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Timestamp: 2016-10-24 01:42:16
Document Index: 372003527

Matched Legal Cases: ['Art. 59', 'Art. 59', 'Art. 12', 'Art. 122', 'Art. 122', 'Art. 122', 'Art. 9', 'Art. 325', 'Art. 29', 'Art. 32', 'Art. 6', 'BGE', 'BGE', 'Art. 325', 'Art. 350', 'BGE', 'Art. 325', 'Art. 325', 'Art. 325', 'Art. 122', 'Art. 22', 'Art. 122', 'Art. 122', 'Art. 122', 'Art. 59', 'Art. 122', 'Art. 122', 'Art. 123', 'Art. 12', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 97', 'Art. 106', 'BGE', 'BGE', 'Art. 122', 'Art. 22', 'Art. 182', 'Art. 19', 'Art. 122', 'Art. 66', 'BGE', 'BGE', 'Art. 64']

6B_1180/2015 (13.05.2016)
6B_1180/2015 � � Urteil vom 13. Mai 2016
Versuchte schwere K�rperverletzung (Eventualvorsatz); Verletzung des Anklagegrundsatzes,
Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Z�rich, I. Strafkammer, vom 3. September 2015.
X.________ rannte am Donnerstag, 4. Oktober 2012, gegen 21.00 Uhr, in Turbenthal von hinten auf die auf dem Trottoir dorfausw�rts gehende A.________ zu und griff sie an, indem er ihr mit beiden H�nden von hinten auf den Kopf presste und sie in seitlicher Drehung zu Boden dr�ckte. Als sie auf dem R�cken auf dem Boden lag, zerrte er sie am Handgelenk zwei bis vier Meter zum neben der Strasse gelegenen Holzh�uschen, warf sich im Bereich der Hausecke auf sie, zerrte zwei bis drei Mal heftig an ihrer Gurtschnalle und hielt ihr den Mund zu, als sie zu schreien begann. A.________ setzte sich durch die Annahme, er wolle den Gurt �ffnen und sie vergewaltigen, in Panik versetzt, mit H�nden und F�ssen zur Wehr und biss X.________ in die Hand, mit welcher er ihr den Mund zuhielt. X.________ stellte sich daraufhin auf der H�he ihres Kopfes neben die am Boden liegende Frau und trat ihr mit dem Fuss mindestens zwei Mal sowie mehrfach, mindestens zwei Mal, mit dem Knie gegen den Kopf, insbesondere auch gegen das Gesicht. Ehe er von A.________ abliess, presste er sie mit beiden H�nden auf Brusth�he kr�ftig gegen den Oberk�rper zu Boden. A.________ erlitt durch die Gewalteinwirkung eine leichte Gehirnersch�tterung mit starken Kopfschmerzen, mehrere Bluterg�sse an der linken Schl�fe, an der linken Wange, an der Oberlippe sowie an der Bindehaut des linken Auges sowie am Hinterkopf, am linken Unterarm und am linken Knie. Sie war w�hrend einer Woche arbeitsunf�hig.
Am 29. Juni 2013 und am 21. M�rz 2013 griff X.________ in gleicher Weise zwei weitere Frauen an, indem er sie zu Boden dr�ckte, sich mit seinem ganzen K�rpergewicht auf sie warf und sie schlug oder zumindest zu schlagen versuchte. Beide Opfer erlitten einfache K�rperverletzungen.
Das Bezirksgericht Winterthur erkl�rte X.________ mit Urteil vom 20. August 2014 der versuchten schweren K�rperverletzung sowie der mehrfachen einfachen K�rperverletzung schuldig und verurteilte ihn zu 4 Jahren Freiheitsstrafe, wobei es 126 Tage Haft anrechnete und vormerkte, dass sich X.________ seit dem 28. November 2013 im vorzeitigen Strafvollzug befand. Ferner ordnete es eine station�re therapeutische Massnahme im Sinne von Art. 59 StGB (Behandlung von psychischen St�rungen) an. Im Weiteren stellte es die grunds�tzliche Schadenersatzpflicht des Beurteilten gegen�ber den drei Opfern fest und verwies die Begehren zur genauen Festsetzung des Umfangs auf den Weg des Zivilprozesses. Schliesslich verpflichtete es X.________ zur Zahlung von Genugtuungen.
Auf Berufung des Beurteilten und Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft sprach das Obergericht des Kantons Z�rich am 3. September 2015 X.________ der versuchten schweren K�rperverletzung schuldig und bestrafte ihn mit 4 Jahren Freiheitsstrafe, unter Anrechnung von 473 Tagen Untersuchungs- und Sicherheitshaft sowie des vorzeitigen Strafvollzuges. Ferner ordnete es eine station�re therapeutische Massnahme im Sinne von Art. 59 StGB an und merkte vor, dass sich X.________ seit dem 11. November 2014 im vorzeitigen Massnahmevollzug befand. In den �brigen Punkten stellte es fest, dass das erstinstanzliche Urteil in Rechtskraft erwachsen war.
X.________ f�hrt Beschwerde in Strafsachen. Er beantragt, das angefochtene Urteil sei aufzuheben, er sei der mehrfachen einfachen K�rperverletzung schuldig zu sprechen und zu einer Freiheitsstrafe von 24 Monaten, unter Anrechnung der ausgestandenen Haft, zu verurteilen. �berdies ersucht er um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege.
