Source: http://mjb-bartenbach.de/Konzeption
Timestamp: 2020-02-26 06:14:42
Document Index: 312471340

Matched Legal Cases: ['§1', '§ 1', '§ 1', '§ 2', '§3', '§ 4', '§9', '§ 11', '§ 13']

Mobile Jugendarbeit Bartenbach e.V.
Konzeption für die sozialräumliche, offene Jugendarbeit in Bartenbach
Anlage zum Antragauf Zuwendungen nach den „Richtlinien zur Förderung der offenen,sozialräumlichen Kinder- und Jugendarbeit in der Stadt Göppingen“.
Erstellt durch den Vorstand und dieMitarbeiter des Vereins Mobile Jugendarbeit
Bartenbach e.V.
Stand 14.09.2009
1. Einleitung/Präambel
2. Ausführungen zum Träger
3. Satzungszweck und rechtlicheGrundlagen
4. Ist-Analyse
5. Allgemeine Ziele und Zielgruppen
6. Inhaltliches Profil und relevanteArbeits-
schwerpunkte bzw.–bereiche
6.1. Offene Jugendarbeit
6.2. Aufsuchende Jugendarbeit
6.3. Geschlechtsspezifische Jugendarbeit
6.4. Einzelfallhilfen und Beratung
6.5. Freizeitpädagogische Aktivitäten
6.6. Altes Schulhaus
6.7. Medienpädagogische Angebote
7. Rahmenbedingungen
7.1. Der Jugendtreff „Underground“ und die
7.1.1. Räumlichkeiten
7.1.2. Mitarbeiter
7.1.3. Finanzierung
7.2. AltesSchulhaus
7.2.1. Räumlichkeiten
7.2.2. Mitarbeiter
7.2.3. Infrastruktur
8. Beteiligung der Zielgruppe
9. Kooperation und Vernetzung
9.1. Infrastruktur
9.2. Gemeinwesenarbeit
10. Öffentlichkeitsarbeit
11. Qualitätsentwicklungund Selbstevaluation
12. Visionen und Perspektiven
Der Stadtbezirk Bartenbach liegt ca. 3,5 km nördlich von Göppingen. Die Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz ist tagsüber und am späten Abend gut. Nachts jedoch fällt diese Anbindung weg, was zu Problemen in der heute üblichen Mobilität der Jugendlichen führt. Der Sozialraum Bartenbach und Lerchenberg zeichnet sich durch einen dörflichen Charakter aus. Daneben bestehen einige verdichtete Wohnsiedlungen. In Bartenbach leben knapp 4.000 Einwohner.Bartenbach ist geprägt von einer ausgeprägten Vereinsstruktur, den Einrichtungen der Kirchen und einigen gemeinwesenbezogenen Ereignissen. Für junge Menschen gibt es im Ort kaum kommerzielle Freizeitgestaltungsmöglichkeiten.
Aus gemeinsamer Verantwortung gegenüber jungenMenschen und de Lebenssituation wurde im Jahr 1996 in Bartenbach dergemeinnützige Verein „MobileJugendarbeit Bartenbach“ gegründet. Auslöser für die Vereinsgründung war der sozialeBrennpunkt durch den geballten Zuzug von Migranten aus Osteuropa im Ortsteil Engenlauch. Die dort lebenden Jugendlichen konnten sich aus unterschiedlichen Gründen nicht im Ort integrieren.
3. Satzungszweck und rechtliche
Der Verein setzt sich dafür ein, dass den Kindern und Jugendlichen in Bartenbach adäquate Freizeitbedingungen und notwendige soziale Hilfe angeboten werden. Er hat sich zur Aufgabe gemacht, eine stadtteilverwurzelte Jugendarbeit aufzubauen und dafür die Finanzierung von Fachpersonal zu ermöglichen, um den Jugendlichen in ihrer schwierigen Lebenssituation beizustehen, sie ins Ortsleben zu integrieren und das Gemeinwesen für diese Probleme zu sensibilisieren. Der aus bürgerschaftlichem Engagement entstandene Verein hat die Unterstützung der kommunalen Bezirksverwaltung, der Fraktionen, der Kirchen und der örtlichen Vereine, so dass die Integration der Jugendlichen in die vorhandenen Strukturen des Gemeinwesens auf vielen Ebenen gefördert werden kann.
