Source: https://www.mhkbg.nrw/pflege/rechtsgrundlagen_2014/Angebote-zur-Unterstuetzung-im-Alltag/Antrag-auf-Anerkennung/index.php
Timestamp: 2017-10-19 16:33:01
Document Index: 181191141

Matched Legal Cases: ['§ 22', '§ 87', '§ 53', '§ 9', '§ 1', '§ 8', '§ 87', '§ 53']

MHKBG NRW - Antrag auf Anerkennung AnföVo
Antrag auf Anerkennung AnföVo
Hier können Sie sich registrieren und einen (Neu-) Antrag stellen auf
Die Antragstellung erfolgt elektronisch (§ 22 AnFöVO). Es ist jedoch erforderlich, dass Sie das Antragsformular ausdrucken und unterschrieben an die für Sie zuständige Behörde senden. Zuständig für die Anerkennungen sind die Kreise und kreisfreien Städte. Die örtliche Zuständigkeit richtet sich nach dem Sitz der Leistungsanbieterin oder des Leistungsanbieters. Die Bezirksregierungen üben als Aufsichtsbehörde die Fachaufsicht aus und überwachen die Gesetzeserfüllung. Darüber hinaus sind Sie zuständig für die Anerkennung der Vergleichbarkeit einer Qualifizierung gemäß der Richtlinien, die auf der Grundlage des § 87b bzw. § 53 c SGB XI beschlossen wurden. Das MGEPA hat die oberste Fachaufsicht.
Um eine Anerkennung durch die Behörde zu erhalten, sind einige Angaben nötig. Die Antragstellung erfolgt elektronisch über ein Datenverarbeitungssystem. Hierfür bedarf es auch bestimmter Nachweise, die Sie bei der Antragstellung hochladen müssen.
Hier finden Sie einen Überblick über alle erforderlichen Daten und Nachweise, die Sie für Ihren Antrag benötigen:
Welchen Antrag möchten Sie stellen?
Antrag auf Anerkennung eines Angebotes zur Unterstützung im Alltag (außer Betreuungsgruppen und keine Einzelkraft) Antrag auf Anerkennung eines Angebotes zur Unterstützung im Alltag (selbständige Einzelkräfte)Antrag auf Anerkennung eines Angebotes zur Unterstützung im Alltag (Einzelkräfte, die in einem unmittelbaren Beschäftigungsverhältnis mit der/dem Pflegebedürftigen stehen)Antrag auf Anerkennung eines Angebotes zur Unterstützung im Alltag (Betreuungsgruppen)Antrag auf Anerkennung als Koordinierungsstelle Antrag auf Anerkennung des Konzepts zur Vermittlung der Basisqualifizierung
Hier können Sie sich direkt im Datensystem registrieren und einen (Neu-) Antrag stellen
Was müssen Sie für die Antragstellung wissen?
Ein Leistungskonzept (siehe § 9 AnFöVO), das mindestens folgenden Angaben enthält: Leistungsbeschreibung, Name und Kontaktdaten, Zielgruppe, Regelmäßigkeit, Preise, Qualifikationen der handelnden Personen, fachliche Anleitung und Begleitung durch eine Fachkraft, Schulungs- und Fortbildungsangebote, Kooperationen, Abwesenheits- und Krankheitsvertretungsregelungen, Beschwerdemanagement, Kriseninterventionsmöglichkeiten
Angaben zur Qualitätssicherung (Qualitätssicherungskonzept): Aufgaben der Fachkraft, Sicherstellung einer angemessenen Schulung und Fortbildung sowie einer fachlichen Begleitung und Unterstützung der leistungserbringenden Personen in ihrer Arbeit, Angebot und Sicherstellung von regelmäßigen Praxistreffen, Teambesprechungen oder Supervisionsmöglichkeiten
Nachweis über die erforderlichen Qualifikationen:
Fachkraftqualifikation
- im Sinne § 1 Absatz 1 und 2 Nr. 1 und 2 WTG-DVO1
- für rein hauswirtschaftliche Leistungen auch Qualifikation als Familienpfleger/-in oder Hauswirtschaftsfachkraft
Mindestens 40-stündige Basisqualifizierung der leistungserbringenden Personen (die den Inhalten nach § 8 Absatz 2 AnFöVO entspricht, spätestens ab 1. Juli muss das Schulungsangebot über eine Anerkennung nach AnFöVO verfügen)
Sofern Sie eine Einzelkraft sind: mindestens eine Qualifikation nach den Richtlinien gemäß § 87 b bzw. § 53 c SGB XI oder eine (durch die zuständige Bezirksregierung) als vergleichbar anerkannte Qualifikation
