Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=12.10.1990&Aktenzeichen=V%20ZR%20149/89
Timestamp: 2019-06-26 05:07:57
Document Index: 164531449

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1018', '§ 873', '§ 874', '§ 1018', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1018', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1018', '§ 1018', '§ 1018', '§ 873', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 12.10.1990 - V ZR 149/89 - dejure.org
https://dejure.org/1990,1551
BGH, 12.10.1990 - V ZR 149/89 (https://dejure.org/1990,1551)
BGH, Entscheidung vom 12.10.1990 - V ZR 149/89 (https://dejure.org/1990,1551)
BGH, Entscheidung vom 12. Januar 1990 - V ZR 149/89 (https://dejure.org/1990,1551)
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Grunddienstbarkeit - Auslegung - Hofraum eines Grundstückes - Dingliches Recht - Bestellungsvertrag
BGB § 1018, § 873
NJW-RR 1991, 457
MDR 1991, 421
WM 1991, 143
Rpfleger 1991, 49
Die Gründe, die für eine Beschränkung der Umstände maßgeblich sind, die bei der Auslegung einer Grundbucherklärung herangezogen werden dürfen, gelten für das zum Inhalt des Sondereigentums zählende Zustimmungserfordernis in vollem Umfang; die Eintragung und die - soweit nach §§ 874 BGB, 3 Abs. 2 der Verfügung zulässig - in Bezug genommene Bewilligung müssen als solche geeignet sein, jedem Gutgläubigen und jedem der unbestimmten Rechtsnachfolger und Rechtsverpflichteten maßgeblich Auskunft über Bestehen und Umfang der Verfügungsbeschränkung zu erteilen (vgl. Senatsurt. v. 26. April 1961, V ZR 26/60, LM BGB § 1018 Nr. 4; v. 12. Oktober 1990, V ZR 149/89).
Aus diesen Urkunden nicht hervorgehende Umstände sind nur insoweit zu berücksichtigen, als sie nach den besonderen Verhältnissen des Einzelfalls für jedermann ohne Weiteres ersichtlich sind (in Anknüpfung an BGH, Urteil vom 23. Mai 1962, V ZR 123/60, BGHZ 37, 147, 149 = NJW 1962, 1344; BGH, Urteil vom 17. Januar 1969, V ZR 162/65, NJW 1969, 502 = MDR 1969, 469 = WM 1969, 271-273; Urteil vom 28. November 1975, V ZR 9/74, NJW 1976, 417 = MDR 1976, 303 = WM 1976, 126 ff.; Urteil vom 24. September 1982, V ZR 96/81, NJW 1983, 115 f; Urteil vom 12. Oktober 1990, V ZR 149/89, WM 1991, 143-146 = NJW-RR 1991, 457-459 = MDR 1991, 421; BGHZ 90, 181, 184 = BGH, Urteil vom 16. Februar 1984, V ZB 8/83, WM 1984, 537 f. = MDR 1984, 564 f. = NJW 1984, 2210 ff.).
Aus diesen Urkunden nicht hervorgehende Umstände sind nur insoweit zu berücksichtigen, als sie nach den besonderen Verhältnissen des Einzelfalls für jedermann ohne Weiteres ersichtlich sind (BGHZ 37, 147, 149 = NJW 1962, 1344; BGH, Urteil vom 17.01.1969 - V ZR 162/65 - NJW 1969, 502 = MDR 1969, 469 = WM 1969, 271-273; Urteil vom 28.11.1975 - V ZR 9/74 - NJW 1976, 417 = MDR 1976, 303 = WM 1976, 126 ff.; Urteil vom 24.09.1982 - V ZR 96/81 - NJW 1983, 115 f; Urteil vom 12.10.1990 - V ZR 149/89 - WM 1991, 143-146 = NJW-RR 1991, 457-459 = MDR 1991, 421; BGHZ 90, 181, 184 = BGH, Urteil vom 16.02.1984 - V ZB 8/83 - WM 1984, 537 f. = MDR 1984, 564 f. = NJW 1984, 2210 ff.;… Staudinger/Mayer, aaO, § 1018 Rn. 137).
Umstände außerhalb dieser Urkunde dürfen nur insoweit mit herangezogen werden, als sie nach den besonderen Verhältnissen des Einzelfalles für jedermann ohne weiteres erkennbar sind (BGH, Urteil vom 12.10.1990 - V ZR 149/89, NJW-RR 1991, 457, Rn. 12, zitiert nach juris;… Urteil vom 26.10.1984 - V ZR 67/83, BGHZ 92, 351, 355 = NJW 1985, 385, Rn. 12, zitiert nach juris m.w.N. jeweils zur Auslegung von Grunddienstbarkeiten).
