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Timestamp: 2016-10-26 07:47:34
Document Index: 374526153

Matched Legal Cases: ['Art. 8', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 9', 'Art. 13', 'Art. 13', 'Art. 11', 'BGE', 'Art. 13', 'Art. 13', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 13', 'BGE', 'Art. 11', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 4', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 23', 'Art. 13', 'Art. 11', 'BGE', 'Art. 11', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 11', 'BGE', 'Art. 11', 'BGE', 'Art. 11', 'Art. 11', 'BGE', 'Art. 13', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 23', 'Art. 329', 'Art. 361', 'Art. 13', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 11', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 11', 'BGE', 'BGE', 'Art. 11', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 11', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 13', 'Art. 329', 'in fine', 'Art. 361', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 11', 'Art. 13', 'BGE', 'Art. 11', 'Art. 13', 'BGE', 'Art. 23', 'Art. 11', 'BGE', 'Art. 11', 'Art. 8', 'Art. 13', 'Art. 23', 'Art. 11', 'Art. 8']

130 V 49273. Urteil i.S. Staatssekretariat f�r Wirtschaft gegen Q. und Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich
Art. 8 al. 1 let. e, art. 13 al. 1 LACI; art. 11 al. 3 OACI: P�riode de cotisations � prendre en consid�ration. L'indemnisation du droit aux vacances sous la forme d'un suppl�ment sur le salaire horaire ou mensuel ne conduit pas � une augmentation de la p�riode de cotisations d�terminante correspondant � l'indemnit� de vacances convertie en jours ou en semaines de vacances (consid. 4; changement de la jurisprudence bas�e sur l'arr�t publi� aux ATF 112 V 226 consid. 2d). Faits � partir de page 493
A. Q. bezog in einer ersten bis 8. September 2000 dauernden Leistungsrahmenfrist Arbeitslosenentsch�digung. Am 23. Februar 2001 meldete er sich erneut zum Taggeldbezug ab 13. Februar 2001 an. Mit Verf�gung vom 28. Juli 2001 lehnte die Arbeitslosenkasse des Kantons Z�rich das Leistungsbegehren mit der Begr�ndung ab, die Anspruchsvoraussetzung der erf�llten Beitragszeit sei nicht gegeben und ein Befreiungsgrund liege nicht vor.
B. Die von Q. hiegegen erhobene Beschwerde hiess das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich mit Entscheid vom 25. M�rz 2002 in dem Sinne gut, dass es in Bejahung der Anspruchsvoraussetzung der erf�llten Beitragszeit die Verf�gung vom 28. Juli 2001 aufhob und die Sache an die Arbeitslosenkasse zur�ckwies, damit sie nach erfolgter Abkl�rung im Sinne der Erw�gungen �ber den Anspruch auf Arbeitslosenentsch�digung neu befinde.
C. Das Staatssekretariat f�r Wirtschaft (seco) f�hrt Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit dem Rechtsbegehren, der kantonale Gerichtsentscheid sei aufzuheben.
Q. l�sst sinngem�ss die Abweisung des Rechtsmittels beantragen, w�hrend die Arbeitslosenkasse unter Verweisung auf die Ausf�hrungen des seco auf eine Stellungnahme verzichtet.
2. 2.1 Der Anspruch auf Arbeitslosenentsch�digung setzt laut Art. 8 Abs. 1 AVIG unter anderm voraus, dass der Versicherte einen anrechenbaren Arbeitsausfall erlitten hat (lit. b) und die Beitragszeit BGE 130 V 492 S. 494erf�llt hat oder von der Erf�llung der Beitragszeit befreit ist (lit. e). Die Beitragszeit hat erf�llt, wer innerhalb der daf�r vorgesehenen Rahmenfrist f�r die Beitragszeit (Art. 9 Abs. 3 AVIG) w�hrend mindestens sechs Monaten eine beitragspflichtige Besch�ftigung ausge�bt hat. Wird ein Versicherter innert dreier Jahre nach Ablauf der Rahmenfrist f�r den Leistungsbezug erneut arbeitslos, so muss er eine Mindestbeitragszeit von zw�lf Monaten aufweisen (Art. 13 Abs. 1 AVIG).
