Source: https://rd.springer.com/chapter/10.1007/978-3-642-94277-8_6
Timestamp: 2018-07-17 14:36:20
Document Index: 106694313

Matched Legal Cases: ['§ 29', '§ 3', '§ 38', '§ 6', '§ 6', '§ 38', '§ 38', '§38', '§ 271', '§ 6', '§6', '§ 6', '§7', '§ 38', '§ 17', '§ 16', '§ 38', '§ 38', '§ 17', '§ 38', '§ 29', '§ 17', '§ 38', '§ 5', '§ 17', '§ 17', '§ 38', '§ 38', '§ 38', '§ 38', '§35', '§ 17', '§ 35', '§ 35', '§ 29', '§ 49']

Prüfungswesen | Springer for Research & Development
Apothekengesetze pp 84-114 | Cite as
Die Bestimmungen über das Prüfungswesen der Apotheker beruhen auf dem § 29 der Reichsgewerbeordnung (s. S. 14).
Diese Anordnung wnrde in einem prenß. Min.Erl. vom gleichen Datnm (10. Juli 1895) noch besonders wiederholt. Dabei wnrde e§ als erstrebenswert bezeichnet, „daß diejenigen Wagebalken nud Gewichte, welche für den Gebrauch in der Apotheke nicht wieder hergestellt werden können, an§ dem Verkehr gezogen nud vernichtet werden; dies darf jedoch nur mit Znftimmnng des Apothekenvorftandes, welche in der Be-sichtignngsverhandlnng zn erklären ift, gefchehen“.Google Scholar
Jetzt die Minifterien der greiftaaten Pengen, Bahern, Sachfen, Wrttemberg, Baden, §effen, Mectlenbnrg-Schwerin nud Thüringen.Google Scholar
Auch weibliche Perfonen können unter denfelben Bedingungen wie Männer den Apothekerbernf ergreifen nud die Approbation erwerben. Jn einem hierauf bezüg-lichen Erl. vom 6.April 1905 bemerkte der prenfj. Medizinalminifter, „daß es weiblichen Perfonen, welche die Bedingungen für die Znlaffnng zn den pharmazentifchen Prüfungen erfüllen, unbenommen ift, den Apothekerbernf zn ergreifen“, Spater find dnrch mehrere Bnndesrats-bzw. Reichsratsbefchlüffe die von beftimmten Stndienanftalten (für grauen) aufgestellten Zeugniffe als gleichwertig mit denen der Gymnasien, Realgtymna-fien oder Dberrealfchnlen hinfichtlich der Zulafsung zum Apothekerberuf anerkannt worden (f. hierüber S.86).Google Scholar
Jn Prenfjen befteht eine Prüfnng§kommission für jeden Regierungsbezirk am Amtsfitz des Regiernngsprafidenten (Min.Erl. vom 15. September 1904, f. S. 109).Google Scholar
Anffichtsbehörde im Sinhe der §§ 3 Abf. 3, 4 und 5 ift in Prenfjen der Regie-rungsprafident (Min.Erl. vom 15. (September 1904, f. S. 109).Google Scholar
Für die Form des Gefnchs nm Zulassung znr Borprüfung ist ein amtliches Mufter vorgeschrieben (s. 6. 104).Google Scholar
Dispensation Znläsfig (f. § 38).Google Scholar
Über die Anerkennung üfterreichifcher Reifezengniffe für die Apotheker-Ianfbahn erging folgender prenß. Min.Erl. vom 4. November 1922: Für die Zulassung zu den ärztlichen und zahnärztlichen Vorprüfungen und Prüfungen sowie zur Apothekerlaufbahn in Preußen können Reifezeugnisse der österreichischen höheren Lehranstalten, die nach den geltenden Bestimmungen zum Vollstudium an reichsdeutschen Universitäten berechtigen, künftig von mir von Fall zu Fall als genügend im Sinne der Bestimmungen der Prüfungsordnungen für Ärzte, Zahnärzte und Apotheker angesehen werden, ohne daß jedesmal die Mitentschließung des Reichsministeriums des Innern herbeigeführt wird. Bei der Durchführung dieser Maßnahme werde ich 1. Ausländer mit österreichischen Reifezeugnissen darauf hinweisen, daß sie durch die Ablegung der Prüfungen ein Anrecht auf spätere Erteilung der Approbation für das Gebiet des Deutschen Reiches nicht erwerben; 2. die Zulassung Reichsdeutscher mit österreichischen Reifezeugnissen zu Prüfungen von der Beibringung eines Nachweises darüber abhängig machen, daß sie durch zwingende äußere Gründe veranlaßt waren, ihre schulwissenschaftliche Vorbildung in Österreich zu erwerben, und 3. bei der Zulassung von Kandidaten der Pharmazie davon ausgehen, daß die pharmazeutische Lehrzeit und Gehilfenzeit vor dem Studium in Apotheken des Deutschen Reiches zurückgelegt ist.Google Scholar
Über die Berechtigung von Sudienanftalten ergingen nachftehende Befchlüffe: Berechtigung von Studienanstalten. Bundesratsbeschlüsse vom 5. Dezember 1912, 5.März 1914, 14. Mai 1914, 11. Februar 1915, 2. September 1915, 9. März 1916, 4. Mai 1916, 11. Oktober 1917, 29. November 1917 und 8. Mai 1918, Reichsratsbeschluß vom 14; April 1921. 1. Die Reifezeugnisse a. der preußischen Studienanstalten, b. der sächsischen Studienanstalten, c. des Mädchengymnasiums (Lessingschule) zu Karlsruhe und der Mädchenoberrealschule (Lieselotteschule) zu Mannheim, d. der hessischen Studienanstalten (Oberrealschule), e. der Studienanstalt (Oberrealschule) in Sondershausen, f. der Studienanstalt (Oberrealschule für Mädchen) in Bremerhaven, g. der Jenaer Studienanstalt, h. der Gymnasialkurse bei den höheren Mädchenschulen in Bayern, i. der städtischen Studienanstalt in Braunschweig, k. der realgymnasialen Studienanstalt der Unterrichtsanstalten des Klosters St. Johannis und der mit dem Lyzeum in der Hansastraße verbundenen dreistufigen oberrealschulartigen Studienanstalt in Hamburg, 1. der realgymnasialen Studienanstalt in Gera, m. der gymnasialen Studienanstalt in Rostock, n. der dem staatlichen Lyzeum in Rudolstadt angegliederten Oberrealschul-Studienanstalt werden als ausreichender Nachweis der wissenschaftlichen Vorbildung im Sinne des § 6, Nr. 1 Abs. 1 der Prüfungsordnung für Apotheker anerkannt. 