Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=WM%202005,%201334
Timestamp: 2019-09-15 08:46:53
Document Index: 85885546

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 5', '§ 6', '§ 134', '§ 139', '§ 823', '§ 5', '§ 134', 'BGH', 'BGH', '§ 5', 'BGH', '§ 5', 'BGH', '§ 5', '§ 823', 'BGH', '§ 6', '§ 5', 'BGH', '§ 5', '§ 134', '§ 5', 'BGH', 'BGH', '§ 5', '§ 134', 'BGH', 'BGH', '§ 5', '§ 134', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 5', '§ 134', '§ 280', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 134', '§ 5', '§ 134', 'BGH', '§ 5', '§ 5', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 5', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 5']

BGH, 14.04.2005 - IX ZR 109/04 - dejure.org
https://dejure.org/2005,1970
BGH, 14.04.2005 - IX ZR 109/04 (https://dejure.org/2005,1970)
BGH, Entscheidung vom 14.04.2005 - IX ZR 109/04 (https://dejure.org/2005,1970)
BGH, Entscheidung vom 14. April 2005 - IX ZR 109/04 (https://dejure.org/2005,1970)
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Bestehen eines Anspruchs aus positiver Vertragsverletzung bei Nichtigkeit des Vertrages; Darlegungslast und Beweislast für die tatsächlichen Voraussetzungen einer Teilwirksamkeit; Schadensersatzpflicht wegen mangelnder Aufklärung des Vertragspartners; Adressat des ...
Nichtigkeit eines Vertrages, durch den sich ein Kontierer vertraglich zu Buchführung und Steuerberatung verpflichtet; zur Haftung des Kontierers auf Schadensersatz
StBerG § 5 § 6 Nr. 4; BGB § 134 § 139 § 823 Abs. 2
Haftungsrecht - Kontierer haftet bei unbefugter Steuerberatung
Selbständige Bilanzbuchhalter/innen: Schadensersatzansprüche bei unerlaubter Hilfeleistung
Hilfeleistungen in Steuersachen - Frühzeitige Haftung bei unerlaubter Steuerberatung
NJW-RR 2005, 1290
MDR 2005, 987
VersR 2006, 232
WM 2005, 1334
DB 2005, 2130
b) Die nach § 5 StBerG verbotene unbefugte geschäftsmäßige Hilfeleistung in Steuersachen führt zur Nichtigkeit des Vertrages gemäß § 134 BGB (BGHZ 132, 229, 231; BGH, Urt. v. 14. April 2005 - IX ZR 109/04, WM 2005, 1334; v. 26. Januar 2006 - IX ZR 225/04, WM 2006, 830, 832).
Es ist die Pflicht des Hilfeleistenden, der mit Rücksicht auf das Verbot des § 5 StBerG nur einen Teil seiner vertraglich übernommenen Tätigkeit erbringen darf, auf die Grenzen seiner Leistungsbefugnis unmissverständlich hinzuweisen (BGH, Urt. v. 14. April 2005, aaO S. 1335 m.w.N.).
b) Unbeschadet von einer Aufklärung der Klägerin blieb gegen die Beklagte das gesetzliche Verbot des § 5 StBerG bestehen, die ihr angetragene Steuerberatung zu übernehmen (BGH, Urt. v. 14. April 2005, aaO S. 1335).
§ 5 StBerG ist zwar Schutzgesetz im Sinne des § 823 Abs. 2 BGB und schützt grundsätzlich auch die Steuerpflichtigen vor unsachgemäßer Beratung und Vertretung durch unfähige und ungeeignete Berater (BGH, Urt. v. 14. April 2005 aaO m.w.N.).
Nach § 6 Nr. 4 StBerG fallen das Buchen laufender Geschäftsvorfälle, die laufende Lohnabrechnung und das Fertigen der Lohnsteueranmeldungen nicht unter das Verbot des § 5 StBerG, wenn diese Tätigkeiten durch entsprechend qualifizierte Personen (sog. "Kontierer") erbracht werden (vgl. BGH, Urt. v. 14. April 2005 - IX ZR 109/04, WM 2005, 1334, 1335).
OLG Düsseldorf, 05.12.2006 - 23 U 54/06
Schadensersatz wegen fehlerhafter steuerlicher Beratung durch …
Der von der Klägerin geschilderte Vertrag verstößt jedoch gegen § 5 StBerG und ist deshalb gemäß § 134 BGB nichtig (zu den Folgen eines Verstoßes gegen § 5 StBerG vgl. Urteil des BGH vom 14.4.2005, IX ZR 109/04, NJW-RR 2005, 1290).
