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Timestamp: 2016-10-22 17:53:26
Document Index: 334454923

Matched Legal Cases: ['Art. 29', 'BGE', 'Art. 126', 'Art. 37', 'BGE', 'Art. 83', 'Art. 37', 'Art. 83', 'Art. 132', 'Art. 83', 'Art. 113', 'Art. 9', 'Art. 61', 'Art. 83', 'Art. 83', 'Art. 7', 'Art. 7', 'BGE', 'Art. 7', 'Art. 7', 'BGE', 'Art. 7', 'Art. 7', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 7', 'Art. 7', 'Art. 9', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 9', 'Art. 15', 'Art. 18', 'Art. 19', 'Art. 19', 'Art. 1', 'BGE', 'Art. 121', 'Art. 18', 'Art. 1', 'Art. 44', 'Art. 31', 'e contrario', 'Art. 83', 'e contrario', 'Art. 42', 'Art. 106', 'Art. 66', 'Art. 65']

2C_140/2010 (17.06.2010)
X._______, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanw�ltin Dr. Helen Schmid,
A.a Die serbische Staatsangeh�rige X._______, geb. 1974, reiste am 23. August 2001 in die Schweiz ein, wo sie am 7. September 2001 einen im Kanton Schwyz lebenden Schweizer heiratete. Gest�tzt darauf erhielt sie im Kanton Schwyz eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib beim Ehemann, die mehrmals, zuletzt bis zum 6. April 2007, verl�ngert wurde.
A.b Im Sommer 2002 leitete der Ehemann in Serbien ein Scheidungsverfahren ein. X._______ rief ihrerseits am 24. November 2002 in der Schweiz den Eheschutzrichter an. Das Scheidungsurteil des Belgrader Gerichts erging am 27. Februar 2003 und wurde dort gleichentags rechtskr�ftig. X._______ wehrte sich in der Schweiz zun�chst gegen die Anerkennung des ausl�ndischen Urteils. Nachdem sie ihren Widerstand am 1. September 2006 aufgegeben hatte, anerkannte das Zivilstandsinspektorat des Kantons Schwyz das Scheidungsurteil am 20. Oktober 2006.
A.c Am 5. Dezember 2002 stellte X._______ ein Gesuch um Bewilligung des Kantonswechsels, um zu ihrer im Kanton Basel-Landschaft lebenden Schwester ziehen zu k�nnen. Mit Urteil des Kantonsgerichts Basel-Landschaft vom 10. Dezember 2003 wurde das Gesuch rechtskr�ftig abgewiesen, im Wesentlichen mit der Begr�ndung, X._______ berufe sich rechtsmissbr�uchlich auf eine nur der Form nach noch bestehende Ehe.
B.a Am 1. Juni 2003 trat X._______ eine Stelle im Kanton Basel-Stadt an und lebte dort in den folgenden Jahren mit Einverst�ndnis der kantonalen Migrationsbeh�rde als Wochenaufenthalterin. Am 17. Oktober 2006 ersuchte sie um Bewilligung des Kantonswechsels. Die Migrationsbeh�rde des Kantons Basel-Stadt erteilte ihr diese am 13. November 2006 provisorisch und leitete die Sache an das Bundesamt f�r Migration weiter zur Erteilung der daf�r erforderlichen Zustimmung der Bundesbeh�rde.
B.b Am 12. Februar 2007 verweigerte das Bundesamt f�r Migration die Zustimmung zur Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung und wies X._______ aus der Schweiz weg.
B.c In der Folge brachte X._______ zwei Kinder zur Welt, �ber deren Vater nichts bekannt ist.
