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Timestamp: 2016-10-21 21:56:47
Document Index: 194406534

Matched Legal Cases: ['BGE', 'Art. 6', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 6', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE']

U 39/06 (03.11.2006)
Pr�sident Ursprung, Bundesrichter Sch�n und nebenamtlicher Richter Maeschi; Gerichtsschreiber Hadorn
A.a Der 1955 geborene, aus Tunesien stammende M.________ ist deutscher Staatsangeh�riger und war als Grenzg�nger in der Schweiz erwerbst�tig, zuletzt ab Februar 2000 als Kellner im Restaurant X.________. Ab 1. April 2000 war er wegen Schulterschmerzen und weiterer Beschwerden arbeitsunf�hig. Am 19. Mai 2000 wurde ihm das Arbeitsverh�ltnis per 30. Juni 2000 gek�ndigt. Nach ambulanter Behandlung unterzog er sich in der Zeit vom 29. Januar bis 15. Februar 2001 einer station�ren Rehabilitation im Spital Y.________, wo nebst einer muskul�ren Dysbalance im linken Schulterbereich und einer Haltungsinsuffizienz ein Tinnitus links sowie unklare Dys�sthesien in der linken Gesichtsh�lfte festgestellt wurden; ferner wurde auf eine psychosoziale Problematik hingewiesen und der Verdacht auf eine beginnende depressive Entwicklung ge�ussert. Im Austrittsbericht vom 9. M�rz 2001 wurde eine Arbeitsunf�higkeit von 100 % ab Entlassung bis 4. M�rz 2001, von 50 % f�r die Zeit vom 5. bis 25. M�rz 2001 und von 0 % ab 26. M�rz 2001 angegeben.
Am 21. Februar 2001 erlitt M.________ einen bei der Schweiz. Unfallversicherungsanstalt (SUVA) versicherten Verkehrsunfall, als er bei einer Autobahneinfahrt in Z.________ bremste und ein nachfolgendes Fahrzeug in den von ihm gelenkten Personenwagen stiess. Er zog sich dabei eine Distorsion der Halswirbels�ule (HWS) zu. Im Anschluss an den Unfall klagte er �ber Schulter-, Nacken- und R�ckenschmerzen, Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrationsst�rungen und eine zunehmende depressive Verstimmung. Trotz eingehender medizinischer Abkl�rungen liessen sich f�r die geltend gemachten Beschwerden keine organischen Grundlagen finden. Die durchgef�hrte physiotherapeutische und chiropraktische Behandlung brachte keinen wesentlichen Erfolg. Vom 19. Juni bis 24. Juli 2002 hielt sich M.________ zur Abkl�rung und Behandlung in der Rehaklinik A.________ auf, wo u.a. eine neuropsychologische und psychosomatische Untersuchung durchgef�hrt wurden. Im Austrittsbericht vom 12. August 2002 wurden die Diagnosen eines chronischen zervikozephalen Schmerzsyndroms bei Status nach HWS-Distorsion und vorbestehendem zervikozephalem und zervikospondylogenem Syndrom linksbetont, einer Anpassungsst�rung mit Angst und depressiver Reaktion sowie eines Tinnitus links gestellt. F�r eine angepasste leichte bis mittelschwere T�tigkeit wurde der Versicherte ab 29. Juli 2002 als ganztags arbeitsf�hig erkl�rt. Nach einer kreis�rztlichen Untersuchung vom 1. Juli 2003 sowie orthop�dischen, psychiatrischen und neurologischen Beurteilungen durch �rzte der Abteilung Versicherungsmedizin erliess die SUVA am 5. Mai 2004 eine Verf�gung, mit der sie die Leistungen auf den 30. April 2004 mit der Begr�ndung einstellte, es l�gen keine organischen Unfallfolgen vor und die psychischen Beschwerden seien nicht ad�quat unfallkausal. Die dagegen erhobene Einsprache wies sie mit Entscheid vom 3. August 2004 ab.
A.b Am 7. Februar 2001 hatte sich M.________ mit dem Begehren um berufliche Eingliederungsmassnahmen zum Leistungsbezug bei der IV angemeldet. Eine von der IV-Stelle Basel-Landschaft angeordnete Abkl�rung in der Beruflichen Abkl�rungsstelle (BEFAS), wurde am 28. Januar 2003 nach sechs Tagen abgebrochen, weil der Versicherte �ber starke Schmerzen und Konzentrationsst�rungen klagte. Nach Einholung eines Gutachtens von Dr. med. W.________, Facharzt FMH f�r Psychiatrie und Psychotherapie, und Beizug weiterer Akten, einschliesslich eines von der Landesversicherungsanstalt B.________ in Auftrag gegebenen Gutachtens des Dr. med. S.________, Arzt f�r Neurologie und Psychiatrie, vom 18. April 2005, erliess die IV-Stelle am 23. September 2005 Verf�gungen, mit denen sie dem Versicherten auf der Grundlage eines Invalidit�tsgrades von 63 % f�r die Zeit vom 1. April 2001 bis 31. Dezember 2003 eine halbe Rente und ab 1. Januar 2004 eine Dreiviertelsrente zusprach.
