Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=7%20VR%201.02
Timestamp: 2019-10-16 06:10:26
Document Index: 334265390

Matched Legal Cases: ['§ 24', '§ 8', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 16', '§ 80', '§ 80', '§ 80', '§ 80', '§ 40', '§ 80', '§ 80', '§ 80', '§ 40', '§ 80', '§ 80', '§ 80']

Rechtsprechung: 7 VR 1.02 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: BVerwG, 09.04.2003 | BVerwG, 23.07.2003
https://dejure.org/2002,1906
BVerwG, 19.12.2002 - 7 VR 1.02 (https://dejure.org/2002,1906)
BVerwG, Entscheidung vom 19.12.2002 - 7 VR 1.02 (https://dejure.org/2002,1906)
BVerwG, Entscheidung vom 19. Dezember 2002 - 7 VR 1.02 (https://dejure.org/2002,1906)
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Anfechtbarkeit; Bekanntgabe; Bekanntgabeakt; Bekanntgabewirkung; Dosenpfand; Dosenpfandgegner; Eilverfahren; Einweg; Einweg-Getränkeverpackung; Einwegverpackung; Einzelfallregelung; fingierter Verwaltungsakt; Flaschenpfand; Fristablauf; Getränkeverpackung; Hersteller; ...
Vorläufiger Rechtsschutz gegen die Rücknahmepflichten / Pfandpflichten für bestimmte Einwegverpackungen - Getränkeverpackungen zum 1. Januar 2003; Widerrufsfiktion bei Unterschreitung der Mehrwegquote
Ein solches Rechtsverhältnis besteht ausschließlich zur Beklagten als Normgeberin, die die Pflichtenregelung durch die Bekanntgabe im Bundesanzeiger ausgelöst hat und die sie wieder aufheben könnte (Beschluss vom 19. Dezember 2002 a.a.O. ).
Für eine gegen den Normgeber zu richtende "atypische Feststellungsklage" streitet auch nicht der Beschluss des erkennenden Senats vom 19. Dezember 2002 - BVerwG 7 VR 1.02 - (Buchholz 451.221 § 24 KrW-/AbfG Nr. 2).
Das Bundesverwaltungsgericht hat festgestellt, nicht einmal eine Verfolgung von Verstößen gegen die Rücknahme- und Pfandpflichten der Verpackungsverordnung als Ordnungswidrigkeit sei geeignet, zwischen Verpackungsherstellern und Einzelhandelsunternehmen einerseits sowie einem Land andererseits ein feststellungsfähiges Rechtsverhältnis zu begründen, das sich mit der Gültigkeit der Pflichtenregelung verbinde; die Pflichten der Unternehmen ergäben sich vielmehr unmittelbar aus der Verpackungsverordnung (BVerwG, Beschl. v. 19.12.2002 - 7 VR 1/02 - NWVBl 2003, 139, 141).
Geht es aber darum, dass letztlich die Rechtswirksamkeit verordnungsrechtlicher Pflichten - hier aus § 8 Abs. 1 VerpackV, für deren "Vollzug" der Beklagte übrigens mangels einer Ermessensvorschrift keinen Spielraum hätte - wegen behaupteten Verstoßes gegen höherrangiges Recht in Frage gestellt wird, "besteht das entsprechende Rechtsverhältnis", so das Bundesverwaltungsgericht ausdrücklich zur Verpackungsverordnung, "ausschließlich zu der Beigeladenen als dem Normgeber" (BVerwG, NWVBl 2003, 139, 141).
In die gleiche Richtung weisen auch die Ausführungen des Bundesverwaltungsgerichts (Beschluss vom 19.12.2002 - 7 VR 1.02 -, AbfallR 2003, 44).
Im Übrigen erscheint es nach den Ausführungen des Bundesverwaltungsgerichts (Beschluss vom 19.12.2002, a.a.O.) durchaus zweifelhaft, ob die bloße (abstrakte) Gefahr der Verfolgung von Verstößen gegen die Pfand- und Rücknahmepflichten als Ordnungswidrigkeit geeignet gewesen wäre, zwischen den Klägerinnen und dem Land als Rechtsträger der zuständigen Vollzugsbehörden ein feststellungsfähiges Rechtsverhältnis zu begründen.
Infolgedessen bestehe das entsprechende Rechtsverhältnis zu der Bundesrepublik als dem Normgeber, der die Pflichtenregelung durch die Bekanntgabe ausgelöst habe und sie wieder aufheben könne (BVerwG, Beschluss vom 19. Dezember 2002 - 7 VR 1.02 -, NWVBl 2003, 139, 141).
