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Timestamp: 2020-02-26 08:07:48
Document Index: 164826279

Matched Legal Cases: ['§ 9', '§ 6', '§3', '§ 5', '§ 5', '§ 6', '§ 1', '§ 6', '§ 6', '§ 7', '§ 34', '§ 33', '§ 8', '§ 8', '§\t 6', '§ 8', '§ 8', '§ 50', '§ 9', '§ 50']

Elektronische Ressource (PDF-Format 1,72 MB)
Berlin-Dahlem ; Architekturwettbewerb ; Auslobung ; Online-Publikation
urn:nbn:de:kobv:109-opus-154400
Nichtoffener Wettbewerb für Architekten Erweiterung Arndt-Gymnasium Dahlem Berlin Steglitz-Zehlendorf Auslobung
Herausgeber und Wettbewerbsdurchführung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abteilung Städtebau und Projekte Referat II D Brückenstraße 6 10179 Berlin Wettbewerbsauslobung Nanna Sellin-Eysholdt, II D 11 Nils Hauer Digitale Bearbeitung Nils Hauer Titelbild Nils Hauer Druck A & W Digitaldruck, Berlin
1.1 1.2 1.3 1.4 1.5 1.6 1.7 1.8 1.9 1.10 1.11 1.12 1.13 1.14 1.15 1.16 1.17 1.18 2.1 2.2 2.3 2.4 2.5 2.6 2.7 2.8 3.1 3.2 3.3	 3.4 3.5 3.6 3.7	 3.8 3.9 3.10	 3.11 3.12 3.13 4.1 4.2 Auslober, Bauherr, Nutzer ...........................................................9
Richtlinien für Wettbewerbe ......................................................10
Wettbewerbsteilnehmer............................................................. 11
Preisgericht und Vorprüfung...................................................... 11
Abgabe der Wettbewerbsarbeiten.............................................14
Verzeichnis der Wettbewerbsunterlagen...................................15
Beurteilungsverfahren und Vorprüfung .....................................18
Preise und Anerkennungen ......................................................18
Historische Entwicklung ...........................................................24
Das Wettbewerbsgrundstück ....................................................25
Denkmalbereiche und Baudenkmale .......................................28
Schulgeschichte ........................................................................32
Planungsumfang .......................................................................39
Städtebaulich-architektonische Zielsetzung..............................39
Denkmalpflegerische	Anforderungen ........................................40
Raumprogramm ........................................................................41
Funktionale Anforderungen .......................................................43
Technik ......................................................................................47
Freiflächen	/	Außenanlagen ......................................................47
Erschließung / Stellplätze..........................................................48
Baukosten / Wirtschaftlichkeit ...................................................48
Nachhaltigkeit	/	Energieeffizienz	/	Ökologische	Zielsetzung.....50
Barrierefreies Bauen .................................................................51
Baurechtliche Vorschriften, Normen und Richtlinien .................51
Beurteilungskriterien des Preisgerichts.....................................51
Digitale Anlagen .......................................................................55
Quellenangaben........................................................................59
Teil 4 Anhang .........................................................................................55
l Erweiterung Arndt-Gymnasium Dahlem / Anlass und Ziel
Gegenstand des Wettbewerbs ist die bauliche Erweiterung des ArndtGymnasiums, Königin-Luise-Straße 80-84, 14195 Berlin, Ortsteil Dahlem. Das Arndt-Gymnasium wird schrittweise in eine vollständige Vierzügigkeit mit einem Ganztagsschulbetrieb überführt. Deshalb sollen zusätzliche Unterrichtsräume und eine Mensa in einem Erweiterungsbau geschaffen werden. Zudem benötigt das Arndt-Gymnasium eine Zweifeld-Sporthalle, die ebenfalls auf dem Schulgrundstück entstehen soll. Insgesamt sind ca. 2.269,00 qm neu zu planen. Als weitere Maßnahme ist ein Anbau von 1973 energetisch und brandschutztechnisch zu ertüchtigen. In diesem Gebäude sind ca. 835,00 qm funktional neu zu ordnen. Das Arndt-Gymnasium hat zurzeit 780 Schüler. Diese Schülerzahl wird auch in Zukunft konstant blei­ ben, da durch die Reduzierung auf 12 Schuljahre ein Jahrgang wegfällt. Das Hauptgebäude des Arndt-Gymnasiums wurde 1907-09 in der Villenkolonie Dahlem errichtet und steht unter Denkmalschutz. Es bildet ein denkmalgeschütztes bauliches Ensemble mit der benachbarten ehe­ maligen Schülerheimkolonie. Ziel des Wettbewerbs ist es, einen Entwurf für die Neubebauung zu er­ halten, der sich sensibel in die vorhandene städtebauliche Struktur ein­ fügt.	 Der	 Auslober	 erwartet	 Wettbewerbsbeiträge	 mit	 hoher	 entwurflicher	 Gestaltungsqualität. Es soll ein Gebäudeensemble geschaffen werden, das gestalterisch überzeugend dem Schulstandort eine neue Qualität ver­ leiht. Das Schulgrundstück hat eine Fläche von ca. 20.297 qm. Die Sportaußenflächen	 und	Außenanlagen	 sind	 nicht	 neu	 zu	 planen.	 Sie	 sind	 jedoch an die Neubebauung anzupassen. Für die insgesamt drei Baumaßnahmen ist ein Gesamtkostenrahmen von maximal ca. 8.500.000,- Euro (brutto) vorgesehen. Es ist geplant, die drei Baumaßnahmen in mindestens zwei Bauabschnitten bis 2015 zu realisie­ ren.
Erweiterung Arndt-Gymnasium Dahlem / Teil 1 Verfahren
Auftraggeber, Bauherr Land Berlin, vertreten durch den Bezirk Steglitz-Zehlendorf von Berlin Abteilung Bauen, Stadtplanung und Naturschutz Serviceeinheit Immobilien Fachbereich Baumanagement Gerd Nowak, Architekt Auf dem Grat 2 14195 Berlin Telefon: +49 (0)30 90299 5265 Telefax: +49 (0)30 90299 7970 E-Mail: nowak-g@ba-sz.berlin.de Bedarfsträger Land Berlin, vertreten durch den Bezirk Steglitz-Zehlendorf von Berlin Abteilung Jugend, Schule und Umwelt Schulamt Jürgen Speyer Telefon: +49 (0)30 90299 5728 Telefax: +49 (0)30 90299 6369 E-Mail: juergen.speyer@ba-sz.berlin.de Wettbewerbsdurchführung, Ausschreibung und Koordination Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abteilung Städtebau und Projekte Referat II D Brückenstraße 6 10179 Berlin Nanna Sellin-Eysholdt, II D 11 Tel.: +49 (0)30 9025 2039 Fax: +49 (0)30 9025 2535 E-Mail: nanna.sellin-eysholdt@senstadt.berlin.de
DieAuslobung	erfolgt	als	nichtoffener	einstufiger	Wettbewerb	fürArchitekten	 	 	 als Gesamtplaner oder in Arbeitsgemeinschaft mit Landschaftsarchitekten und Fachingenieuren. Das gesamte Verfahren ist bis zum Abschluss an­ onym. Kommunikation Die Wettbewerbssprache ist Deutsch. Die Kommunikation mit den Teilnehmern erfolgt über E-Mail.
Dem Wettbewerb liegen die Richtlinien für Planungswettbewerbe (RPW 2008) sowie das Rundschreiben SenStadt VI A Nr. 06 / 2009 (Einführung der RPW 2008) zugrunde, soweit nachstehend nichts anderes ausgeführt ist. Die Architektenkammer wirkt vor, während und nach dem Wettbewerb be­ ratend mit, sie registriert den Wettbewerb. Mit der Registrierung wird be­ stätigt, dass die Auslobungsbedingungen der Richtlinie entsprechen. Die besonderen Bestimmungen für öffentliche Auftraggeber (RPW 2008, § 9) sind anzuwenden. Der Wettbewerb wird bei der Architektenkammer Berlin unter der Registrier-Nr. B-2011-08 geführt. Einverständnis Jeder Teilnehmer, Preisrichter, Sachverständige, Vorprüfer und Gast er­ klärt sich durch seine Beteiligung bzw. Mitwirkung am Verfahren mit den vorliegenden Teilnahmebedingungen und der Anwendung der RPW 2008 einverstanden. Verlautbarungen jeder Art über Inhalt und Ablauf vor und während der Laufzeit des Wettbewerbsverfahrens, einschließ­ lich der Veröffentlichung der Wettbewerbsergebnisse, dürfen nur über die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, - II D -, abgegeben werden. Datenschutz Jeder Teilnehmer, Preisrichter, Sachverständige, Vorprüfer, Gast und Auftragnehmer willigt durch seine Beteiligung bzw. Mitwirkung am Verfahren ein, dass seine personenbezogenen Daten im Zusammenhang mit o.g. Wettbewerb bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in Form einer automatisierten Datei geführt werden. Diese Einwilligung ist auf der Verfasser- bzw. auf der Zustimmungserklärung zu bestäti­ gen. Eingetragen werden Name, Anschrift, Telefon, Beauftragung im Wettbewerb, Kammermitgliedschaft, Berufsbezeichnung. Nach Abschluss des Verfahrens können diese Daten auf Wunsch gelöscht werden (durch Vermerk auf der Verfassererklärung). Gemäß § 6 des novellierten Datenschutzgesetzes ist die Einwilligung der Betroffenen notwendig, da eine spezielle Rechtsgrundlage für die Führung dieser Datei fehlt. Vergabekammer Öffentliche	 Aufträge,	 die	 gemäß	 den	 Vergabevorschriften	 der	 EU	 verge­ ben werden müssen, unterliegen einem Rechtsschutzverfahren. Für die öffentlichen Auftraggeber des Landes Berlin wird dieses Verfahren vor der Vergabekammer des Landes Berlin geführt. Vergabekammer des Landes Berlin Martin-Luther-Str. 105 10825 Berlin Tel. +49(030) 9013 8316 Fax. +49(030) 9013 7613
Zur Teilnahme am Wettbewerb wurden entsprechend der Ankündigung im EU-Amtsblatt vom 26.03.2011 in einem vorgeschalteten Bewerbungsverfahren (Teilnahmewettbewerb gemäß RPW und VOF) durch ein vom Preisgericht unabhängiges Auswahlgremium 20 Architekten als Gesamtplaner bzw. Arbeitsgemeinschaften aus Architekten, Ingenieuren und Landschaftsarchitekten ausgewählt.
Armand Grüntuch Architekt, Berlin Ingrid Hentschel Architektin, Berlin Johannes Löbbert Architekt, Berlin Gunnar Tausch Architekt, Berlin Inga Hahn Landschaftsarchitektin, Berlin
Stephanie Kaindl Architektin, Berlin Holger Kleine Architekt, Berlin
Norbert Kopp Bezirksbürgermeister Bezirk Steglitz-Zehlendorf von Berlin Anke Otto Bezirksstadträtin Abteilung für Jugend, Schule und Umwelt Bezirk Steglitz-Zehlendorf von Berlin Uwe Stäglin Bezirksstadtrat Abteilung Bauen, Stadtplanung und Naturschutz Bezirk Steglitz-Zehlendorf von Berlin Norbert Schmidt Bezirksstadtrat Abteilung Soziales und Sport Bezirk Steglitz-Zehlendorf von Berlin
Gernot Mann Referent des Bezirksbürgermeisters Bezirk Steglitz-Zehlendorf von Berlin Jürgen Speyer Leiter des Schulamtes Abteilung für Jugend, Schule und Umwelt Bezirk Steglitz-Zehlendorf von Berlin Dieter Melzow Leiter der Serviceeinheit Immobilien Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf von Berlin Klaus Sonnenschein Fachbereichsleiter Sport Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf von Berlin
Dr. Ute Stäbe-Wegemundt Schulleiterin Arndt-Gymnasium Berlin Wolf-Dietrich Pikart Leiter des Fachbereichs Sport Arndt-Gymnasium Berlin Sabine Lappe Leiterein des Bauordnungsamtes Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf von Berlin Gerd Nowak, Architekt Leiter des Fachbereichs Baumanagement Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf von Berlin Gerd Feinhals Fachbereich Baumanagement Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf von Berlin Katrin Schulze Fachbereich Baumanagement Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf von Berlin Leonid Kleimann Fachbereich Baumanagement Energiebeauftragter Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf von Berlin Jörg Weese Abteilung für Jugend, Schule und Umwelt Planungsbeauftragter Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf von Berlin Dr. Jörg Rüter Untere Denkmalschutzbehörde Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf von Berlin
Monika Osteresch Fachbereich	Naturschutz	und	Grünflächen Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf von Berlin Beatrix Beese Beauftragte für Menschen mit Behinderungen Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf von Berlin Margitta Fuchs Sachverständige bei Bauwettbewerben Referat Sportanlagen Abteilung Sport Senatsverwaltung für Inneres und Sport Berlin Inge Schmidt-Rathert, Architektin Referat Wettbewerbe und Auswahlverfahren Abteilung Städtebau und Projekte Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin Hella Schleef Kinder- und Jugendbüro Steglitz-Zehlendorf
Vorprüfung Kostenprüfung Gäste
Ulrike Lickert, Architektin, Berlin Bernd Reimers, Architekt, Berlin Architektenkammer Berlin Baukammer Berlin Mitglieder der BVV Steglitz-Zehlendorf Schulkonferenzbeteiligte
Die Auslobungsunterlagen stehen ab dem 3. Mai 2011 (durch Erhalt eines Passwortes) zum Download zur Verfügung. Die Auslobungsbroschüre wird am 6. Mai 2011 per Post an die Teilnehmer versendet. Die Modelleinsatzplatte wird ab dem 5. Mai 2011 versendet.
