Source: http://www.juraforum.de/forum/t/rechte-und-pflichten-eines-vergewaltigers-vaters.586622/2
Timestamp: 2017-03-24 10:26:32
Document Index: 148426073

Matched Legal Cases: ['§ 240', '§ 223', '§ 178', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1353', '§ 177']

Rechte und Pflichten eines Vergewaltigers/Vaters | Seite 2 - Familienrecht - JuraForum.de
Rechte und Pflichten eines Vergewaltigers/Vaters
Dieses Thema "Rechte und Pflichten eines Vergewaltigers/Vaters | Seite 2 - Familienrecht" im Forum "Familienrecht" wurde erstellt von Hinundweg, 19. März 2017 um 20:10 Uhr.
Da steht vor allem, dass deine Aussage aus Beitrag # 11 falsch ist, denn es kann kein Recht auf erzwungenen Beischlaf geben, wenn das Erzwingen seinerseits selbst unter Strafe gestellt ist.
ah ja, genau. wo ist nun das Zitat, wo du das heruas gelesen haben willst?
Lies deine eigene Quelle.
Das habe ich. Und im Gegensatz zur dir auch verstanden. Ich warte derweil dann immer noch auf das Zitat, mit der du deine Auffassung belegen willst.
Natürlich könntest du auch ein Urteil von vor 1997 anbringen, welches deine These stützt?
Da ändert auch dein kindisches Mißbrauchen der Bewertugnsfunktion nichts daran.
Marie Larsen nahm 1 Bewertungspunkt für Ihren Post im Forenthread Rechte und Pflichten eines Vergewaltigers/Vaters weg.
Zuletzt bearbeitet: 20. März 2017 um 14:17 Uhr
Zitat von Super Bleifrei:
Da ändert auch dein kindisches Mißbrauchen der Bewertugnsfunktion nichts daran.Klicken Sie in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Du hast nichts verstanden. Aus deinem Dokument, Seite 5 aE:
Aufgrund des Tatbestandsmerkmals außerehelich war Vergewaltigung in der Ehe daher nur als Nötigung gem. § 240 StGB und ggf. als Körperverletzung gem. § 223 ff. StGB strafbar, was einen geringeren Strafrahmen zur Folge hatte.Klicken Sie in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Übrigens hast du vergessen deine eigenen Berwertungen mitsamt den darin enthaltenen Beleidigungen zu zitieren. Kann ja mal vorkommen.
Nein, hast du nicht. Das Zitat geht noch weiter: Außerdem galt als Vergewaltigung lediglich der erzwungene Beischlaf. Alle anderen erzwungenen sexuellen Handlungen fielen unter den Tatbestand der sexuellen Nötigung gem. § 178 I StGB a.F., der ebenfalls nur außereheliche Aktivitäten umfasste.Klicken Sie in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Nein, hast du nicht. Das Zitat geht noch weiter:Klicken Sie in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Genau. 1966 befand der BGH folgendes: Die Frau genügt ihren ehelichen Pflichten nicht schon damit, dass sie die Beiwohnung teilnahmslos geschehen lässt. Wenn es ihr infolge ihrer Veranlagung oder aus anderen Gründen (…) versagt bleibt, im ehelichen Verkehr Befriedigung zu finden, so fordert die Ehe von ihr doch eine Gewährung in ehelicher Zuneigung und Opferbereitschaft und verbietet es, Gleichgültigkeit oder Widerwillen zur Schau zu tragen. Denn erfahrungsgemäß vermag sich der Partner, der im ehelichen Verkehr seine natürliche und legitime Befriedigung sucht, auf die Dauer kaum jemals mit der bloßen Triebstillung zu begnügen, ohne davon berührt zu werden, was der andere dabei empfindet. (…) Deshalb muss der Partner, dem es nicht gelingt, Befriedigung im Verkehr zu finden, aber auch nicht, die Gewährung des Beischlafs als ein Opfer zu bejahen, das er den legitimen Wünschen des anderen um der Erhaltung der seelischen Gemeinschaft willen bringt, jedenfalls darauf verzichten, seine persönlichen Gefühle in verletzender Form auszusprechen.“Klicken Sie in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Zuletzt bearbeitet: 20. März 2017 um 16:20 Uhr
Was streitet ihr? Fakt ist, dass eine Vergewaltigung in der Ehe keine Vergewaltigung war.
Schauen wir in unsere Nachbarländer so ist körperliche Züchtigung an Frau und Kind ein akzeptiertes Mittel der Erziehung und wird als solches gesehen. Und auch hier ist es heute noch schwierig eine Vergewaltigung auch als solche zu bestrafen. Wenn man nicht untadeligen Rufes und halb Tod ist wird es schwierig. Hat jedoch nichts mit dem Ergebnis was daraus entstanden ist zu tun. Deshalb ist das Ergebnis und die lebenslangen "Folgen" in Form von Nachwuchs von der Tat selbst zu trennen. Unabhängig von Moralvorstellungen die nun mal unterschiedlich sind.
