Source: https://deutsche-strafverteidiger.de/wissenswertes/schriftenreihe.html
Timestamp: 2019-01-16 13:16:16
Document Index: 10000181

Matched Legal Cases: ['§ 55', 'Art. 6', '§ 53', '§ 97', '§ 261', '§ 261', '§ 261', '§ 258', '§ 258', '§ 258', 'BGH', 'BGH', '§ 298', '§ 298', '§ 298', 'BGH', '§ 344']

Schriftenreihe - Deutsche Strafverteidiger e.V.
In der Schriftenreihe des Deutsche Strafverteidiger e.V. sind bisher folgende Bände in der Nomos Verlagsgesellschaft erschienen:
Dr. Benedikt Jugl
Fair trial. Ein faires Verfahren. Das ist es, was sich sicherlich jeder Beschuldigte im Strafverfahren wünscht. Doch welche Bedeutung hat der Fair-trial-Grundsatz für das deutsche Strafprozessrecht? Und wie kann die Verfahrensfairness bei der Beweiserhebung und Beweisverwertung gewährleistet werden? Mit diesen Fragen und weiteren rund um das Fair-trial-Prinzip und die Lehre von den Beweisverboten beschäftigt sich der Autor. Er kommt dabei zu dem Ergebnis, dass es sich bei fair trial um einen fundamentalen Grundsatz des deutschen Strafverfahrensrechts handelt und die Beweisverbote als dessen Ausprägung betrachtet werden müssen. Ausgehend von dieser Überlegung und als Gegenentwurf zu den gängigen Theorien entwickelt der Autor einen eigenen Ansatz zum Entstehen von Beweisverboten auf der Basis des Fair-trial-Prinzips und wendet diesen zum Beweis für seine Tauglichkeit auf das Auskunftsverweigerungsrecht des § 55 StPO und die dabei in Betracht kommenden Beweisverbote an.
2017, 172 S., brosch., 49,00 EUR, ISBN 978-3-8487-3601-0
RA Dr. Sven Schoeller
2016, 520 S., brosch., 129,00 EUR, ISBN 978-3-8487-3559-4
Dr. Philipp Scharenberg
2016, 254 S., brosch., 66,00 EUR, ISBN 978-3-8487-3394-1
RA Dr. Fabian Meinecke
In der Fachöffentlichkeit wird die Meinung nahezu einhellig geteilt, dass die häufig zu beobachtende skandalisierte Berichterstattung über prominente Tatverdächtige aus Politik und Wirtschaft Auswirkungen auf das Strafverfahren hat. Mit dem Entwurf des „Prominentenstrafrechts" untersucht der Autor die rechtlichen Auswirkungen und die wissenschaftlichen Grundlagen dieser Beobachtung und zeichnet die zahlreichen Einflüsse medienwirksamer Empörungswellen auf gegen Einzelpersonen geführte Verfahren nach. Insbesondere in der Wirtschaft wegen herausgehobener Funktionen „prominenzierte" Menschen müssen oftmals Beeinträchtigungen ihrer Persönlichkeitsrechte hinnehmen, wenn sie mit Strafvorwürfen konfrontiert sind.
2016, 333 S., brosch., 86,00 EUR, ISBN 978-3-8487-3198-5
Prof. Dr. Klaus Lüderssen
Das Wirtschaftsstrafrecht ist eine seit langem nach Quantität und Intensität zunehmende Materie. Die Gesetzgeber wie die Strafverfolgungsbehörden fördern diese Tendenz, motiviert vor allem durch die Vorstellung, damit etwas zur Steuerung der Wirtschaft beizutragen. Dass diese Aktivitäten auch das Gegenteil bewirken können, zeigt die Länge Verfahren, deren späte Abwicklung mit den aktuellen wirtschaftspolitischen Problemen kaum noch etwas zu tun hat. Viele Verfahrenseinstellungen sind die Folge und geben Anlass zu der Vermutung, dass schon mit der Behauptung eines Tatverdachts, selbst dann, wenn er sich nicht bestätigt, eine wichtige Aufgabe erfüllt werden soll. Das ist ökonomisch unsinnig und rechtlich unzulässig; das Strafprozessrecht kennt keine Verdachtsstrafe. Wie man diesen Bestrebungen vor allem aus interdisziplinären und grundgesetzlichen Perspektiven kritisch begegnen kann, möchte diese Aufsatzsammlung deutlich machen und setzt damit den schon in den ersten beiden Bänden eingeschlagenen Weg konsequent fort.
2014, 463 S., brosch., 119,00 EUR, ISBN 978-3-8487-1222-9
Prof. Dr. Jürgen Taschke (Hrsg.)
Max Alsberg (1877 - 1933) hat wie kaum ein anderer eine selbstbewußte, engagierte und auf Rechtsstaatlichkeit beharrende Strafverteidigung etabliert, an deren Tradition die Strafverteidigung in der Bundesrepublik anknüpfen konnte. Sein Lebensweg steht auch für die Zeitgeschichte des ausgehenden Kaiserreichs und der Weimarer Republik. Alsberg wurde Opfer der Nationalsozialisten, Opfer des Berufsverbots, mit dem jüdische Juristen 1933 aus ihren Berufen vertrieben wurden. Seiner bürgerlichen Existenz beraubt und ohne Zukunftsperspektive, setzte Alsberg am 11. September 1933 in der Schweiz seinem Leben ein Ende. Das Standardwerk zu Leben, Werk und Rezeption erscheint nun, mehr als 20 Jahre nach der ersten Auflage, in vollkommen überarbeiteter Neuauflage. Der Umfang hat sich mit mehr als 700 Seiten gegenüber der Vorauflage fast verdoppelt. Die zweite Auflage enthält u.a. •	wesentliche Schriften Max Alsbergs, z.B. Justizirrtum und Wiederaufnahme (1913) • Mit welchen Hauptzielen wird die Reform des Strafverfahrens in Aussicht zu nehmen sein? (1928) • Der Beweisermittlungsantrag (1919) • Der Beweisantrag im Strafprozeß • Eine begriffliche Grundlegung (1926) • Der Prozeß des Sokrates im Lichte moderner Jurisprudenz und Psychologie (1928) • Die Philosophie der Verteidigung (1930) • Das Weltbild des Strafrichters (1930) und einen bisher nur im Privatdruck zugänglichen Text von Max Alsberg aus dem Jahr 1931 zu den Vorwürfen, im Stinnes-Verfahren (1929) auf unzulässige Weise den Richter ausspioniert zu haben; der Text gibt einen einzigartigen Einblick in die Arbeits- und Lebensweise Max Alsbergs
Der Band enthält schließlich ein vollständiges Schriftenverzeichnis Max Alsbergs mit über 800 Titeln und Anmerkungen und ein umfangreiches Register seiner Prozesse. Mit der 2. Auflage legt der Herausgeber Jürgen Taschke Grund für eine der bedeutsamsten Dokumentationen zu einer prägenden Gestalt der deutschen Justizgeschichte in der Weimarer Zeit. Verstreute Dokumente wurden gesichtet, bewertet und in die Rezeptionsgeschichte eingebunden.
2013, 719 S., geb., 179,00 EUR, ISBN 978-3-8487-0769-0
Jahn / Schmitt-Leonardy / Schoop (Hrsg.)
