Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ%20165,%2012
Timestamp: 2019-03-19 22:06:55
Document Index: 254460677

Matched Legal Cases: ['§ 11', '§ 11', '§ 3', '§ 309', '§ 305', '§ 307', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Anforderungen an das Vorliegen des sachlichen Anwendungsbereichs im Sinne des § 11 Nr. 14a Gesetz zur Regelung des Rechts der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGBG) auf den Abschluss eines Franchisevertrags durch einen GmbH-Geschäftsführer, der zugleich als Gesellschafter im eigenen Namen eine Mithaftung für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft aus dem Franchisevertrag übernimmt ; Anforderungen an die Wahrung des Transparenzgebots bei vorformulierten Klauseln eines Franchisevertrags; Voraussetzungen des Vorliegens einer übermäßigen Sicherung des Franchisegebers; Mindestvoraussetzungen an die Zugrundelegung einer ergänzenden Vertragsauslegung ; Anwendbarkeit der ergänzenden Vertragsauslegung auf Franchiseverträge
Transparenzanforderungen bei formularmäßiger Garantieübernahme des Gesellschafters für Verbindlichkeit der GmbH
Zur AGB-rechtlichen Wirksamkeit einer Übernahme der Mithaftung für die Verbindlichkeiten einer GmbH aus einem Franchisevertrag durch deren Gesellschafter; zur Transparenzkontrolle einer Hauptleistungsbestimmung; zu den Anforderungen an die Transparenz einer Garantie der Gesellschafter einer GmbH für deren Verpflichtungen aus einem Franchisevertrag
Formularmäßige Vereinbarung der Mithaftung des Gesellschafter-Geschäftsführers einer GmbH aus einem Franchisevertrag
AGBG § 11 Nr. 14a, §§ 3, 9; BGB § 309 Nr. 11a, § 305c Abs. 1, § 307 Abs. 1 Satz 2
Fehlende Transparenz bei formularmäßiger Garantieübernahme des Gesellschafters für Verbindlichkeit der GmbH
AGB-Transparenzkontrolle bei Hauptleistungspflicht aus Altverträgen; Anforderungen an Transparenz in AGB; AGB-Haftung des GmbH-Gesellschafters und Geschäftsführers
Zusammenfassung von "Garantieübernahmen durch Gesellschafter des Franchisenehmers in der AGB-Kontrolle - Zugleich eine Besprechung des Urteils des BGH vom 26.10.2005 = WM 2006, 585 -" von RA Dr. Tom Billing, original erschienen in: WM 2007, 245 - 251.
Der Verwender Allgemeiner Geschäftsbedingungen ist daher nach den Grundsätzen von Treu und Glauben verpflichtet, Rechte und Pflichten seiner Vertragspartner möglichst klar und durchschaubar darzustellen (…BGH, Urteile vom 9. April 2014 - VIII ZR 404/12, BGHZ 200, 362 Rn. 37; vom 26. Oktober 2005 - VIII ZR 48/05, BGHZ 165, 12, 21 f.;… vom 23. Februar 2011 - XII ZR 101/09, NJW-RR 2011, 1144 Rn. 10;… vom 15. Mai 2013 - IV ZR 33/11, VersR 2013, 888 Rn. 45; jeweils mwN).
Der Verwender muss folglich einerseits die tatbestandlichen Voraussetzungen und Rechtsfolgen so genau beschreiben, dass für ihn keine ungerechtfertigten Beurteilungsspielräume entstehen (st. Rspr.;… vgl. BGH, Urteile vom 9. April 2014 - VIII ZR 404/12, aaO; vom 26. Oktober 2005 - VIII ZR 48/05, aaO;… vom 5. Dezember 2012 - I ZR 23/11, GRUR 2013, 375 Rn. 35;… vom 23. Februar 2011 - XII ZR 101/09, aaO;… vom 14. Januar 2014 - XI ZR 355/12, WM 2014, 307 Rn. 23; jeweils mwN).
Bei der Bewertung der Transparenz einer Vertragsklausel ist auf die Erwartungen und Erkenntnismöglichkeiten eines durchschnittlichen Vertragspartners des Verwenders im Zeitpunkt des Vertragsschlusses abzustellen (st. Rspr.;… vgl. BGH, Urteile vom 28. Mai 2014 - VIII ZR 179/13, aaO;… vom 9. April 2014 - VIII ZR 404/12, aaO; vom 26. Oktober 2005 - VIII ZR 48/05, aaO;… vom 10. November 2011 - III ZR 77/11, aaO;… vom 23. Februar 2011 - XII ZR 101/09, aaO;… vom 14. Januar 2014 - XI ZR 355/12, aaO).
Denn es ist für den durchschnittlichen und verständigen Mieter bei dem für die Beurteilung maßgeblichen Zeitpunkt des Vertragsschlusses (…Senatsurteile vom 9. April 2014 - VIII ZR 404/12, BGHZ 200, 362 Rn. 37; vom 26. Oktober 2005 - VIII ZR 48/05, BGHZ 165, 12, 21 f.; jeweils mwN) nicht erkennbar, welcher tatsächliche Abnutzungsgrad der Wohnung bei Beendigung des Mietverhältnisses, dessen Zeitpunkt bei Vertragsschluss noch nicht feststeht, unter Zugrundelegung seines (möglicherweise Veränderungen unterworfenen) individuellen Nutzungsverhaltens erreicht sein wird.
Maßstab der Beurteilung sind die Erwartungen und Erkenntnismöglichkeiten eines durchschnittlichen Vertragspartners des Verwenders (Senatsurteil vom 26. Oktober 2005 - VIII ZR 48/05, aaO S. 22;… BGH, Urteile vom 15. April 2010 - Xa ZR 89/09, WM 2010, 1237 Rn. 25;… vom 23. Februar 2011 - XII ZR 101/09, aaO;… vom 14. März 2012 - VIII ZR 202/11, aaO).
Eine Klausel genügt dem Bestimmtheitsgebot nur dann, wenn sie im Rahmen des rechtlich und tatsächlich Zumutbaren die Rechte und Pflichten des Vertragspartners des Klauselverwenders so klar und präzise wie möglich umschreibt (BGHZ 165, 12, 21 f., m.w.N.).
BGH, 16.05.2007 - XII ZR 13/05
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