Source: https://www.kirchenrecht-westfalen.de/document/26091
Timestamp: 2018-07-20 02:54:05
Document Index: 6913568

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 4', '§ 13', '§ 5', '§ 6', '§ 203', '§ 7', '§ 21', '§ 2', '§ 8', '§ 9', '§ 20']

620 Archiv Kirchenmusikgesetz (KiMuG) - Kirchenrecht Online-Nachschlagewerk
620 Archiv Kirchenmusikgesetz (KiMuG)
(Kirchenmusikgesetz – KiMuG)
(ABl. EKD 1996 S. 387; KABl. 1996 S. 321, ABl. EKD 2003 S. 133)
mit den Bestimmungen des Kirchengesetzes zur Ausführung und Ergänzung des Kirchengesetzes über den kirchenmusikalischen Dienst in der EKU
vom 13. November 1997 (KABl. 1997 S. 211),
geändert durch Erstes Kirchengesetz zur Änderung des Ausführungsgesetzes zum Kirchenmusikgesetz vom 18. November 2010 (KABl. 2010 S.343).
1 Die Kirchenmusik hat den Auftrag, bei der Verkündigung des Evangeliums zum Lobpreis Gottes mitzuwirken. 2 Sie ist ein wesentliches Element des Lebens der Kirche und ihrer Gemeinden.
3 Die Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker nehmen diesen Auftrag wahr, indem sie musikalische Gaben und Kräfte in den Gemeinden wecken und fördern sowie in Gottesdiensten, kirchenmusikalischen und anderen Veranstaltungen alte und neue geistliche Musik zum Klingen bringen.
4 Zur Wahrnehmung dieses Auftrags werden geeignete Frauen und Männer, die durch Ausbildung darauf vorbereitet sind, in kirchenmusikalische Ämter und Dienste berufen.
§ 1 AGKiMuG:
(zu § 2 Abs. 1 und 2 KiMuG)
(1) Voraussetzung für die Anerkennung oder Gleichstellung einer kirchenmusikalischen Prüfung für das Hauptamt (A oder B) ist eine Ausbildung mit einer Regelstudienzeit von 8 Semestern (Bachelor Kirchenmusik oder B-Diplom), von 4 Semestern (Master Kirchenmusik oder A-Diplom im Aufbau- oder Konsekutivstudiengang) oder von 10 Semestern bei der A-Ausbildung im grundständigen Studiengang.
(2) 1 Die kirchenmusikalische Ausbildung, die mit dem Bachelor oder dem Master abgeschlossen wird, muss der Rahmenordnung vom Dezember 2008 entsprechen. 2 Die kirchenmusikalische Ausbildung, die mit dem Diplom (A und B) abschließt, muss der Rahmenordnung für die Ausbildung und Prüfung von Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusikern vom 18. April 1991 gleichwertig sein.
§ 2 AGKiMuG:
(zu § 2 Abs. 2 … KiMuG )
( 1 ) Dem Antrag auf Zuerkennung der Anstellungsfähigkeit als Kirchenmusikerin oder Kirchenmusiker im Hauptamt (Urkunde A und B) sind beizufügen
§ 3 AGKiMuG:
(zu § 3 Abs. 1 KiMuG)
(1) 1 Das Praktikum wird in einer Kirchengemeinde bei einer hauptamtlichen Kirchenmusikerin oder einem hauptamtlichen Kirchenmusiker abgeleistet. 2 Das Nähere regelt das Landeskirchenamt durch Richtlinien.
(2) Ein außerhalb des Studiums abgeleistetes Praktikum kann anerkannt werden, wenn es unter Berücksichtigung der Richtlinien als gleichwertig anzusehen ist.
(3) Auf ein Praktikum kann verzichtet werden, wenn die Kirchenmusikerin oder der Kirchenmusiker bereits in einer Landeskirche außerhalb der Evangelischen Kirche der Union in einem Anstellungsverhältnis gestanden hat.
( 2 ) 1 Die Zuerkennung der Anstellungsfähigkeit erfolgt nach einer Bewährung im kirchenmusikalischen Dienst von in der Regel sechs Monaten und der Ablegung eines Kolloquiums. 2 Allgemeine Richtlinien für das Kolloquium erlässt der Rat2#, Einzelheiten regelt das gliedkirchliche Recht.
