Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BAG&Datum=18.03.2015&Aktenzeichen=10%20AZR%2099%2F14
Timestamp: 2018-11-17 07:42:44
Document Index: 252812992

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 276', '§ 277', '§ 617', '§ 49', '§ 3', '§ 3']

BAG, 18.03.2015 - 10 AZR 99/14 - dejure.org
Entgeltfortzahlung; Alkoholabhängigkeit; Verschulden; Rückfall
§ 3 Abs 1 S 1 EntgFG, § 276 BGB, § 277 BGB, § 617 Abs 1 S 1 BGB, § 49 Abs 1 Nr 1 SGB 5
Entgeltfortzahlung für rückfälligen Alkoholabhängigen
Entgeltfortzahlung bei langjähriger Alkoholsucht
Alkoholkrankheit - Rückfall - Entgeltfortzahlung
Habe ich nach einem Rückfall Anspruch auf eine Entziehungskur?
Alkoholabhängigkeit - und die Entgeltfortzahlung bei einem Rückfall
Alkoholabhängigkeit - Rückfall und Entgeltfortzahlung
Lohnfortzahlung an Alkoholiker: 4,9 Promille nicht selbstverschuldet
Auch bei Alkoholanhängigkeit besteht regelmäßig ein Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall
Entgeltfortzahlung bei Arbeitsunfähigkeit - Verschulden - langjährige Alkoholabhängigkeit - Rückfall
Arbeitsrecht - Entgeltfortzahlung bei Arbeitsunfähigkeit - Verschulden bei langjähriger Alkoholabhängigkeit
spiegel.de (Pressebericht, 18.03.2015)
Entgeltfortzahlungsanspruch eines alkoholkranken Arbeitnehmers nach Rückfall
aerztezeitung.de (Pressemeldung, 09.04.2015)
Alkoholsucht: Entgeltfortzahlung für Rückfällige
Entgeltfortzahlung bei Arbeitsunfähigk. wg. Alkoholabhängigk.
Entgeltfortzahlung bei alkoholbedingter Arbeitsunfähigkeit
Entgeltfortzahlung bei Arbeitsunfähigkeit wegen Alkoholabhängigkeit
In der Regel kein Verschulden bei langjähriger Alkoholabhängigkeit
Entgeltfortzahlung trotz Alkoholmissbrauchs
Lohnfortzahlungspflicht auch bei einem Rückfall eines alkoholabhängigen Beschäftigten
Entgeltfortzahlung auch bei Alkoholabhängigkeit
Liegt ein Verschulden bei Erkrankung aufgrund langjähriger Alkoholabhängigkeit vor?
Ein alkoholabhängiger Arbeitnehmer kann im Regelfall nicht "schuldhaft" arbeitsunfähig krank werden
Entgeltfortzahlung bei Arbeitsunfähigkeit - Verschulden bei langjähriger Alkoholkrankheit
Alkoholmissbrauch und Arbeitsunfähigkeit
Lohnfortzahlung bei Alkoholismus
Entgeltfortzahlung bei Arbeitsunfähigkeit wegen Alkoholabhängigkeit - Arbeitgeber grundsätzlich in der Pflicht - Verschulden des Arbeitnehmers liegt auch bei Rückfall nach einer Therapie regelmäßig nicht vor
Kurznachricht zu "Kein Anspruch auf Entgeltfortzahlung bei Selbstverschulden" von Horst Marburger, original erschienen in: NWB 2015, 2449 - 2452.
MDR 2015, 1140
BB 2015, 1658
a) Schuldhaft iSv. § 3 Abs. 1 Satz 1 EFZG handelt nur der Arbeitnehmer, der in erheblichem Maße gegen die von einem verständigen Menschen im eigenen Interesse zu erwartende Verhaltensweise verstößt (BAG 18. März 2015 - 10 AZR 99/14 - Rn. 13, BAGE 151, 159) .
Erforderlich ist ein grober oder gröblicher Verstoß gegen das Eigeninteresse eines verständigen Menschen und damit ein besonders leichtfertiges oder vorsätzliches Verhalten (BAG 18. März 2015 - 10 AZR 99/14 - Rn. 14, BAGE 151, 159) .
Das Risiko der Unaufklärbarkeit der Ursachen einer Krankheit oder Arbeitsunfähigkeit und eines möglichen Verschuldens des Arbeitnehmers daran liegt beim Arbeitgeber (BAG 18. März 2015 - 10 AZR 99/14 - Rn. 16, aaO) .
bb) Mit § 3 Abs. 1 Satz 1 EFZG soll einerseits der Arbeitnehmer bei unverschuldeter krankheitsbedingter Arbeitsunfähigkeit finanziell abgesichert werden, andererseits sollen Kostenrisiken zwischen Arbeitgeber und Krankenversicherung verteilt werden (BAG 12. Dezember 2001 - 5 AZR 255/00 - zu B II 2 b der Gründe, BAGE 100, 130; 18. März 2015 - 10 AZR 99/14 - Rn. 15, BAGE 151, 159) .
(vgl. BAG, Urteil vom 18. März 2015 - 10 AZR 99/14 - juris) ist auf das Disziplinarrecht nicht übertragbar.