Source: http://www.kv-mindmap.ch/schule/Wertpapiere/Wertpapiere-194.htm
Timestamp: 2017-11-21 13:48:03
Document Index: 163501960

Matched Legal Cases: ['Art. 622', 'Art. 686', 'Art. 685', 'Art. 704', 'Art. 685', 'Art. 685', 'Art. 685', 'Art. 685', 'Art. 685', 'Art. 685', 'Art. 685', 'Art. 685', 'Art. 685', 'Art. 685', 'Art. 685']

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i.d.R. regelmässiger, fester Zinsertrag
keine Mitgliedschaftsrechte
kein Sachwert
Preisnotierung in Prozent
3% Aufgeld
103% Kurs
wenn Zinsniveau tiefer als Coupons
98% Kurs
wenn Zinsniveau höher als Coupons
Steuerliche Vorteile: Kapitalgewinn ist steuerfrei
Festverzinsliche Obligationen
Anleihensobligation 5-15 Jahre
Gewöhnliche Anleihen
(= Anleihensobligation): eine in Wertpapierform gekleidete Schuldverpflichtung, die eine Geldleistung zum Inhalt hat: Charakteristika:
Nennwert einer Obligation meistens Fr. 5’000 oder Fr. 100’000
Höhe des Zinssatzes = abhängig von der Bonität des Schuldners, der Laufzeit und den Kapitalmarktverhältnissen zum Ausgabezeitpunkt: fest oder auf den jeweiligen Zinstermin neu festgesetzt
Emissionskurs al pari (100 % des NW), unter pari (Disagio) oder über pari (Agio) > Zinssatz genau festlegbar (keine Abweichung vom am Markt vorherrschenden Zinssatz)
Rückzahlung am Ende der Laufzeit al pari oder Kündigung zu einem früheren Zeitpunkt (ganz oder teilweise) > Rückzahlungsagio
Umwandlung einer bestehenden, aber auslaufenden Anleihe in eine neue = Konversion:
am Ende der Laufzeit oder bei Veränderung der Marktverhältnisse (Kündigung > Neuausgabe)
ev. nachrangige Anleihe
==> am Schluss des Kollokationsplans
unsicherer für Anleger ==> leicht höherer Zinssatz
zusätzlich zu den üblichen Bedingungen gewöhnlicher Obligationen folgende Merkmale:
Recht, während einer best. Zeit, zu einem festgelegten Verhältnis eine Obligation in Beteiligungspapiere des Schuldners umzuwandeln > kein reines FK
Vorteile für die Unternehmung:
AK-Erhöhung durch Ausgabe von Aktien, deren Ausgabepreis i.d.R. > Börsenkurs
tieferer Zinssatz als vergleichbare gewöhnliche Obligationenanleihen
Vorteile für den Wandelobligationär:
regelmässiger Zins
Wandelrecht gibt indirekte Beteiligung an der Unternehmung
Risiko des Obligationärs ist kleiner als bei direkter Aktienbeteiligung
Wandelbedingungen:
Wandelverhältnis: wieviele Beteiligungspapiere pro Obligation mit bestimmten NW?
Wandelpreis: Preis für eine Aktie?
Wandlungs- oder Umtauschfrist: Zeitdauer für Wandelrecht?
Verwässerungsschutzklausel: Anpassung des Wandelspreises an eine ev. Kapitalerhöhung während der Wandelfrist > Berechnung der Verminderung des Wandelpreises analog zur BR-Formel:
R= n x (Wandelpreis - Emissionspreis) / (Anzahl Aktien vor KE + Anzahl neue Aktien)
Recht: Anleihe in Aktien umzutauschen
tieferer Zinssatz, da Gewinnchance
Gläubiger wird u.U. zu Aktionär
Unterschied zur Wandelanleihe: Wahl- oder Optionsrecht = in einem separaten Wertpapier (= Optionsschein, Warrant) verkörpert > 3 verschiedene Börsennotierungen:
Kurs der Anleihe mit Optionsschein (cum)
Kurs der Anleihe ohne Optionsschein (ex)
Kurs für den Optionsschein
Das Handeln mit Optionsscheinen ist sehr risikobehaftet: Leverage-Effekt!:
z.B. 1 Optionsschein berechtigt zum Bezug 1 Aktie bis 1.9.05 zum Preis von Fr. 500
Kursentwicklung: 1.6.05: Aktie = 500, Optionsschein = 100; 1.9.05: Aktie = 600, Optionsschein = 160
==> Leverage-Effekt: Kurssteigerung Aktie = 20 %, Kurssteigerung Optionsschein = 60 %!