Die Arbeiten müssen bis zum 21. Juni 2011, 17.00 Uhr in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Referat Wettbewerbe und Auswahlverfahren Brückenstraße 6 Jannowitzcenter 10179 Berlin Raum Nr. 4.026 eingegangen sein (es gilt nicht das Datum des Poststempels). Die Wettbewerbspläne sind gerollt in einer eckigen Versandbox abzuliefern Das Modell ist bis zum 28. Juni, 17.00 Uhr an gleicher Stelle einzureichen. Das Modell ist in transportgerechter und wiederverwendbarer Verpackung abzuliefern. Der Verfasser trägt die Verantwortung, dass die geforderten Leistun­ gen am 21. Juni 2011 bzw. am 28. Juni 2011 (Modell) vorliegen. Die Wettbewerbsarbeiten sind zur Wahrung der Anonymität in ver­ schlossenem Zustand ohne Absender oder sonstigen Hinweis auf den Verfasser, aber mit der Kennzahl und dem Vermerk „Erweiterung ArndtGymnasium“ einzureichen. Bei Zustellung durch Kurierdienst ist der Empfänger als Absender anzugeben. Kennzeichnung der Arbeiten Die Wettbewerbsarbeiten sind in allen Stücken nur durch eine gleichlau­ tende Kennzahl zu bezeichnen. Sie ist aus sechs arabischen Ziffern zu bilden und in einer Größe von 1 cm Höhe und 4 cm Breite auf jedem Blatt und Schriftstück in der rechten oberen Ecke anzubringen. Der Wettbewerbsverfasser hat die Verfassererklärung mit seiner Anschrift in einem verschlossenen und undurchsichtigen Umschlag mit der gleichen Kennzahl abzugeben, mit der er seine Wettbewerbsarbeit gekennzeichnet hat. Dieser Umschlag ist gleichzeitig mit der Wettbewerbsarbeit abzuge­ ben.
Ortsbesichtigung Die	Ortsbesichtigungen	mit	den	Teilnehmern	finden	am	05. und 09. Mai 2011 um jeweils 10.00 Uhr statt. Der Treffpunkt ist der Haupteingang des Arndt-Gymnasiums in der Königin-Luise-Straße 80-84 in 14195 Berlin Steglitz-Zehlendorf. Rückfragen Rückfragen zur Auslobung können schriftlich gestellt werden. Sie müssen bis zum 10. Mai 2011 bei folgender E-Mail-Adresse eingegangen sein: nanna.sellin-eysholdt@senstadt.berlin.de
Bei den Rückfragen ist auf die entsprechenden Teilziffern der Auslobung, auf die sie sich beziehen, Bezug zu nehmen. Ein	 Rückfragenkolloquium	 findet	 nicht	 statt.	 Die	 Zusammenstellung	 aller eingereichten Fragen und deren Beantwortung wird den am Verfahren Beteiligten am 17. Mai 2011 zugesandt und ist Bestandteil der Auslobung.
Unterlagen des Wettbewerbs sind: –	 –	 –	 –	 die vorliegende Auslobung die Zusammenstellung der Rückfragen und Antworten Modelleinsatzplatte M 1:500 digitale Daten zum Download (vollständiges Verzeichnis siehe Teil 4 Anhang), u.a. die im Folgenden aufgeführten Planunterlagen und Dokumente: –	 Übersichts- und Lageplan, u.a. als .dwg-Datei –	 Arbeitsplan, u.a. als .dwg-Datei –	 Grundrisse, Ansichten und Schnitte der Bestandsgebäude (historisch), als .pdf-Datei –	 Vermesserplan, u.a. als .dwg-Date –	 Luftbild als .jpg-Datei –	 Raum- und Funktionsprogramm als .pdf- und .xls- Datei –	 Fotodokumentation
Hinweis Jeder	 Teilnehmer	 des		 Verfahrens	 verpflichtet	 sich,	 die	 vorliegenden	 digi­ talisierten Daten und Pläne nur für die Beteiligung am Verfahren zu nut­ zen. Daten, die im Rahmen der Bearbeitung als Zwischenprodukte anfal­ len und nicht an den Auslober abgegeben werden, sind nach Abschluss des Wettbewerbes zu löschen.
Von den Teilnehmern werden folgende Leistungen erwartet: Geforderte Leistungen in Papierform 1. städtebauliches Konzept M 1:500 mit Darstellung der
Gesamtsituation, Baukörper, Erschließung, Stellplätze für
Mobilitätsbehinderte sowie Fahrradabstellplätze
2.	 EG-Grundriss	mit	Darstellung	der	angrenzenden	Freiflächen	ein­ schließlich der äußeren Erschließung sowie alle weiteren Grundrisse im M 1:200 3. alle Ansichten und zum Verständnis des Entwurfs erforderliche
4. Fassaden- bzw. Systemschnitt jeweils des Münter-Baus, des
Neubaus und seines Anschlusses an den Bestandsbau sowie der
Sporthalle im M 1:20 mit Teilansicht – der Informationsgehalt der
Schnitte soll annähernd dem eines Schnittes im Maßstab 1:50
entsprechen, beispielhaft zur Vermittelbarkeit von Materialität,
Gestaltqualität und zur Ermittlung der Kosten
5. eine räumliche Darstellung 6. Prüfpläne, maßstäblich (gefaltet),
ein Satz der verlangten Grundrisse und Schnitte mit Eintragung
–	 der Raumbezeichnungen (entsprechend der Formblätter) –	 der für die Berechnung notwendigen Maße –	 der Raumgrößen –	 der Änderungen im Bestand in Anlehnung an §3 (4) der Verordnung über Bauvorlagen im bauaufsichtlichen Verfahren (Bau-VorlVO) –	 der	Eintragung	der	Veränderungen	in	den	Freiflächen 	 7. Berechnungen 	 auf Formblättern (Formblatt A Raumprogramm, Formblatt B Gebäudekennwerte und Formblatt Kostenprüfung / Flächenermittlung, s. 4.1.9 Formblätter) Der Rechenweg für alle Berechnungen ist nachvollziehbar auf den Prüfplänen darzustellen –	 Überbaute Fläche –	 GRZ –	 GFZ –	 Brutto-Grundfläche	BGF	a 	 –	 Brutto-Rauminhalt BRI a (V) –	 Programmfläche 	 –	 Nutzfläche	(NF)	in	der	Aufschlüsselung	gem.	Raumprogramm 	 –	 Technische	Funktionsflächen	(TF) 	 –	 Verhältnis	Brutto-Grundfläche	a	/	Nutzfläche	(BGF	a	/	Nutzfläche) 	 –	 BGF	a	/Programmfläche 	 –	 DAF	Dachflächen 	 –	 HTF	Horizontale	Trennflächen 	 –	 BAF	Basisflächen 	 	 –	 AWF	Außenwandflächen 	 –	 IWF	Innenwandflächen –	 BAU Baugrube 	 –	 Gebäudehüllfläche	(A) –	 Verhältnis A/V 8. Erläuterungsbericht (getrennt 	von den Plänen, max. 4 DIN A 4 Seiten): –	 Erläuterung und Begründung des Entwurfskonzepts –	 Aussagen zu Konstruktion und Materialien –	 Aussagen zur Wirtschaftlichkeit 	 –	 Aussagen	zur	Nachhaltigkeit	und	Energieeffizienz –	 Angaben zum barrierefreien Bauen 9. Baubeschreibung in Anlehnung an DIN 276 (neu) zu KG 300, 400 und 500 10.Verzeichnis der eingereichten Unterlagen 11. Verfassererklärung (s. Teil 4 Anhang, 4.1.9 Formblätter) 12.Modell M 1:500 unter Verwendung der vorgegebenen Einsatzplatte Als verbindliche Form der Arbeit gilt der Papierausdruck. Zusätzlich geforderte Leistungen in digitaler Form Zusätzlich sind folgende Leistungen in digitaler Form auf CD-Rom zu er­ bringen (für Vorprüfung, Ergebnisprotokoll und Veröffentlichung): – die Präsentationspläne als Windows-kompatible .tif-Datei(en) 	 in	einer	Auflösung	von	bevorzugt	300dpi	(ggf.	LZW-komprimiert)	 – die Präsentationspläne als pdf-Datei(en) mit eingebundenen Pixeldarstellungen	in	einer	Auflösung	von	bevorzugt	300dpi.
–	 die geforderten Leistungen nach Nr. 6 (Prüfpläne) als CAD-Datei im Format .dwg oder .dxf (AutoCAD, Version 2000 oder tiefer) oder .pln (ArchiCAD, Version 7 oder tiefer); –	 die ausgefüllten Formblätter zu Nr. 7 (siehe 4.1.9 Digitale Anlagen/Formblätter) als .xls-Datei (Microsoft Excel) Hinweise zu den geforderten digitalen Leistungen „Offene“ Dateien aus Layout-Programmen (z.B. InDesign, QuarkExpress, Illustrator etc.) können nicht berücksichtigt werden. Bildmaterial, das nicht im genannten Windows-kompatiblen .tif-Format vorliegt, kann nicht be­ rücksichtigt werden. Die CD-ROM selbst trägt als Titel nur die sechsstellige Kennzahl, mit der auch die schriftlichen Pläne gekennzeichnet werden (z.B. 123456). Die einzelnen Dateien auf der CD-ROM müssen wie folgt benannt werden: Der erste Teil des Dateinamens ist die sechsstellige Kennzahl, danach folgt ein Unterstrich und anschließend der eigentliche Dateititel, gefolgt von der Formatangabe, z.B. „tif“. Beispiele: –	 Lageplan: –	 Grundrisszeichnung Erdgeschoss: –	 Ansichten: –	 Prüfpläne:
In den Dateinamen dürfen keine Leer- und Sonderzeichen vorkommen. Die CD-ROM ist für Windows-kompatiblen PC zu erstellen. MacintoshFormate können grundsätzlich nicht verwendet werden. Allgemeine Hinweise Jeder Teilnehmer darf nur eine Arbeit ohne Variante einreichen. Gemäß RPW 2008 § 5 Absatz 2 werden Darstellungen, die über die in der Auslobung geforderten Leistungen hinausgehen, von der Vorprüfung aus­ gesondert. Farbige Darstellungen sowie erläuternde Skizzen sind zugel­ assen. Für die Präsentation der Wettbewerbsarbeiten stehen pro Wettbewerbs­ teilnehmer	max.	vier		2	m	hohe	Rolltafeln	mit	einer	Hängefläche	von	1,96	 m (Breite) x 1,46 m (Höhe) zur Verfügung. Die vom Auslober zur Verfügung gestellten Arbeitspläne sind ein Angebot, den Wettbewerbsbeitrag darzu­ stellen; sie müssen von den Verfassern nicht verwendet werden. Ausschlusskriterien / Verstoß gegen bindende Vorgaben Die für die Wettbewerbsaufgabe verbindlichen Vorgaben werden im Sinne der Innovation und des Wettbewerbgedankens auf folgende grundsätz­ liche Anforderungen begrenzt: Es werden keine bindenden Vorgaben im Sinne der RPW 2008 § 5 Abs. 1 und § 6 Abs. 2 formuliert. Wettbewerbe, die während der Laufzeit des Wettbewerbs veröffentlicht werden, verstoßen gegen die im § 1 Absatz 4 und § 6 Absatz 2 RPW 2008 geforderten Anonymität und sind von der Beurteilung auszuschließen.
Das Beurteilungsverfahren ist unter § 6 Absatz 2 der RPW 2008 darge­ stellt. Ergänzend gilt Folgendes: die eingereichten Arbeiten werden mit Hilfe eines Kriterienkataloges vorgeprüft. Bei der Erfüllung dieser Aufgabe können die Sachverständigen zur Unterstützung der Vorprüfer hinzuge­ zogen werden. Dem Preisgericht werden die Ergebnisse der Vorprüfung als Entscheidungshilfe zur Verfügung gestellt, die Beurteilung der Arbeiten bleibt dem Preisgericht vorbehalten.
Die Wettbewerbssumme (RPW 2008, § 7 Absatz 2) ist auf der Basis des § 34 HOAI ermittelt. Für Preise stehen insgesamt 35.000,- Euro zur Verfügung. Vorgesehen ist folgende Aufteilung: 1.	Preis	 	 								12.000,-	€ 2.	Preis	 	 	 9.500,-	€ 3.	Preis	 	 		 6.000,-	€ 3	Anerkennungen	à		 2.500,-	€ Über die Preise hinaus ist eine Kostenerstattung nicht vorgesehen. Die Preise werden nach Entscheidung des Preisgerichts unter Ausschluss des Rechtsweges zugeteilt. Das Preisgericht kann einstimmig eine andere Verteilung beschließen oder Preisgruppen bilden. Die Mehrwertsteuer von derzeit 19 % ist in den genannten Beträgen nicht enthalten und wird den inländischen Teilnehmern zusätzlich ausgezahlt.
