Source: http://verkehrsportal.de/cgi-bin/vp_foren.cgi?msg-27607!2003
Timestamp: 2019-12-14 22:32:34
Document Index: 131351390

Matched Legal Cases: ['§ 51', '§ 51', '§ 53', '§ 51', '§ 49', '§ 49', '§51']

hinzugefügt von holgi [Kontakt]
am 31.01.03 10:22
Hallo miteinander! Vielleicht kann mir mal jemand sagen wie die Anbauvorschrift für gelbe Seitenmarkierungsleuchten lautet, oder wo ich sie nachlesen kann. Ich will die Dinger nämlich an mein Motorrad bauen. Mfg Holgi
am 31.01.03 20:47
Nachfolgend die zugehörigen Rechtsgrundlagen. Beachte insbesondere § 51 a Abs. 6 Satz 2, wo von mehrspurigen Fahrzeugen die Rede ist. Ein Motorrad ist ein einspuriges Fahrzeug.
§ 51a StVZO	Seitliche Kenntlichmachung1
(1)	Kraftfahrzeuge – ausgenommen Personenkraftwagen – mit einer Länge von mehr als 6 m sowie Anhänger müssen an den Längsseiten mit nach der Seite wirkenden gelben, nicht dreieckigen Rückstrahlern ausgerüstet sein. Mindestens je einer dieser Rückstrahler muß im mittleren Drittel des Fahrzeugs angeordnet sein; der am weitesten vorn angebrachte Rückstrahler darf nicht mehr als 3 m vom vordersten Punkt des Fahrzeugs, bei Anhängern vom vordersten Punkt der Zugeinrichtung entfernt sein. Zwischen zwei aufeinanderfolgenden Rückstrahlern darf der Abstand nicht mehr als 3 m betragen. Der am weitesten hinten angebrachte Rückstrahler darf nicht mehr als 1 m vom hintersten Punkt des Fahrzeugs entfernt sein. Die Höhe über der Fahrbahn (höchster Punkt der leuchtenden Fläche) darf nicht mehr als 900 mm betragen. Läßt die Bauart des Fahrzeugs das nicht zu, so dürfen die Rückstrahler höher angebracht sein, jedoch nicht höher als 1500 mm, Krankenfahrstühle müssen an den Längsseiten mit mindestens je einem gelben Rückstrahler ausgerüstet sein, der nicht höher als 600 mm, jedoch so tief wie möglich angebracht sein muß. Diese Rückstrahler dürfen auch an den Speichen der Räder angebracht sein.
(2)	Die nach Absatz 1 anzubringenden Rückstrahler dürfen abnehmbar sein
1.	an Fahrzeugen, deren Bauart eine dauernde feste Anbringung nicht zuläßt,
2.	an land- oder forstwirtschaftlichen Bodenbearbeitungsgeräten, die hinter Kraftfahrzeugen mitgeführt werden, und
3.	an Fahrgestellen, die zur Vervollständigung überführt werden.
(3)	Die seitliche Kenntlichmachung von Fahrzeugen, für die sie nicht vorgeschrieben ist, muß Absatz 1 entsprechen. Jedoch genügt je ein Rückstrahler im vorderen und im hinteren Drittel.
(4)	Retroreflektierende gelbe waagerechte Streifen, die unterbrochen sein können, an den Längsseiten von Fahrzeugen sind zulässig. Sie dürfen nicht die Form von Schriftzügen oder Emblemen haben. § 53 Abs. 10 Nr. 3 ist anzuwenden.
(5)	Ringförmig zusammenhängende retroreflektierende weiße Streifen an den Reifen von Krafträdern und Krankenfahrstühlen sind zulässig.
(6)	Fahrzeuge mit einer Länge von mehr als 6,0 m – ausgenommen Fahrgestelle mit Führerhaus, land- oder forstwirtschaftliche Zug- und Arbeitsmaschinen und deren Anhänger sowie Arbeitsmaschinen, die hinsichtlich der Baumerkmale ihres Fahrgestells nicht den Lastkraftwagen und Zugmaschinen gleichzusetzen sind, – müssen an den Längsseiten mit nach der Seite wirkenden gelben Seitenmarkierungsleuchten nach der Richtlinie 76/756/EWG ausgerüstet sein.
Für andere mehrspurige Fahrzeuge ist die entsprechende Anbringung von Seitenmarkierungsleuchten zulässig. Ist die hintere Seitenmarkierungsleuchte mit der Schlußleuchte, Umrißleuchte, Nebelschlußleuchte oder Bremsleuchte zusammengebaut, kombiniert oder ineinandergebaut oder bildet sie den Teil einer gemeinsam leuchtenden Fläche mit dem Rückstrahler, so darf sie auch rot sein.
