Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BVerwGE%2034,%2090
Timestamp: 2019-10-17 04:28:27
Document Index: 279767979

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 15', '§ 15', '§ 3', '§ 15', 'Art. 3', '§ 1', '§ 6', '§ 6', '§ 1', '§ 1311', '§ 250', '§ 19', '§ 250', '§ 41', '§ 41', '§ 19', '§ 1', '§ 72', '§ 176', '§ 381', '§ 15', '§ 15', '§ 15', '§ 15', 'Art. 3', '§ 1', '§ 6', '§ 15', '§ 3', '§ 3', 'BGH']

BVerwG, 16.10.1969 - I C 20.66 - dejure.org
https://dejure.org/1969,105
BVerwG, 16.10.1969 - I C 20.66 (https://dejure.org/1969,105)
BVerwG, Entscheidung vom 16.10.1969 - I C 20.66 (https://dejure.org/1969,105)
BVerwG, Entscheidung vom 16. Januar 1969 - I C 20.66 (https://dejure.org/1969,105)
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1. StaRegG § 6 Abs. 1; BVFG § 15 Abs. 5
BVerwGE 34, 90
NJW 1970, 162
MDR 1970, 76
DÖV 1970, 65
JR 1970, 474
Es bedarf vielmehr besonderer gesetzlicher Vorschriften, die diese Feststellungswirkung anordnen (BVerwG 16. Oktober 1969 - I C 20.66 - BVerwGE 34, 90 zu § 15 BVFG aF; 11. Juli 1985 - 7 C 44/83 - BVerwGE 72, 8 zu § 3 SchwbG 1979).
Weiter ist in der Rechtsprechung geklärt, dass zu den in § 15 Abs. 5 Satz 1 BVFG a.F. genannten Behörden (sog. Betreuungsbehörden) auch die Einbürgerungsbehörden gehören, soweit sie durch gesetzliche Vorschriften zur Einbürgerung von Personen auf Grund von Vorschriften zu Gunsten von Vertriebenen oder Flüchtlingen verpflichtet sind (vgl. Urteil vom 16. Oktober 1969 - BVerwG 1 C 20.66 - BVerwGE 34, 90, 92 zu dem inzwischen durch Art. 3 § 1 des Gesetzes zur Reform des Staatsangehörigkeitsrechts vom 15. Juli 1999 aufgehobenen § 6 1. StAngRegG;… vgl. ferner Urteil vom 26. Mai 1998 - BVerwG 1 C 3.98 - a.a.O. S. 14 f. m.w.N.).
Im Hinblick auf die dargelegten Erwägungen hat das Bundesverwaltungsgericht ferner entschieden, dass die Verwaltungsgerichte im Rahmen einer auf Einbürgerung gerichteten Verpflichtungsklage in gleicher Weise an die Entscheidung der Vertriebenenbehörde gebunden sind (vgl. Urteile vom 16. Oktober 1969 - BVerwG 1 C 20.66 - a.a.O. und vom 25. Juni 1970 - BVerwG 1 C 10.69 - BVerwGE 35, 316, 317).
Abgesehen davon zeigt die Beschwerde insoweit nicht auf, daß das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 16. Oktober 1969 - BVerwG 1 C 20.66 - (Buchholz 132.0 § 6 1. StARegG Nr. 1) einen abstrakten Rechtssatz zu der von der Klägerin angenommenen Bindungswirkung der in Fällen des § 1 Abs. 3 BVFG erteilten Vertriebenenausweise enthält, von dem das Berufungsgericht abgewichen sein könnte.
Ein Vertriebenenausweis bindet, wie die Beschwerde nicht in Abrede stellt, nur hinsichtlich der in ihm als Voraussetzung der Vertriebeneneigenschaft getroffenen Feststellungen (vgl. Urteil vom 16. Oktober 1969 - BVerwG 1 C 20.66 - a.a.O.).
