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Timestamp: 2020-07-09 19:41:48
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Verbraucherschutz - Aufgaben, Ziele und Tipps für Verbraucher - paradisi.de
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Ob der Kauf eines neuen Bügeleisens, eines Plasma-Fernsehgerätes oder auch ein anderes elektrisches Gerät auf dem Haushaltsplan steht, ob es um die Inhalsstoffe von Lebensmitteln geht oder ob es sich um einen Vertragsabschluss handelt - Verbraucher und Konsumenten werden mit vielen Fragen konfrontiert - diese können im Rahmen des Verbraucherschutzes geklärt, die Verbraucher aufgeklärt werden. Dabei werden unterschiedliche Bereiche und Gebiete behandelt. Lesen Sie alles Wissenswerte zum Verbraucherschutz.
1 Verbraucherschutz - Merkmale und Aufgaben
1.1 Organisationen und Themen
1.2 Verbraucherschutz dank "Stiftung Warentest"
2 Vorsicht, wenn das Telefon klingelt - Abzocke der Verbraucher
2.1 1. Falle: Der Trick per SMS
2.2 2. Falle: Fingierte Telefonrechnungen
2.3 3. Falle: Ein Vertrag, der nicht gewollt ist
2.4 4. Falle: Hotlines, die richtig ins Geld gehen
3 Wie Kundenhotlines den Anrufer nerven
4 Tipps in Sachen Verbraucherschutz
4.1 Testsiegel vermitteln Vertrauen
4.2 Tipps zum Schutz Ihrer Daten
Verbraucherschutz - Merkmale und Aufgaben
Unter Verbraucherschutz versteht man alle Maßnahmen, die darauf abzielen, den Menschen als Verbraucher und Konsumenten von Dienstleistungen und Gütern zu schützen. Dieser steht den Vertreibern und Herstellern von Waren und Anbietern von Dienstleistungen gegenüber im Nachteil, und wird daher als schutzbedürftig angesehen.
An diese Stelle tritt der Verbraucherschutz: er sieht sich in der Pflicht, dieses Verhältnis auszugleichen. Des Weiteren soll der Verbraucher sich mit seinen Interessen besser durchsetzen können.
Neben Gütern und Waren betrifft der Verbraucherschutz auch anderes Gut, beispielsweise die Infrastruktur, die stetig zur Verfügung steht. Aus diesem Grund wird auch oft von Konsumentenschutz gesprochen. Gleichzeitig kann auch von Gesundheitsschutz gesprochen werden, etwa dann, wenn es darum geht, den Verbraucher vor gesundheitlichen Gefahren zu schützen.
Neben der Tatsache, dass der Verbraucher von den Informationen, die von den jeweiligen Firmen und Herstellern kommen, abhängig ist, gilt es zudem, diese verarbeiten zu können. Genau dies ist aufgrund der heutigen Informationsflut nicht immer möglich.
Die Unternehmen nutzen dies aus, indem sie in der Werbung nicht alle nötigen Infos herausgeben. Zudem wird mit unterschiedlichen "Tricks" zum Kauf von Produkten oder Vertragsabschlüssen etc. angeregt. Dieses besagte Ungleichgewicht gilt es, zu beheben.
Versuche der "Aufklärung" gehen in Richtung Gesetze, die beispielsweise Hersteller dazu auffordern, Lebensmittel mit verständlichen Inhaltsangaben zu versehen und generell Produktinformationen in verständlicher Form aufzubringen. Weitere Möglichkeiten, je nach Bereich und Form sind Formvorschriften sowie die Dokumentationspflicht von Aufklärungen.
Besonders im Bereich des Onlinegeschäfts ist Verbraucherschutz sehr wichtig. Es muss deutlich sein, ob es zu einem Vertragsabschluss kommt, und wenn ja, in welcher Form. Das Unternehmen muss zudem seine Arbeitsweise ganz klar aufzeigen und deutlich machen, dass es seinen Pflichten nachkommt.
Organisationen und Themen
Zu den Trägern des Verbraucherschutzes zählen Verbrauchermedien, private Vereine sowie staatliche Institutionen. Hierzulande sind folgende Organisationen nennenswert:
Bund für Anleger- und Verbraucherschutz
Die wichtigsten Themen des Verbraucherschutzes sind
Verbraucherdatenschutz und
Die Aufgabe des Verbraucherschutzes ist es auch, die Konsumenten vor Unrecht zu warnen. So gibt es zahlreiche Bereiche, in enen Verbraucher "abgezockt" werden, besonders gerne auch am Telefon, wie weiter unten beschrieben. Solche Warnungen gibt es beispielsweise vor
Hierzulande spielt die "Stiftung Warentest" eine große Rolle, wenn es um den Verbraucherschutz geht...
Verbraucherschutz dank "Stiftung Warentest"
Heute in einem Kaufhaus ein neues Gerät zu kaufen, kann rasch zu einer haarsträubenden Angelegenheit werden. Einmal davon abgesehen, dass die Auswahl riesig und folglich auch sehr häufig unübersichtlich ist, wird man vielerorts von inkompetenten Verkäufern mit einem technischen Kauderwelsch abgespeist, das einem zwar die eigene technische Unzulänglichkeit offenbart, aber keine konkreten Informationen vermittelt.
Doch genau hiernach sehnen sich die meisten Verbraucher und das bereits seit 1964, was damals dazu führte, dass der Deutsche Bundestag am 4. Dezember die "Stiftung Warentest" ins Leben rief, die bis heute für zahlreiche Menschen hilfreiche Informationen im Bezug auf unterschiedliche Waren gibt.
In der ersten Ausgabe der Zeitschrift "test" wurden Handrührgeräte und Nähmaschinen auf den Prüfstand gestellt, die im Laufe der Zeit durch
Gesichtscremes oder auch
erweitert wurden. Verbraucher können sich heute über jegliches Angebot in Ruhe in den aktuellen "test"-Magazinen informieren, so derzeit über DVD-Spieler, Rotkraut oder auch Kaffeemaschinen. Eben jegliche Artikel, die für den Verbraucher interessant oder nötig sind.
Ergänzt wurde zudem das Magazin "test" im Jahre 1991 durch eine weitere Zeitschrift namens "Finanztest", die gleichsam wertvolle Informationen im Bezug auf eine Altersvorsorge, Versicherungen oder Geldanlagen bereitstellt.
Die Unabhängigkeit von der Industrie wird in beiden Zeitschriften sehr gut dadurch ersichtlich, dass man darin keine Werbeanzeigen findet. Manchmal zum Ärger bestimmter Unternehmen, die oft genug gegen die Testergebnisse der "Stiftung Warentest" rechtlich vorgingen oder auch heute noch vorgehen, allerdings zeigt sich hier ein Wandel im unternehmerischen Denken. Der Grund: Viele Hersteller haben erkannt, dass eine Bewertung für den Konsumenten zu einer Art Gütesiegel für das Unternehmen und dessen Produkte werden kann und folglich auch dazu beiträgt, dass die Abverkäufe eine Steigerung finden können.
Stiftung Warentest feiert Jubiläum - wie arbeiten die Prüfer?
Ob Schokolade oder Waschmaschine, Matratze oder Mückenspray – seit 50 Jahren prüft die Stiftung Warentest alles, was deutsche Verbraucher kaufen können. Produkte, die im Test durchfallen, bleiben wie Blei im Regal liegen. Die Testsieger bescheren den Produzenten dagegen Rekordumsätze. Aber wie unabhängig ist das Urteil? Und wie arbeiten die Prüfer eigentlich?
Ihre Unabhängigkeit verdankt die Stiftung Warentest dem Steuerzahler: seit der Bund das Prüfinstitut 1964 gegründet hat, wurden in rund 5.000 Tests fast 100.000 Produkte untersucht. Neben den Einnahmen aus dem Heftverkauf, Downloadgebühren und Lizenzen für das Prüfsiegel finanziert sich die Stiftung aus öffentlichen Mitteln. 10 Prozent des Budgets deckt der Bund – damit Hefte werbefrei bleiben.
Stiftung Warentest nimmt alles unter die Lupe, was Marktbedeutung hat. Ideen kommen von den Verbraucherzentralen ebenso wie von einzelnen Lesern oder den Herstellern.
Rund ein Jahr vor der geplanten Veröffentlichung starten die Vorbereitungen. 19 Anonyme Käufer klappern bundesweit Läden nach Waren mit identischen Chargen-Nummern ab. Derweil tüfteln die Projektleiter aus, was genau untersucht werden soll. In jeden Test fließen die Daten von mehreren gleichen Produkten ein. Die Versuche selbst finden dann in verschiedenen Laboren statt, die ebenfalls anonym bleiben.
Norm-Staub und "Schmutzstreifen"
Bei den Versuchen bleibt nichts dem Zufall überlassen. Die obersten Gebote lauten: Normierung und Standardisierung. Statt echter Schmutzwäsche kommen speziell hergestellte "Schmutzstreifen" in die Waschmaschine. Den Bräunungsgrad von Kuchen und Pizza misst eine Software, die Leistungsfähigkeit von Staubsaugern ermittelt das Labor mit sogenanntem Norm-Staub.
Wie ein Produkt abgeschnitten hat, erfahren die Hersteller schon kurz nach dem Test. Weichen die Daten von firmeneigenen Prüfungen ab, gibt es einen zweiten Kontrolltest. Vor der Veröffentlichung erfahren die Unternehmen allerdings nicht, wie das Qualitätsurteil letztlich ausfällt.
Eine schlechte Note bedeutet wirtschaftlichen Schaden. Bei besonders drastischen Urteilen nehmen die Firmen das Produkt vom Markt, so wie im Fall der mineralöl-belasteten Adventskalender im Jahr 2012. Andere Unternehmen klagen. Etwa Ritter Sport, deren Gerichtsverfahren wegen einer vermeintlichen Schummelei bei der Aromakennzeichnung ihrer Nussschokolade noch läuft.
Bislang hat Stiftung Warentest keinen Gerichtsprozess verloren – ein wenig Vertrauen haben die Prüfer durch den nussigen Fall jedoch eingebüßt.
Das Internet macht Stiftung Warentest das Leben schwer
Ausgerechnet im Jahr ihres 50. Bestehens sieht sich die Stiftung Warentest im Abwind. Verschiedene Bewertungen wurden von Unternehmen angezweifelt und im Internet tummeln sich eine Vielzahl von Vergleichs- und Testportalen. Doch die staatliche Stiftung schwört auf ihre nachvollziehbaren Prüfkriterien.
Unternehmen fühlen sich von Stiftung Warentest schlecht bewertet
Für den Verbraucher ist die Stiftung Warentest noch immer ein guter Name. Es gibt fast nichts, was die Prüfer bisher noch nicht unter die Lupe genommen haben. Ein guter Hinweis für eine Kaufentscheidung sind die Ergebnisse allemal. Doch in letzter Zeit gab es wiederholt Aufbegehren von Unternehmen, die sich schlecht bewertet fühlten.
Einer, der bekannten Fälle ist der von Ritter Sport. Warentest hatte bemängelt, dass der Vanillezusatz in der Nussschokolade nicht natürlich sei. So stand es nämlich auf der Verpackung. Für die Schokolade waren das Minuspunkte. Ritter klagt und bekam Recht. Da die Stiftung Warentest jedoch Berufung einlegte, steht ein endgültiges Urteil noch aus.
Bewertungsportale sind Konkurrenz für Stiftung Warentest
Im Hinblick auf die vielen Portale im Internet, auf denen auch Kunden über Produkte schreiben, weist Warentest auf ihre standardisierten, nachvollziehbaren Prüfungsaufbauten hin. Kundenmeinungen sind eher subjektiv. Dennoch sind diese Webseiten für die Stiftung Warentest eine Konkurrenz. Sie sind in der Regel kostenlos.
Gerade die finanzielle Situation der Stiftung Warentest gab im Jahr 2012 Anlass zur Sorge. So wurden erstmalig rote Zahlen geschrieben. Mit Geld aus dem Stiftungsfond konnte die Finanzlage wieder in richtige Bahnen gelenkt werden.
Wie bereits erwähnt, werden Verbraucher besonders oft am Telefon abgezockt...
Vorsicht, wenn das Telefon klingelt - Abzocke der Verbraucher
Neue und miese Tricks werden täglich am Telefon mit leichtgläubigen Verbrauchern praktiziert, die nichts anderes im Sinn haben, als diese hinter das Licht zu führen und an ihr sauerverdientes Geld zu kommen. Nicht nur Senioren sind von den folgenden Maschen krimineller Abzocker betroffen, sondern zahlreiche Menschen in jedem Alter. Selbst strenge Gesetze in Deutschland können den Machenschaften noch kein Ende bereiten, weshalb an dieser Stelle auf die vier häufigsten Abzocker-Fallen aufmerksam gemacht werden soll.
1. Falle: Der Trick per SMS
"Willst du wissen, wo dein Freund sich gerade befindet, dann wähle die folgende Nummer...". Solche SMS gehen zigfach Tag für Tag bei Frauen oder mit einer anderen Wortwahl auch bei Männern ein. Wer gerade in einer Beziehung steckt, wird kaum die nagende Eifersucht beiseite schieben und die genannte Nummer anrufen.
Stopp! Dahinter verbirgt sich ein abgekartetes Spiel, das einen dazu verleiten soll teure Telefonnummer anzurufen, die extrem ins Geld gehen können. Sollten sie solch eine SMS erhalten, löschen Sie sich am besten sofort, denn nur dadurch vermeiden sie hohe Kosten und das sich die Abzocker an ihnen bereichern.
2. Falle: Fingierte Telefonrechnungen
Eine besondere Abzockermasche ist es, dubiose Telefonrechnungen zu verschicken. In diesen finden sich dann angebliche Auflistungen von Telefonaten teurer Hotlines, wie etwa Gewinnspiel-Hotlines oder auch von Sex- und Astrohotlines.
Bezahlen Sie diese Rechnung nicht, denn dahinter verbergen sich dubiose Firmen, die lediglich an Ihr Geld wollen. Ignorieren Sie diese Rechnungen und ebenfalls eingehende Inkasso-Briefe.
Besser ist es hier, aufgrund der nicht abgeschlossenen Verträge für derartige Dienste, den Verbraucherschutz oder die Polizei zu informieren. Nur so kann den Abzockern das Handwerk gelegt werden und Sie wieder zu Ihrer Ruhe kommen.
3. Falle: Ein Vertrag, der nicht gewollt ist
Sie erhalten einen Anruf eines Unternehmens, dessen Mitarbeiter Ihnen günstige Handy-Konditionen hinsichtlich der Grundgebühren und des Tarifs anbietet. Angesichts der Kostenersparnis schließen sie per Telefon einen Vertrag über das Angebot ab.
Erst später stellen Sie dann enttäuscht und auch erschreckt fest, dass die Konditionen alles, nur nicht gut, sind. Ähnliches gilt für telefonische Angebote zahlreicher Produkte, wie etwa Wein oder auch Feinkost-Artikel. Kaufen Sie nicht per Telefon! Lehnen Sie ab und untersagen Sie weitere Anrufe.
4. Falle: Hotlines, die richtig ins Geld gehen
Bei diesem miesen Trick erhalten die Verbraucher zunächst einen Brief. In diesem wird ihnen mitgeteilt, dass sie einen Fernseher, einen Urlaub oder auch viel Geld gewonnen haben. Um den Preis zu erhalten, muss jedoch eine teure 0900er-Nummer angerufen werden, deren Preis pro Minute bis zu 2,99 Euro kosten kann.
Dass man erst einmal in einer Warteschleife hängt, um dann schlussendlich doch niemanden an das andere Ende der Leitung zu bekommen, muss hier an dieser Stelle nicht verwundern. Werfen Sie solche dubiosen Briefe sofort in den Müll und das besonders auch dann, wenn Sie hundertprozentig wissen, dass Sie nirgends an einem Gewinnspiel teilgenommen haben.
Außerdem sollten Sie die Bundesnetzagentur unter der Nummer 030/22480-500 anrufen, die diese Telefonleitung abstellen lassen wird.
