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Timestamp: 2020-01-21 22:05:11
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Matched Legal Cases: ['§ 81', '§ 81', '§ 81', '§ 81', '§ 81', '§ 81', '§ 81']

Täterschutz? Reform des § 81e StPO notwendig - CopZone
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Täterschutz? Reform des § 81e StPO notwendig
Fachliche Diskussionen zu o.g. Themenbereichen
Moderator: schutzmann_schneidig
Knaecke77
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Beitragvon Knaecke77 » Do 24. Nov 2016, 18:58
Es ist mir völlig unverständlich, weshalb der Gesetzgeber sich bei Genanalyse auf die Bestimmung des Geschlechts beschränkt.
Vergewaltigt und ermordet
DNA darf nicht auf ethnische Zugehörigkeit untersucht werden
An dem Fahrrad sind DNA-Spuren des mutmaßlichen Mörders gefunden worden. Ob der Mann damit zum Tatort kam oder flüchtete, ist noch unklar. Die Ermittler verteilen derzeit in Freiburg englischsprachige und arabischsprachige Informationsblätter, weil sie möglichst alle Bürger erreichen wollen, die von dem Fall etwas mitbekommen haben könnten - denn Ausländer lesen in der Regel die „Badische Zeitung“ nicht. Außerdem werden umfangreiche DNA-Speichelproben genommen.
Durch eine eng gefasste Regelung in der Strafprozessordnung (Paragraph 81g) ist die Verwertung von DNA-Spuren stark eingeschränkt - so dürfen Rückschlüsse auf eine ethnische Zugehörigkeit der Täter nicht gezogen werden. Wäre das möglich, könnte man den Täterkreis besser eingrenzen und andererseits auch mögliche voreilige Verdächtigungen gegen arabischstämmige Flüchtlinge ausräumen. „Bei der Untersuchung dürfen andere Feststellungen als diejenigen, die zur Ermittlung des DNA-Identifizierungsmusters sowie des Geschlechts erforderlich sind, nicht getroffen werden“, heißt es in der Strafprozessordnung. Gegner einer Ausweitung der Verwendungsmöglichkeiten sehen darin einen schweren Eingriff in die Grundrechte
http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft ... 12-p2.html
Diese alten Zöpfe gehören abgeschnitten. Es sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, dass der Polizei alle Informationen die aus einer Genprobe gewonnen werden können, auch uneingeschränkt zur Verfügung stehen.
Zuletzt geändert von Knaecke77 am Do 24. Nov 2016, 19:03, insgesamt 1-mal geändert.
Beiträge: 25371
Re: Täterschutz? Reform des § 81e StPO notwendig
Beitragvon Kaeptn_Chaos » Do 24. Nov 2016, 19:00
Mit dem Wissen, dass der Täter kein Araber ist, erreichst du dann was?
Oder umgekehrt, mit dem Wissen, dass der Täter Europäer ist, engst du das Täterfeld dann wie weiter ein?
Und reformieren wir nun den e oder den g?
Beitragvon Knaecke77 » Do 24. Nov 2016, 19:08
Kaeptn_Chaos hat geschrieben: Mit dem Wissen, dass der Täter kein Araber ist, erreichst du dann was?
Die Bestimmung der Haar- und Augengarbe des Täters wäre sicherlich hilfreich.
Zumindest könnte man den Kreis möglicher Verdächtiger von vorne herein einschränken.
Die vorhandenen Ressourcen könnten noch zielgerichteter eingesetzt werden.
Zuletzt geändert von Knaecke77 am Do 24. Nov 2016, 19:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Diag » Do 24. Nov 2016, 19:08
Was ist denn mit dem rothaarigen hellhäutigen Türken? Oder dem strohblonden Syrer? Was ist mit dem urdeutschen Spurenverursacher, der so erfährt, dass seine Mutter 9 Monate vor seiner Geburt mit Ali im Sommerurlaub fremdgevögelt hat?
Ich habe keinen Bock auf 1984.
Die offenen Grenzen Deutschlands funktionieren in beide Richtungen. Kann man sich gerne in ein Land irgendwo bewegen, in dem "für die Sicherheit" alles getan wird.
Edit: Die Haarfarbe hilft bestimmt immens weiter...
http://youtube.com/watch?v=-Azh0VTwjaU
Beitragvon Knaecke77 » Do 24. Nov 2016, 19:15
Diag hat geschrieben: Was ist denn mit dem rothaarigen hellhäutigen Türken? Oder dem strohblonden Syrer?
Interview mit dem Rechtsmediziner Professor Bernd Brinkmann aus dem Jahr 2007(!)
Die kriminaltechnische DNA-Standardanalyse ermöglicht die Erstellung des genetischen Fingerabdrucks und die Bestimmung des Geschlechts. Ist dabei noch mehr möglich?
Ja. Indirekt können wir auch Aussagen über die Zugehörigkeit zu einer ethnischen Großgruppe treffen. Ob die Person, deren Code wir untersuchen, aus Asien, Schwarzafrika oder Europa kommt.
Wie können Sie das feststellen?
