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Timestamp: 2016-10-24 07:04:53
Document Index: 78362637

Matched Legal Cases: ['Art. 4', 'Art. 8', 'Art. 12', 'BGE', 'Art. 12', 'Art. 12', 'BGE', 'Art. 12', 'BGE', 'Art. 134', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 135', 'Art. 156']

Die 1942 geborene und bei der Helsana Versicherungen AG (nachfolgend: Helsana oder Beschwerdef�hrerin) krankenversicherte E.________, selbstst�ndig erwerbende Handelsvertreterin und Importeurin, meldete sich am 7. Dezember 2000 wegen grauem Star am linken Auge bei der IV-Stelle Bern (nachfolgend: IV-Stelle) zum Leistungsbezug an. Dr. med. T.________ best�tigte, dass die Versicherte nach der Kataraktoperation vom 11. Dezember 2000 auch am linken Auge wieder �ber einen vollen Visus verf�ge bei einem Fernvisus rechts mit einer leichten Astigmatismuskorrektur von 1,0 (Bericht vom 26. M�rz 2001). Mit Verf�gung vom 3. August 2001 lehnte die IV−Stelle das Leistungsgesuch ab, weil bei einem normalsichtigen Auge eine einseitige Sehbeeintr�chtigung nicht zu Invalidit�t f�hre, wenn kein Beruf ausge�bt werde, der Binokularsehen erfordere.
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragt die Helsana, die IV−Stelle habe unter Aufhebung des angefochtenen Entscheids die Kataraktoperation vom 11. Dezember 2000 zu �bernehmen; eventuell sei die Sache zur Einholung eines arbeitsmedizinischen Gutachtens an die Vorinstanz zur�ckzuweisen, um die Frage zu kl�ren, ob E.________ bei ihrer T�tigkeit auf Binokularsehen angewiesen sei und sich Blendeffekte sowie "die Unf�higkeit Distanzen korrekt absch�tzen zu k�nnen und Farben richtig zu unterscheiden, st�rend" auswirken w�rden.
W�hrend die IV-Stelle und das Bundesamt f�r Sozialversicherung (BSV) auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schliessen, liess sich die Versicherte nicht vernehmen.
Das kantonale Gericht hat die Bestimmungen �ber den Invalidit�tsbegriff (Art. 4 Abs. 1 IVG), die Voraussetzungen des Anspruchs auf Eingliederungsmassnahmen im Allgemeinen (Art. 8 Abs. 1 IVG), den Anspruch auf medizinische Massnahmen im Besonderen (Art. 12 Abs. 1 IVG) sowie die hiezu ergangene Rechtsprechung (BGE 120 V 279 Erw. 3a, 115 V 194 Erw. 3, 112 V 349 Erw. 2, 105 V 19 und 149 Erw. 2a, 104 V 81 f. Erw. 1, 102 V 41 f. Erw. 1) zutreffend dargelegt. Richtig sind auch die Ausf�hrungen dazu, dass die �bernahme der Staroperation als medizinische Eingliederungsmassnahme im Sinne von Art. 12 Abs. 1 IVG grunds�tzlich in Frage kommen kann (AHI 2000 S. 299 Erw. 2a mit Hinweisen). Darauf wird verwiesen.
Strittig ist, ob die Invalidenversicherung die Kataraktoperation vom 11. Dezember 2000 am linken Auge �bernehmen muss.
3.1 Die Vorinstanz erkannte zutreffend, dass die Versicherte in Bezug auf das rechte Auge �ber eine volle Sehf�higkeit mit einer leichten Astigmatismuskorrektur von 1,0 verf�ge, weshalb einzig zu pr�fen sei, ob die Handelsvertreterin/Importeurin durch den linksseitigen grauen Star in der Erwerbsf�higkeit eine wesentliche Beeintr�chtigung erleide oder von einer wesentlichen Beeintr�chtigung unmittelbar bedroht sei. Zu Recht verneinte dies das kantonale Gericht mit der Begr�ndung, die vorliegend zur Diskussion stehende Berufst�tigkeit sei mit derjenigen eines Verkaufsleiters vergleichbar, weshalb unter Verweis auf AHI 2000 S. 296 Erw. 4b nicht ersichtlich sei, inwiefern das einseitige Augenleiden die Versicherte in der Aus�bung ihrer Erwerbst�tigkeit h�tte dermassen behindern k�nnen, dass ihre Erwerbsf�higkeit im Sinne von Art. 12 Abs. 1 IVG wesentlich beeintr�chtigt worden w�re. Soweit sie Blendeffekte geltend mache, sei festzuhalten, dass diese mit geeigneten Massnahmen (Anordnung des Arbeitsplatzes, Abdecken des linken Auges) gemindert werden k�nnten.
