Source: https://www.transparenz.bremen.de/vorschrift_detail/bremen2014_tp.c.91738.de
Timestamp: 2019-09-17 03:06:00
Document Index: 55702049

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 31', '§ 33', '§ 40', '§ 49', '§ 67', '§ 3', '§ 18', '§ 19', '§ 20', '§ 26', '§ 27', '§ 29', '§ 2', '§ 7', '§ 6', '§ 6', '§ 27', '§ 5', '§ 12', '§ 14', '§ 9', '§ 18', '§ 25', '§ 18', '§ 28', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 27', '§ 11', '§ 11', '§ 25', '§ 11', '§ 17', '§ 30', '§ 9', '§ 25', '§ 28', '§ 1', '§ 2', '§ 3', '§ 5', '§ 9', '§ 10', '§ 12', '§ 13', '§ 14', '§ 16', '§ 17', '§ 18', '§ 19', '§ 20', '§ 22', '§ 23', '§ 24', '§ 25', '§ 26', '§ 27', '§ 28', '§ 29', '§ 30', '§ 31', '§ 31', '§ 32']

Veröffentlichungsdatum:19.04.2011 Inkrafttreten24.12.2016 Zuletzt geändert durch:§ 6 geändert durch Artikel 3 der Verordnung vom 30.11.2016 (Brem.GBl. S. 1001)
FundstelleBrem.GBl. 2011, 211
Gliederungsnummer:223-k-29
Zitiervorschlag: "Ver über den doppelqualifizierenden Bildungsgang der einjährigen Berufsfachschule in Verbindung mit einer Berufsausbildung und dem Abschluss der Fachhochschulreife vom 31. März 2011 (Brem.GBl. 2011, 211), zuletzt § 6 geändert durch Artikel 3 der Verordnung vom 30. November 2016 (Brem.GBl. S. 1001)"
juris-Abkürzung: BerFSchulFHSchulRV BR 2011
Gliederungs-Nr:: 223-k-29
Ausfertigungsdatum: 31.03.2011
Fundstelle: Brem.GBl. 2011, 211
Gliederungs-Nr: 223-k-29
Stand: letzte berücksichtigte Änderung: § 6 geändert durch Artikel 3 der Verordnung vom 30.11.2016 (Brem.GBl. S. 1001)
Aufgrund des § 31 Satz 3, des § 33 Absatz 1, des § 40 Absatz 8 und des § 49 in Verbindung mit dem § 67 des Bremischen Schulgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 28. Juni 2005 (Brem.GBl. S. 260, 388, 398 - 223-a-5), das zuletzt durch Artikel 1 des Gesetzes vom 23. Juni 2009 (Brem.GBl. S. 237) geändert worden ist, wird verordnet:
§ 3 Dauer, Organisation und förderungsrechtliche Einstufung des Bildungsgangs
Abschnitt 1 Gemeinsame Regelungen
§ 18 Ergebnis in den Fächern des Prüfungsblocks
§ 19 Dritte Prüfungskonferenz, Ergebnis der Prüfung
§ 20 Zeugnisse
Abschnitt 2 Prüfung an der Berufsfachschule
§ 26 Prüfungsaufgaben für die Zentrale Prüfung
§ 27 Projektprüfung
Abschnitt 3 Prüfung an der Berufsschule
§ 29 Festlegungen zur schriftlichen Prüfung
(1) Der Bildungsgang der einjährigen Berufsfachschule wird mit dem Bildungsgang Berufsschule im Rahmen der sich anschließenden Berufsausbildung inhaltlich und organisatorisch so verbunden, dass ein einheitlicher Bildungsgang entsteht, der am Ende zusammen mit der betrieblichen Ausbildung zum Abschluss einer Berufsausbildung und zum Erwerb der Fachhochschulreife führt.
