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Timestamp: 2016-10-25 21:05:57
Document Index: 278665174

Matched Legal Cases: ['Art. 95', 'Art. 96', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 106', 'Art. 99', 'BGE', 'Art. 99', 'BGE', 'Art. 10', 'Art. 16', 'Art. 19', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 36', 'Art. 66', 'Art. 66', 'BGE', 'Art. 68']

8C_901/2009 (14.06.2010)
8C_901/2009
Beschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Z�rich vom 9. September 2009.
Der 1955 geborene E.________ war von September 1999 bis August 2001 im Restaurant X.________ als Koch angestellt und dadurch bei der Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft (Allianz) obligatorisch gegen die Folgen von Unf�llen versichert. Am 13. Mai 2001 verletzte er sich bei der Reinigung eines Ventilators durch eine Abst�tzbewegung an der rechten Schulter (Unfallmeldung UVG vom 6. Juni 2001; erstes Arztzeugnis UVG vom 9. August 2001). Es wurde eine Schulterbinnenl�sion mit subtotaler Ruptur der langen Bizepssehne (Abriss anterior-superior am Limbusrand) und eine Rotatorenmanschettenruptur (vordere Supraspinatussehne) diagnostiziert, welche am 11. Juni 2001 operativ versorgt wurde (Operationsbericht vom 12. Juni 2001). Wegen Re-Rupturen der Rotatorenmanschette erfolgten am 18. M�rz 2002 ein zweiter, am 9. September 2002 ein dritter und am 3. Februar 2003 ein vierter operativer Eingriff.
Am 23. Februar 2003 glitt E.________ auf einer Eisfl�che aus und erlitt dabei eine Thoraxkontusion (Arztzeugnis UVG vom 14. M�rz 2003).
Zur Beurteilung des kausalen Zusammenhangs zwischen dem Unfall vom 13. Mai 2001 und den andauernden Schulterbeschwerden gab die Allianz ein Gutachten in Auftrag, welches am 26. Februar 2004 durch Dr. med. G.________, FMH Orthop�dische Chirurgie erstellt wurde. Gest�tzt auf die Ergebnisse desselben stellte die Allianz mit Verf�gung vom 20. April 2004 die bisher erbrachten gesetzlichen Versicherungsleitungen (Heilbehandlung und Taggeld) per 1. April 2004 ein und sprach dem Versicherten eine Integrit�tsentsch�digung entsprechend einer Integrit�tseinbusse von 10% zu. Auf Einsprache des E.________ hin richtete die Allianz in Aufhebung der Verf�gung weiterhin Taggelder bis zum 30. April 2005 aus und �bernahm die Kosten der Heilbehandlung (Entscheid vom 4. August 2004). Die medizinische Behandlung konnte am 1. Mai 2005 bei voller Arbeitsf�higkeit eingestellt werden, worauf die Allianz ihrerseits den Fall mit Schreiben vom 14. September 2005 unter Hinweis auf die zugesprochene und bereits ausbezahlte Integrit�tsentsch�digung abschloss.
Ab 1. September 2005 arbeitete E.________ als Koch bei der Restaurant Y.________ GmbH und war bei den SWICA Versicherungen (heute: SWICA Gesundheitsorganisation, nachfolgend: SWICA) obligatorisch unfallversichert. Am 29. September 2007 st�rzte er am Arbeitsort auf einer Treppe, schlug am Handlauf an und verletzte sich dabei (erneut) an der rechten Schulter. Die veranlasste Arthro-CT zeigte eine Reruptur der Supraspinatussehne und eine Subscapularisoberrandruptur; der beurteilende Dr. med. H.________, Orthop�die/ Traumatologie des Bewegungsapparates, diagnostizierte eine sogenannte Cuff-Tear-Arthropathy (CTA) mit einer dehiszenten, wahrscheinlich vorgesch�digten Sehne, einer zum Teil degenerierten Muskulatur und einer fortgeschrittenen Arthrose des Humeruskopfes (Bericht vom 17. November 2007). Die SWICA erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung und Taggeld). Zur Pr�fung ihrer (weiteren) Leistungspflicht holte sie verschiedene Arztberichte ein und liess den Versicherten durch Dr. med. L.________, Facharzt FMH f�r Orthop�dische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates begutachten (Gutachten vom 20. August 2008). Mit Verf�gung vom 15. September 2008 stellte die SWICA die Versicherungsleistungen r�ckwirkend auf den 29. M�rz 2008 ein, weil gem�ss der Expertise vom 20. August 2008 die �ber den Zeitpunkt der Leistungseinstellung andauernden Beschwerden nicht mehr mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 29. September 2007 zur�ckzuf�hren, sondern als Folgen der Ereignisse vom 13. Mai 2001 sowie vom 23. Februar 2003 zu betrachten seien. Die von der Allianz und dem Versicherten dagegen erhobenen Einsprachen wies die SWICA mit Entscheid vom 13. Mai 2009 ab.