2. Der Nachweis von Lateinkenntnissen gemäß § 6 Nr. 1 Abs. 2 der Prüfungsordnung für Apotheker kann durch das auf’ Grund einer Prüfung ausgestellte Zeugnis des Leiters a. einer preußischen Studienanstalt mit gymnasialer und realgymnasialer Richtung, b. einer sächsischen sechsklassigen Studienanstalt, c. des Mädchengymnasiums (Lessingschule) zu Karlsruhe, d. der städtischen Studienanstalt in Braunschweig (insoweit die zu Ostern 1915 erteilten Zeugnisse der Reife für die zweitoberste Klasse dieser Anstalt in Frage kommen) erbracht werden. Jm Einvernehmen mit dem Reichsminister des Jnnern hat ferner der prenß Minister sür Bolkswohlfahrt genehmigt, dafß ein mindestens genügendes Urteil im Lateinischen im Reifezeugnis einer fächfifchen dreiklassigen (Stndienanstalt für Mädchen mit wahl-freiem Sateinnnterricht ansnahmsweife gleichfalls als Nachweis ausreichender Satein-kenntniffe im (Sinne der Prüfungsordnung für Apotheker anerkannt wird (Min.Erl. vom 30. September 1920). Die vorgenannten Beschlüsse lauten mit Ausnahme des letzten formell auf die „Zeug-nisse der Reife für die zweitoberfte Maffe“. Rach Einführung der Maturitat afs Borbil-dung für den Apothekerberuf durch den Reichsratsbefchlufc vom 22. Juli 1920 (Bk. vom 24. Juli 1920) müffen fie jedoch auf die Reifezeugniffe der genannten Studienanstalten übertragen werden.Google Scholar
Die wiffenfchaftliche Vorbildung mufj alfo auch hinsichtlich der Latein-kenntniffe schon vor Beginn der Apothekerlaufbahn erworben fein. Eine Geneh-migung Zur Erwerbung der Sateinkenntnisse wahrend der Praktikantenzeit konnte nur im Wege des Dispenses erfolgen (vgl. § 38).Google Scholar
Über diefe Prüfungen erging ein preufc. Min.Erl. vom April 1909 (Ph.3tg. 1909 Rr. 32). danach l)at die Meldung zu den Prüfungen bei demjenigen Provinzialschul-kollegium zu erfolgen, deffen Amtsbereich der betreffende durch den Wohnort der Eltern oder durch den Ort der oon chm zulelt besuchten (Schule angehört. Es ift dabei das Zeugnis der lateinlofen Schule vorzulegen und bestimmt anzugeben, ob und wo der Antragsteller fchon früher den versuch gemacht hat, die Prüfung zu erledigen.Google Scholar
Dispensation zulcifsig (s. § 38).Google Scholar
Jn einer Verfügung vom l.Nobember 1904 bemerkte der Berliner Polizeipräsident hierzu: „daß Zeugnisse ohne die vorgeschriebenen Angaben über die gührung und die Leistungen, die eine Äußerung darüber enthalten müssen, wie die Sehrherren die Lei-stnngen beurteilen, als den Forschriften entfprechend nicht angefehen nnd demzufolge anch nicht kreisarztlich beglaubigt werden können“. über das Muster s. S. 105.Google Scholar
Ein prenß. Min.Erl. vom Jannar 1920 besagt, „daß den Apothekerlehrlingen die Sehrzeit, die sie in einer Apotheke der vom preußischen Staate abzn-tretenden Gebietsteile verbracht haben, sür die 3nlassnng zn den pharmazeutischen Prüfungen angerechnet wird, jedoch nur sür die Seit, in der die betreffenden Gebiets-teile noch zum preußischen Staate gehörten“, Weitergehende Ausnahmen können anf dem Dispenswege gemaß §38 bewilligt werden. Die Tätigkeit in einer Pharmaziefchnle, in der Apotheferpraktikanten für die Vorprüfung theoretifch vorbereitet werden, kann nach einem prenfc. Min.Erl. vom 7. April 1893 nicht in Anrechnung kommen. Jn diefem Erl. heifct es: Im Einverständnis mit dem Herrn Reichskanzler wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß nur diejenige Zeit auf die vorschriftsmäßig nachzuweisende Lehrzeit in Anrechnung gebracht werden darf, während welcher der Lehrling tatsächlich in der Apotheke beschäftigt gewesen ist, wogegen wirkliche Unterbrechungen dieser Beschäftigung durch längere Krankheit, durch längeren Urlaub, durch Besuch von Pharmazeutenschulen oder aus anderem Anlaß von der Gesamtlehrzeit abzurechnen sind. Nach bekanntgewordenen Vorgängen scheint in den beteiligten Kreisen eine abweichende Ansicht namentlich hinsichtlich des Besuches der Pharmazeutenschulen zu bestehen, welcher, so empfehlenswert er für die theoretische Ausbildung des Lehrlings neben seiner praktischen Ausbildung in der Apotheke sein mag, doch diese letztere auch nur teilweise zu ersetzen nicht imstande sein dürfte. Eine irrtümliche Auffassung des Begriffes der vorschriftsmäßigen, d. h. im Sinne der einschlägigen Bestimmungen anrechnungsfähigen Lehrzeit würde den Lehrling durch die selbstverständliche Hinausschiebung seiner Zulassung zur Gehilfenprüfung benachteiligen. Das bewußte Verschweigen in Abrechnung zu bringender Unterbrechungen, sofern dadurch die Bestätigung eines wahrheitswidrigen Lehrzeugnisses herbeigeführt wird, kann den Tatbestand der intellektuellen Urkundenfälschung erfüllen und die Bestrafung des schuldigen Lehrherrn auf Grund des § 271 des Beichsstrafgesetzbuches zur Folge haben. Die Tätigfeit in einer Lazarettapotheke kann nach einem prenß. Min.-Be-fcheid com Jahre 1916 anf die Praktikantenzeit nicht in Anrechnung kommen.Google Scholar
Hierzn erging folgender preuß. Min.Erl betr. Unterbrechnngenderphar-mazentifchen Praktikantenzeit oom 5. gebruar 1908: In § 6 Nr. 2 der Prüfungsordnung für Apotheker vorn 18. Mai 1904 ist vorgeschrieben, daß die… zweijährige Lehrzeit der Apothekerlehrlinge nicht unterbrochen werden darf, daß aber Unterbrechungen, die in Urlaub oder Krankheit und ähnlichen entschuldbaren Anlässen ihre Ursache haben, bis zur Gesamtdauer von acht Wochen in die Ausbildungszeit eingerechnet werden können. Gemäß Nr. 7 des Erlasses vom 15. September 1904 waren bisher Gesuche um Ein-rechnung einer Unterbrechung der Lehrzeit in die Ausbildungszeit von den Regierungspräsidenten spätestens zwei Monate vor Ablauf der Lehrzeit mir zur Entscheidung vorzulegen. Zur Vereinfachung des Geschäftsganges bestimme ich, daß künftig die Regierungspräsidenten in Fällen, bei denen eine Unterbrechung bis zur Gesamtdauer von acht Wochen in Frage kommt, selbst über die Zulassung des Lehrlings zur Prüfung zu befinden haben. Zugleich bemerke ich, daß im allgemeinen derartigen Gesuchen zu entsprechen sein wird, und zwar unabhängig davon, ob die Unterbrechung auf ein Jahr der Lehrzeit entfällt oder auf die zwei Jahre der Lehrzeit