Source: https://www.jusmeum.de/gesetz/zupfinstrumentausbv
Timestamp: 2020-01-27 18:19:12
Document Index: 207599790

Matched Legal Cases: ['§ 25', '§ 1', '§ 25', '§ 3', '§ 4', '§ 6', '§ 1', '§ 7', '§ 7', '§ 8', '§ 9', '§ 10', '§ 11', '§ 5', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', 'Art. 1']

ZupfinstrumentAusbV
Verordnung über die Berufsausbildung zum Zupfinstrumentenmacher und zur Zupfinstrumentenmacherin
Auf Grund des § 25 Absatz 1 der Handwerksordnung, der zuletzt durch Artikel 146 der Verordnung vom 31. Oktober 2006 (BGBl. I S. 2407) geändert worden ist, in Verbindung mit § 1 Absatz 2 des Zuständigkeitsanpassungsgesetzes vom 16. August 2002 (BGBl. I S. 3165) und dem Organisationserlass vom 17. Dezember 2013 (BGBl. I S. 4310) verordnet das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung:
Der Ausbildungsberuf Zupfinstrumentenmacher und Zupfinstrumentenmacherin wird nach § 25 der Handwerksordnung zur Ausbildung für das Gewerbe der Anlage B Abschnitt 1 Nummer 51 Zupfinstrumentenmacher der Handwerksordnung staatlich anerkannt.
§ 3 Fachrichtungen der Berufsausbildung
(1) Die Berufsausbildung wird in einer der beiden folgenden Fachrichtungen durchgeführt:
Gitarrenbau oder
Harfenbau.
(2) Die Berufsausbildung ist auch für den Bau von Zupfinstrumenten, die weder Gitarren noch Harfen sind, möglich. In diesem Fall sind für die Berufsausbildung die Ausbildungsinhalte sowie für die Zwischen- und Gesellenprüfung die Regelungen für die Fachrichtung Gitarrenbau entsprechend anzuwenden.
§ 4 Struktur und Inhalte der Berufsausbildung
(1) Die Berufsausbildung gliedert sich in
übergreifende berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten,
berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Gitarrenbau oder in der Fachrichtung Harfenbau,
integrative Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten.
(2) Übergreifende berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sind:
Erstellen von Entwürfen zur Gestaltung von Instrumenten,
Messen, Prüfen, Anreißen und Übertragen von Maßen und Konturen,
Auswählen und Handhaben von Werkzeugen sowie Auswählen, Einrichten und Warten von Maschinen und Geräten,
Auswählen, Be- und Verarbeiten und Lagern von Werk- und Hilfsstoffen,
Herstellen und Gestalten von Oberflächen,
Herstellen von Korpussen,
Herstellen von Hälsen und Halsverbindungen oder Herstellen von Harfenhälsen und Säulen,
Herstellen von Griffbrettern und Stegen oder Festlegen von Mensuren und Anbringen von Mechaniken.
(3) Berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Gitarrenbau sind:
Prüfen, Optimieren und Präsentieren von Entwürfen,
Herstellen von Hälsen und Halsverbindungen,
Herstellen von Griffbrettern und Stegen,
Montieren von Tonabnahmesystemen,
Spielfertigmachen von Instrumenten,
Klangeinteilung und -bewertung von Instrumenten,
Reparieren von Instrumenten.
(4) Berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Harfenbau sind:
Herstellen von Harfenhälsen und Säulen,
Festlegen von Mensuren und Anbringen von Mechaniken,
(5) Integrative Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sind:
Planen und Vorbereiten von Arbeitsabläufen, Arbeiten im Team,
Erstellen und Anwenden von technischen Unterlagen,
Kundenorientierung und Verkaufen von Instrumenten.
(1) Gegenstand der Berufsausbildung sind mindestens die im Ausbildungsrahmenplan (Anlage) genannten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten (berufliche Handlungsfähigkeit).
(2) Eine von dem Ausbildungsrahmenplan abweichende Organisation der Ausbildung ist insbesondere dann zulässig, wenn betriebspraktische Besonderheiten die Abweichung erfordern.
§ 6 Durchführung der Berufsausbildung, schriftlicher Ausbildungsnachweis
(1) Die in dieser Verordnung genannten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sollen so vermittelt werden, dass die Auszubildenden zur Ausübung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit im Sinne des § 1 Absatz 3 des Berufsbildungsgesetzes befähigt werden, was insbesondere selbstständiges Planen, Durchführen und Kontrollieren einschließt. Diese Befähigung ist auch in den Prüfungen nach den §§ 7 und 8 oder den §§ 7 und 9 nachzuweisen.
