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Timestamp: 2019-06-16 13:31:15
Document Index: 316750619

Matched Legal Cases: ['Art. 16', 'Art. 7', '§ 1', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 9', '§ 10', '§ 11', '§ 12', '§ 13', '§ 14', '§ 15', '§ 16', '§ 17', '§ 18', '§ 19', '§ 20', '§ 21', '§ 22', '§ 23', '§ 24', '§ 25', '§ 26', '§ 27', '§ 28', '§ 29', '§ 30', '§ 19', '§ 31', '§ 32', '§ 33', '§ 34', '§ 35', '§ 36', '§ 37', '§ 38', '§ 39', '§ 40', '§ 41', '§ 42', '§ 43', '§ 44', '§ 45', '§ 46', '§ 2', '§ 6', '§ 9', '§ 20', '§ 20', '§ 23', '§ 2', '§ 2', 'Art. 3', '§ 3', 'Art. 3', '§ 3', 'Art. 3', '§ 3', 'Art. 3', '§ 7', 'Art. 3', '§ 14', 'Art. 3', '§ 14', 'Art. 3', '§ 14', 'Art. 3', '§ 15', 'Art. 3', '§ 17', 'Art. 2', '§ 31', 'Art. 3', '§ 31', '§ 34', '§ 35', '§ 35', '§ 35', '§ 31', '§ 32', '§ 8', '§ 8', '§ 38', 'Art. 3', '§ 2', 'Art. 3', '§ 15', '§ 40', '§ 42', '§ 41', '§ 43', '§ 15', '§ 41', '§ 43', '§ 44', '§ 41', '§ 2', 'Art. 16', 'Art. 16', 'Art. 16', '§ 23', '§ 2']

Landesrecht BW ElektroG | Bundesnorm | Gesamtausgabe | Gesetz über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die umweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten | gültig ab: 24.10.2015
Fundstelle: BGBl I 2015, 1739
FNA: FNA 2129-59, GESTA N008
Ersetzt V 2129-43 v. 16.3.2005 I 762 (ElektroG)
Stand: Zuletzt geändert durch Art. 16 G v. 27.6.2017 I 1966
(+++ Textnachweis ab: 24.10.2015 +++)
Das G wurde als Artikel 1 des G v. 20.10.2015 I 1739 vom Bundestag beschlossen. Es ist gem. Art. 7 Abs. 1 Satz 1 dieses G am 24.10.2015 in Kraft getreten.
Gesetz über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die umweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten 20.10.2015
Inhaltsübersicht 20.10.2015
Abschnitt 1 Allgemeine Vorschriften 20.10.2015
§ 1 Abfallwirtschaftliche Ziele 20.10.2015
§ 2 Anwendungsbereich 20.10.2015
§ 3 Begriffsbestimmungen 20.10.2015
Abschnitt 2 Pflichten beim Inverkehrbringen von Elektro- und Elektronikgeräten 20.10.2015
§ 4 Produktkonzeption 20.10.2015
§ 5 Einrichten der Gemeinsamen Stelle 20.10.2015
§ 6 Registrierung 20.10.2015
§ 7 Finanzierungsgarantie 20.10.2015
§ 8 Niederlassungspflicht, Beauftragung und Benennung eines Bevollmächtigten 20.10.2015
§ 9 Kennzeichnung 20.10.2015
Abschnitt 3 Sammlung und Rücknahme 20.10.2015
§ 10 Getrennte Erfassung 20.10.2015
§ 11 Verordnungsermächtigungen 20.10.2015
Unterabschnitt 1 Sammlung und Rücknahme von Altgeräten aus privaten Haushalten 20.10.2015
§ 12 Berechtigte für die Erfassung von Altgeräten aus privaten Haushalten 20.10.2015
§ 13 Sammlung durch die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger 20.10.2015
§ 14 Bereitstellen der abzuholenden Altgeräte durch die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger 20.10.2015
§ 15 Aufstellen von Behältnissen durch die Hersteller oder deren Bevollmächtigte 20.10.2015
§ 16 Rücknahmepflicht der Hersteller 20.10.2015
§ 17 Rücknahmepflicht der Vertreiber 27.03.2017
§ 18 Informationspflichten gegenüber den privaten Haushalten 20.10.2015
Unterabschnitt 2 Rücknahme von Altgeräten anderer Nutzer als privater Haushalte 20.10.2015
§ 19 Rücknahme durch den Hersteller 20.10.2015
