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Matched Legal Cases: ['§ 1896', '§ 1903', '§ 1904', '§ 1905', '§ 1906', '§ 1906']

Version vom 25. August 2007, 17:12 Uhr von Hdeinert2002 (Diskussion) (→‎Betreuungszahlen 2004/2005)
Datei:Betreuungszahlen2004.gif
1 Betreuungszahlen 2006
2 Betreuervergütung
3 Verfahrenspfleger
4 Einwilligungsvorbehalte
5 Heilbehandlungen
6 Einige weitere Zahlen:
Betreuungszahlen 2006
Achtung: sehr ausführliche Statistik 2005 als PDF-Datei hier (1 MB)
Die Zahl der Menschen, die rechtlich gem. § 1896 BGB betreut wurden, ist auch 2006 weiterhin angestiegen. Am 31.12.2006 wurden in der Bundesrepublik Deutschland 1.227.932 Menschen rechtlich betreut. Quelle: Bundesministerium der Justiz; GÜ2 (sowie württ. Notariatskammer)
Gegenüber den Zahlen ein Jahr zuvor waren dies 29.559 Personen (2005: 40.554) mehr (Steigerung um 2,47%, Vorjahr 3,5 %). Die Steigerungrate bei den Betreuungszahlen ist auch weiterhin rückläufig. Während in den Jahren 1995 bis 1999 die Steigerung durchschnittlich bei 9,32 % lag, sank sie in den Folgejahren deutlich.
Weitere Daten beziehen sich dezeit auf das Jahr 2005:
Es gibt weiterhin deutliche Unterschiede in den einzelnen Bundesländern: Während in Baden-Württemberg die Zahl der Betreuungen je 1.000 Einwohner bei 8,92 liegt und damit wie bisher den niedrigsten Wert erreicht (mit weiterem Abstand auf Platz 2 und 3: Bremen mit 12,96, Bayern mit 13,82), sind die Betreuungszahlen im Saarland mit 20,73 gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern mit 18,36 und Berlin mit 17,97)am höchsten.
Einwohner- zahl 31.12.2005
Betreu- ungen 31.12. 2001
Betreute je 1000 Einw. 31.12.2001
Betreu- ungen 31.12.2002
Betreute je 1000 Einw. 31.12.2002
Betreu- ungen 31.12.2003
Betreute je 1000 Einw. 31.12.2003
Betreu- ungen 31.12.2004
Betreute je 1000 Einw. 31.12.2004
Betreu- ungen 31.12.2005
Betreute je 1000 Einw. 31.12.2005
10.735.701
12.468.726
Branden- burg
2.559.483
1.743.627
6.092.354
Mecklen- burg-V.
1.707.266
7.993.946
18.058.105
237.768
250.516
273.232
Rhein- land -Pf.
4.058.843
Sachsen -Anh.
Schleswig -Holst.
2.832.950
2.334.575
82.437.995
986.392
1.047.406
1.100.626
1.157.819
1.198.373
Anstieg ggü. Vorjahr
Von den im Jahre 2005 erstmalig bestellten Betreuern (Gesamtzahl 232.097) waren 68,3 % ehrenamtlich (Vorjahr 68,3 %).
Die Anteile im Einzelnen:
145.021 mal wurden Familienangehörige bestellt, das waren 62,48 % (Vorjahr 142.006 = 62,38 %),
13.494 mal wurden sonstige ehrenamtliche Betreuer bestellt, dies entsprech 5,81 % (Vorjahr 14.295 = 6,28 %),
58.462 mal wurden selbstständige Berufsbetreuer bestellt = 25,19 % (Vorjahr 55.521 = 24,39 %), davon Rechtsanwälte 8.485 (Vorjahr 8094),
13.653 mal wurden Vereinsbetreuer sowie Betreuungsvereine bestellt = 5,88 % (Vorjahr 14.003 = 6,15 %),
1467 mal wurden Behördenbetreuer sowie Betreuungsbehörden bestellt = 0,63 % (Vorjahr 1.819 = 0,8 %).
