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Timestamp: 2016-10-27 23:03:24
Document Index: 6585047

Matched Legal Cases: ['BGE', 'Art. 129', 'BGE', 'BGE', 'Art. 18', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 36', 'BGE', 'BGE', 'Art. 24', 'Art. 36', 'BGE', 'Art. 36', 'Art. 159', 'BGE']

U 101/00 (26.07.2002)
U 101/00 Vr
Pr�sidentin Leuzinger, Bundesrichter R�edi und nebenamtlicher Richter Maeschi; Gerichtsschreiberin Bollinger
V.________, 1967, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dominique Chopard, Werdstrasse 36, 8004 Z�rich,
A.- V.________, geboren 1967, arbeitete als Weberin bei der Q.________ AG und war bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) f�r die Folgen von Unf�llen und Berufskrankheiten versichert. Am 19. Februar 1996 geriet sie mit der rechten Hand in eine Webmaschine, was zu einer Teilamputation des Mittelfingers (Fingerkuppe tangential), des Ringfingers (Mittelphalanx subkapital) und des Kleinfingers (Endgliedbasis) f�hrte. Nach Abschluss der prim�ren Unfallbehandlung und mehreren Arbeitsversuchen nahm V.________ im Januar 1997 eine T�tigkeit als Packerin beim bisherigen Arbeitgeber auf. Die SUVA stellte die Heilkosten- und Taggeldleistungen auf den 31. Oktober 1997 ein und sprach der Versicherten nach durchgef�hrten medizinischen und erwerblichen Abkl�rungen mit Verf�gung vom 7. November 1997 eine Rente auf Grund einer Erwerbsunf�higkeit von 15 % f�r die Zeit vom 1. November 1997 bis 30. April 2000 sowie eine Integrit�tsentsch�digung f�r eine Integrit�tseinbusse von ebenfalls 15 % zu. Einspracheweise liess V.________ ein Gutachten des Handchirurgen Dr. med. B.________, Facharzt f�r Chirurgie FMH, vom 10. Februar 1998 einreichen, worin die Arbeitsf�higkeit als Packerin mit maximal 50 % angegeben und der Integrit�tsschaden auf mindestens 25 % gesch�tzt wurde. Gest�tzt auf eine Stellungnahme ihres �rzteteams Unfallmedizin vom 21. April 1998 wies die SUVA die Einsprache mit Entscheid vom 8. Mai 1998 ab.
B.- Die Versicherte liess Beschwerde erheben und beantragen, es sei ihr eine Rente auf der Basis einer Erwerbsunf�higkeit von mindestens 50 % und eine Integrit�tsentsch�digung von mindestens 25 % zuzusprechen; ferner sei die SUVA zu verpflichten, die Expertisekosten zu �bernehmen.
Mit Entscheid vom 1. Februar 2000 wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich die Beschwerde ab.
C.- V.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren und das erstinstanzliche Beschwerdebegehren erneuern.
Die SUVA beantragt sinngem�ss Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Das Bundesamt f�r Sozialversicherung verzichtet auf eine Vernehmlassung.
In einem zweiten Schriftenwechsel haben sich die Parteien zu den im Instruktionsverfahren beigezogenen Akten der Invalidenversicherung ge�ussert.
1.- Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, die Vorinstanz habe sie in mehrfacher Hinsicht im Anspruch auf rechtliches Geh�r verletzt. Diese formellen R�gen sind vorweg zu pr�fen.