Abschnitt 4 Behandlungs- und Verwertungspflichten, Verbringung 20.10.2015
§ 20 Behandlung und Beseitigung 20.10.2015
§ 21 Zertifizierung 20.10.2015
§ 22 Verwertung 20.10.2015
§ 23 Anforderungen an die Verbringung 20.10.2015
§ 24 Verordnungsermächtigungen 20.10.2015
Abschnitt 5 Anzeige-, Mitteilungs- und Informationspflichten 20.10.2015
§ 25 Anzeigepflichten der öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger, der Hersteller sowie deren Bevollmächtigter, der Vertreiber und der Betreiber von Erstbehandlungsanlagen 20.10.2015
§ 26 Mitteilungspflichten der öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger 20.10.2015
§ 27 Mitteilungspflichten der Hersteller 20.10.2015
§ 28 Informationspflichten der Hersteller 20.10.2015
§ 29 Mitteilungspflichten der Vertreiber 20.10.2015
§ 30 Mitteilungspflichten der entsorgungspflichtigen Besitzer nach § 19 20.10.2015
Abschnitt 6 Gemeinsame Stelle 20.10.2015
§ 31 Aufgaben der Gemeinsamen Stelle 20.10.2015
§ 32 Mitteilungen der Gemeinsamen Stelle an das Umweltbundesamt, Landesbehörden und andere öffentliche Stellen 20.10.2015
§ 33 Befugnisse der Gemeinsamen Stelle 20.10.2015
§ 34 Rückgriffsanspruch der Gemeinsamen Stelle 20.10.2015
§ 35 Organisation der Gemeinsamen Stelle 20.10.2015
Abschnitt 7 Zuständige Behörde 20.10.2015
§ 36 Zuständige Behörde 20.10.2015
§ 37 Aufgaben der zuständigen Behörde im Zusammenhang mit der Registrierung 20.10.2015
§ 38 Weitere Aufgaben der zuständigen Behörde 20.10.2015
§ 39 Zusammenarbeit mit anderen Behörden 20.10.2015
Abschnitt 8 Beleihung 20.10.2015
§ 40 Ermächtigung zur Beleihung 20.10.2015
§ 41 Aufsicht 20.10.2015
§ 42 Beendigung der Beleihung 20.10.2015
Abschnitt 9 Schlussbestimmungen 20.10.2015
§ 43 Beauftragung Dritter 20.10.2015
§ 44 Widerspruch und Klage 20.10.2015
§ 45 Bußgeldvorschriften 13.04.2017
§ 46 Übergangsvorschriften 20.10.2015
Anlage 1 (zu § 2 Absatz 1) 20.10.2015
Anlage 2 (zu § 6 Absatz 1) 20.10.2015
Anlage 3 (zu § 9 Absatz 2) 20.10.2015
Anlage 4 (zu § 20 Absatz 2) 27.06.2017
Anlage 5 (zu § 20 Absatz 2 Satz 4) 20.10.2015
Anlage 6 (zu § 23 Absatz 1) 20.10.2015
Pflichten beim Inverkehrbringen
von Elektro- und Elektronikgeräten
von Altgeräten aus privaten Haushalten
anderer Nutzer als privater Haushalte
Verwertungspflichten, Verbringung
Anlage 1 Nicht abschließende Liste mit Elektro- und Elektronikgeräten, die unter die Gerätekategorien des § 2 Absatz 1 fallen
Anlage 2 Angaben bei der Registrierung
Anlage 3 Symbol zur Kennzeichnung von Elektro- und Elektronikgeräten
Anlage 4 Selektive Behandlung von Werkstoffen und Bauteilen von Altgeräten
Anlage 5 Technische Anforderungen an Standorte für die Lagerung und Behandlung von Altgeräten
Anlage 6 Mindestanforderungen an die Verbringung von gebrauchten Elektro- und Elektronikgeräten, bei denen es sich möglicherweise um Altgeräte handelt
(1) Dieses Gesetz gilt für sämtliche Elektro- und Elektronikgeräte. Sie sind in die folgenden Kategorien unterteilt:
als Teil eines anderen Gerätes, das vom Geltungsbereich dieses Gesetzes ausgenommen ist oder nicht in den Geltungsbereich dieses Gesetzes fällt, in dieses eingebaut sind und
ihre Funktion nur speziell als Teil dieses anderen Gerätes erfüllen können,
