Source: http://www.scielo.org.za/scielo.php?script=sci_arttext&pid=S1021-545X2014000200051&lng=pt&nrm=iso&tlng=pt
Timestamp: 2018-07-20 10:54:06
Document Index: 52573941

Matched Legal Cases: ['§ 12', '§ 11', '§ 341', '§ 15', '§ 17', '§ 11', '§ 40', '§ 1', '§13', '§ 17', '§ 49', '§ 417']

Em. o. Universitäts-Professor, Karl-Franzens-Universität Graz
Definition und Datierung des Usus modernus pandectarum sind umstritten1. Helmut Coing2 versteht darunter das Recht, wie es im Zeitraum zwischen circa 1500 und 1800 in den gemeinrechtlichen Landern, auch außerhalb des Reiches, praktiziert worden ist. Hans Schlosser3 behandelt nunmehr den Usus modernus pandectarum in einem Kapitel „Forensische Jurisprudenz in Europa", womit er die forensische Orientierung betont und stellt dem Usus modernus die italienische „Giurisprudenza pratica" als Parallele an die Seite. Sinnvoll erscheint die Abgrenzung der Epoche mit dem Inkrafttreten der Reichskammergerichtsordnung von 1495 und den naturrechtlichen Kodifikationen an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert4. Die Kernphase des Usus modernus ist allerdings die Zeit zwischen 1600 und 17505. Benannt ist die Epoche nach dem Hauptwerk von Samuel Stryk (1640-1710) „Specimen usus moderni pandectarum" (Frankfurt u. Wittenberg 1690-1712); man konnte sie aber auch, jedenfalls für das Heilige Romische Reich, nach einem Werk Johann Schilters (1632-1705) als Periode der „Praxis juris Romani in foro Germanico"6, des Jus Romano-Germanicum, oder nach dem „kleinen Struve", einem Institutionenkompendium Georg Adam Struves (16191692), als „Iurisprudentia Romano-Germanica forensis" (Jena 1670)7 bezeichnen.
Aufgrund der Werke von fünf bedeutenden Vertretern des Usus modernus, Stryk, Schilter, Struve, Heineccius und Hopfner, soll die Rechtsquellenlehre dieser Epoche beleuchtet werden.
2. Johann Schilter (1632-1705)
Johann Schilters (1632-1705)8 Rechtsquellenlehre9 ist von großer Bedeutung. In seiner berühmten Schrift „De origine iuris Germanici" vom Jahre 164310 hatte Hermann Conring die Auffassung widerlegt, dass das rómische Recht, das Recht Justinians, auf Befehl und Veranlassung Kaiser Lothars III. an den italienischen Universitaten (Kap. 21) sowie in Deutschland (Kap. 24) in complexu durch Gesetz eingeführt worden sei („Lothar-Legende")11. Conring lehrte, das römische Recht gelte in Deutschland nur Satz für Satz kraft tatsächlicher Anwendung (usu sensim receptum), also nur im Einzelnen kraft Gewohnheitsrechtes12. Die Praxis hielt allerdings auch nach Conring weitgehend an einer praktischen Rezeption in Bausch und Bogen (lege latum in complexu) fest13. Comings Auffassung wurde von Heinrich Hahn (1605-1668)14, Johann Georg Kulpis15 und spater etwa von Georg Beyer (1665-1714) und Christian Thomasius vertreten16. Kulpis wendet sich 1682 gegen eine fundata intentio zugunsten des rómischen Rechts und bestreitet dessen Charakter als ius commune17.
Schilter replizierte noch in demselben Jahre in den neu begründeten Leipziger „Acta eruditorum" (Nov. 1682, p. 396f.) und fügte diese Entgegnung spater der zweiten Auflage seiner Exercitationes ad Pandectas (bereits unter dem Titel „Praxis juris Romani in foro Germanico", Exercit. II Additamentum ad § 12) ein18. Hier entwickelt Schilter seine eigene Meinung, die er als "Tertia et media sententia" bezeichnet19. Schilter führt aus, dass es über die Geltung des rómischen Rechts drei Meinungen gebe20. Nach der ersten sei das rómische Recht als ausschließlich gültiges Gesetz durch Kaiser Lothar oder Kaiser Maximilian eingeführt worden. Diese alte scholastische Ansicht (sententia vulgaris ac scholasticorum et legistarum), welche von den Italienern nach Deutschland übertragen wurde, sei mit Recht von Kulpis/Sincerus verworfen worden. Dieser vertrete die gerade entgegengesetzte Richtung: das römische Recht sei nec solum, nec principaliter receptum; das germanische Recht sei das primäre Recht und das romische habe nur insoweit Geltungsanspruch, als die Rezeption eines jeden Satzes durch Gesetz, Gewohnheit oder Gerichtsgebrauch nachzuweisen sei21.
Seine „media sententia" beschreibt Schilter mit folgenden Worten:
... praeter ius patrium ... receptum superioribus seculis fuisse etiam ius Romanum, non peculiari constitutione, sed usu et consuetudine fori, ita ut fundatam intentionem habeat allegans legem Romanam iuris Justinianei, nec oporteat observantiam eius probare, sed reo incumbat probare, illam propter contrarium ius Germanicum non potuisse recipi. Hanc sententiam imprimis defendimus in his commentariis ad pandectas per totum ...
