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Timestamp: 2018-07-22 15:27:32
Document Index: 338606134

Matched Legal Cases: ['Art. 1', 'Art. 2', 'Art. 3', 'Art. 4', 'Art. 5', 'Art. 6', 'Art. 7', 'Art. 8', 'Art. 9', 'Art. 11', 'Art. 12', 'Art. 22', 'Art. 1', 'Art. 14', 'Art. 15']

Ausführungsverordnung zum Bundesbeschluss über die Förderung der gewerblichen Bürgschaftsgenossenschaften - PDF
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1 Ausführungsverordnung zum Bundesbeschluss über die Förderung der gewerblichen Bürgschaftsgenossenschaften vom 9. Dezember 1949 (Stand am 1. Februar 2000) Der Schweizerische Bundesrat, gestützt auf den Bundesbeschluss vom 22. Juni über die Förderung der gewerblichen Bürgschaftsgenossenschaften (im folgenden Bundesbeschluss genannt), beschliesst: I. Tätigkeit der Genossenschaften Art. 1 Im allgemeinen 1 Die Tätigkeit der beitragsberechtigten gewerblichen Bürgschaftsgenossenschaften (im folgenden Genossenschaften genannt) kann bestehen: a. in der Verbürgung von Darlehen und Krediten zugunsten von Angehörigen des Gewerbes, mit Einschluss des Detailhandels, zur Eröffnung und Übernahme sowie zur Erhaltung und Erweiterung von Betrieben; b. in der Mitwirkung bei der Sanierung und Liquidation von Betrieben des Gewerbes, mit Einschluss des Detailhandels. 2 Die Verbürgung von Darlehen und Krediten soll in der Regel mit allgemeiner geschäftlicher Beratung sowie mit der Einrichtung und Führung der Buchhaltung und mit der Übernahme von Treuhandarbeiten verbunden werden. 3 Die Genossenschaften dürfen selber keine Darlehen und Kredite gewähren. Art. 2 Geschäfte auf eigenes Risiko 1 Die Genossenschaften dürfen andere Geschäfte als die in Artikel 1 genannten, wie Baugarantien und Kautionen, nur auf eigenes Risiko und nur insoweit betreiben, als dadurch die Tätigkeit gemäss Artikel 1 nicht beeinträchtigt wird. 2 Für die in Absatz 1 genannten Geschäfte ist eine besondere Betriebsrechnung zu führen oder in der allgemeinen Betriebsrechnung eine angemessene Vergütung einzusetzen. Überschüsse aus solchen Geschäften sollen der Tätigkeit gemäss Artikel 1 dienstbar gemacht werden. AS 1949 II SR
2 Kredit Art. 3 Voraussetzungen für die Bewilligung von Gesuchen 1 Gesuche um Verbürgung oder Mitwirkung bei Sanierungen und Liquidationen gemäss Artikel 1 sollen nur bewilligt werden, wenn a. der Gesuchsteller in persönlicher und beruflicher Hinsicht der Hilfe würdig ist; b. im Fall der Verbürgung und Sanierung der Betrieb des Gesuchstellers lebensfähig ist; c. im Fall der Verbürgung die Rückzahlung des Darlehens oder des Kredites nicht als gefährdet erscheint. 2 Im Fall der Verbürgung ist der Gesuchsteller wenn möglich zur Bestellung Von Sicherheiten anzuhalten. Art. 4 2 Verpflichtung des Bundes 1 Der Bund übernimmt allfällige Bürgschaftsverluste bis höchstens Franken bei gewöhnlichen Bürgschaften und bis Franken bei Bürgschaften mit erhöhtem Risiko. Er kann diese Beträge für allfällige Zinsen und Kosten um höchstens 20 Prozent erhöhen. 2 Die Genossenschaften sind bestrebt, in jedem Falle vom Schuldner soweit als möglich Sicherheiten zu erhalten. 