Source: http://www.gesetze-bayern.de/(X(1)S(wybfoeu4sbu1tkr1yn2espm5))/Content/Document/BayGDPO/true?AspxAutoDetectCookieSupport=1
Timestamp: 2018-09-21 10:25:22
Document Index: 121316114

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 1', '§ 6', '§ 8', '§ 18', '§ 1', 'Art. 15', 'Art. 21', 'Art. 21', '§ 1', '§ 4', '§ 5', '§ 2', 'Art. 2', '§ 8', '§ 9', '§ 10', '§ 11', '§ 13', '§ 14', '§ 15', '§ 16', '§ 5', '§ 8', '§ 10', '§ 11', '§ 17', '§ 10', '§ 11', '§ 11', '§ 10', '§ 11', '§ 1', '§ 10', '§ 10', '§ 13', '§ 15', '§ 15']

GDPO: Prüfungsordnung für Gebärdensprachdolmetscherinnen und Gebärdensprachdolmetscher (GDPO) Vom 26. Oktober 2004 (GVBl. S. 419) BayRS 2233-6-K (§§ 1–19) - Bürgerservice
Bereich reduzierenPrüfungsordnung für Gebärdensprachdolmetscherinnen und Gebärdensprachdolmetscher (GDPO) Vom 26. Oktober 2004 (GVBl. S. 419) BayRS 2233-6-K (§§ 1–19)
Bereich erweiternZweiter Teil Zulassung zur Prüfung (§§ 6–7)
Bereich erweiternDritter Teil Inhalt und Verfahren der Prüfung (§§ 8–17)
Bereich erweiternVierter Teil Gebühren und Schlussvorschriften (§§ 18–19)
Fassung: 26.10.2004
Prüfungsordnung für Gebärdensprachdolmetscherinnen und Gebärdensprachdolmetscher
(GDPO)
BayRS 2233-6-K
Vollzitat nach RedR: Prüfungsordnung für Gebärdensprachdolmetscherinnen und Gebärdensprachdolmetscher (GDPO) vom 26. Oktober 2004 (GVBl. S. 419, BayRS 2233-6-K), die zuletzt durch § 1 Nr. 249 der Verordnung vom 22. Juli 2014 (GVBl. S. 286) geändert worden ist
Auf Grund von Art. 15 Abs. 1 des Gesetzes über die öffentliche Bestellung und allgemeine Beeidigung von Dolmetschern und Übersetzern – Dolmetschergesetz – DolmG – (BayRS 300-12-1-J), geändert durch Gesetz vom 10. Februar 2000 (GVBl S. 46), sowie Art. 21 Abs. 1 Satz 1 des Kostengesetzes vom 20. Februar 1998 (GVBl S. 43, BayRS 2013-1-1-F), zuletzt geändert durch Art. 21 des Gesetzes vom 24. Dezember 2002 (GVBl S. 937), erlässt das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus im Einvernehmen mit den Bayerischen Staatsministerien der Justiz und der Finanzen folgende Verordnung:
§ 1 Art der Prüfung, Berufsbezeichnung
§ 4 Aufgaben der Prüfungsstelle
§ 5 Aufgaben der Prüfungskommission
Art der Prüfung, Berufsbezeichnung
(1) Eine Staatliche Prüfung für Dolmetscherinnen und Dolmetscher für Gebärdensprache (Gebärdensprachdolmetscherprüfung) wird vom Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst (Staatsministerium) in der Regel einmal jährlich abgehalten, sofern die Zahl der Bewerber dies rechtfertigt und wenn geeignete Prüferinnen und Prüfer zur Verfügung stehen.
(2) Nach Bestehen der Prüfung wird die Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung „Staatlich geprüfte Gebärdensprachdolmetscherin“ oder „Staatlich geprüfter Gebärdensprachdolmetscher“ zuerkannt.
(1) Die Prüfung kann nur in folgenden Fachgebieten abgelegt werden: Wirtschaft, Rechtswesen, Technik, Naturwissenschaften (einschließlich Medizin), Geisteswissenschaften und Sozialwissenschaften.