§ 2 Abs. 1: IdF d. Art. 3 Nr. 1 G v. 20.10.2015 I 1739 mWv 15.8.2018
zu ihrem ordnungsgemäßen Betrieb von elektrischen Strömen oder elektromagnetischen Feldern abhängig sind oder
der Erzeugung, Übertragung und Messung von elektrischen Strömen und elektromagnetischen Feldern dienen;
historische Altgeräte:
Altgeräte, die vor dem 13. August 2005 in Verkehr gebracht wurden,
Leuchten aus privaten Haushalten und Photovoltaikmodule, die Altgeräte sind und vor dem 24. Oktober 2015 in Verkehr gebracht wurden, oder
Altgeräte, die vor dem 15. August 2018 in Verkehr gebracht wurden, soweit sie vom Anwendungsbereich dieses Gesetzes in der Fassung vom 20. Oktober 2015 nicht erfasst waren;
Altgeräte aus privaten Haushalten:
Bereitstellung auf dem Markt:
Elektro- oder Elektronikgeräte
unter ihrem Namen oder ihrer Marke herstellt und innerhalb des Geltungsbereiches dieses Gesetzes anbietet oder
konzipieren oder herstellen lässt und sie unter ihrem Namen oder ihrer Marke innerhalb des Geltungsbereiches dieses Gesetzes anbietet,
Elektro- oder Elektronikgeräte anderer Hersteller unter ihrem eigenen Namen oder ihrer Marke im Geltungsbereich dieses Gesetzes anbietet oder gewerbsmäßig weiterverkauft, wobei der Anbieter oder Weiterverkäufer dann nicht als Hersteller anzusehen ist, wenn der Name oder die Marke des Herstellers gemäß Buchstabe a auf dem Gerät erscheint,
erstmals aus einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union oder aus einem Drittland stammende Elektro- oder Elektronikgeräte auf dem Markt im Geltungsbereich dieses Gesetzes anbietet oder
Elektro- oder Elektronikgeräte unter Verwendung von Fernkommunikationsmitteln direkt Endnutzern im Geltungsbereich dieses Gesetzes anbietet und in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem Drittland niedergelassen ist;
öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger:
ortsfeste industrielle Großwerkzeuge:
von Fachpersonal dauerhaft an einem bestimmten Ort installiert und abgebaut wird und
von Fachpersonal in einer industriellen Fertigungsanlage oder einer Forschungs- und Entwicklungsanlage eingesetzt und instand gehalten wird;
ortsfeste Großanlagen:
von Fachpersonal montiert, installiert und abgebaut wird,
dazu bestimmt ist, auf Dauer als Teil eines Gebäudes oder Bauwerks an einem vorbestimmten und eigens dafür vorgesehenen Standort betrieben zu werden, und
nur durch die gleichen, speziell konstruierten Geräte ersetzt werden kann;
bewegliche Maschinen:
nicht für den Straßenverkehr bestimmt sind,
ausschließlich bei einer beruflichen Tätigkeit genutzt werden und
beim Betrieb entweder beweglich sein müssen oder kontinuierlich oder halbkontinuierlich zu verschiedenen festen Betriebsorten bewegt werden müssen;
aktives implantierbares medizinisches Gerät:
gefährliche Stoffe oder gefährliche Gemische:
§ 3 Nr. 4 Buchst. a: IdF d. Art. 3 Nr. 2 Buchst. a G v. 20.10.2015 I 1739 mWv 15.8.2018
§ 3 Nr. 4 Buchst. b: IdF d. Art. 3 Nr. 2 Buchst. b G v. 20.10.2015 I 1739 mWv 15.8.2018
§ 3 Nr. 4 Buchst. c: Eingef. durch Art. 3 Nr. 2 Buchst. c G v. 20.10.2015 I 1739 mWv 15.8.2018
§ 7 Abs. 3 Satz 3: Eingef. durch Art. 3 Nr. 3 G v. 20.10.2015 I 1739 mWv 15.8.2018
