Source: https://www.abfindunginfo.de/abfindung-mit-ein-fuenftelregelung.html
Timestamp: 2019-05-24 04:24:31
Document Index: 339205250

Matched Legal Cases: ['§ 34', '§ 24', '§ 89', '§ 39', '§ 10', '§ 50', '§ 41', '§ 34']

Abfindung mit Ein-Fünftelregelung - Steuerermäßigung klug nutzen
Abfindung mit Ein-Fünftelregelung
Wie die einzig verbliebene Steuerermäßigung auf Ihre Abfindung berechnet wird, wem die Fünftelregelung einen Steuervorteil bringt und wie groß dieser Steuervorteil für Sie sein kann.
Abfindung – Steuern sparen mit „Ein-Fünftelregelung“
Wie Sie im Exkurs: Abfindung und „Freibetrag“ und im Exkurs: Abfindung steuerfrei gesehen haben, hat der Gesetzgeber die Steuerlast auf Abfindungen in den letzten Jahren drastisch verschärft: Denn steuerliche Freibeträge auf Abfindungen gibt es nicht mehr! Weiterhin gibt es auch die Regel, eine Abfindung mit dem halben Steuersatz zu belasten (das sogenannte „Halbeinkünfte-Verfahren“), schon lange nicht mehr für Abfindungen. Im Gegenteil, noch bevor Sie Ihre Entlassungsabfindung auf Ihrem Konto haben, melden Dritte Anprüche auf Ihr schönes Geld an. Zunächst der Fiskus und dann die Arbeitsagentur suchen jede Möglichkeit, sich an Ihrer Entlassungsabfindung schadlos zu halten oder zumindest die „eigenen“ Leistungen (Steuererstattung, Arbeitslosengeld) zu kürzen.
Ihre 3 Wege für mehr Geld nach Steuern
Wollen Sie Ihre finanzielle Sicherheit und Unabhängigkeit vergrößern? Dann nutzen Sie im Zusammenhang mit der Abfindung ganz legal 3 Wege, um möglichst mehr Geld nach Steuern zu be- oder erhalten:
die Ein-Fünftelregelung;
die Umwandlung der Abfindung vor der Auszahlung;
die Umwandlung der Abfindung nach der Auszahlung.
Ganz gleich welchen Weg Sie nutzen: jeder einzelne bringt Ihnen einen Vorteil. Oft können Sie sogar alle 3 Vorteile gleichermaßen nutzen. Besonders der dritte Weg, die Umwandlung der Abfindung nach der Auszahlung, bringt in der Regel die größte Steuerersparnis und mit etwas Cleverness zugleich den höchsten Gewinn.
Ein-Fünftelregelung – ein „Steuergeschenk“ vom Fiskus
Der 1. Weg, der Ihnen als steuerliche Begünstigung geblieben ist, ist die sogenannte Ein-Fünftelregelung. Aufgrund der (Ein-)Fünftelregelung gewährt Ihnen der Fiskus einen kleinen steuerfreien Bonus. Voraussetzung ist:
Die Abfindung gehört zu Ihren „außerordentlichen Einkünften“ gemäß Einkommensteuergesetz (EStG § 34 Abs. 2).
Als außerordentliche Einkünfte gelten (Entlassungs-)Entschädigungen als Ersatz für entgangene oder entgehende Einnahmen – also Entlassungsabfindungen gemäß Einkommensteuergesetz (EStG § 24 Nr. 1). Ebenso sind übrigens auch Gewinne aus dem Verkauf eines landwirtschaftlichen oder Gewerbebetriebs, einer Kanzlei oder Praxis oder Ausgleichszahlungen an Handelsvertreter nach § 89b des Handelsgesetzbuchs außerordentliche Einkünfte. Aber die Abfindung als Entschädigung darf keine Zahlung für bereits erdiente Ansprüche sein. „Erdiente“ Ansprüche sind beispielsweise rückständiger Arbeitslohn, anteiliges Urlaubsgeld, Urlaubsabgeltung, Weihnachtsgeld, Gratifikationen, Tantiemen oder noch zustehende Gehaltsansprüche, weil das Dienstverhältnis rückwirkend beendet wird (vgl. BMF v. 24.05.2004 – IV A 5 – S 2290 – 20/04BStBl 2004 I S. 505, ber. S. 633).
Schließlich ist nach dem BFH-Urteil vom 8. April 2014, Az. IX R 33/13 die Ein-Fünftelregelung „entsprechend dem Normzweck … auf solche Einkünfte zu beschränken, die ‚zusammengeballt‘ zufließen“ (ständige Rechtsprechung des BFH; vgl. Urteile vom 25. August 2009 IX R 3/09 und vom 27. Januar 2010 IX R 31/09„
Bekommen Sie Lohn oder Gehalt, so ist Ihr „Noch-Arbeitgeber“ laut Einkommensteuergesetz (EStG § 39b Abs. 3) verpflichtet, die Lohnsteuer auf Ihren normalen Lohn oder Ihr normales Gehalt. Weiterhin sind die Steuern auf Ihre Abfindung einzubehalten. Die Abfindung gilt als „sonstiger Bezug“ und wird unter bestimmten Voraussetzungen nach der Ein-Fünftelregelung besteuert.
Ein-Fünftelregelung – wie wird die Steuer berechnet?
Bei der Ein-Fünftelregelung für Abfindungen wird – im Standardfall – so gerechnet, als würden Sie 5 Jahre lang 1/5 der Abfindung erhalten. Die Differenz zwischen der Einkommensteuer auf Ihr normales zu versteuerndes Einkommen und der Einkommensteuer, wenn noch 1/5 der Abfindung hinzugerechnet wird, ist mit 5 zu multiplizieren und die Gesamtsteuerlast mit einem Schlag im Jahr der Abfindungsauszahlung zahlen. Deshalb wird in den nachfolgenden Steuerjahren die Abfindung nicht mehr berücksichtigt.
Für unser voriges Beispiel mit einer Abfindung in Höhe von 50.000 Euro heißt das:
zu versteuerndes laufendes Einkommen:
17.138 Euro
1/5 der Abfindung:
auf die Summe anfallende Steuern:
20.756 Euro
anteilige Steuern auf 1/5 der Abfindung (also wieviel mehr Steuern?)
anteilige Steuern auf 1/5-Abfindung x 5 + Steuern auf laufendes Einkommen
35.228 Euro
Gesamteinkommen nach Steuern*
92.834 Euro
*Einkommensteuer laut Splittingtabelle 2019 zzgl. 5,5 % Solidaritätszuschlag ohne Kirchensteuer. Detailliert können Sie die Berechnung auf dem Tabellenblatt „ABF2018“ meines Abfindungsrechners nachvollziehen.
