Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F27-09-2006-1P-222-2006
Timestamp: 2016-10-28 23:34:40
Document Index: 253738109

Matched Legal Cases: ['Art. 190', 'Art. 181', 'Art. 22', 'Art. 190', 'Art. 181', 'Art. 22', 'Art. 190', 'Art. 181', 'Art. 22', 'in dubio', 'Art. 86', 'BGE', 'Art. 88', 'Art. 86', 'BGE', 'Art. 90', 'Art. 9', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 32', 'Art. 6', 'in dubio', 'BGE', 'in dubio', 'Art. 29', 'Art. 6', 'Art. 30', 'Art. 6', 'Art. 156', 'Art. 152']

1P.222/2006 (27.09.2006)
X.________, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Advokat Andreas Noll,
Y.________, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanw�ltin Tina Hurni,
An einem nicht n�her bekannten Abend im Mai oder Juni des Jahres 2000 forderte X.________ die ihm bereits bekannte Y.________, geb. 1983, beim Jugendzentrum Rheinfelden auf, mit ihm eine Probefahrt in dem ihm leihweise �berlassenen Mercedes SLK Cabrio zu unternehmen. Er fuhr mit ihr in einen Waldweg im Riburgerwald, wo es zu Geschlechtsverkehr kam. Anschliessend fuhr X.________ mit Y.________ zur�ck ins Jugendzentrum Rheinfelden. Kurz darauf erz�hlte Y.________ ihrer Freundin Z.________, sie sei anl�sslich dieser Ausfahrt von X.________ vergewaltigt worden. Am darauf folgenden Tag fuhr X.________ nochmals mit Y.________ Richtung Wald, wobei er ihr ein sogenanntes Schmetterlingsmesser zeigte. Etwas sp�ter erz�hlte Y.________ die Vergewaltigung auch A.________.
Am 18. Oktober 2002 meldete B.________ bei der Dienststelle Rheinfelden der Kantonspolizei Aargau, seine Ex-Freundin Y.________ sei vergewaltigt worden. Nachdem diese auf verschiedene polizeiliche Aufforderungen, sich zu melden, nicht reagiert hatte, machte sie am 6. November 2002 Aussagen zu der rund zweieinhalb Jahre vorher erfolgten Vergewaltigung, nach der X.________ ihr gedroht habe, er lasse sie umbringen, wenn sie jemandem etwas davon erz�hle.
Mit Anklageschrift vom 30. Oktober 2003 klagte die Staatsanwaltschaft des Kantons Aargau X.________ der Vergewaltigung und der sexuellen N�tigung, der qualifizierten Widerhandlung gegen das Bet�ubungsmittelgesetz, der mehrfachen Widerhandlung gegen das Bet�ubungsmittelgesetz und des F�hrens eines Motorfahrzeuges unter Drogeneinfluss an. X.________ bestreitet die Vorw�rfe der Vergewaltigung und sexuellen N�tigung. Die Widerhandlungen gegen das Bet�ubungsmittelgesetz sind zugestanden. Mit Urteil vom 12. Januar 2005 sprach das Bezirksgericht Rheinfelden X.________ der Vergewaltigung gem�ss Art. 190 Abs. 1 StGB, der versuchten N�tigung gem�ss Art. 181 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB, der qualifizierten Widerhandlung gegen das Bet�ubungsmittelgesetz und der mehrfachen Widerhandlung gegen das Bet�ubungsmittelgesetz schuldig und bestrafte ihn mit vier Jahren Zuchthaus sowie einer Busse von Fr. 500.--. Vom Vorwurf des F�hrens eines Motorfahrzeuges unter Drogeneinfluss sprach es ihn frei, da seine Fahrunf�higkeit nicht rechtsgen�glich nachgewiesen war. Das Verfahren betreffend den Konsum von Bet�ubungsmitteln vor dem 1. Oktober 2002 wurde zufolge Verj�hrung eingestellt. Von der Aussprechung einer Landesverweisung sah das Bezirksgericht ab. Es verpflichtete X.________, der Zivilkl�gerin Y.________ eine Genugtuung von Fr. 18'000.--. zuz�glich Zins zu 5 % seit dem 1. Juli 2000 zu bezahlen.
In teilweiser Gutheissung der Berufung des Angeklagten reduzierte das Obergericht des Kantons Aargau mit Urteil vom 26. Januar 2006 die Zuchthausstrafe im Hinblick auf die lange seit den inkriminierten Taten verstrichene Zeit auf dreieinhalb Jahre. Im �brigen wies es die Berufung ab. In �bereinstimmung mit dem Bezirksgericht hatte das Obergericht keine Zweifel an der Glaubw�rdigkeit der Aussagen der Zivilkl�gerin hinsichtlich ihrer Schilderung der sexuellen Handlungen. Gest�tzt darauf ging das Obergericht davon aus, dass X.________ sein Auto auf einem Waldweg abgestellt und dort die Zivilkl�gerin gezwungen hatte auszusteigen, worauf es gegen deren Willen zu Geschlechts- und Oralverkehr kam. Anschliessend an die sexuellen Handlungen soll X.________ der Zivilkl�gerin ein Schweigegebot auferlegt und ihr f�r den Widerhandlungsfall mit dem Tod gedroht haben. Seine Drohung habe er bei einer weiteren Ausfahrt am darauffolgenden Tag bekr�ftigt.
