Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=2013-10-08&Aktenzeichen=XI%20ZR%20401%2F12
Timestamp: 2018-09-19 17:45:14
Document Index: 29051977

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 307', '§ 1', '§ 3', '§ 307', '§ 307', '§ 307', '§ 1', '§ 3', '§ 307', '§ 35', 'BGH', 'BGH', '§ 307', '§ 1', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 2366', 'BGH', '§ 2353', '§ 2353', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 114', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 307', 'BGH', '§ 307', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 127', '§ 127', '§ 362', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 08.10.2013 - XI ZR 401/12 - dejure.org
BGB § 307 Abs. 1, Abs. 2 Nr. 1, Abs. 3 Satz 1; UKlaG § 1, § 3 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1; AGB-Sparkassen Nr. 5 Abs. 1
§ 307 Abs 1 BGB, § 307 Abs 2 Nr 1 BGB, § 307 Abs 3 S 1 BGB, § 1 UKlaG, § 3 Abs 1 S 1 Nr 1 UKlaG
Allgemeine Geschäftsbedingungen einer Sparkasse: Wirksamkeit der Klausel über die Vorlagepflicht eines Erbnachweises
Wirksamkeit einer Klausel in den AGB einer Sparkasse im Hinblick auf das Vorlegen eines Erbscheins oder ähnlicher gerichtlicher Zeugnisse bzgl. der Klärung der rechtsgeschäftlichen Berechtigung des Erben
Klauseln zu Erbnachweisen in AGB der Sparkassen unwirksam
BGG § 307 Abs. 1 Nr. 1, Abs. 21, Abs. 3 S. 1; GBO § 35; AGB-Sparkassen Nr. 5 Abs. 1
Unzulässigkeit einer generellen Erbnachweisklausel (Erbschein, Testamentsvollstreckerzeugnis o. Ä.) in AGB
Erbnachweisklausel in den AGB einer Sparkasse unwirksam
Zur Unwirksamkeit einer Klausel, welche die Bank berechtigt, nach dem Tode des Kunden zur Klärung der rechtsgeschäftlichen Berechtigung die Vorlegung eines Erbscheins, eines Testamentsvollstreckerzeugnisses oder ähnlicher gerichtlicher Zeugnisse zu verlangen
Unwirksame Erbnachweisklausel in Sparkassen-AGB
Erbnachweisklausel in den AGB einer Sparkasse für unwirksam erklärt
Eine Erbnachweisklausel vieler Sparkassen-AGB ist unwirksam
Erben geht auch ohne Erbschein
Kein genereller Anspruch auf Vorlage eines Erbscheins
Erbnachweisklausel in AGB einer Sparkasse unwirksam
Erbnachweisklausel in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen einer Sparkasse für unwirksam erklärt
Unwirksamkeit der Klauseln zu Erbnachweisen in Sparkassen-AGB
Erbnachweisklauseln in den AGB von Sparkassen sind unwirksam
Klausel einer Sparkasse zur Vorlage von Erbschein zum Nachweis von Erbrecht ist unwirksam
Ohne Erbschein keine Kohle? - Kreditinstitute dürfen von Erben verstorbener Kunden nicht zwingend einen Erbschein verlangen
Banken-AGB: Erbscheinpflicht unwirksam
Erbnachweisklausel einer Sparkasse unwirksam
Banken können Vorlage eines Erbscheins nicht verlangen
spiegel.de (Pressemeldung, 08.10.2013)
Verbraucher müssen Banken keinen Erbschein vorlegen
Sparkassenklausel zur erbrechtlichen Legitimation
Sparkassen-Klausel über Erbnachweise unzulässig - vzbv gewinnt Klage gegen Sparkasse
Unwirksame Erbnachweisklausel in AGB einer Sparkasse
Zur Unwirksamkeit einer Erbnachweisklausel in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) einer Sparkasse
BGH erklärt die Regelung in Nr. 5 Abs. 1 (Erbnachweisklausel) der Allgemeinen Geschäftsbedingungen vieler Sparkassen für unwirksam
BGH kippt Erbscheinklausel
Erbnachweisklausel in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen einer Sparkasse für unwirksam
Erbnachweis bei Banken
Banken dürfen nicht einschränkungslos einen Erbschein verlangen - Bankrecht
Unwirksamkeit von Erbnachweisklauseln in AGB von Banken - Bankrecht
Erbnachweisklauseln in allgemeinen Geschäftsbedingungen von Sparkassen und Banken
Sparkasse darf als Erbnachweis nicht den Erbschein fordern
Erbnachweisklauseln in AGB der Banken und Sparkassen unwirksam
Nachweis des Erbrechts gegenüber Bank
Erbschein nicht zwangsläufig für Zugang auf Verstorbenenkonto notwendig
Kein genereller Anspruch der Banken auf Vorlage eines Erbscheins
Erbschein als Erbenausweis - Pflicht oder entbehrlich?
