Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F28-04-2015-8C_612-2014
Timestamp: 2016-10-22 17:56:12
Document Index: 248671511

Matched Legal Cases: ['Art. 6', 'Art. 4', 'Art. 18', 'Art. 7', 'Art. 16', 'BGE', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 66', 'Art. 68', 'BGE']

8C_612/2014 (28.04.2015)
8C_612/2014 {T�0/2} � � Urteil vom 28. April 2015
Der 1983 geborene A.________ schloss im Juli 2003 die Diplommittelschule ab. Er wollte Primarlehrer werden und meldete sich deshalb - zum Ausgleich der Ausbildungsdifferenz zur Eidgen�ssischen Maturit�t - f�r den am 23. Februar 2004 beginnenden Vorkurs zur Aufnahmepr�fung als Primarlehrer an der Hochschule B.________ an. Zuvor arbeitete er vom 3. November 2003 bis Ende Januar 2004 als Druckereigehilfe auf Abruf f�r die Druckerei C.________ AG und war in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen die Folgen von Unf�llen und Berufskrankheiten versichert. Am 18. Februar 2004 rutschte er in D.________ als Fussg�nger auf dem Eis aus und schlug mit dem Hinterkopf auf. Dabei erlitt er ein Sch�del-/Hirntrauma Grad II mit Kontusionsblutung frontal beidseits, Subarachnoidalblutung im Interhemisph�renspalt occipital, Subduralblutung frontal, Subduralblutung Falx cerebri sowie sekund�rem Hirn�dem. Die SUVA �bernahm die Kosten f�r die Heilbehandlung und erbrachte Taggelder. A.________ bestand in der Folge zwar die Aufnahmepr�fung f�r das Lehrerseminar, nicht jedoch das Eignungsassessment vom 15. Juli 2005, weshalb er stattdessen die Ausbildung zum Kinderg�rtner anfing, diese jedoch nach kurzer Zeit wieder abbrach, um im Oktober 2006 eine Schreinerlehre mit verk�rzter Ausbildungszeit anzutreten. Nachdem er sich am 14. August 2007 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug angemeldet hatte, teilte ihm die IV-Stelle des Kantons Z�rich mit, dass eine Fortf�hrung der Ausbildung zum Schreiner (aus unfallfremden Gr�nden, wegen H�ft- und R�ckenproblemen) ungeeignet sei, weshalb sie diese nicht unterst�tzte. Sie richtete in der Folge Leistungen im Rahmen der erstmaligen beruflichen Ausbildung f�r eine am 8. September 2008 angetretene Lehre als Detailhandelsfachmann bei der E.________ GmbH aus. Nach erfolgreichem Abschluss der Lehre im August 2011 konnte A.________ im Lehrbetrieb zu einem aus betrieblichen Gr�nden reduzierten Pensum von 60 % weiterarbeiten. Aus wirtschaftlichen Gr�nden wurde ihm diese Stelle per 30. April 2012 gek�ndigt. Im September 2012 trat er eine Vollzeitstelle bei der F.________ AG an. Bereits mit Verf�gung vom 15. Juli 2008 hatte die SUVA A.________ eine Integrit�tsentsch�digung, basierend auf einer Integrit�tseinbusse von 10 % infolge minimaler bis leichter neuropsychologischer St�rungen, zugesprochen. Einen Rentenanspruch verneinte sie hingegen unter Hinweis darauf, dass A.________ erfolgreich zum Detailhandelsfachmann umgeschult worden sei und er diesen "intellektuell nicht sehr anspruchsvollen Beruf" uneingeschr�nkt und vollzeitlich aus�ben k�nne (Verf�gung vom 12. Juni 2013). Daran hielt sie auf Einsprache hin fest (Einspracheentscheid vom 23. September 2013).
Das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich wies die dagegen erhobene Beschwerde, welcher der von A.________ veranlasste neuropsychologische Untersuchungsbericht der Frau Dr. phil. G.________, Neuropsychologisches Ambulatorium, vom 14. August 2013 beilag, ab (Entscheid vom 20. Juni 2014).
A.________ l�sst Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f�hren mit dem Antrag, die SUVA sei - allenfalls nach R�ckweisung der Angelegenheit an die Vorinstanz zur Durchf�hrung weiterer Abkl�rungen - zu verpflichten, ihm die gesetzlichen Leistungen, insbesondere eine Rente, zu gew�hren und die Kosten der neuropsychologischen Abkl�rung durch Frau Dr. phil. G.________ zu �bernehmen.
