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Timestamp: 2016-10-24 22:09:44
Document Index: 225762506

Matched Legal Cases: ['Art. 8', 'Art. 84', 'Art. 86', 'de lege ferenda', 'Art. 29', 'Art. 6', 'Art. 6', 'BGE', 'Art. 89', 'Art. 93', 'Art. 88', 'BGE', 'Art. 90', 'BGE', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 29', 'Art. 29', 'Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'Art. 813', 'Art. 90', 'Art. 159', 'Art. 156', 'Art. 152', 'Art. 159']

Advokaturpr�fungsbeh�rde Basel-Stadt,
vom 17. Juni 2005 der Advokaturpr�fungsbeh�rde
Dr. iur. X._______ legte im 1. Halbjahr 2005 das basel-st�dtische Advokaturexamen ab. Am 17. Juni 2005 teilte ihm die Advokaturpr�fungsbeh�rde Basel-Stadt mit, dass er das Examen nicht bestanden habe. Unter anderem war die von Prof. Dr. Y._______ gestellte Hausarbeit als ungen�gend bewertet worden.
X._______ hat gegen den Pr�fungsentscheid am 15. Juli 2005 staatsrechtliche Beschwerde an das Bundesgericht erhoben (Verfahren 2P.193/2005). Der Beschwerdef�hrer beantragt neben der Aufhebung des angefochtenen Entscheids, die Sache sei an die Pr�fungsbeh�rde zur�ckzuweisen mit der Vorgabe, seine Hausarbeit durch einen unabh�ngigen, unbefangenen, pr�fungserfahrenen und mit Bezug auf das Thema fachkompetenten Sachverst�ndigen bewerten zu lassen sowie gest�tzt auf eine ordentlich und verfassungskonform begr�ndete Neubewertung der Hausarbeit einen neuen Pr�fungsentscheid zu f�llen. Er r�gt eine Verletzung der Art. 8, 9 sowie 29 Abs. 1 und 2 BV.
In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragt der Beschwerdef�hrer, das bundesgerichtliche Verfahren sei zu sistieren, bis das in der gleichen Sache angerufene Verwaltungsgericht Basel-Stadt einen Nichteintretensentscheid gef�llt oder den Rekurs abgewiesen haben werde. Im Fall einer Abweisung des Rekurses sei ihm, dem Beschwerdef�hrer, im Hinblick auf die Pr�fung des kantonalen Gerichtsentscheids Gelegenheit zu geben, die staatsrechtliche Beschwerde zu erg�nzen.
Mit Verf�gung des Abteilungspr�sidenten vom 5. August 2005 wurde das Verfahren 2P.193/2005 antragsgem�ss sistiert.
Das Verwaltungsgericht des Kantons Basel-Stadt trat mit Urteil vom 24. Oktober 2005 auf den Rekurs nicht ein. Das Gericht erwog, zur Beurteilung von Berufszulassungspr�fungen in der Sache selbst sei es nicht zust�ndig. Die vom Beschwerdef�hrer als Verfahrensr�gen deklarierten M�ngel seien bei richtiger Betrachtung nicht Verfahrensm�ngel, sondern inhaltliche R�gen, auf die es nicht eintreten k�nne.
In verfahrensrechtlicher Hinsicht stellt der Beschwerdef�hrer den Antrag, das Verfahren 2P.193/2005 weiterhin zu sistieren, bis das Verfahren der zweiten staatsrechtlichen Beschwerde (2P.55/2006) abgeschlossen sei bzw. ein verfassungskonformes Urteil des Verwaltungsgerichts Basel-Stadt vorliege. Ferner seien die Akten des Verfahrens 2P.193/2005 im vorliegenden Verfahren beizuziehen und als Entscheidungsgrundlage zu ber�cksichtigen.
Mit Verf�gung des Abteilungspr�sidenten vom 16. Februar 2006 wurde das Verfahren 2P.193/2005 wieder aufgenommen.
Die Advokaturpr�fungsbeh�rde Basel-Stadt beantragt im Verfahren 2P.193/2005, die staatsrechtliche Beschwerde (vom 15. Juli 2005) abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei.
