Source: http://kathermometer.blogspot.de/2013/03/
Timestamp: 2018-03-20 13:48:32
Document Index: 250605198

Matched Legal Cases: ['Art 140', 'Art. 137', 'Art. 7', 'Art. 140', 'Art. 139', 'Art 139']

Thermometer: März 2013
Die sächsischen Liberalen sind auch für die "arme Kirche"
Ob die sächsischen Liberalen wohl die ersten Ansprachen des Papstes gehört haben, insbesondere die programmatische Aussage von der "armen Kirche an der Seite der Armen", und sich darauf ihren eigenen Reim gemacht haben? Wohl nicht. Aber die nunmehr von der sächsischen FDP gestartete kirchenpolitische Initiative ließe sich recht gut unter die Überschrift "Die Kirche ist noch nicht arm genug, machen wir sie ärmer" zusammenfassen.
So soll die Kirchensteuer "in ihrer jetzigen Form" abgeschafft werden. Dagegen kann eigentlich kein vernünftiger Mensch etwas haben. Jedenfalls dann nicht, wenn es nur darum geht, daß die Kirchensteuer in Zukunft durch die Kirchen selbst erhoben werden soll. Daß die Kirchen Steuern erheben dürfen, ist allerdings in Art 140 in Verbindung mit Art. 137 Weimarer Verfassung garantiert.
Das Antragspaket hat nur einen etwas anderen Schnick, wenn es gleichzeitig darum geht, den Religionsunterricht in den Schulen abzuschaffen, und durch einen nicht mehr von den Religionsgemeinschaften selbst veranworteten allgemeinen ethik- und religionskundlichen Unterricht zu ersetzen. Das Vorhaben ist zunächst schlicht verfassungswidrig, denn Art. 7 III. GG garantiert sowohl, daß Religionsunterrricht in den öffentlichen Schulen ordentliches Lehrfach ist, wie, daß der Religionsunterricht in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der Religionsgemeinschaften erteilt wird.
Die Initiative entpuppt sich schließlich als traditionsjakobinische Sottise, wenn man liest, daß auch die jährlichen Zuwendungen an die Kirche "überprüft" werden sollen. Es geht um die sogenannten Dotationen, die letztlich eine Art Schadenersatz für die flächendenkende Enteignung von Kirchengut im Rahmen der Säkularisationen des Reichsdeputationshauptschlusses von 1803 sind.
Diese Enteignung ist, wie auch die nachfolgende Enteignung im Rahmen des Kulturkampfes nie wirklich entschädigt worden. Eigentlich sollte die Versorgung des Klerus und der Unterhalt kirchlicher Gebäude in der Folge der Säkularisation aus Staatsmitteln erfolgen. Was nie geschah, sondern vielmehr den Gläubigen selbst durch Erhebung von Kirchensteuern aufgeladen wurde. Indem die FDP nun auch den schäbigen Rest der Dotationen kassieren will, sagt sie uns, daß der Krieg des 19. Jahrhunderts gegen die Kirche, bei der die Altliberalen stets an der Spitze standen, einfach nicht radikal genug war.
Begründet wird all dies nun mit dem entzückenden Argument, daß sich die Kirche mit ihrem Kampf für die Sonntagsruhe "in die Politik" eingemischt habe. Auch die ist übrigens in Art. 140 GG in Verbindung mit Art. 139 Weimarer Verfassung geschützt und sie dient nicht etwa nur der "seelischen Erhebung" (Art 139 WRV) sondern auch der Arbeitsruhe.
Eingestellt von Johannes um 05:47 Keine Kommentare:
Weißer Rauch: Die "arme Kirche" war nie eine "Kirche der Armen"
Die Erschießung des Paters Franzisco Vera im Jahre 1927
Er wünsche sich eine arme Kirche an der Seite der Armen hören wir vor unserem neuen Papst.
Belloc und Chesterton hätten wohl bei dem Satz von der "armen Kirche an der Seite der Armen" die Stirn gerunzelt - wahlweise den Kopf geschüttelt. Sie waren nämlich der Überzeugung, daß die Verarmung und Enteignung der Kirche Ursache der Armut der Bevölkerung in der Zeit der Entstehung des Proletarianismus/Kapitalismus sei. Folgt man ChesterBelloc, war die arme Kirche nicht etwa eine Kirche für die Armen, sondern bestenfalls eine Kirche bei den Armen. Die selben Kräfte, die die Kirche im Mutterland des Kapitalismus enteigneten und in den Untergrund trieben, trieben die verarmten und enteigneten Bauern in die Gosse.