2.2 Die Ermittlung der Beitragszeit gem�ss Art. 13 Abs. 1 AVIG ist in Art. 11 AVIV geregelt. Danach z�hlt als Beitragsmonat jeder volle Kalendermonat, in dem der Versicherte beitragspflichtig ist (Abs. 1). Beitragszeiten, die nicht einen vollen Kalendermonat umfassen, werden zusammengez�hlt. Je 30 Kalendertage gelten als ein Beitragsmonat (Abs. 2; zur Umrechnung der Tage beitragspflichtiger Besch�ftigung in Kalendertage vgl. BGE 125 V 45 Erw. 3c). Die den Beitragszeiten gleichgesetzten Zeiten (Art. 13 Abs. 2 AVIG) und Zeiten, f�r die der Versicherte einen Ferienlohn bezogen hat, z�hlen in gleicher Weise (Abs. 3). Die Beitragszeit von Teilzeitbesch�ftigten wird nach den gleichen Regeln ermittelt wie bei Arbeitnehmern mit Vollzeitbesch�ftigung. �bt der Versicherte gleichzeitig mehrere Teilzeitbesch�ftigungen aus, so wird die Beitragszeit nur einmal gez�hlt (Abs. 4).
3. 3.1 Vorliegend ist umstritten, ob der Beschwerdegegner innerhalb der Beitragsrahmenfrist vom 13. Februar 1999 bis 12. Februar 2001 mindestens zw�lf Monate beitragspflichtiger Besch�ftigung aufweisen kann (Art. 13 Abs. 1 Satz 2 AVIG). In diesem Zeitraum stand der Versicherte nach den unwidersprochen gebliebenen Feststellungen im angefochtenen Entscheid in zwei Arbeitsverh�ltnissen, und zwar vom 9. August bis 17. Dezember 1999 bei der Firma J. AG und vom 16. Juni 2000 bis 31. Januar 2001 bei der Firma P. AG. In beiden Anstellungen erfolgte die Entl�hnung nach Stunden. Die Ferien wurden mit einem Zuschlag von 8,33 % auf dem Stundenlohn abgegolten.
3.2 Gem�ss Berechnung der Arbeitslosenkasse in ihren vorinstanzlichen Rechtsschriften ergeben die zwei Anstellungsverh�ltnisse eine Beitragszeit von 11,913 Monaten (0,793 [1,4 x 17/30; August 1999] + 3 [September bis November 1999] + 0,606 [1,4 x 13/30; Dezember 1999] + 0,513 [1,4 x 11/30; Juni 2000] + 7 [Juli 2000 bis Januar 2001]). BGE 130 V 492 S. 495
Diese Berechnung hat das kantonale Gericht unter Hinweis auf die Rechtsprechung des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts (BGE 112 V 226 Erw. 2d sowie Urteil B. vom 16. Januar 2002 [C 263/01]) korrigiert, indem es f�r die angebrochenen Kalendermonate (vgl. zu diesem Begriff BGE 121 V 171 Erw. 2c/bb am Ende) August und Dezember 1999 sowie Juni 2000 zus�tzliche Beitragszeiten entsprechend dem Lohnzuschlag von 8, BGE 121 V 33 % als Abgeltung f�r den Ferienanspruch ber�cksichtigte. Daraus resultieren weitere 0,159 Beitragsmonate (0,0833 x [0,793 (August 1999) + 0,606 (Dezember 1999) + 0,513 (Juni 2000)]). Dies ergibt insgesamt eine Beitragszeit von 12,072 Monaten, somit mehr als die vom Gesetz geforderten zw�lf Monate (Art. 13 Abs. 1 Satz 2 AVIG).
Die Aufsichtsbeh�rde bringt vor, die vorinstanzliche Umrechnung der Ferienentsch�digung in Beitragszeit habe eine Besserstellung derjenigen Arbeitnehmer zur Folge, die im Stundenlohn angestellt seien. Das sei mit dem Gesetz nicht vereinbar. Die vom kantonalen Gericht angewendete Rechtsprechung sei nicht (mehr) richtig. BGE 112 V 226 sei noch unter altem Recht ergangen, als die Nichtanrechenbarkeit des durch die Ferienentsch�digung gedeckten Arbeitsausfalles gegolten habe (vgl. Art. 11 Abs. 4 AVIG in der bis 31. Dezember 1991 g�ltig gewesenen Fassung sowie nachstehende Erw. 4.2.2).
