Source: https://gesetze-in-app.de/GmbHG/43
Timestamp: 2019-03-19 17:36:23
Document Index: 279566184

Matched Legal Cases: ['§ 43', 'BGH', '§43', 'BGH', 'BGH', '§ 43', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 30', 'BGH', '§43', '§ 43', 'BGH', '§ 43', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 43', 'BGH', '§ 43', 'BGH', 'BGH', '§ 43', 'BGH', 'BGH', '§ 43', 'BGH', '§ 43', 'BGH', 'BGH', '§ 43', 'BGH', '§ 43', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 43', '§ 64', '§ 64', '§ 823', '§ 15', '§64', 'BGH', '§ 43', 'BGH', 'BGH', '§ 43', '§ 30', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 43', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 43', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 43', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 43', '§ 93', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§93', '§ 93', '§43', 'BGH', '§ 43', '§ 93', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§43', '§ 93', '§ 93', '§93', '§823', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 103', '§ 43', '§ 544', '§43', 'BGH', 'BGH', '§ 43', '§ 693', 'BGH', 'BGH', '§ 43', 'BGH', '§ 43', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§43', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§43', '§ 43', '§ 43', 'BGH', '§ 43', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 43', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 43', 'BGH', 'BGH', '§ 43', 'BGH', 'BGH', '§ 43', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 31', '§ 31', '§ 43', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 43', 'BGH', 'BGH', '§ 43', 'BGH', '§ 43', '§ 43', 'BGH', '§ 43', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 43', '§ 43', 'BGH', 'BGH', '§ 43', '§ 177', 'BGH', 'BGH', '§ 43', '§ 46', '§ 46', '§ 43', '§ 43', 'BGH', 'BGH', '§ 34', '§ 43', '§ 43', '§ 43']

§ 43 GmbHG: Haftung der Geschäftsführer
BGH, URTEIL vom 1.10.1979, Az. II ZR 174/77 Daraus ist gefolgert worden, die Kommanditgesellschaft könne den Geschäftsführer, außer im Falle einer unerlaubten Handlung, nicht unmittelbar auf Schadensersatz in Anspruch nehmen, wenn er seine Pflicht gegenüber der GmbH, die Angelegenheiten der Gesellschaft mit der Sorgfalt eines ordentlichen Geschäftsmannes wahrzunehmen (§43 GmbHG), schuldhaft verletzt hat (Urt. d. BGH v. 28. 9. 53 - VI ZR 28/53, WM 1956, 61 zu IV 3 a).
BGH, URTEIL vom 2.3.2014, Az. II ZR 44/13 Zwar erstreckt sich der Schutzbereich der durch die Bestellung begründeten organschaftlichen Sonderrechtsbeziehung zwischen der Komplementär-GmbH und ihrem Geschäftsführer im Hinblick auf seine Haftung aus § 43 Abs. 2 GmbHG im Falle einer sorgfaltswidrigen Geschäftsführung auf die Kommanditgesellschaft, jedenfalls wenn die alleinige oder wesentliche Aufgabe einer Komplementär-GmbH in der Führung der Geschäfte der Kommanditgesellschaft besteht (BGH, Urteil vom 18. Juni 2013 - II ZR 86/11, BGHZ 197, 304 Rn. 15 m.w.N.).
BGH, URTEIL vom 1.3.2003, Az. II ZR 193/02 Daß durch den Anspruchsverzicht das Vermögen der Gesellschaft und damit ihr Haftungsfonds im Verhältnis zu ihren Gläubigern geschmälert wird, nimmt das Gesetz hin, soweit nicht der Verzicht auf eine gemäß § 30 GmbHG verbotene Auszahlung an einen Gesellschaftergeschäftsführer hinausläuft (vgl. dazu BGHZ 122, 333, 338; krit. Roth/Altmeppen, GmbHG 4. Aufl. §43 Rdn. 101 f.) oder gemäß § 43 Abs.3 GmbHG unverzichtbare Ersatzansprüche zu dem Gegenstand hat.
