Source: http://azv-landwasser.de/fragen.htm
Timestamp: 2018-12-14 20:38:43
Document Index: 11220455

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 44', '§ 45', '§ 42', '§ 42', '§ 43', '§ 43']

Abwasserzweckverband "Landwasser" Oderwitz
Ihre Fragen zur Abwasserentsorgung und Gebührenabrechnung
Wer leert meine Grube?
Gem. § 3 (1) AbwS besteht die Benutzungs- und Überlassungspflicht. D. h., dass auch das in Gruben gesammelte Abwasser dem AZV-L zur Entsorgung zu überlassen ist. Bei Notwendigkeit ist der Leerungsbedarf dem AZV-L anzuzeigen. Dies kann telefonisch oder schriftlich geschehen. Der AZV-L wird dann ein Unternehmen (z. Zt. Fa. Berndt) mit der Leerung beauftragen. Den Gebührenbescheid erhält der Grundstückseigentümer vom AZV-L. Informationen zu den Gebührenhöhen erhalten Sie hier. ( link zu § 44 AbwS)
Mobile Fäkalentsorgung Fa. Berndt : 035854682150
Rohr- und Kanalservice Dietmar Berndt, Löbau GmbH, Herwigsdorfer Str. 43 in 02708 Löbau
Wie setzt sich die Grundgebühr zusammen?
Im Verbandsgebiet des AZV-L wird die Grundgebühr nach Einwohnergleichwerten erhoben (§ 45 AbwS). Das bedeutet, jede mit Hauptwohnung gemeldete Person, entspricht einem Einwohnergleichwert. Für das Gebührenjahr ist die Anzahl der gemeldeten Einwohner zum Stichtag 01.07. maßgeblich.
Sofern also Veränderungen der Einwohnerzahl nach dem 01.07. eintreten, werden diese erst im darauf folgenden Gebührenjahr berücksichtigt. Die Gebührenbescheide werden für den AZV-L durch die SOWAG mbH erstellt. Sollte sich nach dem 01.07. die Personenzahl ändern, so ist die Anpassung der Abschlagszahlungen jederzeit möglich. Hierfür ist Frau Herrmann (03583/773715) von der SOWAG mbH ihre Ansprechpartnerin.
Muss ich Veränderungen der Anzahl der in meinem Haushalt lebenden Personen dem Verband mitteilen?
Das ist natürlich möglich, jedoch nicht zwingend erforderlich. Da sich der Verband bei der Erhebung der Grundgebühr auf die amtlichen Meldedaten der Mitgliedsgemeinden stützt, werden eingetretene Änderungen in regelmäßigen Abständen dem Verband automatisch mitgeteilt.
Wie wird die Abwassermenge, welche den Abwassergebühren zugrunde liegt ermittelt?
Als angefallene Abwassermenge und somit Grundlage für die Abwassergebühren gilt gem. § 42 AbwS der Verbrauch nach dem öffentlichen Trinkwasserzähler. Bei der Nutzung von Brauch- bzw. Brunnenwasser kommt der mithilfe eines Zwischenzählers ermittelte Verbrauch hinzu bzw. stellt die Bemessungsgrundlage dar.
Soweit eine öffentliche Trinkwasserversorgung nicht vorliegt und das über Brauch- bzw. Brunnenwasser bezogene Frischwasser auch nicht über Zwischenzähler erfasst wird, erfolgt eine Schätzung der Verbrauchsmenge. Dabei wird ein spezifischer Verbrauch von 40 m³ pro Kopf und Jahr in Ansatz gebracht (§ 42 Abs.3 AbwS).
Können Wassermengen, die nicht in die Kanalisation gelangen, wie z. B. Gießwasser vom Gesamtverbrauch abgesetzt werden?
Gem. § 43 AbwS ist dies möglich. Hierfür hat der Gebührenschuldner einen Nachweis mittels eines geeichten Zwischenzählers zu erbringen. Der Einbau eines sog. Absetzzählers ist dem AZV-L anzuzeigen.
Exaktes Einbaudatum,
Einbauzählerstand sowie
Eichzeit des Zählers.
Gern können Sie zu diesem Zweck auch unser vorbereitetes Formular verwenden, das Sie hier finden. (ß link zum Formular)
Durch den AZV-L werden diese Daten an die SOWAG mbH weitergeleitet, so dass der Zwischenzähler auf der Ablesekarte, welche zum Jahresende durch die SOWAG mbH versandt wird, ebenfalls erscheint und mit abgelesen werden kann. Die mit diesem Zwischenzähler ermittelte Menge wird dann vom Jahresgesamtverbrauch abgezogen und nicht mit Abwassergebühren belegt.
Bei landwirtschaftlichen Betrieben mit Tierhaltung kann die abzusetzende Menge auch pauschal ermittelt werden. Hierfür gelten die Umrechnungsschlüssel für Tierbestände in Vieheinheiten. Auf den § 43 (3) AbwS sowie die Anlage 1 zur AbwS wird hingewiesen. Zu beachten ist dabei, dass die Anzahl der Tiere anhand eines aktuellen Bescheides der Sächsischen Tierseuchenkasse nachgewiesen werden muss.
Wie verhalte ich mich im Falle eines Wasserrohrbruches?
Zunächst gilt es, den Mehrverbrauch festzustellen. Meist lässt sich dies im Vergleich der Vorjahresverbräuche feststellen. An den AZV-L ist dann ein schriftlicher Antrag mit genauer Bezeichnung der Abwassermenge zu stellen. Jeder Antrag wird individuell behandelt und durch den Verbandsvorsitzenden oder ggf. durch den Verwaltungsrat entschieden. Die Entscheidung wird durch den AZV-L selbstverständlich dem Antragsteller, zugleich aber auch der SOWAG mbH zur weiteren Bearbeitung zugestellt.