Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F02-05-2014-2C_955-2013
Timestamp: 2016-10-24 21:52:39
Document Index: 179418410

Matched Legal Cases: ['Art. 82', 'Art. 86', 'Art. 90', 'Art. 83', 'Art. 7', 'Art. 3', 'Art. 50', 'BGE', 'Art. 83', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 105', 'Art. 97', 'BGE', 'BGE', 'Art. 99', 'BGE', 'BGE', 'Art. 29', 'Art. 97', 'Art. 105', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 51', 'Art. 3', 'Art. 50', 'Art. 50', 'Art. 50', 'Art. 50', 'Art. 42', 'Art. 50', 'Art. 50', 'Art. 50', 'Art. 50', 'BGE', 'Art. 7', 'Art. 50', 'Art. 50', 'BGE', 'Art. 50', 'Art. 3', 'EuG', 'BGE', 'BGE', 'Art. 23', 'Art. 2', 'BGE', 'Art. 50', 'EuG', 'BGE', 'Art. 3', 'Art. 66', 'Art. 64', 'Art. 64', 'BGE', 'Art. 64']

2C_955/2013 (02.05.2014)
2C_955/2013 � � Urteil vom 2. Mai 2014
Bundesrichter Stadelmann, Kneub�hler
vertreten durch Herrn lic.iur. Semsettin Bastimar,
Sicherheitsdirektion des Kantons Z�rich, Postfach, 8090 Z�rich,
Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich, 4. Kammer, vom 11. September 2013.
Der pakistanische Staatsangeh�rige A.________ (geb. am xx.xx.xxxx) reiste am 8. November 1998 in die Schweiz ein, wo er erfolglos um Asyl ersuchte. Am 10. Juni 2002 heiratete er die aus Thailand stammende, 15 Jahre �ltere und sozialhilfeabh�ngige Schweizer B�rgerin B.________ und erhielt die Aufenthaltsbewilligung. Das Gesuch um Verl�ngerung der Bewilligung wurde am 25. August 2004 abgewiesen mit der Begr�ndung, A.________ und B.________ seien eine Scheinehe eingegangen. Die Verf�gung vom 25. August 2004 erwuchs unangefochten in Rechtskraft. Am 4. Oktober 2004 verstarb B.________.
�A.________ liess die ihm gesetzte Ausreisefrist verstreichen und heiratete am 2. M�rz 2005 die 1980 geborene schweizerisch-liechtensteinische Doppelb�rgerin C.________. Am 15. Mai 2005 nahm das Paar die eheliche Gemeinschaft im Kanton Luzern auf; zu einer Aufenthaltsregelung kam es dort aber nicht. A.________ zog am 11. Oktober 2006 ohne seine Ehefrau nach Z�rich und ersuchte das Migrationsamt des Kantons Z�rich (nachfolgend: Migrationsamt) um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung. In einem gemeinsamen Schreiben vom 21. M�rz 2007 gaben die Ehegatten gegen�ber dem Migrationsamt an, sie h�tten die Ehegemeinschaft ca. Mitte September 2006 aufgegeben und k�nnten noch nicht sagen, wann sie wieder zusammenleben w�rden. In der Folge erteilte das Migrationsamt A.________ eine bis zum 1. M�rz 2008 g�ltige Aufenthaltsbewilligung, wies eine Verl�ngerung derselben jedoch am 16. Juni 2008 ab, da keine wichtigen Gr�nde f�r das Getrenntleben vorliegen w�rden. Dieser Entscheid wurde letztinstanzlich mit Urteil des Bundesgerichts 2C_388/2009 vom 9. Dezember 2009 best�tigt.
�Bereits am 18. Dezember 2008 (gleichzeitig mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich) hatte A.________ beim Regierungsrat des Kantons Z�rich (nachfolgend: Regierungsrat) ein als "Wiedererw�gungsgesuch" bezeichnetes Begehren um Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung gestellt, welches dieser - nach weiteren Abkl�rungen - am 19. Mai 2010 guthiess, soweit es nicht gegenstandslos geworden war. A.________ erhielt eine bis zum 1. M�rz 2011 g�ltige Aufenthaltsbewilligung; diese wurde letztmals bis zum 1. M�rz 2012 verl�ngert.
