Source: http://www.rechtsanwalt-fruehauf.de/comment-page-12/
Timestamp: 2018-01-20 10:55:58
Document Index: 233289359

Matched Legal Cases: ['§18', '§17', '§39', '§16', '§16', '§18']

127 Kommentare zu “”
19. August 2017 in 20:53
Sehr geehrter Herr D. Frühauf,
mein Stiefsohn ist Serbischer Staatsbürger. Er hat in Österreich eine Kroatin mit Österreichischer Staatsbürgerschaft geheiratet.
Mein Stiefsohn und seine Ehefrau sind nach Frankfurt gezogen wo er sehr schnell einen Aufenthalstitel auf 5 Jahre bekommen hat. Soweit so gut. Jetzt das Problem:
Vor knapp 6 Monaten haben sich die beiden getrennt nach nur ca. 3 Monatiger Ehe. Seine Ehefrau ist zurück nach Österreich und er ist hier geblieben. Jetzt will die Exfrau die Scheidung.
Mein Stiefsohn hat vor kurzem hier in Frankfurt einen Vollzeit Job gefunden.
Welche Möglichkeiten gibt es für meinen Stiefsohn das er hier in Deutschland bleiben darf?
28. August 2017 in 19:07
grundsätzlich können Drittstaatsangehörige, die mit einem EU-Bürger verheiratet sind
nach der Scheidung ihr EU-Aufenthaltsrecht verlieren, wobei ein Zwang zur Ausweisung
Konkret hat der Europäische Gerichtshof entschieden ( Az.C-218/14), dass ein Drittstaatsangehöriger,
der Ehegatte einer in einem anderen Mittgliedstaat lebenden EU-Bürgerin ist, kein
Aufenthaltsrecht mehr in seinem Wohnmitgliedsstaat beanspruchen kann, wenn seine Frau
diesen Staat bereits vor Einleitung eines gerichtlichen Scheidungsverfahrens verlassen hat
(Richtlinie 2004/38/EG).
Gleichzeitig bestimmt diese Richtlinie aber, dass im Falle einer Scheidung der Drittstaatsan-
gehörige unter bestimmten Voraussetzungen sein Aufenthaltsrecht in dem Aufnahmestaat
behalten darf, wenn die Ehe mindestens 3 Jahre vor Einleitung des gerichtlichen Scheidungs-
verfahrens, davon mindestens 1 Jahr in dem Aufnahmestaat bestanden hat.
Da die Ehe Ihres Stiefsohnes bereits nach 3 Monaten gescheitert ist, kann diese Richtlinie
Dennoch sehe ich für Ihren Stiefsohn insoweit eine gute Chance weiterhin in Deutschland bleiben
zu können, wenn er einen Aufenthaltstitel zu Erwerbszwecken gem. §18 AufenthG erfolgreich beantragen
Das kann ich von hier aus jedoch nicht überblicken.
Wiebke Broicher sagt:
28. August 2017 in 12:11
unser AuPair Mädchen aus der Ukraine möchte gern im Anschluss an das AuPair-Jahr eine Berufsausbildung zur Zahntechnikern machen. Ist es möglich, dass Sie nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung langfristig in Deutschland bleibt, wenn sie eine Arbeitsstelle findet oder wäre ihr eher zu empfehlen, sich direkt für eine Berufsausbildung für einen Beruf auf der „Positivliste zu bewerben“ bzw. zu studieren?
28. August 2017 in 19:40
Sehr geehrte Frau Dr.Broicher,
bevor über einen langfristigen Aufenthalt in Deutschland nach Abschluss einer
Ausbildung nachgedacht werden kann, braucht Ihr AuPair Mädchen eine Aufenthaltserlaubnis
gem §17 AufenthG zur beruflichen Ausbildung. Hierzu muss grundsätzlich gem §39 AufenthG die Genehmigung
der Bundesagentur für Arbeit eingeholt werden. Diese wird die Genehmigung nur erteilen, wenn
der Ausbildungsplatz nicht mit einem Deutschen oder EU- Bewerber besetzt werden kann.
