Source: https://www.rechtslupe.de/zivilrecht/familienstreitsache-pruefung-rechtsmittelgericht-3126991
Timestamp: 2019-10-24 04:50:50
Document Index: 392237256

Matched Legal Cases: ['§ 17', '§ 36', '§ 17', 'Art. 103', '§ 267', 'BGH', 'BGH', '§ 17', '§ 17']

Fami­li­en­streit­sa­che – und die Prü­fung durch das Rechts­mit­tel­ge­richt | Rechtslupe
Familienstreitsache - und die Prüfung durch das Rechtsmittelgericht
Maß­geb­lich für die Behand­lung eines Rechts­streits als Fami­li­en­sa­che ist nicht die Behand­lung in der Vor­in­stanz (hier: durch das Beschwer­de­ge­richt), son­dern ob die mate­ri­el­len Vor­aus­set­zun­gen für eine Fami­li­en­streit­sa­che vor­lie­gen.
Der Schutz­ge­dan­ke der Meist­be­güns­ti­gung gebie­tet es nicht, dass das Rechts­mit­tel auf dem vom vor­in­stanz­li­chen Gericht ein­ge­schla­ge­nen fal­schen Weg wei­ter­ge­hen müss­te; viel­mehr hat das Rechts­mit­tel­ge­richt das Ver­fah­ren so wei­ter zu betrei­ben, wie dies im Fal­le einer for­mell rich­ti­gen Ent­schei­dung durch die Vor­in­stanz und dem danach gege­be­nen Rechts­mit­tel gesche­hen wäre 1.
Dem steht nicht ent­ge­gen, dass das Rechts­be­schwer­de­ge­richt gemäß § 17a Abs. 5, 6 GVG auch im Ver­hält­nis für die in bür­ger­li­chen Rechts­strei­tig­kei­ten und Fami­li­en­sa­chen zustän­di­gen Spruch­kör­per nicht zu prü­fen hat, ob der beschrit­te­ne Rechts­weg zuläs­sig ist. Eine feh­ler­haf­te, aber bin­den­de Beur­tei­lung des Rechts­we­ges hin­dert jeden­falls im Ver­hält­nis zwi­schen bür­ger­li­chen Rechts­strei­tig­kei­ten und Fami­li­en­sa­chen nicht dar­an, das Rechts­mit­tel­ver­fah­ren nach den rich­ti­gen Ver­fah­rens­vor­schrif­ten zu füh­ren 2.
Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 29. Juni 2017 – IX ZB 98/​16
Die irr­tüm­lich beim Amts­ge­richt ein­ge­reich­te… Hat der Beschwer­de­füh­rer die Begrün­dung sei­nes Rechts­mit­tels in einer Fami­li­en­streit­sa­che irr­tüm­lich beim Amts­ge­richt ein­ge­reicht, ist die­ses ledig­lich gehal­ten, die Begrün­dungs­schrift im ordent­li­chen Geschäfts­gang an das…
Nega­ti­ve Kom­pe­tenz­kon­flik­te – und der… Bei nega­ti­ven Kom­pe­tenz­kon­flik­ten zwi­schen Gerich­ten ver­schie­de­ner Gerichts­zwei­ge ist § 36 Abs. 1 Nr. 6 ZPO ent­spre­chend anwend­bar. Obwohl ein nach § 17a GVG ergan­ge­ner und…
Klau­seler­tei­lung auf aus­län­di­sche Unter­halts­ti­tel – und die… Das ver­ein­fach­te Klau­seler­tei­lungs­ver­fah­ren nach den Vor­schrif­ten des Aus­lands­un­ter­halts­ge­set­zes, wel­ches der Aus­füh­rung der Aner­ken­nung und Voll­stre­ckung aus­län­di­scher Unter­halts­ent­schei­dun­gen auf uni­ons­recht­li­cher oder staats­ver­trag­li­cher Grund­la­ge dient, ist kraft…
Der über­gan­ge­ne Beweis­an­trag Art. 103 Abs. 1 GG gibt den am Ver­fah­ren Betei­lig­ten unter ande­rem das Recht, Anträ­ge und somit auch Beweis­an­trä­ge zu stel­len und ver­pflich­tet im Gegen­zug…
Meist­be­güns­ti­gung des Rechts­mit­tel­füh­rers – und das nicht… Der Grund­satz der Meist­be­güns­ti­gung des Rechts­mit­tel­füh­rers führt nicht zu einer dem kor­rek­ten Ver­fah­ren wider­spre­chen­den Erwei­te­rung des Instan­zen­zu­ges. Die Anru­fung des Bun­des­ge­richts­hofs ist des­halb auch dann…
Straf­ur­teil – und die Dar­stel­lung der Indi­zi­en Nach § 267 Abs. 1 Satz 1 StPO müs­sen die Urteils­grün­de die für erwie­sen erach­te­ten Tat­sa­chen ange­ben, in denen die gesetz­li­chen Merk­ma­le der Straf­tat gefun­den…
BGH, Beschluss vom 13.06.2012 – XII ZR 77/​10, Fam­RZ 2012, 1293 Rn. 13, 19 ff; vom 02.09.2015 – XII ZB 75/​13, Fam­RZ 2015, 2043 Rn. 22; vom 03.03.2016 – IX ZB 33/​14, WM 2016, 792 Rn. 13[↩]
vgl. BGH, Beschluss vom 17.12 2008 – XII ZB 125/​06, MDR 2009, 1000, 1001; vom 17.09.2014 – XII ZB 284/​13, NJW 2015, 251 Rn. 6; Musielak/​Voit/​Wittschier, ZPO, 14. Aufl., § 17b GVG Rn. 3; Fritz­sche, NJW 2015, 586, 587; zurück­hal­tend Zöller/​Lückemann, ZPO, 31. Aufl. § 17b GVG Rn. 2[↩]
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