Source: https://www.saarland.de/SID-8CAB3F98-06FAEEAA/227334.htm
Timestamp: 2018-06-22 16:35:10
Document Index: 170317445

Matched Legal Cases: ['§ 39', '§ 29', '§ 28', '§ 20', '§ 29', '§ 28', '§ 21', '§ 11']

Bauernregel: Soll Feld und Garten wohl gedeihn, da braucht`s im Juni Sonnenschein.
Naturdenkmal - Waldbild des Monats Juni 2018
Es kann ein einzeln stehendes oder vorkommendes Gebilde wie eine Felsnadel oder ein einzeln stehender Baum sein, undefinierten Umfangs wie eine Höhle oder auch ein Gebiet oder Gebilde mit einer beschränkten Fläche und einer klaren Abgrenzung von seiner Umgebung wie ein Felsengarten oder eine Wiese; letztere werden als flä-chenhaftes Naturdenkmal oder Flächennaturdenkmal bezeichnet.
Naturdenkmale sind besondere Bäume, Gehölzgruppen oder kleine außergewöhnliche Flächen, die eine besondere Naturausstattung aufweisen.
Der Schutz begründet sich durch die Seltenheit, Eigenart oder Schönheit des Natur-denkmals sowie seinen Wert für Wissenschaft, Heimatkunde und Naturverständnis und umfasst ein weitgehendes Veränderungsverbot. Näheres regeln Rechtsverordnungen auf der Grundlage des jeweiligen Landesrechtes.
Naturdenkmäler insbesondere als „Botschafter“ des Umweltgedankens, da sie Schutzgut in seiner Vielfalt sehr eindrücklich darstellen (daher der deutsche Ausdruck Denkmal). Im Unterschied etwa zu Nationalparks tritt also der Erholungsgedanke in den Hintergrund, der didaktische Zweck in den Vordergrund. Beispiele für bedeutende Naturdenkmäler des Saarlandes sind die Schlossberghöhlen in Homburg oder der Brennende Berg in Dudweiler.
Im Saarland ist der Ausweis von Naturdenkmalen im Saarländische Naturschutzgesetz, „§ 39 Geschützte Landschaftsbestandteile und Naturdenkmale“ geregelt:
(1) Durch Rechtsverordnung können geschützte Landschaftsbestandteile gemäß § 29 Abs. 1 des Bundesnaturschutzgesetzes oder Naturdenkmale gemäß § 28 Abs. 1 des Bundesnaturschutzgesetzes ausgewiesen oder einstweilig sichergestellt
werden. §§ 20 Abs. 2 bis 4 und 21 sind anzuwenden.
(2) Rechtsverordnungen gemäß Absatz 1 werden von der unteren Naturschutzbe-hörde mit Zustimmung der obersten Naturschutzbehörde erlassen. Die geschützten Landschaftsbestandteile und Naturdenkmale sind vor Ort zu kennzeichnen. Die Bezeichnungen „geschützter Landschaftsbestandteil“ und „Naturdenkmal“ dürfen nur für die durch Rechtsverordnung gemäß Absatz 1 geschützten Teile von Natur und Landschaft verwendet werden.
(3) Die Beseitigung von geschützten Landschaftsbestandteilen und Naturdenkmälern sowie alle Handlungen, die zu deren Zerstörung, Beschädigung oder Veränderung führen können, sind nach Maßgabe näherer Regelung durch die Rechtsverordnung gemäß Absatz 1 verboten. Ausnahmen von diesem Verbot sind für geschützte Landschaftsbestandteile nur zulässig, wenn sie aus zwingenden Gründen der Ver-kehrssicherheit durchgeführt werden und keine anderen Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit erfolgreich durchgeführt werden konnten. Die unteren Naturschutzbehörden können für den Fall der Bestandsminderung geschützter Land-schaftsbestandteile die Pflicht zu angemessenen und zumutbaren Ersatzleistungen festlegen.
(4) Die Gemeinden können durch Satzung geschützte Landschaftsbestandteile gemäß § 29 Abs. 1 des Bundesnaturschutzgesetzes oder Naturdenkmale gemäß § 28 Abs. 1 des Bundesnaturschutzgesetzes ausweisen oder entsprechend § 21 einstweilig sicherstellen. Ferner können in der Satzung Regelungen zur Leinenpflicht von Hunden getroffen werden sowie das Betreten der freien Landschaft gemäß § 11 Abs. 4 aus wichtigen Gründen dauerhaft eingeschränkt werden. Die Satzung wird nach Anhörung der unteren Naturschutzbehörde durch die oberste Naturschutzbehörde genehmigt. Absatz 2 Satz 2 bis 7 und Absatz 3 sind entsprechend anzuwenden
Treffen Sie bei Ihrem Waldspaziergang auch auf ein Naturdenkmal Baum? Dann schicken Sie uns doch einfach Ihr Bild per Mail. Wir werden Ihren Baum dann auf dieser Seite veröffentlichen