ggf. Nachweis, dass Sie einem Tarifvertrag angeschlossen sind oder ein entsprechendes Entgelt an Ihre Beschäftigten zahlen (wenn ihr Preis pro Stunde zwischen 25,01 € und 28,00 € liegt)
ggf. die Kopie einer Kooperationsvereinbarung mit einer Fachkraft (sofern Sie nicht selbst über eine entsprechende Qualifikation verfügen oder eine Fachkraft beschäftigen); darüber hinaus eine Bestätigung der Fachkraft, dass die Kooperation nicht zu einer Überforderung führt
ggf. Vollmacht, sofern die Antragstellung durch Dritte erfolgt
Führungszeugnisse der anbietenden (geschäftsführenden) und koordinierenden Personen; darüber hinaus ist sicherzustellen, dass die leistungserbringenden Personen zuverlässig sind (Sie sollten sich bei Einstellung und in regelmäßigen Abständen Führungszeugnisse vorlegen lassen)
Darüber hinaus haben Sie sicherzustellen, dass ein ausreichender Versicherungsschutz für Personen und Sachschäden besteht, die im Rahmen der Tätigkeit verursacht werden können (Betriebshaftpflicht)
Sollten Sie eine Betreuungsgruppe anbieten haben Sie darüber hinaus folgende Nachweise zu erbringen:
Nachweis über mindestens 2-jährige gerontopsychiatrische Berufserfahrung der begleitenden Fachkraft, sofern sich die Betreuungsgruppe insbesondere an Menschen mit Demenz richtet bzw. psychiatrische oder heilpädagogische Berufserfahrung, sofern sich die Betreuungsgruppe an Menschen mit geistiger Behinderung oder psychischer Erkrankung richtet; die Berufserfahrung muss in den letzten 8 Jahren erworben worden sein
Im Rahmen des Leistungskonzepts: Angaben zum vorgesehenen Betreuungsschlüssel (Verhältnis von betreuenden zu betreuten Personen – mindestens 1:3) und Größe der Betreuungsgruppen (max. 9 Personen, bei Wohngruppen max. 12 Personen)
Sicherstellung von angemessenen Räumlichkeiten (Größe, Anzahl, sanitäre Anlagen)
Einzelkräfte, die in einem unmittelbaren Beschäftigungsverhältnis mit der pflegebedürftigen Person stehen benötigen einen Nachweis, dass sie durch eine anerkannte Koordinierungsstelle (zugelassene und nach AnFöVO anerkannte Pflegeeinrichtung) begleitet werden.
Bitte beachten Sie, dass Angebote nur anerkannt werden können, wenn für die Leistungen nicht mehr als 25 Euro pro Stunde (nicht tarifgebunden) sowie 28 Euro (bei Tarifbindung bzw. entsprechender Bezahlung der Beschäftigten) zuzüglich angemessener Fahrtkosten abgerechnet werden. Für Gruppenangebote können maximal 20 Euro pro Stunde und betreuter Person in Rechnung gestellt werden.
Für jedes Angebot muss eine Fachkraft in Aufsichts- und Anleitungsfunktion vorhanden sein. Entweder Sie verfügen selbst über eine Fachkraftqualifikation oder beschäftigen eine Fachkraft oder Sie kooperieren mit einer Fachkraft. Die Fachkraft hat die Erfüllung folgender Aufgaben sicherzustellen: die Anleitung, Begleitung und Unterstützung der leistungserbringenden Personen, die Durchführung von regelmäßigen Team- und Fallbesprechungen sowie die Beratung der Nutzenden zu Bedarfen und geeigneten Formen der Betreuung und Entlastung.
Die Kreise und kreisfreien Städte sind berechtigt, Gebühren zu erheben.
1 Altenpfleger*in/ Gesundheits- oder Krankenpfleger*in/ Kinderkrankenschwester oder Kinderkrankenpfleger/ Heilerziehungspfleger*in/ staatlich anerkanntes, abgeschlossenes Studium in Sozialarbeit, Sozialpädagogik, Heilpädagogik, Erziehungswissenschaften, Psychologie oder Gesundheits-, Pflege- oder Sozialmanagement/ staatlich anerkannter Berufsabschluss als Erzieher*in, Sozialpädagoge*in, Heilerziehungspfleger*in, Heilpädagoge*in, Ergo-, Physio- oder Sprachtherapeut*in/ für rein hauswirtschaftliche Unterstützungen sind auch Familienpfleger*innen oder Hauswirtschaftsfachkräfte als Fachkraft anzuerkennen