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Timestamp: 2019-04-22 23:07:54
Document Index: 373466837

Matched Legal Cases: ['§ 85', '§ 86', '§ 89', '§ 31', '§ 10', '§ 10', '§ 93', '§ 3', '§ 3', '§ 146', '§ 152', '§ 162', '§ 233', '§ 240', '§ 329', '§ 89', '§ 337', '§ 22']

Tax Porn | Komm und mach mir endlich meine Steuererklärung! | Seite 2
Auflösung: der Beck’sche Saufziegel
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Es wurde viel geraten, daher möchte ich es nun endlich mal auflösen (Danke an Katha die mich daran erinnert hat :D)
Also, den Beck’schen Saufziegel kurz erklärt:
Wir reden hier von einem hohlen Buch, sowohl die Steuergesetzte, als auch die Richtlinien in der Beck`schen Fassung eignen sich aufgrund Ihrer Maße (20,8 x 16,4 x 9 cm) wunderbar um darin einen Flachmann zu verstecken 😀
Den internen Witz gibt es übrigens in allen Berufsgruppen, die diese Ausgaben verwenden, wieso man bisher nichts dazu bei Google fand ist mir schleierhaft, aber das habe ich ja nun geändert 😉
Gelöst hat es übrigens: @A3803, dein gewonnener Wunschartikel erscheint auch bald!
#Zitatesammlung
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All hail the Abgabenordnung Part II
Von steuerfee ¶ Veröffentlicht in Steuern	¶ Getaggt mit AO, Basics, Finanzamt, Finanzämter, Steuerhinterziehung	¶ Hinterlasse einen Kommentar
Heute beschäftigen wir uns mit den Besteuerungsgrundsätzen, die für jeden Steuerpflichtigen gelten und von der Finanzverwaltung zu beachten sind:
§ 85 Die Finanzbehörden haben die Steuern nach Maßgabe der Gesetze gleichmäßig festzusetzen und zu erheben. Insbesondere haben sie sicherzustellen, dass Steuern nicht verkürzt, zu Unrecht erhoben oder Steuererstattungen und Steuervergütungen nicht zu Unrecht gewährt oder versagt werden.
Merke: Für alle gelten die selben Regeln, nämlich die, die der Gesetzgeber vorschreibt. Alle Eingaben müssen deshalb geprüft und im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben bearbeitet werden, also theoretisch.
Allerdings passiert das nicht immer so wie es sollte, deswegen gibt es verschiedene Rechtsmittel, aber zu denen kommen wir später.
§ 86 Die Finanzbehörde entscheidet nach pflichtgemäßem Ermessen, ob und wann sie ein Verwaltungsverfahren durchführt. Dies gilt nicht, wenn die Finanzbehörde auf Grund von Rechtsvorschriften
von Amts wegen oder auf Antrag tätig werden muss
nur auf Antrag tätig werden darf und ein Antrag nicht vorliegt
Die Finanzbehörde darf also nur tätig werden, wenn man zu den Pflichtveranlagern gehört, Antragsveranlager werden nur unter bestimmten Voraussetzungen zu Pflichtveranlagern, das Thema werde ich zusammen mit den Steuerklassen und deren Wahl nochmal ausführlicher darstellen.
Die weiteren Paragraphen beschäftigen sich mit:
der Amtssprache, diese ist deutsch.
Sollten Dokumente in einer anderen Sprache vorgelegt werden, können jederzeit Übersetzungen im Rahmen der Mitwirkungspflicht angefordert werden.
der elektronischen Kommunikation: diese ist seit ein paar Jahren ein großes Thema, da die Behörden zur papierlosen Steuererklärung streben, allerdings müssen dafür Vorschriften geschaffen werden, die sicherstellen, dass Manipulation ausgeschlossen werden kann.
§ 89 (1) Die Finanzbehörde ermittelt den Sachverhalt von Amts wegen. Sie bestimmt Art und Umfang der Ermittlungen; an das Vorbringen und an die Beweisanträge der Beteiligten ist sie nicht gebunden. Der Umfang dieser Pflichten richtet sich nach den Umständen des Einzelfalls.
Dieser Paragraph ist bedeutsam für all jene, die sich bisher keine Gedanken darum gemacht haben, ihre Steuererklärung mitsamt aller Belege an das Finanzamt zu schicken, denn sobald Zahlen oder Berechnungen in der Steuererklärung nicht nachvollziehbar nachgewiesen werden können, behält sich die Finanzbehörde vor, diese Angaben außer Acht zu lassen, das passiert heute eher weniger, die Finanzbehörden sind dazu übergegangen in solchen Fällen eine „Prüfung der Steuererklärung“ anzuordnen und entsprechende Belege nachzufordern.
