Source: https://www.awo-rle.de/betreuungsverein
Timestamp: 2020-07-14 22:19:21
Document Index: 91824965

Matched Legal Cases: ['§ 1896', '§ 1896', '§ 164', 'Art. 6', '§ 1773', '§ 1909']

Betreuungsverein Lünen | AWO UB Ruhr-Lippe-Ems
Betreuungsverein Lünen
Der Betreuungsverein der AWO ist ein sozialer Dienstleistungsträger, der nicht konfessionell oder parteipolitisch gebunden ist. Nicht nur zusehen - aktiv mitmachen und gestalten, das ist das Ziel der persönlichen Hilfe von den Haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der AWO im Betreuungsverein.
Er ist da für...
... Erwachsene, bei denen aus unterschiedlichen Gründen eine rechtliche Betreuung eingerichtet wurde.
... Menschen, die eine ehrenamtliche Betreuung führen oder führen möchten.
... Menschen, die eine Vorsorgevollmacht erstellen möchten oder von jemand anderem bevollmächtigt wurden und bei ihrer Aufgabe Rat und Unterstützung brauchen.
... Minderjährige, für die eine Vormundschaft oder Pflegschaft eingerichtet wurde.
Eine Betreuung wird vom Amtsgericht eingerichtet, wenn jemand nicht mehr in der Lage ist, seine Angelegenheiten selbstständig zu regeln. Die Voraussetzungen für die Einrichtung einer rechtlichen Betreuung sind in § 1896 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) geregelt.
Grundsätzlich sind die Personen, für die ein Betreuer bestellt ist weiterhin geschäftsfähig. Betreuer dürfen nur für die Aufgabenkreise bestellt werden, in denen eine Betreuung tatsächlich erforderlich ist. Der Betreuer hat die Aufgabe, den Betreuten in den angeordneten Wirkungskreisen zu vertreten. Er hat also die Stellung eines gesetzlichen Vertreters.
Im Rahmen der angeordneten Aufgabenkreise geben oder vermitteln Betreuer und Betreuerinnen Hilfe z.B. bei der Vermögenssorge, der Gesundheitsfürsorge, in Wohnungsangelegenheiten oder bei Renten- und Behördenangelegenheiten. Bei allen Tätigkeiten stehen das Wohl und die Wünsche des Betreuten im Vordergrund.
Wir im Betreuungsverein der AWO haben die Aufgabe rechtliche Betreuungen zu führen, sowie ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer für diese Tätigkeit zu gewinnen.
Rechtliche Betreuer*innen stehen anderen Menschen mit Rat und Tat zur Seite. Sie organisieren die anfallenden verwaltungstechnischen Aufgaben der zu betreuenden Person. Hierzu zählen beispielsweise alle bankbezogenen, ärztlichen oder arbeitsbezogenen Aufgaben und Korrespondenzen. Darüber hinaus sollten Sie immer ein „offenes Ohr“ haben und den alten, kranken oder behinderten Menschen die Möglichkeit geben, ihr Herz auszuschütten – Nähe und Wärme bereichern das Leben beider.
Meist reicht ein monatlicher Zeitumfang von vier bis sechs Stunden aus um helfend zur Seite zu stehen.
Alle pflegerischen oder haushaltsbezogenen Aufgaben werden von anderen Helferinnen und Helfern übernommen.
Wir freuen uns, Sie zu einer ehrenamtlichen Betreuung beraten zu dürfen - rufen Sie an oder schreiben Sie uns.
Mit einer Vorsorgevollmacht kann ein Bürger einer anderen Person für den Fall eigener körperlicher oder geistiger Behinderung weitreichende Vollmachten erteilen, für ihn rechtlich zu handeln bzw. Verfügungen zur Gesundheitsfürsorge und Aufenthaltsbestimmung zu treffen.
Die Vorsorgevollmacht ist damit eine besondere Form der Vollmacht, die sehr weitgehende Eingriffsrechte auch in den Bereich der eigenen Persönlichkeitsrechte (Aufenthaltsbestimmung, persönliche Freiheit) an einen Dritten übertragen kann. Nach § 1896 Abs. 2 BGB ist die Vorsorgevollmacht die vom Gesetz vorrangig geförderte Form der Vorsorge.
