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Timestamp: 2019-08-23 11:30:00
Document Index: 288138091

Matched Legal Cases: ['§ 167', '§ 17', '§ 167', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Zustel­lung „dem­nächst” – und die Zah­lung der Gerichts­kos­ten | Rechtslupe
Zustellung "demnächst" - und die Zahlung der Gerichtskosten
Zustel­lung „dem­nächst” – und die Zah­lung der Gerichts­kos­ten
Eine Zustel­lung „dem­nächst” (§ 167 ZPO) nach Ein­gang des Antrags oder der Erklä­rung bedeu­tet eine Zustel­lung inner­halb einer nach den Umstän­den ange­mes­se­nen, selbst län­ge­ren Frist, wenn die Par­tei oder ihr Pro­zess­be­voll­mäch­tig­ter unter Berück­sich­ti­gung der Gesamt­si­tua­ti­on alles Zumut­ba­re für die als­bal­di­ge Zustel­lung getan hat.
Die Zustel­lung ist dage­gen nicht mehr „dem­nächst” erfolgt, wenn die Par­tei, der die Frist­wah­rung obliegt, oder ihr Pro­zess­be­voll­mäch­tig­ter durch nach­läs­si­ges auch leicht fahr­läs­si­ges Ver­hal­ten zu einer nicht bloß gering­fü­gi­gen Zustel­lungs­ver­zö­ge­rung bei­getra­gen hat. Hat der Ver­an­las­ser die Zustel­lung nicht vor­werf­bar ver­zö­gert oder fällt ihm nur eine gering­fü­gi­ge Ver­zö­ge­rung zur Last, über­wie­gen regel­mä­ßig sei­ne Inter­es­sen gegen­über den Belan­gen des Zustel­lungs­adres­sa­ten1.
Bei der Bemes­sung einer Ver­zö­ge­rung ist auf die Zeit­span­ne abzu­stel­len, um die sich der ohne­hin erfor­der­li­che Zeit­raum für die Zustel­lung der Kla­ge als Fol­ge der Nach­läs­sig­keit des Klä­gers ver­zö­gert2. Dem Zustel­lungs­ver­an­las­ser zuzu­rech­nen­de Ver­zö­ge­run­gen von bis zu 14 Tagen gel­ten regel­mä­ßig als „gering­fü­gig” und sind des­halb hin­zu­neh­men3.
Die Gerichts­kos­ten­rech­nung darf die Klä­ge­rin abwar­ten4. Auch von einer auf die Wah­rung ihrer pro­zes­sua­len Oblie­gen­heit bedach­ten Par­tei kann nicht ver­langt wer­den, an Wochen­end- und Fei­er­ta­gen für die Ein­zah­lung des Kos­ten­vor­schus­ses zu sor­gen5. Ihr ist dar­über hin­aus eine Erle­di­gungs­frist von bis zu drei Werk­ta­gen zur Bereit­stel­lung und Ein­zah­lung des Kos­ten­vor­schus­ses zuzu­ge­ste­hen6.
Ver­spä­tungs­geld – und die Zustän­dig­keit der Finanz­ge­rich­te Für Kla­gen, die sich gegen das Ver­spä­tungs­geld rich­ten, ist der Finanz­rechts­weg eröff­net. Unge­ach­tet der Vor­schrift des § 17a Abs. 5 GVG muss der Bun­des­fi­nanz­hof im Streit­fall eine eige­ne inhalt­li­che Ent­schei­dung…
Gerichts­kos­ten­an­for­de­rung – und die zu wah­ren­de Kla­ge­frist Einer Par­tei ist in der Regel eine Erle­di­gungs­frist von einer Woche zur Ein­zah­lung des ange­for­der­ten Gerichts­kos­ten­vor­schus­ses zuzu­ge­ste­hen. Auch wenn die Gerichts­kos­ten­vor­schuss­rech­nung dem Anwalt ver­fah­rens­feh­ler­frei zur Ver­mitt­lung der Zah­lung zuge­sandt wur­de,…
Abwick­lung eines Ver­si­che­rungs­falls – und die Haf­tung des… Ein Scha­dens­er­satz­an­spruch, den der Ver­si­che­rungs­neh­mer gegen den Ver­si­che­rungs­ver­mitt­ler nicht wegen einer Pflicht­ver­let­zung bei einer Ver­trags­an­bah­nung, son­dern wegen einer Pflicht­ver­let­zung bei der Abwick­lung eines Ver­si­che­rungs­falls gel­tend macht, hat sei­ne Grund­la­ge nicht…
Zustel­lung „dem­nächst” – und die Zah­lung der Gerichts­kos­ten Eine Zustel­lung „dem­nächst” (§ 167 ZPO) nach Ein­gang des Antrags oder der Erklä­rung bedeu­tet eine Zustel­lung inner­halb einer nach den Umstän­den ange­mes­se­nen, selbst län­ge­ren Frist, wenn die Par­tei oder ihr…
Urteils­be­rich­ti­gung – und die zu spä­te Abfas­sung des Urteils Das Bun­des­ar­beits­ge­richt hat es in einer aktu­el­len Ent­schei­dung aus­drück­lich dahin­ste­hen las­sen, ob der auf zu spä­ter Abfas­sung des Urteils beru­hen­de Ver­lust der Berich­ti­gungs­mög­lich­keit aus­nahms­wei­se zur Auf­he­bung des Urteils füh­ren kann,…
BGH, Urteil vom 10.02.2011 – VII ZR 185/​07, NJW 2011, 1227 Rn. 8; Urteil vom 10.07.2015 – V ZR 154/​14, ZIP 2015, 1898 Rn. 5; Urteil vom 03.09.2015 – III ZR 66/​14, ZIP 2015, 2501 Rn. 15; Urteil vom 12.01.2016 – II ZR 280/​14 12↩
BGH, Urteil vom 10.02.2011 – VII ZR 185/​07, NJW 2011, 1227 Rn. 8; Urteil vom 10.07.2015 – V ZR 154/​15, NJW 2015, 2666 Rn. 6; Urteil vom 03.09.2015 – III ZR 66/​14, NJW 2015, 3101 Rn.19↩
BGH, Urteil vom 25.11.1985 – II ZR 236/​84, NJW 1986, 1347, 1348; Urteil vom 03.09.2015 – III ZR 66/​14, ZIP 2015, 2501 Rn. 15; Urteil vom 10.07.2015 – V ZR 154/​14, ZIP 2015, 1898 Rn. 5↩
vgl. BGH, Urteil vom 12.01.2016 – II ZR 280/​14 12 mwN↩
BGH, Urteil vom 10.07.2015 – V ZR 154/​15, NJW 2015, 2666 Rn. 6; Urteil vom 03.09.2015 – III ZR 66/​14, NJW 2015, 3101 Rn.19↩
vgl. BGH, Urteil vom 03.09.2015 – III ZR 66/​14, NJW 2015, 3101 Rn.19; vgl. auch Urteil vom 10.02.2011 – VII ZR 185/​07, NJW 2011, 1277 Rn. 9↩
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