Source: https://heimatverein-werdorf.de/verein/unsere-aktivitaeten
Timestamp: 2018-09-25 15:41:10
Document Index: 348309859

Matched Legal Cases: ['§ 26', '§ 2', '§ 41', '§7', '§ 2', '§ 26', '§ 6', '§ 6', '§ 3', '§ 6', '§ 6', '§ 2']

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Der Verein für Heimatgeschichte 1980 Werdorf e.V. hat folgende Mitglieder für Ihre Verdienste am Verein zu Ehrenmitgliedern ernannt:
Günter Hennig
Erhard Peusch
Des Vereins für Heimatgeschichte 1980 Werdorf e.V.
Er hat seinen Sitz in Aßlar, Stadtteil Werdorf.
2. Der Verein soll in das Vereinsregister des Amtsgerichts Wetzlar eingetragen werden.
1. Der Verein hat den Zweck,der Erforschung der Heimatgeschichte und Volkskunde Werdorfs und seiner Nachbarorte zu dienen. Außerdem sieht er eine besondere Aufgabe darin, die Allgemeinheit für die Pflege und Erhaltung der aus der Vergangenheit stammenden Kulturgüter zu interessieren und Baudenkmäler zu erhalten, soweit es sich nach dem Urteil
der dafür zuständigen Stellen um die Erhaltung und Wiederherstellung historisch oder kulturell besonders wichtiger Baudenkmäler (z.B. das Werdorfer Schloss ) handelt.
2. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung. Der Verein ist selbstlos tätig: er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütung begünstigt werden.
2. Die Mitgliedschaft wird durch eine schriftliche Beitrittserklärung erworben.
Minderjährige bedürfen zum Beitritt der Zustimmung der gesetzlichen Vertreter.
Über die Aufnahme entscheidet der Vorstand.Sie erfolgt durch mündliche Mitteilung und ist mit der Bekanntgabe wirksam.
3. Vereinsmitglieder werden für langjährige Mitgliedschaft ( 25,40,50,60
70 Jahre) oder für besondere Verdienste in geeigneter Form durch den Vorstand geehrt.Er kann Mitglieder zur Ehrung an sonstige Stellen und Insitutionen vorschlagen.
Personen, die die Zwecke des Vereins in besonderem Maße gefördert haben, können vom Vorstand zu Ehrenmitgliedern ernannt werden.
a) durch Austritt,der jederzeit erfolgen kann und dem Vorstand schriftlich
zu erklären ist,
c) durch Ausschluss aus dem Verein, wenn das Mitglied gröblich gegen die Satzung oder die Interessen des Vereins verstoßen hat.
Über den Ausschluss entscheidet auf Antrag des Vorstandes die nächste ordentliche Mitgliederversammlung.
Der Vorstand hat seinen Antrag dem auszuschließenden Mitglied sofort – spätestens jedoch zwei Wochen vor der Versammlung – schriftlich mitzuteilen.
Von dem Zeitpunkt ab,an dem das auszuschließende Mitglied von der Einleitung des Ausschlussverfahrens in Kenntnis gesetzt wird,ruhen die Mitgliedschaftsrechte.
Eine schriftlich eingehende Stellungnahme des Mitglieds ist der Versammlung,die über den Ausschluss zu entscheiden hat,zu verlesen.
Der Ausschluss soll dem Mitglied,wenn es bei der Beschlussfassung nicht anwesend war,durch den Vorstand unverzüglich schriftlich bekanntgemacht werden.
d) durch Streichung der Mitgliedschaft in der Mitgliederliste.Die Strei-
chung erfolgt,wenn das Mitglied mit dem Beitrag mehr als sechs Monate
im Rückstand ist und diesen Betrag auch nach schriftlicher Mahnung durch den Vorstand nicht innerhalb von einem Monat von der Absendung der Mahnung an voll entrichtet hat.Die Mahnung muss mittels eingeschriebenen Brief unter Hinweis auf die bevorstehende Streichung der Mitgliedschaft an die letzte,dem Verein bekannte Anschrift gerichtet werden.Sie ist auch wirksam,wenn die Sendung als unzustellbar zurückkommt.Die Streichung der Mitgliedschaft erfolgt durch Beschluss des Vorstands,der dem betroffenen Mitglied nicht bekanntgemacht wird.
Mitgliedsbeitrag, Einkünfte des Vereins
1. Es ist ein Mitgliedsbeitrag zu leisten.Seine Höhe bestimmt die Mitgliederversammlung.
Der Beitrag ist jährlich im voraus zu zahlen und für das Eintritts-Jahr voll zu entrichten.
2. Mittel für die Erfüllung der Vereinszwecke werden auch durch freiwillige Zuwendungen von Personen aufgebracht, die dadurch die Ziele des Vereins fördern wollen.
e) dem Museumswart
f) einer jährlich von der Mitgliederversammlung festzulegenden Zahl von Beisitzern, jedoch höchstens 6.
2. Der Vorstand des Vereins im Sinne des § 26 BGB sind der Vorsitzende, der stellvertretende Vorsitzende,der Schriftführer, der Kassierer und der Museumswart.
Je zwei der vorgenannten Vorstandsmitglieder sind nur gemeinsam zur Vertretung berechtigt.
3. Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung gewählt.
4. Die Amtsdauer der Vorstandsmitglieder beträgt 2 Jahre. Im Turnus wird jeweils eine Hälfte des Vorstands gewählt.Zu der einen Hälfte gehören der Vorsitzende, der Kassierer, der Museumswart sowie die Hälfte der Beisitze. Zu der anderen Hälfte gehören die übrigen Vorstandsmitglieder. Wiederwahl ist möglich. Wählbar sind alle volljährigen Mitglieder.Die Tätigkeit ist ehrenamtlich.Die Vorstandsmitglieder bleiben bis zur satzungsgemäßen Bestellung neuer Vorstandsmitglieder in ihrem Amt.
6. Es obliegen den Mitgliedern des Vorstands die Funktionsaufgaben, die sich aus ihrem Amt oder besonderer Zuweisung ergeben.
Im Rahmen dieser Satzung obliegen insbesondere:
a) dem Vorsitzenden, bei dessen Verhinderung dem stellvertretenden Vorsitzenden:
1. die Führung des Vereins
2. die Leitung der Versammlungen und Sitzungen
3. die Information seiner Vorstandsmitglieder
4. die Vorbereitung und die organisatorische Leitung von Vereinsaufgaben im Sinne § 2 Ziffer 1 der Satzung
5. die Genehmigung der vom Kassierer zu zahlenden Rechnungen
sowie aller finanziellen Ausgaben
6. die Repräsentation des Vereins
b) dem Kassierer:
1. die ordnungsgemäße Führung der Kassenbücher ( Einnahmen- und Ausgabenrechnung )
2. die Begleichung der genehmigten Ausgaben
3. die ordentliche Signierung und Aufbewahrung der Kassenbelege
4. die Abrechnung bei Veranstaltungen mit Beauftragten
5. die aktuelle Führung des Beitragsnachweises
c) dem Schriftführer:
die Führung des Vereinsschriftwechsels und der Vereinsakten sowie
die Führung und sorgfältige Aufbewahrung der Versammlungs- und Sitzungsprotokolle.
