Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=ZfBR%202007,%20480
Timestamp: 2017-11-21 10:09:47
Document Index: 228696713

Matched Legal Cases: ['§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 35', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 35', '§ 34', '§ 34', '§ 35', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34']

BVerwG, 02.04.2007 - 4 B 7.07 - dejure.org
Ansammlung von nur durch die Privilegierung des landwirtschaftlichen und gärtnerischen Betriebs als Außenbereichsvorhaben gerechtfertigten Gebäuden als Ortsteil i.S.d. § 34 Abs. 1 S. 1 Baugesetzbuch (BauGB); Anforderungen an das Vorliegen eines Bebauungszusammenhangs i.S.d. § 34 Abs. 1 S. 1 BauGB; Die tatsächlich vorhandene Bebauung als entscheidendes Markmal für die Frage hinsichtlich des Vorliegens eines im Zusammenhang bebauten Ortsteils; Entscheidung hinsichtlich des Vorliegens einer zusammenhängenden Bebauung auf Grund einer umfassenden Bewertung des im Einzelfall vorliegenden konkreten Sachverhalts; Durchführung einer Augenscheinseinnahme zur Klärung der baulichen Gegebenheiten
Der Senat hat hieraus gefolgert, dass zur "Bebauung" im Sinne des § 34 Abs. 1 Satz 1 BauGB grundsätzlich nur Bauwerke gehören, die dem ständigen Aufenthalt von Menschen dienen (…BVerwG, Beschlüsse vom 2. März 2000 - 4 B 15.00 - Buchholz 406.11 § 34 BauGB Nr. 198 S. 16 und vom 2. April 2007 - 4 B 7.07 - ZfBR 2007, 480 = juris Rn. 5 …sowie Urteil vom 19. April 2012 - 4 C 10.11 - Buchholz 406.11 § 35 BauGB Nr. 386 Rn. 13 m.w.N.).
Ortsteil im Sinne von § 34 Abs. 1 Satz 1 BauGB sei jeder Bebauungskomplex im Gebiet einer Gemeinde, der nach der Zahl der vorhandenen Bauten ein gewisses Gewicht besitze und Ausdruck einer organischen Siedlungsstruktur sei (BVerwG Beschluss vom 2.4.2007 Az: 4 B 7/07, RdNr. 4 - juris).
a) Zur Beantwortung der Frage, welche Anforderungen an das Vorliegen eines Bebauungszusammenhangs im Sinne des § 34 Abs. 1 Satz 1 BauGB zu stellen sind, ist ausschlaggebend, ob und inwieweit eine tatsächlich aufeinanderfolgende Bebauung trotz etwa vorhandener Baulücken nach der Verkehrsauffassung den Eindruck der Geschlossenheit und Zusammengehörigkeit vermittelt und die zur Bebauung vorgesehene Fläche (noch) diesem Zusammenhang angehört (…BVerwG Urteil vom 06.11.1968, Az: 4 C 2.66, BVerwGE 31, 20, 21 f.; Beschluss vom 02.04.2007, Az: 4 B 7/07, RdNr. 4 - juris; Beschluss vom 01.09.2010, Az: 4 B 21/10, RdNr. 5 - juris).
Wie eng die Aufeinanderfolge von Baulichkeiten sein muss, um sich noch als zusammenhängende Bebauung darzustellen, ist nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts nicht nach geografisch-mathematischen Maßstäben, sondern aufgrund einer umfassenden Bewertung des im Einzelfall vorliegenden konkreten Sachverhalts zu entscheiden (BVerwG Beschluss vom 02.04.2007, Az: 4 B 7/07, RdNr. 5 - juris).
Zur Bebauung im Sinne des § 34 Abs. 1 Satz 1 BauGB gehören in der Regel nur bauliche Anlagen, die geeignet sind, dem Gebiet ein bestimmtes städtebauliches Gepräge zu verleihen, wozu nach ständiger Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts grundsätzlich nur Bauwerke zählen, die dem ständigen Aufenthalt von Menschen dienen (BVerwG Urteil vom 17.02.1984, Az: 4 C 55.81, NJW 1984, 1576, RdNr. 12 - juris; Beschluss vom 02.03.2000, Az: 4 B 15.00, RdNr. 3 - juris; Beschluss vom 02.08.2001, Az: 4 B 26/01, ZfBR 2002, 69, RdNr. 5 - juris; Beschluss vom 02.04.2007, Az: 4 B 7/07, RdNr. 5 - juris).
b) Ortsteil im Sinne von § 34 Abs. 1 Satz 1 BauGB ist jeder Bebauungskomplex im Gebiet einer Gemeinde, der nach der Zahl der vorhandenen Bauten ein gewisses Gewicht besitzt und Ausdruck einer organischen Siedlungsstruktur ist (BVerwG Beschluss vom 2.4.2007, Az: 4 B 7/07, RdNr. 4 - juris).
Daher können auch Gebäude, die nach § 35 Abs. 1 Nr. 1 BauGB im Außenbereich privilegiert sind, zur Entwicklung eines im Zusammenhang bebauten Ortsteils beitragen, da es weder auf die Zweckbestimmung noch auf die Entstehungsgeschichte der vorhandenen Bebauung ankommt (BVerwG Beschluss vom 2.4.2007, Az: 4 B 7/07, RdNr. 4 - juris).
