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Timestamp: 2016-10-28 06:44:44
Document Index: 159606103

Matched Legal Cases: ['Art. 42', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 99', 'BGE', 'BGE', 'Art. 52', 'Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'Art. 173', 'Art. 173', 'BGE', 'Art. 173', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 42', 'Art. 43', 'Art. 42', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 64', 'Art. 66', 'Art. 65']

6B_70/2012 (25.06.2012)
6B_70/2012
vertreten durch F�rsprecher Oliver Weber,
alle drei vertreten durch Rechtsanwalt Reto Allemann,
Mehrfache �ble Nachrede; rechtliches Geh�r;
X.________ wird unter anderem vorgeworfen, er habe vom 10. April 2008 bis zum 8. Juni 2010 in D.________, E.________ sowie in weiteren Gemeinden wiederholt Flugbl�tter aufgeh�ngt und verbreitet. Darin werfe er den bei den Sozialen Diensten von J.________ t�tigen A.________, B.________ und C.________ vor, sie liessen massive physische sowie psychische Kindsmisshandlungen zu, sie w�rden solche Taten decken und die Personen sch�tzen, die so etwas t�ten, und sie h�tten geduldet, dass seine Tochter habe dabei sein m�ssen, als deren Mutter Sex gehabt habe.
Die Gerichtspr�sidentin 17 des Gerichtskreises VIII Bern-Laupen sprach X.________ am 13. Dezember 2010 der mehrfachen �blen Nachrede, der Widerhandlung gegen ein auf Unterlassung lautendes Urteil (begangen am 8. Juni 2010) und der Beschimpfung schuldig. Vom Vorwurf der Widerhandlung gegen ein auf Unterlassung lautendes Urteil (begangen im September 2009) sprach sie ihn frei. Sie verurteilte X.________ zu einer Geldstrafe von 150 Tagess�tzen zu Fr. 50.--, unter Gew�hrung des bedingten Strafvollzugs f�r 75 Tagess�tze bei einer Probezeit von zwei Jahren, und zu einer Busse von Fr. 500.--. Sie verpflichtete ihn zur Bezahlung des Parteikostenersatzes der Privatkl�gerschaft und auferlegte ihm die Verfahrenskosten.
Auf Appellation von X.________ hin best�tigte das Obergericht des Kantons Bern am 18. August 2011 den erstinstanzlichen Entscheid sowohl im Schuld- als auch im Strafpunkt bzw. hielt dessen Rechtskraft fest.
X.________ f�hrt Beschwerde in Strafsachen. Er beantragt, das Urteil des Obergerichts des Kantons Bern sei aufzuheben, und die Sache sei zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Eventualiter sei er vom Vorwurf der mehrfachen �blen Nachrede freizusprechen und f�r die in Rechtskraft erwachsenen Schuldspr�che zu einer bedingt vollziehbaren Geldstrafe von f�nf Tagess�tzen, bei einer Probezeit von zwei Jahren, und zu einer Busse von Fr. 200.-- zu verurteilen. Zudem sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege zu gew�hren und F�rsprecher Oliver Weber als unentgeltlicher Rechtsvertreter beizuordnen.
1.1 Die Beschwerde ist zu begr�nden (Art. 42 Abs. 1 und 2 sowie Art. 106 Abs. 2 BGG), wobei die Begr�ndung in der Beschwerdeschrift selbst zu erfolgen hat. Soweit der Beschwerdef�hrer auf seine kantonalen Eingaben verweist (Beschwerde S. 4 2. Abs. und S. 7), ist auf die Beschwerde nicht einzutreten (BGE 133 II 396 E. 3.2; 131 III 384 E. 2.3 mit Hinweis).