Der Beschwerdef�hrer hat dem Bundesgericht am 27. M�rz 2006 unaufgefordert eine weitere Stellungnahme eingereicht.
Die staatsrechtlichen Beschwerden richten sich zwar nicht gegen das gleiche Anfechtungsobjekt, jedoch liegt beiden Beschwerden der Entscheid der Advokaturpr�fungsbeh�rde Basel-Stadt vom 17. Juni 2005 zugrunde. Aus prozess�konomischen Gr�nden ist es angezeigt, die Verfahren 2P.193/2005 und 2P.55/2006 zu vereinigen und die Beschwerden in einem einzigen Urteil zu behandeln.
2.1 Der umstrittene Pr�fungsentscheid erging in Anwendung von kantonalem Recht. Als Rechtsmittel kommt deshalb ausschliesslich die staatsrechtliche Beschwerde in Betracht. Insofern sind die Voraussetzungen von Art. 84 Abs. 1 und 2 OG erf�llt.
2.2 Die staatsrechtliche Beschwerde ist nur gegen letztinstanzliche kantonale Entscheide zul�ssig (Art. 86 Abs. 1 OG).
Nach kantonalem Recht ist der Entscheid der Advokaturpr�fungskommission Basel-Stadt endg�ltig (� 9 Abs. 3 des basel-st�dtischen Advokaturgesetzes vom 15. Mai 2002). Die gem�ss Justizreform vorgesehene allgemeine Rechtsweggarantie steht derzeit noch nicht in Kraft (vgl. de lege ferenda Art. 29a BV). Hingegen ergibt sich nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung aus Art. 6 Ziff. 1 EMRK ein Anspruch auf gerichtliche �berpr�fung von Examensentscheiden, soweit es um zivilrechtliche Anspr�che geht, das heisst, soweit es sich um formelle Fragen der Rechtm�ssigkeit des Verfahrens handelt; auf materielle R�gen gegen die Bewertung einer Pr�fungsleistung findet Art. 6 Ziff. 1 EMRK dagegen keine Anwendung (BGE 131 I 467 E. 2.9 S. 472, mit Hinweisen). Im gleichen Sinn und Umfang hat vorliegend das Verwaltungsgericht des Kantons Basel-Stadt seine Zust�ndigkeit bejaht (angefochtenes Urteil, S. 3 E. 1.3.1).
Aus dem Gesagten ergibt sich, dass die angefochtenen Entscheide kantonal letztinstanzlich sind: das Urteil des Verwaltungsgerichts mit Bezug auf die verfahrensrechtlichen und der Entscheid der Advokaturpr�fungsbeh�rde mit Bezug auf die materiellrechtlichen Fragen.
2.3 Die Frist f�r die Einreichung einer staatsrechtlichen Beschwerde betr�gt 30 Tage (vgl. Art. 89 Abs. 1 OG). Ein zweiter Schriftenwechsel findet nur ausnahmsweise statt (Art. 93 Abs. 3 OG). Die vom Beschwerdef�hrer nach Ablauf der Beschwerdefrist unaufgefordert eingereichte Stellungnahme vom 27. M�rz 2006 ist deshalb im vorliegenden Verfahren unbeachtlich.
2.1 Der Beschwerdef�hrer ist durch den negativen Pr�fungsentscheid in seinen rechtlich gesch�tzten Interessen betroffen. Seine Legitimation zur Beschwerdef�hrung ist in beiden Verfahren gegeben (vgl. Art. 88 OG).
2.2 Die staatsrechtliche Beschwerde ist - von hier nicht zutreffenden Ausnahmen abgesehen - rein kassatorischer Natur, d.h. es kann mit ihr nur die Aufhebung des angefochtenen Entscheids verlangt werden (statt vieler: BGE 132 I 21 E. 1, mit Hinweisen). Die dar�ber hinausgehenden Antr�ge, namentlich in der Beschwerde vom 15. Juli 2005 (Verfahren 2P.193/2005), sind deshalb unzul�ssig.