7. Der Vorstand tritt auf Einladung des Vorsitzenden oder seines Stellvertreters – mit 3tägiger Ladungsfrist – zu einer Vorstandssitzung zusammen.
Er ist beschlussfähig,wenn die Mehrheit der Vorstandsmitglieder anwesend ist.Die Beschlüsse des Vorstands werden mit Stimmenmehrheit der Erschienenen gefasst.Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des jeweiligen Sitzungsleiters.
8. Der Vorstand verwaltet das Vermögen des Vereins und beschließt die zur Erfüllung der satzungsgemäßen Ziele zu treffenden Maßnahmen gemeinsam.
Die Verwendung der Mittel hat nach den Grundsätzen der Wirtschaftlichkeit bei sparsamster Geschäftsführung zu erfolgen.
Alle Ausgaben müssen vorher dem Grunde und der Höhe nach genehmigt sein.Ausgaben, die vorher nicht der Höhe nach festgestellt werden können, müssen mindestens dem Grunde nach genehmigt werden.
9. Der Vorstand legt der Mitgliederversammlung alljährlich Rechnungen vor und lässt die Geschäftsführung durch zwei von der Mitgliederversammlung auf die Dauer eines Geschäftsjahres zu wählende Kassenprüfer nachprüfen. Die Wiederwahl beider Kassenprüfer gleichzeitig ist unzulässig.
10. Über die Beschlüsse des Vorstands ist eine Niederschrift zu fertigen, die vom Schriftführer zu unterzeichnen ist.
1. Der Verein hat drei Abteilungen,die besondere Aufgaben erfüllen:
die Wandergruppe und
Die Abteilungen unterstehen dem Vorstand.
2. Die Abteilungen regeln ihre Belange weitgehend selbständig und ernennen einen Sprecher, der von der Jahreshauptversammlung bestätigt wird, und der an den Vorstandssitzungen mit beratender Stimme teilnehmen darf.
3. Die Abteilungen können eigenständige Kassen führen und ernennen hierzu einen verantwortlichen Kassierer. Die Kassenprüfung erfolgt zusammen mit der Prüfung der Hauptkasse von den gewählten Kassenprüfern.
4. Die Sprecher der Abteilungen berichten jährlich,jedoch spätestens vier Wochen vor der Jahreshauptversammlung gegenüber dem Vorstand
a) über die Aktivitäten des laufenden Jahres und
b) über die Einkünfte und die Verwendung der Mittel.
5. In der Jahreshauptversammlung berichten die Abteilungen selbständig.
6. Der Vorstand hat das Recht,weitere Abteilungen einzurichten, für die die obigen Regelungen ebenfalls gelten.
wenn es das Interesse des Vereins erfordert,jedoch mindestens jährlich
einmal bis zum 31. Mai des Kalenderjahres.
2.Eine außerordentliche Mitgliederversammlung ist einzuberufen,
wenn der Vorstand diese für notwendig hält, oder wenn mindestens 1/3 der Mitglieder eine Einberufung unter Angabe des Grundes schriftlich verlangen.
3. Der Vorstand stellt die Tagesordnung für die Mitgliederversammlung auf.
4. Die Mitgliederversammlung ist vom Vorstand unter Angabe der Tages-
ordnung mit einer Einladungsfrist von zwei Wochen zu berufen,
a) für alle Mitglieder,die in der Stadt Aßlar ihren Wohnsitz haben, durch einmalige Veröffentlichung der Einladung im amtlichen
Bekanntmachungsblatt der Stadt Aßlar,
b) für auswärtige Mitglieder durch schriftliche Einladung.
Die Frist beginnt mit dem Tag der Bekanntmachung im amtlichen Mitteilungsblatt bzw.bei schriftlicher Einladung mit dem Tag der Absendung an die letzte bekannte Mitgliederanschrift.
5. Beschlussfähig ist jede ordnungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung.
6. Stimmberechtigt sind alle Mitglieder ab 16.Lebensjahr. Jugendmitglieder bis zum 16.Lebensjahr sind in den Mitgliederversammlungen weder stimm- noch wahlberechtigt. Sie sind berechtigt, als Mitglieder des Vereins an allen Versammlungen und Zusammenkünften teilzunehmen.
7. Soweit nichts anderes bestimmt ist, werden alle Beschlüsse mit einfacher Stimmenmehrheit (Mehrheit der abgegebenen Stimmen; Stimmenthaltungen und unwirksame Stimmen zählen nicht mit) durch Handaufheben gefasst. Stimmengleichheit gilt als Ablehnung.
Wahlen werden geheim und mittels Stimmzettel durchgeführt. Wenn alle Anwesenden zustimmen,kann auch durch Handaufheben gewählt werden.Bei Vorstandswahlen ist der Bewerber gewählt, der die meisten abgegebenen gültigen Stimmen erhält.
8. Mitglieder,die in der Versammlung nicht anwesend sind, können gewählt werden, wenn ihre Zustimmung hierzu dem Versammlungsleiter schriftlich vorliegt.
9. Vor jeder Wahl ist ein Wahlausschuss,bestehend aus zwei Mitgliedern, zu bestellen,der die Aufgabe hat, die Wahlen durchzuführen und das Ergebnis bekanntzugeben.
10. Auf Antrag von mindestens einem Drittel der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder ist auch über sonstige Beschlüsse geheim abzustimmen.
11. Zu einem Beschluss, der eine Änderung der Satzung enthält, ist eine Mehrheit von zwei Dritteln der erschienenen Mitglieder erforderlich.
12. Zur Beschlussfassung über die Auflösung des Vereins (§ 41 BGB ) ist die Anwesenheit von zwei Dritteln der Vereinsmitglieder erfordelich, die mit einer Mehrheit von 4/5 der erschienenen Mitglieder beschließen müssen.
Ist eine zur Beschlussfassung über die Auflösung des Vereins einberufene Mitgliederversammlung nach vorstehendem Absatz nicht beschlussfähig, so ist nach Ablauf von sechs Wochen seit dem Versammlungstage eine weitere Mitgliederversammlung mit dem gleichen Tagesordnungspunkt einzuberufen,die bei jeder Zahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig ist.Die erneute Einladung hat einen Hinweis auf die erleichterte Beschlussfähigkeit zu enthalten.
