Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=6%20U%20112/03
Timestamp: 2018-12-14 20:50:48
Document Index: 124774252

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 15', '§ 14', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 11', '§ 246', '§ 291', 'BGH', '§ 13', '§ 288', '§ 246', '§ 291', '§ 352', 'BGH', '§ 13', '§ 288']

Rechtsprechung: 6 U 112/03 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: OLG Celle, 27.05.2004
OLG Karlsruhe, 22.10.2003 - 6 U 112/03
Markenrechtsverletzung im Internet: Mitverantwortlichkeit des Registrars von Internet-Domains für markenverletzende Metatags auf Seiten der Domain-Inhaber
Markenrechtlich geschützte Begriffe in Metatags unzulässig
Unterlassungsanspruch aus Markenrecht und Firmenrecht gegen einen Registrator von Internet-Domains; Benutzung einer geschützten Marke/eines Firmenbestandtteils zur Anmeldung bei einer Suchmaschine und als Metatag im HTML Quellcode ; Störereigenschaft in der markenrechtlichen Unterlassungshaftung
Störerhaftung des Registrars
LG Mannheim, 07.04.2003 - 22 O 3/03
MMR 2004, 256
Das Bestehen einer solchen Prüfungspflicht führt aber nur dann zu einem Unterlassungsanspruch, wenn der Störer nach Kenntniserlangung und Prüfung die Störung nicht unverzüglich beseitigt (vgl. OLG Karlsruhe, WRP 2004, 507, 508 ; LG Berlin, CR 2007, 742, 743).
Nach deutschem Recht ist die Haftung des Domain-Inhabers für die Inhalte der unter seiner Domain betrieben Website nach ständiger Rechtsprechung zu bejahen, vgl. etwa LG Köln, MMR 2002, 254; ZUM-RD 2002, 484, LG, BGH MMR 2002, 456, 460, OLG Karlsruhe, MMR 2004, 256, das sogar eine Haftung des Registrars annimmt, da dieser auf den Domaininhaber einwirken kann.
Vielmehr haftet als Störer - und zwar grundsätzlich unabhängig von Art und Umfang seines eigenen Tatbeitrages - jeder, der in irgendeiner Weise willentlich und adäquat kausal an der Herbeiführung der rechtswidrigen Beeinträchtigung mitgewirkt hat, wobei als Mitwirkung auch die Unterstützung oder Ausnutzung der Handlung eines eigenverantwortlich handelnden Dritten genügt, sofern der in Anspruch Genommene die rechtliche Möglichkeit zur Verhinderung dieser Handlung hatte (…ständige Rechtsprechung, vgl. Baumbach/Hefermehl, WettbewerbsR, 20. Aufl., UWG Einleitung, Rdnr. 327; OLG Karlsruhe, Urt. v. 22.10.2003, - 6 U 112/03, Tz. 8, - zit. nach juris)).
Durch die rechtswidrige Nutzung der Domain begeht der Registrant eine schwerwiegende Vertragsverletzung, die der Registrar nicht hinnehmen muss (vgl. OLG Karlsruhe, Urt. v. 22.10.2003, - 6 U 112/03, Tz. 13, - zit. nach juris).
Entsprechend ist in der Rechtsprechung anerkannt, dass Domain-Registrare unter der Annahme der weiteren Voraussetzungen der Störerhaftung durch die Bereitstellung rechtlicher Hilfestellung bei der Nutzung des Internet in die Haftung genommen werden können (OLG Karlsruhe, Urteil vom 22.10.2003, 6 U 112/03; KG, Beschl. vom 10.7.2014, 10 W 142/13, jeweils m.w.N.).
(…vgl. zur Kennzeichenverletzung durch Metatags a. Ingerl/Rohnke, MarkenG, 2. Aufl., nach § 15 Rdnr. 83;… Ströbele/Hacker, MarkenG, 7. Aufl., § 14 Rdnr. 118, 119; OLG Karlsruhe MMR 2004, 256; LG Braunschweig 9 O 2406/03 Urteil v. 10.12.03; sowie zu dem adword "impuls" LG München MMR 2004, 689 - Impuls mit zust. Anm. Pankoke MMR 2004, 690).