Das Preisgericht gibt eine schriftliche Empfehlung für die weitere Bearbeitung der Wettbewerbsaufgabe. Der Bauherr wird unter Würdigung der Empfehlungen des Preisgerichts einem oder mehreren Preisträgern die weitere Bearbeitung der Aufgabe mit den Leistungsphasen 2 - 9 nach §§ 33, 38, 49 und 53 HOAI – vorbe­ haltlich einer stufenweisen Beauftragung – übertragen, sofern kein wich­ tiger Grund einer Beauftragung entgegensteht, insbesondere soweit und sobald die dem Wettbewerb zugrundeliegende Aufgabe realisiert wer­ den soll (RPW 2008, § 8 Absatz 2), unter der Voraussetzung, dass die Ausführung der ausgewählten Arbeit im Kostenrahmen möglich ist. Im Falle einer weiteren Bearbeitung werden durch den Wettbewerb bereits erbrachte Leistungen des Wettbewerbsteilnehmers bis zur Höhe des zu­ erkannten Preises nicht erneut vergütet, wenn der Wettbewerbsentwurf in seinen wesentlichen Teilen unverändert der weiteren Bearbeitung zugrun­ de gelegt wird (RPW 2008, § 8 Absatz 2). Wenn vom Auftraggeber in begründeten Einzelfällen vom Votum des Preisgerichts hinsichtlich der weiteren Beauftragung abgewichen wird, sind
mit allen Preisträgern Verhandlungen über die Auftragsvergabe durchzu­ führen. Architekten, die nicht Mitglieder der Berliner Architektenkammer sind, werden	 gemäß	 §	 6	 Bau-	 und	 Architektenkammergesetz	 verpflich­ tet, sich bei Auftragserteilung im Verzeichnis auswärtiger Architekten der Architektenkammer Berlin eintragen zu lassen. Bei Bedarf wird die Hinzuziehung eines Kontaktbüros empfohlen.
Die eingereichten Unterlagen der mit Preisen ausgezeichneten und an­ gekauften Wettbewerbsarbeiten werden Eigentum des Auslobers. Das Urheberrecht und das Recht der Veröffentlichung der Entwürfe bleiben dem Verfasser erhalten (RPW 2008, § 8 Absatz 3). Der Auslober ist berechtigt, die zur Beurteilung zugelassenen Arbeiten nach Abschluss des Wettbewerbs ohne weitere Vergütung zu dokumentie­ ren, auszustellen und (auch über Dritte) zu veröffentlichen. Die Namen der Verfasser werden dabei genannt.
Durch ihre Unterschrift in der Verfassererklärung versichern die Wettbewerbsteilnehmer, dass sie die geistigen Urheber der Wettbewerbsarbeiten, gemäß den Wettbewerbsbedingungen teilnahme­ berechtigt, mit einer Beauftragung zur weiteren Bearbeitung einverstan­ den und zur fach- und termingerechten Durchführung in der Lage sind. Die	Verfassererklärung	befindet	sich	als	Formblatt	in	den	digitalen	Anlagen	 im Ordner 4.1.9 Formblätter auf beiliegender CD-ROM.
Das Ergebnis des Wettbewerbs wird (unter Vorbehalt der Prüfung der Teilnahmeberechtigung) den Teilnehmern, deren Arbeit mit einem Preis oder einer Anerkennung ausgezeichnet wird, unmittelbar nach der Entscheidung des Preisgerichts, allen anderen durch Übersendung des Preisgerichtsprotokolls	 mitgeteilt	 und	 der	 Öffentlichkeit	 über	 die	 Presse	 bekanntgegeben sowie angekündigt unter: www.stadtentwicklung.berlin.de/ städtebau/baukultur/wettbewerbe Die zur Beurteilung zugelassenen Wettbewerbsarbeiten werden mit den Namen der Verfasser, der Mitarbeiter und Sonderfachleute, den Preisen und Anerkennungen, der Aufnahme in die engere Wahl und dem Preisgerichtsprotokoll öffentlich ausgestellt. Eröffnung, Ort und Dauer der Ausstellung werden den Wettbewerbsteilnehmern und der Presse bekannt gegeben (RPW 2008, § 8 Absatz 1).
Für die Beschädigung oder den Verlust der eingereichten Arbeiten haftet der Auslober nur im Fall nachweisbar schuldhaften Verhaltens. Die nicht prämierten Arbeiten von in Berlin ansässigen Teilnehmern können zu einem Zeitpunkt, der ihnen rechtzeitig mitgeteilt wird, bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung – II D – abgeholt werden. Die nicht in Berlin ansässigen Büros werden nach Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten schriftlich bzw. per Mail angefragt, ob Interesse an ei­ ner Rücksendung ihrer Wettbewerbsunterlagen besteht. Die Rücksendung erfolgt nur dann, wenn die Unterlagen in transportgerechter und wieder verwendbarer Verpackung (eckige Versandbox) eingereicht wurden. Werden die Arbeiten innerhalb der genannten Fristen nicht zurückgefor­ dert, so geht der Auslober davon aus, dass die betreffenden Teilnehmer das Eigentum an ihren eingereichten Wettbewerbsunterlagen aufgegeben haben und wird dann mit diesen Unterlagen nach seinem Belieben ver­ fahren.
3. Mai 2011 5. Mai 2011 ab dem 5. Mai 2011 6. Mai 2011 10. Mai 2011 17. Mai 2011 21.Juni 2011 28. Juni 2011 12. Juli 2011 August 2011
Ausgabe der Auslobungsunterlagen per Download Ortsbesichtigung Versand der Modelleinsatzplatte Versand der Auslobungsbroschüre Rückfragen per Internet bis Versand der Rückfragen Abgabe der Arbeiten Abgabe des Modells Preisgerichtssitzung Ausstellung voraussichtlich
Erweiterung Arndt-Gymnasium Dahlem / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben
Lage im Stadtgebiet Der Schulstandort des Arndt-Gymnasiums liegt im Südwesten Berlins im Ortsteil Dahlem des Berliner Bezirks Steglitz-Zehlendorf. Das Wettbe­ werbsgebiet wird begrenzt durch die Königin-Luise-Straße nach Norden, die Bitterstraße nach Osten, die Straße Am Schülerheim nach Süden und die Gelfertstraße nach Westen.
Abb. 1: Schwarzplan
M. 1:15.000
Baustruktur der Umgebung Die Bebauung in Dahlem ist durch den Charakter einer Villen- und Garten­ stadt-Kolonie geprägt. In unmittelbarer Nachbarschaft zum Wettbewerbs­ grundstück liegen Grundstücke mit Bebauungen der 20er und 30er Jahre in Form von Ein- und Zweifamilienhäusern sowie alten Villen. Es herrscht hier offene Bauweise mit zum Teil großzügigen Gartengrundstücken vor. Ausnahmen stellen die größeren Gebäude der östlich gelegene Erich­ Kästner-Grundschule und die Alfred-Wegener-Oberschule dar. Folgt man der Königin-Luise-Straße nach Osten, so erreicht man das Zentrum des Ortsteils Dahlem, das sich in der näheren Umgebung des gleichnamigen S-Bahnhofs (Dahlem Dorf) sowie im Umfeld der Kreu­ zung	 Königin-Luise-Straße,	 Thiel-	 und	 Pacelliallee	 befindet.	 Der	 dörfliche	 Charakter dieses Bereiches wird zusätzlich durch die landwirtschaftlichen Gebäude der Domäne Dahlem (Museum, Tiergehege) geprägt. Etwas
M. 1:4.000
weiter entfernt im Südosten und Nordwesten Dahlems liegen die großräu­ migen Campusbereiche der Freien Universität. Im Westen jenseits der stark befahrenen Clayallee beginnt unmittelbar der Grunewald,	 eine	 große	 und	 zusammenhängende	 Waldfläche.	 Der	 Über­ gang	 der	 Villenbebauung	 zur	 Forstfläche	 wird	 südwestlich	 durch	 Zeilenbauten der 50er und 60er Jahre unterbrochen.
Dahlem wurde erstmals 1375 urkundlich erwähnt. Ursprünglich war es ein Ritterhof (heute Freilichtmuseum Domäne Dahlem), aus dem später ein großes Gut hervorging. Dorf und Gut wurden 1841 an den preußischen Domänefiskus	 verkauft	 und	 entwickelten	 sich	 zu	 einer	 Staatsdomäne	 vor	 den Toren der Reichshauptstadt. Berlin entwickelte sich in 19. Jahrhundert zu einer rasch wachsenden Industriemetropole. Mit der zunehmenden Bedeutung der Stadt ging auch die Entwicklung in der Wissenschaft und Forschung einher. Ziel des preu­ ßischen Kulturministeriums war deshalb „die Begründung einer durch hervorragende Wissenschaftsstätten bestimmten vornehmen Kolonie - ein deutsches Oxford“. Mit der königlichen Domäne Dahlem standen ausrei­ chend Flächen sowohl für Einrichtungen der Forschung und Wissen­ schaft wie auch für großzügige neue Villenkolonien zur Verfügung. Es war geplant, Dahlem zu einem international führenden Wissenschaftsstandort auszubauen. Wohnen und wissenschaftliches Arbeiten sollten nach dem Vorbild der britischen Universitäten verbunden werden. Ab 1901 begann man,	 die	 riesigen	 Wald	 und	 Weideflächen	 Dahlems	 in	 Bauland	 umzu­ wandeln. Im Westen und Nordwesten wurden auch Teile des Königlichen Forstes Grunewald in das Bauland einbezogen. Es konnte somit nahtlos in die bestehende erfolgreiche gründerzeitliche Villenkolonie Grunewald übergehen. Zunächst entwickelte man eine gradlinige und rechtwinklige Stadtstruktur, doch schon 1911 wurde diese inzwischen als veraltet angesehene Stadt­ grundrissfigur	 nach	 den	 Gesichtspunkten	 eines	 landschaftsgebundenen	 Städtebaus verändert. Ziel war es, „einen besonders reizvoller Vorort von Berlin	 unter	 Wahrung	 des	 dörflichen	 Charakters	 (Dahlems)	 zu	 gestalten“.	 Es entstand eine Landhauskolonie mit ihrem der Topographie angepassten, weit schwingenden oder gekrümmten Straßen und den darin eingebet­ teten Grünzügen (Thielpark). Selbst die neu angelegte Bahnlinie (heute U3) korrespondiert in ihrer offenen und gewundenen Streckenführung mit dem städtebaulichen Ziel einer dem Landschaftscharakter verbundenen Durchwegung des Gebiets. Vorgesehen war, dass die naturwissenschaftlichen Einrichtungen der philo­ sophischen Fakultät der Universität, die in Berlin-Mitte keine Erweiterungs­ möglichkeiten mehr hatte, hier einen neuen Standort erhalten sollten. In der Zeit der Weimarer Republik wurde 1920 der Gutsbezirk Dahlem mit 6.244 Einwohnern als Zehlendorfer Ortsteil nach Groß-Berlin einge­ meindet.
Nachdem, bedingt durch die Teilung Berlins in Folge des 2. Weltkriegs, die Berliner Universität (ab 1949 Humboldt Universität zu Berlin) im sowje­ tischen Sektor lag, kam es im amerikanischen Sektor zur Neugründung der Freien Universität (FU). 1948 übernahm die FU mehrere Gebäude der, nach dem 2. Weltkrieg aus den Kaiser-Wilhelm-Instituten hervorgegan­ genen, Max-Planck-Gesellschaft in Dahlem. Die FU wurde vor allem in den 1970er Jahren für größere Studentenzahlen ausgebaut. Die weiten Campusbereiche prägen heute an zwei Standorten sowohl den Südwesten wie auch den Nordosten Dahlems. Dahlem wurde zum Standort der Alliierten Kommandantur. Zugleich war Dahlem Hauptstandort der Amerikanischen Besatzungsmacht. Im Südwesten Dahlems befand sich das US-Headquarter Command. Heute ist der an der Clayallee liegende Gebäudekomplex Standort des Amerika­ nischen Generalkonsulates. Rund um die Trumanplaza und sich bis zum Grundstück der ehemaligen Schülerheimkolonie des Arndt-Gymnasiums erstreckend, liegen große US-Siedlungen in Zeilenbauweise mit Bildungs­ einrichtungen und dem denkmalgeschützten Kino Outpost (heute Alliierten-Museum). Das	Zentrum	Dahlems	hat	dagegen	seinen	dörflichen	Charakter	behalten.	 Die U-Bahnstation „Dahlem Dorf“ ist mit Reet gedeckt und nimmt auf das historische Ortsbild Bezug.
Wettbewerbsbereich/Größe Der Wettbewerbsbereich erstreckt sich auf das Grundstück des ArndtGymnasiums, Königin-Luise-Straße 80-84 in 14195 Berlin (Steglitz-Zehlen­ dorf).	Das	Grundstück	umfasst	eine	Gesamtfläche	von	20.230	qm. Eigentum Das	Flurstück	des	bestehenden	Schulgeländes	befindet	sich	im	Eigentum	 des Landes Berlin und ist dem Fachvermögen des Schulamtes zuge­ ordnet. Topographie Der Wettbewerbsbereich weist von Süden nach Norden einen Höhenun­ terschied	 von	 ca.	 2,88	 m	 auf.	 Die	 Höhenordinaten	 der	 Freiflächen	 liegen	 zwischen 53,10 m NHN im Nordosten und 50,30 m NHN im Südwesten. Die jeweilige exakte Höhenlage eines Geländepunkts ist dem auf der CD unter	 4.1.2_Informationspläne>Vermesser>Lageplan	 zu	 findenden	 Lage­ plan zu entnehmen. Baugrund Das	Wettbewerbsgrundstück	liegt	auf	der	pleistozänen	Teltow-Hochfläche,	 deren	oberflächennaher	Schichtaufbau	vorwiegend	aus	mehreren	Metern	 mächtigen Sanden besteht. Zwischenlagen von bindigen Sedimenten (Geschiebemergel Schluff) können auftreten. In den obersten Metern unterhalb	der	Geländeoberfläche	kann	der	Geschiebemergel	durch	Verwit­ terung entkalkt und zu Geschiebelehm umgewandelt sein. Durch Bautätig­ keiten	wurden	die	oberflächennahen	Schichten	gestört.