2016, 378 S., brosch., 98,00 EUR, ISBN 978-3-8487-1704-0
RA Dr. Staudinger
Wie kann ein Strafprozess, der mit einem Tatverdacht beginnt, die Unschuldsvermutung wahren? Die aktuelle Gesetzeslage fordert bereits vom Beginn des strafrechtlichen Verfahrens, dass die Ermittlungsbehörden einen Tatverdacht gegen eine Person hegen. Gleichzeitig sollen sie aber die Unschuldsvermutung (Art. 6 II EMRK) wahren. Der Autor zeigt auf, dass dieses Dilemma für die staatlichen Behörden in vielen Situationen besteht und er untersucht dazu die bisherigen Ansätze zur Unschuldsvermutung in Literatur und Rechtsprechung. Gleichzeitig gibt er Lösungsvorschläge, wie damit umgegangen werden kann. Dabei liegt der Fokus zum einen auf den Maßnahmen, die den Beschuldigten belasten, und zum anderen auf dem Umgang mit den Medien. Die Arbeit kann Ausgangspunkt für die Überprüfung des Handelns der Justiz sein sowie eine argumentative Unterstützung des Strafverteidigers. Nicht zuletzt ist sie ein Apell an den Gesetzgeber, die Unschuldsvermutung institutionell in allen Bereichen des Strafrechts möglich zu machen.
2015, 187 S., brosch., 49,00 EUR, ISBN 978-3-8487-2670-7
Geschichte des Deutschen Strafverteidiger e. V. – Rückblick auf 40 Jahre
RAin Dr. Regina Michalke
Im Jahr 1974 gründete eine Gruppe von Rechtsanwälten den Verein Deutsche Strafverteidiger. Sie hatte sich zuvor seit 1959 alljährlich auf einem Sommerlehrgang getroffen, um über Strafrecht und Prozessrecht zu debattieren. Die im Zuge der „Stammheimer-Prozesse“ aufgekommene Diskussion über das Spannungsfeld zwischen Beschuldigtenrechten und staatlichen Interessen nach Sicherheit hatte das Bedürfnis entstehen lassen, über den Fortbildungszweck der bisherigen Zusammenkünfte hinaus den Strafverteidigern im Diskurs mit der Rechtspolitik eine einheitliche Stimme zu geben. Der bundesweit organisierte Berufsverband verfolgt seitdem das Ziel, die Grundlagen für eine professionelle Verteidigung zu legen. Dabei sieht sich der Verein dem Andenken an den legendären Strafverteidiger und Literaten Max Alsberg besonders verpflichtet. Mit dem vorliegenden Band wird die Historie des Vereins nachgezeichnet, zugleich als Spiegelbild der Geschichte des Strafprozessrechts über fast ein halbes Jahrhundert hinweg.
2014, 197 S., brosch., 52,00 EUR, ISBN 978-3-8487-0974-8
Michalke / Köberer / Pauly / Kirsch / Hassemer (Hrsg.)
2013, 274 S., brosch., 74,00 EUR, ISBN 978-3-8487-0391-3
RA Prof. Dr. Werner Leitner
Videoaufnahmen gehören zum modernen Alltag. Am Strafverfahren ist diese technische Entwicklung weitgehend vorbeigegangen. Die Dokumentation von Inhalten in Ermittlungsverfahren, Hauptverhandlung und Revision findet nach wie vor, wenn überhaupt, weitgehend verschriftet statt. Der Autor blickt auf die Geschichte des Strafverfahrens und zeigt unter anderem am Protokoll, wie unzeitgemäß im deutschen Strafprozess dokumentiert wird. Mangelnde Transparenz und Rechtskonstrukte wie das „Verbot der Rügeverkümmerung“ sind die Folge. Das Werk stellt alle bedeutenden rechtspolitischen und legislativen Initiativen für eine Verbesserung dieser Situation dar. Anhand des vom Strafrechtsausschuss der BRAK vorgelegten Reformvorschlags für ein „Gesetz zur Verbesserung der Wahrheitsfindung“ entwickelt der Autor ein praktikables Lösungsmodell und plädiert entschieden für mehr Transparenz und Dokumentation. Das Werk richtet sich gleichermaßen an Praxis, Rechtspolitik und Wissenschaft. Der Autor ist Strafverteidiger in München und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Strafrecht des DAV und als solcher mit dem Thema aus Praxis und rechtspolitischer Arbeit bestens vertraut.
2012, 155 S., brosch., 39,00 EUR, ISBN 978-3-8329-7405-3
Prof. Dr. Stephan Barton/Dipl. Soz. Christian Flotho
Durch den in den letzten Jahren erfolgten Ausbau des strafprozessualen Opferschutzes hat die Nebenklage erheblich an Bedeutung gewonnen. Das erfahrungswissenschaftlich gesicherte Wissen zur anwaltlichen Nebenklagevertretung ist jedoch gering; man weiß wenig darüber, welche Personen als Opferanwälte fungieren, wo deren berufliche Schwerpunkte liegen und wie sich ihre Tätigkeiten faktisch auswirken. Das Buch schließt diese Lücken auf der Grundlage einer umfassenden empirischen Studie, die fachübergreifend juristische, soziologische und praktische Aspekte der Nebenklagevertretung zusammenführt. Das Werk gewährt rechtstatsächliche Einblicke in ein neues anwaltliches Berufsfeld und informiert über Spannungszonen des strafprozessualen Opferschutzes in der Praxis. Die Untersuchung macht deutlich, dass es „den“ typischen Opferanwalt nicht gibt und dass es an einer verbindlichen Berufsmethodik der Nebenklagevertretung fehlt. Das wirft die Frage nach der besseren Verankerung der Nebenklagevertretung in der Berufsausbildung auf und gibt Anstöße für die aktuelle rechtspolitische Diskussion zum strafprozessualen Opferschutz.
2010, 269 S., brosch., 68,00 EUR, ISBN 978-3-8329-5345-4
Die stetige Erweiterung und Intensivierung des Wirtschaftsstrafrechts löst die grundsätzlichen, ökonomischen, rechtshistorischen und methodologischen Überlegungen aus, die im ersten Teil des Werkes mitgeteilt werden. Der zweite Teil setzt sich mit dem Straftatbestand der Untreue auseinander. Hier ist seit dem Erscheinen des ersten Bandes (Entkriminalisierung des Wirtschaftsrechts, 1998, Schriftenreihe Deutsche Strafverteidiger e.V., Bd. 14) viel in Bewegung gekommen. Der Verfasser greift diese neuen Entwicklungen auf. Der dritte Teil beschäftigt sich vorwiegend mit erst im letzten Jahrzehnt aktuell gewordenen Kriminalisierungen, die das Wirtschaftsleben auf eine bedenkliche Weise belasten oder gefährden können. Dabei verdienen insbesondere die bereits erreichten oder geplanten Veränderungen im Glücksspiel-Strafrecht Aufmerksamkeit.
