Source: http://www.2017.derpart-geschaeftsberichte.com/zahlen-und-fakten/anhang-fuer-das-geschaeftsjahr-2017/
Timestamp: 2019-03-24 00:22:40
Document Index: 365599002

Matched Legal Cases: ['§ 275', '§ 253', '§ 253', '§ 274', '§ 285', '§ 286', '§ 11', '§ 294', '§ 315', '§ 315', '§ 5']

Anhang für das Geschäftsjahr 2017 | Derpart Geschäftsbericht 2017
Die DERPART Reisevertrieb GmbH hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Frankfurt am Main (HRB 19229).
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 der DERPART Reisevertrieb GmbH (nachfolgend: DERPART oder Gesellschaft) ist nach den Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften und den ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.
Um die Aussagefähigkeit des Abschlusses zu erhöhen, wurde die Gliederung über das gesetzliche Schema hinaus um die Posten „Verbindlichkeiten aus Kaufpreisrenten“ in der Bilanz und „Aufwendungen für Provisionen“ in der Gewinn- und Verlustrechnung ergänzt. Die sonstigen Steuern werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst, da es sich um Betriebskosten handelt.
Mit Vertrag vom 17. November 2016 hat DERPART mit Wirkung zum 1. Januar 2017 den Geschäftsbetrieb der DERPART Reisebüro Landsberger GmbH, Groß-Gerau, erworben (Asset Deal). Ein weiterer Geschäftsbetrieb wurde zum 1. Januar 2017 von der DERPART Reisebüro Hellwig GmbH & Co. KG, Mülheim, mit Vertrag vom 1./12. Dezember 2016 erworben.
Wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergaben sich durch die Asset Deals im laufenden Geschäftsjahr nicht.
Die Bewertung der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt grundsätzlich zu den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen, gegebenenfalls erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert.
Die bis zum Jahr 2016 erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte werden nach der linearen Methode über eine Laufzeit von insgesamt fünf Jahren abgeschrieben. Ursächlich für den gewählten Zeitraum ist die Bestandsdauer von Kundenbeziehungen im Zusammenhang mit der voraussichtlichen Tätigkeit wichtiger Mitarbeiter. Da die Nutzungsdauer von zwei im Geschäftsjahr zugegangenen Geschäftswerten nicht zuverlässig geschätzt werden kann, wurde von einer typisierten Abschreibungsdauer von zehn Jahren ausgegangen (§ 253 Abs. 3 Satz 3 i.V.m. Satz 4).
Die übrigen immateriellen Vermögensgegenstände werden über zwei bis fünf Jahre abgeschrieben. Die Abschreibungen auf die Sachanlagen sind entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände bemessen und belaufen sich im Wesentlichen auf drei bis zehn Jahre bei der Büro- und Geschäftsausstattung. Die linearen Abschreibungen von Einbauten in gemieteten Räumen entsprechen der voraussichtlichen Mietvertragsdauer. Die beweglichen Anlagengüter werden linear, Zugänge auf bewegliche Anlagegüter werden pro rata temporis abgeschrieben. Für in den Geschäftsjahren ab 2010 erworbene Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis € 410 (ohne Umsatzsteuer) folgt die handelsrechtliche Bilanzierung mangels Wesentlichkeit der Vorgehensweise für geringwertige Wirtschaftsgüter im Steuerrecht, diese im Jahr der Anschaffung vollständig abzuschreiben. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten über € 410 werden über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben.
Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Der Anteilsbesitz von DERPART an Unternehmen dient der Herstellung einer dauerhaften Verbindung.
Die Gesellschaft hält eine Beteiligung in Höhe von 100 % am Stammkapital der DERPART Reisebüro Service GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main. Das Eigenkapital der DERPART Reisebüro Service GmbH beträgt zum 31. Dezember 2017 T€ 276,2, der Jahresfehlbetrag 2017 T€ 115,5.
Die geleisteten Anzahlungen, Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände und flüssigen Mittel sind zu den Anschaffungskosten (Nennwert) bilanziert. Von den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen wurden ausreichende Wertberichtigungen für Ausfallrisiken abgesetzt.
Der Ansatz der aktiven Rechnungsabgrenzungsposten erfolgt in Höhe der bis zum Bilanzstichtag erfolgten Ausgaben, soweit sie auf künftige Perioden entfallen.
Die Bilanzierung der eigenen Anteile erfolgt nach der sogenannten Nettomethode. Hierfür wird der Nennbetrag der eigenen Anteile offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt. Für den Teil der Anteile, die mit Vertrag vom 30. Dezember 2004 an die Gesellschafterin DER Touristik GmbH verkauft wurden, liegen aufgrund der Ausgestaltung des Kaufvertrages weiterhin sämtliche Ertragschancen und -risiken aus den Anteilen und somit die wirtschaftliche Eigentümerstellung bei DERPART. Daher erfolgt die Bilanzierung dieser Anteile unverändert bei DERPART.
Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren bilanzierungspflichtigen Risiken und ungewissen Verpflichtungen und werden unter Beachtung zukünftiger Preis- und Kostenänderungen mit ihren nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden grundsätzlich mit dem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.
Die Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen sowie der sonstigen langfristigen Personalrückstellungen erfolgt unter Beachtung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2005 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode). Es wurden erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,8 % (Vorjahr 2,8 %) und Rentensteigerungen von 1,9 % (Vorjahr 1,9 %), sowie eine aussagekräftige unternehmensspezifische Fluktuationswahrscheinlichkeit zugrunde gelegt. Der Rechnungszins für die Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen beläuft sich auf 3,68 % (Vorjahr 4,0 %) sowie für Jubiläumsgelder auf 2,81 % (Vorjahr 3,22 %). Die Rechnungszinssätze von 3,68 % bzw. 2,81 % gemäß der Pauschalregelung des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB sind zum Stichtag 31. Dezember 2017 geschätzt.
Die Kaufpreisrenten sind mit dem versicherungsmathematischen Barwert nach der Anwartschaftsbarwert-Methode zum Rechnungszinssatz in Höhe von 2,81 % (Vorjahr 3,22 %) und mit einer angenommenen Anpassung der künftigen Versorgungsbezüge von 1,9 % (Vorjahr 1,9 %) in die Bilanz eingestellt. Diese Verpflichtungen wurden mit dem Erwerb von Niederlassungen und ehemaligen Beteiligungen eingegangen.
Die übrigen Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.
Der Ansatz der passiven Rechnungsabgrenzungsposten erfolgt in Höhe der bis zum Bilanzstichtag erfolgten Einnahmen, soweit sie auf künftige Perioden entfallen.
Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive latente Steuern resultieren bei DERPART im Wesentlichen aus unterschiedlichen Wertansätzen von Firmenwerten, Provisionsforderungen, Pensionsrückstellungen und Verbindlichkeiten aus Kaufpreisrenten, der zur Berechnung verwendete Steuersatz beträgt ca. 30 % für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer.
Aktive und passive latente Steuern werden saldiert. Zum Bilanzstichtag besteht ein Aktivüberhang der latenten Steuern. Eine Bilanzierung erfolgte nicht, da das Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht ausgeübt wurde.
II. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz sowie zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Posten des Anlagevermögens sind aus dem beigefügten Anlagenspiegel zu ersehen.
Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen bei den sonstigen Vermögensgegenständen in Form von Kautionen in Höhe von T€ 124 (Vorjahr T€ 109). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Geldanlagen in Höhe von T€ 15.495.
Der ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellung für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangen zehn Jahren sowie der vergangenen sieben Jahre beträgt T€ 156. Dem ausschüttungsgesperrten Betrag stehen ausreichend freie Rücklagen gegenüber, so dass die Ausschüttungssperre nicht zum Tragen kommt.
Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Beträge aus dem Personalbereich (Abschlussvergütungen, Jubiläumsgelder und nicht genommener Urlaub) in Höhe von T€ 1.118, für Jahresabschlussprüfung und Steuerberatung von T€ 183 sowie für ausstehende Rechnungen T€ 708.
Von dem Jahresüberschuss 2016 in Höhe von T€ 1.152 wurden im Geschäftsjahr 2017 T€ 1.082 ausgeschüttet und T€ 70 in die Gewinnrücklagen eingestellt.
Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von:
Die Verbindlichkeiten aus Kaufpreisrenten sind in Höhe von T€ 1.208 durch Bürgschaften der DER Touristik GmbH besichert. Für die Verbindlichkeiten gegenüber der DB Vertrieb GmbH hat sich die DER Deutsches Reisebüro GmbH & Co. OHG als Gesamtschuldner neben der DERPART Reisevertrieb GmbH bis zu einer Gesamthöhe von T€ 433 verpflichtet; diese betragen am Bilanzstichtag T€ 20. Im Übrigen wurden keine besonderen Sicherheiten gestellt.
Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Gesellschaftern
Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind in folgenden Bilanzposten enthalten:
Sie resultieren überwiegend aus dem laufenden Leistungsverkehr.
Die Restlaufzeit sämtlicher Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Gesellschaftern beträgt wie im Vorjahr weniger als ein Jahr.
Sie wurden ausschließlich im Inland erzielt. Erlöse aus Eigenveranstaltungen und Gruppenreisen, Provisionen und sonstige Entgelte wurden in den Niederlassungen erzielt; die Leistungen der Zentrale sind unter den sonstigen Umsatzerlösen erfasst.
In den Provisionen und sonstigen Umsatzerlösen sind Zahlungen von Leistungsträgern für das Vorjahr enthalten.
Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren mit T€ 1.043 aus Kostenerstattungen. Periodenfremde Erträge ergeben sich in Höhe von T€ 777 (Vorjahr T€ 697) insbesondere aus der Auflösung von Rückstellungen und der Vereinnahmung von Verbindlichkeiten.
