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Timestamp: 2017-05-23 16:54:52
Document Index: 307763933

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', '§ 269', '§ 309', '§ 269', 'BGH', '§ 447', '§ 269', '§ 447', '§ 474', '§ 447', '§ 475', 'BGH', '§ 269', 'BGH', '§ 305', 'BGH', 'BGH', '§ 945']

BGH, Versäumnisurteil vom 06.11.2013 - VIII ZR 353/12 - Online-Möbelversand mit Montageoption - Unwirksamkeit einer Regelung in Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Online-Shops eines Möbelhauses, das auf Wunsch des Kunden auch den Aufbau der gekauften Möbel beim Kunden anbietet. Navigation Impressum Inhaltsübersicht
BGH, Versäumnisurteil vom 06.11.2013 - VIII ZR 353/12
BGB §§ 269, 307 Abs. 1 und 2, § 309 Nr. 7 Buchst. bLeitsätze:1. Der Umstand, dass es im Versandhandel typischerweise Aufgabe des Verkäufers ist, die Versendung der Kaufsache - auf eigene oder fremde Kosten - zu veranlassen, begründet für sich allein nicht die Annahme, der Empfangsort solle auch Leistungsort (Erfüllungsort) für die Lieferpflicht des Verkäufers sein (Argument § 269 Abs. 3 BGB; BGH, Urteil vom 16.07.2003 - VIII ZR 302/02, unter II 3 b). Aus § 447 BGB ergibt sich nichts anderes. Da der nach § 269 BGB zu bestimmende Leistungsort von § 447 Abs. 1 BGB nicht berührt wird, hat auch die Regelung des § 474 Abs. 2 BGB, nach der die Anwendung des § 447 Abs. 1 BGB auf den Verbrauchsgüterkauf - zwingend (§ 475 Abs. 1 BGB) - ausgeschlossen ist, keine Auswirkungen auf den Leistungsort (BGH, Urteil vom 16.07.2003 - VIII ZR 302/02, unter II 3 d).
2. Die Vermutung, dass im Zweifel auch im Versandhandel der Sitz des Verkäufers Erfüllungsort für die Verkäuferpflichten ist, greift aber nur ein, wenn ein (anderer) Ort für die Leistung weder von den Beteiligten bestimmt noch aus den Umständen, insbesondere aus der Natur des Schuldverhältnisses, zu entnehmen ist (§ 269 Abs. 1 BGB; BGH, Urteil vom 16.07.2003 - VIII ZR 302/02).
3. Allgemeine Geschäftsbedingungen sind nach ihrem objektiven Inhalt und typischen Sinn einheitlich so auszulegen, wie sie von verständigen und redlichen Vertragspartnern unter Abwägung der Interessen der normalerweise beteiligten Verkehrskreise verstanden werden. Dabei sind die Verständnismöglichkeiten des durchschnittlichen Vertragspartners des Verwenders zugrunde zu legen. Zweifel bei der Auslegung gehen nach § 305c Abs. 2 BGB zu Lasten des Verwenders (st. Rspr.; vgl. BGH, Urteil vom vom 12.12.2012 - VIII ZR 14/12, mwN).
4. In den Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Online-Shops eines Möbelhauses, das auf Wunsch des Kunden auch den Aufbau der gekauften Möbel beim Kunden anbietet, hält die Regelung
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