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Timestamp: 2018-03-17 18:31:14
Document Index: 117587166

Matched Legal Cases: ['Art. 20', 'Art. 50', 'Art. 65', 'Art. 66', 'Art. 66', 'Art. 68']

8C_541/2016 09.11.2016
8C_541/2016
A.________ (Jg. 1968) bezog seit dem 1. Februar 2004 eine ganze Rente der Invalidenversicherung, welche im Jahr 2015 rückwirkend auf den 1. Juni 2007 hin revisionsweise auf eine Dreiviertelsrente herabgesetzt wurde. Bis dahin (in den letzten fünf Jahren) zu viel ausbezahlte Rentenbetreffnisse wurden in Höhe von Fr. 28'122.- zufolge Meldepflichtverletzung seitens der Versicherten mit unangefochten gebliebener Verfügung vom 20. März 2015 zurückgefordert. Am 14. Oktober 2015 verfügte die IV-Stelle des Kantons Thurgau eine Verrechnung von monatlich Fr. 500.- dieser Forderung mit der laufenden Invalidenrente.
Die gegen die Verrechnungsverfügung vom 14. Oktober 2015 erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau als Versicherungsgericht mit Entscheid vom 22. Juni 2016 ab.
A.________ lässt Beschwerde am Bundesgericht führen mit dem Begehren um ersatzlose Aufhebung des angefochtenen Entscheides vom 22. Juni 2016 und damit der dort bestätigten Verrechnungsverfügung vom 14. Oktober 2015.
Das kantonale Gericht hat die für die Beurteilung der streitigen Verrechnungsweise massgebenden gesetzlichen Bestimmungen sowie die dazu von der Rechtsprechung weiter konkretisierten Grundlagen zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen.
Aufgrund der Vorbringen der Beschwerdeführerin ist die Bestimmung des für sie geltenden betreibungsrechtlichen Existenzminimums streitig, welches für die Höhe der zulässigen monatlichen Verrechnung massgebend ist (Art. 20 Abs. 2 lit. a AHVG in Verbindung mit Art. 50 Abs. 2 IVG).
Die Parteien haben die Gerichtskosten (Art. 65 Abs. 1 und Abs. 4 lit. a BGG) nach Massgabe ihres Unterliegens zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Die Beschwerdeführerin obsiegt mit den von ihr vertretenen Standpunkten nur teilweise. Es rechtfertigt sich daher, ihr drei Viertel und der Beschwerdegegnerin einen Viertel der Gerichtskosten zu überbinden (Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG). Aufgrund des teilweisen Obsiegens steht der anwaltlich vertretenen Beschwerdeführerin eine reduzierte Parteientschädigung zu (Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG).
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Der Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Thurgau vom 22. Juni 2016 und die Verfügung der IV-Stelle des Kantons Thurgau vom 14. Oktober 2015 werden aufgehoben. Die Sache wird im Sinne der Erwägungen zu neuer Verfügung an die IV-Stelle des Kantons Thurgau zurückgewiesen. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.