Grafisch sähe der Steuerspareffekt mit Einkommensteuer + Solidaritätszuschlag so aus:
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Ob 37.038 Euro Einkommensteuer + 2.037 Euro Solidaritätszuschlag (= 39.075 Euro) wie bei einer „normalen“ Besteuerung oder 35.228 Euro + 1.938 Euro Solidaritätszuschlag (= 37.166 Euro), Dank der (Ein-)Fünftelregelung (zzgl. ggf. 9 Prozent Kirchensteuer) – im Verhältnis zu 50.000 Euro Entlassungsabfindung wachsen Ihre Steuern insgesamt auf 70 – 80 % der Abfindung! – Ist das der finanzielle Gewinn, den Sie erhofft haben?
Wem bietet die Ein-Fünftelregelung steuerliche Vorteile?
Durch die (Ein-)Fünftelregelung erhalten diejenigen steuerliche Vorteile, die erst durch die Entlassungsabfindung in eine hohe „Steuerprogression“ geraten. Wenn Sie ohne Entlassungsabfindung also ein Einkommen haben, das mit einer geringen Steuerbelastung verbunden ist, durch die Entlassungsabfindung aber überproportional mehr Steuern zahlen müssen, dann kann die (Ein-)Fünftelregelung ein Vorteil für Sie sein. Doch je höher Ihr bisheriges Einkommen war, umso geringer ist Ihr Vorteil durch die (Ein-)Fünftelregelung. Wenn Ihr steuerpflichtiges Einkommen im Jahr 2019 größer als 55.960 EUR (Ledige) oder 111.920 EUR (Verheiratete) ist, unterliegen Sie bereits dem „Spitzensteuersatz“ und können keinen großen Vorteil aus der (Ein-)Fünftelregelung erwarten.
Deshalb Achtung: Abfindungsfalle Nr. 1 für Führungskräfte
Da es jedoch verschiedene legale Möglichkeiten gibt, die Höhe des normalen zu versteuernden Einkommens zu optimieren, können oft selbst Steuerpflichtige mit hohem steuerpflichtigem Einkommen gerade für die Abfindung eine günstigere Besteuerung erreichen.
Wer entscheidet, ob Sie die Ein-Fünftelregelung nutzen können?
Na – selbstverständlich nicht Sie – was dachten Sie denn? Ihre Steuern vom Einkommen behält ja der Arbeitgeber ein – also ist er zunächst verpflichtet zu prüfen, ob bei Ihnen eine „Zusammenballung von Einkünften“ vorliegt, die zu einer Steuerbegünstigung führt. Ganz gleich, wieviel Steuern daraufhin einbehalten werden, wird nochmals anhand Ihrer Steuererklärung und der Lohnsteuerunterlagen im Finanzamt geprüft, ob die Fünftelregelung angewendet werden kann und wieviel Steuern im Bescheid festzusetzen sind. Daraufhin kann sich dann für Sie auch eine Steuererstattung oder eine Steuernachzahlung ergeben.
Wollen Sie nur wissen, wovon eine „Zusammenballung von Einkünften“ abhängt, oder auch gleich mit dem Abfindungsrechner Ihren Steuervorteil durch die Fünftelregelung kalkulieren?
Abfindung mit Ein-Fünftelregelung: 4,73 von 5 Punkten, basieren auf 11) abgegebenen Stimmen.
Hallo Herr Schulze, im Mai gehe ich in den Ruhestand (Altersrente). Mein Arbeitgeber leistet eine Altersversorgungsleistung aus einer Unterstützungskasse. Ob die 1/5-Regelung zutrifft, muss die Zusammenballung der Einkünfte erfolgen. Wie werden die Rentenzahlungen auf die Einkünfte des Jahres 2018 angerechnet voll oder nur der Besteuerungsanteil (im 2018 76%)?
so ganz genau kann ich Ihre Frage nicht nachvollziehen. Aber vielleicht helfen Ihnen die Erläuterungen auf https://www.abfindunginfo.de/betriebliche-altersvorsorge-mit-fuenftelregelung-versteuern
ich konnte nach meiner Elternzeit in 2017, sowohl in Teil/als auch in Vollzeit nicht zu meinem Arbeitgeber zurückkehren. Es lief dann auf eine Abfindung (Einmalzahlung) durch einen Aufhebungsvertrag hinaus. Kündigung gab es keine.
Mein Mann hatte ein Einkommen (aus nicht selbstständiger Arbeit) (Steuerklasse 3 mit 1 Kind) – Bisher waren wir zusammenveranlagt.
Ich hatte im Jahr 2017 keine Einkünfte (auch kein Elterngeld mehr).
1 Kind, Kind zuhause .
Nun habe ich diverse Erklärungen durchgelesen und komme lt. meiner Einkommenssteuersoftware zum Schluss, dass eine Einzelveranlagung (in 2017) uns günstiger käme.
Zusammenveranlagt hat das Programm eine Erstattung von X ausgerechnet, Einzelveranlagt lag die Erstattung ca. 1/4 höher. (Ich möchte über die Kommentarfunktion jetzt nicht die tatsächlichen Zahlen nennen, dies könnte ich bei Bedarf gerne über eine Direktnachricht machen )
Herzlichen Dank vorab für Ihre Anwort und viele Grüße
auch wenn ich Ihre Kalkulation ohne Zahlen nicht direkt nachvollziehen kann – grundsätzlich ist es möglich, dass eine Einzelveranlagung günstiger ist. Siehe auch https://youtu.be/gHt4A9EyN8k
Hallo Herr Schulze, ich habe 2017 xxxx € verdient. Ich bin in der Steuerklasse vier mit meiner Frau, die in etwa dasselbe verdient hat. Nun habe ich seit Dezember 2017 Krankengeld Bezug in Höhe von xxxx €. Mit meinem Arbeitgeber habe ich eine Abfindung in Höhe von xxxx € vereinbart, diese erhalte ich im April 2018. Da ich dieses Jahr Krankengeld beziehe und danach wahrscheinlich in EM Rente gehe (xxxx € brutto) lautet meine Frage: lohnt sich die Fünftel Regelung für mich. Wo muss ich diese eigentlich angeben, jetzt für die Auszahlung der Summe bei meinem Arbeitgeber, oder bei dem Lohnsteuerjahresausgleich am Ende vom Jahr.
Danke und Gruß Gerry Schröder
wenn die Voraussetzungen für die Fünftelregelung erfüllt sind, sollten Sie vom Finanzamt bei der Steuererklärung automatisch berücksichtigt werden. Sie brauchen nur die Angaben aus der Lohnsteuerbescheinigung in die Steuererklärung zu übertragen.
