Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=2009-04-16&Aktenzeichen=VII%20ZB%2062%2F08
Timestamp: 2018-04-23 23:25:01
Document Index: 9741011

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 732', '§ 307', '§ 307', '§ 307', '§ 794', '§ 732', '§ 232', '§ 307', '§ 307', '§ 307', '§ 732', '§ 797', '§ 794', '§ 732', '§ 307', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 307', '§ 732', 'BGH', 'BGH', '§ 732', 'BGH', 'BGH', '§ 767', '§ 732', 'BGH', '§ 307', 'BGH', '§ 307', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 16.04.2009 - VII ZB 62/08 - dejure.org
ZPO §§ 732, 794 Abs. 1 Nr. 5; BGB § 307 Abs. 1
nomos.de , S. 24 (Volltext und Kurzanmerkung)
Keine AGB-Kontrolle im Klauselerinnerungsverfahren - Wirksamkeit der Vollstreckungsunterwerfung bei Kreditverkäufen bleibt ungeklärt
Unwirksamkeit einer Unterwerfungserklärung i.R. eines Klauselerinnerungsverfahrens wegen eines Verstoßes gegen § 307 Abs. 1 BGB; Voraussetzungen für die Prüfung eines Verstoßes der Unterwerfungserklärung
Keine AGB-Kontrolle einer formularmäßigen Vollstreckungsunterwerfung im Klauselerinnerungsverfahren
BGB § 307 Abs. 1; ZPO § 794 Abs. 1 Nr. 5, § 732
Keine AGB-Kontrolle einer formularmäßigen Vollstreckungsunterwerfung bei Abtretung der gesicherten Forderung an Finanzinvestor im Klauselerinnerungsverfahren
ZPO §§ 232, 794 Abs. 1 Nr. 5; BGB §§ 307 Abs. 1, 134
Keine AGB-Kontrolle im Klauselerteilungsverfahren
Notarielle Unterwerfungserklärung als Allgemeine Geschäftsbedingung; Notarielle Urkunde keine Allgemeine Geschäftsbedingung
Kein Einwand des Schuldners im Klauselerinnerungsverfahren, die Unterwerfung unter die sofortige Zwangsvollstreckung sei gemäß § 307 Abs. 1 BGB unwirksam
BGB § 307 Abs. 1; ZPO § 732; ZPO § 797 Abs. 2
Keine AGB-Kontrolle im Klauselerinnerungsverfahren!
Abtretung der Sicherungsgrundschuld an Finanzinvestor
Inkasso - Zwangsvollstreckung - Unterwerfungserklärung - Unwirksamkeit - AGB
ZPO § 794 Abs. 1 Nr. 5, § 732; BGB § 307 Abs. 1
Grundsätzlich keine AGB-Kontrolle im Klauselerinnerungsverfahren
Keine AGB-Kontrolle im Klauselerinnerungsverfahren! (IBR 2009, 1156)
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des BGH vom 16.4.2009, Az.: VII ZB 62/08 (Keine AGB-Kontrolle einer formularmäßigen Vollstreckungsunterwerfung bei Abtretung der gesicherten Forderung an Finanzinvestor im Klauselerinnerungsverfahren)" von RA Dr. Armin Hutner, original erschienen in: ZfIR 2009, 432 - 434.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 16.04.2009, Az.: VII ZB 62/08 (BGH schafft Klarheit: Keine AGB-Kontrolle im Klauselerinnerungsverfahren)" von Redaktion der FoVo, original erschienen in: FoVo 2009, 140 - 142.
AG Hamburg-Wandsbek, 26.08.2007 - 711 C 101/07
NJW 2009, 1887
ZIP 2009, 855
DNotZ 2009, 935
NZI 2009, 407 (Ls.)
NJ 2009, 297
VersR 2010, 1334
WM 2009, 846
Rpfleger 2009, 465
BauR 2009, 1330
Eine weitergehende Prüfungsbefugnis - insbesondere eine materiell-rechtliche Beurteilung - steht dem Notar grundsätzlich nicht zu (vgl. BGH, Beschlüsse vom 16. April 2009 - VII ZB 62/08, NJW 2009, 1887, 1888; vom 5. Juli 2005 - VII ZB 27/05, MDR 2005, 1432 f.; vom 16. Juli 2004 IXa ZB 326/03, NJW-RR 2004, 1718, 1719).
Dementsprechend hat der Senat bereits entschieden, dass der Notar im Klauselerteilungsverfahren grundsätzlich nicht die auf materiell-rechtliche Erwägungen gestützte Rüge der Nichtigkeit des zugrunde liegenden Titels berücksichtigen darf (vgl. BGH, Beschlüsse vom 16. April 2009 - VII ZB 62/08, aaO;… vom 5. Juli 2005 VII ZB 27/05, aaO).
Ob von diesem Grundsatz eine Ausnahme zu machen ist, wenn die eine Nichtigkeit begründenden Voraussetzungen dem Titel ohne weiteres entnommen werden können ("Evidenzkontrolle"), hat der Bundesgerichtshof bislang offen gelassen (vgl. BGH, Beschlüsse vom 16. April 2009 VII ZB 62/08, aaO;… vom 5. Juli 2005 - VII ZB 27/05, aaO;… vom 16. Juli 2004 IXa ZB 326/03, aaO).