a) Beanstandet wird zun�chst, dass die Vorinstanz dem Antrag auf Beizug der IV-Akten nicht entsprochen und auch nicht begr�ndet habe, weshalb ihrer Meinung nach hievon abzusehen sei. Die Beschwerdef�hrerin hat in der erstinstanzlichen Rechtsschrift darauf hingewiesen, dass ihr von der Invalidenversicherung mit Vorbescheid vom 23. Juni 1998 die Ausrichtung einer halben Rente ab 1. Februar 1997 in Aussicht gestellt worden war, und zumindest sinngem�ss den Beizug der IV-Akten beantragt. Auch wenn die SUVA an die Invalidit�tsbemessung der Invalidenversicherung nicht gebunden war (vgl. Erw. 2a hienach), w�re es schon im Hinblick auf die unterschiedlichen �rztlichen Angaben zur Arbeitsf�higkeit im Verfahren betreffend Leistungen der Unfallversicherung angezeigt gewesen, die IV-Akten beizuziehen. Indem die Vorinstanz dem Begehren ohne Begr�ndung nicht entsprochen hat, hat sie die Beschwerdef�hrerin im Anspruch auf rechtliches Geh�r verletzt. Zu einer R�ckweisung der Sache aus formellen Gr�nden besteht indessen kein Anlass, da es sich nicht um eine schwerwiegende Geh�rsverletzung handelt und der Mangel als geheilt gelten kann, nachdem die Akten vom Eidgen�ssischen Versicherungsgericht beigezogen worden sind und sich die Parteien hiezu haben �ussern k�nnen.
b) Ger�gt wird sodann, dass sich die Vorinstanz nicht mit dem Vorbringen der Beschwerdef�hrerin auseinander gesetzt habe, wonach die Ausf�hrungen der SUVA-�rzte zur M�glichkeit einer weiteren Verbesserung des Gesundheitszustandes widerspr�chlich seien, sodass unklar bleibe, ob der Fallabschluss auf Ende Oktober 1997 zu Recht erfolgt sei. Dieser Einwand erweist sich als unbegr�ndet. Zum einen setzt sich die Vorinstanz mit den �rztlichen Angaben zu einer m�glichen Verbesserung des Gesundheitszustandes auseinander. Zum andern besteht zwischen den Feststellungen von Dr. med. M.________ anl�sslich der kreis�rztlichen Abschlussuntersuchung vom 20. Juni 1997, wonach mit einer Besserung nicht mehr zu rechnen sei, und von Dr. med. S.________, �rzteteam Unfallmedizin der SUVA, vom 21. April 1998, wonach das bestehende Schmerzsyndrom (Kausalgie) medikament�s behandelt werden k�nne, kein Widerspruch, weil sich die kreis�rztliche Beurteilung ausdr�cklich auf den funktionell-anatomischen Zustand beschr�nkte, w�hrend die Ausf�hrungen von Dr. med. S.________ die Schmerzproblematik betreffen. Der Fallabschluss auf Ende Oktober ist umso weniger zu beanstanden, als der von der Beschwerdef�hrerin als Privatgutachter beigezogene Dr. med. B.________ in einer Stellungnahme zuhanden des Rechtsvertreters der Beschwerdef�hrerin vom 14. Juli 1998 eine medikament�se Behandlung in solchen F�llen als meist erfolglos bezeichnet hat. Die Beschwerdef�hrerin h�lt im letztinstanzlichen Verfahren denn auch nicht daran fest, es seien weitere Heilbehandlungskosten- und Taggeldleistungen zu gew�hren.
2.- Materiell zu pr�fen ist zun�chst, ob die Zusprechung einer Invalidenrente von 15 % ab 1. November 1997 und deren Befristung bis 30. April 2000 zu Recht besteht.
