Source: http://www.netinform.de/DG/Wegweiser/Guide2.aspx?Ebene1_ID=58&Ebene2_ID=5810
Timestamp: 2016-10-01 03:10:43
Document Index: 283357399

Matched Legal Cases: ['Art. 11', 'Art. 22', 'Art. 7', 'Art. 7', 'Art. 32', 'Art. 32', 'Art. 39', 'Art. 31']

Bedingungen für die Registrierung Sie sind nur unter den folgenden Bedingungen für die Registrierung der Stoffe in Ihrem Erzeugnis verantwortlich
Der Stoff ist in diesen Erzeugnissen in einer Menge von insgesamt mehr als 1 Tonne pro Jahr und pro Importeur/Hersteller enthalten. Der Stoff soll unter normalen oder vernünftigerweise vorhersehbaren Verwendungsbedingungen beabsichtigt freigesetzt werden. Beispiele sind z.B. Farbstoffe in der Druckertinte und Aromastoffe in Duftkerzen oder auch Reinigungsmittel, die aus Putztüchern freigesetzt werden.
Die ECHA stellt weitere Risiken fest. Bitte beachten Sie, dass die o.g. Bedingungen für Stoffe in Erzeugnissen, nicht aber für Stoffe als solche oder in Gemischen gelten.
Stoffe > 1 t/a müssen bis 01.06.2018 registriert sein. CMR-Stoffe (Cancerogen, mutagen, reproduktionstoxisch) ab 1 t/a sowie umweltgefährliche Stoffe mit der Einstufung N (R50-53) ab 100 t/a mussten ebenfalls bis zum 01.12.2010 registriert worden sein.
Stoffe registrieren Im Gegensatz zur Vor-Registrierung ist dies ein aufwändiger und zeitintensiver Vorgang. Zudem müssen Fristen unabdingbar eingehalten werden
Durchführung einer Stoffsicherheitsbeurteilung / Erstellen des Stoffsicherheitsberichts für Stoffe >10 t/a
Registrant nach Art. 11 (1.3) REACH: Erstellen/Einreichen der gesonderten Informationen für die Registrierung
Nach der ersten Registrierung Die große Hürde ist geschafft, die erste Registrierungsfrist unter REACH vorbei.
Eine Registrierung muss ggf. aktualisiert werden, z.B. im Falle neuer identifizierter Verwendungen (siehe Art. 22 REACH). Firmen, die Erzeugnisse mit SVHC importieren, müssen gemäß Art. 7 (2, 4) REACH der ECHA bestimmte Informationen melden. Dies gilt seit Juni 2011, aber spätestens mit der Registrierung, und wenn die Menge des SVHC > 1 t/a und seine Konzentration > 0,1 % ist. Hersteller außerhalb der EU brauchen für die Erfüllung der Verpflichtung nach Art. 7 (2, 4) REACH einen Alleinvertreter (Only Representative) *, wenn die Meldung an die ECHA nicht von den Importeuren vorgenommen wird.
Bereits jetzt gilt, dass Lieferanten eines Erzeugnisses mit SVHC in einer Konzentration > 0,1 % ihren Abnehmern gemäß Art. 32 (1) Informationen zur sicheren Verwendung mitteilen müssen. Bereits jetzt gilt auch, dass solche Informationen gemäß Art. 32 (2) einem Verbraucher auf dessen Ersuchen zur Verfügung gestellt werden müssen. Hersteller und Importeure gefährlicher Stoffe müssen diese gemäß Art. 39 und 40 CLP-Verordnung an das Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnis der ECHA melden. Dies gilt unabhängig von jeglicher Mengenschwelle. Es gilt nur nicht, wenn das Unternehmen den Stoff bereits unter REACH vollständig registriert hat.
Als Folge von REACH und CLP müssen im Einzelfall (z.B. bei geänderter Einstufung eines Stoffes) die Herstellung, die Lagerung und die Verwendung chemischer Stoffe und Produkte nach organisatorischen und technischen Gesichtspunkten neu bewertet und gegebenenfalls den Anforderungen (z.B. bezüglich Brandschutz, Arbeitsschutz, Luftreinhaltung, Abfallentsorgung etc.) angepasst werden. Sicherheitsdatenblätter (SDB) müssen gemäß Art. 31 REACH an die Erfordernisse des Anhang I REACH und die Erfordernisse der CLP-Verordnung angepasst werden. Ggf. müssen erstmalig Sicherheitsdatenblätter neu erstellt werden. Jeder Akteur der Lieferkette, der einen Stoffsicherheitsbericht unter REACH erstellt hat, muss sogenannte erweiterte Sicherheitsdatenblätter (eSDB) ausarbeiten. * Anmerkung:Die Einbindung eines Alleinvertreters hat für Importeure den Vorteil, nicht selbst tätig werden zu müssen und für Nicht-EU-Hersteller den Vorteil, die Meldung zu bündeln und nicht jeden Importeuer einzeln ansprechen zu müssen. Antworten auf häufig gestellte Fragen
Durchführung einer Expositionsbeurteilung im Falle gefährlicher Stoffe, PBT-Stoffe oder vPvB-Stoffe Kommt der Registrant im Rahmen der Stoffsicherheitsbeurteilung zu dem Schluss, dass der Stoff
die Kriterien zur Einstufung als gefährlich erfüllt oder ein PBT-Stoff ist oder ein vPvB-Stoff ist sind bei der Stoffsicherheitsbeurteilung zusätzlich die Schritte
Expositionsbeurteilung Entwicklung von Expositionsszenarien Risikobeschreibung durchzuführen. Dies gilt für jede durch den Registranten identifizierte Verwendung des Stoffes.
SIEF Auch wenn in der REACH-Verordnung nicht explizit benannt, besteht die Möglichkeit, dass SIEF-Teilnehmer einen "SIEF-Facilitator" benennen, der bestimmte Aufgaben (z.B. Feststellung der Stoffidentität, organisatorische Aufgaben) wahrnimmt.