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Timestamp: 2016-10-28 23:38:21
Document Index: 153667185

Matched Legal Cases: ['Art. 82', 'Art. 89', 'Art. 89', 'Art. 50', 'Art. 85', 'Art. 95', 'Art. 106', 'Art. 106', 'Art. 16', 'Art. 18', 'Art. 3', 'Art. 24', 'BGE', 'BGE', 'Art. 26', 'Art. 30', 'BGE', 'Art. 12', 'Art. 47', 'BGE', 'Art. 2', 'Art. 66', 'Art. 68']

1C_491/2011 (05.07.2012)
1C_491/2011
Gemeinde B�lach, vertr. durch den Stadtrat, Marktgasse 27/28, 8180 B�lach, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanw�ltin Elisabeth Br�ngger,
2. Erbengemeinschaft T.________, bestehend aus:,
6. X.________,
7. Y.________,
8. Z.________,
Beschwerdegegner, alle vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Peter B�sch.
Beschwerde gegen das Urteil vom 25. August 2011 des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich, 3. Abteilung, 3. Kammer.
Die Stadt B�lach plant im Gebiet Erachfeld die Errichtung eines Sport- und Erholungsparks. Im Gegenzug soll anstelle der bestehenden Fussballpl�tze im benachbarten Gebiet Gringglen eine Wohn�berbauung entstehen. Im Jahr 2006 erteilte der Stadtrat B�lach den Auftrag f�r eine diesbez�gliche Machbarkeitsstudie und einen Masterplan "Erachfeld/Gringglen".
Zur Realisierung der ersten Etappe des Sportparks Erachfeld revidierte der Gemeinderat B�lach am 6. April 2009 die kommunale Richt- und Nutzungsplanung und zonte verschiedene Grundst�cke im Gebiet Erachfeld um. Der s�d�stliche Teil des Erachfelds soll neu der Erholungszone EB (Sport- und Freizeitanlage) angeh�ren. Die bisher an die Grenzstrasse anstossende Zone f�r �ffentliche Bauten wird an die Ifangstrasse verlegt. Der nord�stliche Teil des Erachfelds wird von der Erholungszone EC (Familieng�rten) in die Reservezone verlegt. Insgesamt sollen damit von der 290'000 m2 grossen Gesamtfl�che Erachfeld eine rund 185'000 m2 grosse Fl�che �ffentlichen Bauten, Sport- und Freizeitanlagen vorbehalten werden. Damit w�rde die bereits bestehende Bau- und Sonderbaufl�che von bisher rund 100'000 m2 auf rund 176'000 m2 vergr�ssert.
Gegen diesen Beschluss erhoben das S.________ sowie die Erben von T.________ als Eigent�mer der Grundst�cke Kat.-Nrn. A.________ und B.________ Rekurs. Sie beantragten, auf die Umzonung der Grundst�cke im Gebiet Erachfeld in eine Erholungszone EB bzw. �B IV und auf die Umzonung der Grundst�cke Kat.-Nrn. A.________ (teilweise) und B.________ in eine Reservezone sei zu verzichten; eventuell seien diese beiden Grundst�cke in eine Erholungszone EB umzuzonen. Die Baurekurskommission wies den Rekurs am 26. August 2010 ab.
Dagegen erhoben die Rekurrenten am 27. September 2010 Beschwerde ans Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich.
Mit Verf�gung vom 28. Februar 2011 genehmigte die Baudirektion des Kantons Z�rich die strittige Umzonung.
Am 25. August 2011 hiess das Verwaltungsgericht die Beschwerde gut. Es hob den Beschluss des Gemeinderats B�lach vom 6. April 2009 auf, soweit damit die Grundst�cke Kat.-Nrn. A.________ und B.________ von einer Erholungszone EC III in eine Reservezone umgeteilt und soweit die Grundst�cke im Gebiet Erachfeld in eine Erholungszone EB bzw. �B IV umgezont werden.