2007, 217 S., brosch., 44,00 EUR, ISBN 978-3-8329-2474-4
Verschwiegenheitspflichten, Zeugnisverweigerungsrechte und Beschlagnahmeverbote zugunsten juristischer Personen
Sandra Huber-Lotterschmid
Nach personellen Veränderungen beim vertretungsberechtigten Organ einer juristischen Person stellt sich in der Praxis regelmäßig die Frage, wer befugt ist, den Berufsgeheimnisträger gemäß § 53 Abs. 2 StPO von seiner Verschwiegenheitspflicht zu entbinden und welche Auswirkungen dies auf den Beschlagnahmeschutz hat. Es sind vor allem die Insolvenzfälle, die in der Praxis Schwierigkeiten bereiten. Die gleiche Problematik stellt sich jedoch auch bei schlichten Wechseln in der Geschäftsführung sowie bei mehrköpfigen Organen. Das vorliegende Werk bietet der Praxis einen vollständigen Überblick über den aktuellen Meinungsstand in Rechtsprechung und Schrifttum. Vorhandene Lösungsansätze und die derzeit wohl herrschende Auffassung, nach der eine Entbindung durch Insolvenzverwalter bzw. aktuelles Organ und anvertrauendes (früheres) Organ erforderlich ist, werden kritisch hinterfragt und ein eigener Lösungsansatz vorgestellt. Dieser berücksichtigt auch das Beschlagnahmeverbot des § 97 StPO. Die Autorin ist zurzeit Referendarin und war im Rahmen ihrer Tätigkeit für einen Anwalt mit der Problematik befasst
2006, 166 S., brosch., 38,00 EUR, ISBN 3-8329-2103-6
Neue Hirnforschung - Neues Strafrecht?
Tagungsband der 15. Max Alsberg-Tagung am 28.10.2005 in Berli
Prominente Vertreter der deutschen Hirnforschung erklären die Willensfreiheit für eine Illusion. Das Menschenbild des Grundgesetzes ist damit infrage gestellt. Viele Institutionen des Rechts verlieren durch diese These ihre Grundlage. Namentlich das Schuldstrafrecht gerät in Legitimationsnot und wird pointiert angegriffen. Der vorliegende Band dokumentiert die 15. Alsberg-Tagung. Thema der vom Deutschen Strafverteidiger e.V. und dem Deutschen Richterbund e. V. organisierten Tagung war die „Entdeckung“ der Hirnforschung, welche unter dem Titel „Neue Hirnforschung - Neues Strafrecht?“ behandelt worden ist. Der Band gibt die vier gehaltenen Referate und einen Text Benjamin Libets aus dem Jahre 1999 wieder, in dem er sein die Debatte maßgeblich beeinflussendes Experiment gegen eine Vereinnahmung für die „Illusionsthese“ verwahrt und die Willensfreiheit durch die Hypothese eines „Vetos“ verteidigt.
2006, 129 S., brosch., 24,00 EUR, ISBN 3-8329-2077-3
Stefan Kirsch (Hrsg.)
Noch vor kaum mehr als zehn Jahren schien es nur schwer vorstellbar, dass Strafverfahren in naher Zukunft nicht allein durch nationale, sondern auch vor internationalen Strafgerichten geführt würden. Umso erstaunlicher ist die rasante Entwicklung, die das Internationale Strafrecht gerade im letzten Jahrzehnt erlebt hat. Bereits kurz nach seiner Errichtung im Jahr 1993 nahm der Jugoslawienstrafgerichtshof (JStGH), dem nicht zuletzt aufgrund des Verfahrens gegen den ehemaligen Präsidenten Jugoslawiens, Slobodan Milosevic, besondere Aufmerksamkeit entgegengebracht wird, seine Arbeit auf. Nur ein Jahr später, im November 1994, erfolgte die Einsetzung des Ruandastrafgerichtshofes (RStGH) und bereits 1997 verständigte sich eine in Rom versammelte Staatenkonferenz über die Einrichtung eines (ständigen) Internationalen Strafgerichtshofes (IStGH), der im Jahr 2002 seine Tätigkeit aufgenommen hat. Der vorliegende Sammelband, der Beiträge von an diesen Gerichtshöfen tätigen Praktikern zusammenfasst, soll einen breiten Leserkreis mit den Rechtsgrundlagen und dem Verfahren der Internationaler Strafgerichtshöfe vertraut machen und schließt damit eine Lücke in der deutschsprachigen Literatur.
2005, 356 S., brosch., 69,00 EUR, ISBN 3-8329-1450-1
Das neue Werk in der Schriftenreihe Deutsche Strafverteidiger e.V. widmet sich dem Parteiverrat und liefert Wissenschaft und Praxis zahlreiche neue Ansätze zum Verständnis der Norm.
2005, 348 S., brosch., 68,00 EUR, ISBN 3-8329-1270-3
Ursula Nelles (Hrsg.)
Geldwäsche, Gewinnabschöpfung und Rückgewinnungshilfe
Die von dem Deutsche Strafverteidiger e.V. und dem Deutscher Richterbund e.V. ausgerichtete 14. Alsberg-Tagung im November 2003 hat sich unter dem Thema »Vermögenssicherung im Strafverfahren – ein Gewinn für das Strafverfahren?« mit den praktischen Problemen der Gewinnabschöpfung und der Zurückgewinnungshilfe aus Sicht der Polizei (KHK Martina Brunner) und der Staatsanwaltschaft (OStA Dr. Marina Thode), aber auch mit den Risiken befasst, die mit der Vermögenssicherung im Strafverfahren aus der Perspektive von Verteidigung (RA Dr. Regina Michalke) und vor dem Hintergrund der Rechtsentwicklung in Europa (Prof. Dr. Ursula Nelles) verbunden sind. Teil III des vorliegenden Bandes enthält den Text der Vorträge. Teil I des Bandes dokumentiert die Verleihung des Max Alsberg-Preises an Rechtsanwalt Dr. Stefan König und Teil II nachgedruckte Publikationen des Preisträgers.
2004, 140 S., brosch., 28,00 EUR, ISBN 3-8329-0740-8
Die Arbeit befasst sich mit der kürzlich vom BVerfG entschiedenen und in den letzten Jahren lebhaft diskutierten Frage, ob sich Strafverteidiger durch die Annahme »schmutziger«Honorargelder wegen Geldwäsche strafbar machen. Nach einer kurzen Darstellung der Konsequenzen, die sich für Verteidiger und Beschuldigte aus dem von § 261 StGB ausgehenden Strafbarkeitsrisiko ergeben, wird erörtert, ob die Schutzzwecke des § 261 StGB nach einer Bestrafung der Honorarannahme verlangen. Auf dieser Grundlage untersucht die Arbeit, ob der Verfassungskonflikt auf der Grundlage des geltenden § 261 StGB aufgelöst werden kann, diskutiert die bisher vorgebrachten Lösungsansätze und gelangt zu einem neuen Lösungsvorschlag, wonach die verfassungsrechtlich erforderliche Verteidigerprivilegierung durch einen Strafausschließungsgrund erreicht werden kann. Abschließend wird die Entscheidung des BVerfG dargestellt und kommentiert. Das Werk ist daher nicht nur eine Bereicherung für die Wissenschaft, sondern auch für jeden Strafverteidiger und Staatsanwalt, um sich über die aktuellen Entwicklungen zu informieren.
