Source: https://wiki.bergau.de/DSGVO
Timestamp: 2018-11-19 03:22:09
Document Index: 352474397

Matched Legal Cases: ['Art. 6', 'Art. 6', 'Art. 6', 'Art. 4', 'Art. 29', 'Art. 28']

DSGVO – OBS Wiki
2 DSGVO in OBS
2.1 Wie funktioniert die Zugriffskontrolle?
2.2 Was wird protokolliert und wer kann die Protokolle einsehen?
2.3 Wie ist der Updatezyklus?
2.4 Wie laufen die internen Datensicherungen?
2.5 Welche Daten werden von OBS gesammelt und and die Frima Ernst Bergau GmbH übertragen?
2.6 Was muss bei Streckengeschäften/Streckenlieferungen beachtet werden?
3 Modul Datenanalyse
ACHTUNG: DSGVO [Artikel 32] verpflichtet Unternehmen, ihre Daten dem „Stand der Technik“ entsprechend zu schützen. Dies ist nicht eindeutig definiert und es gibt verschiedene Interpretationen dafür.
Um diesem Problem aus dem Weg zu gehen, verwenden Sie bitte keine Clients mit dem Betriebssystem Windows XP oder ältere als Windows Server 2008 R2, für die es keine Sicherheitsupdates vom Hersteller mehr gibt. Das Modul DSGVO Datenanalyse ist mit OBS 3.0 Version 002594 verfügbar. Aktuelle System-Voraussetzungen für OBS 3.0 finden Sie hier.
DSGVO in OBS
Wie funktioniert die Zugriffskontrolle?
Ihre Windows/Client Anmeldung ist maßgebend für die Zugangskontrolle zum Arbeitsplatz. Ab OBS 3.0 Version 002593 müssen Passwörter im OBS mindestens 6 Zeichen lang sein. Nach der 3. falschen Anmeldung beenden sich das Programm und muss neu gestartet werden. Innerhalb des Programms werden Zugriffe auf bestimmte Funktionen und Daten über Benutzerlevel (0 bis 9) gesteuert. Die Berechtigung kann benutzerbezogen/formularbezogen vom Kunden auch individuell für Benutzer verändert werden. Die Berechtigungsvergabe liegt in Kundenverantwortung.
Was wird protokolliert und wer kann die Protokolle einsehen?
Vorgangsbezogene Protokolle SEPA/Verträge/FTP/MAIL/… haben die gleiche Berechtigung wie die Vorgangsbearbeitung. Der Zugriff auf die internen Protokolle ist nur Benutzer ab Level 5 möglich. Bei einigen modulbezogenen Protokollen kann dies auch darunter liegen, wenn der Zugriff für das jeweilige Modul entsprechend freigegeben ist. Für wichtige Vorgänge (Auftrag, Rechnung, Einkauf,...) gibt es ein Löschprotokoll
Wie ist der Updatezyklus?
Neue OBS-Versionen werden auf Kundenwunsch eingespielt. Kunden werden bei Zwangsupdates (Gesetzesänderungen/IT Technik/...) informiert. Informationen werden über die programminternen Update-Informationen im Info-Widget mitgeteilt.
Wie laufen die internen Datensicherungen?
OBS kann eine Datensicherung der Datenbank Täglich und Wöchentlich automatisch durchführen. Dies läuft nicht standardmäßig sondern muss eingerichtet werden.
Gespeichert wird dabei wie folgt:
Täglich: die letzten 7 Tage
Wöchentlich: die letzten 4 Wochen
Das bedeutet, dass nach einer Anonymisierung der Daten mit dem Modul DSGVO Datenanalyse spätestens nach 4 Wochen alle internen Datenbanksicherungen auch anonymisiert sind.
Welche Daten werden von OBS gesammelt und and die Frima Ernst Bergau GmbH übertragen?
Zur Pflege der Sortware werden von OBS in regelmäßigen Abstände folgende Daten ermittelt und übertragen:
Größe/Satzanzahl der Datanbanktabellen
Freigeschaltete Module
OBS Version
User-Drucke
Was muss bei Streckengeschäften/Streckenlieferungen beachtet werden?