Ebenso ist eine entsprechende Genehmigung später notwendig, wenn ein Aufenthaltstitel zur
Berufsausübung gewünscht ist.
Wesentlich unkomplizierter ist deshalb, sich für eine Berufsausbildung auf der sog.“Positivliste“
Für einen Aufenthaltstitel zu Studienzwecken gem. §16 AufenthG gelten andere Kriterien.
Hier kommt es z.B. darauf an, inwieweit der ausländische Schulabschluss mit einer deutschen
Hochschulqualifikation gleich gesetzt werden kann, die Sicherung des Lebensunterhaltes muss
nachgewiesen werden können, ausreichender Krankenversicherungsschutz muss bestehen,
qualifizierte Sprachkenntnisse müssen nachgewiesen werden…
Nico Kel sagt:
28. August 2017 in 22:15
Ich schildere zunächst eine kurze Übersicht meines Lebenslaufs um dann die Frage stellen zu können.
Ich wurde im Jahr 1985 in Marburg an der Lahn, Hessen in Deutschland geboren und erhielt gleich nach meiner Geburt die griechische Staatsbürgerschaft.
Im Jahr 2000 schloss ich die Deutsche Gesamtschule mit einem Realschul-Abschluss erfolgreich ab. Kurz darauf später zog ich mit meiner Familie zurück in die Heimat nach Griechenland und leistete ebenso meinen Wehrdienst bereits ab. Seit dem Jahr ??2007?? bin ich Selbständig in Griechenland tätig. Jedoch bin ich seit 2008 mit einem zweitem Wohnsitz in Deutschland gemeldet, da ich Beruflich oft dorthin reise.
Des Weiteren besitze ich seitdem auch ein Deutsches Bankkonto bis heute.
1)	Ich möchte die deutsche Staatsbürgerschaft als 2. Staatsangehörigkeit annehmen. Jedoch weiß ich nicht wie ich das ganze angehen soll und ob ich rechtlich gesehen die Chance auf diese habe? Wenn ja, wie könnte ich vorgehen ? Wenn Nein, wie könnte ich meine Ausganssituation verbessern? Ist meine Selbständigkeit ein Problem in dem Fall?
2)	Nun bin ich zweifacher Familienvater und wäre interessiert daran, meine Kinder in Zukunft auf das Deutsche Institut in Griechenland zu schicken. Besteht die Möglichkeit für die Kinder eine Deutsche Staatsbürgerschaft zu erlangen, wenn ich diese als 2. Staatsangehörigkeit erlangen sollte?
N. Kel
17. September 2017 in 18:49
Voraussetzung für eine Einbürgerung in den Deutschen Staatsverband ist u.a., dass der
Einbürgerungsbewerber seit 8 Jahren seinen gewöhnlichen Aufenthalt in der BRD hat.
Ein 2. Wohnsitz reicht in der Regel dann aus, wenn sich der Lebensmittelpunkt in Deutschland befindet.
Ein Indiz hierfür wäre, wenn Sie sich nicht weniger als 183 Tage in Deutschland aufhalten würden.
Weiterhin wäre zu prüfen, inwieweit ihr früherer Aufenthalt in Deutschland auf die 8 Jahre
angerechnet werden könnte.
Grundsätzlich ist das nur dann möglich, wenn der Auslandsaufenthalt nicht auf Dauer angelegt war.
Da die deutsche Sprache und wohl auch die Sicherung Ihres Lebensunterhaltes kein Problem darstellen,
könnten Sie Ihre Ausgangslage insoweit zunächst verbessern, indem Sie versuchen Ihren Aufenthalt in
Deutschland auf annähernd insgesamt ein halbes Jahr auszudehnen.
Ihre Selbstständigkeit ist kein Problem, im Gegenteil: Wenn ein öffentliches Interesse an Ihrer Tätigkeit
begründet werden könnte, würde die Chance auf Einbürgerung steigen.
Minderjährige Kinder unter 16 Jahren können grundsätzlich nur dann mit eingebürgert werden, wenn diese
3 Jahre in Deutschland gelebt haben.Der Besuch einer deutschen Schule im Ausland wird in der Regel nicht aus-
reichend sein; auch wenn die Kinder die deutsche Sprache dem Alter entsprechend beherrschen.
