Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=7%20B%2047.15
Timestamp: 2019-11-22 09:53:54
Document Index: 292238006

Matched Legal Cases: ['§ 99', '§ 86', '§ 108', 'Art 19', 'Art 103', '§ 55', '§ 137', '§ 55']

BVerwG, 23.05.2016 - 7 B 47.15 - dejure.org
https://dejure.org/2016,14477
BVerwG, 23.05.2016 - 7 B 47.15 (https://dejure.org/2016,14477)
BVerwG, Entscheidung vom 23.05.2016 - 7 B 47.15 (https://dejure.org/2016,14477)
BVerwG, Entscheidung vom 23. Mai 2016 - 7 B 47.15 (https://dejure.org/2016,14477)
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§ 99 VwGO, § 86 Abs 1 VwGO, § 108 Abs 1 VwGO, Art 19 Abs 4 GG, Art 103 Abs 1 GG
Informationszugangsverweigerung wegen Beeinträchtigung der öffentlichen Sicherheit und Funktionsfähigkeit
Informationsbegehren eines Rechtsanwalts betreffend die Hausrechtsrichtlinie des Präsidenten des Landgerichts Köln; Regelung der "Rückgabe eines einbehaltenen Gegenstands infolge allgemeiner Zutrittskontrolle"; Durchführung eines "incamera"-Verfahrens in Streitigkeiten ...
VG Köln, 22.11.2012 - 13 K 317/12
OVG Nordrhein-Westfalen, 01.10.2014 - 15 A 2856/12
Ein Verfahrensfehler in Gestalt eines Verstoßes gegen den Überzeugungsgrundsatz liegt nur dann vor, wenn das Tatsachengericht allgemeine Sachverhalts- und Beweiswürdigungsgrundsätze verletzt, etwa entscheidungserheblichen Akteninhalt übergeht, aktenwidrige Tatsachen annimmt oder wenn die von ihm gezogenen Schlussfolgerungen gegen die Denkgesetze verstoßen oder sonst von objektiver Willkür geprägt sind (stRspr, BVerwG, Beschlüsse vom 23. Mai 2016 - 7 B 47.15 [ECLI:DE:BVerwG:2016:230516B7B47.15.0] - juris Rn. 16 m.w.N. …und vom 9. Juni 2015 - 6 B 59.14 [ECLI:DE:BVerwG:2015:090615B6B59.14.0] - Buchholz 442.066 § 55 TKG Nr. 11 Rn. 53).
Eine Einsicht in die zurückgehaltenen Unterlagen wird dann entscheidungserheblich, wenn die Angaben der Behörde - unter Berücksichtigung des Ergebnisses der Erörterung der Sach- und Rechtslage - für eine Prüfung der fachgesetzlichen Ausnahmegründe nicht ausreichen (vgl. BVerwG, Beschluss vom 23. Mai 2016 - 7 B 47.15 - juris Rn. 8 f.).
vgl. insoweit BVerwG, Beschluss vom 23. Mai 2016 - 7 B 47.15 -, juris Rn. 8, Urteil vom 27. Juni 2013 - 7 A 15.10 -, juris Rn. 20; OVG NRW, Urteile vom 18. August 2015 - 15 A 2856/12 -, juris Rn. 56, und vom 2. Juni 2015 - 15 A 2062/12 -, juris Rn. 89.
Das Oberverwaltungsgericht geht - in Einklang mit der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (…vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 21. Januar 2016 - 20 F 2.15 - NVwZ 2016, 467 Rn. 5 f. und vom 23. Mai 2016 - 7 B 47.15 - juris Rn. 8 f., jeweils m.w.N.) - davon aus, dass es in Verfahren, in denen der Informationszugang Streitgegenstand ist, nicht zwingend einer detaillierten Kenntnis des Akteninhalts bedarf.
Damit wird aber nicht der Inhalt des Vortrags zugleich als Tatsache festgestellt (…vgl. Neumann, in: Sodan/Ziekow, VwGO, 4. Aufl. 2014, § 137 Rn. 137), sodass das Berufungsgericht keine aktenwidrigen Feststellungen seiner Entscheidung zugrunde gelegt hat und keine Verletzung des Überzeugungsgrundsatzes gegeben ist (…vgl. dazu BVerwG, Beschlüsse vom 9. Juni 2015 - 6 B 59.14 [ECLI:DE:BVerwG:2015:090615B6B59.14.0] - Buchholz 442.066 § 55 TKG Nr. 11 Rn. 53 und vom 23. Mai 2016 - 7 B 47.15 [ECLI:DE:BVerwG:2016:230516B7B47.15.0] - juris Rn. 16 m.w.N.).
Die schlüssige und plausible Darlegung eines Ausschlusstatbestandes in diesem Sinne obliegt der informationspflichtigen Stelle, die sich auf einen Ausnahmetatbestand beruft (BVerwG, Beschl. v. 23.5.2016, 7 B 47.15, juris Rn. 9;… Urt. v. 17.3.2016, 7 C 2.15, BVerwGE 154, 231, juris Rn. 17;… OVG Berlin, Urt. v. 27.8.2015, OVG 12 B 35.14, LKV 2015, 470, juris Rn. 33).
Durch Beschluss vom 23. Mai 2016 - 7 B 47.15 - wies das Bundesverwaltungsgericht die Beschwerde zurück.
In der auch im Berufungsurteil herangezogenen ständigen Rechtsprechung ist, wie das Bundesverwaltungsgericht im Ausgangsverfahren auch angenommen hat, Beschluss vom 23. Mai 2016 - 7 B 47.15 -, juris, Rn. 7 ff., geklärt, dass ein in-camera-Verfahren die Entscheidungserheblichkeit der Einsicht in die zurückgehaltenen Unterlagen voraussetzt.
Der Prüfung, ob das angefochtene Urteil auf einer Verletzung der Aufklärungspflicht beruht, ist die materiell-rechtliche Beurteilung der Vorinstanz zugrunde zu legen (BVerwG, Beschluss vom 23. Mai 2016 - 7 B 47.15 - juris Rn. 13).