Source: http://www.jurablogs.com/2015/05/07/ag-landau-id-pfalz-verurteilt-mit-mustergueltigem-urteil-vom-31-punkt-3-2015-3-c-1445-strich-14-den-versicherungsnehmer-der-huk-coburg-nachdem-diese-vorgerichtlich-4516-euro-sachverstaendigenkosten-gekuerzt-hatte-zur-zahlung-der-von-seiner-versicherung-gekuerzten-sachverstaendigenkosten
Timestamp: 2017-01-20 08:23:53
Document Index: 362420313

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', '§ 249', '§ 313', 'BGH', 'BGH']

BlogsCaptain HUKMai 2015AG Landau i.d. Pfalz verurteilt mit mustergültigem Urteil vom 31.3.2015 – 3 C 1445/14 – den Versicherungsnehmer der HUK-COBURG, nachdem diese vorgerichtlich 45,16 € Sachverständigenkosten gekürzt hatte, zur Zahlung der von seiner Versicherung gekürzten Sachverständigenkosten.von Willi WackerHallo, sehr geehrte Leserinnen und Leser des Captain-Huk-Blogs,nachfolgend veröffentlichen wir für Euch hier und heute ein umfangreiches Urteil aus Landau in der Pfalz zu den restlichen Sachverständigenkosten gegen den VN der HUK-COBURG. Wieder war es diese in Coburg ansässige Kfz-Hafpflichtversicherung, die bei voller Haftung keinen vollen Schadensersatz geleistet hatte. Der das Schadensgutachten erstellende Sachverständige hatte bei kalkulierten Reparaturkossten von 8.308,25 € Sachverständigenkosten von 914,16 € berechnet. Bei dieser angemessenen Relation meinte die HUK-COBURG einen lächerlichen Betrag von 45,16 € kürzen zu müssen, obwohl nach der Rechtsprechung des BGH der Schädiger im Schadensersatzprozess nicht berechtigt ist, eine Preiskontrolle durchzuführen (BGH DS 2007, 144 = NJW 2007, 1450= VersR 2007, 560 = ZfS 2007, 507 ). Gleichwohl kürzt die HUK-COBURG von den berechneten 914,16 € 45,16 €. Als ob der Geschädigte diesen lächerlichen Betrag bei Erhalt der Rechnung als überteuert erkennen müsste? Sicherlich nein! Bei einer Schadenshöhe von über 8.300,– € erscheint ein Sachverständigenkostengesamtbetrag von 914,16 € als nicht zu beanstanden, und zwar auch aus der Sicht eines normalen, verständigen Geschädigten. Auf dessen Sicht kommt es an, und nicht auf die Sicht der regulierungspflichtigen HUK-COBURG, die meint, den von ihr zu erbringenden Schadensersatz aus einer selbst gefertigten Tabelle mit Namen Honorartableau festlegen zu können. Das hat das Gericht sauber herausgearbeitet und in einem – zugegebenermassen – umfangreichen Urteil festgehalten. Meiner Meinung nach handelt es sich hierbei um ein mustergültiges Urteil, bei dem § 249 BGB und seine Folgen strikt beachtet wurden. Was denkt Ihr? Gebt bitte Eure sachlichen Kommentare ab.Viele Grüße Willi WackerAktenzeichen: 3 C 1445/14Amtsgericht Landau in der PfalzIM NAMEN DES VOLKESEndurteil (abgekürzt nach § 313a Abs ...Zum vollständigen Artikel96 LeserBurhoff online Blog:Die Kleinschadensgrenze bei den Kfz-Sachverständigenkosten: 750 €65 LeserSchadenfixblog:Erstattung Schadenssachverständigen nur wenn marktüblich?103 LeserBurhoff online Blog:Sachverständigenkosten, oder: Wie werden sie erstattet?31 LeserSchadenfixblog:Erstattungsfähigkeit vorgerichtlicher Sachverständigenkosten87 LeserVerkehrsrecht Blog:LG Stuttgart: 20 % überhöhte Sachverständigenkosten für Geschädigten nicht erkennbar215 