Die moderne Sichtweise - auch die der Kirche - ist die, daß die Verarmung und Entmachtung der Kirche ihre Erlösung von der sündigen Versuchung der Macht und des Reichtums gewesen sei. ChesterBelloc zeigen aber auf, daß dieser Raub weder die Erlösung der Kirche, noch die Erlösung und Befreiung der Ärmeren gewesen sei, sondern vielmehr Ursache der modernen Sklaverei, des "Servile State".
Wirtschaftsgeschichtlich vertreten die beiden Theoretiker, Schriftsteller und Politiker gegen Marx und Max Weber eine These über die Entstehung des modernen Kapitalismus - der ja zunächst zu einer breiten Verarmung geführt hat - die, als ich den "Servile States" das erste mal las, für mich weit mehr Plausibilität für sich hat, als Marxens These von den Ursachen und Wegen der "Ursprünglichen Akkumulation".
Die mystische Theorie Max Webers, wonach der Kapitalismus die gewissermaßen materielle Folge der geistigen Revolution des Calvinismus sei, stellt Belloc vom Kopf auf die Füße. Der frühe Kapitalismus, die "Ursprüngliche Akkumulation", im kapitalistischen Mutterland England die Akkumulation fast der Hälfte des gesellschaftlichen Reichtums in der Hand einer kleinen Schicht von Großgrundbesitzern, ging der protestantischen Revolution voraus und folgte ihre nicht nach.
Die Voraussetzung dieser historisch beispiellosen Akkumulation von Reichtum in den Händen weniger aber war - die "arme Kirche".
Es war die Enteignung der Kirche unter Heinrich dem VIIIten, und die Verteilung der Beute vor allem unter den ohnehin schon Reichen und Mächtigen, die die Enteignung und Pauperisierung großer Teile der Bevölkerung verursachte. Vor der Vertreibung und Enteignung der Orden und der Kirche war etwa 25 bis 30 Prozent des Grundeigentums in den Händen von Kirche und Orden. Die Vernichtung der katholischen Kirche in England führte dazu, daß 20 Prozent des Landes zusätzlich in das Vermögen einer Klasse von Großgrundbesitzer kam, die schon 25 bis 30 Prozent des gesellschaftlichen Vermögens besaß.
Das Vorhaben der Krone, sich das enteignete Kirchenland anzueignen, scheiterte an den mächtigen Lords, denen der schwache Nachfolger Heinrichs nichts entgegensetzen konnte. Einmal im Besitz der Hälfte des Landes, war es diese Klasse, die die politische Zukunft des Landes bestimmte. Sie setzte nach Belieben entweder in der blutigen Revolution Cromwells oder in der nicht unblutigen aber weniger blutigen "Glorious Revolution" den König ab, und ersetzte ihn durch einen Monarchen, der sich in einer stetig schwächeren Position sah, um schließlich nur noch das Land zu repräsentieren, statt es zu regieren.
Der gestürzte und katholische James II von England vertrat eine Politik der religiösen Toleranz, die Sieger trieben die katholische Kirche erneut in den Untergrund. Nicht der Protestantismus - oder genauer, der Anti-Katholizismus - etablierte den Kapitalismus, vielmehr etablierte der Kapitalismus den Protestantismus. Webers These verkehrt damit Ursache und Wirkung.
Aber halten wir fest: die arme Kirche war die Voraussetzung für die Pauperisierung der Landbevölkerung und für die Entstehung eines von jedem Besitz an den Produktionsmitteln ausgeschlossenen Proletariats. Die Idee von der "armen Kirche an der Seite der Armen" ist nicht nur liturgisch-theologisch fragwürdig, sie ist auch wirtschaftstheoretisch, politiktheoretisch und historisch falsch. Die Verarmung der Kirche war eine der Ursachen der Verarmung der Bevölkerung.
Die historische Abfolge, die die Entwicklung des kapitalistischen Mutterlandes England kennzeichnet, wiederholte sich in anderen Ländern Europas. Im Norden Europas war das Bollwerk Kirche allerdings schon beseitigt, in den katholischen Ländern des südlichen Europa wurde das Hindernis erst im Laufe des 18. und 19. Jahrhunderts zur Seite geräumt. Auch dort folgte der Enteignung der Kirche die Enteignung der Masse der Bevölkerung. So hat sich etwa der Süden Italiens von seiner "Befreiung" durch die Truppen des "aufgeklärten" Cavour und des Freimaurers Garibaldis wirtschaftlich nie mehr erholt, blieb auf immer die verarmte Kolonie des Nordens.
