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Timestamp: 2016-10-28 12:26:09
Document Index: 295029348

Matched Legal Cases: ['Art. 95', 'Art. 97', 'Art. 105', 'Art. 97', 'BGE', 'in dubio', 'Art. 32', 'Art. 6', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'in dubio', 'in dubio', 'in dubio', 'in dubio', 'BGE', 'Art. 106', 'Art. 68']

X.________, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Patrick Gr�ndler,
Angriff, T�tlichkeit; willk�rliche Beweisw�rdigung,
Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Bern, 2. Strafkammer, vom 2. M�rz 2010.
Am 24./25. August 2007 veranstaltete der Motorradklub "B.________" in C.________ ein Fest. Dieses wurde am 25. August 2007 von der Gruppierung "D.________" aufgesucht. X.________, ein Mitglied der "D.________", war ebenfalls vor Ort. Es kam zu einer Schl�gerei, wobei mehrere "D.________" auf A.________ sowie auf weitere drei M�nner einschlugen. Die vier Opfer wurden leicht bis mittelschwer verletzt. A.________ erlitt eine Rippenkontusion sowie oberfl�chliche Schnittverletzungen am Hals. Bei einem weiteren Opfer, welches sich in Spitalpflege begeben musste, wurden eine Gehirnersch�tterung, eine Brustkastenprellung, mehrere Gesichtsprellungen und H�matome sowie eine kleine Trommelfellperforation diagnostiziert.
Mit Entscheid des Obergerichts des Kantons Bern vom 2. M�rz 2010 wurde X.________ zweitinstanzlich des Angriffs und der T�tlichkeit schuldig gesprochen. Das Obergericht verurteilte ihn zu einer Geldstrafe von 120 Tagess�tzen zu Fr. 50.--, bedingt vollziehbar bei einer Probezeit von 3 Jahren, sowie zu einer Busse in der H�he von Fr. 1'500.--. Es verpflichtete ihn, A.________ Schadenersatz im Umfang von Fr. 700.-- zu bezahlen.
X.________ f�hrt Beschwerde in Strafsachen. Er beantragt im Wesentlichen, der Entscheid des Obergerichts des Kantons Bern sei aufzuheben, und er sei vom Vorwurf des Angriffs und der T�tlichkeit freizusprechen. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
1.2 Die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung kann nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG; vgl. auch Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG). Offensichtlich unrichtig im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG ist die Sachverhaltsfeststellung, wenn sie willk�rlich ist (BGE 134 IV 36 E. 1.4.1 S. 39).
Ebenfalls unter dem Gesichtspunkt der Willk�r pr�ft das Bundesgericht, inwiefern das Sachgericht den Grundsatz "in dubio pro reo" als Beweisw�rdigungsregel verletzt hat. Ob dieser Grundsatz als Beweislastregel verletzt ist, pr�ft es hingegen mit freier Kognition. Diese aus der Unschuldsvermutung (Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 2 EMRK) abgeleitete Maxime wurde wiederholt dargelegt, worauf zu verweisen ist (BGE 127 I 38 E. 2a S. 40 f. mit Hinweisen).
Wird die Verletzung von Grundrechten (einschliesslich der willk�rlichen Anwendung von kantonalem Recht und Willk�r bei der Sachverhaltsfeststellung) ger�gt, gelten qualifizierte Anforderungen an die Begr�ndung. Dies pr�ft das Bundesgericht nicht von Amtes wegen, sondern nur, wenn eine solche R�ge in der Beschwerde vorgebracht und substanziiert begr�ndet worden ist. Das bedeutet, dass klar und detailliert anhand der Erw�gungen des angefochtenen Entscheids darzulegen ist, inwiefern verfassungsm�ssige Rechte verletzt worden sein sollen (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 136 I 65 E. 1.3.1 S. 68; 135 III 232 E. 1.2 S. 234; je mit Hinweisen).
1.3 Unbestritten ist, dass der Beschwerdef�hrer mit anderen Mitgliedern der "D.________" ein Fest des Motorradklubs "B.________" in C.________ aufsuchte. Es kam zu einer t�tlichen Auseinandersetzung, in der mehrere Personen verletzt wurden. Umstritten ist, ob der Beschwerdef�hrer daran mitwirkte.
Die Vorinstanz w�rdigt, teilweise unter Hinweis auf die erstinstanzlichen Erw�gungen, verschiedene Beweismittel. Sie verweist insbesondere auf die Darstellung des Beschwerdegegners 2, wonach der Beschwerdef�hrer mit anderen "D.________" im Festzelt vor ihm gestanden und ihm zweimal einen Faustschlag ins Gesicht verpasst habe. In der Folge habe er von allen Seiten Faustschl�ge und Fusstritte erhalten. Seine Aussagen sch�tzt die Vorinstanz als glaubhaft ein. Sie l�sst in ihre Beweisw�rdigung auch die Schilderungen des Beschwerdef�hrers, des Gesch�digten E.________ sowie der Auskunftsperson F.________ einfliessen. Ersterer sei bei seinen Angaben unbestimmt, stereotyp und ausweichend geblieben oder habe die Aussage verweigert. Schliesslich verweist die Vorinstanz auf die Einvernahmen der �brigen Gesch�digten sowie verschiedener Festbesucher. Sie gelangt zur �berzeugung, dass die "D.________" den gewaltt�tigen und lediglich kurze Zeit dauernden Besuch in C.________ nicht etwa spontan, sondern vielmehr geplant, straff organisiert und gezielt durchgef�hrt hatten (angefochtener Entscheid S. 6 f. und 14 ff.).
