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Timestamp: 2016-10-23 18:13:11
Document Index: 142421559

Matched Legal Cases: ['Art. 5', 'Art. 2', 'Art. 9', 'Art. 10', 'Art. 90', 'BGE', 'Art. 9', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 29', 'Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 127', 'Art. 8', 'Art. 10', 'Art. 8', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 10', 'Art. 8', 'Art. 10', 'Art. 10', 'Art. 1', 'BGE', 'Art. 156', 'Art. 153', 'BGE']

Gemeinde Silvaplana, 7513 Silvaplana, vertreten durch Rechtsanwalt Alexander Bl�chlinger, c/o Biancotti, Schwarzenbach, Pfiffner, Via Stredas 4, Postfach 342,
Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden, 3. Kammer, Obere Plessurstr. 1, 7001 Chur.
Art. 5, 8, 9, 29 und 127 BV (Kurtaxe; Teil �ffentlicher Verkehr)
(Staatsrechtliche Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graub�nden, 3. Kammer, vom
Mit Volksabstimmung vom 23. November 1997 wurden die Art. 2 und 14 der Verfassung des Kreises Oberengadin (bestehend aus den Gemeinden Bever, Celerina/Schlarigna, Madulain, Pontresina, La Punt-Chamues-ch, Samedan, St. Moritz, S-chanf, Sils i.E./Segl, Silvaplana und Zuoz) revidiert. Dadurch erhielt der Kreis die Kompetenz zur F�rderung des �ffentlichen Verkehrs. Mit Beschluss vom 23. Dezember 1997 hat die Regierung des Kantons Graub�nden die Teilrevision genehmigt. In der Folge wurde ein Gesetz zur F�rderung des �ffentlichen Verkehrs des Kreises Oberengadin (G�VOE) erarbeitet, dem die Bev�lkerung am 13. Juni 1999 zustimmte. Am 20. Juli 1999 erliess der Kreisrat die Ausf�hrungsbestimmungen hiezu (ABzG�VOE).
- Beitr�gen von Bund und Kanton;
- Beitr�gen der Gemeinden;
- einer Verkehrstaxe, die von den Beherbergern f�r jeden im Oberengadin �bernachtenden Gast erhoben wird;
- einer Verkehrsabgabe, welche die Eigent�mer von Ferienh�usern
- Beitr�gen der Bergbahnen;
- weiteren Ertr�gen sowie aus den
Gem�ss Art. 9 der Ausf�hrungsbestimmungen betr�gt die Verkehrstaxe in der Wintersaison Fr. -.40 bzw. in der Sommersaison Fr. -.25 pro Logiernacht. Die Verkehrsabgabe f�r die Eigent�mer von Ferienh�usern und Ferienwohnungen wurde auf Fr. 80.-- pro Jahr festgelegt (Art. 10 Abs. 1 letzter Satz der Ausf�hrungsbestimmungen).
X.________ ist Eigent�mer einer Ferienwohnung mit 52 Quadratmetern Bruttowohnfl�che in Silvaplana. Am 31. Dezember 1999 stellte ihm das Steueramt der Gemeinde - zusammen mit den Gemeinde- und Kirchensteuern f�r das Jahr 1999 - auch die erw�hnte Verkehrsabgabe von Fr. 80.-- in Rechnung. Eine hiergegen gerichtete Einsprache blieb erfolglos: Der Gemeindevorstand Silvaplana sandte dem Einsprecher X.________ am 16. November 2000 ein inzwischen ergangenes Urteil des kantonalen Verwaltungsgerichts (A 00 9/A 00 26 vom 20. Juni 2000) zu, worin dieses auf Rekurs hin �ber die bei den Ferienhaus- bzw. Ferienwohnungseigent�mern erhobene Verkehrsabgabe entschieden und deren Rechtm�ssigkeit bejaht hatte. Unter Hinweis auf die Erw�gungen des Verwaltungsgerichts wies der Gemeindevorstand Silvaplana die Einsprache ab. X.________ gelangte hiergegen seinerseits mit einem Rekurs an das Verwaltungsgericht.
