Source: https://fpv-racing-forum.de/thread/7938-versicherungsbest%C3%A4tigung-ausreichend/?postID=141280&s=cf49709b7806dca5cfb28e8f727993a7e2942ce0
Timestamp: 2018-09-25 05:50:49
Document Index: 43088937

Matched Legal Cases: ['§106', '§43', '§106', '§43', '§113', '§24']

Versicherungsbestätigung ausreichend? - Rechtliche Themen - FPV Racing Forum - die Community für FPV Racer!
Versicherungsbestätigung ausreichend?
meine Haftpflichtversicherung (VHV mit Exklusiv) hat mir foldenes Schreiben per Email geschickt, als ich nach einem Versicherungsnachweis gefragt habe.
bei unserer Gesellschaft besteht für den vorgenannten Versicherungsnehmer Versicherungsschutz wegen Schäden, die verursacht werden durch den privaten Gebrauch von Luftfahrzeugen.
Versichert sind auch Schäden, die verursacht werden von Flugmodellen, unbemannten Ballonen und Drachen, die weder durch Motoren oder Treibsätze angetrieben werden und deren Fluggewicht 5 kg
nicht übersteigt. Des weiteren von ferngesteuerten Flugmodellen mit Motor (z.B. Modellflugzeuge, Helikopter, Quadrocopter), deren Fluggewicht max. 250 g nicht übersteigt, sowie von Kitesport-Geräten
(z.B. Kite-Drachen, -Boards, -Buggys u.ä.).
Ihr Vertrag umfasst auch den erweiterten Versicherungsschutz für Flugmodelle mit Motor:Versichert ist die gesetzliche Haftpflicht des Versicherungsnehmers wegen Schäden, die verursacht
werden durch den Besitz (Gefährdungshaftung) oder den Gebrauch (Verschuldenshaftung) von ferngesteuerten Flugmodellen mit Motor (z.B. auch Drohnen).
Vorausgesetzt, dass diese Flugmodelle ein Fluggewicht von 5 kg nicht überschreiten.Sofern Sie Fragen haben, stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.
Muss zwangsläufig die Deckungssumme in das Dokument, oder reicht das so?
5. Juni 2018, 13:24
Das würde ich mir von VHV sagen lassen, es muss nicht sein das alle Versicherer gleich ticken.
Und im Schadensfall aufs Forum berufen?
Kommt glaub nich so gut, wie offizieller Mailverkehr mit dem Versicherer.
Zu mal, zahlen will niemand, daher lieber alles schwarz auf weiss...
Laut dem §106 luftvzo muss ja bestätigt werden, das man die 750000 SZR (900000€) haben muss.
Das sowieso keiner, glaub mir das gibt im Zweifel richtig lange Diskussionen. Gerade bei <250 Gramm sehe ich da ggf. einen langen Rechtsstreit wegen der Grundsatzfrage: Flugmodell oder nicht.
Ach ich kündige VHV und Dmo und wechsel zu Haftpflichthelden.
Hi, Deine Drohnen Versicherung muss die Vorschriften für die Pflichtversicherung(LuftVG§43) erfüllen, genau das sollten die Dir erstmal bestätigen.
Aus meiner Sicht ist es ein großer Unterschied zwischen einer Drohnenpflichtversicherung und eine normalen Haftpflicht wo Drohnen mitversichert sind. Letztere Versicherung wird vermutlich bei einem Schaden bezahlen, aber aus Sicht des Luftverkehrsgesetz bist Du ohne Versicherung unterwegs...
Mit §106 luftvzo sehe ich es auch so...
also ich hab jetzt mal bei meiner Versicherung angerufen, die bieten auch einen Baustein für Drohnen, darin steht versichert sind Luftfahrzeuge mit und ohne Motor bis 5KG.
Aber mir wurde gesagt, das gilt nur für NICHT-Versicherungspflichtige Luftfahrzeuge, daher können die auch keine qualifizierte Versicherungsbestätigung ausstellen.
Ist jetzt das Produkt jetzt irreführend oder haben die bloß keine Ahnung bei der Produktgestaltung gehabt?
Das ist eine ziemlich klare Aussage die bedeutet, dass du damit NICHT im Rahmen des Luftverkehrsgesetzes versichert bist.
Die Formulierung kommt aus einem Vorschlag der GDV zur Änderung des Gesetzes:
gdv.de/de/themen/politische-po…zter-drohnen--uavs--15192
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von fishbone ( 13. Juni 2018, 11:47 )
13. Juni 2018, 13:15
Danke fishbone jetzt habe ich das endlich schwarz auf weiß, auf wenn ich eigentlich erwartet hätte dies von meiner Versicherung zu bekommen.
Versicherungen bieten also ein Produkt an, welches in der Form noch nicht Gesetzeskonform ist. Mir würde dieser Schutz also erst was bringen wenn die Vorschläge vom GDV erst in das LUFTVG einfließen. *lol* Hauptsache Verträge verkaufen auch wenn der Kunde dabei verarscht wird...
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von alabamatheo ( 13. Juni 2018, 13:44 )
Das sind noch nur Begriffe. Im Gesetz steht lediglich, dass man eine Haftpflichtversicherung braucht, die das versichert.
gesetze-im-internet.de/luftvg/__43.html
Und in den Bedingungen meiner Haftpflichtversicherung (sowie der Bescheinigung, die sie mir auf Nachfrage geschickt haben) steht "..., auch, wenn diese der Versicherungspflicht unterliegen."