Als	Anhaltspunkt	über	die	Schichtenfolge	des	Untergrundes	finden	sich	im	 Anhang Schichtenverzeichnisse verschiedener Bohrungen im Bereich des Schulgrundstückes. Örtliche	Abweichungen	der	Schichtenfolge,	-mächtigkeit	und	Gesteinsaus­ bildung sind möglich. Die Darstellungen in den Schichtenverzeichnissen entbinden	 nicht	 von	 der	 Pflicht	 projektbezogener	 geologischer	 Untersu­ chungen. Grundwasser Das Grundwasser des bedeckten Hauptgrundwasserleiters steht im Grund­ stücksbereich in ungespannten Zustand an. Die Grundwasserdruckhöhe entspricht	der	Grundwasseroberfläche. Die	Ermittlung	der	Grundwasserstände	beruht	auf	der	flächenhaften	Inter­ polation von Grundwasserstandswerten, die an Messstellen in der weiteren Umgebung des Grundstückes seit dem Jahr 1949 festgestellt wurden. Der aus diesen beobachteten Werten für das Grundstück interpolierte höchste Grundwasserstand (HGW) trat im Jahr 1951 auf und betrug ca. NHN +34,5 m, wobei aber nicht auszuschließen ist, dass außerhalb der Messreihe höhere Grundwasserstände vorhanden waren. Im Juli 2009 lag der aktuelle Grundwasserstand im Grundstücksbereich bei etwa + 33,0 m. Im	 Planungsbereich	 ist	 oberflächennahes	 Grundwasser	 möglich,	 wenn	 bindige Ablagerungen oberhalb des Grundwassers anstehen. Dieses Grundwasser wird stark von den meteorologischen Verhältnissen beein­ flusst.	Messergebnisse	liegen	nicht	vor. Altlasten Das Schulgrundstück ist nicht im Bodenbelastungskataster des Landes Berlin eingetragen. Ergebnisse von Boden- und Grundwasseruntersu­ chungen liegen hierfür ebenfalls nicht vor. Kampfmittel Nach gegenwärtigem Kenntnisstand bestehen keine konkreten Anhalts­ punkte über das Vorhandensein von Kampfmitteln. Das Vorhandensein von Kampfmitteln im Erdreich kann jedoch nie völlig und verbindlich ausge­ schlossen werden. Freiflächen Die	Freiflächen	des	Wettbewerbsstandorts	weisen	unterschiedliche	Quali­ täten	auf.	Rund	um	den	dreiflügligen	Hauptbau	sind	die	Freiflächen	durch	 Grünflächen	 mit	 vereinzeltem,	 zum	Teil	 sehr	 alten	 Baumbestand	 geprägt.	 An das Schulgebäude und dem asphaltierten Schulhof schließt sich nach Süden	 hin	 ein	 Freiflächenbereich	 an,	 der	 sportlichen	 Aktivitäten	 vorbe­ halten ist (Tartanbahn, Weitsprunggrube mit Anlaufbereich, Spielfelder). Dieser ist nach Süden, Osten und Westen durch hohe Alleebäume der angrenzenden Straßen räumlich klar gefasst. Zur nördlichen Schulbe­ bauung erfolgt eine Abgrenzung durch ein Streifen mit älterem Baumbe­ stand. Diese Grenze wird durch eine Hecke und eine Aneinanderreihung dreier Schuppen noch betont. Mobile Unterrichtsräume schließen den Schulhof zur Königin-Luise-Straße hin ab.
Baumbestand Alle, das bestehende Schulgrundstück begrenzende Straßen weisen Straßen begleitendes Grün in Form von Alleen auf. Auf dem Schulgrund­ stück selbst werden die Alleen entlang der Grundstücksgrenze durch weitere Bäume ergänzt. Im Bereich des westlichen Schulhofes und rund um	die	mobilen	Unterrichtsräume	befinden	sich	zum	Teil	sehr	alte	Eichen. Direkt vor dem Hauptgebäude zur Königin-Luise-Straße hin dominieren neben Eichen Birken. Diese prägen auch den waldartigen Charakter der nördlich gelegenen und auf den Schulturm zulaufenden Straße Vogelsang. Vorhandene Bebauung Das	Schulgrundstück	ist	mit	dem	dreiflügligen	Hauptgebäude,	einem	damit	 verbundenen Anbau („Münterbau“) und mit einer Einheit mobiler Unter­ richtsräume	bebaut.	Es	gibt	mehrere	kleine	Schuppen,	die	den	weitläufigen	 Sportanlagen im südlichen Grundstücksteil zugeordnet sind. Die Grund­ risse des Hauptgebäudes sind klar aufgeteilt. Den Kern bildet auf jeder Etage die große Halle am zentralen Treppenhaus. Daran schließen die drei	Flügel	an.	Im	östlichen	Flügel	befinden	sich	übereinander	eine	Sport­ halle	und	die	Schulaula.	Die	Struktur	des	West-	und	Südflügels	ist	jeweils
Abb.4: Ansicht Schulhof Februar 1974
einspännig. Die Klassenzimmer sind nach Norden und Westen orientiert. Ein	 Durchgang	 im	 Untergeschoss	 durch	 den	 südlichen	 Hofflügel	 stellte	 ursprünglich eine zweckmäßige Verbindung der beiden großen Schulhöfe dar, von der Turnhalle aus gab es Ausgängen zu beiden Schulhöfen. Heute befindet	 sich	 vor	 dem	 östlichen	 Ausgang	 der	 Lehrerparkplatz.	 Der	 west­ liche Ausgang führt auch heute noch die Schüler auf den Schulhof. Auf der	Südseite	des	Westflügels	befindet	sich	eine	kreuzgangartige	Wandel­ halle.	 Die	 Anbindung	 des	 Münterbaus	 erfolgt	 über	 den	 Südflügel	 sowohl	 im Erdgeschoss wie auch im Untergeschoss. Der Verbindungsgang dient zugleich als Zugang zu den Sportplätzen. Die Bauten der ehemaligen Schülerheimkolonie gehören heute nicht mehr zur Schule, beherbergen aber überwiegend Einrichtungen mit öffentlicher Funktion wie Kita und Familienberatung.
Auf	 dem	 bestehenden	 Schulgrundstück	 befindet	 sich	 das	 denkmalge­ schützte Schulgebäude. Weite Teile des nördlichen Schulgrundstückes sind außerdem Bestandteil des denkmalgeschützten Ensembles „Am Vogelsang“. In	 der	 unmittelbaren	 Umgebung	 des	 Wettbewerbgebietes	 befinden	 sich	 zahlreiche Baudenkmale und Denkmalbereiche: Ensemble Vogelsang (Inventar-Nr. Denkmalliste 90273650)
Der Bereich des Vogelsang ist mehr landschaftlicher Grünzug als reprä­ sentativer	 Promenade.	 Die	 beiden	 Fahrwege	 sind	 kleinteilig	 gepflastert,	 die	Mittelpromenade	erzeugt	mit	ihrem	locker	gepflanzten	Birkenhain	einen	 Straßenraum von 38 m Breite und führt axial auf das bereits vor dem Bau der Straße errichtete Arndt-Gymnasium. Gesäumt wird er von zweigeschos­ sigen Einzelhäusern, die zwei unterschiedlichen Epochen entstammen: bis 1930 gebaute Häuser lehnen sich an den preußischen spätbarocken Klas­ sizismus an ( Vogelsang 4/6, Doppelhaus, 1927/28 von Helmut Grisebach und Heinz Rehmann) oder entwickeln eine eigene sogenannte gemäßigte oder Stille Moderne (Vogelsang 2 Ecke Königin-Luise-Straße 83, Doppel­ haus, 1927 von Hans Wormann). Nach 1930 gebaute Häuser folgen der sogenannten NS-Moderne. Dieser Bautypus bietet die Möglichkeit, sich im Baukubus, der Fensteranordnung und Gliederung modern zu geben, aber pflichtgemäß	das	Flachdach	 zu	vermeiden.	Typisch	 dafür	 ist	das	 1934/35	 von Ernst Sagebiel erbaute Haus Grevenstein im Vogelsang 16.
Abb. 5: Denkmalbereiche und Baudenkmale
M. 1:10.000
Schülerkolonie Dahlem (Inventar-Nr.:09075379)
1904 bis 1911 im Stil der zeitgenössischen Landhausarchitektur im Pavil­ lonsystem errichtet. Von den 17 geplanten Häusern wurden sieben errich­ tetet, sechs dieser Einzelwohnhäuser sind erhalten und als Einzeldenk­ male geschützt. Das Ensemble entstand in einer dezentralen Verteilung
und Zuordnung und wirkt wie in einen Landschaftspark eingestellt. Diese
Idee folgte sowohl dem Städtebau der Umgebung wie auch den Idealen
der Reformpädagogik.
Holzhaus Königin-Luise-Straße 87 (Inventar-Nr.: 09075378)
1911 in Skelettbauweise errichtet und ein Beispiel für die moderne, fabrik­ mäßige Herstellung von Holzhäusern. 1925 durch seitliche Anbauten vom
Architekten G. Keil für den Direktor des Arndt-Gymnasiums erweitert. Die
klare Konzeption entsteht durch zwei rechtwinklig zueinander stehende
große	 Dachflächen	 über	 einem	 winkelförmigen	 Baukörper	 mit	 Giebelaus­ bildung nach zwei Seiten. Im Inneren expressionistische Ausstattungsde­ tails und Jugendstilglasfenster im Entrée.
Haus Bitterstraße 21 (Inventar-Nr.: 0907530)
1926/27 von Otto Rudolf Salvisberg als zweigeschossiges Zweifamilien­ haus	 für	 die	 Wohnbau	 GmbH	 errichtet.	 Dieser	 Bau	 enthält	 mit	 flachem,	 weit überstehendem Walmdach bereits Elemente der Neuen Sachlich­ keit, seine Farbigkeit aus grünem Edelputz ist nur in den Fensterleibungen original erhalten. Der Baukörper ist blockhaft, lagernd und achsialsymet­ risch, er hebt sich vom Garten ab und setzt sich zugleich in diesem durch zwei achsial ausgerichtete Pergolabauten fort.
Elektrizität Die Stromversorgung des Schulgrundstücks verläuft parallel zur Königin­ Luise-Straße im südlichen Gehwegbereich. Das Schulgebäude wird durch einen Stich, der von der Hauptleitung abgeht, versorgt. Ein nicht benutzter weiterer	 Stich	 befindet	 sich	 nur	 wenige	 Meter	 weiter	 westlich	 davon.	 Das	 Gebäude der mobilen Unterrichtsräume ist im Lageplan von Vattenfall nicht	dargestellt.	An	der	nordwestlichen	Grundstücksecke	befindet	sich	ein	 von Vattenfall betriebenes Trafohäuschen. Erdgas Parallel zur Königin-Luise-Straße verläuft auf der südlichen Straßenseite eine Hochdruckleitung (H 50). Gegenwärtig wird das Schulgebäude an der Nordseite sowohl über diese wie auch über eine parallel verlaufende Niederdruckleitung (ND 40PE) erschlossen. Die mobilen Unterrichtsräume auf dem westlichen Grundstück haben einen eigenen Anschluss aus der Gelfterstraße (ND 40PE). Trinkwasserversorgung Leitungen für die Trinkwasserversorgung verlaufen in der Königin-LuiseStraße (150er duktiles Rohr) und in der Bitterstraße (150er Grauguss­ rohr). Abwasser Leitungen für das Abwasser verlaufen in der Königin-Luise-Straße (150 DN)), in der Bitter Straße (150 DN) und in der Gelfertstraße (175 DN).
Regenwasser Das Regenwasser wird in die Regenwasserableitungen sowohl der Königin-Luise-Straße als auch der Bitter- und Gelfertstraße geführt. Telekommunikation Die Versorgung des Schulgebäudes erfolgt über eine parallel zur Königin­ Luise-Straße im südlichen Gehwegbereich verlaufende Fernmeldeleitung. Von der Bitterstraße gibt es im westlichen Gehwegbereich eine weitere Anschlußmöglichkeit.
Übergeordnete Erschließung Das Wettbewerbsgrundstück liegt an der Königin-Luise-Straße, die sich durch den gesamten Ortsteil Dahlem zieht. Sie beginnt im Westen an der Clayallee und geht nach ca. 2,5 Kilometern im Osten in die Grune­ waldstraße über (Richtung Steglitz). Die Clayallee wiederum führt nach Süden direkt ins Zentrum Zehlendorfs, in nördlicher Richtung stellt sie (in den Hohenzollerndamm übergehend) die Anbindung ins westliche Berlin sicher. Nach Westen erfolgt die Zufahrt zur AVUS über den Hüttenweg. Zur FU und in den Ortsteil Lichterfelde in südöstlicher Richtung gelangt man über die Thielallee / Habelschwerder Allee. Die gleiche Magistrale führt als Pacelliallee nördlich nach Schmargendorf (Bezirk CharlottenburgWilmersdorf). Erschließung des Schulgrundstückes Der Haupteingang der Schule liegt an der, das Grundstück nördlich begrenzenden	 Königin-Luise-Straße.	 Eine	 weitere	 Zuwegung	 befindet	 sich östlich in der Bitterstraße. PKW und LKW Die Zufahrt zum bestehenden Schulgelände liegt in der Bitterstraße. Hier befindet	 sich	 der	 Lehrerparkplatz.	 Weitere	 Parkmöglichkeiten	 befinden	 sich außerhalb des bestehenden Schulgeländes entlang der Bitterstraße. Fahrrad Fahrradständer	 befinden	 sich	 mehrheitlich	 westlich	 vom	 Hauptgebäude	 und sind über eine Pforte neben den mobilen Klassenräumen von der Königin-Luise-Straße aus erreichbar. Fußgänger Das	 Schulgelände	 kann	 fußläufig	 über	 den	 Haupteingang,	 durch	 eine	 Pforte an der Königin-Luise-Straße und über die Zufahrt in der Bitterstraße betreten werden. ÖPNV Nächstgelegener	 Haltepunkt	 des	 ÖPNV	 ist	 die	 Bushaltestelle	 Vogelsang	 der	 Buslinie	 X83	 (Taktung:	 10	 Minuten).	 In	 fußläufiger	 Entfernung	 (700m oder X83) zum Wettbewerbsgebiet liegt außerdem die Haltestelle Dahlem Dorf der U3. Diese pendelt zwischen den beiden Endhaltestellen Nollendorfplatz und Krumme Lanke. Über die Buslinie X83 können der SBahnhof Rathaus Steglitz (S1, U9) und die Umsteigemöglichkeit zur X10 (28 Minuten Fahrzeit zum Bahnhof Zoologischer Garten oder Verbindung zum S-Bahnhof Zehlendorf) in der Clayallee erreicht werden.
