Source: http://rcarl.de/verpflegungsmehraufwand-nachweis.html
Timestamp: 2018-08-14 06:35:13
Document Index: 348756864

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 9', '§ 9', '§ 4', '§ 4', '§ 9', '§ 4']

Verpflegungsmehraufwand nachweis - Alles über Steuern
Verpflegungsmehraufwand nachweis
Reisekosten als Werbungskosten von der Steuer absetzen
Waren Sie aus beruflichen Gründen unterwegs, können Sie Ihre Ausgaben als Werbungskosten von der Steuer absetzen.
Für Fahrtkosten mit Ihrem privaten Fahrzeug setzen Sie entweder einen Pauschalbetrag oder – nachgewiesene – höhere Kosten je gefahrenen Kilometer an.
Auch für Ihren Verpflegungsmehraufwand gelten Pauschalen, die je nach Dauer der Abwesenheit gestaffelt sind. Ihr Arbeitgeber kann alternativ die Verpflegungspauschalen steuerfrei erstatten.
Die reinen Übernachtungskosten können Sie ebenfalls steuermindernd geltend machen. Weil es dafür keine Pauschbeträge gibt, müssen Sie aber Belege sammeln.
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Wenn Sie aus beruflichen Gründen unterwegs waren, können Sie die Kosten, die Ihnen dadurch entstanden sind, als Reisekosten bei den Werbungskosten von der Steuer absetzen. Zu den Reisekosten zählen Fahrtkosten, Übernachtungskosten, Verpflegungsmehraufwand und Reisenebenkosten. Typische Beispiele für beruflich veranlasste Reisen sind Seminar-, Kunden- oder Messebesuche.
Reisekosten sind als Werbungskosten abziehbar, wenn sie durch eine so gut wie ausschließlich beruflich veranlasste Auswärtstätigkeit entstanden sind. Eine Auswärtstätigkeit liegt vor, wenn Sie vorübergehend außerhalb Ihrer Wohnung und Ihrer regelmäßigen Arbeitsstätte beruflich tätig geworden sind.
Ob Ihre Auswärtstätigkeit beruflich veranlasst war, müssen Sie nachweisen. Sie sollten daher die Reisedauer und den Reiseweg genau aufzeichnen und anhand geeigneter Unterlagen belegen, beispielsweise durch ein Fahrtenbuch, Tankquittungen, Hotelrechnungen oder Schriftverkehr.
Das können Sie absetzen – und das nicht
Fahrtkosten: Sind Sie mit Ihrem eigenen Fahrzeug gefahren, können Sie für Ihre Fahrten – ohne Nachweise – pauschal für jeden gefahrenen Kilometer folgende Beträge ansetzen:
beim Pkw 30 Cent
beim Motorrad oder Motorroller 13 Cent
beim Moped oder Mofa 8 Cent
beim Fahrrad 5 Cent
Wenn Sie in Ihrem Auto einen oder mehrere Arbeitskollegen mitgenommen haben, erhöht sich der Betrag von 30 Cent um 2 Cent. Auch die in der Realität vielleicht nicht allzu verbreitete Möglichkeit, dass Sie bei einer beruflich veranlassten Auswärtstätigkeit mit dem Motorrad oder dem Motorroller einen Arbeitskollegen mitnehmen, ist im Reisekostenrecht abgebildet: In diesem Fall erhöht sich der Betrag von 13 Cent auf 14 Cent.
Für Fahrstrecken, die Sie mit Ihrem Dienst- oder Firmenwagen oder im Rahmen einer steuerfreien Sammelbeförderung zurückgelegt haben, ist kein Werbungskostenabzug möglich.
Falls Ihre Kosten mit dem eigenen Auto 30 Cent pro Kilometer überstiegen haben, können Sie auch höhere Kilometerkosten angeben, sofern Sie sie im Einzelnen durch Nachweise belegen können. Dazu müssen Sie Ihre jährlichen Gesamtkosten für Ihr Fahrzeug ermitteln und können dann den Teilbetrag ansetzen, der dem Anteil der zu berücksichtigenden Fahrten an der Jahresfahrleistung entspricht. Wenn Sie für Ihre beruflich veranlassten Reisen öffentliche Verkehrsmittel genutzt haben, brauchen Sie zum Nachweis jeweils Einzelbelege für Bus-, Bahn- oder Taxifahrten.
Verpflegungsmehraufwand: Weil der Gesetzgeber davon ausgeht, dass Sie auf Reisen mehr Geld für Ihre Verpflegung ausgeben müssen als zu Hause, können Sie Mehraufwendungen für Essen und Trinken von der Steuer absetzen. Dafür sind pauschal feste Beträge vorgesehen, je nachdem, wie lange Sie von Ihrer Wohnung und Ihrer regelmäßigen Arbeitsstätte abwesend waren. Seit 2014 gelten hierfür nur noch zwei pauschale Sätze: 24 Euro für jeden Tag, an dem der Arbeitnehmer mindestens 24 Stunden von seiner Wohnung abwesend ist beziehungsweise 12 Euro für den An- und Abreisetag bei mehrtägigen Reisen. Bei Dienstreisen ohne Übernachtung, die nicht länger als 24 Stunden andauert gelten 12 Euro. Diese Pauschalen darf der Arbeitgeber steuer- und sozialversicherungsfrei erstatten. Maßgeblich ist die Abwesenheit von der ersten Tätigkeitsstätte.