Mit Urteil vom 8. Januar 2010 wies das Bundesverwaltungsgericht eine von X._______ erhobene Beschwerde gegen die Verf�gung des Bundesamts f�r Migration vom 12. Februar 2007 ab. Zur Begr�ndung f�hrte es, wie schon das Bundesamt, im Wesentlichen aus, X._______ berufe sich rechtsmissbr�uchlich auf die inzwischen geschiedene Ehe mit einem Schweizer. Zudem habe das Bundesamt sein Ermessen nicht bundesrechtswidrig ausge�bt.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 12. Februar 2010 an das Bundesgericht beantragt X._______, das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 8. Januar 2010 sei aufzuheben und es sei das Bundesamt f�r Migration anzuweisen, die Zustimmung zum Kantonswechsel und zur Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung zu erteilen. �berdies sei festzustellen, dass das Bundesverwaltungsgericht das Beschleunigungsgebot verletzt habe.
Mit verfahrensleitender Verf�gung vom 19. Februar 2010 erteilte der Pr�sident der II. �ffentlich-rechtlichen Abteilung des Bundesgerichts der Beschwerde die aufschiebende Wirkung.
Das Bundesgericht pr�ft die Zul�ssigkeit der Beschwerden von Amtes wegen und mit freier Kognition (vgl. Art. 29 Abs. 1 BGG; BGE 135 II 30 E. 1 Ingress S. 31, 94 E. 1 S. 96).
2.1 Zu pr�fen ist vorab, ob gegen ausl�nderrechtliche Entscheide �ber den Kantonswechsel Beschwerde beim Bundesgericht gef�hrt werden kann.
2.2 Gem�ss Art. 126 Abs. 1 AuG (SR 142.20) ist der Antrag auf Kantonswechsel nach dem bis zum 31. Dezember 2007 geltenden Ausl�nderrecht zu beurteilen, da er vor diesem Datum eingereicht worden ist. Das insoweit anzuwendende Bundesgesetz vom 26. M�rz 1931 �ber Aufenthalt und Niederlassung der Ausl�nder (ANAG; BS 1 121) vermittelt - im Gegensatz zum neuen Art. 37 AuG - keinen Anspruch auf Kantonswechsel. Damit die Beschwerdef�hrerin einen solchen Anspruch aus dem Niederlassungs- und Konsularvertrag zwischen der Schweiz und Serbien vom 16. Februar 1888 (SR 0.142.118.181) ableiten k�nnte, w�re vorausgesetzt, dass sie �ber die Niederlassungsbewilligung verf�gen w�rde oder wenigstens einen Anspruch auf Erteilung einer solchen h�tte (vgl. BGE 132 II 65 E. 2.1 S. 68; 127 II 177 E. 2b S. 180; 123 II 145 E. 2b S. 149 f.). Ob dies hier zutrifft, ist unter anderem strittig.
2.3 Nach der bis zum 31. Dezember 2007 geltenden Rechtslage war die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten bzw. die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht gegen die Verweigerung eines Kantonswechsels zul�ssig, wenn ein Anspruch auf Wohnsitznahme in einem neuen Kanton bestand. Gem�ss Art. 83 lit. c Ziff. 6 BGG (in der Fassung vom 20. Dezember 2006; AS 2006 5599) ist die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nunmehr seit dem 1. Januar 2008 unzul�ssig gegen bestimmte ausl�nderrechtliche Entscheide, worunter generell solche �ber den Kantonswechsel. Das gilt nicht nur, wenn kein Anspruch auf Kantonswechsel besteht, sondern auch dann, wenn sich der Ausl�nder auf einen solchen Anspruch berufen kann (vgl. das Urteil des Bundesgerichts 2C_886/2008 vom 4. Mai 2009 E. 2 mit Hinweisen auf die Literatur). Der Gesetzgeber erkannte, dass die Schaffung zus�tzlicher Rechtsanspr�che - unter anderem auf Kantonswechsel gem�ss Art. 37 AuG - zu neuen und l�ngeren Beschwerdeverfahren f�hren k�nnte. Durch den Ausschluss der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten in den in Art. 83 lit. c Ziff. 6 BGG genannten Bereichen wollte er die Verfahren beschleunigen und das Bundesgericht entlasten. Er erachtete einen Zugang zum Bundesgericht als verzichtbar, wenn der Aufenthalt in der Schweiz als solcher nicht in Frage gestellt ist (vgl. das Urteil des Bundesgerichts 2C_886/2008 vom 4. Mai 2009 E. 2 mit Hinweisen auf die Materialien). Entsprechend Art. 132 Abs. 1 BGG gilt der neue Art. 83 lit. c Ziff. 6 BGG f�r alle Beschwerdeverfahren, in denen der beim Bundesgericht angefochtene Entscheid - wie hier - nach dem 31. Dezember 2007 ergangen ist. F�r den Streitgegenstand des Kantonswechsels ist die Beschwerde mithin ausgeschlossen.