Das römische Recht sei nicht durch eine besondere Konstitution, sondern usu et consuetudine fori rezipiert worden, so dass derjenige, der sich auf das romische Recht Justinians beruft, die fundata intentio für sich habe und nicht dessen observantia beweisen müsse22. Diese Stellungnahme zugunsten des romischen Rechts schwacht Schilter aber dadurch ab, dass er auch dem deutschen Recht die fundata intentio zuerkennt: „utroque et Romano et Germanico iure fundari intentionem in foro posse, quatenus hoc illi non contrariatur" (p. 40)23. Auf diesem Wege kommt Schilter zum Ergebnis, dass es „in Deutschland zwei gemeine Rechte nebeneinander gebe, das einheimische und das fremde, beide vollstandig gültig, beide einander vollstandig fremd"24. Schilter sieht aber, dass ein solches duplex ius commune zu einem ius vagum führe. Abhilfe konne nur der Gesetzgeber schaffen, wobei die Wissenschaft aber entscheidende Vorarbeit zu leisten habe25:
Interea quominus vagum ius doceamus, utriusque iuris principia ac fundamenta penitus sunt eruenda, et solidius ponenda, mores utriusque populi et status diversae Reipubl. rite discernendi, et quae secundum has normas receptabilia sint, accuratius diiudicandum ...
Prinzipien und Grundlagen beider Rechte müssten sorgfältig erschlossen und dargelegt werden; zu erkennen sei, was deutschen Sitten und Verhaltnissen entspreche26. Schilter kommt es darauf an, die deutschrechtlichen Elemente und Institute herauszuarbeiten und in seiner „Praxis iuris Romani in foro Germanico" darzustellen. Zu Recht wird Schilter als Begründer der Wissenschaft vom Deutschen Privatrecht angesehen27.
Statuten und Provinzialgesetze sind contra ius commune grundsätzlich nicht extensiv auszulegen, aber diese restrictio sei cum grano salis anzuwenden (Schilter, Exercit. I § 11f.)28.
3. Samuel Stryk (1640-1710)
Auch Samuel Stryk (1640-1710)29 folgt in seinem „Discursus praeliminaris de usu et auctoritate juris Romani in foris Germaniae", den er seinem „Specimen usus modernus pandectarum" (1690-1692; 10. Aufl. 1746-1780) vorangestellt hat, im Wesentlichen der media sententia Schilters30.
4. Georg Adam Struve (1619-1692)
Georg Adam Struves (1619-1692)31 Rechtsquellenlehre hat eine eingehende Darstellung durch Jan Finzel32 gefunden33. Sedes materiae ist hauptsachlich Syntagma iurisprudentiae secundum ordinem Pandectarum concinnatum34 2, 32ff. In der Klarung der Rechtsquellenfragen wird ein Hauptverdienst Struves gesehen35. Struve teilt die Rechtsquellen nach ihrem Geltungsbereich in folgender Weise ein36: neben den gemeinen Rechten (iura communia) gibt es im Reich partikulare Rechte (iura particularia).
Struve ist bemüht, eine Erklärung für die Geltung des römischen Rechts zu finden37. Die Lotharische Legende hat auch für ihn keine Bedeutung. Er sucht eine staatliche Zustimmung zum Vorgang der Rezeption des romischen Rechts und sieht eine zumindest stillschweigende Zustimmung der Kaiser und Reichsstande zur Rezeption darin, dass die Lehre des romischen Rechts in offentlichen Schulen und der Gebrauch vor Gericht überhaupt zugelassen wurde: consensu saltem tacito Imperatorum ac Statuum Germaniae ejus professionem in Scholis publicis & usum in foro admittentium (Syntagma 2, 35).
Im Gegensatz zu Hermann Conring sieht Struve (Syntagma 2, 35) in der Zustimmung der Stande zur Reichskammergerichtsordnung von 1495 die Bestatigung der Geltung des romischen Rechts auch in den Territorien38. Neben den Reichsgesetzen gehorten zu den iura communia das römische und das kanonische Recht, aber nur quatenus sc(ilicet) sunt recepta (Iurisprudentia 1, 2, 15)39. Das romische Recht hatte aber die Vermutung der Geltung für sich; diese Vermutung ist widerlegt, wenn im Einzelfall ein anderer Gebrauch nachgewiesen werden kann40. Partikulare Rechte mussten jedenfalls vor dem Reichskammergericht allegiert und bewiesen werden41.
Die Relativierung der Rechtsanwendungsregeln in der Gerichtspraxis hat nunmehr Peter Oestmann42 aufgezeigt: „Eine hierarchische Ordnung der Rechtsquellenvielfalt existierte allenfalls in Ansätzen. ... Mit einer fundata intentio ließ sich der Rechtspluralismus kaum bewältigen"43.
5. Johann Gottlieb Heineccius (1681-1741)
Während Johann Gottlieb Heineccius' (1681-1741)44 Tatigkeit in Franeker (1724 bis 1727) entstanden seine beiden Lehrbücher des römischen Rechts, das Institutionenlehrbuch (1725) und das Pandektenlehrbuch (1728), welche größte Verbreitung fanden.
Aus der intensiven Beschäftigung mit der Entstehungsgeschichte der deutschen Partikularrechte und der Entwicklung der einzelnen Institute45 entstand das zweibandige Werk der „Elementa iuris Germanici tum veteris tum hodierni" (Halle 1735-1736)46. Klaus Luig47 bezeichnet das Werk als „die erste Gesamtdarstellung des deutschen Privatrechts als wissenschaftliches System". Dem Titel nach handelt es sich um ein Studienbuch, ist aber dem Umfang und der Qualitat nach eher als ein Handbuch anzusehen. Heineccius unternimmt als Erster eine Darstellung der deutschrechtlichen Bestandteile des Usus modernus, also des Ius Germanicum48. Dieses besteht für ihn49 aus den gemeinsamen Prinzipien der alten germanischen Rechte und der mittelalterlichen und neueren deutschen Partikularrechte. Er will das Ius Germanicum in einem vollstandigen System dem romischen Recht gegenüberstellen, dessen subsidiare Geltung und Wert für die deutsche Rechtswissenschaft er durchaus anerkennt50. Auch in den „Elementa iuris Germanici" geht es Heineccius um die Feststellung der leitenden Prinzipien, die vielfach mit denen des romischen Recht überein zustimmen scheinen; in vielen Punkten freilich bestehen Abweichungen51.
