Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=L%207%20AS%20332/13%20B%20ER
Timestamp: 2020-02-26 01:11:11
Document Index: 220149403

Matched Legal Cases: ['§ 31', '§ 48', '§ 31', '§ 119', '§ 48', '§ 31', '§ 31', '§ 31', '§ 48']

LSG Niedersachsen-Bremen, 17.06.2013 - L 7 AS 332/13 B ER - dejure.org
LSG Niedersachsen-Bremen, 17.06.2013 - L 7 AS 332/13 B ER
https://dejure.org/2013,15726
LSG Niedersachsen-Bremen, 17.06.2013 - L 7 AS 332/13 B ER (https://dejure.org/2013,15726)
LSG Niedersachsen-Bremen, Entscheidung vom 17.06.2013 - L 7 AS 332/13 B ER (https://dejure.org/2013,15726)
LSG Niedersachsen-Bremen, Entscheidung vom 17. Juni 2013 - L 7 AS 332/13 B ER (https://dejure.org/2013,15726)
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Absenkung des Arbeitslosengeld II - Unzulässigkeit einer Minderung in Höhe von 60 % durch zwei Sanktionsbescheide für denselben Leistungszeitraum in Höhe von jeweils 30 % - Anforderungen an die Wirksamkeit des Angebots einer Eingliederungsmaßnahme und der ...
SG Hannover, 13.02.2013 - S 74 AS 408/13
8 1. Soweit Arbeitslosengeld II für einen bestimmten Zeitraum bereits bewilligt worden ist, bedarf es zur Umsetzung einer Sanktion nach §§ 31, 32 SGB II einer Aufhebungsverfügung nach § 48 Zehntes Buch Sozialgesetzbuch - SGB X - (ständige Rechtsprechung des Senates: Beschluss vom 12. Januar 2012 - L 7 AS 242/10 B - und vom 17. Juni 2013 - L 7 AS 332/13 B ER - sowie hier: S. Knickrehm/Hahn in: Eicher, SGB II-Kommentar, 3. Auflage 2013, § 31b Rdnr. 7).
Hierzu ist es erforderlich, dass vor Beginn der Maßnahme eine verbindliche Auskunft der Behörde erteilt wird, welche Leistungen im Einzelnen und in welcher Höhe während der Maßnahme gewährt werden bzw. welcher finanzielle Mehraufwand als Eigenleistungen vom Leistungsberechtigten aufzubringen ist (vgl. Beschluss des Senats vom 17. Juni 2013, L 7 AS 332/13 B ER, Rn. 15, juris, dort unter Hinweis auf das Sperrzeitenrecht: BSG, SozR 3-4100 § 119 Nr. 14).
Dies entspricht der ständigen Rechtsprechung des Senats, nach der es bei einer bereits erfolgten Leistungsbewilligung zur Umsetzung einer Sanktion einer Aufhebungsverfügung nach § 48 SGB X bedarf (vgl. Beschlüsse des Senats vom 11. August 2014 - L 7 AS 369/14 B ER -, vom 10. Februar 2014 - L 7 AS 1058/13 B -, vom 12. Januar 2012 - L 7 AS 242/10 B - und vom 17. Juni 2013 - L 7 AS 332/13 B ER - wie hier: S. Knickrehm/Hahn in: Eicher, SGB II-Kommentar, 3. Auflage 2013, § 31b Rn 7).
Hieran ist auch nach der zum 01.04.2011 in Kraft getretenen Neufassung der Regelung (nunmehr § 31b Abs. 1 Satz 1 SGB II) festzuhalten (str.; wie hier SG Dortmund, Beschluss vom 26.05.2014 - S 35 AS 1758/14 ER - bislang n. v.; LSG Niedersachsen-Bremen, Beschluss vom 10.02.2014 - L 7 AS 1058/13 B - juris; Hessisches LSG, Beschluss vom 03.12.2013 - L 9 AS 614/13 B ER - juris; sehr ausführlich SG Kassel, Urteil vom 28.08.2013 - S 7 AS 439/13 - juris (Berufung zugelassen); SG Kassel, Beschluss vom 27.06.2013 - S 7 AS 121/13 ER - juris; LSG Niedersachsen-Bremen, Beschluss vom 17.06.2013 - L 7 AS 332/13 B ER - juris (Rn. 11); S. Knickrehm/Hahn in: Eicher, SGB 11, 3.
ff) Soweit einzelne Landessozialgerichte in Beschlussverfahren an dem bisherigen Streitgegenstand festgehalten haben, ist den Beschlüssen eine Auseinandersetzung mit der Rechtsänderung nicht zu entnehmen (z.B. LSG NS-Bremen, Beschluss vom 17.06.2013, L 7 AS 332/13 B ER und LSG NRW, Beschluss vom 04.03.2013, L 19 AS 1688/12 B).
Mit dem Sanktionsbescheid vom 10.07.2013 wurde lediglich der Sanktionszeitraum kalendermäßig festgelegt, § 31b Abs. 1 Satz 1 SGB II. Der insofern festgestellte Wegfall des Anspruches auf Alg II ist aber im laufenden Bewilligungszeitraum verfahrensrechtlich durch eine ausdrückliche Aufhebungsverfügung nach § 48 Zehntes Buch Sozialgesetzbuch (SGB X) umzusetzen (BSG, Urteil vom 17.12.2009 - B 4 AS 30/09 R - LSG Niedersachsen-Bremen, Beschluss vom 17.06.2013 - L 7 AS 332/13 B ER -, beide zitiert nach juris).