1.2 Es ist nicht Aufgabe des Bundesgerichts, Beweise abzunehmen und Tatsachen festzustellen, �ber die sich das kantonale Gericht nicht ausgesprochen hat (Art. 105 Abs. 1 BGG; BGE 136 III 209 E. 6.1 am Ende mit Hinweisen). Neue Tatsachen und Beweismittel d�rfen vor Bundesgericht nur soweit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG). In der Beschwerde ist darzulegen, inwiefern diese Voraussetzungen f�r die Abnahme neuer Beweismittel erf�llt sind (BGE 134 V 223 E. 2.2.1 mit Hinweis). Soweit der Beschwerdef�hrer im bundesgerichtlichen Verfahren neue Behauptungen aufstellt (z.B. die Beschwerdegegner h�tten in den Jahren 2005 und 2006 zahlreiche Gef�hrdungsmeldungen erhalten, Beschwerde S. 6), die Edition neuer Beweismittel beantragt (z.B. Beschwerde S. 5) oder solche einreicht, ist darauf nicht einzutreten.
1.3 Auf die Beschwerde ist weiter nicht einzutreten, soweit sie gegen die Festsetzung des Honorars des amtlichen Verteidigers gerichtet ist (Beschwerde S. 14 ff. Ziff. 4). Wer ein Rechtsmittel einlegen will, muss durch den angefochtenen Entscheid beschwert sein (BGE 103 IV 115 E. 1a). Der Beschwerdef�hrer hat kein eigenes rechtliches Interesse daran, die im angefochtenen Urteil f�r die amtliche Verteidigung festgesetzten Betr�ge f�r das vorinstanzliche Verfahren anzufechten. Eine Gutheissung der Beschwerde in diesem Punkt k�nnte lediglich dazu f�hren, dass sich seine Ersatzpflicht gegen�ber dem Kanton Bern erh�ht (Urteil S. 21 mit Hinweis auf Art. 52 Abs. 2 des Gesetzes �ber das Strafverfahren des Kantons Bern vom 15. M�rz 1995). Insofern ist er nicht zur Beschwerde in Strafsachen legitimiert. Vielmehr h�tte sein amtlicher Verteidiger in eigenem Namen Beschwerde erheben m�ssen (Urteile 6B_586/2010 vom 23. November 2010 E. 5.3; 6B_6/2007 vom 30. Mai 2007 E. 3.1; je mit Hinweisen). Daran �ndert nichts, dass der Beschwerdef�hrer geltend macht, ein derart gek�rztes Honorar f�hre dazu, dass ein Angeschuldigter nicht mehr wirkungsvoll amtlich verteidigt werden k�nne (Beschwerde S. 15 am Ende). Damit legt er nicht dar, dass er tats�chlich ungen�gend verteidigt wurde (siehe Urteile 6B_586/2010 vom 23. November 2010 E. 5.3 Abs. 2; 6B_6/2007 vom 30. Mai 2007 E. 3.3; je mit Hinweis). Dies ist auch nicht ersichtlich.
2.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt in mehrfacher Hinsicht eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Geh�r.
2.2 Gem�ss Art. 29 Abs. 2 BV haben die Parteien Anspruch auf rechtliches Geh�r. Das rechtliche Geh�r dient der Sachaufkl�rung und stellt ein Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheides dar, der in die Rechtsstellung einer Person eingreift. Dazu geh�rt insbesondere deren Recht, sich vor Erlass des in ihre Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zur Sache zu �ussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen und mit erheblichen Beweisantr�gen geh�rt zu werden (BGE 132 V 368 E. 3.1 mit Hinweisen).
Der Anspruch auf rechtliches Geh�r wird nicht verletzt, wenn das Gericht auf die Abnahme beantragter Beweismittel verzichtet, weil es sich aufgrund der bereits abgenommenen Beweise seine �berzeugung gebildet hat und ohne Willk�r in antizipierter Beweisw�rdigung annehmen kann, dass seine �berzeugung durch weitere Beweiserhebungen nicht ge�ndert w�rde (BGE 136 I 229 E. 5.3; 131 I 153 E. 3; je mit Hinweisen). Art. 29 Abs. 2 BV r�umt dem Beschwerdef�hrer weder einen Anspruch auf m�ndliche Anh�rung noch das Recht auf Einvernahme von Zeugen ein (BGE 130 II 425 E. 2.1 mit Hinweisen).
2.3 Der Beschwerdef�hrer wendet ein, er habe seiner Appellationsbegr�ndung die "Zeugenberichte" von F.________ und von G.A.________ sowie G.B.________ beigelegt, welche die Vorinstanz zu Unrecht nicht ber�cksichtige (Beschwerde S. 9 f.).