(2) Die Berufsfachschule vermittelt sowohl eine fachrichtungsübergreifende, allgemeine Bildung als auch eine fachrichtungsbezogene Grundbildung mit dem Ziel, die Jugendlichen auf eine sich unmittelbar anschließende, in der Regel verkürzte Berufsausbildung vorzubereiten. Insbesondere der Unterricht in den fachrichtungsübergreifenden Fächern soll bereits einen Teil der Kenntnisse und Fertigkeiten vermitteln, die zur Aufnahme eines Fachhochschulstudiums befähigen. Die Inhalte der fachrichtungsbezogenen Grundbildung richten sich nach der für den jeweiligen Beruf geltenden Ausbildungs und dem Rahmenlehrplan. Die Festlegung und Vermittlung dieser Lerninhalte erfolgt in enger Zusammenarbeit zwischen der Berufsfachschule und den ausbildenden Betrieben. Die zu erwerbenden Qualifikationen beinhalten eine Ausbildungsfähigkeit, die Fachkompetenz mit Sozial- und Humankompetenz verbindet. Dabei sind Handlungskompetenzen zu erwerben, die auf internationale und multikulturelle Arbeitssituationen vorbereiten. Die Anforderungen des Europäischen Binnenmarktes spielen dabei eine besondere Rolle.
(3) Die sich anschließende in bezug auf den besuchten Bildungsgang der Berufsfachschule einschlägige Berufsausbildung knüpft an die bis dahin vermittelten Ausbildungsinhalte an. Gemeinsam mit den Betrieben können auf der Grundlage der für den jeweiligen Beruf geltenden Ausbildungs und des Lehrplans die weiteren Inhalte der betrieblichen und schulischen Ausbildung durch einen Ausbildungsplan und ein schulisches Curriculum festgelegt werden. Die darüber hinaus erforderlichen Kenntnisse und Fertigkeiten für den Erwerb der Fachhochschulreife werden im Rahmen des Berufsschulunterrichts insbesondere auch im Wahlpflichtbereich vermittelt.
Zielsetzung des Bildungsganges ist es, junge Menschen zum selbstständigen Planen, Durchführen und Beurteilen von Arbeitsaufgaben zu befähigen. Die für den Unterricht zu formulierenden Ziele aller Lernbereiche sind im Hinblick auf den Berufsbezug und auf die Ganzheitlichkeit des Unterrichts aufeinander zu beziehen. Die Unterrichtsgestaltung soll von arbeitsprozessrelevanten Bezügen ausgehen. Es geht nicht nur um Vollständigkeit im Sinne fachwissenschaftlicher Traditionen, sondern um eine exemplarische Auswahl sowie um Vermittlung eines Überblicks und der Systematik als Voraussetzung für eigenständiges Lernen und das Denken in Zusammenhängen. Neben der Berufsausbildung werden zentrale Elemente wissenschafts-propädeutischen Arbeitens vermittelt. Besondere Beachtung gilt ganzheitlichen, handlungsorientierten Unterrichtsformen in Form berufsbezogener fächerübergreifender Projekte.
Dauer, Organisation und förderungsrechtliche Einstufung des Bildungsgangs
(1) Die Ausbildung im Bildungsgang dauert insgesamt dreieinhalb oder vier Jahre.
(2) Das erste Jahr der Ausbildung findet an der Berufsfachschule statt. Der Unterricht umfasst einen fachrichtungsübergreifenden und einen fachrichtungsbezogenen Lernbereich sowie einen Wahlpflichtbereich.
(3) Die anschließende Berufsausbildung dauert zweieinhalb oder drei Jahre. Sie findet in Betrieben und an der Berufsschule statt. Der Unterricht an der Berufsschule umfasst einen berufsübergreifenden und einen berufsbezogenen Lernbereich sowie einen Wahlpflichtbereich.
(4) Folgende Bildungsgänge können eingerichtet werden:
Bildungsgang Einjährige Höhere Handelsschule,
Bildungsgang Berufsfachschule für Informatik.
Die Senatorin für Kinder und Bildung kann die Einrichtung weiterer Bildungsgänge genehmigen.
(5) Der Bildungsgang der Berufsfachschule wird förderungsrechtlich als Berufsfachschule nach § 2 Absatz 1 Nummer 1 des Bundesausbildungsförderungsgesetzes eingestuft.
(1) Die Unterrichtsfächer, ihre Zu zu den Lernbereichen und die Zahl der Unterrichtsstunden je Lernbereich ergeben sich aus der Rahmenstundentafel der Anlage in Verbindung mit der für den jeweiligen Bildungsgang gültigen Stundentafel.