Damit diese auch der Arbeitgeber bei der Auszahlung der Abfindung berücksichtigt, ist es immer am besten, wenn Sie sich zuvor in der Lohnbuchhaltung die Abrechnung erklären lassen und gegebenenfalls um entsprechende Berücksichtigung bitten. In den Buchhaltungen gibt es da oft große Unsicherheiten.
Siehe auch https://www.abfindunginfo.de/lohnsteuerabzug-von-abfindung-ohne-arbeitslohn
Sollten dabei Fehler passieren, ist das Geld zwar nicht verloren. Sie erhalten es jedoch erst im Folgejahr auf der Grundlage des Steuerbescheids erstattet.
Lieben Dank für Ihre schnelle Antwort. Können Sie mir bitte noch mitteilen, ob sich die Anwendung der Fünfteltegelung in meinen Fall auch lohnt?
Merci Grüße
die Fünftelregelung allein wird sich für Sie lohnen, insofern Sie damit etwa eine vierstellige Summe Steuern sparen. Wenn Sie wenn aktiv weitere Gestaltungsmöglichkeiten nutzen (wollen), dann werden Sie in den fünfstelligen Bereich vordringen.
Freundliche Grüße – bin auf Ihre Erfolgsrückmeldung gespannt
Gerry Schröder sagt:
was verstehen Sie unter dem Begriff: weitre Gestaltungsmöglichkeiten?
Wenn Sie wenn aktiv weitere Gestaltungsmöglichkeiten nutzen (wollen), dann werden Sie in den fünfstelligen Bereich vordringen.
Merci, Gruß
bitte entschuldigen Sie, dass ich erst heute antworte. Ihre Frage war mir leider untergegangen. Mit „weitere Gestaltungsmöglichkeiten nutzen“ ist einfach gemeint, dass es mehr Möglichkeiten des Steuersparens bei Abfindungen als nur die Fünftelregelung gibt. Ihre optimale Nutzung hängt allerdings wesentlich von Ihren Zielen und Ihrer Gesamtsituation ab.
wenn bei der Fünftelregelung für 2018 alles berechnet wird und auch ausgezahlt wird, sind dann die Folgejahre 19bis 22 mit unterschiedlichen Einkünften dann egal mit Bsp wäre neuer Job 1 Jahr lang, ALG 1 Jahr lang, oder kein Job mit keinem Einkommen
jedes Kalenderjahr wird steuerlich für sich abgerechnet. Die Abfindung wird also – auch bei Anwendung der Fünftelregelung – nur in dem Jahr steuerlich berücksichtigt, in dem sie ausgezahlt wird.
ich habe letztes Jahr eine Abfindung von 56.000 Euro erhalten und nach 3Monatiger Arbeitslosigkeit mit Arbeitslosengeld einen neuen Job angetreten. Kumuliert hatte ich zusätzlich einen Bruttoarbeitslohn von 63.900Euro. Lohnt sich die 1/5 Regelung wenn ich sowieso den Spitzensteuersatz zahle?
Wenn ja, bietet das Elsterformular die 1/5 Regelung?
es stimmt, die 1/5 Regelung lohnt sich nur, wenn Sie nicht dem Spitzensteuersatz unterliegen. Ob das der Fall ist, liegt aber nicht an der Höhe Ihrer Einnahmen, sondern an der Höhe Ihres zu versteuernden Einkommens. Dazwischen können Welten liegen, denn Letzteres können Sie clever und legal reduzieren. Wenn Sie dafür unter anderem auch die Tipps auf dieser Webseite nutzen, können Sie mehrere Tausend Euro Steuern in eigenes Vermögen verwandeln. 😉
Viel Erfolg – ich bin auf Ihre Erfolgsrückmeldung gespannt
ich werde in Q3/2018 eine Abfindung von meinem Arbeitgeber aufgrund eines Aufhebungsvertrages bekommen. Da meine Frau und ich in etwa gleich viel verdienen, haben wir im Moment beide die Steuerklasse 4.
Meine Frage: Bringt es für mich irgendwelche Vorteile wenn ich vor Auszahlung der Abfindung in die Steuerklasse 3 wechsle, insbesondere wenn die 1/5 Regelung angewendet wird?
kurzfristig kann es einen Liquiditätsgewinn bringen. Bezogen auf die Gesamtsteuerlast des Jahres bringt es keinen Vorteil – die eventuell eingesparten Steuern werden im Steuerbescheid nachgefordert.
Ich bekomme eine Abfindung zum 31.03.18 durch einen Auflösungsvertrag in Höhe eines vollen Jahresgehaltes.
01.04 2018 gehe ich nahtlos ein neues Arbeitsverhältnis über.
Wenn ich alles gelesene richtig verstehe brauche ich mir gar keine Hoffnung über eine 1/5 Regelung zu machen!?
12. Januar 2018 um 14:55 Uhr
das kommt drauf an, was Sie meinen: Sicher wird die Fünftelregelung aufgrund der „Zusammenballung von Einkünften“ anwendbar sein. Ob sie Ihnen allerdings eine Steuerersparnis bringt, wage ich zu bezweifeln. Möglicherweise wird Ihr Einkommen so hoch sein, dass allein die Fünftelregelung keine Steuerentlastung bringt. Das könnte dann nur durch weitere steuerwirksame Maßnahmen möglich werden.
ich befinde mich schon seit April 2017 bis auf weiteres im Krankenstand und beziehe seit Juni 2017 Krankengeld (gesetzlich versichert).
Zum 31.12.17 habe ich einen Aufhebungsvertrag unterschrieben, lt. Vertragsvereinbarung wird die Abfindung im fünfstelligen Bereich mit dem Gehaltslauf Mitte Januar 2018 ausbezahlt. Zusätzlich wird mein nicht genommener Jahresurlaub für 2017 vergütet. Wird diese Urlaubsabgeltung wie Gehalt besteuert, und wie sieht es mit der Fünftelregelung aus, da ich ja nur Krankengeld erhalte? Die Gehaltsstelle konnte leider keine fiktive Berechnung für mich erstellen sondern verwies mich auf die Abfindungsrechner im Internet, die jedoch mein Problem nicht genau treffen: ist die Urlaubsabgeltung das Jahresgehalt? Gilt die Fünftelregelung? Wie wird das Krankengeld angerechnet?
ja, Ihre Urlaubsabgeltung wird wie laufendes Gehalt versteuert. Für die Anwendung der Fünftelregelung bei der Abfindung wird zunächst auf Ihr voraussichtliches Einkommen im Jahr 2018 zurückgegriffen. Wenn Ihre Abfindung höher ist als Ihr voraussichtliches Einkommen aus nichtselbstständiger Arbeit im Jahr 2018 einschließlich Lohnersatzleistungen, wird die Abfindung nach der Fünftelregelung ermäßigt versteuert.