Deren Umfang bestimmt sich danach, ob und inwieweit dem als Störer Inanspruchgenommenen nach den Umständen eine Prüfung zuzumuten ist (BGH NJW 2001, 3265 "ambiente.de"; OLG Karlsruhe, MMR 2004, 256).
Weiter wurde teilweise unter Übertragung der Rechtsprechung des BGH zu Host Providern (BGH NJW 2012, 1048 - Google Blogspot) eine Pflicht zur Kontaktaufnahme mit dem Kunden verlangt (OLG Karlsruhe MMR 2004, 256 [OLG Karlsruhe 22.10.2003 - 6 U 112/03] ; KG Berlin MMR 2014, 776 [KG Berlin 10.07.2014 - 10 W 142/13] ;… LG Köln, Urt. v. 13.05.2015 - 28 O 11/15 m. krit. Anm. Kremer/Halim, jurisPR-ITR 13/2015, Anm. 3).
LG Braunschweig, 27.07.2006 - 9 O 1778/06
Markenrechtsverletzung: Verwendung einer eingetragenen Marke als Ad-word in …
OLG Celle, 27.05.2004 - 6 U 112/03
Notarieller Grundstückskaufvertrag: Nichtigkeit einer formularmäßigen Verkürzung der Gewährleistungsfrist für ein Bauwerk
Notarvertrag als AGB
AGBG § 11 Nr. 10 Buchst. f
Klausel in einem Notarvertrag als Allgemeine Geschäftsbedingung
Eigene Aufnahme einer Klausel durch den Notar: Folgen
Wirksamkeit einer Klausel in einem Notarvertrag über die Verkürzung einer Gewährleistungsfrist für ein Bauwerk; Pflicht eines Notars zur Aufklärungüber mögliche Risiken und Nachteile einer Abweichung von der gesetzlichen Gewährleistungsfrist; Anspruch auf Zahlung einer Kostenvorschusses für die Beseitigung von Mängeln an einem Bauwerk; Feststellung eines Mangels an einem Bauwerk anhand einer statistischen Nachberechnung des Dachs durch ein Ingenieurbüro
Bauträgervertrag: Auch vom Notar gewählte Gewährleistungsfrist unterliegt Inhaltskontrolle! (IBR 2004, 374)
LG Verden, 15.05.2003 - 5 O 175/02
BauR 2004, 1624
Die Zinshöhe beträgt - auch unter Berücksichtigung der Zweckbindung des Vorschussanspruchs - gem. § 246 BGB nicht nur 4 % (…so aber Kniffka/Koeble, Kompendium des Baurechts, 2. Aufl., 6. Teil, RN. 192), sondern die Verzinsung richtet sich nach §§ 291, 288 Abs. 1 S. 2 BGB (BGH, NJW 1983, 2191; vergl. auch OLG Celle, Urteil vom 27.05.2004 6 U 112/03 und Ingenstau/Korbion/Wirth, VOB, 14. Aufl. § 13 VOB/B, RN. 563, der allerdings unzutreffend von einem Zinssatz von 5 %, und nicht 5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz, nach § 288 Abs. 1 S. 1 BGB ausgeht).
Die Zinshöhe beträgt - auch unter Berücksichtigung der Zweckbindung des Vorschussanspruchs - gem. § 246 BGB nicht nur 4% (…so aber Kniffka/Koeble, Kompendium des Baurechts, 2. Aufl., 6. Teil, RN. 192), sondern die Verzinsung richtet sich nach §§ 291, 288 Abs. 1 S. 2 BGB , § 352 Abs. 1 HGB (BGH, NJW 1985, 2325 ; 1983, 2191 ; 1980, 1955, 1956; OLG München, BauR 1996, 547, 548; vgl. auch OLG Celle, Urteil vom 27.05.2004 - 6 U 112/03 und Ingenstau/Korbion/Wirth, VOB , 14. Aufl., § 13 VOB/B , RN. 563, der allerdings unzutreffend von einem Zinssatz von 5%, und nicht 5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz, nach § 288 Abs. 1 S. 1 BGB ausgeht).