weiter gehende Anforderungen an die Durchführung und Organisation der getrennten Erfassung von Altgeräten, die zur Wiederverwendung vorbereitet werden sollen, und
§ 14 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 bis 5: IdF d. Art. 3 Nr. 5 Buchst. a DBuchst. aa G v. 20.10.2015 I 1739 mWv 15.8.2018
§ 14 Abs. 1 Satz 2: IdF d. Art. 3 Nr. 5 Buchst. a DBuchst. bb G v. 20.10.2015 I 1739 mWv 15.8.2018
§ 14 Abs. 3: IdF d. Art. 3 Nr. 5 Buchst. b G v. 20.10.2015 I 1739 mWv 15.8.2018
§ 15 Abs. 2: IdF d. Art. 3 Nr. 6 G v. 20.10.2015 I 1739 mWv 15.8.2018
§ 17 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2: IdF d. Art. 2 Nr. 1 G v. 27.3.2017 I 567 mWv 1.6.2017
(7) Die Gemeinsame Stelle berechnet die zeitlich und örtlich gleichmäßige Verteilung der Abholpflicht auf alle registrierten Hersteller und Bevollmächtigten auf der Basis einer wissenschaftlich anerkannten Berechnungsweise, die durch ein Gutachten eines unabhängigen Sachverständigen bestätigt wurde. Die Berechnungsweise ist im Internet zu veröffentlichen. Die Gemeinsame Stelle meldet der zuständigen Behörde die ermittelte Abholpflicht sowie das in der Gruppe 4 zur Abholung bereitgestellte Behältnis mit Nachtspeicherheizgeräten.
§ 31 Abs. 7 Satz 3: IdF d. Art. 3 Nr. 8 G v. 20.10.2015 I 1739 mWv 15.8.2018
Ausübung der Befugnisse nach Absatz 1,
Leistungen nach den §§ 31 und 32 Absatz 1, 2, 3 und 5,
Abwicklung der Erstattungs- und Rückgriffsansprüche nach § 34,
Gewährleistung der Mitwirkung an der Regelsetzung nach § 35 Absatz 1 Satz 1 Nummer 3,
Gewährleistung des Schutzes personenbezogener Daten sowie von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen nach § 35 Absatz 1 Satz 1 Nummer 4 und
Einrichtung des Beirats nach § 35 Absatz 2
ihre in § 31 Absatz 1 Satz 2 und Absatz 2, 5 bis 7 und § 32 Absatz 1, 2 und 3 genannten Aufgaben verbindlich festlegen,
ihre Organisation und Ausstattung so ausgestalten, dass eine ordnungsgemäße Erfüllung ihrer Aufgaben sichergestellt ist,
gewährleisten, dass sie für alle Hersteller oder im Fall der Bevollmächtigung nach § 8 für deren Bevollmächtigte zu gleichen Bedingungen zugänglich ist und alle Hersteller oder im Fall der Bevollmächtigung nach § 8 deren Bevollmächtigte an der internen Regelsetzung mitwirken können, und
§ 38 Abs. 3 Satz 3: IdF d. Art. 3 Nr. 9 G v. 20.10.2015 I 1739 mWv 15.8.2018
(Fundstelle: BGBl. I 2015, 1771)
Nicht abschließende Liste mit
Elektro- und Elektronikgeräten, die unter die Gerätekategorien des § 2 Absatz 1 fallen
Geräte zur automatischen Abgabe von Kaltprodukten
sonstige Wärmeüberträger, bei denen andere
Flüssigkeiten als Wasser für die Wärmeübertragung verwendet werden
Bildschirme, Monitore und Geräte, die Bildschirme mit einer Oberfläche von mehr als 100 Quadratzentimeter enthalten
Entladungslampen (einschließlich Hochdruck-Natriumdampflampen und Metalldampflampen)
Ton- oder Bildwiedergabegeräte
Musikausrüstung (mit Ausnahme von Kirchenorgeln)
Geräte zum Stricken und Weben
große Überwachungs- und Kontrollinstrumente
große Produkt- und Geldausgabeautomaten
Haar- und Körperpflegegeräte
elektrisches und elektronisches Spielzeug
elektrische und elektronische Kleinwerkzeuge
kleine Überwachungs- und Kontrollinstrumente
kleine Produktausgabeautomaten
