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Timestamp: 2016-10-22 13:30:34
Document Index: 43033284

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'Art. 97', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 13', 'BGE', 'Art. 47', 'BGE', 'BGE', 'Art. 50', 'Art. 408', 'Art. 47']

6B_243/2016 (08.09.2016)
6B_243/2016 � � Urteil vom 8. September 2016
Hausfriedensbruch, versuchter Raub etc.; Willk�r; Strafzumessung,
Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Z�rich, I. Strafkammer, vom 14. Dezember 2015.
Das Bezirksgericht Winterthur sprach X.________ am 15. Januar 2015 der Freiheitsberaubung, der versuchten r�uberischen Erpressung, des versuchten Raubes, der N�tigung, des mehrfachen Diebstahls, des mehrfachen In-Umlauf-Setzens falschen Geldes, des geringf�gigen Betrugs, des mehrfachen Hausfriedensbruchs, der mehrfachen Widerhandlung gegen das Waffengesetz, der groben Verletzung der Verkehrsregeln, des Fahrens in fahrunf�higem Zustand, der Entwendung eines Motorfahrzeugs zum Gebrauch, des mehrfachen Fahrens ohne Berechtigung, des mehrfachen Fahrens ohne Haftpflichtversicherung, der mehrfachen Widerhandlung gegen die Verkehrsregelnverordnung und der mehrfachen, teilweise versuchten Widerhandlung gegen das Bet�ubungsmittelgesetz schuldig und bestrafte ihn mit einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren, unter Anrechnung der erstandenen Haft, sowie einer Geldstrafe von 180 Tagess�tzen zu Fr. 30.-- und einer Busse von Fr. 600.--. Zus�tzlich wurde der mit Strafbefehl der Jugendanwaltschaft Winterthur vom 21. Juni 2012 bedingt ausgef�llte Freiheitsentzug von f�nf Tagen widerrufen.
Auf Berufung von X.________ hin best�tigte das Obergericht des Kantons Z�rich am 14. Dezember 2015 die angefochtenen Schuldspr�che. Bez�glich der nicht angefochtenen Schuldspr�che stellte es die Rechtskraft des erstinstanzlichen Urteils fest. Es reduzierte die Freiheitsstrafe auf 42 Monate und die Geldstrafe auf 180 Tagess�tze zu Fr. 20.--. Die Busse beliess es bei Fr. 600.--.
X.________ f�hrt Beschwerde in Strafsachen. Er beantragt, das Urteil des Obergerichts vom 14. Dezember 2015 sei aufzuheben und die Strafsache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. F�r das bundesgerichtliche Verfahren ersucht X.________ um Gew� hrung der unentgeltlichen Rechtspflege und Verbeist�ndung.
Bez�glich des Hausfriedensbruchs macht der Beschwerdef�hrer geltend, nicht eventualvors�tzlich gehandelt zu haben. Weiter wendet er sich gegen die Verneinung des Irrtums.
1.1.�Nach st�ndiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist Eventualvorsatz gegeben, wenn der T�ter den Eintritt des Erfolgs beziehungsweise die Tatbestandsverwirklichung f�r m�glich h�lt, aber dennoch handelt, weil er den Erfolg f�r den Fall seines Eintritts in Kauf nimmt, sich mit ihm abfindet, mag er ihm auch unerw�nscht sein. Der Richter darf vom Wissen des T�ters auf den Willen schliessen, wenn sich dem T�ter der Eintritt des Erfolgs als so wahrscheinlich aufdr�ngte, dass die Bereitschaft, ihn als Folge hinzunehmen, vern�nftigerweise nur als Inkaufnahme des Erfolgs ausgelegt werden kann (BGE 137 IV 1 E. 4.2.3 mit Hinweis).
Was der T�ter wusste, wollte und in Kauf nahm, betrifft sog. innere Tatsachen und ist damit Tatfrage. Rechtsfrage ist hingegen, ob gest�tzt auf die festgestellten Tatsachen Fahrl�ssigkeit, Eventualvorsatz oder direkter Vorsatz gegeben ist (vgl. BGE 138 IV 74 E. 8.4.1 mit Hinweisen). Feststellungen zum Sachverhalt pr�ft das Bundesgericht nur unter dem Gesichtspunkt der W illk�r (Art. 97 Abs. 1 BGG). Die Willk�rr�ge muss in der Beschwerde explizit vorgebracht und substanziiert begr�ndet werden (Art. 106 Abs. 2 BGG). Auf eine blosse appellatorische Kritik am angefochtenen Urteil tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 141 IV 369 E. 6.3 mit Hinweisen).