(2) Zur Förderung der Sprachkompetenz von Schülerinnen und Schülern nicht deutscher Herkunftssprache kann im Rahmen der ausgewiesenen Gesamtstundenzahl für einen bestimmten Zeitraum verstärkt Unterricht in der deutschen Sprache (Umgangs- und Fachsprache) angeboten werden. Darüber hinaus sind zusätzliche Fördermaßnahmen im Rahmen der dafür bereitgestellten Haushaltsmittel durchzuführen.
(1) Als Teil der schulischen Ausbildung wird im ersten Jahr des Bildungsgangs (Berufsfachschule) ein Praktikum in geeigneten Betrieben oder Einrichtungen (Praktikumsstellen) oder in Form anderer Lernortekooperationen durchgeführt. Das Praktikum kann beim Fehlen geeigneter Praktikumsstellen in schuleigenen Einrichtungen stattfinden. Das Praktikum soll zeitgleich für alle Schülerinnen und Schüler eines Klassenverbandes durchgeführt werden. Die Schülerinnen und Schüler unterliegen während der Dauer des Praktikums denselben gesetzlichen Bestimmungen über Unfall- und Haftpflichtversicherung, die für die Teilnahme an schulischen Veranstaltungen gelten.
(2) Die Dauer des Praktikums soll mindestens drei, höchstens jedoch sechs Wochen betragen; davon sollen höchstens zwei Drittel der Zeit in der Unterrichtszeit stattfinden. Das Praktikum kann unter Einhaltung des zeitlichen Umfangs statt in Blockform auch in anderen Organisationsformen durchgeführt werden. Über die Dauer des Praktikums, über die Möglichkeit einer Verlängerung und über die Organisationsform entscheidet die Schule.
(3) Die Ziele und der Ablauf des Praktikums sowie Aufgaben der Schülerin oder des Schülers werden zwischen Schule und Praktikumsstelle abgestimmt. Während des Praktikums wird die Schülerin oder der Schüler von einer Lehrerin oder einem Lehrer der Schule betreut.
(4) Am Ende des Praktikums wird von der Praktikumsstelle eine schriftliche Beurteilung abgegeben. Sie soll mindestens Angaben über den Beurteilungszeitraum, die vermittelten Inhalte und die erbrachten Leistungen enthalten. Die Bewertung wird durch die Schule auf der Grundlage der Beurteilung der Praktikumsstelle sowie der betreuenden Lehrerin oder des betreuenden Lehrers vorgenommen und lautet „mit Erfolg teilgenommen“ oder „ohne Erfolg teilgenommen“. Die erfolgreiche Teilnahme an einem Praktikum ist nur dann gegeben, wenn die Schülerin oder der Schüler mindestens 75 vom Hundert der jeweiligen Dauer des Praktikums abgeleistet hat; sie ist Voraussetzung für das Erreichen des Ausbildungszieles. Über Ausnahmen zur Dauer der Teilnahme am Praktikum entscheidet die Schule.
(5) Die Senatorin für Kinder und Bildung kann nähere Bestimmungen über das Praktikum erlassen.
(2) In besonderen Fällen kann die Senatorin für Kinder und Bildung eine Bewerberin oder einen Bewerber unter Berücksichtigung einer Stellungnahme der Schule abweichend von den Zulassungsvoraussetzungen des Absatzes 1 und des Absatzes 4 Satz 2 zulassen.
(3) Bewerberinnen und Bewerber, die bereits einen Berufsabschluss oder ein Abschlusszeugnis der Fachoberschule (Fachhochschulreife) besitzen oder die die jeweilige Abschlussprüfung endgültig nicht bestanden haben, werden nicht zugelassen.
