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Timestamp: 2016-10-28 06:33:48
Document Index: 149890681

Matched Legal Cases: ['BGE', 'Art. 145', 'Art. 135', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 28', 'Art. 88']

I 577/01 (12.02.2002)
S.________, Gesuchstellerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Ueli Kieser, Ulrichstrasse 14, 8032 Z�rich,
betreffend Erl�uterung bzw. Berichtigung des Urteils des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts vom 14. August 2001
S.________, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Ueli Kieser, Ulrichstrasse 14, 8032 Z�rich,
IV-Stelle des Kantons Z�rich, R�ntgenstrasse 17, 8005 Z�rich
A.- Mit Verf�gungen vom 12. M�rz 1999 sprach die IV-Stelle des Kantons Z�rich S.________ mit Wirkung ab
1. April 1998 eine halbe und ab 1. Juli 1998 ein ganze Invalidenrente zu. Die gegen die Gew�hrung einer halben Rente f�r die Zeit vom 1. April bis 30. Juni 1998 erhobene Beschwerde hiess das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich im dem Sinne teilweise gut, dass die Verf�gung aufgehoben und festgestellt wurde, dass ab 1. M�rz 1998 Anspruch auf eine Viertelsrente und ab 1. Juni 1998 auf eine ganze Invalidenrente bestehe (Entscheid vom 25. September 2000). In teilweiser Gutheissung der von S.________ mit dem Begehren um Zusprechung einer h�heren Rente ab einem fr�heren Zeitpunkt erhobenen Verwaltungsgerichtsbeschwerde �nderte das Eidgen�ssische Versicherungsgericht den angefochtenen Entscheid und die Verwaltungsverf�gungen vom 12. M�rz 1999 dahingehend ab, dass der Versicherten ab
1. M�rz 1998 eine Viertelsrente, ab 1. April 1998 ein halbe Rente und ab 1. Mai 1998 eine ganze Invalidenrente zugesprochen wurde (Urteil vom 14. August 2001; I 650/00).
B.- Die IV-Stelle des Kantons Z�rich ersucht mit Eingabe vom 17. September 2001 um Erl�uterung bzw. Berichtigung des letztinstanzlichen Urteils mit der Feststellung, dass die Rentenfestsetzung im Widerspruch zu den Erw�gungen stehe und rechnerische Unstimmigkeiten enthalte.
S.________ l�sst mit Schreiben vom 18. September 2001 ebenfalls um Erl�uterung bzw. Berichtigung des Urteils vom 14. August 2001 ersuchen, wobei sie geltend macht, auf Grund der Erw�gungen bestehe Anspruch auf eine Viertelsrente ab 1. Dezember 1997 und auf eine ganze Rente ab 1. M�rz 1998.
Die IV-Stelle und S.________ verzichten auf eine Vernehmlassung zum Erl�uterungs- bzw. Berichtigungsgesuch der Gegenpartei.
1.- Weil die beiden Erl�uterungs- bzw. Berichtigungsgesuche das n�mliche Urteil des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts vom 14. August 2001 betreffen und sich die gleichen Rechtsfragen stellen, sind die Verfahren zu vereinigen und in einem einzigen Urteil zu erledigen (vgl. BGE 123 V 215 Erw. 1, 120 V 466 Erw. 1 mit Hinweisen).
2.- Ist der Rechtsspruch eines bundesgerichtlichen Entscheides unklar, unvollst�ndig oder zweideutig oder stehen seine Bestimmungen untereinander oder mit den Entscheidungsgr�nden im Widerspruch oder enth�lt er Redaktions- oder Rechnungsfehler, so nimmt das Bundesgericht auf schriftliches Gesuch einer Partei die Erl�uterung oder Berichtigung vor (Art. 145 Abs. 1 OG). Diese Regelung gilt laut Art. 135 OG in gleicher Weise f�r die Erl�uterung oder Berichtigung von Entscheiden des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts.
Die Erl�uterung dient (f�r das Folgende siehe BGE 110 V 222) dazu, Abhilfe zu schaffen, wenn die Entscheidformel (Dispositiv) unklar, unvollst�ndig, zweideutig oder in sich widerspr�chlich ist. Sie kann sich ferner auf Gegens�tze zwischen den Entscheidungsgr�nden und dem Dispositiv beziehen (Gygi, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl. , S. 228; Grisel, Trait� de droit administratif, Bd. II S. 945-946), nicht dagegen auf die Entscheidungsgr�nde als solche (BGE 101 Ib 223 Erw. 3; Saladin, Das Verwaltungsverfahrensrecht des Bundes, S. 216). Die Erw�gungen unterliegen der Erl�uterung nur, wenn und insoweit der Sinn der Entscheidformel (Dispositiv) erst durch Beizug der Entscheidungsgr�nde ermittelt werden kann (BGE 104 V 53 Erw. 1 mit Hinweis; RSKV 1982 Nr. 479 S. 59 Erw. 1a).
Die Berichtigung ist dazu bestimmt, Redaktions- und Rechnungsfehler sowie Kanzleiversehen zu beheben (BGE 110 V 222; vgl. auch Poudret, Commentaire de la loi f�d�rale d'organisation judiciaire, Bd. V, S. 76 ff.).
3.- Im Urteil vom 14. August 2001 hat das Eidgen�ssische Versicherungsgericht die von der IV-Stelle auf Grund der Arbeitsunf�higkeit vorgenommene Invalidit�tsbemessung dem Grundsatz nach best�tigt, teilweise jedoch einen anderen Grad der Arbeitsunf�higkeit angenommen und diese auf 20 % f�r die Zeit bis M�rz 1997, 50 % f�r April bis Oktober 1997, 80 % f�r November 1997 bis Februar 1998 und 100 % ab M�rz 1998 festgesetzt. Nicht damit �berein stimmt die Schlussfolgerung, wonach die Voraussetzungen f�r eine Viertelsrente ab 1. M�rz 1998, f�r eine halbe Rente ab 1. April 1998 und f�r eine ganze Rente ab 1. Mai 1998 erf�llt waren.
Vielmehr ist der Anspruch auf die Viertelsrente gem�ss Art. 28 Abs. 1 IVG bereits am 1. Dezember 1997 entstanden (1 Monat zu 80 %, 7 Monate zu 50 % und 4 Monate zu 20 % = 42,5 %). Ab 1. M�rz 1998 steht der Versicherten eine ganze Rente zu, nachdem sie in diesem Zeitpunkt bereits mehr als drei Monate in dem f�r den Anspruch auf die ganze Rente erforderlichen Mass von mindestens zwei Dritteln arbeits- und erwerbsunf�hig war (Art. 88a Abs. 2 Satz 2 IVV). Die Erw�gungen und das Dispositiv des Urteils vom 14. August 2001 sind in diesem Sinn zu berichtigen.
I. Die Erl�uterungs- bzw. Berichtigungsgesuche werden
eine ganze Invalidenrente ab 1. M�rz 1998 hat.
IV. S.________ wird f�r dieses Verfahren aus der Gerichtskasse eine Parteientsch�digung von Fr. 500.- (einschliesslich Mehrwertsteuer) zugesprochen.