13. Die Mitgliederversammlung wird vom Vorsitzenden oder, bei seiner Verhinderung,vom stellvertretenden Vorsitzenden geleitet. Regelmäßige Gegenstände der Beschlussfassung und Beratung sind:
b) Rechnungsbericht des Kassierers
d) Entlastung des Vorstands für das abgelaufene Geschäftsjahr
e) vorliegende Anträge des Vorstands oder der Mitglieder
f) Wahl des Vorstands
h) Festsetzung der Mitgliedsbeiträge
14.Anträge der Mitglieder zur Aufnahme in die Tagesordnung sind mindestens acht Tage vor dem Versammlungstermin schrift lich beim Vorsitzenden einzureichen.
15.Über die Mitgliederversammlung ist eine Niederschrift anzufertigen, die vom Versammlungsleiter und dem Schriftführer zu unterschreiben ist. Die gefassten Beschlüsse sind in die Niederschrift aufzunehmen. Jedes Mitglied ist berechtigt, Niederschriften einzusehen.
1. Der Verein kann nur durch Beschluss der Mitgliederversammlung (§7 Ziffer 12 der Satzung ) aufgelöst werden.
Die Mitglieder haben beim Ausscheiden oder bei Auflösung keinerlei Anspruch auf das Vereinsvermögen.
2. Das Vermögen des Vereins ist bei seiner Auflösung oder Aufhebung oder Wegfall seines seitherigen Zweckes an die Stadt Aßlar zu übertragen,die es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige, gleichgeartete, kulturelle Zwecke, insbesondere zu den in § 2 Absatz 1 dieser Satzung genannten Zwecken zu verwenden hat.
3. Als Zweckvermögen im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung ist das gesamte Vereinsvermögen anzusehen, das satzungsgemäßen Zwecken dient.
4. Wird eine Satzungsbestimmung, die die Voraussetzungen der Steuerbegünstigung betrifft, nachträglich geändert,ergänzt oder gestrichen, so hat der Verein diesen Beschluss unverzüglich dem Finanzamt einzureichen.
Zum Liquidator wird der Vorstand im Sinne des § 26 BGB im Zeitpunkt des Auflösungsbeschlusses berufen.
6334 Aßlar-Werdorf, den 9.4.1980
gez. Heinz Weber, Günter Hennig, Karin Hahn-Schwehn, Axel Hahn, Richard Keiner, Herbert Kunz, Otto Fischer
Die Satzung wurde geändert
am 12.3.1982 (§ 6 Ziffer 1 und 2 ),
am 7.4.1990 (§ 6 Ziffer 4 ),
am 9.3.2005 (§ 3 Absatz 3 / § 6 Absatz 6 Punkt a) Absatz 5 / § 6 Absatz f)
Unser Verein hat sich zum Ziel gesetzt
ein Heimatmuseum für Aßlar und seine Stadtteile im Werdorfer Schloss aufzubauen.
alles zu erforschen und zusammenzutragen, was zur näheren Kenntnis der Heimatgeschichte der Stadt Aßlar und seiner Stadtteile beitragen kann.
Sie haben die Möglichkeit aktiv am Vereinsgeschehen teilzunehmen
bei der Einrichtung des Museums, Instandhaltung und Ausbesserung der Ausstellungsstücke, sowie bei der Inventarisierung der Exponate mitzuarbeiten
im Rahmen der Volkstanz- und Mundartgruppe „ Die Hoingker“ Volkstänze zu erlernen und an Auftritten teilzunehmen. Kinder und Jugendliche können dies in der neu gegründeten „Kinder- und Jugendtanzgruppe“ tun
bei der Theatergruppe “Cocktail“ ihr schauspielerisches Talent zu zeigen
mit der Wandergruppe die nähere und weitere Heimat zu erwandern
bei archäologischen und heimatgeschichtlichen Forschungsarbeiten mitzuarbeiten
fotografische Dokumentationen durchzuführen
an der Einrichtungen von Sonderausstellungen mitzuwirken
bei der Betreuung und Unterhaltung von Vereinsarchiv, historischem Archiv und der Bibliothek mitzuhelfen
das Korbflechten unter Anleitung von erfahrenen Lehrern in einem Kurs zu erlernen oder an Sonderkursen teilzunehmen um z.B. das Spinnen mit einem Spinnrad zu erlernen
an dem Aktionstag „ Lebendiges Museum“ mitzuwirken und altes Brauchtum und Handwerk vorzuführen. Die Mitgliedschaft im Verein beträgt für Erwachsene 12,- € und für Kinder und Jugendliche 3,-€ pro Jahr.
Der größte Stadtteil der Stadt Aßlar ist Werdorf. Dieser idyllische Stadtteil liegt 4 km in nordwestlicher Richtung Dill aufwärts an den Ausläufern des Rothaargebirges. Urkundlich wurde er bereits 772 zur Regierungszeit Karls des Großen (768-814 ) im berühmten „Lorscher Codex“ erstmals erwähnt. Die 1200-Jahrfeier wurde 1972 gebührend gefeiert.
Die erste Besiedlung in unserer Heimat dürfte bereits in der Steinzeit stattgefunden haben, etwa um 5000 v. Chr., wie Knochenfunde des wollhaarigen Nashorns sowie von Bison, Wildpferd und Riesenhirsch mit Brandspuren in der Nähe von Dalheim und Braunfels belegen. Bei den Ausschachtungsarbeiten zum Schulneubau der Grundschule Werdorf 1948 fand man in 2 Metern Tiefe eine rechteckige Steinsetzung mit etwas östlich davon gelegener Brandstelle. Auch eine große Urne mit kalzinierten Knochenresten kam zum Vorschein, die auf eine frühe Besiedelung hinweisen. Aus der Latenezeit 450 – 50 v.Chr. wurden Grabhügel und Urnenfelder bei Bermoll freigelegt. Um die Zeitenwende waren Kelten die dominierenden Bewohner unserer Heimat. Sie hinterließen Spuren, wie z.B. auf dem Dünsberg bei Gießen. Germanische Stämme wie die Chatten drängten in die Täler an Lahn und Dill. Der römische Geschichtsschreiber Tacitus hat das Volk der Chatten etwa 98 n. Chr. beschrieben. Später versuchten die Römer, wie die Ausgrabungen in Lahnau belegen, in unserer Heimat Fuß zu fassen, was ihnen aber nicht gelang. Sie gaben eine vielversprechende Ansiedlung 9 n. Chr. auf, wahrscheinlich nach der verlorenen Varus-Schlacht im Teutoburger Wald gegen Hermann den Cherusker. Der Limes wurde gebaut und trennte Germanen und Römer.
