Source: https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/2019/35
Timestamp: 2019-10-20 00:22:40
Document Index: 261847785

Matched Legal Cases: ['§ 30', '§ 30', '§ 30', '§1', '§ 30', '§2', '§3', '§4', '§5', '§ 31', '§6', '§ 51', '§1', '§2', '§3', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§4', '§5', '§6', '§7', '§8', '§ 9', '§ 10', '§ 11', '§9', '§ 10', '§ 11', '§ 12', '§ 9', '§ 13', '§ 15', '§ 14', '§ 57', '§ 3', '§ 4', '§ 30', '§ 31', '§ 23', '§ 46', '§ 33', '§ 51', '§ 16', '§ 2', '§ 1', '§ 5', '§ 61', '§ 61', '§ 53', '§ 55', '§ 61', '§ 62', '§ 64', '§ 57', '§ 66', '§ 66', '§ 66', '§ 1', '§ 12', '§ 12', '§ 12', '§ 1', '§ 5', '§ 5', '§ 2', '§ 5', '§ 361', '§1', '§2', '§ 5', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 5', '§ 5', '§ 7', '§ 7', '§ 5', '§ 2', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 3', '§ 4', '§ 6', '§ 7', '§ 10', '§ 3', '§ 4', '§ 10', '§ 2', '§ 2', '§ 68', '§ 55', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 8', '§ 2', '§ 2', '§ 6', '§ 6', '§ 2', '§ 2', '§ 18', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 31', '§ 6', '§ 17', '§ 2', '§ 9', '§ 53', '§ 15', '§ 44', '§ 19', '§ 15', '§ 16', '§ 44', '§ 2', '§ 54', '§ 6', '§ 31', '§ 6', '§ 4', '§ 6', '§ 5', '§ 6', '§ 1', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 16', '§ 35', '§ 9', '§ 3', '§ 6', '§ 4', '§ 5', '§ 5', '§ 2', '§ 3', '§ 6', '§ 16', '§ 16', '§ 17', '§ 22', '§ 16', '§ 45', '§ 46', '§ 16', '§ 45', '§ 46', '§ 45', '§ 47', '§ 48', '§ 53', '§ 16', '§ 45', '§ 46', '§ 16', '§ 16', '§ 45', '§ 46', '§ 45', '§ 47', '§ 48', '§ 53', '§ 6', '§ 6', '§ 8', '§ 5', '§ 15', '§ 7', '§ 9', '§ 15', '§ 15', '§ 15', '§ 15', '§ 15', '§ 5', '§ 15', '§ 15', '§ 5', '§ 15', '§ 18', '§ 12', '§ 78', '§ 6', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 8', '§ 3', '§ 8', '§ 3', '§ 44', '§ 53', '§ 3', '§ 8', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 8', '§ 3', '§ 8', '§ 3', '§ 44', '§ 53', '§ 3', '§ 8', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3']

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BGBl. Teil 1: Nr. 35 (2019)
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Verordnung über die Beleihung juristischer Personen des privaten Rechts gemäß § 30a des Luftverkehrsgesetzes (LuftVG-Beleihungsverordnung  LuftVGBV) (Seite 2)
Verordnung über die Meisterprüfung in den Teilen I und II im Fotografen-Handwerk (Fotografenmeisterverordnung  FotografMstrV) (Seite 4)
Verordnung zur Änderung der Straßenbahn-Bau- und Betriebsordnung (Seite 10)
Zweite Verordnung zur Änderung der Spitzenausgleich-Effizienzsystemverordnung (Seite 12)
Verordnung zur Festsetzung des Umlagesatzes für das Insolvenzgeld für das Kalenderjahr 2020 (Insolvenzgeldumlagesatzverordnung 2020  InsoGeldFestV 2020) (Seite 13)
1402 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2019 Teil I Nr. 35, ausgegeben zu Bonn am 9. Oktober 2019 Verordnung über die Beleihung juristischer Personen des privaten Rechts gemäß § 30a des Luftverkehrsgesetzes (LuftVG-Beleihungsverordnung – LuftVGBV) Vom 15. September 2019 Auf Grund des § 30a Absatz 1 Satz 1 des Luftver- kehrsgesetzes, der durch Artikel 1 Nummer 9 des Ge- setzes vom 28. Juni 2016 (BGBl. I S. 1548) eingefügt worden ist, verordnet das Bundesministerium der Ver- teidigung: §1 Beleihung Die Beleihung juristischer Personen des privaten Rechts mit der Wahrnehmung der in § 30a Absatz 1 Satz 1 des Luftverkehrsgesetzes angeführten Aufgaben erfolgt durch Verwaltungsakt des Luftfahrtamtes der Bundeswehr. §2 Voraussetzungen der Beleihung (1) Beliehen werden kann eine juristische Person des privaten Rechts nur, wenn 1. sie als Luftfahrtbetrieb nach den German Military Airworthiness Requirements (DEMAR) oder nach dem nationalen Regelverfahren des Prüf- und Zulas- sungswesens für Luftfahrzeuge und Luftfahrtgerät der Bundeswehr durch das Luftfahrtamt der Bun- deswehr genehmigt ist und 2. zwischen ihr und der Bundesrepublik Deutschland, einem anderen NATO-Vertragsstaat oder einer multi- nationalen Organisation bereits ein Vertrag über die Entwicklung, Herstellung oder Instandhaltung von Luftfahrzeugen oder Luftfahrtgerät oder über Ausbil- dungsleistungen besteht. (2) Näheres zu den Voraussetzungen der Beleihung regelt das Luftfahrtamt der Bundeswehr in Verwal- tungsvorschriften. §3 Gegenstand der Beleihung (1) Der Gegenstand der Beleihung unterscheidet sich danach, 1. ob es sich bei der zu beleihenden juristischen Per- son des privaten Rechts um einen Entwicklungsbe- trieb, einen Herstellungsbetrieb, einen Instandhal- tungsbetrieb oder um eine Ausbildungseinrichtung handelt und 2. ob dieser Betrieb oder diese Einrichtung nach den DEMAR oder nach dem nationalen Regelverfahren des Prüf- und Zulassungswesens für Luftfahrzeuge und Luftfahrtgerät der Bundeswehr genehmigt ist. (2) Die Beleihung von Entwicklungsbetrieben, die nach den DEMAR genehmigt sind, kann die Wahrneh- mung folgender Aufgaben umfassen: 1. Einstufung von Änderungen des Musters von Luftfahr- zeugen, Triebwerken und Propellern und Einstufung von Reparaturverfahren als erheblich oder geringfü- gig, 2. Genehmigung geringfügiger Änderungen des Mus- ters von Luftfahrzeugen, Triebwerken und Propellern und Genehmigung geringfügiger Reparaturverfah- ren, 3. Herausgabe von Informationen oder Anweisungen zum Betrieb von Luftfahrzeugen oder zu deren Ma- terialerhaltung, 4. Prüfung der Lufttüchtigkeit der Muster von Luftfahr- zeugen, Triebwerken und Propellern im Rahmen der Entwicklung. (3) Die Beleihung von Herstellungsbetrieben, die nach den DEMAR genehmigt sind, kann die Wahrneh- mung folgender Aufgaben umfassen: 1. Prüfung der Lufttüchtigkeit von Luftfahrzeugen und Ausstellung einer Konformitätsbescheinigung für diese Luftfahrzeuge im Rahmen der Herstellung, 2. Ausstellung einer Freigabebescheinigung für ein Luftfahrzeug für den Flugbetrieb im Rahmen der In- standhaltung vor der Auslieferung, 3. Prüfung der Lufttüchtigkeit von Triebwerken, Propel- lern und Bau- und Ausrüstungsteilen sowie Ausstel- lung einer Freigabebescheinigung für die Verwendung dieser Triebwerke, Propeller, Bau- und Ausrüstungs- teile im Luftfahrzeug im Rahmen der Herstellung. (4) Die Beleihung von Herstellungsbetrieben, die nach dem nationalen Regelverfahren des Prüf- und Zu- lassungswesens für Luftfahrzeuge und Luftfahrtgerät der Bundeswehr genehmigt sind, kann die Wahrneh- mung folgender Aufgaben umfassen: 1. Prüfung der Lufttüchtigkeit von Luftfahrzeugen und Luftfahrtgerät und Ausstellung eines Stückprüf-
Bundesgesetzblatt Jahrgang 2019 Teil I Nr. 35, ausgegeben zu Bonn am 9. Oktober 2019 scheines für diese Luftfahrzeuge und dieses Luft- fahrtgerät im Rahmen der Herstellung, 2. Durchführung und Bescheinigung der Nachprüfung im Rahmen der Instandhaltung von Luftfahrzeugen aus eigener Herstellung vor der Auslieferung. (5) Die Beleihung von Instandhaltungsbetrieben, die nach den DEMAR genehmigt sind, kann die Wahrneh- mung folgender Aufgaben umfassen: 1. Prüfung und Bescheinigung der ordnungsgemäßen Durchführung von Instandhaltungsmaßnahmen an Luftfahrzeugen und Ausstellung der Freigabebe- scheinigung für diese Luftfahrzeuge für den Flugbe- trieb im Rahmen der Instandhaltung, 2. Prüfung und Bescheinigung der ordnungsgemäßen Durchführung von Instandhaltungsmaßnahmen an Triebwerken, Propellern, Bau- und Ausrüstungstei- len sowie Ausstellung einer Freigabebescheinigung für die Verwendung dieser Triebwerke, Propeller, Bau- und Ausrüstungsteile im Luftfahrzeug. (6) Die Beleihung von Instandhaltungsbetrieben, die nach dem nationalen Regelverfahren des Prüf- und Zu- lassungswesens für Luftfahrzeuge und Luftfahrtgerät der Bundeswehr genehmigt sind, kann die Durchfüh- rung und Bescheinigung der Nachprüfung bei Luftfahr- zeugen und Luftfahrtgerät umfassen. (7) Die Beleihung von Ausbildungseinrichtungen, die nach den DEMAR genehmigt sind, kann die Durchfüh- rung der Ausbildung von erlaubnispflichtigem Personal, die Durchführung von Prüfungen und die Bescheini- gung dieser Ausbildung oder dieser Prüfungen umfas- sen. 1403 §4 Widerruf der Beleihung Die Beleihung ist zu widerrufen, wenn 1. ein Vertrag zwischen der beliehenen juristischen Person des privaten Rechts und der Bundesrepublik Deutschland, einem anderen NATO-Vertragsstaat oder einer multinationalen Organisation, der Voraus- setzung der Beleihung war, nicht mehr besteht oder 2. die Bundeswehr entscheidet, die Aufgaben, die Ge- genstand der Beleihung sind, zukünftig selbst wahr- zunehmen. §5 Höchstbetrag für den Rückgriff bei der beliehenen juristischen Person des privaten Rechts Wird die Bundesrepublik Deutschland von einem Dritten wegen eines Schadens in Anspruch genommen, den eine beliehene juristische Person des privaten Rechts durch vorsätzliches oder grob fahrlässiges Han- deln verursacht hat, so beträgt der Höchstbetrag, bis zu dem die Bundesrepublik Deutschland nach § 31e Satz 2 des Luftverkehrsgesetzes bei der beliehenen juristischen Person des privaten Rechts Rückgriff neh- men kann, 767 Millionen Euro. §6 Inkrafttreten Diese Verordnung tritt am Tag nach der Verkündung in Kraft. Bonn, den 15. September 2019 Die Bundesministerin der Verteidigung Annegret Kramp-Karrenbauer
1404 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2019 Teil I Nr. 35, ausgegeben zu Bonn am 9. Oktober 2019 Verordnung über die Meisterprüfung in den Teilen I und II im Fotografen-Handwerk (Fotografenmeisterverordnung – FotografMstrV) Vom 30. September 2019 Auf Grund des § 51a Absatz 2 der Handwerks- ordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 24. September 1998 (BGBl. I S. 3074; 2006 I S. 2095), der zuletzt durch Artikel 283 der Verordnung vom 31. August 2015 (BGBl. I S. 1474) geändert worden ist, verordnet das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung: §1 3. Kundenwünsche und jeweilige auftragsbezogene Rahmenbedingungen ermitteln, Anforderungen ab- leiten, Kunden beraten, Serviceleistungen anbieten, Bildkonzeptionen und Lösungen entwickeln, Ver- handlungen führen und Ziele festlegen, Leistungen kalkulieren und Angebote erstellen sowie Verträge schließen, 4. Geschäfts- und Arbeitsprozesse zur Leistungser- stellung planen, organisieren und überwachen, ins- besondere in Bezug auf Gegenstand a) die Auswahl der Aufnahmeorte und Requisiten, Diese Verordnung regelt das Meisterprüfungsberufs- bild sowie die in der Prüfung in den Teilen I und II der Meisterprüfung im Fotografen-Handwerk zu stellenden Anforderungen. b) den Einsatz dinglicher oder menschlicher Mo- delle, §2 Meisterprüfungsberufsbild In den Teilen I und II der Meisterprüfung im Foto- grafen-Handwerk hat der Prüfling den Teil seiner beruf- lichen Handlungskompetenz nachzuweisen, der sich auf Tätigkeiten seines Gewerbes und die erforderlichen fachtheoretischen Kenntnisse bezieht. Grundlage dafür sind folgende Fertigkeiten und Kenntnisse: 1. einen Fotografen-Betrieb