(2) Die Ausbildenden haben auf der Grundlage des Ausbildungsrahmenplans einen Ausbildungsplan für die Auszubildenden zu erstellen.
(1) Zur Ermittlung des Ausbildungsstandes ist eine Zwischenprüfung durchzuführen. Sie soll am Ende des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden.
die in der Anlage für die ersten drei Ausbildungshalbjahre genannten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie
(3) Die Zwischenprüfung findet im Prüfungsbereich Planen und Herstellen eines Korpusteils statt.
(4) Für den Prüfungsbereich bestehen folgende Vorgaben:
technische Unterlagen anzuwenden, Zeichnungen anzufertigen und Berechnungen durchzuführen,
Arbeitsschritte zu planen und festzulegen,
Materialien unter Berücksichtigung ihrer Eigenschaften auszuwählen und zu bearbeiten,
Werkzeuge, Geräte und Maschinen auszuwählen und einzusetzen,
Maße und Konturen zu übertragen,
Verbindungen herzustellen,
Oberflächen vorzubehandeln,
Korpusteile unter Anwendung verschiedener Fertigungstechniken herzustellen,
Maßnahmen zur Arbeitsorganisation, zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zum Umweltschutz, zur Kundenorientierung, zur Wirtschaftlichkeit und zur Qualitätssicherung zu ergreifen,
fachliche Hintergründe aufzuzeigen und die Vorgehensweise bei der Durchführung der Arbeitsprobe zu begründen;
der Prüfling soll eine Arbeitsprobe durchführen und mit ihm soll ein situatives Fachgespräch geführt werden; ebenfalls soll er auf die Arbeitsprobe bezogene Aufgaben schriftlich bearbeiten;
die Prüfungszeit beträgt insgesamt sieben Stunden; innerhalb dieser Zeit soll das situative Fachgespräch höchstens 15 Minuten dauern und die Bearbeitungszeit für die schriftlichen Aufgaben 120 Minuten betragen.
§ 8 Gesellenprüfung in der Fachrichtung Gitarrenbau
(1) Durch die Gesellenprüfung ist festzustellen, ob der Prüfling die berufliche Handlungsfähigkeit erworben hat. In der Gesellenprüfung soll der Prüfling nachweisen, dass er
die erforderlichen beruflichen Fertigkeiten beherrscht,
die notwendigen beruflichen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt und
vertraut ist mit dem im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.
(2) Die Gesellenprüfung erstreckt sich auf
die in der Anlage Abschnitt A, B und D genannten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie
(3) Die Gesellenprüfung besteht aus den folgenden Prüfungsbereichen:
Entwurf und Fertigung,
Planung und Konstruktion sowie
(4) Für den Prüfungsbereich Entwurf und Fertigung bestehen folgende Vorgaben:
Art und Umfang von Arbeitsaufträgen zu erfassen, Arbeitsabläufe festzulegen und zu dokumentieren,
Entwürfe zu erstellen und umzusetzen,
Materialbedarf zu berechnen, Zeitbedarf zu ermitteln,
Konstruktionsunterlagen zu erstellen,
Korpusse, Hälse und Halsverbindungen herzustellen,
Griffbretter und Stege herzustellen,
Oberflächen zu gestalten und herzustellen,
Instrumente spielfertig zu machen,
Produkte zu präsentieren,
fachliche Hintergründe aufzuzeigen und die Vorgehensweise bei der Herstellung des Prüfungsproduktes zu begründen;
für den Nachweis nach Nummer 1 ist eine der folgenden Tätigkeiten auszuwählen, wobei bei der Aufgabenstellung der Bereich, in dem der Prüfling ausgebildet wurde, zu berücksichtigen ist:
Gestalten und Herstellen einer akustischen Gitarre oder
Gestalten und Herstellen einer elektrischen Gitarre;
der Prüfling soll ein Prüfungsprodukt anfertigen, mit praxisüblichen Unterlagen dokumentieren und präsentieren; mit dem Prüfling soll ein auftragsbezogenes Fachgespräch geführt werden; der Prüfling hat dem Prüfungsausschuss vor Anfertigung des Prüfungsproduktes einen fertigungsreifen Entwurf zur Genehmigung vorzulegen;
die Prüfungszeit beträgt insgesamt 100 Stunden; innerhalb dieser Zeit soll die Präsentation höchstens 10 Minuten und das auftragsbezogene Fachgespräch höchstens 20 Minuten dauern.
