Source: http://www.kvhh.net/kvhh/pages/index/p/186
Timestamp: 2019-02-21 22:26:40
Document Index: 150857516

Matched Legal Cases: ['§ 101', '§ 58', '§ 62', '§ 95', '§ 101', '§ 23']

Sie befinden sich hier: Ärzte und Psychotherapeuten ♦ Zulassung ♦ Anstellung/ Vertretung
Auch in gesperrten Arztgruppen hat der Vertragsarzt die Möglichkeit, Ärzte anzustellen. Die Anstellung erfolgt unter der Maßgabe der Leistungsbegrenzung (gemäß § 101 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5 SGB V in Verbindung mit den §§ 58 bis §§ 62 Bedarfsplanungs-Richtlinie). Die Anstellung eines Arztes durch einen Vertragsarzt richtet sich nach den Vorgaben der Bedarfsplanungs-Richtlinie und muss vom Zulassungsausschuss für Ärzte genehmigt werden. Welche Unterlagen dem Antrag beizufügen sind, entnehmen Sie bitte dem Antragsformular.
Ein Vertragsarzt, eine Berufsausübungsgemeinschaft oder ein Medizinisches Versorgungszentrum kann auf einer Arztstelle in einem nicht gesperrten Planungsbereich einen Arzt anstellen, ohne einer Leistungsbegrenzung zu unterliegen. Eine Fachgruppenidentität zwischen Vertragsarzt und anzustellendem Arzt ist nicht erforderlich. Die Rechtsgrundlage bildet § 95 Abs. 9 SGB V, wonach auch in einem gesperrten Planungsbereich ist die Anstellung eines Arztes möglich ist.
Der angestellte Arzt gemäß § 101 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5 in Verbindung mit dem 6. Abschnitt § 23 i Bedarfsplanungsrichtlinie wird bei der Ermittlung des Versorgungsgrades im Rahmen der Bedarfsplanung nicht berücksichtigt. Die Qualifikation für einzelne Leistungen des angestellten Arztes ist der Kassenärztlichen Vereinigung nachzuweisen. Werden die Voraussetzungen nicht erfüllt, darf der angestellte Arzt diese Leistungen nicht ausführen. Für die Erfüllung vertragsärztlicher Pflichten durch den angestellten Arzt haftet bei beiden Arten der Anstellung der Vertragsarzt wie für die eigene Tätigkeit.
Erbringen Vertreter Leistungen, für deren Erbringung eine besondere Qualifikation Voraussetzung ist, so hat sich der zu vertretende Vertragsarzt darüber zu vergewissern, dass die Qualifikationsvoraussetzungen in der Person des Vertreters erfüllt sind. Sollte dies nicht der Fall sein, so dürfen die Leistungen, die eine besondere Qualifikation erfordern, nicht erbracht werden.