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Timestamp: 2016-10-22 03:39:43
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Matched Legal Cases: ['Art. 6', 'Art. 78', 'BGE', 'Art. 9', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 9', 'in fine', 'Art. 78']

125 V 45675. Auszug aus dem Urteil vom 10. November 1999 i.S. Y. gegen Schweizerische Unfallversicherungsanstalt und Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich
Art. 6 al. 1, art. 9 al. 1 et 2 LAA: causalit� ad�quate en cas de troubles psychiques en relation avec des maladies professionnelles. La jurisprudence relative � la causalit� ad�quate en cas d'atteinte psychique cons�cutive � des accidents (ATF 115 V 133) n'est pas applicable par analogie aux troubles psychiques en relation avec des maladies professionnelles. Dans cette �ventualit�, la causalit� est ad�quate si la maladie professionnelle ou les �v�nements en relation avec celle-ci sont propres, d'apr�s le cours ordinaire des choses et l'exp�rience de la vie, � entra�ner des troubles psychiques du genre de ceux qui sont apparus. Faits � partir de page 457
A.- Der 1964 geborene Y. war seit M�rz 1990 als Rampenarbeiter und sp�ter als Hilfsb�cker in der B�ckereiabteilung des Konsumvereins X t�tig und bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen Berufs- und Nichtberufsunfall versichert. Nachdem bereits im Fr�hjahr 1992 rhinokonjunktivitische Symptome aufgetreten waren, kam es am 8. Juli 1992 nach dem Genuss eines Mohnbr�tchens zu einer anaphylaktischen Reaktion mit Husten, Schnupfen, Epiphora, Ohrenschmerzen, starker Atemnot und generalisierter Urticaria. Der Versicherte wurde notfallm�ssig in die medizinische Poliklinik des Universit�tsspitals eingeliefert, wo zus�tzlich Erbrechen und Schwindel auftraten. Nach einer intraven�sen Behandlung mit Hydrocortison und einem Antiallergicum konnte er gleichentags wieder entlassen werden. Die allergologische Abkl�rung ergab eine polyvalente Sensibilisierung vom Soforttyp auf eine Gr�serpollenmischung, auf Beifuss, Eschen, Hasel und Roggen, auf K�mmel, Erd- und Haselnuss sowie auf Sesam und Mohn. In der Folge nahm Y. seine angestammte T�tigkeit in der B�ckerei wieder auf. Am 11. November 1993 trat nach dem Genuss einer t�rkischen Mehlspeise erneut eine anaphylaktische Reaktion auf, gefolgt von rhinokonjunktivitischen Beschwerden und Atemnot. Der Versicherte kollabierte und musste erneut notfallm�ssig in das Universit�tsspital eingeliefert werden, welches er jedoch am folgenden Tag bereits wieder verlassen konnte. Allergologische Untersuchungen best�tigten die bisher bekannten Sensibilisierungen, wobei neu auch eine �berempfindlichkeit auf Mandeln und Paran�sse festgestellt wurde. Des Weitern fand sich eine leichte obstruktive Ventilationsst�rung, die als Asthma bronchiale interpretiert wurde. Zur Nachbehandlung wurde der Versicherte daher vom 27. Januar bis 9. M�rz 1994 in der Hochgebirgsklinik C. hospitalisiert, wo die bisher gestellten Diagnosen best�tigt wurden.
Am 15. September 1994 erliess die SUVA eine Verf�gung, mit welcher sie Y. der arbeitsmedizinischen Vorsorge unterstellte und ihn gem�ss Art. 78 VUV f�r alle Arbeiten mit Exposition zu Mehlen von Weizen, Roggen und Buchweizen sowie zu Mohn, Sesam und Haseln�ssen als ungeeignet erkl�rte. Da eine Aufnahme der bisherigen T�tigkeit nicht mehr in Frage kam, wurde die Stelle von der Arbeitgeberin auf Ende November 1994 gek�ndigt. Zur Abkl�rung der beruflichen M�glichkeiten weilte der Versicherte vom 2. bis 30. November 1994 in der Rehabilitationsklinik Z, wo unter anderem am 6. Dezember 1994 ein psychosomatisches Konsilium bei Dr. med. H. veranlasst wurde BGE 125 V 456 S. 458(Austrittsbericht vom 7. Dezember 1994).