Kleingeräte mit eingebauten Photovoltaikmodulen
(keine äußere Abmessung beträgt mehr als 50 cm)
Anlage 1: IdF d. Art. 3 Nr. 11 G v. 20.10.2015 I 1739 mWv 15.8.2018
(Fundstelle: BGBl. I 2015, 1763)
(Fundstelle: BGBl. I 2015, 1764 - 1765)
Selektive Behandlung von Werkstoffen und Bauteilen von Altgeräten
Mindestens folgende Stoffe, Gemische und Bauteile müssen aus getrennt erfassten Altgeräten entfernt werden:
Flüssigkristallanzeigen (gegebenenfalls zusammen mit dem Gehäuse) mit einer Oberfläche von mehr als 100 Quadratzentimetern sowie hintergrundbeleuchtete Anzeigen mit Gasentladungslampen;
Bauteile, die feuerfeste Keramikfasern gemäß Anhang VI der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Dezember 2008 über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen, zur Änderung und Aufhebung der Richtlinien 67/548/EWG und 1999/45/EG und zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 (ABl. L 353 vom 31.12.2008, S. 1), die zuletzt durch die Verordnung (EU) Nr. 286/2011 (ABl. L 83 vom 30.3.2011, S. 1) geändert worden ist, enthalten;
Bauteile, die radioaktive Stoffe enthalten, ausgenommen Bauteile, die nicht die Freigrenzen nach Artikel 3 sowie Anhang I der Richtlinie 96/29/Euratom des Rates vom 13. Mai 1996 zur Festlegung der grundlegenden Sicherheitsnormen für den Schutz der Gesundheit der Arbeitskräfte und der Bevölkerung gegen die Gefahren durch ionisierende Strahlungen (ABl. L 159 vom 29.6.1996, S. 1) überschreiten;
Elektrolyt-Kondensatoren, die bedenkliche Stoffe enthalten (Höhe größer als 25 Millimeter, Durchmesser größer als 25 Millimeter oder proportional ähnliches Volumen);
cadmium- oder selenhaltige Fotoleitertrommeln.
Diese Stoffe, Gemische und Bauteile sind gemäß § 15 Absatz 2 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes zu beseitigen oder zu verwerten. Es ist sicherzustellen, dass schadstoffhaltige Bauteile und Stoffe bei der Behandlung nicht zerstört werden und Schadstoffe nicht in die zu verwertenden Materialströme eingetragen werden. Batterien und Akkumulatoren sind so zu entfernen, dass sie nicht beschädigt werden und nach der Entfernung identifizierbar sind.
Bauteile aus Konsumgütern, die radioaktive Stoffe enthalten und die unter einer Genehmigung nach § 40 Absatz 1 des Strahlenschutzgesetzes hergestellt oder nach § 42 des Strahlenschutzgesetzes verbracht wurden und für die kein Rücknahmekonzept nach § 41 Absatz 1 Nummer 3 des Strahlenschutzgesetzes und entsprechend § 43 des Strahlenschutzgesetzes erforderlich ist, dürfen ohne weitere selektive Behandlung gemäß § 15 Absatz 2 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes beseitigt oder verwertet werden.
Bauteile wie unter Buchstabe a, für die aber ein Rücknahmekonzept nach § 41 Absatz 1 Nummer 3 des Strahlenschutzgesetzes und entsprechend § 43 des Strahlenschutzgesetzes gefordert ist, sind vom Letztbesitzer entsprechend § 44 des Strahlenschutzgesetzes an die in der Information nach § 41 Absatz 1 Nummer 5 des Strahlenschutzgesetzes angegebene Stelle zurückzugeben.
Alle übrigen Bauteile, die radioaktive Stoffe enthalten, sind unter Berücksichtigung des Strahlenschutzgesetzes und der auf dessen Grundlage erlassenen Rechtsverordnungen zu entsorgen.