Die SUVA schliesst unter Verweis auf die Begr�ndung im Entscheid des kantonalen Gerichts und die Ausf�hrungen in ihren im vorinstanzlichen Verfahren eingereichten Rechtsschriften auf Abweisung der Beschwerde. Das Bundesamt f�r Gesundheit verzichtet auf eine Stellungnahme.
Im angefochtenen Entscheid werden die f�r die streitgegenst�ndliche Beurteilung einschl�gigen Rechtsgrundlagen zutreffend wiedergegeben. Hervorzuheben sind die Bestimmungen und Grunds�tze �ber den Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung im Allgemeinen (Art. 6 Abs. 1 UVG in Verbindung mit Art. 4 ATSG) und auf eine Invalidenrente im Speziellen (Art. 18 ff. UVG in Verbindung mit Art. 7 und 8 ATSG). Darauf wird verwiesen.
Aufgrund der medizinischen Aktenlage, insbesondere gest�tzt auf die Stellungnahmen der Neurologischen Klinik und Poliklinik H.________ vom 31. M�rz 2005 und 19. Juni 2007, des Instituts I.________ vom 22. Januar 2008, den Aktenbericht des Dr. med. J.________, Facharzt f�r Neurologie FMH, Facharzt f�r Psychiatrie und Psychotherapie, SUVA-Versicherungsmedizin, vom 27. Februar 2008 sowie den Bericht �ber die neurologisch-neuropsychologische und psychiatrische Schlusskontrolle der Klinik K.________ vom 27. April 2012 mit erg�nzender Stellungnahme vom 30. Oktober 2012, gelangt das kantonale Gericht zum Schluss, der Beschwerdef�hrer leide an einer leichten neuropsychologischen St�rung mit diskreten kognitiven Einbussen im Bereich der Daueraufmerksamkeit. Auch die vom Versicherten beigezogene Neuropsychologin Dr. phil. G.________ habe im Vergleich zu den Untersuchungsbefunden des Instituts I.________ eine Verbesserung festgestellt und ebenfalls nur eine leichte kognitive Funktionsst�rung diagnostiziert. Zur Arbeits- und Leistungsf�higkeit im erlernten Beruf des Detailhandelsfachmannes im Musikalienbereich liege keine widerspr�chliche Beurteilung vor. Aufgrund der Ausf�hrungen von Dr. phil. G.________ (vom 14. August 2013) gebe es keine Hinweise darauf, dass es dem Versicherten nicht m�glich w�re, seinen Beruf ganztags bei voller Leistungsf�higkeit auszu�ben. Die Behauptung der Neuropsychologin, wonach die Leistungseinschr�nkung 10 bis 20 % betrage, entbehre jeglicher Grundlage. Zwar habe der Beschwerdef�hrer vor seinem Unfall zweifellos beabsichtigt, die Ausbildung zum Primarlehrer in Angriff zu nehmen, und diesen Plan habe er nach dem Unfall - wenn auch mit zeitlicher Verz�gerung - weiterverfolgt. Sein Ungen�gen in der Eignungspr�fung sei jedoch nicht auf eine unfallbedingte Sch�digung zur�ckzuf�hren. Es sei nicht mit dem Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit dargetan, dass er ohne den am 18. Februar 2004 erlittenen Unfall seinen urspr�nglichen Berufswunsch "Primarlehrer" h�tte verwirklichen und - sei es in diesem Beruf oder in demjenigen eines Schreiners oder Kunstschreiners - ein wesentlich h�heres Erwerbseinkommen h�tte erzielen k�nnen. Eine durch den Unfall erlittene Erwerbseinbusse von mindestens 10 % liege nicht vor, weshalb es beim Einspracheentscheid vom 23. September 2013 sein Bewenden habe.