1.2.�Die Vorinstanz erw�gt, aus dem von den SBB schriftlich erteilten Bahnhofsverbot ergebe sich, dass diese bereit seien, nach Ablauf von zwei Jahren auf schriftliches Ersuchen hin das Hausverbot neu zu beurteilen. Der Beschwerdef�hrer habe ausgesagt, er habe das Hausverbot vom 25. M�rz 2010 ausgeh�ndigt erhalten und den Erhalt unterschriftlich best�tigt. Im erstinstanzlichen Verfahren habe er ausgesagt, er k�nne sich nicht mehr daran erinnern, ob er das Hausverbot gelesen habe oder nicht. Der Sicherheitsangestellte der Bahn habe ihm gesagt, dieses gelte 24 Monate. Daher sei er der Meinung gewesen, dass es aufgehoben sei. Der Beschwerdef�hrer habe das schriftlich erteilte Bahnhofsverbot demnach offenbar nicht gelesen, sondern sich einzig auf die angebliche Aussage des Sicherheitsangestellten verlassen, wonach das Hausverbot nur zwei Jahre lang gelte. Damit habe er zumindest um das Risiko der Tatbestandsverwirklichung gewusst. Den Ausf�hrungen der Verteidigung, wonach die Regelung des Hausverbots f�r einen Laien unverst�ndlich sei, k�nne nicht gefolgt werden. Es w�re dem Beschwerdef�hrer ein Leichtes gewesen, sich im schriftlich erteilten Bahnhofsverbot �ber dessen Geltungsdauer zu informieren. Dass er den Inhalt und die Modalit�ten des Verbots nicht verstanden h�tte, habe der Beschwerdef�hrer nicht geltend gemacht. �berdies habe er den Sachverhalt der Anklage anerkannt, demgem�ss er sich nicht sicher gewesen sei, ob das Hausverbot noch gelte. In subjektiver Hinsicht habe er zumindest im Sinne eines Eventualvorsatzes um die M�glichkeit gewusst, dass das Hausverbot im Tatzeitpunk nach wie vor Geltung haben k�nnte. Dieser Schluss werde auch durch seine Aussage an der Berufungsverhandlung untermauert, wonach er das Hausverbot nicht gelesen und sich um die Modalit�ten nicht gek�mmert habe. Unter diesen Umst�nden k�nne auch kein Sachverhaltsirrtum nach Art. 13 StGB vorliegen. Dem Beschwerdef�hrer sei ein schriftliches Hausverbot erteilt worden, welches hinreichend und f�r jedermann verst�ndlich Auskunft �ber dessen Geltung und die damit verbundenen Bedingungen gebe. Wer bewusst keine Kenntnis vom Inhalt einer schriftlichen Anordnung nehme, k�nne sich nicht im Nachhinein darauf berufen, sich �ber deren Inhalt geirrt zu haben.
1.3.�Der Beschwerdef�hrer macht geltend, aus den erstinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen und seiner generellen Anerkennung der Anklage schliesse die Vorinstanz f�lschlicherweise auf das Wissen im Sinne eines Eventualvorsatzes. Anerkannt habe er den subjektiven Tatbestand allerdings nie. Weiter habe er sich auf die Auskunft des Sicherheitsangestellten verlassen und sich deswegen �ber die Geltungsdauer des Hausverbots geirrt. Es sei daher zweifellos von einem Irrtum auszugehen.
1.4.�Soweit der Beschwerdef�hrer wiederum vorbringt, er habe den subjektiven Tatbestand stets bestritten, den Inhalt des Verbots nicht gekannt und sich auf die Auskunft des Sicherheitsangestellten verlassen, handelt es sich um appellatorische Kritik. Damit wiederholt er lediglich seine Ausf�hrungen vor Vorinstanz und legt seine Sicht der Dinge dar, ohne sich mit den vorinstanzlichen Erw�gungen auseinanderzusetzen. Dies ist nicht geeignet, Willk�r darzutun. Die Vorinstanz st�tzt sich bez�glich des subjektiven Tatbestandes denn auch nicht prim�r auf die Anerkennung des Sachverhalts. Vielmehr leitet sie eventualvors�tzliches Handeln aus der Tatsache ab, dass der Beschwerdef�hrer das schriftliche Hausverbot �berhaupt nicht gelesen hatte und damit die Verwirklichung des Tatbestands billigend in Kauf nahm. Dies ist nicht zu beanstanden. In diesem Zusammenhang sei nochmals auf seine Aussage anl�sslich der Berufungsverhandlung verwiesen, wonach er das Verbot weder gelesen noch sich um dessen Modalit�ten gek�mmert habe. Der Schluss, wonach der Beschwerdef�hrer damit die Verwirklichung des Tatbestandes in Kauf nahm, ist weder willk�rlich noch in anderer Weise bundesrechtswidrig. Auch die Verneinung des Irrtums ist nicht zu beanstanden. Indem der Beschwerdef�hrer das ihm schriftlich ausgeh�ndigte, leicht verst�ndliche Hausverbot nicht las, entschied er sich f�r bewusste Nichtkenntnis, was einen Irrtum ausschliesst (vgl. BGE 135 IV 12 E. 2.3.1).