Flächen-/ Baunutzungsplan Für den Standort des Arndt-Gymnasiums gilt der Baunutzungsplan von 1960, der hier Allgemeines Wohngebiet, zwei Vollgeschosse sowie GRZ 0,2 und GFZ 0,4 festsetzt. Die Vorgartentiefe beträgt zu allen anliegenden Straßen 7,50 m. Nach dem Bebauungsplan X-A zur Änderung von Bebauungsplänen im ehemaligen Bezirk Zehlendorf gelten hinsichtlich der Berechnung des Maßes der baulichen Nutzung die Vorschriften der Baunutzungsverord­ nung - BauNVO - in der Fassung vom 26.11.1968. Darüber hinaus liegt das Schulgrundstück im Geltungsbereich des im Verfahren	 befindlichen	 Bebauungsplans	 X	 -	 B	 18,	 der	 durch	 Anpassung	 der entsprechenden Planungsparameter die Entwicklung der Schule aufnehmen soll.
Abb. 6: Blick vom Sportplatz mit „Münterbau“
Denkmalschutz Das Schulgebäude ist als Baudenkmal unter der Inventar-Nummer 09080616 in die Denkmalsliste von Berlin eingetragen und wird dort text­ lich wie folgt beschrieben: „Durch Baukörpervolumen und raumgreifende Ausdehnung dominiert der Bau den westlichen Abschnitt der Lichterfelde und Grunewald verbindenden Königin-Luise-Straße. Der an der nördlichen Eingangsfront hoch aufragende Turm ist weithin sichtbare Landmarke und steht in perspektivischer Blickachse zum nördlich anschließenden Wohn­ gebiet. Die Städtebauliche Präsenz dokumentiert die Bedeutung höherer Bildungsinstitute für die Entwicklung Dahlems zum vornehmen Villen­ vorort. Diese Bedeutungszumessung zeigt sich auch in der Gestaltungs­ form vor allem der Straßen zu gewandten Nordfassade: sehr eigenstän­ diger expressiver Charakter, hervorgerufen durch Asymmetrie der östlich und westlich des Treppenhausturmes anschließenden Gebäudeteile - im Osten Staffelung von geschwungenen Giebeln; im Westen sachlich-funk­
Abb. 7: Arndt-Gymnasium Ansicht 1910
tionaler Block mit regelmäßigem Achsenrhythmus. Des weiteren besteht Ensembleschutz. Dieser erstreckt sich auch auf die benachbarte ehema­ lige Schülerheimkolonie (Einzeldenkmal Nr. 09075379) und die Wohn­ häuser im Norden. Im Folgenden ein Auszug aus dem Begründungstext der Denkmalbehörde: „Sechs Internatsgebäude am südwestlichen Beginn der Königin-Luise-Straße; im Stil der zeitgenössischen Landhausarchitektur um	 1910	 im	 Pavillonsystem	 in	 großflächigen	 Landschaftspark	 eingestellt.	 Die offene Bauweise, die dezentralistische Verteilung und Zuordnung der Bauten auf dem Gelände und ihre Gestaltung als Einzelwohnhäuser nimmt nicht nur Rücksicht auf geplante Entwicklung Dahlems zum durch Einfami­ lienwohnhäuser geprägten Villenvorort, sondern steht auch in Zusammen­ hang mit fortschrittlicher Pädagogik, die entsprechend bauliche Umgebung verlangt (Abwendung von kasernenartigen Erziehungsheimen)“. Bauordnungsrecht Die Genehmigung des Bauvorhabens erfolgt durch das Bezirksamt Steg­ litz-Zehlendorf von Berlin. Der Planung ist die Bauordnung des Landes Berlin in der aktuellen Fassung zugrunde zu legen.
Am 16. Oktober 1909 wird im vornehmen Villenvorort Dahlem das ArndtGymnasium an seinem heutigen Standort eingeweiht. Im Geiste der Lebensreformbewegung initiiert Johannes Richter die Gründung dieses Landschulheimes. Gedacht ist der Bau als Elitegymnasium für Kinder des Preußischen Landadels, und so entsteht zeitgleich die benachbarte Schü­ lerheimkolonie als Pavillonsystem. In dieser sogenannten Alumnatschule, einem Jungengymnasium, soll ein Teil der Schüler und Erzieher familien­ artig zusammen leben, wohnen und arbeiten. Kurze Zeit später entsteht als Ergänzung nur wenig östlich die ehem. Höhere Töchterschule, das Gertrauden-Lyzeum, heute Alfred Wegener Schule. Die Gesamtanlage des Arndt-Gymnasiums liegt zunächst in einer völlig ländlichen und bewal­ deten Umgebung und wird von den Architekten Friedrich und Wilhelm Hennings gestaltet. Insgesamt standen etwa sieben Hektar Grundstücks­ fläche	 im	 heutigen	 Straßengeviert	 Königin-Luise-Straße,	 Bitterstraße,	 Am Schülerheim und Clayallee zur Verfügung. Diese im Westen an den
Grunewald heranreichende Fläche sollte in ihrer langgestreckten Form von zwei Straßen durchquert werden. Realisiert wurde nur der Verlauf der Gelfertstraße. Von den ursprünglich siebzehn Landhäusern für je fünfzehn bis sechzehn Schüler sind nur sieben gebaut worden. Dazu gehören die Häuser Königin-Luise-Straße 94 und 100 nach dem Entwurf der Schular­ chitekten, weitere Häuser stammen von Reimarus und Hetzel sowie Hein­ rich Schweizer. Die Häuser südlich der Mittelachse wurden nicht realisiert. Das Gleiche gilt für die südliche Fortführung der Spechtstraße die mit ihrer linsenförmigen Aufweitung der bewusst dezentral gestalteten Gesamtan­ lage einen dorfangerähnlichen zentralen Platz gegeben hätte und nur in
Abb. 8: Lageplan 1909
ihrer nördlichen Ausformung bis heute erhalten ist (siehe 4.1.10 Bilddo­ kumentation, 02_bilddokumentation 2011). Die Schülerheimkolonie sollte sich im Erscheinen in die umgebenden Villenkolonie einfügen und mit Sonnenbad und Spielplätzen eine großzügige Wirkung entfalten. Auch die Schule mit ihrem eigentlich großen Bauvolumen versucht sich in das gartenstadtähnliche Umfeld einzupassen. Die adressbildende Nordfassade mit dem Hauptportal hat tief geschleppte Dächer, eine Vielzahl an Fenster­ formaten sowie expressionistischen Schmuck mit Anklängen an den Land­ hausstil und den Neubarock. In dieser Straßenfassade ist der gedrungen wirkende Turm eine weithin sichtbare Landmarke und diente zugleich der Himmelsbeobachtung. Er wirkt weit hinein in den nach Norden offenen Grünraum der Straße Vogelsang. Während des Krieges wird der östliche Gebäudeteil 1943 schwer beschä­ digt. Ende der 1940er Jahre erfolgt zunächst nur ein vereinfachter Wieder­ aufbau unter Leitung des Werkbundarchitekten Bruno Paul. Erst 1982 kommt es zu einer Rekonstruktion nach originalen Vorlagen. Eine erste räumliche Erweiterung erfolgte 1974 durch den sogenannten „Münterbau“. Dieser, nach dem Architekten benannte Anbau, ist in seiner ganzen Erscheinung ein sehr typischer Ausdruck öffentlicher Bauten dieser Zeit in Berlin. Nur zur temporären Nutzung entstanden 1994 weitere Klassenzimmer westlich des Hauptgebäudes als mobile Unterrichtsräume
(MUR). 2001 erfolgte eine komplette Sanierung des Daches und der Turmuhr. 2009 begang die Schule ihr 100jähriges Jubiläum.
Erweiterung Arndt-Gymnasium Dahlem / Teil 3 Wettbewerbsaufgabe
Gegenstand des Wettbewerbes ist die bauliche Erweiterung das ArndtGymnasiums, Königin-Luise-Straße 80-84, 14195 Berlin, Ortsteil Dahlem zu einem vierzügigen Schulbetrieb. Um das zusätzliche Raumprogramm unterzubringen, ist ein Erweiterungsbau mit Klassenräumen, Lehrerzim­ mer und Mensa für den ganztägigen Schulbetrieb zu planen. Zudem soll auf dem Schulgrundstück eine Zweifachsporthalle geplant werden. Der 1974 errichtete Anbau („Münterbau“) soll sowohl energetisch wie auch brandschutztechnisch saniert und funktional neu geordnet werden. Die drei Baumaßnahmen sollen aus organisatorischen Gründen in mindestens zwei Bauabschnitten bis 2015 realisiert werden. Insgesamt sind einschließlich der Sporthalle ca. 2.269,00 qm (NF) neu zu planen.	 Im	 Münterbau	 ist	 eine	 Programmfläche	 von	 ca.	 835,00	 qm	 (NF)	 umzusetzen. Die Erweiterung des Arndt-Gymnasiums zu einer vierzügigen Schule wird stufenweise realisiert. Ab dem Jahr 2013 soll die Vierzügigkeit am Stand­ ort vollständig umgesetzt sein. Die Gesamtzahl von derzeit 780 Schülern wird konstant bleiben, da im kommenden Jahr durch die Verkürzung der Schulzeit ein Jahrgang wegfällt. Auf	dem	ca.	20.297	qm	großen	Schulgrundstück	befinden	sich	neben	den	 Pausenflächen	 umfangreiche	 Sportaußenanlagen.	 Die	 werden	 teilweise	 durch den Sporthallenneubau in Anspruch genommen. Es ist jedoch nicht Aufgabe des Wettbewerbs, Sportaußenanlagen neu zu planen. Die Au­ ßenanlagen (einschließlich der Sportaußenanlagen) sollen an die neue Planung angepasst werden. Für die insgesamt drei Baumaßnahmen ist ein Gesamtkostenrahmen von maximal ca. 8.500.000,- Euro (brutto) vorgesehen. Es ist geplant, die drei Baumaßnahmen in mindestens zwei Bauabschnitten bis 2015 zu realisie­ ren.
Ziel des Wettbewerbs ist es, einen Entwurf für die Neubebauung zu erhal­ ten, der sich sensibel in die vorhandene städtebauliche Struktur einfügt. Der	 Auslober	 erwartet	 Wettbewerbsbeiträge	 mit	 hoher	 entwurflicher	 Ge­ staltungsqualität. Es soll ein Gebäudeensemble geschaffen werden, das gestalterisch überzeugend dem Schulstandort eine neue Qualität verleiht. Dabei soll die Neubauung dem Baudenkmal gegenüber Respekt zeigen und das Bestandsgebäude in seiner Eigenständigkeit stärken. Die inten­ sive Auseinandersetzung mit dem denkmalgeschützten Bestandsgebäude sollte	im	Wettbewerbsentwurf	seinen	Ausdruck	finden.	Es	soll	unter	Beibe­ haltung der Maßstäblichkeit ein spannungsvolles Zusammenspiel von Alt und Neu erreicht werden. Aufgrund der Bauvolumen der geplanten Neubauten ist auf die Wahrung von Proportionen und eine stadträumliche Kontinuität gegenüber dem
Baudenkmal und der umliegenden Bebauung zu achten. Die Höhe der Gebäude sollte unter Berücksichtigung des bestehenden Schulgebäudes entwickelt werden. Insbesondere die Höhe des Erweiterungsbaus muss sich aus denkmalfachlichen Gründen an der Traufhöhe des Baudenk­ mals orientieren. Sichtbare technische Dachaufbauten sind dabei nicht erwünscht. Erwartet wird ein gestalterisch anspruchsvoller und durch eine überzeu­ gende Konstruktions- und Materialwahl geprägte Neubebauung, die eine gute Nutzungsqualität und einen hohen ökologischen Standard aufweist. Die Fassade des Münterbaus soll im Rahmen des Wettbewerbs neu ge­ staltet werden. Eine voran gegangene Bausubstanzuntersuchung hat ergeben, dass die Fassade nahezu auf den Rohbau zurückgeführt wer­ den muss, um sie energetisch zu ertüchtigen. Dabei ist zu prüfen, ob der Gebäudeüberstand geschlossen und für die Umsetzung des Raumpro­ gramms gewonnen werden kann. Im Vorfeld des Wettbewerbs wurde im Rahmen einer Machbarkeitsstudie auch mögliche Standorte für die Neubebauung untersucht. Dabei wurde der Standort für den Erweiterungsbau aus gestalterischen und funktionalen Gründen direkt im Anschluss an das Baudenkmal an der Königin-LuiseStraße als günstig angesehen. Für die Sporthalle hat sich als geeigneter Standort eine Platzierung im Südosten des Schulgrundstückes entlang der Bitterstraße und Am Schülerheim ergeben. Diese Standorte werden aus städtebaulichen und denkmalfachlichen Gründen vom Auslober bevor­ zugt. Bei der Entwurfsaufgabe sollten diese Standorte bearbeitet werden, da sie sowohl die Belange der Schule, des Vereinssportes aber auch der Anwohner (Lärmschutz) gleichfalls berücksichtigen und die vorhandenen Außenanlagen am wenigsten beeinträchtigen. Bei einer abweichenden Standortwahl ist dies städtebaulich und gestalterisch überzeugend zu be­ gründen. Im Rahmen der Erweiterungsmaßnahmen, und in den Gesamtbaukos­ ten bereits berücksichtigt, werden die mobilen Unterrichtsräume (MUR) im nordwestlichen Bereich des Wettbewerbgrundstückes an der Gelfert­ straße abgetragen. Ein Erweiterungsbau an diesem Standort ist so zu konzipieren, dass eine räumliche Verbindung zwischen dem Altbau und dem Neubau geschaffen wird. Dabei soll aber die gestalterische Eigen­ ständigkeit der beiden Gebäude erhalten bleiben. Es ist vorgesehen, dass die gesamte Schule auf allen Ebenen (einschließlich Mansardgeschoss) barrierefrei erschlossen wird. Dazu ist im Rahmen der Neubebauung auch ein Aufzug vorzusehen. Dieser ist so zu planen, dass der Aufzug das Bau­ denkmal in seiner äußeren Erscheinung nicht beeinträchtigt.
