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Timestamp: 2018-03-23 14:59:26
Document Index: 102367069

Matched Legal Cases: ['Art. 14', 'Art. 21', 'Art. 17', 'Art. 21', 'Art. 18', 'Art. 19', 'Art. 20']

SR 412.101.220.59 Verordnung des SBFI vom 11. Juli 2007 über die berufliche Grundbildung Büroassistentin/Büroassistent mit eidgenössischem Berufsattest (EBA)
Verordnung des SBFI1 über die berufliche Grundbildung Büroassistentin/Büroassistent mit eidgenössischem Berufsattest (EBA)
vom 11. Juli 2007 (Stand am 1. Januar 2013)
1 Die Berufsbezeichnung ist Büroassistentin EBA oder Büroassistent EBA.
2 Büroassistentinnen und Büroassistenten EBA beherrschen namentlich folgende Tätigkeiten und zeichnen sich durch folgende Haltungen aus:
Sie handeln und verhalten sich dienstleistungsorientiert.
Umgang mit Kunden;
Erstellen von Dokumenten;
Arbeiten in betrieblichen Abläufen;
Umgang mit Büroeinrichtungen;
Umgang mit Daten;
Verstehen von Zusammenhängen in Wirtschaft und Gesellschaft;
Beherrschen der Standardsprache und der verschiedenen Formen der Kommunikation.
Arbeitsmethodik/Umgang mit Informationsquellen;
Setzen von Zielen und Prioritäten.
Erkennen und Reflektieren eigener Fähigkeiten;
Konfliktfähigkeit/Umgang mit Kritik;
kundenorientiertes Verhalten;
Motivation/Leistungsbereitschaft;
Teamfähigkeit/Zusammenarbeit;
ökonomisches und ökologisches Verhalten;
Umgangsformen/Auftreten/Äussere Erscheinung;
Zuverlässigkeit/Termineinhaltung/Auftragserfüllung.
2 Die schulische Bildung im obligatorischen Unterricht erfolgt in 820 Lektionen. Davon entfallen auf den Sportunterricht 100 Lektionen.
die Qualifikationsbereiche, die im Notenausweis nach Artikel 24 Absatz 3 genannt werden und für die Wiederholungen nach Artikel 22 zählen;
4 Dem Bildungsplan angefügt ist die Liste der Unterlagen zur Umsetzung der beruflichen Grundbildung für Büroassistentinnen und Büroassistenten EBA mit Titel, Datum und Bezugsquelle.
2 Der allgemein bildende Unterricht berücksichtigt das spezifische Berufsbild der Büroassistentinnen und Büroassistenten EBA und ihre beruflichen Bedürfnisse und Erfahrungen; die Inhalte werden im Bildungsplan entsprechend konkretisiert.
3 Die Inhalte des allgemein bildenden Unterrichts werden in folgenden Fächern vermittelt:
Wirtschaft und Gesellschaft;
Kauffrau/Kaufmann mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis und mit mindestens 3 Jahren beruflicher Praxis im Lehrgebiet;
eidgenössisches Fähigkeitszeugnis eines verwandten Berufs mit den notwendigen Berufskenntnissen im Bereich Büroassistentin EBA/Büroassistent EBA und mit mindestens 3 Jahren beruflicher Praxis im Lehrgebiet;
einschlägiger Hochschulabschluss auf der Tertiärstufe und mit mindestens 2 Jahren beruflicher Praxis im Lehrgebiet.
7. Abschnitt: Lern- und Leistungsdokumentation, Lernortkooperation
Art. 14 Lernortübergreifend
Die lernende Person führt eine Lerndokumentation, in der sie laufend alle wesentlichen Arbeiten, die erworbenen Fähigkeiten und ihre Erfahrungen lernortübergreifend festhält.
1 Die Berufsbildnerin oder der Berufsbildner kontrolliert und unterzeichnet die Lerndokumentation nach Artikel 14 einmal pro Semester. Sie oder er bespricht sie mindestens einmal pro Semester mit der lernenden Person.
2 Die Berufsbildnerin oder der Berufsbildner hält semesterweise die Leistungen der lernenden Person in der Form von Kompetenznachweisen im Formular «Kompetenzendiagramm» fest.
