Source: https://www.hrr-strafrecht.de/hrr/5/18/5-475-18.php
Timestamp: 2020-02-21 13:46:29
Document Index: 94177845

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 73', 'BGH', '§ 73', 'BGH', '§ 73']

BGH 5 StR 475/18 - 24. Januar 2019 (LG Lübeck) · hrr-strafrecht.de
BGH 5 StR 475/18 - 24. Januar 2019 (LG Lübeck) [= HRRS 2019 Nr. 342]
BGH 5 StR 475/18:
HRRS-Nummer: HRRS 2019 Nr. 342
Zitiervorschlag: BGH, 5 StR 475/18, Beschluss v. 24.01.2019, HRRS 2019 Nr. 342
BGH 5 StR 475/18 - Beschluss vom 24. Januar 2019 (LG Lübeck)
Nach den Feststellungen der Jugendkammer teilten der Angeklagte und die gesondert verfolgten Mittäter T. und Sc. die durch den besonders schweren Raub zum Nachteil der Nebenklägerin W. erlangte Tatbeute mit einem Gesamtwert von 43.977,55 Euro unmittelbar nach der Tat zu gleichen Teilen untereinander auf. Danach hätte die Jugendkammer die Einziehung des Wertes des gesamten Tatertrages (§§ 73, 73c StGB) gegen den Angeklagten als Gesamtschuldner anordnen müssen (vgl. BGH, Urteil vom 24. Mai 2018 - 5 StR 623/17, 624/17; für die uneingeschränkte Anwendung der §§ 73 ff. StGB auf Jugendliche und Heranwachsende vgl. BGH, Urteil vom 21. November 2018 - 2 StR 262/18). Es beschwert den Angeklagten jedoch nicht, dass die Jugendkammer die Einziehungsanordnung auf seinen Anteil an der Tatbeute beschränkt hat. Angesichts dieser rechtsfehlerhaften Besserstellung ist der Angeklagte auch nicht dadurch beschwert, dass das Landgericht die Schadenswiedergutmachung des Angeklagten in Höhe von 1.000 Euro nicht in Abzug gebracht hat (vgl. § 73e Abs. 1 StGB).