Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BFH/NV%201991,%2054
Timestamp: 2020-01-24 15:14:03
Document Index: 307031025

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 10', '§ 26', '§ 26', '§ 2', '§ 10', '§ 11', '§ 10', '§ 109', '§ 10', '§ 9', '§ 109', '§ 10', '§ 109', '§ 15', '§ 165', '§ 15', '§ 5', '§ 20', '§ 4', '§ 16', '§ 22', '§ 4', '§ 15', '§ 5', '§ 6', '§ 253', '§ 3', '§ 3', '§ 6', '§ 253', 'Art. 39', '§ 5', '§ 6', '§ 6', '§ 5', '§ 253', '§ 11', '§ 110', '§ 9', '§ 110', '§ 110', '§ 17', '§ 9', '§ 2169', '§ 12', '§ 9', '§ 118', '§ 10', '§ 75', '§ 126', '§ 9', '§ 11', '§ 12', '§ 11', '§ 9', '§ 11', '§ 3', '§ 3', '§ 138', '§ 138', '§ 135', '§ 138', '§ 138']

Rechtsprechung: BFH/NV 1991, 54 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: BFH, 20.02.1991 | BFH, 10.04.1991 | BFH, 21.02.1991 | BFH, 27.02.1991 | BFH, 19.02.1991 | BFH, 31.01.1991 | BFH, 26.06.1991 | BFH, 24.04.1991 | BFH, 05.06.1991 | BFH, 21.12.1990 | BFH, 24.01.1990 | BFH, 22.09.1989
https://dejure.org/1991,464
BFH, 31.01.1991 - IV R 2/90 (https://dejure.org/1991,464)
BFH, Entscheidung vom 31.01.1991 - IV R 2/90 (https://dejure.org/1991,464)
BFH, Entscheidung vom 31. Januar 1991 - IV R 2/90 (https://dejure.org/1991,464)
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Beteiligungen des Gesellschafters - Mitunternehmer - Rechtsform einer Personengesellschaft - Bankhauses - Darlehnsgewährung - Notwendiges Sonderbetriebsvermögen - Bankenübliche Geschäftsbeziehungen
Einkommensteuer; Einbeziehung von Einkünften des Mitunternehmers in die Gewinnermittlung der Mitunternehmerschaft
BFHE 164, 309
BB 1991, 1529
BB 1991, 2264
DB 1991, 2061
BStBl II 1991, 786
BFH/NV 1991, 54
Das gilt vor allem dann, wenn die Geschäftsbeziehungen zwischen beiden Gesellschaften dem unter Fremden Üblichen entsprechen; in einem solchen Fall sind deshalb die Anteile an der einen regelmäßig kein notwendiges Sonderbetriebsvermögen bei der anderen Gesellschaft (BFH-Urteile vom 31. Januar 1991 IV R 2/90, BFHE 164, 309, BStBl II 1991, 786; vom 23. Januar 1992 XI R 36/88, BFHE 167, 491, BStBl II 1992, 721).
Hierfür genügt es allerdings nicht, wenn mit der Beteiligungsgesellschaft lediglich Geschäftsbeziehungen unterhalten werden, wie sie üblicherweise auch mit anderen Unternehmen bestehen (vgl. BFH-Urteile vom 31. Januar 1991 IV R 2/90, BFHE 164, 309, BStBl II 1991, 786; vom 23. Januar 1992 XI R 36/88, BFHE 167, 491, BStBl II 1992, 721).
Die Unterhaltung von Geschäftsbeziehungen, wie sie üblicherweise auch mit anderen Unternehmen bestehen, reicht dagegen grundsätzlich nicht aus, um Anteile des Gesellschafters der Personengesellschaft an der Kapitalgesellschaft, mit der die Personengesellschaft Geschäftsbeziehungen unterhält, als notwendiges Sonderbetriebsvermögen anzusehen, und zwar auch dann nicht, wenn diese Geschäftsbeziehungen besonders intensiv sind (vgl. BFH-Urteil vom 31. Januar 1991 IV R 2/90, BFHE 164, 309, BStBl II 1991, 786).
Diese braucht sich nicht unbedingt auf eine Arbeitsteilung innerhalb des Beschaffungs- oder Absatzmarktes oder der Leistungserstellung oder -verwertung beziehen (wie in den von der Rechtsprechung bisher entschiedenen Fällen, s. zusammenfassend BFH in BFHE 157, 551, BStBl II 1989, 890, und BFHE 164, 309, BStBl II 1991, 786), sondern kann auch technische, kaufmännische und marktstrategische Faktoren betreffen, wie sie mit dem Hinweis auf die zentral geleitete Kollektions-, Mode- und Produktentwicklung, den gemeinsamen Außendienst, die Kooperation im Bereich der Buchhaltung und der elektronischen Datenverarbeitung, den gemeinsamen Werbe- und Messeveranstaltungen etc. von der Klägerin vorgetragen wurden.
Die subjektive Bestimmung setzt eine entsprechende Erklärung des Mitunternehmers voraus, wie sie regelmäßig dann vorliegen wird, wenn das Wirtschaftsgut in der Buchführung und Bilanz des Sonderbetriebsvermögens oder auch in der steuerlichen Gesamtbilanz der Mitunternehmerschaft ausgewiesen wird (vgl. u. a. BFH-Urteile vom 21. Oktober 1976 IV R 71/73, BFHE 120, 374, BStBl II 1977, 150; vom 6. Mai 1986 VIII R 160/85, BFHE 147, 313, BStBl II 1986, 838; in BFHE 162, 99, BStBl II 1991, 401; in BFHE 164, 309, BStBl II 1991, 786); die Bestimmung des Wirtschaftsguts, den Betrieb zu fördern, kann sich aber ggf. auch aus anderen Umständen ergeben (vgl. zuletzt Senatsurteil in BFHE 162, 99, BStBl II 1991, 401).
Nicht ausreichend ist zwar grundsätzlich die Unterhaltung von Geschäftsbeziehungen, wie sie üblicherweise auch mit anderen Unternehmen bestehen (vgl. BFH-Urteile vom 31. Januar 1991 IV R 2/90, BFHE 164, 309, BStBl II 1991, 786; in BFHE 167, 491, BStBl II 1992, 721).
Danach sind die Anteile der B-GmbH an der A-GmbH --wie bei anderen an der A-GmbH beteiligten Gesellschaftern der A-KG-- in einer "Ergänzungsbilanz" bei der A-KG ausgewiesen und damit subjektiv dazu bestimmt worden, dem Betrieb der A-KG und der Stärkung der Mitunternehmerstellung der B-GmbH zu dienen; denn die subjektive Bestimmung setzt voraus, dass das Wirtschaftsgut in der Buchführung und Bilanz des Sonderbetriebsvermögens oder auch in der steuerlichen Gesamtbilanz der Mitunternehmerschaft ausgewiesen wird (z.B. BFH-Urteil vom 31. Januar 1991 IV R 2/90, BFHE 164, 309, BStBl II 1991, 786, unter II.4., m.w.N.).
Weiterhin durfte das FG auch davon ausgehen, dass die Beteiligung an der A-GmbH objektiv geeignet war, dem Betrieb der Personengesellschaft oder der Beteiligung der B-GmbH als Mitunternehmerin an der Personengesellschaft zu dienen oder diese zu fördern (vgl. BFH-Urteil in BFHE 164, 309, BStBl II 1991, 786, unter II.4., m.w.N.).
Die Unterhaltung von Geschäftsbeziehungen, wie sie üblicherweise auch mit anderen Unternehmen bestehen, reicht demnach grundsätzlich nicht aus, um Anteile des Gesellschafters einer Personengesellschaft an der Kapitalgesellschaft, mit der die Personengesellschaft Geschäftsbeziehungen unterhält, als notwendiges Sonderbetriebsvermögen anzusehen (s. auch BFH-Urteil vom 31. Januar 1991 IV R 2/90, BFHE 164, 309, BStBl II 1991, 786).
Daher gehört die Beteiligung des Mitunternehmers eines Bauunternehmens an einer Parkhaus-GmbH nicht schon deshalb zu seinem notwendigen Sonderbetriebsvermögen II, weil Parkhäuser der GmbH von der Mitunternehmerschaft errichtet wurden (BFH-Urteil vom 23. Januar 1992 XI R 36/88, BFHE 167, 491, BStBl II 1992, 721); auch die Beteiligung des Mitunternehmers eines in der Rechtsform einer Personengesellschaft betriebenen Bankhauses an einer GmbH ist nicht bereits deshalb notwendiges Sonderbetriebsvermögen II, weil es sich um die langjährige Hausbank handelt (BFH-Urteil vom 31. Januar 1991 IV R 2/90, BFHE 164, 309, BStBl II 1991, 786).
