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Timestamp: 2016-10-24 08:58:55
Document Index: 92559626

Matched Legal Cases: ['Art. 14', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 100', 'Art. 42', 'Art. 90', 'Art. 82', 'Art. 86', 'Art. 90', 'Art. 89', 'Art. 95', 'Art. 106', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 97', 'Art. 105', 'BGE', 'BGE', 'Art. 97', 'Art. 42', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 25', 'BGE', 'Art. 25', 'Art. 25', 'Art. 32', 'Art. 32', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 1', 'Art. 3', 'Art. 7', 'Art. 1', 'BGE', 'BGE', 'Art. 3', 'Art. 4', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 110', 'BGE', 'BGE', 'Art. 49', 'Art. 49', 'Art. 49', 'Art. 54', 'Art. 54', 'BGE', 'Art. 112', 'Art. 1', 'BGE', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 105', 'Art. 107', 'BGE', 'Art. 107', 'Art. 2', 'Art. 15', 'BGE', 'Art. 2', 'Art. 20', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 94', 'Art. 27', 'Art. 35', 'BGE', 'Art. 5', 'Art. 15', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 5', 'BGE', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 3', 'Art. 12', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 3', 'Art. 2', 'Art. 1', 'Art. 15', 'Art. 20', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 14', 'Art. 19', 'Art. 5', 'Art. 1', 'e contrario', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 15', 'Art. 20', 'Art. 18', 'Art. 20', 'Art. 22', 'Art. 19', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 94', 'Art. 27', 'Art. 1', 'Art. 23', 'Art. 2', 'Art. 50', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 81', 'Art. 4', 'Art. 23', 'Art. 23', 'Art. 83', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 4', 'Art. 1', 'Art. 3', 'Art. 1', 'Art. 5', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 15', 'Art. 1', 'Art. 5', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 8', 'Art. 17', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 3', 'Art. 5', 'Art. 6', 'Art. 5', 'Art. 1', 'Art. 182', 'Art. 190', 'BGE', 'Art. 164', 'BGE', 'Art. 7', 'Art. 7', 'BGE', 'Art. 7', 'BGE', 'Art. 1', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 1', 'Art. 2', 'Art. 1', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 4', 'Art. 2', 'Art. 1', 'BGE', 'BGE', 'Art. 1', 'Art. 5', 'Art. 5', 'BGE', 'BGE', 'Art. 3', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 3', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 5', 'Art. 1', 'Art. 5', 'Art. 6', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 6', 'Art. 11', 'Art. 4', 'Art. 7', 'Art. 1', 'BGE', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 1', 'BGE', 'Art. 1', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 3', 'Art. 6', 'Art. 11', 'Art. 111', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 5', 'Art. 3', 'Art. 1', 'Art. 3', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 1', 'Art. 27', 'Art. 94', 'Art. 27', 'Art. 190', 'Art. 1', 'Art. 3', 'Art. 27', 'Art. 106', 'Art. 5', 'Art. 1', 'Art. 3', 'Art. 27', 'Art. 5', 'Art. 1', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 1', 'Art. 3', 'BGE', 'Art. 1', 'Art. 5', 'Art. 1', 'Art. 190', 'Art. 1', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 5', 'BGE', 'Art. 66', 'Art. 68']

2C_345/2015 (24.11.2015)
2C_345/2015 � � Urteil vom 24. November 2015
vertreten durch F�rsprecher Michael Kunz,
�Die A.________ GmbH, eine direkt der Eidgen�ssischen Finanzmarktaufsicht FINMA unterstellte Finanzintermedi�rin (DUFI; Art. 14 und 18 Geldw�schereigesetz vom 10. Oktober 1997 [GwG, SR 955.0]) mit Sitz in U.________/LU, erbringt Dienstleistungen f�r den Zahlungsverkehr, namentlich die Ausgabe und Verwaltung von physischen und elektronischen Zahlungsmitteln aller Art. In der Schweiz bietet sie das Zahlungsmittel X.________ sowie die damit verbundenen Produkte Y.________ und Z.________ (Versionen: V.________ und W.________) an. Bei der X.________ handelt es sich um eine nicht wieder aufladbare Prepaidkarte zu Fr. 25.--, Fr. 75.-- oder Fr. 150.--, die mit einem 16-stelligen PIN-Code ausgestattet ist. Ein Endverbraucher kann an einem Verkaufspunkt f�r maximal Fr. 1'500.-- solche Karten erwerben. Y.________ ist ein online-"Sammelkonto" von X.________-Guthaben und ist nicht anonym. Registrierte Benutzer laden die gekauften X.________s mittels Eingabe der PIN in ihr Y.________-Konto hoch. Zur Auswahl stehen dabei eine "Standardversion" und eine "unlimitierte" Version. F�r das Y.________-Konto im Status "Standard" sind f�r Aufladungen und Zahlungen ein Transaktionslimit von jeweils Fr. 1'500.--, ein Guthabenlimit von Fr. 3'000.-- sowie ein Lade- und Umsatzlimit von Fr. 5'000.-- pro Kalenderjahr vorgesehen. F�r das Y.________-Konto im Status "Unlimited" sind f�r���Aufladungen und Zahlungen ein Transaktionslimit von jeweils Fr. 1'500.-- und ein Guthabenlimit von Fr. 3'000.-- vorgesehen. Das j�hrliche Lade- und Ausgabelimit ist hingegen unlimitiert.
Nach vorg�ngigen Gespr�chen ersuchte die A.________ GmbH im Hinblick auf eine geplante Erweiterung ihres Dienstleistungsangebots die FINMA um Erlass einer Feststellungsverf�gung zur Kl�rung offener Fragen. Am 21. M�rz 2014 verf�gte die FINMA, soweit vorliegend noch umstritten:
b. Y.________-Guthaben von einem Kunden auf das Y.________-Zahlungskonto eines anderen Kunden �berwiesen werden k�nnen."
Mit Beschwerde vom 17. April 2014 an das Bundesverwaltungsgericht beantragte die A.________ GmbH u.a. die Aufhebung von Ziff. 1 der Verf�gung vom 21. M�rz 2014. Mit Urteil vom 23. M�rz 2015 wies das Bundesverwaltungsgericht die Beschwerde ab.
Die A.________ GmbH erhebt mit Eingabe vom 24. April 2015 Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten mit dem Antrag, der angefochtene Entscheid sei, soweit die Unterstellung unter das Bundesgesetz vom vom 8. November 1934 �ber die Banken und Sparkassen (BankG; SR 952.0) "betreffend und Ziffer 1" der Verf�gung der FINMA vom 21. M�rz 2014 best�tigt wurde, aufzuheben. Es sei festzustellen, dass Gelder, welche von der A.________ GmbH unter den geplanten Leistungen von Y.________ von Kunden auf Zahlungskonten entgegengenommen werden, nicht als Einlagen im Sinne von Art. 1 Abs. 2 BankG, sondern als Guthaben auf Zahlungskonten im Sinne von Art. 1 Abs. 3 BankG zu qualifizieren seien, selbst wenn a) das maximale Y.________-Guthaben pro Kunde mehr als Fr. 3'000.-- betrage; b) das Y.________-Guthaben von einem Kunden auf das Y.________-Konto eines anderen Kunden �berwiesen werden k�nne.
Die FINMA beantragt, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden k�nne. Das Bundesverwaltungsgericht verzichtet auf Vernehmlassung.
1.1.�Die Beschwerdef�hrenden haben frist- (Art. 100 Abs. 1 BGG) und formgerecht (Art. 42 BGG) eine Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten eingereicht. Sie richtet sich gegen einen Endentscheid (Art. 90 BGG) des Bundesverwaltungsgerichts auf dem Gebiet der Finanzmarktaufsicht. Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist zul�ssig (Art. 82 lit. a, Art. 86 Abs. 1 lit. a und Art. 90 BGG).
1.2.�Zur Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist berechtigt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen hat, durch den angefochtenen Entscheid besonders ber�hrt ist und ein schutzw�rdiges Interesse an dessen Aufhebung oder �nderung hat (Art. 89 Abs. 1 BGG). Die Beschwerdef�hrerin, die am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen hat und mit ihren Antr�gen unterlegen ist, ist zur Beschwerdef�hrung legitimiert. Auf die Beschwerde ist einzutreten.
1.3.�Das Bundesgericht pr�ft frei die richtige Anwendung von Bundesrecht (Art. 95 lit. a, Art. 106 Abs. 1 BGG). Die Verletzung von Grundrechten untersucht es in jedem Fall nur insoweit, als eine solche R�ge in der Beschwerde pr�zise vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 139 I 229 E. 2.2 S. 232; 134 II 244 E. 2.2 S. 246). Es legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz kann von Amtes wegen oder auf R�ge hin berichtigt oder erg�nzt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Artikel 95 beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1, Art. 105 Abs. 2 BGG). Offensichtlich unrichtig festgestellt ist ein Sachverhalt, wenn er willk�rliche Feststellungen beinhaltet (BGE 137 I 58 E. 4.1.2 S. 62). Obwohl nicht ausdr�cklich im Gesetz erw�hnt, beruht auch eine unvollst�ndige Sachverhaltsfeststellung auf einer Rechtsverletzung. Was�
Die dem Bundesgericht einger�umte Befugnis zur Sachverhaltserg�nzung oder -berichtigung entbindet die Beschwerdef�hrerin nicht von ihrer R�ge- und Substanziierungspflicht (BGE 133 IV 286 E. 6.2 S. 288). Die Beschwerdef�hrenden m�ssen rechtsgen�gend dartun, dass und inwiefern der festgestellte Sachverhalt in diesem Sinne mangelhaft erscheint und die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG). Rein appellatorische Kritik an der Sachverhaltsermittlung und an der Beweisw�rdigung gen�gt den Begr�ndungs- bzw. R�geanforderungen nicht (vgl. BGE 139 II 404 E. 10.1 S. 445 mit Hinweisen).
2.1.�Die Vorinstanz hat mit Recht ein aktuelles, praktisches und schutzw�rdiges Feststellungsinteresse der Beschwerdef�hrerin an der Kl�rung ihrer Unterstellungspflicht bejaht (Art. 25 VwVG; BGE 139 V 143 E. 3 S. 147 f.; Urteil 2C_423/2012 vom 9. Dezember 2012 E. 4; H�NER, in: Praxiskommentar zum Bundesgesetz �ber das Verwaltungsverfahren, 2009, N. 16 zu Art. 25 VwVG; zur Abgrenzung der Feststellungsverf�gung gem�ss Art. 25 VwVG von der Feststellungsverf�gung mit Sanktionscharakter gem�ss Art. 32 FINMAG HSU/ BAHAR/RENNINGER, Basler Kommentar zum B�rsengesetz/Finanzmarktaufsichtsgesetz, 2. Aufl. 2011, N. 28 zu Art. 32 FINMAG). In der Sache hat sie zun�chst erwogen, in zeitlicher Hinsicht sei die Rechtslage im Zeitpunkt der angefochtenen Verf�gung (21. M�rz 2014) massgebend; deshalb sei noch die bis 31. Dezember 2014 in Kraft gewesene alte Bankverordnung vom 17. Mai 1972 (aBankV; AS 1972 871) anwendbar, nicht die seit 1. Januar 2015 in Kraft stehende neue Bankverordnung vom 30. April 2014 ([rev]BankV; SR 952.02). Materiell f�hrte sie aus, die Beschwerdef�hrerin wolle das maximale Guthaben je Kontoinhaber von mehr als Fr. 3'000.-- sowie �berweisungen zwischen Inhabern von Y.________-Konten zulassen. Das falle nicht unter die Ausnahmen von Art. 3a Abs. 3 lit. a aBankV und widerspreche FINMA-RS 08/3 "Publikumseinlagen bei Nichtbanken" vom 20. November 2008 (FINMA-RS 08/3), Ziff. 18bis. Dieses Rundschreiben stelle eine zul�ssige Konkretisierung des Gesetzes und eine grossz�gige Auslegung von Art. 3a Abs. 3 aBankV dar. Eine weitergehende Lockerung sei unzul�ssig. Die damit verbundene Einschr�nkung der Wirtschaftsfreiheit habe in Art. 1 Abs. 2 BankG, Art. 3a aBankV sowie Art. 7 Abs. 1 lit. b FINMAG eine gen�gende gesetzliche Grundlage und sei zum Schutz der Kunden gerechtfertigt und verh�ltnism�ssig.
2.2.�Im Grundsatz ist auch im �ffentlichen Recht jenes Recht anwendbar, welches bei Verwirklichung des zu Rechtsfolgen f�hrenden Sachverhaltes in Kraft stand (Art. 1 SchlT ZGB; BGE 140 V 136 E. 4.2.1 S. 139; 139 V 335 E. 6.2 S. 338; 137 V 105 E. 5.3.1 S. 108; 132 V 215 E. 3.1 S. 220; 129 II 497 E. 5.3.2 S. 522). Auf in der Vergangenheit abgeschlossene Sachverhalte ist daher ein sp�ter in Kraft getretenes neues Recht vorbeh�ltlich besonderer �bergangsbestimmungen nicht anwendbar (BGE 137 II 409 E. 7.4.5 S. 417). Auf zeitlich offene Dauersachverhalte ist hingegen grunds�tzlich bis zum Inkrafttreten der Rechts�nderung das alte Recht, nachher das neue Recht anwendbar (Art. 3 und Art. 4 SchlT ZGB; BGE 133 II 97 E. 4.1 S. 102 f.; Urteil 2C_318/2012 vom 22. Februar 2013 E. 3.3, nicht publ. in BGE 139 II 121; WIEDERKEHR/RICHLI, Praxis des allgemeinen Verwaltungsrechts, Bd. I 2012, S. 263 ff.).
