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Timestamp: 2020-02-19 12:56:37
Document Index: 213277550

Matched Legal Cases: ['§98', '§5', '§8', '§8', '§0', '§9']

1838 / 153 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung)
1838 / 153 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff
Behle, Czarnifauer Hammer und Schönlanke, die er nahdem sein Sohn, der legte König von Polen, in Behle geboren worden war, bald einzeln wieder veräußerte. In dieser Lage befanden sich die Verhältnisse, als 1772 unter Kdnig Friedri U. der Neb-Distrikt mit dem Königreich Preußen vereinigt wurde. Der zu den gedachten Gütern ge- hdrige Theil des Nebbruches, in welchem, nach Ausweis vie- ler einzelnen Privilegien, noch kurz zuvor Bären nicht selten gewesen waren, bestand zum großen Theil noch in jenem mit Gesträpp wild verwachsenen Sumpfe, in welchen si die Cin- sassen der benachbarten Ortschaften, neben großen durchbrächi- gen und vom Vich zertretenen gemeinschaftlihen Hütungen, zahllose einzelne Wiesen - Parzelen eingehodet hatten, die in- dessen ebenfalls der gemeinschaftlihen Hütung unterlagen. Bald nach der Occupation wurde durch die Kanal- Arbeiten am obe- ren Theil der Neve und eine geringe Senkung des Gopto- Sees der Wasserstand des Flusses herabgeseßt, und es gelang nun- mehr den eifrigen Bemühungen des unvergeßlichen Brenkenhoff und den von ihm insLand gezogenen neuen Kolonisten, die Rhodung und Trokenlegung des Neubruches mehr im Ganzen und Großen zu bewerkstelligen, so daß in furzem das große Behler Nebbruch seine je6îge freie, der Kultur zugänglihe Gestalt annahm und sowohl dur. seine Boden - Beschaffenheit, als durch seine Lage die Aufmerksamkeit allec denkenden Landwirthe auf sih zog. Jede weitere erhebliche Melioration wurde indessen durch die Last der Servituten und insbesondere durh die über mehrere Quadrat - Meilen ausgedehnte, dem Bruch vorx allem nachthei- lige Hütungs - Gemeinschaft verhindert. Davon überzeugte sich shon 1791 der Kammer - Präsident von Schú6, als er an den Kdnig Friedrih Wilhelin 1. wegen Etnrichrung der ta- mals von diesem gekauften Herrschaft Schdulanke zu berichten hatte. Er stellte daher den Antrag auf Theilung der „beispiellos verwickelten Gemeinschaft auf dem großen Beh- „ler Nebbruche““, : : zu deren Bewerkstelligung der König mittelit Kabinets - Ordre vom 18. Oktober 1791 eine zuerst von dem Groß: Kanzler von Carmer dirigirte Jmmediat - Kommission ernonnte, welche bis zum Jahre 1806 die Verinessung und Bonitirung des gedach- ten Bruches bewirkt und cin Theilungs - Projekt entworfen hatte, dessen Vorlegung durch den Negierungs- Wechsel unter- brochen wurde. Während der Dauer des Herzogthums War- shau ruhte die Angelegenheit, über welche die Akten bis dahin auf 217 Bände anges{chwo!llen waren, aanz und wurde erst wiedér aufgenommen, als dée Gemeinheits : Theilungs - Ordnung vom 7. Juni 1821 erschienen war. Die großen Veränderungen, welche der Verkehr und dec hin und wieder veränderte Wasser- lauf seit dem Jahre 1866 im Besißstande hervorgebracht hatte, machten nun cine abermalige Vermessung nothwendig, welcher die übrigen geselzlichen Operationen, zuerst unter Direction der General-Kommisston zu Marienwerder, dann aber unter Leitung der im Jahre 1924 zu Posen niedergesezten gleichen Behörde, so rasch als mödglich folaten. Voran ging ein von dem verstor benen Oekonomie - Kommissarius Ehlert mit vieler Einsicht und rastloser Thätigkeit vermittelter Total . Vergleich, durch welchen die Theilnahme der einzelnen Ortschaften an der großen Hä- tungs - Gemeinschaft nicht allein dem Umfange, sondern auch dem Werthe nach, sestgcstelle wurde. Dann folgten nach und nach viele Spezial - Separationen der einzelnen Ortschaften, so wie die Aussonderung der den Ortschafceu Radoëszen und Czar- nikauer:-Hammer zustehenden Antheile am großen Behler Nek:
+ schädigung vor. Jn die Ausführung der Theilung willigten
Alle, und diese ist denn auch im vergangenen Herbste erfolge und dadurch jenes große Gemeinheits - Theilungs - Geschäft im Wesentlichen abgeschlossen.
