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Timestamp: 2019-08-18 15:51:12
Document Index: 181831878

Matched Legal Cases: ['§ 17', '§ 8', '§ 13', '§ 13', '§ 181', '§ 72', '§ 9', '§ 17', '§ 9', '§ 72', '§ 72', '§ 72', '§ 72', '§ 53', '§ 33', '§ 72', '§ 69', '§ 72', '§ 72', '§ 72', '§ 72', '§ 9', '§ 72', '§ 72', '§ 72', '§ 72', '§ 72', '§ 33', '§ 72', '§ 72', '§ 72', '§ 72', '§ 72', '§ 72', '§ 72', '§ 5', '§ 72', '§ 9', '§ 17', '§ 9', '§ 72', '§ 72', '§ 72', '§ 72', '§ 72', '§ 72', '§ 72', '§ 72', '§ 72', '§ 72', '§ 72', '§ 72', '§ 72', '§ 5', '§ 30', '§ 72', '§ 5', '§ 72', '§ 72', '§ 72', '§ 72', '§ 6', '§ 6', '§ 10', '§ 10', '§ 10']

Bedarfsbewertung: Anlage Grundstück zur Feststellungserk ... / 2.3.1 Unbebaute Grundstücke
Leitsatz 1. Gegenstand der gesonderten Feststellung nach § 17 Abs. 3 GrEStG ist auch der Zeitpunkt, auf den der Grundbesitz der Personengesellschaft nach § 8 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 GrEStG zu bewerten ist. 2. Die bloße Einräumung einer Vollmacht zur Ausübung der Rechte aus einem Gesellschaftsanteil sowie zur Veräußerung und Abtretung dieses Gesellschaftsanteils reicht für einen A...mehr
Zur Hinweispflicht des Finanzamts auf den Wegfall der Besteuerung nach Durchschnittssätzen
Leitsatz 1. Einer Mitteilung nach § 13a Abs. 1 Satz 2 EStG bedarf es, wenn die Voraussetzungen für die Gewinnermittlung nach Durchschnittssätzen zunächst vorgelegen haben und sodann in einem späteren Wirtschaftsjahr weggefallen sind. Dies gilt auch für den Fall, dass die Voraussetzungen für eine Besteuerung nach Durchschnittssätzen aufgrund einer Gesetzesänderung entfallen s...mehr
Unentgeltliche Wohnungsüberlassung / 2.3.5 Keine Erschaftsteuerbefreiung für Erwerb von Wohneigentum ohne Selbstnutzung
Steuerfrei ist nach § 13 Abs. 1 Nr. 4c ErbStG u. a. der Erwerb von Todes wegen des Eigentums oder Miteigentums an einem im Inland belegenen bebauten Grundstück i. S. d. § 181 Abs. 1 Nr. 1 bis 5 BewG durch Kinder i. S. d. Steuerklasse I Nr. 2, soweit der Erblasser darin bis zum Erbfall eine Wohnung zu eigenen Wohnzwecken genutzt hat oder bei der er aus zwingenden Gründen an e...mehr
Rückstellungen / 3.3 Abzinsungsgebot
Das Handelsrecht enthält ein Abzinsungsgebot für Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als 1 Jahr. Die Restlaufzeit ermittelt sich auf Grundlage des Zeitpunkts der voraussichtlichen Inanspruchnahme. Ziel des Barwertansatzes ist die Darstellung der wahren Belastungswirkung. Für nach dem 31.12.2015 endende Abschlussstichtage ist für Zwecke der Abzinsung handelsrechtlich zw...mehr
Gürsching/Stenger, Bewertungsrecht, BewG § 72 Begriff / 1. Bewertungsgrundsatz: gemeiner Wert
Rz. 84 Das BewG 1965 enthält im Gegensatz zum BewG 1934 keine ausdrückliche Anordnung über die Bewertung der unbebauten Grundstücke. Eine solche Vorschrift ist auch nicht erforderlich, weil sich der Bewertungsmaßstab bereits aus § 9 BewG i.V.m. § 17 Abs. 3 BewG ergibt; denn § 9 BewG über die Anwendung des gemeinen Werts als allgemeine Bewertungsvorschrift des Ersten Teils d...mehr
Gürsching/Stenger, Bewertungsrecht, BewG § 72 Begriff
Richtlinien: Abschn. 6–12 BewRGr. Inhalt der Erläuterungenmehr
Gürsching/Stenger, Bewertungsrecht, BewG § 72 Begriff / 1. Keine benutzbaren Gebäude vorhanden