Achtung allerdings, wenn Sie eine Telefonrechnung erhalten, auf der derartige Telefonate aufgelistet sind. Die ganze Rechnung einfach nicht zu bezahlen, kann dazu führen, dass der Anschluss stillgelegt wird. Versuchen Sie, eine Klärung mit Ihrem Telefonanbieter zu erzielen und bezahlen Sie auf jeden Fall die normal geführten Telefonate.
11818 - die kostenlose Telefonauskunft ist doch nicht kostenlos
Die Verbraucherzentrale in Berlin warnt die Bevölkerung vor der vermeintlich "kostenlosen" Telefonauskunft unter der Nummer 11818.
Der Anbieter wirbt mit einer kostenlosen telefonischen Auskunft, doch nach eingehenden Untersuchungen ist der Dienst nur in der ersten Minute kostenlos. Für jede weitere Minute zahlt der Anrufer ganze 99 Cent. Deswegen erhielt der Anbieter jetzt ein Mahnschreiben der Verbraucherzentrale, da er gegen die vom Gesetz vorgegebenen Preisangaben verstoßen hat. Es war in der Werbung weder zu erkennen, dass es sich bloß um die erste Minute handelt, die kostenlos ist, noch geht dies aus dem Leitspruch "Deutschlands erste kostenlose Telefonauskunft" hervor.
Miese Masche - Betrüger versuchen Rentner mit Rundschreiben um ihr Geld zu bringen
Dass ahnungslose Senioren gerne Opfer von miesen Abzockern und Trickbetrügern sind, ist bekannt. Momentan geht ein neues Schreiben rum, mit dem skrupellose Betrüger versuchen, Rentner und Angestellte um ihr Habe zu bringen.
Dafür missbrauchen die Betrüger das Logo der DRV, der Deutschen Rentenversicherung, im Briefkopf. Die Ansage im Brief ist folgende: entweder zahlt der Angeschriebene 212,40 Euro auf das angegebene Konto, oder die Rente ist nicht in voller Höhe sicher. Ein weiterer Trick ist, dass das Empfängerkonto der „DRV München“ ist. In diesem Falle handelt es sich aber um die „Deutsche Rentner Versicherung“, und nicht etwa um die „Deutsche Rentenversicherung“. Das Konto führt zur HypoVereinsbank.
Noch ist nicht klar, wieviele Menschen diese Schreiben erhalten haben. Sollten Sie ein ähnlich dubioses Schreiben erhalten, so überprüfen Sie zunächst die Versicherungsnummer auf Korrektheit und wenden sich im Zweifelsfalle an die Deutsche Rentenversicherung, bevor Sie etwas zahlen.
Vorsicht bei Gewinnspielen übers Telefon
Polizei und Verbraucherschützer warnen eindringlich vor einer neuen Masche von Betrügern. Hierbei handelt es sich um ein angebliches Gewinnspiel übers Telefon.
Betrüger erfragen bei angeblicher Gewinnspielstornierung die Kontonummer
So geschieht es dabei, dass ein freundlicher Anrufer nachfragt, ob man an dem Gewinnspiel nicht mehr teilnehmen wolle und für die Stornierung benötige man die nötige Kontonummer. Doch die Folge sind plötzliche Abbuchungen und auch manchmal geschieht dies auch über die Telefonrechnung, wobei die Telefongesellschaften dabei in keiner Weise beteiligt sind. Doch ist eine Korrektur einer Telefonrechnung immer schwierig, wie auch die Verbraucherzentrale in NRW berichtet.
Besonders gefährdet sind ältere Bürger über 60 Jahre, die meistens höflich und aufgeschlossen auf solche Anrufe reagieren. Wie auch der Chef des Landeskriminalamtes in Nordrhein-Westfalen, Wolfgang Gatztke, berichtet, sind bei einem Fall innerhalb von ein paar Tagen etwa 14.000 Menschen auf die Betrüger reingefallen. Der Gesamtschaden belief sich auf 670.000 Euro.
Wer bereits reingefallen ist, sollte besonders vorsichtig sein
Besonders diejenigen, die einmal reingefallen sind, werden dann zukünftig öfters solche Anrufe erhalten, denn deren Daten werden bei den Betrügern gerne gehandelt. Mittlerweile melden sich auch einige Sparkassen bei ihren Kunden, wenn sie häufig verdächtige Abbuchungen auf den Konten entdecken.
Besserer Schutz vor Geschäftemacherei am Telefon und im Internet
Unseriöse Werbung und Vertragsabschlüsse per Telefon, überhöhte Mahngebühren für Musikdownloads oder versäumte Zahlungsfristen – vor solchen Praktiken sollen die Verbraucher künftig besser geschützt werden. So hat der Bundestag etwa die Kosten für Abmahnungen gedeckelt und Gewinnspielverträgen am Telefon einen Riegel vorgeschoben. Verbraucherschützer hoffen, dass damit die Abmahnwut mancher Online-Anbieter gedrosselt wird.
Rund 4 Millionen Mahnschreiben haben Anwälte allein 2012 verschickt, um Internetnutzer für teilweise geringfügige Vergehen kräftig zur Kasse zu bitten. Durchschnittlich 800 Euro sollten die Betroffenen zahlen. Jetzt sind die Gebühren auf maximal 155,30 Euro begrenzt. Wer abgemahnt wird, hat außerdem Anspruch auf eine detaillierte Aufschlüsselung der Kosten.
Aufatmen können auch Glücksritter, die sich am Telefon zu einem Gewinnspiel hinreißen lassen. Künftig sind die Verträge erst wirksam, wenn der Verbraucher sie schriftlich bestätigt. Wenn ein Unternehmen ohne Einwilligung Werbeanrufe macht, kann ein Bußgeld bis 300.000 Euro verhängt werden – auch wenn nur eine Computerstimme erklingt.
Auch seriöse Gesprächspartner rauben dem Verbraucher häufig den letzten Nerv...
Wie Kundenhotlines den Anrufer nerven
Ob nun Telefonanbieter, Internetdienstleister, Mobilfunkbetreiber oder sogar die Agentur für Arbeit: Wer telefonisch einen Rat oder eine Auskunft haben möchte, der findet heute fast nirgends mehr einen persönlichen Ansprechpartner. In den meisten Fällen kann er sogar froh sein, wenn er überhaupt einmal an einen "echten" Menschen und nicht einfach nur an einen Automaten gerät.
Die Zeiten von Telefonvermittlung und Durchwahlnummern sind vorbei. "Kunden-" oder "Servicehotline" heißt jetzt das magische Wort. Der Anrufer landet dabei, regelmäßig, zunächst einmal bei einem Automaten und anschließend, bestenfalls, in irgendeinem beliebigen Callcenter, die in den letzten Jahren bundesweit wie Pilze aus dem Boden geschossen sind.
Diese Einrichtungen bestechen vielfach durch unqualifizierte und darüber hinaus oft auch noch gnadenlos unverschämte Mitarbeiter. Und nur in den seltensten Fällen ist das zweifelhafte Vergnügen, mit solch einem Telefonisten zu sprechen, kostenlos.
Im Gegenteil, denn mit Gebühren von bis zu 1,49 Euro pro Minute und mehr, zum Beispiel vom Mobilfunknetz aus, sind die Kundenhotlines für die jeweiligen Unternehmen eine willkommene zusätzliche Einnahmequelle. Vollkommen zu Unrecht, denn in vielen Fällen handelt es sich bei den Anrufen bei Kundenhotlines schlichtweg um Reklamationen.
Dem Kunden ist ein fehlerhaftes Produkt angedreht worden oder der Dienst, für den er bezahlt, steht nicht zur Verfügung. Jetzt muss König Kunde auch noch königlich dafür bezahlen, dass er sein fehlerhaftes Produkt oder die teuer erworbene Nichtleistung beim entsprechenden Anbieter anzeigt und Abhilfe verlangt.
Nach "drücken Sie die Eins", "drücken Sie die Zwei", "drücken Sie die Drei" und "geben Sie jetzt Ihre neunzehnstellige Kundennummer ein und bestätigen Sie Ihre Eingabe mit der Rautetaste" hört er sich dann irgendwelche Musik an bis er dann schließlich, nach minutenlangem und kostspieligem Procedere, endlich an einen vollkommen inkompetenten, namenlosen Callcenter-Mitarbeiter weitergeleitet wird, der ihm dann, zum Beispiel, so abenteuerliche Dinge erzählt wie: "Ihr Handy muss sich eben erst noch an Ihre neue SIM-Karte gewöhnen".
Die viel gepriesenen Kundenhotlines sind oft alles andere als Oasen in der Servicewüste Deutschland. Häufig sind sie nur ein Trick, dem ohnehin schon geprellten Kunden weiteres Geld aus der Tasche zu ziehen. Es bleibt zu wünschen, dass diese Unsitte in Zukunft wieder abreißt, denn sonst ist schlechter Rat dann obendrein noch teuer.
Junge brünette Frau schreit in weißen Telefonhörer
Tipps in Sachen Verbraucherschutz
Verbraucherschutz ist somit sehr wichtig. Für Verbraucher gibt es einige generelle Tipps, auf die sie achten können. So finden sich beispielsweise im Lebensmittelbereich Hinweise zur richtigen Lagerung oder zum Kauf von Produkten.
Des Weiteren stellen die Inhaltsstoffe einen wichtigen Punkt dar, sei es in Nahrungsmitteln oder in Gebrauchsgegenständen. Auch Tipps zum Abschließen von Verträgen oder Käufen im Internet sind typisch.
Auf besondere Hinweise gehen wir im Folgenden ein.
Testsiegel zeichnen bestimmte Waren oder Dienstleistungen aus. So wurden diese dann durch das jeweilige Institut untersucht und als gut befunden. Doch kann einem solchen Testsiegel stets vertraut werden oder gibt es nicht doch einige Dinge, welche nichtsdestotrotz beachtet werden sollten?
Zunächst einmal sollte man wissen, dass Testsiegel keinesfalls ein verlässlicher Hinweis darauf sind, dass mit dem jeweiligen Angebot alles in Ordnung ist. So gibt es eine Reihe von Fällen, wann Testsiegel keinerlei Aussagekraft besitzen. In einem solchen Fall kann man dann dem Testsiegel nicht trauen, sondern sollte die Ware selbst einer kritischen Prüfung unterziehen.
Täuschend echte Siegel
Zunächst einmal setzen manche Hersteller auf die Verwendung von Testsiegeln, welche keinerlei Wert besitzen. So handelt es sich beim angegeben Institut nicht etwa um ein unabhängiges Forschungslabor, sondern nur um eine fiktive oder interne Agentur.
Darüber hinaus werden viele Waren auch einfach mit Symbolen versehen, welche einem Testsiegel ähneln, aber keinerlei Aussagekraft besitzen. Ein rundes Symbol mit goldenen Sternen und einer Inschrift mag somit vielleicht wie ein Testsiegel wirken, muss aber noch lange kein solches sein.
Missbrauch von Testsiegeln
Darüber hinaus nehmen es viele Hersteller scheinbar auch mit der Auszeichnung ihrer Waren mit Testsiegeln nicht so genau. So werden beispielsweise auch Produkte mit einem Testsiegel versehen, welche durch das jeweilige Institut nie getestet wurden. Ein solcher Missbrauch ist in Einzelfällen nur schwer nachzuweisen, weshalb diese Form des Missbrauchs relativ häufig vorkommt.
Vorteilhafte Warenrepräsentation
Des Weiteren sollte man sich darüber im Klaren sein, dass die Anbieter stets nur jene Siegel verwenden, welche für die angebotene Ware sprechen. So kann es beispielsweise sein, dass Stiftung Warentest ein Produkt als mangelhaft einstuft, wohingegen ein anderes kleines Testinstitut eine gute Bewertung vergibt. Testsiegel sind demnach kein universeller Test, sondern nur eine Darstellung der vermeintlichen Qualität, welche durch den Anbieter gesteuert wird.
Aus all diesen Tatsachen lassen sich einige Verhaltenstipps für den Verbraucher ableiten. So sollte ein Testsiegel auf einer Ware stets genauer inspiziert werden. So kann schnell festgestellt werden, ob es sich tatsächlich um ein solches Siegel handelt und ob dieses überhaupt zur hiermit ausgezeichneten Ware passt.
Darüber hinaus lohnt es sich insbesondere beim Kauf teurerer Waren, sich zunächst in Fachzeitschriften, online oder bei der Verbraucherzentrale über das jeweilige Produkt zu informieren. Ein Testsiegel ist schließlich noch lange kein eindeutiger Beweis dafür, dass die Ware keine Mängel aufweist.
Falsche Testsiegel
Wer greift da nicht schneller zu, wenn ein Produkt mit dem Testsiegel der Stiftung Warentest oder Öko-Test ausgezeichnet ist? Es ist belegt, dass gute Testergebnisse den Verkauf der Ware fördern. Dies machen sich nun einige Unternehmen und sogar bekannte Discounter zu Nutze. Testsiegel werden gefälscht oder einfach für andere Produkte verwendet.
Saturn bewarb mit dem Testsiegel einer Mikrowelle gleich mehrere Geräte, darunter war sogar ein Fernseher. Auch Aldi-Nord versuchte durch geschicktes positionieren eines Test-Logos in den Prospekten den Verbraucher zu täuschen.
Ein Ende dieses Testsiegel-Missbrauchs ist jedoch nicht in Sicht, da die Strafen, die für diese Vergehen angesetzt werden, viel zu gering sind, um die Unternehmen wirklich davor abzuschrecken. Verbraucher seien darauf hingewiesen diese Siegel selber zu kontrollieren.
Etiketten-Schwindel bei Klimageräten
Gerade jetzt bei der Hitzewelle in Deutschland finden mobile Klimageräte sehr viele Käufer. Doch jetzt hat der Bundesverband Verbraucherzentrale einigen Anbietern von diesen Klimageräten die "gelbe" Karte gezeigt, denn diese haben falsche Angaben bei der Umweltfreundlichkeit oder auch bei Energieeffizienz von den Geräten gemacht.
Ein Hersteller wollte seine Geräte, die zu der Energieeffizienz-Klasse E gehörten, für seine Kunden besonders "schmackhaft" machen, indem er sie einfach als "Öko" bezeichnete. Da die Klassifizierung aber von "A" bis "G" geht, wobei "A" für besonders effizient steht, kann man sich selber ausrechnen, was dies für Geräte waren. Doch auch Baumärkte stehen in der Kritik, die entweder keine Etiketten oder ausländische verwenden.
Zudem werden manchmal auch schädliche Kältemittel als ökologisch oder umweltfreundlich dargestellt. Besonders Anbieter von Kühlschränken, die mit dem Hinweis "frei von Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW)" werben, gerieten in die Kritik, denn schon seit 1995 ist die Verwendung von FCKW verboten, so dass also die Werbung reiner Humbug ist.
Irreführende Bio-Siegel laut Verbraucherschützern
Spätestens seit dem jüngsten Skandal um Dioxin in Eiern landen bei immer mehr Verbrauchern Biowaren im Einkaufskorb. Doch nicht längst alles, was so aussieht und entsprechend beworben wird, wurde tatsächlich ökologisch hergestellt.
Die Berliner Verbraucherinitiative Bundesverband geht davon aus, dass es hierzulande rund 1.000 verschiedene Prüfsiegel und Lebensmittelzeichen gibt. Wie viele davon schlicht irreführend sind, lässt sich nach Angaben einer Verbraucherschützerin nicht sagen.
Hinter den Siegel steckt reine Marketingabsicht
Food Watch hält viele Etiketten wie "Goldenes DLG-Siegel" oder "aus artgerechter Haltung" für reine Marketinginstrumente. Beim Kauf von Produkten mit dem sechseckigen deutschen Biosiegel können Verbraucher zumindest sicher sein, dass mindestens 95 Prozent der Zutaten ökologisch sind.
Das Demeter-Markenzeichen bekommen nur Betriebe, die biologisch-dynamisch wirtschaften. Dies wird auch regelmäßig und streng kontrolliert. Dagegen kann man bei Bezeichungen wie "Bio" oder "Öko" nur sicher sein, dass unter anderem keine schädlichen Düngemittel verwendet und auf Gentechnik verzichtet wurde.
Über Details der einzelnen Label, wer sie vergibt und was sie besagen, informiert die Verbraucherinitiative Bundesverband unter www.label-online.de im Internet.