Das erw�hnte Urteil A 00 9 / A 00 26 vom 20. Juni 2000 (betreffend die Verkehrsabgabe der Ferienwohnungs- bzw. Ferienhauseigent�mer) blieb auf Bundesebene unangefochten. Ebenfalls am 20. Juni 2000 hatte das Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden die Rekurse verschiedener Engadiner Hoteliers abgewiesen, die sich gegen die Erhebung der Verkehrstaxen pro Logiernacht gewehrt hatten (Urteil A 00 14 / A 00 25 / A 00 42). Dieses Urteil bildete Gegenstand einer staatsrechtlichen Beschwerde beim Bundesgericht. X.________ teilte daher am 22. Februar 2001 dem Verwaltungsgericht u.a. mit, "aus Gr�nden der Prozess�konomie erwiese es sich wohl als sinnvoll und sachgerecht", sein Rekursverfahren "einstweilen zu sistieren"; er habe auch der Gemeinde vorgeschlagen, "nun einmal mit der weiteren Behandlung abzuwarten, bis in Lausanne die hoffentlich kl�renden Entscheide gefallen sind".
Am 14. Mai 2001 wies das Bundesgericht die bei ihm erhobene staatsrechtliche Beschwerde der Engadiner Hoteliers ab (Urteil 2P.199/2000, in: ZBl 103/2002 77, Pra 2002 51 275). Es erwog u.a., die von den Hoteliers und Ferienwohnungseigent�mern erhobene Abgabe zur Deckung der Kosten des �ffentlichen Verkehrs sei eine zul�ssige Kostenanlastungssteuer (E. 3), zumal nicht bestritten werde, dass 80-90% der Leistungen des �ffentlichen Verkehrs im Oberengadin von Touristen in Anspruch genommen w�rden (E. 6b). Weiter entschied es, die Abgabe habe eine gen�gende gesetzliche Grundlage, weil auch die die Bemessungsgrundlagen festlegenden Ausf�hrungsbestimmungen zum Gesetz zur F�rderung des �ffentlichen Verkehrs dem fakultativen Referendum unterstanden h�tten und damit �ber eine demokratische Grundlage verf�gten. Die - an sich zu weit gehende - Offenheit der Vorgaben im Gesetz d�rfe deshalb in Kauf genommen werden (E. 4).
Nachdem das Verwaltungsgericht X.________ das erw�hnte Urteil des Bundesgerichts zur Kenntnis gebracht und ihm Frist zu einer Replik angesetzt hatte, ersuchte dieser das Gericht darum, die Rekursgegner vorerst zur Beantwortung von Vorfragen betreffend die Jahrespauschale von Fr. 80.-- anzuhalten. Im Anschluss an die hierauf vom Gericht eingeholten Vernehmlassungen trug X.________ in seiner Replikschrift vom 12. November 2001 vor, nachdem das Bundesgericht entschieden habe, es gebe eine hinreichende gesetzliche Grundlage zur Erhebung der Verkehrstaxe, verzichte er "selbstverst�ndlich darauf, diese Grundsatzfrage f�r die Verkehrsabgabe erneut aufzuwerfen". Jedoch machte er eine unzul�ssige steuerliche Doppelbelastung geltend; auch argumentierte er, die am 31. Dezember 1999 in Rechnung gestellte Steuer h�tte damals noch gar nicht erhoben werden d�rfen. Sodann brachte er vor, "die undifferenzierte Pauschalsteuer von Fr. 80.--" verstosse gegen den Gleichheitssatz, weil der Eigent�mer einer kleinen Wohnung "gleichermassen mit Fr. 80.-- belastet werde wie etwa der Eigent�mer einer viermal gr�sseren Wohnung oder eines ganzen Wohnhauses". Ferner sei "nicht einzusehen, dass der Zweiteigent�mer anders behandelt wird als ein Hotelier oder ein 'Beherberger'".
