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Timestamp: 2018-07-19 15:42:29
Document Index: 32029298

Matched Legal Cases: ['§ 10', '§ 19', '§ 113', '§ 10', '§ 45', '§ 10', '§ 113', '§ 10', '§ 33', '§ 150', '§ 113', 'BGH', '§ 81', '§ 39', 'Art. 20', 'BGH', '§ 1', '§ 11', '§ 1', '§ 850', '§ 1', '§ 409', 'Art. 1', 'Art. 20', 'BGH', '§ 51']

Rechtsprechung: NVwZ 1990, 673 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BVerwG, 12.10.1989
Gesetzesbegriff der Aufenthaltsermöglichung - Vom Asylverfahren losgelöste Duldung
AsylVfG § 10 Abs. 1, § 19 Abs. 1
VG Berlin, 01.03.1988 - 20 A 321.87
OVG Berlin, 10.01.1989 - 4 B 33.88
NJW 1990, 3104 (Ls.)
NVwZ 1990, 673
DVBl 1990, 490
Andere als im angefochtenen Bescheid genannte Normen und Tatsachen sind nur dann nicht heranzuziehen, wenn dadurch die Grenzen überschritten würden, die der Zulässigkeit des sogenannten Nachschiebens von Gründen gezogen sind, d.h., wenn die anderweitige rechtliche Begründung oder das Zugrundelegen anderer Tatsachen zu einer Wesensveränderung des angefochtenen Bescheides führen würde (vgl. BVerwG, Urt. v. 21.11.1989, 9 C 28/89, NVwZ 1990, 673, juris Rn. 12;… grundlegend schon BVerwG, Urt. v. 27.1.1982, 8 C 12/81, BVerwGE 64, 356, juris Rn. 12;… OVG Bautzen, Beschl. v. 16.6.2010, 4 B 57/10, juris Rn. 13;… BSG, Urt. v. 24.2.2011, B 14 AS 45/09 R, FamRZ 2011, 1055, juris Rn. 17;… BSG, Urt. v. 25.4.2002, B 11 AL 69/01 R, juris Rn. 16 ff.;… Decker, in Posser/ Wolff, VwGO 2008, § 113 Rn. 12).
vgl. etwa BVerwG, Urteil vom 21. November 1989 - 9 C 28.89 -, NVwZ 1990, 673 = juris, Rn. 12, m. w. N.
Unzulässig ist ein solches Nachschieben nur dann, wenn der Verwaltungsakt hierdurch in seinem Wesen verändert wird (vgl. BVerwG, Urteile vom 27. Januar 1982 - BVerwG 8 C 12.81 - BVerwGE 64, 356 und vom 21. November 1989 - BVerwG 9 C 28.89 - Buchholz 402.25 § 10 AsylVfG Nr. 5; vgl. auch Beschluss vom 5. Februar 1993 - BVerwG 7 B 107.92 - Buchholz 316 § 45 VwVfG Nr. 23).
vgl. BVerwG, Urteil vom 21. November 1989 - 9 C 28.89 -, DVBl. 1990, 490 m.w.N.; OVG Sachsen-Anhalt, a.a.O.
Begriff der »Rechtsstreitigkeit nach dem Asylverfahrensgesetz« - Rechtswirkungen …
Ein solcher Anschlußaufenthalt, der mit dem Betreiben des Asylverfahrens in keinem Zusammenhang mehr steht, kann zwar - entgegen der Ansicht des Oberbundesanwalts - je nach Lage des Falles auch durch eine Duldung bewirkt werden (vgl. Urteil vom 21. November 1989 - BVerwG 9 C 28.89 - Buchholz 402.25 § 10 AsylVfG Nr. 5).
(Urteil vom 21. November 1989 - BVerwG 9 C 28.89 - a.a.O.), nicht gesprochen werden.