3 Diese Kompetenznachweise werden in 3 Stufen ausgedrückt. Die Anzahl Punkte, die pro Leistungsziel und Stufe erreicht werden kann, ist im Bildungsplan festgelegt.
4 Die Bewertung nach Absatz 3 fliesst ein in die Bewertung des Qualifikationsbereiches «Berufliche Praxis» (Art. 21 Abs. 1 Bst. a).
Art. 17 In den überbetrieblichen Kursen
1 Die Anbieter der überbetrieblichen Kurse dokumentieren die Leistungen der lernenden Person in der Form von Kompetenznachweisen im Formular «Kompetenzendiagramm».
2 Diese Kompetenznachweise werden in 3 Stufen ausgedrückt. Die Anzahl Punkte, die pro Leistungsziel und Stufe erreicht werden kann, ist im Bildungsplan festgelegt.
3 Die Bewertung nach Absatz 2 fliesst ein in die Bewertung des Qualifikationsbereiches «Berufliche Praxis» (Art. 21 Abs. 1 Bst. a).
Art. 18 Lernortkooperation im Hinblick auf einen Übertritt in eine EFZ-Bildung
1 Spätestens am Ende des ersten Bildungsjahres nehmen der Lehrbetrieb und die Berufsfachschule eine gemeinsame Beurteilung vor. Dabei überprüfen sie die betrieblichen und die schulischen Leistungen insbesondere im Hinblick auf einen möglichen Übertritt in die Grundbildung mit EFZ.
2 Für die Beurteilung im Lehrbetrieb zählen die im Formular «Kompetenzendiagramm» nachgewiesenen Leistungen.
3 Für die Beurteilung in der Berufsfachschule zählen die Semesterzeugnisse.
4 Erreicht die lernende Person die notwendigen Leistungen in der beruflichen Praxis und in der Schule, so entscheidet der Betrieb zusammen mit der lernenden Person über den Besuch von Freikursen in den Fächern, die für einen möglichen Übertritt in die Grundbildung mit EFZ nach abgeschlossener EBA-Grundbildung notwendig sind. Die Kantone sorgen für ein entsprechendes Angebot.
Art. 19 Zulassung zum Qualifikationsverfahren
2 Von der beruflichen Praxis, die nach Artikel 32 BBV für die Zulassung zu einem Qualifikationsverfahren verlangt ist, müssen mindestens 2 Jahre im Bereich der Büroassistentin EBA/des Büroassistenten EBA erworben worden sein.
Art. 20 Gegenstand, Umfang und Durchführung des Qualifikationsverfahrens
berufliche Praxis: Qualifikationsgespräch im Umfang von 30 Minuten. Dabei werden die Kompetenznachweise des Lehrbetriebs und der überbetrieblichen Kurse und die damit verbundene berufliche Entwicklung der lernenden Person überprüft;
begleitete fächerübergreifende Arbeit. Die lernende Person schreibt eine Arbeit basierend auf den schulischen Leistungszielen der Fächer «Information/Kommunikation/Administration», «Wirtschaft und Gesellschaft» und «Standardsprache», bewertet werden der Prozess der Erarbeitung, das Produkt und die mündliche Leistung im Umfang von max. 30 Minuten1;
schulische Bildung in Form schriftlicher Schlussprüfungen von je 60 Minuten in den Fächern:
«Information/Kommunikation/Administration»,
«Wirtschaft und Gesellschaft»,
«Standardsprache».
1 Fassung vom 5. Mai 2010
der Qualifikationsbereich «Berufliche Praxis» mit dem Prädikat «erfüllt» beurteilt ist; und
2 Das Prädikat für den Qualifikationsbereich «Berufliche Praxis» ergibt sich aus der Summe der erreichten Punkte
der Kompetenznachweise im Lehrbetrieb;
der Kompetenznachweise in den überbetrieblichen Kursen;
des Qualifikationsgesprächs.