Gegen den Einspracheentscheid der SUVA vom 3. August 2004 beschwerte sich M.________ und beantragte, in Aufhebung des Entscheids sei die SUVA zu verpflichten, ihm �ber den 30. April 2004 hinaus die gesetzlichen Leistungen, insbesondere eine der Erwerbsunf�higkeit entsprechende Invalidenrente, auszurichten.
In Gutheissung der Beschwerde bejahte das Sozialversicherungsgericht Basel-Stadt mit Entscheid vom 1. September 2005 den nat�rlichen und ad�quaten Kausalzusammenhang zwischen den bestehenden Beschwerden und dem Unfall vom 21. Februar 2001 und wies die Sache an die SUVA zur�ck, damit sie pr�fe, inwieweit die aktuelle Arbeitsunf�higkeit auf den Unfall zur�ckzuf�hren sei und sich daraus eine Beeintr�chtigung der Erwerbsf�higkeit ergebe; ferner habe sie einen allf�lligen Integrit�tsschaden zu beurteilen.
Die SUVA erhebt Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit dem Rechtsbegehren, der kantonale Entscheid sei aufzuheben, und es sei der Einspracheentscheid vom 3. August 2004 zu best�tigen; eventuell sei die Sache zum materiellen Entscheid an das kantonale Gericht zur�ckzuweisen.
M.________ l�sst sich mit dem Antrag auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vernehmen. Das Bundesamt f�r Gesundheit (BAG) verzichtet auf Vernehmlassung.
1.1 Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde reicht die SUVA eine psychiatrische Beurteilung durch Dr. med. K.________, Fach�rztin f�r Psychiatrie und Psychotherapie, Abteilung Versicherungsmedizin der SUVA, vom 9. Januar 2006 sowie ein fachneurologisches Gutachten des Universit�tsspitals C.________ zuhanden der Sparkassen Versicherung, vom 27. Juli 2005 ein. Der Beschwerdegegner beantragt, die genannten Berichte seien aus dem Recht zu weisen, weil das Gutachten der Neurologischen Universit�tsklinik C.________ ohne sein Einverst�ndnis und auf Grund eines Geheimnisbruchs der beteiligten Haftpflichtversicherung an die SUVA gelangt sei. Das psychiatrische Aktengutachten habe unbeachtlich zu bleiben, weil andernfalls das Waffengleichheitsgebot verletzt werde. Ferner k�nne auch das zu Handen der deutschen Landesversicherungsanstalt erstellte und am 3. August 2005 zu den IV-Akten gelegte Gutachten des Dr. med. S.________ vom 18. April 2005 nicht als zul�ssig und beweistauglich erachtet werden, weil es von einem ausl�ndischen Experten unter Gesichtspunkten der deutschen Sozialgesetzgebung erstellt worden sei, welche sich in den hier streitigen Fragen von der schweizerischen Lehre und Praxis unterscheide.
1.2 Der SUVA steht es grunds�tzlich frei, mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde und w�hrend der Rechtsmittelfrist neue Beweismittel einzureichen (vgl. BGE 127 V 353 ff.). Das rechtliche Geh�r und der Grundsatz der Waffengleichheit (Art. 6 Ziff. 1 EMRK) bleibt dadurch gewahrt, dass der Beschwerdegegner dazu Stellung nehmen und seinerseits neue Beweismittel einreichen kann, wovon er denn auch Gebrauch gemacht hat. Der Beweiswert der von der SUVA eingereichten medizinischen Berichte und Gutachten richtet sich nach den von der Rechtsprechung aufgestellten Erfordernissen (BGE 125 V 352 Erw. 3a, 122 V 160 Erw. 1c mit Hinweisen). Als zul�ssige und der freien Beweisw�rdigung unterliegende Beweismittel gelten auch die Amtsberichte von SUVA-�rzten (BGE 125 V 353 Erw. 3b/ee), selbst wenn sie im erst- oder letztinstanzlichen Beschwerdeverfahren eingeholt werden (RKUV 1997 Nr. U 281 S. 282 [Urteil C. vom 1. Mai 1997, U 43/96]; Urteil R. vom 21.10.03, U 255/00, Erw. 1.2). Der SUVA steht es sodann frei, Gutachten versicherungsexterner Stellen beizuziehen; einer vorg�ngigen Anh�rung des Versicherten bedarf es nicht (BGE 125 V 332 ff.). Ob die SUVA unter Verletzung von Rechtsvorschriften in den Besitz des vom Haftpflichtversicherer in Auftrag gegebenen Gutachtens gekommen ist, bedarf keiner n�heren Abkl�rung, weil dieses f�r den Ausgang des Verfahrens nicht entscheidend ist. Was schliesslich das Gutachten des deutschen Versicherungstr�gers betrifft, sind die erhobenen Einwendungen, soweit erforderlich, im Rahmen der Beweisw�rdigung zu pr�fen.