2.3 Die Beschwerdeschrift muss unter anderem die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung dar�ber enthalten, welche verfassungsm�ssigen Rechte bzw. welche Rechtss�tze und inwiefern sie durch den angefochtenen Entscheid verletzt worden sind (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). Das Bundesgericht pr�ft im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde nur klar und detailliert erhobene und, soweit m�glich, belegte R�gen. Der Beschwerdef�hrer muss anhand der angefochtenen Subsumtion im Einzelnen darlegen, inwiefern der kantonale Entscheid willk�rlich oder sonst wie verfassungswidrig sein soll; bloss appellatorische Kritik reicht nicht aus (vgl. zu den Begr�ndungsanforderungen grundlegend: BGE 110 Ia 1 E. 2a S. 3 f.; 107 Ia 186, je mit Hinweisen; aus der neueren Praxis statt vieler: BGE 130 I 258 E. 1.3 S. 261 f., mit Hinweisen). Soweit die vorliegende Beschwerdeschrift diese Anforderungen nicht erf�llt, ist auf sie nicht einzutreten.
Das Verwaltungsgericht hat seine Zust�ndigkeit verneint und ist auf den Rekurs des Beschwerdef�hrers nicht eingetreten, weil die ger�gten M�ngel sich nicht auf formelle Verfahrensfehler, sondern auf die materielle Richtigkeit der Pr�fungsbewertung bezogen h�tten. Die gegen dieses Urteil gerichtete staatsrechtliche Beschwerde (Verfahren 2P.55/2006) erweist sich als unbegr�ndet, soweit darauf einzutreten ist:
3.1 Der Beschwerdef�hrer macht im Wesentlichen geltend, das Verwaltungsgericht habe den Sinn der bei ihm erhobenen R�gen verkannt und diese pauschal in Vorbringen inhaltlicher Art uminterpretiert. Er habe in der Rekursschrift konkret und mit Beweisantr�gen substanziiert den dringenden Verdacht ge�ussert, dass Prof. Y._______ bei einzelnen Kandidaten mit seines Erachtens ungen�genden Pr�fungsleistungen rechtsmissbr�uchlich im Reglement nicht vorgesehene m�ndliche Pr�fungen durchgef�hrt habe. Diese vermuteten Unregelm�ssigkeiten ber�hrten unmittelbar auch die Bewertung seiner eigenen Hausarbeit, weil sie zeigten, dass Prof. Y._______ im Vergleich mit andern Examinatoren �berm�ssig strenge Massst�be angewendet habe und deshalb bei einzelnen Kandidaten zu m�ndlichen Pr�fungen geschritten sei. Er, der Beschwerdef�hrer, habe dieses Verhalten als Verletzung von Art. 8 und 29 Abs. 1 BV ger�gt. Indem das Verwaltungsgericht die entsprechenden Beweisantr�ge ignoriert habe und auf die R�gen nicht eingegangen sei, habe es seinerseits Art. 29 BV verletzt.
3.2 Die R�ge vermag nicht durchzudringen: Die behauptete Verletzung des Art. 29 Abs. 1 BV bezieht sich auf Vorbringen, mit denen der Beschwerdef�hrer sinngem�ss geltend machte, andere Kandidaten h�tten - anscheinend im Gegensatz zu ihm - von Prof. Y._______ eine im Pr�fungsreglement nicht vorgesehene Gelegenheit zur Notenverbesserung erhalten (Rekurs an das Verwaltungsgericht, S. 16). Im Kern geht es somit um die R�ge der Rechts(un)gleichheit. Diese R�ge ist indessen nicht verfahrensrechtlicher, sondern materieller Natur. Weshalb das Verwaltungsgericht auf die R�ge in der Sache trotzdem h�tte eintreten m�ssen, wird vom Beschwerdef�hrer nicht substanziiert dargelegt. Betrifft aber die R�ge somit einen im Verfahren vor Verwaltungsgericht nicht relevanten Gegenstand, so hat dieses auch den Anspruch des Beschwerdef�hrers auf rechtliches Geh�r nicht verletzt, wenn es ihr nicht nachgegangen ist; die R�ge der Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV st�sst damit ins Leere.
