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Timestamp: 2016-10-28 17:55:52
Document Index: 290089505

Matched Legal Cases: ['Art. 99', 'BGE', 'Art. 99', 'BGE', 'Art. 99', 'Art. 6', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE']

8C_638/2013 (17.12.2013)
8C_638/2013 � � Urteil vom 17. Dezember 2013
Die 1959 geborene P.________ war bei der Helsana Unfall AG gegen die Folgen von Unf�llen obligatorisch versichert, als sie am 18. Februar 2001 von einem Radfahrer angefahren wurde. Dabei fiel sie nach vorne auf beide H�nde. Gem�ss Unfallmeldung vom 12. April 2001 verletzte sie sich den rechten Daumen. Die Helsana kam f�r Heilbehandlung auf und erbrachte Taggeldleistungen, ehe sie den Fall im Herbst 2001 abschloss. Es folgten verschiedene Nachbehandlungen. Mit Verf�gung vom 15. Juli 2010 sprach die Helsana P.________ f�r verbliebene Unfallfolgen an der rechten Hand eine Invalidenrente und Integrit�tsentsch�digung zu. Mit separater Verf�gung vom 15. Dezember 2010 verneinte der Versicherer dagegen eine Leistungspflicht f�r die ebenfalls geltend gemachten Beschwerden an der linken Hand, da diese nicht �berwiegend wahrscheinlich durch den Unfall vom 18. Februar 2001 (mit-) verursacht seien. Daran hielt er mit Einsprache-Entscheid vom 29. Juli 2011 fest.
Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich mit Entscheid vom 26. Juni 2013 ab.
P.________ f�hrt Beschwerde in �ffentliche-rechtlichen Angelegenheiten mit dem sinngem�ssen Antrag, in Aufhebung des Einsprache- und des vorinstanzlichen Entscheids sei die Helsana zur Leistungserbringung f�r die Beschwerden an der linken Hand zu verpflichten. Verschiedene Beweismittel werden nachgereicht.
Neue Tatsachen und Beweismittel d�rfen nur soweit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG; BGE 135 V 194).
Solche Umst�nde k�nnen namentlich in formellrechtlichen M�ngeln des angefochtenen Entscheids liegen, mit denen die Partei nicht rechnete und nach Treu und Glauben nicht zu rechnen brauchte, oder darin, dass die Vorinstanz materiell in einer Weise urteilt, dass bestimmte Sachumst�nde neu und erstmals rechtserheblich werden. Der vorinstanzliche Verfahrensausgang allein bildet noch keinen hinreichenden Anlass im Sinne von Art. 99 Abs. 1 BGG f�r die Zul�ssigkeit von unechten Noven, die bereits im kantonalen Verfahren ohne weiteres h�tten vorgebracht werden k�nnen (nicht publ. E. 2.3 des Urteils BGE 135 V 163, in SVR 2009 BVG Nr. 30 S. 109 [9C_920/2008]; vgl. auch Urteil 8C_51/2010 vom 21. Mai 2010 E. 3.1). Das Vorbringen von Tatsachen oder Beweismitteln, die sich erst nach dem angefochtenen Entscheid ereigneten oder entstanden (sog. echte Noven), ist vor Bundesgericht unzul�ssig (Urteile 8C_502/2010 vom 21. Juli 2010 E. 3, 2C_761/2009 vom 18. Mai 2010 E. 4.2 und 2C_94/2009 vom 16. Juni 2009 E. 2.2).
2.1.�Die von der Versicherten letztinstanzlich beigebrachten Best�tigungen von Dr. med. M.________, Fach�rztin FMH f�r Innere Medizin, vom 17. Oktober 2013, und von Frau J.________, dipl. Akupunkteurin SBO-TCM, vom 4. November 2013 sind erst nach dem am 26. Juni 2013 erlassenen Entscheid verfasst worden und k�nnen damit als sogenannte echte Noven im vorliegenden Prozess nicht beachtet werden.