Genau. 1966 befand der BGH folgendes:Klicken Sie in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Es ist völlig absurd aus BGH NJW 1967 1078 und damit aus § 1353 Abs. 1 S. 2 1. Hs. BGB ein Recht des Ehemannes auf erzwungenen Beischlaf herzuleiten, vgl LK-Hörnle, StGB, 12. Auflage, § 177 Rn 2. mwN.
Ein derartiges "Recht" einen anderen Menschen zum bloßen Objekt der Triebbefriedigung herabzuwürdigen ist mit der Menschwürde nicht vereinbar und existiert nur in deiner Fantasie. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.
Ein Vergewaltiger ist nicht gleich Kinderschänder o.ä...Klicken Sie in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Nein, aber ein Schwerverbrecher bzw. Gewalttäter. Das allein dürfte doch Grund genug sein.
Was hat der Täter denn DEM KIND angetan, um ihm den Umgang mit DEM KIND zu verwehren?Klicken Sie in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Auch das Kind wird darunter leiden, dass der Vater der sich kümmert nicht der biologische Vater ist und dass die ganze Familie unter dieser Tat leidet. Möglicherweise kommen noch finanzielle Probleme hinzu, wenn der biologische Vater keinen Unterhalt zahlt.
Ich beziehe meine Frage hier auf Täter denen die Tat nachgewiesen werden konnte und die entsprechend verurteilt wurden.
Es gibt mehr als genug Vergewaltiger, die zu Hause einen äusserst liebevollen und zärtlichen Familienvater geben. Denen wird der Umgang mit dem Kind auch nicht entzogen, sogar im Knast gibt es ein Besuchsrecht, bei guter Führung auch Hafturlaub etc. , gerad um das "Familienleben" aufrecht zu erhalten.Klicken Sie in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Also ich kenne keine Frau und Mutter die sich das Ehebett noch mit einem Vergewaltiger teilt oder diesem ihre Kinder anvertraut.
Nein, es ist eben leider nicht Grund genug. Das wäre eine Art "Sippenhaft", welche es in unserem Rechtssystem nuneinmal nicht gibt. Der Erzeuger hat seinem Kind nichts getan, und trotzdem willst du dem Kind seinen Vater vorenthalten. Auch das Kind hat ein Recht auf seinen Vater, und wenn dieser Hannibal Lecter persönlich wäre - es wäre immer noch der Vater. Man kann den Fall noch krasser machen: Der Ehemann tötet die eigene Ehefrau - und ist Kraft Gesetz fortan allein sorgeberechtigt für die gemeinsamen Kinder!
In einem Fall, da der Mann dies auch noch vor den Augen der Kinder tat, sprang das Jugendamt ein, und versuchte, diesen rechtlichen Automatismus zu durchbrechen, und die Kinder statt dessen in die Obhut der Familie der getöteten zu übergeben. Ob das gelungen ist, ist mir leider nicht bekannt. Der (angehende) rechtliche Vater muss sich schon überlegen, ob er nun Vater eines Kindes, das nicht seine Gene in sich trägt, sein will, oder nicht. Es gibt hier nur ein "JA!" oder ein "NEIN!" , und kein Mischmasch! Nur in so weit Pseudo-Vater sein zu wollen, wie es nichts kostet, wird nicht funktionieren. Und ja, Kinder kosten Geld. Viel Geld. Nur bin ich der Meinung, daß sie jeden einzelnen Cent wert sind, und das vollkommen unabhängig von irgendwelchen Chromosomen. Wenn der Partner der Kindsmutter dazu nicht bereit ist, wäre der Frau wohl nahezulegen, sich Gedanken über Schwangerschaftsabbruch und/oder Trennung zu machen, da mit so einer Einstellung auf Seiten des Partners an ein funktionierendes Familienleben nicht im Traume zu denken ist. Dann kennst du offenbar nicht all zu viele Menschen. Ich kenne mehr als genug Frauen, welche sich sogar selbst regelmäßig von ihren Männern vergewaltigen lassen, und nicht im Ansatz daran denken, die ihnen von mehreren Seiten angebotenenen Hilfen anzunehmen, um sich und die gemeinsamen Kinder aus dieser Hölle zu befreien. Das Kind muss nicht all zu früh erfahren, daß es noch einen "zweiten Vater" gibt - vor allem, wenn der rechtliche Vater seine angenomme Rolle auch wirklich auslebt, und seine tendenziösen Gedanken begraben kann. Juristich hat das Kind ab einem Alter von 14 Jahren Anspruch auf Kenntnis der eigenen Abstammung. Sofern die Familie intakt ist, wird das Kind dann auch mit dieser Tatsache umgehen können. Vermutlich wird das Kind dann den Wunsch verspüren, den Erzeuger einmal kennen zu lernen - würde der Vater dem Kind diesen Wunsch ernsthaft abschlagen wollen?