BGH, Urteil vom 1.5.1999, Az. II ZR 47/98 c)	Auch nach der Rechtsprechung des Senates schulden die Gesellschafter einer GmbH dieser grundsätzlich weder wegen Treuepflichtverletzung noch unter dem Gesichtspunkt der unerlaubten Handlung Schadensersatz, wenn sie ihr einvernehmlich handelnd Vermögen entziehen, das zur Deckung des Stammkapitals nicht benötigt wird; unter diesen Voraussetzungen haftet auch der Geschäftsführer, der eine Weisung der Gesellschafter befolgt oder selbst alleiniger Gesellschafter ist, nicht nach § 43 Abs. 2 GmbHG (BGHZ 122, 333, 336 m.w.N.; vgl. auch BGHZ 119, 257, 262).
BGH, URTEIL vom 1.8.2008, Az. II ZR 234/07 Ebenso wenig entsteht dadurch, dass der Geschäftsführer gegen ihn gerichtete Schadensersatzansprüche aus § 43 Abs. 2 GmbHG verjähren lässt, erneut ein Schadensersatzanspruch (vgl. Zöllner/Noack aaO Rdn. 59; OLG Köln NZG 2000, 1137).
BGH, URTEIL vom 1.10.1994, Az. II ZR 160/93 Wie der Senat für die Publikums-KG bereits entschieden hat, ist der Maßstab für die geschäftsführende GmbH, an dem ihre Tätigkeit zu messen ist, gemäß § 43 Abs. 1 GmbHG der eines ordentlichen Kaufmanns (vgl. BGHZ 75, 321, 327).
BGH, URTEIL vom 1.10.1994, Az. II ZR 160/93 30 Grundsätze zur Einbeziehung der KG in den Schutzbereich des zwischen der GmbH und ihrem Geschäftsführer bestehenden Schuldverhältnisses, wenn dieser seine Pflicht gegenüber der GmbH, die Angelegenheiten der Kommanditgesellschaft mit der Sorgfalt eines ordentlichen Geschäftsmannes wahrzunehmen (§ 43 GmbHG) , schuldhaft verletzt (BGHZ 75, 321, 322 ff.;
BGH, URTEIL vom 1.10.1994, Az. II ZR 160/93 Schadensersatzansprüche gemäß § 43 Abs. 2 GmbHG aus der Verletzung von Geschäftsführungspflichten verjähren ohne Rücksicht auf die Kenntnis des Gläubigers von den anspruchsbegründenden Tatsachen in fünf Jahren ab Entstehung des Anspruchs (BGHZ 100, 190, 199; 228, 231 f.; Scholz/Schneider aaO § 43 Rdn, 205 m.w.N.).
BGH, URTEIL vom 1.10.2002, Az. II ZR 224/00 Das Berufungsgericht hält die geltend gemachten Schadensersatzansprüche schon deshalb für unbegründet, weil die Klägerin nicht hinreichend dargetan habe, daß die Beklagte mit der Nichtanmeldung von Kurzarbeit ab August 1995 die Grenzen des ihr zustehenden unternehmerischen Ermessens (vgl. BGHZ 135, 244) überschritten und damit der Sorgfaltspflicht eines ordentlichen Geschäftsmannes gemäß § 43 Abs. 1 GmbHG zuwider gehandelt habe.
BGH, URTEIL vom 3.1.2009, Az. VIII ZR 328/07 Die Gesellschaft hat aber keinen Anspruch aus § 43 Abs. 1 GmbHG, wenn der Geschäftsführer zugleich der alleinige Gesellschafter ist (BGHZ 31, 258, 278; BGHZ 119, 257, 261).
BGH, URTEIL vom 2.2.2011, Az. II ZR 204/09 16	(2) Von einem Teil der obergerichtlichen Rechtsprechung und der Literatur wird allerdings wegen der funktionalen Nähe beider Ansprüche und einer Übereinstimmung der zugrunde liegenden Organpflichten die analoge Anwendung des § 43 Abs.4 GmbHG in Verbindung mit § 64 Satz 4 GmbHG nF bzw. § 64 Abs. 2 Satz 3 GmbHG aF auf Haftungsansprüche aus § 823 Abs. 2 BGB, § 15a Abs. 1 InsO (§64 Abs. 1 GmbHG aF) befürwortet (vgl. OLG Saarbrücken, GmbHR 1999, 1295, 1296; OLG Köln, WM 2001, 1160, 1162; Scholz/K.