Guten Tag Herr Schulze!
Ich scheide zum 31.12.2017 aus und erhalte im Januar 2018 eine Abfindung, die deutlich über meinem Jahreseinkommen liegt als Einmalbetrag. Mir wurde gesagt, dass ich keine weiteren Zahlungen erhalten darf, damit die 1/5 Regel anwendbar ist. Mein Arbeitgeber wird mir aber die bis zum 31.12.2017 angefallenen Überstunden vergüten. Ich erhalte dann im Januar 2017 eine sechsstellige EURO Abfindung und separat rund 2000 EURO Überstunden. Ist das ein Problem für die 1/5 Regelung auf die sechsstellige EURO Abfindung? Danke und Gruß Michael
in Ihrer Frage geht es um 2 verschiedene Aspekte: Wenn eine Zusammenballung von Einkünften vorliegt – und das ist nach Ihren Angaben zweifellos der Fall – wird die Abfindung nach der Fünftelgerelung versteuert. Eine andere Frage ist: Wie hoch ist der Steuervorteil? Wenn Sie im Auszahlungsjahr der Abfindung noch weitere steuerpflichtige Einkünfte erhalten, sinkt der Steuervorteil. Aber dafür gibt es ja Gestaltungsmöglichkeiten. 😉
Vielen Dank für die Bestätigung meiner Denkweise,
dennoch bin ich unsicher wegen Ihrer Einschränkung, daß es sich steuerlich auswirken könnte.
Wenn sich idealerweise Verdienst und Sonderausgaben neutralisieren, dann dürfte es doch keine steuerlichen Effekte ergeben. Wo ist da mein Denkfehler?
meine Einschränkung bezieht sich nicht auf die grundsätzliche Möglichkeit, sondern nur auf die konkrete Wirkung. Die kann man nur anhand konkreter Zahlen kalkulieren. Wie hoch sind die steuerlichen Einkünfte, welche Entlastungsbeträge, Sonderausgaben, außergewöhnlichen Belastungen sind noch berücksichtigungsfähig? Welche Steuerermäßigungen greifen… – alles Aspekte, die die Kalkulation beeinflussen, sich überlagern oder auch gegenseitig aufheben können. Ihre Hypothese lässt sich nur anhand konkreter Zahlen prüfen.
23. Oktober 2017 um 18:02 Uhr
ich bekomme im Januar 2018 eine Abfindung über xxx € unter Berücksichtigung der 1/5-Regel.
Aus steuerlichen Gründen sollte ich nichts dazu verdienen. Nun kann man aber in die PKV für 3,5 Jahre im voraus Beiträge bezahlen, das sind rund 20.000 €.
Kann ich jetzt nicht in 2018 trotzdem 20.000 € brutto verdienen, da ich denselben Betrag steuerlich absetzen kann, ohne daß sich die Steuerlast auf die Abfindung erhöht?
mit Ihren Beitragszahlungen zur PKV können Sie Sonderausgaben gem. § 10 (1) Nr. 3 geltend machen. Damit würden Sie Ihr normales zu versteuerndes Einkommen sozusagen „neutralisieren“ und könnten den Effekt erreichen, den Sie skizziert haben. Wie sich das steuerlich bemerkbar macht, kann nur anhand der konkreten steuerlichen Daten kalkuliert werden.
Maximilian V. sagt:
21. Oktober 2017 um 12:31 Uhr
Ich bin trotz der vielen wertvollen Infos hier noch nicht ganz sicher wie ich meine Situation einschätzen muss. Ich scheide zum 31.12.2017 aus dem Unternehmen aus und werde die Abfindung Ende Januar 2018 ausgezahlt bekommen. Die Abfindung ist deutlich höher als mein Einkommen in 2017. In 2018 möchte ich eine Auszeit nehmen und rechne daher aktuell ganz ohne Einkünfte. Lässt sich in diesem Fall die Fünftelregelung anwenden?
ja, wenn die Abfindung mehr Geld ist, als Sie bei Fortsetzung des Dienstverhältnisses erhalten hätten, dann liegt eine „Zusammenballung von Einkünften“ vor. Ihre Abfindung wird nach der Fünftelregelung ermäßigt versteuert. Wieviel Steuerersparnis das ergibt, können Sie mit dem Abfindungsrechner leicht kalkulieren.
ich werde zum Ende des Jahres 2017 meine Arbeitsstelle aufgeben und dafür im Jahr 2018 eine Abfindung bekommen. Ich möchte aus Steuergründen mein Einkommen 2018 bei 0€ lassen. Kann ich trotzdem einen 450€ Job annehmen? Dieser wird ja pauschal versteuert. Wird dieses Geld dann auch nicht für Versteuerung der Abfindung nach der 1/5 Regelung beachtet?
Sprich kann ich bei Ihrem Abfindungsrechner bei Jahreseinkommen 0€ eintragen trotz meines 450€ Jobs?
6. September 2017 um 20:29 Uhr
richtig, Minijobs unterliegen beim Arbeitnehmer nicht der Besteuerung. Die Einnahmen beeinflussen das steuerpflichtige Einkommen nicht. Also können Sie 0 € eintragen.
ich werde nächstes Jahr im März meinen bisherigen Arbeitgeber verlassen. Zu diesem Zeitpunkt werde ich einen Abfindung erhalten. Im Jahr 2018 werde ich nur ein kleinesGehalt beziehen, das ich die meiste Zeit in Elternzeit sein werde.
Die Frage ist für mich, in wie weit die 1/5 Regelung zum tragen kommt?
Wenn ich meine regelmäßigen, wiederkehrenden Zahlungen betrachte, dann liegen diese unterhalb meiner Abfindung. Wenn ich aber Überstunden und Bonifikation betrachte, dann liegt diese wieder drunter.
Wie wird eine bAV berücksichtig?
Da ich mich Anfang des Jahres befinde, weiß ich noch nicht, wann ich wieder mit regelmäßigen Einkünften rechnen kann.
Wird ALGI ebenfalls berücksichtigt?
anhand Ihrer Angaben kann ich Ihnen nicht sagen, was herauskommen könnte. Gern können Sie mir die Daten, die ich wenigstens brauchte, in das Formular eingeben.
Carsten A. sagt:
Hallo Herr Hanke, Meiner Frau wurde ein Sozialplan vorgestellt und sie würde diesen gerne annehmen. Sie kommt mit freiwillgen Leistungen, zugehörigkeitsjahren, 40% Schwerbehinderung etc auf ca 41000 Euro. Sie hat die Lohnsteuerklasse 5.