Am 22. Januar 2002 wies das Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden den Rekurs von X.________ ab. Es auferlegte ihm Gerichtskosten von insgesamt Fr. 1'198.-- und verpflichtete ihn, die Gemeinde Silvaplana und den Kreis Oberengadin ausseramtlich mit je Fr. 1'200.-- zu entsch�digen. Sein Urteil er�ffnete das Verwaltungsgericht am 12. April 2002.
X.________ f�hrt mit Eingabe vom 15. Mai 2002 staatsrechtliche Beschwerde beim Bundesgericht mit dem Antrag, das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graub�nden vom 22. Januar 2002 aufzuheben.
Die Gemeinde Silvaplana hat auf eine Vernehmlassung verzichtet. Der Kreis Oberengadin schliesst auf Abweisung der Beschwerde. Das Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden beantragt, die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf eingetreten werde.
1.2 Auf eine staatsrechtliche Beschwerde ist nur soweit einzutreten, als sie den Begr�ndungsanforderungen gem�ss Art. 90 Abs. 1 lit. b OG gen�gt. Danach muss die Beschwerdeschrift die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung dar�ber enthalten, welche verfassungsm�ssigen Rechte bzw. welche Rechtss�tze inwiefern durch den angefochtenen Entscheid verletzt worden sind. Das Bundesgericht untersucht nicht von Amtes wegen, ob ein kantonaler Hoheitsakt verfassungswidrig ist, sondern pr�ft nur rechtsgen�gend vorgebrachte, klar erhobene und, soweit m�glich, belegte R�gen (BGE 110 Ia 1 E. 2 S. 3; 119 Ia 197 E. 1d S. 201). Wird eine Verletzung des Willk�rverbots (Art. 9 BV) geltend gemacht, gen�gt es nicht, wenn der Beschwerdef�hrer bloss den angefochtenen Entscheid kritisiert, wie er dies in einem appellatorischen Verfahren tun k�nnte, bei dem die Rechtsmittelinstanz die Rechtsanwendung frei �berpr�fen kann. Er muss deutlich dartun, welche Vorschriften oder allgemein anerkannten Rechtsgrunds�tze die kantonalen Beh�rden in einer gegen Art. 9 BV verstossenden Weise verletzt haben sollen (BGE 117 Ia 10 E. 4b S. 12, mit Hinweis). Die vorliegende Beschwerdeschrift gen�gt diesen Anforderungen nicht in allen Teilen (vgl. etwa E. 5). Sie begn�gt sich �ber weite Strecken mit appellatorischer Kritik am angefochtenen Entscheid, auf die nach dem Gesagten nicht weiter einzugehen ist.
2.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV). Er macht geltend, die vom Verwaltungsgericht getroffene Annahme, dass 80-90% der Leistungen des �ffentlichen Verkehrs von Touristen in Anspruch genommen w�rden, sei durch die dem Gericht vorgelegte Berichterstattung der Engadiner Post vom 28. Oktober 2000 (wonach mindestens ein Drittel der Busben�tzer Einheimische seien) ersch�ttert worden. Die "Vorinstanz" sei �ber diese Darstellung ohne Pr�fung hinweggegangen. Sodann bringt der Beschwerdef�hrer vor, er habe dem Verwaltungsgericht �berlegungen zur Ausgestaltung der Pauschale (u.a. betreffend einer Differenzierung "etwa nach Wohnungsgr�sse, Bettenzahl, Familiengr�sse") vorgetragen, mit denen sich dieses nicht befasst und ihm damit das rechtliche Geh�r verweigert habe.
2.2 Der in Art. 29 Abs. 2 BV verankerte Anspruch auf rechtliches Geh�r verlangt, dass die Beh�rde die Vorbringen des in seiner Rechtsstellung Betroffenen auch tats�chlich h�rt, sorgf�ltig und ernsthaft pr�ft und in der Entscheidfindung ber�cksichtigt. Daraus folgt die grunds�tzliche Pflicht der Beh�rden, ihren Entscheid zu begr�nden. Die Begr�ndung ist so abzufassen, dass der Betroffene den Entscheid gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann. Die Begr�ndungspflicht ist freilich nicht schon verletzt, wenn sich die Beh�rde nicht mit allen Parteivorbringen einl�sslich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdr�cklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die f�r den Entscheid wesentlichen Punkte beschr�nken (BGE 127 I 84, nicht publizierte E. 3; 124 V 180 E. 1a S. 181).