4. 4.1 Sprechen keine entscheidenden Gr�nde zu Gunsten einer Praxis�nderung, ist die bisherige Praxis beizubehalten. Gegen�ber dem Postulat der Rechtssicherheit l�sst sich eine Praxis�nderung grunds�tzlich nur begr�nden, wenn die neue L�sung besserer Erkenntnis der ratio legis, ver�nderten �usseren Verh�ltnissen oder gewandelten Rechtsanschauungen entspricht. Nach der Rechtsprechung ist eine bisherige Praxis zu �ndern, wenn sie als unrichtig erkannt oder wenn deren Versch�rfung wegen ver�nderter Verh�ltnisse oder zufolge zunehmender Missbr�uche f�r zweckm�ssig gehalten wird (BGE 127 V 273 Erw. 4a, BGE 124 V 355 Erw. 3a, BGE 126 V 40 Erw. 5a; zu Art. 4 Abs. 1 aBV ergangene, weiterhin geltende Rechtsprechung: BGE 125 I 471 Erw. 4a, BGE 124 V 124 Erw. 6a, BGE 124 V 387 Erw. 4c, je mit Hinweisen).
4.2 4.2.1 In BGE 112 V 226 Erw. 2d �usserte sich das Eidgen�ssische Versicherungsgericht zur Bedeutung der Abgeltung des Ferienanspruchs in Form eines Zuschlages zum Stunden- oder Monatslohn BGE 130 V 492 S. 496f�r den versicherten Verdienst (Art. 23 Abs. 1 AVIG), die Beitragszeit (Art. 13 Abs. 1 AVIG) sowie den anrechenbaren Arbeitsausfall (Art. 11 Abs. 4 AVIG). Es best�tigte die Rechtsprechung gem�ss BGE 111 V 249 Erw. 3b, wonach die Ferienentsch�digung Bestandteil des versicherten Verdienstes bildet. Bezug nehmend auf Art. 11 Abs. 3 AVIV sodann f�hrte das Eidgen�ssische Versicherungsgericht aus, dass im Anwendungsfall zu ermitteln ist, auf welchen Betrag sich die Ferienentsch�digung in Franken beziffert und wie viele Ferientage oder -wochen damit abgegolten werden. Durch die Zahl der abgegoltenen Ferientage erh�ht sich einerseits unter anderm die anzurechnende Beitragszeit. Anderseits ist nach der Beendigung eines Arbeitsverh�ltnisses der Arbeitsausfall - unter Vorbehalt von Art. 9 AVIV - f�r jene Tage nicht anrechenbar, die bereits durch die Ferienentsch�digung abgegolten sind.
4.2.2 In BGE 121 V 165 hielt das Eidgen�ssische Versicherungsgericht fest, dass gem�ss Art. 11 Abs. 3 AVIV und BGE 112 V 226 Erw. 2d f�r alle angebrochenen Kalendermonate nach Art. 11 Abs. 2 AVIV die im Lohn enthaltene Ferienentsch�digung in entsprechende Beitragszeit um- und anzurechnen sei (BGE 121 V 169 oben und 175 Erw. 4c/dd).
4.2.3 Im nicht ver�ffentlichten Urteil B. vom 29. Mai 1996 (C 251/95) stellte das Eidgen�ssische Versicherungsgericht fest, dass der im Rahmen der Teilrevision vom 5. Oktober 1990 neu gefasste Art. 11 Abs. 4 AVIG - entgegen GERHARDS (Kommentar zum Arbeitslosenversicherungsgesetz [AVIG], Bd. III, S. 1175 N 9 zu Art. 11 IV) - nichts an der Rechtsprechung gem�ss BGE 112 V 226 Erw. 2d betreffend die Umrechnung von Ferienentsch�digung in Ferientage und deren Anrechnung als zus�tzliche Beitragszeit im Sinne von Art. 13 Abs. 1 AVIG ge�ndert habe. Nach der seit 1. Januar 1992 geltenden Regelung besteht grunds�tzlich Anspruch auf ungek�rzte Anrechenbarkeit des Arbeitsausfalles, auch wenn der Versicherte bei der Beendigung seines Arbeitsverh�ltnisses eine Ferienentsch�digung bezogen hat oder eine solche in seinem Lohn eingeschlossen war. Fr�her galt das Umgekehrte, d.h. grunds�tzliche Anrechenbarkeit der w�hrend des Arbeitsverh�ltnisses nicht bezogenen Ferien. Mit anderen Worten musste der arbeitslos gewordene Versicherte zuerst seinen Ferienanspruch aussch�pfen, und zwar unmittelbar im Anschluss an das beendete Arbeitsverh�ltnis, bevor er Arbeitslosenentsch�digung beanspruchen konnte (vgl. ARV 1988 Nr. 7 S. 80). BGE 130 V 492 S. 497