BGH, URTEIL vom 1.2.1994, Az. II ZR 260/92 8 gleichzeitig alleiniger Gesellschafter ist, haftet, wenn er der Gesellschaft Vermögen entzieht, das zur Deckung des Stammkapitals nicht benötigt wird, grundsätzlich nicht nach § 43 Abs. 2 GmbHG (BGHZ 119, 257, 261; Sen.Urt. v. 10. Mai 1993 - II ZR 74/92, ZIP 1993, 917 m.w.N.).
BGH, URTEIL vom 2.11.2014, Az. II ZR 360/13 Der Beklagte haftet gegenüber der Kommanditgesellschaft nach § 43 Abs.3 GmbHG als Geschäftsführer der Komplementär-GmbH für nach § 30 Abs. 1 GmbHG verbotene Auszahlungen aus dem Vermögen der Kommanditgesellschaft an einen Gesellschafter der Komplementär-GmbH (vgl. BGH, Urteil vom 19. Februar 1990 - II ZR 268/88, BGHZ 110, 342, 353 zu dem Liquidator).
BGH, URTEIL vom 2.11.2014, Az. II ZR 360/13 Auch insoweit erstreckt sich der Schutzbereich des zwischen der Komplementär-GmbH und ihrem Geschäftsführer bestehenden Organverhältnisses auf die Kommanditgesellschaft (vgl. zu § 43 Abs. 2 GmbHG BGH, Urteil vom 18. Juni 2013 - II ZR 86/11, BGHZ 197, 304 Rn. 15).
BGH, URTEIL vom 2.11.2014, Az. II ZR 360/13 § 43 Abs. 2 GmbHG dar (vgl. BGH, Urteil vom 7. April 2003 - II ZR 193/02, ZIP 2003, 945, 946; Urteil vom 28. April 2008 - II ZR 264/06, BGHZ 176, 204 Rn. 39 - GAMMA).
BGH, URTEIL vom 2.11.2014, Az. II ZR 360/13 Bei der GmbH & Co. KG kann eine pflichtwidrige haftungsbegründende Handlung im Hinblick auf das für die Haftungserstreckung nach § 43 Abs. 2 GmbHG notwendige Schutzbedürfnis der Kommanditgesellschaft regelmäßig auch dann nicht angenommen werden, wenn sämtliche Gesellschafter der Kommanditgesellschaft als potentiell Geschädigte nach zutreffender Information über den Sachverhalt mit dem Handeln des Geschäftsführers der Komplementär-GmbH einverstanden waren (BGH, Urteil vom 18. Juni 2013 - II ZR 86/11, BGHZ 197, 304 Rn. 33).
BGH, URTEIL vom 2.6.2012, Az. VI ZR 341/10 Zwar umfassen die Pflichten zur ordnungsgemäßen Geschäftsführung, die dem Geschäftsführer einer GmbH bzw. den Mitgliedern des Vorstands einer Aktiengesellschaft aufgrund ihrer Organstellung obliegen (§ 43 Abs. 1 GmbHG, § 93 Abs. 1 Satz 1 AktG), auch die Verpflichtung, dafür zu sorgen, dass sich die Gesellschaft rechtmäßig verhält und ihren gesetzlichen Verpflichtungen nachkommt (Legalitätspflicht, vgl. Senatsurteil vom 15. Oktober 1996 - VI ZR 319/95, BGHZ 133, 370, 375; BGH, Urteil vom 28. April 2008 -IIZR 264/06, BGHZ 176, 204 Rn. 38; KK-AktG/Mertens/Cahn, 3. Aufl., §93 Rn. 71; MünchKommAktG/Spindler, 3. Aufl., § 93 Rn. 63 f.; Paefgen in Ulmer/ Habersack/Winter, GmbHG, 2006, §43 Rn. 23, 32; Verse, ZHR 175 (2011), 401, 403 ff.).
