Source: http://www.anwalt24.de/rund-ums-recht/BGH_20_09_2011_1_StR_326_11_Wesentliche_Abweichung_vom_Kausa-d4563924.html
Timestamp: 2016-12-10 17:03:43
Document Index: 89233524

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 15', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 349', '§ 349', 'BGH', 'BGH']

BGH, 20.09.2011 - 1 StR 326/11 - Wesentliche Abweichung vom Kausalverlauf bei Tod des Opfers aufgrund stressbedingten Herzversagens nach Zufügung von mit Tötungsvorsatz zugefügten Verletzungen | Urteile auf anwalt24.de
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BGH, 20.09.2011 - 1 StR 326/11 - Wesentliche Abweichung vom Kausalverlauf bei Tod des Opfers aufgrund stressbedingten Herzversagens nach Zufügung von mit Tötungsvorsatz zugefügten Verletzungen
BundesgerichtshofBeschl. v. 20.09.2011, Az.: 1 StR 326/11Gericht: BGHEntscheidungsform: BeschlussDatum: 20.09.2011Referenz: JurionRS 2011, 25021Aktenzeichen: 1 StR 326/11 Verfahrensgang:vorgehend:LG München I - 06.09.2010 Rechtsgrundlage:§ 349 Abs. 2 StPOVerfahrensgegenstand:Mord u.a. Der 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 20. September 2011 beschlossen: Tenor:Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts München I vom 6. September 2010 wird als unbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben hat (§ 349 Abs. 2 StPO). Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels und die den Nebenklägern im Revisionsverfahren entstandenen notwendigen Auslagen zu tragen. Zu dem Umstand, dass B. nicht durch die ihm vor allem seitens des Angeklagten S. mit Tötungsvorsatz zugefügten Verletzungen, sondern infolge stressbedingten Herzversagens verstorben ist, hat der Generalbundesanwalt in seiner Antragsschrift vom 20. Juli 2011 zutreffend ausgeführt: "Abweichungen vom vorgestellten Kausalverlauf sind ... rechtlich bedeutungslos, wenn sie sich innerhalb der Grenzen des nach allgemeiner Lebenserfahrung Voraussehbaren halten und keine andere Bewertung der Tat rechtfertigen ... So liegt es hier. Der Tod des Opfers ist nicht etwa Folge einer außerhalb jeder Wahrscheinlichkeit liegenden Verkettung unglücklicher Umstände, bei der eine Haftung des Angeklagten für den Erfolg ausscheiden würde. Die Abweichung vom vorgestellten Kausalverlauf ist vielmehr unwesentlich und rechtfertigt auch keine andere Bewertung der Tat, weil die Handlung des Angeklagten den Tod des Opfers einschloss und dieser aufgrund dessen alsbald eintrat." Der Schriftsatz der Verteidigung vom 14. September 2011 hat bei der Beratung vorgelegen. BGH, 20.09.2011BGH, 20.09.2011