Source: https://www.rechtslupe.de/stichworte/heilmittelwerbung
Timestamp: 2019-12-12 00:21:36
Document Index: 84863818

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 4', '§ 4', '§ 27', '§ 10', '§ 7', '§ 7', '§ 1', '§ 7']

Heilmittelwerbung | Rechtslupe
Schlagwort: Heilmittelwerbung
Die Wer­bung eines Augen­op­ti­kers für die kos­ten­lo­se Abga­be einer Son­nen­bril­le glei­cher Seh­stär­ke beim Kauf einer Kor­rek­tur­bril­le ist nach Ansicht des Land­ge­richts Flens­burg eine wett­be­werbs­recht­lich unzu­läs­si­ge Pro­dukt­wer­bung (§§ 3, 4 Nr. 11 UWG, § 7 Abs. 1 HWG). Gemäß § 7 Abs. 1 HWG, bei dem es sich um eine Markt­ver­hal­tens­re­ge­lung han­delt, ist es unzu­läs­sig, Zuwen­dun­gen
Die nahe­lie­gen­de Mög­lich­keit, dass sich ein Ver­brau­cher wegen einer zusätz­lich ange­bo­te­nen kos­ten­lo­sen Zweit­bril­le für das ent­spre­chen­de Ange­bot ent­schei­det, ohne zuvor zu prü­fen, ob das Ange­bot eines ande­ren Unter­neh­mens sei­nen Bedürf­nis­sen bes­ser ent­spricht, begrün­det die für die Anwen­dung des § 7 Abs. 1 Satz 1 HWG erfor­der­li­che abs­trak­te Gefahr einer unsach­li­chen Beein­flus­sung des Wer­be­adres­sa­ten.
Kli­nik mit Fahr­dienst
Ein für Pati­en­ten kos­ten­lo­ser Fahr­dienst einer Augen­kli­nik kann gegen das heil­mit­tel­recht­li­che Ver­bot von Wer­be­ga­ben ver­sto­ßen. In dem hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall betreibt die Beklag­te eine Augen­kli­nik. Der Klä­ger ist Augen­arzt und führt in sei­ner Augen­be­leg­ab­tei­lung auch sta­tio­nä­re Augen­ope­ra­tio­nen durch. Er begehrt, es der Beklag­ten zu ver­bie­ten, Pati­en­ten, die zur
Die kos­ten­lo­se Zweit­bril­le
Die Wer­bung für eine Bril­le mit dem her­vor­ge­ho­be­nen Hin­weis auf die kos­ten­lo­se Abga­be einer Zweit­bril­le kann gegen das Heil­mit­tel­wer­be­recht ver­sto­ßen. In dem jetzt vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall betreibt die Beklag­te ein Optiker­un­ter­neh­men mit zahl­rei­chen Filia­len. Sie ver­teil­te im Herbst 2010 einen Wer­be­fly­er, in dem sie eine Bril­le mit Pre­­mi­um-Ein­­stär­ken­glä­­sern zum
Das Ange­bot einer kos­ten­lo­sen Zweit­bril­le als Ein­­stär­ken- oder Son­nen­bril­le bei dem Kauf einer Bril­le mit einem Min­dest­auf­trags­wert fällt unter das Zuwen­dungs­ver­bot gem. § 7 Abs. 1 HWG, wenn die Kos­ten­lo­sig­keit der Zweit­bril­le blick­fang­mä­ßig durch die Aus­sa­ge "ZWEI FÜR EINS: Beim Kauf einer Bril­le gibt`s eine ARMA­­NI-Bril­­le – GESCHENKT" bewor­ben wird. Waren­ra­bat­te i.