Im angefochtenen Entscheid werden die nach der Rechtsprechung f�r den Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung (Art. 6 Abs. 1 UVG) geltenden Voraussetzungen des nat�rlichen und ad�quaten Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (BGE 129 V 181 Erw. 3.1 und 3.2), insbesondere bei Schleudertraumen oder schleudertrauma�hnlichen Verletzungen der HWS (BGE 117 V 359 ff.; RKUV 2000 Nr. U 395 S. 317 Erw. 3 [Urteil Z. vom 2. Juni 2000, U 160/98]; SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 [Urteil S. vom 12. September 1994, U 183/93), zutreffend dargelegt. Das Gleiche gilt hinsichtlich der vorinstanzlichen Erw�gungen zum Beweiswert �rztlicher Berichte und Gutachten (BGE 125 V 352 Erw. 3, 122 V 160 Erw. 1c). Darauf wird verwiesen.
Streitig und zu pr�fen ist zun�chst, ob die vom Beschwerdegegner ab dem 1. Mai 2004 geklagten Beschwerden noch in einem nat�rlichen Kausalzusammenhang mit dem Unfallereignis vom 21. Februar 2001 stehen.
3.1 Den medizinischen Akten ist zu entnehmen, dass der Beschwerdegegner schon vor dem Unfall an einem zervikospondylogenen und zervikozephalen Syndrom sowie an Schwindelbeschwerden und Tinnitus gelitten hat (Berichte des Spitals Y.________ vom 25. Oktober 2000 und 19. Dezember 2000). Er stand deshalb in ambulanter und vom 29. Januar bis 15. Februar 2001 in station�rer �rztlicher Behandlung und war arbeitsunf�hig. Nach dem Unfall klagte er �ber Nacken-, Kopf- und Schulterbeschwerden, Schwindel, Konzentrations- und Ged�chtnisst�rungen sowie eine depressive Verstimmung. W�hrend vor dem Unfall die Schulterbeschwerden im Vordergrund gestanden hatten, waren nach diesem Ereignis die Nacken- und Kopfschmerzen dominant (Bericht des SUVA-Arztes Dr. med. E.________, Facharzt FMH f�r Orthop�dische Chirurgie, �ber die Untersuchung vom 22. Januar 2004). Der Beschwerdegegner hatte indessen schon vor dem Unfall auch �ber Beschwerden an der HWS geklagt (vgl. Bericht des Dr. med. I.________, Chiropraktor SCG-ECU, vom 9. April 2001). Es wurden denn auch entsprechende radiologische und MRI-Untersuchungen durchgef�hrt. Zudem hatten schon vor dem Unfall Kopfschmerzen (zervikozephales Syndrom), Schwindelbeschwerden, Tinnitus sowie Anzeichen einer beginnenden depressiven Entwicklung bestanden. Daraus folgt, dass es sich bei der im Anschluss an den Unfall vom 21. Februar 2001 aufgetretenen Symptomatik nicht um einen neuen, vom fr�heren Beschwerdebild unabh�ngigen Gesundheitsschaden handelte. Neu waren eine Bewegungseinschr�nkung der HWS, �belkeit, starke Erm�dbarkeit sowie Ged�chtnis- und Konzentrationsst�rungen; im �brigen war es zu einer Verst�rkung und teilweisen Verlagerung der bisherigen Beschwerden gekommen. Es kann sodann nicht davon ausgegangen werden, dass der vorbestehende Gesundheitsschaden vor Eintritt des Unfalls behoben war. Zwar hatte die station�re Behandlung in der Rheumaklinik des Spitals Y.________ zu einer deutlichen Besserung der Beschwerden gef�hrt, sodass bei Austritt aus der Klinik mit einer steigenden Arbeitsf�higkeit gerechnet werden konnte (Bericht dieses Spitals vom 9. M�rz 2001). Es haben jedoch weiterhin behandlungsbed�rftige und die Arbeitsf�higkeit beeintr�chtigende Beschwerden bestanden. Am 7. Februar 2001 und damit schon vor dem Unfall hatte sich der Beschwerdegegner zum Leistungsbezug bei der IV angemeldet, welche ihm nach der gescheiterten beruflichen Abkl�rung eine Rente aufgrund eines Invalidit�tsgrades von 63 % und einer seit April 2000 bestehenden Beeintr�chtigung der Arbeitsf�higkeit zusprach. Davon, dass es im Anschluss an den Unfall zu einer Verschlimmerung einer vorbestehenden Symptomatik und teilweise zu neuen Beschwerden gekommen ist, geht auch der behandelnde Arzt und Chiropraktor Dr. med. I.