Es würde hier zu weit führen, die ganze Gemeinheits-Thei- sung mit Bezug auf ihre Ergebnisse in den einzelnen Ortschaften und ihre Rückwirkung auf die übrigen Theile des schon separirten,- oder noch in der Separation begriffenen Nebbruches darzustellen. Vielmehr mag es genügen, zu erwähnen, daß gegen 9090 Grund- besißern aus den zuleßt bei dem großen Behler Nezbruch noch betheiligt gewesenen Ortschaften in diesem Bruche 11,575 Mor- gen der ergiebigsten Niederungs - Grundstücke servitutfrei, in wohlarrondirten und zugänglichen Wiesenplänen, überwiesen worden sind, welche schon jeßt nah den Ergebnissen der Boniti- rung zu einem jährlihen Rein-Ertrage von 31,484 Scheffeln Roggen oder nah dem Martini-Durchschnitts-Preise der lebten 14 Jahre zu einer Einnahme von 35,944 Rthlrn. veranschlagt sind, woraus sich ein Kapitals - Werth von §98,609 Rthtrn. ergiebt. So is die Bahn freier Kultur für einen der fruchtbarsten Landstriche des Großherzogthums Posen eröffnet. Die Regierung hat die Fesseln unter Bewahrung der Rechte je- des Einzelnen geld und überläßt nun der Jndustrie der Land- Eigenthümer, den Schaß zu heben, welcher ihnen erdffnet wor- den ist. Ob sie dies verstehen werden, nuß die Zeit lehren, in- dessen darf man sich, ohne in excentrische Weissagungen zu ge- rathen, doch den erfreulichsten Hoffnungen hingeben, wenn man die überlegte Thätigkeit wahrnimmt, mic welcher einige ausge- zeichnete, eben zu rechter Zeit dort angesiedelte Landwirthe vor- angehen, wenn man ferner schon jeßt einen Theil der von den benachbarten Plateaus herabfommenden Gewässer zu Ueberrie- selungen benußt sieht und wenn man endlich einen Blick auf das frâftige Völêéchen jenes Distriktes wirft, welches, aus vielen Gegenden Deutschlands nach und nach vereinigt, in Fleiß und Sittlichkeit ausgezeichnet, nun erst recht die sichere Freiheit im Anbau des von den Vätern im fremden Lande oft sorgenvoll erworbenen Bodens gefunden hat und sich gewiß im Kampfe mit dem Boden und der Natur eben so rüstig zeigen wird, als in dem Kriege von 1813, wo es selbst unter fremder Regierung manchen Freiwilligen in die Reihen Preußischer A E.
Meteorologifche Beobachtung.
1838. Moroens | Nachmittags Abends Nach einmaliger 31, Mai. 6 Ubr. 2 Uhr. 10 Ubr. Veobachtung. j 1 Lufrdruck.. 1334.99 “Par. | 335 21‘‘‘Par. |336,22’‘Par.} Quellwärme 7,49 R, Lufiwärine „., |4-114° R. 4-16 49 R. |-4-11,29 N.f Fiufioärine 1399 R, —+- 9,19 R. Bodenwärme 12,19 R.
Thaupunki ..…. |4-= 8,59 R.|4-12,6%9 R
Dunftsättiguug | 80 pCt, 75 vCt. §5 vpEt. F Ausdünftung 0,028‘ 3b Wetter... 5, | bezogen. ha!bheiter, halbhefter, f Niederschlag 0,061“ Nh, Aind... 5445 L, | 2B, 28. Wärmewehsel 4- 17,4? Wo!?enzug «66 — W —_— +7,10.
Tagesmittel: 335,47 par... —+-13,39 R... 4 4-10,19 R... £0 pECt. W
Berl eer Bora e Den 1. Juni 1838. Amtlicher Fonds- und Geld-Cours-Zettel!l.
bruch, \o daß bei deim Reste desselben noch die Städte Schdn- lanke und Radolin nebst 27 Dörfern Und einigen anderen Etablissements betheiligt blieben. : |
Jm verflossenen Jahre endlich gedich die Angelegenheit so ; weit, daß auch die Theiiungs-Pläne des übrigen großen Behler | Nebbruches angewiesen und von den allermeisten ZJnteressenten
als befriedigend angenommen wurden. Nur ein geringer Theil | Ostpr. Pfandbr. f 101 derselben behielt fich wegen vermeintlicher Verlezungen cine Ent: | pomm,
Avertisscment.
Ä: I N Etwa R F T
¡ Wobnhaus sell in dem auf |
deu 20. November, Bormittags 10 Uhr, c ¡an gewêöhnliher Gerichtsstelle augesegten Termine Das im Schwiebusschen Kreise des Fürstenthums | öffentlich) an den Meistbietenden verkauft werden. Setibnairs jur diesjhrigen General - Versammlung in
Aud. Goldmüa- ; 761 à 5 Til. —_ 133/, 12”/s Disconto dias 3
Grofsh. Pos. do.'4/ 1043/,
at Pr. Cour. e Pr. Cour.
S| Brief. i Geld. N| Brief. !| Geld. St.-Schuid-Sch. |4| 1027/1 2| 102!/, fPomm. Pfaudbr. |33| 100/g — Pr. Eugl. O6. 30./4/ 1031/2! 1627/, Kur-u.Neum. do.|4| 1603/8 | — PrämSch.d.Seeh.|—-| G5! /4 G4? } do. do. do.'33| 1003/s 997?/sg Kura G0L mA4.C.! 4) 103 Vas _——_— Schlesische do.|/4 — 1023/, Nimm. lut, Sch. do.| 4 1028/, _— Rückst« C« 104 2. Bert. Stadt-Obl. 4) 103 | _—- Sch. d. K. u. N.|— 90!/, —_— Fönigsb, do. |4| — — i Vit dos M — — Gold al marco |—| 2153/, | 2143/, Dauz. do. in Th.!— 23, — Nene Duacaten |— 18/, t
— Friedrichsd’or |—| 137/12) 13/12 !
Westpr.Pfandbr,| 4| 101 O
rep ———-- ena: ew —-0 E L E E E. M 2D E M”
Glogau belegene, nach der lantschastlichen Taxe auf; Taxe und Hypothcken - Schein sind in unserer Ne- Minden au
33,252 Thlr. 12 sgr. 4 pf. abgeschäute Gut Oggerschüg! gistratur einzusehen. 33 sgr. 4 pf. abgesch J R O O., den 17. März 1838. Preuß. Land:
Der nach eingercichiem Kirchen-Atteste am 22. Sep: temder 1755 getauftie Hermann Heinrih Rupe, Sohn des hiesigen Kaufmanns gleichen Namens, ist in den Jabren 1800 bis 1802 11 Hamlungsgeschäften auf Meisen gegangen uud seit dieser Zeit vou dessen Ausent- balt, Leben oder Tod keine Nachricht zu erhalten gewesen.