3.2 Was die Helsana hiegegen mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorbringt, ist unbegr�ndet. Unter Verweis auf BGE 103 V 11 Erw. 3a macht die Beschwerdef�hrerin geltend, die Kataraktoperation sei "nach der Praxis des EVG von der IV stets als medizinische Eingliederungsmassnahme im Sinne von Art. 12 IVG zu �bernehmen". In BGE 103 V 11 (insbesondere S. 13 Erw. 3a) steht jedoch nichts dergleichen. Weiter argumentiert die Helsana, jeder Berufst�tige habe ein Anrecht auf binokulares Sehen, da er sonst nicht in der Lage sei, Distanzen einzusch�tzen. Dies trifft offensichtlich schon deshalb nicht zu, weil auch Ein�ugige grunds�tzlich zum Beispiel die Voraussetzungen zum Lenken eines Personenwagens erf�llen k�nnen (Urteil S. vom 5. November 2002, I 149/02, Erw. 3.3) und somit insbesondere im Strassenverkehr auf die F�higkeit, Distanzen abzusch�tzen, verf�gen m�ssen. In Bezug auf die im Weiteren geltend gemachten Blendeffekte und Beeintr�chtigungen der Farbdifferenzierung, die angeblich ein exaktes Ausw�hlen der einzukaufenden und zu verkaufenden Artikel mit gl�nzenden Oberfl�chen verunm�glichten und sich vor allem bei der f�r die Berufsaus�bung notwendigen Reiset�tigkeit mit dem Auto bei Nacht st�rend auswirken w�rden, hielten Vorinstanz und IV-Stelle zutreffend entgegen, die st�renden Blendeffekte k�nnten durch geeignete Massnahmen wie zum Beispiel das Abdecken eines Auges gemindert werden, weil die Versicherte nicht auf Binokularsehen angewiesen sei.
3.3 Steht nach dem Gesagten fest, dass die Versicherte bei der Aus�bung ihres Berufes nicht auf binokulares Sehen angewiesen ist und mit dem rechten Auge �ber eine volle Sehf�higkeit mit einem Fernvisus von 1,0 bei einer leichten Astigmatismuskorrektur verf�gt, haben Vorinstanz und IV-Stelle die �bernahme der Staroperation links als medizinische Eingliederungsmassnahme zu Lasten der Invalidenversicherung zu Recht abgelehnt.
Nach Art. 134 OG darf das Eidgen�ssische Versicherungsgericht im Beschwerdeverfahren �ber die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen den Parteien in der Regel keine Verfahrenskosten auferlegen. Diese Bestimmung wurde vom Gesetzgeber vor allem im Interesse der Versicherten geschaffen, die mit einem Sozialversicherer im Streit stehen (BGE 126 V 192 Erw. 6). Rechtsprechungsgem�ss findet der Grundsatz der Unentgeltlichkeit des Verfahrens vor dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht keine Anwendung, wenn sich zwei Unfallversicherer (BGE 120 V 494 Erw. 3, 119 V 223 Erw. 4c), eine Krankenkasse und ein Unfallversicherer (BGE 126 V 192 Erw. 6, AHI 1998 S. 110) oder die Invalidenversicherung und der Unfallversicherer (AHI 2000 S. 206 Erw. 2) �ber ihre Leistungspflicht f�r einen gemeinsamen Versicherten streiten. Gleiches hat zu gelten, wenn, wie vorliegend, die Krankenkasse und die Invalidenversicherung im Streit um die Leistungspflicht f�r medizinische Massnahmen stehen. Folglich hat die unterliegende Helsana die Gerichtskosten zu tragen (Art. 135 in Verbindung mit Art. 156 Abs. 1 und 3 OG).
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, der Ausgleichskasse des Kantons Bern, dem Bundesamt f�r Sozialversicherung und E.________ zugestellt.