Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ%20159,%20168
Timestamp: 2020-07-09 12:20:38
Document Index: 261503879

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 57', '§ 906', 'BGH', 'Art. 14', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 57', '§ 76', '§ 76', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 57', '§ 906', '§ 57', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 76', '§ 76', '§ 76', '§ 76', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 14.05.2004 - V ZR 292/03 - dejure.org
https://dejure.org/2004,1675
BGH, 14.05.2004 - V ZR 292/03 (https://dejure.org/2004,1675)
BGH, Entscheidung vom 14.05.2004 - V ZR 292/03 (https://dejure.org/2004,1675)
BGH, Entscheidung vom 14. Mai 2004 - V ZR 292/03 (https://dejure.org/2004,1675)
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Pflicht zur Duldung von Errichtung und Erneuerungen von Telekommunikationslinien auf Bahngrundstücken; Abschluss eines Gestattungsvertrages zur Errichtung eines Breitbandtelekommunikationsanlage; Duldung einer Einwirkung in Eigentum bei Hinzufügung keinlerlei ...
Nutzungsentgeltansprüche wegen Inanspruchnahme von Gleisgelände bei Verlegung von Telekommunikationslinien
Zur Duldungspflicht des Eigentümers bei der Nutzung einer Bahntrasse für Telekommunikationslinien
Fernmeldeleitungen: Ausgleichsansprüche bei Duldungspflicht
Duldungs- und Ausgleichsansprüche für TK-Linien
TKG a. F. § 57; BGB § 906
Anspruch des Grundstückseigentümers auf Nutzungsentgelt für Telekommunikationslinie (Breitbandkabel) auch ohne Grundstücksbeeinträchtigung (Rohr in 2,5 m Tiefe unter Bahndamm)
BGHZ 159, 168
NJW-RR 2004, 1314
MDR 2004, 992
WM 2005, 194
MMR 2004, 608
Die Vorschrift dient somit der nach Art. 14 Abs. 1 Satz 1 GG notwendigen Herstellung eines gerechten und ausgewogenen Verhältnisses zwischen den Eigentümerinteressen und den Belangen der Allgemeinheit (Senat, Urteil vom 14. Mai 2004 - V ZR 292/03, BGHZ 159, 168, 177 f.).
Bei der Frage der Zumutbarkeit ist dabei nicht auf die persönlichen Verhältnisse des Eigentümers abzustellen, sondern auf das Empfinden eines verständigen, durchschnittlichen Benutzers des Grundstücks in seiner örtlichen Beschaffenheit, Ausgestaltung und Zweckbestimmung (BGHZ 159, 168, Juris RN 15; BGHZ 157, 33 Juris RN 27).
Maßstab ist dabei das Empfinden eines verständigen Durchschnittsbenutzers des betroffenen Grundstücks in seiner durch Natur, Gestaltung und Zweckbestimmung geprägten konkreten Beschaffenheit (BVerfG NJW 2000, 798, 800 und BGH Urt. v. 14.5.2004 - V ZR 292/03, beide zu der Vorgängernorm Art. 57 Abs. 1 Nr. 2 TKG a.F.;… Dörr in Säcker, Telekommunikationsgesetz - Kommentar, 3. Auflage 2013, § 76 TKG Rn. 9;… Schütz in Arndt/Fetzer/Scherer, TKG, 2. Auflage 2015, § 76 TKG Rn. 10).
Die Frage, ob das Angebot der Antragstellerin aus der Wertung zu nehmen ist, ist keine Frage der Zulässigkeit, sondern eine solche der Begründetheit des Nachprüfungsantrags (vgl. BGH, Beschluss vom 18. Mai 2004 - X ZB 7/04 - BGHZ 159, 168 - Juris-Ausdruck Rn. 21, BGH…, Beschluss vom 26. September 2006 - X ZB 14/06 - a.a.O. - Juris-Ausdruck Rn. 32; OLG Düsseldorf…, Beschluss vom 18. Oktober 2006 - VII Verg 30/06 - VergabeR 2007, 92 - Juris-Ausdruck Rn. 11).
Ob keine oder eine nur unwesentliche Beeinträchtigung im Sinne des § 57 Abs. 1 Nr. 2 TKG 1996 gegeben ist, ist in Anlehnung an die Rechtsprechung zu § 906 Abs. 1 Satz 1 BGB zu beantworten; deshalb ist auch im Rahmen des § 57 Abs. 1 Nr. 2 TKG 1996 auf das Empfinden eines verständigen Durchschnittsbenutzers des betroffenen Grundstücks in seiner durch Natur, Gestaltung und Zweckbestimmung geprägten Beschaffenheit abzustellen (vgl. BGH, Urt. v. 14.05.2004 - V ZR 292/03 -, BGHZ 159, 168 [172], m. w. Nachw.).
Schließlich ergibt sich auch aus der Gefahr einer Beschädigung des Schutzrohres und des Kabels und dem daraus resultierenden Haftungsrisiko des Grundstückseigentümers keine mehr als nur unwesentliche Beeinträchtigung seines Grundstücks (vgl. zum Ganzen nochmals: BGH, Urt. v. 14.05.2004, a. a. O., m. w. Nachw.).
Zur Beurteilung der Wesentlichkeit hat das Oberlandesgericht Stuttgart ausgeführt (…OLG Stuttgart Urt. v. 09.02.2009, Aktenzeichen: 10 U 146/08, unveröffentlicht, zit. nach Juris): "Bei der Frage der Zumutbarkeit ist dabei nicht auf die persönlichen Verhältnisse des Eigentümers abzustellen, sondern auf das Empfinden eines verständigen, durchschnittlichen Benutzers des Grundstücks in seiner örtlichen Beschaffenheit, Ausgestaltung und Zweckbestimmung (BGHZ 159, 168, Juris RN 15; BGHZ 157, 33 Juris RN 27).
LG Kleve, 26.10.2012 - 5 S 98/12
Ausgleichsanspruch des Eigentümers bei Duldung des Eingriffs in sein Grundstück …
Das Fehlen einer unzumutbaren Beeinträchtigung des Grundstücks im Sinne des § 76 Abs. 1 Nr. 2 TKG schließt eine unzumutbare Beeinträchtigung gemäß § 76 Abs. 2 Satz 1 TKG nicht aus, weil es bei § 76 Abs. 1 Nr. 2 TKG um die fehlende oder unwesentliche Beeinträchtigung des Grundstücks selbst, bei § 76 Abs. 2 Satz 1 TKG dagegen um die das zumutbare Maß übersteigende Beeinträchtigung seiner Benutzung oder seines Ertrags geht (BGHZ 159, 168 Rn. 14 - zitiert nach juris).
Bei der Frage der Zumutbarkeit ist dabei nicht auf die persönlichen Verhältnisse des Eigentümers und Klägers abzustellen, sondern auf das Empfinden eines verständigen, durchschnittlichen Benutzers des Grundstücks in seiner örtlichen Beschaffenheit, Ausgestaltung und Zweckbestimmung (BGHZ 159, 168; BGHZ 157, 33; jeweils juris).