sich verteilt, wofern 1. die Unterbrechung in Urlaub, ärztlich oder sonst zuverlässig bescheinigter Krankheit oder in anderen entschuldbaren Anlässen ihre Ursache hat, als welche z. B. gelten dürfen: verspäteter Eintritt in die Lehre infolge Schlusses des Schulunterrichtes erst nach Beginn des Kalendervierteljahres oder wegen Schwierigkeiten beim Ermitteln einer geeigneten Lehrstelle, verspätete Anmeldung des Lehrlings beim beamteten Arzt oder Zeitverlust bei Stellenwechsel, 2. die Zeugnisse des Lehrlings über Fleiß und Führung günstig lauten. Übrigens hat die Entscheidung über Einrechnung einer Unterbrechung nicht zu beliebiger Zeit während der Lehrzeit zu erfolgen, sondern immer erst dann, wenn der Lehrling, im Falle der Genehmigung des Gesuchs, zum nächsten Prüfungstermine zuzulassen ist. In Zweifelfällen ist auch künftig meine Entscheidung einzuholen. Stets hat dies wie bisher auch ferner zu geschehen bei Gesuchen um Anrechnung längerer als achtwochiger Unterbrechung der Lehrzeit und um Befreiung von sonstigen Vorschriften des §6 Nr. 2; ebenso unverändert bei Gesuchen um Dispens von den Bestimmungen des § 6 Nr. 1. Über die Einreichnng der Dispenfationsgesnche s. die ans S, 102 abgedruckten Ber-fügungen.Google Scholar
Landesbehärde im Sinne des §7 ift in Prenßen der Regiernngspräfident (Min.Erl.-vom 15. (September 1904, f. S. 109).Google Scholar
Siehe S.111.Google Scholar
Siehe S. 111.Google Scholar
Jft hier nicht mit abgedruckt.Google Scholar
Die Prüfnng darf also im ganzen dreimal abgelegt werden, ehe der Ausfchlnß von weiterer Prüfnng eintritt. Eine nochmalige Zulassmtg kann anf dem Wege des Dis-penses bewilligt werden (s. § 38).Google Scholar
Unter dem „Lehrer der Pharmazie“ ist ein solcher der pharmazeutischen Chemie zu verstehen.Google Scholar
In einem an die Universitätskuratoren gerichteten Erl. vom 15. September 1904 bemerkte der prenß. Mebizinalrninister zu § 17 folgendes: Die Anträge auf Zulassung zur Prüfung sind wie bisher an das Universitätskuratorium zu richten. Wenn bei Prüfung der Unterlagen sich keine Anstände ergeben, ist die Zulassung zu verfügen, der Kandidat zu benachrichtigen und dem Vorsitzenden der Prüfungskommission unter Übersendung der Akten Mitteilung zu machen. Bezüglich der Einzahlung und Verteilung der Prüfungsgebühren verbleibt es bei dem bisherigen Verfahren. Über die ausnahmsweise Berücksichtigung verspäteter Anträge ist dortseits Entscheidung zu treffen.Google Scholar
Über die Gesuche um Bulassung zur pharmazeutischen Prufnng besagt ein preußischer Min.Erl. vom 12. Januar 1924: 1. Gesuche um Zulassung zur pharmazeutischen Prüfung sind, um eine zweckmäßigere Bearbeitung zu ermöglichen und Anhäufungen oder Verzögerungen zu vermeiden, in Zukunft nicht mehr erst nach Erlangung des Universitätsabgangszeugnisses, sondern bereits im Laufe des letzten Semesters nach Belegung der Vorlesungen seitens der Kandidaten den Prüfungskommissionen vorzulegen. Den Gesuchen sind der Lebenslauf, die nach der Prüfungsordnung für Apotheker erforderlichen Zeugnisse — in der vorgeschriebenen Reihenfolge geheftet —, die Geburtsurkunde und Ausweise über etwaigen Kriegsdienst beizufügen. Über fehlende Unterlagen und Praktikantenscheine, die erst am Schluß des letzten Semesters erworben werden, ist ein entsprechender Vermerk im Zulassungsgesuch aufzunehmen. In diesem ist am Kopf der ersten Seite Name und Staatsangehörigkeit des Antragstellers anzugeben. 4. Von der Exmatrikulation der Kandidaten und der Beibringung des Universitätsabgangszeugnisses wird für die Ablegung der pharmazeutischen Prüfung in Zukunft Abstand genommen, so daß die Kandidaten auch während der Prüfungszeit immatrikuliert bleiben und die Vergünstigungen der Studierenden genießen können. An Stelle des Universitätsabgangszeugnisses ist bei der Meldung zur pharmazeutischen Prüfung in Zukunft das letzte Anmeldebuch für die Vorlesungen (Testierbuch) beizubringen. 5. Ausländer, die nicht sämtlichen Bedingungen der Prüfungsordnung für Apotheker entsprechen (reichsdeutsches Reifezeugnis, reichsdeutsches Studium, reichsdeutsche Praktikanten-und Assistentenzeit, reichsdeutsche pharmazeutische Vorprüfung usw.), haben künftig den Gesuchen um Zulassung zur pharmazeutischen Prüfung eine unterschriftlich vollzogene Erklärung darüber beizufügen, daß sie im Falle ihrer Zulassung zur Prüfung auf die Erteilung der deutschen Approbation auch bei ihrer etwaigen späteren Einbürgerung ausdrücklich verzichten. Sämtliche Zulassungsgesuche von Ausländern ohne Rücksicht darauf, ob sie die Bedingungen der Prüfungsordnung für Apotheker erfüllen oder nicht, sind mir gemäß Ziffer 3 zur Entscheidung vorzulegen. 6. Die Bestimmungen des § 16 Abs. 4 der Prüfungsordnung für Apotheker vom 18. Mai 1904 über die Abhaltung der Prüfungen werden hierdurch nicht berührt.Google Scholar
Für die Form des Gesuches ist ein amtliches Muster vorgeschrieben (f. C. 106). Dispensation zulässig (f. § 38).Google Scholar
Dispensation zuläffig (f. § 38).Google Scholar
Richtapprobierte Apothekerassistenten konnen nach einem prenßischen Min.Erl.vom 25. August 1914 in krankenhausapotheken, die durch einen approbierten Apotheker verwaltet werden, unbedenkich beschäftigt werden. „Es ift dagegen nicht angängig, ihnen bei der Bnlaffnng zur pharmazentifchen Prüfung die Beit einer folchen Beschaftigung anf die gemäß § 17 Abs. 4 giff. 1 der Prüfungsordnung für Apotheker vom 18. Mai 1904 nachznweifende Gehilfenzeit anzurechnen.“Google Scholar
Dipenfation znlässig (f. § 38).Google Scholar
