Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%201955,%201714
Timestamp: 2018-09-23 20:53:44
Document Index: 219794791

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 56', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 56', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 48', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 49']

Rechtsprechung: NJW 1955, 1714 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 24.09.1955
Weiter ist die Möglichkeit einer auf ein bestimmtes Gebiet oder auf einen bestimmten Lebensbereich beschränkten Geschäftsunfähigkeit anerkannt (RG…, Urteil vom 15.12.1939 - IV 361/39 -, aaO., S. 229; BGH, Urteil vom 24.09.1955 - IV ZR 162/54 -, aaO., S. 186 f.).
Dabei geht es zu Lasten dieser Partei, wenn über die Frage ihrer Geschäftsfähigkeit keine Gewissheit zu erzielen ist (BGH, Urteil vom 24.09.1955 - IV ZR 162/54 -, BGHZ 18, 184, 189f).
Ein solcher, für das praktische Leben allein brauchbarer Grad von Wahrscheinlichkeit gilt als Wahrheit, und das Bewusstsein des Richters von dem Vorliegen einer so ermittelten hohen Wahrscheinlichkeit als die Überzeugung von der Wahrheit (RG…, Urteil vom 15.12.1939 - IV 361/39 -, aaO., S. 229 f.; BGH, Urteil vom 24.09.1955 - IV ZR 162/54 -, aaO., S. 188).
BGH, 24.09.1955 - IV ZR 79/55
BGHZ 18, 190
NJW 1956, 102 (Ls.)
MDR 1956, 340
BGH, 13.04.1960 - IV ZR 259/59
Wiederholung der Heimtrennungsklage
Auch wenn ein Ehegatte sich entschlossen hat, die eheliche Gemeinschaft aufzugeben, können Verfehlungen des anderen Ehegatten sein eheliches Empfinden weiter mindern und die Zerrüttung der Ehe vertiefen, und das kann auch durch solche Verfehlungen geschehen, die ihn weniger in seiner Eigenschaft als Ehegatten als in seinem Ansehen oder Fortkommen treffen oder die seine Beziehungen zu anderen Personen belasten (BGHZ 12, 111, 113 [BGH 18.01.1954 - IV ZR 165/53]; 18, 190, 196) [BGH 24.09.1955 - IV ZR 79/55].
Sollte sich ergeben, daß der Kläger prozeßunfähig ist, dann müßte, sofern nicht ein gesetzlicher Vertreter für ihn auftritt und das Verfahren genehmigt, seine Berufung dazu führen, daß seine Klage als unzulässig abgewiesen wird (BGHZ 18, 190;… Stein/Jonas/Pohle, ZPO 19. Aufl. § 56 IV bei Anm. 36 m.w.N.).
BGH, 03.11.1971 - IV ZR 108/70
Antrag auf Anberaumung eines Sühnetermins - Voraussetzungen für die Durchführung …
Der Bundesgerichtshof hat in der eben angeführten Entscheidung (vgl. auch BGHZ 18, 190, 196) [BGH 24.09.1955 - IV ZR 79/55] ebenso, wie schon früher das Reichsgericht (RGZ 164, 92, 96 f; 164, 185, 187 u. 167, 301, 303) aus wohlerwogenen Gründen entschieden, daß auch ein Verhalten eines Ehegatten, das sich zugetragen hat, nachdem beide Parteien ihre eheliche Gesinnung verloren haben, unter besonderen Umständen den anderen berechtigen kann, deswegen die Scheidung der Ehe aus dem Verschulden seines Ehepartners zu begehren.
Insoweit gilt nichts anderes als bei prozeßunfähigen Personen, die nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs der Einlegung von Rechtsmitteln und der Geltendmachung des Mangels der Prozeßfähigkeit als prozeßfähig zu behandeln sind (vgl. BGHZ 18, 190; BGHZ 35, 6, BGHZ 40, 197, 199;… Stein-Jonas-Leipold, ZPO , 20. Aufl., § 56 RdNr. 5).
BGH, 07.10.1964 - IV ZR 259/63
Die bereits eingetretene unheilbare Ehezerrüttung wäre dann durch das ehewidrige Verhalten des Klägers schuldhaft von ihm weiter vertieft worden (BGHZ 12, 111, 113 [BGH 18.01.1954 - IV ZR 165/53]; 18, 190, 196) [BGH 24.09.1955 - IV ZR 79/55]; aber dem könnte unter den gegebenen Umständen im Rahmen des § 48 Abs. 2 EheG keine entscheidende Bedeutung beigemessen werden.
BGH, 18.09.1964 - IV ZR 233/63
Nach der Rechtsprechung des Senats (BGHZ 18, 190, 196) [BGH 24.09.1955 - IV ZR 79/55] ist ein Ehegatte, der sich auf die Voraussetzungen des § 49 EheG beruft, hierfür in vollem Umfang beweispflichtig.