a) Die Beschwerdef�hrerin beruft sich auf die Rechtsprechung zur Bindungswirkung rechtskr�ftiger Invalidit�tssch�tzungen anderer Versicherungstr�ger (BGE 126 V 288 ff.) und macht geltend, die SUVA sei nicht berechtigt, von dem von der IV-Stelle festgestellten Invalidit�tsgrad von 50 % abzugehen. Nach der genannten Rechtsprechung d�rfen zumindest rechtskr�ftig abgeschlossene Invalidit�tssch�tzungen eines anderen Versicherers nicht unbeachtet bleiben. Vielmehr m�ssen sie als Indiz f�r eine zuverl�ssige Beurteilung gewertet und als solches in den Entscheidungsprozess erst sp�ter verf�gender Versicherungstr�ger mit einbezogen werden. Wo die sp�ter verf�gende Versicherung die M�glichkeit hat, den ihr ordnungsgem�ss er�ffneten Entscheid des andern Versicherers anzufechten (Art. 129 Abs. 1 UVV), und hievon Gebrauch macht, hat sie diesen grunds�tzlich gegen sich gelten zu lassen. Zumindest hat sie sich die Vermutung der Richtigkeit der bereits vorhandenen Invalidit�tsbemessung entgegenhalten zu lassen. Eine abweichende Invalidit�tsbemessung kann in solchen F�llen nur noch ausnahmsweise in Frage kommen, wobei an die Begr�ndung strenge Anforderungen zu stellen sind. Anlass f�r ein Abweichen von einer bereits rechtskr�ftigen Invalidit�tssch�tzung eines andern Versicherers k�nnen, nebst den von der Rechtsprechung bereits bisher anerkannten Gr�nden (BGE 119 V 471 Erw. 2b mit Hinweisen), �usserst knappe und ungenaue Abkl�rungen sowie kaum �berzeugende oder nicht sachgerechte Schlussfolgerungen geben (BGE 126 V 294 Erw. 2d).
Im vorliegenden Fall sind sowohl die Verf�gung vom 7. November 1997 als auch der Einspracheentscheid der SUVA vom 8. Mai 1998 vor Erlass der IV-Verf�gung vom 2. Oktober 1998 ergangen, sodass die Rechtsprechung zur Bindungswirkung der Invalidit�tssch�tzung bei rechtskr�ftiger Verf�gung des andern Versicherers nicht zur Anwendung gelangt.
b) Anl�sslich der erstmaligen Untersuchung vom 10. Mai 1996 stellte Kreisarzt Dr. med. A.________ fest, der Versicherten seien T�tigkeiten mit K�lteexposition sowie das Tragen von Lasten �ber 5 kg nicht zumutbar. Arbeiten mit ausgesprochener Feinmotorik verm�ge sie nicht mehr zu verrichten; die rechte Hand k�nne noch f�r die Greiffunktion der Finger I und II und partiell zur Haltefunktion eingesetzt werden. Die Versicherte konnte daher die bisherige T�tigkeit an den Webmaschinen, welche mit Feinarbeiten und dem Tragen schwerer Gewichte verbunden war, nicht mehr aus�ben und nahm anfangs 1997 beim gleichen Arbeitgeber eine T�tigkeit in der Packerei/Spedition auf, arbeitete in der Folge jedoch nur stundenweise. Bei der kreis�rztlichen Abschlussuntersuchung vom 20. Juni 1997 erhob Dr. med. M.________ einen station�ren Befund bei guten Stumpfverh�ltnissen. Zu den bestehenden Behinderungen f�hrte er aus, ein Greifakt mit der rechten Hand sei nur im Spitzgriff zwischen Daumen und Zeigefinger m�glich, wobei die Kraft etwas eingeschr�nkt sei. Grobgriffe k�nnten nicht mehr ausgef�hrt werden; der rechten Hand komme diesbez�glich nur eine Hilfsfunktion zu. Leistungsvermindernd wirkten sich auch l�ngere K�lteexpositionen der Hand aus. F�r leichtere Arbeiten innerhalb des genannten Rahmens bestehe keine zeitliche Limite. Am 23. Juli 1997 stellte Kreisarzt Dr. med. A.________ erg�nzend fest, auf Grund der Zumutbarkeitsbeurteilung sei die Versicherte in der Lage, ihre T�tigkeit bei voller Pr�senzzeit vollumf�nglich auszu�ben.