Als Kunde sollte man heutzutage darauf achten, wie mit den eigenen Daten und deren Bekanntgabe umgegangen wird. Schließlich handelt es sich bei den diversen Formen des Datenmissbrauchs nicht mehr um Ausnahmeerscheinungen, sondern um Vorfälle, welche sich bundesweit millionenfach ereignen. Doch welche Tipps zum Schutz der eigenen Daten sollte man beachten, damit man vor einem Datenmissbrauch weitestgehend sicher ist?
Zunächst einmal sollte man sich bei der Offenlegung seiner privaten Daten sehr zurückhaltend zeigen. Sollte es demnach nicht unbedingt notwendig sein, beispielsweise bei einem Kauf im Internet die persönlichen Daten anzugeben, dann sollten diese stets zurückgehalten werden. Helfen kann in diesem Zusammenhang auch die Angabe von falschen Informationen, solange man hierdurch nicht die Wirksamkeit eines Vertrages gefährdet. Meldet man sich bei einem Unternehmen beispielsweise für eine online Newsletter an, gibt es keinen Grund, hier seine richtigen Daten offenzulegen.
Webezwecke
Wird wiederum bei Gewinnspielen teilgenommen oder Waren bei einem Versandhaus gekauft, kann natürlich nicht mit falschen Daten gearbeitet werden. Dies wäre in manchen Fällen sogar eine Straftat, weshalb hiervon Abstand genommen werden sollte.
Stattdessen gibt es in diesem Zusammenhang aber dann häufig ein Feld, dessen Anklicken die Nutzung der Daten für Werbezwecke erlaubt. Insbesondere aufgrund der Tatsache, dass dieses Kästchen bei online Formularen häufig schon angekreuzt ist, sollte man diesem Beachtung schenken und dafür sorgen, dass die eigenen Daten nicht für Werbezwecke genutzt werden dürfen.
Des Weiteren begegnet man beim Einkaufen häufig Kundenkarten, welche scheinbar die Treue des Kunden belohnen. Oft handelt es sich hierbei aber um nichts anderes als Informationsfilter, welche die Datensätze der Kundschaft sammeln. Kann demnach nicht davon ausgegangen werden, dass man aufgrund der riesigen Kaufmengen regelmäßig von der Kundenkarte profitiert, sollte vom Besitz solcher Karten abgesehen werden.
Ein weiteres ganz wichtiges Feld der persönlichen Datensicherheit sind Online-Formulare, welche beispielsweise auch beim Online Banking eine wichtige Rolle spielen. Bevor man mit der Eingabe seiner persönlichen Daten beginnt, sollte stets überprüft werden, ob es sich tatsächlich um die Seite des gewünschten Anbieters handelt.
So gibt es Trojaner und vergleichbare Viren, welche eine solche Seite nur simulieren. Sobald auf der Seite dann die persönlichen Daten eingegeben werden, kommt es zu einem Versand der Daten an die Betrüger, welche diese dann für ihre illegalen Aktivitäten nutzen.
Finden Sie, der Verbraucherschutz tut genug, um Sie als Konsument ausreichend aufzuklären und zu schützen?
Nicht in jeder Hinsicht
Greenpeace und Foodwatch: "Verbraucherinformationsgesetz" ist gescheitert
Das seit etwa einem Jahr geltende Verbraucherinformationsgesetz (VIG) ist für Greenpeace ein "Placebo", also wirkungslos, und für Foodwatch "auf ganzer Linie gescheitert". Das Gesetz berechtigt Verbraucher, von Behörden Auskünfte über deren Erkenntnisse etwa zu Lebensmitteln, Kosmetika, Spielzeug, Kleidung oder Reinigungsmitteln zu bekommen.
VIG-Anfragen sind umständlich, teuer und laufen ins Leere
"Die erste Hürde ist, herauszufinden, wer für die Anfrage zuständig ist", kritisiert Dr. Manfred Redelfs von Greenpeace in der "Apotheken Umschau". VIG-Anfragen seien oft umständlich, teuer oder liefen ins Leere. Landesbehörden haben jeweils unterschiedliche Gebührenregeln. Manche Anfragen kosten nichts, andere sind kostenpflichtig. Die Verbände raten Verbrauchern, unbedingt vorher eine Kostenschätzung zu verlangen.
Die Gebühr kann bis zu 250 Euro betragen. Laut Greenpeace seien beispielsweise in Baden-Württemberg im ersten Jahr nur 135 Anfragen beantwortet worden und in Hamburg ganze 13. Testanfragen seien auch nach einem Jahr noch nicht bearbeitet. "Informationen sind genauso verderblich, wie die Lebensmittel, um die es geht", sagt Redelfs.
Nach seiner Überzeugung ist das Gesetz falsch angelegt. "Ich finde, dass Behörden in Verbraucherfragen eine Bringschuld haben und Kontrollen veröffentlichen sollten."
Das Rufen eines Schlüsseldienstes kann teuer werden
Ein Moment der Unachtsamkeit oder ein Windstoß - schnell ist es passiert, dass man vor statt hinter seiner Tür steht und das ohne Schlüssel. Da man nur selten beim Nachbarn einen Schlüssel deponiert hat oder der eigene Schlüssel von innen steckt, wird in der Regel der Anruf beim Schlüsseldienst nötig. Und dieser kann mitunter ganz schön teuer werden.
Leider gibt es auch in dieser Branche schwarze Schafe, die neben horrend teuren Anfahrtskosten auch noch mehr am Schloss zerstören als notwendig, um so mehr abzocken zu können. Doch auch bei den "normalen" Schlüsseldiensten werden vielfach hohe Rechnungen fällig, da je nach Anbieter weite Anfahrtswege anfallen oder Wochenend- und Nachtzuschläge berechnet werden, die bis zu 150% der herkömmlichen Kosten betragen können.
Anbieter vergleichen und bei Unklarheit nachfragen
Ist einem nun das Malheur mit der Tür passiert, lohnt es sich, mehrere Schlüsseldienst-Unternehmen anzurufen und sich direkt am Telefon auch die Kosten nennen zu lassen. Auch beim Eintreffen des Mitarbeiters heißt es sich nochmals nach dem Namen des Unternehmens zu erkundigen und genau darauf zu achten, was am Türschloss gemacht wird.
Oft wird direkt vor Ort das Öffnen der Tür kassiert. Stellt man jedoch hierbei einen überhöhten Preis fest (gilt auch dann, wenn es sich um eine Rechnung handelt), sollte man lediglich einen angemessenen Teilbetrag bezahlen und sich zunächst an die Verbraucherzentrale wenden.
Diese kennt die üblichen Preise und kann demzufolge auch sagen, ob es sich um eine korrekte Abrechnung oder doch einen Wucherpreis handelt. Geht solch eine Angelegenheit doch vor Gericht, dann geben die Richter übrigens bei einem überzogenen Preis zumeist dem betroffenen Verbraucher recht.
Diäten gibt es mehr als genug und doch finden immer neue Diäten ihren Weg, um übergewichtigen oder erkrankten Menschen hilfreich die Hand zu reichen. Leider ist jedoch die "Hilfe" sehr fragwürdig und so ist es nicht verwunderlich, wenn Verbraucherzentralen wie in Thüringen vor bestimmten Diätangeboten warnen. Aktuell steht die Warnung im Bezug auf die neue Diätform "Metabolic Balance", die unter anderem fragwürdige Ernährungsregeln enthält.
Vor Beginn der eigentlichen Diät, wird den Diätwilligen Blut abgenommen, nach dessen Auswertung entsprechende Lebensmittel zugewiesen werden. Während der eine zum Beispiel Feta-Käse und Aprikosen essen darf, werden einem anderen dann der Limburger-Käse oder Kiwis empfohlen.
Prinzipien und Regeln ohne wissenschaftliches Fundament
Nach Ansicht der Experten kann jedoch eine Blutuntersuchung keinerlei Hinweise darauf geben, welche Nahrungsmittel nun richtig oder falsch sind. Auch Regeln wie etwa die letzte Mahlzeit vor 21 Uhr einzunehmen oder auch kein Öl zu verwenden, sind wissenschaftlich nicht belegbar.
Geworben wird bei der "Metabolic Diät" zudem damit, dass diese Diät bei Rheuma, Migräne oder Diabetes hilfreich sein kann. Die Fachleute der Verbraucherzentrale empfehlen allerdings im Falle derartigen Erkrankungen von dieser Diätform Abstand zu nehmen oder zuvor den eigenen Arzt zu konsultieren und nachzufragen, ob diese Diät überhaupt bei dem gesundheitlichen Zustand das Richtige ist.
Angebote hinsichtlich der "Metabolic Balance" Diät finden sich sowohl bei Ernährungsberatern als auch in Fitness-Studios.
BUND - Getränkedosen verseucht mit Chemikalien
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat in einigen Getränkedosen die Chemikalie Bisphenol A gefunden. Betroffen sind unter anderem die Abfüller Coca Cola, Red Bull, Nescafé und Schöfferhofer.
Die Blechbüchsen sind in der Regel mit einer Innenbeschichtung versehen, in deren Epoxidlacken das Bisphenol A nachgewiesen wurde. Der Stoff wirkt ähnlich wie das weibliche Hormon Östrogen und hat vorherigen Studien zufolge schon in geringen Dosen gefährliche Nebenwirkungen. Es sind Zusammenhänge zwischen einer hohen "Bisphenol A"-Konzentration und Herz- und Kreislauferkrankungen, Sexualstörungen sowie Diabetes bei Erwachsenen nachgewiesen. Bei Föten können Missbildungen auftreten.
Dem BUND zufolge sei es unwahrscheinlich, dass so etwas ausgerechnet durch Getränkedosen ausgelöst würde. Denn der Stoff ist auch in Konservendosen, Zahnfüllungen und anderen PVC-Produkten mit Weichmachern enthalten. Der Verein forderte die Bundesregierung auf, die Verarbeitung des Stoffes generell zu verbieten.
Vorsicht bei Werbung für Mittel gegen Prostatabeschwerden
Im gesamten Bundesgebiet werden wieder einmal Werbeunterlagen für ein "Allheilmittel" gegen Prostataleiden in die deutschen Haushalte geschickt. Hier versucht ein "Dr. Hittich" sein angebliches Wunderheilmittel zu verkaufen, was gegen eine Vergrößerung, auch im Fortgeschrittenen Stadium, entgegenwirken soll.
Dies hat jetzt die Mediziner, besonders natürlich die Urologen, auf den Plan gerufen, so dass sie ausdrücklich davor warnen, denn in dieser Broschüre werden falsche Aussagen gemacht und auch die Fakten entsprechen nicht der Wahrheit, so dass das einzige Ziel dieser Machenschaft ist, den Männern Angst zu machen und damit den Weg zum Facharzt zu vermeiden, wenn man zu den Wunderpillen greift.
Bei einer vergrößerten Prostata: sofort zum Arzt!
Wenn also jemand irgendwelche Anzeichen, die auf eine vergrößerte Prostata schließen könnten, verspürt, wie beispielsweise Probleme beim Wasserlassen, so sollte man zu einem Facharzt gehen, aber auch der Hausarzt kann dabei helfen. Für Männer ab einem bestimmten Alter übernehmen auch die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für die nötigen Vorsorgeuntersuchungen. Also auf jeden Fall, bevor man irgendwelche Mittel kauft, vorher sich untersuchen lassen, denn oft ist alles ja im "grünen Bereich".
Vorsicht vor scheinbar günstigen Angeboten - Immer auf die AGBs achten
Nicht selten sieht man im Fernsehen oder in Zeitungen Werbung von günstigen Angeboten, die man eigentlich gar nicht ausschlagen kann. Aber Vorsicht, die Angebote scheinen meist nur auf den ersten Blick ein Schnäppchen zu sein. Liest man sich die Geschäftsbedingungen (AGB) genauer durch, entlarvt man das tolle Angebot leider zu oft als Geldfalle.
Ob eine zeitliche Begrenzung bei Gutscheinen, versteckte Versandkosten bei der Warenrückgabe, nachträgliche Änderungen der Geschäftsbedingungen, vom Umtausch ausgeschlossene Waren oder Widerrufsrechte bei bestellten Abonnements. Ein genauer Blick in die AGBs der Anbieter lohnt sich immer, denn dort müssen jegliche Eventualitäten angegeben sein. Können Sie auf eine ihrer Fragen dort keine Antwort finden, fragen Sie auf jeden Fall bei dem Anbieter nach und lassen Sie sich von ihm diesen Zusatz schriftlich geben.
Lesen Sie sich alles genau durch
Die im Moment angesagten 0% Finanzierungen von Elektrogeräten wie Fernseher, Laptops oder ähnlichem haben ebenfalls versteckte "Kostenfallen", die in den Geschäftsbedingungen zu finden sind, wenn auch nur sehr klein gedruckt. Auch vor privaten Kreditanbietern, die einem Geld ohne Schufa-Auskunft leihen wollen, sei gewarnt. Denn zum Kredit kommen nicht nur die hohen Rückzahlungszinsen, meist wird auch eine Provision oder eine Bearbeitungsgebühr fällig, die den geliehenen Betrag in unermessliche Höhen steigen lassen.
Es gibt noch zahlreiche andere Anbieter, die ihre Kunden mit scheinbar günstigen Schnäppchen zu einem Kauf überreden wollen. Im Allgemeinen sollte man sich die AGBs immer genau durchlesen, bevor man mit denen einen Kaufvertrag abschließt, denn sonst könnte es unter Umständen teurer werden als gedacht.
Gerichtsbeschluss bestraft Versandhändler, der Kunden am Telefon Waren unterjubelt
Nicht selten kommt es vor, dass Leute von Versandhändlern angerufen werden, um so ihre Produkte zu vertreiben. An sich ist das auch nicht verboten, aber jetzt landete ein Fall vor Gericht, bei dem ein Händler seine Telefonkunden innerhalb eines gerade mal eineinhalb minütigen Gesprächs angeblich zum Kauf gebracht hat und den Leuten seine Waren inklusive Rechnung zustellte.
Ein Kunde klagte gegen den BTN Versandhandel, der ihm nach einem angeblichen Verkaufsgespräch am Telefon eine Medaille aus seinem Sortiment zukommen ließ, mit der Aufforderung die beiliegende Rechnung zu begleichen. Der überrumpelte Kunde gab im Prozess an, sich nicht an das Verkaufsgespräch zu erinnern und keine Verkaufszusage erteilt zu haben.
Das Gericht entschied sich zu Gunsten des Klagenden, da es in einem Telefongespräch von knapp 90 Sekunden kaum möglich sei, die Zusage eines Kunden zum Kauf der Waren zu bekommen und ihm gleichzeitig innerhalb dieser Zeit alle Bedingungen für den Kauf zu erklären.
Oft folgen nach solchen Telefonaten Warenlieferungen, obwohl der Kunde dem nicht zugestimmt hat, da die Händler darauf hoffen, dass die Leute die Rechnungen ohne weiteres bezahlen, weil sie sich möglichen Ärger ersparen wollen. Ist dies der Fall, kann sich also der Warenempfänger nicht daran erinnern dem Versand zugestimmt zu haben, besteht für ihn keinerlei Verpflichtung die Rechnung zu zahlen.
Schadensermittlung: Was tun, wenn die Versicherung weniger zahlen will
Ob Wasserschaden oder Wohnungsbrand, Gutachter der jeweiligen Versicherungen klären vor Ort die Lage, gehen den Ursachen auf den Grund und bestimmen maßgeblich die Höhe der Schadensersatzleistung, welche später an den Versicherten ausgezahlt wird.
Die Geschädigten erhalten jedoch in vielen Fällen von den Versicherungen weniger Geld ausgezahlt, als an Schaden wirklich entstanden ist. Wer eine Schadensregulierung zugunsten der Versicherung nicht akzeptieren möchte, kann einen eigenen, unabhängigen Sachverständigen bestellen, welcher ein Gutachten erstellt, welches von einem Hausgutachter der Versicherung schließlich erneut überprüft wird. In diesem Fall müssen sich die Geschädigten auf lange Wartezeiten einstellen und riskieren am Ende sogar leer auszugehen oder ihren Versicherungsschutz einzubüßen. Machen sie daher stets genaue Angaben und engagieren sie nur vereidigt Sachverständige, um nicht an Laien zu geraten, denn die Berufsbezeichnung ist nicht offiziell geschützt.
