Source: https://www.steuba.de/werbungskosten/entfernungspauschale-entfernung-werbungskosten/
Timestamp: 2020-01-28 13:40:54
Document Index: 250240521

Matched Legal Cases: ['§ 9', '§ 4', '§ 4', '§ 9', '§ 4', '§ 9', '§ 12', '§ 12', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 8']

Entfernungspauschale bei Werbungskosten: Das mÃ¼ssen Sie dazu wissen!
11 Feb Entfernungspauschale: Was versteht man darunter bei den Werbungskosten?
VerÃ¶ffentlicht um: 19:34Uhr in Werbungskosten	von	Michael Jonas
Was versteht man unter der Entfernungspauschale bei den Werbungskosten bzw. EinkÃ¼nften aus nichtselbststÃ¤ndiger Arbeit?
Was ist die Pendlerpauschale bei den Werbungskosten und wie hoch ist diese?
Beispiele zum VerstÃ¤ndnis der Pendlerpauschale
Was ist eine erste TÃ¤tigkeitsstÃ¤tte bzw. BetriebsstÃ¤tte bei der Entfernungspauschale?
Was versteht man unter der Entfernung zwischen Wohnung und ArbeitsstÃ¤tte? Wie berechnet sich diese?
Gibt es bei der Pendlerpauschale eine HÃ¶chstbetragsbegrenzung? Gibt es Ausnahmen?
Sind durch die Entfernungspauschale alle Aufwendungen fÃ¼r die Fahrt zur Arbeit abgegolten?
Kann ich bei einem Firmenwagen auch die Pendlerpauschale bzw. Entfernungspauschale bei den Werbungskosten absetzen?
Welche Besonderheiten bei der Pendlerpauschale gibt es bei Fahrgemeinschaften?
Beispiel zu Pendlerpauschale bei Fahrgemeinschaften
Ein Pendler ist steuerrechtlich gesehen ein Arbeitnehmer, der von seiner Wohnung zu seinem Arbeitsplatz geht oder fÃ¤hrt. Egal wie weit die Strecke zwischen Wohnung und Arbeitsplatz ist oder ob er die Strecke zu FuÃŸ, mit dem Fahrrad, dem Mofa oder Motorrad, mit Bus oder Bahn, dem eigenen Auto oder einem anderen Verkehrsmittel zurÃ¼cklegt.
Pendler sind also BerufstÃ¤tige, die nicht von Zuhause aus arbeiten. Die Fahrtkosten, die jedem Pendler fÃ¼r seinen Weg zur Arbeit entstehen, kann er steuerlich geltend machen. Ob der Arbeitnehmer dabei Vollzeit oder Teilzeit arbeitet, spielt keine Rolle.
Die Kilometerpauschale bzw. Entfernungspauschale gehÃ¶rt zu denÂ WerbungskostenÂ aus nichtselbststÃ¤ndiger Arbeit und ist unabhÃ¤ngig von Ihrem Verkehrsmittel.
Gesetzlich geregelt ist die Entfernungspauschale im Einkommensteuergesetz (Â§ 9 Abs.Â 1 bis 4 EStG). Beispiele zur Entfernungspauschale sind von der Finanzverwaltung in dem Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 23. Dezember 2014, Gz. IV C 6 – S 2145/10/10005 aufgezeigt.
DieÂ verkehrsmittelunabhÃ¤ngigeÂ Entfernungspauschale betrÃ¤gt ab dem ersten Kilometer der Entfernung zwischen Wohnung und regelmÃ¤ÃŸiger ArbeitsstÃ¤tte (seit VZ 2014: erster TÃ¤tigkeitsstÃ¤tte) 30 cent.
Ein Arbeitnehmer benutzt von Januar bis September (an 165 Arbeitstagen) fÃ¼r die Wege von seiner Wohnung zur 90 km entfernten ersten TÃ¤tigkeitsstÃ¤tte und zurÃ¼ck den eigenen Kraftwagen. Dann verlegt er seinen Wohnsitz. Von der neuen Wohnung aus gelangt er ab Oktober (an 55 Arbeitstagen) zur nunmehr nur noch 5 km entfernten ersten TÃ¤tigkeitsstÃ¤tte mit dem Ã¶ffentlichen Bus. HierfÃ¼r entstehen ihm tatsÃ¤chliche Kosten in HÃ¶he von (3 x 70 Euro =) 210 Euro.