Unter Kaiser Theodosius wird das Christentum 391 n. Chr. offizielle römische Staatsreligion. Im 5. Jahrhundert zerfällt das Römische Reich und geht unter. Das Bistum Trier, das noch in der Römerzeit begründet ist, ist für die Missionierung unsere Heimat anzusehen. Es wird angenommen, dass bereits im 4. Jahrhundert der Priester Lubentius von Trier aus ins Lahntal gekommen ist, dort gepredigt und in Dietkirchen an der Lahn eine Kirche gebaut hat. Von hier aus hat er missioniert. Es ist davon auszugehen, dass unsere Vorfahren relativ früh mit dem Christentum in Berührung gekommen sind.
Unter den Kelten war unsere Region schon in Gaue aufgeteilt. Das Gebiet an der Dill gehörte zum Oberlahngau. Jeder Gau war wiederum aufgeteilt in Marken. So gab es u.a. die Bardorfer Mark, die Werdorfer Mark mit der Lemp, Breitenbach und Berghausen und die Larer Mark mit Aßlar, Hermannstein usw. In der karolingischen Zeit wurden die Marken allmählich in Cente umgewandelt. Germanien wurde etwa ab 719 von dem angelsächsischen Mönch Bonifatius missioniert, und nach 721 begann er seine Mission in Hessen. Im Auftrag von Bonifatius wird 744 das Benediktiner Kloster Fulda gegründet. Im Jahre 774 wird in Gegenwart Kaiser Karls das für uns so wichtige Kloster Lorsch an der Bergstraße eingeweiht. So schenkt ein Berthard aus Werdorf im Jahr 772 (zur Regierungszeit Karls des Großen ) für sein Seelenheil dem Kloster Lorsch 20 Morgen Ackerland, eine Wiese und ein Gehöft und alles, was dazugehört. In den folgenden fast 100 Jahren setzen sich solche Schenkungen fort. Im übrigen beziehen sich viele Städte und Gemeinden auf die Schenkungen an das Kloster Lorsch und belegen damit ihre erste urkundliche Erwähnung. Um 875 bzw. um das Jahr 1000 war bereits eine Kirche in Werdorf vorhanden. Im Mittelalter wird eine Vogtei erwähnt, und da gab es auch noch die Adligen von Werdorf.
Aus freien Bauern hervorgegangen, saßen sie auf freien Adelshöfen, von denen es im Jahre 1428 noch drei in Werdorf gab. Graf Philipp (1547-1581 ) führte die Reformation ein und hob die Leibeigenschaft auf. Werdorf und Berghausen bilden seit 1585 ein eigenes Kirchspiel. Vorher waren sie der Mutterkirche in Dillheim zugeordnet.
Der 30jährige Krieg (1618-1648) brachte viel Leid, Elend, Hungersnöte und Seuchen über das Dilltal. Noch während der Kriegswirren gab der Landesherr von Greifenstein, Graf Wilhelm II. 1643, seinen Untertanen einen Freiheitsbrief und befreite sie von Frondiensten. Er verstarb 1677 in Wetzlar.
Seine Witwe Gräfin Ernestine Sophie ist die Erbauerin des Werdorfer Schlosses, das zwischen 1686 – 1689 errichtet wurde. Nach der Fertigstellung siedelte die Gräfin mit ihren beiden unverheirateten Töchter Eleonora Sabine und Anna Johanna von Greifenstein nach Werdorf über. Aus dem Jahre 1695 liegt ein Einwohnerverzeichnis vor, in dem 279 Personen genannt werden. Die letzte Prinzessin im Schloss stirbt 1742 und wird auf Burg Greifenstein beigesetzt. Im Jahre 1705 wird vor der Kirche ein Schulhaus gebaut. Dies wird 1880 abgebrochen, nachdem ein Neubau in der Hinterstraße errichtet worden war. Mit der Einrichtung der Schule war eine zweite Pfarrstelle verbunden, deren Leiter auch gleichzeitig als Lehrer fungierte. Die Grundsteinlegung für das heute noch existierende Kirchenschiffe erfolgt 1755. Im Jahre 1766 wandern fünf Familien aus Werdorf nach Rußland aus. Die Zarin Katharina II. hatte sie ins Land geholt. Nach Hungerjahren wird um 1772 die Kartoffel allgemein eingeführt.
Nach der Französischen Revolution 1789 gab es wieder Krieg. Österreicher und Franzosen kämpften im Dilltal. Wieder gab es Leid und Not unter der Bevölkerung. Vier Werdorfer nehmen als Soldaten an der Schlacht von Waterloo teil, bei der Preußen und Engländer über Napoleon siegen. Nach 1815 wird Werdorf preußisch. Das Dorf hat jetzt 673 Einwohner. In der Frankfurter Paulskirche tagt das erste Deutsche Parlament. Die sogenannte 48er Revolution bricht aus. Der Ruf nach Freiheit, Gerechtigkeit, sowie Presse- und Versammlungsfreiheit erschallt. Der Fürst zu Solms-Braunfels gibt Kompetenzen an seinen Ämtern Braunfels und Greifenstein an das Landratsamt in Wetzlar ab. In den Jahren 1852 – 1872 wandern etwa 50 Werdorfer nach Nordamerika aus. Der Grund sind die schlechten wirtschaftlichen Verhältnisse in unserer Heimat. Eine leichte Verbesserung der Lebensverhältnisse erlebte unsere Heimat durch den Bau der Eisenbahn, die 1862 den Fahrbetrieb aufnahm. Der Transport von Eisenstein zu den Hüttenwerken im Ruhrgebiet wurde wirtschaftlicher und einige Gruben konnten erweitert werden. Viele Werdorfer fanden Arbeit bei der Eisenbahn und in den Erzgruben. Nach der Gründung des Deutschen Reiches 1871 wird die Mark als Zahlungsmittel eingeführt, sie löst den Gulden und den Taler ab. Die Mark existiert somit bis zum 31. De-zember 2000. Am 1.Januar 2002 wird sie durch den Euro abgelöst. Im Jahr 1892 legt die Gemeinde drei Laufbrunnen an, die erst 1910 durch eine zentrale Wasserversorgung ersetzt werden. Eine Verbesserung der Lebensverhältnisse der Bevölkerung tritt nach und nach ein, besonders nach dem I. Weltkrieg. Die Einführung des elektrischen Lichts sei hier genannt. Durch die allgemeine Industrialisierung, beginnend im 19. Jahrhundert, hat sich Werdorf vom reinen Bauerndorf zu einer Wohngemeinde entwickelt.