BGH, URTEIL vom 2.6.2012, Az. VI ZR 341/10 Wie sich aus § 43 Abs. 2 GmbHG und § 93 Abs. 2 AktG ergibt, lässt eine Verletzung der Pflichten zur ordnungsgemäßen Geschäftsführung Schadensersatzansprüche nur der Gesellschaft, nicht hingegen der Gläubiger entstehen (vgl. Senatsurteile vom 14. Mai 1974 -VIZR 8/73, NJW 1974, 1371, 1372; vom 5. Dezember 1989 - VIZR 335/88, BGHZ 109, 297, 303; BGH, Urteile vom 9. Juli 1979 - II ZR 211/76, NJW 1979, 1829; vom 19. Februar 1990 -IIZR 268/88, BGHZ 110, 342, 359 f.; vom 13. April 1994 - II ZR 16/93, BGHZ 125, 366, 375 f.; so auch BGH, Urteil vom 15. November 2002 - LwZR 8/02, MDR 2003, 581, 582; OLG Frankfurt am Main, VersR 1992, 240, 241; Paefgen in Ulmer/Habersack/Winter, aaO §43 Rn. 166; MünchKomm AktG/Spindler, aaO § 93 Rn. 273, 287; KK-AktG/Mertens/Cahn, aaO § 93 Rn. 224; Krieger/Sailer-Coceani in Schmidt/Lutter, AktG, 2. Aufl., §93 Rn. 1, 66; Bank in Patzina/Bank/Schimmer/Simon-Widmann, Haftung von Unternehmensorganen, 2010, Kap. 10 Rn. 36 f.; Hemeling, ZHR 175 (2011), 368, 385; Goette, ZHR 175 (2011), 388, 398; MünchKommBGB/Wagner, 5. Aufl., §823 Rn. 393; so wohl auch BGH, Urteil vom 13. September 2010 -1 StR 220/09, Rn. 37; Beschluss vom 13. September 2010 -1 StR 220/09, BGHSt 55, 288 Rn. 37).
BGH, BESCHLUSS vom 1.1.2008, Az. II ZR 62/07 GG Art. 103 Abs.1; GmbHG § 43 Abs. 2, 3; ZPO § 544 Abs.7 a)	Zur Darlegungsund Beweislast bei Schadensersatzansprüchen gegen einen GmbH-Geschäftsführer gemäß §43 Abs. 2 GmbHG (vgl. BGHZ 152, 280).
BGH, Urteil vom 1.4.1999, Az. II ZR 119/98 Der Mahnbescheid, der vor Ablauf der fünf Jahre betragenden Verjährungsfrist (§ 43 Abs.4 GmbHG) eingereicht worden ist, war hinreichend individualisiert (vgl. dazu Zöller/Vollkommer, ZPO 21. Aufl. § 693 Rdn. 3), weil er auf ein detailliertes Anspruchsschreiben der Klägerin Bezug nahm, dem der Beklagte ohne weiteres entnehmen konnte, daß die Gesellschaft von ihm als ehemaligem Geschäftsführer Schadenersatz u.a. wegen der Entnahme jener 75.000,- DM aus der Gesellschaftskasse forderte.
BGH, , Az. Zivilsenat des Bundesgerichtshofes (BGHZ 100, 190, 199 ff.) in Abweichung von der Rechtsprechung des Reichsgerichts (RGZ 87, 306, 309; RG JW 1938, 2019, 2020) entschieden hat, besteht zwischen dem Schadenersatzanspruch aus einer unerlaubten Handlung und einem Anspruch aus § 43 Abs. 2 GmbHG keine Gesetzes-, sondern Anspruchskonkurrenz.