Bu den früheren Brüfungsvorschriften für Arzte und Apotheker hatte der Bundesrat nach einer Bekanntmachung des Reichskanzlers vom 24. April 1899 unter dem 20. April 1899 einen Beschluß gefaßt, der in den nachstehend angeführten Biffern 1 und 2 nach jeßt Bedentnng hat. Auf Grund der Bestimmungen im § 29 der Gew.O. für das Deutsche Reich hat der Bundesrat beschlossen, daß den Prüfungsordnungen für rzte, Zahnärzte und Apotheker fortan folgende Auslegung gegeben werde: 1. Als Universitätsstudium gilt auch die Zeit, in welcher die zur Prüfung sich Meldenden gastweise (als Hospitanten oder Hospitantinnen) an einer Universität — bei der Apothekerprüfung auch an einer gleichstehenden Lehranstalt — Vorlesungen besucht haben, sofern sie ungeachtet des Nachweises der für die Zulassung vorgeschriebenen schulwissenschaftlichen Vorbildung, sowie der erforderlichen sittlichen Führung aus Gründen der Universitätsverwaltung von der Immatrikulation ausgeschlossen waren, und die Einhaltung eines ordnungsmäßigen akademischen Studienganges nachgewiesen wird. 2. Als Universitätsabgangszeugnis gilt in den unter 1 bezeichneten Fällen jede Bescheinigung der Universitäts-oder Anstaltsbehorde über die vollständige Erledigung des Studiums. Mit der Anrechnung von Gafthärfemeftern oder eines Stndiums mit der kleinen Matrikel nach den Prüfungsordnungen für Arzte, Bahnärzte und Apthefer befaßt fich nachstehender preufß. Min.Frl. vom 8. April 1927: Als Studium im Sinne der Prüfungsordnungen für Ärzte, Zahnärzte und Apotheker gilt grundsätzlich die von Studierenden der Medizin und der Zahnheilkunde bei der Medizinischen und von Studierenden der Pharmazie bei der Philosophischen Fakultät zurückgelegte Studienzeit nach der Vollimmatrikulation. Nur diese Zeit wird ohne weiteres auf das betreffende Studium angerechnet. Ausnahmen sind durch … § 17 Abs. 4 Ziff. 2 (§ 38 Abs. 1) der Prüfungsordnung für Apotheker vom 18. Mai 1904 zugelassen. Hiernach darf mit Genehmigung der obersten Landesbehorde im Einvernehmen mit dem Reichsministerium des Innern diejenige Studienzeit ganz oder teilweise ausnahmsweise angerechnet werden, die vor Erlangung des Reifezeugnisses einem verwandten Universitätsstudium oder gleichwertigen Hochschulstudium gewidmet ist. Dabei handelt es sich nur um Gasthorsemester oder um ein Studium mit der kleinen Matrikel (auf vier Halbjahre bei der Philosophischen Fakultät). Nach dem an die Herren Universitätskuratoren usw. gerichteten allgemeinen Erlasse des Herrn Ministers der geistl., Unterr.-u. Med.-Ang. vom 30. Mai 1899 ist auf Grund eines Beschlusses des Bundesrats vom 20. April 1899 durch Bekanntmachung des Herrn Reichskanzlers vom 24. April 1899 bestimmt worden, daß als Universitätsstudium im Sinne der Prüfungsordnungen für ÄÄrzte, Zahnärzte und Apotheker „auch die Zeit gilt, in welcher die zur Prüfung sich Meldenden gastweise (als Hospitanten oder Hospitantinnen) an einer Universität — bei der Apothekerprüfung auch an einer gleichstehenden Lehranstalt — Vorlesungen besucht haben, sofern sie — ungeachtet des Nachweises der für die Zulassung zur Prüfung vorgeschriebenen schulwissenschaftlichen Vorbildung sowie der erforderlichen sittlichen Führung — aus Gründen der Universitätsverwaltung von der Immatrikulation ausgeschlossen waren und die Einhaltung eines ordnungsmäßigen akademischen Studienganges dargetan wird“. Hiernach werden Gasthorsemester in der Regel nur in den seltensten Fällen anerkannt, wo der Vollimmatrikulation besondere in den Universitätsstatuten usw. begründete Hindernisse entgegenstehen, z. B. bei einem Staatsbeamten oder der Zugehörigkeit zu einer anderen (Technischen, Tierärztlichen, Landwirtschaftlichen usw.) Hochschule. Die Anrechnung wird mithin auf diejenigen Fälle beschränkt, in denen dem Betreffenden nach den Universitätsstatuten usw. die förmliche Vollimmatrikulation — ungeachtet des Nachweises genügender Vorbildung — aus Gründen versagt wird, welche außerhalb seiner freien Willensbestimmung liegen. Wer demnach, obwohl er die Möglichkeit hatte, sich nach Erlangung des Reifezeugnisses vollimmatrikulieren zu lassen, keinen Gebrauch macht, kann auf Anrechnung von Gasthorsemestern oder eines Studiums mit der kleinen Matrikel nicht rechnen. Die Vollimmatrikulation ist auch durch die neue Fassung des § 5 der Vorschriften für die Studierenden der preußischen Landesuniversitäten vom 1. Oktober 1914 insofern erleichtert worden, als Reichs-, Staats-, Gemeinde-oder Kirchenbeamte sowie Personen, die dem Gewerbestand angehören, zum Studium zugelassen werden können, wenn nachgewiesen ist, daß sie durch Beurlaubung vom Dienst oder durch Befreiung von ihrer beruflichen Tätigkeit über so viel freie Zeit verfügen, daß die Durchführung eines gründlichen Studiums gesichert ist. Bei Beamten gilt der Nachweis als erbracht, wenn sie durch ihre Dienstbehörde mindestens von der halben Dienstzeit befreit sind. Ich behalte mir in jedem Falle die Entscheidung vor, ob Gasthorsemester oder ein Studium mit der kleinen Matrikel auf die nach den Prüfungsordnungen für Ärzte, Zahnärzte und Apotheker nachzuweisende Studienzeit angerechnet werden sollen oder nicht, und ersuche ergebenst, mir die entsprechend begründeten Gesuche unter Beifügung des Reifezeugnisses nebst Lateinnachweis und sämtlicher bisher erworbener Studiennachweise (Universitätsabgangszeugnis, Anmeldebuch, Praktikantenscheine) zur Entscheidung einzureichen.Google Scholar