2.3.�Eine andere Frage ist, ob ein Gericht bei einem Dauersachverhalt eine zwischen der angefochtenen Verf�gung und dem Gerichtsurteil erfolgte Rechts�nderung zu ber�cksichtigen hat. Nach st�ndiger sozialversicherungsrechtlicher Praxis wird auch bei der Beurteilung von Dauersachverhalten grunds�tzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verf�gung eingetretenen Sachverhalt abgestellt (BGE 132 V 215 E. 3.1.1 S. 220) und demzufolge auch nur auf die bis zu diesem Zeitpunkt geltende Rechtslage; nachher eingetretene �nderungen bilden Gegenstand einer neuen Verf�gung. Abgesehen von dieser speziellen sozialversicherungsrechtlichen Praxis hat jedoch gest�tzt auf Art. 110 BGG zumindest
ein�kantonales Gericht einen ihm unterbreiteten (Dauer-) Sachverhalt bis zum Zeitpunkt seines Urteils zu beurteilen (vgl. Urteile 2C_728/2014 vom 3. Juni 2015 E. 2.2.3 und 2C_745/2014 vom 27. M�rz 2015 E. 2.1), jedenfalls soweit der Sachverhalt in prozessual zul�ssiger Weise vorgebracht wurde (BGE 135 II 369 E. 3.3 S. 374; Urteil 2C_961/2013 vom 29. April 2014 E. 3.4). Analoges gilt auch f�r das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht (BGE 139 II 534 E. 5.4.1 S. 542), wo dies entweder aus der unbeschr�nkten Sachverhaltskognition (Art. 49 VwVG; SCHINDLER, Kommentar zum Bundesgesetz �ber das Verwaltungsverfahren, 2008, N. 30 zu Art. 49 VwVG; ZIBUNG/HOFSTETTER, Praxiskommentar zum Bundesgesetz �ber das Verwaltungsverfahren, 2009, N. 36 und 50 zu Art. 49 VwVG) oder aus dem Devolutiveffekt der Beschwerde (Art. 54 VwVG; SEILER, Praxiskommentar zum Bundesgesetz �ber das Verwaltungsverfahren, 2009, N. 19 zu Art. 54 VwVG) abgeleitet wird. Diese �berlegung trifft insbesondere auch auf Feststellungsverf�gungen zu, die mit dem Zweck ergehen, dem Adressaten Rechtssicherheit f�r sein k�nftiges Verhalten zu vermitteln; dieser Zweck k�nnte nicht erreicht werden, wenn das Gericht die Rechtslage ausschliesslich nach dem Recht beurteilt, das im Zeitpunkt seines Urteils nicht mehr in Kraft ist (vgl. BGE 135 II 313 E. 2.1.2 S. 316; 129 II 497 E. 5.3.3 S. 522; Urteil 2C_650/2012 vom 21. Januar 2013 E. 3.2).
2.4.�Die Beschwerdef�hrerin beantragt somit zu Recht, dass das Bundesgericht seinem Urteil die seither ge�nderte Rechtslage zugrunde legt. Materiell hat dies f�r das vorliegende Verfahren keine Auswirkungen, weil sich die massgeblichen Rechtsfragen (vgl. dazu unten, E. 5.1.1) unter altem und neuem Verordnungsrecht in derselben Weise stellen und die formell-gesetzlichen Regelungen im massgeblichen Zeitraum nicht ge�ndert haben.
3.1.�Entscheide, die der Beschwerde an das Bundesgericht unterliegen, m�ssen insbesondere die massgebenden Gr�nde tats�chlicher Art enthalten (Art. 112 Abs. 1 lit. b BGG). F�r die Beurteilung, ob das von der Beschwerdef�hrerin betriebene Gesch�ft Einlagencharakter im Sinne von Art. 1 Abs. 2 BankG aufweist und folglich die dem angefochtenen Urteil zu Grunde liegende und im vorinstanzlichen Verfahren inhaltlich (mit-) angefochtene Feststellungsverf�gung der FINMA vom 21. M�rz 2014 (Devolutiveffekt, BGE 134 II 142 E. 1.4 S. 144; zum Begriff des Streitgegenstands vgl. BGE 136 II 457 E. 4.2 S. 463; 133 II 35 E. 2 S. 38; Urteil 2C_961/2013 vom 29. April 2014 E. 3.3) zu best�tigen oder aufzuheben ist, sind vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellungen zu deren Gesch�ftsmodell unerl�sslich, zumal diese f�r das bundesgerichtliche Verfahren grunds�tzlich verbindlich sind (Art. 105 Abs. 1 BGG). Die Vorinstanz hat keine eigenen Feststellungen zum Gesch�ftsmodell der Beschwerdef�hrerin getroffen, doch beruhen die erstinstanzlich durch die FINMA mit Verf�gung vom 21. M�rz 2014 erhobenen Sachverhaltselemente zum Gesch�ftsmodell auf den eigenen Angaben der Beschwerdef�hrerin vom 21. Juni 2013 und sind im vorinstanzlichen Verfahren unbestritten geblieben. Der Sachverhalt geht in diesem Punkt klar und unter gewahrtem Geh�rsanspruch der Beschwerdef�hrerin aus den Akten hervor, weshalb das Bundesgericht ihn, soweit unbestritten geblieben (vgl. zu den umstrittenen Sachverhaltselementen unten, E. 5.1.2) selber erg�nzen kann (Art. 105 Abs. 2 BGG; Art. 107 Abs. 2 BGG; BGE 131 II 470 E. 2 S. 476; CORBOZ, Commentaire de la LTF, 2. Aufl. 2014, N. 19 zu Art. 107 BGG).
3.2.�Gem�ss den unbestritten gebliebenen Feststellungen der FINMA bietet die Beschwerdef�hrerin prepaid Zahlungsl�sungen f�r den Kauf von Waren und Dienstleistungen �ber das Internet bei ausgew�hlten Webshops an. Dabei k�nnen die Kunden eine nicht wieder aufladbare und mit einem Code ausgestattete Prepaidkarte (X.________) zu Fr. 25.--, Fr. 75.-- oder Fr. 150.-- in Verkaufsstellen wie Kioske oder Tankstellen erwerben. Die Kunden k�nnen anschliessend dieses Guthaben mittels Eingabe des Codes auf ein Online-Konto (Y.________) laden; f�r die Bezahlung von Waren und Dienstleistungen eines Webshops wird nur mehr der Benutzername und das Passwort des Kunden ben�tigt. In Erweiterung des bisherigen Angebots plant die Beschwerdef�hrerin die Erh�hung des maximalen (elektronischen) Guthabens pro Kunde auf Fr. 5'000.--, die M�glichkeit der �berweisung von elektronischen Guthaben auf das Online-Konto eines anderen Kunden, die R�ckerstattung durch die Webshops von elektronischen Guthaben bei Retouren oder Reklamationen im Zusammenhang mit dem Bezug von Waren oder Dienstleistungen, Auszahlungen bzw. Gutschriften der Webshops auf das Onlinekonto eines Kunden im Zusammenhang mit Spielen, Wetten und dergleichen sowie die �berweisung des elektronischen Guthabens auf dem Onlinekonto auf ein Bankkonto des Kunden (R�ckzahlung) oder ein Kreditkartenkonto des Kunden.
Die Beschwerdef�hrerin macht in ihrer Beschwerdeschrift an das Bundesgericht geltend, sie unterstehe als Finanzintermedi�rin im Sinne von Art. 2 Abs. 3 lit. b GwG; sowie als Betreiberin eines Zahlungssystems im Sinne von Art. 15 des Bundesgesetzes �ber die Schweizerische Nationalbank vom 3. Oktober 2003 (NBG; SR 951.11). Bereits aus diesem Grund bestehe kein Bed�rfnis, sie der bankengesetzlichen Regelung zu unterstellen.
4.1.�Zur Argumentation betreffend Unterstellung unter das GwG und das NBG ist in allgemeiner Hinsicht zu bemerken, dass Lebenssachverhalte regelm�ssig mehreren Gesetzen unterstehen k�nnen. Eine Normenkollision, welche zur Nichtanwendung der einen Norm f�hrt, liegt nur vor, wenn mehrere Normen denselben Sachverhalt unter identischen Gesichtspunkten unterschiedlich regeln. Wenn hingegen verschiedene Normen ein und denselben Sachverhalt nach unterschiedlichen Gesichtspunkten regeln, d.h. Rechtsfolgen an unterschiedliche Tatbestandsmerkmale ankn�pfen oder unterschiedliche Ziele verfolgen, liegt eine positive oder kumulative Normenkonkurrenz bzw. Normenkumulation vor, d.h. es sind beide Normen kumulativ anwendbar (BGE 141 II 66 E. 2.4.1 S. 73 f.).
4.2.�Dies ist insbesondere bei Betreibern von Zahlungssystemen der Fall. Innovative Zahlungssysteme sind volkswirtschaftlich ausserordentlich bedeutsam, weil sie dazu beitragen, Geldtransferkosten zu senken und den Zugang zu Finanzdienstleistern zu verbessern; bankenexterne Alternativsysteme sind regelm�ssig die einzigen Intermedi�re, welche im grenz�berschreitenden Verkehr in der Lage sind, Zahlungen in L�nder mit unterentwickelten Bankeninfrastrukturen zu t�tigen (KRISTIN WAHLERS, Die rechtliche und �konomische Struktur von Zahlungssystemen inner- und ausserhalb des Bankensystems, 2013, S. 252 f.). Das dieser Funktion inh�rente Risiko von Geldw�scherei und Terrorismusfinanzierung rechtfertigt ihre Unterstellung unter die geldw�schereirechtlich verankerten Sorgfaltspflichten (Art. 2 Abs. 3 lit. b GwG; WAHLERS, a.a.O., S. 248; vgl. dazu unten, E. 4.3). Werden �ber ein Zahlungssystem Transaktionen bedeutender Betragsvolumina abgewickelt, k�nnen sie zudem bei operationellen oder technischen Schwierigkeiten Kredit- oder Liquidit�tsprobleme bei Marktteilnehmern ausl�sen oder Zahlungsschwierigkeiten einzelner Teilnehmer �ber das System auf andere Teilnehmer �bertragen, was die Unterstellung systemisch bedeutsamer Zahlungssysteme unter eine eigentliche Aufsicht der Schweizerischen Nationalbank rechtfertigt (Art. 20 Abs. 2 NBG; BODMER/KLEINER/LUTZ, Kommentar zum Bundesgesetz �ber die Banken und Sparkassen, Loseblattausgabe, 23. Nachlieferung 2015, N. 43 zu Art. 1
bis�BankG; vgl. dazu unten, E. 4.4.1). Neuere Zahlungssysteme weisen teilweise Elemente auf, die sie, je nach individueller Ausgestaltung, in die N�he von Anbietern von Gesch�ften mit Einlagencharakter r�cken lassen; dies gilt insbesondere f�r Einzahlungen von Kunden, welche im Voraus geleistet und im Hinblick auf eine k�nftige Verwendung auf einen Datentr�ger gespeichert werden ("prepaid"-Element, BODMER/KLEINER/LUTZ, a.a.O., N. 24 zu Art. 1
bis�BankG). Hier gilt es jeweils im Einzelfall �ber die Anwendbarkeit der betreffenden spezialgesetzlichen Finanzmarktgesetze zu entscheiden. Als Vorgabe im Sinne des objektiv-rechtlichen Gehalts der grundrechtlich gesch�tzten Wirtschaftsfreiheit (Art. 94 Abs. 1 und 4, Art. 27, Art. 35 Abs. 1 BV; HOTTELIER, Discussion d'arr�ts actuels, Tribunal f�d�ral, IIe Cour public, 3 avril 2015 [2C_819/2014], X. SA c. Ville de Gen�ve, in: AJP 4/2015 S. 1307) erfordert die Gleichbehandlung von direkten Konkurrenten (BGE 140 I 218 E. 6.2 S. 229; 138 I 289 E. 2.3 S. 292; M�LLER/SCHEFER, Grundrechte in der Schweiz, 4. Aufl. 2008, S. 1056 ff.), Anbieter der gleichen Branche, die sich mit demselben Angebot an das gleiche Publikum richten, um dasselbe Bed�rfnis zu befriedigen, denselben Regeln zu unterstellen (�
"same business, same risks, same rules"; ausdr�cklich zur Anwendbarkeit dieses Grundsatzes im Bereich der kollektiven Kapitalanlagen vgl. RAYROUX/ VOGT SCHOLLER/TSCHERRIG, FHB Verwaltungsrecht, 2015, S. 179). Eine Ausnahme der Betreiber von Zahlungssystemen von den bankengesetzlichen Anforderungen an die Einlagensicherung im Sinne des Anleger- und Gl�ubigerschutzes (Art. 5 FINMAG) ist sachlich nur insofern gerechtfertigt, als ihr Gesch�ft nicht dieselben betriebsbedingten Risiken aufweist (WAHLERS, a.a.O., S. 251 f.). Dass die Beschwerdef�hrerin dem GwG untersteht oder aber als (systemisch nicht relevantes) Zahlungssystem gegen�ber der Schweizerischen Nationalbank Auskunftspflichten (Art. 15 Abs. 2 NBG; BODMER/KLEINER/LUTZ, a.a.O., N. 15 zu Art. 1
bis�BankG) zu erf�llen hat, schliesst daher nicht von vornherein aus, dass sie zus�tzlich auch dem BankG untersteht (RIMLE, Recht des schweizerischen Finanzmarkts, 2004, S. 22 Rz. 41). Vielmehr ist r�gegem�ss zu pr�fen, ob die Regelung gem�ss GwG bzw. NBG nach Ankn�pfungssachverhalten und verfolgtem Regelungsziel dem BankG als spezialgesetzliche Bestimmungen vorgehen.