BGH, URTEIL vom 2.5.2013, Az. II ZR 86/11 -8- schaft besteht, erstreckt sich der Schutzbereich des zwischen der Komplementär-GmbH und ihrem Geschäftsführer bestehenden Organ- und Anstellungsverhältnisses im Hinblick auf seine Haftung aus § 43 Abs. 2 GmbHG im Falle einer sorgfaltswidrigen Geschäftsführung auf die Kommanditgesellschaft (st. Rspr. BGH, Urteil vom 12. November 1979 - II ZR 174/77, BGHZ 75, 321, 322 ff.; Urteil vom 17. März 1980 - II ZR 85/79, WM 1980, 593; Urteil vom 24. März 1980 - II ZR 213/77, BGHZ 76, 326, 338; Urteil vom 16. Februar 1981 - II ZR 49/80, WM 1981, 440, 441; Urteil vom 17. März 1987 - VI ZR 282/85, BGHZ 100, 190, 193; Urteil vom 10. Februar 1992 - II ZR 23/91, WM 1992, 691, 692 f.; Urteil vom 14. November 1994 - II ZR 160/93, ZIP 1995, 738, 745; Urteil vom 25. Februar 2002 - II ZR 236/00, ZIP 2002, 984, 985).
BGH, URTEIL vom 2.5.2013, Az. II ZR 86/11 17	aa) Die Haftung des Geschäftsführers gemäß §43 Abs. 2 GmbHG gegenüber der GmbH knüpft unmittelbar an die Verletzung der Pflichten aus der organschaftlichen Sonderrechtsbeziehung an und ist nicht von der Existenz eines Anstellungsvertrags abhängig (BGH, Urteil vom 12. Juni 1989 - II ZR 334/87, ZIP 1989, 1390, 1392; Urteil vom 10. Februar 1992 - II ZR 23/91, WM 1992, 691, 692; Urteil vom 21. April 1994 - II ZR 65/93, NJW 1994, 2027; vgl. auch BGH, Urteil vom 25. Juni 2001 - II ZR 38/99, BGHZ 148, 167, 169 f. zu §43 Abs.3 GmbHG; vgl. ferner Born, WM Sonderbeilage 2013/1, 34; Zöllner/Noack in Baumbach/Hueck, GmbHG, 20. Aufl., § 43 Rn. 4; Oetker in Henssler/Strohn, Gesellschaftsrecht, GmbHG § 43 Rn. 1, 3; U.H.
BGH, URTEIL vom 2.5.2013, Az. II ZR 86/11 32	aa) Der gemäß § 43 Abs. 2 GmbHG in Anspruch genommene Geschäftsführer darf sich darauf berufen, dass der Schaden auch bei pflichtgemäßem Alternativverhalten eingetreten wäre; er trägt dafür die Darlegungsund Beweislast (BGH, Urteil vom 4. November 2002 - II ZR 224/00, BGHZ 152, 280, 284 f.; Beschluss vom 26. November 2007 - II ZR 161/06, ZIP 2008, 117 Rn. 4).
BGH, URTEIL vom 2.5.2013, Az. II ZR 86/11 § 43 Abs. 2 GmbHG dar (BGH, Urteil vom 7. April 2003 - II ZR 193/02, ZIP 2003, 945, 946; Urteil vom 28. April 2008 - II ZR 264/06, BGHZ 176, 204 Rn. 39) und kann deshalb keinen ersatzpflichtigen Schaden begründen.
BGH, URTEIL vom 2.5.2013, Az. II ZR 86/11 Eine pflichtwidrige haftungsbegründende Handlung kann im Hinblick auf das für die Haftungserstreckung nach § 43 Abs. 2 GmbHG notwendige Schutzbedürfnis der Kommanditgesellschaft regelmäßig aber auch dann nicht angenommen werden, wenn sämtliche Gesellschafter der Kommanditgesellschaft als potentiell Geschädigte nach zutreffender Information über den Sachverhalt mit dem Handeln des Geschäftsführers der Komplementär-GmbH einverstanden waren (vgl. BGH, Urteil vom 28. September 1955 - VI ZR 28/53, WM 1956, 61 juris Rn. 18).
