vom 15. Okt. 2008, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5073).
1 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 28. Okt. 1992, mit Wir­kung seit 1. April 1993 (AS 1993 228).
25 Abgabebefreiung; Guthaben im Konzern; Stundung und Erlass der Abgabeforderung
1Das Ge­such um Ab­ga­be­be­frei­ung nach Ar­ti­kel 6 Ab­satz 1 Buch­sta­ben a, c, d, f, g, j und l des Ge­set­zes ist der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung ein­zu­rei­chen. Es hat ei­ne Be­grün­dung mit An­ga­be der Be­weis­mit­tel zu ent­hal­ten; die als Be­weis­mit­tel an­ge­ru­fe­nen Ur­kun­den sind bei­zu­le­gen.1
2Die Eid­ge­nös­si­sche Steu­er­ver­wal­tung kann vom Ge­such­stel­ler über al­le Tat­sa­chen, die für die Be­frei­ung von Be­deu­tung sein kön­nen, die er­for­der­li­chen Aus­künf­te und Be­le­ge ver­lan­gen; er­füllt der Ge­such­stel­ler die Auf­la­ge nicht, so wird das Ge­such ab­ge­wie­sen.
1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 15. Fe­br. 2012, in Kraft seit 1. März 2012 (AS 2012 791).
1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I 1 der V vom 18. Ju­ni 2010 (AS 2010 2963). Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 15. Fe­br. 2012, mit Wir­kung seit 1. März 2012 (AS 2012 791).
1Das Ge­such um Stun­dung oder Er­lass von Emis­si­ons­ab­ga­ben, die bei der of­fe­nen oder stil­len Sa­nie­rung ent­stan­den sind (Art. 12 des Ge­set­zes), ist bei der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung ein­zu­rei­chen. Das Ge­such hat die Ur­sa­chen der Ver­lus­te und die zu ih­rer Be­sei­ti­gung ge­trof­fe­nen und vor­ge­se­he­nen Mass­nah­men dar­zu­stel­len; Un­ter­la­gen über die Sa­nie­rung, wie Rund­schrei­ben, Re­chen­schafts­be­rich­te, Ge­ne­ral­ver­samm­lungs­pro­to­kol­le so­wie die Ge­schäfts­be­rich­te oder Jah­res­rech­nun­gen der letz­ten Jah­re und ei­ne Auf­stel­lung der Sa­nie­rungs­bu­chun­gen sind bei­zu­le­gen. Mit be­son­de­rem amt­li­chem For­mu­lar sind die von den Ge­sell­schaf­tern oder Ge­nos­sen­schaf­tern bei der Sa­nie­rung er­lit­te­nen Ein­bus­sen und ih­re in Be­tei­li­gungs­rech­te um­ge­wan­del­ten For­de­run­gen zu mel­den.
2Die Eid­ge­nös­si­sche Steu­er­ver­wal­tung kann vom Ge­such­stel­ler über al­le Tat­sa­chen, die für die Stun­dung oder den Er­lass von Be­deu­tung sein kön­nen, die er­for­der­li­chen Aus­künf­te und Be­le­ge ver­lan­gen; er­füllt der Ge­such­stel­ler die Auf­la­ge nicht, so wird das Ge­such ab­ge­wie­sen.
3Die Ein­spra­cheent­schei­de der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung über Stun­dung und Er­lass von Ab­ga­ben un­ter­lie­gen der Be­schwer­de nach den all­ge­mei­nen Be­stim­mun­gen über die Bun­des­rechts­pfle­ge.1
1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. II 44 der V vom 8. Nov. 2006 über die An­pas­sung von Bun­des­rats­ver­ord­nun­gen an die To­tal­re­vi­si­on der Bun­des­rechts­pfle­ge, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 4705).
1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 28. Okt. 1992 (AS 1993 228). Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 15. Fe­br. 2012, mit Wir­kung seit 1. März 2012 (AS 2012 791).
1Die Ab­ga­be­pflicht des Ef­fek­ten­händ­lers be­ginnt mit der Auf­nah­me der Ge­schäftstä­tig­keit.