Eine Abkl�rung am Arbeitsplatz durch den Aussendienst der SUVA vom 19. August 1997 ergab indessen, dass die Versicherte auch in der T�tigkeit als Packerin erheblich beeintr�chtigt ist, indem sie verschiedene Arbeiten (Palettrahmen und Paletten heben, Wechsel der Plastikrollen an der Verpackungsmaschine, Verschliessen der Kartonschachteln mit Klebeband) nicht zu verrichten vermag, weshalb diese T�tigkeiten von andern Mitarbeiterinnen erledigt werden m�ssen. Bei weiteren Arbeiten, die sie grunds�tzlich auszu�ben vermag, ist sie behinderungsbedingt verlangsamt. Nach Auffassung des Arbeitgebers ist die Einschr�nkung in der Leistungsf�higkeit auf ca. 50 % zu sch�tzen. Die kreis�rztliche Annahme, wonach sie als Packerin voll arbeitsf�hig ist, findet damit keine St�tze. Die Feststellungen am Arbeitsplatz sprechen daf�r, dass die Arbeitsf�higkeit in �bereinstimmung mit der Beurteilung durch die Rehaklinik X.________ vom 19. Dezember 1996 auf rund 50 % zu veranschlagen ist. Es fragt sich indessen, ob die Beschwerdef�hrerin mit dieser T�tigkeit als hinreichend eingegliedert gelten kann.
Die Angaben des Arbeitgebers, wonach zahlreiche Arbeiten nicht, nur teilweise oder verlangsamt verrichtet werden k�nnen, decken sich mit den im Wesentlichen �bereinstimmenden �rztlichen Ausf�hrungen zu den bestehenden Behinderungen. Im Lichte dieser Feststellungen kann aber nicht angenommen werden, dass die verbleibende Arbeitsf�higkeit bei der T�tigkeit als Packerin zumutbarerweise voll ausgen�tzt wird. Es ist offensichtlich, dass diese hohe Anspr�che an die Funktionst�chtigkeit der H�nde stellt, weil Gewichte zu tragen und teilweise Arbeiten zu verrichten sind, die besondere Anforderungen an die Greif- und Haltefunktion der H�nde voraussetzt. Wie die SUVA mit den aufgelegten DAP-Arbeitsplatzprofilen hinreichend nachgewiesen hat, bestehen zahlreiche andere T�tigkeiten (Montage-, Kontroll- und �berwachungsarbeiten in Industriebetrieben), welche geringere Anforderungen an die Funktionst�chtigkeit der H�nde (Beidh�ndigkeit, Feinmotorik) stellen und in welchen die Beschwerdef�hrerin nicht oder zumindest weniger beeintr�chtigt w�re. Nach den SUVA-�rztlichen Beurteilungen w�re die Aus�bung einer solchen geeigneten T�tigkeit ganztags und ohne wesentliche Einschr�nkungen zumutbar, sofern den behinderungsbedingten Einschr�nkungen (kein Tragen von Lasten �ber 5 kg, keine K�lteexposition, keine Arbeit mit besondern Anforderungen an die Feinmotorik und die Beidh�ndigkeit) Rechnung getragen wird. Zu einer andern Beurteilung besteht auch auf Grund des von der Beschwerdef�hrerin veranlassten Privatgutachtens von Dr. med. B.________ kein Anlass, zumal darin lediglich zur Arbeitsf�higkeit in der fr�heren T�tigkeit als Weberin und der gegenw�rtigen T�tigkeit als Packerin sowie bei der Haushaltf�hrung Stellung genommen wird. Im �brigen stellt Dr. med. B.________ fest, die Versicherte sei wegen Stumpfbeschwerden, kausalgieformen Schmerzen und ausgepr�gter K�lteintoleranz erheblich beeintr�chtigt. Demgegen�ber hat die Beschwerdef�hrerin wiederholt angegeben, sie k�nne trotz bestehender Beschwerden (insbesondere beim Zugreifen mit Spitzgriff) leichtere Arbeiten verrichten. Aus der auch von den �rzten der SUVA festgestellten K�lteintoleranz ergibt sich keine zus�tzliche Arbeits- bzw. Erwerbsunf�higkeit, weil gen�gend Arbeitspl�tze offen stehen, wo solche Einwirkungen vermieden werden k�nnen. Es muss daher bei der Feststellung bleiben, dass die Verrichtung einer geeigneten leichteren T�tigkeit ohne wesentliche Einschr�nkungen ganztags zumutbar w�re.
