Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=AnwBl%202006,%20145
Timestamp: 2019-10-22 20:31:28
Document Index: 106565586

Matched Legal Cases: ['§ 55', '§ 103', '§ 104', '§ 55', '§ 55', '§ 103', '§ 160', '§ 103', '§ 55', 'BGH']

Rechtsprechung: AnwBl 2006, 145 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: OLG Nürnberg, 29.08.2005
https://dejure.org/2005,4461
OLG Nürnberg, 29.08.2005 - 6 W 916/05 (https://dejure.org/2005,4461)
OLG Nürnberg, Entscheidung vom 29.08.2005 - 6 W 916/05 (https://dejure.org/2005,4461)
OLG Nürnberg, Entscheidung vom 29. August 2005 - 6 W 916/05 (https://dejure.org/2005,4461)
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Voraussetzung der Vereinbarung einer Einigungsgebühr im Kostenfestsetzungsverfahren oder im Vergütungsfestsetzungsverfahren
§ 55 RVG, § 103 ZPO, § 104 ZPO
Einigungsgebühr nur bei Vergleichsprotokollierung
LG Nürnberg-Fürth, 21.04.2005 - 16 T 2852/05
NJW-RR 2006, 1367
MDR 2006, 234
Verschiedene Gerichte lehnen die Erstattungsfähigkeit ab (OLG Nürnberg, MDR 2006, 234 ; OLG Celle JurBüro 1984, 125)).
(3) Endlich vermag auch das Argument, dass die Rechtssicherheit die eindeutige Feststellbarkeit einer die Einigungsgebühr auslösenden gerichtlichen Vereinbarung der Parteien gebiete (so OLG Nürnberg MDR 2006, 234 (235)), nicht zu überzeugen.
Die von dem Bundesgerichtshof zur Begründung aufgeführten Argumente sind indes nicht auf das Festsetzungsverfahren nach § 55 RVG zu übertragen (so aber: OLG Nürnberg MDR 2006, 234 (235)).
Entgegen der Auffassung des OLG Nürnberg (MDR 2006, 234 (235)) ist das Festsetzungsverfahren (§ 55 RVG ) daher nicht ohne weiteres mit dem Kostenfestsetzungsverfahren (§ 103 ff. ZPO ) zu vergleichen.
Die Festsetzung einer Einigungsgebühr erfordert nämlich die Protokollierung einer Vereinbarung entsprechend §§ 160 Abs. 3 Ziff. 1, 162 Abs. 1 ZPO (OLG Nürnberg, Anwaltsblatt 2006, 145 f.).
Das Beschwerdegericht vermag bereits nicht zu erkennen, dass diese für das Kostenfestsetzungsverfahren gemäß §§ 103 ff. ZPO angestellten Überlegungen ohne weiteres auf das Vergütungsfestsetzungsverfahren nach § 55 RVG übertragbar wären (a.A. OLG Nürnberg, Beschl. v. 29.8.2005, NJW-RR 2006 S. 1367, insoweit ohne Begründung).
Die gegenteilige Auffassung des OLG Nürnberg in seinem Beschluss vom 29.8.2005 Az. 6 W 916/05, NJW-RR 2006, 1367, und des BGH in seiner Entscheidung vom 28.3.2006 Az. VIII ZB 29/05.