2Ge­sell­schaf­ten, Ge­nos­sen­schaf­ten, Ein­rich­tun­gen der be­ruf­li­chen und ge­bun­de­nen Vor­sor­ge so­wie die öf­fent­li­che Hand nach Ar­ti­kel 13 Ab­satz 3 Buch­sta­ben d und f des Ge­set­zes wer­den sechs Mo­na­te nach Ab­lauf des Ge­schäfts­jah­res, in dem die dort ge­nann­ten Vor­aus­set­zun­gen ein­ge­tre­ten sind, ab­ga­be­pflich­tig. Nach­weis­bar treu­hän­de­risch ver­wal­te­te Ur­kun­den sind nicht Ak­ti­ven im Sin­ne je­ner Be­stim­mung, so­fern sie in der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung ein­zu­rei­chen­den Bi­lanz ge­son­dert aus­ge­wie­sen sind.2
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 24. Mai 2006, in Kraft seit 1. Ju­li 2006 (AS 2006 2349).
1Der Ef­fek­ten­händ­ler hat sich vor Be­ginn der Ab­ga­be­pflicht (Art. 18) un­auf­ge­for­dert bei der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung an­zu­mel­den.
2In der An­mel­dung sind an­zu­ge­ben: der Na­me (die Fir­ma) und der Sitz des Un­ter­neh­mens so­wie al­ler in­län­di­schen Zweignie­der­las­sun­gen, auf wel­che die Vor­aus­set­zun­gen der Ab­ga­be­pflicht zu­tref­fen, oder, wenn es sich um ei­ne ju­ris­ti­sche Per­son oder um ei­ne Han­dels­ge­sell­schaft oh­ne ju­ris­ti­sche Per­sön­lich­keit mit sta­tu­ta­ri­schem Sitz im Aus­land han­delt, die Fir­ma und der Sitz der Haupt­nie­der­las­sung und die Adres­se der in­län­di­schen Zweignie­der­las­sun­gen; das Rech­nungs­jahr; das Da­tum des Be­ginns der Ab­ga­be­pflicht. Mit der An­mel­dung sind die für die Über­prü­fung der Ab­ga­be­pflicht er­for­der­li­chen Be­le­ge (Sta­tu­ten, Bi­lan­zen, Be­schlüs­se über Ka­pi­tal­er­hö­hun­gen u. dgl.) ein­zu­rei­chen.
3Nach Be­ginn der Ab­ga­be­pflicht ein­tre­ten­de Än­de­run­gen an den ge­mä­ss Ab­satz 2 zu mel­den­den Tat­sa­chen und ein­zu­rei­chen­den Be­le­gen, ins­be­son­de­re die Er­rich­tung neu­er Zweignie­der­las­sun­gen, sind un­auf­ge­for­dert der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung zu mel­den.
Die Eid­ge­nös­si­sche Steu­er­ver­wal­tung re­gis­triert die Ef­fek­ten­händ­ler und gibt je­dem die ihm zu­ge­teil­te Ef­fek­ten­händ­ler-Num­mer be­kannt.
1Der Ef­fek­ten­händ­ler hat für sei­nen Haupt­sitz und für je­de ab­ga­be­pflich­ti­ge Zweignie­der­las­sung je ein Um­satz­re­gis­ter zu füh­ren. Wenn er sei­ne Bü­cher so ein­rich­tet, dass sich aus ih­nen die für die Ab­ga­be­be­mes­sung mass­ge­ben­den Tat­sa­chen oh­ne be­son­de­ren Auf­wand zu­ver­läs­sig er­mit­teln und nach­wei­sen las­sen, kann ihn die Eid­ge­nös­si­sche Steu­er­ver­wal­tung von der Füh­rung ei­nes be­son­de­ren Um­satz­re­gis­ters ent­bin­den.
2Das Re­gis­ter ist wie folgt der Rei­he nach in Spal­ten zu glie­dern:
Da­tum des Ge­schäfts­ab­schlus­ses;
Art des Ge­schäf­tes;
An­zahl oder Nenn­wert der Ti­tel;
Be­zeich­nung der Ti­tel;
Ti­tel­kurs, Wäh­rung so­wie Um­rech­nungs­kurs bei Fremd­wäh­run­gen;
Na­me, Do­mi­zil, An­säs­sig­keits­staat und Ef­fek­ten­händ­ler-Num­mer des Ver­käu­fers und des Käu­fers;
Ent­gelt in Schwei­zer Wäh­rung
ab­ga­be­be­las­te­te Um­sät­ze
in­län­di­sche Ti­tel
aus­län­di­sche Ti­tel,
nicht ab­ga­be­be­las­te­te Um­sät­ze.