Mit Verf�gung vom 4. Mai 1995 er�ffnete die SUVA dem Versicherten, sie werde ab 1. April 1995 keine weiteren Versicherungsleistungen mehr erbringen. Auf Einsprache hin holte sie die �rztliche Beurteilung des Dr. med. R. von der SUVA-Abteilung Arbeitsmedizin vom 31. Januar 1996 ein. Mit Einspracheentscheid vom 14. Februar 1996 hielt die SUVA an ihrem Standpunkt fest.
B.- Beschwerdeweise liess Y. die Zusprechung der gesetzlichen Leistungen beantragen. Das Versicherungsgericht des Kantons Z�rich sistierte das Verfahren bis zum Vorliegen eines vom Versicherten in Auftrag gegebenen Gutachtens des Dr. med. H. vom 31. Dezember 1996. Die SUVA legte der Beschwerdeantwort die psychiatrische Beurteilung des Dr. med. B. vom SUVA-�rzteteam Unfallmedizin vom 10. M�rz 1997 bei. Zusammen mit der Replik reichte der Versicherte eine erg�nzende Stellungnahme des Dr. med. H. vom 18. August 1997 ein. Das Gericht zog zudem die Akten der Invalidenversicherung bei. Mit Entscheid vom 21. Januar 1999 wies es die Beschwerde ab.
C.- Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde l�sst Y. beantragen, der vorinstanzliche Entscheid und der Einspracheentscheid seien insoweit aufzuheben, als damit festgelegt werde, dass er ab 1. April 1995 keine Versicherungsleistungen mehr beanspruchen k�nne; es seien ihm die gesetzlichen Leistungen zu erbringen.
Die SUVA verzichtet auf eine Vernehmlassung. Das Bundesamt f�r Sozialversicherung hat sich nicht vernehmen lassen.
1. Der Beschwerdef�hrer leidet unbestrittenermassen an einer Berufskrankheit nach Art. 9 UVG, welche ihm die Aus�bung der bisherigen T�tigkeit als Hilfsb�cker nicht mehr erlaubt. Hingegen ist er unter Ber�cksichtigung der Nichteignungsverf�gung der SUVA vom 15. September 1994, also wenn er keine Arbeiten mit Exposition gegen�ber Mehlen von Weizen, Roggen und Buchweizen sowie gegen�ber Mohn, Sesam und Haseln�ssen ausf�hrt, aus somatischer und allergologischer Sicht voll arbeitsf�hig. Streitig und zu pr�fen ist, ob ihm wegen psychischer Folgen der Berufskrankheit ein Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung zusteht.
3. a) Im Einspracheentscheid vom 14. Februar 1996 ging die SUVA gest�tzt auf den Bericht �ber das im Rahmen der Abkl�rungen der Rehabilitationsklinik BGE 125 V 456 S. 459Z von Dr. med. H. durchgef�hrte psychosomatische Konsilium vom 6. Dezember 1994 davon aus, der Beschwerdef�hrer leide an einer psychischen St�rung in Form einer umfassenden Angsterkrankung im Sinne spezifischer Phobien mit der Differentialdiagnose einer posttraumatischen Belastungsst�rung, f�r welche die Berufskrankheit zumindest eine Teilursache darstelle. Unter Berufung auf die Beurteilung ihres Anstaltsarztes Dr. med. B. vom 10. M�rz 1997 stellte sie im vorinstanzlichen Verfahren dann allerdings die Diagnose einer Phobie und einer damit verbundenen, auf das Einatmen schlechter Luft ausgedehnten Vermeidungshaltung in Frage und verneinte nunmehr das Vorliegen eines nat�rlichen Kausalzusammenhangs zwischen Berufskrankheit und psychischer St�rung.