Der Einwand, das Bundesverwaltungsgericht habe bereits mit Beschluss vom 19.12.2002 (Az.: 7 VR 1/02) entschieden, dass ein feststellungsfähiges Rechtsverhältnis in Fällen wie diesem ausschließlich zum Bund, nicht aber zum Land bestehe, greift nicht durch.
An diesen Werten hat das Bundesverwaltungsgericht sowohl auf die Gegenvorstellungen der Klägerin zu 27) und des Prozessbevollmächtigten des beklagten Landes (Beschl. v. 12.08.2003 - 7 KSt 7.03-) als auch im Parallelverfahren des einstweiligen Rechtsschutzes (7 VR 1.02) nach Gegenvorstellung des Prozessbevollmächtigten des dortigen Antragsgegners (Beschl. v. 09.04.2003 - 7 KSt 4.03 -) festgehalten.
BVerwG, 23.07.2003 - 7 KSt 6.03, 7 VR 1.02
https://dejure.org/2003,15964
BVerwG, 23.07.2003 - 7 KSt 6.03, 7 VR 1.02 (https://dejure.org/2003,15964)
BVerwG, Entscheidung vom 23.07.2003 - 7 KSt 6.03, 7 VR 1.02 (https://dejure.org/2003,15964)
BVerwG, Entscheidung vom 23. Juli 2003 - 7 KSt 6.03, 7 VR 1.02 (https://dejure.org/2003,15964)
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Gebührenrechtliche Beurteilung einesÄnderungsantrages
VG Düsseldorf, 03.09.2019 - 15 L 1184/19
vgl. BVerwG, Beschluss vom 23. Juli 2003 - 7 KSt 6.03, 7 VR 1.02 -, AGS 2003, 456 = juris, Rn. 3 (noch zu § 40 Abs. 2 BRAGO); OVG NRW, Beschluss vom 14. Mai 2014 - 19 E 524/14.A - n.v.; BayVGH, Beschluss vom 26. Januar 2012 - 9 C 11.3040 -, juris, Rn. 12 f.; VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 8. November 2011 - 8 S 1247/11 -, AGS 2012, 17 = JZ 2012, 421 = juris, Rn. 16.
vgl. BVerwG, Beschluss vom 23. Juli 2003 - 7 KSt 6.03, 7 VR 1.02 -, AGS 2003, 456 = juris, Rn. 4 (noch zu § 40 Abs. 2 BRAGO); OVG NRW, Beschluss vom 5. März 2015 - 8 E 124/15 -, AGS 2015, 168 = juris, Rn. 5 ff. (zur Beschwerde).
OVG des Saarlandes, Beschluss vom 2.2.2016, wie vor; Bayerischer VGH, Beschluss vom 24.4.2007 - 22 M 07.40006 -, Juris, Rdnr. 3; BVerwG, Beschluss vom 23.7.2003 - 7 KST 6.03, 7 VR 1/02 -, Juris, Rdnr. 2 ff; Külpmann in Finkelnburg/Dombert/Külpmann, wie vor, Rdnr. 1196.
VGH Baden-Württemberg, 08.11.2011 - 8 S 1247/11
Zur Erstattungsfähigkeit einer Rechtsanwaltsvergütung in einem …
Ist der Rechtsanwalt in beiden Verfahren tätig, entstehen seine Gebühren für den jeweiligen Rechtszug daher bereits im Ausgangsverfahren und sind im Abänderungsverfahren nicht - nochmals - erstattungsfähig (vgl. bereits BVerwG, Beschluss vom 23.07.2003 - 7 KSt 6.03, 7 VR 1.02 - juris; BayVGH, Beschluss vom 22.04.2007 - 22 M 07.40006 - NJW 2007, 2715 m.w.N).
OVG Nordrhein-Westfalen, 13.07.2018 - 13 B 275/18
Erstattungsfähigkeit der außergerichtlichen Kosten der Vergütung des …
vgl. BVerwG, Beschluss vom 23.7.2003 - 7 KSt 6.03, 7 VR 1.02 -, juris Rn. 3 (noch zu § 40 BRAGO); VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 8.11.2011 - 8 S 1247/11 -, juris Rn. 16, m.w.N.; VG Münster, Beschluss vom 8.5.2014 - 6 L 776/13.A -, www.nrwe.de = juris, Rn. 2; VG Düsseldorf, Beschluss vom 15.8.2014 - 13 L 644/14.A -, www.nrwe.de = juris, Rn. 6; VG Minden, Beschluss vom 3.3.2015 - 10 L 926/14.A -, www.nrwe.de = juris, Rn. 4.
vgl. BVerwG, Beschluss vom 23.7.2003 - 7 KSt 6.03, 7 VR 1.02 -, a.a.O.; VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 8.11.2011 - 8 S 1247/11 -, a.a.O.; VG Düsseldorf, Beschluss vom 18.8.2014 - 13 L 644/14.A -, a.a.O.; VG Minden, Beschluss vom 3.3.2015 - 10 L 926/14.A -, a.a.O.
