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Timestamp: 2018-06-23 10:15:49
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BGH-Urteil schafft Rechtssicherheit für neue Wasserpreissysteme | LebensraumWasser Der Wasser-Blog
Siegfried Gendries / 5. Juli 2015
Die Wasserversorgungsunternehmen sehen sich in einem dynamischer werdenden Umfeld zunehmenden Herausforderungen gegenübergestellt. Viele Rahmenbedingungen ändern sich, ohne dass die Unternehmen Einfluss darauf nehmen können. Die auf Langfristigkeit angelegten Infrastrukturen sind mit immer stärker schwankenden und überwiegend rückläufigen Nachfrageentwicklungen konfrontiert. Die meisten wirken sich auch auf die wirtschaftliche Situation der Wasserversorger aus und beeinträchtigen damit deren Wasserpreise und deren Kostendeckung. Den Unternehmen bieten sich nur wenige Anpassungsmöglichkeiten aus eigener Kraft. Eine davon ist die Umstellung des Preissystems. Viele Wasserversorger suchen jetzt einen Weg, die hohen Fixkosten des Trinkwasserversorgungssystems ohne große Be- oder Entlastungen für die Kunden in den Grundpreisen zu berechnen. Ideal ist hierfür die Wohneinheit. Anders als der Zähler schafft sie mehr Gerechtigkeit, Ausgewogenheit und verhindert Belastungssprünge, weil sie den Erlösbedarf breiter verteilt und die Möglichkeit bietet, viel mehr Unterscheidungen bei der Weiterberechnung der Vorhaltekosten vorzunehmen, als es die wenigen Zählergrößen zulassen. Beispielhaft sei hier die Degression nach Wohngebäudegrößen (nicht zu verwechseln mit Wohnungsgrößen) genannt, die der Versorger RWW (gemeinsam mit MOcons) als Systempreismodell entwickelt und 2012 eingeführt hat. Anders als die Mehrzahl der üblichen Tarife, wirkt es sich nicht nur bei den Belastungen vorteilhafter für die Kunden aus, dieses Preissystem gibt auch die Kostenvorteile bei größeren Wohngebäuden an der Kunden weiter (so genannte Synergieeffekte). Das kann natürlich bei herkömmlichen Wohneinheiten-Tarifsystemen, die für jede Wohneinheit denselben Grundpreis verlangen, nicht gelingen. Das große Interesse an diesem Systempreismodell wird durch eine Befragung von Experten aus Wasserversorgungsunternehmen belegt. Zudem haben neben der RWW, Wasserversorger wie Stadtwerke Krefeld, Stadtwerke Aschersleben oder Hochsauerlandwasser dieses Preissystem erfolgreich in ihrem Versorgungsgebiet eingeführt. In 2016 werden weitere folgen.
5. Juli 2015 in WasserPreise und Ökonomie. Tags: Bdew, BGH, BGH-Urteil Wasserpreise, Kosten, MOcons, Rechtssicherheit, RWW, Systempreis, Systempreismodell, Tarifsystem, Urteil, VKU, Vorhalteleistung, Wasserpreise, Wohneinheit, Wohneinheitenmaßstab
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8 Gedanken zu “BGH-Urteil schafft Rechtssicherheit für neue Wasserpreissysteme”
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Martin Demant meint:
19. November 2015 at 13:12
28. November 2015 at 21:46
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