Berechnung der Optionsprämie:
Optionsprämie = (((Kurs Optionsschein/Anzahl Aktien pro Optionsschein) + Bezugspreis — Aktienkurs) /Aktienkurs) x 100
Recht mit zusätzlichem Kapital, Aktien zu kaufen
Gläubiger ist Obligationär und wird u.U. zusätzlich Aktionär
Kassenobligation 2-8 Jahre
fortlaufende Ausgabe durch Bank, Post
kein Massenpapier
mündelsichere Anlage ==> tiefer Zinssatz
Pfandbriefe gelten im Schweizer Kapitalmarkt (nach kantonaler Rechtssprechung) als mündelsicher und die im inländischen Kapitalmarkt führenden Banken bewerten die Bonität der Pfandbriefe mit «Triple-A».
mit variablem, wechselndem Zinssatz
LIBOR = London Interbank Offered Rate oder EURIBOR
z.B. Ausgabe zu 60%, Rückzahlung zu 100%
kein Zinsertrag ==> nur Kapitalgewinn
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Aufnahme von Eigenkapital = Risikokapital
im Konkursfall evtl. nur ein geringer Liquidationserlös
Grundsätzlich Stimm- und Wahlrecht
i.d.R. vom Geschäftserfolg abhängiger Ertrag
höhere Kursschwankungen möglich
wie Sachwert ==> hoher Inflationsschutz
ab 10 Jahren Anlagehorizont i.d.R. höhere Rendite als Forderungspapiere
nicht dasselbe wie Eigenkapital
Mindesthöhe des GK = Fr. 100’000 (OR 621)
Mindesteinzahlung in % = 20% (OR 632)
Mindesteinzahlung absolut = 50’000 (OR 632)
Zeichnungsvorschrift: alle Aktien gezeichnet bei Gründung (OR 629)
Möglichkeiten der Liberierung: Bareinlage oder Sacheinlage (=Apport) (OR 633)
Mindestnennwert einer Aktie = 1 Rappen (OR 622)
2.1 Inhaber- und Namenaktien (Art. 622 Abs. 1 OR)
Die AG kann entweder nur Namenaktien, nur Inhaberaktien oder auch beide Typen ausgeben. Inhaberaktien haben für den Aktionär den Vorteil, dass er gegenüber der Gesellschaft anonym bleiben kann. Demgegenüber wird der Inhaber von Namenaktien in das Aktienbuch eingetragen (Art. 686 Abs. 1 OR). Dies hat für die Gesellschaft den Vorteil, kontrollieren zu können, wer wieviel Stimmrechte besitzt. Bei Gesellschaften, die nur Namenaktien ausgeben, ist somit das heimliche Aufkaufen der Stimmenmehrheit zwecks Übernahme der Gesellschaft (unfriendly takeovers) ausgeschlossen. In der Praxis sind auch deshalb Namenaktien häufiger. Die Handhabung der Inhaberaktien ist jedoch naturgemäss einfacher.
1.2 Vinkulierung von Namenaktien im besonderen
Die Rechte des Erwerbers von gewöhnlichen Namenaktien können gegenüber der Gesellschaft erst geltend gemacht werden, wenn dieser von der Gesellschaft als Aktionär anerkannt und damit in das Aktienbuch der Gesellschaft eingetragen ist. Bei gewöhnlichen Namenaktien besteht ein Rechtsanspruch auf die Eintragung, welche lediglich deklaratorische Bedeutung hat.
Bei vinkulierten Namenaktien ist der Erwerb grundsätzlich an die gleichen Voraussetzungen gebunden wie bei den gewöhnlichen Aktien. Jedoch knüpfen die Statuten die Eintragung in das Aktienbuch resp. die Anerkennung als Aktionär an die Erfüllung bestimmter Voraussetzungen an (Art. 685a Abs. 1 OR). Der Rechtsanspruch des Erwerbers auf Anerkennung als Aktionär besteht also nur unter bestimmten Voraussetzungen. Zur Einführung der Vinkulierung ist ein qualifiziertes Mehr nötig (Art. 704 Abs. 1 Ziff. 3 OR).