Rz. 9 Die in § 72 Abs. 1 BewG gegebene Begriffsbestimmung des "unbebauten Grundstücks" knüpft daran an, dass benutzbare Gebäude nicht vorhanden sind. Dieses Nichtvorhandensein benutzbarer Gebäude kann ein Noch-nicht-Vorhandensein oder ein Nicht-mehr-Vorhandensein sein. Entscheidend für den Begriff eines unbebauten Grundstücks ist somit, dass sich auf dem Grundstück überhaup...mehr
Gürsching/Stenger, Bewertungsrecht, BewG § 72 Begriff / I. Entstehung und Anwendungsbereich der Vorschrift
Rz. 1 Das BewG 1934 enthielt keine Begriffsbestimmung für unbebaute Grundstücke. § 53 BewG 1934 bestimmte lediglich, dass unbebaute Grundstücke mit dem gemeinen Wert zu bewerten sind. Welche Grundstücke als unbebaut anzusehen waren, ergab sich aus den Bestimmungen der §§ 33a und 45 BewDV a.F. über die Unterscheidung zwischen den bebauten und unbebauten Grundstücken. Hiernac...mehr
Gürsching/Stenger, Bewertungsrecht, BewG § 72 Begriff / 8. Kleingartenland und Dauerkleingartenland
Rz. 53 Hierzu s. § 69 BewG Anm. 37–39. Rz. 54–60 Einstweilen frei.mehr
Gürsching/Stenger, Bewertungsrecht, BewG § 72 Begriff / Richtlinien:
Gürsching/Stenger, Bewertungsrecht, BewG § 72 Begriff / a) Allgemeine Grundsätze
Rz. 13 Ein Grundstück ist nur dann ein unbebautes Grundstück, wenn sich auf ihm keine benutzbaren, d.h. keine bezugsfertigen Gebäude befinden. Nach § 72 Abs. 1 Satz 3 BewG sind "Gebäude als bezugsfertig anzusehen, wenn den künftigen Bewohnern oder sonstigen Benutzern zugemutet werden kann, sie zu benutzen; die Abnahme durch die Bauaufsichtsbehörde ist nicht entscheidend". R...mehr
Gürsching/Stenger, Bewertungsrecht, BewG § 72 Begriff / 6. Land für Verkehrszwecke
Rz. 47 Land für Verkehrszwecke ist Gelände, das Straßen, Wegen, Plätzen, öffentlichen Parkplätzen, Flugplätzen, Eisenbahnen und ähnlichen Zwecken dient oder in absehbarer Zeit diesen Zwecken dienen wird (vgl. § 9 Abs. 1 Nr. 11 BauGB). Unter Straßen, Wegen und Plätzen sind die für den allgemeinen Verkehr von Ort zu Ort bestimmten Wege und die mit diesen in unmittelbarer Verb...mehr
Gürsching/Stenger, Bewertungsrecht, BewG § 72 Begriff / 5. Außenanlagen
Rz. 106 Der Wert unbebauter Grundstücke umfasst außer dem Wert des Grund und Bodens auch den Wert der Außenanlagen. Deshalb sind bei der Bewertung der unbebauten Grundstücke auch etwa vorhandene Außenanlagen zu erfassen. Rz. 107 Als Außenanlagen kommen beispielsweise in Betracht: Einfriedungen, Tore, Stützmauern, Wegebefestigungen. Soweit die tatsächlichen Kosten der Außena...mehr
Gürsching/Stenger, Bewertungsrecht, BewG § 72 Begriff / 7. Freiflächen
Rz. 51 Als Freiflächen werden Flächen bezeichnet, die als Gartenanlagen, Spielplätze, Sportplätze, Erholungsplätze aus Gründen der Volksgesundheit oder der Volkserholung dem öffentlichen Gebrauch dienen. Eine Bewertung dieser Flächen als unbebaute Grundstücke kommt nur in Betracht, wenn sie einer Steuer unterliegen. Dies wird für die entsprechenden Flächen der öffentlichen ...mehr
Gürsching/Stenger, Bewertungsrecht, BewG § 72 Begriff / 7. Einzelfragen
a) Einfluss einer dinglichen Belastung Rz. 112 Gewisse dingliche Beschränkungen des Grundeigentums, wie z.B. die Belastung mit einer Grunddienstbarkeit, einer Reallast, können den gemeinen Wert eines Grundstücks beeinflussen. b) Einfluss einer Überspannung mit Starkstromleitungen Rz. 113 Zu der Frage der Wertminderung eines Grundstücks infolge Überspannung mit Starkstromleitu...mehr
Gürsching/Stenger, Bewertungsrecht, BewG § 72 Begriff / III. Arten der unbebauten Grundstücke