________ aus, welcher im Bericht vom 17. Mai 2001 ausf�hrt, die HWS-Distorsion habe zu einer "zus�tzlichen Beschwerde�berlagerung" des vorbestehenden zervikozephalen und zervikothorakalen Schmerzsyndroms und einer zunehmenden depressiven Entwicklung gef�hrt. Im weiteren Verlauf kam es zu einer Ausdehnung der Schmerzsymptomatik, sodass aus neurologischer Sicht auf eine psychische Beteiligung und eine Schmerzverarbeitungsst�rung geschlossen wurde (Berichte des Dr. med. U.________, Spezialarzt f�r Neurologie FMH, vom 7. M�rz 2002 und der Frau Dr. med. O.________, Neurologie FMH, vom 14. April 2003). Im Zeitpunkt der Leistungseinstellung liessen sich keine wesentlichen somatischen Befunde mehr feststellen, und es ist aufgrund der medizinischen Akten anzunehmen, dass das Beschwerdebild praktisch ausschliesslich durch psychische bzw. psychosomatische Faktoren bestimmt war.
3.2 Hinsichtlich der psychischen Beeintr�chtigungen ist davon auszugehen, dass bereits vor dem Unfall eine depressive Entwicklung eingesetzt hat, welche sich im Anschluss an den Unfall verst�rkte und im Januar 2003 offenbar ausschlaggebend daf�r war, dass der Beschwerdegegner die von der IV angeordnete Abkl�rung abbrach. Im psychosomatischen Konsilium der Rehaklinik A.________ vom 25. Juni 2002 gelangte Dr. med. R.________ zum Schluss, aufgrund der aktuellen Symptomatik lasse sich ein ausgepr�gtes depressives Zustandsbild im Sinne einer Major-Depression nicht feststellen. Das heutige Bild sei gepr�gt von verschiedenen Angstsymptomen, einschliesslich Angst um die Zukunft und das weitere wirtschaftliche �berleben. Dazu k�men Befindlichkeitsst�rungen, wie sie oft bei chronischen Schmerzproblemen zu beobachten seien. Diagnostiziert wurde eine Anpassungsst�rung mit Angst und depressiver Reaktion gemischt (ICD-10 F43.22). Der behandelnde Psychiater Dr. med. N.________, Psychiatrie/Psychotherapie FMH, best�tigte in einem Bericht zuhanden der IV vom 27. M�rz 2003 die Diagnose einer Anpassungsst�rung gem�ss ICD-10 F43.22. In dem ebenfalls der IV erstatteten psychiatrischen Gutachten vom 3. Mai 2005 f�hrt Dr. med. W.________ aus, im Anschluss an den Unfall sei es zu einer depressiven Fehlverarbeitung im Sinne einer depressiven Entwicklung bzw. einer lang anhaltenden mittelgradigen depressiven Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F32.11) gekommen. Die depressive St�rung zeige auch multiple psychosomatische Symptome. Ob diese der depressiven St�rung zugeordnet oder als eigenst�ndiges Krankheitsbild, d.h. als Somatisierungsst�rung (ICD-10 F45.0) zu kodieren sei, bleibe Ermessenssache. In der von der SUVA mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereichten psychiatrischen Stellungnahme vom 9. Januar 2006 f�hrt Frau Dr. med. K.________ aus, die bereits vor dem Unfall vorhanden gewesenen Symptome m�ssten als Ausdruck einer Somatisierungsst�rung interpretiert werden, welche gem�ss ICD-10 synonym als multiple psychosomatische St�rung bezeichnet werde und h�ufig von Depression und Angst begleitet sei. Dass nach dem Unfallereignis die affektive Symptomatik im Sinne einer Anpassungsst�rung zugenommen habe, sei nachvollziehbar. Im Zeitpunkt, als die Diagnose einer Anpassungsst�rung durch den behandelnden Arzt best�tigt worden sei, h�tte sie nach den Richtlinien der ICD-10 jedoch nicht mehr gestellt werden d�rfen. Eine Somatisierungsst�rung nimmt auch Dr. med. S.