Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OLG%20D%C3%BCsseldorf&Datum=15.06.2010&Aktenzeichen=20%20U%2048/09
Timestamp: 2020-06-04 08:22:00
Document Index: 120519000

Matched Legal Cases: ['Art. 15', 'BGH', 'BGH', 'Art. 15', 'Art. 15', '§ 125', 'EuG', 'EuG', '§ 125']

OLG Düsseldorf, 15.06.2010 - I-20 U 48/09 - dejure.org
OLG Düsseldorf, 15.06.2010 - I-20 U 48/09
https://dejure.org/2010,4719
OLG Düsseldorf, 15.06.2010 - I-20 U 48/09 (https://dejure.org/2010,4719)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 15.06.2010 - I-20 U 48/09 (https://dejure.org/2010,4719)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 15. Juni 2010 - I-20 U 48/09 (https://dejure.org/2010,4719)
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Art. 15 Abs. 1 GMVO
Internetseite mit rein beschreibender Domain ist nicht geeignet, um Marke rechtserhaltend zu nutzen
Freiheit für Zappa-Fans
Domain www.zappa.com keine rechtserhaltende Markennutzung
Rechtserhaltende Markenbenutzung nicht allein durch Verwendung als Domain und CD-Aufschrift
spiegel.de (Pressemeldung, 15.06.2010)
Streit um Rockfestival: Zappanale siegt über Zappa-Witwe
BGH, 17.08.2011 - I ZR 135/10
GRUR-RR 2011, 172
GRUR-RR 2012, 448
Das Berufungsgericht hat die Berufung des Klägers zurückgewiesen und auf die Berufung der Beklagten zu 1 die Gemeinschaftsmarke des Klägers ab dem 1. August 2007 für verfallen erklärt (OLG Düsseldorf, GRUR-RR 2011, 172).
LG Düsseldorf, 14.03.2012 - 2a O 317/11
Wird der Name des Künstlers auf einem Tonträger oder aber - wie hier vergleichbar - bei einer Musikdarbietung genannt, so versteht der Verkehr diese Namensnennung regelmäßig als einen beschreibenden Hinweis auf den Inhalt des Werks, nämlich die Nennung des Interpreten und verbindet damit keine betrieblichen Herkunftsvorstellungen, etwa dahingehend, welches Unternehmen dieses Werk/Bühnenwerk auf den Markt gebracht hat (so auch OLG Düsseldorf, 20 U 48/09, Seite 14 - Zappa; BGH GRUR 2008, 1093, 1095 - Marlene-Dietrich-Bildnis).
Die genannte Vorschrift erfordert zwar zum Rechtserhalt eine ernsthafte Benutzung "in der Gemeinschaft", was aber nur einheitlich für die gesamte europäische Union be­urteilt werden kann, womit eine ernsthafte Benutzung in Deutschland für den Rechtserhalt auch dann ausreicht, wenn die Marke in anderen Teilen der Gemeinschaft nicht benutzt worden sein sollte (vgl. OLG Düsseldorf GRUR-RR 2011, 172 ,173; Knaak, GRUR-Prax 2010, 532).
Angesichts der genannten jährlichen Mindestexportaufkommen kann eine ernsthafte Benutzung in der Gemeinschaft im Sinne von Art. 15 Abs. 1 lit. b GMV bei Benutzung nur in diesem Mitgliedsstaat nicht in Frage gestellt werden (vgl. zur Benutzung gemäß Art. 15 Abs. 1 Satz 1 GMV OLG Hamburg GRUR-RR 2005, 312, 314 - NEWS; OLG Düsseldorf GRUR-RR 2011, 172, 173 - ZAPPA; BPatG 24 W (pat) 35/07 - Stradivari; 30 W (pat) 1/10 - TOLTEC/TOMTEC; Ingerl/Rohnke, MarkenG, 3. Aufl., § 125 b Rdn. 20; vgl. ferner das nach Verkündung dieses Beschlusses erlassene Urteil des EuGH vom 19. Dezember 2012, Az: C-149/11 - OMEL/ONEL).
In quantitativer Hinsicht ist mit diesen für die Bundesrepublik Deutschland, der gemessen am Bruttoinlandsprodukt größten Volkswirtschaft in Europa, glaubhaft gemachten Mindestumsatzzahlen jeweils im vier bis achtstelligen Eurobereich von einer ernsthaften Benutzung für die genannten Waren in der Gemeinschaft auszugehen (vgl. EuGH GRUR 2013, 182 - OMEL/ONEL; OLG Hamburg GRUR-RR 2005, 312, 314 - NEWS; OLG Düsseldorf GRUR-RR 2011, 172, 173 - ZAPPA; BPatG 24 W (pat) 35/07 - Stradivari; 30 W (pat) 1/10 - TOLTEC/TOMTEC; Ingerl/Rohnke, MarkenG, 3. Aufl., § 125b Rn. 20).