1.1.�Der Beschwerdef�hrer r�gt zun�chst eine Verletzung des Anklagegrundsatzes. Die Anklageschrift lege ihm zur Last, er habe der Privatkl�gerin die im Einzelnen umschriebenen einfachen K�rperverletzungen zugef�gt. Im Eventualstandpunkt werfe sie ihm vor, er habe in Kauf genommen, dass die Privatkl�gerin durch die Fusstritte und Kniest�sse gegen den Kopf und das Gesicht Verletzungen mit lebensgef�hrlichen Folgen oder bleibenden Sch�den h�tte erleiden k�nnen. Die Informationsfunktion der Anklageschrift erfordere, dass der Vorwurf der eventualvors�tzlichen schweren K�rperverletzung unter genauer Beschreibung aller Umst�nde und unter Auff�hrung der massgebenden Erfahrungss�tze und der Gr�sse des dem Angeschuldigten bekannten Risikos der Tatbestandsverwirklichung konkretisiert werde, aus welchen auf das Vorliegen des Eventualvorsatzes geschlossen werde. Der Beschuldigte m�sse der Anklageschrift entnehmen k�nnen, aufgrund welcher tats�chlicher Umst�nde ihm ein Straftatbestand vorgeworfen werde und aufgrund welcher Umst�nde auf das Vorliegen des Eventualvorsatzes geschlossen werde. Diesen Anforderungen werde die Anklageschrift im zu beurteilenden Fall nicht gerecht. Es gen�ge nicht, dass die Anklageschrift im Eventualstandpunkt lediglich das �ussere Geschehen sowie die erlittenen Verletzungen umschreibe und um den Wortlaut von Art. 12 StGB erg�nze. Sie h�tte vielmehr umschreiben m�ssen, welche Tatbestandsvariante von Art. 122 StGB ihm vorgeworfen werde. Der Vorwurf, er h�tte der Privatkl�gerin Verletzungen zuf�gen k�nnen, welche zu lebensgef�hrlichen Folgen oder bleibenden Sch�den f�hren k�nnten, sei zu ungenau. Zudem sei eine Verletzung, die zu lebensgef�hrlichen Folgen f�hren k�nne, keine gesetzliche Tatbestandsvariante und mithin auch keine Konkretisierung einer solchen. Sowohl das Kriterium der Unmittelbarkeit der Lebensgefahr als auch dasjenige der ernstlichen und dringlichen Wahrscheinlichkeit eines Todeseintritts im Sinne von Art. 122 Abs. 1 StGB seien etwas anderes als die angeklagte blosse M�glichkeit lebensgef�hrlicher Folgen. Zudem konkretisiere die Anklageschrift auch nicht ansatzweise, inwiefern durch die Fusstritte und Kniest�sse eine Lebensgefahr h�tte entstehen k�nnen. Auch die weitere Umschreibung des Anklageschrift, dass die Schl�ge zu bleibenden Sch�den h�tten f�hren k�nnen, entspreche augenscheinlich nicht den Tatbestandserfordernissen von Art. 122 StGB. Der in der Anklageschrift umschriebene Vorwurf gen�ge f�r eine Verurteilung wegen versuchter schwerer K�rperverletzung nicht (Beschwerde S. 4 ff.).
Der Beschwerdef�hrer r�gt im Weiteren eine Verletzung des Anklagegrundsatzes auch unter dem Gesichtspunkt der Umgrenzungsfunktion.
Die Vorinstanz lege ihrem Urteil verschiedene Sachverhaltselemente zugrunde, welche in der Anklageschrift nicht umschrieben seien. Dies gelte etwa f�r den Umstand, dass sich die Privatkl�gerin erfolglos gewehrt und dies seine Wut noch gesteigert habe, sowie f�r den emotionalen Ausnahmezustand, in welchem sich die Privatkl�gerin befunden haben m�sse, was eine wirksame Abwehr zus�tzlich erschwert habe. Die Vorinstanz gehe auch davon aus, dass die Fusstritte mit einer gewissen Wucht bzw. mit einem nicht unerheblichen Kraftaufwand erfolgt seien, obwohl sich weder den Akten noch der Anklageschrift etwas �ber die Heftigkeit der Fusstritte entnehmen lasse. Diese Annahmen seien von der Anklageschrift nicht umfasst. Ebenfalls nicht umschrieben sei der emotionale Zustand, in welchem er sich w�hrend der Tatbegehung befunden habe, der nach Auffassung der Vorinstanz dagegen spreche, dass er die Intensit�t seiner Tritte und Kniest�sse habe steuern und den Eintritt schwerer Verletzungen ausschliessen k�nnen. Die Anklageschrift verletze damit auch das Immutabilit�tsprinzip (Beschwerde S. 8 ff.).
1.2.�Die Vorinstanz verneint eine Verletzung des Anklageprinzips. Es treffe zwar zu, dass die Anklageschrift nicht explizit umschreibe, welche Verletzungen mit lebensgef�hrlichen Folgen der Beschwerdef�hrer mit seinem im Hauptanklagepunkt umschriebenen Verhalten in Kauf genommen habe. Die Anklageschrift sei aber nicht Selbstzweck, sondern Mittel zum Zweck der Umgrenzung des Prozessgegenstandes und der Information der beschuldigten Person. Dem Beschwerdef�hrer werde im Eventualstandpunkt eine eventualvors�tzlich begangene versuchte schwere K�rperverletzung vorgeworfen. Damit bleibe der Anklagevorwurf hinsichtlich des �usseren Sachverhalts gleich, entsprechend sei auch die entsprechende Umschreibung in der Anklageschrift identisch. Da beim Versuch nicht alle objektiven Tatbestandsmerkmale erf�llt seien, gen�ge es, wenn in der Eventualanklage der Vorwurf hinsichtlich des subjektiven Tatbestandes hinreichend umschrieben sei. Dies sei hier der Fall. Es sei v�llig klar, was dem Beschwerdef�hrer im Eventualstandpunkt sowohl in objektiver als auch in subjektiver Hinsicht vorgeworfen werde. Es geh�re zum Allgemeinwissen, dass Tritte gegen den Kopf unter Umst�nden zu lebensgef�hrlichen Verletzungen f�hren k�nnten. Zur Wahrung der Verteidigungsrechte sei es nicht n�tig, die einer m�glichen Lebensgefahr zugrunde liegenden medizinischen Vorg�nge zu nennen, zumal sich der Erfolg bei einer versuchten Tatbegehung ja gerade nicht verwirkliche (angefochtenes Urteil S. 11 f.).