Basis für das pädagogische Handeln der „Mobile Jugendarbeit Bartenbach e.V.“ist das Sozialgesetzbuch VIII (Kinder- und Jugendhilfegesetz – KJHG). Gemäß §1Abs.1 hat „jeder junge Mensch ein Recht auf Förderung seiner Entwicklung undauf Erziehung zu einer Eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigenPersönlichkeit“.
Dabei sollen junge Menschen in ihrer individuellen und sozialen Entwicklung gefördert werden und dazu beigetragen, Benachteiligungen zu vermeiden oder abzubauen
(§ 1 Abs. 3).
Weiter soll Jugendhilfe „dazu beitragen, positive Lebensbedingungen für junge Menschenund ihre Familien sowie eine kinder- und familienfreundliche Umwelt zu erhalten oder zu schaffen“ (KJHG § 1 Abs. 4).
Nach § 2, Abs. 2 sind Angebote der Jugendarbeit, der Jugendsozialarbeit und des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes zu leisten.
Zusammenfassend lassen sich so zwei Ebenen in der Funktion in der Jugendarbeit umschreiben:
1. Jugendarbeit ist als eigenständiger Erziehungs- und Bildungsbereich Teil der sozialen gesellschaftlichen Infrastruktur
2. Jugendarbeit ist ein Bereich, in welchem junge Menschen Unterstützung und Hilfen zur Bewältigung von individuellen Problemlagen erhalten.
Die Jugendhilfeleistungen werden erbracht durch Träger der freien Jugendhilfe sowiedurch Träger der öffentlichen Jugendhilfe. Hier herrscht das Prinzip der Subsidiarität,d.h. öffentliche Jugendhilfeträgerschaft ist gegenüber freier Trägerschaftnachrangig (§3 KJHG). Aufgrund dieserpluralen Trägerstruktur ist eine Förderung freier Träger der Jugendhilfe ausdrücklich gegeben (§ 4 Abs. 3 KJHG).
Von besonderer Bedeutung für die Angebote für die Jugendarbeit ist der §9 KJHG. So sollen auch in der Jugendarbeit gleichberechtigte Bedingungen und Entwicklungsmöglichkeiten für Mädchen und Jungen geschaffen und gefördert werden.
In § 11 Abs.1 KJHG wird klar festgelegt: „Jungen Menschen sind die zur Förderungihrer Entwicklung erforderlichen Angebote der Jugendarbeit zur Verfügung zu stellen. Sie sollen an den Interessen junger Menschen anknüpfen und von ihnen mitbestimmt und mitgestaltet werden, sie zur Selbstbestimmung befähigen und zugesellschaftlicher Mitverantwortung und sozialem Engagement anregen und hinführen“.
Die aufsuchende Jugendarbeit findet ihren Arbeitsauftrag in § 13 Abs.1 KJHG. „Jungen Menschen, die zum Ausgleichsozialer Benachteiligungen oder zur Überwindung individuellerBeeinträchtigungen in erhöhtem Maße auf Unterstützung angewiesen sind, sollen im Rahmen der Jugendhilfe sozialpädagogische Hilfen angeboten werden, die ihre schulische und berufliche Ausbildung, Eingliederung in die Arbeitswelt und ihre Integration fördern“.
Zentrales Problem ist, dass es in Bartenbach, neben einem gut integrierten Bevölkerungsteil (Kindergärten, Grundschule, Kirchen, Aktivitäten von Vereinen), eine größere Gruppe in diese Strukturen wenig integrierter Bevölkerungsteil gibt, der vorwiegend aus Migranten aus Osteuropa (v.a. Russland und Kasachstan) besteht und überwiegend in den Hochhäusern (Engenlauch) lebt.
Die Jugendlichen aus diesen Familien wurden durch die Umsiedlung aus geregelten sozialen Strukturen herausgerissen und sind zusätzlich noch mit den in dieser Entwicklungsphase hinzukommenden Prozessen wie Pubertät, Ablösung vom Elternhaus, Berufseinstieg und Identitätsbildung und weiterer gesellschaftlicher Probleme wie z.B. Arbeitslosigkeit, Ausbildungsplatzmangel, Bedeutungslosigkeit der eigene Berufswünsche sowie Kommunikationsproblemen sowohl zwischen den Generationen als auch zu Gleichaltrigen, konfrontiert.