(2) 1Die Prüfungen sind nicht öffentlich. 2Alle mit der Durchführung und Abnahme der Prüfung beauftragten Personen sind dazu verpflichtet, über die bei ihrer Tätigkeit bekanntgewordenen Angelegenheiten Verschwiegenheit zu bewahren; dies gilt nicht für Mitteilungen und Tatsachen, die offenkundig sind oder ihrer Bedeutung nach keiner Geheimhaltung bedürfen.
(1) 1Zur Durchführung der Prüfung gemäß § 2 Abs. 1 wird im Staatsministerium eine Prüfungsstelle eingerichtet. 2Das Staatsministerium beauftragt eine Person mit der Leitung der Prüfungsstelle.
(2) 1Für den Zeitraum von drei Jahren wird eine Prüfungskommission gebildet. 2Diese besteht aus dem vorsitzenden Mitglied und drei weiteren Mitgliedern, und zwar
einer Beamtin oder einem Beamten mit Einstieg in der vierten Qualifikationsebene, welche bzw. welcher Kenntnisse in der Prüfungssprache besitzt als vorsitzendem Mitglied der Prüfungskommission,
zwei hörenden Personen, welche die Prüfungssprache beherrschen und eine Staatliche Gebärdensprachdolmetscherprüfung abgelegt haben und eine mehrjährige berufliche Tätigkeit in diesem Bereich nachweisen können und
einer gehörlosen Person, welche die Prüfungssprache beherrscht und über eine Qualifikation als Gebärdensprachdozentin oder Gebärdensprachdozent verfügt sowie eine mehrjährige berufliche Tätigkeit in diesem Bereich nachweisen kann.
3Die Bestimmung des vorsitzenden Mitglieds erfolgt durch die mit der Leitung der Prüfungsstelle beauftragte Person; das vorsitzende Mitglied ist zugleich Mitglied der Prüfungsstelle. 4Die Bestimmung der übrigen Mitglieder erfolgt durch die Prüfungsstelle. 5Der in Satz 2 Nrn. 2 und 3 geforderten Qualifikation steht eine entsprechende Lehr- und Prüfungstätigkeit an einer Universität oder Fachhochschule gleich.
(3) 1Nach Möglichkeit wird für jedes Mitglied der Prüfungskommission eine Vertreterin oder ein Vertreter bestimmt. 2Die Vertreterin oder der Vertreter übernimmt im Fall der Verhinderung des jeweiligen Mitglieds dessen Aufgaben.
(4) Für die Bestellung der Mitglieder der Prüfungskommission nach Abs. 2 Satz 2 Nrn. 2 und 3 einschließlich deren Vertretungspersonen steht anerkannten Vereinigungen für Gehörlose in Bayern ein Vorschlagsrecht zu.
(1) 1Der Prüfungsstelle obliegt die organisatorische Vorbereitung und Durchführung der Prüfung, soweit durch diese Verordnung keine abweichende Zuständigkeit festgelegt ist. 2Zur Vorbereitung gehört auch die Auswahl der Aufgaben für den schriftlichen und den praktischen Teil der Prüfung. 3Die Prüfungsstelle gibt Ort und Zeit der Prüfung öffentlich bekannt und bearbeitet Beschwerden und Einwendungen.
(2) 1Die Prüfungsstelle kann einzelne Aufgaben, die nach dieser Verordnung der Prüfungskommission oder deren vorsitzendem Mitglied zugewiesen sind, an sich ziehen, soweit dies zur ordnungsgemäßen Durchführung der Prüfung erforderlich ist. 2Das Staatsministerium kann zur Erfüllung von Aufgaben, die der Prüfungsstelle nach Abs. 1 Satz 1 zugewiesen sind, eine geeignete Einrichtung heranziehen.
(1) Die Prüfungskommission berät das Staatsministerium in Fragen von grundsätzlicher Bedeutung.
(2) 1Der praktische Teil der Prüfung wird vor der Prüfungskommission abgelegt; die Mitglieder der Prüfungskommission, mit Ausnahme des vorsitzenden Mitglieds, sind Prüferinnen und Prüfer für den praktischen Teil der Prüfung. 2Für das gehörlose Mitglied der Prüfungskommission muss eine qualifizierte Übertragung in Gebärdensprache erfolgen.