1.3.1.�Nach Art. 9 Abs. 1 StPO kann eine Straftat nur gerichtlich beurteilt werden, wenn die Staatsanwaltschaft gegen eine bestimmte Person wegen eines genau umschriebenen Sachverhalts beim zust�ndigen Gericht Anklage erhoben hat (vgl. Art. 325 StPO). Der aus Art. 29 Abs. 2 und Art. 32 Abs. 2 BV abgeleitete Anklagegrundsatz verlangt, dass die Anklage einerseits die Person bestimmt, gegen die sich das Strafverfahren richtet, und andererseits den Sachverhalt umreisst, der Gegenstand der gerichtlichen Beurteilung bildet (Umgrenzungsfunktion; vgl. auch Art. 6 Ziff. 1 und Ziff. 3 lit. a und b EMRK). Das Anklageprinzip bezweckt dar�berhinaus den Schutz der Verteidigungsrechte der beschuldigten Person (Informationsfunktion) und garantiert den Anspruch auf rechtliches Geh�r (BGE 140 IV 188 E. 1.3; 133 IV 235 E. 6.2 f.; 126 I 19 E. 2a mit Hinweisen). Diese muss aus der Anklage ersehen k�nnen, was ihr konkret vorgeworfen wird, damit sie ihre Verteidigungsrechte angemessen aus�ben kann. Sie darf nicht Gefahr laufen, erst an der Gerichtsverhandlung mit neuen Anschuldigungen konfrontiert zu werden (vgl. Urteile 6B_492/2015 vom 2. Dezember 2015 E. 2.2, nicht publ. in: BGE 141 IV 437; 6B_1079/2015 vom 29. Februar 2016 E. 1.1; 6B_1073/2014 vom 7. Mai 2015 E. 1.2, je mit Hinweisen). Dies bedingt eine zureichende, d.h. m�glichst kurze, aber genaue (Art. 325 Abs. 1 lit. f StPO) Umschreibung der Sachverhaltselemente, die f�r eine Subsumtion unter die anwendbaren Straftatbest�nde erforderlich sind. Ungenauigkeiten sind solange nicht von entscheidender Bedeutung, als f�r die beschuldigte Person keine Zweifel dar�ber bestehen, welches Verhalten ihr angelastet wird (Urteil 6B_100/2014 vom 18. Dezember 2014 E. 2.3.1 mit Hinweis). �berspitzt formalistische Anforderungen d�rfen an die Anklageschrift nicht gestellt werden (vgl. Urteil 6B_966/2009 vom 25. M�rz 2010 E.3.3).
Das Gericht ist an den in der Anklage wiedergegebenen Sachverhalt gebunden, nicht aber an dessen rechtliche W�rdigung durch die Anklagebeh�rde (Art. 350 StPO; BGE 133 IV 235 E. 6.3; 126 I 19 E. 2a). Die Feststellung des Sachverhalts ist Aufgabe des Gerichts (6B_716/2014 vom 17. Oktober 2014 E. 2.3). Ergibt das gerichtliche Beweisverfahren, dass sich das Tatgeschehen in einzelnen Punkten anders abgespielt hat, als im Anklagesachverhalt dargestellt, so hindert der Anklagegrundsatz das Gericht nicht, die beschuldigte Person aufgrund des abge�nderten Sachverhaltes zu verurteilen, sofern die �nderungen f�r die rechtliche Qualifikation des Sachverhalts nicht ausschlaggebende Punkte betreffen und die beschuldigte Person Gelegenheit hatte, dazu Stellung zu nehmen (Urteil des Bundesgerichts 6B_292/2009 vom 16. Oktober 2009 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.3.2.�Gem�ss Art. 325 Abs. 2 StPO kann die Staatsanwaltschaft eine Alternativanklage oder f�r den Fall der Verwerfung ihrer Hauptanklage eine Eventualanklage erheben, wenn eindeutige tats�chliche Feststellungen zwar nicht m�glich sind, aber doch feststeht, dass die beschuldigte Person sich in jeder der in Betracht fallenden Sachverhaltsalternativen schuldig gemacht haben k�nnte (Urteil 6B_604/2012 vom 16. Januar 2014 E. 2.3.1). Es ist Sache des Gerichts, allenfalls widersrp�chliche Beweisergebnisse zu w�rdigen und den Sachverhalt verbindlich festzustellen (NIKLAUS OBERHOLZER, a.a.O., 3. Aufl. 2012, N 626; zum Begriff der Eventualanklage vgl. FABBRI/NOTO, Die Eventual- und Alternativanklage im Lichte des Akkusationsprinzips, AJP 2012, S. 899; NIKLAUS SCHMID, Schweizerische Strafprozessordnung, Praxiskommentar, 2 Aufl., Art. 325 N 16; MARTIN SCHUBARTH, in: Commentaire Romand, Code de proc�dure p�nale suisse, 2011, Art. 325 N 39).
1.4.1.�Im Anklagepunkt der K�rperverletzung zum Nachteil von A.________ f�hrt die Anklageschrift in Bezug auf den subjektiven Tatbestand aus:
Der Beschuldigte X.________ wusste anl�sslich seines Handelns um die M�glichkeit der hervorgerufenen Verletzungen, und er nahm diese in Kauf.
Eventualiter wusste er, dass er der Gesch�digten A.________ mit den Fusstritten und Kniekicken gegen den Kopf und das Gesicht Verletzungen h�tte beif�gen k�nnen, welche f�r Letztere zu lebensgef�hrlichen Folgen oder bleibenden Sch�den h�tten f�hren k�nnen, welcher der Beschuldigte durch sein Vorgehen zumindest in Kauf nahm.
X.________ hat sich eventualiter der versuchten schweren K�rperverletzung im Sinne von Art. 122 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB schuldig gemacht.
1.4.2.�Das angefochtene Urteil verletzt kein Bundesrecht. Die Anklageschrift umreisst das Prozessthema und erm�glicht eine angemessene Verteidigung. Sie umschreibt den �usseren Tathergang und die einzelnen dem Beschwerdef�hrer vorgeworfenen Handlungen hinreichend deutlich. Dies gilt, wie auch der Beschwerdef�hrer anerkennt (Beschwerde S. 9), namentlich f�r die Zahl der Tritte, den Ort der betroffenen K�rperregion, die Position und das Abwehrverhalten der Privatkl�gerin und die Art der erlittenen Verletzungen. Es war f�r ihn mithin in klarer Weise erkennbar, durch welche Handlungen er den Tatbestand der K�rperverletzung erf�llt haben soll. Hiegegen erhebt der Beschwerdef�hrer denn auch keine Einw�nde (Beschwerde S. 3). Er stellt sich aber auf den Standpunkt, die eventualiter erhobene Anklage der versuchten schweren K�rperverletzung gen�ge den Anforderungen des Anklagegrundsatzes nicht. Entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers ist das Anklageprinzip in seiner Informationsfunktion indes nicht verletzt. Wie die Vorinstanz zutreffend erw�gt, geht die Eventualanklage der versuchten schweren K�rperverletzung vom selben Tatablauf aus wie die Hauptanklage, so dass der �ussere Lebensvorgang der K�rperverletzung unver�ndert bleibt. Eine Erg�nzung erfolgt lediglich in Bezug auf den subjektiven Tatbestand. Dieser ist, wie die Vorinstanz mit Recht annimmt, gen�gend klar erkennbar. Auf die inneren Tatsachen wird in der Eventualanklage aufgrund der konkreten �usseren Umst�nde geschlossen (vgl. CHRISTIAN JOSI, "Kurz und klar, tr�f und wahr" - die Ausgestaltung des Anklageprinzips in der Schweizerischen Strafprozessordnung, ZStrR 127/2009, S. 85). Diese ergeben sich aus dem in der Hauptanklage einl�sslich geschilderten Tatablauf. Ob der Tatbestand tats�chlich erf�llt ist, bestimmt sich nach dem Ergebnis des Beweisverfahrens.