Erweiterte Kernzeitenbetreuung im alten Schulhaus für alle Kinder der Grundschule, deren Eltern berufstätig sind und deshalb mittags nicht zuhause sind. Es wird in den Räumen auch ein Mittagessen angeboten. An einem Nachmittag wird für die unter 14-Jährigen ein Treff im Underground angeboten.
Größere Probleme entstehen jedoch, wenn die Kinder die Grundschule verlassen und sich auf die verschiedenen Schulen außerhalb vonBartenbach verteilen. Dann geht die integrative Wirkung der örtlichen Grundschule schnell verloren. Ein Teil der Jugendlichen hängt in der Luft. Besonders schwierig anzusprechen sind die 12 – 14 Jährigen, die in dem alterstypischen Übergang sozusagen nirgends richtig reinpassen. Unsere Jugendarbeit beginnt deshalb nicht mi t14 sondern bereits mit 12 Jahren.
Daswichtigste übergeordnete Ziel der Mobilen Jugendarbeit Bartenbach besteht darin, die Kinder und Jugendlichen, die wenig in die lokalen Struktureneingebunden sind, vor allem die Kinder und Jugendlichen aus den Familien mit Migrationshintergrund anzusprechen und ihnen einen Platz zu geben, sie in örtliche Strukturen zu integrieren, den Zugang zu den Vereinen zu fördern und zu erleichtern und sie mit den restlichen Kindern und Jugendlichen zusammenzubringen.Verbunden ist damit das Ziel, die von Jugendlichen vorgenommenen Zerstörungenin Bartenbach zu verringern und das Verständnis für diese Jugendlichen in der Bevölkerung zu verbessern.
Sinnvollwäre es, soziale Strukturen bereits im Grundschulalter aufzubauen, um die Jugendlichen dann nach der Grundschulzeit leichter ansprechen und einbinden zu können. Das ist aber angesichts der Stellenkapazität der Mobilen Jugendarbeit (1Vollstelle) völlig unrealistisch. Wir versuchen deshalb über die Beschäftigungeiner weiblichen Auszubildenden diesen Anforderungen zu entsprechen. Der Schwerpunkt unserer Arbeit liegt jedoch eindeutig im Übergang vom Kind-/Jugend- zum Erwachsenenleben (Pubertät). Die Arbeit verlagert sich daher von reinerTreffpunktarbeit im Jugendraum Underground zu verschiedenen Angeboten im altenSchulhaus, Jugendtreff Underground, Evangelischem Gemeindehaus und aufsuchenderArbeit. Für die Arbeit mit älteren Jugendlichen ist es ein wichtiges Ziel soziale Strukturen zu entwickeln bzw. zu fördern, in denen das Zusammensein konstruktiv und sinnvoll gestaltet werden kann. Dies soll im Jugendtreff Underground ermöglicht werden. Die Jugendlichen sollen sich mit dem Jugendtreff identifizieren. Dies kann aufgrund der geringen personellen Ressourcen nur inehrenamtlichem Engagement geschehen. Der Verein Mobile Jugendarbeit Bartenbach betrachtet es als Aufgabe, diese Gruppe von Jugendlichen über ehrenamtlicheTätigkeit oder zusätzliche Projekte in die Vereinsarbeit zu integrieren.
Dabei sollen junge Erwachsene und ältere Jugendliche Verantwortung für denJugendtreff übernehmen. In diesem Alter sind auch die derzeitigen Besucher desJugendtreffs. Sie formulieren v.a. das Bedürfnis, einen Platz zu haben, an dem sie sich aufhalten können, wo sie ‚sein dürfen’ und wo es auch mal lauter werden darf. Wenn sich diese Jugendlichen in Bartenbach irgendwo im Freien aufhalten, bekommen sie schnell Ärger und werden wieder weggeschickt.
