Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=Slg.%201990,%20I-2321
Timestamp: 2019-11-21 00:17:48
Document Index: 19491466

Matched Legal Cases: ['EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG']

Rechtsprechung: Slg. 1990, I-2321 - dejure.org
Schlußanträge unten: Generalanwalt beim EuGH, 24.01.1990
EuGH, 12.06.1990 - 8/88
https://dejure.org/1990,326
EuGH, 12.06.1990 - 8/88 (https://dejure.org/1990,326)
EuGH, Entscheidung vom 12.06.1990 - 8/88 (https://dejure.org/1990,326)
EuGH, Entscheidung vom 12. Juni 1990 - 8/88 (https://dejure.org/1990,326)
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1 . Mitgliedstaaten - Verpflichtungen - Mitgliedstaat mit föderativem Aufbau - Einführung von Überwachungsmaßnahmen, die die Anwendung des Gemeinschaftsrechts gewährleisten - Kontrolle durch die Kommission - Grenzen
1. Mitgliedstaaten - Verpflichtungen - Mitgliedstaat mit föderativem Aufbau - Einführung von Überwachungsmaßnahmen, die die Anwendung des Gemeinschaftsrechts gewährleisten - Kontrolle durch die Kommission - Grenzen
EAGFL - Nichtanerkennung von Ausgaben.
Generalanwalt beim EuGH, 24.01.1990 - 8/88
Slg. 1990, I-2321
Eine solche Verpflichtung obliegt jeder Behörde des betreffenden Mitgliedstaats im Rahmen ihrer Zuständigkeiten (vgl. in diesem Sinne Urteil vom 12. Juni 1990 in der Rechtssache C-8/88, Deutschland/Kommission, Slg. 1990, I-2321, Randnr. 13).
Dieser Grundsatz gilt für alle mitgliedstaatlichen Behörden, seien es solche der staatlichen Zentralgewalt, eines Gliedstaats oder sonstiger Gebietskörperschaften (vgl. in diesem Sinne Urteile vom 12. Juni 1990, Deutschland/Kommission, C-8/88, EU:C:1990:241, Rn. 13, …und vom 13. April 2010, Wall, C-91/08, EU:C:2010:182, Rn. 69).
Die vom FG bestätigte Auffassung des FA steht nicht im Widerspruch zu den Anforderungen, die sich aus dem Unionsrecht ergeben, das von allen Stellen der Mitgliedstaaten im Rahmen ihrer jeweiligen Zuständigkeiten einzuhalten ist (vgl. z.B. EuGH-Urteil vom 12. Juni 1990 C-8/88 --Deutschland/Kommission--, Slg. 1990, I-2321, Rz 13).
Dafür spricht, dass die Verpflichtungen der Mitgliedstaaten grundsätzlich unabhängig von der innerstaatlichen Zuständigkeitsverteilung bestehen (vgl. dazu EuGH, Urteil vom 12. Juni 1990 in der Rechtssache C-8/88, Deutschland gegen Kommission, Slg. 1990, I-2321, Rn. 13).
In Bezug auf die Höhe der von der gemeinschaftlichen Finanzierung auszuschließenden Ausgaben hat sich unter Billigung durch die Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europäischen Gemeinschaften (vgl. EuGH, Urteil vom 13. Dezember 1990 - Rs. C-22/89 -, Niederlande gegen Kommission, Slg. 1990, I - 4810 ; Urteil vom 12. Juni 1990 - Rs. C-8/88 -, Bundesrepublik Deutschland gegen Kommission, Slg. 1990, I - 2355 ) für so genannte abstrakte Systemmängel ein Gefüge von prozentualen Pauschalkorrekturen entwickelt.
Folglich muss die Kommission ihre Entscheidung, mit der sie feststellt, dass der betroffene Mitgliedstaat keine oder mangelhafte Kontrollen durchgeführt hat, rechtfertigen (vgl. Urteil vom 12. Juni 1990 in der Rechtssache C-8/88, Deutschland/Kommission, Slg. 1990, I-2321, Randnr. 23).
Außerdem erlegt Artikel 8 Absatz 1 der Verordnung Nr. 729/70 nach der Rechtsprechung des Gerichtshofes den Mitgliedstaaten die allgemeine Verpflichtung auf, alle Maßnahmen zu treffen, um sich zu vergewissern, dass die durch den EAGFL finanzierten Vorhaben tatsächlich und ordnungsgemäß durchgeführt worden sind, um Unregelmäßigkeiten zu verhindern und zu verfolgen und um die infolge von Unregelmäßigkeit oder Versäumnissen abgeflossenen Beträge wieder einzuziehen, auchwenn die spezifische Gemeinschaftshandlung nicht ausdrücklich den Erlass dieser oder jener Kontrollmaßnahme vorsieht (vgl. Urteil vom 19. November 1998 in der Rechtssache C-235/97, Frankreich/Kommission, Slg. 1998, I-755, Randnr. 45); zum anderen ergibt sich aus dieser Vorschrift, betrachtet im Licht der durch Artikel 5 EG-Vertrag (jetzt Artikel 10 EG) aufgestellten Pflicht zur loyalen Zusammenarbeit mit der Kommission, für die Frage der ordnungsgemäßen Verwendung der Gemeinschaftsmittel, dass die Mitgliedstaaten verpflichtet sind, ein System von Verwaltungskontrollen und Kontrollen an Ort und Stelle zu schaffen, das die ordnungsgemäße Erfüllung der materiellen und formellen Voraussetzungen für die Gewährung der betreffenden Prämien sicherstellt (Urteil vom 12. Juni 1990, Deutschland/Kommission, Randnr. 20).