Denkmalpflegerische	Anforderungen
Die Neubebauung wird einen Eingriff in das bestehende Baudenkmal und Gebäudeensemble des Arndt-Gymnasiums darstellen. Entsprechend wichtig ist bei der Neuplanung der Umgang mit Themen der Proportion und Maßstäblichkeit. Der Neubau soll sich dem Bestandsgebäude anpas­ sen, aus der Flucht seines runden Eckrisalits zurückspringen und seine Fassadengestalt deutlich von dem wilhelminischen Fassadenduktus ab­
heben. Ein Anschluss an den Altbau muss sensibel auf die städtebauliche Figur reagieren und darf z.B. durch Aufzugüberfahrten oder sonstige tech­ nischen Gebäudeausstattungen nicht zur Störung des Erscheinungsbildes an der Königin-Luise-Straße/Gelfertstraße führen. Bei einer Dreigeschossigkeit soll der Neubau maximal die Höhe des be­ nachbarten Traufgesimses (Höhe 11,00 m) von 1909 erreichen. Bei einer Platzierung der Neubebauung unmittelbar im Anschluss an das Bestandsgebäude ist aus denkmalfachlicher Sicht die Geschosszahl und die daraus resultierende Tiefenerstreckung nach Süden entlang der Gel­ fertstraße von besonderer Bedeutung. Sowohl der Sichtzusammenhang zur westlichen ehemaligen Schülerheimkolonie wie auch die ortsbildende städtebauliche	Wirkung	des	Westflügels	sind	schützenswert.
Nutzung/ Raumbezeichnung Flächenbedarf qm 1.315 Klassenraum 1 Klassenraum 2 Klassenraum 3 Klassenraum 4 Klassenraum 5 Klassenraum 6 Klassenraum 7 Klassenraum 9 Arbeitsplätze Schüler Arbeitsplätze Schüler Gruppenraum Gruppenraum Gruppenraum Gruppenraum Mensa/Cafeteria Ausgabeküche Aufenthaltsraum Personal Stuhllager Garderobe Aufenthalt (OS) S/V Schülerzeit. Lehreraufenthalt Lehrereinzelarbeit Aufzug Toiletten Technikraum 65 65 65 65 65 65 65 65 50 50 40 40 50 50 120 40 8 60 50 40 35 120 30
Raumnummer Neubau 1.1 1.2 1.3 1.4 1.5 1.6 1.7 1.8 2.1 2.2 2.3 2.4 2.5 2.6 3.1 3.2 3.3 3.4 3.5 3.6 4.1 5.1 5.2 6.1 7.1 8.1
Raumnummer Umbau Münterbau 1.1 1.2 2.1 2.2 3.1 3.2 3.3 4.1 4.2 4.3 4.4 4.5 4.6 5.1 Sporthalle 1.1 1.2.1 1.2.2 1.3 1.4 1.6.1 1.6.2 1.6.3 1.6.4 1.7.1 1.7.2 1.8 1.9 1.11 1.11 1.12
Nutzung/ Raumbezeichnung
Flächenbedarf qm 835
Klassenraum 14 Gruppenraum Sammlung Lehrmittel Geographie Laptopwagen Bibliothek IT Arbeitplätze Serverraum Informatik Sammlung Vorbereitung Üb/De NW 32 Pl Üb/De NW 32 Pl Üb/De NW 32 Pl Üb/De NW 18 Pl Samml. Vorbereitung Technikraum
65 40 80 60 40 10 80 20 90 90 90 55 115
1.252 Sporthalle 22 x 44m, lichte Höhe 7m Geräteraum 1 Geräteraum 2 Lehrer/Schiedsrichterraum Lehrer/Schiedsrichterraum Umkleideraum 1 Umkleideraum 2 Umkleideraum 3 Umkleideraum 4 Wasch-/Duschraum 1 Wasch-/Duschraum 2 Sportlertoilette Außengeräteraum Reinigungsgeräteraum Technikraum Garten-Schneegeräte 30 15 3 968 40,5 40,5 12 9 23 23 23 23 21 21
Das	 Raumprogramm	 befindet	 sich	 als	 digitaler	 Anhang	 auf	 der	 der	 Aus­ schreibung beiliegenden CD-Rom/ bzw. im Downloadbereich unter 4.1.9 Formblätter und Raumprogramm, Formblatt Flächenermittlung Raum- und Funktionsprogramm. Funktionsdiagramme	 zum	 Sporthallenbau	 finden	 Sie	 unter	 4.1.4	 Funktio­ nale Anforderungen.
Der Ganztagsschulbetrieb des Arndt-Gymnasiums In der Sekundarstufe I des Arndt-Gymnasiums gibt es einen grundständigen Zug	(altsprachlicher	Zug	ab	Klasse	5)	und	einen	Profilzug	(„Werkstatt	ästhe­ tische Bildung“ ab Klasse 7) und zwei Regelzüge ab Klasse 7. Der Unterricht findet	 in	 der	 Regel	 von	 der	 1.	 bis	 zur	 7.	 (d.	 h.	 bis	 14.30	 Uhr)	 oder	 8.	 Stunde	 (d.	 h.	 15.25	 Uhr)	 statt.	Am	 Nachmittag	 ,ab	 der	 8.	 Stunde,	 findet	 der	 Kursun­ terricht in den Fächern Sport und Darstellendes Spiel statt. Ebenfalls werden Hochbegabtenkurse und Arbeitsgemeinschaften angeboten. Die Schule hat aufgrund ihrer musisch-künstlerischen Orientierung mit drei Orchestern, drei Bands und Chöre neben der bestehenden Aula einen großen Bedarf	an	flexibel	nutzbaren	Räumen.	 Neubau mit Klassenräumen und Mensa Ein Aufzug ist im Neubau so zu platzieren, dass die gesamte Schule in Zukunft barrierefrei erschlossen wird. Der Neubau soll einen eigenständigen ebener­ digen Eingang zur Königin-Luise-Straße erhalten. Dieser soll sich jedoch als untergeordneter Zugang darstellen, da der Hauptzugang dem Baudenkmal vorbehalten bleiben soll. Der Altbau hat sein EG im Hochparterre, das UG ist zum Schulhof nach Süden jedoch als Vollgeschoss ausgebildet. Auf diesem Niveau soll das EG des Neubaues anschließen. Ein ehemals offener Lauben­ gang	mit	Chorbögen	auf	der	Südseite	des	Westflügels	kann	zur	Erschließung	 genutzt und in dem Zusammenhang denkmalgerecht wieder hergestellt wer­ den.	 Die	 sich	 zur	 Zeit	 dort	 befindliche	 Cafeteria	 soll	 in	 die	 neu	 zu	 planenden	 Mensa integriert werden. Mensa Die Mensa soll vom Schulhof ebenerdig zugänglich geplant werden. Die Men­ sa ist zukünftig von 9.00 bis 14.00 Uhr geöffnet und bietet neben einem Im­ biss auch warmes Mittagessen an. In Freistunden wird sie von Schülern als Aufenthaltsraum genutzt werden. Ferner soll sie die Funktion der Cafeteria übernehmen und einen zusätlichen Tresen mit integrierter Teeküche erhalten. Aufgrund	ihres	beschriebenen	Profils	hat	die	Schule	einen	großen	Bedarf	an	 Mehrzweckräumen. Es wäre wünschenswert wenn Teile der Mensa abtrenn­ bar und separat zu nutzen sind. Im Bereich der Mensa ist je ein WC für Mäd­ chen, Jungen und ein weiteres rollstuhlgerecht zu planen. Ebenfalls sind ein Garderobenbereich und ein Stuhllager in unmittelbarer Nähe vorzusehen. Ausgabeküche Die Ausgabeküche muss einem Dampfgarer zur Erwärmung Platz bieten. Für das Personal sind ein Aufenthaltsraum mit Umkleidemöglichkeit und sanitäre Einrichtungen vorzusehen. Die Belieferung mit dem vorportionierten Essen sollte nicht über den Schulhof erfolgen. Unterrichtsräume Die lichte Raumhöhe der Unterrichtsräume soll generell mit mindestens 3,00 m betragen. Um eine natürliche Belüftung der Räume zu gewährleisten, ist eine maximale Raumtiefe von 8,40 m nicht zu überschreiten. Für Räume des Allgemeinen Unterrichtes sind maximale Raumlängen von 9,60 m einzuhal­ ten. Die max. Klassenstärke beträgt 32 Schüler.
Sanierung Münterbau Dieser Anbau aus dem Jahre 1976 soll energetisch und brandschutztech­ nisch ertüchtigt werden und muss einen zweiten baulichen Rettungsweg erhalten.	 Zugleich	 findet	 eine	 Umordnung	 der	 Räume	 und	 Funktionen	 statt. Lediglich die sanitären Einrichtungen bleiben erhalten, wobei die Waschräume der Umkleiden der ehemaligen Turnhalle ersatzlos wegfal­ len. Eine Aufstockung ist aus statischen Gründen nicht durchführbar. Im Münterbau wird zukünftig der Fachraumtrakt mit den Räume der Naturwis­ senschaften untergebracht werden. Diese werden dann in unmittelbarer Nähe zu den Räumen der Chemie im Altbau angeordnet sein. Die Übungsund Demonstrationsräume benötigen eine Medienführung aus der Decke, sie werden von max. 32 Schülern benutzt. Erforderlich ist ein direkter Zu­ gang zum Sammlungsraum. Dieser kann entweder zentral angeordnet sein oder in kleinere Räume aufgeteilt werden und dann jeweils zwischen zwei Übungsräumen liegen. Bibliothek Dieser	Raum	soll	so	gestaltet	werden,		dass	eine	flexible	Nutzung	möglich	 ist. Zweifeldsporthalle Die geplante Sporthalle dient dem Schul-, und Vereinssport. Bei dem Sporthallentyp handelt es sich um eine Doppelhalle (Zweifeldsporthalle) mit einer Größe von insgesamt 22m x 44m (lichtes Innenmaß einschl. Si­ cherheitsabstand), die mittels einer doppelschaligen Trennvorhanges in zwei Einheiten mit einer Größe von 22m x 22m unterteilt werden kann. Jeder Hallenteil muss separat vom Nebenraumtrakt zugänglich sein. Es ist aus jedem Hallenteil ein zweiter Rettungsweg nachzuweisen. Die erforderliche lichte Höhe beträgt 7m. An den Stirnseiten der Hallen sind zumindest im Bereich von 5m beidseitig der Spielfeldachsen keine Türöffnungen vorzusehen. Zuschauer/ Galeriebereiche Insbesondere beim Sporthallentyp 22 m x 44 m kommt es beim Wettkampfbetrieb immer wieder vor, dass Zuschauer, in die Halle, d.h. auf die Sport­ fläche	 gelangen,	 um	 am	 Rande	 des	 Spielfeldes	 dem	 Sportgeschehen	 zu	 zusehen. Deshalb sollen Galeriebereiche es einer begrenzten Anzahl von Sporttreibenden (Gastmannschaften o.ä.) ermöglichen, auf Stehplätzen dem Sportgeschehen in der Halle zuzusehen. In der Halle selbst sind die Sicherheitsabstände um das eigentliche Spiel­ feld (z.B. Handball: 20 m x 40 m, incl. Sicherheitsabstand: 22 m x 44 m)freizuhalten. Die Galeriebereiche können z.B. auf Zwischenhallenebe­ nen bei gestapelten Nebenraumtrakten, insbesondere bei Doppelsporthal­ len 2 x 22 m x 44 m, angeordnet werden. Separate Zuschauertoiletten sind bei Galeriebereichen nicht erforderlich. Belichtung Die Sporthalle soll natürlich belichtet werden. Eine Belichtung über die Längsseiten ist ab 2 m über Oberkante Sporthallenboden anzustreben, stirnseitige Fenster sind zu vermeiden. Aus Kostengründen (ballwurfsi­ chere	 Glasflächen,	 Blendschutzeinrichtungen,	 Reinigungsaufwand	 etc.)