Das Unterhalten von üblichen Geschäftsbeziehungen spricht als Indiz ebenfalls gegen notwendiges Betriebsvermögen (vgl. BFH-Urteile vom 31. Januar 1991 IV R 2/90, BFHE 164, 309, BStBl II 1991, 786; in BFHE 185, 384, BStBl II 1998, 301).
BFH, 31.08.2006 - IV B 20/05
Mitunternehmerschaft: GmbH-Anteile als Sonderbetriebsvermögen II; kumulative …
BFH, 08.12.1993 - XI R 18/93
Anteil an Wohnungsbau-GmbH als notwendiges Betriebsvermögen eines Malermeisters
FG Niedersachsen, 06.09.1996 - IX 606/89
Beteiligung an einer GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung) als notwendiges …
BFH, 20.02.1991 - X R 191/87
https://dejure.org/1991,1285
BFH, 20.02.1991 - X R 191/87 (https://dejure.org/1991,1285)
BFH, Entscheidung vom 20.02.1991 - X R 191/87 (https://dejure.org/1991,1285)
BFH, Entscheidung vom 20. Februar 1991 - X R 191/87 (https://dejure.org/1991,1285)
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EStG § 2 Abs. 4, § 10b Abs. 1, § 26 Abs. 1, § 26b
Zahlungen eines Steuerpflichtigen - Denkmalschutz - Erhaltung eines Einfamilienhauses - Spende
Einkommensteuer; Aufwendungen für Denkmalschutz keine Spenden
BFHE 164, 235
BB 1991, 1989
DB 1991, 2016
BStBl II 1991, 690
So habe der Bundesfinanzhof (BFH) im Urteil vom 20. Februar 1991 X R 191/87 (BFHE 164, 235, BStBl II 1991, 690) die wirtschaftliche Belastung verneint, weil die dortige (Durchlauf-)Spende letztlich in das Vermögen des anderen Ehegatten gelangt sei.
So fehlt es an der wirtschaftlichen Belastung u.a., wenn ein Ehegatte unter dem Verwendungszweck "Förderung des Denkmalschutzes" eine (Durchlauf-)Spende an eine öffentliche Stelle leistet, die die Spende an den anderen --mit dem spendenden Ehegatten zusammenveranlagten-- Ehegatten weiterleiten muss, damit dieser ein ihm gehörendes, unter Denkmalschutz stehendes Einfamilienhaus, das die Eheleute gemeinsam bewohnen, erhalten kann (Senatsurteil in BFHE 164, 235, BStBl II 1991, 690).
Nach dieser Vorschrift werden bei der Zusammenveranlagung von Ehegatten die Einkünfte, die die Ehegatten erzielt haben, zusammengerechnet, den Ehegatten gemeinsam zugerechnet und, soweit nichts anderes vorgeschrieben ist, die Ehegatten sodann --etwa bei der Berücksichtigung der Sonderausgaben gemäß § 2 Abs. 4 EStG-- gemeinsam als Steuerpflichtiger behandelt (Urteil des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 20. Februar 1991 X R 191/87, BFHE 164, 235, BStBl II 1991, 690).
Nur bei einer wirtschaftlichen Belastung des Abzugsberechtigten ist ein Abzug als Sonderausgabe, hier der Spende, zur Ermittlung der steuerlichen Leistungsfähigkeit gerechtfertigt (vgl. BFH-Urteil vom 20.2.1991 X R 91/87, BStBl II 1991, 690 zum Merkmal der wirtschaftlichen Belastung).
Diesbezüglich kann den in dem Urteil des BFH vom 20.2.1991 X R 91/87, BStBl II 1991, 690, gewählten Formulierungen keine andere Rechtsauffassung entnommen werden.
Unter Zuwendungen im Sinne dieser Regelung sind alle Wertabgaben zu verstehen, die aus dem geldwerten Vermögen des Spenders zur Förderung des begünstigten Zwecks abfließen und bei dem Spender zu einer endgültigen wirtschaftlichen Belastung führen (Senatsurteil vom 20. Februar 1991 X R 191/87, BFHE 164, 235, BStBl II 1991, 690, unter 3.).
Ausgaben sind alle Wertabgaben, die aus dem geldwerten Vermögen des Spenders abfließen (vgl. BFH-Urteile vom 20. Februar 1991 X R 191/87, BFHE 164, 235, BStBl II 1991, 690; in BFHE 144, 439, BStBl II 1986, 726).
Nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) setzt der Abzug einer "Spende" i. S. des § 10b EStG voraus, daß die Ausgabe zu einer endgültigen wirtschaftlichen Belastung des Spenders führt (Urteil vom 20. Februar 1991 X R 191/87, BFHE 164, 235, BStBl II 1991, 690) und die Spende um der Sache willen ohne die Erwartung eines besonderen Vorteils gegeben werden muß (vgl. BFH-Urteil vom 19. Dezember 1990 X R 40/86, BFHE 163, 197, BStBl II 1991, 234;… Beschluß vom 22. März 1995 X B 285/94, BFH/NV 1995, 963).
Unter Ausgaben sind nach wie vor Wertabgaben zu verstehen, die aus dem geldwerten Vermögen des Spenders abfließen (BFH-Urteil vom 20.2.1991 X R 191/87, BFHE 164, 235, BStBl II 1991, 690, vom 16.02.2011 X R 46/09, BFHE 232, 513, BStBl II 2011, 685).
Vorausgesetzt wird eine endgültige wirtschaftliche Belastung des Spenders (BFH, Urteil vom 20.02.1991 X R 191/87, BFHE 164, 235, BStBl II 1991, 690, Urteil vom 16.02.2011 X R 46/09, BFHE 232, 513, BStBl II 2011, 685).
Unter Ausgaben im Sinne der Vorschrift sind alle Wertabgaben zu verstehen, die aus dem Vermögen des Steuerpflichtigen abfließen (vgl. § 11 Abs. 2 EStG; z. B. Urteil des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 20. Februar 1991 X R 191/87, BFHE 164, 235, BStBl II 1991, 690).
Diese "Einheit der Ehegatten beim Sonderausgabenabzug" (…Söhn in Kirchhof/Söhn, Kommentar zum Einkommensteuergesetz, § 10 Rdnr. B 122) bedeutet vor allem, daß sämtliche Sonderausgaben der Ehegatten einheitlich zu erfassen (zusammenzufassen) sind und daß es gleichgültig ist, wer von beiden Ehegatten den abziehbaren Aufwand schuldet und/oder tatsächlich geleistet hat (vgl. Senatsurteil vom 20. Februar 1991 X R 191/87, BFHE 164, 235, 238, BStBl II 1991, 690).
BFH, 13.06.2002 - III B 22/02
Es fehlt eine Auseinandersetzung mit der bereits vorliegenden höchstrichterlichen Rechtsprechung, nach der die Festsetzung einer Steuer oder Investitionszulage unter Vorbehalt der Nachprüfung das Entstehen eines für die Bindung nach Treu und Glauben notwendigen Vertrauenstatbestands verhindert (BFH-Entscheidungen vom 20. Februar 1991 X R 191/87, BFHE 164, 235, BStBl II 1991, 690;… vom 15. Dezember 1994 V R 135/93, BFH/NV 1995, 938;… vom 14. August 1997 III B 58/97, BFH/NV 1998, 83, …und vom 5. Dezember 1996 III B 4/95, BFH/NV 1997, 617).
FG Hamburg, 11.09.2009 - 3 K 242/08
Abzugsfähigkeit der Zuwendung in den Vermögensstock einer Stiftung durch …
FG Köln, 20.04.1999 - 15 K 6180/95
BFH, 10.04.1991 - II R 118/86
https://dejure.org/1991,699
BFH, 10.04.1991 - II R 118/86 (https://dejure.org/1991,699)
BFH, Entscheidung vom 10.04.1991 - II R 118/86 (https://dejure.org/1991,699)
BFH, Entscheidung vom 10. April 1991 - II R 118/86 (https://dejure.org/1991,699)
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BewG § 109 Abs. 1, § 10, § 9
Zur Sachleistung Verpflichteter - Ausstehende Leistung - Vorauszahlung des Gläubigers - Schwebendes Geschäft - Einheitsbewertung des Betriebsvermögens - Übertragung von Grundbesitz - Sachleistungsverpflichtung
BewG § 109 Abs. 1, §§ 10, 9
§ 109 BewG
Bewertung; Teilwert einer Sachleistungsverpflichtung
BFHE 164, 448
BB 1991, 1623
DB 1991, 1913
BStBl II 1991, 619
BStBl II 1991, 620
Denn es handelte sich dabei lediglich um eine vorzeitige Verschiebung der steuerlichen --belastenden oder entlastenden-- Folgen auf einen Zeitpunkt, bevor das gegenseitige Geschäft abgewickelt ist (BFH-Urteil in BFHE 164, 448, BStBl II 1991, 620, 622; vgl. hierzu Moench, DStR 1978, 567, 570; Brosch, BB 1983, 241; Martin, DB 1990, 1536).