Für Kondensatoren, die polychlorierte Biphenyle (PCB) enthalten, gilt § 2 Absatz 2 Nummer 2 der PCB/PCT-Abfallverordnung.
Die folgenden Bauteile von getrennt erfassten Elektro- und Elektronik-Altgeräten sind wie angegeben zu behandeln:
Kathodenstrahlröhren: Die fluoreszierende Beschichtung muss entfernt werden.
Geräte, die Gase enthalten, die ozonabbauend sind oder ein Erderwärmungspotenzial (GWP) über 15 haben, z. B. enthalten in Schäumen und Kühlkreisläufen: Die Gase müssen ordnungsgemäß entfernt und behandelt werden. Ozonabbauende Gase werden gemäß Artikel 22 der Verordnung (EG) Nr. 1005/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. September 2009 über Stoffe, die zum Abbau der Ozonschicht führen (ABl. L 286 vom 31.10.2009, S. 1), behandelt.
Gasentladungslampen: Das Quecksilber muss entfernt werden.
Unter Berücksichtigung des Umweltschutzes und der Tatsache, dass die Vorbereitung zur Wiederverwendung und das Recycling wünschenswert sind, sind die Nummern 1 bis 4 so anzuwenden, dass die umweltgerechte Vorbereitung zur Wiederverwendung und das umweltgerechte Recycling von Bauteilen oder ganzen Geräten nicht behindert wird.
Bei der Aufbereitung von Lampen zur Verwertung ist für Altglas ein Quecksilbergehalt von höchstens 5 Milligramm je Kilogramm Altglas einzuhalten.
Anlage 4 Nr. 2 Buchst. a: IdF d. Art. 16 Nr. 1 G v. 27.6.2017 I 1966 mWv 31.12.2018
Anlage 4 Nr. 2 Buchst. b: IdF d. Art. 16 Nr. 2 G v. 27.6.2017 I 1966 mWv 31.12.2018
Anlage 4 Nr. 2 Buchst. c: IdF d. Art. 16 Nr. 3 G v. 27.6.2017 I 1966 mWv 31.12.2018
(Fundstelle: BGBl. I 2015, 1766)
an Standorte für die Lagerung und Behandlung von Altgeräten
geeignete Bereiche mit undurchlässiger Oberfläche und Auffangeinrichtungen mit gegebenenfalls Abscheidern für auslaufende Flüssigkeiten und fettlösende Reinigungsmittel,
geeignete Bereiche mit wetterbeständiger Abdeckung.
Standorte und Einrichtungen für die Behandlung von Elektro- und Elektronik-Altgeräten:
geeignete Bereiche mit undurchlässiger Oberfläche und wasserundurchlässiger Abdeckung sowie Auffangeinrichtungen mit gegebenenfalls Abscheidern für auslaufende Flüssigkeiten und fettlösende Reinigungsmittel,
geeignete Behälter für die Lagerung von Batterien, PCB/PCT-haltigen Kondensatoren und anderen gefährlichen Abfällen wie beispielsweise radioaktive Abfälle,
(Fundstelle: BGBl. I 2015, 1767 - 1768)
Mindestanforderungen an die Verbringung von
gebrauchten Elektro- und Elektronikgeräten, bei denen es sich möglicherweise um Altgeräte handelt
In Fällen, in denen der Besitzer eines Gegenstands behauptet, gebrauchte Elektro- und Elektronikgeräte und nicht Elektro- und Elektronik-Altgeräte verbringen zu wollen oder zu verbringen, hat der Besitzer
zur Unterscheidung zwischen gebrauchten Geräten und Altgeräten folgende Belege zum Nachweis dieser Behauptung zur Verfügung zu halten und auf Verlangen unverzüglich einer nach § 23 Absatz 2 zuständigen Behörde vorzulegen:
eine Kopie der Rechnung und des Vertrags über den Kauf der Elektro- und Elektronikgeräte oder die Übertragung des Eigentums daran, aus der hervorgeht, dass die Geräte für die direkte Wiederverwendung bestimmt und voll funktionsfähig sind,
den Beleg einer Bewertung oder Prüfung in Form einer Kopie der Aufzeichnungen (Prüfbescheinigung, Nachweis der Funktionalität) zu jedem Packstück innerhalb der Sendung zusammen mit einem Protokoll, das sämtliche Aufzeichnungen gemäß Nummer 3 enthält, und
eine Erklärung des Besitzers, der die Beförderung der Elektro- und Elektronikgeräte veranlasst, aus der hervorgeht, dass es sich bei keinem der Materialien oder Geräte in der Sendung um Abfall im Sinne von Artikel 3 Nummer 1 der Richtlinie 2008/98/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. November 2008 über Abfälle und zur Aufhebung bestimmter Richtlinien (ABl. L 312 vom 22.11.2008, S. 3) handelt,
für angemessenen Schutz vor Beschädigung bei der Beförderung und beim Be- und Entladen zu sorgen, insbesondere durch ausreichende Verpackung und eine geeignete Stapelung der Ladung.