c) Die SUVA hat der Festsetzung des nach Art. 18 Abs. 2 UVG f�r die Invalidit�tsbemessung massgebenden Invalideneinkommens Lohnangaben aus der DAP zugrunde gelegt, woraus ein Monatslohn zwischen Fr. 2800.- und Fr. 3400.- resultiert. Abgestellt hat sie auf den Mindestlohn von Fr. 2800.- (x 13) f�r Verpackungsarbeiten gem�ss DAP Nr. 2010 und 2011, was einem Jahresverdienst von Fr. 36'400.- entspricht. Im Sinne einer Plausibilit�tspr�fung hat die Vorinstanz das Invalideneinkommen mit den statistischen Werten der vom Bundesamt f�r Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 1996 (Tab. A 7 Ziff. 10 und 12; Monatseinkommen Fr. 3348.- bzw. Fr. 3707.-) verglichen und ist zum Schluss gelangt, dass selbst ohne Ber�cksichtigung der nominellen Lohnentwicklung die DAP-Angaben tiefer liegen, weshalb kein Anlass bestehe, hievon abzugehen. Die Beschwerdef�hrerin macht demgegen�ber geltend, es sei gem�ss Tabelle A7 der LSE vom Zentralwert f�r den gesamten privaten und �ffentlichen Sektor von Fr. 3520.- im Monat auszugehen und es sei ein leidensbedingter Abzug von mindestens 25 % vorzunehmen, was zu einem Invalideneinkommen von Fr. 31'680.- f�hre.
Ob vom Zentralwert f�r den gesamten privaten und �ffentlichen Sektor auszugehen ist, kann offen bleiben, weil der Durchschnitt der von der Vorinstanz herangezogenen sektoriellen Lohnangaben (Fr. 40'176.- + Fr. 44'484.- : 2 = Fr. 42'330.-) mit dem von der Beschwerdef�hrerin als massgebend erachteten Gesamtwert von Fr. 42'240.- (Fr. 3520.- x 12) praktisch �bereinstimmt. Wird der von ihr geltend gemachte Lohn von Fr. 42'240.- auf die betriebs�bliche Arbeitszeit von 41,9 Wochenstunden umgerechnet (BGE 126 V 81 Erw. 7a), so ergibt sich unter Ber�cksichtigung der Nominallohnentwicklung von 0,6 % f�r Arbeitnehmerinnen im Jahre 1997 (Bundesamt f�r Statistik, Lohnentwicklung 1997, Tab. T2.2) ein Jahreseinkommen von Fr. 44'511.-. Zu einem Abzug von mindestens 25 % besteht entgegen den Ausf�hrungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde kein Anlass. Wie das Eidgen�ssische Versicherungsgericht in BGE 126 V 75 ff. entschieden und seither wiederholt best�tigt hat, h�ngt die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenl�hne herabzusetzen sind, von s�mtlichen pers�nlichen und beruflichen Umst�nden des konkreten Einzelfalls ab (leidensbedingte Einschr�nkung, Alter, Dienstjahre, Nationalit�t/Aufenthaltskategorie und Besch�ftigungsgrad), welche nach pflichtgem�ssem Ermessen gesamthaft zu sch�tzen sind, wobei der maximal zul�ssige Abzug auf 25 % festzusetzen ist (BGE 126 V 79 Erw. 5b). Im vorliegenden Fall sind die Voraussetzungen f�r einen sog. leidensbedingten Abzug erf�llt, weil zufolge des Gesundheitsschadens die Leistungsf�higkeit auch im Rahmen einer geeigneten leichteren T�tigkeit beeintr�chtigt und deshalb m�glicherweise ein geringerer Lohn zu erzielen ist. Dagegen sind die von der Rechtsprechung anerkannten weiteren Abzugsgr�nde nicht gegeben. Der Abzug ist daher auf h�chstens 15 % festzusetzen, was zu einem Jahreseinkommen von Fr. 37'835.- f�hrt. Es besteht daher auch im Lichte statistischer Lohnangaben kein Grund, von dem von der SUVA angenommenen Invalideneinkommen von Fr. 36'400.- abzugehen. Gemessen am Valideneinkommen, welches unbestrittenermassen auf Fr. 42'520.- festzusetzen ist, ergibt sich somit ein Invalidit�tsgrad von knapp 15 %, wie ihn die SUVA dem Rentenentscheid zugrunde gelegt hat.
