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Timestamp: 2019-02-19 06:25:50
Document Index: 230153629

Matched Legal Cases: ['§ 22', '§ 22', '§ 22', 'Art 6', '§ 16', '§ 44', '§ 44', '§ 7', '§ 31', '§ 28', 'Art. 101']

Rechtsprechungsticker von Tacheles KW 12/2014 | Rechtsanwalt König in Göttingen für Strafrecht Arbeitsrecht Sozialrecht Ausländerrecht Rechtsanwalt in Göttingen für Strafrecht Arbeitsrecht Sozialrecht Ausländerrecht
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1.1 Bayerisches Landessozialgericht, Urteil vom 22.01.2014 – L 7 AS 642/12 – Die Revision wird zugelassen
1.2 LSG NRW, Beschluss vom 04.03.2014 – L 19 AS 2157/13 B – Beschwerde zum BSG wird zugelassen.
Für Streitigkeiten über ein Hausverbot, das für die Räume eines JC gegenüber einem SGB II-Leistungsberechtigte(r) erlassen wird, ist der Verwaltungs- und nicht der Sozialrechtsweg eröffnet (a.A. BSG Beschluss vom 01.04.09 – B 14 SF 1/08 R -).
Anmerkung: ebenso OVG Bremen, Beschluss vom 25.03.2013 – 1 B 33/13 und OVG Hamburg, Beschluss vom 17.10.2013, 3 So 119/13, LSG Hamburg, Beschlüsse vom 08.07.2013 – L 4 AS 214/13 B und 31.07.2012 – L 4 AS 246/12 B ER, anhängig beim BSG unter dem Az. B 14 SF 1/13 R und B 14 SF 3/13 R.
1.3 Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 24.02.2014 – L 19 AS 36/14 B ER – und – L 19 AS 37/14 B – rechtskräftig
Ablehnung der Übernahme der Unterkunftskosten nach § 22 Abs. 5 SGB II – Drogenkonsum
1.4 Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 11.03.2014 – L 2 AS 276/14 B ER – rechtskräftig
Gerechtfertigt ist eine Schuldenübernahme nur dann, wenn die Kosten der zu sichernden Unterkunft in den Angemessenheitsgrenzen des § 22 Abs. 1 SGB II liegen. Der mit der Schuldenübernahme bezweckte langfristige Erhalt der Wohnung kann nur dann gerechtfertigt sein , wenn die (künftigen) laufenden Kosten dem entsprechen, was weiterhin vom Träger der Grundsicherung als angemessene Kosten der Unterkunft zu übernehmen ist (vgl. BSG, Urteil vom 17.06.2010 – B 14 AS 58/09 R, zur wortgleichen Vorgängerregelung des § 22 Abs. 5 a.F. ).
Das Konzept der Stadt " Bonn " ist schlüssig. Nicht gefolgt wird der Entscheidung des Sozialgerichts Mainz vom 08.06.2012 (S 17 AS 1452/09), nach der die vom Bedürftigen zu zahlende Miete immer angemessen und daher vom Jobcenter zu übernehmen ist. Es handelt sich dabei ersichtlich um eine Einzelentscheidung, die auch vom BSG nicht geteilt wird (vgl. z.B BSG, Urteil vom 16.04.2013 – B 14 AS 28/12 R; BSG, Urteil vom 10.09.2013 – B 4 AS 4/13 R).
1.5 Landessozialgericht Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 16.12.2013 – L 5 AS 723/13 B ER – rechtskräftig
1.6 Landessozialgericht Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 20.02.2014 – L 4 AS 935/12 NZB – rechtskräftig
Kein Mehrbedarfsanspruch für Ernährung bei schubweiser Gicht und Rheumatismus – Empfehlungen des Deutschen Vereins als Orientierungshilfe
Die Empfehlungen des Deutschen Vereins können als Orientierungshilfe herangezogen werden (BSG, Urteil vom 14. Februar 2013 – B 14 AS 48/12 R). Hiernach solle bei einer Gichterkrankung eine Vollkost erfolgen, die sich aus dem Regelsatz des SGB II bestreiten lässt.
Anmerkung: ebenso im Ergebnis zum SGB XII: Bayerisches Landessozialgericht, Urteil vom 29.08.2013 – L 8 SO 157/10; zum SGB II: LSG Bayern, Urteil vom 05.12.2012 – L 16 AS 483/12 und LSG NRW, Urteil vom 30.03.2009 – L 20 AS 44/08 -.
