Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=9%20A%20397/08
Timestamp: 2020-01-22 19:42:03
Document Index: 248040376

Matched Legal Cases: ['§ 12', '§ 172', '§ 51', '§ 8', '§ 51', '§ 51']

OVG Nordrhein-Westfalen, 24.03.2009 - 9 A 397/08 - dejure.org
https://dejure.org/2009,19993
OVG Nordrhein-Westfalen, 24.03.2009 - 9 A 397/08 (https://dejure.org/2009,19993)
OVG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 24.03.2009 - 9 A 397/08 (https://dejure.org/2009,19993)
OVG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 24. März 2009 - 9 A 397/08 (https://dejure.org/2009,19993)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2009,19993) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Rechtliche Ausgestaltung des Anspruchs eines Grundstückseigentümers auf Neubescheidung seines Antrags auf Reduzierung der Kanalbenutzungsgebühren; Anspruch auf Wiederaufgreifen eines abgeschlossenen abgaberechtlichen Verwaltungsverfahrens
VG Aachen - 7 K 1333/06
So auch OVG NRW, Urteil vom 24. März 2009 - 9 A 397/08 -, juris Rn. 21 f. mit weiteren Nachweisen.
vgl. OVG NRW, Urteile vom 22. Mai 1980 - 3 A 2378/79 -, juris (= KStZ 1980, 239) (dort bejaht für Erschließungsbeiträge), und vom 26. Oktober 1987 - 2 A 2738/84 -, juris (dort bejaht für Kanalbenutzungsgebühren); ebenfalls offen gelassen von OVG NRW, Urteil vom 24. März 2009 - 9 A 397/08 -, juris Rn. 21 f.
§ 12 KAG NRW, der auf die Vorschriften der Abgabenordnung verweist, nimmt die Regelungen des §§ 172, 173 AO nicht in Bezug, so dass mangels einer Regelungslücke eine analoge Anwendung dieser Vorschriften ausscheidet, vgl. OVG NRW, Urteil vom 24. März 2009 - 9 A 397/08 -, juris; OVG NRW, Urteil vom 26. Oktober 1987 - 2 A 2738/84 -, GemH 1989, 37; OVG NRW, Urteil vom 22. Mai 1980 - 3 A 2378/79 -, KStZ 1980, 239.
Es bedarf keiner darüber hinausgehenden Entscheidung, ob aus allgemeinen Rechtsgrundsätzen -die ihre Entsprechung im § 51 Abs. 1 bis 3 VwVfG NRW gefunden habenein gesetzlich zwingender Anspruch auf Wiederaufgreifen eines abgeschlossenen abgaberechtlichen Verwaltungsverfahrens im engeren Sinne hergeleitet werden kann, vgl. OVG NRW, Beschluss vom 4. März 2013 - 15 A 2421/12 -, juris; OVG NRW, Urteil vom 24. März 2009 - 9 A 397/08 -, juris (offengel.); OVG NRW, Urteil vom 22. Mai 1980 - 3 A 2378/79 -, KStZ 1980, 239 (dort bejaht für Erschließungsbeiträge); OVG NRW, Urteil vom 26. Oktober 1987 - 2 A 2738/84 -, GemH 1989, 37 (dort bejaht für Kanalbenutzungsgebühren); vgl. auch Dietzel/Kallerhoff, Das Straßenbaubeitragsrecht nach § 8 des Kommunalabgabengesetzes NRW, 6. Aufl., Rn. 463.
Lediglich ergänzend wird mit Blick auf die Frage der Rechtslagenänderung darauf hingewiesen, dass diese nicht durch eine bloße Änderung der Rechtsprechung -etwa im Vergleich zu der Beurteilung der Rechtmäßigkeit der maßgeblichen Satzung in früheren Fällenbegründet wird, vgl. nur OVG NRW, Urteil vom 24. März 2009 - 9 A 397/08 -, juris, std.
Soweit danach überhaupt ein Anspruch auf Wiederaufgreifen eines abgeschlossenen abgabenrechtlichen Verwaltungsverfahrens entsprechend den allgemeinen Rechtsgrundsätzen in Anlehnung an § 51 VwVfG in Betracht kommt, vgl. hierzu Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen (OVG NRW), Urteil vom 24. März 2009 - 9 A 397/08 -, juris, fehlt es jedenfalls an den Voraussetzungen, unter denen die Beklagte zur Entscheidung über die teilweise Aufhebung der bestandskräftigen Gebührenbescheide verpflichtet wäre.
vgl. zu den Voraussetzungen einer Ermessensreduzierung: BVerwG, Urteil vom 17. Januar 2007 - 6 C 32/06 -, NVwZ 2007, 709; OVG NRW, Urteil vom 27. Juli 1992 - 2 A 2796/91 - und vom 24. März 2009 - 9 A 397/08 -, juris; vgl. auch Beschluss vom 9. September 2009 - 15 A 1881/09 -, juris.
vgl. BVerwG, Beschluss vom 7. Juli 2004 - 6 C 24.03 - Rn. 12 ff.; OVG NRW, Beschluss vom 9. September 2009 - 15 A 1881/09 - Rn. 4, sowie Urteil vom 24. März 2009 - 9 A 397/08 - Rn. 43 ff.; Niedersächsisches OVG, Beschluss vom 24. Januar 2007 - 9 LA 252/03 - Rn. 5 ff.; zitiert jeweils nach juris.
vgl. OVG NRW, Urteil vom 24. März 2009 - 9 A 397/08 -, juris Rn. 29 m. w. N.
vgl. OVG NRW, Beschluss vom 09. September 2009 - 15 A 1881/09 -, juris; Beschluss vom 13. April 2004 - 15 A 1113/04 -, NVwZ-RR 2005, 568; Beschluss vom 13. Mai 2011 - 14 B 1270/10 -, juris; Urteil vom 24. März 2009 - 9 A 397/08 -, juris.
Soweit danach überhaupt ein Anspruch auf Wiederaufgreifen eines abgeschlossenen abgabenrechtlichen Verwaltungsverfahrens entsprechend den allgemeinen Rechtsgrundsätzen in Anlehnung an § 51 VwVfG in Betracht kommt, vgl. hierzu OVG NRW, Urteil vom 24. März 2009 - 9 A 397/08 -, juris, fehlt es jedenfalls an den Voraussetzungen, unter denen die Beklagte zur Entscheidung über die teilweise Aufhebung der bestandskräftigen Gebührenbescheide verpflichtet wäre.
BVerwG, Urteil vom 4.12.2001 - 4 C 2.00 -, BVerwGE 115, 274 = DVBl. 2002, 624 = juris, Rdn. 22; OVG NRW, Urteil vom 24.3.2009 - 9 A 397/08 -, juris, Rdn. 27.