1. Allgemeines Rz. 33 Die Art eines unbebauten Grundstücks hat eine besondere Bedeutung für die Höhe des Wertes des Grundstücks. Ein baureifes Grundstück ist wertvoller als ein noch nicht erschlossenes unbebautes Gelände. Vor jeder Wertermittlung ist deshalb die Art (Eigenschaft) des unbebauten Grundstücks festzustellen, insbesondere, ob es sich um Rohbauland, baureifes Land...mehr
Gürsching/Stenger, Bewertungsrecht, BewG § 72 Begriff / 5. Industrieland
Rz. 44 Als Industrieland sind unbebaute Flächen anzusehen, die bereits gewerblich oder betrieblich genutzt werden (z.B. als Lager- oder Arbeitsplatz) oder zur Neuanlage oder Erweiterung von Betrieben bestimmt sind und dafür vorrätig gehalten werden. In diesem Zusammenhang ist auf die Rechtsprechung des BFH zu der früheren Bestimmung des § 33 GrStDV i.d.F. v. 29.1.1952 über ...mehr
Gürsching/Stenger, Bewertungsrecht, BewG § 72 Begriff / b) Ermittlung des gemeinen Werts auf der Grundlage von durchschnittlichen Werten (Richtwerten)
aa) Richtwerte – übliche Grundstücksverhältnisse Rz. 100 Die Ermittlung des gemeinen Werts der einzelnen Grundstücke durch unmittelbaren Vergleich mit Verkaufspreisen von anderen Grundstücken wird nur selten möglich sein, weil wirkliche Vergleichsobjekte nicht in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen. Deshalb wird man die durchschnittlichen Werte (die sog. Richtwerte) hera...mehr
Gürsching/Stenger, Bewertungsrecht, BewG § 72 Begriff / 2. Zeitpunkt der Bezugsfertigkeit
a) Allgemeine Grundsätze Rz. 13 Ein Grundstück ist nur dann ein unbebautes Grundstück, wenn sich auf ihm keine benutzbaren, d.h. keine bezugsfertigen Gebäude befinden. Nach § 72 Abs. 1 Satz 3 BewG sind "Gebäude als bezugsfertig anzusehen, wenn den künftigen Bewohnern oder sonstigen Benutzern zugemutet werden kann, sie zu benutzen; die Abnahme durch die Bauaufsichtsbehörde is...mehr
Gürsching/Stenger, Bewertungsrecht, BewG § 72 Begriff / a) Einfluss einer dinglichen Belastung
Rz. 112 Gewisse dingliche Beschränkungen des Grundeigentums, wie z.B. die Belastung mit einer Grunddienstbarkeit, einer Reallast, können den gemeinen Wert eines Grundstücks beeinflussen.mehr
Gürsching/Stenger, Bewertungsrecht, BewG § 72 Begriff / II. Der Begriff des unbebauten Grundstücks
1. Keine benutzbaren Gebäude vorhanden Rz. 9 Die in § 72 Abs. 1 BewG gegebene Begriffsbestimmung des "unbebauten Grundstücks" knüpft daran an, dass benutzbare Gebäude nicht vorhanden sind. Dieses Nichtvorhandensein benutzbarer Gebäude kann ein Noch-nicht-Vorhandensein oder ein Nicht-mehr-Vorhandensein sein. Entscheidend für den Begriff eines unbebauten Grundstücks ist somit,...mehr
Gürsching/Stenger, Bewertungsrecht, BewG § 72 Begriff / 4. Baureifes Land
Rz. 43 Baureifes Land ist gegeben, wenn die Flächen nach öffentlich-rechtlichen Vorschriften und den tatsächlichen Gegebenheiten baulich nutzbar sind (§ 5 Abs. 4 ImmoWertV). Das baureife Land liegt im Allgemeinen an endgültig oder vorläufig ausgebauten Straßen und ist i.d.R. bereits in passende Bauparzellen eingeteilt. Es fallen hierunter in erster Linie Baulücken und der b...mehr
Gürsching/Stenger, Bewertungsrecht, BewG § 72 Begriff / VI. Bewertung der unbebauten Grundstücke
