Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ%20116,%2077
Timestamp: 2020-04-05 09:43:55
Document Index: 77523094

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 696', '§ 696', '§ 696', '§ 696', '§ 163', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 17', 'EuG', 'BGH', 'BGH', 'Art. 54', 'BGH', 'Art. 17', 'Art. 17', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'EuG', 'Art. 5', 'EuG', 'BGH', 'BGH', 'Art. 66', 'EuG', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 17', 'Art. 17', 'EuG', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 132', 'BGH']

BGH, 14.11.1991 - IX ZR 250/90 - dejure.org
https://dejure.org/1991,764
BGH, 14.11.1991 - IX ZR 250/90 (https://dejure.org/1991,764)
BGH, Entscheidung vom 14.11.1991 - IX ZR 250/90 (https://dejure.org/1991,764)
BGH, Entscheidung vom 14. November 1991 - IX ZR 250/90 (https://dejure.org/1991,764)
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Schriftform - Zuständigkeitsvereinbarung - Schriftliche Bestätigung - Wirksamkeit der Vereinbarung - Gerichtsstand - Gerichtsstandsabrede - Beitrittsübereinkommen - Wohnsitz in Griechenland - Darlehnsvertrag - Vereinbarung eines höheren Zinssatzes - Zinsen für das ...
BGH, 11.07.1991 - IX ZR 250/90
BGHZ 116, 77
NJW 1993, 1070
MDR 1992, 180
EuZW 1992, 123
WM 1992, 87
Rpfleger 1991, 334
Nach einer heute verbreiteten Ansicht, der sich das Berufungsgericht angeschlossen hat, tritt die Rechtshängigkeit erst mit Zustellung der Anspruchsbegründung und bei ihrem Ausbleiben mit der Terminsbestimmung ein (OLG Koblenz, OLGZ 91, 373, 378; OLG Frankfurt, NJW-RR 1992, 447, 448; OLG München, MDR 2007, 1154, 1155; OLG-Report 2007, 777;… Baumbach/ Lauterbach/Albers/Hartmann, ZPO, 66. Aufl., § 696 Rn. 15;… MünchKomm-ZPO/ Schüler, 3. Aufl., § 696 Rn. 21;… Musielak/Voit, ZPO, 6. Aufl., § 696 Rn. 4;… Schlosser, in: Stein/Jonas, ZPO, 21. Aufl., § 696 Rn. 7;… Rosenberg/Schwab/ Gottwald, Zivilprozessrecht, 16. Aufl., § 163 Rn. 38; Sundermann, JA 1990, 1, 3; Zinke, NJW 1983, 1081, 1083 f; als spätester Zeitpunkt genannt im Urteil des BGH vom 14. November 1991 - IX ZR 250/90 - NJW 1993, 1070, 1071 unter I. 1. a).
cc) Wenn die Sache - wie hier - nicht alsbald an das Prozessgericht abgegeben wird, tritt die Rechtshängigkeit nicht vor der Abgabe (BGHZ 112, 325, 329) und spätestens mit der Zustellung der Anspruchsbegründung (BGH, Urteil vom 14. November 1991 - IX ZB 250/90 - NJW 1993, 1070, 1071 unter I. 1. a), insoweit nicht in BGHZ 116, 77 abgedruckt) ein.
BGH, 22.02.2001 - IX ZR 19/00
Daher findet im Streitfall nicht Art. 17 EuGVÜ Anwendung (vgl. BGH, Urt. v. 14. November 1991 - IX ZR 250/90, NJW 1993, 1070, 1071, insoweit in BGHZ 116, 77 nicht abgedruckt; OLG Saarbrücken NJW 2000, 670), sondern das Lugano-Übereinkommen (Art. 54 b Abs. 2 Buchst. a LugÜ).
a) Wertet man die Übersendung der Bürgschaftsurkunde bereits als Angebot einer Gerichtsstandsvereinbarung (vgl. BGHZ 116, 77, 81), ist die in Art. 17 Abs. 1 Satz 2 Buchst. a 1. Alt. LugÜ geforderte Schriftform gleichwohl nicht gewahrt.
Die Parteien hätten auch dann eine wirksame Gerichtsstandsvereinbarung geschlossen, wenn mit Erteilung der Bürgschaft eine zuvor getroffene mündliche Abrede bestätigt worden wäre (Art. 17 Abs. 1 Satz 2 Buchst. a 2. Alt. LugÜ; vgl. dazu BGHZ 116, 77, 80 ff).
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist diese Bestimmung dann nicht anwendbar, wenn - wie hier - allein der Kläger in einem Vertragsstaat wohnt und ein Auslandsbezug nur zu Nichtvertragsstaaten besteht (…vgl. BGH, Urt. v. 20. Januar 1986 II ZR 56/85, NJW 1986, 1438, 1439; v. 24. November 1988 III ZR 150/84, WM 1989, 355, 358; v. 14. November 1991 IX ZR 25O/9O, WM 1992, 87, 88, insofern in BGHZ 116, 77 ff nicht abgedruckt).
