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Timestamp: 2016-10-26 23:19:59
Document Index: 101732488

Matched Legal Cases: ['Art. 5', 'BGE', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 3', 'Art. 7', 'Art. 3', 'Art. 8', 'Art. 146', 'Art. 147', 'BGE', 'BGE', 'Art. 6', 'Art. 448', 'Art. 6', 'Art. 29', 'Art. 32', 'BGE', 'BGE', 'Art. 9', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 34', 'Art. 34', 'Art. 5', 'Art. 29', 'Art. 6', 'BGE', 'Art. 48', 'Art. 66', 'Art. 64', 'Art. 65', 'Art. 68']

6B_436/2014 � � Urteil vom 2. M�rz 2015
vertreten durch Rechtsanwalt Urs V�geli,
Territorialprinzip; Anspruch auf Konfrontation mit Belastungszeugen; Anklagegrundsatz; Strafzumessung (Betrug, betr�gerischer Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage),
Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau, Strafgericht, 1. Kammer, vom 20. M�rz 2014.
�Das Bezirksgericht Baden stellte das Verfahren gegen X.________ am 27. Januar 2012 wegen Verj�hrung in verschiedenen Anklagepunkten ein und sprach ihn frei von mehreren Vorw�rfen des Betrugs, der Urkundenf�lschung sowie der Veruntreuung. Wegen mehrfachen Betrugs, mehrfacher Veruntreuung und Urkundenf�lschung sowie mehrfachen betr�gerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage verurteilte es ihn zu einer Freiheitsstrafe von 14 Monaten.
�In teilweiser Gutheissung seiner Berufung stellte das Obergericht des Kantons Aargau das Verfahren gegen X.________ am 20. M�rz 2014 in weiteren Anklagepunkten wegen zwischenzeitlicher Verj�hrung ein. Es verurteilte ihn wegen mehrfachen Betrugs, mehrfachen betr�gerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage, Veruntreuung und Urkundenf�lschung zu einer Freiheitsstrafe von 9 Monaten sowie zu einer Geldstrafe von 120 Tagess�tzen zu Fr. 100.--.
�X.________ f�hrt Beschwerde in Strafsachen mit dem Antrag, das Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau vom 20. M�rz 2014 sei aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Er ersucht um unentgeltliche Rechtspflege.
�Obergericht und Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Aargau verzichten auf eine Vernehmlassung.
1.1.�Der Beschwerdef�hrer r�gt eine Verletzung des Territorialprinzips (Beschwerde, S. 3 f.). Er sei in 33 F�llen des mehrfachen betr�gerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage verurteilt worden, obschon sich der Transaktionsort im Ausland befunden habe. Einen Bezug zur Schweiz h�tten die Sachverhalte lediglich insofern, als der Sitz der gesch�digten Kreditkartenunternehmen in der Schweiz liege und die Entreicherung hier stattgefunden habe. Alle �brigen Tatbestandselemente seien hingegen im Ausland erf�llt worden, weshalb Italien als Ort zu gelten habe, wo "der Erfolg des ganzen Delikts" eingetreten sei. Dies sei auch der Ort, wo der Beschwerdef�hrer den Erfolgseintritt gewollt habe. Die vorhandenen Ankn�pfungspunkte zur Schweiz reichten f�r einen relevanten Inlandbezug gem�ss Art. 5 aStGB nicht aus. Die betroffenen Kreditkartenunternehmen seien international t�tige juristische Personen und deshalb nicht als Schweizer zu betrachten. Die Sachlage sei eine andere als in BGE 121 IV 145. Vorliegend rechtfertige es sich, den Schutz von Art. 5 aStGB juristischen Personen nicht zu gew�hren.
1.2.�Dieser Argumentation kann nicht gefolgt werden.