führen und organisieren und dabei technische, kaufmännische und personal- wirtschaftliche Entscheidungen treffen und begrün- den, insbesondere unter Berücksichtigung a) der Kostenstrukturen, b) der Wettbewerbssituation, c) der betrieblichen Aus- und Weiterbildung, d) der Betriebsorganisation, e) des Qualitätsmanagements, f) des Arbeitsschutzrechtes, g) des Datenschutzes, h) der Datenverarbeitung, i) des Umweltschutzes, j) der Ressourceneffizienz und c) die Auswahl der Ausrüstung, d) das Risikomanagement, e) die Zeitplanung, f) die Klärung rechtlicher Fragen und g) die Produktionsabläufe, 5. Leistungen erstellen, insbesondere a) Bildkonzeptionen unter Berücksichtigung der Bildbotschaften bewerten und umsetzen, b) reale und rechnergestützt erzeugte Bild- und Filmaufnahmen sowie Aufnahmeserien in den Bereichen der Portrait-, der People-, der Illustra- tions-, der Produkt-, der Industrie- und Architek- tur- sowie der Wissenschaftsfotografie erstellen und beurteilen, c) Bildkonzeptionen präsentieren, mit Kunden und mit den an den Aufnahmen Beteiligten abstim- men und anpassen sowie d) Aufnahmen bearbeiten, gestalten und präsen- tieren, 6. gestalterische, technische, organisatorische, wirt- schaftliche und rechtliche Gesichtspunkte bei der Leistungserstellung berücksichtigen, insbesondere a) die Bedingungen des Aufnahmeortes, insbeson- dere seiner Licht- und Beleuchtungsverhältnis- se, b) die Anforderungen an die an den Aufnahmen Be- teiligten, k) technologischer sowie gesellschaftlicher Ent- wicklungen, insbesondere digitaler Technolo- gien, c) den Einsatz der gestalterischen Elemente und ihre Wirkung, 2. Konzepte für Betriebsstätten, einschließlich der Betriebsausstattung, sowie für Geschäfts- und Arbeitsprozesse entwickeln und umsetzen, d) die Auswahl und Handhabung von Kamera- systemen und Objektiven, von Messgeräten und von Beleuchtungssystemen,
Bundesgesetzblatt Jahrgang 2019 Teil I Nr. 35, ausgegeben zu Bonn am 9. Oktober 2019 e) die Handhabung von Software für die Weiterver- arbeitung und die rechnergestützte Erstellung von Aufnahmen, f) die Archivierung und Sicherung von Bild- und Filmdaten, 3. eine Aufnahmeserie von mindestens neun Bildern und ein Composing. Für die Durchführung der gewählten Arbeit hat der Prüf- ling aus den folgenden Bereichen drei zu wählen und gestalterisch zu verbinden: g) die berufsbezogenen Rechtsvorschriften, insbe- sondere zu Datenschutz, zu Persönlichkeits- rechten, zu Nutzungs- und Verwertungsrechten sowie zur Genehmigungspflicht für Aufnahmen, 1. Portrait-Fotografie, h) die einschlägigen technischen Normen und die allgemein anerkannten Regeln der Technik, 4. Produktfotografie, i) das benötigte Personal und die Ausrüstung so- wie 6. Wissenschaftsfotografie. j) die Möglichkeiten zum Einsatz von Auszubilden- den, 7. Konzeptionen, Scribbles, Layouts und Storyboards, auch unter Einsatz von Informations- und Kommu- nikationstechnologien, anfertigen, bewerten und korrigieren, 8. Arten und Eigenschaften von zu bearbeitenden und zu verarbeitenden Materialien berücksichtigen, 9. Unteraufträge, insbesondere unter Berücksichti- gung von Qualität und berufsbezogenen Rechts- vorschriften, vergeben und deren Ausführung kon- trollieren, 10. Qualitätskontrollen durchführen sowie Fehler, Män- gel und Störungen analysieren und beseitigen, Ergebnisse daraus bewerten und dokumentieren sowie 11. erbrachte Leistungen kontrollieren, dokumentieren und übergeben sowie Nachkalkulationen durch- führen und Auftragsabwicklung auswerten. §3 Ziel und Gliederung der Prüfung in Teil I (1) In der Prüfung in Teil I hat der Prüfling umfäng- liche und zusammenhängende berufliche Aufgaben zu lösen und dabei nachzuweisen, dass er Tätigkeiten des Fotografen-Handwerks meisterhaft verrichtet. (2) Die Prüfung in Teil I gliedert sich in folgende Prüfungsbereiche: 1. ein Meisterprüfungsprojekt nach § 4 und ein darauf bezogenes Fachgespräch nach § 5 sowie 2. eine Situationsaufgabe nach § 6. 1405 2. Peoplefotografie, 3. Illustrationsfotografie, 5. Industrie- und Architekturfotografie oder Der Prüfling muss dabei mindestens eine Personen- darstellung und eine Sachdarstellung umsetzen. Die Aufnahmen müssen bearbeitet und für eine auftragsbe- zogene Präsentation aufbereitet werden. Dabei können rechnergestützt erzeugte Aufnahmen in die vom Prüf- ling erstellten Aufnahmen integriert werden. Die durch- geführten Arbeiten sind vom Prüfling zu kontrollieren, eine Nachkalkulation durchzuführen und zu dokumen- tieren. (3) Die auftragsbezogenen Anforderungen an das Meisterprüfungsprojekt im Einzelnen werden vom Meisterprüfungsausschuss festgelegt. Der Meisterprü- fungsausschuss soll dabei Vorschläge des Prüflings berücksichtigen. (4) Anhand der Anforderungen erarbeitet der Prüfling ein Umsetzungskonzept für den Kundenauftrag ein- schließlich einer Zeitplanung und einer Ressourcenpla- nung. Das Umsetzungskonzept hat er vor der Durch- führung des Meisterprüfungsprojekts dem Meister- prüfungsausschuss zur Genehmigung vorzulegen. Der Meisterprüfungsausschuss prüft, ob das Umsetzungs- konzept den auftragsbezogenen Anforderungen ent- spricht. (5) Für die Bearbeitung des Meisterprüfungsprojekts stehen dem Prüfling zehn Arbeitstage zur Verfügung. (6) Für die Bewertung des Meisterprüfungsprojekts werden die einzelnen Bestandteile wie folgt gewichtet: 1. die Planungsarbeiten anhand der Planungsunter- lagen bestehend aus Konzeption mit Ressourcen- planung und Kalkulation mit 30 Prozent, 2. die Durchführungsarbeiten mit 60 Prozent und 3. die Kontrollarbeiten und die Dokumentationsarbei- ten anhand der Dokumentationsunterlagen mit 10 Prozent. §4 Meisterprüfungsprojekt §5 (1) Der Prüfling hat ein Meisterprüfungsprojekt durchzuführen, das einem Kundenauftrag entspricht. Das Meisterprüfungsprojekt besteht aus Planungs-, Durchführungs-, Kontroll- und Dokumentationsarbei- ten. Fachgespräch (2) Als Meisterprüfungsprojekt ist eine der folgenden Arbeiten auf der Grundlage einer zu erstellenden Kon- zeption mit Ressourcenplanung und Kalkulation durch- zuführen: (1) Im Fachgespräch hat der Prüfling nachzuweisen, dass er in der Lage ist, 1. die fachlichen Zusammenhänge aufzuzeigen, die dem Meisterprüfungsprojekt zugrunde liegen, 1. eine Aufnahmeserie von zwölf Bildern, 2. Kunden zu beraten, insbesondere im Hinblick auf den jeweiligen Kundenwunsch; dabei hat der Prüf- ling wirtschaftliche Gesichtspunkte sowie rechtliche, gestalterische und technische Anforderungen in das Beratungsgespräch einzubeziehen, 2. eine Aufnahmeserie von mindestens neun Bildern und eine Filmproduktion oder 3. sein Vorgehen bei der Planung und Durchführung des Meisterprüfungsprojekts zu begründen und
1406 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2019 Teil I Nr. 35, ausgegeben zu Bonn am 9. Oktober 2019 4. mit dem Meisterprüfungsprojekt verbundene berufs- bezogene Probleme sowie deren Lösungen darzu- stellen und dabei aktuelle Entwicklungen im Foto- grafen-Handwerk zu berücksichtigen. (2) Das Fachgespräch soll höchstens 30 Minuten dauern. §6 Situationsaufgabe (1) Die Situationsaufgabe orientiert sich an einem Kundenauftrag und vervollständigt den Nachweis der beruflichen Handlungskompetenz für die Meisterprü- fung im Fotografen-Handwerk. (2) Als Situationsaufgabe hat der Prüfling jeweils eine Aufnahme als Personendarstellung und als Sach- darstellung für einen fiktiven Kundenauftrag zu erstel- len. Er hat die Bilddateien zu bearbeiten, zu gestalten und die Ergebnisse am Bildschirm zu präsentieren. Die konkrete Aufgabenstellung wird vom Meisterprüfungs- ausschuss festgelegt. (3) Für die Bearbeitung der Situationsaufgabe stehen dem Prüfling drei Stunden zur Verfügung. §7 Gewichtung; Bestehen der Prüfung in Teil I (1) Das Meisterprüfungsprojekt, das Fachgespräch und die Situationsaufgabe werden gesondert bewer- tet. Für das Gesamtergebnis der Prüfung in Teil I der Meisterprüfung werden zunächst die Bewertung des Meisterprüfungsprojekts und die Bewertung des Fach- gesprächs im Verhältnis 3:1 gewichtet. Anschließend wird das hieraus folgende Ergebnis mit der Bewertung der Situationsaufgabe im Verhältnis 2:1 gewichtet. (2) Der Prüfling hat den Teil I der Meisterprüfung be- standen, wenn 1. das Meisterprüfungsprojekt, das Fachgespräch und die Situationsaufgabe jeweils mit mindestens 30 Punkten bewertet worden ist und 2. das Gesamtergebnis der Prüfung mindestens „aus- reichend“ ist. §8 Ziel und Gliederung der Prüfung in Teil II (1) In Teil II der Meisterprüfung hat der Prüfling um- fängliche und zusammenhängende berufliche Aufga- ben zu lösen und dabei nachzuweisen, dass er die be- sonderen fachtheoretischen Kenntnisse im Fotografen- Handwerk anwendet. Grundlage für den Nachweis bilden die Qualifikationen in den folgenden Handlungs- feldern: 1. nach Maßgabe des § 9 Anforderungen von Kunden eines Fotografen-Betriebs analysieren, Lösungen er- arbeiten und anbieten, 2. nach Maßgabe des § 10 Leistungen eines Foto- grafen-Betriebs erstellen, kontrollieren und über- geben und 3. nach Maßgabe des § 11 einen Fotografen-Betrieb führen und organisieren. (2) Der Prüfling hat in jedem der Handlungsfelder mindestens eine fallbezogene Aufgabe zu bearbeiten, die den Anforderungen des Absatzes 1 entspricht. Bei jeder Aufgabenstellung können die Qualifikationen der drei Handlungsfelder handlungsfeldübergreifend ver- knüpft werden. (3) Die Aufgaben sind schriftlich zu bearbeiten. (4) Für die Bearbeitung der Aufgaben stehen dem Prüfling in jedem Handlungsfeld drei Stunden zur Verfügung. Eine Prüfungsdauer von sechs Stunden an einem Tag darf nicht überschritten werden. §9 Handlungsfeld „Anforderungen von Kunden eines Fotografen-Betriebs analysieren, Lösungen erarbeiten und anbieten“ (1) Im Handlungsfeld „Anforderungen von Kunden eines Fotografen-Betriebs analysieren, Lösungen erar- beiten und anbieten“ hat der Prüfling nachzuweisen, dass er in der Lage ist, in einem Fotografen-Betrieb Anforderungen erfolgs-, kunden- und qualitätsorientiert, auch unter Anwendung von Informations- und Kommu- nikationstechnologien, zu analysieren, Lösungen zu planen und anzubieten. Dabei hat er wirtschaftliche, ökologische, ressourceneffiziente, gestalterische, recht- liche Gesichtspunkte sowie die allgemein anerkannten Regeln der Technik zu berücksichtigen. Bei der jeweili- gen Aufgabenstellung sollen mehrere der in Absatz 2 genannten Qualifikationen verknüpft werden. (2) Das Handlungsfeld „Anforderungen von Kunden eines Fotografen-Betriebs analysieren, Lösungen erar- beiten und anbieten“ besteht aus folgenden Qualifika- tionen: 1. Kundenwünsche und die auftragsbezogenen Rah- menbedingungen zu deren Erfüllung analysieren und bewerten und daraus Anforderungen ableiten; hierzu zählen insbesondere: a) Vorgehensweise zur strukturierten Ermittlung der Kundenwünsche und der jeweiligen auftrags- bezogenen Rahmenbedingungen erläutern und bewerten, insbesondere unter Berücksichtigung von Faktoren für eine zielorientierte Gesprächs- führung und des Verwendungszwecks der zu er- stellenden Aufnahmen, b) Auftragsanfragen und Ausschreibungen analysie- ren und bewerten, c) Vorgehensweise zur Feststellung der Rahmen- bedingungen, insbesondere im Hinblick auf Auf- nahmeorte, Modelle und Beleuchtungsverhält- nisse, erläutern und bewerten sowie d) Ergebnisse dokumentieren und bewerten, daraus Anforderungen für die Umsetzung ableiten, ins- besondere in Bezug auf Anforderungen an Aus- rüstung, an Modelle und an die Terminierung der Aufnahmen, 2. Lösungsmöglichkeiten entwickeln, erläutern und be- gründen; hierzu zählen insbesondere: a) Möglichkeiten und Notwendigkeiten des Ein- satzes von Ausrüstung, Beleuchtung, dinglichen und menschlichen Modellen und Personal er- läutern und begründen,
