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Timestamp: 2016-10-21 23:58:16
Document Index: 274119703

Matched Legal Cases: ['BGE', 'Art. 95', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 105', 'Art. 97', 'Art. 95', 'Art. 97', 'Art. 105', 'Art. 107', 'Art. 52', 'Art. 14', 'Art. 34', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 52', 'Art. 52', 'Art. 725', 'Art. 191', 'BGE', 'Art. 191', 'Art. 725', 'Art. 14', 'Art. 34', 'Art. 52', 'BGE', 'Art. 52', 'Art. 83', 'Art. 716', 'Art. 722', 'BGE', 'BGE', 'Art. 52', 'Art. 52', 'Art. 52', 'Art. 52', 'Art. 66']

9C_145/2010 (15.06.2010)
alle vertreten durch Rechtsanwalt Ren� Schuhmacher, und dieser vertreten durch Rechtsanwalt Michael Ausfeld,
Die 1999 gegr�ndete Stiftung X.________ bezweckte laut Eintrag im Handelsregister unter anderem die Herausgabe der Filmpublikationen "Y.________" und "Z.________" und war als Arbeitgeberin der Ausgleichskasse des Kantons Z�rich angeschlossen. Am ... 2001 wurde �ber die Gesellschaft der Konkurs er�ffnet und am ... 2005 der Ausgleichskasse zwei Verlustscheine infolge Konkurs in der H�he von Fr. 23'978.90 und Fr. 1'814.10 ausgestellt. Mit Verf�gung vom 10. M�rz 2006 verpflichtete diese die Stiftungsratsmitglieder G.________, B.________, L.________, P.________, W.________, R.________ und S.________ zu Schadenersatz f�r unbezahlt gebliebene Sozialversicherungsbeitr�ge (einschliesslich FAK-Beitr�ge, Verwaltungskosten, Verzugszinsen, Mahngeb�hren und Betreibungskosten) in der H�he von Fr. 25'793.-. Die dagegen erhobene gemeinsame Einsprache wies sie mit Einspracheentscheid vom 12. M�rz 2007 ab.
Die dagegen erhobene, gemeinsame Beschwerde aller Verf�gungsadressaten wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich mit Entscheid vom 30. November 2009 ab.
Mit gemeinsamer Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten lassen G.________, B.________, L.________, P.________, W.________, R.________ und S.________ beantragen, in Aufhebung des angefochtenen Urteils sei festzustellen, dass eine Haftpflicht der Beschwerdef�hrer nicht bestehe.
Die Ausgleichskasse und das Bundesamt f�r Sozialversicherungen (BSV) verzichten auf eine Vernehmlassung.
Die Zust�ndigkeit der II. sozialrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts zum Entscheid �ber die streitige Schadenersatzpflicht erstreckt sich auch auf die Forderung f�r entgangene Sozialversicherungsbeitr�ge nach kantonalem Recht (Urteil 9C_704/2007 vom 17. M�rz 2008 E. 1, nicht publ. in: BGE 134 I 179, aber in: SVR 2008 FL Nr. 1 S. 1, 9C_720/2008 vom 7. Dezember 2009, E. 1).
Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann wegen Rechtsverletzung gem�ss den Art. 95 f. BGG erhoben werden. Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG), und kann deren Sachverhaltsfeststellung von Amtes wegen nur berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG; vgl. auch Art. 97 Abs. 1 BGG). Mit Blick auf diese Kognitionsregelung ist aufgrund der Vorbringen in der Beschwerde ans Bundesgericht zu pr�fen, ob der angefochtene Gerichtsentscheid in der Anwendung der massgeblichen materiell- und beweisrechtlichen Grundlagen (u.a.) Bundesrecht verletzt (Art. 95 lit. a BGG), einschliesslich einer allf�lligen rechtsfehlerhaften Tatsachenfeststellung (Art. 97 Abs. 1, Art. 105 Abs. 2 BGG). Das Bundesgericht darf nicht �ber die Begehren der Parteien hinausgehen (Art. 107 Abs. 1 BGG).