3.3 Der Beschwerdef�hrer macht ferner geltend, das Verwaltungsgericht habe die R�ge, dass Prof. Y._______ seine Arbeit unsorgf�ltig und oberfl�chlich korrigiert habe und in augenf�llige Argumentationsfehler verfallen sei, zu Unrecht nicht als R�ge der Verweigerung des rechtlichen Geh�rs entgegengenommen und daher dieses verfassungsm�ssige Recht seinerseits verletzt. Zudem sei eine Pr�fungskommission, wenn ihr ein Mitglied angeh�re, dem solche Fehler unterliefen, nicht korrekt besetzt.
Dem kann nicht gefolgt werden: Ausgangspunkt der Argumentation des Beschwerdef�hrers ist, dass Prof. Y._______ bzw. die Pr�fungskommission die Hausarbeit nicht sachgerecht gew�rdigt und bewertet h�tten. Die gegen�ber dem angefochtenen Urteil und mittelbar gegen�ber der Pr�fungskommission und Prof. Y._______ erhobenen Vorw�rfe kn�pfen an das Ergebnis dieser Bewertung an, woraus dann R�ckschl�sse auf pflichtwidriges Verhalten und mangelnde Kompetenz des Examinators gezogen werden. Gerade dies zeigt aber, dass es auch in diesem Zusammenhang letztlich um die materielle W�rdigung der Arbeit des Beschwerdef�hrers ging, auf die das Verwaltungsgericht nach dem Gesagten nicht einzutreten hatte.
In der staatsrechtlichen Beschwerde gegen den Entscheid der Advokaturpr�fungskommission (Verfahren 2P.193/2005) befasst sich der Beschwerdef�hrer haupts�chlich mit der angeblich nicht sachgerechten, willk�rlichen W�rdigung seiner Hausarbeit im Gutachten von Prof. Y._______, das als Begr�ndung des angefochtenen Entscheids anzusehen ist.
4.1 Hat das Bundesgericht auf staatsrechtliche Beschwerde hin die Bewertung von Examensleistungen zu beurteilen, so pr�ft es die Handhabung der einschl�gigen kantonalen Verfahrensvorschriften - auf entsprechende, ordnungsgem�ss begr�ndete R�gen hin - nur unter dem Gesichtswinkel der Willk�r. In erster Linie pr�ft es dabei, ob das vorgeschriebene Verfahren unter Beachtung der verfassungsrechtlichen Minimalgarantien durchgef�hrt wurde. Eine besondere Zur�ckhaltung auferlegt es sich bei der materiellen Beurteilung, indem es erst einschreitet, wenn sich die Beh�rde von sachfremden oder sonst wie offensichtlich unhaltbaren Erw�gungen hat leiten lassen, so dass ihr Entscheid unter rechtsstaatlichen Gesichtspunkten als nicht mehr vertretbar und damit als willk�rlich erscheint. Dies gilt auch in F�llen, wo das Bundesgericht aufgrund seiner Fachkenntnisse sachlich zu einer weitergehenden �berpr�fung der Examensleistungen bef�higt w�re, wie beispielsweise bei Rechtsanwalts- oder Notariatspr�fungen (BGE 131 I 467 E. 3.1 S. 473, mit Hinweisen).
Willk�r in der Rechtsanwendung liegt nach st�ndiger Praxis des Bundesgerichts vor, wenn der angefochtene kantonale Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft. Das Bundesgericht hebt einen Entscheid jedoch nur auf, wenn nicht bloss die Begr�ndung, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist; dass eine andere L�sung ebenfalls als vertretbar oder gar zutreffender erscheint, gen�gt nicht (statt vieler: BGE 131 I 467 E. 3.1 S. 473 f., mit Hinweisen).
4.2 Im Streit liegt ein Gutachten zur Arbeit des Beschwerdef�hrers �ber "Das Verh�ltnis von Pfandrechten und Dienstbarkeiten am gleichen Grundst�ck in der Zwangsverwertung". Im Gutachten wird unter anderem ausgef�hrt, der Teil �ber die "Rangordnung unter Grundpfandrechten und Pfandstellensystem" (Ziff. II/1/B; S. 15-18) enthalte gravierende Fehler; die Aussagen seien teilweise derart falsch, dass sie bereits f�r sich genommen die Arbeit als ungen�gend qualifizieren w�rden.
