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Timestamp: 2016-10-23 18:08:18
Document Index: 121554671

Matched Legal Cases: ['Art. 38', 'Art. 39', 'Art. 97', 'Art. 98', 'Art. 5', 'Art. 103', 'BGE', 'Art. 38', 'Art. 38', 'Art. 38', 'Art. 38', 'Art. 38', 'Art. 7', 'Art. 38', 'Art. 38', 'Art. 35', 'Art. 35', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 38', 'BGE', 'Art. 6', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 38', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 156', 'Art. 159']

X.________, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. J�rg Koeferli, c/o Pestalozzi Gmuer & Patry, L�wenstrasse 1, Z�rich,
A.- Am 28. Januar 1999 wurde die Unterzeichnung eines Zusammenarbeitsvertrags zwischen der "A.________ Netherland", einer Tochterfirma der "A.________ Holding" (im Weitern: "A.________"), mit einem Kunden der C.________ im Informatikbereich bekannt. Im Vorfeld dieser Ver�ffentlichung hatte die B.________ Bank 58'627 "A.________"-Titel zu 4,75 Euro gekauft.
B.- Am 16. Dezember 1999 ersuchte die belgische Soci�t� de la Bourse des Valeurs Mobili�res de Bruxelles (im Folgenden auch: SBVMB) die Eidgen�ssische Bankenkommission (im Weitern: Bankenkommission) in Bezug auf diese Transaktion wegen eines m�glichen Insiderhandels um Amtshilfe (Art. 38 des Bundesgesetzes vom 24. M�rz 1995 �ber die B�rsen und den Effektenhandel [B�rsengesetz, BEHG; SR 954. 1]). Die Bankenkommission holte bei der B.________ Bank die gew�nschten Informationen ein und verf�gte am 30. August 2000:
"1. Die Eidg. Bankenkommission leistet der Soci�t�
Amtshilfe und �bermittelt dieser folgende Informationen:
1999 abgerechnet. �ber allf�llige Beziehungen
2. Die Eidg. Bankenkommission weist die Soci�t� de
la Bourse de Valeurs Mobili�res de Bruxelles
ausdr�cklich darauf hin, dass die Informationen
B�rsen und des Effektenhandels verwendet werden
(Zust�ndigkeit neu seit 1. Juli 2000
beim Bundesamt f�r Justiz, BJ) stimmt die Eidg.
Bankenkommission einer allf�lligen Weiterleitung
von der Soci�t� de la Bourse de Valeurs Mobili�res
de Bruxelles an die zust�ndigen Strafverfolgungsbeh�rden
zu. Die Soci�t� de la Bourse de
Valeurs Mobili�res de Bruxelles wird angehalten,
die Strafverfolgungsbeh�rden darauf hinzuweisen,
Ahndung des Insiderhandels, zu beschr�nken hat.