Gegen den verwaltungsgerichtlichen Entscheid hat die Gemeinde B�lach am 31. Oktober 2011 Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ans Bundesgericht erhoben. Sie beantragt, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und die vom Gemeinderat B�lach im Rahmen der Revision der Nutzungsplanung festgelegten Zonierungen im Erachfeld seien als rechtm�ssig zu erkennen. Eventuell sei die Sache an die Vorinstanz zur Neubeurteilung zur�ckzuweisen. In verfahrensm�ssiger Hinsicht beantragt sie die Gew�hrung der aufschiebenden Wirkung.
Am 27. Februar 2012 erm�chtigte der Gemeinderat der Gemeinde B�lach den Stadtrat zur Beschwerdef�hrung vor Bundesgericht.
Die Beschwerdegegner schliessen auf Abweisung der Beschwerde. Das Verwaltungsgericht beantragt, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei.
Mit Verf�gung vom 30. November 2011 wurde das Gesuch der Beschwerdef�hrerin um Gew�hrung der aufschiebenden Wirkung abgewiesen.
Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Entscheid des Z�rcher Verwaltungsgerichts, mit dem die Zonenplanung der Gemeinde B�lach teilweise aufgehoben wird. Dagegen steht grunds�tzlich die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten offen (Art. 82 lit. a, 86 Abs. 1 lit. d und 90 BGG). Die Gemeinde ist als Tr�gerin der kommunalen Nutzungsplanung durch den vorinstanzlichen Entscheid in ihren hoheitlichen Befugnissen betroffen und gest�tzt auf Art. 89 Abs. 2 lit. c BGG berechtigt, Beschwerde wegen Verletzung ihrer Autonomie zu f�hren. Im �brigen ist sie auch als Eigent�merin gewisser, im Erachfeld umzuzonender Grundst�cke vom angefochtenen Entscheid betroffen (Art. 89 Abs. 1 BGG).
Auf die rechtzeitig erhobene Beschwerde ist somit einzutreten.
Die Bundesverfassung gew�hrleistet die Gemeindeautonomie nach Massgabe des kantonalen Rechts (Art. 50 Abs. 1 BV). Art. 85 KV/ZH garantiert in allgemeiner Weise die Autonomie der z�rcherischen Gemeinden. F�r den hier interessierenden Bereich der Zonenplanung ergibt sich die Entscheidungsfreiheit der Gemeinden aus dem Z�rcher Gesetz vom 7. September 1975 �ber die Raumplanung und das �ffentliche Baurecht (Planungs- und Baugesetz; PBG). Danach sind die politischen Gemeinden grunds�tzlich zur Festsetzung kommunaler Pl�ne zust�ndig (� 2 lit. c PBG) und erlassen eine Bau- und Zonenordnung (� 45 PBG). Dabei verf�gen sie �ber eine erhebliche Entscheidungsfreiheit, auch wenn sie an die Institute, Begriffe, Mess- und Berechnungsweisen sowie an die Mindestanforderungen des kantonalen Rechts (vgl. � 45 ff. PBG) und an die Vorgaben der Richtplanung (� 16 Abs. 1 PBG) gebunden sind.
Mit der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht kann insbesondere die Verletzung von Bundesrecht sowie von kantonalen verfassungsm�ssigen Rechten ger�gt werden (Art. 95 lit. a und c BGG). Dies wird vom Bundesgericht frei gepr�ft; dagegen kann es die Anwendung von einfachem kantonalem Recht grunds�tzlich nur unter dem Blickwinkel des Willk�rverbots �berpr�fen.
Das Bundesgericht wendet das Bundesrecht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG); die Verletzung von Grundrechten wird vom Bundesgericht dagegen nur insoweit gepr�ft, als eine solche R�ge in der Beschwerde vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG). Gleiches gilt, wenn - wie im vorliegenden Fall - die Verletzung der Gemeindeautonomie durch willk�rliche Anwendung des kantonalen Rechts ger�gt wird.
Das Verwaltungsgericht hob die streitigen Umzonungen auf, weil sie im Widerspruch zur Richtplanung st�nden.