Aus der Anklageschrift wird auch hinreichend deutlich, unter welche Tatvarianten die Anklageschrift das Verhalten des Beschwerdef�hrers subsumiert. Aus der Formulierung, dem Beschwerdef�hrer sei bewusst gewesen, dass die Fusstritte gegen den Kopf und das Gesicht der Privatkl�gerin Verletzungen mit lebensgef�hrlichen Folgen oder bleibenden Sch�den h�tten bewirken k�nnen, ergibt sich klar, dass die Tatvarianten der lebensgef�hrlichen K�rperverletzung gem�ss Art. 122 Abs. 1 StGB bzw. der anderen schweren K�rperverletzung im Sinne der Generalklausel nach Art. 122 Abs. 3 StGB angesprochen sind. Die konkrete Beschreibung des einer Lebensgefahr bzw. einer anderen schweren Sch�digung des K�rpers oder der Gesundheit zugrunde liegenden m�glichen medizinischen Geschehens ist zur Wahrung der Verteidigungsrechte nicht notwendig. Die Vorinstanz verletzt daher kein Bundesrecht, wenn sie zum Schluss gelangt, f�r den Beschwerdef�hrer sei es v�llig klar gewesen, was ihm in objektiver und subjektiver Hinsicht vorgeworfen worden ist, und er habe sich angemessen verteidigen k�nnen. Im �brigen hat die Staatsanwaltschaft in der Berufungsverhandlung auf Einladung der Vorinstanz ihre Anklage erg�nzt (angefochtenes Urteil S. 10; zweitinstanzliches Protokoll, act. 135A S. 14 ff.), so dass allf�llige Unklarheiten sp�testens in diesem Zeitpunkt beseitigt waren.
Unbegr�ndet ist die Beschwerde auch, soweit der Beschwerdef�hrer r�gt, die Vorinstanz habe ihrem Urteil Sachverhaltselemente zugrunde gelegt, welche in der Anklageschrift nicht umschrieben seien. Es trifft zu, dass die Anklageschrift nicht explizit ausf�hrt, dass die erfolglose Abwehr der Privatkl�gerin die Aggressionen und die Wut des Beschwerdef�hrers noch gesteigert haben und dass die Fusstritte und Kniest�sse mit einer gewissen Wucht erfolgt sind. Doch l�sst sich dies, wie auch der Beschwerdef�hrer anerkennt (Beschwerde S. 9), aus der Anklageschrift jedenfalls herauslesen. Wesentlich ist jedoch, dass diese Erw�gungen der Vorinstanz Ergebnis ihrer Beweisw�rdigung sind, welche nicht in der Anklageschrift abzuhandeln ist, sondern dem Gericht vorbehalten bleibt. Dies gilt auch, soweit die Vorinstanz zum Schluss gelangt, der Beschwerdef�hrer sei bei dem �bergriff ausgerastet und habe die Kontrolle vollst�ndig verloren. Eine Verletzung des Anklagegrundsatzes ist daher auch in seiner Umgrenzungsfunktion nicht ersichtlich.
2.1.�In der Sache nimmt die Vorinstanz in tats�chlicher Hinsicht zun�chst an, die mehrfachen Fusstritte und Kniest�sse seien - zumindest nach der Wahrnehmung der Privatkl�gerin - von erheblicher Intensit�t gewesen. So habe die Privatkl�gerin anl�sslich der polizeilichen Einvernahme erkl�rt, die Schl�ge gegen ihren linken Vorderkopf h�tten sehr stark geschmerzt und sie habe das Gef�hl gehabt, dass ihr Kopf davon "zerdr�ckt" w�rde; sie habe auch Angst vor etwaigen Knochenbr�chen gehabt. Auch aufgrund des Verletzungsbildes (leichte Hirnersch�tterung sowie multiple Bluterg�sse, insbesondere an der Bindehaut und an der linken Schl�fe) sei von einer nicht unerheblichen Einwirkung auf den Kopfbereich der Privatkl�gerin auszugehen. Dies werde durch die Angaben des Beschwerdef�hrers im Untersuchungsverfahren best�tigt, wonach die Tritte gegen den Kopf der Privatkl�gerin v�llig unkontrolliert gewesen seien. Im Einzelnen habe er ausgesagt, er sei einfach unkontrolliert ausgerastet; sein Verstand habe in diesem Moment ausgesetzt. Er habe nur gemerkt, dass sich die Privatkl�gerin stark wehrte, was seine Wut noch gesteigert habe. Aufgrund der vergleichsweise gering ausgefallenen (physischen) Verletzungen sei indes davon auszugehen, dass der Beschwerdef�hrer kein schweres Schuhwerk getragen habe. Da im vorliegenden Fall der Vorwurf einer versuchten eventualvors�tzlichen Tatbegehung im Vordergrund stehe, komme der Frage nach der tats�chlichen Intensit�t der Tritte indes nur untergeordnete Bedeutung zu. Entscheidend sei vielmehr, welche Folgen der Beschwerdef�hrer f�r m�glich gehalten und in Kauf genommen habe (angefochtenes Urteil S. 16 ff.).
