Source: https://rd.springer.com/chapter/10.1007/978-3-662-09791-5_2
Timestamp: 2019-10-18 21:48:17
Document Index: 62347277

Matched Legal Cases: ['§ 90', '§ 119', '§ 90', '§ 90', '§ 903', '§ 251', '§ 811', '§ 121', '§ 1', '§ 90', '§ 90', '§ 90', '§ 823', '§ 121', '§ 168', '§ 90', '§ 823', '§ 90', '§ 90', '§ 90', 'BGH', '§ 11', 'BGH', '§ 90', '§ 97', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 9512', '§ 287', 'Art. 231', '§ 5', '§ 1031', '§ 1062', '§ 1093', '§ 11']

Sachen | Springer for Research & Development
Sachenrecht pp 19-34 | Cite as
a) Das Sachenrecht befaßt sich nur mit körperlichen Dingen, nur an ihnen gibt es Besitz und dingliche Rechte. Das BGB bezeichnet die körperlichen Dinge mit dem terminus technicus „Sachen“ und definiert in § 90 Sachen als „körperliche Gegenstände“1. Gegenstand ist also der Oberbegriff, er umfaßt alles, was Rechtsobjekt sein kann, z.B. auch Rechte.
Untechnisch wird „Sache” in §§ 119 II, 459 I 1 BGB verwandt.Google Scholar
Behältnis und Inhalt sind zwei verschiedene Sachen.Google Scholar
Gemäß § 90a sind Tiere keine Sachen, doch sind die Vorschriften für Sachen auf sie anzuwenden. § 90a ist ebenso inhaltsleer wie § 903, 2, der bestimmt, daß die gesetzlichen Bestimmungen zum Schutz der Tiere zu beachten sind; vgl. auch Mühe, NJW 90, 2238 ff.; Braun, JuS 92, 758 ff. Immerhin zeigen die Vorschriften ebenso wie § 251 II 2 und § 811 Nr. 3 ZPO den Willen des Gesetzgebers, Tiere in besonderem Maße zu schützen, vgl. auch Steding, JuS 96, 962 ff. Das ist bei der Auslegung der Gesetze zu berücksichtigen.Google Scholar
Vgl. Enneccerus-Nipperdey I § 121 II Fn. 27: „körperliches Näheverhältnis”.Google Scholar
Zur Rechtslage an den unwesentlichen Bestandteilen vgl. unten III 7.Google Scholar
Vgl. oben § 1 III 3 a.Google Scholar
Englert, Nikolaus, Todesbegriff und Leichnam als Elemente des Totenrechts, Diss. München 1978; Kloth, Karsten, Todesbestimmung und postmortale Organentnahme, 1996.Google Scholar
Vgl. Forkel JZ 74, 594; Taupitz, JZ 92, 1091 f.; Staudinger-Dilcher § 90 N. 14 mit Lit.Google Scholar
Vgl. Staudinger-Dilcher § 90 N. 15 f. mit Lit.Google Scholar
Vgl. MünchenerK-Holch 31 vor § 90 mit Lit.Google Scholar
Vgl. Palandt-Thomas § 823 N. 180; Enneccerus-Nipperdey I § 121 II 1; Pluisch-Heifer, NJW 94, 2377 ff.; vgl. auch § 168 StGB.Google Scholar
Vgl. Soergel-Mühl § 90 N. 7; Palandt-Thomas § 823 N. 180, jeweils mit Lit.; nach Kloth 151 ff. ist sie verfassungswidrig.Google Scholar
Vgl. Kloth 162 ff.Google Scholar
Vgl. RGRK-Kregel § 90 N. 5 mit Lit.; Soergel-Mühl § 90 N. 7.Google Scholar
Vgl. Staudinger-Dilcher § 90 N. 28 f. mit Lit. Zu Kompromißlösungen vgl. Kloth 205 ff.Google Scholar
Vgl. etwa Höfling, JZ 95, 26 ff., JZ 96, 615; Heun, JZ 96, 213 ff., 618 f.; Gallwas, JZ 96, 851 f.Google Scholar
