Source: https://www.graumarktinfos.de/2018-01/mbf-erste-filmproduktionsgesellschaft-mbh-co-kg-eigenkapital-sinkt-innerhalb-eines-jahres-um-50-233467
Timestamp: 2018-04-22 23:46:37
Document Index: 298211591

Matched Legal Cases: ['§ 264', '§ 267', '§ 264', '§ 267', '§ 248', '§ 94', '§ 248']

MBF Erste Filmproduktionsgesellschaft mbH & Co. KG-Eigenkapital sinkt innerhalb eines Jahres um 50% - Graumarktinfos
MBF Erste Filmproduktionsgesellschaft mbH & Co. KG-Eigenkapital sinkt innerhalb eines Jahres um 50%
Keine Bilanz, die man „gut“ nennen kann, und wieder einmal eine, die wir mit der Hannover Leasing in Verbindung bringen.MBF Erste Filmproduktionsgesellschaft mbH & Co. KG
A. Umlaufvermögen 208.324,01 401.864,14
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 22.521,45 20.615,75
II. Guthaben bei Kreditinstituten 185.802,56 381.248,39
Bilanzsumme, Summe Aktiva 208.324,01 401.864,14
A. Eigenkapital 175.519,15 367.289,15
I. Kapitalanteil des Kommanditisten 175.519,15 367.289,15
B. Verbindlichkeiten 32.804,86 34.574,99
Bilanzsumme, Summe Passiva 208.324,01 401.864,14
MBF Erste Filmproduktionsgesellschaft mbH & Co. KG, Pullach i. Isartal
Amtsgericht München, HRA 86527
Die Gesellschaft ist aufgrund ihrer Rechtsform und der an ihr beteiligten nicht natürlichen Person als persönlich haftender Gesellschafter gemäß § 264a Abs. 1 HGB verpflichtet, die Vorschriften für Kapitalgesellschaften & Co. anzuwenden.
Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer kleinen Kapitalgesellschaft & Co. im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB in Verbindung mit § 264a HGB auf. Sie wendet jedoch für die Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung freiwillig die Gliederungsvorschriften für große Kapitalgesellschaften gemäß § 267 Abs. 3 HGB an.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Das Vorjahr wurde entsprechend angepasst.
Für alle im Zusammenhang mit der Herstellung der Filmprojekte anfallenden Kosten fand das Aktivierungsverbot des § 248 Abs. 2 HGB a. F. für selbst erstellte immaterielle Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens Anwendung.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bilanziert. Es ist weder eine Forderung aufgrund eines etwaigen abstrakten Schuldverhältnisses aktiviert worden noch ist die am Ende der Fondslaufzeit anfallende fest vereinbarte Schlusszahlung (bzw. alternativ der Optionspreis) zeitanteilig über die Laufzeit des Lizenzvertrages bzw. den Filmüberlassungszeitraum ergebniswirksam verteilt erfasst worden.
Die Gesellschaft hat mit Vertrag vom 21. Dezember 2005 das literarische Material (Stoffrechte) für die internationalen Kinofilmproduktionen „The Hitcher“ bzw. die Austauschfilme „evening“ und „reservation road“ erworben. Die Rechte umfassen die Produktion und weltweite Verwertung der Filme einschließlich der so genannten Nebenrechte. Die Gesellschaft ist sowohl rechtlicher (gemäß § 94 UrhG) als auch wirtschaftlicher (gemäß Medienerlass) Eigentümer der Kinofilme. Die Filme werden auf eine Dauer von 15 Jahren an einen Lizenznehmer zur Auswertung überlassen und sind demzufolge dem Anlagevermögen zuzurechnen.
Die Herstellungskosten sind unter das Aktivierungsverbot nach § 248 Abs. 2 HGB a. F. gefallen. Der Aufwand ist durch eine nicht rückzahlbare Zahlung des gesamten Produktionsaufwands an den Produktionsdienstleister im Jahr 2005 entstanden. Die Zahlung erfolgte in die Sphäre des Produktionsdienstleisters, die vertraglich vereinbarte Schuldübernahmegebühr für den Lizenznehmer an die schuldübernehmende Bank war bereits vollständig zuvor aus eigenen Mitteln des Lizenznehmers geleistet worden. Die Bank hat aufgrund dieser Zahlung die Verpflichtungen des Lizenznehmers aus dem Lizenzvertrag übernommen.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten die für den Zeitraum 23. Dezember bis 31. Dezember 2016 abgegrenzte Lizenzrate aus der Verwertung des Films.
Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen aus Umsatzsteuer sowie noch nicht abzugsfähige Vorsteuer.
Ergebnisvortragskonto zum 31.12.2015 -19.591.011,97
Jahresüberschuss 2016 1.038.230,00
Ergebnisvortragskonto zum 31.12. 2016 -18.552.781,97
Die im Handelsregister eingetragenen Hafteinlagen der Kommanditisten betragen 500 Euro.
Euro Restlaufzeit bis 1 Jahr (Vorjahr)
Euro Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahren (Vorjahr)
Euro Restlaufzeit mehr als 5 Jahre (Vorjahr)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 24.245,00 24.245,00 0,00 0,00
(26.015,13) (0,00) (0,00)
sonstige Verbindlichkeiten 8.559,86 8.559,86 0,00 0,00
0,00 (8.559,86) (0,00) (0,00)
32.804,86 32.804,86 0,00 0,00
(34.574,99) (0,00) (0,00)
Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt 8.559,86 Euro (Vorjahr: 8.559,86 Euro) betreffen in Höhe von 1.250 Euro (Vorjahr: 1.250 Euro ) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern.
Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr Umsatzerlöse aus der Lizenzverwertung der von ihr produzierten Kinofilme.
Persönlich haftende Gesellschafterin der Gesellschaft ist die MBF Verwaltungsgesellschaft mbH, Pullach i. Isartal, mit einem gezeichneten Kapital von 25.000 Euro.
Friedhelm Behn, Hermannsburg, Kaufmann
Pullach i. Isartal, 6. Dezember 2017
MBF Erste Filmproduktionsgesellschaft mbH & Co. KG MBF Verwaltungsgesellschaft mbH, Behn
Der Jahresabschluss wurde am 29.12.2017 festgestellt.