Source: https://gesetze-in-app.de/StVG/9
Timestamp: 2020-02-16 20:07:15
Document Index: 83764343

Matched Legal Cases: ['§ 9', '§ 9', '§ 9', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 9', '§ 254', 'BGH', 'BGH', '§ 9', '§ 254', '§22', 'BGH', '§ 4', '§ 9', '§ 823', 'BGH', 'BGH', '§ 9', '§ 9', 'BGH', '§ 9', 'BGH', '§ 9', '§ 9', 'BGH']

§ 9 StVG: Mitverschulden
AG Ansbach, vom 1.6.2015, Az. 1 C 1724/13 In dieser Entscheidung nimmt das OLG Nürnberg auf die Bundestagsdrucksache 14/7752 Seite 30 Bezug, wonach im Einzelfall eine Enthaftung des Pkw-Halters über den Mitverschuldenseinwand der §§ 9 StVG, 254 BGB in Betracht komme sogar bis zu einer Reduzierung auf Null (m.w.N. etwa OLG Celle, Beschluss vom 03.03.2004 MDR 2004, 994 u. a.).
OLG München, Urteil vom 5.5.2015, Az. 10 U 3673/14 26 b) Jegliche Haftungsbegrenzungen (§§ 9, 17 III, 18 I 2, III StVG), die eine Berücksichtigung der jeweiligen Verursachungsbeiträge wie eines etwaigen Verschuldens erlauben, so dass der Schaden angemessen verteilt und gegebenenfalls sogar die Haftung einem Kraftfahrer allein auferlegt werden kann (BGH NJW 2005, 2081; Senat, Beschl. v. 16.03.2012 - 10 U 4398/11 [juris]) erfordern grundsätzlich einen entsprechenden Nachweis (BGH und Senat, je a. a. O.), wobei die Darlegungsund Beweislast für eine Unabwendbarkeit, für fehlendes Verschulden des Fahrzeugführers und für ein dem Geschädigten anzulastende Verhalten grundsätzlich den Halter und Führer (des als Unfallverursacher beklagten Fahrzeugs) treffen (BGH NJW 1995, 1029; 2007, 1063; 2009, 2605).
OLG München, vom 5.4.2015, Az. 10 U 4543/13 Da die Klägerin als Fußgängerin im Gegensatz zu den Beklagten keine Gefährdungshaftung trifft, darf gemäß § 9 StVG, § 254 BGB ihr Schadensersatzanspruch nur dann gekürzt werden, wenn feststeht, dass sie den Schaden durch ihr Verhalten mit verursacht oder mitverschuldet hat (vgl. hierzu BGH NJW 2014, 3300).
BGH, URTEIL vom 2.5.2014, Az. VI ZR 281/13 15	d) Entgegen der Auffassung des Berufungsgerichts ist daher mit der bis- herigen obergerichtlichen Rechtsprechung und der überwiegenden Auffassung der Literatur daran festzuhalten, dass Schadensersatzansprüche eines Radfahrers, der im Straßenverkehr bei einem Verkehrsunfall Kopfverletzungen erlitten hat, die durch das Tragen eines Schutzhelms zwar nicht verhindert, wohl aber hätten gemildert werden können, jedenfalls bei Unfallereignissen bis zu dem Jahr 2011 grundsätzlich nicht wegen Mitverschuldens gemäß § 9 StVG, § 254 Abs. 1 BGB gemindert sind (vgl. OLG Stuttgart, VRS 97, 15, 18 f.; OLG Hamm, VersR 2001, 1257, 1259; OLG Düsseldorf, NZV 2007, 38, 39 mit An. Kettler; OLG Düsseldorf, NZV 2007, 614, 618 f.; OLG Saarbrücken, NZV 2008, 202, 203 f. mit An. Jahnke, jurisPR-VerkR 1/2008 An. 3; OLG Celle, VD 2014, 101, 102 ff. mit An. Wenker, jurisPR-VerkR 5/2014 An. 3; Greger/Zwickel, Haftungsrecht des Straßenverkehrs, 5. Aufl., §22 Rn. 62; Jahnke in FS Gerda Müller, 2009, S. 396 mwN; Kettler, Recht für Radfahrer, 3. Aufl., S. 174 ff.; Hufnagel, DAR 2007, 289, 292; Kettler, NZV 2007, 603 f.; Prelinger, juris-PR-VerK 21/2013 An. 2 [An. zu dem Urteil des Berufungsgerichts]; Türpe, VRR 2013, 404, 405 f. [An. zu dem Urteil des Berufungsgerichts]; aA: Geigel/Knerr, Der Haftpflichtprozess, 26. Aufl. Kap. 2 Rn. 58; Staudinger/Schiemann, aaO; vgl. dazu auch Stöhr, zfS 2010, 62, 66 sowie Schölten, SVR 2012, 161 ff.).
