Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=7%20ABR%208/91
Timestamp: 2019-07-19 19:46:41
Document Index: 94406479

Matched Legal Cases: ['§ 26', '§ 19', '§ 27', '§ 28', '§ 38', '§ 19', '§ 51', '§ 26', '§ 27', '§ 19', '§ 26', '§ 26', '§ 19', '§ 26', '§ 27', '§ 26', '§ 26', '§ 19', '§ 26', '§ 26', '§ 47', '§ 47', '§ 38', '§ 38', '§ 26', '§ 26', '§ 27', '§ 27', '§ 38', '§ 38', '§ 19', '§ 26', '§ 26', '§ 19', '§ 26', '§ 19']

BAG, 13.11.1991 - 7 ABR 8/91 - dejure.org
https://dejure.org/1991,453
BAG, 13.11.1991 - 7 ABR 8/91 (https://dejure.org/1991,453)
BAG, Entscheidung vom 13.11.1991 - 7 ABR 8/91 (https://dejure.org/1991,453)
BAG, Entscheidung vom 13. November 1991 - 7 ABR 8/91 (https://dejure.org/1991,453)
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Betriebsratsvorsitzender - Wahl - Stellvertreter
BetrVG § 26 Abs. 1 S. 2, § 19, § 27, § 28, § 38
Betriebsverfassung; Anfechtung der Wahl des Betriebsratsvorsitzenden/Stellvertreters
ArbG Husum, 23.05.1990 - 2 BV 3/90
LAG Schleswig-Holstein, 06.11.1990 - 2 TaBV 18/90
BAGE 69, 41
MDR 1992, 1064
NZA 1992, 944
BB 1992, 2429
DB 1992, 1988
Bei einer entsprechenden Anwendung des § 19 BetrVG auf eine betriebsratsinterne Wahl tritt an die Stelle der Anfechtungsbefugnis von drei wahlberechtigten Arbeitnehmern die Anfechtungsbefugnis eines einzelnen Betriebsratsmitglieds (BAG, Beschl. v. 21.07.2004 - 7 ABR 62/03 -, AP Nr. 4 zu § 51 BetrVG 1972; BAG, Beschl. v. 13.11.1991 - 7 ABR 8/91 -, AP Nr. 9 zu § 26 BetrVG 1972; BAG, Beschl. v. 13.11.1991 - 7 ABR 18/91 -, AP Nr. 3 zu § 27 BetrVG 1972).
Mit der betriebsverfassungsrechtlichen Stellung und Bedeutung des Betriebsrats wäre es unvereinbar, wenn die Gültigkeit seiner Wahl immer wieder in Zweifel gezogen werden könnte und es längere Zeit ungewiß bliebe, ob er überhaupt rechtmäßig amtiert (BAG Beschluß vom 13. November 1991 - 7 ABR 8/91 -, zur Veröffentlichung bestimmt, zu B 1 der Gründe).
Diese Auffassung vertritt der Senat auch für die Wahl des Betriebsratsvorsitzenden und seines Stellvertreters (Beschluß vom 13. November 1991 - 7 ABR 8/91 -, zur Veröffentlichung bestimmt, zu B 1 der Gründe).
Hinweise: Hinweise des Senats: Zur Anfechtung der Wahl des Betriebsratsvorsitzenden und seines Stellvertreters vgl. Beschluß vom 13.11.1991 - 7 ABR 8/91 -, zur Veröffentlichung bestimmt.
Bei einer entsprechenden Anwendung des § 19 BetrVG auf betriebsratsinterne Wahlen tritt aber anstelle der Anfechtungsbefugnis von drei wahlberechtigten Arbeitnehmern die Anfechtungsbefugnis eines einzelnen Betriebsratsmitglieds (BAG 13. November 1991 - 7 ABR 8/91 - BAGE 69, 41 = AP BetrVG 1972 § 26 Nr. 9 = EzA BetrVG 1972 § 26 Nr. 5, zu B 1 der Gründe).
Es wäre mit den Erfordernissen der Rechtssicherheit, denen § 19 BetrVG dient(BAG Beschluß vom 13. November 1991 - 7 ABR 8/91 - BAGE 69, 41, 44 = AP Nr. 9 zu § 26 BetrVG 1972, zu B 1 der Gründe; BAG Beschluß vom 13. November 1991 - 7 ABR 18/91 - BAGE 69, 49, 54 = AP Nr. 3 zu § 27 BetrVG 1972, zu B II 1 a der Gründe), nicht zu vereinbaren.
Es wäre mit der betriebsverfassungsrechtlichen Stellung des Betriebsrats nicht vereinbar, wenn die Gültigkeit seiner Wahl ohne zeitliche Begrenzung in Zweifel gezogen werden könnte und über längere Zeit hinweg unklar bliebe, ob der Betriebsrat überhaupt rechtmäßig amtiert (BAG 13. November 1991 - 7 ABR 8/91 - BAGE 69, 41 = AP BetrVG 1972 § 26 Nr. 9 = EzA BetrVG 1972 § 26 Nr. 5, zu B 1 der Gründe).