2004, 204 S., brosch., 39,00 EUR, ISBN 3-8329-0739-4
Illegale Beweise sind unter dem Stichwort »Beweisverbote« zum Problem geworden. Die Diskussion hat einen Grad an Unübersichtlichkeit erreicht, der verallgemeinerungsfähige Prinzipien kaum noch erkennen läßt. Das Werk löst die Problematik aus dem gewohnten Kontext heraus und führt sie auf die Frage nach den Legitimationsbedingungen für die Beweisgewinnung zurück. Aus dieser Vorgabe werden Mindeststandards für ein rechtsstaatliches Beweisverfahren abgeleitet, an denen sich aktuelle Entwicklungen messen lassen. Es leistet damit einen Beitrag zur rechtspolitischen Diskussion sowie dazu, den Strafprozeß an rechtsstaatliche Prinzipien zurückzukoppeln und wendet sich an Wissenschaft und Praxis gleichermaßen.
2004, 269 S., brosch., 58,00 EUR, ISBN 3-8329-0731-9
Rechtsstaat und Strafverfahren
Hans Christoph Schaefer
Der Autor, langjähriger Generalstaatsanwalt und Leiter der Staatsanwaltschaft Frankfurt a. M., hat seit 1994 bis zu seinem Ausscheiden aus dem Amt in einer Reihe von Aufsätzen, die in der NJW und der Sonntagszeitung der FAZ erschienen sind, aktuelle Probleme des Strafverfahrensrechts und der Rechts- und Justizpolitik beschrieben. Dabei ging es dem Autor immer um das ausgewogene Verhältnis von Rechtsstaatlichkeit und Fairness auf der einen und Effektivität des Strafverfahrens auf der anderen Seite. Deutlich wird in den Beiträgen die Position des Autors, dass das Strafrecht zur Lösung gesellschaftlicher Probleme nicht geeignet sondern nur als »letztes Mittel« in Betracht kommen kann, Vorrang dagegen immer die Vorbeugung haben muss. Den immer wieder kehrenden Versuchen der Politik, das Straf- und Strafverfahrensrecht aus aktuellen Anlässen zu vermeintlich schnellen »Lösungen« einzusetzen, steht der Autor äußerst kritisch gegenüber. Die zahlreichen Beiträge zur organisierten Kriminalität, Vorverurteilung, Drogenpolitik, Missbrauch durch parlamentarische Untersuchungsausschüsse, Einbeziehung des Verfassungsschutzes in die Strafverfolgung, Werteordnung und vielem anderen sind unverändert aktuell
2003, 123 S., brosch., 24,00 EUR, ISBN 3-8329-0068-3
In weit über 90 % aller Fälle wird die Anordnung der Untersuchungshaft auf die Haftgründe der Flucht- und/oder Verdunkelungsgefahr gestützt. Bezogen auf diese beiden Haftgründe gibt die Arbeit zunächst einen Überblick über die normativen Voraussetzungen der Untersuchungshaftanordnung. Dabei wird auch der Frage nachgegangen, wie der Haftrichter zur Bejahung eines Haftgrundes gelangt und welche dogmatischen Anforderungen an den dabei stattfindenden Prognoseprozess zu stellen sind. Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse werden anschließend die in der Praxis zur Begründung der Haftentscheidungen herangezogenen Indizien umfassend dargestellt und einer kritischen Diskussion unterworfen. Mit z.T. neuem Argumentationsansatz wird dabei auch zu den seit langem streitigen Rechtsfragen Stellung genommen, beispielsweise, ob sich Fluchtgefahr allein aus der Höhe der (vermeintlichen) Straferwartung ergeben kann. In die Arbeit eingeflossen sind nicht zuletzt Erkenntnisse über Argumentationsfehler und Missstände der Praxis, die der Verfasser im Rahmen einer eigenen Aktenerhebung gewinnen konnte. Sie verleihen dem Werk, das sich gleichermaßen an Wissenschaft wie Praxis wendet, ein besonders hohes Maß an Anschaulichkeit.
2003, 239 S., brosch., 49,00 EUR, ISBN 3-8329-0008-X
Jürgen Welp (Hrsg.)
Der Tagungsband gibt die Referate wieder, die im Oktober 2001 während der 13. Alsberg-Tagung in Berlin, veranstaltet von dem Deutsche Strafverteidiger e. V. und dem Deutscher Richterbund e. V., gehalten worden sind. Die Themen der Tagung befassen sich mit den Gefährdungen, die von der Netzkriminalität ausgehen und mit den Chancen und Risiken, die mit den Ermittlungen wegen solcher Delikte verbunden sind. Die Autoren: Heinz Fromm, Jens Gruhl, Rainer Spatscheck, Manfred Möhrenschlager und Jürgen Welp. Die Themen der Referate sind für Strafverteidiger, Strafverfolgungsbehörden und Richter von Interesse, die in der Praxis mit Fragen der Netzkriminalität befasst sind. Der Band dokumentiert ferner die Verleihung des Max Alsberg-Preises 2001 an die Redaktion der Zeitschrift Strafverteidiger in persona Prof. Dr. Klaus Lüderssen, Prof. Dr. Reinhold Schlothauer und Dr. Hans-Joachim Weider. Der Deutsche Strafverteidiger e. V. hat mit der Auszeichnung die Tätigkeit der Preisträger für die Zeitschrift Strafverteidiger geehrt, deren Mitbegründer sie waren und die sie redaktionell seit mehr als 20 Jahren betreuen.
2003, 125 S., brosch., 24,00 EUR, ISBN 3-7890-8379-8
Ilias G. Anagnostopoulos (Hrsg.)
Die Aufsätze dieses Bandes sind aktuellen Fragen der Internationalisierung des Strafrechts gewidmet. Der Schutz der Menschenrechte im Strafverfahren, die internationale Strafgerichtsbarkeit, die internationale Rechtshilfe in Strafsachen, Geldwäsche, der Schmuggel innerhalb der Europäischen Union, der Schutz der finanziellen Interessen der Europäischen Gemeinschaften, ne bis in idem, Strafrecht und Internet, werden von den Autoren, die etablierte Strafrechtstheoretiker und -praktiker sind, schwerpunktmäßig dargestellt. Prof. Dr. jur. Ilias G. Anagnostopoulos lehrt Straf- und Strafprozessrecht an der Universität Athen und ist als Strafverteidiger in Griechenland und international tätig
2003, 151 S., brosch., 29,00 EUR, ISBN 3-7890-8378-X
Die Strafbarkeit wegen Untreue bei der Kreditvergabe
Jeder Kreditverantwortliche einer Bank trägt das Risiko einer Untreuestrafbarkeit. Die Grenzen zwischen dem erlaubten Risiko, das jedem Kredit innewohnt, und pflichtwidriger Untreue sind fließend. Meistens stellt sich die Frage einer Strafbarkeit erst, wenn bedeutsame Kredite ausfallen. Nach der Auffassung des Verfassers kann die Rechtsordnung den Banken keine Risikomaßstäbe aufoktroyieren. Vielmehr sei es eine subjektive Angelegenheit der Bank, sich für bestimmte Risikomaßstäbe zu entscheiden.
