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Timestamp: 2016-10-25 19:20:27
Document Index: 9269432

Matched Legal Cases: ['Art. 105', 'Art. 105', 'Art. 42', 'Art. 106', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 61', 'Art. 64', 'Art. 66', 'Art. 68']

2C_832/2012 (10.09.2012)
2C_832/2012
beide vertreten durch Rechtsanwalt Yassin Abu-Ied,
1.1 X.________ (geb. 1952) von Bosnien/Herzegowina kam 1993 als Fl�chtling zu seiner Frau Y.________ und den gemeinsamen Kindern in die Schweiz. Am 18. Januar 2011 verzichteten die Eheleute, die seit 2003 (Ehefrau) und 2004 (Ehemann) �ber Niederlassungsbewilligungen im Kanton Graub�nden verf�gten, auf ihren Asyl- und Fl�chtlingsstatus, worauf das Bundesamt f�r Migration am 1. Februar 2011 diesen widerrief.
1.2 Am 25. Juli 2011 stellte das Amt f�r Polizeiwesen und Zivilrecht (Fremdenpolizei) des Kantons Graub�nden fest, dass die Niederlassungsbewilligungen von X.________ und Y.________ erloschen seien, da sie sich mehrheitlich in Bosnien/Herzegowina aufhielten und ihr tats�chlicher Lebensmittelpunkt sich dort befinde. Die kantonalen Rechtsmittelinstanzen best�tigten diese Einsch�tzung. Mit Eingabe vom 4. September 2012 beantragen X.________ und Y.________ vor Bundesgericht, das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graub�nden vom 19. Juni 2012 aufzuheben und ihnen die Niederlassungsbewilligungen zu belassen.
2.1 Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, wie die Vorinstanz ihn festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann diesen bloss berichtigen oder erg�nzen, wenn er offensichtlich unrichtig oder in Verletzung wesentlicher Verfahrensrechte ermittelt worden ist (Art. 105 Abs. 2 BGG). Die betroffene Person muss rechtsgen�gend dartun, dass und inwiefern der festgestellte Sachverhalt bzw. die beanstandete Beweisw�rdigung klar und eindeutig mangelhaft erscheint (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG; vgl. BGE 133 II 249 E. 1.4.3; 133 III 350 E. 1.3). Auf rein appellatorische Kritik an der Beweisw�rdigung tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 136 II 101 E. 3 S. 104 f.). Die Beschwerdef�hrer m�ssen - in Auseinandersetzung mit der Begr�ndung im angefochtenen Entscheid - im Einzelnen dartun, inwiefern die Beweisw�rdigung offensichtlich unhaltbar und damit willk�rlich erscheint (vgl. BGE 134 II 244 E. 2.1 - 2.3).
2.2 Die vorliegende Eingabe gen�gt diesen Anforderungen nicht: Die Beschwerdef�hrer beschr�nken sich darauf, (teils w�rtlich) dieselben Argumente zu wiederholen, die sie bereits vor der Vorinstanz vorgetragen haben, um zu belegen, dass sie sich regelm�ssig in der Schweiz aufgehalten h�tten (Arztbesuche, Telefonrechnungen usw.). Mit den Ausf�hrungen im angefochtenen Entscheid, warum diese nicht geeignet erschienen, darzutun, dass sie im Beurteilungszeitpunkt die Schweiz nicht f�r mehr als sechs Monate verlassen h�tten (Stromrechnung, Bankbez�ge in Bosnien), setzen sie sich nicht auseinander. Sie zeigen entgegen ihrer R�gepflicht nicht auf, dass und inwiefern die Annahme offensichtlich unhaltbar oder anderweitig verfassungswidrig w�re, sie h�tten das Land tats�chlich f�r mehr als sechs Monate verlassen bzw. ihren Lebensmittelpunkt ins Ausland verlegt, weshalb die Niederlassungsbewilligungen dahin gefallen seien (Art. 61 Abs. 2 AuG [SR 142.20]). Dies ist auch nicht ersichtlich, nachdem sie nicht (mehr) bestreiten, dass sie vor dem Amt f�r Polizeiwesen und Zivilrecht (Fremdenpolizei) selber erkl�rt haben, sich im Jahre 2010 etwa vier- bis f�nfmal f�r jeweils ungef�hr zwei Monate in Bosnien aufgehalten zu haben, wo sie sich wirklich zu Hause f�hlten, sie �ber ein Einfamilienhaus mit 5 Zimmern und �ber diverse Grundst�cke (rund 10'000 m2) sowie einen Obstgarten verf�gten, den sie regelm�ssig pflegten.
Da die Eingabe den gesetzlichen Begr�ndungsanforderungen nicht gen�gt, kann darauf nicht eingetreten werden. Die Beschwerde war in der vorliegenden Form aussichtslos, weshalb dem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung nicht entsprochen werden kann (Art. 64 Abs. 1 BGG). Die unterliegenden Beschwerdef�hrer haben die Verfahrenskosten zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Es sind keine Parteientsch�digung geschuldet (vgl. Art. 68 BGG).
2.2 Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden den Beschwerdef�hrern unter solidarischer Haftbarkeit auferlegt.