2.4 Da es hier um die Zustimmungsverweigerung durch die Bundesbeh�rden geht, ist hinsichtlich des Kantonswechsels - anders, als wenn die Verweigerung desselben durch den Kanton in Frage st�nde (vgl. das Urteil des Bundesgerichts 2C_886/2008 vom 4. Mai 2009 E. 3) - auch die subsidi�re Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG unzul�ssig.
3.1 Es erscheint allerdings fraglich, ob die Tragweite des angefochtenen Entscheides bzw. der Streitgegenstand mit der Beschr�nkung auf den Kantonswechsel korrekt erfasst wird.
3.2 Aus einer streng formellen Sicht verweigerten die Bundesbeh�rden der Beschwerdef�hrerin lediglich den ersuchten Kantonswechsel. Inhaltlich behandelten sie die Streitsache aber so, wie wenn �berhaupt �ber die Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung zu entscheiden gewesen w�re, was schon aus dem Wortlaut des Dispositivs der Verf�gung des Bundesamtes hervorgeht. Die Bundesbeh�rden verweigerten die Zustimmung im Wesentlichen deshalb, weil sich die Beschwerdef�hrerin ihrer Ansicht nach rechtsmissbr�uchlich auf die nunmehr geschiedene fr�here Ehe mit einem Schweizer berief. Das Erfordernis der Zustimmung des Bundesamts beruhte darauf, dass die Ehe inzwischen auch f�r die Schweiz rechtsg�ltig geschieden war (vgl. nachfolgende E. 5.4 und 5.5). W�hrend des Verfahrens um Kantonswechsel lief die bis zum 6. April 2007 befristete Aufenthaltsbewilligung ab, womit sie erlosch (vgl. Art. 9 Abs. 1 lit. a ANAG; zum neuen Recht vgl. Art. 61 Abs. 1 lit. c AuG). Aus der Argumentation der Vorinstanzen geht hervor, dass sie auch ohne Kantonswechsel der Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung im Kanton Schwyz nicht zugestimmt h�tten. Im Grunde genommen verweigerten sie daher nicht nur den Kantonswechsel, sondern �berhaupt den weiteren Aufenthalt in der Schweiz. Folgerichtig verkn�pfte das Bundesamt seine Zustimmungsverweigerung unmittelbar mit der Wegweisung der Beschwerdef�hrerin, was die Vorinstanz ebenfalls sch�tzte.