Wenn sich das Verwaltungsgericht nicht zu allen vom Beschwerdef�hrer angerufenen Beweismitteln (u.a. zum erw�hnten Artikel aus der Engadiner Post) ausdr�cklich ge�ussert hat, liegt hierin nach dem Gesagten keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh�r. Gleiches gilt, soweit sich das Verwaltungsgericht nicht mit allen vom Beschwerdef�hrer angestellten �berlegungen zur Ausgestaltung der umstrittenen Pauschale auseinander gesetzt hat. Aus seinen Erw�gungen geht jedenfalls hervor, dass es die beanstandete Abgabe auch unter diesem Gesichtswinkel als zul�ssig erachtete. Die R�ge, der Anspruch auf rechtliches Geh�r sei verletzt, ist unbegr�ndet.
Wie das Bundesgericht im Urteil 2P.199/2000 vom 14. Mai 2001 erkannt hat, handelt es sich bei der von den Hoteliers und Ferienwohnungseigent�mern erhobenen Abgabe zur Deckung der Kosten des �ffentlichen Verkehrs um eine grunds�tzlich zul�ssige Kostenanlastungssteuer (vgl. zum Begriff BGE 124 I 289 E. 3b S. 291/292; 122 I 305 E. 4b S. 309/310, je mit Hinweisen). Es besteht kein Anlass, auf diese Beurteilung zur�ckzukommen. Insbesondere vermag der Beschwerdef�hrer die in der "Studie �ffentlicher Verkehr Oberengadin" aus dem Jahre 1996 festgehaltenen Erkenntnisse, wonach die Touristen mit 80-90% das wichtigste Kundensegment des �ffentlichen Verkehrs darstellen, mit dem von ihm als Beweismittel angerufenen Artikel aus der Engadiner Post nicht zu widerlegen, zumal sich dieser Bericht - soweit hier �berhaupt interessierend - im Wesentlichen einzig mit dem "Engadin-Bus" und nicht mit dem gesamten �ffentlichen Verkehr im Oberengadin befasst.
Die streitige Abgabe dient mithin zur Finanzierung von Aufwendungen f�r Einrichtungen und Angebote des �ffentlichen Verkehrs, die vornehmlich der G�ste wegen geschaffen, f�r diese bestimmt sind und von diesen in Anspruch genommen werden. Zu einer Aufenthaltssteuer - die an Stelle der ordentlichen Steuer erhoben wird und daher mit diesen in Konkurrenz tritt (vgl. BGE 102 Ia 143 E. 2c S. 147; 67 I 200 E. 3 S. 204) - wird die Verkehrsabgabe dadurch nicht, weshalb die R�ge des Beschwerdef�hrers, das Doppelbesteuerungsverbot bzw. das darin enthaltene "Schlechterstellungsverbot" (Art. 127 BV) sei verletzt, als unbegr�ndet erscheint. Ebenso wenig ist die steuerliche Doppelbelastung, die f�r den Zweitwohnungseigent�mer mit der Erhebung der fraglichen Verkehrsabgabe entsteht, unzul�ssig (vgl. Adriano Marantelli, Grundprobleme des schweizerischen Tourismusabgaberechts, Bern 1991, S. 532 f.).