Die „Elementa iuris Germanici" folgen dem justinianischen Institutionensystem. Die Rechtsquellenlehre hat Heineccius aus dem ersten Buch herausgenommen und in ein besonderes Prooemium gestellt.
In seinen „Elementa iuris Germanici" unternimmt Heineccius eine zusammenhangende Darstellung der deutschrechtlichen Elemente des Usus modernus, also des Ius Germanicum. Dieses Ius Germanicum will er in einem vollständigen System dem romischen Recht gegenüberstellen, dessen subsidiare Geltung und Wert für die deutsche Rechtswissenschaft er vollauf anerkennt52. Im Verhältnis zu den leges et statuta, necnon mores patrii singularum civitatum et gentium kommt dem rezipierten Justinianischen Recht nur subsidiare Geltung zu53.
Aufschlussreich für das Verhältnis von deutschem Recht, römischem Recht und Naturrecht sind Heineccius' Ausführungen in den „Elementa iuris Germanici" (Lib. II Tit. XII § 341) zum Vertragsrecht54. Diejenigen Sätze des rómischen Rechts, die mit den Prinzipien des Naturrechts übereinstimmen, seien in Deutschland rezipiert worden, nicht hingegen die Eigenheiten, die Subtilitäten, des römischen Rechts. Das Naturrecht habe, so Heineccius55, als recta ratio bei allen Völkern Geltung.
6. Ludwig Julius Friedrich Hopfner (1743-1797)
Bereits 1767 fungierte Ludwig Julius Friedrich Höpfner (1743-1797)56 als Herausgeber der „Elementa iuris civilis secundum ordinem Institutionum, commoda auditoribus methodo adornata" des Johann Gottlieb Heineccius (1681-1741)57. Die erste Auflage dieses überaus beliebten und weit verbreiteten Institutionenlehrbuchs war 1725 in Franeker erschienen, eine Titelausgabe dieser Edition 1726 in Amsterdam58. Die Auflage Göttingen 177859 wurde schon von Höpfner bearbeitet60. Die Auflage Göttingen 1782 (Editio secunda emendatior)61 hat bereits „die bleibende Hópfner'sche Form, inhaltlich ganz umgearbeitet, mit Tabellen und neuerer Literatur"62.
In Anlehnung an diese Bearbeitung der „Elementa iuris civilis secundum ordinem Institutionum" entstand Höpfners einflussreichstes Hauptwerk, sein „Theoretisch-practischer Commentar über die Heineccischen Institutionen nach deren neuesten Ausgabe" (1. Aufl. Frankfurt am Main 1783; 6. Aufl. ebd. 1798)63.
Die „Elementa iuris civilis secundum ordinem Institutionum" des Heineccius verdanken ihren großen Erfolg wohl der axiomatischen Methode, welche in dem Werke zur Anwendung kommt64. Die axiomatische Methode ist als eine Abart der mathematisch-demonstrativen Methode anzusehen, die von der Wolff-Schule vertreten wurde65. Die axiomatische Methode ist stark von Thomasius beeinflusst66. An der Legalordnung wurde von Heineccius festgehalten; die axiomatische Methode betrifft die Gliederung innerhalb der einzelnen Titel. Es wird zunächst eine Beschreibung des Hauptbegriffes gegeben, dann zu einer Definition vorgegangen. Aus diesen Definitionen werden die obersten Rechtsregeln für das behandelte Rechtsinstitut als unmittelbare Folgesätze, sogenannte Axiome, erschlossen. Aus den Axiomen leitete Heineccius Folgesätze ab, die zusammenhängend dargestellt wurden.
Diese axiomatische Methode wurde von Höpfner sowohl bei seiner Bearbeitung der „Elementa iuris civilis" des Heineccius wie auch in seinem Institutionenkommentar übernommen67. Mit seinem „theoretisch-praktischen Kommentar" verfolgte Höpfner primar didaktische Ziele; er knüpfte an die Tradition der Institutionenkommentare des 16. und 17. Jahrhunderts an68. Es gelang ihm Theorie und Praxis miteinander zu verbinden69.
Im Aufbau des Kommentars folgte Höpfner der Gliederung der Heineccischen Institutionen70, denen die Buch- und Titelfolge der Institutionen Iustinians zugrunde liegt. Höpfners Kommentar bietet „einen Überblick über die europäische Zivilrechtsdogmatik"71. Er bildet „ein eindrucksvolles Beispiel für die Zivilrechtslehre am Ende der Epoche des Usus modernus und an der Schwelle zur aufkommenden Historischen Rechtsschule"72.
Zur Frage der Rezeption des rómischen Rechts führt Höpfner im Prooemium seines Commentars über die Heineccischen Institutionen73 (§ 15) aus74:
... nur das Justinianeische Recht ist in Deutschland angenommen, und zwar nur die Theile desselben, die zur Zeit der Aufnahme vorhanden waren, und welche mit Glossen versehen sind. . Am Ende des 15ten Jahrhunderts wurde seine gesetzliche Autorität durch ein öffentliches Reichsgesetz, die Kammergerichtsordnung vom Jahr 1495 bestatiget. Weil aber das Ansehen der Glossatoren in den damaligen Zeiten so groß war, dass man sie beynahe wie Gesetzgeber ehrte, so wurde nichts vom Römischen Recht in Deutschland aufgenommen, als was mit Glossen versehen war; quidquid non recepit glossa, id non recepit forum, ist die gemeine Regel75.
