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Timestamp: 2019-04-21 13:24:33
Document Index: 267604265

Matched Legal Cases: ['§ 315', '§ 315', '§ 316', 'BGH', '§ 316', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 316', 'BGH', '§ 315', 'BGH', '§ 69', '§ 316', '§ 315', '§ 316', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 316', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 316', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 316', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: 4 StR 297/90 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: OLG Zweibrücken, 28.06.1990 | OLG Stuttgart, 28.06.1990
Kraftfahrer - Absolute Fahruntüchtigkeit - Grenzwert - Blutalkoholkonzentration - Neubestimmung
Zum Grenzwert der alkoholbedingten absoluten Fahruntüchtigkeit eines Kraftfahrers im Sinne der §§ 315 c Abs. 1 Nr. 1 a, 316 StGB
StGB (1975) § 315c Abs. 1 Nr. 1a, § 316
Kraftfahrer sind bei einem Blutalkoholgehalt von 1,1 Promille absolut fahruntüchtig
Verkehrsrecht - Absolute Fahruntüchtigkeit - 1,1 Promille
Absolute Fahruntüchtigkeit bei Autofahrern liegt bei 1,1 Promille - Seit 1966 geltender Grenzwert von 1,3 Promille aufgehoben
BGHSt 37, 89
NJW 1990, 2393
NStZ 1990, 491
NZV 1990, 357
NJ 1990, 510
StV 1990, 353
VersR 1990, 1177
VersR 1990, 177
Nach dieser Vorschrift ist bei einer Trunkenheitsfahrt (§ 316 StGB) insbesondere in Fällen absoluter Fahruntüchtigkeit (ab 1, 1 Promille, vgl. BGH, Beschluss vom 28. Juni 1990 - 4 StR 297/90 - BGHSt 37, 89) und selbst bei relativer Fahruntüchtigkeit (ab 0, 3 Promille in Verbindung mit einer alkoholbedingten Ausfallerscheinung) in der Regel die Fahrerlaubnis zu entziehen.
Der Bundesgerichtshof hat deshalb eine Abweichung in einer Rechtsfrage angenommen, wenn es Rechtsbegriffe (BGHSt 22, 341, 343), allgemeine Erfahrungssätze (BGHSt 21, 157, 158; 23, 156, 157; 31, 86, 90; 34, 133; 37, 89, 91) oder die rechtlichen Grenzen der freien richterlichen Beweiswürdigung (BGHSt 25, 365, 366 f) zu klären galt.
Der von der Rechtsprechung bestimmte Grenzwert der absoluten Fahruntüchtigkeit setzt sich zusammen aus einem Grundwert, bei dem mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keine Fahrtüchtigkeit mehr vorliegt, und einem Sicherheitszuschlag zum Ausgleich der technischen und naturwissenschaftlich nicht ausschließbaren Meßungenauigkeiten (BGHSt 21, 157, 160 f; 28, 1, 2 f; 34, 133, 136; 37, 89, 92).
Außerdem muß durch Bekanntgabe der Einzelmeßwerte nachgewiesen werden, daß die Abweichungen unter den bei der Bestimmung des Sicherheitszuschlages berücksichtigten Maximalwerten liegen (BGHSt 28, 235, 236 f; 37, 89, 98).
Sie spiegeln anders als die von der Rechtsprechung durch den Senat bestimmten Grenzwerte "absoluter" Fahruntüchtigkeit im Sinne des § 316 StGB (BGHSt 5, 168; 21, 157; 34, 133; 37, 89) - nicht medizinisch-naturwissenschaftliche Erfahrungssätze wider, die im Rahmen tatrichterlicher Beweiswürdigung Beachtung finden, sondern erfüllen - unter der Voraussetzung verfahrensbezogen ordnungsgemäßen Zustandekommens - bei Vorliegen entsprechender Meßwerte für sich selbst die tatbestandlichen Voraussetzungen.
Diese Qualitätsanforderungen an die Blutprobe (arithmetischer Mittelwert aus fünf Einzeluntersuchungen zweier unterschiedlicher Meßverfahren bzw. aus vier Einzeluntersuchungen nach dem GC und dem ADH-Verfahren) gehen auf das Gutachten des Bundesgesundheitsamtes "Alkohol bei Verkehrsstraftaten" von 1966 (…Gutachten 1966 aaO) zurück, das der Festlegung der "Beweisgrenzwerte" der "absoluten" Fahruntüchtigkeit im Sinne der §§ 315c Abs. 1 Nr. 1 Buchst. a), 316 Abs. 1 StGB durch den Senat zugrundeliegt (BGHSt 21, 157; 37, 89).