4.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt in verschiedener Hinsicht eine Verletzung des Rechtsgleichheitsgebotes (Art. 8 BV). So macht er geltend, die unterschiedslose Erhebung einer Verkehrsabgabe von Fr. 80.-- von allen Zweitwohnungseigent�mern halte dem Gleichheitssatz nicht stand. Seine kleine Wohneinheit von 52 Quadratmetern k�nne nicht einer "Villa am Suvrettahang" gleichgesetzt werden, "f�r welche auch nur eine Abgabe von Fr. 80.-- erhoben wird". Sodann �ffne die unklare Pauschalisierung in Art. 10 der Ausf�hrungsbestimmungen rechtsungleicher Behandlung T�r und Tor, "da selbstredend etwa die Gr�sse der Familie, die Gr�sse der Wohnung, die Bettenzahl, die Lage etc. v�llig unterschiedliche (potentielle) Belastungen des �ffentlichen Verkehrs gerieren".
4.2 Eine Regelung verletzt den Grundsatz der Rechtsgleichheit und damit Art. 8 Abs. 1 BV, wenn sie rechtliche Unterscheidungen trifft, f�r die ein vern�nftiger Grund in den zu regelnden Verh�ltnissen nicht ersichtlich ist, oder Unterscheidungen unterl�sst, die sich aufgrund der Verh�ltnisse aufdr�ngen. Die Rechtsgleichheit ist verletzt, wenn Gleiches nicht nach Massgabe seiner Gleichheit gleich oder Ungleiches nicht nach Massgabe seiner Ungleichheit ungleich behandelt wird. Vorausgesetzt wird, dass sich der unbegr�ndete Unterschied oder die unbegr�ndete Gleichstellung auf eine wesentliche Tatsache bezieht. Die Frage, ob f�r eine rechtliche Unterscheidung ein vern�nftiger Grund in den zu regelnden Verh�ltnissen ersichtlich ist, kann zu verschiedenen Zeiten verschieden beantwortet werden, je nach den herrschenden Anschauungen und Verh�ltnissen. Dem Gesetzgeber bleibt im Rahmen dieser Grunds�tze und des Willk�rverbots ein weiter Spielraum der Gestaltungsfreiheit (vgl. BGE 123 I 1 E. 6a S. 7 f., mit Hinweisen). Wie das Bundesgericht wiederholt festgestellt hat, ist die Gestaltungsfreiheit insbesondere bei den �ffentlichen Abgaben und bei der Verteilung der Last auf die Abgabepflichtigen gross (vgl. BGE 109 Ia 325 E. 4 S. 328, mit Hinweisen; 114 Ia 321 E. 3b S. 323/324). Das Bundesgericht hat sodann auch erkannt, dass eine mathematisch exakte Gleichbehandlung jedes einzelnen Steuerpflichtigen aus praktischen Gr�nden nicht erreichbar ist und deshalb eine gewisse Schematisierung und Pauschalisierung des Abgaberechts unausweichlich und zul�ssig ist (BGE 125 I 65 E. 3c S. 68, mit Hinweisen).
Im Lichte dieser Grunds�tze verletzt die in Art. 10 der Ausf�hrungsbestimmungen festgesetzte Jahrespauschale von Fr. 80.--, die jedem Eigent�mer eines Ferienhauses bzw. einer Ferienwohnung unabh�ngig von der Gr�sse der Wohnfl�che bzw. der Bettenzahl als Verkehrsabgabe auferlegt wird, das Rechtsgleichheitsgebot von Art. 8 Abs. 1 BV nicht. Wenn es aus Gr�nden der Praktikabilit�t und Veranlagungs�konomie unter dem Gesichtspunkt der Rechtsgleichheit zul�ssig ist, dass die Abgabe nicht von allen profitierenden Unternehmen, sondern einzig von den Hauptnutzniessern erhoben wird (Urteil 2P.199/2000 vom 14. Mai 2001, E. 6b), so erscheint aus denselben Gr�nden auch eine einheitliche Jahrespauschale f�r Ferienwohnungen und Ferienh�usern als vertretbar, so lange es sich, wie hier, um einen relativ bescheidenen Betrag handelt. Wohl w�rde eine Abstufung der Abgabe nach Gr�sse von Wohnung und Haus bzw. nach der Anzahl Zimmer oder Schlafgelegenheiten den Verh�ltnissen an sich besser gerecht, doch w�re ein solches differenzierendes System mit zus�tzlichem Abkl�rungsaufwand und h�ufigen Abgrenzungs- und Berechnungsschwierigkeiten verbunden, weshalb sich die Erhebung einer einheitlichen Abgabe rechtfertigen l�sst.