Im geltenden kantonalen Siedlungs- und Landschaftsplan sei das gesamte Gebiet Erachfeld dem Bauentwicklungsgebiet zugewiesen; dieses umfasse - im Gegensatz zum Siedlungsgebiet - Fl�chen, die voraussichtlich erst in einem sp�teren Zeitpunkt der Besiedlung dienen (� 21 PBG). Es handle sich nicht um eine Abweichung untergeordneter Natur i.S.v. Art. 16 Abs. 2 PBG. Zwar bestehe die M�glichkeit einer Durchstossung des kantonalen Richtplans, dies stelle jedoch hohe Anforderungen an die sachgerechte Interessenabw�gung, insbesondere seien die Anordnungen des Sachplans Fruchtfolgefl�chen zu beachten (Ziff. 3.2.3 lit. c des kantonalen Richtplantexts).
Gem�ss dem Revisionsentwurf zum kantonalen Richtplan (�ffentlich aufgelegt vom 21. Januar bis 15. April 2011) sei vorgesehen, das Erachfeld zur Fruchtfolgefl�che im Landwirtschaftsgebiet zu erkl�ren; dagegen habe die Stadt B�lach eine Einwendung erhoben. Der Kanton Z�rich k�nne die nach dem Sachplan Fruchtfolgefl�chen des Bundes erforderlichen Fl�chen knapp nicht mehr nachweisen. Unter diesen Umst�nden sei es �usserst ungewiss, ob auf den Einbezug des Erachfelds (mit ackerbauf�higen Fl�chen der Nutzungseignungsklassen 2-5) als Fruchtfolgefl�che verzichtet werden k�nne. Diese Frage sei bei der Interessenabw�gung zu Unrecht ausgeblendet worden.
Zudem sei das geplante Sport- und Erholungszentrum auf dem Erachfeld auch im regionalen Richtplan Unterland nicht vorgesehen. Anders als beim kantonalen Richtplan bestehe f�r die Durchstossung des regionalen Richtplans, der gerade die regionalen Bed�rfnisse kl�ren und die f�r die Erholung der Bev�lkerung notwendigen Gebiete bezeichnen solle, keine Notwendigkeit. Vielmehr sei die Eintragung des regionalen Sport- und Erholungsparks im regionalen Richtplan nach � 62 Abs. 2 PBG Voraussetzung f�r die Erteilung der Baubewilligung.
Die Gemeinde B�lach macht zun�chst geltend, die neue Zonierung stehe nicht im Widerspruch zum kantonalen Richtplan (Bauentwicklungsland) und zum geltenden regionalen Richtplan (keine speziellen Festlegungen). Dies belegten die schon bisher im Gebiet ausgewiesenen Erholungszonen resp. die Zone f�r �ffentliche Bauten und Anlagen. Die Baudirektion habe die streitige Planung auch nie wegen fehlender kantonaler oder regionaler Richtplaneintragungen beanstandet.
4.1 Das gesamte Erachfeld ist im geltenden kantonalen Richtplan dem Bauentwicklungsgebiet zugeteilt, das nicht zum Siedlungsgebiet z�hlt, sondern - im Sinne eines Reservegebiets - erst zu einem sp�teren Zeitpunkt der Besiedlung dienen soll (� 21 PBG). Die streitige Umzonung betrifft eine Zone f�r �ffentliche Bauten (d.h. eine Bauzone), die r�umlich verlegt werden soll, und eine Erholungszone f�r Sport- und Freizeitanlagen. Letztere wurde von den Vorinstanzen als "weitere Nutzungszone" (Spezialbauzone) i.S.v. Art. 18 RPG qualifiziert, die - da sie ebenfalls die Errichtung bestimmter Bauten und Anlagen erlaube - grunds�tzlich im Siedlungsgebiet auszuscheiden sei (vgl. E. 4.1 des angefochtenen Entscheids). Insofern gingen alle Vorinstanzen (einschliesslich der Baudirektion) davon aus, dass die geplante Umzonung im Widerspruch zum kantonalen Richtplaneintrag stehe und deshalb nur genehmigt werden k�nne, wenn die Voraussetzungen f�r eine Durchstossung des kantonalen Richtplans gem�ss Ziff. 3.2.3 lit. c des kantonalen Richtplantexts erf�llt seien.