Banken dürfen nicht Vorlegung eines Erbscheins verlangen
Erbnachweisklausel in den AGB einer Sparkasse ist unwirksam
AGB-SpK Nr. 5 Abs. 1; BGB § 307; UKlaG §§ 1, 3
Inhaltskontrolle von AGB-Klauseln einer Sparkasse über die Vorlage eines Erbscheins nach dem Tod eines Kunden im Verkehr mit Verbrauchern
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 08.10.2013, Az.: XI ZR 401/12 (Unwirksamkeit einer Erbnachweisklausel in Sparkassen-AG)" von RA Dr. Maximilian A. Werkmüller, LL.M., original erschienen in: ZEV 2014, 41 - 46.
Kurznachricht zu "Banken und Erbschein bzw. Testamentsvollstreckerzeugnis - Zugleich eine Anmerkung zu BGH, Urteil vom 8. Oktober 2013 - XI ZR 401/12, ZErb 2014, 25" von RA/FAErbR/FAFamR Dr. Michael Bonefeld, original erschienen in: ZErb 2014, 157 - 161.
Kurznachricht zu "Der Erbnachweis gegenüber Banken nach dem BGH-Urteil vom 8.10.2013" von Notar Prof. Dr. Christopher Keim, original erschienen in: ZEV 2014, 277 - 282.
Kurznachricht zu "Nachweis des Erbrechts gegenüber Banken" von RAin/StBin Ursula Zehentmeier, original erschienen in: NWB 2014, 3100 - 3104.
LG Dortmund, 17.02.2012 - 25 O 650/11
BGHZ 198, 250
ZIP 2013, 2194
ZIP 2013, 407
DNotZ 2014, 53
NZM 2014, 83
VersR 2014, 1379
WM 2013, 2166
DB 2013, 2618
BGH, 05.04.2016 - XI ZR 440/15
Rechtliche Stellung des Erben: Nachweis des Erbrechts gegenüber der Bank durch …
Auf eine entsprechende Regelung in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen hat sich die Beklagte nicht berufen, so dass sich die Frage nach deren Wirksamkeit nicht stellt (siehe dazu Senatsurteil vom 8. Oktober 2013 - XI ZR 401/12, BGHZ 198, 250 Rn. 30 ff.).
Daraus folgt aber nicht, dass sie einschränkungslos oder auch nur im Regelfall die Vorlegung eines Erbscheins verlangen kann (vgl. Senatsurteile vom 7. Juni 2005 - XI ZR 311/04, WM 2005, 1432, 1433 und vom 8. Oktober 2013 - XI ZR 401/12, BGHZ 198, 250 Rn. 40, jeweils mwN).
Daran, auch in klaren Erbfolgefällen allein zur Erlangung des Gutglaubensschutzes der §§ 2366, 2367 BGB regelmäßig auf einem Erbschein bestehen zu können, hat die Bank kein schutzwürdiges Interesse (vgl. Senatsurteile vom 7. Juni 2005 - XI ZR 311/04, WM 2005, 1432, 1433 und vom 8. Oktober 2013 - XI ZR 401/12, BGHZ 198, 250 Rn. 41 mwN;… Staudinger/Herzog, BGB, Neubearbeitung 2010, Einl. zu §§ 2353 - 2370 Rn. 23; Keim, ZEV 2014, 277, 280;… aA Palandt/Weidlich, BGB, 75. Aufl., § 2353 Rn. 76; Günther, NJW 2013, 3681, 3682 f.: "in der Regel Erbscheinsvorlage").
Außer Betracht zu bleiben haben Verständnismöglichkeiten, die zwar theoretisch denkbar, praktisch aber fernliegend und nicht ernstlich in Erwägung zu ziehen sind (…Senatsurteile vom 21. April 2009 - XI ZR 78/08, BGHZ 180, 257 Rn. 11…, vom 13. November 2012 - XI ZR 500/11, BGHZ 195, 298 Rn. 16, vom 8. Oktober 2013 - XI ZR 401/12, BGHZ 198, 250 Rn. 22…, vom 13. Mai 2014 - XI ZR 405/12, BGHZ 201, 168 Rn. 25 …und vom 27. Januar 2015 - XI ZR 174/13, WM 2015, 519 Rn. 12).
Ob eine Klausel danach kontrollfähig ist, ist durch Auslegung zu ermitteln (BGH WM 2013, 2166 mwN).
Die Bestimmungen des Rahmenvertrags sind Formularklauseln (…Jahn in Schimansky/Bunte/Lwowski, Bankrechts-Handbuch, 4. Aufl., § 114 Rn. 60), die der Auslegung durch das Revisionsgericht unterliegen (…vgl. Senatsurteile vom 13. November 2012 - XI ZR 500/11, BGHZ 195, 298 Rn. 15 und vom 8. Oktober 2013 - XI ZR 401/12, BGHZ 198, 250 Rn. 21).