In Gutheissung der hiegegen erhobenen Beschwerde der Allianz, welcher unter anderem ein Gutachten des Dr. med. A.________, Spezialarzt FMH f�r Allgemein- und Unfallchirurgie, vom 12. Februar 2009 beilag, hob das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich den angefochtenen Einspracheentscheid auf (Entscheid vom 9. September 2009).
Mit "Versicherungsgerichtsbeschwerde" (recte: Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten) beantragt die SWICA, "es sei das Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons Z�rich aufzuheben und die Allianz Suisse AG zu verpflichten, f�r die Folgen der Schulterbeschwerden re von Herrn E.________ ab dem 30. M�rz 2008 die gesetzlichen Leistungen zu erbringen. Eventualiter sei die Sache an die Beschwerdef�hrerin zur�ckzuweisen, um die strittige Kausalit�tsfrage gutachterlich kl�ren zu lassen". Im Nachgang und zur Erg�nzung der Beschwerde reicht die SWICA eine Stellungnahme des Dr. med. L.________ (vom 23. Oktober 2009) zum Entscheid des kantonalen Gerichts ein.
W�hrend die Allianz auf Abweisung der Beschwerde schliesst, verzichten der Versicherte und das Bundesamt f�r Gesundheit auf eine Vernehmlassung.
1.1 Die Beschwerde kann wegen Rechtsverletzung gem�ss Art. 95 und Art. 96 BGG erhoben werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist somit weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden; es kann eine Beschwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen und es kann sie mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begr�ndung abweisen (vgl. BGE 132 II 257 E. 2.5 S. 262; 130 III 136 E. 1.4 S. 140). Das Bundesgericht beurteilt indessen grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen; es ist nicht gehalten, wie eine erstinstanzliche Beh�rde alle sich stellenden rechtlichen Fragen zu pr�fen, wenn diese vor Bundesgericht nicht mehr vorgetragen wurden. Es kann die Verletzung von Grundrechten und von kantonalem und interkantonalem Recht nur insofern pr�fen, als eine solche R�ge in der Beschwerde vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG).
1.3.1 Neue Tatsachen und Beweismittel d�rfen nach Art. 99 Abs. 1 BGG, welche Bestimmung es auch in Verfahren um Zusprechung oder Verweigerung von Geldleistungen der Unfall- und Milit�rversicherung zu ber�cksichtigen gilt (BGE 135 V 194 E. 3 S. 196 ff.), nur so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt.
1.3.2 Bei der von der Beschwerdef�hrerin nachgereichten �rztlichen Stellungnahme des Dr. med. L.________ vom 23. Oktober 2009 stellt sich vorab die Frage, ob es sich �berhaupt um ein neues Beweismittel handelt, wurde doch darin im Wesentlichen lediglich in allgemeiner Form dargelegt, was nach Auffassung des von der SWICA beigezogenen Experten als status quo ante bzw. status quo sine nach einer Traumatisierung eines vorgesch�digten Schultergelenks zu betrachten sei, insofern argumentierte er also weniger medizinisch als vielmehr versicherungsrechtlich. Unter diesem Aspekt w�re die Stellungnahme als Bestandteil der Beschwerdebegr�ndung zu betrachten, welcher allerdings versp�tet eingereicht worden w�re. Soweit die Stellungnahme als medizinische Replik auf die Erw�gungen des kantonalen Gerichts angesehen wird, erf�llt sie die vorgenannte Voraussetzung, um im bundesgerichtlichen Verfahren ber�cksichtigt zu werden. Letztlich kann aber dahingestellt bleiben, ob es sich dabei um ein zul�ssiges Novum nach Art. 99 Abs. 1 BGG handelt, �ndert sie doch nichts am Ausgang des Verfahrens.
2.1 Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grunds�tzlich nur Rechtsverh�ltnisse zu �berpr�fen bzw. zu beurteilen, zu denen die zust�ndige Verwaltungsbeh�rde vorg�ngig verbindlich - in Form einer Verf�gung - Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt die Verf�gung den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Verf�gung ergangen ist (BGE 131 V 164 E. 2.1; 125 V 413 E. 1a S. 414).