Bundesgesetzblatt Jahrgang 2019 Teil I Nr. 35, ausgegeben zu Bonn am 9. Oktober 2019 1407 b) Sicherheits-, Gesundheits- und Haftungsrisiken bewerten und Konsequenzen ableiten, b) Kriterien für die Auswahl der Aufnahmeorte für das Erstellen der Bilder formulieren, c) Konzeptionen, Scribbles, Layouts, Storyboards, unter Berücksichtigung von Anforderungen und Wirkungsweisen von Gestaltungselementen, er- stellen und bewerten, c) mögliche Störungen bei der Leistungserstellung vorhersehen und Auswirkungen bewerten sowie Lösungen entwickeln, d) Kriterien für die Vergabe von Unteraufträgen fest- legen, insbesondere unter Berücksichtigung von Qualität und Rechtsvorschriften sowie Angebote bewerten und e) Vor- und Nachteile verschiedener Lösungsmög- lichkeiten im Hinblick auf Anforderungen, Kosten- gesichtspunkte, gestalterische, technische, recht- liche und sicherheitstechnische Gesichtspunkte erläutern und abwägen; Lösungsmöglichkeit aus- wählen sowie Auswahl begründen und d) Handhabungshinweise und Produktinformationen für die Ausrüstung leistungsbezogen auswerten und erläutern, e) Scribbles, Layouts und Storyboards erarbeiten, bewerten und korrigieren, f) Produktionsabläufe planen, g) auftragsbezogene Rechtsvorschriften beachten, insbesondere Erfordernisse für die Einholung von Genehmigungen begründen und 3. Angebote kalkulieren, erstellen und erläutern sowie Leistungen vereinbaren; hierzu zählen insbesondere: h) die Vorgehensweise zur Erstellung der Leistun- gen mit den an den Aufnahmen Beteiligten ab- stimmen, a) Personal-, Material- und Geräteaufwand auf der Grundlage der Planungen kalkulieren, 2. die Leistungen erstellen; hierzu zählen insbeson- dere: b) auf der Grundlage entwickelter Lösungsmöglich- keiten Angebotspositionen bestimmen und zu Angebotspaketen zusammenfassen, Preise kal- kulieren, a) berufsbezogene Rechtsvorschriften und techni- sche Normen sowie allgemein anerkannte Regeln der Technik anwenden und beurteilen, c) Vertragsbedingungen unter Berücksichtigung von Haftungsbestimmungen, Datenschutz, Persön- lichkeits-, Nutzungs- und Verwertungsrechten formulieren und beurteilen, d) Angebotsunterlagen vorbereiten, Angebote er- stellen und e) Angebotspositionen und Vertragsbedingungen gegenüber Kunden erläutern und begründen sowie Leistungen vereinbaren. § 10 Handlungsfeld „Leistungen eines Fotografen-Betriebs erstellen, kontrollieren und übergeben“ (1) Im Handlungsfeld „Leistungen eines Fotografen- Betriebs erstellen, kontrollieren und übergeben“ hat der Prüfling nachzuweisen, dass er in der Lage ist, Leistun- gen eines Fotografen-Betriebs erfolgs-, kunden- und qualitätsorientiert, auch unter Anwendung von Informa- tions- und Kommunikationstechnologien, zu erstellen, zu kontrollieren und zu übergeben. Dabei hat er wirt- schaftliche, ökologische, ressourceneffiziente, gestal- terische und rechtliche Gesichtspunkte sowie die all- gemein anerkannten Regeln der Technik zu berück- sichtigen. Bei der jeweiligen Aufgabenstellung sollen mehrere der in Absatz 2 genannten Qualifikationen ver- knüpft werden. (2) Das Handlungsfeld „Leistungen eines Fotografen- Betriebs erstellen, kontrollieren und übergeben“ be- steht aus folgenden Qualifikationen: 1. die Erstellung der Leistungen vorbereiten; hierzu zählen insbesondere: a) Methoden der Arbeitsplanung und -organisation erläutern, auswählen und Auswahl begründen, dabei unter Berücksichtigung einzusetzender Aufnahme- und Weiterverarbeitungsverfahren den Einsatz von Personal, Material, Ausrüstung und Modellen planen, b) Maßnahmen zur Gefahrenvermeidung und -be- seitigung erläutern und Folgen ableiten, c) Fehler und Mängel in der Erstellung der Leis- tungen erläutern sowie Maßnahmen zu deren Beseitigung ableiten, d) Vorgehensweise zur Erstellung von Leistungen unter Berücksichtigung gestalterischer Gesichts- punkte, der Bedingungen des Aufnahmeortes, der Beleuchtung, der beteiligten Personen und der Konzeption erläutern, anpassen und begrün- den, e) mögliche Auswahl und Einstellung von Kamera- systemen und Objektiven im Hinblick auf örtliche Bedingungen und auf den Verwendungszweck erläutern und begründen, f) Möglichkeiten der Beleuchtung unter Berücksich- tigung örtlicher Bedingungen und beabsichtigter Bildwirkung erläutern und begründen, g) Vorgehensweise zur Bearbeitung und Gestaltung von Aufnahmen im Hinblick auf beabsichtigte Bildwirkung begründen und h) rechnergestützt erzeugte Aufnahmen beurteilen und Vorschläge zur Bearbeitung und Gestaltung formulieren sowie 3. die Leistungen kontrollieren, dokumentieren, über- geben und abrechnen; hierzu zählen insbesondere: a) Kriterien zur Feststellung der Qualität der erstell- ten Leistungen erläutern, b) Leistungen dokumentieren, c) Vorgehensweise zur Präsentation und zur Über- gabe der Leistungen erläutern und Kunden über Verwendungsmöglichkeiten auch in rechtlicher Hinsicht informieren, d) Leistungen abrechnen, e) auftragsbezogene Nachkalkulationen durchfüh- ren und Folgen ableiten,
1408 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2019 Teil I Nr. 35, ausgegeben zu Bonn am 9. Oktober 2019 f) Möglichkeiten der Herstellung von Kundenzufrie- denheit und der Kundenbindung erläutern und beurteilen und g) Serviceleistungen erläutern und bewerten. § 11 Handlungsfeld „Einen Fotografen-Betrieb führen und organisieren“ (1) Im Handlungsfeld „Einen Fotografen-Betrieb füh- ren und organisieren“ hat der Prüfling nachzuweisen, dass er in der Lage ist, Aufgaben der Betriebsführung und der Betriebsorganisation in einem Fotografen- Betrieb unter Berücksichtigung der Rechtsvorschriften, auch unter Anwendung von Informations- und Kommu- nikationstechnologien, wahrzunehmen. Dabei hat er den Nutzen zwischenbetrieblicher Kooperationen, insbeson- dere den Nutzen gewerbeübergreifender Zusammen- arbeit, zu prüfen und zu bewerten. Bei der jeweiligen Aufgabenstellung sollen mehrere der in Absatz 2 ge- nannten Qualifikationen verknüpft werden. (2) Das Handlungsfeld „Einen Fotografen-Betrieb führen und organisieren“ besteht aus folgenden Quali- fikationen: 1. betriebliche Kosten analysieren und für die Preis- gestaltung und Effizienzsteigerung nutzen; hierzu zählen insbesondere: a) betriebliche Kosten ermitteln, dabei betriebswirt- schaftliche Zusammenhänge berücksichtigen, b) betriebliche Kostenstrukturen überprüfen, c) betriebliche Kennzahlen ermitteln und verglei- chen, d) Maßnahmen zur Effizienzsteigerung ableiten, e) Stundenverrechnungssätze anhand vorgegebener Kostenstrukturen berechnen und f) Preislisten für standardisierte Leistungen kalkulie- ren, 2. Marketingmaßnahmen zur Kundengewinnung und -pflege erarbeiten; hierzu zählen insbesondere: a) Auswirkungen technologischer, wirtschaftlicher, rechtlicher und gesellschaftlicher Entwicklungen sowie veränderter Kundenanforderungen auf das Leistungsangebot darstellen und begründen, b) Möglichkeiten der Auftragsbeschaffung darstellen und Marketingmaßnahmen zur Kundengewinnung und -pflege entwickeln, c) Informationen über Produkte und über das Leis- tungsspektrum des Betriebs erstellen und d) informations- und kommunikationsgestützte Ver- triebswege ermitteln und bewerten, 3. betriebliches Qualitätsmanagement hierzu zählen insbesondere: entwickeln; d) Maßnahmen zur kontinuierlichen Verbesserung von Arbeits- und Geschäftsprozessen festlegen und bewerten, 4. Personal unter Berücksichtigung gewerbespezifi- scher Bedingungen des Fotografen-Handwerks pla- nen und anleiten, Personalentwicklung planen; hierzu zählen insbesondere: a) Einsatz von Personal disponieren, b) Einsatz von Auszubildenden auf Grundlage des betrieblichen Ausbildungsplans disponieren, c) Methoden zur Anleitung von Personal erläutern, d) Qualifikationsbedarfe ermitteln und e) Maßnahmen zur fortlaufenden Qualifizierung, ins- besondere unter Berücksichtigung des Berufs- laufbahnkonzepts im Fotografen-Handwerk, pla- nen und 5. Betriebsausstattung sowie Abläufe planen; hierzu zählen insbesondere: a) Durchführung einer Gefährdungsbeurteilung er- läutern, Folgen aus dem Ergebnis ableiten, b) betriebsbezogene Ausstattung, Hard- und Soft- ware sowie die Ausrüstung insbesondere unter Berücksichtigung der Vorschriften zur Unfallver- hütung, des Arbeitsschutzes, technologischer, gestalterischer und gesellschaftlicher Entwicklun- gen, der Ressourceneffizienz sowie des Umwelt- schutzes entwickeln, planen und begründen, c) Maßnahmen, insbesondere zur Unfallverhütung, zum Arbeitsschutz, zur Ressourceneffizienz so- wie zum Umweltschutz planen und begründen, d) Instandhaltung von Hard- und Software und der Ausrüstung planen sowie e) Betriebsabläufe planen und verbessern, unter Be- rücksichtigung der Nachfrage, der betrieblichen Auslastung, der gewerbeübergreifenden Zusam- menarbeit, des Einsatzes von Personal, Material und Ausrüstung. § 12 Gewichtung; Bestehen der Prüfung in Teil II (1) Für das Gesamtergebnis der Prüfung in Teil II der Meisterprüfung ist das arithmetische Mittel der Bewer- tungen der Handlungsfelder nach den §§ 9 bis 11 zu bilden. (2) Wurden in höchstens zwei der drei Handlungsfel- der jeweils mindestens 30 und weniger als 50 Punkte erreicht, so kann in einem dieser Handlungsfelder eine mündliche Ergänzungsprüfung durchgeführt werden, wenn diese für das Bestehen der Prüfung in Teil II der Meisterprüfung ausschlaggebend ist. a) Bedeutung des betrieblichen Qualitätsmanage- ments darstellen und beurteilen, (3) Der Prüfling hat den Teil II der Meisterprüfung bestanden, wenn b) Qualitätsmanagementsysteme unterscheiden und beurteilen, 1. jedes der drei Handlungsfelder mit mindestens 30 Punkten bewertet worden ist, c) Maßnahmen zur Kontrolle und Dokumentation der Leistungen erläutern, begründen und bewer- ten, insbesondere unter Berücksichtigung von Qualitätsstandards, Rechtsvorschriften und tech- nischen Normen, sowie 2. nach durchgeführter Ergänzungsprüfung nach Ab- satz 2 höchstens ein Handlungsfeld mit weniger als 50 Punkten bewertet worden ist und 3. das Gesamtergebnis der Prüfung mindestens „aus- reichend“ ist.
