Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%201974,%20S.%201710
Timestamp: 2020-02-28 00:27:18
Document Index: 188708443

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 138', '§ 6', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 186', 'BGH', '§ 138', 'BGH', '§ 138', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 3', '§ 100', 'BGH', '§ 17', '§ 13', '§ 10', 'BGH', '§ 13', '§ 9', 'BGH', '§ 13']

Rechtsprechung: NJW 1974, 1710 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 12.07.1974
BGH, 09.07.1974 - VI ZR 112/73
https://dejure.org/1974,134
BGH, 09.07.1974 - VI ZR 112/73 (https://dejure.org/1974,134)
BGH, Entscheidung vom 09.07.1974 - VI ZR 112/73 (https://dejure.org/1974,134)
BGH, Entscheidung vom 09. Juli 1974 - VI ZR 112/73 (https://dejure.org/1974,134)
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Arbeits-Realitäten / Arbeits Realitäten Arbeitsrealitäten
MDR 1975, 48
GRUR 1975, 36
DB 1974, 1763
Unabhängig von der Beweislast kann den Beklagten in Streitigkeiten der vorliegenden Art allerdings eine erweiterte (sekundäre) Darlegungslast treffen, die ihn anhält, Belegtatsachen für seine Behauptung anzugeben (vgl. Senat, Urteile vom 9. Juli 1974 - VI ZR 112/73 - GRUR 1975, 36, 38; vom 14. Januar 1975 - VI ZR 135/73 - AfP 1975, 801, 803).
Kommt dieser der ihm hiernach obliegenden erweiterten Darlegungslast nicht nach, ist nach § 138 Abs. 3 ZPO von der Unwahrheit seiner Behauptung auszugehen (vgl. Senat, Urteile vom 9. Juli 1974 - VI ZR 112/73 - aaO;… vom 17. Februar 1987 - VI ZR 77/86 - aaO;… vom 20. November 2007 - VI ZR 144/07 - juris, Rn. 12 = ZUM-RD 2008, 117, 119;… Löffler/Steffen, aaO, § 6 LPG Rn. 285;… Prinz/Peters, aaO, Rn. 677 ff.;… Soehring, aaO, Rn. 31.22;… Wenzel/Gamer, aaO, Kap. 13 Rn. 18).
Da die Ermittlung der Wahrheit von Tatsachenbehauptungen oft außerordentlich schwierig ist, haben die Zivilgerichte demjenigen, der sich nachteilig über einen Dritten äußert, außerdem eine erweiterte Darlegungslast auferlegt, die ihn anhält, Belegtatsachen für seine Behauptung anzugeben (vgl. BGH, NJW 1974, S. 1710 [1711]).
Da die Ermittlung der Wahrheit von Tatsachenbehauptungen oft schwierig ist, trifft denjenigen, der sich nachteilig über einen Dritten äußert, im Rechtsstreit außerdem eine erweiterte Darlegungslast, die ihn anhält, Belegtatsachen für seine Behauptung anzugeben (vgl. Senatsurteil vom 9. Juli 1974 - VI ZR 112/73 - NJW 1974, S. 1710, 1711).
Denn es kann einem Sachverständigen auch die Aufgabe zufallen, nähere tatsächliche Umstände zu ermitteln, vor allem dann, wenn den Beweisführer gerade seine fehlende Sachkunde daran hindert, zu näherer Substantiierung dienliche Umstände selbst zu ermitteln (vgl. Senatsurteil vom 9. Juli 1974 - VI ZR 112/73 - NJW 1974, 1710).
Wenn eine Partei mangels Kenntnis von Einzeltatsachen nicht umhin kann, von ihr zunächst nur vermutete Tatsachen als Behauptung in einen Rechtsstreit einzuführen, ist dies eine prozessual zulässige Vorgehensweise (BGH…, Urteil vom 10. Januar 1995 - VI ZR 31/94, juris Rn. 17; BGH…, Urteil vom 13. Juli 1988 - IVa ZR 67/87, juris Rn. 7; BGH, Urteil vom 09. Juli 1974 - VI ZR 112/73, juris Rn. 39).
(a) Anders als das Landgericht ist der Senat der Auffassung, dass weder die Beweislastregel des § 186 StGB zu Lasten der Beklagten angewendet werden kann, noch sie eine sekundäre Darlegungslast (im Sinne von BVerfGE 99, 185; BGH, Urt. v. 09.07.1974 - VI ZR 112/73 -, NJW 1974) trifft.
Aber auch dann, wenn eine Partei mangels Kenntnis von Einzeltatsachen nicht umhin kann, von ihr zunächst nur vermutete Tatsachen als Behauptung in einen Rechtsstreit einzuführen, liegt keine unzulässige "Ausforschung" vor (vgl. Senatsurteil vom 9. Juli 1974 - VI ZR 112/73 - LM § 138 ZPO Nr. 14 = NJW 1974, 1710 m.w.N.).