3.3 Gegen den Wegweisungsentscheid ist die Beschwerde in �ffentlichen-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zwar ausgeschlossen (Art. 83 lit. c Ziff. 4 BGG). F�r die vorfrageweise gepr�fte Frage der Verl�ngerung der Bewilligung st�nde die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten aber dann offen, wenn Bundesrecht oder V�lkerrecht einen Anspruch darauf einr�umte (Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG). In diesem Sinne ist daher zu pr�fen, ob gegen die Bewilligungsverweigerung als solche Beschwerde an das Bundesgericht erhoben werden kann. Daf�r sprechen nicht nur inhaltliche, sondern auch verfahrens�konomische Gr�nde: Den angefochtenen Entscheid bloss als einen solchen �ber den Kantonswechsel mit absolutem Ausschluss der Beschwerde an das Bundesgericht zu behandeln, w�rde bedeuten, dass �ber die Bewilligungsverl�ngerung im Kanton Schwyz noch nicht formell entschieden worden w�re und ein entsprechendes Verfahren neu eingeleitet werden k�nnte. Es ist aber offensichtlich, dass das Bundesamt die Zustimmung dazu verweigern w�rde bzw. bereits implizite kund getan hat, dies gegebenenfalls zu tun. Einerseits ist dies die zwingende Folge aus der verf�gten Wegweisung. Andererseits ergibt sich dasselbe schl�ssig aus den Begr�ndungen der Vorinstanzen. Da sie davon ausgingen, die Beschwerdef�hrerin berufe sich rechtsmissbr�uchlich auf ihre inzwischen geschiedene Ehe, h�tten sie zwangsl�ufig auch die Zustimmung zu einer vom Kanton Schwyz erteilten Bewilligungsverl�ngerung verweigern m�ssen. W�rde dem Entscheid des Bundesamts bzw. dem Urteil der Vorinstanz nicht diese Tragweite zukommen, h�tten die Bundesbeh�rden sich einzig auf die Frage des Kantonswechsel beschr�nken und der Beschwerdef�hrerin bzw. dem Kanton Schwyz die Gelegenheit geben m�ssen, sich �ber die Bewilligungsverl�ngerung im Kanton auszusprechen, bevor die Wegweisung verf�gt bzw. best�tigt wurde, was sie aber nicht getan haben. Es rechtfertigt sich daher, den angefochtenen Entscheid auch als solchen �ber die Verweigerung der Bewilligungsverl�ngerung zu behandeln.
3.4 Gem�ss dem hier noch anwendbaren Art. 7 Abs. 1 ANAG hat der ausl�ndische Ehegatte eines Schweizer B�rgers Anspruch auf Erteilung und Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung und nach einem ordnungsgem�ssen und ununterbrochenen Aufenthalt von f�nf Jahren auf die Niederlassungsbewilligung. Kein Anspruch besteht unter anderem dann, wenn die Ehe eingegangen worden ist, um die Vorschriften �ber Aufenthalt und Niederlassung von Ausl�ndern und namentlich jene �ber die Begrenzung der Zahl der Ausl�nder zu umgehen (Art. 7 Abs. 2 ANAG), oder wenn an einer definitiv gescheiterten Ehe aus den gleichen Gr�nden festgehalten wird (vgl. BGE 128 II 145 E. 2.1 S. 151 mit Hinweisen).
3.5 Die Beschwerdef�hrerin heiratete am 7. September 2001 einen Schweizer. Das Scheidungsurteil des Belgrader Gerichts vom 27. Februar 2003 wurde in der Schweiz am 20. Oktober 2006 anerkannt. Fraglich erscheint, ob es unter dem Gesichtspunkt der F�nfjahresfrist von Art. 7 Abs. 1 ANAG auf den Zeitpunkt des ausl�ndischen Urteils oder auf denjenigen der Anerkennung desselben in der Schweiz ankommt. Das kann jedoch offen bleiben. Denn selbst wenn von einem Anspruch auf Niederlassungsbewilligung - und damit um so mehr auf Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung - auszugehen w�re, w�re diesem materiell keine Folge zu leisten (vgl. nachfolgende E. 4 und 5). Die Frage, ob die Bewilligung verweigert werden durfte, weil einer der in Art. 7 ANAG vorgesehenen Ausnahmetatbest�nde oder ein Verstoss gegen das Rechtsmissbrauchsverbot gegeben ist, betrifft allerdings nicht das Eintreten, sondern bildet Gegenstand der materiellen Beurteilung (BGE 128 II 145 E. 1.1.2-1.1.5 S. 148 ff. mit Hinweisen). In diesem Sinne kann vorliegend auf die Beschwerde eingetreten werden, ohne dass damit �ber die Frage endg�ltig entschieden wird, ob die F�nfjahresfrist von Art. 7 Abs. 1 ANAG erf�llt ist und damit ein Anspruch auf Bewilligungsverl�ngerung besteht.