Papier, Hans-Jürgen, Recht der öffentlichen Sachen, 2. Aufl. 1984; auch Häde, JuS 93, 113 ff.Google Scholar
Vgl. BGH NJW 90, 899 ff. (Hamburger Stadtsiegel).Google Scholar
Vgl. Papier 73; VG Köln NJW 91, 2584 ff.; Wemecke, AcP 195, 456 ff.; etwas anderes gilt bei der Ersitzung, vgl. unten § 11 I 2 b a.E.Google Scholar
Die einigermaßen gefestigte Lehre von den öffentlichen Sachen ist durch die Entscheidung des OVG Münster im „Hamburger Stadtsiegelfall” in Unordnung geraten, Ehlers, NWVB193, 327 ff. spricht von einem Trümmerhaufen. Die Entscheidungen zu diesem interessanten Fall sind BGH NJW 90, 899 ff.; VG Köln NJW 91, 2584 ff.; OVG Münster, NJW 93, 2635 ff.; BVerwG NJW 94, 144 f. Eine gute Beschreibung des Siegels und der Vorgänge gibt die Dokumentation von Hans Wilhelm Eckardt, Stationen eines Stempels, Anmerkungen zum IV. Hamburgischen Staatssiegel, 1995.Google Scholar
Nach Ansicht des OVG Luneburg (NJW 70, 75 f.) ist die Zustimmung der Grundpfandgläubiger nie erforderlich, weil die Verwertungsbefugnis durch die Widmung nicht beeinträchtigt werde. Es ist aber leicht denkbar, daß der Wert der Sicherheit durch die Widmung beeinträchtigt wird. Dann müssen auch die Inhaber von Grundpfandrechten der Sicherung zustimmen.Google Scholar
Vgl. Staudinger-Dilcher 36 vor § 90; BayObLG 17 NF (1967), 98; Forsthoff, Res sacrae, AöR 70 (1940), 217 f.; BayObLG JZ 81, 190.Google Scholar
Vgl. RG 87, 47: Die „Verkehrsauffassung” ist nur die eigene Auffassung des Berufungsgerichts.Google Scholar
Sachen, die der Fertigstellung der einer Hauptsache dienen sollen, aber noch nicht mit ihr verbunden sind, sind Zubehör nach § 97, vgl. BGH 58, 309 ff.Google Scholar
Verhältnis im Wert zum Motor, vgl. dazu BGH 61, 82.Google Scholar
Vgl. BGH 18, 226; 61, 80 ff.Google Scholar
Vgl. Otte, JuS 70, 154.Google Scholar
Vgl. Johow, Begründung 36 f.Google Scholar
Zur Kücheneinrichtung vgl. BGH WM 1990, 603; OLG Düsseldorf MDR 84, 51; OLG Karlsruhe NJW-RR 86, 19 und JuS 88, 736; LG Köln WM 88, 425.Google Scholar
Werke” sind z.B. Mauern, Brücken, Zäune, Kanäle.Google Scholar
Die Formulierung „Recht an einer Sache” weist immer auf ein dingliches Recht hin. Dingliche Rechte i.S.d. § 9512 sind auch die Nutzungsrechte an Grundstücken in der früheren DDR nach §§ 287–294, 269, 312 ZGB; die aufgrund eines solchen Nutzungsrecht errichteten Gebäude, Anlagen und Pflanzungen stehen im Sondereigentum des Nutzungsberechtigten, vgl. Art. 231 § 5 EGBGB.Google Scholar
Entsprechendes gilt nach § 1031 (Bestellung eines Nießbrauchs an einem Grundstück), § 1062 (Aufhebung des Nießbrauchs an einem Grundstück), § 1093 I 2 (Bestellung eines Wohnungsrechts), § 11 ErbbRVO (Übertragung eines Erbbaurechts).Google Scholar
Wieling H.J. (1997) Sachen. In: Sachenrecht. Springer-Lehrbuch. Springer, Berlin, Heidelberg
DOI https://doi.org/10.1007/978-3-662-09791-5_2