3Je­des Ge­schäft ist in­nert drei Ta­gen nach sei­nem Ab­schluss oder nach Ein­gang der Ab­rech­nung im Re­gis­ter ein­zu­tra­gen, so­fern es nicht ge­mä­ss Ar­ti­kel 14 Ab­satz 1 Buch­sta­ben a, b oder d-g des Ge­set­zes von der Ab­ga­be aus­ge­nom­men ist. Der Zu­griff auf die Da­ten der nicht ein­zu­tra­gen­den Ge­schäf­te ist für Kon­troll­zwe­cke der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung auf de­ren Be­geh­ren zu ge­währ­leis­ten.3
4In der Spal­te «Art des Ge­schäf­tes» ist das Ge­schäft, so­fern es sich nicht um einen ein­fa­chen Kauf oder Ver­kauf han­delt, nach sei­ner Art zu be­zeich­nen (z. B. Um­wand­lung, Un­ter­be­tei­li­gung, Re­port, Tausch). In der Spal­te «Na­me, Do­mi­zil, An­säs­sig­keits­staat und Ef­fek­ten­händ­ler-Num­mer des Käu­fers und des Ver­käu­fers» ist der An­säs­sig­keits­staat auf­zu­füh­ren (min­des­tens die An­ga­be Schweiz/Liech­ten­stein oder Aus­land); das Do­mi­zil ist nur an­zu­ge­ben, wenn kei­ne Ab­ga­be ge­schul­det ist.4
5Um un­ver­hält­nis­mäs­si­ge Um­trie­be zu ver­mei­den, kann die Eid­ge­nös­si­sche Steu­er­ver­wal­tung ei­ne von Ab­satz 2 ab­wei­chen­de Art der Ein­tra­gung ge­stat­ten. Der An­trag des Ab­ga­be­pflich­ti­gen ist un­ter Vor­la­ge von Mus­tern zu be­grün­den.
6Das Ent­gelt für die ab­ga­be­be­las­te­ten Um­sät­ze ist Sei­te für Sei­te oder Tag für Tag und auf En­de je­des Quar­tals zu­sam­men­zu­zäh­len.5
7Die Re­gis­ter­sei­ten sind fort­lau­fend zu num­me­rie­ren und ge­hef­tet oder in Bü­chern zu­sam­men­ge­fasst wäh­rend fünf Jah­ren nach Ab­lauf des Ka­len­der­jah­res, in dem die letz­te Ein­tra­gung er­folgt ist, auf­zu­be­wah­ren. Die Auf­be­wah­rung kann elek­tro­nisch er­fol­gen, so­fern die in Ar­ti­kel 2 er­wähn­ten Vor­aus­set­zun­gen er­füllt sind.6
8Ef­fek­ten­händ­ler nach Ar­ti­kel 13 Ab­satz 3 Buch­sta­ben b Zif­fer 2 so­wie d und f des Ge­set­zes müs­sen die mit in­län­di­schen Ban­ken im Sin­ne des Ban­ken­ge­set­zes wie auch die mit in­län­di­schen Händ­lern nach Ar­ti­kel 13 Ab­satz 3 Buch­sta­be b Zif­fer 1 des Ge­set­zes ge­tä­tig­ten Ge­schäf­te nicht im Re­gis­ter ein­tra­gen, wenn sie sich beim Ab­schluss die­ser Ge­schäf­te nicht als Ef­fek­ten­händ­ler aus­ge­wie­sen ha­ben.7
3 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 24. Mai 2006, in Kraft seit 1. Ju­li 2006 (AS 2006 2349).
4 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 24. Mai 2006, in Kraft seit 1. Ju­li 2006 (AS 2006 2349).
5 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 28. Okt. 1992, in Kraft seit 1. April 1993 (AS 1993 228).
6 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 24. Mai 2006, in Kraft seit 1. Ju­li 2006 (AS 2006 2349).