4. Die Eidg. Bankenkommission weist die Soci�t� de
ausdr�cklich darauf hin, dass die Weiterleitung
an andere Zweitbeh�rden als an die unter Ziff. 3
Die Soci�t� de la Bourse de Valeurs Mobili�res
C.- X.________ hat hiergegen am 16. Oktober 2000 Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereicht mit folgenden Antr�gen:
"1. Das Amtshilfeersuchen der Soci�t� de la Bourse
de Valeurs Mobili�res de Bruxelles vom 16. Dezember
s�mtlicher von der B.________ Private
Eidgen�ssische Bankenkommission weitergeleiteten
Unterlagen im Zusammenhang mit dem Konto des Beschwerdef�hrers
der an die Soci�t� de la Bourse de Valeurs
de Bruxelles zu �bermittelnden Informationen an
die Strafbeh�rden zu verweigern und die Amtshilfe
mit den folgenden ausdr�cklichen Auflagen
zu gew�hren:
(i) Die zu �bermittelnden Informationen d�rfen
ausschliesslich von der Soci�t� de la Bourse de
Valeurs Mobili�res de Bruxelles und ausschliesslich
zur Beaufsichtigung der B�rsen und des Effektenhandels
(ii) Die zu �bermittelnden Informationen d�rfen
de Bruxelles nicht ohne vorherige ausdr�ckliche
Zustimmung der Eidgen�ssischen Bankenkommission
an Strafbeh�rden in Belgien oder einem
(iii) Die zu �bermittelnden Informationen d�rfen
von der Soci�t� de Valeurs Mobili�res de Bruxelles
nicht ohne vorherige ausdr�ckliche Zustimmung
der Eidgen�ssischen Bankenkommission an andere
Beh�rden in Belgien oder einem Drittstaat
Steuerbeh�rden oder mit der Verfolgung von
Steuerdelikten befassten Beh�rden;
Gleichzeitig sei die Eidgen�ssische Bankenkommission
anzuweisen, dass eine allf�llige
sp�tere Zustimmung zur Weiterleitung der Informationen
an eine unter (ii) und (iii) aufgef�hrten
Beh�rde in Belgien oder einem Drittstaat
erneut in einer rechtsmittelf�higen Verf�gung
4. Es sei dem Beschwerdef�hrer eine Parteientsch�digung
X.________ macht geltend, die angefochtene Verf�gung verletze den Spezialit�tsgrundsatz und das "Prinzip der langen Hand"; im �brigen sei sie unverh�ltnism�ssig und bilde eine Umgehung der Rechtshilfe in Strafsachen.
D.- Mit Verf�gung vom 8. November 2000 hat der Abteilungspr�sident der Eingabe aufschiebende Wirkung beigelegt.
1.- In Anwendung des B�rsengesetzes ergangene Amtshilfeverf�gungen der Eidgen�ssischen Bankenkommission unterliegen (unmittelbar) der Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht (Art. 39 BEHG; Art. 97 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 98 lit. f OG und Art. 5 VwVG; vgl. 126 II 126 E. 5b/bb S. 134). Der Beschwerdef�hrer ist als durch die Amtshilfemassnahme betroffener Bankkunde hierzu legitimiert (Art. 103 lit. a OG; vgl. BGE 125 II 65 E. 1 S. 69, 79 E. 3b S. 82). Auf die frist- und formgerecht eingereichte Eingabe ist einzutreten.
2.- Nach Art. 38 Abs. 2 BEHG kann die Eidgen�ssische Bankenkommission ausl�ndischen Aufsichtsbeh�rden unter gewissen Voraussetzungen nicht �ffentlich zug�ngliche Ausk�nfte und sachbezogene Unterlagen �bermitteln. Dabei muss es sich um "Aufsichtsbeh�rden �ber B�rsen- und Effektenh�ndler" handeln, die solche Informationen ausschliesslich zur direkten Beaufsichtigung der B�rsen und des Effektenhandels verwenden (Art. 38 Abs. 2 lit. a BEHG; "Spezialit�tsprinzip") und zudem "an das Amts- oder Berufsgeheimnis gebunden" sind (Art. 38 Abs. 2 lit. b BEHG). Die Informationen d�rfen nicht ohne vorg�ngige Zustimmung der schweizerischen Aufsichtsbeh�rde oder aufgrund einer generellen Erm�chtigung in einem Staatsvertrag an zust�ndige Beh�rden und Organe, die mit im �ffentlichen Interesse liegenden Aufsichtsaufgaben betraut sind, weitergeleitet werden (Art. 38 Abs. 2 lit. c Satz 1 BEHG; "Prinzip der langen Hand"). Die Weiterreichung an Strafbeh�rden ist unzul�ssig, soweit die Rechtshilfe in Strafsachen ausgeschlossen w�re. Die Aufsichtsbeh�rde entscheidet hier�ber im Einvernehmen mit dem Bundesamt f�r Polizeiwesen (Art. 38 Abs. 2 lit. c S�tze 2 und 3 BEHG; seit
1. Juli 2000 Bundesamt f�r Justiz, vgl. Art. 7 Abs. 6a der �nderung vom 28. Juni 2000 der Organisationsverordnung f�r das Eidgen�ssische Justiz- und Polizeidepartement; AS 2000 1850). Soweit die zu �bermittelnden Informationen einzelne Kunden von Effektenh�ndlern betreffen ("kundenbezogene Informationen"), ist das Bundesgesetz �ber das Verwaltungsverfahren anzuwenden. Die Bekanntgabe von Informationen �ber Personen, die offensichtlich nicht in die zu untersuchende Angelegenheit verwickelt sind, ist unzul�ssig (Art. 38 Abs. 3 BEHG; "unbeteiligte Dritte").