Durch die Aufnahme von über 500 Heimatvertriebenen und Flüchtlingen von 1946 - 1950 stieg die Einwohnerzahl auf 2139. So entstand die Siedlung „Vor der Stegel“ in den 50er Jahren. Weitere Baugebiete wurden in den 60er- und 70er-Jahren ausgewiesen. Die katholische Kirchengemeinde weihte 1966 ihre Kirche „St.Norbert“ ein. Eine Reihe von Infrastrukturmaßnahmen wurde durchgeführt, wie die Verrohrung des Schönbachs, Verbreiterung und Ausbau von Straßen. Der Friedhof wurde erweitert und die Friedhofshalle gebaut. Ein Dorfgemeinschaftshaus mit Kindergarten entstand 1958, und die Kanalisation wurde vorangetrieben. Werdorf war eine der ersten Gemeinden, die eine mechanische Kläranlage betrieb. Nach der Gebietsreform kam Werdorf 1977 zu Aßlar. Heute ist Werdorf ein Stadtteil mit über 3400 Einwohnern. Der Ortsmittelpunkt ist der neu gestaltete Dorfplatz mit Kirche und Schloss, welches das Heimatmuseum der Stadt Aßlar beherbergt. In diesem Schloss ist auch ein Trauzimmer der Stadt eingerichtet, in dem in einer besonderen Atmosphäre geheiratet werden kann. An der östlichen Peripherie besteht ein Gewerbegebiet, das zurzeit erweitert wird. Ein weiteres Gewerbe- und Wohngebiet ist südöstlich der B 277 in Planung.
Das Kuratorium wurde zur Verwaltung des Vermögens der unselbständigen Stiftung Dr. Hans Bruns von der Stadt Aßlar gegründet,der Beschluss dazu in der Stadtverordnetenversammlung am 28. August 1984 gefasst. Das Kuratorium besteht aus sieben Mitgliedern; sie werden für die Dauer von drei Jahren von der Stadtverordnetenversammlung gewählt.
Es entscheidet über die vom Magistrat zugewiesenen Mittel. Seine Aufgabe ist es vor allem, in Verbindung mit dem Verein für Heimatgeschichte 1980 Werdorf e.V., das Heimatmuseum mit den Einrichtungen zu erhalten, die Bestände zu pflegen, neue Exponate anzuschaffen und bei dem weiteren Ausbau des Heimatmuseums mitzuhelfen. Seit der Gründung ergab sich eine gute Zusammenarbeit, die dazu führte, dass eine Reihe von Vorhaben verwirklicht werden konnten:
Umbau der Schuppenanlage im Schlosshof zur Remise für landwirtschaftliche Geräte
Einrichtung einer Original - Schmiede
Ausstattungen von Museumsräumen
Anschaffung für das Museum: Webstuhl, Bulldog, Dreschmaschine und Bücher
Für das „Fürstenzimmer“ wurden alle Exponate und die Vorhänge angeschafft.
Die Regale für das im Aufbau befindliche Archiv wurden ebenfalls aus Mitteln des Kuratoriums finanziert.
Für die erste Sitzungsperiode des Kuratoriums beschloss die Stadtverordnetenversammlung am 19. Dezember 1984 folgende Mitglieder für das Kuratorium zu benennen: Erwin Debus Ehrenbürgermeister der Stadt Aßlar, Dr. Alfred Diehl, Aßlar, Walter Kaps, Aßlar, Erich Bocher, Werdorf, Otto Muskat, Aßlar, Eduard Walte, Aßlar und Marie-Luise Scheidt, Werdorf. In der ersten Sitzung des Kuratoriums wurde Otto Muskat einstimmig zum Vorsitzenden gewählt. Schriftführer/In: Frau Kimpel und Herr Siegfried Selm / beide Stadtverwaltung Aßlar.
Nach Ablauf von drei Jahren schied Frau Marie-Luise Scheidt aus. Die Stadtverordnetenversammlung wählte Frau Brunhilde Silberzahn aus Bechlingen am 14. Dezember 1987 neu in das Kuratorium. Die anderen Mitglieder wurden bestätigt.
Am 17. Februar 1988 wurde Otto Muskat wieder zum Vorsitzenden gewählt.
Für die dritte Sitzungsperiode kandidierten Dr. Alfred Diehl und Walter Kaps, beide aus Aßlar, nicht mehr und schieden aus. Gewählt wurden Dr. Hans -Werner Hahn aus Berghausen und Klaus Keiner aus Werdorf. Die übrigen Mitglieder wurden bestätigt. Otto Muskat blieb Vorsitzender.
In der vierten Sitzungsperiode schied Otto Muskat aus Aßlar aus. Für ihn wählte die Stadtverordnetenversammlung Jürgen Meinecke aus Berghausen. Die übrigen Mit-glieder wurden bestätigt. In der Kuratoriumssitzung am 18.April 1995 wählte die Versammlung den Stadtverordnetenvorsteher Karl Jürgen Meinecke zum Vorsitzenden. Schriftführerin wurde Anette Dietz, Stellvertreterin Frau van Luit, beide Stadtverwaltung Aßlar.
Für die fünfte Sitzungsperiode, wählte die Stadtverordnetenversammlung am 4. Mai 1998 folgende Persönlichkeiten einstimmig: Karl-Jürgen Meinecke aus Berghausen, Erwin Debus aus Aßlar, Klaus Keiner aus Werdorf, Prof. Dr. Hans-Werner Hahn aus Berghausen, Brunhilde Silberzahn aus Bechlingen, Bernhard Völkel aus Aßlar und Hermann Willeck aus Werdorf . Die beiden Letztge-nannten kommen neu in das Kuratorium. Ausgeschieden sind Eduard Walter aus Aßlar und Erich Bocher aus Werdorf. Karl Jürgen Meinecke wird am 25.6.1999 wieder zum Vorsitzenden gewählt. Stellvertreterin wird Brunhilde Silberzahn und Schriftführerin Anette Dietz,Stadtverwaltung Aßlar.
Die Stadtverordnetenversammlung beschließt am 21.8. 2001 einstimmig Werner de Leuw aus Werdorf und Karl Ferber aus Aßlar für die sechste Wahlperiode in das Kuratorium zu wählen. Ausgeschieden sind Erwin Debus aus Aßlar und Hermann Willeck aus Werdorf.
Am 14.6. 2002 legt der bisherige Vorsitzende Karl Jürgen Meinecke sein Amt nieder und scheidet aus dem Kuratorium aus. Die stellvertretende Vorsitzende Brunhilde Silberzahn führt die Geschäfte weiter. Neue Mitglieder sind Werner de Leuw aus Werdorf und Karl Ferber aus Aßlar.