BGH, URTEIL vom 2.5.2013, Az. VI ZR 150/12 Wie das Berufungsgericht richtig gesehen hat, ist die dem § 4 Halbsatz 2 HPfIG entsprechende Regelung in § 9 StVG nach gefestigter Rechtsprechung des erkennenden Senats auf Ansprüche aus § 823 BGB nicht entsprechend anzuwenden, weil dies die vom Gesetzgeber gewollten Unterschiede beider Haftungssysteme verwischen würde (Senat, Urteile vom 30. März 1965 -VIZR 257/63, VersR 1965, 523 f.; vom 25. März 1980 - VIZR 61/79, VersR 1980, 740, 741, insoweit in BGHZ 76, 397ff. nicht abgedruckt; vom 10. Juli 2007 - VIZR 199/06, BGHZ 173, 182 Rn. 10 ff.; so auch OLG Hamm VersR 1996, 347 f.; König, in: Hent-schel/König/Dauer, Straßenverkehrsrecht, 41. Aufl., § 9 StVG Rn. 1; aA Klimke VersR 1988, 329, 330).
LG Bielefeld, Urteil vom 2.3.2004, Az. 20 S 7/04 Danach ist im Rahmen der Abwägung gemäß § 9 StVG, 254 BGB zu berücksichtigen, inwieweit sich in dem Unfallbeitrag des geschädigten Kindes altersgemäße Defizite der Integrierung in den Straßenverkehr und seine Gefahren ausgewirkt haben (BGH NJW 1990, 1483, 1484).
OLG Düsseldorf, Urteil vom 1.1.2000, Az. 1 U 156/04 26a) Im Ergebnis kann die Entscheidung der Rechtsfrage dahinstehen, ob der Eigentümer eines unfallgeschädigten Fahrzeuges gehalten ist, im Falle einer verzögerten Schadensregulierung seine Kaskoversicherung zur Ermöglichung der notwendigen Instandsetzungsmaßnahmen in Anspruch zu nehmen (grundsätzlich verneinend Greger, Haftungsrecht des Straßenverkehrs, 3. Auflage, § 9 StVG, Rn. 81 mit der Einschränkung, der Geschädigte könne auf andere Weise die Reparatur nicht finanzieren und der Verletzte lehne die sofortige Finanzierung ab; bejahend zuletzt OLG Naumburg, das ein Mitverschulden des Geschädigten für den Fall der unterbliebenen Inanspruchnahme der Vollkaskoversicherung annimmt, wenn der Nutzungsausfall aufgrund des Regulierungsverhaltens des Haftpflichtversicherers über die gewöhnliche Reparatur - und Wiederbeschaffungszeit hinausgeht; Urteil vom 19. Februar 2004, Akz: 4 U 146/03, Verkehrsrecht aktuell 2004, 147).
BGH, Urteil vom 5.6.1958, Az. TI ZR 132/57 (Eloegel/ßartung, Straßenverkehrsrecht 11. Aufl. § 9 StVG An. 4; Müller, StraUenverkehrsrecht 20. Auf] § 9 StVG An. C; BGH, VRS 3, 434).