3.- a) Die belgische Soci�t� de la Bourse de Valeurs Mobili�res de Bruxelles ist eine ausl�ndische B�rsenaufsichtsbeh�rden, der die Bankenkommission im Rahmen von Art. 38 Abs. 2 BEHG Amtshilfe leisten kann (unver�ffentlichtes Urteil vom 15. August 2000 i.S. X. c. CFB, E. 3).
Hieran �ndert nichts, dass sie nach dem belgischen Recht allenfalls verpflichtet ist, die �bermittelten Informationen an eine Strafverfolgungsbeh�rde ("Procureur du Roi") weiterzuleiten. Einer �hnlichen Regel unterliegt die Bankenkommission nach dem schweizerischen Recht (vgl. Art. 35 Abs. 6 BEHG; Poledna, in: Vogt/Watter, Kommentar zum schweizerischen Kapitalmarktrecht, Basel/Genf/M�nchen 1999, Rz. 29 ff. zu Art. 35 BEHG; unver�ffentlichtes Urteil vom 24. Februar 2000 i.S. C. c. EBK, E. 5), weshalb eine solche Pflicht die Gew�hrung von Amtshilfe nicht grunds�tzlich auszuschliessen vermag. Es k�me einem Wertungswiderspruch gleich, landesintern eine Anzeigepflicht - mit der damit verbundenen Befreiung vom Amtsgeheimnis - f�r die Bankenkommission vorzusehen, die Gew�hrung der Amtshilfe ins Ausland aber davon abh�ngig machen zu wollen, dass die nachsuchende Aufsichtsbeh�rde ihrerseits gerade keiner solchen Verpflichtung unterliegt (BGE 126 II 409 E. 4b S. 413, mit Hinweisen).
b) Die SBVMB hat ausdr�cklich zugesichert, die Angaben der Bankenkommission nur zur �berwachung des Effektenhandels bzw. im Zusammenhang mit den in ihren Ersuchen genannten Vorkommnissen zu gebrauchen und vor einer Weitergabe um die Zustimmung der Bankenkommission zu ersuchen. Der angefochtene Entscheid enth�lt einen entsprechenden Vorbehalt (vgl. Ziff. 4 des Dispositivs), und die SBVMB hat sich in ihrer Erkl�rung vom 6. September 1999 unzweideutig zu dessen Einhaltung verpflichtet, auch wenn sie im konkreten Ersuchen noch einmal darauf hinweist, dass sie bei strafrechtlich relevanten Vorw�rfen zu einer Weiterleitung an die Straf(untersuchungs)beh�rden gehalten sein k�nnte. Das B�rsengesetz verlangt keine v�lkerrechtlich verbindliche Zusage der ausl�ndischen Beh�rde; die Amtshilfe ist so lange zul�ssig, als der Spezialit�tsvorbehalt tats�chlich eingehalten wird und - wie hier - keine Anzeichen daf�r bestehen, dass er im konkreten Fall missachtet werden k�nnte (BGE 126 II 409 E. 4b/bb S. 413, 126 E. 6b/bb S. 139, mit Hinweis). Die M�glichkeit, der SBVMB Amtshilfe zu leisten, w�re erst zu �berdenken, falls sich in Bezug auf von der Schweiz im Rahmen der Amtshilfe zur Verf�gung gestellte Informationen zeigen sollte, dass sie ihrer Zusicherung nicht nachkommt (BGE 126 II 409 E. 4b/bb S. 413).