2.2 Mit dem Antrag, "die "Allianz sei zu verpflichten, die gesetzlichen Leistungen f�r die Folgen der Schulterbeschwerden zu erbringen", stellt die Beschwerdef�hrerin ein Rechtsbegehren zum Rechtsverh�ltnis zwischen der Allianz und dem Versicherten, welches nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet und in welchem - soweit bekannt - keine Verf�gung ergangen ist. F�r dieses Rechtsbegehren fehlt es somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, weshalb darauf nicht einzutreten ist. Gegenstand des vorliegenden Verfahrens ist einzig die Terminierung der Versicherungsleistungen der SWICA per 29. M�rz 2008. Indem das kantonale Gericht den Einspracheentscheid (vom 13. Mai 2009) aufhob, liess es die Leistungspflicht der Beschwerdef�hrerin �ber den 29. M�rz 2009 hinaus wiederaufleben. Allein dagegen kann sich diese im bundesgerichtlichen Verfahren wehren. Weil sie immerhin (auch) die Aufhebung des kantonalen Entscheides beantragt, kann ihr Rechtsbegehren in dem Sinne verstanden werden, dass in Best�tigung des Einspracheentscheides vom 13. Mai 2009 die Leistungseinstellung per 29. M�rz 2008 zu sch�tzen sei. In diesem Sinn kann auf die Beschwerde der SWICA eingetreten werden.
3.1 Das kantonale Gericht hat im angefochtenen Entscheid die Bestimmungen �ber den Anspruch auf zweckm�ssige Behandlung (Heilbehandlung) der Unfallfolgen (Art. 10 Abs. 1 UVG) und auf Taggelder (Art. 16 Abs. 2 und Art. 19 Abs. 1 UVG) richtig wiedergegeben. Ebenfalls zutreffend dargelegt wurden die Grunds�tze zu dem f�r einen Leistungsanspruch nebst anderem vorausgesetzten nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidit�t, Tod; BGE 119 V 335 E. 1 S. 337 f.; 118 V 286 E. 1b S. 289; vgl. auch BGE 129 V 1177 E. 3.1 S. 181 mit Hinweisen) und zur im Weiteren erforderlichen Ad�quanz des Kausalzusammenhangs (BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181). Darauf - wie auf die Erw�gungen zum Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit - wird verwiesen.
3.2 Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder �berhaupt erst manifest, entf�llt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die nat�rliche und ad�quate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsm�ssigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall fr�her oder sp�ter eingestellt h�tte (status quo sine), erreicht ist (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 326 E. 3b, U 180/93, und 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b, U 61/91, je mit Hinweisen). Ebenso wie der leistungsbegr�ndende nat�rliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein �blichen Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse M�glichkeit nunmehr g�nzlich fehlender urs�chlicher Auswirkungen des Unfalles gen�gt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegr�ndender nat�rlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (SVR 2009 UV Nr. 3 S. 9 E. 2.2, 8C_354/2007; RKUV 2000 Nr. U 363 S. 45 E. 2, U 355/98, 1994 Nr. U 206 S. 326 E. 3b, U 180/93, 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b, U 61/91). Der Beweis des Wegfalls des nat�rlichen Kausalzusammenhangs muss nicht durch den Nachweis unfallfremder Ursachen erbracht werden. Ebenso wenig geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliege oder die versicherte Person nun bei voller Gesundheit sei. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen des Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind (Urteil 8C_847/2008 vom 29. Januar 2009 E. 2).
Streitig und zu pr�fen ist, ob die SWICA einen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den �ber den bis 29. M�rz 2008 hinaus bestehenden Beschwerden mit Auswirkungen auf die Arbeitsf�higkeit zu Recht verneint hat.
4.1 Die medizinischen Unterlagen zeigen, dass der Unfall vom 13. Mai 2001 und die verschiedenen dadurch in der Folge bedingten Operationen zu einer erheblichen Sch�digung der rechten Schulter f�hrten. Das Unfallgeschehen vom 23. Februar 2003 blieb demgegen�ber ohne langdauernde Folgen. Trotz der erheblichen Sch�digung der rechten Schulter durch den ersten Unfall bestand aber ab 30. April 2005 eine weitgehende Beschwerdefreiheit und eine volle Arbeitsf�higkeit.
4.2 Der Treppensturz vom 29. September 2007 f�hrte erneut zu starken Beschwerden und bewirkte eine volle, seither andauernde Arbeitsunf�higkeit. Aus �rztlicher Sicht ist unbestritten, dass bei dem im Gefolge des Treppensturzes auftretenden Beschwerdeschub (auch) die Folgen des Unfalls vom 13. Mai 2001 eine wesentliche Rolle spielen. Umstritten ist hingegen, ob das Unfallgeschehen vom 29. September 2007 zu einer richtungsgebenden Verschlimmerung des vorbestehenden Gesundheitsschadens gef�hrt hat.