FÃ¼r die Strecken mit dem eigenen Kraftwagen ergibt sich eine Entfernungspauschale von 165 Arbeitstagen x 90 km x 0,30 Euro = 4 455 Euro. FÃ¼r die Strecke mit dem Bus errechnet sich eine Entfernungspauschale von 55 Arbeitstagen x 5 km x 0,30 Euro = 83 Euro. Die insgesamt im Kalenderjahr anzusetzende Entfernungspauschale i. H. v. 4 538 Euro (4 455 Euro + 83 Euro) ist anzusetzen, da die tatsÃ¤chlich angefallenen Aufwendungen fÃ¼r die Nutzung der Ã¶ffentlichen Verkehrsmittel (210 Euro) diese nicht Ã¼bersteigen.
Ein Arbeitnehmer benutzt fÃ¼r die Fahrten von der Wohnung zur ersten TÃ¤tigkeitsstÃ¤tte den Bus und die Bahn. Die kÃ¼rzeste benutzbare StraÃŸenverbindung betrÃ¤gt 20 km. Die Monatskarte fÃ¼r den Bus kostet 50 Euro und fÃ¼r die Bahn 65 Euro (= 115 Euro).
FÃ¼r das gesamte Kalenderjahr ergibt sich eine Entfernungspauschale von 220 Tagen x 20 km x 0,30 Euro = 1 320 Euro. Die fÃ¼r die Nutzung von Bus und Bahn im Kalenderjahr angefallenen Aufwendungen betragen 1 380 Euro (12 x 115 Euro). Da die tatsÃ¤chlich angefallenen Kosten fÃ¼r die Benutzung der Ã¶ffentlichen Verkehrsmittel die insgesamt im Kalenderjahr anzusetzende Entfernungspauschale Ã¼bersteigen, kann der Ã¼bersteigende Betrag zusÃ¤tzlich angesetzt werden; insgesamt somit 1 380 Euro.
Aufwendungen fÃ¼r die Wege zwischen Wohnung und BetriebsstÃ¤tte i. S. d. Â§ 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6 EStG sind keine Reisekosten. Ihr Abzug richtet sich gem. Â§ 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6 EStG nach den Regelungen in Â§ 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 Satz 2 bis 6 EStG zur Entfernungspauschale. Im Hinblick auf den besonderen Zweck des Â§ 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6 EStG, den Zusammenhang mit Â§ 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 EStG und wegen der gebotenen Gleichbehandlung von Arbeitnehmern und Steuerpflichtigen mit GewinneinkÃ¼nften im Regelungsbereich beider Vorschriften weicht der Begriff der BetriebsstÃ¤tte vom BetriebsstÃ¤ttenbegriff des Â§ 12 AO ab. Unter BetriebsstÃ¤tte ist die von der Wohnung getrennte dauerhafte TÃ¤tigkeitsstÃ¤tte des Steuerpflichtigen zu verstehen, d. h. eine ortsfeste betriebliche Einrichtung i. S. d. Rn. 3 des BMF-Schreibens vom 24.10.2014 des Steuerpflichtigen, des Auftraggebers oder eines vom Auftraggeber bestimmten Dritten, an der oder von der aus die steuerrechtlich relevante TÃ¤tigkeit dauerhaft ausgeÃ¼bt wird. Eine hierauf bezogene eigene VerfÃ¼gungsmacht des Steuerpflichtigen ist â€“ im Unterschied zur GeschÃ¤ftseinrichtung i. S. d. Â§ 12 Satz 1 AO â€“ nicht erforderlich.
Ãœbt der Steuerpflichtige seine betriebliche TÃ¤tigkeit an mehreren BetriebsstÃ¤tten aus, ist die erste BetriebsstÃ¤tte anhand quantitativer Merkmale zu bestimmen. Nach Â§ 9 Abs. 4 Satz 4 EStG ist danach erste BetriebsstÃ¤tte die TÃ¤tigkeitsstÃ¤tte, an der der Steuerpflichtige dauerhaft typischerweise (im Sinne eines Vergleichs mit einem Arbeitnehmer) arbeitstÃ¤glich oder je Woche an zwei vollen Arbeitstagen oder mindestens zu einem Drittel seiner regelmÃ¤ÃŸigen Arbeitszeit tÃ¤tig werden will. Treffen diese Kriterien auf mehrere TÃ¤tigkeitsstÃ¤tten zu, ist die der Wohnung des Steuerpflichtigen nÃ¤her gelegene TÃ¤tigkeitsstÃ¤tte erste BetriebsstÃ¤tte (entsprechend Â§ 9 Abs. 4 Satz 7 EStG). Die Fahrten zu weiter entfernt liegenden TÃ¤tigkeitsstÃ¤tten sind als AuswÃ¤rtstÃ¤tigkeiten zu beurteilen.