(4) Bewerberinnen und Bewerber nicht deutscher Herkunftssprache, die nicht über einen an einer deutschen Schule erworbenen berechtigenden Abschluss nach Absatz 1 Nummer 1 verfügen, müssen ausreichende deutsche und englische Sprachkenntnisse nachweisen. Bewerberinnen und Bewerber nicht deutscher Herkunftssprache, die anstelle der Note in der Fremdsprache Englisch im berechtigenden Zeugnis einer deutschen Schule die Note in der Herkunftssprache erhalten haben, müssen ausreichende englische Sprachkenntnisse nachweisen. Der Nachweis deutscher Sprachkenntnisse wird durch die erfolgreiche Teilnahme an einem Zulassungsverfahren nach § 7 erbracht. Ausreichende englische Sprachkenntnisse werden durch das Bestehen einer Prüfung zum Erwerb eines Fremdsprachenzertifikats an beruflichen Schulen auf der Grundlage der Rahmenvereinbarung der Kultusministerkonferenz nachgewiesen. Dabei wird der Nachweis für die Zulassung auf dem Niveau B1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen erbracht.
Verfahren zum Nachweis deutscher Sprachkenntnisse für Bewerberinnen und Bewerber
nicht deutscher Herkunftssprache
(1) Der Antrag auf Zulassung ist unter Angabe des gewünschten Bildungsgangs bei der Schule bis zum 1. März eines jeden Jahres einzureichen. Mit dem Antrag ist die Erfüllung der Zulassungsvoraussetzungen nach § 6 Absatz 1 und 4 nachzuweisen sowie eine Erklärung darüber abzugeben, ob ein Ablehnungsgrund nach § 6 Absatz 3 vorliegt.
(1) Der Bildungsgang der Berufsfachschule und der Bildungsgang der Berufsschule schließt jeweils mit einer Prüfung ab. Die Prüfung besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil; im Bildungsgang Berufsfachschule ist eine Projektprüfung Teil der Prüfung. Die schriftliche Prüfung wird als Prüfung mit zentral vorgegebenen Prüfungsaufgaben (Zentrale Prüfung) gestaltet. Auf die mündliche Prüfung kann in den Fächern verzichtet werden, in denen sie zur Ermittlung der Endnote nicht mehr erforderlich ist.
(2) Die Prüfungen an der Berufsfachschule in den Fächern Deutsch, Englisch (allgemeinsprachlicher Teil) und Mathematik gelten als vorgezogene Prüfungen für den Erwerb der Fachhochschulreife.
(3) Die Berufsausbildung wird mit einer Prüfung nach den Bestimmungen des Berufsbildungsgesetzes oder der Handwerks vor der zuständigen Stelle abgeschlossen. Sie erstreckt sich auch auf den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist. Im Rahmen der Prüfung an der Berufsschule wird im Fach Englisch der berufsbezogene Teil geprüft und damit die Prüfung zum Erwerb der Fachhochschulreife in diesem Fach abgeschlossen. Die zuständige Stelle und die Senatorin für Kinder und Bildung können vereinbaren, für den Abschluss des Bildungsgangs ein gemeinsames Verfahren durchzuführen. Vor dessen Beginn ist festzulegen, in welcher Weise welche der an den beiden Lernorten Berufsschule und Betrieb erbrachten Leistungen in der Abschlussprüfung berücksichtigt werden sollen.
Die Prüfung wird von den öffentlichen Schulen im Lande Bremen, die einen doppelqualifizierenden Bildungsgang der einjährigen Berufsfachschule in Verbindung mit einer Berufsausbildung und dem Abschluss der Fachhochschulreife eingerichtet haben, durchgeführt.
(2) Zur Durchführung der Prüfung in den Fächern der mündlichen Prüfung können Teilprüfungsausschüsse gebildet werden. Teilprüfungsausschüsse können außerdem zur Durchführung der Kolloquien nach § 27 Absatz 6 gebildet werden. Den Teilprüfungsausschüssen gehören an:
(2) Die Vorsitzende oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses setzt Ort, Datum und Uhrzeit für alle Teile der Prüfung verbindlich fest und teilt allen Beteiligten unverzüglich Prüfungsort und Termine in geeigneter Form mit. Die Zentrale Prüfung findet an den Schulen am selben Tag und zur selben Zeit statt; der Termin für die jeweilige Prüfung wird nach Abstimmung mit den Schulen von der Senatorin für Kinder und Bildung festgelegt.
(2) Zur Prüfung wird nicht zugelassen, wer ohne Erfolg am Praktikum nach § 5 teilgenommen hat. Über Ausnahmen entscheidet der Prüfungsausschuss.