Der Verfasser veranschaulicht seine Ergebnisse anhand von Fallkonstellationen und diskutiert Sonderprobleme. Er unterzieht die Sinnhaftigkeit der Strafverfolgung der Bankuntreue insgesamt einer kritischen Prüfung. Das Buch gibt Bankvorständen, Kreditleitern und allen anderen Bankmitarbeitern einen Hinweis auf die strafrechtlichen Risiken ihres Alltagsgeschäfts. Der Staatsanwalt, der Richter und der Verteidiger erhalten Orientierungshilfen für eine Beurteilung der Strafbarkeit.
Der Verfasser hat ein großes Strafverfahren wegen Kredituntreue begleitet.
2001, 228 S., brosch., 39,00 EUR, ISBN 3-7890-7205-2
Der Strafprozess vor neuen Herausforderungen? Über den Sinn oder Unsinn von Unmittelbarkeit und Mündlichkeit im Strafverfahren
Otto Lagodny (Hrsg.)
Beiträge zur 12. Alsberg-Tagung 1999 in Berlin
1999, 324 S., brosch., 50,00 EUR, ISBN 3-7890-6944-2
Die Strafbarkeit des Strafverteidigers wegen Strafvereitelung (§ 258 StGB)
Ist der Bereich zwischen Strafverteidigung und Strafvereitelung (§ 258 StGB) tatsächlich nur ein schmaler Grat, wie dies in Rechtsprechung und rechtswissenschaftlicher Literatur weitgehend angenommen wird?
Die Untersuchung zeigt, daß es hierbei nicht maßgeblich auf die verfahrensrechtliche Stellung des Verteidigers ankommt, sondern daß schon aufgrund der begrenzten Reichweite des Strafvereitelungstatbestandes auch prozeßordnungswidriges Verteidigerhandeln nur ausnahmsweise strafbar gemäß § 258 StGB ist. Die Ausführungen geben umfassend Aufschluß über die Strafbarkeitsgrenzen des Verteidigers im Umgang mit dem Vortäter, den Strafverfolgungsbehörden sowie (falschen) Beweismitteln.
Das Werk liefert insbesondere Verteidigern interessante rechtliche Argumente für den Fall, daß sie einmal selbst wegen des Vorwurfs der Strafvereitelung ins Fadenkreuz der Justiz geraten.
1999, 232 S., brosch., 40,00 EUR, ISBN 3-7890-6299-5
Eine immer größer werdende Zahl von Strafverfahren wird ohne Hauptverhandlung beendet. Wenn eine solche stattfindet, wirken sich die Ergebnisse des Ermittlungsverfahrens vorbestimmend aus. Zeitgemäße Strafverteidigung erfordert daher ein möglichst frühzeitiges Tätigwerden des Verteidigers. Entgegen einer kontinuierlichen Erweiterung der Kompetenzen der Strafverfolgungsbehörden hat eine entsprechende Anpassung der Verteidigungsrechte im Ermittlungsverfahren nicht stattgefunden. Hier setzt die Arbeit an und zeigt auf, inwieweit bestehende Verteidigungsdefizite vom Verteidiger durch die Anstellung eigener Ermittlungen ausgeglichen werden können und müssen. Erörtert werden u.a. die strafprozessualen und strafrechtlichen Grenzen anwaltlicher Ermittlungen sowie der Geheimnisschutz der dabei gewonnenen Erkenntnisse. Ausführlich behandelt wird die für die Praxis entscheidende Frage der Erstattungsfähigkeit dabei entstehender Auslagen.
Die praxisnahe Arbeit ist insbesondere für engagierte Verteidiger interessant, die sich bereits im Ermittlungsverfahren aktiv für ihre Mandanten einsetzen wollen.
1999, 213 S., brosch., 37,00 EUR, ISBN 3-7890-6134-4
Das Widerspruchserfordernis bei Beweisverwertungsverboten
Eine Untersuchung der vom BGH entwickelten Widerspruchslösung und ihrer dogmatischen Rechtfertigung
Die Rechtsprechung des BGH zum Widerspruchserfordernis gehört zu den umstrittensten Problemen des aktuellen Strafverfahrensrechts. Dennoch müssen sich Strafverteidiger und ihre Mandanten auf die weitreichenden Folgen des unterlassenen Widerspruchs im Prozeß einstellen.
Das Werk beschreibt die Entwicklung des Rechtsinstituts anhand der zugrundeliegenden Rechtsprechung und zeigt die verschiedenen Fallgruppen sowie die unterschiedlichen Begründungsmodelle auf. Vor diesem Hintergrund untersucht es, ob das Rechtsinstitut dogmatisch zu rechtfertigen ist. Es zeigt sich: Die derzeitige Argumentation der Rechtsprechung liefert keine Grundlage für eine Einschränkung des Beweisverwertungsverbotes.
Das Werk ermöglicht Strafrechtswissenschaftlern und allen am Strafverfahren Beteiligten den Überblick über das Rechtsinstitut und seine Anwendungsfälle. Strafverteidigern vermittelt es zahlreiche Argumente, um sich in der Tatsachen- oder Revisionsinstanz gegen die unerwünschten Folgen des unterlassenen Widerspruchs zur Wehr zu setzen.
1999, 228 S., brosch., 40,00 EUR, ISBN 3-7890-6097-6
›Konfliktverteidigung‹ und Inquisitionsmaxime
Die Unsicherheit in der rechtlichen Bewertung des Verteidigerhandelns ist dabei vor allem mit einem Rezeptionsdefizit der normativen Vorgaben des Grundgesetzes zu erklären. Im Gegensatz hierzu entwickelt der Verfasser Grund und Grenzen der Strafverteidigung aus der Verfahrensstruktur, nicht aus der Abhängigkeit der Tätigkeit des Verteidigers von den Verfahrenszielen. Die Arbeit leistet damit einen Beitrag zur aktuellen rechtspolitischen Diskussion und ist nicht nur für die Wissenschaft, sondern gerade auch für die professionell am Strafverfahren Beteiligten von Nutzen.
1998, 387 S., brosch., 51,00 EUR, ISBN 3-7890-5718-5
Felix Herzog (Hrsg.)
Die 16. Alsberg-Tagung des Deutschen Strafverteidiger e.V. und des Deutschen Richterbundes e.V. behandelte die Krise der geistigen und sozialen Grundlagen des rechtsstaatlich-liberalen Strafverfahrens.
Strafverteidiger, Richter und Staatsanwälte sowie Vertreter der Rechtswissenschaft setzten sich dabei kritisch mit den populistischen Argumenten in der gegenwärtigen Diskussion um das Strafrecht und das Strafverfahren auseinander und hielten ihnen fundierte Erfahrungen und Reflexionen aus Wissenschaft und Praxis entgegen.
Die Forderung nach einer Strafbarkeit juristischer Personen wurde auf den Prüfstand gestellt. Aus richterlicher Perspektive ging es um die Frage, ob moderne Erscheinungsformen der Kriminalität neue Anforderungen an das Strafverfahren stellen. Außerdem wurde über Wandlungen im Selbstverständnis der Staatsanwaltschaft reflektiert. Der Tagungsband dokumentiert weiterhin die Verleihung des Max-Alsberg-Preises 1997 an Heinrich Hannover und enthält als juristisch-literarisches Juwel den Text von Max Alsbergs Justizdrama »Voruntersuchung« (1930).