Wenn wir es mit sehr spezifischen Y-chromosomalen Codes zu tun haben, können wir aus dem Muster zum Beispiel sofort erkennen: Das ist ein ostasiatischer Code. Bestimmte Muster sind nämlich typisch für bestimmte Populationen.
http://www.stern.de/politik/deutschland ... 63820.html
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Beitragvon vladdi » Do 24. Nov 2016, 19:20
Der ständige Kampf zwischen Sicherheit und Freiheitsrechten
Beitragvon Diag » Do 24. Nov 2016, 19:25
Stell Dir vor, knaecke, das ist mir bekannt. Und was machst Du mit den Infos (s. o.)? Sieht jeder nach seiner Herkunft aus?
Registriert: Di 5. Mär 2013, 17:11
Beitragvon Aldous » Do 24. Nov 2016, 19:27
Bei so unnötigen Dingen wie der Vorratsdatenspeicherung bin ich auch bei den kritischen Stimmen. Hier fällt es mir allerdings schwer, Nachteile zu erkennen, sollte man das Material darüber hinaus untersuchen.
Was wären denn - gegenüber den eindeutigen Vorteile - die schwerwiegenderen Nachteile?
Beitragvon Knaecke77 » Do 24. Nov 2016, 19:28
Kaeptn_Chaos hat geschrieben: Und reformieren wir nun den e oder den g?
Ich bleibe beim § 81e
Anders als die FAZ es darstellt, geht es nicht um § 81 g StPO, sondern um § 81 e StPO. Dessen Absatz 1 bezieht sich auf DNA, die einer bestimmten Person (Beschuldigter, Zeuge, Sonstige) entnommen wurde, bei der man also die äußeren Merkmale regelmäßig ohnehin schon kennt. Absatz 2 bezieht sich auf Spurenmaterial, das aufgefunden und sichergestellt wurde, also etwa die auch im Freiburger Fall gefundenen Spuren, die man nach polizeilicher Vermutung dem noch unbekannten Täter zuordnen kann. Absatz 2 Satz 2 ordnet nun an, dass die Zulässigkeitsgrenzen der molekulargenetischen Untersuchung entsprechend auch für dieses Material gelten. D.h. bei derzeitiger Gesetzeslage dürfen auch bei aufgefundenem Spurenmaterial der (vermuteten) Täterperson nur Abstammung, Identifizierung und Geschlecht ermittelt werden (§ 81 e Abs.2 S.2 i. V. m. Abs.1 S. 3 StPO).
https://community.beck.de/2016/11/17/fr ... e-moeglich
Diag hat geschrieben:
Die Info schadet zumindest mal sicher nicht, oder?
Die Einführung neuer Techniken wurde schon immer kritisch beäugt.
Zuletzt geändert von Knaecke77 am Do 24. Nov 2016, 19:37, insgesamt 1-mal geändert.
Beitragvon Knaecke77 » Do 24. Nov 2016, 19:33
Diag hat geschrieben: Stell Dir vor, knaecke, das ist mir bekannt. Und was machst Du mit den Infos (s. o.)? Sieht jeder nach seiner Herkunft aus?
Ich kenne das Geschäft der Kripo nicht. Könnte mir aber vorstellen, dass, wenn ich eine Anzahl X als Verdächtige von vorne herein ausschließen kann, mir das eine Menge Zeit und Geld sparen könnte.
Stichwort: DNA-Reihenuntersuchung
Beitragvon Kaeptn_Chaos » Do 24. Nov 2016, 19:39
Und du meinst, dass du dann einen Beschluss über eine Reihenuntersuchung für 20.000 Nicht Araber bekommst?
Schuster, bleib bei deinen Leisten.
Beiträge: 17033
Beitragvon Controller » Do 24. Nov 2016, 19:41
Knäcke, alleine schon das Wort
Täterschutz
ist ....hm, nun ja
Gestern zufällig gelesen:
https://www.staff.uni-mainz.de/pommeren ... ecksel.htm
Die ersten 4 Absätze
besondern die beiden letzten Zeilen in Absatz IV.
Beitragvon Bones65 » Do 24. Nov 2016, 19:44
Mir ist es lieber, die Ersteller einer Rechtsnorm legen den Wert auf die Minimierung der Eingriffe in die Grundrechte als die wirtschaftliche Bearbeitung eines Falles bei der Kripo.
Letzteres wäre schon cool. Aber 1984 möchte ich auch nicht.
Und ich sehe auch nicht, wie die Änderung des Paragraphen im genannten Falle helfen würde.
Die Aussagekraft der Merkmale wär in diesem Fall ziemlich beschränkt.
Beitragvon Kaeptn_Chaos » Do 24. Nov 2016, 19:45
Die Bearbeitung wird so nicht wirtschaftlicher. Vielmehr würde sich der Aufklärungsprozess verlangsamen.
Beitragvon Bones65 » Do 24. Nov 2016, 19:46
Ich bezog mich auf Knaeckes Post, dass man bei der Ermittlung jede Menge Zeit und Geld sparen könnte.
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