7 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 28. Okt. 1992 (AS 1993 228). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 24. Mai 2006, in Kraft seit 1. Ju­li 2006 (AS 2006 2349).
1Als Ent­gelt (Art. 16 Abs. 1 des Ge­set­zes) darf im Re­gis­ter ein­ge­tra­gen wer­den:
ent­we­der der in der Ab­rech­nung ent­hal­te­ne Kurs­wert der ge­han­del­ten Ur­kun­den, ein­sch­liess­lich der Ver­gü­tung für lau­fen­de Zin­sen oder für noch nicht ab­ge­trenn­te Cou­pons;
oder der End­be­trag der Ab­rech­nung.
2Die Art des Ein­tra­ges darf nur auf Be­ginn ei­nes Ge­schäfts­jah­res ge­wech­selt wer­den.
3Ein Ent­gelt in aus­län­di­scher Wäh­rung ist in Schwei­zer­fran­ken um­zu­rech­nen (Art. 28 des Ge­set­zes) und ein­zu­tra­gen.
4Sind in­län­di­sche und aus­län­di­sche Ur­kun­den in der Wei­se mit­ein­an­der ver­bun­den, dass sie nur als Ein­heit ge­han­delt wer­den kön­nen, so ist das gan­ze Ent­gelt in der Spal­te «in­län­di­sche Ti­tel» ein­zu­tra­gen.
1Die Ban­ken im Sin­ne des Ban­ken­ge­set­zes vom 8. No­vem­ber 19342, die Schwei­ze­ri­sche Na­tio­nal­bank, die zen­tra­len Ge­gen­par­tei­en im Sin­ne des Fi­nanz­marktin­fra­struk­tur­ge­set­zes vom 19. Ju­ni 20153 und die Pfand­brief­zen­tra­len gel­ten oh­ne be­son­de­ren Aus­weis als re­gis­trier­te Ef­fek­ten­händ­ler.4
2Al­le sons­ti­gen Ef­fek­ten­händ­ler ha­ben sich ge­gen­über ih­ren Ver­trags­par­tei­en mit ei­ner Er­klä­rung nach amt­li­chem For­mu­lar (Kar­te) als re­gis­trier­te Ef­fek­ten­händ­ler aus­zu­wei­sen. Die ab­ge­ge­be­nen Kar­ten sind zu num­me­rie­ren, über sie ist ein be­son­de­res Ver­zeich­nis an­zu­le­gen (mit Na­me und Adres­se des Emp­fän­gers, Da­tum der Aus­stel­lung, fort­lau­fen­de Num­mer) und die­se zur Ver­fü­gung der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung zu hal­ten.
3Die Ef­fek­ten­händ­ler nach Ar­ti­kel 13 Ab­satz 3 Buch­sta­ben b Zif­fer 2 so­wie d und f des Ge­set­zes kön­nen im ge­schäft­li­chen Ver­kehr mit in­län­di­schen Ban­ken so­wie mit in­län­di­schen Händ­lern nach Ar­ti­kel 13 Ab­satz 3 Buch­sta­be b Zif­fer 1 des Ge­set­zes da­von ab­se­hen, sich als Ef­fek­ten­händ­ler aus­zu­wei­sen (Art. 21 Abs. 8).5
4Der Ab­ga­be­pflich­ti­ge hat die ihm ab­ge­ge­be­nen Kar­ten ge­ord­net nach den Ef­fek­ten­händ­ler-Num­mern zur Ver­fü­gung der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung zu hal­ten.
4 Fas­sung ge­mä­ss An­hang 1 Ziff. 7 der Fi­nanz­marktin­fra­struk­tur­ver­ord­nung vom 25. Nov. 2015, in Kraft seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 5413).
5 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 24. Mai 2006, in Kraft seit 1. Ju­li 2006 (AS 2006 2349).
1Der Ab­ga­be­pflich­ti­ge hat die Ab­ga­be auf Grund der Ab­rech­nung nach amt­li­chem For­mu­lar in­nert 30 Ta­gen nach Ab­lauf des Ge­schäfts­vier­tel­jah­res für die in die­sem Zeit­raum ab­ge­schlos­se­nen oder er­füll­ten Ge­schäf­te (Art. 15 Abs. 1 und 2 des Ge­set­zes) un­auf­ge­for­dert der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung zu ent­rich­ten.