2.2.�Die Vorinstanz gelangt in rechtlicher Hinsicht zum Schluss, die Vorgehensweise des Beschwerdef�hrers sei aufgrund der konkreten Tatumst�nde als versuchte schwere K�rperverletzung zu qualifizieren. Dies gelte auch, wenn der Beschwerdef�hrer gem�ss erstelltem Sachverhalt nicht "mit voller", sondern lediglich "mit einer gewissen Wucht" zugetreten habe. Denn er sei nach seinen eigenen Aussagen ausgerastet und der �bergriff sei in einer Kurzschlusshandlung erfolgt. In diesem Gem�tszustand habe er unm�glich in der Lage sein k�nnen, die Intensit�t seiner wiederholten Tritte und Kniest�sse derart zu steuern, dass er den Eintritt schwerer Verletzungen h�tte ausschliessen k�nnen. Der w�hrend des gesamten Verfahrens vom Beschwerdef�hrer selbst beschriebene emotionale Zustand w�hrend der Tatbegehung spreche eindeutig gegen einen bewusst gem�ssigten Krafteinsatz. Dies werde auch durch die Aussage des Beschwerdef�hrers bekr�ftigt, wonach die (versuchte) Gegenwehr der Privatkl�gerin noch mehr Aggressionen in ihm ausgel�st habe. Er habe sich im Moment seines Handelns - trotz vorhandenem Wissen �ber die M�glichkeit eines Erfolgseintritts einer schweren K�rperverletzung - offensichtlich �berhaupt keine Gedanken �ber die Folgen seines Angriffs und damit auch nicht �ber die Heftigkeit seiner Tritte gegen�ber der am Boden liegenden Privatkl�gerin gemacht. Es k�nne daher auch nicht die Rede davon sein, dass der Beschwerdef�hrer h�tte darauf vertrauen k�nnen, dass sich die Gefahr lebensgef�hrlicher Verletzungen nicht verwirklichen w�rde. Wer v�llig unkontrolliert und ohne jegliche Zur�ckhaltung - wenn auch mit leichtem Schuhwerk - mehrmals auf den Kopf einer am Boden liegenden Person eintrete, ihr hernach in gleicher Art und Weise auch Kniest�sse versetze und sich durch ihre Gegenwehr noch provozieren lasse, k�nne gar nicht anders, als den Deliktserfolg einer schweren K�rperverletzung (z.B. Lebensgefahr, Verst�mmelung eines wichtigen Organs, arge und bleibende Entstellung des Gesichts) ernstlich in Rechnung zu stellen, und lasse es offensichtlich "drauf ankommen". Dem Beschwerdef�hrer habe sich die Wahrscheinlichkeit des Erfolgseintritts als so gross aufdr�ngen m�ssen, dass seine Vorgehensweise nicht anders denn als Inkaufnahme des als m�glich erkannten Erfolgs ausgelegt werden k�nne. Seine Vorgehensweise habe ihm allenfalls noch die Hoffnung erlaubt, die Sache werde glimpflich ausgehen. Die blosse Hoffnung auf das Ausbleiben des tatbestandsm�ssigen Erfolgs schliesse eine Inkaufnahme im Sinne eventualvors�tzlicher Tatbegehung aber nicht aus (angefochtenes Urteil S. 21 ff.).
2.3.�Der Beschwerdef�hrer wendet sich gegen den Schuldspruch der versuchten schweren K�rperverletzung. Er bringt zun�chst vor, nach den Feststellungen der Vorinstanz sei weder von einer besonderen Heftigkeit der Tritte auszugehen, noch sei das Opfer abwehrunf�hig gewesen noch habe es signifikant schwere Verletzungen erlitten. Angesichts der dokumentierten geringen Blessuren h�tten die Tritte nur gerade eine f�r T�tlichkeiten typische Intensit�t erreicht. Im Rahmen der Strafzumessung habe die Vorinstanz dementsprechend angenommen, eine schwerwiegende Beeintr�chtigung der k�rperlichen Integrit�t der Privatkl�gerin habe weit entfernt gelegen. Das aktenm�ssig belegte Verletzungsbild sowie die medizinischen Befunde erg�ben nicht die geringsten Hinweise darauf, dass das effektive Tatgeschehen mit einem relevanten Risiko der Verwirklichung einer Tatbestandsvariante von Art. 122 StGB einhergegangen w�re. Es l�gen auch keine aggravierenden Umst�nde vor, welche den Schluss auf eventualvors�tzliches Handeln zuliessen. Die Vorinstanz wische die gegen eine schwere K�rperverletzung sprechenden Anhaltspunkte beiseite, indem sie von einer Kurzschlusshandlung mit komplettem Kontrollverlust ausgehe, welche ihm eine Steuerung der Intensit�t der Schl�ge verunm�glicht habe. Diese tats�chlichen Elemente seien in der Anklageschrift jedoch nicht umschrieben, weshalb sie einem Schuldspruch nicht zugrunde gelegt werden d�rften. Ausserdem betr�fen diese Feststellungen inner-psychische Vorg�nge, die den Beizug forensisch-psychiatrischen Fachwissens erforderten. Dies gelte umso mehr, als die Vorinstanz annehme, er leide an einer schweren psychischen St�rung im Sinne von Art. 59 StGB.
Der Beschwerdef�hrer macht weiter geltend, die �usserlich feststellbaren Indizien spr�chen gegen den Schluss, dass er eine schwere K�rperverletzung in Kauf genommen habe. Er habe die Privatkl�gerin nur mit m�ssiger Wucht getreten und sei damit entscheidend daf�r verantwortlich gewesen, dass sie keine schweren Verletzungen erlitten habe. Es m�sse daher davon ausgegangen werden, dass er die Intensit�t der Tritte habe steuern k�nnen und demzufolge bewusst auf eine intensivere Gewalteinwirkung verzichtet habe. Es seien keine Umst�nde ersichtlich, welche das unkalkulierbare Risiko einer schweren K�rperverletzung begr�ndet h�tten. Die Vorinstanz lege nicht dar, aus welchen Umst�nden sie auf Eventualvorsatz f�r eine schwere K�rperverletzung schliesse und in Bezug auf welche Tatbestandsvariante von Art. 122 StGB ein Risiko der Verwirklichung gedroht haben solle.
Schliesslich r�gt der Beschwerdef�hrer insofern eine Verletzung von Bundesrecht, als die Vorinstanz lediglich eine bloss leichtgradige Einschr�nkung der Schuldf�higkeit anerkenne, obwohl sie gleichzeitig davon ausgehe, dass er bei seinem �bergriff vollst�ndig die Kontrolle verloren habe und nicht in der Lage gewesen sei, die Intensit�t seiner Schl�ge zu steuern. In dieser Hinsicht weiche sie auch vom psychiatrischen Gutachten ab, welches ihm lediglich eine leichtgradig eingeschr�nkte Steuerungsf�higkeit attestiere. Soweit die Annahme der Vorinstanz in Bezug auf den Kontrollverlust und die fehlende Steuerungsf�higkeit nicht als haltlos erschienen, w�ren jedenfalls die vorinstanzlichen Erw�gungen zur Schuldf�higkeit unhaltbar (Beschwerde S. 10 ff.).