Gegen dieses Urteil hat X.________ am 18. April 2006 staatsrechtliche Beschwerde beim Bundesgericht eingereicht mit den Antr�gen:
1. Es sei das Urteil vom 26.1.2000 vollumf�nglich aufzuheben und zur Neubeurteilung an die Vorinstanz 1 zur�ckzuweisen mit der Massgabe, den Beschwerdef�hrer vom Vorwurf der Vergewaltigung gem�ss Art. 190 Abs. 1 StGB und der versuchten N�tigung gem�ss Art. 181 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB freizusprechen. Infolgedessen sei die Vorinstanz 1 ferner anzuweisen, die Zivilforderung der Zivilkl�gerin zur�ckzuweisen und das Urteil der Vorinstanz 2 vom 12.1.2005 in Ziff. 8 des Dispositivs aufzuheben.
2. Eventualiter sei das Urteil vom 26.1.2006 vollumf�nglich aufzuheben und zur Neubeurteilung an die Vorinstanz 1 zur�ckzuweisen mit der Massgabe, es sei gest�tzt auf ein �ber die Zivilkl�gerin und deren Aussagen zu erstellendes Glaubw�rdigkeitsgutachten �ber die Anklagepunkte der Vergewaltigung gem�ss Art. 190 Abs. 1 StGB und der versuchten N�tigung gem�ss Art. 181 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB zu entscheiden."
Ferner beantragt der Beschwerdef�hrer die Bewilligung der aufschiebenden Wirkung sowie die unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung. Er r�gt Verletzungen der Unschuldsvermutung und des Grundsatzes "in dubio pro reo", Willk�r in der Beweisw�rdigung sowohl im Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau vom 26. Januar 2006 als auch im Urteil des Bezirksgerichts Rheinfelden vom 12. Januar 2005 sowie Verletzungen der Rechtsgleichheit, des Grundsatzes des "fair trial" sowie des Anspruchs auf ein unparteiisches Gericht.
Die Staatsanwaltschaft des Kantons Aargau hat unter Hinweis auf das angefochtene Urteil auf eine Vernehmlassung verzichtet. Das Obergericht hat sich mit dem Antrag auf Abweisung der staatsrechtlichen Beschwerde vernehmen lassen. Das Bezirksgericht sowie die Zivilkl�gerin haben sich innert Frist nicht ge�ussert.
Mit Pr�sidialverf�gung vom 18. Mai 2006 ist der Beschwerde aufschiebende Wirkung beigelegt worden.
1.1 Die vorliegende Beschwerde richtet sich sowohl gegen das Urteil des Obergerichts als auch gegen dasjenige des Bezirksgerichts. Mit staatsrechtlicher Beschwerde kann, von hier nicht in Betracht fallenden Ausnahmen abgesehen, nur ein letztinstanzlicher kantonaler Entscheid angefochten werden (Art. 86, 87 OG). Der Entscheid einer unteren Instanz kann nur mitangefochten werden, soweit die letzte kantonale Rechtsmittelinstanz nicht alle Fragen, die Gegenstand der staatsrechtlichen Beschwerde bilden, mit gleicher �berpr�fungsbefugnis wie das Bundesgericht beurteilen konnte (BGE 117 la 393 E. 1b S. 394; 115 la 414 E. 1 S. 414; 114 la 307 E. 3a S. 311). Da die Kognition des Obergerichts nicht eingeschr�nkt war, ist auf die Beschwerde, soweit sie sich auch gegen das Urteil des Bezirksgerichts richtet, nicht einzutreten. Das Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau vom 26. Januar 2006 ist ein kantonal letztinstanzlicher Entscheid, gegen den kein anderes eidgen�ssisches Rechtsmittel zur Verf�gung steht. Der Beschwerdef�hrer ist durch dieses Urteil pers�nlich betroffen und daher zur staatsrechtlichen Beschwerde legitimiert (Art. 88 OG). Die staatsrechtliche Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts vom 26. Januar 2006 ist daher grunds�tzlich zul�ssig (Art. 86 Abs. 1 OG).
1.2 Die staatsrechtliche Beschwerde ist - von hier nicht vorliegenden Ausnahmen abgesehen - rein kassatorischer Natur (BGE 129 I 129 E. 1.2 S. 131 f.). Verlangt der Beschwerdef�hrer mehr als die Aufhebung des angefochtenen Entscheids, kann auf seine diesbez�glichen Begehren nicht eingetreten werden. Dies gilt insbesondere f�r seine Antr�ge, die Sache sei zur Neubeurteilung an das Obergericht zur�ckzuweisen und dieses sei anzuweisen, die Zivilforderung der Kl�gerin zur�ckzuweisen und das Urteil des Bezirksgerichts vom 12. Januar 2005 in Ziff. 8 des Dispositivs aufzuheben, sowie f�r seinen Eventualantrag, die Sache sei zur Erstellung eines Glaubw�rdigkeitsgutachtens an das Obergericht zur�ckzuweisen.