Zur Frage der Geltungsweise des römischen Rechts in Deutschland erklärt Höpfner (Commentar, Prooemium § 17): „das Römische Recht ist zwar im Ganzen (in complexu) angenommen, aber doch nur als ein Hülfsrecht (in subsidium)". Es habe fundatam intentionem für sich, finde aber doch nur in den Fallen Anwendung, wo keine deutschen Gesetze oder Gewohnheiten vorhanden seien. „Ist also in einem gegebenen Falle ein Stadtrecht, oder Stadtbrauch, ein Landrecht, oder ein Landesbrauch, ein allgemeines deutsches Reichsgesetz, oder eine allgemeine deutsche Gewohnheit vorhanden, so muß das Rómische Recht nachstehen"76.
Keine ausdrückliche Regelung findet sich bei Höpfner zum Verhaltnis des Naturrechts zum rómischen Recht77. Ein Vergleich der 1. mit der 6. Auflage des Commentars zeigt Hópfners „zunehmende Orientierung an der naturrechtlichen Begrifflichkeit"78. Aufbau und Inhalt des Titels „De iustitia et iure" werden stark von seinem Naturrecht gepragt.
Die Rechtsquellenlehre des Usus modernus sowie die Rechtsanwendungspraxis der frühen Neuzeit waren keineswegs einheitlich. Auf verschiedenen Wegen erfolgte die Begründung der Geltung, ja des Vorrangs, des römisch-gemeinen Rechts.
In der Gerichtspraxis beriefen sich die Parteien naturgemäß auf jene Normen, welche für ihren Rechtsfall günstig waren, und versuchten deren Geltung zu begründen. Sehr treffend spricht Peter Oestmann79 von „Rechtsvielfalt vor Gericht". Besonders betont er die richterliche Entscheidungsfreiheit und Begründungsvielfalt.
Dem verehrten Jubilar verdanken wir mehrere wertvolle Studien über Hugo Grotius. Dieser war nicht nur „Vater des Natur- und Völkerrechts", sondern als der Verfasser der „Inleidinge tot de Hollandsche Rechts-Geleerdheid" ein Vertreter des Usus modernus pandectarum80. Die Rechtsquellenlehre des Usus modernus wird daher vielleicht das Interesse des Jubilars finden.
1 Dazu K. Luig, Samuel Stryk (1640-1710) und der „Usus modernus pandectarum", in: M. Stolleis (Hg.), Die Bedeutung der Wórter, Studien zur europaischen Rechtsgeschichte, FS für St. Gagnér zum 70. Geburtstag (München 1991) 219-223 [nun in: K. Luig, Rómisches Recht, Naturrecht, nationales Recht (Goldbach 1998) 91*-94*]; ders., Usus modernus, HRG V (1998) Sp. 628-636; ders., Gemeines Recht, HRG, 2. Aufl., II (2012) Sp. 69-71; J. Schroder, Deutscher Usus modernus, in: Der Neue Pauly, Bd. 13 (Stuttgart 1999) 746-749; vgl. R. Stintzing, Geschichte der Deutschen Rechtswissenschaft, I (München/Leipzig 1880), 652-655; W. Rütten, Das zivilrechtliche Werk Justus Henning Bóhmers, Ein Beitrag zur Methode des Usus modernus pandectarum (Tübingen 1982), 5ff.; W. Wiegand, Die privatrechtlichen Rechtsquellen des Usus modernus, in: D. Simon (Hg.), Akten des 26. Deutschen Rechtshistorikertages, Frankfurt am Main 1986 (= Ius Commune/Sonderhefte, Studien zur europaischen Rechtsgeschichte 30, Frankfurt am Main 1987) 237-252, R. Voppel, Der Einfluß des Naturrechts auf den Usus modernus, Eine Untersuchung anhand der Literatur zum geltenden Recht im 17. und 18. Jh. (= Beitrage zur Neueren Privatrechtsgeschichte 11, Kóln/Berlin u.a. 1996), 7-19; G. Schiemann, Usus modernus und Gesetzgebung, in: B. Dólemeyer/D. Klippel (Hgg.), Gesetz und Gesetzgebung im Europa der frühen Neuzeit (= ZHF, Beiheft 22, Berlin 1997) 157-170; C. Schott, Gesetzesinterpretation im Usus modernus, ZNR 21 (1999) 45-84; D. Willoweit, Der Usus modernus oder die geschichtliche Begründung des Rechts, Zur rechtstheoretischen Bedeutung des Methodenwandels im spaten 17. Jahrhundert, in: ders. (Hg.), Die Begründung des Rechts als historisches Problem (= Schriften des Historischen Kollegs, Kolloquien 45, München 2000) 229245; U. Eisenhardt, Deutsche Rechtsgeschichte, 5. Aufl. (München 2008) 163-172; J.M. Rainer, Das Rómische Recht in Europa (Wien 2012) 123-129; H. Schlosser, Neuere Europaische Rechtsgeschichte (München 2012) 129-140; M. Heger, Recht im „Alten Reich" - Der Usus modernus, in: Zeitschrift für das Juristische Studium 1 (2010) 29-39; G. Wesener, Zur Verflechtung von Usus modernus pandectarum und Naturrechtslehre, in: H. Koziol/P. Rummel (Hgg.), Im Dienste der Gerechtigkeit. FS für F. Bydlinski (Wien/New York 2002) F. Harrer/H. Honsell/P. Mader (Hgg.), Gedachtnisschrift für Theo Mayer-Maly (Wien 2011) 571-592; ders., Die Epoche des Usus modernus pandectarum in Ósterreich, in: J. Egger/G. Kabbe (Hgg.), FS für K. Ebert zum 70. Geburtstag (Innsbruck 2012) 241264, m.w.N.