________ im Gutachten vom 18. April 2005 an. Auf Grund dieser im Wesentlichen �bereinstimmenden �rztlichen Angaben ist davon auszugehen, dass sich die teilweise vorbestehende depressive St�rung im Anschluss an den Unfall verst�rkt und zu einer Anpassungsst�rung mit Angst und depressiver Reaktion und in der Folge zu einer Somatisierungsst�rung entwickelt hat, womit sich die festgestellte Ausweitung der Beschwerdesymptomatik erkl�ren l�sst. Hinsichtlich der Unfallkausalit�t der psychischen Beeintr�chtigungen ist mit der erforderlichen �berwiegenden Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass der Unfall zu einer Verschlimmerung vorbestehender Beeintr�chtigungen gef�hrt hat, welche im Zeitpunkt der Leistungseinstellung noch angedauert hat, weshalb der nat�rliche Kausalzusammenhang grunds�tzlich zu bejahen ist. Fraglich bleibt, ob es sich bei der diagnostizierten Somatisierungsst�rung um ein Leiden handelt, welches der Beschwerdegegner bei Aufbietung der ihm zumutbaren Willensanstrengung zu �berwinden verm�chte (vgl. hiezu BGE 130 V 352 ff. und 396 ff., 131 V 49 ff.), wie Dr. med. S.________ annimmt. Diese Frage kann indessen offen bleiben, wie sich aus dem Folgenden ergibt.
4.1 Der Beschwerdegegner leidet an keinen objektiv nachweisbaren organischen Unfallfolgen. Bez�glich des Zervikalsyndroms liessen sich weder L�sionen noch pathologische neurologische Befunde feststellen (Bericht des SUVA-Arztes Dr. med. H.________, Neurologe, vom 9. Februar 2004, erw�hnter Bericht der Frau Dr. O.________) Die klinisch festgestellte leichte Bewegungseinschr�nkung der HWS stellt f�r sich allein keine objektiv nachweisbare Unfallfolge dar. Die Schwindelbeschwerden und der Tinnitus waren vorbestehend und ebenfalls nicht objektivierbar, weshalb Dr. med. G.________, Innere Medizin FMH, im Bericht vom 4. August 2000 auf funktionelle St�rungen schloss. Der in Zusammenhang mit den neuropsychologischen St�rungen von Dr. med. I.________ ge�usserte Verdacht auf eine milde traumatische Hirnverletzung (Bericht vom 3. Mai 2001) konnte nicht best�tigt werden. Jedenfalls fehlt es auch in dieser Hinsicht an objektiv nachweisbaren Unfallfolgen (vgl. hiezu Urteil S. vom 10.2.06, U 79/05, mit Hinweis auf L.________, Neurologisches Beschwerdebild nach Beschleunigungsverletzung der Halswirbels�ule, in: Die neurologische Begutachtung, Z�rich 2005, S. 164 f.). Mangels hinreichend objektivierbarer organischer Befunde ist eine spezifische Ad�quanzpr�fung vorzunehmen (BGE 123 V 102 Erw. 3b mit Hinweisen). Dabei stellt sich die Frage, ob die Ad�quanz nach der f�r Schleudertraumen und schleudertrauma�hnliche Verletzungen der HWS bzw. Sch�del-Hirntraumen ohne nachweisbare Funktionsausf�lle geltenden Rechtsprechung (BGE 117 V 359 ff. u. 369 ff.) oder nach den f�r psychische Unfallfolgen massgebenden Kriterien (BGE 115 V 133 ff.) zu erfolgen hat. Praxisgem�ss ist die Ad�quanz des Kausalzusammenhangs nach den f�r psychische Fehlentwicklungen nach Unfall geltenden Regeln (BGE 115 V 133 ff.) zu beurteilen, wenn die zum typischen Beschwerdebild eines Schleudertraumas oder einer �hnlichen Verletzung der HWS geh�renden Beeintr�chtigungen zwar teilweise gegeben sind, die psychische Problematik jedoch bereits unmittelbar nach dem Unfall eindeutige Dominanz aufweist (BGE 123 V 99 Erw. 2a). Erfolgt die Ad�quanzpr�fung in einem sp�teren Zeitpunkt, ist zu fragen, ob im Verlauf der gesamten Entwicklung seit dem Unfall die physischen Beschwerden gesamthaft nur eine sehr untergeordnete Rolle gespielt haben und damit ganz in den Hintergrund getreten sind (RKUV 2002 Nr. U 465 S. 437 [Urteil W. vom 18. Juni 2002, U 164/01]). Sind die zum typischen Beschwerdebild eines Schleudertraumas der HWS oder einer �quivalenten Verletzung geh�renden Beeintr�chtigungen (teilweise) gegeben, ist mit Bezug auf im Anschluss an den Unfall auftretende psychische St�rungen des Weiteren zu fragen, ob es sich hiebei um Symptome des erlittenen Traumas oder um eine selbst�ndige Gesundheitssch�digung handelt. Dabei sind f�r die Abgrenzung insbesondere Art und Pathogenese der St�rung, das Vorliegen konkreter unfallfremder Faktoren oder der Zeitablauf von Bedeutung (RKUV 2001 Nr. U 412 S. 80 [Urteil B. vom 12. Oktober 2000, U 96/00]).