1.3 Im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde gilt das R�geprinzip. Das Bundesgericht pr�ft nur klar und detailliert erhobene und, soweit m�glich, belegte R�gen. Dabei hat der Beschwerdef�hrer die wesentlichen Tatsachen zu nennen und darzulegen, welche verfassungsm�ssigen Rechte bzw. welche Rechtss�tze und inwiefern sie durch den angefochtenen Entscheid verletzt sind (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). Handelt es sich um eine Willk�rbeschwerde wegen Verletzung von Art. 9 BV, gen�gt es nicht, wenn der Beschwerdef�hrer bloss den angefochtenen Entscheid kritisiert, wie er dies in einem appellatorischen Verfahren tun k�nnte, bei dem die Rechtsmittelinstanz die Rechtsanwendung frei �berpr�fen kann. Er muss deutlich dartun, welche Vorschriften oder allgemein anerkannten Rechtsgrunds�tze die kantonalen Beh�rden in einer gegen Art. 9 BV verstossenden Weise verletzt haben sollen. Auf unbegr�ndete R�gen und rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 130 I 258 E. 1.3 S. 262; 129 I 185 E. 1.6 S. 189, je mit Hinweisen).
Der Beschwerdef�hrer beanstandet seine Verurteilung wegen Vergewaltigung und versuchter N�tigung. Die �brigen Anklagepunkte, in denen das Obergericht das Urteil des Bezirksgerichts best�tigt hat, sind unbestritten. Das Obergericht ist der Darstellung der Zivilkl�gerin gefolgt, wonach der Beschwerdef�hrer gegen ihren Willen den Geschlechtsverkehr mit ihr vollzogen und sie auch zum Oralverkehr gezwungen hat. Der Beschwerdef�hrer stellt sich demgegen�ber auf den Standpunkt, das Bed�rfnis nach Sexualit�t sei gegenseitig gewesen, das heisst, der Geschlechtsverkehr sei einvernehmlich erfolgt und Oralverkehr habe es nicht gegeben.
2.1 Die Zivilkl�gerin Y.________ wurde am 6. November 2002 auf der Dienststelle Rheinfelden der Kantonspolizei Aargau (Untersuchungsakten Ordner 2 [act.], S. 378 ff.) und am 16. November 2002 als Zeugin auf dem Bezirksamt Rheinfelden (act. S. 388 ff.) einvernommen. Eine weitere Befragung als Zeugin erfolgte anl�sslich der Verhandlung vor Bezirksgericht am 12. Januar 2005 (GA [Prot.] S. 54 ff.). Den Antrag des Beschwerdef�hrers auf eine weitere Befragung der Zivilkl�gerin vor Obergericht lehnte dieses mit Beschluss vom 15. Dezember 2005 ab, was vorliegend nicht beanstandet wird.
In allen ihren Aussagen hat die Zivilkl�gerin erkl�rt, sie sei freiwillig in das von ihr bewunderte neue Auto des Beschwerdef�hrers eingestiegen, in der Annahme, es handle sich dabei um eine kurze Runde. Dieser sei dann mit ihr auf einen Waldweg gefahren und habe sie dort aufgefordert auszusteigen. Als sie dies abgelehnt habe, habe er die Autot�re auf ihrer Seite ge�ffnet, sie am Arm gepackt und ihr befohlen auszusteigen. Sie habe es mit der Angst zu tun bekommen und sei ausgestiegen. Auf ihre Frage, was sie hier machen w�rden, habe er gesagt: "Weisch Y.________, wenn ich dich figgen will, dann mach ich es." Er habe sie dann b�uchlings auf die Motorhaube geworfen, habe von hinten ihren Kopf gehalten, habe mit der andern Hand ihre und seine Hose ge�ffnet und sei von hinten in sie eingedrungen. Anschliessend habe er sie auf den R�cken gedreht, sie auf die Knie gedr�ckt und den Oralverkehr vollzogen. Da sie fast habe erbrechen m�ssen, habe er sie aufstehen lassen, sie wieder umgedreht und sei erneut von hinten in sie eingedrungen. Vor dem Samenerguss habe er sie gefragt, was er machen solle. Ihrer Aufforderung, sein Glied herauszunehmen, sei er nachgekommen und habe seinen Samen auf den Boden gespritzt. Auf der R�ckfahrt zum Jugendzentrum Rheinfelden habe er ihr gesagt, dass sie niemandem etwas erz�hlen d�rfe; er w�rde sich nicht selber die H�nde schmutzig machen, er habe gen�gend Kollegen, die sie umbringen k�nnten. Am n�chsten Tag habe er sie angerufen und ihr gesagt, sie m�sse um 20.00 Uhr beim Bahnhof sein. Aus Angst habe sie der Aufforderung Folge geleistet. Er sei wieder mit ihr zum Waldrand gefahren und habe ihr dort ein Schmetterlingsmesser gezeigt (act. 378 ff., 388 ff.).
2.2 Nachdem der Beschwerdef�hrer anl�sslich seiner ersten Einvernahme vom 8. November 2002 jeglichen sexuellen Kontakt mit Y.________ bestritten hatte (act. 362), r�umte er in der Folge ein, dass es anl�sslich der Ausfahrt mit dem von ihm geliehenen Auto zu Geschlechtsverkehr gekommen war. Er machte jedoch geltend, die Initiative dazu sei von ihr gekommen und sie habe eingewilligt. Auf der R�ckfahrt habe sie ihm zu verstehen gegeben, dass sie nicht bloss Sex, sondern eine Beziehung zu ihm suche. Da er dies im Hinblick auf seine Freundin (seine jetzige Ehefrau) nicht gewollt habe, sei sie beleidigt und entt�uscht gewesen.