Hierzn bestimmt ein Erl. des preufßifchen Medizinalminifters vom 9. August 1907, daß die Tätigkeit in einem Privatlaboratorium die nach § 17 Abs. 4 Nr. 2 der Prüfungsordnung für Apotheker vom 18. Mai 1904 nachzuweisende Teilnahme an analytisch-chemischen und pharmazeutisch-chemischen Übungen bei Instituten der Universität nicht ersetzen kann und daher auch nicht für die Zulassung zur pharmazeutischen Staatsprüfung in Gemäßheit der vorgedachten Bestimmung in Anrechnung gebracht werden darf. Ferner wird in einem Erlaß de§ preufßifchen Mftinisters des Jnnern vom 30. Jnni 1911 eine Belehrung der Studierenden der Pharmazie bei Beginn des StndinmS dahingehend angeregt, „daft die ständige Beschäftigung mitder Ehemie während fämtlicher Gtndienhalbjahre für eine gründliche Ausbildnng der Pharmazeuten von befonderem Wert ist, daß ferner die Berteilung der vorgefchriebenen pratischen chemischen Übungen auf die vier Gtudienhalbjahre als Regel zu betrachten ift und endlich dte anafytifch-chemifchen Übnngen den pharmazentifch-chemischen voranzugehen haben“.Google Scholar
Hierzu erging folgender preuß. Min.Erl. vom 17. Oktober 1906: Im § 17 Abs. 4 Ziffer 2 der Prüfungsordnung für Apotheker vom 14. Mai 1904 ist vorgeschrieben, daß behufs Zulassung zur pharmazeutischen Prüfung der Nachweis regelmäßiger Teilnahme an bestimmten Übungen zu erbringen sei. Hiernach können nur solche Zeugnisse als ausreichend für die Zulassung zur Prüfung betrachtet werden, in denen die Regelmäßigkeit der Teilnahme ausdrücklich bescheinigt ist. Ich ersuche deshalb ergebenst, bei der Zulassung zur Apothekerprüfung darauf zu achten, daß die von den Universitätslehrern ausgestellten Zeugnisse dem Wortlaute der Prüfungsordnung entsprechend den regelmäßigen Besuch der Pflichtübungen bescheinigen. Zeugnisse, welche diesen Vermerk nicht enthalten, sind als genügend nicht anzuerkennen. Die mit den Pflichtübungen betrauten Dozenten ersuche ich, auf vorstehende Bestimmung gefälligst aufmerksam zu machen. Für die Fassung dieser Bengniffe find jeßt bestimmte Mufter vorgeschrieben (f. G.103).Google Scholar
In Karlsruhe befteht feit 1924 keine Müglichkeit mehr, Pharmazie zu studieren.Google Scholar
Die Feststellung diefer Sammlnng liegt den einzelnen Prüfnng3kommissionen ob. Jm Gegensatz zn der bei den Borprüfungen zu verwendenden Sammlnng (f.S. 111) ist hier ein allgemeines Muster derselben nicht veröffentlicht worden.Google Scholar
Dispensation zulässig (f. § 38).Google Scholar
Dreimal darf fomit ein Prüfnngsabschnitt abgelegt werden, ehe der Ausschluß von weiterer Prüfung eintritt. Eine nochmalige Bulassung fann im Wßege des Dispenses bewilligt werden (f. § 38).Google Scholar
Dispensation zulässig (s. § 38).Google Scholar
Laut Bk. vom 17. Januar 1927. Dazu bemerkt ein preuß. Min.Erl. vom 28. Januar 1927: a. Vorstehende Gebührenregelung findet auf alle Prüflinge Anwendung, die nach dem 1. März 1927 eine der vorgenannten Gesamtprüfungen oder Wiederholungsprüfungen beginnen. Soweit die Prüfungen bereits vor dem 1. März 1927 begonnen haben, bleibt es bei der bisherigen Gebührenregelung. b. Mit Rücksicht auf die allgemeine wirtschaftliche Notlage habe ich nichts dagegen einzuwenden, daß bei der ärztlichen, der zahnärztlichen und der pharmazeutischen Prüfung in einzelnen besonderen Fällen die Gebührenanteile für die Prüfer erlassen, ermäßigt oder in Teilzahlungen erhoben werden. Voraussetzung für die Gewährung solcher Vergünstigungen ist das Einverständnis sämtlicher Mitglieder des Prüfungsausschusses. Soweit dieses Einverständnis erteilt ist, sind grundsätzlich nur solche Kandidaten zu berücksichtigen, die ihre Bedürftigkeit durch amtliche Unterlagen nachweisen oder in den letzten Studienhalbjahren Vergünstigungen bei der Zahlung der Vorlesungsgebühren genossen haben und dies durch Beibringung des Anmeldebuchs oder einer Bescheinigung der Universitätskasse belegen. Bei Bewilligung von Teilzahlungen empfiehlt es sich, als erste Rate den vollen Gebührenanteil für sächliche und Verwaltungskosten und etwa die Hälfte der Gesamtgebühren für die Prüfer zu erheben. Der Rest dürfte in angemessener, dem Verlauf der Prüfung entsprechender Frist auf einmal, höchstens jedoch in zwei Teilbeträgen einzuziehen sein. Auf den allgemeinen Runderlaß vom 8. Juni 1925 nehme ich Bezug. Erlaß, Ermäßigung oder Teilzahlungen der Gebührenanteile für sächliche und Verwaltungskosten kommen. auf keinen Fall in Frage. Diese sind vielmehr vor Beginn der Prüfung in einer Summe zu entrichten. Das Zeugnis über die bestandene Prüfung darf in allen Fällen erst ausgehändigt werden, wenn die festgesetzten oder ermäßigten Gebühren vollständig bezahlt sindGoogle Scholar
Jn einer Berfügung des Mecklenburgischen Ministeriums in Rostock, Abteilung für Medizinalangelegenheiten vom 30. Jannar 1908 wird gesagt, daß es für Studierende der Pharmazie bei ihren späteren Gesnchen um Erteilnng der Approbation unznlässig ist, eine Assistententätigkeit, die während der pharmazentischen Prüfnng nach dem Ntichtbeftehen eines Prüfungsteiles bis zu der Wiederholung ausgeübt wird, in irgendeiner Weise auf die prüfnngsmäßige Assistententätigkeit von drei Jahren anzurechnen.Google Scholar
Die Prüfungsordnung sagt, daß die praktische Tätigkeit nach Bestehen der Staateprüfnng „in der Regel“ im Anfchlußjj an diefelbe und „in der Regel“ ohne Unterbrechung zn erledigen ift. Ausnahmen, etwa znm Bwecke des Studiums als Nahrungsmittelchemiker oder der Doktorpromotion dürften also nicht ausgefchlossen fein. Doch besagt ein prenß. Min.Bescheid vom 12. Jnli 1910, daß zu einer Unterbrechung der nach beftandener pharmazentischer Prüsnng vorgeschriebenen zweijährigen pratifchen Tatigeit die Genehmignng der zuständigen Bentralbehörde (prenß. Ministerium für Bolkswohlfahrt) erforderelich ift. Über eventuelle Unterbrechungen der Assistentenjahre erging ein baherischer Min.Erl. vom 18. Oktober 1907, der „im Einverftändniffe mit dem Reichsamte des Jnnern“ folgendes verfügte: Auf das eine Servierjahr vor dem Universitätsstudium darf eine Unterbrechung durch Urlaub bis zu 14 Tagen oder an deren Stelle eine Unterbrechung durch Krankheit bis zu 4 Wochen angerechnet werden. Auf die beiden Servierjahre nach dem Studium darf insgesamt eine vierwochentliche Unterbrechung durch Urlaub oder an deren Stelle eine achtwöchentliche Unterbrechung durch Krankheit Anrechnung finden. Dauer und Grund derartiger Unterbrechungen sind in das von den ausbildenden Apothekern auszustellende Zeugnis über die Ableistung der Gehilfenzeit einzutragen.Google Scholar
