Source: http://www.jurablogs.com/2010/11/03/4-goettinger-urheberrechtstagung-urheberrecht-internet-lichte-juengsten-rechtsprechung-bgh
Timestamp: 2017-05-29 23:10:06
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4. Göttinger Urheberrechtstagung: Urheberrecht im Internet im Lichte der jüngsten Rechtsprechung des BGH
BlogsLAWgicalNovember 20104. Göttinger Urheberrechtstagung: Urheberrecht im Internet im Lichte der jüngsten Rechtsprechung des BGHZur Stunde referiert Richter am BGH Dr. Thomas Koch zur urheberrechtlichen Rechtsprechung des BGH. Dr. Koch führt aus, dass es erst kürzlich einen von dem Bundesgerichtshof zu entscheidenden Fall zum Handel mit gebrauchter gegeben hat. Der diesbezügliche Verkündungstermin ist für Februar 2011 in Aussicht genommen. Er schildert zunächst den zur Entscheidung gestellten Sachverhalt und weist besonders darauf hin, dass es Lizenznehmern der Softwareherstellerin untersagt ist, die Software an Dritte weiter zu veräußern. Die hier Beklagte betreibt einen Handel für gebrauchte Software und lässt sich durch Notarattest bestätigen, dass der Veräußerer die Software nicht mehr nutzt und die Lizenz an die Beklagte veräußert, die diese weiterreicht. Die Letzterwerber sehen sich hiernach berechtigt, die Software von dem Download-Angebot der Klägerin herunterzuladen und mit der erworbenen gebrauchten Lizenz zu nutzen. Der Referent erläutert kurz die Prozesssituation einschließlich der in den Vorinstanzen gefundenen Ergebnisse. Dr. Koch legt dar, dass eine Berechtigung der Kunden der Beklagten aus der Verschaffung des Nutzungsrechts folgen kann oder aber sich das Recht der Klägerin erschöpft hat. Insoweit sei bereits fraglich, ob die Kunden der Beklagten in der Lage waren, dieser die für die Weiterveräußerung erforderlichen Rechte zu übertragen. Es müsse hierzu die Frage geklärt werden, ob der formularmäßige Ausschluss der Übertragungsbefugnis in den AGB der Klägerin gegen das gesetzliche Modell verstößt und wegen unangemessener Benachteiligung unwirksam sein könnte. Aber auch in diesem Fall ist eine Übertragung grundsätzlich nur mit Zustimmung des Urhebers erlaubt, an der es hier fehlt. Damit sei Hauptfrage in dem Rechtsstreit die Frage der Erschöpfung, so dass die Klägerin sich möglicherweise nicht mehr auf ihr Ausschließlichkeitsrecht berufen kann ...Zum vollständigen Artikel40 LeserLoseblattsammlung:Bundesgerichtshof zur Zulässigkeit des Vertriebs “gebrauchter” Softwarelizenzen20 LeserNIETZER & HÄUSLER:Bundesgerichtshof zur Zulässigkeit des Vertriebs “gebrauchter” Softwarelizenzen86 LeserHashtagRecht:BGH – UsedSoft II: Weiterverkauf gebrauchter Softwarelizenzen119 LeserLampmann, Haberkamm & Rosenbaum:BGH: Verkauf von “Software-Box-Produkten” auch durch bloße Übersendung des Produktschlü...29 LeserRechts- und Unternehmensberatung Marian Härtel:BGH entscheidet zum Keyselling10 verwandte ArtikelHintergrund zur urheberrechtlichen Zulässigkeit des Vertriebs von "gebrauchter" SoftwareOLG Frankfurt: Zurverfügungstellen einer Testversion eines Computerprogramms bedeutet keine Zustimmung zur Vervielfältigung der ProgrammkopieErschöpfung an Kopien einer Software tritt unabhängig davon ein, ob der Rechtsinhaber der Veräußerung einer bestimmten Anzahl körperlicher Datenträger zustimmt oder ob er dem Anfertigen einer entsprechenden Anzahl von Kopien durch Herunterladen einer Kopie des Computerprogramms und dem Anfertigen weiterer Kopien von dieser Kopie zustimmtUsed Soft II“Gebrauchte” SoftwarelizenzenBundesgerichtshof zur Zulässigkeit des Vertriebs"gebrauchter" SoftwarelizenzenBGH: Verkauf gebrauchter Software ist grundsätzlich zulässigSecond-Hand-ComputerprogrammeNeue Serie der IT-Recht-Kanzlei: Das deutsche Urheberrecht nach seiner Novellierung aus IT-rechtlicher Sicht (Teil 11: Der
Erschöpfungsgrundsatz)Zur Erschöpfung eines Computerprogramms durch Weiterverkauf eines ProduktschlüsselsÜber den ArtikelVeröffentlicht November 3, 2010 10:15am im Blog LAWgical.KategorienMedienrechtThemenInternet, Rechtsprechung, Bgh, Urheberrecht, Richter, Gebrauchte Software, Gesetzliche, Internet Und SoftwareTäglich juristische Top-MeldundenMehr Informationen zum NewsletterTop-MeldungenWeiteresMutmaßliche Reichsbürgerin fordert 26 Millionen Euro von Gerichtvon Stephan Weinberger / Justillon - kuriose RechtsnachrichtenTOP-Anwalt 2017: Zum 5. Mal in Folgevon Carsten R. Hoenig / kanzlei-hoenig.deNein, die spinnen nicht!von Carsten R. Hoenig / kanzlei-hoenig.deBauernfängervon RA Schepers / ChSchep: Aus dem Alltag eines - nicht nur - AnwaltsVerteidigungsstrategie: Gegenbeweis vs. Lückevon Tobias Goldkamp / Breuer BlogAls nächstes lesen - bislang 128 Leser:TOP-Anwalt 2017: Zum 5. Mal in Folge