Der Beschwerdef�hrer macht geltend, das Obergericht habe verschiedene Tatsachen aktenwidrig gew�rdigt, womit er dem Obergericht jedenfalls sinngem�ss Willk�r vorwirft. Art. 9 BV gew�hrleistet den Anspruch darauf, von den staatlichen Organen ohne Willk�r behandelt zu werden. Auf dem Gebiet der Ermittlung des Sachverhalts und der Beweisw�rdigung steht den kantonalen Instanzen ein weiter Ermessensspielraum zu. Willk�r in der Beweisw�rdigung liegt nur vor, wenn die Beh�rde in ihrem Entscheid von Tatsachen ausgeht, die mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch stehen oder auf einem offenkundigen Fehler beruhen (BGE 129 I 8 E. 2.1 S. 9, 49 E. 4 S. 58; 125 II 10 E. 3a S. 15).
3.1 Der Beschwerdef�hrer weist auf S. 24 des angefochtenen Urteils hin, wo das Obergericht ausgef�hrt habe, er habe die Zivilkl�gerin das erste Mal unmittelbar nach dem Vorfall bedroht, w�hrend diese klargestellt habe, dass die Drohung am anderen Tag ausgesprochen worden sei. Diese R�ge des Beschwerdef�hrers geht fehl. Das Obergericht hat bei der W�rdigung der Glaubw�rdigkeit der Zivilkl�gerin u.a. erkl�rt, diese habe auch bez�glich der Drohung stets gleichlautende Aussagen gemacht, wobei es auf act. 380, 382, 389 f. und GA [Prot.] S. 58 f. hinwies. Bei den ersten beiden Aktenstellen (act. 380 und 382) handelt es sich um Aussagen der Zivilkl�gerin bei der Kantonspolizei Aargau, in welchen sie erkl�rt hatte, der Beschwerdef�hrer habe sie unmittelbar nach dem Vorfall auf der R�ckfahrt ins Jugendzentrum Rheinfelden bedroht. Bei ihrer Einvernahme auf dem Bezirksamt Rheinfelden (act. 389 f.) sprach die Zivilkl�gerin ausdr�cklich die zweite Drohung an, indem sie erkl�rte, der Beschwerdef�hrer habe sie um 20.00 Uhr an den Bahnhof Rheinfelden bestellt. Er sei dann mit ihr zu einer Stelle etwas unterhalb des Tatortes gefahren und habe ihr dort gedroht, nichts zu sagen. Er habe dort auch das Messer dabei gehabt. Anl�sslich der Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht Rheinfelden sagte sie aus, der Angeklagte habe ihr erst sp�ter richtig gedroht. Er habe gesagt, er l�sche ihre Familie aus, wenn sie jemandem etwas von dem Vorfall erz�hle. Dies sei an einem andern Tag gewesen. Dadurch, dass das Obergericht auf die genannten Aktenstellen Bezug genommen hat, hat es klar auseinander gehalten zwischen einer ersten Drohung auf der R�ckfahrt zum Jugendzentrum unmittelbar nach der Tat und einer zweiten, sp�teren Drohung. Eine Aktenwidrigkeit seitens des Obergerichts liegt hier nicht vor.
3.2 Ferner h�lt der Beschwerdef�hrer die Feststellung des Obergerichts, die Zivilkl�gerin habe ausgesagt, zum Zeitpunkt des Vorfalls keinen Freund gehabt zu haben, f�r aktenwidrig. Diese Feststellung des Obergerichts st�tzt sich auf die Aussagen der Zivilkl�gerin vor dem Bezirksgericht Rheinfelden (GA [Prot.] S. 57), anl�sslich welcher sie ausgef�hrt hatte, sie sei nach den Sportferien 2000 mit A.________ zusammen gekommen. Sie h�tten sich nach einer halben Woche getrennt. Sp�ter h�tten sie sich noch einmal getroffen, das sei am 6. Mai 2001 gewesen. Es trifft zu, dass die Zivilkl�gerin, wie vom Beschwerdef�hrer geltend gemacht, vor dem Bezirksamt Rheinfelden ausgesagt hat, sie sei zum Zeitpunkt des Vorfalls frisch von A.________ getrennt gewesen. A.________ habe sie damals verlassen und sie habe ihn immer noch geliebt. Hierin liegt ein gewisser Widerspruch, der aber entgegen der Ansicht des Beschwerdef�hrers nicht geeignet ist, die Glaubw�rdigkeit der Zivilkl�gerin zu ersch�ttern. Nachdem im Zeitpunkt ihrer Einvernahme vor dem Bezirksamt Rheinfelden rund zweieinhalb Jahre seit der Tat vergangen waren, ist es verst�ndlich, wenn sie den Zeitpunkt ihrer Trennung von A.________ nicht mehr richtig einordnen konnte, zumal sie sp�ter offenbar wieder mit diesem zusammen gekommen ist. Aktenwidrig ist hingegen die Behauptung des Beschwerdef�hrers, die Zivilkl�gerin sei vor den Augen ihres Freundes A.________ in das Fahrzeug des Beschwerdef�hrers eingestiegen. A.________ sagte diesbez�glich nur aus, er sei an dem Abend, an dem der Vorfall geschah, im Jugendzentrum Rheinfelden gewesen. Als die Zivilkl�gerin dann mit dem Beschwerdef�hrer weggefahren sei, sei er nach Basel in den Ausgang gegangen.