Nummer 1 Buchstabe a Doppelbuchstabe aa und bb sowie Nummer 3 gelten nicht, wenn durch schlüssige Unterlagen belegt wird, dass die Verbringung im Rahmen einer zwischenbetrieblichen Übergabevereinbarung erfolgt und dass
Elektro- und Elektronikgeräte als fehlerhaft zur Instandsetzung im Rahmen der Gewährleistung oder Garantie mit der Absicht der Wiederverwendung an den Hersteller oder einen in seinem Namen handelnden Dritten zurückgesendet werden oder
gebrauchte Elektro- und Elektronikgeräte für die gewerbliche Nutzung zur Überholung oder Reparatur im Rahmen eines gültigen Vertrags mit der Absicht der Wiederverwendung an den Hersteller oder einen in seinem Namen handelnden Dritten oder eine Einrichtung von Dritten in Staaten versendet werden, für die der OECD-Beschluss im Sinne von Artikel 2 Nummer 17 der Verordnung (EG) Nr. 1013/2006 gilt, oder
fehlerhafte gebrauchte Elektro- und Elektronikgeräte für die gewerbliche Nutzung, beispielsweise medizinische Geräte oder Teile davon, im Rahmen eines gültigen Vertrags zur Fehler-Ursachen-Analyse an den Hersteller oder einen in seinem Namen handelnden Dritten versendet werden, sofern eine solche Analyse nur vom Hersteller oder von in seinem Namen handelnden Dritten durchgeführt werden kann.
Zum Nachweis dafür, dass es sich bei den in Nummer 1 genannten Gegenständen, die verbracht werden sollen oder verbracht werden, um gebrauchte Elektro- und Elektronikgeräte und nicht um Altgeräte handelt, hat der Besitzer, der die Beförderung veranlasst, dafür zu sorgen, dass gebrauchte Elektro- und Elektronikgeräte vor ihrer Verbringung die folgenden Stufen zur Prüfung und Aufzeichnung der Prüfungsergebnisse durchlaufen:
Die Funktionsfähigkeit ist zu prüfen und das Vorhandensein gefährlicher Stoffe ist zu bewerten, wobei es von der Art des Elektro- bzw. Elektronikgerätes abhängt, welche Prüfungen durchgeführt werden. Die Prüfung und Bewertung ist durch eine Elektrofachkraft oder durch eine zertifizierte Erstbehandlungsanlage durchzuführen. Für die meisten gebrauchten Elektro- und Elektronikgeräte reicht es, die Funktionsfähigkeit der Hauptfunktionen zu prüfen.
Aufzeichnung des Prüfungsergebnisses
Die Aufzeichnung muss folgende Angaben enthalten:
Bezeichnung des Gerätes (wenn in Anlage 1 aufgeführt mit Angabe der Kategorie gemäß § 2 Absatz 1 Satz 1);
Ergebnisse der unter Stufe 1 beschriebenen Prüfung (einschließlich des Datums der Funktionsfähigkeitsprüfung);
Art der durchgeführten Prüfung.
Zusätzlich zu den unter den Nummern 1 bis 3 verlangten Unterlagen muss der Besitzer, der die Beförderung veranlasst, dafür sorgen, dass jeder Ladung (z. B. Versandcontainer, Lastwagen) gebrauchter Elektro- und Elektronikgeräte Folgendes beigelegt wird:
eine Erklärung des Besitzers, der die Beförderung veranlasst, zu seiner Verantwortung für die Verbringung.