Der Beschwerdef�hrer macht geltend, die Verkehrsabgabe sei auf den 1. Juli 1999 eingef�hrt worden. F�r die Erhebung einer (ganzen) Jahressteuer am 31. Dezember 1999 habe damit klarerweise die gesetzliche Grundlage gefehlt. Es sei nirgends legiferiert, dass die Abgabe "pr�numerando erhoben" werden d�rfe.
Das Verwaltungsgericht hat hierzu ausgef�hrt, das Inkasso der Verkehrsabgabe erfolge gem�ss Art. 10 Abs. 2 der Ausf�hrungsbestimmungen durch die Gemeinden und sei von diesen jeweils per Ende November an den Kreis abzuliefern. Das Vorgehen der Gemeinde habe daher auf einer gen�genden Rechtsgrundlage beruht, als sie vom Beschwerdef�hrer mit Steuerrechnung vom 31. Dezember 1999 eine Jahrespauschale von Fr. 80.-- f�r das laufende Jahr 2000 (mit Ablieferungstermin an den Kreis per Ende November 2000) einverlangt habe.
Der Beschwerdef�hrer setzt sich mit diesen Ausf�hrungen des Verwaltungsgerichts nicht gen�gend auseinander und tut nicht dar, inwiefern diese Argumentation willk�rlich sein soll (vgl. E. 1.2). Gem�ss Feststellung im angefochtenen Urteil bezieht sich die am 31. Dezember 1999 in Rechnung gestellte und bis zum 31. M�rz 2000 zahlbare Jahrespauschale von Fr. 80.-- auf "das laufende Jahr 2000 (mit Ablieferungstermin an den Kreis per Ende November 2000)". Nachdem die einschl�gigen Vorschriften die F�lligkeit der Abgabe nicht n�her regeln, kann nicht von einer willk�rlichen Rechtsanwendung gesprochen werden. Es erscheint vertretbar, die fragliche, relativ bescheidene Abgabe zu Beginn des Jahres zu erheben, um dem vorgeschriebenen Ablieferungstermin gegen�ber dem Kreis (Ende November) nachkommen zu k�nnen. Der Einwand, Art. 10 Abs. 2 der Ausf�hrungsbestimmungen sei "keine taugliche Pr�numerando-Erhebungs- und Bezugsgrundlage", l�sst das Vorgehen der Gemeinde nicht als verfassungswidrig erscheinen.
6.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt, das Verwaltungsgericht sei bei der Festlegung der Gerichtsgeb�hr auf Fr. 1'000.-- in Willk�r verfallen. Eine Geb�hr von Fr. 1'000.-- bei einem Streitwert von Fr. 80.-- verletze zudem klarerweise das Aequivalenzprinzip. Sodann verstosse der Kostenentscheid gegen den Grundsatz der Gleichbehandlung bei der Rechtsanwendung, zumal den Rekurrenten in Vergleichsverfahren Gerichtsgeb�hren von h�chstens Fr. 300.-- auferlegt worden seien.
6.2 Gem�ss Art. 1 lit. a der Geb�hrenordnung f�r das Verwaltungsgericht vom 25. August 1980 wird bei verwaltungsrechtlichen Streitigkeiten eine Staatsgeb�hr von Fr. 100.-- bis Fr. 15'000.-- erhoben. In Rechtsf�llen mit besonders hohem Interessenwert oder in Verfahren, die dem Gericht einen unverh�ltnism�ssig grossen Arbeitsaufwand verursachen, erh�ht sich der Geb�hrenrahmen auf Fr. 50'000.--.