c) Soweit der Beschwerdef�hrer einwendet, die beantragten Informationen k�nnten gar keinen aufsichtsrechtlichen Zwecken dienen, da sie sich auf eine Transaktion bez�gen, die er als Kunde in Auftrag gegeben habe, verkennt er, dass die Amtshilfe nicht nur der Kontrolle �ber die Institute dient, sondern �ber das Marktgeschehen schlechthin (BGE 126 II 409 E. 5a S. 414). Gest�tzt auf die Entstehungsgeschichte sowie Sinn und Zweck von Art. 38 BEHG hat das Bundesgericht die Auffassung verworfen, die Mitteilung von Informationen �ber Kunden sei im Rahmen der Amtshilfe nur als institutsbezogene Information zul�ssig, d.h. soweit die Beaufsichtigung der Effektenh�ndler auch die Mitteilung �ber Kunden erforderlich mache, nicht aber, wenn ausschliesslich ein direktes Interesse am Verhalten des Kunden, etwa zur Bek�mpfung von Finanzmarktdelikten, bestehe (BGE 125 II 65 E. 5 S. 72 f., mit Hinweisen). Bereits die Botschaft des Bundesrats zum B�rsengesetz ging davon aus, dass die den ausl�ndischen Aufsichtsbeh�rden zu �bermittelnden Angaben auch der Durchsetzung der Verbote des Insiderhandels und der Kursmanipulation sowie der Bek�mpfung der Geldw�scherei dienten (BBl 1993 I 1392f. , 1424). Innerstaatlich kommt der Bankenkommission ebenfalls die Aufgabe zu, bei Verdacht auf Insiderhandel oder Kursmanipulationen Untersuchungen anzuordnen (Art. 6 Abs. 2 BEHG; BBl 1993 I 1401). Dabei handelt es sich um b�rsenrechtliche Aufsichtsmassnahmen, selbst wenn sie - bei Erh�rtung des Verdachts - Anlass zu Strafanzeigen geben k�nnen. Es entspricht einer sinnvollen Aufgabenteilung zwischen den sachn�heren Aufsichtsorganen und den Strafverfolgungsbeh�rden, wenn im Vorfeld strafrechtlicher Ahndung von Finanzmarktdelikten aufsichtsrechtliche Abkl�rungen getroffen werden; diese k�nnen sich namentlich auch darauf beziehen, ob �berhaupt Anlass zu einem strafrechtlich relevanten Verdacht besteht und gegen wen sich dieser allenfalls richtet. Entspricht es einer aufsichtsrechtlichen Aufgabe, dem Verdacht auf Insiderhandel nachzugehen, kann - entgegen den Vorbringen des Beschwerdef�hrers - nicht gesagt werden, dass dadurch die Voraussetzungen der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen umgangen w�rden (BGE 125 II 65 E. 5b S. 73).
4.- a) Wie jedes staatliche Handeln muss auch die Amtshilfe verh�ltnism�ssig sein (BGE 125 II 65 E. 6a S. 73).
Verboten sind reine Beweisausforschungen ("fishing expeditions"), wobei indessen nicht die gleich strengen Regeln gelten k�nnen wie bei der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen. Die ersuchende Beh�rde muss im Amtshilfeverfahren den relevanten Sachverhalt darstellen, die gew�nschten Ausk�nfte bzw. Unterlagen konkret bezeichnen und den Grund ihres Ersuchens nennen. Dabei ist zu beachten, dass ihr in der Regel die �berwachung des Marktgeschehens schlechthin obliegt, weshalb an diesem breiten Auftrag zu messen ist, ob ein hinreichender Anlass besteht, der die Gew�hrung von Amtshilfe zu rechtfertigen vermag (BGE 125 II 65 E. 6b S. 73 f.).
