Source: https://www.jusmeum.de/gesetz/lmtausbv-2000
Timestamp: 2020-01-19 06:13:15
Document Index: 126438887

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', 'Art. 1']

Der Ausbildungsberuf Fachkraft für Lebensmitteltechnik wird staatlich anerkannt.
Bereitstellen und Vorbereiten von Roh-, Zusatz-, Hilfsstoffen und Halbfabrikaten,
Steuern von Produktionsprozessen,
Bereitstellen und Einsetzen von Verpackungsmaterialien sowie Verpacken von Produkten,
Lagern von Materialien und Produkten,
Reinigen, Pflegen und Warten von Geräten, Maschinen und Anlagen.
(3) Der Prüfling soll im praktischen Teil der Prüfung in insgesamt höchstens vier Stunden drei Arbeitsproben durchführen. Hierfür kommen insbesondere in Betracht:
Durchführen einer Qualitätskontrolle,
Rüsten, in Betrieb nehmen und Bedienen von Verpackungsmaschinen und -anlagen,
Dabei soll der Prüfling zeigen, dass er Betriebsanleitungen und -anweisungen anwenden, arbeitsbezogene Berichte anfertigen sowie Gesichtspunkte der Hygiene, der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes bei der Arbeit, des Umweltschutzes sowie der Wirtschaftlichkeit berücksichtigen kann.
Auftragsannahme und Bedarfsermittlung,
Bereitstellung und Lagerung von Roh-, Zusatz-, Hilfsstoffen und Halbfabrikaten,
Verpackungsmaterialien und -techniken.
(2) Der Prüfling soll im praktischen Teil der Prüfung in insgesamt höchstens sechs Stunden drei Arbeitsproben durchführen. Hierfür kommen insbesondere in Betracht:
Rüsten, in Betrieb nehmen und Bedienen einer Produktionsmaschine/-anlage sowie Steuern und Überwachen des Produktionsprozesses,
Umrüsten, in Betrieb nehmen und Bedienen einer Verpackungsmaschine/-anlage sowie Steuern und Überwachen des Verpackungsprozesses und
Durchführen von mindestens einer Qualitätskontrolle und Beurteilen von Roh-, Zusatz-, Hilfsstoffen, Halbfabrikaten und Fertigprodukten.
Dabei soll der Prüfling zeigen, dass er Mittel der Kommunikation anwenden sowie Gesichtspunkte der Hygiene, der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes bei der Arbeit, des Umweltschutzes und der Wirtschaftlichkeit berücksichtigen kann.
(3) Der Prüfling soll im schriftlichen Teil der Prüfung in den Prüfungsbereichen Technik, Qualitätsmanagement sowie Wirtschafts- und Sozialkunde geprüft werden. Es kommen Aufgaben, die sich auf praxisbezogene Fälle beziehen sollen, insbesondere aus folgenden Gebieten in Betracht:
im Prüfungsbereich Technik:
Verwendung von Roh-, Zusatz-, Hilfsstoffen und Halbfabrikaten, Verfahrenstechnik und Verfahrensabläufe sowie berufsbezogene Berechnungen, nach Wahl des Prüflings aus einem der Bereiche
Getränkeherstellung oder
Auftragsannahme, Arbeitsplanung und -organisation,
Lagerarten, -techniken, -mittel und -bedingungen,
Lagerbestandskontrolle und Inventur;
im Prüfungsbereich Qualitätsmanagement:
Eigenschaften von Roh-, Zusatz-, Hilfsstoffen, Halbfabrikaten, Fertigprodukten und Verpackungsmaterialien, Grundsätze und Vorschriften der Hygiene sowie berufsbezogene Berechnungen, nach Wahl des Prüflings aus einem der Bereiche
Strukturmerkmale und Ziele des Qualitätsmanagements,
rechtliche Rahmenbedingungen des Qualitätsmanagements,
Kontrolle und Dokumentation im Rahmen des Qualitätsmanagements;
1. im Prüfungsbereich Technik 150 Minuten,
2. im Prüfungsbereich Qualitätsmanagement 90 Minuten,
(6) Innerhalb des schriftlichen Teils der Prüfung hat der Prüfungsbereich Technik gegenüber jedem der übrigen Prüfungsbereiche das doppelte Gewicht.
(7) Die Prüfung ist bestanden, wenn jeweils im praktischen und im schriftlichen Teil der Prüfung sowie innerhalb des schriftlichen Teils der Prüfung im Prüfungsbereich Technik mindestens ausreichende Leistungen erbracht sind.
