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Timestamp: 2019-10-23 16:34:56
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Matched Legal Cases: ['§ 38', '§ 8', '§ 9', '§ 14', '§ 39', '§ 14']

TransGen Forum • Thema anzeigen - Gentechnik für alle
Betreff des Beitrags: Gentechnik für alle
Verfasst: Fr 31.05.2013 11:33
auf der Internetseite von "Die Achse des Guten" gibt es einen sehr inspirierenden Beitrag zur Gentechnik, den ich allen Freunden der Züchtungsmethode empfehle:
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/ ... _fuer_alle
"Es geht den Initiatoren um nichts weniger, als die Gentechnik zu demokratisieren und „The End of Big“ auch auf diesem Gebiet einzuläuten. „Gentechnik“, sagt Amirav-Drory, „wird nicht mehr lange eine Domäne von akademischen Forschungseinrichtungen und Konzernen sein, sondern schon bald Einzug in Küche und Garten halten. Der unglaubliche Erfolg des Kickstarter-Projekts gibt uns Recht: Es gibt schon jetzt sehr viele Menschen, die sich für die Technik und die Möglichkeiten, die sie bietet, begeistern. Ich bin sicher, wir bringen da etwas ins Rollen, das viele Nachahmer finden wird.“
Junge Biotech-Fans wollen in die Ackerschmalwand ein Gen einbauen, so dass die Pflanze leuchtet. Dafür haben sie Spendengelder gesammelt und hatten in kurzer Zeit die geplante Summe von 60 000 US Dollar zusammen.
Dies Projekt appelliert an den "homo ludens", nicht an den Verstand und nicht an die Vernunft. Wenn es auch bei uns Erfolg hat, sagt dies viel darüber aus, wie bei uns Entscheidungen getroffen werden.
Betreff des Beitrags: Re: Gentechnik für alle
Verfasst: Fr 31.05.2013 13:51
Das wird lustig ! Wenn es denn hier auch Schule macht.
"Es geht den Initiatoren um nichts weniger, als die Gentechnik zu demokratisieren und „The End of Big“ auch auf diesem Gebiet einzuläuten.
Demnach sind wir hier nicht demokratisch:
§ 38 GenTG Bußgeldvorschriften:
2. entgegen § 8 Abs. 1 Satz 1 gentechnische Arbeiten durchführt,
6. entgegen § 9 Abs. 2 Satz 1 eine Anzeige nicht, nicht richtig oder nicht rechtzeitig erstattet,
7. ohne Genehmigung nach § 14 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 oder 3 Produkte, die gentechnisch veränderte Organismen enthalten oder aus solchen bestehen, in den Verkehr bringt,
§ 39 GenTG Strafvorschriften:
1. ohne Genehmigung nach § 14 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 gentechnisch veränderte Organismen freisetzt oder
Da werden dann auf einmal viele neugierige Bastler arm oder kriminell.
Verfasst: Fr 31.05.2013 19:00
Das wäre nicht das erstemal , dass Bastler von den genialen Einfällen und Verdächtigungen unserer Politiker und unserer Regierung betroffen sind .
Vor einigen Jahren gab es hunderte von Hausdurchsuchungen , weil Elektronikbastler zum Ätzen von Schaltungen im Internet Azeton, H2O2 und HCl bzw. H2SO4 bestellt hatten.
Heere von Statsanwälten und Polizisten waren im Einsatz, aber den gesuchten Sprengstoff hat man nie gefunden.
Also im Internet lieber vorsichtig sein in Zukunft, sowohl bei den Meinungsäusserungen als auch Bestellungen. Unsere Politiker arbeiten an DDR2.0
Verfasst: Fr 31.05.2013 21:34
Synthetische Organismen, die schon bald Einzug in Küche und Garten halten... und niemand übernimmt die Verantwortung für solche Schöpfungen?!
Putting a Stop to Synthetic Biology Pollution
Verfasst: Sa 01.06.2013 10:06
Die Initiatoren der Initiative „Gentechnik für alle“ handeln vor dem Hintergrund der gesetzlichen Regelungen der USA. Diese sind anders als bei uns. Sie zeigen auf, dass die Anwendung der Biotechnologie nicht so kostspielig ist, dass nur Weltkonzerne sich dies leisten können.
Unser Gentechnikgesetz würde, wie Herr Hoffmeister richtig beschrieben hat, ein Freisetzen der gentechnisch veränderten Ackerschmalwand im Garten verbieten. Aber gilt dies auch für eine einzelne Pflanze im Blumentopf auf meiner Fensterbank?
