Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OLG%20Hamm&Datum=15.05.2000&Aktenzeichen=15%20W%20476%2F99
Timestamp: 2019-04-18 11:23:59
Document Index: 239012915

Matched Legal Cases: ['§ 2232', '§ 25', '§ 2232', '§ 22', '§ 2232', '§ 22', '§ 2232', '§ 22', '§ 2232', '§ 22', '§ 25']

OLG Hamm, 15.05.2000 - 15 W 476/99 - dejure.org
Notare Bayern , S. 111
BGB § 2232; BeurkG 22, 24 Abs. 1 u. 3, §§ 25, 31
Errichtung eines notariellen Testaments durch schreib- und sprechunfähige Person
BGB § 2232; BeurkG §§ 22, 24 Abs. 1 u. 3, 25, 31
Errichtung eines notariellen Testaments durch eine schreib- und
Testament; Notarielles Testament; Testierfähigkeit; Stumm; Legastheniker; Gebärdensprache; Bewegungszeichen; Letztwillige Verfügung; Vertrauensperson; Notar
Ermittlung der Testierfähigkeit des Erblasser bei der Errichtung eines notariellen Testaments ; Voraussetzungen für die Wirksamkeit eines notariellen Testaments; Formerfordernisse an das Testament eines mehrfach behinderten Erblassers ; Rechtsmittel gegen die Erteilung eines Erbscheins aufgrund eines möglicherweise unwirksamen Testaments
BGB § 2232; BeurkG §§ 22, 24 Abs. 1 u. 3, 35, 31
Testamentserrichtung durch Schreibund Sprechunfähigen
Testament - Keine Errichtung in Körpersprache ohne Vertrauensperson des Testierenden
Testamentserrichtung eines schreibunfähigen Stummen
AG Warburg, 09.05.1997 - 6 VI 45/97
NJW 2000, 3362
DNotZ 2000, 268
DNotZ 2000, 706
FGPrax 2000, 151
FamRZ 2001, 381
Die Voraussetzungen für die Formwirksamkeit eines zur Niederschrift eines Notars errichteten Testaments eines sprechbehinderten Erblassers beurteilen sich im Ausgangspunkt nach den §§ 2232 S. 1, 2233 Abs. 3 BGB (Senat FamRZ 2000, 703; FGPrax 2000, 151 = NJW 2000, 3362).
Der Senat hat dieser Rechtsprechung des BVerfG für den Fall eines zeitlich vor seiner Entscheidung notariell beurkundeten Testaments eines sprech- und schreibunfähigen Erblassers dadurch Rechnung getragen, daß er die in den §§ 22, 24 BeurkG vorgesehene Mitwirkung einer Vertrauensperson und eines Zeugen oder zweiten Notars für die Bejahung der Wirksamkeit des Testaments als Mindeststandard für notwendig erachtet hat (FGPrax 2000, 151 = NJW 2000, 3362).
Dieser Ausgangspunkt liegt auch der Entscheidung des Senats vom 15.05.2000 (FGPrax 2000, 151 = NJW 2000, 3362) zugrunde.
LG Meiningen, 15.06.1999 - 4 T 139/99
Bezeichnung des Grundschuldgläubigers im Grundbuch, hier: Eintragung der Zweig- …
6. Erbrecht - Errichtung eines notariellen Testaments durch eine schreib- und sprechunfähige Person (OLG Hamm, Beschluß vom 15.5. 2000 - 15 W 476/99 - mitgeteilt von Richter am LG Helmut Engelhardt, Emsdetten - m. Anm. Lettmann) BGB § 2232 BeurkG §§ 22; 24 Abs. 1 u. 3; §§ 25; 31 1. Der Senat hält nach der Entscheidung des BVerfG vom 19.1.1999 ( NJW 1999, 1553 ) daran fest, daß ein schreibunfähiger Stummer ein Testament nicht durch reine Gebärden oder Bewegungszeichen errichten kann.