Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OLG%20Karlsruhe&Datum=14.03.2017&Aktenzeichen=17%20U%2052/16
Timestamp: 2020-04-09 11:15:13
Document Index: 4821712

Matched Legal Cases: ['§ 280', '§ 355', '§ 357', '§ 357', '§ 346', 'BGH']

OLG Karlsruhe, 14.03.2017 - 17 U 52/16 - dejure.org
https://dejure.org/2017,6802
OLG Karlsruhe, 14.03.2017 - 17 U 52/16 (https://dejure.org/2017,6802)
OLG Karlsruhe, Entscheidung vom 14.03.2017 - 17 U 52/16 (https://dejure.org/2017,6802)
OLG Karlsruhe, Entscheidung vom 14. März 2017 - 17 U 52/16 (https://dejure.org/2017,6802)
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§ 280 Abs. 1 BGB; § 355 a.F. BGB; § 357 Abs. 4 BGB
Widerruf eines Verbraucherdarlehensvertrags: Erstattung vorgerichtlicher Rechtsanwaltskosten; Pflichtverletzung der darlehensgewährenden Bank bei unterlassener Bestätigung der Wirksamkeit des Widerrufs
Ansprüche des Darlehensnehmers nach Widerruf eines Verbraucherdarlehensvertrages; Anspruch auf vorgerichtlicher Rechtsanwaltskosten
Zum Anspruch auf Erstattung vorgerichtlicher Rechtsanwaltskosten bei Widerruf eines Darlehensvertrags wegen Erteilung einer falschen Widerrufsbelehrung sowie zur Frage, ob die Ablehnung der Bank, die Wirksamkeit des Widerrufs zu bestätigen, Ansprüche gegen die Bank ...
Widerrufsbelehrung; Pflichtverletzung
Ansprüche des Darlehensnehmers nach Widerruf eines Verbraucherdarlehensvertrages
Zum Anspruch auf Erstattung vorgerichtlicher Rechtsanwaltskosten bei Widerruf eines Darlehens mit nicht ordnungsgemäßer Belehrung
LG Karlsruhe, 05.02.2016 - 5 O 130/15
ZIP 2017, 713
MDR 2017, 588
WM 2017, 1364
Insofern durfte die Beklagte ihre Rechtsposition verteidigen, ohne sich schon deswegen der Haftung auszusetzen (vgl. OLG Karlsruhe, Urteil vom 14.03.2017 - 17 U 52/16 -, Rn. 16, juris).
Jedenfalls vor dem Hintergrund der divergierenden Rechtsprechung zu der hier gegenständlichen Widerrufsbelehrung (vgl. nur die o. g. veröffentlichten Urteile der LG Köln, Düsseldorf und Arnsberg) dürfte die Beklagte ihre Rechtsposition verteidigen und den verlangten Forderungsverzicht zurückweisen, ohne sich einem Verschuldensvorwurf auszusetzen (vgl. OLG Karlsruhe, Urt. v. 14.03.2017, Gz. 17 U 52/16, Rn. 16 f.).
Vor der - hier in Frage stehenden - Entstehung von Ansprüchen nach § 357 Abs. 1 S. 1 BGB a. F. in Verbindung mit §§ 346 ff. BGB soll die Widerrufsbelehrung indes nicht schützen (…BGH, a. a. O., Rn. 35 m. w. N.; ebenso im Ergebnis OLG Karlsruhe, Urteil vom 14.03.2017, 17 U 52/16, Rn. 12).
Insofern durfte die Beklagte ihre Rechtsposition verteidigen, ohne sich schon deswegen der Haftung auszusetzen (vgl. OLG Karlsruhe, Urt. v. 14.03.2017 - 17 U 52/16 Rn. 15 ff.).
a) Ein Schadensersatzanspruch wegen Pflichtverletzung kommt nicht in Betracht (Senat, Urteil vom 14. März 2017 - 17 U 52/16 -, juris Rn. 11 ff.).