3 Die schulische Schlussnote ist das auf eine Dezimalstelle gerundete Mittel folgender einfach gewichteter Noten:
Note für die «begleitete fächerübergreifende Arbeit»,
auf eine Dezimalstelle gerundetes Mittel der einfach gewichteten Noten der drei schriftlichen Schlussprüfungen des Qualifikationsbereichs «schulische Bildung»,
Erfahrungsnote.
4 Die Erfahrungsnote ist das auf eine ganze oder halbe Note gerundete Mittel aus der Summe aller Semesterzeugnisnoten der Fächer «Information/Kommunikation/ Administration», «Wirtschaft und Gesellschaft» und «Standardsprache».
2 Wird im Falle einer Wiederholung die berufliche Grundbildung um mindestens zwei Semester verlängert, so zählen für den Qualifikationsbereich «Berufliche Praxis» die neuen Beurteilungen des Qualifikationsgesprächs und der Kompetenznachweise im Formular «Kompetenzendiagramm». Wird die berufliche Grundbildung nicht verlängert, so wird für den Qualifikationsbereich «Berufliche Praxis» eine mündliche Ersatzprüfung von 60 Minuten1 durchgeführt. Die Ersatzprüfung ersetzt die Kompetenznachweise und das Qualifkationsgespräch.
3 Wird das Qualifikationsverfahren ohne erneuten Besuch der Berufsfachschule wiederholt, so wird die bisherige Erfahrungsnote beibehalten. Wird der schulische Unterricht während mindestens 2 Semestern wiederholt, so zählen für die Berechnung der Erfahrungsnote lediglich die neuen Noten.
1 Fassung vom 28. November 2011
Anstelle des Qualifikationsbereiches «Berufliche Praxis» tritt eine mündliche Ersatzprüfung von 60 Minuten1.
Statt der Erfahrungsnote zählt der Qualifikationsbereich «Schulische Bildung» doppelt.
2 Das Berufsattest berechtigt, den gesetzlich geschützten Titel «Büroassistentin EBA/Büroassistent EBA» zu führen.
die Beurteilung des Qualifikationsbereiches «Berufliche Praxis»;
die schulische Schlussnote;
die Noten der Qualifikationsbereiche «Begleitete fächerübergreifende Arbeit», «Schulische Bildung» sowie die Erfahrungsnote.
10. Abschnitt: Schweizerische Kommission für Berufsentwicklung und Qualität für Büroassistentinnen und Büroassistenten EBA
1 Die Schweizerische Kommission für Berufsentwicklung und Qualität für Büroassistentinnen und Büroassistenten EBA setzt sich zusammen aus:
4 Vertreterinnen oder Vertretern der Interessengemeinschaft Kaufmännischer Grundbildung (IGKG Schweiz);
2 Vertreterinnen oder Vertretern der Schweizerischen Konferenz kaufmännischer Ausbildungs- und Prüfungsbranchen (SKKAB);
2-3 Vertreterinnen oder Vertretern der Schweizerischen Konferenz kaufmännischer Berufsschulen (SKKBS);
1 Vertreterin oder 1 Vertreter des Verbands Schweizerischer Handelsschulen (VSH)
Sie passt den Bildungsplan nach Artikel 10 den wirtschaftlichen, technologischen, ökologischen2 und didaktischen Entwicklungen laufend, mindestens aber alle 5 Jahre an. Dabei trägt sie allfälligen neuen organisatorischen Aspekten der beruflichen Grundbildung Rechnung. Die Anpassungen bedürfen der Zustimmung der Vertreterinnen und Vertreter des Bundes und der Kantone.
Sie beantragt dem SBFI Änderungen dieser Verordnung, sofern die beobachteten Entwicklungen Regelungen dieser Verordnung, namentlich die Kompetenzen nach den Artikeln 4-6 betreffen.
2 Fassung vom 5. Mai 2010
Lernende, die ihre Bildung als Büropraktikerin/Büropraktiker oder Büroassistentin/Büroassistent vor dem 1. Januar 2008 begonnen und im Rahmen des SBFI-Pilotprojekts «Zweijährige kaufmännische Grundbildung mit Berufsattest einen kantonalen Ausweis erworben haben, erhalten von der kantonalen Behörde auf Antrag das eidgenössische Berufsattest «Büroassistentin EBA/Büroassistent EBA».