Die Errichtung einer rechtlichen Betreuung soll dann nicht erfolgen, wenn die Angelegenheiten des Betroffenen durch einen Bevollmächtigten ebenso gut wie durch einen Betreuer besorgt werden können.
Die Vorsorgevollmacht unterliegt den Voraussetzungen der Vollmachterteilung allgemein (§§ 164 ff. BGB) und sollte auf jeden Fall schriftlich und unter genauer Festlegung der Rechte und Pflichten des Bevollmächtigten erfolgen.
Alternativ oder zusätzlich kann eine Betreuungsverfügung für den Fall, dass eine rechtliche Betreuung notwendig wird errichtet werden.
Pfleg-/Vormundschaften
„Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die ihnen zuvörderst obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.“ (Art. 6, Abs. 2 Grundgesetz)
In bestimmten Fällen kommt es dazu, dass Eltern die elterliche Sorge nicht mehr ausüben können oder dürfen. In der Regel übernimmt das Jugendamt die staatliche Wächterfunktion.
Wenn Eltern ihrer Pflicht nicht nachkommen, ihr Recht auf Pflege und Erziehung ihrer Kinder vernachlässigen oder missbrauchen, schützt der Staat die Kinder. Im Bürgerlichen Gesetzbuch ist für solche Fälle die Vormundschaft geregelt. An ihre Stelle tritt kraft Gesetzes oder durch richterliche Anordnung ein Vormund, der die elterliche Sorge ganz oder teilweise ausübt.
Das Vormundschaftsgericht beschließt eine Vormundschaft oder Pflegschaft und beaufsichtigt diese. Der Entzug der Personensorge soll nur dann erfolgen, wenn mildere Maßnahmen (u.a. Jugendhilfeleistungen) nicht greifen oder Erfolglosigkeit von Maßnahmen anzunehmen bzw. festgestellt worden sind.
Unter dem Begriff Vormundschaft im Sinne der §§ 1773 ff. BGB versteht man die Wahrnehmung aller persönlichen und vermögensrechtlichen Angelegenheiten. Im Gegensatz zur Pflegschaft erstreckt sich die Vormundschaft grundsätzlich auf alle Angelegenheiten und nicht nur auf einen begrenzten Kreis von Angelegenheiten. Unter dem Begriff Pflegschaft im Sinne der §§ 1909 ff. BGB versteht man grundsätzlich eine nur auf einzelne Angelegenheiten beschränkte Fürsorge für einen anderen. Dies könne z.B. sein die Aufenthaltsbestimmung, die Gesundheitssorge, das Recht Hilfen zur Erziehung zu beantragen u.a.m..
Die Vormundschaft orientiert sich an der elterlichen Sorge. Das heißt: die Inhalte der elterlichen Sorge ändern sich durch die Vormundschaft nicht, lediglich die handelnden Personen wechseln.
Im Juli 2012 trat die Reform des Vormundschaftsrechtes in Kraft. Hauptsächlich handelte es sich dabei um zwei wesentliche Änderungen. Zunächst wurde eine Fallzahlobergrenze gesetzlich festgeschrieben: nach der Reform darf jeder vollzeitbeschäftigte Vormund höchstens 50 Mündel oder Pfleglinge betreuen. Hinzu kommt die Stärkung des persönlichen Kontaktes zum Mündel: in der Regel soll nun mindestens einmal monatlich ein persönlicher Besuch erfolgen.
Sprechzeiten in Lünen
Montag bis Donnerstag: 8.00-16.30 Uhr
Freitag: 8.00-15.00 Uhr
Iris Gawronski
Marie-Juchacz-Str. 1
02306 30670-11
gawronski@awo-rle.de
AWO Seniorenzentrum Ahlen: Konzert in Corona-Zeiten
Die Migrationsdienste des AWO Unterbezirkes Ruhr-Lippe-Ems in Ahlen haben für die Bewohner*innen des AWO Hugo-Stoffers-Seniorenzentrums jetzt ein kleines musikalisches Gartenkonzert mit den Gebrüdern Möxel organisiert. Trotz der Einschränkungen für die Senior*innen in der Corona-Pandemie konnten diese - natürlich mit Abstand - die musikalische Darbietung genießen.