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Timestamp: 2016-10-26 02:16:58
Document Index: 318004236

Matched Legal Cases: ['Art. 305', 'BGE', 'in dubio', 'Art. 9', 'Art. 95', 'Art. 97', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'in dubio', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 305', 'Art. 305', 'BGE', 'BGE', 'Art. 305', 'Art. 305', 'Art. 305', 'Art. 305', 'BGE', 'BGE', 'Art. 305', 'Art. 305', 'Art. 305', 'Art. 97', 'Art. 305', 'Art. 48', 'Art. 305', 'Art. 42', 'Art. 106', 'BGE', 'BGE', 'Art. 40', 'Art. 41', 'Art. 42', 'Art. 42', 'Art. 41', 'Art. 42', 'Art. 34', 'Art. 41', 'Art. 50', 'Art. 66', 'Art. 68']

6B_1013/2010 (17.05.2011)
Qualifizierte Geldw�scherei (Art. 305bis Ziff. 2 StGB); willk�rliche Beweisw�rdigung,
A.a Das Obergericht des Kantons Zug verurteilte X.________ am 29. Oktober 2008 zweitinstanzlich wegen qualifizierter Geldw�scherei zu einer bedingten Freiheitsstrafe von zehn Monaten sowie zu einer unbedingten Geldstrafe von 60 Tagess�tzen zu Fr. 400.--.
A.b Die dagegen erhobene Beschwerde von X.________ hiess das Bundesgericht am 10. Juni 2009 wegen Verletzung des rechtlichen Geh�rs in Bezug auf die Verurteilung wegen des (dritten) Checks vom 15. Mai 1997 gut und wies die Sache zur neuen Beurteilung an das Obergericht zur�ck.
Das Obergericht des Kantons Zug verurteilte X.________ am 28. Oktober 2010 erneut wegen qualifizierter Geldw�scherei. Es bestrafte ihn mit einer bedingten Freiheitsstrafe von f�nf Monaten sowie einer unbedingten Geldstrafe von 60 Tagess�tzen zu Fr. 320.--.
Gegen dieses Urteil erhebt X.________ Beschwerde in Strafsachen. Er beantragt, das Urteil des Obergerichts des Kantons Zug vom 28. Oktober 2010 sei aufzuheben. Er sei vom Vorwurf der qualifizierten Geldw�scherei bez�glich des dritten Checks freizusprechen. Im �brigen sei das Strafverfahren einzustellen. Eventualiter sei die Sache zur neuen Entscheidung zur�ckzuweisen, unter Kosten- und Entsch�digungsfolgen f�r alle Instanzen zu Lasten des Kantons Zug.
Am 22. April 1997 stellte die A.________ AG zwei Checks �ber 1 Mio. DEM (Deutsche Mark) und 2 Mio. DEM aus. Die Gelder zur Deckung der Checks stammen aus dem Anlagebetrug der B.________ AG. Der Beschwerdef�hrer erhielt beide Checks von seinem Klienten C.________ , welchen er seit 1992 anwaltlich vertrat. Beide Checks waren mit einem Blankoindossament versehen. Der Beschwerdef�hrer reichte den Check �ber 2 Mio. DEM der D.________ Bank am 28. April 1997 zur Gutschrift auf den Konten der Offshore-Gesellschaft E.________ AG, deren Direktor er war, ein. Am selben Tag �bermittelte er der F.________ Bank den Check �ber 1 Mio. DEM zur Gutschrift auf die genannten Konten.
Am 15. Mai 1997 stellte die A.________ AG zugunsten der E.________ AG einen dritten Check �ber 1'241'455.-- DEM aus. Die Verm�genswerte zur Deckung dieses Checks stammen ebenfalls aus dem Anlagebetrug zum Nachteil der B.________ AG-Anleger.
