Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OLG%20D%FCsseldorf&Datum=20.10.2008&Aktenzeichen=Verg%2041%2F08
Timestamp: 2019-03-22 05:13:50
Document Index: 118254737

Matched Legal Cases: ['§ 8', '§ 4', 'BGH', 'BGH', '§ 133', 'BGH']

OLG Düsseldorf, 20.10.2008 - VII-Verg 41/08 - dejure.org
OLG Düsseldorf, 20.10.2008 - VII-Verg 41/08
VOB/A § 8a Nr. 10; VgV § 4 Abs. 4
Vertrauensschutz bei unvollständiger Nachunternehmererklärung
Vollständigkeit der Nachunternehmerbenennung
Können Prüfstellen für Fremdüberwachung Nachunternehmer sein? (IBR 2009, 470)
Widersprüche in EFB-Preisblättern führen nicht zwingend zum Ausschluss! (IBR 2009, 469)
Kurznachricht zu "Anmerkung zur Entscheidung des OLG Düsseldorf vom 20.10.2008, Az.: VII Verg 41/08 (Betonbauarbeiten; Fremdüberwachung; Verpflichtungserklärung; eindeutige Vorgaben; unvollständige Preisangaben; Eignung)" von RA Matthias Goede, FABau-/ArchR, original erschienen in: VergabeR 2009, 234 - 236.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des OLG Düsseldorf v. 20.10.2008 - Verg 41/08 (Widerspruch in EFB-Preisblättern führen nicht zwingend zum Ausschluss!)" von RA FABau/ArchitektenR, original erschienen in: IBR 2009, 469.
VK Bund, 26.05.2008 - VK 2-49/08
OLG Düsseldorf, 03.07.2008 - Verg 41/08
NZBau 2009, 63
BauR 2009, 707
VergabeR 2009, 228
ZfBR 2009, 205 (Ls.)
Die Ausschreibungsbedingungen sind zunächst auszulegen, wobei der Maßstab die Sicht eines verständigen Bieters bildet, OLG Düsseldorf, 23.1.2008, Verg 36/07; OLG Düsseldorf, 20.10.2008, Verg 41/08.
In der Entscheidung des OLG Düsseldorf, 20.10.2008, Verg 41/08, wird ausgeführt, dass die Vergabestelle, die in jahrelanger Praxis die vergaberechtswidrige Nachreichung von Nachunternehmerangaben geduldet hat, durch eine rechtzeitige Vorankündigung gegenüber dem Bieter klarstellen muss, dass sie die Bewerbungsbedingungen künftig strikt anzuwenden gedenkt.
Entscheidend ist der objektive Empfängerhorizont der potentiellen Bieter, also eines abstrakt bestimmbaren Adressatenkreises, nicht aber das tatsächliche Verständnis eines Bieters, BGH, 10.6.2008, X ZR 78/07; OLG Düsseldorf, 20.5.2005, Verg 19/05; OLG Düsseldorf, 20.10.2008, Verg 41/08.
Maßgeblicher Zeitpunkt für das Vorliegen der prognostizierten Leistungsfähigkeit ist der Beginn der Vertragsdurchführung (OLG Düsseldorf, Beschluss vom 20. Oktober 2008 - Verg 41/08).
Maßgeblich für die Auslegung der Vergabeunterlagen ist der objektive Empfängerhorizont der (potentiellen) Bieter (vgl. BGH, Urteil vom 3. April 2012, X ZR 130/10; OLG Düsseldorf, Beschluss vom 20. Oktober 2008, VII-Verg 41/08).
Das tatsächliche (individuelle) Verständnis eines Bieters, hier der ASt, hat demgegenüber nur indizielle Bedeutung (OLG Düsseldorf, Beschluss vom 20. Oktober 2008, VII-Verg 41/08).
Das tatsächliche Verständnis der Bieter entfaltet demgegenüber nur indizielle Bedeutung, OLG Düsseldorf, 20.10.2008, Verg 41/08.
Die Formulierung "möglicherweise" konnte herbei nicht - wie die ASt meint - aus der Sicht eines verständigen, fachkundigen und mit der Ausschreibung vertrauten Bieters (§§ 133, 157 BGB) so verstanden werden, dass sich die Ag offen hält, ob sie die Auftragserteilung tatsächlich von der Erfüllung dieser Mindeststandards abhängig machen wird oder nicht (vgl. zum Auslegungsmaßstab nur BGH, Urteil vom 10. Juni 2008, X ZR 78/07; OLG Düsseldorf, Beschluss vom 20. Oktober 2008, VII-Verg 41/08).
Das tatsächliche Verständnis der Bieter entfaltet demgegenüber nur indizielle Bedeutung, OLG Düsseldorf, Beschluss vom 20.10.2008, Verg 41/08.
So ist der Begriff des Unternehmens im Sinne von Ziffer 7 der Bewerbungsbedingungen weit auszulegen und erstreckt sich auf alle Unternehmen, die der Bieter arbeitsteilig in der Phase der Erfüllung des Auftrags einsetzt (vgl. OLG Düsseldorf, Beschluss vom 20.10.2008 ­ Verg 41/08).
VK Schleswig-Holstein, 20.04.2010 - VK-SH 3/10
Falsche Erklärung, wenn Vertiebskosten in Verwaltungskosten einfließen
Nachprüfungsverfahren: Neubeschaffung von Booten