Zahlt der Arbeitgeber mehr, muss er die Beträge pauschal versteuern.
Bis 2013 galten noch drei Pauschalsätze:
Pauschbeträge für Verpflegungsmehraufwand bis 2013
Diese Pauschbeträge für Verpflegungsmehraufwand sind verbindlich. Selbst wenn Sie also aus Nachweisgründen unterwegs Restaurantrechnungen gesammelt haben, können Sie keine höheren Kosten geltend machen. Anders ist das nur, wenn Sie auf Reisen Geschäftspartner bewirtet haben. Eine Ausnahme ist außerdem für die Bewirtung von (Team-)Kollegen möglich, sofern Ihr Gehalt variable erfolgsabhängige Bestandteile enthält.
Wenn Sie beruflich im Ausland unterwegs waren, gelten je nach Staat unterschiedliche Pauschbeträge, die sogenannten Auslandstagegelder. Diese Beträge passt das Bundesfinanzministerium in regelmäßigen Abständen an die Preisentwicklung in den einzelnen Ländern an, für Auslandsreisen ab dem 1. Januar 2012 mit Schreiben vom 8. Dezember 2011 und für Auslandsreisen ab dem 1. Januar 2013 mit Schreiben vom 17. Dezember 2012 (Az. IV C 5 – S 2353/08/10006 :003).
setzen Sie die Kosten an, die im selben Haus entstanden wären, wenn Sie ein Einzelzimmer genommen hätten. Fragen Sie im Hotel nach, ob Sie eine Rechnung über ein Einzelzimmer bekommen können. Oder Sie errechnen die Differenz zwischen den Preisen für Einzel- und Doppelzimmer selbst und bewahren als Nachweis beispielsweise eine Preisliste des Hotels auf.
Übernachtungskosten: Als Übernachtungskosten gelten die tatsächlichen Kosten, die Ihnen für die persönliche Inanspruchnahme einer Unterkunft entstanden sind. Anders als bei den Verpflegungsmehraufwendungen verlangt das Finanzamt bei den Übernachtungskosten Einzelnachweise. Falls Sie nicht allein gereist sind, lässt sich der Fiskus leider nicht an den Mehrkosten beteiligen, die aufgrund der Mitnutzung etwa eines Hotelzimmers durch eine Begleitperson entstehen. Sofern die an Sie adressierte Hotelrechnung auch den Preis für das Frühstück, Mittag- oder Abendessen enthält, kürzt das Finanzamt den abziehbaren Betrag von sich aus prozentual.
Soweit höhere Übernachtungskosten angefallen sind, weil Sie eine Unterkunft gemeinsam mit Personen genutzt haben, die in keinem Dienstverhältnis zu Ihrem Arbeitgeber stehen, können Sie nur diejenigen Aufwendungen ansetzen, die angefallen wären, wenn Sie die Unterkunft allein genutzt hätten. Nicht abziehbar sind somit Mehrkosten, die aufgrund der Mitnutzung der Übernachtungsmöglichkeit durch eine Begleitperson entstehen, insbesondere wenn die Begleitung privat und nicht beruflich veranlasst ist. Bei Mitnutzung eines Mehrbettzimmers (z. B. Doppelzimmer) können die Aufwendungen angesetzt werden, die bei Inanspruchnahme eines Einzelzimmers im selben Haus entstanden wären.
Ihre Angaben zu den Reisekosten machen Sie bei den Werbungskosten auf Seite 2 der Anlage N zur Einkommensteuererklärung 2015 ab Zeile 49. Die Aufwendungen senken Ihr zu versteuerndes Einkommen und sorgen so dafür, dass Ihre Steuerlast geringer ausfällt.
Auch wenn Sie Übernachtungskosten für den Werbungskostenabzug grundsätzlich einzeln nachweisen müssen, kann es passieren, dass Sie keine Übernachtungsbelege (mehr) haben. In diesem Ausnahmefall dürfen Sie Ihre Kosten schätzen, wenn sie Ihnen zweifelsfrei entstanden sind.
Reisenebenkosten: Sie sollten zusätzlich die Kosten ansetzen, die Ihnen für die Beförderung und Aufbewahrung von Gepäck, Telefonate und Schriftverkehr beruflichen Inhalts mit dem Arbeitgeber oder dessen Geschäftspartner, für Straßenbenutzung und Parkplatz sowie eventuelle Schadensersatzleistungen infolge von Verkehrsunfällen entstanden sind. Wenn Sie eine Reisegepäckversicherung abgeschlossen haben, gehören auch diese Kosten zu den Reisenebenkosten, ebenso Wertverluste infolge eines Diebstahls Ihres persönlichen – notwendigen – Reisegepäcks. Geld und Schmuck bleiben dabei außen vor.