Denn es handelte sich dabei lediglich um eine vorzeitige Verschiebung der steuerlichen --belastenden oder entlastenden-- Folgen auf einen Zeitpunkt, bevor das gegenseitige Geschäft abgewickelt ist (BFH-Urteil in BFHE 164, 448, BStBl II 1991, 620, 622; vgl. hierzu Moench, Deutsches Steuerrecht --DStR-- 1978, 567, 570; Brosch, BB 1983, 241; Martin, Der Betrieb --DB-- 1990, 1536).
Die darin zum Ausdruck kommende Rechtsmeinung hat der erkennende Senat aber durch die Urteile vom 10. April 1991 II R 118/86 (BFHE 164, 448, BStBl II 1991, 620, betreffend das Betriebsvermögen) und vom 26. Juni 1991 II R 117/87 (BFHE 164, 464, BStBl II 1991, 749, betreffend das sonstige Vermögen) aufgegeben.
Von den Klägern ist im übrigen nicht geltend gemacht worden, daß die Änderung der Rechtsprechung durch die Urteile vom 10. April und 26. Juni 1991 willkürlich erfolgt sei (vgl. Beschluß des BVerfG vom 11. November 1964 1 BvR 488/62, 1 BvR 562/63, 1 BvR 216/64, BVerfGE 18, 224, 240); vielmehr haben sie den "Ansatz des Gegenstandes" anstelle des "vorübergehenden Geldanspruchs" auch im Hinblick auf die Besteuerung des Vertragspartners (des im Streitfall Beigeladenen) als "einleuchtend" bezeichnet (zur Begründung der Rechtsprechungsänderung s. die zitierten Urteile in BFHE 164, 448, BStBl II 1991, 620, und in BFHE 164, 464, BStBl II 1991, 749).
Da dem Urteil der Vorinstanz der nicht mehr existierende Erbschaftsteuerbescheid vom 8. Juni 1994 zugrunde liegt, kann es keinen Bestand haben (BFH-Urteile vom 10. April 1991 II R 118/86, BFHE 164, 448, BStBl II 1991, 620, und vom 14. November 1990 II R 126/87, BFHE 163, 218, BStBl II 1991, 556).
Denn hinsichtlich der Streitfrage, ob der Erwerb der Klägerin von Todes wegen gemäß § 15 Abs. 3 ErbStG nach Maßgabe der Steuerklasse III oder der Steuerklasse IV zu besteuern ist, hat sich durch die Änderung des Erbschaftsteuerbescheids gemäß § 165 Abs. 2 AO 1977 kein neuer Sachverhalt ergeben (vgl. BFH-Urteile in BFHE 164, 448, BStBl II 1991, 620, …und vom 23. Juni 1993 I R 31/92, BFH/NV 1994, 661).
Die durchgängige Bewertung der Sachleistungsverpflichtungen und -ansprüche aus gegenseitigen Verträgen mit dem gemeinen Wert und nicht mit dem für die Sache selbst geltenden Steuerwert stellt darüber hinaus die Verbindung mit der Bewertung des Betriebsvermögens und mit der Vermögensteuer wieder her, für die der Senat mit Urteilen vom 10. April 1991 II R 118/86 (BFHE 164, 448, BStBl II 1991, 620) und vom 26. Juni 1991 II R 117/87 (BFHE 164, 464, BStBl II 1991, 749) von der Entscheidung vom 3. März 1978 III R 7/76 (BFHE 125, 75, BStBl II 1978, 398) unabhängig davon abgerückt ist, ob der Erwerber die Gegenleistung bereits erbracht hat.
In Anbetracht der neueren BFH-Rechtsprechung (vgl. Urteile vom 6. Dezember 1989 II R 103/86, BFHE 159, 542, BStBl II 1990, 434; vom 10. April 1991 II R 118/86, BFHE 164, 448, BStBl II 1991, 620; vom 26. Juni 1991 II R 117/87, BFHE 164, 464 [BFH 26.06.1991 - II R 117/87], BStBl II 1991, 749; vom 23. Oktober 1991 II R 77/87, BFHE 166, 376, BStBl II 1992, 248; vom 11. Dezember 1991 II R 49/89, BFHE 165, 442 [BFH 14.06.1991 - III R 64/89], BStBl II 1992, 260, 262, und vom 27. November 1991 II R 12/89, BFHE 166, 387, BStBl II 1992, 298), wonach Sachleistungsansprüche aus noch nicht voll abgewickelten gegenseitigen Verträgen mit dem gemeinen Wert anzusetzen seien, sei zwar fraglich, ob an der bisherigen Auffassung zur Bewertung des Kaufrechtsvermächtnisses festgehalten werden könne.
Der BFH habe es im Urteil in BFHE 164, 448, BStBl II 1991, 620 offen gelassen, ob die neue Rechtsprechung zur Bewertung von Sachleistungsansprüchen auch auf die Bewertung einseitiger Forderungen und Verpflichtungen (z.B. Vermächtnisanspruch auf Übertragung eines Grundstücks) anwendbar sei.
Das FA begründet seine Beschwerde im wesentlichen wie folgt: Der BFH habe mit seinem Urteil in BFHE 164, 448, BStBl II 1991, 620 unter Änderung seiner bisherigen Rechtsprechung entschieden, daß Sachleistungsverpflichtungen und Sachleistungsansprüche bei schwebenden Geschäften nicht mehr mit dem Steuerwert der zu leistenden Sache zu bewerten seien, und zwar auch dann nicht, wenn das gegenseitige Geschäft auf Übertragung von Grundbesitz gerichtet sei.
Für diese Lösung spricht, daß es zunächst - wie der Senat in seinem Urteil in BFHE 164, 448, BStBl II 1991, 620, 622 ausgeführt hat - keinen zwingenden Grund gibt, den bei der Bewertung des Grundbesitzes nach den Wertverhältnissen vom 1. Januar 1964 ermittelten Einheitswert über den eigentlichen Bewertungsgegenstand hinaus auf Sachleistungsverpflichtungen und -ansprüche zu übertragen.
BFH, 26.06.1991 - II R 117/87
Ansatz des sich aus einem gegenseitigen Vertrag ergebenden Sachleistungsanspruchs …
Der erkennende Senat hält damit für den Bereich der Vermögensteuer und der Einheitsbewertung des Betriebsvermögens an der bisherigen Rechtsprechung zur Bewertung von Sachleistungsverpflichtungen und -ansprüchen des früher für diese Materien zuständigen III. Senats (vgl. Urteil vom 3. März 1978 III R 7/76, BFHE 125, 75, BStBl II 1978, 398) nicht mehr fest (vgl. insbesondere das Senats-Urteil vom 10. April 1991 II R 118/86, BFHE 164, 448, BStBl II 1991, 620, m. w. N.).
Der Begriff des schwebenden Geschäfts als ein einheitliches Wirtschaftsgut, wie er sich aus dem Senatsurteil vom 10. April 1991 II R 118/86 ergibt, ist im übrigen auf die Behandlung nicht erfüllter gegenseitiger Verträge im sonstigen Vermögen nicht übertragbar.
Ein schwebendes Geschäft endet, wenn der zur Sachleistung verpflichtete Vertragspartner - hier also der Arbeitnehmer - seine Leistungen erbracht hat (vgl. z. B. - für Veräußerungsverträge - BFH-Urteile vom 29. April 1987 I R 192/82, BFHE 150, 412, BStBl II 1987, 797; vom 26. April 1989 I R 147/84, BFHE 157, 121, BStBl II 1991, 213, und vom 10. April 1991 II R 118/86, BFHE 164, 448, BStBl II 1991, 620, sowie - für Nutzungsrechte - BFH-Urteil vom 20. Mai 1992 X R 49/89, BFHE 168, 182, BStBl II 1992, 904, m. w. N., und - für Dienstleistungsverträge - z. B. BFH-Urteil vom 8. Dezember 1982 I R 142/81, BFHE 137, 448, BStBl II 1983, 369).
BFH, 23.10.1991 - II R 77/87
Der Anspruch eines Land- und Forstwirts auf Lieferung stehender oder umlaufender …
Denn der Begriff des schwebenden Geschäfts als ein einheitliches Wirtschaftsgut, wie es sich aus dem zur Einheitsbewertung des Betriebsvermögens eines gewerblichen Betriebs ergangenen Senatsurteils vom 10. April 1991 II R 118/86 (BFHE 164, 448, BStBl II 1991, 620) ergibt, ist auf die bewertungsrechtliche Behandlung nicht erfüllter gegenseitiger Verträge außerhalb des Betriebsvermögens nicht übertragbar (vgl. Senatsurteil vom 26. Juni 1991 II R 117/87, BFHE 164, 464, BStBl II 1991, 749).