1.2.1.�Nicht Art. 5 aStGB gelangt vorliegend zur Anwendung, sondern die Regelung gem�ss Art. 3 Ziff. 1 i.V.m. Art. 7 Abs. 1 aStGB (der Beschwerdef�hrer beging die betreffenden Delikte im Zeitraum von Dezember 2001 bis August 2002 und damit vor Inkrafttreten des neuen Allgemeinen Teils des Strafgesetzbuches), inhaltlich identisch mit Art. 3 Abs. 1 i.V.m. Art. 8 Abs. 1 StGB. Demnach untersteht dem Schweizerischen Strafgesetz, wer in der Schweiz ein Verbrechen oder Vergehen begeht, und ein solches gilt unter anderem als da begangen, wo der Erfolg eingetreten ist.
�Die in Bezug auf den Betrug nach Art. 146 StGB entwickelte Rechtsprechung zum Begehungs- bzw. Erfolgsort hat auch f�r den betr�gerischen Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage gem�ss Art. 147 StGB zu gelten, zumal sich diese Bestimmung an den Tatbestand des Betruges anlehnt (vgl. Urteil 6B_810/2007 vom 15. Mai 2008 E. 2.3). Bei einem Betrug wird der Ort der sch�digenden Verm�gensverf�gung bzw. der Verm�genssch�digung ebenso als Erfolgsort angesehen wie derjenige, an dem die beabsichtigte Bereicherung eingetreten ist oder h�tte eintreten sollen (BGE 125 IV 177 E. 2a S. 180; 117 Ib 210 E. 3b/cc S. 214; Urteil 6B_127/2013 vom 3. September 2013 E. 4.2.2; je mit Hinweisen). So gilt beispielsweise der Erfolg als in der Schweiz eingetreten, wenn das Opfer der Sch�digung eine Aktiengesellschaft mit Sitz in der Schweiz ist, auch wenn ein Grossteil der deliktischen Handlung im Ausland ver�bt wurde (BGE 124 IV 241 E. 4c).
1.2.2.�Demzufolge liegt keine Verletzung des Territorialprinzips vor. Mit dem Verm�gensschaden der Kreditunternehmen, die ihren Sitz in der Schweiz haben, ist ein Erfolg in der Schweiz eingetreten. Damit gelten die betreffenden Delikte als hier begangen, und der Beschwerdef�hrer untersteht auch diesbez�glich dem Schweizerischen Strafgesetz.
2.1.�Der Beschwerdef�hrer r�gt eine Verletzung von Art. 6 EMRK (Beschwerde, S. 7 ff.). Er sei gest�tzt auf die Aussagen seines Mitbeschuldigten sowie zweier weiterer Personen verurteilt worden, wobei nie eine Konfrontationseinvernahme stattgefunden habe, an der ihm die Teilnahmerechte gew�hrt worden w�ren.
2.2.�Die fraglichen Einvernahmen fanden noch unter der Geltung des kantonalen Strafprozessrechts statt. Nach den massgebenden �bergangsbestimmungen behalten sie ihre G�ltigkeit, auch wenn sie den Anforderungen der Strafprozessordnung nicht gen�gen sollten (Art. 448 Abs. 2 StPO), soweit sie im Einklang mit BV und EMRK stehen (vgl. Urteil 6B_89/2014 vom 1. Mai 2014 E. 1.2 mit Hinweisen).
2.3.�Der in Art. 6 Ziff. 3 lit. d EMRK garantierte Anspruch des Beschuldigten, den Belastungszeugen Fragen zu stellen, ist ein besonderer Aspekt des Rechts auf ein faires Verfahren. Eine belastende Zeugenaussage ist grunds�tzlich nur verwertbar, wenn der Beschuldigte wenigstens einmal w�hrend des Verfahrens angemessene und hinreichende Gelegenheit hatte, das Zeugnis in Zweifel zu ziehen und Fragen an den Belastungszeugen zu stellen. Dieser Anspruch wird als Konkretisierung des rechtlichen Geh�rs (Art. 29 Abs. 2 BV) auch durch Art. 32 Abs. 2 BV gew�hrleistet (vgl. BGE 133 I 33 E. 2.2 S. 37; 131 I 476 E. 2.2 S. 480; Urteil 6B_529/2014 vom 10. Dezember 2014 E. 4.2.1, zur Publikation vorgesehen; je mit Hinweisen).
