Source: http://dierezensenten.blogspot.de/2014/09/
Timestamp: 2017-07-27 22:51:50
Document Index: 381098566

Matched Legal Cases: ['Art. 12', '§1', '§2', '§3', '§4', '§5', '§6', '§7', '§9', '§10', '§11', '§12', '§13']

Die Rezensenten: September 2014
Rezension Zivilrecht: Rechtsmarkt in Deutschland
/ Hartung (Hg.), Der Rechtsmarkt in Deutschland – Überblick, Analysen, Erkenntnisse,
1. Auflage, Frankfurter Allgemeine Buch 2014
Rechtsanwalt Andreas Ihns, Fachanwalt für Familienrecht, Lübeck
Der Rechtsanwalt Karl-Peter Winter veröffentlichte im Jahr 1989 das Buch „Der
Rechtsanwaltsmarkt“ und bot damit, soweit ich es überblicke, erstmals eine
Analyse des wirtschaftlichen Umfeldes deutscher Rechtsanwälte. Auf seinen
Erkenntnissen aufbauend entwickelte er Szenarien und bewies damit einen
beachtlichen Weitblick. Seither sind über 20 Jahre vergangen. Es sind
inzwischen zahlreiche Abhandlungen über anwaltliches Marketing und die betriebswirtschaftliche
Führung von Anwaltskanzleien erschienen. Mit den Strukturen des Rechtsdienstleistungsmarktes
und den zukünftigen Trends beschäftigte sich allerdings erst wieder die im
Sommer 2013 erschiene Zukunftsstudie des DAV „Der Rechtsdienstleistungsmarkt
2030“.
Unter der Federführung von Prof. Dr. Thomas Wegerich und Markus Hartung erschien nunmehr in
erster Auflage das Buch „Der Rechtsmarkt in Deutschland“. Insgesamt 34 Autoren
tragen ihre Erkenntnisse über den deutschen Rechtsmarkt in 33 Aufsätzen
zusammen und bieten damit ein vielschichtiges Bild vom wirtschaftlichen Umfeld
deutscher Rechtsanwälte. Die einzelnen Artikel sind den drei Kapiteln „Der Status quo“, „Best Practices“ und „Trends“
zugeordnet. Im Kapitel „Der Status quo“ wird zunächst ein kurzer Abriss gegeben über die
Entwicklung des Rechtsmarkts in den letzten 25 Jahren, den Rechtsmarkt „heute“
sowie der Segmentierung des Rechtsmarkts. Im zweiten Kapitel wird unter der
Überschrift „Best Practices“ eine Vielzahl
unterschiedlicher Themen abgehandelt, etwa zum Vertrieb von
Rechtsdienstleistungen, zum Cross-Selling, zu Innovationen im Rechtsmarkt oder
zu Personalthemen wie dem „Recruiting“ oder der kanzleiinternen Weiterbildung.
Im letzten Kapitel „Trends“
beschäftigen sich die Autoren u.a. mit dem Legal
Process Outsourcing und Mayson
fragt: Alternative Business Structures:
Die einzelnen Kapitel bieten
unterschiedlichen Erkenntnisgewinn. Ewer,
seit 2009 Präsident des DAV, spricht sich in seinem Aufsatz „Der Rechtsmarkt
heute“ bspw. für den Allgemeinanwalt und für die Einheitlichkeit des
Anwaltsberufs aus. Seine Einsichten sind nicht neu, sie beherrschten eine Zeit
lang die berufspolitische Diskussion um die Einheitlichkeit des Anwaltsberufs
und waren, in den Grundzügen, immer wieder einmal im Anwaltsblatt nachzulesen. Die
Einsicht, dass guter Rechtsrat auch in Allgemeinfeldern berufspolitisch
wünschenswert sei, ist die eine Seite. Die wirtschaftliche Realität scheint mir
allerdings, nicht nur in Deutschland, eine andere zu sein. Die Einsichten von Prof. Dr. Ewer sind die eines Verbandsfunktionärs,
ich teile sie nicht, finde sie aber legitim. Ob die Proklamation eines
berufspolitisch gewünschten Zustands zu den selbstgesteckten Zielen des Buches,
nämlich Analysen und Erkenntnisse über den deutschen