2Um un­ver­hält­nis­mäs­si­ge Um­trie­be zu ver­mei­den, kann die Eid­ge­nös­si­sche Steu­er­ver­wal­tung ein von Ab­satz 1 ab­wei­chen­des Ab­rech­nungs­ver­fah­ren ge­stat­ten oder an­ord­nen.
1Wer sei­ne Ge­schäftstä­tig­keit auf­ge­ben will oder die ge­setz­li­chen Ei­gen­schaf­ten als Ef­fek­ten­händ­ler nicht mehr als er­füllt er­ach­tet, hat das un­ver­züg­lich der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung an­zu­zei­gen.
2Die Eid­ge­nös­si­sche Steu­er­ver­wal­tung ent­schei­det auf Grund der An­zei­ge oder von Am­tes we­gen, ob und auf wel­chen Zeit­punkt die Ab­ga­be­pflicht auf­hört und die Strei­chung als re­gis­trier­ter Ef­fek­ten­händ­ler in Kraft tritt.
3Macht ei­ne Ge­sell­schaft, Ge­nos­sen­schaft, Ein­rich­tung der be­ruf­li­chen und ge­bun­de­nen Vor­sor­ge so­wie die öf­fent­li­che Hand glaub­haft, dass sie die in Ar­ti­kel 13 Ab­satz 3 Buch­sta­ben d und f des Ge­set­zes um­schrie­be­nen Vor­aus­set­zun­gen bald wie­der er­fül­len wer­de, so kann sie auf ihr Er­su­chen frei­wil­lig als Ef­fek­ten­händ­ler re­gis­triert blei­ben, je­doch längs­tens wäh­rend zwei­er Jah­re.1
4Der Be­trof­fe­ne hat auf das Da­tum sei­ner Strei­chung als re­gis­trier­ter Ef­fek­ten­händ­ler hin al­le von ihm ab­ge­ge­be­nen Er­klä­run­gen mit amt­li­chem For­mu­lar zu wi­der­ru­fen und die­sen Wi­der­ruf der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung un­ter Bei­la­ge des in Ar­ti­kel 23 Ab­satz 2 er­wähn­ten Ver­zeich­nis­ses zu mel­den.2
5In­nert 30 Ta­gen nach der Strei­chung als re­gis­trier­ter Ef­fek­ten­händ­ler sind der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung die Schluss­ab­rech­nung ein­zu­rei­chen und die ge­schul­de­ten Ab­ga­ben zu über­wei­sen.
1Die Ban­ken und die ban­k­ähn­li­chen Fi­nanz­ge­sell­schaf­ten im Sin­ne des Ban­ken­ge­set­zes vom 8. No­vem­ber 19342, die Schwei­ze­ri­sche Na­tio­nal­bank und die zen­tra­len Ge­gen­par­tei­en im Sin­ne des Fi­nanz­marktin­fra­struk­tur­ge­set­zes vom 19. Ju­ni 20153 sind ge­werbs­mäs­si­ge Händ­ler im Sin­ne von Ar­ti­kel 14 Ab­satz 3 des Ge­set­zes.4
2Ef­fek­ten­händ­ler nach Ar­ti­kel 13 Ab­satz 3 Buch­sta­be b Zif­fer 1 des Ge­set­zes kön­nen die Be­frei­ung des Han­dels­be­stan­des erst be­an­spru­chen, wenn sie der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung den Nach­weis er­bracht ha­ben, dass sie den Han­del mit steu­er­ba­ren Ur­kun­den ge­werbs­mäs­sig be­trei­ben.
3Han­dels­be­stand im Sin­ne von Ar­ti­kel 14 Ab­satz 3 des Ge­set­zes ist die Ge­samt­heit der li­be­rier­ten Ti­tel, wel­che der ge­werbs­mäs­si­ge Ef­fek­ten­händ­ler mit der Ab­sicht der Wei­ter­ver­äus­se­rung für ei­ge­ne Rech­nung er­wor­ben hat. Die von der Schwei­ze­ri­schen Na­tio­nal­bank zur Durch­füh­rung ih­rer Geld- und Wäh­rungs­po­li­tik er­wor­be­nen Ur­kun­den gel­ten als Han­dels­be­stand der Na­tio­nal­bank.