2.2.�Beim ebenfalls erst letztinstanzlich beigebrachten Auszug der von Dr. med. H.________, FMH Handchirurgie und Orthop�dische Chirurgie, verfassten Krankengeschichte aus dem Jahr 2001 handelt es sich dagegen um ein sogenanntes unechtes Novum. Gr�nde, die ein ausnahmsweises Ber�cksichtigen dieses Aktenst�cks im Sinne von Art. 99 Abs. 1 BGG erlauben w�rden, sind weder geltend gemacht noch erkennbar. Es darf ebenfalls nicht in die Entscheidfindung einbezogen werden.
2.3.�Was den Bericht von Dr. med. I.________, Facharzt FMH Neurologie, vom 26. Januar 2006 �ber die am 24. Januar 2006 durchgef�hrte elektrodiagnostische Untersuchung der beider Daumenregionen anbelangt, so lag dieser bereits in den vorinstanzlichen Akten und findet daher auch Ber�cksichtigung.
Streitig und zu pr�fen ist, ob die Beschwerdegegnerin aus dem versicherten Unfallereignis vom 18. Februar 2001 f�r die Beschwerden an der linken Hand leistungspflichtig ist.
3.1.�Im kantonalen Entscheid sind die nach der Rechtsprechung f�r den Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung (Art. 6 UVG) geltenden Voraussetzungen des nat�rlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (BGE 129 V 177 E. 3.1. S. 181), insbesondere bei R�ckf�llen und Sp�tfolgen (BGE 118 V 293 E. 2c S. 296), zutreffend dargelegt worden. Darauf wird verwiesen. Ebenfalls richtig sind die vorinstanzlichen Ausf�hrungen zum Nachweis des Vorliegens eines nat�rlichen Kausalzusammenhangs mit dem Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 134 V 109 E. 9.5 S. 125), insbesondere bei R�ckf�llen und Sp�tfolgen (RKUV 1997 Nr. U 275 S. 188 [Urteil U 93/96 vom 5. Februar 1997] E. 1c; 1994 Nr. U 206 S. 328 [Urteil U 180/93 vom 18. Juli 1994] E. 3b; siehe auch SVR 2005 MV Nr. 1 S. 1 [Urteil M 1/02 vom 17. Juni 2004] E. 1.2) sowie zum Beweiswert und zur Beweisw�rdigung medizinischer Berichte und Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352 ff.; siehe auch 134 V 231 E. 5.1 S. 232).
3.2.�Wie das kantonale Gericht treffend erwog, finden sich in den im vorinstanzlichen Verfahren vorgelegenen echtzeitlichen Arztberichten aus der Zeit nach dem Unfallereignis vom 18. Februar 2001 keine hinreichenden Anhaltspunkte f�r eine weitergehende direkte Sch�digung der linken Hand durch den Sturz. Dies ergibt sich insbesondere auch aus den Ausf�hrungen des von der Versicherten angerufenen Arztes Dr. med. B.________, Chirurgie FMH, Spez. Handchirurgie, vom 19. M�rz 2010, wonach die linke Hand im Anschluss an das Unfallereignis zwar haupts�chlich im Bereich des Daumenstrahls geschwollen gewesen sei und Schmerzen verursacht habe, nach rund vier Monaten aber das Ganze, im Gegensatz zur rechten Hand, weitgehend abgeheilt und nie Gegenstand einer (haus- oder spezial-) �rztlichen Behandlung oder Beurteilung gewesen sei. Die von ihm auf der Grundlage der im September 2009 erstellten Bildaufnahmen ge�usserte Vermutung einer beim Unfall erlittenen partiellen L�sion des ulnaren Kollateralbandes als direkte Ursache f�r die aktuellen Beschwerden ist dagegen beweism�ssig nicht mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, worauf das kantonale Gericht unter Bezugnahme auf den Bericht des die Versicherung beratenden Arztes Dr. med. G.________, Facharzt FMH f�r Orthop�die und Traumatologie, vom 20. August 2010 zu Recht verwiesen hat.
