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Timestamp: 2020-02-24 02:12:14
Document Index: 31162296

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 2077', '§ 166', '§ 2077', '§ 2077', 'BGH', '§ 2077', '§ 166', '§ 2077', '§ 1922', '§ 2077', 'BGH', 'BGH', '§ 2077', 'BGH', 'BGH', '§ 1']

Rechtsprechung: VersR 1987, 659 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: OLG Hamm, 11.12.1985
https://dejure.org/1987,469
BGH, 01.04.1987 - IVa ZR 26/86 (https://dejure.org/1987,469)
BGH, Entscheidung vom 01.04.1987 - IVa ZR 26/86 (https://dejure.org/1987,469)
BGH, Entscheidung vom 01. April 1987 - IVa ZR 26/86 (https://dejure.org/1987,469)
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BGB § 2077; VVG § 166
Keine Anwendung des § 2077 BGB auf Lebensversicherungen
Auflösende Bedingung der Benennung der Ehefrau eines Versicherten als Bezugsberechtigter durch eine Scheidung - Entsprechende Anwendung von § 2077 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) im Bereich der Lebensversicherung - Anwendung der Grundsätze über die Verfügungen auf den Tod ...
NJW 1987, 3131
MDR 1987, 914
DNotZ 1987, 771
FamRZ 1987, 806
VersR 1987, 659
BB 1988, 26
Das Fehlen eines Rechtsgrunds hätte zur Folge, dass die Erben den überschießenden Teil der Versicherungsleistung kondizieren könnten (vgl. Senatsurteile vom 1. April 1987 - IVa ZR 26/86 - NJW 1987, 3131 unter 2;… vom 14. Juli 1976 aaO; Kuhn/Rohlfing ErbR 2006, 11, 15; Harder FamRZ 1976, 617, 618).
Auch der Senat hat im Urteil vom 1. April 1987 (aaO unter 4) angedeutet, dass für die Berechnung des Ergänzungspflichtteils ein anderer Gegenstand maßgeblich sein muss als für den Bereicherungsausgleich im Valutaverhältnis.
Die Auslegung bezieht sich aber - was das Berufungsgericht außer Acht lässt - auf den Zeitpunkt, zu dem der Versicherungsnehmer seine Erklärung abgibt (vgl. Senatsurteile vom 1. April 1987 - IVa ZR 26/86, VersR 1987, 659 unter 1;… vom 14. Februar 2007 - IV ZR 150/05, VersR 2007, 784 Rn. 10).
Wem mit der vom Versicherungsnehmer gewählten Bezeichnung "Ehegatte der versicherten Person" ein Bezugsrecht eingeräumt worden ist, muss deshalb zunächst durch Auslegung der Willenserklärung des Verfügungsberechtigten ermittelt werden - und zwar bezogen auf den Zeitpunkt, zu dem er diese abgegeben hat (vgl. BGH, Urteil vom 1. April 1987 - IVa ZR 26/86 - VersR 1987, 659 unter 1).
Denn die für die Auslegung einer letztwilligen Verfügung gebotene Prüfung des hypothetischen Erblasserwillens nach § 2077 Abs. 3 BGB widerspricht der Rechtsnatur der Bezugsrechtsbenennung als einseitiger, empfangsbedürftiger Willenserklärung (…Senatsbeschluss vom 17. September 1975 aaO; Senatsurteil vom 1. April 1987 aaO;… vgl. auch Kollhosser aaO;… BK-Schwintowski, VVG § 166 Rdn. 21;… Palandt/Edenhofer, BGB 66. Aufl. 2007 § 2077 Rdn. 2 a.E.;… ders. aaO § 1922 Rdn. 39;… a.A. Winter aaO Anm. H 71; Liebl-Wachsmuth, VersR 1983, 1004).
Bei einer Erklärung im Rahmen einer vertraglichen Vereinbarung ist im Interesse des Vertragspartners, hier des Versicherers, weitgehend auf deren Wortlaut und darauf abzustellen, wie die Erklärung aus dessen Sicht zu verstehen ist (Senatsurteil vom 1. April 1987 aaO).
Außerdem soll der Versicherer im Interesse einer schnellen und reibungslosen Abwicklung des Versicherungsfalls nicht - mitunter schwierige - Auslegungsfragen entscheiden müssen, die sich aus einer entsprechenden Anwendung von § 2077 BGB ergeben können (Senatsurteil vom 1. April 1987 aaO).
Die Bezugsberechtigung ist nicht aufschiebend bedingt durch die Scheidung der Ehe (BGH, Urteil vom 01. April 1987 - IVa ZR 26/86 -, juris, Rn. 9), damit erst recht nicht durch einen Scheidungsantrag oder die Trennung eines Ehepaares.
Der Rechtsgrund zum Behalten der Versicherungssumme kann aber entfallen, wenn die Erben des VN das zwischen diesem und dem Bezugsberechtigten bestehende Valutaverhältnis rückabwickeln können (Bestätigung von BGH vom 1.4.1987 - IVa ZR 26/86 - LM BGB § 2077 Nr. 3 = VersR 87, 659 = NJW 87, 3131).
Der Senat hält an seiner Rechtsprechung fest, daß das Bezugsrecht allein von den dafür im Versicherungsvertrag vereinbarten Bedingungen abhängt, ein Rechtsgrund zum Behalten des Bezugsrechts aber entfallen kann, wenn das Valutaverhältnis zurückabgewickelt werden muß (Urteil vom 1. April 1987 - IVa ZR 26/86 - NJW 1987, 3131f. unter 1 und 2;… ebenso Bruck/Möller/Winter, VVG 8. Aufl. Bd. V/2 Anm. H 165; Muscheler, WM 1994, 921, 923).
Der IVa - Zivilsenat des BGH hat in seiner Entscheidung vom 1.4.1987 (FamRZ 87, 806 f. = VersR 87, 659 f.) zwar ausgesprochen, dass die Geschäftsgrundlage für die Bezugsberechtigung unter Ehegatten bei Scheitern der Ehe entfallen kann und regelmäßig auch entfällt.
Aber auch dann, wenn man nach der oben angeführten Auffassung des BGH (VersR 87, 659 f.) die Regeln über den Wegfall der Geschäftsgrundlage prinzipiell für anwendbar hielte und davon ausginge, dass im Scheitern der Ehe regelmäßig ein Wegfall der Geschäftsgrundlage für die Zuwendung eines Bezugsrechts liegt, bliebe der Berufung der Erfolg versagt.
OLG Düsseldorf, 16.10.2014 - 10 U 95/14
Rechte der Erben an einer Hinterbliebenenleistung als einmalige Kapitalsumme aus …
Rentenversicherungsvertrag: Anspruch eines zweiten Ehegatten bei vereinbarter …
Amtspflichtverletzung in einem Nachlassverfahren; Schutz des Kindesvermögens vor …
OLG Köln, 21.04.1997 - 8 U 103/96
Anspruchsberechtigung aus einer Lebensversicherung über den Tod eines …
OLG Hamm, 11.12.1985 - 20 U 208/85
https://dejure.org/1985,4266
OLG Hamm, 11.12.1985 - 20 U 208/85 (https://dejure.org/1985,4266)
OLG Hamm, Entscheidung vom 11.12.1985 - 20 U 208/85 (https://dejure.org/1985,4266)
OLG Hamm, Entscheidung vom 11. Dezember 1985 - 20 U 208/85 (https://dejure.org/1985,4266)
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Krankenhaustagegeld; Anspruch eines Versicherungsnehmers; Aufenthalt im Krankenhaus; Beurlaubung
MBKK § 1 Nr. 1 b
NJW 1986, 2383