OLG Karlsruhe, 23.02.2006 - 9 U 132/05
Wegerecht: Duldung einer Torschließanlage durch den Wegeberechtigten
(BGH v. 12.10.1990 - V ZR 149/89, MDR 1991, 421 = NJW-RR 1991, 457).
Mit dem Begriff des Fahrens wird nach allgemeinem Sprachgebrauch jede Art der Fortbewegung eines Fahrzeugs gekennzeichnet, so dass namentlich Vorwärts- und Rückwärts- und Rangierbewegungen erfasst sind und eine Nutzung der betroffenen Parzelle als eine solche Wegstrecke, um zum Haus zu gelangen, gedacht ist (vgl.BGH, MDR 1991, S. 421 ff;… OLG Düsseldorf, OLGR 1997, S. 27 ff;… Palandt-Bassenge, aaO, Rdnr. 17, m.w.N.;… Soergel-Baur, aaO, Rdnr. 15, m.w.N.;… Münchener-Kommentar-Falckenberg, aaO, Rdnr. 54, m.w.N.;… Staudinger-Mayer, aaO, m.w.N. ).
Ein dingliches Recht kann zwischen den Parteien des Bestellungsvertrages grundsätzlich keinen anderen als den durch die Grundbucheintragung entsprechend der Eintragungsbewilligung verlautbarten Inhalt haben (BGH NJW-RR 1991, 457, juris Rn. 15).
Umstände außerhalb dieser Urkunde dürfen nur insoweit mit herangezogen werden, als sie nach den besonderen Verhältnissen des Einzelfalles für jedermann ohne weiteres erkennbar sind (vgl. etwa BGHZ 92, 351, 355 = NJW 1985, 385, 386; NJW-RR 1991, 457; NJW-RR 2003, 1235 f. = Rechtspfleger 2003, 412;… Falckenberg in: MünchKomm, BGB, 4. Aufl., § 1018 Rdnr. 16 ff.;… Staudinger/Mayer, BGB, Bearbeitung 2002, § 1018 Rdnr. 137 ff.; Palandt/Bassenge;… BGB, 65. Aufl., §§ 1018 Rdn. 10, 14;… § 873 Rdn. 10, 14 jew. m.w.N.).
Eine derartige Regelung stellt jedoch einen Ausnahmefall dar und bedarf einer zweifelsfreien, in der Regel ausdrücklichen Abrede (vgl. BGH NJW-RR 1991, 457, 458 m.w.N.).
Es stellt aber einen Ausnahmefall dar, der - wie im Vertrag vom 17.03.1964 erfolgt - einer zweifelsfreien ausdrücklichen Regelung bedarf (…vgl. BGH, NJW 1974, S. 1232 f. Rn. 15; NJW-RR 1991, S. 457 ff. Rn. 15.; zitiert nach juris.de).
Aus diesen Urkunden nicht hervorgehende Umstände sind nur insoweit zu berücksichtigen, als sie nach den besonderen Verhältnissen des Einzelfalls für jedermann ohne Weiteres ersichtlich sind (BGHZ 37, 147, 149 = NJW 1962, 1344; NJW 1969, 502, 503 = LM Nr. 16; BGH NJW 1976, 417, 418 = LM Nr. 25; NJW 1983, 115, 116; MDR 1991, 421 = Rpfleger 1991, 49; BGHZ 90, 181, 184; 92, 351, 355 = NJW 1985, 385; NJW 2002, 1797, 1798 = DNotZ 2002, 718; …
35 Zu diesen ohne Weiteres erkennbaren Umständen gehören die tatsächlichen Verhältnisse beider Grundstücke, insbesondere Lage und Verwendungsart des herrschenden Grundstücks (BGH NJW 1960, 673; LM Nr. 25 = NJW 1976, 417, 418; NJW-RR 1991, 457, 458; NJW-RR 1992, 1484; 4.12.2015 - V ZR 22/15 - Rn 48, DNotZ 2016, 289; BayObLG MittBayNot 1988, 231, 232).
Umstände außerhalb der Eintragung und der in ihr in Bezug genommenen Eintragungsbewilligung dürfen nur insoweit mit herangezogen werden, als sie nach den besonderen Verhältnissen des Einzelfalles für jedermann ohne weiteres erkennbar sind (BGHZ 92, 351, 355; Senatsurt. v. 12. Oktober 1990, V ZR 149/89).
BGH, 16.10.1992 - V ZR 1/92
Anspruch wegen Beeinträchtigung einer Grunddienstbarkeit (Wegerecht) - …