4.2 Die Vorinstanz geht davon aus, dass die physischen Beeintr�chtigungen sowohl unmittelbar nach dem Unfall als auch im weiteren Verlauf im Vergleich zum psychischen Beschwerdebild im Vordergrund gestanden haben, weshalb die Ad�quanzbeurteilung nach BGE 117 V 359 ff. zu erfolgen habe. Damit bleibt indessen unber�cksichtigt, dass der Beschwerdegegner bereits vor dem Unfall an einem psychisch bzw. psychosomatisch beeinflussten Beschwerdebild gelitten hat und sich schon kurz nach dem Unfall psychische Beeintr�chtigungen gezeigt haben, welche auf eine erhebliche Fehlverarbeitung schliessen liessen und sich innert verh�ltnism�ssig kurzer Zeit zu einer Somatisierungsst�rung entwickelt haben. Anderseits konnten die nach dem Unfall neu bzw. verst�rkt aufgetretenen Beschwerden auf somatischer Grundlage nicht oder jedenfalls nicht hinreichend erkl�rt werden. Nachdem Dr. med. I.________ bereits im Bericht vom 17. Mai 2001 eine zunehmende depressive Verstimmung sowie Anzeichen einer vegetativen Dysbalance festgestellt hatte, berichtete auch die Neurologische Klinik des Kantonsspitals D.________ �ber eine allenfalls zu behandelnde psychische St�rung. Dr. med. U.________ stellte im Bericht vom 7. M�rz 2002 eine Diskrepanz zwischen dem nur leicht ausgepr�gten Zervikalsyndrom und den geltend gemachten Schmerzen fest und erachtete eine psychiatrische Abkl�rung als unbedingt empfehlenswert. Diese fand im Sommer 2002 in der Rehaklinik A.________ statt und f�hrte zur Diagnose einer Anpassungsst�rung gem�ss ICD-10 F43.22. Aus den weiteren Arztberichten, insbesondere denjenigen der Neurologin Dr. med. O.________ vom 1. Juli 2003 und des Psychiaters Dr. med. N.________ vom 27. M�rz 2003 geht hervor, dass f�r die andauernden Beschwerden und die damit verbundene Arbeitsunf�higkeit vorwiegend psychische Faktoren urs�chlich waren. Bei dieser Sachlage ist anzunehmen, dass die psychischen Faktoren bereits kurz nach dem Unfall eine wesentliche Rolle gespielt haben und im gesamten Verlauf bis zum Beurteilungszeitpunkt eindeutig im Vordergrund gestanden haben. Die Ad�quanzpr�fung hat daher nach der f�r psychische Unfallfolgen geltenden Rechtsprechung zu erfolgen, wie die SUVA zu Recht geltend macht. Dabei kann offen bleiben, ob dies nicht schon deshalb zu gelten hat, weil es sich bei den bestehenden psychischen Beeintr�chtigungen um eine selbst�ndige Gesundheitssch�digung handelt, deren Ad�quanz nach den f�r psychische Unfallfolgen geltenden Regeln zu pr�fen ist.
