Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=02.07.2009&Aktenzeichen=IX%20ZR%20126%2F08
Timestamp: 2018-06-23 09:53:58
Document Index: 336030952

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 189', '§ 292', '§ 190', 'BGH', '§ 254', '§ 190', '§ 189', 'BGH', '§ 190', 'BGH', 'BGH']

BGH, 02.07.2009 - IX ZR 126/08 - dejure.org
InsO §§ 189, 190 Abs. 1, §§ 292, 304
Berücksichtigung eines Absonderungsberechtigten bei der Verteilung i.R.e. Wohlverhaltensphase einer Verbraucherinsolvenz im Falle der Abgabe einer Erklärung innerhalb einer Frist von zwei Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung des Schlussverzeichnisses - Vorläufige Bemessung der Quote eines absonderungsberechtigten Sicherungszessionars (Angabe eines vorläufigen Ausfalles) im Falle der Erstellung eines Schlussverzeichnisses und späterer Berichtigung der Quote
Zum rechtzeitigen Nachweis des Ausfalls eines Absonderungsberechtigten bei laufender Sicherungsabtretung
Berücksichtigung des Absonderungsberechtigten in der Wohlverhaltensphase eines Verbraucherinsolvenzverfahrens bei der Verteilung nur nach Wahrung der Erklärungsfrist des § 190 Abs. 1 InsO
Berücksichtigung des Absonderungsberechtigten bei der Verteilung während der Wohlverhaltensphase eines Verbraucherinsolvenzverfahrens
Berücksichtigung des Absonderungsberechtigten
Absonderungsberechtigte in der Verbraucherinsolvenz
Pflicht zur Überwachung von öffentlichen Bekanntmachungen, auch im Internet
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brak-mitteilungen.de , S. 46 (Entscheidungsbesprechung)
LG Koblenz, 24.01.2007 - 15 O 561/05
OLG Koblenz, 29.05.2008 - 2 U 210/07
NJW-RR 2010, 59
ZIP 2009, 1580
NZI 2009, 565
WM 2009, 1578
Rpfleger 2009, 693
Auch sonst muss es ein Gläubiger hinnehmen, dass eine verspätet angemeldete Forderung nicht bei der Verteilung berücksichtigt (vgl. BGH, Urt. v. 2. Juli 2009 - IX ZR 126/08, WM 2009, 1578) oder eine nicht angemeldete Forderung durch den Insolvenzplan gekürzt (§ 254 Abs. 1 Satz 1 und 3 InsO) wird.
Ob und welche Absonderungsberechtigten aus der Insolvenzmasse zu befriedigen sind, steht jedoch erst nach Ablauf der in § 190 Abs. 1 Satz 1 i.V.m. § 189 Abs. 1 InsO bestimmten Ausschlussfrist von zwei Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung des von dem Verwalter erstellten Schlussverzeichnisses fest (vgl. BGH, Urteil vom 2. Juli 2009 - IX ZR 126/08, NJW-RR 2010, 59 Rn. 12;… Meller-Hannich in Jaeger, InsO, 5. Aufl., § 190 Rn. 13 bis 15).
Solange das Mandatsverhältnis mit der Klägerin allerdings nicht beendet und er noch nicht aus der Kanzlei der Streithelfer ausgeschieden war, dürfte eine Pflicht des Beklagten bestanden haben, den Gang der Insolvenzverfahren weiter zu verfolgen, um so die Interessen seiner Mandantin an einer möglichst zügigen Durchsetzung ihrer Ansprüche im Rahmen des Zivilprozesses zu wahren und sie vor Nachteilen, insbesondere auch vor einer möglichen Verjährung ihrer Ansprüche zu schützen ( vgl. zu einer ähnlichen Konstellationen: BGH NJW-RR 2010, 59: Beachtung von Ausschlussfristen; BGH NJW 1975, 962).