Rechtsmarkt zu bieten, passt, erscheint mir der Überlegung wert zu sein. Erfrischend
ist in diesem Zusammenhang die Einschätzung Tauschs
350 Seiten weiter hinten: „Der
Allgemeinanwalt ist tot, da nutzen auch die Mantras der Berufspolitiker nichts.“
Man kann es dem Werk nicht nachsagen, es würde nicht das gesamte Meinungsspektrum
Der Aufsatz von Tausch zum Thema „Kleinkanzlei:
Archetypus und Schlusslicht – Denn sie wollen nicht wissen, was sie tun können“
ist unterhaltsam geschrieben und der Verfasser hatte ersichtlich Spaß daran,
mit spitzer Feder eine Charakteristik der Anwaltschaft zu bieten. Der Text
beginnt mit einem unterhaltsamen Ausblick auf das Jahr 2070. Interessant ist
die Einschätzung des Autors auf Seite 391, dass im Jahr 2070 „Mediation (…) die Gerichte nahezu
überflüssig gemacht…“ hat. Erstaunt hat mich dann allerdings die Ansicht
des Autors auf Seite 414, dass die Mediation in Deutschland keinen Markt habe. Es
ist schade, dass es der Autor hierbei belässt und diesen Widerspruch nicht
aufklärt. Auch der kraftvolle Aufruf an den anwaltlichen Einzelkämpfer „Werdet
James Bond!“ sorgt unter Berufsanfängern sicherlich für ein Schmunzeln, in
einem Buch über den Rechtsmarkt aus Sicht der wirtschaftsberatenden Kanzleien
wirkt er deplatziert. Der Text richtet sich eher an Studenten und Referendare. Für
mich war er unterhaltsam, aber leider mit keinem Erkenntnisgewinn verbunden.
Interessant und überaus lesenswert ist fand
ich den Aufsatz von Horstschäfer über
das Key Account Management in einer
internationalen Kanzlei. Der Autor gibt Einblick in die Tätigkeit eines
Betreuers von „Schlüsselkunden“, also solchen Mandanten, die für die Existenz
einer Kanzlei von besonderer Bedeutung sind und deren Betreuung oft eher
intuitiv und nicht immer planmäßig erfolgt. Seine Erkenntnisse sind auch für
kleinere Kanzleien interessant, obgleich der Aufbau eines vergleichbaren Key
Account Managements an den fehlenden Ressourcen scheitern dürfte. Ergänzt wird
der Aufsatz durch die Betrachtungen von Willamowski
zum Client Relationship Management. Es
ist überaus spannend zu sehen, wie betriebswirtschaftliche Instrumente Einzug
in Anwaltskanzleien halten und dort zum Einsatz gelangen. Nach Einschätzung der
Autoren wird sich die Beziehung zwischen Anwalt und Mandant künftig dahingehend
verändern, dass Anwälte den Nutzen ihre Leistung stärker erklären und damit das
Verhältnis zum Mandanten neu definieren müssen.
Diese Beispiele müssen aus Platzgründen
reichen. Mir gefällt das Buch insgesamt gut, es gibt nur wenig Literatur, die
sich mit dem Rechtsberatungsmarkt auseinandersetzt. Das Buch ist zwar nicht aus
„einem Guss“ sondern wirkt eher wie eine Aufsatzsammlung. Dies hat zur Folge,
dass die einzelnen Aufsätze nicht immer abgestimmt wirken, es gibt viele
Wiederholungen und Überschneidungen. Dies stört insbesondere dann, wenn man das
Buch in „einem Rutsch“ liest. Andererseits kann sich der Leser problemlos das
ihn interessierende Thema heraussuchen und muss das Buch nicht von Anfang bis
Ende durcharbeiten. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der sich intensiver mit
dem „Rechtsmarkt“ auseinander setzen möchte und Spaß daran hat, das vielfältige
Thema aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet zu erhalten.