Zu Recht hat das FA jedoch gleichzeitig auch den auf den Kläger als Erben übergegangenen Sachleistungsanspruch auf Lieferung des Mähdreschers mit dem gemeinen Wert in gleicher Höhe erfaßt (vgl. Senatsurteil in BFHE 164, 448, BStBl II 1991, 620).
Ansatz eines Verlustübernahmeanspruchs gegen das herrschende Unternehmen beim …
FG München, 29.03.2006 - 4 K 1831/05
Auslegung eines Schenkungsvertrages; Schenkung eines Grundstücks im Zustand der …
BFH, 10.04.1991 - II R 163/87
Einheitswert für einen Gewerbebetrieb - Ein am Bewertungsstichtag auf die …
FG München, 29.03.2006 - 4 K 1836/05
FG München, 29.03.2006 - 4 K 1835/05
Rechtliche Einordnung der Schenkung eines Gebäudes sowie eines anschließenden …
FG München, 23.06.1999 - 4 K 1163/95
Kaufrechts- oder Sachvermächtnis unter Auflage
BFH, 06.10.1993 - II R 94/90
Festsetzung eines Einheitswertes für ein Geschäftsgrundstück
BFH, 26.06.1991 - II R 162/88
Anwendbarkeit des Begriffs des schwebenden Geschäfts als einheitliches …
FG München, 17.10.1997 - 4 K 3177/94
https://dejure.org/1991,887
BFH, 19.02.1991 - VIII R 65/89 (https://dejure.org/1991,887)
BFH, Entscheidung vom 19.02.1991 - VIII R 65/89 (https://dejure.org/1991,887)
BFH, Entscheidung vom 19. Februar 1991 - VIII R 65/89 (https://dejure.org/1991,887)
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Gesellschafter einer Personengesellschaft - Gesellschaftszweck - Errichtung von Eigentumswohnungen - Vermarktung von Eigentumswohnungen - Bauherrenmodell - Notwendiges Sonderbetriebsvermögen
Einkommensteuer; Sonderbetriebsvermögen bei Grundstücksüberlassung
BFHE 164, 315
BB 1991, 1528
DB 1991, 2063
BStBl II 1991, 789
Diese Vorschrift gebietet es, in den steuerlichen Betriebsvermögensvergleich alle Wirtschaftsgüter einzubeziehen, die die Unternehmer (Mitunternehmer) des Betriebs diesem widmen; bestätigt und klargestellt wird dies durch die Hinzurechnung der Vergütungen, die die Gesellschaft dem Gesellschafter für die Nutzungsüberlassung zahlt, zum Gesamtgewinn der Mitunternehmerschaft und zum Gewinnanteil des Gesellschafters (vgl. z. B. BFH-Urteile vom 2. Dezember 1982 IV R 72/79, BFHE 137, 323, BStBl II 1983, 15; vom 19. Februar 1991 VIII R 94/90, BFHE 164, 315, BStBl II 1991, 789).
Der BFH hat unter diesen Voraussetzungen eine gewinnrealisierende Entnahme für den Fall abgelehnt, daß ein Wirtschaftsgut des Sonderbetriebsvermögens eines Gesellschafters unentgeltlich in das Sonderbetriebsvermögen eines anderen Gesellschafters übertragen wird (vgl. dazu Urteil vom 24. März 1992 VIII R 48/90, BFHE 168, 521, BStBl II 1993, 93 unter 2. b cc bbb der Gründe, m. w. N.; zur Überführung von Betriebsvermögen in Sonderbetriebsvermögen eines Gesellschafters BFH-Urteil vom 19. Februar 1991 VIII R 65/89, BFHE 164, 315, BStBl II 1991, 789 unter 3. der Gründe, und für die Überführung von Sonderbetriebsvermögen in ein Betriebsvermögen des Gesellschafters Urteil vom 14. Juni 1988 VIII R 387/83, BFHE 154, 309, BStBl II 1989, 187).
Dies sind insbesondere solche Wirtschaftsgüter, die ein Mitunternehmer der Mitunternehmerschaft zur Nutzung für deren gewerbliche Tätigkeit überlässt (Urteil des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 19. Februar 1991 VIII R 65/89, BFHE 164, 315, BStBl II 1991, 789), und zwar unabhängig davon, ob die Wirtschaftsgüter für die Zwecke der Mitunternehmerschaft notwendig sind (BFH-Urteile vom 23. Mai 1991 IV R 94/90, BFHE 164, 540, BStBl II 1991, 800; vom 13. Oktober 1998 VIII R 46/95, BFHE 187, 425, BStBl II 1999, 357, unter II.2.b der Gründe, und vom 17. Dezember 2008 IV R 65/07, BFHE 224, 91, BStBl II 2009, 371).
Daraus folgt weiter, daß die in dem Grundstück ruhenden stillen Reserven nicht aufgedeckt werden durften; für eine freiwillige Gewinnrealisierung ohne Betriebsaufgabe fehlt die Rechtsgrundlage (BFH-Urteile vom 16. April 1991 VIII R 63/87, BFHE 164, 513, BStBl II 1991, 832; vom 12. Mai 1993 XI R 58, 59/92, BFHE 171, 282, 285;… Beschluß vom 28. Mai 1986 I S 13/85, BFH/NV 1987, 294; ferner Urteil vom 19. Februar 1991 VIII R 65/89, BFHE 164, 315, BStBl II 1991, 789, zur Überführung eines Wirtschaftsguts vom Betriebsvermögen in das Sonderbetriebsvermögen eines Gesellschafters;… Schmidt, a. a. O., § 15 Rz. 682 und 878;… Schmidt/Weber-Grellet, a. a. O., § 5 Rz. 657; Schneeloch, Deutsches Steuerrecht 1991, 804, 805; Fichtelmann, GmbHR 1991, 369, 372; Dehmer, Umwandlungsrecht, Umwandlungssteuerrecht, § 20 UmwStG Anm. 9;… siehe auch Plückebaum in Kirchhof/Söhn, a. a. O., § 4 Rdnr. B 242;… Reiß in Kirchhof/Söhn, a. a. O., § 16 Rdnr. B 34;… a. A. Knobbe-Keuk, a. a. O., § 22 X 4. a a. E.; Zimmermann, Finanz-Rundschau 1988, 377, 378;… siehe auch Heinicke in Schmidt, a. a. O., § 4 Rz. 328 f., m. w. N.).
Ein Zwang zur Buchwertfortführung, wie er sonst bei einem Wechsel von einem Betriebsvermögen in ein Sonderbetriebsvermögen des Steuerpflichtigen - und umgekehrt - angenommen wird (vgl. BFH-Urteile vom 14. Juni 1988 VIII R 387/83, BFHE 154, 309, BStBl II 1989, 187, und vom 19. Februar 1991 VIII R 65/89, BFHE 164, 315, BStBl II 1991, 789, unter 3.) besteht bei Betriebsveräußerungen hinsichtlich des Sonderbetriebsvermögens nicht.
Dazu gehören insbesondere solche Wirtschaftsgüter, die ein Gesellschafter der Personengesellschaft zur Nutzung für ihre eigengewerbliche Tätigkeit überläßt (BFH-Urteil vom 19. Februar 1991 VIII R 65/89, BFHE 164, 315, BStBl II 1991, 789), und zwar unabhängig davon, ob die Wirtschaftsgüter für die Zwecke der Personengesellschaft notwendig sind (BFH-Urteil vom 23. Mai 1991 IV R 94/90, BFHE 164, 540, BStBl II 1991, 800).
Er hat der GbR das Grundstück auch nicht mittelbar über die GmbH als zwischengeschalteten Dritten zur Nutzung oder zur "Verfügung in anderer Weise" überlassen (vgl. dazu Senatsurteil vom 19. Februar 1991 VIII R 65/89, BFHE 164, 315, BStBl II 1991, 789, und den Beschluß des BFH vom 3. Mai 1993 GrS 3/92, BFHE 171, 246, BStBl II 1993, 616, unter C. III. 6. a bb).
Bleibt ein Wirtschaftsgut hingegen --wie im Streitfall-- Sonderbetriebsvermögen desselben Steuerpflichtigen, kann es nicht durch bloße Erklärung zum Privatvermögen werden; vielmehr sind die bisherigen Buchwerte fortzuführen (BFH-Urteile vom 19. Februar 1991 VIII R 65/89, BFHE 164, 315, BStBl II 1991, 789, unter 3. der Gründe; in BFHE 180, 97, BStBl II 1996, 342, unter II.2.b bb der Gründe, m.w.N.).
