Source: http://martinek.jura.uni-saarland.de/llm_pruefungsordnung.html
Timestamp: 2017-06-28 10:44:33
Document Index: 369474404

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 8', '§ 1', '§ 5', '§ 8', '§ 6', '§ 6', '§ 13', '§ 12', '§ 12', '§ 12', '§ 14', '§ 15']

Studieren an der Universität des Saarlandes Der Aufbau des Magisterstudiums im Überblick
Voraussetzungen für die Teilnahme am Magisterstudium Kontakt Prüfungsordnung LL.M.
Prüfungs- und Studienordnung für den Aufbaustudiengang "Magister/Magistra der Rechte -LL.M.-"
1) Zum Magisterstudium werden zugelassen: 1. Ausländische Staatsangehörige eines Mitgliedsstaates der Europäischen Union, die ein Diplom erlangt haben, aus dem hervorgeht, dass sie über die beruflichen Voraussetzungen verfügen, die für den unmittelbaren Zugang zu einem der in der Anlage zu § 1 EuRAG aufgeführten Rechtsanwaltsberufe erforderlich sind; 2. sonstige ausländische Bewerber, die ein dem deutschen rechtswissenschaftlichen Studium vergleichbares und gleichwertiges juristisches Studium an einer Hochschule außerhalb der Bundesrepublik Deutschland erfolgreich abgeschlossen haben;
(3) Wahlfächer sind: 1. Gründzüge des Öffentlichen Rechts (Staatsrecht, Allgemeines Verwaltungsrecht und Verwaltungsverfahrensrecht) mit Bezügen zur allgemeinen Staatslehre, zum europäischen Recht und zum Völkerrecht, sowie das dazugehörende Verfahrensrecht;
(4) Die Studierenden nehmen im Bereich des Zivilrechts und ihrer jeweiligen Wahlfächer an den von der Abteilung Rechtswissenschaft der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät angebotenen Vorlesungen teil. Studierende, die die Zulassung zur deutschen Rechtsanwaltschaft anstreben, sollen an einer Lehrveranstaltung teilnehmen, in der das Recht für das berufliche Verhalten der Rechtsanwälte behandelt wird. (5) Die Studierenden haben an einer rechtsvergleichenden Lehrveranstaltung teilzunehmen, deren Schwerpunkt das Pflichtfach Zivilrecht ist. Die Lehrveranstaltung soll auch auf die Wahlfächer vorbereiten. Innerhalb der Lehrveranstaltung ist eine rechtsvergleichende schriftliche Arbeit anzufertigen.
(1) Neben der rechtsvergleichenden schriftlichen Arbeit müssen die Studierenden nach dem ersten Semester eine Magisterarbeit in deutscher Sprache anfertigen. (2) Die Studierenden haben im Pflichtfach Zivilrecht zwei und in ihren beiden Wahlfächern je einen Leistungsnachweis aus den von ihnen gewählten Veranstaltungen zu erbringen. Der Leistungsnachweis wird am Ende der Vorlesungszeit des Semesters erbracht. (3) Der Leistungsnachweis kann nach Wahl des/der für die Veranstaltung Verantwortlichen in mündlicher Form oder durch eine Aufsichtsarbeit erbracht werden.
(1) Die Prüfungsverfahren werden im Namen der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät von einem/einer Fakultätsbeauftragten für die Magisterprüfung (Prüfungsbeauftragter/Prüfungsbeauftragte) durchgeführt. Der/die Prüfungsbeauftragte wird vom Fakultätsrat aus der Gruppe der Professoren und Professorinnen der Abteilung Rechtswissenschaft gewählt. (2) Der/die Prüfungsbeauftragte bestellt in jedem Prüfungsverfahren aus dem Kreis der Professoren und Professorinnen sowie der Privatdozenten und Privatdozentinnen der Abteilung Rechtswissenschaft die erforderlichen Prüfer und Prüferinnen. Personen, die mit der selbständigen Durchführung von Lehrveranstaltungen in der Abteilung Rechtswissenschaft betraut sind, können für das betreffende Lehrfach ebenso wie in der beruflichen Praxis erfahrene Personen für ihr Fachgebiet zu Prüfern und Prüferinnen bestellt werden. (3) Für die mündliche Prüfung wird aus den Prüfern und Prüferinnen eine Kommission gebildet, die mindestens drei Mitglieder umfaßt. Der/die Vorsitzende der Prüfungskommission wird aus dem Kreis der Prüfer und Prüferinnen von dem/der Prüfungsbeauftragten berufen. § 8. Zulassung zur Prüfung
1. ein ordnungsgemäßes Magisterstudium nach § 1 an der Abteilung Rechtswissenschaft der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität des Saarlandes; 2. ein Zeugnis über eine mindestens mit "ausreichend" bewertete rechtsvergleichende schriftliche Arbeit nach § 5 Abs. 5 Satz 3;
1. der Nachweis über die Zulassungsvoraussetzungen nach Absatz 1; 2. die Bestimmung des Wahlfächer; 3. eine Versicherung des Antragstellers/der Antragstellerin, dass kein Ausschlussgrund nach § 8 Abs. 2 vorliegt.