Streckenlieferungen (englisch: Dropshipping) bedeutet, dass vom Händler angebotene Produkte nicht vom Händler selbst versendet werden. Die Artikel liegen bei Dritten (in der Regel Hersteller oder Großhändler) auf Lager. Für die Erfüllung eines Auftrags ist die Übermittlung personenbezogener Kundendaten (Adresse) erforderlich.
Auch nach der neuen DSGVO gilt das, was wir bereits aus dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) kennen: Es ist alles verboten – außer, es ist ausnahmsweise erlaubt. Es gibt einige „Erlaubnistatbestände“, die beim Streckengeschäft greifen können, mit denen sich Händler auseinandersetzen müssen. Denn: Sie müssen sowohl in einem Verfahrensverzeichnis als auch in der Datenschutzinformation genau darüber informieren, welche Daten zu welchem Zweck auf welcher rechtlichen Grundlage verarbeitet – und ggf. an wen und warum weitergegeben werden.
DIE FÜR DAS DROPSHIPPING/STRECKENGESCHÄFT PRAKTISCH RELEVANTEN ERLAUBNISTATBESTÄNDE SIND DIESE:
Einwilligung: Zunächst ist die Verarbeitung personenbezogener Daten nach Art. 6 Abs.1a DSGVO immer rechtmäßig, wenn die betroffene Person ihre ausdrückliche Einwilligung zu der Verarbeitung erteilt hat.
Zur Erfüllung eines Vertrags erforderlich: Ohne Einwilligung kann die Datenverarbeitung nach Art. 6 Abs.1b DSGVO zulässig sein, wenn sie für die Erfüllung eines Vertrages erforderlich ist. Beim Dropshipping werden die Kundendaten gerade zur Vertragserfüllung weitergegeben, denn anderenfalls wäre die Lieferung der Ware nicht möglich. Die Weitergabe ist also notwendig, damit die Kunden ihre Kaufgegenstände erhalten und der Verkäufer seiner Pflicht aus dem Kaufvertrag nachkommen kann. In der Regel ist die Datenweitergabe vom Händler an den Lieferanten daher nach Art. 6 Abs.1bDSGVO auch ohne Einwilligung der Kunden zulässig.
Ein Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung (ADV-Vertrag), nach der DSGVO neu "Auftragsverarbeitung", muss beim Dropshipping weder nach der bisherigen Rechtslage, noch nach der neuen Rechtslage geschlossen werden. Momentan fällt die Weitergabe der Kundendaten an den Lieferanten im Rahmen eines Dropshipping-Vertrags unter die sog. "Funktionsübertragung". Diese liegt vor, wenn der Auftragnehmer eigene Entscheidungen dahingehend treffen kann, wie er den Auftrag abwickelt. Beim Dropshipping entscheidet der Auftragnehmer (Lieferant) selbst, wie er seine Lieferungen durchführt, die dazugehörigen logistischen Prozesse aufbaut und die Lieferdaten der Kunden dazu in seinen Systemen speichert. Damit ist der Lieferant letztlich kein weisungsgebundener Auftragnehmer im Sinne einer Auftragsdatenverarbeitung. Auch ab Mai 2018 stellt Dropshipping nach der DSGVO keine Auftragsverarbeitung dar, denn der Lieferant verarbeitet die personenbezogenen Daten des Kunden nicht im "Auftrag" des Händlers. Die Auftragsdatenverarbeitung nach dem aktuellen BDSG ist durch eine Weisungsgebundenheit des Auftragsnehmers gekennzeichnet. Davon ist zwar in der Definition des neuen Auftragsverarbeiters in Art. 4 Nr. 7 DSGVO keine Rede mehr. Allerdings regelt Art. 29 DSGVO ausdrücklich, dass der Auftragsverarbeiter die Daten ausschließlich auf Weisung des Verantwortlichen verarbeiten darf. Das passt jedoch nicht auf das Drop-shipping, bei dem letztlich eine "echte Datenübertragung" vorliegt, wenn der Lieferant die Kundendaten vom Händler zum Zwecke der direkten Lieferung der Ware erhält.
Näheres zum kostenlosen Modul finden Sie hier.
Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung gemäß Art. 28 EU-DSGVO
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