Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VII%20ZR%2047/97
Timestamp: 2019-08-20 02:02:15
Document Index: 52482425

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 21', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 635', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 30.04.1998 - VII ZR 47/97 - dejure.org
https://dejure.org/1998,656
BGH, 30.04.1998 - VII ZR 47/97 (https://dejure.org/1998,656)
BGH, Entscheidung vom 30.04.1998 - VII ZR 47/97 (https://dejure.org/1998,656)
BGH, Entscheidung vom 30. April 1998 - VII ZR 47/97 (https://dejure.org/1998,656)
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Fristsetzung zur Nachbesserung eines behebbaren Mangels am Gemeinschaftseigentum - Ablehnungsandrohung - Minderung - Erwerber eines nicht fertiggestellten Wohnungseigentums - Wirkungslosigkeit
Bauträgerkauf: Welche Rechte hat der einzelne Erwerber hinsichtlich Gemeinschaftseigentum? (IBR 1998, 333)
Zusammenfassung von "Zum Begriff der vollständigen Fertigstellung bei Bauträgerverträgen" von RA Ulrich Eisenried, original erschienen in: BauR 2008, 754 - 758.
NJW 1998, 2967
MDR 1998, 1023
NZM 1998, 636
ZMR 1998, 641
WM 1998, 1978
DB 1998, 2111
BauR 1998, 783
ZfBR 1998, 245
Darüber hinaus dient diese Rechtsprechung auch dem Schutz des Schuldners, der davor bewahrt werden soll, von einem Wohnungseigentümer auf Nachbesserung und von einem anderen auf Minderung oder "kleinen" Schadensersatz in Anspruch genommen zu werden (BGH, Urteil vom 30. April 1998- VII ZR 47/97, NJW 1998, 2967, 2968).
aa) Die Wohnungseigentümer können im Rahmen der ordnungsgemäßen Verwaltung des Gemeinschaftseigentums gemäß § 21 Abs. 5 Nr. 2 WEG die Ausübung der auf die ordnungsgemäße Herstellung des Gemeinschaftseigentums gerichteten Rechte der einzelnen Erwerber aus den Verträgen mit dem Veräußerer, die nicht wie der Anspruch auf Minderung und kleinen Schadensersatz bereits ihrer Natur nach gemeinschaftsbezogen sind (BGH, Urteil vom 12. April 2007 - VII ZR 236/05, BGHZ 172, 42, 49; Urteil vom 30. April 1998 - VII ZR 47/97, BauR 1998, 783, 784 = ZfBR 1998, 245), durch Mehrheitsbeschluss auf die rechtsfähige Wohnungseigentümergemeinschaft übertragen (sog. Ansichziehen) (BGH…, Urteil vom 12. April 2007 - VII ZR 236/05, aaO; Urteil vom 15. Januar 2010 - V ZR 80/09, BauR 2010, 774, 775 = ZfBR 2010, 363).
Er ist dann berechtigt, großen Schadensersatz zu fordern oder den Vertrag zu wandeln (im Anschluss an BGH, Urteil vom 30. April 1998 - VII ZR 47/97, BauR 1998, 783 = ZfBR 1998, 245).
Das hat der Senat im Hinblick auf die Gemeinschaftsbezogenheit dieser Ansprüche entschieden (BGH, Urteil vom 30. April 1998 - VII ZR 47/97, BauR 1998, 783 = ZfBR 1998, 245).
Deshalb begann die Gemeinschaftsbezogenheit der Gewährleistungsrechte und damit die Zuständigkeit der Gemeinschaft nach altem Schuldrecht bereits mit der Entscheidung über die Fristsetzung mit Ablehnungsandrohung, wenn der kleine Schadensersatz geltend gemacht werden sollte (BGH BauR 1998, 783, juris RN 14).
Bedenken gegen einen Schadensersatzanspruch gemäß § 635 BGB könnten jedoch bestehen, weil die Wohnungseigentümergemeinschaft nach dem in der Revisionsinstanz zu unterstellenden Sachverhalt vor der Beseitigung der Mängel am Gemeinschaftseigentum keinen Beschluß gefaßt hat, den Beklagten eine Frist mit Ablehnungsandrohung zu setzen und deshalb die Voraussetzungen für einen Schadensersatzanspruch nicht wirksam geschaffen worden sein könnten (vgl. BGH, Urteil vom 30. April 1998 - VII ZR 47/97, BauR 1998, 783 = ZfBR 1998, 245).
Dementsprechend hat der Bundesgerichtshof die Befugnis der Wohnungseigentümergemeinschaft, Schadensersatz wegen Mängeln am Gemeinschaftseigentum durchzusetzen, stets ausdrücklich insoweit beschränkt, als es den Schadensersatz betrifft, der nicht auf Rückgängigmachung des Kaufvertrages gerichtet ist (BGHZ 114, 383, 387; BauR 1998, 783, 784) und anerkannt, dass dem einzelnen Wohnungseigentümer die Wandlung wegen erheblicher Fehler an dem gemeinschaftlichen Einrichtungen gestattet sein muß (BGH WM 1971, 1251, 1252).
Dem steht die Entscheidung des Bundesgerichtshofs in BauR 1998, 783 ff. nicht entgegen.
Macht ein Erwerber derartige Ansprüche geltend, kann er seine Leistung in Höhe der Mängelbeseitigungskosten unter Berücksichtigung des Druckzuschlages verweigern (vgl. BGH Urteil vom 30. April 1998 - VII ZR 47/97 -, juris Rn. 26).
Dem steht die in BauR 1998, 738 veröffentlichte Entscheidung des BGH vom 30. April 1998 - VII ZR 47/97 - nicht entgegen, welche die Schlussrate betrifft, um die es im vorliegenden Fall nicht geht.