Schüß­ler-Sal­ze als „sanf­te Beglei­ter in der Schwan­ger­schaft“
Die Wer­bung für Schü­ß­­ler-Sal­­ze als "sanf­te Beglei­ter in der Schwan­ger­schaft" ist unzu­läs­sig. So urteil­te jetzt das Ober­lan­des­ge­richt Hamm die in der Deut­schen Heb­am­men­zeit­schrift in Bezug auf zwei homöo­pa­thi­sche Arz­nei­mit­tel ver­öf­fent­lich­te Wer­be­aus­sa­ge „Schü­ß­­ler-Sal­­ze … Sanf­te Beglei­ter in der Schwan­ger­schaft“ als irre­füh­rend. Das Ober­lan­des­ge­richt Hamm bestä­tig­te damit eine einst­wei­li­ge Ver­fü­gung des Land­ge­richts
Wer­be­aus­sa­gen, nach denen der Auf­ent­halt in einem künst­lich mit Salz aus­ge­klei­de­ten Raum mit einer Lin­de­rung von kör­per­li­chen Beschwer­den ver­bun­den ist, sind irre­füh­rend und zu unter­las­sen. In dem beim Ober­lan­des­ge­richt Hamm rechts­hän­gi­gen Fall unter­hält die Beklag­te im Kreis Sie­gen-Wit­t­gen­stein als „Salz­grot­te“ und „Sal­z­Kraft-Werk“ bezeich­ne­te, künst­lich mit Salz aus­ge­stat­te­te Räum­lich­kei­ten. Sie bie­tet
Apo­the­ken-Wer­be­ga­ben bei rezept­pflich­ti­gen Arz­nei­mit­teln
Das Nie­der­säch­si­sche Ober­ver­wal­tungs­ge­richts hat sich in meh­re­ren Beschlüs­sen mit der Fra­ge befasst, ob und inwie­weit Die Apo­the­ker­kam­mer darf in ihrer Eigen­schaft als Auf­sichts­be­hör­de die Gewäh­rung von Ein­kaufs­gut­schei­nen und sons­ti­gen Wer­be­ga­ben ("Apo­the­ken-Taler", "Bonus-Taler") durch Apo­the­ken bei der Abga­be ver­schrei­bungs­pflich­ti­ger und damit preis­ge­bun­de­ner Arz­nei­mit­tel unter­sa­gen. Sol­che Bonus­mo­del­le sind nach Ansicht des Nie­der­säch­si­schen
Der Bun­des­ge­richts­hof hat heu­te in sechs Sachen, in denen es jeweils um die Fra­ge der Zuläs­sig­keit von Bonus­sys­te­men bei der Abga­be von ver­schrei­bungs­pflich­ti­gen Arz­nei­mit­teln ging, die Ent­schei­dun­gen ver­kün­det. Die unter dem Gesichts­punkt des Rechts­bruchs (§ 4 Nr. 11 UWG) sowie teil­wei­se auch unter dem einer unan­ge­mes­se­nen Kun­den­be­ein­flus­sung (§ 4 Nr. 1 UWG) auf
Ein Dia­ly­se­arzt darf sei­nen Pati­en­ten nicht mehr als die tat­säch­li­chen Fahrt­kos­ten "erstat­ten". Eine groß­zü­gi­ge­re "Erstattungs"-Praxis einer Dia­ly­se­pra­xis aus der Regi­on Han­no­ver unter­sag­te das Land­ge­richt Han­no­ver im Wege einer einst­wei­li­gen Ver­fü­gung. Eine "Erstat­tung", die mehr als die tat­säch­li­chen Fahrt­kos­ten beträgt, sei unlau­te­rer Wett­be­werb und ein Ver­stoß gegen die Berufs­ord­nung der Ärz­te­kam­mer
Das Lebensmittel‑, Bedarf­s­ge­gen­­stän­­de- und Fut­ter­mit­tel­ge­setz­buch ent­hält unter ande­rem auch Vor­schrif­ten für Kos­me­ti­ka. So ist es nach § 27 Abs. 1 Satz 1 LFGB ver­bo­ten, kos­me­ti­sche Mit­tel unter irre­füh­ren­der Bezeich­nung, Anga­be oder Auf­ma­chung in den Ver­kehr zu brin­gen oder für kos­me­ti­sche Mit­tel all­ge­mein oder im Ein­zel­fall mit irre­füh­ren­den Dar­stel­lun­gen oder sons­ti­gen Aus­sa­gen zu
Der blo­ße Hin­weis in der Wer­bung eines Blut­spen­de­diens­tes, dass den Spen­dern eine Auf­wands­ent­schä­di­gung gewährt wer­den kann, die sich am unmit­tel­ba­ren Auf­wand ori­en­tiert (§ 10 Satz 2 Trans­fu­si­ons­ge­setz), ver­stößt nicht gegen das Wer­be­ver­bot nach § 7 Abs. 3 HWG. Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 30. April 2009 – I ZR 117/​07
Das Aus­lo­ben und Gewäh­ren von Prä­mi­en für den Bezug von Medi­zin­pro­duk­ten stellt beim Vor­lie­gen der wei­te­ren Vor­aus­set­zun­gen des § 7 Abs. 1 HWG eine pro­dukt­be­zo­ge­ne und daher nach § 1 Abs. 1 Nr. 1a, § 7 HWG ver­bo­te­ne Wer­bung dar unab­hän­gig davon, ob die für die Gewäh­rung der Prä­mi­en erfor­der­li­chen Prä­mi­en­punk­te allein für genau benann­te