4.3.�Dem BankG unterstehen gem�ss seinem Art. 1 Abs. 1 die Banken, Privatbankiers (Einzelfirmen, Kollektiv- und Kommanditgesellschaften) und Sparkassen (zur Definition des bankenm�ssigen Passivgesch�fts vgl. unten, E. 6.5). Das BankG dient in erster Linie dem Gl�ubiger- und dem Anlegerschutz sowie dem Schutz der Funktionsf�higkeit des Finanzmarktes als Ganzem und des Ansehens des Finanzplatzes Schweiz (Art. 1 lit. d, Art. 5 FINMAG; BGE 137 II 431 E. 2.2.3 S. 439 f.; 136 II 43 E. 3.2 S. 46 f.; 131 II 306 E. 3.1.2 S. 314 f.; OLIVER ARTER, Bankenaufsichtsrecht in der Schweiz, 2008, S. 13 ff.). Das GwG bezweckt demgegen�ber, wie schon sein Titel ausdr�ckt, die Bek�mpfung der Geldw�scherei und der Terrorismusfinanzierung im Finanzsektor, ein St�ck weit aber auch den Funktionsschutz (Art. 1 GwG; Art. 1 lit. f, Art. 5 FINMAG; WINZELER, in: Basler Kommentar zum B�rsengesetz/Finanzmarktaufsichtsgesetz, 2. Aufl. 2011, N. 5 zu Art. 5 FINMAG). Zu diesem Zweck unterwirft das Gesetz die ihm unterstellten Finanzintermedi�re den Sorgfaltspflichten gem�ss den Art. 3 ff. GwG und der Aufsicht gem�ss den Art. 12 ff. GwG. Auf die unterstellten Finanzintermedi�re finden daher gegebenenfalls kumulativ die �brigen auf spezialgesetzlichen Bestimmungen des Finanzmarktrechts und die damit einhergehende Aufsicht Anwendung (vgl. Art. 2 Abs. 2 GwG); insbesondere unterliegt eine Bank ungeachtet ihrer geldw�schereirechtlichen Sonderpflichten weiterhin dem Anwendungsbereich des BankG (Art. 2 Abs. 2 lit. a GwG). Dasselbe gilt auch f�r die �brigen, in Art. 2 Abs. 3 GwG enumerierten finanzintermedi�ren T�tigkeiten. Umgekehrt d�rfen Personen, die Zahlungsverkehrsdienstleistungen erbringen, nicht schon deshalb, weil sie dem GwG unterstehen, ohne bankenrechtliche Bewilligung (Art. 3 ff. BankG) eine nach diesem Gesetz bewilligungspflichtige T�tigkeit aus�ben; sie fallen nur solange nicht unter das BankG, als sie nicht unterstellungspflichtige T�tigkeiten aus�ben. Der Umstand, dass die Beschwerdef�hrerin Dienstleistungen f�r den Zahlungsverkehr im Sinne von Art. 2 Abs. 3 lit. b GwG erbringt, schliesst daher nicht aus, dass ihre T�tigkeit auf Grund der individuellen Ausgestaltung ("prepaid"-Element) zugleich einen Einlagencharakter im Sinne von Art. 1 Abs. 2 BankG aufweisen kann und damit kumulativ unter den sachlichen Anwendungsbereich beider Gesetze f�llt.
4.4.�Analoges gilt f�r die�
Aufsicht �ber Betreiber von Zahlungs- oder Effektenabwicklungssystemen�aus Gr�nden der Systemstabilit�t durch die Schweizerische Nationalbank (Art. 15 Abs. 2, Art. 20 Abs. 1 und 2 NBG) oder aus Gr�nden des Gl�ubiger- und Anlegerschutzes durch die FINMA (Art. 1
bis�BankG).
4.4.1.�Vor dem Inkrafttreten des revidierten NBG unterstanden Betreiber von Zahlungs- und Effektenabwicklungssystem keiner Aufsicht, sofern sie nicht als Banken oder Effektenh�ndler zu qualifizieren waren (BAHAR/STUPP, in: Basler Kommentar zum Bankengesetz, 2. Aufl. 2013, N. 1 zu Art. 1
bis�BankG). Als eine der wichtigsten Neuerungen hat das revidierte NBG vom 3. Oktober 2003 zwecks Vorbeugung systemischer Risiken (ARTER, Elektronische Bezahlvorg�nge, in: Schlauri et al [Hrsg.], Internet-Recht und Digitale Signaturen, 2005, S. 141; MARIO GIOVANOLI, Virtuelles Geld und globaler Finanzmarkt: Herausforderungen f�r den Juristen an der Schwelle des dritten Jahrtausends, SZW 1999 125 ff., 136) und damit aus Gr�nden des Systemschutzes bzw. aus monet�ren �berlegungen (Art. 14 Abs. 1 und Art. 19 Abs. 1 NBG; Botschaft vom 26. Juni 2002 �ber die Revision des Nationalbankengesetzes [Botschaft NBG], BBl 2002 6148 f., 6206 f.) eine �berwachung solcher Systeme eingef�hrt (NOBEL, Schweizerisches Finanzmarktrecht und internationale Standards, 3. Aufl. 2010, S. 399); nicht Aufgabe der SNB ist der Anleger- und der Gl�ubigerschutz (Botschaft NBG, 6170 ff., 6218 f.; Art. 5 in Verbindung mit Art. 1
e contrario�FINMAG; H�NNI/ST�CKLI, Schweizerisches Wirtschaftsverwaltungsrecht, 2013, S. 297 f.; NOBEL, Finanzmarktrecht, S. 399; vgl. zu Art. 1
bis�BankG unten, E. 4.4.2). Zwecks System�berwachung werden Betreiber von Zahlungs- oder Effektenabwicklungssystemen in drei Kategorien eingeteilt (vgl. KRAMER, in: Kommentar zum Bundesgesetz �ber die Banken und Sparkassen, Loseblattausgabe, 23. Nachlieferung 2015, N. 40 zu Art. 1
bis�BankG; Botschaft vom 3. September 2014 zum Finanzmarktinfrastrukturgesetz [Botschaft FinfraG], BBl 2014 748 ff., 7494) : S�mtliche Zahlungs- und Effektenabwicklungssysteme haben gegen�ber der Schweizerischen Nationalbank eine statistische Auskunftspflicht zu erf�llen (Art. 15 Abs. 2 NBG). Betreiber von Zahlungssystemen mit hohen Betragsvolumina oder Effektenabwicklungssysteme haben der Schweizerischen Nationalbank auf Verlangen alle notwendigen Ausk�nfte zu erteilen, Unterlagen zur Verf�gung zu stellen und Einsicht in die Einrichtungen vor Ort zu gew�hren (Art. 20 Abs. 1 NBG; Art. 18 ff. der Verordnung vom 18. M�rz 2004 zum Bundesgesetz �ber die Schweizerische Nationalbank [NBV; SR 951.131]). Gehen von einem Zahlungs- oder Effektenabwicklungssystem Risiken f�r die Stabilit�t des Finanzsystems aus, kann die Schweizerische Nationalbank Mindestanforderungen an deren Betrieb aufstellen (Art. 20 Abs. 2 NBG; Art. 22 ff. NBV).
4.4.2.�Aus Gr�nden des Anleger- und des Gl�ubigerschutzes kann die FINMA auch Betreiber von Zahlungssystemen im Sinne von Art. 19 NBG�
in dieser Eigenschaft�ihrer Aufsicht unterstellen (Art. 1
bis�BankG, in der Fassung gem�ss NBG vom 3. Oktober 2003; Botschaft NBG, BBl 2002 6172, 6277; KRAMER, a.a.O., N. 9 zu Art. 1
bis�BankG; m�glich ist auch eine Unterstellung von Effektenabwicklungssystemen unter das Bundesgesetz �ber die B�rsen und den Effektenhandel vom 24. M�rz 1995 [SR 954.1; BEHG], Botschaft FinfraG, 7495); die Zahlungssysteme unterliegen dann hinsichtlich ihrer Stabilit�t der �berwachung durch die Schweizerische Nationalbank und unter dem Aspekt des Anleger- und Gl�ubigerschutzes der mikroprudentiellen Institutsaufsicht durch die FINMA (Botschaft FinfraG, 7557). Insofern die bankengesetzlichen Vorschriften �ber die Gesch�ftst�tigkeit, insbesondere �ber die Eigenmittel und die Liquidit�t, auf Zahlungssysteme nicht zugeschnitten sind, kann die FINMA Anpassungen vornehmen (Art. 1
bis�Abs. 3 BankG), was, in �bereinstimmung mit dem Grundsatz der Wirtschaftsfreiheit (Art. 94 Abs. 1 und 4, Art. 27 BV), eine sachgerechte Regulierung erm�glicht (KRAMER, a.a.O., N. 39 zu Art. 1
bis�BankG). Zu vermeiden sind insbesondere aufsichtsrechtliche Doppelspurigkeiten. Zwar dient die Statistik der SNB dar�ber hinaus auch weiteren Zwecken, namentlich der T�tigkeit der Bankenaufsicht, um �berschneidungen mit Statistikt�tigkeiten der Bankenaufsicht zu vermeiden (Botschaft NBG; BBl 2002 6204 f.), und arbeiten Nationalbank und Bankenaufsicht in der Aus�bung ihrer jeweiligen Aufgabe zusammen (Art. 23
bis�BankG; Art. 2, Art. 50 NBG; NOBEL, Schweizerische Nationalbank und FINMA im spannungsvollen Wechselspiel, St. Galler Bankrechtstagung 2009, S. 181 ff.); das �ndert aber nichts an der unterschiedlichen Zielsetzung und der jeweiligen Verantwortlichkeit der beiden Beh�rden (BBl 2002 6172 f.; BAHAR/STUPP, a.a.O., N. 2, 8, 13 zu Art. 1
bis�BankG; ZOBL/KRAMER, a.a.O., S. 376).
4.5.1.�Die Botschaft NBG nahm auch Bezug auf das "Sonderproblem: E-Geld (Electronic Money) " (BBl 2002 6168 ff.). Sie f�hrte aus, die Frage, ob Ausgabe und Verwaltung elektronischer Zahlungsmittel einer staatlichen Regulierung bed�rfen, werde seit einiger Zeit diskutiert. Die Entwicklung von E-Geld sollte das reibungslose Funktionieren der Zahlungsverkehrssysteme nicht gef�hrden. Da elektronische Werte, die auf vorausbezahlte Karten geladen und in Computern gespeichert sind, �konomisch gesehen Bankeinlagen �hneln, gebe es keinen Grund, weshalb Systemrisiken nicht auch entstehen k�nnten, wenn E-Geld in grossen Mengen zum Einsatz kommen sollte. Eine solche Entwicklung k�nnte dazu f�hren, dass auch E-Geld-Systeme gesamtwirtschaftlich relevant werden. Falls E-Geld eine solche Bedeutung gewinnen sollte, m�sse die Nationalbank �ber die gesetzliche M�glichkeit verf�gen, im Interesse einer wirksamen Umsetzung der Geldpolitik sowie der Reduktion des Systemrisikos auf die Ausgestaltung von Zahlungssystemen mit elektronischem Geld so einzuwirken, dass ihre Verl�sslichkeit und Sicherheit gew�hrleistet ist. E-Geld werde in der Bilanz der Emittenten als Verbindlichkeit ausgewiesen, die aus der Hereinnahme von Bargeld oder Buchgeld der Kundinnen und Kunden erwachse und zum Nennwert an die Stellen, die E-Geld als Zahlungsmittel akzeptieren, zahlbar sei. Es w�re deshalb Sache der Bankenaufsicht, den Schutz der Kundinnen und Kunden (E-Geld-Inhaber) und des Handels vor einer allf�lligen Insolvenz der Emittenten von E-Geld sicherzustellen. Die finanzielle Integrit�t des Emittenten k�nnte insbesondere gef�hrdet sein, wenn die Vorauszahlungen der Kundinnen und der Kunden bis zu ihrer Nutzung f�r Zahlungszwecke nicht solide oder nicht fristenkongruent angelegt werden. Dieses Problem sei mit dem Gl�ubigerschutz bei herk�mmlichen Banken vergleichbar. Die Eidgen�ssische Bankenkommission habe allerdings entschieden, dass die Ausgabe von elektronischem Geld nicht als gewerbsm�ssige Entgegennahme von Publikumseinlagen zu qualifizieren ist. Damit sei die Ausgabe von elektronischem Geld in der Schweiz unter gewissen Voraussetzungen nicht bewilligungspflichtig (m.H. auf EBK, Jahresbericht 1998, S. 55 f.). Eher in den Bereich der Bankenaufsicht bzw. des Strafrechts w�rde auch der Schutz des Publikums vor Betrugsrisiken, die von E-Geld-Systemen ausgehen k�nnen, geh�ren. Ebenso geh�re der Schutz vor dem Missbrauch von E-Geld-Systemen f�r Zwecke der Geldw�scherei in den Bereich der hief�r zust�ndigen Aufsichtsorgane. In der Bundesversammlung wurde diese Frage nicht besonders diskutiert.