Dispensation zuläffig (s. § 38). Über die Anrechnung anderweitiger Lütigkeit auf die zweijährige Kandidatenzeit gab ein Rnndfchreiben des Reichkanzlers bom 5. Jannar 1911 folgende Anweifnngen: Zunächst ist grundsätzlich daran festzuhalten, daß die Kandidaten der Pharmazie vor Erteilung der Approbation eine außerhalb des Studiums zurückgelegte praktische Gehilfentätigkeit in Apotheken von mindestens dreijähriger Dauer nachweisen. Demgemäß wird nicht angerechnet eine Gehilfentätigkeit, die innerhalb des Studiums während der Universitätsferien abgeleistet wird. Ebensowenig gelangen auf die dreijährige Gehilfenzeit ein pharmazeutisches oder gleichartiges Universitätsstudium oder eine Tätigkeit als wissenschaftlicher Assistent zur Anrechnung, die nach vollständig bestandener pharmazeutischer Prüfung zurückgelegt sind. Eine den einjährigen Zeitraum übersteigende Gehilfenzeit vor Beginn des Studiums wird ganz oder teilweise nur solchen Kandidaten ausnahmsweise angerechnet, die nachgewiesenermaßen durch zwingende Umstände an dem rechtzeitigen Übergang zum Universitätsstudium gehindert waren; aber auch von diesen Kandidaten ist zu fordern, daß sie sich nach Ablegung der pharmazeutischen Prüfung während einer angemessenen Zeit — etwa für die Dauer eines Jahres — als Gehilfe in Apotheken betätigen. Der den einjährigen Zeitraum übersteigenden Gehilfenzeit vor Beginn des Studiums kann in besonderen Ausnahmefällen eine Gehilfenzeit gleichgeachtet werden, die während der Studienzeit, aber unter Unterbrechung des Studiums abgeleistet ist, falls durch ganz besonders ungünstige Unterhaltsverhältnisse die Unterbrechung des Studiums bedingt wurde. Bei der Erledigung von Gefnchen diefer Art hat der Reichskanzler laut Berf. vom 23. Dezember 1915 auf seine Mitiwirkung verzichtet. Bwecks Anrechnung der an Univerfitätsinftitnten verbrachten Zeit auf die praktische Tätigkeit nach der Staatsprüfung empfahl ein Rundschreiben des Reichsamtes des Jnnern an die Regierungen der Länder vom 7. April 1913 folgende Auslegung des §35 Abf. 1 der Prüfungsordnung: Kandidaten, die nach abgelegter pharmazeutischer Prüfung zur Vertiefung ihrer wissenschaftlichen pharmazeutischen Ausbildung über das nach § 17 Abs. 4 Nr. 2 der Prüfungsordnung für Apotheker vom 18. Mai 1904 nachzuweisende Studium hinaus als Praktikant oder Assistent in einem pharmazeutischen, pharmazeutisch-chemischen oder botanisch-pharmakognostischen Hochschulinstitute regelmäßig und mit gutem Erfolg tätig gewesen sind und den Nachweis hierüber durch eine Bescheinigung der zuständigen Hochschullehrer erbringen, kann die auf die Tätigkeit als Praktikant oder Assistent tatsächlich aufgewendete Zeit auf die in § 35 Abs. 1 der Prüfungsordnung vorgeschriebene Betätigung als Gehilfe in Apotheken in Anrechnung gebracht werden. Praktikanten haben dabei außerdem noch den Nachweis zu erbringen, daß sie während der Universitätsferien in einer inländischen Apotheke praktisch tätig gewesen sind. Von den Assistenten wird dieser Nachweis nicht verlangt, da für ihre Tätigkeit in Apotheken nur die ihnen zustehende Urlaubszeit in Betracht kommt und diese für die notwendige Erholung bestimmte Zeit aus Billigkeitsgründen nicht zu beschränken ist. Eine Unterbrechung der wissenschaftlichen oder praktischen Tätigkeit kann auch den Praktikanten in die Ausbildungszeit dann angerechnet werden, wenn sie durch Krankheit oder andere unverschuldete Umstände bedingt oder zur Erholung notwendig wird und im Laufe eines Jahres die Dauer von vier Wochen nicht überschreitet. Eine Bk des Reichekanzlers vom 2. Februar 1917 teilte folgenden Bundesratsbeschlnß vom gleichen Tage Über Anrechnung des KriegSdienftes mit: Den Kandidaten der Pharmazie kann der Kriegsdienst bis zur Dauer eines Jahres auf die gemäß § 35 der Prüfungsordnung für Apotheker nach vollständig bestandener pharmazeutischer Prüfung nachzuweisende zweijährige praktische Gehilfenzeit in Apotheken angerechnet werden. Die Entscheidung über die Anrechnung des Kriegsdienstes erfolgt durch den Reichskanzler im Einvernehmen mit der zuständigen Landeszentralbehörde. Nach einer ergänzenden Berfügung de§ Rleichkanzlers vom 14. April 1917 ist bei Anrechnung von §eereSdienft anf die Kandidatenzeit der 2. Febrnar 1917 aie der frühefte Tag anzusehen, an dem die Beftimmungen über die Gehilfenjahre erfüllt fein können. Die sonstigen für Kriegsteilnehmer gefchaffenen Bergünstigungen hinsichtlich der Praktikanten-, Assistenten-und der Studienzeit find jeßt zumeist überholt. Betreffs der Anrechnung einer Unterbrechung der Kandidatenzeit hat sich das Rleichsministerinm des Jnnern damit einverstanden erkärt, daß Kriegeteilnehmern eine bis zu vierwöchige Unterbrechung durch Krankheit anf die nach abgelegter pharmazentischer Prüfung nachznweisende Assistentätigkeit auch dann angerechnet wird, wenn diese Assistentenzeit unter Anwendung des Beschlusses des Bundesrats vom 2. Februar 1917 durch Anrechnung von Kriegsdienst eine Kürzung erfährt. Zn diefem Bundesratsbeschluß vom 2. Februar 1917 hat das batyerische ministerium d. J. unter dem 24. Febrnar 1917 im Einverständnis mit dem Reeichsamte des Jnnern u. a. folgendes bekanntgegeben: Eine Anrechnung soll auch dann nicht ausgeschlossen sein, wenn ein Fachstudium noch nicht begonnen war. Jedoch darf sich grundsätzlich aus der Anrechnung des Kriegsdienstes nicht der Vorteil ergeben, daß ein Kriegsteilnehmer seine Ausbildung in kürzerer Zeit beendet, als es ihm in Friedenszeiten möglich gewesen sein würde. Das gilt insbesondere für diejenigen Studierenden, welche aus Anlaß des Krieges vorzeitig ihr Schulreifezeugnis haben erwerben können.Google Scholar
