Source: https://www.marxzell.de/rathaus/rathausnachrichten/das-buergerbuero-informiert-zu-widerspruchsrechten-id_1051/
Timestamp: 2019-01-18 18:13:59
Document Index: 330569385

Matched Legal Cases: ['§ 50', '§ 44', '§ 2', '§ 58', '§ 58', '§ 42', '§ 6', '§18', '§ 42', '§ 50', '§ 12', '§ 50']

Gemeinde Marxzell - natürlich lebendig Marxzeller Rathausnachrichten
Marxzell mit den Ort­schaften Burbach, Marxzell, Pfaffenrot und Schielberg mit Frauenalb liegt im Albtal des nördlichen Schwarz­waldes zwischen den Städten Ettlingen und Bad Herrenalb.
Schielberg/Frauenalb
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Das Bürgerbüro informiert zu Widerspruchsrechten
Zum 1. November 2015 ist das neue Bundesmeldegesetz (BMG) in Kraft getreten. Das Gesetz lässt in bestimmten Fällen den Widerspruch gegen die Datenweitergabe an Dritte zu. Diese Übermittlungssperren werden auf Antrag im Melderegister eingetragen und gelten bis zu ihrem Widerruf.
Folgenden Datenübermittlungen kann widersprochen werden:
Gemäß § 50 Abs. 1 Bundesmeldegesetz (BMG) in der seit 1. November 2015 geltenden Fassung darf die Meldebehörde Parteien, Wählergruppen und anderen Trägern von Wahlvorschlägen im Zusammenhang mit Wahlen und Abstimmungen auf staatlicher und kommunaler Ebene in den sechs der Wahl ober Abstimmung vorangehenden Monaten so genannte Gruppenauskünfte aus dem Melderegister erteilen. Die Auswahl ist an das Lebensalter der betroffenen Wahlberechtigten gebunden. Die Auskunft umfasst den Familiennamen, Vornamen, Doktorgrad und derzeitige Anschriften sowie, sofern die Person verstorben ist, diese Tatsache.
Die Geburtsdaten der Wahlberechtigten dürfen dabei nicht mitgeteilt werden. Die Person oder Stelle, der die Daten übermittelt werden, darf diese nur für die Werbung bei einer Wahl oder Abstimmung verwenden und hat sie spätestens einen Monat nach der Wahl oder Abstimmung zu löschen oder zu vernichten.
Die Wahlberechtigten haben das Recht, der Datenübermittlung zu widersprechen. Bei einem Widerspruch werden die Daten nicht übermittelt.
Widerspruch gegen die Übermittlung von Daten zum Zwecke der Information der Unionsbürgerinnen und Unionsbürger bei Wahlen und Abstimmungen
Bei Wahlen und Abstimmungen, an denen auch ausländische Unionsbürgerinnen und Unionsbürger teilnehmen können, dürfen die Meldebehörden die in § 44 Absatz 1 Satz 1 Bundesmeldegesetz (BMG) bezeichneten Daten (Familienname, Vornamen, Doktorgrad und derzeitige Anschriften sowie, sofern die Person verstorben ist, diese Tatsache) sowie die Angaben über die Staatsangehörigkeiten dieser Unionsbürgerinnen und Unionsbürger nutzen, um ihnen Informationen von Parteien, Wählergruppen und anderen Trägern von Wahlvorschlägen zuzusenden, vgl. § 2 Absatz 3 des baden-württembergischen Ausführungsgesetzes zum Bundesmeldegesetz (BW AGBMG).
Die betroffenen Personen haben das Recht, der Nutzung ihrer Daten zu widersprechen. Der Widerspruch gilt bis zu seinem Widerruf.
Nach § 58b des Soldatengesetzes können sich Frauen und Männer, die Deutsche im Sinne des Grundgesetzes sind, verpflichten, freiwilligen Wehrdienst zu leisten, sofern sie hierfür tauglich sind. Zum Zweck der Übersendung von Informationsmaterial übermitteln die Meldebehörden dem Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr aufgrund § 58c Absatz 1 Satz 1 des Soldatengesetzes jährlich bis zum 31. März folgende Daten zu Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit, die im nächsten Jahr volljährig werden:
Familiennamen, Vornamen und die gegenwärtige Anschrift.
Die betroffenen Personen, deren Daten übermittelt werden, haben das Recht, der Datenübermittlung zu widersprechen.
Bei einem Widerspruch werden die Daten nicht übermittelt.
Die Meldebehörde übermittelt die in § 42 Bundesmeldegesetz (BMG), § 6 des baden-württembergischen Ausführungsgesetzes zum Bundesmeldegesetz und §18 Meldeverordnung aufgeführten Daten der Mitglieder einer öffentlich-rechtlichen Religionsgesellschaft an die betreffenden Religionsgesellschaften.
