Source: http://www.institut-fernblick.de/datenschutz-bewerbung/
Timestamp: 2019-05-19 22:29:59
Document Index: 23762855

Matched Legal Cases: ['§ 26', '§ 26', '§ 32', '§ 53', '§ 26', 'Art. 5', '§ 26']

Datenschutz unterschätzt – die „Bewerbung“ › Institut Fernblick
Personenbezogene Daten dürfen für Zwecke des Beschäftigungsverhältnisses erhoben werden, wenn dies für die Entscheidung über die Begründung eines Beschäftigungsverhältnisses oder nachher für dessen Durchführung und die Vertragserfüllung notwendig ist (§ 26 BDSG Abs. 1 BDSG).
Worauf müssen Sie bei Bewerbungen achten:
Die Verarbeitung personenbezogener Daten ist für Zwecke des Beschäftigungsverhältnisses (Bewerbung) zulässig, wenn sie zur Ausübung von Rechten oder zur Erfüllung rechtlicher Pflichten aus dem Arbeitsrecht, dem Recht der sozialen Sicherheit und des Sozialschutzes erforderlich ist und kein Grund zu der Annahme besteht, dass das schutzwürdige Interesse der betroffenen Person an dem Ausschluss der Verarbeitung überwiegt. Die Einwilligung muss sich dabei ausdrücklich auf diese Daten beziehen (§ 26 Abs. 3 BDSG).
Die Einholung von SCHUFA-Auskünften von Mitarbeitenden war schon nach altem Recht (§ 32 BDSG) unzulässig. SCHUFA-Daten gelten für das Beschäftigungsverhältnis als unerheblich.
Vorstrafen Register einsehen:
Eine Vorstrafe kann bei gewissen Positionen durchaus eine Rolle spielen. Es ist verständlich, dass ein Arbeitgeber nicht einen Bewerber einstellen will, der Delikte bei seinen früheren Arbeitgebern begangen hat, z.B. Diebstahl oder Unterschlagung.
Fazit: „Der Arbeitgeber darf den Stellenbewerber grundsätzlich nicht nach eingestellten strafrechtlichen Ermittlungsverfahren fragen. Eine solche unspezifizierte Frage verstößt gegen Datenschutzrecht und die Wertentscheidungen des § 53 Bundeszentralregistergesetz (BZRG).
Frühere Arbeitgeber/Referenzpersonen befragen
Informations-/Pflichten seitens des Arbeitgebers
Der Arbeitgeber hat die beschäftigte Person über den Zweck der Datenverarbeitung und über ihr Widerrufsrecht nach Artikel 7 Abs. 3 DSGVO aufzuklären (§ 26 BDSG Abs. 2 BDSG).
Das Unternehmen muss geeignete Maßnahmen ergreifen, um sicherzustellen, dass insbesondere die in Art. 5 DSGOV vorgeschriebenen Grundsätze für die Verarbeitung personenbezogener Daten eingehalten werden (§ 26 BDSG Abs. 5 BDSG).
Sollte es nicht zu einem Vertragsverhältnis kommen, müssen Sie die erhobenen Daten entsprechend ihrer Angabe im Datenschutzkonzept wieder löschen oder Sie vereinbaren schriftlich, das die Unterlagen (Bewerbung) noch einige Zeit im Unternehmen verbleiben. Hierfür muss der Bewerber jedoch schriftlich zustimmen.
Möchten Sie mehr über Datenschutz erfahren? Besuchen Sie unser Datenschutzbeauftragten Seminar. [ct_button id=”button_40″ size=”small” solid=”0″ link=”https://www.institut-fernblick.de/event/datenschutz-n/” icon=”” arrow=”1″ color=”#” css_animation=”” animation_delay=””]Datenschutz[/ct_button]
Schlagwort:Bewerbung, Datenschutz, DSGVO