Als Privatvergnügen gelten dagegen Ihre Aufwendungen für private Telefonate, Massagen, Minibar oder Pay-TV – an diesen Kosten lässt sich der Fiskus nicht beteiligen. Das Gleiche gilt für Kosten, die Ihnen für die Anschaffung von Bekleidung, Koffern und anderen Reiseausrüstungen entstanden sind.
Sonderfall Leiharbeitnehmer
Ein vom Lohnsteuerhilfeverein „Steuerring“ erstrittenes Urteil des Niedersächsischen Finanzgerichts vom 30. November 2016 (Az. 9 K 130/16; Revision beim Bundesfinanzhof unter Az. VI R 6/17) eröffnet weitere Steuersparmöglichkeiten für Leiharbeiter: Nicht nur die Entfernungspauschale, sondern die Fahrtkosten für jeden gefahrenen Kilometer zum Arbeitsort dürfen Leiharbeitnehmer abrechnen. Es zählt also nicht nur die einfache Wegstrecke, sondern jeder gefahrene Kilometer auf Hin- und Rückfahrt wie bei einer Dienstreise. Dies trifft dann zu, wenn der Arbeitsvertrag vorsieht, dass der Leiharbeitnehmer kurzfristig woanders eingesetzt werden kann, also nicht dauerhaft einem sogenannten Entleiher zugeordnet ist. Im konkreten Fall arbeitete der Leiharbeitnehmer ganzjährig im selben Betrieb, doch im Vertrag stand, dass er „bis auf Weiteres“, also eben nicht dauerhaft, in einer betrieblichen Einrichtung des Entleihers tätig werden soll. Der Betrieb des Entleihers stellt in solchen Fällen keine erste Tätigkeitsstätte dar.
Ab 1. April 2017 haben Leiharbeitnehmer noch bessere Argumente, weil dann das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz den Einsatz beim selben Entleiher auf höchstens 18 Monate begrenzen wird. Für alle Angestellten, bei denen das Arbeitsverhältnis danach weitergeht, sind von Beginn an Reisekosten zu berücksichtigen. Leiharbeitnehmer sollten deshalb ihre Fahrtkosten aufzeichnen. Autofahrer können 30 Cent je gefahrenen Kilometer absetzen, Bus- und Bahnkunden hingegen die Kosten für ihre gekauften Fahrscheine. Zusätzlich können Leiharbeitnehmer für die ersten drei Monate eines neuen Einsatzes Mehraufwendungen für die Verpflegung geltend machen.
Jobwechsel in Planung: Auch Reisen zu Vorstellungsgesprächen zählen zu den beruflich veranlassten Auswärtstätigkeiten. Sie können Ihre Kosten, die Ihnen durch die Reise zu einem Bewerbungsgespräch entstanden sind, daher als Werbungskosten ansetzen.
Berufliches und Privates gemischt: Wenn Sie im Zusammenhang mit Ihrer beruflich veranlassten Auswärtstätigkeit in einem mehr als geringfügigen Umfang auch private Angelegenheiten erledigt haben, muss das nicht heißen, dass Sie auf Ihren Kosten sitzen bleiben. Allerdings müssen Sie die beruflich veranlassten von den privat veranlassten Aufwendungen trennen (können). Ist das nicht – auch nicht durch Schätzung – möglich, gehören Ihre gesamten Aufwendungen zu den nicht abziehbaren Aufwendungen für die Lebensführung. Als Aufteilungsmaßstab kommen in der Praxis meist die zeitlichen Anteile in Frage, die auf den beruflich und privat veranlassten Teil der Reise entfallen.
Beispielrechnung für gemischte Aufwendungen
Sie haben einen Fachkongress in London besucht und sind Samstagfrüh angereist. Die Veranstaltung fand ganztägig von Dienstag bis Donnerstag statt. Am Sonntagabend sind Sie nach Hause zurückgereist.
In diesem Fall können Sie die Kosten für zwei Übernachtungen (von Dienstag bis Donnerstag) und die Kongressgebühren vollständig als Werbungskosten abziehen. Die Flugkosten sind gemischt veranlasst und entsprechend den Veranlassungsbeiträgen aufzuteilen. Sachgerechter Aufteilungsmaßstab ist das Verhältnis der beruflichen und privaten Zeitanteile der Reise (beruflich veranlasst sind drei Neuntel). Ihre Verpflegungskosten können Sie nur in Höhe der Pauschbeträge für Verpflegungsmehraufwendungen für die beruflich veranlassten drei Tage als Werbungskosten abziehen.
Nur eine regelmäßige Arbeitsstätte: Der Bundesfinanzhof hat 2011 entschieden, dass Arbeitnehmer nur eine regelmäßige Arbeitsstätte haben können. Der Fiskus folgt dieser Rechtsprechung (vgl. Bundesfinanzministerium, Schreiben vom 15. Dezember 2011, Az. IV C 5 – S 2353/11/10010). Das hat für Sie den Vorteil, dass Sie die Kosten, die Ihnen für Ihre Fahrten zu anderen Tätigkeitsstätten entstehen, als Reisekosten ansetzen können.