Bundesgesetzblatt Jahrgang 2019 Teil I Nr. 35, ausgegeben zu Bonn am 9. Oktober 2019 § 13 Allgemeine Prüfungs- und Verfahrensregelungen, weitere Regelungen zur Meisterprüfung (1) Die Vorschriften der Meisterprüfungsverfahrens- verordnung vom 17. Dezember 2001 (BGBl. I S. 4154) in der jeweils geltenden Fassung bleiben unberührt. (2) Die Prüfung in den Teilen III und IV der Meister- prüfung bestimmt sich nach der Allgemeinen Meister- prüfungsverordnung vom 26. Oktober 2011 (BGBl. I S. 2149) in der jeweils geltenden Fassung. 1409 auf Verlangen des Prüflings die bis zum Ablauf des 29. Februar 2020 geltenden Vorschriften weiter anzu- wenden. (2) Prüflinge, die die Prüfung nach den bis zum Ab- lauf des 29. Februar 2020 geltenden Vorschriften nicht bestanden haben und sich bis zum Ablauf des 28. Feb- ruar 2022 zu einer Wiederholungsprüfung anmelden, können auf Verlangen die Wiederholungsprüfung nach den bis zum Ablauf des 29. Februar 2020 geltenden Vorschriften ablegen. § 15 § 14 Inkrafttreten, Außerkrafttreten Übergangsvorschrift Diese Verordnung tritt am 1. März 2020 in Kraft. Gleichzeitig tritt die Fotografenmeisterverordnung vom 17. April 2002 (BGBl. I S. 1438), die durch Artikel 9 der Verordnung vom 17. November 2011 (BGBl. I S. 2234) geändert worden ist, außer Kraft. (1) Die bis zum Ablauf des 29. Februar 2020 begon- nenen Prüfungsverfahren werden nach den bisherigen Vorschriften zu Ende geführt. Erfolgt die Anmeldung zur Prüfung bis zum Ablauf des 31. August 2020, so sind Berlin, den 30. September 2019 Der Bundesminister für Wirtschaft und Energie In Vertretung Nussbaum
1410 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2019 Teil I Nr. 35, ausgegeben zu Bonn am 9. Oktober 2019 Verordnung zur Änderung der Straßenbahn-Bau- und Betriebsordnung1 Vom 1. Oktober 2019 Auf Grund des § 57 Absatz 1 Nummer 1 und 3 in Verbindung mit Absatz 3 des Personenbeförderungs- gesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 8. August 1990 (BGBl. I S. 1690), von denen Absatz 1 im Satzteil vor Nummer 1 zuletzt durch Artikel 482 Nummer 2 Buchstabe a der Verordnung vom 31. August 2015 (BGBl. I S. 1474) geändert worden ist, verordnet das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infra- struktur: Zustand und die Instandhaltung der Anlagen und Fahrzeuge zu dokumentieren und die Ur- sachen gefährlicher Ereignisse aufklären zu können. Der Unternehmer ist außerdem befugt, der Technischen Aufsichtsbehörde aus den in Satz 1 genannten Daten die für deren Auf- gabenerfüllung erforderlichen Auskünfte zu übermitteln. Soweit es sich um personenbezo- gene Daten handelt, sind diese nach spätes- tens 96 Stunden zu löschen, es sei denn, ihre Kenntnis ist für die Erfüllung des Zwecks der in Satz 1 genannten Speicherung weiterhin erfor- derlich.“ Artikel 1 Die Straßenbahn-Bau- und Betriebsordnung vom 11. Dezember 1987 (BGBl. I S. 2648), die zuletzt durch Artikel 1 der Verordnung vom 16. Dezember 2016 (BGBl. I S. 2938) geändert worden ist, wird wie folgt geändert: 1. b) In Satz 2 wird vor den Wörtern „der Betriebs- leiter“ das Wort „auch“ gestrichen. 5. 6. 2a. In § 3 Absatz 1 Satz 2 Nummer 3 werden nach dem Wort „Personen“ die Wörter „oder eine Kom- bination von beidem“ eingefügt. 3. § 4 wird wie folgt geändert: a) Absatz 3 Satz 2 wird aufgehoben. In § 30 Absatz 5 wird nach Satz 1 folgender Satz eingefügt: „Dabei dient der Rettungsweg der Rettung von Personen, soweit im Notfall ein Halt von Fahrzeu- gen im Haltestellenbereich nicht möglich ist.“ 7. § 31 Absatz 7 wird wie folgt gefasst: „(7) Die Höhen von Bahnsteigoberflächen, Fahrzeugfußboden und Fahrzeugtrittstufen müs- sen so aufeinander abgestimmt sein, dass die Fahrgäste bequem ein- und aussteigen können. Der Höhenunterschied zwischen Oberfläche des Bahnsteigs und Fahrzeugfußboden ist unter Be- rücksichtigung der Belastungs- und Verschleiß- parameter der eingesetzten Fahrzeuge zu mini- mieren. Die Bahnsteigoberfläche soll nicht höher liegen als der Fahrzeugfußboden; sie muss rutschhemmend sein.“ b) In Absatz 4 werden nach dem Wort „Personen“ die Wörter „oder eine Kombination von beidem in Abhängigkeit von den lokalen Verhältnissen“ eingefügt. c) Folgender Absatz 5 wird angefügt: „(5) Der Unternehmer hat Aufzeichnungen zu führen über 1. die im Sechsten Abschnitt geregelten be- trieblichen Sachverhalte, 2. die mittels nachrichtentechnischer Anlagen nach § 23 geführte sicherheitsrelevante Kommunikation mit Betriebsstellen und 8. In § 46 Absatz 3 Nummer 2 werden nach dem Wort „Haltewunsches“ die Wörter „mindestens im Bereich jeder Tür“ eingefügt. 3. die Fahrdaten der in § 33 Absatz 13 ge- nannten Geräte, 9. § 51 Absatz 11 Satz 2 wird wie folgt gefasst: „Das Zeigen von Weichensignalen ist nicht erfor- derlich, wenn die Weichen in Zugsicherungsanla- gen eingebunden sind oder ein Fahrsignal abhän- gig von der Weichenlage gesteuert wird und ent- sprechend gekennzeichnet ist.“ und ist befugt, die in den Nummern 1 bis 3 genannten Daten zu erheben, zu speichern und zu verwenden, soweit dies erforderlich ist, um den Betrieb sicher führen zu können, den 1 Dem § 16 Absatz 5 wird folgender Satz angefügt: „Im Übrigen bleibt die Verantwortung des Stra- ßenbaulastträgers unberührt.“ Dem § 2 Absatz 1 wird folgender Satz angefügt: „§ 1 Absatz 1 Satz 3 bis 5 bleiben unberührt.“ § 5 Absatz 2 wird wie folgt geändert: a) In Satz 1 wird vor den Wörtern „sachkundiger Personen“ das Wort „anderer“ gestrichen. Die Inhaltsübersicht wird wie folgt geändert: Die Angabe zu § 61 wird wie folgt gefasst: „§ 61 Aufsicht über den Bau von Betriebsanlagen und Fahrzeugen“. 2. 4. Notifiziert gemäß der Richtlinie (EU) 2015/1535 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 9. September 2015 über ein Informa- tionsverfahren auf dem Gebiet der technischen Vorschriften und der Vorschriften für die Dienste der Informationsgesellschaft (ABl. L 241 vom 17.9.2015, S. 1). 10. § 53 Absatz 2 Nummer 3 wird wie folgt gefasst: „3. Entgleisungen unmittelbar im System erkannt werden und eine geeignete Beeinflussung der Zugsteuerung erfolgt,“.
Bundesgesetzblatt Jahrgang 2019 Teil I Nr. 35, ausgegeben zu Bonn am 9. Oktober 2019 11. 12. In § 55 Absatz 2 werden nach dem Wort „sein“ die Wörter „und müssen für andere Verkehrsteilneh- mer in ausreichendem Maß erkennbar sein“ ein- gefügt. b) Nach Satz 1 wird folgender Satz eingefügt: 4 Jahre,“. „Werden in dieser Verordnung an den Bau von Betriebsanlagen oder Fahrzeugen andere An- forderungen als nach dem bis zum 9. Oktober 2019 geltenden Recht gestellt, brauchen be- stehende oder zu diesem Zeitpunkt im Bau be- findliche Betriebsanlagen oder Fahrzeuge den Vorschriften dieser Verordnung nicht ange- passt zu werden.“ § 61 wird wie folgt geändert: a) Der Überschrift werden die Wörter „und Fahr- zeugen“ angefügt. b) In Absatz 1 Satz 2 werden nach dem Wort „Stichproben“ ein Komma und die Worte „bei Fahrzeugen auf das erste Fahrzeug einer Se- rie,“ eingefügt. 14. In § 62 Absatz 7 werden die Wörter „darf die Be- triebsanlage oder das erste Fahrzeug einer Serie“ durch die Wörter „dürfen Betriebsanlagen oder Fahrzeuge“ ersetzt. § 64 wird wie folgt geändert: a) In Satz 1 werden vor den Wörtern „im Bau be- findliche“ die Worte „zu diesem Zeitpunkt“ ein- gefügt. In § 57 Absatz 3 wird Nummer 2 wie folgt gefasst: „2. Energieversorgungsanlagen 13. 15. 1411 Artikel 2 Diese Verordnung tritt am Tag nach der Verkündung in Kraft. Der Bundesrat hat zugestimmt. Berlin, den 1. Oktober 2019 Der Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur Andreas Scheuer
1412 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2019 Teil I Nr. 35, ausgegeben zu Bonn am 9. Oktober 2019 Zweite Verordnung zur Änderung der Spitzenausgleich-Effizienzsystemverordnung Vom 2. Oktober 2019 Auf Grund Artikel 1 – des § 66b Absatz 1, 2 Nummer 4 und Absatz 3 Num- mer 1 des Energiesteuergesetzes, von denen § 66b durch Artikel 1 Nummer 18 des Gesetzes vom 5. De- zember 2012 (BGBl. I S. 2436, 2725) eingeführt und § 66b Absatz 1 durch Artikel 239 Nummer 4 der Ver- ordnung vom 31. August 2015 (BGBl. I S. 1474) ge- ändert worden ist, in Verbindung mit § 1 Absatz 1 des Zuständigkeitsanpassungsgesetzes vom 16. Au- gust 2002 (BGBl. I S. 3165) und dem Organisations- erlass vom 14. März 2018 (BGBl. I S. 374) sowie – des § 12 Absatz 1, 2 Nummer 4 und Absatz 3 Num- mer 1 des Stromsteuergesetzes, von denen § 12 durch Artikel 2 Nummer 2 des Gesetzes vom 5. De- zember 2012 (BGBl. I S. 2436, 2725) eingeführt und § 12 Absatz 1 durch Artikel 242 der Verordnung vom 31. August 2015 (BGBl. I S. 1474) geändert worden ist, in Verbindung mit § 1 Absatz 1 des Zuständig- keitsanpassungsgesetzes vom 16. August 2002 (BGBl. I S. 3165) und dem Organisationserlass vom 14. März 2018 (BGBl. I S. 374) verordnet das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Einvernehmen mit dem Bundesministerium der Finanzen und dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit: Die Spitzenausgleich-Effizienzsystemverordnung vom 31. Juli 2013 (BGBl. I S. 2858), die durch Artikel 1 der Verordnung vom 31. Oktober 2014 (BGBl. I S. 1656) geändert worden ist, wird wie folgt geändert: 1. Die Inhaltsübersicht wird wie folgt geändert: Die Angabe zu § 5 wird wie folgt gefasst: „§ 5 (weggefallen)“. 2. § 2 wird wie folgt geändert: a) In Absatz 1 Nummer 1 werden nach den Wörtern „Ausgabe Dezember 2011“ die Wörter „oder Aus- gabe Dezember 2018“ eingefügt. b) In Absatz 1 Nummer 10 werden nach den Wörtern „Ausgabe Dezember 2011“ die Wörter „oder Aus- gabe Dezember 2018“ eingefügt. 3. § 5 wird aufgehoben. Artikel 2 Diese Verordnung tritt vorbehaltlich des Satzes 2 am Tag nach der Verkündung in Kraft. Artikel 1 Nummer 2 tritt mit Wirkung vom 21. August 2018 in Kraft. Berlin, den 2. Oktober 2019 Der Bundesminister für Wirtschaft und Energie Peter Altmaier
Bundesgesetzblatt Jahrgang 2019 Teil I Nr. 35, ausgegeben zu Bonn am 9. Oktober 2019 Verordnung zur Festsetzung des Umlagesatzes für das Insolvenzgeld für das Kalenderjahr 2020 (Insolvenzgeldumlagesatzverordnung 2020 – InsoGeldFestV 2020) Vom 2. Oktober 2019 Auf Grund des § 361 Nummer 1 des Dritten Buches Sozialgesetzbuch – Arbeitsförderung –, der zuletzt durch Artikel 448 der Verordnung vom 31. Au- gust 2015 (BGBl. I S. 1474) geändert worden ist, verordnet das Bundesminis- terium für Arbeit und Soziales im Einvernehmen mit dem Bundesministerium der Finanzen und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: §1 Umlagesatz Der Umlagesatz für das Kalenderjahr 2020 beträgt 0,06 Prozent. §2 Inkrafttreten Diese Verordnung tritt am 1. Januar 2020 in Kraft. Der Bundesrat hat zugestimmt. Berlin, den 2. Oktober 2019 Der Bundesminister für Arbeit und Soziales Hubertus Heil 1413
1414 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2019 Teil I Nr. 35, ausgegeben zu Bonn am 9. Oktober 2019 Dritte Verordnung zur Änderung der Düngemittelverordnung1 Vom 2. Oktober 2019 Auf Grund des § 5 Absatz 2 in Verbindung mit Ab- satz 3 und des § 7 Satz 1 in Verbindung mit Satz 2 des Düngegesetzes, von denen § 7 Satz 2 durch Artikel 1 Nummer 3 des Gesetzes vom 15. März 2012 (BGBl. I S. 481) geändert worden ist, verordnet das Bundes- ministerium für Ernährung und Landwirtschaft: zeichnet sind, dürfen nicht gleichzeitig als „EG-Dün- gemittel“ nach § 7 gekennzeichnet sein.“ 6. Nach § 7 wird folgender § 7a eingefügt: „§ 7a Artikel 1 Kennzeichnung bei Inverkehrbringen nach § 5 Absatz 1 Satz 2 des Düngegesetzes Die Düngemittelverordnung vom 5. Dezember 2012 (BGBl. I S. 2482), die zuletzt durch Artikel 3 der Verord- nung vom 26. Mai 2017 (BGBl. I S. 1305) geändert wor- den ist, wird wie folgt geändert: Wer Düngemittel, Bodenhilfsstoffe, Kultursub- strate oder Pflanzenhilfsmittel nach § 5 Absatz 1 Satz 2 des Düngegesetzes in den Verkehr bringt, hat dafür zu sorgen, dass der jeweilige Stoff 1. In der Inhaltsübersicht wird nach der Angabe zu § 7 folgende Angabe eingefügt: „§ 7a Kennzeichnung bei Inverkehrbringen nach § 5 Absatz 1 Satz 2 des Düngegesetzes“. 1. in deutscher Sprache und deutlich lesbar, 2. Dem § 2 Absatz 2 wird folgender Satz angefügt: „Für Düngemittel, Bodenhilfsstoffe, Kultursubstrate und Pflanzenhilfsmittel, die nach § 5 Absatz 1 Satz 2 des Düngegesetzes in den Verkehr gebracht wer- den, gelten § 6 Absatz 10 und § 7a.“ 3. In § 3 Absatz 1 Satz 2 Nummer 4 Buchstabe b und c wird jeweils die Angabe „2 mm“ durch die Angabe „1 mm“ ersetzt. 4. In § 4 Absatz 1 Nummer 4 Buchstabe b und c wird jeweils die Angabe „2 mm“ durch die Angabe „1 mm“ ersetzt. 5. Dem § 6 wird folgender Absatz 10 angefügt: „(10) Düngemittel, die entsprechend den Anfor- derungen der Absätze 1 bis 8 oder des § 7a gekenn- 2. entsprechend den Anforderungen des Staates, in dem er rechtmäßig hergestellt oder rechtmäßig in den Verkehr gebracht worden ist, und 3. mit einem Hinweis auf den Staat nach Nummer 2 und die Rechtsvorschrift oder rechtliche Grund- lage dieses Staates, auf Grund derer der Stoff hergestellt oder in Verkehr gebracht worden ist, gekennzeichnet ist. Andere Sprachen dürfen zusätz- lich verwendet werden.“ 7. Dem § 10 wird folgender Absatz 8 angefügt: „(8) Düngemittel, die § 3 Absatz 1 Satz 2 Num- mer 4 Buchstabe b und c, und Stoffe, die § 4 Ab- satz 1 Nummer 4 Buchstabe b und c, jeweils in der bis zum 9. Oktober 2019 geltenden Fassung ent- sprechen, dürfen noch bis zum Ablauf des 31. De- zember 2020 in den Verkehr gebracht werden.“ 8. Die Anlage 2 wird wie folgt geändert: a) In der Tabelle 2 wird unter 2.1 folgende Nummer 2.1.9 angefügt: „2.1.9 1 2 3 Isomerengemisch von 2-(3,4-Dimethyl-1H-pyrazol- 1-yl)bernsteinsäure und 2-(4,5-Dimethyl-1H-pyrazol- 1-yl)bernsteinsäure (DMPSA) 0,8 Maximal 1,6 % bezogen auf den Gesamtgehalt an Ammonium- und Carbamidstickstoff.“ 2 3 b) Tabelle 6, Nummer 6.2.4. wird wie folgt gefasst: 1 „6.2.4 Phosphatfällung Fällen mineralischer Phosphate mit Soweit nicht Düngemittel nach Anlage 1 Abschnitt 1.2 Num- • Calciumchlorid, mer 1.2.1 oder Nummer 1.2.2. • Kalkmilch, Calciumsilikathydrat nur aus originärer Herstellung, keine • Magnesiumchlorid, Rest- oder Abfallstoffe.“ • Magnesiumoxid oder -hydroxid, • Calciumsilikathydrat 1 Notifiziert gemäß der Richtlinie (EU) 2015/1535 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 9. September 2015 über ein Informationsverfahren auf dem Gebiet der technischen Vorschriften und der Vorschriften für die Dienste der Informationsgesellschaft (ABl. L 241 vom 17.9.2015, S. 1).