Rezension Zivilrecht: Vermeidbare Fehler im Notariat
Weingärtner, Vermeidbare Fehler
im Notariat, 9. Auflage, Carl Heymanns 2014
Von RA, FA für Verkehrsrecht
Sebastian Gutt, Helmstedt
vorliegende Werk richtet sich sowohl an den auf seine Bestellung zum Notariat
wartenden Anwalt, als auch den amtierenden Notar und seine Mitarbeiter sowie
richterliche Sachbearbeiter, kurzum an alle mit dem Notariat befasste Personen.
Autor, selbst ehemaliger Notarprüfer und Richter am LG a.D., will auf typische
Fehler im Notariat hinweisen, damit der Notar diese in seiner Praxis von
vornherein vermeiden kann. Das Werk ist aber nicht so aufgebaut, dass Fehler
dargestellt und Lösungen angeboten werden. Vielmehr erläutert der Autor auf
sehr angenehme Weise das Berufsrecht für Notare und geht hierbei insbesondere
auf das BeurkG und die DONot ein. Dem Notaranwärter und Prüfling kann das Werk
ans Herz gelegt werden, weil er mit ihm gut die Anwendung des BeurkG erlernen
kann und zugleich auch noch auf typische Fehler hingewiesen wird.
Vorauflagen sind mir nicht bekannt. In der neunten Auflage jedenfalls – so
steht es im Vorwort – sind von Weingärtner
beispielsweise die Kommentierungen zu den Mitwirkungsverboten und zum
Geldwäschegesetz aktualisiert worden. Auch Änderungen des BerukG und der DONot,
um nur einige Beispiele zu nennen, wurden berücksichtigt.
denkbaren Fehler können nicht abgehandelt werden, darauf weist der Autor auch
hin. Gleichwohl werden die aus seiner Erfahrung heraus typischen Fehler
Autor stellt zunächst den Umfang der Geschäftsprüfung und Dienstaufsicht dar.
Hier bespricht er z.B. die Disziplinarmaßnahmen, die den Notar treffen können.
Insbesondere auch im Hinblick auf die mündliche Prüfung für Notaranwärter sehr
interessant und äußerst praxisrelevant wird es dann im zweiten und dritten
Teil, wenn es um die allgemeinen Mitwirkungsverbote und diejenigen nach dem
BeurkG und der BRAO geht. Hier kann ich mir ausmalen, dass sich Fragen hierzu
in der mündlichen Prüfung geradezu anbieten. Die Ausführungen des Autors haben
mir gut gefallen, zumal Weingärtner
bemüht ist, die Sache durch anschauliche Beispielsfälle „aufzulockern“ und
verständlicher zu machen. Was mir ebenfalls positiv aufgefallen ist, dass der
Autor stets auch auf die Empfehlungen der Kammern zu Auslegungsfragen oder
streitigen Punkten hinweist, wenn auch überwiegend für NRW, aber auch der
Themenkomplexe, die u.a. erläutert werden, sind wiederkehrende Fehler bei der
Führung der Bücher, Formale Mängel (Auswärtsbeurkundungen, Vertretung bei der
Beurkundung) und Fehler beim Verwahrungsgeschäft. Im Anhang finden sich noch
Richtlinien und diverse Rundschreiben wieder.
Buch hat einen stolzen Preis, kostet 80,00 €. Die ist es aber auch durchaus
wert. Bei der Lektüre ist mir das eine oder andere Mal ein Licht aufgegangen
und ich habe verstanden, warum ich in den Beurkundungen während meiner
Notarvertretungen gewisse Dinge erklären muss, und vor allem, wie ich sie
erklären muss. Darüber hinaus bin ich mir sicher, dass ich auf dem Weg zur
notariellen Fachprüfung das Werk zu Rate ziehen werde. Die Informationen und
das Wissen, das vermittelt, sind aus meiner Sicht sehr wertvoll.