Als Werbungskosten sind Ihre Reisekosten nur dann abziehbar, wenn Ihr Arbeitgeber sie Ihnen nicht ersetzt hat. Meistens oft zahlt dieser steuer- und sozialversicherungsfrei den Verpflegungsmehraufwand in Höhe der Pauschalen.
Das Finanzamt geht von einer regelmäßigen Arbeitsstätte aus, wenn Sie dienstrechtlich oder arbeitsvertraglich einer betrieblichen Einrichtung Ihres Arbeitgebers dauerhaft zugeordnet sind oder in einer betrieblichen Einrichtung Ihres Arbeitgebers
mindestens 20 Prozent Ihrer vereinbarten regelmäßigen Arbeitszeit
tätig werden sollen.
Ein Arbeitnehmer ist grundsätzlich auswärts tätig, wenn er außerhalb einer dem Arbeitgeber zuzuordnenden Betriebsstätte tätig wird. Das ist vor allem bei Leiharbeitnehmern der Fall (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs vom 15. Mai 2013, Az. VI R 18/12). Beispiele für Tätigkeitsstätten außerhalb der regelmäßigen Arbeitsstätte sind auch verschiedene Filialen desselben Arbeitgebers.
Wie Sie Ihre Reisekosten in der Steuererklärung absetzen, lesen Sie in unserem Ratgeber So setzen Sie Ihre Reisekosten richtig ab.
Wenn Sie sich über Einzelheiten informieren möchten, können Sie einen Blick in das Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 24. Oktober 2014 (IV C 5 -S 2353/14/10002) werfen. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch das Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 23. Dezember 2014 (IV C 6 -S 2145/10/10005) zu den Entfernungspauschalen.
Beide Dokumente enthalten zum besseren Verständnis zahlreiche Beispiele.
Doppelte Haushaltsführung seit 2014: Wenn Sie aus beruflichen Gründen einen doppelten Haushalt führen, können Sie in Ihrer Steuererklärung für das Jahr 2014 weiterhin die Kosten Ihrer Unterkunft angeben, die Ihnen tatsächlich entstanden sind. Während die Wohnungsgröße von höchstens 60 Quadratmetern anders als bis einschließlich 2013 keine Rolle mehr spielt, werden ab 2014 allerdings nur noch Kosten bis zu 1.000 Euro berücksichtigt. Außerdem wird künftig eine finanzielle Beteiligung an den laufenden Kosten der Haushaltsführung am Lebensmittelpunkt verlangt. Wenn Ihre Barleistungen mehr als zehn Prozent der monatlich regelmäßig anfallenden laufenden Kosten der Lebensführung betragen – zum Beispiel Miete, Mietnebenkosten, Kosten für Lebensmittel und andere Dinge des täglichen Bedarfs –, geht der Fiskus von einer finanziellen Beteiligung aus.Mehr dazu lesen Sie in unserem Ratgeber So setzen Sie Kosten der doppelten Haushaltsführung ab.
Wie Sie Verpflegungsmehraufwand steuerlich geltend machen
Hinter dem offiziellen Wortungetüm "Verpflegungsmehraufwendungen", auch "Verpflegungsmehraufwand" oder "Verpflegungspauschale" genannt, verbirgt sich eine großartige Möglichkeit, um als Arbeitnehmer mehr Geld vom Chef oder vom Finanzamt zu erhalten. Auch Selbstständige sparen hiermit Steuern. Schon bei wenigen Reisen pro Jahr kommen mehrere 100 Euro Ersparnis zusammen. Das Beste: Mit "Reise" sind nicht bloß Flüge ins ferne Ausland gemeint, sondern schon Fahrten in einen anderen Stadtteil. Selbst die Fahrt zur Berufsschule kann steuerbegünstigt sein.
Hinter der Verpflegungspauschale steht der Gedanke, dass ein Steuerzahler fernab von zu Hause nicht mehr günstig kochen oder sich ein Brot schmieren kann. Im Gegenteil: Für Essen und Trinken entstehen unweigerlich höhere Kosten im Restaurant, Café oder bei der Bahnhofsbäckerei. Da die Reise und somit diese Mehrkosten beruflich bedingt sind, lassen sie sich steuerlich geltend machen oder vom Arbeitgeber steuerfrei ersetzen.