3 Für ein und denselben Bürgschaftsnehmer dürfen nur ausnahmsweise gleichzeitig mehrere Bürgschaften eingegangen werden. Auch in diesem Fall gelten die Bestimmungen der Absätze 1 und 2. Art. 5 Amortisation Die verbürgten Darlehen und Kredite sind so rasch als möglich, längstens aber binnen 10 Jahren und im Fall der Stellung von Sicherheiten längstens binnen 15 Jahren, zu amortisieren. Art. 6 Beaufsichtigung der Bürgschaftsnehmer Die Genossenschaften haben die Bürgschaftsnehmer während der ganzen Dauer der Bürgschaft in geeigneter Weise zu beaufsichtigen, insbesondere die Buchhaltung und Betriebsführung periodisch zu prüfen oder prüfen zu lassen, und die notwendigen Vorkehren zu treffen, die im Interesse des Bürgschaftsnehmers liegen und zur Vermeidung von Verlusten notwendig sind. Art. 7 Bürgschaften mit erhöhtem Risiko Bürgschaften mit erhöhtem Risiko gemäss Artikel 3 Absatz 1 Buchstabe b des Bundesbeschlusses dürfen nur eingegangen werden unter Beachtung der vom Eidgenös- 2 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 11. Nov. 1998, in Kraft seit 1. Jan (AS ). 2
3 Förderung der gewerblichen Bürgschaftsgenossenschaften AusfV sischen Volkswirtschaftsdepartement (im folgenden Departement genannt) zu erlassenden besondern Vorschriften. II. Beitragsleistung Art. 8 Verwaltungskostenbeitrag 1 Der Verwaltungskostenbeitrag gemäss Artikel 2 Absatz 1 des Bundesbeschlusses beträgt, unter Vorbehalt von Absatz 2, 50 Prozent der anrechenbaren Verwaltungskosten, soweit diese nicht durch die ordentlichen Einnahmen gedeckt werden. Er beträgt jedoch höchstens a. für die dem Schweizerischen Verband der gewerblichen Bürgschaftsgenossenschaften (im folgenden Verband genannt) angehörenden Genossenschaften Franken im Jahr; b. für die Bürgschaftsgenossenschaft der Schweizer Frauen (SAFFA) Franken im Jahr. 3 2 Der prozentuale Anteil des Verwaltungskostenbeitrags am Bürgschaftsbestand der einzelnen Genossenschaft darf das Doppelte des prozentualen Anteils der Summe der Verwaltungskostenbeiträge am gesamten Bürgschaftsbestand aller Genossenschaften nicht übersteigen. Art. 9 Anrechenbare Verwaltungskosten und ordentliche Einnahmen 1 Die anrechenbaren Verwaltungskosten und die ordentlichen Einnahmen werden durch einen vom Departement zu genehmigenden Kontenplan festgelegt. 2 Als anrechenbare Verwaltungskosten gelten insbesondere: a. die Betriebskosten der Genossenschaft; b. diejenigen Kosten für Buchhaltungs- und Treuhandarbeiten im Interesse der Bürgschaftsnehmer und für die Mitwirkung bei Sanierungen und Liquidationen, die dem Gesuchsteller wegen finanziell bedrängter Lage erlassen werden müssen; c. ein vom Departement festzusetzender Teil der Mitgliederbeiträge der Genossenschaften an den Verband. 3 Nicht als anrechenbare Verwaltungskosten gelten insbesondere: a. allfällige Steuern; b. die Kosten für die eingebende Prüfung solcher Gesuche, die schon nach vorläufiger Prüfung als unbegründet abgewiesen werden müssten. 4 Als ordentliche Einnahmen gelten insbesondere: a. Gebühren für die Prüfung der Gesuche; 3 Fassung gemäss Ziff. I des BRB vom 14. Febr. 1968, in Kraft seit 1. Jan (AS ). 3