Mit Beschluss vom 16. April 2009 hat der VII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs vor Kurzem diesen Beschluss aufgehoben und die Sache an das Landgericht Hamburg zurückgegeben (VII ZB 62/08, WM 2009, 846 f.), wobei er die Frage, ob eine vorformulierte Unterwerfungserklärung eine unangemessene Benachteiligung i. S. v. § 307 Abs. 1 S. 1 BGB darstellt, unbeantwortet gelassen hat, weil im Verfahren nach § 732 ZPO nur Einwendungen erhoben werden könnten, die Fehler formeller Art zum Gegenstand hätten.
Die Vollstreckungsorgane sind wegen der Trennung von Erkenntnis und Vollstreckungsverfahren nicht befugt, den Vollstreckungstitel einer materiell-rechtlichen Überprüfung zu unterziehen (vgl. BGH, Urteil vom 18. November 1993 - IX ZR 244/92, NJW 1994, 460, 461; vgl. auch BGH, Beschluss vom 16. April 2009 - VII ZB 62/08, NJW 2009, 1887 Rn. 14).
Die Schuldnerin wendet sich im vorliegenden Verfahren nicht gegen die Berechtigung des Anspruchs aus Ziff. 2 des Vergleichs selbst (zur Unzulässigkeit eines solchen Einwands im Rahmen des § 732 ZPO: zB BGH 29. Juni 2011 - VII ZB 89/10 - Rn. 20 ff., BGHZ 190, 172; 16. April 2009 - VII ZB 62/08 - Rn. 12) und erhebt auch nicht den einem Verfahren nach § 767 ZPO vorbehaltenen Erfüllungseinwand.
Einwendungen des Schuldners hiergegen sind demnach formeller Art und können im Klauselerinnerungsverfahren nach § 732 Abs. 1 ZPO vorgebracht werden (vgl. BGH, Beschluss vom 16. April 2009 - VII ZB 62/08, BauR 2009, 1330 Rn. 12 m.w.N.).
Eine aus materiellrechtlichen Erwägungen folgende Unwirksamkeit des Titels, wie sie der Beschwerdeführer hier unter Hinweis auf § 307 BGB einwendet, kann der Schuldner mit der Vollstreckungserinnerung jedenfalls nicht geltend machen (BGH, Beschl. v. 16. April 2009, VII ZB 62/08, WM 2009, 846; insoweit unzutreffend: OLG Braunschweig BauR 2000, 1228, 1229).
Ob es sich bei einer Unterwerfungserklärung um eine Allgemeine Geschäftsbedingung handelt und ob diese gegen § 307 Abs. 1 Satz 1 BGB verstößt, lässt sich nämlich nur nach einer eingehenden materiellrechtlichen Prüfung beantworten, die sich einer Evidenzkontrolle verschließt (BGH, Beschl. v. 16. April 2009, VII ZB 62/08, aaO, S. 847).
Das hat der Senat nach Erlass des angefochtenen Beschlusses in Fortführung der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zum Prüfungsgegenstand des Klauselerinnerungsverfahrens für zwei gleich gelagerte Fälle entschieden (Beschluss vom 16. April 2009 - VII ZB 62/08, ZIP 2009, 855; Beschluss vom 18. Juni 2009 - VII ZB 101/08).
Die insoweit maßgeblichen Rechtsfragen sind durch die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes geklärt (vgl. Beschluss vom 16. April 2009 - VII ZB 62/08, ZIP 2009, 855, m.w.N).
u Zu prüfen hat das Vollstreckungsgericht für die Durchführung der Zwangsvollstreckung (ebenso wie der Notar für Erteilung der Vollstreckungsklausel, BGH, DNotI-Report 2009, 77 = NJW 2009, 1887 ) nach allgemeinen Regeln nur, ob ein formell wirksamer Vollstreckungstitel mit vollstreckungsfähigem Inhalt vorliegt (formelle Prüfung).
Auf materiellrechtliche Erwägungen ist dessen Prüfung nicht erstreckt (für das Klauselverfahren so BGH, DNotI-Report 2009, 77 = NJW 2009, 1887 und NJW-RR 2004, 1718, 1719 = DNotZ 2005, 132 ).
Eine aus materiell-rechtlichen Erwägungen folgende Unwirksamkeit des Titels kann der Schuldner mit der Erinnerung jedenfalls nicht geltend machen (Senat, Beschluss vom 7. Mai 2009 - V ZB 180/08, JurBüro 2009, 442, 443; BGH, Beschluss vom 16. April 2009 - VII ZB 62/08, WM 2009, 846, 847).
Prüfung der Unwirksamkeit der Unterwerfungserklärung im …
AG Berlin-Charlottenburg, 28.07.2010 - 70 II 99/10
Klauselerinnerungsverfahren: Zulässigkeit materiell-rechtlicher Einwendungen
LG Frankenthal, 19.08.2009 - 1 T 138/09
Zwangsvollstreckung aus einer notariellen Urkunde: Prüfungspflicht des Notars bei …