Der Betriebsrat hat das ganze jetzt so ausgehandelt, dass während der 7 monatigen Kündigungsfrist freigestellt wird und dann ungefähr im Februar ein Aufhebungsvertrag aufgesetzt werden soll, dem Sie dann eine Kündigungsschutzklage gegensetzen soll um Sperren und Anrechnung zu vermeiden.
Sie ist sich jetzt unsicher ob, bzw wie die Einfünftelregelung bei Ihr Sinn macht. Ausserdem haben wir Sorge das die Abfindung auf das Arbeitslosengeld angerechnet wird und sie eine Sperre bekommt.
Grüsse Carsten A.
anhand Ihrer Angaben kann ich Ihnen nicht sagen, was herauskommen könnte. Gern können Sie mir die Daten, die ich wenigstens brauchte in das Formular eingeben.
kann die Fünftelregelung auch angewendet werden, wenn die Abfindung erst ein Jahr später nach dem Verlust des Arbeitsplatzes ausbezahlt wird?
Bsp: Ich bin bis 31.12.2017 in der Firma.
Ab 01.01.2018 in einer Transfergesellschaft und bekomme dort Transferkurzarbeitergeld.
Am 01.01.2019 wird dann die Abfindung von der Firma bei der ich bis Ende 2017 gearbeitet habe ausbezahlt
In 2019 habe ich entweder keine Bezüge oder aber Arbeitslosengeld.
grundsätzlich kann der Auszahlungszeitpunkt einer Abfindung frei vereinbart werden – siehe auch https://www.abfindunginfo.de/abfindungsauszahlung-kann-steuerwirksam-gestaltet-werden. Wenn zum auszahlungszeitpunkt die Bedingungen für die Fünftelregelung erfüllt sind, ist sie auch anzuwenden.
Meine Abfindung soll zum 1. Januar ausgezahlt werden. Kommt die fünftel Regelung ohne weiteres zum tragen, wenn ich in diesen Jahr gar kein Steuerpflichtiges Einkommen in Deutschland habe? Wollte 1 Jahr in der Schweiz arbeiten um von 85000 Euro Abfindung den möglichst geringsten Teil ca. 9000 Euro Steuern zu zahlen. Da ich dann für 2018 kein Steuerpflichtiges Einkommen in Deutschland habe müsste das doch gehen oder? Meine Sozialabgaben sowie meine Steuern zahle ich ja in der Schweiz. Das geht dem deutschen Fiskus ja nichts an. Bin für das Jahr natürlich in der Schweiz gemeldet.
solange Sie einen Wohnsitz in Deutschland haben (auch wenn sie in dem Jahr gar nicht in Deutschland wohnen), sind Sie in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtig. Hinzu kommt, dass die von Ihnen gewählten (oder nicht gewählten) Bundestagsabgeordneten mit einem neu geschaffenen Tatbestand im Sinne des § 50d Abs. 12 EStG wiederholt versuchen, Ihre Abfindung in Deutschland zu versteuern. Ohne Expertenhilfe wird Ihre Kalkulation vermutlich nicht aufgehen.
Oerder sagt:
ich habe im Jahre 2016 eine Abfindung gem. § 41 Abs. 1 der Satzung der Rheinischen ZVK erhalten. Ich bekam diese Abfindung, da meine monatlich vorgesehene Rente hier weniger als 29,05 € betrug und diese mir nicht mtl. ausgezahlt werden kann. Wo muss ich diese Abfindung bei der Steuer einsetzen und wird diese Abfindungsrente bei der Steuer eigentlich auf mehrere Jahre verteilt?
W. Oerder
diese Frage kann ich leider nicht beantworten. Hierzu müssten Sie sich bitte an Ihren Rentenberater wenden, denn es gibt je nach Vertrag und Auszahlungsbedingungen unterschiedliche Möglichkeiten – siehe auch https://www.abfindunginfo.de/betriebliche-altersvorsorge-mit-fuenftelregelung-versteuern
ich werde zum 30.6.17 wegen betriebsbedingter Kündigung arbeitslos und bekomme eine Abfindung von ca. 40000 Euro. Diese darf ich evtl nur teilweise behalten (werde Vollstreckungsschutz beantragen ) da ich in der Wohlverhaltensphase meiner Privatinsolvenz bin. Ich bin LST Klasse 5, mein Mann 3.Ich gehe mal davon aus das ich nicht sofort wieder eine neue Stelle finde und erst einmal Arbeitslosengeld bekomme.
Meine große Angst ist das ich im nächsten Jahr wenn ich mit meinem Mann zusammen die Steuererklärung mache eine hohe Nachforderung kommt. Wir hatten bisher immer eine Erstattung. Kann uns das passieren?
da sind Sie ja in einer sehr bescheidenen Lage, dass Sie Ihre Abfindung während der Wohlverhaltensperiode bekommen. Ich drücke Ihnen die Daumen, dass wenigstens etwas Geld für Sie übrig bleibt. Ich denke, vor einer Steuernachforderung müssten Sie keine Angst haben. Da Ihr Arbeitgeber die Abfindung netto auszahlen muss, hat er die Steuern schon abgezogen. Bei Lohnsteuerklasse 5 ist der Abzug vermutlich sehr hoch. Normalerweise wird die zuviel abgezogene Steuer dann nach dem Steuerbescheid erstattet. Bei Ihnen wird aber während der Insolvenz wohl leider auch nicht viel ankommen.
ich habe einen Aufhebungsvertrag bekommen. Das Arbeitsverhältnis endet zum 28.Februar 2017. In diesem Monat bekomme ich auch die Abfindung. Diese wird höher als mein Jahresgehalt sein. Der Abfindungsrechner hat ergeben, dass die 1/5 Regelung die beste Besteuerungsvariante sein soll.
Meine Frage ist, welche Schritte sind hier vorzunehmen?
Muß der Arbeitgeber die 1/5 Regelung anwenden?
Kann ich da mitbestimmen?
Muß ich beim Finanzamt jetzt schon etwas unternehmen?
wenn für die Gehaltsabrechnung auch anhand Ihrer Lohnsteuerabzugsmerkmale erkennbar wird, dass die Voraussetzungen für die Fünftelregelung erfüllt sind, müsste die Abfindung nach der Fünftelregelung versteuert werden. Erfahrungsgemäß ist es immer sinnvoll, sich die Abrechnung zurvor in der Gehaltsabteilung erklären zu lassen. Dann können Unstimmígkeiten besser geklärt werden.
Sollte die Abrechnung nicht korrekt erfolgen, wäre die Steuerlast von Amtswegen im Steuerbescheid für 2017 zu korrigieren. Dann bekommen Sie eventuell zuviel abgezogene Steuern 2018 zurück.