Bundesgesetzblatt Jahrgang 2019 Teil I Nr. 35, ausgegeben zu Bonn am 9. Oktober 2019 1415 c) Tabelle 7 wird wie folgt geändert: aa) Nummer 7.1.6 wird wie folgt gefasst: 1 „7.1.6 2 Pflanzliches Abfisch- und Rechengut 3 Bestandteile des Treibsels aus der Naturbelassene Ausgangstoffe Gewässerbewirtschaftung und der nach aerober oder anaerober Strandräumung Behandlung. Im Rahmen der regionalen Verwertung kann eine Freistellung von der Behandlungspflicht nach den Vorgaben des § 10 Absatz 2 der Bioabfallverordnung erteilt werden.“ bb) Abschnitt 7.4 wird wie folgt geändert: aaa) In Nummer 7.4.4 Spalte 3 wird folgender Satz angefügt: „Bei der Sammlung und vor dem ersten biologischen Behandlungsprozess der organischen Abfälle ist eine Reduzierung der Fremdbestandteile nach Nummer 8.3.9, insbesondere von Kunststoff, anzustreben.“ bbb) In Nummer 7.4.12 Spalte 2 werden die Wörter „in der Teichwirtschaft“ gestrichen. ccc) Folgende Nummer 7.4.13 wird angefügt: 1 2 „7.4.13 Stoffe aus der Abluftreini- Im Waschprozess dürfen aus- gung von Tierhaltungsan- schließlich Wasser, reine Schwefelsäure, reine Natron- lagen lauge (technische Reinheit) sowie Nitrifikationshemmstoffe gemäß den Vorgaben nach Anlage 2 Tabelle 2 Nummer 2.1 zugegeben werden. 3 Insbesondere flüssige Stoffe, soweit diese nicht die Anfor- derungen des Düngemittel- typs nach Anlage 1 Ab- schnitt 1 Nummer 1.1.12 er- füllen. Keine Filtermaterialien, außer nach Tabelle 7.1 Nummer 7.1.4.“ d) In Tabelle 8, Nummer 8.3.9, Spalte 3, werden folgende Sätze angefügt: „Verpackungen oder Verpackungsbestandteile dürfen unbeschadet des Satzes 2 nicht in Komposten oder Gärresten enthalten sein. Im Fall von verpackten Lebensmitteln aus dem Handel oder der Produktion sind Verpackungen oder Verpackungsbestandteile vor dem ersten biologischen Behandlungsprozess (Pasteuri- sierung, aerobe oder anaerobe Behandlung) von den Bioabfällen zu trennen.“ e) In Tabelle 10 wird Nummer 10.1.1, Spalte 2, Nummer 3, Satz 2 wie folgt gefasst: „Abweichend von Satz 1 darf das Düngemittel als „Kohlensaurer Magnesiumkalk“ bezeichnet sein, wenn der Gehalt an MgCO3 und MgO mehr als 15 % beträgt.“ Artikel 2 Diese Verordnung tritt am Tag nach der Verkündung in Kraft. Der Bundesrat hat zugestimmt. Bonn, den 2. Oktober 2019 Die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft Julia Klöckner
1416 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2019 Teil I Nr. 35, ausgegeben zu Bonn am 9. Oktober 2019 Verordnung zur Änderung fahrlehrerrechtlicher und anderer straßenverkehrsrechtlicher Verordnungen Vom 2. Oktober 2019 2. Nach § 2 wird folgender § 2a eingefügt: Auf Grund – des § 68 Absatz 1 Nummer 1, 3, 4, 6, 7, 10, 13, 14, 15, 16 und 17 sowie des § 55 Absatz 2 in Verbindung mit Absatz 3 des Fahrlehrergesetzes vom 30. Juni 2017 (BGBl. I S. 2162, 3784) verordnet das Bundes- ministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, – des § 6 Absatz 1 Nummer 1 Buchstabe e des Stra- ßenverkehrsgesetzes in der Fassung der Bekannt- machung vom 5. März 2003 (BGBl. I S. 310, 919), von denen § 6 Absatz 1 im Satzteil vor Nummer 1 zu- letzt durch Artikel 1 Nummer 6 Buchstabe a Doppel- buchstabe aa des Gesetzes vom 28. November 2014 (BGBl. I S. 1802) und § 6 Absatz 1 Nummer 1 Buch- stabe n durch Artikel 1 Nummer 6 Buchstabe a des Gesetzes vom 28. August 2013 (BGBl. I S. 3313) ge- ändert worden sind, verordnet das Bundesministe- rium für Verkehr und digitale Infrastruktur, – des § 6a Absatz 2 Satz 1 des Straßenverkehrsge- setzes, der zuletzt durch Artikel 1 Nummer 5 des Gesetzes vom 28. November 2014 (BGBl. I S. 1802) geändert worden ist, verordnet das Bundesministe- rium für Verkehr und digitale Infrastruktur, – des § 8 Absatz 1 Nummer 1 Buchstabe b des Berufs- kraftfahrer-Qualifikations-Gesetzes vom 14. August 2006 (BGBl. I S. 1958), der zuletzt durch Artikel 1 Nummer 7 Buchstabe a des Gesetzes vom 13. De- zember 2016 (BGBl. I S. 2861) geändert worden ist, verordnet das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur im Einvernehmen mit dem Bun- desministerium für Wirtschaft und Energie und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung: Artikel 1 Änderung der Durchführungsverordnung zum Fahrlehrergesetz Die Durchführungsverordnung zum Fahrlehrergesetz vom 2. Januar 2018 (BGBl. I S. 2) wird wie folgt ge- ändert: 1. Das Inhaltsverzeichnis wird wie folgt geändert: a) Nach der Angabe zu § 2 wird folgende Angabe eingefügt: „§ 2a Durchführung des Lehrgangs Fahrschul- betriebswirtschaft“. b) Die Angabe zu § 6 wird wie folgt gefasst: „§ 6 Ausbildungsnachweis“. c) Nach der Angabe zu Anlage 1.2 wird folgende Angabe eingefügt: „Anlage 1a (zu § 2a) Musterplan für den Fahrschulbe- triebswirtschaftslehrgang“. „§ 2a Durchführung des Lehrgangs Fahrschulbetriebswirtschaft (1) Der Träger der Lehrgänge über Fahrschul- betriebswirtschaft nach § 18 Absatz 1 Satz 1 Num- mer 5 des Fahrlehrergesetzes muss mindestens folgende Lehrkräfte mit folgender Qualifikation ein- setzen: 1. eine Lehrkraft mit der Befähigung zum Richter- amt (Jurist), 2. eine Fachkraft für Betriebswirtschaft (Betriebs- wirt) und 3. einen Fahrlehrer, der die Fahrlehrerlaubnis- klassen A, BE und CE oder DE besitzt und mindestens drei Jahre lang eine Fahrschule ver- antwortlich geführt hat. Abweichend davon dürfen auch andere Lehrkräfte eingesetzt werden, wenn diese in der Lage sind, die im Musterplan nach Anlage 1a genannten Inhalte zu vermitteln. (2) Der Lehrgang muss mindestens die Sachge- biete des Musterplans nach Anlage 1a umfassen. Die tägliche Dauer darf acht Unterrichtseinheiten zu je 45 Minuten nicht überschreiten.“ 3. § 4 Satz 2 wird durch die folgenden Sätze ersetzt: „Zur Darstellung des Lehrstoffes müssen wahl- weise Modelle, analoge oder digitale Medien sowie die zur Visualisierung jeweils erforderlichen techni- schen Geräte vorhanden sein. Bildschirme und Pro- jektionsflächen müssen eine ausreichende Größe aufweisen. Ferner müssen die für die Ausbildung der Fahrschüler notwendigen aktuellen straßen- verkehrsrechtlichen Bestimmungen in schriftlicher oder, sofern der Zugriff im Unterrichtsraum ge- sichert ist, in elektronischer Form vorliegen.“ 4. In § 5 Absatz 4 Satz 5 zweiter Halbsatz werden die Wörter „Kraftradausbildung und eine Ausbildung der Fahrerlaubnisklasse T“ durch die Wörter „Aus- bildung der Fahrerlaubnisklassen AM, A1, A2, A und T“ ersetzt. 5. § 6 wird wie folgt geändert: a) Die Überschrift wird wie folgt gefasst: „Ausbildungsnachweis“. b) Absatz 1 wird wie folgt gefasst: „(1) Der Ausbildungsnachweis für den Fahr- schüler nach § 31 des Fahrlehrergesetzes und
1417 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2019 Teil I Nr. 35, ausgegeben zu Bonn am 9. Oktober 2019 § 6 Absatz 2 der Fahrschüler-Ausbildungsord- nung muss dem Muster nach Anlage 3 entspre- chen.“ 9. § 17 wird wie folgt geändert: a) In Absatz 2 Satz 2 wird nach der Angabe „§ 2a“ die Angabe „und 4a“ eingefügt. 6. In § 9 Absatz 1 Satz 1 wird der Satzteil vor Num- mer 1 wie folgt gefasst: b) In Absatz 6 wird nach Satz 1 folgender Satz ein- gefügt: „In der Fahrlehrerausbildungsstätte müssen min- destens folgende Lehrkräfte mit folgender Qualifi- kation tätig sein:“. „Abweichend davon dürfen in Fortbildungslehr- gängen nach § 53 Absatz 1 des Fahrlehrergeset- zes auch andere Lehrkräfte tätig werden, wenn diese in der Lage sind, die in Absatz 1 genann- ten Inhalte zu vermitteln.“ 7. § 15 wird wie folgt geändert: a) In Absatz 1 Nummer 3 werden nach den Wörtern „Behörde ist“ die Wörter „oder durch die Dienst- stelle nach § 44 Absatz 2 des Fahrlehrergeset- zes bestimmt wird“ eingefügt. 10. § 19 wird wie folgt geändert: b) Dem Absatz 3 wird folgender Satz angefügt: „Die Frist nach Satz 1 beginnt mit Ablauf des Jahres, in dem an der Basisausbildung nach Ab- satz 2 teilgenommen wurde.“ a) In Absatz 6 wird folgender Satz angefügt: „In diesen Fällen beginnt die Frist nach § 15 Ab- satz 3 am 1. Januar 2018.“ b) Nach Absatz 6 wird folgender Absatz 7 einge- fügt: 8. In § 16 Absatz 1 Satz 1 werden nach dem Wort „Behörde“ die Wörter „oder die Dienststelle nach § 44 Absatz 2 des Fahrlehrergesetzes“ eingefügt. „(7) Ausbildungsnachweise und Ausbildungs- bescheinigungen, die nach dem bis zum Ablauf des 31. Dezember 2019 vorgeschriebenen Mus- ter ausgefertigt wurden, bleiben bis zum Ablauf des 1. Januar 2022 gültig.“ 11. Nach Anlage 1.2 wird folgende Anlage 1a eingefügt: „Anlage 1a (zu § 2a) Musterplan für den Fahrschulbetriebswirtschaftslehrgang Abschnitt UE 1. 1 Einführung 2. 12 Die Fahrschule 2.1 Lehrkraft1 Sachgebiet Eröffnung einer Fahrschule – Neugründung, Übernahme einer Fahrschule Jurist, Betriebswirt, Fahrlehrer Jurist, Betriebswirt, Fahrlehrer – Kauf – Pacht 2.2 Kriterien der Standortwahl – Lage Jurist, Betriebswirt, Fahrlehrer – Konkurrenz – demographische Perspektiven 2.3 Rechtsformen einer Fahrschule Jurist – natürliche Personen (Einzelunternehmen) – juristische Personen (GmbH, e. V., AG) verantwortlicher Leiter des Ausbildungsbetriebes – BGB-Gesellschaft, Gemeinschaftsfahrschulen – Personengesellschaften – Kooperationen 2.4 Die Fahrschulerlaubnis und die Behörden – Fahrschulerlaubnisbehörde, Antragsverfahren, Eröffnung, Verlegung, Erweiterung, Widerruf, Rücknahme, Ruhen, Erlöschen, Zweigstellen Jurist, Fahrlehrer
