Source: https://www.rechtslupe.de/wirtschaftsrecht/chefarztbehandlung-und-die-operation-durch-seinen-vertreter-370885
Timestamp: 2020-02-23 20:00:51
Document Index: 29190048

Matched Legal Cases: ['§ 308', '§ 308', '§ 5', '§ 43', 'BGH', 'BGH']

Chef­arzt­be­hand­lung – und die Ope­ra­ti­on durch sei­nen Ver­tre­ter | Rechtslupe ")}}return a.proceed()});scriptParent=document.getElementsByTagName("script")[0].parentNode;if(scriptParent.tagName.toLowerCase!=="head"){head=document.getElementsByTagName("head")[0];aop_around(head,"insertBefore");aop_around(head,"appendChild")}aop_around(scriptParent,"insertBefore");aop_around(scriptParent,"appendChild");var a2a_config=a2a_config||{};a2a_config.no_3p=1;var addthis_config={data_use_cookies:false};var _gaq=_gaq||[];_gaq.push(["_gat._anonymizeIp"])}
Chefarztbehandlung - und die Operation durch seinen Vertreter
Chef­arzt­be­hand­lung – und die Ope­ra­ti­on durch sei­nen Ver­tre­ter
Ver­ein­bart der Pati­ent vor einem geplan­ten Heil­ein­griff gegen zusätz­li­ches Hono­rar die Behand­lung durch den Chef­arzt der Kli­nik, so ist sei­ne Ein­wil­li­gungs­auf­klä­rung auf die Durch­füh­rung der Ope­ra­ti­on durch den Chef­arzt per­sön­lich beschränkt 1 .
Wird die Ope­ra­ti­on in einem sol­chen Fall durch einen, selbst vor­her nament­lich auf­ge­lis­te­ten Ver­tre­ter des Chef­arz­tes durch­ge­führt, so ist der Ein­griff man­gels Ein­wil­li­gungauf­klä­rung gleich­wohl rechts­wid­rig, wenn nicht der Pati­ent zuvor von der – tat­säch­lich bestehen­den und der Behand­lungs­sei­te nach­zu­wei­sen­den – unvor­her­ge­se­hen Ver­hin­de­rung des Chef­arz­tes infor­miert wor­den ist.
Bezahlt ein Pati­ent in einer sol­chen Situa­ti­on in dem Wis­sen, dass sich bei der durch den Ver­tre­ter des Chef­arz­tes durch­ge­führ­ten Ope­ra­ti­on ein­griff­spe­zi­fi­sche Risi­ken ver­wirk­licht haben, so liegt in einer Bezah­lung der Arzt­rech­nung kei­ne kon­klu­den­te nach­träg­li­che Bil­li­gung der Behand­ler­sub­sti­tu­ti­on 2. Dem eine Chef­arzt­rech­nung bezah­len­den Pati­en­ten fehlt regel­mä­ßig das erfor­der­li­che Erklä­rungs­be­wusst­sein, die Durch­füh­rung der Ope­ra­ti­on durch den Ver­tre­ter des Chef­arz­tes nach­träg­lich zu geneh­mi­gen.
Ist die Fra­ge der Stell­ver­tre­tung – wie hier – in AGB gere­gelt, ist zur wirk­sa­men Ver­tre­ter­re­ge­lung gemäß § 308 Nr. 4 BGB nur eine sol­che Klau­sel zuläs­sig, in der der Ein­tritt eines Ver­tre­ters des Wahl­arz­tes auf die Fäl­le beschränkt ist, in denen des­sen Ver­hin­de­rung im Zeit­punkt des Abschlus­ses der Wahl­leis­tungs­ver­ein­ba­rung nicht bereits fest­steht, etwa weil die Ver­hin­de­rung (Krank­heit, Urlaub etc.) selbst noch nicht abseh­bar oder weil noch nicht bekannt ist, dass ein bestimm­ter ver­hin­der­ter Wahl­arzt, auf den sich die Wahl­leis­tungs­ver­ein­ba­rung erstreckt, zu Behand­lung hin­zu­ge­zo­gen wer­den muss. Über­dies ist eine Stell­ver­tre­ter­ver­ein­ba­rung in AGB nach § 308 Nr. 4 BGB nur dann wirk­sam, wenn dar­in als Ver­tre­ter der stän­di­ge ärzt­li­che Ver­tre­ter bestimmt ist. Außer­dem muss auch der stän­di­ge ärzt­li­che Ver­tre­ter in der Ver­ein­ba­rung nament­lich benannt sein 3.
Sämt­li­che vor­ge­nann­ten Grund­sät­ze gel­ten unab­hän­gig davon, ob es um einen Hono­rar­an­spruch des Arz­tes oder um einen gegen den Arzt gerich­te­ten behand­lungs­ver­trag­li­chen Haf­tungs­an­spruch des Pati­en­ten geht.
Ober­lan­des­ge­richt Braun­schweig – Urteil vom 25. Sep­tem­ber 2013 – 1 U 24/​12
Wahl­ärzt­li­che Leis­tun­gen im Kran­ken­haus – und der Streit um… Sowohl beim tota­len Kran­ken­haus­ver­trag mit Arzt­zu­satz­ver­trag als auch beim gespal­te­nen Arzt-Kran­ken­haus-Ver­trag ist es eine Fra­ge der Ver­trags­ge­stal­tung im Ein­zel­fall, ob der geson­der­te Behand­lungs­ver­trag, der zwi­schen…
Ope­ra­ti­on nur durch Dr. X! Will ein Pati­ent abwei­chend von den Grund­sät­zen des tota­len Kran­ken­haus­auf­nah­me­ver­trags sei­ne Ein­wil­li­gung in einen ärzt­li­chen Ein­griff auf einen bestimm­ten Arzt beschrän­ken, muss er sei­nen ent­spre­chen­den…
Scha­dens­er­satz für fehl­ge­schla­ge­ne Anla­gen in Medi­en­fonds Hat die Toch­ter­ge­sell­schaft eines Kre­dit­in­sti­tuts als Anla­ge­be­ra­ter anhand eines für sie erkenn­bar feh­ler­haf­ten Anla­ge­pro­spekts zu einem Medi­en­fonds bera­ten, ohne die Pro­spekt­män­gel rich­tig zu stel­len, liegt…
Magen-Bypass-Ope­ra­­ti­on auf Kas­sen­re­zept Ein Anspruch auf Kran­ken­haus­be­hand­lung zur Durch­füh­rung einer Magen-Bypass-Ope­ra­ti­on wegen krank­haf­ten Über­ge­wichts besteht in der GKV nur, wenn alle kon­ser­va­ti­ven Behand­lungs­mög­lich­kei­ten aus­ge­schöpft sind. Dazu gehört auch…
Prak­ti­sche Erfah­rung – Fall­zah­len für den Fach­an­walt § 5 FAO ist, soweit danach die Bear­bei­tung einer Min­dest­an­zahl gerichts- oder rechts­förm­li­chen Ver­fah­ren inner­halb eines Drei-Jah­res-Zeit­raums ver­langt wird, nicht ver­fas­sungs­wid­rig. Nach § 43c Abs.…
vgl. BGH, Urteil vom 11.05.2010 – VI ZR 252/​08, Rn. 7[↩]
ent­ge­gen OLG Köln, Urteil vom 12.10.1995 – 5 U 234/​94, VersR 1997, 115[↩]
Anschluss an BGH, Urteil vom 20.12.2007 – III ZR 144/​07, Rn. 9 – 11[↩]
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