Dazu gehören insbesondere solche Wirtschaftsgüter, die ein Gesellschafter der Personengesellschaft zur Nutzung für ihre eigengewerbliche Tätigkeit überlässt (BFH-Urteil vom 19. Februar 1991 VIII R 65/89, BFHE 164, 315, BStBl II 1991, 789), und zwar unabhängig davon, ob die Wirtschaftsgüter für die Zwecke der Personengesellschaft notwendig sind (BFH-Urteile vom 23. Mai 1991 IV R 94/90, BFHE 164, 540, BStBl II 1991, 800, und vom 13. Oktober 1998 VIII R 46/95, BFHE 187, 425, BStBl II 1999, 357, unter II.2.b der Gründe).
Sie hat der Klägerin die Räume auch nicht mittelbar über die GmbH als zwischengeschalteten Dritten zur Nutzung oder zur Verfügung "in anderer Weise" überlassen (zum Anwendungsbereich des sog. Sonderbetriebsvermögens I vgl. z. B. BFH-Urteil vom 19. Februar 1991 VIII R 65/89, BFHE 164, 315, BStBl II 1991, 789, und Beschluß vom 3. Mai 1993 GrS 3/92, BFHE 171, 246, BStBl II 1993, 616 unter C. III. 6. a bb der Gründe).
Nach ständiger Rechtsprechung zählen hierzu notwendig auch Wirtschaftsgüter, die einem Mitunternehmer gehören, jedoch kraft ihrer Funktion dem Betrieb der Personengesellschaft (Sonderbetriebsvermögen I) oder der Beteiligung des Mitunternehmers (Sonderbetriebsvermögen II) dienen (§ 15 Abs. 1 Nr. 2 EStG; BFH-Urteile vom 23. Januar 1992 XI R 36/88, BFHE 167, 491, BStBl II 1992, 721, m. w. N.; vom 19. Februar 1991 VIII R 65/89, BFHE 164, 315, BStBl II 1991, 789).
BFH, 29.09.2005 - VIII B 301/04
Feststellungsverfahren bei verschiedenen aber gesellschaftsrechtlich verbundenen …
BFH, 31.01.1991 - IV R 31/90
https://dejure.org/1991,1544
BFH, 31.01.1991 - IV R 31/90 (https://dejure.org/1991,1544)
BFH, Entscheidung vom 31.01.1991 - IV R 31/90 (https://dejure.org/1991,1544)
BFH, Entscheidung vom 31. Januar 1991 - IV R 31/90 (https://dejure.org/1991,1544)
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EStG 1981 § 5 Abs. 1, 5, § 6 Abs. 1 Nr. 2; HGB § 253 Abs. 3
Wirtschaftsgütern - Bemessung des Teilwerts - Zusammensetzung - Nutzbarkeit - Fertigkeiten des Betriebsinhabers
Einkommensteuer; Teilwert von Wirtschaftsgütern
BFHE 164, 232
BB 1991, 1532
DB 1991, 1754
BStBl II 1991, 627
Eine Teilwertabschreibung war zwar nicht grundsätzlich ausgeschlossen; die Forderungen sind im Rahmen eines üblichen Leistungsaustausches entstanden und wären als Wirtschaftsgüter des Umlaufvermögens bei Zahlungsunfähigkeit des Schuldners nach dem strengen Niederstwertprinzip auf den niedrigeren Teilwert abzuschreiben (…vgl. etwa Herrmann/Heuer/Raupach, a. a. O., § 3 EStG Nr. 66 Rdnr. 23;… Blümich/Erhard, Einkommensteuergesetz, 15. Aufl., § 3 Rdnr. 447; zum strengen Niederstwertprinzip vgl. etwa BFH-Urteil vom 31. Januar 1991 IV R 31/90, BFHE 164, 232, BStBl II 1991, 627, m. w. N.).
Bei Erwerbsvorgängen spricht jedoch eine tatsächliche Vermutung dafür, daß der Teilwert des Wirtschaftsguts im Zeitpunkt des Erwerbs nicht unter den Anschaffungskosten liegt (ständige Rechtsprechung; vgl. z. B. Senatsurteil vom 31. Januar 1991 IV R 31/90, BFHE 164, 232, BStBl II 1990, 627, m. w. N.).
Dieser wird lediglich, sozusagen als objektiver Bewerter, an die Stelle des jeweiligen Steuerpflichtigen gesetzt (vgl. BFH-Urteile vom 17. Januar 1978 VIII R 31/75, BFHE 124, 441, BStBl II 1978, 335; vom 31. Januar 1991 IV R 31/90, BFHE 164, 232, BStBl II 1991, 627;… Schmidt/Glanegger, a. a. O., § 6 Rdnr. 215).
Der Teilwert ist ein ausschließlich objektiver Wert, der von der Marktlage am Bilanzstichtag bestimmt wird (BFH v. 31.1.1991 IV R 31/90, BStBI II 1991, 627).
Das strenge Niederstwertprinzip des § 253 Abs. 3 Satz 2 HGB /Art. 39 Abs. 1 Buchst. b BiRiLi gilt aufgrund der Maßgeblichkeits-Verweisung des § 5 Abs. 1 EStG auch steuerrechtlich im Rahmen der nach § 6 Abs. 1 Nr. 2 EStG eröffneten Möglichkeit der Abschreibung von Wirtschaftsgütern des Umlaufvermögens auf den niedrigeren Teilwert ( BFH-Urteil vom 31. Januar 1991 IV R 31/90 , BFHE 164, 232, BStBl II 1991, 627 [BFH 31.01.1991 - IV R 31/90] zu 2).
1. Kein steuerliches Wertaufholungsgebot für eine auf den Teilwert abgeschriebene …
Die Notwendigkeit einer Neubewertung bereits wertberichtigter Forderungen aus der Sicht des jeweils aktuellen Bilanzstichtages (…so Werndl in Kirchhof/Söhn, a. a. O., § 6 B 587) folgt nicht aus einer Verpflichtung zur Wertaufholung, sondern aus dem Niederstwertprinzip (vgl. § 5 Abs. 1 EStG i. V. m. § 253 Abs. 3 HGB; vgl. z. B. auch BFH-Urteil vom 31. Januar 1991 IV R 31/90, BFHE 164, 232, BStBl II 1991, 627), das heißt, nur die Notwendigkeit einer Teilwertabschreibung ist zu prüfen.
Sie soll allein der Beantwortung der Frage dienen, was ein Erwerber zum Stichtag für das jeweilige Wirtschaftsgut im Rahmen des Gesamtkaufpreises gezahlt hätte, wenn er sich in der Lage des Steuerpflichtigen befunden hätte (vgl. BFH-Urteil vom 31. Januar 1991 IV R 31/90, BStBl II 1991, 627 ).
BFH, 12.08.1998 - IV B 4/98
Sinn der Fiktion der Betriebsfortführung ist nämlich, eine Bewertung der einzelnen Wirtschaftsgüter unter Berücksichtigung ihrer wirtschaftlichen Bedeutung für den lebenden Betrieb zu ermöglichen (Senatsurteil vom 31. Januar 1991 IV R 31/90, BFHE 164, 232, BStBl II 1991, 627).
FG Münster, 20.05.2005 - 9 K 3656/03
Anwendbarkeit der §§ 11 ff. UmwStG auf die Verschmelzung der Mutter- auf die …
Für die Bemessung des Teilwerts kommt es dabei nach ständiger Rechtsprechung nur auf die objektiven Verhältnisse des Betriebes, nicht aber auf die persönlichen Umstände, Absichten, Fähigkeiten oder Preisvorstellungen des jeweiligen konkreten Betriebsinhabers an (vgl. BFH Urteil vom 31. Januar 1991 IV R 31/90, BFHE 164, 232, BStBl II 1991, 627).
FG München, 07.03.2003 - 13 K 4969/01
Nichtigkeit von Schätzungsbescheiden; Willkürschätzungen; nachträgliches …
https://dejure.org/1991,1095
BFH, 26.06.1991 - II R 117/87 (https://dejure.org/1991,1095)
BFH, Entscheidung vom 26.06.1991 - II R 117/87 (https://dejure.org/1991,1095)
BFH, Entscheidung vom 26. Juni 1991 - II R 117/87 (https://dejure.org/1991,1095)
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BewG § 110 Abs. 1, § 9
Gegenseitiger Vertrag - Sachleistungsanspruch - Übertragung eines Grundstücks - Sonstiges Vermögen - Gemeiner Wert - Einheitswert
§§ 110, 9 BewG
Bewertung; Sachleistungsanspruch auf Übertragung eines Grundstücks
BFHE 164, 464
BB 1991, 1629
BB 1991, 1698
DB 1991, 1915
BStBl II 1991, 749
Auch bei der Erblasserin wären die streitigen, noch unerfüllten Sachleistungsansprüche im Rahmen einer Vermögensteuerveranlagung als Bestandteile des sonstigen Vermögens (§ 110 Abs. 1 BewG) gemäß § 17 Abs. 3 Satz 1 BewG i. V. m. § 9 Abs. 1 BewG mit dem gemeinen Wert zu erfassen gewesen (vgl. z. B. Senatsurteil vom 26. Juni 1991 II R 117/87, BFHE 164, 464, BStBl II 1991, 749).