Am 20. Juni 2012 wies das Migrationsamt das Gesuch um Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung ab und wies A.________ aus der Schweiz weg. Zur Begr�ndung f�hrte das Migrationsamt aus, aufgrund neuer Abkl�rungen sei davon auszugehen, dass A.________ aus migrationsrechtlichen Motiven an seiner bloss noch formell bestehenden Ehe festhalte.
�Den dagegen erhobenen Rekurs wies die Sicherheitsdirektion des Kantons Z�rich (nachfolgend: Sicherheitsdirektion) am 28. Februar 2013 ab. Das Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich (nachfolgend: Verwaltungsgericht) best�tigte diesen Entscheid auf Beschwerde hin mit Urteil vom 11. September 2013.
A.________ erhebt am 16. Oktober 2013 Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht mit den Antr�gen, das angefochtene Urteil aufzuheben und die Sicherheitsdirektion anzuweisen, die Aufenthaltsbewilligung zu verl�ngern; eventualiter sei die Sache zur neuen Beurteilung und erg�nzenden Pr�fung an das Verwaltungsgericht zur�ckzuweisen; subeventualiter sei die Unzumutbarkeit der Wegweisung festzustellen und die Sicherheitsdirektion anzuweisen, beim Bundesamt f�r Migration seine vorl�ufige Aufnahme zu beantragen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragt A.________, auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten und ihm seinen Rechtsvertreter als unentgeltlichen Rechtsbeistand zu bestellen.
�Das Verwaltungsgericht verzichtet auf Vernehmlassung, w�hrend das Bundesamt f�r Migration auf Abweisung der Beschwerde schliesst. Die Sicherheitsdirektion und das Migrationsamt lassen sich nicht vernehmen. A.________ repliziert am 4. Februar 2014.
�Mit Pr�sidialverf�gung vom 18. Oktober 2013 ist der Beschwerde antragsgem�ss aufschiebende Wirkung zuerkannt worden.
1.1.�Der verfahrensabschliessende Entscheid des Verwaltungsgerichts als letzter kantonaler Gerichtsinstanz in einer Angelegenheit des �ffentlichen Rechts unterliegt grunds�tzlich der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (Art. 82 lit. a BGG, Art. 86 Abs. 1 lit. d BGG, Art. 90 BGG). Gem�ss Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG ist die Beschwerde unzul�ssig gegen Entscheide auf dem Gebiet des Ausl�nderrechts betreffend Bewilligungen, auf die weder das Bundesrecht noch das V�lkerrecht einen Anspruch einr�umt.
1.2.�Der Beschwerdef�hrer beruft sich auf Art. 7 lit. d und e Anhang K Anlage 1 des Abkommens vom 21. Juni 2001 zur �nderung des �bereinkommens zur Errichtung der Europ�ischen Freihandelsassoziation (EFTA-�bereinkommen; SR 0.632.31) i.V.m. Art. 3 Anhang I FZA (SR 0.142.112.681) sowie auf Art. 50 Abs. 1 lit. a und b AuG (SR 142.20). Aufgrund der liechtensteinischen Staatsb�rgerschaft der Ehefrau des Beschwerdef�hrers und der am 2. M�rz 2005 geschlossenen, im Zeitpunkt des angefochtenen Urteils formell noch bestehenden Ehe ist die Anrufung dieser Bestimmungen statthaft. Ob der Anspruch auf Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung im konkreten Fall zu bejahen ist, bildet Gegenstand der materiellen Beurteilung (BGE 137 I 284 E. 1.3 S. 287). Die Beschwerde ist zul�ssig, soweit damit die Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung beantragt wird. Auf das Subeventualbegehren betreffend die vorl�ufige Aufnahme kann nicht eingetreten werden, da kein anfechtbarer Entscheid vorliegt; die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten w�re diesbez�glich ohnehin unzul�ssig (Art. 83 lit. c Ziff. 3 BGG).
1.3.�Die �brigen Sachurteilsvoraussetzungen geben zu keinen Bemerkungen Anlass. Auf die Beschwerde ist mit der genannten Einschr�nkung einzutreten.