(3) Die Entscheidung über die Nichtzulassung zur Prüfung wird der Schülerin oder dem Schüler in schriftlicher Form mitgeteilt.
(1) Die Vornoten der Prüfungsfächer ergeben sich aus den Leistungen im Bildungsgang in den Prüfungsfächern nach § 12 Absatz 1. Die Leistungen im Unterricht werden auf der Basis des Notenschlüssels nach § 14a Absatz 1 ermittelt.
(2) Auf der Grundlage der prozentualen Bewertungen werden unter Berücksichtigung der Leistungsentwicklung im Ausbildungsjahr die Vornoten ermittelt. Kann aus Gründen, die der Prüfling nicht zu vertreten hat, eine Vornote nicht erteilt werden, ist entsprechend der Zeugnisordnung der Vermerk „nicht beurteilbar“ anstelle der Vornote einzusetzen.
bei welchen Prüflingen er nach § 9 Absatz 1 auf eine mündliche Prüfung verzichtet,
Eine mündliche Prüfung in einem schriftlich geprüften Fach ist anzusetzen, wenn der Prüfling nur dadurch die Prüfung in den Fächern des Prüfungsblocks nach § 18 bestehen kann.
(1) Der Prüfungsblock umfasst die vier Fächer der schriftlichen Prüfung nach § 25 Absatz 1 und 2. Die Leistungen in den Fächern des Prüfungsblocks ergeben sich aus den Ergebnissen der schriftlichen Prüfung und den Ergebnissen der in diesen Fächern durchgeführten mündlichen Prüfungen; dabei werden die Noten der schriftlichen Prüfung mit zwei Dritteln und die Noten der mündlichen Prüfung mit einem Drittel gewichtet.
(1) Der Prüfungsausschuss beschließt in der dritten Prüfungskonferenz die Endnoten für die einzelnen Fächer und das Ergebnis der Prüfung. Die Endnoten ergeben sich aus den Vornoten und den Noten der schriftlichen Prüfung und der Note der Projektprüfung und den Noten der mündlichen Prüfung; dabei werden die Vornoten mit zwei Dritteln und die Noten der Prüfung mit einem Drittel gewichtet. Bei Prüfungsfächern, in denen keine Prüfung durchgeführt wurde, sind die Vornoten die Endnoten.
die Prüfung in den Fächern des Prüfungsblocks nach § 18 nicht bestanden ist, oder
die Endnote in der Projektprüfung „mangelhaft“ lautet oder
die Endnote in einem Fach „mangelhaft“ lautet und ein Ausgleich nicht gegeben ist.
Ein Ausgleich nach Nummer 4 ist nur gegeben, wenn die Endnote in einem anderen Fach mindestens „befriedigend“ lautet. Zum Ausgleich können nur solche Fächer herangezogen werden, die laut Stundentafel mindestens den gleichen Stundenumfang wie das jeweils auszugleichende Fach haben. Dabei sind alle Fächer gleichgestellt, für die laut Stundentafel 120 oder mehr Jahresunterrichtsstunden vorgesehen sind. In allen anderen Fällen ist die Prüfung bestanden.
(1) Hat der Prüfling die Prüfung an der Berufsfachschule bestanden, erhält er ein Abschlusszeugnis. Hat der Prüfling die Prüfung nicht bestanden und verlässt er den Bildungsgang, erhält er ein Abgangszeugnis.
(2) Hat der Prüfling die Prüfung an der Berufsschule bestanden und die Berufsausbildung erfolgreich abgeschlossen, erhält er ein Abschlusszeugnis. Das Abschlusszeugnis enthält einen Vermerk über den Erwerb der Fachhochschulreife mit Angabe der errechneten Durchschnittsnote. Hat der Prüfling die Prüfung nicht bestanden und verlässt er den Bildungsgang, erhält er ein Abgangszeugnis.
(3) Form und Inhalt der Zeugnisse legt die Senatorin für Kinder und Bildung fest.