4.5.2.�Entgegen der Rechtslage in der Europ�ischen Union (vgl. dazu unten, E. 7.2) hat der schweizerische Gesetzgeber somit nach bisher geltendem Recht keine Sondergesetzgebung �ber das so genannte elektronische Geld (E-Geld) geschaffen. Aus der Entstehungsgeschichte ergibt sich vielmehr, dass der Gesetzgeber den Betrieb von Zahlungssystemen grunds�tzlich bewilligungsfrei erm�glichen will, bei ausgewiesenem Bedarf hingegen, wie etwa aus Gr�nden der Systemrelevanz des�
Zahlungssystems�- mit Einschluss von E-Geld - f�r eine geldpolitische Systemaufsicht durch die Nationalbank und eine allenfalls massgeschneiderte mikroprudentielle Institutsaufsicht durch die FINMA optierte. Die Regelung erfolgte vor dem Hintergrund, dass bereits nach der Praxis der fr�heren EBK solche Zahlungssysteme nicht ohne weiteres der Bankenaufsicht unterstanden (dazu oben, E. 4.4.1), aber, bei Vorliegen gewisser Voraussetzungen, dennoch ein Aufsichtsbedarf bejaht wurde (ZOBL/KRAMER, a.a.O., S. 375). Diese vom Gesetzgeber bevorzugte L�sung des Dilemmas der aufsichtsrechtlichen Einordnung der Betreiber von Zahlungssystemen wird auch nach Inkrafttreten des Bundesgesetzes vom 19. Juni 2015 �ber die Finanzmarktinfrastrukturen und das Marktverhalten im Effekten- und Derivatenhandel - in dessen Zuge Art. 1
bis�BankG aufgehoben (BBl 2014 7707) und die aufsichtsrechtlichen Bestimmungen des NBG abge�ndert bzw. durch Art. 81 ff. FinfraG erg�nzt werden (BBl 2015 4987-4991; BBl 2015 4956-4960; Botschaft FinfraG, 7498) - in den Grundz�gen weiterhin Bestand haben (Botschaft FinfraG, 7557), ben�tigt ein Zahlungssystem als Finanzmarktinfrastruktur doch auch k�nftig nur eine Bewilligung der FINMA, wenn die Funktionsf�higkeit des Finanzmarktes oder der Schutz der Finanzmarktteilnehmerinnen und -teilnehmer eine solche erfordert und das Zahlungssystem nicht durch eine Bank betrieben wird (Art. 4 Abs. 2 FinfraG; Botschaft FinfraG, 7517; NOBEL, Finanzmarktrecht: Neue Architektur - Neuer Wein?, in: BJM 2015 S. 142). Auch das Konzept der dualistischen Aufsicht wird beibehalten werden: Die FINMA wird die dauernde Einhaltung der Bewilligungsvoraussetzungen �berwachen, soweit deren Einhaltung nicht durch die �berwachung (Art. 23 revNBG) der besonderen, f�r systemisch bedeutsame Zahlungssysteme geltenden Anforderungen (Art. 23 FinfraG) durch die Schweizerische Nationalbank erfasst wird (Art. 83 FinfraG).
4.6.�Nicht zul�ssig ist nach dem Gesagten der Schluss, s�mtliche Zahlungssysteme, die�
nicht�nach Art. 1
bis�BankG diesem Gesetz unterstellt wurden, seien ohne weiteres dessen Anwendungsbereich entzogen. Massgeblich bleibt, dass eine Unterstellung gest�tzt auf Art. 1
bis�BankG (bzw. k�nftig gest�tzt auf Art. 4 Abs. 2 FinfraG) in der Eigenschaft�
als Betreiber eines Zahlungssystemserfolgt; dies schliesst nicht aus, dass das ausge�bte Gesch�ft zudem einen�
Einlagencharakter�aufweisen kann und aus diesem Grund in Anwendung von Art. 1 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 3 BankG eine�
Bewilligung als Bankerforderlich ist. Im Folgenden ist daher anhand des BankG zu pr�fen, ob das Projekt der Beschwerdef�hrerin eine bewilligungspflichtige gewerbsm�ssige Entgegennahme von Publikumseinlagen im Sinne von Art. 1 Abs. 2 BankG darstellt.
5.1.1.�Die Beschwerdef�hrerin beanstandet gleichermassen die Verfassungs- und Gesetzm�ssigkeit von FINMA-RS 08/3, Ziff. 18bis, wie von Art. 5 Abs. 3 lit. e revBankV. Sie bestreitet, dass die FINMA oder der Bundesrat als Verordnungsgeber die Abgrenzung zu Einlagen von den Kriterien des geringen Umfangs der Gelder (bzw. vom Maximalbetrag von Fr. 3'000.--) und von der Einschr�nkung auf den k�nftigen Bezug von Waren und Dienstleistungen (mithin vom Verbot von P2P-Zahlungen) abh�ngig machen d�rfe, f�r diese Kriterien fehle eine Delegation im BankG. Schon nach der Interpretation des BankG seien die Guthaben auf den Y.________-Konten nicht als Einlagen zu qualifizieren; als reine Verwalter von Guthaben der Kunden auf Abwicklungskonti im Sinne von Art. 1 Abs. 3 BankG w�rden sie nicht unter den Anwendungsbereich von Art. 1 Abs. 2 BankG, sondern unter Art. 1 Abs. 3 BankG fallen, weshalb sie keine unterstellungspflichtige T�tigkeiten aus�be. Die von der Vorinstanz angewendeten Kriterien gem�ss FINMA-RS 08/3, Ziff. 18bis, seien gesetzes- und verfassungswidrig (unten E. 8). Die vor der Vorinstanz noch umstrittenen weiteren Anordnungen sind vor Bundesgericht nicht mehr angefochten.
5.1.2.�In Bezug auf den Sachverhalt bringt die Beschwerdef�hrerin vor, die Vorinstanz habe zahlreiche, f�r die Auslegung von Art. 1 Abs. 2 BankG unerl�ssliche Sachverhaltselemente, auf welche sie - die Beschwerdef�hrerin - hingewiesen habe, nicht erw�hnt und damit von ihren Erw�gungen ausgeschlossen, n�mlich: Die Guthaben der Kunden w�rden nicht verzinst; sie w�rden auf separaten Konten der Beschwerdef�hrerin bei einer Bank verwaltet, seien zweckgebunden und d�rften nur f�r Zahlungen verwendet werden, welche die Kunden in Auftrag gegeben h�tten; Barauszahlungen an Kunden seien ausgeschlossen, Umwandlungen seien einzig durch �berweisungen auf ein auf den Namen des Kunden lautendes Bankkonto m�glich; der Anteil an �berwiesenen Kundenguthaben betrage nur 0,14 %. Die Guthaben w�rden nur sehr kurze Zeit auf den Konten verbleiben (84 % der Guthaben f�r bloss einen Tag, 99 % f�r weniger als einen Monat); die Beschwerdef�hrerin gelte als Betreiberin eines Zahlungssystems im Sinne von Art. 15 Abs. 2 NBG und m�sse der Nationalbank periodisch statistische Angaben liefern. Diese Sachverhaltselemente m�ssten in eine gesetzm�ssige Beurteilung einfliessen, was nicht gen�gend erfolgt sei. Weder die FINMA noch die Vorinstanz h�tten zu diesen Vorbringen Stellung genommen.
Soweit die vorgebrachten Elemente das Tats�chliche des Rechtsstreites betreffen, ist mit der Beschwerdef�hrerin davon auszugehen, dass die Vorinstanz die entsprechenden Feststellungen nicht getroffen hat. Festzustellen hat ein Gericht jedoch nur den rechtserheblichen Sachverhalt. Eine fehlende Sachverhaltsfeststellung ist deshalb zum vornherein nur rechtsverletzend unvollst�ndig, wenn eine�
rechtserhebliche�Tatsache nicht festgestellt wurde. Ob die von der Beschwerdef�hrerin genannten Sachverhaltselemente rechtserheblich sind, wird, als Frage des materiellen Rechts (oben, E. 1.3), im Zusammenhang mit der rechtlichen Beurteilung zu pr�fen sein (vgl. unten E. 7.4.3).
5.2.1.�Gem�ss Art. 1 Abs. 2 BankG d�rfen nat�rliche und juristische Personen, die nicht diesem Gesetz unterstehen, keine�
Publikumseinlagen gewerbsm�ssigentgegennehmen, wobei der Bundesrat Ausnahmen vorsehen kann, sofern der Schutz der Einleger gew�hrleistet ist (vgl. dazu Art. 5 Abs. 2 und 3 BankV). Die Auflage von�
Anleihen�gilt von Gesetzes wegen nicht als gewerbsm�ssige Entgegennahme von Publikumseinlagen (Art. 1 Abs. 2 BankG; zum auf die Ausgabe und die Inverkehrsetzung gerichteten Emissionsgesch�ft�
[Prim�rmarkt]�vgl. ZUFFEREY, in: Commentaire romand, Code des obligations II, Code des obligations art. 530-1186, 1. Aufl. 2008, N. 4 zu Intro. art. 1156-1186 CO; K�NG/HUBER/KUSTER, Kommentar zum B�rsengesetz, Bd. I, Erstlieferung 1998 [Nachlieferung 2002, 2004, 2006], S. 95, S. 104 f., S. 112). Gem�ss Art. 1 Abs. 3 BankG unterstehen insbesondere nicht dem Gesetz die B�rsenagenten und B�rsenfirmen, die nur den Handel mit Wertpapieren und die damit unmittelbar im Zusammenhang stehenden Gesch�fte betreiben, jedoch keinen Bankbetrieb f�hren (lit. a; Ausnahme des durch das BEHG geregelten Effektenhandelsgesch�fts als auf die Zulassung von und den gewerbsm�ssigen Handel mit Effekten ausgerichteten�
Sekund�rmarkt;� BODMER/KLEINER/LUTZ, Kommentar zum Bundesgesetz �ber die Banken und Sparkassen, Loseblattausgabe, 23. Nachlieferung 2015, N. 24 zu Art. 1 BankG; ZUFFEREY, a.a.O., N. 5 zu Intro. art. 1156-1186 CO; K�NG/HUBER/KUSTER, a.a.O., S. 112, anschaulich Art. 8 BEHG in Verbindung mit Art. 17 Abs. 1 des Kotierungsreglements SIX Swiss Exchange), sowie die Verm�gensverwalter, Notare und Gesch�ftsagenten, die lediglich die Gelder ihrer Kunden verwalten und keinen Bankbetrieb f�hren (lit. b).
5.2.2.�Gem�ss Art. 3a Abs. 3 aBankV galten insbesondere nicht als Einlage im Sinne des BankG die Gelder, die eine Gegenleistung aus einem Vertrag auf �bertragung des Eigentums oder aus einem Dienstleistungsvertrag darstellten oder als Sicherheitsleistung �bertragen wurden (lit. a), sowie Habensaldi auf Kundenkonti von Effekten- oder Edelmetallh�ndlern, Verm�gensverwaltern oder �hnlichen Unternehmen, welche einzig der Abwicklung von Kundengesch�ften dienen, wenn daf�r kein Zins bezahlt wurde (lit. c).
5.2.3.�Nach ihrer T�tigkeitsaufnahme ersetzte die FINMA das EBK-RS 96/4 durch das FINMA-RS 2008/3. Darin f�hrte sie aus:
Rz. 10: "Die Bankenverordnung geht grunds�tzlich davon aus, dass alle Verbindlichkeiten Einlagecharakter haben. Art. 3a Abs. 3 Bst. a-d BankV z�hlt abschliessend die Ausnahmen auf."
Sodann lautet Ziff. 18
bis�(wie vorher EBK-RS 96/4 Ziff. 18
bis, in der seit 1. Juli 2004 geltenden Fassung; vgl. hinten E. 7.3) :
Keinen Einlagecharakter haben Gelder, welche einem Zahlungsmittel oder Zahlungssystem (Bezahlkarten, Internetbezahlm�glichkeiten, Mobiltelefonbezahlsysteme, etc.) zugef�hrt werden, sofern
- sie einzig dem k�nftigen Bezug von Waren oder Dienstleistungen dienen,
- das maximale Guthaben pro Kunde je Herausgeber eines Zahlungsmittels oder Zahlungssystembetreiber nie mehr als CHF 3'000.- betr�gt, und
- f�r sie kein Zins bezahlt wird. Rabatte oder andere geldwerte Vorteile d�rfen nur auf den Waren und Dienstleistungen gew�hrt werden und nicht von der H�he des Guthabens abh�ngen (Art. 3a Abs. 3 Bst. a und c BankV)."
Das FINMA-RS 2008/03 wurde seither nicht ge�ndert.
5.2.4.�In der seit 1. Januar 2015 in Kraft stehenden (rev) BankV werden die Publikumseinlagen in Art. 5 Abs. 1 wie folgt definiert:
"1 Als Publikumseinlagen gelten die Verbindlichkeiten gegen�ber Kundinnen und Kunden mit Ausnahme derjenigen nach den Abs�tzen 2 und 3."