Die Höhe der Verpflegungspauschale hängt davon ab, wie lange Sie von zu Hause oder Ihrer so genannten ersten Tätigkeitsstätte (vor 2014: "regelmäßige Arbeitsstätte") abwesend sind und in welchem Land Sie sich aufhalten. Sie finden die Sätze für andere Länder in unserer Tabelle für Reisekosten im Ausland. Für Deutschland gilt diese Tabelle:
Beispiel: Sie fahren 2014 zu 4 verschiedenen Messen in Deutschland, um dort Ihr Unternehmen zu vertreten. Sie brechen am ersten Tag um 14 Uhr von Ihrer ersten Tätigkeitsstätte auf und sind am dritten Tag um 19 Uhr wieder zurück. So berechnen Sie Ihren Verpflegungsmehraufwand:
Ergebnis: Ihr pauschal angenommener Verpflegungsmehraufwand für die vier Messen betragen 192 Euro. Sie können sich den Betrag vom Arbeitgeber steuerfrei auszahlen lassen. Falls dies nicht möglich ist, machen Sie ihn als Werbungskosten in Ihrer Steuererklärung geltend.
Profi-Tipp: Verpflegungspauschale automatisieren
Tragen Sie für die Reisekostenabrechnung noch alle beruflichen Termine aus Ihrem Kalender zusammen? Berechnen Sie für jeden Tag von Hand, welche Verpflegungspauschale Ihnen zusteht? Schlagen Sie alle passenden Auslandspauschalen in unserer Ländertabelle nach? Oder verzichten Sie wegen dieses Aufwands von vornherein auf die satte Steuerersparnis? Wenn Sie nur eine dieser Fragen mit "ja" beantwortet haben, verbrennen Sie Zeit und Geld.
Sinnvoller ist für Sie eine Lösung, die direkt mit Ihrem Terminkalender und möglichst auch mit einem Fahrtenbuch "spricht". Das Ergebnis: Die Software misst automatisch, wie lange Sie außer Haus waren und welcher Verpflegungssatz für welches Land Ihnen zusteht. Gleichzeitig berücksichtigt sie die Fahrtkosten und Übernachtungskosten. Die Ergebnisse werden auf Knopfdruck gedruckt oder in die Reisekostenabrechnung oder in die Einkommensteuererklärung übertragen.
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So nutzen Sie die Verpflegungspauschale
Als Arbeitnehmer dürfen Sie sich Ihre Verpflegungsmehraufwendungen steuer- und sozialabgabenfrei vom Chef erstatten lassen. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie tatsächlich höhere Ausgaben hatten als zu Hause. Selbst wenn Sie kostenlos gegessen haben, ist die Erstattung steuerfrei.
Im oben berechneten Beispielfall dürfen Sie sich 192 Euro steuerfrei und ohne Sozialversicherung auszahlen lassen.
Steuer-Tipp: Der Arbeitgeber darf Ihnen sogar mehr Geld zahlen als die Pauschale. Dann muss er für den Mehrbetrag Lohnsteuer ans Finanzamt abführen. Er darf sich diese Lohnsteuer nicht von Ihnen zurückholen, außer es war vorab so vereinbart. Die "höhere Verpflegungspauschale" eignet sich also als steuergünstiges Gehalts-Extra, um Mitarbeiter zu motivieren oder sich bei ihnen zu bedanken.
Wenn Ihr Chef Ihnen jedoch keine oder eine niedrigere Verpflegungspauschale zahlt, dann setzen Sie den Restbetrag in Ihrer Steuererklärung an. So holen Sie sich das Geld zumindest zum Teil vom Finanzamt zurück.
Auf obiges Beispiel bezogen bedeutet das: Wenn Ihr Unternehmen keinen Cent erstattet, geben Sie 192 Euro in Ihrer Steuererklärung an. Bei einem persönlichen Steuersatz von zum Beispiel 35 Prozent (einschließlich Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer) ergibt dies, grob vereinfacht: 35 Prozent x 192 Euro = 67,20 Euro zusätzliche Steuerersparnis.
Als Selbstständiger geben Sie Ihren Verpflegungsmehraufwand als Betriebsausgaben in Ihrer Steuererklärung an. Das funktioniert genauso, wie im vorangegangenen Beispiel beschrieben.
Hinweis: GmbH-Geschäftsführer gelten steuerlich als Arbeitnehmer, nicht als Unternehmer.
Steuer-Tipp: Für eine höchstmögliche Ersparnis müssen Sie die Pauschale für Werbungskosten überschreiten, die Ihnen pro Jahr zusteht.
Fragen und Antworten zum Verpflegungsmehraufwand und zur Verpflegungspauschale
Wir sammeln laufend die häufig gestellten Fragen zu Verpflegungsmehraufwendungen und beantworten sie hier:
Warum gibt es die Verpflegungspauschale?
Auf Geschäftsreisen sind Essen und Getränke teurer als in der Küche zu Hause. Ein Arbeitnehmer oder Selbstständiger auf Reisen hat also höhere Ausgaben als einer, der zu Hause bleibt. Und zwar nicht wegen seiner privaten Abenteuerlust, sondern aus einem glasklaren beruflichen Grund heraus. Nach den Grundsätzen unseres Steuersystems wäre es ungerecht, die reisenden und die daheimbleibenden Steuerzahler gleich zu besteuern. Denn dann hätten diejenigen, die beruflich reisen müssen, trotz gleicher Arbeit weniger Geld in der Tasche. Der Gesetzgeber hat deshalb die Idee des Verpflegungsmehraufwands mit seinen steuerfreien und steuerlich absetzbaren Verpflegungspauschalen eingeführt.
