Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_20160223_OGH0002_018OCG00003_15P0000_000&IncludeSelf=True
Timestamp: 2018-04-26 07:48:14
Document Index: 356470325

Matched Legal Cases: ['OGH', '§595', '§ 595', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 6']

RIS - Rechtssätze und Entscheidungstext 18OCg3/15p - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 1Ob582/91 3Ob2374/96f 3...
RS0045124
1Ob582/91; 3Ob2374/96f; 3Ob2372/96m; 4Ob63/01w; 5Ob272/07x; 9Ob53/08x; 2Ob206/12a; 9Ob27/12d; 2Ob22/14w; 18OCg3/15p; 18OCg6/16f
ZPO idF ZVN 1983 §595 Abs1 Z6
Der Aufhebungsgrund nach § 595 Abs 1 Z 6 bietet keine Handhabe für die Prüfung der Frage, ob und wie weit das Schiedsgericht die im Schiedsverfahren aufgeworfenen Tatfragen und Rechtsfragen richtig gelöst hat.
1 Ob 582/91
Entscheidungstext OGH 18.09.1991 1 Ob 582/91
Veröff: JBl 1992,192
3 Ob 2374/96f
Entscheidungstext OGH 20.11.1996 3 Ob 2374/96f
4 Ob 63/01w
Entscheidungstext OGH 22.03.2001 4 Ob 63/01w
Auch; Beisatz: Zweck der Aufhebungsklage ist nicht eine Nachprüfung des Schiedsspruchs. (T1)
Beisatz: Selbst die Prüfung, ob eine ordre public-Widrigkeit vorliegt, darf nicht zu einer (Gesamt-)Überprüfung des Schiedsspruchs in tatsächlicher und/oder rechtlicher Hinsicht führen. (T2)
Beisatz: Eine revision au fond des Schiedsspruchs ist gesetzlich nicht vorgesehen. (T3)
Beis wie T2; Beisatz: Hier: Überschreitung der Prüfkompetenz durch das Berufungsgericht. (T4)
Beisatz: Die Annahme, der materielle ordre public sei strenger zu prüfen, wenn der Aufhebungskläger aufgrund einer Monopolsituation faktisch gezwungen war, sich der Schiedsklausel zu unterwerfen, ist vertretbar. (T5)
ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0045124
JJR_19910918_OGH0002_0010OB00582_9100000_002
Rechtssatz für 3Ob2372/96m 5Ob272/07x...
RS0110126
3Ob2372/96m; 5Ob272/07x; 9Ob53/08x; 2Ob206/12a; 9Ob27/12d; 18OCg2/15s; 18OCg3/15p
Inländische Schiedssprüche können, wie sich aus dem Gesetzeswortlaut ergibt ("zwingende Rechtsvorschriften ..., deren Anwendung ..."), nicht wegen jeden Verstoßes gegen zwingendes Recht angefochten werden.
Auch; Beisatz: Hier: Überschreitung der Prüfkompetenz durch das Berufungsgericht. (T1)
ECLI:AT:OGH0002:1998:RS0110126
JJR_19980505_OGH0002_0030OB02372_96M0000_003
6Ob242/98a; 1Ob33/00k; 4Ob199/00v; 5Ob131/02d; 3Ob221/04b; 8Ob60/05i; 3Ob242/05t; 7Ob236/05i; 3Ob211/05h; 3Ob49/06m; 1Ob13/07d; 2Ob50/08d; 9Ob53/08x; 9Ob70/10z; 7Ob200/10b; 3Ob38/11a; 9Ob34/10f; 3Ob65/11x; 3Ob186/11s; 2Ob9/12f; 1Ob180/12w; 2Ob206/12a; 9Ob27/12d; 6Ob138/13g; 2Ob238/13h; 2Ob22/14w; 8Ob28/15y; 8Ob53/15z; 18OCg2/15s; 7Ob142/15f; 3Ob208/15g; 18OCg3/15p; 18OCg2/16t; 18OCg6/16f; 3Ob10/17t
Auch; Beisatz: Eine Bestimmung des fremden Rechts ist nur dann nicht anzuwenden wäre, wenn ihre Anwendung zu einem Ergebnis führte, das mit den Grundwertungen der österreichischen Rechtsordnung unvereinbar wäre (§ 6 IPRG). Schutzobjekt sind primär die Grundwertungen der österreichischen Rechtsordnung und nicht subjektive Rechtspositionen von Inländern. (T1)