5.1 Praxisgem�ss werden einfache Auffahrunf�lle in der Regel als mittelschwer im Grenzbereich zu den leichten Unf�llen qualifiziert (RKUV 2005 Nr. U 549 S. 237 Erw. 5.1.2 mit Hinweisen [Urteil C. vom 15. M�rz 2005, U 380/04]). Davon ist entgegen der Auffassung der Vorinstanz auch im vorliegenden Fall auszugehen. Nach dem von den Beteiligten ausgef�llten Unfall-Protokoll und der Schadensanzeige beim Haftpflichtversicherer hatte der Beschwerdegegner mit seinem Personenwagen (Seat Marbella) bei der Einm�ndung T.________ auf die Autobahn A2 in Z.________ abgebremst, worauf das nachfolgende Fahrzeug (Chrysler Voyager) in das Heck seines Wagens stiess. Dabei wurden die hintere Stossstange und das Kofferraumschloss besch�digt; zudem wurde der Fahrersitz aus der Halterung gerissen. Am anderen Fahrzeug entstand kein Schaden. In der vom Haftpflichtversicherer in Auftrag gegebenen Fahrzeugexpertise wurden die Reparaturkosten mit Fr. 1'233.- beziffert. Einschliesslich der Mietkosten f�r einen Ersatzwagen und weiterer Leistungen belief sich die Garagenrechnung auf Fr. 1'933.80. In der ebenfalls vom Haftpflichtversicherer veranlassten biomechanischen Kurzbeurteilung vom 3. Mai 2002 gelangten Prof. Dr. med. F.________/Dr. sc. techn. J.________ zum Schluss, dass sich die kollisionsbedingte Geschwindigkeits�nderung (delta-v) des vom Beschwerdegegner gesteuerten Personenwagens innerhalb der f�r den Normalfall geltenden Harmlosigkeitsgrenze von 10-15 km/h hielt. Beim Unfall hat der Beschwerdegegner keine �usseren Verletzungen erlitten. Zudem kann die erlittene HWS-Distorsion nicht als schwer qualifiziert werden. Auf Grund des Unfallhergangs, wie er sich aus den Akten ergibt, der Fahrzeugsch�den und der erlittenen Verletzungen ist das Ereignis vom 21. Februar 2001 als mittelschwer im Grenzbereich zu den leichten Unf�llen zu qualifizieren. Die Ad�quanz des Kausalzusammenhangs w�re daher zu bejahen, wenn ein einzelnes der f�r die Beurteilung massgebenden Kriterien in besonders ausgepr�gter Weise erf�llt w�re oder die zu ber�cksichtigenden Kriterien in geh�ufter oder auffallender Weise gegeben w�ren (BGE 115 V 140 Erw. 6c/bb).
5.2 Der Unfall vom 21. Februar 2001 hat sich nicht unter besonders dramatischen Begleitumst�nden ereignet noch war er - objektiv betrachtet (RKUV 1999 Nr. U 335 S. 209 Erw. 3b/cc [Urteil K. vom 20. November 1998, U 287/97]; vgl. auch RKUV 2000 Nr. U 394 S. 313 [Urteil S. vom 31. Mai 2000, U 248/98]) - von besonderer Eindr�cklichkeit. Er hatte auch keine schweren Verletzungen oder Verletzungen besonderer Art zur Folge. Die Diagnose eines Schleudertraumas oder einer schleudertrauma�hnlichen Verletzung der HWS vermag die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzung und insbesondere ihre erfahrungsgem�sse Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszul�sen, f�r sich allein nicht zu begr�nden. Es bedarf hiezu einer besonderen Schwere der f�r das Schleudertrauma typischen Beschwerden oder besonderer Umst�nde, welche das Beschwerdebild beeinflussen k�nnen (RKUV 2005 Nr. U 549 S. 236 Erw. 5.2.3. [erw�hntes Urteil C.]). Diese k�nnen beispielsweise in einer beim Unfall eingenommenen besonderen K�rperhaltung und den dadurch bewirkten Komplikationen bestehen (RKUV 2003 Nr. U 489 S. 361 Erw. 4.3 mit Hinweisen [Urteil A. vom 24. Juni 2003, U 193/01]). Solche Umst�nde sind hier nicht ausgewiesen. Es liegt auch keine besondere Schwere der f�r das Schleudertrauma typischen Beschwerden vor. Nicht erf�llt ist sodann das Kriterium der ungew�hnlich langen Dauer der �rztlichen Behandlung. Nachdem schon vor dem Unfall physiotherapeutische und chiropraktische Massnahmen u.a an der HWS durchgef�hrt worden waren, folgten nach dem Unfall weitere ambulante physiotherapeutische und chiropraktische Behandlungen, erg�nzt durch elektrotherapeutische und mobilisierende Massnahmen an der HWS und BWS sowie eine medizinische Trainingstherapie. Vom 19. Juni bis 24. Juli 2002 fand in der Rehaklinik A.