(3) 1Das vorsitzende Mitglied der Prüfungskommission bestimmt geeignete Prüferinnen und Prüfer für den schriftlichen Teil der Prüfung. 2Als prüfungsberechtigte Personen können bestimmt werden, sofern sie sich beruflich mit der Lebenswelt hörgeschädigter Menschen auseinandersetzen:
Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer (Art. 2 Abs. 3 Satz 1 des Bayerischen Hochschulpersonalgesetzes),
hauptberufliche wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
sonstige nebenberuflich wissenschaftlich Tätige,
Professorinnen und Professoren im Ruhestand,
in der beruflichen Praxis und Ausbildung erfahrene Personen, wenn diese ein abgeschlossenes Hochschulstudium aufweisen und über eine mindestens dreijährige Berufserfahrung verfügen,
fachlich besonders ausgewiesene hauptamtliche Lehrkräfte der einzelnen Schularten und des Schulaufsichtsdienstes sowie Beamtinnen und Beamte mit entsprechender Lehrbefähigung, die in der Lehrerbildung tätig sind.
3Die Prüfungsberechtigung kann über den Zeitpunkt des Wegfalls der Voraussetzungen nach Satz 2 hinaus verlängert werden.
(1) 1Zur Prüfung wird zugelassen, wer:
2Die Zulassung erfolgt unter der Bedingung, dass die Prüfungsgebühr entrichtet wird.
(2) Der Nachweis nach Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 kann durch Bestätigung der besuchten Ausbildungsstätte oder durch Bestätigung der jeweiligen Arbeit- bzw. Auftraggeber geführt werden.
1Der Antrag auf Zulassung zur Prüfung ist innerhalb der in der Ausschreibung genannten Frist mit den hierfür erforderlichen Unterlagen und Nachweisen bei der Prüfungsstelle einzureichen. 2Über die Zulassung entscheidet die Prüfungsstelle.
§ 8 Allgemeine Prüfungsanforderungen
§ 9 Besondere Prüfungsanforderungen
§ 10 Aufgaben des schriftlichen Teils der Prüfung
§ 11 Aufgaben des praktischen Teils der Prüfung
§ 13 Festsetzung des Prüfungsergebnisses, Bestehen der Prüfung
§ 14 Zeugnisse, Urkunden
§ 15 Rücktritt und Versäumnis
§ 16 Unterschleif
(1) 1Die Prüflinge haben in der Prüfung nachzuweisen, dass sie die sprachlichen und sachlichen Kenntnisse und die persönlichen Fähigkeiten besitzen, die für die zuverlässige Ausübung der Tätigkeit als Gebärdensprachdolmetscherin oder Gebärdensprachdolmetscher erforderlich sind. 2Dazu gehören neben breiten und guten Bildungsgrundlagen eine hinreichende Kenntnis der staatlichen Einrichtungen, der Rechtsordnung und der geschichtlichen, politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Verhältnisse Deutschlands sowie die Vertrautheit mit den einschlägigen sprachlichen und fachlichen Hilfsmitteln. 3Nachgewiesen werden müssen auch vertiefte Kenntnisse von der Lebenswelt gehörloser und hörgeschädigter Menschen sowie berufsethischer Fragen.
(2) Im gewählten Fachgebiet sind fachsprachliche Kenntnisse sowie Grundkenntnisse über Sachzusammenhänge nachzuweisen.
(1) In der Prüfung wird im Einzelnen verlangt: Sichere Beherrschung der deutschen Sprache in gesprochener und geschriebener Form, der Deutschen Gebärdensprache (DGS), der Lautsprachbegleitenden Gebärden (LBG) und des Fingeralphabets; rasche Auffassungsgabe, gutes Gedächtnis, Konzentrationsfähigkeit und Einfühlungsvermögen; die Befähigung, mögliche Missverständnisse und Fehldeutungen der Übertragung vorauszusehen und bei der Wiedergabe zu vermeiden; gewandtes sicheres Auftreten; Vertrautheit mit den praktischen Anforderungen und Gepflogenheiten des Dolmetschens.