b) Entgegen den Einw�nden des Beschwerdef�hrers ist dies hier der Fall:
aa) Die Soci�t� de la Bourse de Valeurs Mobili�res de Bruxelles hat wegen des Verdachts auf Insiderhandel um Amtshilfe in Bezug auf einen konkreten, von der B.________ Bank get�tigten Kauf von "A.________"-Titeln (58'627 St�ck) kurz vor Bekanntgabe eines kursrelevanten Vertragsabschlusses ersucht. Vom 5. bis 27. Januar 1999 war der Aktienkurs des betreffenden Titels von 3,84 auf 4,95 Euro, d.h. um 29%, angestiegen, wobei das Handelsvolumen im Durchschnitt rund 40'000 Titel betrug. Am 28. Januar 1999 erfolgte die Information �ber den Abschluss des Zusammenarbeitsvertrags einer Tochterfirma der "A.________ Holding" mit einem C.________-Kunden im Informatikbereich, worauf in den drei folgenden Tagen der Kurs noch einmal um 5% (von 4,95 und 5,20 Euro) stieg und das Handelsvolumen im Durchschnitt 225'000 Titel erreichte. Eine solche Situation kann Anlass zu Amtshilfehandlungen geben (vgl. BGE 126 II 409 E. 5b/aa, 126 E. 6a/bb S. 137, 86 E. 5b S. 91; 125 II 65 E. 6b/bb S. 74).
bb) Der Gesetzgeber hat die Amtshilfe geschaffen, um den Aufsichtsbeh�rden zu erm�glichen, ad�quat und zeitgerecht zum Schutz der zusehends vernetzten M�rkte reagieren zu k�nnen (BGE 125 II 450 E. 3b S. 457). Die verschiedenen Transaktionen lassen sich �usserlich nicht in verd�chtige und unverd�chtige aufteilen. Auch wenn im Zeitpunkt, in dem die Abkl�rungen aufgenommen werden, wegen auff�lliger Kursverl�ufe erst in abstrakter Weise Hinweise auf ein Insiderdelikt oder auf eine andere Verletzung b�rsenrechtlicher Vorschriften bestehen, bleibt die Amtshilfe zul�ssig (vgl.
BGE 125 II 65 E. 6b/bb S. 74, 450 E. 3b S. 457). Ob tats�chlich von Insiderinformationen profitiert wurde, bildet nicht Gegenstand des Amtshilfeverfahrens. Der Beschwerdef�hrer wendet deshalb vergeblich ein, die umstrittene Transaktion sei von ihm gest�tzt auf eine reine Marktbeobachtung get�tigt worden. Es wird an der ersuchenden Beh�rde liegen, abzukl�ren, ob aufsichtsrechtlich relevante Bestimmungen verletzt worden sein k�nnten und ob aufgrund erh�rteter Erkenntnisse allenfalls Anlass besteht, die Strafbeh�rden zu informieren (BGE 126 II 409 E. 5b/aa S. 415). Die Amtshilfe ist nicht schon dann unverh�ltnism�ssig, wenn der betroffene Kunde in mehr oder weniger plausibler Weise darzutun vermag, dass er seinen Kaufentscheid gest�tzt auf �ffentlich zug�ngliche Informationen getroffen hat (unver�ffentlichte E. 4 von BGE 125 II 83 ff.).
