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Timestamp: 2019-03-22 08:59:54
Document Index: 277889698

Matched Legal Cases: ['§ 15', '§ 40', 'Art. 33', 'Art. 19', '§ 40', '§ 8', '§ 41', '§ 40', '§ 41', '§ 48', '§ 26', '§ 41', '§ 41', '§ 40', '§ 40', '§ 50', '§ 41', 'Art. 33', '§ 41', '§ 41', '§ 40', '§ 41', '§ 41', '§ 41', '§ 41', '§ 40', '§ 40', '§ 41', '§ 50', 'Art. 33']

Rechtsprechung: 2 A 7.07 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BVerwG, 12.07.2007
BBG § 15; BLV §§ 40, 41, 41a; GG Art. 33 Abs. 2, Art. 19 Abs. 4
Erkennbarkeit von Richtwerten für Quote bei Zusammenfassung von Notenstufen
BVerwG, 12.07.2007 - 2 A 7.07
Im Hinblick auf die aus Gründen der Chancengleichheit anzustrebende größtmögliche Vergleichbarkeit der erhobenen Daten (Urteile vom 26. August 1993 - BVerwG 2 C 37.91 - Buchholz 232.1 § 40 BLV Nr. 15 S. 15, vom 27. Februar 2003 - BVerwG 2 C 16.02 - Buchholz 237.6 § 8 NdsLBG Nr. 10 und vom 11. Dezember 2008 - BVerwG 2 A 7.07 - Buchholz 232.1 § 41a BLV Nr. 2 Rn. 20; Beschluss vom 31. Januar 1994 - BVerwG 2 B 5.92 - Buchholz 232.1 § 40 BLV Nr. 16 S. 1) war es sachgerecht, auch für die übrigen beförderungsreifen Beamten, für die "an sich" eine weitere dienstliche Beurteilung nicht erforderlich war, eine Anlassbeurteilung zu erstellen, um die größtmögliche Vergleichbarkeit der Beurteilungszeiträume insbesondere bezüglich ihres Endzeitpunktes herzustellen.
Seine Regelbeurteilung zum Stichtag 1. Juli 2006 hob der Senat durch Urteil vom 11. Dezember 2008 - BVerwG 2 A 7.07 - (Buchholz 232.1 § 41a BLV Nr. 2) auf und verpflichtete die Beklagte, den Kläger erneut und unter Beachtung der Rechtsauffassung des Gerichts zu beurteilen.
Damit ist sichergestellt, dass dem Kläger die höhere Note nicht wegen der angestrebten Einhaltung von Richtwerten versagt worden ist (vgl. zum Beruhenserfordernis der Fehlerhaftigkeit der BND-Beurteilungsbestimmungen bereits Urteil vom 11. Dezember 2008 - BVerwG 2 A 7.07 - a.a.O.).
Die Beklagte war nach §§ 48 ff. der auf Grund der Ermächtigung in § 26 BBG erlassenen Verordnung über die Laufbahnen der Bundesbeamtinnen und Bundesbeamten (Bundeslaufbahnverordnung - BLV) in der Fassung vom 12. Februar 2009 (BGBl. I S. 284) berechtigt, Eignung, Leistung und fachliche Befähigung der Klägerin in regelmäßigen Abständen zu beurteilen (BVerwG, Urteile vom 11. Dezember 2008 - 2 A 7.07 - Buchholz 232.1 § 41a BLV Nr. 2 Rn. 11 sowie - 2 A 7.08 - ZBR 2009, 196 ).
Das Gericht hat deshalb auch zu kontrollieren, ob die Richtlinien eingehalten sind, ob sie im Rahmen der gesetzlichen Ermächtigung verbleiben und ob sie auch sonst mit den gesetzlichen Vorschriften in Einklang stehen (stRspr, z.B. BVerwG, Urteile vom 24. November 2005 - 2 C 34.04 - BVerwGE 124, 356 m.w.N. und vom 11. Dezember 2008 - 2 A 7.07 - Buchholz 232.1 § 41a BLV Nr. 2 Rn. 11 sowie - 2 A 7.08 - ZBR 2009, 196 ).