(4) Im Abschlusszeugnis oder im Abgangszeugnis wird die erfolgreiche Teilnahme an den berufsbezogenen fächerübergreifenden Projekten bescheinigt. Die Art des Nachweises der erfolgreichen Teilnahme wird zu Beginn des jeweiligen Projektes festgelegt. Die Note für die Projektprüfung wird gesondert ausgewiesen.
(4) Die Niederschrift über die mündliche Prüfung soll die Aufgabenstellung sowie die Leistungen des Prüflings erkennen lassen. Die Dauer der Prüfung, die Gründe für eine Verkürzung der Regelprüfungszeit sowie das Abstimmungsergebnis über die Note sind mit aufzunehmen. Sind dem Prüfling nach § 28 Absatz 10 die Gründe für eine Bewertung mitgeteilt worden, ist dies auch in die Niederschrift aufzunehmen.
Prüfung an der Berufsfachschule
Deutsch (vorgezogene Prüfung nach § 9 Absatz 2),
Englisch (allgemeinsprachlicher Teil als vorgezogene Prüfung nach § 9 Absatz 2),
Mathematik (vorgezogene Prüfung nach § 9 Absatz 2).
ein den Bildungsgang kennzeichnendes Fach des fachrichtungsbezogenen Lernbereichs.
In den Fächern nach Nummer 1 bis 3 wird eine Zentrale Prüfung durchgeführt.
(2) An die Stelle der schriftlichen Prüfung in einem den Bildungsgang kennzeichnenden Fach findet für alle Prüflinge eine Projektprüfung nach § 27 statt.
im Fach Englisch 90 Minuten.
(7) Die Prüfungsarbeiten werden vom Mitglied des Prüfungsausschusses nach § 11 Absatz 1 Nummer 3 (Fachlehrerin oder Fachlehrer) als Referentin oder Referent beurteilt und benotet. Die Vorsitzende oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses bestellt für jedes Prüfungsfach eine weitere Fachlehrerin oder einen weiteren Fachlehrer als Korreferentin oder Korreferenten. Diese oder dieser beurteilt und benotet die Prüfungsarbeiten ebenfalls. Stimmen die erteilten Noten nicht überein, entscheidet der Prüfungsausschuss.
(2) Die Prüfungsaufgabe im Fach Deutsch enthält jeweils zwei Aufgaben zur Auswahl durch den Prüfling.
(3) Die Prüfungsaufgabe im Fach Englisch (allgemeinsprachlicher Teil) ist in Anlehnung an das Niveau B2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen zu gestalten.
(1) Die Projektprüfung findet in einem Unterrichtsfach oder in mehreren Unterrichtsfächern des fachrichtungsbezogenen Lernbereichs statt. In der Projektprüfung soll der Prüfling nachweisen, dass er eine Problemstellung der Praxis erfassen, beurteilen, lösen und darstellen kann.
(3) Das Thema der Projektprüfung ergibt sich aus dem Unterricht in einem Unterrichtsfach oder in mehreren Unterrichtsfächern des fachrichtungsbezogenen Lernbereichs. Es wird auf Vorschlag des Prüflings von den Fachlehrerinnen und Fachlehrern festgelegt und von der Schulleiterin oder dem Schulleiter genehmigt.
(4) Die Projektprüfung besteht aus zwei aufeinander bezogenen Teilen:
Schriftliche Prüfungsarbeit
Die schriftliche Prüfungsarbeit hat als Gruppenarbeit in der Regel einen Umfang von 10 bis 20 Seiten. Die schriftliche Prüfungsarbeit soll als Einzelarbeit sechs Seiten nicht unterschreiten. In begründeten Fällen kann hiervon abgewichen werden.
Das Kolloquium hat eine mündliche Präsentation der schriftlichen Prüfungsarbeit zur Grundlage. An die Präsentation schließt sich ein Fachgespräch an. Die Dauer der Präsentation und des Fachgesprächs betragen in der Regel 10 bis 20 Minuten je Prüfling. Bei einer Einzelprüfung sollen in der Regel 25 Minuten nicht überschritten werden.
