Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=11.05.1993&Aktenzeichen=VI%20ZR%20207/92
Timestamp: 2019-05-26 18:48:03
Document Index: 91810006

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 287', '§ 287', 'BGH', '§ 287', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 11.05.1993 - VI ZR 207/92 - dejure.org
https://dejure.org/1993,1846
BGH, 11.05.1993 - VI ZR 207/92 (https://dejure.org/1993,1846)
BGH, Entscheidung vom 11.05.1993 - VI ZR 207/92 (https://dejure.org/1993,1846)
BGH, Entscheidung vom 11. Mai 1993 - VI ZR 207/92 (https://dejure.org/1993,1846)
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Schadensschätzung - Behandlungsfehler - Operation - Klägervortrag - Leistungsfähigkeit
OLG München, 04.06.1992 - 1 U 3379/91
NJW 1993, 2383
VersR 1993, 969
Erstattungsfähigkeit des an den Geschäftsführer einer GmbH aufgrund bestrittener …
Das Berufungsgericht ist aber der Verpflichtung des Tatrichters nicht gerecht geworden, im Rahmen der Schadensermittlung nach § 287 ZPO den gesamten Parteivortrag zu würdigen und alle für die Beurteilung maßgeblichen Umstände zu berücksichtigen (Senatsurteil vom 11. Mai 1993 - VI ZR 207/92 - VersR 1993, 969, 970).
Im Rahmen der Ermittlung des Anspruchs nach § 287 ZPO ist der gesamte Parteivortrag zu würdigen und alle für die Beurteilung maßgeblichen Umstände zu berücksichtigen (BGH, Urt. v. 11.05.1993 - VI ZR 207/92 Tz. 12).
Insoweit hatte das Berufungsgericht § 287 Abs. 1 ZPO anzuwenden (vgl. Senatsurteil vom 11. Mai 1993 - VI ZR 207/02 - VersR 1993, 969 f.).
Solche Sekundärschäden ergreift die Beweislastumkehr aber ebenfalls (BGH VersR 1989, 145; VersR 1993, 969; VersR 2005, 228, 229).
Für die haftungsausfüllende Kausalität - die im vorliegenden Fall in Rede steht -, im Arzthaftungsrecht also den Zusammenhang zwischen der körperlichen oder gesundheitlichen Primärschädigung und Sekundärschäden an Gesundheit oder Vermögen, gelten die Grundsätze der Beweislastumkehr grundsätzlich nicht, es sei denn, der Sekundärschaden war eine typische Folge der Primärverletzung (BGH NJW 1988, 2948; BGH NJW 1993, 2383).
Der Verdienstausfall stellt jedoch einen Sekundärschaden dar (vgl. BGH, VersR 93, 969).
Beim groben Behandlungsfehler gilt die Beweislastumkehr für durch den Fehler des Arztes unmittelbar verursachten haftungsbegründenden Gesundheitsbeschädigungen oder die "Sekundärschäden" - also Schäden, die erst durch den Gesundheitsschaden entstanden sind - wenn diese "Sekundärschäden" eine typische Folge der Primärverletzung sind (BGB NJW 1988, S. 2948, BGH in Versicherungsrecht 1993, S. 969).
Die Unfallursächlichkeit läßt sich danach schon dann feststellen, wenn der Schaden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf dem Unfallereignis beruht (…vgl. Geigel-Rixecker, Der Haftpflichtprozeß, 22. Aufl., Kap. 37, Rn. 48 ff; Lemcke, in NZV 1996, 337; BGH NJW 1993, 2383).
1988, 466 (467); BGH VersR 1993, 969 (970); BGH VersR 2012, 917; BGH NJW 2014, 3151.