Source: http://www.raub-rechtsanwalt.de/urteile/
Timestamp: 2019-03-18 23:30:26
Document Index: 274861157

Matched Legal Cases: ['§ 249', '§ 252', '§ 255', '§ 249', '§ 250', '§ 252', '§ 255', '§ 250']

Aktuelle Urteile zu Raub, räuberischer Erpressung, bewaffnetem Raub etc.
Urteile zum Raub
Wichtige Gesetzestexte zum Thema Raub
§ 249 StGB (Raub)
§ 252 StGB (Räuberischer Diebstahl)
§ 255 StGB (Räuberische Erpressung)
Urteile zu Raub / räuberischer Erpressung und räuberischem Diebstahl
Räuberische Erpressung bei gewalt­sa­mer Fluchterzwingung
Urteil zur räu­be­ri­schen Erpressung bei gewalt­sa­mer Fluchterzwingung
Verwendung von Waffen oder gefähr­li­chen Werkzeugen bei Raubtaten
Urteil zur Verwendung von Waffen oder gefähr­li­chen Werkzeugen bei Raubtaten
Gewaltsame Wegnahme einer Fanjacke
Urteil zur gewalt­sa­men Wegnahme einer Fanjacke
Ausnutzen der Nötigungslage
Urteil zum aus­nut­zen der Nötigungslage
Finale Verknüpfung von Gewalt und Wegnahme
Urteil zur fina­len Verknüpfung von Gewalt und Wegnahme
Urteil zur Zueignungsabsicht
Urteil zur Sicherungserpressung
Drohungsmittel beim schwe­ren Raub
Urteil zu Drohungs­mit­teln beim schwe­ren Raub
Abgrenzung Raub zwi­schen räu­be­ri­sche Erpressung
Urteil zur Abgrenzung Raub zwi­schen räu­be­ri­sche Erpressung
Schraubendreher als gefähr­li­ches Werkzeug
Urteil zum Schraubendreher als gefähr­li­ches Werkzeug
Schreckschusspistole als Waffe
Urteil zur Schreckschusspistole als Waffe
Fehlender Vermögensnachteil bei nicht bestehen­der Forderung
Urteil zum feh­len­den Vermögensnachteil bei nicht bestehen­der Forderung
Urteil zum Ausnutzen der Nötigungslage
„§ 249 StGB Raub
„§ 250 StGB Schwerer Raub
der Täter oder ein ande­rer Beteiligter am Raub
eine Waffe oder ein ande­res gefähr­li­ches Werkzeug bei sich führt,
sonst ein Werkzeug oder Mittel bei sich führt, um den Widerstand einer ande­ren Person durch Gewalt oder Drohung mit Gewalt zu ver­hin­dern oder zu über­win­den,
eine ande­re Person durch die Tat in die Gefahr einer schwe­ren Gesundheitsschädigung bringt oder
der Täter den Raub als Mitglied einer Bande, die sich zur fort­ge­setz­ten Begehung von Raub oder Diebstahl ver­bun­den hat, unter Mitwirkung eines ande­ren Bandenmitglieds begeht.
bei der Tat eine Waffe oder ein ande­res gefähr­li­ches Werkzeug ver­wen­det,
eine ande­re Person
bei der Tat kör­per­lich schwer miß­han­delt oder
„§ 252 Räuberischer Diebstahl
Wer, bei einem Diebstahl auf fri­scher Tat betrof­fen, gegen eine Person Gewalt ver­übt oder Drohungen mit gegen­wär­ti­ger Gefahr für Leib oder Leben anwen­det, um sich im Besitz des gestoh­le­nen Gutes zu erhal­ten, ist gleich einem Räuber zu bestra­fen.“
„§ 255 Räuberische Erpressung
Räuberische Erpressung bei gewaltsamer Fluchterzwingung
Das gewalt­sa­me Erzwingen der Flucht in der Absicht, den Fahrpreis (etwa der Deutschen Bahn oder ande­rer öffent­li­cher Verkehrsmittel) nicht zah­len zu wol­len, erfüllt in der Regel den Tatbestand der Räuberischen Erpressung.
