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Timestamp: 2020-06-03 06:14:13
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Matched Legal Cases: ['Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art28']

Auftragsverarbeitung gemäß Art. 28 DSGVO - Technisches Forum für wilhelm.tel Kunden
Beitrag von Dirty Harry » 26. Mai 2018 02:13
der 25.05.2018 ist vergangen und Wilhelm.tel hat sich anscheinend nicht darauf eingestellt,
seinen Kunden einen "Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung gemäß Art. 28 DSGVO" anzubieten.
Jeder Unternehmer, der Kunde der wilhelm.tel GmbH ist und deren Telekommunikationsdienstleistungen nutzt,
muß einen AV-Vertrag mit WT abschließen und dieses bei Bedarf nachweisen können.
Mir ist niemand bekannt, der darauf per Mail oder Brief hingewiesen wurde.
Auch ist auf der Homepage des Unternehmens nirgendwo ein Formular eines AV-Vertrages herunterladbar,
oder ein solcher per Anforderungs-Link zu bestellen.
Die anderen Telekommunikationsdienstleister die ich nutze, haben mir einen entsprechenden Vertrag zur Verfügung gestellt,
verbunden mit der Bitte, diesen ausgefüllt und unterschrieben zurückzusenden.
Wie sieht das bei Wilhelm.tel aus, kann jemand der Mitarbeiter dazu Stellung nehmen?
Registriert: 31. Jan 2018 21:19
Re: Auftragsverarbeitung gemäß Art. 28 DSGVO
Beitrag von wHiTeCaP » 12. Jun 2018 10:45
Warum sollte die alte Bestimmung ungültig werden?
Ich habe weder von der Telekom, noch von WT was erhalten.
Vielleicht waren beide Unternehmen so schlau und haben es schon vor einigen Monaten/Jahren bei dir durchführen lassen? Die Bestimmung ist ja nun nicht neu, sondern wird jetzt erst angewandt.
Beitrag von Dirty Harry » 13. Jun 2018 01:05
1. Die "alte Bestimmung" ist 2 Jahre alt und identisch mit der jetzt gültigen DSGVO.
Es handelt sich um ein und dieselbe Verordnung, deren Übergangsfrist zur Umsetzung 2 Jahre betrug.
Solange wurde Verstöße gegen die DSGVO nicht geahndet.
2a. Es ist irrelevant was Du als Privatperson bzgl. Art. 28 der DSGVO unternimmst oder unterläßt, denn er betrifft nur Unternehmen.
Insofern handelten die Telekom und Wilhelm.tel völlig korrekt, wenn sie Dir keinen entsprechenden Vertrag vorlegen.
2b. Auch ein eventuelles Fehlverhalten einiger Unternehmen würde kein anderes Unternehmen davon entbinden verordnungskonform zu handeln.
3. Wenn mir ein "Vertrag zur Auftragsverarbeitung gemäß Art. 28 DSGVO" vorgelegt worden wäre und ich diesen per Unterschrift annerkannt hätte, würde mir eine Kopie vorliegen und ich würde nicht danach fragen. (Vorausgesetzt ich arbeite korrekt und so, wie eine ordnungsgemäße Geschäftsführung eines Unternehmens gestaltet zu sein hat. Sei bitte versichert, daß dieses zutrifft.)
Wie eine kundenfreundliche und einfache Lösung aussieht, kann man be 1&1 erkennen:
Vertrag zur Auftragsverarbeitung.JPG (100.07 KiB) 2960 mal betrachtet
Beitrag von Dirty Harry » 13. Jun 2018 01:20
Eine kleine Übersicht, wie gut, bzw. wie mangelhaft manche Provider auf die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben noch am 20.03.2018 eingestellt waren... :
Umsetzung von Art28 DSGVO bei Webhostern 3.jpg (587.15 KiB) 2959 mal betrachtet
Beitrag von Net Killer:-) » 13. Jun 2018 13:06
Hast du denn überhaupt ein Produkt von Wilhelm.tel im Einsatz, dass es dir ermöglicht personenbezogene Daten Dritter auf Systemen der Wilhelm.tel zu verarbeiten? (Hier zählen btw. E-Mail Services wie sie z.B. in Form der Wtnet.de Mailadresse existieren der gängigen Meinung nach NICHT zu)
Sofern du also keine bei WT gehostete Inet Seite hast, trifft das für den normalen "Inet Anbindung" Kunden nicht zu.
Beitrag von Dirty Harry » 13. Jun 2018 16:00
Es gibt aber auch diverse Aussagen dazu, daß die Nutzung eines Mailservers eines externen Dienstleisters einen AVV erforderlich macht.
Zugegeben, ich bin kein Rechtsanwalt, daher will ich mich nicht festlegen.
Als Aussage dazu zitiere ich mal mailbox.org :
Wenn wir für Sie als Auftraggeber personenbezogene Daten verarbeiten, beispielsweise weil wir die E-Mail-Postfächer Ihrer Mitarbeiter betreiben, liegt eine sogenannte „Auftragsverarbeitung“ vor. Dabei müssen Sie als Auftraggeber sicherstellen, dass die beauftragten Arbeitnehmer ihrerseits datenschutzkonform arbeiten — durch einen sogenannten AV-Vertrag, mit dem Sie Ihre Auftragnehmer datenschutzrechtlich verpflichten.
Die Pflicht zu diesen AV-Verträgen liegt sehr schnell vor; eigentlich sollten AV-Verträge alltäglicher Standard bei Internet Providern sein. Doch viele scheuen sich davor.
Als Geschäftskunde von mailbox.org können Sie gerne auf unseren umfangreichen und detaillierten AV-Vertrag zurückgreifen, den wir gerne mit Ihnen als ausdrücklich vereinbarten Vertragsbestandteil zum Hosting-Vertrag als Annex hinzufügen.
Dem von mir fett markierten Teil kann man nur uneingeschränkt zustimmen.
Beitrag von Dirty Harry » 13. Jun 2018 16:08
1.) Ich nutze den Cloud-Speicher und speichere da Daten drauf die definitiv unter die DSGVO fallen.
Allein deswegen benötige ich einen AVV mit Wilhelm.tel.
2.) Sollte ich tatsächlich - entgegen meiner Überzeugung - keinen AVV mit WT benötigen,
so bedeutet das noch lange nicht, daß WT seinen Kunden generell keinen AVV bereitstellen muß.
Ich bin zwar unheimlich bedeutend , aber nicht der einzige Kunde der Wilhelm.tel GmbH
Andere Kunden haben ein anderes Nutzungprofil und einige dürften mit der "Kopf-in den Sand-Methode",
die WT anscheinend praktiziert, nicht gut beraten sein.