5.- Die Bankenkommission hat nicht nur dem Gesuch um Amtshilfe entsprochen, sondern gleichzeitig - im Einvernehmen mit dem Bundesamt f�r Polizeiwesen - auch die Bewilligung erteilt, die Informationen gegebenenfalls an die zust�ndigen Strafverfolgungsbeh�rden weiterzuleiten. Zu Recht wendet der Beschwerdef�hrer ein, dies sei unverh�ltnism�ssig:
a) aa) Die Amtshilfe nach Art. 38 BEHG umfasst - wie bereits dargelegt - generell die Aufsicht �ber das Marktgeschehen und nicht nur �ber die beaufsichtigten H�ndler, weshalb ausl�ndischen Aufsichtsbeh�rden auch Informationen im Zusammenhang mit vermuteten Insiderdelikten von Kunden �bermittelt werden k�nnen, soweit dabei nach wie vor der Aufsichtszweck im Vordergrund steht. Es ist grunds�tzlich Sache der ausl�ndischen Beh�rde, die erforderlichen Abkl�rungen zu treffen (aufsichtsrechtliche Erhebungen im eigenen Land; weitere Informationen aus anderen L�ndern; rechtliches Geh�r der Betroffenen usw.). Ergibt sich dabei, dass die Strafbeh�rden einzuschalten sind, kann bzw. muss sie die Bankenkommission um ihre Zustimmung zur entsprechenden Weiterleitung angehen. Diese hat hierauf mit dem Bundesamt f�r Polizeiwesen das Vorliegen der materiellen Voraussetzungen der Rechtshilfe zu pr�fen. Insofern besteht ein zweistufiges Verfahren, das es rechtfertigt, an die Voraussetzungen zur Gew�hrung der Amtshilfe keine allzu hohen Anforderungen zu stellen, da im Moment der Aush�ndigung der Informationen zu rein aufsichtsrechtlichen Zwecken nicht feststeht, ob die �bermittelten Angaben der ausl�ndischen Beh�rde �berhaupt konkret dienen werden; es gen�gt, dass sie hierzu bzw. zur Abwicklung des ausl�ndischen Aufsichtsverfahrens grunds�tzlich geeignet erscheinen und dies im Gesuch hinreichend dargetan ist (vgl. BGE 125 II 450 E. 3b S. 457).
bb) Sind die aufsichtsrechtlichen Ermittlungen im Empf�ngerstaat bereits bei Einreichung des Amtshilfeersuchens hinreichend fortgeschritten, und zeichnet sich gest�tzt darauf schon zu diesem Zeitpunkt die allf�llige Notwendigkeit einer Weiterleitung an einen Zweitempf�nger ab, spricht nichts dagegen, dass die Bankenkommission ihre Zustimmung hierzu im Amtshilfeentscheid selber erteilt (vgl.
Bei diesem Vorgehen sind jedoch h�here Anforderungen an die f�r die Weiterleitung n�tigen Voraussetzungen zu stellen als f�r die Amtshilfe als solche. Kann ein auff�lliges Kursverhalten im Umfeld eines relevanten Ereignisses bereits eine stichprobenweise aufsichtsrechtliche �berpr�fung der Geschehnisse rechtfertigen und insofern hinreichender Anlass bestehen, Amtshilfe zu leisten (vgl. BGE 125 II 65 E. 6b/bb S. 74), soll damit nicht leichthin und praktisch automatisch auch schon die Zustimmung zur Weiterleitung an die Strafbeh�rden verbunden werden. Diese setzt das Vorliegen zus�tzlicher Elemente voraus, welche im konkreten Einzelfall eine strafrechtlich relevante Verhaltensweise mit einer minimalen Wahrscheinlichkeit nahe legen. Auch hier sind daf�r zwar wiederum keine allzu strengen Anforderungen an die Schilderung des Sachverhalts zu stellen, doch m�ssen ausser Kursvariationen und Transaktionen in einem verd�chtigen Zeitraum zus�tzlich weitere Anhaltspunkte f�r die Ausn�tzung von Insiderkenntnissen im konkreten Fall sprechen, ansonsten nur die Amtshilfe zu gew�hren und das zweistufige Verfahren mit erneuter Verf�gung zu w�hlen ist (vgl. BGE 125 II 65 E. 9 u.