Die Enteignung der französischen Kirche ist mit einem der größten wirtschaftlichen Desaster der Neuzeit verbunden: der Einführung der Assignaten-Währung. Dieses war der Vorläufer des "linken" Papiergelds unserer Tage.
Das alles liegt lange zurück, so lange, daß sich heute wieder ein Papst eine "arme Kirche an der Seite der Armen" wünscht. Und dabei von allen linken und ganz linken Katholikenhassern des Landes, heißen sie Deckers oder Wensierski bejubelt wird.
Der katholische Denker Belloc aber hat ein völlig "umlinkes" und womöglich unserem in den Kategorien der "sozialen Gerechtigkeit" denkenden Papst unbekanntes Motto seinem Buch über den "Sklavenstaat" vorangestellt.
If we do not restore the Instititution of property, we cannot escape restoring the Institution of Slavery; there is no third course.
Eingestellt von Johannes um 10:15 Kommentare:
Labels: Blecherne Zeiten, Soziallehre
Allein der Begriff Homokunkubinat wird mir, wie ich vermute, schon Kritik einbringen. Aber im Gegensatz zum Begriff der Homoehe hat dieser Begriff den Vorzug, semantisch korrekt zu sein. Denn eine sexuelle Beziehung zwischen gleichgeschlechtlichen Partner ist, so romantisch auch die Vorstellung sein mag, die mit dieser Verbindung verbunden sein sollte, stets nur ein Konkubinat, niemals eine Ehe.
Eine Ehe, in der Kinder nicht erwünscht sind und nicht vermißt werden ist, so lernen wir bei Oswald Spengler, keine Ehe, sondern ein Konkubinat. Eine "Ehe" in der Kinder nicht gezeugt werden können, weil es schlicht an den biologischen Voraussetzungen fehlt, kann folgerichtig niemals etwas anderes sein, als ein Konkubinat.
Das ändert sich auch nicht dadurch, daß Staaten die Adoption von Kindern durch Homosexuelle erlauben, denn dies ist ja nicht etwa die Adoption eines Kindes durch Eheleute, denen Kinder fehlen, um diesem vereinsamten Kinde eine Familie zu geben, es fügt also nicht vereinsamte Kinder und kinderlose Eltern zusammen, es bedeutet vielmehr stets die Entfremdung eines Kindes von seinem Vater oder seiner Mutter. Die Adoption eines verwaisten Kindes durch ein kinderloses Ehepaar läßt eine Familie entstehen, die Adoption eines Kindes durch ein homosexuelles Paar zerreißt eine Familie, die biologische Familie.
Warum gleichwohl darauf bestanden wird, daß ein Homokubinat eine Ehe sei, hat andere Gründe, als die, die vorgeben werden. Es geht nicht um die "Nichtdiskriminierung" von Homosexuellen. Es geht um die Neudefinition des Begriffs Ehe. Und Definition ist, wie jeder weiß, der sich mit der Wissenschaft von der Gesellschaft, der Soziologie, beschäftigt hat, nicht ein rein sprachlicher, sondern ein gesellschaftlicher Prozeß. Es geht nicht um die 23.000 eingetragenen Lebenspartnerschaften, eine quantité negliable bei mehr als 18 Millionen Ehen. Es geht um die Neudefinition der Ehe und der Familie.
Dies erklärt auch die massive Lobby für die Gleichstellung des Homokonkubinats mit der Ehe. Die Zahl der "heiratswilligen" Schwulen und Lesben liegt auf die Gesamtbevölkerung bezogen im Promillebereich. Die Zahl der eheunwilligen und eheunfähigen Heterosexuellen übersteigt mittlerweile die Zahl der zu einer christlichen Ehe Bereiten und Fähigen. Jahrzehnte der Indoktrination, Jahrzehnte der Dechristianisierung der europäischen Gesellschaft, eine damit einhergehende Rechtsentwicklung etwa vom Schuldprinzip im Scheidungsrecht zum unsäglichen "Zerrüttungsprinzip" hat die Mehrheit der Gesellschaft inzwischen eheunfähig gemacht. Die Zahl der lebenslang Unverheirateten nähert sich einem Viertel der Gesellschaft, nur noch die Hälfte der geschlossenen Ehe ist eine auf Lebensdauer.
