Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ%2050,%2090
Timestamp: 2019-07-21 22:22:54
Document Index: 114077006

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 817', '§ 817', '§ 817', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 817', 'BGH', '§ 817', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 817', 'BGH', 'Art. 1', '§ 1', '§ 817', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 29.04.1968 - VII ZR 9/66 - dejure.org
https://dejure.org/1968,75
BGH, 29.04.1968 - VII ZR 9/66 (https://dejure.org/1968,75)
BGH, Entscheidung vom 29.04.1968 - VII ZR 9/66 (https://dejure.org/1968,75)
BGH, Entscheidung vom 29. April 1968 - VII ZR 9/66 (https://dejure.org/1968,75)
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Klage nach Verzicht auf weitere Forderungen im Vorprozess - Verwirkung eines Anspruchs durch Hinzuwarten - Wegfall des Bereicherungsanspruchs durch Verstoß gegen die guten Sitten - Voraussetzungen für den Wegfall der Bereicherung
BGHZ 50, 90
NJW 1968, 1329
MDR 1968, 654
Der Ausschluss des Rückforderungsanspruchs setzt einen beiderseitigen Gesetzesverstoß nicht voraus, sondern greift auch, wenn lediglich der Leistende verwerflich gehandelt hat (BGH, Urteil vom 29. April 1968 - VII ZR 9/66, BGHZ 50, 90, 91; Urteil vom 14. Juli 1993 - XII ZR 262/91, NJW-RR 1993, 1457, 1458;… Palandt/Sprau, BGB, 73. Aufl., § 817 Rn. 12;… Bamberger/Roth/Ch. Wendehorst, BGB, 3. Aufl., § 817 Rn. 11).
Einer Umgehung dieser Vorschrift soll insbesondere § 817 Satz 2 BGB vorbeugen; war sich der Leistende bewußt, daß er gegen das gesetzliche Verbot verstieß, so schließt diese Bestimmung einen Bereicherungsanspruch aus (BGHZ 50, 90, 92;… BGH, Urt. v. 7. Mai 1992, aaO 1116;… v. 21. März 1996, aaO 1957).
Dagegen bleiben Bereicherungsansprüche unberührt, die sich aus nicht zu beanstandenden Leistungen ergeben, selbst wenn sie demselben tatsächlichen Verhältnis entstammen (BGH 29. April 1968 - VII ZR 9/66 - aaO S. 92;… 8. November 1979 - VII ZR 337/78 - aaO S. 305).
Bei der Anwendung des den Gläubiger hart treffenden Rückforderungsverbotes des § 817 Satz 2 BGB (BGHZ 50, 90, 92) kann nicht außer Betracht bleiben, welchen Zweck das in Frage stehende Verbotsgesetz verfolgt (…Erman/H.P. Westermann, BGB, 8. Aufl., § 817 Rdn. 10 ff).
Die Anwendung dieser Bestimmung setzt voraus, dass der Leistende vorsätzlich verbotswidrig gehandelt hat (BGHZ 50, 90, 92).
Eine Abwicklung nach Bereicherungsrecht ist insbesondere dann angemessen, wenn die Nichtigkeit des Vertrags auch erlaubte Leistungen erfasst (BGHZ 50, 90, 92;… BGH, Urt. v. 17. Februar 2000 aaO).
aa) Die Anwendung des § 817 Satz 2 BGB setzt voraus, dass der Leistende vorsätzlich verbotswidrig gehandelt hat (BGHZ 50, 90, 92).
Soweit solche nicht unter das Verbot des Art. 1 § 1 RBerG fallen, werden sie nicht von § 817 Satz 2 BGB erfasst (BGHZ 50, 90, 92 f).
Vielmehr muß sich der Gläubiger dieses Verstoßes bewußt gewesen sein und ihn trotzdem gewollt haben (BGHZ 50, 90, 92 mit Nachweisen; erst neuerdings wieder BGH Urteil vom 12. April 1978 - IV ZR 157/75 = WM 1978, 949, 951).
Dagegen bleiben Bereicherungsansprüche unberührt, die sich aus nicht zu beanstandenden Leistungen ergeben, selbst wenn sie demselben tatsächlichen Verhältnis entstammen (BGHZ 50, 90, 92).
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