Source: http://www.anwalt24.de/rund-ums-recht/BAG_21_09_2011_5_AZR_520_10_Bestimmtheitserfordernis_bei_Fes-d4617784.html
Timestamp: 2016-12-08 15:01:18
Document Index: 348390324

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 16', '§ 4', '§ 242', '§ 611', '§ 612', '§ 253', 'Art. 9', '§ 612']

BAG, 21.09.2011 - 5 AZR 520/10 - Bestimmtheitserfordernis bei Feststellungsklage; Arbeitsrechtlicher Gleichbehandlungsgrundsatz bei Entgelterhöhung; Erfüllung normativer oder vertraglicher Verpflichtungen durch den Arbeitgeber | Urteile auf anwalt24.de
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BAG, 21.09.2011 - 5 AZR 520/10 - Bestimmtheitserfordernis bei Feststellungsklage; Arbeitsrechtlicher Gleichbehandlungsgrundsatz bei Entgelterhöhung; Erfüllung normativer oder vertraglicher Verpflichtungen durch den Arbeitgeber
BundesarbeitsgerichtUrt. v. 21.09.2011, Az.: 5 AZR 520/10Gericht: BAGEntscheidungsform: UrteilDatum: 21.09.2011Referenz: JurionRS 2011, 30202Aktenzeichen: 5 AZR 520/10 Verfahrensgang:vorgehend:LAG Düsseldorf - 09.06.2010 - AZ: 7 Sa 195/10Rechtsgrundlagen:§ 242 BGB§ 611 BGB§ 612a BGB§ 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPOFundstellen:BAGE 139, 190 - 196ArbR 2012, 40ArbRB 2012, 37-38AuA 2012, 729-730AuR 2012, 82AUR 2012, 82EBE/BAG 2012, 2-4EzA-SD 26/2011, 5-8FA 2012, 55GWR 2012, 70MDR 2012, 592NJW 2012, 8NJW 2012, 699-701NZA 2012, 31-34PersR 2012, 96RdW 2012, 742-744ZTR 2012, 224-225Orientierungssatz:1. Bei einer Feststellungsklage sind grundsätzlich keine geringeren Anforderungen an die Bestimmtheit des Klageantrags zu stellen als bei einer Leistungsklage. Auch wenn das Bestehen oder der Umfang eines Rechtsverhältnisses oder eines Anspruchs zur gerichtlichen Entscheidung gestellt wird, muss zuverlässig erkennbar sein, worüber das Gericht eine Sachentscheidung treffen soll.2. Die Anwendung des arbeitsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatzes im Bereich der Arbeitsvergütung erfordert eine verteilende Entscheidung des Arbeitgebers. Daran fehlt es, wenn der Arbeitgeber ausschließlich normative oder vertragliche Verpflichtungen erfüllt.3. Den Arbeitsvertragsparteien steht es im Rahmen ihrer privatautonomen Gestaltungsmacht frei, für ihr Arbeitsverhältnis die Geltung jedes beliebigen Tarifvertrags zu vereinbaren. Art. 9 Abs. 3 GG gebietet nicht, arbeitsvertraglich die Geltung nur solcher Tarifverträge zu vereinbaren, die von der für den Betrieb tarifzuständigen Gewerkschaft abgeschlossen wurden.4. Der Vollzug einer kollektivrechtlichen Regelung oder einer vertraglichen Vereinbarung ist keine Benachteiligung iSv. § 612a BGB.Amtlicher Leitsatz:Der arbeitsrechtliche Gleichbehandlungsgrundsatz kommt nicht zur Anwendung, wenn der Arbeitgeber ausschließlich normative oder vertragliche Verpflichtungen erfüllt.In Sachen1. - 15.Kläger, Berufungsbeklagter und Revisionskläger,16.Klägerin, Berufungsbeklagte und Revisionsklägerin zu 16.,17. - 21.Kläger, Berufungsbeklagter und Revisionskläger,pp.Beklagte, Berufungsklägerin und Revisionsbeklagte,hat der Fünfte Senat des Bundesarbeitsgerichts aufgrund der mündlichen Verhandlung vom 21. September 2011 durch den Vizepräsidenten des Bundesarbeitsgerichts Dr. Müller-Glöge, die Richterin am Bundesarbeitsgericht Dr. Laux, den Richter am Bundesarbeitsgericht Dr. Biebl sowie die ehrenamtliche Richterin Zorn und den ehrenamtlichen Richter Bürger für Recht erkannt:Tenor:1. Die Revision der Kläger gegen das Urteil des Landesarbeitsgerichts Düsseldorf vom 9. Juni 2010 - 7 Sa 195/10 - wird mit der Maßgabe zurückgewiesen, dass die Kläger die Kosten des Rechtsstreits erster und zweiter Instanz zu gleichen Teilen zu tragen haben.2. Die Kläger haben die Kosten der Revision zu gleichen Teilen zu tragen.Von Rechts wegen!