Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ%2016,%20296
Timestamp: 2019-12-12 15:44:36
Document Index: 218697917

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 5', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 15.02.1955 - I ZR 86/53 - dejure.org
https://dejure.org/1955,333
BGH, 15.02.1955 - I ZR 86/53 (https://dejure.org/1955,333)
BGH, Entscheidung vom 15.02.1955 - I ZR 86/53 (https://dejure.org/1955,333)
BGH, Entscheidung vom 15. Februar 1955 - I ZR 86/53 (https://dejure.org/1955,333)
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BGHZ 16, 296
NJW 1955, 630
GRUR 1955, 418
DB 1955, 311
Eine solche allein aus der Warenart und der bisherigen tatsächlichen Marktlage gefolgerte Herkunftsvorstellung genügt nicht, ein ausschließliches Kennzeichnungsrecht an einer die Eigenschaft dieser Ware in üblicher Weise beschreibenden Bezeichnung zu gewähren (BGHZ 16, 296, 300 - Herzwandvase; BGHZ 30, 357, 365 - Nährbier).
Einer derartigen Auffassung des Verkehrs liegt ein zeichenrechtlich bedeutsamer Vorgang nicht zugrunde (vgl. auch BGHZ 16, 296, 300 [BGH 15.02.1955 - I ZR 86/53] - Herzwandvasen).
Die Abrede verstößt schließlich auch nicht gegen die Dekartellierungsvorschriften der Britischen Militärregierungsverordnung Nr. 78. Es kann dahingestellt bleiben, ob die Begriffsbestimmung in Art. 5 Nr. 9 c 7 der Verordnung, die Abmachungen im Zusammenhang mit der Ausbeutung von Patenten und ähnlichen Schutzrechten betrifft, auch Verträge über das Firmen- und Namensrecht erfaßt (vgl. für das Urheberrecht BGHZ 16, 296, 303 [BGH 15.02.1955 - I ZR 86/53] - Rote Herzwandvase -, und für Warenzeichen Bussmann WuW 1953, 139;… Huber, Wirtschaftsverwaltungsrecht I. Bd. 2. Aufl. 376 ff), und ob der Beklagten durch den Vertrag vom Juli 1949 über die Dauer des gesetzlichen Schutzes hinausgehende Bindungen auferlegt worden sind.
Nach dieser Vorschrift sind Abreden, deren ausschließlicher Zweck es ist, den Wettbewerb auszuschließen oder zu beschränken, schlechthin unzulässig (BGHZ 16, 296, 302) [BGH 15.02.1955 - I ZR 86/53] , während eine Abmachung, die - wie im vorliegenden Fall - andere Zwecke verfolgt, nur dann gegen die Vorschrift verstößt, wenn sie sich tatsächlich wettbewerbsbeschränkend auswirkt (BGH vom 25. Februar 1958 - I ZR 15/57 - Mutterngewindeschneidautomaten).
Dabei sind nur solche Beschränkungen beachtlich, die wesentlich (substantially) sind, d.h. den freien Wettbewerb erheblich behindern und damit die Wirtschaftsordnung stören (BGHZ 3, 193, 196 f [BGH 05.10.1951 - I ZR 74/50] ; 5, 71, 73 [BGH 08.02.1952 - I ZR 63/51] ; 10, 22, 29 [BGH 20.05.1953 - I ZR 52/52] ; 16, 296, 302 ff [BGH 15.02.1955 - I ZR 86/53] ).
BGH, 18.11.1955 - I ZR 176/53
Wettbewerbsverbot und Dekartellierung
Wie der Senat im Urteil vom 15. Februar 1955 - I ZR 86/53 - Herzwandvase (WuW 1955, 388 [389]) ausgesprochen hat, beziehen sich die Dekartellierungsgesetze auch auf solche Gegenstände, die nicht zu den lebenswichtigen wirtschaftlichen Bedarfsgütern gehören.
Für eine Interessenabwägung ist daher bei einem solchen Sachverhalt kein Raum (vgl. Urteil vom 15. Februar 1955 a.a.O. S. 389).
In seinem Urteil vom 15. Februar 1955 (BGHZ 16, 296, 303) hat er ausgesprochen, diese Grundsätze könnten bei einem Vergleich über den Bestand eines Urheberrechts oder sonstigen Ausschließlichkeitsrechts Platz greifen.
BGH, 23.11.1961 - KZR 5/60
Marktabreden zwischen bestimmten Unternehmen und Großhandelsvertretern bezüglich …
BGH, 23.06.1956 - IV ZR 20/56
BGH, 11.07.1956 - IV ZR 79/56