Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VIII%20ZR%20262/73
Timestamp: 2019-07-16 21:44:48
Document Index: 281912607

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 157', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 54', 'BGH', '§ 6', 'BGH', '§ 157', 'BGH', 'BGH', '§ 242', '§ 157', '§ 10', '§ 154', '§ 154', '§ 11', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 157', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: VIII ZR 262/73 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 16.02.1977
BGH, 19.03.1975 - VIII ZR 262/73
https://dejure.org/1975,835
BGH, 19.03.1975 - VIII ZR 262/73 (https://dejure.org/1975,835)
BGH, Entscheidung vom 19.03.1975 - VIII ZR 262/73 (https://dejure.org/1975,835)
BGH, Entscheidung vom 19. März 1975 - VIII ZR 262/73 (https://dejure.org/1975,835)
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BGH, 16.02.1977 - VIII ZR 262/73
NJW 1975, 1116
MDR 1975, 570
DB 1975, 926
Fehlen hierfür geeignete dispositive Gesetzesvorschriften, sind die Grundsätze der ergänzenden Vertragsauslegung anzuwenden ( BGH, Urteil vom 19. März 1975 - VIII ZR 262/73, NJW 1975, 1116;… Staudinger/Herbert Roth (2003), § 157 BGB Rdn. 17).
Falls die Vertragschließenden zu einem bestimmten Punkt keine Regelung treffen, kann meist angenommen werden, daß sie die Ausgestaltung ihrer vertraglichen Beziehungen den Gesetzesvorschriften überlassen (vgl. die Senatsurteile BGHZ 40, 91, 103 und NJW 1975, 1116 [BGH 19.03.1975 - VIII ZR 262/73] = WM 1975, 419, 421).
Es spielt keine Rolle, ob die Vertragschließenden eine Regelung lediglich versehentlich unterlassen haben oder ob sie einen bestimmten Punkt bewußt offengelassen haben in der Erwartung, ihn später einvernehmlich klären zu können (vgl. BGH, Urteil vom 19. März 1975 - 8 ZR 262/73 - NJW 1975 S. 1116 f.; Urteil vom 29. April 1982 - 3 ZR 154/80 - DVBl 1982 S. 1089;… Stelkens/Bonk/Leonhardt a.a.O. § 54 Rn. 14).
Dabei ist darauf abzustellen, welche Regelung die Parteien im Hinblick auf den mit dem Vertrag verfolgten Zweck bei sachgerechter Abwägung ihrer beiderseitigen Interessen nach Treu und Glauben und unter Berücksichtigung der Verkehrssitte getroffen hätten (BGHZ 90, 69 [75] = NJW 1984, 1177 = LM § 6 AGB-Gesetz Nr. 3; BGH, NJW 1975, 1116 = LM § 157 [D] BGB Nr. 30 = WM 1975, 419 [unter IV 2c aa]).
Regelungslücken sind durch Heranziehung dispositiven Rechts zu schließen, in Ermangelung dessen durch ergänzende Vertragsauslegung (BGHZ 41, 275; NJW 1975, 1116).
Dabei ist darauf abzustellen, welche Regelung die Parteien im Hinblick auf den von ihnen mit dem Vertrag verfolgten Zweck bei angemessener Abwägung ihrer Interessen nach Treu und Glauben als redliche Vertragsparteien und unter Berücksichtigung der Verkehrssitte bei Vertragsschluss getroffen hätten (BGH NJW 1975, 1116; LM BGB § 242 (Bc) Nr. 9;… Palandt/Heinrichs, aaO., § 157 Rn. 7).
Daher kann offenblieben, ob nicht - wenn man in der Angabe der "voraussichtlichen" Kosten für die vom Kläger beabsichtigte Baumaßnahme das Offenlassen eines essentiale negotii im Sinne des § 10 Absatz 1 MHG der Abänderungsvereinbarung erblicken wollte - auch die Rechtsprechung zu § 154 BGB (PH § 154 Anmerkung 1 b) das Ergebnis zeitigen könnte, hier habe eine der Annahme fähige und von der Beklagten auch angenommene Offerte vorgelegen, zumal unstreitig der Kläger im Einvernehmen mit der Beklagten den Einbau der Lärmschutzfenster im Anschluß an den zur Erörterung stehenden Schriftwechsel der Parteien vorgenommen hat, oder ob die aus der Circaangabe der aller Voraussicht nach durch diese Baumaßnahme entstehenden Kosten sich etwa ergebende Lücke nicht im Wege ergänzender Vertragsauslegung zu schließen sei (hierzu Bundesgerichtshof; Urteil vom 19. März 1975, NJW 1975, Seite 1116 f., 1117).
Wenn die Voraussetzungen dieser Norm, auf die die Parteien in § 11 des Vertrages Bezug genommen haben, wie oben ausgeführt, nicht vorliegen, so kommt auch insoweit eine ergänzende Vertragsauslegung nicht in Betracht, es sei denn, der Rekurs auf dieses dispositive Recht würde dem mutmaßlichen Parteiwillen widersprechen (vgl. BGH NJW 1975, 1116; BGH NJW 1979, 1705; BGH NJW-RR 1990, 817;… Palandt-Heinrichs, § 157, Rdn. 5).
Zwar ist auch in solchen Fällen eine ergänzende Vertragsauslegung nicht ausgeschlossen (BGH, Urteil vom 13. Juli 1967, VII ZR 128/65, WM 1967, 1148 unter II, 2 a); eine Lücke im Vertrag liegt jedoch nur dann vor, wenn die Parteien durch ihr Schweigen nicht eine bestimmte Regelung ausschließen wollten (BGH, Urteil vom 10. Juni 1965, II ZR 6/63, NJW 1965, 1960, insoweit in BGHZ 44, 40 [BGH 10.06.1965 - II ZR 6/63] nicht abgedruckt; Urteil vom 19. März 1975, VIII ZR 267/73, NJW 1975, 1116 [BGH 19.03.1975 - VIII ZR 262/73]).
BGH, 19.02.1979 - II ZR 225/77
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BGH, 18.02.1977 - I ZR 131/75
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https://dejure.org/1977,9222
BGH, 16.02.1977 - VIII ZR 262/73 (https://dejure.org/1977,9222)
BGH, Entscheidung vom 16.02.1977 - VIII ZR 262/73 (https://dejure.org/1977,9222)
BGH, Entscheidung vom 16. Februar 1977 - VIII ZR 262/73 (https://dejure.org/1977,9222)
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Frist für die Änderung eines festgesetzten Streitwerts - Anderweitige Festsetzung eines Streitwerts von Amts wegen - Änderung einer Streitwertfesetzung nach Fristablauf