1998, 160 S., brosch., 32,00 EUR, ISBN 3-7890-5535-2
Gesetzgebung und Rechtsprechung neigen dazu, in das Wirtschaftsleben auch dann mit dem Strafrecht einzugreifen, wenn die primär zuständigen Rechtsgebiete keinen Anstoß nehmen. Die Beiträge dieses Bandes zeigen, daß diese Tendenz mit der akzessorischen und subsidiären Funktion des Strafrechts nicht vereinbar ist. Sie machen darüber hinaus die rechtspolitische Beweislast sichtbar, welche die Strafverfolgungsbehörden tragen, wenn sie – wie dies häufig geschieht – die Grenzen des geltenden Strafrechts überschreiten. Schließlich vermitteln sie auch die Einsicht, daß bei der Auslegung wirtschaftsrechtlicher Vorschriften übergreifende volks- und betriebswirtschaftliche Bezüge sorgfältig zu beachten sind, was ressortspezifische Verfahrensweisen nicht selten verhindern.
Der Verfasser demonstriert seine Schlußfolgerungen unter anderem am Submissions- und Subventionsbetrug, Überschuldungsproblemen und den sogenannten mißbräuchlichen aktienrechtlichen Anfechtungsklagen.
Klaus Lüderssen ist Professor für Strafrecht, Strafprozeßrecht, Rechtsphilosophie und Rechtssoziologie in Frankfurt/Main. Er ist u.a. Herausgeber der fünfbändigen Edition »Aufgeklärte Kriminalpolitik oder Kampf gegen das Böse?« (1998, ISBN 3-7890-5454-2).
1998, 245 S., brosch., 45,00 EUR, ISBN 3-7890-5259-0
Kriminelle Kartelle? Zur Entstehungsgeschichte des neuen § 298 StGB
Fachveranstaltung der Deutschen Strafverteidiger e.V. am 14. Juni 1996 in Frankfurt am Main
Die Strafbarkeit von Submissionsabsprachen war seit Beginn der 90er Jahre Gegenstand ausführlicher Diskussionen in Lehre und Praxis. Auch durch den neu geschaffenen Straftatbestand des Ausschreibungsbetruges (§ 298 StGB) sind die grundsätzlichen Probleme nicht beseitigt. Die Fragen der Auslegung der neuen Bestimmungen lassen sich nur sinnvoll beantworten, wenn man die Entstehungsgeschichte und die Diskussion um die »Kriminellen Kartelle« kennt. Mit der Kernfrage, ob es »Kriminelle Kartelle« gibt, befaßte sich der Deutsche Strafverteidiger e.V. auf einer Tagung.
Der Band enthält im ersten Teil die dort von Praktikern und Rechtslehrern gehaltenen Vorträge. Im zweiten Teil sind die – teilweise bisher unveröffentlichten – Entscheidungen des Landgerichts Frankfurt am Main und des Bundesgerichtshofes zum sogenannten »Wasserbauverfahren« dokumentiert. Dem schließt sich eine ausführliche Dokumentation des Gesetzgebungsverfahrens an, das im Sommer 1997 zur Verabschiedung des neuen § 298 StGB führte.
Das Buch wendet sich an Richter, Staatsanwälte und Verteidiger sowie an die Wissenschaft.
1998, 223 S., brosch., 40,00 EUR, ISBN 3-7890-5169-1
Die dem modernen Staat zufallende Aufgabe der Bewältigung von Unsicherheit wird unter anderem durch den Einsatz informellen Verwaltungshandelns (Warnungen und Unbedenklichkeitserklärungen) gelöst. Die zivil- und strafrechtliche Rechtsprechung hatte in der Vergangenheit in mehreren Produkthaftungsfällen (»Lederspray«, »Holzschutzmittel«) zu klären, wie sich diese behördlichen Stellungnahmen auf die Sorgfaltspflichten des Produzenten auswirken. Hierbei haben die Gerichte zum Teil diametral entgegengesetzte Standpunkte vertreten.
Vor dem allgemeinen Hintergrund der Probleme der Sorgfaltspflichtenbestimmung bei Risikoentscheidungen im Produkthaftungsrecht fordert die Arbeit eine Anerkennung der behördlichen Stellungnahmen als Mittel der Risikokonkretisierung auch im Strafrecht. Insbesondere zeigt der Verfasser, daß behördliche Stellungnahmen typischerweise den aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik wiedergeben und somit den Schutzinteressen der Verbraucher und den Orientierungsbedürfnissen der Produzenten in der von Normunbestimmtheit geprägten »Risikogesellschaft« gerecht werden.
1997, 215 S., brosch., 37,00 EUR, ISBN 3-7890-5026-1
Eine Vorlesungsreihe im Wintersemester 1995/96
Ist der Einfluß der Medien auf die Strafjustiz im Sinne einer demokratischen Teilhabe des Volkes an ihre Arbeit positiv zu bewerten oder gar noch auszuweiten (etwa durch Court-tv)? Oder bedroht die Macht der Medien die Unabhängigkeit der Gerichte und die Arbeit der Strafverfolgungsbehörden?
Diese vieldiskutierten Fragen behandelt der Autor anhand einiger Beispiele aus seiner Praxis als Strafverteidiger und anhand von aktuellen Strafrechtsfällen. Über die kasuistische Darstellung hinaus enthält der Text grundsätzlich Überlegungen zum Standort der Strafjustiz und der Presse in unserer Verfassungswirklichkeit und zu Entwicklungstendenzen der Medien- und Informationsgesellschaft. Auch Aspekte des Datenschutzes und der Bedrohung des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung der vom Strafrecht betroffenen Menschen werden angesprochen (vgl. auch Rainer Hamm/Klaus Peter Möller (Hrsg.): Strafrecht und Datenschutz – ein Widerspruch in sich? NOMOS 1997, ISBN 3-7890-4878-X).
Mit der Buchausgabe wird die Vorlesungsreihe allen zugänglich gemacht, die sich fundiert über die mediale Dimension des juristischen Arbeitens informieren möchten.
1997, 128 S., brosch., 26,00 EUR, ISBN 3-7890-4734-1
Private Ermittlungen im Strafprozeß
Ein Beitrag zu der Lehre von den Beweisverboten
Die Lehre von den strafprozessualen Beweisverboten ist seit Anfang dieses Jahrhunderts nicht zur Ruhe gekommen. Die Untersuchung beschäftigt sich mit einem bisher kaum behandelten Teilaspekt der Beweisverbotslehre, den Ermittlungen von Privaten im Strafprozeß. Gerade diese Problematik der strafprozessualen Privatermittlungen und deren Verwertbarkeit im Strafprozeß beschäftigte in letzter Zeit vermehrt die höchstrichterliche Rechtsprechung.
Die Studie belegt zunächst, daß das Recht der Verfahrensbeteiligten auf aktive Mitgestaltung des Strafprozesses den Anspruch auf umfangreiche eigene Ermittlungen nach sich zieht. In einem zweiten Schritt zeigt der Autor die rechtlichen Grenzen dieses grundsätzlichen Ermittlungsrechts auf, um die Problematik der »privaten Ermittlungen« dann in die Lehre von den Beweisverboten einzubetten. Abschließend stellt er eine handhabbare »Formel« für die – im Prozeß – entscheidende Frage nach der (Un-) Verwertbarkeit der privat erlangten Ermittlungsergebnisse vor.