Innerhalb der gesetzlichen Vorgaben ist der Dienstherr vielmehr auch insoweit grundsätzlich frei, welches Beurteilungsverfahren er wählt (vgl. BVerwG, Urteile vom 11.12.2008, a.a.O., und vom 30.04.1981 - 2 C 8.79 -, Buchholz 232.1 § 40 Nr. 1 m.w.N.; Beschluss vom 31.01.1994 - 2 B 5.92 -, Buchholz 232.1 § 40 BLV Nr. 16;… Senatsbeschluss vom 25.02.2016, a.a.O.;… Senatsurteil vom 21.03.2013, a.a.O.; Niedersächsisches OVG…, Urteil vom 10.02.2015, a.a.O., und Beschluss vom 16.05.2013 - 5 ME 92/13 -, NVwZ-RR 2013, 928; Bayerischer VGH, Beschluss vom 02.05.2013 - 6 CE 13.499 -, Juris;… Lemhöfer, a.a.O., § 50 BLV 2009 RdNr. 10 m.w.N.).
Das Bundesverwaltungsgericht hatte zu § 41a BLV entschieden, dass der Dienstherr grundsätzlich nicht gehindert ist, unterhalb der dort genannten Höchstgrenzen zu bleiben (vgl. BVerwG, Urteil vom 11.12.2008, a.a.O.).
Suggeriert eine Regelung dem Beurteiler per se, er sei gezwungen, auch bei gerechtfertigten Abweichungen nicht entsprechend der tatsächlichen Eignung und Befähigung zu beurteilen, wird dies den Vorgaben des Art. 33 Abs. 2 GG nicht gerecht (…vgl. BVerwG, Urteile vom 13.11.1997, a.a.O., und vom 11.12.2008, a.a.O.;… Senatsbeschluss vom 21.03.2013, a.a.O., m.w.N.).
Dagegen unterliegt die Vergabe der Gesamtnote 7 keiner Quote (vgl. Urteil vom 11. Dezember 2008 - BVerwG 2 A 7.07 - Buchholz 232.1 § 41a BLV Nr. 2 Rn. 14 f.).
Die verwaltungsgerichtliche Nachprüfung kann demgegenüber nicht dazu führen, dass das Gericht die fachliche und persönliche Beurteilung des Beamten durch seinen Dienstherrn in vollem Umfang nachvollzieht oder diese gar durch eine eigene Beurteilung ersetzt (vgl. BVerwG, Urt. v. 11.12.2008 - BVerwG 2 A 7.07 -, Buchholz 232.1 § 41a BLV Nr. 2 = Schütz, BeamtR, ES/D I 2 Nr. 98 = juris, Rn. 11 …und Urt. v. 26.2.1980 - BVerwG 2 C 8.78 -, BVerwGE 65, 245 jeweils m. w. N.;… Nds. OVG, Urt. v. 27.10.2009 - 5 LB 392/08 -).
Darüber hinaus wird die Aussagekraft einer Beurteilung in einem solchen Fall noch erhöht, wenn die Art und Dauer der Wahrnehmung der einzelnen Dienstposten in der Beurteilung dokumentiert werden (…vgl. BVerwG, Urt. v. 26.8.1993 - BVerwG 2 D 37.91 -, Buchholz 232.1 § 40 BLV Nr. 15 = DVBl. 1994, 112 = RiA 1995, 31; im Ergebnis bestätigt durch Urt. v. 11.12.2008 - BVerwG 2 A 7.07 -, Buchholz 232.1 § 41a BLV Nr. 2 = Schütz, BeamtR, ES/D I 2 Nr. 98 = juris, Rn. 27).
Die Beurteilung soll den Vergleich mehrerer Beamter miteinander ermöglichen und zu einer objektiven und gerechten Bewertung des einzelnen Beamten führen (vgl. zu Letzterem nur BVerwG, Urt. v. 11.12.2008 - BVerwG 2 A 7.07 -, Buchholz 232.1 § 41a BLV Nr. 2 = Schütz, BeamtR, ES/D I 2 Nr. 98 = juris, Rn. 20 m. w. N.).
