Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=MIR%202018,%20Dok.%20008
Timestamp: 2020-04-06 03:23:22
Document Index: 105821774

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 2', 'EuG', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Ähnlich liegt der Fall hier: Sowohl auf der sog. Homepage als auch auf weiteren Seiten des Internetauftritts unter der URL (an dieser Stelle befindet sich eine Internetadresse) erscheinen hervorgehoben die Worte "Architektur / Tragwerksplanung / Statik / Bauphysik." Sie werden damit hervorgehoben benutzt und stellen sich als Blickfangbewerbung der Leistungen der Beklagten dar, weshalb sie schon für sich wahr und in ihrer konkreten Verwendung zulässig sein müssen, auch wenn sie den Leser erst zur näheren Beschäftigung mit dem Angebot veranlassen sollen, wobei es nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs auf eine durch den späteren Text erfolgende Klarstellung nicht ankommt (ständige Rechtsprechung seit mehr als 50 Jahren, vgl. nur BGH, GRUR 1965, 39, 41; BGH, WM 2018, 264 ff.).
Irreführende Werbung: Arzneimittelwerbung in einer Fachzeitschrift für Ärzte; …
Eine geschäftliche Handlung ist irreführend, wenn das Verständnis, das sie bei den Verkehrskreisen erweckt, an die sie sich richtet, mit den tatsächlichen Verhältnissen nicht übereinstimmt (st. Rspr., vgl. BGH, Urteil vom 21. September 2017 - I ZR 53/16, GRUR 2018, 320, Rn. 18 - Festzins Plus).
Der Begriff der geschäftlichen Entscheidung i.S.v. § 2 Abs. 1 Nr. 9 UWG erfasst daher außer der Entscheidung über den Erwerb oder Nichterwerb eines Produktes auch damit unmittelbar zusammenhängende Entscheidungen wie insbesondere das Betreten eines Geschäfts (EuGH, GRUR 2014, 196 = WRP 2014, 161 - Trento Sviluppo;… BGH, GRUR 2015, 698 Rz. 20 - Schlafzimmer komplett;… BGH, GRUR 2017, 922 Rz. 28 = WRP 2017, 1081 - Komplettküchen; BGH, GRUR 2018, 320, 323 - Festzins Plus).