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Timestamp: 2016-10-27 05:03:50
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Matched Legal Cases: ['Art. 11', 'Art. 66', 'Art. 73', 'Art. 73', 'Art. 11', 'Art. 73', 'Art. 11', 'Art. 73', 'Art. 107', 'Art. 1', 'Art. 11', 'Art. 66', 'Art. 57', 'Art. 6', 'Art 12', 'Art. 82', 'Art. 73', 'Art. 11', 'Art. 12', 'Art. 49', 'Art. 102', 'Art. 102', 'Art. 102', 'Art. 4', 'Art. 12', 'Art. 27', 'Art. 31', 'Art. 3', 'Art. 4', 'Art. 11', 'Art. 105', 'Art. 1', 'Art. 105', 'Art. 5', 'Art. 33', 'BGE', 'Art. 5', 'Art. 5', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 19', 'Art. 19', 'Art. 38', 'Art. 15', 'Art. 148', 'Art. 21', 'BGE', 'Art. 65']

2C_836/2009 (15.05.2012)
2C_836/2009
Urteil vom 15. Mai 2012
X.________ AG, handelnd durch
Steuerverwaltung des F�rstentums Liechtenstein, Lettstrasse 37, 9490 Vaduz, F�rstentum Liechtenstein.
Steuerbare Entgelte, Vorsteuern und Streichung aus dem Mehrwertsteuerregister,
Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichtshofs des F�rstentums Liechtenstein
Die X.________ AG mit Sitz in Vaduz, F�rstentum Liechtenstein, bezweckt gem�ss dem Eintrag in das �ffentlichkeitsregister vom 22. April 2001 "den Erwerb und Betrieb eines Hubschraubers, Handels-, Finanz- und Rechtsgesch�fte aller Art, Beteiligung an anderen Unternehmungen sowie Ankauf und Verkauf von Mobilien und Immobilien". Wirtschaftlich Berechtigter ist A.________. Die Gesellschaft ist mit Wirkung ab 1. Januar 2002 im Register der Mehrwertsteuerpflichtigen bei der Steuerverwaltung des F�rstentums Liechtenstein eingetragen.
Im Dezember 2001 erwarb die Gesellschaft einen Helikopter der Marke und des Typs Agusta A 109E, wobei die Finanzierung durch A.________ erfolgte und die Verbindlichkeiten in der Buchhaltung der Gesellschaft als Kreditor Aktion�r bilanziert wurden. Am 13. Oktober 2001 schloss die Gesellschaft mit der O.________ AG eine Vereinbarung �ber die Betriebsf�hrung des Helikopters ab. Dieser wurde zumindest anf�nglich �berwiegend f�r A.________ verwendet.
In den Jahren 2002 bis 2004 deklarierte die Gesellschaft Umsatzsteuern und Vorsteuerabz�ge dergestalt, dass sich ein Steuerguthaben von insgesamt Fr. 447'735.-- ergab, wobei davon Fr. 469'484.-- (betreffend 2002) von der Steuerverwaltung ausbezahlt wurden.
Mit Verf�gung vom 16. November 2005 setzte die Steuerverwaltung des F�rstentums Liechtenstein die Vorsteuern f�r die Steuerperioden 1. Quartal 2002 bis 4. Quartal 2005 auf je Fr. 0 fest, stellte fest, dass das Konto der X.________ AG per 16. November 2005 einen Saldo von Fr. 492'394.65 zu Gunsten der Steuerverwaltung ausweise und l�schte die X.________ AG mit Wirkung ab 1. Januar 2002 im MWST-Register.
Zur Begr�ndung f�hrte die Steuerverwaltung im Wesentlichen aus, es liege eine Steuerumgehung vor, zumal die Gesellschaft sich praktisch auf eine Buchungsstelle, ohne eigenes Personal, beschr�nke. Es w�rden darin einzig die eingehenden Rechnungen verbucht und bezahlt. Weitere Aufgaben erf�lle die Gesellschaft nicht. Wirtschaftlich best�nde kein Unterschied, mit Ausnahme eines etwaigen Haftungsrisikos, wenn der Helikopter in Form einer Einzelfirma gef�hrt w�rde, da s�mtliche Finanzierungen der Aufwendungen von A.________ get�tigt w�rden.
Die von der X.________ AG gegen diese Verf�gung erhobene Einsprache wurde von der Steuerverwaltung des F�rstentums Liechtenstein am 13. April 2006 abgewiesen. Die dagegen erhobene Beschwerde wies die Landessteuerkommission des F�rstentums Liechtenstein am 10. Juni 2008 ab.
Gegen den Entscheid der Landessteuerkommission gelangten die X.________ AG mit Beschwerde an den Verwaltungsgerichtshof des F�rstentums Liechtenstein. Dieser wies mit Urteil vom 12. November 2009 die Beschwerde ab. Aus den Erw�gungen ist hervorzuheben:
Der gr�sste Teil der von der Beschwerdef�hrerin erbrachten Bef�rderungsleistungen entfielen auf grenz�berschreitende Fl�ge, die von der Steuer befreit seien, aber dennoch zum Vorsteuerabzug berechtigten. Gegen diese Rechtsfolge sei nichts einzuwenden, sofern die Ausgangsleistungen (d.h. die Bef�rderungen), einem gesch�ftlich begr�ndeten Zweck dienten. Hingegen berechtigten die Bef�rderungsleistungen nicht zum Vorsteuerabzug, wenn sie einer privaten Verwendung dienen, insbesondere zu einer dem Alleinaktion�r direkt zuzurechnenden Leistung Anlass geben. Im vorliegenden Fall diene die Beschwerdef�hrerin in erster Linie den privaten Interessen des Alleinaktion�rs. Das f�hre zu einer K�rzung des Vorsteuerabzugs. Dass die Gesellschaft in einem beschr�nkten Umfang auch Drittums�tze ausgef�hrt habe, sei unerheblich, da diese an der pim�ren Verwendung der Gesellschaft zugunsten des Aktion�rs nichts �ndere.
Ferner pr�fte der Verwaltungsgerichtshof den Fall im Lichte der j�ngeren Rechtsprechung des schweizerischen Bundesgerichts, wonach steuerbare Ums�tze einen echten Leistungsaustausch voraussetzen. Im Falle der Vermietung oder Vercharterung eines Flugzeugs liege ein Leistungsaustausch und damit ein steuerbarer Umsatz nur vor, wenn das Flugzeug durch unabh�ngige Dritte genutzt werde. Soweit daher die Vermietung oder Vercharterung an eine der Unternehmung nahe stehende oder an dieser wirtschaftlich berechtigte Person erfolge, l�gen keine unternehmerische T�tigkeit und keine Ums�tze vor. Das f�hre im vorliegenden Fall dazu, dass die Beschwerdef�hrer gegen�ber ihrem wirtschaftlichen Berechtigen keine steuerbaren Ums�tze erzielt habe.
Schliesslich pr�fte der Verwaltungsgerichtshof den Fall auch unter dem Gesichtswinkel der Steuerumgehung. Das gew�hlte Vorgehen f�hre tats�chlich zu einer Steuerersparnis, wobei f�r die Einschaltung der Beschwerdef�hrerin als Zwischengesellschaft nur steuerliche Motive angef�hrt werden k�nnten, zumal diese �ber keine eigene Betriebsorganisation verf�ge und die flugtechnischen Leistungen ausschliesslich durch die O.________ AG erbracht w�rden.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 16. Dezember 2009 stellte die X.________ AG diverse prozessuale Antr�ge - darunter das Gesuch um Sistierung des Verfahrens -, auf die soweit erforderlich in den Erw�gungen einzugehen ist. Ferner stellte sie eine Reihe, zum Teil redundanter, materieller Antr�ge, welche im Wesentlichen darauf abzielen, den angefochtenen Entscheid und den Entscheid der liechtensteinischen Steuerverwaltung aufzuheben. Auf deren Begr�ndung ist - soweit erforderlich - im Rahmen der Erw�gungen einzugehen.
Mit Verf�gung vom 21. Januar 2010 wurde das Sistierungsgesuch der Beschwerdef�hrerin abgewiesen. Hingegen wurde der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zuerkannt (Verf�gung vom 19. Februar 2010).
Der Verwaltungsgerichtshof und die Steuerverwaltung des F�rstentums Liechtenstein verzichteten auf eine Stellungnahme. Die Eidgen�ssische Steuerverwaltung beantragt die Abweisung der Beschwerde.
Die X.________ AG beantragt mit separater Eingabe sowie replicando, die Vernehmlassung der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung sei aus dem Recht zu weisen. Zus�tzlich beantragt sie, der Verwaltungsgerichtshof bzw. die Steuerverwaltung des F�rstentums Liechtenstein seien anzuhalten, dem Bundesgericht s�mtliche streitgegenst�ndlichen Verfahrensakten (insbesondere Rechtsschriften mit Beilagen) auszuh�ndigen; das Verfahren sei zu sistieren und der Beschwerdef�hrerin sei Gelegenheit zu geben, nach Akteneinsicht gegebenenfalls eine weitere schriftliche Stellungnahme einzureichen.
Der Verwaltungsgerichtshof des F�rstentums Liechtenstein verzichtet auf eine Stellungnahme zur Replik der Beschwerdef�hrerin. Die Steuerverwaltung des F�rstentums Liechtenstein reichte keine Vernehmlassung ein.
1.1 Die Zul�ssigkeit der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen den Entscheid des liechtensteinischen Verwaltungsgerichtshofs an das Schweizerische Bundesgericht ergibt sich v�lkerrechtlich aus Art. 11 der Vereinbarung zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und dem F�rstentum Liechtenstein vom 28. November 1994 zum Vertrag betreffend die Mehrwertsteuer im F�rstentum Liechtenstein (nachfolgend: MWST-Vereinbarung; SR 0.641.295.142.1) und landesrechtlich aus Art. 66 des vorliegend anwendbaren liechtensteinischen Gesetzes vom 16. Juni 2000 �ber die Mehrwertsteuer (aMWSTG/FL, LGBl. 2000, Nr. 163) bzw. heute aus Art. 73 des liechtensteinischen Gesetzes �ber die Mehrwertsteuer vom 22. Oktober 2009, in Kraft seit 1. Januar 2010 (MWSTG/FL, LGBl. 2009, Nr. 330). Mit dem Inkrafttreten des Bundesgerichtsgesetzes (BGG; SR 173.110) am 1. Januar 2007 hat die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten die Funktion der Verwaltungsgerichtsbeschwerde �bernommen (Art. 73 MWSTG/FL). Das Verfahren richtet sich nach schweizerischem Recht (Art. 11 MWST-Vereinbarung, Art. 73 Abs. 5 MWSTG/FL). Auf die den gesetzlichen Anforderungen gen�gende Beschwerde ist daher einzutreten.
1.2 Art. 11 der MWST-Vereinbarung beschr�nkt die Anfechtbarkeit auf "Entscheidungen �ber materielle Vorschriften der Mehrwertsteuer". Mit der Beschwerde an das Bundesgericht kann somit nur ger�gt werden, (materielle) Rechtsvorschriften der liechtensteinischen Mehrwertsteuergesetzgebung und der gem�ss dieser Gesetzgebung anwendbaren Vorschriften seien verletzt (s. auch Art. 73 Abs. 2 MWSTG/FL). Eine Sachverhaltspr�fung steht dem Bundesgericht nicht zu (vgl. hinten E. 3). Bez�glich der hier streitigen Fragen (Nichtanerkennung der Beschwerdef�hrerin als Steuersubjekt, Verweigerung des Vorsteuerabzugs) ist die Zust�ndigkeit des Bundesgerichts gegeben.
1.3 Der zu beurteilende Sachverhalt hat sich in den Jahren 2002 bis 2005 verwirklicht. Am 1. Januar 2010 ist das liechtensteinische Gesetz vom 22. Oktober 2009 �ber die Mehrwertsteuer in Kraft getreten. Die bisherigen gesetzlichen Bestimmungen sowie die gest�tzt darauf erlassenen Vorschriften bleiben aber weiterhin auf alle w�hrend ihrer Geltungsdauer eingetretenen Tatsachen und entstandenen Rechtsverh�ltnisse anwendbar (Art. 107 MWSTG/FL). Anwendbar ist im vorliegenden Fall daher im materiellrechtlicher Hinsicht das liechtensteinische Mehrwertsteuergesetz vom 16. Juni 2000. Da das Gesetz das schweizerische Mehrwertsteuerrecht in weiten Teilen unver�ndert in das eigene Recht �bernommen hat (vgl. Art. 1 Abs. 1 MWST-Vereinbarung), kann bei der Beurteilung auf die entsprechende Lehre und Rechtsprechung zur schweizerischen Mehrwertsteuer abgestellt werden. Das gilt, soweit keine abweichenden Gesetzesbestimmungen bestehen (Urteil 2C_904/2008 vom 22. Dezember 2009 E. 1.3). Das Verfahren richtet sich nach schweizerischem Recht (Art. 11 MWST-Vereinbarung; Art. 66 Abs. 5 MWSTG/FL).
1.4 Der Anspruch auf �ffentliche und m�ndliche Verhandlung richtet sich vorliegend nach Art. 57 ff. BGG, nicht nach Art. 6 EMRK. Vorliegend er�brigt sich eine solche.
Die Beschwerdef�hrerin stellt verschiedene Verfahrensantr�ge und einen R�ckweisungsantrag, die vorab zu beurteilen sind.
2.1 Die Beschwerdef�hrerin beantragt eventualiter, das Bundesgericht "m�ge die Behandlung der vorliegenden Beschwerde aussetzen, den Bundesrat �ber den gegenst�ndlichen Fall informieren und Letzteren auffordern, das Verst�ndigungsverfahren nach Art 12 der MWST-Vereinbarung einzuleiten". Sie begr�ndet dies damit, dass die MWST-Vereinbarung auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht verweise, ein Rechtsmittel, das es nach dem Inkrafttreten des Bundesgerichtsgesetzes nicht mehr gebe.
Wie bereits in E. 1.1 erw�hnt, hat die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten als Einheitsbeschwerde u.a. die Funktion der Verwaltungsgerichtsbeschwerde �bernommen (vgl. Botschaft zur Totalrevision der Bundesrechtspflege vom 28. Februar 2001, BBl 2001 S. 4319; SEILER/VON WERDT/G�NGERICH, Bundesgerichtsgesetz [BGG], 2007, N. 2 zu Art. 82 BGG). Es steht ausser Zweifel, dass die Vertragsparteien in ihrer Vereinbarung aus dem Jahre 1994 den Verweis auf das damals zur Verf�gung stehende Rechtsmittel nach schweizerischem Recht nicht als statischen Verweis betrachteten, sondern damit lediglich die Zust�ndigkeit des schweizerischen Bundesgerichts nach dem jeweils geltenden Schweizer Recht begr�nden wollten. Der neue Art. 73 Abs. 1 MWSTG/FL benennt denn auch als Rechtsmittel die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht, ohne dass Art. 11 MWST-Vereinbarung ge�ndert worden w�re. Es stellen sich offensichtlich keine Fragen, welche der gemischten Kommission gem�ss Art. 12 der MWST-Vereinbarung zu unterbreiten w�ren. Der diesbez�gliche Antrag der Beschwerdef�hrerin ist abzuweisen.
2.2 Die Beschwerdef�hrerin verlangt "pr�judiziell und in principaliter", das angefochtene Urteil sei aufzuheben und zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Sie begr�ndet dies mit einer falschen Rechtsmittelbelehrung durch die Vorinstanz, da diese ausgef�hrt habe, gegen ihr Urteil k�nne Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Schweizerischen Bundesgericht erhoben werden, wogegen es nach dem auf den 1. Januar 2007 in Kraft getretenen Bundesgerichtsgesetz die Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht mehr gebe.
Nach Art. 49 BGG d�rfen den Parteien aus mangelhafter Er�ffnung, insbesondere wegen unrichtiger oder unvollst�ndiger Rechtsmittelbelehrung oder wegen Fehlens einer vorgeschriebenen Rechtsmittelbelehrung, keine Nachteile erwachsen. Vorliegend hat die Vorinstanz zwar in der Rechtsmittelbelehrung angegeben, gegen das Urteil k�nne beim Bundesgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben werden, anstatt auf die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten hinzuweisen. Es ist jedoch nicht erkennbar, wie daraus f�r die Beschwerdef�hrerin ein Nachteil h�tte entstehen k�nnen. Es war ihr ohne Weiteres m�glich, innert der - f�r beide Rechtsmittel identischen - Rechtsmittelfrist beim Bundesgericht Beschwerde zu erheben, und eine allenfalls fehlerhafte Bezeichnung des Rechtsmittels hat keinerlei Auswirkungen auf dessen Entgegennahme durch das Bundesgericht.
Der R�ckweisungsantrag der Beschwerdef�hrerin ist daher abzuweisen.
2.3 Die Beschwerdef�hrerin beantragt, die Vernehmlassung der ESTV sei aus den Verfahrensakten zu entfernen und die in der besagten Vernehmlassung formulierten faktischen und rechtlichen Erw�gungen sowie die dort enthaltenen Schl�sse seien im Rahmen der Urteilsfindung nicht zu ber�cksichtigen. Sie begr�ndet dies damit, der Leiter des Rechtsdienstes der ESTV sei nicht befugt, einzeln eine Vernehmlassungsschrift im Zusammenhang mit einem Beschwerdeverfahren, das sich zudem gegen ein ausl�ndisches Urteil richte, zu unterzeichnen und dem Bundesgericht zuzustellen.
Diese Einw�nde treffen nicht zu:
2.3.1 Soweit erforderlich stellt das Bundesgericht die Beschwerde der Vorinstanz sowie den allf�lligen anderen Parteien, Beteiligten oder zur Beschwerde berechtigten Beh�rden zu und setzt ihnen Frist zur Einreichung einer Vernehmlassung an (Art. 102 Abs. 1 BGG). Das Bundesgericht bestimmt von Amtes wegen, wer zu den vernehmlassungsberechtigten "anderen Beteiligten" geh�rt (SEILER/VON WERDT/G�NGERICH, Bundesgerichtsgesetz [BGG], 2007, N. 10 zu Art. 102 BGG). Dazu z�hlen etwa Dritte, die durch den Ausgang des Verfahrens in ihren schutzw�rdigen tats�chlichen oder rechtlichen Interessen ber�hrt sein k�nnen (vgl. SP�HLER/DOLGE/VOCK, Kurzkommentar zum Bundesgerichtsgesetz, 2006, N. 2 zu Art. 102 BGG). Das trifft im vorliegenden Fall auf die Eidgen�ssische Steuerverwaltung zu: Gem�ss Ingress des Vertrags vom 28. Oktober 1994 zwischen dem F�rstentum Liechtenstein und der Schweizerischen Eidgenossenschaft betreffend die Mehrwertsteuer im F�rstentum Liechtenstein (SR 0.641.295.142) sind die Vertragsparteien "vom gemeinsamen Willen getragen, in Bezug auf die Mehrwertsteuer eine einheitliche Regelung, Auslegung und Durchsetzung zu gew�hrleisten". Dies gebietet aber geradezu den Einbezug der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung in das Vernehmlassungsverfahren, denn diese ist in der Schweiz mit der Umsetzung und Festlegung der massgebenden Praxis betraut; damit ist auch das rechtliche Interesse an einer einheitlichen Regelung und Auslegung in den beiden L�ndern betroffen.
2.3.2 Nach Art. 4 der Organisationsverordnung f�r das Eidgen�ssische Finanzdepartement (EFD) in der hier anwendbaren Fassung vom 17. Februar 2010, in Kraft seit 1. M�rz 2010 (SR 172.215.1; OV-EFD), sind die im 2. Kapitel der Verordnung genannten Verwaltungseinheiten des EFD, somit u.a. die Eidgen�ssische Steuerverwaltung (vgl. Art. 12 OV-EFD), in ihrem Zust�ndigkeitsbereich zur Beschwerde an das Bundesgericht berechtigt. Gem�ss der gest�tzt auf Art. 27 OV-EFD (bzw. Art. 31 der bis 28. Februar 2010 in Kraft gewesenen OV-EFD) erlassenen Gesch�ftsordnung des EFD (sowohl in der Fassung vom 30. Juni 2010, in Kraft ab 1. Juli 2010, wie auch in der Fassung vom 21. August 2009, in Kraft ab 1. September 2009) haben die �mter in ihren Gesch�ftsordnungen u.a. die Unterschriftsberechtigung zu regeln (je Art. 3 Abs. 1 Bst. b). Gem�ss Anhang 2 i.V.m. Art. 4 der Gesch�ftsordnung der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung vom 15. April 2009 verf�gen die dem Direktor unterstellten Organisationseinheiten in ihrem Zust�ndigkeitsbereich �ber umfassende Unterschriftsberechtigung. Diese kann bis Stufe Sachbearbeiter delegiert werden, sofern die entsprechenden Kompetenzen und Zust�ndigkeiten gegeben sind. Jede dem Direktor unterstellte Organisationseinheit bestimmt die Einzelheiten in einer schriftlich festgelegten Unterschriftsregelung und aktualisiert letztere regelm�ssig.
Eine generelle schriftlich festgelegte Unterschriftsregelung liegt hier nicht vor. Der Chef der Hauptabteilung Mehrwertsteuer erkl�rt jedoch mit Eingabe vom 16. August 2010, im konkreten Fall die Unterschriftsberechtigung an den Chef der Abteilung Recht delegiert zu haben bzw. zu delegieren. Folglich ist die eingereichte Vernehmlassung der ESTV zuzurechnen.
2.3.3 Die Kritik der Beschwerdef�hrerin erweist sich somit als unbegr�ndet; ihre Antr�ge in der Replikschrift sind abzuweisen. Anzuf�gen bleibt, dass fraglich ist, ob ein Ung�ltigerkl�ren der Eingabe �berhaupt konkrete Folgen haben k�nnte, nachdem das Bundesgericht einerseits das Recht von Amtes wegen anwendet und andererseits die Sachverhaltsfeststellungen des Verwaltungsgerichtshofs des F�rstentums Liechtenstein nicht zu �berpr�fen hat. In diesem Lichte scheinen sich die diesbez�glichen weitschweifigen Vorbringen der Beschwerdef�hrerin an der Grenze des Tr�lerischen zu bewegen.
2.4 Die Beschwerdef�hrerin verlangt in ihrer Replik erneut eine Sistierung des Verfahrens. Sie legt jedoch nicht dar, inwiefern angesichts des Umstands, dass das Bundesgericht vorliegend keinerlei Sachverhaltspr�fung vorzunehmen hat, das angebliche Fehlen von Akten Auswirkungen auf das Verfahren vor Bundesgericht haben k�nnte und inwiefern weitere Eingaben der Beschwerdef�hrerin angesichts der Beschr�nkung der Kognition des Bundesgerichts auf die �berpr�fung der Rechtsanwendung durch die Vorinstanz von Relevanz sein k�nnten.
Der Verfahrensantrag der Beschwerdef�hrerin ist daher abzuweisen.
Die auf die �berpr�fung der materiellen Rechtsvorschriften der liechtensteinischen Mehrwertsteuergesetzgebung beschr�nkte Kognition des Bundesgerichts gem�ss Art. 11 der MWST-Vereinbarung wurde bereits erw�hnt (vorstehende E. 1.2). Auch eine Sachverhaltspr�fung steht dem Bundesgericht nach der st�ndigen Rechtsprechung nicht zu (Urteile 2C_434/2009 vom 17. Juni 2010 E. 1.2, in: ASA 79 S. 235; 2C_904/2008 vom 22. Dezember 2009 E. 1.2). Nach Auffassung der Beschwerdef�hrerin widerspricht diese Kognitionsbeschr�nkung hinsichtlich des Sachverhalts dem klaren Wortlaut der MWST-Vereinbarung sowie dem im vorliegenden Zusammenhang als v�lkerrechtliche Bestimmung anzuwendenden Art. 105 BGG.
Diese Ansicht geht fehl: Zum einen steht ihr der klare Wortlaut der MWST-Vereinbarung entgegen, zum anderen �bersieht die Beschwerdef�hrerin den mit der Vereinbarung verfolgten Zweck: Die Zust�ndigkeit des Bundesgerichts wurde offensichtlich nicht deswegen begr�ndet, weil liechtensteinischen Steuerpflichtigen ein gleich umfassender Rechtsschutz vor Bundesgericht gew�hrt werden sollte wie schweizerischen Steuerpflichtigen in rein schweizerischen Verfahren. Bei der Begr�ndung der Zust�ndigkeit des Schweizerischen Bundesgerichts geht es vielmehr einzig darum, eine einheitliche materielle Rechtsanwendung und Gesetzesauslegung der in den beiden L�ndern identischen Mehrwertsteuergesetzgebung sicherzustellen (vgl. Art. 1 Abs. 1 des erw�hnten Staatsvertrags vom 28. Oktober 1994). Daraus ergibt sich folgerichtig, dass die Bestimmung in der zwischenstaatlichen MWST-Vereinbarung, wonach einzig Rechtsfragen dem Schweizerischen Bundesgericht unterbreitet werden, durchaus eng zu verstehen ist, und eine Sachverhalts�berpr�fung g�nzlich - d.h. auch im Rahmen von Art. 105 BGG - ausgeschlossen bleibt (so bereits Urteile 2A.284/2000 vom 1. Dezember 2000 E. 1b; 2C_195/2007 vom 8. Januar 2009 E. 1.2 mit weiteren Hinweisen).
Soweit die Beschwerdef�hrerin die angeblich falsche Feststellung des Sachverhaltes durch die Vorinstanz r�gt und damit zusammenh�ngende prozessuale Verfahrensm�ngel, wie u.a. die Verweigerung des rechtlichen Geh�rs, kann demnach auf die Beschwerde nicht eingetreten werden.
4.1 Auszugehen ist von folgendem, vom liechtensteinischen Verwaltungsgerichtshof f�r das Bundesgericht verbindlich (vorstehende E. 1.2, 3) festgestellten Sachverhalt:
Alleinaktion�r und wirtschaftlich Berechtigter der Beschwerdef�hrerin ist A.________. Im Dezember 2001 erwarb die Beschwerdef�hrerin einen Helikopter Agusta A 109E. Die Finanzierung des Helikopters erfolgte durch A.________. Die Verbindlichkeiten werden in der Buchhaltung der Beschwerdef�hrerin als Kreditor Aktion�r bilanziert. Halter des Helikopters ist die O.________ AG, mit welcher die Beschwerdef�hrerin eine Vereinbarung �ber die Betriebsf�hrung des Helikopters abgeschlossen hatte. Die T�tigkeit der Beschwerdef�hrerin beschr�nkte sich im Wesentlichen auf das Halten des Luftfahrzeugs, w�hrend mit dem Betrieb die O.________ AG betraut worden war. Seitens der O.________ AG wurden keine Personalkosten f�r Piloten usw. an die Beschwerdef�hrerin verrechnet. Die Aufwendungen f�r den Betrieb des Helikopters setzten sich aus Versicherung, Finanzierungskosten, Hangarmiete, Reparatur- und Treibstoffkosten sowie Flughafentaxen zusammen. Der Helikopter wurde im Revisionszeitraum im Durchschnitt w�hrend ungef�hr 90 % der gesamten verrechneten Flugzeit durch A.________ benutzt. Ob es sich bei den anderen Nutzern des Helikopters um Personen handelte, welche A.________ nahe stehen und ihm letztlich zuzurechnen sind, wurde (bisher) nicht festgestellt.
4.2 Durch das Bundesgericht zu pr�fen bleibt einzig, ob die vom Verwaltungsgerichtshof aufgrund dieser Sachverhaltsfeststellung getroffenen rechtlichen W�rdigungen im Lichte der liechtensteinischen Mehrwertsteuer zutreffend sind.
Die Vorinstanz hat festgestellt, es fehle vorliegend an einem echten Leistungsaustausch, der im Rahmen einer unternehmerischen T�tigkeit erbracht werde. Eine solche sei n�mlich zu verneinen, wenn der Aktion�r oder eine Person, welche ihm direkt zuzurechnen sei, das von der Gesellschaft gehaltene Luftfahrzeug nutze.
5.1 Gem�ss Art. 5 aMWSTG/FL unterliegen - abgesehen von der Steuer auf dem Eigenverbrauch - nur die gegen Entgelt erbrachten Lieferungen und Dienstleistungen der Mehrwertsteuer. Damit ein steuerbarer Umsatz vorliegt, ist ein Austausch von Leistungen notwendig. Die Leistung, welche der Unternehmer erbringt, ist entweder eine Lieferung oder eine Dienstleistung. Die Gegenleistung besteht im Entgelt. Nach Art. 33 Abs. 1 aMWSTG/FL wird die Steuer vom Entgelt berechnet. Zwischen Leistung und Gegenleistung muss zudem eine innere wirtschaftliche Verkn�pfung gegeben sein in dem Sinn, dass die Leistung eine Gegenleistung ausl�st (BGE 126 II 443 E. 6a S. 451; 132 II 353 E. 4.1 S. 357; Urteil 2A.334/2003 vom 30. April 2004 E. 2.1, in: ASA 75 S. 234). Ein Leistungsaustausch ist auch mit nahestehenden Personen m�glich. Leistungen gegen�ber nahestehenden Personen sind mit Bezug auf das Steuerobjekt nicht anders zu behandeln als Leistungen gegen�ber unabh�ngigen Dritten. Das ergibt sich aus dem Begriff des Leistungsaustausches bei Lieferungen und Dienstleistungen im Sinne der Art. 5 ff. aMWSTG/FL, welche diesbez�glich keine Ausnahme oder abweichende Behandlung vorsehen.
5.2 Aufgrund der verbindlichen Feststellungen des Verwaltungsgerichtshofs des F�rstentums Liechtenstein steht fest, dass die Beschwerdef�hrerin vorwiegend gegen�ber ihrem Alleinaktion�r Bef�rderungsleistungen erbracht und dass sie daf�r ein Entgelt erhalten hat. Die f�r den Betrieb und den Unterhalt des Luftfahrzeugs notwendigen Dienstleistungen bezog sie dabei von der O.________ AG im Rahmen eines "Service Agreements". Es handelt sich bei den von der Beschwerdef�hrerin ihrem Aktion�r erbrachten Leistungen um Ums�tze im mehrwertsteuerrechtlichen Sinn (Art. 5 ff. aMWSTG/FL). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung w�re von einer Entgeltlichkeit beziehungsweise von einem Austauschverh�ltnis selbst dann auszugehen, wenn zwar �berhaupt kein Entgelt bezeichnet und bezahlt wird, jedoch die Leistung, die dem nahestehenden Dritten erbracht wird, �blicherweise nur gegen Entgelt erh�ltlich ist (vgl. Urteil 2A.264/2006 vom 3. September 2008 E. 5.3, in: ASA 78 S. 600, mit weiteren Hinweisen). Entgegen der Auffassung des Verwaltungsgerichtshofs liegt diesbez�glich ein Leistungsaustausch vor, und zwar unabh�ngig davon, ob die Fl�ge zu gesch�ftlichen oder zu privaten Zwecken des Leistungsempf�ngers erfolgten (vgl. Urteil 2C_632/2007 vom 7. April 2008 E. 2, in: ASA 77 S. 354).
Das Bundesgericht hat in seiner bisherigen Rechtsprechung dies allerdings nicht immer mit der w�nschbaren Deutlichkeit zum Ausdruck gebracht. Es hat zwar richtig festgehalten, ein Leistungsaustausch bedinge, dass die Leistung (Lieferung oder Dienstleistung) die betriebliche Sph�re verlasse, was nicht der Fall sei, wenn reine Innenums�tze vorl�gen (vgl. Urteile 2A.748/2005 vom 25. Oktober 2006 E. 3.2; 2C_195/2007 vom 8. Januar 2008 E. 2.1, in: ASA 79 S. 636; 2C_904/2008 vom 22. Dezember 2009 E. 7.1). Es hat sodann erwogen, dass bei Leistungen an nahestehende Personen oder wirtschaftlich Berechtigte besonders zu pr�fen sei, ob die Leistung die betriebliche Sph�re verlasse resp. von einem "echten" Leistungsaustausch ausgegangen werden k�nne (vgl. Urteile 2A.748/2005 vom 25. Oktober 2006 E. 3.2; 2C_195/2007 vom 8. Januar 2008 E. 2.1 und 2C_904/2008 vom 22. Dezember 2009 E. 7.1). Das folgt unmittelbar aus dem Begriff des Leistungsaustausches (vgl. E. 5.1). Soweit das Bundesgericht jedoch daraus in einigen F�llen ableitete, auch bei Leistungen einer Gesellschaft an den an ihr wirtschaftlich Berechtigten liege keine Leistung vor, welche die betriebliche Sph�re verlasse, sondern ein reiner Innenumsatz resp. eine Innenleistung (vgl. diesbez�glich Urteile 2A.748/2005 vom 25. Oktober 2006 E. 3.2; 2C_904/2008 vom 22. Dezember 2009 E. 7.1; so wohl auch Urteil 2C_195/2007 vom 8. Januar 2008 E. 2.1, in: ASA 79 S. 636), greift diese Argumentation zu kurz, weil sie nur ungen�gend differenziert zwischen reinen Innenleistungen und Leistungen an zwar wirtschaftlich Berechtigte, aber trotzdem ausserhalb der betrieblichen Sph�re des konkreten Unternehmens Stehende. Vielmehr ist auch im Verh�ltnis zwischen der juristischen Person und dem Nahestehenden zu pr�fen, ob es sich bei der fraglichen Leistung um eine Innenleistung zur betrieblichen oder unternehmerischen Leistungserstellung handelt oder ob es bei der Leistung bereits um das Endprodukt handelt, das den betrieblichen Bereich verl�sst.
5.3 Es ist daher vorliegend von einem Leistungsaustausch auszugehen und zwar unabh�ngig davon, ob die Fl�ge zu gesch�ftlichen oder zu privaten Zwecken des Leistungsempf�ngers erfolgten (vgl. Urteil 2C_632/2007 vom 7. April 2008 E. 2, in: ASA 77 S. 354).
Zu pr�fen ist indes, ob ein Steuerumgehung vorliegt, wie der liechtensteinische Verwaltungsgerichtshof angenommen hat.
6.1 Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. BGE 131 II 627 E. 5.2 S. 635 f.; Urteile 2A.470/2002 vom 22. Oktober 2002 E. 4.1 und 5.1, in: StR 59/2004 S. 127; 2A.580/2000 vom 12. Juli 2001 E. 2c, in: StE 2001 A 12 Nr. 10; je mit Hinweisen) wird eine Steuerumgehung angenommen, wenn (1.) eine von den Beteiligten gew�hlte Rechtsgestaltung als ungew�hnlich (insolite), sachwidrig oder absonderlich, jedenfalls den wirtschaftlichen Gegebenheiten v�llig unangemessen erscheint, (2.) anzunehmen ist, dass die gew�hlte Rechtsgestaltung missbr�uchlich lediglich deshalb getroffen wurde, um Steuern einzusparen, die bei sachgem�sser Ordnung der Verh�ltnisse geschuldet w�ren, und (3.) das gew�hlte Vorgehen tats�chlich zu einer erheblichen Steuerersparnis f�hren w�rde, sofern es von den Steuerbeh�rden hingenommen w�rde. Entgegen der in der neuen Literatur ge�usserten Ansicht (vgl. anstelle vieler, PETER LOCHER, Rechtsmissbrauchs�berlegungen im Recht der direkten Steuern der Schweiz, ASA 75 S. 675 ff, insb. S. 680; REN� MATTEOTTI, Der Durchgriff bei von Inl�ndern beherrschten Auslandgesellschaften im Gewinnsteuerrecht, 2003, S. 188 ff.) ist an diesen Kriterien festzuhalten. Zwar ist mit der neueren Lehre festzustellen, dass Steuerumgehung - im Sinne einer rechtsmissbr�uchlichen Anrufung des als massgeblich geltenden Sinnes einer Norm (vgl. dazu BGE 131 II 562 E. 3.5 S. 568 und 129 III 656 E. 4.1 S. 657 f.) - nur in ganz ausserordentlichen Situationen in Frage kommt, d.h. wenn trotz Heranziehung des Normsinnes als Auslegungsschranke eine Besteuerung oder eine Steuerbefreiung nicht m�glich ist, das Gesetz also angewendet werden kann, das Ergebnis aber aufgrund der konkreten Ausgestaltung des Sachverhalts in hohem Masse als stossend erscheint bzw. einer Willk�r gleichk�me (LOCHER, a.a.O., S. 694; MARKUS REICH, Steuerrecht, 2. Aufl. 2012, � 6 N. 47 S. 149). Wird das Vorliegen einer Steuerumgehung mit dieser Gewichtung gepr�ft, so stellen die genannten Kriterien einen tauglichen Pr�fraster f�r die Abgrenzung von der steuerlich zu akzeptierenden Steuervermeidung dar. Was die Beurteilung der gew�hlten Rechtsgestaltung, das sog. objektive Element, betrifft, ist daher das Gewicht auf die v�llige Unangemessenheit zu legen. Das heisst, f�r die Annahme einer Steuerumgehung muss eine Sachverhaltsgestaltung vorliegen, die - wenn man von den steuerlichen Aspekten absieht - jenseits des wirtschaftlich Vern�nftigen liegt (vgl. REICH, a.a.O., � 6 N. 20 S. 141). Das sog. subjektive Element spielt insofern eine entscheidende Rolle, als die Annahme einer Steuerumgehung ausgeschlossen bleibt, wenn andere als blosse Steuerersparnisgr�nde bei der Rechtsgestaltung eine relevante Rolle spielen. Wird der Anwendung der Steuerumgehung das rechtsmissbr�uchliche Anrufen einer Norm zugrunde gelegt, so kann die zweckwidrige, ohne sch�tzenswertes Interesse erfolgende Rechtsaus�bung nicht unbeachtet bleiben.
Was schliesslich das sog. effektive Element anbelangt, ist zu beachten, dass der Steuerpflichtige grunds�tzlich frei ist, wie er seine Rechtsverh�ltnisse gestalten will, und dass bei rechtsmissbr�uchlicher Gestaltung dann eingegriffen werden soll, wenn diese andernfalls tats�chlich Wirkung entfalten w�rde. Nicht zu pr�fen ist im Kontext der Steuerumgehung, wie zu verfahren ist, wenn die Anwendung einer Norm zu einer Steuer�bertreibung f�hren w�rde, die als krasser Verstoss gegen die Steuergerechtigkeit und damit als willk�rlich qualifiziert werden m�sste (anders beispielsweise LOCHER, a.a.O., S. 694 und MATTEOTTI, a.a.O., S. 189, welche bei ihren �berlegungen Rechtsmissbrauch und Willk�r gleichsetzen und darauf basierend von der Annahme einer unechten L�cke sprechen, welche vom Rechtsanwender geschlossen werden darf [und dann wohl auch geschlossen werden muss]).
Ob die Voraussetzungen f�r die Annahme einer Steuerumgehung erf�llt sind, ist aufgrund der konkreten Umst�nde des Einzelfalls zu pr�fen. Wird eine Steuerumgehung bejaht, ist gem�ss bundesgerichtlicher Rechtsprechung der Besteuerung die Rechtsgestaltung zugrunde zu legen, die sachgem�ss gewesen w�re, um den erstrebten wirtschaftlichen Zweck zu erreichen. Entgegen in der Literatur ge�usserten Meinungen (vgl. beispielsweise LOCHER, a.a.O., S. 680 und 696) erscheint eine solche Sachverhaltsfiktion als unproblematisch, wird doch lediglich die formale privatrechtliche Ausgestaltung des Sachverhalts negiert bzw. fingiert, unver�ndert bleibt jedoch der Sachverhalt mit Bezug auf seine - f�r die Beurteilung massgebenden - wirtschaftlichen Auswirkungen (vgl. REICH, a.a.O., � 6 N. 24).
6.2 Entgegen der Auffassung von PIERRE-MARIE GLAUSER (Evasion fiscale et interpr�tation �conomique en mati�re de TVA, ASA 75 S. 727 ff.) besteht kein hinreichender Grund, diese Regeln nicht auch bei der Mehrwertsteuer anzuwenden (s. Urteile 2C_742/2008 vom 11. Februar 2009, in: ASA 79 S. 260 E. 5.5. f.; 2C_632/2007 vom 7. April 2008, in: ASA 77 S. 354 E.4.2, und 2A.61/2006 vom 29. November 2006, in: StR 62/2007 S. 586 E. 3.1 und 3.2, Zusammenfassung). In BGE 132 II 353 E. 10 S. 369 f. hat das Bundesgericht den Fall der Steuerumgehung ausdr�cklich vorbehalten, ebenso im Urteil 2A.748/2005 vom 25. Oktober 2006 E. 3.5 (in: StR 62/2007 S. 234, Zusammenfassung). Dieser bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist Kritik erwachsen, wobei auf grunds�tzliche �berlegungen in der Literatur verwiesen wurde, wonach eine Steuerumgehung nur dort in Frage komme, wo sich die Steuernorm auf das Zivilrecht st�tze, was im Bereich der Mehrwertsteuer nicht der Fall sei, da diese haupts�chlich auf wirtschaftlichen Konzepten beruhe (vgl. B�ATRICE BLUM, Steuerumgehung bei der Mehrwertsteuer - Halten eines Flugzeuges in einer "Briefkastengesellschaft", in: Steuerrecht 2009, S. 343 ff., bes. 347, und HAROLD GR�NINGER/STEFAN OESTERHELT, Steuerrechtliche Entwicklungen [insbesondere im Jahr 2008], SZW 2009 S. 51 ff., S. 65 ff., mit Hinweis auf GLAUSER, Evasion fiscale et interpr�tation �conomique [...], a.a.O., S. 728 ff.). Dieser Auffassung kann nicht gefolgt werden. Zwar hat das Bundesgericht konstant festgehalten, im Zusammenhang mit einer Steuernorm mit wirtschaftlichen Ankn�pfungspunkten h�nge die Zul�ssigkeit der sog. wirtschaftlichen Betrachtungsweise nicht davon ab, ob die Voraussetzungen der Steuerumgehung erf�llt sind (statt vieler, vgl. Urteile 2A.537/2005 vom 21. Dezember 2006 E. 2.1; 2A.648/2005 vom 11. April 2006 E. 3.1; 2A.234/2004 vom 17. Januar 2005 E. 3.3, in: StE 2005 B 24.4 Nr. 72). Daraus kann jedoch nicht geschlossen werden, wenn eine Norm in wirtschaftlicher Betrachtungsweise ausgelegt werde, sei kein Raum mehr f�r die Annahme einer Steuerumgehung: Der Annahme einer Steuerumgehung liegt - wie bereits ausgef�hrt - der Gedanke zugrunde, dass die missbr�uchliche Geltendmachung eines Rechts bzw. die missbr�uchliche Berufung auf eine gesetzliche Norm keinen Schutz verdient. Diese Grund�berlegung gilt jedoch unabh�ngig davon, ob eine Norm rein zivilrechtlich auszulegen ist oder in wirtschaftlicher Betrachtungsweise. Ergibt sich, dass eine gew�hlte Rechtsgestaltung den - letztlich - verfolgten wirtschaftlichen Gegebenheiten v�llig unangemessen ist und dass die Akzeptanz dieser Rechtsgestaltung aufgrund der Anwendung der hierf�r vorgesehenen Gesetzesnormen zu unbilligen Steuereinsparungen f�hren w�rde, so verdient die missbr�uchliche Berufung auf die letztlich wirtschaftlich nicht gewollte Rechtsgestaltung keinen Schutz. Ob der Inhalt der missbr�uchlich in Anspruch genommenen Normen dabei in rein zivilrechtlicher Auslegung oder in wirtschaftlicher Auslegung zu ermitteln ist, ist irrelevant (vgl. in diesem Sinn auch das Zweistufenmodell von LOCHER, a.a.O., S. 693 f.; zu kurz greift hier wohl PIERRE-MARIE GLAUSER, Notion d'�vasion fiscale, in: Evasion fiscale, 2010, S. 18, wenn er ausf�hrt, "il serait en effet tout � fait contradictoire d'invoquer la r�alit� �conomique dans le cadre de l'�vasion pour s'�carter d'une disposition interpr�t�e selon la m�me r�alit� �conomique"). Dies zeigt sich beispielhaft bei den Sachverhaltskonstellationen, welche schliesslich zum Durchgriff durch eine juristische Person f�hren. Selbst wenn die von der juristischen Person ausge�bte T�tigkeit aufgrund einer Norm mit wirtschaftlichen Ankn�pfungspunkten bei dieser juristischen Person zu Steuerfolgen f�hren w�rde, ist es in solchen Konstellationen so, dass die Berufung auf das selbst�ndige, vom Inhaber der Beteiligungsrechte unabh�ngige Bestehen der juristischen Person als den wirtschaftlichen Gegebenheiten v�llig unangemessen erscheint. F�hrt die Rechtsanwendung zu einem krass ungerechten, v�llig haltlosen Ergebnis, das von den Intentionen des Gesetzgebers in keiner Weise abgedeckt ist, darf die Abschirmwirkung der juristischen Person beeintr�chtigt oder g�nzlich beseitigt werden (vgl. REICH, a.a.O., � 18 N. 15 S. 441; so im Ergebnis wohl auch GLAUSER, Evasion fiscale et TVA, in: Evasion fiscale, 2010, S. 39; ders., Evasion fiscale et interpr�tation �conomique [...], a.a.O., S. 762 f.). Daran vermag nichts zu �ndern, dass unter Umst�nden bereits aufgrund der Auslegung nach wirtschaftlicher Betrachtungsweise zu schliessen ist, es l�gen gar keine mehrwertsteuerrechtlich relevanten Leistungen vor, weshalb dann f�r die Annahme einer Steuerumgehung kein Raum mehr bleibt.
6.3 Es ist somit zu pr�fen, ob im vorliegenden Fall zu Recht eine Steuerumgehung angenommen wurde.
6.3.1 Der liechtensteinische Verwaltungsgerichtshof hat festgestellt, die Beschwerdef�hrerin habe in erster Linie den privaten Interessen des Alleinaktion�rs gedient. Sie sei als reines Sitzunternehmen ohne professionelle Organisation oder f�r eine Fluggesellschaft typischen Gesch�ftsbetrieb gef�hrt und auf eine Art finanziert worden, die sich nur aus den besonderen Beziehungen zum Alleinaktion�r erkl�ren liesse (n�mlich Finanzierung des Helikopters durch Aktion�rsdarlehen). Die Vorinstanz stellt sodann zu Recht fest, allein deswegen, weil namhafte Vorsteuer�berh�nge best�nden, k�nne noch nicht auf eine Steuerumgehung geschlossen werden. Sie f�hrt jedoch im Weitern aus, die von der Beschwerdef�hrerin gew�hlte Rechtsgestaltung erweise sich im vorliegenden Fall auch unabh�ngig davon als ungew�hnlich. Die Beschwerdef�hrerin bezwecke laut Handelsregistereintrag den Erwerb und Betrieb eines Hubschraubers, Handels-, Finanz- und Rechtsgesch�fte aller Art, die Beteiligung an anderen Unternehmungen sowie den Ankauf und Verkauf von Mobilien und Immobilien. In Wirklichkeit habe sich ihre T�tigkeit auf das Halten des haupts�chlich von ihrem Alleinaktion�r benutzten Helikopters beschr�nkt.
6.3.2 Aufgrund der f�r das Bundesgericht verbindlichen (vgl. E. 1.2 und 3) Sachverhaltsfeststellungen ergibt sich, dass die Beschwerdef�hrerin haupts�chlich dazu verwendet worden ist, private Bed�rfnisse ihres Alleinaktion�rs zu befriedigen. Daneben ging sie keinen wesentlichen Gesch�ftsaktivit�ten nach, die ihren statutarischen Zwecken entsprochen h�tten. Das Bundesgericht hat bereits fr�her - in Bezug auf das Halten eines praktisch ausschliesslich dem Alleinaktion�r zur Verf�gung stehenden Ferienhauses durch eine Aktiengesellschaft - festgehalten, es liege in der Natur der Sache, dass ein solches Objekt vorwiegend den pers�nlichen Bed�rfnissen des Aktion�rs zu dienen bestimmt sei und dass die Zwecke, die mit der Errichtung einer Immobiliengesellschaft normalerweise erreicht werden sollten, vollst�ndig in den Hintergrund treten w�rden. Eine derartige zivilrechtliche Gestaltung erscheine - gesamthaft betrachtet - als den tats�chlichen wirtschaftlichen Verh�ltnissen vollst�ndig unangemessen (Urteil vom 12. November 1969, in: ASA 40 S. 210 ff.). Diesem Urteil lag offensichtlich die �berlegung zugrunde, dass es absonderlich und den wirtschaftlichen Gegebenheiten v�llig unangemessen ist, eine juristische Person einzig zu dem Zwecke zu gr�nden und zu halten, private Lebensbed�rfnisse des Alleinaktion�rs zu befriedigen. An dieser Feststellung ist festzuhalten; sie gilt grunds�tzlich in analoger Weise, wenn eine Gesellschaft in erster Linie dazu da ist, dem Alleinaktion�r f�r dessen privaten Belange ein Flugzeug (oder einen Hubschrauber) zur Verf�gung zu stellen. Zwar liegt der Missbrauch nicht darin, dass f�r das Halten eines privat verwendeten Helikopters eine juristische Person gegr�ndet wird. Missbr�uchlich ist es jedoch, wenn mit einer solchen Gesellschaft �berdies versucht wird, Steuern zu sparen. Daher ist zu pr�fen, ob sich der Einsatz der Gesellschaft bloss rechnet, weil damit vom Vorsteuerabzug profitiert werden kann. Wird der Helikopter jedoch zu rein privaten Zwecken eingesetzt, so kann die Anmeldung bei der Mehrwertsteuer nur das Motiv der Steuerersparnis haben. Einer derartigen juristischen Person ist daher die Anerkennung als eigenst�ndiges Steuersubjekt abzusprechen.
6.3.3 Im vorliegenden Fall bestreitet die Beschwerdef�hrerin, dass steuerliche Motive f�r die Gr�ndung einer Aktiengesellschaft vorgelegen h�tten. Auf ihre Argumente, dass sie kommerziell t�tig gewesen sei, kann jedoch aufgrund der Bindung des Bundesgerichts an die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung von vorneherein nicht eingegangen werden. Soweit die Beschwerdef�hrerin als Motiv f�r die Gr�ndung einer Aktiengesellschaft die Vereinfachung der Vererbung und der Ver�usserung von Unternehmungen geltend macht, sind ihre Vorbringen derart pauschal und allgemein gehalten, dass daraus nichts f�r die konkrete Situation abgeleitet werden kann. Es ist anzunehmen, dass bei der Gr�ndung der Aktiengesellschaft auch �berlegungen zu den Haftungsrisiken eine Rolle spielten, welche sich bei privater und direkter Haltung nicht ohne Weiteres in gleicher Weise durch eine Versicherung h�tten abdecken lassen, wie die Beschwerdef�hrerin geltend macht. Darauf kommt es nach dem Gesagten aber nicht an, sondern auf die Feststellung des Verwaltungsgerichtshofs, dass eine gesch�ftliche Nutzung des Helikopters nicht nachgewiesen ist. Unter diesen Umst�nden ist davon auszugehen, dass die Anmeldung der Beschwerdef�hrerin als Mehrwertsteuerpflichtige einzig in der Absicht erfolgte, bei minimaler steuerlicher Belastung sich den Vorsteuerabzug auszahlen zu lassen.
6.3.4 Eine Steuerersparnis als Folge des von den Beteiligten gew�hlten Vorgehens ist zu bejahen. Als privater Halter eines Helikopters k�nnte A.________ die auf dem Ankauf des Luftfahrzeugs bezahlte Einfuhrsteuer nicht als Vorsteuern geltend machen. Nicht relevant ist der Vergleich mit der Situation eines Dritten, der im internationalen Luftverkehr Bef�rderungsleistungen bei einer Linien- oder Charterfluggesellschaft mehrwertsteuerfrei einkaufen kann (anderer Ansicht offenbar ANNIE ROCHAT PAUCHARD, Actualit�s en mati�re fiscale dans le champ de l'aviation, in: ASDA/SVLR-Bulletin 1/2009, S. 38, sowie GR�NINGER/OESTERHELT, a.a.O., S. 67). Grenz�berschreitende Bef�rderungen im Luftverkehr, d.h. solche, bei denen entweder der Ankunfts- oder der Abflugsort im Inland liegt, sind von der Mehrwertsteuer befreit (Art. 19 Abs. 3 aMWSTG/FL). Es handelt sich um eine echte Steuerbefreiung, weil die Vorsteuer abgezogen werden kann (Art. 19 Abs. 1 aMWSTG/FL). Das Recht auf Vorsteuerabzug besteht bei grenz�berschreitender Bef�rderung auch f�r den auf das Ausland entfallenden, der hiesigen Mehrwertsteuer nicht unterliegenden Streckenteil (Art. 38 Abs. 3 aMWSTG/FL, vgl. die Urteile 2C_632/2007 vom 7. April 2008 E. 2, in: ASA 77 S. 354, und 2A.55/1999 vom 23. Januar 2001 E. 4a, in: ASA 71 S. 564). Diese Befreiung erfolgt aus Gr�nden der Wettbewerbsneutralit�t im Hinblick auf das Richtlinienrecht der EU, das solche Befreiungen bei grenz�berschreitenden Bef�rderungen vorsieht (Art. 15 Ziff. 6 und 9 der Sechsten Richtlinie 77/388/EWG des Rates vom 17. Mai 1977; heute: Art. 148 lit. f und g der Richtlinie 2006/112/EG vom 28. November 2006 �ber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem). Die Befreiung betrifft aber die Bef�rderungsleistungen. Sie gilt nicht f�r die Anschaffung und das Halten eines Privatflugzeugs. Der Halter eines Privatflugzeugs befindet sich auch nicht in Konkurrenz mit Luftverkehrsunternehmen. Aus der Steuerbefreiung des internationalen Luftverkehrs l�sst sich f�r den vorliegenden Fall nichts ableiten.
Es kann daher kein Zweifel bestehen, dass die von der Beschwerdef�hrerin vorgenommene Gestaltung zu erheblichen Steuerersparnissen f�hren w�rde, indem sie betr�chtliche Vorsteuern in Abzug bringen bzw. zur�ckfordern k�nnte. Unter diesen Umst�nden erfolgte die Anmeldung der Beschwerdef�hrerin als Mehrwertsteuerpflichtige einzig in der Absicht, bei minimaler steuerlicher Belastung sich die Vorsteuern auszahlen zu lassen.
Die Vorinstanz hat somit im Ergebnis eine Steuerumgehung zu Recht bejaht. Der Durchgriff auf den wirtschaftlich Berechtigten, A.________, bewirkt, dass von der Beschwerdef�hrerin keine Mehrwertsteuern geschuldet sind und sie keine Vorsteuern geltend machen kann. Soweit Vorsteuern bereits ausbezahlt worden sind, sind sie zur�ckzuerstatten. Zudem ist die Beschwerdef�hrerin aus dem Mehrwertsteuerregister r�ckwirkend zu streichen.
Der liechtensteinische Verwaltungsgerichtshof hat auch angenommen, dass die Beschwerdef�hrerin kein Unternehmen betreibe, sondern eine reine Durchlaufgesellschaft sei. Es stellt sich daher die Frage, ob bereits die subjektive Steuerpflicht im Sinne von Art. 21 Abs. 1 aMWSTG/FL zu verneinen w�re. Wie es sich damit verh�lt, braucht hier nicht entschieden zu werden, da bereits eine Steuerumgehung zu bejahen ist.
Aus dem gleichen Grund kann dahingestellt bleiben, wie die gegenleistungslos (�-fonds-perdu) erbrachten Zahlungen durch die Schwestergesellschaften an die Beschwerdef�hrerin mehrwertsteuerrechtlich zu qualifizieren w�ren. Als Beitr�ge resp. Zusch�sse (Spenden) w�rden sie nicht in die Bemessungsgrundlage der Mehrwertsteuer einfliessen und keinen Anspruch auf Vorsteuerabzug begr�nden (vgl. BGE 126 II 443 E. 6 und 8; Urteile 2C_229/2008 vom 13. Oktober 2008 E. 5.3, in: ASA 79 S. 627; 2C_743 u. 744/2007 vom 9. Juli 2008 E. 5, in: ASA 78 S. 593; 2A.175/2002 vom 23. Dezember 2002 E. 1, in: ASA 76 S. 165). Es braucht auch nicht gepr�ft zu werden, wie die von A.________ zur Finanzierung geleisteten Darlehen zu beurteilen sind resp. ob mit deren R�ckzahlung gerechnet werden kann.
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist die Beschwerdef�hrerin kostenpflichtig (Art. 65 und 66 Abs. 1 BGG).
Dieses Urteil wird der Beschwerdef�hrerin, der Steuerverwaltung des F�rstentums Liechtenstein, dem Verwaltungsgerichtshof des F�rstentums Liechtenstein und der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 15. Mai 2012