2 Europaisches Privatrecht, Bd. I: Alteres Gemeines Recht (1500 bis 1800), München 1985, Bd. I, 4.
3 Neuere Europaische Rechtsgeschichte (nt. 1) 129-140.
4 So G. Kobler, Bilder aus der deutschen Rechtsgeschichte (München 1988) 238f.; ders., Deutsche Rechtsgeschichte, 6. Aufl. (München 2005) 139f.; Luig, Samuel Stryk (nt. 1) 220 [bzw. Romisches Recht, 92*]. - Als Abschluss des Usus modernus kann man den umfangreichen Pandektenkommentar von Christian Friedrich von Glück (1755-1831) ansehen; so A. Hirata, Die Vollendung des usus modernus pandectarum: Christian Friedrich Glück (1755-1831), in: ZRG RA 123 (2006) 330-343.
5 Schroder, Deutscher Usus modernus (nt. 1) 746.
6 Straßburg 1686 u. 1698; Jena 1698; Editio tertia emendata, Frankfurt/Leipzig 1713. Vgl. A. Eisenhart, Schilter, Johann, in: ADB, Bd. 31 (1890) 266-268; R. Schulze, Schilter, Johann, HRG IV (1990) Sp. 1405-1409; K. Luig, Samuel Stryk (nt. 1) 221 [bzw. Romisches Recht, 93*]; ders., Schilter, Johann, NDB, Bd. 22 (2005) 774-775.
7 Dazu Luig, HRG V Sp. 56f.; eingehend J. Finzel, Georg Adam Struve (1619-1692) als Zivilrechtler (Frankfurt am Main 2003) 35ff., 57ff.; Bibliographie 143ff.
8 Biographische Angaben bei A. Eisenhart, ADB 31 (1890) 266-268; R. Stintzing/E. Landsberg, Geschichte der deutschen Rechtswissenschaft II (München/Leipzig 1884) 185ff.; (1898) Text 55ff., Noten 32ff.; R. Schulze, HRG IV (1990) Sp. 1405-1409; K. Luig, NDB 22 (2005) 774f.; F.L. Schafer, Juristische Germanistik Eine Geschichte der Wissenschaft vom einheimischen Privatrecht (Frankfurt am Main 2008) 64-66, 127-129.
9 Dazu Stintzing/Landsberg, Geschichte (nt. 8) II 185ff., insbes. 187f.; F. Wieacker, Privatrechts-geschichte der Neuzeit (Gottingen 1996), 208; W. Wiegand, Zur Herkunft und Ausbreitung der Formel „habere fundatam intentionem", in: Festschrift für H. Krause (Koln/Wien 1975) 126ff., insbes. 129 nt. 12 u. 13; ders., Die privatrechtlichen Rechtsquellen des Usus modernus (nt. 1) 237-252; K. Luig, Institutionenlehrbücher des nationalen Rechts im 17. und 18. Jahrhundert, in: Ius Commune 3 (1970) 79f. [nun in: Luig, Romisches Recht (nt. 1) 376*f.]; ders., Conring, das deutsche Recht und die Rechtsgeschichte, in: M. Stolleis (Hg.), Hermann Conring (1606-1681), Beitrage zu Leben und Werk (Berlin 1983), 355-395, insbes. 380-387 [nun in: Luig, Romisches Recht (nt. 1) 319*359*, insbes. 344*-351*]; P. Bender, Die Rezeption des romischen Rechts im Urteil der deutschen Rechtswissenschaft (= Rechtshistorische Reihe 8, Frankfurt am Main 1979), 32f.; J. Schroder, Recht als Wissenschaft. Geschichte der juristischen Methode vom Humanismus bis zur historischen Schule (1500-1850), München 2001, 115ff.; P. Oestmann, Rechtsvielfalt vor Gericht. Rechtsanwendung und Partikularrecht im Alten Reich (Frankfurt am Main 2002) 256; dazu J. Weitzel, ZRG Germ. Abt. 124 (2007); A. Daniel, Gemeines Recht. Eine systematische Einordnung der Rechtsfigur und ihrer Funktion sowie die Bestimmung der inhaltlichen Probleme aus der Sicht des 18. Jahrhunderts (Berlin 2003) 92f., 110f., 188f.; dazu Wesener, ZRG Germ. Abt. 122 (2005) 629-635, insbes. 633f.; W. Dannhorn, Römische Emphyteuse und deutsche Erbleihe, Ein Beitrag zur Entstehung der Wissenschaft vom deutschen Privatrecht (Kóln/Weimar/Wien 2003) 173ff., 313f. Vgl. auch Lit. oben nt. 1. Zu Schilters Methodenlehre J. Schróder, Die privatrechtliche Methodenlehre des Usus modernus, in: D. Simon (Hg.), Akten des 26. Deutschen Rechtshistorikertages (wie oben nt. 1) 253-278, insbes. 255ff.
10 Deutsche Übersetzung: „Der Ursprung des deutschen Rechts", hg. von M. Stolleis (= Bibliothek des deutschen Staatsdenkens, Bd. 3, Frankfurt am Main/Leipzig 1994).
11 Dazu eingehend E. von Moeller, Hermann Conring, Der Vorkampfer des deutschen Rechts (Hannover 1915); K. Luig, Conring (nt. 9) 372f. [nun in: Luig, Rómisches Recht (nt. 1) 336*f.].
12 Schröder, Recht als Wissenschaft (nt. 9) 115.
13 Wieacker, Privatrechtsgeschichte der Neuzeit, 208.
14 Luig, Conring (nt. 9) 381f. [nun in: Luig, Römisches Recht (nt. 1) 345*f.]. Zu H. Hahn Jócher, Allgemeines Gelehrten-Lexicon II (1750) s.v.; Stintzing/Landsberg, Geschichte (nt. 8) II 230ff.
