Source: https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:62015CN0114
Timestamp: 2019-06-18 01:37:00
Document Index: 40471399

Matched Legal Cases: ['Art. 65', 'Art. 34', 'Art. 65', 'Art. 16', 'Art. 72', 'Art. 34', 'Art. 16']

Rechtssache C-114/15: Vorabentscheidungsersuchen der Cour d’appel de Pau (Frankreich), eingereicht am 6. März 2015 — Association des Utilisateurs et Distributeurs de l’Agro Chimie Européenne (Audace), Phyteron 2000 SAS, Association des éleveurs soidaries, Cruzalebes EARL, Des deux rivières EARL, Mounacq EARL/GAEC Reconnu La Vinardière, Ministère public
Vorabentscheidungsersuchen der Cour d’appel de Pau (Frankreich), eingereicht am 6. März 2015 — Association des Utilisateurs et Distributeurs de l’Agro Chimie Européenne (Audace), Phyteron 2000 SAS, Association des éleveurs soidaries, Cruzalebes EARL, Des deux rivières EARL, Mounacq EARL/GAEC Reconnu La Vinardière, Ministère public
(Rechtssache C-114/15)
Angeklagte und Rechtsmittelführer: Association des Utilisateurs et Distributeurs de l’Agro Chimie Européenne (Audace), Phyteron 2000 SAS, Association des éleveurs soidaries, Cruzalebes EARL, Des deux rivières EARL, Mounacq EARL
Anschlussrechtsmittelführer: GAEC Reconnu La Vinardière, Ministère public
Steht eine nationale Regelung, welche den Zugang zu Parallelimporten von Tierarzneimitteln ausschließlich auf Großhändler beschränkt, die im Besitz einer Genehmigung nach Art. 65 der Richtlinie 2001/82/EG (1) sind, und auf diese Weise Einzelhändlern und Züchtern diesen Zugang versagt, mit den Bestimmungen der Art. 34 AEUV bis 36 AEUV in Einklang?
Ergibt sich aus den Bestimmungen des Art. 65 der Richtlinie 2001/82 und des Art. 16 der Dienstleistungsrichtlinie 2006/123/EG (2), dass ein Mitgliedstaat berechtigt ist, die von den zuständigen Behörden anderer Mitgliedstaaten ihren eigenen Staatsangehörigen erteilten Großhandelsgenehmigungen für Tierarzneimittel nicht anzuerkennen, und deren Recht, Genehmigungen für Paralleleinfuhren von Tierarzneimitteln in diesem Mitgliedstaat zu beantragen und zu nutzen, davon abhängig zu machen, dass diese zusätzlich im Besitz der von seinen eigenen zuständigen nationalen Behörden ausgestellten Großhandelsgenehmigung sind?
Ist eine nationale Regelung, welche Parallelimporteure von Tierarzneimitteln Inhabern einer Konzession gleichstellt, deren Erfordernis in der Richtlinie 2001/82 (in geänderter Fassung) zur Schaffung eines Gemeinschaftskodexes für Tierarzneimittel nicht vorgesehen ist, und welche sie daher der Verpflichtung unterwirft, im Hoheitsgebiet des betreffenden Mitgliedstaats über eine Niederlassung zu verfügen und alle in den Art. 72 bis 79 dieser Richtlinie aufgeführten Pharmakovigilanz-Maßnahmen zu ergreifen, mit den Art. 34 AEUV, 36 AEUV und 56 AEUV sowie mit Art. 16 der Dienstleistungsrichtlinie 2006/123/EG vereinbar?
(1) Richtlinie 2001/82/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 6. November 2001 zur Schaffung eines Gemeinschaftskodexes für Tierarzneimittel (ABl. L 311, S. 1).
(2) Richtlinie 2006/123/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 12. Dezember 2006 über Dienstleistungen im Binnenmarkt (ABl. L 376, S. 36).