Source: http://www.wikifinanzen.de/steuer/einkommensteuer.html
Timestamp: 2017-07-27 16:51:53
Document Index: 359567776

Matched Legal Cases: ['§8', '§9', '§1', '§49', '§2', '§15', '§2', '§22', '§22']

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Die Einkommensteuer, kurz ESt, ist ein Abzug auf das zu versteuernde Einkommen natürlicher Personen auf Grundlage des Einkommensteuergesetzes, der Einkommenssteuer-Durchführungsverordnung (EStDV) und der Abgabenordnung (AO). Das Einkommensteuergesetz, kurz EStG, schreibt die genau Sachlage, alle Rechte und Pflichten seitens Finanzbehörden und Steuerpflichtigen sowie das Besteuerungsverfahren vor. Zu der Einkommensteuer gehören Lohnsteuer, Kapitalertragsteuer (Abgeltungsteuer), Bauabzugsteuer und die Aufsichtsratsteuer. Steuerpflicht
Steuerpflichtig ist jede natürliche Person, die ihren Wohnsitz in Deutschland hat (§8 AO) oder sich in der Regel in Deutschland aufhält (§9 AO). Hier ist die Einkommenssteuerpflicht unbeschränkt (§1 EStG). Beschränkt einkommenssteuerpflichtig hingegen sind natürliche Personen gemäß §49 EStG, die ihren Wohnsitz zwar nicht in Deutschland haben und in der Regel auch nicht in Deutschland leben, wenn sie in Deutschland Einkommen erzielen. Der Steuerpflichtige hat in der Gemeinde und dem Bundesland wo er wohnt die steuerlichen Abgaben zu tätigen. Der Veranlagungszeitraum für die Einkommenssteuer bezieht sich generell auf ein Kalenderjahr. Abweichend können Betriebe ihre Abgaben in einem Wirtschaftsjahr erbringen. So wird es auch in der Land- und Forstwirtschaft gehandhabt, da die Erntezeiten untereinander abweichen. Dieses Prinzip der Zeitraumberechnung nennt sich Abschnittsbesteuerung und wird im Einkommensteuergesetz §2 Abs.7 Satz 2 erläutert.
Die Personengesellschaften GbR, OHG und die KG unterliegen an sich nicht der Einkommensteuer. Die Personen jedoch, die an der Gesellschaft teilhaben, müssen ihren Gewinn, den sie aus der Personengesellschaft ziehen, gemäß §15 Abs. 1 Satz 1 Nr.2 EStG versteuern. Einkommensteuererklärung
Nach Ablauf eines Veranlagungszeitraums hat jeder Steuerpflichtige eine Einkommenssteuererklärung abzugeben. Die Frist zur Abgabe der Steuererklärung endet mit dem 31. Mai des Folgejahres auf den Veranlagungszeitraum. Die Einkommenssteuererklärung für 2015 muss also bis spätestens 31.05.2016 bei der Finanzbehörde eingehen. Verlängerungen dieser Frist können auf Antrag genehmigt werden. Geht ein Steuerpflichtiger seiner Abgabepflicht nicht nach, hat die Finanzbehörde das Recht ihn dazu aufzufordern. Einkommenssteuerbescheid
Das Finanzamt erhebt die Einkommenssteuer in seinem Umkreis. Dazu gehört ebenso das Versenden der Steuerbescheide an die steuerpflichtigen Personen. Mit dem Einkommenssteuerbescheid wird der Steuerpflichtige über die Höhe der zu entrichtenden Einkommenssteuer informiert. Gehört er einer Religionsgemeinschaft an, wird im Bescheid ebenso die Kirchensteuer berechnet. Im Weiteren gehören zum Einkommenssteuerbescheid der Solidaritätszuschlag und die Arbeitnehmersparzulage, falls diese gegeben ist.
Mit der Frist von einem Monat nach Zustellung des Einkommenssteuerbescheids kann der Steuerpflichtige den Einkommensteuerbescheid anfechten.
Der Vorauszahlungsbescheid wiederum gibt Informationen über die im Voraus abzurichtenden Beträge. Sind nach den Berechnungen für den Veranlagungszeitraum noch Steuern offen, müssen diese nachgezahlt werden. Wurde durch die Vorauszahlungen im Veranlagungszeitraum zu viel gezahlt, werden die überschüssigen Zahlungen von der zuständigen Finanzbehörde zurückerstattet. Angerechnet werden alle Vorauszahlungen, Einkommensteuer (Lohn- oder Kapitalertragsteuer), Körperschaftsteuer.