Die Vorinstanz erw�gt, "Zeugenberichte" seien nach dem Strafverfahrensrecht des Kantons Bern keine zul�ssigen Beweismittel. G.A.________ und G.B.________ seien unter Wahrung der Parteirechte schon einvernommen worden und eine schriftliche Meinungs�usserung von F.________ befinde sich bereits in den Akten. Der Beweisantrag des Beschwerdef�hrers sei daher abzuweisen (Urteil S. 4 E. 3; Protokoll vom 18. August 2011, vorinstanzliche Akten S. 464 f.). Dieser setzt sich mit diesen Ausf�hrungen nicht auseinander. Insofern ist auf seine Beschwerde nicht einzutreten.
2.4 Auf die R�ge des Beschwerdef�hrers, im vorinstanzlichen Verfahren seien die Akten seines Ehescheidungsverfahrens zu Unrecht nicht beigezogen worden, ist ebenfalls nicht einzutreten (Beschwerde S. 10 f.). Er zeigt nicht auf, dass die Vorinstanz einen von ihm gestellten Beweisantrag abweist. �berdies setzt er sich nicht mit deren Erw�gung auseinander, die von den Beschwerdegegnern beantragte Edition der Scheidungsakten sei nicht angezeigt, weil diese Akten nichts Neues bringen w�rden (Urteil S. 4; Beschluss der Vorinstanz vom 11. August 2011, vorinstanzliche Akten S. 396 f.).
2.5 Der Beschwerdef�hrer bringt vor, die Vorinstanz behandle seine R�ge nicht, dass die erste Instanz die Zeitspanne vom 10. Juli 2005 bis Dezember 2006 zu Unrecht nicht in das Beweisthema einbezogen habe (Beschwerde S. 8 f.). Ferner setze sie sich nicht mit seinem Vorbringen auseinander, wonach die Gerichtspr�sidentin 17 des Gerichtskreises VIII Bern-Laupen voreingenommen und nicht gewillt gewesen sei, die von ihm eingereichten Beweismittel zu den Akten zu nehmen und zu w�rdigen (Beschwerde S. 9).
Die Vorinstanz begr�ndet ihr Urteil ausf�hrlich und hinreichend, so dass es dem Beschwerdef�hrer m�glich war, den vorinstanzlichen Entscheid sachgerecht anzufechten. Sie ist nicht verpflichtet, sich mit allen Parteistandpunkten einl�sslich auseinanderzusetzen und jedes einzelne seiner Vorbringen ausdr�cklich zu widerlegen, sofern sie die f�r den Entscheid wesentlichen Punkte ber�cksichtigt (vgl. BGE 136 I 184 E. 2.2.1 mit Hinweisen). Insbesondere liegt keine Geh�rsverweigerung vor, wenn sie die unsubstanziierte R�ge des Beschwerdef�hrers, die Gerichtspr�sidentin 17 des Gerichtskreises VIII Bern-Laupen sei voreingenommen, nicht behandelt (Appellationsbegr�ndung, vorinstanzliche Akten S. 428). Die R�ge ist unbegr�ndet.
3.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt eine Verletzung von Art. 173 Ziff. 2 StGB. Die Vorinstanz erachte den Wahrheitsbeweis zu Unrecht als gescheitert. Insbesondere lasse sie den Zeitraum von Juli 2005 bis Dezember 2006 ausser Acht und �berpr�fe die Handlungen der Beschwerdegegner zum Schutz seiner Tochter nicht auf deren Tauglichkeit (Beschwerde S. 5 ff.).
3.2 Betreffend den objektiven und subjektiven Tatbestand der �blen Nachrede (Art. 173 Ziff. 1 StGB) kann auf die zutreffenden Ausf�hrungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urteil S. 11 E. 1 und S. 13 ff. E. 4 f.; erstinstanzliches Urteil S. 20 ff.). Ferner ist die Zulassung des Beschwerdef�hrers zum Entlastungsbeweis nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens (Urteil S. 14 E. 5).