(5) Die Aufgabenstellung muss zeitlich so erfolgen, dass das Feststellen des Ergebnisses nicht früher als vier Wochen vor der mündlichen Prüfung erfolgt. Nach einer auf zwei Unterrichtswochen festgelegten Bearbeitungszeit wird von dem Prüfling eine schriftliche Prüfungsarbeit vorgelegt. Für die Dauer der Bearbeitungszeit werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Projektprüfung vom Unterricht befreit. Die schriftliche Prüfungsarbeit wird vom Mitglied des Prüfungsausschusses nach § 11 Absatz 1 Nummer 3 (Fachlehrerin oder Fachlehrer) beurteilt und benotet. § 25 Absatz 7 Satz 2 bis 4 gilt entsprechend.
(6) Das Kolloquium findet vor dem Teilprüfungsausschuss statt, der auf Vorschlag des Mitglieds nach § 11 Absatz 2 Nummer 2 (Fachlehrerin oder Fachlehrer) die Note für das Kolloquium für jeden Prüfling festsetzt.
(7) Der Prüfungsausschuss setzt die Gesamtnote für die Projektprüfung fest; die Noten für die schriftliche Prüfungsarbeit und für das Kolloquium fließen zu gleichen Teilen in die Gesamtnote ein.
(1) Fächer der mündlichen Prüfung können mit Ausnahme des Faches Sport alle Fächer sein. Eine mündliche Prüfung muss stattfinden in den Fächern, in denen der Prüfling anstelle der Vornote den Vermerk „nicht beurteilbar“ erhalten hat. Ein Prüfling darf einschließlich der zugewählten Fächer höchstens in zwei Fächern mündlich geprüft werden.
(3) Jeder Prüfling hat das Recht, sich in einem Fach seiner Wahl mündlich prüfen zu lassen. Er teilt das gewählte Fach spätestens am Tag nach der Bekanntgabe der Ergebnisse nach § 17 Absatz 5 schriftlich der Schulleiterin oder dem Schulleiter mit. Die einmal getroffene Wahl kann nicht geändert werden.
(4) Beim Prüfungsgespräch der mündlichen Prüfung können bis zu zwei Schülerinnen oder Schüler des Bildungsgangs der jeweiligen Schule anwesend sein, die nicht selbst in dem betreffenden Fach geprüft werden. Während der Beratung und der Beschlussfassung dürfen Schülerinnen und Schüler nicht anwesend sein. Die Anwesenheit der Schülerinnen und Schüler ist nicht zulässig, wenn ein Prüfling sich dagegen ausspricht oder der Prüfungsausschuss oder der Teilprüfungsausschuss dies aufgrund eines begründeten Antrags eines seiner Mitglieder beschließt.
(5) Der Prüfling erhält für jede Einzelprüfung eine schriftlich formulierte Aufgabe, in der auch die zugelassenen Hilfsmittel genannt werden. Die Vorbereitungszeit beträgt in der Regel 20 Minuten. Sie kann verkürzt werden, wenn der Prüfling erklärt, dass er seine Vorbereitungen abgeschlossen hat. Hat ein Prüfling anstelle der Vornote den Vermerk „nicht beurteilbar“ erhalten, erhält er für dieses Fach zwei schriftlich formulierte Aufgaben, die jeweils mindestens zwei Themen aus dem Unterricht umfassen, zur Auswahl. Die Vorbereitungszeit hierfür beträgt 45 Minuten.
Prüfung an der Berufsschule
(1) Spätestens zu Beginn des letzten Ausbildungshalbjahres legt die Senatorin für Kinder und Bildung fest, welches den Bildungsgang kennzeichnende Unterrichtsfach schriftliches Prüfungsfach nach § 30 Absatz 1 Nummer 2 werden soll.
(2) Die Entscheidungen über die Festlegungen zur schriftlichen Prüfung werden den Prüflingen zu Beginn des letzten Ausbildungshalbjahres zur Kenntnis gegeben.
Englisch (berufsbezogener Teil als Prüfung nach § 9 Absatz 3),
ein den Bildungsgang kennzeichnendes Fach.
Die Prüfungsaufgabe im Fach Englisch (berufsbezogener Teil) wird von Vertreterinnen und Vertretern der jeweiligen Bildungsgänge in Anlehnung an das Niveau B2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen gestaltet.