3.3 Im Weiteren beanstandet der Beschwerdef�hrer die Feststellung des Obergerichts, wonach der Umstand, dass die Zivilkl�gerin dessen Frage, ob sie die Pille nehme, verneint habe, darauf hindeute, dass sie mit den sexuellen Handlungen nicht einverstanden gewesen sei. Der Beschwerdef�hrer macht geltend, er habe die Zivilkl�gerin nicht w�hrend des Geschlechtsverkehrs sondern erst danach auf der R�ckfahrt nach der Verh�tung gefragt. Diese Darstellung des Beschwerdef�hrers widerspricht nicht nur seiner eigenen handschriftlichen Darstellung (act. 368), wonach er sie kurz davor gefragt habe, ob sie ein Kondom dabei habe, und, nachdem sie dies verneint habe, als n�chstes gefragt habe, ob sie die Pille nehme. Auch vor dem Bezirksgericht Rheinfelden hat der Beschwerdef�hrer selbst erkl�rt, er habe die Zivilkl�gerin w�hrend des Geschlechtsverkehrs nach der Pille gefragt (GA [Prot.] S. 64). In diesem Punkt ist dem Obergericht somit ebenfalls keine Aktenwidrigkeit vorzuwerfen.
Die beanstandeten Sachverhaltsfeststellungen des Obergerichts sind demzufolge weder aktenwidrig noch willk�rlich. Vielmehr stehen die diesbez�glichen R�gen des Beschwerdef�hrers nach dem vorstehend Gesagten im Widerspruch zu den Akten.
Der Beschwerdef�hrer r�gt ferner Widerspr�che in den Aussagen der Zivilkl�gerin, womit er deren Glaubw�rdigkeit in Frage stellen will.
4.1 Es trifft zu, dass die Zivilkl�gerin anl�sslich ihrer ersten Einvernahme vom 6. November 2002 auf der Kantonspolizei Aargau behauptet hatte, der �bergriff habe vor ca. 1 1/2 Jahren stattgefunden (act. 379); gleich zu Beginn ihrer Einvernahme vom 16. November vor dem Bezirksamt Rheinfelden stellte sie dies jedoch richtig, indem sie erkl�rte, der Vorfall m�sse sich vor 2 1/2 Jahren ereignet haben, da sie vor 1 1/2 Jahren gar nicht in Rheinfelden gewesen sei (act. 388). Vor dem Bezirksgericht Rheinfelden sagte die Zivilkl�gerin dann aus, sie k�nne sich an das Datum der Tat nicht mehr erinnern. Es sei m�glich, dass es im Mai oder Juni 2000 gewesen sei (Ga [Prot.] S. 55). Angesichts der langen Zeitspanne zwischen dem Vorfall und der ersten Befragung der Zivilkl�gerin, die anfangs �berhaupt nicht hatte aussagen wollen, ist dieser anf�ngliche Irrtum in Bezug auf den Zeitpunkt der Tat nicht geeignet, die Glaubw�rdigkeit der Zivilkl�gerin zu beeintr�chtigen. Der Beschwerdef�hrer legt denn auch nicht dar, inwiefern eine absichtliche anf�ngliche Falschaussage und nachtr�gliche Korrektur derselben der Zivilkl�gerin h�tte zum Vorteil gereichen k�nnen.
4.2 Der Beschwerdef�hrer macht ferner geltend, die Zivilkl�gerin habe mehrfach zu Protokoll gegeben, seine Hose habe einen Reissverschluss aufgewiesen, w�hrend er selbst ausgesagt habe, er trage beinahe ausschliesslich gekn�pfte Hosen. Aus den Akten geht hervor, dass die Zivilkl�gerin nicht ausdr�cklich nach der diesbez�glichen Beschaffenheit der Hose des Beschwerdef�hrers gefragt worden ist, sondern dass sie bei der Beschreibung des gesamten Vorfalls von sich aus erkl�rt hat, er habe mit der einen Hand ihren Kopf gehalten. Mit der anderen Hand habe er die Kn�pfe ihrer Jeans ge�ffnet. Danach habe er mit einer Hand seinen Reissverschluss ge�ffnet (act. 381). Etwas sp�ter erkl�rte die Zivilkl�gerin, sie habe nur h�ren k�nnen, dass er seinen Knopf an der Hose und den Reissverschluss ge�ffnet habe (act. 384). Nicht nur ist keineswegs erwiesen, dass der Beschwerdef�hrer damals keine Hose mit Reissverschluss trug; ein diesbez�glicher Irrtum oder eine Erinnerungsl�cke der Zivilkl�gerin w�ren angesichts ihrer damaligen Ver�ngstigung und der seit dem Vorfall verstrichenen Zeit auch ohne weiteres erkl�rlich. Jedenfalls ist diese Unstimmigkeit nicht geeignet, Zweifel an der Glaubw�rdigkeit der Zivilkl�gerin zu begr�nden.