4.1 Nach gefestigter bundesgerichtlicher Rechtsprechung liegt Rechtsmissbrauch vor, wenn der Ausl�nder sich im ausl�nderrechtlichen Verfahren auf eine Ehe beruft, welche nur (noch) formell besteht oder aufrecht erhalten wird, mit dem alleinigen Ziel, ihm eine Anwesenheitsberechtigung zu erm�glichen; dieses Ziel wird von Art. 7 ANAG nicht gesch�tzt (BGE 131 II 265 E. 4.2 S. 267; 130 II 113 E. 4.2 S. 117, je mit Hinweisen). Dass die Ehe nur noch formell und ohne Aussicht auf Wiederaufnahme einer ehelichen Gemeinschaft besteht, entzieht sich in der Regel dem direkten Beweis und ist bloss durch Indizien zu erstellen (BGE 130 II 113 E. 10.2 und 10.3 S. 135 f. mit Hinweis). Feststellungen �ber das Bestehen solcher Indizien k�nnen �ussere Gegebenheiten, aber auch innere, psychische Vorg�nge betreffen (Wille der Ehegatten); es handelt sich so oder anders um tats�chliche Feststellungen, welche f�r das Bundesgericht grunds�tzlich verbindlich sind. Frei zu pr�fen ist die Rechtsfrage, ob die festgestellten Tatsachen (Indizien) darauf schliessen lassen, die Berufung auf die Ehe bezwecke die Umgehung fremdenpolizeilicher Vorschriften und sei rechtsmissbr�uchlich (BGE 128 II 145 E. 2.3 S. 152 mit Hinweisen).
4.2 Die Ehe der Beschwerdef�hrerin mit einem Schweizer wurde am 7. September 2001 geschlossen. Bereits im Sommer 2002 leitete der Ehemann in Serbien ein Scheidungsverfahren ein. Mitte November 2002 zog die Beschwerdef�hrerin zu ihrer Schwester im Kanton Basel-Landschaft, wo sie ein erstes Mal um Kantonswechsel ersuchte. Dieser wurde rechtskr�ftig wegen rechtsmissbr�uchlicher Berufung auf die Ehe verweigert. Am 24. November 2002 rief die Beschwerdef�hrerin in der Schweiz den Eheschutzrichter an. Die Ehegatten lebten in der Folge getrennt, und es gibt keine nachgewiesenen Bem�hungen daf�r, das Zusammenleben wieder aufzunehmen. Am 27. Februar 2003 sprach das serbische Gericht die Scheidung aus. Die Beschwerdef�hrerin wehrte sich zwar l�ngere Zeit gegen die Anerkennung des Scheidungsurteils. Diesen Widerstand gab sie kurz vor dem Ablauf der F�nfjahresfrist nach Art. 7 Abs. 1 ANAG auf. Auch wenn die Anerkennung formell erst nach Ablauf der Frist erfolgte, verlor selbst die Beschwerdef�hrerin den Glauben an die Ehe bereits vorher. Die Kontakte zwischen den Ehegatten beschr�nkten sich seit l�ngerem im Wesentlichen auf die h�ngigen Gerichtsverfahren. Unter diesen Umst�nden konnte die Vorinstanz, ohne damit Bundesrecht zu verletzen, davon ausgehen, dass die Ehe vor Ablauf der F�nfjahresfrist nach Art. 7 Abs. 1 ANAG am 7. September 2006 definitiv gescheitert war und sich die Beschwerdef�hrerin im vorliegenden Verfahren nur noch aus ausl�nderrechtlichen Gr�nden und damit rechtsmissbr�uchlich auf die Beziehung zu ihrem fr�heren Ehemann beruft.