Unter dem alten Recht bestand die Möglichkeit, Aktienerwerber ohne Grundangabe abzulehnen. In der Praxis kam es deshalb oft vor, dass vinkulierte Namenaktien übertragen wurden, ohne dass der Erwerber in das Aktienbuch eingetragen wurde oder dass er auch nur darum ersuchte. Das Bundesgericht entwickelte zu diesem Problem die Spaltungstheorie. Danach blieb der im Aktienbuch eingetragene Buchaktionär weiterhin Aktionär und konnte auch das Stimmrecht ausüben, solange der Erwerber (Titelaktionär) nicht als Aktionär anerkannt war. Die aus der Aktie hervorgehenden Vermögensrechte sollte dagegen dem Erwerber zukommen. Diese Spaltung sollte mit dem neuen Recht möglichst vermieden werden.
Das Recht der Revision ´92 wollte klar von der Möglichkeit, Aktienerwerber ohne Grundangabe abzulehnen, abkommen, die Übertragbarkeit der Namenaktien erleichtern und damit die Freiheit der Aktiengesellschaften beschränken, die Zusammensetzung des Aktionariats selber zu bestimmen. Dabei wird von der Einheit des Aktienrechts abgewichen, d.h. unterschieden zwischen privaten Aktiengesellschaften (nicht börsenkotierte Aktien) und Publikumsgesellschaften (börsenkotierte Aktien).
1.2.1 Publikumsgesellschaften
Grundsätzlich soll bei Publikumsgesellschaften nur noch eine Prozentklausel zulässig sein, d.h. die Möglichkeit der Ablehnung besteht nur, wenn die Statuten eine prozentmässige Begrenzung des Eigentums an Namenaktien vorsehen und diese Begrenzung überschritten wird (Art. 685d Abs. 1 OR).
Aktienerwerber, die nicht ausdrücklich erklären, die Aktien im eigenen Namen und auf eigene Rechnung erworben zu haben, können auch abgelehnt werden (Art. 685d Abs. 2 OR). Es besteht die Pflicht, Erwerber zuzulassen, die die Aktien durch Erbgang, Erbteilung oder eheliche Güterrecht erworben haben (Art. 685d Abs. 3 OR).
Die Rechte gehen bei börsenkotierten Namenaktien schon vor Anerkennung des Erwerbers durch die Gesellschaft auf diesen über (Art. 685f Abs. 1 OR). Der noch nicht anerkannte Erwerber kann sich als Aktionär ohne Stimmrecht ins Aktienbuch eintragen lassen, seine Aktien gelten als nicht vertreten in der GV (Art. 685f Abs. 3 OR). Das Stimmrecht und die damit zusammenhängenden Rechte bleiben ihm versagt (Art. 685f Abs. 2 OR) bis zur Anerkennung, wobei Stillschweigen während 20 Tagen als Zustimmung gilt (Art. 685g OR). Es findet also nach wie vor eine Spaltung zwischen Vermögensrechten und Mitwirkungsrechten statt.
1.2.2 Private Aktiengesellschaften
Bei Gesellschaften, deren Aktien nicht an der Börse gehandelt werden, bestehen weitergehende Möglichkeiten der Ablehnung. Die Gesellschaft kann die Aktienübertragung ablehnen, wenn sie hierfür einen wichtigen, d.h. sachlichen, in den Statuten genannten Grund bekanntgibt (Art. 685b OR). Die Ablehnung kann auch ohne Grundangabe erfolgen, jedoch muss diesfalls die Gesellschaft bereit sein, die zur Veräusserung anstehenden Aktien zum Marktwert zu übernehmen.
Bei nicht börsenkotierten Namenaktien verbleibt das Eigentum an den Aktien und alle damit verknüpften Rechte beim Veräusserer bis die Gesellschaft die Zustimmung erteilt hat (Art. 685c Abs. 1 OR). Passives Verhalten während 3 Monaten gilt als Zustimmung (Art. 685c Abs. 3 OR). Werden die Aktien durch Erbgang, Erbteilung, eheliches Güterrecht oder Zwangsvollstreckung erworben, so geht das Eigentum und die Vermögensrechte sogleich, die Mitwirkungsrechte erst mit Zustimmung der Gesellschaft auf den Erwerber über (Art. 685c Abs. 2 OR). Diesfalls findet also auch hier eine Spaltung statt.
Die gesetzliche Regelung der Vinkulierung ist nicht vollständig befriedigend. Bei Familiengesellschaften werden die Möglichkeiten der Übertragungsbeschränkung als problemlos und sinnvoll anerkannt, jedoch bei Publikumsgesellschaften ist die Zulässigkeit fragwürdig.