Am 20. Mai 1997 fanden zwei Treffen zwischen C.________ und der F.________ Bank bzw. der D.________ Bank in Anwesenheit des Beschwerdef�hrers statt. Mit Schreiben vom 26. Mai 1997 sandte der Beschwerdef�hrer der F.________ Bank den Check �ber 1'241'455.-- DEM zur Gutschrift. Nach einem Telefonat zwischen der F.________ Bank und dem Beschwerdef�hrer vom 30. Mai 1997 retournierte die F.________ Bank den Check an den Beschwerdef�hrer. Im Begleitschreiben begr�ndete die Bank die R�cksendung mit der "Vermeidung eines Schadens". Der Beschwerdef�hrer wurde gebeten, trotz des pers�nlichen Treffens vom 20. Mai 1997 der F.________ Bank eine Erkl�rung einzureichen, welche sich �ber die Herkunft der Verm�genswerte seines Klienten C.________ und �ber den Zweck der �berweisung �ussert. Der Beschwerdef�hrer reichte die verlangte Erkl�rung nicht ein, sondern k�ndigte die Callgeldanlage bei der F.________ Bank mit Schreiben vom 3. Juni 1997. Den von der F.________ Bank retournierten Check �bergab er am selben Tag der D.________ Bank zur Gutschrift.
Nach der Einl�sung der Checks wechselte der Beschwerdef�hrer am 16. Juni 1997 den Betrag von 2 Mio. DEM und am 7. Juli 1997 jenen �ber 1'241'455.-- DEM bei der D.________ Bank in Schweizer Franken. Am 11. Juli 1997 liess er sich von ihr Fr. 2'516'000.-- bar auszahlen. Dieses Geld h�ndigte er gleichentags C.________ aus.
Am 5. Juni 1997 wechselte der Beschwerdef�hrer den Betrag von 1 Mio. DEM bei der F.________ Bank in Schweizer Franken. Nach der K�ndigung der F.________ Bank-Konten erhielt er einen Check �ber den Betrag von Fr. 835'065.25. Diesen versah er mit seinem Indossament und sandte ihn ungef�hr am 19. Juni 1997 an den Treuh�nder G.________ nach Liechtenstein. Er gab ihm den Auftrag, den Check auf den Namen seiner [G.________s] Treuhandgesellschaft H.________ AG einzul�sen und wies ihn an, das Geld dort einige Tage treuh�nderisch f�r die E.________ AG liegen zu lassen. Am 10. Juli 1997 liess sich der Beschwerdef�hrer von G.________ das Geld gegen Quittung bar auszahlen und h�ndigte es gleichentags C.________ aus.
2.1 Im Falle eines bundesgerichtlichen R�ckweisungsentscheids hat die mit der Neubeurteilung befasste kantonale Instanz die rechtliche Beurteilung, mit der die Zur�ckweisung begr�ndet wird, ihrer Entscheidung zugrunde zu legen. Diese Beurteilung bindet auch das Bundesgericht, falls ihm die Sache erneut unterbreitet wird. Aufgrund dieser Bindungswirkung ist es den nochmals mit der Sache befassten Gerichten wie den Parteien verwehrt, der �berpr�fung einen anderen als den bisherigen Sachverhalt zu unterstellen oder die Sache unter rechtlichen Gesichtspunkten zu pr�fen, die im R�ckweisungsentscheid ausdr�cklich abgelehnt oder �berhaupt nicht in Erw�gung gezogen worden sind (BGE 135 III 334 E. 2 und E. 2.1 S. 335 f. mit Hinweisen).