4Nicht zum Han­dels­be­stand ge­hö­ren steu­er­ba­re Ur­kun­den, die:
vom Ef­fek­ten­händ­ler ge­stützt auf Ar­ti­kel 665 des Ob­li­ga­tio­nen­rechts5 zu den An­schaf­fungs­kos­ten in die Bi­lanz ein­ge­stellt wer­den;
zu den dau­ern­den Be­tei­li­gun­gen im Sin­ne der auf Ar­ti­kel 42 der Ban­ken­ver­ord­nung vom 30. April 20147 ge­stütz­ten Aus­füh­rungs­be­stim­mun­gen der FIN­MA ge­hö­ren;
nicht je­der­zeit und frei han­del­bar sind, ins­be­son­de­re weil sie:
als Ga­ran­tie oder als Pfand­de­ckung die­nen, ins­be­son­de­re beim Lom­bard,
vom Ef­fek­ten­händ­ler für frem­de Rech­nung ge­hal­ten wer­den,
einen kom­mer­zi­el­len Kre­dit ver­kör­pern;
vom Ef­fek­ten­händ­ler bei ei­ner Emis­si­on fest über­nom­men wer­den.
5Der ge­werbs­mäs­si­ge Händ­ler hat für sich ei­ne hal­be Um­satz­ab­ga­be zu ent­rich­ten für die Über­füh­rung von:
steu­er­frei er­wor­be­nen Ti­teln aus dem Han­dels­be­stand in einen an­de­ren Be­stand;
Ti­teln aus ei­nem an­de­ren Be­stand in den Han­dels­be­stand.
1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 28. Okt. 1992, in Kraft seit 1. April 1993 (AS 1993 228).
6 Fas­sung ge­mä­ss An­hang 2 Ziff. 2 der Ban­ken­ver­ord­nung vom 30. April 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 1269).
1Die der Auf­sicht des Bun­des un­ter­stell­ten so­wie die in­län­di­schen öf­fent­lich-recht­li­chen Ver­si­che­rer ha­ben sich, be­vor sie Ver­si­che­run­gen über­neh­men, un­auf­ge­for­dert bei der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung an­zu­mel­den. Nicht ver­pflich­tet zur An­mel­dung sind Ver­si­che­rer, die aus­sch­liess­lich Ver­si­che­run­gen über­neh­men, de­ren Prä­mi­en von der Ab­ga­be aus­ge­nom­men sind (Art. 22 des Ge­set­zes).
2In der An­mel­dung sind an­zu­ge­ben: der Na­me (die Fir­ma) und der Sitz des Un­ter­neh­mens so­wie al­ler in­län­di­schen Zweignie­der­las­sun­gen, auf wel­che die Vor­aus­set­zun­gen der Ab­ga­be­pflicht (Art. 21 f. des Ge­set­zes) zu­tref­fen, das Rech­nungs­jahr, das Da­tum der Auf­nah­me der Ge­schäftstä­tig­keit und die zu be­trei­ben­den Ver­si­che­rungs­zwei­ge.
3Nach Be­ginn der Ab­ga­be­pflicht ein­tre­ten­de Än­de­run­gen an den ge­mä­ss Ab­satz 2 zu mel­den­den Tat­sa­chen sind un­auf­ge­for­dert der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung zu mel­den.
4Der in­län­di­sche Ver­si­che­rungs­neh­mer, der mit ei­nem nicht der Bun­desauf­sicht un­ter­stell­ten aus­län­di­schen Ver­si­che­rer Ver­trä­ge ab­sch­liesst, de­ren Prä­mi­en der Ab­ga­be un­ter­lie­gen, hat sich nach Ver­trags­ab­schluss un­auf­ge­for­dert bei der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung an­zu­mel­den. In der An­mel­dung sind der Na­me und die Adres­se des Ver­si­che­rungs­neh­mers, der Ver­si­che­rungs­zweig, der aus­län­di­sche Ver­si­che­rer und das Fäl­lig­keits­da­tum der Prä­mie an­zu­ge­ben.
