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Timestamp: 2019-04-26 16:16:12
Document Index: 230884960

Matched Legal Cases: ['§ 16', '§ 17', '§ 16', '§ 17', '§ 18', '§ 17', '§ 18', '§ 20', '§ 18']

Bgld. Baugesetz
Bgld. Bauverordnung
Gemeinde Bad Tatzmannsdorf / Info u. Service / Bauamt / Bgld. Baugesetz
Bitte beachten Sie, dass grundsätzlich jede Baumaßnahme (Abbruch, Neuerrichtung, Sanierung, Zu- und Umbau, Widmungsänderung etc.) der Baubehörde - Gemeinde Bad Tatzmannsdorf - zu melden ist.
OAm. Wilhelm Ringhofer
03353 88 33 14
wilhelm.ringhofer@bad-tatzmannsdorf.bgld.gv.at
Burgenländisches Baugesetz - Baufibel
Im Bauverfahren werden gemäß Burgenländischen Baugesetz 1997, LGBl. Nr. 10/1998 idgF. folgende Arten von Bauvorhaben unterschieden:
Geringfügige Bauvorhaben (§ 16)
Darunter versteht man Maßnahmen zur Erhaltung, Instandsetzung oder Verbesserung von Bauten und Bauteilen (z.B. Fassadenrenovierung, Fenstertausch, Errichtung von Gerätehütten, usw.) sowie sonstige Bauvorhaben, an denen keine baupolizeilichen Interessen bestehen. Die angeführten Bauvorhaben bedürfen keines Bauverfahrens, sind aber der Baubehörde spätestens 14 Tage vor Baubeginn schriftlich mitzuteilen.
Bekannt gabe von:
1.) Grundstücks Nr.
2.) Skizze und
3.) Beschreibung des Vorhabens
Formular: Geringfügiges Bauvorhaben
Anzeigepflichtige Bauvorhaben (§ 17)
Folgende Bauvorhaben sind, sofern sie nicht geringfügig sind (§ 16), der Baubehörde vor Baubeginn anzuzeigen:
1) die Errichtung und Änderung von Wohngebäuden bis zu einer Wohnnutzfläche von insgesamt 200 m² und der dazugehörenden Nebengebäude (z.B. Garagen, Gartenhäuschen) sowie von sonstigen Gebäuden bis zu einer Nutzfläche von insgesamt 200 m²,
2) die Errichtung und Änderung von anderen Bauwerken als Gebäuden,
3) die Änderung des Verwendungszweckes von Gebäuden.
Folgende Unterlagen sind beizubringen:
1.) Bauplan (3-fach) inklusive Zustimmungserklärung der Eigentümer jener Gründstücke, die von den Fronten des Baues weniger als 15 m entfernt sind.
2.) Baubeschreibung (3-fach)
3.) Letztgültiger Grundbuchauszug (nicht älter als sechs Monate)
4.) Verzeichnis der Eigentümer jener Grundstücke, die von den Fronten des Baues weniger als 15 m entfernt sind.
5.) Energieausweis (2-fach, für konditionierte Gebäude)
Die Baupläne und Baubeschreibungen sind von einem befugten Planverfasser zu erstellen und vom Bauwerber, Eigentümer und vom Planverfasser zu unterfertigen.
Formular: Anzeigepflichtiges Bauvorhaben nach § 17 Bgld. Baugesetz
Bewilligungspflichtige Bauvorhaben (§ 18)
Für Bauvorhaben, die nicht geringfügig sind, ist vor Baubeginn - sofern keine Bauanzeige gemäß § 17 erfolgt - bei der Baubehörde um Baubewilligung anzusuchen. Der Baubewilligungspflicht unterliegen jedenfalls die Errichtung und Änderung von Wohngebäuden über 200 m² Wohnnutzfläche sowie aller anderen Gebäude über 200 m² Nutzfläche.
1.) Bauplan (3-fach)
Formular: Bewilligungspflichtiges Bauvorhaben nach § 18 Bgld. Baugesetz
Ist das Ansuchen nicht abzuweisen, hat die Baubehörde eine mündliche Bauverhandlung vorzunehmen.
Zur Bauverhandlung werden geladen:
1.) Parteien – Bauwerber,
2.) Grundeigentümer bzw. die Miteigentümer sowie die
3.) Eigentümer jener Grundstücke, die von den Fronten des Baues weniger als 15 m entfernt sind
4.) Planverfasser
Abbruch von Gebäuden (§ 20)
Der beabsichtigte Abbruch von Gebäuden ist, sofern dieser nicht im Zusammenhang mit der Errichtung oder Änderung von Bauten steht, der Baubehörde unter Anschluss der erforderlichen Unterlagen und der Zustimmungserklärungen der Eigentümer der unmittelbar angrenzenden Grundstücke schriftlich mitzuteilen. Wird der Abbruchwerber nicht binnen vier Wochen von der Baubehörde wegen baupolizeilicher Interessen aufgefordert, um Abbruchbewilligung anzusuchen, darf der Abbruch vorgenommen werden. Für das Abbruchbewilligungsverfahren ist § 18 (Baubewilligung) sinngemäß anzuwenden.
1.) Lage- und Bestandsplan
2.) Zustimmungserklärung der Eigentümer des unmittelbar angrenzenden Grundstückes
Formular: Abbruch von Gebäuden
Fertigstellungsanzeige, Schlussüberprüfung, Benützungsfreigabe
Der Fertigstellungsanzeige sind ein mängelfreies Schlussüberprüfungsprotokoll und ein Rauchfangkehrerbefund anzuschließen. Das erforderliche Schlussüberprüfungsprotokoll erhalten Sie von einem dazu befugten Architekten oder Baumeister, der an der Ausführung des Gebäudes nicht beteiligt gewesen ist.
Des Weiteren wird eine Bestätigung eines Zivilgeometers über die lagerichtige Einmessung des Gebäudes benötigt.
Vor der Benützungsfreigabe darf das Gebäude nicht benützt werden.