3.3.1 Die Vorinstanz h�lt fest, es sei unbestritten, dass es zwischen den Eheleuten X.________ zu Konflikten gekommen sei, bei denen auch Dritte h�tten eingreifen m�ssen. Ihre Tochter H.________ sei zwangsl�ufig mitbetroffen gewesen. Die Vorinstanz w�rdigt die Beweismittel ausf�hrlich und weist auf die erstinstanzlichen Erw�gungen hin. Sie h�lt fest, die Aussagen der Beschwerdegegner seien stimmig und konstant. Die Schilderungen seien realistisch, nachvollziehbar und glaubhaft. Die Beschwerdegegner h�tten ausgesagt, sie h�tten die ihnen gegen�ber ge�usserten Vorw�rfe und die Gef�hrdungsmeldungen ernst genommen und gehandelt. Anhand der Akten der Sozialen Dienste stellt die Vorinstanz fest, dass Besprechungen, Beratungen, Anh�rungen und Sitzungen stattgefunden h�tten. Es seien Informationen eingeholt, Gespr�che mit dem neuen Partner der damaligen Ehefrau des Beschwerdef�hrers gef�hrt und Abkl�rungen vorgenommen worden. Sodann sei eine Beistandschaft errichtet und Ende 2006 sei der Erziehungsberatung ein Gutachten in Auftrag gegeben worden. Im Nachtrag zum Gutachten sei festgehalten, es m�sse schnell eine Ver�nderung der Schlafsituation angestrebt werden, falls H.________ im gleichen Bett wie die Erwachsenen schlafe. Zu diesem Zeitpunkt h�tten sie aber nicht mehr in der Notwohnung gelebt. Gem�ss dem zweiten Gutachten vom 19. Dezember 2007 sei H.________ unter die Obhut der damaligen Ehefrau des Beschwerdef�hrers zu stellen. Die Aussagen der Zeugen G.________ qualifiziert die Vorinstanz hingegen als weniger glaubhaft. Diese st�nden dem Beschwerdef�hrer nahe und h�tten viele der von ihnen wiedergegebenen Vorf�lle nur indirekt mitbekommen. Die Vorw�rfe des Beschwerdef�hrers seien tatsachenwidrig (Urteil S. 7 ff. E. II.4 ff.; erstinstanzliches Urteil S. 16 ff.).
3.3.2 Mit diesen tats�chlichen Feststellungen und der schl�ssigen Beweisw�rdigung der Vorinstanz setzt sich der Beschwerdef�hrer nicht substanziiert auseinander. Indem er darlegt, wie die Aussagen von G.A.________ und dessen Beziehung zu den Beteiligten aus seiner Sicht zu werten seien (Beschwerde S. 11 lit. c), vermag er keine Willk�r darzutun (siehe BGE 134 I 140 E. 5.4 mit Hinweisen). Insbesondere ist nicht erkennbar, inwiefern gest�tzt darauf die vorinstanzliche W�rdigung der Aussagen der Beschwerdegegner unhaltbar sein sollte. Anzumerken ist, dass I.________ (bis Ende 2006 zust�ndig f�r die Familie des Beschwerdef�hrers) keine Gewaltt�tigkeiten der Mutter gegen�ber H.________ bezeugen kann, die sie angeblich im Januar und April 2006 wahrgenommen haben soll (Beschwerde S. 6 und S. 8). Die Vorinstanz h�lt fest, sie habe diese Vorw�rfe nicht best�tigen k�nnen und die damalige Ehefrau des Beschwerdef�hrers vielmehr als einf�hlsame Person wahrgenommen (Urteil S. 7 E. II.4 und S. 8 E. II.6, erstinstanzliches Urteil S. 10 f. und S. 19 f.; kantonale Akten S. 260 f.). Aus den Ausf�hrungen des Beschwerdef�hrers ergibt sich nicht, inwiefern die Beweisw�rdigung der Vorinstanz willk�rlich ist oder ihre Feststellungen offensichtlich unrichtig sind.