b) Nach Auffassung des kantonalen Gerichts lassen sich die Fragen, ob �berhaupt noch eine psychische St�rung mit Krankheitswert und bejahendenfalls mit welcher Diagnose vorliegt, und ob eine allenfalls noch bestehende psychische Gesundheitsst�rung eine nat�rliche Folge der Berufskrankheit darstellt, infolge der divergierenden Meinungen der medizinischen Sachverst�ndigen nicht schl�ssig beantworten. Wie die unterschiedlichen Darlegungen des Dr. med. H. und des Dr. med. B. zeigten, k�nnten sowohl Argumente f�r wie auch solche gegen die Annahme eines nat�rlichen Kausalzusammenhangs vorgebracht werden. Allerdings verm�ge Dr. med. B. durch seine fundiert begr�ndete, schl�ssige und nachvollziehbare Beurteilung die Beweiskraft des Gutachtens des Dr. med. H. derart stark zu ersch�ttern, dass der nat�rliche Kausalzusammenhang zwischen Berufskrankheit beziehungsweise den anaphylaktischen Reaktionen und den geltend gemachten psychischen Gesundheitsst�rungen ernsthaft bezweifelt werden m�sse. Auf die Einholung eines weiteren Gutachtens haben die kantonalen Richter schliesslich verzichtet, weil der ad�quate Kausalzusammenhang ihrer Ansicht nach ohnehin zu verneinen sei.
4. b) Gem�ss Gutachten des Dr. med. H. vom 31. Dezember 1996 liegt die Hauptsymptomatik in einer radikal zu nennenden Vermeidungshaltung, welche der Abwehr der Angst vor der Konfrontation mit m�glichen Allergenen diene. Der Versicherte f�hle sich zu jeder Zeit bedroht, mit Allergenen in der Luft konfrontiert zu werden, und versuche diese M�glichkeit mit entsprechendem Verhalten zu vermeiden. Nach Auffassung des Experten handelt es sich dabei um eine psychische St�rung, welche er diagnostisch als spezifische Phobie beurteilt. Die massive reaktive Vermeidungshaltung wirke sich invalidisierend BGE 125 V 456 S. 460aus. F�r die Entwicklung des festgestellten Zustandsbildes stellen die beiden vom Beschwerdef�hrer durchgemachten anaphylaktischen Reaktionen nach den Darlegungen des Psychiaters mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit eine wichtige und nicht wegzudenkende Teilursache dar.
Von keiner Seite wird bestritten, dass anaphylaktische Reaktionen Angstgef�hle ausl�sen k�nnen. Wie den medizinischen Unterlagen zu entnehmen ist, hat der Beschwerdef�hrer indessen sowohl gegen�ber der t�rkisch sprechenden Psychiaterin Dr. med. E. (Arztbericht vom 22. August 1995) wie auch gegen�ber Dr. med. H. (Gutachten vom 31. Dezember 1996) erkl�rt, er habe weder anl�sslich der allergischen Reaktionen noch sp�ter Angst versp�rt. Dr. med. H. versucht den Widerspruch zwischen den Aussagen des Versicherten und seiner Beurteilung spezifischer Phobien mit einer sehr starken und erfolgreichen Vermeidungshaltung zu erkl�ren, welche Angst manifest gar nicht erst aufkommen lasse und somit durch eine hochgradige Fluchttendenz gepr�gt sei. In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird dazu ausgef�hrt, es sei eine Erfahrungstatsache, dass heftige Angstzust�nde sp�ter verdr�ngt werden. Der Versicherte habe tats�chlich ausserordentlich Angst gehabt, auch wenn er dies im Nachhinein nun verneine.
Dass der Beschwerdef�hrer im Zusammenhang mit den beiden anaphylaktischen Ereignissen Angst versp�rt hat und sp�ter nichts mehr davon weiss oder wissen will, ist durchaus denkbar. Nicht zu �berzeugen vermag dagegen, dass er, obwohl an einer spezifischen Phobie oder an einer umfassenden Angsterkrankung leidend (Bericht �ber das psychosomatische Konsilium bei Dr. med. H. vom 6. Dezember 1994), zwei Sachverst�ndigen gegen�ber erkl�rt, weder damals noch sp�ter Angst gehabt zu haben oder solche noch zu versp�ren. Abgesehen davon, dass eine (Flucht-)Tendenz kaum hochgradig sein kann, lassen sich in den Akten keine Hinweise finden, welche die Vermeidungshaltung als krankhaftes, der willentlichen Kontrolle entzogenes Verhalten erscheinen liessen. Eine nachtr�gliche richterliche Befragung des Versicherten, wie sie in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorgeschlagen wird, erg�be keine Aussage mit einem h�heren Wahrheitsgehalt als er den �usserungen gegen�ber den Dres. med. E. und H. zukommt.