4.1.1.�Der Beschwerdef�hrer wendet ein, an der Nachvollziehbarkeit und Schl�ssigkeit der Beurteilung der Klinik K.________ vom 27. April 2012, welche praxisgem�ss nach dem gleichen Massstab zu w�rdigen sei wie ein Bericht eines versicherungsinternen Arztes, w�rden mehr als nur geringe Zweifel bestehen, weshalb darauf nicht abgestellt werden k�nne. Soweit leichte neuropsychologische St�rungen mit diskreten kognitiven Einbussen im Bereich der Daueraufmerksamkeit angenommen w�rden, l�gen keine divergierenden Beurteilungen vor. Solche seien jedoch insoweit gegeben, als Dr. phil. G.________ (in ihrem Bericht vom 14. August 2013) neben Einbussen im Bereich der Daueraufmerksamkeit auch eine erh�hte Erm�dbarkeit sowie Leistungseinbr�che bei l�ngerer konzentrativer Beanspruchung, eine verlangsamte Informationsverarbeitung bei anspruchsvollen und berufsbezogenen Aufgaben und verlangsamte Reaktionszeiten bei zwei Aufmerksamkeitstest am PC sowie eine deutliche Abnahme der Leistungsf�higkeit nach vier Stunden feststelle, weshalb der Beschwerdef�hrer auch in seiner aktuellen beruflichen T�tigkeit nicht ganztags eine volle Leistung erbringen k�nne. Ihre Einsch�tzung einer 10 bis 20%igen Arbeitsunf�higkeit sei aufgrund der erhobenen neuropsychologischen Defizite und der damit korrelierenden Hirnverletzung erstellt. Die Annahme der Vorinstanz, wonach die attestierte Einschr�nkung in der Arbeitsf�higkeit jeglicher Grundlage entbehre, sei somit aktenwidrig und nicht korrekt. F�r den Fall, dass eine mindestens 10%ige "Erwerbseinbusse" nicht ohnehin anerkannt werde, sei die Angelegenheit zur Vornahme einer erneuten neurologisch-neuropsychologischen Abkl�rung an die SUVA oder das kantonale Gericht zur�ckzuweisen.
4.1.2.�Wie der Beschwerdef�hrer selber einr�umt, gibt Dr. phil. G.________ in ihrem Untersuchungsbericht vom 14. August 2013 ausdr�cklich an, dass die vom Institut I.________ am 22. Januar 2008 erhobenen Befunde mit ihren Ergebnissen - beide gest�tzt auf eine ungef�hr sechsst�ndige Untersuchung - "weitgehend kongruent" seien, wobei sich aktuell keine allgemeine Verlangsamung und keine Reduktion des Arbeitsged�chtnisses mehr, jedoch weiterhin eine zunehmende Erm�dung im Verlauf mit Leistungseinbr�chen und Minderleistungen in spezifischen Aufmerksamkeitsaspekten manifestiere. Soweit er eine unterschiedliche Einsch�tzung seiner Leistungsf�higkeit durch Dr. phil. G.________ geltend macht, welche allenfalls zu weiteren Abkl�rungen Anlass gebe, ist ihm entgegenzuhalten, dass auch die von ihm beigezogene Neuropsychologin in den ersten vier Stunden der Untersuchung keine eigentlichen kognitiven Defizite in den h�heren kortikalen Leistungen, weder im Lern- und Neuged�chtnisverm�gen, noch in den Exekutivfunktionen, noch in den visuell-r�umlichen bzw. konstruktiv-praktischen Leistungen feststellen konnte. Erst nach einer mittleren Untersuchungsdauer von ungef�hr vier Stunden konnte sie eine deutliche Erm�dung mit kognitiver Verlangsamung, mit etwas erschwerter Auffassung und mit Leistungseinbr�chen beobachten. Entsprechend den Ergebnissen in der Beurteilung der Klinik K.________ vom 27. April 2012 stellt sie deshalb eine leichte kognitive Funktionsst�rung (mit im Vordergrund stehender reduzierter kognitiver Belastbarkeit und erh�hter Erm�dbarkeit sowie Minderleistungen in spezifischen Aufmerksamkeitsaspekten) fest. W�hrend die Klinik K.________ annimmt, der Versicherte sei durch seine minimale neuropsychologische St�rung in seinem Beruf als Detailhandelsfachmann ohne Leistungseinbussen bei vollem Arbeitspensum arbeitsf�hig, geht Dr. phil. G.