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Timestamp: 2018-10-18 16:43:21
Document Index: 321850700

Matched Legal Cases: ['Art. 277', 'Art. 281', 'Art. 281', 'Art. 277', 'Art. 281', 'Art. 145', 'BGE', 'Art. 277', 'Art. 281', 'Art. 281', 'Art. 145', 'Art. 281']

Verpflichtung eines Elternteils, für sein Kind auch nach dessen Mündigkeit aufzukommen; vorsorgliche Massregeln (Art. 277 Abs. 2, Art. 281 Abs. 1 und Abs. 2 ZGB).
1. Der Richter, der den beklagten Elternteil im Rahmen der vorsorglichen Massregeln nach Art. 281 Abs. 2 ZGB zur vorläufigen Zahlung angemessener Beiträge verurteilt, verpflichtet diesen zur vorzeitigen Erbringung der in der Sache selber eingeklagten Leistung. Er muss deshalb prüfen, ob die Voraussetzungen von Art. 277 Abs. 2 ZGB gegeben sind; blosses Glaubhaftmachen genügt (E. 3c).
2. Der Richter entscheidet über die Notwendigkeit vorsorglicher Massregeln in Würdigung der finanziellen Leistungskraft des Kindes. Er berücksichtigt dabei nicht den Umstand, dass allenfalls ein Dritter für den vom Beklagten nicht geleisteten Unterhalt aufkommt (E. 4).
3. Würdigung der Umstände des Einzelfalls. Der Richter hat die berufliche Ausbildung zu beurteilen, wie sie vor der Mündigkeit in Betracht gezogen wurde, und nicht einfach den allgemeinen Ausbildungsstand des Kindes (E. 5).
4. Prozesskostenvorschuss: Eine Analogie zwischen Art. 281 Abs. 1 und Art. 145 ZGB ist nicht ausgeschlossen (E. 6).
BGE: 115 II 126, 114 II 207, 107 II 409, 113 II 376 mehr... , 103 II 5, 103 IA 101
Artikel: Art. 277 Abs. 2, Art. 281 Abs. 1 und Abs. 2 ZGB, Art. 281 Abs. 1 und Art. 145 ZGB, Art. 281 Abs. 2 ZGB, art. 163 CC mehr... , art. 4 Cst., art. 302 al. 2 CC, art. 4 CC, art. 145 CC