2.2 Verfahrensgegenstand bildet einzig der Sachverhalt in Bezug auf den Check vom 15. Mai 1997, die rechtliche W�rdigung der Geldw�schereihandlungen hinsichtlich der drei Checks vom 22. April 1997 bzw. vom 15. Mai 1997 sowie die Strafzumessung. Der Beschwerdef�hrer wendet sich mit der aktuellen Beschwerde in Strafsachen teilweise gegen Sachverhaltselemente, die alle drei Checks gemeinsam betreffen, die dem ersten Urteil der Vorinstanz vom 28. Oktober 2008 schon zugrunde lagen und die er in seiner ersten Beschwerde nicht angefochten hatte (z.B. nicht alle Verm�genswerte der B.________ AG stammten aus Anlagebetr�gen [vorinstanzliches Urteil vom 29. Oktober 2008 S. 25 f.]; die Aussagen C.________s seien nicht verwertbar, da ihm [dem Beschwerdef�hrer] kein Konfrontationsrecht zugestanden worden sei). Streckenweise beanstandet er den Sachverhalt, welchen das Bundesgericht bereits beurteilt hatte (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_999/2008 vom 10. Juni 2009; so etwa Ziff. 4.5 in Bezug auf den Mitangeklagten L.________; Ziff. 4.7 zur W�rdigung seiner Aussagen hinsichtlich des Zwecks der Transaktionen; Ziff. 4.4 zu den m�glichen weiteren Abkl�rungen; Ziff. 4.2 zur W�rdigung der Aussagen des Zeugen I.________ und des Due Diligence Memorandums; Ziff. 4.3 zur Befragung des Zeugen K.________ als Nachfolger des Zeugen I.________; Ziff. 4.7 zum m�glichen Tatmotiv und zur Gegenleistung f�r die Geldw�scherei; Ziff. 4.6 in Bezug auf die W�rdigung der Aussage von C.________ betreffend das Wissen des Beschwerdef�hrers und des Mitangeklagten O.________; Ziff. 4.2 in Bezug auf den Eventualvorsatz und den Eindruck der Zeugen I.________ und K.________ von C.________; Ziff. 5 bez�glich der Meldepflichten nach dem Geldw�schereigesetz). Auf diese und weitere gleichgelagerte Vorbringen ist nicht einzutreten.
Soweit der Beschwerdef�hrer geltend macht, die Vorinstanz verletze den Anspruch auf rechtliches Geh�r, indem sie den Nachfolger des Zeugen I.________ zum Grund f�r die erneute "due diligence Pr�fung" nie befragt habe, ist darauf nicht einzutreten. Er legt nicht substanziiert dar, was er mit der Befragung des weiteren Zeugen bezweckt bzw. was dieser zur Sache sagen k�nnte.
4.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt, die Vorinstanz stelle den Sachverhalt willk�rlich und in Verletzung des Grundsatzes in dubio pro reo, teils unter Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh�r fest.
4.2 Die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz kann nur ger�gt werden, wenn sie willk�rlich (Art. 9 BV) ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG; BGE 134 IV 36 E. 1.4.1 S. 39 mit Hinweis). Zur Frage, wann Willk�r vorliegt und zu den Begr�ndungsanforderungen an eine Willk�rr�ge kann auf die bisherige Rechtsprechung verwiesen werden (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 136 I 49 E. 1.4.1 S. 53 mit Hinweisen). Dem Grundsatz in dubio pro reo kommt in seiner Funktion als Beweisw�rdigungsregel im Verfahren vor dem Bundesgericht keine �ber das Willk�rverbot von Art. 9 BV hinausgehende selbst�ndige Bedeutung zu (BGE 127 I 38 E. 2a S. 40 f. mit Hinweisen).
4.3.1 Der Beschwerdef�hrer macht im Einzelnen geltend, die Vorinstanz gehe zu Unrecht davon aus, er habe um die Illegalit�t der ihm �bertragenen finanziellen Mittel wissen m�ssen. Da der Check vom 15. Mai 1997 �ber den Betrag von DEM 1'241'455.--, anders als die beiden Checks vom 22. April 1997, nicht indossiert gewesen sei, habe er entgegen der Auffassung der Vorinstanz keinen Verdacht zur Herkunft der Gelder sch�pfen m�ssen (vgl. Ziff. 15 der Beschwerde). Aus der R�cksendung dieses Checks durch die Bank F.________ Bank k�nne nichts anderes geschlossen werden. Die F.________ Bank habe den einen Check �ber DEM 1 Mio. eingel�st, nachdem Herr I.________ die "due diligence" gepr�ft habe. Infolge dessen Weggangs habe die F.________ Bank eine Wiederholung dieser Pr�fung verlangt und den Check zur�ckgeschickt. Der Vermerk "to avoid any prejudice to the company" beziehe sich auf den m�glichen Schaden der E.________ AG, welche den Check innert einer gewissen Frist pr�sentieren m�sse, und nicht auf einen solchen der Bank. Wegen der bereits bestehenden Bankverbindung zur D.________ Bank habe er den Check schliesslich dort eingel�st. Es best�nden keine objektiven Anhaltspunkte, dass Zweifel an der Sauberkeit der Verm�genswerte aufgetaucht seien.