Die Datenübermittlung umfasst auch die Familienangehörigen (Ehegatten, minderjährige Kinder und die Eltern von minderjährigen Kindern), die nicht derselben oder keiner öffentlich-rechtlichen Religionsgesellschaft angehören.
Die Datenübermittlung umfasst zum Beispiel Angaben zu Vor- und Familiennamen, früheren Namen, Geburtsdatum und Geburtsort, Geschlecht oder derzeitigen Anschriften.
Die Familienangehörigen haben gemäß § 42 Absatz 3 Satz 2 BMG das Recht, der Datenübermittlung zu widersprechen.
Der Widerspruch gegen die Datenübermittlung verhindert nicht die Übermittlung der Daten, die für Zwecke der Steuererhebungsrechts benötigt werden. Diese Zweckbindung wir der öffentlich-rechtlichen Gesellschaft als Datenempfänger bei der Übermittlung mitgeteilt.
Widerspruch gegen die Übermittlung von Daten aus Anlass von Alters- oder Ehejubiläen an Mandatsträger, Presse oder Rundfunk und gegen die Datenübermittlung an das Staatsministerium
Verlangen Mandatsträger, Presse oder Rundfunk, Auskünfte aus dem Melderegister über Alters-oder Ehejubiläen von Einwohnern, darf die Meldebehörde nach § 50 Absatz 2 Bundesmeldegesetz (BMG) Auskunft erteilen über:
Familiennamen, Vornamen, Doktorgrad, Anschrift, sowie Datum und Art des Jubiläums.
Altersjubiläen sind der 70. Geburtstag, jeder fünfte weitere Geburtstag und ab dem 100. Geburtstag jeder folgende Geburtstag; Ehejubiläen sind das 50. und jedes folgende Ehejubiläum.
Die Meldebehörde übermittelt darüber hinaus gemäß § 12 der Meldeverordnung dem Staatsministerium zur Ehrung von Alters-und Ehejubilaren durch den Ministerpräsidenten Daten der Jubilarinnen und Jubilare aus dem Melderegister.
Davon umfasst sind zum Beispiel der Familienname, Vornamen, Doktorgrad, Geschlecht, die Anschrift sowie das Datum und die Art des Jubiläums.
Die betroffenen Personen, deren Daten übermittelt werden, haben das Recht, der Datenübermittlung zu widersprechen. Bei einem Widerspruch werden die Daten nicht übermittelt.
Die Meldebehörde darf gemäß § 50 Absatz 3 Bundesmeldegesetz (BMG) Adressbuchverlagen zu allen Einwohnern, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, Auskunft erteilen über den Familiennamen, Vornamen, Doktorgrad und derzeitige Anschriften.
Die übermittelten Daten dürfen nur für die Herausgabe von Adressbüchern (Adressenverzeichnisse in Buchform) verwendet werden. Die betroffenen Personen, deren Daten übermittelt werden, haben das Recht, der Datenübermittlung zu widersprechen. Bei einem Widerspruch werden die Daten nicht übermittelt.
Wird keine Datenübermittlung bzw. Presseveröffentlichung von Jubiläen und/ oder eine Ehrung gewünscht, genügt die Vorsprache im Bürgerbüro oder in den Ortsverwaltungen bzw. die Übersendung eins formlosen Schreibens (auch E-Mail oder Fax). Auf www.marxzell.de sind auch entsprechende Anträge hinterlegt. Diese finden Sie wie folgt: Rubrik "Rathaus & Politik" aufrufen und auf Rubrik "Formulare" klicken. Eine telefonische Antragsstellung ist leider nicht möglich. Sollte in der Vergangenheit schon der Datenübermittlung bzw. der Veröffentlichung von Jubiläen in der Presse und Ehrungen widersprochen worden sein, ist ein neuerlicher Antrag nicht erforderlich.
Frau Bauer und Frau Kappler vom Bürgerbüro im Rathaus Pfaffenrot (Tel. 07248/9147-12 bzw. - 11, E-Mail: silke.bauer@marxzell.de bzw. carmen.kappler@marxzell.de oder Fax: 07248/9249364 ) und die Ortsverwaltungen stehen für Fragen gerne zur Verfügung.
Antrag auf Eintragung von Sperrvermerken
Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Marxzell erhalten unter der
Behörden-Rufnummer 115 kompetente Auskünfte zu den häufigsten Verwaltungsdienstleistungen von A bis Z.
Ortsverwaltung Schielberg/Frauenalb
Ortsverwaltung Burbach
Bürgermeisteramt Marxzell
Rathaus Pfaffenrot
07248/9147-0
Rathaus Burbach
07248/263
Rathaus Schielberg
Marxzeller Str. 13
07248/9325-30
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