1.7 Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen, Urteil vom 19.12.2013 – L 7 AS 1470/12 – Die Revision wurde zugelassen
(Arbeitslosengeld II – Mehrbedarf – unabweisbarer laufender besonderer Bedarf – Kosten der Wahrnehmung des Umgangsrechts der Großeltern mit ihrem Enkelkind – kein atypischer Bedarf – kein subjektives Recht der Großeltern aus Art 6 Abs. 1 GG)
Anmerkung: ebenso im Ergebnis Sozialgericht Karlsruhe, Urteil vom 23.09.2013 – S 11 AS 2299/13
1.8 Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen, Urteil vom 22.01.2014 – L 13 AS 190/12
Die Vorschrift des § 16 Abs. 2 Satz 2 SGB I greift auch dann ein, wenn ein Antrag eines hilfebedürftigen Antragstellers nicht bei einer unzuständigen Stelle, sondern bei einem Träger der Grundsicherung nach dem SGB II eingegangen ist, der entweder für die Bewilligung der Leistung auf der Grundlage des § 44a Abs. 1 Satz 7 SGB II – bzw. § 44a Abs. 1 Satz 3 in der bis zum 31. Dezember 2010 geltenden Fassung – zuständig ist oder der sich jedenfalls nach dem zum Antrags- und Entscheidungszeitpunkt bestehenden Erkenntnisstand ohne Vorliegen eines Sorgfaltspflichtverstoßes für leistungszuständig gehalten hat, der aber aufgrund des Umstandes, dass sich später die Erwerbsunfähigkeit des Antragstellers herausstellt, materiell für den Antragsteller tatsächlich nicht leistungszuständig war.
1.9 Hessisches Landessozialgericht, Urteil vom 27.11.2013 – L 6 AS 726/12 – Die Revision wird zugelassen
Grundsicherung für Arbeitsuchende – Leistungsausschluss für Ausländer bei Aufenthalt zur Arbeitsuche – Unionsbürger – Nichtanwendung bei Fehlen eines materiellen Aufenthaltsrechts
2.1 Sozialgericht Dresden, Urteil vom 27.01.2014 – S 7 AS 2328/13 – Die Berufung wird zugelassen.
2.2 SG Dresden, Urteil vom 18.02.2014 – S 38 AS 3442/13 – Gegen das Urteil hat das SG Dresden die Berufung zum LSG Chemnitz zugelassen.
2.3 Sozialgericht Dresden, Beschluss vom 21.02.2014 – S 28 AS 567/14 ER
LSG NRW, Beschl. v. 10.02.2014 – L 19 AS 54/14 B ER
III. Der Praxistipp (von RAin Corinna Unger, Gera in Infobrief SGB II – Kurzmitteilungen für Praktiker 03/2014)
Hieran fehlt es in den meisten Fällen allerdings, sodass es sinnvoll sein kann, ein Eilverfahren einzuleiten (s. hierzu auch LSG BB, Beschl. v. 27.9.2013 – L 28 AS 2330/13 B ER).
2.4 Sozialgericht Magdeburg vom 11.03.2014 – S 21 AS 2801/09
2.5 SG Aachen, Urteil vom 18.02.2014 – S 14 AS 921/13
Anmerkung: Vgl. BSG, Urteil vom 22.08.2013 – B 14 AS 1/13 R, Rz. 36: Zwar können bei einer vorläufigen Bewilligung künftige Einnahmen geschätzt werden; in erster Linie muss die vorläufige Bewilligung aber die aktuellen und unabweisbaren existenzsichernden Bedarfe des Leistungsberechtigten decken.
2.6 SG Ulm, Urteil vom 05.03.2014 – S 4 AS 1764/13
Voraussetzung für das Vorliegen einer Verantwortungs- und Einstandsgemeinschaft nach § 7 Abs. 3 SGB ll ist, dass Partner in einer gemeinsamen Wohnung zusammenleben (dazu ausführlich BSG, Urteil vom 23.08.2012 – B 4 AS 34/12 ).
2.7 Sozialgericht Karlsruhe, Beschluss vom 25.02.2014 – S 4 AS 1/14 ER
Aufrechnung bei mehreren Darlehen – Dem Antragsteller geht es darum, die monatliche Belastung durch das Vorhandensein mehrerer Aufrechnungen zu senken – Es ist auch unterhalb der wohl bei 30 % zu ziehenden Höchstgrenze für dauerhafte monatliche Kürzungen der Grundsicherung eine Prüfung der einzelnen Kürzungen vorzunehmen, da beispielsweise Darlehensaufrechnungen nach dem Gesetz insgesamt nur maximal in Höhe von 10 % zu einer Kürzung des Regelbedarfs führen können
2.8 SG Lüneburg, Urteil vom 13.11.2013 – S 37 AS 844/10
Sanktion rechtswidrig – Zugang der Bewerbung beim Arbeitgeber
Insbesondere ist keine konkludente Weigerung aus den Umständen abzuleiten, da ein misslungener Zugang auf unterschiedlichen Ursachen beruhen kann, die auch außerhalb des Einflussbereichs des Absenders liegen können. Der Zugangsnachweis eines postalisch versandten Schriftstücks kann i. d. R. nur geführt werden, wenn die Zustellung – relativ kostenintensiv – mit Einschreiben/Rückschein erfolgt. Dies wurde jedoch von den Beteiligten bei Bewerbungen üblicherweise so nicht praktiziert.