Wie hoch sind der Verpflegungsmehraufwand 2016 und die Verpflegungspauschale 2016?
Beide Begriffe meinen im Grunde das Gleiche: einen steuerlichen Ausgleich für Essen und Trinken auf Dienstreisen, weil diese unterwegs teurer sind als zu Hause. Die Verpflegungspauschale 2016 Deutschland beträgt 12 Euro für jeden Tag, den Sie mehr als 8 Stunden berufsbedingt außer Haus verbracht haben (siehe Tabelle oben). Die Verpflegungsmehraufwendungen verdoppelte sich auf 24 Euro für Tage mit vollen 24 Stunden Abwesenheit.
Die Pauschbeträge für andere Staaten stehen in unserer aktuellen Tabelle Verpflegungsmehraufwand 2016 Ausland.
Wie hoch war der Verpflegungsmehraufwand 2015?
Die Verpflegungspauschale 2015 Deutschland betrug 12 Euro pro Tag, den Sie mehr als 8 Stunden berufsbedingt außer Haus verbracht haben (siehe Tabelle oben). Diese Pauschale verdoppelte sich auf 24 Euro bei vollen 24 Stunden Abwesenheit. Es galten also die selben Spesensätze wie für 2016.
Wie hoch war der Verpflegungsmehraufwand 2014?
Zum 1. Januar 2014 wurde das Reisekostenrecht erneuert. Seitdem gibt es pro Tag eine Verpflegungspauschale von 12 Euro, wenn Sie eine mehrtägige Reise beginnen, beenden oder aus beruflichem Grund mehr als 8 Stunden außer Haus verbringen (siehe Tabelle und Beispielrechnung oben). Die Verpflegungspauschale 2014 Deutschland verdoppelte sich auf 24 Euro pro Tag, den Sie vollständig abwesend von zu Hause waren.
Wie hoch waren der Verpflegungsmehraufwand 2013?
2013 und in den Jahren davor galt das alte Reisekostenrecht mit drei verschiedenen Pauschalen für Verpflegungsmehraufwand. Deren Höhe hing von Ihrer Abwesenheitsdauer von zu Hause ab: 6 Euro ab 8 Stunden Abwesenheit, 12 Euro ab 14 Stunden Abwesenheit und 24 Euro ab 24 Stunden Abwesenheit, also bei vollen Tagen auf einer mehrtägigen Dienstreise (siehe dazu auch obige Tabelle).
Die damaligen Werte fürs Ausland stehen in der Tabelle Verpflegungsmehraufwand 2013 Ausland.
Weitere Steuer-Tipps zum Verpflegungsmehraufwand:
Tabelle Reisekosten im Ausland – Pauschalen, Erklärungen, alle Länder
Neue Reisekostenabrechnung 2017 fürs Ausland: Welche Pauschalen für Übernachtung und Verpflegung (Auslöse/Spesen) gelten und welche Unterschiede Selbstständige und Arbeitnehmer beachten müssen.[weiterlesen. ]
Tabelle Reisekosten im Ausland 2016
Reisekostenabrechnung 2016 fürs Ausland: Welche Spesen-Pauschalen für Übernachtungen und Verpflegungsmehraufwand gelten.[weiterlesen. ]
Tabelle Reisekosten im Ausland 2015
Reisekostenabrechnung 2015 fürs Ausland: Welche Spesen-Pauschalen für Übernachtungen und Verpflegungsmehraufwand gelten.[weiterlesen. ]
Tabelle Reisekosten im Ausland 2014
Welche Kostenpauschalen für Übernachtungen und Verpflegungsmehraufwendungen für das Steuerjahr 2014 gelten.[weiterlesen. ]
Reisekosten-Änderungen 2014
Wie Sie mit dem neuen Reisekostenrecht Zeit und Steuern sparen.[weiterlesen. ]
Fahrten zur Arbeit: Die erste Tätigkeitsstätte
Neue Definition: Wann der Weg zur Arbeit unter die Reisekosten fällt und wann Sie sich mit der niedrigeren Pendlerpauschale begnügen müssen.[weiterlesen. ]
Die 4 wichtigsten Reisekosten: 2. Verpflegungsmehraufwendungen
Pauschalen und Gehalts-Extras: Wie Sie Ihre Ausgaben für Essen und Trinken zurückbekommen, wenn sie beruflich verreisen.[weiterlesen. ]
Tabelle Reisekosten im Ausland 2013
Welche Kostenpauschalen für Übernachtungen und Verpflegungsmehraufwendungen für das Steuerjahr 2013 gelten.[weiterlesen. ]
Reisekosten für Selbstständige
Wie das Finanzamt Ihre Geschäftsreisen mitbezahlt und Sie als Freiberufler oder Gewerbetreibender mehrere 1.000 Euro Steuern sparen.[weiterlesen. ]
Reisekosten für Arbeitnehmer