4.3.2 Entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers ist in der vorinstanzlichen Beweisw�rdigung zu seinem Wissen weder Willk�r noch eine Verletzung der Unschuldsvermutung zu erblicken (vgl. angefochtenes Urteil S. 15 bis 20). Die Vorinstanz schliesst aus den Aussagen des Beschwerdef�hrers, die widerspr�chlichen Angaben C.________ s zum Grund f�r die Finanztransaktionen h�tten ihn stutzig machen m�ssen (angefochtenes Urteil S. 16 f.). Aufgrund des engen zeitlichen Zusammenhangs zwischen der Einl�sung der ersten beiden Checks, welche verd�chtige Blanko-Indossamente enthielten, und des dritten Checks w�rdigt sie den Sachverhalt als einheitliches Ganzes. Sie erachtet die Nichteinl�sung und R�cksendung des dritten Checks als Element, woraus der Beschwerdef�hrer h�tte Verdacht hinsichtlich der illegalen Herkunft der Gelder sch�pfen sollen. Der vorinstanzliche Schluss, die F.________ Bank habe an der "Sauberkeit" der Verm�genswerte gezweifelt, ist nachvollziehbar. Denn die Bank F.________ Bank verlangte nach dem vorinstanzlich festgestellten Sachverhalt vor der R�cksendung eine schriftliche Erkl�rung zur Herkunft und dem Verwendungszweck der Verm�genswerte, welche der Beschwerdef�hrer nicht abgab. Vielmehr l�ste er den dritten Check ohne weitere Abkl�rungen bei einer anderen Bank ein und nahm eine Reihe weiterer aussergew�hnlicher Finanztransaktionen vor (er wechselte das Geld kurze Zeit nach Einl�sung des Checks in Schweizer Franken, hob es bar ab und zahlte es an C.________ aus; f�r einen Teil des Geldes liess er sich einen Check ausstellen, �bertrug diesen zur Einl�sung an einen Treuh�nder ins Ausland, nahm das vom dortigen Treuh�nder abgehobene Geld in bar entgegen und �bergab es ebenfalls an C.________). Die Vorinstanz durfte in W�rdigung dieser gesamten Umst�nde zum vertretbaren Schluss gelangen, der Beschwerdef�hrer habe die verbrecherische Herkunft der Gelder kennen m�ssen.
4.4 Auf die R�ge, die Vorinstanz stelle den Beweiswert der Aussage des Zeugen C.________ (Beschwerde Ziff. 25: zentrale Bedeutung oder bloss eines unter mehreren Beweismitteln) widerspr�chlich dar, ist nicht einzutreten. Wieweit diese Frage eine Auswirkung auf das Ergebnis des angefochtenen Urteils haben soll, substanziiert der Beschwerdef�hrer nicht n�her.
4.5 Hinsichtlich der Frage, ob der Beschwerdef�hrer aus eigenem Antrieb den Check an den Treuh�nder G.________ in Liechtenstein versendet oder auf Instruktion von C.________ gehandelt hat (Beschwerde Ziff. 22), pr�sentiert er bloss seine eigene Sichtweise. Er begr�ndet nicht hinreichend, weshalb die vorinstanzliche Beweisw�rdigung schlechterdings unhaltbar sein sollte. Darauf ist ebenfalls nicht einzutreten.
5.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt sinngem�ss, es fehle hinsichtlich des Checks vom 15. Mai 1997 am objektiven Tatbestand der Geldw�scherei, da eine l�ckenlose Papierspur vorhanden sei (Beschwerde Ziff. 28) und er das Geld am 17. Dezember 1997 durch den Mitangeklagten L.________ der A.________ AG zur�ckerstattet habe (Beschwerde Ziff. 28).