(3) 1In der Prüfung dürfen nur die von der Prüfungskommission zugelassenen Hilfsmittel benutzt werden. 2Das vorsitzende Mitglied der Prüfungskommission bestimmt, welche Hilfsmittel die Prüfungsteilnehmer selbst mitzubringen haben.
(1) Der schriftliche Teil der Prüfung umfasst folgende Klausurarbeiten:
Aufsatz über ein Thema aus der Lebenswelt Gehörloser mit aktuellem Bezug in deutscher Sprache, es werden drei Themen zur Wahl gestellt; die Bearbeitungszeit beträgt 180 Minuten.
Übersetzung eines anspruchsvollen Textes von einem Bildträger (maximal 5 Minuten) aus DGS in die deutsche Schriftsprache; die Bearbeitungszeit beträgt 60 Minuten.
(2) 1Jede Klausurarbeit ist von zwei der nach § 5 Abs. 3 eingesetzten Prüferinnen oder Prüfer zu bewerten. 2Bei abweichender Bewertung soll versucht werden, eine Einigung über die Note zu erzielen. 3Kommt keine Einigung zustande, trifft das vorsitzende Mitglied der Prüfungskommission den Stichentscheid. 4Besondere Vorkommnisse sind in Schriftform festzuhalten und den Prüfungsakten beizufügen.
(1) Der praktische Teil der Gebärdensprachdolmetscherprüfung dauert insgesamt mindestens 80 Minuten und besteht aus folgenden Prüfungsabschnitten:
Übersetzen eines schriftlich vorliegenden Textes aus der Praxis eines Gerichts oder einer Behörde (ca. 20 Schreibmaschinenzeilen) in DGS (Dauer ca. 15 Minuten),
Simultanübersetzen eines vorgetragenen oder von einem Bild- und Tonträger abgespielten kurzen Textes aus dem gewählten Fachgebiet in DGS (Dauer ca. 10 Minuten),
Simultanübersetzen eines vorgetragenen oder eines von einem Bild- und Tonträger abgespielten kurzen Textes aus dem gewählten Fachgebiet in LBG (Dauer ca. 10 Minuten),
Simultanübersetzen eines von einem Bildträger abgespielten oder eines vorgetragenen Textes aus DGS in deutsche Lautsprache (Dauer ca. 15 Minuten),
Dolmetschen eines anspruchsvollen Gesprächs zwischen einer hörenden und einer gehörlosen Person in DGS und Deutsch in praxisnaher Gesprächsführung (Dauer ca. 15 Minuten),
Freies Gespräch mit der Prüfungskommission (überwiegend in DGS), insbesondere über die Kenntnisse nach § 8 (Dauer ca. 15 Minuten).
(2) 1Jeder Prüfungsabschnitt ist von den drei Prüferinnen oder Prüfern zu bewerten. 2Bei abweichender Bewertung soll versucht werden, eine Einigung über die einzelne Note zu erzielen. 3Kommt keine Einigung zustande, trifft das vorsitzende Mitglied der Prüfungskommission den Stichentscheid.
(3) 1Über den praktischen Teil der Prüfung ist von einem der Prüferinnen und Prüfer eine Niederschrift anzufertigen, aus der die gestellten Fragen und Antworten sowie die Art ihrer Beantwortung und Lösung erkennbar sein sollen. 2Die Niederschrift verbleibt bei den Prüfungsakten.
1Die einzelnen Klausurarbeiten nach § 10 Abs. 1 und die einzelnen Prüfungsabschnitte nach § 11 Abs. 1 werden von den Prüferinnen oder Prüfern mit folgenden Noten mit der angegebenen Wortbedeutung bewertet:
2Zwischennoten werden bei der Bewertung der einzelnen Prüfungsabschnitte nicht erteilt.