4.2.1 Im betreffenden Teil der Arbeit geht es um die Frage, ob der Grundsatz der Alterspriorit�t bei den vertraglichen Pfandrechten lediglich modifiziert gelte (so der Beschwerdef�hrer) oder aber "v�llig unerheblich" sei und die Ausf�hrungen des Beschwerdef�hrers "grundfalsch" seien (so der Gutachter). Nach Auffassung des Gutachters ist lediglich erheblich, "dass eine freie Pfandstelle f�r das im entsprechenden Rang einzutragende Pfandrecht vorhanden ist (Art. 813 Abs. 2 ZGB)"; das Prinzip der Alterspriorit�t gelte bei den vertraglich begr�ndeten Grundpfandrechten gerade nicht; deren Rang sei vielmehr ein Essentiale des Pfandvertrags, das Datum der Anmeldung v�llig unerheblich.
4.2.2 Der Beschwerdef�hrer verteidigt seine Ausf�hrungen vorab unter Hinweis auf verschiedene Kommentare, Lehr- und Handb�cher, auf die er die kritisierten S�tze gest�tzt oder denen er sie unter Quellenangabe entnommen habe. Die Ausf�hrungen im Gutachten bewiesen, dass der Gutachter "den Inhalt der relevanten Basisliteratur" nicht kenne, die "theoretischen Grundlagen �ber die Entstehung der Rangverh�ltnisse unter Pfandrechten in ihrer gesamten Tragweite nicht verstanden" habe und die Arbeit nur "nach seinen pers�nlichen Rechtsvorstellungen beurteilt" habe, die "von den einschl�gigen (in der Arbeit zitierten) Lehrmeinungen abwichen". Damit handle der Gutachter willk�rlich und verletze den Anspruch auf rechtliches Geh�r.
4.2.3 Mit diesen Vorbringen �bt der Beschwerdef�hrer freilich nur appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid oder erhebt allgemeine Vorw�rfe gegen den Gutachter. Er unterl�sst es jedoch, sich mit den Erw�gungen im Gutachten fundiert auseinanderzusetzen und aufzuzeigen, inwiefern diese geradezu unhaltbar sein sollen. Damit gen�gt seine Willk�rr�ge den Begr�ndungsanforderungen gem�ss Art. 90 Abs. 1 lit. b OG nicht (oben E. 2.6); auf die Beschwerde ist insoweit nicht einzutreten. Der in diesem Zusammenhang erhobenen R�ge der Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh�r kommt neben dem Willk�rvorwurf keine selbstst�ndige Bedeutung zu.
4.3 Der Beschwerdef�hrer erblickt ferner einen Verstoss gegen das Willk�rverbot darin, dass der angefochtene Entscheid bzw. das Gutachten sich letztlich "nur mit einem Bruchteil der Entscheidungsgrundlagen", konkret mit dem Thema Pfandrecht, auseinandersetze. Die R�ge erweist sich als begr�ndet:
4.3.1 Das umstrittene Gutachten geht zun�chst auf allgemeine Aspekte der Arbeit des Beschwerdef�hrers ein. Es h�lt fest, dass die Arbeit in sprachlicher und formeller Hinsicht in Ordnung und logisch aufgebaut sei, dass aber h�ufig anstelle des Gesetzes willk�rlich Literatur zitiert werde und der einleitende allgemeine Teil im Verh�ltnis zur eigentlichen Problemstellung eher breit geraten und wesentlich schw�cher sei als der zweite, die eigentliche Problemstellung behandelnde Teil; die Arbeit werde immer besser, je weiter man "nach hinten" komme. Es f�llt auf, dass die ungen�gende Note im Gutachten ausschliesslich mit Erw�gungen zu demjenigen Teil der 40-seitigen Arbeit begr�ndet wird, die sich mit allgemeinen Ausf�hrungen zu den Grundprinzipien des Pfandrechts befassen (Ziff. II/1/B; bis S. 18). Hingegen findet sich im Gutachten keine inhaltliche W�rdigung der andern, zentralen Teile der Arbeit: "Dienstbarkeiten" (Ziff. II/1/C; S. 18 ff.), "Vollstreckung grundpfandgesicherter Forderungen" (Ziff. II/2; S. 21 ff.) sowie "Verh�ltnis zwischen Pfandrechten und Servituten" (Ziff. II/3; S. 30 ff.) - ausser eben dem Hinweis, dass die Arbeit "nach hinten" immer besser werde; auch das "Fazit" der Arbeit (Ziff. III; S. 38 f.) wird vom Gutachter nur erw�hnt, soweit dieses wiederum auf den von ihm kritisierten Teil (Ziff. II/1/B) Bezug nimmt.