(2) Die Zeit für die Bearbeitung der schriftlichen Prüfungsaufgabe beträgt im Fach Englisch 90 Minuten und in dem Fach, das den Bildungsgang kennzeichnet, mindestens 60 Minuten.
(3) § 25 Absatz 4 bis 7 gilt entsprechend.
(1) Fächer der mündlichen Prüfung können die Fächer der schriftlichen Prüfung sein.
(2) § 28 Absatz 2 bis 10 gilt entsprechend.
Auf Bildungsgänge, die vor dem 1. August 2013 begonnen haben, ist die Verordnung in der bis zum 31. Juli 2013 geltenden Fassung weiter anzuwenden.
(2) Gleichzeitig tritt die Verordnung über den doppelqualifizierenden Bildungsgang einer einjährigen Berufsfachschule in Verbindung mit einer Berufsausbildung und dem Abschluss der Fachhochschulreife vom 31. Juli 2000 (Brem.GBl. S. 339 - 223-k-29), die zuletzt durch Verordnung vom 19. April 2002 (Brem.GBl. S. 95) geändert worden ist, außer Kraft.
Bremen, den 31. März 2011
Rahmenstundentafel für den doppelqualifizierenden Bildungsgang der einjährigen Berufsfachschule in Verbindung mit einer Berufsausbildung und dem Abschluss der Fachhochschulreife
1. Einjährige Berufsfachschule
2. a) Zweieinhalbjährige Berufsschule
2. b) Dreijährige Berufsschule
Ver über den doppelqualifizierenden Bildungsgang der einjährigen Berufsfachschule in Verbindung mit einer Berufsausbildung und dem Abschluss der Fachhochschulreife vom 31. März 2011 01.08.2011
Teil 1 - Allgemeine Bestimmungen 01.08.2011
§ 1 - Aufgaben und Ziele 01.08.2011
§ 2 - Unterrichtsgrundsätze 01.08.2011
§ 3 - Dauer, Organisation und förderungsrechtliche Einstufung des Bildungsgangs 28.07.2015
Teil 2 - Ausbildung 01.08.2011
§ 5 - Praktikum 28.07.2015
Teil 3 - Prüfungen 01.08.2011
Abschnitt 1 - Gemeinsame Regelungen 01.08.2011
§ 9 - Allgemeines 28.07.2015
§ 10 - Abnahme der Prüfung 01.08.2011
§ 12 - Gegenstand, Ort und Termine der Prüfung, Belehrung 28.07.2015
§ 13 - Berücksichtigung besonderer Belange von Menschen mit Behinderung 01.08.2011
§ 14 - Zulassung zur Prüfung 01.08.2011
§ 16 - Erste Prüfungskonferenz 01.08.2011
§ 17 - Zweite Prüfungskonferenz 01.08.2013
§ 18 - Ergebnis in den Fächern des Prüfungsblocks 01.08.2013
§ 19 - Dritte Prüfungskonferenz, Ergebnis der Prüfung 01.08.2013
§ 20 - Zeugnisse 28.07.2015
§ 22 - Täuschung und Behinderung 01.08.2013
§ 23 - Versäumnis 01.08.2011
§ 24 - Niederschriften 01.08.2013
Abschnitt 2 - Prüfung an der Berufsfachschule 01.08.2011
§ 25 - Schriftliche Prüfung 01.08.2013
§ 26 - Prüfungsaufgaben für die Zentrale Prüfung 28.07.2015
§ 27 - Projektprüfung 01.08.2011
§ 28 - Mündliche Prüfung 01.08.2013
Abschnitt 3 - Prüfung an der Berufsschule 01.08.2011
§ 29 - Festlegungen zur schriftlichen Prüfung 28.07.2015
§ 30 - Schriftliche Prüfung 01.08.2011
§ 31 - Mündliche Prüfung 01.08.2011
Teil 4 - Schlussbestimmungen 01.08.2011
§ 31a - Übergangsbestimmung 01.08.2013
§ 32 - Inkrafttreten, Außerkrafttreten 01.08.2013
Anlage - Rahmenstundentafel für den doppelqualifizierenden Bildungsgang der einjährigen Berufsfachschule in Verbindung mit einer Berufsausbildung und dem Abschluss der Fachhochschulreife 01.08.2011