2.1.�Weiter beanstandet der Beschwerdef�hrer die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung in Zusammenhang mit dem versuchten Raub. Dabei macht er wie bereits vor den kantonalen Instanzen geltend, er habe keinen Vorsatz gehabt, aus der Wohnung der Gesch�digten Geld zu entwenden. Vielmehr h�tten er und der Mitbeschuldigte A.________ es auf Drogen abgesehen. Die Frage, ob er sich vorstellen k�nne, dass jemand, der einen �berfall wegen Bet�ubungsmitteln begehe, herumliegendes Bargeld einfach liegen lasse, sei rein hypothetisch gewesen. Aus seinen Antworten auf diese Frage d�rfe nichts zu seinen Ungunsten abgeleitet werden. Weiter habe der Mitbeschuldigte A.________ in der Konfrontationseinvernahme gerade nicht best�tigt, dass ein solches Vorgehen abgesprochen gewesen sei. Die Annahme eines Eventualvorsatzes verletze Bundesrecht, denn der T�ter m�sse zumindest eine Vorstellung der M�glichkeit haben, welche er dann in Kauf nehme.
2.2.�Den Einwand, keinen (Eventual-) Vorsatz bez�glich der Entwendung von Bargeld gehabt zu haben, brachte der Beschwerdef�hrer ebenfalls bereits im kantonalen Verfahren vor. Die Vorinstanz geht auf besagten Einwand ein und erw�gt, der Mitbeschuldigte A.________ habe in der Konfrontationseinvernahme ausgesagt, sie h�tten Bargeld, sofern es welches gehabt h�tte, vermutlich ebenfalls mitgenommen. Dies sei mit dem Beschwerdef�hrer abgesprochen gewesen. Diesbez�glich verweist der Beschwerdef�hrer auf die einschl�gige Protokollstelle. Er macht geltend, daraus sei ersichtlich, dass die Vorinstanz die Aussagen des Mitbeschuldigten A.________ falsch interpretiere. Die Frage, ob man ein Vorgehen bez�glich des Bargeldes mit dem Beschwerdef�hrer besprochen habe, beantwortete dieser wie folgt: "Es ging darum..., deshalb schauten wir auch, wann sie wieder Drogen holt". Gefolgt werden kann dem Beschwerdef�hrer insofern, dass die Aussage von A.________ betreffend Absprache nicht eindeutig ist und unterschiedlich verstanden werden kann. Allein der Umstand, dass die Aussage eine andere Interpretation zuliesse, reicht f�r die Annahme von Willk�r jedoch nicht aus. Vielmehr ist die Beweisw�rdigung als Ganzes zu betrachten und die Vorinstanz ber�cksichtigt diesbez�glich auch die �brigen Aussagen von A.________ sowie diejenigen des Beschwerdef�hrers. Gem�ss dem angefochtenen Urteil sagte der Beschwerdef�hrer zwar aus, es sei ihm prim�r um Bet�ubungsmittel gegangen. Er sei aber auch bereit gewesen, Bargeld mitzunehmen. Jedenfalls habe er anl�sslich der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme vom 17. Dezember 2013 auf Nachfrage hin ausgesagt, es sei unlogisch, dass man in der Wohnung befindliches Geld liegen lassen w�rde. Dieses w�rde man selbstverst�ndlich mitnehmen. Mit der Vorinstanz ist davon auszugehen, dass sich dies mit der allgemeinen Lebenserfahrung deckt. Die vorinstanzlichen Erw�gungen sind nachvollziehbar und die daraus gezogenen Schl�sse nicht zu beanstanden. Die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung verst�sst somit nicht gegen Bundesrecht.