Während der Anteil der familienangehörigen Betreuer gegenüber früheren Jahren nahezu gleich geblieben ist, hat sich der Trend weg vom sonstigen ehrenamtlichen Betreuer, vom Betreuungsverein und von der Betreuungsbehörde hin zum selbstständigen Berufsbetreuer weiter verstärkt.
Die Zahlungen für Betreuervergütungen und Aufwendungsersatz aus der Staatskasse betrugen 2005 insgesamt 437.304.586 € (Vorjahr 423.761.508 €) und erhöhten sich um 3,2 %. Die Mitte 2005 geäußerten Befürchtungen, die neue pauschale Betreuervergütung werde die Ausgaben der Staatskasse überproportional erhöhen, ist somit nicht eingetreten.
Auf die Zahl der Betreuten umgerechnet, sanken die Ausgaben im Jahre 2005 von 366,00 € auf 364,30 €. Die Pro-Kopf-Belastung je Einwohner für Aufwendungen und Betreuervergütungen lag im Bundesdurchschnitt 2005 bei 5,30 € (Vorjahr 5,14 €).
Datei:Verfahrenspflegerbestellungen.gif
Die Bestellung von Verfahrenspflegern stieg von 92.073 im Jahre 2004 auf 93.493 (Erhöhung um 1,54 %). Unter den bestellten Verfahrenspflegern waren 56.643 mal Rechtsanwälte (60,59 %). Diese Relation ist gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert.
Einwilligungsvorbehalte (§ 1903 BGB) wurden 11.652 mal angeordnet (2004: 10.843 Erhöhung um 7,46 %).
Die Zahl der genehmigten Maßnahmen nach § 1904 BGB (gefährliche Heilmaßnahmen) stieg von 2.646 im Jahre 2004 auf 3.016 (Anstieg um 14 %). In den Jahren zuvor hatten sich die Zahlen dieser Genehmigungen stets rückläufig entwickelt (2002: 3877, 2003: 2824).
Quelle: Bundesministerium der Justiz; Sondererhebung Verfahren nach dem Betreuungsgesetz 1992 - 2004 (Zahlen ab 2000 ohne Hamburg), Grafik: Deinert
Sterilisationsgenehmigungen (§ 1905 BGB) wurden im Jahre 2005 insgesamt 262 mal erteilt (Erhöhung um 70,1 %). Somit ist der erhebliche Anstieg von 80 Genehmigungen im Jahre 2003 auf 154 Genehmigungen im Jahre 2004 fortgesetzt worden.
Bei Freiheitsentziehenden Maßnahmen ist ein unterschiedlicher Trend festzustellen. Sie wurden wie folgt genehmigt (Zahlen 2004 in Klammern)
§ 1906 Abs. 1 BGB (zivilrechtliche Unterbringung durch Betreuer): 45.778 (46.381); Rückgang um 1,3 % nach einer Steigerung 2004 um 6,5% im Vergleich zu 2003, als 43.383 Unterbringungen nach Betreuungsrecht (BGB) gezählt wurden.
Zum Vergleich: 2004 wurden in Deutschland 62.981 Patienten gegen ihren Willen nach den Unterbringungsgesetzen der Länder untergebracht, 2003 waren es 59.418 (Steigerung um 5,7%).
§ 1906 Abs. 4 BGB (unterbringungsähnliche Maßnahmen): 83.781 (79.391); Anstieg um 5,52 %.
Die Zahl der anerkannten Betreuungsvereine in Deutschland ist weiterhin rückläufig. Bundesweit bestanden Ende 2005 insgesamt noch 853 anerkannte Betreuungsvereine (2003: 902, 2004: 853). Insgesamt wurden 648 Betreuungsvereine mit insgesamt 9.180.109 € gefördert (Vorjahr: 11.161.186 €). Die Landesförderung war somit erneut rückläufig.
Gesamtstatistik BMJ 1992 - 2005 (PDF)
Crefeld: Untersuchung zur Unterbringungspraxis im kommunalen Vergleich (1999)
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