3.3.�Soweit die Versicherte die Beschwerden an der linken Hand im Fragebogen f�r R�ckf�lle vom 20. M�rz 2010 als indirekte Folge des Unfalles verstanden haben will, indem sie geltend macht, durch das konsequente Schonen der rechten Hand sei die linke einer entsprechend h�heren Belastung ausgesetzt gewesen, was endlich seit September 2009 zu einer Zunahme der dortigen Beschwerden gef�hrt habe, sind ihr mit dem kantonalen Gericht die davor liegenden rund 8 � Jahre entgegen zu halten: F�r diese Zeit finden sich in den vorinstanzlichen Akten keine hinreichende Anhaltspunkte f�r dauerhaft vorhandene oder sich akzentuierende Beschwerden an der linken Hand. Br�ckensymptome in dem Sinne, dass die Beschwerdef�hrerin wegen linksseitiger Handbeschwerden in dieser Zeit in der Arbeitsleistung reduziert gewesen w�re oder einen Arzt aufgesucht h�tte, lassen sich den vorinstanzlichen Akten ebenso wenig entnehmen. Soweit in diesem Zusammenhang der von Dr. med. I.________ f�r Dr. med. B.________ verfasste Bericht vom 26. Januar 2006 angerufen ist, wurden darin die beiden Daumenregionen untersucht, um damit die Frage nach einer neurogenen L�sion beim N. medianus oder N. radialis rechts und nicht etwa links zu beantworten. Umgekehrt muss die linke Hand schon seit Jahren und nicht erst kurzzeitig einer Mehrbelastung ausgesetzt gewesen sein, hat die Versicherte doch bereits am 16. Dezember 2003 gegen�ber dem damals sie behandelnden Arzt Dr. med. H.________ erkl�rt, vermehrt zur Linksh�nderin geworden zu sein, ohne indessen �ber damit einhergehende Beschwerden zu berichten. Wenn die Vorinstanz in Anlehnung an die Stellungnahme von Dr. med. G.________ vom 20. August 2010 daraus schliesst, eine solche unfallbedingte Mehrbelastung h�tte sich bereits viel fr�her manifestieren m�ssen, damit sie �berwiegend wahrscheinlich als urs�chlich f�r die seit September 2009 geklagten Beschwerden h�tte gewertet werden k�nnen, ist dies nicht zu beanstanden.
3.4.�Insgesamt �berzeugt der vorinstanzliche Entscheid. Die Beschwerdef�hrerin scheint zu �bersehen, dass insbesondere mit Blick auf die vorinstanzlich aktenm�ssig erstellte Latenz zwischen dem von Dr. med. B.________ rund vier Monate nach dem Unfallereignis als weitgehend abgeschlossen bezeichneten Heilungsprozess an der linken Hand und den ab September 2009 geklagten Beschwerden es nicht gen�gt, einen Kausalzusammenhang als m�glich erscheinen zu lassen: Es bedarf vielmehr eines mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit erbrachten Nachweises, der allein mit Erkl�rungen, weshalb die Beschwerden an der linken Hand von �rztlicher Seite nicht fr�her anamnestisch erfasst worden sein sollen, nicht zu erbringen ist. Auch nachtr�glich erstellte Best�tigungen Dritter einer zeitweiligen (Mit-) Behandlung von Beschwerden am linken Daumen, etwa durch Akupunktur - einem Spezialgebiet der Versicherten selbst -, h�tten daran kaum etwas zu �ndern verm�gen. Soweit sie schliesslich die Beweistauglichkeit des Berichts von Dr. med. G.________ vom 20. August 2010 in Frage stellt, kann auf das von der Vorinstanz dazu Ausgef�hrte verwiesen werden.