4.3 Die Zivilkl�gerin hat anl�sslich der Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht Rheinfelden ausgesagt, sie habe ihrer Freundin Z.________ sofort nach dem Vorfall davon erz�hlt. A.________ habe sie es erst sp�ter gesagt. Ihrem damaligen Freund habe sie es erz�hlt, als es zur Anzeige gekommen war (GA [Prot.] S. 60). C.________ gab zu Protokoll, die Zivilkl�gerin habe ihm im Sommer 2002 von der Vergewaltigung erz�hlt (act. 393 j). Die Leiterin des Jugendzentrums Rheinfelden, D.________, erkl�rte, sie habe die Zivilkl�gerin am 8. November 2002 das letzte Mal gesehen. Bei diesem Treffen habe sie ihr gesagt, dass sie von X.________ vergewaltigt worden sei (act. 393 m). Wesentlich ist dabei, dass die Zivilkl�gerin nachgewiesenermassen unmittelbar nach dem Vorfall nur mit ihrer Freundin Z.________ und etwas sp�ter auch mit A.________ dar�ber geredet hat. Dies l�sst sich ohne Weiteres mit Drohungen seitens des Beschwerdef�hrers erkl�ren, auf Grund deren sich die Zivilkl�gerin zun�chst nur ihren beiden n�chsten Bezugspersonen anvertraute. Der Umstand, dass sie dann �ber zwei Jahre danach noch zwei weitere Personen aus ihrem n�chsten Umfeld ins Vertrauen gezogen hat, spricht nicht gegen solche Drohungen und ist nicht geeignet, die Glaubw�rdigkeit der Zivilkl�gerin in Frage zu stellen.
4.4 Dasselbe gilt f�r den Umstand, dass die Zivilkl�gerin sich nach dem Vorfall ein zweites Mal mit dem Beschwerdef�hrer getroffen hat, was im Nachhinein wohl als nicht unbedingt verst�ndlich erscheinen mag. Es ist jedoch bekannt, dass sich Opfer von sexuellen oder gewaltt�tigen �bergriffen unter dem Einfluss von Drohungen aus Angst bereit finden, sich erneut mit dem T�ter zu treffen, wenn dieser es verlangt. Da davon auszugehen ist, dass der Beschwerdef�hrer ihr bereits nach der Tat auf der R�ckfahrt ins Jugendzentrum Rheinfelden gedroht hat (vgl. oben E. 3.1), l�sst der Umstand, dass sich die Zivilkl�gerin am Tage danach erneut mit ihm getroffen hat, keine ernsthaften Zweifel an der Glaubw�rdigkeit ihrer Schilderung aufkommen.
Was der Beschwerdef�hrer zur Untermauerung seiner eigenen Sachverhaltsdarstellung vorbringt, ist ebenfalls nicht geeignet, die Beweisw�rdigung des Obergerichts als willk�rlich erscheinen zu lassen.
5.1 Es trifft zu, dass die Zivilkl�gerin ausgesagt hat, der Beschwerdef�hrer habe sie nach dem abgebrochenen Oralverkehr wieder b�uchlings auf die Motorhaube gedr�ckt und sei erneut von hinten in sie eingedrungen. Dabei habe er gesagt, er komme, und gefragt, was er machen solle (act. 382, ebenso GA [Prot.] S. 56). Der Beschwerdef�hrer macht geltend, dies spreche daf�r, dass der Geschlechtsverkehr im gegenseitigen Einvernehmen stattgefunden habe, da sich ein Vergewaltiger nicht nach dem Willen seines Opfers erkundige. Die in diesem Zeitpunkt vom Beschwerdef�hrer ebenfalls gestellte Frage nach Kondom oder Pille l�sst jedoch darauf schliessen, dass es ihm unmittelbar vor dem Samenerguss um die Frage der Empf�ngnisverh�tung ging, an der er selbst ein offensichtliches Interesse hatte. Dass der Geschlechtsverkehr einvernehmlich erfolgt sei, ist aus dieser Frage daher nicht abzuleiten. Ebensowenig dr�ngt sich dieser Schluss aufgrund der Aussagen der Zivilkl�gerin auf, wonach sie beim Geschlechtsakt keine Schmerzen versp�rt habe. Dies zeigt vielmehr, dass die Zivilkl�gerin nicht bestrebt war, ihre Schilderung des Vorgefallenen zu aggravieren.
5.2 Auch der Umstand, dass die Zeugen C.________, D.________ und E.________ dem Beschwerdef�hrer keine Vergewaltigung zutrauten, ist nicht geeignet, die vom Obergericht vorgenommene Beurteilung der Glaubw�rdigkeit des Beschwerdef�hrers als willk�rlich erscheinen zu lassen. Wie diese drei Personen den Beschwerdef�hrer einsch�tzten, vermag nichts dar�ber auszusagen, wie sich dieser unter den konkreten Umst�nden gegen�ber der Zivilkl�gerin verhalten hat. Der Zeuge E.________, der sich im �brigen selbst als guten Kollegen des Beschwerdef�hrers bezeichnete, st�tzte seine Bemerkung, er w�rde es der Zivilkl�gerin zutrauen, dass sie etwas vom Beschwerdef�hrer wollte, nur auf ein Ger�cht, das damals die Runde gemacht habe (act. 393 s); damit fehlt auch dieser Einsch�tzung die Objektivit�t.
Der Beschwerdef�hrer beruft sich auf die Unschuldsvermutung. Als Beweisw�rdigungsregel besagt der aus der Unschuldsvermutung (Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 2 EMRK) abgeleitete Grundsatz "in dubio pro reo", dass sich der Strafrichter nicht von einem f�r den Angeklagten ung�nstigen Sachverhalt �berzeugt erkl�ren darf, wenn bei objektiver Betrachtung Zweifel bestehen, ob sich der Sachverhalt so verwirklicht hat. Die Maxime ist verletzt, wenn der Strafrichter an der Schuld des Angeklagten h�tte zweifeln m�ssen. Dabei sind bloss abstrakte und theoretische Zweifel nicht massgebend, weil solche immer m�glich sind und absolute Gewissheit nicht verlangt werden kann. Es muss sich um erhebliche und nicht zu unterdr�ckende Zweifel handeln, d.h. um solche, die sich nach der objektiven Sachlage aufdr�ngen. Bei der Frage, ob angesichts des willk�rfreien Beweisergebnisses erhebliche und nicht zu unterdr�ckende Zweifel h�tten bejaht werden m�ssen und sich der Sachrichter vom f�r den Angeklagten ung�nstigen Sachverhalt nicht h�tte �berzeugt erkl�ren d�rfen, greift das Bundesgericht nur mit Zur�ckhaltung ein, da der Sachrichter diese in Anwendung des Unmittelbarkeitsprinzips zuverl�ssiger beantworten kann (Urteil 1P.428/2003 des Bundesgerichts vom 8. April 2004, E. 4.2).
6.1 Die kantonalen Instanzen haben �bereinstimmend auf die Aussagen der Zivilkl�gerin abgestellt und diese als glaubw�rdig erachtet. Ein Glaubw�rdigkeitsgutachten wurde nicht eingeholt. Der Beschwerdef�hrer r�gt dies nicht als Verletzung seines rechtlichen Geh�rs und beschr�nkt sich darauf, dem Obergericht Willk�r in der Beweisw�rdigung vorzuwerfen. Die �berpr�fung der einzelnen Aussagen auf ihre Glaubhaftigkeit hin ist in erster Linie Aufgabe des Richters. Eine Glaubw�rdigkeitsbegutachtung durch einen Sachverst�ndigen dr�ngt sich in der Regel sachlich erst dann auf, wenn der Richter aufgrund besonderer Umst�nde auf zus�tzliches medizinisches oder psychologisches Fachwissen angewiesen ist. Dies ist etwa dann der Fall, wenn Anzeichen bestehen, dass die betreffende Person wegen einer ernsthaften geistigen St�rung, Drogensucht, �berm�ssigen Medikamentenkonsums oder sonstiger Umst�nde in ihrer Wahrnehmungs-, Erinnerungs- oder Wiedergabef�higkeit beeintr�chtigt und zur wahrheitsgem�ssen Aussage nicht f�hig oder nicht willens sein k�nnte. Eine Begutachtung kann auch geboten sein, wenn konkrete Anhaltspunkte f�r eine Beeinflussung des Zeugen durch Dritte vorliegen oder wenn schwer interpretierbare �usserungen eines Kleinkindes zu beurteilen sind. Dem Richter steht bei der Beantwortung der Frage, ob aufgrund der konkreten Umst�nde des Einzelfalles der Beizug eines Sachverst�ndigen zur Glaubw�rdigkeitsbegutachtung notwendig ist oder nicht, ein Ermessenspielraum zu (vgl. BGE 129 I 49 E. 4 S. 57; 118 Ia 28 E. 1c S. 30 ff. und E. 2a S. 34; Urteil 1P.674/2002 des Bundesgerichts vom 9. April 2003 E. 2.1). Im vorliegenden Fall ist keiner dieser Gr�nde, die die Einholung eines Glaubw�rdigkeitsgutachtens notwendig machen k�nnen, gegeben. Die kantonalen Instanzen haben sehr eingehende W�rdigungen des Verhaltens der Zivilkl�gerin nach der Tat sowie ihres Aussageverhaltens vorgenommen. Insbesondere hat das Obergericht im angefochtenen Urteil (S. 27) auf den Bericht der Polizeibeamtin F.________vom 27. November 2002 hingewiesen, in welchem diese festgehalten hat, als die Zivilkl�gerin die Vergewaltigung geschildert habe, habe man erkennen k�nnen, dass der Vorfall sie noch immer sehr belastete. W�rtlich hielt die Polizeibeamtin in ihrem Rapport fest, die Zivilkl�gerin habe keinesfalls den Eindruck (Hervorhebung im Rapport) erweckt, als ob dieser sexuelle Kontakt freiwillig gewesen sei (act. 349). Das Obergericht hat die vom Beschwerdef�hrer geltend gemachten Widerspr�che im Aussageverhalten der Zivilkl�gerin sorgf�ltig analysiert und ist in willk�rfreier Abw�gung und W�rdigung desselben sowie der vorliegenden Zeugenaussagen zum Ergebnis gelangt, dass die Schilderung der Zivilkl�gerin glaubhaft sei. Der Verzicht auf die Einholung eines Glaubw�rdigkeitsgutachtens ist daher nicht zu beanstanden. Ernst zu nehmende Zweifel an der Wahrheit der Schilderung der Zivilkl�gerin musste das Obergericht nicht haben. Der Grundsatz "in dubio pro reo" als Beweisw�rdigungsregel ist daher nicht verletzt.