3.4 Beweist der Beschuldigte, dass die von ihm vorgebrachte oder weiterverbreitete �usserung der Wahrheit entspricht, so ist er nicht strafbar (Art. 173 Ziff. 2 StGB). Der Wahrheitsbeweis ist erbracht, wenn die ehrverletzende Tatsachenbehauptung in ihren wesentlichen Z�gen der Wahrheit entspricht. Es gen�gt nicht, dass die �usserung einen Kern Wahrheit enth�lt. Doch werden verh�ltnism�ssig unbedeutende �bertreibungen nicht geahndet (BGE 102 IV 176 E. 1b S. 180 mit Hinweisen). F�r die strafrechtliche Beurteilung einer �usserung ist grunds�tzlich der Sinn massgebend, den ihr der unbefangene Dritte (mit durchschnittlichem Wissen und gesunder Urteilskraft) unter den gesamten konkreten Umst�nden beilegt (BGE 133 IV 308 E. 8.5.1 mit Hinweisen; 131 IV 160 E. 3.3.3 S. 164 mit Hinweis).
3.5 Die Vorinstanz begr�ndet schl�ssig, weshalb sie zur Auffassung gelangt, der Beschwerdef�hrer habe den Wahrheits- und den Gutglaubensbeweis nicht erbringen k�nnen. Auf diese zutreffenden Erw�gungen kann verwiesen werden (Urteil S. 9 f. und S. 14 E. 5).
Zu Recht erachtet sie den Wahrheitsbeweis als gescheitert und erw�gt, die Beschwerdegegner seien nicht unt�tig gewesen. Aus der Aufz�hlung ihrer T�tigkeiten ergebe sich, dass sie die Vorw�rfe des Beschwerdef�hrers ernst genommen, deren Wahrheitsgehalt durch Gutachten abgekl�rt und Massnahmen zur Entsch�rfung des Konflikts ergriffen h�tten. Die Behauptungen des Beschwerdef�hrers, es sei nie gehandelt worden und sie h�tten Misshandlungen geduldet, seien nicht wahr. Die Beschwerdegegner h�tten sich um das Wohlergehen von H.________ gek�mmert und die Meldungen kontinuierlich sowie professionell �berpr�ft. In den aufgrund der Gef�hrdungsmeldungen erstellten Gutachten seien keine Kindesschutzmassnahmen gefordert worden. Die Beschwerdegegner h�tten deshalb nicht noch weiter t�tig werden m�ssen.
Das Vorbringen des Beschwerdef�hrers, er habe den Wahrheitsbeweis bez�glich des ungen�genden Schutzes seiner Tochter erbracht, ist unbehelflich. In den von ihm verbreiteten Flugbl�ttern wirft er den Beschwerdegegnern nicht nur vor, sie h�tten seine Tochter nicht hinreichend gesch�tzt, sondern, sie seien unt�tig gewesen und h�tten Kindsmisshandlungen geduldet sowie misshandelnde Personen gesch�tzt. Die zahlreichen T�tigkeiten der Beschwerdegegner erbringen ohne Weiteres den Nachweis, dass die ehrverletzenden �usserungen des Beschwerdef�hrers unwahr sind, ohne dass die einzelnen Handlungen auf ihre Tauglichkeit hin �berpr�ft werden m�ssten. Dessen Einwand, die kantonalen Instanzen h�tten den Zeitraum von Juli 2005 bis Ende 2006 ausser Acht gelassen bzw. das Beweisthema unzul�ssigerweise beschr�nkt, geht fehl (vgl. E. 2.5 hiervor). Selbst wenn die Beschwerdegegner in diesem Zeitabschnitt nicht oder nur ungen�gend t�tig gewesen sein sollten, entspr�chen die �usserungen des Beschwerdef�hrers in ihren wesentlichen Z�gen trotzdem nicht der Wahrheit. Denn aus seinen Vorw�rfen geht keine zeitliche Angabe oder Beschr�nkung hervor. Zudem erfolgten die inkriminierten �usserungen von April 2008 bis Juni 2010, weshalb sie eine unbefangene Durchschnittsperson nicht auf einen Jahre zur�ckliegenden Zeitraum bezogen h�tte.
Der Schuldspruch wegen mehrfacher �bler Nachrede verletzt kein Bundesrecht.