Zwar trifft es zu, dass bereits in der Vergangenheit eine Zone f�r �ffentliche Bauten und eine Erholungszone im streitigen Gebiet ausgeschieden und genehmigt worden sind. Dies bedeutet jedoch nicht, dass diese Zonen als richtplankonform erachtet wurden, sondern lediglich, dass damals die Voraussetzungen f�r eine Durchstossung des Richtplans bejaht worden sind (vgl. E. 4.2.4 des angefochtenen Entscheids).
Insofern durfte das Verwaltungsgericht willk�rfrei von einem Widerspruch der Nutzungsplanrevision zum kantonalen Richtplan ausgehen.
4.2 Der regionale Richtplan Unterland �bernimmt die Festlegung des kantonalen Richtplans (Bauentwicklungsland) und enth�lt dar�ber hinaus keine besonderen Eintragungen. Hier stellt sich deshalb in erster Linie die Frage, ob ein besonderer regionaler Richtplaneintrag erforderlich ist. Dies ist im Folgenden (unten E. 6) zu pr�fen.
Die Beschwerdef�hrerin r�gt weiter, dem kantonalen Richtplanentwurf komme keine Vorwirkung zu, d.h. er k�nne einer richtplankonformen Nutzungsplanung nicht entgegengehalten werden. Aktuell sei das Gebiet nicht als Fruchtfolgefl�che bezeichnet, weshalb der Sachplan Fruchtfolgefl�chen dem Projekt nicht entgegenstehe.
Im �brigen seien auf dem Erachfeld nicht nur Sportanlagen, sondern auch ein Erholungspark vorgesehen. Diese Fl�chen blieben weitgehend f�r die Fruchtfolge erhalten. Selbst wenn allenfalls durch Sportpl�tze beanspruchte (k�nftige) Fruchtfolgefl�chen kompensiert werden m�ssten, gen�ge es, wenn die Kompensationsm�glichkeiten im Quartierplanverfahren aufgezeigt w�rden (so die Baudirektion im Vorpr�fungsbericht zur Anpassung des regionalen Richtplans vom 20. Februar 2012). Gem�ss Ziff. 4.3 des Merkblatts des Amts f�r Landschaft und Natur und des ARE vom 12. Januar 2011 (Ressource Boden und Sachplan Fruchtfolgefl�chen, Umsetzung in den Gemeinden) erfolge die Kompensation sogar erst im Baubewilligungsverfahren.
In diesem Zusammenhang r�gt die Beschwerdef�hrerin eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs, weil das Verwaltungsgericht ihr keine Gelegenheit geboten habe, zur Kompensationsfrage Stellung zu nehmen.
5.1 Die im Revisionsentwurf des kantonalen Richtplans vorgesehene Bezeichnung des Erachfelds als Fruchtfolgefl�che und das �ffentliche Interesse an der Erhaltung gen�gender Fl�chen geeigneten Kulturlandes f�r die Landwirtschaft (Art. 3 Abs. 2 lit. a RPG) wurden von den Grundeigent�mern in ihrer Beschwerde an das Verwaltungsgericht thematisiert (vgl. insbes. Ziff. 22). Diese verwiesen ausdr�cklich auf das Urteil des Bundesgerichts 1A.19/2007 vom 2. April 2008, wo (f�r die Zuweisung von Fruchtfolgefl�chen in eine Erholungszone Golf) verlangt wurde, dass bereits im Nutzungsplanverfahren eine umfassende Interessenabw�gung vorgenommen werde, welche auch die Pr�fung von Kompensationsm�glichkeiten umfasse (E. 5.2). Insofern hatte die Gemeinde Anlass, sich zu dieser Frage zu �ussern, und tat dies auch in ihrer Beschwerdeantwort vom 28. April 2011 (S. 6 ff.). Eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs ist deshalb nicht ersichtlich.