Dem genannteu Kaufmann Hermann Heinrich Rupe, Alle dicjenigen, welche gegen die intendirte vergleichs-|so wie dessen etwaigen uubekanuten Erden und Erb uehmern, wird demnach hierdurch aufgegeben, sich bin- p. auf Jaémund zu-|nen 9 Monaten, spätestens aber in Termino den 17. Dezember d. es den beiden“ Häusierjtellen zu Schloon auflan hiesiger Gerichts}elle vor dem Land- und Stadt- ischer s{rifilih oder versföulich zu mel- 3) des der Müblen - Häusierstelle zu Goldberg aufden, widrigenfalis er für todt exklärt uud sein Ver- mégen seinen nächsien befanuteu Erben ausgeantwor-
fell im Wege der uothwendigen Subhastation ; den I. September 1838, Vormittags 10 Uhr,|Küuig!. auf dem Köuiglichen Ober-Landesgericht hiersclbst ver: kauft werden. ; i Die Taxc, der Hpvpothefen -Schein und die Bedin- gungen find in unserer Registratur einzuscheu. Frankfurt a. d. O., den 6. Februar 1838. Königl. Preuß. Ober-Laudesgericht.
mäßige Ablösung, 1) der dem Gute Lanen e. | etten Stubnißzer Holzbercchtigung : 2 * Sekinnd zustehenden Berechiigungsbolzes, und |gericzts-Nath Jasmund zustehenden Deputathoizes ; und gegen die zu dem Ende zwischen der Königlichen |tet werdeu soll. Regierung zu Stralsund nomine tisci und deu be-
treffenden Holzberechtigten, nämlich : 1) dem von Baruceckow auf Lancken;
3) dem Häuéler und Müller Nic zu Goldberg; getroffenen Vercindarung Einsprüche irgend einer Art zu machen haben fönnten, werden zu deren Anmeldung und Beglaubigung in etnem der auf :
Alle diejenigen, welche von dem Schifsale dés Her. maun Heiuric) Nupe Auskunft geben köunen, werden aufgefordert, solches spätestens in obigem Termine dem 2) den Hänslern Wessel und Vetterick zu Schloon, und | hiesigen Gerichte anzuzeigen.
Fserlobn, deu 8. Februar 1838. Königl. Preuß. Land» und Stadtgericht.
J-, Morgens 10 Uhr,
Hülsmaun.
den 8. und 29. Mai uud 19. Juni c., Morgens 10 Uhr, : vor dem Königlichen - Hofgericht anberaumten Liqui-
am 9. Juli c. erkannt werden sell, hiermit vorgeladeu. Datum Greifswald, den- 29. Mäcz 1838,
Königl. Preuß. Hofgericht vou ommern|dachtes Vermögen aus irgend einem Rechtsgrunde Ad f ri 7 Y Ans aben vermeinen, ediftaliter und bei Strafe des Ausschlusses hierdurch vorgeladen, solche iu
ügen. prüche zu
(L. S.) v. Möller, Praeses. i dem dazu auf
Das dem Kaufmann È hôrige, allhier in der breiten Straße belegene, im Hypothekenbuche Vo). 1. No. 372 Fol. 385 verzeichnete Herzoglih Br und auf 10,151 Thir. 3 sgr. à pf. gerichilich abgeschägte
i Demnach unter heutigem Dato über das in hiesi. dations- Termine bei Vermeidung der Präflusion, die dn deu Ce a aper zu Ber
Juli d. J., Vormittags 10 Uhr, vor hiesigem Herzoglichen Kreisgerichte angeseuten Ter- rost Ludwig Voigt zuge- mine anzumelden und möglichst klar zu machen. Gegeben Braunschweig, den 31. M aunschweig - Lüneburgisches
Ran weiland Ober-Finanz-]| Actie cine zweite Einzablung von in der Special - Konku1s
árz 1838.
Direction der Rhein- Weser - Eisenbahn. v. Hauer, Wortuann. v. Spreckelsen.
Zweite Einzahlung auf die Acticn der M ag: [des Statuts zur Eutrichtung der ausgebliebenen deburg-Côthen-Halle-Leipziger Eisenbahn-|angehalteu werden wird.
