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Timestamp: 2018-04-23 07:35:00
Document Index: 326266388

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 24', '§ 24', '§ 6', '§ 6', '§ 24']

Gesetze-Rechtsprechung Schleswig-Holstein Landesamt für den Nationalpark "Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer" | Verwaltungsvorschrift (Schleswig-Holstein) | Allgemeinverfügung Zulassung von Ausnahmen nach dem Nationalparkgesetz | i. d. F. v. 27.09.2004 | gültig ab 27.09.2004
Normgeber: Landesamt für den Nationalpark "Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer"
Aktenzeichen: 530.113-14
Erlassdatum: 27.09.2004
Fassung vom: 27.09.2004
Gültig ab: 27.09.2004
Gliederungs-Nr: 7911.72
Normen: § 6 Abs. 4 NPG, § 24 Abs. 2 LNatSchG, § 24 LNatSchG, § 6 NPG
Fundstelle: Amtsbl SH 2004, 800
Zulassung von Ausnahmen nach dem Nationalparkgesetz
Gl.-Nr.: 7911.72
Fundstelle: Amtsbl. Schl.-H. 2004 S. 800
Bekanntmachung des Landesamtes für den Nationalpark "Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer"
vom 27. September 2004 - 530.113-14 -
Aufgrund des § 6 Abs. 4 des Nationalparkgesetzes vom 17. Dezember 1999 (GVOBl. Schl.-H. S. 517) werden die folgenden Handlungen im Nationalpark "Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer" allgemein zugelassen:
Auf Teilflächen im seewärtigen Bereich vor dem Gebiet der Gemeinden Barlt, Busenwurth, Dagebüll, Elisabeth-Sophien-Koog, Elpersbüttel, Emmelsbüll-Horsbüll, Friedrichskoog, Galmsbüll, Gröde, Langeneß / Oland, Hedwigenkoog, Hellschen-Heringsand-Unterschaar, Hörnum, Hooge, Kaiser-Wilhelm-Koog, Kampen, Kronprinzenkoog, List auf Sylt, Neufelderkoog, Nordstrand, Ockholm, Rantum, Reußenköge, Sylt-Ost, Wenningstedt, Wesselburenerkoog, des Amtes Föhr-Land und der Stadt Wyk auf Föhr innerhalb der Schutzzone 1 das Betreten des Watts, insbesondere zum Zwecke des Badens sowie zur Ausübung der nicht erwerbsmäßigen Fischerei, sowie weitere Handlungen nach Maßgabe der vom Landesamt für den Nationalpark "Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer" (NPA) mit den genannten Gemeinden getroffenen Vereinbarungen. Die Vereinbarungen sind beim NPA sowie bei den Landrätinnen und Landräten der Kreise Nordfriesland und Dithmarschen jedermann zugänglich und archivmäßig gesichert niedergelegt;
in den zum Betreten frei gegebenen Flächen der Schutzzone 1 sowie in den nicht mit Verbotshinweisen gekennzeichneten Flächen der Schutzzone 2
die Entnahme von Wattwürmern durch Fischereischeininhaber im Handstichverfahren für den persönlichen Bedarf. Die Landesverordnung über ein Grabungsschutzgebiet im Bereich der Watten und Sände des Nordfriesischen Wattenmeeres vom 23. August 1973 (GVOBl. Schl.-H. S. 319) ist zu beachten;
die Entnahme von Pflanzen oder Pflanzenbestandteilen, soweit die Arten nicht besonders geschützt sind, bis zur Größe eines Handstraußes (§ 24 Abs. 2 des Landesnaturschutzgesetzes i.d.F. der Neubekanntmachung vom 18. Juli 2003 (GVOBl. Schl.-H. S. 393));
die Entnahme von Austern und Miesmuscheln im Handsammelverfahren bis zur Menge eines 10-Liter-Eimers pro Tag durch Fischereischeininhaber für den persönlichen Verzehr. Der Verzehr erfolgt auf eigene Gefahr. Andere Vorschriften, insbesondere die Bestimmungen des Landesnaturschutzgesetzes und des Landesfischereigesetzes, bleiben unberührt;
die Entnahme von Pflanzen und Tieren in kleineren Mengen für Zwecke der Forschung und Bildung; dies gilt auch für Wattführungen, die durch beim NPA registrierte Wattführer und Wattführerinnen durchgeführt werden;
das Betreten der Schutzzone 1 und der mit Verbotshinweisen gekennzeichneten Flächen der Schutzzone 2
durch amtlich bestellte Seehundjäger im Rahmen der Jagdaufsicht, jedoch ohne Jagdausübung;
durch Wassersportler auf den ausgewiesenen Ausstiegsplätzen und durch Kanuten auf den ausgewiesenen Trittsteinen. Die Lage der Ausstiegsplätze und Trittsteine kann beim NPA erfragt werden.
Alle Handlungen, die über den in den Nummern 1 bis 3 bezeichneten Umfang hinausgehen, bedürfen weiterhin einer Einzelgenehmigung durch das NPA.
Die Allgemeinverfügung kann im Landesamt für den Nationalpark "Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer", Schloßgarten 1, 25832 Tönning, eingesehen werden.
Die Allgemeinverfügung des Landesamtes für den Nationalpark "Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer" vom 21. Juli 1987 (Amtsbl. Schl.-H. S. 342) *) wird aufgehoben.
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