5.2 Materiell verkennt die Beschwerdef�hrerin, dass es sich gerade nicht um eine richtplankonforme Nutzungsplanung, sondern um eine Durchstossung des kantonalen Richtplans handelt (vgl. oben E. 4.1).
5.2.1 Gem�ss Ziff. 3.2.3 lit. c des kantonalen Richtplantexts kann "mit der nachgeordneten Richt- und Nutzungsplanung [...] das Landwirtschaftsgebiet zur Wahrnehmung der Aufgaben des jeweiligen Planungstr�gers durch Ausscheidung von Erholungsgebieten bzw. in der Nutzungsplanung durch Festsetzung von Freihaltezonen, Erholungszonen, Gestaltungspl�nen oder Zonen f�r �ffentliche Bauten und Anlagen 'durchstossen' werden. Im Rahmen der Genehmigung solcher Planungsmassnahmen sind jedoch hohe Anforderungen an die sachgerechte Interessenabw�gung zu stellen. Insbesondere ist darzulegen, weshalb die betreffenden Nutzungen nicht zweckm�ssig innerhalb des Siedlungsgebiets untergebracht werden k�nnen, und es sind die Anordnungen des Sachplans Fruchtfolgefl�chen zu ber�cksichtigen." Diese Bestimmung wurde von allen Vorinstanzen analog auf das Bauentwicklungsgebiet angewendet, was von der Beschwerdef�hrerin nicht beanstandet wird.
5.2.2 Auch aus bundesrechtlicher Sicht ist eine "Durchstossung" des kantonalen Richtplans nur zul�ssig, sofern die Planung nicht zur Umgehung von Art. 24 RPG, insbesondere durch Schaffung einer isolierten Kleinbauzone, f�hrt und auf einer sachgerechten, die raumplanerischen Ziele und Grunds�tze ber�cksichtigenden, umfassenden Interessenabw�gung beruht (vgl. BGE 124 II 391 E. 3a und b S. 395; Urteil 1C_153/2007 vom 6. Dezember 2007 E. 3.1; je mit Hinweisen). Voraussetzung ist ferner, dass es sich nicht um ein Vorhaben handelt, das aufgrund seiner bedeutenden Auswirkungen auf die r�umliche Ordnung einer spezifischen Festsetzung im kantonalen Richtplan bedarf (vgl. BGE 137 II 254 E. 3 und 4 S. 257 ff.).
5.2.3 Im Rahmen der gebotenen umfassenden Interessenabw�gung k�nnen und m�ssen auch Planungsintentionen des Kantons ber�cksichtigt werden (soweit sie gen�gend konkretisiert sind). Insofern durfte das Verwaltungsgericht die im Revisionsentwurf des kantonalen Richtplans vorgesehene Zuweisung des Gebiets als Fruchtfolgefl�che in der Landwirtschaftszone als der fraglichen Zonierung entgegenstehendes �ffentliches Interesse ber�cksichtigen.
Ziff. 3.2.3 lit. c des kantonalen Richtplantexts erw�hnt ausdr�cklich die "Anordnungen des Sachplans Fruchtfolgefl�chen". Damit wird auf die Art. 26 ff. der Raumplanungsverordnung vom 28. Juni 2000 (RPV; SR 700.1) und den vom Bund im Sachplan Fruchtfolgefl�chen vom 8. April 1992 (BBl 1992 II 1649) festgelegten Mindestumfang an Fruchtfolgefl�che pro Kanton verwiesen. Art. 30 RPV verpflichtet die Kantone, daf�r zu sorgen, dass die Fruchtfolgefl�chen den Landwirtschaftszonen zugeteilt werden (Abs. 1), und sicherzustellen, dass ihr Anteil am Mindestumfang der Fruchtfolgefl�chen dauernd erhalten bleibt (Abs. 2). Dieser betr�gt f�r den Kanton Z�rich mindestens 44'400 ha. Wie das Verwaltungsgericht dargelegt hat (E. 4.2.5), kann der Kanton Z�rich heute die erforderliche Fruchtfolgefl�che knapp nicht mehr nachweisen, weshalb fraglich erscheint, ob auf die im Richtplanentwurf vorgesehenen zus�tzlichen Fruchtfolgefl�chen im Bauentwicklungsgebiet verzichtet werden kann.