FÃ¼r die Bestimmung der Entfernung zwischen Wohnung und regelmÃ¤ÃŸiger ArbeitsstÃ¤tte (seit VZ 2014 erster TÃ¤tigkeitsstÃ¤tte) ist gem. Â§ 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 Satz 4 EStG dieÂ kÃ¼rzeste StraÃŸenverbindungÂ zwischen Wohnung und ArbeitsstÃ¤tte (seit VZ 2014 erster TÃ¤tigkeitsstÃ¤tte) maÃŸgebend. Dies gilt nicht nur fÃ¼r Fahrten mit dem Pkw, sondernÂ auchÂ fÃ¼r Fahrten mitÂ Ã¶ffentlichen VerkehrsmittelnÂ und von Fahrgemeinschaften. Dabei sindÂ nur volleÂ Kilometer der Entfernung anzusetzen, ein angefangener Kilometer bleibt unberÃ¼cksichtigt. Das FG Baden-WÃ¼rttemberg EineÂ offensichtlich verkehrsgÃ¼nstigere StraÃŸenverbindung kannÂ aberÂ zugrunde gelegt werden, wenn sie vom ArbNÂ regelmÃ¤ÃŸig benutztÂ wird.
Auch als offensichtlich verkehrsgÃ¼nstigere Verbindung kommt nur eine StraÃŸenverbindung und keine Verbindung mit anderen Verkehrsmitteln in BetrachtÂ bestÃ¤tigt, dass bei der Benutzung auf eigener Trasse fahrender Ã¶ffentlicher Verkehrsmittel als Wegstrecke bei der Berechnung der Entfernungspauschale nur die kÃ¼rzeste benutzbare StraÃŸenverbindung in Ansatz gebracht werden kann.
Die Frage, ob eine StraÃŸenverbindung als Â»offensichtlich verkehrsgÃ¼nstigerÂ« als die kÃ¼rzeste Route angesehen werden kann, ist somit nach den UmstÃ¤nden des Einzelfalls und gerade unter Einbeziehung zeitlicher Gesichtspunkte zu bestimmen. Sollte eine geringfÃ¼gige VerkÃ¼rzung von unter 10 % der fÃ¼r die kÃ¼rzeste Verbindung benÃ¶tigten Fahrzeit zu erwarten sein, spricht viel dafÃ¼r, dass diese minimale Zeitersparnis allein fÃ¼r einen verstÃ¤ndigen Verkehrsteilnehmer keinen ausschlaggebenden Anreiz darstellen dÃ¼rfte, eine von der kÃ¼rzesten Verbindung abweichende Route zu wÃ¤hlen.
Nur soweit der Arbeitnehmer einen eigenen oder einen ihm zur Nutzung Ã¼berlassenen Pkw fÃ¼r die Fahrten zwischen Wohnung und ArbeitsstÃ¤tte (seit VZ 2014: erster TÃ¤tigkeitsstÃ¤tte) benutzt, kann er einen hÃ¶heren Betrag als 4Â 500 â‚¬ geltend machen (Â§ 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 Satz 2 Halbsatz 2 EStG). Bei der Benutzung Ã¶ffentlicher Verkehrsmittel sind die Ã¼ber den abziehbaren Betrag der Entfernungspauschale hinausgehenden tatsÃ¤chlichen Aufwendungen des ArbN zu berÃ¼cksichtigen. In diesem Fall kann auch ein hÃ¶herer Betrag als 4Â 500 â‚¬ angesetzt werden (Â§ 9 Abs. 2 Satz 2 EStG). NÃ¤here Einzelheiten regelt das BMF-Schreiben vom 31.10.2013, BStBl I 2013, 1376 in Tz. 1.3.