Die Stadtverordnetenversammlung beschließt am 9.12.2002 einstimmig Edwin Jung aus Berghausen, Brunhilde Silberzahn aus Berghausen, Bernhard Völkel aus Aßlar, Prof. Dr. Hans-Werner Hahn aus Berghausen, Klaus Keiner aus Werdorf, Karl Ferber aus Aßlar und Werner de Leuw aus Werdorf in das Kuratorium zu wählen.
In der konstituierenden Sitzung am 7.2.2003 wird Edwin Jung einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewählt. Stellvertreterin ist Brunhilde Silberzahn. Die weiteren Mitglieder sind: Werner de Leuw, Karl Ferber, Klaus Keiner, Prof. Dr. Hans-Werner Hahn und Bernhard Völkel. Klaus Keiner und Hans-Werner Hahn werden für 10jährige Mitarbeit im Kuratorium geehrt.
Das Kuratorium besteht im Dezember 2004 seit mehr als 20 Jahren. Es hat in dieser Zeit wesentlich zum Auf- und Ausbau des Heimatmuseums beigetragen, hat dem VfH stets hilfreich zur Seite gestanden und ihn unterstützt. Dafür ein herzliches Dankeschön zum 25. Jubiläum des Vereins.
In einem Heimatverein mit einer aktiven Gruppe, die altes Handwerk vorführen kann, wird man natürlich von Veranstaltern angesprochen, ob man nicht teilnehmen möchte um seine Kunst vorzuführen. Hier sind besonders unsere Korb- und Rechenmacher gefragt. Aber auch das Spinnen, Stricken und Häkeln wurde schon dargestellt. Solche Veranstaltungen bieten eine gute Möglichkeit unseren Verein zu präsentieren und bekannt zu machen. Nach Möglichkeit wird an diesen Veranstaltungen auch teilgenommen. Seit 1995 bis heute hat sich eine stattliche Zahl ergeben:
Hugenottenmarkt in Daubhausen
Heimatfest in Weidenhausen/ Gladenbach
1150-Jahrfeier von Oberlemp
31.5. Familienfest und Hessisches Landesturnfest in Wetzlar
14.6. Brauchtumsfest in Haiger
13.7. Historischer Markt in Hirschausen
31.8. Historischer Markt in Achenbach
Familienfest in Wetzlar
700-Jahrfeier von Bechlingen
Hobby- und Freizeitausstellung in WaldgirmesHandwerkertag im Vogelpark Uckersdorf
8.5. Wetzlar, Domplatz (Goethe kommt mit der Postkutsche.)
Historischer Bauernmarkt in Atzbach
Osterausstellung in Kirchvers
Hobby- und Freizeitausstellung in Waldgirmes. Handwerkertag im Vogelpark Uckersdorf. Hobby- und Freizeitausstellung in Berghausen.
Herbstfest der Grundschule Aßlar: Äpfel keltern
Wetzlar / Stadthalle: Adventsveranstaltungen.
3.10. Historischer Festzug Jüterbog, 850 Jahre Stadtrechte
Hobby- und Freizeitausstellung in Waldgirmes
Handwerkertag im Vogelpark Uckersdorf
Hobby- und Freizeitausstellung in Berghausen
April, Dreisbach 700-Jahrfeier
Mai, Lixfeld, Dorffest
Stadtfest Aßlar
Gesamtschule Aßlar, Schulfest
Hobby- und Freizeitausstellung in der Stadthalle Aßlar
Frühjahr- und Osterausstellung im Seniorenheim “Schönbachtal“ in Werdorf
10.7. Ehringshausen: 60 jähriges Beshen des Bienenzuchtvereins untere Dill
1. Vorsitzender: Alexander Kleber
2. Vorsitzender: Birger Hahn
Kassierer: Michael Rehberg
Schriftführerin: Christina Plachta
Museumswart: Friedel Abel
Beisitzerin: Elvira Abel
Beisitzerin: Katharina Schäfer
Beisitzer: Claudia Duchscherer
Beisitzer: Christoph Duchscherer
Beisitzer: Jürgen Stock
Beisitzer: Mario Bernhardt
Ehrenvorsitzender: Erhard Peusch
Schon frühzeitig bestand der Wunsch Tagesfahrten bzw. Besichtigungsfahrten durchzuführen. Am Anfang hauptsächlich zu Museen, um Anregungen zu holen für das eigene im Werden bestehende Museum. Auch dienen diese Fahrten der Geselligkeit und natürlich auch der Information. Bei allen Museen, die wir im Laufe der Zeit besichtigt haben, konnten wir feststellen, dass unser kleines Museum sich nicht zu verstecken braucht, und der Verein gute Arbeit im Aufbau und bei der Unterhaltung des Museums geleistet hat und weiter leistet. Folgende Fahrten wurden unternommen:
1980 Fahrt nach Biedenkopf mit Besichtigung der Burgruine
1981 Besichtigung des Heimatmuseums in Leihgestern und der Burg Münzenberg
1982 Fahrt nach Bad Nauheim mit Besichtigung des Salzmuseums und des Hessenparks
1983 Fahrt nach Hör-Grenzhausen und Hachenburg
1984 Fahrt nach Isny im Allgäu und Besichtigung des dortigen Museums. Fahrt nach Schlitz.
1985 Fahrt in den Ebsdorfer Grund
1986 Fahrt nach Frankfurt / Main mit Besichtigung des Römers und der Paulskirche
1987 Fahrt zum Westfälischen Freilichtmuseum in Hagen.
1988 bis 1990 keine Fahrten
1991 Fahrt nach Alsfeld, Stadtführung und Besuch des Museums
1992 Fahrt nach Speyer, Besichtigung der Salierausstellung, des Kaiserdoms und des Freilichtmuseums
1993 bis 1998 keine Fahrten
1999 Mehrtagesfahrt nach Jüterbog in Brandenburg. Sie ist die Partnerstadt von Aßlar. Besuch in Wittenberg, Stadtrundfahrten in Potsdam und Berlin. Zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober sind wieder Mitglieder des VfH Werdorf in Jüterbog und nehmen an dem historischen Umzug und dem Handwerkermarkt teil.
2000 bis 2001 keine Fahrt
2002 Fahrt nach Bonn mit Besichtigung des Museums für Deutsche Geschichte und des Petersbergs / zu dieser Zeit Gästehaus der Bundesregierung
2003 Fahrt nach Frankfurt/M. mit Besichtigung des Geldmuseums in der Deutschen Bank und Flughafen Frankfurt.
2004 Fahrt nach Mainz mit Stadtbesichtigung und anschließender Weinprobe in Staaden bei Mainz.
Im Jahre 1972 feierte die Gemeinde Werdorf ihre Ersterwähnung im berühmten „Lorcher Codex“ vor 1200 Jahren, also im Jahre 772. Zu dieser Zeit regierte Kaiser Karl der Große. Die Gemeindevertretung und die Ortsvereine sowie engagierte Mitbürger richteten das Fest aus. Der Höhepunkt war ein historischer Festzug. In den Arbeitskreisen und in den Vorbereitungen zu diesem Fest wurde auch darüber gesprochen einen Heimatverein zu gründen. Bis zur Gründung des Vereins für Heimatgeschichte dauerte es dann aber noch acht Jahre.