Erweist sich die in einem Bescheid getroffene Regelung aus anderen als den angegebenen Rechtsvorschriften und Gründen als rechtmäßig, ohne dass sie durch den Austausch der Begründung in ihrem Wesen geändert wird, ist der Verwaltungsakt nicht im Sinne von § 113 Abs. 1 Satz 1 VwGO rechtswidrig (BVerwG, Urteile vom 19. August 1988 - 8 C 29.87 - BVerwGE 80, 96 , vom 21. November 1989 - 9 C 28.89 - Buchholz 402.25 § 10 AsylVfG Nr. 5 S. 11 …und vom 31. März 2010 - 8 C 12.09 - Buchholz 451.20 § 33c GewO Nr. 8 Rn. 16).
Denn dies führt weder zu einer Wesensveränderung des angefochtenen Verwaltungsakts noch wird die Rechtsverfolgung des Klägers in beachtlicher Weise erschwert (zu diesem Maßstab vgl. BVerwG, Urteil vom 27.01.1982 - 8 C 127/81 -, BVerwGE 64, 356; Urteil vom 21.11.1989 - 9 C 28/89 -, NVwZ 1990, 673).
Ihre Grenze findet diese Befugnis erst, wenn das Wesen des Untersagungsbescheides verändert (vgl. zu dieser Voraussetzung allg. etwa BVerwG, Beschl. v. 15.11.2006 - 6 C 18/05 -, Buchholz 442.066 § 150 TKG Nr. 2, juris, Rn 20.;… Wolff, in: Sodan/Ziekow, VwGO, Kommentar, 3. Aufl., § 113, Rn. 84 ff., jeweils m. w. N.) oder der Rechtsschutz des Betroffenen, also in der Regel des Klägers, unzumutbar erschwert würde (vgl. BVerwG, Urt. v. 24.11.1998, a. a. O., und v. 21.11.1989 - 9 C 28/89 -, juris, Rn. 12;… Wolff, a. a.O., Rn. 88).
Derartige Eingriffe in die ursprüngliche Maßnahme gehen über das bloße Nachschieben anderer Gründe in rechtlicher oder tatsächlicher Hinsicht hinaus, das nur dort in Betracht kommt, wo der Regelungsgegenstand des Verwaltungsaktes selbst nicht verändert wird (vgl. BGH, Beschl. v. 18.5.1993 - KVZ 10/92, WuW/E 2869, 2871 - Pauschalreisenvermittlung II; BVerwG, Beschl. v. 5.2.1993 - 7 B 107.92, NVwZ 1993, 976, 977; siehe auch Urt. v. 21.11.1989 - 9 C 28.89, NVwZ 1990, 673, 674; Weyreuther, DÖV 1985, 126, 128;… Broß, Festschrift v. Gamm, S. 547, 551).
VGH Baden-Württemberg, 22.06.2004 - 10 S 557/04
Vorrang des Gemeinschaftsrechts bei der Aufhebung eines …
BVerwG, 24.07.1990 - 9 C 35.89
VG Köln, 14.05.2009 - 20 K 1861/08
Anordnung einer erkennungsdienstlichen Behandlung wegen des Vorwurfs des Betruges …
OVG Berlin-Brandenburg, 14.11.2014 - 3 B 14.12
Subvention; Agrarsubvention; ökologischer Landbau; Ackerland; Grünland; …
VG Köln, 20.10.2011 - 20 K 7035/10
Anordnung von erkennungsdienstlichen Maßnahmen gem. § 81b 2. Alt. StPO nur gegen …
VG Bremen, 06.02.2006 - 2 K 2905/04
Keine Heranziehung zu Erschließungsbeiträgen bei Erweiterung alter Bremer …
OVG Nordrhein-Westfalen, 03.02.1997 - 25 A 353/97
Bundesamt; Folgeantrag ; Asylablehnungsbescheid ; Klageverfahren; Überprüfung der …
VG Minden, 10.10.2014 - 7 L 561/14
VG Düsseldorf, 19.03.2009 - 7 L 1925/08
Krankentransport Genehmigung Widerruf Unzuverlässigkeit
VG Köln, 14.04.2008 - 20 K 1503/07