10). Dies ergibt sich sowohl aus dem Verh�ltnism�ssigkeits- wie aus dem Spezialit�tsgrundsatz, sollen Weiterleitungsbewilligungen doch nicht "aufs Geratewohl" erteilt werden (BGE 126 II 409 E. 6b/cc S. 420).
b) Im vorliegenden Fall fehlt es an solchen zus�tzlichen Elementen: Der Beschwerdef�hrer hat nach eigenen Angaben gest�tzt auf eine Marktbeobachtung - und weil der "A.________"-Titel bereits w�hrend mehrerer Tage angezogen hatte - seinem Interesse f�r Anlagen im "New-Economy"-Bereich entsprechend in den umstrittenen Titel investiert.
Alle 58'627 Aktien wurden am 9. Juni 1999 aus seinem Konto ausgebucht, als der Aktienkurs von "A.________" bereits wieder deutlich unter 4 Euro lag, womit der Beschwerdef�hrer bei der umstrittenen Investition keinen Gewinn gemacht haben d�rfte. Als Insider h�tte er mit einem Weiterverkauf kaum bis in den Juni 1999 zugewartet, sondern seinen Gewinn wohl eher relativ rasch nach der Bekanntgabe vom 28. Januar 1999 realisiert. Andere Indizien daf�r, dass er �ber vertrauliche Informationen verf�gt haben k�nnte, bestehen nicht. Es wird unter diesen Umst�nden an der belgischen Aufsichtsbeh�rde sein, aufgrund der im Rahmen der Amtshilfe erhaltenen Angaben und ihren eigenen Abkl�rungen wenigstens Anhaltspunkte daf�r zu liefern, dass vorliegend ein Insiderdelikt vern�nftigerweise nicht ausgeschlossen werden kann und eine Weiterleitung an die Strafbeh�rden deshalb erforderlich erscheint.
Nur in diesem Fall rechtfertigt sich die "Entspezialisierung" der in Amtshilfe gelieferten Informationen, soll die Rechtshilfe nicht durch die Amtshilfe umgangen oder ihres Sinnes entleert werden (vgl. BGE 126 II 409 E. 6b/aa S. 416 f.). Ist die Beschwerde damit insofern bereits aus diesem Grund gutzuheissen, er�brigen sich Ausf�hrungen zu der vom Beschwerdef�hrer bestrittenen doppelten Strafbarkeit. Die Frage wird zu pr�fen sein, wenn die belgische Aufsichtsbeh�rde tats�chlich um die Bewilligung f�r eine Weiterleitung an die Strafbeh�rden nachsuchen sollte und die Bankenkommission hier�ber erneut entschieden hat.
6.- a) Nach dem Gesagten ist die Beschwerde damit teilweise gutzuheissen und Ziffer 3 (in Verbindung mit dem Vorbehalt in Ziffer 4) der angefochtenen Verf�gung aufzuheben; im �brigen ist sie unbegr�ndet und der angefochtene Entscheid somit zu best�tigen.
b) Dem Verfahrensausgang entsprechend wird dem Beschwerdef�hrer eine reduzierte Gerichtsgeb�hr auferlegt (Art. 156 in Verbindung mit 153 und 153a OG). Eine Anpassung des Kostenentscheids der Vorinstanz rechtfertigt sich nicht. Die Eidgen�ssische Bankenkommission hat den Beschwerdef�hrer f�r das bundesgerichtliche Verfahren im Rahmen seines Obsiegens angemessen zu entsch�digen (Art. 159 OG).
1.- Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird teilweise gutgeheissen, und Ziffer 3 sowie der entsprechende Vorbehalt in Ziffer 4 der Verf�gung der Eidgen�ssischen Bankenkommission vom 30. August 2000 werden aufgehoben; im �brigen wird die Beschwerde abgewiesen.
3.- Die Eidgen�ssische Bankenkommission hat den Beschwerdef�hrer f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 3'000.-- zu entsch�digen.
4.- Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer und der Eidgen�ssischen Bankenkommission schriftlich mitgeteilt.