Am 9. April 1980 wurde im Dorfgemeinschaftshaus, heute Kindergarten, der Gründungsakt vollzogen.
Das Protokoll bemerkt dazu:
Auf Einladung Herrn Axel Hahns fand am Mittwoch, dem 9. April 1980 um 20 Uhr, im Dorfgemeinschaftshaus in Werdorf eine Versammlung zum Zwecke der Gründung des „Vereins für Heimatgeschichte 1980 Werdorf e.V.“ statt. Anwesend waren 12 Personen. Der Versammlungsleiter, Herr Hahn, eröffnete die Gründungsversammlung und gab folgende Tagesordnung bekannt:
1. Aussprache über Zweck der Gründung eines Vereins für Heimatgeschichte.
2. Aussprache und Feststellung der Mitgliedschaft.
3. Abstimmung über Satzungsentwurf und Annahme der Satzung.
4. Festsetzung der Monatsbeiträge/des Jahresbeitrages.
5. Wahl des Vorstandes.
Der Versammlungsleiter erläuterte unter Hinweis auf den zu Punkt 3 noch vorzulegenden Satzungsentwurf die Gründe in dem Aßlarer Stadtteil Werdorf einen Verein für Heimatgeschichte zu gründen. Nach einer kurzen Aussprache erklärten alle zwölf anwesenden Personen, dem zu gründenden Verein als Mitglieder angehören zu wollen und faßten auf Antrag des Versammlungsleiters den Beschluß, den
„Verein für Heimatgeschichte 1980 Werdorf e.V.“
im Aßlarer Stadtteil Werdorf zu gründen. Die anwesenden Mitglieder schrieben sich sodann in eine vorbereitete Mitgliederliste als Gründungsmitglieder ein. Es waren:
Karin Hahn- Schwehn, Gerhard Spengler, Ernst Holzer, Erich Hahn, Otto Fischer, Erich Kuhlmann, Günter Hennig, Erhard Peusch, Heinz Weber, Herbert Kunz, Richard Keiner, Axel Hahn. Nachfolgende nicht anwesende 8 Personen haben durch beauftragte Anwesende ihre Bereitschaft zum Beitritt erklärt und gelten daher als „Gründungsmitglieder“:
Karl Hahn, Ida Hahn, Hedwig Schwehn, Bernd Arabin, Karin Holzer, Hannelore Spengler, Dr. Hermann Scheidt, Reinhold Zimmermann.
Der Satzungsentwurf wurde von den Mitgliedern diskutiert und durch einstimmigen Beschluß angenommen. Durch einen weiteren einstimmigen Beschluß wurde der Jahresbeitrag auf 20,- DM festgelegt. Die Wahlen zum Vorstand brachten folgendes Ergebnis:
Vorsitzender Axel Hahn
Stellvertreter Heinz Weber
Kassierer Günter Hennig
Schriftführer Karin Hahn-Schwehn.
Alle Personen sind aus Werdorf. Sie wurden einstimmig gewählt und nahmen die Wahl an. Der Vorstand wurde beauftragt, die Eintragung des Vereins in das Vereinsregister umgehend herbeizuführen und die Arbeit im Sinne des § 2 Ziffer 1 der Satzung aufzunehmen. Die Sitzung wurde um 22 Uhr geschlossen.
Nach der Gründung des Vereins begannen die Mitglieder aktiv zu werden. Es galt, gemäß der Satzung, die Aufgaben anzupacken. Eine umfangreiche Sammlung von Gegenständen setzte ein. Jedes Mitglied suchte in seinem Bereich nach verwertbaren Exponaten. Alles, was irgendwie wichtig und erhaltenswert schien, wurde zusammengetragen. Aber nicht nur Gegenstände waren sinnvoll, sondern auch das Darstellen von ländlichem Brauchtum, Handwerk und Lebensweisen.
Aus den Reihen der Mitglieder kam die Anr-gung diese bäuerliche Lebenswelt mit altem Handwerk und Brauchtum in einem Turnus von zwei Jahren im Schlossbereich darzustellen unter dem Motto „ Lebendiges Museum“. Mit großem Erfolg wurden bisher neun Veranstaltungen dieser Art durchgeführt. Bei Mitgliedern, die noch über eine „Waschküche“ mit einem „Sirrkessel“ verfügten, wurde der „Original Werdorfer Hoingk“ gekocht. Später, nach Fertigstellung der Remise, entstand dort eine funktionsfähige „Waschküche“, und das „Hoingkkochen“ konnte dorthin verlagert werden. Gerade das „Hoingkkochen“ ist ein absolutes Muss, werden doch die Werdorfer als die „Hoingker“ bezeichnet. Der Name hängt offensichtlich damit zusammen, dass die Werdorfer diesen „Hoingk“ besonders schmackhaft kochen konnten.
1982 wurde das Amt des Museumswartes geschaffen. Er ist zuständig für die Ausgestaltung und Ergänzung des Museums und vieler anderer Dinge. Von Anfang an war klar, dass das Schloss im Mittelpunkt der Vereinsarbeit stehen würde und das dort mittelfristig ein Museum eingerichtet wird. Die Probleme erschienen riesengroß, war doch das Schloss vermietet und die Stadt Aßlar Eigentümerin. Nach vielen Verhandlungen mit der Stadt konnte erreicht werden, dass eine Entmietung des Schlosses Zug um Zug verwirklicht wurde. So war es möglich, bereits 1981 aus kleinsten Anfängen, die ersten Räume als Museum herzurichten. Bei all diesen Aufbauarbeiten für und im Verein sollte die Geselligkeit natürlich nicht zu kurz kommen. So entstanden das Damenkränzchen und das Männergespräch. Sie waren jeweils am ersten Donnerstag im Monat. Das Damenkränzchen begann um 15 Uhr und das Männergespräch um 19 Uhr. Das Damenkränzchen existiert heute noch zur gleichen Zeit. Das Männergespräch wurde leider aufgegeben und ging in der Runde „ Treff am Schloss“ auf. Auch dieses ist nach kurzer Zeit aufgegeben worden. Grundlage dieser Zusammenkunft ist, in gemütlicher Runde Anregungen für die Vereinsarbeit zu erhalten, Veranstaltungen zu besprechen u.v.m. Der leider schon verstorbene Gerhard Fischer war ein sehr aktives Mitglied, das sich für die Geselligkeit einsetzte und in dem „alten Vereinsraum“ Hausmannskost und Spezialitäten aus verschiedenen Gegenden Deutschlands zubereitete. Er war es auch, der die „Aßlarer Geschichtsblätter“ ins Leben rief. Bis zu seinem Tode erschienen 55 Blätter. In ihnen wurden Heimatgeschichte, Legenden und Erzählungen niedergeschrieben. Um Anregungen für den Aufbau des Museums zu erhalten, wurden eine Reihe von Besichtigungsfahrten zu anderen Museen durchgeführt. Seit die Burschenschaft die Werdorfer Kirmes ausrichtet, gibt es auch wieder einen Kirmesumzug. An den bisherigen Umzügen hat sich der Verein beteiligt. Es wurden Motivwagen hergerichtet, die Bezug zu heimischem Brauchtum und Handwerk haben.