sollen	 die	 Glasflächen	 auf	 das	 zur	 Belichtung	 und	 Belüftung	 notwendige	 Minimum beschränkt bleiben. In jedem Fall sind geeignete Blendschutz­ maßnahmen zu treffen. Eine Belichtung über Nord-Sheds ist möglich. Belüftung / Schallschutz Die Sporthalle ist mit einer Lüftungsanlage zu versehen. Dies ist neben en­ ergetischen Gesichtspunkten vor allem schallschutztechnisch erforderlich, da	 sich	 die	 Sporthalle	 in	 einem	 Wohngebiet	 befindet	 und	 eine	 Nutzung	 durch	 den	 Vereinssport	 auch	 außerhalb	 der	 Schulzeiten	 stattfinden	 wird.	 Die Lüftungsanlage ist mit einer Wärmerückgewinnung auszustatten. Behindertengerechtheit Die Sporthalle mit allen Nebenräumen soll nutzungsgerecht für behinderte Sportler und Besucher, primär für rollstuhlgebundene Personen erschlos­ sen sein. Dies ist am einfachsten zu erreichen, wenn alle Bereiche auf einer Ebenen (stufenlos) angeordnet werden. Zuschauerplätze für rollstuhlgebundene Personen sind in ausreichender Anzahl nachzuweisen. In den Besuchertoiletten ist jeweils ein integriertes Damen- und Herren-WC, behindertengerecht nach DIN 18024 Teil 2, zu bemessen und auszustatten. Die	 Sportflächen	 sind	 wie	 die	 Umkleide-/	 Wasch-/	 Duschräume	 und	 die	 anderen Nebenräume (vgl. Raumprogramm) auch für rollstuhlgebundene Personen erreichbar zu planen. Erforderliche Aufzugsanlagen (2. Fluchtweg) sind so anzuordnen, dass die Sicherheit durch die erforderlichen Rettungswege (Bildung von Brandabschnitten, Stauräume etc.) garantiert wird. Dabei sind Brandabschnitte durch eine gemeinsame Wegeführung zu verbinden. Geräteräume Die Geräteraume sind in Längsrichtung an den Hallenlängsseiten anzuord­ nen. Jedem Hallenteil ist ein Geräteraum zuzuordnen. Die Geräteräume sollen auf ganzer Länge (bis auf konstruktiv notwendige Stützen) zu öffnen sein. Die lichte Höhe muss 2,50 m, im Durchgangsbereich (Schwingtor) mindestens 2,20 m betragen. Die Geräteräume müssen eine Mindesttie­ fe von 4,50 m aufweisen. Die Breite von jeweils ca. 9 m ist einzuhalten, um die notwendige Sportgeräteausstattung nach Musterausstattungspro­ gramm unterbringen zu können. Lehrer-/Schiedsrichterraum Mindestens 1 Lehrer-/ Schiedsrichterraum soll direkt der Halle zugeordnet sein. Dies gilt insbesondere für den kombinierten Lehrer-/ Schiedsrichter­ / Sanitätsraum (Erste Hilfe) auf der Hallenebene. Eine Blickverbindung (Fenster) zur Halle ist erforderlich, die Fensterunterkante soll 1 m über OK Fertigboden liegen. Eine	 leichte	 Auffindbarkeit	 und	 Erreichbarkeit	 für	 Feuerwehr	 /	 Rettungs­ dienst muss gewährleistet sein. Für die schulische Nutzung ist es aus Aufsichtsgründen notwendig, dass 1 Lehrerraum den Umkleideräumen direkt zugeordnet ist. Die Räume sind mit einer Dusche und einem Handwaschbecken auszustatten. Die lichte Höhe beträgt 2,50 m.
Umkleideräume Jeweils 2 Umkleideräume sind einem Wasch-/Duschraum zuzuordnen. In den Umkleideräumen muss die Möglichkeit der Aufstellung von insgesamt 12	 m	 nutzbarer	 Banklänge	 nachgewiesen	 werden.	 Die	 Verkehrsflächen	 sollen mindestens 1,50 m breit sein bzw. 1,80 m, wenn der Raum zwi­ schen den gegenüberliegenden Bänken als einziger Durchgang dient. Es sind mindestens 4 Umkleideräume für eine getrenntgeschlechtliche Nutzung erforderlich. Die Verbindung der Umkleideräume zu den Hallenteilen soll über einen zentralen	 Erschließungsflur	 erfolgen.	 Eine	 strikte	 Trennung	 zwischen	 „Straßenschuhgang“ und „Turnschuhgang“ wird nicht gewünscht. Alle Um­ kleideräume sollen natürlich belichtet sowie natürlich be- und entlüftet wer­ den können. Aus Gründen der Orientierung und Aufsicht (Schulbetrieb) wird einer Zu­ ordnung der Umkleideräume zu den einzelnen Hallenteilen der Vorzug ge­ genüber einer zentralen (z.B. stirnseitigen) Anordnung aller Umkleideräu­ me gegeben. Die Umkleideräume sollen auch die Nutzung für rollstuhl­ gebundene Personen ermöglichen, d.h. ausreichende Türöffnungen und Bewegungsflächen	 sind	 vorzusehen	 (vgl.	 DIN	 18024,	 Teil	 2).	 Die	 lichte	 Höhe der Umkleideräume soll mindestens 2,50 m betragen. Wasch-/Duschräume Wasch-/Duschräume sind mit jeweils 6 Duschen, 6 Waschplätzen sowie 1 WC (ohne Vorraum und Handwaschbecken; lichtes Innenmaß: B 1,51 m, T 1,61 m, Türaufschlag nach außen) auszustatten. Es sind mindestens 2 Wasch- und Duschräume für eine getrennt ge­ schlechtliche Nutzung erforderlich. Eine natürliche Be- und Entlüftung soll vorgesehen werden, zusätzlich werden die Räume mechanisch be- und entlüftet. Bei gegenüberliegenden Waschstellen	 ist	 einschließlich	 der	 Stehfläche	 eine	 Gangbreite	 von	 1,80	 m zu beachten. Bei einseitig angeordneten Waschstellen ist einschließlich der	Stehfläche	eine	Gangbreite	von	1,35	m	erforderlich. Bei gegenüberliegenden Brausen ist eine Gangbreite von 1,50 m, bei ein­ seitig angeordneten Brausen von 1,10 m erforderlich. Die lichte Höhe des Dusch-/Waschbereichs beträgt mindestens 2,50 m. Die Räume einschließlich WC sind behindertengerecht zu gestalten. Toilettenanlagen Zusätzlich zu den Toiletten in den Wasch/Duschräumen sind erforderlich: Für die Sportler auf Hallenebene: –	 1 Damentoilette mit 1 WC-Sitz, Handwaschbecken im Vorraum; –	 1 Herrentoilette mit 1 WC-Sitz, 1 Urinal, Handwaschbecken im Vorraum. –	 1 behindertengerechtes WC gemäß DIN 18024
Diese	 sind	 während	 der	 Öffnungszeiten	 der	 Halle	 auch	 von	 Nutzern/Gäs­ ten der Außenanlagen zu nutzen. Außengeräteraum Der Außengeräteraum dient der Unterbringung von Sportgeräten, die auf den Sportaußenanlagen genutzt werden. Er muss auf gleicher Ebene mit den	Außenanlagen	in	Nähe	der	Sporthalle	liegen.	Er	erhält	eine	Doppelflü­ geltür mit den Maßen B: 1,70 m, H: 2,20 m und soll befahrbar vorgesehen werden. Reinigungsgeräteraum Der Reinigungsgeräteraum soll zentral und möglichst direkt der Halle zu­ geordnet sein. Die lichte Türdurchgangsbreite muss mindestens 85 cm betragen (Reinigungsmaschinen). Der Raum ist mit Warm- und Kaltwas­ seranschluss und einem Ausgussbecken auszustatten, die lichte Höhe soll 2,50 m betragen. Garten-/Schneegeräteraum Dieser	 Raum	 dient	 als	 Unterstellraum	 für	 Garten-,	 Pflege-	 und	 Schnee­ geräte. Er ist den Außenanlagen sinnvoll zugeordnet im Neubau vorzuse­ hen.
Jeder Gebäudeteil ist mit einer separaten dezentralen Gasheizung auszu­ statten und braucht einen eigenen Hausanschlussraum.
Es ist nicht Bestandteil des Wettbewerbs, Sportaußenanlagen neu zu planen. Aufgabe ist es, die Außenanlagen einschließlich der Sportaußen­ anlagen an die neue Planung anzupassen. Für die überbauten Sportau­ ßenanlagen ist ein Ersatzstandort nachzuweisen. Die dem Neubau, der Zweifeldsporthalle und dem Münterbau zugeordneten Außenräume und Erschließungsflächen	 sind	 angemessen	 und	 so	 zu	 gestalten,	 dass	 die	 Lärmbelastung für die umgebende Wohnnutzung minimiert wird. Bei der Standortwahl für die geplante Neubebauung ist zu beachten, dass eine Laufbahn, eine Sprunggrube, eine Kugelstoßanlage und ein Basket­ ballfeld weiterhin benötigt wird. Der Standort der Laufbahn unter hohen Bäumen ist ungeeignet, da durch die Absonderungen der Bäume die Lauf­ bahn rutschig wird und dies einen erhöhten Reinigungsaufwand bedeutet. Das muss sichergestellt werden, dass auf dem Schulgrundstück ein Spiel­ feld von mindestens 66 m x 100 m nutzbar bleibt. Bei	der	Gestaltung	der	Freiflächen	und	Außenanlagen	ist	der	vorhandene	 schützenswerte Baumbestand des Wettbewerbgsgrundstücks zu berück­ sichtigen. Es gilt die Baumschutzverordnung des Landes Berlin in der ak­ tuellen Fassung. Die	denkmalpflegerischen	Belange	unter	3.3	sind	zu	beachten.
Erschließung des Neubaues mit Mensa Die Schule soll in Zukunft in allen Geschossen barrierefrei sein. Zu die­ sem Zweck ist ein Aufzug einzuplanen, der sowohl den Altbau- wie auch den Neubau erschließt. Dessen Lage ist entwurfsabhängig zu wählen. Ein neuer barrierefreier Nebeneingang zum Neubau ist von der Königin-LuiseStraße aus zu planen. Erschließung der Zweifeld-Sporthalle Die Lage der Haupterschließung der Zweifeldsporthalle ist entwurfsab­ hängig zu lösen. Der Eingang sollte so angeordnet sein, dass sowohl die Anbindung	an	das	bestehende	Schulgelände,	als	auch	eine	gut	auffindbare	 Zugänglichkeit für den Vereinssport nach einer Schließung des Campus gewährleistet ist. Motorisierter Verkehr ist auf dem Gelände nur für die Ver- und Entsor­ gung der Mensa, des Schulgebäudes und für die Materialanlieferung an die Gebäude vorzusehen. Der Ver- und Entsorgungsverkehr ist so nachzuweisen, dass hiervon keine signifikanten	Störungen	ausgehen,	die	Sicherheit	der	Schüler	gewährleis­ tet wird und die erforderlichen Anlieferungszonen sich gestalterisch in das Schulgelände einfügen. Die Zugänge sollten klar ablesbar ausgebildet werden. Der	 Funktionsbereich	 der	 Zweifeld-Sporthalle	 ist	 fußläufig	 mit	 dem	 beste­ henden Schulgelände zu vernetzen. Hierbei ist auf eine direkte Wegefüh­ rung und auf Maßnahmen zur Erleichterung der Orientierung zu achten. Stellplätze Nur für mobilitätseingeschränkte Personen sind PKW-Stellplätze auf dem Grundstück vorzusehen. Die Anzahl wird ermittelt aus den Ausführungs­ vorschriften (AV Stellplätze) zu § 50 der Bauordnung für Berlin (BauOBln) vom 11.Dezember 2007. Es sind 20 weitere Fahrradstellplätze vorzusehen.
Nach	der	Landeshaushaltsordnung	ist	der	Bauherr	verpflichtet,	seine	Mit­ tel sparsam und wirtschaftlich zu verwenden. Die Wirtschaftlichkeit des Gebäudeentwurfes ist daher ein entscheidendes Kriterium bei der Beurtei­ lung der vorgelegten Entwürfe. Dies bezieht sich auf: – Baukosten – Instandhaltungskosten – Kosten des laufenden Betriebes Es wird vorausgesetzt, dass bei der Planung umweltfreundliche Baustof­ fe verwendet und technische Systeme auf ein Minimum reduziert werden (die Verwendungsverbote und –beschränkungen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung sind zu beachten, s. Anhang).
Die Planung hat sich am Prinzip des kostensparenden Bauens zu orientie­ ren. Hierzu sind folgende Kriterien zu berücksichtigen: –	 	 –	 –	 –	 –	 		 –	 	 –	 kompakte, klare und funktionale Grundrissorganisation, Reduzierung der	Verkehrsfläche	auf	ein	notwendiges	Maß natürliche Belichtung der Räume natürliche Belüftung der Räume (wo möglich) Verzicht auf aufwendige Konstruktionen Minimierung	der	Oberfläche,	Kompaktheit Optimierung des Verhältnisses von verglaster zu geschlossener Fassadenfläche Reduktion der Materialwahl, Instandsetzungsfähigkeit, Alterungs­ fähigkeit des Materials
Hinsichtlich der Baukonstruktion ist die kurze Bauzeit (Schnellbaumaß­ nahme) zu berücksichtigen. Es sollen die baukonstruktive und gebäudetechnische Grundkonzeption im Rahmen des Erläuterungstextes beschrieben werden. Es sind Aussa­ gen zu folgenden Bauteilen zu machen: –	 Konstruktion, Tragsystem, Ausbau –	 Gebäudehülle (Fassade, Dach) –	 technische Gebäudeausrüstung (Heizen, Lüften,
Wärmerückgewinnung, Tagelichtnutzung, Beleuchtung)
Der vorgesehene Gesamtkostenrahmen von 8.500.000 (inkl. MwSt.) ist einzuhalten. Die Kosten für den Abriss der mobilen Unterrichtsräume, für die denkmalgerechte Wiederherstellung des offenen Laubengangs und für die Anpassung an den Bestand sind darin enthalten. Die Gesamtkosten teilen sich wie folgt in drei Einzelmaßnahmen: Mensa / Neubau Gesamtbaukosten
3.000.000,- Euro
(einschl. der Kosten für den Abriss der mobilen Unterrichtsräume, die provisorische Unterbringung während der Bauzeit, die denkmalgerechte Wiederherstellung des offenen Laubengangs und die Anpassung an den Bestand) Umbau Münterbau Gesamtbaukosten Neubau Zweifeldsporthalle Gesamtbaukosten 1.800.000,- Euro
3.700.000,- Euro
Die Kosten für die Anpassung der Außenanlagen sind anteilig jeweils in der einzelnen Baumaßnahme enthalten.