(1) Prüfungsleistungen sind die Magisterarbeit und je eine mündliche Prüfung in dem Pflichtfach und den beiden Wahlfächern. (2) Die Prüfungssprache ist deutsch. (3) Die Prüfung dient dem Nachweis, dass der Kandidat/die Kandidatin den Stoff der Prüfungsfächer sowohl im theoretischen Verständnis als auch in der praktischen Anwendung beherrscht sowie logisch und sprachlich hinreichend gut darlegen kann. (4) Die rechtsvergleichende schriftliche Arbeit (§ 6 Abs. 1) und die vier Leistungsnachweise (§ 6 Abs. 2) werden als Prüfungsleistung nach § 13 Abs. 1 Satz 2 angerechnet. (5) Studierende, die am Centre juridique franco-allemand der Universität des Saarlandes studiert und bereits gleichwertige Leistungsnachweise im deutschen Recht erworben haben, können diese als Prüfungsleistung anrechnen lassen. (6) Über die Gleichwertigkeit anderweitig erbrachter Leistungsnachweise entscheidet der/die Prüfungsbeauftragte.
(1) Die Themen für die Magisterarbeiten vergibt der/die Prüfungsbeauftragte. (2) Für die Erstellung der Magisterarbeit stehen 4 Monate zu Verfügung, die mit der Festlegung des Themas der Magisterarbeit zu laufen beginnen. Die Magisterarbeit ist in zwei maschinenschriftlichen und von der Kandidatin/ dem Kandidaten unterzeichneten Exemplaren vorzulegen.
(3) Der/die Studierende hat die Magisterarbeit selbstständig und ohne fremde Hilfe anzufertigen und dies bei der Abgabe schriftlich zu versichern. (4) Die Magisterarbeit wird von der Prüferin/dem Prüfer gemäß § 12 bewertet.
(3) Für jedes Prüfungsfach wird von dem jeweiligen Mitglied der Prüfungskommission eine Einzelnote nach § 12 festgesetzt. Die Gesamtnote der mündlichen Prüfung wird aus dem Durchschnitt der drei Einzelnoten gebildet. (4) Sofern keiner der Prüflinge widerspricht, können Studierende des Magisterstudienganges bei der mündlichen Prüfung anwesend sein. (5) Die wesentlichen Gegenstände und Ergebnisse der mündlichen Prüfung sind in einer Niederschrift festzuhalten. § 12. Bewertungen
Jede Studien- und Prüfungsleistung ist mit einer der folgenden Notenbezeichnungen und Punktzahlen zu bewerten: sehr gut
eine besonders hervorragende Leistung; gut
eine erheblich über dem Durchschnitt liegende Leistung; voll befriedigend
eine über dem Durchschnitt liegende Leistung; befriedigend
eine Leistung, die in jeder Hinsicht durchschnittlichen Anforderungen entspricht; ausreichend = 4 bis 6 Punkte
eine Leistung, die trotz ihrer Mängel durchschnittlichen Anforderungen noch entspricht; mangelhaft
eine Leistung mit erheblichen Mängeln; ungenügend
bei einer Punktzahl von 14,00 bis 18,00; gut bei einer Punktzahl von 11,50 bis 13,99; voll befriedigend
bei einer Punktzahl von 9,00 bis 11,49; befriedigend
bei einer Punktzahl von 6,50 bis 8,99; ausreichend
bei einer Punktzahl von 4,00 bis 6,49; mangelhaft
bei einer Punktzahl von 1,50 bis 3,99; ungenügend bei einer Punktzahl von 0,00 bis 1,49.
(3) Die Magisterprüfung ist bestanden, wenn das Gesamtergebnis mindestens "ausreichend" ist; anderenfalls ist die Prüfung nicht bestanden. (4) Der/die Vorsitzende der Prüfungskommission gibt den Prüflingen im Anschluss an die mündliche Prüfung das Gesamtergebnis der Magisterprüfung und die Einzelnoten der mündlichen Prüfung sowie die jeweiligen Punktzahlen bekannt. § 14. Akteneinsicht
Nach Mitteilung des Gesamtergebnisses der Magisterprüfung kann der Prüfling auf Antrag die Prüfungsakten einsehen. § 15. Wiederholung der Prüfung
(1) Hält der Prüfling die Frist für die Abgabe der Magisterarbeit nicht ein oder erscheint er nicht zur mündlichen Prüfung oder tritt er von der mündlichen Prüfung zurück, ohne dass ein triftiger Grund vorliegt, so gilt die jeweilige Prüfung als erbracht und wird mit "ungenügend" (0 Punkte) bewertet. (2) Die für das Versäumnis oder den Rücktritt geltend gemachten Gründe müssen der/dem Prüfungsbeauftragten für das Magisterstudium unverzüglich schriftlich angezeigt und glaubhaft gemacht werden. Bei Krankheit des Prüflings kann die Vorlage eines amtsärztlichen Zeugnisses verlangt werden, das genügend bestimmte Angaben zum Umfang und zur voraussichtlichen Dauer der durch die Krankheit bewirkten Beeinträchtigung des Prüflings enthalten muss. Die Sätze 1 und 2 gelten entsprechend bei Krankheit eines vom Prüfling überwiegend allein zu versorgenden Kindes.