BGH, URTEIL vom 2.5.2013, Az. II ZR 86/11 Denn § 43 Abs. 2 GmbHG sanktioniert nicht den Kompetenzverstoß des Geschäftsführers an sich, sondern setzt einen dadurch verursachten Schaden voraus (BGH, Urteil vom 13. März 2012 - II ZR 50/09, ZIP 2012, 1197 Rn. 27).
BGH, Urteil vom 1.0.2000, Az. II ZR 189/99 Dies folgt hinsichtlich weisungsgemäßen Handelns schon aus einem Umkehrschluß zu § 43 Abs.3 GmbHG (vgl. BGHZ31, 258, 278), dem ersichtlich die - erst recht für den Alleingesellschafter geltende - Erwägung zugrunde liegt, daß der Wille der GmbH durch denjenigen ihrer Gesellschafter gebildet wird und ein damit konformes Verhalten des Geschäftsführers deshalb auch keine zu dem Schadensersatz führende Pflichtverletzung gegenüber der GmbH darstellen kann (vgl. BGHZ119, 257, 259 f.), soweit nicht spezielle, im Interesse des Gläubigerschutzes unverzichtbare Regeln der Kapitalerhaltung verletzt sind.
BGH, URTEIL vom 5.3.2013, Az. V ZR 203/11 -7- treffend erkannt hat, nicht zur Nichtigkeit des Rechtsgeschäfts, sondern nach der spezialgesetzlichen Regelung in §§ 31, 43 GmbHG dazu, dass der Gesellschaft das entzogene Stammkapital wieder zuzuführen ist und dass die Gesellschafter und der Geschäftsführer nach § 31 Abs. 3, § 43 Abs.3 GmbHG für den Ausfall haften (BGH, Urteile vom 23. Juni 1997 - II ZR 220/95, BGHZ 136, 125, 129 f. und vom 25. Juni 2001 - II ZR 38/99, BGHZ 148, 167, 171).
BGH, URTEIL vom 4.11.2003, Az. IX ZR 336/01 4. Soweit sich die Klage gegen den Beklagten zu 2 richtet, wird die Rechtsprechung zur Darlegungsund Beweislast bei Ansprüchen aus § 43 Abs. 2 GmbHG (BGH, Urt. v. 4. November 2002 -II ZR 224/00, ZIP 2002, 2314, z.V.b. in BGHZ 152, 280) zu beachten sein.
FG Düsseldorf, Urteil vom 2.11.2002, Az. 6 K 3593/99 45Zwar haften nach § 43 Abs. 2 GmbHG Geschäftsführer, welche ihre Obliegenheiten verletzen, für den entstandenen Schaden und es spricht hier vor dem Hintergrund des - oben bereits zitierten - Urteils des BGH vom 02.12.1996 (a. a. O.) einiges dafür, dass die beiden Geschäftsführer B. X und C. X, die am Abschluss des Beratervertrages mit Herrn Y beteiligt waren, mit dem Abschluss des Beratervertrages eine Pflichtverletzung im Sinne von § 43 Abs. 2 GmbHG begangen haben.
LG Düsseldorf, Urteil vom 5.9.2007, Az. 40 O 134/05 Ein Durchgriffsanspruch gegen ihn als Vertreter der beherrschenden Muttergesellschaft käme vielmehr nur in Betracht, wenn durch den Eingriff das Stammkapital i.S. von § 43 Abs.3 GmbHG gefährdet worden wäre oder die GmbH deshalb ihren Verbindlichkeiten nicht mehr hätte nachkommen können und die Muttergesellschaft das entzogene Kapital auch nicht zurückführen kann (vgl. BGHZ 149, 10).
OLG Düsseldorf, Urteil vom 4.10.1999, Az. 6 U 146/98 Besteht die wesentliche Aufgabe der Komplementär-GmbH in der Geschäftsführung für die Kommanditgesellschaft, ist die Schutzwirkung des zwischen der GmbH und ihrem Geschäftsführer bestehenden Dienstverhältnisses auch auf die Kommanditgesellschaft zu erstrecken; diese kann den Geschäftsführer deshalb aus § 43 Abs. 2 GmbHG unmittelbar auf Schadensersatz in Anspruch nehmen (vgl. BGHZ 76, 326, 337 f.; BGH WM 1980, 593).