(5) Für den Prüfungsbereich Planung und Konstruktion bestehen folgende Vorgaben:
Zupfinstrumente nach historischen Merkmalen zu bestimmen und Bauweisen nach konstruktionstechnischen Merkmalen zu unterscheiden,
physikalische Prinzipien beim Zupfinstrumentenbau zu berücksichtigen,
Werkstoffe unter Berücksichtigung von Materialeigenschaften und Verwendungszweck auszuwählen und einzusetzen,
materialbezogene Berechnungen und Kalkulationen durchzuführen,
Fertigungsschritte unter Berücksichtigung von Produktqualität und Wirtschaftlichkeit zu planen und technische Unterlagen zu erstellen,
Werkzeuge und Maschinen auszuwählen und unter Berücksichtigung der Arbeitssicherheit einzusetzen,
Verbindungstechniken auszuwählen und anzuwenden,
Tonabnahmesysteme zu unterscheiden und nach Verwendungszweck auszuwählen, Schaltpläne für Tonabnahmesysteme zu erstellen,
Verfahren zur Oberflächenbehandlung unter Berücksichtigung des Gesundheits- und Umweltschutzes auszuwählen und anzuwenden,
Fehler und Störungen festzustellen, Ursachen zu ermitteln und Maßnahmen zur Behebung zu ergreifen;
(7) Für Zupfinstrumente, die weder Gitarren noch Harfen sind, sind die Absätze 1 bis 6 entsprechend anzuwenden.
§ 9 Gesellenprüfung in der Fachrichtung Harfenbau
die in der Anlage Abschnitt A, C und D genannten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie
Korpusse, Hälse und Säulen herzustellen,
Mensuren festzulegen und Mechaniken anzubringen oder einzubauen,
Herstellen einer spielfertigen Harfe oder
Herstellen eines Harfenteils mit Einbau einer Mechanik;
Schaltpläne für Tonabnahmesysteme zu erstellen,
§ 10 Gewichtung der Prüfungsbereiche, Bestehen der Gesellenprüfung
Entwurf und Fertigung mit 55 Prozent,
Planung und Konstruktion mit 35 Prozent,
im Gesamtergebnis aller Prüfungsbereiche mit mindestens „ausreichend“,
in mindestens zwei Prüfungsbereichen mit mindestens „ausreichend“,
(3) Auf Antrag des Prüflings ist die Prüfung in einem der Prüfungsbereiche Planung und Konstruktion sowie Wirtschafts- und Sozialkunde durch eine mündliche Prüfung von etwa 15 Minuten zu ergänzen, wenn
die mündliche Ergänzungsprüfung für das Bestehen der Gesellenprüfung den Ausschlag geben kann.
Bei der Ermittlung des Ergebnisses für diesen Prüfungsbereich sind das bisherige Ergebnis und das Ergebnis der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis 2 : 1 zu gewichten.
§ 11 Bestehende Ausbildungsverhältnisse
Diese Verordnung tritt am 1. August 2014 in Kraft. Gleichzeitig tritt die Verordnung über die Berufsausbildung zum Zupfinstrumentenmacher/zur Zupfinstrumentenmacherin vom 27. Januar 1997 (BGBl. I S. 85) außer Kraft.
Anlage (zu § 5 Absatz 1)Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Zupfinstrumentenmacher und zur Zupfinstrumentenmacherin
(Fundstelle: BGBl. I 2014, 880 - 886)
Abschnitt A: übergreifende berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten
Monat 19. bis 24.