4.2.4 In BGE 123 V 70 �nderte das Eidgen�ssische Versicherungsgericht seine Rechtsprechung gem�ss BGE 111 V 249 Erw. 3b dahin gehend, dass im Falle der Abgeltung des Ferienanspruchs in Form eines Lohnzuschlages resp. bei "Verzicht auf den Realbezug" die Ferienentsch�digung nicht zum versicherten Verdienst nach Art. 23 Abs. 1 AVIG geh�rt. Zur Begr�ndung f�hrte das Gericht u.a. aus, die geltende Praxis bevorzuge Versicherte mit Lohnanspruch w�hrend den Ferien gegen�ber denjenigen, die - ob im Monats- oder im Stundenlohn entl�hnt - ihr Ferienguthaben real bez�gen. Sodann enthalte das Gesetz zur Sicherung des mit den Ferien verfolgten Erholungszwecks ein absolut zwingendes Verbot ihrer Abgeltung (Art. 329d Abs. 2 OR in Verbindung mit Art. 361 OR). Abweichungen davon lasse die Praxis nur mit �usserster Zur�ckhaltung bei unregelm�ssigem oder sehr kurzem Arbeitseinsatz zu. Vor diesem Hintergrund und unter Ber�cksichtigung des dem AVIG eigenen Grundgedankens, wonach die Arbeitslosenversicherung nur f�r eine normale �bliche Arbeitnehmert�tigkeit Versicherungsschutz bieten soll, lasse sich der Einbezug der Ferienentsch�digung in den versicherten Verdienst auch nicht damit rechtfertigen, es handle sich um massgebenden Lohn im Sinne der AHV-Gesetzgebung. Daran ankn�pfend f�hrte das Eidgen�ssische Versicherungsgericht weiter aus: "Immerhin gilt es im Falle der Ferienabgeltung mit Blick auf die anzurechnende Beitragszeit (Art. 13 Abs. 1 AVIG) - nach wie vor (vgl. BGE 112 V 226) - zu ermitteln, wie viele Ferientage oder -wochen damit verg�tet werden. Diese Umrechnung erweist sich nicht zuletzt aus Sicht des Abgeltungsverbotes als folgerichtig und dem Schutzbed�rfnis des Versicherten vollauf gen�gend, ohne dass es des direkten Einbezugs der Ferienentsch�digung in den versicherten Verdienst bed�rfte" (BGE 123 V 73 f. Erw. 5b und c).
In BGE 125 V 42 pr�zisierte das Eidgen�ssische Versicherungsgericht die Rechtsprechung in BGE 123 V 70 in dem Sinne, dass im Falle der Abgeltung des Ferienanspruchs in Form eines Lohnzuschlages die Ferienentsch�digung als versicherter Verdienst derjenigen Monate angerechnet wird, in denen Ferien, zusammenh�ngend oder an einzelnen Tagen, tats�chlich bezogen werden. "Mit BGE 123 V 70 sollte nur jenen Versicherten der Einbezug der lohnprozentualen Entsch�digung in den versicherten Verdienst versagt werden, die �berhaupt nicht freinehmen, sondern ohne freie Tage ein volles Arbeitspensum erf�llen" (BGE 125 V 49 Erw. 6c). Im BGE 130 V 492 S. 498konkret zu beurteilenden Fall hatte die am Recht stehende Versicherte w�hrend der Dauer des Arbeitsverh�ltnisses insgesamt mehr freie Tage bezogen, als mit der Ferienentsch�digung von 8,33 Lohnprozenten gedeckt waren. Dementsprechend war der zus�tzlich zum Grundlohn ausbezahlte Zuschlag zur Abgeltung des Ferienanspruchs ohne weiteres in den versicherten Verdienst einzubeziehen (BGE 125 V 49 f. Erw. 6d und 8).
4.2.5 In den Urteilen H. vom 17. November 2000 (C 349/99) und B. vom 16. Januar 2002 (C 263/01) ber�cksichtigte das Eidgen�ssische Versicherungsgericht unter Hinweis auf Art. 11 Abs. 3 AVIV sowie BGE 123 V 74 Erw. 5c und BGE 112 V 226 Erw. 2d f�r die angebrochenen Kalendermonate zus�tzliche Beitragszeiten entsprechend dem Lohnzuschlag von 8, BGE 112 V 33 % zur Abgeltung des Ferienanspruchs.