Hierzu besagt ein prenß. Min.Erl. vom Januar 1915: Kandidaten der Pharmazie haben wiederholt mit ihrem Gesuch um Erteilung der Approbation als Apotheker Zeugnisse über ihre praktische Tätigkeit als Gehilfe in einer Apotheke vorgelegt, während festgestellt werden konnte, daß sie in der gleichen Zeit ihr Universitätsstudium fortsetzten oder die Stellung eines Praktikanten oder Assistenten an einem chemischen Institut bekleideten. Die sich der falschen Beurkundung solcher Zeugnisse schuldig machenden Apotheker müssen in Zukunft als nicht geeignet zur praktischen Ausbildung der geprüften Kandidaten der Pharmazie bezeichnet werden.Google Scholar
Siehe Anm 2 auf S. 99. 2) Siehe S. 108.Google Scholar
Mit Bezug anf diese Bestimmung ersncht eine Berf. des preuß. Mttedizinalministers vom 14. September 1907 die Regierungspräsidenten, „die Apotheker des Bezirkes gefälligst anzuweifen, bei der Austellung solcher Bengnisse sich genau an da§ vorgefchriebene Munfter zn halten, anch find die Kretisärzte zu veranlassen, bei der Beglaubigung dem Munster nicht entsprechende Beugnisse zurückzuweisen oder deren Ergänzung zu verlangen“. Ein weiterer prenß. Min.Erl. vom 22. März 1910 wiederholt diese Mahnung.Google Scholar
Tür die Form des Gefuches um Erteilung der Approbation ist ein amtliches Muster vorgeschrieben (s. S.109). Darin ist die f Enreichung des Prusungszengnisse nicht mehr vorgefehen. Eine Rückgabe der dem Gesuch beigefügten Beugnisse oder die Übersendung von Beugnisabschristen seitens des Ministeriums erfolgt nicht, da die Beugnisse im Originale bei den Akten bleiben müssen und Abschriften aus den Akten im allgemeinen nicht erteilt werden. Wer auf die Beugnisse Wert legt, muß sich daher vor Einreichung der Urschrift eine beglaubigte Abschrift fertigen lassen und diese für den zukünftigen Gebrauch zurückbehalten, (Preuß. Min.Erl. vom 9. Januar 1909 und 5. Juni 1926, f. S.103.)Google Scholar
Jst hier nicht mit abgedruckt.Google Scholar
Die preuß. Berwaltungsgebührenordnung vom 30. Dezember 1926 sieht hierbei folgende Gebühren vor: Approbation der Apotheker a. nach Ablegung der vorgeschriebenen Prüfungen 10 RM. b. unter Befreiung von den vorgeschriebenen Prüfungen (§ 29 Gew.0.) 30–150 RM. Zu a und b. Bei Reichsausländern wird das Fünffache der Sätze erhoben, ausgenommen bei Deutschosterreichern, die einen entsprechenden Ausweis über ihre Staatsangehörigkeit beibringen, und bei Angehörigen der vom Deutschen Reiche abgetrennten Gebiete mit deutscher Abstammung und deutscher Muttersprache. Über die Erteilung der Approbation an Kandidaten mit vorzeitigem Reifezeugnis erging folgender preuß. Min.Exl. vom 12. April 1921: Nach dem Beschluß des Staatsausschusses vom 20. Juni 1919 (vgl. den Runderlaß vom 30. Juli 1919) gelten die während des Krieges erteilten Notreifezeugnisse im Sinne der Prüfungsordnungen für Ärzte, für Zahnärzte und für Apotheker mit der Maßgabe, daß die Approbation nicht eher erteilt werden darf, als sie bei Ablegung der regelrechten Reifeprüfung hätte erlangt werden können. Außer den Besitzern von Notreifezeugnissen gibt es jedoch — teils infolge Verkürzung des Schuljahres, teils aus anderen Gründen — eine Reihe von Studierenden, die zwar ein vorzeitiges, dabei aber regelrechtes Reifezeugnis erworben haben; diese würden, da der in dem genannten Beschluß des Staatenausschusses ausgesprochene Vorbehalt nicht ohne weiteres auf sie anwendbar ist, gegenüber anderen Studierenden einen Vorsprung in ihrer Ausbildungszeit erzielen, den auszugleichen eine Möglichkeit zurzeit nicht besteht. Der Reichsrat hat daher in seiner Sitzung vom 22. März 1921 beschlossen, daß die Erteilung der Approbation an Studierende der Medizin, der Zahnheilkunde und der Pharmazie, die infolge Verkürzung des Schuljahrs oder aus anderen Gründen ein vorzeitiges Reifezeugnis erlangt haben, erst zu dem Zeitpunkt erfolgen darf, zu dem sie unter regelrechten Verhältnissen möglich gewesen wäre.Google Scholar
Nach diesem Paragraph find Ausnahmen (Dispensationen) von den Beftimmungen der Pßrüsungsordnnng nur in folgenden Fällen zuläffig: 1. hinsichtlich der schulwissenschaftlichen Borbildung; 2. hinsichtlich der Dauer der Ausbildungszeit und der Forderung einer Ausbildung in deutschen Apotheken; 3. hinsichtlich der Wiederholung einer anch bei der zweiten Wiederholung nicht beftandenen Borprüfung; 4. hinfichtlich der bei der Meldung zur Staatsprüfung einzureichenden Nachweise einschließlich der einjährigen Affiftentenzeit und des vierfemestrigen Stndiums; 5. hinsichtlich des Beitraums der Wiederholung eines nicht bestandenen Abschnitts der Staatsprüfung; 6. hinsichtlich der Wiederholung einer auch bei der zweiten Wiederholung nicht bestandenen Staatsprüfung; 7. hinsichtlich der Wahl der Kommiffion für die Fortfeßung oder Wiederholung der Staatsprüfung; 8. hinfichtlich der zweijährigen praktischen Lätigeit nach der Staatsprüfung. Über DiSpensationsgesuche von Apothekerpraktikanten sagt ein Bescheid des Reieichkanzlers vom Jahre 1909, „daß Gesuche um Bulassung zur Apothekerlaufbahn unter Befreiung von den Bestimmungen der Prüfungsordnung fur Apotheker vom 18. Mai 1904 bei der zuftändigen Bentralbehöde desjenigen Bnndesftaates einzureichen sind, in