Source: http://www.justlaw.de/gesetze/Bundesbeamtengesetz-BBG.htm
Timestamp: 2017-06-26 00:08:54
Document Index: 281155279

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 4', '§ 24', '§ 4', '§ 4', '§ 6', '§ 5', '§ 7', '§ 8', '§ 8', '§ 9', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 10', '§ 2', '§ 11', '§ 7', '§ 7', '§ 12', '§ 7', '§ 7', '§ 13', '§ 11', '§ 11', '§ 12', '§ 14', '§ 13', '§ 13', '§ 15', '§ 15', '§ 15', '§ 16', '§ 13', '§ 16', '§ 17', '§ 18', '§ 19', '§ 15', '§ 5', '§ 5', '§ 20', '§ 16', '§ 15', '§ 20', '§ 21', '§ 7', '§ 22', '§ 9', '§ 7', '§ 23', '§ 8', '§ 24', '§ 24', '§ 28', '§ 25', '§ 26', '§ 27', '§ 58', '§ 28', '§ 29', '§ 7', '§ 18', '§ 30', '§ 31', '§ 42', '§ 46', '§ 42', '§ 36', '§ 41', '§ 32', '§ 31', '§ 33', '§ 10', '§ 28', '§ 34', '§ 81', '§ 35', '§ 36', '§ 4', '§ 42', '§ 36', '§ 37', '§ 38', '§ 39', '§ 26', '§ 40', '§ 39', '§ 41', '§ 41', '§ 42', '§ 1', '§ 14', '§ 72', '§ 42', '§ 1', '§ 42', '§ 42', '§ 42', '§ 44', '§ 65', '§ 43', '§ 42', '§ 44', '§ 47', '§ 45', '§ 40', '§ 46', '§ 42', '§ 42', '§ 43', '§ 46', '§ 43', '§ 42', '§ 43', '§ 44', '§ 47', '§ 10', '§ 42', '§ 37', '§ 48', '§ 49', '§ 48', '§ 50', '§ 51', '§ 51', '§ 26', '§ 31', '§ 52', '§ 53', '§ 54', '§ 55', '§ 56', '§ 57', '§ 58', '§ 7', '§ 7', '§ 59', '§ 60', '§ 61', '§ 62', '§ 63', '§ 64', '§ 65', '§ 66', '§ 64', '§ 65', '§ 66', '§ 65', '§ 67', '§ 68', '§ 69', '§ 64', '§ 66', '§ 69', '§ 70', '§ 71', '§ 72', '§ 72', '§ 64', '§ 65', '§ 72', '§ 10', '§ 72', '§ 72', '§ 72', '§ 72', '§ 72', '§ 72', '§ 66', '§ 72', '§ 72', '§ 73', '§ 74', '§ 75', '§ 76', '§ 77', '§ 61', '§ 69', '§ 70', '§ 39', '§ 45', '§ 42', '§ 77', '§ 78', '§ 79', '§ 79', '§ 80', '§ 80', '§ 80', '§ 81', '§ 26', '§ 26', '§ 82', '§ 83', '§ 83', '§ 84', '§ 85', '§ 86', '§ 87', '§ 87', '§ 88', '§ 89', '§ 18', '§ 89', '§ 5', '§ 9', '§ 36', '§ 23', '§ 7', '§ 90', '§ 35', '§ 67', '§ 90', '§ 90', '§ 90', '§ 90', '§ 90', '§ 90', '§ 48', '§ 11', '§ 90', '§ 90', '§ 90', '§ 91', '§ 92', '§ 93', '§ 94', '§ 95', '§ 96', '§ 97', '§ 60', '§ 98', '§ 8', '§ 99', '§ 100', '§ 101', '§ 102', '§ 103', '§ 104', '§ 97', '§ 171', '§ 3', '§ 172', '§ 126', '§ 173', '§ 174', '§ 53', '§ 175', '§ 176', '§ 176', '§ 48', '§ 48', '§ 48', '§ 43', '§ 26', '§ 177', '§ 5', '§ 26', '§ 65', '§ 7', '§ 68', '§ 178', '§ 5', '§ 36', '§ 179', '§ 180', '§ 183', '§ 8', '§ 184', '§ 185', '§ 186', '§ 187', '§ 188', '§ 189', '§ 190', '§ 190', '§ 191', '§ 192', '§ 199', '§ 2', '§ 200', '§ 202']

Bundesbeamtengesetz BBG § §§ Paragrafen Gesetze Übersicht
Bundesbeamtengesetz (BBG) in der Fassung der Bekanntmachung vom
31. März 1999 (BGBl. I S. 675) Abschnitt 1 Einleitende Vorschriften § 1 Dieses Gesetz gilt für die Bundesbeamten,
soweit es im einzelnen nichts anderes bestimmt. § 2 (1) Bundesbeamter ist, wer zum Bund oder
zu einer bundesunmittelbaren Körperschaft, Anstalt oder Stiftung des öffentlichen Rechts in einem öffentlich-rechtlichen Dienst- und Treueverhältnis (Beamtenverhältnis)
steht. (2) Ein Beamter, der den Bund zum Dienstherrn
hat, ist unmittelbarer Bundesbeamter. Ein Beamter,
der eine bundesunmittelbare Körperschaft, Anstalt oder Stiftung des öffentlichen
Rechts zum Dienstherrn hat, ist mittelbarer Bundesbeamter. § 3 (1) Oberste Dienstbehörde des Beamten ist die oberste Behörde
seines Dienstherrn, in deren Dienstbereich er ein Amt
bekleidet. (2) Dienstvorgesetzter ist, wer für beamtenrechtliche Entscheidungen über die persönlichen Angelegenheiten der ihm nachgeordneten Beamten zuständig ist. Vorgesetzter ist, wer einem Beamten für seine dienstliche Tätigkeit Anordnungen erteilen kann. Wer Dienstvorgesetzter und Vorgesetzter ist, bestimmt sich nach dem Aufbau der öffentlichen Verwaltung ist ein Dienstvorgesetzter nicht vorhanden, so nimmt die zuständige oberste Bundesbehörde
die Befugnisse des Dienstvorgesetzten wahr. Abschnitt II Beamtenverhältnis 1. Allgemeines § 4 Die Berufung in das Beamtenverhältnis ist nur zulässig
zur Wahrnehmung' 1. hoheitsrechtlicher Aufgaben oder 2. solcher Aufgaben, die aus Gründen der Sicherung des Staates oder des öffentlichen Lebens nicht ausschließlich Personen übertragen werden dürfen, die in einem privatrechtlichen Arbeitsverhältnis
stehen. § 5 (1) In das Beamtenverhältnis kann berufen
werden 1. auf Lebenszeit, wer dauernd für Aufgaben im Sinne des § 4
verwendet werden soll, 2. auf Probe, wenn der Beamte a) zur späteren Verwendung auf Lebenszeit
oder b) zur Übertragung eines Amtes mit leitender Funktion (§ 24a) eine Probezeit zurückzulegen hat. (2) Auf Widerruf kann in das Beamtenverhältnis
berufen werden, wer 1. den vorgeschriebenen oder üblichen
Vorbereitungsdienst ableisten oder 2. nur nebenbei oder vorübergehend für Aufgaben im Sinne des § 4
verwendet werden soll. (3) Wer in das Beamtenverhältnis berufen wird, um Aufgaben im Sinne des § 4
ehrenamtlich wahrzunehmen, ist Ehrenbeamter. (4) Gesetzliche Vorschriften, nach denen
Personen auf eine bestimmte Zeitdauer in das Beamtenverhältnis berufen werden können, bleiben unberührt. 2. Ernennung § 6 (1) Einer Ernennung bedarf es 1. zur Begründung des Beamtenverhältnisses, 2. zur Umwandlung des Beamtenverhältnisses in ein solches anderer Art (§ 5
Abs.1, 2 und 4), 3. zur ersten Verleihung eines Amtes, 4. zur Verleihung eines anderen Amtes mit anderem Endgrundgehalt und anderer Amtsbezeichnung, 5. zur Verleihung eines anderen Amtes mit anderer Amtsbezeichnung beim Wechsel der Laufbahngruppe. (2) Die Ernennung erfolgt durch Aushändigung einer Ernennungsurkunde. In der Urkunde müssen
enthalten sein 1. bei der Begründung des Beamtenverhältnisses die Worte " unter Berufung in das Beamtenverhältnis" mit dem die Art des Beamtenverhältnisses bestimmenden Zusatz " auf Lebenszeit" , " auf Probe" , " auf Widerruf" oder " als Ehrenbeamter" oder " auf Zeit" mit
der Angabe der Zeitdauer der Berufung, 2. bei der Umwandlung des Beamtenverhältnisses
Worte nach Nummer 1, 3. bei der Verleihung eines Amtes die Amtsbezeichnung. Entspricht die Ernennungsurkunde nicht der in Satz 2 vorgeschriebenen Form, so liegt eine Ernennung nicht vor. (3) Das Beamtenverhältnis endet außer
durch Tod durch 1. Entlassung, 2. Verlust der Beamtenrechte, 3. Entfernung aus dem Dienst nach der Bundesdisziplinarordnung. (4) Das Beamtenverhältnis endet ferner durch Eintritt in den Ruhestand unter Berücksichtigung
der die beamtenrechtliche Stellung der Ruhestandsbeamten
regelnden Vorschriften. § 7 (1) In das Beamtenverhältnis darf nur
berufen wer den, wer 1. Deutscher im Sinne des Artikels 116
des Grundgesetzes ist oder die Staatsangehörigkeit eines anderen Mitgliedstaates der Europäischen
Gemeinschaften besitzt, 2. die Gewähr dafür bietet, daß er jederzeit für
des Grundgesetzes eintritt, 3. a) die für seine Laufbahn vorgeschriebene
- oder mangels solcher Vorschriften - übliche
Vorbildung besitzt oder b) die erforderliche Befähigung durch Lebens- und Berufserfahrung innerhalb oder außerhalb des öffentlichen
Dienstes erworben hat.' (2) Wenn die Aufgaben es erfordern, darf
in ein Beamtenverhältnis berufen werden (Artikel 48
Abs. 4 EWG-Vertrag). (3) Der Bundesminister des Innern kann
Ausnahmen von Absatz 1 Nr. 1 und Absatz 2 zulassen,
wenn für die Gewinnung des Beamten ein dringendes dienstliches Bedürfnis
besteht. § 8 (1) Die Bewerber sind durch Stellenausschreibung
zu ermitteln. Ihre Auslese ist nach Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung ohne Rücksicht auf Geschlecht, Abstammung, Rasse, Glauben, religiöse
oder politische Anschauungen, Herkunft oder Beziehungen
vorzunehmen. (2) Die Pflicht zur Stellenausschreibung
gilt nicht für die Stellen der Staatssekretäre, Abteilungsleiter in den Bundesministerien und Leiter der den Bundesministerien unmittelbar nachgeordneten Behörden sowie der bundesunmittelbaren Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts. Über weitere Ausnahmen von der Pflicht zur Stellenausschreibung entscheidet der Bundespersonalausschuß. (3) Stellenausschreibungen dürfen sich nicht nur an Männer oder nur an Frauen richten, es sei denn, ein bestimmtes Geschlecht ist unverzichtbare Voraussetzung für diese Tätigkeit. Sie sind so abzufassen, daß sie auch Frauen zu einer Bewerbung auffordern. Dies gilt insbesondere für Stellen in Bereichen, in denen Frauen in geringerer Zahl beschäftigt sind als Männer. § 8a Legt ein Beamter, dessen Rechte und Pflichten
aus dem Dienstverhältnis ruhen oder der ohne Besoldung beurlaubt ist, sein Mandat nieder und bewirbt er sich zu diesem Zeitpunkt erneut um einen Sitz im Deutschen Bundestag oder in der gesetzgebenden Körperschaft eines Landes, so ist die Übertragung eines anderen Amtes mit höherem Endgrundgehalt und die Übertragung eines anderen Amtes beim Wechsel der Laufbahngruppe nicht zulässig. Satz 1 gilt entsprechend für
die Zeit zwischen zwei Wahlperioden. § 9 (1) Beamter auf Lebenszeit darf nur werden, wer 1. die in § 7 bezeichneten Voraussetzungen erfüllt, 2. das siebenundzwanzigste Lebensjahr vollendet hat, 3. sich a) als Laufbahnbewerber (§ 7 Abs. 1 Nr. 3 Buchstabe a) nach Ableistung des vorgeschriebenen oder üblichen Vorbereitungsdienstes und Ablegung der vorgeschriebenen oder üblichen Prüfungen
oder b) als anderer Bewerber (§ 7 Abs. 1 Nr.