Folglich muss die Kommission ihre Entscheidung, mit der sie feststellt, dass der betroffene Mitgliedstaat keine oder mangelhafte Kontrollen durchgeführt hat, rechtfertigen (siehe Urteil vom 12. Juni 1990 in der Rechtssache C-8/88, Deutschland/Kommission, Slg. 1990, I-2321, Randnr. 23).
Auch wenn der besondere Gemeinschaftsrechtsakt nicht ausdrücklich eine bestimmte Kontrollmaßnahme vorschreibt, erlegt somit der genannte Artikel den Mitgliedstaaten doch die allgemeine Verpflichtung auf, die erforderlichen Maßnahmen zu treffen, um sich zu vergewissern, daß die durch den EAGFL finanzierten Maßnahmen tatsächlich und ordnungsgemäß durchgeführt worden sind (Urteil vom 12. Juni 1990 in der Rechtssache C-8/88, Deutschland/Kommission, Slg. 1990, I-2321, Randnrn. 16 und 17)."(30).
L 94, S. 13.28: Siebter Erwägungsgrund der Verordnung Nr. 729/70.29: Urteile vom 10. November 1993 in der Rechtssache C-48/91 (Niederlande/Kommission, Slg. 1993, I-5611, Randnr. 11), vom 9. Oktober 1990 in der Rechtssache C-366/88 (Frankreich/Kommission, Slg. 1990, I-3571, Randnr. 20), vom 12. Juni 1990 in der Rechtssache C-8/88 (Deutschland/Kommission, Slg. 1990, I-2321, Randnr. 17) und vom 6. Mai 1982 in den verbundenen Rechtssachen 146/81, 192/81 und 193/81 (BayWa, Slg. 1982, 1503, Randnr. 26).
33: Urteil Deutschland/Kommission (zitiert in Fußnote 28, Randnr. 23).
34: Urteil Deutschland/Kommission (zitiert in Fußnote 28, Randnrn. 26 ff.).
36: Vgl. auch Urteil Deutschland/Kommission (zitiert in Fußnote 28, Randnr. 42).
Generalanwalt beim EuGH, 17.03.1992 - C-385/89
EuGH, 06.10.1993 - C-55/91
EuGH, 01.10.1998 - C-242/96
EuGH, 01.10.1998 - C-232/96
EuGH, 10.11.1993 - C-48/91
EuGH, 02.06.1994 - C-2/93
Exportslachterijen van Oordegem / OBEA und Generale Bank
EuG, 17.09.2003 - T-76/02
Messina / Kommission
Generalanwalt beim EuGH, 09.03.1999 - C-44/97
LG Dresden, 12.11.2013 - 2 T 821/13
Spezielle Hafteinrichtung, spezielle Hafteinrichtungen, Abschiebungshaft, …
Generalanwalt beim EuGH, 03.10.1991 - C-197/90
Generalanwalt beim EuGH, 29.02.1996 - C-198/94
Generalanwalt beim EuGH, 26.06.1991 - C-22/90
https://dejure.org/1990,18267
Generalanwalt beim EuGH, 24.01.1990 - 8/88 (https://dejure.org/1990,18267)
Generalanwalt beim EuGH, Entscheidung vom 24.01.1990 - 8/88 (https://dejure.org/1990,18267)
Generalanwalt beim EuGH, Entscheidung vom 24. Januar 1990 - 8/88 (https://dejure.org/1990,18267)
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EAGFL - Nichtanerkennung von Ausgaben
Generalanwalt beim EuGH, 03.03.1993 - C-55/91
( 26 ) Zur Anwendung der Hochrechnung vgl. auch meine Schlußanträge vom 24. Januar 1990 in der Rechtssache C-8/88 (Deutschland/Kommission, Slg. 1990, I-2334, Nrn. 29 und 30) und die Schlußanträgc tics Gcneralanwalts Gulmanu vom 17. März 1992 in der Rechtssache C-385/S9 (Griechenland/Kommission, Slg. 1992, I-3225, Nrn. 54 und 55).
( 60 ) Dies wirft für sich genommen kein Problem ties Vertrauensschutzes oder der Rechtssicherheit auf, da die Mitglied-Staaten die Hauplverantworiung bei der Verwaltung tragen und an dem gesamten Reclmungsabschluvcrfahrcn des EAGFL beteiligt sind; s. meine Schlußanträge vom 11. Januar 1989 in der Rechtssache C-267/S7 (Niederlande/Kommission, Slg. 1989, 225, Nr. 12) und vom 24. Januar 1990 in der Rechtssache C-8/88 (Deutschland/Kommission, Slg. 1990, I-2334, Nrn. 21 und 22).
( 64 ) Siehe meine Schlußanträge in der Rechtssache C-8/88, zitiert oben Fußnote 26, Nr. 21, und das Urteil in dieser Rechtssache, Randnr. 20.