Source: http://www.lv-oldenburg.drk.de/drk330.php
Timestamp: 2017-06-22 18:27:27
Document Index: 223063645

Matched Legal Cases: ['§24', '§ 23', '§ 24', '§ 41', '§ 111', '§ 12', '§ 24', '§ 41']

DRK Landesverband Oldenburg - Kurberatung Infos Ärztinnen und Ärzte
KurberatungInfos für Ärztinnen und Ärzte
Die medizinische Vorsorge und Rehabilitation ist eine wesentliche Säule der Krankenbehandlung in der gesetzlichen Krankenversicherung. Einen wichtigen Bestandteil stellen hierbei die speziellen medizinischen Vorsorge- und Rehabilitationsleistungen für Mütter und Väter (§§24 und 41 SGB V) dar, die sich eng an die allgemeinen Vorschriften der medizinischen Vorsorge- und Rehabilitationsleistungen (§§ 23 und 40 SGB V) anlehnen.
Wer hat Anspruch auf eine Vorsorge- oder Rehabilitationsleistung für Mütter oder Väter mit ihren Kindern?
Alle Mütter und Väter in Familienverantwortung haben Anspruch auf eine stationäre Vorsorge- oder Rehabilitationsleistung, wenn eine medizinische Notwendigkeit vorliegt. Hierbei ist entscheidend, wer die Hauptlast der Erziehungsarbeit trägt.
Was können wir als Beratungsstelle für Ihre Patientinnen und Patienten, die einen Anspruch auf Leistungen nach § 24 und § 41 SGB V haben, tun?
Wir informieren und beraten Ihre PatientInnen kostenlos und unverbindlich über die Grenzen und Möglichkeiten von Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen für Mütter bzw. Väter mit ihren Kindern.
Wir besprechen mit Ihren PatientInnen ihre speziellen Bedürfnisse, die sich aus ihrer individuellen Lebenssituation ergeben.
Wir halten alle für die Beantragung einer Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahme bei der Krankenkasse notwendigen Unterlagen für Ihre PatentInnen bereit.
In enger persönlicher Begleitung übernehmen wir die Antragsstellung für Ihre PatientInnen bei der Krankenkasse und unterstützen sie ggf. in einem Widerspruchsverfahren.
Wir klären alle offenen Fragen zur Kurvorbereitung. Abwicklung notwendiger Formalitäten mit Ihren PatientInnen. Wir klären evtl. interkurrent auftretende Probleme und Fragen Ihrer PatientInnen.
Wir laden Ihre PatientInnen zur Nachbesprechung der Kurmaßnahme ein, beraten auf Wunsch über therapeutische und psychosoziale Folgemaßnahmen im Alltag und vermitteln in andere soziale Dienstleistungen, um den Kurerfolg nachhaltig zu sichern.
Wir beraten Ihre PatientInnen über die Möglichkeit einer Kurnachsorge in unseren Kurkliniken ca. ein Jahr nach der Maßnahme, um die Nachhaltigkeit des gewonnenen Kurerfolges zu sichern. Dieses Angebot wird aus Spendenmitteln und einem Eigenanteil der Mutter bzw. des Vaters finanziert.
Eine Vorsorgemaßnahme für Mütter- oder Väter kommt in Betracht, wenn beeinflussbare Risikofaktoren oder Gesundheitsstörungen vorliegen, die voraussichtlich in absehbarer Zeit zu einer Krankheit führen werden (Primärprävention)
Mütterkuren: die Mutter wird ohne ihr Kind / ihre Kinder allein in einer Klinik kuren, in der ausschließlich Mütter aufgenommen werden,
Mutter- bzw. Vater-Kind-Kuren: Mütter bzw. Väter kuren gemeinsam mit ihrem Kind/ ihren Kindern in einer Klinik, die auf Mutter- bzw. Vater-Kind-Kuren ausgelegt ist
Wo kuren die LeistungsempfängerInnen? Die erforderlichen Vorsorge- und Rehabilitationsleistungen werden in Kliniken des Müttergenesungswerkes mit Verträgen nach § 111 a SGB V erbracht.
Mütter und Väter, die gesetzlich krankenversichert sind, zahlen nach Vollendung des 18. Lebensjahres einen kalendertäglichen Zuzahlungsbetrag in Höhe von 10 Euro. Die Leistungen und Services unserer Kurberatungsstelle sind für Mütter und Väter kostenfrei.
Eine erneute stationäre Leistung kann grundsätzlich erst nach dem Ablauf einer gesetzlichen Wartefrist von vier Jahren wiederholt werden. Eine frühere Wiederholung ist in Ausnahmefällen dann möglich, wenn eine dringende, von der Hausärztin bzw. vom Hausarzt zu attestierende medizinische Notwendigkeit vorliegt.
Medizinische Vorsorge- und Rehabilitationsleistungen für Mütter und Väter wurden durch das Gesetz zur Stärkung des Wettbewerbs in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV–WSG) zum 1. April 2007 von Ermessens- in Pflichtleistungen der Krankenkassen umgewandelt. Die Umwandlung zur Pflichtleistung stärkt den Anspruch der Versicherten auf diese Leistungen. Es ist nicht erforderlich, zunächst alle ambulanten Behandlungsmöglichkeiten auszuschöpfen, doch soll eine stationäre Maßnahme nur dann erbracht werden, wenn das Vorsorge- oder Rehabilitationsziel mit anderen, ggf. wirtschaftlicheren und zweckmäßigeren Maßnahmen nicht erreicht werden kann (Wirtschaftlichkeitsgebot des § 12 SGB V).
Im Folgenden sind die Formulare (Atteste) aufgelistet, die die Mütter/Väter für die Beantragung einer Maßnahme benötigen. Um die Dokumente öffnen zu können, benötigen Sie den Adobe Reader
Verordnung einer medizinischen Vorsorge nach § 24 SGB V Verordnung einer medizinischen Rehablilitation nach § 41 SGB V
Ärztliches Attest für das Kind