Rezension Öffentliches Recht: Hochschulkapazitätsrecht
Zimmerling / Brehm, Hochschulkapazitätsrecht, Band 2:
Verfassungsrechtliche Grundlagen, 1. Auflage, Heymanns 2013
Von RA Christian Reckling, Hamburg Die Entscheidung der Autoren
das Kapazitätsrecht der Hochschulen in zwei Bände aufzuteilen, hat sich als
äußerst hilfreich für das höchst komplexe Thema erwiesen. Erneut wurden für den
zweiten Teil des Hochschulkapazitätsrechts mehr als 1.000 – häufig
unveröffentlichte – Gerichtsentscheidungen ausgewertet. Dabei kommt dem Werk
der Autoren auch die Funktion eines Kommentars zur Kapazitätsverordnung zu
Im ersten Teil des Buches
wird die Bedeutung des Art. 12 Abs. 1 GG dargestellt und damit einhergehend die
Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zum Hochschulkapazitätsrechts. Die
Darstellung erfolgt angemessen knapp, ist jedoch unerlässlich um die Grundlagen
des Hochschulkapazitätsrechts zu verstehen.
Im zweiten Teil widmet sich
das Werk dem Abbau des Hochschulkapazitätsrechts, wobei dies insbesondere am
Beispiel der medizinischen Studiengänge erfolgt.
Im dritten Teil gelangt das
Band in die Tiefen des Kapazitätsberechnungsmodells der Kapazitätsverordnung
(KapVO). Den Autoren gelingt es dabei, das komplexe Thema des Hochschulkapazitätsrechts,
mithin die Berechnungsgrundlage der Kapazitäten, ausführlich und verständlich
zu erläutern und gleichzeitig die unübersichtliche Rechtsprechung
aufzubereiten. Betrachtet man die Fußnoten bezüglich der Rechtsprechung der
Verwaltungs- und Oberverwaltungsgerichte, so bietet die Publikation einen
wahren Fundus an Rechtsprechung.
Da die Autoren selbst erfahrene
Rechtsanwälte auf dem Gebiet des Kapazitätsrechts sind und bereits eine
Vielzahl an Kapazitätsprozessen geführt haben, ist es nicht verwunderlich, dass
in den Kapiteln mitunter auch deutliche Kritik geäußert wird, auch im Hinblick
auf einzelne Gerichtsentscheidungen.
Dem Leser sollte jedoch
bewusst sein, dass ihm keine exemplarischen Rechenbeispiele präsentiert werden,
um das Dickicht der einzelnen Berechnungen einer Kapazitätsberechnung zu
durchdringen. Dies mag mitunter darin begründet sein, dass nicht jede
Hochschule einheitliche Kapazitätsberechnungen präsentiert und die Überprüfung
dieser Kapazitätsberechnungen mitunter sehr diffizil ausfällt. Andererseits
wäre die Darstellung von einigen exemplarischen Rechenbeispielen mehr als
hilfreich gewesen, um die mathematischen Berechnungen der Kapazitäten auch dem Neuling
im Hochschulkapazitätsrecht näherzubringen. So verbleibt es doch letztlich bei
der Darstellung von Grundsätzen und einigen Besonderheiten, was wohl auf die
Zielsetzung eines Kommentars der Kapazitätsverordnung zurückzuführen ist.
Möglicherweise können die Autoren diese angebrachte Kritik in der nächsten Neuauflage
Im Hinblick auf das
Literaturverzeichnis ist erneut zu konstatieren, dass dieses überwiegend auf
Quellen der Autoren zurückgreift. Dies ist jedoch zum einen dem Umstand
geschuldet, dass das Hochschulkapazitätsrecht ein – wie bereits erwähnt – ein sehr
komplexes Rechtsgebiet ist, welches nur von wenigen Experten beherrscht wird.
Zum anderen sind es die Autoren selbst, die sich in diesem Bereich seit mehr
als 35 Jahren spezialisiert und dementsprechend auch publiziert haben. Eine
Bandbreite an Literatur ist in diesem Gebiet immer (noch) nicht vorhanden.
