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Timestamp: 2018-02-20 21:03:03
Document Index: 349081839

Matched Legal Cases: ['§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 17', '§ 14', '§ 14', '§ 14']

Rechnungen | Mein Steuerblog
Der Begriff Gutschrift wird unterschiedlich verwendet. Es handelt sich um eine Gutschrift, wenn
der Leistungsempfänger abrechnet (also nicht derjenige, der die Leistung erbringt) = umsatzsteuerliche Gutschrift oder
der leistende Unternehmer als Rechnungsaussteller den Rechnungsbetrag ganz oder teilweise wieder gutschreibt (= kaufmännische Gutschrift). Die Gutschrift ist dann als Korrektur der ursprünglichen Rechnung anzusehen.
Eine Gutschrift ist eine Rechnung, die vom Leistungsempfänger ausgestellt wird (§ 14 Abs. 2 Satz 2 UStG). Da Gutschriften Rechnungen sind, müssen sie alle in § 14 Abs. 4 UStG geforderten Angaben enthalten. Fehlt nur eine der gesetzlich vorgeschriebenen Angaben, entfällt der Vorsteuerabzug.
In § 14 Abs. 4 UStG ist eine neue Nummer 10 eingefügt worden, die besagt, dass Gutschriften im Sinne des § 14 Abs. 2 Satz 2 UStG auch ausdrücklich als „Gutschriften“ bezeichnet werden müssen (Gesetz zur Umsetzung der Amtshilferichtlinie sowie zur Änderung steuerlicher Vorschriften-AmtshilfeRLUmsG).
Konsequenz: Die fehlende Angabe „Gutschrift“ führt dazu, dass für den Aussteller der Gutschrift der Vorsteuerabzug verloren geht. Diese Neuregelung gilt seit dem 1.7.2013.
Es gibt Situationen, in denen der Aussteller einer Rechnung seinem Kunden mitteilt, dass sich der ursprüngliche Rechnungsbetrag reduziert. Dieses Schriftstück, mit dem die Preisreduzierung vorgenommen wird, nennt man ebenfalls Gutschrift. Die Gutschrift ist dann als Korrektur der ursprünglichen Rechnung anzusehen.
Fazit: Seit dem 1.7.2013 müssen Gutschriften im Sinne des § 14 Abs. 2 Satz 2 UStG ausdrücklich als „Gutschriften“ bezeichnet werden (§ 14 Abs. 4 Nr. 10 UStG). Wegen dieser Legaldefinition wird diskutiert, ob es sich bei der kaufmännischen Gutschrift – wenn sie ausdrücklich als Gutschrift bezeichnet wird – um eine Rechnung im umsatzsteuerlichen Sinne handelt. Denn dann würde es sich um einen unzulässigen Umsatzsteuerausweis im Sinne des § 14c UStG handeln.
Umsatzsteuerlich handelt es sich nur dann um eine Gutschrift, wenn die Abrechnung durch den Leistungsempfänger erfolgt. Bei den Rechnungskorrekturen, die als Gutschrift bezeichnet werden, handelt es sich trotz der Verwendung des Begriffs „Gutschrift“ um eine Änderung der Bemessungsgrundlage (§ 17 UStG).
So wurde es bisher gehandhabt. Daran ändert auch die Gesetzesänderung nichts. Auch wenn Gutschriften im Sinne des § 14 Abs. 2 Satz 2 UStG gemäß § 14 Abs. 4 Nr. 10 UStG ausdrücklich als „Gutschriften“ bezeichnet werden müssen, hat dies keine Auswirkungen auf Rechnungskorrekturen, die als Gutschrift bezeichnet werden. Die Legaldefinition und der Katalog der Pflichtangaben sind nicht dazu geeignet die Rechtsfolgen des § 14c UStG (= unberechtigter Steuerausweis) auszulösen.
Dieser Beitrag wurde am 24. September 2013 von p193078 in Allgemein veröffentlicht. Schlagworte: Gutschrift, Kaufmännische Gutschrift, Rechnung, Rechnungen, Umsatzsteuerliche Gutschrift.