Die Bau-Arbeiten für die Magdeburg-Cöthen-Halle- 1ahmse : fo Leipziger Eisenbahn V e poriada Monat auf |machung der Königlichen Hochlöblichen Westpreußishes mehreren Punkteu der Bahn: Linie gleichzeitig begounen General-Landschaftê-Direction vom 25sten d. M. e und werden überall mit möglichste Nacbdcuck auge: | Einlösung und Konvertirung der Weslpreuß. Pfan griffen und betrieben werden. Ebea so rüdckt das, in briefe zeige - ich hierdurch an, daß die Konvertir0 einem landrätblichen Kreise, der Rumae Loo bereite |der Pfandbriefe, so wie dic Ertheilung von Empfang beendigte Expropriattons-Geschäfr ununterbrochen vor- wärts. Diese Umstände, verbuuden mit den beträcht: Coupons, ferner die Baarzahlung der Prämien un lichen Zahlungen, welche für die, in Engla:d bestellten, ] Zinsvergütungen nach Maßgabe jener Bekanntmachung uach und nach eingehenden Eisenschicnen und für andere 2 Uhr Materialien Vou geleistet sind E in den nächsteusin den Vormittagsstunden von 9 — 12 , Monaten noch geleistet werden müsseu, nöthigen uns d. J. hiermit nach 63 des Gesellschafis- Statuts Auf jede wegen der danu eintretenden Pfandbrief-Zinseuzahluns
Zehn Thalern Preuß. Courant erfanut ist, so werdeu alle diejeuigen, welche an ge- [auszuschreiben, die vom 1. Juni d. J. an, spätestens aber am 30. Jnn1 d. J., bis Abeuds 7 Ubr, in unseru Ae Tg eru rgelraße Nr. 7) an die Gesellschafts- Kasse zu eutriciten ist. t 1
e: cr Baier hat mit dem Gelde die betreffenden] Recoguitionen die Anusreicbung der neuen gen Zau ttungöbogen, uebi? zwei, nach der Reibefelze der: |Serieu zu drei ein bald Prozent jährlich zineba selben geordueten , gleilauteaden, Desiguationen,|ben Zeitraum von Johannis 1839 bis von denen die eine. auf einen ga2zen Bogen geschrie: | 1842 incl. durch mi ei folgeu. ben seyn muß, bei der (Gefellschafts: Kasse cinzureichen, worauf ihm die andere Desiguation, mit der Juterims- Duíttung unseres Rendanten versehen, sofort zurück-
Auswärtige Börsen. Amsterdam, 27. Mai. Neve Anl. 217/19. Oesterr. Met. 1023/,. Antwerpen, 26. Mai.
Zins1. 6. Neue Anl. 21?/,. G.
Frankfurt a. M., 29. Mai.
Oesterr. 5/4 Met. 106%, G. 4% 101!/4. G. 21/0) 611/ 61!/,. 19%, 26/5. Br. Bänk - Actien 1745. 1743. Partial . Oh] 151!/,. G. Loons zu 500 FI. 126!/,. 126!/4. Loose zu 100 Fl. 263, 6; Preuss. Präm.-Sch. 65. 647/,. do. 4°%/, Anl. É G. Poln. Looso 66. 653/,. 59/4 Span. Anl. 12!/,. 1229/3. 2!/,%/ Holl. 54/,. di,
Sonnabend, 2. Juni. Im Schauspielhause, auf Befeh(, Verirrungen, Schauspiel in 5 Abth., von E. Devrient.
Sonntag, 3. Juni. Jm Opernhause: Die Vestalin, lprb sches Drama in 3 Abth. , mit Ballets. Musik von Spontiye (Dlle. Botgorschek, vom Königl. Hoftheater zu Dresden: t, Ober- Vestalin, als Gastrolle.)
Im Schauspielhause: Clavigo, Trauerspiel“ in 5 Abth, don Goethe. (Herr Devrient: Clavigo. Herr Seydelmann;
arsos. ]
Mbatag, 4. Juni. Jm Opernhause: Göt von Berlichin; gen mit der eisernen Hand, Schauspiel in 5 Abth., von Goethe,
Im Schauspielhause: 1) Clémentine, 1 uderille’ en 1 act 2) Michel Perrin. 01: L’espion sans le «»roir, vaudezille en 2 acty,
Sonnabend, 2. Juni. Der Vater der Debütantin. Poss in 4 Akten, nach Bayard, von B. A. Herrmann. Vorher, Der Obrist von sechzehn Gahren, Lustspiel in 1 Akt, frei nag dem Französischen, von B. A. Herrmann.
Sonntag, 3. Juni. Belisar. Oper in 3 Abth., von Salvatore Elininerine, überseßt von pen Hähnel. Musik von Donizetti. (Herr Schober, K. K. Hofs Opernsänger vom Kärntnerthor- Theater in Wien: Belisar, als zehnte Gastrolle.)
Donnerstag, 7. Juni. Zum erstenmale: Wilhelm Tell, Heroisch - romantische Oper in 4 Akten, nach Jouy und Big fcei bearbeitet von Theodor von Haupt. Musik von Rossini. (Mad. Ernst-Seidler, K. K. Oesterreichishe Kammer-, und erste Sängerin des National : Theaters in Frankfurt a. M.: Prin zessin Mathilde, als Gastrolle. — Herr Schober, K. K. Hof Opernsänger vom Kärntnerthorx - Theater in Wien: Tell, als elfte Gastrolle.)
Die eingegangenen Meldungen um Bisllets zu dieser Vor: stellung sind berücksichtigt worden. Der Billet-Verkauf beginnt von Montag an.
Markt-Preise vom Getraide. Berlin, deu 31. Mai 1838.
Zu Lande: Noggen 1 Nthlr. 16 Sgr. 3 Pf., auch 1 Rthlr. 13 Sgr. 9 Pf ; große Geiste 1 Rihlr.-5 Sgr.; Hafer 1 Rthlr. 3 Sgr. 9 Pf., auch 1 Rihlr. Eingegangen sigd 49 W spel.
Zu Wasser: Weizen (weißer) 2 Mihlr. 12 Sgr. 6 Pf., auch 2 Rihir. 7 Sgr. 6 Pf. und 2 Rthlr. “F Sgr. 9. Pf.; Roggen 1 Rtblr. 20 Sgr., auch 1 Riblr. 17 Sgr. 5 Pf.; große Gerste 1 Rihlr. 5 Sgr.; Hafer 1 Rthlr. 3 Sgr. »? Pf., auch 1 Rihlr, 1 Sgr. 3 Pf. Einaegangen sind 463 Wispel.