d) Nach der Rechtsprechung kann die Rente abgestuft oder befristet werden, wenn bereits anl�sslich der Rentenfestsetzung vorauszusehen ist, dass sich die Auswirkungen des Gesundheitsschadens auf die Erwerbsf�higkeit zufolge Anpassung und Angew�hnung des Versicherten an die Unfallfolgen in absehbarer Zeit vermindern oder ausgleichen werden (BGE 109 V 24 Erw. 2b; RKUV 1987 Nr. U 18 S. 306; vgl. auch Maurer, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, S. 369 f.). Praxisgem�ss erfolgt die Befristung insbesondere bei Finger- und Handverletzungen, wo erfahrungsgem�ss mit einer Anpassung und Angew�hnung an den Gesundheitsschaden und einem entsprechenden R�ckgang der Invalidit�t gerechnet werden kann (vgl. Omlin, Dauerrenten - Zeitrenten - Terminierte Renten, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Die Revision von Dauerleistungen in der Sozialversicherung, St. Gallen 1999, S. 134). Im vorliegenden Fall war auf Grund der Feststellungen der Rehaklinik X.________ vom 21. Februar 1997, wonach die Versicherte meist nur die linke Hand benutzte, zu schliessen, dass die Anpassung und Angew�hnung an die Unfallfolgen noch nicht abgeschlossen war. Auch in dem f�r die Beurteilung massgebenden Zeitpunkt des Einspracheentscheids (BGE 116 V 248 Erw. 1a) war die Annahme berechtigt, dass mit einer weiteren Anpassung und Angew�hnung an die Unfallfolgen (insbesondere durch Verlagerung von T�tigkeiten auf die linke Hand und vermehrten Einsatz der rechten Hand als Hilfshand) und einer entsprechenden Verbesserung der Arbeitsf�higkeit zu erreichen war. Nicht zu pr�fen ist, ob sich die mit der Rentenbefristung per 30. April 2000 verbundene Prognose einer rentenausschliessenden Erwerbsf�higkeit in der Zwischenzeit bewahrheitet hat. Wie die Vorinstanz zu Recht feststellt, bleibt es der Beschwerdef�hrerin unbenommen, eine Neu�berpr�fung der Invalidit�t f�r die Zeit ab 1. Mai 2000 zu verlangen (vgl. RKUV 1993 Nr. U 173 S. 145).
3.- Zu pr�fen bleibt die Integrit�tsentsch�digung. W�hrend SUVA und Vorinstanz den Anspruch auf 15 % festgesetzt haben, beantragt die Beschwerdef�hrerin die Zusprechung einer Entsch�digung von 25 %.
a) Nach Art. 36 Abs. 2 UVV und der Skala der Integrit�tsentsch�digung von Anhang 3 zur UVV wird der Verlust von mindestens zwei Gliedern eines Langfingers oder eines Gliedes des Daumens mit 5 %, der Verlust eines Daumens mit 20 % und der Verlust einer Hand mit 40 % bewertet. In Erg�nzung zu den in der Verordnung enthaltenen Richts�tzen hat die SUVA Richtlinien in tabellarischer Form herausgegeben, auf welche praxisgem�ss abgestellt werden kann (BGE 124 V 32 Erw. 1c mit Hinweisen). Tabelle 3 dieser Richtlinien enth�lt eine Liste der Integrit�tssch�den bei einfachen und kombinierten Finger-, Hand- und Armverlusten. Der hier zur Diskussion stehende Schaden mit Teilamputationen des Mittel-, Ring- und Kleinfingers rechts entspricht Ziff. 38 der Tabelle und wird mit 15 % bewertet. Diese Beurteilung wird auch von Dr. med. E.________, Spezialarzt FMH f�r Chirurgie, speziell Handchirurgie, geteilt und von der Beschwerdef�hrerin nicht bestritten. Gest�tzt auf das Gutachten von Dr. med. B.________ macht sie jedoch geltend, es sei zus�tzlich zu ber�cksichtigen, dass sie an einem erheblichen Schmerzsyndrom und an K�lteintoleranz leide, was sie im Gebrauch der rechten Hand zus�tzlich einschr�nke.
