Source: https://www.zbb-online.com/heft-4-2000/zbb-2000-271-widerruflichkeit-eines-durch-bevollmaechtigten-abgeschlossenen-darlehensvertrages-nach-dem-haustuerwiderrufsgesetz/
Timestamp: 2019-09-15 08:53:33
Document Index: 285381208

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 166', '§ 1', '§ 166', '§ 173', '§ 1', 'BGH', 'BGH', '§ 1']

Widerruflichkeit eines durch Bevollmächtigten abgeschlossenen Darlehensvertrages nach dem Haustürwiderrufsgesetz nur bei Vorliegen der Voraussetzungen in der Person des Vertreters (BGH, Urt. v. 02.05.2000 – XI ZR 108/99) – ZBB 2000, 271 | ZBB online
ZBB 2000, 271
RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, Köln RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, Köln 0936-2800 Zeitschrift für Bankrecht und Bankwirtschaft ZBB 2000 Rechtsprechung II. Bundesgerichtshof BGB §§ 166, 173; HWiG § 1Widerruflichkeit eines durch Bevollmächtigten abgeschlossenen Darlehensvertrages nach dem Haustürwiderrufsgesetz nur bei Vorliegen der Voraussetzungen in der Person des Vertreters BGB§ 166 BGB§ 173 HWiG§ 1 BGH, Urt. v. 02.05.2000 – XI ZR 108/99 (OLG Bamberg), ZIP 2000, 1152 = NJW 2000, 2270 = WM 2000, 1247BGHUrt.2.5.2000XI ZR 108/99ZIP 2000, 1152NJW 2000, 2270WM 2000, 1247OLG Bamberg
1. Bei Einschaltung eines Vertreters zum Abschluß eines Darlehensvertrages kommt es für die Widerruflichkeit der Vertragserklärung nach dem Haustürwiderrufsgesetz jedenfalls grundsätzlich nicht auf die Haustürsituation des Vertretenen bei Vollmachtserteilung, sondern auf die des Vertreters bei Abschluß des Darlehensvertrages an.
2. Der in seinem Vertrauen auf eine ihm vorgelegte Treuhandvertrags- und Vollmachtserklärung geschützte Darlehensgeber hat grundsätzlich keine Veranlassung anzunehmen, der vertretene Darlehensnehmer sei bei Abgabe dieser Erklärungen nicht über sein Widerrufsrecht nach § 1 Abs. 1 Nr. 1 HWiG belehrt worden.
3. Der Treuhandvertrag und der vom Treuhänder für den Treugeber abgeschlossene Darlehensvertrag zur Finanzierung eines Immobilienfondsanteils bilden keine wirtschaftliche Einheit.