1418 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2019 Teil I Nr. 35, ausgegeben zu Bonn am 9. Oktober 2019 Abschnitt UE Lehrkraft1 Sachgebiet – Vertrag über Gründung einer Gemeinschaftsfahrschule – Kooperationsvertrag – Überwachung nach § 54 FahrlG – Ausstattung – Gewerbebetrieb – für Arbeitsschutz nach Landesrecht zuständige Behörden – Pflichtversicherung – Berufsgenossenschaft – Meldepflichten Vertragsrecht 2.5 Jurist – Dienstvertrag – Werkvertrag – Kaufvertrag – Miet-, Pacht-, Leasing- oder Nutzungsvertrag – Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) Schließung der Fahrschule 2.6 Jurist, Fahrlehrer Natürliche Personen: – Verzicht, Stilllegung, Verkauf, Verpachtung – Tod des Inhabers Juristische Personen, Personengesellschaften: – Gesamtvollstreckung/Konkurs, Liquidation – Ausscheiden der für die verantwortliche Leitung des Aus- bildungsbetriebes bestellten Person, Fristen 3. 4 Investitionen, Finanzierung Investitionsbedarf 3.1 Betriebswirt, Fahrlehrer – Unterrichtsraum – Lehrmittel – Ausbildungsfahrzeuge Finanzbedarf 3.2 Betriebswirt – Eigenkapitalfinanzierung – Kreditfinanzierung – Leasing – Miete 4. 4.1 20 Management, Marketing und Werbung Erweiterter Raumbedarf – Fahrschulbüro Jurist, Betriebswirt, Fahrlehrer – Geschäftsräume – Annahmestellen 4.2 Büromanagement – Bürozeiten – Bürobesetzung Jurist, Betriebswirt, Fahrlehrer
Bundesgesetzblatt Jahrgang 2019 Teil I Nr. 35, ausgegeben zu Bonn am 9. Oktober 2019 Abschnitt UE Sachgebiet Kooperation 4.3 – Kooperationsmöglichkeiten 1419 Lehrkraft1 Jurist, Betriebswirt, Fahrlehrer – Gemeinschaftsfahrschule Aufzeichnungen nach dem Fahrlehrerrecht 4.4 Jurist, Fahrlehrer – Aufzeichnung der Arbeitszeit in geeigneter Form – Ausbildungsnachweis – Preisaushang – Datenverarbeitung in der Fahrschule – Aufbewahrung und Verjährung nach Fahrlehrerrecht Kundenbetreuung 4.5 Betriebswirt, Fahrlehrer – Kundengewinnung – Kundenberatung – Kundenbindung Absatzorientierung 4.6 – Angebot und Nachfrage Jurist, Betriebswirt, Fahrlehrer – Marktforschung Wettbewerbsrecht 4.7 – unlauterer Wettbewerb/Irreführung Jurist, Betriebswirt, Fahrlehrer – Sittenwidrigkeit Werbung 4.8 – Planung Jurist, Betriebswirt, Fahrlehrer – Budget – Werbemittel- und -medien 5. 5.1 20 Kalkulation und Rechnungswesen Kalkulation Betriebswirt – Kostenermittlung – Kalkulation der Fahrschulpreise – Marktpreise 5.2 Buchführung Betriebswirt – Einnahmen-, Überschussrechnung – kaufmännische Buchführung 5.3 Steuerliche Aufzeichnungs- und Aufbewahrungspflichten Betriebswirt – Einkommensteuer – Umsatzsteuer 5.4 Bilanzen, Beratungen Betriebswirt – Jahresabschluss – Steuerberatung – Betriebsberatung 5.5 Liquiditätskontrolle – Status Betriebswirt
1420 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2019 Teil I Nr. 35, ausgegeben zu Bonn am 9. Oktober 2019 Abschnitt UE Finanzplan 5.6 Lehrkraft1 Sachgebiet Betriebswirt – Schuldendienst – Abgaben Steuervorauszahlungen 5.7 Betriebswirt – Rentabilitätsrendite – Umsatzrendite Rechnungsstellung 5.8 Jurist, Betriebswirt – Geschäftsbedingungen – Mahnverfahren – Klage – Verrechnungsstelle Zahlungsverkehr 5.9 Jurist, Betriebswirt – Bareinnahmen und Barausgaben – Überweisungen, Daueraufträge – Homebanking 6. 12 Arbeits- und Sozialrecht Personalwesen 6.1 Jurist, Betriebswirt – mitarbeitende/r Ehefrau/Ehemann – angestellte Bürokraft (nebenberuflich, geringfügig oder hauptberuflich angestellt) – angestellter Fahrlehrer – „freier“ Mitarbeiter – Vertretung des Inhabers im Einzelunternehmen – Ausbildungsfahrschulen/Ausbildungsfahrlehrer Arbeitsrecht 6.2 Jurist – Anstellungsvertrag Auflagen, Klauseln, Fristen, Lohn, Gehalt – Arbeitszeit Arbeitszeitrechts-, Sonn- und Feiertagsgesetz – Krankheit – Urlaub, Weiterbildung – Abmahnung – Kündigung – Arbeitsgericht Sozialrecht/Versicherung 6.3 Jurist, Betriebswirt – Krankenversicherung – Krankenkasse – Altersvorsorge – Sozialversicherung – Risikoversicherung 1 Lehrgangsabschluss – Ausgabe der Teilnahmebescheinigung 1 Jurist, Betriebswirt, Fahrlehrer Abweichend davon dürfen auch andere Lehrkräfte eingesetzt werden, wenn diese in der Lage sind, die genannten Inhalte zu vermitteln.“
Bundesgesetzblatt Jahrgang 2019 Teil I Nr. 35, ausgegeben zu Bonn am 9. Oktober 2019 1421 12. Anlage 3 wird wie folgt gefasst: „Anlage 3 (zu § 6 Absatz 1) Ausbildungsnachweis Ausbildungsnachweis für Klasse ____________________ gemäß § 31 Absatz 1 Fahrlehrergesetz und § 6 Absatz 2 der Fahrschüler-Ausbildungsordnung Familienname: Fahrschule Vorname: Anschrift: Geburtsdatum: Beantragte Klasse(n): Vorbesitz der Klasse(n): Fahrlehrer Nr. Theoretischer Grundunterricht Klassenspezifischer Unterricht Datum Thema Minuten FL* Nr. Datum Thema Minuten FL* Nr. Datum Prakt. Ausb. Art u. Inhalt** Beginn Minuten FL* Nr. Uhrzeit Hiermit wird bestätigt, dass alle vorgeschriebenen Ausbildungs- inhalte gemäß § 4 FahrschAusbO absolviert wurden. Der Abschluss der theoretischen Ausbildung gemäß § 6 Absatz 1 FahrschAusbO ist festgestellt. Datum * FL = Fahrlehrer ** Hier sind mindestens anzu- geben: Bei den besonderen Ausbildungs- fahrten ● Fahrstunden Überlandfahrt = ÜL In der Grundausbildung ● Fahrstunden auf Autobahn = AB ● Übungsstunden i.g.O./a.g.O. ● Fahrstunden bei Dunkelheit = NF ● Grundfahraufgaben ● Unterweisung am Ausbildungsfahrzeug □ = Üst = Gf = Uw Die Ausbildung erfolgte in Kooperation als □ Auftrag gebende □ Auftrag nehmende Fahrschule mit folgender Fahrschule*** Hiermit wird bestätigt, dass alle vorgeschriebenen Ausbildungs- inhalte gemäß § 5 FahrschAusbO absolviert wurden. Der Abschluss der praktischen Ausbildung gemäß § 6 Absatz 1 FahrschAusbO ist festgestellt. *** falls zutreffend bitte ausfüllen Ort, Datum Datum Unterschrift der/des Fahrschulinhaber/-inhabers/der verantwortlichen Leitung des Ausbil- dungsbetriebes Unterschrift der/des Fahrschülerin/Fahrschülers Abweichungen vom vorstehenden Muster sind zulässig, soweit Besonderheiten des Verfahrens, insbesondere der Einsatz maschineller Datenverarbeitung, dies erfordern.“
1422 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2019 Teil I Nr. 35, ausgegeben zu Bonn am 9. Oktober 2019 Artikel 2 Änderung der Fahrlehrer-Ausbildungsverordnung Die Fahrlehrer-Ausbildungsverordnung vom 2. Januar 2018 (BGBl. I S. 2, 15), die durch Artikel 6 der Verordnung vom 11. März 2019 (BGBl. I S. 218) geändert worden ist, wird wie folgt geändert: 1. § 1 wird wie folgt geändert: a) In Absatz 1 Satz 2 werden nach dem Wort „erfolgt“ die Wörter „für die Fahrlehrerlaubnisklassen BE und A“ eingefügt. b) Absatz 2 wird wie folgt geändert: aa) Nach den Wörtern „einer mindestens siebenmonatigen Ausbildung“ werden die Wörter „im Umfang von mindestens 1 000 Unterrichtseinheiten“ eingefügt. bb) Nach den Wörtern „einer mindestens viermonatigen Ausbildung“ werden die Wörter „im Umfang von mindestens 330 Unterrichtseinheiten“ eingefügt. c) Absatz 4 wird wie folgt gefasst: „(4) Während der mindestens siebenmonatigen Ausbildung in der Fahrlehrerausbildungsstätte nach Ab- satz 2 erfolgt im vierten Monat eine einwöchige Hospitation mit mindestens 20 Unterrichtseinheiten in einer Ausbildungsfahrschule.“ d) Absatz 5 wird wie folgt gefasst: „(5) Während des Lehrpraktikums in der Ausbildungsfahrschule finden a) möglichst am Ende des zweiten Monats zwei Reflexionstage im Umfang von jeweils acht Unterrichts- einheiten und b) am Ende des vierten Monates eine Reflexionswoche mit mindestens 32 Unterrichtseinheiten in der Fahr- lehrerausbildungsstätte statt“. 2. § 2 wird wie folgt geändert: a) In Absatz 1 werden nach den Wörtern „durchzuführen, der“ die Wörter „für die mindestens siebenmonatige Ausbildung“ eingefügt. b) In Absatz 2 Satz 1 werden nach dem Wort „Ausbildung“ die Wörter „der Fahrlehreranwärter um eine Fahr- lehrerlaubnis der Klassen BE oder A“ eingefügt. c) Absatz 3 Satz 1 wird gestrichen. 3. § 3 wird wie folgt geändert: a) Absatz 1 wird wie folgt gefasst: „(1) Das Lehrpraktikum der Fahrlehreranwärter ist nach einem von der nach Landesrecht zuständigen Behörde zu genehmigenden Praktikumsplan durchzuführen, der für die mindestens viermonatige Ausbildung mindestens die Inhalte und Stundenangaben nach dem Musterplan und der Unterrichtsverteilung nach An- lage 3 enthalten muss.“ b) In Absatz 2 Satz 2 werden die Wörter der „Hospitation, die“ durch die Wörter „Teilnahme an und die“ ersetzt. 4. § 4 wird wie folgt geändert: a) Nach der Angabe „§ 16 Absatz 1“ wird die Angabe „Nummer 2“ eingefügt. b) Die Wörter „und Ausbildungsfahrschulen nach § 35 Absatz 1 Nummer 2 des Fahrlehrergesetzes“ werden gestrichen. 5. In Anlage 1 wird die Angabe zu Abschnitt 4.1.1 wie folgt gefasst: Abschnitt „4.1.1 Verantwortliche Lehrkraft gemäß § 9 DV-FahrlG Zeit 72 Kompetenzbereich „Verkehrsverhalten“ “.
