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Timestamp: 2016-10-23 01:33:01
Document Index: 31563786

Matched Legal Cases: ['Art. 4', 'BGE', 'Art. 28', 'Art. 28', 'BGE', 'BGE']

I 698/02 (26.05.2003)
I 698/02
M.________, 1955, Beschwerdef�hrer, vertreten durch F�rsprecher Dr. Michel B�guelin, Dufourstrasse 12, 2502 Biel,
M.________ erlitt am 7. Oktober 1995 einen Autounfall, bei dem er sich Distorsionen der Halswirbels�ule sowie der linken Schulter und Prellungen zuzog. Im gleichen Monat verlor er seine Stelle bei der Firma Z.________ wegen Produktionsaufgabe und ist seither nicht mehr erwerbst�tig. Am 14. September 1998 meldete er sich unter Hinweis auf Kopf- und Genickschmerzen bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug (Berufsberatung, Umschulung, Arbeitsvermittlung, Rente) an. Die IV-Stelle Bern zog die Akten des Unfallversicherers bei, holte einen Bericht des Dr. med. S.________, Innere Medizin FMH, vom 17. Oktober 1998 ein, kl�rte die erwerbliche Situation ab und liess den Versicherten im Zentrum f�r Medizinische Begutachtung (ZMB) untersuchen (Gutachten vom 24. April 2001). Nach Durchf�hrung des Vorbescheidverfahrens sprach sie M.________ mit Verf�gung vom 9. Oktober 2001 eine halbe IV-Rente zu.
Die hiegegen erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit Entscheid vom 27. August 2002 ab.
M.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren und die Zusprechung einer ganzen Invalidenrente beantragen.
W�hrend die IV-Stelle Bern auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schliesst, verzichtet das Bundesamt f�r Sozialversicherung auf eine Vernehmlassung.
Das kantonale Gericht hat die gesetzlichen Bestimmungen und Grunds�tze zum Begriff der Invalidit�t (Art. 4 Abs. 1 IVG; BGE 116 V 249 Erw. 1b), zu den Voraussetzungen und zum Umfang des Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 1 und 1bis IVG) und zur Bemessung des Invalidit�tsgrades bei erwerbst�tigen Versicherten nach der Einkommensvergleichsmethode (Art. 28 Abs. 2 IVG; vgl. auch BGE 104 V 136 Erw. 2a und b) richtig dargelegt. Darauf wird verwiesen. Zu erg�nzen ist, dass das am 1. Januar 2003 in Kraft getretene Bundesgesetz �ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 im vorliegenden Fall nicht anwendbar ist, da nach dem massgebenden Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verf�gung (hier: 9. Oktober 2001) eingetretene Rechts- und Sachverhalts�nderungen vom Sozialversicherungsgericht nicht ber�cksichtigt werden (BGE 127 V 467 Erw. 1, 121 V 366 Erw. 1b).
W�hrend der Beschwerdef�hrer im Vorverfahren als Valideneinkommen den letzten Verdienst von Fr. 67'600.- und als Invalideneinkommen das von der IV-Stelle in Anschlag gebrachte von Fr. 21'768.- bef�rwortete, will er im vorliegenden Verfahren das Valideneinkommen auf Grund der Tabellenl�hne der vom Bundesamt f�r Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE), erh�ht um einen Zuschlag von 10 %, und das Invalideneinkommen durch einen gr�sseren Leidensabzug von mindestens 20 % (statt 15 % wie IV-Stelle und Vorinstanz) berechnet wissen.
2.1 Was zun�chst das hypothetische Einkommen ohne Invalidit�t (Valideneinkommen) betrifft, hat die Vorinstanz auf den Zentralwert f�r M�nner mit Berufs- und Fachkenntnissen (Anforderungsniveau 3) im privaten Sektor gem�ss Tabelle A 1 der LSE 1996 abgestellt, welcher sich bei einer w�chentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden auf Fr. 5'108.- bel�uft. Dies ergibt bei Annahme einer betriebs�blichen durchschnittlichen Arbeitszeit von 41,9 Stunden (Die Volkswirtschaft, 2001 Heft 12, S. 80, Tabelle B 9.2) ein Gehalt von monatlich Fr. 5'350.- oder Fr. 64'200.- im Jahr (Fr. 5'350.- x 12). Angepasst an die Nominallohnentwicklung von 0,5 % (Die Volkswirtschaft, a.a.O., S. 81, Tabelle B 10.2, Nominal total) betr�gt das Valideneinkommen im Jahr 1997 Fr. 64'521.-.