1Als rück­kaufs­fä­hi­ge Le­bens­ver­si­che­run­gen im Sin­ne von Ar­ti­kel 22 Buch­sta­be a des Ge­set­zes gel­ten Le­bens­ver­si­che­run­gen, bei de­nen der Ein­tritt des ver­si­cher­ten Er­eig­nis­ses ge­wiss ist. Dar­un­ter fal­len ins­be­son­de­re die ge­misch­te Ver­si­che­rung, die le­bens­läng­li­che To­des­fall­ver­si­che­rung und die Ren­ten­ver­si­che­rung mit Prä­mi­en­rück­ge­währ.
2Wer­den ei­ne rück­kaufs­fä­hi­ge und ei­ne nicht rück­kaufs­fä­hi­ge Ver­si­che­rung in ei­nem Ver­trag mit­ein­an­der kom­bi­niert, so un­ter­liegt nur die für die rück­kaufs­fä­hi­ge Ver­si­che­rung ge­son­dert aus­ge­wie­se­ne Prä­mie der Ab­ga­be.
1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 9. März 1998, in Kraft seit 1. April 1998 (AS 1998 961).
1Als rück­kaufs­fä­hi­ge Le­bens­ver­si­che­run­gen mit pe­ri­odi­scher Prä­mi­en­zah­lung im Sin­ne von Ar­ti­kel 22 Buch­sta­be a des Ge­set­zes gel­ten Ver­si­che­run­gen, die mit im we­sent­li­chen gleich ho­hen, über die ge­sam­te Ver­trags­lauf­zeit ver­teil­ten Jah­res­prä­mi­en fi­nan­ziert wer­den. Dar­un­ter fal­len auch:
Ver­si­che­run­gen mit re­gel­mäs­sig stei­gen­den Prä­mi­en;
Ver­si­che­run­gen mit in­de­xier­ten Prä­mi­en;
Ver­si­che­run­gen, bei de­nen die höchs­te der für die ers­ten fünf Jah­re der Ver­trags­lauf­zeit ver­ein­bar­ten Jah­res­prä­mi­en die tiefs­te um nicht mehr als 20 Pro­zent über­steigt;
le­bens­läng­li­che To­des­fall­ver­si­che­run­gen mit ab­ge­kürz­ter Prä­mi­en­zah­lung.
2Kei­ne pe­ri­odi­sche Prä­mi­en­zah­lung im Sin­ne von Ar­ti­kel 22 Buch­sta­be a des Ge­set­zes liegt ins­be­son­de­re vor, wenn:
die Ver­trags­lauf­zeit we­ni­ger als fünf Jah­re be­trägt; oder
trotz ver­trag­lich ver­ein­bar­ter pe­ri­odi­scher Prä­mi­en­zah­lung in den ers­ten fünf Jah­ren der Ver­trags­lauf­zeit nicht fünf Jah­res­prä­mi­en be­zahlt wer­den, es sei denn, dass:
die Prä­mi­en­zah­lungs­pflicht we­gen Tod oder In­va­li­di­tät der ver­si­cher­ten Per­son er­lischt, oder
der Ab­fin­dungs­wert (Rück­kaufs­wert ein­sch­liess­lich sämt­li­cher Über­schuss­be­tei­li­gun­gen) tiefer als die be­zahl­ten Prä­mi­en ist.
1Als Fahr­zeug­kas­ko­ver­si­che­rung im Sin­ne der Ar­ti­kel 22 Buch­sta­be k und 24 Ab­satz 1 des Ge­set­zes gilt je­de Ver­si­che­rung ge­gen die Ge­fahr ir­gend­ei­ner Be­schä­di­gung oder ei­nes Dieb­stahls des Fahr­zeu­ges.
2Die Prä­mie der Kas­ko­ver­si­che­rung für ein Luft­fahr­zeug ge­mä­ss Ar­ti­kel 22 Buch­sta­be k des Ge­set­zes ist von der Ab­ga­be aus­ge­nom­men, wenn sein Ab­flug­ge­wicht 5700 kg über­steigt.