Demgemäß ist es die Pflicht des Hilfeleistenden, den Kunden auf die Grenzen seiner Leistungsbefugnis unmissverständlich hinzuweisen und eine weiter gehende Tätigkeit abzulehnen (BGH Urteil vom 14.4.2005 IX ZR 109/04, NJW-RR 2005, 1290 - 192).
ee) Grundsätzlich führt ein Verstoß gegen § 5 Abs. 1 S. 1 StBerG zur Nichtigkeit des Geschäftsbesorgungsvertrag nach § 134 BGB (BGHZ 132, 229, 231; BGH, Urt. v. 14. April 2005 - IX ZR 109/04, WM 2005, 1334).
ee) Grundsätzlich führt ein Verstoß gegen § 5 Abs. 1 S. 1 StBerG zur Nichtigkeit des Geschäftsbesorgungsvertrags nach § 134 BGB (BGHZ 132, 229, 231; BGH, Urt. v. 14. April 2005 - IX ZR 109/04, WM 2005, 1334).
Der Zweck des Berufsrechts, das Publikum vor der Beratung durch ungeeignete Personen zu schützen (vgl. BGHZ 132, 229, 232 oben; BGH, Urt. v. 14. April 2005 - IX ZR 109/04, WM 2005, 1334, 1335 unter 2. d;… v. 20. März 2008 - IX ZR 238/06, WM 2008, 950, 952 Rn. 19), ist hier nur abstrakt berührt.
Wegen des Verstoßes gegen § 5 Nr. 2 RBerG wäre ein etwaiger Auskunfts-/Beratungsvertrag zwischen dem Zedenten und der Beklagten zu 2. zur Frage der Werthaltigkeit der Pensionszusage im Insolvenzfall der GmbH daher gemäß § 134 BGB nichtig mit der Folge, dass Ansprüche aus positiver Vertragsverletzung bzw. nunmehr § 280 BGB schon aus diesem Grunde ausscheiden würden (BGH, Urteil vom 14.04.2005, IX ZR 109/04, NJW-RR 2005, 1290; vgl. auch BGH, Urteil vom 07.05.1992, IX ZR 151/91, NJW-RR 1992, 1115; BGH, Urteil vom 26.06.2008, IX ZR 145/05, WM 2008, 1563, Rn 8; LG Berlin, Urteil vom 02.10.1992, 85 S 37/92, NJW-RR 1993, 434;… Palandt-Ellenberger, 71. Auflage 2012, § 134, Rn 21;… Gräfe u.a., a.a.O., Rn 108) vgl. auch Senat, Urteil vom 05.01.2006, I-23 U 54/06, DStR 2007, 1371).
Ein Verstoß gegen § 5 StBerG macht einen Vertrag nach § 134 BGB nichtig (BGH, NJW-RR 2005, 1290 ;… OLG Düsseldorf, OLGR, a.a.O., [...] Rdnr. 3;… Urteil vom 20.05.2005, [...] Rdnr. 28;… Gehre/Koslowski, Steuerberatungsgesetz , 6. A., § 5 Rdnr. 3 m.w.N.;… Willerscheid in Kuhls/Meurers ua, Steuerberatungsgesetz , 2. A., § 5 Rdnr. 27).
Er ist vielmehr insgesamt unwirksam, auch wenn er erlaubte Tätigkeiten umfasst hat (vgl. BGH, NJW-RR 2005, 1290, 1291;… OLG Düsseldorf, OLGR a.a.O., [...] Rdnr. 31 m.w.N.).
Aus diesem Grund kommen auch sonstige vertragliche Schadensersatzansprüche etwa unter dem Gesichtspunkt der positiven Vertragsverletzung, insbesondere wegen unterbliebenem Hinweis auf eine fehlende Erlaubnis zur Rechtsberatung nicht in Betracht (vergl. BGH, NJW-RR 2005, 1290 ff.).
Denn es ist die Pflicht des Hilfeleistenden, der nur einen Teil der vom Verbot umfassten Tätigkeit erbringen darf, auf die Grenzen seiner Leistungsbefugnis unmissverständlich hinzuweisen und eine weitergehende Tätigkeit abzulehnen (BGH, NJW-RR 2005, 1290 ff. zu § 5 StBerG).
Aus diesem Grund kommen auch sonstige vertragliche Schadensersatzansprüche etwa unter dem Gesichtspunkt der positiven Vertragsverletzung, insbesondere wegen unterbliebenem Hinweis auf eine fehlende Erlaubnis zur Rechtsberatung nicht in Betracht (vergl. BGH, NJW-RR 2005, 1290 ff. [BGH 14.04.2005 - IX ZR 109/04] ).
Denn es ist die Pflicht des Hilfeleistenden, der nur einen Teil der vom Verbot umfassten Tätigkeit erbringen darf, auf die Grenzen seiner Leistungsbefugnis unmissverständlich hinzuweisen und eine weitergehende Tätigkeit abzulehnen ( BGH, NJW-RR 2005, 1290 ff. [BGH 14.04.2005 - IX ZR 109/04] zu § 5 StBerG ).
OLG Düsseldorf, 13.12.2005 - 23 U 124/03
Überschreiten der Befugnisse als Kontierer mit Abschluss eines auf steuerliche …
OLG Koblenz, 02.11.2011 - 5 W 437/11
Wirksamkeit von mit einem Steuerberater geschlossenen Verträgen bei fehlender …