5.2 Gem�ss Art. 305bis Ziff. 1 StGB macht sich der Geldw�scherei schuldig, wer eine Handlung vornimmt, die geeignet ist, die Ermittlung der Herkunft, die Auffindung oder die Einziehung von Verm�genswerten zu vereiteln, die, wie er weiss oder annehmen muss, aus einem Verbrechen herr�hren. Durch Geldw�scherei wird der Zugriff der Strafbeh�rden auf die Verbrechensbeute vereitelt. Strafbar ist die Vereitelungshandlung als solche, unbesehen eines Vereitelungserfolgs. Tatobjekt der Geldw�scherei nach Art. 305bis StGB sind alle Verm�genswerte, die aus einem Verbrechen herr�hren (BGE 136 IV 188 E. 6.1 S. 190 f. mit Hinweisen). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist die Vereitelungshandlung bei �berweisungen von Geld ins Ausland, selbst bei Nachvollziehbarkeit der Papierspur, oder bei W�hrungswechseln zu bejahen. Denn diese Handlungen verfolgen das Ziel, die Spur des Herkommens zu tilgen (a.a.O.). Hingegen ist Geldw�scherei bei einer einfachen Einzahlung auf das Konto, welches auf den Namen des T�ters lautet und �ber welches er den privaten Zahlungsverkehr abwickelt, zu verneinen (BGE 124 IV 274 E. 4a S. 278 f. mit Hinweis).
Wird Geld vom einen Konto auf das n�chste �berwiesen, so wird die Papierspur ("paper trail") verl�ngert. Dies stellt keine Geldw�scherei dar, wenn der Name des Berechtigten und der Name des Beg�nstigten ersichtlich bleiben. Treten zur Papierspur-Verl�ngerung weitere Verschleierungsmerkmale hinzu, wie das Verschieben von Geldern von Konto zu Konto mit wechselnden Kontoinhabern und/oder wirtschaftlich Berechtigten, liegt eine Geldw�schereihandlung vor. Ebenso wird Geldw�scherei bejaht, wenn die Werte vom Drittkonto weiter verschoben oder das deliktisch erlangte Geld bar ausbezahlt wird (Urteil 6B_88/2009 vom 29. Oktober 2009 E. 4.3 mit Hinweisen).
5.3 Der Beschwerdef�hrer nahm verschiedene aufeinanderfolgende Handlungen vor. Er l�ste den Check vom 15. Mai 1997 ein und liess das Geld auf ein Konto seiner Gesellschaft E.________ AG �berweisen. Anschliessend nahm er einen W�hrungswechsel vor und hob das Geld teilweise in bar ab. F�r den Rest der Mittel liess er sich einen Check ausstellen, welchen er nach Liechtenstein an den Treuh�nder G.________ schickte. Dieser l�ste den Check bei der P.________ Bank ein, hob das Geld in bar ab und �bergab es dem Beschwerdef�hrer, welcher es seinerseits C.________ aush�ndigte. Aufgrund der Verkettung von verschiedenen Finanztransaktionen ist eine Vereitelungshandlung zu bejahen, selbst wenn Quittungen zur Bezahlung von Bargeld an C.________ vorhanden sind (Urteil 6B_88/2009 vom 29. Oktober 2009 a.a.O.). Auch die nachtr�gliche R�ckzahlung der Gelder �ndert an der objektiven Tatbestandsm�ssigkeit der Handlungen nichts, weil die Gefahr der Einziehungsvereitelung ausreicht. Die R�gen des Beschwerdef�hrers erweisen sich als unbegr�ndet.
5.4 Soweit der Beschwerdef�hrer einwendet, es fehle ihm am Eventualvorsatz nach Art. 305bis Ziff. 1 StGB, legt er nicht dar, weshalb die vorinstanzliche rechtliche W�rdigung anhand der willk�rfrei festgestellten Tatsachen Bundesrecht verletzen sollte.