2.2.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt zugrunde (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz von Amtes wegen berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinn von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG). Die beschwerdef�hrende Partei kann die Feststellung des Sachverhalts unter den gleichen Voraussetzungen beanstanden, wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Die R�ge, der Sachverhalt sei offensichtlich unrichtig festgestellt worden, ist gleichzusetzen mit der Willk�rr�ge (BGE 137 I 58 E. 4.1.2 S. 62; 133 II 249 E. 1.2.2 S. 252). Diese ist rechtsgen�glich substanziiert vorzubringen (BGE 136 II 304 E. 2.5 S. 314).
2.3.�Neue Tatsachen und Beweismittel d�rfen nur so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG). Unzul�ssig sind hingegen neue Tatsachen, die bereits der Vorinstanz h�tten vorgelegt werden k�nnen (BGE 136 III 123 E. 4.4.3 S. 129).
�Der vorgelegte Jahresbericht Pakistan 2013 von Amnesty International vom 23. Mai 2013 ist daher im vorliegenden Verfahren unbeachtlich, ebenso die mit Replik vom 4. Februar 2014 eingereichten Reisehinweise Pakistan des EDA vom 16. Juli 2013 und die Pakistan betreffenden Reise- und Sicherheitshinweise des deutschen ausw�rtigen Amts vom 26. Juni 2013.
2.4.�Tatsachen oder Beweismittel, welche sich auf das vorinstanzliche Prozessthema beziehen, sich jedoch erst nach dem angefochtenen Entscheid ereignet haben oder entstanden sind, k�nnen von vornherein nicht durch das angefochtene Urteil veranlasst worden sein (Urteil 2C_833/2011 vom 6. Juni 2012 E. 1.2 mit Hinweis). Solche Beweismittel sind als so genannte "echte Noven" im bundesgerichtlichen Verfahren in jedem Fall unzul�ssig (BGE 133 IV 342 E. 2.1 S. 344).
�Die (ebenfalls mit der Replik eingereichten) Pakistan betreffenden Reisehinweise des �sterreichischen Aussenministeriums vom 31. Januar 2014 sind nach dem angefochtenen Urteil vom 11. September 2013 entstanden und somit im vorliegenden Verfahren unbeachtlich. Das Gleiche gilt f�r die vom Migrationsamt am 4. M�rz 2014 eingereichten Kopien eines anonymen Schreibens vom 24. Februar 2014, der beigelegten Bildaufnahme und des zugeh�rigen Briefumschlags.
Der Beschwerdef�hrer r�gt eine Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV i.V.m. Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 BGG.
3.1.�Seine Ehefrau habe mehrmals erkl�rt, sie arbeite in der Musikbranche und habe sich Anfang 2011 selbstst�ndig gemacht, weshalb sie ihre Zeit meistens in Adligenswil (LU) verbringe und insbesondere am Wochenende auch dort �bernachte. Ihre gesch�ftliche T�tigkeit und den Sitz ihrer neu gegr�ndeten AG habe sie mit diversen Unterlagen belegen k�nnen. Diese Fakten seien von den Vorinstanzen nicht ber�cksichtigt worden. Auch die Feststellung der Kantonspolizei Luzern, wonach das Fahrzeug seiner Ehefrau nie zwischen Montagmorgen und Freitagabend vor der Wohnung in Adligenswil beobachtet worden sei, habe die Vorinstanz g�nzlich ausgeblendet. Schliesslich treffe auch die Feststellung der Vorinstanz nicht zu, er - der Beschwerdef�hrer - habe keine n�heren Angaben zum Hobby seiner Frau und zu ihrem genauen Arbeitsort machen k�nnen: Er habe bei der Befragung vom 30. November 2011 angegeben, seine Frau spiele mehrmals pro Woche L.________. Da sie das Instrument nicht zu Hause aufbewahre, habe er nicht genau sagen k�nnen, wo es sich befinde. Eine derart gravierende Verletzung des rechtlichen Geh�rs rechtfertige die Aufhebung des angefochtenen Urteils und die R�ckweisung der Sache an die Vorinstanz.
3.2.�Der Beschwerdef�hrer r�gt in Wirklichkeit nicht eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs, sondern eine offensichtlich unrichtige, d.h. willk�rliche Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts (vgl. E. 2.2). Die entsprechenden Vorbringen sind daher zusammen mit den �brigen Sachverhaltsr�gen zu behandeln.
