Source: https://www.klugo.de/rechtsgebiete/erbrecht
Timestamp: 2018-10-21 01:31:24
Document Index: 81245691

Matched Legal Cases: ['§ 1922', '§ 2385', '§ 1967', '§ 2032', '§ 2033', '§ 1941', '§ 1922', '§ 2303', '§ 2333', '§ 1937']

Erbrecht: Alles Wichtige auf einen Blick | KLUGO
Das deutsche Erbrecht ist in den § 1922 bis § 2385 des Bundesgesetzbuches definiert. Da es im Todesfall eines Angehörigen oft zu Rechtsstreitigkeiten in Bezug auf den Nachlass kommt, finden sich hier unter anderem Gesetze zur Erbfolge, dem Testament, dem Pflichtteil sowie der Erbausschlagung.
Im Zusammenhang mit einer Erbschaft besteht eine allgemeine Erbschaftssteuerpflicht. Die Besonderheiten der Erbschaftssteuer sind im Erbschaftssteuer- und Schenkungsgesetz geregelt. Der Erbschaftssteuerrechner erleichtert Ihnen die Ermittlung der zu erwartenden Besteuerung.
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Oft wird nicht nur das Vermögen eines Erblassers vererebt, sondern auch dessen Schulden. Für diese muss der Erbe nach § 1967 BGB aufkommen, sollte er das Erbe annehmen. Um dem zu entgehen, kann ein Erbe ausgeschlagen werden. Damit verzichtet der Erbe jedoch auch automatisch auf seinen Vermögensanteil.
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Die in Deutschland verbreitetste Art des Testaments ist das sogenannte Berliner Testament. Es dient Ehe- und Lebenspartnern dazu, das gemeinsame Hab und Gut zu schützen und dieses im Todesfall durch den Ausschluss des gesetzlichen Pflichtteils an die Miterben, im vollen Umfang an den jeweils anderen zu vermachen.
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Der § 2032 BGB befasst sich mit dem Erbrecht einer Erbengemeinschaft – also mehrerer Erben, die der Erblasser im Todesfall hinterlässt. Das Erbe wird entsprechend zum gemeinschaftlichen Vermögen aller Erben und nach den Regelungen der §§ 2033 bis 2041 unter diesen aufgeteilt.
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Für jedes Vermögen, das vererbt wird, muss eine Erbschaftssteuer entrichtet werden, deren Höhe von der Summe und dem jeweiligen Verwandtschaftsgrad abhängt. Ehepartner genießen hierbei einen Freibetrag von 500.000 Euro; Kinder einen Freibetrag von 400.000 Euro. Hinzu kommt ein zusätzlicher Versorgungsfreibetrag.
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Ein Erbschein ist laut Erbrecht dann beim Nachlassgericht zu beantragen oder beim Notar zu beurkunden, wenn man sich zum Beispiel bei Vermietern, Banken oder Behörden als Erbe ausweisen muss. Sollte die Erbfolge unklar sein, wird ein meist langjähriges Erbscheinsverfahren eingeleitet.
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Im Erbvertrag, der in § 1941 BGB geregelt ist, kann der verstorbene Erblasser vertraglich einen Erben, gegebenenfalls per Vermächtnis, benennen und diesem unter Umständen Auflagen für den Erhalt des Erbes erteilen. Auch Dritte können hierbei bedacht werden.
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In den §§ 1922 bis 1941 BGB ist die Erbfolge geregelt. Diese umfasst verschiedene Ordnungen, die je nach Verwandtschaftsgrad bestehen und gesonderte Rechte wie das Ehegattenerbrecht. Durch das Testament festgesetzte Enterbungen, Vermächtnisse oder Auflagen können die Erbfolge, nicht jedoch den Pflichtteil, beeinflussen.
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Auch wenn ein Abkömmling, Ehegatte oder Elternteil vom Erblasser per Verfügung im Testament enterbt wurde, steht ihm laut Gesetz ein Pflichtteil des Nachlasses zu, der die Hälfte des Erbteils umfasst (§ 2303). In schwerwiegenden Ausnahmefällen kann jedoch auch dieser nach § 2333 entzogen werden.
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Mit einer einseitigen Verfügung von Todes wegen, auch Testament oder letztwillige Verfügung genannt, kann der Erblasser laut § 1937 vor seinem Tod schriftlich und gegebenenfalls notariell beglaubigt die Erben seines Nachlasses bestimmen. Der Pflichtteil bleibt hiervon unberührt.
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