Source: https://www.lecturio.de/jura/unterschlagung.vortrag
Timestamp: 2019-02-19 13:35:33
Document Index: 270108350

Matched Legal Cases: ['§ 246', '§ 246', '§ 246', '§ 246', '§ 246', '§ 246', '§ 28', '§ 246']

Unterschlagung – Strafrecht Online Vortrag | Lecturio
Strafrecht Besonderer Teil 2: Straftaten gegen das Vermögen
Unterschlagung (§ 246 StGB) von RA Stefan Koslowski
Der Vortrag „Unterschlagung (§ 246 StGB)“ von RA Stefan Koslowski ist Bestandteil des Kurses „Eigentumsdelikte“. Der Vortrag ist dabei in folgende Kapitel unterteilt:
Zueignungsbegriff
Die veruntreuende Unterschlagung
Wiederholte Zueignung
Prüfungsschema: Unterschlagung
Fallbeispiel: Edler Käse
Wie definiert die h.M. die Zueignung nach § 246 StGB?
Für einen objektiven Beobachter darf sich kein anderer Schluss ergeben, als dass der Täter sich die Sache oder ihren Sachwert unter Ausschluss des Eigentümers seiner oder der Verfügungsmacht eines Dritten einverleiben will.
Der Täter muss die Sache oder ihren Sachwert der eigenen Verfügunsgewalt einverleiben und den Eigentümer dauerhaft aus seiner Eigentumsposition ausschließen.
Erforderlich und ausreichen ist, dass das Aneignungselement nach außen tritt und eine Enteignung jedenfalls nicht ausgeschlossen erscheint.
Begeht ein Täter nach der Konkurrenzlösung eine (erneute) Unterschlagung, wenn er sich eine Sache bereits in strafbarer Weise verschafft hat?
Ja, jede erneute Betätigung des Zueignungswillens ist eine Unterschlagung. Allerdings tritt die erneute Unterschlagung auf Konkurrenzebene als mitbestrafte Nachtat hinter der Erstzueignung zurück.
Nein, denn die Zueignungshandlung ist ein einmaliger Vorgang zur Herstellung der Sachherrschaft, sodass eine erneute Betätigung des Zueignungswillens nicht den Unterschlagungstatbestand erfüllt.
Ja, denn die Unterschlagung stellt den Grundtatbestand der Eigentumsdelikte dar. Danach liegt auch in jedem Diebstahl eine Unterschlagung.
Im subjektiven Tatbestand verlangt § 246 I StGB - Unterschlagung hinsichtlich der Zueignung ...
nur bedingten Vorsatz (dolus eventualis).
direkten Vorsatz.
Zueignungsabsicht.
"Anvertraut" i. S. d. § 246 II StGB ist dem Täter die Sache dann, wenn ...
er sie vom Eigentümer mit der Verpflichtung erlangt hat, sie zu einem Zweck zu verwenden, aufzubewahren oder schlicht auch nur zurückzugeben.
er sie aufgrund behördlichen Auftrags oder Rechtsgeschäfts zur Verwahrung erhalten hat.
er sie mit der Verpflichtung erlangt hat, sie zu einem Zweck zu verwenden, aufzubewahren oder schlicht auch nur zurückzugeben.
Stellt das "Anvertrautsein" i. S. d. § 246 II StGB ein besonderes persönliches Merkmal nach § 28 II StGB dar?
Eine sichere Abgrenzung der Unterschlagung zum Diebstahl erfolgt über ...
die Tathandlung.
das Tatobjekt.
Dozent des Vortrages Unterschlagung (§ 246 StGB)