Mario Lars sagt:
15. Oktober 2017 in 17:23
Sehr geehrte Herr Frühauf,
meine Freundin (russischer Staatsbürgerschaft, befristeter Aufenthaltstitel, deutscher Wohnsitz) und ich (deutsche Staatsbürgerschaft, noch deutscher Wohnsitz, bald bulgarischer) würden gerne wissen, inwiefern eine Ehe (keine „Zweckehe“) vonnöten ist, um zusammen im EU-Ausland leben zu können.
Ich möchte bald meinen Wohnsitz in Bulgarien anmelden, da ich hier Vollzeit als Freiberufler mit einer deutschen Firma arbeite. Inwiefern beschränkt der ausländische Wohnistz unsere Fähigkeit nach deutschem Recht zu heiraten? Des Weiteren, wird ihr Aufenthaltstitel (der im September 2018 in einen unbefristeten übergehen kann) durch den Auslandsaufenthalt, trotz Ehe, gefährdet sein?
Ich danke Ihnen vielmals für Ihre Zeit und Ihre großzügige Bemühung auf dieser Webseite.
16. Oktober 2017 in 15:21
Auch wenn Sie Ihren Wohnsitz im Ausland haben, können Sie als Deutscher Staatsbürger nach deutschem Recht heiraten.
Zuständig ist dann ein entsprechendes Standesamt in Berlin.
Wenn sie mit Ihrer russischen Freundin verheiratet sind und in Bulgarien leben, wird sie eine nach EU- Recht ausgestellte
Aufenthaltskarte erhalten.
Sind sie nicht verheiratet und hält sich Ihre Freundin länger als 6 Monate nicht mehr in der BRD auf, wird ihr
bisheriger Aufenthaltstitel erlöschen.
27. Oktober 2017 in 12:05
Mein name ist Rahman aus Raunheim
Mein Bruder wird bald MBA von der Uni Darmstadt absolvieren. Er lebt in Raunheim. Er macht einen Studentenjob in einer Logistikfirma und er hat die Möglichkeit für einen permanenten Job dort. Ich war in der Gross-Gerau Auslander Behörde, um über Job Visa zu erfahren. Sie sagten mir, dass es zwei Optionen gibt: 1. Blue Crad oder 2. einen Job entsprechend seiner Studie finden. Ich glaube nicht, dass er eine Gehaltsspanne wie Blue Card bekommt. Das heißt, wir müssen ohne Bule Card denken. Lassen Sie uns wissen, bitte :
1. Wie hoch ist der Mindestlohn, um ein Jobvisum zu erhalten?
2. Muss er seinen MBA abschließen oder er kann sich während des Studiums bewerben? Er ist fast fertig. Aber die Sorge ist, wenn er kein Job-Visum bekommt, wird er in einem Problem sein, weil er seinen Studentenstatus verlieren wird.
3. Benötigt er B1 Zertifikat dafür?
Ich warte auf Ihere Antwort.
3. November 2017 in 14:12
Ihr Bruder kann gem.§16 Absatz 5 AufenthG für 18 Monate eine Aufenthaltsverlängerung erhalten, zur Suche
einer dem Studienabschluss angemessenen Erwerbstätigkeit.
Ein entsprechender Antrag auf Verlängerung kann erst nach der schriftlichen Mitteilung über das Bestehen
des Studienabschlusses gestellt werden.
Während der Zeit der Arbeitsplatzsuche muss der Lebensunterhalt gesichert sein.
Auf einen Job bewerben kann er sich schon vor Studienabschluss.
Hat er einen Arbeitsplatz gefunden, ist entscheidende Vorschrift für eine Aufenthaltserlaubnis
zu Erwerbszwecken die Vorschrift des §18 AufenthG.
Ein Sprachzertifikat B1 ist in diesem Fall nicht notwendig.
Das Gehalt Ihres Bruders muss dem Lohnniveau des Betriebes für die vorgesehene Arbeitsstelle