Source: https://www.amsoldingen.ch/verwaltung/dienstleitungen/gemeindeschreiberei
Timestamp: 2019-03-23 08:36:50
Document Index: 330442440

Matched Legal Cases: ['Art. 720', 'Art. 137', 'Art. 352', 'Art. 26', 'Art. 722', 'Art. 68', 'Art 68', 'Art. 203']

Gemeinde Amsoldingen - Gemeindeschreiberei
Übersteigt der Wert der Fundsache offensichtlich den Betrag von CHF 10.00, ist die Finderin oder der Finder verpflichtet, den Fund bei der Gemeinde anzuzeigen (Art. 720 ff. ZGB).
Kommt der Finder seinen Nachforschungs- oder Anzeigepflichten nicht nach, kann er auf Antrag des Eigentümers der Sache gemäss Art. 137 Ziff. 1 i.V.m. Ziff 2 StGB vom Strafrichter (beziehungsweise im Strafbefehlsverfahren gemäss Art. 352 ff. StPO von der Staatsanwaltschaft) mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft werden.
Wird die Sache an den Eigentümer zurückgegeben, so hat der Finder Anspruch auf Ersatz aller Auslagen sowie auf einen angemessenen Finderlohn. Gemäss Rechtsprechung sind es ca. 10% des Wertes des Fundgegenstandes.
Für die Aufbewahrung der Fundsache wird eine Gebühr von CHF 10.00 erhoben (gemäss Gebührenreglement Art. 26). Die Gebühr ist vom Eigentümer zu entrichten. Bei Rückgabe nicht abgeholter Fundsachen an den Finder ist die Gebühr von diesem zu entrichten.
Kann eine Fundsache nicht an den Eigentümer zurückgegeben werden, so erwirbt der Finder nach fünf Jahren die Sache zu Eigentum, soweit er seiner Anzeigepflicht nachgekommen ist (Art. 722 ZGB).
Der Finder kann darauf verzichten, dass ihm die nicht abgeholte Fundsache zurückgegeben wird.
Persönliche Gegenstände wie Schlüssel usw. werden nicht dem Finder überlassen. Haben die Finder kein Interesse an den Fundgegenständen, werden Sie, wo möglich, einer gemeinnützigen Institution übergeben.
Die Mitarbeitenden des Fundbüros benachrichtigen Sie, sofern die Fundsache eindeutig identifiziert werden kann.
Verlorengegangene Gegenstände können Sie beim Fundbüro melden. Sobald Ihr Gegenstand gefunden wird, werden Sie benachrichtigt.
Nicht abgeholte und nicht vermittelbare Schlüssel werden nach Ablauf von fünf Jahren vernichtet.
Alle Hundehaltenden müssen sich seit dem 1. September 2008 ausbilden lassen.1 Der Sachkunde­nachweis für Hundehaltende besteht aus einem Theoriekurs und einem praktischen Training:
Mit jedem neu erworbenen Hund muss die Hundehalterin / der Hundehalter ein praktisches Trai­ning von mindestens vier Lektionen machen. Das praktische Training muss innerhalb eines Jahres nach dem Erwerb des Hundes absolviert werden.
Vorgehen erlernen, der Hund ein problematisches Verhalten zeigt
Hundehalterinnen und Hundehalter haben auf Verlangen nachzuweisen, dass sie die erforderlichen Sachkundenachweise erbringen oder von diesen befreit sind (Artikel 32 KTSchV2).
Veterinärdienst des Kantons Bern, Herrengasse 1, 3011 Bern, Telefon 031 633 52 70, E-Mail veterinaerdienst@vol.be.ch
www.meinheimtier.ch/de
Trainersuche nach Postleitzahl: blv.bytix.com/plus/trainer/
1 Sachkundenachweis für Hundehaltende nach Art. 68 der eidgenössischen Tierschutzverordnung vom 23.4.2008 (TSchV, SR 445.1).
Art 68 (1): Personen, die einen Hund erwerben wollen, müssen vor dem Erwerb einen Sachkundenachweis über ihre Kenntnisse betreffend die Haltung von Hunden und den Umgang mit ihnen einbringen, sofern sie nicht nachweislich schon einen Hund gehalten haben. (2) Innerhalb eines Jahres nach Erwerb eines Hundes hat die für die Betreuung verantwortliche Person den Sachkundenachweis zu erbringen, dass der Hund in Alltagssituationen kontrolliert geführt werden kann. Davon ausgenommen sind Personen mit einer Befähi­gung als: a. Ausbilderin oder Ausbilder für Hundehalterinnen und Hundehalter nach Art. 203; b. Spezialistin oder Spezialist zur Abklärung von Verhaltensauffälligkeiten bei Hunden.
2 Kantonale Tierschutzverordnung vom 21. Januar 2009 (KTSchV, BSG 916.812)