Der Verein zeigte 1997 den Wagen der Tanzgruppe „ Die Hoingker“. Auf ihm war ein „Sirrkessel“ aufgebaut und symbolisch wurde der berühmte „Werdorfer Hoingk“ gekocht.
Ab diesem Jahr wurde zu jeder Werdorfer Kirmes, bis heute, ein Motivwagen ausgestattet und beim Festzug mitgeführt.
Diese Motivwagen wurden von Günter Hennig ausgestattet. Die Wagen mit Bulldog stellte unser Mitglied Georg Grießheimer zur Verfügung.
Im Jahre 1997 begannen die Arbeiten zum Vereinsraum „ Kutscherstube“. Der Ausbau erfolgte in weitestgehender Eigenleistung des Vereins. Um Zuschüsse aus dem Dorferneuerungsprogramm zu erhalten, musste mit der Stadt ein Vertrag über eine 15jährige Laufzeit abgeschlossen werden. Hier hat der Verein nun ein Domizil, das in vielfältiger Weise genutzt werden kann.
Der Verein hat drei Abteilungen.
a) Die Tanz- und Mundartgruppe Die Hoingker“, seit 2000 mit ihrer „Jugendgruppe"
b) Die Theatergruppe „ Cocktail“
c) Die Wandergruppe
Seit 1981 besteht die Tanz- und Mundartgruppe „ Die Hoingker“, die sich eines hohen Ansehens erfreut. Sie hat im Jahr 2000 eine Kindertanzgruppe ins Leben gerufen, in der teilweise bis zu 30 Kinder aktiv sind.
Die Theatergruppe „Cocktail“ mit einem jungen Ensemble setzt eine lange Theatertradition in Werdorf fort. Die rührige Wandergruppe erfreut sich großer Beliebtheit und ist bei Wind und Wetter unterwegs.
Der VfH ist Mitglied im:„Verbund mittelhessischer Heimatmuseen e.V.“ Dies ist ein Zusammenschluss von zurzeit 20 Vereinen in Mittelhessen, die in diesem Verbund ihre Ziele besser darstellen und vertreten können. Des weiteren sind wir Mitglied im „Wetzlarer Geschichtsverein e.V.“, im „Greifensten-Verein e.V.“ und in der „Gesellschaft für Kultur- und Denkmalspflege Hessischer Heimatbund e.V.“ in Marburg sowie im „Hessischen Museumsverband“.
Anstelle eines Jahresabschlusses im Dezember jeden Jahres, in dem alle Vereine ihren Jahresabschluss durchführen und bedingt durch die Advents- und Weihnachtszeit, hat sich der Vorstand seinerzeit dazu entschlossen eine Jahresanfangsfeier im Januar durchzuführen.
Diese Jahresanfangsfeier hat sich hervorragend bewährt und wird von den Mitgliedern gut angenommen. Es wird zunächst eine historische Wanderung in Werdorf und Umgebung durchgeführt, dann kehren wir in den Schlosskeller ein zu Kaffee und Kuchen. Der Kuchen wird von unseren Frauen selbst gebacken. Es findet ein Dia-, oder Video-Vortrag statt. Danach schließt sich ein kleiner Imbiss mit einer Tombola an, die unter großem Hallo durchgeführt wird.
In den 1970ziger Jahren begannen viele Gemeinden im Wald einen Grillplatz mit Grillhütte zu errichten. Es hieß zurück zur Natur. So auch in Werdorf. Im ehemaligen Pflanzgarten der Gemeinde bauten die Dorfvereine in Verbindung mit der Gemeinde einen Grillplatz mit Grillhütte. Die Anlage wurde 1974 eingeweiht. Von diesem Zeitpunkt an wurden jährlich Waldfeste dort veranstaltet.
Im Jahre 1979 regte der Ortsbeirat an, dass Werdorfer Schloss für die Bevölkerung herzurichten. Als am 9.4.1980 der Verein für Heimatgeschichte gegründet wurden auch Vorbereitungen für ein Schlossfest im Schlosshof getroffen. Das Waldfest sollte durch das Schlossfest ersetzt werden. So schön es mit dem Grillplatz auch war, der Schlosshof lag im Zentrum des Dorfes und war für alle, besonders für ältere Menschen, einfacher zu erreichen. Der Schlosskeller war mittlerweile durch die Vereinsgemeinschaft erweitert und ausgebaut worden. Das erste Schlossfest vom 21. bis 22. Juni 1980 fand großen Anklang bei der Bevölkerung. Alle Werdorfer Vereine trugen zum Gelingen bei. Der VfH hatte den Schlosskeller zu einem Weinkeller hergerichtet und fast jeder Besucher labte sich an den edlen Tropfen. Bis heute bewirtschaftet der VfH den Keller bei den Schlossfesten. Beim 2. Schlossfest im darauf folgendem Jahr wurde durch den VfH in der Remise eine Ausstellung „Wie zu Omas Zeiten“ präsentiert. Mitglieder des Vereins traten in alter Tracht auf, Gezeigt wurden auch landwirtschaftliche Geräte. Man kann sagen, dass dies der Ursprung zum heutigen Museum und der Remise war. Das Schlossfest hat bis heute nichts von seiner Attraktivität verloren und hat in der Bevölkerung einen hohen Stellenwert.
Einladung zum offenen Treffen der Handarbeitsfreunde am 24.09.
Museumsöffnung am 23.09.
Einladung zum Vortrag „Südfrankreich“ mit Weinprobe von Karin Hahn-Schwehn am 19.09.
Einladung zum offenen Treffen der Handarbeitsfreunde am 27.08.
Ausfall des Vortrags zum Thema "Demenz" am 23.08.
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