1Der Ver­si­che­rer hat die Ab­ga­be auf­grund der Ab­rech­nung nach amt­li­chem For­mu­lar in­nert 30 Ta­gen nach Ab­lauf des Ge­schäfts­vier­tel­jah­res für die in die­sem Zeit­raum ver­ein­nahm­ten Prä­mi­en (Art. 23 des Ge­set­zes), ge­son­dert nach Ver­si­che­rungs­zwei­gen, un­auf­ge­for­dert der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung zu ent­rich­ten. Die Auf­tei­lung auf Ver­si­che­rungs­zwei­ge er­streckt sich auch auf kom­bi­nier­te Ver­si­che­run­gen, so­fern die Prä­mi­en­an­tei­le ver­schie­de­nen Ab­ga­be­sät­zen un­ter­lie­gen. Ent­hält die Prä­mi­en­rech­nung auf­grund ge­setz­li­cher Be­stim­mun­gen ei­nes Kan­tons oder des Bun­des For­de­run­gen, die nicht als Prä­mi­en­zah­lung für ei­ne Ver­si­che­rung qua­li­fi­zie­ren, so sind die­se ein­deu­tig zu be­zeich­nen und ge­son­dert auf­zu­füh­ren; an­dern­falls ist die Ab­ga­be auf dem Ge­samt­be­trag ge­schul­det.1
2Wird ei­ne Ver­si­che­rung von meh­re­ren Ver­si­che­rern ge­mein­schaft­lich über­nom­men (Mit­ver­si­che­rung), so hat je­der Ver­si­che­rer die Ab­ga­be nach Ab­satz 1 für den auf ihn ent­fal­len­den Prä­mi­en­an­teil zu ent­rich­ten. Sind an ei­nem Mit­ver­si­che­rungs­ver­trag je­doch aus­sch­liess­lich der Auf­sicht des Bun­des un­ter­stell­te oder in­län­di­sche öf­fent­lich-recht­li­che Ver­si­che­rer be­tei­ligt, so hat der fe­der­füh­ren­de Ver­si­che­rer die ge­sam­te Ab­ga­be zu ent­rich­ten.2
3Der ab­ga­be­pflich­ti­ge in­län­di­sche Ver­si­che­rungs­neh­mer (Art. 25 Satz 2 des Ge­set­zes) hat die Ab­ga­be in­nert 30 Ta­gen nach Ab­lauf je­des Quar­tals für die in die­sem Zeit­raum be­zahl­ten Prä­mi­en mit amt­li­chem For­mu­lar un­auf­ge­for­dert der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung zu ent­rich­ten.
4Um un­ver­hält­nis­mäs­si­ge Um­trie­be zu ver­mei­den, kann die Eid­ge­nös­si­sche Steu­er­ver­wal­tung ein von den Ab­sät­zen 1 und 3 ab­wei­chen­des Ab­ga­be­ab­rech­nungs­ver­fah­ren ge­stat­ten oder an­ord­nen.
1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I 1 der V vom 15. Okt. 2008, in Kraft seit 1. Jan. 2010 (AS 2008 5073).
1 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 24. Mai 2006, mit Wir­kung seit 1. Ju­li 2006 (AS 2006 2349).
Die Ab­ga­be auf den Prä­mi­en für die rück­kaufs­fä­hi­ge Le­bens­ver­si­che­rung wird auf Ver­si­che­run­gen mit Ver­si­che­rungs­be­ginn nach dem 31. März 1998 er­ho­ben.
Auf­ge­ho­ben wer­den:
am 1. Ju­li 1974:
die Voll­zie­hungs­ver­ord­nung vom 7. Ju­ni 19281 zu den Bun­des­ge­set­zen über die Stem­pe­l­ab­ga­ben, mit Aus­nah­me der Ar­ti­kel 75-83;
die Voll­zie­hungs­ver­ord­nung vom 1. Ok­to­ber 19372 zum Bun­des­ge­setz vom 24. Ju­ni 1937 über Er­gän­zung und Ab­än­de­rung der eid­ge­nös­si­schen Stem­pel­ge­setz­ge­bung;
am 1. Ja­nu­ar 1975:
die Ar­ti­kel 75-83 der Voll­zie­hungs­ver­ord­nung vom 7. Ju­ni 19283 zu den Bun­des­ge­set­zen über die Stem­pe­l­ab­ga­ben.
Die­se Ver­ord­nung tritt wie folgt in Kraft:
am 1. Ju­li 1974: die Ar­ti­kel 1-25 und 29-31;
am 1. Ja­nu­ar 1975: die Ar­ti­kel 26-28.