Die Rechte des Kunden beim Schlussverkauf
Jedes Jahr kommen die Schlussverkäufe, so hat auch jetzt der Sommerschlussverkauf offiziell begonnen. Doch was kann man als Kunde machen, wenn man die gekaufte Ware doch wieder zurückgeben oder umtauschen möchte. So ist man bei einer einwandfreien Ware immer von dem Verkäufer, beziehungsweise von der Kulanz des Händlers abhängig.
Bei reduzierter Ware, entweder wegen eines kleinen Fehlers oder einer Verschmutzung, hat man keine Möglichkeit der Reklamation, anders sieht es aus wenn zusätzliche Fehler, die man erst im Nachhinein erkennen konnte, vorliegen. Hier kann der Händler aber zuerst eine Behebung, zum Beispiel Reparatur, oder auch einen Ersatz anbieten, bevor man eventuell auch das Geld zurückerstattet bekommt.
Den Kassenbon sollte man immer aufheben, denn es gibt die zweijährige Gewährleistungsfrist, in dieser Zeit muss der Händler für das verkaufte Produkt haften. Hierbei muss bei Schäden innerhalb der ersten sechs Monate der Händler den Beweis erbringen, dass die Ware beim Verkauf einwandfrei war, danach liegt die Beweispflicht beim Kunden.
Grundsätzlich müssen auch Sonderangebote für mindestens zwei Tage erhältlich sein, ansonsten kann es sich um sogenannte Lockangebote handeln, was unlauterer Wettbewerb ist.
Eine unverbindliche Preisempfehlung eines Herstellers sagt überhaupt nichts aus, so sollte man beim Kauf, besonders bei Elektrogeräten wird dies gerne gemacht, im Vorfeld sich nach den Preisen, eventuell über das Internet, erkundigen.
Was bringen eigentlich die Kundenkarten? Bei Firma Palmers locken 30 Euro für indiskrete Fragen
Viele Deutsche haben irgendwelche Kundenkarten, so gibt es unter anderem die Payback-Karte, bei der einige Unternehmen beteiligt sind, wie beispielsweise Real oder Kaufhof. Jetzt bietet die Wäschefirma Palmers ihren Kunden für die Beantwortung von bestimmten Fragen zu ihrer Unterwäsche sogar 30 Euro Belohnung an.
So sollen die Kunden in einem Fragebogen für die Kundenkarte auch Näheres über ihre Konfektionsgröße und Vorliebe für bestimmte Unterwäsche preisgeben. Dies hat jetzt Finanztest ermittelt. Aber bei der Untersuchung betreffs Datenschutz wurden auch einige Mängel festgestellt.
Von den 29 untersuchten Kundenkarten konnten gerade einmal vier den Sicherheitstest überstehen, so neben der DeutschlandCard, Yves Rocher, das bahn.bonus-Programm und schließlich die schon oben erwähnte Payback-Karte.
Wie profitiert eigentlich der Kunde von dieser Flut an Karten?
Es werden bei vielen Unternehmen sogenannte Bonusguthaben gesammelt, die man zum Teil aber überhaupt nicht nutzt. Besser ist eine Kundenkarte, die einen sofortigen Rabatt, der aber auch bei 3 Prozent liegen sollte, gewährt, so beispielsweise die Kundenkarte für den "Hagebaumarkt".
Aber auch bei der beliebten Payback-Karte, wo viele Unternehmen beteiligt sind, kann man sich die angesammelten Bonuspunkte bei einem Kauf in den angeschlossenen Unternehmen anrechnen lassen.
Oftmals werden Sonderaktionen durchgeführt, bei denen man zusätzliche "Punkte" sammeln kann, die man eventuell auch in Sachprämien umsetzen kann. Damit sich das lohnt, muss man schon viel einkaufen. So musste man für die "Umhängetasche Fußballfeld" zwischen 460 Euro und 4600 Euro Umsatz gemacht haben, was aber wie gesagt auch von den Bonuspunkten abhängt. Im Fazit rechnen sich eigentlich die Kundenkarten nur für den Händler, denn der hofft und macht dadurch mehr Umsatz.
News vom 30.07.2010
Abzocke: Heizungsableser kassieren oft zu viel
Die Konkurrenz am Markt der Heizungsableser ist nicht so groß, wie sie sein sollte: drei große Unternehmen teilen sich 75 Prozent Marktanteil, wodurch sie die Preise nahezu willkürlich in die Höhe schreiben können. Im Durchschnitt zahlt man als Mieter 13 Euro zu viel für den Ablesedienst, warnen Verbraucherschützer und fordern ein Eingreifen des Kartellamtes.
Eine Studie der Gesellschaft CO2-Online besagt, dass für die Dienstleistung, den Heizungsstand abzulesen, Preisunterschiede von bis zu 70 Prozent bestehen. Bei einer 70m²-Wohnung liegt die Spanne zwischen 38,50 und 65,10 Euro. Für den Vermieter lohnt sich ein Wechsel des Anbieters nicht, da dieser vom Mieter gezahlt werden muss.
News vom 06.08.2010
Was tun, wenn Behörden nicht zügig arbeiten
Was kann der Bürger eigentlich machen, wenn die Behörden gestellte Anträge nicht zügig bearbeiten? Dies ist oftmals bei der Beantragung von Fördermitteln, wie beispielsweise bei Sanierungen und Modernisierungen, aber auch bei einem Zuschuss zur Miete bei Hartz IV-Empfängern der Fall.
Besonders wenn die Zeit knapp wird, weil vielleicht der neue Heizkessel vor dem Winter eingebaut werden soll, wartet man oft nach der Antragstellung mehrere Monate auf die Zusage ohne die man nichts unternehmen kann, denn sonst bleibt man auf den Kosten sitzen.
Regelmäßiges Nachfragen und Untätigkeitsklage
Normalerweise müssen aber die Beamten im Verwaltungsbereich innerhalb von drei Monaten über einen Antrag entscheiden und nur wenn sachliche Gründe dagegen vorliegen, kann es länger dauern. Aber man sollte selber immer wieder bei seinem Sachbearbeiten nachfragen und sich auch beschweren, was man am besten schriftlich macht.
Wenn alles nichts hilft, so gibt es auch die Möglichkeit einer sogenannten "Untätigkeitsklage". Hiermit kann man auch den Finanzämtern Druck machen, wenn beispielsweise bei einem Einspruch auch nach einem halben Jahr noch keine Entscheidung vorliegt.
Finanzielle Hilfe bei Anwaltsfragen
Verbraucher, die über wenig Geld verfügen, haben laut Stiftung Warentest die Möglichkeit mit einem Beratungsschein bei einem Anwalt Rat einzuholen, so sind auch Prozesse vor dem Sozialgericht kostenfrei. Aber bei den Verwaltungsgerichten wird ein Vorschuss fällig, doch kann man dafür Prozesskostenhilfe beantragen. Eine Klage gegen die Behörden mit einer einstweiligen Anordnung ist aber immer mit Problemen behaftet, weil hier eine besondere "Dringlichkeit" nachgewiesen werden muss.
News vom 21.09.2010
Dioxin auch in Schweinefleisch gefunden
Nach neuen Kontrollen fand man jetzt auch in Schweinefleisch das giftige Dioxin, also nicht nur Eier und Geflügel sind von dem Skandal betroffen.
Wie der Sprecher des Landwirtschaftsministeriums, Gert Hahne, berichtet, handelt es sich um einen Betrieb in Niedersachsen im Landkreis Verden, wo jetzt mehrere hundert Schweine getötet werden müssen. Auch in einem weiteren Betrieb fand man verseuchtes Fleisch, was aber noch im Grenzbereich liegt, so dass der Hof jetzt erst einmal geschlossen bleibt und weiter kontrolliert wird.
Futterhersteller ist erneut Harles und Jentzsch
Laut Angaben der Behörden erhielt der betroffene Betrieb das verseuchte Futtermittel auch von dem Unternehmen aus Schleswig-Holstein, Harles und Jentzsch, was wohl der Hauptschuldige in diesem Skandal ist. Der Justizminister von Niedersachsen, Bernd Busemann (CDU), spricht sogar von Betrug und fordert scharfe Strafen für die Verantwortlichen. Auch wird noch geprüft, ob man Schadenersatzansprüche wegen der zusätzlichen Kosten der Kontrollen geltend machen kann.
Zuerst waren etwa 4.000 Höfe von einer Schließung betroffen, die meisten konnten zwar wieder freigegeben werden, doch sind weiterhin noch 330 Höfe in Niedersachsen, sowie 143 in Nordrhein-Westfalen und 62 in Schleswig-Holstein gesperrt.
Mit Dioxin belastete Eier
In der Region Hannover wurden nachweislich mit Dioxin belastete Eier an die Verbraucher verkauft, hierbei handelt es sich um Eier mit der Code-Nummer 2-DE-0350384, also Eier aus Bodenhaltung ("2"), aus Deutschland ("DE"), aus dem Bundesland Niedersachsen ("03") danach folgt eine vierstellige Betriebe-Nummer und die letzte Ziffer ist eine Kennzeichnung innerhalb des Betriebes. Wer diese Eier in seinem Haushalt findet, der sollte sie auf keinen Fall verzehren und seinem Händler zurückgeben.
Verbraucher lassen sich leicht durch Zahlen verwirren
Verbraucher sind leichter zu beeinflussen, als es vielen lieb sein dürfte. Wie eine Studie niederländischer Forscher ergab, wählen sie instinktiv die höheren Werte - etwa was die Garantiezeit einer Waschmaschine angeht - obwohl der Zeitraum identisch ist. Beispiel hierfür: die Angabe 48 Monate statt vier Jahre. Dieser sogenannte "Effekt der Einheiten" verzerre Verbrauchern häufig den Blick, schreiben die Wissenschaftler im "Journal of Consumer Research".
Das Phänomen funktioniert auch bei Nahrungsmitteln
Dies wiesen sie nicht nur die Frage der Garantiezeit nach, auch was Nährwertangaben betrifft, war dieses Phänomen erkennbar. Konkret wurden den Probanden Lebensmittel angeboten, deren Energiegehalt entweder in Kilojoule oder Kilokalorien angegeben wurde. (247 für den Apfel, 1029 für den Schokoriegel bzw 59 und 246) Ergebnis: Die Testpersonen griffen "deutlich häufiger" zum Apfel, wenn der Energiegehalt in Kilojoule angegeben war, weil die Differenz viel größer erschien.
Allerdings ließe sich die Probanden nicht so leicht beeinflussen, wenn sie entweder intensiv die Informationen studieren konnten oder auf die Willkürlichkeit der Einheit - etwa im Beispiel Kilojoule oder Kilokalorien - hingewiesen wurden.
Beim Online-Shopping den Händler bei Vorauskasse-Zahlung vorab prüfen
Beim Einkauf im Internet und Zahlung per Vorauskasse, sollte man immer vorab über den Händler ausreichende Auskünfte einholen.
Wer sich bei einem Einkauf im Internet mit anschließender Vorauskasse nicht genügend über den jeweiligen Händler informiert, kann böse reinfallen - dann ist unter Umständen das Geld weg und Ware sieht man auch keine. Man sollte vorab immer schauen, ob der betreffende Händler auch "vertrauenswürdig" ist.
Hierzu können Erfahrungen von Freunden und Bekannten äußerst hilfreich sein, wenn diese bereits bei dem betreffenden Händler eingekauft haben. Dann kann man erfahren, wie der Händler in der Serviceleistung ist und ob seine angebotenen Produkte von guter Qualität sind. Darauf weist jetzt die Verbraucherzentrale aus Sachsen hin.
Wenn man nach einem Online-Einkauf keine Ware und auch den Kaufpreis nicht zurückbekommt, dann sollte man umgehend Anzeige erstatten. Doch selbst dann ist nicht garantiert, dass man sein bezahltes Geld jemals zurückbekommt.
Die beste Variante der Zahlung im Internet ist nicht die Vorauskasse, sondern die Zahlung auf Rechnung, wenn man das Produkt auch bekommen und für gut befunden hat.
Gaststätten - Rot für Hygienesünder
Rot, gelb oder grün. Eine Kontrollampel soll Verbraucher künftig informieren, ob und welche Hygienestandards Gaststätten, Restaurants und Imbisse einhalten. An einem mehrfarbigen Balken sollen Besucher bald erkennen können, ob sie lieber einen großen Bogen um ein Lokal machen sollten oder ohne Bedenken dort essen können. Diesen Beschluss hat eine Arbeitsgruppe der Verbraucherschutzministerien der Bundesländer gefasst.
Derzeit existiert noch kein einheitliches System zur Einstufung von hygienischen Zuständen in Gaststätten. Zur Debatte standen auch eine Smiley-Variante oder Ekel-Listen im Internet zu veröffentlichen. Restaurantbesitzer sollen die Kontrollampel entweder schon an der Eingangstür oder neben der Speisekarte anbringen.
Kontrollampel soll Transparenz über die Hygienestandards schaffen
Das neue System berücksichtigt die drei letzten Lebensmittelüberprüfungen. Ein Pfeil zeigt auf der Kontrollampel an, ob der Inhaber die "Anforderungen erfüllt" (grün), "teilweise erfüllt" (gelb) oder nur "unzureichend erfüllt" (rot). Derzeit genügt rund ein Viertel aller Betriebe, die Lebensmittel verarbeiten, nicht den Ansprüchen der Lebensmittelkontrolleure.
Nach den Restaurants und Imbissen erhalten später Metzgereien, Bäckereien und Kantinen auch eine Kontrollampel, anschließend Supermärkte und Lebensmittelgeschäfte.
Welches Nahrungsprodukt verspricht am meisten, hält aber wenigsten?
Die Verbraucher können bis Mitte Juni sich an einer Abstimmung zum Preis "Goldener Windbeutel" beteiligen. So hat die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch fünf Produkte ausgewählt, die zur Wahl stehen unter dem Aspekt, wer verspricht in der Werbung das meiste für die Gesundheit, hält aber sich am wenigsten daran.
Folgende Produkte stehen zur Wahl
Der Joghurt "Activia" vom Hersteller Danone, der eine gute Verdauung verspricht.
Die "Nimm2"-Bonbons, für die der Süßwarenhersteller Storck mit Vitaminen für unsere Kleinen wirbt, doch Obst und Gemüse bieten mehr Vitamine.
Die "Milchnitte" von Ferrero als leichte kleine Zwischenmahlzeit, für die auch Sportler werben, Obwohl diese zu 60 Prozent aus Zucker und Fett besteht
Das "Mini Würstchen Ferdi Fuchs" wird den Kindern von der Firma Stockmeyer angepriesen, doch hier kritisieren die Verbraucherschützer das viele enthaltene Salz.
Abschließend noch das "Schlemmertöpfchen", welches nach alter Tradition hergestellt wird, wie die Firma Kühne betont. Doch sind hier Aromen und Farbstoffe enthalten, die es wohl im Jahr 1772 bestimmt nicht gegeben hat.
Jetzt werden also die Verbraucher bis zum 16. Juni gebeten ihre Stimme unter "www.abgespeist.de" abzugeben.
Jetzt haben die Verbraucherschutzminister der Länder sich auf die Einführung der sogenannten "Hygiene-Ampel" für die Gastronomie geeinigt, die ab dem 1.1.2012 in Kraft treten soll.
So sollen nach Kontrollen betreffs der Sauberkeit die einzelnen Gaststätten bewertet und gekennzeichnet werden. Dies wird durch ein farbiges Balkendiagramm, das gut sichtbar in der Gaststätte angebracht wird, dargestellt, so bedeutet die Farbe "grün" alles in Ordnung, bei "gelb" gibt es einige Beanstandungen und bei "rot" kann dem betroffenen Betrieb neben einem Bußgeld auch die Schließung drohen.
Diese Beurteilung wird also zunächst für die Gaststätten eingeführt werden, danach auch Metzgereien, Bäckereien aber auch Kantinen und Lebensmittelhändler sowie im Endeffekt auch Wochenmärkte. So wird auf jeden Fall auf die Lebensmittel-Kontrolleure viel Arbeit zukommen, so dass man schätzt, dass zu den schon jetzt fehlenden 1.200 bis 1.500 Kontrolleuren noch einige dazukommen werden.