Ixmeier (…a. a. O.) weist zu Recht darauf hin, dass bereits nach damaliger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (B.v. 28.6.1990 - 4 StR 297/90 - NJW 1990, 2393) ab einer BAK von 1, 1â?° eine absolute Fahrunsicherheit anzunehmen und somit regelmäßig bei einer Trunkenheitsfahrt ab 1, 1â?° nach § 69 StGB die Fahrerlaubnis zu entziehen war.
Strafrechtlich ist hingegen seit der Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 28. Juni 1990 (4 StR 297/90 - NJW 1990, 2393) die Fahrerlaubnis wegen Alkoholmissbrauchs (Trunkenheitsfahrt nach § 316 StGB oder Straßenverkehrsgefährdung nach § 315c Abs. 1 Nr. 1 Buchst. a StGB) in der Regel zu entziehen, wenn ein Fahrerlaubnisinhaber mit einer BAK ab 1, 1â?° ein Kraftfahrzeug im öffentlichen Straßenverkehr führt (absolute Fahrunsicherheit).
OLG Hamburg, 19.12.2016 - 1 Rev 76/16
Segway unterfällt dem Kraftfahrzeugbegriff des § 316 StGB
Wird bei einer alkoholbedingten Fahrunsicherheit der sich auf juristischer Bewertung medizinisch-naturwissenschaftlicher Erkenntnisse gründende und für alle Führer von Kraftfahrzeugen geltende Beweisgrenzwert einer Blutalkoholkonzentration von 1, 1 Promille erreicht (vgl. BGH, Beschl. v. 28. Juni 1990 - 4 StR 297/90, BGHSt 37, 89, 91, 99), steht die Fahruntüchtigkeit unwiderleglich fest.
BGH, 03.11.1998 - 4 StR 395/98
Beim Alkohol haben gute Quantifizierbarkeit, bekanntes Stoffwechselverhalten sowie überprüfbare und bedingt reproduzierbare Wirkungsweise (vgl. OLG Köln NJW 1990, 2945, 2946 m.N.) es der Rechtsprechung ermöglicht, auf der Grundlage der gleichzeitig und gleichrangig zu würdigenden Ergebnisse sowohl der biologisch-medizinischen als auch der statistischen Alkoholforschung und unter besonderer Berücksichtigung der Ergebnisse von Fahrversuchen (BGHSt 21, 157, 160; 37, 89, 92) die Blut-Alkoholkonzentration festzulegen, bei der der Betreffende in seiner psychophysischen Leistungsfähigkeit so vermindert und in seiner Gesamtpersönlichkeit so wesentlich verändert ist, daß er den Anforderungen des Verkehrs nicht mehr durch rasches, angemessenes und zielbewußtes Handeln zu genügen vermag (zuletzt BGHSt 37, 89: 1,1 %o für Kraftfahrer); er ist deshalb "absolut" fahruntüchtig (BGHSt 21, 157, 160; 37, 89, 95).
Waffenrechtliche Erlaubnisse; Widerruf; Zuverlässigkeit; Alkoholgenuss; …
Nach dem Beschluss des Bundesgerichtshofs vom 28. Juni 1990 - 4 StR 297/90 - (BGHSt 37, 89) liege eine "absolute Fahruntüchtigkeit" erst bei einem Blutalkoholgehalt von 1, 1 â?° vor, wobei ein Sicherheitsabschlag von 0, 1 â?° einbezogen sei.
BGH, 28.11.1991 - 4 StR 366/91
Umfang der Feststellungen bei Verhängung eines Fahrverbots; Bußgeldverfahren
Dies spiegelt sich besonders in der Zunahme der Verkehrsdichte mit nahezu einer Verdoppelung des Verkehrsaufkommens wider (vgl. BGHSt 37, 89, 94; OLG Celle NZV 1991, 199, 200 = VRS 81, 49, 51; Heck NZV 1991, 173, 179; Grohmann MDR 1991, 1026, 1027), in deren Folge verkehrsordnungswidriges Verhalten zwangsläufig zu erhöhten Gefahren für andere Verkehrsteilnehmer geführt hat.
