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Timestamp: 2019-05-27 06:45:27
Document Index: 368741074

Matched Legal Cases: ['§ 312', '§ 355', '§ 361', '§ 631', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 312']

AG Bad Segeberg, 13.04.2015 - 17 C 230/14 - dejure.org
dejure.org Übersicht AG Bad Segeberg
https://dejure.org/2015,7073
AG Bad Segeberg, 13.04.2015 - 17 C 230/14 (https://dejure.org/2015,7073)
AG Bad Segeberg, Entscheidung vom 13.04.2015 - 17 C 230/14 (https://dejure.org/2015,7073)
AG Bad Segeberg, Entscheidung vom 13. April 2015 - 17 C 230/14 (https://dejure.org/2015,7073)
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Widerrufsausschluss und Widerrufsausübung bei Renovierung einer Innentreppe
baurechtsiegen.de
Widerrufsrecht bei Werkvertrag?
Unmaßgeblichkeit der Einordnung eines Vertrages als Werkvertrag oder als Kaufvertrag für die Anwendung des § 312 Abs. 1 BGB
Widerrufsrecht für außerhalb von Geschäftsräumen geschlossene Verträge
Herstellung und Lieferung einzelner Trittstufen einer Innentreppe ist Werkvertrag
dr-bahr.com (Kurzinformation und -anmerkung)
Ist eine Kündigung eine eindeutige Erklärung des Widerrufs?
Handwerker aufgepasst: Wenn ein Verbraucher Sie bei sich zu Hause beauftragt, dann hat er grundsätzlich ein Widerrufsrecht
Werkvertrag über Renovierung einer Treppe kann wirksam widerrufen werden - Verbraucher steht Anspruch auf Rückerstattung der Anzahlung zu
Widerrufsrecht für Verbraucher beim Werkvertrag? (IBR 2015, 493)
Kündigung als Widerruf (IBR 2015, 1073)
NJW-RR 2015, 921
NZBau 2015, 495
BauR 2015, 1544
Danach sind nunmehr die Rechtsfolgen einer fehlerhaften Belehrung in den §§ 355 ff. BGB abschließend geregelt (…Grüneberg in: Palandt, BGB, 75. Aufl. 2016, § 361 Rn. 1; a.A. AG Bad Segeberg, Urteil vom 13. April 2014 - 17 C 230/14, NJW-RR 2015, 921, 924).
LG Stuttgart, 02.06.2016 - 23 O 47/16
Keine Belehrung, kein Wertersatz!
Werkverträge nach §§ 631 ff. BGB sind als Verträge über die Erbringung von Dienstleistungen anzusehen (so auch AG Bad Segeberg, Urteil vom 13.04.2015, 17 C 230/14 mwN).
Der Umstand, dass das Endprodukt - nämlich eine Treppe - eine unbewegliche Sache ist, steht dem nicht entgegen, da es für die Bestimmung der Beweglichkeit auf den Zeitpunkt der Lieferung der Trittstufen ankommt (BGH, Urteil vom 09.02.2010, Az.: X ZR 82/07, u. a. in: BB 2010, Seite 1561; BGH, Urteil vom 23.07.2009, Az.: VII ZR 151/08, u. a. in: NJW 2009, Seiten 2877 ff.; OLG Rostock, Beschluss vom 16.02.2010, Az.: 4 U 99/09, u. a. in: BauR 2010, Seiten 1223 f.; OLG Nürnberg, Urteil vom 17.06.2008, Az.: 1 U 148/08, u. a. in: OLG-Report 2009, Seiten 77 ff.; OLG Koblenz, Urteil vom 03.01.2008, Az.: 5 U 685/07, u. a. in: OLG-Report 2009, Seiten 301 f.; OLG Nürnberg, Urteil vom 11.10.2005, Az.: 9 U 804/05, u. a. in: BauR 2007, Seiten 122 ff.; AG Bad Segeberg, Urteil vom 13.04.2015, Az.: 17 C 230/14, u. a. in: NZBau 2015, Seiten 495 ff.).
Ebenso folgt alleine aus dem Umstand, dass die von der Beklagten zu liefernden Trittstufen dann zum Einbau in ein Bauwerk bestimmt sind nicht, dass dieser Vertrag als Werkvertrag anzusehen ist (BGH, Urteil vom 09.02.2010, Az.: X ZR 82/07, u. a. in: BB 2010, Seite 1561; BGH, Urteil vom 23.07.2009, Az.: VII ZR 151/08, u. a. in: NJW 2009, Seiten 2877 ff.; OLG Rostock, Beschluss vom 16.02.2010, Az.: 4 U 99/09, u. a. in: BauR 2010, Seiten 1223 f.; OLG Nürnberg, Urteil vom 17.06.2008, Az.: 1 U 148/08, u. a. in: OLG-Report 2009, Seiten 77 ff.; OLG Koblenz, Urteil vom 03.01.2008, Az.: 5 U 685/07, u. a. in: OLG-Report 2009, Seiten 301 f.; OLG Nürnberg, Urteil vom 11.10.2005, Az.: 9 U 804/05, u. a. in: BauR 2007, Seiten 122 ff.; AG Bad Segeberg, Urteil vom 13.04.2015, Az.: 17 C 230/14, u. a. in: NZBau 2015, Seiten 495 ff.).
Auch auf der Grundlage des Vorbringens des Klägers beschränkte sich die vertragliche Verpflichtung der Beklagten vorliegend nämlich auf die Herstellung und Lieferung von Trittstufen, selbst wenn die Beklagte hier zur Herstellung von Trittstufen entsprechend den vereinbarten Maßen (1000 mm x 400 mm x 180 mm) und einer bestimmten Betongüte (C30/37) verpflichtet war (BGH, Urteil vom 09.02.2010, Az.: X ZR 82/07, u. a. in: BB 2010, Seite 1561; BGH, Urteil vom 23.07.2009, Az.: VII ZR 151/08, u. a. in: NJW 2009, Seiten 2877 ff.; OLG Rostock, Beschluss vom 16.02.2010, Az.: 4 U 99/09, u. a. in: BauR 2010, Seiten 1223 f.; OLG Nürnberg, Urteil vom 17.06.2008, Az.: 1 U 148/08, u. a. in: OLG-Report 2009, Seiten 77 ff.; OLG Koblenz, Urteil vom 03.01.2008, Az.: 5 U 685/07, u. a. in: OLG-Report 2009, Seiten 301 f.; OLG Nürnberg, Urteil vom 11.10.2005, Az.: 9 U 804/05, u. a. in: BauR 2007, Seiten 122 ff.; AG Bad Segeberg, Urteil vom 13.04.2015, Az.: 17 C 230/14, u. a. in: NZBau 2015, Seiten 495 ff.).
Nach der Neufassung ist entgegen der Auffassung des Klägers nicht mehr entscheidend, ob der Verbraucher den Unternehmer in seine Privatwohnung bestellt hat (…Grüneberg, in: a.a.O., § 312b, Rn. 4; Wendehorst, NJW 2014, 577, 581; vgl. auch AG Bad Segeberg, NZBau 2015, 495, Tz. 26).