4.1.�Die Vorinstanz erwog, gem�ss Art. 3 Abs. 1 und Abs. 2 lit. a Anhang K Anlage 1 des EFTA-�bereinkommens habe der Beschwerdef�hrer als Ehegatte einer in der Schweiz aufenthaltsberechtigten liechtensteinischen EFTA-Staatsangeh�rigen ungeachtet seiner eigenen Staatsangeh�rigkeit das Recht, bei dieser Person Wohnung zu nehmen. Diese Bestimmung entspreche w�rtlich Art. 3 Abs. 1 und Abs. 2 lit. a Anhang I FZA, so dass auf die Rechtsprechung zum FZA abgestellt werden k�nne. Gem�ss dieser stehe die Berufung auf das Aufenthaltsrecht von Familienangeh�rigen nach Art. 3 Anhang I FZA unter dem Vorbehalt des Rechtsmissbrauchs. Diese Rechtslage entspreche dem innerstaatlichen Recht, insbesondere Art. 51 Abs. 1 lit. a AuG. Im Unterschied zu Art. 3 Anhang I FZA sehe Art. 50 AuG nach Aufl�sung der Ehegemeinschaft unter gewissen Voraussetzungen einen Anspruch auf Bewilligungsverl�ngerung vor. Art. 50 AuG sei insoweit g�nstiger als das FZA bzw. das EFTA-�bereinkommen, weshalb sich der Beschwerdef�hrer als Ehegatte einer EFTA-Staatsangeh�rigen darauf berufen k�nne.
�Die eheliche Gemeinschaft des Beschwerdef�hrers und C.________ habe am 15. Mai 2005 begonnen und am 11. Oktober 2006 geendet. Entgegen dem Vorbringen des Beschwerdef�hrers sei es am 15. April 2009 nicht zu einer Wiederaufnahme des ehelichen Zusammenlebens gekommen. Das Bundesgericht habe im Urteil vom 9. Dezember 2009 best�tigt, der dem Verwaltungsgericht Anfang Februar 2009 eingereichte Mietvertrag belege f�r sich allein genommen nicht, dass die Ehegatten wieder zusammenleben w�rden. Der Regierungsrat habe u.a. gest�tzt auf einen neuen polizeilichen Ermittlungsbericht das Wiedererw�gungsgesuch des Beschwerdef�hrers gutgeheissen, da anzunehmen sei, dass die Eheleute seit April 2009 wieder zusammenleben w�rden. Im Oktober 2010 habe jedoch die Einwohnerkontrolle Adligenswil der Einwohnerkontrolle Urdorf im Kanton Z�rich (wo das Ehepaar gemeldet war) mitgeteilt, C.________ habe eine Initiative unterschrieben und dabei als Wohnadresse die U.________strasse (...) in Adligenswil angegeben. Zudem habe eine Drittperson bei der Anmeldung auf der Gemeinde Adligenswil angegeben, u.a. mit C.________ im gleichen Haushalt zu wohnen. Die Einwohnerkontrolle Urdorf habe diese Informationen an das Migrationsamt weitergeleitet, worauf erneut polizeiliche Ermittlungen betreffend die Ehe des Beschwerdef�hrers aufgenommen worden seien. Diese h�tten ergeben, dass die Eheleute nur zum Schein in Urdorf zusammenleben w�rden und dass C.________ mit D.________, welcher an der U.________strasse (...) in Adligenswil wohne, eine Beziehung pflege. Die Ehegemeinschaft des Beschwerdef�hrers mit C.________ habe l�ngstens bis zum 11. Oktober 2006 und damit weniger als eineinhalb Jahre gedauert. Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG vermittle somit keinen Bewilligungsanspruch. Weil der Beschwerdef�hrer rechtsmissbr�uchlich an einer inhaltslos gewordenen Ehe festhalte, k�nne er auch aus dem EFTA-�bereinkommen keinen Anspruch ableiten.
