Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHSt+6,+82
Timestamp: 2018-12-15 05:52:04
Document Index: 149610558

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 73', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 316', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 29.04.1954 - 4 StR 837/53 - dejure.org
BGHSt 6, 82
NJW 1954, 1168
Schließlich hat der Angeklagte den Angriff auf den Taxifahrer unter Ausnutzung der besonderen Verhältnisse des Straßenverkehrs unternommen (BGHSt 6, 82 ff).
Der Annahme einer solchen gleichartigen Handlungseinheit steht die höchstpersönliche Natur des verletzten Rechtsguts nicht unbedingt entgegen, sie ist also auch bei Tötungsdelikten denkbar (vgl. Schönke-Schröder Anm.2 zu § 73 StGB; BGHSt 1, 21; 6, 82).
Belanglos ist, ob der Überfall während des Fahrens, während eines vorübergehenden Haltens des Fahrzeugs auf der Fahrbahn oder - auf Grund eines vor diesem Zeitpunkt gefaßten Entschlusses - nach Erreichen des Fahrtzieles ausgeführt wird (BGHSt 6, 82, 83 f [BGH 29.04.1954 - 4 StR 837/53]; 13, 27, 30 [BGH 24.02.1959 - 4 StR 527/58]; 15, 322, 324, 325 [BGH 16.02.1961 - 1 StR 621/60]; NJW 1964, 1630 Nr. 13 unter a).
Der Täter erfüllt den inneren Tatbestand des Autostraßenraubes vielmehr auch dann, wenn er erst wahrend der Fahrt aus der Eingebung des Augenblicks heraus den Entschluß faßt, die Möglichkeiten, die die Benutzung des Fahrzeugs im Straßenverkehr bietet, zur Begehung des Raubes oder der räuberischen Erpressung auszunutzen (so schon BGHSt 6, 82, 83 f [BGH 29.04.1954 - 4 StR 837/53]; ferner BGH 2 StR 539/64 vom 13. Januar 1965; NJW 1964, 1630 Nr. 13 unter a).
Denn § 316 a StGB stellt nur auf die Ausnutzung der durch die Fahrt geschaffenen Gefahrenlage ab, der Täter braucht sie nicht selbst herbeizuführen (BGHSt 6, 82, 84 [BGH 29.04.1954 - 4 StR 837/53]; 18, 170, 171) [BGH 18.12.1962 - 1 StR 452/62].
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