VG Düsseldorf, 15.08.2014 - 13 L 644/14
Erinnerung ; erfolgloses Ausgangsverfahren ; Fortbestand ; …
Seine Gebühren entstehen bereits im Ausgangsverfahren und sind im Abänderungsverfahren nicht - nochmals - erstattungsfähig, vgl. Bundesverwaltungsgericht (BVerwG), Beschluss vom 23. Juli 2003, - 7 KSt 6/03, 7 VR 1/02 -, juris, Rn 3 (noch zu § 40 BRAGO); Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg (VGH BW), Beschluss vom 8. November 2011 - 8 S 1247/11- , juris, Rn 16 m.w.N.; Verwaltungsgericht Berlin, Beschluss vom 31. Oktober 2012 - 35 KE 32.12 u.a.-, juris, Rn 5 f. m.w.N.; Verwaltungsgericht Münster, Beschluss vom 8. Mai 2014 - 6 L 776/13.A -, juris, Rn 2.
Hintergrund der Regelung des § 16 Nr. 5 RVG ist, dass der Rechtsanwalt, der bereits im Verfahren über einen Antrag auf Anordnung oder Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung tätig war, in einem Abänderungs- oder Aufhebungsverfahren nach § 80 Absatz 7 VwGO in der Regel keine besondere Einarbeitungszeit benötigt, sondern vielmehr ohne Weiteres auf seine frühere Arbeit zurückgreifen kann, mithin der Arbeitsaufwand des Rechtsanwalts bereits im früheren Verfahrensabschnitt entstanden und damit durch die bereits angefallene Gebühr abgegolten ist, vgl. BVerwG, Beschluss vom 23. Juli 2003 - 7 KSt 6/03, 7 VR 1/02-, juris, Rn 3; VGH BW, Beschluss vom 8. November 2011 - 8 S 1247/11-, juris.
Diese prozessuale Handhabung entspricht der Rechtsprechung des erkennenden Gerichtshofs (Senatsbeschl. v. 12.10.1994 - 5 S 2609/94 - UPR 1995, 55 und v. 05.10.1990 - 5 S 1828/90 - Juris; VGH Bad.-Württ., Beschl. v. 06.02.1997 - 8 S 29/97 - VBlBW NVwZ-RR 1998, 611; vgl. auch Eyermann/J. Schmidt, VwGO, 11. Aufl., § 80 Rdnr. 107 m.w.N.: vgl. auch, jedoch zur gebührenrechtlichen Einheit von Ausgangs- und Änderungsverfahren, BVerwG, Beschl. v. 23.07.2003 - 7 KSt 6.03, 7 VR 1/02 - BRAGOreport 2003, 217).
VG München, 10.03.2015 - M 24 M 15.30075
Kostenfestsetzungsverfahren im Nachgang zu einem sog. Dublin-Verfahren
Ohne Einfluss auf dieses Ergebnis bleibe auch, ob dem Abänderungsantrag nach § 80 Abs. 7 VwGO eine stattgebende oder eine ablehnende Entscheidung mit der entsprechenden Kostenfolge im Verfahren nach § 80 Abs. 5 VwGO vorausgegangen sei (vgl. im Hinblick auf die Anwendung des § 40 Abs. 2 BRAGO: BVerwG, B.v. 23.7.2003 - 7 KSt 6.03, - 7 VR 1.02 - juris).
Die Regelung beruht auf dem Grundgedanken, dass zwischen dem Abänderungsverfahren und dem vorangegangenen Verfahren nach § 80 Abs. 5 VwGO regelmäßig ein enger sachlicher und rechtlicher Zusammenhang besteht, der die Zusammenfassung der Verfahrensschritte zu einer gebührenrechtlichen Einheit rechtfertigt; unmaßgeblich ist im Hinblick auf die Bildung der gebührenrechtlichen Einheit, ob dem Abänderungsantrag eine stattgebende oder eine ablehnende Entscheidung im Verfahren des vorläufigen Rechtsschutzes vorausgegangen ist (BVerwG, B.v. 23.7.2003 - 7 KSt 6/03, 7 VR 1/02 - juris Rn. 3, 5).