6.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt, es liege weder in objektiver noch in subjektiver Hinsicht ein schwerer Fall im Sinne von Art. 305bis Ziff. 2 StGB vor. Die Vorinstanz gehe unter Missachtung des Legalit�tsprinzips von einem nicht namentlich im Gesetz aufgef�hrten schweren Fall aus. Er habe von einem langj�hrigen Kunden einmalig Gelder entgegengenommen. Alleine die H�he dieser Gelder begr�nde noch keinen schweren Fall, da es an der Gewerbsm�ssigkeit im Sinne von Art. 305bis Ziff. 2 lit. c StGB fehle. Zudem sei die subjektive Schwere nicht gleichwertig. Er sei weder Mitglied einer Verbrechensorganisation noch einer Bande und habe auch nicht gewerbsm�ssig gehandelt. Es werde ihm lediglich Eventualvorsatz zur Last gelegt, indem er aus Gleichg�ltigkeit keine weiteren Abkl�rungen vorgenommen habe.
6.2 Nach Art. 305bis Ziff. 2 StGB liegt ein schwerer Fall insbesondere vor, wenn der T�ter als Mitglied einer Verbrechensorganisation handelt (lit. a), als Mitglied einer Bande handelt, die sich zur fortgesetzten Aus�bung der Geldw�scherei zusammengefunden hat (lit. b) oder durch gewerbsm�ssige Geldw�scherei einen grossen Umsatz oder einen erheblichen Gewinn erzielt (lit. c). Der T�ter handelt gewerbsm�ssig, wenn sich aus der Zeit und den Mitteln, die er f�r die deliktische T�tigkeit aufwendet, aus der H�ufigkeit der Einzelakte innerhalb eines bestimmten Zeitraums sowie aus den angestrebten und erzielten Eink�nften ergibt, dass er die deliktische T�tigkeit nach der Art eines Berufes aus�bt. Wesentlich ist ausserdem, dass der T�ter sich darauf einrichtet, durch sein deliktisches Handeln relativ regelm�ssige Einnahmen zu erzielen, die einen namhaften Beitrag an die Kosten seiner Lebensgestaltung darstellen, und dass er die Tat bereits mehrfach begangen hat. Ein grosser Umsatz liegt ab Fr. 100'000.--, ein grosser Gewinn ab Fr. 10'000.-- vor (BGE 129 IV 188 E. 3.1.3 S. 192). Aus der Formulierung des Gesetzes ("insbesondere") ergibt sich, dass es sich nicht um eine abschliessende Aufz�hlung handelt. Auch andere als die aufgez�hlten schweren F�lle sind denkbar. Dabei m�ssen die Taten in objektiver und subjektiver Hinsicht gleich schwer wiegen wie die im Gesetz genannten Beispiele (BGE 114 IV 164 E. 2b S. 167 f.).
6.3 Der Beschwerdef�hrer erhielt im Rahmen seiner anwaltlichen T�tigkeit von seinem Klienten C.________ drei verschiedene Checks in Millionenh�he ausgeh�ndigt. Die Verm�genswerte stammen aus einem Anlagebetrug, d.h. aus verbrecherischer Herkunft. Zur Einl�sung dieser Checks und zur R�ck�bertragung des Geldes auf seinen Klienten nahm der Beschwerdef�hrer regelm�ssige Handlungen �ber einen l�ngeren Zeitraum vor, d.h. von Anfang April 1997 bis Mitte Juli 1997. Er er�ffnete etwa ein Bankkonto bei der F.________ Bank, um sich den Gegenwert eines Checks gutschreiben zu lassen, reichte die notwendigen Formulare und Unterlagen ein, besprach sich im Beisein seines Klienten zweimal mit Vertretern der Banken und verwaltete das Konto (er k�ndigte z.B.die Callgeldanlage bei der F.________ Bank, nachdem die Bank den Check vom 15. Mai 1997 �ber DEM 1'241'455.-- nicht einl�sen wollte). Nach Einl�sung der Checks vollzog er eine Reihe weiterer Finanztransaktionen (Geldwechsel, Barauszahlung, Transfer des Geldes ins Ausland mittels eines weiteren Checks). F�r die Barauszahlungen traf er sich mit seinem Klienten oder dem Treuh�nder G.