Damit bin ich ziemlich sicher mit Versicherung unterwegs.
sorry, aber nein das sind nicht nur Begriffe!
Im Gesetz steht Du brauchst eine Haftpflichtversicherung die den Vorschriften einer Pflichtversicherung erfüllt
Eine ganz normale Haftpflicht ist nun mal keine Pflichtversicherung wie es das Luftvg vorschreibt. Wenn so eine Versicherung einfach nur um den Zusatz Drohne erweitert wird, ist diese dadurch nicht automatisch mit §43 konform...
Eine Pflichtversicherung muss halt paar Sachen mehr erfüllen laut §113 VVG.
Wenn aber Deine Versicherung diese Punkte erfüllt, dann bist Du natürlich komplett abgesichert, aber das machen nicht alle Versicherung wie ich schon oben erwähnt habe. Daher muss man ganz genau nachbohren bevor man sich da was ungeeignetes andrehen lässt...
Ich habe die Versicherung mittlerweile gekündigt, ist mir dann doch etwas zu "schwammig" forumliert, auf die zweite Email wurde gar nicht eingegangen. Ich hatte nachgefragt ob es das nach dem 106 luftvzo rechtlich ok ist.
Bei Haftpflichthelden gefällt mir die Selbstbeteiligung mit 150€ nicht.
"Ein paar Sachen" ist so ziemlich genau eine Sache (neben der Deckungshöhe): Sie müssen dir bestätigen, dass es eine Versicherung für die jeweilige Vorschrift ist. Und genau das tut sie doch, wenn sie wie erwähnt schreiben, dass auch versicherungspflichtige Luftfahrzeuge abgedeckt sind.
Es bedeutet, ModellFlug bis 5kg ist gemäß LuftVO mitversichert.
LuftFahrzeuge (also auch FlugModelle) sind nämlich bis 25kg nicht versicherungspflichtig.
Erst ab 25kg AUW benötigt man eine EinzelAbnahme.
Für solche Modelle wird dann auch eine LuftFahrzeugVersicherung fällig.
Sie sind einzeln registriert und quasi für sich selbst versichert.
Bis 25kg braucht nur der Pilot eine HaftPflicht, die entsprechende Schäden abdeckt.
Die meisten PHV schließen aber (wie auch hier) nur Modelle bis 5kg ein.
Diese sind aber nunmal nicht versicherungspflichtig.
Es ist nur eine irritierende Formulierung.
Anm.: RechtsBeratung ohne Gewähr.
ich kenne auch mehrere Versicherungen die drohnen mit abdecken, aber keine die fpv abdeckt.
Ist für uns also nichts ehr was für die kameragondeln.
Vielleicht gibt es ja die ein oder andere Versicherung die fpv mit abdeckt, ich kenne auch nicht alle aber es muss fpv mit drinstehen sonst sind wir nicht mit abgesichert.
Kannst Du das belegen? Kommt mir irgendwie unbekannt vor.
Sorgen braucht man sich imho nur machen, wenn FPV explizit ausgechlossen ist.
Ansonsten gilt der gesetzliche Rahmen, der FPV einschließt.
Bis 250g ohne Schild und Spotter usw...
wie sieht es den in diesem Zusammenhang aus?
Wenn ich das richtig lese, braucht nur die Funke ne CE?
haftpflichthelden.de/blog/flug…hnen-ohne-ce-kennzeichen/
Der Inhalt des Links ist für mich ein Aufreger. Die Analyse fängt gut an, wird aber dann restlos schräg. Was erwartest Du von einem Makler von Haftpflichtversicherungen? - Die lavieren sich um alles Konkrete drumherum. Da wären ja praktisch alle Selbstbau-Flächenflieger illegal. Unsinn!
Richtig in der Analyse:
Ein CE braucht man für das Inverkehrbringen/Einführen (Normalos sagen: für den Verkauf in D). Man braucht KEIN CE für den Betrieb. Dennoch muss die Anlage den gesetzlichen Bestimmungen entsprechen.
Dann wird es schräg:
Es wird darüber argumentiert, dass eine nicht zugelassene Fernsteuerung gegen die Betriebssicherheitsverordnugen verstoßen könnte. Für Hobbypiloten ist das restlos irrelevant.
Dann wird argumentiert, dass man gegen das FuAG verstoßen könnte. In dem zitierten §24 geht es aber um eine Gefährung von Menschen aufgrund der Funkanlage --> "durch dieses Gesetz geschützte Werte wie die effektive und effiziente Nutzung des Funkspektrums oder die Vermeidung funktechnischer oder elektromagnetischer Störungen gefährdet".
Das auf ein Modellflugzeug und Sender mit dieser geringen Leistung abzubilden, ist imho an den Haaren herbeigezogen. Und der Paragraph bezieht sich auf den Wirtschaftsakteur und nicht auf den Nutzer.
All diese Punkte erzeugen kein Gegenargument gegen die grundsätzliche Formulierung in den Haftpflicht Versicherungsbedingungen, dass das Luftfahrzeug den für den Betrieb (nicht Verkauf!!) nötigen gesetzlichen Bestimmungen entsprechen muss.
Wenn man der Funkanlagen Argumentation folgen will, ist die Fernsteuerung definitiv nicht das Problem. Das FlySky, FrSky, Spektrum & Graupner Zeug hat CE. Aber praktisch kein VTX hat CE.
Meine Folgerung: Bloß nix bei Haftpflichthelden abschließen.