3.1.�Gem�ss Art. 122 StGB macht sich der schweren K�rperverletzung schuldig, wer einen Menschen lebensgef�hrlich verletzt (Abs. 1); wer den K�rper, ein wichtiges Organ oder Glied eines Menschen verst�mmelt oder ein wichtiges Organ oder Glied unbrauchbar macht, einen Menschen bleibend arbeitsunf�hig, gebrechlich oder geisteskrank macht, das Gesicht eines Menschen arg und bleibend entstellt (Abs. 2); oder wer eine andere schwere Sch�digung des K�rpers oder der k�rperlichen oder geistigen Gesundheit eines Menschen verursacht (Abs. 3). Nach Art. 123 StGB wird wegen einfacher K�rperverletzung bestraft, wer einen Menschen in anderer Weise an K�rper oder Gesundheit sch�digt.
Das Bundesgericht hat sich in seiner j�ngeren Rechtsprechung verschiedentlich mit K�rperverletzungen in Folge von Fusstritten gegen den Kopf des Opfers zu befassen gehabt, wobei teils die Abgrenzung der einfachen zur versuchten schweren K�rperverletzung teils die Abgrenzung der K�rperverletzungsdelikte zur versuchten eventualvors�tzlichen T�tung zur Beurteilung stand (vgl. Urteile 6B_181/2015 vom 23. Juni 2015; 6B_1250/2013 vom 24. April 2015; 6B_839/2014 vom 21. April 2015; 6B_901/2014 vom 27. Februar 2015; 6B_222/2014 vom 15. Juli 2014; 6B_222/2014 vom 15. Juli 2014; 6B_370/2013 vom 16. Januar 2014; 6B_45/3013 vom 18. Juli 2013; 6B_954/2010 vom 10. M�rz 2011; 6P.184-188 und 6S.418/2006 vom 21. Februar 2007).
3.2.�Gem�ss Art. 12 Abs. 2 StGB begeht ein Verbrechen oder Vergehen vors�tzlich, wer die Tat mit Wissen und Willen ausf�hrt. Nach derselben Bestimmung handelt bereits vors�tzlich, wer die Verwirklichung der Tat f�r m�glich h�lt und in Kauf nimmt. Der eventualvors�tzlich handelnde T�ter nimmt den Eintritt des als m�glich erkannten Erfolgs ernst, rechnet mit ihm und findet sich mit ihm ab, mag er ihm auch unerw�nscht sein. Dass er den Erfolg "billigt", ist nicht erforderlich (BGE 137 IV 1 E. 4.2.3; 133 IV 9 E. 4.1 und 222 E. 5.3, je mit Hinweisen).
Ob der T�ter die Tatbestandsverwirklichung in diesem Sinne in Kauf genommen hat, muss das Gericht bei Fehlen eines Gest�ndnisses des Beschuldigten aufgrund der Umst�nde entscheiden. Dazu geh�ren die Gr�sse des dem T�ter bekannten Risikos der Tatbestandsverwirklichung, die Schwere der Sorgfaltspflichtverletzung, die Beweggr�nde des T�ters und die Art der Tathandlung. Je gr�sser die Wahrscheinlichkeit der Tatbestandsverwirklichung ist und je schwerer die Sorgfaltspflichtverletzung wiegt, desto eher darf gefolgert werden, der T�ter habe die Tatbestandsverwirklichung in Kauf genommen (BGE 135 IV 12 E. 2.3.2 S. 17; 134 IV 26 E. 3.2.2 S. 28 f.; 133 IV 9 E. 4.1 S. 16; je mit Hinweisen). Das Gericht darf vom Wissen des T�ters auf den Willen schliessen, wenn sich dem T�ter der Eintritt des Erfolgs als so wahrscheinlich aufdr�ngte, dass die Bereitschaft, ihn als Folge hinzunehmen, vern�nftigerweise nur als Inkaufnahme des Erfolgs ausgelegt werden kann (BGE 137 IV 1 E. 4.2.3; 133 IV 222 E. 5.3, je mit Hinweisen). Je gr�sser die Wahrscheinlichkeit der Tatbestandsverwirklichung ist und je schwerer die Rechtsgutsverletzung wiegt, desto n�her liegt die Schlussfolgerung, der T�ter habe die Tatbestandsverwirklichung in Kauf genommen (BGE 135 IV 12 E. 2.3.2; 133 IV 222 E. 5.3). Eventualvorsatz kann indessen auch vorliegen, wenn der Eintritt des tatbestandsm�ssigen Erfolgs nicht in diesem Sinne sehr wahrscheinlich, sondern bloss m�glich war. Doch darf nicht allein aus dem Wissen des T�ters um die M�glichkeit des Erfolgseintritts auf dessen Inkaufnahme geschlossen werden (BGE 133 IV 9 E. 4.1; 131 IV 1 E. 2.2;, je mit Hinweisen).
Was der T�ter wusste, wollte und in Kauf nahm, betrifft innere Tatsachen und ist Tatfrage, welche im Verfahren vor Bundesgericht nur im Rahmen von Art. 97 Abs. 1 BGG ger�gt werden k�nnen (vgl. auch Art. 106 Abs. 2 BGG). Rechtsfrage ist hingegen, ob im Lichte der festgestellten Tatsachen der Schluss auf Eventualvorsatz begr�ndet ist (BGE 137 IV 1 E. 4.2.3; 135 IV 152 E. 2.3.2, je mit Hinweisen). Das Sachgericht hat die in diesem Zusammenhang relevanten Tatsachen m�glichst ersch�pfend darzustellen, damit erkennbar wird, aus welchen Umst�nden es auf Eventualvorsatz geschlossen hat (BGE 134 IV 189 E. 1.3; 133 IV 1 E. 4.1, 9 E. 4.1; je mit Hinweisen).
4.1.�Der Schuldspruch wegen versuchter schwerer K�rperverletzung im Sinne von Art. 122 StGB (i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB) verletzt kein Bundesrecht. Es ist unbestritten, dass der Beschwerdef�hrer in einem emotionalen Ausnahmezustand der am Boden liegenden Privatkl�gerin mehrere Fusstritte sowie und Kniest�sse gegen den Kopf zugef�gt hat, wobei die Fusstritte "mit einer gewissen Wucht" bzw. "mit einem nicht unerheblichen Kraftaufwand" erfolgt sind. Unbestritten ist ferner, dass der Beschwerdef�hrer kein schweres Schuhwerk trug und dass die vom Opfer erlittenen K�rperverletzungen von "vergleichsweise geringer" Schwere waren (vgl. Beschwerde S. 11).