Miitwoch, den 30. Mai 1838. Das Scho Stroh 6 Ntblr. 25 Sgr., auch 5 Rthlr. 20 Sgr. Der Ceutner Heu 1 Rihlr. 7 Sgr. 6 Pf., auch 22 Sgr. 6 Pf. Branntwein-Preise vom 25. bis 31. Vai 1838. : Das Faß von 200 Juart, nach Tralles 54 pCt., nah Richter
§t., gegen baare Zahlung und sofortige Ablicferung: Korn: Mrabntiveill s ator. O G Ps, ali) 10 Dig D Sgr. z; Kar-
toffcl- Branntwein 17 Rtblr., auch 16 Ribir. Kartoffel-Preise. Der Scheffel Kartoffeln 15 Sgr., auc §8 Sgr. 9 Pf.
- Redaction unter Leitung ron Rheinwald.
Allgemeiner Anzeiger für die Preußischen Staaten. Rhein - Weser - Eisenbahn.
Dem §. 19 des Allerhöchst genehmigten Statuts) (ied des Direktoriums, unter Beidrückung eines Stem: unserer Gesellschaft entsprechend, berufen wir die Herren E über dée geleistete Zahlung aiitiven wird, gegen
gegeben werden wird. Einige Tage später fönnen dann die Quittungsbogen, auf welcheu inzwischen ein Mite
die Juterims: Quittuug wieder eingelöst werden. Die auswärtigen Actionaire werden ersucht, sich bei
Montag, den 18. Juni, Vormittags 9 Ubr.) (51 Ein ablungs- Geschäft hiesiger Vermittler zn be 2 j Nach deu Beschlüssen des Verwaltungs Raths wer- [5 S ) en nicht einlassen und Stadtgericht.) Vorschläge zu etwaigen Modificatibttei der Ar. dienen, da wir uus auf Korrespondenzen nicht cinlass tifel 6, 9, 11 u 30 deó Statuts e its mehreren speciellen Gegenständeu zur Berathuug fommen, wo- : X 7 Uhr, uicht über die Herren Actien-Besiger ver dem Zusammentritt Me i, L E s 6 des Geselischaft noch durch besondere Nundschreiben nähere Mittheilung Statuts der Eigent ümer derselben von uns öffentlich
fönncn. Wenn auf eine Actie die jevt ausgeschricheue Theil:
aufgefordert werden, die ausgebliebene Zahlung und
Micht persöulich erscheinende, übrigens uach §. 9 des) n eins C ; S i T ha Statuts zur Theiluabdwe bercchtigte Juteressenten wer- en s A Ceuta, R ae I L E deabsichtigter Vertretang auf pie De: Thaler, spätcstens am 11. August d. J. an die Ce- stimmungen der §§. 21 und 22 aufmerksam gemacht. sellschafts-Kasse zu entrichten, und büßt, wenn er dieser
Aufforderung nicht A und puünfilich Genüge leistct, die frübere Zahlung, fo wie jedes fernere An- recht auf die Actie cin, deren Zeichner denn nah M
Mit Bezugnahme auf die öffentlihe Bekannt
Bescheinigungen (Recognitionen) für die eingelieferten
vom 1. Juni bis 31. Juli d. J.,
vom 1. bis 15. Angust d. J
in den Nachmittagsstunden von 3 — 6 ' vom 16. ugt bis zum 15. Oktober d. J-
Mat Satt Tarn vi von 9 — 12 Uhr,
ei mir statifiuden wird. U Bci der Zahlung der nächsten Weihnachts- Zinsen
wird dann gegen Rügabe der vcn mir ertheilte
e huachtei
: 7. i 1838. Peer Wesipreußische General: Lands-hasts-Agent Ludwig Lessiug.
— Ulrich zum Direktor des
5 rihter von Gladis zu Münsterberg zugleich zum Kreis-Justiz-
N? 153.
Berlin, Sonnabend den Lten Juni Abends
Se. Königl. Wajestät haben den Justizrath Kersein zu Lüdenscheid in der Eiger-chaft als Dirigent des Land- und Stadtgerichts daselbst zum Land- und Stadtgerichts - Direktor zu ernennen gecuht.
Se. Königl. Majestät haben den Ober-Landesgerichts: Rath : Land- und Stadtgerichts in Kalbe an der Saale Allergnädigst ernannt. Des Königs Majestät hgben geruht, den Land- und Stadt-
e A D Ss Me raa On
rath des Mänsterberger Kreises zu ernennen.
Se. Königl. Hoheit der Prinz Friedrich is von Posen hier eingetroffen.
H Der Konsistorial - Rath Dr. Funk in Magdeburg is zum T Direktor des Dom-Gymnasiums daselbs ernannr worden. [i Der bisherige Privat:Docent Dr. E. Baumstark in Heise Ï delberg ist zum außerordentlichen Professor der Staats- und I Kameral-Wissenschaften in der philosophischen Fakultät der Uni- Ÿ versität zu Greifswald ernannt worden.
E Dem Hof: Schlossermeister Gottlob Friedrich Zoller
| hierselbst ist unter dem 30. Mai 1838 ein Patent
: auf eine Einrichtung zum Dicthalten von Thâren, die sich nah dem Oeffnen von selbst schließen, so weit dieselde nah dem eingereichten Modell für neu und
4 eigenthümlich. erachtet worden,
| auf Sechs Jahre, v jenem Termin an gerechnet und fäâr den
Ï Umfang der Monarchie gültig, ertheilt worden.
: Angekommen: Der General-Major und Jnspecteur der | Remonten, von Coset, aus Westphalen.
