Source: https://www.bag-urteil.com/23-02-2010-bag-2-azr-65608/
Timestamp: 2018-06-18 01:49:10
Document Index: 342496390

Matched Legal Cases: ['§ 15', '§ 102', '§ 626', '§ 626', '§ 1', '§ 1']

﻿ BAG – 2 AZR 656/08 | bag-urteil.com
2. Für die Anhörung des Betriebsrats zu einer auf § 15 Abs. 5 KSchG gestützten Kündigung gelten die allgemeinen, zu § 102 BetrVG entwickelten Grundsätze. Die Mitteilungspflicht des Arbeitgebers ist subjektiv determiniert. Der Arbeitgeber muss dem Betriebsrat nicht alle objektiv kündigungsrechtlich erheblichen Tatsachen, sondern nur die aus seiner Sicht für die Kündigung ausschlaggebenden Umstände mitteilen(st. Rspr., zuletzt Senat 23. Juni 2009 – 2 AZR 474/07 – Rn. 34, AP BGB § 626 Verdacht strafbarer Handlung Nr. 47 = EzA BGB 2002 § 626 Verdacht strafbarer Handlung Nr. 8; 13. März 2008 – 2 AZR 88/07 – Rn. 59, AP KSchG 1969 § 1 Nr. 87 = EzA KSchG § 1 Verhaltensbedingte Kündigung Nr. 73; jeweils mwN). Eine aus Sicht des Arbeitgebers bewusst unrichtige oder unvollständige und damit irreleitende Darstellung führt zu einer fehlerhaften Anhörung des Betriebsrats (Senat 23. Juni 2009 – 2 AZR 474/07 – mwN aaO).
Weiterbeschäftigung auf höherwertigem Arbeitsplatz
> LAG Hamm, 15.04.2011 – 13 Sa 116/11
> LAG Hannover, 07.10.2010 – 12 Sa 139/11