Anlage (zu § 4) Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung Fachkraft für Lebensmitteltechnik
(Fundstelle: BGBl. I 2000, 118 - 120)
5 betriebliche und technische Kommunikation (§ 3 Nr. 5) a) Betriebsanleitungen und -anweisungen anwenden 4
b) arbeitsbezogene Berichte anfertigen
c) Informationen beschaffen, bewerten und austauschen 3
d) betriebliche Informationssysteme nutzen 3
e) situationsgerechte Gespräche im Arbeitsumfeld führen und betriebliche Präsentationstechniken anwenden
6 Qualitätsmanagement (§ 3 Nr. 6) a) Bedeutung und Struktur des Qualitätsmanagements darstellen 6
b) rechtliche und betriebsbezogene Vorgaben des Qualitätsmanagements anwenden
c) Grundsätze und Vorschriften der Personal-, Produkt- und Betriebshygiene anwenden
d) Proben nehmen und analytische Untersuchungen durchführen 6
e) Roh-, Zusatz-, Hilfsstoffe, Halbfabrikate und Fertigprodukte auf Menge, Gewicht und Beschaffenheit prüfen
f) Verpackungsmaterialien prüfen
g) Arbeitsergebnisse kontrollieren und bewerten 6
h) Kontrollergebnisse dokumentieren und sichern
7 Auftragsannahme, Arbeitsplanung und -Organisation (§ 3 Nr. 7) a) Arbeitsauftrag in Arbeitsschritte gliedern 2
b) Arbeitsmittel auswählen und Sicherungsmaßnahmen festlegen
c) Materialbedarf ermitteln, bestellen und annehmen 2
d) Arbeitszeit und Personaleinsatz unter Berücksichtigung von Team- und Gruppenarbeit planen 2
e) Arbeitsplatz unter Berücksichtigung des Gesamtarbeitsablaufs einrichten 4
f) Arbeitsplatz technisch einrichten, Personal anforderungsgerecht einsetzen
8 Bereitstellen und Vorbereiten von Roh-, Zusatz-, Hilfsstoffen und Halbfabrikaten (§ 3 Nr. 8) a) Roh-, Zusatz-, Hilfsstoffe und Halbfabrikate unter wirtschaftlichen und fertigungstechnischen Gesichtspunkten bereitstellen 10
b) Roh-, Zusatz-, Hilfsstoffe und Halbfabrikate nach Rezepturen für die Fertigung vorbereiten
9 Steuern von Produktionsprozessen (§ 3 Nr. 9) a) Produktionsmaschinen und -anlagen rüsten, in Betrieb nehmen und bedienen 14
b) Produktionsmaschinen und -anlagen umrüsten, in Betrieb nehmen und bedienen
c) Produktionsprozesse unter Berücksichtigung verfahrenstechnischer und betriebsbezogener Vorschriften steuern und überwachen 14
d) Störungen im Produktionsprozess feststellen und nach rechtlichen und betriebsbezogenen Vorgaben Maßnahmen ergreifen 11
10 Bereitstellen und Einsetzen von Verpackungsmaterialien sowie Verpacken von Produkten (§ 3 Nr. 10) a) Verpackungsmaterialien und Fertigprodukte nach wirtschaftlichen und fertigungstechnischen Gesichtspunkten bereitstellen 14
b) Verpackungsmaschinen und -anlagen rüsten, in Betrieb nehmen und bedienen
c) Verpackungsmaschinen und -anlagen umrüsten, in Betrieb nehmen und bedienen 14
d) Verpackungstechniken anwenden
e) Verpackungsprozesse steuern und überwachen 14
f) Störungen im Verpackungsprozess feststellen und nach rechtlichen und betriebsbezogenen Vorgaben Maßnahmen ergreifen
11 Lagern von Materialien und Produkten (§ 3 Nr. 11) a) Roh-, Zusatz-, Hilfsstoffe, Halbfabrikate und Fertigprodukte qualitätserhaltend nach 10
b) logistischen Gesichtspunkten lagern Verpackungsmaterialien ihren Eigenschaften gemäß lagern
c) Lagerbestandskontrollen durchführen 3
d) Inventur durchführen
12 Reinigen, Pflegen und Warten von Geräten, Maschinen und Anlagen (§ 3 Nr. 12) a) Geräte, Maschinen und Anlagen reinigen und pflegen 6
b) Maschinen und Anlagen begleitend warten 4
c) Wartungspläne erstellen 4
d) vorbeugende Wartung durchführen
e) Instandhaltungsmaßnahmen veranlassen
Stand: Geändert durch Art. 1 V v. 28.10.2013 I 3902
2000, 115: BGBl I