Die Vorinstanz nimmt zutreffend an (angefochtenes Urteil S. 22, 28), dass es sich bei der Kopfregion um einen besonders sensiblen Bereich des menschlichen K�rpers handelt und dass Kopfverletzungen, insbesondere Verletzungen der Hirnregion gravierende Folgen nach sich ziehen k�nnen. Dies stimmt �berein mit der Rechtsprechung des Bundesgerichts, das mehrfach festgehalten hat, es entspreche der allgemeinen Lebenserfahrung, dass Fusstritte und Faustschl�ge in den Kopfbereich eines am Boden liegenden Opfers - selbst wenn dieses sich zusammenrollt und den Kopf mit den H�nden zu sch�tzen versucht - zu schwerwiegenden Beeintr�chtigungen der k�rperlichen Integrit�t f�hren k�nnen (Urteile 6B_208/2015 vom 24. August 2015 E. 12.4; 6B_181/2015 vom 23. Juni 2015 E. 2.3; vgl. auch die Urteile 6B_132/2015 vom 21. April 2015 E. 2.3.2; 6B_222/2014 vom 15. Juli 2014 E. 1.4; ferner 6B_901/2014 vom 27. Februar 2015 E. 2.7.3).
Entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers setzt die bundesgerichtliche Rechtsprechung f�r die Erf�llung des Tatbestandes der versuchen schweren K�rperverletzung nicht voraus, dass neben den eigentlichen Fusstritten oder Schl�gen an den Kopf ein aggravierendes Moment, etwa eine besondere Heftigkeit der Tritte, die Wehrlosigkeit des Opfers, die Traktierung mit weiteren Gegenst�nden oder die Einwirkung mehrerer Personen, hinzutreten muss (Beschwerde S. 12 f.). Es trifft lediglich zu, dass in den vom Beschwerdef�hrer im vorinstanzlichen Verfahren zitierten Entscheiden derartige erschwerende Umst�nde tats�chlich vorgelegen haben (angefochtenes Urteil S. 22 mit Hinweis auf die Urteile 6B_954/2010 vom 10. M�rz 2011; 6B_45/2013 vom 18.07.2013; 6B_222/2014 vom 15. Juli 2014). Die dem Bundesgericht zur Entscheidung unterbreiteten F�lle unterscheiden sich in Bezug auf den Sachverhalt indes zum Teil erheblich, wobei darauf hinzuweisen ist, dass in denjenigen F�llen, in denen erheblich aggravierende Umst�nde vorlagen, verschiedentlich auch Schuldspr�che wegen versuchter eventualvors�tzlicher T�tung zu beurteilen waren.
F�r die rechtliche W�rdigung ist auch ohne Bedeutung, dass die Privatkl�gerin im zu beurteilenden Fall keine schweren Verletzungen erlitt. Denn dem Beschwerdef�hrer wird nicht eine vollendete, sondern lediglich eine versuchte eventualvors�tzliche schwere K�rperverletzung vorgeworfen. Es liegt in der Natur der versuchten Tatbegehung, dass der Erfolg nicht eintritt. Entscheidend ist demnach nicht, wie intensiv die Tritte tats�chlich waren, sondern was f�r Folgen der Beschwerdef�hrer aufgrund seiner Tritte f�r m�glich gehalten und in Kauf genommen hat (vgl. Urteil 6B_1250/2013 vom 24. April 2015 E. 1.4.1, mit Hinweis). In diesem Kontext nimmt die Vorinstanz an, der �bergriff sei eine Art Kurzschlusshandlung gewesen, bei welcher der Beschwerdef�hrer komplett die Kontrolle verloren habe, so dass er die Intensit�t der St�sse unm�glich habe steuern k�nnen. Inwiefern dieser Schluss unhaltbar sein soll, ist nicht ersichtlich. Die Vorinstanz st�tzt sich in diesem Punkt allein auf die Schilderung des Beschwerdef�hrers selbst, der ausf�hrte, er sei ausgerastet, habe die Kontrolle verloren, nur noch im Affekt gehandelt und wohl einfach seinen Verstand abgeschaltet; er habe nur noch gemerkt, dass sich die Person stark gewehrt habe, was seine Wut noch gesteigert habe (angefochtenes Urteil S. 17). Auch in seiner Beschwerde r�umt der Beschwerdef�hrer ein, er habe sich beim �bergriff in einem emotionalen Ausnahmezustand befunden (Beschwerde S. 11). Bei dieser Sachlage ist die Annahme der Vorinstanz, der Beschwerdef�hrer habe die Intensit�t der Schl�ge nicht bewusst dosieren k�nnen, nicht willk�rlich. Denn die M�glichkeit einer bewussten Kontrolle der Intensit�t der Tritte liegt beim Handeln in einer emotionalen Aufwallung offensichtlich nicht nahe. Im �brigen ergibt sich aus dem Verhalten des Beschwerdef�hrers auch nichts, was die Annahme rechtfertigen w�rde, dass sich sein Vorsatz auf die Zuf�gung lediglich
einfacher�Verletzungen beschr�nkt bzw. dass er sich bewusst zur�ckgehalten und die Kraft seiner Schl�ge dosiert hat. Dem Beschwerdef�hrer musste sich bei seiner Vorgehensweise das Risiko einer schweren K�rperverletzung als derart wahrscheinlich aufdr�ngen, dass sein Verhalten vern�nftigerweise nur als Inkaufnahme einer schweren K�rperverletzung gewertet werden kann, falls eine solche eingetreten w�re (vgl. 6B_132/2015 vom 21. April 2015 E. 2.3.2). Damit ist der Schluss der Vorinstanz nicht zu beanstanden, wonach der Beschwerdef�hrer, indem er mehrmals auf den Kopf der am Boden liegenden Privatkl�gerin eintrat und ihr hernach noch Kniest�sse versetzte, gar nicht anders konnte, als den Deliktserfolg einer schweren K�rperverletzung ernstlich in Rechnung zu stellen. Der Beschwerdef�hrer hat es letztlich Gl�ck und Zufall �berlassen, ob sich die Gefahr verwirklichen w�rde oder nicht (angefochtenes Urteil S. 24).