Das	 Gebäude	 ist	 besonders	 unter	 dem	Aspekt	 der	 Energieeffizienz	 so	 zu	 planen, dass die Anforderungen der zukünftigen EnEV 2009 um mindes­ tens 30% unterschritten werden (entspricht somit voraussichtlich der EnEV 2012). Bei der Entwurfsbearbeitung sind die Planungsprinzipien der Nach­ haltigkeit anzuwenden, die eine ausgewogene Beachtung ökologischer, ökonomischer und sozialer Aspekte erfordern. Folgende Ziele hinsichtlich der Nachhaltigkeit sind zu berücksichtigen: –	 Sicherstellung eines geringen Energiebedarfs (Gebäude,Anlagentechnik) –	 Optimierung der Tageslichtnutzung –	 sehr gute akustische Raumeigenschaften und
–	 langfristige	und	flexible	Nutzungsqualität 	 –	 Kosteneffizienz	bei	Baukosten 	 –	 Minimierung der Betriebskosten –	 bedarfsgerechte natürliche Lüftung bzw. 	 bedarfsgerechte	hocheffiziente	Lüftungsanlagen	(wo	erforderlich)	 –	 Reduktion von Immissionen und Emissionen –	 Kompaktheit (A/V) der Gebäudeform und Zonierung der
–	 hohe thermische Qualität, Fugendichtheit und wärmebrückenfreie
Konstruktionen der Gebäudehülle
–	 Einsatz von Steuerungs- und Regelungsstrategien –	 Prüfung des Einsatzes solarer Energienutzung (Duschwasser,
Heizungsunterstützung, Strom)
–	 Prüfung der Regen- und Grauwassernutzung Im Rahmen der weiteren Planung ist gemäß den wasserwirtschaftlichen Grundsätzen ein Konzept zur Regenwasserbewirtschaftung zu entwickeln. Hierbei soll das Niederschlagswasser möglichst vollständig zurückgehal­ ten, über die belebten Bodenschichten versickert oder genutzt werden. Die Einleitung in die Kanalisation ist nach Möglichkeit zu vermeiden. Neben der Regenwassernutzung als Betriebswasser sind bei der wei­ teren Planung andere Formen der Regenwasserbewirtschaftung wie z.B. die Versickerung des von Dächern und befestigten Flächen ablaufenden Niederschlagswassers, die Möglichkeit der Gebäudebegrünung, sowie weitere innovative Konzepte zur Regenwasserbewirtschaftung als Alter­ nativen zu prüfen. Ökologische Planungskriterien Prinzipien	 des	 ökologischen	 Bauens	 sind	 in	 den	 „Ökologischen	 Kriterien	 für Bauwettbewerbe“ beschrieben (Stand Juli 2007, s. Anhang 4.1.7). Für die Konstruktion und Bauausführung sollen danach nur Materialien und Bauteile zur Anwendung kommen, die hinsichtlich ihrer Gewinnung, Trans­ port, Verarbeitung, Funktion und Beseitigung eine hohe Gesundheits- und Umweltverträglichkeit sowie eine hohe Lebensdauer aufweisen. Die umweltgerechte und nachhaltige Ausbildung des Baukörpers ist eine wesentliche Voraussetzung für den Entwurfsbeitrag.
Barrierefreies Bauen ist als selbstverständliche Qualitätsanforderung ge­ mäß den Grundsätzen des Handbuches „Barrierefreies Planen und Bauen in Berlin“ - www.senstadt.berlin.de/bauen/barrierefreies_bauen/de/hand­ buch - im Wettbewerb umzusetzen. Dabei sollen die unterschiedlichen Nutzeranforderungen hinsichtlich moto­ rischer,	sensorischer	oder	kognitiver	Art	Berücksichtigung	finden.	 Den Funktionsbereichen –	 Erschließung –	 Orientierung –	 Versammlungsräume –	 Gastronomieräume –	 Sanitärräume – Unterrichtsräume ist besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Auch auf dem Grundstück sind die Prinzipien des barrierefreien Bauens konsequent anzuwenden.
Der Planung sind insbesondere zugrunde zu legen: –	 Bauordnung Berlin und ergänzende Vorschriften BauOBerlin
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/gesetzestexte/de/download/bau­ en/20070607_bauobln.pdf
–	 DIN 18 032 - Grundlage für Sporthallen –	 DIN 18 024-2 - Barrierefreies Bauen –	 Richtlinien über Flächen für die Feuerwehr Des Weiteren sind die im Anhang aufgeführten Richtlinien zu beachten.
Städtebau und architektonische Gestaltung –	 Städtebau / stadträumliche Gestaltung –	 Baukörper, Gestaltung, Ablesbarkeit –	 Materialwahl und Konstruktion –	 Freiflächen 	 –	 Denkmalschutz Funktionen –	 Erschließung (außen und innen) –	 Funktionale Zuordnung –	 Räumliche Qualität –	 Raumzuschnitte, Belichtung, Belüftung –	 Außenraumnutzung
Realisierbarkeit – Programmerfüllung –	 Nachhaltigkeit	und	Energieeffizienz – Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb – Einhaltung des Kostenrahmens – Barrierefreiheit – Genehmigungsfähigkeit Die Reihenfolge der Kriterien stellt keine Gewichtung dar.
Erweiterung Arndt-Gymnasium Dahlem / Teil 4 Anhang
4.1.0 Auslobung - Vorliegende Auslobung als .pdf-Datei mit farbigen Abbildungen in 300dpi	Auflösung
00_auslobung_arndt-gym.pdf
4.1.1 Arbeitspläne .pdf-Dateien - Übersichts-/ Lageplan, Arbeitspläne: Grundrisse, Schnitte, An­ sichten
01_uebers_lage_arndt-gym.pdf 02_arb_lage_ arndt-gym.pdf (M 1:500) M 1:200)
CAD-Dateien - Lageplan auf Grundlage der ALK und des amtlichen Lageplans des Vermessungsbüros Rek und Schwenk als CAD-Datei in verschie­ denen Dateiformaten (maßstabsunabhängig)
03_uebersarb_lage_ arndt-gym.dwg/dxf 04_ausschnit_ALK_arndt_gym. dwg/dxf (vAutoCAD 2000) (vAutoCAD 2000)
4.1.2 Informationspläne - Vermesserplan des Vermesserbüros Rek und Schwenk
01_vermesserplan.dxf/.dwg/. 01_vermesserplan. pdf (vAutoCAD 2000) (M 1:200)
Bestandspläne des Arndt-Gymnasiums der BIM
02_bestandspläne der BIM.pdf
Bestandspläne Bausubstanzuntersuchung „Münterbau“ von Autzen & Reimers
03_ug_münterbau.dwg/.pdf 04_eg_münterbau.dwg/.pdf 05_og_münterbau.dwg/.pdf 06_nord- und westansicht.dwg/.pdf 07_ost- und südansicht.dwg/.pdf 08_ansichten münterbau.pdf 09_schnitt a-a_b-b_c-c.dwg (M 1:100) (M 1:100) (M 1:100) (M 1:100) (M 1:100) (M 1:100) (M 1:100)
Historische Planansichten aus dem Bauarchiv des Bezirkes SteglitzZehlendorf
10_südansicht_hist.Plan.pdf 12_hist.ostansicht.pdf 13_hist.westansicht.pdf 14_nordansicht_rekonstruktion1950.pdf (M 1:100) (M 1:100) (M 1:100) (M 1:100)
15_ltg_gasag.pdf 16_ltg_bwb.pdf/.dxf 17a_ltg_vattenfall_strom.pdf 17b_ltg_vattenfall_strom.pdf 18_ltg_telekom.pdf (M 1:500) (M 1:500) (M 1:500) (M 1:500)
Entwurfsstudie Erweiterung Arndt-Gymnasium des Bezirksamtes
Steglitz-Zehlendorf, FB Stadtplanung
01_vertiefung variante 7.pdf
02_schichtenverzeichnis.pdf
Angaben zum Modellbau
04_abbildungen_umgebungsmodell.pdf
05_Fräskontur Einsatzplatte.dwg
06_denkmalkarte.pdf (M 1:3000)
4.1.4 Funktionale Anforderungen - Musterraumprogramm für Sporthallen, Stand Juli 1995
01_mrp_sporthallen.pdf 02_mga_sporthallen.pdf
03_hallenfeldaufsicht.pdf 04_prinzipskizzen.pdf 05_funktionale_anforderungen_sporthalle.pdf
4.1.6 Vorschriften im Internet - Bauordnung Berlin und ergänzende Vorschriften BauOBerlin (BauOBln) v. 29. September 2005), in Kraft getreten am 1.Februar 2006, zuletzt geändert durch § 9 des Gesetzes vom 7. Juni 2007
Verordnung über Bauvorlagen, bautechnische Nachweise und das Verfahren im Einzelnen (Bauverfahrensverordnung - BauVerfVO) vom 19. Oktober 2006
Baumschutzverordnung v. 11. Januar 1982, zuletzt geändert am 5. Oktober 2007
Gesetz zum Schutz von Denkmalen in Berlin (Denkmalschutzgesetz Berlin – DSchG Bln) vom 24. April 1995, zuletzt geändert am 14.De­ zember 2005
Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) v. 12. August 2004, zuletzt ge­ ändert am 20. Juli 2007
-	 Ausführungsvorschriften zu § 50 der Bauordnung für Berlin (BauOBln) über Stellplätze für Kraftfahrzeuge für schwer Gehbehinderte und Behinderte im Rollstuhl und Abstellmöglichkeiten für Fahrräder (AV Stellplätze) vom 11. Dezember 2007
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/gesetzestexte/de/download/bauen/ 20071129-AV-Stellpl.pdf
4.1.7 Richtlinien als .pdf - Wirtschaftliche Standards des öffentlichen Bauens, Rundschreiben SenBauWohn 1/2002
-	 Ökologische	Kriterien	für	Bauwettbewerbe, Arbeitspapier SenStadt 2007
07_Oekolog_Planungskriterien.pdf
Grundsätze für die Betriebswassernutzung, Rundschreiben
SenStadt VI C Nr. 01/2003
08_grundsaetze_betriebswassernutzung.pdf
-	 Ökologisches	Bauen,	Anforderungen	an	Baumaßnahmen, Leitfaden SenStadt 2007
10_OekoleitfasdenBlnE_bf_2007.pdf
Planungshilfe für Energiesparendes Bauen, Landesinstitut für Bau­ wesen des Landes Nordrhein-Westfalen, Aachen 2003
11_planungshilfe_energiesparendes_bauen.pdf
12_MSchulbauR_Juli-1998.pdf
4.1.8 Richtlinien im Internet - Rundschreiben im Bereich Bauen, Projektvorbereitung und –prüfung Bereich Hochbau, Richtwerte und Standards
Rundschreiben im Bereich Bauen, Verwendungsverbote und –be­ schränkungen im Bereich von Baustoffen; Schadstoffen
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/aktuell/wettbewerbe/grundlagen/
Barrierefreies Planen und Bauen in Berlin – öffentlich zugängliche Gebäude, Grundlagen und Beispiele, Senatsverwaltung für Stadtent­ wicklung – Kommunikation, 06/2007
4.1.9 Formblätter und Raumprogramm - Verfassererklärung (s. Teil 1 Pkt 1.15) (.pdf-Formular, d.h. Text kann direkt in das Formblatt eingeben und danach ausgedruckt werden. Das .pdf-Formular kann mit dem Acro­ bat-Reader aber nicht gespeichert werden)
000000_verfassererklaerung_arndt-gym.pdf
000000_A_formbl_flaechenermittlung_arndt-gym.xls 000000_B_formbl_gebaeudekennwerte_arndt-gym.xls
-	 Fragebogen	zu	Energieeffizienz	und	Nachhaltigkeit	nach	Teil	1	Pkt	 1.10 (sechsstellige Tarnnummer voranstellen)
000000_fragen_energie_nachhalt_arndt-gym.pdf
4.1.10 Bilddokumentation Bilddokumentation
01_bilddokumentation2009
02_bilddokumentation2011
03_hist. Aufnahmen
04_hist. text
05_hist.luftbild1928.jpg
06_luftbild2009_ausschnitt.jpg
07_luftbild2009_uebersicht.jpg
Literatur - Berlin und seine Bauten, Schulen
1991, Ernst und Sohn Verlag für Architektur und technische Wissen­ schaften Berlin
- 100 Jahre Arndt-Gymnasium Dahlem 1908-2008 - Festschrift Berlin , Story Verlag 2008
- Texte des Landesdenkmalamtes Berlin
- Zentralblatt der Bauverwaltung,
herausgegeben im Ministerium der öffentlichen Arbeiten
Berlin, 30.Oktober 1909
Internet FIS-Broker (GIS) der Senatsverwaltung für Stadtenwicklung Abbildungsnachweis Titelbild:	 Abbildungen:	 1-3,5 4 6 7,8 Fotodokumentation:
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