In Art. 5 Abs. 3 lit. c revBankV wird in den Grundz�gen die Regelung von Art. 3a Abs. 3 lit. c aBankV (Habensaldi auf Kundenkonti, die einzig der Abwicklung von Kundengesch�ften dienen, wenn daf�r kein Zins bezahlt wird) �bernommen. Der Inhalt von Ziff. 18
bis�RS-2008/3 wurde sinngem�ss in Art. 5 Abs. 3 lit. e revBankV �berf�hrt; demnach gelten nicht als Einlagen:
"e. Gelder, die in geringem Umfang einem Zahlungsmittel oder Zahlungssystem zugef�hrt werden und einzig dem k�nftigen Bezug von Waren oder Dienstleistungen dienen und f�r die kein Zins bezahlt wird;".
Gewerbsm�ssig�handelt, wer dauernd mehr als 20 Publikumseinlagen entgegennimmt oder sich �ffentlich zur Entgegennahme von Publikumseinlagen empfiehlt, selbst wenn daraus weniger als 20 Einlagen resultieren (Art. 6 BankV).
5.3.�Die vorliegend vorfrageweise zu pr�fenden Verordnungsbestimmungen �ber die Ausnahme vom bankenrechtlichen Einlagenbegriff (Art. 5 Abs. 3 lit. c und lit. e BankV) wurden durch den Bundesrat gest�tzt auf die Delegationsgrundlage von Art. 1 Abs. 2 BankG erlassen (vgl. oben, E. 5.2.1, E. 5.2.2). Das Bundesgericht kann Verordnungen des Bundesrates vorfrageweise auf ihre Gesetzes- und Verfassungsm�ssigkeit pr�fen. Bei unselbstst�ndigen Verordnungen, die sich auf eine gesetzliche Delegation st�tzen (Art. 182 BV), pr�ft es, ob sich der Bundesrat an die Grenzen der ihm im Gesetz einger�umten Befugnisse gehalten hat. Soweit das Gesetz den Bundesrat nicht erm�chtigt, von der Verfassung abzuweichen, befindet das Gericht auch �ber die Verfassungsm�ssigkeit der unselbst�ndigen Verordnung. Wird dem Bundesrat durch die gesetzliche Delegation ein sehr weiter Ermessensspielraum f�r die Regelung auf Verordnungsstufe einger�umt, so ist dieser Spielraum nach Art. 190 BV f�r das Bundesgericht verbindlich; es darf in diesem Falle bei der �berpr�fung der Verordnung nicht sein eigenes Ermessen an die Stelle desjenigen des Bundesrates setzen, sondern beschr�nkt sich auf die Pr�fung, ob die Verordnung den Rahmen der dem Bundesrat im Gesetz delegierten Kompetenzen offensichtlich sprengt oder aus anderen Gr�nden gesetzes- oder verfassungswidrig ist (BGE 136 II 337 E. 5.1 S. 348; 131 II 13 E. 6.1 S. 25 f., 129 II 162 E. 2.3 S. 166 f.; je mit Hinweisen; TSCHANNEN, Staatsrecht der Schweizerischen Eidgenossenschaft, 3. Aufl. 2011, S. 148 f.). Zudem d�rfen sie keine Bestimmungen enthalten, die als wichtige rechtsetzende im Sinne von Art. 164 BV zu qualifizieren sind (zur Delegationsschranke vgl. BGE 141 II 169 E. 3.2, 3.3 S. 171 f.; mit zahlreichen Hinweisen). Analoges gilt f�r die Verordnungen und Rundschreiben (als kodifizierte Verwaltungspraxis; WINZELER, in: Basler Kommentar zum B�rsengesetz/Finanzmarktaufsichtsgesetz, 2. Aufl. 2011, N. 19 zu Art. 7 FINMAG; Botschaft vom 1. Februar 2006 zum Bundesgesetz �ber die Eidgen�ssische Finanzmarktaufsicht, BBl 2006 2861) der FINMA (Art. 7 Abs. 1 FINMAG), wobei sich diese nicht nur an die Gesetze, sondern auch an die Verordnungen des Bundesrates zu halten haben. Sie d�rfen Gesetzes- und Verordnungsbestimmungen n�her ausf�hren oder konkretisieren, aber nicht ab�ndern (BGE 137 II 371 E. 5 S. 375 ff.; Urteil 2C_98/2013 vom 29. Juli 2013 E. 6, Pra 78/2014 S. 568; WINZELER, a.a.O., N. 3 ff. zu Art. 7 FINMAG). Das Bundesgericht �berpr�ft vorfrageweise, ob diese Schranken eingehalten sind, mithin ob sich eine Verordnung auf eine gesetzliche Delegationsbestimmung st�tzen kann oder verneinendenfalls, ob sie sich darauf beschr�nkt, die gesetzlichen Bestimmungen auszuf�hren. Die Zweckm�ssigkeit der getroffenen Anordnung entzieht sich hingegen der gerichtlichen Kontrolle (BGE 139 II 460 E. 2.3 S. 464 f.).
6.1.1.�Der gesetzliche Begriff der Publikumseinlage von Art. 1 Abs. 2 BankG muss in erster Linie aus sich selbst heraus, das heisst nach seinem Wortlaut, Sinn und Zweck und den ihm zugrunde liegenden Wertungen auf der Basis einer teleologischen Verst�ndnismethode ausgelegt werden. Dabei befolgt das Bundesgericht einen pragmatischen Methodenpluralismus; es lehnt es ab, die einzelnen Auslegungselemente hierarchisch zu ordnen (BGE 141 II 220 E. 3.3.1 S. 225; 141 III 155 E. 4.2 S. 156; 140 III 206 E. 3.5.4 S. 214). Die Gesetzesmaterialien sind nicht unmittelbar entscheidend, dienen aber als Hilfsmittel dazu, den Sinn der Norm zu erkennen (BGE 139 II 404 E. 4.2 S. 416; 138 II 217 E. 4.1 S. 224; 137 III 217 E. 2.4.1 S. 221). Bei der Auslegung neuerer Bestimmungen kommt den Materialien eine besondere Bedeutung zu, weil diesfalls keine f�r den historischen Gesetzgeber nicht vorhersehbare ver�nderte Umst�nde oder ein gewandeltes Rechtsverst�ndnis eine andere L�sung nahelegen (BGE 141 II 262 E. 4.1 S. 272; 139 III 98 E. 3.1 S. 100; 138 II 440 E. 13 S. 453; 133 III 497 E. 4.1 S. 499). Die Auslegung des Gesetzes ist demnach zwar nicht entscheidend historisch zu orientieren, im Grundsatz aber dennoch auf die Regelungsabsicht des Gesetzgebers und die damit erkennbar getroffenen Wertentscheidungen auszurichten (BGE 140 I 305 E. 6.2 S. 311). Autonom vollzogenes EU-Recht ist, in �bereinstimmung mit dem Ziel des Gesetzgebers, eine parallele Regelung zu schaffen, europarechtskonform auszulegen (BGE 137 II 199 E. 4.3.1 S. 209; JUTZI, Der Einfluss des EU-Rechts auf das schweizerische Recht der kollektiven Kapitalanlagen, in: AJP 1/2015 S. 10; SEILER, Einfluss des europ�ischen Rechts und der europ�ischen Rechtsprechung auf die schweizerische Rechtspflege, in: ZBJV 150/2014 S. 304 ff.; WIEGAND/BR�LHART, Die Auslegung von autonom nachvollzogenem Recht der Europ�ischen Gemeinschaft, Schweizer Schriften zur Europ�ischen Integration, 1999, S. 28, Fn. 69).
6.1.2.�Vom klaren, d.h. eindeutigen und unmissverst�ndlichen Wortlaut soll nur abgewichen werden, wenn triftige Gr�nde daf�r sprechen, dass dieser nicht den wahren Sinn der Bestimmung wiedergibt; solche Gr�nde k�nnen sich aus der Entstehungsgeschichte der Bestimmung, aus ihrem Sinn und Zweck oder aus dem Zusammenhang mit andern Vorschriften ergeben (BGE 141 II 262 E. 4.2 S. 272; 140 II 289 E. 3.2 S. 292; 140 II 129 E. 3.2 S. 131). Die Gesetzesauslegung hat sich dennoch vom Gedanken leiten zu lassen, dass nicht schon der Wortlaut die Norm darstellt, sondern erst das an den Sachverhalten verstandene und konkretisierte Gesetz. Gefordert ist die sachlich richtige Entscheidung im normativen Gef�ge, ausgerichtet auf ein befriedigendes Ergebnis der ratio legis (BGE 141 III 155 E. 4.2 S. 156; 140 I 305 E. 6.1 S. 310; 141 II 262 E. 4.1 S. 272). Der Auslegungsvorgang soll zu einem vern�nftigen, praktikablen und befriedigenden Ergebnis f�hren, das dem Probleml�sungsbedarf Rechnung tr�gt, ohne die Wertungsentscheidungen des geschichtlichen Normsetzers zu missachten (TSCHANNEN/ZIMMERLI/M�LLER, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. Aufl. 2014, S. 208).
6.2.�Der Begriff der Publikumseinlagen ("d�p�ts du public"; "depositi del pubblico") ist im BankG selbst nicht definiert. Die urspr�ngliche Version des Gesetzes (BS 10 337) sowie die �nderung vom 11. M�rz 1971 (AS 1971 808) kannten diesen Begriff noch nicht, sondern denjenigen der Annahme fremder Gelder. Das Bundesgericht erwog dazu, es sei eine weite Auslegung angemessen; das BankG bezwecke in erster Linie den Schutz der Gl�ubiger; es solle nach M�glichkeit verhindert werden, dass Publikum, das Anlagem�glichkeiten suche, angezogen werde und dann zu Schaden komme, weil eine gen�gende Aufsicht �ber die Gesellschaft fehle. Unternehmungen, die sich irgendwie �ffentlich zur Entgegennahme von Geldern empfehlen, sollen deshalb der strengen bankengesetzlichen Kontrolle unterstellt werden (BGE 105 Ib 348 E. 10c S. 365).
Die heute geltende Fassung von Art. 1 Abs. 2 BankG geht auf die Zusatzbotschaft II zur EWR-Botschaft vom 15. Juni 1992 (BBl 1992 V 520) zur�ck. Darin wurde ausgef�hrt (S. 693), in der Richtlinie 77/780/EWG (Erste Richtlinie 77/780/EWG des Rates vom 12. Dezember 1977 zur Koordinierung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften �ber die Aufnahme und Aus�bung der T�tigkeit der Kreditinstitute, [Erste Bankenrichtlinie], ABl L 322, 17. Dezember 1977, S. 30-37) w�rden Kreditinstitute definiert als Unternehmen, deren T�tigkeit darin bestehe, Einlagen oder andere r�ckzahlbare Gelder des Publikums entgegen zu nehmen und Kredite f�r eigene Rechnung zu gew�hren. Diese Definition entspreche in den massgeblichen Punkten dem traditionellen Begriff der Bank, wie er f�r die Schweiz in Art. 2 lit. a (a) BankV definiert werde. Nach Artikel 3 der Zweiten Bankenrichtlinie (Zweite Richtlinie 89/646/EWG des Rates vom 15. Dezember 1989 zur Koordinierung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften �ber die Aufnahme und Aus�bung der T�tigkeit der Kreditinstitute und zur �nderung der Richtlinie 77/780/EWG [Zweite Bankenrichtlinie], ABl L 386, 30. Dezember 1989, S. 1-13) seien die Mitgliedsstaaten verpflichtet, jenen Gesellschaften, die dem Gesetz nicht unterstellt sind, die gewerbsm�ssige Entgegennahme von Einlagen des Publikums zu untersagen. Ausgenommen seien F�lle, in denen der Schutz der Einleger speziell geregelt sei. Im Folgeprogramm nach der Ablehnung des EWR-Abkommens (Botschaft vom 24. Februar 1993, BBl 1993 I 805) wurde die in der Zusatzbotschaft II zur EWR-Botschaft vorgeschlagene Fassung wieder �bernommen (BBl 1993 I 876, 970-974). Diese wurde in der Fassung vom 18. M�rz 1994 zum Gesetz (AS 1995 246). Die Unterstellung von E-Geld-Zahlungssystemen unter die Bankenaufsicht wurde im Rahmen dieser Revision nicht ausdr�cklich thematisiert.