Zur Beantwortung der Frage, welche Anforderungen an das Vorliegen eines Bebauungszusammenhangs im Sinne des § 34 Abs. 1 Satz 1 BauGB zu stellen sind, ist ausschlaggebend, ob und inwieweit eine tatsächlich aufeinanderfolgende Bebauung trotz etwa vorhandener Baulücken nach der Verkehrsauffassung den Eindruck der Geschlossenheit und Zusammengehörigkeit vermittelt und die zur Bebauung vorgesehene Fläche (noch) diesem Zusammenhang angehört (…BVerwG Urteil vom 06.11.1968, Az: 4 C 2.66, BVerwGE 31, 20, 21 f.; Beschluss vom 02.04.2007, Az: 4 B 7/07, RdNr. 4 - juris; Beschluss vom 01.09.2010, Az: 4 B 21/10, RdNr. 5 - juris).
Ortsteil im Sinne von § 34 Abs. 1 Satz 1 BauGB ist jeder Bebauungskomplex im Gebiet einer Gemeinde, der nach der Zahl der vorhandenen Bauten ein gewisses Gewicht besitzt und Ausdruck einer organischen Siedlungsstruktur ist (BVerwG Beschluss vom 2.4.2007, Az: 4 B 7/07, RdNr. 4 - juris).
Daher können auch Gebäude, die nach § 35 Abs. 1 Nr. 1 BauGB im Außenbereich privilegiert sind, zur Entwicklung eines im Zusammenhang bebauten Ortsteils beitragen, da es weder auf die Zweckbestimmung noch auf die Entstehungsgeschichte der vorhandenen Bebauung ankommt (BVerwG Beschluss vom 02.04.2007, Az: 4 B 7/07, RdNr. 4 - juris).
Hierzu zählen nach ständiger Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts grundsätzlich nur Bauwerke, die dem ständigen Aufenthalt von Menschen dienen (BVerwG Urteil vom 17.02.1984, Az: 4 C 55.81, NJW 1984, 1576, RdNr. 12 - juris; Beschluss vom 02.03.2000, Az: 4 B 15.00, RdNr. 3 - juris; Beschluss vom 02.08.2001, Az: 4 B 26/01, ZfBR 2002, 69, RdNr. 5 - juris; Beschluss vom 02.04.2007, Az: 4 B 7/07, RdNr. 5 - juris).
a) Für das Vorliegen eines Bebauungszusammenhangs im Sinne des § 34 Abs. 1 Satz 1 BauGB ist ausschlaggebend, ob und inwieweit eine tatsächlich aufeinanderfolgende Bebauung trotz etwa vorhandener Baulücken nach der Verkehrsauffassung den Eindruck der Geschlossenheit und Zusammengehörigkeit vermittelt und die zur Bebauung vorgesehene Fläche (noch) diesem Zusammenhang angehört (…zusammenfassend BVerwG v. 6.11.1968 - BVerwG 4 C 2.66, juris RdNr. 17 = BVerwGE 31, 20 ; v. 2.4.2007 Az. 4 B 7/07, juris RdNr. 4 = BauR 2007, 1383).
Wie eng die Aufeinanderfolge von Baulichkeiten sein muss, um sich noch als zusammenhängende Bebauung darzustellen, ist nicht nach geografisch-mathematischen Maßstäben, sondern auf Grund einer umfassenden Bewertung des im Einzelfall vorliegenden konkreten Sachverhalts zu entscheiden (…BVerwG v. 6.11.1968 a.a.O.; v. 15.9.2005 - BVerwG 4 BN 37.05, juris RdNr. 3 = Buchholz 406.11 § 34 BauGB Nr. 205 m.w.N.; v. 2.4.2007 a.a.O., juris RdNrn. 4 und 5).
Ortsteil im Sinne von § 34 Abs. 1 Satz 1 BauGB ist jeder Bebauungskomplex im Gebiet einer Gemeinde, der nach der Zahl der vorhandenen Bauten ein gewisses Gewicht besitzt und Ausdruck einer organischen Siedlungsstruktur ist (…BVerwG v. 6.11.1968 - BVerwG 4 C 31.66, juris RdNr. 23 = BVerwGE 31, 22 ; v. 2.4.2007 a.a.O.).
Die Frage, welche Anforderungen an das Vorliegen eines Bebauungszusammenhangs i.S.d. § 34 Abs. 1 Satz 1 BauGB zu stellen sind, ist im Grundsatz in der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts geklärt (Beschluss vom 2. April 2007 - BVerwG 4 B 7.07 - BauR 2007, 1383).
Welche Bedeutung Straßen und Wegen für die Abgrenzung von Innen- und Außenbereich zukommt, ergibt sich nur aus einer Bewertung der tatsächlichen Gegebenheiten (BVerwG, Beschl. v. 2.4.2007, 4 B 7/07, BauR 2007, 1383, juris Rn. 5).
Leitsatz 1. So auch BVerwG, Beschl. v. 2.4.2007 - 4 B 7/07 -, BauR 2007, 1383; VGH Mannheim, Urt. v. 18.1.2011 - 8 S 600/09 -, NVwZ-RR 2011, 393; VGH München, Beschl. v. 18.8.2011 - 1 ZB 10.2244 -, juris.(Rn.37).
Auf die Entstehungsgeschichte der vorhandenen Bebauung kommt es daher nicht an (BVerwG, Beschl. v. 2.4.2007 - 4 B 7.07 - BauR 2007, 1383;… VGH Bad.-Württ., Urt. v. 18.1.2011 - 8 S 600/09 - VBlBW 2011, 308; Bay. VGH, Beschl. v. 18.8.2011 - 1 ZB 10.2244 - juris).
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