Bundesgesetzblatt Jahrgang 2019 Teil I Nr. 35, ausgegeben zu Bonn am 9. Oktober 2019 1423 6. Anlage 3 wird wie folgt gefasst: „Anlage 3 (zu § 3 Absatz 1) Musterplan und Unterrichtsverteilung im Lehrpraktikum Lfd. Nr. Lernthemen 1 Einführung 1.1 Der Ausbildungs- und Fahrschulbetrieb Inhalte Unterrichtseinheiten (45 Minuten) Kennenlernen – der Aufgaben und Tätigkeiten der Fahrschule – der Zusammenarbeit mit der Prüforganisation – der Mitarbeiter der Fahrschule – der Organisation der Fahrschule – der Geschäftszeiten der Fahrschule – der Ausbildungsfahrzeuge 1.2 Der Ausbildungsfahrlehrer Kennenlernen der Aufgaben, Pflichten und Rechte des Ausbil- – dungsfahrlehrers 1.3 Der Fahrlehreranwärter Aufgaben, Pflichten und Rechte des Fahrlehrer- anwärters Verantwortung des Fahrlehreranwärters gegen- über – den ihm anvertrauten Personen, – den Fahrschülern (§ 6 FahrlG), – den Dienst- und Ausbildungsanweisungen des Inhabers der Fahrschule, der für die ver- antwortliche Leitung der Fahrschule bestell- ten Person und des Ausbildungsfahrlehrers 2 Teilnahme am theoretischen und praktischen Unterricht sowie an der praktischen Prüfung 2.1 Theoretischer Unterricht 2.1.1 Vorbesprechung – Ausbildungsplan für den Fahrschüler § 4 Ab- satz 6 FahrschAusbO – Materialien und Medien – Lernziele des Unterrichts 2.1.2 Hospitation – Beobachten mehrerer verschiedener Lektio- nen des Grundstoffs und des klassenspezi- 10 fischen Stoffs der Klasse B 2.1.3 Nachbesprechung – Auswerten der Beobachtungen der Hospita- tion – Entwickeln von Strategien für die Durchfüh- rung des eigenen Theorieunterrichts
1424 Lfd. Nr. Bundesgesetzblatt Jahrgang 2019 Teil I Nr. 35, ausgegeben zu Bonn am 9. Oktober 2019 Lernthemen 2.2 Praktischer Unterricht/praktische Prüfung 2.2.1 Vorbesprechung Inhalte Unterrichtseinheiten (45 Minuten) – Organisation und Konzeption der prakti- schen Ausbildung – Lernstand der Fahrschüler – Lernziele der Fahrstunde 2.2.2 Hospitation 2.2.3 Nachbesprechung 15 – Beobachten der Fahrstunden in den einzel- nen Ausbildungsstufen davon 5 nach § 5 – Teilnahme an Fahrerlaubnisprüfungen Absatz 2 – Auswerten der Beobachtungen der Hospita- FahrschAusO tion – Entwickeln von Strategien für die Planung, Durchführung und Auswertung eigener Fahr- stunden 3 Durchführung von theoreti- schem und praktischem Unterricht in Anwesenheit des Ausbildungsfahrlehrers 3.1 Theoretischer Unterricht in An- wesenheit des Ausbildungsfahr- lehrers 3.1.1 Vorbesprechung Vorlegen und Erläutern des Unterrichtsentwurfs Beschreiben – der Lerngruppen – der Ziele und Inhalte – der Methoden und Medien 3.1.2 Durchführung Unterrichten mehrerer verschiedener Lektionen 12 des Grundstoffs und des klassenspezifischen Stoffs der Klasse B 3.1.3 Nachbesprechung – Auswerten des Unterrichts und der Lern- standsdiagnose beim Fahrlehreranwärter – Strategien entwickeln zur Umsetzung der gewonnenen Erkenntnisse – Ausbildungsstand des Fahrlehreranwärters 3.2 Praktischer Unterricht in Anwesenheit des Ausbildungs- fahrlehrers 3.2.1 Vorbesprechung – Planen der Fahrstunde – Feststellen des Ausbildungsstands und der Lernvoraussetzungen – Darstellen der Ausbildungsziele und Ausbil- dungsschwerpunkte 3.2.2 Durchführung 3.2.3 Nachbesprechung – Durchführen von Fahrstunden in den einzel- 16 nen Ausbildungsstufen mit verschiedenen davon 8 Fahrschülern nach § 5 – Erörtern und Dokumentieren des jeweiligen Absatz 2 Ausbildungsstands FahrschAusbO – Auswerten der Fahrstunde und Lernstands- diagnose beim Fahrlehreranwärter – Strategien entwickeln, um gewonnene Er- kenntnisse zu nutzen – Ausbildungsstand des Fahrlehreranwärters
Bundesgesetzblatt Jahrgang 2019 Teil I Nr. 35, ausgegeben zu Bonn am 9. Oktober 2019 Lfd. Nr. Lernthemen 3.3 Feststellung der theoretischen und praktischen Prüfungsreife 3.3.1 Vorbesprechung Inhalte 1425 Unterrichtseinheiten (45 Minuten) Vorlegen und Erläutern des Plans zur Feststel- lung der theoretischen/praktischen Prüfungs- reife eines Fahrschülers – Kriterien und Methoden 3.3.2 Durchführung Anwenden der Kriterien und Methoden zur Fest- 8 stellung der Prüfungsreife des Fahrschülers 3.3.3 Nachbesprechung – Auswerten der Feststellung der theoreti- schen/praktischen Prüfungsreife – Strategien entwickeln, um gewonnene Er- kenntnisse zu nutzen 4 Durchführung von theoreti- schem und praktischem Un- terricht ohne Anwesenheit des Ausbildungsfahrlehrers 4.1 Theoretischer Unterricht – Unterrichten möglichst aller Lektionen des Grundstoffs und des klassenspezifischen Stoffs der Klasse B – Reflektieren des Unterrichts 18 – Austauschen der Erfahrungen mit dem Aus- bildungsfahrlehrer 4.2 Praktischer Unterricht – Durchführen von Fahrstunden in den einzel- nen Ausbildungsstufen – Reflektieren der Fahrstunden 120 – Austauschen der Erfahrungen mit dem Aus- bildungsfahrlehrer 4.3 Feststellung der Prüfungsreife – Anwenden der Kriterien und Methoden zur Feststellung der Prüfungsreife – Abstimmen der Entscheidung der Prüfungs- reife mit dem Ausbildungsfahrlehrer 5 5 Vorstellung von Fahrschülern zur praktischen Prüfung einschließlich Begleitung und Beaufsichtigung bei der praktischen Prüfung Durchführung – Erledigen der Formalitäten – Begleiten und Beaufsichtigen des Fahrschü- lers bei der praktischen Prüfung mit und ohne Anwesenheit des Ausbildungsfahr- lehrers 6 – Betreuung des Fahrschülers vor und nach der praktischen Prüfung – Austauschen der Erfahrungen mit dem Aus- bildungsfahrlehrer 6 Individuelle Aufteilung Durchführung Gesamt Nummer 2 bis 5 nach individueller Aufteilung und in Absprache zwischen Ausbildungsfahr- 120 lehrer und Fahrlehreranwärter 330 “.
1426 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2019 Teil I Nr. 35, ausgegeben zu Bonn am 9. Oktober 2019 Artikel 3 Änderung der Fahrlehrer-Prüfungsverordnung Die Fahrlehrer-Prüfungsverordnung vom 2. Januar 2018 (BGBl. I S. 2, 42) wird wie folgt geändert: 1. § 2 wird wie folgt geändert: a) Absatz 2 Satz 1 wird wie folgt geändert: aa) In Nummer 3 wird das Wort „Masterabschluss“ durch das Wort „Studienabschluss“ ersetzt. bb) In Nummer 4 werden die Wörter „Fahrlehrerlaubnisklassen A, BE, CE und die Fahrlehrerlaubnisklasse DE besitzt, sofern Bewerber in der Fahrlehrerlaubnisklasse DE geprüft werden soll,“ durch die Wörter „Fahr- lehrerlaubnis der von dem Bewerber beantragten Klasse besitzt“ ersetzt. b) In Absatz 3 werden die Wörter „eine danach erforderliche Fahrlehrerlaubnis“ durch die Wörter „eine Fahr- lehrerlaubnis der Klassen CE oder DE“ ersetzt. 2. § 3 Absatz 2 Satz 2 wird wie folgt gefasst: „Dies gilt nicht für Mitglieder, die als Lehrkraft an einer Fahrlehrerausbildungsstätte tätig sind oder die als Ausbildungsfahrlehrer einer Ausbildungsfahrschule angehören, sofern sie den Bewerber nicht ausgebildet haben.“ 3. In § 6 Satz 2 wird das Wort „Hauptsitz“ durch das Wort „Sitz“ ersetzt. 4. In § 16 Absatz 5 werden die Wörter „die vom Prüfungsausschuss gestellt werden,“ gestrichen. Artikel 4 Änderung der Fahrerlaubnis-Verordnung Die Fahrerlaubnis-Verordnung vom 13. Dezember 2010 (BGBl. I S. 1980), die zuletzt durch Artikel 1 der Verord- nung vom 4. Juli 2019 (BGBl. I S. 1056) geändert worden ist, wird wie folgt geändert: 1. § 16 Absatz 3 wird wie folgt geändert: a) Satz 6 wird wie folgt gefasst: „Der Bewerber hat vor der Prüfung dem Sachverständigen oder Prüfer einen Ausbildungsnachweis nach dem aus Anlage 3 der Durchführungsverordnung zum Fahrlehrergesetz ersichtlichen Muster vorzulegen; ersatz- weise kann die Bestätigung, dass die vorgeschriebenen Ausbildungsinhalte absolviert wurden und der Ab- schluss der Ausbildung festgestellt ist, auch elektronisch unter Angabe des Datums des Abschlusses der Ausbildung durch den Inhaber der Fahrschule oder die zur Leitung des Ausbildungsbetriebes bestellte Per- son gegenüber der Technischen Prüfstelle erfolgen.“ b) In Satz 8 werden die Wörter „der Ausbildungsbescheinigung“ durch die Wörter „dem Ausbildungsnachweis oder der elektronischen Bestätigung“ ersetzt. 2. § 17 Absatz 5 Satz 5 wird wie folgt gefasst: „Der Bewerber hat vor der Prüfung dem Sachverständigen oder Prüfer einen Ausbildungsnachweis nach dem aus Anlage 3 der Durchführungsverordnung zum Fahrlehrergesetz ersichtlichen Muster vorzulegen; ersatzweise kann die Bestätigung, dass die vorgeschriebenen Ausbildungsinhalte absolviert wurden und der Abschluss der Ausbildung festgestellt ist, auch elektronisch unter Angabe des Datums des Abschlusses der Ausbildung durch den Inhaber der Fahrschule oder die zur Leitung des Ausbildungsbetriebes bestellte Person gegenüber der Technischen Prüfstelle erfolgen.“ 3. § 22 Absatz 4 Satz 6 wird gestrichen. Artikel 5 Änderung der Gebührenordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr Die Anlage der Gebührenordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr vom 25. Januar 2011 (BGBl. I S. 98), die zuletzt durch Artikel 4 der Verordnung vom 22. März 2019 (BGBl. I S. 382) geändert worden ist, wird wie folgt geändert: 1. In der Gebührennummer 301.1 wird in der Spalte „Gebühr Euro“ die Zahl „577,68“ durch die Zahl „635,68“ ersetzt. 2. Die Gebührennummer 302.2 wird wie folgt gefasst: Gebühren- Nummer „302.2 Gegenstand der Fahrlehrerlaubnis, der Ausbildungsfahrlehrerlaubnis (§ 16 FahrlG), der Seminarerlaubnis (§ 45 FahrlG) oder der Seminarerlaubnis Ver- kehrspädagogik (§ 46 FahrlG) einschließlich der Ausfertigung des Fahrlehrerscheins Gebühr Euro 40,90“.
