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Timestamp: 2019-12-09 12:46:24
Document Index: 210272644

Matched Legal Cases: ['§ 8', 'Art. 33', 'Art. 33', 'Art. 33', 'Art. 33', '§ 8', '§ 8']

BVerwG, 10.11.1993 - 2 ER 301.93 - dejure.org
https://dejure.org/1993,117
BVerwG, 10.11.1993 - 2 ER 301.93 (https://dejure.org/1993,117)
BVerwG, Entscheidung vom 10.11.1993 - 2 ER 301.93 (https://dejure.org/1993,117)
BVerwG, Entscheidung vom 10. November 1993 - 2 ER 301.93 (https://dejure.org/1993,117)
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Beamtenrecht - Beförderung - Beförderungsauswahl - Planstellen - Beförderungsverbot
BVerwG, 22.09.1993 - 2 ER 301.93
DVBl 1994, 118
Unter dieser Voraussetzung bleibt es der Entscheidung des Dienstherrn überlassen, welchen der zur Eignung, Befähigung und fachlichen Leistung zu rechnenden Umstände er das größere Gewicht beimisst (vgl. Beschluss vom 10. November 1993 - BVerwG 2 ER 301.93 - Buchholz 232 § 8 BBG Nr. 50 S. 12).
Den verantwortlichen Amtsinhabern hätte sich bereits aufgrund der bis zum Jahr 1999 ergangenen Rechtsprechung von Bundesverfassungs- und Bundesverwaltungsgericht aufdrängen müssen, dass das Konzept, die Inhaber höherwertiger Dienstposten ohne leistungsbezogene Bewerberauswahl zu befördern, im Hinblick auf Art. 33 Abs. 2 GG rechtlich nicht vertretbar war (vgl. etwa BVerfG, Beschluss vom 4. Februar 1981 - 2 BvR 570/76 u.a. - BVerfGE 56, 146 ; Kammerbeschluss vom 2. April 1996 - 2 BvR 169/93 - NVwZ 1997, 54 ;… BVerwG, Urteile vom 25. August 1988, a.a.O. und vom 25. April 1996 - BVerwG 2 C 21.95 - BVerwGE 101, 112 ; Beschluss vom 10. November 1993 - BVerwG 2 ER 301.93 - DVBl 1994, 118).
Den verantwortlichen Amtsinhabern hätte sich bereits aufgrund der bis zum Jahr 1999 ergangenen Rechtsprechung von Bundesverfassungs- und Bundesverwaltungsgericht aufdrängen müssen, dass das Konzept, die Inhaber höherwertiger Dienstposten ohne zeitnahen Leistungsvergleich zu befördern und die übrigen Listenbewerber nicht rechtzeitig von einer beabsichtigten Beförderung zu informieren, im Hinblick auf Art. 33 Abs. 2 GG rechtlich nicht vertretbar war (vgl. etwa BVerfG, Beschluss vom 4. Februar 1981 - 2 BvR 570/76 u.a. - BVerfGE 56, 146 ; Kammerbeschluss vom 2. April 1996 - 2 BvR 169/93 - NVwZ 1997, 54 ;… BVerwG, Urteile vom 25. August 1988 a.a.O. und vom 25. April 1996 - BVerwG 2 C 21.95 - BVerwGE 101, 112 ; Beschluss vom 10. November 1993 - BVerwG 2 ER 301.93 - DVBl 1994, 118).
Dem pflichtgemäßen Ermessen des Dienstherrn ist es auch überlassen, welchen sachlichen Umständen er bei seiner Auswahlentscheidung das größere Gewicht beimißt und in welcher Weise er das grundrechtsgleiche Zugangsrecht verwirklicht, sofern nur das Prinzip selbst nicht in Frage gestellt wird (vgl. BVerwGE 68, 109, 110; BVerwG DVBl. 1994, 118, 119; BVerfGE 39, 334, 354) [BVerfG 22.05.1975 - 2 BvL 13/73].
Führt dieser Leistungsvergleich zu einer im wesentlichen gleichen Eignung der Bewerber für das zu besetzende Amt, kann der Dienstherr die Auswahl nach weiteren sachgerechten Merkmalen treffen (vgl. BVerwGE 80, 123, 126 [BVerwG 25.08.1988 - 2 C 51/86]; BVerwG DVBl. 1994, 118, 119).
Den verantwortlichen Amtsinhabern hätte sich bereits aufgrund der bis zum Jahr 1999 ergangenen Rechtsprechung von Bundesverfassungs- und Bundesverwaltungsgericht aufdrängen müssen, dass das Konzept, die Inhaber höherwertiger Dienstposten ohne leistungsbezogene Bewerberauswahl zu befördern, im Hinblick auf Art. 33 Abs. 2 GG rechtlich nicht vertretbar war (vgl. etwa BVerfG, Beschluss vom 4. Februar 1981 - 2 BvR 570/76 u.a. - BVerfGE 56, 146 ; Kammerbeschluss vom 2. April 1996 - 2 BvR 169/93 - NVwZ 1997, 54 ;… BVerwG, Urteile vom 25. August 1988, a.a.O. und vom 25. April 1996 - BVerwG 2 C 21.95 - BVerwGE 101, 112 ); Beschluss vom 10. November 1993 - BVerwG 2 ER 301.93 - DVBl 1994, 118.
Sind zwei Bewerber gleich qualifiziert, verbleibt dem Arbeitgeber ein weitgehendes Auswahlermessen; denn das Kriterium der Bestenauslese nach Art. 33 Abs. 2 GG ist dann gewahrt (BVerfG 10. November 1993 - 2 ER 301/93 - DVBl. 1994, 118).
