Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=13.11.2007&Aktenzeichen=VI%20ZR%20155/07
Timestamp: 2019-10-16 06:00:21
Document Index: 297041059

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 823', 'BGH', 'BGH']

BGH, 13.11.2007 - VI ZR 155/07 - dejure.org
BGH, 13.11.2007 - VI ZR 155/07
https://dejure.org/2007,13826
BGH, 13.11.2007 - VI ZR 155/07 (https://dejure.org/2007,13826)
BGH, Entscheidung vom 13.11.2007 - VI ZR 155/07 (https://dejure.org/2007,13826)
BGH, Entscheidung vom 13. November 2007 - VI ZR 155/07 (https://dejure.org/2007,13826)
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Mitverursachung eines Schadens durch ein ärztliches Behandlungsgeschehen; Zurückweisung der Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision
Kausalität im Arzthaftungsprozess
LG Bielefeld, 07.12.2004 - 4 O 364/03
a) Auch wenn eine Mitursächlichkeit der Alleinursächlichkeit haftungsrechtlich grundsätzlich in vollem Umfang gleichsteht (vgl. oben unter II 1 b bb), ist dies ausnahmsweise nicht der Fall, wenn feststeht, dass der Behandlungsfehler nur zu einem abgrenzbaren Teil des Schadens geführt hat, also eine sogenannte abgrenzbare Teilkausalität vorliegt (vgl. Senatsurteile vom 1. Oktober 1996 - VI ZR 10/96, VersR 1997, 362, 363; vom 8. Februar 2000 - VI ZR 325/98, VersR 2000, 1107, 1108; vom 5. April 2005 - VI ZR 216/03, VersR 2005, 942; Senatsbeschluss vom 13. November 2007 - VI ZR 155/07, juris).
Hier haftet der Schädiger aufgrund eines Unterlassens, da er eine Gefahrenlage schafft oder in seinem Bereich andauern lässt, ohne die nach den Umständen erforderlichen Sicherungsmaßnahmen zum Schutz anderer Personen zu treffen.(…Soergel-Spickhoff, BGB, 13. Auflage, Band 12, § 823 Rz. 11, 17) Dabei können insbesondere die Unfallverhütungsvorschriften der Berufsgenossenschaften zur Feststellung von Inhalt und Umfang bestehender Verkehrssicherungspflichten herangezogen werden, da sie den von der zuständigen Stelle kraft öffentlicher Gewalt festgelegten Niederschlag der in einem Gewerbe gemachten Berufserfahrung darstellen und von dem Unternehmer zu beachten sind.(BGH, Urt. v. 15.07.03, VI ZR 155/07, VersR 2003, 1319 m.w.N.).
Unter Abwägung aller zumessungsrelevanten Aspekte und unter Berücksichtigung der in den letzten Jahren in ähnlichen und vergleichbar gelagerten Fällen in der Rechtsprechung zuerkannten Schmerzensgeldbeträge (vgl. etwa OLG Düsseldorf VersR 2003, 1407; OLG Koblenz MedR 2005, 601 ff; Senat - 3 U 30/05 OLG K2 - vom 07.05.2007, rechtskräftig durch Zurückweisung der Nichtzulassungsbeschwerde durch Beschluss vom 13.11.2007 - BGH VI ZR 155/07 -) hält der Senat hier einen Schmerzensgeldbetrag in Höhe von 175.000,00 Euro für angemessen und ausreichend.