KG, 15.02.2016 - 3 Ws (B) 538/15
Alkoholverbot für Fahranfänger bei einer Atemalkoholkonzentration von 0,05 mg/l
Ab welchem Messwert danach eine Beeinflussung des Fahrers angenommen werden kann, lässt sich nur auf der Grundlage medizinisch-naturwissenschaftlicher Erkenntnisse entscheiden (vgl. - zur absoluten Fahruntüchtigkeit im Sinne der §§ 316, 315 c Abs. 1 Nr. 1a StGB - BGH NZV 1990, 357).
Der in dem aktuellen 0, 5-Promille-Wert enthaltene Zuschlag von 0, 1 Promille entspricht vielmehr dem Zuschlag, den der Bundesgerichtshof in seiner Grundsatzentscheidung vom 26. Juni 1990 (NZV 1990, 357, 358) auf der Grundlage eines in seinem Auftrag erstellten Gutachtens des Bundesgesundheitsamtes aus dem Jahr 1989 (Schoknecht NZV 1990, 104) für den Blutalkoholgrenzwert der absoluten Fahruntüchtigkeit vorgegeben hat.
Zur Begründung stützt sich das Gericht allein auf das Ergebnis des Ringversuchs aus dem Jahr 1988, auf dessen Grundlage der Bundesgerichtshof die Grenze der absoluten Fahruntüchtigkeit auf 1, 1 Promille herabgesetzt hat (NZV 1990, 357, 358).
BGH, 10.01.1995 - VI ZR 247/94
Berücksichtigung absoluter Fahruntüchtigkeit
OLG Oldenburg, 24.02.2014 - 1 Ss 204/13
BGH, 20.07.1999 - 4 StR 106/99
Blutalkoholuntersuchung nach dem ADH- und Gaschromatographie-Verfahren; Absolute …
OLG Karlsruhe, 28.07.1997 - 2 Ss 89/97
OLG Stuttgart, 18.03.2013 - 1 Ss 661/12
Alkoholgrenzwert bei Fahranfängern
BGH, 25.09.2002 - IV ZR 212/01
VGH Hessen, 03.11.2005 - 1 TG 1668/05
Schriftformerfordernis; Email; qualifizierte elektronische Signatur erforderlich
BVerfG, 27.06.1994 - 2 BvR 1269/94
Verfassungsmäßigkeit der 1,1 %-Grenze für die Tatbestandsverwirklichung des § 316 …
BGH, 25.09.2006 - 4 StR 322/06
Rückrechnung auf die Tatzeit-BAK
BVerwG, 03.03.1998 - 1 D 13.97
Beamtenrecht - Berücksichtigung nicht getilgter Vorstrafen im …
LSG Bayern, 17.04.2012 - L 3 U 543/10
Wegeunfall und Alkohol - Einstandspflicht der Gesetzlichen Unfallversicherung
BVerfG, 27.04.1995 - 1 BvR 729/93
Rechtssatzverfassungsbeschwerde gegen gesetzgeberisches Unterlassen
BSG, 20.06.1995 - 8 RKnU 2/94
Versicherungsfall - Rückwirkungsklausel
OLG Hamm, 15.01.1997 - 20 U 144/96
Begriff der Bewußtseinsstörung in der Unfallversicherung
BGH, 07.04.1994 - 4 StR 130/94
Zur Annahme von Trunkenheit bei einer Fluchtfahrt vor der Polizei
VG Neustadt, 30.01.2012 - 3 K 954/11
Untersagen des Führens von Fahrzeugen wegen einmaliger Trunkenheitsfahrt mit dem …
OVG Thüringen, 10.07.2007 - 2 EO 184/07
Anordnung des Ruhens der Approbation eines Apothekers, Wechsel der …
OLG Hamm, 23.09.2003 - 1 Ss 319/03
relative Fahruntüchtigkeit; Alkoholisierung; Blutalkoholkonzentration
OLG Köln, 19.10.1999 - 9 U 90/98
Versicherung, Kaskoversicherung, Alkohol, absolute Fahruntüchtigkeit, Blutprobe, …
OLG Düsseldorf, 02.05.1994 - 5 Ss 358/93
Nachweis der rauschbedingter Fahruntüchtigkeit
OLG Hamm, 08.05.2007 - 4 Ss 159/07
Trunkenheitsfahrt; Drogenfahrt; Feststellungen; Fahrunsicherheit; Nachweis; …