4.1 Der Beschwerdef�hrer stellt den Eventualantrag, er sei zu einer bedingt vollziehbaren Geldstrafe von f�nf Tagess�tzen und zu einer Busse von Fr. 200.-- zu verurteilen. Er macht geltend, die Vorinstanz ber�cksichtige seine schwere Jugend nicht und attestiere ihm trotz seiner schweren gesundheitlichen Probleme keine hohe Strafempfindlichkeit (Beschwerde S. 13 f.).
4.2 Die Grunds�tze der Strafzumessung hat das Bundesgericht wiederholt dargelegt (BGE 136 IV 55 E. 5.4 ff.; 135 IV 130 E. 5.3.1; je mit Hinweisen).
4.3 Die Vorinstanz verweist bei der Bemessung der Strafe auf die Ausf�hrungen der ersten Instanz und nimmt Erg�nzungen vor. Sie setzt sich mit den wesentlichen schuldrelevanten Komponenten auseinander und w�rdigt s�mtliche Zumessungsfaktoren zutreffend. Dass sie sich von unmassgeblichen Gesichtspunkten h�tte leiten lassen oder wesentliche Aspekte nicht ber�cksichtigt h�tte, ist nicht ersichtlich. Auf ihre Ausf�hrungen kann verwiesen werden (Urteil S. 15 ff.; erstinstanzliches Urteil S. 26 ff.).
Die Strafempfindlichkeit des T�ters infolge gesundheitlicher Probleme f�llt als strafmindernder Faktor nur in Betracht, wenn Abweichungen vom Grundsatz einer einheitlichen Leidempfindlichkeit geboten sind, wie etwa bei Gehirnverletzungen, Schwerkranken oder Taubstummen (Urteil 6B_572/2010 vom 18. November 2010 E. 4.5 mit Hinweisen). Daher verletzt die Vorinstanz kein Bundesrecht, wenn sie trotz der gesundheitlichen Schwierigkeiten des Beschwerdef�hrers seine Strafempfindlichkeit nicht als besonders hoch einstuft. Ausserdem scheint dieser zu �bersehen, dass die Vorinstanz seine schwierige Jugend und seine gesundheitlichen Probleme nicht unbeachtet l�sst, sondern neutral bis strafmindernd ber�cksichtigt (Urteil S. 16).
5.1 Der Beschwerdef�hrer wendet sich schliesslich gegen den lediglich teilbedingten Vollzug der Geldstrafe. Er macht geltend, eine unbedingte Strafe sei nicht notwendig, um ihn von weiteren Flugblattaktionen abzuhalten. Das Strafverfahren habe ihn stark getroffen und er habe seit dem 8. Juni 2010 keine Flugbl�tter mehr verteilt. Mit dem Abschluss des Scheidungsverfahrens falle ein weiterer Stressfaktor weg. Es best�nden keine sachlichen Gr�nde, die Strafe nicht in vollem Umfang aufzuschieben (Beschwerde S. 12-14).
5.2 Gem�ss Art. 42 Abs. 1 StGB schiebt das Gericht den Vollzug einer Geldstrafe in der Regel auf, wenn eine unbedingte Strafe nicht notwendig erscheint, um den T�ter von der Begehung weiterer Verbrechen oder Vergehen abzuhalten. Es kann nach Art. 43 Abs. 1 StGB den Vollzug einer Geldstrafe nur teilweise aufschieben, wenn dies notwendig ist, um dem Verschulden des T�ters gen�gend Rechnung zu tragen. Voraussetzung f�r die teilbedingte Strafe ist die begr�ndete Aussicht auf Bew�hrung. Dies ergibt sich aus Sinn und Zweck der Bestimmung. Wenn und soweit die Legalprognose nicht schlecht ausf�llt, muss der Vollzug jedenfalls eines Teils der Strafe bedingt aufgeschoben werden. Andererseits ist bei einer schlechten Prognose auch ein bloss teilweiser Aufschub der Strafe ausgeschlossen. Die subjektiven Voraussetzungen des teilbedingten Vollzugs richten sich nach denselben Kriterien, die f�r den vollbedingten Vollzug gem�ss Art. 42 Abs. 1 StGB gelten (BGE 134 IV 1 E. 5.3.1 mit Hinweisen). Ergeben sich ganz erhebliche Bedenken an der Legalbew�hrung des T�ters, die bei einer Gesamtw�rdigung aller Umst�nde eine eigentliche Schlechtprognose noch nicht zu begr�nden verm�gen, so kann das Gericht den Vollzug der Geldstrafe teilweise aufschieben (BGE 134 IV 60 E. 7.4 mit Hinweis).