Der zweite Absatz stellt sicher, dass Menschen die nicht wissen welche Dinge in eine Steuererklärung gehören, die selben Rechte haben wie jene die es wissen, daher wird bei allen Steuerpflichtigen die Günstigerprüfung durchgeführt, hier wird gecheckt:
ob das gewährte Kindergeld oder die aus den Kinderfreibeträgen resultierende Steuerermäßigung günstiger ist (§ 31 EStG),
ob die gewährte „Riester-Zulage“ oder der Steuervorteil durch den möglichen Sonderausgabenabzug ein besseres Ergebnis bringt (§ 10a Abs. 2 EStG),
ob der Steuervorteil für Einzahlungen in eine sog. „Rürup-Rente“ nach dem bis 2005 geltenden Recht oder der nach dem neuen Recht ab 2005 günstiger ist (§ 10 Abs. 4a EStG).
ob für Kapitalerträge der persönliche Steuersatz günstiger ist, als die Abgeltungssteuer in Höhe von 25%
Das Finanzamt darf Daten speichern und nicht nur das, sie dürfen nach §§ 93a, 93b auch Daten bei anderen Behörden abfragen wenn sie den Verdacht haben, dass es zu Unregelmäßigkeiten kommt. Das machen die natürlich nur wenn den Verdacht haben...oder niemand hinschaut.
Wie recht er doch hat… #Zitatesammlung
Von steuerfee ¶ Veröffentlicht in Steuern	¶ Hinterlasse einen Kommentar
– Will Rogers, US-Humorist, (1879–1935)
All hail the Abgabenordnung Part I
Von steuerfee ¶ Veröffentlicht in Steuern	¶ Getaggt mit AO, Basics, Wissenswertes	¶ Hinterlasse einen Kommentar
Die Abgabenordnung ist die Basis des deutschen Steuersystems, denn Sie enthält alle Regelungen zur Ermittlung von Besteuerungsgrundlagen, zur Steuerfestsetzung sowie zur Vollstreckung aller Steuerarten, darüber hinaus enthält Sie Vorschriften zu außergerichtlichen Rechtsbehelfen (Einsprüche) sowie das steuerliche Straf- und Ordnungswidrigkeitenrecht.
Die Abgabenordnung regelt grundsätzliche Begrifflichkeiten wie etwa den Steuerbegriff an sich:
§ 3 (1) Steuern sind Geldleistungen, die nicht eine Gegenleistung für eine besondere Leistung darstellen und von einem öffentlich-rechtlichen Gemeinwesen zur Erzielung von Einnahmen allen auferlegt werden, bei denen der Tatbestand zutrifft, an den das Gesetz die Leistungspflicht knüpft; die Erzielung von Einnahmen kann Nebenzweck sein.
Dieser Paragraph enthält also folgendes:
Für gezahlte Steuern kann keine Gegenleitung erwartet werden
Sie werden von Finanzämtern festgesetzt
sie werden allen auferlegt die Einnahmen erzielen
die Höhe der Steuern richtet sich nach der Leistungsfähigkeit des Steuerpflichtigen, d.h. jemand der mehr verdient zahlt auch mehr Steuern
die Steuern fließen zwar in die Staatskasse, sind aber nicht unbedingt dazu gedacht Überschüsse zu erwirtschaften
Sie regelt auch Steuerliche Nebenleistungen:
§ 3 (4) Steuerliche Nebenleistungen sind Verzögerungsgelder (§ 146 Abs. 2b), Verspätungszuschläge (§ 152), Zuschläge gemäß § 162 Abs. 4, Zinsen (§§ 233 bis 237), Säumniszuschläge (§ 240), Zwangsgelder (§ 329) und Kosten (§§ 89, 178, 178a und §§ 337 bis 345) sowie Zinsen im Sinne des Zollkodexes und Verspätungsgelder nach § 22a Absatz 5 des Einkommensteuergesetzes.
Verzögerungsgelder fallen an, wenn ein Steuerpflichtiger von der Finanzbehörde die Erlaubnis erhalten hat elektronische Bücher zu führen , es während einer Außenprüfung (Überprüfung der Richtigkeit aller steuerlich relevanten Unterlagen beim Steuerpflichtigen) aber nicht schafft diese fristgerecht oder überhaupt vorzulegen .
In diesem Fall kann ein Verzögerungsgeld in Höhe von € 2 500 Euro bis € 250 000 festgesetzt werden.
Steuern sind „ein erlaubter Fall von Raub“…
Von steuerfee ¶ Veröffentlicht in Steuern	¶ Getaggt mit Rätsel, Steuern, Wissenswertes	¶ Hinterlasse einen Kommentar
sagte schon Thomas von Aquin.
Was glaubt Ihr, welche Steuerart ist der Renner unter den Staatseinnahmen?
Zu den oben genannten Steuern wird dann jeweils nochmal ein gesonderter Artikel über Sinn und Unsinn jener erscheinen.