Der Beschwerdef�hrer wendet sich gegen die vorinstanzliche Strafzumessung.
3.1.�Das Bundesgericht hat die Grunds�tze der Strafzumessung nach Art. 47 ff. StGB und die an sie gestellten Begr�ndungsanforderungen wiederholt dargelegt (BGE 136 IV 55 E. 5.4 ff.; 134 IV 17 E. 2.1; je mit Hinweisen). Darauf kann verwiesen werden. Es liegt im Ermessen des Sachgerichts, in welchem Umfang es die verschiedenen Strafzumessungsfaktoren ber�cksichtigt. Das Bundesgericht greift auf Beschwerde hin nur in die Strafzumessung ein, wenn die Vorinstanz den gesetzlichen Strafrahmen �ber- oder unterschritten hat, wenn sie von rechtlich nicht massgebenden Kriterien ausgegangen ist oder wesentliche Gesichtspunkte ausser Acht gelassen beziehungsweise in �berschreitung oder Missbrauch ihres Ermessens falsch gewichtet hat (BGE 136 IV 55 E. 5.6 mit Hinweis).
3.2.�Der Beschwerdef�hrer macht geltend, die vorinstanzlichen Erw�gungen zur T�terkomponente seien nicht nachvollziehbar bzw. nicht ausreichend begr�ndet, was gegen Art. 50 StGB verstosse. Indem die Vorinstanz bei den T�terkomponenten verschiedene Aspekte anders gewichte als die erste Instanz, greife sie zudem unerlaubterweise in das Ermessen der ersten Instanz ein.
3.2.1.�F�r den Hauptdeliktskomplex (Freiheitsberaubung, versuchte r�uberische Erpressung, Diebstahl, Hausfriedensbruch und mehrfache Widerhandlung gegen das Waffengesetz) legt die Vorinstanz, wie bereits die erste Instanz, eine Einsatzstrafe von 18 Monaten fest. Dabei �bernimmt sie im Wesentlichen die erstinstanzlichen Erw�gungen. Aufgrund der weiteren Delikte erh�ht sie die Strafe um 30 auf 48 Monate. Im Vergleich dazu erh�hte die erste Instanz die Einsatzstrafe um 50 auf 68 Monate. Die Vorinstanz begr�ndet diese Abweichung damit, dass die durch die erste Instanz vorgenommene Straferh�hung f�r die Bet�ubungsmitteldelikte zu hoch gewesen sei. Weiter sei die erste Instanz methodisch falsch vorgegangen, indem sie die Strafen f�r die zus�tzlichen Delikte addiert habe, anstatt nach dem Asperationsprinzip zu verfahren. Bez�glich der T�terkomponente geht die Vorinstanz zun�chst auf die aktuelle famili�re und berufliche Situation des Beschwerdef�hrers ein. Sie ber�cksichtigt, wie bereits die erste Instanz, leicht strafmindernd, dass der Beschwerdef�hrer eine schwierige Jugend hatte. Als erheblich straferh�hend wertet sie die Vorstrafen sowie den Umstand, dass der Beschwerdef�hrer wiederholt und w�hrend der laufenden Strafuntersuchung, w�hrend der Probezeit und kurz nach der Haftentlassung weiterdelinquierte. Erheblich strafmindernd ber�cksichtigt die Vorinstanz sein Gest�ndnis, das kooperative Verhalten und die gezeigte Einsicht und Reue. Dadurch werde die Straferh�hung wegen den Vorstrafen kompensiert. Gest�tzt auf diese �berlegungen reduziert die Vorinstanz die Strafe auf 42 Monate.
3.2.2.�Nicht zu h�ren ist der Beschwerdef�hrer, wenn er geltend macht, die Vorinstanz weiche bei der Strafzumessung vom erstinstanzlichen Urteil ab. Die Berufungsinstanz f�llt ein neues Urteil (Art. 408 StPO) und hat die Strafe nach ihrem eigenen Ermessen festzusetzen. Unter dem Vorbehalt der "reformatio in peius" muss sie sich nicht daran orientieren, wie die erste Instanz die einzelnen Strafzumessungsfaktoren gewichtet (Urteil 6B_1252/2014 vom 4. Mai 2015 E. 4.3 mit Hinweis). Die Vorinstanz durfte somit die verschiedenen Strafzumessungsfaktoren anders gewichten als die erste Instanz und eine Strafreduktion in geringerem Umfang vornehmen, ohne damit Bundesrecht zu verletzen. Da die Strafe insgesamt tiefer ausf�llt, verst�sst das vorinstanzliche Urteil auch nicht gegen das Verbot der "reformatio in peius". Unzutreffend ist nach dem Gesagten auch der Einwand des Beschwerdef�hrers, die Erw�gungen zur T�terkomponente seien nicht ausreichend begr�ndet.