Sie enthalten sonstige Steuern in Höhe von T€ 4 (Vorjahr T€ 5). Abschreibungen auf Forderungen von T€ 53 (Vorjahr T€ 51) und aperiodische Aufwendungen sind in Höhe von T€ 124 (Vorjahr T€ 154) berücksichtigt.
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen mit T€ 243 auf Vorjahre (Vorjahr T€ 0).
Im Durchschnitt beschäftigte die Gesellschaft:
Aus Miet- und anderen Dauerschuldverhältnissen bestehen Verpflichtungen in Höhe von rd. € 5,2 Mio. (Vorjahr rd. € 4,7 Mio.), davon gegenüber verbundenen Unternehmen rd. € 0,2 Mio. (Vorjahr € 0,2 Mio.).
Die Angaben zu dem für das Geschäftsjahr berechneten Gesamthonorar des Abschlussprüfers gem. § 285 Nr. 17 HGB erfolgen im Konzernabschluss der REWE-ZENTRALFINANZ eG, Köln, zum 31. Dezember 2017.
Aquilin Schömig, Staatlich geprüfter Betriebswirt, Kelkheim Leisure, Einkauf/Vertriebssteuerung, Eigenvertrieb, Marketing/PR, Training
Andreas Neumann, Dipl. Kaufmann, Glashütten Business Travel, Finanzen, Controlling, IT, Consulting Aufsichtsrat
Andreas Heimann, Usingen, Vorsitzender ab 1. Mai 2017, Geschäftsführer der DER Reisebüro Beteiligungs GmbH
Christoph Führer, Baden-Baden, Vorsitzender bis 30. April 2017, Geschäftsführer der DER Reisebüro Beteiligungs GmbH
Christian Wüstefeld, Berlin, stellvertretender Vorsitzender, Geschäftsführer Reisebüro Ehlert GmbH & Co. KG
Ulrich Cluse, Düsseldorf, Geschäftsführer Reisebüro Emil Hess GmbH
Axel Duhr, Iserlohn, Geschäftsführer Reisebüro Wichelhovenhaus GmbH & Co KG
Klaus Franke, Biebertal, Geschäftsführer der DER Reisebüro Beteiligungs GmbH
Bezüge der Geschäftsführer und des Aufsichtsrates
Bezüglich der Angabe der Bezüge der Geschäftsführer wird von der Regelung des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Die Bezüge des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2017 belaufen sich auf T€ 34. Für ehemalige Geschäftsführer bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 292. Organmitgliedern wurden keine Vorschüsse und Kredite gewährt bzw. zu deren Gunsten keine Haftungsverhältnisse eingegangen.
Die DERPART Reisevertrieb GmbH ist ein verbundenes Unternehmen der REWE-ZENTRALFINANZ eG, Köln. Die REWE-ZENTRALFINANZ eG, Köln, stellt gemäß § 11 PublG i.V.m. §§ 294 ff. HGB als oberstes Mutterunternehmen und Genossenschaft einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Die REWE-ZENTRALFINANZ eG, Köln, hat dabei von dem Wahlrecht nach § 315a Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht, den Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften zu erstellen. Die DERPART Reisevertrieb GmbH wird in den Konzernabschluss der REWE-ZENTRALFINANZ eG, Köln, einbezogen. Der Konzernabschluss der REWE-ZENTRALFINANZ eG, Köln, wird im elektronischen Bundesanzeiger elektronisch veröffentlicht und im Genossenschaftsregister Köln, Nummer GnR 631, hinterlegt.
Mit Wirkung zum 1. Januar 2018 wurde der Geschäftsbetrieb eines Reisebüros in Winnenden und eines in Würzburg erworben (Asset-Deal). Für das Jahr 2018 wird für diese neuen Niederlassungen mit einem positiven Ergebnis gerechnet. Weiterhin wurden mit Wirkung zum 1. Januar 2018 100 % der Anteile am Stammkapital der REISEBÜRO RADE GMBH, Offenburg, erworben (Share-Deal). Es wird mit positiven Ergebnissen für das Jahr 2018 geplant.
Das Geschäftsjahr 2017 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von € 1.160.339,29 ab. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss wie folgt zu verwenden:
€ 70.000,00 Einstellung in die Gewinnrücklagen, davon € 64.620,23 entsprechend § 5 Abs. 1 des Geschäftsanteilskauf- und Übertragungsvertrags zwischen DERPART als Verkäuferin und DER Touristik GmbH (Rechtsnachfolgerin: DER Deutsches Reisebüro GmbH & Co. OHG) als Käuferin vom 30. Dezember 2004
€ 1.090.339,29 Ausschüttung an die Gesellschafter
Frankfurt am Main, den 15.März 2016 DERPART Reisevertrieb GmbH