J Abgereist: Se. Excellenz der Königl. Hannoversche Ge- | neral-Lieutenant, Graf von Kielmannsegge, nach Hannover.
| St. Petersburg, 26. Mai. Aus einem an Se. Ma- jestät den Kaiser erstatteren Berichte des Ministers des Kaiser- lichen Hauses ersieht man, wie sehr die Bevölkerung der Kat- serlichen Krongüter im Zunehmen begriffen ist, bob freilich auch nicht übersehen werden darf, daß dieselben größtentheils in den fcuchtbarsten Provinzen des Reichs belegen sind. Jm Laufe des vergangenen Jahrés hat die Bevölkerung um 20,000 nen, so daß sie im Beginn dieses Jahres auf 1,530,167 geschäßt wurde. Manches ward versucht, den Ertrag dieser Ländereien zu heben; in einigen Gegenden wurde anstatt der Kopfsteuer eine Grundsteuer eingeführt. Auch die Verwaltung dieser Güter hat manche Verbesserungen erfahren. Um das ungesebliche Holzfällen zu hindern, ist z. B. im Simbirskischen ouvernement eine statistische Aufnahme der Wälder dieser Pros F vinz erfolge und publizirt worden. In Folge dieser und ande- F rer Verbesserungen hat man auch eine Zunahme der Einkünfte I bemerkt; während dieselben im Jahre 1836 uur §8,229,855 Ru- 5 bel und im Jahre 1826 sogar nur 9,393,013 Rubel betrugen, Ï sind sie im vorigen Jahre schon auf 9,025,905 Rubel gestiegen. F Bei Erwähnung der Maßregeln, die man zur Verbesserung des Zustandes der Bauern ergrisfen, muß vor Allem der Grün- F dung zahlreicher neuer Schulen gedacht werden. Die Zahl der Fin die landwirthschaftliche Schule aufgenommenen Schüler be- f trug im vorigen Jahre 2506. Die Dorsschulen auf den Kron- B gütern vermehren sich mit jedem Jahre; im vergangenen wur- F den neun gestiftet, und man sieht der Erdffnung yon acht an- F dern entgegen. Bis jeßt giebt es nur zwei für die Krongüter F bestimmte Hospitäler, das eine in St. Peteréburg, das andere F in Kraénoje Selo. i
Warschau, 29. Mai. Vorgestern Abend fand in der lesigen Schloß - Kapelle die Trauung der Fürstin Alexandra Égetewisch, etstgeborenen Tochter des Fürsten Statthalters und hrenfräuleins Ihrer Majestät der Kaiserin, und des Adju- | tanten Sr. Dur-hlaucht, Offiziers beim Kaiserlichen Jsmailow- shen Leibgarde-Regiment, Perer Balaschoff, statt. G Der Kaiserlich Oeskerreichische Feldmarschall - Lieutenant e Ficquelmont , Gesandter am Russischen Hofe, traf vorge- fn auf der Durchreise von St. Petersburg hier ein.
(N Deputirten - Kammer. Sigung vom 26. Mali. Ï achtrag.) Die Kammer erörterte heute einen Gese6 - Ent- ur, durch welchen das Departement des Cher ermächtigt wer- en sollte, sich außerordentlicher Weise zu besteuern, und eine (amme von 350,000 Fr. anzuleihen, um in Bourges eine Ar- tilleet: Schule zu errichten und fär die Kasernirung eines Ar- ser Ge (egiments zu sorgen. Herr Muteau erinnerte bei die- Seh, elegenheit die Kammer daran, daß früher eine Artillerie- Ie in Auxonne gestanden habe, daß dieselbe aufgehoben be die Stadt Auxonne für die darauf verwendeten Kosten eine dio eUtende ismadigun erhalten habe. Die Stadt Bourges, di vor kurzem ein Arti erie: Regiment erhalten habe, wolle sich
antrage, ebensálls eine bedeutende Entschädigung ansprechen. Wenn der inister eine große Artillerie - Schule grün- den wolle, so mdge er es ofen sagen und einen Kre- die von der Kammer verlangen, aber niht einen We einshlagen, der dem Lande wahrscheinli eine unnüte Last auf- legen würde. Herr von Laro chefaucould erwiederte, daß die Stadt Bourges niemals eine Entschädigung verlangen würde, und daß das Departement des Cher nur die Ermächti gung verlange, die Ausgaben selbs bestreiten zu fönnen. Der General Doguereau fa te, es sey im Jahre 1836 ein ähn- liches Geseß vorgelegt, aber verworfen worden, weil es ofen- bar im Jnteresse der Lokalität, aber nicht im Interesse des Staats abgefaßt worden sey. Die Artillerie - Depots müßten so angelegt werden, daß sie Hülfsmittel zur Vertheidigung der Gränzen darbdten. Wenn man ein Artillerie-Depot in Bour- ges anlege, so sey dies eine unnüte Ausgabe, ohne Jnteresse für das Land. Der Kriegs-Minister bemerkte, daß es im Gegentheil eine bedcutende Ersparniß fúr das Land sey, wenn sih ein Departement erbôte, aus eigenen Mitteln für die Ka- sernirung eines Regimentes zu sorgen, und er glaube des- halb, daß die Kammer gut thun würde, die verlangte Autori- sation zu bewilligen. Der Oberst Paixhans dratig auf die Verwerfung des Gesetzes, da, seiner Ansicht nach, die An- wesenheit eines Artillerie - Regiments überall zweckmäßiger sey, als in Bourges. Er erinnerte daran, daß der Marschall Soult, als er die allgemeine Vertheidigung des Landes vorbereiten wollte, einen Plan über alle vorzunehmenden Arbeiten entwor:- fen habe, daß aber in demselben von Bourges nicht die Rede sey. Nachdem sih noch einige andere Deputirte und nament- lih der Minister des Fnnern über den Gesetz - Entwurf en vernehmen lassen, ward derselbe mit 161 gegen 105 timmen verworfen.
gewiß später, fal man einmal auf Versesung des Regiments
Paris, 28. Mai. Der Kdnig und die ganze Königliche U werden am 1. Juni die Sommer-Residenz in Neuilly
In der heutigen Si6ung der Deputirten-Kammer ward das Budget des Ministers des Handels und der dffent- lichen Bauten ohne weitere Reduction angenommen.