Die sieben Einkunftsarten gelten als Grundlage für die Berechnung der Einkommensteuer unter Berücksichtigung der Freibeträge:
Gemäß §2 Abs.1 EStG unterliegen alle Einnahmen der Einkommensteuer, die durch
hierzu gehören Gewinne aus Bodenerzeugnissen (Pflanzen, Obst, Gemüse), Tierhaltung (auch Jagt) sowie Erzeugnisse dieser Punkte (Milch, Wein).
Handels- und Handwerkbetriebe sowie Gewinne und Vergütung der einzelnen Personen aus Personengesellschaften erzielt wurden. entstanden sind, sowie weitere Einkünfte gemäß §22 EStG, der Einkommensteuer. Andere Einkünfte, wie beispielsweise Gewinne aus einer Verlosung, sind nicht steuerpflichtig. Ein Grundfreibetrag ist immer vorgesehen und wird nicht besteuert. Je nach Einkommenshöhe liegen die Steuersätze zwischen 14% und 45% (Reichensteuer).
Des Weiteren sind die Einnahmen aus
In der Regel handelt es sich hier um freiberufliche Tätigkeiten wie Arzt, Heilpraktiker, Architekt, Anwalt oder Journalist.
Einnahmen aus einem Dienstverhältnis; Arbeitnehmer (Lohnsteuer) und ehemalige Arbeitnehmer oder Hinterbliebene, die Leistungen aus einem früheren Dienstverhältnis eines Verstorbenen erhalten. Hier gibt es Versorgungsfreibeträge.
Die Kapitalertragsteuer oder Abgeltungsteuer auf Kapitaleinkünfte wird fällig, wenn der Betrag von 801€ bei Singles oder 1.602€ bei Verheirateten überschritten wird - 25% zzgl. Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer. Dazu gehören Zinsforderungen, Aktiengewinne, Gewinne einer Genossenschaft oder GmbH.
Wohnungen, Häuser, Grundstücke oder Teile davon, Geschäftsräume oder Lagerflächen. Hier zählt die Vermietung beweglicher Sachen nicht.
Grundlegend wichtig für die Besteuerung ist die Unterscheidung von Einkünften, Summe der Einkünfte sowie deren Gesamtbetrag, Einnahmen, Betriebseinnahmen und -ausgaben, Werbungskosten, Einkommen und dem zu versteuernden Einkommen.
Einkünfte Einkünfte meint die reinen Einkünfte aus den sieben genannten Einkunftsarten.
Summe der Einkünfte Die Summe der Einkünfte meint das positive Ergebnis nach Abzug negativer Ergebnisse.
Meint die Summe der Einkünfte minus den Altersentlastungsbetrag, den Entlastungsbetrag für Alleinerziehende sowie Freibeträge für Land- und Forstwirtschaft.
Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit, Kapitalvermögen, Vermietung und Verpachtung oder sonstigen Einkünften gemäß §22 EStG brutto.
Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetriebe sowie selbstständiger Arbeit brutto.
Alle finanziellen Belastungen, die durch den Betrieb oder das Gewerbe bewirkt werden.
Alle Kosten zur Sicherung der Einnahmen.
Einkommen Die gesamten Einkünfte minus spezieller Belastungen und Sonderausgaben.
zu versteuerndes Einkommen Das Einkommen minus Bedarfsfreibeträge und Kinderfreibeträge.
Verwaltung der Einkommensteuer
Die Einkommensteuer wird von den Finanzämtern verwaltet. Als Ertragsteuer von Personen richtet sie sich an Subjekte und wird auf deren Einkommen erhoben. Danach steht sie Bund, Bundesländern sowie den einzelnen Gemeinden zu. Deshalb ist die Einkommensteuer eine Gemeinschaftsteuer. Das Zerlegungsgesetz regelt die genauen Ansprüche. Demnach steht dem Bund und den einzelnen Ländern jeweils 42,5% und den Gemeinden 15% der Steuereinkünfte zu. Steuerpflicht
EkSt-Bescheid