Hinzu kommt, dass der Beschwerdef�hrer im Rahmen der psychotherapeutischen Behandlung von Frau Dr. med. E., welche ihm h�tte helfen sollen, allf�llige unn�tige und unbegr�ndete �ngste abzulegen, keinerlei Interesse zeigte und BGE 125 V 456 S. 461sich dermassen gleichg�ltig verhielt, dass die �rztin die Behandlung mit seinem Einverst�ndnis abbrach. �ngste sind unangenehme und teils sogar bedrohliche Gef�hle. Wer von Angstgef�hlen geplagt wird, verh�lt sich gegen�ber Hilfeleistungen daher nicht derart indifferent, wie es der Versicherte tat.
c) Dr. med. H. sieht in der ausgepr�gten Fluchttendenz und Vermeidungshaltung den "Beleg" daf�r, dass der Versicherte mit grosser Wahrscheinlichkeit mit heftiger Angst auf die beiden anaphylaktischen Reaktionen und die M�glichkeit eines Wiederauftretens reagiert hat. Sein ganzes Verhalten sei derart auff�llig, dass angenommen werden m�sse, er habe wenig M�glichkeiten und Ressourcen gehabt, auf die spezifische Bedrohung auf eine ad�quate Art zu reagieren.
Wie bereits dargetan, leuchtet nicht ein, eine spezifische Phobie und die daraus entwickelte Vermeidungshaltung auf �ngste zur�ckzuf�hren, die der Beschwerdef�hrer nach seinen eigenen Angaben gar nicht gehabt hat. Zudem ist keineswegs dargetan, dass die Vermeidungshaltung psychopathologisch ist. Dass sie weiter geht, als sie zur Vermeidung erneuter Reaktionen auf unvertr�gliche Speisen und Getr�nke notwendig ist, indem auch das Einatmen so genannt schlechter Luft zu vermeiden gesucht wird, ist kein Hinweis f�r ein pathologisches Geschehen. Viele Menschen weichen schlechten Ger�chen oder solchen, die ihnen widerw�rtig sind oder ihrer Gesundheit schaden k�nnten (wie Abgase stehender Fahrzeuge mit laufendem Motor) aus, ohne psychisch krank zu sein. Dass eine Haltung, welche die Wiederholung allergischer Reaktionen durch hiezu geeignete Stoffe zu vermeiden sucht, zweckm�ssig und geboten erscheint, bedarf keiner n�heren Begr�ndung.
d) Vermag demnach das Gutachten des Dr. med. H. nicht zu �berzeugen - wobei sich die dagegen vorgebrachten Einw�nde teils in gleicher oder vergleichbarer Weise auch in den Ausf�hrungen des SUVA-Arztes Dr. med. B. im Bericht vom 10. M�rz 1997 finden -, erscheint es als vertretbar, die Frage, ob psychische St�rungen in nat�rlich kausalem Zusammenhang mit der Berufskrankheit vorliegen, nicht weiter abzukl�ren und stattdessen zu pr�fen, ob sie allenfalls in ad�quatem Kausalzusammenhang zur Berufskrankheit stehen w�rden, wie dies bereits die Vorinstanz getan hat.
5. a) Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als ad�quate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gew�hnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von BGE 125 V 456 S. 462der Art des eingetretenen herbeizuf�hren, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als beg�nstigt erscheint (BGE 123 III 112 Erw. 3a, BGE 123 V 103 Erw. 3d, 139 Erw. 3c, BGE 122 V 416 Erw. 2a, je mit Hinweisen).
