Source: http://www.bgbau-medien.de/dguv/79/13.htm
Timestamp: 2017-11-21 21:01:11
Document Index: 381031402

Matched Legal Cases: ['§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 13']

DGUV Vorschrift 79: Verwendung von Flüssiggas, § 13: Dichtheiten/Undichtheiten
§ 13 Dichtheiten/Undichtheiten
(1) Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, daß Verbrauchsanlagen nur betrieben werden, wenn ihre gasbeaufschlagten Anlagenteile bei den aufgrund der vorgesehenen Betriebsweise zu erwartenden chemischen, thermischen und mechanischen Beanspruchungen dicht bleiben.
(2) Verbrauchsanlagen müssen an Versorgungsanlagen dicht angeschlossen werden.
(3) Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, daß zum Aufspüren von Undichtheiten nur Gasspürgeräte und Mittel verwendet werden, durch die eventuell ausströmendes Gas nicht entzündet wird.
(4) Bei Undichtheiten muß die zugehörige Absperreinrichtung geschlossen werden. Zündquellen sind zu beseitigen, bis das ausgeströmte, unverbrannte Gas entfernt ist. DA
(5) Undichte Druckgasbehälter sind unverzüglich aus dem gefährdeten Bereich, soweit dieses ohne Gefahr möglich ist, zu entfernen und entsprechend zu kennzeichnen. DA
(6) Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, daß Druckregelgeräte mit verschlissenen oder beschädigten Dichtungen nicht angeschlossen werden. Verschlissene oder beschädigte Dichtungen müssen ersetzt werden.
(7) Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, daß Druckgasbehälter mit verschlissenen oder beschädigten Dichtungen zum Gaslieferanten zurückbefördert werden.
(8) Druckregelgeräte dürfen an Druckgasbehälter nur angeschlossen werden, wenn die Anschlüsse aufeinander abgestimmt sind. DA
(9) Zum Anschluß von Druckregelgeräten müssen geeignete Werkzeuge benutzt werden. Ausgenommen sind Anschlüsse, die von Hand angezogen werden müssen. DA
DA zu § 13 :
Die Forderung nach Dichtheit beinhaltet, daß die Anlagen, Anlagenteile und Ausrüstungsteile einschließlich aller lösbaren und unlösbaren Verbindungen gegenüber der umgebenden Atmosphäre so dicht bleiben, daß an keiner Stelle eine Brand-, Explosions- oder Gesundheitsgefahr besteht.
Brand- und Explosionsgefahr besteht nicht, wenn keine gefährliche brennbare oder explosionsfähige Atmosphäre entstehen kann.
Die Bezeichnung dicht schließt die Dichtheit bei den höchsten Betriebs- und Prüfdrücken ein und läßt unvermeidbare Leckraten, z.B. durch Diffusionsvorgänge zu, wenn hierdurch an keiner Stelle ein Brand-, Explosions- oder Gesundheitsgefahr besteht.
Dichtheit bei Stellgliedern siehe z.B. DIN 3391 "Allgemeine Sicherheitsanforderungen für Gas-, Sicherheits- und Regeleinrichtungen".
Anforderungen bezüglich der Leckraten von Schläuchen sind enthalten in ISO 3821 "Schweißen; Gummischläuche für Schweißen, Schneiden und verwandte Verfahren".
Rohrverbindungen können konstruktiv so ausgeführt werden, daß sie auf Dauer dicht sind. Es kann davon ausgegangen werden, daß z.B. folgende Rohrverbindungen auf Dauer dicht sind:
unlösbare Verbindungen (z.B. geschweißt, hartgelötet),
lösbare Verbindungen, wie
Flansche mit Schweißlippendichtungen
Flansche mit Nut und Feder nach DIN 2512,
Flansche mit Vor- und Rücksprung nach DIN 2513,
Flansche mit V-Nuten und V-Nutendichtungen,
Flansche mit glatter Dichtleiste und besonderen Dichtungen, z.B. It-Dichtungen bis PN 25 bar, metallinnenrandgefaßte Dichtungen oder metallummantelte Dichtungen,
Schneidringverschraubungen bei nahtlosem Präzisionsstahlrohr nach DIN 2391-2,
Bördelverschraubungen oder Schneidringverschraubungen mit Einsteckhülsen bei Kupferrohr nach DIN 1786 in Fahrzeugen und Booten.
Die Forderung nach Dichtheit beinhaltet bei Verbrauchsanlagen mit Einwegbehältern, daß die Dichtheit des Anschlusses nicht durch das Gewicht des Einwegbehälters beeinträchtigt wird und gasführende Teile des Anschlusses nicht für die Befestigung des Einwegbehälters verwendet werden.
DA zu § 13 Abs. 4:
Hinsichtlich der Beseitigung unverbrannten Gases werden in der Regel ins Freie führende Türen und Fenster zur Lüftung geöffnet; Querlüftung ist am wirksamsten. Bei Druckgasbehältern, die Mängel oder Schäden aufweisen, siehe auch Nummer 3.8 der Technischen Regeln Druckgase TRG 280.
DA zu § 13 Abs. 5:
Brennendes Flüssiggas sollte in der Regel nur gelöscht werden, wenn zugleich der weitere Gasaustritt verhindert werden kann. Als erste Maßnahme sollte deshalb versucht werden, durch Schließen von Absperreinrichtungen den Gasaustritt abzustellen.
DA zu § 13 Abs. 8:
Aufeinander abgestimmte Anschlüsse siehe
Bilder 4 und 5 nach DIN 477-1 "Gasflaschenventile für Prüfdrücke bis max. 300 bar; Bauformen, Baumaße, Anschlüsse, Gewinde" (Auszug aus Ausgabe 5/90).
Bilder 6 und 7 nach DIN 4811-2 "Druckregelgeräte für Flüssiggas, Druckregelgeräte mit Sonderanschlüssen, sicherheitstechnischen Anforderungen, Prüfung, Kennzeichen" (Auszug aus Ausgabe 9/81):
Bild 4: Anschluß für Druckgasbehälter mit einem zulässigen Füllgewicht bis 14 kg
Bild 5: Anschluß für Druckgasbehälter mit einem zulässigen Füllgewicht bis 33 kg
Bild 6: Kombinationsanschluß von Druckregelgeräten für Druckgasbehälter mit einem zulässigen Füllgewicht a) bis 14 kg und b) bis 33 kg
Bild 7: Pol-Anschluß von Druckregelgeräten für Druckbehälter
DA zu § 13 Abs. 9:
Ungeeignet sind z.B. Rohr-, Wasserpumpenzangen.
Webcode: M1459-60