Das FG hat deshalb zutreffend den gemeinen Wert der Sachleistungsansprüche in Höhe der in den Werkverträgen vereinbarten Werklöhne von 237.874 DM angesetzt (vgl. auch BFH-Urteil vom 22. November 1968 III R 49/68, BFHE 94, 498, BStBl II 1969, 226, 227, rechte Sp., unter 2.; vgl. ferner Senatsurteil in BFHE 164, 464, BStBl II 1991, 749, 750 f.).
Denn der gemeine Wert des Sachleistungsanspruchs entspricht regelmäßig dem Betrag, der für den Erwerb des Gegenstands im gewöhnlichen Geschäftsverkehr aufgewendet werden muß (vgl. Senatsurteil in BFHE 164, 464, BStBl II 1991, 749, sowie BFH-Urteil vom 22. November 1968 III R 49/68, BFHE 94, 498, BStBl II 1969, 226), im Streitfall dem vereinbarten Kaufpreis in Höhe von 165.859 DM.
Dabei hielt er an seiner Auffassung fest, dass der Einspruchsführer in Bezug auf die Eigentumswohnung einen Anspruch aus einem Verschaffungsvermächtnis (§§ 2169 Abs. 1, 2170 BGB) und somit einen Sachleistungsanspruch erworben habe, der in Anlehnung an die auch für den vorliegenden Sachverhalt einschlägige Rechtsprechung zum Kaufrechtsvermächtnis (…BFH-Urteile vom 6. Dezember 2000 II R 28/98, BFH/NV 2001, 601 …und vom 6. Juni 2001 II R 5/00, BFH/NV 2001, 1564, II R 14/00, BStBl. II 2001, 725, und II R 76/99, BStBl. II 2001, 605) sowie die - die Bewertung von Sachleistungsansprüchen betreffenden - BFH-Urteile vom 6. Dezember 1989 II R 103/86 (BStBl. II 1990, 434), vom 10. April 1991 II R 118/86 (BStBl. II 1991, 620) und vom 26. Juni 1991 II R 117/87 (BStBl. II 1991, 749) mit dem gemeinen Wert (§ 12 Abs. 1 ErbStG i.V.m. § 9 Abs. 1 BewG) zu erfassen sei.
FG Hamburg, 17.09.2003 - III 321/01
Vermögensteuer: Sachleistungsansprüche
Nach allgemeiner Ansicht in Literatur und Rechtsprechung, die das Gericht teilt, ist der Anspruch auf eine Sachlieferung auch nicht mit dem Besitz/Eigentum an der Sache wesensgleich (…vgl. Gürsching/Stenger, BewG und VStG , § 118 BewG Rz. 117 mwN; BFH v. 26.6.1991 II R 117/87, BStBl II 1991, 749).
Der Sachleistungsanspruch ist auch nicht mit dem (erhöhten) Einheitswert des zu übertragenden Grundbesitzes zu bewerten, sondern mit dem gemeinen Wert (vgl. BFH v. 26.6.1991 II R 117/87, BStBl II 1991, 749).
Das Gericht geht davon aus, dass der gemeine Wert des Sachleistungsanspruchs vorliegend dem im Kaufvertrag vom 2.12.1994 vereinbarten Grundstückskaufpreis von 2.600.000 FF entspricht (vgl. BFH v. 26.6.1991 II R 117/87, BStBl II 1991, 749; BFH v. 22.11.1968 III R 49/68, BStBl II 1969, 226).
Der BFH habe ferner in seinen Urteilen vom 10.04.1991 II R 118/86 (BStBl. II 1991, 620) und vom 26.06.1991 II R 117/87 (BStBl. II 1991, 749) entschieden, daß für Sachleistungsansprüche die Bewertung mit dem Einheitswert nicht in Betracht komme, sondern diese auf die Wirtschaftsgüter beschränkt bleiben müsse, für die das Gesetz den Ansatz des Einheitswerts vorschreibe.
Von dieser Rechtsprechung ist er allerdings in seinen Urteilen vom 10.04.1991 in BStBl. II 1991, 620 und vom 26.06.1991 in BStBl. II 1991, 749 für Sachleistungsansprüche aus gegenseitigen Verträgen wieder abgerückt.
Das BFH-Urteil vom 26.06.1991 II R 117/87 (BStBl. II 1991, 749), auf das sich das Finanzamt berufe, sei im Streitfall nicht anwendbar, da es einen beiderseits noch nicht erfüllten Grundstückskaufvertrag betreffe; ein solcher liege hier nicht vor.
Der Übereignungsanspruch einschließlich der Rechtsposition, die sich für die Antragstellerin aus der im Kaufvertrag bereits erklärten Auflassung und Eintragungsbewilligung ergibt, ist nach §§ 10 Abs. 1 Satz 2, 12 Abs. 1 ErbStG 1974, 9 Bewertungsgesetz -;BewG - mit dem gemeinen Wert zu bewerten, der regelmäßig dem im Kaufvertrag vereinbarten Kaufpreis entspricht (vgl. BFH-Urteile in BStBl. II 1991, 749, in BStBl. II 1990, 504, 507 und vor 15.10.1997 II R 68/95 ).
BFH, 26.06.1991 - II R 97/88
Bewertung eines zum Bewertungszeitpunkt noch nicht übertragenen Grundstücks
BFH, 27.02.1991 - II R 54/87
Anmerkung zu früherem Urteil des Bundesfinanzhofs
FG Münster, 06.05.1997 - 3 K 2476/96
Einordnung eines noch nicht erfüllten Sachleistungsanspruch auf Übereignung eines …
BFH, 24.04.1991 - II R 2/89
https://dejure.org/1991,1740
BFH, 24.04.1991 - II R 2/89 (https://dejure.org/1991,1740)
BFH, Entscheidung vom 24.04.1991 - II R 2/89 (https://dejure.org/1991,1740)
BFH, Entscheidung vom 24. April 1991 - II R 2/89 (https://dejure.org/1991,1740)
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Wohnung - Dauernder Aufenthalt von Menschen
Bewertung; Begriff der Wohnung i.S. des § 75 BewG
BFHE 164, 455
DB 1991, 2067
BStBl II 1991, 683
BFH, 18.09.2019 - II R 15/16
Berücksichtigung bauordnungsrechtlicher Einschränkungen bei der Einheitsbewertung …
Der Wohnungsbegriff im bewertungsrechtlichen Sinne begnügt sich damit, dass die betreffenden Räume zum dauernden Aufenthalt von Menschen geeignet sind, selbst wenn sie rechtlich nicht zum dauernden Aufenthalt bestimmt sind (BFH-Urteil vom 24.04.1991 - II R 2/89, BFHE 164, 455, BStBl II 1991, 683).
Die Baugenehmigung sei auch nicht mit der Begründung verweigert worden, dass die betreffenden Räume nicht zum dauerhaften Aufenthalt von Menschen geeignet seien (vgl. BFH-Urteil vom 24.04.1991 II R 2/89, BStBl II 1991, 683).
Deshalb ist z.B. unerheblich, ob das betreffende bebaute Grundstück zu einem durch Bebauungsplan ausgewiesenen Wochenendhausgebiet gehört (vgl. BFH-Urteile vom 24.04.1991 II R 2/89, BStBl II 1991, 683; vom 25.05.1979 III R 41/78, BStBl II 1979, 543, vom 27.09.1985 III R 68/84, BStBl II 1985, 706).
Jedoch setzt auch der Wohnungsbegriff im bewertungsrechtlichen Sinne voraus, dass die betreffenden Räume zum dauernden Aufenthalt von Menschen geeignet sind, selbst wenn sie --wie z.B. die Räume eines Wochenendhauses-- rechtlich nicht zum dauernden Aufenthalt bestimmt sind (vgl. BFH-Urteil vom 24.04.1991 II R 2/89, BStBl II 1991, 683 unter Hinweis auf BFH-Urteil vom 25.05.1979 III R 41/78, BStBl II 1979, 543).