1 Erstellen von Entwürfen zur Gestaltung von Instrumenten
Zupfinstrumente nach Konstruktionsmerkmalen und historischen Gesichtspunkten sowie nach Handhabung unterscheiden
musikgeschichtliche Merkmale unterscheiden und zuordnen
Anregungen sammeln und auswerten, Musterschutzbestimmungen beachten
Mensuren modellspezifisch festlegen
Muster und Vorlagen analysieren, Materialeigenschaften berücksichtigen
Entwürfe, insbesondere nach historischen, funktionalen, ergonomischen und technologischen Gesichtspunkten, gestalten und ausarbeiten
2 Messen, Prüfen, Anreißen und Übertragen von Maßen und Konturen
Messtechniken und -werkzeuge auswählen, Messungen durchführen, Möglichkeiten von Messfehlern beachten, Messfehler feststellen sowie Toleranzen berücksichtigen
Ebenheit von Flächen, insbesondere mit Lineal und Winkel nach dem Lichtspaltverfahren, prüfen
Formgenauigkeit, insbesondere mit Schablonen, prüfen sowie Passgenauigkeit feststellen
Bezugslinien, Bohrungsmitten und Umrisse an Werkstücken unter Berücksichtigung von Werkstoffeigenschaften und nachfolgender Bearbeitung anzeichnen
Modelle auf Werkstücke maßgenau übertragen
3 Auswählen und Handhaben von Werkzeugen sowie Auswählen, Einrichten und Warten von Maschinen und Geräten
Werkzeuge, Geräte und Maschinen hinsichtlich Funktion und Einsatz auswählen
Werkzeuge und Geräte handhaben, pflegen und instand halten
Maschinen unter Beachtung von ergonomischen und sicherheitsrelevanten Aspekten einrichten, bedienen und pflegen
Störungen und Fehler feststellen sowie Maßnahmen zur Behebung ergreifen
4 Auswählen, Be- und Verarbeiten und Lagern von Werk- und Hilfsstoffen
Werkstoffe, insbesondere Hölzer, Metalle und sonstige Werkstoffe, nach Arten und Eigenschaften unterscheiden, auswählen und nach Verwendungszweck zuordnen
Materialien, insbesondere nach akustischen, statischen und mechanischen Eigenschaften, auswählen, Holzfeuchte, -einschnitt und -fehler beachten
Werk- und Hilfsstoffe lagern, entsprechende Vorschriften und Lagerkriterien einhalten
Werkstoffe, insbesondere durch Zuschneiden, Sägen, Feilen, Hobeln, Schnitzen und Stemmen, manuell bearbeiten
Werkstoffe maschinell bearbeiten, insbesondere durch Sägen, Fräsen, Schleifen und Bohren
Werkstoffe, insbesondere Hölzer, unter Berücksichtigung der mechanischen Eigenschaften biegen
5 Herstellen von Verbindungen
Verbindungstechniken und -mittel nach Verwendungszweck auswählen
konstruktive Holzverbindungen herstellen, insbesondere durch Fügen, Schäften und Zinken
Verbindungen durch Schrauben, Nageln und Dübeln herstellen
Verbindungen durch Leimen und Kleben herstellen und dabei Gesundheits- und Umweltschutz- sowie Verarbeitungsvorschriften beachten
6 Herstellen und Gestalten von Oberflächen
zeitgenössische und historische Verfahren der Oberflächenbehandlung und Gestaltung von Materialien, insbesondere von Hölzern, unterscheiden und zuordnen
Oberflächen, insbesondere durch Wässern und Schleifen, vorbehandeln
Verzierungen anbringen und Intarsien einlegen
Eigenschaften und Reaktionen von Oberflächenbehandlungsmitteln, insbesondere von Beizen, Bleichmitteln und Lacken, unterscheiden
Maßnahmen des Gesundheitsschutzes anwenden
Entsorgungsmaßnahmen von Gefahrstoffen durchführen, Sicherheitsregeln beachten
Lackierungen aufbauen, schleifen und polieren
Auftragstechniken anwenden
Oberflächen durch Sichtprüfen beurteilen
7 Herstellen von Korpussen
Bauweisen und Modelle von Korpussen oder Pedalkästen unterscheiden, Konstruktionsmerkmale beachten
Formen und Schablonen herstellen und anwenden
Korpusteile nach Modellformen aufzeichnen und aussägen sowie Positionen von Schallöffnungen festlegen
Korpusteile herstellen, insbesondere nach Maßangabe hobeln und schleifen