Bessere Gewährleistungsansprüche von Verbrauchern
Die Verbraucher haben nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshof (EuGH) bessere Gewährleistungsansprüche bei fehlerhafter Ware. So muss ein Händler nicht nur die fehlerhafte Ware ersetzen, sondern bei Bedarf auch für den Aus- und Neueinbau die Kosten ersetzen.
Händler muss Entfernen fehlerhafter Fliesen und Neuverlegung übernehmen
Bei zwei Fällen hat sich also der EuGH klar auf die Seite des Verbrauchers gestellt. Bei dem ersten Fall ging es um Fliesen. Nachdem der Fliesenleger schon weit über die Hälfte verlegt hatte, stellte der Kunde fest, dass die polierte Oberfläche feinste Schleifspuren aufwies, die sich nicht entfernen ließen, was man im Vorfeld nicht erkennen konnte.
Somit musste der Händler neue Fliesen liefern, doch nach dem Urteil auch die Kosten für das Entfernen der fehlerhaften Fliesen und die Neuverlegung übernehmen. Der Preis für die Fliesen lag bei knapp 1.400 Euro und die Kosten für die Neuverlegung schätzte ein Gutachter auf etwa 5.800 Euro.
Auch Ausbau der defekten Spülmaschine und Einbau einer neuen muss vom Händler übernommen werden
Beim zweiten Fall ging es um eine Spülmaschine, bei der der Kunde erst nach dem Einbau feststellte, dass sie defekt war und sich auch nicht reparieren ließ. Auch hier musste der Händler eine neue Maschine liefern und die Kosten für den Aus- und Einbau der defekten Maschine übernehmen. Beide Fälle wären in Deutschland nach einem Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH) anders gelaufen, doch hatte der BGH vorsorglich beim EuGH nachgefragt.
Der Händler muss somit auch für fehlerhafte Ware haften, auch wenn er keine Schuld hat, denn die Lieferung einer einwandfreien Ware gehört zum Kaufvertrag. Nur, wenn die Kosten für den Aus- und Einbau nicht im richtigen Verhältnis stehen, ist eine Begrenzung der Kosten möglich und der Kunde hat dann die Wahl eines Austauschs, wobei dann ein Teil zu seinen Lasten geht, oder für eine Entschädigung in Form eines Preisnachlass. Jetzt hat der BGH noch das letzte Wort für die beiden obigen Fälle.
News vom 18.06.2011
Stiftung Warentest untersuchte Steckdosenleisten - über die Hälfte sind mangelhaft
Die Stiftung Warentest hat Steckdosenleisten, die sich in jedem Haushalt befinden, unter die Lupe genommen. Das Ergebnis ist erschreckend, denn von den 19 getesteten Leisten sind elf als "mangelhaft" bewertet worden.
Steckdosenleisten mit und ohne Überspannungsschutzfunktion im Test
Bei den Steckdosenleisten handelte es sich einmal um ganz normale und auch über Leisten mit einer sogenannten Überspannungsschutzfunktion. Bei den durchgefallenen Steckdosenleisten wurden wichtige Grenzwerte für die Sicherheit überschritten, so kam es beispielsweise bei einem zu hohen Stromfluss, wie bei einem Blitzschlag, zu einer stärkeren Erhitzung als erlaubt, teilweise über 120 Grad Celsius. Besonders, wenn die Leiste noch versehentlich abgedeckt wird, besteht höchste Brandgefahr.
Bei den Steckerleisten mit dem Überspannungsschutz wurden gerade die teuersten, einmal die Vario Linea Akustik plus mit einem stolzen Preis von 40 Euro, sowie die Brennenstuhl Secure-Tec Automatic, die auch noch 28 Euro kostet, als mangelhaft bewertet. Beide entwickelten bei starker Belastung eine zu große Hitze und bei einer kam es bei einem simulierten Kurzschluss zu einer Stichflamme.
Maximale Belastung von Steckdosenleisten sollte nicht überschritten werden
Als "gut" haben die Prüfer die Steckdosenleiste APC Surge Protector Essential P5B-GR bewertet, die einmal auch den Überspannungsschutz sowie auch einen integrierten 10-Ampere-Schutzschalter besitzt, und nur 11,90 Euro kostet. Aber man sollte bei der Nutzung der einzelnen Steckerleisten immer darauf achten, dass die maximale Belastung nicht überschritten wird und man sollte auch keine Steckerleisten hintereinander schalten.
In der Juli-Ausgabe 2011 der Zeitschrift "test" findet man alle Ergebnisse oder auch im Internet unter www.test.de/steckdosenleisten.
Präparate aus dem Internet sind gefährlich - Verbraucherschützer warnen vor Schlankmachern und co
Die Namen klingen oft sehr viel versprechend: Im Internet gibt es Mittel gegen offenbar jedes Problem. Potenzmittel sollen Männern helfen, Fitnessdrinks helfen beim Muskelaufbau und Schlankmacher lassen die Pfunde nur so dahin schmelzen.
Gefahren aus dem Onlinehandel
Doch die aus dem Internet kommenden Präparate sind nicht nur meist reine Geldmacherei ohne Wirkung, sie sind auch gefährlich; so warnen die Verbraucherschützer. Im Onlinehandel gibt es viele Produkte, die keinen Qualitätskontrollen unterliegen. Oft erfährt der Käufer nicht einmal, welche Bestandteile enthalten sind. Das kann zu einem Risiko für die Gesundheit werden.
Getestet wurden nun 70 Produkte aus allen Bereichen, von Diät-Pillen über Potenzmittel bis zu Anti-Aging-Cremes. Die Analyse im Labor ergab, dass in jedem dritten Mittel Stoffe verarbeitet sind, für die es keine Zulassung gibt. Einige der getesteten Onlinemittel enthielte sogar verbotene Arzneien.
Auch Medikamente die gefährlich und daher verschreibungspflichtig sind, kamen vor, darunter Amphetamin und Sibutramin. Die Einnahme kann ohne ärztliche Aufsicht und ohne Wissen um die Wechselwirkung mit anderen Mitteln lebensbedrohend werden.
Etikettenschwindel - Nutella ist keine Vitaminbombe
Wirft man einen Blick auf die Inhaltsstoffe und Nährwerte auf dem Etikett von Nutella-Gläsern, entsteht leicht der Eindruck, dass dieser süße Brotaufstrich nur wenig Zucker und Fett, dafür aber jede Menge Vitamine enthält. Dagegen zogen Verbraucherschützer vor Gericht und bekamen Recht.
Als Folge muss nun der Herausgeber der Marke, Ferrero, das Etikett ändern. Denn auch das Oberlandesgericht Frankfurt/Main bekannte, dass die Nährstoff- und Vitaminangaben auf dem herkömmlichen Etikett Verbraucher in die Irre leiten können.
Nutella bezieht sich auf unterschiedliche Grundmengen
Die Verbraucherschützer bemängelten, dass der Großkonzern zur Angabe des Prozentsatzes des jeweiligen Tagesbedarfs verschiedene Grundmengen heran zog. Bei der Tagesmenge von Nährstoffen wie Kohlenhydraten oder Fetten beziehe sich die Angabe auf eine durchschnittliche Portion von 15 Gramm Nutella, die Angabe der Vitamine dagegen auf eine Menge von 100 Gramm.
Daher kam es zu folgenden Zahlen: Für Kohlenhydrate 3 und Fett 7 Prozent des täglichen Bedarfs, wohingegen für Vitamine Werte 30 bis 78 Prozent angegeben wurden. So entstehe leicht der Eindruck, dass Nutella nur sehr wenig Fett und Zucker enthalte, dafür aber eine große Menge gesunder Vitamine liefere.
Aufschrift stellt eine „relevante Irreführung“ dar
Erst, wenn sich jemand die Mühe macht und genauer hinschaut, erkenne er die Zusammenhänge, das könne von einem Durchschnittsverbraucher jedoch nicht erwartet werden, so die Richter vom Oberlandesgericht. Gerade beim schnellen Einkauf, würde sich kaum jemand diese Zeit nehmen. Daher handelt es sich bei der bisherigen Aufschrift um eine „relevante Irreführung“. Die Folge: Ferrero muss nun ein neues Etikett entwerfen.
Wenn Inkassofirmen zur Plage werden
Inkassofirmen haben die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass noch nicht bezahlte Rechnungen beglichen werden und die Unternehmen so zu ihrem noch ausstehenden Geld kommen. Kürzlich meldeten die Verbraucherzentralen jedoch, dass es scheinbar immer mehr unseriöse Inkassofirmen gebe, die sich zunehmend als Plage entwickelten.
Diese würden versuchen mit Willkür und erfundenen Gebühren die noch ausstehenden Rechnungen immens in die Höhe zu treiben, so der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV). Deshalb seien jetzt besondere Regeln und eine Beaufsichtigung für das Inkasso-Gewerbe notwendig, um die Verbraucher vor Abzocke und Einschüchterung zu schützen.
99 Prozent der Beschwerden absolut gerechtfertigt
Die Verbraucherschützer haben zu diesem Zweck von Juli bis September gezielt Beschwerden zu diesem Sachverhalt gesammelt, von denen 3.700 ausgewertet wurden. Es habe sich herausgestellt, dass 99 Prozent der Beschwerden gegen unseriöse Inkassofirmen absolut berechtigt seien.
Dabei wäre in 84 Prozent aller Fälle bereits die Hauptforderung des Inkasso-Unternehmens unberechtigt gewesen. In 15 Prozent habe nach einer ausdrücklichen Nachfrage, ob die Forderungen berechtigt sind, immer noch Unklarheit geherrscht.
Viele Verbraucher kommen aus Angst sogar unberechtigten Zahlungsforderungen nach
Laut VZBV gäbe es häufig einen Zusammenhang zwischen unberechtigten Inkassoforderungen und untergeschobenen Verträgen durch nicht erlaubte
Werbung für Gewinnspiele und
Abofallen durch das Internet.
Die Verbraucher würden danach oft durch Geldeintreiber eingeschüchtert, oder sogar bedroht, was dazu führe, dass die meisten sogar unberechtigten Zahlungsforderungen aus Angst nachkämen, so Olaf Weinel, Geschäftsführer der Verbraucherzentrale Niedersachsen.
Grund des Problems sei das Fehlen einer einheitlichen Regelung
Oft käme es auch zu einer Kostenexplosion der Gesamtrechnung durch nicht nachvollziehbare zusätzliche Gebühren wie
andere Phantasiegebühren.
Dies beziehe sich sowohl auf berechtigte als auch unberechtigte Inkassoforderungen. Durch solch unlautere Methoden sei die Gesamtsumme aller ausgewerteten Fälle von 490.000 Euro auf 750.000 Euro angestiegen. Das Problem käme deshalb zustande, weil es keine einheitliche Regelung gäbe und Inkassounternehmen ihre Gebühren selbst frei bestimmen könnten.
Verbraucher müssen vor Abzockerei und Einschüchterung geschützt werden
Drei Viertel der befragten Verbraucher haben sich direkt durch die Zahlungsforderungen bedroht gefühlt. Daraufhin habe die Deutsche Zentral Inkasso GmbH ihren Zahlungsforderungen direkt einen "Entwurf einer Klageschrift" beigelegt.
Der VZBV-Vorstand Gerd Billen betont, dass seriöses Inkasso völlig legitim und wichtig sei, aber der Verbraucher vor Einschüchterung und Abzockerei geschützt werden müsse. Aus diesem Grund sei es wichtig,
gesetzliche Informationspflichten,
einheitliche Gebühren und
eine besondere Aufsicht
Künftig sollen Verbraucher schneller und leichter an Informationen über Produkte und Waren kommen, das hat der Bundestag nun beschlossen und in der Reformation des Verbraucherinformationsgesetzes (VIG) festgelegt. Das VIG garantiert, dass sich der Verbraucher über den Inhalt, die Herstellung sowie die möglichen Gesundheitsrisiken von Produkten bei zuständigen Behörden und Ämtern informieren kann. Bisher dauerte die Bearbeitung solcher Anträge über Futter-, Lebensmittel oder Gebrauchsgegenstände allerdings sehr lange und bedurfte lästiger Formalitäten.
Daher soll ab sofort ein Anruf oder eine Anfrage per E-Mail ausreichen um an die gewünschten Informationen zu gelangen. Zudem dürfen Verbraucher sich künftig auch über Heimwerkerprodukte, Möbel oder Haushaltsgeräte informieren. Werden Grenzwerte überschritten oder gegen Vorschriften verstoßen, müssen die Behörden dies ab sofort eigenständig veröffentlichen. Verbraucher dürfen durch die Reformation des VIG nun auch dann Kontrollergebnisse fordern, wenn die Grenzwerte nicht überschritten wurden. Solche Verbraucherauskünfte werden in Zukunft bis zu einem Verwaltungsaufwand von 250 Euro von den Behörden übernommen und auch für Auskünfte über Rechtsverstöße bis 1000 Euro müssen die Verbraucher nun nichts mehr zahlen.
Erst, wenn die Bearbeitung des Anliegens mehr kostet, muss der Verbraucher die Kosten selbst tragen. Zunächst bekommt er dann einen Kostenvorschlag von den Behörden unterbreitet.
Damit Verbraucher in Zukunft besser wissen, woher ihr Essen stammt, möchte Ilse Aigner die Bundesverbraucherministerin Lebensmittel in dieser Hinsicht besser kennzeichnen. Doch bis dahin muss zunächst geklärt werden, was sich mit der Bezeichnung „regional“ schmücken darf, denn das ist noch nicht so ganz klar. Nicht immer stammen die Zutaten eines Produktes aus der Region, auch wenn es als solches gekennzeichnet ist. Zum einen kann es sich dabei lediglich um die Verarbeitung des Lebensmittels in heimlichen Gefilden handeln oder nur die Abpackung fand im regionalen Umland statt, die Zutaten jedoch wurden von außerhalb eingeführt.
Daher sollen künftig Produkte nur noch dann mit der Aufschrift „regional“ werben dürfen, wenn sowohl die Zutaten aus der Region stammen und das Produkt dort fertig hergestellt und abgepackt wurde.
Unterschiedliche Verpackungsgrößen: Preise genauer vergleichen
Seitdem es keine Einheitsgrößen mehr für viele Artikel des täglichen Gebrauchs gibt, fällt der Preisvergleich Verbrauchern immer schwerer. So dürfen Unternehmen zahlreiche Lebensmittel oder auch Zahnpasta in beliebig großer und kleiner Verpackung anbieten. Verbraucherschützer haben nun beanstandet, dass viele Einzelhändler dies zu versteckten Preiserhöhungen nutzen.
So fanden sie heraus, dass es etwa Gummibären von Haribo meist in 300-Gramm-Tüten zu 0,89 Euro gibt. Allerdings boten zwei der überprüften Geschäfte zum selben Preis lediglich eine Tüte mit einem Inhalt von 200 Gramm an. Dies bedeutet eine Differenz von 50 Prozent.
Kritik gab es auch für die Preisgestaltung des Käses "Mini Babybel". Dort standen Packungen mit einem Inhalt von 120 Gramm mit sechs Stück oder 140 Gramm mit sieben Stück im Regal. Da der Verkaufspreis jeweils 1,99 Euro betrug, ergibt sich ein Unterschied von rund 17 Prozent.
Verbraucherschützer gehen daher davon aus, dass Einzelhandel und Lebensmittelindustrie absichtlich einen Vergleich der Preise verhindern wollen. Sie raten daher auf No-Name-Produkte auszuweichen, die viele Geschäfte zu Einheitspreisen im Angebot haben.
Neue Packungsgrößen bringen für die Kunden keine Vorteile
Die Hersteller dürfen seit April 2009 selber über die Packungsgrößen entscheiden, so kann beispielsweise eine Tafel Schokolade von der seinerzeit üblichen Menge von 100 oder 200 Gramm auch ein anderes Gewicht haben. Im Prinzip sollte eigentlich erreicht werden, dass die Packungen für die Verbraucher optimiert werden sollten, zum Beispiel für den Single-Haushalt oder auch für Großfamilien. Aber vielfach haben die Hersteller einfach die Packungen kleiner gemacht.
