Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%202008,%201084
Timestamp: 2019-12-08 15:17:38
Document Index: 195218103

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 849', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 849', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 849', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 849', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 849', '§ 90', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 26.11.2007 - II ZR 167/06 - dejure.org
https://dejure.org/2007,479
BGH, 26.11.2007 - II ZR 167/06 (https://dejure.org/2007,479)
BGH, Entscheidung vom 26.11.2007 - II ZR 167/06 (https://dejure.org/2007,479)
BGH, Entscheidung vom 26. November 2007 - II ZR 167/06 (https://dejure.org/2007,479)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2007,479) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Zinsanspruch in Höhe von vier % vom Zeitpunkt einer deliktischen Entziehung an und für die Zeit zwischen einer Überweisung eines Einlagebetrags und dem Eintritt der Rechtshängigkeit; Ausgleich eines Verlustes der Nutzbarkeit einer Sache durch einen auf einen ...
Verzinsung des infolge unerlaubter Handlung überwiesenen Geldbetrags
Zinsanspruch nach § 849 BGB gegen den Schädiger, der den Geschädigten durch unerlaubte Handlung zu einer Überweisung von Geld veranlasst hat
Anspruch auf Zinsen bei unerlaubter Handlung?
Geld als "Sache"? - Zinsschaden bei Sachentzug
Kurznachricht zu "BGH zum Zinsanspruch bei unerlaubter Handlung" von RiAG Dr. Bettina Mannhart, original erschienen in: DB Beilage 2008, 127.
LG Karlsruhe, 20.07.2005 - 10 O 334/03
NJW 2008, 1084
ZIP 2008, 417
MDR 2008, 387
WM 2008, 291
Die Norm greift jedoch nach der Rechtsprechung nicht nur bei Sachentziehung oder -beschädigung ein, sondern auch in Fällen, in denen dem Geschädigten Geld entzogen wurde (BGH, Versäumnisurteil vom 26. November 2007 - II ZR 167/06, NJW 2008, 1084; vgl. auch BGH…, Urteil vom 24. Januar 2017 - KZR 47/14 Rn. 56 f. - VBL-Gegenwert II).
Nach der Rechtsprechung des BGH (Urteil vom 26. November 2007, II ZR 167/06, Juris Rz. 5 f.) besteht der Normzweck des § 849 BGB darin, dass der Zinsanspruch den endgültig verbleibenden Verlust an Nutzbarkeit der Sache ausgleichen soll, der durch den späteren Gebrauch derselben oder einer anderen Sache nicht nachgeholt werden kann.
Der Geschädigte verliert die Sachnutzung gleichermaßen, wenn ihm eine Sache ohne seinen Willen entwendet wird und wenn er durch eine unerlaubte Handlung dazu gebracht wird, sie wegzugeben oder darüber zu verfügen (BGH, 26.11.2007 - II ZR 167/06).
Auch wirtschaftlich besteht kein Unterschied zwischen der Übergabe von Bargeld, der Übergabe eines Schecks, der Einzahlung von Bargeld und einer Überweisung auf ein Konto (BGH, 26.11.2007 - II ZR 167/06; vgl. auch BGH, 12.06.2018 - KZR 55/16).
Von den Nutzungen eines hingegebenen Geldbetrags ist der Geschädigte nicht nur ausgeschlossen, wenn er mit Bargeld bezahlt hat, sondern auch, wenn er eine Zahlung auf andere Art und Weise geleistet hat (vgl. BGH, Urteil vom 26. November 2007 - II ZR 167/06 -, juris Rn. 6;… im Ergebnis ebenso BGH, Urteile vom 13. Dezember 2007 - IX ZR 116/06 -, juris Rn. 13 …und vom 15. November 2011 - XI ZR 54/09 -, juris Rn. 65).