3.3.�Der Beschwerdef�hrer r�gt eine Verletzung von Art. 47 StGB. Die Vorinstanz h�tte sein jugendliches Alter strafmindernd ber�cksichtigen m�ssen. Die Taten habe er im Alter von knapp 19 Jahren begangen. Er habe aufgrund seines fr�hen Schulabgangs nicht �ber hinreichende institutionelle F�hrung zur Ausbildung seiner Reife verf�gt. Zudem k�nne ihm keine besondere kriminelle Energie attestiert werden. Schliesslich w�rden die dem Jugendstrafrecht entstammenden Vorstrafen zu stark ber�cksichtigt.
Unbehelflich ist der Einwand des Beschwerdef�hrers, soweit er sich auf den Entscheid des Bundesgerichts 6B_330/2012 vom 14. Januar 2013 beruft. In jenem Fall lag beim T�ter erwiesenermassen ein Entwicklungs- und Reifer�ckstand vor. Dies ist vorliegend nicht der Fall. Konkrete Anzeichen daf�r, dass der Beschwerdef�hrer keine volle Einsicht in das Unrecht hatte (vgl. Urteile 6B_32/2008 vom 13. Mai 2008 E. 1.2; 6S.84/2005 vom 20. Oktober 2005 E. 3.4), liegen nicht vor und werden vom Beschwerdef�hrer auch nicht erw�hnt. Vielmehr stellen seine diesbez�glichen Ausf�hrungen klischeehafte Verallgemeinerungen dar.
Die Vorinstanz befasst sich eingehend mit den Vorstrafen des Beschwerdef�hrers. Erheblich straferh�hend ber�cksichtigt sie eine Vorstrafe aus dem Jahr 2011. Damals wurde der Beschwerdef�hrer von der Jugendanwaltschaft Winterthur wegen Raubes, Entwendung zum Gebrauch, Vergehen gegen das Waffengesetz und mehrfacher �bertretung des Bet�ubungsmittelgesetzes zu drei Monaten Freiheitsentzug verurteilt. Nur sieben Monate sp�ter wurde er von der Jugendanwaltschaft Winterthur der Drohung schuldig gesprochen. Sp�ter kam es zu weiteren Verurteilungen, welche die Vorinstanz jedoch nicht in die Strafzumessung miteinbezieht. Sie erw�gt, die Vorstrafe aus dem Jahr 2011 sei einschl�gig. Hinzu komme, dass der Beschwerdef�hrer wiederholt und zudem w�hrend der laufenden Strafuntersuchung, w�hrend der Probezeit und kurz nach der Haftentlassung weiterdelinquiert habe. Die Vorinstanz gibt zwar nicht zahlenm�ssig an, in welchem Umfang sie das bisherige deliktische Verhalten des Beschwerdef�hrers ber�cksichtigt. Ob die prim�r ins Gewicht fallende dreimonatige Vorstrafe eine erhebliche Straferh�hung zu rechtfertigen vermag, ist zumindest fraglich. Dies allein f�hrt jedoch nicht zwingend zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids. Vielmehr ist im Sinne einer Gesamtbetrachtung zu pr�fen, ob die ausgesprochene Strafe das sachrichterliche Ermessen �berschreitet (vgl. E. 3.5).
3.4.�Schliesslich ist der Beschwerdef�hrer der Ansicht, bei ihm liege eine erh�hte Strafempfindlichkeit vor, was die Vorinstanz bei der Strafzumessung h�tte ber�cksichtigen m�ssen. Am 6. M�rz 2015 sei er Vater eines Sohnes geworden. Er habe zusammen mit der Kindsmutter einen Alltag aufgebaut. Die Familie lebe zusammen und bilde eine stabile Einheit. Seine Partnerin absolviere eine Lehre. Ihnen st�nden der Lehrlingslohn sowie eine Kinderrente und Kleinkinderbeitr�ge zur Verf�gung. Damit seien sie f�rsorgeunabh�ngig. Nach dem Lehrabschluss seiner Partnerin wolle er eine Kochlehre in Angriff nehmen. Er habe endlich eine Perspektive und die positive Entwicklung sei augenscheinlich. Eine l�ngere zu verb�ssende Strafe w�rde ihn sehr hart treffen und das gut funktioniernde System kaputtmachen. Die Kindsmutter k�nnte ihre Ausbildung nicht weiterf�hren und er w�rde die ersten Lebensjahre seines Sohnes verpassen.