________ aus Liechtenstein. Daraus ergibt sich, dass der Beschwerdef�hrer eine erhebliche Zeit f�r die Tathandlung der Geldw�scherei aufwendete. Auch blieb es nicht bei einem Einzelakt. Er l�ste mehrere Checks im Rahmen seiner anwaltlichen Berufst�tigkeit ein, mit welcher er seinen Lebensunterhalt bestreitet. Mit seinen Handlungen setzte er einen grossen Betrag um, d.h. DEM 4'241'455.-- im Gegenwert von ca. Fr. 3.4 Mio. (angefochtenes Urteil S. 14 ff., Urteil der Vorinstanz vom 29. Oktober 2008 S. 25 ff.). Als Gegenleistung f�r seine Bem�hungen erhielt er ein Honorar von Fr. 20'000.-- (erstinstanzliches Urteil des Strafgerichts des Kantons Zug vom 18. Dezember 2006 S. 60, wobei diese H�he des Honorars im vorinstanzlichen Verfahren unangefochten blieb und auch der Beschwerdef�hrer davon ausgeht: vgl. Beschwerde S. 9). Die Tat ist in objektiver Hinsicht mit Art. 305bis Ziff. 2 lit. c StGB vergleichbar. Entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers l�sst Art. 305bis Ziff. 2 StGB Raum f�r weitere, gesetzlich nicht explizit geregelte F�lle, welche sich eng an die beispielhafte gesetzliche Aufz�hlung anlehnen. Auch subjektiv wiegt das Verhalten des Beschwerdef�hrers schwer, nahm er doch unter anderem zwei blanko indossierte Checks entgegen und unterzog sie weiteren "Waschvorg�ngen", obschon dies angesichts des Unterbruchs der Papierspur f�r die von seinem Mandanten angeblich verfolgten Zwecke nicht notwendig gewesen w�re. Ebenso l�ste er den dritten Check ungeachtet des Umstands ein, dass eine Bank diesen Check mangels Angaben �ber die Herkunft der Mittel nicht einl�sen wollte und ihm zur�ckschickte. Unter den gegebenen Umst�nden verletzt es kein Bundesrecht, wenn die Vorinstanz den Beschwerdef�hrer wegen Geldw�scherei in einem schweren Fall nach Art. 305bis Ziff. 2 StGB schuldig spricht. Der Antrag des Beschwerdef�hrers um Einstellung des Verfahrens zufolge Verj�hrung ist damit angesichts der l�ngeren Frist (Art. 97 StGB) hinf�llig.
7.1.1 Der Beschwerdef�hrer macht geltend, die vorinstanzliche Strafzumessung verletze Bundesrecht.
7.1.2 Die Vorinstanz spricht den Beschwerdef�hrer wegen qualifizierter Geldw�scherei nach Art. 305bis Ziff. 2 StGB schuldig. Sie erachtet dessen Verschulden als erheblich. Strafsch�rfungs- oder Straferh�hungsgr�nde ber�cksichtigt sie keine. Die Vorstrafenlosigkeit, die geordneten pers�nlichen Verh�ltnisse und die zu erwartenden Auswirkungen auf die berufliche T�tigkeit des Beschwerdef�hrers wertet sie strafmindernd. Sie gelangt so zu einer Freiheitsstrafe von 15 Monaten und einer Geldstrafe von 60 Tagess�tzen. Gest�tzt auf die lange Zeit seit der Tatbegehung und das Wohlverhaltens des Beschwerdef�hrers nimmt sie eine weitere Strafreduktion nach Art. 48 lit. e StGB vor. Die Verletzung des Beschleunigungsgebots ber�cksichtigt sie ebenfalls strafmindernd. Insgesamt wirken sich die letzten beiden Strafzumessungskomponenten erheblich strafreduzierend aus. Die Vorinstanz erachtet eine Freiheitsstrafe von 5 Monaten und eine Geldstrafe von 60 Tagess�tzen als angemessen. In Anwendung von Art. 305bis Ziff. 2 StGB f�llt sie die Freiheitsstrafe und die Geldstrafe kumulativ aus. Den Tagessatz legt sie unter Ber�cksichtigung des Nettoeinkommens des Beschwerdef�hrers und von Pauschalabz�gen f�r die Unterhaltsverpflichtungen auf Fr. 320.-- fest. F�r die Freiheitsstrafe gew�hrt sie dem Beschwerdef�hrer den bedingten Strafvollzug nach Art. 42 Abs. 1 StGB, bei einer Probezeit von 2 Jahren. Die Geldstrafe spricht sie unbedingt aus.
7.1.3 Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist weder an die von den Parteien in der Beschwerde vorgebrachten Argumente noch an die vorinstanzliche Begr�ndung gebunden. Insbesondere kann es eine Beschwerde aus einem anderen, als dem angerufenen Grund bzw. mit einer von den vorinstanzlichen Erw�gungen abweichenden Begr�ndung gutheissen oder abweisen (vgl. BGE 134 III 379 E. 1.2 S. 383 mit Hinweis). Auf die bisherigen Strafzumessungsgrunds�tze kann verwiesen werden (vgl. BGE 136 IV 55 E. 5.4 S. 59 mit Hinweis).
7.1.4 Die Freiheitsstrafe betr�gt in der Regel mindestens sechs Monate, und h�chstens 20 Jahre (Art. 40 Satz 1 StGB). Nach Art. 41 StGB kann das Gericht auf eine vollziehbare Freiheitsstrafe von weniger als sechs Monaten nur erkennen, wenn die Voraussetzungen f�r eine bedingte Strafe (Art. 42 StGB) nicht gegeben sind und zu erwarten ist, dass eine Geldstrafe oder gemeinn�tzige Arbeit nicht vollzogen werden kann (Abs. 1). Es hat diese Strafform n�her zu begr�nden (Abs. 2). Art. 42 Abs. 1 StGB bestimmt, dass das Gericht den Vollzug einer Geldstrafe, von gemeinn�tziger Arbeit oder einer Freiheitsstrafe von mindestens sechs Monaten und h�chstens zwei Jahren in der Regel aufschiebt, wenn eine unbedingte Strafe nicht notwendig erscheint, um den T�ter von der Begehung weiterer Verbrechen oder Vergehen abzuhalten. Aus dem Gesetzeswortlaut von Art. 41 und Art. 42 StGB ergibt sich, dass im Rahmen der ordentlichen Strafzumessung keine bedingten Freiheitsstrafen unter sechs Monaten zul�ssig sind. Die Vorinstanz verletzt Bundesrecht, indem sie eine f�nfmonatige bedingte Freiheitsstrafe ausf�llt. Als Regelfall ist bei der von der Vorinstanz gew�hlten Strafh�he eine Geldstrafe (Art. 34 StGB) auszusprechen, f�r welche der bedingte Strafvollzug m�glich ist, oder aber eine kurze unbedingte Freiheitsstrafe, wobei diese Strafart n�her zu begr�nden ist (Art. 41 Abs. 2 StGB). Das angefochtene Urteil ist aufzuheben und die Sache zur neuen Strafzumessung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
7.2 Die weiteren R�gen hinsichtlich der zu geringen Ber�cksichtigung des Beschleunigungsgebots und der Verletzung von Bundesrecht bei der Verweigerung des bedingten Strafvollzugs hinsichtlich der Geldstrafe k�nnen offen bleiben. Immerhin ist darauf hinzuweisen, dass auch diese Punkte zu begr�nden sind (Art. 50 StGB).
Die Beschwerde ist teilweise gutzuheissen. Im �brigen ist sie abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdef�hrer im Umfang seines Unterliegens kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG). Der Kanton Zug hat dem Beschwerdef�hrer im Umfang seines Obsiegens eine Parteientsch�digung zu bezahlen (Art. 68 Abs. 1 BGG).
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen, das Urteil des Obergerichts des Kantons Zug vom 28. Oktober 2010 aufgehoben und die Sache im Sinne der Erw�gungen zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckgewiesen. Im �brigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.