5.1 Die Beschwerdef�hrerin r�gt, die Bewilligungsverweigerung verstosse gegen den Vertrauensgrundsatz nach Art. 9 BV.
5.2 Der in Art. 9 BV verankerte Grundsatz von Treu und Glauben sieht das Verbot widerspr�chlichen Verhaltens vor und verleiht einer Person Anspruch auf Schutz des berechtigten Vertrauens in beh�rdliche Zusicherungen oder sonstiges, bestimmte Erwartungen begr�ndendes Verhalten der Beh�rden. Die Voraussetzung f�r eine Berufung auf Vertrauensschutz, welche eine vom materiellen Recht abweichende Behandlung der Rechtsuchenden gebieten kann, h�ngt von verschiedenen Voraussetzungen ab. Dazu z�hlt insbesondere, dass die Beh�rde in einer konkreten Situation mit Bezug auf bestimmte Personen gehandelt hat und dass sie f�r die Erteilung der betreffenden Auskunft zust�ndig war oder dass die rechtsuchende Person die Beh�rde aus zureichenden Gr�nden als zust�ndig betrachten durfte (BGE 131 II 627 E. 6.1 S. 636 f. mit Hinweisen).
5.3 Die Beschwerdef�hrerin beruft sich darauf, sie habe die Gesuche um Verl�ngerung ihrer Aufenthaltsbewilligung an die Migrationsbeh�rde des Kantons Schwyz gestellt, ohne den Verbleib beim Ehegatten als Aufenthaltszweck anzugeben. Sie habe die Beh�rde mithin �ber ihre Lebensverh�ltnisse nicht im Unklaren gelassen. Zwar mag allenfalls zutreffen, dass der Beschwerdef�hrerin kein aktiv t�uschendes Verhalten - wie es beim hier nicht in Frage stehenden Tatbestand des Bewilligungswiderrufs nach Art. 9 Abs. 2 lit. a ANAG von Bedeutung w�re - vorgeworfen werden kann. Es ist aber auch nicht davon auszugehen, dass das Migrationsamt in gen�gendem Umfang Kenntnisse �ber die pers�nlichen und ehelichen Verh�ltnisse der Beschwerdef�hrerin hatte; schon gar nicht gen�gt daf�r, dass die Beschwerdef�hrerin ihre Gesuche um Bewilligungsverl�ngerung nicht mehr ausdr�cklich mit dem Zweck des Zusammenlebens mit dem Ehemann begr�ndete. Die Migrationsbeh�rde darf eine Bewilligung bzw. deren Verl�ngerung, auf die Anspruch besteht, nicht bereits beim ersten oder bei einem geringen Verdacht des Rechtsmissbrauchs verweigern, sondern braucht daf�r die n�tige Beweislage. Nur schon deshalb kann in den erteilten Bewilligungsverl�ngerungen nicht ein vertrauensbegr�ndendes Verhalten der kantonalen Migrationsbeh�rde gesehen werden. Dass sich die Beweise f�r einen Rechtsmissbrauch nachtr�glich verdichteten, �ndert daran nichts.
5.4 Hinzu kommt, dass die kantonale Migrationsbeh�rde im vorliegenden Zusammenhang gar nicht abschliessend zust�ndig war. Zwar f�llt der Entscheid �ber die Erteilung und Verl�ngerung von Aufenthaltsbewilligungen grunds�tzlich in die Kompetenz der Kantone (Art. 15 Abs. 1 und 2 ANAG). Nach Art. 18 Abs. 3 und 4 ANAG bed�rfen bestimmte ausl�nderrechtliche Bewilligungen aber der Zustimmung des Bundesamtes f�r Migration, was namentlich dann zutrifft, wenn das Ausl�nderrecht eine solche als notwendig erkl�rt. Die entsprechenden Ausf�hrungsbestimmungen finden sich in Art. 19 der Vollziehungsverordnung vom 1. M�rz zum Bundesgesetz �ber Aufenthalt und Niederlassung der Ausl�nder (ANAV; AS 1949 I 228) sowie in der Verordnung vom 20. April 1983 �ber das Zustimmungsverfahren im Ausl�nderrecht (Zustimmungsverordnung; AS 1983 535). Ist die Zustimmung des Bundes erforderlich, darf eine kantonale Bewilligung erst ausgestellt werden, wenn die Genehmigung vorliegt. Ansonsten ist die Bewilligung ung�ltig (Art. 19 Abs. 5 ANAV). Der Bund ist an den kantonalen Entscheid nicht gebunden. Die Zustimmung ist unter anderem dann erforderlich, wenn die Koordination der Praxis im Rahmen des Gesetzesvollzugs die Zustimmung f�r bestimmte Gruppen von Ausl�ndern verlangt (Art. 1 Abs. 1 lit. a der Zustimmungsverordnung).