6. InhaltlichesProfil und relevante Arbeitsschwerpunkte bzw. –bereiche
6.1 Offene Jugendarbeit
Eine der Grundthesen offener Jugendarbeit ist Freiwilligkeit, d.h., im Gegensatz zu anderen Institutionen bzw. Sozialisationsinstanzen wie Schule usw. ist dieTeilnahme am Angebot der Offenen Jugendarbeit freiwillig. Für die Praxisbedeutet dies, dass die Institution Jugendhaus gegen eine enorme Konkurrenz kommerzieller Freizeitangebote bestehen muss. Jugendliche können sich aus einer riesigen Zahl von Angeboten die auswählen, die ihnen am besten zusagen. OffeneJugendarbeit wird aber in der Regel mit kommerziellen Angeboten aufgrund eingeschränkter Ressourcen kaum konkurrieren können. Jugendliche können spezifischen „kommerziellen“ Aktivitäten an anderen Orten meist viel besser und qualifizierter nachgehen als im Jugendhaus. Deshalb sollte die Jugendarbeit auf ihre besonderen und oft konkurrenzlosen Stärken besinnen, die wir im Folgenden
Der Jugendtreff soll ein Ort sein, an dem sich Jugendliche ohne Ansehen von Nationalität, Religion, Hautfarbe, Bildung, Geschlecht, usw. aufhalten, sich mit Gleichaltrigen treffen, ihren Interessen nachgehen können. Jeder soll hier die Möglichkeit haben, sich entsprechend seinen spezifischen Interessen und Fähigkeiten am Geschehen zu beteiligen. Aufgabe der Mitarbeiter ist es, sich für die Jugendlichen Zeit zu nehmen, bereit zu sein, sich auf sie einzulassen: Fähigkeiten erkennen und fördern, Jugendliche zur Mitarbeit und Mitbestimmung zumotivieren, Möglichkeiten zur Übernahme von Verantwortung zu schaffen, Ansätze von Eigeninitiative erkennen und fördern.
Ferner soll durch das Medium „niedrigschwellige Angebote“ eine vertrauensvolle Beziehung zu den Jugendlichen aufgebaut werden, so dass der Mitarbeiter auch bei Problemen Ansprechpartner für die Jugendlichen sein kann.
Die Zielgruppe der offenen Jugendarbeit im Underground sind die Jugendlichen im Alter von 13-18 Jahren.
6.2 Aufsuchende Jugendarbeit
Sie ermöglicht das Kennenlernen Jugendlicher, die nicht zu den Gästen des Jugendtreffs zählen. Dabei werden mit den Jugendlichen im Stadtteil Spiele gespielt, Gespräche geführt und auf diese Weise deren Probleme und Bedürfnisse ermittelt, um diesen nachzugehen und Lösungen finden zu können. Hierbei kann die Anbindung der Jugendlichen an den Jugendtreff und/oder die projektbezogenen Angebote der MJB ein Ziel bzw. eine Lösung sein.
Das MJB-Büro dient als Anlaufstelle und ermöglicht so ein anonymes Aufsuchen, von Beratung und direkter Einzelfallhilfe.
Ein weiterer Aspekt der aufsuchenden Jugendarbeit ist das Kennenlernen derLebenswelt der Jugendlichen außerhalb des Jugendtreffs, um einen besseren Einblick in deren Leben zu gewinnen.
6.3 GeschlechtsspezifischeJugendarbeit
Grundsätzlich versteht sich geschlechtsspezifischeJugendarbeit nicht als strikte Abgrenzung der Geschlechter voneinander, sondern sollte im gemischtgeschlechtlichen Umgang seinen Niederschlag finden. Sollten sich geschlechtsspezifischeThemen ergeben, so steht zu deren Bearbeitung ein separater Raum und Personalzur Verfügung. Dieser Raumdient auch als Rückzugsmöglichkeit für Mädchen und junge Frauen in dem traditionell überwiegend von männlichen Besuchern genutzten Jugendhaus. Damit soll erreicht werden, dass ein Verständnis für gleichberechtigten Umgang undgegenseitiger Wertschätzung selbstverständlich ist.
Gender-Mainstreaming findet in allen Bereichen der MJB seine Anwendung.
6.4 Einzelfallhilfen und Beratung
DieBeratung dient der Unterstützung von Besuchern in Problemlagen, z.B. Problemen mit dem Elternhaus, mit der Polizei, dem Gericht, Arbeit, Missbrauch, Sucht und auf der Suche nach Sinn und Orientierung.
Die Einzelfallhilfe unterliegt Prinzipien wie Freiwilligkeit, Anonymität, Objektivität,Flexibilität und Verbindlichkeit. Es werden keine personen- und fallbezogenenAkten geführt, es sei denn der Jugendliche wünscht dies. Voraussetzung hierfürist eine tragfähige Beziehung vom Mitarbeiter zu den Jugendlichen.