1. Bewertungsgrundsatz: gemeiner Wert Rz. 84 Das BewG 1965 enthält im Gegensatz zum BewG 1934 keine ausdrückliche Anordnung über die Bewertung der unbebauten Grundstücke. Eine solche Vorschrift ist auch nicht erforderlich, weil sich der Bewertungsmaßstab bereits aus § 9 BewG i.V.m. § 17 Abs. 3 BewG ergibt; denn § 9 BewG über die Anwendung des gemeinen Werts als allgemeine Be...mehr
Gürsching/Stenger, Bewertungsrecht, BewG § 72 Begriff / 4. Wertermittlung für das einzelne zu bewertende Grundstück
Rz. 93 Zur Ermittlung des gemeinen Werts für das einzelne zu bewertende Grundstück können verschiedene Methoden angewendet werden. I.d.R. erfolgt eine Wertermittlung durch unmittelbaren Vergleich mit Kaufpreisen oder auf der Grundlage von durchschnittlichen Werten, den sog. Richtwerten. a) Ermittlung des gemeinen Werts durch unmittelbaren Vergleich mit Kaufpreisen Rz. 94 Tat...mehr
Gürsching/Stenger, Bewertungsrecht, BewG § 72 Begriff / c) Aus der Rechtsprechung
Rz. 115 Bei der Bewertung einer Baustelle wird der gemeine Wert nach den Wertverhältnissen vom Hauptfeststellungszeitpunkt angesetzt, somit ein Verkauf im Hauptfeststellungszeitpunkt unterstellt. Die Baustelle ist nicht deshalb weniger wert, weil der Eigentümer sie nicht sofort zum üblichen Preis veräußern oder durch Bebauung nutzbar machen kann oder will. Ein Abschlag für ...mehr
Gürsching/Stenger, Bewertungsrecht, BewG § 72 Begriff / a) Ermittlung des gemeinen Werts durch unmittelbaren Vergleich mit Kaufpreisen
Rz. 94 Tatsächliche Kaufpreise sind die beste Grundlage zur Ermittlung des gemeinen Werts. Die unmittelbare Übertragung von Kaufpreisen unbebauter Grundstücke zur Wertermittlung anderer unbebauter Grundstücke setzt voraus, dass einmal eine ausreichende Zahl von Verkaufsfällen vorliegt, deren Verkaufspreise eindeutig als im gewöhnlichen Geschäftsverkehr zustande gekommen anz...mehr
Gürsching/Stenger, Bewertungsrecht, BewG § 72 Begriff / (3) Sonstige Besonderheiten bei der Wertermittlung
Rz. 105 Abschn. 10 BewRGr führt hierzu Folgendes aus: „(1) Die Größe und der Zuschnitt eines Grundstücks sind für seine Ausnutzbarkeit wesentlich. Der Umstand, dass ein Grundstück zu klein oder zu groß ist, mindert seinen Wert gegenüber dem Wert der in der betreffenden Gegend liegenden Grundstücke mit üblicher Größe. Schmale und tiefgeschnittene Grundstücke haben meist einen ...mehr
Gürsching/Stenger, Bewertungsrecht, BewG § 72 Begriff / (1) Getrennte Wertermittlung für Vorder- und Hinterland
Rz. 103 Abschn. 8 BewRGr führt hierzu Folgendes aus: „(1) Bei der Ermittlung des Bodenwerts ist eine Grundstücksfläche nur dann in Vorderland und Hinterland aufzuteilen, wenn dies zuvor bei der Ermittlung des durchschnittlichen Werts geschehen ist. Bezieht sich der durchschnittliche Wert dagegen auf die Gesamtfläche, z.B. in der Regel hei Rohbauland, Industrieland, Verkehrsfl...mehr
Gürsching/Stenger, Bewertungsrecht, BewG § 72 Begriff / 6. Höhlengrundstücke
Rz. 109 Zur Bewertung von Grundstücken mit Höhlen haben die Länder wie folgt Stellung genommen: Rz. 110 „Höhlen sind leere, von der Natur selbst geschaffene unterirdische Räume, die nicht als selbständige Grundstücke im Sinne des Bewertungsrechts angesehen werden können. Sie sind vielmehr nur wertbestimmter Faktor für die Bewertung des Grundstücks, auf dessen Bodenwert sich...mehr
Gürsching/Stenger, Bewertungsrecht, BewG § 72 Begriff / Inhalt der Erläuterungen
Gürsching/Stenger, Bewertungsrecht, BewG § 72 Begriff / b) Die wesentlichen Bauarbeiten