Ihr kommt daher entscheidende Bedeutung bei nachfolgenden Auswahlentscheidungen des Dienstherrn und der dabei erforderlichen "Klärung einer Wettbewerbssituation" zu (BVerwG, Urteil vom 11. Dezember 2008 - 2 A 7.07 - Buchholz 232.1 § 41a BLV Nr. 2 Rn. 20).
Der Dienstherr ist grundsätzlich nicht gehindert, unterhalb der in der Bundeslaufbahnverordnung normierten Höchstgrenzen zu bleiben (BVerwG, Urteil vom 11.12.2008 - BVerwG 2 A 7.07 -, juris Rn. 14 in Bezug auf § 41a BLV a. F.).
44 aa) Es entspricht der ständigen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts, der der erkennende Senat gefolgt ist, dass es im Grundsatz keinen rechtlichen Bedenken begegnet, wenn der Dienstherr durch die Angabe eines in der betreffenden Verwaltung insgesamt erwarteten anteiligen Verhältnisses der Gesamtnoten der Regelbeurteilungen die Beurteilungsmaßstäbe näher bestimmt (BVerwG…, Urteil vom 26.6.1980 - BVerwG 2 C 13.79 -, a. a. O., Rn. 30ff.;… Urteil vom 13.11.1997 - BVerwG 2 A 1.97 -, juris Rn. 15;… Urteil vom 24.11.2005, a. a. O., Rn. 13; Urteil vom 11.12.2008, a. a. O., Rn. 14; Nds. OVG…, Beschluss vom 19.10.2009 - 5 ME 175/09 -, juris Rn. 14 sowie Beschluss vom 27.6.2012 - 5 LA 24/12 - [beide zur Berücksichtigung der sog. Gauß´schen Normalverteilungskurve]).
Erforderlich ist allerdings, dass sich die Richtwerte zum einen auf einen "hinreichend großen Verwaltungsbereich" beziehen und dass es sich zum anderen um eine "im Großen und Ganzen vergleichbare Aufgaben- und Personalstruktur" (sog. hinreichende Homogenität) handelt (BVerwG…, Urteil vom 26.6.1980 - BVerwG 2 C 13.79 -, a. a. O., Rn. 37;… Urteil vom 13.11.1997, a. a. O., Rn. 16;… Urteil vom 24.11.2005, a. a. O., Rn. 15; Urteil vom 11.12.2008, a. a. O., Rn. 14;… Urteil vom 4.12.2013 - BVerwG 2 B 61.12 -, juris Rn. 11; vgl. auch Thür. OVG…, Urteil vom 16.10.2012 - 2 KO 466/12 -, juris Rn. 42).
Erforderlich ist drittens, dass geringfügige Über- und Unterschreitungen der Prozentsätze möglich sein müssen (BVerwG…, Urteil vom 26.6.1980 - BVerwG 2 C 13.79 -, a. a. O., Rn. 30;… Urteil vom 13.11.1997, a. a. O., Rn. 16; Urteil vom 11.12.2008, a. a. O., Rn. 17; vgl. auch Thür. OVG…, Urteil vom 16.10.2012, a. a. O., Rn. 42 ;… OVG Rh.-Pf., Urteil vom 13.5.2014 - 2 A 10637/13 -, juris Rn. 40).
Soweit die Klägerin geltend macht, das Risiko der starren Anwendung von Quoten steige, wenn - wie hier - alle Noten quotiert seien (…Schriftsatz vom 18. November 2014, S. 5 [Bl. 345/GA]), beruft sie sich auf die abstrakte Gefahr des "Sich-Gebunden-Fühlens", der aber durch die in Ziffer A. 5. Buchstabe b) BURL vorgesehene Möglichkeit der Abweichung bis zu 5 Prozent begegnet wird (vgl. BVerwG, Urteil vom 11.12.2008, a. a. O., Rn. 17).