b) Die SUVA hat im Einspracheentscheid bez�glich des ad�quaten Kausalzusammenhangs auf die nach der Rechtsprechung des Eidg. Versicherungsgerichts f�r die Beurteilung psychischer Fehlentwicklungen nach Unf�llen geltenden Grunds�tze (BGE 115 V 133) verwiesen und diese als im Zusammenhang mit Berufskrankheiten analog anwendbar betrachtet. Entsprechend der Einteilung der Unf�lle ausgehend vom augenf�lligen Geschehensablauf in drei Gruppen sei von Berufskrankheiten mit banalen bzw. leichten Beschwerdebildern, solchen mit schweren Beschwerdebildern und schliesslich dem dazwischen liegenden Bereich zu unterscheiden. Das kantonale Gericht sah keine Gr�nde, die gegen eine sinngem�sse Anwendung der Rechtsprechung zur Ad�quanz psychischer Leiden nach Unf�llen auf Berufskrankheiten und ihre Folgen sprechen w�rden. Die analoge Anwendung dieser Rechtsprechung dr�nge sich seiner Ansicht nach im vorliegenden Fall umso mehr auf, als im Wesentlichen nicht die anerkannte Berufskrankheit, sondern die zwei durchgemachten anaphylaktischen Reaktionen f�r die psychischen Beschwerden verantwortlich gemacht w�rden.
Der Beschwerdef�hrer �bte im vorinstanzlichen Verfahren Kritik an der �bernahme dieser seiner Ansicht nach nur auf Unf�lle anwendbaren Praxis. Die Frage des ad�quaten Kausalzusammenhangs sei vielmehr auf Grund der allgemeinen Rechtsprechung zu beurteilen. Im vorliegenden Verfahren h�lt er zwar daran fest, dass eine analoge Anwendung der Unfallkriterien nicht zum Vornherein gegeben sei. Da eine anaphylaktische Reaktion das typische Unfallelement der Pl�tzlichkeit aufweise, k�nne er einer analogen Anwendung der Rechtsprechung bez�glich der psychischen Unfallfolgen jedoch zustimmen.
c) Lehre und Rechtsprechung lassen den sozialen Unfallversicherer f�r Sch�den nur dann einstehen, wenn diese sowohl in einem nat�rlichen wie auch in einem ad�quaten Kausalzusammenhang mit dem sch�digenden Ereignis stehen. Der Voraussetzung des ad�quaten Kausalzusammenhangs kommt dabei die Funktion einer Haftungsbegrenzung zu (BGE 123 V 102 Erw. 3b mit Hinweisen). Bei psychischen Gesundheitssch�den geht diese Beschr�nkung indessen nicht so weit, dass nur psychisch Gesunde des Schutzes der sozialen Unfallversicherung teilhaftig werden. Wie das Eidg. Versicherungsgericht in BGE 112 V 36 Erw. 3c BGE 125 V 456 S. 463in �nderung seiner Rechtsprechung erkannt und in BGE 115 V 135 Erw. 4b best�tigt hat, darf die Frage, ob ein Unfall nach dem gew�hnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet ist, eine psychische Gesundheitssch�digung herbeizuf�hren, in der sozialen Unfallversicherung nicht auf den psychisch gesunden Versicherten beschr�nkt werden. Vielmehr ist auf eine weite Bandbreite der Versicherten abzustellen. Hiezu geh�ren auch jene Versicherten, die auf Grund ihrer Veranlagung f�r psychische St�rungen anf�lliger sind und einen Unfall seelisch weniger gut verkraften als Gesunde. Die Gr�nde daf�r, dass einzelne Gruppen von Versicherten einen Unfall langsamer oder schlechter verarbeiten als andere, k�nnen z.B. in einer ung�nstigen konstitutionellen Pr�disposition oder allgemein in einem angeschlagenen Gesundheitszustand, in einer psychisch belastenden sozialen, famili�ren oder beruflichen Situation oder in der einfach strukturierten Pers�nlichkeit des Verunfallten liegen. Somit bilden im Rahmen der erw�hnten, weit gefassten Bandbreite auch solche Versicherte Bezugspersonen f�r die Ad�quanzbeurteilung, welche im Hinblick auf die erlebnism�ssige Verarbeitung eines Unfalles zu einer Gruppe mit erh�htem Risiko geh�ren, weil sie aus versicherungsm�ssiger Sicht auf einen Unfall nicht optimal reagieren. Daraus ergibt sich, dass f�r die Beurteilung der Frage, ob ein konkretes Unfallereignis als alleinige Ursache oder als Teilursache nach dem gew�hnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet ist, zu einer bestimmten psychischen Sch�digung zu f�hren, kein allzu strenger, sondern im dargelegten Sinne ein realit�tsgerechter Massstab angelegt werden muss. Umgekehrt ist das Eidg. Versicherungsgericht in BGE 123 V 98 dem Begehren entgegengetreten, bei psychischen Gesundheitssch�den auf das Erfordernis der Ad�quanz zu verzichten und die nat�rliche Kausalit�t gen�gen zu lassen, wie es in der Praxis bei singul�ren physischen Folgen �blich ist, und es hat an der Erf�llung der Voraussetzung des ad�quaten Kausalzusammenhangs festgehalten.