dessen Bezirk die Lehrzeit begonnen werden soll“. DiSpensationsgesuche der Apothekerpraktikanten find danach an das zuständige Ministerium zu richten, jedoch dem Regierungspräsidenten einzureichen. Gesuche, bei denen es sich um Unterbrechung der Praktikantenzeit bis zur Dauer von acht Wochen handelt, sind in Preuüen laut Min.Erl. vom 5. Februar 1908 (s. S. 88) nur an den Regierungspräsidenten zu richten. Eine alljährlich erlassene Berfügung der Regierungspräsidenten sagt darüber in Übereinstimmung mit früheren Ministerialerlassen folgendes: Apothekerpraktikanten, welche eine Dispensation von einzelnen Vorschriften der Prüfungsordnung betreffend die pharmazeutische Vorprüfung für Apotheker vom 18. Mai 1904 nachsuchen wollen, haben mit dem Gesuche alle zur Beurteilung desselben dienenden Unterlagen (Zeugnisse über die schulwissenschaftliche Vorbildung, Lehr-und Servierzeugnisse usw.) in Urschrift oder beglaubigter Abschrift einzureichen. Gesuche um Dispensation von dem Erfordernis einer ununterbrochenen Lehrzeit müssen in den ersten 14 Tragen des Vierteljahrs eingehen, an dessen Ende die Prüfung abgelegt werden soll. Später eingehende Gesuche haben keine Aussicht auf Berücksichtigung. Einzelne Regierungspräfidenten verlangen, daß die Dispensationsgesuche von dem ausbildenden Apotheker eingereicht werden, und zwar unter Umständen schon drei Monate vor Ablauf der Ausbildungszeit. Jn diesem Falle find die Gesuche dem Regierungspräsidenten gemäg § 49 der Dienstanweisung für Kreisärzte dnrch die Hand des zuständigen Kretsarztes vorzulegen. Über Dispensationsgesuche von Studenten der Pharmazie änßerte sich ein Bescheid des Reichskanzlers vom 17. Januar 1902 dahin, „daß Gesuche um Dispenfation von den Prüfnngsvorschrtften für Apotheker bei der zuständigen Bentralbehörde desjenigen Bundesstaates einzureichen sind, welchem die Prüfungskommission, bei der die Prüfung abgelegt werden soll, angehört“.Google Scholar
Ein preuß. Min.Erl. vom 22. April 1921 befagt, „daß bei denjenigen Apothekerlehrlingen, die ausnahmsweise noch nach dem 1. Januar 1921 mit dem geugnisse der Reife für die Prima zur Apothekerlaufbahn zngelassen worden sind, die Ausbildungszeit, ebenfo wie bisher, einen Beitraum von drei Jahren umfaßt“.Google Scholar
Die nur für Behörden in Betracht kommenden Bordrncke Nr. III, IV, VII bis XII und XV sind hier nicht abgedruckt. Bu den Gesuchsformularen ist folgendes zu bemerken: 1. Das Gesuch um Bnlassnng eines Praktikanten znr Borprüfung ist seitens des aubildenden Apothekers bei der Auffichtsbehürde, in deren Bezirk die Ausbildungszeit beendet wird (das sind in Preußen die Regierungspräsidenten), spätestens bis zum 15. des der Prüfung vorhergehenden Monats einzureichen, also spätestens bis 15. Februar, Mai, August und November. Bei DispensationSgesuchen von einzelnen Borschriften der Prüfungsordnung mnß dagegen die Einreichung schon in den ersten 14 Lagen des betreffenden Bierteliahres erfolgen. 2. Das Gesuch um Bulassung zur pharmazeutischen Staatsprüfung ist bei der zuftändigen Behörde (Ministerium) oder bei der von dieser bezeichneten Dienststelle (in Preußen nur bei den Universitätskuratorien) einzureichen, und zwar im Lause des leßten Semesters nach Belegnng der Borlesungen. Die Pharmazeutische Prüfung kann vor jeder bei einer Universität oder einer technischen Hochsuhule des Deutschen Reiches eingerichteten pharmazeutischen Prüsungungskommission abgelegt werden. 3. Die Erteilung der Approbation als Apotheker ist sofort nach Ablus der zweijährigen praktischen Tätigkeit beim Ministerium desienigen Bundesstaates, in dem die pharmazeutische Prüsung bestanden worden ist, zu beantragen.Google Scholar
Nur bei Praktikanten auszufüllen, die im Besitze des Reifezeugnisses einer Lehranstalt mit wahlfreiem oder ohne Lateinunterricht (Oberrealschule usw.) sind und in dem Reifezeugnis einer Anstalt mit wahlfreiem Lateinunterricht nicht ein mindestens genügendes Urteil im Lateinischen nachweisen.Google Scholar
Vordruck II (zu beziehen durch den Deutschen Apothekerverein in Berlin).Google Scholar
Nur von Kandidaten auszufüllen, die im Besitze des Reifezeugnisses einer Lehranstalt mit wahlfreiem oder ohne Lateinunterricht (Oberrealschule usw.) sind und in dem Reifezeugnis einer Anstalt mit wahlfreiem Lateinunterricht nicht ein mindestens genügendes Urteil im Lateinischen nachweisen.Google Scholar
Diese Zeugnisse sind nur beizubringen, wenn die Meldung zur Prüfung nicht alsbald nach dem Abschluß der Universitätsstudien erfolgt.Google Scholar
Falls einzelne der vorstehenden Nachweise noch nicht im Besitz sind.Google Scholar
Fällt fort, falls diese Zeugnisse bereits bei der Meldung zur Prüfung vorgelegt worden sind.Google Scholar
An die Stelle des Stempels ift jeßt die Berwaltungsgebühr getreten (preuß. Berwaltungsgebührenordnung vom 30. Dezember 1926). Nach Biffer 14 des Gebühren-tariss wird für Beglaubigungen und andere Beugnisse eine Gebühr von 1–5 RM in der Kegel von 2 RM, erhoben.Google Scholar
Diese Bestimmnng ist durch den aus S. 88 abgedruckten Min.Erl. vom 5. Februar 1908 teilweise abgeändert worden.Google Scholar
Jeßt laut D.A.B. 6: Phenolum.Google Scholar
Jst nicht mehr offizinell.Google Scholar
Jeßt laut D.A.B. 6: Electuarium Sennae.Google Scholar
Jeßt lant D.A.B. 6: Emulsio Olei Jecoris Aselli composita. 3) Jst nicht mehr offizinell.Google Scholar
Jetzt laut D.A.B. 6: Phenolum.Google Scholar
Jetzt laut D.A.B. 6: Phenyldmethylpyrazolonum.Google Scholar
Jetzt laut D.A.B. 6: Phenyldimethylpyrazolonum salicylicum.Google Scholar
Urban E. (1927) Prüfungswesen. In: Apothekengesetze. Springer, Berlin, Heidelberg
DOI https://doi.org/10.1007/978-3-642-94277-8_6