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Timestamp: 2016-10-23 20:28:11
Document Index: 146006297

Matched Legal Cases: ['Art. 28', 'Art. 26', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 36', 'BGE']

I 346/01 (24.04.2002)
I 346/01 Vr
F.________, 1951, Beschwerdef�hrer, vertreten durch den Rechtsdienst X.________,
Mit Verf�gung vom 2. Dezember 1999 sprach die IV-Stelle Bern dem 1951 geborenen F.________ mit Wirkung ab
1. November 1996 gest�tzt auf einen Invalidit�tsgrad von 65 % eine halbe Invalidenrente zu.
Die hiegegen erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit Entscheid vom 10. April 2001 ab.
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde l�sst F.________ die Zusprechung einer ganzen Invalidenrente beantragen.
1.- Die Vorinstanz hat die Bestimmungen �ber den Anspruch auf eine Invalidenrente und die Bemessung der Invalidit�t nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs (Art. 28 Abs. 1, 1bis und 2 IVG), �ber die Bemessung der Invalidit�t bei Geburts- und Fr�hinvaliden ohne zureichende berufliche Kenntnisse (Art. 26 IVV) sowie die Rechtsprechung zum Beizug von Tabellenl�hnen bei der Ermittlung des Invalideneinkommens (BGE 126 V 76 Erw. 3b/bb mit Hinweisen) und zu den zul�ssigen Abz�gen vom Invalideneinkommen (BGE 126 V 78 ff. Erw. 5; AHI 2002 S. 67 Erw. 4) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen.
Zu erg�nzen ist, dass Erwerbslosigkeit aus invalidit�tsfremden Gr�nden keinen Rentenanspruch zu begr�nden vermag.
Die Invalidenversicherung hat nicht daf�r einzustehen, dass eine versicherte Person zufolge ihres Alters, wegen mangelnder Ausbildung oder Verst�ndigungsschwierigkeiten keine entsprechende Arbeit findet; die hieraus sich ergebende "Arbeitsunf�higkeit" ist nicht invalidit�tsbedingt (BGE 107 V 21 Erw. 2c; AHI 1999 S. 238 Erw. 1).
2.- Strittig ist, ob der Versicherte - entgegen der mit Verwaltungsverf�gung vom 2. Dezember 1999 zugesprochenen halben Rente - Anspruch auf eine ganze Invalidenrente hat. Der Beschwerdef�hrer begr�ndet seinen entsprechenden Antrag damit, seine Restarbeitsf�higkeit sei angesichts der einschr�nkenden Arbeitsbedingungen auf dem offenen Arbeitsmarkt �berhaupt nicht verwertbar; �berdies m�sse auf jeden Fall ein leidensbedingter Abzug von 25 % ber�cksichtigt werden.
3.- Fest steht und aus fach�rztlicher Sicht mehrfach best�tigt wurde, dass der Versicherte - trotz der diagnostizierten "sonstigen spezifischen Pers�nlichkeitsst�rung" im Sinne von ICD-10 F60. 8 - in seinem bisherigen T�tigkeitsbereich eine Arbeitsf�higkeit von 50 % mit leicht reduzierter Leistung bei Aufbietung allen guten Willens (BGE 102 V 165; AHI 2001 S. 228 Erw. 2b mit Hinweisen) und in Nachachtung des im Sozialversicherungsrecht allgemein geltenden Grundsatzes der Schadenminderungspflicht (BGE 123 V 233 Erw. 3c, 117 V 278 Erw. 2b, 400, je mit Hinweisen) zumutbarerweise erwerblich verwerten k�nnte. Dabei ist unerheblich, dass er sich selber nicht nur als "weitgehend arbeits- und erwerbsunf�hig", sondern auch als "abkl�rungs- und eingliederungsunf�hig" bezeichnet (Schlussbericht der IV-Stelle vom 3. Dezember 1998 zum Abkl�rungs- und Arbeitsvermittlungsauftrag, S. 2). Soweit der Versicherte aus invalidit�tsfremden Gr�nden darauf verzichtet, seine Restarbeitsf�higkeit zu verwerten, vermag er daraus nichts zu seinen Gunsten abzuleiten.
4.- Die Vorinstanz hat mit ausf�hrlicher und zutreffender Begr�ndung, worauf verwiesen wird (Art. 36a Abs. 3 OG), dargelegt, dass in jedem Falle eine Erwerbseinbusse von weniger als 66,66 % resultiert, weshalb die IV-Stelle dem Beschwerdef�hrer mit Verf�gung vom 2. Dezember 1999 zu Recht eine halbe Invalidenrente zugesprochen hat. Dies unabh�ngig davon, ob der Einkommensvergleich auf der Zahlenbasis im Jahr 1996 (Rentenbeginn) oder auf Grund der massgebenden tats�chlichen Verh�ltnisse (BGE 121 V 366 Erw. 1b mit Hinweisen) zur Zeit des Verf�gungserlasses im Jahr 1999 durchgef�hrt wird. An diesem Ergebnis �ndern die vom Beschwerdef�hrer mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhobenen Einw�nde nichts, selbst wenn entgegen der zugrunde liegenden Verwaltungsverf�gung vom 2. Dezember 1999 (vgl. Vorbescheid der IV-Stelle vom 24. Juni 1999) beim Invalideneinkommen ein Abzug von 20 % (statt bloss 10 %) vorgenommen wird. Wenn das kantonale Gericht unter Annahme einer nach medizinischer Auffassung (Gutachten des Spezialarztes FMH f�r Psychiatrie und Psychotherapie Dr. med. I.________ vom 17. M�rz 1999, S. 10) "leicht reduzierten Leistung" bei einer Arbeitsf�higkeit von 50 % und unter Ber�cksichtigung der "wechselnden Disponibilit�t (Absentismus)" auf einen behinderungsbedingten Abzug von maximal 20 % geschlossen hat, ist dies nicht zu beanstanden.
Luzern, 24. April 2002