Auch wenn zum Zeitpunkt der letzten mündlichen Verhandlung vor dem Landgericht die EuGVVO bereits in Kraft getreten war, konnte die fehlende internationale Zuständigkeit nicht rückwirkend dadurch entstehen, dass diese nunmehr, hier nach Art. 5 Nr. 1 lit. b EuGVVO, begründet wäre (…vgl. BGHZ 132, aaO; BGH, Urteil vom 14. November 1991 - IX ZR 250/90 - NJW 1993, 1070, 1071;… Hk-ZPO/Dörner, 2. Aufl.2007, Art. 66 EuGVVO, Rn. 2 m.w.N.).
Völkerrechtlich ist allein die englische Fassung verbindlich, weil der Fonds bisher keine der Übersetzungen in fremde Sprachen anerkannt hat (BGHZ 116, 77, 83;… Sen.Urt. v. 27. April 1970 - II ZR 12/69, WM 1970, 785 f.).
Ob dieser neueren Auffassung zu folgen ist, kann auf sich beruhen (ebenso schon BGHZ 116, 77, 84), weil die Frage hier nicht entscheidungserheblich wird.
Unter den Begriff des Devisenkontrakts (exchange contract) fallen nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs solche Verpflichtungen, die in Form grenzüberschreitender Zahlungsvorgänge den Devisenbestand eines Mitgliedes beeinflussen und sich damit auf dessen Zahlungsbilanz auswirken (BGHZ 116, 77, 83 m.w.N.).
Der Bundesgerichtshof hat Darlehensverträge (BGHZ 116, 77, 83) sowie Forderungen, die die Bezahlung oder Sicherung der Bezahlung von Waren oder Dienstleistungen oder auch Wechselverpflichtungen betrafen (…BGH, Beschl. v. 21. Dezember 1976 aaO), als Devisenkontrakte betrachtet.
Dort ist lediglich bestimmt, daß aus Devisenkontrakten, welche die Währung eines Mitglieds berühren und im Gegensatz stehen zu den von dem Mitglied in Übereinstimmung mit diesem Abkommen aufrechterhaltenen oder eingeführten Devisenbestimmungen, in den Gebieten der Mitglieder nicht geklagt werden kann (vgl. hierzu BGHZ 116, 77, 84 f;… BGH, Urt. v. 11. März 1970 - VIII ZR 147/68, NJW 1970, 1002; v. 27. April 1970 - II ZR 12/69, NJW 1970, 1507; v. 31. Januar 1991 - III ZR 150/88, WM 1991, 1009, 1010 f).
a) Wertet man die Übersendung der Vertragsentwürfe seitens der Beklagten bereits als Angebot einer Gerichtsstandsvereinbarung (vgl. BGHZ 116, 77, 81), ist die in Art. 17 Abs. 1 Satz 2 Buchst. a 1. Alt. LugÜ geforderte Schriftform gleichwohl nicht gewahrt.
c) Die Parteien haben nach den von der Revision nicht angegriffenen tatrichterlichen Feststellungen des Berufungsgerichts eine wirksame Gerichtsstandsvereinbarung auch nicht in der Weise geschlossen, daß sie mit schriftlichem Vertragsschluß eine zuvor getroffene mündliche Abrede bestätigt hätten (Art. 17 Abs. 1 Satz 2 Buchst. a 2. Alt. LugÜ; vgl. zum EuGVÜ BGHZ 116, 77, 80 ff.).
Völkerrechtlich ist allein die englische Fassung verbindlich, da der Internationale Währungsfonds bisher keine der Übersetzungen in fremde Sprachen anerkannt hat (BGHZ 116, 77, 83; BGH, Urteil vom 8. November 1993 - II ZR 216/92, WM 1994, 54 [BGH 08.11.1993 - II ZR 216/92]).
b) Die streitige Wechselverpflichtung des Beklagten fällt zwar unter den Begriff der "Devisenverträge" ("exchange contracts") im Sinne dieser Vorschrift, da sie Auswirkungen auf die Zahlungsbilanz der Republik Österreich haben kann (vgl. BGHZ 116, 77, 83; BGH, Urteil vom 27. April 1970 - II ZR 12/69, WM 1970, 785, 786; BGH, Urteil vom 8. November 1993 - II ZR 216/92, WM 1994, 54, 55) [BGH 08.11.1993 - II ZR 216/92].
cc) An der Auslegung, daß Art. VIII Abschn. 2 (b) Satz 1 IWF-Ü auf Beschränkungen laufender Zahlungen ohne Zustimmung des Fonds sowie alle Restriktionen des internationalen Kapitalverkehrs nicht anwendbar ist, ist der erkennende Senat durch das Urteil BGHZ 116, 77 f. nach § 132 Abs. 2 GVG nicht gehindert.
BGH, 27.06.2007 - VIII ZR 150/06
Rechtsfolgen des Verstoßes einer Mietpreisvereinbarung gegen gesetzliche …
OLG Brandenburg, 26.10.2005 - 4 U 4/03
Wirksamkeit eines Darlehensvertrags wegen fehlender Devisengenehmigung; …
KG, 21.02.2002 - 2 AR 19/02