Auch wenn der Schädiger den Geschädigten durch eine unerlaubte Handlung wie beim Betrug oder der Erpressung - oder wie hier durch sittenwidrige vorsätzliche Schädigung - dazu bestimmt, eine Sache wegzugeben oder darüber zu verfügen, entzieht er sie ihm (vgl. BGH, Urteil vom 26. November 2007 - II ZR 167/06 -, juris Rn. 4).
Denn § 849 BGB will dem Geschädigten - ähnlich der Regelung zu den Verzugszinsen - die Beweislast dafür abnehmen, welchen Schaden er durch die Einbuße an Nutzbarkeit der Sache erlitten hat, indem er ihm ohne Nachweis eines konkreten Schadens - als pauschalierten Mindestbetrag des Nutzungsentgangs - Schadensersatz in Form von Zinszahlungen zuerkennt (…vgl. BGH, Urteile vom 24. Februar 1983 - VI ZR 191/81 -, BGHZ 87, 38 Rn. 8 und vom 26. November 2007 - II ZR 167/06 -, juris Rn. 5).
Auch wirtschaftlich besteht kein Unterschied zwischen der Übergabe von Bargeld, der Übergabe eines Schecks, der Einzahlung von Bargeld und einer Überweisung auf ein Konto (BGH, 26.11.2007 - II ZR 167/06; vgl. aber auch BGH, 12.06.2018 - KZR 55/16).
Wer durch eine unerlaubte Handlung dazu bestimmt wird, Geld zu überweisen, kann vom Schädiger eine Verzinsung nach § 849 BGB verlangen ( BGH , Urt . v. 26.11.2007 - II ZR 167/06, NJW 2008, 1084).
Der Geschädigte verliert die Sachnutzung gleichermaßen, wenn ihm eine Sache ohne seinen Willen entzogen wird und wenn er durch eine unerlaubte Handlung dazu gebracht wird, sie wegzugeben oder darüber zu verfügen (BGH, Urteil vom 26.11.2007 - II ZR 167/06 -, zitiert nach juris).
Der Bundesgerichtshof führte in einem Urteil vom 26. November 2007 (II ZR 167/06; NJW 2008, 1084) hierzu aus:.
Auch wenn der Schädiger den Geschädigten durch eine unerlaubte Handlung dazu bestimmt, eine Sache wegzugeben oder darüber zu verfügen, entzieht er sie ihm (BGH Versäumnisurteil v. 26.11.2007 - II ZR 167/06, beckonline).
§ 849 BGB ist nicht durch § 90 BGB, wonach nur körperliche Gegenstände Sachen im Sinne des Gesetzes sind, auf die Entziehung von Bargeld beschränkt (BGH Versäumnisurteil v. 26.11.2007 - II ZR 167/06, beckonline; a. A. OLG Hamm NZI 2006, 642).
BGH, 17.11.2011 - IX ZR 113/11
Herausnahme des Anspruchs auf Zinsen aus einer Darlehensgewährung von der …
BGH, 25.06.2019 - 2 StR 57/19
Zahlung von Schadensersatz an den Nebenkläger im Rahmen eines Adhäsionsverfahrens
LG Offenburg, 21.08.2019 - 2 O 57/19
Dieselskandal - Schadensersatzansprüche gegenüber Motorhersteller
LG Hamburg, 29.05.2019 - 305 O 5/19
Kaufvertrag über ein vom sogenannten Abgasskandal betroffenes Fahrzeug: …
LG Bonn, 28.01.2019 - 10 O 254/18
OLG Brandenburg, 14.08.2018 - 2 U 13/17
Amtshaftung wegen der Erteilung einer Grundstücksverkehrsgenehmigung für …
VG Frankfurt/Main, 24.03.2016 - 3 K 138/14
Einzelfall der Rückforderung von Leistungen der Ausbildungsförderung, da das …
LG München I, 15.07.2008 - 28 O 1499/08
AG Flensburg, 26.01.2017 - 90 F 87/15
Missbrauch der Kontovollmacht unter Überschreitung des "rechtlichen Dürfens" im …