6.5 Freizeitpädagogische Aktivitäten
Diesesollen zum einen das Freizeitverhalten der Jugendlichen positiv beeinflussen und zum andern die Beziehungen von Mitarbeitern und Jugendlichen festigen.Gefördert werden dabei motorische, soziale, kreative und kognitive Fähigkeiten.Wege dorthin können z.B. erlebnispädagogische Angebote sein.
Dieoffene Jugendarbeit versteht sich nicht grundsätzlich als Animationsinstanz,sollte aber den Bedürfnissen ihrer Besucher entsprechende alternative, auchnicht kommerzielle Freizeitgestaltungsmöglichkeiten aufzeigen.
6.6 AltesSchulhaus
In den Räumen des altenSchulhauses bieten wir Betreuungsangebote für Grundschüler mit berufstätigenEltern mit Essensangebot im Anschluss an die reguläre Kernzeitenbetreuung an.
6.7 MedienpädagogischeAngebote
Wegen des starkzunehmenden Einflusses der neuen Medienwelt und er damit gewachsenen Anforderungen an die Medienkompetenz ,bieten wir den Kindern, Jugendlichen,Eltern sowie Lehrern passende Bildungsangebote an damit diese den veränderten Anforderungengerecht werden.
7.Rahmenbedingungen
7.1 Der Jugendtreff„Underground“ und die aufsuchende Jugendarbeit
7.1.1 Räumlichkeiten:
DieRäumlichkeiten des Jugendtreffs Underground befinden sich in den Kellerräumen der Meerbach-Grundschule Bartenbach, in der Lerchenberger Str. 16, in 73035 Göppingen.
Insgesamt nutzen wir 5 Räume mit einer Gesamtnutzungsfläche von ca. 90 Quadratmetern.Diese Räume sind ein größerer Aufenthaltsraum mit Theke, Getränkeausschank,einen Kicker- und Dartraum, eine Teeküche sowie einen Computerraum und einenMusikerübungsraum. Separat unterhält die MJB noch ein Büro für die Mitarbeiter,in dem Verwaltungsaufgaben und Einzelgespräche mit Jugendlichen durchgeführtwerden. Grundsätzlich sind dieRäume in einer jugendgerechten Weise ausgestattet und werdenbei Bedarf den Anforderungen entsprechend verändert. Die Räume im AltenSchulhaus nutzen wir gemeinsam mit der Kernzeitenbetreuung und dem Kindergarten.
7.1.2 Mitarbeiter:
Nebenden ehrenamtlich arbeitenden Helfern und dem Vorstand der MJB sind hauptamtlich ein Diplom- Sozialpädagoge als Leiter (100%). Abhängig von unseren finanziellen Möglichkeiten bieten wir einer Auszubildenden (Jugend- und Heimerziehung) undeinem Auszubildenden (Arbeitserzieher) eine Ausbildungsmöglichkeit. Das Team soll gemischtgeschlechtlich besetzt sein. Aus paritätischen Gründen obliegt bei geschlechtsspezifischen Fragen die Mädchenarbeit überwiegend der weiblichen Mitarbeiterin und die Jungenarbeit überwiegend den männlichen Mitarbeitern.
7.1.3 Finanzierung
Der Verein MJB bezieht seine finanziellen Mittel hauptsächlich durch einen Zuschuss der Stadt Göppingen, erhält aber auch Mittel vom Landkreis, sowie Landesmittel zur Förderung der Mobilen Jugendarbeit. Ferner hat die MJB Eigeneinnahmen in Form von Mitgliedsbeiträgen, aber auch Einnahmen durch Spenden, Altpapiersammlungen und Veranstaltungen im Stadtteil.
8. Beteiligung derZielgruppe
DieZielgruppen der verschiedenen Arbeitsansätze werden an der Gestaltung und Entwicklung der Arbeit insofern beteiligt, dass durch ständige Gespräche und Beobachtungen ihre Bedürfnisse und Schwierigkeiten festgestellt werden.
Bei der Gestaltung und Umsetzung der verschiedenen Projekte werden sie so viel wie möglich miteinbezogen, um ihre Motivation und Identifikation mit der Arbeit zusteigern sowie ihre Stärken und damit ihr Selbstbewusstsein zu fördern.