Gesetze, die im Bundesgesetzblatt stehen, sind anders als physikalische Gesetze einem stetigen Wandel unterworfen. Es ist kaum zu erwarten, dass unser Gesetz ewig Bestand hat.
Im Übrigen ließe sich mit diesen Pflanzen hervorragend studieren, in welchem Umfang ein solches Gen ausgekreuzt wird und wie lange es in der Population erhalten bleibt.
Es sind nicht allgemein "die Politiker", die an DDR 2 arbeiten. Aber es gibt gesellschaftliche Gruppen, die dies tun. So wird bei einem Wissenschaftler als Zeichen des Verlustes seiner finanziellen Unabhängigkeit gewertet, dass er sich schon mal "positiv" zur Gentechnik geäußert habe. Seltsamer Weise ist Seralini nie dafür kritisiert worden, dass seine Auftraggeber und Sponsoren aus der Antigentechnik-Szene stammen und ein wirtschaftliches Interesse an der Diskriminierung der Gentechnik haben.
Wir alle haben gesehen, dass die Gegner der Züchtungsmethode Gentechnik darauf setzen, dass die wissenschaftlichen Methoden nicht bekannt werden. Das ist Voraussetzung dafür, Angst zu erzeugen. Deswegen wurde das Projekt Hannovergen beendet. Die Initiatoren dieser Initiative gehen jetzt einen anderen Weg.
Verfasst: Sa 01.06.2013 11:07
Sehr geehrte Fr. Dr. Happach-Kasan,
aber es ist die Mehrheit der politischen Kaste, die an der Schaffung von DDR2.0 arbeitet, wie kämen denn sonst solche Gesetze zustande bei denen zumindest mir unwillkürlich die Gedankenpolizei einfällt (Falls sie sich das nicht vorstellen können, ich kann ihnen gerne die Adressen sogar von Heranwachsenden vermittlen, bei denen Staatsanwalt und Polizei deren Haus umgekrempelt hat auf der Suche nach "illegalem" Aceton. Beim Verdacht der illegalen Gentechnik ist wohl in Kürze ähnliches zu erwarten, z.b. die Suche nach Pipetten, die illegal verwendet wurden! ) .
Mittlerweile habe ich zudem den Eindruck gewonnen, dass die Entscheidungen dieser von der Wissenschaft meist unbeleckten Kaste, im wesentlichen von der in der Regel bei technischen Themen inkompetenten und einseitigen Berichterstattung nicht zuletzt des öffentlich rechtlichen Fernsehens gesteuert wird. Unser politisches System hat das Kunststück geschafft, dass der Staatsrundfunk sich ein Parlament hält, dessen Mitglieder dafür sorgen müssen, dass die "Medienschaffenden" grosszügig aus steuerähnlichen Mitteln alimentiert werden, damit sie selber wiedergewählt werden und auch entsprecht versorgt werden.
Die erkennbaren intellektuellen und argumentativen Abhängigkeiten in der Gentechnik aber auch in anderen komplexen Bereichen des modernen Daseins wie der Energieversorgung lassen leider keinen anderen Schluss zu.
Verfasst: Sa 01.06.2013 16:07
Hallo, Herr Brandl,
mich interessiert an der Sache, was man den Verdächtigen eigentlich vorgeworfen hat. Elektronikbastelei an sich war doch zu keinem Zeitpunkt verboten. Was war der Verdacht, worauf sich die Durchsuchungen stützten?
Verfasst: Mi 05.06.2013 13:58
Herstellung von TATP (APEX) , siehe wikipedia.
Entschuldigung, ich hatte angenommen das wäre allgemein bekannt. Ich bewege mich wohl in den falschen Kreisen
Verfasst: Do 06.06.2013 08:22
Danke, Herr Brandl. Das habe ich tatsächlich nicht gekannt. Wir haben als Jungs unsere Knaller mit Nitrat oder Unkraut-Ex (Natriumchlorat) gebaut. Gottseidank ist uns nie etwas Schlimmes passiert. Aber im Rückblick bekomme ich manchmal noch Schweißausbrüche!
Ich find es übrigens o.k. wenn die Behörden, nachschauen wer und warum jemand Chemikalien bestellt, die zur Herstellung von Sprengstoffen geeignet sind. Das ist für mich noch nicht DDR 2.0.
DDR 2.0 findet in unserer Republik auf anderen Gebieten statt. Das hatten wir aber schon diskutiert, z.B. mit Zusammenhang mit HannoverGen.