15 Dissertatio epistolica de Germanicarum legum veterum, ac Romani iuris in republica nostra origine, autoritateque praesenti (Leipzig 1682 unter dem Pseudonym Conradus Sincerus erschienen), in: Kulpis, Dissertationes academicae (Straßburg 1705) 352ff. Vgl. Stintzing/Landsberg, Geschichte (nt. 8) II 185f., 249f.; Wiegand, Herkunft und Ausbreitung (nt. 9) 130 (nt. 15); Luig, Conring (nt. 9) 382 [nun in: Luig, Rómisches Recht (nt. 1) 346*f.]; Schróder, Recht als Wissenschaft (nt. 9) 115 (nt. 111); Daniel, Gemeines Recht (nt. 9) 93f. - Zu Kulpis siehe oben nt. 15.
16 Luig, Conring (nt. 9) 385 [nun in: Luig, Rómisches Recht (nt. 1) 349*].
17 Wiegand, Herkunft und Ausbreitung (nt. 9) 130 Fn. 15.
18 Stintzing/Landsberg, Geschichte (nt. 8) II 186f.; Wiegand, Herkunft und Ausbreitung (nt. 9) 129 Fn. 12; Luig, Conring (nt. 9) 384 [nun in: Luig, Rómisches Recht (nt. 1) 348*f.].
19 Zu Schilters früherem Standpunkt vgl. Luig, Conring (nt. 9) 382f. [nun in: Luig, Rómisches Recht (nt. 1) 346*f.].
20 Dazu Stintzing/Landsberg, Geschichte (nt. 8) II 187.
21 Luig, Conring (nt. 9) 384 [nun in: Luig, Romisches Recht (nt. 1) 348*].
22 Vgl. Stintzing/Landsberg, Geschichte (nt. 8) II 187; Wiegand, Herkunft und Ausbreitung (nt. 9) 129 Fn. 12.
23 Noch weitergehend Schilter, Anmerkung zu § 11 der Exercitatio I. Vgl. Wiegand, Herkunft und Ausbreitung (nt. 9) 129 Fn. 12; Luig, Conring (nt. 9) 383 [nun in: Luig, Romisches Recht (nt. 1) 347*]. - Zu H. Hahn oben nt. 14. - Vgl. ferner Schilter, Exercit. VIII § 40; vgl. dazu Wesener, Zur Lehre vom Erbvertrag im deutschen Usus modernus pandectarum und im Naturrecht, in: Wege europaischer Rechtsgeschichte. Karl Kroeschell zum 60. Geburtstag (Frankfurt am Main 1987) 607-622, insbes. 616.
24 Stintzing/Landsberg, Geschichte (nt. 8) III/1 Text 58; vgl. Luig, Institutionenlehrbücher (nt. 9) 79 [nun in: Luig, Romisches Recht (nt. 9) 376*]; ders., Conring (nt. 9) 384 [nun in: Luig, Romisches Recht (nt. 1) 348*].
25 Vgl. Luig, Conring (nt. 9) 384f. [nun in: Luig, Romisches Recht (nt. 1) 348*f.].
26 Vgl. Stintzing/Landsberg, Geschichte (nt. 8) III/1 Text 58.
27 So Stintzing/Landsberg, Geschichte (nt. 8) III/1 Text 55; nun W. Dannhorn, Rómische Emphyteuse (nt. 9) 173, 313f. Vorbehalte bei K. Luig, Die Anfänge der Wissenschaft vom deutschen Privatrecht, in: Ius Commune I (1967) 195-222 [nun in: Luig, Römisches Recht (nt. 1) 395*-422*].
28 Dazu Daniel, Gemeines Recht (nt. 9) 110f.
29 Luig, Samuel Stryk (nt. 1) 219-223 [nun in: Luig, Rómisches Recht, 91*-94*]; G. Kleinheyer/J. Schröder (Hgg.), Deutsche und Europäische Juristen aus neun Jahrhunderten, 5. Aufl. (Heidelberg 2008) 419-423 (m.w.N.); R. Domingo, in: R. Domingo (Hg.), Juristas universales II (Madrid/ Barcelona 2004) 446-451.
30 Wiegand, Herkunft und Ausbreitung (nt. 9) 129 (Fn. 18); Luig, Conring (nt. 9) 385 [nun in Luig, Römisches Recht (nt. 1) 349*]; ders., Samuel Stryk (nt. 1) 219-235, insbes. 222-228 [nun in: Luig, Römisches Recht (nt. 1) 91*-107*, insbes. 94*-228*]. - Zu Stryk vgl. Voppel, Der Einfluß des Naturrechts (nt. 1) 153ff.
31 Biographische Angaben bei Stintzing/Landsberg, Geschichte (nt. 8) II 146ff.; A. Eisenhart, ADB 36 (1893) 677-681; J. Schróder, Wissenschaftstheorie und Lehre der „praktischen Jurisprudenz" auf deutschen Universitaten an der Wende zum 19. Jahrhundert (Frankfurt am Main 1979) 12ff.; ders., Recht als Wissenschaft (nt. 9) 106ff. und passim; P. Bender, Die Rezeption des rómischen Rechts (nt. 9) 33f.; P. Ch. Klemm, Eigentum und Eigentumsbeschrankungen in der Doktrin des usus modernus pandectarum untersucht anhand der Pandektenkommentare von Struve, Lauterbach und Stryk (Basel/Frankfurt am Main 1984) 32ff.; Kleinheyer/Schróder (Hgg.), Deutsche und Europaische Juristen aus neun Jahrhunderten, 537; Voppel, Der Einfluß des Naturrechts (nt. 1) 137ff.; G. Lingelbach, Rechtswissenschaft und Aufklarung in der Geschichte der Alma Mater Jenensis, in: Recht und Rechtswissenschaft im mitteldeutschen Raum. Symposion für R. Lieberwirth anlasslich seines 75. Geburtstags, hg. von H. Lück (Kóln/Weimar/Wien 1998) 105ff., insbes. 109f.; K. Luig, HRG V (1998) Sp. 52-58; vgl. ders., NDB 22 (2005) 774; J. Finzel, Georg Adam Struve (16191692) als Zivilrechtler (nt. 7); dazu G. Wesener, ZRG Germ. Abt. 121 (2004) 725-728; R. Domingo, in: R. Domingo (Hg.), Juristas universales II (nt. 29) 400-402; G. Wesener, Zur Rechtsquellenlehre und zum Privatrechtssystem Georg Adam Struves (1619-1692), in: Ius Romanum Schola Sapientiae. Pocta Petrovi Blahovi K 70. Narodeninám (Trnava 2009) 515-529 (m.w.N.).