3 Buchstabe b) in einer Probezeit bewährt hat. (2) Ein Beamtenverhältnis auf Probe ist spätestens nach fünf Jahren in ein solches auf Lebenszeit umzuwandeln, wenn der Beamte die beamtenrechtlichen Voraussetzungen hierfür erfüllt. Die Frist verlängert sich um die Zeit einer Beurlaubung ohne Dienstbezüge. § 10 (1) Der Bundespräsident ernennt die Beamten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist oder er die Ausübung dieser Befugnis nicht anderen Stellen überträgt. (2) Die Ernennung wird mit dem Tage der
Aushändigung der Ernennungsurkunde wirksam, wenn nicht in der Urkunde ausdrücklich ein späterer Tag bestimmt ist. Eine Ernennung auf einen zurückliegenden Zeitpunkt ist unzulässig
und insoweit unwirksam. (3) Mit der Ernennung erlischt ein privatrechtliches
Arbeitsverhältnis zum Dienstherrn (§ 2). [Gehe niemals mit sanftem Herzen in die Nacht. (Dylan
Thomas)]
§ 11 (1) Eine Ernennung ist nichtig, wenn
sie von einer sachlich unzuständigen Behörde ausgesprochen wurde. Die Ernennung kann jedoch von der sachlich zuständigen Behörde rückwirkend bestätigt
werden. (2) Eine Ernennung ist ferner nichtig, wenn der Ernannte im Zeitpunkt der Ernennung 1. nach § 7 Abs. 1 Nr. 1 nicht ernannt werden durfte und eine Ausnahme nach § 7
Abs. 3 nicht zugelassen war oder 2. nicht die Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Ämter
hatte. § 12 (1) Eine Ernennung ist zurückzunehmen, 1. wenn sie durch Zwang, arglistige Täuschung oder Bestechung herbeigeführt
wurde oder 2. wenn nicht bekannt war, daß der Ernannte ein Verbrechen oder Vergehen begangen hatte, das ihn der Berufung in das Beamtenverhältnis unwürdig erscheinen läßt, und er deswegen rechtskräftig
zu einer Strafe verurteilt war oder wird oder 3. wenn der Ernannte nach § 7 Abs. 2 nicht ernannt werden durfte und eine Ausnahme nach § 7 Abs. 3 nicht zugelassen war und die Ausnahme nicht nachträglich
erteilt wird. (2) Eine Ernennung kann zurückgenommen werden, wenn nicht bekannt war, daß der Ernannte in einem Disziplinarverfahren aus dem Dienst entfernt oder zum Verlust der Versorgungsbezüge
verurteilt worden war. § 13 (1) In den Fällen des § 11 hat der Dienstvorgesetzte nach Kenntnis des Grundes der Nichtigkeit dem Ernannten jede weitere Führung der Dienstgeschäfte zu verbieten, bei Nichtigkeit nach § 11 Abs. 1 erst dann, wenn die sachlich zuständige Behörde es abgelehnt hat, die Ernennung zu bestätigen. (2) In den Fällen des § 12 muß die Rücknahme innerhalb einer Frist von sechs Monaten erfolgen, nachdem die oberste Dienstbehörde von der Ernennung und dem Grunde der Rücknahme Kenntnis erlangt hat. Vor der Rücknahme ist der Beamte zu hören. Die Rücknahme wird von der obersten Dienstbehörde erklärt die Erklärung
ist dem Beamten zuzustellen. § 14 Ist eine Ernennung nichtig oder ist sie
zurückgenommen worden, so sind die bis zu dem Verbot (§ 13 Abs. 1) oder bis zur Zustellung der Erklärung der Rücknahme (§ 13 Abs. 2) vorgenommenen Amtshandlungen des Ernannten in gleicher Weise gültig, wie wenn sie ein Beamter ausgeführt hätte. Die gezahlten Dienstbezüge können
belassen werden. 3. Laufbahnen § 15 (1) Die Bundesregierung wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung ohne Zustimmung des Bundesrates nach Maßgabe der §§ 15a
bis 25 1. die allgemeinen Vorschriften über
die Laufbahnen der Beamten, 2. die besonderen Vorschriften für die einzelnen Laufbahnen (Laufbahn-, Ausbildungs- und Prüfungsordnungen) zu erlassen. (2) Die Bundesregierung kann die Befugnis
nach Absatz 1 Nr. 2 durch Rechtsverordnung ohne Zustimmung
des Bundesrates auf oberste Dienstbehörden übertragen. Rechtsverordnungen nach Satz 1 bedürfen
des Einvernehmens mit dem Bundesministerium des Innern. § 15a (1) Für die Zulassung zu den Laufbahnen werden die Bildungsgänge und ihre Abschlüsse den Laufbahnen in Übereinstimmung
mit dem beamtenrechtlichen Grundsatz der funktionsbezogenen
Bewertung zugeordnet. Die Anwendung dieses Grundsatzes
im Besoldungsrecht ist dabei zu beachten. (2) Die Laufbahnvorschriften bestimmen
in Übereinstimmung , mit Absatz 1 unter Berücksichtigung der besoldungsrechtlichen Regelungen, welche Bildungsgänge und Prüfungen nach den §§ 16 bis 19 die Voraussetzungen für die Laufbahn erfüllen. Die Bildungsvoraussetzungen müssen geeignet sein, in Verbindung mit der für die Laufbahn vorgeschriebenen berufspraktischen Ausbildung oder Tätigkeit die Anforderungen der Befähigung für die Laufbahn zu erfüllen. Mit dieser Maßgabe müssen sie für gleichzubewertende Befähigungen einander gleichwertig
sein. § 13
Abs. 3 Satz 4 des Beamtenrechtsrahmengesetzes gilt
entsprechend. § 16 Für die Laufbahnen des einfachen Dienstes
sind mindestens zu fordern 1. der erfolgreiche Besuch einer Hauptschule oder ein als gleichwertig anerkannter Bildungsstand, 2. ein Vorbereitungsdienst. § 17 Für die Laufbahnen des mittleren Dienstes
sind mindestens zu fordern 1. der Abschluß einer Realschule oder der erfolgreiche Besuch einer Hauptschule und eine förderliche
abgeschlossene Berufsausbildung oder eine Ausbildung in einem öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnis oder ein als gleichwertig anerkannter Bildungsstand, 2. ein Vorbereitungsdienst von einem Jahr, 3. die Ablegung der Laufbahnprüfung. § 18 (1) Für die Laufbahnen des gehobenen
Dienstes sind zu fordern 1. eine zu einem Hochschulstudium berechtigende Schulbildung oder ein als gleichwertig anerkannter Bildungsstand, 2. ein Vorbereitungsdienst von drei Jahren, 3. die Ablegung. der Laufbahnprüfung. (2) Der Vorbereitungsdienst vermittelt
gleichstehenden Studiengang den Beamten die wissenschaftlichen
Fähigkeiten und Kenntnisse, die zur Erfüllung der Aufgaben
Jahr nicht unterschreiten. (3) Der Vorbereitungsdienst kann auf
eine Ausbildung in fachbezogenen Schwerpunktbereichen
der Laufbahnaufgaben beschränkt werden, wenn der Erwerb der wissenschaftlichen Erkenntnisse und Methoden, die zur Erfüllung der Aufgaben in der Laufbahn erforderlich sind, durch eine insoweit als geeignet anerkannte Prüfung als Abschluß eines Studienganges an einer Hochschule nachgewiesen worden ist. Anrechenbar sind Studienzeiten von der Zeitdauer, um die nach Satz 1 der Vorbereitungsdienst gekürzt ist. Gegenstand der Laufbahnprüfung
sind die Ausbildungsinhalte des berufspraktischen Vorbereitungsdienstes. (4) Nach näherer Bestimmung der Laufbahnvorschriften besitzt die Befähigung für eine Laufbahn des gehobenen Dienstes auch, wer außerhalb des Vorbereitungsdienstes eine den Anforderungen des Absatzes 2 entsprechende Ausbildung in einem Studiengang einer Hochschule durch eine Prüfung abgeschlossen hat, die der Laufbahnprüfung gleichwertig ist. Wenn die besonderen Verhältnisse der Laufbahn es erfordern, kann als Voraussetzung für die Anerkennung der Prüfung als Laufbahnprüfung eine
auf höchstens sechs Monate zu bemessende Einführung
in die Laufbahnaufgaben vorgeschrieben werden. § 19 (1) Für die Laufbahnen des höheren Dienstes
sind zu fordern 1. ein nach § 15a Abs. 2 Satz 2 geeignetes, mindestens dreijähriges mit einer Prüfung
abgeschlossenes Studium an einer Hochschule, 2. ein Vorbereitungsdienst von mindestens
zwei Jahren und die Ablegung der Laufbahnprüfung oder einer die Befähigung , für die Laufbahn vermittelnden zweiten Prüfung, Abweichend von Satz 1 kann die Befähigung für die Laufbahn des höheren allgemeinen Verwaltungsdienstes auch durch einen Ausbildungsgang nach § 5b des Deutschen Richtergesetzes in der Fassung des Gesetzes vom 10. September 1971 (BGBl. I S. 1557) erworben werden. Auf die Ausbildung nach Satz 1 oder Satz 2 kann nach Maßgabe des § 5c des Deutschen Richtergesetzes eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung für den gehobenen Justizdienst oder für
den gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst angerechnet
werden. (2) Im Sinne des Absatzes 1 Nr. 1 werden
für den allgemeinen Verwaltungsdienst die Studien der Rechtswissenschaft (privates und öffentliches
Recht) sowie der Wirtschafts-, Finanz- und Sozialwissenschaften
als gleichwertig anerkannt. § 20 (1 Für Beamte besonderer Fachrichtungen können an Stelle des Vorbereitungsdienstes und der Laufbahnprüfung (§§ 16 bis 19) andere nach § 15a Abs. 2 gleichwertige Befähigungsvoraussetzungen vorgeschrieben werden, wenn es die besonderen Verhältnisse
der Laufbahn erfordern. (2) Die Laufbahnvorschriften können bestimmen, inwieweit eine für die Ausbildung des Beamten förderliche berufliche Tätigkeit
auf den Vorbereitungsdienst angerechnet wird. § 20a (1) Die Laufbahnbefähigung kann auch
auf Grund 1. der Richtlinie 89/48/EWG des Rates
vom 21. Dezember 1988 über eine allgemeine Regelung zur Anerkennung der Hochschuldiplome, die eine mindestens dreijährige Berufsausbildung abschließen
(ABI. EG 1989 Nr. L 19 S. 16), oder 2. der Richtlinie 92/51 /EWG des Rates
vom 18. Juni 1992 über eine zweite allgemeine Regelung zur Anerkennung beruflicher Befähigungsnachweise in Ergänzung
zur Richtlinie 89/48/EWG (ABI. EG Mr. L 209 S. 25) erworben werden. Das Nähere regelt das
Bundesministerium des Innern durch Rechtsverordnung. (2) Die Beherrschung der deutschen Sprache
in Wort und Schrift ist Voraussetzung für die Zulassung
zur Laufbahn. § 21 Von anderen als Laufbahnbewerbern (§ 7 Abs. 1 Nr. 3 Buchstabe b) darf ein bestimmter Vorbildungsgang nicht gefordert werden, sofern er nicht für alle Bewerber gesetzlich vorgeschrieben ist. Die Befähigung dieser Bewerber ist durch den Bundespersonalausschuß oder einen von ihm zu bestimmenden unabhängigen Ausschuß festzustellen. § 22 (1) Art und Dauer der Probezeit (§ 9 Abs. 1 Nr. 3) ist nach den Erfordernissen in den einzelnen Laufbahnen festzusetzen sie soll fünf Jahre nicht übersteigen. (2) Die Dauer der Probezeit muß bei anderen als Laufbahnbewerbern (§ 7 Abs. 1 Nr. 3 Buchstabe b) mindestens drei Jahre betragen der Bundespersonalausschuß kann
Ausnahmen zulassen. (3) Inwieweit auf die Probezeit eine
innerhalb des öffentlichen Dienstes im Angestellten- oder Arbeiterverhältnis verbrachte Zeit anzurechnen ist, bestimmen die Laufbahnvorschriften die Zeit einer dem übertragenen Amt entsprechenden Tätigkeit
soll angerechnet werden § 23 Beförderungen sind nach den Grundsätzen des § 8
Abs. 1 Satz 2 vorzunehmen. § 24 Ämter, die bei regelmäßiger Gestaltung der Laufbahn zu durchlaufen sind, sollen nicht übersprungen werden. Dies gilt auch für andere als Laufbahnbewerber. Über Ausnahmen entscheidet der Bundespersonalausschuß. § 24a (1) Ein Amt mit leitender Funktion wird
zunächst im Beamtenverhältnis auf Probe übertragen. Die regelmäßige Probezeit beträgt zwei Jahre. Die oberste Dienstbehörde kann eine Verkürzung der Probezeit zulassen die Mindestprobezeit beträgt ein Jahr. Zeiten, in denen dem Beamten die leitende Funktion nach Satz 1 bereits übertragen worden ist, können auf die Probezeit angerechnet werden. Eine Verlängerung der Probezeit ist nicht zulässig. (2) In ein Amt im Sinne des Absatzes 1 darf nur berufen werden, wer 1. sich in einem Beamtenverhältnis auf
Lebenszeit befindet und 2. in dieses Amt auch als Beamter auf
Lebenszeit berufen werden könnte. Vom Tage der Ernennung ruhen für die Dauer der Probezeit die Rechte und Pflichten aus dem Amt, das dem Beamten zuletzt im Beamtenverhältnis auf Lebenszeit übertragen worden ist, mit Ausnahme der Pflicht zur Amtsverschwiegenheit und des Verbotes der Annahme von Belohnungen und Geschenken das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit besteht fort. Dienstvergehen, die mit Bezug auf das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit oder das Beamtenverhältnis auf Probe begangen worden sind, werden so
verfolgt, als stünde der Beamte nur im Beamtenverhältnis
auf Lebenszeit. (3) Der Bundespersonalausschuß kann Ausnahmen von Absatz 2 Satz 1 zulassen. Befindet sich der Beamte nur in dem Beamtenverhältnis auf Probe nach Absatz 1, bleiben die für die Beamten auf Probe geltenden Vorschriften der Bundesdisziplinarordnung unberührt. (4) Der Beamte ist 1. mit Ablauf der Probezeit nach Absatz 1 oder 2. mit Beendigung seines Beamtenverhältnisses
auf Lebenszeit oder 3. mit der Versetzung zu einem anderen Dienstherrn oder 4. mit Verhängung einer nur im förmlichen Disziplinarverfahren zulässigen Disziplinarmaßnahme aus ein Beamtenverhältnis auf Probe nach Absatz 1 entlassen. Die §§ 28 bis 30 und 31 Abs. 1, 2 und 5 bleiben unberührt. (5) Mit erfolgreichem Abschluß der Probezeit soll dem Beamten das Amt nach Absatz 1 auf Dauer im Beamtenverhältnis auf Lebenszeit übertragen werden eine erneute Berufung des Beamten, in ein Beamtenverhältnis auf Probe zur Übertragung dieses Amtes innerhalb eines Jahres ist nicht zulässig. Wird das Amt nicht auf Dauer übertragen, endet der Anspruch auf Besoldung aus diesem Amt. Weitergehende Ansprüche
bestehen nicht. (6) Ämter im Sinne des Absatzes 1 sind die Ämter der Abteilungsleiter und Unterabteilungsleiter in den obersten Bundesbehörden und die der Bundesbesoldungsordnung B angehörenden Ämter der Leiter der übrigen Bundesbehörden sowie der bundesunmittelbaren Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts, soweit sie nicht richterliche Unabhängigkeit
besitzen. (7) Der Beamte führt während seiner Amtszeit im Dienst nur die Amtsbezeichnung des ihm nach Absatz 1 übertragenen Amtes er darf nur sie auch außerhalb des Dienstes führen. Wird dem Beamten das Amt nach Absatz 1 nicht auf Dauer übertragen, darf er die Amtsbezeichnung nach Satz 1 mit dem Ausscheiden aus dem Beamtenverhältnis auf Probe nicht weiterführen. § 25 Der Aufstieg von einer Laufbahn in die
nächsthöhere Laufbahn ist auch ohne Erfüllung der Eingangsvoraussetzungen möglich. Für den Aufstieg soll die Ablegung einer Prüfung verlangt werden die Laufbahnvorschriften können
Abweichendes bestimmen. 4. Versetzung und Abordnung § 26 (1) Der Beamte kann, soweit gesetzlich
nichts anderes bestimmt ist, innerhalb des Dienstbereiches
seines Dienstherrn versetzt werden, wenn er es beantragt
oder ein dienstliches Bedürfnis besteht. Eine Versetzung bedarf nicht seiner Zustimmung, wenn das neue Amt zum Bereich desselben Dienstherrn gehört, derselben Laufbahn angehört wie das bisherige Amt und mit mindestens demselben Endgrundgehalt verbunden ist Stellenzulagen gelten hierbei nicht als Bestandteile des Grundgehaltes. Beim Wechsel der Verwaltung ist der Beamte zu hören. (2) Aus dienstlichen Gründen kann ein Beamter ohne seine Zustimmung in ein Amt mit demselben Endgrundgehalt auch einer gleichwertigen oder anderen Laufbahn, auch im Bereich eines anderen Dienstherrn, versetzt werden Stellenzulagen gelten hierbei nicht als Bestandteile des Grundgehaltes. Bei der Auflösung oder einer wesentlichen Änderung des Aufbaues oder der Aufgaben einer Behörde oder der Verschmelzung von Behörden kann ein Beamter, dessen Aufgabengebiet davon berührt wird,
auch ohne seine Zustimmung in ein anderes Amt derselben oder einer gleichwertigen Laufbahn mit geringerem Endgrundgehalt im Bereich desselben Dienstherrn versetzt werden, wenn eine seinem bisherigen Amt entsprechende Verwendung nicht möglich ist das Endgrundgehalt muß mindestens
dem des Amtes entsprechen, das der Beamte vor dem bisherigen
Amt innehatte. (3) Besitzt der Beamte nicht die Befähigung für die andere Laufbahn, hat er an Maßnahmen für den Erwerb der neuen Befähigung
teilzunehmen. § 27 (1) Der Beamte kann, wenn ein dienstliches
Bedürfnis besteht, vorübergehend ganz oder teilweise zu einer seinem Amt entsprechenden Tätigkeit
an eine andere Dienststelle abgeordnet werden (2) Aus dienstlichen Gründen kann der Beamte vorübergehend ganz oder teilweise auch zu einer nicht seinem Amt entsprechenden Tätigkeit abgeordnet werden, wenn ihm die Wahrnehmung der neuen Tätigkeit auf Grund seiner Vorbildung oder Berufsausbildung zuzumuten ist. Dabei ist auch die Abordnung zu einer Tätigkeit, die nicht einem Amt mit demselben Endgrundgehalt entspricht, zulässig. Die Abordnung nach den Sätzen 1 und 2 bedarf der Zustimmung des Beamten, wenn sie die Dauer von
zwei Jahren übersteigt. (3) Die Abordnung zu einem anderen Dienstherrn
bedarf der Zustimmung des Beamten. Abweichend von Satz
1 ist die Abordnung auch ohne Zustimmung des Beamten
zulässig, wenn die neue Tätigkeit einem Amt mit demselben Endgrundgehalt auch einer gleichwertigen oder anderen Laufbahn entspricht und die Abordnung die Dauer von fünf Jahren nicht übersteigt. (4) Wird ein Beamter eines Landes, einer
Gemeinde (eines Gemeindeverbandes) oder einer sonstigen
nicht der Bundesaufsicht unterstehenden Körperschaft, Anstalt oder Stiftung des öffentlichen Rechts zur vorübergehenden Beschäftigung in den Bundesdienst abgeordnet, finden für die Dauer der Abordnung die Vorschriften des Abschnittes III (ohne die §§ 58, 81 bis 87a) entsprechende Anwendung zur Zahlung der Dienstbezüge
ist auch der Dienstherr verpflichtet, zu dem der Beamte
abgeordnet ist. 5. Beendigung des Beamtenverhältnisses a) Entlassung § 28 Der Beamte ist zu entlassen, 1. wenn er sich weigert, den gesetzlich
Stelle vorgeschriebenes Gelöbnis abzulegen, oder 2. wenn er zur Zeit der Ernennung als
Inhaber eines Amtes, das kraft Gesetzes mit dem Mandat
unvereinbar ist, Mitglied des Deutschen Bundestages
war und nicht innerhalb der von der obersten Dienstbehörde
gesetzten angemessenen Frist sein Mandat niederlegt
oder 3. wenn er ohne Genehmigung der obersten
Dienstbehörde seinen Wohnsitz oder dauernden Aufenthalt
im Ausland nimmt. § 29 (1) Der Beamte ist entlassen, 1. wenn er die Eigenschaft als Deutscher
Staatsangehörigkeit eines anderen Mitgliedstaates der Europäischen
Gemeinschaften verliert oder 2. wenn er in ein öffentlich-rechtliches Dienst- oder Amtsverhältnis zu einem anderen Dienstherrn tritt, sofern gesetzlich nichts anderes bestimmt ist dies gilt nicht für den Eintritt in ein Beamtenverhältnis
auf Widerruf oder als Ehrenbeamter. Nummer 1 findet keine Anwendung, wenn
der Beamte die Staatsangehörigkeit eines sonstigen Mitgliedstaates der Europäischen
Gemeinschaften besitzt. (2) Der Beamte kann entlassen werden,
wenn er in Fällen des § 7 Abs. 2 die Eigenschaft als
verliert. (3) Die oberste Dienstbehörde entscheidet darüber, ob die Voraussetzungen des Absatzes 1 vorliegen, und stellt den Tag der Beendigung des Beamtenverhältnisses fest. In den Fällen des Absatzes 1 Nr. 2 kann sie im Einvernehmen mit dem Bundesminister des Innern und dem neuen Dienstherrn die Fortdauer des Beamtenverhältnisses neben dem neuen Dienst- oder Amtsverhältnis
anordnen. (4) Absatz 1 Nr. 2 ist nicht anzuwenden,
wenn der Beamte zum Mitglied der Regierung eines Landes
ernannt wird für diesen Fall gilt § 18 Abs. 1 und 2 des Bundesministergesetzes entsprechend. Das gilt auch für den Eintritt in ein Amtsverhältnis, das dem eines Parlamentarischen Staatssekretärs im Sinne des Gesetzes über die Rechtsverhältnisse der Parlamentarischen Staatssekretäre
entspricht. § 30 (1) Der Beamte kann jederzeit seine Entlassung
verlangen. Das Verlangen muß dem Dienstvorgesetzten schriftlich erklärt werden. Die Erklärung kann, solange die Entlassungsverfügung dem Beamten noch nicht zugegangen ist, innerhalb zweier Wochen nach Zugang bei dem Dienstvorgesetzten zurückgenommen werden, mit Zustimmung der Entlassungsbehörde
auch nach Ablauf dieser Frist. (2) Die Entlassung ist für den beantragten Zeitpunkt auszusprechen sie kann jedoch solange hinausgeschoben werden, bis der Beamte seine Amtsgeschäfte ordnungsgemäß erledigt hat, längstens
drei Monate. § 31 (1) Der Beamte auf Probe kann ferner
entlassen werden, wenn einer der folgenden Entlassungsgründe
vorliegt: 1. ein Verhalten, das bei einem Beamten
auf Lebenszeit eine Disziplinarmaßnahme zur Folge hätte, die nur im förmlichen Disziplinarverfahren verhängt
werden kann, oder 2. mangelnde Bewährung (Eignung, Befähigung,
fachliche Leistung) oder 3. Dienstunfähigkeit (§ 42), wenn der Beamte nicht nach § 46
in den Ruhestand versetzt wird, oder 4. Auflösung, Verschmelzung oder wesentliche Änderung des Aufbaus der Beschäftigungsbehörde, wenn das Aufgabengebiet des Beamten von der Auflösung oder Umbildung berührt wird und eine anderweitige Verwendung nicht möglich
ist. § 42 Abs. 3 ist in den Fällen des Satzes 1 Nr. 2 bei allein mangelnder gesundheitlicher Eignung und in den Fällen der Nummer 3 sinngemäß anzuwenden. (2) Beamte auf Probe der in § 36 bezeichneten Art können
jederzeit entlassen werden. (3) Bei der Entlassung sind folgende Fristen einzuhalten: bei einer Beschäftigungszeit bis zu drei Monaten zwei Wochen zum Monatsschluß, von mehr als drei Monaten ein Monat zum
Monatsschluß, von mindestens einem Jahr sechs Wochen
zum Schluß eines Kalendervierteljahres. Als Beschäftigungszeit gilt die Zeit ununterbrochener Tätigkeit als Beamter auf Probe im Bereich derselben obersten Dienstbehörde. (4) Im Falle des Absatzes 1 Nr. 1 kann der Beamte auf Probe ohne Einhaltung einer Frist entlassen werden. (5) Erreicht ein Beamter auf Probe die
Altersgrenze (§ 41 Abs. 1), so ist er mit dem Ende des Monats, in den dieser Zeitpunkt fällt,
entlassen. § 32 (1) Der Beamte auf Widerruf kann jederzeit
durch Widerruf entlassen werden. § 31 Abs. 3, 4 und
5 gilt entsprechend. (2) Dem Beamten auf Widerruf im Vorbereitungsdienst
abzuleisten und die Prüfung abzulegen. Der Beamte ist mit Ablauf des Tages aus dem Beamtenverhältnis
entlassen, an dem ihm 1. das Bestehen oder endgültige Nichtbestehen der Prüfung, 2. das endgültige Nichtbestehen ein er vorgeschriebenen Zwischenprüfung bekanntgegeben wird. § 33 Soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt
ist, wird die Entlassung von der Stelle verfügt, die nach § 10 Abs. 1 für die Ernennung des Beamten zuständig wäre, und tritt im Falle des § 28 Nr. 1 mit der Zustellung, im übrigen mit dem Ende des Monats ein, der auf den Monat folgt, in dem die Entlassungsverfügung
dem Beamten schriftlich mitgeteilt worden ist. § 34 Nach der Entlassung hat der frühere Beamte keinen Anspruch auf Dienstbezüge und Versorgung, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Er darf die Amtsbezeichnung und die im Zusammenhang mit dem Amt verliehenen Titel nur führen, wenn ihm die Erlaubnis nach § 81
Abs. 4 erteilt ist. b) Eintritt in den Ruhestand § 35 Für den Eintritt in den Ruhestand gelten die Vorschriften der §§ 36 bis 47. Sind die Voraussetzungen des § 4 Abs. 1 des Beamtenversorgungsgesetzes nicht erfüllt, so endet das Beamtenverhältnis statt durch Eintritt in den Ruhestand durch Entlassung § 42 Abs. 3 ist sinngemäß anzuwenden. § 36 (1) Der Bundespräsident kann jederzeit
in den einstweiligen Ruhestand versetzen 1. Staatssekretäre und Ministerialdirektoren, 2. sonstige Beamte des höheren Dienstes im auswärtigen Dienst von der Besoldungsgruppe B 3 an aufwärts
sowie Botschafter in der Besoldungsgruppe A 16, 3. Beamte des höheren Dienstes des Amtes für den Militärischen Abschirmdienst, des Bundesamtes für Verfassungsschutz und des Bundesnachrichtendienstes von der Besoldungsgruppe B 6 an aufwärts, 4. den Chef des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung, dessen Stellvertreter und den Stellvertretenden Sprecher der Bundesregierung, 5. den Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof und den Oberbundesanwalt beim Bundesverwaltungsgericht, 6. den Bundesbeauftragten für den Zivildienst, 7. den Präsidenten des Bundeskriminalamtes, soweit sie Beamte auf Lebenszeit sind. (2) Gesetzliche Vorschriften, nach denen
andere Beamte in den einstweiligen Ruhestand versetzt
werden können, bleiben unberührt. § 37 Der einstweilige Ruhestand beginnt, wenn
nicht Im Einzelfalle ausdrücklich ein späterer Zeitpunkt festgesetzt wird, mit dem Zeitpunkt, in dem die Versetzung in den Ruhestand dem Beamten mitgeteilt wird, spätestens jedoch mit dem Ende der drei Monate, die auf den Monat der Mitteilung folgen. Die Verfügung kann bis zum Beginn des Ruhestandes zurückgenommen
werden. § 38 (weggefallen) § 39 Der in den einstweiligen Ruhestand versetzte
Beamte ist verpflichtet, einer erneuten Berufung in
das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit Folge zu leisten, wenn ihm ein Amt im Dienstbereich seines früheren Dienstherrn verliehen werden soll, das derselben oder einer mindestens gleichwertigen Laufbahn angehört wie das frühere Amt und mit mindestens demselben Endgrundgehalt (§ 26
Abs. 1 Satz 2) verbunden ist. § 40 Der einstweilige Ruhestand endet bei
erneuter Berufung in das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit (§ 39). § 41 (1) Der Beamte auf Lebenszeit tritt mit
dem Ende des Monats in den Ruhestand, in dem er das
fünfundsechzigste Lebensjahr vollendet. Für einzelne
Beamtengruppen kann gesetzlich eine andere Altersgrenze
bestimmt werden. (2) Der Eintritt in den Ruhestand kann
auf Antrag des Beamten, wenn es im dienstlichen Interesse
liegt, über das vollendete fünfundsechzigste Lebensjahr hinaus um eine bestimmte Frist, die jeweils ein Jahr nicht übersteigen darf, hinausgeschoben werden, jedoch nicht länger als bis zum vollendeten achtundsechzigsten Lebensjahr. Unter den gleichen Voraussetzungen kann der Eintritt in den Ruhestand bei einer nach Absatz 1 Satz 2 gesetzlich bestimmten früheren
Altersgrenze um bis zu drei Jahre hinausgeschoben werden. (3) Wenn dringende dienstliche Belange
im Einzelfall die Fortführung der Dienstgeschäfte durch einen bestimmten Beamten erfordern, kann auf Antrag der obersten Dienstbehörde die Bundesregierung den Eintritt in den Ruhestand über das fünfundsechzigste Lebensjahr hinaus für eine bestimmte Frist, die jeweils ein Jahr nicht übersteigen darf, hinausschieben, jedoch nicht über die Vollendung des siebzigsten Lebensjahres hinaus. Unter den gleichen Voraussetzungen kann die Bundesregierung eine nach Absatz 1 Satz 2 festgesetzte frühere
Altersgrenze bis zum fünfundsechzigsten
Lebensjahr hinausschieben. (4) Wer das fünfundsechzigste Lebensjahr vollendet hat, darf nicht zum Beamten ernannt werden in den Fällen des Absatzes 1 Satz 2 tritt an die Stelle des fünfundsechzigsten Lebensjahres die für
die einzelne Beamtengruppe vorgesehene andere Altersgrenze.
Ist der Beamte trotzdem ernannt worden, so ist er zu
entlassen. (5) Der in den einstweiligen Ruhestand
versetzte Beamte gilt mit Vollendung des fünfundsechzigsten
Lebensjahres als dauernd in den Ruhestand versetzt. § 41a Die Beamten auf Lebenszeit im Feuerwehrdienst der Bundeswehr treten mit dem Ende des Monats in den Ruhestand, in dem sie das sechzigste Lebensjahr vollenden. § 42 (1) Der Beamte auf Lebenszeit ist in
den Ruhestand zu versetzen, wenn er infolge eines körperlichen Gebrechens oder wegen Schwäche seiner körperlichen oder geistigen Kräfte zur Erfüllung seiner Dienstpflichten dauernd unfähig (dienstunfähig) ist. Als dienstunfähig kann der Beamte auch dann angesehen werden, wenn er infolge Erkrankung innerhalb eines Zeitraumes von sechs Monaten mehr als drei Monate keinen Dienst getan hat und keine Aussicht besteht, daß er innerhalb weiterer sechs Monate wieder voll dienstfähig wird. Bestehen
Zweifel über die Dienstunfähigkeit des Beamten, so ist er verpflichtet, sich nach Weisung der Behörde ärztlich untersuchen und, falls ein Amtsarzt dies für erforderlich hält,
auch beobachten zu lassen. (2) Gesetzliche Vorschriften, die für einzelne Beamtengruppen andere Voraussetzungen für die Beurteilung der Dienstunfähigkeit bestimmen, bleiben unberührt. (3) Von der Versetzung des Beamten in
den Ruhestand wegen Dienstunfähigkeit soll abgesehen werden, wenn ihm ein anderes Amt derselben oder einer anderen Laufbahn übertragen werden kann. In den Fällen des Satzes 1 ist die Übertragung eines anderen Amtes ohne Zustimmung des Beamten zulässig, wenn das neue Amt zum Bereich desselben Dienstherrn gehört, es mit mindestens demselben Endgrundgehalt verbunden ist wie das bisherige Amt und zu erwarten ist, daß der Beamte den gesundheitlichen Anforderungen des neuen Amtes genügt Stellenzulagen
gelten hierbei nicht als Bestandteile des Grundgehaltes. Besitzt der Beamte nicht die Befähigung für die andere Laufbahn, hat er an Maßnahmen für den Erwerb der neuen Befähigung teilzunehmen. Dem Beamten kann zur Vermeidung seiner Versetzung in den Ruhestand unter Beibehaltung seines Amtes ohne seine Zustimmung auch eine geringerwertige Tätigkeit innerhalb seiner Laufbahngruppe übertragen werden, wenn eine anderweitige Verwendung nicht möglich ist und dem Beamten die Wahrnehmung der neuen Aufgabe unter Berücksichtigung
seiner bisherigen Tätigkeit
zuzumuten ist. (4) Der Beamte auf Lebenszeit kann auch
ohne Nachweis der Dienstunfähigkeit auf seinen Antrag
in den Ruhestand versetzt werden, wenn er 1. schwerbehindert im Sinne des § 1 des
Schwerbehindertengesetzes ist und das sechzigste Lebensjahr
vollendet hat oder 2. das dreiundsechzigste Lebensjahr vollendet hat. Dem Antrag nach Nummer 1 darf nur entsprochen
werden, wenn sich der Beamte unwiderruflich dazu verpflichtet,
aus Beschäftigungen oder Erwerbstätigkeiten durchschnittlich im Monat nicht mehr als den Betrag hinzuzuverdienen, der ein Siebtel der monatlichen Bezugsgröße (§ 14a Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 des Beamtenversorgungsgesetzes) beträgt.* (5) Für Beamte, denen vor dem 1. Juli 1997 auf Antrag Teilzeitbeschäftigung oder Urlaub nach § 72a Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 oder Nr. 4 in der am 1. Juni 1994 geltenden Fassung bewilligt worden ist, gilt für
die Bestimmung des Beginns des Ruhestandes im Sinne
dieser Vorschrift Absatz 4 Satz 1 Nr. 2 in der bis
zum 30. Juni 1997 geltenden Fassung fort. * § 42 Abs. 4 erhält gemäß Artikel 2 Nr. 4 in Verbindung mit Artikel 24 Abs. 2 Nr. 5 und Abs. 3 des Gesetzes vom 29. Juni 1998 (BGBl. I S. 1666), der durch Artikel 1 des Gesetzes vom 21. Dezember 1998 (BGBl. I S. 3834) geändert
worden ist, ab dem 1. Januar 2001 folgende Fassung,
soweit nicht bis zu diesem Zeitpunkt durch ein Gesetz
ein anderes geregelt ist: " (4) Der Beamte auf Lebenszeit kann auch ohne Nachweis der Dienstunfähigkeit
auf seinen Antrag in den Ruhestand versetzt werden,
wenn er 1. das sechzigste Lebensjahr vollendet
hat und schwerbehindert im Sinne des § 1 des Schwerbehindertengesetzes
ist oder 2. das dreiundsechzigste Lebensjahr vollendet
hat." § 42a (1) Von der Versetzung des Beamten in
den Ruhestand wegen Dienstunfähigkeit soll abgesehen werden, wenn der Beamte das fünfzigste Lebensjahr vollendet hat und er unter Beibehaltung seines Amtes seine Dienstpflichten noch während mindestens der Hälfte der regelmäßigen Arbeitszeit erfüllen kann (begrenzte Dienstfähigkeit). (2) Die Arbeitszeit des Beamten ist entsprechend
der begrenzten Dienstfähigkeit herabzusetzen. Er kann mit seiner Zustimmung auch in einer nicht seinem Amt entsprechenden Tätigkeit eingeschränkt
verwendet werden. (3) Von einer eingeschränkten Verwendung des Beamten nach Absatz 2 soll abgesehen werden, wenn ihm nach § 42 Abs. 3 ein anderes Amt oder eine geringerwertige Tätigkeit übertragen
werden kann. (4) § 42 Abs. 1 Satz 3 sowie die §§ 44, 46a und 47 gelten entsprechend. § 65 Abs. 2 Satz 4 gilt mit der Maßgabe, daß von der regelmäßigen Arbeitszeit des Beamten unter Berücksichtigung
der verminderten Arbeitszeit nach Absatz 2 auszugehen
ist. (5) Von der Möglichkeit nach Absatz 1
werden. § 43 (1) Beantragt der Beamte, ihn nach § 42 Abs. 1 in den Ruhestand zu versetzen, so wird seine Dienstunfähigkeit dadurch festgestellt daß sein unmittelbarer Dienstvorgesetzter auf Grund eines amtsärztlichen Gutachtens über den Gesundheitszustand erklärt, er halte ihn nach pflichtgemäßem Ermessen für dauernd unfähig, seine Amtspflichten zu erfüllen. (2) Die über die Versetzung in den Ruhestand entscheidende Behörde ist an die Erklärung
des unmittelbaren Dienstvorgesetzten nicht gebunden sie kann auch andere Beweise erheben. § 44 (1) Hält der Dienstvorgesetzte den Beamten auf Grund eines amtsärztlichen Gutachtens über den Gesundheitszustand, beim Bundeseisenbahnvermögen und im Geschäftsbereich des Bundesministers der Verteidigung auch auf Grund des Gutachtens eines beamteten Arztes, eines Vertrauensarztes, in Ausnahmefällen eines Facharztes für dienstunfähig und beantragt dieser die Versetzung in den Ruhestand nicht, so teilt der Dienstvorgesetzte dem Beamten oder seinem Vertreter mit, daß seine Versetzung
in den Ruhestand beabsichtigt sei dabei sind die Gründe für
die Versetzung in den Ruhestand anzugeben. (2) Erhebt der Beamte oder sein Vertreter
innerhalb eines Monats keine Einwendungen, so entscheidet
die nach § 47 Abs. 1 zuständige Behörde über die Versetzung
in den Ruhestand. (3) Werden Einwendungen erhoben, so entscheidet
die oberste Dienstbehörde oder die für die Versetzung in den Ruhestand zuständige
nachgeordnete Stelle, ob das Verfahren einzustellen
oder fortzufahren ist. Die Entscheidung ist dem Beamten
oder seinem Vertreter zuzustellen. (4) Wird das Verfahren fortgeführt, so sind mit dem Ende der drei Monate, die auf den Monat der Mitteilung der Entscheidung folgen, bis zum Beginn des Ruhestandes die das Ruhegehalt übersteigenden Dienstbezüge einzubehalten. Zur Fortführung des Verfahrens wird ein Beamter mit der Ermittlung des Sachverhaltes beauftragt er hat die Rechte und Pflichten des Untersuchungsführers im förmlichen Disziplinarverfahren. Der Beamte oder sein Vertreter ist zu den Vernehmungen zu laden.
Nach Abschluß der Ermittlungen ist der Beamte oder sein Vertreter zu dem Ergebnis der Ermittlungen zu hören. (5) Wird die Dienstfähigkeit des Beamten festgestellt, so ist das Verfahren einzustellen. Die Entscheidung ist dem Beamten oder seinem Vertreter zuzustellen die nach Absatz 4 Satz 1 einbehaltenen Beträge sind nachzuzahlen. Wird die Dienstunfähigkeit festgestellt, so wird der Beamte in den Ruhestand versetzt die einbehaltenen Beträge
werden nicht nachgezahlt. § 45 (1) Ein wegen Dienstunfähigkeit in den Ruhestand versetzter Beamter ist, solange er das dreiundsechzigste Lebensjahr noch nicht vollendet hat, verpflichtet, einer erneuten Berufung in das Beamtenverhältnis Folge zu leisten, wenn ihm im Dienstbereich seines früheren Dienstherrn ein Amt seiner früheren oder einer anderen Laufbahn mit mindestens demselben Endgrundgehalt übertragen werden soll und zu erwarten ist, daß der Beamte den gesundheitlichen Anforderungen des neuen Amtes
Stellenzulagen gelten hierbei nicht als Bestandteile des Grundgehaltes. Besitzt der Beamte nicht die Befähigung für die andere Laufbahn, hat er an Maßnahmen für den Erwerb der neuen Befähigung teilzunehmen. Dem wegen Dienstunfähigkeit in den Ruhestand versetzten Beamten kann ferner unter Übertragung eines Amtes seiner früheren Laufbahn nach Satz 1 auch eine geringerwertige Tätigkeit innerhalb seiner Laufbahngruppe übertragen werden, wenn eine anderweitige Verwendung nicht möglich ist und dem Beamten die
Wahrnehmung der neuen Aufgabe unter Berücksichtigung seiner früheren Tätigkeit zuzumuten ist. Nach Ablauf von fünf Jahren seit Eintritt in den Ruhestand ist eine erneute Berufung in das Beamtenverhältnis nur mit Zustimmung des Beamten zulässig, wenn er das fünfundfünfzigste Lebensjahr vollendet hat. § 40
gilt entsprechend. (2) Beantragt der Beamte nach Wiederherstellung
seiner Dienstfähigkeit und vor Ablauf von fünf Jahren seit dem Eintritt in den Ruhestand, ihn erneut in das Beamtenverhältnis zu berufen, so ist diesem Antrag zu entsprechen, falls nicht zwingende dienstliche Gründe
entgegenstehen. (3) Zur Nachprüfung der Dienstfähigkeit ist der Beamte verpflichtet, sich nach Weisung der Behörde amtsärztlich
untersuchen zu lassen. Der Beamte kann eine solche
Untersuchung verlangen, wenn er einen Antrag nach Absatz
2 zu stellen beabsichtigt. § 46 (1) Der Beamte auf Probe ist in den Ruhestand
zu versetzen, wenn er infolge Krankheit, Verwundung
oder sonstiger Beschädigung, die er sich ohne grobes Verschulden bei Ausübung oder aus Veranlassung des Dienstes zugezogen hat, dienstunfähig (§ 42)
geworden ist. (2) Er kann in den Ruhestand versetzt
werden, wenn er aus anderen Gründen dienstunfähig geworden ist. Die Entscheidung trifft die oberste Dienstbehörde im Einvernehmen mit dem Bundesminister des Innern sie kann ihre Befugnis im Einvernehmen mit diesem Minister auf andere Behörden übertragen. (3) § 42 Abs. 3 und die §§ 43 bis 45
finden entsprechende Anwendung. § 46a (1) Wird in den Fällen der §§ 43 bis 46 eine ärztliche Untersuchung durchgeführt, teilt der Arzt nur im Einzelfall auf Anforderung der Behörde das die tragenden Feststellungen und Gründe enthaltende Gutachten mit, soweit deren Kenntnis für die Behörde unter Beachtung des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit für
die von ihr zu treffende Entscheidung erforderlich
ist. (2) Die Mitteilung des Arztes über die Untersuchungsbefunde ist in einem gesonderten, verschlossenen und versiegelten Umschlag zu übersenden sie ist verschlossen zu der Personalakte des Beamten zu nehmen. Die an die Behörde übermittelten Daten dürfen nur für die nach § 42 Abs. 3, § 43 Abs. 2 und den §§ 44
bis 46 zu treffende Entscheidung verarbeitet oder genutzt
werden. (3) Zu Beginn der Untersuchung ist der
Beamte auf deren Zweck und die Übermittlungsbefugnis an die Behörde hinzuweisen. Der Arzt übermittelt dem Beamten oder, soweit dem ärztliche Gründe entgegenstellen, seinem Vertreter eine Kopie der auf Grund dieser Vorschrift an die Behörden erteilten Auskünfte. § 47 (1) Die Versetzung in den Ruhestand wird,
soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist, von
der Stelle verfügt, die nach § 10 Abs. 1 für die Ernennung des Beamten zuständig wäre in den Fällen des § 42 Abs. 1 erfolgt die Versetzung in den Ruhestand im Einvernehmen mit der obersten Dienstbehörde. Die Verfügung ist dem Beamten schriftlich zuzustellen sie kann bis zum Beginn des Ruhestandes zurückgenommen
werden. (2) Der Ruhestand beginnt, abgesehen
von den Fällen der §§ 37 und 41, mit dem Ende des Monats,
in dem die Versetzung in den Ruhestand dem Beamten
mitgeteilt worden ist. (3) Der Ruhestandsbeamte erhält lebenslänglich
Ruhegehalt nach den Vorschriften des Beamtenversorgungsgesetzes. c) Verlust der Beamtenrechte § 48 Das Beamtenverhältnis eines Beamten,
Gesetzes 1. wegen einer vorsätzlichen Tat zu Freiheitsstrafe
von mindestens einem Jahr oder 2. wegen einer vorsätzlichen Tat, die nach den Vorschriften über Friedensverrat, Hochverrat, Gefährdung des demokratischen Rechtsstaates oder Landesverrat und Gefährdung der äußeren
Sicherheit strafbar ist, zu Freiheitsstrafe von mindestens
sechs Monaten verurteilt wird, endet mit der Rechtskraft
des Urteils. Entsprechendes gilt, wenn dem Beamten
die Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Ämter aberkannt wird oder wenn der Beamte auf Grund einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts gemäß Artikel
18 des Grundgesetzes ein Grundrecht verwirkt hat. § 49 Endet das Beamtenverhältnis nach § 48, so hat der frühere Beamte keinen Anspruch auf Dienstbezüge und Versorgung, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Er darf die Amtsbezeichnung und die im Zusammenhang mit dem Amt verliehenen Titel nicht führen. § 50 (1) Dem Bundespräsidenten steht hinsichtlich des Verlustes der Beamtenrechte (§§,48, 49) das Gnadenrecht zu. Er kann die Ausübung anderen Stellen übertragen. (2) Wird im Gnadenweg der Verlust der
Beamtenrechte in vollem Umfang beseitigt, so gilt von
diesem Zeitpunkt ab § 51 entsprechend. § 51 (1) Wird eine Entscheidung, durch die
der Verlust der Beamtenrechte bewirkt worden ist, im
Wiederaufnahmeverfahren durch eine Entscheidung ersetzt,
die diese Wirkung nicht hat, so gilt das Beamtenverhältnis als nicht unterbrochen. Der Beamte hat, sofern er die Altersgrenze noch nicht erreicht hat und noch dienstfähig ist, Anspruch auf Übertragung eines Amtes derselben oder einer mindestens gleichwertigen Laufbahn wie sein bisheriges Amt und mit mindestens demselben Endgrundgehalt (§ 26 Abs. 1 Satz 2) bis zur Übertragung des neuen Amtes erhält er die Dienstbezüge, die ihm aus seinem bisherigen Amt zugestanden hätten. (2) Ist auf Grund des im Wiederaufnahmeverfahren
festgestellten Sachverhaltes oder auf Grund eines rechtskräftigen Strafurteils, das nach der früheren Entscheidung ergangen ist, ein Disziplinarverfahren mit dem Ziel der Entfernung des Beamten aus dem Dienst eingeleitet worden, so verliert der Beamte die ihm nach Absatz 1 zustehenden Ansprüche, wenn auf Entfernung aus dem Dienst erkannt wird bis zur rechtskräftigen Entscheidung können die Ansprüche
nicht geltend gemacht werden. (3) Absatz 2 gilt entsprechend in Fällen der Entlassung eines Beamten auf Probe oder auf Widerruf wegen eines Verhaltens der in § 31
Abs. 1 Nr. 1 bezeichneten Art. (4) Der Beamte muß sich auf die ihm nach Absatz 1 zustehenden Dienstbezüge ein anderes Arbeitseinkommen oder einen Unterhaltsbeitrag anrechnen lassen er ist zur Auskunft hierüber
verpflichtet. Abschnitt III Rechtliche Stellung der Beamten 1. Pflichten a) Allgemeines § 52 (1) Der Beamte dient dem ganzen Volk,
nicht einer Partei. Er hat seine Aufgaben unparteiisch
und gerecht zu erfüllen und bei seiner Amtsführung
auf das Wohl der Allgemeinheit Bedacht zu nehmen. (2) Der Beamte muß sich durch sein gesamtes Verhalten zu der freiheitlichen demokratischen Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes bekennen und für
deren Erhaltung eintreten. § 53 Der Beamte hat bei politischer Betätigung diejenige Mäßigung und Zurückhaltung zu wahren, die sich aus seiner Stellung gegenüber der Gesamtheit und aus der Rücksicht
auf die Pflichten seines Amtes ergeben. § 54 Der Beamte hat sich mit voller Hingabe
seinem Beruf zu widmen. Er hat sein Amt uneigennützig nach bestem Gewissen zu verwalten. Sein Verhalten innerhalb und außerhalb des Dienstes muß der
Achtung und dem Vertrauen gerecht werden, die sein
Beruf erfordert. § 55 Der Beamte hat seine Vorgesetzten zu
beraten und zu unterstützen. Er ist verpflichtet, die von ihnen erlassenen Anordnungen auszufahren und ihre allgemeinen Richtlinien zu befolgen, sofern es sich nicht um Fälle
handelt, in denen er nach besonderer gesetzlicher Vorschrift
an Weisungen nicht gebunden und nur dem Gesetz unterworfen
ist. § 56 (1) Der Beamte trägt für die Rechtmäßigkeit seiner dienstlichen Handlungen die volle persönliche
Verantwortung. (2) Bedenken gegen die Rechtmäßigkeit dienstlicher Anordnungen hat der Beamte unverzüglich bei seinem unmittelbaren Vorgesetzten geltend zu machen. Wird die Anordnung aufrechterhalten, so hat sich der Beamte, wenn seine Bedenken gegen ihre Rechtmäßigkeit fortbestehen, an den nächsthöheren Vorgesetzten zu wenden. Bestätigt dieser die Anordnung, so muß der Beamte sie ausführen, sofern nicht das ihm aufgetragene Verhalten strafbar oder ordnungswidrig und die Strafbarkeit oder Ordnungswidrigkeit
für ihn erkennbar ist oder das ihm aufgetragene Verhalten die Würde des Menschen verletzt von der eigenen Verantwortung ist er befreit. Die Bestätigung
hat auf Verlangen schriftlich zu erfolgen. (3) Verlangt der unmittelbare Vorgesetzte
die sofortige Ausführung der Anordnung, weil Gefahr im Verzuge besteht und die Entscheidung des nächsthöheren Vorgesetzten nicht rechtzeitig herbeigeführt
werden kann, so gilt Absatz 2 Satz 3 und 4 entsprechend. § 57 Der Beamte muß aus seinem Amt ausscheiden, wenn er die Wahl zum Abgeordneten des Bundestages annimmt. Das Nähere
wird durch Gesetz bestimmt. b) Diensteid § 58 (1) Der Beamte hat folgenden Diensteid
zu leisten: " Ich schwöre, das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland und alle in der Bundesrepublik geltenden Gesetze zu wahren und meine Amtspflichten gewissenhaft zu erfüllen,
so wahr mir Gott helfe." (2) Der Eid kann auch ohne die Worte " so wahr mir Gott helfe" geleistet
werden. (3) Gestattet ein Gesetz den Mitgliedern
einer Religionsgesellschaft, an Stelle der Worte " Ich schwöre" andere
Beteuerungsformeln zu gebrauchen, so kann der Beamte,
der Mitglied einer solchen Religionsgesellschaft ist,
diese Beteuerungsformel sprechen. (4) In den Fällen, in denen nach § 7 Abs. 3 eine Ausnahme von § 7 Abs. 1 Nr. 1 zugelassen worden ist, kann von einer Eidesleistung abgesehen werden der Beamte hat, sofern gesetzlich nichts anderes bestimmt ist, zu geloben, daß er seine Amtspflichten gewissenhaft erfüllen
wird. c) Beschränkung bei Vornahme von Amtshandlungen § 59 (1) Der Beamte ist von Amtshandlungen
zu befreien, die sich gegen ihn selbst oder einen Angehörigen richten würden. (2) Angehörige im Sinne des Absatzes
1 sind Personen, zu deren Gunsten dem Beamten wegen
familienrechtlicher Beziehungen im Strafverfahren das
Zeugnisverweigerungsrecht zusteht. (3) Gesetzliche Vorschriften, nach denen
der Beamte von einzelnen Amtshandlungen ausgeschlossen
ist, bleiben unberührt. § 60 (1) Die oberste Dienstbehörde oder die von ihr bestimmte Behörde kann einem Beamten aus zwingenden dienstlichen Gründen die Führung seiner Dienstgeschäfte verbieten. Das Verbot erlischt, sofern nicht bis zum Ablauf von drei Monaten gegen den Beamten das förmliche Disziplinarverfahren oder ein sonstiges auf Rücknahme der Ernennung oder auf Beendigung des Beamtenverhältnisses
gerichtetes Verfahren eingeleitet worden ist. (2) Der Beamte soll vor Erlaß des Verbotes gehört
werden. d) Amtsverschwiegenheit § 61 (1) Der Beamte hat, auch nach Beendigung
des Beamtenverhältnisses, über die ihm bei seiner amtlichen Tätigkeit bekannt gewordenen Angelegenheiten Verschwiegenheit zu bewahren. Dies gilt nicht für Mitteilungen im dienstlichen Verkehr oder über Tatsachen, die offenkundig sind oder ihrer Bedeutung nach keiner Geheimhaltung bedürfen. (2) Der Beamte darf ohne Genehmigung über solche Angelegenheiten weder vor Gericht noch außergerichtlich aussagen oder Erklärungen abgeben. Die Genehmigung erteilt der Dienstvorgesetzte oder, wenn das Beamtenverhältnis
beendet ist, der letzte Dienstvorgesetzte. (3) Der Beamte hat, auch nach Beendigung
des Beamtenverhältnisses, auf Verlangen des Dienstvorgesetzten oder des letzten Dienstvorgesetzten amtliche Schriftstücke, Zeichnungen, bildliche Darstellungen sowie Aufzeichnungen jeder Art über dienstliche Vorgänge,
auch soweit es sich um Wiedergaben handelt, herauszugeben.
Die gleiche Verpflichtung trifft seine Hinterbliebenen
und seine Erben. (4) Unberührt bleibt die gesetzlich begründete Pflicht des Beamten, Straftaten anzuzeigen und bei Gefährdung der freiheitlichen demokratischen Grundordnung für
deren Erhaltung einzutreten. § 62 (1) Die Genehmigung, als Zeuge auszusagen,
darf nur versagt werden, wenn die Aussage dem Wohle
des Bundes oder eines deutschen Landes Nachteile bereiten
oder die Erfüllung öffentlicher Aufgaben ernstlich gefährden oder erheblich erschweren würde. (2) Die Genehmigung, ein Gutachten zu
erstatten, kann versagt werden, wenn die Erstattung
den dienstlichen Interessen Nachteile bereiten würde. (3) Ist der Beamte Partei oder Beschuldigter
in einem gerichtlichen Verfahren oder soll sein Vorbringen
der Wahrnehmung seiner berechtigten Interessen dienen,
so darf die Genehmigung auch dann, wenn die Voraussetzungen
des Absatzes 1 erfüllt sind, nur versagt werden, wenn die dienstlichen Rücksichten dies unabweisbar erfordern. Wird sie versagt, so hat der Dienstvorgesetzte dem Beamten den Schutz zu gewähren, den die dienstlichen Rücksichten
zulassen. (4) Über die Versagung der Genehmigung entscheidet die oberste Aufsichtsbehörde. § 63 Auskünfte an die Presse erteilt der Vorstand der Behörde
oder der von ihm bestimmte Beamte. e) Nebentätigkeit und Tätigkeit nach Beendigung des Beamtenverhältnisses § 64 Der Beamte ist verpflichtet, auf Verlangen
seiner obersten Dienstbehörde eine Nebentätigkeit (Nebenamt, Nebenbeschäftigung) im öffentlichen Dienst zu übernehmen und fortzuführen, sofern diese Tätigkeit seiner Vorbildung oder Berufsausbildung entspricht und ihn nicht über Gebühr in Anspruch nimmt. Die oberste Dienstbehörde kann die Befugnis auf nachgeordnete Behörden übertragen. § 65 (1) Der Beamte bedarf zur Übernahme jeder Nebentätigkeit, mit Ausnahme der in § 66 Abs. 1 abschließend aufgeführten, der vorherigen Genehmigung, soweit er nicht nach § 64 zu ihrer Wahrnehmung verpflichtet ist. Als Nebentätigkeit gilt nicht die Wahrnehmung öffentlicher Ehrenämter sowie einer unentgeltlichen Vormundschaft, Betreuung oder Pflegschaft eines Angehörigen ihre Übernahme
ist vor Aufnahme schriftlich anzuzeigen. (2) Die Genehmigung ist zu versagen,
wenn zu besorgen ist, daß durch die Nebentätigkeit dienstliche Interessen beeinträchtigt werden. Ein solcher Versagungsgrund liegt insbesondere vor, wenn die Nebentätigkeit 1. nach Art und Umfang die Arbeitskraft
des Beamten so stark in Anspruch nimmt, daß die ordnungsgemäße Erfüllung
seiner dienstlichen Pflichten behindert werden kann, 2. den Beamten in einen Widerstreit mit seinen dienstlichen Pflichten bringen kann 3. in einer Angelegenheit ausgeübt wird, in der die Behörde, der der Beamte angehört, tätig wird oder tätig
werden kann, 4. die Unparteilichkeit oder Unbefangenheit des Beamten beeinflussen kann, 5. zu einer wesentlichen Einschränkung der künftigen dienstlichen Verwendbarkeit des Beamten führen
kann, 6. dem Ansehen der öffentlichen Verwaltung abträglich
sein kann. Ein solcher Versagungsgrund liegt in
der Regel auch vor, wenn sich die Nebentätigkeit wegen gewerbsmäßiger Dienst- oder Arbeitsleistung oder sonst nach Art, Umfang, Dauer oder Häufigkeit als Ausübung eines Zweitberufs darstellt. Die Voraussetzung des Satzes 2 Nr. 1 gilt in der Regel als erfüllt, wenn die zeitliche Beanspruchung durch eine oder mehrere Nebentätigkeiten in der Woche ein Fünftel der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit überschreitet. Die Genehmigung ist auf längstens fünf Jahre zu befristen sie kann mit Auflagen
und Bedingungen versehen werden. Betrifft die Genehmigung die Mitwirkung an einem Verfahren der Streitbeilegung, beginnt die Frist nach Satz 5 erst mit der Aufnahme des Verfahrens der Streitbeilegung der Beamte hat die Aufnahme des Verfahrens entsprechend Absatz 6 Satz 2 anzuzeigen. Ergibt sich eine Beeinträchtigung
dienstlicher Interessen nach Erteilung der Genehmigung,
so ist diese zu widerrufen. (3 Nebentätigkeiten, die der Beamte nicht auf Verlangen, Vorschlag oder Veranlassung seines Dienstvorgesetzten übernommen hat oder bei denen der Dienstvorgesetzte ein dienstliches Interesse an der Übernahme der Nebentätigkeit durch den Beamten nicht anerkannt hat, darf er nur außerhalb der Arbeitszeit ausüben. Ausnahmen dürfen nur in besonders begründeten Fällen, insbesondere im öffentlichen Interesse, zugelassen werden, wenn dienstliche Gründe nicht entgegenstellen und die versäumte
Arbeitszeit nachgeleistet wird. (4) Die Genehmigung erteilt die oberste
Dienstbehörde. Sie kann die Befugnis auf nachgeordnete Behörden übertragen. (5) Der Beamte darf bei der Ausübung von Nebentätigkeiten Einrichtungen, Personal oder Material des Dienstherrn nur bei Vorliegen eines öffentlichen oder wissenschaftlichen Interesses mit dessen Genehmigung und gegen Entrichtung eines angemessenen Entgelts in Anspruch nehmen. Das Entgelt hat sich nach den dem Dienstherrn entstehenden Kosten zu richten und muß den besonderen Vorteil berücksichtigen,
der dem Beamten durch die Inanspruchnahme entsteht. (6) Anträge auf Erteilung einer Genehmigung (Absatz 1) oder auf Zulassung einer Ausnahme (Absatz 3 Satz 2) und Entscheidungen über diese Anträge sowie das Verlangen auf Übernahme einer Nebentätigkeit bedürfen der Schriftform. Der Beamte hat dabei die für die Entscheidung seiner Dienstbehörde erforderlichen Nachweise, insbesondere über Art und Umfang der Nebentätigkeit sowie die Entgelte und geldwerten Vorteile hieraus, zu führen der Beamte hat jede Änderung unverzüglich
schriftlich anzuzeigen. Das dienstliche Interesse (Absatz
3 Satz 1) ist aktenkundig zu machen. (7) Eine vor Inkrafttreten des Zweiten
Nebentätigkeitsbegrenzungsgesetzes vom 9. September 1997 (BGBl. I S. 2294) erteilte Genehmigung erlischt mit Ablauf von fünf Jahren nach ihrer Erteilung, frühestens aber mit Ablauf des 30. Juni 1999. § 65
Abs. 2 Satz 6 gilt entsprechend. § 66 (1) Nicht genehmigungspflichtig ist 1. eine unentgeltliche Nebentätigkeit
mit Ausnahme a) der Übernahme eines Nebenamtes, einer in § 65
Abs. 1 Satz 2 Halbsatz 1 nicht genannten Vormundschaft,
Betreuung oder Pflegschaft sowie einer Testamentsvollstreckung, b) der Übernahme einer gewerblichen Tätigkeit, der Ausübung eines freien Berufes oder der Mitarbeit bei einer dieser Tätigkeiten, c) des Eintritts in ein Organ eines Unternehmens
mit Ausnahme einer Genossenschaft sowie der Übernahme einer Treuhänderschaft, 2. die Verwaltung eigenen oder der Nutznießung des Beamten unterliegenden Vermögens, 3. eine schriftstellerische, wissenschaftliche,
künstlerische oder Vortragstätigkeit des Beamten, 4. die mit Lehr- oder Forschungsaufgaben
zusammenhängende selbständige Gutachtertätigkeit von Lehrern an öffentlichen
Hochschulen und an Hochschulen der Bundeswehr sowie
von Beamten an wissenschaftlichen Instituten und Anstalten, 5. die Tätigkeit zur Wahrung von Berufsinteressen in Gewerkschaften oder Berufsverbänden
oder in Selbsthilfeeinrichtungen der Beamten. (2) Eine Tätigkeit nach Absatz 1 Nr. 3 und 4 sowie eine Tätigkeit in Selbsthilfeeinrichtungen der Beamten nach Absatz 1 Nr. 5 hat der Beamte, wenn hierfür ein Entgelt oder ein geldwerten Vorteil geleistet wird, in jedem Einzelfall vor ihrer Aufnahme seiner Dienstbehörde unter Angabe insbesondere von Art und Umfang der Nebentätigkeit sowie der voraussichtlichen Höhe der Entgelte und geldwerten Vorteile hieraus schriftlich anzuzeigen der Beamte hat jede Änderung unverzüglich schriftlich
mitzuteilen. Die Dienstbehörde kann im übrigen aus begründetem Anlaß verlangen, daß der Beamte über eine von ihm ausgeübte nicht genehmigungspflichtige Nebentätigkeit, insbesondere über deren Art und Umfang, schriftlich Auskunft erteilt. Eine nicht genehmigungspflichtige Nebentätigkeit ist ganz oder teilweise zu untersagen, wenn der Beamte bei ihrer Ausübung
dienstliche Pflichten verletzt. (3) Die in Absatz 2 Satz 1 geregelte
Anzeigepflicht gilt entsprechend für die vor Inkrafttreten des Zweiten Nebentätigkeitsbegrenzungsgesetzes vom 9. September 1997 (BGBl. I S. 2294) aufgenommenen und nach diesem Zeitpunkt weiter ausgeübten Nebentätigkeiten. § 67 Der Beamte, der aus einer auf Verlangen,
Vorschlag oder Veranlassung seines Dienstvorgesetzten übernommenen Tätigkeit im Vorstand, Aufsichtsrat, Verwaltungsrat oder in einem sonstigen Organ einer Gesellschaft, Genossenschaft oder eines in einer anderen Rechtsform betriebenen Unternehmens haftbar gemacht wird, hat gegen den Dienstherrn Anspruch auf Ersatz des ihm entstandenen Schadens. Ist der Schaden vorsätzlich oder grob fahrlässig herbeigeführt,
so ist der Dienstherr nur dann ersatzpflichtig, wenn
der Beamte auf Verlangen eines Vorgesetzten gehandelt
hat. § 68 Endet das Beamtenverhältnis, so enden, wenn im Einzelfall nichts anderes bestimmt wird, auch die Nebenämter und Nebenbeschäftigungen, die dem Beamten im Zusammenhang mit seinem Hauptamt übertragen sind oder die er auf Verlangen, Vorschlag oder Veranlassung seines Dienstvorgesetzten übernommen
hat. § 69 Die zur Ausführung der §§ 64 bis 68 notwendigen Vorschriften über die Nebentätigkeit der Beamten erläßt
die Bundesregierung durch Rechtsverordnung. In ihr
kann bestimmt werden, 1. welche Tätigkeiten als öffentlicher
Dienst im Sinne dieser Vorschriften anzusehen sind
oder ihm gleichstehen, 2. ob und inwieweit der Beamte für eine im öffentlichen Dienst ausgeübte oder auf Verlangen, Vorschlag oder Veranlassung seines Dienstvorgesetzten übernommene Nebentätigkeit eine Vergütung erhält oder eine erhaltene Vergütung
abzufahren hat, 3. welche Beamtengruppen auch zu einer
der in § 66 Abs. 1 Nr. 2 und 3 bezeichneten Nebentätigkeiten der Genehmigung bedürfen, soweit es nach der Natur des Dienstverhältnisses
erforderlich ist, 4. unter welchen Voraussetzungen der
Beamte zur Ausübung von Nebentätigkeiten Einrichtungen, Personal oder Material des Dienstherrn in Anspruch nehmen darf und in welcher Höhe hierfür ein Entgelt an den Dienstherrn zu entrichten ist. Das Entgelt kann pauschaliert in einem Vomhundertsatz des aus der Nebentätigkeit erzielten Bruttoeinkommens festgelegt werden und bei unentgeltlich ausgeübter Nebentätigkeit
entfallen, 5. daß der Beamte verpflichtet werden kann, nach Ablauf eines jeden Kalenderjahres seinem Dienstvorgesetzten die ihm zugeflossenen Entgelte und geldwerten Vorteile aus Nebentätigkeiten
anzugeben. § 69a (1) Ein Ruhestandsbeamter oder früherer Beamter mit Versorgungsbezügen, der nach Beendigung des Beamtenverhältnisses innerhalb eines Zeitraums von fünf Jahren oder, wenn der Beamte mit dem Ende des Monats in den Ruhestand tritt, in dem er das fünfundsechzigste Lebensjahr vollendet, innerhalb eines Zeitraums von drei Jahren außerhalb des öffentlichen Dienstes eine Beschäftigung oder Erwerbstätigkeit aufnimmt, die mit seiner dienstlichen Tätigkeit in den letzten fünf Jahren vor
Beendigung des Beamtenverhältnisses im Zusammenhang steht und durch die dienstliche Interessen beeinträchtigt werden können, hat die Beschäftigung oder Erwerbstätigkeit der letzten obersten Dienstbehörde
anzuzeigen. ' (2) Die Beschäftigung oder Erwerbstätigkeit ist zu untersagen, wenn zu besorgen ist, daß durch sie dienstliche Interessen beeinträchtigt
werden. (3) Das Verbot wird durch die letzte
oberste Dienstbehörde ausgesprochen es endet spätestens mit Ablauf von fünf Jahren nach Beendigung des Beamtenverhältnisses. Die oberste Dienstbehörde kann ihre Befugnisse auf nachgeordnete Behörden übertragen. f) Annahme von Belohnungen § 70 Der Beamte darf, auch nach Beendigung
des Beamtenverhältnisses, keine Belohnungen oder Geschenke in bezug auf sein Amt annehmen. Ausnahmen bedürfen der Zustimmung der obersten oder der letzten obersten Dienstbehörde. Die Befugnis zur Zustimmung kann auf andere Behörden übertragen
werden. § 71 Der Beamte darf Titel, Orden und Ehrenzeichen
von einem ausländischen Staatsoberhaupt oder einer ausländischen Regierung nur mit Genehmigung des Bundespräsidenten
annehmen. g) Arbeitszeit § 72 (1) Die regelmäßige Arbeitszeit darf wöchentlich im Durchschnitt vierundvierzig Stunden nicht überschreiten. (2) Der Beamte ist verpflichtet, ohne
Vergütung über die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit hinaus Dienst zu tun, wenn zwingende dienstliche Verhältnisse dies erfordern und sich die Mehrarbeit auf Ausnahmefälle beschränkt. Wird er durch eine dienstlich angeordnete oder genehmigte Mehrarbeit mehr als fünf Stunden im Monat über die regelmäßige Arbeitszeit hinaus beansprucht, ist ihm innerhalb von drei Monaten für die über die regelmäßige Arbeitszeit hinaus geleistete Mehrarbeit entsprechende Dienstbefreiung zu gewähren. Ist die
Dienstbefreiung aus zwingenden dienstlichen Gründen nicht möglich, so können an ihrer Stelle Beamte in Besoldungsgruppen mit aufsteigenden Gehältern für einen Zeitraum bis zu 480 Stunden im Jahr eine Vergütung
erhalten. (3) Soweit der Dienst in Bereitschaft
besteht, kann die Arbeitszeit entsprechend den dienstlichen
Bedürfnissen verlängert werden im wöchentlichen Zeitraum dürfen vierundfünfzig Stunden nicht überschritten
werden. (4) Das Nähere regelt die Bundesregierung
durch Rechtsverordnung. § 72a (1) Beamten mit Dienstbezügen kann auf Antrag Teilzeitbeschäftigung bis zur Hälfte der regelmäßigen
Arbeitszeit und bis zur jeweils beantragten Dauer bewilligt
werden, soweit dienstliche Belange nicht entgegenstellen. (2) Dem Antrag nach Absatz 1 darf nur
entsprochen werden, wenn der Beamte sich verpflichtet,
während des Bewilligungszeitraumes außerhalb des Beamtenverhältnisses berufliche Verpflichtungen nur in dem Umfang einzugehen, in dem nach den §§ 64 bis 66 den vollzeitbeschäftigten Beamten die Ausübung von Nebentätigkeiten gestattet ist. Ausnahmen hiervon sind nur zulässig, soweit dies mit dem Beamtenverhältnis vereinbar ist. § 65 Abs. 2 Satz 3 gilt mit der Maßgabe, daß von der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit ohne Rücksicht auf die Bewilligung von Teilzeitbeschäftigung
auszugehen ist. Wird die Verpflichtung nach Satz 1
schuldhaft verletzt, soll die Bewilligung widerrufen
werden. (3) Die zuständige Dienstbehörde kann auch nachträglich die Dauer der Teilzeitbeschäftigung beschränken oder den Umfang der zu leistenden Arbeitszeit erhöhen, soweit zwingende dienstliche Belange dies erfordern. Sie soll eine Änderung des Umfangs der Teilzeitbeschäftigung oder den Übergang zur Vollzeitbeschäftigung zulassen, wenn dem Beamten die Teilzeitbeschäftigung
im bisherigen Umfang nicht mehr zugemutet werden kann
und dienstliche Belange nicht entgegenstellen. (4) Einem Beamten mit Dienstbezügen ist
auf Antrag, wenn zwingende dienstliche Belange nicht
entgegenstehen, 1. Teilzeitbeschäftigung bis zur Hälfte der regelmäßigen
Arbeitszeit zu bewilligen, 2. Urlaub ohne Dienstbezüge bis zur Dauer von zwölf Jahren zu gewähren, wenn er a) mindestens ein Kind unter 18 Jahren oder b) einen nach ärztlichem Gutachten pflegebedürftigen sonstigen Angehörigen tatsächlich betreut oder pflegt. Bei Beamten im Schul- und Hochschuldienst kann der Bewilligungszeitraum bis zum Ende des laufenden Schulhalbjahres oder Semesters ausgedehnt werden. Der Antrag auf Verlängerung einer Beurlaubung ist spätestens sechs Monate vor Ablauf der genehmigten Beurlaubung zu stellen. Die Dauer des Urlaubs darf auch in Verbindung mit Urlaub nach § 72e Abs. 1 sowie Teilzeitbeschäftigung nach Absatz 5 zwölf Jahre nicht überschreiten. Absatz 3 Satz 1 gilt entsprechend.
Die zuständige Dienstbehörde kann eine Rückkehr
aus dem Urlaub zulassen, wenn dem Beamten eine Fortsetzung
des Urlaubs nicht zugemutet werden kann und dienstliche
Belange nicht entgegenstellen. (5) Einem Beamten mit Dienstbezügen kann Teilzeitbeschäftigung mit weniger als der Hälfte der regelmäßigen Arbeitszeit bis zur Dauer von insgesamt zwölf Jahren bewilligt werden, wenn die Voraussetzungen des Absatzes 4 Satz 1 vorliegen und zwingende dienstliche Belange nicht entgegenstehen. Die Dauer der Teilzeitbeschäftigung darf auch zusammen mit Urlaub nach Absatz 4 Satz 1 Nr. 2 zwölf Jahre nicht überschreiten. (6) Während einer Freistellung vom Dienst nach Absatz 4 dürfen nur solche Nebentätigkeiten
genehmigt werden, die dem Zweck der Freistellung nicht
zuwiderlaufen. (7) Während der Zeit der Beurlaubung ohne Dienstbezüge nach Absatz 4 Satz 1 Nr. 2 besteht ein Anspruch auf Leistungen der Krankheitsfürsorge in entsprechender Anwendung der Beihilferegelungen für Beamte mit Dienstbezügen. Dies gilt nicht, wenn der Beamte berücksichtigungsfähiger Angehöriger eines Beihilfeberechtigten wird oder Anspruch auf Familienhilfe nach § 10 des Fünften
Buches Sozialgesetzbuch hat. § 72b (1) Beamten mit Dienstbezügen kann auf Antrag, der sich auf die Zeit bis zum Beginn des Ruhestandes erstrecken muß, Teilzeitbeschäftigung mit der Hälfte der regelmäßigen
Arbeitszeit bewilligt werden, wenn 1. der Beamte das fünfundfünfzigste Lebensjahr
vollendet hat, 2. er in den letzten fünf Jahren vor Beginn der Teilzeitbeschäftigung insgesamt mindestens drei Jahre vollzeitbeschäftigt
war, 3. die Teilzeitbeschäftigung vor dem
1. August 2004 beginnt und 4. dringende dienstliche Belange nicht entgegenstehen (Altersteilzeit). Bei Satz 1 Nr. 2 bleiben
Teilzeitbeschäftigungen mit geringfügig verringerter Arbeitszeit außer
Betracht. (2) Beamten, die das sechzigste Lebensjahr
vollendet haben, ist Altersteilzeit nach Maßgabe des
Absatzes 1 zu bewilligen. (3) § 72a Abs. 2 gilt entsprechend. § 72c Wird eine Reduzierung der Arbeitszeit
oder eine langfristige Beurlaubung beantragt, sind
die Dienstkräfte auf die Folgen reduzierter Arbeitszeit oder langfristiger Beurlaubungen hinzuweisen, insbesondere auf die Folgen für Ansprüche
auf Grund beamtenrechtlicher Regelungen. § 72d Die Ermäßigung der Arbeitszeit nach § 72a darf das berufliche Fortkommen nicht beeinträchtigen eine unterschiedliche Behandlung von Beamten mit ermäßigter Arbeitszeit gegenüber Beamten mit regelmäßiger Arbeitszeit ist nur zulässig, wenn zwingende sachliche Gründe
sie rechtfertigen § 72e (1) Beamten mit Dienstbezügen kann in Bereichen, in denen wegen der Arbeitsmarktsituation ein außergewöhnlicher Bewerberüberhang besteht und deshalb ein dringendes öffentliches Interesse daran gegeben ist, verstärkt Bewerber im öffentlichen Dienst zu beschäftigen, 1. auf Antrag Urlaub ohne Dienstbezüge
bis zur Dauer von insgesamt sechs Jahren, 2. nach Vollendung des fünfundfünfzigsten Lebensjahres auf Antrag, der sich auf die Zeit bis zum Beginn des Ruhestandes erstrecken muß, Urlaub ohne Dienstbezüge bewilligt werden, wenn dienstliche Belange nicht entgegenstehen. (2) Dem Antrag nach Absatz 1 darf nur
entsprochen werden, wenn der Beamte erklärt, während der Dauer des Bewilligungszeitraumes auf die Ausübung entgeltlicher Nebentätigkeiten zu verzichten und entgeltliche Tätigkeiten nach § 66 Abs. 1 nur in dem Umfang auszuüben, wie er sie bei Vollzeitbeschäftigung ohne Verletzung dienstlicher Pflichten ausüben könnte. Wird diese Verpflichtung schuldhaft verletzt, soll die Bewilligung widerrufen werden. Die zuständige Dienstbehörde darf trotz der Erklärung des Beamten nach Satz 1 Nebentätigkeiten
genehmigen, soweit sie dem Zweck der Bewilligung des Urlaubs nicht zuwiderlaufen. Sie kann eine Rückkehr
aus dem Urlaub zulassen, wenn dem Beamten die Fortsetzung
Belange nicht entgegenstehen. (3) Urlaub nach Absatz 1 darf, auch im
Zusammenhang mit Urlaub nach § 72a Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 sowie Teilzeitbeschäftigung nach § 72a Abs. 5, die Dauer von zwölf Jahren nicht überschreiten. Bei Beamten im Schul- und Hochschuldienst kann der Bewilligungszeitraum bis zum Ende des laufenden Schulhalbjahres oder Semesters ausgedehnt werden. In den Fällen des Absatzes 1 Nr. 2 findet Satz 1 keine Anwendung, wenn es dem Beamten nicht mehr zuzumuten ist, zur Voll- oder Teilzeitbeschäftigung zurückzukehren. (4) Bis zum 31. Dezember 2004 kann Beamten
Urlaub nach Absatz 1 Nr. 2 bereits nach Vollendung
des fünfzigsten Lebensjahres bewilligt werden. Absatz 3 Satz 1 ist mit der Maßgabe anzuwenden, daß die Dauer des Urlaubs fünfzehn Jahre nicht überschreiten
darf. § 73 (1) Der Beamte darf dem Dienst nicht
ohne Genehmigung seines Dienstvorgesetzten fernbleiben.
Dienstunfähigkeit infolge Krankheit ist auf Verlangen
nachzuweisen. (2) Verliert der Beamte wegen unentschuldigten
Fernbleibens vom Dienst nach dem Bundesbesoldungsgesetz
seinen Anspruch auf Bezüge, so wird dadurch eine disziplinarrechtliche
Verfolgung nicht ausgeschlossen. h) Wohnung § 74 (1) Der Beamte hat seine Wohnung so zu
nehmen, daß er in der ordnungsmäßigen Wahrnehmung seiner Dienstgeschäfte nicht beeinträchtigt
wird. (2) Der Dienstvorgesetzte kann ihn, wenn
die dienstlichen Verhältnisse es erfordern, anweisen,
seine Wohnung innerhalb bestimmter Entfernung von seiner
Dienststelle zu nehmen oder eine Dienstwohnung zu beziehen. § 75 Wenn besondere dienstliche Verhältnisse es dringend erfordern, kann der Beamte angewiesen werden, sich während der dienstfreien Zeit in erreichbarer Nähe
seines Dienstortes aufzuhalten. i) Dienstkleidung § 76 Der Bundespräsident erläßt die Bestimmungen über Dienstkleidung, die bei Ausübung des Amtes üblich oder erforderlich ist. Er kann die Ausübung dieser Befugnis auf andere Stellen übertragen. k) Folgen der Nichterfüllung von Pflichten aa) Verfolgung von Dienstvergehen § 77 (1) Der Beamte begeht ein Dienstvergehen,
wenn er schuldhaft die ihm obliegenden Pflichten verletzt.
Ein Verhalten des Beamten außerhalb des Dienstes ist ein Dienstvergehen, wenn es nach den Umständen des Einzelfalles in besonderem Maße geeignet ist, Achtung und Vertrauen in einer für sein Amt oder das Ansehen des Beamtentums bedeutsamen Weise zu beeinträchtigen. (2) Bei einem Ruhestandsbeamten oder
früheren Beamten mit Versorgungsbezügen gilt es als
Dienstvergehen, wenn er 1. sich gegen die freiheitliche demokratische
Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes betätigt oder 2. an Bestrebungen teilnimmt, die darauf
abzielen, den Bestand oder die Sicherheit der Bundesrepublik
zu beeinträchtigen, oder 3. gegen § 61 (Verletzung der Amtsverschwiegenheit), gegen § 69a (Anzeigepflicht und Verbot einer Tätigkeit) oder gegen § 70 (Verbot der Annahme von Belohnungen oder Geschenken) verstößt
oder 4. entgegen § 39 oder § 45 Abs. 1 einer erneuten Berufung in das Beamtenverhältnis
schuldhaft nicht nachkommt, 5. seine Verpflichtung nach § 42 Abs.
4 letzter Satz verletzt.* (3) Das Nähere über die Verfolgung von
Dienstvergehen regelt die Bundesdisziplinarordnung. * Gemäß Artikel 2 Nr.9 in Verbindung mit Artikel 24 Abs.2 Nr.5 und Abs. 3 des Gesetzes vom 29. Juni 1998 (BGBl. I S. 1666), der durch Artikel 1 des Gesetzes vom 21. Dezember 1998 (BGBl. I S. 3834) geändert worden ist, wird § 77 Abs. 2 ab dem 1. Januar 2001, soweit nicht bis zu diesem Zeitpunkt durch ein Gesetz ein anderes geregelt ist, wie folgt geändert: a) In Nummer 4 wird nach dem Wort " nachkommt" das
Komma durch einen Punkt ersetzt. b) Nummer 5 wird aufgehoben. bb) Haftung § 78 (1) Verletzt ein Beamter vorsätzlich oder grob fahrlässig
die ihm ablegenden Pflichten, so hat er dem Dienstherrn,
den Schaden verursacht, so haften sie als Gesamtschuldner. (2) Ansprüche nach Absatz 1 verjähren in drei Jahren von dem Zeitpunkt an, in dem der Dienstherr von dem Schaden und der Person des Ersatzpflichtigen Kenntnis erlangt hat, ohne Rücksicht auf diese Kenntnis in zehn Jahren von der Begehung der Handlung an. Hat der Dienstherr einem Dritten Schadenersatz geleistet, so tritt an die Stelle des Zeitpunktes, in dem der Dienstherr von dem Schaden Kenntnis erlangt, der Zeitpunkt, in dem der Ersatzanspruch des Dritten diesem gegenüber vom
Dienstherrn anerkannt oder dem Dienstherrn gegenüber rechtskräftig
festgestellt wird. (3) Leistet der Beamte dem Dienstherrn
Dritten, so geht der Ersatzanspruch auf den Beamten über. 2. Rechte a) Fürsorge und Schutz § 79 Der Dienstherr hat im Rahmen des Dienst-
und Treueverhältnisses für das Wohl des Beamten und seiner Familie, auch für die Zeit nach Beendigung des Beamtenverhältnisses, zu sorgen. Er schützt ihn bei seiner amtlichen Tätigkeit
und in seiner Stellung als Beamter. §§ 79a und 79b (weggefallen) § 80 Die Bundesregierung regelt durch Rechtsverordnung
die der Eigenart des öffentlichen Dienstes entsprechende
Anwendung 1. der Vorschriften des Mutterschutzgesetzes auf Beamtinnen, 2. der Vorschriften des Bundeserziehungsgeldgesetzes über den Erziehungsurlaub auf Beamte der Bundesminister des Innern kann Polizeivollzugsbeamten im Bundesgrenzschutz in Fällen des Artikels 91 Abs. 2 und des Artikels 115f Abs. 1 Nr. 1 des Grundgesetzes aus zwingenden Gründen der inneren Sicherheit einen beantragten Urlaub versagen oder einen gewährten
Urlaub widerrufen. § 80a (1) Das Gesetz zum Schütze der arbeitenden Jugend (Jugendarbeitsschutzgesetz) vom 12. April 1976 (BGBl. I S. 965) gilt für
jugendliche Beamte entsprechend. (2) Soweit die Eigenart des Polizeivollzugsdienstes
kann die Bundesregierung durch Rechtsverordnung Ausnahmen
von den Vorschriften des Jugendarbeitsschutzgesetzes
für jugendliche Polizeivollzugsbeamte bestimmen. § 80b Den Beamten kann bei Dienstjubiläen eine Jubiläumszuwendung gewährt werden. Das Nähere
regelt die Bundesregierung durch Rechtsverordnung. b) Amtsbezeichnung § 81 (1) Der Bundespräsident setzt die Amtsbezeichnungen der Beamten fest, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist oder er die Ausübung dieser Befugnis nicht anderen Stellen überträgt. (2) Der Beamte führt im Dienst die Amtsbezeichnung des ihm übertragenen Amtes er darf sie auch außerhalb des Dienstes führen. Nach dem Übertritt in ein anderes Amt darf der Beamte die bisherige Amtsbezeichnung nicht mehr führen in den Fällen der Versetzung in ein Amt mit geringerem Endgrundgehalt (§ 26
Abs. 2) gilt Absatz 3 Satz 2 und 3 entsprechend. (3) Ruhestandsbeamte dürfen die ihnen bei der Versetzung in den Ruhestand zustehende Amtsbezeichnung mit dem Zusatz " außer Dienst" (" a.D." ) und die im Zusammenhang mit dem Amt verliehenen Titel weiterfahren. Wird ihnen ein neues Amt übertragen, so erhalten sie die Amtsbezeichnung des neuen Amtes gehört dieses Amt nicht einer Besoldungsgruppe mit mindestens demselben Endgrundgehalt (§ 26 Abs. 1 Satz 2) an wie das bisherige Amt, so dürfen sie neben der neuen
Amtsbezeichnung die des früheren Amtes mit dem Zusatz " außer Dienst" (" a.D." ) führen. Ändert sich die Bezeichnung des früheren Amtes, so darf die geänderte Amtsbezeichnung geführt
werden. (4) Einem entlassenen Beamten kann die
oberste Dienstbehörde die Erlaubnis erteilen, die Amtsbezeichnung mit dem Zusatz " außer Dienst" (" a.D." ) sowie die im Zusammenhang mit dem Amt verliehenen Titel zu führen. Die Erlaubnis kann zurückgenommen werden, wenn der frühere Beamte sich ihrer als nicht würdig
erweist. c) Dienst- und Versorgungsbezüge § 82 (weggefallen) § 83 Die Besoldung der Beamten wird durch das Bundesbesoldungsgesetz geregelt. § 83a (weggefallen) § 84 (1) Der Beamte kann, wenn gesetzlich
nichts anderes bestimmt ist, Ansprüche auf Dienstbezüge nur insoweit abtreten oder verpfänden, als sie der Pfändung
unterliegen. (2) Der Dienstherr kann ein Aufrechnungs-
oder Zurückbehaltungsrecht gegenüber Ansprüchen auf Dienstbezüge nur insoweit geltend machen, als sie pfändbar
sind. Diese Einschränkung gilt nicht, soweit gegen den Empfänger ein Anspruch auf Schadenersatz wegen vorsätzlicher
unerlaubter Handlung besteht. § 85 Die Versorgung richtet sich nach den Vorschriften des Beamtenversorgungsgesetzes. § 86 Dienst- und Versorgungsbezüge sowie die Einreihung der Beamten in die Gruppen der Besoldungsordnungen können nur durch Gesetz geändert
werden. § 87 (1) Werden Beamte oder Versorgungsberechtigte
durch eine Änderung ihrer Bezüge oder ihrer Einreihung in die Gruppen der Besoldungsordnungen mit rückwirkender Kraft schlechter gestellt, so sind die Unterschiedsbeträge
nicht zu erstatten. (2) Im übrigen regelt sich die Rückforderung zuviel gezahlter Dienst- oder Versorgungsbezüge nach den Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuchs über die Herausgabe einer ungerechtfertigten Bereicherung. Der Kenntnis des Mangels des rechtlichen Grundes der Zahlung steht es gleich, wenn der Mängel so offensichtlich war, daß der Empfänger ihn hätte erkennen müssen. Von der Rückforderung kann aus Billigkeitsgründen mit Zustimmung der obersten Dienstbehörde
ganz oder teilweise abgesehen werden. § 87a Wird ein Beamter oder Versorgungsberechtigter
oder einer ihrer Angehörigen körperlich verletzt oder getötet, so geht ein gesetzlicher Schadenersatzanspruch, der diesen Personen infolge der Körperverletzung oder der Tötung gegen einen Dritten zusteht, insoweit auf den Dienstherrn über, als dieser während einer auf der Körperverletzung beruhenden Aufhebung der Dienstfähigkeit oder infolge der Körperverletzung oder der Tötung zur Gewährung von Leistungen verpflichtet ist. Der Übergang
des Anspruchs kann nicht zum Nachteil des Verletzten
oder der Hinterbliebenen geltend gemacht werden. d) Reise- und Umzugskosten § 88 Reise- und Umzugskostenvergütungen der
Beamten werden durch Gesetz geregelt. e) Urlaub, Wahl eines Beamten in eine
gesetzgebende Körperschaft oder in eine kommunale Vertretung § 89 (1) Dem Beamten steht alljährlich ein Erholungsurlaub unter Fortgewährung der Dienstbezüge zu. Die Erteilung und Dauer des Erholungsurlaubs regelt die Bundesregierung durch Rechtsverordnung. Die Erteilung zusätzlichen Urlaubs an ins Ausland entsandte Beamte des Auswärtigen Dienstes wird in § 18 des Gesetzes über den Auswärtigen
Dienst geregelt. (2) Die Bundesregierung regelt ferner
die Bewilligung von Urlaub aus anderen Anlässen und bestimmt, ob und inwieweit die Dienstbezüge während eines solchen Urlaubs zu belassen sind. Stimmt ein Beamter seiner Aufstellung als Bewerber für die Wahl zum Deutschen Bundestag oder zu der gesetzgebenden Körperschaft eines Landes zu, ist ihm auf Antrag innerhalb der letzten zwei Monate vor dem Wahltag der zur Vorbereitung seiner Wahl erforderliche Urlaub unter Wegfall der Dienstbezüge zu gewähren. (3) Für die Tätigkeit als Mitglied einer kommunalen Vertretung, eines nach Kommunalverfassungsrecht gebildeten Ausschusses oder vergleichbarer Einrichtungen in Gemeindebezirken ist dem Beamten der erforderliche Urlaub unter Belassung der Besoldung zu gewähren. Satz 1 gilt auch für die von einer kommunalen Vertretung gewählten ehrenamtlichen Mitglieder von Ausschüssen,
die auf Grund eines Gesetzes gebildet worden sind. § 89a (1) Für einen Beamten, der nach dem 1. Juni 1978 in die gesetzgebende Körperschaft eines Landes gewählt worden ist und dessen Amt kraft Gesetzes mit dem Mandat unvereinbar ist, gelten die für in den Deutschen Bundestag gewählte Beamte maßgebenden Vorschriften in den §§ 5 bis 7, 8 Abs. 2, §§ 9, 23 Abs. 5 und in § 36
Abs. 1 des Abgeordnetengesetzes entsprechend. (2) Einem Beamten, der nach dem 1. Juni
1978 in die gesetzgebende Körperschaft eines Landes gewählt worden ist und dessen Rechte und Pflichten aus dem Dienstverhältnis nicht nach Absatz 1 ruhen, ist zur Ausübung
des Mandats auf Antrag l. die Arbeitszeit bis auf dreißig vom Hundert der regelmäßigen Arbeitszeit zu ermäßigen oder 2. ein Urlaub ohne Besoldung zu gewähren. Der Antrag soll jeweils für einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten gestellt werden. § 23 Abs. 5 des Abgeordnetengesetzes ist sinngemäß anzuwenden. Auf einen Beamten, dem nach Satz 1 Nr. 2 Urlaub ohne Besoldung gewährt wird, ist § 7 Abs. 1, 3, 4 des Abgeordnetengesetzes sinngemäß anzuwenden. f) Personalakten § 90 (1) Über jeden Beamten ist eine Personalakte zu führen sie ist vertraulich zu behandeln und vor unbefugter Einsicht zu schützen. Zur Personalakte gehören alle Unterlagen einschließlich der in Dateien gespeicherten, die den Beamten betreffen, soweit sie mit seinem Dienstverhältnis in einem unmittelbaren inneren Zusammenhang stehen (Personalaktendaten) andere Unterlagen dürfen in die Personalakte nicht aufgenommen werden. Personalaktendaten dürfen nur für Zwecke der Personalverwaltung
oder Personalwirtschaft verwendet werden, es sei denn, der Beamte willigt in die anderweitige Verwendung ein. Nicht Bestandteil der Personalakte sind Unterlagen, die besonderen, von der Person und dem Dienstverhältnis sachlich zu trennenden Zwecken dienen, insbesondere Prüfungs-, Sicherheits- und Kindergeldakten. Kindergeldakten können mit Besoldungs- und Versorgungsakten verbunden geführt werden, wenn diese von der übrigen Personalakte getrennt sind und von einer von der Personalverwaltung getrennten Organisationseinheit
bearbeitet werden § 35 des Ersten Buches Sozialgesetzbuch und die §§ 67 bis 78 des Zehnten Buches Sozialgesetzbuch bleiben unberührt. (2) Die Personalakte kann nach sachlichen
Gesichtspunkten in Grundakte und Teilakten gegliedert
werden. Teilakten können bei der für den betreffenden Aufgabenbereich zuständigen Behörde geführt werden. Nebenakten (Unterlagen, die sich auch in der Grundakte oder in Teilakten befinden) dürfen nur geführt werden, wenn die personalverwaltende Behörde nicht zugleich Beschäftigungsbehörde ist oder wenn mehrere personalverwaltende Behörden für den Beamten zuständig sind sie dürfen nur solche Unterlagen enthalten, deren Kenntnis zur rechtmäßigen Aufgabenerledigung der betreffenden Behörde erforderlich
ist. In die Grundakte ist ein vollständiges
Verzeichnis aller Teil- und Nebenakten aufzunehmen. (3) Zugang zur Personalakte dürfen nur Beschäftigte haben, die im Rahmen der Personalverwaltung mit der Bearbeitung von Personalangelegenheiten beauftragt sind, und nur soweit dies zu Zwecken der Personalverwaltung oder der Personalwirtschaft erforderlich ist dies gilt auch für
den Zugang im automatisierten Abrufverfahren. (4) Der Dienstherr darf personenbezogene
Daten über Bewerber, Beamte und ehemalige Beamte nur erheben, soweit dies zur Begründung, Durchführung, Beendigung oder Abwicklung des Dienstverhältnisses oder zur Durchführung organisatorischer, personeller und sozialer Maßnahmen, insbesondere auch zu Zwecken der Personalplanung und des Personaleinsatzes, erforderlich ist oder eine Rechtsvorschrift dies erlaubt. Fragebögen, mit denen solche personenbezogenen Daten erhoben werden, bedürfen vom 1. Januar 1994 an der Genehmigung durch die zuständige
oberste Dienstbehörde. § 90a Unterlagen über Beihilfen sind stets als Teilakte zu führen. Diese ist von der übrigen Personalakten getrennt aufzubewahren. Sie soll in einer von der übrigen Personalverwaltung getrennten Organisationseinheit bearbeitet werden Zugang sollen nur Beschäftigte dieser Organisationseinheit haben Die Beihilfeakte darf für andere als für Beihilfezwecke nur verwendet oder weitergegeben werden, wenn der Beihilfeberechtigte und der bei der Beihilfegewährung berücksichtigte Angehörige
im Einzelfall einwilligen, die Einleitung oder Durchführung eines im Zusammenhang mit einem Beihilfeantrag stehenden behördlichen oder gerichtlichen Verfahrens dies erfordert oder soweit es zur Abwehr erheblicher Nachteile für das Gemeinwohl, einer sonst unmittelbar drohenden Gefahr für die öffentliche Sicherheit oder einer schwerwiegenden Beeinträchtigung der Rechte einer anderen Person erforderlich ist. Die Sätze 1 bis 4 gelten entsprechend für Unterlagen über Heilfürsorge
und Heilverfahren. § 90b Der Beamte ist zu Beschwerden, Behauptungen
und Bewertungen, die für ihn ungünstig sind oder ihm nachteilig werden können, vor deren Aufnahme in die Personalakte zu hören, soweit die Anhörung nicht nach anderen Rechtsvorschriften erfolgt. Die Äußerung
des Beamten ist zur Personalakte zu nehmen. § 90c (1) Der Beamte hat, auch nach Beendigung
des Beamtenverhältnisses, ein Recht auf Einsicht in seine vollständige
Personalakte. (2) Einem Bevollmächtigten des Beamten ist Einsicht zu gewähren, soweit dienstliche Gründe nicht entgegenstehen. Dies gilt auch für Hinterbliebene, wenn ein berechtigtes Interesse glaubhaft gemacht wird, und deren Bevollmächtigte. Für Auskünfte aus der Personalakte gelten die Sätze
1 und 2 entsprechend. (3) Die personalaktenführende Behörde bestimmt, wo die Einsicht gewährt wird. Soweit dienstliche Gründe nicht entgegenstellen, können Auszüge, Abschriften, Ablichtungen oder Ausdrucke gefertigt werden dem Beamten ist auf Verlangen ein Ausdruck der zu seiner Person automatisiert gespeicherten Personalaktendaten zu überlassen. (4) Der Beamte hat ein Recht auf Einsicht
auch in andere Akten, die personenbezogene Daten über ihn enthalten und für sein Dienstverhältnis verarbeitet oder genutzt werden, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist dies gilt nicht für Sicherheitsakten. Die Einsichtnahme ist unzulässig, wenn die Daten des Betroffenen mit Daten Dritter oder geheimhaltungsbedürftigen nicht-personenbezogenen Daten derart verbunden sind, daß ihre Trennung nicht oder nur mit unverhältnismäßig großem Aufwand möglich
ist. In diesem Fall ist dem Beamten Auskunft zu erteilen. § 90d (1) Ohne Einwilligung des Beamten ist
es zulässig, die Personalakte für Zwecke der Personalverwaltung oder Personalwirtschaft der obersten Dienstbehörde oder einer im Rahmen der Dienstaufsicht weisungsbefugten Behörde vorzulegen. Das gleiche gilt für Behörden desselben Geschäftsbereichs, soweit die Vorlage zur Vorbereitung oder Durchführung einer Personalentscheidung notwendig ist, sowie für Behörden eines anderen Geschäftsbereichs desselben Dienstherrn, soweit diese an einer Personalentscheidung mitzuwirken haben. Ärzten, die
im Auftrag der personalverwaltenden Behörde ein medizinisches Gutachten erstellen, darf die Personalakte ebenfalls ohne Einwilligung vorgelegt werden. Für Auskünfte aus der Personalakte gelten die Sätze
1 bis 3 entsprechend. Soweit eine Auskunft ausreicht,
ist von einer Vorlage abzusehen. (2) Auskünfte an Dritte dürfen nur mit Einwilligung des Beamten erteilt werden, es sei denn, daß die Abwehr einer erheblichen Beeinträchtigung des Gemeinwohls oder der Schutz berechtigter, höherrangiger Interessen des Dritten die Auskunftserteilung zwingend erfordert. Inhalt und Empfänger
der Auskunft sind dem Beamten schriftlich mitzuteilen. (3) Vorlage und Auskunft sind auf den
jeweils erforderlichen Umfang zu beschränken. § 90e (1) Unterlagen über Beschwerden, Behauptungen
Disziplinarrechts keine Anwendung finden, sind, 1. falls sie sich als unbegründet oder falsch erwiesen haben, mit Zustimmung des Beamten unverzüglich
aus der Personalakte zu entfernen und zu vernichten, 2. falls sie für den Beamten ungünstig sind oder ihm nachteilig werden können, auf Antrag des Beamten nach drei Jahren zu entfernen und zu vernichten dies gilt nicht für
dienstliche Beurteilungen. Die Frist nach Satz 1 Nr. 2 wird durch
unterbrochen. Stellt sich der erneute Vorwurf als unbegründet
Auskünfte aus dem Bundeszentralregister sind mit Zustimmung
Absatz 1 Satz 2 und 3 gilt entsprechend. § 90f (1) Personalakten sind nach ihrem Abschluß von der personalaktenführenden Behörde fünf
Jahre aufzubewahren. Personalakten sind abgeschlossen, 1. wenn der Beamte ohne Versorgungsansprüche aus dem öffentlichen Dienst ausgeschieden ist, mit Ablauf des Jahres der Vollendung des fünfundsechzigsten Lebensjahres, in den Fällen des § 48 dieses Gesetzes und des § 11 der Bundesdisziplinarordnung jedoch erst, wenn mögliche Versorgungsempfänger
nicht mehr vorhanden sind, 2. wenn der Beamte ohne versorgungsberechtigte Hinterbliebene verstorben ist, mit Ablauf des Todesjahres, 3. wenn nach dem verstorbener Beamten versorgungsberechtigte Hinterbliebene vorhanden sind, mit Ablauf des Jahres, in dem die letzte Versorgungsverpflichtung entfallen ist. (2) Unterlagen über Beihilfen, Heilfürsorge, Heilverfahren, Unterstützungen, Erholungsurlaub, Erkrankungen, Umzugs- und Reisekosten sind fünf Jahre nach Ablauf des Jahres, in dem die Bearbeitung des einzelnen Vorgangs abgeschlossen wurde, aufzubewahren. Unterlagen, aus denen die Art einer Erkrankung ersichtlich ist, sind unverzüglich zurückzugeben, wenn sie für den Zweck, zu dem sie vorgelegt worden sind, nicht mehr benötigt
werden. (3) Versorgungsakten sind zehn Jahre
nach Ablauf des Jahres, in dem die letzte Versorgungszahlung
geleistet worden ist, aufzubewahren besteht die Möglichkeit eines Wiederauflebens des Anspruchs, sind die Akten dreißig
Jahre aufzubewahren. (4) Die Personalakten werden nach Ablauf
der Aufbewahrungsfrist vernichtet, sofern sie nicht
vom Bundesarchiv oder von einem Landesarchiv übernommen
werden. § 90g (1) Personalaktendaten dürfen in Dateien nur für Zwecke der Personalverwaltung oder der Personalwirtschaft verarbeitet und genutzt werden. Ihre Übermittlung ist nur nach Maßgabe des § 90d zulässig. Ein automatisierter Datenabruf durch andere Behörden ist unzulässig,
soweit durch besondere Rechtsvorschrift nichts anderes
bestimmt ist. (2) Personalaktendaten im Sinne des § 90a dürfen automatisiert nur im Rahmen ihrer Zweckbestimmung und nur von den übrigen
Personaldateien technisch und organisatorisch getrennt
verarbeitet und genutzt werden. (3) Von den Unterlagen über medizinische oder psychologische Untersuchungen und Tests dürfen
dürfen nicht ausschließlich auf Informationen und Erkenntnisse gestützt
personenbezogener Daten gewonnen werden. (5) Bei erstmaliger Speicherung ist dem
Betroffenen die Art der über ihn gemäß Absatz 1 gespeicherten Daten mitzuteilen, bei wesentlichen Änderungen ist er zu benachrichtigen. Ferner sind die Verarbeitungs- und Nutzungsformen automatisierter Personalverwaltungsverfahren zu dokumentieren und einschließlich des jeweiligen Verwendungszweckes sowie der regelmäßigen Empfänger und des Inhalts automatisierter Datenübermittlung
allgemein bekanntzugeben. g) Vereinigungsfreiheit § 91 (1) Auf Grund der Vereinigungsfreiheit
haben die Beamten das Recht, sich in Gewerkschaften
oder Berufsverbänden zusammenzuschließen. Sie können die für sie zuständigen Gewerkschaften oder Berufsverbände
mit ihrer Vertretung beauftragen, soweit gesetzlich
nichts anderes bestimmt ist. (2) Kein Beamter darf wegen Betätigung für seine Gewerkschaft oder seinen Berufsverband dienstlich gemaßregelt
oder benachteiligt werden. h) Dienstzeugnis § 92 Dem Beamten wird nach Beendigung des
Beamtenverhältnisses auf Antrag von seinem letzten Dienstvorgesetzten ein Dienstzeugnis über Art und Dauer der von ihm bekleideten Ämter erteilt. Das Dienstzeugnis muß auf Verlangen des Beamten auch über die von ihm ausgeübte Tätigkeit
und seine Leistungen Auskunft geben. 3. Beamtenvertretung § 93 Die Personalvertretung der Beamten wird durch Gesetz besonders geregelt. § 94 Die Spitzenorganisationen der zuständigen Gewerkschaften sind bei der Vorbereitung allgemeiner Regelungen der beamtenrechtlichen Verhältnisse
zu beteiligen. Abschnitt IV Personalverwaltung § 95 Zur einheitlichen Durchführung der beamtenrechtlichen Vorschriften wird ein Bundespersonalausschuß errichtet, der seine Tätigkeit innerhalb der gesetzlichen Schranken unabhängig und in eigener Verantwortung ausübt. § 96 (1) Der Bundespersonalausschuß besteht
aus acht ordentlichen und acht stellvertretenden Mitgliedern. (2) Ständige ordentliche Mitglieder sind der Präsident des Bundesrechnungshofes als Vorsitzender und der Leiter der Personalrechtsabteilung des Bundesministeriums des Innern. Nichtständige ordentliche Mitglieder sind die Leiter der Personalabteilungen von zwei anderen obersten Bundesbehörden und vier andere Bundesbeamte. Stellvertretende Mitglieder sind je ein Bundesbeamter der in Satz 1 genannten Behörden, die Leiter der Personalabteilungen von zwei weiteren obersten Bundesbehörden
sowie vier weitere Bundesbeamte. (3) Die nichtständigen ordentlichen Mitglieder sowie die stellvertretenden Mitglieder werden vom Bundespräsidenten auf Vorschlag des Bundesministers des Innern auf die Dauer von vier Jahren bestellt, davon vier ordentliche und vier stellvertretende Mitglieder auf Grund einer Benennung durch die Spitzenorganisationen der zuständigen
Gewerkschaften. § 97 (1) Die Mitglieder des Bundespersonalausschusses
sind unabhängig und nur dem Gesetz unterworfen. Sie scheiden aus ihrem Amt als Mitglied des Bundespersonalausschusses außer durch Zeitablauf durch Ausscheiden aus dem Hauptamt oder aus der Behörde, die für ihre Mitgliedschaft maßgeblich sind, oder durch Beendigung des Beamtenverhältnisses nur unter den gleichen Voraussetzungen aus, unter denen Mitglieder eines Disziplinargerichts wegen rechtskräftiger Verurteilung im Strafverfahren oder Disziplinarverfahren ihr Amt verlieren § 60
findet keine Anwendung. (2) Die Mitglieder des Bundespersonalausschusses
dürfen wegen ihrer Tätigkeit weder dienstlich gemaßregelt
noch benachteiligt werden. § 98 (1) Der Bundespersonalausschuß, hat außer den in den §§ 8,
21, 22 und 24 vorgesehenen Entscheidungen folgende
Aufgaben: 1. über die allgemeine Anerkennung von Prüfungen
zu entscheiden, 2. Vorschläge zur Beseitigung von Mängeln
in der Handhabung der beamtenrechtlichen Vorschriften
zu machen, 3. für das Beamtenrecht Vorschläge zur Durchsetzung der Chancengleichheit von Frauen und Männern
sowie zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf
zu machen. (2) Die Bundesregierung kann dem Bundespersonalausschuß weitere Aufgaben übertragen. (3) Über die Durchführung der Aufgaben hat der Bundespersonalausschuß die
Bundesregierung zu unterrichten. § 99 Der Bundespersonalausschuß gibt sich eine Geschäftsordnung. § 100 (1) Die Sitzungen des Bundespersonalausschusses
sind nicht öffentlich. Der Bundespersonalausschuß kann Beauftragten beteiligter Verwaltungen, Beschwerdeführern
und anderen Personen die Anwesenheit bei der Verhandlung
gestatten. (2) Die Beauftragten der Verwaltungen
sind auf Verlangen zu hören. (3) Beschlüsse werden mit Stimmenmehrheit gefaßt zur Beschlußfähigkeit
ist die Anwesenheit von mindestens sechs Mitgliedern
erforderlich. Bei Stimmengleichheit entscheidet die
Stimme des Vorsitzenden. § 101 (1) Der Vorsitzende des Bundespersonalausschusses
oder sein Vertreter leitet die Verhandlungen. Sind
beide verhindert, so tritt an ihre Stelle das dienstälteste
Mitglied. (2) Zur Vorbereitung der Verhandlungen
und Durchführung der Beschlüsse bedient er sich der für den Bundespersonalausschuß im Bundesministerium des Innern einzurichtenden Geschäftsstelle. § 102 (1) Der Bundespersonalausschuß kann zur Durchführung seiner Aufgaben in entsprechender Anwendung der Vorschriften der Verwaltungsgerichtsordnung in der im Bundesgesetzblatt Teil III, Gliederungsnummer 340-1, veröffentlichten bereinigten Fassung, zuletzt geändert
durch Artikel 1 des Gesetzes vom 20. Dezember 1982
(BGBl. I S. 1834), Beweise erheben. (2) Alle Dienststellen haben dem Bundespersonalausschuß unentgeltlich Amtshilfe zu leisten und ihm auf Verlangen Auskünfte zu erteilen und Akten vorzulegen, soweit dies zur Durchführung
seiner Aufgaben erforderlich ist. § 103 (1) Beschlüsse des Bundespersonalausschusses sind, soweit sie allgemeine Bedeutung haben, bekanntzumachen. Art und Umfang regelt die Geschäftsordnung. (2) Soweit dem Bundespersonalausschuß eine Entscheidungsbefugnis eingeräumt ist, binden seine Beschlüsse
die beteiligten Verwaltungen. § 104 Die Dienstaufsicht über die Mitglieder des Bundespersonalausschusses führt im Auftrag der Bundesregierung der Bundesminister des Innern. Sie unterliegt den sich aus § 97 ergebenden Einschränkungen. Abschnitt V (weggefallen) Abschnitt VI Beschwerdeweg und Rechtsschutz § 171 (1) Der Beamte kann Anträge und Beschwerden vorbringen hierbei hat er den Dienstweg einzuhalten. Der Beschwerdeweg bis zur obersten Dienstbehörde
steht offen. (2) Richtet sich die Beschwerde gegen
den unmittelbaren Vorgesetzten (§ 3 Abs. 2), so kann sie bei dem nächsthöheren
Vorgesetzten unmittelbar eingereicht werden. § 172 Für Klagen aus dem Beamtenverhältnis gelten die §§ 126
und 127 des Beamtenrechtsrahmengesetzes. § 173 (weggefallen) § 174 (1) Bei Klagen aus dem Beamtenverhältnis wird der Dienstherr durch die oberste Dienstbehörde vertreten, der der Beamte untersteht oder bei der Beendigung des Beamtenverhältnisses unterstanden hat bei Ansprüchen nach den §§ 53 bis 61 des Beamtenversorgungsgesetzes wird der Dienstherr durch die oberste Dienstbehörde vertreten, deren sachlicher Weisung die Regelungsbehörde
untersteht. (2) Besteht die oberste Dienstbehörde nicht mehr und ist eine andere Dienstbehörde
nicht bestimmt, so tritt an ihre Stelle der Bundesminister
des Innern. (3) Die oberste Dienstbehörde kann die Vertretung durch eine allgemeine Anordnung anderen Behörden übertragen die Anordnung ist im Bundesgesetzblatt zu veröffentlichen. § 175 Verfügungen und Entscheidungen, die dem Beamten oder Versorgungsberechtigten nach den Vorschriften dieses Gesetzes bekanntzugeben sind, sind zuzustellen, wenn durch sie eine Frist in Lauf gesetzt wird oder Rechte des Beamten oder Versorgungsberechtigten durch sie berührt werden. Soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist, richtet sich die Zustellung nach den Vorschriften des Verwaltungszustellungsgesetzes in der im Bundesgesetzblatt Teil III, Gliederungsnummer 201-3, veröffentlichten
bereinigten Fassung, zuletzt geändert
durch Artikel 39 des Gesetzes vom 14. Dezember 1976
(BGBl. I S. 3341). Abschnitt VII Beamte des Bundestages, des Bundesrates und des Bundesverfassungsgerichtes § 176 (1) Die Bundestagsbeamten, die Bundesratsbeamten
und die Beamten des Bundesverfassungsgerichtes sind
Bundesbeamte. Die Ernennung, Entlassung und Zurruhesetzung
der Bundestagsbeamten werden durch den Präsidenten des Bundestages, die der Bundesratsbeamten durch den Präsidenten des Bundesrates, die der Beamten des Bundesverfassungsgerichtes durch den Präsidenten des Bundesverfassungsgerichtes vorgenommen. Oberste Dienstbehörde der Bundestagsbeamten ist der Präsident des Bundestages, oberste Dienstbehörde der Bundesratsbeamten ist der Präsident des Bundesrates, oberste Dienstbehörde der Beamten des Bundesverfassungsgerichtes ist der Präsident
des Bundesverfassungsgerichtes. (2) Der Direktor beim Deutschen Bundestag
und der Direktor des Bundesrates können jederzeit in
den einstweiligen Ruhestand versetzt werden, soweit
sie Beamte auf Lebenszeit sind. Abschnitt VIIa Leiter von Hochschulen, Professoren,
Hochschuldozenten, Oberassistenten, Oberingenieure,
wissenschaftliche und künstlerische Assistenten § 176a (1) Die beamteten Leiter, die beamteten
hauptberuflichen Mitglieder von Leitungsgremien sowie
die beamteten Professoren, Hochschuldozenten, Oberassistenten,
Oberingenieure, wissenschaftlichen und künstlerischen Assistenten einer Hochschule, die nach Landesrecht die Eigenschaft einer staatlich anerkannten Hochschule erhalten hat und deren Personal im Dienst des Bundes steht, sind unmittelbare Bundesbeamte. Steht das Personal der Hochschule im Dienst einer bundesunmittelbaren Körperschaft, Anstalt oder Stiftung des öffentlichen
Rechts, sind die in Satz 1 bezeichneten Beamten mittelbare
Bundesbeamte. (2) Die beamteten Leiter und die beamteten
die beamteten Professoren, für die eine befristete Tätigkeit vorgesehen ist, werden für die Dauer von sechs Jahren zu Beamten auf Zeit ernannt für beamtete Hochschuldozenten gilt § 48d, für beamtete Oberassistenten und Oberingenieure gilt § 48b und für beamtete wissenschaftliche und künstlerische Assistenten gilt § 48
des Hochschulrahmengesetzes entsprechend. (3) Für die auf Zeit ernannten Beamten gelten die Vorschriften für
Beamte auf Lebenszeit entsprechend, soweit gesetzlich
nichts anderes bestimmt ist. Sie sind mit Ablauf ihrer
Amtszeit entlassen. (4) Die beamteten Leiter und die beamteten
Mitglieder von Leitungsgremien, die in dieser Eigenschaft
zu Beamten auf Zeit ernannt sind, sind nach Ablauf
ihrer ersten Amtszeit verpflichtet, ihr bisheriges
Amt unter erneuter Berufung in das Beamtenverhältnis auf Zeit weiterzuführen kommen sie dieser Verpflichtung nicht nach, so sind sie mit Ablauf der ersten Amtszeit entlassen. Abweichend von Absatz 3 Satz 2 treten sie nach Ablauf ihrer Amtszeit oder mit Erreichen der Altersgrenze in den Ruhestand, wenn sie eine Dienstzeit von mindestens zehn Jahren in einem Beamtenverhältnis mit Dienstbezügen oder in einem Dienstverhältnis als Berufssoldat zurückgelegt haben oder aus einem Beamtenverhältnis
auf Lebenszeit oder aus einem Dienstverhältnis
als Berufssoldat zu Beamten auf Zeit ernannt worden
waren. (5) Für beamtete Professoren, Hochschuldozenten, Oberassistenten, Oberingenieure, wissenschaftliche und künstlerische Assistenten gelten die Vorschriften dieses Gesetzes, soweit nicht die entsprechend anzuwendenden Vorschriften der §§ 43 bis 50 und 52 des Hochschulrahmengesetzes etwas anderes bestimmen bei der Auflösung, der Verschmelzung oder einer wesentlichen Änderung des Aufbaues oder der Aufgaben von staatlich anerkannten Hochschulen des Bundes, deren Ausbildungsgänge ausschließlich
auf den öffentlichen Dienst ausgerichtet sind, gilt für beamtete Professoren und Hochschuldozenten, deren Aufgabengebiet davon berührt wird, § 26 dieses Gesetzes, wenn eine ihrem bisherigen Amt entsprechende Verwendung nicht möglich
ist. Abschnitt VIII Ehrenbeamte § 177 (1) Für Ehrenbeamte (§ 5 Abs. 3) gelten die Vorschriften dieses Gesetzes mit folgenden Maßgaben: 1. Nach Vollendung des fünfundsechzigsten Lebensjahres kann der Ehrenbeamte verabschiedet werden. Er ist zu verabschieden, wenn die sonstigen Voraussetzungen für
die Versetzung eines Beamten in den Ruhestand gegeben
sind. 2. Keine Anwendung finden die §§ 26, 41 Abs. 3, §§ 65, 66, 69, 72, 74, 82 bis 87a, für Honorarkonsularbeamte außerdem § 7
Abs. 1 Nr. 1. 3. Ein Ehrenbeamtenverhältnis kann nicht in ein Beamtenverhältnis anderer Art, ein solches Beamtenverhältnis nicht in ein Ehrenbeamtenverhältnis
umgewandelt werden. (2) Die Unfallfürsorge für Ehrenbeamte und ihre Hinterbliebenen richtet sich nach § 68
des Beamtenversorgungsgesetzes. (3) Im übrigen regeln sich die Rechtsverhältnisse der Ehrenbeamten nach den besonderen für
die einzelnen Gruppen der Ehrenbeamten geltenden Vorschriften. Abschnitt IX Übergangs- und Schlußvorschriften § 178 Für die bei Inkrafttreten dieses Gesetzes im Dienste des Bundes oder einer bundesunmittelbaren Körperschaft, Anstalt oder Stiftung des öffentlichen
Rechts stehenden Beamten und Wartestandsbeamten gilt
folgendes: Beamte auf Lebenszeit erhalten die Rechtsstellung eines Beamten auf Lebenszeit nach diesem Gesetz. 2. Beamte auf Widerruf erhalten die Rechtsstellung
eines Beamten auf Widerruf nach diesem Gesetz, soweit
sie nicht bei Vorliegen der Voraussetzungen des § 5
Abs. 1 Nr. 2 zum Beamten auf Probe ernannt werden. 3. Wartestandsbeamte gelten mit Inkrafttreten
dieses Gesetzes als nach § 36 in den einstweiligen
Ruhestand versetzt. § 179 (Übergangsvorschrift) §§ 180 bis 182 (weggefallen) § 183 (1) Zusicherungen, Vereinbarungen und
Vergleiche, die dem Beamten eine höhere als nach dem Besoldungsrecht zulässige Besoldung oder eine über dieses Gesetz hinausgehende Versorgung verschaffen sollen, sind unwirksam. Das gleiche gilt für Versicherungsverträge,
die zu diesem Zweck abgeschlossen werden. (2) Vereinbarungen, die in Dienstverträgen nach § 8 des Übergangsgesetzes über die Rechtsstellung der Verwaltungsangehörigen der Verwaltung des Vereinigten Wirtschaftsgebietes vom 23. Juni 1948 (Gesetzblatt der Verwaltung des Vereinigten Wirtschaftsgebietes S. 54) getroffen worden sind, bleiben unberührt. § 184 (Übergangsvorschrift) § 185 Als Reichsgebiet im Sinne dieses Gesetzes gilt das Gebiet des Deutschen Reiches bis zum 31. Dezember 1937 in seinen jeweiligen Grenzen, nach diesem Zeitpunkt in den Grenzen vom-31. Dezember 1937. § 186 (weggefallen) § 187 (1) Ist Dienstherr eines Beamten eine
bundesunmittelbare Körperschaft, Anstalt oder Stiftung des öffentlichen Rechts, so kann die für die Aufsicht zuständige oberste Bundesbehörde in den Fällen, in denen nach diesem Gesetz oder dem Beamtenversorgungsgesetz die oberste Dienstbehörde die Entscheidung hat, sich diese Entscheidung vorbehalten oder die Entscheidung von ihrer vorherigen Genehmigung abhängig machen auch kann sie verbindliche Grundsätze für
die Entscheidung aufstellen. (2) Für bundesunmittelbare Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts, die Behörden nicht besitzen, tritt für die in, diesem Gesetz oder dem Beamtenversorgungsgesetz einer Behörde übertragenen oder zu übertragenden Zuständigkeiten die zuständige
Verwaltungsstelle. § 188 Ist bei einem Bundesbeamten in der Zeit
vom 1. Juli 1937 bis zum Inkrafttreten dieses Gesetzes
bei der Berufung in das Beamtenverhältnis die deutsche Staatsangehörigkeit
des Bewerbers zu Unrecht angenommen worden, so steht
dieser Mangel der Wirksamkeit der Ernennung nicht entgegen. § 189 Für die Mitglieder des Bundesrechnungshofes
gilt dieses Gesetz, soweit im Bundesrechnungshofgesetz
nichts Abweichendes bestimmt ist. § 190 Für die Polizeivollzugsbeamten des Bundes
gilt dieses Gesetz, soweit gesetzlich nichts anderes
vorgeschrieben ist. § 190a Für Beamte des Auswärtigen Dienstes gilt
dieses Gesetz, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt
ist. § 191 Die Rechtsverhältnisse der im Dienst des Bundes oder einer bundesunmittelbaren Körperschaft,. Anstalt oder Stiftung des öffentlichen
Rechts stehenden Angestellten und Arbeiter werden durch
Tarifvertrag geregelt. §§ 192 bis 198 (Änderung von Rechtsvorschriften) § 199 (1) Es werden aufgehoben, soweit sich nicht aus diesem Gesetz etwas anderes ergibt, 1. das Gesetz zur vorläufigen Regelung der Rechtsverhältnisse
der im Dienst des Bundes stehenden Personen vom 17.
Mai 1950 (BGBl. S. 207) in der Fassung des Gesetzes
vom 21. Juli 1951 (BGBl. S. 470), 2. das Deutsche Beamtengesetz in der Bundesfassung vom 30. Juni 1950 (BGBl. S. 279). (2) Die übrigen in § 2 des Gesetzes zur vorläufigen Regelung der Rechtsverhältnisse der im Dienst des Bundes stehenden Personen vom 17. Mai 1950 genannten beamtenrechtlichen Vorschriften in der für die Bundesbeamten geltenden Fassung bleiben bis zur anderweitigen Regelung mit den sich aus diesem Gesetz ergebenden Änderungen
in Geltung. (3) (weggefallen) (4) Ist in Gesetzen oder Verordnungen auf die nach Absatz 1 aufgehobenen Vorschriften Bezug genommen, so treten an deren Stelle die Vorschriften dieses Gesetzes. § 200 Die zur Durchführung dieses Gesetzes erforderlichen allgemeinen Verwaltungsvorschriften erläßt,
soweit dieses Gesetz nichts anderes bestimmt, der Bundesminister
des Innern. 201 (gegenstandslos) § 202 (Inkrafttreten) just law Rechtsanwälte, Groner-Tor-Straße 8, 37073 Göttingen info@justlaw.de