Source: https://www.mk-tec.eu/qualit%C3%A4tsmanagement/dokumentation/gef%C3%A4hrdungsanalysen/
Timestamp: 2020-07-04 21:09:49
Document Index: 380057428

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 5', '§ 4', '§ 5', '§ 41', '§ 3', '§ 64', '§ 3', '§ 4', '§ 65', '§ 68', '§ 8', '§ 68', '§ 21', '§ 2']

MK-Tec - Gefährdungsanalysen
Jeder Arbeitgeber in der Europäischen Union (EU) bzw. dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) und der Schweiz, unabhängig von der Größe des jeweiligen Unternehmens, ist zur Durchführung einer Arbeitsplatzevaluierung bzw. Gefährdungsbeurteilung verpflichtet. Die gesetzliche Grundlage dafür liefert die EU-Verordnung 89/391/EWG, welche von den einzelnen Mitgliedsländern in nationales Recht umzusetzen ist.
Entsprechend der ab 01.01.1997 geltenden Arbeitnehmerschutzverordnung und daraus folgend dem ArbeitnehmerInnenschutzgesetz (ASchG) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit, sind Arbeitsplätze gemäß § 4 und § 5 des ArbeitnehmerInnenschutzgesetz (ASchG) und Mutterschutzgesetz (MSchG) auf ihre Eignung und Risken hin zu evaluieren und gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen zu treffen, um einerseits die gesetzlichen Bestimmungen zu erfüllen und andererseits Rechtssicherheit zu erhalten.
Diese gesetzliche Regelung dient der Verbesserung des Arbeitsplatzes, Minimierung der Belastung des Mitarbeiters, Reduktion oder Ausschalten von diversen Risken und vieles mehr. Die Sicherheitsfachkräfte der MK-Tec übernehmen die Durchführung der Arbeitsplatzevaluierung für ihre Kunden und unterstützen sie durch jahrzehntelange Erfahrung im Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz.
Schutzmaßnahmen an Maschinen und Geräten
Was ist eine Arbeitsplatzevaluierung bzw. Gefährdungsermittlung?
§ 4 ASchG: Arbeitgeber sind verpflichtet, die für die Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmer bestehenden Gefahren zu ermitteln und zu beurteilen. Dabei sind insbesondere zu berücksichtigen:
- Gestaltung und Einrichtung der Arbeitsstätte.
- Gestaltung und Einsatz von Arbeitsmitteln.
- Verwendung von Arbeitsstoffen.
- Gestaltung der Arbeitsplätze.
- Gestaltung der Arbeitsverfahren und Arbeitsvorgänge.
- Stand der Ausbildung und Unterweisung der Arbeitnehmer.
Auf Grundlage der Ermittlung und Beurteilung der Gefahren sind die durchzuführenden Maßnahmen zur Gefahrenverhütung festzulegen.
§ 5 ASchG Die Ergebnisse sind in den Sicherheits- und Gesundheitsschutzdokumenten festzuhalten.
Wann ist eine Arbeitsplatzevaluierung bzw. Gefährdungsermittlung durchzuführen?
Unter Arbeitsplatzevaluierung bzw. Gefährdungsermittlung versteht man die systematische Erfassung und Auswertung der Belastungsdaten und Gefährdungen der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen in den jeweiligen Arbeitsbereichen, das Festlegen von Maßnahmen gegen diese Gefahren sowie die Dokumentation dieses Prozesses in den sogenannten Sicherheits- und Gesundheitsschutzdokumenten.
Folgende Punkte sind zu erfüllen:
Ermittlung und Beurteilung der bestehenden Gefahren für die Sicherheit und Gesundheit der ArbeitnehmerInnen.
Festlegung von Maßnahmen zur Gefahrenverhütung auf der Grundlage der Arbeitsplatzevaluierung.
Schriftliche Dokumentation der Ergebnisse der Ermittlung und Beurteilung der Gefahren sowie der durchzuführenden Maßnahmen in den Sicherheits- und Gesundheitsschutzdokumenten.
Überprüfung und erforderlichenfalls Anpassung der Arbeitsplatzevaluierung und festgelegten Maßnahmen nach Unfällen, bei Einführung neuer Arbeitsstoffe, bei Änderung der Arbeitsverfahren etc.
Laufende Verbesserungen der Arbeitsbedingungen.
Spezielle Evaluierungspflichten gelten unter Anderem für:
Arbeitsstoffe (§ 41 Abs. 1 ASchG)
hinsichtlich aller Arbeitsstoffe vergewissern, ob es sich um gefährliche handelt.
Arbeitsmittel (§ 3 Abs. 4 AM-VO)
Handhabung von Lasten (§ 64 Abs. 3 ASchG)
hinsichtlich der Merkmale der Last und der Arbeitsumgebung, körperlicher Kraftaufwand, Erfordernisse der Aufgabe.
Biologische Arbeitsstoffe (§§ 3, 4 VbA)
Explosionsgefahren (§ 4 VEXAT)
hinsichtlich der Wahrscheinlichkeit und Dauer des Auftretens sowie der zu erwartenden Auswirkungen von explosionsfähigen Atmosphären.
Lärm (§ 65 Abs. 2 ASchG )
ermitteln, ob Arbeitnehmer einer Lärmgefährdung ausgesetzt sein können
Bildschirmarbeit (§ 68 Abs. 1 ASchG)
mögliche Beeinträchtigung des Sehvermögens sowie physische und psychische Belastungen
Bildschirmarbeit (§ 8 BS-V)
ermitteln, ob Bildschirmarbeit entsprechend § 68 Abs. 1 ASchG vorliegt
Jugendliche (§ 21 Abs. 1 KJBG)
Werdende und stillende Mütter (§ 2a Abs. 1 MSchG)
Ziele und Zweck der Arbeitsplatzevaluierung
Nach Abschluss der Arbeitsplatzevaluierung und der positiven Umsetzung der festgelegten Maßnahmen ergeben sich sowohl für den Arbeitgeber als auch für die MitarbeiterInnen folgende erkennbare Vorteile:
Förderung der Gesundheit der MitarbeiterInnen.
Weniger Krankenstände und Arztbesuche.
Verbesserung im Bereich Ergonomie.
Höhere Mitarbeitermotivation.
Verbessertes Firmenimage.
Verbesserung der Produktqualität / Leistung.
Reduktion des Ausschusses und weniger Reklamationen.
Verringerung des Unternehmensrisikos.
Solide Erhöhung der Wirtschaftlichkeit des Unternehmens.
Die Gefährdungsbeurteilung wird als Erstanalyse an bestehenden Arbeitsplätzen durchgeführt. Die Ergebnisse sind zu aktualisieren:
wenn die Nutzung von Einrichtungen wesentlich geändert wird,
vor Anschaffung neuer Maschinen und Produktionsausrüstungen,
nach dem Auftreten von Arbeitsunfällen, Beinaheunfällen und von arbeitsbedingten Erkrankungen.