OVG Sachsen, 05.10.2015 - 5 B 248/15
Eilverfahren; vorläufiger Rechtsschutz; Abänderungsverfahren; Auslegung; Datum; …
In diesem Fall bilden beide Verfahren im Hinblick auf die Gerichtsgebühren eine Einheit (…SächsOVG, Beschl. v. 10. Juli 2009 - 2 BS 369/07 -, juris Rn. 7, 8;… Hartmann, Kostengesetze, 44. Aufl. 2014, Vorbem 5.2, 5210 Rn. 2; vgl. für die Rechtsanwaltsgebühren auch: BVerwG, Beschl. v. 23. Juli 2003 - 7 KSt 6.03, 7 VR 1.02 -, juris Rn. 2 ff.).
Für die Verfahren nach § 80 Abs. 5 und nach § 80 Abs. 7 VwGO geht der Gesetzgeber typisierend davon aus, dass der Arbeitsaufwand zumeist schon im vorangegangenen Verfahrensabschnitt entstanden und durch die bereits angefallene Gebühr abgedeckt ist (vgl. für die Rechtsanwaltsgebühren: BVerwG, Beschl. v. 23. Juli 2003 a. a. O. Rn. 3).
Soweit in dem genannten Beschluss die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts vom 23. Juli 2007 in Bezug genommen wird, vgl. BVerwG, Beschluss vom 23. Juli 2003 - 7 KSt 6.03, 7 VR 1.02 - , AGS 2003, 456 (457) = juris, Rn. 3 (noch zu § 40 Abs. 2 BRAGO), steht diese der Rechtsauffassung des beschließenden Senats nicht entgegen.
VG Minden, 03.03.2015 - 10 L 926/14
Vergütung eines Rechtsanwalts in einem verwaltungsgerichtlichen …
VG Stuttgart, 29.04.2014 - A 7 K 226/14
Kostenerstattung bei unterschiedlicher Kostengrundentscheidung in Verfahren nach …
OVG Nordrhein-Westfalen, 14.05.2014 - 19 E 524/14
Kostenerstattung gegenüber dem in "derselben Angelegenheit" tätigen Rechtsanwalt …
Kostenfestsetzung im Abänderungsverfahren nach § 80 Abs. 7 VwGO
VG Münster, 08.05.2014 - 6 L 776/13
Kein erneutes Entstehen einer Verfahrensgebühr im Verfahren nach § 80 Abs. 7 VwGO
VG Karlsruhe, 01.10.2018 - A 10 K 4749/18
Gebührenanspruch eines Rechtsanwalts bei Vertretung im einstweiligen …
VG Magdeburg, 14.08.2017 - 3 E 187/17
Kostenerstattung von Rechtsanwaltsgebühren bei unterschiedlicher …
VG München, 11.09.2015 - M 17 M 15.50729
Kostenfestsetzungsbeschluss, notwendige Aufwendung, Kostenentscheidung
OVG Berlin-Brandenburg, 24.05.2019 - 3 K 32.18
Ausgangsverfahren; Abänderungsverfahren; Beschwerde; gebührenrechtliche …
VG Aachen, 16.04.2019 - 2 L 1872/18
VG Würzburg, 17.06.2019 - W 10 M 19.50493
VG Magdeburg, 19.12.2018 - 8 E 252/18
VG Minden, 13.11.2018 - 12 L 1063/18
VG Halle, 11.01.2011 - 3 B 128/10
Kostenerstattung von Rechtsanwaltsgebühren im verwaltungsgerichtlichen …
VG Bayreuth, 30.11.2015 - B 5 M 15.30571
Erinnerung gegen eine Vergütungsfestsetzung beim Abänderungsverfahren nach § 80 …
VG München, 10.09.2014 - M 11 M 14.50469
Kostenerinnerung; Abänderungsverfahren; dieselbe Angelegenheit
VG München, 12.08.2013 - M 17 M 13.30186
Kostenerinnerung; Abänderungsverfahren
VG Berlin, 31.10.2012 - 35 KE 32.12
Rechtsanwaltsvergütung - keine gesonderte Kostenerstattung für …
SG Berlin, 15.07.2005 - S 37 AS 2213/05
Grundsicherung für Arbeitsuchende - Berücksichtigung von Einkommen - Anrechnung …
VG München, 05.12.2014 - M 15 M 14.50649
Kostenfestsetzungsbeschluss, Verfahrensgebühr, Abänderungsantrag, Vollziehung