Am Uten k. M. wird der Pc2zeß des Mörders des Herrn Tessier vor den hiesigen Assisen erdfnet werden.
Der Moniteur publizirt heute eine Königliche Verord- nung in Betreff des Unterrichts ín den Orientalischen Spra- hen. Jn dem der Verordnung vorangehenden Berichte des Ministers des dffentlichen Unterrichts heißt es unter Anderem: ¿Durch das Gese vom 10. Germinal (Jahr 3), welches über den Unterricht in den lebenden Orientalischen Sprachen verfügt, war uur von 3 Lehrstählen die Rede. Die Zahl derselben ward aber nah und nah in dem Maße vermehrt, in dem Frankreich seine Verhältnisse zu den verschiedenen Nationen ausdehnte. Von dem wissenschaftlichen Gesichtspunkte aus be: trachtet, kann man mit Wahrheit sagen, daß das Institut fär die Orientalischen Sprachen ein glänzendes Licht auf Frankreich geworfen hat. Seit 40 Jahren Kiiden uns fast alle gro- ßen Staaten Europas ihre Zöglinge zu, und die be- rúhmtesten Orientalisten Deutschlands, Englands und Ruf- lands haben uns einen Theil ihres Wissens zu verdanken. Auch in politisher und kommerzieller Hinsicht hat jenes Institut die größten Dienste geleistet. Aus seinem Schoße sind die Ben Dolmetscher hervorgegangen, die sowohl während der Aegyptischen Expedition, als auh nach jener ruhmvollen Epoche die Interessen und den Namen Frankreichs im Orient beständig vertheidigt und ihm Achtung verschafft haven. Die täglich A As unserer politischen und kommerziellen Verhältnisse mit Asien, der Besis Algiers, die neue Lage Aegyptens und Syriens, die Errichtung einer regelmäßigen Dampsfschiff-Verbindung mit dem ganzen Küstengebiet des Mit- telländischen Meeres tragen dazu bei, dem Jnstitute der Orien: talischen Sprachen noch mehr Wichtigkeit zu verleihen. Der Augenblick ist daher gekommen, dasselbe vollständig zu organisi- ren. Bis jest sind weder die Formen des Unterrichts, noch die Bedingungen des Professorats, noch die Rechte und Ver- pflichtungen der Zöglinge durch ein Reglement festgesekt wor- den. Jch habe die Ehre, Ew. Majestät zur Beendigung dieses Zustandes der Dinge die nachstehende Verordnung vorzulegen.“ Das Journal du Commerce, eines der §0 Fr. Journale, welches sich bisher der Herabsekung des Abonnements - Preises am lebhaftesten widersekt hatte, zeigt heute an, daß es seinen Preis von §9 auf 48 Fr. herabseßen werde. Das Journal des Débats, der Courrier français und der Constitutionnel sind nun noch die einzigen Journale, die ihren alten ‘Abonnements- Preis beibehalten haben.
Die neuesten Nachrichten aus Algier melden, daß der Marschall Valée ernstlich krank sey und neuerdings seine Abbe- aeg E habe.
an schreibt aus Bona unterm 19ten d.: „Die Brigg ¿le Lutin‘/ ist heute von Tunis hier eingetroffen. Am Bord derselben befand sich die Remonte-Kommission, die der Marschall Valée abgesandt hatte, um 150 Pferde fúr das Afrikanische Jäger-Regiment zu kaufen. Der Bey von Tunis hat c, tros der lebhaften Vorstellungen des Herrn von Neuilly, der sch an der Spibe der Remonten - Kommission befand, eweigert, den Ankauf der Pferde zu erlauben. Er Fn zur Rechtfertigung die- ser Weigerung an eführt, daß er selb| mit der Organisation von 6 Schwadronen Kavallerie und eines Regiments Artillerie be- schäftigt sey. Der General-Konsul aber glaubt, daß man die Wei- gerung des Bey's der Furcht zuschreiben müsse, der Pforte zu miß- fallen, von der man täglich einen Abgesandten erwartet, welcher dem
arnison durch Anlegung einer Schule sichern und werde
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wo der „Lutin‘/ Tunis verließ, waren über 6000 Neíter und 2 nfanterie- Regimenter versammelt, um den Abgesandten des ultans zu empfangen, der seine Quarantaine in Malta hâlt.‘“
— In einem Schreiben aus Toulon vom 23. Mai heißt es:
„Eine heute früh um 10 Uhr hier ein egangene telegraphische
Depesche befiehle dem Admiral Lalande, sogleich auf dem Linien-
schiffe „Jena“ in See. zu gehen und sich direkt vor Tunis zu
begeben. Man will wissen, daß der Admiral Lalande vor Tu- nis auch das Linienschiff „„Trident“ finden werde. Als Gründe fúr diese shnelle Abreise giebt man an, daß einer der Stämme des Bey's vou Tunis gegen die mobile Kolonne, die fürzlich von Bona aus zur Erhebung der Steuern abgegangen sey,
Feindseligkeiten ausgeübt habe.“
Die Briefe aus Madrid vom 20sten d. be âtigen die Verwerfung des Anleide - Vorschlags der Herren Safont und Laffitte nicht, sondern sagen vielmehr, daß die mit Prüfung der verschiedenen Vorschläge beauftragte Kommission sih an jenem Tage neuerdings versammelt habe.
