Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=HRRS%202014%20Nr.%20507
Timestamp: 2019-11-16 21:26:07
Document Index: 194343315

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 22', '§ 211', '§ 22', '§ 211', '§ 211', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 22', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 20.03.2014 - 3 StR 424/13 - dejure.org
https://dejure.org/2014,9470
BGH, 20.03.2014 - 3 StR 424/13 (https://dejure.org/2014,9470)
BGH, Entscheidung vom 20.03.2014 - 3 StR 424/13 (https://dejure.org/2014,9470)
BGH, Entscheidung vom 20. März 2014 - 3 StR 424/13 (https://dejure.org/2014,9470)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2014,9470) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Versuchsbeginn beim Mord (Abgrenzung von Vorbereitung und Versuch; Versuchsbeginn trotz längerer Zeitspanne bis zur geplanten Tötung; konkrete Gefährdung des Opfers; Bedeutung des grausamen Handelns)
§ 22 StGB, § 211 StGB
Versuch einer Straftat: Abgrenzung zwischen Vorbereitungshandlung und unmittelbarem Ansetzen zur Tatbestandsverwirklichung
Unmittelbares Ansetzen zur Begehung eines das Mordmerkmal der Grausamkeit erfüllenden vorsätzlichen Mordes durch bloßes Quälen des Tatopfers
StGB § 22; StGB § 211
Unmittelbares Ansetzen zur Begehung eines vorsätzlichen Mordes durch Quälen des Tatopfers
Abgrenzung zwischen Vorbereitungs- und Versuchsstadium - Wann beginnt der Versuch einer Straftat?
Der "Entschluss", spätestens überüberüberübermorgen zu töten, oder: Wer handeln kann, aber nicht handelt, versucht nicht zu handeln
§§ 211 II 6. Var., 22, 23 I StGB
Mord, Unmittelbares Ansetzen, Vorverlagerung der Grausamkeit
Versuchsbeginn bei zeitlich gestrecktem Tötungsgeschehen
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 20.03.2014, Az.: 3 StR 424/13 (Unmittelbares Ansetzen zur Tatbestandsverwirklichung)" von RiBGH Prof. Dr. Christoph Krehl, original erschienen in: NStZ 2014, 447 - 450.
LG Hannover, 07.08.2013 - 39 Ks 8/13
NStZ 2014, 447
HRRS 2014 Nr. 507
Ein unmittelbares Ansetzen zur Tat liegt bei Handlungen des Täters vor, die nach dem Tatplan der Verwirklichung eines Tatbestandsmerkmals vorgelagert sind und im Falle ungestörten Fortgangs ohne Zwischenakte in die Tatbestandshandlung unmittelbar einmünden sollen (st. Rspr., vgl. etwa BGH, Urteil vom 20. März 2014 ? 3 StR 424/13, NStZ 2014, 447, 448; BGH…, Beschluss vom 11. Mai 2010 - 3 StR 105/10.A, Rn. 4).
Genügend ist vielmehr auch ein für sich gesehen noch nicht tatbestandsmäßiges Handeln, soweit es nach der Vorstellung des Täters der Verwirklichung eines Tatbestandsmerkmals räumlich und zeitlich unmittelbar vorgelagert ist oder nach dem Tatplan im ungestörten Fortgang ohne Zwischenakte in die Tatbestandsverwirklichung einmünden soll (st. Rspr.; vgl. Senat…, Beschluss vom 17. Juli 2018 - 2 StR 123/18, juris Rn. 4; BGH, Urteil vom 20. März 2014 - 3 StR 424/13, NStZ 2014, 447, 448).
Der Angeklagte hatte zu der Tat im Sinne von § 22 StGB unmittelbar angesetzt: Dieser Zeitpunkt des Versuchsbeginns ist nach allgemeinen Maßstäben auch dann erreicht, wenn der Täter solche Handlungen vorgenommen hat, die nach seinem Tatplan im ungestörten Fortgang ohne Zwischenakte in die Tatbestandsverwirklichung einmünden sollen (st. Rspr.; vgl. zuletzt BGH, Urteil vom 20. März 2014 - 3 StR 424/13, juris Rn. 8 mwN).
die Beurteilung gestreckter Lebenssachverhalte, bei denen der Täter sein Opfer über längere Zeit bei von Beginn an vorhandenem Tötungsvorsatz noch am Leben hält, um es dann irgendwann umzubringen (vgl. dazu BGH, NStZ 2014, 447, dazu Anm. Schuhr HRRS 2014, 402 und die Kritik von Fischer aaO Rdnr. 10a), angesichts der Teilaktigkeit des tatsächlichen Geschehens in den Konzentrations- und Vernichtungslagern einerseits und der objektiven Ausweglosigkeit, in der sich die Opfer des Holocaust mit dem Besteigen eines Transportzuges befanden andererseits, an seine argumentativ vermittelbaren Grenzen stoßen wird.
BGH, 21.08.2019 - 1 StR 191/19
Rspr.; vgl. nur BGH, Urteile vom 25. Oktober 2012 - 4 StR 346/12 Rn. 14 und vom 20. März 2013 - 3 StR 424/13 Rn. 8 f., jeweils mwN).
BGH, 17.07.2018 - 2 StR 123/18
Versuch (Begriff des unmittelbaren Ansetzens); sexueller Missbrauch von Kindern; …
Genügend ist vielmehr auch ein für sich gesehen noch nicht tatbestandsmäßiges Handeln, soweit es nach der Vorstellung des Täters der Verwirklichung eines Tatbestandsmerkmals räumlich und zeitlich unmittelbar vorgelagert ist oder nach dem Tatplan im ungestörten Fortgang ohne Zwischenakte in die Tatbestandsverwirklichung einmünden soll (st. Rspr.; vgl. BGH NStZ 2014, 447, 448).
LG Mönchengladbach, 03.09.2014 - 32 Ns 18/14
Vorbereitungshandlung; Versuch; unmittelbares Ansetzen zum Gewahrsamsbruch
Der Verwirklichung eines Tatbestandsmerkmales bedarf es hierfür nicht (vgl. BGH, MDR 1979, 152; NStZ 1993, 133; NStZ 1993, 398; NStZ 2001, 415; NStZ 2006, 331; NStZ 2008, 209; NStZ 2014, 447; NJW 2014, 1463; KG, BeckRS 2013, 00392).
Angesichts der Vielzahl denkbarer Sachverhaltsgestaltungen bedürfen diese abstrakt-generellen Maßstäbe zur Abgrenzung zwischen Vorbereitungs- und Versuchsstadium stets einer wertenden Konkretisierung unter Beachtung der Umstände des Einzelfalles (vgl. BGH, NStZ 2006, 331; NJW 2014, 1463; NStZ 2014, 447; KG, BeckRS 2013, 00392).