Die Erhebung einer Spruchgeb�hr bedarf dort keiner n�heren Begr�ndung, wo sich dies nach dem Ausgang des Verfahrens und den anwendbaren Bestimmungen ohne weiteres versteht, und auch die H�he der Geb�hr braucht in der Regel, bzw. so lange sie sich im Rahmen des �blichen h�lt, nicht speziell begr�ndet zu werden (Urteil 2P.89/2001 vom 10. Juli 2001, E. 4a). Vorliegend kann die Gerichtsgeb�hr von Fr. 1'000.--, die sich an den unteren Rahmen des anwendbaren Tarifs f�r Justizgesch�fte h�lt, nicht als willk�rlich bezeichnet werden. Dass sie ein Vielfaches der streitigen Jahrespauschale betr�gt, steht dem nicht entgegen, zumal es sich um eine periodische Abgabe handelt und die Behandlung der dagegen erhobenen Beschwerde einen gewissen Aufwand verursachte. Auch aus dem Umstand, dass in Vergleichsf�llen geringere Gerichtsgeb�hren verlegt worden sind, kann der Beschwerdef�hrer, der selber f�r einen erh�hten Verfahrensaufwand gesorgt hat (vgl. vorne lit. D), nichts f�r sich ableiten.
Schliesslich macht der Beschwerdef�hrer geltend, das Verwaltungsgericht sei auch bei der Bemessung der aussergerichtlichen Entsch�digung an den Kreis Oberengadin und an die Gemeinde Silvaplana in Willk�r verfallen.
Praxisgem�ss ist dem Richter bei der Bemessung der Parteientsch�digung ein weiter Ermessensspielraum einzur�umen (BGE 111 V 48 E. 4a S. 49; Urteil 1P.642/1998 vom 26. Januar 1999, E. 3a). Das Bundesgericht greift nur ein, wenn die kantonalen Bestimmungen, welche die Bemessungskriterien f�r Parteientsch�digungen umschreiben, willk�rlich angewendet werden oder wenn die kantonalen Beh�rden ihr Ermessen �berschreiten oder missbrauchen. Dies trifft vorliegend nicht zu. Sowohl die Gemeinde Silvaplana wie auch der Kreis Oberengadin waren vorliegend auf den Beizug von Rechtsanw�lten angewiesen, die im kantonalen Verfahren nach entsprechender Aufforderung des Verwaltungsgerichts regelm�ssig - insbesondere auch zu den vom Beschwerdef�hrer aufgeworfenen Vorfragen - Stellung zu nehmen hatten. Eine Parteientsch�digung von je Fr. 1'200.-- erscheint daher nicht willk�rlich hoch. Dass die beiden Parteivertreter sich im Laufe der �ber einj�hrigen Verfahrensdauer wechselseitig jeweils der Vernehmlassung des anderen angeschlossen und selber keine ausf�hrliche Eingabe zum gleichen Thema mehr eingereicht haben, �ndert nichts.
Nach dem Gesagten ist die staatsrechtliche Beschwerde als unbegr�ndet abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die Gerichtskosten dem Beschwerdef�hrer aufzuerlegen (Art. 156 in Verbindung mit Art. 153 und 153a OG). Dieser hat den Kreis Oberengadin, der als kleines bzw. mittleres Gemeinwesen vorliegend auf den Beizug eines Anwalts angewiesen war (BGE 125 I 182 E. 7 S. 202), f�r das bundesgerichtliche Verfahren angemessen zu entsch�digen. Der Gemeinde Silvaplana ist hingegen kein nennenswerter Aufwand entstanden, zumal ihr Rechtsvertreter auf eine Vernehmlassung verzichtet und im Verfahren vor dem Bundesgericht keinen Antrag gestellt hat. Es besteht f�r sie daher kein Anspruch auf Parteikostenersatz.
Der Beschwerdef�hrer hat den Kreis Oberengadin f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 1'200.-- zu entsch�digen.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer, der Gemeinde Silvaplana, dem Kreis Oberengadin und dem Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden (3. Kammer) schriftlich mitgeteilt.