Source: http://www.asyl.net/rechtsgebiete/aufenthaltsrecht/niederlassungserlaubnis-und-daueraufenthalt-eg/browse/6.html
Timestamp: 2018-01-18 11:37:27
Document Index: 363534640

Matched Legal Cases: ['§ 43', '§ 27', '§ 43', '§ 1', '§ 113', '§ 9', '§ 38', '§ 7', '§ 21', '§ 146', '§ 80', '§ 58', '§ 11', '§ 26', '§ 9', '§ 9', '§ 26', '§ 19', '§ 19', '§ 26', '§ 19', '§ 19', '§ 26', '§ 102', '§ 26', '§ 9', '§ 26', '§ 55', '§ 26', '§ 102']

Urteil vom 19.04.2011 - 1 C 2.10
: 1 C 2.10
Bericht vom 19.04.2011: ""
Die Revision des Klägers hat keinen Erfolg. Das Berufungsgericht hat zu Recht entschieden, dass die dem Kläger erteilte Aufenthaltsberechtigung durch dessen Einbürgerung ihre Wirksamkeit verloren hat (1.a), nicht wieder aufgelebt ist (1.b) und der Kläger auch keinen Anspruch auf Neuerteilung einer Niederlassungserlaubnis hat (2.).
1. Der Hauptantrag des Klägers, die Fortgeltung der ihm 1994 erteilten Aufenthaltsberechtigung als Niederlassungserlaubnis festzustellen, ist unbegründet. Mit dem Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit durch die Einbürgerung des Klägers im Jahr 1998 hat sich die ihm zuvor erteilte Aufenthaltsberechtigung gemäß § 43 Abs. 2 VwVfG auf sonstige Weise erledigt und ist auch durch die Rücknahme der Einbürgerung mit Wirkung für die Vergangenheit nicht wieder aufgelebt.
a) Mit der Einbürgerung hat sich die dem Kläger nach § 27 AuslG 1990 erteilte Aufenthaltsberechtigung gemäß § 43 Abs. 2 VwVfG i.V.m. § 1 Abs. 1 Niedersächsisches...weiterlesen...
Urteil vom 02.02.2011 - 11 S 1198/10
: 11 S 1198/10
Die Berufung des Klägers ist jedoch nicht begründet. Der angefochtene Gerichtsbescheid des Verwaltungsgerichts stellt sich - insbesondere gemessen an den Vorgaben des Aufenthaltsgesetzes (unten 1.) sowie der Richtlinie 2003/109/EG (unten 2.) - im Ergebnis als richtig dar. Der ablehnende Bescheid der Beklagten vom 23.07.2009 und der Widerspruchsbescheid des Regierungspräsidiums Karlsruhe vom 30.10.2009 sind zum maßgeblichen Zeitpunkt der Entscheidung des Senats rechtmäßig und verletzen den Kläger nicht in seinen Rechten. Der Kläger hat (jedenfalls derzeit noch) keinen Anspruch auf Erteilung der begehrten Daueraufenthaltserlaubnis (§ 113 Abs. 5 VwGO).
1. Die Ablehnung der Erteilung einer Daueraufenthaltserlaubnis - mangels angemessener Altersversorgung des Klägers - steht im Einklang mit den Vorgaben des Aufenthaltsgesetzes. Gemäß § 9a Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 AufenthG ist Voraussetzung für die Erteilung dieser Erlaubnis auch die Sicherung des Lebensunterhalts des Ausländers und...weiterlesen...
1. § 38a AufenthG gilt ausschließlich für den Aufenthaltstitel, der nach der Richtlinie 2003/109/EG erteilt und als "Daueraufenthalt-EG" bezeichnet ist.
2. § 7 Abs. 1 Satz 3 AufenthG scheidet als Grundlage für die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis zum Zweck der selbständigen Erwerbstätigkeit aus, weil dieser Aufenthaltszweck abschließend in § 21 AufenthG geregelt ist.
Beschluss vom 20.12.2010 - 3 Bs 235/10
: 3 Bs 235/10
Bericht vom 20.12.2010: ""
1. Die Beschwerde ist nicht begründet, soweit sie sich gegen die Versagung vorläufigen Rechtsschutzes richtet.
Die mit ihr dargelegten Gründe, die das Beschwerdegericht gemäß § 146 Abs. 4 Satz 6 VwGO allein zu prüfen hat, rechtfertigen es nicht, den Beschluss des Verwaltungsgerichts zu ändern. Aus ihnen ergibt sich nicht, dass entgegen der Ansicht des Verwaltungsgerichts die aufschiebende Wirkung der gegen die Versagung der von der Antragstellerin beantragten Aufenthaltserlaubnis gerichteten Klage (Az. 15 K 1501/10) anzuordnen wäre. Mit Hilfe der aufschiebenden Wirkung der Klage auf Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis, die nach § 80 Abs. 5 VwGO gerichtlich angeordnet werden kann, würde die vollziehbare Ausreisepflicht der Antragstellerin nach § 58 Abs. 2 Satz 2 AufenthG ausgesetzt werden, welche die Grundlage für die Abschiebungsandrohung bildet. Die Anordnung der aufschiebenden Wirkung der Klage setzt nach summarischer Prüfung deren überwiegende Erfolgsaussichten voraus,...weiterlesen...
