Source: https://judicialis.de/Bundesarbeitsgericht_9-AZR-144-07_Urteil_16.10.2007.html
Timestamp: 2019-06-18 02:49:06
Document Index: 39755854

Matched Legal Cases: ['§ 8', '§ 18', '§ 36', '§ 70', '§ 40', '§ 42', '§ 18', '§ 388', '§ 18']

Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 16.10.2007 mit dem Az.: 9 AZR 144/07	/* Banner Ads */
Aktenzeichen: 9 AZR 144/07
Rechtsgebiete: BAT-O, SR 2l I BAT-O, BGB, GewO, SchulG, ZPO
BAT-O vom 10. Dezember 1990 § 8
BAT-O vom 10. Dezember 1990 § 18
BAT-O vom 10. Dezember 1990 § 36
BAT-O vom 10. Dezember 1990 § 70
SR 2l I BAT-O Nr. 1
SR 2l I BAT-O Nr. 3
SR 2l I BAT-O Nr. 5
SchulG für den Freistaat Sachsen § 40
SchulG für den Freistaat Sachsen § 42
9 AZR 144/07
Der Beklagte behielt von der Vergütung der Klägerin für Juli 2005 einen Betrag von 77,99 Euro brutto (66,29 Euro netto) ein. Die Bezügemitteilung weist dazu aus: "Einbehaltung der Bezüge gem. § 18 Abs. 2 BAT-O wegen unentschuldigtem Fehlen am 30.12.2004".
Im Januar 2005 bestätigte die Schulleiterin die Lage des Urlaubs der Klägerin für das Kalenderjahr 2005 und teilte mit: "Ferienbesetzung: 27.12.2005".
Die nach § 388 Satz 1 BGB erforderliche Aufrechnungserklärung des Aufrechnenden muss nicht ausdrücklich abgegeben werden. Es genügt, dass der Aufrechnungswille für den Gläubiger klar zu erkennen ist. Das trifft hier zu. Der Beklagte teilte der Klägerin ausdrücklich unter Hinweis auf § 18 Abs. 2 BAT-O mit, der Abzug erfolge wegen ihres unentschuldigten Fernbleibens von der Arbeit am 30. Dezember 2004.