Streitig und zu pr�fen ist die Schadenersatzpflicht der Beschwerdef�hrer. Die Vorinstanz hat die Bestimmungen �ber die Arbeitgeberhaftung (Art. 52 AHVG; Art. 14 Abs. 1 AHVG in Verbindung mit Art. 34 ff. AHVV) sowie die hiezu ergangene Rechtsprechung, insbesondere �ber Eintritt des Schadens und Zeitpunkt der Kenntnis des Schadens (BGE 129 V 193, 128 V 10, 119 V 89 E. 3 S. 92), die subsidi�re Haftung der Organe eines Arbeitgebers (BGE 129 V 11, 126 V 237, 123 V 12 E. 5b S. 15, je mit Hinweisen), den zu ersetzenden Schaden (BGE 126 V 443 E. 3a S. 444, 123 V 12 E. 5b S. 15, je mit Hinweisen), die erforderliche Widerrechtlichkeit (BGE 118 V 193 E. 2a S. 195 mit Hinweisen), die Voraussetzung des Verschuldens und den dabei zu ber�cksichtigenden - differenzierten - Sorgfaltsmassstab (BGE 108 V 199 E. 3a S. 202, ZAK 1992 S. 248 E. 4b, je mit Hinweisen; vgl. auch Thomas Nussbaumer, Die Haftung des Verwaltungsrates nach Art. 52 AHVG, in: AJP 9/96, S. 1081) zutreffend wiedergegeben. Darauf wird verwiesen.
4.1 In Frage steht zun�chst, ob der Schadenersatzanspruch verj�hrt ist. W�hrend die Ausgleichskasse die fristausl�sende Kenntnis des Schadens im Zeitpunkt der Ausstellung der Konkursverlustscheine am ... 2005 annahm, womit die Schadenersatzverf�gungen vom 10. M�rz 2006 rechtzeitig innerhalb der zweij�hrigen Verj�hrungsfrist nach Art. 52 Abs. 3 AHVG ergingen, ging auch die Vorinstanz von einer rechtzeitigen Geltendmachung des Schadenersatzanspruches aus, legte jedoch die zumutbare Schadenskenntnis auf den Zeitpunkt der Auflage des Kollokationsplanes am ... 2004 fest. Demgegen�ber machen die Beschwerdef�hrer wie schon im vorinstanzlichen Verfahren geltend, der Schadenersatzanspruch sei verj�hrt. Sie begr�nden dies vor allem damit, die Vorinstanz h�tte ber�cksichtigen m�ssen, dass das Konkursverfahren gest�tzt auf eine Insolvenzerkl�rung er�ffnet worden sei, was bedeute, dass schon in diesem Zeitpunkt der Ausgleichskasse h�tte klar sein m�ssen, dass sie zu Verlust kommt.
4.2 Es ist weder sachverhaltlich von der Vorinstanz festgestellt noch von den Beschwerdef�hrern behauptet, dass die Beschwerdegegnerin tats�chlich von der Insolvenzerkl�rung Kenntnis hatte. Doch selbst wenn davon auszugehen w�re, erg�be sich kein von der vorinstanzlichen Beurteilung abweichender Zeitpunkt der zumutbaren Schadenskenntnis. Die Insolvenzerkl�rung dokumentiert bloss, dass sich die Schuldnerin als zahlungsunf�hig erachtet, sagt aber weiter nichts aus �ber deren finanzielle Situation. Anders als bei der �berschuldungsanzeige (Bilanzdeponierung), welche dann erfolgt, wenn die Gesellschaft �berschuldet ist, also die Aktiven das Fremdkapital nicht mehr decken, kann die Zahlungsunf�higkeit oder Insolvenz einer Gesellschaft bereits bei einer Unterbilanz oder einem Kapitalverlust nach Art. 725 Abs. 1 OR (wonach der Verwaltungsrat unverz�glich eine Generalversammlung einberuft und ihr Sanierungsmassnahmen beantragt, wenn die letzte Jahresbilanz zeigt, dass die H�lfte des Aktienkapitals und der gesetzlichen Reserven nicht mehr gedeckt ist oder bei einer blossen Illiquidit�t, die nicht zwangsl�ufig mit einer �berschuldung einhergeht). In diesen F�llen ist eine �berschuldungsanzeige nicht m�glich, sondern nur eine Insolvenzerkl�rung im Sinne von Art. 191 SchKG. Zwar ist eine insolvente Gesellschaft oft gleichzeitig �berschuldet, dies ist jedoch nicht zwingend, wenn beispielsweise die liquiden Mittel in Immobilien investiert sind, welche nicht kurzfristig verwertet werden k�nnen (zum Ganzen: Krampf Michael/Schuler Rolf, Die aktuelle Praxis des Konkursrichters des Bezirksgerichtes Z�rich zu �berschuldungsanzeige, Konkursaufschub und Insolvenzerkl�rung juristischer Personen, AJP 2002, S. 1060 ff.). Die Konkurser�ffnung auf Antrag des Schuldners setzt voraus, dass �berhaupt noch verwertbare Aktiven vorhanden sind (BGE 133 III 614 E. 6.1.2). Entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrer bedeutet eine Insolvenzerkl�rung gem�ss Art. 191 SchKG damit nicht, dass die Gl�ubiger der Konkursitin zwangsl�ufig zu Verlust kommen, weshalb die Insolvenzerkl�rung damit auch keine vorzeitige Schadenskenntnis zu begr�nden vermag. Entgegen den Vorbringen der Beschwerdef�hrer stand bei der Abgabe der Insolvenzerkl�rung auch nicht fest, dass die Gesellschaft �berschuldet war, sondern diese deklarierte lediglich die Zahlungsunf�higkeit. So hielt denn auch der Konkursrichter in der Verf�gung vom ... 2001 fest, der Rechtsvertreter der Schuldnerin habe die Zahlungsunf�higkeit erkl�rt. Daran �ndert nichts, dass der Stiftung (wie auch der Genossenschaft) die M�glichkeit der �berschuldungsanzeige von Gesetzes wegen gar nicht zur Verf�gung steht (vgl. demgegen�ber f�r die AG Art. 725 Abs. 2 OR). Der Vollst�ndigkeit halber ist anzuf�gen, dass entgegen der beschwerdef�hrerischen Auffassung auch die Durchf�hrung einer Arbeitgeberkontrolle keine Schadenskenntnis auszul�sen vermag, wird eine solche Kontrolle doch immer nach einer Konkurser�ffnung durchgef�hrt, um die noch ausbezahlten L�hne, welche nicht mehr ordentlich mit der Jahreslohnbescheinigung deklariert werden konnten, festzustellen und sagt sie damit nichts �ber die finanzielle Situation der Arbeitgeberin aus, ebensowenig die Einholung der Adresse eines potenziell Haftpflichtigen.
5.1 Wie das kantonale Gericht verbindlich (vgl. E. 2 hievor) festgestellt hat, mussten die der konkursiten Stiftung in Rechnung gestellten Beitr�ge bereits im September 2000, dann regelm�ssig ab anfangs 2001 gemahnt und schliesslich betrieben werden, wobei Fr. 25'793.- ungedeckt blieben. Die Konkursitin ist damit den ihr als Arbeitgeberin obliegenden Beitragsabrechnungs- und -zahlungspflichten gem�ss Art. 14 Abs. 1 AHVG in Verbindung mit Art. 34 ff. AHVV nur unvollst�ndig nachgekommen und hat damit Vorschriften im Sinne von Art. 52 Abs. 2 AHVG missachtet (vgl. statt vieler: BGE 118 V 187 E. 1 am Ende), was grunds�tzlich die volle Schadenersatzpflicht gem�ss Art. 52 AHVG nach sich zieht.
5.2 Streitig und zu pr�fen bleibt, ob diese zum Beitragsverlust f�hrende Pflichtverletzung des Arbeitgebers den Beschwerdef�hrenden - ihres Zeichens Stiftungsratsmitglieder und damit formelle Organe einer juristischen Person (Art. 83 ZGB), welche grunds�tzlich als Schadenersatzpflichtige in Frage kommen (Urteil H 14/00 vom 30. Juli 2001) - als grobfahrl�ssiges Verhalten anzurechnen ist.
