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Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§211', '§216']

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Cmg/112
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[1.] Cmg/Fragment 112 03 - DiskussionZuletzt bearbeitet: 2013-09-14 19:36:35 WiseWomanCmg, Fragment, Gesichtet, Roxin 2007, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung
Untersuchte Arbeit:Seite: 112, Zeilen: 03; 12-29
Quelle: Roxin 2007Seite(n): 342 - 343, Zeilen: 01; 12-17; 25-27; 04-16
Kapitel 1: Abgrenzung zwischen Suizidteilnahme und Tötung auf Verlangen
In diesem Kontext werden oft Zweifel daran laut, ob die Abgrenzung sinnvoll und
praktisch durchführbar ist. Dies ist grundsätzlich zu bejahen, auch wenn Grenzfälle
Schwierigkeiten bereiten können. Ausgehend von der Annahme, dass dem Gesetzgeber
die Autonomie des suizidalen Aktes gegen mögliche Fremdbestimmung nur gesichert
erscheint, wenn der Sterbewillige den Selbstmord höchstpersönlich begeht, ist dies wohl
sachlich richtig.364
Besonders schwierig aber gestaltet sich eine genaue Abgrenzung dann, wenn
eigenhändige Tötungsakte des Suizidenten und eines Außenstehenden zeitlich
aufeinander folgen, vgl. in diesem Zusammenhang den Scophedal-Fall365. Der BGH hat den handelnden Neffen wegen Tötung auf Verlangen verurteilt. Hierfür spricht, dass er
das Leben des Suizidenten um mindestens eine Stunde verkürzt hat. Denn auch eine
geringfügige Lebensverkürzung stellt nach den allgemeinen Regeln von Kausalität und
Zurechnung eine Tötungshandlung dar. Roxin dagegen sieht in dieser Konstellation
aufgrund einer Würdigung des Gesamtvorgangs lediglich eine straflose Beihilfe zum
Suizid. Für diese Ansicht ist anzuführen, dass der Arzt selbst schon seinen Tod in einer
für ihn irreversiblen Weise durchgeführt hat. Die nachfolgende Handlung des Täters
dagegen förderte im Verhältnis hierzu den Geschehensablauf nur geringfügig und ist
somit eher als Beihilfe zu werten. Diese Ansicht gewinnt zunehmend Anhänger.366
364 Roxin, S. 343.
365 BGH, NStZ 1987, S. 365.
366 Roxin, S. 343; Schroth, GA 2006, S. 567.
2. Die Abgrenzung von Suizidteilnahme und Tötung auf Verlangen
[...] Es wird oft bezweifelt, ob diese Abgrenzung sinnvoll und praktisch durchführbar
sei. Das ist im Prinzip zu bejahen, auch wenn Grenzfälle, wie überall im Recht, Schwierigkeiten bereiten können70. Ihre sachliche Berechtigung findet
sie in der Annahme, dass dem Gesetzgeber die Autonomie des suizidalen Aktes gegen mögliche Fremdbestimmung nur gesichert erscheint, wenn der Sterbewillige den Selbstmord höchstpersönlich begeht, [...] Ein Sonderproblem tritt auf, wenn eigenhändige Tötungsakte des Suizidenten und eines Außenstehenden zeitlich aufeinanderfolgen. Ein Beispiel dafür
bietet der vom BGH entschiedene Scophedal-Fall.71[...] [S.343] Der BGH hat mit Zustimmung der h. M. den Neffen ohne weiteres wegen Tötung auf Verlangen bestraft. Dafür lässt sich geltend machen, dass er durch eine gezielte, aktive, durch keine weitere Tätigkeit des Arztes vermittelte Tötungshandlung dessen Leben um mindestens eine Stunde verkürzt hat und dass auch eine so geringfügige Lebensverkürzung nach den allgemeinen Regeln von Kausalität und Zurechnung schon eine Tötungshandlung ist. Mir scheint es aber näher zu liegen, bei Betrachtung des Gesamtvorganges nur eine straflose Beihilfe zum Suizid anzunehmen. Denn der Arzt hatte ja schon mit eigener Hand seinen Tod in einer für ihn nicht mehr reversiblen Weise ins Werk gesetzt, im Verhältnis zu der das Nachhelfen des Neffen nur als eine den Geschehensablauf geringfügig modifizierende Förderung und damit als Beihilfe erscheint. Immerhin gewinnt diese Minderheitsauffassung in zunehmendem
Maße Anhänger72.
70 Eine Auseinandersetzung mit solchen schwierigen Grenzfällen findet sich bei Roxin, in: 140 Jahre Goltdammer’s Archiv für Strafrecht, 177, 183-186.
71 NStZ 1987, 365 mit Aufsatz Roxin, NStZ 1987, 345.
72 Hohmann/König, NStZ 1989, 304 ff. (mit eingehender Begründung); NK - Neumann , Rn. 92 vor §211; Schroth, GA 2006, 567, Fn. 87: „Sieht man den Schutzzweck des §216 StGB darin, dass vor übereilten Entscheidungen bzw. Willens mangeln geschützt werden soll, so erfordern diese Schutzzwecke keine Bestrafung.“
Übernahme von Überschrift und Struktur, sowie nicht hinreichend gekennzeichnete wörtliche Übernahmen von Roxins Passagen. Auch die Quellen sind mit übernommen. Durch die Wendung "Roxin dagegen sieht..." wird der Eindruck erweckt, dies sei eine kritische Auseinandersetzung mit dem Text von Roxin.
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BearbeiterTaBiSichterSleepyHollow02