Source: http://www.projuventute-sh-tg.ch/kinderrerchte.html
Timestamp: 2017-06-24 18:52:11
Document Index: 180382981

Matched Legal Cases: ['Art. 2', 'Art. 7', 'Art. 24', 'Art. 28', 'Art. 31', 'Art. 12', 'Art. 16', 'Art. 19', 'Art. 34', 'Art. 3', 'Art. 23']

Kinderrerchte - Pro Juventute SH und TG
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Kinder haben Rechte! Kein Mensch ist das Eigentum eines anderen. Was heute vielerorts selbstverständlich ist, war lange nicht so. Bis zur Neuzeit galt: Ein Kind ist das Eigentum seiner Eltern. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts begann sich das Bewusstsein durchzusetzen, dass das Kind kein Eigentum ist und besonderen Schutz benötigt. 1989 verabschiedet die UNO die UNO-Kinderrechtskonvention. Das Ziel: Alle Kinder der Welt sollen die gleichen Rechte haben.Die Schweiz hat am 24. Februar 1997 die UNO-Kinderrechtskonvention ratifiziert. Für Kinder und Jugendliche in der Schweiz bedeutet das aber nicht, dass ihre Rechte auch wirklich gewährleistet sind. Nach wie vor bestehen bei der Umsetzung der Kinderrechte grosse Unterschiede zwischen den Kantonen. In der Schweiz sollten vor allem die Rechte von Kindern aus wirtschaftlich und sozial benachteiligten Familien, Kindern mit Behinderungen und Kindern mit Migrationshintergrund verbessert werden.Pro Juventute setzt sich dafür ein, dass die UNO-Kinderrechtskonvention in der Schweiz konsequent angewendet wird.Die folgenden Artikel wurden der Kurzfassung der UNO-Kinderrechtskonvention und von Pro Juventute in einer Form zusammengestellt, die es für Kinder und Jugendliche leichter macht sie zu verstehen.(Symbole Copyright Pro Juventute SH/TG)
Das Recht auf GleichbehandlungKinder und Jugendlichen haben das Recht auf Gleichbehandlungund Schutz vor Diskriminierung. Dies unabhängig ihrer Rasse, Religion, Herkunft und Geschlecht. Alle sollen die gleichen Chancen erhalten, ob arm oder reich, schwarz oder weiss, Mädchen oder Junge. Kein Kind darf benachteiligt werden.Art. 2
Das Recht auf eine Identität und einen eigenen GlaubenKinder und Jugendliche haben das Recht auf einen Namen und eine Staatszugehörigkeit.Eine eigene Identität gehört zu jedem Menschen. Dasheisst auch, dass sie träumen und ihre eigenen Gedanken haben dürfen.Kinder und Jugendliche haben das Recht auf Gedanken-, Glaubens-, Gewissens- und Religionsfreiheit unter Achtung der elterlichen Führungsrolle.Art. 7, 8, 14
Das Recht auf GesundheitKinder und Jugendliche haben das Recht auf bestmögliche Bedingungen für ihre Entwicklung respektive eine angemessene Grundversorgung.Sie haben das Recht gesund zu leben, Geborgenheit zu finden und keine Not zu leiden. Dazu gehören gute Lebensmittel, sauberes Wasser, genügend Schlaf, ärztliche Versorgung, das Wissen, was gesund und was krank macht. Sind die Eltern arbeitslos oder verdienen nicht genügendum dies zu gewährleisten hilft das Sozialamt.Art. 24, 26, 27
Das Recht auf Bildung und AusbildungKinder und Jugendliche haben das Recht, eine Schule zu besuchen; Lesen, Rechnen und Schreiben zu lernen. Dieses Recht darf nicht durch Kinderarbeit missachtet werden. Die Grundschule muss obligatorisch und kostenlos sein. Die Disziplin in der Schule darf nicht gegen dieMenschenwürde verstossen. Kinder und Jugendliche haben ein Recht darauf, ihre Rechte kennenzulernen. Jugendliche sollen eine Ausbildung machen können, die ihren Bedürfnissen und Fähigkeiten entspricht. Wer die Voraussetzzungen erfüllt, soll eine weiterführende Schule besuchen dürfen – unabhängig vom Familienbudget.Art. 28, 29
Das Recht auf Freizeit, Spiel und ErholungKinder und Jugendliche haben das Recht zu spielen und sich zu erholen. Sie müssen die Möglichkeit haben kulturell, sportlich und musisch aktiv sein zu können. Trotz ihrer Pflichten in der Schule und zu Hause müssen sie genügend Freizeit haben: Zeit für Freundinnen und Freunde, für Hobbys und zum Ausruhen.Art. 31
Das Recht auf Meinungsfreiheit und VersammlungsfreiheitKinder und Jugendliche haben das Recht darauf, in Entscheidungen, die sie betreffen, ihre Meinung zu äussern, gehört und wenn möglich berücksichtigt zu werden. Die Fürsorge liegt bei den Eltern, denn nicht alles, was ein Kind will, ist auch gut für das Kind. Sie haben auch das Recht sich alle Informationen zu beschaffen, die sie brauchen, um sich eine eigene Meinung zu bilden.Kinder und Jugendliche haben das Recht sich mit Gleichaltrigen zu treffen sowie Gruppen und Organisationen beizutreten, solange sie andere Menschen nicht daran hindern, ihre Rechte zu geniessen.Art. 12, 13, 15
Das Recht auf PrivatsphäreKinder haben ein Recht auf Geheimnisse und ein Privatleben: Niemand darf heimlich in ihren Dingen stöbern, ihre Gespräche abhören, ihr Tagebuch oder ihre Briefe lesen. Niemand darf seinem Namen Schaden zufügen.Art. 16
Das Recht auf Schutz vor Misshandlung, Ausbeutung und VerfolgungKinder und Jugendliche weltweit haben das Recht auf sofortige Hilfe bei Katastrophen und Notlagen und auf Schutz vor Grausamkeit, Vernachlässigung, Ausnutzung und Verfolgung. Im Krieg und auf der Flucht müssen Kinder besonders geschützt werden.Kinder und Jugendliche dürfen von niemandem physisch oder psychisch misshandelt werden. Das gilt für Schule, Freizeit und auch zu Hause.Art. 19, 20, 22, 32-38Die Regierungen müssen Kinder vor sexuellem Missbrauch schützen. Niemand darf Kinder an Köperstellen berühren, wo sie es nicht wollen. Ihr Nein muss respektiert werden.Art. 34
Das Recht auf elterliche FürsorgeKinder und Jugendliche haben das Recht auf eine Familie, elterliche Fürsorge und ein sicheres Zuhause. Im Falle einer Trennung der Eltern dürfen Kinder mit beiden Elternteilen weiterhin Kontakt pflegen und je nach Alter mitbestimmen, bei welchem Elternteil sie wohnen möchten.Art. 3, 9, 16, 18
Das Recht auf Betreuung bei BehinderungKinder und Jugendliche haben das Recht auf besondere Pflege. Sie sollten ihrer Behinderung entsprechend gefördert werden. Selbstständigkeit wird unterstützt, damit sie so gut wie möglich am normalen Alltag teilnehmen können.Art. 23
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