Außer Betracht zu bleiben haben Verständnismöglichkeiten, die zwar theoretisch denkbar, praktisch aber fern liegend und nicht ernstlich in Erwägung zu ziehen sind (…Senatsurteile vom 21. April 2009 - XI ZR 78/08, BGHZ 180, 257 Rn. 11…, vom 13. November 2012 - XI ZR 500/11, BGHZ 195, 298 Rn. 16, vom 8. Oktober 2013 - XI ZR 401/12, BGHZ 198, 250 Rn. 22…, vom 13. Mai 2014 - XI ZR 405/12, BGHZ 201, 168 Rn. 25 …und vom 27. Januar 2015 - XI ZR 174/13, WM 2015, 519 Rn. 12).
Die unangemessene Benachteiligung im Sinne des § 307 Abs. 1 Satz 1 BGB wird durch den Verstoß gegen wesentliche Grundgedanken der Rechtsordnung indiziert (m.w.N. BGH, Urteil vom 08. Oktober 2013 - XI ZR 401/12, Rz 39 - juris).
§ 307 Abs. 3 Satz 1 BGB gestattet vielmehr - insbesondere bei Fehlen entsprechender gesetzlicher Normen - eine Inhaltskontrolle auch solcher Klauseln, die sich aus der Natur des Vertrags ergebende, wesentliche Rechte und Pflichten oder sonst allgemein anerkannte Rechtsgrundsätze modifizieren (vgl. BGH, Urteile vom 8. Oktober 2013 - XI ZR 401/12, BGHZ 198, 250 Rn. 20 …und vom 10. Dezember 2013 - X ZR 24/13, NJW 2014, 1168 Rn. 16).
Ob eine Klausel danach kontrollfähig ist, ist durch Auslegung zu ermitteln (BGHZ 198, 250 Rn. 21).
aa) Nr. 7 Abs. 3 Satz 1 AGB-Sparkassen, die nach den von der Revision nicht angegriffenen Feststellungen des Berufungsgerichts (…vgl. Senatsurteil vom 26. Oktober 2010 - XI ZR 562/07, WM 2010, 2307 Rn. 13) in den Vertrag zwischen der Klägerin und dem Beklagten einbezogen war, knüpft die Fiktion einer Erklärung des Kunden nach den für die Auslegung Allgemeiner Geschäftsbedingungen maßgebenden Grundsätzen (…vgl. Senatsurteile vom 13. November 2012 - XI ZR 500/11, BGHZ 195, 298 Rn. 16 und vom 8. Oktober 2013 - XI ZR 401/12, WM 2013, 2166 Rn. 22 mwN) an das Unterlassen von Einwendungen in der Form des § 127 Abs. 1 und 2 BGB bzw. - sofern, wie hier allerdings nicht, der "elektronische Kommunikationsweg" vereinbart wurde - alternativ in der Form des § 127 Abs. 3 BGB.
OLG Köln, 23.12.2013 - 2 Wx 304/13
Einziehung der erteilten beglaubigten Abschriften eines notariellen Testaments …
Eine solche Anordnung sei insbesondere im Hinblick auf die jüngste Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zu den Anforderungen an den Nachweis der Erbenstellung gegenüber Banken (Urteil vom 08.10.2013 - XI ZR 401/12) geboten.
Leistet der Schuldner an einen Nichtberechtigten, den er gutgläubig für empfangsberechtigt hält, wird er nur in den gesetzlich bestimmten, hier indes nicht einschlägigen Fällen von seiner Verpflichtung frei (…vgl. nur Palandt/Grüneberg, BGB, 73. Aufl. 2014, § 362 Rdn. 6; ebenso im Übrigen auch das von den Beteiligten zu 1. und 2. angeführte Urteil des BGH vom 08.10.2013 - XI ZR 401/12 [dort Rdn. 40]).
Das von ihnen insoweit in Bezug genommene Urteil vom 08.10.2013 - XI ZR 401/12 - betrifft die Frage, ob die Banken in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen eine Regelung treffen können, wonach die Vorlage eines Erbscheins auch dann verlangt werden kann, wenn das Erbrecht im konkreten Einzelfall auch auf andere Art nachgewiesen ist.
Außer Betracht zu bleiben haben Verständnismöglichkeiten, die zwar theoretisch denkbar, praktisch aber fernliegend und nicht ernstlich in Erwägung zu ziehen sind (…BGH Urteil vom 21.04.2009 - XI ZR 78/08, BGHZ 180, 257 Rn. 11…, vom 13. November 2012 - XI ZR 500/11, BGHZ 195, 298 Rn. 16, vom 8.10.2013 - XI ZR 401/12, BGHZ 198, 250 Rn. 22…, vom 13.05.2014 - XI ZR 405/12, BGHZ 201, 168 Rn. 25 …und vom 27.01.2015 - XI ZR 174/13, WM 2015, 519 Rn. 12).
Hinterlegung: Rechtsweg bei einem Anspruch auf Herausgabe eines hinterlegten …
LG Wuppertal, 10.09.2015 - 8 S 28/15
OLG Hamm, 21.02.2014 - 26 U 3/11
60.000 Euro Schadensersatz nach Fehlbehandlung eines Dressurpferdes
OLG München, 17.10.2017 - 31 Wx 330/17
Anmeldung des Rechtsnachfolgers in öffentliche Urkunde