Das Bundesverwaltungsgericht hat es zwar für fehlerhaft gehalten, wenn die zweit- und dritthöchste Note in die Quotierung einbezogen werden, ohne dass das Quotenverhältnis zwischen der zweit- und dritthöchsten Note erkennbar ist (Urteil vom 11.12.2008, a. a. O., Rn. 20; ebenso OVG NRW…, Beschluss vom 9.8.2013 - 6 B 637/13 -, juris Rn. 9).
Die vom Antragsteller zitierte Aussage des Bundesverwaltungsgerichts, dass der beurteilte Beamte nachvollziehen können muss, welchen Stellenwert der Dienstherr seiner beruflichen Leistung im Vergleich zu den Leistungen anderer vergleichbarer und beurteilter Beamter zumisst (BVerwG, Urteil vom 11.12.2008 - 2 A 7.07 -, Juris), bezieht sich auf Quotierungsregelungen, wobei die zweithöchste und dritthöchste Note in die Quotierung einbezogen waren, ohne dass das Quotenverhältnis zwischen diesen Noten erkennbar war, und weist damit keinen Bezug zum vorliegenden Fall auf.
Innerhalb der gesetzlichen Vorgaben ist der Dienstherr vielmehr auch insoweit grundsätzlich frei, welches Beurteilungsverfahren er wählt (vgl. BVerwG, Urteile vom 11.12.2008, a.a.O., und vom 30.04.1981 - 2 C 8.79 -, Buchholz 232.1 § 40 Nr. 1 m.w.N.; Beschluss vom 31.01.1994 - 2 B 5.92 -, Buchholz 232.1 § 40 BLV Nr. 16;… Senatsurteil vom 21.03.2013, a.a.O.).
Mangels Vorgaben zum Mindestanteil kann ein Dienstherr diese Höchstgrenzen in seinen Beurteilungsrichtlinien durch die Vorgabe von "strengeren", d.h. kleinere Prozentsätze umfassenden Richtwerten für die Spitzennoten unterschreiten (…vgl. Senatsurteil vom 21.03.2013, a.a.O.; Niedersächsisches OVG, Urteil vom 10.02.2015 - 5 LB 100/14 -, Juris, und Beschluss vom 16.05.2013 - 5 ME 92/13 -, NVwZ-RR 2013, 928; Bayerischer VGH, Beschluss vom 02.05.2013 - 6 CE 13.499 -, Juris; s. auch BVerwG, Urteil vom 11.12.2008, a.a.O., zum insoweit inhaltsgleichen § 41a BLV 1997;… Lemhöfer, in: Lemhöfer/Leppek, Das Laufbahnrecht der Bundesbeamten, § 50 BLV 2009 RdNr. 10 m.w.N.), wie dies in Nr. 4.3.3 BRL-BMWi geschehen ist.
Suggeriert eine Regelung dem Beurteiler per se, er sei gezwungen, auch bei gerechtfertigten Abweichungen nicht entsprechend der tatsächlichen Eignung und Befähigung zu beurteilen, wird dies den Vorgaben des Art. 33 Abs. 2 GG nicht gerecht (vgl. BVerwG, Urteile vom 13.11.1997 - 2 A 1.97 -, DVBl. 1998, 638, und vom 11.12.2008, a.a.O.;… Senatsbeschluss vom 21.03.2013, a.a.O., m.w.N.).
OVG Niedersachsen, 06.01.2010 - 5 LA 223/08
Dienstliche Beurteilung eines Beamten; Zulässigkeit einer rückwirkenden …
OVG Nordrhein-Westfalen, 09.08.2013 - 6 B 637/13
Anforderungen an die Rechtmäßigkeit einer Richtwertfestlegung für bestimmte Noten …
VGH Bayern, 07.10.2015 - 6 CE 15.1932
Streitwertfestsetzung, Verwaltungsgerichte, Rechtsfehlerhaft, Dienstherr, …
VG Aachen, 30.06.2011 - 1 K 460/11
VG Berlin, 24.08.2010 - 5 A 248.08
Den dienstlichen Beurteilungen Berliner Landesbeamter müssen Anforderungsprofile …
VG Magdeburg, 19.06.2012 - 5 B 128/12
Zulassung zum Aufstieg in eine höhere Laufbahngruppe des Polizeivollzugsdienstes …