Mit welcher Begründung?Klicken Sie in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Mit der Begründung, daß es dem Kindeswohl schadet, wenn das Kind Umgang mit dem Mann hat, der ein schweres Verbrechen an der Mutter begangen hat, und daß dies schwerste Loyalitätskonflikte hervorrufen würde.
Das wird sicher auch vom Alter des Kindes abhängen, wenn das Kind z.B. mit 15 sagt "Ich will Kontakt zu meinem Vater, auch wenn der mich mittels Vergewaltigung gezeugt hat", dann wird man das anders bewerten als bei einem Kind, das z.B. sechs Jahre alt ist.
In jedem solchen Fall wird es auf eine komplexe Einzelfallentscheidung hinauslaufen.
Geneugeonmmen gab es schlicht keinen Straftatbestand "Vergewaltigung in der Ehe", da die Ehefrau dem Ehemann als Teil ihrer ehelichen Pflichten sexuell gefügig zu sein hatte, egal ob sie wollte, oder nicht.Klicken Sie in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Es war nicht die "Pflicht der Ehefrau", dem Ehemann "sexuell gefügig zu sein". Der eheliche Beischlaf gehörte zu den ehelichen Pflichten beider Ehegatten.
Und der Staat zog es vor, sich nicht in die Schlafzimmer von Eheleuten einzumischen, da hier die Nachweisbarkeit der Uneinvernehmlichkeit noch schwieriger ist als eh schon, wenn an sich eine eheliche Pflicht unterstellt wird, mit dem Ehepartner Sex zu haben... Den Beischlaf zu verweigern war vor Abschaffung des Schuldprinzips ja auch ein Scheidungsgrund.
In jedem solchen Fall wird es auf eine komplexe Einzelfallentscheidung hinauslaufen.Klicken Sie in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Wie schon ausgeführt: Der Vater tötet vor den Augen des Kindes die Mutter - und hat fortan das alleinige Sorgerecht. Und da willst du etwas von Loyalitätskonflickten herleiten, wenn dem Kind erzählt wird, daß der Vater früher, vor vielen, vielen, Jahren einmal ganz, ganz böse zur Mutter gewesen sein soll? Du willst einem 15-jährigen Kind etwas von der Vergewaltigung der Mutter erzählen?
Und der Staat zog es vor, sich nicht in die Schlafzimmer von Eheleuten einzumischen, da hier die Nachweisbarkeit der Uneinvernehmlichkeit noch schwieriger ist als eh schon, wenn an sich eine eheliche Pflicht unterstellt wird, mit dem Ehepartner Sex zu haben... Den Beischlaf zu verweigern war vor Abschaffung des Schuldprinzips ja auch ein Scheidungsgrund.Klicken Sie in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Du wirdersprichst dir doch selbst. Der Ehemann fordert den Beischlaf, eine Verweigerung desselben war ein Scheidungsgrund - noch dazu war es der Frau verboten, Gleichgültigkeit oder gar Widerwillen zu zeigen, sie war vielmerh verpflichtet, sich aktiv am Beischlaf zu beteiligen. Natürlich galt das - theoretisch - auch umgekehrt, falls die Frau den Beischlaf forderte, und der Mann denselben verweigerte, aber daraus folgt nicht, daß es falsch wäre, zu sagen, daß die Frau dem Manne gefügig zu sein hatte - vor allem auch in dem Kontext, da zur gleichen Zeit (bis 1977) die Ehefrau vom Ehemann eine Erlaubnis einholen musste, um eine Arbeitsstelle annehmen zu können Wenn wir bis ins Jahr 1958 zurückgehen, dann hatte der Ehemann in unserer aktuellen, freien, aber noch ziemlich jungen Bundesrepublik das "Letztenscheidungsrecht" über alle Eheangelegenheiten (den ehelichen Beischlaf würde ich durchaus als eine "Eheangelegenheit" bezeichnen - du nicht?) , die Frau konnte noch nicht einmal ein Konto eröffnen ohne das Credo des Vaters bzw. Ehemannes. Aber im Bett, ja da galt schon immer und nur die volle und uneingeschränkte Gleichberechtigung? Aber was solls. Seien wir lieber froh, daß diese Zeiten endgültig hinter uns liegen, als daß wir uns über vergangene Zeiten streiten.
Zuletzt bearbeitet: 21. März 2017 um 14:49 Uhr
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