Wenn verschiedene Verwaltungsbehörden über den gleichen Tatbestand im Hinblick auf unterschiedliche Rechtsfolgen befinden, mag allgemein die eine Entscheidung nicht für die andere verbindlich sein (BFHE 58, 172; 58, 728; 59, 240; BVerwGE 6, 42; 15, 332, 334f.; 21, 33, 35 ff.; 34, 90, 91 f.; 35, 316, 317 f.;… BSG SozR Nrn. 7 und 9 zu § 1311 RVO;… BSGE 28, 111, 113 = SozR Nr. 6 zu § 250 RVO;… BSGE 34, 289, 291 = SozR Nr. 13 zu § 19 BVG;… BSGE 37, 135, 136 = SozR 2200 § 250 Nr. 1;… BSGE 38, 232, 233 f. = SozR 5850 § 41 Nr. 2;… BSGE 38, 236, 237 = SozR 5850 § 41 Nr. 3;… BSGE 42, 264, 266 = SozR 7350 § 19 Nr. 3;… BSGE 44, 25, 27 f. = SozR 5800 § 1 Nr. 1;… SozR 3100 § 72 Nr. 2;… SozR 2200 § 176c Nr. 3; 2200 § 381 Nr. 5).
Zur Frage, inwieweit die Kennzeichnung von Vertriebenen- und Flüchtlingsausweisen nach § 15 Abs. 4 BVFG die Bindungswirkung der Statusfeststellung nach § 15 Abs. 5 BVFG berührt (Ergänzung zum Urteil vom 16. Oktober 1969 - BVerwG I C 20.66 - [BVerwGE 34, 90]).
Mit Schreiben vom 28. Oktober 1969 hat der Senat die Beteiligten auf das Urteil vom 16. Oktober 1969 - BVerwG I C 20.66 - hingewiesen, in dem er die Bindungswirkung nach § 15 Abs. 5 Satz 1 BVFG auch für die Staatsangehörigkeitsbehörden bejaht hat.
Der erkennende Senat hat diese Auffassung mit Urteil vom 16. Oktober 1969 - BVerwG I C 20.66 - (BVerwGE 34, 90 = DÖV 1970, 65 = NJW 1970, 162) als nicht Rechtens erklärt.
Weiter ist in der Rechtsprechung geklärt, dass zu den in § 15 Abs. 5 Satz 1 BVFG a.F. genannten Behörden (sog. Betreuungsbehörden) auch die Einbürgerungsbehörden gehören, soweit sie durch gesetzliche Vorschriften zur Einbürgerung von Personen auf Grund von Vorschriften zu Gunsten von Vertriebenen oder Flüchtlingen verpflichtet sind (vgl. Urteil vom 16. Oktober 1969 - BVerwG 1 C 20.66 - BVerwGE 34, 90, 92 zu dem inzwischen durch Art. 3 § 1 des Gesetzes zur Reform des Staatsangehörigkeitsrechts vom 15. Juli 1999 <BGBl I S. 1618> aufgehobenen § 6 1. StAngRegG;… vgl. ferner Urteil vom 26. Mai 1998 - BVerwG 1 C 3.98 - a.a.O. S. 14 f. m.w.N.).
Bedenken gegen die Annahme einer solchen Feststellungswirkung bestünden dann, wenn sie aus rechtsstaatlichen Gründen ein formelles Gesetz voraussetzte (vgl. z.B. § 15 Abs. 5 des Gesetzes über die Angelegenheiten der Vertriebenen und Flüchtlinge in der Fassung vom 23. Oktober 1961 und dazu die Urteile des Bundesverwaltungsgerichts vom 16. Oktober 1969 <BVerwGE 34, 90> und vom 25. Juni 1970 <BVerwGE 35, 316>) und wenn ein solches Gesetz nicht schon darin erblickt werden könnte, daß dem Behinderten aufgrund einer unanfechtbar gewordenen Feststellung nach dem § 3 Abs. 4 SchwbG F. 1979 ein Ausweis ausgestellt wird, der nach dem § 3 Abs. 5 SchwbG F. 1979 dem Nachweis für die Inanspruchnahme von Rechten und Vergünstigungen dient.
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