Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_13/vo/1/81180000011.htm
Timestamp: 2018-11-15 13:26:33
Document Index: 300933080

Matched Legal Cases: ['§ 22', '§ 64', '§ 2', '§ 5', '§ 5', '§ 28', '§ 47', '§ 63']

1.18.011 Mittleres Glemstal
Verordnung des Landratsamtes Ludwigsburg als untere Naturschutzbehörde über das Landschaftsschutzgebiet "Mittleres Glemstal" vom 02.04.1990 (Ludwigsburger Kreisztg. vom 09.04.1990).
Aufgrund von §§ 22, 58 Abs. 3 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz - NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBl. S. 654), geändert durch das Gesetz zur Bereinigung des baden-württembergischen Ordnungswidrigkeitenrechts vom 6. Juni 1983 (GBl. S. 199), wird mit Zustimmung des Regierungspräsidiums Stuttgart als höhere Naturschutzbehörde verordnet:
Die in § 2 näher bezeichnete Fläche auf dem Gebiet der Gemeinden Schwieberdingen, Hemmingen und der Städte Ditzingen und Korntal-Münchingen wird zum Landschaftsschutzgebiet erklärt. Das Landschaftsschutzgebiet führt die Bezeichnung "Mittleres Glemstal".
(1) Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von ca. 183 ha.
Das Glemstal zwischen dem Gruppenklärwerk Ditzingen und dem Ortsrand von Schwieberdingen samt Hanglagen und angrenzenden Teilen der Hochflächen sowie Teile der Seitentäler "Wannengraben und Döbach".
(3) Das Landschaftsschutzgebiet umfaßt im einzelnen die Gewanne bzw. Teile der Gewanne:
Auf dem Gebiet der Gemeinde Schwieberdingen
· Markung Schwieberdingen: Heimberg, Wannengraben, Frauenwiese, Oberes Tal, Hofrain, Schloßgarten, Hammelrain, Weiheräckern, Kelternteich, In Weinberg und Am Hammelrain.
Auf dem Gebiet der Stadt Korntal-Münchingen
· Markung Münchingen: Kelternteich, In der Glems, Nippenburger Wald, Im Glemstal, Glemstal und Maurener Feld.
· Markung Hirschlanden: Au, Guldental, Glemstal und Hölle
· Markung Schöckingen: Oberes Tal, Hofwiesen, Guldental, Auäcker, Unteres Tal, Steurach, Pfaffenkreuz und Lattenäcker.
Auf dem Gebiet der Gemeinde Hemmingen:
· Glemsloch, In der Glems, Unter der Glems, Mühläcker und Berg.
(4) Die Grenzen des Landschaftsschutzgebietes sind in einer Übersichtskarte im Maßstab 1 : 25 000 und in einer Flurkarte im Maßstab 1 : 5 000 schwarz umrandet und grün angeschummert eingetragen. Die Karten enthalten die rechtsverbindliche Abgrenzung des Landschaftsschutzgebietes und sind Bestandteil dieser Verordnung. Die Verordnung mit Karten ist bei der unteren Naturschutzbehörde des Landratsamtes Ludwigsburg in 7140 Ludwigsburg, Hindenburgstraße 40, Ebene 7, Zimmer 701, niedergelegt und kann von jedermann kostenlos während der Dienststunden eingesehen werden.
Schutzzweck ist die Erhaltung der natürlichen Vielfalt des Landschaftsbildes des Glemstales und seine Sicherstellung als wertvolles Naherholungsgebiet im Westen des Großraumes Stuttgart.
7. Anlage oder Veränderung von Stätten für Sport und Spiel, einschließlich Motorsportanlagen sowie von Segel- und Modellfluganlagen;
14. Beseitigung oder Veränderung von Hecken, Gebüschen, Feld- und Ufergehölzen, Schilf- und Röhrichtbeständen, Felsen und ähnlichen Naturerscheinungen, soweit diese zur Zierde und Belebung des Landschaftsbildes beitragen oder im Interesse der Tier- und Pflanzenwelt Erhaltung verdienen und daher wesentliche Bestandteile der Landschaft darstellen; sowie der Umbruch von Wiesen in der Glemstalaue oder die Beseitigung von hochstämmigen Obstbäumen.
(4) Die Erlaubnis wird durch eine nach anderen Vorschriften notwendige Gestattung ersetzt, wenn diese mit Zustimmung der Naturschutzbehörde ergangen ist. Teile des Landschaftsschutzgebietes liegen auch im Überschwemmungsgebiet der Glems, in dessen Bereich eine Erlaubnis nur im Einvernehmen mit der unteren Wasserbehörde erteilt werden kann.
1. für die Nutzung im Rahmen einer ordnungsmäßigen Bewirtschaftung land- und forstwirtschaftlicher Grundstücke; mit der Ausnahme von Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Nr. 14;
2. für die Beseitigung von einzelnen Obstbaumhochstämmen, wenn anstelle des alten Baumes auf demselben Grundstück ein junger Obstbaumhochstamm gepflanzt wird;
4. 4.für die ordnungsgemäße Unterhaltung der Straßen, Wege, Plätze, ausgenommen Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Nr. 14; sofern Unterhaltungsmaßnahmen aus Verkehrsicherheitsgründen vorgenommen werden;
5. für die Unterhaltung der Gewässer nach § 28 Wasserhaushaltsgesetz und § 47 Abs. 1 des Wassergesetzes für Baden-Württemberg durch die Unterhaltungspflichtigen. Eingriffe in das Ufergehölz sowie die Schilf- und Röhrichtbestände im Rahmen der Gewässerunterhaltung sind jedoch im Benehmen mit der unteren Naturschutzbehörde vorzunehmen;
2. Anlage oder Veränderung von Vorhaben i.S.d. § 63 Abs. 2 Nr. 2 NatSchG, die zu Eingriffen von besonderer Tragweite oder zu einer schwerwiegenden Beeinträchtigung überörtlicher Interessen der erholungssuchenden Bevölkerung führen können;
Die Verordnung des Landratsamtes Ludwigsburg als untere Naturschutzbehörde über das Landschaftsschutzgebiet "Mittleres Glemstal" vom 19.08.1982.
Ludwigsburg, den 02.04.1990