Die Pr�fung der Bew�hrungsaussichten des T�ters ist anhand einer Gesamtw�rdigung aller wesentlichen Umst�nde vorzunehmen. In die Beurteilung miteinzubeziehen sind neben den Tatumst�nden auch das Vorleben und der Leumund sowie alle weiteren Tatsachen, die g�ltige Schl�sse auf den Charakter des T�ters und die Aussichten seiner Bew�hrung zulassen. F�r die Einsch�tzung des R�ckfallrisikos ist ein Gesamtbild der T�terpers�nlichkeit unerl�sslich. Relevante Faktoren sind etwa strafrechtliche Vorbelastung, Sozialisationsbiografie und Arbeitsverhalten, das Bestehen sozialer Bindungen, Hinweise auf Suchtgef�hrdungen usw. (BGE 134 IV 140 E. 4.4 mit Hinweisen). Bei der Beurteilung der Legalprognose steht dem Gericht ein Ermessensspielraum zu. Das Bundesgericht greift nur ein, wenn der Richter sein Ermessen �ber- bzw. unterschreitet oder missbraucht (a.a.O. E. 4.2 mit Hinweis).
5.3 Die Vorinstanz erw�gt mit Verweis auf die Ausf�hrungen der ersten Instanz, deren Urteil sei nicht ohne Wirkung auf den vorstrafenlosen Beschwerdef�hrer geblieben, da es zu keinen weiteren Anzeigen gekommen sei. Sie geht gleichwohl zutreffend davon aus, dass eine vollbedingt ausgesprochene Strafe aufgrund der v�lligen Uneinsichtigkeit des Beschwerdef�hrers keine gen�gende Warnwirkung h�tte. Er habe bei laufendem Strafverfahren weiter delinquiert, selbst nachdem er durch die Polizei auf die M�glichkeit weiterer Anzeigen aufmerksam gemacht worden sei. Daher sei nicht davon auszugehen, dass er von seiner Theorie abzubringen sei, die Sozialen Dienste Wohlen w�rden Kindsmisshandlungen zulassen, unterst�tzen sowie f�rdern, was er publik machen m�sse. Deshalb und gest�tzt auf den Umstand, dass er andere Menschen mit seinem Verhalten massiv in ihrem Ruf und ihrer Ehre geschadet hat, spricht die Vorinstanz aus spezialpr�ventiver Sicht den teilbedingten Vollzug der Geldstrafe aus (Urteil S. 17 E. 6; erstinstanzliches Urteil S. 29 f. E. 3.4). In Anbetracht dieser Gesichtspunkte ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz nicht nur etwaige Zweifel, sondern erhebliche Bedenken an der Legalbew�hrung des Beschwerdef�hrers �ussert. Selbst wenn die zwischenzeitliche Ehescheidung zu einer Beruhigung f�hren und das Strafverfahren eine gewisse Wirkung auf den Beschwerdef�hrer zeitigen konnte, verletzt die Vorinstanz das ihr zukommende Ermessen nicht, wenn sie eine teilbedingt vollziehbare Strafe ausspricht.
Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung ist ebenfalls abzuweisen, da die Beschwerde von vornherein aussichtslos war (Art. 64 Abs. 1 und 2 BGG). Damit wird der Antrag des Beschwerdef�hrers, sein Verteidiger sei aufzufordern, dem Bundesgericht die Honorarnote einzureichen, gegenstandslos (Beschwerde S. 2).
Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die bundesgerichtlichen Kosten dem Beschwerdef�hrer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Seiner finanziellen Lage ist bei der Bemessung der Gerichtsgeb�hr Rechnung zu tragen (Beschwerde S. 16 ff.; Art. 65 Abs. 2 BGG).