Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OVG%20Hamburg&Datum=11.03.2016&Aktenzeichen=2%20Bs%2033/16
Timestamp: 2020-02-21 19:43:10
Document Index: 167671957

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 42', '§ 4', 'EuG', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 42', '§ 4', 'EuG']

OVG Hamburg, 11.03.2016 - 2 Bs 33/16 - dejure.org
OVG Hamburg, 11.03.2016 - 2 Bs 33/16
https://dejure.org/2015,50580
OVG Hamburg, 11.03.2016 - 2 Bs 33/16 (https://dejure.org/2015,50580)
OVG Hamburg, Entscheidung vom 11.03.2016 - 2 Bs 33/16 (https://dejure.org/2015,50580)
OVG Hamburg, Entscheidung vom 11. März 2016 - 2 Bs 33/16 (https://dejure.org/2015,50580)
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§ 4 Abs 3 UmwRG
Zur Klagebefugnis für die Überprüfung einer Baugenehmigung im Hinblick auf eine Umweltverträglichkeitsprüfung
Klagebefugnis von einzelnen Bürgern für die Überprüfung einer Baugenehmigung bzgl. Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung; Erteilung einer Teilbaugenehmigung für den Neubau einer Flüchtlingsunterkunft
§ 4 Abs. 3 i.V.m. Abs. 1 Satz 1 UmwRG vermittelt einzelnen Bürgern keine Klagebefugnis für die Überprüfung einer Baugenehmigung darauf, ob eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchzuführen oder eine vorgenommene Umweltverträglichkeitsprüfung fehlerhaft ist
UmwRG § 4 Abs. 3
Keine Klagebefugnis einzelner Bürger zur Überprüfung von Baugenehmigung auf Durchführung einer UVP-Prüfung
VG Hamburg, 09.03.2016 - 9 E 973/16
NVwZ-RR 2016, 492
Dieser Ansicht haben sich die für das Baurecht und das Fachplanungsrecht zuständigen Senate des Hamburgischen Oberverwaltungsgerichts angeschlossen (vgl. OVG Hamburg, Beschl. v. 11.3.2016, 2 Bs 33/16, NVwZ-RR 2016, 492, juris Rn. 7;… Beschl. v. 23.6.2017, 1 Bs 14/17, NuR 2018, 118, juris Rn. 15 m.w.N.).
So Bundesverwaltungsgericht (BVerwG), Urteile vom 17. Dezember 2013 - 4 A 1.13 -, juris Rn. 41 (für die Klage einer Gemeinde); vom 2. Oktober 2013 - 9 A 23.12 -, juris Rn. 21 ff., und vom 20. Dezember 2011 - 9 A 30.10 -, juris Rn. 19 ff.; OVG Hamburg, Beschluss vom 11. März 2016 - 2 Bs 33/16 -, juris; OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 20. Januar 2016 - 6 A 2.14 -, juris; Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg (VGH BW), Urteil vom 3. Juli 2014 - 5 S 1282/13 -, juris; OVG Niedersachsen, Urteil vom 8. Mai 2012 - 12 KS 5/10 -, juris; Verwaltungsgericht (VG) Osnabrück, Urteil vom 28. April 2016 - 2 A 89/14 -, juris Rn. 68; VG Kassel, Beschluss vom 4. April 2016 - 1 L 2532/15.KS -, juris Rn. 43 im Anschluss an VG Freiburg, Beschluss vom 5. Februar 2016 - 4 K 2679/15 -, juris; VG Augsburg, Urteil vom 30. September 2015 - Au 4 K 14.1302 u.a. -, juris Rn. 157 ff.
OVG Hamburg, 30.08.2019 - 1 E 25/18
Klage einer Privatperson gegen die Verlegung des Fernbahnhofs Hamburg-Altona …
VG Hamburg, 10.06.2016 - 9 E 1791/16
Erfolgloser Eilantrag gegen eine Folgeunterbringung in Bergedorf.
Die Antragsgegnerin vertritt unter Berufung auf die Entscheidung des Hamburgischen Oberverwaltungsgerichts vom 11. März 2016 (2 Bs 33/16, Beschwerdeentscheidung zu 9 E 973/16) die Auffassung, der Antrag sei unzulässig, weil es den Antragstellern an einer Antragsbefugnis fehle.
Dass die Antragsteller sich auf eine Verletzung in bauplanungsrechtlich gewährten Rechten nicht berufen könnten, ergebe sich aus der Entscheidung des Hamburgischen Oberverwaltungsgerichts vom 11. März 2016 (2 Bs 33/16).
Insoweit wird Bezug auf die Ausführungen des Hamburgischen Oberverwaltungsgerichts in dem die vorangegangene Teilbaugenehmigung betreffenden Beschluss vom 11. März 2016 (2 Bs 33/16, juris) genommen, denen sich die Kammer anschließt.
