Source: http://www.anwalt24.de/rund-ums-recht/BVerwG_02_05_2014_BVerwG_6_PB_12_14_Notwendigkeit_des_Gescha-d7061923.html
Timestamp: 2016-12-05 19:26:45
Document Index: 70200647

Matched Legal Cases: ['§ 42', '§ 72', '§ 42', '§ 42', '§ 111', '§ 92', '§ 92', '§ 72', '§ 72', '§ 42', '§ 44', '§ 44', '§ 72']

BVerwG, 02.05.2014 - BVerwG 6 PB 12.14 - Notwendigkeit des Geschäftsbedarfs für den Personalrat zur sachgemäßen Wahrnehmung seiner Aufgaben und Befugnisse i.R.d. Bereitstellung durch die Dienststelle; Erforderlichkeit von Sachmitteln für die Personalratsarbeit | Urteile auf anwalt24.de
BVerwG, 02.05.2014 Suche
BVerwG, 30.05.2014 - BVerwG 10 B 34.14 - Ansprüche an die Rüge eines Verstoßes g...…BVerwG, 02.05.2014 - BVerwG 6 PB 12.14 - Notwendigkeit des Geschäftsbedarfs für ...BVerwG, 02.05.2014 - BVerwG 6 PB 11.14 - Mitbestimmung und Mitwirkung beim Einsa...
BVerwG, 02.05.2014 - BVerwG 6 PB 12.14 - Notwendigkeit des Geschäftsbedarfs für den Personalrat zur sachgemäßen Wahrnehmung seiner Aufgaben und Befugnisse i.R.d. Bereitstellung durch die Dienststelle; Erforderlichkeit von Sachmitteln für die Personalratsarbeit
BundesverwaltungsgerichtBeschl. v. 02.05.2014, Az.: BVerwG 6 PB 12.14Gericht: BVerwGEntscheidungsform: BeschlussDatum: 02.05.2014Referenz: JurionRS 2014, 15183Aktenzeichen: BVerwG 6 PB 12.14 Verfahrensgang:vorgehend:VG Frankfurt am Main - 03.06.2013 - AZ: VG 23 K 1168/13.F.PVVGH Hessen - 28.01.2014 - AZ: VGH 22 A 1520/13.PVRechtsgrundlagen:§ 42 Abs. 2 HessPersVG§ 72 Abs. 2 Nr. 1 ArbGGFundstellen:Gemeindehaushalt 2014, 261JZ 2014, 395LKV 2014, 267NZA-RR 2014, 454Amtlicher Leitsatz:HessPersVG § 42 Abs. 2Die Dienststelle hat dem Personalrat als Geschäftsbedarf im Sinne von § 42 Abs. 2 HessPersVG oder paralleler Vorschriften im Bundes- und Landesrecht dasjenige zur Verfügung zu stellen, was dieser zur sachgemäßen Wahrnehmung seiner Aufgaben und Befugnisse benötigt. Welche Sachmittel danach für die Personalratsarbeit erforderlich sind, unterliegt der tatrichterlichen Würdigung unter Berücksichtigung des Einzelfalls, die ihrerseits der rechtsbeschwerdegerichtlichen Nachprüfung nur daraufhin zugänglich ist, ob sie die gesetzlich vorgegebenen Rechtsbegriffe verkannt, Denkgesetze oder allgemeine Erfahrungssätze verletzt oder wesentliche Umstände bei der Würdigung übersehen hat.In der Personalvertretungssachehat der 6. Senat des Bundesverwaltungsgerichtsam 2. Mai 2014durch den Vorsitzenden Richter am Bundesverwaltungsgericht Neumann unddie Richter am Bundesverwaltungsgericht Hahn und Prof. Dr. Heckerbeschlossen:Tenor:Die Beschwerde des Antragstellers gegen die Nichtzulassung der Rechtsbeschwerde im Beschluss des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs - Fachsenat für Personalvertretungssachen (Land) - vom 28. Januar 2014 wird zurückgewiesen.Gründe1Die Beschwerde des Antragstellers gegen die Nichtzulassung der Rechtsbeschwerde gemäß § 111 Abs. 3 Satz 1 HessPersVG i.V.m. § 92a Satz 1 ArbGG ist unbegründet und hat daher keinen Erfolg. Die allein erhobene Grundsatzrüge gemäß § 92 Abs. 1 Satz 2, § 72 Abs. 2 Nr. 1 ArbGG greift nicht durch.2Der Antragsteller sieht der Sache nach rechtsgrundsätzlichen Klärungsbedarf im Hinblick auf die Frage gegeben, ob ein Personalrat verlangen kann, dass ihm für jedes seiner Mitglieder von der Dienststelle ein Exemplar der Gesetzessammlung "Michael Kittner, Arbeits- und Sozialordnung" zur Verfügung gestellt wird. Diese Frage ist nur im Hinblick auf die nicht freigestellten Mitglieder des Antragstellers entscheidungserheblich und somit nur insoweit klärungsbedürftig. Das Verwaltungsgericht hat im ersten Rechtszug dem Leistungsantrag des Antragstellers nur hinsichtlich dieses Personenkreises stattgegeben und ihn hinsichtlich der freigestellten Mitglieder des Antragstellers abgelehnt. Hiergegen ist der Antragsteller nicht im Wege der Beschwerde vorgegangen, so dass der Verwaltungsgerichtshof - auf die alleinige Beschwerde der Beteiligten hin - nur noch über die Frage zu entscheiden hatte, ob der Antragsteller einen Anspruch darauf besitzt, dass die Beteiligte jedes seiner nicht freigestellten Mitglieder mit einem Exemplar der genannten Gesetzessammlung ausstattet. Über diesen Personenkreis dürfte auch das Rechtsbeschwerdegericht nicht hinausgreifen.3Auch in ihrem danach überhaupt noch klärungsbedürftigen Umfang hat die vom Antragsteller aufgeworfene Frage keine rechtsgrundsätzliche Bedeutung im Sinne von § 72 Abs. 2 Nr. 1 ArbGG. Durch die Senatsrechtsprechung ist geklärt, dass die Dienststelle dem Personalrat als Geschäftsbedarf im Sinne von § 42 Abs. 2 HessPersVG oder paralleler Vorschriften im Bundes- und Landesrecht dasjenige zur Verfügung zu stellen hat, was dieser zur sachgemäßen Wahrnehmung seiner Aufgaben und Befugnisse benötigt (vgl. Beschlüsse vom 19. August 1994 - BVerwG 6 P 25.92 - Buchholz 250 § 44 BPersVG Nr. 29 S. 2 und vom 29. Juni 1988 - BVerwG 6 P 18.86 - BVerwGE 79, 361 <362> = Buchholz 250 § 44 BPersVG Nr. 13 S. 1 f.). Welche Sachmittel danach für die Personalratsarbeit für erforderlich gehalten werden dürfen, unterliegt der tatrichterlichen Würdigung unter Berücksichtigung des Einzelfalls, die ihrerseits der rechtsbeschwerdegerichtlichen Nachprüfung nur daraufhin zugänglich ist, ob sie die gesetzlich vorgegebenen Rechtsbegriffe verkannt, Denkgesetze oder allgemeine Erfahrungssätze verletzt oder wesentliche Umstände bei der Würdigung übersehen hat (vgl. BAG, Beschluss vom 14. Juli 2010 - 7 ABR 80/08 -BAGE 135, 154 Rn. 20). Danach könnte die Frage, ob ein Personalrat hinsichtlich seiner nicht freigestellten Mitglieder einen Anspruch auf Ausstattung jedes von ihnen mit der genannten Gesetzessammlung hat, im Rahmen des vom Antragsteller angestrebten Rechtsbeschwerdeverfahrens nicht in verallgemeinerungsfähiger Weise im Wege einer abstrahierenden Rechtssatzbildung beantwortet werden. Im Rechtsbeschwerdeverfahren könnte lediglich mit Blick auf den konkreten Einzelfall und die in ihm obwaltenden Umstände geklärt werden, ob der Verwaltungsgerichtshof die genannten Grenzen seiner tatrichterlichen Würdigungsbefugnis überschritten hat. Der vom Antragsteller aufgeworfenen Frage fehlt es daher an der für die Annahme einer rechtsgrundsätzlichen Bedeutung im Sinne von § 72 Abs. 2 Nr. 1 ArbGG erforderlichen Klärungsfähigkeit.NeumannProf. Dr. HeckerHahnHinweis: Das Dokument wurde redaktionell aufgearbeitet und unterliegt in dieser Form einem besonderen urheberrechtlichen Schutz. Eine Nutzung über die Vertragsbedingungen der Nutzungsvereinbarung hinaus - insbesondere eine gewerbliche Weiterverarbeitung außerhalb der Grenzen der Vertragsbedingungen - ist nicht gestattet.
BVerwG, 05.05.2014BVerwG, 02.05.2014