Source: https://www.datenschutzbeauftragter-bayern.com/de/glossar/!/topic/1/glossar/
Timestamp: 2020-07-09 08:12:52
Document Index: 207660000

Matched Legal Cases: ['Art. 99', 'Art.4', 'Art. 2', 'Art. 4', 'Art. 4', 'Art. 4', 'Art. 4']

Glossar | Glossar | Datenschutzbeauftragter Bayern
Personenbezogenen Daten gelten als anonymisiert, wenn die Daten so verändert wurden, dass der Personenbezug nicht mehr oder nur unter extrem erschwerten Bedingungen wieder hergestellt werden kann.
Zwischen dem Verantwortlichen und dem Auftragsverarbeiter ist zwingend ein Auftragsverarbeitungsvertrag, i.d.R. als Anlage zu einem bestehenden Hauptvertrag, gemäß den Anforderungen der DSGVO zu schließen.
Einige Cookies sind “Session-Cookies.” Solche Cookies werden nach Ende der Browser-Sitzung von selbst gelöscht. Hingegen bleiben andere Cookies auf dem Endgerät bestehen, bis jemand diese selbst löscht. Solche Cookies helfen den Betreibern, den User bei Rückkehr auf diese Website wiederzuerkennen.
Unter Datensicherheit versteht man die Vertraulichkeit (nur berechtigte Benutzer haben Zugriff), die Integrität (die Richtigkeit der Daten), die Verfügbarkeit (zur notwendigen Zeit ist auch der Zugriff gewärleistet) und die Prüfbarkeit (Protokollierung wer hat wann geändert, gelöscht oder angelegt) Es wird also das Ziel verfolgt die Daten vor Manipulation, unberechtigten Zugriff und NICHT-Verfügbarkeit zu schützen. Benutzerkonzepte, Verschlüsselung, Protokollierung und Datensicherung sind Maßnahmen der Datensicherheit.
Die DSGVO gilt als Datenschutzrecht in allen ihren Teilen verbindlich und unmittelbar in jedem Mitgliedstaat der Europäischen Union. Mit der DSGVO soll ein gleichmäßiges und hohes Datenschutzniveau für natürliche Personen gewährleistet und die Hemmnisse für den Verkehr personenbezogener Daten in der Union beseitigt werden. Umgesetzt durch eine Stärkung und präzise Festlegung der Rechte betroffener Personen sowie eine Verschärfung der Verpflichtungen für diejenigen, welche personenbezogene Daten verarbeiten.
Die DSGVO wurde am 04.05.2016 im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht und ist 20 Tage später, am 25.05.2016, formell in Kraft getreten. Nach einer 2-jährigen Übergangsphase müssen die Bestimmungen dieser Richtlinie nun ab dem 25. Mai 2018 verbindlich umgesetzt werden (Art. 99 DSGVO).
Erheben ist das Beschaffen von Daten über Betroffene (Art.4 Abs. 5 BayDSG).
Betroffen sind alle „natürlichen oder juristischen Personen, Behörden, Einrichtungen oder andere Stellen“ die für eigene Zwecke personenbezogene Daten verarbeiten.
Die DSGVO zielt darauf ab, ob ein Anbieter von Waren oder Dienstleistungen personenbezogene Daten von in der EU befindlichen Personen verarbeitet, unabhängig vom Sitz des verarbeitenden Unternehmens. Die DSGVO ist auch dann anzuwenden, wenn die Datenverarbeitung der Beobachtung des Verhaltens von Personen in der EU dient z.B. durch die Analyse des Surfverhaltens im Internet, wie auch die Speicherung von Cookies, egal zu welchem Zweck.
Kleinunternehmer und DSGVO?
Ja, die DSGVO gilt auch für Kleinunternehmer.
Gemäß Art. 2 Abs.1 DSGVO gilt die Verordnung für „die ganz oder teilweise automatisierte Verarbeitung personenbezogener Daten sowie für die nichtautomatisierte Verarbeitung personenbezogener Daten, die in einem Dateisystem gespeichert sind oder gespeichert werden sollen“. Der Begriff der personenbezogenen Daten ist allerdings sehr weit gefasst und umfasst z.B. Informationen wie Name, Adresse, Telefonnummer, Autokennzeichen oder aber auch die IP-Adresse einer Person. Ausreichend ist es, wenn die Informationen einer Person irgendwie zugeordnet und damit ein Personenbezug hergestellt werden kann.
Hinsichtlich seiner personenbezogenen Daten hat jeder das Recht auf:
Sind nur neue Datenbestände betroffen?
Nein, die Regelungen umfassen ab 25.05.2018 alle Daten und Anwendungen. Das bedeutet, die DSGVO greift auch bei bereits im Vorfeld verarbeiteten Daten. Die Einhaltung der Regelungen muss somit für alle - alte und neue - Verarbeitungen geprüft werden. Dabei sollten folgende Aspekte berücksichtigt werden:
Entsprechen die Verarbeitungsverzeichnisse den Anforderungen der DSGVO?
Wurden technische und organisatorische Maßnahmen, die den Schutzbedarf der verarbeiteten Daten berücksichtigen, getroffen?
Werden die mit der DSGVO erweiterten Informationspflichten gegenüber den Betroffenen erfüllt?
Werden die formalen Vorgaben für Einwilligungserklärungen eingehalten?
Wie setzen Sie die Betroffenenrechte im Verfahren um?
Art. 4 Abs. 6 S.2 Z.1 BayDSG
Art. 4 Abs. 6 S.2 Z.4 BayDSG
Unter Berücksichtigung des Stands der Technik, der Implementierungskosten und der Art, des Umfangs, der Umstände und der Zwecke der Verarbeitung sowie der unterschiedlichen Eintrittswahrscheinlichkeit und Schwere des Risikos für die Rechte und Freiheiten natürlicher Personen muss der Verantwortliche oder der Auftragsverarbeiter geeignete technische und organisatorische Maßnahmen treffen, um ein dem Risiko angemessenes Schutzniveau zu gewährleisten.
Art. 4 Abs. 6 S.2 Z.2 BayDSG.
Verantwortlichkeit für die Umsetzung der DSGVO im Unternehmen
Die Verantwortung zur Einhaltung der DSGVO oder anderer datenschutzrechtlicher Vorschrift liegt beim Verantwortlichen. Regelmäßig ist der Geschäftsführer oder Vorstandsvorsitzende als Vertreter der Gesellschaft in der Pflicht oder der Einzelunternehmer.
Verarbeiten im Sinne des BayDSG ist das Speichern, Verändern, Übermitteln, Sperren und Löschen personenbezogener Daten (siehe Art. 4 Abs. 6 S. 1 BayDSG).
Unabhängig von der Pflicht zur Bestellung eines Datenschutzbeauftragten müssen alle Unternehmen die Vorgaben der EU-Datenschutz-Grundverordnung beachten und umsetzen!
Ein Datenschutzbeauftragter wird benötigt, wenn mindestens 10 Personen im Unternehmen ständig mit automatisierter Verarbeitung personenbezogener Daten betraut sind. Darüber hinaus muss ein Datenschutzbeauftragter bestellt werden, wenn: Unternehmen besonders risikoreiche Prozesse haben oder Unternehmen besonders schutzwürdigen Daten (z.B. Daten von Minderjährigen oder Gesundheitsdaten verarbeiten.