Source: https://www.rechtslupe.de/verwaltungsrecht/beamtenrecht/der-gemobbte-postdirektor-385646
Timestamp: 2020-01-29 20:32:26
Document Index: 165604912

Matched Legal Cases: ['§ 839', '§ 839', '§ 254', '§ 11', '§ 23', '§ 10', 'Art. 33', '§ 839', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Der gemobb­te Post­di­rek­tor | Rechtslupe
Es ist in der Recht­spre­chung des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts geklärt, dass ein Scha­dens­er­satz­an­spruch eines Beam­ten gegen den Dienst­herrn neben einem bezif­fer­ba­ren Scha­den vor­aus­setzt, dass sich der Dienst­herr gegen­über dem Beam­ten rechts­wid­rig und schuld­haft ver­hal­ten hat, dass die­ses Ver­hal­ten den Scha­den adäquat kau­sal her­bei­ge­führt hat und dass der Beam­te sei­ner Scha­dens­ab­wen­dungs­pflicht nach § 839 Abs. 3 BGB nach­ge­kom­men ist 1.
§ 839 Abs. 3 BGB ist eine beson­de­re Aus­prä­gung des Mit­ver­schul­dens­prin­zips, das in all­ge­mei­ner Form in § 254 BGB nie­der­ge­legt ist und für das gesam­te pri­va­te und öffent­li­che Haf­tungs­recht gilt 2.
Bei rechts­wid­ri­gem Han­deln des Staa­tes soll der ver­wal­tungs­ge­richt­li­che Rechts­schutz im Vor­der­grund ste­hen und dem Betrof­fe­nen dadurch die miss­bil­lig­te Wahl­mög­lich­keit genom­men wer­den, ent­we­der den rechts­wid­ri­gen hoheit­li­chen Akt mit den ordent­li­chen Rechts­schutz­mit­teln anzu­grei­fen oder aber die­sen zu dul­den und dafür zu liqui­die­ren 3.
Nach dem Grund­satz von Treu und Glau­ben soll nur der­je­ni­ge Scha­dens­er­satz erhal­ten, der sich in gehö­ri­gem und ihm zumut­ba­rem Maß für sei­ne eige­nen Belan­ge ein­ge­setzt und damit den Scha­den abzu­wen­den ver­sucht hat 4.
Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt, Beschluss vom 3. Novem­ber 2014 – 2 B 24.2014 -
Stel­len­an­zei­ge – auch für Berufs­an­fän­ger Durch eine Stel­len­an­zei­ge, in der auch Berufs­an­fän­ger zur Bewer­bung auf­ge­for­dert wer­den, hat der Arbeit­ge­ber die Stel­le nicht ent­ge­gen § 11 AGG unter Ver­stoß gegen das…
BVerwG, Urtei­le vom 28.05.1998 – 2 C 29.97, BVerw­GE 107, 29, 31 = Buch­holz 232 § 23 BBG Nr. 40 S. 2 f.; vom 01.04.2004 – 2 C 26.03, Buch­holz 237.8 § 10 RhPLBG Nr. 1 S. 2; vom 28.02.2008 – 2 A 1.07, NVwZ-RR 2008, 547 Rn. 23; und vom 26.01.2012 – 2 A 7.09, BVerw­GE 141, 361 = Buch­holz 11 Art. 33 Abs. 2 GG Nr. 53 jeweils Rn. 15[↩]
BVerwG, Beschluss vom 06.06.2014 – 2 B 75.13 12; Papier, in: Münch­ner Kom­men­tar, BGB, 6. Aufl.2013, § 839 Rn. 329 f.[↩]
BGH, Urteil vom 15.11.1990 – III ZR 302/​89 – BGHZ 113, 17, 22[↩]
BGH, Urteil vom 29.03.1971 – III ZR 98/​69 – BGHZ 56, 57, 63[↩]
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