Insgesamt erweist sich auch diese
Publikation der Autoren als äußerst profundes Nachschlagewerk, welches das
umfangreiche Rechtsgebiet des Hochschulkapazitätsrechts sehr gut lesbar aufbereitet
hat. Dabei ist es unbestritten, dass eine Vielzahl von durchaus wegweisenden
Entscheidungen von den Gerichten erst gar nicht veröffentlicht wird. Auch die
nicht veröffentlichten Entscheidungen finden jedoch hinreichende
Berücksichtigung im Band 2. Band 2 des
Hochschulkapazitätsrechts ist daher allen mit den Kapazitätsprozessen befassten
Berufsgruppen unbedingt zu empfehlen. Das Werk ist die logische und zwingende
Fortsetzung von Band 1. Da es ohnehin nur eine äußerst geringe Auswahl an
Alternativen gibt, sind die beiden Bände weiterhin uneingeschränkt zu
Insolvenzrecht , 3. Auflage, C.F. Müller 2014 Von
stud. jur. Marvin Jäschke, Göttingen
In der 2014
erschienenen 3. Auflage des "Insolvenzrecht[s]" von apl. Prof.
Dr. Klaus Reischl findet das Lehrwerk aus der Reihe "Jura auf den
Punkt gebracht" des C.F. Müller-Verlags seine gelungene, rund 320 Seiten
starke, Fortsetzung. Es richtet sich vornehmlich an Studierende im Schwerpunkt;
aber auch Referendaren und Praktikern bietet das praxis- und
rechtssprechungsorientierte Werk schnelle (Ab-)Hilfe in insolvenzrechtlichen
Fragen. Zudem fand die am 1. Juli 2014 in Kraft getretene Neuregelung der
Verbraucherinsolvenz bereits Berücksichtigung.
In seinem Aufbau
geht die 3. Auflage bereits eingeschlagene - und auch bewährte - Wege. Anlehnung
findet die Struktur des Lehrwerks nämlich, nach einer kurzen Einleitung (§1),
am chronologischen Ablauf des Insolvenzverfahrens: Nach der Zulässigkeit (§2)
und Begründetheit (§3) des Insolvenzantrags, dem Eröffnungsverfahren (§4) sowie
der Rechtswirkung der Eröffnung (§5), folgen Ausführungen zum Umfang und Schutz
der Insolvenzmasse (§6) und den "Gläubigerarten" (§7). Anschließend
werden die insolvenzrechtliche Anfechtung (§9), die Abwicklung (§10) und das Insolvenzplanverfahren sowie die Eigenverwaltung
(§11) dargestellt; mit einem überraschenden Effekt: Durch diesen Aufbau gelingt
es dem Autor, der neben seiner Lehrtätigkeit auch Fachanwalt für Insolvenzrecht
ist, den Leser durch das gesamte Insolvenzverfahren zu führen, dabei kostbare
Orientierungspunkte zu bieten und so eine effektive Nutzung des Werks bei der
Falllösung zu ermöglichen. So ist es allein anhand der abgeschlossenen Phase im
Insolvenzverfahren möglich, den Fall im Verfahrensablauf einzuordnen und die
dann einschlägigen Kapitel zu konsultieren; ein - auch für Praktiker - nicht zu
unterschätzender Vorteil. Im Übrigen
erleichtert auch der gute und klare Sprachgebrauch das Verständnis. Zudem
ermöglichen 44 Fälle in den Kapiteln 1-9 das fallbegleitende Lernen und dienen
als Veranschaulichungsmaterial. Die Sachverhalte finden sich dabei - wie aus
der Schriftenreihe bekannt - am Anfang eines jeden Kapitels, während die
Lösungen an den relevanten Stellen im Text zu finden sind.
Den inhaltlichen
Abschluss des Werks bilden die - etwas lieblos wirkenden - (Kurz-)Kapitel über
das neue Verbraucher- und Nachlassinsolvenzverfahren (§12) sowie Internationale
Insolvenzverfahren (§13). Mit acht bzw. zehn Seiten fallen diese etwas knapp
aus und können dem Leser deshalb nur einen kleinen Einblick in die Materien
gewähren. Zudem fehlen hier auch die kleinen - und sonst so hilfreichen -
Fallbeispiele, die die Anschaulichkeit m.E. noch erhöhen würden.