Die BeschrÃ¤nkung auf 4Â 500 â‚¬ gilt,
wenn der Weg zwischen Wohnung und ArbeitsstÃ¤tte (seit VZ 2014 erster TÃ¤tigkeitsstÃ¤tte) regelmÃ¤ÃŸig mit einem Motorrad, Motorroller, Moped, Fahrrad oder zu FuÃŸ zurÃ¼ckgelegt wird,
bei Benutzung eines Kraftwagens fÃ¼r die Teilnehmer an einer Fahrgemeinschaft und zwar fÃ¼r die Tage, an denen der ArbN seinen eigenen oder zur Nutzung Ã¼berlassenen Kraftwagen nicht einsetzt,
im Fall der SammelbefÃ¶rderung, bei Benutzung Ã¶ffentlicher Verkehrsmittel, soweit keine hÃ¶heren Aufwendungen glaubhaft gemacht oder nachgewiesen werden (Â§ 9 Abs. 2 Satz 2 EStG; BMF vom 31.10.2013, BStBl I 2013, 1376, Tz. 1.3). Mit dem Steuervereinfachungsgesetz 2011 vom 1.11.2011 (BGBl I 2011, 2131) haben sich Ã„nderungen zu den Entfernungspauschalen ergeben. Demnach ist bei Benutzung Ã¶ffentlicher Verkehrsmittel die BeschrÃ¤nkung auf 4Â 500 â‚¬ vorzunehmen, soweitÂ im Kalenderjahr insgesamtÂ keine hÃ¶heren Aufwendungen glaubhaft gemacht oder nachgewiesen werden (Â§ 9 Abs. 2 Satz 2 EStG). Vor dem BFH ist ein Verfahren (VI R 48/15) mit der Frage anhÃ¤ngig, ob die einkommensteuerrechtlichen Regelungen zur Entfernungspauschale wegen VerstoÃŸes gegen den Gleichheitsgrundsatz insbes. durch Privilegierung der Nutzer Ã¶ffentlicher Verkehrsmittel verfassungswidrig sind.
Bei Benutzung eines eigenen oder zur Nutzung Ã¼berlassenen Kfz greift die Begrenzung auf 4Â 500 â‚¬ nicht ein. Diese ArbN mÃ¼ssen lediglich nachweisen oder glaubhaft machen, dass sie die Fahrten zwischen Wohnung und ArbeitsstÃ¤tte (seit VZ 2014 erster TÃ¤tigkeitsstÃ¤tte) mit dem eigenen oder ihnen zur Nutzung Ã¼berlassenen Kfz zurÃ¼ckgelegt haben. Ein Nachweis der tatsÃ¤chlichen Aufwendungen fÃ¼r den Kraftwagen ist somit fÃ¼r den Ansatz eines hÃ¶heren Betrags als 4Â 500 â‚¬ nicht erforderlich.
Bei Benutzung Ã¶ffentlicher Verkehrsmittel kann ein hÃ¶herer Betrag als 4Â 500 â‚¬ angesetzt werden, wenn die tatsÃ¤chlichen Aufwendungen hÃ¶her sind (Â§ 9 Abs. 2 Satz 2 EStG).
Durch dieÂ Entfernungspauschale sind sÃ¤mtliche Aufwendungen abgegolten, die durch die Wege zwischen Wohnung und regelmÃ¤ÃŸiger ArbeitsstÃ¤tte (seit VZ 2014: erster TÃ¤tigkeitsstÃ¤tte) und Familienheimfahrten entstehen. Dies gilt z.B. auch fÃ¼r ParkgebÃ¼hren fÃ¼r das Abstellen des Kfz wÃ¤hrend der Arbeitszeit, fÃ¼r Finanzierungskosten im Zusammenhang mit dem Kfz-Kauf, BeitrÃ¤ge fÃ¼r KraftfahrzeugverbÃ¤nde, VersicherungsbeitrÃ¤ge fÃ¼r einen Insassenunfallschutz, Kosten fÃ¼r Austauschmotor sowie Kosten einer Falschbetankung.
Bei der Ãœberlassung eines Firmenwagens auch zur privaten Nutzung ist fÃ¼r jeden Kalendermonat der privaten Nutzung 1 % des inlÃ¤ndischen Listenpreises im Zeitpunkt der Erstzulassung, einschlieÃŸlich Kosten fÃ¼r Sonderausstattungen und Umsatzsteuer, mithin jÃ¤hrlich 12 %, anzusetzen. Listenpreis ist die auf volle 100 â‚¬ abgerundete, unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers fÃ¼r das genutzte Kraftfahrzeug im Inland im Zeitpunkt seiner Erstzulassung samt der Kosten fÃ¼r werkseitig im Zeitpunkt der Erstzulassung vorhandener Sonderausstattung zuzÃ¼glich Umsatzsteuer. Wird ein Kfz von einer anderen Person als dem ArbN, dem das Kfz von seinem ArbG zur Nutzung Ã¼berlassen ist, fÃ¼r Wege zwischen Wohnung und regelmÃ¤ÃŸiger ArbeitsstÃ¤tte (seit VZ 2014 erster TÃ¤tigkeitsstÃ¤tte) benutzt, kann die andere Person die Entfernungspauschale nach Â§ 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 EStG geltend machen; Entsprechendes gilt fÃ¼r den ArbN, dem das Kfz von seinem ArbG Ã¼berlassen worden ist, fÃ¼r Wege zwischen Wohnung und regelmÃ¤ÃŸiger ArbeitsstÃ¤tte (seit VZ 2014 erster TÃ¤tigkeitsstÃ¤tte) im Rahmen eines anderen DienstverhÃ¤ltnisses (R 9.10 Abs. 2 LStR 2011).