b) In der obligatorische Unfallversicherung wird der Integrit�tsschaden allein nach dem medizinischen Befund und ohne Ber�cksichtigung individueller Besonderheiten bemessen (BGE 113 V 221 Erw. 2b). Dies schliesst indessen nicht aus, dass Schmerzen, welche die Funktionseinschr�nkungen erschwerend beeinflussen k�nnen, bei der Bemessung des Integrit�tsschadens ber�cksichtigt werden (vgl. hiezu beispielsweise Tab. 7 der SUVA-Richtlinien betreffend Integrit�tssch�den an der Wirbels�ule). Zu beachten ist aber, dass nach der gesetzlichen Regelung nur dauernde und erhebliche Sch�digungen leistungsbegr�ndend sind (Art. 24 Abs. 1 UVG). Dauernd ist der Integrit�tsschaden, wenn er voraussichtlich w�hrend des ganzen Lebens mindestens im gleichen Umfang besteht; erheblich ist er, wenn die k�rperliche oder geistige Integrit�t, unabh�ngig von der Erwerbsf�higkeit, augenf�llig oder stark beeintr�chtigt ist (Art. 36 Abs. 1 UVV; vgl. hiezu BGE 124 V 36 Erw. 4). Diese Voraussetzungen sind auch bei der zus�tzlichen Ber�cksichtigung von Schmerzsyndromen zu beachten.
Im Einspracheentscheid vom 8. Mai 1998 hat die SUVA gest�tzt auf eine �rztliche Beurteilung durch Dr. med. S.________, �rzteteam Unfallmedizin, vom 21. April 1998 festgestellt, f�r das geltend gemachte Schmerzsyndrom k�nne kein zus�tzlicher Integrit�tsschaden anerkannt werden, weil es sich durch eine medikament�se Behandlung sowie durch Anpassung und Angew�hnung aller Wahrscheinlichkeit nach noch bessern werde. In der Stellungnahme zuhanden des Rechtsvertreters der Beschwerdef�hrerin vom 14. Juli 1998 bezeichnet Dr. med. B.________ die Erfolgsaussichten einer medikament�sen Behandlung demgegen�ber als gering und stellt fest, dass eine Angew�hnung und Anpassung nicht zu erwarten sei. Dr. med. S.________ hat hiezu in einer �rztlichen Beurteilung vom 18. November 1998 erneut in gegenteiligem Sinn Stellung genommen. Zu den �rztlichen Meinungsverschiedenheiten �ber die Therapierbarkeit der Beschwerden hat sich das Eidgen�ssische Versicherungsgericht nicht zu �ussern. Es gen�gt festzustellen, dass bez�glich des Schmerzsyndroms (und der K�lteempfindlichkeit) in dem f�r die Beurteilung massgebenden Zeitpunkt des Einspracheentscheids nicht mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit feststand, dass ein dauernder und erheblicher Integrit�tsschaden im Sinne von Art. 36 Abs. 1 UVV bestehen bleibt. Mit der Feststellung, dass ein zus�tzlicher Integrit�tsschaden "im heutigen Zeitpunkt" nicht anerkannt werden k�nne, hat die SUVA diesbez�glich jedoch nicht abschliessend entschieden. Wie im Bericht des Dr. med. S.________ vom 21. April 1998 ausgef�hrt wird, ist eine definitive Beurteilung in zwei bis drei Jahren vorzunehmen. Die SUVA wird die Sache in diesem Punkt daher neu zu pr�fen haben.
4.- Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf Parteientsch�digung (Art. 159 Abs. 2 OG) und kann dem Antrag auf Ersatz der Kosten f�r das eingeholte Privatgutachten nicht entsprochen werden (BGE 115 V 62).
II. Die Akten werden an die Schweizerische Unfallversicherungsgesellschaft
�berwiesen, damit sie im Sinne von
Erw�gung 3b verfahre.
Luzern, 26. Juli 2002