Source: https://gesetze-in-app.de/GmbHG/37
Timestamp: 2019-03-19 16:51:32
Document Index: 35954986

Matched Legal Cases: ['§ 37', 'BGH', '§ 37', '§ 12', '§ 12', '§ 13', 'BGH', '§ 37', 'BGH', '§ 126', '§ 37', '§ 37', '§ 35', '§ 10', 'BGH', '§ 37', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 37', 'BGH', '§ 37', 'BGH', '§ 37', '§ 37', '§ 37', 'BGH']

§ 37 GmbHG: Beschränkungen der Vertretungsbefugnis
BGH, BESCHLUSS vom 1.0.2003, Az. Gemäß § 37 Abs. 2 Satz 2 GmbHG kann indes die Vertretungsmacht des Geschäftsführers einer GmbH nicht mit Wirkung gegen Dritte auf den Wirkungskreis einer Zweigniederlassung beschränkt werden (Rowed-der/Schmidt-Leithoff, GmbHG 4. Aufl. § 12 Rn. 26; Lutter/Hommelhoff, GmbHG 15. Aufl. § 12 Rn. 4; Baumbach/Hopt, HGB 30. Aufl. § 13 Rn. 9).
BGH, Urteil vom 1.5.1997, Az. II ZR 353/95 Deswegen findet z.B. § 37 Abs. 2 GmbHG keine Anwendung auf die Rechtsbeziehungen, die ein Gesellschafter mit der Gesellschaft selbst eingeht (vgl. BGHZ 38 aaO zu § 126 HGB; BAG ZIP 1994, 1290 für den Zustimmungsvorbehalt für die Kündigung eines Dienstverhältnisses; ferner Baumbach/Hueck/ Zöllner, GmbHG, 16. Aufl. § 37 Rdnr. 23); auch die allgemein anerkannte Durchbrechung des § 37 Abs. 2 GmbHG und der ihm verwandten Vorschriften in den Fällen des Mißbrauchs der Vertretungsmacht (vgl. z.B. Lutter/Hommelhoff, GmbHG, 14. Aufl. § 35 Rdnr. 12 ff.; K. Schmidt, Gesellschaftsrecht, 3. Aufl. § 10 II 2 S. 264 ff.) ist Ausdruck des Gedankens, daß der Zweck der Norm jedenfalls dann nicht betroffen ist, wenn dem Dritten die Überschreitung der Befugnisse des Vertreters bekannt ist.
BGH, BESCHLUSS vom 4.8.1988, Az. III ZR 185/86 Auf § 37 Abs. 2 GmbHG können sich die Beklagten nach Treu und Glauben hier nicht berufen (vgl. insoweit BGH Urteil v. 5. Dezember 1983 - II ZR 56/82 = BGHWarn 1983 Nr. 362 = NJW 1984, 1461, 1462 und zuletzt Senatsurteil v. 9. Juli 1987 -III ZR 229/85 = BGHR GmbHG § 37 Abs. 2 Rechtsmißbrauch 1 = ZIP 1987, 1102, 1103).
BGH, Urteil vom 5.2.2001, Az. Ist dem Vertragspartner der Gesellschaft jedoch bekannt oder muß es sich ihm aufdrängen, daß der Geschäftsführer die Grenzen mißachtet, die seiner Vertretungsbefugnis im Innenverhältnis gezogen sind (§ 37 Abs. 1 GmbHG), ist ihm die Berufung auf die Wirksamkeit des geschlossenen Vertrages verwehrt (st. Rspr., vgl. statt aller BGH, Urt. v. 5. Dezember 1983, II ZR 56/82, WM 1984, 305, 306).
FG Düsseldorf, Urteil vom 3.5.2010, Az. 7 K 2019/08 Seine außergerichtliche Vertretungsmacht umfasst insbesondere die Wahrnehmung der Gesellschafterrechte der GmbH in Beteiligungsgesellschaften (Fuhrmann in GmbH-Handbuch Tz. I 2307; vgl. auch Kleindiek in Lutter/Hommelhoff § 37 GmbHG Tz. 6; OLG München vom 10. 4. 2003 7 B 656/03, juris).
FG Düsseldorf, Urteil vom 3.5.2010, Az. 7 K 2019/08 Ob § 37 Abs. 2 GmbHG auf Rechtsgeschäfte zwischen der GmbH (als Komplementärin) und der KG Anwendung findet (vgl. Baumbach/Zöllner § 37 Rdnr. 42; BGH vom 23. 6. 1997 II ZR 353/95 NJW 1997,2678), kann hier indes ebenso dahinstehen wie die Frage, ob für den Austritt der Komplementär-GmbH und den dadurch bedingten Formwechsel der Gesellschaft eine vorherige Entscheidung der Konzernspitze, wie der Beklagte meint, überhaupt erforderlich war.