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Timestamp: 2016-10-25 06:46:54
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Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'de lege lata', 'BGE']

102 V 13129. Auszug aus dem Urteil vom 17. September 1976 i.S. Krankenkasse Gelterkinden gegen Schaub und Versicherungsgericht des Kantons Basel-Landschaft
Notion de maladie et d'accident (art. 12 LAMA). Une chute, suivie de fracture d'une jambe, caus�e par la diminution intermittente de la pression sanguine constitue un accident. La caisse n'assurant des prestations qu'en cas de maladie ne r�pond pas des suites d'un tel �v�nement. Faits � partir de page 132
A.- Die 1885 geborene Frieda Schaub zog sich am 7. Juni 1975 eine Schenkelhalsfraktur zu, als sie sich von einem Sofa erheben wollte und dabei st�rzte. Zehn Tage nach dem Vorfall attestierte Dr. med. X, die Patientin leide seit langem an schwerer Cerebralsklerose mit intermittierendem Blutdruckabfall; am 7. Juni 1975 sei es "w�hrend des Aufstehens offenbar zu einem kurzdauernden Bewusstseinsverlust" gekommen, welcher den Sturz zur Folge gehabt habe.
Mit Verf�gung vom 14. Oktober 1975 lehnte die Krankenkasse Gelterkinden, bei welcher Frieda Schaub gegen Krankheit (nicht aber gegen Unfall) versichert ist, ihre Leistungspflicht ab.
B.- Frieda Schaub liess durch ihre Grosstochter Beschwerde erheben. Das Versicherungsgericht des Kantons Basel-Landschaft kam zum Schluss, es liege ein �rztlich best�tigter Krankheitszustand vor, "der den Sturz und die dadurch bedingte Sch�digung der Gesundheit verursacht" habe, weshalb nicht mehr von einem Unfall gesprochen werden k�nne. Mit Entscheid vom 17. Dezember 1975 wurde daher die Verf�gung vom 14. Oktober 1975 aufgehoben und die Krankenkasse verpflichtet, ihre Leistungen zu erbringen.
C.- Mit der vorliegenden Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragt die Krankenkasse Gelterkinden Aufhebung des kantonalen Urteils sowie Wiederherstellung ihrer Verf�gung.
Sie h�lt an ihrer Auffassung fest, dass rechtlich - ungeachtet der "inneren Ursachen" des Sturzes - ein Unfall vorliege.
a) In st�ndiger, von der Lehre anerkannter Rechtsprechung qualifiziert das Eidg. Versicherungsgericht als Unfall die pl�tzliche, nicht beabsichtigte sch�digende Einwirkung eines mehr oder weniger ungew�hnlichen �usseren Faktors auf den menschlichen K�rper (BGE 100 V 78 f., BGE 99 V 138, BGE 98 V 166, BGE 97 V 2; MAURER, Recht und Praxis der schweizerischen obligatorischen Unfallversicherung, 2. Aufl. S. 86). Dieser Unfallbegriff dient zur (negativen) Umschreibung des Krankheitsbegriffes und damit zur Abgrenzung der sozialen Unfall- gegen�ber der sozialen Krankenversicherung. Als BGE 102 V 131 S. 133Krankheit gilt somit eine Sch�digung der physischen oder psychischen Gesundheit, die nicht auf einen Unfall oder dessen direkte Folgen zur�ckzuf�hren ist (BGE 97 V 2). Es besteht de lege lata kein Anlass, von dieser bew�hrten Abgrenzungspraxis abzuweichen, auch wenn in der privaten Unfallversicherung K�rperverletzungen, die durch Krankheitszust�nde verursacht werden, im allgemeinen nicht als Unf�lle gelten.
Unmittelbare und ad�quat kausale Ursache der Schenkelhalsfraktur war der Sturz der Versicherten. Dieser erf�llt ungeachtet dessen, ob er sich wegen eines Schwindelanfalles ereignete oder nicht - die Voraussetzungen des Unfallbegriffs. Somit geh�rt der Fall grunds�tzlich in das Gebiet der Unfallversicherung. Anders w�re zu entscheiden, wenn sich aus der Gesamtbeurteilung des Gesundheitszustandes der Beschwerdegegnerin erg�be, dass der Sturz gegen�ber der bei der Versicherten bestehenden Cerebralsklerose und ihren Auswirkungen als Ursache in den Hintergrund tr�te. Die Cerebralsklerose mit intermittierendem Blutdruckabfall kann indessen nicht als "entscheidende physiologische Ursache" (EVGE 1945 S. 93) der Schenkelhalsfraktur betrachtet werden. Ohne das Unfallereignis des Sturzes f�hrt die Cerebralsklerose nicht zu derartigen Frakturen; und umgekehrt treten solche Frakturen auch ohne diese Krankheit auf. Die Schenkelhalsfraktur ist mithin kein typischer Gesundheitsschaden, der "erfahrungsgem�ss auch als alleinige Folge" (BGE 99 V 138) von Cerebralsklerose auftreten kann. Die Bedeutung dieses krankhaften Zustandes ersch�pft sich in der Erm�glichung oder Beg�nstigung des Unfallereignisses; er hat den durch dieses Ereignis bewirkten Schaden nur mittelbar verursacht (vgl. MAURER, a.a.O., S. 107 f. und 295).
Die Schenkelhalsfraktur, welche die Versicherte erlitt, ist somit die Folge eines Unfalles und nicht die - rechtlich relevante - Folge einer Krankheit. Die Beschwerdef�hrerin, welche Frieda Schaub nur gegen Krankheit, nicht aber gegen Unfall versichert, ist daher f�r den streitigen Schaden nicht leistungspflichtig.