________ von einer 10 bis 20%igen Einschr�nkung der Leistungsf�higkeit in dieser Besch�ftigung aus. Sie nennt diese Einschr�nkung allerdings "theoretisch" und weist auch darauf hin, dass der Versicherte angegeben habe, er versp�re beim Arbeiten keine Einschr�nkungen. Daraus leitet sie ab, dass die der Arbeitsstelle zugrunde liegenden Strukturen und Abl�ufe zu einer optimalen Kompensation der heute eruierbaren verminderten kognitiven Belastbarkeit und erh�hten Erm�dbarkeit beitragen w�rden, eventuell durch die M�glichkeit einer ad�quaten Pausengestaltung und der M�glichkeit einer seriellen Abarbeitung von Auftr�gen, also weitgehender Vermeidung von "Multi-Tasking". �berdies weist sie darauf hin, dass die Leistungsf�higkeit im Beruf als Lehrer wegen der h�heren Anforderungen an die kognitive Belastbarkeit h�hergradig, n�mlich zu 30 bis 40 %, eingeschr�nkt sei. Weil sie sich zur Vergleichbarkeit der T�tigkeit als Detailhandelsfachmann mit der Situation nach einer mittleren Untersuchungsdauer von vier Stunden nicht �ussert und selber feststellen muss, dass der Versicherte in der aktuellen, verglichen mit dem Lehrerberuf kognitiv weniger anspruchsvollen Besch�ftigung keine Leistungseinbussen hinzunehmen hat, ist ihre Einsch�tzung einer 10 bis 20%igen Einschr�nkung nicht nachvollziehbar. Die Vorinstanz durfte deshalb mit Blick auf die ansonsten �bereinstimmenden Angaben in den Untersuchungsberichten ohne weitere Abkl�rungen von einer vollen Arbeits- und Leistungsf�higkeit im ausge�bten Beruf als Detailhandelsfachmann ausgehen.
4.2.�F�r die Bestimmung des Invalidit�tsgrades wird gem�ss Art. 16 ATSG das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidit�t und nach Durchf�hrung der medizinischen Behandlung und allf�lliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare T�tigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen k�nnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen k�nnte, wenn sie nicht invalid geworden w�re (sog. Valideneinkommen).
4.2.1.�Da die F.________ AG dem Beschwerdef�hrer f�r seine T�tigkeit als gelernter Detailhandelsfachmann unbestrittenermassen einen ungek�rzten Lohn ausbezahlt und keine Hinweise auf eine tats�chliche Einschr�nkung in diesem Beruf sowie eine daraus folgende Soziallohnkomponente bestehen, kann dem Ansinnen des Versicherten, zur Ermittlung des Invalideneinkommens vom tats�chlich erzielten Jahresverdienst einen Abzug von 10 % vorzunehmen, nicht gefolgt werden.
4.2.2.�Der Beschwerdef�hrer bringt zudem vor, soweit die Vorinstanz die Validenkarriere als Lehrer verneine, weil er - nota bene nach dem Unfall und mit den nachgewiesenen neuropsychologischen und Verhaltensdefiziten - das Assessment nicht bestanden habe, stelle sie �berh�hte Anforderungen an den Beweis. Um eine Schlechterstellung gegen�ber anderen Versicherten zu verhindern, welche nach einem solchen Unfall trotz der nachweislichen Defizite nicht noch versucht h�tten, die urspr�nglichen Berufsw�nsche zu verwirklichen, m�sse bereits die kundgegebene Absicht mit den konkreten Schritten f�r den geforderten Beweis gen�gen. Eine andere Interpretation w�rde dazu f�hren, dass sich die Bem�hungen des Versicherten, trotz des schweren Unfallereignisses doch noch den Lehrerberuf zu ergreifen, nachteilig auswirken w�rden. Er w�re in diesem Fall besser bedient gewesen, h�tte er den Vorkurs und die Eignungspr�fung nicht gemacht. Dieser Negativanreiz bzw. diese Abstrafung sei nicht im Sinne der Gesetzgebung bzw. des Grundsatzes "Eingliederung vor Rente". Selbst wenn nicht allein schon wegen der vor dem Unfall vorgenommenen konkreten Schritte die Validenkarriere als Lehrer anerkannt w�rde, sei die Unfallkausalit�t des Scheiterns des Assessments ausgewiesen. Bei der Ermittlung des Valideneinkommens sei deshalb vom Lohn eines Primarlehrers auszugehen. Dieser h�tte gem�ss Auskunft des Volksschulamtes des Kantons Z�rich ab 1. Januar 2012 Fr. 96'672.- und ab 1. Januar 2013 Fr. 100'028.- betragen.