Nach Ansicht des Beschwerdef�hrers soll der Tabellenlohn um mindestens 10 % erh�ht werden, weil er an seiner letzten Stelle laut Arbeitszeugnis vom Dezember 1995 sowohl als Maschinenmechaniker wie auch als Elektriker angestellt war. Dem kann nicht gefolgt werden. Zum einen w�rde daraus ein Lohn von mindestens Fr. 70'973.- resultieren, welcher deutlich �ber jenem Lohn liegt, den er an der letzten Arbeitsstelle erhalten hat, n�mlich Fr. 67'600.- j�hrlich (bzw. 5'200.- monatlich sowie eine Gratifikation in etwa der gleichen H�he, entsprechend den Angaben der vormaligen Arbeitgeberin vom 30. September 1998) und der nach Auffassung der Verantwortlichen an dieser Stelle f�r die Leistung des Beschwerdef�hrers zu hoch war (Schreiben vom 31. August 2001). Zum andern fassen die Tabellenl�hne eine Vielzahl von T�tigkeiten und Berufen in einem Anforderungsniveau (1-4) zusammen, sodass dieses jeweils eine gewisse Bandbreite umfasst. Zuschl�ge zu Tabellenl�hnen w�rden auf der andern Seite aber auch Abschl�ge auf denselben erm�glichen, und die statistische Richtigkeit der Tabellenl�hne w�re am Ende gef�hrdet. Dass der Beschwerdef�hrer wegen seiner F�higkeit, sowohl im Bereich der Maschinenmechanik wie im elektrischen Bereich zu arbeiten, in ein h�heres Anforderungsniveau eingereiht geh�rt (Niveau 2, Verrichtung selbstst�ndiger und qualifizierter Arbeiten), behauptet er nicht und w�re auch nicht in Einklang zu bringen mit der Aussage der Verantwortlichen an seiner letzten Stelle.
2.2 Zu pr�fen ist im Weiteren das trotz Gesundheitssch�digung zumutbarerweise noch realisierbare Einkommen (Invalideneinkommen). Nach dem Gutachten des ZMB vom 24. April 2001 kann die Arbeitsf�higkeit des Beschwerdef�hrers von 50 % entweder ganzt�gig mit vermindertem Rendement oder halbt�gig mit der M�glichkeit, sich w�hrend der andern Tagesh�lfte auszuruhen, verwertet werden. Auf Grund der im Gutachten festgestellten physischen und psychischen Beschwerden liegt die erstere M�glichkeit n�her als die zweite. Bei einer ganzt�gigen Arbeit mit vermindertem Rendement kann den Einschr�nkungen des Beschwerdef�hrers weitgehend Rechnung getragen werden, sodass der Abzug von 15 % vom Tabellenlohn keine Erh�hung rechtfertigt. Bei einem Tabellenlohn von Fr. 4'294.- f�r M�nner, die mit einfachen und repetitiven T�tigkeiten (Anforderungsniveau 4) im privaten Sektor besch�ftigt sind (Tabelle A 1 der LSE 1996), umgerechnet auf eine w�chentliche Arbeitszeit von 41,9 Stunden (Die Volkswirtschaft, a.a.O., S. 80, Tabelle B 9.2), angepasst an die Nominallohnentwicklung von 0,5 % (Die Volkswirtschaft, a.a.O., S. 81, Tabelle B 10.2, Nominal total), ergibt sich ein Jahreseinkommen von Fr. 54'233.-, bei einem Arbeitspensum von 50 % und nach einem leidensbedingten Abzug von 15 % ein solches von Fr. 23'048.-.
2.3 Vergleicht man das Validen- mit dem Invalideneinkommen, resultiert ein Invalidit�tsgrad von 64,3 %, sodass der Beschwerdef�hrer Anspruch auf eine halbe Invalidenrente hat.