BFH, 10.12.1997 - II R 10/95
Voraussetzungen für die Bewertung seines Grundstücks als Zweifamilienhaus
Zutreffend hat die Vorinstanz zwar darauf hingewiesen, daß neben den im Streitfall vom FG bejahten allgemeinen Voraussetzungen für die Anerkennung einer Wohnung nach der Rechtsprechung des BFH (s. Urteil vom 24. April 1991 II R 2/89, BFHE 164, 455, BStBl II 1991, 683) eine Wohnung im bewertungsrechtlichen Sinne in der Regel nur vorliegt, wenn sie auch baurechtlich zum dauernden Aufenthalt von Menschen geeignet ist; dabei stehe diese Entscheidung nach der maßgebenden Bauordnung den Baubehörden bzw. den Verwaltungsgerichten zu, so daß die FG im Rahmen der Einheitsbewertung grundsätzlich keine baurechtlichen Fragen zu entscheiden hätten.
Hierzu war das FG nach der Senatsentscheidung in BFHE 164, 455, BStBl II 1991, 683 auch nicht deshalb befugt, weil im Streitfall eine vorherige Rückfrage beim zuständigen Bauamt ergeben hatte, daß eine Baugenehmigung für den Ausbau des Dachgeschosses des Gartenhauses nicht vorläge.
Der bewertungs- und grundsteuerrechtliche Wohnungsbegriff ist ein spezifisch steuerrechtlicher Typus und deshalb nach den eigenständigen steuerrechtlichen Prinzipien, Zwecken und Zielsetzungen und nicht nach dem Sinn und Zweck anderer Teilrechtsordnungen auszulegen (BFH-Urteil vom 24.April 1991 II R 2/89, BStBl II 1991, 683 unter II. 1.).
Der bewertungs- und grundsteuerrechtliche Wohnungsbegriff ist ein spezifisch steuerrechtlicher Typus und deshalb nach den eigenständigen steuerrechtlichen Prinzipien, Zwecken und Zielsetzungen und nicht nach dem Sinn und Zweck anderer Teilrechtsordnungen (z.B. des Bauplanungsrechts, Bauordnungsrechts, Wohnungsbaurechts) auszulegen (vgl. auch Senatsurteil vom 24. April 1991 II R 2/89, BFHE 164, 455, BStBl II 1991, 683 unter II. 1.).
Dementsprechend hat der erkennende Senat in seinem Urteil in BFHE 164, 455, BStBl II 1991, 683 (unter II. 1.) darauf hingewiesen, daß ebenso wie der bauordnungsrechtliche auch der bewertungsrechtliche Wohnungsbegriff voraussetze, daß die betreffenden Räume zum dauernden Aufenthalt von Menschen geeignet seien.
BFH, 25.10.1995 - II R 90/94
Abgrenzung zwischen Einfamilienhäusern und Zweifamilienhäusern - Das …
Auf die Revision des FA hob der Senat durch Urteil vom 24. April 1991 II R 2/89 die Entscheidung des FG auf und verwies die Sache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung an das FG zurück (§ 126 Abs. 3 Nr. 2 der Finanzgerichtsordnung --FGO --).
Dementsprechend hat der erkennende Senat in seinem Urteil im ersten Rechtsgang vom 24. April 1991 II R 2/89 (BFHE 164, 455, BStBl II 1991, 683) ausgeführt, daß Räume in der Regel auch bewertungsrechtlich nicht als Wohnung anerkannt werden können, wenn die zuständige Behörde die Baugenehmigung mit der Begründung versagt hat, daß die betreffenden Räume zum dauernden Aufenthalt von Menschen nicht geeignet seien.
BFH, 21.07.1993 - II R 74/92
Einordnung eines zwei Zimmer Appartements als Wohnung im Sinne des …
Der bewertungs- und grundsteuerrechtliche Wohnungsbegriff ist ein spezifisch steuerrechtlicher Typus und deshalb nach den eigenständigen steuerrechtlichen Prinzipien, Zwecken und Zielsetzungen und nicht nach dem Sinn und Zweck anderer Teilrechtsordnungen (z.B. des Bauplanungsrechts, Bauordnungsrechts, Wohnungsbaurechts) auszulegen (vgl. auch Senatsurteil vom 24. April 1991 II R 2/89, BFHE 164, 455, BStBl II 1991, 683; unter II.1.).
Dementsprechend hat der erkennende Senat in seinem Urteil in BFHE 164, 455, BStBl II 1991, 683 (unter II.1.) darauf hingewiesen, daß ebenso wie der bauordnungsrechtliche auch der bewertungsrechtliche Wohnungsbegriff voraussetze, daß die betreffenden Räume zum dauernden Aufenthalt von Menschen geeignet seien.
Im Übrigen wird darauf hingewiesen, dass eine gleichzeitig mit der Nichtzulassungsbeschwerde eingelegte unzulässige Revision nicht dadurch statthaft wird, dass die Nichtzulassungsbeschwerde Erfolg hat (Beschlüsse des Bundesfinanzhofs vom 12. April 1991 III R 181/90, BFHE 164, 179, BStBl II 1991, 683, …und vom 23. Januar 1995 X R 126/94, BFH/NV 1995, 808).
BFH, 05.04.1995 - II R 62/92
Definition der Wohnung im bewertungsrechtlichen Sinne
Dementsprechend hat der erkennende Senat in seinem Urteil vom 24. April 1991 II R 2/89 (BFHE 164, 455, BStBl II 1991, 683) ausgeführt, daß Räume in der Regel auch bewertungsrechtlich nicht als Wohnung anerkannt werden können, wenn die zuständige Behörde die Baugenehmigung mit der Begründung versagt habe, daß die betreffenden Räume zum dauernden Aufenthalt von Menschen nicht geeignet seien.
FG Berlin, 23.09.1998 - 2 K 2239/96
Zudem darf ein Zusammenschluß von Räumen, will er diesem Wohnungsbegriff genügen, nicht zu bauordnungsrechtlichen Vorschriften in Widerspruch stehen, wenn diese Räume dadurch zum dauernden Aufenthalt von Menschen nicht geeignet sind ( BFH-Urteil vom 24. April 1991 II R 2/89 BFHE 164, 455, BStBl II 1991, 683 [BFH 24.04.1991 - II R 2/89] ; Finanzgericht -;FG-; Hamburg, Urteil vom 1. Februar 1994 III 288/91 in Entscheidungen der Finanzgerichte -;EFG-; 1994, 777).
BFH, 05.06.1991 - II R 80/88
https://dejure.org/1991,1955
BFH, 05.06.1991 - II R 80/88 (https://dejure.org/1991,1955)
BFH, Entscheidung vom 05.06.1991 - II R 80/88 (https://dejure.org/1991,1955)
BFH, Entscheidung vom 05. Juni 1991 - II R 80/88 (https://dejure.org/1991,1955)
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ErbStG 1974 § 9, § 11, § 12 Abs. 1; BewG § 11 Abs. 2
Anteile an Kapitalgesellschaft - Einfluß auf Geschäftsführung - Erblasser - Erben - Bewertung der Beteiligung - Quotale Aufteilung
§ 9, 11, 12 ErbStG; § 11 BewG
Erbschaftsteuer; Übergang einer wesentlichen Beteiligung auf Erbengemeinschaft
BFHE 164, 461
BB 1991, 1697
BStBl II 1991, 725
BFH, 22.09.1999 - II B 130/97
Dieses Ergebnis entspricht der strikten Beachtung des Stichtagsprinzips, an dem der Senat im Anschluß an die ständige Rechtsprechung festhält (vgl. z.B. Urteile vom 11. September 1996 II R 15/93, BFHE 181, 96, BStBl II 1997, 70; vom 27. November 1991 II R 12/89, BFHE 166, 387, BStBl II 1992, 298; vom 5. Juni 1991 II R 80/88, BFHE 164, 461, BStBl II 1991, 725).
BFH, 02.09.1999 - II B 130/97
Dieses Ergebnis entspricht der strikten Beachtung des Stichtagsprinzips, an dem der Senat im Anschluß an die ständige Rechtsprechung festhält (vgl. z.B. Urteile vom 11. September 1996 II R 15/93, BFHE 181, 96 , BStBl II 1997, 70 ; vom 27. November 1991 II R 12/89, BFHE 166, 387, BStBl II 1992, 298 ; vom 5. Juni 1991 II R 80/88, BFHE 164, 461 , BStBl II 1991, 725).