Ihre Beschwerde gegen die Ablehnung einer Zwischenverfügung wies das erkennende Gericht mit Beschluss vom 11. März 2016 (2 Bs 33/16; NVwZ-RR 2016, 492 f.) zurück, weil nicht ersichtlich sei, dass die Antragsteller bereits durch die genehmigten Teilbauarbeiten in ihren Rechten verletzt sein könnten.
Diese Vorschrift regelt jedoch nur den Umfang der sachlichen Prüfung eines Rechtsbehelfs; sie hat für die Klage- bzw. Antragsbefugnis keine Bedeutung (OVG Hamburg, Beschl. v. 19.4.2016, 2 Bs 51/16; Beschl. v. 11.3.2016, NVwZ-RR 2016, 492, 493, Rn. 7;… BVerwG, Urt. v. 20.12.2011, NVwZ 2012, 573, 575, Rn. 20 ff.;… Urt. v. 22.10.2015, UPR 2016, 154, 156, Rn. 23).
Angesichts der hier festzustellenden Möglichkeit einer Verletzung subjektiver Rechte des Antragstellers kann im Übrigen auch offenbleiben, ob sein Vorbringen, die erforderliche allgemeine Vorprüfung des Einzelfalls zur Feststellung der UVP-Pflichtigkeit sei fehlerhaft erfolgt, die Antragsbefugnis auch selbstständig zu begründen vermag, weil sich im Anwendungsbereich des § 4 UmwRG hinsichtlich der Verfahrensfehler des § 4 Abs. 1 Satz 1 und 2 (i.V.m. § 4 Abs. 3 Satz 1) UmwRG die betroffene Öffentlichkeit unabhängig von der Verletzung in eigenen materiellen Rechten auf einen absoluten Verfahrensfehler berufen kann, so OVG NRW, Beschlüsse vom 18. Dezember 2015 - 8 B 400/15 -, juris Rn. 16 ff., 30, und vom 23. Juli 2014 - 8 B 356/14 -, juris Rn. 17 ff.; ebenso VG Aachen, Beschluss vom 20. Januar 2016 - 3 K 2445/12 -, juris Rn. 15 ff., 36 m.w.N., oder ob auch insoweit eine subjektive Betroffenheit i.S.d. § 42 Abs. 2 VwGO zu fordern ist, so u.a. Fellenberg/Schiller, in: Landmann/Rohmer, Umweltrecht, Band III, Sonstiges Umweltrecht (Bundesrecht), § 4 UmwRG Rn. 45 ff.; OVG Hamburg, Beschluss vom 11. März 2016 - 2 Bs 33/16 -, juris Rn. 7; vgl. auch EuGH, Urteil vom 15. Oktober 2015 - C-137/14 - juris Rn. 32 und 92.
Angesichts der hier festzustellenden Möglichkeit einer Verletzung subjektiver Rechte des Klägers kann im Übrigen auch offenbleiben, ob sein Vorbringen, die erforderliche allgemeine Vorprüfung des Einzelfalls zur Feststellung der UVP-Pflichtigkeit sei fehlerhaft erfolgt, die Klagebefugnis auch selbstständig zu begründen vermag, weil sich im Anwendungsbereich des § 4 UmwRG hinsichtlich der Verfahrensfehler des § 4 Abs. 1 Satz 1 und 2 (i.V.m. § 4 Abs. 3 Satz 1) UmwRG die betroffene Öffentlichkeit unabhängig von der Verletzung in eigenen materiellen Rechten auf einen absoluten Verfahrensfehler berufen kann, so OVG NRW, Beschlüsse vom 18. Dezember 2015 - 8 B 400/15 -, juris Rn. 16 ff., 30, und vom 23. Juli 2014 - 8 B 356/14 -, juris Rn. 17 ff.; ebenso VG Aachen, Beschluss vom 20. Januar 2016 - 3 K 2445/12 -, juris Rn. 15 ff., 36 m.w.N., oder ob auch insoweit eine subjektive Betroffenheit i.S.d. § 42 Abs. 2 VwGO zu fordern ist, so u.a. Fellenberg/Schiller, in: Landmann/Rohmer, Umweltrecht, Band III, Sonstiges Umweltrecht (Bundesrecht), § 4 UmwRG Rn. 45 ff.; OVG Hamburg, Beschluss vom 11. März 2016 - 2 Bs 33/16 -, juris Rn. 7; vgl. auch EuGH, Urteil vom 15. Oktober 2015 - C-137/14 - juris Rn. 32 und 92.
VG Hamburg, 06.04.2016 - 7 E 1486/16
Gerichtliche Zwischenverfügung zum Schutz einer umweltverfahrensrechtlichen …
Das Hamburgische Oberverwaltungsgericht hat jüngst in einer Entscheidung (Beschl. v. 11.3.2016, 2 Bs 33/16) über die Beschwerde gegen einen Beschluss des Verwaltungsgerichts Hamburg, mit dem ein auf die Rüge einer Verletzung von Umweltverfahrensrecht gestützter Antrag auf Erlass einer Zwischenverfügung gegen den weiteren Vollzug einer Baugenehmigung abgelehnt worden war, betont:.