15. November 2016 um 00:04 Uhr
Ich beende mein Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitgeber „A“ im Rahmen eines Auflösungsvertrages zum 30.11.2016 und bekomme im Februar 2018 (!!!) die komplette Abfindung (~140,000 Euro) ausgezahlt. Mein Jahresgehalt in 2016 war 80,000 Euro. Ich werde zwischen 01.12.2016 und 31.12.2017 eine andere begrenzte Beschäftigung mit einem Jahresgehalt von 70,000 Euro haben (mit Arbeitgeber „B“).
Habe ich dabei Anspruch auf die Fünftelregelung in 2018 trotz der Beschäftigung mit dem Arbeitgeber „B“ im Jahr 2017?
Voraussetzung für die Anwendung der Fünftelregelung ist vor allem die „Zusammenballung von Einkünften„. Neben den Einkünften der Vorjahre sind also die steuerpflichtigen Einkünfte im dem Jahr entscheidend, in dem die Abfindung ausgezahlt wird.
Ich habe am 31.07.2014 mein Arbeitsverhältnis beendet und bin in Rente gegangen.
Meine Abfindung bekam ich im Januar 2015 ausgezahlt, besteuert nach der 1/5 tel Regelung.
Bei der Einkommensteuererklärung für 2015 wurde mir vom Finanzamt mitgeteilt, dass die gesetzlichen Voraussetzungen für eine ermäßigte Besteuerung nicht gegeben seien. Was kann ich tun? Kann ich gegen den Bescheid juristisch vorgehen?
wann haben Sie denn den Einkommensteuerbescheid erhalten? Wenn die Rechtsbehelfsfrist (1 Monat nach Bekanntgabe) noch nicht um ist, können Sie Einspruch dagegen einlegen. Allerdings lohnt sich das nur, wenn der Bescheid fehlerhaft wäre. Das lässt sich aus Ihren Angaben nicht nachvollziehen. Vielleicht finden Sie auf hier eine Antwort.
ich beende mein Beschäftigungsverhältnis zum 31.12.2017, arbeite jedoch nur bis 28.02.17 und bekomme auch nur bis Februar 2017 Gehalt. Vom 01.03.17 bis 31.12.2017 habe ich unbezahlten Urlaub vereinbart. Die Abfindung wird im Januar 2018 ausgezahlt. Gibt es wegen den 10 Monate unbezahlten Urlaub und der Abfindungszahlung erst im Januar 2018 Probleme wegen der Fünftelregelung in 2018 oder habe ich weitere Dinge zu beachten (aus Steuersicht)? Ich habe in 2018 keine weitere Einkünfte. Danke für eine kurze Info.
auf den ersten Blick sehe ich nach Ihren Angaben kein Problem wegen der Fünftelregelung. Das wäre aber genauer zu prüfen. Wenn Sie das möchten, nutzen Sie einfach das Formular . Sie erhalten dann von mir einen unverbindlichen Vorschlag.
18. August 2016 um 12:34 Uhr
Kann man ein Abfindung … theoretisch hälftig auf zwei Steuerjahre Verteilen 2017 und 2018 und die Abfindung jeweils nach der 1/5 Rechnung versteuern?
Vielen Dank für einen kurzen Hinweis
18. August 2016 um 20:19 Uhr
Sie können zwar nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch Ihre Abfindung in mehreren Steuerjahren auszahlen lassen. Die Fünftelregelung kann dann jedoch nicht mehr angewendet werden, weil ein wesentliches Kriterium der „Zusammenballung der Einkünfte“ fehlt.
ich beende mein Arbeitsverhältnis im Rahmen eines Auflösungsvertrages zum 31.12.2016 und bekomme im Januar 2017 die komplete Abfindung … ausgezahlt. Mein Arbeitgeber möchte mich jedoch aus gewissen Gründen zumindest telweise weiter beschäftigen. Die Überlegung ist, eine Neueinstellung ab 01.02.2017 auf 600 €-Basis vorzunehmen. Gibt es da Probleme mit dem Finanzamt bezüglich Steuerzahlung im Zusammenhang mit der Fünftelregelung)? Was würde pasieren, wenn die Neueunstellung schon zum 01.01.2017 erfolgt (also quasi nahtlos)? Vielen Dank für eine Antwort.
grundsätzlich dürfte es da kein Problem mit dem Finanzamt geben. Die Fünftelreglung ist anzuwenden, wenn die Bedingungen gem. EStG § 34 gegeben sind: Es handelt sich um „außerordentliche Einkünfte“ die „zusammengeballt“ in einem Kalenderjahr zufließen.
Deshalb kann es auch bei einer Änderungskündigung zu einer Abfindung kommen. Wenn die Abfindung zu einer „Zusammenballung von Einkünften“ führt, ist die Fünftelregelung anzuwenden.
Warum wird hier nicht auf die effektive Möglichkeit der Steuersparnis durch freiwillige Einzahlungen in die GRV hingewiesen?
Gerade bei Leuten, die eine vorzeitige Altersrente mit entsprechenden Abzügen beziehen wollen, ist es sehr leicht möglich, durch Einzahlungen das zu versteuernde Einkommen ohne Abfindung (Rente bzw. ALG1) auf Null zu drücken und so minimale Steuern auf die Abfindung zu zahlen.
Verschiedene Varianten kann man sehr leicht in die Elster-Software eingeben und sich sogleich die Steuerbelastung ausgeben lassen.
Zunächst vielen Dank für Ihren Hinweis.
Es gibt viele Möglichkeiten für eine Steuerersparnis bei Abfindungen. Die Beiträge hier können nur eine Anregung sein (wie beipielsweise auch in meinem Blog http://abfindunginfo.blogspot.de/, in meiner Facebookgruppe und in meiner xing-Gruppe, oder auf einer meiner weiteren Webseiten), weil ihr Niutzen auch immer von der persönlichen Situation abhängig ist. Letztendlich muss jerder persönlich entscheiden, was zu ihm passt, ihm nützt und was er sich leisten kann, wobei ich gern mit meiner Erfahrung aus 18 Jahren Abfindungsberatung helfe.
23. Juni 2016 um 02:10 Uhr
Ich bekomme demnächst eine Abfindung in Höhe von 30.000 EUR Einmalzahlungen. Was bleibt mir netto übrig ? Vielleicht hierzu kurz einige Eckdaten zu mir. Von 01.01.16- 31.03.16 (3 Monate) Habe ich noch das normale Gehalt als Gesammteinkommen von 5500 EUR bekommen. Ab dem 01.04.16 Alg 1. Vertrag beim neuen Arbeitgeber bereits unterschrieben, Beginn 01.01.2017. bin verheiratet und habe die Steuerklasse 3, und zahle keine Kirchensteuer.
das lässt sich anhand der Angaben noch schlecht einschätzen. Nutzen Sie doch bitte das Formular Optimierungsbeispiel. Darin werden die Mindestangaben abgefragt, die notwendig sind.