Da die Ermittlung der Wahrheit von Tatsachenbehauptungen oft außerordentlich schwierig ist, haben die Zivilgerichte demjenigen, der sich nachteilig über einen Dritten äußert, außerdem eine erweiterte Darlegungslast auferlegt, die ihn anhält, Belegtatsachen für seine Behauptung anzugeben (vgl. BGH, NJW 1974, S. 1710 ).
In gleicher Weise gilt dies für solche allgemein gehaltenen Behauptungen, deren Unwahrheit zwar nicht festgestellt ist, denen jedoch der Kritiker weder früher noch im Rechtsstreit Umstände hinzugefügt hat, die erst ihre Unrichtigkeit für den Kritisierten nachweisbar machen (vgl. Senatsurteil vom 10. Juli 1959 - VI ZR 149/58 = NJW 1959, 2011, 2012; vom 9. Juli 1974 - VI ZR 112/73 a.a.O.).
Wenn nämlich eine Partei nicht umhin kann, eine von ihr zunächst nur vermutete Tatsache als Behauptung in den Prozeß einzuführen, weil sie sich selbst anders keine zuverlässige Kenntnis verschaffen kann, und wenn sie Anhaltspunkte für ihre Vermutung hat, dann können an ihre Substantiierungspflicht keine weiteren Anforderungen gestellt werden (vgl. Senatsurteil v. 9. Juli 1974 - VI ZR 112/73 - LM Nr. 14 zu § 138 ZPO = NJW 1974, 1710 m.w.Nachw.).
LAG Hamm, 30.11.2000 - 8 Sa 878/00
Schadensersatz / Verdienstausfall / Anschwärzung / Kausalität
LG Hagen, 30.10.2008 - 6 O 84/08
LG Coburg, 07.02.2007 - 13 O 314/06
LG Köln, 02.11.2006 - 28 O 408/06
BGH, 12.07.1974 - IV ZR 106/71
https://dejure.org/1974,2326
BGH, 12.07.1974 - IV ZR 106/71 (https://dejure.org/1974,2326)
BGH, Entscheidung vom 12.07.1974 - IV ZR 106/71 (https://dejure.org/1974,2326)
BGH, Entscheidung vom 12. Juli 1974 - IV ZR 106/71 (https://dejure.org/1974,2326)
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Deckungsprozess - Gebührenstreitwertfestsetzung
MDR 1974, 1006
VersR 1974, 1222
Der Streitwert des Deckungsprozesses entspricht bei Zahlungs- oder beziffertem Befreiungsanspruch dessen Betrag, sonst gilt § 3 ZPO abzüglich eines "Feststellungsrabatts" von 20 % (…Prölls/Martin/Lücke a.a.O. § 100 VVG Rn. 24 m.w.N.; BGH, Urt. v. 12.07.1974, - IV ZR 106/71 -, VersR 1974, 1222 in juris; OLG Hamm…, Urt. vom 25.01.2012, - 20 U 120/11 -, VersR 2012, 985 ff. in juris Rn. 35).
Richtig ist allerdings, daß die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes stets daran festgehalten hat, daß die Ausnahmevorschrift des § 17 Abs. 2 Satz 1 GKG 1975 (entsprechend § 13 Abs. 3 GKG 1957 und § 10 Abs. 3 GKG a.F.) im Deckungsprozeß des Versicherungsnehmers gegen den Versicherer keine Anwendung finde (vgl. BGH Beschluß vom 12.7.1974 - IV ZR 106/71 = LM GKG 1957 § 13 Nr. 15), und daß daher insoweit der volle Streitwert nach § 9 ZPO anzusetzen sei.
BGH, 20.09.1974 - IV ZR 113/74
Festsetzung des Streitwerts einer Klage gegen einen Dritten auf Befreiung von …
Insoweit liegt es ebenso wie bei der Deckungsklage gegen einen Haftpflichtversicherer, mit der Versicherungsschutz gegenüber den Rentenansprüchen eines Verletzten begehrt wird, Auf sie ist der entsprechend ermäßigte Wertansatz des § 13 Abs. 3 GKG auch nicht sinngemäß anwendbar, weil die Ausnahmevorschrift nur eine Erleichterung für den Geschädigten bewirken soll und darum auf den anders gearteten Deckungsprozeß, in dem es ebenfalls um die vertragliche Befreiung des Schuldners durch einen Dritten geht, nicht auszudehnen ist (vgl. Beschluß des erkennenden Senats vom 12. Juli 1974 - IV ZR 106/71 = NJW 1974, 1710 m.Nachw.).