Verbraucherschützer hatten seinerzeit befürchtet, dass dadurch die Hersteller eine Preiserhöhung bewirken können, was sich auch bewahrheitet hat, wie eine Studie zeigt. In dieser Studie des DIN-Verbraucherrates stellte man zudem fest, dass einige Hersteller zwar mehrere Packungsgrößen anbieten, doch liegen die Füllmengen oftmals zu dicht beieinander, wie beispielsweise bei einem Konfitürenhersteller, der sechs verschiedene Gläser zwischen 250 und 350 Gramm anbietet. So vermisst man immer noch die praktischen Größen für den Single-Haushalt oder auch für die Senioren und besonders für die Großfamilien.
Oft bieten die Hersteller zum vormals gleichen Preis aber jetzt kleinere Packungen an, also im Endeffekt zu einem höheren Preis. So muss sich also der Verbraucher heute die Mühe machen die meistens auch kleingedruckten Angaben im Vergleich zum Kilogramm jeweils miteinander zu vergleichen, doch ist der Grundpreis, wie die Studie zeigt bei etwa 10 Prozent der Händler auch nicht immer korrekt. Bei Packungen mit Stückanzahlen, zum Beispiel bei Windeln, gibt es überhaupt keinen Grundpreis.
Vorsicht bei Anglageberatungen - Protokolle von Banken nicht unterschreiben
Um Verbraucher bei Anlageberatungen durch ihre Bank vor Falschberatungen zu schützen, müssen Banken seit 2010 alle Anlageberatungen schriftlich protokollieren und die Protokolle ihrem Kunden aushändigen. Dies schütze der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg jedoch nicht gänzlich vor Falschberatungen und könne auch die Verbraucherrechte vor Gericht nicht stärken.
Damit verwies die Verbraucherzentrale auf einen Fall, in dem ein Kunde einer Anlageberatung durch seine Bank zustimmte. Er wies in dem Gespräch unter anderem ausdrücklich darauf hin, dass das Geld jederzeit für einen Hausbau zur Verfügung stehen müsse. Die Bank jedoch vermittelte dem Kunden fälschlicherweise einen offenen Immobilienfonds sowie einen Garantiefonds und forderte im Anschluss an das Gespräch eine Unterschrift des Kunden, womit er bestätigte, dass er das Protokoll erhalten hat und alle Angaben darin vollständig und richtig sind. Der Verbraucherzentrale zufolge habe sich die Bank mit der Unterschrift ihres Kunden jedoch lediglich rechtlich abgesichert.
Die Stiftung Warentest bewertet schon längst nicht mehr nur Nahrungsmittel und co. In der Zeit von PC und Internet beschäftigt man sich zunehmend mit den Produkten und auch Gefahren der virtuellen Welt. Aktuell hat die Stiftung Warentest die Online-Ärzte genauer betrachtet und äußert nun deutliche Kritik.
Virtuelle Behandlungen in Foren, Chats und via Email sind längst keine Ausnahme mehr. Besonders Leiden, die mit einem Tabu belegt sind, werden gern im Internet vorgestellt und nicht mehr von Angesicht zu Angesicht. Dazu gehören Probleme wie Inkontinenz oder Erektionsstörungen. Doch was für Patienten aufgrund von Scham und Zeitersparnis vielleicht angenehmer ist, birgt diverse Gefahren. Im Internet können Ärzte Ratschläge erteilen, doch das ersetzt keine körperliche Untersuchung. Zudem besteht immer die Gefahr, dass man Pseudo-Mediziner gerät und falsche Vorschläge unterbreitet werden. Beides kann im Extremfall lebensgefährlich werden.
So bekam eine Testerin auf einer Plattform ohne Probleme ein Rezept für ein Antibiotikum, nachdem sie in einem Fragebogen angegeben hatte, dass sie Blut im Urin habe. Diese Behandlung ist mehr als fahrlässig. Zum einen kann man so an verschreibungspflichtige Medikamente gelangen, ohne tatsächlich krank zu sein und zum anderen wäre ein Urintest oder eine Blutanalyse dringend notwendig, wenn die Patientin tatsächlich Blut im Urin gehabt hätte. Ernste Leiden, bis hin zu Tumoren sind bei diesem Symptom denkbar.
Die Verbraucherschützer betonen daher noch einmal: alle „Diagnosen“ im Internet sind keine medizinischen Diagnosen, sondern schlichtweg Vermutungen. Daher sollte man sich in virtuellen Welten höchstens Ratschläge holen, jedoch nicht den Gang zum Arzt damit ersetzen.
Werden die Kunden an den Fleisch-, Wurst- und Käsetheken betrogen?
Von den Eichämtern in Hessen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz wurden Testkäufe durchgeführt und dabei stellte man fest, dass die Verbraucher besonders an den Wurst- und Käsetheken übers Ohr gehauen werden, das heißt man bezahlt dort auch die Verpackung mit, vor allem bei Salaten ist dies der Fall.
Meistens geht es nur um ein paar Cent, doch für die Händler summiert sich dies und so kommen oftmals bis zu 500 Euro im Jahr zusätzlich in die Kasse. Wie die Tester feststellten, wurde in den beiden Bundesländern Hessen und Baden-Württemberg in jeweils einem Drittel der meistens kleineren Betrieben somit falsch gewogen, indem das Papier oder die Plastikschale mit gewogen und auch berechnet wurde.
In Rheinland-Pfalz bemängelten die Tester insgesamt nur sechs Prozent der kontrollierten Betriebe, was vermutlich an den öfteren Kontrollen liegt.
Laut der Eichordnung und des Handelsgesetzbuches ist in Deutschland der Verkauf "brutto für netto" untersagt und kann mit einem Bußgeld geahndet werden.
Neue Version des Verbraucherinformationsgesetzes soll Antworten liefern
Wer nach Informationen über Händler, Firmen oder Gaststätten sucht, soll laut der Neufassung des Verbraucherinformationsgesetzes (VIG) nun Antworten bekommen. Behörden erteilen Verbrauchern nun Auskünfte über Firmen, allerdings nur, wenn der Verbraucher zuvor eine Anfrage gestellt hat.
Diese Neuregelung gilt ab 01.09.12. Es können Infos abgefragt werden, die ohnehin von Behörden gesammelt werden. Inhaltsstoffe von Lebensmitteln und ob diese zum Beispiel durch Pflanzenschutzmittel belastet sind, ob in einem Restaurant Hygienemängel aufgetreten sind oder ob Spielzeug mit unerlaubten Stoffen versetzt ist.
Antworten dürfen verweigert werden
Die Anfragen werden von den Behörden beantwortet, die den Bereich auch bearbeiten. So sind Gewerbeaufsichten oder Arbeitsschutzbehörden für Anfragen zu Produkten und die Lebensmittelaufsichtsbehörden zu Anfragen in diesem Bereich zuständig. Die Behörde hat allerdings das Recht zu entscheiden, ob eine Antwort erteilt wird. Antwort gibt es, wenn ein Gesundheitsrisiko besteht.
Eine Behörde kann die Antwort allerdings verweigern, wenn gegen die Firma strafrechtlich ermittelt wird und die Ermittlungen durch die Auskunftserteilung behindert würden. Auch fiskalische Interessen oder die militärische Sicherheit können ursächlich dafür sein, wenn eine Antwort verweigert wird.
Firmen können die Namen der Anfrage-Steller erfragen
Ab dem 1. September soll nun ein größeres Warenspektrum in die Auskunftsdatei gelangen. Außerdem können Anfragen auch per Telefon oder eMail gestellt werden. Die Beantwortung soll dank eines neuen Konzeptes deutlich schneller werden. Für Firmen ist es nun schwieriger, Informationen zurückzuhalten.
Zum Nachteil für Verbraucher ist ab 1. September laut dem Verbraucherzentrale Bundesverband, dass die Firmen den Namen desjenigen erfragen können, der die Anfrage gestellt hat. Dass Dienstleister für Altersvorsorge, Geldanlagen oder Handwerk nicht abgefragt werden können, ist auch eher nachteilig für Verbraucher.
Kosten für die Anfragen entstehen den Verbrauchern in der Regel nur selten, da sie bis zum einem Verwaltungsaufwand von 250,- Euro, bei Verstößen gegen das Gesetz sogar bis 1.000,- Euro, kostenlos sind. Fallen Kosten an, so werden pro Stunde zwischen 40,- und 60,- Euro berechnet, der Verbraucher muss aber vorab darüber informiert werden.
Große Packung, kleiner Inhalt: So treiben Hersteller die Preise im Supermarkt nach oben
Ob Waschmittel, Müsli oder Marmelade - die Verpackungstricks der Hersteller sind immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Nicht nur im Supermarkt, sondern auch bei Drogerie-Artikel werde sogenannte Relaunches, also neu designte Verpackungen, immer auch dazu genutzt, die Preise anzuziehen.
Die Verbraucherzentrale Hamburg hat aktuell erneut umfangreich Produkte getestet und kommt zu dem Ergebnis, dass sich die Hersteller einer Masche bedienen. Sie erhöhen nicht die Preise, das würde auffallen, aber sie verkleinern den Inhalt. Häufig ist dann bei einem Müsli etwa der Karton immer noch gleich groß, aber es ist weniger Müsli im Innenbeutel.
Weiterhin werden häufig neue Sorten in kleineren Packungen, aber zum gleichen Preis eingeführt. So ist es bei der Margarine "Rama Unwiderstehlich!" passiert: Während die Standard-Rama 500 Gramm enthält, enthält die neue Rama 400 Gramm Margarine. Problematisch ist auch, dass es seit April 2009 keine gesetzlichen Mengenvorgaben für bestimmte Lebensmittel mehr gibt. Das macht es für Verbraucherschützer noch schwerer, festzustellen, bei welchen Produkten es sich um Mogelpackungen handelt.
Die Angaben zu Grundpreisen in den Supermärkten seien zudem oft manipuliert, heißt es von der Verbraucherzentrale Hamburg. Da hilft nur, aufmerksam zu sein, sich genau zu informieren und vor allem schwarze Schafe direkt zu melden. Die Verbraucherzentralen verfügen etwa über Mogelpackungslisten.
Frankreich verbietet als erstes Land die Chemikalie Bisphenol A in Lebensmittelverpackungen
Die Chemikalie Bisphenol A, die im Volksmund auch als "Weichmacher" bezeichnet wird, ist sehr umstritten, so dass Verbraucherschützer ein Verbot bei der Herstellung von Lebensmittelverpackungen sowie in Konserven- und Getränkedosen fordern. Schon vor einem Jahr wurde ein Verbot EU-weit bei der Herstellung von Babyflaschen beschlossen.
Die Chemikalie soll angeblich die Gesundheit, besonders die der Kinder, gefährden. Sie hat eine ähnliche Wirkung wie das weibliche Sexualhormon Östrogen und soll sich negativ auf die Fortpflanzung und Gehirnentwicklung auswirken. Jetzt hat die Regierung in Frankreich, als erstes EU-Land, ein Verbot dieser Chemikalie in allen Lebensmittelverpackungen ab Mitte des Jahres 2015 beschlossen.
Auch der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) möchte ein diesbezügliches Verbot für Deutschland, doch die deutsche Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) wartet auf einen allgemeinen Entscheid aus Brüssel.
Hacker manipulieren Facebook-Accounts
Die Kriminalpolizei Rosenheim warnt derzeit vor Hacker-Angriffen auf Facebook-Accounts. Die Täter gelangen auf bislang unbekannte Weise an die Zugangsdaten von Facebook-Usern und benutzen deren Accounts, um deren Facebook-Freunde um ihre Telefonnummern zu bitten. Wer seine Nummer angibt, bekommt wenig später eine SMS mit einer PIN-Zahl eines kostenpflichtigen SMS-Dienstes und wird via Facebook aufgefordert, diese PIN an den Bekannten weiterzuschicken. Tut er dies, wird seine Prepaid-Karte oder die Rechnung seines Mobilfunkanbieters mit einem Geldbetrag belastet, der, wie erste Ermittlungen zeigen, auf ausländische Konten überwiesen wird.
Die Hacker haben es auf Facebook besonders leicht, da sie unter den oft mehreren hundert mehr oder weniger bekannten Freunden, die viele User mittlerweile haben, kaum auffallen. Zudem schenken viele User ihren Facebook-Freunden zu großes Vertrauen und antworten auf solche Nachrichten, ohne den Sinn dahinter noch einmal persönlich bei dem Bekannten nachzufragen.
Die Polizei empfiehlt daher, nicht zu viele Daten auf sozialen Netzwerken preiszugeben, vor allem dann nicht, wenn es sich um Adress-, Konto- oder Telefondaten handelt. Wer solch merkwürdige Nachrichten bekommt, sollte den entsprechenden Facebook-Freund persönlich kontaktieren und nachfragen.
Wie Hersteller die Warentester austricksen
In der Vergangenheit sollen manche Hersteller von Wasch- aber auch von Lebensmitteln, wenn sie von einem bevorstehenden Test erfahren hatten, ihre Produkte verbessert haben, damit sie in der Bewertung mehr Pluspunkte sammeln konnten. Doch nach der Testbeurteilung wurde dann wieder nach der alten Herstellungsart verfahren. Mittlerweile hat die Stiftung Warentest auf solche eventuellen Manipulationen reagiert und so wird zum Beispiel nicht mehr das genaue Produkt, das getestet werden soll, bezeichnet.
Bei einem Getränkehersteller wird dann vorher nur der allgemeine Test angekündigt, aber nicht mitgeteilt, ob es sich beispielsweise um Apfel- oder Orangensaft handelt. Auch sollen nach einem Test vermehrt Folgetests stattfinden, so dass dann der Schwindel eher erkannt wird.
Aber manche Hersteller nehmen kurzerhand Produkte vom Markt, wenn sie von einem bevorstehenden Test erfahren. So hatte die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch sich einmal nach einem Produkt, es handelte sich um eine sogenannte "Kinderwurst", bei einem Hersteller erkundigt, der dann sofort dieses Produkt vom Markt genommen hatte.
Auch ein Hersteller von Babynahrung reagierte sofort, nachdem Foodwatch einen zu hohen Zuckeranteil in einem Kindertee kritisierte.
Bei Privatverkauf über Ebay gilt nicht "gekauft wie gesehen", so dass der Verkäufer haftet
Bei vielen Privatverkäufen wird eine Gewährleistung durch den Zusatz wie "gekauft wie gesehen" ausgeschlossen. Aber wie jetzt der Bundesgerichtshof in Karlsruhe (BGH) entschieden hat, gilt dies nicht bei Verkäufen über das Internet, so beispielsweise auch bei "Ebay". So muss der Verkäufer für sein angepriesenes Verkaufsobjekt haften.
Gewährleistung bei Ebay-Kauf
Bei einem Fall wurde über "Ebay" ein "Wanderboot" für 2.500 Euro angeboten, dass der Verkäufer vollmundig anpries und unter anderem schrieb, dass es auch sofort betriebsbereit sei. Aber weil es sich um ein gebrauchtes Boot handelte, hatte der Verkäufer jegliche Gewährleistung ausgeschlossen.
Doch als das Boot beim zukünftigen Besitzer ankam, stellte sich heraus, dass es vollkommen marode war und eine Reparatur in Höhe von 15.000 Euro nötig gewesen wäre, so dass der Käufer vom Vertrag zurücktrat. Dies wollte der Verkäufer nicht anerkennen, weil er eine Gewährleistung einmal im Angebot und auch im anschließenden Vertrag ausgeschlossen hatte.
Reparaturmaßnahmen durch Verkäufer
Das Gericht gab dem Käufer Recht, denn laut den Angaben des Verkäufers hätte man sofort das Boot benutzen können, was aber laut Gutachten nicht möglich gewesen wäre. Aber der Verkäufer hätte noch die Möglichkeit haben müssen, die beanstandeten Mängel zu beseitigen, so dass nun der Fall bei Landgericht in Berlin wieder landete. Der Verkäufer muss aufgrund seines Angebots das Boot in einen gebrauchsfähigen (seetüchtigen) Zustand bringen, ansonsten kann der Käufer von dem Vertrag zurücktreten.