Auch in der EU wird die R�ckzahlbarkeit der Gelder als wesentliches Element des Einlagebegriffs betrachtet (JUNG/BISCHOF, Europ�isches Finanzmarktrecht, 2015, S. 63 f.). Die Zweite Bankenrichtlinie, auf welche der Bundesrat in der Botschaft zur heute geltenden Fassung von Art. 1 Abs. 2 BankG abgestellt hatte, definierte zwar den Begriff der "Einlage" nicht; gem�ss ihrem Art. 3 war es aber den Personen oder Gesellschaften, die keine Kreditinstitute sind, untersagt, "die T�tigkeit der Entgegennahme von Einlagen oder anderen r�ckzahlbaren Geldern des Publikums gewerbsm�ssig zu betreiben." Ein "Kreditinstitut" im Sinne der aktuell geltenden Regelungen (Art. 3 Abs. [1] Ziff. 1 der Richtlinie 2013/36/EU des Europ�ischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 �ber den Zugang zur T�tigkeit von Kreditinstituten und die Beaufsichtigung von Kreditinstituten und Wertpapierfirmen, zur �nderung der Richtlinie 2002/87/EG und zur Aufhebung der Richtlinien 2006/48/EG und 2006/49/EG, ABl L 176, 27. Juni 2013, S. 338-436; Art. 4 Abs. [1] Ziff. [1] der Verordnung [EU] Nr. 575/2013 des Europ�ischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 �ber die Aufsichtsanforderungen an Kreditinstitute und Wertpapierfirmen und zur �nderung der Verordnung [EU] Nr. 646/2012, ABl L 176, 27. Juni 2013, S. 1-337) ist ein "Unternehmen, dessen T�tigkeit darin besteht, Einlagen oder andere r�ckzahlbare Gelder des Publikums entgegenzunehmen und Kredite f�r eigene Rechnung zu gew�hren", womit zum Ausdruck gebracht wird, dass die R�ckzahlbarkeit zum Wesen der Einlage geh�rt. In Art. 2 Abs. (1) Ziff. 3 der Richtlinie 2014/49/EU des europ�ischen Parlaments und des Rates vom 16. April 2014 �ber Einlagensicherungssysteme ist die "Einlage" definiert als "Guthaben, das sich aus auf einem Konto verbliebenen Betr�gen oder aus Zwischenpositionen im Rahmen von normalen Bankgesch�ften ergibt und vom Kreditinstitut nach den geltenden gesetzlichen und vertraglichen Bedingungen zur�ckzuzahlen ist", (�hnlich bereits in der Vorg�ngerrichtlinie, Art. 1 Ziff. 1 der Richtlinie 94/19/EG des europ�ischen Parlaments und des Rates vom 30. Mai 1994 �ber Einlagensicherungssysteme, ABl L 135, 31. Mai 1994, S. 5-14: "Einlage: ein Guthaben, das sich aus auf einem Konto verbliebenen Betr�gen oder aus Zwischenpositionen im Rahmen von normalen Bankgesch�ften ergibt und vom Kreditinstitut nach den geltenden gesetzlichen und vertraglichen Bedingungen zur�ckzuzahlen ist, sowie Forderungen, die das Kreditinstitut durch Ausstellung einer Urkunde verbrieft hat.").
6.3.�Das Bundesgericht hat sich wiederholt mit dem Begriff der Entgegennahme von Publikumseinlagen befasst. Nach seiner Rechtsprechung besteht die Entgegennahme von Publikumseinlagen darin, dass das Unternehmen Verpflichtungen gegen�ber Dritten eingeht, d.h. selber zum R�ckzahlungsschuldner der entsprechenden Leistung wird (BGE 136 II 43 E. 4.2 S. 48 f.; 132 II 382 E. 6.3.1 S. 391; Urteile 2C_89/2010, 2C_106/2010 vom 10. Februar 2011 E. 3.1, nicht publ. in BGE 137 II 284; 2C_671/2014 vom 18. Dezember 2014 E. 2.1; 2C_929/2010 vom 13. April 2011 E. 2.1; 2A.218/1999, 2A.219/1999 vom 5. Januar 2000 E. 3b/bb). Grunds�tzlich gelten�
s�mtliche Verbindlichkeiten als Einlagen, sofern sie nicht auf Grund einer zul�ssigen���rechtsatzm�ssigen Regelung von diesem Begriff ausgenommen worden sind (Art. 1 Abs. 2 BankG; Art. 5 Abs. 1, Art. 5 Abs. 3 BankV; 136 II 43 E. 4.2 S. 48 f.; 132 II 382 E. 6.3.1 S. 391; Urteile���2C_671/2014 vom 18. Dezember 2014 E. 2.1; 2C_89/2010, 2C_106/2010 vom 10. Februar 2011 E. 3.1, nicht publ. in BGE 137 II 284; 2C_929/2010 vom 13. April 2011 E. 2.1; 2C_74/2009 vom 22. Juni 2009 E. 2.2.1). In BGE 132 II 382, auf den sich die Vorinstanz wie auch die Beschwerdef�hrerin berufen, hat das Bundesgericht unter Berufung auf die Urteile 2A.218/1999 / 2A.219/1999 vom 5. Januar 2000 die Bewilligungspflicht grunds�tzlich insoweit f�r ein Verrechnungssystem verneint, als sich dieses darauf beschr�nkte, die von den Teilnehmern beantragten Umbuchungen vorzunehmen und Barauszahlungen ausgeschlossen blieben, womit die Zentrale weder Gl�ubigerin noch Schuldnerin der auf den Teilnehmerkonten verbuchten Guthaben werden konnte (E. 6.3.2). Unter Bezugnahme auf die inzwischen erlassene Ziff. 18
bis�des EBK-RS 96/4 erwog es jedoch, das dem Urteil zu Grunde liegende System sprenge diese Ausnahmeregelung: �ber das Depotkonto k�nnten Leistungen von anderen Teilnehmern des Systems direkt bezahlt und eigene Rechnungen von diesen mittels �berweisung beglichen werden. Der Promotor propagiere mit Provisionen und "Dividenden" ein lebenslanges Einkommen. Auf Begehren hin k�nne sich der Kontoinhaber sein Guthaben auszahlen lassen. Es seien somit unter Renditeversprechungen Ein- und Auszahlungen auf das Depotkonto m�glich, wobei die Emittentin zur Schuldnerin der empfangenen Leistung werde. Die Guthaben seien wie ein Kontokorrentkonto einer Bank zu behandeln und w�rden gesamthaft nicht unter die Ausnahmen von Art. 3a Abs. 3 lit. a BankV bzw. Rz. 18
bis�EBK-RS 96/4 fallen, zumal sich darauf regelm�ssig auch Guthaben von �ber Fr. 3'000.-- befunden h�tten.
6.4.�Die Literatur gibt in der Regel keine positive Definition der Einlage, sondern beschr�nkt sich darauf, die in der Verordnung enthaltenen Ausnahmen wiederzugeben (RIMLE, a.a.O., S. 13 ff.; TAISCH, Finanzmarktrecht, 2. Aufl. 2010, S. 95 f.; MICHAEL KUNZ, Regulation of Electronic Banking in Switzerland, 2001, S. 17 ff.; zur Definition �ber das bankm�ssige Passivgesch�ft vgl. EMCH/RENZ/ARPAGAUS, Das Schweizerische Bankgesch�ft, 7. Aufl. 2011, S. 490 ff.) oder auszuf�hren, grunds�tzlich alle Publikumsgelder w�rden als Einlagen gelten (NOBEL, Finanzmarktrecht, S. 536 ff., ARTER, a.a.O. [2008], S. 91, 97; LARS SCHLICHTING, Legge sulle banche, annotata e commentata, 2013, S. 3). Vor der Erg�nzung des EBK-RS 96/4 mit Ziff. 18
bis�wies die Literatur teilweise kommentarlos auf die Situation hin, wie sie sich nach dem Entscheid der EBK von 1998 (unten E. 7.3) ergab (IYNEDJIAN, La monnaie �lectronique, SZW 2000, S. 174; ROLF H. WEBER, E-Commerce und Recht, Rechtliche Rahmenbedingungen elektronischer Gesch�ftsformen, 2. Aufl. 2010, S. 603). Teilweise wurde angemerkt, prepaid-Systeme seien als kritisch einzustufen, weil der Kunde voraus bezahlen m�sse (KUNZ, a.a.O., S. 18); das Fehlen einer hoheitlichen �berwachung sei nicht unproblematisch, das Gesetz w�rde eine Unterstellung erlauben, was aber eine Verordnungs�nderung bedingen w�rde (ROLF H. WEBER, Elektronisches Geld, 1999, S. 89 f.; vgl. auch MICHAEL KUNZ, Jedem sein eigenes elektronisches Geld? Zur Frage nach dem Regulierungsbedarf, NZZ 9. Januar 1999 S. 27); es wurde auch auf Bestrebungen der EBK hingewiesen, die Aufsicht zu verbessern (NOBEL, Finanzmarktrecht, 2. Aufl. 2004, S. 506 ff., 644 ff.). Nach Erlass der Ziff. 18
bis�von EBK-RS 96/4 wies die Literatur auf diese Bestimmung hin (KLEINER/BODMER/LUTZ, a.a.O., N. 33 zu Art. 1 BankG; KRAMER, a.a.O., N. 24 ff. zu Art. 1
bis�BankG; SCHLICHTING, a.a.O., S. 3), allenfalls erg�nzt mit dem Hinweis, es handle sich um eine pragmatische L�sung, die auf einer lockeren Auslegung von Art. 3a Abs. 3 aBankV beruhe und unverh�ltnism�ssige Aufsicht verhindere (ARTER, a.a.O. [2008], S. 94 Fn 534, [2005], S. 138 ff.; STEFAN KRAMER, Rechtsprobleme des Interbanken-Zahlungsverkehrs, SSBR Schweizer Schriften zum Bankrecht Bd. Nr. 80, 2005, S. 10; BAHAR/ STUPP, a.a.O., N. 16 zu Art. 1 BankG).
6.5.�Am bisherigen Einlagenbegriff (oben, E. 6.3) ist festzuhalten. Als Einlagen im Sinne von Art. 1 Abs. 2 BankG gelten, wie zutreffend in Art. 5 Abs. 1 BankV umschrieben, s�mtliche nicht ausgenommenen Verbindlichkeiten gegen�ber Kundinnen und Kunden in der Form, dass der Empf�nger der Leistung zu deren R�ckzahlungsschuldner wird. Gesetzlich untersagt ist den Nichtbanken die�
gewerbsm�ssige�Entgegennahme von�
Publikumseinlagen (vgl. dazu Art. 1 Abs. 2 BankG, Art. 5 Abs. 2 und Abs. 3 BankV, Art. 6 BankV). Das Verbot der Entgegennahme von Publikumseinlagen durch Nichtbanken untersagt demnach das�
bankenm�ssige Passivgesch�ft�(EMCH/RENZ/ARPAGAUS, a.a.O., S. 490 ff.); f�r seine Anwendbarkeit ist nicht erforderlich, dass parallel dazu auch das Aktivgesch�ft betrieben wird. Mit dem Verbot der gewerbsm�ssigen Annahme von Publikumseinlagen wird das aufsichtsrechtliche System geschlossen: Wer gewerbsm�ssig Publikumsgelder annimmt, ist bewilligungs- und aufsichtspflichtig und gilt damit als Bank; Unternehmen oder Private, die keine Banken sind und dieser Pflicht nicht unterliegen, d�rfen keine solchen Gelder annehmen (Urteil 2C_929/2010 vom 13. April 2011 E. 2.1; BODMER/KLEINER/LUTZ, a.a.O., N. 30 und 72 zu Art. 1 BankG; BAHAR/STUPP, a.a.O., N. 7 zu Art. 1 BankG).
7.1.�Die Vorinstanzen gehen davon aus, dass die hier streitigen Dienstleistungen grunds�tzlich unter den Begriff der Publikumseinlage fallen und damit dem Gesetz unterstehen, solange nicht eine der in der Verordnung und dem Rundschreiben geregelten Ausnahmen vorliegt. Die Beschwerdef�hrerin ist demgegen�ber der Auffassung, dass ihre T�tigkeit gar nicht unter den Begriff der Einlage f�llt und damit dem Gesetz nicht unterstellt werden kann. Die Kriterien der H�he des Guthabens und der �berweisung auf Konten anderer Kunden seien aufsichtsrechtlich nicht nachvollziehbar, weil sie nichts mit dem Kriterium der R�ckzahlbarkeit zu tun h�tten, und h�tten keine gesetzliche Grundlage. Der Gesetzgeber habe auf eine aufsichtsrechtliche Regelung der Zahlungsdienstleistungen verzichtet.
Gem�ss den oben stehenden Erw�gungen gilt als entscheidendes Merkmal der Einlage das Eingehen einer Verbindlichkeit in dem Sinn, dass der Empf�nger der Leistung selbst zu deren R�ckzahlungsschuldner wird. Zu pr�fen ist in einem ersten Schritt (E. 7.2-7.4),�
ob dieses Kriterium auf so genannte elektronische Zahlungsmittel zur Anwendung gelangt und das projektierte Gesch�ftsmodell der Beschwerdef�hrerin den Begriff der Einlage gem�ss Art. 1 Abs. 2 BankG erf�llt. Ist der Einlagebegriff erf�llt, wird gepr�ft, ob eine�
Ausnahmebestimmung�greift (E. 8).