LeserVerkehrsrecht Blog:Sachverständiger lässt sich alle Schadenspositionen abtreten: nach BGH überraschend und...54 LeserVerkehrsrecht Blog:Ergänzungsgutachten bei Einwendungen des Schädigers gegen das Gutachten erforderlich101 LeserVerkehrsrecht Blog:LG Hamburg: Kosten für Teilnahme des Sachverständigen an Fahrzeug-Gegenüberstellung sin...10 verwandte ArtikelAG Landau i. d. Pfalz verurteilt mit lesenswertem Urteil vom 22.6.2015 – 3 C 196/15 – den VN der HUK-COBURG zur vollständigen Zahlung der Sachverständigenkosten, nachdem die HUK-COBURG vorgerichtlich diese nicht vollständig erstattet hatte.AG Cuxhaven verurteilt mit prima Urteil vom 22.9.2015 – 5 C 231/15 – die HUK-COBURG Allg. Vers. AG zur Zahlung restlicher, erfüllungshalber abgetretener Sachverständigenkosten.AG Otterndorf verurteilt HUK-COBURG Allgemeine Versicherung AG zur Zahlung restlicher, abgetretener Sachverständigenkosten mit Urteil vom 19.12.2014 – 2 C 267/14 -.AG Otterndorf verurteilt HUK-COBURG Haftpflichtunterstützungskasse zur Zahlung restlicher, abgetretener Sachverständigenkosten mit Urteil vom 20.1.2015 – 2 C 407/14 -.Amtsrichter des AG Alsfeld erurteilt HUK-COBURG Allgemeine Versicherung AG zur Zahlung restlicher, abgetretener Sachverständigenkosten mit Urteil vom 29.1.2015 – 30 C 603/14 (73) -.Richter des AG Norderstedt verurteilt HUK-COBURG Haftpflichtunterstützungskasse zur Zahlung vorgerichtlich gekürzter, abgetretener Sachverständigenkosten nach unverschuldetem Verkehrsunfall mit Urteil vom 13.1.2015 – 46 C 13/14 -.Amtsrichterin des AG Frankfurt am Main verurteilt HUK-COBURG Haftpflichtunterstützungskasse kraftfahrender Beamter Deutschlands a.G. zur Zahlung der vorgerichtlich gekürzten Sachverständigenkosten unter Bezugnahme auf BGH VI ZR 67/06 und VI ZR 225/13 mit Urteil vom 19.11.2014 – 31 C 3196/14 (96) -.AG Ebersberg verurteilt HUK 24 AG zur Zahlung restlicher, vorgerichtlich gekürzter Sachverständigenkosten mit Urteil vom 18.12.2014 – 7 C 321/14 -.AG Zweibrücken verurteilt den bei der HUK-COBURG versicherten Unfallverursacher zur Zahlung der vonn der HUK-COBURG gekürzten Sachverständigenkosten mit Urteil vom 19.8.2015 – 1 C 82/15 -.AG Leipzig verurteilt HUK-COBURG Allg. Vers. AG. zur Zahlung restlicher, abgetretener Sachverständigenkosten mit Urteil vom 15.12.2014 – 108 C 4839/14 -.Über den ArtikelVeröffentlicht May 7, 2015 8:01am von Willi Wacker im Blog Captain HUK.Über den AutorWilli Wacker887 Artikel von Willi WackerMehr von Willi WackerThemenUrteile, Rechtsprechung, Sachverständigenkosten, Huk, Haftpflichtschaden, Huk Coburg Versicherung, Sachverständigenhonorar, Ag Landau/PfalzTäglich juristische Top-MeldundenMehr Informationen zum NewsletterTop-MeldungenWeiteres„Schumi“ verliert gegen „Superillu“von Thorsten Blaufelder / Kanzlei BlaufelderProzessbeobachtervon Fachanwalt für IT-RechtDas tut gut, oder: Unerwarteter/unerwartetes Dank/Lobvon Detlef Burhoff / Burhoff online BlogOhne Strafantrag geht es nichtvon Rechtsanwalt Kujus / Rechtsanwalt KujusOLG Karlsruhe: Urteil auch ohne Namen des Betroffenen wirksamvon Alexander Gratz / Verkehrsrecht BlogAls nächstes lesen - bislang 95 Leser:Klassische Haftungsfalle V: Prozessvergleich bei PKH-Bewilligung