Inhaberpapier: Übertragung durch blosse Übergabe, Vorteil: leichte Übertragbarkeit, Nachteil: Aktionärskreis der Unternehmung nicht bekannt
Aktionär unbekannt ==> volle Liberierung notwendig
obligatorischer Eintrag ins Aktienbuch der Gesellschaft,
wenn Eintragung unbeschränkt = gewöhnliche Namenaktie, falls Eintragung beschränkt = vinkulierte Namenaktie ==> Ausschluss unerwünschter Aktionäre: Ablehung muss begründet werden!
nicht börsenkotiert: Bestimmungen über Zusammensetzung des Aktionärskreises bez. Gesellschaftszweck od. wirtschaftl. Selbständigkeit
börsenkotiert: prozentmässige Begrenzung der Namenaktie
Namenaktie kann auch als Rektapapier ausgestattet werden: nur durch Zession (­ durch Indossament) übertragbar (braucht zusätzlich materiellen EintragsberechtigungsNamenaktiechweis)
müssen nicht voll einbezahlt sein, da Aktionär bekannt ist
vinkulierte Namenaktien
Schutz vor unfreundlichen Übernahmen (unfriendly takeover)
z.B. ein Aktionär darf nicht mehr als 5% der Aktien besitzen
Trennung Mitgliedschafts- und Vermögensrechte
normale Aktien: vermögensmässige Rechte richten sich nach Umfang der Kapitalbeteiligung
Aktie ohne besondere Rechte
Prioritätsaktien: z.B. höherer Dividendenanspruch, häufig bei Sanierungen ausgegeben: Entschädigung für höheres Risiko
Sanierung, Liquiditätsengpässen
Riskanten Neuentwicklungen
Vorrechte Gewinnverteilung
höhere Stimmanteile bei gleichem Nennwert (in CH nicht zulässig)
unechte Stimmrechtsaktien:
gleiche Stimmanteile bei unterschiedlichem Nennwert: Stückstimmrecht (zulässig, wenn voll liberierte Namenaktien)
Aktien mit kleinerem Nennwert als Stammaktien
für das gleiche Kapital ergibt das mehr Aktien und somit auch mehr Stimmen
Recht eines Aktionärs, bei einer Kapitalerhöhung neue Aktien im Verhältnis zu seiner bisherigen Beteiligung zu erwerben > Entschädigung für die mit einer Kapitalerhöhung verbundenen Kapitalverwässerung: in der Praxis als eine Art Bonus betrachtet:
Kurs der alten Aktien minus Kurs der neuen Aktien
Bezugsrecht = ------------------------------------------------------------------
ähnlich wie Aktie, aber kein Stimmrecht
Funktionen: Kapitalbeschaffung ohne gleichzeitige Einräumung von Mitwirkungsrechten
wie Aktien, aber kein Stimm-/ Wahlrecht
Beteiligungspapier ohne Nennwert, das keine Mitgliedschaftsrechte, sondern nur Ansprüche auf einen Anteil am Reingewinn, am Liquidiationsergebnis oder auf den Bezug von neuen Aktien verleiht
Gründungsanteilscheine: Abgeltung von Gründerleistungen
Sanierungsgenussscheine: Entschädigung für Gläubiger, die mit Pfändungsverzicht zur Erhaltung & Weiterführung der Unternehmunhg beitragen
Dividendenpolitik: indirekte Dividendenerhöhung
nur Vermögensrechte
bei Sanierung, Liquiditätsengpässen, Gründung
Anteilsschein eines Anlagefonds
Diversifikation / Risikoverteilung
mit wenig Kapital möglich
Fachleute managen die Fonds
schon der 1. Franken ist voll diversifiziert (Risikoverteilung)
Anlagemöglichkeiten, die für Kleinanleger ansonsten unmöglich wären
Fachleute managen
keine oder nur geringe Überwachungs- und Verwaltungsarbeit
kostengünstige Anlageform ???
2-4% Kommission
» Siehe Dokument: http://www.kv-mindmap.ch/schule/Derivate/index.html
Künstliche, konstruierte bzw. synthetische Finanzinstrumente, denen ein Basiswert (Aktien, Obligationen, Gold, Börsenindizes, Währungen, Zinsen, Rohstoffe wie Erdöl, Kaffee usw) zugrunde liegt.
standardisierte Termingeschäfte
kein Ausübungswahlrecht wie bei Option