Source: http://berichte.ergodirekt.de/2013/gb/leben/anhang/bilanzierungs-und-bewertungsmethoden.html
Timestamp: 2017-07-21 08:30:54
Document Index: 305358810

Matched Legal Cases: ['§ 24', '§ 253', '§ 253', '§ 274', '§ 5', '§ 5', '§ 28', '§ 28', '§ 28', '§ 253', '§ 253', '§ 253']

Struktur und Inhalt des Lageberichts entsprechen den Regelungen des Handels­gesetz­buches. Den Konkretisierungen durch den Deutschen Rechnungslegungs Standard Nr. 20 (DRS 20) wurde Rechnung getragen.
In der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung und den Tabellen im Anhang, werden, neben den Vorjahreswerten, auch die an die Verschmelzung und den Übertrag der Riester-Renten-Verträge angepassten Vorjahreswerte dargestellt.
Die Verschmelzung erfolgte nach § 24 UmwG zu Buchwerten.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen, die Ausleihungen an verbundene Unternehmen und die Beteiligungen werden mit den Anschaffungskosten bzw. mit den ihnen beizu­legenden niedrigeren Wertansätzen bewertet.
Investmentanteile, die dem Geschäftsbetrieb langfristig dienen, wurden den wie Anlagevermögen gehaltenen Kapitalanlagen zugeführt und mit Anschaffungskosten bzw. dem beizulegenden Wert bewertet. Die Abschreibung wird auf den Börsenwert vorgenommen, unabhängig davon, ob die Wertminderung von Dauer ist. Das Wert­aufholungsgebot nach § 253 Abs. 5 HGB wird beachtet.
Investmentanteile, soweit nicht wie Anlagevermögen geführt, und andere nicht fest­verzinsliche Wertpapiere werden zu Anschaffungskosten bewertet, gegebenenfalls vermindert um Abschreibungen nach dem strengen Niederstwertprinzip. Das Wert­aufholungs­gebot nach § 253 Abs. 5 HGB wird beachtet.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Ausleihungen an verbundene Unternehmen wurden nach dem Ertragswertverfahren, nach der Nettoinventarwertmethode (Net Asset Value) und anhand von Bewertungsmodellen unter Berücksichtigung der Marktrenditen zum 31. Dezember 2013 ermittelt.
Die Zeitwerte von Aktien, Inhaberschuldverschreibungen und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren richten sich nach den jeweiligen Börsenkursen am Bilanzstichtag bzw. werden anhand von Bewertungsmodellen unter Berücksichtigung der Marktrenditen zum 31. Dezember 2013 bewertet. Die Zeitwerte von Investmentanteilen werden mit den Rücknahmepreisen am Bilanzstichtag bewertet.
Die zum Nennwert bilanzierten Ausleihungen sowie Zero-Schuldscheindarlehen, Zero-Namensschuldverschreibungen sind anhand von Bewertungsmodellen unter Berücksichtigung der Marktrenditen zum 31. Dezember 2013 bewertet worden.
Die Forderungen werden mit dem Nennbetrag bilanziert. Bei Forderungen an Versicherungs­nehmer sind Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Die Berechnung der Pauschalwertberichtigung erfolgt aufgrund von Erfahrungswerten.
Geringwertige Wirtschaftsgüter bis 150 Euro werden im Jahr der Anschaffung voll abge­schrieben. Bei geringwertigen Wirtschaftsgütern zwischen 150 und 1000 Euro wird ein Sammelposten gebildet und dieser wird über 5 Jahre linear abgeschrieben.
Es besteht gewerbe- und körperschaftsteuerliche Organschaft zur ERGO Versicherungs­gruppe AG. Etwaige Steuerlatenzen wären deshalb grundsätzlich auf Ebene der ERGO Versicherungsgruppe AG als Organträgerin zu erfassen. Diese bildet in Ausübung des Wahlrechtes nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB keine aktiven latenten Steuern.
Nach den Rückversicherungsverträgen werden die Rückversicherungsbeiträge unabhängig von der mit dem Versicherungsnehmer vereinbarten Zahlungsweise kalenderjährig abgerechnet, so dass sich aus den Anteilen für das in Rückdeckung gegebene Versicherungs­geschäft keine Beitragsüberträge ergeben.
Bonusdeckungsrückstellungen werden im Altbestand nach den aktuell gültigen Rechnungs­grundlagen und dem Rechnungszins der Hauptversicherung gebildet.
Für den Neubestand werden folgende Rechnungsgrundlagen verwendet: Rechnungszinsen von 4 Prozent, 3,25 Prozent, 2,75 Prozent, 2,25 Prozent sowie 1,75 Prozent, ein Zillmersatz von maximal 25 Promille bzw. 35 Promille der Beitragssumme, Sterbewahrscheinlichkeiten nach der DAV-Sterbetafel 1994 T und 2008 T für Kapitalversicherungen sowie nach der DAV-Sterbetafel 1994 R bzw. 2004 R für Rentenversicherungen.
