Source: http://www.buzer.de/gesetz/843/index.htm
Timestamp: 2018-11-15 18:47:19
Document Index: 132379129

Matched Legal Cases: ['§ 31', '§ 4', '§ 25', '§ 24', '§ 3', '§ 1', '§ 4', '§ 4', '§ 10']

DiamantAusbV Diamantschleifer-Ausbildungsverordnung
nur in DiamantAusbV
Sie sind hier: Start > Inhaltsverzeichnis DiamantAusbV
Achtung: Dieser Titel wurde aufgehoben und galt bis inkl. 31.07.2018
V. v. 20.11.1989 BGBl. I S. 2033; aufgehoben durch § 31 V. v. 17.05.2018 BGBl. I S. 636
Geltung ab 01.08.1990; FNA: 806-21-1-155 Berufliche Bildung
Anlage (zu § 4) Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Diamantschleifer/zur Diamantschleiferin
Auf Grund des § 25 des Berufsbildungsgesetzes vom 14. August 1969 (BGBl. I S. 1112) der zuletzt durch § 24 Nr. 1 des Gesetzes vom 24. August 1976 (BGBl. I S. 2525) geändert worden ist, wird im Einvernehmen mit dem Bundesminister für Bildung und Wissenschaft verordnet:
Der Ausbildungsberuf Diamantschleifer/Diamantschleiferin wird staatlich anerkannt.
Prüfen und Beurteilen von Werkstoffen,
Vorbereiten von Diamanten zum Trennen,
Schleifen und Polieren von Diamanten.
(1) Die Fertigkeiten und Kenntnisse nach § 3 sollen unter Berücksichtigung der Schwerpunkte "Industriediamanten" und "Schmuckdiamanten" nach der in der Anlage enthaltenen Anleitung zur sachlichen und zeitlichen Gliederung der Berufsausbildung (Ausbildungsrahmenplan) vermittelt werden. Eine vom Ausbildungsrahmenplan abweichende sachliche und zeitliche Gliederung des Ausbildungsinhaltes ist insbesondere zulässig, soweit betriebspraktische Besonderheiten die Abweichung erfordern.
(2) Die Vermittlung der Fertigkeiten und Kenntnisse nach Absatz 1 soll den Auszubildenden zur Ausübung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit im Sinne des § 1 Abs. 2 des Berufsbildungsgesetzes befähigen, die insbesondere selbständiges Planen, Durchführen und Kontrollieren an seinem Arbeitsplatz einschließt. Diese Befähigung ist auch in den Prüfungen nachzuweisen.
(2) Die Zwischenprüfung erstreckt sich unter Berücksichtigung des § 4 Abs. 2 auf die in der Anlage für das erste Ausbildungsjahr und die unter laufender Nummer 13 Buchstabe a, Buchstabe b Doppelbuchstabe bb und Buchstabe c für das zweite Ausbildungsjahr aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse sowie auf den im Berufsschulunterricht entsprechend dem Rahmenlehrplan zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.
(3) Der Prüfling soll in insgesamt höchstens sieben Stunden drei Arbeitsproben durchführen. Hierfür kommen insbesondere in Betracht:
Schleifen gesägter Diamanten:
zu Grundformen,
auf Ecken,
auf Hauptfacetten.
Beurteilen von Diamanten,
Anfertigen von Fertigungszeichnungen,
(1) Die Abschlußprüfung erstreckt sich unter Berücksichtigung des § 4 Abs. 2 auf die in der Anlage aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse sowie auf den im Berufsschulunterricht vermittelten Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.
(2) Der Prüfling soll in der praktischen Prüfung in insgesamt höchstens neun Stunden vier Prüfungsstücke anfertigen und in insgesamt höchstens fünf Stunden zwei Arbeitsproben durchführen.
im Schwerpunkt Industriediamanten:
Anfertigen eines Schnittdiamanten durch Vorschleifen eines Diamanten von 1 bis 4 mm Breite auf einen vorgegebenen Winkel,
Schleifen und Polieren eines im Halter gefaßten Diamanten von 5 bis 6 mm Breite mit mindestens drei und höchstens fünf Winkeln,
Schleifen und Polieren eines rechtwinklig vorgeschliffenen und gefaßten Diamanten in eine konvexe Form mit vorgegebenem Radius,
Vorschleifen eines geschlossenen oder gespaltenen Diamanten von mindestens 9 mm Breite;
im Schwerpunkt Schmuckdiamanten:
Schleifen eines Diamanten im Achtkantschliff,
Schleifen eines gesägten Diamanten im Brillantschliff,
Schleifen eines geschlossenen Diamanten im Brillantschliff,
Schleifen eines Diamanten im Baguette- oder Carreeschliff.
in beiden Schwerpunkten:
Beurteilen von Diamanten nach kristallinem Aufbau, Farbe und Reinheit;
Planen und Durchführen eines Oktaederschliffes auf 90 Grad Vierkant,
Planen und Durchführen eines Diamantschliffes auf Ecken.
Bearbeitungstechnik, insbesondere
Aufbau, Wirkungsweise und Einsatzgebiete von Werkzeugen, Geräten, Maschinen und Einrichtungen,
Trenn-, Reib-, Schleif- und Polierverfahren,
Gemmologie, insbesondere
Entstehung und Lagerstätten von Diamanten,
chemische und physikalische Eigenschaften von Diamanten,
Diamantprüfmethoden und -kriterien,
Diamantschliffehler,
Edelsteinordnungssysteme;
Lesen und Anfertigen von Zeichnungen und Skizzen,
Schleifertrags- und Verlustberechnung,
Schleif- und Poliergeschwindigkeit,
Planung von Arbeitsabläufen für vorgegebene Aufträge;
Körperberechnung,
Arbeitskostenberechnung,
Materialwertberechnung;
im Prüfungsfach Arbeitsplanung 120 Minuten,
Die bisher festgelegten Berufsbilder, Berufsausbildungspläne und Prüfungsanforderungen für die Lehrberufe, Anlernberufe und vergleichbar geregelten Ausbildungsberufe, die in dieser Verordnung geregelt sind, insbesondere für den Ausbildungsberuf Diamantschleifer/Diamantschleiferin, sind vorbehaltlich des § 10 nicht mehr anzuwenden.
(siehe BGBl. I 1989 S. 2033ff)
Link zu dieser Seite: https://www.buzer.de/gesetz/843/index.htm