Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=18.06.2003&Aktenzeichen=VIII%20ZR%20240%2F02
Timestamp: 2019-02-22 03:14:39
Document Index: 33653183

Matched Legal Cases: ['BGH', 'Art. 229', '§ 3', '§ 573', '§ 2', '§ 565', 'BGH', 'Art. 229', '§ 3', 'BGH', 'BGH']

BGH, 18.06.2003 - VIII ZR 240/02 - dejure.org
Fortgeltung vertraglich vereinbarter Kündigungsfristen nach Inkrafttreten des Mietrechtsreformgesetzes; Wörtliche oder sinngemäße Wiedergabe der damaligen gesetzlichen Kündigungsfristen in vor dem 1.September 2001 abgeschlossenen Wohnungsmietverträgen; Individual- oder Formularvereinbarung; Vertrauensschutz gegenüber Rückwirkung der gesetzlichen Neuregelung der Kündigungsfristen
EGBGB Art. 229 § 3 Abs. 10; BGB § 573c Abs. 4
Übergangsrecht für mietvertragliche Kündigungsfrist: "Vertragliche Vereinbarung" auch bei wörtlicher Wiedergabe des alten Gesetzeswortlauts
Dabei waren in der in § 2 in Bezug genommenen Fußnote unter Verweis auf §§ 565, 565 a BGB a.F. die Kündigungsfristen im einzelnen wiedergegeben und damit vereinbart (vgl. BGHZ 155, 178 ff).
Denn als Vereinbarung von Kündigungsfristen im Sinne des Art. 229, § 3 Abs. 10 EGBGB sind nicht nur Individualvereinbarungen, sondern auch vorformulierte Vetragsbestimmungen anzusehen (BGHZ 155, 178 ff).
Ein uneingeschränkter Bestandsschutz solcher Vereinbarungen entsprach der Zielsetzung des Gesetzesentwurfs der Bundesregierung zum Mietrechtsreformgesetz (BGHZ 155, 178 ff).