Für das Neugeschäft ab 1. Januar 2013 wurden ausgehend von den genannten geschlechtsspezifischen Sterbetafeln durch geeignete Gewichtung und unter Berück­sichtigung von Sicherheitspuffern hergeleitete Misch-Sterbetafeln verwendet. Das Mischungsverhältnis wird regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf eine zusätzliche Rückstellung gebildet.
Der Referenzzinssatz im Sinne des § 5 Abs. 4 der DeckRV, der gemäß § 5 Abs. 3 dieser Verordnung ermittelt wurde, liegt 2013 bei 3,41 Prozent. Für den Altbestand haben wir am 14. November 2013 einen Zinsverstärkungsgeschäftsplan eingereicht. Dieser sieht einen jeweils um 25 Basispunkte verringerten Referenzzins für den Altbestand vor, also 3,16 Prozent für 2013. Für Versicherungen, deren Rechnungszins über dem entsprechenden Referenzzins lag, wurde eine Zinszusatzreserve gebildet.
Für Versicherungsfälle, die bis zum Bilanzstichtag eingetreten sind, aber zum Bestands­feststellungszeitpunkt noch nicht bekannt waren, wird zusätzlich eine Spätschaden­rückstellung in Höhe der zu erwartenden riskierten Summe gebildet.
Die Rückstellung für Beitragsrückerstattung setzt sich zusammen aus bereits festgelegten, aber noch nicht zugeteilten laufenden Gewinnanteilen, im Folgejahr fälligen Gewinnanteilen sowie den Fonds für in späteren Jahren fällig werdende Gewinnanteile. Eine detaillierte Auflistung findet sich im Kapitel Gewinnbeteiligung. Die für die Folgejahre gebundenen Gewinnanteile werden gemäß der Deklaration einzelvertraglich berechnet. Der Schlussgewinnanteilfonds wird für den Altbestand mit einem Diskontsatz von 3,4 Prozent berechnet; darin ist ein pauschaler Zuschlag für nicht explizit angesetzte Ausscheidewahrscheinlichkeiten enthalten. Dieser Diskontsatz entspricht den Bestimmungen des § 28 Abs. 7 RechVersV. Die Berechnung des
Schlussgewinnanteilfonds für den Neubestand erfolgt ebenso unter Berücksichtigung der Bestimmungen des § 28 Abs. 7 RechVersV. Für das Geschäftsjahr 2013 wird sichergestellt, dass sich aufgrund der Änderung des § 28 RechVersV die in der RfB für Schlussgewinne gebundenen Mittel für die betroffenen Teilbestände gegenüber dem Vorjahr nicht verringern.
Für den Altbestand sind die Berechnungsmethode des Schlussgewinnanteilfonds und die Kriterien für den Diskontsatz im genehmigten Gesamtgeschäftsplan für die Überschuss­beteiligung festgelegt (zuletzt genehmigt am 10. November 2006).
Die Pensionsrückstellungen werden nach dem international üblichen Anwartschafts­barwertverfahren („Projected Unit Credit“ – Methode) ermittelt.
Dabei sind neben den modifizierten Richttafeln 2005 G von Dr. Heubeck ein Einkommens­trend von 3,0 Prozent sowie ein Rententrend von 2,0 Prozent maßgeblich. Der Rechnungs­zins wurde aus den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Werten des durch­schnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre entsprechend dem Wahlrecht gem. § 253 Abs. 2 HGB für eine Laufzeit von 15 Jahren mit 4,91 Prozent übernommen.
Die Jubiläumsrückstellungen werden nach dem international üblichen Anwartschafts­barwertverfahren („Projected Unit Credit“ – Methode) ermittelt. Dabei ist neben den Richttafeln 2005 G von Dr. Heubeck ein Einkommenstrend von 3,0 Prozent maßgeblich. Der Rechnungszins von 4,91 Prozent wurde aus den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Werten des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre entsprechend dem Wahlrecht gem. § 253 Abs. 2 HGB für eine Laufzeit von 15 Jahren übernommen.
Gemäß § 253 Abs. 2 HGB sind langfristige Rückstellungen abzuzinsen (Restlaufzeit größer einem Jahr). Die sich aus der Abzinsung ergebenden Erträge werden mit den Aufwendungen aus Zuführung zur Rückstellung saldiert (Nettomethode) und unter den sonstigen Auf­wendungen ausgewiesen.
Sofern Beträge in fremder Währung vorliegen, werden diese zum jeweiligen Devisen­kassamittelkurs umgerechnet. Die Fremdwährungsaktiva und -passiva werden gegebenenfalls mit dem niedrigeren (höheren) Kurs am Bilanzstichtag bewertet.
Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungs­methoden wurden unverändert beibehalten.