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Timestamp: 2016-10-27 20:35:50
Document Index: 18711043

Matched Legal Cases: ['Art. 6', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 4', 'BGE', 'Art. 29', 'BGE', 'BGE']

U 456/00 (20.11.2001)
U 456/00 Vr
Pr�sident Sch�n, Bundesrichter Spira und Bundesrichterin Widmer; Gerichtsschreiberin Fleischanderl
T.________, 1948, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanw�ltin Dr. Caterina N�geli, Grossm�nsterplatz 9, 8001 Z�rich,
Versicherungskasse der Stadt Z�rich, Unfallabteilung, Strassburgstrasse 9, 8004 Z�rich, Beschwerdegegnerin,
A.- Die 1948 geborene T.________ arbeitete seit 1. Oktober 1994 als Kanzleibeamtin im Amt X.________ und war in dieser Eigenschaft bei der Versicherungskasse der Stadt Z�rich, Unfallversicherungskasse (UVZ), obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunf�llen versichert. Am 26. Januar 1996 erlitt sie einen Verkehrsunfall, bei welchem sie sich laut Arztzeugnis des Hausarztes Dr. med. D.________ vom 20. Februar 1996 multiple Prellungen am Hinterkopf, Nacken sowie an den Schultern zuzog. Die UVZ kam f�r die Heilbehandlung auf und richtete Taggelder aus. Mit Verf�gung vom 28. April 1997 er�ffnete sie der Versicherten, dass sie ihre Leistungen per 30. April 1997 einstellen werde, da die geklagten Gesundheitsbeschwerden in keinem urs�chlichen Zusammenhang mit dem Unfall mehr st�nden. Daran hielt sie auf Einsprache hin fest (Einspracheentscheid vom 25. Mai 1998).
B.- Die hiegegen erhobene Beschwerde wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich mit Entscheid vom 26. September 2000 ab.
C.- T.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren und beantragen, es seien der angefochtene Entscheid aufzuheben und die Angelegenheit zur Durchf�hrung weiterer Abkl�rungen an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Ferner ersucht sie um Gew�hrung der unentgeltlichen Verbeist�ndung.
W�hrend die UVZ auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schliesst, hat sich das Bundesamt f�r Sozialversicherung nicht vernehmen lassen. Die als Mitinteressierte beigeladene Helsana Versicherungen AG, Krankenversicherer von T.________, verzichtet auf eine Stellungnahme.
1.- Das kantonale Gericht hat die massgebende Gesetzesbestimmung �ber die Gew�hrung von Versicherungsleistungen bei Unf�llen (Art. 6 UVG) und die von der Rechtsprechung entwickelten Grunds�tze bez�glich des f�r die Leistungspflicht des Unfallversicherers zun�chst vorausgesetzten nat�rlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidit�t, Tod; BGE 123 V 45 Erw. 2a, 119 V 337 Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b, je mit Hinweisen) zutreffend dargelegt. Im vorinstanzlichen Entscheid richtig wiedergegeben ist ferner die Judikatur zur weiter vorausgesetzten Ad�quanz des Kausalzusammenhangs im Allgemeinen (BGE 123 V 103 f. Erw. 3d, 139 Erw. 3c, 122 V 416 Erw. 2a, 121 V 49 Erw. 3a mit Hinweisen; RKUV 1997 Nr. U 272 S. 172 Erw. 3a), bei psychischen Unfallfolgen (BGE 115 V 133) und Folgen eines Unfalles mit Schleudertrauma der Halswirbels�ule (HWS) ohne organisch nachweisbare Funktionsausf�lle im Besonderen (BGE 117 V 359) sowie zum im Sozialversicherungsrecht �blichen Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 119 V 338 Erw. 1, 118 V 289 f. Erw. 1b, je mit Hinweisen; vgl. auch BGE 125 V 195 Erw. 2). Darauf wird verwiesen. Gleiches gilt hinsichtlich der Erw�gungen, wonach die Beurteilung der Ad�quanz in F�llen, in welchen die zum typischen Beschwerdebild eines Schleudertraumas der HWS geh�renden Beeintr�chtigungen zwar teilweise gegeben sind, im Vergleich zur ausgepr�gten psychischen Problematik aber ganz in den Hintergrund treten, nach den f�r psychische Fehlentwicklungen nach einem Unfall entwickelten Kriterien vorzunehmen ist (BGE 123 V 99 Erw. 2a mit Hinweisen).