Zargenkränze, Muscheln oder Schalen herstellen
Korpusteile ausarbeiten, Balance von Klang und Statik beachten
Randeinlagen einpassen, verleimen und Korpusse verputzen
Schallöffnungen schneiden und gestalten
Leisten herstellen, verleimen und profilieren
Korpusteile verleimen
8 Herstellen von Hälsen und Halsverbindungen oder Herstellen von Harfenhälsen und Säulen
Bauweisen und Modelle unterscheiden, Konstruktionsmerkmale beachten
Halsschienen einbauen
Hälse und Köpfe herausarbeiten, gestalterische, ergonomische und statische Aspekte berücksichtigen
Hälse und Kniee herausarbeiten, gestalterische, ergonomische und statische Aspekte berücksichtigen
Hals-Knie-Verbindungen herstellen, Bohrungen, insbesondere für Wirbellöcher, herstellen
Hals- und Kopfverbindungen herstellen
Säulen herstellen
Hälse und Säulen verbinden, statische Aspekte berücksichtigen
9 Herstellen von Griffbrettern und Stegen oder Festlegen von Mensuren und Anbringen von Mechaniken
Griffbrettrohlinge bearbeiten
Position der Bünde festlegen sowie Bundschlitze einschneiden
Griffbretter aufleimen
Harfenmechaniken unterscheiden und modellspezifisch auswählen
Harfenhälse für die Aufnahme der Mechaniken vorbereiten
Mechaniken unter Berücksichtigung von Mensuren einbauen
Abschnitt B: berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Gitarrenbau
25. bis 36. Monat
1 Prüfen, Optimieren und Präsentieren von Entwürfen
technische und wirtschaftliche Umsetzbarkeit von Entwürfen prüfen
Entwürfe nach Verwendungszweck und Kundenanforderungen optimieren und präsentieren
2 Herstellen von Korpussen
(§ 4 Absatz 3 Nummer 2) Leistensysteme auswählen 2
3 Herstellen von Hälsen und Halsverbindungen
(§ 4 Absatz 3 Nummer 3) modellspezifische Hals-Korpus-Verbindungen, insbesondere durch Schwalbenschwanz-Verbindungen und Spanische Verbindung, herstellen 7
4 Herstellen von Griffbrettern und Stegen
Stegarten unterscheiden und Stege herstellen
Griffbretter unter Berücksichtigung der Saitenlage auf Maß und Form bringen, modellspezifische Besonderheiten berücksichtigen
Bundeinteilungen unter Berücksichtigung der Mensur berechnen
Griffbretter bundieren
5 Montieren von Tonabnahmesystemen
Tonabnahmesysteme unterscheiden und nach Verwendungszweck auswählen
Schaltpläne lesen und anwenden
Schaltpläne erstellen
elektronische Bauteile nach Verwendungszweck auswählen
Schaltkreise, insbesondere durch Löten, herstellen, Tonabnahmesysteme montieren und Funktion prüfen
Fehler ermitteln und Maßnahmen zur Beseitigung ergreifen
6 Spielfertigmachen von Instrumenten
Instrumentenkomponenten zusammenfügen
Bünde bearbeiten
Sättel herstellen und montieren
Instrumente besaiten und stimmen
Saitenlagen und Saitenführungen einrichten
Instrumente im Hinblick auf Funktionsfähigkeit, Spielbarkeit und klangliche Eigenschaften prüfen, Störgeräusche orten und beseitigen
Instrumente verkaufs- und versandfertig machen
7 Klangeinteilung und -bewertung von Instrumenten
Methoden zur Klangbewertung unterscheiden und nach Verwendungszweck auswählen
Kriterien der Klangbeschreibung und Klangbewertung beurteilen und anwenden
Klangbewertung an Instrumenten durchführen, betriebliche Vorgaben berücksichtigen
8 Reparieren von Instrumenten
Fehler und Schäden feststellen, beurteilen und dokumentieren
Reparaturumfang festlegen, Kosten abschätzen, Reparaturauftrag mit Kunden absprechen
Reparaturarbeiten durchführen
historische Instrumente erkennen, Zustand dokumentieren, Originalsubstanz bewahren, restaurierungsethische und physikalische Gesichtspunkte berücksichtigen
Abschnitt C: berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Harfenbau
(§ 4 Absatz 4 Nummer 2) Leistensysteme auswählen 2
3 Herstellen von Harfenhälsen und Säulen
Hälse nach belastungsspezifischen Merkmalen und instrumententypischen Gegebenheiten formen
