Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ%20158,%20188
Timestamp: 2020-02-24 22:24:07
Document Index: 200407553

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 17', '§ 14', '§ 17', '§ 14', '§ 14', '§ 17', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 17', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 04.03.2004 - III ZR 72/03 - dejure.org
https://dejure.org/2004,686
BGH, 04.03.2004 - III ZR 72/03 (https://dejure.org/2004,686)
BGH, Entscheidung vom 04.03.2004 - III ZR 72/03 (https://dejure.org/2004,686)
BGH, Entscheidung vom 04. März 2004 - III ZR 72/03 (https://dejure.org/2004,686)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2004,686) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
(Erweiterte oder) betreuende Belehrungspflicht des (nur) die Annahme beurkundunden Zentralnotars auch gegenüber dem Anbietenden
Betreuende Belehrungspflicht eines Zentralnotars bei sukzessiv erfolgender Beurkundung von Angebot und Annahme hinsichtlich zwischenzeitlich eingetragener Belastungen; Schadensersatz wegen Verletzung notarieller Amtspflichten; Pflicht zur Rechtsbelehrung gegenüber an der ...
Betreuende Belehrungspflicht des nur die Vertragsannahme beurkundenden Zentralnotars gegenüber Anbietendem wegen zwischenzeitlich eingetragener Belastungen
Zur Verpflichtung des sog. Zentralnotars zur betreuenden Belehrungspflicht
BeurkG § 17 Abs. 1; BNotO § 14 Abs. 1 S. 2
Notarecht - Belehrungspflichten des Zentralnotars
BeurkG § 17 Abs. 1; BNotO §§ 14 Abs. 1 S. 2, 19
(Erweiterte oder) betreuende Belehrungspflicht des (nur) die Annahme beurkundenden Zentralnotars auch gegenüber dem Anbietenden
BNotO § 14 Abs. 1 Satz 2; BeurkG § 17 Abs. 1
Haftung des nur die Vertragsannahme beurkundenden Zentralnotars gegenüber Anbietendem wegen Nichtbelehrung über zwischenzeitlich eingetragene Belastungen
Zusammenfassung von "Verbraucherschutz durch notarielle Beurkundung" von RiLG Dr. Gregor Vollkommer, original erschienen in: ZfIR 2004, 578 - 581.
Zusammenfassung von "Aktuelle Entwicklungen zur notariellen Belehrungspflicht - Zugleich Anmerkung zu BGH - III ZR 72/03 und III ZR 77/03" von Prof. Dr. Christian Armbrüster und Roland Krause, original erschienen in: NotBZ 2004, 325 - 331.
BGHZ 158, 188
NJW 2004, 1865
ZIP 2004, 719
MDR 2004, 939
DNotZ 2004, 843
WM 2004, 2031
Demzufolge hat der Notar die Beteiligten über die rechtliche Bedeutung ihrer Erklärungen sowie die Voraussetzungen für den Eintritt der bezweckten Rechtsfolge in dem Umfang zu belehren, wie es zur Errichtung einer dem wahren Willen entsprechenden rechtsgültigen Urkunde erforderlich ist (Senat, Urteil vom 4. März 2004 - III ZR 72/03, BGHZ 158, 188, 193 mwN).
b) Die vorgenannten Pflichten beschränken sich allerdings, wenn allein die Annahme eines vorgegebenen Vertragsangebots beurkundet werden soll, grundsätzlich auf die rechtliche Bedeutung der Annahme; der Inhalt des Vertragsangebots gehört nicht zur rechtlichen Tragweite dieses Urkundsgeschäfts (Senat, Urteil vom 4. März 2004 aaO mwN).
Demzufolge hat der Notar die Beteiligten über die rechtliche Bedeutung ihrer Erklärungen sowie die Voraussetzungen für den Eintritt der bezweckten Rechtsfolge in dem Umfang zu belehren, wie es zur Errichtung einer dem wahren Willen entsprechenden rechtsgültigen Urkunde erforderlich ist (vgl. BGH…, Urteil vom 02. November 1995 - IX ZR 15/95 -, Rn. 14, juris m.w.N.; BGH, Urteil vom 04. März 2004 - III ZR 72/03 -, Rn. 21, juris).
Die aus § 17 Abs. 1 BeurkG erwachsende Belehrungspflicht oblag dem Beklagten auch allein der Verkäuferin gegenüber als formell (unmittelbar) Beteiligter (BGH, Urteil vom 04. März 2004 - III ZR 72/03 -, Rn. 24, juris).
Der die Annahme beurkundende Notar schuldet aber sämtlichen (auch lediglich mittelbar) an diesem Urkundsgeschäft Beteiligten eine solche Belehrung, wenn er bei gebotener Sorgfalt erkennen kann, dass das beurkundete Geschäft ihre Vermögensinteressen gefährdet (vgl. BGH…, Urteil vom 24. Juni 1993 - IX ZR 216/92 -, Rn. 50, juris; BGH, Urteil vom 04. März 2004 - III ZR 72/03 -, Rn. 22, juris).
In der Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 04.03.2004 (NJW 2004, 1865) wird lediglich ausgeführt, dass der dortige Kläger nicht aufgrund seiner Schadensminderungspflicht gehalten gewesen sei, den Darlehensvertrag zu widerrufen, da die tatsächlichen Voraussetzungen eines solchen etwaigen Widerrufs nicht festgestellt seien; dass der Geschädigte bei Bestehen eines Widerrufsrechts von diesem auf jeden Fall Gebrauch zu machen hat, besagt die Entscheidung nicht.
BGH, 18.12.2008 - III ZR 83/08
Die vorliegende Fallgestaltung unterscheidet sich von derjenigen, die dem Senatsurteil vom 4. März 2004 (BGHZ 158, 188) zugrunde lag, weil hier die nach dem Vertrag nicht zu übernehmende Belastung in Abteilung zwei des Grundbuches zum Zeitpunkt der Beurkundung der Annahmeerklärung noch nicht eingetragen war.
BGH, 18.12.2008 - III ZR 78/08
BGH, 18.12.2008 - III ZR 79/08
BGH, 18.12.2008 - III ZR 76/08
BGH, 18.12.2008 - III ZR 84/08
Notarkostenbeschwerde: Unrichtige Sachbehandlung bei getrennter Beurkundung von …