Rz. 21 Ein Haus oder eine Wohnung kann im Allgemeinen dann als bezugsfertig angesehen werden, wenn die wesentlichen Bauarbeiten durchgeführt sind. Dazu gehört, dass die Türen und Fenster eingebaut, die Anschlüsse für Strom- und Wasserversorgung, Heizung sowie die sanitären Einrichtungen vorhanden sind und die Möglichkeit zur Einrichtung einer Küche besteht. Rz. 22 Erforderlich ...mehr
Gürsching/Stenger, Bewertungsrecht, BewG § 72 Begriff / aa) Richtwerte – übliche Grundstücksverhältnisse
Rz. 100 Die Ermittlung des gemeinen Werts der einzelnen Grundstücke durch unmittelbaren Vergleich mit Verkaufspreisen von anderen Grundstücken wird nur selten möglich sein, weil wirkliche Vergleichsobjekte nicht in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen. Deshalb wird man die durchschnittlichen Werte (die sog. Richtwerte) heranziehen müssen. Die Richtwerte stellen nur Durchs...mehr
Gürsching/Stenger, Bewertungsrecht, BewG § 72 Begriff / bb) Besonderheiten und Abweichungen bei der Bewertung der Einzelgrundstücke
Rz. 102 Als Besonderheiten und Abweichungen von den bei Bildung der Durchschnittswerte (Richtwerte) unterstellten Verhältnissen kommen vor allem in Betracht: der Anteil des Vorderlandes und des Hinterlandes, die besondere Lage des Grundstücks, z.B. die Ecklage, die Größe, der Zuschnitt, die Oberflächenbeschaffenheit und der Baugrund. Diese Besonderheiten müssen bei der Able...mehr
Gürsching/Stenger, Bewertungsrecht, BewG § 72 Begriff / b) Einfluss einer Überspannung mit Starkstromleitungen
Rz. 113 Zu der Frage der Wertminderung eines Grundstücks infolge Überspannung mit Starkstromleitungen nimmt der Erlass des FinMin. NW v. 25.2.1964 wie folgt Stellung: "Die Überspannung eines Grundstücks mit Starkstromkabeln stellt eine Änderung des tatsächlichen Zustandes des Grundstücks dar. Sie kann zu einer Wertminderung führen, die objektiv in der Lage des Grundstücks be...mehr
Gürsching/Stenger, Bewertungsrecht, BewG § 72 Begriff / c) Die nicht wesentlichen Bauarbeiten
Rz. 27 Sind nur noch unwesentliche Bauarbeiten auszuführen, wird dadurch der Zeitpunkt der Bezugsfertigkeit nicht beeinflusst. Rz. 28 Wie Gebäude mitunter vor der eigentlichen Bezugsfertigkeit bezogen werden, so kommt es andererseits vor, dass die künftigen Bewohner den Einzug hinausschieben, obwohl nur noch geringfügige Restarbeiten auszuführen sind. In diesen Fällen ist d...mehr
Gürsching/Stenger, Bewertungsrecht, BewG § 72 Begriff / 3. Rohbauland
Rz. 42 Nach der Legaldefinition des § 5 Abs. 3 ImmoWertVhandelt es sich bei Rohbauland um Flächen, die nach den §§ 30, 33 und 34 BauGB für eine bauliche Nutzung bestimmt sind, deren Erschließung aber noch nicht gesichert ist oder die nach Lage, Form oder Größe für eine bauliche Nutzung unzureichend gestaltet sind. Das Rohbauland ist deshalb im Allgemeinen eine Vorstufe zum ...mehr
Gürsching/Stenger, Bewertungsrecht, BewG § 72 Begriff / 2. Bauerwartungsland
Rz. 40 Bauerwartungsland sind Flächen, die nach ihrer Eigenschaft, ihrer sonstigen Beschaffenheit und ihrer Lage eine bauliche Nutzung in absehbarer Zeit tatsächlich erwarten lassen (§ 5 Abs. 2 Satz 1 ImmoWertV). Rz. 41 Beim Bauerwartungsland handelt es sich also um Flächen, die i.d.R. noch als land- und forstwirtschaftliches Vermögen anzusehen sind und nicht als Grundvermö...mehr
Gürsching/Stenger, Bewertungsrecht, BewG § 72 Begriff / 2. Allgemeines zur Ermittlung des gemeinen Werts