Wie Arbeitnehmer mehr Reisekosten erstattet bekommen, als sie tatsächlich hatten – steuerfrei und völlig legal.[weiterlesen. ]
Reisekosten bei außergewöhnlicher Belastung
Krankheit und Behandlung: Wie Familien ihre Kosten für Fahrten, Essen, Trinken und Übernachtungen doppelt absetzen.[weiterlesen. ]
Tabelle Reisekosten im Ausland 2012
Welche Kostenpauschalen für Übernachtungen und Verpflegungsmehraufwendungen für das Steuerjahr 2012 gelten.[weiterlesen. ]
Doppelte Haushaltsführung: Die Verpflegungspauschale gilt
Wie Sie nach einem beruflichem Umzug 1.440 Euro steuerfrei kassieren – allein für Essen und Trinken.[weiterlesen. ]
Wie Auszubildende pro Jahr mehrere hundert bis tausend Euro steuerfrei einstreichen dürfen oder zumindest mit Werbungskosten Steuern sparen.[weiterlesen. ]
Tabelle Reisekosten im Ausland 2010 bis 2011
Welche Kostenpauschalen für Übernachtungen und Verpflegungsmehraufwendungen für die Steuerjahre 2010 und 2011 gelten.[weiterlesen. ]
Tabelle Reisekosten im Ausland 2009
Welche Kostenpauschalen für Übernachtungen und Verpflegungsmehraufwendungen im Jahr 2009 gelten.[weiterlesen. ]
Gemischt veranlasste Reisen: Kosten sind ab sofort aufteilbar
Warum Selbstständige und Arbeitnehmer eine Dienstreise oder Fortbildung mit ihrem Privatvergnügen verbinden dürfen.[weiterlesen. ]
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Verpflegungsmehraufwand bei Auswärtstätigkeiten
Pauschalen für Verpflegungsmehraufwendungen ab 2014
Bisher war der Abzug von Verpflegungsmehraufwendungen in § 4 Absatz 5 Satz 1 Nummer 5 EStG (Bereich der Betriebsausgaben) geregelt und über den Verweis in § 9 Absatz 5 EStG auch im Rahmen der Werbungskosten anwendbar. Ab 2014 werden Reisekosten umfassend in § 9 EStG geregelt. Der Bereich der Verpflegungsmehraufwendungen wurde in den neuen Absatz 4a überführt und ein entsprechender Verweis in § 4 Absatz 5 Satz 1 Nummer 5 EStG aufgenommen.
Um den Bereich der Verpflegungsmehraufwendungen zu vereinfachen, wurde die dreistufige Staffelung der abziehbaren Pauschalen und Mindestabwesenheitszeiten durch eine zweistufige Staffelung ersetzt. Im Zuge der Vereinfachung wird auf einen Teil der Berücksichtigung von Mindestabwesenheitszeiten verzichtet und die Berechnung der Dreimonatsfrist vereinfacht.
Verpflegungsmehraufwendungen gehören zu den Reisekosten. Diese Kosten müssen durch eine so gut wie ausschließlich beruflich veranlasste Auswärtstätigkeit des Mitarbeiters entstehen.
Als Verpflegungsmehraufwand bezeichnet man die zusätzlich anfallenden Kosten, wenn sich eine Person aus beruflichen Gründen außerhalb der eigenen Wohnung und außerhalb der ersten Tätigkeitsstätte (bis 2013 regelmäßige Arbeitsstätte) aufhält.
In diesem Fall kann man sich nicht so günstig wie zu Hause oder am Betriebssitz verpflegen.
Verpflegungsmehraufwendungen (In- und Auslandsreisen) dürfen seit 1996 nur noch mit festen Pauschbeträgen angesetzt werden. Ein Einzelnachweis der tatsächlichen Aufwendungen ist nicht zulässig.
Für Auswärtstätigkeiten im Inland können folgende Pauschbeträge steuerfrei ersetzt werden:
Regelung im § 4 Abs. 5 Nr. 5 EStG
Regelung im § 9 Abs. 4a EStG
Abwesenheit: mehr als 8 Stunden
Gilt auch für den An- und Abreisetag bei mehrtägigen Auswärtstätigkeiten (ohne Prüfung einer Mindestabwesenheitszeit).
Ab 2014 wird statt der bisherigen dreistufigen Staffelung eine zweistufige Staffelung der Pauschalen (12 Euro und 24 Euro) eingeführt (Wegfall der niedrigsten Pauschale von 6 Euro). Der Pauschbetrag von 12 Euro wird bereits bei einer Abwesenheit von mehr als 8 Stunden gewährt. Dieser Betrag gilt ebenso für den An- und Abreisetag bei mehrtägigen Auswärtstätigkeiten, und zwar ohne Prüfung einer Mindestabwesenheitszeit.