Eine Verlagerung der Beweislast auf den Leistungsbezieher ist gesetzlich ausdrücklich nur für den Fall normiert, in denen eine Weigerung bereits positiv festgestellt ist, der Leistungsbezieher jedoch einen wichtigen Grund für sein Verhalten nicht darlegen und nachweisen kann (§ 31 Abs. 1 S. 2 SGB II). Da es sich bei der Verhängung einer Sanktion um einen Eingriff in eine geschützte Rechtsposition im Rahmen der existenziellen Grundsicherung handelt, ist keine rechtliche Grundlage zuerkennen, um eine entsprechende Umkehr der Beweislast auch auf das Tatbestandsmerkmal der Weigerung zu erstrecken, zumal der Antragsteller – ohne dass die Kosten für ein Einschreiben mit Rückschein vom Jobcenter übernommen würden – in einen Beweisnotstand hinsichtlich des Zugangs der Bewerbung geraten würde.
Anmerkung: vgl. zum Begriff der "Weigerung" – Bayerisches Landessozialgericht, Urteil vom 06.02.2014 – L 11 AS 535/12
2.9 Sozialgericht Lüneburg, Beschluss vom 12.12.2013 – S 37 AS 447/13 ER
Anmerkung: Vgl. zur vorläufigen Bewilligung von Leistungen für den Erwerb eines gebrauchten Kraftfahrzeuges (Kfz) aus dem Vermittlungsbudget – Sächsisches Landessozialgericht, Beschluss vom 27.01.2014 – L 7 AS 1807/13 B ER
3.1 Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 16.01.2014 – L 9 SO 469/13 WA – Die Revision wird zugelassen.
Zur Verfassungsmäßigkeit der Regelbedarfsstufe 3 – Der Gesetzgeber hat bei der Schaffung der Regelbedarfsstufe 3 seine verfassungsrechtlichen Pflichten zu transparenten Begründung nicht verletzt
Der Senat hält die Annahme einer Verwerfungskompetenz der Sozialgerichte in Bezug auf die Regelbedarfsstufen der Anlage zu § 28 SGB XII (so aber SG Detmold, Urt. v. 23.05.2013 – S 16 SO 27/13 -) auch für einen Verstoß gegen Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG, den – nach Erschöpfung des Rechtswegs – auch Sozialhilfeträger mit der Verfassungsbeschwerde geltend machen könnten.
Anmerkung: kritisch zu Einführung der Regelbedarfsstufe 3 LSG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 6.2.2012 – L 20 SO 527/11 B
3.2 Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 16.01.2014 – L 9 SO 40/13
Anmerkung: Anderer Auffassung SG Detmold, Urt. v. 23.05.2013 – S 16 SO 27/13, Revision anhängig unter B 8 SO 14/13 R
4.1 Sozialgericht Duisburg, Urteil vom 16.01.2014 – S 52 SO 504/12 – Berufung anhängig beim LSG NRW unter dem Az. L 20 SO 59/14
Bedarfserhöhende Mitberücksichtigung von Kosten der Unterkunft und Heizung – Kopfteilmethode
Lebt eine hilfebedürftige Person mit nicht hilfebedürftigen Verwandten oder verschwägerten Personen in einer Haushaltsgemeinschaft, setzt die Bewilligung von Leistungen für Unterkunft und Heizung tatsächliche Aufwendungen des Hilfebedürftigen ( HB) voraus (Leitsatz Bundessozialgericht, Urteil vom 14.04.2011, Aktenzeichen B 8 SO 18/09 R). Die von der HB begehrte, fortgesetzte Anwendung der Kopfteilmethode ist vorliegend nicht zu rechtfertigen: denn ihre Mutter ist nicht selbst hilfebedürftig im Sinne des SGB II bzw. SGB XII und rechtlich verpflichtende bzw. rechtlich zu vertretene, eigene Kosten für Unterkunft und Heizung fallen für die Klägerin schlichtweg nicht an (vgl. Bundessozialgericht, Urteil vom 14.04.2011 – B 8 SO 18/09 R ).
4.2 Sozialgericht Halle (Saale), Beschluss vom 06.03.2014 – S 24 SO 223/13 ER
5.1 Landessozialgericht Baden-Württemberg, Urteil vom 28.02.2014 – L 8 AL 1515/13
11. Armutseinwanderung – Arbeitslose EU-Bürger sollen nach drei Monaten gehen
Weiter: Armutseinwanderung: Arbeitslose EU-Bürger sollen nach drei Monaten gehen – Aktuell – FAZ: http://www.faz.net/aktuell/armutseinwanderung-arbeitslose-eu-buerger-sollen-nach-drei-monaten-gehen-12858074.html