OLG Hamm, 28.01.2010 - 6 U 159/09
Berücksichtigung der absoluten Fahruntüchtigkeit eines Unfallbeteiligten im …
LG Hamburg, 11.05.2006 - 603 Qs 195/06
Trunkenheit im Schiffsverkehr: Absolute Fahruntüchtigkeit des Schiffsführers bei …
OLG Düsseldorf, 17.12.2002 - 4 U 114/02
Unfallversicherungsschutz: Vorliegen einer alkoholbedingten Bewusstseinsstörung …
BGH, 14.03.1991 - 4 StR 84/91
Beweiswert eines individuellen Blutalkoholabbauwertes aufgrund zweier Blutproben
LSG Baden-Württemberg, 17.10.2006 - L 1 U 5341/04
BayObLG, 03.11.1995 - 1St RR 97/95
OLG Düsseldorf, 28.11.2006 - 4 U 193/05
Anscheinsbeweis bei Alkoholfahrt
OLG Naumburg, 29.11.2000 - 2 Ss 318/00
Nachweis einer absoluten Fahruntüchtigkeit durch AAK-Messung nicht möglich
BGH, 29.11.1994 - 4 StR 651/94
Überhöhte Geschwindigkeit und Ampelverstöße auf einer Fluchtfahrt vor der Polizei …
OLG Köln, 20.12.1994 - Ss 559/94
AG Köln, 20.05.2014 - 272 C 20/14
Anforderungen, Haftungsverteilung, Verkehrsunfall, alkoholisierter …
OLG Karlsruhe, 18.01.2001 - Ns 1/00
Zur absoluten Fahruntüchtigkeit des Führers eines Motorsportboots auf dem …
BayObLG, 23.03.1994 - 4St RR 35/94
Fahruntüchtigkeit; Haschischgenuß; Beweisanzeichen; Grenzwert
LSG Sachsen-Anhalt, 17.04.2008 - L 6 U 39/04
Kein Arbeitsunfall nach Trunkenheitsfahrt
OLG Koblenz, 10.09.2001 - 12 U 2006/99
Kindesmisshandlung; Behandlungskosten; Kostentragung; Schadensersatzanspruch; …
BayObLG, 28.02.1992 - 1St RR 30/92
Herabsetzung des Grenzwertes der absoluten Fahruntüchtigkeit für Radfahrer
OLG Köln, 06.05.2003 - 9 U 160/02
Leistungsfreiheit eines Versicherers wegen grob fahrlässiger Herbeiführung des …
AG Aachen, 24.07.2007 - 41 Gs 1299/07
Vorliegen einer Trunkenheitsfahrt i.S.de. § 316 Strafgesetzbuch (StGB) wegen …
OLG Hamm, 11.01.2000 - 3 Ss OWi 1219/99
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OLG Düsseldorf, 02.10.1997 - 5 Ss OWi 273/97
LG Zweibrücken, 10.03.2008 - Qs 17/08
Ein möglicherweise alkoholbedingter Fahrfehler bei einer BAK von 0,67 beim …
OLG Jena, 27.11.2002 - 4 U 621/02
Alkoholbedingte Fahruntüchtigkeit bei einer festgestellten …
OLG Düsseldorf, 23.05.1995 - 5 Ss 153/95
Blutalkoholbestimmung - bei ADH-Geräten und Gaschromatographen ist keine Eichung …
AG Moers, 10.07.2003 - 606 OWi 220/03
LG Hildesheim, 21.08.1991 - 12 Qs 91/91
Grenzwert für die absolute Fahruntauglichkeit eines Radfahrers
BVerwG, 20.04.1999 - 1 D 68.97
Außerdienstliche fahrlässige Trunkenheitsfahrt und unerlaubter Waffenbesitz eines …
OLG München, 12.03.1991 - 18 U 6110/90
BayObLG, 20.07.1990 - RReg. 1 St 164/90
BVerwG, 25.01.1994 - 2 WD 28.93
Disziplinarmaßnahmen auf Grund einer Verurteilung wegen Gefährdung des …
OLG Hamm, 02.02.1999 - 4 Ss 4/99
Zweite Aufhebung, keine Blutprobe, relative Fahruntüchtigkeit aus den Umständen, …
OLG Zweibrücken, 28.06.1990 - 4 StR 297/90
BGH, 03.07.1990 - 4 StR 211/90
OLG Stuttgart, 28.06.1990 - 4 StR 297/90
BGH, 29.06.1990 - 4 StR 267/90