Rz. 86 Bei der Ermittlung des gemeinen Werts eines unbebauten Grundstücks müssen alle tatsächlichen, rechtlichen und wirtschaftlichen Umstände berücksichtigt werden, die auf dem Grundstücksmarkt üblicherweise den Verkehrswert beeinflussen. In Betracht kommt hier vor allem die Art des Grundstücks, d.h. ob es sich um Rohbauland, baureifes Land, Industrieland, Land für Verkehr...mehr
Gürsching/Stenger, Bewertungsrecht, BewG § 72 Begriff / 3. Bewertungsgrundlagen: Kaufpreissammlung, durchschnittliche Werte (= Durchschnittswerte, Richtwerte)
Rz. 87 Die Bewertung des Grund und Bodens ist eine der schwierigsten Aufgaben einer Grundstücksbewertung. Deshalb haben die Finanzverwaltungen der Länder diesem Problem von jeher ihre besondere Aufmerksamkeit gewidmet. So wurden u.a. im Jahre 1956/57 zur Vorbereitung einer Neubewertung des Grundbesitzes umfangreiche Bodenwert-Richtlinien als übereinstimmende Ländererlasse h...mehr
Gürsching/Stenger, Bewertungsrecht, BewG § 72 Begriff / (2) Wertermittlung bei Eckgrundstücken
Rz. 104 Abschn. 9 BewRGr führt hierzu Folgendes aus: „(1) Bei Eckgrundstücken ist in der Regel von dem höheren der Werte auszugehen, die für die begrenzenden Straßen gelten. (2) Eckgrundstücke können wertvoller, aber auch geringwertiger als Reihengrundstücke sein. Ein höherer Wert ist in erster Linie durch die größere bauliche Ausnutzbarkeit der Eckgrundstücke begründet. Bei E...mehr
Gürsching/Stenger, Bewertungsrecht, BewG § 72 Begriff / 1. Allgemeines
Rz. 33 Die Art eines unbebauten Grundstücks hat eine besondere Bedeutung für die Höhe des Wertes des Grundstücks. Ein baureifes Grundstück ist wertvoller als ein noch nicht erschlossenes unbebautes Gelände. Vor jeder Wertermittlung ist deshalb die Art (Eigenschaft) des unbebauten Grundstücks festzustellen, insbesondere, ob es sich um Rohbauland, baureifes Land, Industrielan...mehr
Frotscher/Geurts, EStG § 6b Übertragung stiller Reserven ... / 4.2.3 Gebäude
Rz. 51 Einkommensteuerrechtlich können Grund und Boden und aufstehende Gebäude als jeweils selbstständige Wirtschaftsgüter ein getrenntes Schicksal erleiden. Davon geht auch § 6b EStG aus, wonach Gewinne aus der Veräußerung von Gebäuden wegen deren kürzerer Nutzungsdauer nicht aufgrund und Boden übertragen werden dürfen. Für den Begriff des Gebäudes sind die Abgrenzungsmerkma...mehr
Forderungen: Sonderfälle und Bewertungshinweise / 2.6 Sonderfall: Unverzinsliche und niedrig verzinsliche Forderungen
Die Unverzinslichkeit oder eine ungewöhnlich niedrige Verzinsung führt insbesondere bei langfristigen Forderungen zu einer Minderung des Teilwerts der Forderung. Ein gedachter Erwerber würde für unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen nicht den Nennwert bezahlen. Der Teilwert einer unverzinslichen Forderung entspricht grundsätzlich ihrem Barwert, der handels- un...mehr
Littmann/Bitz/Pust, Das Einkommensteuerrecht, EStG § 10 ... / c) Wohnteil eines Betriebs der LuF (§ 10 Abs 1a Nr 2 S 3 EStG)
Rn. 512 Stand: EL 123 – ET: 08/2017 Abw vom eigentlich betrieblichen Kernbereich der begünstigen Vermögensübertragung lässt § 10 Abs 1a S 3 EStG explizit auch den Teil der Versorgungsleistungen, der dem – grundsätzlich steuerliches PV darstellenden – Wohnteil des luf Vermögens zuzurechnen ist, als SA zu. Diese Regelung ist vor dem Hintergrund zu sehen, dass die Übertragung de...mehr