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Timestamp: 2016-10-25 21:07:37
Document Index: 383356186

Matched Legal Cases: ['Art. 17', 'Art. 16', 'Art. 17', 'Art. 30', 'Art. 30', 'Art. 45', 'Art. 30', 'BGE', 'Art. 16', 'Art. 24', 'BGE', 'Art. 30', 'Art. 30', 'Art. 132']

C 321/00 (16.05.2001)
Amt f�r Industrie, Gewerbe und Arbeit, Bahnhofstrasse 15, 6431 Schwyz, Beschwerdegegner,
Mit Verf�gung vom 27. April 2000 wurde die 1948 geborene, vor Eintritt ihrer Arbeitslosigkeit als Raumpflegerin t�tig gewesene S.________ vom Amt f�r Industrie, Gewerbe und Arbeit des Kantons Schwyz (KIGA) wegen Ablehnung zumutbarer Arbeit ab 11. April 2000 f�r die Dauer von 28 Tagen in der Anspruchsberechtigung eingestellt.
S.________ f�hrt Verwaltungsgerichtsbeschwerde, indem sie ihr vorinstanzlich gestelltes Rechtsbegehren um Aufhebung der Einstellung in der Anspruchsberechtigung erneuert.
W�hrend das KIGA die Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragt, verzichtet das Staatssekretariat f�r Wirtschaft auf eine Vernehmlassung.
1.- Das kantonale Gericht hat die massgebenden Bestimmungen �ber die den Arbeitslosen obliegende Schadenminderungspflicht (Art. 17 Abs. 1 AVIG), insbesondere die Verpflichtung zur Annahme einer zugewiesenen zumutbaren Arbeit (Art. 16 Abs. 1 und 2 sowie Art. 17 Abs. 3 Satz 1 AVIG), die bei Nichtannahme einer zugewiesenen zumutbaren Stelle zu verf�gende Einstellung in der Anspruchsberechtigung (Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG) und die nach dem Grad des Verschuldens zu bemessende Einstellungsdauer (Art. 30 Abs. 3 Satz 3 AVIG in Verbindung mit Art. 45 Abs. 2 AVIV) zutreffend dargelegt. Ebenfalls richtig ist der Hinweis darauf, dass der Einstellungstatbestand des Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG auch dann erf�llt ist, wenn die Versicherten die Arbeit zwar nicht ausdr�cklich ablehnen, es aber durch ihr Verhalten in Kauf nehmen, dass die Stelle anderweitig besetzt wird (BGE 122 V 38 Erw. 3b mit Hinweisen). Darauf kann verwiesen werden. Erw�hnt sei zudem, dass bei einer versicherten Person, die in der Anspruchsberechtigung eingestellt wird, weil sie eine zumutbare Zwischenverdienstarbeit (Art. 16 Abs. 2 lit. i AVIG) abgelehnt hat, die Einstellung nur soweit erfolgt, als der Anspruch auf Arbeitslosenentsch�digung den Anspruch auf Differenzausgleich �bersteigt (Art. 24 AVIG; BGE 122 V 40 Erw. 4c/bb).
2.- a) Vorliegend ist unbestritten und steht nach den Akten fest, dass der Beschwerdef�hrerin seitens des Regionalen Arbeitsvermittlungszentrums (RAV) am 11. April 2000 eine Tempor�rstelle f�r mindestens 3 Monate im Umfang von 50 % bei der Firma W.________ AG als Hilfsarbeiterin mit Einsatz in der Firma E.________ zugewiesen wurde. Unbestritten ist auch, dass sich die Versicherte dort in Begleitung der zust�ndigen Personalberaterin des RAV vorstellte.
Dazu hat die Vorinstanz in zutreffender W�rdigung der Akten und der Vorbringen der Beschwerdef�hrerin ausgef�hrt, infolge Desinteresses der Versicherten sei es zu keiner Anstellung gekommen, womit diese in Verletzung ihrer Schadenminderungspflicht das Scheitern des Vertragsabschlusses in Kauf genommen und dadurch den Tatbestand des Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG erf�llt habe.
b) Die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde dagegen erhobenen Einw�nde verm�gen zu keinem anderen Ergebnis zu f�hren. Die Versicherte gibt an, sie h�tte lediglich den Einsatzort sehen wollen, um sicher zu gehen, dass sie den Arbeitsanforderungen gewachsen gewesen w�re, was ihr verweigert worden sei. Sie h�tte sich jedoch beim Vorstellungsgespr�ch weder klar f�r noch gegen die Annahme der Stelle ausgesprochen. Sie sei zudem zu wenig �ber die genauen Anforderungen dieser T�tigkeit aufgekl�rt worden und besitze auch kein Auto, sodass sie zu Fuss zur Arbeit h�tte gehen m�ssen. Inwieweit die zugewiesene Stelle der Beschwerdef�hrerin bez�glich Arbeitsweg unzumutbar gewesen w�re, wird nicht n�her ausgef�hrt. Die Distanz zwischen Wohn- und Einsatzort kann mit den �ffentlichen Verkehrsmitteln in rund einer Viertelstunde zur�ckgelegt werden.
Ausserdem w�re der neue Arbeitsort in unmittelbarer N�he des Besch�ftigungsprogramms gelegen, an welchem die Versicherte in dieser Zeit teilnahm. Die Personalberaterin begleitete die Versicherte zudem zum Vorstellungsgespr�ch, weil sie um deren Schwierigkeiten bei der Stellensuche wusste und sich daher �ber das �bliche Mass hinaus um die Beschwerdef�hrerin k�mmerte. Dabei wurde zweifelsohne auch �ber das Anforderungsprofil der in Aussicht gestellten Tempor�rarbeit gesprochen, und der Versicherten h�tte die M�glichkeit offen gestanden, allf�llige �berforderungs�ngste zu �ussern. Es entspricht zwar einem verst�ndlichen Wunsch der Beschwerdef�hrerin, die Arbeitsstelle vor T�tigkeitsbeginn sehen zu wollen; kann diesem Anliegen jedoch nicht entsprochen werden, berechtigt dies nicht zu einem ablehnenden Verhalten, durch welches sie das Nichtzustandekommen der Anstellung zumindest in Kauf nahm.
c) Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung gem�ss Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG erfolgte nach dem Gesagten zu Recht. Unter Ber�cksichtigung der gesamten objektiven und subjektiven Umst�nde lassen sich die Annahme eines mittelschweren Verschuldens sowie die Festsetzung der Einstelldauer auf 28 Tage im Rahmen der Angemessenheitskontrolle (Art. 132 OG) nicht beanstanden.