1.4.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt, die Vorinstanz gehe grunds�tzlich von seiner Schuld aus. Indem sie ausf�hre, dass er gest�tzt auf die Aussagen von E.________ als T�ter nicht ausgeschlossen werden k�nne, verkehre sie den Grundsatz "in dubio pro reo" ins Gegenteil (Beschwerde S. 6 f.). Soweit er damit sinngem�ss die Verletzung der aus dem Grundsatz "in dubio pro reo" abgeleiteten Beweislastregel geltend macht, ist sein Vorbringen unbegr�ndet. Die Vorinstanz gelangt gest�tzt auf verschiedene Beweismittel zur �berzeugung, dass er dem Beschwerdegegner 2 zwei Faustschl�ge ins Gesicht verpasst und anschliessend am Angriff gegen vier Mitglieder des Motorradklubs "B.________" teilgenommen habe. Die anl�sslich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung deponierten Aussagen von E.________ w�rden eine T�terschaft des Beschwerdef�hrers nicht ausschliessen. Damit w�rdigt die Vorinstanz die verschiedenen Beweismittel und sieht sie in den Schilderungen von E.________ keine entlastenden Umst�nde. Sie st�tzt den Schuldspruch somit nicht auf den Vorwurf, der Beschwerdef�hrer habe seine Unschuld nicht nachgewiesen. Auch geht sie nicht davon aus, der Beschwerdef�hrer habe seine Unschuld zu beweisen. Mithin �berbindet sie ihm offenkundig nicht die Beweislast.
1.4.2 Soweit der Beschwerdef�hrer seine Identifizierung durch den Beschwerdegegner 2 und E.________ beanstandet, legt er einzig dar, wie deren Aussagen seiner Auffassung nach richtigerweise zu w�rdigen gewesen w�ren. Er bringt wie bereits vor Vorinstanz vor, der Umstand, wonach beide Personen ihn kurz vor den Einvernahmen auf Grund einer Foto in einer Zeitschrift wiedererkannt h�tten, wirke konstruiert. Damit unterstellt er ihnen implizit, ihre Aussagen zumindest teilweise abgesprochen zu haben. Dieser Vorwurf ersch�pft sich in appellatorischer Kritik, welche keine Willk�r respektive keine Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo" als Beweisw�rdigungsregel darzutun vermag. Dass die Vorinstanz eine Absprache ausschliesst, ist unter Willk�rgesichtspunkten nicht zu beanstanden. Auch klammert die Vorinstanz entgegen dem Daf�rhalten des Beschwerdef�hrers die im Laufe des Verfahrens modifizierten Schilderungen von E.________ im Rahmen der Beweisw�rdigung nicht g�nzlich aus. Vielmehr h�lt sie fest, dem Beschwerdef�hrer k�nne nicht nachgewiesen werden, dass er nach den Faustschl�gen gegen den Beschwerdegegner 2 auch gegen weitere Gesch�digten t�tlich vorgegangen sei. Solches hatte E.________ in seiner ersten polizeilichen Einvernahme noch behauptet. In der Folge distanzierte er sich jedoch davon (vgl. angefochtenen Entscheid S. 15 und erstinstanzliches Urteil S. 19 f.). Die Vorinstanz ber�cksichtigt mithin dessen Aussagen zu Gunsten des Beschwerdef�hrers.
Die Vorinstanz zieht die Schilderungen des Beschwerdegegners 2 heran, wonach er dem Beschwerdef�hrer im Festzelt unmittelbar gegen�ber gestanden und von ihm zweimal einen Faustschlag erhalten habe. Auch habe F.________ best�tigt, zusammen mit dem Beschwerdef�hrer das Gel�nde betreten zu haben. Der Beschwerdef�hrer unterl�sst es, sich mit der vorinstanzlichen W�rdigung dieser Aussagen auseinanderzusetzen. Er behauptet bloss, niemand k�nne best�tigen, dass er sich tats�chlich auf dem Festgel�nde aufgehalten habe, respektive es k�nne nur belegt werden, dass er irgendwo auf dem Gel�nde erkannt worden sei. Dadurch legt er einzig seine eigene Sicht der Dinge dar und stellt er diese der W�rdigung der Vorinstanz gegen�ber, ohne zu er�rtern, inwiefern der Entscheid im Ergebnis verfassungswidrig sein sollte. Ebenso wenig vermag der Beschwerdef�hrer aufzuzeigen, dass und inwiefern das vorinstanzliche Beweisergebnis schlechterdings nicht mehr vertretbar sein sollte, indem er sinngem�ss mutmasst, die Vorinstanz sch�tze ihn wegen seiner Mitgliedschaft bei den "D.________" als unglaubw�rdig ein (Beschwerde S. 9). Sein Vorbringen �berzeugt nicht.
Der Beschwerdef�hrer vermag keine Willk�r respektive keine Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo" darzutun (vgl. dazu BGE 135 V 2 E. 1.3 S. 4 f.; 127 I 38 E. 2a S. 40 f.; je mit Hinweisen). Die Beschwerde erweist sich daher als unbegr�ndet, soweit sie den Begr�ndungsanforderungen von Art. 106 Abs. 2 BGG �berhaupt zu gen�gen vermag.
Dem Beschwerdegegner 2 ist keine Entsch�digung zuzusprechen, da ihm im bundesgerichtlichen Verfahren keine Umtriebe entstanden sind. Ebenso wenig ist dem Kanton Bern eine Entsch�digung zuzusprechen (Art. 68 Abs. 3 BGG).