�Der Beschuldigte hat den Antrag auf Befragung eines Zeugen den Beh�rden rechtzeitig und formgerecht einzureichen. Stellt er seinen Beweisantrag nicht rechtzeitig, kann er den Strafverfolgungsbeh�rden nachtr�glich nicht vorwerfen, sie h�tten durch Verweigerung der Konfrontation oder erg�nzender Fragen an Belastungszeugen seinen Grundrechtsanspruch verletzt (BGE 131 I 476 E. 2.1; 125 I 127 E. 6c/bb mit Hinweisen).
2.4.�Der Beschwerdef�hrer hat nie einen Antrag auf Konfrontation mit den Belastungszeugen gestellt, obschon die Gelegenheit dazu bestanden h�tte. Stattdessen beschr�nkte er sich schon vor Vorinstanz ausschliesslich darauf, die Unverwertbarkeit der Einvernahmen geltend zu machen, was er im �brigen selbst ausdr�cklich best�tigt (vgl. Beschwerde, S. 9). Unter diesen Umst�nden kann er nun nicht den Strafverfolgungsbeh�rden vorwerfen, sie h�tten seinen Grundrechtsanspruch auf Konfrontation mit dem Belastungszeugen verletzt.
3.1.�In Bezug auf den Vorwurf des mehrfachen Betrugs bzw. mehrfachen betr�gerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage macht der Beschwerdef�hrer eine Verletzung des Anklagegrundsatzes geltend (Beschwerde, S. 5 ff.). Die Anklagebeh�rde habe es unterlassen darzutun, in welchen F�llen Waren und Dienstleistungen mittels online-Anwendung der Kreditkarten bezogen und in welchen diese offline eingesetzt worden seien. Infolgedessen sei der Anklageschrift nicht zu entnehmen, in welchen der 456 F�lle dem Beschwerdef�hrer Betrug oder aber betr�gerischer Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage vorgeworfen werde. Die Vorinstanz vertrete die Meinung, es sei eine Alternativklage erhoben worden. Dabei verkenne sie, dass eine solche nur zul�ssig sei, wenn f�r die Staatsanwaltschaft aufgrund der gegebenen Beweislage zwar feststehe, dass eine von zwei gleichwertigen Versionen zutreffe, indessen trotz Aussch�pfung aller Erkenntnisgrundlagen offengeblieben sei, welche die richtige sei. Diese Voraussetzungen seien im konkreten Fall nicht erf�llt. Es w�re ein leichtes gewesen abzukl�ren, bei welchen Bez�gen die Kreditkarten offline oder online eingesetzt worden seien. Dass dies nicht getan worden sei, k�nne nun nicht durch Anhebung einer Alternativanklage korrigiert werden. Vielmehr h�tte jeder einzelne Fall einem konkreten Straftatbestand zugeordnet werden m�ssen. Er habe ein Recht zu wissen, in welchen F�llen Betrug und in welchen ein betr�gerischer Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage vorliege.
3.2.�Nach dem Anklagegrundsatz (Art. 9 Abs. 1 StPO) bestimmt die Anklageschrift den Gegenstand des Gerichtsverfahrens (Umgrenzungsfunktion). Die Anklage hat die der beschuldigten Person zur Last gelegten Delikte in ihrem Sachverhalt so pr�zise zu umschreiben, dass die Vorw�rfe in objektiver und subjektiver Hinsicht gen�gend konkretisiert sind. Zugleich bezweckt das Anklageprinzip den Schutz der Verteidigungsrechte der beschuldigten Person und garantiert den Anspruch auf rechtliches Geh�r (Informationsfunktion; BGE 133 IV 235 E. 6.2 f.; Urteil 6B_130/2012 vom 22. Oktober 2012 E. 6.2, nicht publ. in: BGE 138 IV 209; je mit Hinweisen). Die Anklageschrift ist nicht Selbstzweck, sondern Mittel zum Zweck der Umgrenzung des Prozessgegenstandes und der Information der beschuldigten Person, damit diese die M�glichkeit hat, sich zu verteidigen (Urteil 6B_676/2013 vom 28. April 2014 E. 3.5.3).