1996, 148 S., brosch., 28,00 EUR, ISBN 3-7890-4502-0
Sinn und Unsinn der Untersuchungshaft – Was leistet sie wirklich?
Deutsche Strafverteidiger e.V. (Hrsg.)
Vorträge der 10. Alsberg-Tagung, gemeinsam veranstaltet von dem Deutsche Strafverteidiger e.V. und dem Deutsche Richterbund e.V., Oktober 1995
Der Band dokumentiert Referate der vom Deutsche Strafverteidiger e.V. und vom Deutscher Richterbund e.V. ausgerichteten 10. Alsberg-Tagung 1995. Gesetzliche Regelung und Praxis der Untersuchungshaft werden in den Beiträgen kenntnisreich und kritisch betrachtet. Die Verfasser sind Fachleute aus der Politik, der Gerichtsbarkeit und der Justizverwaltung.
Ein 1925 verfaßter Aufsatz von Max Alsberg zum Thema Untersuchungshaft rundet die Dokumentation ab.
Das Werk leistet einen wichtigen Beitrag zur Diskussion über die Untersuchungshaft. Es enthält nicht nur Vorschläge zur Änderung der bestehenden gesetzlichen Regelung, sondern auch wertvolle Anregungen für den Praktiker, der mit Entscheidungen über Untersuchungshaft befaßt ist. Die Lektüre ist daher gewinnbringend für jeden, der sich für Strafprozeßrecht und/oder Rechtspolitik interessiert.
1997, 75 S., brosch., 19,00 EUR, ISBN 3-7890-4476-8
Ist der Zeuge, der sich redlich um Wahrheit bemüht, ein Garant für richtige Zeugenaussagen und damit für gerechte Urteile? Betrachtet man die Gerichtspraxis, so wird deutlich, daß der Zeugenbeweis nach wie vor von größter Bedeutung für den Ausgang von Strafverfahren ist und daß die Prozeßbeteiligten den redlichen Zeugen für ein besonders verläßliches Beweismittel halten, dessen Aussagen man getrost folgen könne. Dieser Praxis stehen jedoch die Erkenntnisse der Aussagepsychologie entgegen, wonach es auf allen Ebenen des Zeugenbeweises erhebliche Fehlerquellen gibt: Angefangen bei der Sinneswahrnehmung über die Erinnerung bis hin zur Wiedergabe in Vernehmungen stellt sich der Zeuge bei näherer erfahrungswissenschaftlicher Betrachtung als ein unzuverlässiges Erkenntnismittel dar. Die richtige Zeugenaussage ist damit eher die Ausnahme als die Regel.
Die Problematik des redlichen Zeugen stand im Zentrum der von den Deutschen Strafverteidigern e.V. und dem Richterbund 1993 in Berlin ausgerichteten 9. Alsberg-Tagung. Dieser Sammelband verdeutlicht die typischen Fehlerquellen aus aussagepsychologischer Sicht und zeigt auf, wie Verteidiger und Richter falsche Aussagen erkennen und vermeiden können.
1995, 173 S., brosch., 34,00 EUR, ISBN 3-7890-4054-1
Staatsdienst und Ethik
Günter Tondorf (Hrsg.)
Unbestechlichkeit und Uneigennützigkeit sind die ethische Grundlage des Berufsbeamtentums; der Verstoß gegen diese Pflichten wird disziplinar- und strafrechtlich schärfstens geahndet. Ist Unbestechlichkeit aber auch Pflicht von Politikern, von Regierungsmitgliedern und Abgeordneten? Bernhard Haffke hat die jüngsten Bestechungsskandale zum Anlaß genommen, die geltende Rechtslage detailliert zu beschreiben und kritisch zu durchleuchten.
Hans Lisken definiert und skizziert den Begriff und die modernen Erscheinungsformen der Korruption. Er fragt, ob die herkömmliche »Bekämpfung« der Korruption überhaupt noch erfolgreich sein kann und soll, oder ob nicht die »Privatisierung« des Staatsbetriebes unter weitgehender Nutzung des wirtschaftlichen Vorteilsstrebens sachlogisch näherliegt.
Heinrich Oberreuter empfiehlt Zurückhaltung beim Gebrauch moralischer Postulate gegenüber der Politik. Über die Grundwerte hinaus läßt sich politisches Handeln nicht verpflichten, aber es darf auch nicht hinter sie zurückfallen.
Norbert Rüther entwickelt für den einzelnen politischen Entscheidungsträger ein Modell unterschiedlicher Loyalitäten. Dieses Loyalitätsmodell prüft er dann auf seine Wirkung für ethisches Handeln.
1995, 64 S., brosch., 16,50 EUR, ISBN 3-7890-3865-2
Jürgen Taschke/Felix Breidenstein (Hrsg.)
Der Sammelband enthält Beiträge von Naturwissenschaftlern und Juristen, die in interdisziplinärer Zusammenarbeit die medizinisch-biologischen Grundlagen der Genomanalyse und deren rechtliche Grenzen im Strafverfahren erarbeiten. Er geht auf die Herbsttagung der Deutsche Strafverteidiger e.V. 1990 in Celle zurück, deren wichtigstes Ergebnis die Erkenntnis war, daß die von den Juristen angenommene Prämisse zweifelhaft ist, die Verfahren der Genomanalyse berührten sensible Bereiche der Persönlichkeit nicht. Wesentliche Annahmen der juristischen Diskussion und insbesondere der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes zur Zulässigkeit der Genomanalyse fallen damit weg.
Es werden die medizinisch-biologischen Grundlagen der Genomanalyse ausführlich und verständlich dargestellt. Anhand von Stellungnahmen aus Rechtsprechung und strafrechtlicher Literatur erhält der Leser einen Überblick über den Diskussionsstand in der Strafrechtswissenschaft. Gesetzentwürfe von Regierung und Opposition sowie sonstige Regelungsvorschläge und deren Kritik werden vorgestellt. Darüber hinaus werden die unübersteigbaren Grenzen der Strafverfolgung, an denen sich auch die Genomanalyse messen lassen muß, eindringlich behandelt.
1995, 368 S., brosch., 64,00 EUR, ISBN 3-7890-3732-X
Gerhard Herdegen
Die in diesem Band zusammengefaßten Aufsätze und Referate handeln von zentralen strafprozessualen Fragen: Von der Aufklärungspflicht und dem Beweisantragsrecht, von der Dokumentation des Beweisstoffs in den Urteilsgründen und dem Erfordernis seiner erschöpfenden Würdigung, von der Unzulänglichkeit der »freien Überzeugung« als »allein« maßgeblichem, nicht nur notwendigem, sondern auch genügendem Beweiskriterium (vgl. BGHSt 10, 208, 210), vom objektiven Beweismaß der hohen Wahrscheinlichkeit und der darauf gestützten Kontrolle der tatrichterlichen Feststellungen durch das Revisionsgericht, von nicht plausibel erklärten judikatorischen Barrieren für Verfahrensrügen, insbesondere für die Rüge der Nichtausschöpfung eines Beweismittels, von der Frage des Beruhens und der sehr unbefriedigenden Handhabung der Vorschrift des § 344 Abs. 2 Satz 2 StPO durch die Revisionsgerichte, von der sprachlichen Gestaltung des deskriptiven Teils der Urteilsgründe und der Präjudizierung der Sachentscheidung durch die eine oder andere Wortwahl. Die Überlegungen des Autors widersprechen nicht selten traditionellen Erwägungen und Formeln der Judikatur. Als erfahrener Richter weiß er: Peccatur atque intra muros. Eine lohnenswerte Lektüre für alle in der Strafrechtspflege Tätigen.