(zu § 3 Abs. 2 … KiMuG)
(zu § 4 Abs. 2 … KiMuG)
(zu § 5 … KiMuG)
1 Die Anstellung erfolgt auf Beschluss des Leitungsorgans der Anstellungskörperschaft. 2 Der Beschluss bedarf der kirchenaufsichtlichen Genehmigung.
( 1 ) 1 Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker in A- oder B-Stellen führen die Dienstbezeichnung »Kantorin« bzw. »Kantor«. 2 Hauptamtlichen Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusikern kann für überragende Leistungen auf kirchenmusikalischem Gebiet und für eine Wirksamkeit, die über den Bereich der anstellenden Kirchengemeinde hinausgreift, durch die Kirchenleitung im Benehmen mit der Fachberatung der Titel »Kirchenmusikdirektorin« oder »Kirchenmusikdirektor« verliehen werden.
§ 4 AGKiMuG:
(zu § 13 KiMuG)
1 Die kirchenmusikalische Fachberatung fördert die Ausübung des kirchenmusikalischen Dienstes. 2 Sie soll die Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker, die Kirchengemeinden sowie die dienstaufsichtführenden Stellen in allen kirchenmusikalischen Fragen beraten und unterstützen.
§ 5 AGKiMuG:
§ 6 AGKiMuG:
§ 203#
§ 7 AGKiMuG:
(zu § 21 KiMuG)
(1) In Ausnahmefällen kann im kirchenmusikalischen Dienst im Nebenamt auch angestellt werden, wer nur wegen Fehlens der Voraussetzungen des § 2 Abs. 3 KiMuG nicht die Anstellungsfähigkeit zuerkannt bekommen kann, jedoch Mitglied einer christlichen Kirche oder Gemeinschaft ist, die der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland angeschlossen ist.
(2) Soweit Kirchenmusikerinnen oder Kirchenmusiker mit Anstellungsfähigkeit nicht zur Verfügung stehen, kann im kirchenmusikalischen Dienst im Nebenamt auch angestellt werden, wer den Befähigungsnachweis erworben hat. Ausnahmsweise kann auch angestellt werden, wer keinen Befähigungsnachweis besitzt.
(3) Gegen Entscheidungen über eine Versagung oder eine Entziehung der Anstellungsfähigkeit kann nach Durchführung des Vorverfahrens die Verwaltungskammer der Evangelischen Kirche von Westfalen angerufen werden.
die Verordnung über die Amts- und Dienstbezeichnung der Kirchenmusiker vom 7. Juli 1959 (ABl. EKD S. 207),
1 Dieses Kirchengesetz tritt für die Evangelische Kirche der Union am 1. Juli 1996 in Kraft. 2 Es wird für die Gliedkirchen in Kraft gesetzt, nachdem diese jeweils zugestimmt haben4#.
§ 8 „Weitere Ausführungsbestimmungen“ AGKiMuG
§ 9 „Inkrafttreten, Außerkrafttreten“ AGKiMuG
( 1 ) Dieses Gesetz tritt mit seiner Verkündung in Kraft5#.
2 ↑ Siehe Allgemeine Richtlinien für das kirchenmusikalische Kolloqium (Nr. 622).
3 ↑ § 20 Abs. 3 berichtigt durch Berichtigung der Bekanntmachung des Kirchenmusikgesetzes vom 4. April 2003 (ABl. 2003 S. 133).
4 ↑ Nach dem Beschluss der Landessynode der EKvW vom 14. November 1996 (Beschluss Nr. 132) und nach dem Beschluss des Rates der EKU vom 27. November 1996 (ABl. EKD 1997 S. 67) ist das Kirchenmusikgesetz für die EKvW mit Wirkung vom 1. Januar 1997 in Kraft getreten.
5 ↑ Redaktioneller Hinweis: Das Kirchengesetz wurde am 17. Dezember 1997 im Kirchlichen Amtsblatt (KABl. 1997 S. 211) verkündet.