Ob psychische St�rungen mit einem Unfall oder einer Berufskrankheit in einem ad�quaten Kausalzusammenhang stehen, h�ngt demnach davon ab, ob der Unfall oder die Berufskrankheit unter Ber�cksichtigung der weiten Bandbreite von Versicherten, f�r welche die soziale Unfallversicherung Schutz bieten soll, nach dem gew�hnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet ist, zu solchen St�rungen zu f�hren.
d) Das Eidg. Versicherungsgericht hat die Praxis �ber die Behandlung psychischer St�rungen nach Unf�llen entwickelt, um die Vielzahl von Unf�llen mit psychischen Fehlentwicklungen einer praktikablen und rechtsgleichen Beurteilung zuzuf�hren. Diese Praxis auf Berufskrankheiten oder Geschehnisse in deren Zusammenhang anzuwenden w�re jedoch nicht sachgerecht. Zum einen w�rde damit unn�tigerweise ein schematisches Element �bernommen, das sich f�r die Einteilung von Unf�llen eignet (leichte und schwere Unf�lle sowie der dazwischen liegende Bereich), f�r Berufskrankheiten und Geschehnisse im Verlauf derselben jedoch nicht zugeschnitten ist. Zum andern lassen sich Berufskrankheiten nicht analog den Unf�llen in Gruppen pressen. Wohl ist einer anaphylaktischen Reaktion die Pl�tzlichkeit des Geschehens eigen, doch gehen ihr andere wesentliche Merkmale des Unfallbegriffes (vgl. dazu Art. 9 Abs. 1 UVV) ab. In einem in RKUV 1996 Nr. U 264 S. 285 ver�ffentlichten Urteil, in welchem psychische St�rungen im Zusammenhang mit einer Berufskrankheit zu beurteilen waren, hat das Eidg. Versicherungsgericht in Erw�gung 3b in fine zwar aufgezeigt, dass der Verwaltungsgerichtsbeschwerde selbst im Falle der Anwendung der zu psychischen Entwicklungen nach Unf�llen ergangenen Praxis kein Erfolg beschieden sein k�nnte; seiner Beurteilung hat das Gericht jedoch das allgemeine Erfordernis der Ad�quanz zu Grunde gelegt (RKUV 1996 Nr. U 264 S. 288 f.).
e) Zu pr�fen bleibt somit, ob die Berufskrankheit des Beschwerdef�hrers und die dabei durchgemachten anaphylaktischen Reaktionen nach dem gew�hnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung - unter Ber�cksichtigung der weiten Bandbreite der Versicherten, denen die soziale Unfallversicherung Schutz bieten soll - geeignet sind, psychische St�rungen von der Art, wie sie bei ihm vorliegen sollen, zu verursachen. Dies ist zu verneinen. Wer gegen�ber gewissen Stoffen allergisch reagiert und nach dem Konsum solche Substanzen enthaltender Nahrungsmittel (Genuss eines Mohnbr�tchens und einer t�rkischen Mehlspeise) anaphylaktische Reaktionen durchgemacht hat, entwickelt nach dem gew�hnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung keine Vermeidungshaltung, die so weit geht, dass er nicht nur Orte meidet, wo solche Stoffe vorkommen oder vorkommen k�nnen, sondern grunds�tzlich alle Orte, an denen er unangenehme Ger�che (schlechte Luft) vorfindet oder vermutet, und deswegen nicht arbeiten zu k�nnen glaubt.
Fehlt es somit am ad�quaten Kausalzusammenhang, hat die SUVA ihre Leistungen zu Recht eingestellt.
122 V 416 suite... ,
Art. 78 VUV,