Auf derartige Wahlen ist § 19 BetrVG entsprechend anzuwenden (vgl. dazu BAG 13. November 1991 - 7 ABR 8/91 - BAGE 69, 41 = AP BetrVG 1972 § 26 Nr. 9 = EzA BetrVG 1972 § 26 Nr. 5, zu B 1 der Gründe;… 13. November 1991 - 7 ABR 18/91 - aaO, zu B II 1 b der Gründe; 21. Juli 2004 - 7 ABR 58/03 - BAGE 111, 269 = AP BetrVG 1972 § 47 Nr. 13 = EzA BetrVG 2001 § 47 Nr. 1, zu B I 3 der Gründe; 20. April 2005 - 7 ABR 47/04 - BAGE 114, 236 = AP BetrVG 1972 § 38 Nr. 29 = EzA BetrVG 2001 § 38 Nr. 3, zu B I 1 der Gründe).
BAG, 20.04.2005 - 7 ABR 47/04
Freistellungswahl - Erhöhung der Anzahl freizustellender Betriebsratsmitglieder
Zur Anfechtung betriebsratsinterner Wahlen ist jedes einzelne Betriebsratsmitglied berechtigt (BAG 13. November 1991 - 7 ABR 8/91 - BAGE 69, 41 = AP BetrVG 1972 § 26 Nr. 9 = EzA BetrVG 1972 § 26 Nr. 5, zu B 1 der Gründe; 13. November 1991 - 7 ABR 18/91 -BAGE 69, 49 = AP BetrVG 1972 § 27 Nr. 3 = EzA BetrVG 1972 § 27 Nr. 7, zu B II 2 b der Gründe;… 15. Januar 1992 - 7 ABR 24/91 - aaO, zu B II 2 der Gründe; 28. Oktober 1992 - 7 ABR 2/92 - BAGE 71, 286 = AP BetrVG 1972 § 38 Nr. 16 = EzA BetrVG 1972 § 38 Nr. 14, zu B I der Gründe).
Bei einer entsprechenden Anwendung des § 19 BetrVG auf betriebsratsinterne Wahlen tritt aber anstelle der Anfechtungsbefugnis von drei wahlberechtigten Arbeitnehmern die Anfechtungsbefugnis eines einzelnen Betriebsratsmitglieds (BAG 13. November 1991 - 7 ABR 8/91 - BAGE 69, 41 = AP BetrVG 1972 § 26 Nr. 9 = EzA BetrVG 1972 § 26 Nr. 5, zu B I der Gründe).
Zwar müssen Gesetzesverstöße bei einer betriebsratsinternen Wahl (hier der Wahl des stellvertretenden Betriebsratsvorsitzenden), sofern sie nicht zur Nichtigkeit der Wahl führen, in entsprechender Anwendung des § 19 BetrVG binnen einer Frist von zwei Wochen seit Bekanntgabe der Wahl in einem Wahlanfechtungsverfahren gerichtlich geltend gemacht werden (BAG Beschlüsse vom 13. November 1991 - 7 ABR 8/91 - und vom 11. März 1992 - 7 ABR 50/91 - alle zur Veröffentlichung auch in der Amtlichen Sammlung des Gerichts bestimmt).
Dieser Auslegung des Gesetzes hat sich der erkennende Senat mit Hinweis auf den durch die Novelle zum BetrVG vom 20. Dezember 1988 (BGBl. I S. 2312) nochmals verstärkten Gruppenschutz angeschlossen (vgl. Beschluß vom 13. November 1991 - 7 ABR 8/91 - zur Veröffentlichung in der Amtlichen Sammlung vorgesehen, zu B 2 der Gründe).
Nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts, der sich der erkennende Senat inzwischen angeschlossen hat, kann vielmehr dann von § 26 Abs. 1 Satz 2 BetrVG abgewichen werden, wenn dafür vernünftige und einsichtige Gründe gegeben sind (vgl. Senatsbeschluß vom 13. November 1991 - 7 ABR 8/91 - zur Veröffentlichung in der Amtlichen Sammlung vorgesehen, zu B 2 der Gründe, m.w.N.).
BAG, 29.04.1992 - 7 ABR 74/91
Zwar müssen Gesetzesverstöße bei einer betriebsratsinternen Wahl (hier der Wahl der freizustellenden Betriebsratsmitglieder), sofern sie nicht zur Nichtigkeit der Wahl führen, in entsprechender Anwendung des § 19 BetrVG binnen einer Frist von zwei Wochen seit Bekanntgabe der Wahl in einem Wahlanfechtungsverfahren gerichtlich geltend gemacht werden (BAG Beschlüsse vom 13. November 1991 - 7 ABR 8/91 - und - 7 ABR 18/91 vom 15. Januar 1992 - 7 ABR 24/91 - und vom 11. März 1992 - 7 ABR 50/91 -, alle zur Veröffentlichung bestimmt).
BAG, 15.01.1992 - 7 ABR 24/91
Ausschüsse des Betriebsrats, Zusammensetzung
Wahl des auf die Gruppe der Angestellten entfallenden Gruppenvertreters zur …
BAG, 03.03.1999 - 5 AZR 162/98
Vergütung eines Schwerbehinderten in einer Werkstatt für Behinderte
BAG, 29.11.1995 - 5 AZR 753/94
LAG Düsseldorf, 06.02.2001 - 3 TaBV 79/00
LAG Hessen, 25.03.2004 - 9 TaBV 117/03
Voraussetzungen für die Wirksamkeit eines Betriebsratsbeschlusses; Anforderungen …
ArbG Frankfurt/Main, 07.01.2016 - 19 BV 536/15
Entsendung, Gemeinschaftsbetriebsrat