3.3.�Laut Anklageschrift bezog der Beschwerdef�hrer zusammen mit seinem Mitt�ter im Zeitraum vom 1. Dezember 2001 bis ca. 19. August 2002 mit mindestens 37 illegal "geskimmten" Kreditkarten Waren und Dienstleistungen im Wert von insgesamt Fr. 267'297.05 (die jeweiligen Begehungsorte und Gesch�digten werden im Anhang zur Anklageschrift detailliert aufgelistet). Die konkrete Vorgehensweise sei davon abh�ngig gewesen, wie die Karten von den einzelnen Gesch�ften als Vertragspartner der jeweiligen Kreditkartenfirmen eingesetzt worden seien. Bei der "online-Anwendung" der gef�lschten Kreditkarten seien diese �ber einen Terminal eingelesen worden, der mit einem Zentralrechner verbunden gewesen sei. Der Beschwerdef�hrer und sein Mitt�ter h�tten in diesen F�llen die OK-Taste bet�tigten und zus�tzlich einen Beleg unterschreiben m�ssen. Bei der "offline-Anwendung" h�tten die betreffenden Gesch�fte ein sogenanntes "Ritsch-Ratsch-Ger�t" eingesetzt, wobei die beiden Mitt�ter auch hier einen Zahlungsbeleg h�tten unterzeichnen m�ssen. In den F�llen einer "online-Anwendung" sei der Tatbestand des mehrfachen betr�gerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage erf�llt worden, in denjenigen einer "offline-Anwendung" jener des mehrfachen Betrugs.
3.4.�Entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers liegt keine Verletzung des Anklagegrundsatzes vor. Die Anklageschrift schildert die beiden ihm vorgeworfenen Handlungsmuster klar und nachvollziehbar. Zwar umschreibt sie nicht die konkrete Vorgehensweise in jedem einzelnen Fall, doch verletzt dies allein das Anklageprinzip noch nicht. Bezieht man nebst den allgemeinen Ausf�hrungen auch die angef�gte Aufz�hlung der einzelnen Bez�ge mit ein (versehen mit Detailangaben wie Ort, Gesch�digte und genaue Deliktssumme), so ist mit hinreichender Klarheit zu erkennen, was Gegenstand der Anklage bildet. Die dem Beschwerdef�hrer in diesem Anklagepunkt vorgeworfenen Taten beschr�nken sich auf lediglich zwei zwar unterschiedliche, jedoch nicht wesentlich voneinander abweichende Handlungsmuster, die �bersichtlich und leicht verst�ndlich erkl�rt werden. Damit war es ihm ohne Weiteres m�glich, eine Verteidigungsstrategie hinsichtlich beider Tatvarianten zu entwickeln. Unter diesen Umst�nden ist nicht ersichtlich, dass und inwiefern ihm eine wirksame Verteidigung nicht m�glich gewesen sein soll. Entsprechendes macht der Beschwerdef�hrer auch nicht geltend. Die Anklageschrift bzw. Zusatzanklage vom 30. April 2010 verletzt den Anklagegrundsatz nicht.
3.5.�Die R�ge des Beschwerdef�hrers erweist sich in anderer Hinsicht als begr�ndet. Zu Recht macht er geltend, er habe einen Anspruch darauf zu wissen, in welchen F�llen er wegen Betrugs und in welchen er wegen betr�gerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage verurteilt werde.
�Wenn die Anhebung einer Alternativanklage zul�ssig ist, bedeutet dies nicht, dass das urteilende Gericht ebenfalls offenlassen kann, welchen Tatbestand es als erf�llt erachtet. Selbst wenn der Unrechtsgehalt der in Frage kommenden Strafnormen identisch ist, obliegt es dem Gericht, in jedem einzelnen Anklagepunkt die Beweise zu w�rdigen und den jeweiligen Sachverhalt verbindlich festzustellen, sodass er anschliessend unter den einen oder anderen Tatbestand subsumiert werden kann. Die Beschwerde ist in diesem Punkt gutzuheissen.
4.1.�Der Beschwerdef�hrer wendet sich gegen die Strafzumessung.