Klaus Wassmer sagt:
30. April 2016 um 01:53 Uhr
wie groß darf maximal der Zeitabstand zwischen dem Ende der Arbeitszeit wegen Kündigung in diesem Jahr (2016) und der Termin der Auszahlung einer Abfindung im nächsten Jahr (2017) sein, damit das Finanzamt (Paderborn) die 5tel-Regelung akzeptiert?
In Paderborn schließt das Unternehmen Fujitsu den Standort zum 30.9.2016 und die überwiegende Mehrheit der Mitarbeiter (ca. 580) verlieren ihren Arbeitsplatz, aber auch eine Abfindung.
Es besteht die allgemeine Meinung, dass es keine eindeutige Regelung gibt, sondern abhängig von Ort zu Ort oder sogar vom einzelnen Sachbearbeiter ist.
Klaus Wassmer
30. April 2016 um 09:03 Uhr
Hallo Herr Wassmer,
mir ist bisher noch keine Entscheidung bekannt geworden, mit der eine zeitliche Begrenzung verbunden wäre. Es ist nur zu beachten, dass die Vereinbarung rechtzeitig erfolgt – siehe auch http://www.abfindunginfo.de/abfindungsauszahlung-kann-steuerwirksam-gestaltet-werden und dass natürlich dann für das Jahr der Auszahlung eine „Zusammenballung von Einkünften“ geprüft wird.
ich bekomme nächsten Monat meine Abfindung. Wann muss ich mit der ersten Zahlung der Steuern an das Finanzamt rechnen ? Und geschieht diese Anforderung selbstständig oder muss ich mich hierfür beim Finanzamt melden?
die Steuern sollten von der Abfindung wie vom Gehalt vom Arbeitgeber einbehalten und an das Finanzamt abgeführt werden. Sie erhalten also nur die Nettoabfindung. Sollte es Abweichungen geben, werden diese im Ergebnis Ihrer Steuerveranlagung für 2016 im nächsten Jahr festgesetzt und durch Nachzahlung oder Erstattung ausgeglichen.
ich bin zum 31.12.2015 gekündigt 🙁 bekomme aber eine Abfindung im Januar 2016 ausgezahlt. Da ich danach wohl erst einmal arbeitslos bin würde mich interessieren wie die Abfindung besteuert wird. 5 Regelung?
wenn Sie bei Auszahlung der Abfindung die Bedingungen für die Fünftelregelung erfüllern, wird Ihre Abfindung ermäßigt versteuert. Geben Sie einfach in den Abfindungsrechner bei Einkommen im Entlassungsjahr (Zelle D14) Ihr steuerpflichtiges Einkommen von 2015 ein und in Zelle D15 Ihr voraussichtliches steuerpflichtiges Einkommen von 2016 – in die Zellen D17 und D18 Ihre Abfindung.
ich habe eine fristgerechte Kündigung per 31.12.2015 (keinen Aufhebungsvertrag) erhalten und bekomme zusätzlich noch eine Abfindung. Gibt es für den Abfindungsvertrag eine Textvorgabe bzw. Formulierung, die mir die ein-fünftel Regelung beim Finanzamt sichert?
6. November 2015 um 11:16 Uhr
Vorlagen für einen Abfindungsvertrag gibt es mehrere. Die Anwendung der Fünftelregelung lässt sich jedoch damit nicht sichern. Dafür kommt es vielmehr darauf an, dass die steuerlichen Bedingungen eingehalten werden – siehe auch http://www.abfindunginfo.de/abfindung-und-zusammenballung-von-einkunften.html
29. Oktober 2015 um 22:50 Uhr
Hallo, ich bin gerade dabei meine EST-Erklärung für das Jahr 2014 zu vollenden. Drei Fragen beschäftigen mich trotzdem noch sehr:
1. In welcher Zeile der Anlage N trage ich die Abfindungssumme ein?
2. Muss ich dem FA noch separat mitteilen, dass die Fünftelregelung überprüft werden soll ?
3. Meine Frau ist selbständig und hat einen kleinen Jahresgewinn. Im Auszahlungsjahr der Abfindung habe ich für 3 Monate Arbeitslosengeld bezogen und 9 Monate Gehalt sowie die Abfindung. Ist es vorteilhafter, damit der Gewinn meiner Ehefrau nicht mitberücksichtigt wird, eine Einzelveranlagung für mich durchzuführen, damit es vorteilhafter auf die Erstattung auswirkt?
Über eine baldige Antwort würde ich mich freuen, damit ich die Unterlagen schnellstens vom Tisch habe.
6. November 2015 um 11:25 Uhr
1. Die Abfindung wird in die Zeile 17 der Anlage N eingetragen, dazu dann auch in den Zeilen 18 und 19 die Steuern.
2. Nein, die Prüfung erfolgt von Amtswegen.
3. Lässt sich so nicht beurteilen. Kalkulieren Sie einfach mal, indem Sie einmal alle Angaben für die gemeinsame Veranlagung in den Abfindungsrechner eingeben und dann für jeden Ehepartner einzeln.
Andrea Sieglitz sagt:
Ich bekomme einen Auflösungsvertrag mit Abfindung. Da ich vor der gesetzl. Kündigungsfrist gehen soll, gibt es die 4 Gehälter bis dahin als zusätzliche Abfindungssumme. Wenn ich mir diese Gehälter im alten Jahr (Kündigungsdatum 31.10.) und die Grundabfindung im neuen Jahr auszahlen lasse, habe ich dann einen Nachteil aus der Fünftelregelung? Es ist der Spitzensteuersatz anzusetzen.
Hallo, leider kann ich die Frage nicht ganz nachvollziehen: Wenn die Abfindung nur ein „Ausgleich“ für die fehlenden Gehaltszahlungen bis zum Ende der Kündigungsfrist sein soll, dann dient die Abfindungen der Abgeltung vertraglicher Ansprüche und ist wie Lohn steuer- und sozialversicherungsplichtig.
Werden 4 Gehälter als zusätzliche Abfindungssumme gezahlt, dann werden diese wie Lohn steuer- und sozialversicherungspflichtig sein. Ob die darüber hinaus gezahlte Abfindung nach der Fünftelregelung begünstigt versteuert werden kann, richtet sich danach, ob eine „Zusammenballung der Einkünfte“ vorliegt.
ich bekomme eine Abfindung in Höhe von 150.000 Euro und bin danach erst einmal arbeitslos. Da ich zum 30.11. die Firma verlasse, wäre es für mich sinnvoll 5000€ davon schon im Dezember zu bekommen und den Rest Ende Januar. Würde damit der Anspruch auf Fünftelung für die 145.000€ in 2016 verloren gehen?