Voraussetzungen einer analogen Anwendbarkeit von § 39 Abs. 1 Asylverfahrensgesetz …
VG Aachen, 29.08.2012 - 8 K 2320/11
Erhebung von Elternbeiträgen für die Inanspruchnahme von Betreuungsangeboten in …
BVerwG, 14.03.1991 - 9 C 62.90
Voraussetzungen für die Einstellung eines Verfahrens - Erfüllung eines an …
BVerwG, 26.03.1990 - 9 B 407.89
Revisionszulassung bei Geltendmachung der grundsätzlichen Bedeutung der …
VG Frankfurt/Oder, 23.10.2014 - 6 K 667/14
Fehlender Anspruch eines Asylbewerbers auf nochmalige Zuerkennung eines …
VG Frankfurt/Oder, 08.10.2014 - 6 K 191/14
Abschiebungsanordnung, sichere Drittstaaten, subsidiärer Schutz, Dublinverfahren, …
OVG Nordrhein-Westfalen, 10.06.1999 - 23 B 845/99
BVerwG, 12.10.1989 - 2 C 24.88
Heimstättenbau - Beamtenbezüge - Abtretung - Unterhalt - Pfändungsgrenze
VG Stuttgart, 07.07.1986 - 15 K 697/86
VGH Baden-Württemberg, 20.10.1987 - 4 S 2357/86
BVerwG, 28.03.1988 - 2 B 7.88
VG Stuttgart, 06.04.1992 - 15 K 697/86
VGH Baden-Württemberg, 28.09.1992 - 4 S 1126/92
BVerwGE 82, 364
NVwZ 1990, 673 (Ls.)
DVBl 1990, 256
DÖV 1990, 577
Demzufolge ist eine Begrenzung der Gebührenfestsetzung unter dem Gesichtspunkt des aus dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit als Ausfluss des Rechtsstaatsprinzips (Art. 20 Abs. 3 GG) abzuleitenden Verbots der Überforderung zumindest dann in Betracht zu ziehen, wenn eine die "Mindestvoraussetzungen für ein menschenwürdiges Dasein" (vgl. BVerfGE 40, 121 [133]; 82, 60 [80; 85]; 113, 88 [108 f.]; 123, 267 [362 f.]; BVerwGE 82, 364 [368]) sicherstellende, im wahrsten Sinne des Wortes existenzerhaltende Leistung ausschließlich von der staatlichen Gemeinschaft erbracht werden kann, weil sie das Leistungsvermögen eines Einzelnen übersteigt.
BGH, 29.03.1994 - XI ZR 109/93
Umfang der Abtretung der Bezüge eines Beamten
§ 1 I BHG ist verfassungskonform dahin auszulegen, daß dem Beamten bei einer Abtretung seiner Bezüge in jedem Fall der Betrag verbleiben muß, der nach §§ 11 ff. BSHG zum Lebensunterhalt notwendig ist (im Anschluß an BVerwG, DVBl 1990, 256).
Abzulehnen sei auch die vom Landgericht - im Anschluß an das Bundesverwaltungsgericht (DVBl. 1990, 256) - vertretene Auffassung, § 1 BHG sei mit dem Grundgesetz nur in einer Auslegung vereinbar, nach der dem Beamten stets der notwendige Unterhalt verbleiben müsse.
Der erkennende Senat schließt sich insoweit der - vom Berufungsgericht ausdrücklich abgelehnten - Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (DVBl. 1990, 256) an: Danach ergibt sich aus der grundsätzlichen Zulässigkeit der Abtretung von Beamtenbezügen über die Pfändungsgrenze des § 850 c ZPO hinaus nicht, daß die - seit Inkrafttreten des BHG im Jahre 1927 unverändert gebliebenen - Freibeträge des § 1 BHG stets die Grenze bilden, bis zu der eine Abtretung möglich und wirksam ist.