4.2.�Der Beschwerdef�hrer macht geltend, die eheliche Gemeinschaft habe insgesamt vier Jahre und neun Monate gedauert, n�mlich vom 15. Mai 2005 bis 11. Oktober 2006 und von April 2009 bis Juli 2012. Obwohl C.________ eventuell mit D.________ liiert (gewesen) sei, k�nne von einem definitiven Erl�schen des Ehewillens nicht die Rede sein. Erst nach Erhalt der negativen Verf�gung des Migrationsamts vom 20. Juni 2012 sei es zu einem heftigen Streit gekommen, in dessen Folge sich die Ehegatten getrennt h�tten. Die Berufung auf die Ehe sei nicht missbr�uchlich. Die Dreijahresfrist nach Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG sei erf�llt und er - der Beschwerdef�hrer - sei bestens integriert: Er sei stets erwerbst�tig gewesen und seit seiner Anwesenheit in der Schweiz nie strafrechtlich in Erscheinung getreten. Er verf�ge �ber einen einwandfreien Leumund und habe keine Schulden. Seine Sprachkenntnisse w�rden dem Niveau B1 entsprechen.
5.1.�Gem�ss Art. 42 Abs. 1 AuG haben ausl�ndische Ehegatten von Schweizerinnen und Schweizern Anspruch auf Erteilung und Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen. Nach Aufl�sung der Ehe oder der Familiengemeinschaft besteht der Anspruch des Ehegatten auf Erteilung und Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung weiter, wenn die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre gedauert hat und eine erfolgreiche Integration besteht (Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG) oder wichtige pers�nliche Gr�nde einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen (Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG). Wichtige Gr�nde im Sinn von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG k�nnen namentlich vorliegen, wenn die Ehegattin oder der Ehegatte Opfer ehelicher Gewalt wurde und die soziale Wiedereingliederung im Herkunftsland stark gef�hrdet erscheint (Art. 50 Abs. 2 AuG). Die Aufz�hlung dieser Gr�nde, welche alternativ zur Anwendung kommen, ist nicht abschliessend (BGE 136 II 1 E. 5.1-5.3).
�Diese Rechtslage besteht seit dem Inkrafttreten des AuG am 1. Januar 2008. Die Aufenthaltsbewilligung war dem Beschwerdef�hrer gest�tzt auf Art. 7 des Bundesgesetzes vom 26. M�rz 1931 �ber Aufenthalt und Niederlassung der Ausl�nder (ANAG; BS 1 121) erteilt worden. Weil der Beschwerdef�hrer am 1. Januar 2008 �ber eine auf der Ehe beruhende Bewilligung verf�gte, kann er grunds�tzlich vom nachehelichen Anspruch auf Verbleib in der Schweiz profitieren, selbst wenn die Ehegemeinschaft vor diesem Datum aufgel�st worden sein sollte (vgl. Urteil 2C_613/2013 vom 1. Februar 2014 E. 1.1).
5.2.�Die Vorinstanz hat - f�r das Bundesgericht im Prinzip verbindlich (vgl. E. 2.2) - festgestellt, dass die Ehegatten entgegen ihren Angaben das Zusammenleben im April 2009 nicht wieder aufgenommen haben. Als entscheidend gewichtete die Vorinstanz den Umstand, dass die Kantonspolizei Luzern C.________ am 7. November 2011 fr�hmorgens schlafend im Bett von D.________ vorgefunden hatte. Die Erkl�rung von C.________ , D.________ sei bloss ihr Vermieter und habe ihr ausnahmsweise sein Bett zur Verf�gung gestellt, da sie gesundheitlich angeschlagen sei, erachtete die Vorinstanz als wenig �berzeugend: Das Bett sei f�r zwei Personen hergerichtet gewesen und C.________ w�rde ihre Kleider in einer Kommode im Schlafzimmer von D.________ aufbewahren. Verschiedene weitere Indizien, namentlich die Angabe dieser Adresse auf dem Initiativbogen und der Umstand, dass C.________ regelm�ssig die Wochenenden in Adligenswil verbrachte, erh�rteten die Vermutung, dass sie dort wohnte und nicht in Urdorf. Diese Einsch�tzung deckte sich zudem mit der Auskunft eines Mitbewohners, welcher seine Aussage allerdings nachtr�glich wieder zur�ckzog. Die Vorinstanz wertete den Widerruf der Aussage mit nachvollziehbarer Begr�ndung als Gef�lligkeitsakt gegen�ber C.________ . Es ist auch nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz die Angabe von C.________ , sie arbeite regelm�ssig an den Wochenenden in ihren B�ror�umen an der U.________strasse (...) in Adligenswil, als nicht glaubw�rdig erachtete. Insgesamt ist die Vorinstanz willk�rfrei zum Schluss gekommen, dass die Ehegemeinschaft des Beschwerdef�hrers mit C.________ durch die Aufhebung des gemeinsamen Haushalts am 11. Oktober 2006 definitiv beendet wurde und damit weniger als drei Jahre gedauert hat.