OLG Düsseldorf, Urteil vom 4.10.1999, Az. 6 U 146/98 Insoweit spricht der Beweis des ersten Anscheins für einen Schaden mindestens in Höhe des gewährten Vorteils (vgl. BGH WM 1962, 578, 579; Scholz/Schneider, § 43 GmbHG Rdnr. 149).
OLG Düsseldorf, Urteil vom 4.3.2001, Az. 6 U 94/00 KG konnte den Beklagten deshalb unmittelbar auf Schadensersatz aus § 43 Abs. 2 GmbHG in Anspruch nehmen (vgl. BGH WM 1980, 593; BGHZ 76, 326, 337 f.; Baumbach/Hueck/Zöllner, 17. Aufl., § 43 GmbHG Rdnr. 50; Baumbach/Hopt, 30. Aufl., Anhang § 177 a HGB Rdnr. 28; alle m.w.N.).
OLG Düsseldorf, Urteil vom 4.2.2001, Az. 6 U 64/00 Ein in diesem Fall etwa zu forderndes besonderes Rechtsschutzbedürfnis für die Fortsetzung des Verfahrens ergäbe sich ohne weiteres aus der Bedeutung der streitgegenständlichen Beschlüsse, durch die der Gesellschafterversammlung bei sorgfältiger Prüfung aller Vorlagen und Berichte erkennbare oder allen Gesellschaftern privat bekannte Schadensersatzansprüche der Beklagten gegen die Geschäftsführer H. B. und U. B. ausgeschlossen würden (vgl. BGH WM 1976, 736, 737; BGH WM 1985,1200; Scholz/Schneider, 9. Aufl., § 43 GmbHG Rdnr. 188; Baumbach/Hueck/Zöllner, 17. Aufl., § 46 GmbHG Rdnr. 26; Lutter/Hommelhoff, § 46 GmbHG Rdnr. 14), für die Bewertung seiner Beteiligung, an der sich gegebenenfalls seine Abfindung orientiert.
OLG Nürnberg, Urteil vom 3.6.2014, Az. 12 U 2267/12 aa) Die Sorgfalt, die der Geschäftsführer einer GmbH zu beachten hat, ist zu bemessen an der Sorgfalt eines selbstständigen, treuhänderischen Verwalters fremder Vermögensinteressen in verantwortlicher leitender Position (Scholz/Schneider, a. a. O., § 43 GmbHG Rdnr. 33; RGZ 64, 257; OLG Koblenz, GmbHR 1991, 417; OLG Zweibrücken, GmbHR 1999, 715; OLG Bremen, GmbHR 1964, 8).
OLG Nürnberg, Urteil vom 3.6.2014, Az. 12 U 2267/12 Der Geschäftsführer ist deshalb bei Bezahlung von Rechnungen gegenüber einem Vertragspartner der GmbH als Treugeber zur Prüfung verpflichtet, ob der Treugeber nach den Vereinbarungen mit dem Vertragspartner zur Zahlung verpflichtet ist (OLG Brandenburg, a. a. O.; Baumbach/Hueck, a. a. O., § 43 GmbHG Rdnr. 24).
OLG München, vom 3.6.2015, Az. 7 U 3130/14 Nach ständiger Rechtsprechung des BGH (BGHZ 152, 280,287; ZIP 2008, 696; Lutter/Hommelhoff, GmbH-Gesetz, 18. Auflage, § 34 Rdnr. 52 m. w. N.; Saenger/Inhester GmbHG, 2. Auflage, § 43 Rdnr. 137; Roth/Altmeppen, GmbHG, 7. Auflage, § 43 Rdnr. 110) trifft die aus § 43 Abs. 2 GmbHG klagende Gesellschaft die Darlegungsund Beweislast dafür, dass und inwieweit ihr durch ein möglicherweise pflichtwidriges Verhalten des Geschäftsführers ein Schaden entstanden ist.