________ eine station�re Abkl�rung und Behandlung statt nach deren Abschluss eine Fortsetzung der Physiotherapie als nicht erforderlich bezeichnet wurde. Auch wenn in der Folge weiterhin ein- bis zweimal w�chentlich Physiotherapie durchgef�hrt wurde, liegt keine �rztliche Behandlung von ungew�hnlich langer Dauer vor. Eine Behandlungsbed�rftigkeit von zwei bis drei Jahren nach einem Schleudertrauma oder einer schleudertrauma�hnlichen Verletzung der HWS ist im Allgemeinen noch als im �blichen Rahmen liegend zu betrachten (RKUV 2005 Nr. U 549 S. 239 Erw. 5.2.4 mit Hinweisen [erw�hntes Urteil C.]). Die Fortsetzung der Physiotherapie erfolgte zudem offenbar im Sinne einer Erhaltungstherapie (Bericht des SUVA-Kreisarztes Dr. med. P.________ vom 30. Juni 2003), so dass insgesamt nicht von einer kontinuierlichen, mit einer gewissen Planm�ssigkeit auf eine Verbesserung des Gesundheitszustandes gerichteten �rztlichen Behandlung von ungew�hnlich langer Dauer gesprochen werden kann (vgl. RKUV 2005 Nr. U 549 S. 238 Erw. 5.2.4 mit Hinweisen). Im �brigen stand ab M�rz 2002 die psychotherapeutische Behandlung im Vordergrund, welche bei der Ad�quanzbeurteilung unber�cksichtigt zu bleiben hat. Von einer �rztlichen Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hat, kann ebenso wenig gesprochen werden, wie von einem schwierigen Heilungsverlauf und erheblichen Komplikationen. Es bedarf hiezu besonderer Gr�nde, welche die Heilung beeintr�chtigt haben (Urteile S. vom 10.2.06, U 79/05, F. vom 25.10.02, U 343/02, und B. vom 7.8.02, U 313/01). Solche Gr�nde sind hier nicht gegeben. Vielmehr war es die psychische Symptomatik, welche zu einem protrahierten Heilungsverlauf gef�hrt hat. Zum Kriterium von Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunf�higkeit ist festzustellen, dass der Beschwerdegegner nach dem Unfall zun�chst voll arbeitsunf�hig war. Nach dem Aufenthalt in der Rehaklinik A.________ wurde er ab 29. Juli 2002 f�r eine geeignete leichte bis mittelschwere wechselbelastende T�tigkeit ohne repetitive �berkopfarbeiten als ganztags arbeitsf�hig erkl�rt. Der behandelnde Arzt Dr. med. I.________ bescheinigte f�r die Folgezeit zwar weiterhin eine volle Arbeitsunf�higkeit. Aus den Akten ergibt sich jedoch, dass die Beeintr�chtigung der Arbeitsf�higkeit �berwiegend psychisch bedingt war. Im psychiatrischen Gutachten vom 3. Mai 2005 best�tigte Dr. med. W.________ eine psychisch bedingte Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit von mindestens 60 %, wobei er den Beginn der Arbeitsunf�higkeit auf Februar 2001 festsetzte. Dr. med. N.________ hatte im Bericht vom 27. M�rz 2003 sogar auf eine psychisch bedingte volle Arbeitsunf�higkeit seit M�rz 2000 geschlossen, welcher Einsch�tzung sich Frau Dr. med. K.________ in der psychiatrischen Beurteilung der SUVA vom 4. Februar 2004 anschloss. Demgegen�ber wurde von Dr. med. H.________ aus neurologischer Sicht - unter der Voraussetzung einer vorg�ngigen Verbesserung der k�rperlichen Fitness - eine volle Arbeitsf�higkeit bei nur geringf�gigen Anpassungen selbst in der T�tigkeit als Kellner angenommen. Auf Grund dieser �rztlichen Angaben, von welchen abzugehen kein Anlass besteht, kann das Kriterium von Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunf�higkeit nicht als erf�llt gelten (vgl. hiezu RKUV 2001 Nr. U 442 S. 544 ff. [Urteil L. vom 30. August 2001, U 56/00]). Aus den gleichen Gr�nden d�rfte auch das Kriterium der k�rperlichen Dauerschmerzen nicht erf�llt sein. Jedenfalls ist es nicht in besonders ausgepr�gter Weise gegeben. Da somit weder ein einzelnes der f�r die Beurteilung massgebenden Kriterien in besonders ausgepr�gter Weise erf�llt ist noch die zu ber�cksichtigenden Kriterien in geh�ufter oder auffallender Weise gegeben sind, ist die Ad�quanz des Kausalzusammenhangs zu verneinen, was zur Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hrt.