Source: https://www.npk-info.de/die-npk/mitglieder
Timestamp: 2019-11-17 16:04:55
Document Index: 249659168

Matched Legal Cases: ['§ 20', '§ 94', '§ 1', '§ 20', '§ 20', '§ 20', '§ 1', '§ 5', '§ 5', '§ 14', '§ 123', '§ 14', '§ 138', '§ 20']

Mitglieder: NPK
Die NPK>
Die Mitglieder der Nationalen Präventionskonferenz (NPK) umfassen die Sozialversicherungsträger, die private Kranken- und Pflegeversicherung, staatliche Akteure, Sozialpartner und Akteure der Zivilgesellschaft. Die Zusammensetzung ist in § 20e SGB V festgelegt.
Träger der NPK
Träger und gleichzeitig stimmberechtigte Mitglieder sind die Spitzenorganisationen der gesetzlichen Kranken-, Unfall- und Rentenversicherung sowie der sozialen Pflegeversicherung:
GKV-Spitzenverband als Spitzenverband Bund der gesetzlichen Krankenkassen (2 Sitze)
GKV-Spitzenverband als Spitzenverband Bund der Pflegekassen (2 Sitze)
Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e. V. (DGUV) und Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) als Spitzenorganisationen der gesetzlichen Unfallversicherung (jeweils 1 Sitz)
Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund) als Spitzenorganisation der gesetzlichen Rentenversicherung (2 Sitze)
Die Träger bilden die NPK als Arbeitsgemeinschaft nach § 94 Abs. 1a SGB X. Der Vorsitz wechselt jährlich zwischen den Trägern; im Jahr 2019 liegt er bei der DRV Bund.
Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) hat die Aufgabe, die Gesundheit der Versicherten zu erhalten, wiederherzustellen oder ihren Gesundheitszustand zu bessern (§ 1 SGB V). Im Rahmen der nationalen Präventionsstrategie erbringen die gesetzlichen Krankenkassen Leistungen zur Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten nach § 20a Abs. 1 SGB V sowie Leistungen zur Gesundheitsförderung in Betrieben nach den §§ 20b und 20c SGB V. Damit sollen unbeschadet der Aufgaben anderer insbesondere gesundheitsförderliche Strukturen in den Lebenswelten aufgebaut und gestärkt werden.
Der GKV-Spitzenverband (www.gkv-spitzenverband.de) ist die zentrale Interessenvertretung der gesetzlichen Krankenkassen. Er legt unter anderem einheitliche Handlungsfelder und Kriterien für die Leistungen der Krankenkassen in der Primärprävention und Gesundheitsförderung (Leitfaden Prävention) fest, die für die Leistungserbringung vor Ort verbindlich gelten (§ 20 Abs. 2 SGB V).
Die soziale Pflegeversicherung (SPV) dient der Absicherung des Risikos der Pflegebedürftigkeit (§ 1 SGB XI). Die SPV unterstützt Personen, die wegen der Schwere der Pflegebedürftigkeit auf Hilfe angewiesen sind. Seit Inkrafttreten des Präventionsgesetzes werden zudem Leistungen zur Prävention in stationären Pflegeeinrichtungen für Versicherte erbracht (§ 5 SGB XI). Gemeinsam mit den Pflegebedürftigen und der Pflegeeinrichtung sollen Vorschläge zur Verbesserung der gesundheitlichen Situation und zur Stärkung der gesundheitlichen Ressourcen und Fähigkeiten entwickelt sowie ihre Umsetzung unterstützt werden.
Träger der sozialen Pflegeversicherung sind die Pflegekassen. Der GKV-Spitzenverband (www.gkv-spitzenverband.de) vertritt ihre Interessen auf Bundesebene. Unter Beteiligung der Verbände der Pflegekassen und des Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS) sowie unter Hinzuziehung wissenschaftlicher Expertise hat der GKV-Spitzenverband Kriterien für die Leistungen der Pflegekassen zur Prävention und Gesundheitsförderung in stationären Pflegeeinrichtungen festgelegt (Leitfaden Prävention in stationären Pflegeeinrichtungen, § 5 Abs. 1 Satz 3 SGB XI).
Aufgabe der gesetzlichen Unfallversicherung (GUV) ist es, mit allen geeigneten Mitteln für die Verhütung von Arbeits-, Schul- und Wegeunfällen, von Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren zu sorgen (§ 14 Abs. 1 SGB VII). Dies schließt bedarfsgerechte Elemente der betrieblichen Gesundheitsförderung ein, wenn sie zur Vermeidung von Berufskrankheiten bzw. zum Abbau von arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren und damit zum Erhalt der Gesundheit beitragen. Ebenso sorgt die GUV für eine wirksame Erste Hilfe und geht den Ursachen von arbeitsbedingten Gefahren nach.
Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e. V. (DGUV, www.dguv.de) ist der Spitzenverband der nach Branchen orientierten 9 gewerblichen Berufsgenossenschaften und der 24 Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand (i. d. R. Unfallkassen). Die DGUV befasst sich unter Wahrung der Selbstständigkeit ihrer Mitglieder unter anderem mit der Koordinierung, Durchführung und Förderung gemeinsamer Maßnahmen, der Forschung auf dem Gebiet der Prävention von Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren sowie der Klärung von grundsätzlichen Fach- und Rechtsfragen.
Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG, www.svlfg.de) nimmt die bundesweite Durchführung der landwirtschaftlichen Unfallversicherung in eigenständiger Verbandsfunktion wahr (§ 123 SGB VII).
Die gesetzliche Rentenversicherung (GRV) dient der finanziellen Absicherung ihrer Versicherten bei Gefährdung oder Minderung der Erwerbsfähigkeit, im Alter sowie bei Tod deren Hinterbliebenen. Sie hat den Auftrag, bei Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen Leistungen zur Prävention zu erbringen (§ 14 Abs. 1 SGB VI). Hierbei handelt es sich um „medizinische Leistungen zur Sicherung der Erwerbsfähigkeit von Versicherten, die erste gesundheitliche Beeinträchtigungen aufweisen, die die ausgeübte Beschäftigung gefährden“. Die Präventionsleistungen umfassen verhaltenspräventive Maßnahmen, um die Kompetenz und die Motivation für ein gesundheitsförderliches Verhalten zu erhöhen.
Die Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund, www.deutsche-rentenversicherung.de) nimmt Grundsatz- und Querschnittsaufgaben wie etwa Öffentlichkeitsarbeit und Forschung sowie gemeinsame Angelegenheiten für die gesamte gesetzliche Rentenversicherung wahr (§ 138 SGB VI).
Mitwirkung der Privaten Kranken- und Pflegeversicherung
Seit dem 10. Februar 2017 ist auch der Verband der Privaten Krankenversicherung e. V. (PKV-Verband) stimmberechtigtes NPK-Mitglied. Der Mitwirkung geht die Vereinbarung voraus, dass die Unternehmen der privaten Kranken- und Pflegeversicherung ihr Gesundheitsförderungsengagement im Sinne der Bundesrahmenempfehlungen ausweiten. Dabei gewährleisten sie auch, auf der Grundlage des aktuellen wissenschaftlichen Forschungsstands und unter Beachtung anerkannter Qualitätsstandards zu agieren.
Folgende Akteure sind in die NPK in beratender Funktion einbezogen.
Bund (4 Sitze), vertreten durch:
Bundesministerium für Gesundheit (BMG, www.bundesgesundheitsministerium.de)
Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS, www.bmas.de)
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtchaft Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMEL, www.bmel.de)
Bundesministerium für Famillie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ, www.bmfsfj.de)
Länder (4 Sitze), vertreten durch:
Gesundheitsministerkonferenz (GMK, www.gmkonline.de)
Arbeits- und Sozialministerkonferenz (ASMK, vertreten durch den Länderausschuss für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik, www.lasi-info.com)
Kommunale Spitzenverbände auf Bundesebene (3 Sitze), vertreten durch:
Deutscher Städtetag (www.staedtetag.de)
Deutscher Landkreistag (www.landkreistag.de)
Bundesagentur für Arbeit (1 Sitz, www.arbeitsagentur.de)
Sozialpartner (2 Sitze), vertreten durch:
Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA, www.arbeitgeber.de)
Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB, www.dgb.de)
Vertretungen der Patientinnen und Patienten (2 Sitze), vertreten durch:
BundesArbeitsGemeinschaft PatientInnenstellen und -Initiativen (www.bagp.de)
Präventionsforum nach § 20e Abs. 2 SGB V (1 Sitz), vertreten durch:
Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e. V. (BVPG, www.bvpraevention.de)
Die Mitglieder der NPK werden bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben durch eine Geschäftsstelle unterstützt, die nach gesetzlicher Vorgabe bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) angesiedelt ist.
E-Mail: gs-npk@8< SPAM-Schutz, bitte entfernen >8bzga.de
Tel.: 0221-8992-543