Es ist dem zuständigen Vorgesetzten überlassen, welchen der zur Eignung, Befähigung und fachlichen Leistung zu rechnenden Umstände er das größere und gegebenenfalls ausschlaggebende Gewicht beimisst (vgl. Beschluss vom 10. November 1993 BVerwG 2 ER 301.93 Buchholz 232 § 8 BBG Nr. 50 und Urteil vom 16. August 2001 BVerwG 2 A 3.00 BVerwGE 115, 58 = Buchholz 232 § 8 BBG Nr. 54).
Ob nur ein geringfügiger oder aber ein deutlicher Leistungsunterschied im Vergleich der Bewerber vorliegt (vgl. hierzu BVerwG, DÖD 1994, 31 (32) = ZBR 1994, 52 (53) [BVerwG 10.11.1993 - BVerwG 2 ER 301.93] ; DÖD 1989, 283 f.; OVG Rheinl.-Pfalz, ZBR 1997, 193; OVG Lüneburg, Beschl. v. 25.6.1990 - 2 M 22/90 -) und damit sonstige Auswahlkriterien zum Zuge kommen können, läßt sich nicht abstrakt bestimmen, sondern ist im Einzelfall anhand der dienstlichen Beurteilungen und des sonstigen Personalakteninhalts - aber auch unter Einbeziehung des Besetzungsberichts des unmittelbaren Dienstvorgesetzten und des Anforderungsprofils der zu besetzenden Stelle - im Einzelfall zu ermitteln (Beschl. d. Senats v. 28.1.1999 - B 3 S 412/98 -;; OVG Schleswig-Holst., Beschl. v. 1.2.1996, Recht im Amt 1998, 44 (47).
In diesem Fall kann vielmehr generell nicht mehr von einer "im wesentlichen gleichen Beurteilung" gesprochen werden (BVerwG, Beschl. v. 10.11.1993 - DÖD 1994, 31 (32) = ZBR 1994, 52 (53) [BVerwG 10.11.1993 - BVerwG 2 ER 301.93] ).
Sind nämlich zwei Bewerber (im wesentlichen) gleichermaßen für die zu besetzende Stelle geeignet, so steht es nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwGE 81, 22 (26) [BVerwG 24.11.1988 - BVerwG 2 C 10.86] ) im Ermessen des Dienstherrn, anhand welcher sonstigen (sachlichen) Hilfskriterien er die Auswahl trifft und welches Gewicht er ihnen beimißt (vgl. auch BVerwGE 80, 123 (126) [BVerwG 25.08.1988 - BVerwG 2 C 51.86] m. w. N.; BVerwG, Beschl. v. 10.11.1993, aaO.; BVerwGE 68, 109 f. [BVerwG 20.10.1983 - BVerwG 2 C 11.82] ; BVerwG, ZBR 1994, 52 [BVerwG 10.11.1993 - BVerwG 2 ER 301.93] ).
OVG Schleswig-Holstein, 28.10.1996 - 3 M 89/96
Konkurrentenverfahren; Konkurrentenstreitigkeit; Auswahlgespräch
OVG Schleswig-Holstein, 29.02.1996 - 3 M 93/95
OVG Schleswig-Holstein, 06.02.1996 - 3 M 2/96
OVG Schleswig-Holstein, 21.11.1994 - 3 M 45/94
OVG Schleswig-Holstein, 13.03.1996 - 3 M 17/96
OVG Niedersachsen, 18.03.1999 - 5 M 4824/98
Rechtswidrige Bewerberauswahl bei Verwendung; Auswahlentscheidung; Beurteilung, …
Beförderungssystem; Beförderung; Beförderungspunkte; Mindestbewährungszeit; …
OVG Niedersachsen, 24.02.2000 - 2 M 172/00
Aktualität von Regelbeurteilungen; Berücksichtigung von Leistungssteigerungen
OVG Niedersachsen, 22.02.2000 - 2 M 3526/99
Aktualität von Regelbeurteilungen; Verlust der Aktualität nach Laufbahnwechsel
Unzulässigkeit einer Ernennung zum Polizeihauptwachtmeister aufgrund einer …
OVG Niedersachsen, 17.10.1997 - 5 M 4037/97
Ermessensgerechte Auswahlentscheidung bei Vergabe; Anforderungsprofil; …
OVG Nordrhein-Westfalen, 09.11.1999 - 19 A 5358/98
Vorschlagsrecht des Schulträgers bei Schulleiterstellen
OVG Schleswig-Holstein, 17.01.1997 - 3 M 110/96
VGH Baden-Württemberg, 06.02.1996 - 4 S 519/95
Auswahlkriterium bei der Entscheidung über die Übertragung eines …
OVG Niedersachsen, 21.01.1994 - 2 M 4622/93
Konkurrentenstreit: besser beurteilter Bewerber gegenüber Bewerbern mit höherem …
OVG Rheinland-Pfalz, 03.02.1997 - 2 B 10104/97
OVG Schleswig-Holstein, 15.03.1996 - 3 M 18/96
OVG Schleswig-Holstein, 27.11.2000 - 3 M 32/00
OVG Rheinland-Pfalz, 14.08.2000 - 2 B 11164/00
OVG Rheinland-Pfalz, 03.02.1997 - 2 B 10065/97
OVG Rheinland-Pfalz, 08.07.1998 - 2 B 11530/98
OVG Schleswig-Holstein, 15.09.1995 - 3 L 780/94