Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VersR%201965,%20461
Timestamp: 2019-04-21 13:20:30
Document Index: 332883666

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 531', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 12.01.1965 - VI ZR 228/63 - dejure.org
VersR 1965, 461
War der Klägerin aufgrund fachärzlicher Behandlung bereits in erster Instanz eine unfallbedingte reaktive Depression bekannt, kann ein erst im Berufungsverfahren gestellter Antrag auf Einholung eines Facharztes für Psychiatrie gem. § 531 Abs. 2 Nr. 3 ZPO nicht zugelassen werden Eine unfallbedingte Minderung der Erwerbsfähigkeit von bis zu 20% ist grundsätzlich kompensierbar (vgl. BGH VersR 1965, 461); entsprechendes gilt für eine Minderung der Haushaltsführungsfähigkeit um 5%.
Der Senat folgt dem Landgericht darin, dass eine Minderung der Erwerbsfähigkeit von 20 % grundsätzlich kompensierbar ist (vgl. BGH VersR 1965, 461).
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Zutreffend ist das Landgericht in dem angefochtenen Urteil davon ausgegangen, dass eine Beeinträchtigung der Erwerbstätigkeit durch Einsatz technischer Hilfsmittel und gegebenenfalls durch eine Umverteilung der Arbeit im Haushalt aufgefangen werden kann (OLG Köln, Schaden-Praxis 2000, 336; vgl. auch BGH VersR 1965, 461 für die berufsbezogene Minderung der Erwerbsfähigkeit).
Andere siedeln die Geringfügigkeitsgrenze bei 20% an (BGH VersR 1965, 461, 462).
Im Übrigen ist es nach der Rechtsprechung denkbar, dass im Einzelfall eine MdE bis zu 20 % kompensiert werden kann (vgl. BGH VersR 1965, 461, 462; Senatsurteile vom 25. November 1993 - 12 U 5243/92 - und 2. Mai 1996 - 12 U 8072/94 -).
OLG München, 18.02.1992 - 5 U 6007/90
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Die von der Revision in Bezug genommene Entscheidung des Senats vom 21. Januar 1965 - VI ZR 228/63 - VersR 1965, 461 steht dem nicht entgegen.