Hallo, grundsätzlich soll bei einer Zahlung der Abfindung in Raten immer die Steuerbegünstigung nach der Fünftelregelung entfallen. Allerdings besteht die Gefahr nicht, wenn nur eine minimale Teilleistung gezahlt wird – und das dürfte für Sie zutreffen – siehe auch: http://www.abfindunginfo.de/ermasigter-steuersatz-bei-abfindungen-in-zwei-raten
In Ihrem Fall kann auch die Auszahlung der 145.000 nach der Fünftelregelung ermäßigt versteuert werden,
Hallo, in 2013 habe ich eine Abfindung bekommen, nach Telefonat mit dem Finanzamt, sagte der Beamte ich solle meine Einträge normal vornehmen, die fünftel Regelung würde dann vorgenommen. Jetzt sitze ich an der Steuererklärung, Elster 2014. Mu ich hier erneut Einträge vornehmen, ein Fünftel des Einkommens wieder alt Einnahmen schreiben? In 2013 hatte ich je schon den ges. Betrag angegeben.
Wenn ich sie richtig verstehe: Nein! Bei Anwendung der Fünftelregelung wird zwar so gerechnet, als würde die Abfindung auf 5 Jahre verteilt. Die Gesamtsteuerlast, die sich dann für 5 Jahre ergibt, wird jedoch im Jahr der Abfindungsauszahlung einbehalten bzw. eingefordert. In den Folgejahren ist also nichts mehr zu berücksichtigen.
Ich gehe über Alg1 (10/2014 bis vorauss. 09/2016) zum 1.11.16 in vorgezogene Altersrente. Dann kommt auch vom Versorgungswerk eine Rente, die ich mir als Kapitalabfindung auszahlen lassen werde. Weil die Beiträge (freiwillige Versich. aus Gehaltsumwandlung) steuerfrei waren, wäre die Einmalzahlung voll steuerpflichtig. Käme hier auch die Zusammenballung und die 1/5-Regelung zum Tragen?
7. März 2015 um 06:53 Uhr
Die Rentenbesteuerung ist recht vielfältig und abhängig im wesentlichen davon, wann die Einzahlung begann, wann die Auszahlung beginnt, inwieweit die Einzahlungen versteuert wurden, wer wieviel eingezahlt hat (Arbeitgeber und/oder Arbeitnehmer). Darüber hinaus ist auch die dazu vorliegenden Rechtsprechung nicht einhellig. Deswegen möchte ich mich hier nicht festlegen. Ich empfehle, zunächst selbst zu vergleichen, inwieweit Dein Problem beispielsweise auf https://www.smartsteuer.de/portal/lexikon/R/Renten.html#D063066500009 erfasst und eindeutig beantwortet wird, und darüber hinaus einen auf Rentenrecht spezialisierten Steuerberater zu konsultieren. Vielleicht hilft dazu auch die Suche auf http://www.die-steuerfachberater.de
Lothar Göbser sagt:
25. Oktober 2014 um 17:40 Uhr
mein Arbeitsplatz wird an eine Fremdfirma vergeben,
in Rente kann ich 32 Monaten gehen.
Bis dahin will man mir für die 32 Mon. eine Afindung … zahlen.
Habe die SK1, bin geschieden, zahle keine Kirchenst.
Kann ihre Tabelle leider nicht öffnen, habe Office2003,
wieviel Steuern werden abgezogen.
Mfg L.Göbser
27. Oktober 2014 um 07:12 Uhr
Sehr geehrter Herr Göbser,
haben Sie inzwischen die passende Version des Abfindungsrechners für Ihr Office erhalten? Ansonsten fordern Sie einfach eine Beispielkalkulation an – siehe rechts unter „Hauptseiten“: „Optimierungsbeispiel“.
Ilse Bertram sagt:
12. Oktober 2014 um 15:04 Uhr
Ich werde Ende des Jahres in Rente gehen. Mein Arbeitgeber zahlt mir ein Jahresgehalt als Abfindung, entweder noch in diesem Jahr oder im Januar nächsten Jahres – ich kann es mir aussuchen. Gleichzeitig bekomme ich im nächsten Jahr eine Renten-Einmalzahlung (ich habe einen ausländischen Arbeitgeber, der seinen Angestellten diese ganz aus Steuern finanzierte Rente zahlt), die mehr als das doppelte Jahresgehalt beträgt. Jetzt wird mir einerseits gesagt, ich solle mir wegen der Fünftelregelung beide Beträge im nächsten Jahr auszahlen lassen, weil dies steuerlich günstiger sei, und andererseits heißt es, eine Fünftelregelung kommt nur infrage, wenn man im Jahr der Abfindung zusammen mit ihr mehr verdient, als man bei Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses erhalten hätte. Das widerspricht sich doch. Können Sie mir sagen, welche Version korrekt ist?
für die begünstigte Besteuerung der Abfindung nach der Fünftelregelung sind zwei Bedingungen zu erfüllen, die zu einer „Zusammenballung der Einkünfte“ führen. Wenn Sie mit dem Abfindungsrechner kalkulieren (geben Sie einfach nacheinander beide Varianten ein), wird Ihnen automatisch angezeigt, ob die Bedingungen erfüllt sind.
Im Zweifel können Sie gern ein Optimierungsbeispiel mit Ihren Zahlen kostenfrei anfordern – den Link dafür finden Sie in der rechten Spalte.
Josef Huemmer sagt:
30. Juni 2014 um 07:02 Uhr
Wenn ich die 5tel Regelung anwende gilt dann ALG1 auch als Einkommen ??
30. Juni 2014 um 19:24 Uhr
Das ALG1 ist steuerfrei, aber unterliegt dem Progressionsvorbehalt – siehe auch http://www.abfindunginfo.de/abfindung-und-arbeitslosengeld.html. Die Folge ist eine Steuerlast, die höher ist, als wenn kein Arbeitslosengeld geflossen wäre – aber niedriger, als wenn es voll versteuert würde.
wie,wo und wann beantrage ich den Kirchensteuer-Teilerlass auf meine Abfindung? Aus ihrem Video ist das nicht ersichtlich.
26. Mai 2014 um 13:54 Uhr
Hallo Herr Hanke, auf der Seite http://www.abfindunginfo.de/abfindung-steuerfrei.html finden Sie in diesem Zusammenhang einen Hinweis auf die Ansprechpartner. Die Möglichkeit wurde schon mehrfach erfolgreich von anderen Interessenten genutzt. Auch Ihnen viel Erfolg – Thomas Schulze
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