5.3 Im bereits zitierten Urteil 1A.19/2007 E. 5.2 und 5.3 wurde festgehalten, dass die f�r die Umzonung von Fruchtfolgefl�chen n�tige umfassende Interessenabw�gung grunds�tzlich im Nutzungsplanverfahren erfolgen muss und nicht auf das nachfolgende Gestaltungsplanverfahren verschoben werden darf (vgl. auch BGE 134 II 217 E. 3 und 4 S. 219 ff.). Gleiches muss gelten, wenn in Durchstossung des kantonalen Richtplans eine Erholungszone f�r Sportanlagen auf Kulturland festgesetzt werden soll, das sich besonders gut als Fruchtfolgefl�che eignet und im Richtplanentwurf als solches bezeichnet werden soll.
5.3.1 Im Gestaltungsplan werden die Gestaltung der Freir�ume, die Strukturierung des Gebiets durch vegetative Massnahmen, die Lage und Masse der Geb�ude, der Trib�nen und der Sportfelder sowie die Erschliessung, die Parkierung und die Wegf�hrung festgelegt (Art. 12.12 Abs. 3 BZO B�lach vom 6. April 2009). Dieses Verfahren eignet sich daher f�r die Frage, in welchem Ausmass und an welcher Stelle Fruchtfolgefl�chen durch Bauten und Sportanlagen in Anspruch genommen werden sollen und kompensiert werden m�ssen, nicht dagegen f�r die Grundsatzfrage, ob �berhaupt an dieser Stelle landwirtschaftliches Kulturland f�r einen Sport- und Erholungspark in Anspruch genommen werden soll und ob es gen�gende geeignete Kompensationsfl�chen in der Umgebung gibt.
5.3.2 Nichts anderes ergibt sich �brigens aus dem von der Gemeinde zitierten Merkblatt: Dieses verweist (in Ziff. 4.3) f�r die Schaffung von Erholungs- und Freihaltezonen ausserhalb des Siedlungsgebiets auf die Notwendigkeit der Berichterstattung gem�ss Art. 47 RPV nach Ziff. 4.2. Dort wird ausgef�hrt, dass f�r Einzonungen, welche als Durchstossung des Landwirtschaftsgebiets zu werten sind, eine Berichterstattung auch (sofern relevant) zur Kompensation von Fruchtfolgefl�chen erfolgen m�sse (Fl�chen, Ausgangs- und Zielzustand der B�den, Massnahmen). Diese Pr�fung der Kompensationsm�glichkeit erfolgt somit bereits auf Stufe Nutzungsplanung, w�hrend die eigentliche Kompensation (i.d.R. durch die Aufwertung von anthropogen ver�nderten B�den, vgl. Merkblatt Ziff. 3.2) im Baubewilligungsverfahren erfolgt (Merkblatt Ziff. 4.3).
Fraglich ist daher nur, ob das Verwaltungsgericht die Zonenplanung aufgrund der fehlenden Ber�cksichtigung der Fruchtfolgeproblematik aufheben durfte, oder ob es eine andere, die Gemeinde schonendere L�sung h�tte w�hlen m�ssen, z.B. die Sistierung des Verfahrens bis zur Festsetzung des revidierten kantonalen Richtplans. Es entschied sich f�r die Aufhebung, weil auch die notwendige Anpassung der regionalen Richtplanung noch nicht erfolgt sei.