FG Köln, 14.01.1998 - 4 K 4468/96
Bewertung von Anteilen an Kapitalgesellschaften, die keinen Kurswert i. S. v. § …
BFH, 21.12.1990 - VI R 59/85
https://dejure.org/1990,2671
BFH, 21.12.1990 - VI R 59/85 (https://dejure.org/1990,2671)
BFH, Entscheidung vom 21.12.1990 - VI R 59/85 (https://dejure.org/1990,2671)
BFH, Entscheidung vom 21. Dezember 1990 - VI R 59/85 (https://dejure.org/1990,2671)
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EStG § 3 Nr. 11, 62
§ 3 Nr. 11 und 62 EStG
Lohnsteuer; Zuschüsse zu Krankenversicherungsbeiträgen von Beamten
BFHE 164, 226
BB 1991, 2062
DB 1991, 1657
BStBl II 1991, 226
Gewährt eine AOK ihren beihilfeberechtigten Angestellten für den Fall, daß sich diese unter Verzicht auf Beihilfeansprüche bei ihr in vollem Umfang versichern lassen, eine Beitragsermäßigung, so handelt es sich im Umfang der Ermäßigung um eine steuerpflichtige Lohnzuwendung (Fortführung der Rechtsprechung im Urteil vom 21. Dezember 1990 VI R 59/85, BFHE 164, 226).
Der Senat hat durch Urteile vom 27. April 1973 VI R 154/69 (BFHE 109, 242, BStBl II 1973, 588) und vom 21. Dezember 1990 VI R 59/85 (BFHE 164, 226) entschieden, daß Barzuschüsse des öffentlich-rechtlichen Arbeitgebers zu den Krankenversicherungsbeiträgen seiner Beamten oder seiner nichtpflichtversicherten Angestellten nicht nach den vorbezeichneten Vorschriften steuerfrei sind.
FG Sachsen, 20.06.2001 - 7 K 2353/99
Arbeitgeberbeiträge zur Versorgungsanstalt der deutschen Bühnen steuerfrei
Entsprechend dem der Vorschrift zugrunde liegenden Gedanken, dass die Arbeitgeberanteile zur gesetzlichen Sozialversicherung oder die an deren Stelle getretenen Beitragsleistungen des Arbeitgebers steuerbefreit sein sollten, wurde die Frage, ob und in welchem Umfang eine gesetzliche Verpflichtung des Arbeitgebers bestand, allein nach den maßgebenden sozialversicherungsrechtlichen Vorschriften beurteilt (ganz h.M. vgl. BFH-Urteil vom 21. Dezember 1990 - VI R 59/85 -, BFHE 164, 226, 230 f, m.w.N.).
Barzuschüsse des öffentlich-rechtlichen Arbeitgebers zu den Krankenversicherungsbeiträgen seiner Beamten oder seiner nichtpflichtversicherten Angestellten wären nach den vorbezeichneten Vorschriften im Übrigen ebenfalls nicht steuerfrei (vgl. BFH-Urteile vom 27. April 1973 VI R 154/69, BStBl II 1973, 588 und vom 21. Dezember 1990 VI R 59/85).
BFH, 24.01.1990 - II E 1/89
https://dejure.org/1990,10448
BFH, 24.01.1990 - II E 1/89 (https://dejure.org/1990,10448)
BFH, Entscheidung vom 24.01.1990 - II E 1/89 (https://dejure.org/1990,10448)
BFH, Entscheidung vom 24. Januar 1990 - II E 1/89 (https://dejure.org/1990,10448)
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Voraussetzungen für die Nichterhebung der Kosten des Revisionsverfahrens
BFH, 21.11.1989 - II R 26/86
BVerfG, 22.12.1992 - 2 BvR 532/90
Zulässigkeit der Verfassungsbeschwerde gegen kostenrechtliche Folgeentscheidung
Zwar liegt insoweit in dem Beschluß des Bundesfinanzhofs vom 24. Januar 1990 ( II E 1/89) eine gegenüber der Kostengrundentscheidung desselben Gerichts vom 11. Oktober 1989 ( II R 26/86) selbständige Entscheidung vor.
BFH, 22.09.1989 - V B 20/89
https://dejure.org/1989,7148
BFH, 22.09.1989 - V B 20/89 (https://dejure.org/1989,7148)
BFH, Entscheidung vom 22.09.1989 - V B 20/89 (https://dejure.org/1989,7148)
BFH, Entscheidung vom 22. September 1989 - V B 20/89 (https://dejure.org/1989,7148)
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Anfechtbarkeit eines der Nichtzulassungsbeschwerde stattgebenden Beschlusses
BFH, 01.08.2012 - V B 59/11
Beiderseitige Erledigungserklärung, Aussetzung der Vollziehung im Insolvenzfall - …
Denn war das Rechtsmittel nicht zulässig, so fehlt dem Rechtsmittelgericht von vornherein die Möglichkeit, sachlich auf den Antrag des Rechtsmittelführers einzugehen (z.B. BFH-Beschlüsse vom 22. September 1989 V B 20/89, BFH/NV 1991, 54; vom 12. Dezember 1984 I R 78/83, BFHE 143, 8, BStBl II 1985, 258 für die beiderseitige Erledigungserklärung; BFH-Urteil vom 9. August 1977 VII R 123/74, BFHE 122, 443, BStBl II 1977, 697, und BFH-Beschluss vom 5. Juni 1985 II S 3/85, BFHE 143, 414, BStBl II 1985, 469 für die einseitige Erledigungserklärung).
Deshalb sind Erledigungserklärungen, die in einem unstatthaften und unzulässigen Rechtsmittelverfahren in Bezug auf den Rechtsstreit selbst abgegeben werden, wirkungslos (…ständige Rechtsprechung, z.B. BFH-Beschlüsse vom 15. März 2000 I R 56/99, BFH/NV 2000, 1211;… vom 8. September 1999 VII B 84/99, BFH/NV 2000, 571;… vom 17. Dezember 1997 VIII R 12/92, BFH/NV 1998, 721; in BFH/NV 1991, 54, jeweils m.w.N.).
BFH, 15.03.1994 - IX R 6/91
1. Bezeichnung der Steuerschuld im Änderungsbescheid durch Bezugnahme auf Urteil …
Eine Erledigungserklärung, die in einem unzulässigen Rechtsmittelverfahren abgegeben wird, ist wirkungslos (BFH-Beschluß vom 22. September 1989 V B 20/89, BFH/NV 1991, 53).
BFH, 08.09.1999 - VII B 84/99
Eine verfahrensrechtliche Wirkung --nämlich die aufgrund der übereinstimmenden Erklärungen anzunehmende Erledigung des Rechtsstreites in der Hauptsache (§ 138 Abs. 1 FGO)-- tritt jedoch nach ständiger Rechtsprechung des BFH, der der Senat folgt, nur ein, wenn das Rechtsmittel statthaft und zulässig ist (vgl. Beschlüsse des BFH vom 26. Januar 1971 VII B 137/69, BFHE 101, 209, BStBl II 1971, 306; vom 22. September 1989 V B 20/89, BFH/NV 1991, 53, 54, mit umfangreichen Nachweisen;… vom 10. April 1997 III R 18/96, BFH/NV 1997, 692, …und vom 17. Dezember 1997 VIII R 12/92, BFH/NV 1998, 721, 722, m.w.N.;… zur Kritik an dieser Rechtsprechung s. Gräber/Ruban, a.a.O., § 138 Rz. 18b).
BFH, 04.08.2006 - VII E 4/06
Kostentragung bei Zurücknahme einer Nichtzulassungsbeschwerde
In diesem Fall hätte der Senat nämlich die Erledigungserklärung nicht berücksichtigen können, sondern er hätte die Nichtzulassungsbeschwerde des Kostenschuldners wegen Nichtbeachtung des Vertretungszwanges als unzulässig verwerfen und dem Kostenschuldner nach § 135 Abs. 2 FGO die Kosten des Verfahrens auferlegen müssen, weil die Sachentscheidungsvoraussetzungen des jeweiligen Verfahrens in jedem Fall vorrangig zu prüfen sind (…vgl. BFH-Beschlüsse vom 22. November 1994 VII B 164/93, BFH/NV 1995, 422; vom 22. September 1989 V B 20/89, BFH/NV 1991, 54;… Gräber/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 6. Aufl., § 138 Rz 18b, jeweils m.w.N.).
Ihre verfahrensrechtliche Wirkung, nämlich die aufgrund der übereinstimmenden Erklärungen anzunehmende Erledigung (vgl. § 138 Abs. 1 FGO), tritt jedoch nach ständiger Rechtsprechung nur ein, wenn die Revision statthaft und zulässig ist (vgl. Beschlüsse des Bundesfinanzhofs -- BFH -- vom 22. September 1989 V B 20/89, BFH/NV 1991, 53, 54, m. umf.
BFH, 08.12.1998 - VII B 179/97
Wäre es nicht zulässig, fehlte dem Rechtsmittelgericht von vornherein die Möglichkeit, sachlich auf den Antrag des Rechtsmittelführers einzugehen (BFH-Beschluß vom 22. September 1989 V B 20/89, BFH/NV 1991, 53, m.w.N.).