Source: https://staufer.de/blog/2014/01/lg-bremen-abgrenzung-krankentransport-krankenfahrt/
Timestamp: 2018-01-20 18:34:55
Document Index: 167884858

Matched Legal Cases: ['§ 24', '§ 21', '§ 3', '§ 4', '§ 19', '§ 14', '§ 12', '§ 10', '§ 23']

LG Bremen Abgrenzung Krankentransport Krankenfahrt – Dr. Andreas Staufer
Mietwagen ohne die Genehmigung u.a. nach §§ 24, 34 BremHilfeG dürfen keine Patienten befördern,
bei denen die beförderte Person auf medizinisch-fachliche Betreuung angewiesen ist und/oder die der besonderen Einrichtung eines Krankentransportwagens bedarf,
die nicht ohne fremde Hilfe und ohne Betreuung durch eine ausgebildete Rettungsperson die Transporteinrichtung des Fahrzeuges benutzen können,
bei denen fachgerechtes Umlagern, Heben und Tragen, Überheben von Bett auf Trage und/oder Tragestuhl, fachgerechte Lagerung und/oder fachgerechte, die Verletzung/Erkrankung berücksichtigende Hilfe beim Einsteigen und Aussteigen notwendig sind.
LG Bremen, Beschluss vom 29.01.2014 – 12- 0- 15/14 (n.rk.)
Diese Maßnahmen bleiben damit nach Ansicht des LG Bremen dem qualifizierten Krankentransport vorbehalten!
Ähnlich entschied bereits das Landgericht Göttingen, Urteil vom 9.10.2013 – 3 O 34/13 (Medizinisch fachgerechtes Umlagern, Heben und Tragen, ausgenommen bei Behinderungen) und das Oberlandesgericht Hamm, Urteil vom 17.07.2012 – I-4 U 75/12 (fachgerechte Umsetzung vom Rollstuhl auf einen Tragestuhl und ein fachgerechtes Tragen sowie Betten auf der Liege in der Dialyse).
Vergleiche hierzu unter anderem auch die gesetzlichen Regelungen in § 21 BayRDG (Bayern), § 3 BerlRDG (Berlin), § 4 HmbRD (Hamburg), § 19 NRettDG (Niedersachsen), § 14 RettDG-RP (Rheinland-Pfalz), § 12 RettG-Saar (Saarland), § 10 RDG-SH (Schleswig-Holstein), § 23 ThürRettG (Thüringen).
Vorteil: Einstweiliger Rechtsschutz für Mitbewerber
Der Vorteil des einstweiligen Rechtsschutzes im Wettbewerbsrecht ist die Geschwindigkeit, mit denen (vorläufige) Entscheidungen erzielt werden können. Wer hier auf die Einschaltung öffentlicher Stellen hofft, muss mehr Zeit mitbringen. Bestenfalls werden beide Maßnahmen aufeinander abgestimmt, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen – für die Sicherheit der Patienten.
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