32 Struve (nt. 7) 79ff.; vgl. Stintzing/Landsberg, Geschichte (nt. 8) II 162ff.; Luig, HRG V 53ff. - Zum Verhaltnis der Rechtsquellen zueinander Schróder, Recht als Wissenschaft (nt. 9) 110ff., insbes. 115ff.
33 Zur Rechtsquellenlehre Schilters s. oben im Text.
34 2. Aufl. 1655/1663; 9. Aufl. Frankfurt am Main 1710.
35 Vgl. Luig, HRG V Sp. 53ff.
36 Finzel, Struve (nt. 7) 80f.
37 Dazu Finzel, Struve (nt. 7) 82f.
38 Finzel, Struve (nt. 7) 83f.
39 Finzel, Struve (nt. 7) 99f.
40 Finzel, Struve (nt. 7) 100.
41 Dazu Wesener, Rechtsquellenlehre (nt. 31) 522.
42 Rechtsvielfalt vor Gericht (nt. 9) passim, insbes. 669ff.; dazu J. Weitzel, ZRG Germ. Abt. 124 (2007) 600-603; vgl. G. Wesener, ZRG Germ. Abt. 122 (2005) 629f.
43 Oestmann, Rechtsvielfalt vor Gericht (nt. 9) 682.
44 R. Stintzing, ADB 11 (1880) 361-363; Stintzing/Landsberg, Geschichte (nt. 8) Text 179ff., Noten 12ff.; Wieacker, Privatrechtsgeschichte der Neuzeit, 223; R. Lieberwirth, NDB 8 (1969) 296f.; E. Bussi, HRG II (1978) Sp. 55-57; Chr. Bergfeld, Johann Gottlieb Heineccius und die Grundlagen seines Natur- und Volkerrechts, in: J.G. Heineccius, Grundlagen des Natur- und Volkerrechts, übersetzt von P. Mortzfeld, hg. von Chr. Bergfeld (Frankfurt am Main/Leipzig 1994) 507-532; M. Tanaka, Bemerkungen zu J. G. Heineccius (1681-1741) als Privatrechtsdogmatiker, in: A. García y García/P. Weimar (curant.), Miscellanea Domenico Maffei dicata. Historia - Ius - Studium III (Goldbach 1995) 543-618; Feenstra, Heineccius in den alten Niederlanden. Ein bibliographischer Beitrag, TRG 72 (2004) 297-326; Chr. Bergfeld, Pufendorf und Heineccius, in: F. Palladini/G. Hartung (Hgg.), Samuel Pufendorf und die europaische Frühaufklärung (Berlin 1996) 225-235; M. J. Schermaier, Die Bestimmung des wesentlichen Irrtums von den Glossatoren bis zum BGB (Wien/ Koln/Weimar 2000) 267ff.; P. de Pablo Contreras, in: R. Domingo (Hg.), Juristas universales II (nt. 29) 522-524; H. Kümper, in: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon XXV (Nordhausen 2005) Sp. 553-558; eingehend P. Wardemann, Johann Gottlieb Heineccius (1681-1741). Leben und Werk (= Europaische Hochschulschriften II, 4577, Frankfurt am Main 2007), mit Werkverzeichnis (S. 95-132); dazu G. Wesener, ZRG Germ. Abt. 126 (2009) 591-593; Kleinheyer/Schroder, Deutsche und europäische Juristen aus neun Jahrhunderten, 503f.; G. Wesener, Einleitung zum Nachdruck von J. G. Heineccius, Opera omnia, Genf 1744-1748 (Frankfurt am Main 2010), m.w.N.
45 Dazu eingehend Wardemann, Heineccius (nt. 44) 44ff.
46 Weitere Ausgaben Halle 1746; Venedig 1751 u. 1770; Halle 1836; vgl. Wardemann, Heineccius (nt. 44) S. 99 Nr. 52. In Opera omnia (nt. 44) VI.1. Vgl. Stintzing/Landsberg, Geschichte (nt. 8) Text 188f., Noten 129.
47 Die Anfange der Wissenschaft vom deutschen Privatrecht (nt. 27) 195-222, insbes. 214-222 [nun in Luig, Romisches Recht (nt. 1) 395*-422*, insbes. 414*-422*]; ders., Deutsches Privatrecht, HRG, 2. Aufl., I (2008) Sp. 993-1003, insbes. Sp. 996f. Vgl. Schafer, Juristische Germanistik (nt. 8) passim, insbes. 107-109.
48 Zu Halle 1738 erschien von Heineccius ein „Corpus iuris Germanici antiqui quo continentur leges Francorum Salicae et Ripuariorum". Vgl. Stintzing/Landsberg, Geschichte (nt. 8) III/1 Noten 128.