�Die Vorbringen des Beschwerdef�hrers verm�gen diese Feststellung nicht zu ersch�ttern. Insbesondere ist nicht klar, was er aus dem Umstand ableiten m�chte, dass das Auto von C.________ zwischen Montagmorgen und Freitagabend in Adligenswil bei den polizeilichen Kontrollen nicht gesehen wurde: Dies l�sst nicht den Schluss zu, der Lebensmittelpunkt von C.________ habe sich in Urdorf befunden. Die Vorinstanz durfte aufgrund der Anwesenheit von C.________ in Adligenswil an den Wochenenden in Kombination mit den �brigen dort herrschenden Umst�nden annehmen, deren Lebensmittelpunkt befinde sich dort (und nicht in Urdorf). Auch die �brigen Sachverhaltsr�gen des Beschwerdef�hrers, namentlich in Bezug auf das Hobby von C.________ , sind nicht stichhaltig.
�Da die in der Schweiz gelebte tats�chliche Ehegemeinschaft weniger als drei Jahre gedauert hat, braucht nicht gepr�ft zu werden, ob eine erfolgreiche Integration vorliegt. Es besteht kein Anspruch auf Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung aus Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG.
5.3.�Im Zusammenhang mit einem geltend gemachten nachehelichen H�rtefall nach Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG ist nicht massgeblich, dass die Lebensbedingungen im Herkunftsland - wie der Beschwerdef�hrer geltend macht - schlechter sind als in der Schweiz; entscheidend ist vielmehr, ob die pers�nliche, berufliche und famili�re Wiedereingliederung als stark gef�hrdet erscheint (BGE 138 II 229 E. 3.1 S. 231 f., 137 II 345 E. 3.2.3 S. 349 f.). Daf�r gibt es hier keine Anhaltspunkte; insbesondere f�hrt der Beschwerdef�hrer keine "wichtigen pers�nlichen Gr�nde" an, welche einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz "erforderlich machen" w�rden, wie es der Gesetzeswortlaut verlangt. Ein Anspruch aus Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG ist daher zu verneinen.
6.1.�Der Beschwerdef�hrer hat als Ehegatte einer EFTA-Staatsangeh�rigen gest�tzt auf Art. 3 Abs. 1 Anhang K Anlage 1 des EFTA-�bereinkommens einen Anspruch auf Verl�ngerung der Bewilligung, solange die Ehe formell fortdauert (Urteil des EuGH vom 13. Februar 1985 C-267/83�
Diatta, Slg. 1985 S. 567 Randnrn. 18 ff; BGE 130 II 113 E. 8.3 S. 129). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung steht dieses Recht unter dem Vorbehalt des Rechtsmissbrauchs: Fehlt der Wille zur Gemeinschaft und dient das formelle Eheband ausschliesslich (noch) dazu, die ausl�nderrechtlichen Zulassungsvorschriften zu umgehen, f�llt der Anspruch dahin (BGE 139 II 393 E. 2.1 S. 395, 130 II 113 E. 9 S. 129 ff.). Die vom (origin�r anwesenheitsberechtigten) Angeh�rigen eines EFTA-Staats abgeleitete Bewilligung des Drittstaatsangeh�rigen kann in diesem Fall mangels Fortdauerns der Bewilligungsvoraussetzungen gest�tzt auf Art. 23 Abs. 1 der Verordnung vom 22. Mai 2002 �ber die Einf�hrung des freien Personenverkehrs (VEP; SR 142.203) widerrufen oder nicht (mehr) verl�ngert werden, da das Freiz�gigkeitsabkommen diesbez�glich keine abweichenden Bestimmungen enth�lt (vgl. Art. 2 Abs. 2 AuG; BGE 139 II 393 E. 2.1 S. 395).
