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Timestamp: 2017-11-24 00:28:37
Document Index: 367472432

Matched Legal Cases: ['§ 1565', '§ 1567', '§ 607', '§ 613', '§ 1567', 'BGH', 'BGH', '§ 46', '§ 1567', 'BGH', 'BGH', '§ 125']

OLG Hamm, 12.06.1989 - 4 UF 221/88 - dejure.org
OLG Hamm, 12.06.1989 - 4 UF 221/88
Bestandskraft einer Scheidung ohne persönliche Anhörung des Ehegatten; Beachtung des Grundsatzes der erforderlichen richterlichen Aufklärung ; Folgen der Geschäftsunfähigkeit für das Scheidungsverfahren; Fehlende Anhörung des Scheidungsgegners bei Annahme des Genehmigungswillens des Vormunds; Voraussetzungen für die Annahme des Getrenntlebens von Ehegatten
BGB § 1565, § 1567; ZPO § 607 Abs. 2, § 613
AG Dortmund, 17.03.1988 - 180 F 266/83
FamRZ 1990, 166
Der Senat hat damals im Wesentlichen ausgeführt, sowohl die familienrechtliche Rechtsprechung zu § 1567 Abs. 1 BGB (BGH, 20.12.1951 - IV ZR 24/51 - NJW 1952, 543; OLG Hamm, 12.06.1989 - 4 UF 221/88 - FamRZ 1990, 166) als auch die verwaltungsgerichtliche Rechtsprechung zur entsprechenden Regelung nach dem Bundessozialhilfegesetz (grundlegend: BVerwG, 26.1.1995 - 5 C 8/93 - BVerwGE 97, 344;… dem folgend: LSG NRW, 28.6.2007 - L 20 B 37/07 SO ER - FEVS 59, 42) ließen es für die Annahme eines Getrenntlebens nicht genügen, dass objektiv keine häusliche Gemeinschaft (mehr) bestehe.
Maßgebend ist insoweit, ob ein erkennbarer Trennungswille besteht, der die Aufgabe der bisher noch rudimentär verwirklichten Lebensgemeinschaft betrifft (hierzu BGH FamRZ 1989, 479, 480; OLG Hamm FamRZ 1990, 166, 167;… vgl auch BSG SozR 4-2600 § 46 Nr. 3 RdNr 25).
21 Sowohl die familienrechtliche Rechtsprechung zu § 1567 Abs. 1 BGB (BGH, 20.12.1951 - IV ZR 24/51 - NJW 1952, 543; OLG HV., 12.6.1989 - 4 UF 221/88 - FamRZ 1990, 166) als auch die verwaltungsgerichtliche Rechtsprechung zur sozialhilferechtlichen Regelung (grundlegend: BVerwG, 26.1.1995 - 5 C 8/93 - BVerwGE 97, 344;… dem folgend: LSG NRW, 28.6.2007 - L 20 B 37/07 SO ER - FEVS 59, 42) lassen es nicht genügen, dass objektiv keine häusliche Gemeinschaft besteht.
Der ist aufgrund der Pflegebedürftigkeit und Demenzerkrankung des Antragstellers allein auf die noch möglichen regelmäßigen Besuche beschränkt (vgl. hierzu: OLG HV., 12.6.1989 - 4 UF 221/88 - FamRZ 1990, 166).
Dabei ist es unerheblich, dass durch die Genehmigung vorliegend der Mangel der Vertretungsbefugnis des Betreuers im bereits anhängigen Scheidungsverfahren geheilt wird (vgl. OLG Hamm FamRZ 1990, 166/167), so dass die Genehmigung unmittelbare Rechtswirkungen entfaltet.
Dabei ist es unerheblich, dass durch die Genehmigung vorliegend der Mangel der Vertretungsbefugnis des Betreuers im bereits anhängigen Scheidungsverfahren geheilt wird (vgl. OLG Hamm FamRZ 1990, 166, 167), so dass die Genehmigung unmittelbare Rechtswirkungen entfaltet.
Erbrecht des überlebenden Ehegatten: Erfolgsaussicht des vom Betreuer der …
Entsprechendes gilt auch für die Entscheidung des OLG Hamm (FamRZ 1990, 166 ff).
Eine dauernde erforderliche Heimunterbringung eines Ehegatten stellt allein noch kein Getrenntleben dar (vgl. Bundesgerichtshof -BGH-, Urteil vom 25.01.1989, IVb ZR 34/88, FamRZ 1989, 479 ff; Oberlandesgericht -OLG- Hamm, Urteil vom 12.06.1989, 4 UF 221/88, FamRZ 1990, 166 ff).
Denn nach seinem Eintritt kann der gesetzliche Vertreter die Verfahrenshandlungen rückwirkend genehmigen (OLG Hamm, FamRZ 1990, 166, BeckOK/Nickel, a. a. O. § 125 Rn. 6).
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Diese innere Abkehr, das Fehlen der ehelichen Gesinnung, d.h. der wechselseitigen inneren Bindung, muss jedoch eindeutig nach außen erkennbar sein (OLG Bamberg, FamRZ 1981, 52 ; OLG Hamm, FamRZ 1990, 166 ff., 167 f.).
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