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Timestamp: 2018-09-21 18:24:06
Document Index: 140290909

Matched Legal Cases: ['§ 823', '§ 823', '§ 823', '§ 7', '§ 823', '§ 823', '§ 823', '§ 1', '§ 7', '§ 823', '§823']

Schadensersatz nach Unfall: Schde aus § 823 I oder II ?
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Verfasst am: 14 Jun 2006 - 13:03:40 Titel: Schadensersatz nach Unfall: Schde aus § 823 I oder II ?
ich habe da ein riesen Problem bei dem ich ganz dringend Hilfe brauche. Für manche klingt diese Frage vielleicht blöd, aber ich steh grad voll aufm Schlauch. Folgendes: ich sitze hier gerade an meiner HA. Es handelt sich um einen Verkehrsunfall, bei dem G verletzt wird. G verlangt nun Schde von S dem Schädiger. Nun habe ich ganz brav § 7 StVG durchgeprüft und wollte nun mit § 823 I BGB weitermachen, als mir auffiel, dass bei dem Merkmal des "Verschuldens" nix aus dem Sachverhalt zu entnehmen ist, d.h. da steht nur, G geriet in Verkehrsunfall und nun erhebt er Anspruch gegen S. Aber ob S nun wirklich diesen Unfall durch Verschulden herbeigeführt hat weiß ich ja nicht. Muss ich dann statt § 823 I den § 823 II prüfen, weil er ja gegen § 1 StVO verstößt, oder soll ich einfach von einem Verschulden ausgehen??? Bitte schnelle Antwort!!!! Komm sonst nicht weiter....
Verfasst am: 16 Jun 2006 - 23:01:08 Titel:
1. Steht weiter hinten das die Versicherung des Schaedigers den Schaden regelt und 2. muss bei der Gefaehrdungshaftung kein Verschulden vorliegen!
Verfasst am: 18 Jun 2006 - 15:34:03 Titel:
muss man den 823 überhaupt durchprüfen, oder ist dadurch, dass die V ihre Einstandspflicht anerkennt schon klar, dass die Bedingungen erfüllt sind?
anspruchsgrundlage könnte doch auch § 7,18 StVG sein...
allerdings ist halt nicht klar ob er halter ist...
Also in diesem Fall gar kein 823 benutzen?????
Verfasst am: 18 Jun 2006 - 15:41:32 Titel: behandlungskosten
kann G die behandlungskosten von V überhaupt verlangen? Oder ist ihm überhaupt kein Schaden entstanden, weil seine Versicherung bereits bezahlt hat?? dann hätte er ja auch keinen Anspruch mehr auf SE...
BGBElefant
Verfasst am: 18 Jun 2006 - 21:57:51 Titel: IMMER 823 I und 823II
Also nein nein nein.
Man muss generell IMMER § 823 I und II BGB prüfen! Es gibt zwar Leute, die anderer Meinung sin aber das wissen viele auch nicht wie man das macht, deswegen lass dir sagen: IMMER BEIDE ABSÄTZE und immer schön aufs StGB eingehen, das macht was her und ist modern
Verfasst am: 18 Jun 2006 - 22:03:13 Titel: Ergänzung
Und die iiiiihvi (die mit der Bluse) hat uns das auch erklärt und die kann das (tut jedenfalls so) Naja Erstkorrektoren sehen das immer etwas anders aber es kann ja nicht jeder ein BGB Profi Elefant sein
Verfasst am: 21 Jun 2006 - 18:38:54 Titel:
Schau mal unter normativer Schaden in brox walker schuldrecht BT.
Verfasst am: 26 Jun 2006 - 14:58:10 Titel:
LisaMarie7 hat folgendes geschrieben:
bei §823 I, II ist keine Gefährdungshaftung gegeben.
Verschulden muss nachgewiesen werden. Ich kenne zwar den Fall nicht, aber im Strassenverkehr wird er zumindest fahrlässig gehandelt haben; wenn kein Verschulden vorläge wäre dies ausdrücklich im Sachverhalt erklärt.
Generell würde ich die gesetzlichen SE Ansprüche immer durchprüfen, das wird meist auch in den klausuren verlangt. (meist soll ja ein Gutachten erstellt werden, d.h. auf alle möglichen Ansprüche ist einzugehen)
Verfasst am: 26 Jun 2006 - 21:33:43 Titel:
Kannman hier davon ausgehen das S halter des Fahrzeugs ist. Ist ja fuer 7 StVG entscheidend.
Verfasst am: 29 Jun 2006 - 15:44:00 Titel:
mangels entgegenstehender Angaben im Sachverhalt ist davon auszugehen, dass S auch Halter ist.
Für die Berechnung der Höhe des Schadensersatzes ist die Gegenüberstellung der Vollreparaturkosten und des Wiederbeschaffungswertes maßgebend.
Vorliegend sind die Werte wie folgt:
a) Wiederbeschaffungswert 9.000 EUR
b) Vollreparatur 9.500 EUR (incl. MWSt)
Übersteigen die Kosten der Vollreparatur den Wiederbeschaffungswert um mehr als 100 Prozent, sind andere Abrechnungsmodalitäten anzuwenden als wenn die Vollreparaturkosten unter 100 Prozent des Wiederbeschaffungswerts liegen.
Hier ist fraglich, ob zu dem Wiederbeschaffungswert von 9.000 EUR eine Mehrwertsteuer einzuberechnen ist, da ja die Kosten der Vollreparatur ebenfalls in brutto ausgewiesen sind. Würde man zu den 9.000 EUR 16 Prozent MWSt. hinzurechnen, lägen die Kosten der Vollreparatur unter dem Wiederbeschaffungswert, was folglich zu einer gänzlich anderen Schadensersatzberechnung führen würde.