Wenn wir Ehe definieren als eine auf Lebensdauer angelegte Verbindung eines Mannes und einer Frau, ausgerichtet auf die Zeugung und Erziehung eigener Kinder, so ist dies nur noch das Lebensmodell einer Minderheit, definieren wir aber Ehe als bloße sexualromantische Beziehung ohne Zeit und Ziel, so ist dies das Lebensmodell einer Mehrheit. Wenn wir also wissen, daß das Sein das Bewußtsein bestimmt, müssen wir uns nicht darüber wundern, daß der Druck, den Begriff der Ehe zu verändern, so hoch ist.
Es ist damit allzu konsequent und allzu zeitgeistig, wenn es jetzt im gemeinsamen rot-rot-grünen Antrag der Bundeskammer heißt:
Angesichts des gesellschaftlichen Wandels und der damit verbundenen Änderung des Eheverständnisses gibt es keine haltbaren Gründe, homo- und heterosexuelle Paare unterschiedlich zu behandeln und am Ehehindernis der Gleichgeschlechtlichkeit festzuhalten
Ehe ist aber mehr als ein Wort, dessen Bedeutung jeweils dem "gesellschaftlichen Wandel" anzupassen ist, es ist eine Lebenswahrheit. Die Institution der Ehe ist für eine zukunftsfähige und prosperierende, auch für eine freie und selbständige Gesellschaft elementar. Wer den Begriff also umdefiniert, zerstört mit der Sprache auch die Gesellschaft. Die Aushöhlung der Sprache aber war schon immer ein unverzichtbares Instrument einer totalitären Herrschaft - Orwell - und die Vernichtung der Loyalität innerhalb der Familie war schon immer das Ziel der politischen Gleichmacherei.
Es ist ein Streit um Bedeutungen, also sollten wir kämpfen. Und nicht zusammenzucken, wenn man uns "Diskriminierung" vorwirft. Denn genau darum geht es, discriminare bedeutet in der Übersetzung nicht weniger und nicht mehr als "Unterscheidung". Also unterscheiden wir zwischen Ehe und Konkubinat, und keineswegs nur zwischen Homokokubinat und Ehe. Alles andere ist Orwell- Newspeak.
Daß die Speerspitze der sexualpolitischen Gleichmacherei, Volker Beck, gewissermaßen im selben Atemzug die Therapie und Wissenschaftsfreiheit angreift - Volker will "Therapien gegen Homosexualität" verbieten lassen - vervollständigt das Bild. Da macht er ja schon ein bißchen den Stalin, der Beck. Der Antrag - es geht hier allen Ernstes um eine Gesetzesentwurf der grünen Fraktion - kommt zum richtigen Zeitpunkt, denn gerade hat die Selbsthilfeorganisation "Wüstenstrom" bei der OSZE erfolgreich dafür gestritten, daß kein Staat das Merkmal der "sexuellen Identität" in seine Verfassung aufnehmen soll.
Nun sollen diese Therapien ein erhebliches gesundheitliches Risiko bedeuten. Schon erstaunlich, gehören diese Therapien doch schon seit Sigmund Freuds Zeiten zum Angebot der Psychotherapie, jedenfalls bei Therapeuten, die den Begründer der Wissenschaft von der menschlichen Seele nicht für einen obskurantistischen Scharlatan halten. Mittlerweile gehört aber wohl die freudianische Psychotherapie auch zu den politisch nicht mehr korrekten.
Nicht nur Freud, auch Wilhelm Reich, der Großvater der sexuellen Revolution, therapierten Homosexuelle, Die weltweit bekanntesten Sexualforscher und Sexualwissenschaftler Masters und Johnson, boten solche Therapien an. Von Risiken und Nebenwirkungen sind diese Therapien nicht frei, wie jede Therapie, aber Volker will nicht wahrhaben, daß Homosexualität selbst ein massives gesundheitliches Risiko darstellt.