4.2.2.1.�Zur Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des fr�hest m�glichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tats�chlich verdient h�tte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, n�tigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angekn�pft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige T�tigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden w�re. Ausnahmen m�ssen mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 129 V 222 E. 4.3.1 S. 224 mit Hinweisen). Da die Invalidit�tsbemessung der voraussichtlich bleibenden oder l�ngere Zeit dauernden Erwerbsf�higkeit zu entsprechen hat (vgl. Art. 8 Abs. 1 ATSG), ist auch die berufliche Weiterentwicklung mitzuber�cksichtigen, welche die versicherte Person normalerweise vollzogen h�tte; dazu ist allerdings erforderlich, dass konkrete Anhaltspunkte daf�r bestehen, dass ohne gesundheitliche Beeintr�chtigung ein beruflicher Aufstieg und ein entsprechend h�heres Einkommen tats�chlich realisiert worden w�ren. Blosse Absichtserkl�rungen gen�gen nicht. Vielmehr muss die Absicht, beruflich weiterzukommen, bereits durch konkrete Schritte wie Kursbesuche, Aufnahme eines Studiums, Ablegung von Pr�fungen usw. kundgetan worden sein (BGE 96 V 29; SVR 2010 UV Nr. 13 S. 51, 8C_550/2009 E. 4.1 mit zahlreichen weiteren Hinweisen). Bei in jungen Jahren verunfallten Versicherten, die im Zeitpunkt des versicherten Ereignisses am Anfang ihrer beruflichen Laufbahn standen, entzieht sich die hypothetische Tatsache einer Jahre sp�ter im Gesundheitsfall ausge�bten bestimmten T�tigkeit naturgem�ss einem strikten Beweis. Deshalb d�rfen in derartigen Konstellationen die Anforderungen an den massgebenden Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht �berspannt werden (Urteil B 55/02 vom 9. April 2003 [mit Zusammenfassung in SZS 2004 S. 67]).
4.2.2.2.�Es ist dem Versicherten beizupflichten, dass die vor dem Unfall kundgegebene Absicht, Primarlehrer zu werden, zusammen mit der Anmeldung zum Vorkurs an der Hochschule B.________ im Einzelfall f�r den Beweis einer Validenkarriere als Primarlehrer gen�gen kann. Erforderlich ist jedoch, dass der Berufswunsch vor dem Hintergrund der vor dem versicherten Ereignis vorhanden gewesenen pers�nlichen F�higkeiten realistisch erscheint. Deshalb ist die Vorinstanz der Frage, ob das Assessment aus unfallkausalen Gr�nden gescheitert sei, berechtigterweise nachgegangen. In diesem Rahmen hat sie jedoch dem Umstand zu wenig Rechnung getragen, dass sich im Verlauf der Jahre nach dem Unfall vom 18. Februar 2004 eine langsame Besserung der neuropsychologischen St�rungen einstellte. Der Beschwerdef�hrer weist zu Recht darauf hin, dass die unfallbedingten gesundheitlichen Defizite zur Zeit des Assessments der Hochschule B.________ vom 15. Juli 2005 verglichen mit den Befunden zur Zeit der Untersuchung durch das Institut I.________ anfangs 2008, durch die Klinik K.________ im Jahr 2012 und durch Dr. phil. G.________ im Jahr 2013 unbestrittenermassen noch wesentlich ausgepr�gter waren. Es ist mit dem Versicherten einig zu gehen, dass ein Zusammenhang zwischen dem Nichtbestehen des Assessments und den unfallbedingten Einschr�nkungen aber auch dann nicht zu negieren w�re, wenn mit der Vorinstanz vom Gesundheitszustand ausgegangen w�rde, wie er im Bericht des Instituts I.________ vom 22. Januar 2008 beschrieben wird. Anl�sslich der neuropsychologischen Untersuchung vom 14. Januar 2008 wurden unter anderem eine mittelgradig reduzierte Verarbeitungsgeschwindigkeit und ein mittelgradig reduzierter Antrieb, eine zeitliche Verz�gerung f�r den Beginn von Arbeiten, ein zus�tzlicher Zeitbedarf f�r qualitativ gute Leistungen, eine zunehmende Erm�dung, eine deutlich reduzierte Daueraufmerksamkeit mit Leistungseinbruch, eine diskrete Verminderung der mentalen Flexibilit�t, Schw�chen im Arbeitsged�chtnis und in der Arbeitsgeschwindigkeit sowie (anamnestisch) Ver�nderungen in der Pers�nlichkeit und in der affektiven