Source: http://bravors.brandenburg.de/de/verordnungen-211900
Timestamp: 2019-01-19 14:46:50
Document Index: 313685434

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 11', '§ 73', '§ 4', '§ 5', '§ 74', '§ 29']

Verordnung über das Naturschutzgebiet „Sadenbecker Brandhorst“
(GVBl.II/97, [Nr. 16], S.419)
Die in § 2 näher bezeichneten Flächen in der Gemeinde Sadenbeck im Landkreis Prignitz werden als Naturschutzgebiet festgesetzt. Das Naturschutzgebiet trägt die Bezeichnung "Sadenbecker Brandhorst".
(1) Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von ca. 80 Hektar. Es umfaßt folgende Flächen in der Gemarkung
Sadenbeck Flur 2 Flurstücke 1, 2, 4-7, 9, 28, 29, 30 anteilig (Weg), 31, 33-40.
(2) Die Grenzen des Naturschutzgebietes sind in einer topographischen Karte im Maßstab 1 : 10.000 und in einer Flurkarte mit ununterbrochener Linie eingetragen; als Grenze gilt der innere Rand der Linie. Die Karten können beim Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Raumordnung des Landes Brandenburg - oberste Naturschutzbehörde - in Potsdam sowie beim Landkreis Prignitz - untere Naturschutzbehörde -, von jedermann während der Dienstzeiten kostenlos eingesehen werden.
als Standort seltener, in ihrem Bestand bedrohter wild wachsender Pflanzengesellschaften, insbesondere von Erlenbruch- und Erlen-Eschen-Wäldern sowie von Kohldistelwiesen und Großseggenwiesen;
zum Schutz der im Gebiet heimischen seltenen oder vom Aussterben bedrohten Sing-, Wat- und Großvogelarten, insbesondere durch Erhaltung der den natürlichen Standortverhältnissen entsprechenden optimalen Vielfalt an Fortpflanzungs- und Nahrungshabitaten sowie als Rückzugsgebiet für bestandsbedrohte Reptilien und Amphibien;
aus ökologischen Gründen zur Erhaltung und Sicherung eines regionalen Biotopverbundes zwischen den Einzugsbereichen der Dömnitz, der Stepenitz und des angrenzenden Gebietes der Kunkeltasche.
Wiesen, Weiden oder sonstiges Grünland umzubrechen oder neu anzusäen;
Pflanzenschutzmittel oder Mittel zur Steuerung biologischer Prozesse bzw. Wachstumsregulatoren auf Grünlandflächen anzuwenden;
Abfälle oder sonstige Gegenstände zu lagern oder abzulagern, oder sich ihrer in sonstiger Weise zu entledigen.
die im Sinne des § 11 Abs. 3 des Brandenburgischen Naturschutzgesetzes ordnungsgemäße forstwirtschaftliche Bodennutzung in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang auf den bisher dafür genutzten Flächen mit der Maßgabe, daß bei Wiederaufforstung nur heimische Baumarten und ein hoher Anteil an Laubholzarten verwendet werden;
die Jagd in der Zeit vom 15. März bis 30. Juni eines Jahres ausschließlich vom Ansitz aus erfolgt,
die Jagd auf Fuchs und Schwarzwild intensiv erfolgt;
Schutz-, Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen, die von der unteren Naturschutzbehörde oder der von ihr beauftragten Stelle angeordnet worden sind;
(1) Ordnungswidrig im Sinne des § 73 Abs. 2 Nr. 2 des Brandenburgischen Naturschutzgesetzes handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig eine der nach § 4 und den Maßgaben des § 5 dieser Verordnung verbotenen Handlungen vornimmt.
(2) Ordnungswidrigkeiten nach Absatz 1 können gemäß § 74 des Brandenburgischen Naturschutzgesetzes mit einer Geldbuße bis zu einhunderttausend Deutsche Mark geahndet werden.
(1) Der Erlaß von Behandlungsrichtlinien zur Ausführung des Schutzzwecks und die Duldung von Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege richten sich nach den §§ 29, 68 des Brandenburgischen Naturschutzgesetzes.
Potsdam, den 21. Mai 1997