1427 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2019 Teil I Nr. 35, ausgegeben zu Bonn am 9. Oktober 2019 3. Die Gebühren-Nummer 302.6 wird wie folgt gefasst: Gebühren- Nummer Gebühr Euro Gegenstand der Anwärterbefugnis einschließlich der Ausfertigung des Anwärter- scheins der Fahrlehrerlaubnis, der Ausbildungsfahrlehrerlaubnis (§ 16 FahrlG), der Seminarerlaubnis (§ 45 FahrlG) oder der Seminarerlaubnis Ver- kehrspädagogik (§ 46 FahrlG) einschließlich der Ausfertigung des Fahrlehrerscheins der Fahrschulerlaubnis, der Zweigstellenerlaubnis oder der amtlichen Anerkennung einer Fahrlehrerausbildungsstätte oder eines Aus- oder Fortbildungsträgers nach § 45 Absatz 2 Satz 4, § 47 Absatz 1, § 48 oder § 53 Absatz 10 FahrlG nach vorangegangener Versagung, Rücknahme oder Widerruf oder nach vorangegangenem Verzicht „302.6 33,20 bis 256,00“. 4. In der Gebühren-Nummer 303 wird das Wort „Erweiterung“ durch das Wort „Änderung“ ersetzt. 5. Die Gebühren-Nummer 303.1 wird wie folgt gefasst: Gebühren- Nummer Gebühr Euro Gegenstand der Fahrlehrerlaubnis, der Ausbildungsfahrlehrerlaubnis (§ 16 FahrlG), der Seminarerlaubnis (§ 45 FahrlG) oder der Seminarerlaubnis Ver- kehrspädagogik (§ 46 FahrlG) einschließlich der Ausfertigung eines Fahrlehrerscheins oder eines Anwärterscheins „303.1 40.90“. 6. In der Gebühren-Nummer 306 werden nach dem Wort „Anwärterbefugnis“ die Wörter „, Ausbildungsfahrlehr- erlaubnis (§ 16 FahrlG)“ eingefügt. 7. Die Gebühren-Nummer 310 wird wie folgt gefasst: Gebühren- Nummer „310 Gebühr Euro Gegenstand Versagung (außer der etwaigen Gebühr nach Nummer 308) der Fahrlehrerlaubnis, der Ausbildungsfahrlehrerlaubnis (§ 16 FahrlG), der Seminarerlaubnis (§ 45 FahrlG), der Seminarerlaubnis Verkehrs- pädagogik (§ 46 FahrlG), der Anwärterbefugnis, der Fahrschul- erlaubnis, der Zweigstellenerlaubnis, der amtlichen Anerkennung einer Fahrlehrerausbildungsstätte, eines Aus- oder Fortbildungs- trägers nach § 45 Absatz 2 Satz 4, § 47 Absatz 1, § 48 oder § 53 Absatz 10 FahrlG oder deren Änderung Artikel 6 Änderung der Fahrschüler-Ausbildungsordnung Die Fahrschüler-Ausbildungsordnung vom 19. Juni 2012 (BGBl. I S. 1318), die zuletzt durch Artikel 3 der Verordnung vom 11. März 2019 (BGBl. I S. 218) geän- dert worden ist, wird wie folgt geändert: 1. § 6 Absatz 2 wird wie folgt gefasst: „(2) Nach Abschluss der Ausbildung hat der Inha- ber der Fahrschule oder die für die verantwortliche Leitung des Ausbildungsbetriebes bestellte Person dem Fahrschüler die durchgeführte theoretische und praktische Ausbildung nach Anlage 3 der Durchführungsverordnung zum Fahrlehrergesetz zu bescheinigen. Der Ausbildungsnachweis nach § 6 Absatz 1 der Durchführungsverordnung zum Fahr- lehrergesetz in Verbindung mit Anlage 3 der Durch- führungsverordnung zum Fahrlehrergesetz ist von dem Inhaber der Fahrschule oder der für die verant- wortliche Leitung des Ausbildungsbetriebes bestell- 33,20 bis 256,00“. ten Person nach Abschluss der Ausbildung zu unter- zeichnen und dem Fahrschüler zur Unterschrift vor- zulegen. Wird die Ausbildung nicht abgeschlossen oder wechselt der Fahrschüler die Fahrschule, sind dem Fahrschüler die absolvierten Ausbildungsteile mit dem Ausbildungsnachweis zu bestätigen. Die Unterzeichnung kann auch elektronisch erfolgen. Der Ausbildungsnachweis ist dem Fahrschüler aus- zuhändigen oder elektronisch zu übermitteln.“ 2. In § 8 Absatz 1 werden im Satzteil vor Nummer 1 die Wörter „verantwortlicher Leiter des Ausbildungs- betriebes“ durch die Wörter „zur verantwortlichen Leitung des Ausbildungsbetriebes bestellte Person“ ersetzt. Artikel 7 Änderung der Berufskraftfahrer-Qualifikations-Verordnung Die Berufskraftfahrer-Qualifikations-Verordnung vom 22. August 2006 (BGBl. I S. 2108), die zuletzt durch
1428 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2019 Teil I Nr. 35, ausgegeben zu Bonn am 9. Oktober 2019 Artikel 3 der Verordnung vom 14. August 2017 (BGBl. I S. 3232) geändert worden ist, wird wie folgt geändert: Übereinstimmungsbescheinigungen eines ande- ren Mitgliedstaats der Europäischen Union 1. Dem § 5 Absatz 1 wird folgender Satz angefügt: „Eine Kopie der Bescheinigung verbleibt in der Aus- bildungsstätte und ist für die Dauer von fünf Jahren nach Abschluss der erbrachten Leistung oder Teil- leistung aufzubewahren und von der Ausbildungs- stätte nach dem jeweiligen Ablauf dieser Aufbewah- rungsfrist im Einzelfall abgerufen worden sind.“ 2. § 15a Absatz 3 Satz 1 wird wie folgt gefasst: „Soweit für internetbasierte Verfahren auf informa- tionstechnische Systembestandteile zurückgegriffen wird, die einen Zugang zu den beim Kraftfahrt-Bun- desamt gespeicherten Daten ermöglichen, sind die vom Kraftfahrt-Bundesamt festgelegten und im Bundesanzeiger sowie nachrichtlich im Verkehrs- blatt veröffentlichten Standards a) bei Aufbewahrung in Papierform unverzüglich, b) bei Aufbewahrung in elektronischer Form auto- matisiert 1. für die Datenübermittlung und zu löschen“. 2. für die Mindestsicherheitsanforderungen an die beteiligten informationstechnischen Systeme 2. In § 7 Absatz 2 wird das Wort „Lehrmittel“ durch das Wort „Lernmittel“ ersetzt. 3. § 9 Absatz 2 wird wie folgt geändert: einzuhalten.“ 3. § 15b Absatz 2 wird wie folgt geändert: a) Nummer 1 wird wie folgt gefasst: a) In Satz 2 werden die Wörter „§ 15a Absatz 3 Satz 1 Buchstabe a“ durch die Wörter „§ 15a Ab- satz 3 Satz 1 Nummer 1“ und die Wörter „§ 15a Absatz 3 Satz 1 Buchstabe b“ durch die Wörter „§ 15a Absatz 3 Satz 1 Nummer 2“ ersetzt. „1. entgegen § 5 Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 eine Bescheinigung nicht richtig ausstellt,“. b) Nach Nummer 1 wird folgende Nummer 1a einge- fügt: b) In Satz 3 werden die Wörter „§ 15a Absatz 3 Satz 1 Buchstabe a“ durch die Wörter „§ 15a Ab- satz 3 Satz 1 Nummer 1“ ersetzt. „1a. entgegen § 5 Absatz 1 Satz 2 die Kopie einer Bescheinigung nicht aufbewahrt oder“. Artikel 7a 4. § 15c Absatz 1 Satz 1 wird wie folgt gefasst: Änderung der Fahrzeug-Zulassungsverordnung „Ein elektronischer Antrag setzt eine sichere Identi- fizierung des Halters Die Fahrzeug-Zulassungsverordnung vom 3. Februar 2011 (BGBl. I S. 139), die zuletzt durch Artikel 5 Ab- satz 9 des Gesetzes vom 21. Juni 2019 (BGBl. I S. 846) geändert worden ist, wird wie folgt geändert: 1. anhand eines elektronischen Identitätsnachwei- ses nach § 18 des Personalausweisgesetzes, nach § 12 des eID-Karte-Gesetzes oder nach § 78 Absatz 5 des Aufenthaltsgesetzes oder 1. § 6 Absatz 3 Satz 2 wird wie folgt gefasst: 2. anhand sonstiger geeigneter technischer Verfah- ren mit gleichwertiger Sicherheit für die Identifi- zierung „Der Nachweis nach Satz 1 gilt als geführt, wenn die Daten der Übereinstimmungsbescheinigung zu diesem Fahrzeug von der Zulassungsbehörde unter Angabe der Fahrzeug-Identifizierungsnummer aus 1. der Zentralen Datenbank der Übereinstimmungs- bescheinigungen des Kraftfahrt-Bundesamtes oder, 2. soweit sie in der in Nummer 1 bezeichneten Da- tenbank nicht vorliegen, aus der Datenbank der voraus.“ Artikel 8 Inkrafttreten Diese Verordnung tritt vorbehaltlich des Satzes 2 am 1. Januar 2020 in Kraft. Artikel 7a tritt am 2. November 2019 in Kraft. Der Bundesrat hat zugestimmt. Berlin, den 2. Oktober 2019 Der Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur Andreas Scheuer
Bundesgesetzblatt Jahrgang 2019 Teil I Nr. 35, ausgegeben zu Bonn am 9. Oktober 2019 Bekanntmachung über die Höhe der Leistungssätze nach § 3a Absatz 4 des Asylbewerberleistungsgesetzes für die Zeit ab 1. Januar 2020 Vom 1. Oktober 2019 Nach § 3a Absatz 4 des Asylbewerberleistungsgesetzes, der durch Artikel 1 Nummer 5 des Gesetzes vom 13. August 2019 (BGBl. I S. 1290) eingefügt wor- den ist, wird hiermit Folgendes bekannt gemacht: 1. Als monatliche Beträge nach § 3a Absatz 1 des Asylbewerberleistungsgeset- zes werden für die Zeit ab 1. Januar 2020 als Geldbetrag für alle notwen- digen persönlichen Bedarfe anerkannt a) für erwachsene Leistungsberechtigte, die in einer Wohnung im Sinne von § 8 Absatz 1 Satz 2 des Regelbedarfs-Ermittlungsgesetzes leben und für die nicht Nummer 2 Buchstabe a oder Nummer 3 Buchstabe a gelten, sowie für jugendliche Leistungsberechtigte, die nicht mit mindestens einem Elternteil in einer Wohnung leben, je 153 Euro (§ 3a Absatz 1 Num- mer 1), b) für erwachsene Leistungsberechtigte je 139 Euro, wenn sie aa) in einer Wohnung im Sinne von § 8 Absatz 1 Satz 2 des Regelbedarfs- Ermittlungsgesetzes mit einem Ehegatten oder Lebenspartner oder in eheähnlicher oder lebenspartnerschaftsähnlicher Gemeinschaft mit einem Partner zusammenleben (§ 3a Absatz 1 Nummer 2 Buch- stabe a), bb) nicht in einer Wohnung leben, weil sie in einer Aufnahmeeinrichtung im Sinne von § 44 Absatz 1 des Asylgesetzes oder in einer Gemein- schaftsunterkunft im Sinne von § 53 Absatz 1 des Asylgesetzes oder nicht nur kurzfristig in einer vergleichbaren sonstigen Unterkunft un- tergebracht sind (§ 3a Absatz 1 Nummer 2 Buchstabe b), c) für erwachsene Leistungsberechtigte je 122 Euro, wenn sie aa) das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, unverheiratet sind und mit mindestens einem Elternteil in einer Wohnung im Sinne von § 8 Absatz 1 Satz 2 des Regelbedarfs-Ermittlungsgesetzes zusammen- leben (§ 3a Absatz 1 Nummer 3 Buchstabe a), bb) in einer stationären Einrichtung untergebracht sind (§ 3a Absatz 1 Nummer 3 Buchstabe b), d) für jugendliche Leistungsberechtigte vom Beginn des 15. bis zur Vollen- dung des 18. Lebensjahres 80 Euro (§ 3a Absatz 1 Nummer 4), e) für leistungsberechtigte Kinder vom Beginn des siebten bis zur Vollen- dung des 14. Lebensjahres 99 Euro (§ 3a Absatz 1 Nummer 5), f) für leistungsberechtigte Kinder bis zur Vollendung des sechsten Lebens- jahres 86 Euro (§ 3a Absatz 1 Nummer 6); 2. als monatliche Beträge nach § 3a Absatz 2 des Asylbewerberleistungsgeset- zes werden für die Zeit ab 1. Januar 2020 als notwendiger Bedarf anerkannt a) für erwachsene Leistungsberechtigte, die in einer Wohnung im Sinne von § 8 Absatz 1 Satz 2 des Regelbedarfs-Ermittlungsgesetzes leben und für die nicht Nummer 2 Buchstabe a oder Nummer 3 Buchstabe a gelten, sowie für jugendliche Leistungsberechtigte, die nicht mit mindestens einem Elternteil in einer Wohnung leben, je 198 Euro (§ 3a Absatz 2 Num- mer 1), b) für erwachsene Leistungsberechtigte je 177 Euro, wenn sie aa) in einer Wohnung im Sinne von § 8 Absatz 1 Satz 2 des Regelbedarfs- Ermittlungsgesetzes mit einem Ehegatten oder Lebenspartner oder in eheähnlicher oder lebenspartnerschaftsähnlicher Gemeinschaft mit einem Partner zusammenleben (§ 3a Absatz 2 Nummer 2 Buch- stabe a), 1429
1430 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2019 Teil I Nr. 35, ausgegeben zu Bonn am 9. Oktober 2019 bb) nicht in einer Wohnung leben, weil sie in einer Aufnahmeeinrichtung im Sinne von § 44 Absatz 1 des Asylgesetzes oder in einer Gemein- schaftsunterkunft im Sinne von § 53 Absatz 1 des Asylgesetzes oder nicht nur kurzfristig in einer vergleichbaren sonstigen Unterkunft un- tergebracht sind (§ 3a Absatz 2 Nummer 2 Buchstabe b), c) für erwachsene Leistungsberechtigte je 158 Euro, wenn sie aa) das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, unverheiratet sind und mit mindestens einem Elternteil in einer Wohnung im Sinne von § 8 Absatz 1 Satz 2 des Regelbedarfs-Ermittlungsgesetzes zusammen- leben (§ 3a Absatz 2 Nummer 3 Buchstabe a), bb) in einer stationären Einrichtung untergebracht sind (§ 3a Absatz 2 Nummer 3 Buchstabe b), d) für sonstige jugendliche Leistungsberechtigte vom Beginn des 15. bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres 200 Euro (§ 3a Absatz 2 Nummer 4), e) für leistungsberechtigte Kinder vom Beginn des siebten bis zur Vollen- dung des 14. Lebensjahres 174 Euro (§ 3a Absatz 2 Nummer 5), f) für leistungsberechtigte Kinder bis zur Vollendung des sechsten Lebens- jahres 132 Euro (§ 3a Absatz 2 Nummer 6). Berlin, den 1. Oktober 2019 Bundesministerium für Arbeit und Soziales Im Auftrag Bungartz