Misstrauen bei Werbung absolut angebracht
Tagtäglich wird damit geworben, dass etwas "frisch gebacken" ist. Kann das aber wirklich sein, wenn ein Produkt gerade der Tiefkühltruhe entnommen wird? Auf Rat der Verbraucherzentrale in Hamburg sollten Kunden eher misstrauisch sein, wenn es um derartige Werbesprüche geht.
Grundsätzlich wird etwas ganz anderes erwartet, wenn man dieser Werbung Glauben schenkt. Teiglinge, die in jedem Lebensmittelmarkt zu kaufen sind, können als Beispiel dienen. Durch die Aussage "frisch gebacken" werden bestimmte Erwartungen im Kunden geweckt. So glaubt dieser, dass ein ausgebildeter Bäcker die Brötchen traditionell hergestellt hat, aber die TK-Brötchen werden lediglich aufgetaut und danach wieder erwärmt.
Auch "frische" Milch ist nicht immer das, was erwartet wird, denn bei einigen Produkten wird die Haltbarkeit erhöht, was dann nicht mehr der Vorstellung von "frischer Milch" entspricht. Diese haltbar gemachte Milch kann sogar nach drei Wochen noch getrunken werden.
AGB´s dürfen nicht versteckt werden - Kunden müssen aufgeklärt werden
Laut einem aktuellen Urteil des Amtsgericht München müssen die allgemeinen Geschäftsbedingungen gut lesbar und dürfen nicht zu klein geschrieben oder versteckt sein. Sollte dies nicht so sein, dürfen sich Firmen von ihrer Haftung nicht einfach freisprechen.
Im aktuellen Fall hat eine Frau nun Recht bekommen, die als Verkäuferin bei ebay mit der Post ein Päckchen versendet hatte. Unglücklicherweise ging diese Sendung verloren, woraufhin die Post den Schaden nicht begleichen wollte, da der Konzern laut dessen AGB´s nur für Verluste aufkommt, wenn Päckchen entweder per Nachnahme oder Einschreiben verschickt werden. Die Richter verdonnerten den Konzern trotzdem zur Zahlung, da man die allgemeinen Geschäftsbedingungen nicht wirksam in das Vertragsverhältnis mit einbezog.
Ein kleingedruckter Preisaushang mit Bezug auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen sei laut dem Amtsgericht keineswegs ausreichend, weshalb die Zahlung des Schadens vollkommen gerechtfertigt sei.
Venedig wird Jahr für Jahr von Millionen Touristen regelrecht überschwemmt. Wer sich nach der Pflichttour durch den Dogenpalast, den Markusdom und auf den rosafarbenen Campanile hinauf bei einem gepflegten Espresso auf dem Markusplatz entspannen will, sollte besser eine prall gefüllte Geldbörse mitbringen: Nirgendwo blüht der Nepp so schön wie auf dem weltberühmten Platz im Herzen der Serenissima.
Teuer wird es vor allem in berühmten Cafés wie dem Florian und dem Lavena, wo täglich ein kleines Orchester live aufspielt. Dieses lässt sich nämlich nicht entlohnen, indem der Bandleader später mit dem Hut herumgeht: Stattdessen schlagen die Cafés ein "Supplemento Musica" auf die Rechnung auf - zum stolzen Preis von 6,00 Euro pro Person. Doch auch die Getränkepreise haben sich gewaschen: Ein Espresso schlägt ebenfalls mit 6,00 Euro pro Person zu Buche und eine Cola mit 8,50 Euro.
Dabei genügt es schon, sich einige Straßenzüge vom Markusplatz zu entfernen um herrlich still Campos (Plätze) jenseits des Touristenrummels zu entdecken, auf denen Getränke zu fairen Preisen verkauft werden und noch eine echte venezianische Atmosphäre zu entdecken ist. Schade ist es nur um den Markusplatz - denn die meisten der vielen Café-Tische bleiben dort mittlerweile leer.
Verbraucherzentrale warnt! Käse verschimmelt oft vor dem Mindesthaltbarkeitsdatum!
Von Gammelfleisch bis Mogel-Eier, die Kette der Lebensmittelskandale scheint nicht abreißen zu wollen. Die Verbraucherzentrale warnt nun vor Käse, der weit vor seinem eigentlichen Ablaufdatum verschimmelt. Besonders betroffen sind Käse, die an der Theke frisch aufgeschnitten und verpackt werden.
Die Verbraucherzentrale München kaufte rund 40 verschiedene Käsesorten und ließ sie im Zentralinstitut für Ernährungs- und Lebensmittelforschung von Weihenstephan untersuchen. Heraus kam, dass ein Großteil dieser Milchprodukte schon vor Erreichen des Ablaufdatums verschimmelt waren.
Als besonders anfällig erwies sich der Käse von der Käsetheke. Hier waren es 60 Prozent. Bei den unter Schutzatmosphäre verpackten Sorten waren es nur 20 Prozent der Proben, die vorher verschimmelten.
Marion Breithaupt-Endres, Leiterin der Münchner Verbraucherzentrale fordert daher, dass sich die Hersteller endlich ernsthaft Gedanken machen sollte, wenn es darum geht, das Ablaufdatum festzulegen.
Zwar konnten anhand der Proben keinerlei gesundheitsgefährdenden Schimmelpilze nachgewiesen werden. Dennoch sei es für den Verbraucher nicht möglich, zu unterscheiden, welcher Schimmel auf dem Käse nun ungefährlich ist und welcher nicht. Ein Ablaufdatum, welches realistisch ist, sei hier wesentlich hilfreicher.
Russland sperrt Grenzen für Milchprodukte aus Litauen
Russland übt Druck auf abtrünnige Nachbarländer aus – aktuell trifft es Litauen. Glaubt man russischen Behörden, dann ist die Qualität von litauischen Milchprodukten plötzlich so schlecht, dass der Staat ein Einfuhrverbot verhängen musste. Auch Fisch und Fleisch werden strenger kontrolliert.
Ähnliche Sanktionen hat Russland bereits gegen die Ukraine und Moldau verhängt. Mal ging es um Wein, mal um Schokolade, die angeblich nicht den Qualitätskriterien entsprachen. Das Handelsverbot trifft die kleinen Länder empfindlich. Litauen exportierte 2012 Milch, Joghurt und Käse im Wert von über 150 Millionen Euro nach Russland.
Politische Beobachter sehen im Lebensmittel-Boykott ein Instrument, um Druck auf die ehemaligen Verbündeten auszuüben. Nach dem Willen Moskaus sollen die Nachbarländer sich enger an die eurasische Wirtschaftsunion binden – statt an die EU.
In Moldau und der Ukraine bangen die Landwirte derzeit um ihre Absatzmärkte für Obst und Gemüse. Sollten die Länder im November das Freihandelsabkommen mit der EU unterzeichnen, droht Russland mit einem Boykott. Außerdem will Moskau Hunderttausende Gastarbeiter nach Hause schicken.
Privatleute können sich künftig über Bonität von Geschäftspartner per App informieren
Unternehmen erhalten von der Schufa bei Bedarf Auskunft über die Bonität potentieller Kunden. Allerdings können sich auch Privatpersonen über die Kreditwürdigkeit von Geschäftspartnern informieren - in Zukunft auch per App.
Nach Auskunft des Schufa-Vorstandsvorsitzenden Michael Freytag wolle man sich noch "stärker in Richtung Privatkunden öffnen", nannte jedoch keine weiteren Details zu der geplanten Anwendung für das Smartphone. Zudem ist bislang noch nichts darüber bekannt geworden, ob der mobile Zugriff preiswerter als die bisherige Abfrage sein wird, welche pro Auskunft derzeit 28,50 Euro kostet.
Kundenbewertungen oft geschönt - Hersteller erkaufen Wohlwollen der Tester mit Gratisprodukten
Fragt man Verbraucher, warum sie im Internet einkaufen, hört man meist zwei Argumente: Preisvergleich und unabhängige Produktbewertungen. Die Urteile anderer Kunden gelten als hilfreich - dabei sind sie selten objektiv. Tester bekommen die Produkte häufig geschenkt und bewerten entsprechend positiv.
Verbraucherschützer weisen etwa auf den Vine Club von Amazon hin, in dem das Portal seine Top-Rezensenten versammelt. Da die Kommentare der Mitglieder als besonders wertvoll gelten, werden sie von den Herstellern regelmäßig mit kostenlosen Produkten bestückt. In wenigen Monaten können die Tester so Waren für etliche Tausend Euro anhäufen. Kritische Worte zu den Produkten liest man entsprechend selten.
Ähnlich sieht es bei Bloggern aus. Wer bei vielen Lesern beliebt ist, steigt auch in der Gunst von Firmen, die sich im Internet präsentieren wollen. Erklärt sich der Blogger bereit, ein Produkt zu testen, darf er es anschließend behalten. Nach einer positiven Bewertung steht dann bald der Postbote mit der nächsten Gratislieferung vor der Tür.
Von wegen Schnäppchen - Bei den meisten Großpackungen zahlt der Verbraucher drauf
Der Kauf von Großpackungen lohnt sich nicht immer. Wie jetzt ein aktueller Test vom NDR-Verbrauchermagazin „Markt“ feststellte, sind die Preise im Vergleich zu normalen Verpackungen sogar teilweise höher.
Großpackungen sind nicht immer ein Schnäppchen
Bestes Beispiel sei die Großpackung „Merci“ aus dem Hause Storck. Hier zahlt der Verbraucher für 400 Gramm 6,99 Euro. Wird allerdings die Standardgröße kauft, zahlt für 250 Gramm nur 3,69 Euro. Ein Blick auf den Grundpreis pro 100 Gramm verrät, dass man für die Großpackung rund 18 Prozent mehr zahlen muss.
Doch damit noch lange nicht genug. Auch beim Mozzarella von Galbani und Sekt von Geldermann hat sich gezeigt, dass der Verbraucher für die größeren Packungen oder Mengen bis zu 26 Prozent mehr bezahlen muss.
Beim Einkauf einen Blick auf den Grundpreis werfen
Um in den Wirren der Preise und Verpackungsgrößen den Durchblick nicht zu verlieren, ist es stets ratsam, den Grundpreis je Liter beziehungsweise den Grundpreis je 100 Gramm im Auge zu behalten. Daran lässt sich am einfachsten erkennen, ob die Großpackung wirklich ein Schnäppchen ist oder nur eine Mogelpackung.
Oftmals stehen die günstigeren Produkte nicht in Augenhöhe. Wer also wirklich etwas beim Einkaufen sparen möchte, sollte sich entweder mehr strecken oder auch einmal bücken.
An hochwertigen Inhaltsstoffen wird gespart
Als letztes Manko ließ die Verbraucherzentrale verlauten, dass zunehmend an hochwertigen Inhaltsstoffen gespart wird. Für den Kunden leider kaum nachzuvollziehen, denn Gewicht und Verpackung bleiben gleich. Lediglich ein genauerer Blick auf die Zutaten verrät, ob beispielsweise das Fischstäbchen noch Fisch enthält oder schon ausschließlich aus Panade gefertigt wurde.
Wie gut sind die Paketdienste?
Langsam geht es wieder auf das Weihnachtsfest zu und mancher Verbraucher will vielleicht Verwandten oder Freunden zum Fest ein Geschenkpaket schicken. So stellt sich dabei die Frage, welchen Paketdienst soll man dafür in Anspruch nehmen.
Das Deutsche Institut für Service-Qualität hat nun im Auftrag von n-tv acht überregionale Paketdienste getestet. Dabei ging es einmal um den Service, die Schnelligkeit sowie den Preis.
Die Service-Leistung der Paketdienste
Bei dem Service, wozu der Versand, Telefon und das Internet zählte, konnten alle Unternehmen punkten, ein Unternehmen war "sehr gut", vier erhielten die Note "gut" und drei ein "befriedigend".
Bei der Schnelligkeit waren 63 Prozent der Pakete nach einem Tag beim Empfänger und fünf Unternehmen verfügen auch über eine Vielzahl von Paketannahmestellen.
Doch es gibt auch bei allen acht Unternehmen die Möglichkeit, das Paket von zu Hause abholen zu lassen, was aber nicht gerade preiswert ist.
Vorsichtiger Umgang mit den Paketen?
Leider gehen nicht alle Paketdienste mit den Paketen gerade behutsam um, so dass etwa 24 Prozent der aufgegebenen Pakete stark erschüttert wurden, wie man anhand von eingesetzten Stoß-Sensoren feststellte.
Doch im Fazit sollten die Verbraucher, wenn sie Wert auf Zuverlässigkeit und Schnelligkeit legen, nicht auf den Cent schauen.
Im Endergebnis kam die DHL auf den ersten Platz, wenn man sein Paket in einer der zahlreichen Annahmestellen abgibt. Besonders konnte die DHL mit ihren Preisen beim Versand ins Ausland überzeugen.
Auf den zweiten Rang kam der Paketdienst GLS, der besonders mit niedrigen Preisen innerhalb Deutschlands überzeugte. Dies traf auch auf die DPD zu, die somit auf den dritten Platz bei dem Test kam.
Unter den getesteten Paketdiensten waren auch drei, die aber nur einen Abholdienst anbieten. So einmal Cargo International, die über einen sehr guten Service verfügen. Die beiden anderen Unternehmen waren Courier und die Paket.ag.
Die Werbung für Schlankheitsmittel verspricht viel. Pillen und Pulver sollen den Appetit hemmen und überflüssiges Fett binden. Die Verbraucherzentrale Hamburg erteilt den teuren Mitteln jedoch ein schlechtes Zeugnis: viele enthalten Wirkstoffe, die das Krebs- und Schlaganfallrisiko erhöhen.
Chemische Appetithemmer meiden
Während Produkte mit sättigenden Ballaststoffen zumindest kurzfristig beim Abnehmen helfen können, sollten Verbraucher um chemische Appetithemmer einen weiten Bogen machen. Wirkstoffe wie Sibutramin oder Ephedrin können aufs Herz gehen. In Studien führte die Einnahme zu Herzrasen, Blutdruckanstieg und Herzrhythmusstörungen. Dadurch steigt auch das Infarktrisiko. Phenolphthalein gilt als krebserregend.
Vorsicht bei Produkten aus dem Internet
Besondere Vorsicht sollten Abnehmwillige bei Produkten aus dem Internet walten lassen. Häufig enthalten diese Wirkstoffcocktails, die in der Kombination nicht ausreichend untersucht sind. Zudem fehlen meist genaue Angaben zu den Inhaltsstoffen.
Entwässerungsmittel nur unter ärztlicher Aufsicht
Finger weg auch von Entwässerungsmitteln und Präparaten wie Orlistat, die die Fettverdauung hemmen. Bei ersteren verliert der Körper zwar an Gewicht – aber nicht an Fett. Letztere wiederum können zu Kopfschmerzen, Durchfall und Vitaminmangel führen. Empfehlenswert ist die Einnahme nur unter ärztlicher Aufsicht.
Ballaststoffe richtig verwenden
Generell sinnvoll ist der Verzehr von Ballaststoffen. Ein Übermaß an Quellmitteln kann jedoch zu Verstopfung führen. Wer wenig trinkt oder gleichzeitig entwässernde Mittel einnimmt, riskiert sogar einen Darmverschluss.
Eins von sechs TV-Geräten trägt ein falsches oder überhaupt kein EU-Energielabel
TV-Geräte müssen wie Waschmaschinen und Kühlschränke ein EU-Energielabel, das Aufschluss über die Energieeffizienz des Geräts gibt, tragen. Wie der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) anhand von Stichproben bei 22 Händlern herausfanden, seien jedoch bei sieben Prozent der 1158 geprüften Fernsehgeräten inkorrekte Labels angebracht worden. Elf Prozent hätten sogar überhaupt kein Label getragen.
Energielabel unterliegen Eigenverantwortung des Herstellers
Das Fehlen der Energielabels sei zumeist die Schuld der Händler, obgleich auch denkbar wäre, dass den betreffenden Fernsehgeräten überhaupt kein Label beigelegen habe. Zudem könne es vorkommen, dass Hersteller ein unzulässig gestaltetes Label oder aber ein Label, das eigentlich zu einem anderen Gerät gehöre, mitliefern. Ungeachtet dessen unterlägen die Angaben bezüglich der Energieeffizienz lediglich der Eigenverantwortung des Herstellers, weshalb BUND und vzbv Herstellerangaben in Zukunft verstärkt im Labor prüfen wollen.