dagegen ist wiederum der Anhang, der durch Muster-Antragsformulare und Muster-Gerichtsbeschlüsse
Einblicke in die Praxis bietet und auf den an den entsprechenden Textstellen auch
verwiesen wird. Wirklichen Mehrwert generiert dieser zwar wohl nur für
Referendare und Jung-RAe, dennoch rundet der Anhang den Eindruck eines praxisorientierten
Lehrwerks ab und ist auch für den Studierenden interessant. Mit dem Werk
"Insolvenzrecht" von Reischl bietet C.F. Müller - Verlag ein solides Werk
für den Studierenden im Schwerpunkt, das es mit verständlicher Sprache, vielen
Beispielfällen und mit praxisorientiertem Aufbau und Inhalt schafft, die
prüfungsrelevante Materie des Insolvenzrechts dem Studierenden fundiert zu
vermitteln. Zwar wäre insbesondere bzgl. des neuen Verbraucherinsolvenzverfahrens
eine tiefgreifendere Darstellung wünschenswert - dies kann und soll aber die im
Übrigen exzellenten und praxisorientierten Ausführungen zum Insolvenzrecht
nicht schmählern. Labels:
Das Team der "Rezensenten" besteht aus folgenden ständigen Autoren:(in alphabetischer Reihenfolge)- RA Florian Decker- RA Sebastian Gutt- RA Dr. Marcus Heinemann, Dipl.-Verw. (FH)(Redaktion Öffentliches Recht)- RiAG Dr. Benjamin Krenberger(Redaktion Zivilrecht und Strafrecht)- RiAG Carsten Krumm- Dr. Arian Nazari-Khanachayi, LL.M. Eur.- Andreas SeidelWeitere Autoren sind:- RAin Marion Andrae- RAin Bachmann-Heinrich- RA Johannes Berg- RAin Elvira Bier- Jan Bley- Christian Bock- Fabian Bünnemann, LL.M.- Marie-Beatrice Dewitz- RAin Tanja Dieckmann- RinLG Domenica D'Ugo- David Eckner, LL.M.- Dr. Sebastian Felz, M.A.- RA Thorsten Franke-Roericht, LL.M.- RinAG Dr. Diana Franz- RA Dr. Peter Gussone- RA Dr. Tobias Hermann- Maximilian Hermans- RA Dr. Tobias Hillegeist- Dr. Michael Höhne- Mandy Hrube- Dr. Jan Hupka, LL.M.- RA Andreas Ihns- RA Christian Janeczek- RA Daniel Jansen- Marvin Jäschke- RA Dr. Roman Jordans, LL.M.- Dipl.-Ing. (FH) Martin Jurecka, ö.b.u.v. Sachverständiger- Dr. Matthias C. Kettemann, LL.M.- Anne Kiesewalter- RAin Luise Köhler- RA Wilfried J. Köhler- Dr. Malte Kröger, LL.M.- RAin Elisabeth Krohe- RAin Barbara Krumbacher- RA Stephan Lemmen- RA Dr. Norbert Lösing- RLG Dr. iur. Dipl.-Inf. Reto Mantz- Philipp Matzke- RA Tobias Michael, LL.M. oec.- RA Christoph R. Müller- Juliane Nierste- RiAG Dr. Torsten Obermann- Antonia Otto- Johann v. Pachelbel- Patricia Popp- RA Christian Reckling- Lara Ruckh- RAin Anika Rühl- Jannina Schäffer- RA Sebastian Schechinger, LL.M.- RAin Julia Schenke- Richter Dr. Christian Schnabel- RA Malte Schneider- RAin Susanne Schneider- RAin Marianne Schörnig- Christian Paul Starke, LL.M.- RA Christian Stücke- RA Thomas Stumpf- RA Tim Hendrik Walter- Klara Wille, LL.B.- Sebastian Wobst- Maren Wöbbeking- Carina Wollenweber, LL.M.Ehemalige Autoren:- RA Stefan Busch- Dipl.-Kffr. Aleksandra Gaus- Laila Gutt- Dipl.-Kfm. Dr. Werner Franke- Michelle Karrer- Dr. Bastian Kiehn- Johanna Klingbeil- RA Raimund Kühne- ORR Dr. Ulrich Pflaum- Natalie-Caecilie Plate- Annelie Siemsen- Dr. David Sirakov- Jean Pascal Slotwinski, LL.M.- Sarah Waßmuth, Dipl.-Wirtschaftsjuristin (FH)- Christiane Warmbein
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