4.2.�Das Bundesgericht hat die Grunds�tze der Strafzumessung wiederholt dargelegt. Darauf kann verwiesen werden (vgl. BGE 136 IV 55 E. 5.4 ff. mit Hinweisen). Das Sachgericht verf�gt auf dem Gebiet der Strafzumessung �ber einen Ermessensspielraum. Das Bundesgericht greift nur ein, wenn die Vorinstanz den gesetzlichen Strafrahmen �ber- oder unterschritten hat, wenn sie von rechtlich nicht massgebenden Kriterien ausgegangen ist oder wesentliche Gesichtspunkte ausser Acht gelassen bzw. durch �berschreitung oder Missbrauch ihres Ermessens falsch gewichtet hat (BGE 136 IV 55 E. 5.6 S. 61; 135 IV 130 E. 5.3.1; 134 IV 17 E. 2.1; je mit Hinweisen).
4.3.1.�Zun�chst kritisiert der Beschwerdef�hrer, die Vorinstanz werte zu Unrecht straferh�hend, dass er keine Reue zeigte. Einsicht und Reue w�rden sich, soweit vorhanden, strafmindernd auswirken. Ihr Fehlen d�rfe aber nicht straferh�hend gewertet werden (Beschwerde, S. 12 f.).
4.3.2.�Gem�ss bundesgerichtlicher Rechtsprechung darf das Fehlen von Einsicht und Reue durchaus straferh�hend gewertet werden (BGE 113 IV 56 E. 4c). Diese Praxis wurde unter der Geltung des neuen Rechts weitergef�hrt (vgl. Urteil 6B_694/2012 vom 27. Juni 2013 E. 2.3.4 mit Hinweisen). Dass die Vorinstanz die fehlende Reue des Beschwerdef�hrers straferh�hend wertet, ist bundesrechtskonform.
4.4.1.�Der Beschwerdef�hrer macht weiter geltend, die Vorinstanz habe bei der Berechnung der Tagessatzh�he auf seine Angaben anl�sslich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung vom 23. Januar 2012 abgestellt, wonach er mit einem 50%-Pensum monatlich Fr. 2'200.-- verdiente. Gem�ss Art. 34 Abs. 2 StGB bemesse sich der Tagessatz einer Geldstrafe allerdings nach den pers�nlichen und wirtschaftlichen Verh�ltnissen des T�ters im Zeitpunkt des Urteils. Aktuell erziele er mit Fr. 3'600.-- f�r ein 100%-Pensum ein deutlich geringeres Einkommen als von der Vorinstanz angenommen (Beschwerde, S. 13 f.).
4.4.2.�Der Einwand des Beschwerdef�hrers ist zutreffend. Die Vorinstanz h�tte den Tagessatz der Geldstrafe nach seinen derzeitigen pers�nlichen und wirtschaftlichen Verh�ltnissen bemessen m�ssen. Art. 34 Abs. 2 StGB besagt, dass das Gericht die wirtschaftliche Leistungsf�higkeit m�glichst aktuell und genau zu ermitteln hat. Nachdem die Vorinstanz dies unterlassen hat, erweist sich ihre Tagessatzberechnung gest�tzt auf veraltete Daten als bundesrechtswidrig.
4.5.1.�Schliesslich bringt der Beschwerdef�hrer vor, die Vorinstanz ber�cksichtige die Verletzung des Beschleunigungsgebots mit einer Strafreduktion von einem Drittel nur ungen�gend (Beschwerde, S. 12). Sie stelle f�r die Berechnung der Verfahrensdauer auf die Mitteilung der Verfahrenser�ffnung am 23. Februar 2007 ab. Es treffe zwar zu, dass dies der Zeitpunkt sei, in dem die massgebliche Zeitspanne in der Regel zu laufen beginne. Vorliegend sei aber zu ber�cksichtigen, dass in Bezug auf die Kreditkartendelikte bereits im August 2002 erste Einvernahmen des Beschwerdef�hrers und seines Mitbeschuldigten stattgefunden h�tten, anl�sslich welcher die beiden darauf aufmerksam gemacht worden seien, dass sie wegen des Verdachts des Betrugs, der Urkundenf�lschung und des betr�gerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage festgenommen worden seien. Damit habe der Beschwerdef�hrer schon ab diesem Zeitpunkt Kenntnis von der Anhebung einer Strafuntersuchung gegen ihn gehabt.