(7)	Zusätzlich zu den nach Absatz 1 vorgeschriebenen Einrichtungen sind Fahrzeugkombinationen mit Nachläufern zum Transport von Langmaterial über ihre gesamte Länge (einschließlich Ladung) durch gelbes retroreflektierendes Material, das mindestens dem Typ 2 des Normblattes DIN 67520 Teil 2, Ausgabe Juni 1994, entsprechen muß, seitlich kenntlich zu machen in Form von Streifen, Bändern, Schlauch- oder Kabelumhüllungen oder in ähnlicher Ausführung. Kurze Unterbrechungen, die durch die Art der Ladung oder die Konstruktion der Fahrzeuge bedingt sind, sind zulässig. Die Einrichtungen sind so tief anzubringen, wie es die konstruktive Beschaffenheit der Fahrzeuge und der Ladung zuläßt. Abweichend von Absatz 6 sind an Nachläufern von Fahrzeugkombinationen zum Transport von Langmaterial an den Längsseiten soweit wie möglich vorne und hinten jeweils eine Seitenmarkierungsleuchte anzubringen.
§ 51b StVZO Umrißleuchten
(1)	Umrißleuchten sind Leuchten, die die Breite über alles eines Fahrzeugs deutlich anzeigen. Sie sollen bei bestimmten Fahrzeugen die Begrenzungs- und Schlußleuchten ergänzen und die Aufmerksamkeit auf besondere Fahrzeugumrisse lenken.
(2)	Fahrzeuge mit einer Breite von mehr als 2,10 m müssen und Fahrzeuge mit einer Breite von mehr als 1,80 m aber nicht mehr als 2,10 m dürfen auf jeder Seite mit einer nach vorn wirkenden weißen und einer nach hinten wirkenden roten Umrißleuchte ausgerüstet sein. Die Leuchten einer Fahrzeugseite dürfen zu einer leuchte zusammengefaßt sein. In allen Fällen muß der Abstand zwischen den leuchtenden Flächen dieser Leuchten und der Begrenzungsleuchte oder Schlußleuchte auf der gleichen Fahrzeugseite mehr als 200 mm betragen.
(3)	Umrißleuchten müssen entsprechend den im Anhang zu dieser Vorschrift genannten Bestimmungen an den Fahrzeugen angebracht sein. Für Arbeitsmaschinen gelten die Anbauvorschriften für Anhänger und Sattelanhänger.
(4)	Umrißleuchten sind nicht erforderlich an
1.	land- oder forstwirtschaftlichen Zug- und Arbeitsmaschinen und ihren Anhängern und
2.	allen Anbaugeräten und Anhängegeräten hinter land- oder forstwirtschaftlichen Zugmaschinen.
(5)	Werden Umrißleuchten an Fahrzeugen angebracht, für die sie nicht vorgeschrieben sind, müssen sie den Vorschriften der Absätze 1 bis 3 entsprechen.
(6)	Umrißleuchten dürfen nicht an Fahrzeugen und Anbaugeräten angebracht werden, deren Breite über alles nicht mehr als 1,80 m beträgt.
Zu: Seitenmarkierungsleuchten
angehängt von Julian [Kontakt]
am 07.03.03 04:17
Hi, versuchs mal mit ner Beleuchtung in den Blinkern, aber mit nur ner kleinen Birne z.b. 5W.
Damit der Blinker noch deutlich sichtbar ist. Die dann übers Standlicht schalten, könte funktionieren, ich meine, da ist ja nix schlechtes dran, im Gegenteil, im dunkeln bist du als ESPFZ besser zu erkennen!
am 07.03.03 08:21
Auch hier der zarte Hinweis auf § 49a Abs. 1 StVZO:-)).
am 09.03.03 22:31
Also ist es am PKW erlaubt, aber halt nur orangenes Licht außer halt die Reglung mit Blinker bzw. Rücklicht, dann rot, wenn ich das richtig verstehe, soweit ich weiß, mind. 25cm über der Erde, gibts sonst noch Vorschriften oder gelten dieselben wie für die Fahrzeuge aus obigem Gesetzestext?
am 10.03.03 11:49
Wenn Du Dir die §§ 49a StVZO ff. langsam und sorgfältig durchliest, weißt Du, was an einem Fahrzeug zulässig ist. Alles, was dort keine Erwähnung findet, ist unzulässig, unabhängig von Anbringungshöhe, Farbe usw.
Es macht durchaus Sinn und ist der Verkehrssicherheit nur zuträglich, Autos nicht nach Art von Weihnachtsbäumen durch die Gegend fahren zu lassen.
am 11.03.03 13:12
$51 Abs 3
.. "Die seitliche Kenntlichmachung von Fahrzeugen, für die sie nicht vorgeschrieben ist, muß Absatz 1 entsprechen. Jedoch genügt je ein Rückstrahler im vorderen und im hinteren Drittel.
Na wenn schon orange ist klar, blaues Licht is ja eh verboten.
$51 Abs 6
.. "Für andere mehrspurige Fahrzeuge ist die entsprechende Anbringung von Seitenmarkierungsleuchten zulässig."..
also ist es ja erlaubt für PKW's zumindestens, was ich aber noch nicht ganz verstanden hab, es ist ja immer nur von Rückstrahlern die REde nicht aber von selbstleuchtenden Markierungsleuchten - gibt es da ein Problem?
reicht auch vorne
am 16.03.03 00:55
aus §51 Abs3 STVZO geht für mich hervor, daß ich, wenn ich schon solche seitenmarkierungsleuchten anbauen möchte, dies nur paarweise geschehen kann oder, also vorne und hinten?
nur vorne ist demnach nicht möglich oder?