7.2.�In der EU kam die Kommission 1998 zum Ergebnis, dass die�
Ausgabe�von E-Geld an sich angesichts seiner spezifischen Eigenschaften als elektronischer Ersatz f�r M�nzen und Banknoten nicht als Entgegennahme von Einlagen angesehen werden k�nne, die nur Kreditinstituten erlaubt sei; dennoch best�nden gewisse Risiken, die eine besondere Aufsichtsregelung rechtfertigten, weshalb sie eine�
besondere Richtlinie f�r E-Geldinstitute�vorschlug (ABl C 317/7 vom 15. Oktober 1998). In der Folge wurde die Richtlinie 2000/46/EG des europ�ischen Parlaments und des Rates vom 18. September 2000 �ber die Aufnahme, Aus�bung und Beaufsichtigung der T�tigkeit von E-Geld-Instituten (ABl L 275/39 vom 27. Oktober 2000) erlassen (vgl. IYNEDJIAN, a.a.O., S. 173 f.), welche sp�ter ersetzt wurde durch die Richtlinie 2009/110/EG des Europ�ischen Parlaments und des Rates vom 16. September 2009 �ber die Aufnahme, Aus�bung und Beaufsichtigung der T�tigkeit von E-Geld-Instituten, zur �nderung der Richtlinien 2005/60/EG und 2006/48/EG sowie zur Aufhebung der Richtlinie 2000/46/EG (ABl L 267/7 vom 10. Oktober 2009). Diese geht davon aus, dass die Ausgabe von E-Geld als solche keine Entgegennahme von Einlagen im Sinne der (mittlerweile aufgehobenen) Richtlinie 2006/48/EG des Europ�ischen Parlaments und des Rates vom 14. Juni 2006 �ber die Aufnahme und Aus�bung der T�tigkeit der Kreditinstitute ist und demzufolge nicht dieser Richtlinie untersteht (Erw�gungsgr�nde 13 und 25; Art. 6 Abs. (3), und zwar obwohl sie zwingend r�cktauschbar sind, mithin die Emittenten den Wert des Guthabens auf Verlangen des Inhabers jederzeit zur�ckerstatten m�ssen (Erw�gungsgrund 18 sowie Art. 11). Zur Herstellung gleicher Wettbewerbsbedingungen f�r E-Geld-Institute und Kreditinstitute finden die relevanten Vorschriften der Zahlungsdienstrichtline (Richtlinie 2007/64/EG des Europ�ischen Parlaments und des Rates vom 13. November 2007 �ber Zahlungsdienste im Binnenmarkt, zur �nderung der Richtlinien 97/7/EG, 2002/65/EG, 2005/60/EG und 2006/48/EG sowie zur Aufhebung der Richtlinie 97/5/EG, ABl L 319, 5. Dezember 2007, S. 1-36; vgl. zur geplanten �nderung Zahlungsdienste im Binnenmarkt, Legislative Entschliessung des Europ�ischen Parlaments vom 8. Oktober 2015 zum Vorschlag f�r eine Richtlinie des Europ�ischen Parlaments und des Rates �ber Zahlungsdienste im Binnenmarkt, zur �nderung der Richtlinien 2002/65/EG, 2013/36/EU und 2009/110/EG sowie zur Aufhebung der Richtlinie 2007/64/EG) f�r E-Geld-Institute unbeschadet der Vorschriften der E-Geld-Richtlinie Anwendung (WAHLERS, a.a.O., S. 66). Sie m�ssen zudem bestimmte�
Anfangskapital- und Eigenmittelanforderungenerf�llen (Art. 4 und 5 E-Geldrichtlinie) und�
Geldbetr�ge, die sie f�r die Ausgabe von E-Geld entgegen genommen haben, sichern�(Art. 7 E-Geld-Richtlinie).
7.3.�In der Schweiz kam die fr�here Bankenkommission im Jahr 1998 - wie die Botschaft NBG, vgl. oben, E. 4.4.1 - ebenfalls zum Ergebnis, dass die�
Ausgabe an sich�von elektronischem Geld unter gewissen Voraussetzungen nicht bewilligungspflichtig sei und auch Nichtbanken offen stehe; entscheidend war dabei die konkrete Ausgestaltung, n�mlich dass die auf das Gesch�ftskonto der Emittentin einbezahlten Betr�ge ausschliesslich zur Umwandlung in elektronisches Geld oder zur R�ckumwandlung in Giralgeld verwendet wurden und die Gelder nicht verzinst wurden. Zugleich wies die Bankenkommission auf die Regelungsbestrebungen in der EU hin; ob diese neue Richtlinie Auswirkungen auf die Ausgabe von elektronischem Geld in der Schweiz haben werde, lasse sich vorl�ufig nicht abschliessend beurteilen (Jahresbericht EBK 1998 S. 55 f.).
In der Folge wurde die Frage der aufsichtsrechtlichen Unterstellung von E-Geldinstituten innerhalb der Bankenkommission weiterhin diskutiert (vgl. Jahresberichte der Bankenkommission 2000 S. 18 ff., 2003 S. 44). Auf den 1. Juli 2004 erg�nzte die Bankenkommission ihr Rundschreiben "Publikumseinlagen bei Nichtbanken" (EBK-RS 96/4) um eine Ziff. 18
bis. Danach galten Gelder, die einem Zahlungsmittel oder Zahlungssystem zugef�hrt werden, unter gewissen Voraussetzungen nicht als Einlagen (Jahresbericht der Bankenkommission 2004 S. 38; Jurius, EBK setzt �nderungen des EBK-RS 96/4 f�r neue Zahlungsmittel und Vereine und Stiftungen in Kraft, in: Jusletter 5. Juli 2004).
7.4.�Auf Grund der gesetzlichen Vorgaben erweist sich demnach die Regelung elektronischer Zahlungsmittel in der Schweiz als liberaler als diejenige in der EU: Die Ausgabe und die blosse Verwaltung elektronischer Zahlungsmittel ist, wie der Betrieb eines Zahlungssystems, grunds�tzlich bewilligungsfrei m�glich. Dies schliesst allerdings nicht aus, dass bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen - wie etwa die Erf�llung der Kriterien des bankenm�ssigen Passivgesch�fts oder die Systemrelevanz des Zahlungssystems - eine Unterstellung unter spezialgesetzliche finanzmarktrechtliche Regelung erfolgt. Zu pr�fen ist, ob das projektierte Gesch�ftsmodell der Beschwerdef�hrerin unter den Einlagenbegriff gem�ss Art. 1 Abs. 2 BankG f�llt.
7.4.1.�Die Beschwerdef�hrerin bringt vor, ihre T�tigkeit unterscheide sich wesentlich von dem in BGE 132 II 382 (vgl. oben, E. 6.3) zu beurteilenden Gesch�ftsmodell: Bei ihr best�nden keine Renditeversprechungen und Ein- und Auszahlungen seien nicht wie beim einem Kontokorrenten m�glich. Sie verpflichte sich, im Auftrag und auf Rechnung der Kunden Zahlungen an Dritte zu leisten, welche X.________ als Zahlungsmittel akzeptieren. Barauszahlungen in gesetzlichen Zahlungsmitteln seien ausgeschlossen. Die Kunden k�nnten ihre Guthaben nicht als Geldschuld auszahlen lassen. Sie sei daher nicht R�ckzahlungsschuldnerin.
7.4.2.�In der Tat ist ein Zahlungssystem, wie es die Beschwerdef�hrerin betreibt, mit den von der Rechtsprechung bisher beurteilten Modellen nicht ohne weiteres vergleichbar. Die Guthaben der Kunden haben zumindest auf den ersten Blick nicht die gleiche Funktion wie die traditionellen Bankeinlagen: Die Kunden wollen nicht Investitionen t�tigen, f�r welche ihnen eine Rendite in Aussicht gestellt wird, und auch nicht in erster Linie Geld anlegen, sondern sie erwerben ein Zahlungsmittel, um auch ohne Bankkonto oder Kreditkarte G�ter oder Dienstleistungen ohne Bargeld bezahlen zu k�nnen. Die einbezahlten Gelder haben deshalb keinen typischen Einlagencharakter (KRAMER, a.a.O., N. 24 zu Art. 1
7.4.3.�Wie die Beschwerdef�hrerin allerdings einr�umt, hat sie sich in ihren Allgemeinen Gesch�ftsbedingungen unbestrittenermassen dazu verpflichtet, ihren Kundinnen und Kunden ihr Y.________-Guthaben jederzeit auf ein Bankkonto der Kundin oder des Kunden auszuzahlen. In der Literatur wird die Auffassung vertreten, dass die Ausnahmebestimmungen vom Einlagebegriff auch dann noch zur Anwendung gelangen w�rden, wenn die Ben�tzer von Prepaid-Systemen die M�glichkeit haben, das Guthaben auf ein Konto bei der Bank zu �bertragen, ohne direkt von der Buchungszentrale die Auszahlung verlangen zu k�nnen (KRAMER, a.a.O., N. 25 zu Art. 1bis BankG; OLIVIER FAVRE, Verwaltungsrecht, FHB-Fachhandbuch, 2015, S. 39 Fn. 26). Indessen k�nnen die Kundinnen und Kunden die Gelder von den Bankkonten, auf die sie die �berweisung veranlasst haben, auch wieder bar beziehen. Auch wenn kein Anspruch auf direkte Barauszahlung besteht, so verf�gen die Kundinnen und Kunden bei bestehender Verpflichtung auf Auszahlung auf ein auf ihren Namen lautendes Bankkonto dennoch �ber einen R�ckforderungsanspruch gegen�ber der Beschwerdef�hrerin, weshalb diese selbst als R�ckzahlungsschuldnerin der empfangenen Leistung anzusehen ist und demnach Einlagen im Sinne von Art. 1 Abs. 2 BankG entgegennimmt (Best�tigung der Rechtsprechung von BGE 132 II 382 E. 6.3.3 S. 393). Die weiteren Elemente, welche die Vorinstanz gem�ss der Auffassung der Beschwerdef�hrerin in rechtsverletzender Weise nicht festgestellt hat (vgl. dazu oben, E. 5.1.2) erweisen sich als f�r die Qualifikation als Einlage nicht erheblich; dies gilt insbesondere f�r die Frage, ob ein Zins entrichtet wird. Selbstredend f�llt die Bezahlung von Zinsen (als eine gegen�ber der Kundin oder dem Kunden bestehende Verpflichtung) ebenfalls unter den Einlagenbegriff (vgl. EMCH/RENZ/ARPAGAUS, a.a.O., S. 490); entscheidend f�r die Erf�llung des Einlagenbegriffs ist jedoch bereits die R�ckzahlungsverpflichtung f�r die empfangene Leistung an sich, die nicht begriffsnotwendig verzinslich sein muss. Dass gem�ss den Vorbringen der Beschwerdef�hrerin faktisch nur ein sehr geringer Teil der Guthaben umgetauscht wird (im Jahre 2013 nur 0,14 % der Guthaben), �ndert am rechtlichen Bestand des R�ckforderungsanspruchs nichts, ebenso wenig der Umstand, dass gem�ss Darstellung der Beschwerdef�hrerin die meisten Guthaben nur kurze Zeit auf den Konten verbleiben.
7.4.4.�Diese rechtliche Qualifikation rechtfertigt sich auch aus Gr�nden der verfassungskonformen Auslegung von Art. 1 Abs. 2 BankG im Sinne der Wettbewerbsneutralit�t und der Gleichbehandlung direkter Konkurrenten. Die Beschwerdef�hrerin erm�glicht mit ihrem P2P-Gesch�fte nicht nur das Bezahlen von Waren und Dienstleistungen, sondern auch R�ckerstattungen und andere Zahlungen zwischen zwei oder mehreren (nat�rlichen) Personen. Sie setzt damit vermehrt Anreize f�r die Kundinnen und Kunden, die Guthaben nicht bloss als Zahlungssystem zu ben�tzen, sondern als eigentliches Kontokorrent. Die Grenze zu einem traditionellen Bankkonto wird dadurch fliessend, weshalb aus denselben Risiko�berlegungen grunds�tzlich dieselben Regelungen Anwendung finden sollen.
7.4.5.�Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, die �berweisungen k�nnten k�nftig auch vollst�ndig ausgeschlossenen werden, was freilich einen Abbau von Kundenrechten bedeuten w�rde. Sie weist darauf hin, dass die R�ckzahlbarkeit EU-rechtlich vorgeschrieben sei; trotz der R�ckforderbarkeit w�rden die elektronischen Zahlungsguthaben der Kunden EU-rechtlich nicht als Einlage gelten. Der Verzicht auf die R�ckzahlbarkeit w�rde einen Unterschied zu der in der EU geltenden Regelung bedeuten.
Die EU-Kommission war in ihrem Vorschlag vom 21. September 1998 zu einer Richtlinie �ber E-Geldinstitute davon ausgegangen (Art. 2 Abs. 4), die R�cktauschbarkeit elektronischen Geldes stelle f�r sich allein noch keinen hinreichenden Grund dar, die einbezahlten Gelder als Einlagen im Sinne der Richtlinien �ber die Kreditinstitute (vgl. vorne E. 7.2). Im Vertrag zwischen Emittent und Benutzer m�sse festgelegt werden, ob der Betrag r�ckzahlbar sei. Der Wirtschafts- und Sozialausschuss zweifelte in seiner Stellungnahme vom 12. November 1998 (ABl C 101/64 vom 12.4.1999), ob die Qualifikation als Nicht-Einlage zutreffend sei, und vertrat die Meinung, dass die R�cktauschbarkeit im Sinne des Verbraucherschutzes zwingend vorzusehen sei (Ziff. 3.2.2-3.2.4). In der definitiven Fassung der Richtlinie 2000/46/EG wurde einerseits daran festgehalten, dass die Entgegennahme eines Geldbetrags f�r elektronisches Geld im Sinne der Richtlinie nicht als Einlage gelte (Art. 2 Abs. 3), andererseits aber die R�cktauschbarkeit zwingend vorgeschrieben (Art. 3). Dasselbe gilt auch in der aktuell geltenden Richtlinie 2009/110/EG (Art. 6 Abs. 3 und Art. 11), welche die Richtlinie 2000/46/EG ersetzt hat und ihrerseits vor einer �nderung steht (vgl. Zahlungsdienste im Binnenmarkt, Legislative Entschliessung des Europ�ischen Parlaments vom 8. Oktober 2015 zu dem Vorschlag f�r eine Richtlinie des Europ�ischen Parlaments und des Rates �ber Zahlungsdienste im Binnenmarkt, zur �nderung der Richtlinien 2002/65/EG, 2013/36/EU und 2009/110/EG sowie zur Aufhebung der Richtlinie 2007/64/EG, Art. 111 [�nderung der Richtlinie 2009/110/EG]).