6.1 Die Beschwerdef�hrerin macht dagegen geltend, das Projekt Sportpark Erachfeld sei zusammen mit den vier umliegenden Gemeinden erarbeitet worden; die Baudirektion und die Planungsgruppe Z�rcher Unterland seien fr�hzeitig einbezogen worden. Insofern sei die mit der regionalen Richtplanung angestrebte materielle Koordination erfolgt. Die formelle Anpassung des regionalen Richtplans sei unbestritten und lediglich Formsache. Unter diesen Umst�nden habe die Gemeinde in guten Treuen den Antrag auf �nderung des regionalen Richtplans bis zur Rechtskraft der kommunalen Nutzungsplanung hinausschieben d�rfen. Es sei �berspitzt formalistisch, die Zonen�nderung einzig wegen des noch nicht erfolgten regionalen Richtplaneintrags aufzuheben.
Auch diesbez�glich r�gt die Beschwerdef�hrerin eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs, weil der Entscheid des Verwaltungsgerichts f�r sie �berraschend gekommen sei und ihr deshalb nochmals Gelegenheit zur Stellungnahme zur regionalen Richtplanung h�tte einger�umt werden m�ssen.
Mit Schreiben vom 8. Mai 2012 teilt die Gemeinde mit, dass die Delegiertenversammlung der Planungsgruppe Z�rcher Unterland (PZU) am 29. M�rz 2012 der Aufnahme des Erachfelds als allgemeines Erholungsgebiet in den regionalen Richtplan zugestimmt habe.
6.2 Die Beschwerdegegner halten dagegen ein stufengerechtes Vorgehen f�r geboten, d.h. der regionale Richtplan m�sse vor der Revision der Nutzungsplanung ge�ndert werden. Sie berufen sich auf � 16 Abs. 1 PBG, wonach Planungen unterer Stufen denjenigen der oberen Stufe und Nutzungsplanungen jeglicher Art der Richtplanung zu entsprechen haben. Zudem verlange � 62 Abs. 2 PBG f�r Bauten und Anlagen in einer Erholungszone ausdr�cklich eine Grundlage im Richtplan.
Die von der Gemeinde B�lach beantragte Festsetzung einer Erholungszone im regionalen Richtplan sei nicht bewilligungsf�hig, weil sie dem kantonalen Richtplan widerspreche, und zwar sowohl in seiner aktuellen Fassung (Bauentwicklungsgebiet) als auch im Revisionsentwurf (Fruchtfolgefl�che im Landwirtschaftsgebiet).
Die Beschwerdegegner vertreten die Auffassung, dass f�r die Beurteilung der Zeitpunkt des Beschlusses der streitigen Umzonungen am 6. April 2009 massgeblich sei. Im �brigen fehle bis heute ein Eintrag im regionalen Richtplan: dieser werde vom Regierungsrat fr�hestens im Herbst 2012 festgelegt.
6.3 Zur R�ge der Verletzung des rechtlichen Geh�rs kann auf das oben (E. 5.1) Gesagte verwiesen werden: Die notwendige Anpassung des regionalen Richtplans wurde sowohl in der Beschwerdeschrift vor Verwaltungsgericht (Rz. 32 und 34) als auch in der Replik der Gemeinde (S. 6) thematisiert.
6.4 Beim geplanten Sport- und Erholungspark handelt es sich um ein grosses Projekt von regionaler Bedeutung; dies spricht f�r die Notwendigkeit einer Festsetzung zumindest im regionalen Richtplan (vgl. BGE 137 II 254 E. 3.2 S. 257 ff. mit Hinweisen zur erforderlichen Planungsstufe). Hinzu kommt, dass gem�ss � 62 Abs. 2 PBG in der Erholungszone nur die den Vorgaben der Richtplanung entsprechenden Bauten und Anlagen zul�ssig sind. Die Notwendigkeit eines regionalen Richtplaneintrags wird denn auch von der Gemeinde nicht substanziiert bestritten; streitig ist vielmehr der Zeitpunkt der Festsetzung, vor oder nach der Nutzungsplan�nderung.