Hals für Halbtonmechaniken oder Mechanikanbauteile vorbereiten und ausarbeiten
Säulen für Mechanikaufnahmen unterscheiden oder vorbereiten
Säulen-Hals-Verbindungen nach Harfentyp durch Leim-, Schraub- oder Steckverbindungen herstellen
4 Festlegen von Mensuren und Anbringen von Mechaniken
Mensurabstände einteilen und auf Saitenleisten übertragen
Sattelpunkte durch Einbohren der Saitenlöcher auf der Saitenleiste festlegen
Bauteile aus metallischen Werkstoffen durch Drehen, Fräsen, Bohren, Reiben und Gewindeschneiden bearbeiten
(§ 4 Absatz 4 Nummer 5)
(§ 4 Absatz 4 Nummer 6)
Saitenhülsen und Saitenkrampen anbringen
Stimmwirbel einsetzen, Sättel und Mechanik montieren
Lage der Saiten einrichten
Intonation durchführen
(§ 4 Absatz 4 Nummer 7)
(§ 4 Absatz 4 Nummer 8)
Beziehungen des Ausbildungsbetriebes und seiner Beschäftigten zu Wirtschaftsorganisationen, Berufsvertretungen und Gewerkschaften nennen
Grundlagen, Aufgabe und Arbeitsweise der betriebsverfassungs- und personalvertretungsrechtlichen Organe des Ausbildungsbetriebes beschreiben
(§ 4 Absatz 5 Nummer 4) Zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbelastungen im beruflichen Einwirkungsbereich beitragen, insbesondere
5 Planen und Vorbereiten von Arbeitsabläufen, Arbeiten im Team
Auftragsunterlagen prüfen und bearbeiten, Arbeitsschritte festlegen
Werk- und Hilfsstoffe sowie Arbeitsmittel bereitstellen
Informationen für Fertigung und Instandhaltung beschaffen
Arbeitsplatz nach ergonomischen und sicherheitsrelevanten Gesichtspunkten einrichten
ergonomische Kriterien bei Bewegungsabläufen und Körperhaltung anwenden
Sachverhalte darstellen, Fachbegriffe anwenden
Arbeiten im Team planen und durchführen, Ergebnisse der Teamarbeit ausführen
Material disponieren, Zeitbedarf abschätzen
Liefertermine beachten
Arbeitsabläufe festlegen und dokumentieren
Informations- und Kommunikationstechniken nutzen
auftragsbezogene Daten erstellen, aufbereiten und sichern, Datenschutz beachten
7 Erstellen und Anwenden von technischen Unterlagen
(§ 4 Absatz 5 Nummer 7)
Skizzen anfertigen und anwenden
Zeichnungen und Schnitte anfertigen, Proportionen, Maße und Zeichnungsnormen berücksichtigen
technische Unterlagen, insbesondere Fertigungsvorschriften und Arbeitsanweisungen, anwenden
Konstruktionszeichnungen unter Berücksichtigung modellspezifischer Besonderheiten zum Einbau von Tonabnahmesystemen anwenden
8 Durchführen von qualitätssichernden Maßnahmen
(§ 4 Absatz 5 Nummer 8)
Ziele und Aufgaben der Qualitätssicherung unterscheiden
Prüftechniken anwenden sowie Materialien sensorisch, insbesondere visuell, akustisch und taktil, prüfen
Zwischenkontrollen durchführen
Prüfergebnisse bewerten und dokumentieren
Qualität von Produkten kontrollieren und Ergebnisse dokumentieren, Qualitätskriterien anwenden
Ursachen von Qualitätsabweichungen feststellen, Fehler beseitigen
9 Kundenorientierung und Verkaufen von Instrumenten
(§ 4 Absatz 5 Nummer 9)
durch eigenes Verhalten zur Kundenzufriedenheit und zum erfolgreichen unternehmerischen Handeln beitragen
Zielgruppen und Absatzmärkte erkennen, produktspezifische Informationen beschaffen, nutzen und auswerten
Präsentationsformen anlassbezogen und kundenorientiert auswählen und anwenden
Gespräche mit Kunden führen und dabei kulturelle Besonderheiten und Verhaltensregeln berücksichtigen
Kundenkontakte auswerten
Vorschläge zur Umsetzung von Kundenanforderungen entwickeln
Angebote nach betrieblichen Vorgaben erstellen
Perspektiven, Voraussetzungen, Rahmenbedingungen, Chancen und Risiken von Selbstständigkeit aufzeigen
Sonst: Ersetzt V 7110-6-60 v. 27.1.1997 I 85 (ZupfInstrmMAusbV)
Stand: Geändert durch Art. 1 V v. 1.7.2015 I 1087
2014, 875: BGBl I