4.2.�Auch was der Beschwerdef�hrer weiter gegen das angefochtene Urteil einwendet, f�hrt zu keinem anderen Ergebnis. So verkennt die Vorinstanz etwa keineswegs, dass sich der vorliegende Sachverhalt deutlich von demjenigen unterscheidet, welcher dem Urteil 6B_954/2010 vom 18. Juli 2013 zugrunde lag. Dass die vom Opfer in jenem Entscheid erlittenen Verletzungen ungleich gravierender waren, als die von der Privatkl�gerin im vorliegenden Fall, ist f�r sich allein noch kein stichhaltiges Argument gegen den Schuldspruch der versuchten schweren K�rperverletzung, zumal beim Versuch der zur Vollendung der Tat geh�rende Erfolg eben nicht eintritt. Im �brigen nimmt die Vorinstanz den vom Beschwerdef�hrer genannten Entscheid auch nicht zum Ausgangspunkt f�r die Beurteilung des vorliegenden Falles (Beschwerde S. 14). Sie geht lediglich davon aus, dass der Tatbestand der versuchten schweren K�rperverletzung unter anderem dann als erf�llt gelten kann, wenn jemand einem am Boden liegenden Opfer mit voller Wucht mit dem Fuss gegen den Kopf tritt, wof�r sie auf die seitens der Verteidigung zitierte Rechtsprechung verweist (angefochtenes Urteil S. 23).
Es trifft entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers auch nicht zu, dass die Vorinstanz ihm, soweit sie in Bezug auf die Heftigkeit der Schl�ge von einer aufgehobenen Steuerungsf�higkeit ausgehe, konsequenterweise h�tte eine vollumf�ngliche Schuldunf�higkeit attestieren m�ssen (Beschwerde S. 16, 21). Die Beurteilung der Frage, ob er die Wucht der Fusstritte in seinem aufgew�hlten Zustand dosieren konnte, erfordert keinen Beizug einer sachverst�ndigen Person (Art. 182 StPO). Im �brigen hat die Staatsanwaltschaft am 10. Oktober 2012 ein forensisch-psychiatrisches Gutachten zu den Fragen des Vorliegens einer psychischen St�rung, zu einer Einschr�nkung der Schuldf�higkeit, zur R�ckfallgefahr und zur Notwendigkeit der Anordnung einer Massnahme eingeholt. Der Gutachter gelangt zum Schluss, dass der Beschwerdef�hrer aufgrund der ausgepr�gten Impulsivit�t und der leichtgradigen Alkoholwirkung am Tattag von einer leichtgradigen Minderung der Steuerungsf�higkeit auszugehen sei (Gutachten vom 29. Juli 2013, act. 23/11 S. 46 f., 50; vgl. auch Erg�nzungsgutachten vom 22. Januar 2014, act. 23/18 S. 13 f., 17). Gest�tzt hierauf haben die kantonalen Instanzen eine leichtgradig eingeschr�nkte Schuldf�higkeit im Sinne von Art. 19 Abs. 2 StGB angenommen (angefochtenes Urteil S. 28). Insofern ist die Vorinstanz nicht vom Gutachten abgewichen. Die in Bezug auf die Begehung der Tat insgesamt anerkannte leichtgradige Einschr�nkung der Schuldf�higkeit l�sst sich nicht unbesehen auf die Frage �bertragen, ob der Beschwerdef�hrer in seinem emotionalen Ausnahmezustand die Wucht, mit welcher er mit F�ssen und Knien auf den Kopf der Privatkl�gerin eingeschlagen hat, bewusst beherrschen konnte. Denn dass der T�ter im Augenblick der Tat den Kopf verloren hat, heisst noch nicht, dass ihm damit auch die vom Recht vorausgesetzte F�higkeit abhanden gekommen ist, diesen zu bewahren (SCH�NKE/SCHR�DER-PERRON/WEISSER, Strafgesetzbuch, Kommentar, 29. Aufl. 2014, � 20 N 15). Mit anderen Worten bedeutet die Annahme eines Handelns im Affekt f�r sich allein noch nicht, dass diesem emotionalen Zustand in jedem Fall auch schuldeinschr�nkende Wirkung zukommt (Impulstaten; normalpsychologischer Affekt). Dass der Beschwerdef�hrer bewusst lediglich mit einer moderaten Intensit�t auf die Privatkl�gerin eingetreten und demzufolge willentlich auf intensivere Gewalteinwirkung verzichtet h�tte (Beschwerde S. 17 f.), hat die Vorinstanz somit zu Recht verneint.
Unbehelflich ist schliesslich der Hinweis des Beschwerdef�hrers auf das Urteil 6B_1250/2013 vom 24. April 2015 E. 3.2 (Beschwerde S. 20). Der dem Entscheid zugrunde liegende Fall unterscheidet sich von der vorliegenden Konstellation insofern, als in jenem Entscheid ein Schuldspruch wegen eventualvors�tzlicher T�tung zu beurteilen war. Diesen hat das Bundesgericht als bundesrechtswidrig aufgehoben. Dass der Sachverhalt als eventualvors�tzliche schwere K�rperverletzung zu w�rdigen war, stand aber, obwohl das Opfer "keine augescheinlichen Verletzungen aufwies", ausser Frage.
Insgesamt ist der Schluss der Vorinstanz, dass der Beschwerdef�hrer eine schwere K�rperverletzung in Kauf genommen hat, nicht zu beanstanden. Es liegt auch keine Verletzung der Begr�ndungspflicht vor, weil sich das angefochtene Urteil nicht dar�ber ausl�sst, welche Tatvariante von Art. 122 StGB gegebenenfalls erf�llt w�re.
Aus diesen Gr�nden ist die Beschwerde abzuweisen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdef�hrer grunds�tzlich kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG). Er stellt indes ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege. Dieses kann bewilligt werden, da von seiner Bed�rftigkeit auszugehen und diese ausreichend belegt ist (vgl. BGE 125 IV 161 E. 4) und seine Beschwerde nicht von vornherein aussichtslos war (vgl. BGE 138 III 217 E. 2.2.4). Dem Beschwerdef�hrer sind deshalb keine Kosten aufzuerlegen. Seinem Vertreter ist aus der Bundesgerichtskasse eine angemessene Entsch�digung auszurichten (Art. 64 Abs. 2 BGG).