5.3 Ob ein Organ schuldhaft gehandelt hat, h�ngt entscheidend von der Verantwortung und den Kompetenzen ab, die ihm von der juristischen Person �bertragen wurden. Bei nicht gesch�ftsf�hrenden Verwaltungsratsmitgliedern von Aktiengesellschaften ist entscheidend, ob sie den ihnen obliegenden Kontroll- und Aufsichtspflichten nachgekommen sind. Nach Art. 716a Abs. 1 Ziff. 5 OR obliegt dem Verwaltungsrat die Oberaufsicht �ber die mit der Gesch�ftsf�hrung betrauten Personen, namentlich im Hinblick auf die Befolgung der Gesetze, Statuten, Reglemente und Weisungen. Gem�ss dieser Bestimmung hat das Verwaltungsratsmitglied nicht nur die Pflicht, an den Verwaltungsratssitzungen teilzunehmen, sondern sich periodisch �ber den Gesch�ftsgang zu informieren und bei Unregelm�ssigkeiten in der Gesch�ftsf�hrung einzuschreiten (vgl. Forstmoser/Meier-Hayoz/Nobel, Schweizerisches Aktienrecht, � 30, N. 49). Die Bestimmung entspricht weitgehend dem bis Ende Juni 1992 g�ltig gewesenen Art. 722 Abs. 2 Ziff. 3 OR, wonach die Verwaltung einer Aktiengesellschaft die mit der Gesch�ftsf�hrung beauftragten Personen zu �berwachen und sich regelm�ssig �ber den Gesch�ftsgang unterrichten zu lassen hatte. Wie das Eidgen�ssische Versicherungsgericht hiezu festgestellt hat, setzt die Sorgfaltspflicht voraus, dass der Verwaltungsrat die ihm unterbreiteten Berichte kritisch liest, n�tigenfalls erg�nzende Ausk�nfte verlangt und bei Irrt�mern oder Unregelm�ssigkeiten einschreitet. Dabei wird es aber einem Verwaltungsratspr�sidenten einer Grossfirma nicht als grobfahrl�ssiges Verschulden angerechnet werden k�nnen, wenn er nicht jedes einzelne Gesch�ft, sondern nur die T�tigkeit der Gesch�ftsleitung und den Gesch�ftsgang im Allgemeinen �berpr�ft und daher beispielsweise nicht beachtet, dass in Einzelf�llen die Abrechnung der Lohnbeitr�ge nicht erfolgt ist. Das Gegenst�ck w�re der Pr�sident des Verwaltungsrates einer Firma, der faktisch das einzige ausf�hrende Organ der Firma ist, oder aber der Verwaltungsratspr�sident einer Firma, dem aus irgendwelchen Quellen bekannt ist oder doch bekannt sein sollte, dass die Abrechnungspflicht m�glicherweise mangelhaft erf�llt wird (BGE 114 V 219 E. 4a S. 223; 108 V 199 E. 3a S. 202; ZAK 1985 S. 620 E. 3b, Urteil H 182/06 vom 29. Januar 2008, je mit Hinweisen). Zwar k�nnen einzelne Gesch�ftsf�hrungsfunktionen delegiert werden. Zur Wahrung der geforderten Sorgfalt geh�rt jedoch neben der richtigen Auswahl des geeigneten Mandatstr�gers auch dessen Instruktion und �berwachung. So kann sich der Gesch�ftsf�hrer allein durch Delegation der Aufgaben nicht seiner Verantwortung entledigen. Dies gilt f�r einen Vereinspr�sidenten (AHI 2002 S. 51, H 200/01) ebenso wie f�r einen Verwaltungsrat (BGE 123 V 15 Erw. 5b), einen gesch�ftsf�hrenden Gesellschafter einer GmbH (AHI 2000 S. 220) oder einen Stiftungsrat (Urteil H 14/00 vom 30. Juli 2001). Daran �ndert die Ehrenamtlichkeit des Mandats nichts. Ehrenamtlichkeit bedeutet einzig, dass f�r die zu Gunsten des Vereins erbrachten Leistungen keine Entsch�digung beansprucht wird. Auch mit der �bernahme eines Ehrenamtes unterwirft sich indessen der Mandatstr�ger den statutarischen und gesetzlichen Pflichten. Die Ehrenamtlichkeit f�hrt nicht dazu, dass diese Pflichten weniger sorgf�ltig wahrgenommen werden d�rfen und �ndert nichts daran, dass auf ausbezahlten L�hnen Sozialversicherungsbeitr�ge bezahlt werden m�ssen und die Verantwortlichen f�r eine allf�llige Nichtablieferung dieser Beitr�ge einzustehen haben. Die in Art. 52 AHVG konstituierte Arbeitgeberhaftung und die damit verbundene Organhaftung unterscheidet nicht nach der Rechtsform des Arbeitgebers (Urteile 9C_152/2009 vom 18. November 2009 und H 210/01 vom 13. November 2001).