(1) 1Nach Abschluss des schriftlichen Teils der Prüfung setzt die Prüfungsstelle die Prüfungsnoten für jede Klausurarbeit fest. 2Vom praktischen Teil der Prüfung ist ausgeschlossen, wer in einer Klausurarbeit die Note ungenügend (6) oder in zwei Klausurarbeiten die Note mangelhaft (5) erhalten hat; dies gilt nicht, wenn die Prüfungsstelle nach § 17 Abs. 1 Satz 2 eine gesonderte Wiederholung des schriftlichen Teils der Prüfung genehmigt. 3Mit dem Ausschluss von der praktischen Prüfung gilt die Gebärdensprachdolmetscherprüfung insgesamt als abgelegt und nicht bestanden. 4Nach Abschluss der praktischen Prüfung setzt die Prüfungsstelle die Prüfungsnoten für jeden Prüfungsabschnitt der praktischen Prüfung fest und entscheidet über das Bestehen der Prüfung.
(2) Die Gebärdensprachdolmetscherprüfung hat bestanden, wer in insgesamt höchstens einer der Klausurarbeiten nach § 10 Abs. 1 und der Prüfungsabschnitte nach § 11 Abs. 1 eine schlechtere Note als ausreichend (4), jedoch in keiner Prüfungsaufgabe eine schlechtere Note als mangelhaft (5) erreicht hat; die schlechtere Note als ausreichend (4) darf nicht in einem Prüfungsabschnitt nach § 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 bis 4 erreicht worden sein.
(1) 1Wer die Gebärdensprachdolmetscherprüfung bestanden hat, erhält ein Prüfungszeugnis und eine Prüfungsurkunde. 2Das Prüfungszeugnis enthält die Prüfungsnoten der Klausurarbeiten nach § 10 Abs. 1 sowie die Noten der Prüfungsabschnitte nach § 11 Abs. 1, die jeweiligen Durchschnittsnoten und eine Gesamtprüfungsnote. 3Die Prüfungsurkunde enthält die Gesamtprüfungsnote und die Berufsbezeichnung nach § 1 Abs. 2.
(2) 1Die Gesamtprüfungsnote ist eine auf zwei Dezimalstellen errechnete Durchschnittsnote der einfach gewichteten Durchschnittsnote der schriftlichen Prüfung und der doppelt gewichteten Durchschnittsnote des praktischen Teils der Prüfung (Teiler drei). 2Die Durchschnittsnote des schriftlichen Teils der Prüfung errechnet sich aus der doppelt gewichteten Note aus der Prüfung nach § 10 Abs. 1 Nr. 1 und der einfach gewichteten Note aus der Prüfung nach § 10 Abs. 1 Nr. 2. 3Zur Bildung der Durchschnittsnote des praktischen Teils der Prüfung wird jeder Prüfungsabschnitt gleich gewichtet.
(3) Wer die Prüfung nicht bestanden hat, erhält einen entsprechenden Bescheid.
(4) 1In der Prüfungsurkunde wird die Gesamtprüfungsnote als Zahlenwert und Worturteil angegeben. 2Als Gesamtprüfungsnote werden folgende Noten vergeben:
mit einer Gesamtprüfungsnote bis 1,50,
mit einer Gesamtprüfungsnote von 1,51 bis 2,50,
mit einer Gesamtprüfungsnote von 2,51 bis 3,50,
mit einer Gesamtprüfungsnote von 3,51 bis 4,50.
(2) 1Versäumt ein Prüfling ohne eine genügende Entschuldigung im Sinn des Abs. 3 die Prüfung, so gilt die Prüfung als abgelegt, und nicht bestanden. 2Versäumt ein Prüfling einen Termin für eine Prüfungsaufgabe ohne eine genügende Entschuldigung im Sinn des Abs. 3 oder gibt eine Klausurarbeit nicht ab, werden die betroffenen Prüfungsaufgaben mit „ungenügend“ bewertet.
(3) 1Weist ein Prüfling nach, dass ihm die Ablegung der ganzen Prüfung oder eines Teils der Prüfung aus Gründen, die er nicht zu vertreten hat, nicht möglich oder nicht zuzumuten ist, so gilt die ganze Prüfung als nicht abgelegt. 2Abweichend davon gilt die Gebärdensprachdolmetscherprüfung als abgelegt, wenn die schriftlichen Prüfungsaufgaben bearbeitet wurden; der praktische Teil der Prüfung kann nachgeholt werden, soweit kein Ausschluss nach § 13 Abs. 1 Satz 2 vorliegt.