5.5 Diese Voraussetzung ist im vorliegenden Fall erf�llt. Gem�ss den hier noch anwendbaren Weisungen des Bundesamts f�r Migration �ber Einreise, Aufenthalt und Arbeitsmarkt aus dem Jahre 2006 ist die Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung eines Ausl�nders oder einer Ausl�nderin nach der Scheidung vom schweizerischen Ehegatten oder nach dessen Tod dem Bundesamt zur Zustimmung zu unterbreiten, falls der Ausl�nder oder die Ausl�nderin nicht aus einem Mitgliedstaat der EFTA oder der EG stammt (Ziff. 132.4 der ANAG-Weisungen, 3. Aufl., Bern, Mai 2006; vgl. auch die auf der Website des Bundesamtes [www.bfm.admin.ch] aufgeschalteten heute g�ltigen Weisungen "I. Ausl�nderbereich Verfahren und Zust�ndigkeiten" vom 1. Juli 2009 Ziff. 1.3.1.4 lit. e mit der inhaltlich gleichen Regelung). Diese Weisungen binden die Gerichte zwar nicht; ihre Anwendung im Einzelfall ist aber nicht zu beanstanden, soweit dabei das �bergeordnete Recht eingehalten wird (vgl. BGE 119 Ib 33 E. 3c S. 41 f.). Dass das hier in den Weisungen des Bundesamtes vorgesehene Zustimmungserfordernis grunds�tzlich gegen h�herrangiges Recht verstossen w�rde, ist nicht ersichtlich. Insbesondere liegt darin, entgegen der Ansicht der Beschwerdef�hrerin, keine Verletzung der verfassungsm�ssigen Zust�ndigkeitsordnung. Nach Art. 121 BV ist die Gesetzgebung �ber die Ein- und Ausreise sowie �ber den Aufenthalt und die Niederlassung von Ausl�nderinnen und Ausl�ndern Sache des Bundes. Damit kann sich dieser selbst im Gesetz (vgl. Art. 18 Abs. 3 und 4 ANAG) auch das Zustimmungserfordernis zu den von den Kantonen gem�ss entsprechender gesetzlicher Kompetenzzuweisung erteilten Bewilligungen vorbehalten.