Allgemein raten vzbv sowie BUND dazu, bei fehlenden Angaben direkt beim Händler nachzufragen oder sich online auf den Infoseiten der Deutschen Energie-Agentur (DENA) zu informieren.
Handyversicherung - sinnvoll oder nicht? Das Kleingderuckte entscheidet
Ob dreiste Diebe oder verschütteter Kaffee – wenn das Smartphone nicht mehr einsatzbereit ist, verspricht die Handyversicherung finanzielle Hilfe. Ganz unkompliziert klappt das allerdings selten. Wer sein teures Mobilgerät schützen möchte, sollte unbedingt auf das Kleingedruckte achten.
Vertragsbedingungen vor Abschluss genau studieren
Auf den ersten Blick scheint die Handyversicherung attraktiv. Sie verspricht Ersatz für verlorene, gestohlene oder defekte Geräte. Wer die Vertragsbedingungen genau studiert, wird jedoch oft enttäuscht. So werden Schäden durch verschüttete Getränke nicht ersetzt, und beim Diebstahl muss der Kunde nachweisen, dass er sein Smartphone ausreichend bewacht hatte.
Steckte das Handy in einer Außentasche oder lag unbeobachtet auf dem Tisch – schon ist der Versicherungsschutz dahin. Und auch Verschleißspuren wie zerkratzte Displays oder klemmende Tasten sind nicht versichert.
Erstattet wird der Zeitwert
Wie bei allen Versicherungen richtet sich die Erstattung nach dem Zeitwert des Objektes. Für ein älteres Handy gibt es nur noch wenig Geld – auf jeden Fall nicht genug, um ein neues Modell zu kaufen. Sinnvoll sind deshalb eher Policen mit Pauschalsummen und begrenzter Laufzeit.
Manche Unternehmen zahlen außerdem nicht in bar, sondern entschädigen den Kunden mit einem anderen Handy. Laut Vertrag muss es sich dabei um ein "gleichwertiges Gerät" handeln. Einfluss auf die Auswahl hat der Verbraucher aber nicht.
Flüge übers Internet buchen: Viele Webseiten verschleiern Zusatzkosten
Flugbuchungsseiten im Internet geben nur selten den korrekten Preis an, wie eine gemeinsame Untersuchung des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) und dem Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV)zeigt. Die beiden Behörden haben bereits im vergangenen Jahr in- und ausländische Flugbuchungsseiten genauer unter die Lupe genommen. Die nun veröffentlichten Ergebnisse dokumentieren, dass viele Anbieter gegen EU-Recht verstossen.
So bemängelte der BVL bei nahezu jeder der 18 von ausländischen Anbietern betriebenen Webseiten rechtliche Verstösse. Diese reichten von der Verschleierung von Zusatzkosten bis zur fehlenden Angabe der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). Der BVL hat seine gewonnenen Erkenntnisse an die entsprechenden ausländischen Behörden weitergeleitet, damit diese rechtliche Schritte gegen die Anbieter einleiten.
Der VZBV konzentrierte sich auf zwölf Flugbuchungsseiten von inländischen Anbietern, auch hier sah die Situation ähnlich aus. Insgesamt leitete die Behörde sechs Verfahren ein und verklagte schließlich vier Unternehmen. Dabei warf die deutsche Behörde zwei Anbietern vor, beim Buchungsprozess nicht von Anfang an auf standardmäßig anfallende Zusatzkosten aufmerksam gemacht zu haben. Zudem waren auf zwei Buchungsseiten bereits automatisch Voreinstellungen ausgewählt, dies widerspricht dem Verbraucherschutz.
Risiko Nahrungsmittel - wahr oder falsch?
Fast täglich erreichen Verbraucher zum Thema Lebensmittel neue Hiobsbotschaften. Mal ist es Gammelfleisch, dann wieder Hühnchen mit zu viel Antibiotika oder Chlor im Körper. Als Verbraucher ist es mittlerweile recht schwer einzuschätzen was an den Meldungen richtig oder falsch ist. Unsicherheit ist hier oftmals die Folge und genauso häufig auch eine reale Einschätzung der Risiken von Lebensmitteln, die so nicht ganz richtig ist.
Was stimmt, wenn es um Risiken von Lebensmitteln und ihren Inhaltsstoffen geht?
Experten sehen bei dieser Thematik einen Trend, der seit Jahren ansteigt, die Verbreitung gefühlter Befürchtungen statt realer Tatsachen, die allerdings von Kultur zu Kultur unterschiedlich ausfallen können. Während beispielsweise US-Amerikaner hinsichtlich Käse aus Rohmilch ihre Bedenken haben, zeigen sich bei der deutschen Bevölkerung mehr Sorgen im Bezug auf "verseuchte" Hühnchen. Doch was stimmt nun, wenn es um Risiken von Lebensmitteln und ihren Inhaltsstoffen geht?
Risikoforscher sind der Meinung, dass Verbraucher das Risiko sehr häufig falsch einschätzen. Zwar ist es richtig, dass jährlich, laut Statistik, rund eine Million Menschen in Deutschland eine Salmonellenvergiftung erleiden, allerdings liegt das in den meisten Fällen eher an einer unzureichenden Küchenhygiene als an bereits verunreinigten Lebensmitteln.
Auch die Befürchtung vieler Menschen, dass unerwünschte und künstlich hergestellte Stoffe in den Nahrungsmitteln zu finden sind, scheint nach Ansicht der Wissenschaftler kaum berechtigt zu sein. Der Grund hierfür ist, die Belastungen in Nahrungsmittel sind deutlich geringer geworden und somit kaum mehr zur Grenze der Dramatik vorhanden.
Nationale und globale Vorgaben sollen für Sicherheit und Vertrauen sorgen
Trotz allem weisen die Experten darauf hin, dass globale Standards bezüglich der möglichen Gesundheitsrisiken von Nahrungsmitteln sinnvoll wären. Nicht zuletzt auch deshalb, da oftmals von Land zu Land sogenannte Schwellenwerte vorhanden sind, die wiederum auch in einem engen Bezug zu einzelnen kulturellen Bevölkerungsgruppen stehen. Ein wichtiges Thema für Verbraucher, das gerade auf politischer Ebene diskutiert werden und durch gezielte nationale und globale Vorgaben für ein Mehr an Sicherheit und Vertrauen in Lebensmittel sorgen sollte.
Vergleichsportale im Internet - nicht immer sinnvoll
Ob Waschmaschine, Darlehen oder Handytarif – wer etwas kaufen oder einen Vertrag abschließen will, vergleicht im Internet die Preise. Doch ist das immer sinnvoll? Verbraucherschützer raten, die Ergebnisse von Vergleichsportalen kritisch zu betrachten.
Allgemein gilt, je komplexer ein Produkt, desto mehr Faktoren müssen in den Vergleich einbezogen werden. Während die Portale bei Benzinpreisen, elektronischen Geräten und anderen Konsumartikeln relativ zuverlässig das beste Angebot finden, ist das bei Strom- oder Versicherungstarifen schon schwieriger.
Sobald der Abschluss eines Vertrages an bestimmte individuelle Voraussetzungen geknüpft ist, wie etwa Rabatte für Neukunden, Kombiverträge oder den Gesundheitszustand ist ein schneller Angebotsvergleich kaum möglich. Speziell bei Finanzprodukten kann der Online-Vergleich lediglich eine erste Orientierung liefern. Wie teuer der Kredit wird, hängt letztlich von der persönlichen Bonität ab.
Kein objektiver Marktüberblick
Zu bedenken ist außerdem, dass jedes Portal nur bestimmte Hersteller oder Händler in die Datenbank aufnimmt. Produkte von anderen Anbietern tauchen dann gar nicht in der Ergebnisliste auf. Misstrauisch sollten Verbraucher spätestens dann werden, wenn die Werbepartner eines Portals in den Ranglisten stets an vorderer Position auftauchen.
Für einen möglichst umfassenden Marktüberblick sollte man deshalb mehrere Portale besuchen. Falls das günstigste Angebot von einer unbekannten Firma stammt, ist es zudem ratsam, sich über die Solidität des Unternehmens zu informieren.
Verzehrbon, Pfandzettel, Einkaufsvoucher - wie lange sind die Gutscheine gültig?
Ob Leergut-Rückgabe oder Pinkelpause auf der Autobahn – am Ende bleibt ein Wertbon. Wer den kleinen Gutschein nicht sofort einlöst, vergisst ihn meist im Portemonnaie, wo er erst nach Monaten zerknittert wieder auftaucht. Aber hat man dann noch Anspruch auf das Geld?
Generell ja. Pfandzettel und Verzehrbons gelten laut BGB als Gutscheine und verjähren deshalb erst nach drei Jahren. Diese Frist darf der Händler auch nicht eigenmächtig einschränken. Da die Verjährungsfrist jeweils erst im Januar des Folgejahres beginnt, haben Verbraucher oft sogar noch länger Zeit, um ihre Bons einzulösen.
Ausnahme: Supermärkte müssen keine Pfandgutscheine von anderen Filialen annehmen. Und der Zettel sollte noch lesbar sein. Wenn der Thermodruck bereits verblasst ist, wird auch eine gutwillige Kassiererin kein Geld mehr auszahlen.
Sanifair-Voucher sammeln
Wer öfter auf der Autobahn unterwegs ist, kennt sie: die kleinen Voucher der Firma Sanifair. Ihr Nennwert beträgt jeweils 50 Cent und ist bei allen angeschlossenen Partnerunternehmen einlösbar, von Raststätten und Tankstellen bis zu Fast-Food-Filialen. Ebenso wie Pfandzettel sind die Wertbons drei Jahre gültig – bei jedem Vertragspartner in Deutschland. Die Mini-Gutscheine lassen sich außerdem sammeln und alle gleichzeitig einlösen.
Achtung beim Gebrauchtkauf - diese Regeln gelten für Garantie und Gewährleistung
Ein günstiges Smartphone, der gebrauchte Kinderwagen oder ein Computer-Monitor aus zweiter Hand? Wer im Internet Gebrauchtware kauft, beruhigt sich meist mit dem Hinweis, dass die Produkte jünger als zwei Jahre sind. Dann bestehen laut Gesetz noch Gewährleistungsansprüche. Im Schadensfall garantiert aber auch der Original-Kaufbeleg nicht immer eine Entschädigung.
Gewerblicher oder privater Händler?
Gewerbliche Händler haben eine Gewährleistungspflicht. Auch gebrauchte Artikel müssen sie ohne Mängel übergeben. Streikt das Auto innerhalb von sechs Monaten, gilt das als Zeichen, dass es schon beim Kauf mangelhaft war. Der Händler muss dann kostenlos reparieren oder Ersatz leisten. Tauchen die Schäden erst später auf, muss der Käufer nachweisen, dass er diese nicht selbst verursacht hat.
Die Gewährleistung des Händlers endet außerdem, wenn der Käufer die Ware weiterveräußert. Da er nur einem Vertrag mit dem Erstkäufer hat, muss er Forderungen des neuen Eigentümers nicht erfüllen. Private Verkäufer können generell alle Gewährleistungsansprüche ausschließen.
Etwas anders ist die Lage, wenn es eine Hersteller-Garantie gibt. Bei Smartphones und Elektrogeräten ist die Garantie etwa an die Seriennummer gekoppelt – der Name des Eigentümer spielt kaum eine Rolle. Aber Vorsicht: manche Hersteller und Händler schließen in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen die Übertragung von Rechten aus. Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, muss deshalb das Kleingedruckte lesen. Oder nur Gebrauchtware mit anonymem Original-Beleg erwerben.
Privaten Verkäufer kontaktieren
Wenn der Zweitbesitzer formell keine Rechte hat, steht ihm noch eine weitere Möglichkeit offen. Er kann sich an seinen Verkäufer wenden und diesen bitten, die Ansprüche direkt beim Händler oder Hersteller geltend zu machen.
EU pocht bei TTIP-Abkommen auf Schutz für regionale Spezialitäten
Regionale Spezialitäten könnten nach Aussage von Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) bald ihren besonderen Schutz verlieren. Demnach sei es nach dem Abschluss der Transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) mit den USA nicht mehr möglich, jedes Lebensmittel zu schützen. Die Nürnberger Rostbratwurst oder schwäbische Spätzle könnten folglich künftig auch aus Texas oder Kalifornien stammen.
Viele regionale Spezialitäten sind bislang in ihrer Zusammensetzung geschützt. Sie dürfen nur bestimmte Zutaten enthalten und gelten daher nach EU-Regelungen als "Produkte mit geschützter geografischer Angabe".
Doch so regional sind diese Lebensmittel schon jetzt nicht mehr. So gibt es zwar etwa für Nürnberger Rostbratwurst eine exakt definierte Rezeptur, doch die Zutaten dürfen auch aus dem Ausland stammen. Wichtig ist nur, dass sie in der fränkischen Metropole verarbeitet wurden.
Bald "Nürnberger" Rostbratwürstchen aus Kentucky?
Der Hauptgeschäftsführer der Spitzenverbände der Lebensmittelwirtschaft, Christoph Minhoff, kritisierte die Äußerungen des Ministers. Regionale Spezialitäten müssten regionale Spezialitäten bleiben. Man wolle keine Original Nürnberger Rostbratwürstchen aus Kentucky.
Über seinen Sprecher stellte der Minister jedoch klar, dass er regionale Herkunftsbezeichnungen keineswegs aufweichen wolle. Auch künftig werde das Agrarministerium für den Schutz regionaler Lebensmittel durch die EU eintreten. Die EU-Kommission wolle sich bei der US-Seite dafür einsetzen, dass dieser Schutz nicht verringert werde.
In so manchen Plastikverpackungen stecken gesundheitsschädliche Weichmacher, viele Kleidungsstücke haben ihre leuchtenden Farben nur dank gefährlicher Färbestoffe und so setzt sich die Liste fort. In vielen Alltagsgegenständen, mit denen Erwachsene und Kinder täglich in Kontakt kommen, sind schädliche Substanzen enthalten.
Manche Verbraucher denken darüber nicht nach, andere reagieren mit einem hilflosen Achselzucken. Was kann man schon tun? Tatsächlich ist der Käufer und Benutzer der Artikel aber gar nicht so machtlos wie er glaubt, gibt der Verbraucherschutz zu bedenken. Rein gesetzlich sind die Hersteller von Produkten dazu verpflichtet, genaue Angaben darüber zu machen, welche Substanzen in ihren Artikeln sind.
Schnelle Informationen mithilfe von REACH
Damit diese Informationen lückenlos bis zu den Verbrauchern kommen, gibt es REACH. Die Abkürzung steht für "Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals". Dahinter verbirgt sich eine EU-Verordnung, die rechtlich regelt, dass Verbraucher ein Informationsrecht haben und ohne große Umwege davon Gebrauch machen können.
Dabei kann sich jeder, der sich nach dem Kauf eines Produkts Sorgen um dessen Schadstoffbelastung macht, direkt an die Händler wenden. Um eine Anfrage zu stellen, müssen Verbraucher nur auf die offizielle REACH-Seite gehen, und die Artikelnummer des Produktes eingeben. Die Anfrage wird dann weitergeleitet.
REACH listet bedenkliche Stoffe auf
REACH hat darüber hinaus eine zweite sehr wichtige Funktion: bedenkliche Stoffe werden in einer Liste erfasst, damit sie künftig aus Produkten verbannt werden können. Tatsache ist nämlich, dass es vor dem REACH-Projekt noch nie ein offizielles Zulassungsverfahren dafür gab, welche Chemikalien in Alltagsgegenständen landen dürfen und welche zu gefährlich sind. Erst nachträglich geht man dieser wichtigen Sache nach.
Im Dezember 2014 standen 161 Substanzen auf der REACH-Liste. Zwei Mal im Jahr wird die Liste überarbeitet und neue Kandidaten ergänzt. Nach und nach müssen diese Stoffe von den Herstellern durch unbedenkliche Alternativen ausgetauscht werden.
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