Die Sentinelle des Pyrénées meldet, daß die drei Karlistischen Bataillone, welche vor Verdun in Ober - Arago- nien erschienen waren und an deren Spitze angeblich Don Carlos oder Don Sebastian stehen sollte, nur den Zweck ge- habt hätten, Lebenêmittel aufzutreiben und daß sie bereits mit einem beträchtlihen Tranëport in das Echauri - Thal zurükge- kehrt seyen. Dasselbe Blatt berichtet, daß Guergué mit § Bataillonen Jnfanterie und § Schwadronen Kavallerie am 15, Mat die Arga passirt und die Dörfer Ubain, Arreiza, Za- balza u. \. w. beseßt habe. An demselben Tage gingen noch andere Truppen über die Arga. Don Carlos wurde mit meh: reren Bataillonen in Echauté erwartet, und es hieß, die Trup- pen sollten bis zum Abgange der Aragonischen Expedition im Lat bleiben. Sechs Karlistische Bataillone sollen von Ucar bis Uterga aufgestellt werden.
Das Journal des Débats ¿äußert sich Über die Mexi- kanischen Angelegenheiten in folgender Weise: „Die lange Ge- duld der Regierung gegen Mexika hat endlich ihr Ende erreicht. Ein Französisches Geschwader hat die Häfen jenes Landes in Blokade - Zustand versekt, wobei es aber mit aller möglichen Schonung des Handels der neutralen Nationen zu Werke ge- hen wird. Wenn die Mexikanische Regierung den Rathschlä- gen der Klugheit Gehör e so werden die gerechten und zahlreichen Beschwerden Frankreihs bald eine Genugthuung er- halten, welche beweisen wird, daß unsere Mäßigung keineswe- get fär Schwäche gehalten werden darf. Das Französische
lokade- Geschwader wird dée Zugönge zu den Mexikanischen
Häfen besest halten und dadurch mit einem Schlage die finan-
ziellen Hülfsquellen des Staates, der Hl feine anderen Reve- nüen als die Zölle hat, ershdpfen. Frankceich wird sich da- durch der s{merzlihen Nothwendigkeit äberhoben schen, zu den äußersten Mitteln der Feindseligkeit zu schreiten. Jm Falle der Noth. würde es aber auch vor solchen Ju- ßersien Schritten nicht zuräkschrecken, da es entschlossen ist, die Interessen seines Handels, das Ei enthum und das
Leben seiner Kinder überall zu beschüken. So ward auc die
Haytische Frage, die seit so langer Zeit schwebte, durch eine je-
ner entschlossenen Demonstrationen geld, die den glöcklichen
Erfolg einer Unterhandlung fast immer sichern. Unsere Juter:
essen werden vielleiht noch auf einem anderen Punkte Ameri- fa's, in Buenos-Ayres, eine ähnliche Demonstration erheischen, da dort die Rechte der Französischen Bürger auf dieselbe Weise verkannt werden, wie in Mexiko. Die großen Interessen un-
Sorgfalt des Grafen Molé gewesen, seit ibm das Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten" anvertraut worden ist, und wir wünschen ihm Glück dazu, daß er dic Wichtigkeit derselben so schr anerkannt hat. Die Franzssische Flagge, die in den Amerikanischen Gewässern schon so ruhmvoll bekannt ist, wird den energischen Beschlüssen des Conseiis-Präsdenten den neuen Glanz vecdanten, in dem sie zu strahlen bestimmt is. Die Republiken von Súd-Awerika dürfen sich nicht über die Beweg- gründe tinserer Mäßigung täuschen, und sie dürfen die Scho- nung, die Frankreich idrer langen und stürmischen Kindheit be- wiesen hat, nicht für eine blinde Nachgiebigkeit gegen alle Feh- ler ihrer Regierungen halten.“
Parlawtents- Verhandlungen. Oberhaus. Diz- zung vom 23. Mai. Nachdem der Marquis von London- derry seine Motion in Bezug auf die Spanischen ÄAngelegen- heiten zum 4. Zuni anberaumt und die Vorlegung einer mit zahlreichen Unterschriften versehenen Petition Londoner Dandel8- leute, die um Aufs{chub der Krönung bitten, für nächsten Mon- tag angekündigt hatte, brachte ter Bischof von Exeter, wie schon erwähnt, das in Jrland von der Regierung unter dem Greyschen Ministerium, als Lord (damals noch Herr) Stanley Secretair für Jrland war, im Jahre 1831 eingeführte Natio- nal-Unterrichts-System zur Sprache. „Jch glaube“, sagte er, ¿Daß die Wirkung dieses Systems niht zur Wohlfahrt der Bevölkerung Jrlands beigetragen hat, weder in religidser noch in politischer Hinsicht; und ih beabsichtige daher, dem Hause drei Resolutionen vorzuschlagen, deren wesentlihen Jn- halte ich jest angeben will. Erstens ,_ daß das System niht die Früchte getragen, die man sich von seiner An- nahme versprach, nämlih die Erzeugung eines freundliche: ren Verhältnisses zwischen den Jrländischen Katholiken und Protestanten. Zweitens, daß der Erfolg dieses Systems mehr zu Gunsten der Katholiken als der Protestanten ausgeschlagen.
rittens, daß der nach diesem System in den Schulen ertheiste Unterricht mit allen Jrrthümern des Katholiziómus behaftet
Bey den Ehrenkaftan überbringen soll. Jn dem Augenblicke,
ist.‘ Der Prälat ging -dann in nähere Auseinandersebunge
sereë Hande!s im Auslande sind beständig Gegenstände der -