3.4.1.�Die Vorinstanz verneint eine erh�hte Strafempfindlichkeit mit der Begr�ndung, allein die Tatsache, dass der Beschwerdef�hrer in j�ngster Zeit eine Familie gegr�ndet habe, in geordneten Verh�ltnissen lebe und eine Zukunftsperspektive habe, verm�ge eine erh�hte Strafempfindlichkeit nicht zu begr�nden. Aufgrund dessen sei ihm unter diesem Titel keine Strafminderung zu gew�hren.
3.4.2.�Es ist unbestritten, dass ein Strafvollzug f�r den Beschwerdef�hrer, das Kind sowie die Partnerschaft eine Belastung darstellen wird. Die Verb�ssung einer Freiheitsstrafe ist indessen f�r jeden in ein famili�res Umfeld eingebetteten T�ter mit einer gewissen H�rte verbunden (vgl. dazu insbesondere Urteil 6B_540/2010 vom 21. Oktober 2010 E. 1.4.2). Die Rechtsprechung betonte daher wiederholt, dass eine erh�hte Strafempfindlichkeit nur bei aussergew�hnlichen Umst�nden zu bejahen ist (vgl. etwa Urteile 6B_748/2015 vom 29. Oktober 2015 E. 1.3; 6B_1159/2014 vom 1. Juni 2015 E. 4.4; je mit Hinweisen). Die Trennung des Beschwerdef�hrers von seinem Kind ist eine zwangsl�ufige, unmittelbare gesetzm�ssige Folge des Vollzugs einer Freiheitsstrafe. F�r sich allein kann diese Trennung nicht dazu f�hren, dass die Schwere des Verschuldens in den Hintergrund tritt und die Strafe unter Einbezug spezialpr�ventiver Gesichtspunkte auf ein Mass herabgesetzt wird, das eben diese Folgen ausschliesst (Urteil 6B_829/2010 vom 28. Februar 2011 E. 5.4 mit Hinweisen). Auch ist nicht ersichtlich, dass beim Beschwerdef�hrer in beruflicher Hinsicht besondere Umst�nde vorliegen, welche eine erh�hte Strafempfindlichkeit begr�nden w�rden. Dass er die Absicht hat, eine Lehre zu absolvieren, ist zwar lobenswert. Allerdings wird er, zumindest zum jetzigen Zeitpunkt, nicht aus einer besonders g�nstigen beruflichen Situation herausgerissen. Schliesslich geht der Beschwerdef�hrer aktuell keiner bezahlten Arbeit nach und befindet sich auch nicht in Ausbildung. Dar�ber hinaus ist auch nicht ersichtlich, weshalb seine Partnerin ihre Lehre im Falle der Verb�ssung einer Freiheitsstrafe durch den Beschwerdef�hrer zwingend abbrechen m�sste. Allein der Umstand, dass das Kind w�hrend dieser Zeit allenfalls fremdbetreut werden muss, stellt noch keinen Grund f�r die Annahme erh�hter Strafempfindlichkeit dar. Dass sich eine Fremdbetreuung nicht in angemessener Weise gew�hrleisten liesse, wird nicht dargetan. Ebenfalls unbehelflich ist die Argumentation, wonach die Familie aufgrund der Verb�ssung der Strafe auf F�rsorgeleistungen angewiesen w�re. Die Vorinstanz durfte trotz der vom Beschwerdef�hrer vorgebrachten Umst�nde (ver�nderte Familienverh�ltnisse, berufliche Perspektive und Zukunftspl�ne) ohne �berschreitung ihres Ermessens eine erh�hte Strafempfindlichkeit verneinen.
3.5.�Insgesamt setzt sich die Vorinstanz in ihren Erw�gungen zur Strafzumessung mit den wesentlichen schuldrelevanten Komponenten auseinander und w�rdigt s�mtliche Strafzumessungsgr�nde in vertretbarer Weise. Die ausgesprochene Freiheitsstrafe h�lt sich auch bei einer Gesamtbetrachtung innerhalb des sachrichterlichen Ermessens und ist nicht zu beanstanden. Unter diesen Umst�nden f�hrt auch eine allenfalls zu starke Gewichtung der Vorstrafen nicht zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids.