Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=18.06.2015&Aktenzeichen=III%20ZR%20198%2F14
Timestamp: 2018-09-24 10:27:47
Document Index: 358068034

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 253', 'BGH', 'BGH']

Dieser hat vielmehr die vom 3. Senat des Bundesgerichtshofs für die Individualisierung des Güteantrags im Urteil vom 18. Juni 2015 (Az. III ZR 198/14) aufgestellten Maßstäbe bestätigt (vgl. BGH…, Urteil vom 28. Oktober 2015 - IV ZR 405/14 -, juris Rn. 12 und Rn. 18).
Der Grund hierfür liegt darin, dass der prozessuale Anspruch sämtliche Pflichtverletzungen eines zu einer Anlageentscheidung führenden Beratungsvorgangs erfasst (vgl. BGH, Urteil vom 18. Juni 2015 - III ZR 198/14 -, juris Rn. 15).
Gleichwohl hat der Güteantrag in Anlageberatungsfällen regelmäßig nicht nur die konkrete Kapitalanlage zu bezeichnen, sondern unter anderem auch den (ungefähren) Beratungszeitraum anzugeben und den Hergang der Beratung mindestens im Groben zu umreißen (vgl. BGH, Urteil vom 18. Juni 2015 - III ZR 198/14 -, juris Rn. 24).
Der Güteantrag ließ für den Schuldner nicht erkennen, welcher Anspruch gegen ihn geltend gemacht werden soll, damit er prüfen kann, ob eine Verteidigung erfolgversprechend ist (vgl. hierzu BGH, Urteil vom 18. Juni 2015 - III ZR 198/14 -, juris Rn. 22).
Der verfolgte Anspruch ist hinreichend genau zu bezeichnen (vgl. BGH, Urteil vom 18. Juni 2015 - III ZR 198/14 -, juris Rn. 23).
Unterlagen, die der Gütestelle nicht innerhalb unverjährter Zeit vorgelegt werden, können bei der Bewertung, ob eine hinreichende Individualisierung vorliegt, nicht berücksichtigt werden (vgl. BGH, Urteil vom 18. Juni 2015 - III ZR 198/14 -, juris Rn. 17).
Der Güteantrag musste jedenfalls darüber hinaus auch die Anforderungen erfüllen, die der Bundesgerichtshof in allgemeiner Weise an die Individualisierung eines Güteantrags gestellt hat (vgl. BGH, Urteil vom 18. Juni 2015 - III ZR 198/14 -, juris Rn. 22 ff.; vgl. insoweit auch den Hinweis des Senats vom 18. Dezember 2015, dort II. 1.).
Der Güteantrag muss nicht in jeder Beziehung den für eine Klageerhebung geltenden Anforderungen des § 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO entsprechen (vgl. BGH…, Urteil vom 3. September 2015 - III ZR 347/14 -, juris Rn. 16), insbesondere muss er eine genaue Bezifferung der Forderung nicht enthalten (vgl. BGH, Urteil vom 18. Juni 2015 - III ZR 198/14 -, juris Rn. 25).
Die von den Klägern ausführlich referierte kritische Anmerkung von R. L. zum Urteil des Bundesgerichtshofs vom 18. Juni 2015 (Az. III ZR 198/14) kann einen Erfolg der Berufung nicht begründen.