Grunds�tzlich gebietet es die Stufenordnung der Planung (vgl. Art. 2 Abs. 1 und 9 Abs. 1 RPG; � 16 PBG), den regionalen Richtplan vor oder zumindest zeitgleich zur kommunalen Nutzungsplanung zu �ndern. Ausnahmsweise wird auch eine nachtr�gliche �nderung oder Erg�nzung des Richtplans zugelassen, wenn es um Abweichungen von untergeordneter Bedeutung geht oder es nach den Umst�nden unzumutbar erscheint, vorher den Richtplan f�rmlich abzu�ndern (vgl. THOMAS WIDMER DREIFUSS, Planung und Realisierung von Sportanlagen, Diss. Z�rich 2002, S. 117 f.). Zudem kann es �berspitzt formalistisch sein und die Gemeindeautonomie verletzen, eine kommunale Planung aufzuheben, wenn in K�rze mit einer Anpassung des regionalen Richtplans zu rechnen ist. Diese Situation liegt jedoch hier nicht vor:
6.4.1 Zum Zeitpunkt des verwaltungsgerichtlichen Entscheids (am 25. August 2011) hatte der Stadtrat B�lach noch keinen Antrag auf Anpassung des regionalen Richtplans gestellt (dieser erfolgte am 21. September 2011); erst recht lag noch keine Beurteilung der Planungsgruppe Unterland und der Baudirektion zu diesem Antrag vor. Die Vereinbarkeit des Vorhabens mit der vorgesehenen Revision des kantonalen Richtplans erschien zudem fraglich: Die Gemeinde ging in ihrer Replik vor Verwaltungsgericht selbst davon aus, dass der Sport- und Erholungspark Erachfeld mit gr�sster Wahrscheinlichkeit nicht realisiert werden k�nnte, wenn die Bezeichnung als Fruchtfolgefl�che vom Kantonsrat festgesetzt werden sollte. In dieser Situation war es weder �berspitzt formalistisch noch willk�rlich, die beantragten Umzonungen mangels regionalen Richtplaneintrags aufzuheben.
6.4.2 Auch zum heutigen Zeitpunkt ist der regionale Richtplan noch nicht angepasst; zust�ndig hierf�r ist gem�ss � 32 Abs. 2 PBG der Regierungsrat. Ob dieser die beantragte allgemeine Erholungszone im Erachfeld genehmigen wird, erscheint (trotz des positiven Vorpr�fungsberichts der Baudirektion) fraglich: Am 17. Juni 2012 haben die Stimmb�rger die kantonale Volksinitiative zum Erhalt der landwirtschaftlich und �kologisch wertvollen Fl�chen (Kulturlandinitiative) angenommen. Diese verpflichtet den Kanton daf�r zu sorgen, dass die wertvollen Landwirtschaftsfl�chen und Fl�chen von besonderer �kologischer Bedeutung wirksam gesch�tzt werden und in ihrem Bestand und ihrer Qualit�t erhalten bleiben. Als wertvolle Landwirtschaftsfl�chen gelten die Fl�chen der Nutzungseignungsklassen 1 bis 6, mit Ausnahme der zum Zeitpunkt der Annahme der Initiative rechtskr�ftig der Bauzone zugewiesenen Fl�chen.
Unter diesen Umst�nden ist es nicht �berspitzt formalistisch, vorg�ngig zur Nutzungsplanung eine Anpassung des regionalen Richtplans zu verlangen.
6.5 Die Gemeinde kann sich auch nicht auf Vertrauensschutz berufen: Einerseits musste sie die in � 16 PBG verankerte Stufenfolge der Planung kennen und verzichtete damit auf eigenes Risiko auf eine vorherige Verankerung ihres Planungsvorhabens im regionalen Richtplan; zum anderen stehen die schutzw�rdigen Interessen der Beschwerdegegner (als Grundeigent�mer im Erachfeld) der Anerkennung von Vertrauensschutz entgegen.
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Kosten zu erheben (Art. 66 Abs. 4 BGG). Dagegen haben die Beschwerdegegner Anspruch auf eine Parteientsch�digung (Art. 68 BGG).
Die Einwohnergemeinde B�lach hat die Beschwerdegegner f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 3'000.-- zu entsch�digen.