4.3.2 Diese Gegen�berstellung von Gutachten und Hausarbeit zeigt, dass der Experte seine Beurteilung umfangm�ssig auf lediglich knapp einen Drittel der 40-seitigen Arbeit abst�tzt. Der Beschwerdef�hrer wendet denn auch zu Recht ein, dass "eine detaillierte und konkret nachvollziehbare Begr�ndung der Bewertung (...) eigentlich nur mit Bezug auf die Pfandrechte, genaugenommen auf die Seiten 12 bis 16 der Hausarbeit" vorliege. Versch�rft wird die Problematik noch dadurch, dass es sich beim (einzig) bewerteten Abschnitt bloss um einen Teil der etwas breit geratenen, hinsichtlich ihrer Bedeutung aber eher untergeordneten Einleitung in das sachlich viel wichtigere Thema der Arbeit ("Das Verh�ltnis von Pfandrechten und Dienstbarkeiten am gleichen Grundst�ck in der Zwangsverwertung") handelt. Die weiteren Abschnitte, darunter gerade der inhaltliche Kern der Arbeit, werden im Gutachten weder gew�rdigt noch gegen den als fehlerhaft qualifizierten Teil der Einleitung abgewogen. Ein solches Vorgehen l�sst die Beurteilung als methodisch derart mangelhaft erscheinen, dass sie als unhaltbar und damit als willk�rlich qualifiziert werden muss. Der Entscheid der Advokaturpr�fungsbeh�rde ist aus diesem Grund aufzuheben. Damit er�brigt es sich, auf die weiteren R�gen einzugehen, die in diesem Zusammenhang erhoben werden oder die sich gegen die inhaltliche Beurteilung der Arbeit richten.
5.1 Zusammengefasst ist die gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts Basel-Stadt erhobene Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist (Verfahren 2P.55/2006). Hingegen erweist sich die in der Beschwerde gegen den Pr�fungsentscheid vorgebrachte methodische Kritik am Gutachten als begr�ndet. Der Entscheid der Advokaturpr�fungsbeh�rde Basel-Stadt vom 17. Juni 2005 ist aufzuheben, soweit darauf einzutreten ist (Verfahren 2P.103/2005). Die Advokaturpr�fungsbeh�rde wird daher die Arbeit des Beschwerdef�hrers nochmals zu beurteilen haben. Dabei bleibt der Entscheid ihr �berlassen, ob unter den gegebenen Umst�nden zweckm�ssigerweise der gleiche oder aber ein anderer, mit der Sache bisher nicht befasster Gutachter amten soll.
5.2 Im Verfahren 2P.193/2005 sind keine Kosten zu erheben. Der obsiegende Beschwerdef�hrer ist nicht anwaltlich vertreten und hat deshalb praxisgem�ss keinen Anspruch auf Parteientsch�digung; im �brigen hat er auch keinen entsprechenden Antrag gestellt (Art. 159 OG).
Im Verfahren 2P.55/2006 unterliegt der Beschwerdef�hrer und w�rde deshalb kostenpflichtig (Art. 156 Abs. 1 OG). Indes ist seinem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege mit Blick auf die finanziellen Verh�ltnisse zu entsprechen (Art. 152 Abs. 1 OG). Es werden auch in diesem Verfahren keine Kosten erhoben, und es ist keine Parteientsch�digung zuzusprechen (Art. 159 OG).
Die staatsrechtliche Beschwerde 2P.193/2005 wird gutgeheissen, soweit darauf einzutreten ist, und der Entscheid der Advokaturpr�fungsbeh�rde des Kantons Basel-Stadt vom 17. Juni 2005 wird aufgehoben.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer und der Advokaturpr�fungsbeh�rde Basel-Stadt sowie dem Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt als Verwaltungsgericht schriftlich mitgeteilt.