4.3 4.3.1 Art. 11 Abs. 3 AVIV, auf welchen in BGE 112 V 226 Erw. 2d und weiteren der erw�hnten Pr�judizien Bezug genommen wird, regelt den Fall, wo der oder die Versicherte w�hrend der Dauer des Arbeitsverh�ltnisses tats�chlich Ferien bezog (ARV 2001 Nr. 16 S. 156 Erw. 1b, 2000 Nr. 17 S. 87 Erw. 2b sowie THOMAS NUSSBAUMER, Arbeitslosenversicherung, in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], Soziale Sicherheit, Rz 172). Ob w�hrend dieser arbeitsfreien Zeit der Lohn weiterhin ausbezahlt wurde oder die Abgeltung in Form eines Zuschlages zum (Grund-)Lohn erfolgte, ist ohne Belang. Es kann sich insofern nach der Logik des Gesetzes unter dem Gesichtspunkt der Gleichbehandlung der Versicherten nicht anders verhalten als beim versicherten Verdienst (vgl. BGE 125 V 48 Erw. 5b; Erw. 4.2.4 zweiter Abschnitt). Fehlt es am Merkmal des realen Bezugs von Ferien, kann Art. 11 Abs. 3 AVIV somit nicht, zumindest nicht unmittelbar zur Anwendung gelangen. Und durch Auszahlung einer Entsch�digung f�r effektiv nicht bezogene Ferien kann grunds�tzlich keine Beitragszeit entstehen (ARV 2000 Nr. 17 S. 87 Erw. 2b; NUSSBAUMER, a.a.O., S. 68 FN 349).
4.3.2 Im Weitern kann die mit BGE 112 V 226 Erw. 2d begr�ndete und seither mehrmals best�tigte Rechtsprechung lediglich Sachverhalte betreffen, wo w�hrend des oder der in Frage stehenden Arbeitsverh�ltnisse keine Betriebsferien waren und der oder die Versicherte an keinem betriebs�blichen Arbeitstag besch�ftigungsfrei war. Auf Grund der Bedeutung der formalen Dauer des Arbeitsverh�ltnisses f�r die Ermittlung der Beitragszeit (BGE 125 V 45 Erw. 3c, BGE 130 V 492 S. 499
BGE 122 V 252 Erw. 3c) sodann beschr�nkt sich ihr Anwendungsbereich auf angebrochene Monate (Art. 11 Abs. 2 AVIV; vgl. BGE 125 V 47 oben, BGE 121 V 175 Erw. 4c/dd).
4.4 In BGE 123 V 74 Erw. 5c hat das Eidgen�ssische Versicherungsgericht die Umrechnung lohnprozentualer Ferienentsch�digung in Ferientage oder -wochen und deren Anrechnung als Beitragszeit im Sinne von Art. 13 Abs. 1 AVIG aus Sicht des Abgeltungsverbotes nach Art. 329d Abs. 2 OR als folgerichtig bezeichnet (vgl. Erw. 4.2.4 erster Abschnitt in fine). Nach dieser Bestimmung d�rfen Ferien w�hrend der Dauer des Arbeitsverh�ltnisses nicht durch Geldleistungen oder andere Verg�nstigungen abgegolten werden. Das Verbot ist zwingend (Art. 361 OR). Es dient der Sicherung des mit den Ferien verfolgten Erholungszweckes (BGE 118 II 137 Erw. 3b). Wo die Durchsetzung des Verbots insbesondere auf Grund der Natur des konkreten Arbeitsverh�ltnisses (u.a. unregelm�ssiger oder sehr kurzer Arbeitseinsatz) oder bei gleichzeitiger T�tigkeit f�r verschiedene Arbeitgeber mit Schwierigkeiten verbunden ist, l�sst die Praxis Ausnahmen zu, sofern f�r den Arbeitnehmer sowohl aus dem Arbeitsvertrag wie aus den Lohnabrechnungen klar ersichtlich ist, welcher Teil des Lohnes den Ferienanspruch abgelten soll (BGE 116 II 517 Erw. 4a mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts in Sachen S. vom 21. Februar 2002 [4C.301/2001] Erw. 3a).