4.5.2.�Das Beschleunigungsgebot (Art. 5 StPO, Art. 29 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK) verpflichtet die Beh�rden, das Strafverfahren voranzutreiben, um den Beschuldigten nicht unn�tig �ber die gegen ihn erhobenen Vorw�rfe im Ungewissen zu lassen (BGE 133 IV 158 E. 8; 130 IV 54 E. 3.3.1; je mit Hinweis).
4.5.3.�Der Einwand des Beschwerdef�hrers erweist sich als zutreffend. Bereits bei seiner ersten polizeilichen Einvernahme im August 2002 erfuhr er vom gegen ihn bestehenden Tatverdacht und stand somit schon seit damals unter dem Eindruck einer gegen ihn laufenden Strafuntersuchung. Dass die Strafverfolgungsbeh�rden erst Jahre sp�ter formell ein Verfahren gegen ihn er�ffneten, darf ihm nicht zum Nachteil gereichen. Der Zeitpunkt der formellen Verfahrenser�ffnung bzw. ihrer Mitteilung kann deshalb im vorliegenden Fall nicht entscheidend sein f�r die Berechnung der Verfahrensdauer und die Beurteilung, ob bzw. in welchem Umfang der Beschleunigungsgrundsatz verletzt wurde.
�Indem die Vorinstanz die Verfahrensdauer erst ab der formellen Verfahrenser�ffnung berechnet, ber�cksichtigt sie nicht, dass der Beschwerdef�hrer sich bereits seit wesentlich l�ngerer Zeit im Ungewissen �ber den gegen ihn gerichteten Tatverdacht befand. Damit l�sst sie einen wesentlichen Aspekt ausser Acht.
5.1.�Die Beschwerde ist teilweise gutzuheissen. Das Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau vom 20. M�rz 2014 ist aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
�Diese wird hinsichtlich der Schuldspr�che wegen mehrfachen Betrugs und mehrfachen betr�gerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage im Einzelfall festzulegen haben, welcher der beiden Straftatbest�nde jeweils erf�llt ist. Weiter wird sie �berpr�fen m�ssen, ob eine Strafminderung von 30 Prozent infolge Verletzung des Beschleunigungsgebots nach wie vor angemessen erscheint, wenn die Verfahrensdauer nun l�nger ausf�llt als von ihr angenommen. Bei dieser Gelegenheit wird sie auch ihre Argumentation hinsichtlich des Strafmilderungsgrundes nach Art. 48 lit. e StGB zu �berdenken und die diesbez�glichen Ausf�hrungen des Beschwerdef�hrers miteinzubeziehen haben (vgl. Beschwerde, S. 10 f.). Schliesslich wird sie die Tagessatzh�he der Geldstrafe gest�tzt auf die aktuellen wirtschaftlichen Verh�ltnisse des Beschwerdef�hrers neu berechnen m�ssen.
5.2.�Der Beschwerdef�hrer wird im Umfang seines Unterliegens kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG). Sein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist infolge Aussichtslosigkeit der entsprechenden Rechtsbegehren abzuweisen (Art. 64 Abs. 1 BGG). Bei der Festsetzung der Gerichtskosten ist seiner finanziellen Lage Rechnung zu tragen (Art. 65 Abs. 2 BGG).
�Im Umfang seines Obsiegens ist dem Beschwerdef�hrer vom Kanton Aargau f�r das bundesgerichtliche Verfahren eine angemessene Parteientsch�digung auszurichten (Art. 68 Abs. 2 BGG). Sein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird in diesem Umfang gegenstandslos. Die Entsch�digung ist praxisgem�ss seinem Rechtsvertreter zuzusprechen.
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und im �brigen abgewiesen. Das Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau vom 20. M�rz 2014 wird aufgehoben und die Sache zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckgewiesen.
Der Kanton Aargau hat dem Rechtsvertreter des Beschwerdef�hrers, Rechtsanwalt Urs V�geli, f�r das bundesgerichtliche Verfahren eine Parteientsch�digung von Fr. 1'500.-- auszurichten.