1995, 223 S., brosch., 40,00 EUR, ISBN 3-7890-3603-X
Die strafprozessuale Fremdkontrolle der Verteidigung und weitere Aspekte der Gewährleistung von Verteidigungsqualität - vergriffen
Gebietet es der Grundsatz der Freiheit der Advokatur, daß unzureichend geführte Verteidigungen nicht korrigiert werden können, oder hat der Beschuldigte einen durchgreifenden Anspruch auf wirksame Verteidigung? Gibt es überhaupt standardisierbare Regeln für optimale oder wenigstens doch hinreichende Verteidigungen? Wenn ja: Wer darf die Beachtung dieser Regeln kontrollieren und einen etwaigen Verstoß sanktionieren? Begründet eine Kontrollmöglichkeit der Verteidigung durch Außenstehende nicht die Gefahr eines Mißbrauchs, der die Verteidigung in ihrer Effizienz lähmen kann?
Die Verteidigung wird erstmals systematisch unter dem Gesichtspunkt der Qualitätsgewährleistung untersucht. Qualitätssicherungs- und Kontrollnormen werden kritisch überprüft. Als tragfähig erweist sich dabei das auf die »unteren Grenzen« der Verteidigung abstellende »Konzept der Mindeststandards«, das neben der strafprozessualen Problematik etwaiger richterlicher Kontrolle auch den verfassungsrechtlichen Anspruch des Beschuldigten auf wirksame Verteidigung, haftungsrechtliche Pflichten des Verteidigers sowie berufs- und ausbildungspolitische Fragestellungen aufgreift.
1994, 396 S., geb., 56,00 EUR, ISBN 3-7890-3421-5
Prognoseentscheidungen in der strafrechtlichen Praxis
Wolfgang Frisch/Thomas Vogt (Hrsg.)
Prognoseentscheidungen bilden einen zentralen Entscheidungstyp der modernen Strafrechtspflege. Sie fallen insbesondere im Rahmen der Strafzumessung, der Strafaussetzung und im Zusammenhang mit Maßregeln an. Ihre Bewältigung bereitet der Praxis nicht unerhebliche Schwierigkeiten.
Der vorliegende Sammelband versucht dem an Prognoseentscheidungen interessierten Praktiker und Wissenschaftler Antworten auf die wichtigsten Fragen der Prognose zu geben. Er behandelt die erfahrungswissenschaftlichen Grundlagen ebenso wie die spezifisch rechtlichen Probleme von Prognoseentscheidungen.
Der erste Teil des Bandes gibt die Vorträge wieder, die auf der 8. Alsberg-Tagung der »Deutschen Strafverteidiger e.V.« zum Thema »Prognoseentscheidungen in der strafrechtlichen Praxis« gehalten wurden. Der zweite Teil bietet eine Auswahl weiterer Beiträge zu Grund- und Einzelfragen der Prognose. Der dritte Teil enthält eine Dokumentation wichtiger höchstrichterlicher Entscheidungen zu Prognosefragen mit einleitenden Kommentaren der Herausgeber.
Die Autoren des Sammelbandes sind Wissenschaftler und Praktiker, die sich seit langem mit strafrechtlichen Prognosen beschäftigen.
1994, 521 S., brosch., 85,00 EUR, ISBN 3-7890-3175-5
Das Beweisrecht der Strafprozeßordnung
Die Gesamtdarstellungen des Strafprozeßrechts behandeln im allgemeinen das Beweisrecht knapper, als es der Bedeutung dieser Materie für die Wahrheitsfindung und für die Rechtsstaatlichkeit des Verfahrens entspricht. Zugleich werden Gerichtsentscheidungen zu Einzelfragen in so großer Zahl veröffentlicht und tradiert, daß die Erfassung der Grundstrukturen der rechtlichen Regelungen erschwert ist.
In diesem Buch werden die Rechtssätze über die Beweismittel, die Beweiserhebung und die Verwertung von Beweisen systematisch dargestellt und erläutert. Rechtsprechung und Lehren werden unter Konzentration auf das Wesentliche kritisch aufgearbeitet.
Die Stellungnahmen des Autors gehen von dem Postulat einer strengen Gesetzesbindung aus. Nach seiner Überzeugung lassen sich bei zahlreichen Streitfragen durch sorgfältige Analyse der Zusammenhänge eindeutige Lösungen aus dem Gesetz ableiten.
Die Schrift wendet sich an alle in der Strafrechtspflege Tätigen, insbesondere Strafverteidiger, Richter und Staatsanwälte ebenso wie an Lehrende und Lernende.
Der Autor ist Professor für Strafrecht und Strafprozeßrecht an der Universität Bonn.
1993, 164 S., brosch., 33,00 EUR, ISBN 3-7890-3174-7
Max Alsberg – Ausgewählte Schriften
Jürgen Taschke (Hrsg.) Max Alsberg
»Suchen wir danach die besondere Sinnform der Verteidigung zu begreifen, werden wir sie darin zu erblicken haben, daß ihr die Aufgabe zufällt, die prinzipielle und allgemeine Problematik der Wahrheits- und Rechtsfindung aufzuzeigen. Jede historische Gewißheit, und nur um diese, nicht um die mathematische Gewißheit handelt es sich ja gerade im Strafprozeß, wird nicht axiomatisch, sondern durch einen wertenden Schluß gewonnen. (...) Den hochgemuten, voreiligen Griff nach der Wahrheit hemmen will der Kritizismus des Verteidigers!« (Max Alsberg, Die Philosophie der Verteidigung)
Band 1 der Schriftenreihe Deutsche Strafverteidiger e.V. ist dem Andenken und Fortwirken Max Alsbergs gewidmet, der, wie kaum ein anderer, eine selbstbewußte, engagierte und auf Rechtsstaatlichkeit beharrende Strafverteidigung etabliert hat, an deren Tradition die Strafverteidigung in der Bundesrepublik anknüpfen konnte.
Neben biographischen Skizzen von Werner Sarstedt, Gerhard Jungfer und Tillmann Krach enthält das Werk u.a. seine Schriften:
- Justizirrtum und Wiederaufnahme (1913) - Mit welchen Hauptzielen wird die Reform des Strafverfahrens in Aussicht zu nehmen sein? (1928) - Der Beweisermittlungsantrag (1919) - Der Beweisantrag im Strafprozeß – Eine begriffliche Grundlegung (1926) - Der Prozeß des Sokrates im Lichte moderner Jurisprudenz und Psychologie (1928) - Die Philosophie der Verteidigung (1930) - Das Weltbild des Strafrichters (1930)
1992, 374 S., geb., 71,00 EUR, ISBN 3-7890-2609-3