7.4.6.�Nachdem sich Art. 1 Abs. 2 BankG bewusst an die EU-rechtliche Lage anlehnt (vorne E. 6.2), w�rde es an sich nahe liegen, diese EU-rechtliche Qualifikation auch im schweizerischen Recht zu �bernehmen. Allerdings ist zu beachten, dass in der EU E-Gelder nur deswegen vom Anwendungsbereich der f�r Kreditinstitute geltenden Bestimmungen ausgenommen wurden,�
weil sie von spezielleren Regelungen (E-Geld-Richtlinie und Zahlungsdienstrichtlinie) erfasst und den darin enthalten Marktzulassungs-, �berwachungs-, Liquidit�ts- und Eigenmittelvorschriften unterstehen�(oben, E. 7.2). Damit besteht auf der EU-Ebene ein besonderes Aufsichtsinstrument f�r elektronische Zahlungsmittel. Ein solches Aufsichtssystem zum Schutze der Kundinnen und Kunden von prepaid-Kartenanbietern existiert in der Schweiz nicht. W�rden hier - wie in der EU - die Einzahlungen durchwegs nicht als Publikumseinlagen qualifiziert, best�nde, selbst wenn nicht reine Zahlungsdienstleistungen, sondern inhaltlich mit dem bankenm�ssigen Passivgesch�ft vergleichbare Leistungen angeboten werden, �berhaupt keine auf den Gl�ubiger- und Anlegerschutz ausgerichtete aufsichtsrechtliche Regelung. Dieser grundlegende Unterschied zwischen dem schweizerischen und dem EU-rechtlichen Aufsichtssystem f�hrt dazu, dass nicht unbesehen auf die EU-rechtliche Qualifikation der Einlagen abgestellt werden kann.
F�llt das projektierte Gesch�ftsmodell der Beschwerdef�hrerin somit unter den Einlagenbegriff von Art. 1 Abs. 2 BankG, ist in einem zweiten Schritt zu pr�fen, ob es - insbesondere weil keine Gef�hrdung der Einleger besteht - gesetzlich oder�
auf dem Verordnungsweg (zul�ssigerweise) von diesem Begriff wieder ausgenommen worden ist.
8.1.�Die Beschwerdef�hrerin kritisiert zun�chst, die Vorinstanz habe sich ausschliesslich auf Art. 1 Abs. 2 BankG bezogen und nicht auf dessen Abs. 3. Der zu beurteilende Sachverhalt falle aber unter Art. 1 Abs. 3 BankG, so dass Art. 1 Abs. 2 BankG gar nicht anwendbar sei. Die Beschwerdef�hrerin �bersieht dabei, dass die Ausnahmebestimmung von Art. 1 Abs. 3 lit. b BankG nur auf reine Abwicklungskonti Anwendung findet, die einzig dazu dienen, die notwendige Liquidit�t zur Abwicklung eines Hauptgesch�ftes zur Verf�gung zu stellen. Tritt eine Person hingegen - wie vorliegend die Beschwerdef�hrerin - nur als Vermittlerin bzw. als Intermedi�rin auf, ist der Anwendungsbereich der Ausnahmebestimmung von Art. 1 Abs. 3 BankG nicht er�ffnet (BODMER/KLEINER/LUTZ, a.a.O., N. 62 zu Art. 1 BankG; BAHAR/STUPP, a.a.O., N. 51 zu Art. 1 BankG). Aus diesem Grund kann auch die die gesetzliche Ausnahmeregelung von Art. 1 Abs. 3 BankG konkretisierende Verordnungsbestimmung von Art. 5 Abs. 3 lit. c BankV (vormals Art. 3a Abs. 3 lit. c aBankV) nicht erf�llt sein.
8.2.�Art. 1 Abs. 2 BankG erm�chtigt den Bundesrat, bestimmte Aktivit�ten, die an sich unter den Begriff der Publikumseinlagen fallen w�rden,�
aus Gr�nden eines bereits gew�hrleisteten Einlegerschutzes wieder davon auszunehmen, mithin den Geltungsbereich des Gesetzes einzuschr�nken. Er hat von dieser Zust�ndigkeit in Art. 3a Abs. 3 und 4 aBankV bzw. Art. 5 Abs. 2 und 3 revBankV Gebrauch gemacht (vgl. oben, E. 5.2.1, E. 5.2.2). Das bisherige Gesch�ftsmodell der Beschwerdef�hrerin wurde von der FINMA gest�tzt auf Art. 5 Abs. 3 lit. e BankV und das diese Verordnungsbestimmung konkretisierende Rundschreiben "Einlagen Nichtbanken" vom bankenrechtlichen Einlagenbegriff ausgenommen und damit als nicht unterstellungspflichtig qualifiziert. Das projektierte Gesch�ftsmodell der Beschwerdef�hrerin sieht hingegen eine Anhebung der maximalen Guthabenlimite auf Y.________-Konten �ber Fr. 3'000.-- und die M�glichkeit von �berweisungen von Guthaben zwischen Y.________-Konti verschiedener Kunden vor (sog. P2P-Gesch�ft).
8.3.�Die streitige Dienstleistung erf�llt die Anforderungen von FINMA-RS 08/3, Ziff. 18
bis, nicht: Einerseits dienen die Guthaben, wenn sie auf ein anderes Kundenkonto �berwiesen werden k�nnen, nicht
einzig�dem k�nftigen Bezug von Waren oder Dienstleistungen (erster Spiegelstrich); andererseits wird die Limite von Fr. 3'000.-- �berschritten (zweiter Spiegelstrich). Mittlerweile ist das Erfordernis, dass die Gelder einzig dem k�nftigen Bezug von Waren oder Dienstleistungen dienen, ausdr�cklich in Art. 5 Abs. 3 lit. e BankV enthalten, ebenso das Erfordernis, dass es sich um Gelder "in geringem Umfang" handeln muss. Streitig und zu pr�fen ist r�gegem�ss die Verordnungs- (Art. 5 Abs. 3 lit. e BankV), Gesetzes- (Art. 1 Abs. 2 BankG) und Verfassungskonformit�t (Art. 27, Art. 94 BV) der im FINMA-RS 08/3 kodifizierten Verwaltungspraxis.
8.3.1.�Festzuhalten ist vorab, dass das Bundesgericht die sich aus den bundesgesetzlichen Vorschriften �ber das Bankenrecht ergebenden Einschr�nkungen der Wirtschaftsfreiheit (Art. 27 BV) anzuwenden hat (Art. 190 BV). Die Beschwerdef�hrerin macht denn auch nicht geltend, die Bewilligungspflicht des bankenm�ssigen Passivgesch�fts (Art. 1 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 3 Abs. 1 BankG) an sich verletze ihre Wirtschaftsfreiheit (Art. 27 BV), weshalb darauf nicht weiter einzugehen ist (Art. 106 Abs. 2 BGG).
8.3.2.�Die Verordnungsbestimmungen �ber die Ausnahmen vom bankengesetzlichen Einlagenbegriff (Art. 5 Abs. 3 BankV) sind, als Ausnahmebestimmungen von eingreifenden aufsichtsrechtlichen gesetzlichen Bestimmungen (Art. 1 Abs. 2 BankG in Verbindung mit Art. 3 Abs. 1 BankG) nicht geeignet, die Wirtschaftsfreiheit (Art. 27 BV) der Beschwerdef�hrerin zu tangieren,�
f�hren sie doch in ihrem Anwendungsbereich zu einer Ausnahme vom bewilligungspflichtigen Bereich.�Die Beschwerdef�hrerin macht auch nicht geltend, der Bundesrat habe mit dem Erlass von Art. 5 Abs. 3 BankV seine ihm mit Art. 1 Abs. 2 BankG einger�umte Verordnungskompetenz (zur Ausnahme bestimmter Tatbest�nde vom Einlagenbegriff) �berschritten, w�re doch, ohne diese Ausnahmebestimmungen, die T�tigkeit der Beschwerdef�hrerin ohne Weiteres auf Grund des erf�llten Einlagenbegriffes (oben, E. 7) als unterstellungspflichtige T�tigkeit anzusehen. Zu pr�fen ist nachfolgend nur, ob sich die im FINMA-RS 08/03, Ziff. 18bis, kodifizierte Verwaltungspraxis an den Rahmen der Ausnahmebestimmung von Art. 5 Abs. 3 lit. e BankV h�lt.
8.3.2.1.�Das in Art. 5 Abs. 3 lit. e revBankV verankerte Kriterium des Zwecks - k�nftiger Bezug von Waren und Dienstleistungen - geht letztlich auf Art. 1 Abs. 3 BankG und die vormalige Ausnahmebestimmung von Art. 3a Abs. 3 lit. a aBankV zur�ck (vgl. BGE 132 II 382 E. 6.3.3 S. 392 f.; BAHAR/STUPP, a.a.O., N. 16 zu Art. 1 BankG) und will die bewilligungsfreie Abwicklung des reinen Zahlungsverkehrs f�r ein Warengesch�ft und den Bezug von Dienstleistungen erm�glichen; ausgeschlossen sind T�tigkeiten als Vermittler oder Intermedi�r (vgl. oben, E. 8.1). Dieses in der Verordnungsbestimmung von Art. 5 Abs. 3 lit. e BankV enthaltene Kriterium ist somit in einem Bundesgesetz (Art. 1 Abs. 3 BankG) angelegt, weshalb es selbst im Rahmen einer vorfrageweisen �berpr�fung einer unselbstst�ndigen Verordnung auf ihre Verfassungsm�ssigkeit hin durch das Bundesgericht anzuwenden ist (Art. 190 BV; TSCHANNEN, a.a.O., S. 148). Insofern sich die Beschwerde gegen eine Qualifizierung als Einlage im Sinne von Art. 1 Abs. 2 BankG mit der Begr�ndung richtet, die Vorinstanz habe Art. 5 Abs. 3 lit. e BankV und das darauf gest�tzte FINMA-RS 08/3 zu eng ausgelegt, erweist sie sich als unbegr�ndet.
8.3.2.2.�Das strittige Kriterium des "geringen Umfangs" gem�ss Art. 5 Abs. 3 lit. e BankV geht auf die Delegationsgrundlage (Art. 1 Abs. 2 BankG) zur�ck. Die Erm�chtigung des Bundesrates, Ausnahmen vom bankenrechtlichen Einlagenbegriff auf dem Verordnungsweg einzuf�hren, ist auf Tatbest�nde beschr�nkt, in welchen der Einlegerschutz bereits gew�hrleistet ist und sich eine Unterstellung unter die bankengesetzlichen Anforderungen somit nicht rechtfertigt. Unverh�ltnism�ssig ist eine solche Unterstellung insbesondere f�r Gelder, die in geringem Umfang einem Zahlungssystem zugef�hrt werden (BAHAR/ STUPP, a.a.O., N. 16 zu Art. 1 BankG). Dass die FINMA als fachkundige Beh�rde diesen Betrag in ihrer die Verordnungsbestimmung von Art. 5 Abs. 3 lit. e BankV konkretisierenden Verwaltungspraxis (FINMA-RS 08/3, Ziff. 18
bis) auf Fr. 3'000.-- festgesetzt hat, liegt (als Beurteilungsspielraum bei der Auslegung unbestimmter Gesetzesbegriffe; TSCHANNEN/ZIMMERLI/M�LLER, a.a.O., 4. Aufl. 2014, S. 222) in ihrem technischen Ermessen (BGE 135 II 356 E. 3.1 S. 360), dessen Aus�bung das Bundesgericht im Rahmen der akzessorischen Pr�fung einer unselbstst�ndigen bundesr�tlichen Verordnung nicht �berpr�ft (vgl. oben, E. 5.3.1). Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass gem�ss Ziff. 34 des FINMA-RS 08/3 die Entgegennahme von Einlagen zul�ssig ist, wenn eine dem Bankengesetz unterstellte Bank die R�ckzahlung der Einlagen garantiert. Auf diese Weise kann dem Schutzgedanken, der dem Bankengesetz zugrunde liegt, Rechnung getragen werden, ohne auf unverh�ltnism�ssige Weise in die Wirtschaftsfreiheit der Zahlungssystembetreiber einzugreifen. Die Beschwerdef�hrerin hat es somit in der Hand, mit einer derartigen Ausfallgarantie ihr Gesch�ftsmodell zu betreiben, ohne selber eine Bankenbewilligung einholen zu m�ssen.
Die Beschwerde erweist sich auch in diesem Punkt als unbegr�ndet und ist abzuweisen.
Bei diesem Verfahrensausgang tr�gt die Beschwerdef�hrerin die Gerichtskosten (Art. 66 Abs. 1 BGG). Parteientsch�digungen werden nicht gesprochen (Art. 68 Abs. 3 BGG).
Die Gerichtskosten von Fr. 5'000.-- werden der Beschwerdef�hrerin������ auferlegt.