4.2.1 Die Mediziner beantworten die Frage nach den Folgen des Unfalls vom 29. September 2007 uneinheitlich. W�hrend Dr. med. A.________ aufgrund des Verlaufs der Behandlung und der Beschwerden in seinem Gutachten vom 12. Februar 2009 zum Ergebnis gelangte, das Unfallereignis vom 29. September 2007 habe zu einer dauernden Verschlimmerung des Vorzustandes gef�hrt (Gutachten S. 10), �usserte sich Dr. med. L.________ dazu nicht eindeutig, jedoch eher im gegenteiligen Sinn. Einerseits f�hrte er aus, durch den Unfall sei nur m�glicherweise eine Verschlimmerung des vorbestehenden Gesundheitszustandes eingetreten, anderseits bezifferte er den Anteil der unfallbedingten Verschlimmerung bei den Schmerzen wahrscheinlich auf 75-80%, hinsichtlich der passiven Bewegungsamplitude der rechten Schulter eher auf 50% und in Bezug auf die sich etablierende Cuff-Tear-Arthopathie bezeichnete er den unfallbedingten Anteil mit 25% als gering (Gutachten S. 5). Dieser Experte vertrat gleichzeitig den Standpunkt, der status quo ante (vgl. E. 3.2) sei sp�testens sechs Monate nach dem Unfall insofern eingetreten, als nach dem genannten Zeitraum dem neuen Unfallereignis hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Beschwerden kaum mehr Bedeutung zukomme, auch wenn der eigentliche Vorzustand nicht erreicht und eben auch nicht erreichbar sei, weil der durch den ersten Unfall in Gang gesetzte degenerative Prozess seinen Fortgang genommen habe und durch die (neue) Traumatisierung noch beschleunigt worden sei (Gutachten S. 6, Stellungnahme vom 23. Oktober 2009. Ohnehin h�tte die Cuff-Tear-Arthopathie, welche im Zeitpunkt des Unfalls vom 29. September 2007 schon bestanden habe, in zwei bis f�nf Jahren zu einem gleichen Zustand gef�hrt.
4.2.2 Angesichts der sich widersprechenden �rztlichen Beurteilungen �ber das Vorliegen einer richtungsgebenden Verschlimmerung erscheint h�chst fraglich, ob das Dahinfallen jeglicher kausaler Bedeutung des Unfallereignisses vom 29. September 2007 mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit feststeht. Wie das kantonale Gericht zudem zutreffend darlegte, sind bei richtiger Betrachtung auch die Ausf�hrungen von Dr. med. L.________ so zu verstehen, dass zumindest bis zum Zeitpunkt der von der Beschwerdef�hrerin verf�gten Leistungseinstellung weder der status quo ante noch der status quo sine erreicht war. Ersterer konnte nicht erreicht sein, weil auch nach Dr. med. L.________ der Unfall vom 29. September 2007 zu einer Traumatisierung der vorgesch�digten Schulter gef�hrt hatte, wodurch der degenerative Prozess beschleunigt wurde (Gutachten S. 6). Der status quo sine w�re allenfalls erreichbar, aber eben erst nach zwei bis f�nf Jahren, wenn die Cuff-Tear-Artropathie auch ohne Unfall in gleicher Weise symptomatisch geworden w�re. Die Auffassung des kantonalen Gerichts, die Leistungseinstellung per 29. M�rz 2008 sei aufzuheben, ist somit begr�ndet, woran die Ausf�hrungen in der Beschwerde nichts zu �ndern verm�gen, wie sich aus den nachstehenden Erw�gungen ergibt.
4.3.1 Die Beschwerdef�hrerin wendet ein, der vorliegende Fall sei einer traumatischen Diskushernie vergleichbar, bei welcher der Unfallversicherer in der Regel nur f�r den durch den Unfall bedingten Beschwerdeschub aufzukommen, f�r allf�llige Operationen und Rezidive aber nur ausnahmsweise einzustehen hat (RKUV 2000 Nr. U 378 S. 190, U 149/99, vgl. auch Urteile 8C_684/2007 vom 26. Februar 2008 E. 4.4 und U 224/06 vom 11. Januar 2007 E. 2.2 mit Hinweisen), weshalb diese Rechtsprechung auf traumatisch bedingte Arthrosen anzuwenden sei. In Erg�nzung dazu f�hrte Dr. med. L.________ in der im bundesgerichtlichen Verfahren eingereichten Stellungnahme vom 23. Oktober 2009 aus, bei einer Traumatisierung eines krankhaften Vorzustandes sei es wichtig, (nur) den Ablauf der Zeitperiode, die es braucht, bis die alleinigen Unfallfolgen abgeheilt sind, als Beendigung der Unfallfolgen zu betrachten, andernfalls jede Traumatisierung eines krankhaften Vorzustandes immer vom Unfallversicherer �bernommen werden m�sse.