Insofern: GrundsÃ¤tzlich Ja!
Voraussetzung dafÃ¼r ist, dass der Arbeitnehmer den geldwerten Vorteil fÃ¼r die unentgeltliche oder verbilligte Ãœberlassung des Firmenwagens fÃ¼r Fahrten Wohnung-erste TÃ¤tigkeitsstÃ¤tte individuell im Rahmen seiner Lohnabrechnung als Arbeitslohn (Sachbezug) versteuert hat (Â§ 8 Abs. 2 Satz 2 ff. EStG). Der Arbeitgeber kann den geldwerten Vorteil (Arbeitslohn) entweder
pauschal (i.d.R. mit monatlich 0,03% des inlÃ¤ndischen Listenpreises des Kraftfahrzeugs fÃ¼r jeden Kilometer der Entfernung zwischen Wohnung und erster TÃ¤tigkeitsstÃ¤tte ermitteln oder
hierfÃ¼r die anteiligen Gesamtkosten des Firmenfahrzeugs, ermittelt anhand eines ordnungsgemÃ¤ÃŸen Fahrtenbuchs, ansetzen.
UnabhÃ¤ngig von der Art der Fahrgemeinschaft ist bei jedem Teilnehmer der Fahrgemeinschaft die Entfernungspauschale entsprechend der fÃ¼r ihn maÃŸge-benden Entfernungsstrecke anzusetzen. Umwegstrecken, insbesondere zum Abholen von Mitfahrern, sind jedoch nicht in die Entfernungsermittlung einzu-beziehen.
Der HÃ¶chstbetrag fÃ¼r die Entfernungspauschale von 4 500 Euro greift auch bei einer wechselseitigen Fahrgemeinschaft, und zwar fÃ¼r die Mitfahrer der Fahr-gemeinschaft an den Arbeitstagen, an denen sie ihren Kraftwagen nicht einset-zen.
Bei wechselseitigen Fahrgemeinschaften kann zunÃ¤chst der HÃ¶chstbetrag von 4 500 Euro durch die Wege an den Arbeitstagen ausgeschÃ¶pft werden, an denen der Arbeitnehmer mitgenommen wurde. Deshalb ist zunÃ¤chst die (auf 4 500 Euro begrenzte) anzusetzende Entfernungspauschale fÃ¼r die Tage zu berechnen, an denen der Arbeitnehmer mitgenommen wurde. AnschlieÃŸend ist die anzusetzende (unbegrenzte) Entfernungspauschale fÃ¼r die Tage zu ermitteln, an denen der Arbeitnehmer seinen eigenen Kraftwagen benutzt hat. Beide BetrÃ¤ge zusammen ergeben die insgesamt anzusetzende Entfernungspauschale.
Bei einer aus drei Arbeitnehmern bestehenden wechselseitigen Fahrgemein-schaft betrÃ¤gt die Entfernung zwischen Wohnung und erster TÃ¤tigkeitsstÃ¤tte fÃ¼r jeden Arbeitnehmer 100 km. Bei tatsÃ¤chlichen 210 Arbeitstagen benutzt jeder Arbeitnehmer seinen eigenen Kraftwagen an 70 Tagen fÃ¼r die Fahrten zwi-schen Wohnung und erster TÃ¤tigkeitsstÃ¤tte.
Die Entfernungspauschale ist fÃ¼r jeden Teilnehmer der Fahrgemeinschaft wie folgt zu ermitteln:
ZunÃ¤chst ist die Entfernungspauschale fÃ¼r die Fahrten und Tage zu ermitteln, an denen der Arbeitnehmer mitgenommen wurde:
140 Arbeitstage x 100 km x 0,30 Euro = 4 200 Euro (HÃ¶chstbetrag von 4 500 Euro ist nicht Ã¼berschritten).
AnschlieÃŸend ist die Entfernungspauschale fÃ¼r die Fahrten und Tage zu ermitteln, an denen der Arbeitnehmer seinen eigenen Kraftwagen benutzt hat:
Arbeitnehmer BetriebsstÃ¤tte EinkÃ¼nfte aus nichtselbststÃ¤ndiger Arbeit Entfernungspauschale erste TÃ¤tigkeitsstÃ¤tte HÃ¶he Pendlerpauschale HÃ¶he Werbungskostenpauschale Pendlerpauschale Werbungskosten