Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=29.01.1998&Aktenzeichen=III%20ZR%20110/97
Timestamp: 2019-07-20 02:02:25
Document Index: 44922498

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 31', 'Art. 6', '§ 31', 'Art. 14', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 29.01.1998 - III ZR 110/97 - dejure.org
https://dejure.org/1998,3736
BGH, 29.01.1998 - III ZR 110/97 (https://dejure.org/1998,3736)
BGH, Entscheidung vom 29.01.1998 - III ZR 110/97 (https://dejure.org/1998,3736)
BGH, Entscheidung vom 29. Januar 1998 - III ZR 110/97 (https://dejure.org/1998,3736)
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Haftung eines Landes wegen (rechtmäßigen) enteignenden Eingriffs ; Befreiung von einem Vermarktungsverbot; Eigentumsbeeinträchtigung durch gesetzgeberisches Unterlassen
BNatSchG § 31; VO-EWG 3626/82 Art. 6
§ 31 Abs. 1 S. 2 BNatSchG; Art. 14 Abs. 1 S. 2 GG
Inhaltsbestimmung oder enteignungsgleicher Eingriff?
OLG Stuttgart, 16.05.1997 - 1 U 172/96
NJW 1998, 1398
WM 1998, 832
WM 1999, 832
DÖV 1998, 606
Bestrebungen, das Rechtsinstitut des enteignenden Eingriffs darüber hinaus auch dann anzuwenden, wenn ein Gesetz im Einzelfall zu Eigentumseinbußen führt, die Ausnahmecharakter tragen und nur unter besonderen Umständen entstehen, steht der Senat sehr zurückhaltend gegenüber; er hat das Institut jedenfalls nicht als geeignete Grundlage angesehen, um massenhaft auftretende Schäden wie das in neuerer Zeit weitflächig auftretende Waldsterben auszugleichen (BGHZ 102, 350, 361 ff.; s. auch Urteil vom 7. Juli 1988 - III ZR 198/87 - NJW 1989, 101, 102 = VersR 1988, 1046; Nichtannahmebeschluß vom 29. Januar 1998 - III ZR 110/97 - WM 1998, 832, 833).
Indes sind nach der ständigen Rechtsprechung des BGH die Zivilgerichte bei der Entscheidung darüber, ob der Erlass eines Verwaltungsaktes rechtmäßig oder rechtswidrig war, an ein verwaltungsgerichtliches Urteil, das die Wirksamkeit und Rechtsmäßigkeit des Verwaltungsaktes verneint hat, im Rahmen der Rechtskraftwirkung gebunden (vgl. u.a. BGH, NJW 1998, 1398).
Es stellt keine eigene, den Kläger in seinen Rechten zusätzlich beeinträchtigende Regelung dar, wenn die Behörde durch ihre Entscheidung lediglich die bestehende Rechtslage, nämlich dass kein finanzieller Ausgleich für die "Doppelbelastung" beim Export von Elektrogeräten in einen anderen Mitgliedstaat der EU gewährt wird, bestätigt (vgl. BGH, Beschluss v. 29.01.1998 - Az.: III ZR 110/97 -, NJW 1998, 1398, 1399 für die Ablehnung der Befreiung von einem durch die Gesetzeslage vorgegebenen Vermarktungsverbot).