5.4 Die Vorinstanz hat das Verhalten der Beschwerdef�hrer als grobfahrl�ssig beurteilt und den Kausalzusammenhang mit dem eingetretenen Schaden bejaht. Unter anderem h�tten sich die Beschwerdef�hrer nie um die Beitragsausst�nde gek�mmert und seien auch nie gegen die Praxis eingeschritten, trotz unbeglichener Beitragsausst�nde weiterhin L�hne auszurichten. Rechtfertigungs- oder Schuldausschlussgr�nde l�gen keine vor, daran verm�ge weder die Nichtauszahlung der zweiten Tranche der F�rdergelder des Bundesamtes f�r Kommunikation noch der Entscheid des EDI als Stiftungsaufsicht etwas zu �ndern.
5.5 Es ist nicht ersichtlich noch machen die Beschwerdef�hrer geltend, dass sie sich als Mitglieder des Stiftungsrats in irgend einer Weise um die gesetzlichen Arbeitgeberpflichten der Gesellschaft gek�mmert haben (vgl. Marco Reichmuth, Die Haftung des Arbeitgebers und seiner Organe nach Art. 52 AHVG, 2008, Rz. 590 ff.), obwohl ihnen bekannt war, dass beitragspflichtige L�hne ausbezahlt wurden.
Sie stellen sich erneut auf den Standpunkt, sie h�tten die Gesch�ftsf�hrungsbefugnisse an K.________ delegiert; die Beitragsabrechnung sei Sache der Gesch�ftsf�hrerin gewesen. Dem rund zweimal j�hrlich tagenden Stiftungsrat habe die Erstellung des Budgets, die Genehmigung der Jahresrechnung und die Kenntnisnahme des Kontrollstellenberichts oblegen, nicht jedoch die Bezahlung der einzelnen Rechnungen. Deshalb h�tten sie nicht einmal Kenntnis von allenfalls unbezahlten Rechnungen, von eingegangenen Erinnerungen oder Mahnungen - auch nicht der AHV - gehabt. Damit verkennen die Beschwerdef�hrer jedoch die ihnen obliegenden Pflichten. Auch ein Stiftungsrat kann sich bei einer Delegation der Gesch�ftsf�hrung nicht der gesamten Verantwortung entledigen, sondern hat f�r die n�tige Kontrolle zu sorgen, sich analog den Pflichten des Verwaltungsrats einer AG (vgl. E. 5.3 hievor) periodisch �ber den Gesch�ftsgang zu informieren und bei Unregelm�ssigkeiten in der Gesch�ftsf�hrung einzuschreiten.
Solche Unregelm�ssigkeiten liegen beispielsweise dann vor, wenn seitens der Gesch�ftsf�hrung laufend L�hne ausbezahlt, nicht jedoch die entsprechenden Beitr�ge abgeliefert werden (vgl. SVR 1995 Nr. 70 S. 214 E. 5). Dabei geht es entgegen der beschwerdef�hrerischen Auffassung nicht darum, dass die Stiftungsr�te f�r die Bezahlung der einzelnen Rechnungen besorgt sind. Sie haben aber gerade in einer finanziell heiklen Situation, wie sie den Beschwerdef�hrern hier f�r die Stiftung bekannt war, die Bezahlung der gesetzlichen Beitr�ge und Abgaben im Auge zu behalten und gegebenenfalls einzuschreiten. Dass sich die Stiftungsr�te einmal nach der Bezahlung der AHV-Beitr�ge nur erkundigt h�tten - sei es auch nur anl�sslich der "rund zweimal j�hrlich" stattfindenden Sitzungen - ist nicht ersichtlich, geschweige denn entsprechende Massnahmen zur Beitragsbezahlung- oder -sicherung. Der in diesem Zusammenhang vorgebrachte Verweis auf das Urteil 9C_153/2009 ist unbehelflich. Dort wurden den verantwortlichen Vorstandsmitgliedern des Vereins vom Gesch�ftsf�hrer gef�lschte Belege vorgelegt (wof�r dieser auch wegen Urkundenf�lschung verurteilt wurde), welche eine ausgeglichene Bilanz und keine Ausst�nde auswiesen, und auf Grund dieser besonderen Umst�nde weitere Abkl�rungen durch die Organe als nicht erforderlich erachtet. Anders als dort machen die Beschwerdef�hrer hier gar nicht geltend, dass sie sich mit den entsprechenden Zahlen auseinandergesetzt haben und es ist nicht ersichtlich, wann die Stiftungsratsmitglieder einmal entsprechende Belege eingesehen h�tten. Gegenteils haben sie sich gar nicht um die Beitragzahlungen gek�mmert. Ein solch passives Verhalten gen�gt der erforderlichen Sorgfalt eines Stiftungsrates nicht. Daran �ndert schliesslich auch nichts, dass auch die Revisionsstelle und die Stiftungsaufsicht �ber die finanzielle Lage der Gesellschaft im Bilde waren und keine Massnahmen zur Bezahlung der AHV-Beitr�ge ergriffen, ist doch dies Aufgabe des Stiftungsrates. Inwiefern diesbez�glich eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs durch die Vorinstanz vorliegen sollte, ist nicht auszumachen.