6.2.�Die Vorinstanz wertet das Verhalten des Beschwerdef�hrers, welcher sich im Gesuch um Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung vom 28. Februar 2012 auf die Ehe mit C.________ berufen und das Feld "gemeinsamer Haushalt (zusammenwohnend) " angekreuzt hatte, als rechtsmissbr�uchlich.
6.2.1.�Aufgrund der tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz, welche im Zusammenhang mit Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG dargelegt und best�tigt wurden (vgl. E. 5.2), muss sich der Beschwerdef�hrer vorhalten lassen, dass er sich auf eine inhaltsleer gewordene, nur noch formell bestehende Ehe berufen hat, um sein Aufenthaltsrecht zu sichern. Der Einwand, eine aussereheliche Beziehung mache eine Ehe nicht inhaltslos und leer, greift von vornherein nicht, da die Ehegatten nachweislich nicht zusammenlebten und gerade keine echte Ehe (mehr) f�hrten. Die Tatsache, dass der Regierungsrat noch im Mai 2010, als die Ehegemeinschaft l�ngst nicht mehr gelebt wurde, rechtskr�ftig entschieden hat, die Voraussetzungen f�r den Familiennachzug seien erf�llt, �ndert am Vorwurf des Rechtsmissbrauchs nichts.
6.2.2.�Auch der Einwand des Beschwerdef�hrers, er sei aufgrund der Anwendbarkeit des EFTA-�bereinkommens nicht verpflichtet gewesen, "st�ndig, w�hrend sieben Tagen pro Woche" mit seiner Gattin zusammenzuwohnen, verf�ngt nicht. Zwar hat das Bundesgericht im Einklang mit der Rechtsprechung des EuGH (vgl. das in E. 6.1 zitierte Urteil�
Diatta�) entschieden, nach weniger als 5 Monaten Getrenntlebens k�nne, in Ermangelung weiterer (beweiskr�ftiger) Elemente, die M�glichkeit der Wiederaufnahme der Ehegemeinschaft nicht ausgeschlossen werden (vgl. Urteil 2C_766/2011 vom 19. Juni 2012 E. 4.2 mit Hinweis auf BGE 130 II 113 E. 10.3 S. 136). Das Migrationsamt hat diesen Grundsatz befolgt, indem es dem Beschwerdef�hrer im Fr�hjahr 2007 trotz seines Auszugs aus der ehelichen Wohnung am 11. Oktober 2006 eine Aufenthaltsbewilligung erteilte. Wenn das Migrationsamt im Herbst 2010 Kenntnis davon erhielt, dass C.________ - entgegen den Erw�gungen des Regierungsrates vom 19. Mai 2010 - in Wirklichkeit nicht mit dem Beschwerdef�hrer zusammen in Urdorf wohnte, sondern in Adligenswil, durfte es gest�tzt auf weitere polizeiliche Abkl�rungen die Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung verweigern, ohne das Freiz�gigkeitsrecht zu verletzen; dies hat die Vorinstanz zu Recht erkannt. Selbst bei der gebotenen Zur�ckhaltung in Bezug auf die Anwendung des Rechtsmissbrauchsverbots (vgl. PETER UEBERSAX, der Rechtsmissbrauch im Ausl�nderrecht, unter Ber�cksichtigung der Rechtsprechung des Bundesgerichts, Jahrbuch f�r Migrationsrecht 2005/2006, 2006, S. 27) ist aufgrund der eindeutigen Faktenlage nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz den Rechtsmissbrauch bejaht hat.
6.3.�Nach dem Gesagten verschafft auch Art. 3 Abs. 1 Anhang K Anlage 1 des EFTA-�bereinkommens dem Beschwerdef�hrer keinen Anspruch auf Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung.