Der Dienstherr kann sich bei der Zahlung von Bezügen an einen Abtretungsempfänger bei Unwirksamkeit der Abtretung (hier für Heimstättenbau wegen Überschreitens der vom Bundesverwaltungsgericht in BVerwGE 82, 364 erkannten Grenze) gegenüber dem Abtretenden auf den in § 409 Abs. 1 BGB vorgesehenen Schuldnerschutz berufen.
Durch das vom Kläger erstrittene Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 12.10.1989 - 2 C 24.88 - (BVerwGE 82, 364) ist der Beklagte verurteilt worden, von den Versorgungsbezügen des Klägers nur einen den notwendigen Unterhalt für den Kläger und seine kraft Gesetzes Unterhaltsberechtigten übersteigenden Betrag an den Beigeladenen abzuführen.
Ist hingegen eine vollständige Aufklärung der Sach- und Rechtslage im Eilverfahren nicht möglich, muss anhand einer grundrechtliche Belange einbeziehenden Güter- und Folgenabwägung entschieden werden, wobei die Gerichte verpflichtet sind, eine auch nur möglich erscheinende oder zeitweilige Verletzung von Grundrechten wozu wegen des Anspruchs auf Sicherung des Existenzminimums (vgl. BVerwGE 82, 364, 368) die Wahrung der Würde des Menschen (vgl. Art. 1 Abs. 1 GG i.V.m. dem Sozialstaatsprinzips des Art. 20 Abs. 1 GG) gehört, zu verhindern.
Soweit die Beschwerde unter Hinweis auf die grundsätzlich normativen Regelungen des Beamtenrechts eine Zulassung als Abtretungsstelle durch Gesetz für geboten erachtet, verkennt sie bereits, daß die fraglichen Regelungen nicht dem Beamtenrecht zugehören, sondern im Rahmen des Siedlungs- und Heimstättenwesens getroffen worden sind (vgl. Urteile vom 12. Oktober 1989 - BVerwG 2 C 24.88 - ; vom 17. Februar 1984 - BVerwG 7 C 124.80 - ).
Die Rüge, die angefochtene Entscheidung weiche von dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 12. Oktober 1989 - BVerwG 2 C 24.88 - ab, ist formell nicht ordnungsgemäß erhoben.
OVG Rheinland-Pfalz, 14.03.1990 - 2 A 99/89
Dienstherr; Versorgungsbezüge; Pfändbarer Teil; Nicht fällige Ansprüche; …
Daß der Ruhegehaltempfänger sich indessen eine gewisse Vorausleistung gefallen lassen muß, findet seinen Ausdruck in der Zulässigkeit von Vorschüssen, Abtretungen und Pfändungen im Rahmen der beamten-, besoldungs- und versorgungsrechtlichen Vorschriften (vgl. RGZ 171, 215, 222;… BGH, aaO sowie zu den Grenzen der Abtretbarkeit von Versorgungsbezügen über die Pfändungsgrenzen hinaus: BVerwG, Urteil vom 12. Oktober 1989 - 2 C 24.88 -).
Änderung eines Kostenfestsetzungsbeschlusses bei anschließendem Antrag des …
Nach der Kostenentscheidung in dem vom Kläger erstrittenen Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 12.10.1989 -- 2 C 24.88 -- (BVerwGE 82, 364) tragen der Beklagte und der Beigeladene zu 1 die Kosten des Revisionsverfahrens.
BVerwG, 17.12.1996 - 2 B 166.96
Geltendmachung des Revisionszulassungsgrunds der grundsätzlichen Bedeutung einer …
Der beschließende Senat hat im Urteil vom 12. Oktober 1989 - BVerwG 2 C 24.88 - (BVerwGE 82, 364 ff. = Buchholz 239.1 § 51 Nr. 1) entschieden, daß das Gesetz über die Abtretung von Beamtenbezügen zum Heimstättenbau - BHG - mit dem Grundgesetz vereinbar ist.
BVerwG, 08.01.1990 - 8 B 190.89
Das Berufungsurteil weicht nicht im Sinne dieser Vorschrift von der dafür in der Beschwerdeschrift genannten Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts vom 12. Oktober 1989 (BVerwG 2 C 24.88) ab.