Bundesgerichtshof, Beschluss vom 22.11.2012
Verwendung von Waffen oder gefährlichen Werkzeugen bei Raubtaten
Verwenden einer Waffe oder eines gefähr­li­chen Werkzeugs erfüllt den Tatbestand des schwe­ren Raubes dann, wenn der Täter die­se bei der Tat zweck­ge­rich­tet ein­setzt.
Bundesgerichtshof, Beschluss vom 13.11.2012
An der Zueignungsabsicht fehlt es, wenn der Täter eine Sache nur des­halb weg­nimmt, weil er sie zer­stö­ren, ver­nich­ten, weg­wer­fen oder beschä­di­gen will. Wer also etwa einem ande­ren des­sen Fanjacke weg­nimmt, um ihn ledig­lich zu ärgern, begeht kei­nen Raub.
Raub liegt nur dann vor, wenn im Zeitpunkt der Wegnahme die Gewaltanwendung noch statt­fin­det.
Der Tatbestand des Raubes ist dann nicht erfüllt, wenn die Nötigungshandlung des Täters erst nach der Wegnahme vor­liegt.
Nimmt der Täter gewalt­sam ein Mobiltelefon an sich, um den Speicher zu durch­su­chen, sind die Tatbestände des Raubes und der räu­be­ri­schen Erpressung nicht gege­ben. Es fehlt dann an der not­wen­di­gen Zueignungsabsicht.
Bundesgerichtshof, Beschluss vom 14.02.2012
Sicherungserpressung ist dann gege­ben, wenn ein ent­deck­ter Betrug eine Nötigung zwecks Sicherung des erlang­ten Vermögensvorteils nach sich zieht.
Bundesgerichtshof, Beschluss vom 26.05.2011
Drohungsmittel beim schweren Raub
Drohungsmittel erfül­len den Tatbestand des schwe­ren Raubes dann nicht, wenn die Drohungswirkung sich ein­zig aus den Erklärungen des Täters ergibt. Liegt also aus der Sicht eines Dritten schon offen­sicht­lich kei­ne Gefährlichkeit des Gegenstandes vor, schei­det schwe­rer Raub aus.
Zueignungsabsicht beim Raub
An der für den Raub erfor­der­li­chen Zueignungsabsicht fehlt es, wenn die Wegnahme ledig­lich zum Zwecke des „Präsenzzeigens“ geschieht.
Bundesgerichtshof, Urteil vom 27.01.2011
Entscheidend für die Frage, ob Raub oder räu­be­ri­sche Erpressung vor­liegt, ist das äuße­re Erscheinungsbild der Wegnahmehandlung.
Bundesgerichtshof, Beschluss vom 02.12.2010
Ein Schraubendreher ist als gefähr­li­ches Werkzeug ein­zu­stu­fen, da er auf­grund sei­ner Beschaffenheit einem ande­ren erheb­li­che Verletzungen zufü­gen kann. Verwendet der Täter einen sol­chen bei einer Raubtat, ist stets die qua­li­fi­zier­te Form des schwe­ren Raubes gege­ben.
Bundesgerichtshof, Urteil vom 18.02.2010
Eine Waffe im Sinne des § 250 StGB ist eine (gela­de­ne) Schreckschusspistole nur dann, wenn der Explosionsdruck nach vor­ne aus­tritt. Nur dann ist sie geeig­net, erheb­li­che Verletzungen zu ver­ur­sa­chen.
Bundesgerichtshof, Beschluss vom 09.02.2010
Fehlender Vermögensnachteil bei nicht bestehender Forderung
Wird dem Opfer ein Schuldschein für eine nicht bestehen­de Forderung abge­nö­tigt, so liegt kei­ne räu­be­ri­sche Erpressung vor, da kein Vermögensnachteil gege­ben ist.
Bundesgerichtshof, Beschluss vom 25.11.2009
Das Andauern der Wirkungen einer ohne Wegnahmeabsicht aus­ge­führ­ten Gewalt stellt dann kei­nen Raub dar, wenn der Täter dies ledig­lich aus­nutzt. Es fehlt an einer fina­len Verknüpfung von Gewalt und Wegnahme.
Bundesgerichtshof, Beschluss vom 24.02.2009