Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=11.04.2000&Aktenzeichen=X%20ZR%2019%2F98
Timestamp: 2019-10-16 06:12:52
Document Index: 230957808

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 631', '§ 280', '§ 282', '§ 280', '§ 631', '§ 276', '§ 276', '§ 282', '§ 195', '§ 823', '§ 280', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 282', '§ 651', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 11.04.2000 - X ZR 19/98 - dejure.org
https://dejure.org/2000,302
BGH, 11.04.2000 - X ZR 19/98 (https://dejure.org/2000,302)
BGH, Entscheidung vom 11.04.2000 - X ZR 19/98 (https://dejure.org/2000,302)
BGH, Entscheidung vom 11. April 2000 - X ZR 19/98 (https://dejure.org/2000,302)
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Gescheiterte Festplattenrettung
§§ 631 ff BGB, pVV (vgl. nunmehr § 280 Abs. 1 BGB <Fassung seit 1.1.02>), Haftung wegen falscher Darstellung der objektiv gegebenen Reparaturmöglichkeiten;
Beweislast für Verschulden, § 282 BGB <Fassung bis 31.12.01> (nunmehr § 280 Abs. 1 Satz 2 BGB <Fassung seit 1.1.02>);
§§ 631 ff BGB, Haftung wegen fehlerhafter Datensicherungssoftware
BGB §§ 276; 635
PVV beim Werkvertrag (entfernter Mangelfolgeschaden), Verschuldensvermutung und objektiver Verschuldensmaßstab im Zivilrecht
Haftung des Unternehmens - Wiederherstellung verlorengegangener Daten - Objektiv unrichtige Erklärung
Haftung eines EDV-Reparaturunternehmens für objektiv unrichtige Erklärung über Unmöglichkeit der Wiederherstellung verloren gegangener Daten auf einer EDV-Anlage
Haftung des Unternehmens für die objektiv unrichtige Erklärung, verlorengegangene Daten auf einer EDV-Anlage seien nicht wiederherzustellen
Zur Haftung des Unternehmens für die objektiv unrichtige Erklärung, verlorengegangene Daten auf einer EDV-Anlage seien nicht wiederherzustellen
BGB § 276 Abs. 1, §§ 282, 635, 638 Abs. 1, § 195
NJW 2000, 2812
ZIP 2000, 1110
WM 2000, 1304
BB 2000, 1264
DB 2000, 1507
K&R 2000, 349
Ansprüche aus Schadenersatz gemäß § 823 Abs. 2 BGB sowie aus § 280 BGB in Verbindung mit dem Mustertransportvertrag in Betracht (vgl. BGH, CR 2000, 424 ff.).
Die Angabe näherer Einzelheiten, die den Zeitpunkt und den Ablauf bestimmter Ereignisse betreffen, ist nicht erforderlich, soweit diese Einzelheiten für die Rechtsfolgen nicht von Bedeutung sind oder der Gegenvortrag dazu nicht Anlass bietet (BGHZ 127, 354, 358;… Sen.Urt. v. 23.4.1991 - X ZR 77/89, NJW 1991, 2707, 2709; v. 25.2.1992 - X ZR 88/90, NJW 1992, 1967, 1968; v. 11.4.2000 - X ZR 19/98, NJW 2000, 2812, 2813;… BGH, Urt. v. 1.6.2005 - XII ZR 275/02, NJW 2005, 2710, 2711).
Es kommt nach dem im Zivilrecht maßgeblichen objektiven Fahrlässigkeitsbegriff darauf an, was von einem durchschnittlichen Anforderungen entsprechenden Angehörigen des jeweiligen Verkehrskreises in der jeweiligen Situation erwartet werden konnte, ohne Rücksicht darauf, ob der Handelnde nach seinen individuellen Fähigkeiten, Kräften, Erfahrungen und Kenntnissen die objektiv gebotene Sorgfalt erkennen und erbringen konnte (BGH, Urteil vom 11.04.2000, Az.: X ZR 19/98, u. a. in: NJW 2000, Seiten 2812 ff.; BGH, Urteil vom 17.03.1981, Az.: VI ZR 191/79, u. a. in: NJW 1981, Seiten 1603 ff.).