Stimmungslage festgestellt. Diese Minderleistungen haben sich im Rahmen des Assessments, in welchem die Kompetenzen in den Bereichen Kommunikation, Kooperation, �berzeugungs- und Durchsetzungsverm�gen, Leistungsmotivation/Engagement und Umgang mit Informationen/Strukturierungsverm�gen getestet wurden, zweifellos im damaligen Zeitpunkt noch verst�rkt negativ ausgewirkt. Es ist davon auszugehen, dass die neuropsychologischen Defizite unfallkausal zum Nichtbestehen des Assessments beigetragen haben, nachdem der Versicherte die Aufnahmepr�fung f�r das Lehrerseminar bestanden und - vor Eintritt des versicherten Ereignisses - die obligatorische Schule und die Diplommittelschule erfolgreich abgeschlossen hatte. Denn es liegen keine Anhaltspunkte vor, dass dem Versicherte vor dem Unfall die notwendigen F�higkeiten f�r den erfolgreichen Abschluss der Ausbildung zum Primarlehrer gefehlt h�tten. Entgegen der Ansicht des kantonalen Gerichts spricht auch die von der SUVA protokollierte Aussage der Eltern des Versicherten, dass dieser schon immer introvertiert gewesen sei und sich nie gut habe durchsetzen k�nnen, nicht per se schon gegen eine Validenkarriere als Primarlehrer. Diese Angaben sind ohnehin schon deshalb nicht aussagekr�ftig, weil sich die Eltern dabei auf einen Vergleich mit dem Bruder des Versicherten st�tzten, dessen Pers�nlichkeitsprofil nicht bekannt ist. Da die Anforderungen an den massgebenden Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit f�r eine Berufskarriere als Primarlehrer beim im Zeitpunkt des Unfalls erst 20-j�hrigen Versicherten nicht zu hoch sein d�rfen (vgl. E. 4.2.2.1 hiervor), ist daher davon auszugehen, dass er ohne die Folgen aus dem versicherten Ereignis vom 18. Februar 2004 Primarlehrer geworden w�re.
Bisher haben weder das kantonale Gericht noch die SUVA einen Einkommensvergleich durchgef�hrt. Deshalb geht die Angelegenheit an die SUVA zur�ck, damit sie einen solchen vornehme. Dabei wird sie als Valideneinkommen den hypothetischen Verdienst als Primarlehrer und als Invalideneinkommen den im erlernten Beruf als Detailhandelsfachmann erzielten Lohn zu ber�cksichtigen haben. Gest�tzt auf die so ermittelte Erwerbseinbusse wird sie in der Folge �ber den Rentenanspruch neu verf�gen.
Die Kosten eines von der versicherten Person veranlassten Gutachtens sind vom Versicherungstr�ger dann zu �bernehmen, wenn sich der Sachverhalt erst aufgrund des neu beigebrachten Untersuchungsergebnisses schl�ssig feststellen l�sst und dem Unfallversicherer insoweit eine Verletzung der ihm im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes obliegenden Pflicht zur rechtsgen�glichen Sachverhaltsabkl�rung vorzuwerfen ist (RKUV 2004 Nr. U 503 S. 186, U 282/00 E. 5.1). Dies ist vorliegend nicht der Fall (E. 4.1.2 hiervor), so dass dem Antrag auf �bernahme der Kosten der neuropsychologischen Abkl�rung durch Dr. phil G.________ durch die Beschwerdegegnerin - schon aus diesem Grund - nicht stattzugeben ist.
Die R�ckweisung der Sache an die Unfallversicherung zu erneuter Verf�gung (mit noch offenem Ausgang) gilt f�r die Frage der Auferlegung der Gerichtskosten wie auch der Parteientsch�digung als vollst�ndiges Obsiegen im Sinne von Art. 66 Abs. 1 sowie Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG, unabh�ngig davon, ob sie beantragt oder ob das entsprechende Begehren im Haupt- oder im Eventualantrag gestellt wird (BGE 132 V 215 E. 6.1 S. 235; Urteil 8C_671/2007 vom 13. Juni 2008 E. 4.1). Demgem�ss sind die Prozesskosten der Beschwerdegegnerin zu �berbinden. Ferner hat sie dem anwaltlich vertretenen Beschwerdef�hrer eine Parteientsch�digung auszurichten.
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Der Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Z�rich vom 20. Juni 2014 und der Einspracheentscheid der SUVA vom 23. September 2013 werden aufgehoben. Die Sache wird zu neuer Verf�gung �ber den Rentenanspruch an die SUVA zur�ckgewiesen. Im �brigen wird die Beschwerde abgewiesen.