5.6 Weitere stichhaltige Entlastungsgr�nde liegen keine vor. Insbesondere verm�gen die Beschwerdef�hrer nichts zu ihren Gunsten daraus ableiten, dass das Bundesamt f�r Kultur (BAK) eine urspr�nglich f�r Juli oder August 2001 in Aussicht gestellte Zahlung einer zweiten Tranche von F�rdergeldern in der H�he von Fr. 155'500.- nicht mehr geleistet hat. Dass die gesamte Gesch�ftst�tigkeit v�llig auf diese Auszahlung von F�rdergeldern ausgerichtet und damit g�nzlich davon abh�ngig war, wie die Beschwerdef�hrer geltend machen, bzw. dass das Projekt mit dem Bundesbeitrag des BAK stand und fiel, wie im Entscheid des EDI vom 24. Februar 2003 betreffend die Stiftungsaufsichtsbeschwerde festgehalten wird, ist zwar m�glich. Nicht einsichtig ist es dann aber, weshalb sich die Stiftung betreiben liess, ohne Rechtsvorschlag zu erheben und ohne im Rahmen eines Stundungsgesuchs auf die in Aussicht stehende Zahlung hinzuweisen oder um einen Abzahlungsvertrag der aufgelaufenen Beitr�ge nachzusuchen. Massgebend ist schliesslich auch, dass sich die ausstehenden Forderungen im Konkurs auf knapp eine Mio. Franken beliefen, wogegen die ausstehenden F�rdergelder nur Fr. 155'000.- betrugen. Dass die Ausgleichskasse bei Auszahlung der Gelder nicht zu Verlust gekommen w�re, ist angesichts kollozierter 1. Klass-Forderungen von rund Fr. 146'000.- damit auch unter Ber�cksichtigung ihrer konkursrechtlichen Privilegierung h�chst unwahrscheinlich. Schliesslich �ndert entgegen den Vorbringen der Beschwerdef�hrer an der vorinstanzlichen Beurteilung auch nichts, dass das EDI die Stiftungsaufsichtsbeschwerde mit Entscheid vom 10. Oktober 2001 abgewiesen hat und dabei zum Schluss kam, dem Stiftungsrat k�nne kein Verschulden angelastet werden. Dort ging es um die Beurteilung der von einem Gl�ubiger eingereichten Beschwerde um die Verantwortung f�r gegen�ber diesem Gl�ubiger entstandene Ausst�nde, wobei dessen Mitverantwortung ebenfalls ber�cksichtigt wurde, w�hrend hier im Rahmen von Art. 52 AHVG Pflichtverletzungen im Zusammenhang mit der Abrechnung und Zahlung von AHV-Beitr�gen zu beurteilen sind.
Zusammenfassend ist deshalb mit der Vorinstanz von einem haftungsbegr�ndenden qualifizierten Verschulden, wie es Art. 52 AHVG f�r die Schadenersatzverpflichtung verlangt, auszugehen.
Entsprechend dem Verfahrensausgang werden die Gerichtskosten den Beschwerdef�hrern anteilsm�ssig auferlegt (Art. 66 Abs. 1 BGG).
Die Gerichtskosten von Fr. 2100.- werden den Beschwerdef�hrern auferlegt.