Die Vorinstanz hat sodann die Verh�ltnism�ssigkeit der Massnahme zu Recht bejaht. Der Beschwerdef�hrer ist als Erwachsener, im Alter von 26 Jahren, in die Schweiz gekommen und hat nach wie vor Kontakte zu Pakistan. Den Feststellungen der Vorinstanz zufolge war er im September 2010 f�r vier Wochen dorthin gereist. Die Vorinstanz verweist ferner auf die Aussage von C.________ anl�sslich der polizeilichen Befragung vom 11. November 2010, wonach der Beschwerdef�hrer in Pakistan Land gekauft habe. Diese Tatsachen werden vom Beschwerdef�hrer nicht bestritten. Die R�ge, eine R�ckkehr sei unzumutbar, ist vor diesem Hintergrund nicht zu h�ren. Zwar ist dem Beschwerdef�hrer zugute zu halten, dass er - mit Ausnahme der Zeit als Asylsuchender - immer gearbeitet hat und der �ffentlichen Hand nicht zur Last gefallen ist. Auch dass er (von der illegalen Einreise abgesehen) nicht straff�llig wurde und keine Schulden hat, ist positiv zu w�rdigen. Diese Umst�nde lassen aber eine R�ckkehr nach Pakistan nicht als unverh�ltnism�ssig erscheinen, zumal der Beschwerdef�hrer kinderlos ist und von seiner Gattin getrennt lebt. Auch wenn er im Zeitpunkt des angefochtenen Urteils fast 15 Jahre in der Schweiz verbracht hat, ist es ihm im Alter von 41 Jahren zumutbar, in seine Heimat zur�ckzukehren und eine neue Existenz aufzubauen.
Aus den vorstehenden Erw�gungen ergibt sich, dass die Beschwerde abzuweisen ist, soweit darauf eingetreten werden kann.
8.1.�Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der unterliegende Beschwerdef�hrer gem�ss Art. 66 Abs. 1 BGG grunds�tzlich kostenpflichtig; er hat indessen um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege ersucht.
8.2.�Gem�ss Art. 64 Abs. 1 BGG befreit das Bundesgericht eine Partei, die nicht �ber die erforderlichen Mittel verf�gt, auf Antrag von der Bezahlung der Gerichtskosten und von der Sicherstellung der Parteientsch�digung, sofern ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint. Wenn es zur Wahrung ihrer Rechte notwendig ist, bestellt das Bundesgericht der Partei einen Anwalt oder eine Anw�ltin (Art. 64 Abs. 2 erster Satz BGG). Praxisgem�ss sind Prozessbegehren als aussichtslos anzusehen, bei denen die Gewinnaussichten betr�chtlich geringer sind als die Verlustgefahren und die deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden k�nnen. Dagegen gilt ein Begehren nicht als aussichtslos, wenn sich Gewinnaussichten und Verlustgefahren ungef�hr die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Massgebend ist, ob eine Partei, die �ber die n�tigen finanziellen Mittel verf�gt, sich bei vern�nftiger �berlegung zu einem Prozess entschliessen w�rde; eine Partei soll einen Prozess, den sie auf eigene Rechnung und Gefahr nicht f�hren w�rde, nicht deshalb anstrengen k�nnen, weil er sie nichts kostet (BGE 138 III 217 E. 2.2.4; 129 I 129 E. 2.3.1 S. 135 mit Hinweisen).
�In Anbetracht der Sach- und Rechtslage waren dem Rechtsmittel keine realistischen Erfolgsaussichten beschieden. Der Beschwerdef�hrer erhebt fast ausschliesslich Sachverhaltsr�gen, welche vom Bundesgericht nur eingeschr�nkt �berpr�fbar sind. Dies musste ihm, der sich durch eine rechtskundige Person vertreten liess, bekannt sein. Die Beschwerde erweist sich damit als aussichtslos. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist abzuweisen und die (umst�ndehalber reduzierten) Gerichtskosten sind dem Beschwerdef�hrer aufzuerlegen.
�Der Vollst�ndigkeit halber ist darauf hinzuweisen, dass der Vertreter des Beschwerdef�hrers auch im Fall der Gew�hrung der unentgeltlichen Prozessf�hrung nicht als unentgeltlicher Rechtsbeistand bestellt worden w�re: Gem�ss Art. 64 Abs. 2 BGG ist die unentgeltliche Verbeist�ndung im bundesgerichtlichen Verfahren patentierten Rechtsanw�ltinnen und -anw�lten vorbehalten (Urteil 2C_323/2011 vom 29. August 2011 E. 2).