Insoweit hatte sich auch bei Annahme einer Verteilung der Darlegungs- und Beweislast nach Verantwortungsbereichen die Beklagte zu entlasten (§ 282 BGB a.F.; § 651f Abs. 1, 2. Halbs. BGB; vgl. BGHZ 64, 46, 51 für den Fall der Verletzung kaufvertraglicher Nebenpflichten; BGHZ 66, 51, 53 zum Verschulden bei Vertragsschluß; Sen.Urt. v. 11.4.2000 - X ZR 19/98, NJW 2000, 2018) und zwar dahin, daß sein Verhalten einem auf die allgemeinen Verkehrsbedürfnisse ausgerichteten objektiven Sorgfaltsmaßstab entsprach (Sen.Urt. v. 11.4.2000 aaO).
Dabei richtet sich der Umfang der erforderlichen Darlegung zum einen nach der Einlassung des Gegners und zum anderen nach dem, was der Partei an näheren Angaben zumutbar und möglich ist (BGH, Urteile vom 11. April 2000 - X ZR 19/98, WM 2000, 1304, 1306 und vom 15. Mai 2003 - III ZR 7/02, BGH-Report 2003, 891, 892).
Vielmehr genügt eine Prozeßpartei ihrer Darlegungslast grundsätzlich bereits dadurch, daß sie diejenigen Umstände vorträgt, aus denen sich die gesetzlichen Voraussetzungen der begehrten Rechtsfolge ergeben (st. Rspr.;… vgl. BGH, Urt. v. 23.4.1991 - X ZR 77/89, NJW 1991, 2707, 2709;… Urt. v. 13.7.1998 - II ZR 131/97, NJW-RR 1998, 1409; Urt. v. 11.4.2000 - X ZR 19/98, NJW 2000, 2812, 2813;… Urt. v. 4.7.2000 - VI ZR 236/99, NJW 2000, 3286, 3287 m.w.N.).
In der Regel wird sie nur durch das Fehlen jeglicher tatsächlicher Anhaltspunkte zu rechtfertigen sein (BGH NJW 1995, 2111, 2112; 2000, 2812, 2813).
Die Ungeeignetheit eines Beweismittels kann nur ausnahmsweise bejaht werden (BVerfG NJW 1993, 254, 255; BGH NJW 2000, 2812, 2813).
Es kommt nach E im Zivilrecht maßgeblichen objektiven Fahrlässigkeitsbegriff darauf an, was von einem durchschnittlichen Anforderungen entsprechenden Angehörigen des jeweiligen Verkehrskreises in der jeweiligen Situation erwartet werden konnte, ohne Rücksicht darauf, ob der Handelnde nach seinen individuellen Fähigkeiten, Kräften, Erfahrungen und Kenntnissen die objektiv gebotene Sorgfalt erkennen und erbringen konnte (BGHZ 80, 186, 193; BGH NJW 2000, 2812, 2813).
(BGH, NJW 2000, 2812).
Da die Vorschrift - wie dargelegt - keinen strafähnlichen Charakter hat, wäre hierbei zudem nicht von einem individuellen, sondern wie im Zivilrecht von einem auf die allgemeinen Verkehrsbedürfnisse ausgerichteten objektiven Fahrlässigkeitsmaßstab auszugehen (vgl. BGH, Urteil vom 11. April 2000 - X ZR 19/98 - NJW 2000, 2812 ).
Der Umfang der insoweit erforderlichen Darlegung richtet sich dabei wesentlich nach dem, was der Partei - unter Berücksichtigung der Einlassung des Gegners - an näheren Angaben zumutbar und möglich ist (BGH, Urt. v. 11. April 2000 - X ZR 19/98, WM 2000, 1304, 1306; v. 19. Juli 2001 - IX ZR 149/00, WM 2001, 1756, 1757).
OLG Schleswig, 16.02.2007 - 4 U 151/06
Werkvertrag; Schadensersatz: Beweislast bei einer Pflichtverletzung unter …
LG Hamburg, 18.07.2001 - 401 O 63/00
Haftung für Virenbefall einer Diskette
OLG Saarbrücken, 17.02.2009 - 4 U 182/08
Anspruch auf Mehrvergütung bei Vereinbarung eines Pauschalfestpreises
LG Berlin, 30.11.2007 - 53 S 66/07