49 Prooemium § 1, §13.
50 Luig, Die Anfänge der Wissenschaft (nt. 27) 214 [nun in Luig, Romisches Recht (nt. 1) 414*].
51 Vgl. Bergfeld, J.G. Heineccius (nt. 44) 519.
52 Luig, Die Anfange der Wissenschaft (nt. 27) 214 [nun in Luig, Rómisches Recht (nt. 1) 414*]; ders., Deutsches Privatrecht, HRG, 2. Aufl., I (2008) Sp. 996f. Vgl. Tanaka, Bemerkungen zu J. G. Heineccius (nt. 44) 616f.
53 Heineccius, Elementa iuris civilis secundum ordinem Institutionum [Opera omnia (Tom. V.], Prooemium § 17.
54 Wardemann, Heineccius (nt. 44) 51f.
55 Elementa iuris Germanici, II, Anm. zu § 49.
56 A. Eisenhart, Hópfner, Ludwig Julius Friedrich, ADB 13 (1881) 109-112 (mit alterer Lit.); Stintzing/ Landsberg, Geschichte (nt. 8) III/1 Text 442ff., Noten 284f.; Wieacker, Privatrechtsgeschichte der Neuzeit, 224; A. Sóllner, Ludwig Julius Friedrich Höpfner - ein Mitglied der Gießener Juristenfakultat im 18. Jahrhundert, in: O. Triffterer/F. v. Zezschwitz (Hgg.), Festschrift für W. Mallmann (Baden-Baden 1978) 281-292; J. Schróder, Wissenschaftstheorie und Lehre der „praktischen Jurisprudenz" (nt. 31) 53; ders., Vorlesungsverzeichnisse als rechtsgeschichtliche Quelle, in: Die Bedeutung der Wörter. Festschrift für St. Gagnér zum 70. Geburtstag (München 1991) 383-401, insbes. 395 [nun in: J. Schröder, Rechtswissenschaft in der Neuzeit. Geschichte, Theorie, Methode. Ausgewahlte Aufsatze (Tübingen 2010) 375-389, insbes. 384f.]; M. Plohmann, Ludwig Julius Friedrich Hópfner (1743-1797). Naturrecht und positives Privatrecht am Ende des 18. Jahrhunderts (Berlin 1992); dazu Rezension von G. Wesener, ZRG Germ. Abt. 112 (1995) 597-601; J.M. Rainer, Das Römische Recht in Europa (Wien 2012) 278.
57 Siehe oben nt. 44.
58 Feenstra, Heineccius (nt. 44) 306f., zu weiteren niederlandischen Auflagen 307f.
59 Wardemann, Heineccius (nt. 44) S. 109 Nr. 67.
60 Elementa iuris civilis ... passim limavit et polivit libellum D. Lud. Jul. Frid. Hoepfner.
61 Wardemann, Heineccius (nt. 44) S. 110 Nr. 75.
62 So Stintzing/Landsberg, Geschichte (nt. 8) Noten 285. Weitere Ausgaben 1784, 1787 (editio tertia emendatior), 1788, 1790, 1792 (ed. quarta emendatior), 1793, 1795, 1796, 1806 (ed. quinta legitima); siehe Wardemann, Heineccius (nt. 44), Anhang II, S. 110ff. Nr. 77, 85 u. 86 87, 89, 97, 98, 101, 106, 109, 120.
63 Vgl. Stintzing/Landsberg, Geschichte (nt. 8) Text 443f., Noten 285; Sollner, Hopfner (nt. 56) 290f.; Plohmann, Hopfner (nt. 56) 73ff.; Wesener, ZRG Germ. Abt. 112 (1995) 597ff.
64 Dazu Stintzing/Landsberg, Geschichte (nt. 8) Text 184f., Noten 127; Schroder, Recht als Wissenschaft (nt. 9) 183; eingehend Wardemann, Heineccius (nt. 44) 23ff.; vgl. Wesener, Heineccius, Einleitung (nt. 44) im Text bei Fn. 29ff.
65 Dazu Schroder, Recht als Wissenschaft (nt. 9) 180ff.; vgl. Wesener, Heineccius, Einleitung (nt. 44) IV (bei Fn. 111ff.).
66 So Stintzing/Landsberg, Geschichte (nt. 8) Text 110 u. 194f.; vgl. R. Lieberwirth, NDB 8 (1969) 297.
67 Vgl. Plohmann, Hopfner (nt. 56) 74.
68 Vgl. Plohmann, Hopfner (nt. 56) 75.
69 Sollner, Hopfner (nt. 56) 291.
70 Dazu Plohmann, Hopfner (nt. 56) 73.
71 Plohmann, Hopfner (nt. 56) 253.
72 So Plohmann, Hopfner (nt. 56) 252.
73 6. Aufl. (1798).
74 Vgl. Plohmann, Höpfner (nt. 56) 75f.
75 In einer Anmerkung hierzu verweist Hópfner hinsichtlich des großen Ansehens der Glosse auf Heineccius, Historia iuris civilis Romani ac Germanici [Opera omnia (nt. 44) Tom. IV.] Lib. I § 417.
76 Zu dieser Materie verweist Hópfner auf eine Schrift von Adolph Dietrich Weber: Reflexionen zur Beförderung einer gründlichen Theorie vom heutigen Gebrauch des römischen Rechts (Schwerin 1782).
77 Vgl. Plohmann, Hópfner (nt. 56) 76.
78 Plohmann, Hópfner (nt. 56) 83.
79 Rechtsvielfalt vor Gericht (nt. 9 u. 42) passim, insbes. 669ff.
80 Vgl. K. Wellschmied, Zur Inleidinge tot de Hollandsche Rechts-Geleerdheid des Hugo Grotius, TRG 20 (1952) 389ff., insbes. 435ff.; G. Wesenberg/G.Wesener, Neuere deutsche Privatrechtsgeschichte, 4. Aufl. (Wien/Köln 1985) 141; J.M. Rainer, Das Romische Recht in Europa (2012) 166.