6.2 Das Obergericht hat den Antrag des Beschwerdef�hrers auf Anh�rung von B.________ als Zeugen abgelehnt. Es hat dazu ausgef�hrt, B.________ sei am 18. Oktober 2002 bei der Kantonspolizei Rheinfelden erschienen und habe angegeben, seine Ex-Freundin Y.________ sei von einem unbekannten Mann vergewaltigt worden. Sie habe sich in den vergangenen Tagen komisch verhalten und als er sie zur Rede gestellt habe, habe sie ihm erz�hlt, sie sei am 15. Oktober 2002 vergewaltigt worden (act. 345). Die Zivilkl�gerin wurde bereits anl�sslich ihrer ersten Einvernahme vom 6. November 2002 gefragt, wann und warum sie B.________ von dem Vorfall erz�hlt habe und mit dessen Aussage konfrontiert. Sie erkl�rte dazu, sie habe ihre Beziehung mit B.________ am 17. Oktober 2002 beendet. Er habe die Gr�nde wissen wollen. Sie habe ihm unter anderem erz�hlt, sie sei vom Beschwerdef�hrer vergewaltigt worden. Warum B.________ der Polizei gesagt habe, sie sei am 15. Oktober 2002 vergewaltigt worden, wisse sie auch nicht. Am 15. Oktober 2002 habe kein Vorfall gegen sie stattgefunden (act. 385). Das Obergericht schloss daraus, es stehe fest, dass sich B.________ hinsichtlich des Zeitpunkts des Vorfalls geirrt haben m�sse. Jedenfalls sei unbestritten, dass es im Mai oder Juni 2000 zu den in der Anklageschrift aufgef�hrten sexuellen Handlungen zwischen der Zivilkl�gerin und dem Angeklagten gekommen sei, als letzterer mit dem Mercedes SLK unterwegs war, der ihm von einer Firma anl�sslich eines Wettbewerbs f�r zwei Tage zur Verf�gung gestellt worden war (act. 359 f.).
Anl�sslich seiner Einvernahme vom 8. November 2002 erkl�rte der Beschwerdef�hrer, dass er einzig einmal mit einem Mercedes SLK mit "Y.________" eine Runde gedreht habe. Nachdem er zuerst angegeben hatte, die Fahrt liege eineinhalb bis zwei Jahre zur�ck, erkl�rte er kurz darauf, er glaube nun, dass das mehr als zwei Jahre zur�ckliege (act. 359). Vor Obergericht best�tigte der Beschwerdef�hrer, dass die Ausfahrt mit der Zivilkl�gerin in dem Auto erfolgt war, das er leihweise f�r zwei Tage bei einem Wettbewerb gewonnen hatte (Protokoll S. 3).
Angesichts dieser klaren Aussagen des Beschwerdef�hrers, die mit den Zeitangaben der Zivilkl�gerin �bereinstimmen, durfte das Obergericht in antizipierter Beweisw�rdigung davon ausgehen, dass sich B.________ bei seiner Anzeige hinsichtlich des Tatzeitpunkts in einem Irrtum befunden hatte, und die Vergewaltigung somit nicht im Oktober 2002, sondern eben im Mai oder Juni 2000 stattgefunden hatte. Der Verzicht auf eine Einvernahme von B.________ ist somit nicht zu beanstanden.
6.3 Der Beschwerdef�hrer stellt der Schilderung der Zivilkl�gerin seine eigene Darstellung entgegen. Danach sei die Initiative zum Geschlechtsverkehr von ihr ausgegangen. Nachdem A.________ wenige Tage zuvor die Beziehung zu ihr beendet hatte, habe sie ein grosses Anlehnungsbed�rfnis versp�rt und die N�he zum Beschwerdef�hrer gesucht. Auf der R�ckfahrt habe sie erkennen m�ssen, dass es dem Beschwerdef�hrer nur um den sexuellen Reiz und nicht um eine vertiefte Beziehung gegangen sei. Sie habe sich daher vom Beschwerdef�hrer ausgenutzt und sexuell benutzt gef�hlt und das Erlebte als Vergewaltigung interpretiert. Diese Darstellung ist schlicht eine Version des Beschwerdef�hrers, welcher das Obergericht in willk�rfreier W�rdigung der Aussagen der Zivilkl�gerin sowie der Zeugenaussagen nicht gefolgt ist. Der Beschwerdef�hrer selbst bezeichnet seine Darstellung denn auch nur als eine M�glichkeit. Dadurch, dass das Obergericht dieser Version nicht gefolgt ist, hat es sein Ermessen in der Beweisw�rdigung nicht verletzt.
6.4 Das Obergericht ist den Aussagen des Beschwerdef�hrers, der den Geschlechtsverkehr mit der Zivilkl�gerin zuerst vollumf�nglich bestritten und alsdann als seitens der Zivilkl�gerin freiwillig dargestellt hat, nicht gefolgt, weil es die Glaubw�rdigkeit der Zivilkl�gerin bejaht hat. Dadurch sind weder der Anspruch des Beschwerdef�hrers auf einen "fair trial" (Art. 29 Abs. 1 BV, Art. 6 Ziff. 1 EMRK) noch dessen Anspruch auf ein unparteiisches Gericht (Art. 30 Abs. 1 BV, Art. 6 Ziff. 1 EMRK) verletzt.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdef�hrer die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens zu tragen (Art. 156 Abs. 1 OG). Seinem Antrag auf Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege und Verbeist�ndung f�r das bundesgerichtliche Verfahren kann nicht entsprochen werden, da die Beschwerde als von vornherein aussichtslos zu betrachten ist (Art. 152 Abs. 1 OG). Der Beschwerdef�hrer hat verschiedene klar aktenwidrige Argumente vorgetragen und im �brigen im Wesentlichen seine eigene Version des Vorfalls der Sachverhaltsfeststellung des Obergerichts entgegen gehalten. Die Zivilkl�gerin hat sich im bundesgerichtlichen Verfahren nicht vernehmen lassen, weshalb ihr keine Parteientsch�digung zuzusprechen ist.
Das Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege und Verbeist�ndung wird abgewiesen.