4.4.1 Ob die Abrede der Abgeltung des Ferienanspruches in Form eines Lohnzuschlages, soweit damit zum Voraus auf den realen Bezug von Ferien w�hrend des Arbeitsverh�ltnisses verzichtet wird, im Einzelfall zul�ssig ist, kann f�r die Frage der Anrechenbarkeit der in Ferientage oder -wochen umgerechneten Ferienentsch�digung als zus�tzliche Beitragszeit nicht von Bedeutung sein.
4.4.2 Mit der Rechtsprechung (BGE 112 V 220 und seitherige Urteile) werden Versicherte, deren Ferienanspruch in Form eines Lohnzuschlages abgegolten wurde, so gestellt, wie wenn sie w�hrend der Dauer des Arbeitsverh�ltnisses im Umfang der entsch�digten Tage oder Wochen effektiv Ferien bezogen h�tten, welche ihnen im Rahmen von Art. 11 Abs. 3 AVIV als Beitragszeit nach Art. 13 Abs. 1 AVIG angerechnet werden. Diese von der Aufsichtsbeh�rde als gesetzwidrig erachtete Praxis widerspricht in zweierlei Hinsicht dem Gleichbehandlungsgebot. Zum einen benachteiligt sie alle jene Versicherten, deren Arbeitsverh�ltnisse innerhalb der Beitragsrahmenfrist lediglich volle Kalendermonate umfassten und die wegen der Art der T�tigkeit und/oder aus zeitlichen Gr�nden BGE 130 V 492 S. 500(Dringlichkeit) keine oder nicht alle Ferien beziehen konnten. Bei diesen Versicherten wird die Beitragszeit nach Art. 11 Abs. 1 AVIV ermittelt, was die Anrechnung von in welcher Form auch immer abgegoltenen nicht bezogenen Ferien zum Vornherein ausschliesst (Erw. 4.3.2). Schlechter gestellt werden zum andern Versicherte mit vereinbartem Lohnanspruch w�hrend den Ferien, welche aus von ihnen nicht zu vertretenden Gr�nden indessen effektiv keine oder nicht alle Ferien beziehen konnten. Wenn und soweit sie hief�r entsch�digt wurden, f�hrt dies nicht durch entsprechende Umrechnung in Ferientage oder -wochen zu zus�tzlichen Beitragszeiten im Sinne von Art. 13 Abs. 1 AVIG (ARV 2000 Nr. 17 S. 87 Erw. 2b; vgl. auch BGE 123 V 74 oben).
Die dargelegte ungleiche Behandlung wird dadurch akzentuiert, dass in Bezug auf die Anrechenbarkeit von Ferienentsch�digung beim versicherten Verdienst (Art. 23 Abs. 1 AVIG) nicht nach der Form der Abgeltung (einmalige Zahlung, Lohnzuschlag) differenziert und auch nicht nach den Gr�nden f�r den Nichtbezug der Ferien w�hrend der Dauer des Arbeitsverh�ltnisses gefragt wird. Gleiches liesse sich im �brigen auch f�r Art. 11 Abs. 4 AVIG sagen.
4.4.3 Aus vorstehenden Gr�nden kann an der mit BGE 112 V 226 Erw. 2d begr�ndeten Rechtsprechung nicht festgehalten werden. Mit anderen Worten rechtfertigt die Abgeltung des Ferienanspruches in Form eines Lohnzuschlages allein nicht gest�tzt auf Art. 11 Abs. 3 AVIV die Anrechnung der auf Ferientage oder -wochen umgerechneten Ferienentsch�digung als zus�tzliche Beitragszeit (in diesem Sinne schon ARV 2001 S. 154).
Dies f�hrt im vorliegenden Fall dazu, dass der Beschwerdegegner weniger als zw�lf Beitragsmonate aufweist, sodass die Anspruchsvoraussetzung der erf�llten Beitragszeit nach Art. 8 Abs. 1 lit. e AVIG und Art. 13 Abs. 1 AVIG nicht gegeben ist.
123 V 74,
125 V 45 suite... ,
125 V 49,
121 V 171,
121 V 33,
121 V 165,
121 V 169,
125 V 48,
121 V 175,
118 II 137,
Art. 23 Abs. 1 AVIG suite... ,
Art. 11 Abs. 2 AVIV,
Art. 8 Abs. 1 lit. e AVIG