2.- a) Die Vorinstanz gelangte in einl�sslicher und sorgf�ltiger W�rdigung der medizinischen Aktenlage zur Auffassung, dass die zum typischen Beschwerdebild eines Schleudertraumas der HWS oder eines �quivalenten Verletzungsmechanismus geh�renden Beeintr�chtigungen im Anschluss an den Unfall vom 26. Januar 1996 zumindest teilweise vorgelegen h�tten. Ob die nach dem 30. April 1997 anhaltenden gesundheitlichen St�rungen, namentlich die sich im Laufe des Jahres 1996 entwickelnden psychogenen Symptome, noch in einem nat�rlichen Kausalzusammenhang zum Unfall standen, erachtete sie zun�chst als fraglich, opponierte in der Folge den zu diesem Punkt in bejahendem Sinne Stellung nehmenden Beurteilungen der Dres. med. R.________, Spezialarzt FMH f�r Neurologie (vom 25. November 1996), H.________, Spezialarzt FMH f�r Psychiatrie und Psychotherapie (vom 8. Februar 1997) sowie E.________ und W.________, Rehabilitationsklinik Y.________ (vom 2. April 1997) indes zu Recht nicht mehr, gen�gt es doch rechtsprechungsgem�ss, wenn das Unfallereignis eine Teilursache f�r die Beschwerden darstellt (BGE 121 V 329 Erw. 2a).
b) Im angefochtenen Entscheid wurde im Weiteren dargelegt, dass angesichts der �rztlichen Unterlagen, wonach die Beschwerdef�hrerin neben den nach dem Unfall aufgetretenen Kopf- und Nackenschmerzen bereits ab April 1996 eine psychogene St�rung entwickelte, die ein Jahr sp�ter noch nicht abgeklungen war und ab etwa September 1996 in Form einer schweren Depression im Vordergrund stand, die Ad�quanz des Kausalzusammenhanges nach Massgabe der in BGE 115 V 133 entwickelten Kriterien zu beurteilen sei.
aa) Dieser Ansicht ist beizupflichten. Bereits im Bericht vom 12. April 1996 sprach Dr. med. A.________, Spezialarzt FMH f�r Neurologie, von einem sp�tpost-distorsionstraumatischen Syndrom mit zunehmender neurotischer Fehlhaltung und auch Dr. med. D.________ gab in seiner Beurteilung vom 11. November 1996 an, die durch den Unfall vom 26. Januar 1996 ausgel�ste depressive Stimmung bestehe infolge der erw�hnten zahlreichen und therapieresistenten k�rperlichen und seelischen Beschwerden weiter. Dr. med. R.________ f�hrte mit Bericht vom 3. Dezember 1996 aus, die Versicherte leide seit dem Unfallereignis an anhaltenden Nacken- und Kopfschmerzen, Konzentrations- und Ged�chtnisst�rungen sowie Schwindelbeschwerden. Im weiteren Verlauf h�tte sich zus�tzlich eine depressive Entwicklung eingestellt, welche medikament�s behandelt werde. Der die Beschwerdef�hrerin ab 2. Dezember 1996 psychiatrisch behandelnde Dr. med. H.________ diagnostizierte in seinem Bericht vom 8. Februar 1997 eine Depression mit Suizidalit�t und Panikattacken im Anschluss an ein Distorsionstrauma der HWS, welche er als posttraumatische Anpassungsst�rung gem�ss ICD-10 F43.22 qualifizierte. Nachdem die Versicherte sich vom 6. Februar bis 27. M�rz 1997 in der Rehabilitationsklinik Y.________ aufgehalten hatte, legten die Dres. med. E.________ und W.________ in ihrem Bericht vom 2. April 1997 dar, die Schilderung des Unfallherganges, der Verlauf der Symptome und die aktuell noch feststellbaren neuroorthop�dischen Befunde liessen nebst einer HWS-Distorsion mit ligament�ren Verletzungsfolgen u.a. auf eine schwere posttraumatische Anpassungsst�rung schliessen. Dr. med. B.________, Spezialarzt FMH f�r Psychiatrie und Psychotherapie, stellte auf Grund der Aktenlage sowie einer eigenen Untersuchung mit Bericht vom 18. Juli 1997 fest, die Versicherte leide an einer schweren Depression, reaktiv nach Verkehrsunfall im Januar 1996 mit Distorsionstrauma der HWS respektive "Schleudertrauma".