5.6 Der Bund verweigert die Zustimmung unter anderem dann, wenn dies zur Koordination der Praxis erforderlich ist (vgl. Art. 1 Abs. 3 der Zustimmungsverordnung). Im vorliegenden Fall sah das Bundesamt den Grund f�r die Bewilligungsverweigerung darin, dass die Beschwerdef�hrerin ihren Anspruch auf Bewilligung rechtsmissbr�uchlich geltend machte, was praxisgem�ss zum Ausschluss der Verl�ngerung f�hrt. Das Bundesamt �usserte sich im Vorfeld der Zustimmungsverweigerung weder ausdr�cklich noch indirekt zum vorliegenden Fall. Da der Bund an die Bewilligungserteilung der Kantone nicht gebunden ist, kann die Beschwerdef�hrerin weder aus dem Vorverhalten der Migrationsbeh�rde des Kantons Schwyz noch aus der, ohnehin lediglich provisorisch und damit unter Vorbehalt der Zustimmung des Bundes erteilten, Bewilligung des Kantons Basel-Stadt zum Kantonswechsel ein vertrauensbegr�ndendes Verhalten des Bundesamtes ableiten. F�r eine eventuell gegenseitige Anrechenbarkeit des Beh�rdenverhaltens der verschiedenen Gemeinwesen, etwa aufgrund gemeinsamen oder abgesprochenen Vorgehens, gibt es vorliegend keine Grundlage oder Anhaltspunkte. Auch wenn die Zust�ndigkeitsordnung relativ komplex und gerade f�r Laien nicht einfach zu verstehen ist, kann nicht allein aus dem Handeln einer der beteiligten Beh�rde bereits ein vertrauensbegr�ndendes Verhalten abgeleitet werden, das auch die anderen Beh�rden bindet. Dies w�re nur dann der Fall, wenn der Betroffene mit Grund - etwa aufgrund entsprechender Abkl�rungen und weil dies anders nicht erkennbar war - von der uneingeschr�nkten Zust�ndigkeit dieser Beh�rde ausgehen durfte, was hier nicht zutrifft. Ein Verstoss gegen Treu und Glauben liegt daher nicht vor.
Die Beschwerdef�hrerin macht weiter geltend, selbst dann, wenn der Anspruch auf Bewilligungsverl�ngerung nicht zu bejahen w�re, sei von einer Bundesrechtsverletzung auszugehen, weil das Bundesamt sein Ermessen pflichtwidrig ausge�bt habe, was die Vorinstanz verkenne. Zwar trifft es zu, dass grunds�tzlich - im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben - eine Bewilligung auch dann erteilt werden k�nnte, wenn kein Anspruch darauf besteht, wobei die Zustimmung des Bundes auch in derartigen F�llen gem�ss den entsprechenden rechtlichen Vorgaben, insbesondere zwecks Koordination der Praxis, vorbehalten bliebe. F�r solche Ermessensentscheide ist die Beschwerde an das Bundesgericht - im Unterschied zu derjenigen an das Bundesverwaltungsgericht (vgl. Art. 44 und 49 VwVG, Art. 31, 33 und 32 e contrario VGG) - mangels Anspruchs aber ausgeschlossen (Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG e contrario), weshalb darauf nicht n�her einzugehen ist.
Schliesslich r�gt die Beschwerdef�hrerin, das Bundesverwaltungsgericht habe das Beschleunigungsgebot verletzt. Sie legt allerdings nicht dar, auf welche Grundlage sie sich dabei st�tzt bzw. inwiefern sie durch die behauptete �berlange Verfahrensdauer �berhaupt in ihren Rechten beeintr�chtigt worden sein sollte. Im �brigen trifft es zwar zu, dass das Bundesverwaltungsgericht, bei dem am 16. M�rz 2007 Beschwerde erhoben worden war und das dar�ber am 8. Januar 2010 entschied, relativ lange zur Erledigung des Streitfalles ben�tigte. Eine eigentliche Rechtsverz�gerung oder -verweigerung liegt aber nicht mehr vor, nachdem der Entscheid nunmehr gefallen ist. Was die Beschwerdef�hrerin sonst f�r Rechte geltend machen will, erscheint nicht klar, zumal ihre Anwesenheit in der Schweiz w�hrend des vorinstanzlichen - wie im �brigen auch des bundesgerichtlichen - Verfahrens zumindest prozessual geduldet war. Die entsprechende R�ge erf�llt somit die Anforderungen an die n�tige Begr�ndung einer Beschwerde an das Bundesgericht nach Art. 42 Abs. 2 bzw. allenfalls Art. 106 Abs. 2 BGG nicht, weshalb darauf nicht einzutreten ist.
Bei diesem Verfahrensausgang wird die Beschwerdef�hrerin kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1, Art. 65 BGG).
Die Verfahrenskosten von Fr. 2'000.-- werden der Beschwerdef�hrerin auferlegt.