Für die Erteilung einer Niederlassungserlaubnis ist es erforderlich, dass der Lebensunterhalt der familiären Bedarfsgemeinschaft, in der der Ausländer lebt, ohne Inanspruchnahme öffentlicher Sozialleistungen bestritten werden kann. Der Freibetrag für Erwerbstätige und die Werbungskostenpauschale (§ 11 Abs. 2 SGB II) sind weiterhin zu Lasten des Ausländers anzusetzen.
Urteil vom 16.11.2010 - 1 C 21.09
: 1 C 21.09
Bericht vom 16.11.2010: ""
1. Nach neuem Recht ist § 26 Abs. 4 AufenthG maßgeblich. Danach kann einem Ausländer, der seit sieben Jahren eine Aufenthaltserlaubnis nach diesem Abschnitt besitzt, eine Niederlassungserlaubnis erteilt werden, wenn die in § 9 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 bis 9 AufenthG bezeichneten Voraussetzungen vorliegen. [...]
c) Zu Unrecht hat das Berufungsgericht den Lebensunterhalt des Klägers als gesichert angesehen (§ 9 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 i.V.m. § 26 Abs. 4 Satz 1 AufenthG). Es hat rechtsfehlerhaft nur auf den eigenen Bedarf des Klägers abgestellt und nicht berücksichtigt, dass es nach der gesetzlichen Regelung auf die Sicherung des Lebensunterhalts der in einer Bedarfsgemeinschaft zusammenlebenden Kernfamilie - hier: bestehend aus dem Kläger, seiner Ehefrau und den beiden minderjährigen Kindern - ankommt. Der Lebensunterhalt der Kernfamilie kann im vorliegenden Fall jedoch nicht ohne Inanspruchnahme von Leistungen nach dem SGB II bestritten werden.
Nach der gesetzlichen Definition in §...weiterlesen...
Kein Anspruch auf Erteilung einer Niederlassungserlaubnis für Hochqualifizierte, denn ein Spezialitätenkoch ist kein Spezialist im Sinne von § 19 Abs. 2 Nr. 3 AufenthG.
Beschluss vom 19.10.2010 - 1 B 215/10
: 1 B 215/10
Bericht vom 19.10.2010: ""
Das Verwaltungsgericht hat zu Recht angenommen, dass im Falle des Antragstellers die Voraussetzungen für die Erteilung einer Niederlassungserlaubnis für Hochqualifizierte nach § 19 AufenthG nicht erfüllt sind. Der Antragsteller, der seit vier Jahren als Spezialitätenkoch in einem chinesischen Restaurant tätig ist und dessen maximale Beschäftigungsdauer damit gemäß § 26 Abs. 2, 3 BeschV abgelaufen ist, gehört nicht zu dem von § 19 Abs. 2 Nr. 3 AufenthG erfassten Personenkreis.
Zutreffend hat das Verwaltungsgericht entschieden, dass der Antragsteller kein "Spezialist" im Sinne dieser Vorschrift ist. Ein Spezialist ist eine Person, die aufgrund ihrer überdurchschnittlichen fachlichen Qualifikation die besonderen ("speziellen") Anforderungen einer bestimmten beruflichen Tätigkeit erfüllt. Die fachlichen Anforderungen weisen den Betreffenden dabei als Hochqualifizierten aus. Ein Spezialitätenkoch ist nach diesem Maßstab kein Spezialist im Sinne von § 19 Abs. 2 Nr. 3 AufenthG....weiterlesen...
Zur Berechnung der Aufenthaltszeiten für eine Niederlassungserlaubnis (§ 26 Abs. 4 AufenthG): Nicht alle Duldungszeiten sind nach § 102 Abs. 2 AufenthG anzurechnen.
Urteil vom 05.10.2010 - 12 K 7447/09
: 12 K 7447/09
Bericht vom 05.10.2010: ""
Die zulässige Klage ist nicht begründet. [...] Der Kläger hat - auch zu dem für die Beurteilung der Sach- und Rechtslage maßgeblichen Zeitpunkt der vorliegenden gerichtlichen Entscheidung - keinen Anspruch auf Erteilung einer Niederlassungserlaubnis nach § 26 Abs. 4 AufenthG.
Nach dieser Bestimmung kann einem Ausländer, der seit sieben Jahren eine Aufenthaltserlaubnis nach Kapitel 2 Abschnitt 5 des Aufenthaltsgesetzes besitzt, eine Niederlassungserlaubnis erteilt werden, wenn die in § 9 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 bis 9 AufenthG bezeichneten Voraussetzungen vorliegen. Die Aufenthaltszeit des der Erteilung der Aufenthaltserlaubnis vorangegangenen Asylverfahrens wird gemäß § 26 Abs. 4 Satz 3 AufenthG abweichend von § 55 Abs. 3 AsylVfG auf diese Frist angerechnet. Ferner wird auf die Frist für die Erteilung einer Niederlassungserlaubnis nach § 26 Abs. 4 AufenthG gemäß § 102 Abs. 2 AufenthG die Zeit des Besitzes einer Aufenthaltsbefugnis oder Duldung vor dem 1. Januar 2005...weiterlesen...