Ausführliche Informationen zu den Themen:
Dreimonatsfrist und Neubeginn der Dreimonatsfrist
Pauschalierung der Lohnsteuer bei höheren Beträgen
finden Sie auf folgenden Unterseiten:
Verpflegungsmehraufwendungen und Fahrtkosten für Leiharbeitnehmer
Der Bundesfinanzhof hat mit seinem Urteil vom 17.06.2010 (VI R 35/08) entschieden, dass ein Leiharbeitnehmer typischerweise nicht über eine regelmäßige Arbeitsstätte verfügt und damit grundsätzlich Verpflegungsmehraufwand als Werbungskosten geltend machen kann. Das Gericht entschied dabei aber nur über kurzfristige Einsätze.
Mit Urteil vom 15.05.2013 (VI R 41/12) hat der Bundesfinanzhof entschieden, dass auch Leiharbeitnehmern nur Verpflegungsmehraufwand in den Grenzen der Dreimonatsfrist zusteht.
Mit der Reisekostenreform zum 01.01.2014 ist die Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs überholt.
Ab 2014 können Leiharbeiter im Betrieb des Entleihers eine erste Tätigkeitsstätte haben, wenn die Tätigkeit
während des gesamten Leiharbeiterverhältnisses oder
über einen Zeitraum von mehr als 48 Monaten andauert.
Dieser Auffassung tritt das Niedersächsische Finanzgericht mit Urteil vom 30.11.2016 (9 K 130/16) entgegen. Aufgrund der gesetzlichen Beschränkung der Arbeitnehmerüberlassung ist bereits aus Rechtsgründen bei Leiharbeitsverhältnissen keine dauerhafte Zuordnung zu einem Entleihbetrieb möglich. Die Revision zum Bundesfinanzhof wurde wegen grundsätzlicher Bedeutung und zur Fortbildung des Rechts zugelassen (Erste Tätigkeitsstätte für Leiharbeitnehmer).
Ein steuerfreier Ersatz der Verpflegungsmehraufwendungen bei Auslandsreisen ist wie bei Inlandsreisen nur noch in Form von festen Pauschbeträgen möglich. Für die einzelnen Länder sind die maßgebenden Auslandstagegelder festgelegt.
Das Bundesministerium der Finanzen veröffentlicht dazu (fast) jedes Jahr ein Schreiben und eine Übersicht. Die Schreiben gelten entsprechend für Geschäftsreisen in das Ausland und doppelte Haushaltsführungen im Ausland.
Für die in der Übersicht nicht erfassten Länder ist der für Luxemburg geltende Pauschbetrag maßgebend. Für die in der Übersicht nicht erfassten Übersee- und Außengebiete eines Landes ist der für das Mutterland geltende Pauschbetrag maßgebend.
Der Arbeitgeber kann auch höhere Beträge als die maßgebenden Auslandstagegelder zahlen. Dabei kann der Arbeitgeber die Lohnsteuer für zusätzlich vergütete Verpflegungsmehraufwendungen mit einem Pauschsteuersatz von 25% erheben, soweit diese Verpflegungsmehraufwendungen die steuerfrei erstattbaren Auslandstagegelder um nicht mehr als 100% übersteigen. Die Pauschalierung mit 25% löst Beitragsfreiheit in der Sozialversicherung aus.
Verpflegungsmehraufwendungen bei doppelter Haushaltsführung
Verpflegungsmehraufwendungen dürfen seit 1996 nur noch mit festen Pauschbeträgen angesetzt werden. Ein Einzelnachweis der tatsächlichen Aufwendungen ist nicht zulässig.
Bei doppelter Haushaltsführung können die folgenden Pauschbeträge nur drei Monate lang steuerfrei ersetzt werden:
Maßgebend ist die Dauer der Abwesenheit pro Kalendertag von der Wohnung, in der der Arbeitnehmer seinen eigenen Hausstand hat.
Eintragungen zu Verpflegungszuschüssen auf der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung
Auszug aus dem Muster für den Ausdruck der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung 2017:
Unter Nummer 20 des Ausdrucks sind die steuerfreien Leistungen (Verpflegungszuschüsse oder geldwerte Vorteile aus gestellten Mahlzeiten) bei beruflich veranlassten Auswärtstätigkeiten zu bescheinigen.
Sofern das Betriebsstättenfinanzamt nach § 4 Absatz 2 Nummer 4 Satz 2 der Lohnsteuer-Durchführungsverordnung für steuerfreie Vergütung für Verpflegung eine andere Aufzeichnung als im Lohnkonto zugelassen hat, ist eine Bescheinigung dieser Beträge nicht zwingend erforderlich.
Mehraufwendungen für Verpflegung in der Einkommensteuererklärung Anlage N
Die Eintragung erfolgt auf der Anlage N (Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit).
Ausschnitt der Anlage N zur EST-Erklärung 2016:
Mehraufwendungen für Verpflegung können auch nur pauschal geltend gemacht werden. Steuerfreie Arbeitgeberleistungen mindern die abzugsfähigen Werbungskosten.
Источники: http://www.finanztip.de/reisekosten-absetzen/, http://www.steuer-schutzbrief.de/reisekosten/verpflegungsmehraufwand.html, http://www.lohn-info.de/reisekosten_verpflegungsmehraufwand.html
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