9.1 Infrastruktur
Nebender Unterstützung, welche die Angestellten durch den Vereinsvorstand bekommen gibt es die Anbindung an das Team des Hauses der Jugend Göppingen sowie dessen Infrastruktur und Ressourcen. Dies sind vor allem die Nutzung der beidenKleinbusse zum Selbstkostenpreis sowie die Entleihung diverser Geräte und Ausrüstungen wie Zelte, Biertischgarnituren etc.
Internist die MJB mit dem Haus der Jugend und dessen Teileinrichtungen vernetzt. Diesbeinhaltet neben der Fachaufsicht, einer fachlichen Anleitung und Supervisionauch eine entsprechende Teamanbindung und der Möglichkeit sich auf sachlicherEbene auszuhelfen. Die Zusammenarbeit ist durch einen Kooperationsvertrag geregelt.
Weiterfindet auch ein Austausch mit anderen freien Trägern und Einrichtungen der Jugendhilfe auf städtischer und kreisweiter Ebene statt. Die Mitarbeiter nehmenan den entsprechenden Sitzungen und Arbeitskreisen teil. Dadurch werden nebendem fachlichen Austausch auch Beziehungen zu Institutionen aufgebaut, zu denendie Jugendliche mit Problemen verwiesen werden können.
9.2 Gemeinwesenarbeit
DieZusammenarbeit mit ortsansässigen Vereinen und Institutionen (Sportvereine,Sägewerkerschule, Bezirksamt, Kirchen, politische Gremien, Polizei usw.),welche einen Gesamtüberblick über das lokale Geschehen erlaubt, wird gesucht.Durch Teilnahme am öffentlichen Leben, z.B. durch Veranstaltungen und Vorträge, soll eine Einbindung in das Gemeinwesen erfolgen. Die Aufgabe der Mitarbeiterbesteht, zwischen Gemeinwesen und Jugendlichen zu vermitteln, wobei eher einePosition im Sinne der Jugendlichen zu vertreten ist.
10.Öffentlichkeitsarbeit
Um die Einrichtungender Mobilen Jugendarbeit Bartenbach zu repräsentieren wird in den „BartenbacherInformationen“ und in der regionalen Presse regelmäßig über Strukturen und Angebote zu berichtet. Im Internet hat der Verein eine eigene Homepageeingerichtet, die für jeden zugänglich ist. Zudem ist jährlich ein Tag deroffenen Tür eingeplant. Für interessierte Jugendliche und Bewohner steht dieMöglichkeit offen, sich bei den Mitarbeitern zu zeitlich festgelegten Sprechstundenzu informieren.
DieEhrenamtlichen des Vereins Mobile Jugendarbeit informieren die kommunale Bezirksverwaltung und halten Verbindung zu wichtigen örtlichen Institutionen,um die Arbeit der pädagogischen Fachkräfte zu unterstützen.
11.Qualitätsentwicklung und Selbstevaluation
Der Verein unddie Mitarbeiter nutzen Methoden des Qualitätsmanagements um die Ziele und denErfolg des Vereins sicherzustellen. Dazu gehören u.a. regelmäßige Reviews indenen Probleme bewertet und analysiert werden, Lösungsideen gesammelt, bewertetund entscheiden werden sowie Maßnahmen abgeleitet, vereinbart, umgesetzt undanhand von Kennzahlen überprüft werden.
Ziel diesesVerfahrens ist vor allem eine erfolgreiche Jugendarbeit in Bartenbach sicherzustellen (qualitativ und quantitativ). Die begrenzten Ressourcen sollenerfolgreich eingesetzt, die Fähigkeiten, Kreativität und das Engagement derMitarbeiter, Ehrenamtlichen und des Vorstands geweckt werden sowie die Teamarbeit und die Vereinskultur kontinuierlichund nachhaltig verbessert werden.
12. Visionen undPerspektiven
Wir wollen Bartenbach zu einem Ort machen, indem Kinder, Jugendliche und Erwachsene in gegenseitigem Respekt miteinanderleben und sich wohlfühlen können.
Wenn das Leben keineVision hat, nach der man strebt, nach der man sich sehnt, die man verwirklichenmöchte, dann gibt es auch kein Motiv, sich anzustrengen. (Erich Fromm)