4.3.2 Der Auffassung der Beschwerdef�hrerin und ihres beratenden Arztes kann nicht gefolgt werden. F�r die Bejahung des nat�rlichen Kausalzusammenhangs ist nicht erforderlich, dass der Unfall die alleinige Ursache gesundheitlicher St�rungen ist. Es gen�gt, dass das Unfallereignis zusammen mit anderen Bedingungen die k�rperliche oder geistige Integrit�t der versicherten Person beeintr�chtigt hat, der Unfall mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche St�rung entfiele (BGE 129 V E. 181 E 3.1 mit Hinweisen). Im vorliegenden Fall w�rde sich auch nach der Beurteilung des Dr. med. L.________ die gesundheitliche Situation im Zeitpunkt der Leistungseinstellung ohne das Ereignis vom 29. September 2007 anders darstellen als nach erlittenem Unfall. Damit ist dieses (teil-)kausal f�r die Gesundheitssch�digung und begr�ndet die Leistungspflicht der Beschwerdef�hrerin. Die Tatsache, dass dem Gesundheitsschaden mehrere Ursachen zu Grunde liegen, ist im Rahmen von Art. 36 UVG zu w�rdigen. Diese Bestimmung regelt das Zusammentreffen mehrerer Schadensursachen und bringt mithin gerade zum Ausdruck, dass vorbestehende Gesundheitssch�den eine Leistungspflicht des Unfallversicherers nicht ausschliessen.
4.3.3 Die Rechtsprechung zu durch den Unfall lediglich aktivierten, nicht aber verursachten Diskushernien stellt keine Ausnahme zum Grundsatz dar, dass die Leistungspflicht des Unfallversicherers so lange besteht bis entweder der vor dem Unfall bestandene (krankhafte) Vorzustand wieder erreicht ist (status quo ante) oder derjenige Zustand eingetreten ist, der sich nach dem schicksalsm�ssigen Verlauf auch ohne den Unfall fr�her oder sp�ter eingestellt h�tte (status quo sine). Bei Diskushernien ist aufgrund einer medizinischen Erfahrungstatsache davon auszugehen, dass nach einem Beschwerdeschub ein solcher Zustand (status quo ante vel sine) eintritt, sofern der Unfall den Beschwerdeschub nur ausgel�st, aber nicht verursacht hat. Eine derartige Erfahrungstatsache besteht bei degenerativen Vorzust�nden an anderen K�rperteilen nicht, zumal der vor dem hier zur Beurteilung stehenden Unfall gegebene degenerative Vorzustand an der Schulter eine traumatische (Mit-)Ursache aufweist, weshalb es plausibel erscheint, dass eine Retraumatisierung den degenerativen Prozess verst�rkt. Ob und wann der status quo ante vel sine erreicht ist, ist im vorliegenden Fall wie in anderen F�llen anhand der konkreten �rztlichen Unterlagen zu entscheiden. Eine Erfahrungstatsache, dass dieser nach einer Traumatisierung einer Arthrose-gesch�digten Schulter regelm�ssig innert einer bestimmten Frist eintritt, ist nicht bekannt und wird auch von Dr. med. L.________ weder behauptet noch gar gest�tzt auf medizinische Fachliteratur belegt. Eine Ausdehnung der Rechtsprechung zur Leistungspflicht des Unfallversicherers bei auf Diskushernien zur�ckzuf�hrenden Beschwerden auf traumatische Arthrosen, wie dies die Beschwerdef�hrerin anregt, ist deshalb abzulehnen.
Die unterliegende, in Verfolgung von Verm�gensinteressen handelnde und damit nicht unter den Ausnahmetatbestand von Art. 66 Abs. 4 BGG fallende SWICA hat die Gerichtskosten zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG; BGE 133 V 642). Als Organisation mit �ffentlich-rechtlichen Aufgaben hat die in ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegende Allianz keinen Anspruch auf Parteientsch�digung (Art. 68 Abs. 3 BGG; Urteil 8C_606/2007 E. 11 mit Hinweisen).
Dieses Urteil wird den Parteien, E.________, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich und dem Bundesamt f�r Gesundheit schriftlich mitgeteilt.