(4) 1Der Nachweis der Verhinderung ist unverzüglich zu erbringen, im Fall der Krankheit durch das Zeugnis eines Gesundheitsamts. 2Gesundheitliche Gründe, denen zufolge die Prüfungsleistung nicht gewertet werden soll, können nachträglich nicht anerkannt werden.
(1) 1Bedient sich ein Prüfling unerlaubter Hilfe oder macht er den Versuch dazu (Unterschleif), so wird die Arbeit abgenommen und mit Note ungenügend (6) bewertet. 2Als Versuch gilt auch das Bereithalten nicht zugelassener Hilfsmittel nach Beginn der Prüfung. 3Ebenso kann verfahren werden, wenn die Handlungen zu fremdem Vorteil unternommen werden.
(2) 1In schweren Fällen wird der Prüfling von der Prüfung ausgeschlossen. 2Im Fall des Ausschlusses muss die gesamte Prüfung als abgelegt und nicht bestanden bewertet werden.
(3) 1Wird ein Tatbestand nach Abs. 1 Satz 1 erst nach Abschluss der Prüfung bekannt, so ist die betreffende Prüfungsleistung nachträglich als ungenügend zu bewerten. 2Ein unrichtiges Zeugnis und eine unrichtige Urkunde sind einzuziehen.
(1) 1Eine nicht bestandene Gebärdensprachdolmetscherprüfung kann einmal wiederholt werden; das Staatsministerium kann Ausnahmen von dieser Bestimmung zulassen, wenn sie im Einzelfall zu einer unbilligen Härte führen würde und die Abweichung auch unter dem Gesichtspunkt der Gleichbehandlung unbedenklich erscheint. 2Die Wiederholung kann im Ganzen erfolgen oder sich auf den schriftlichen oder den praktischen Teil beschränken, sofern nur dieser Teil der Prüfung für ein Bestehen nicht ausreichend war; die Entscheidung trifft die Prüfungsstelle jeweils unmittelbar nach Festsetzung der Prüfungsnoten des schriftlichen und des praktischen Teils der Prüfung.
(2) 1Prüflinge, welche die Prüfung das erste Mal abgelegt und bestanden haben, können zur Verbesserung ihrer Note noch einmal zur Prüfung zugelassen werden. 2Die Prüfung kann dabei nur im Ganzen wiederholt werden. 3Die Prüflinge haben die Wahl, welches Prüfungsergebnis sie gelten lassen wollen.
Vierter Teil Gebühren und Schlussvorschriften
(1) 1Für die Teilnahme an der Gebärdensprachdolmetscherprüfung wird eine Bearbeitungsgebühr von 50,00 € und eine Prüfungsgebühr von 390,00 € erhoben. 2Die Bearbeitungsgebühr ist mit dem Antrag auf Zulassung zur Prüfung und die Prüfungsgebühr spätestens 14 Tage nach Zulassung zur Prüfung zu entrichten.
(2) 1Die Bearbeitungsgebühr wird nicht zurückerstattet, sie ermäßigt sich im Fall der Wiederholung der Prüfung auf 25,00 €. 2Versäumt ein Prüfling mit ausreichender Entschuldigung im Sinn des § 15 Abs. 3 Satz 1 die Prüfung, so wird die Prüfungsgebühr zurückerstattet. 3Wird der praktische Teil der Prüfung in Fällen des § 15 Abs. 3 Satz 2 nachgeholt, so wird die Prüfungsgebühr einbehalten und ein Nachtermin angesetzt; sollte eine Wiederholung oder Fortsetzung des praktischen Teils der Prüfung an einem Nachtermin ausgeschlossen sein, wird die Prüfungsgebühr zur Hälfte zurückerstattet.
1Diese Verordnung tritt mit Wirkung vom 1. Februar 2004 in Kraft. 2Mit Ablauf des 31. Januar 2004 tritt die Prüfungsordnung für Gehörlosendolmetscher bei Gericht und Behörden (GDPO) vom 24. Oktober 1991 (GVBl S. 374, BayRS 2233-6-UK) außer Kraft.
München, den 26. Oktober 2004