bb) Soweit sich die Beschwerdef�hrerin letztinstanzlich hinsichtlich des Vorliegens somatischer Unfallfolgen erneut auf den Bericht der Dres. med. E.________ und W.________ vom 2. April 1997 beruft, wonach mit Bezug auf die festgestellten neuropsychologischen Minderfunktionen eine "Anteilsquantifizierung der Organizit�t in der Verursachung" nicht m�glich sei, da Interferenzen durch die Schmerzsymptomatik, die Schlafst�rungen, die Medikation und die Depression best�nden, und r�gt, die Vorinstanz h�tte die Urs�chlichkeit dieser St�rungen n�her abkl�ren m�ssen, ist darauf hinzuweisen, dass die Neuropsychologie es, nach derzeitigem Wissensstand, ohnehin nicht vermag, selbstst�ndig die Beurteilung der Genese abschliessend vorzunehmen (BGE 119 V 341 Erw. 2b/bb; RKUV 2000 Nr. U 395 S. 318 Erw. 3 mit Hinweis). Weitere diesbez�gliche Untersuchungen er�brigen sich daher. Was sodann die gleichenorts unter Erw�hnung des Ergebnisses einer am 10. M�rz 1997 im Institut f�r Nuklearmedizin des Spitals Z.________ durchgef�hrten SPECT-Untersuchung des Cerebrums diagnostizierte "leichte" traumatische Hirnsch�digung anbelangt, ist auf ein in RKUV 2000 Nr. U 395 S. 320 f. Erw. 6 ver�ffentlichtes Urteil hinzuweisen. Darin gelangte das Eidgen�ssische Versicherungsgericht gest�tzt auf verschiedene wissenschaftliche Publikationen zum Schluss, dass die SPECT-Untersuchung des Gehirns keine wissenschaftlich anerkannte Methode zur Beurteilung von Schleudertrauma-, schleudertrauma�hnlichen und Sch�del-Hirntrauma-Verletzungen darstellt und damit auch kein geeignetes Beweismittel zur Beantwortung der Frage nach der nat�rlichen Kausalit�t von Unfallfolgen ist. In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird ferner vorgebracht, das kantonale Gericht w�re gehalten gewesen, die Ausf�hrungen des Dr. med. M.________, Spezialarzt FMH f�r Otorhinolaryngologie, Hals- und Gesichtschirurgie, St. Gallen, vom 3. November 1998, welcher davon ausgeht, dass es beim Unfall vom 26. Januar 1996 zu einer leichten traumatischen Hirnverletzung gekommen sei, hinsichtlich der (fehlenden) Angaben bez�glich Anamnese und Begr�ndung der Unfallurs�chlichkeit erg�nzen zu lassen. Diesem Einwand ist entgegenzuhalten, dass die Beurteilung durch Dr. med. M.________ den Schlussfolgerungen der kurze Zeit nach dem Unfall durchgef�hrten neurologischen Untersuchungen durch die Dres. med. A.________ (Bericht vom 12. April 1996) und R.________ (Bericht vom 25. November 1996) widerspricht, welche �bereinstimmend ein anhaltendes Nacken- und Kopfschmerzsyndrom bei einer Einschr�nkung der Kopfbeweglichkeit, nicht aber weitere neurologische Ausf�lle feststellten. Ein Zusammenhang der diesbez�glich abweichenden Befunde des Dr. med. M.________ mit dem Unfallereignis erscheint deshalb - allenfalls - als m�glich, ist indes nicht mit dem Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit ausgewiesen (vgl. Erw. 1 hievor).
Aktenerg�nzungen, insbesondere die Einholung weiterer medizinischer Gutachten, sind nach dem Gesagten unn�tig, da hievon keine neuen Erkenntnisse erwartet werden k�nnen (antizipierte Beweisw�rdigung). In einem solchen Vorgehen liegt kein Verstoss gegen das rechtliche Geh�r gem�ss Art. 4 Abs. 1 aBV (BGE 124 V 94 Erw. 4b, 122 V 162 Erw. 1d mit Hinweis). Diese Rechtsprechung gilt auch unter der Herrschaft von Art. 29 Abs. 2 der auf den 1. Januar 2000 in Kraft getretenen neuen Bundesverfassung (SVR 2001 IV Nr. 10 S. 28 Erw. 4b). Eine weitergehende Sachverhaltsabkl�rungspflicht, wie sie seitens der Beschwerdef�hrerin geltend gemacht wird, besteht demnach nicht.
3.- Das kantonale Gericht hat den Unfall vom 26. Januar 1996 im Rahmen der Einteilung, welche nach der Rechtsprechung f�r die Belange der Ad�quanzbeurteilung vorzunehmen ist, dem mittleren Bereich, im Grenzbereich zu den leichten Ereignissen, zugeordnet, was sich auf Grund des Geschehensablaufs nicht beanstanden l�sst. Es hat ferner gest�tzt auf die bei Unf�llen aus dem mittleren Bereich massgebenden Kriterien (BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa) mit eingehender Begr�ndung dargelegt, dass die anhaltenden Beschwerden der Versicherten in keinem ad�quaten Kausalzusammenhang zum Unfall stehen. Diesen Erw�gungen ist unter nochmaligem Hinweis darauf, dass die einzelnen zu beurteilenden Ad�quanzkriterien vorliegend nur unter Ausklammerung der Auswirkungen psychischer Komponenten ber�cksichtigt werden k�nnen (BGE 117 V 367 Erw. 6a), nichts beizuf�gen. S�mtliche Einwendungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde verm�gen an diesem Ergebnis nichts zu �ndern.
wird Rechtsanw�ltin Caterina N�geli, Z�rich, f�r das