Ich habe mir vorgenommen, in nächster Zeit wieder häufiger Zitate von ChesterBelloc einzustreuen, auch heute. Diesmal zum Thema Freiheit, Eigentum und Familie. Unter unserem neuen Papst wird es uns noch häufiger beschäftigen, die Frage nämlich, was denn eigentlich die Lehre der katholischen Kirche von der Gesellschaft ist. Gilbert Chesterton sagt es uns:
Eine Republik nannte man früher für gewöhnlich eine Nation von Königen, und in unserer zukünftigen Republik (der Text stammt aus einem programmatischen Text über die politische Bewegung des Distributismus) haben diese Könige wirklich ein Königreich. Alle modernen Regierungen, seien sie preussisch oder reussisch, all modernen Bewegungen, seien sie kapitalistisch (Chesterton bevorzugt eigentlich den Begriff proletarianisch) oder sozialistisch, stehlen dem König sein Königreich. Weil sie die Unabhängigkeit dieses Königreichs vernichten wollen, sind sie gegen das Eigentum. Weil sie die Loyalität dieses Königreichs zerstören wollen, sind sie gegen die Ehe. (Gilbert Keith Chesterton, The Outline of Sanity, 1927)
Das ist schon ziemlich lange her, aber soviel hat sich nicht geändert. Auch das merkwürdige Faible der politischen Linken für die "unterdrückten" Homosexuellen ist keineswegs eine Erscheinung des 21. Jahrhunderts - auch wenn bis vor wenigen Jahren noch niemand auf die Idee kam, die Ehe für Homosexuelle zu "öffnen".
Eingestellt von Johannes um 07:15 Kommentare:
Labels: 68er, Blecherne Zeiten, VaterMutterKind
Weißer Rauch: No comment
Sehe mich außerstande, irgendetwas Qualifiziertes oder Unqualifiziertes über den neuen Papst zu sagen. Ich kenne den Mann nicht. Ich hätte mir einen anderen gewünscht. Aber dem HEILIGEN GEIST ist so was eh piepegal.
Eingestellt von Johannes um 10:01 1 Kommentar:
Schwarzer Rauch II: Die Morgige von gestern
Wenn der Spiegel über die Religion schreibt ist das - mit der löblichen Ausnahme gewisser Spiegel-Redakteure, die das Spektrum des Quotenkatholikschen abdecken - etwa so, wie wenn ein Alien-Reporter von einer fernen, fernen Galaxie, bewohnt von einer quallenförmigen Spezies, die sich von Arsendämpfen nährt, über das befremdliche Sozialleben zweifüßigerr Erdlinge schreibt.
Gar schröcklich, was über den theologischen Nachwuchs zu berichten ist. Er (der Nachwuchs) ist gegen Abtreibung, hält Homosexualität nicht für völlig normal, schon gar nicht für ersprießlich, eine junge Frau (oha!) hält Womynpriests für ziemlich überflüssig - das kann gar keine Zukunft haben das sind die "Gestrigen von Morgen". Weißer Rauch! Bitte! Aber subito!
Das Leben in der Sedisvakanz ist ein qualvolles Purgatorium für jeden katholischen Zeitungsleser.
Eingestellt von Johannes um 08:50 Kommentare:
Labels: Anti-Katholizimus
Hoffentlich ist das endlich vorbei. Die papstlose Zeit. Die leider keine nachrichtenlose Zeit ist.
Und so quillt die Qualitätspresse (hierorts: die Verlautbarungsorgane der Plutokratie) über von Nachrichtenmüll.
Im Wirtschaftsteil der FAZ dräut der finanzkapitalistische Dunkelmann.
Der Vatikan ist ein Offshoreparadies für dunkle Finanzgeschäfte. Mitten unter den Pilgern im Kirchenstaat tummeln sich dubiose Geldwäscher und windige Prälaten. Ein Sittenbild.
In der Welt befürchten "Vatikan-Insider" eine "Spaltung des Konklave.
Das sexualpädagogische Fachblatt der Nation präsentiert einen moppeligen Pfarrer mit Konkubine und schwadroniert über die "Lüge von der Enthaltsamkeit".
Der Spiegel variiert das Mißbrauchsthema. Und ist ansonsten eher zurückhaltend. Hat die Grippewelle etwa die üblichen Verdächtigen dahingerafft?
Natürlich kann da die Süddeutsche nicht zurückstehen.
ABER: Ausnahmslos alle schauen gebannt auf das Ofenrohr. Auch die Süddeutsche. Mit Newsticker und allem was dazugehört. Ist schon keine schlechte Idee, die Sache mit dem weißen und schwarzen Rauch.
Eingestellt von Johannes um 05:36 Keine Kommentare:
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