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Timestamp: 2019-07-23 22:56:19
Document Index: 252356583

Matched Legal Cases: ['§ 2037', '§ 2037', '§ 2037', '§ 2036', '§ 2034', '§ 2035', '§ 2034', '§ 2034', '§ 2037', '§ 2034', '§ 2037', '§ 2034', '§ 2034', '§ 2035', '§ 2035', '§ 2037']

Damrau/Tank, Praxiskommentar Erbrecht, BGB § 2037 Weiterveräußerung des Erbteils | Deutsches Anwalt Office Premium | Recht | Haufe
Damrau/Tank, Praxiskommentar Erbrecht, BGB § 2037 Weiterveräußerung des Erbteils
§ 2037 BGB regelt den Erklärungsempfänger sowie die Haftung des Käufers i.S.v. § 2036 BGB für den Fall der weiteren Übertragung des Erbteils.
Mit "überträgt" ist ausschließlich das dingliche Erfüllungsgeschäft gemeint, so dass es gleichgültig ist, ob das schuldrechtliche Verpflichtungsgeschäft ein Kaufvertrag ist (anders hinsichtlich des Entstehens des Vorkaufsrechts bei § 2034 BGB; siehe hierzu oben § 2035 Rn 2). "Ein anderer" muss ein "Dritter" i.S.v. § 2034 BGB sein (siehe hierzu § 2034 Rn 8), d.h. kein Miterbe, da der Zweck der Norm, Fremde von der Gemeinschaft fernzuhalten beim Erwerb durch einen Miterben nicht berührt wird. § 2037 BGB regelt kein neues Vorkaufsrecht, denn auf § 2034 BGB verweist § 2037 BGB gerade nicht. Vielmehr bleibt es bei dem Vorkaufsrecht des § 2034 BGB und der laufenden Frist gem. § 2034 Abs. 2 S. 1 BGB. Ist das Vorkaufsrecht einmal rechtzeitig und gegenüber dem richtigen Erklärungsempfänger ausgeübt worden, muss es jeder Erwerber gegen sich gelten lassen. Da auf § 2035 BGB verwiesen wird, trifft den weiterverkaufenden Käufer aber die Mitteilungspflicht gem. § 2035 Abs. 2 BGB. Gleichermaßen wird er gem. § 2037 BGB von der Haftung befreit.