4 Kredit b. Provisionen auf den übernommenen Bürgschaften; c. Vergütungen für Buchhaltungs- und Treuhandarbeiten; d. allfällige Vergütungen aus Geschäften auf eigenes Risiko gemäss Artikel 2. Art Teilweise Übernahme von Bürgschaftsverlusten Die teilweise Übernahme von allfälligen Bürgschaftsverlusten gemäss Artikel 3 des Bundesbeschlusses beträgt: a. bei gewöhnlichen Bürgschaften 50 Prozent des eingetretenen Verlustes; b. bei Bürgschaften mit erhöhtem Risiko 60 Prozent des eingetretenen Verlustes. Art. 11 Festsetzung und Auszahlung der Beiträge 1 Die Bundesbeiträge an die einzelnen Genossenschaften werden auf Grund des Bundesbeschlusses und dieser Verordnung vom Staatssekretariat für Wirtschaft (seco) 5 jährlich festgesetzt. 2 Der Verband zahlt den ihm angeschlossenen Genossenschaften die Beiträge aus und besorgt die Abrechnung. Art. 12 Kantonale Beiträge 1 Zur Erlangung der kantonalen Beiträge gemäss Artikel 2 Absatz 2 des Bundesbeschlusses wenden sich die Genossenschaften direkt an die Kantone. 2 Erstreckt sich die Tätigkeit einer Genossenschaft auf das Gebiet mehrerer Kantone, so werden die auf die einzelnen Kantone entfallenden Beiträge zur Hälfte nach der Zahl der eingegangenen Gesuche und zur Hälfte nach dem Betrag der verbürgten Darlehen in den einzelnen Kantonen bemessen. III. Aufsicht Art Die Genossenschaften unterstehen der Aufsicht und Kontrolle des Departementes, das damit den Verband beauftragen kann. 2 Die Statuten und Reglemente des Verbandes und der Bürgschaftsgenossenschaft SAFFA (Bürgschaftsgenossenschaft der Schweizer Frauen) bedürfen der Genehmigung durch das Departement. Sie werden nur genehmigt, wenn sie dem Bundesbeschluss und dieser Verordnung entsprechen. 4 Fassung gemäss Ziff. I des BRB vom 14. Febr. 1968, in Kraft seit 1. Jan (AS ). 5 Ausdruck gemäss Art. 22 Abs. 1 Ziff. 28 der V vom 17. Nov. 1999, in Kraft seit 1. Juli 1999 (AS ). Diese Änd. ist im gesamten Erlass berücksichtigt. 4
5 Förderung der gewerblichen Bürgschaftsgenossenschaften AusfV Bestehen Zweifel über den persönlichen und sachlichen Geltungsbereich (Art. 1 Abs. 1), so entscheidet das seco. IV. Schlussbestimmungen Art. 14 Vollzug und weitere Vorschriften 1 Das Departement ist mit dem Vollzug beauftragt. 2 Es ist ermächtigt, weitere Vorschriften zu erlassen und die Ausrichtung der Bundesbeiträge von der Befolgung dieser Vorschriften abhängig zu machen. 3 An die Stelle der Vorschriften des Departementes können reglementarische Bestimmungen des Verbandes treten. 4 Das Departement kann die ihm zustehenden Befugnisse auf das seco übertragen. Art. 15 Inkrafttreten und Aufhebung von Vorschriften 1 Der Bundesbeschluss vom 22. Juni über die Förderung der gewerblichen Bürgschaftsgenossenschaften und diese Verordnung treten am 1. Januar 1950 in Kraft. 2 Auf den gleichen Zeitpunkt werden der Bundesratsbeschluss vom 13. September über die Gewerbehilfe durch die gewerblichen Bürgschaftsgenossenschaften und die gestützt darauf erlassenen Ausführungsvorschriften aufgehoben. 3 Die während der Gültigkeitsdauer der bisherigen Vorschriften eingetretenen Tatsachen werden nach diesen Bestimmungen beurteilt. 4 Das Departement kann das Inkrafttreten einzelner Bestimmungen für Genossenschaften, an die schon bisher Beiträge ausgerichtet wurden, hinausschieben, sofern dies zur Anpassung der Statuten und Reglemente an die neuen Vorschriften notwendig ist oder sofern andere Voraussetzungen für die Ausrichtung der Beiträge beim Inkrafttreten des Bundesbeschlusses und dieser Verordnung noch nicht erfüllt sind. 6 SR [AS , ] 5
Verordnung über land- und forstwirtschaftliche Investitions- und Betriebshilfen Vom 14. März 2001 (Stand 1. Januar 2009) Der Regierungsrat des Kantons Aargau, gestützt auf die 35b Abs. 2 und 47 des Gesetzes