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Timestamp: 2020-08-15 00:02:47
Document Index: 239327299

Matched Legal Cases: ['§ 102', '§ 7', '§ 7', '§ 102', '§ 61', '§ 102', '§ 22', '§ 27', '§ 7', '§ 60', '§ 102', '§ 7', '§ 97', '§ 104', '§ 7']

LSG Sachsen-Anhalt, 06.09.2011 - L 5 AS 429/10 B ER - dejure.org
LSG Sachsen-Anhalt, 06.09.2011 - L 5 AS 429/10 B ER
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LSG Sachsen-Anhalt, 06.09.2011 - L 5 AS 429/10 B ER (https://dejure.org/2011,8889)
LSG Sachsen-Anhalt, Entscheidung vom 06.09.2011 - L 5 AS 429/10 B ER (https://dejure.org/2011,8889)
LSG Sachsen-Anhalt, Entscheidung vom 06. September 2011 - L 5 AS 429/10 B ER (https://dejure.org/2011,8889)
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SG Magdeburg, 22.10.2010 - S 21 AS 3201/10
Der Senat teilt die in der obergerichtlichen Rechtsprechung überwiegend vertretene Auffassung, dass behinderte Menschen, deren Ausbildung im Rahmen der §§ 102 ff. SGB II dem Grunde nach förderfähig ist, nicht unter den Anwendungsbereich des § 7 Abs. 5 SGB II (in der seit 1. April 2011 geltenden Fassung) fallen (vgl. LSG Berlin-Brandenburg…, Beschluss vom 11. Februar 2008 - L 5 B 10/08 AS ER - JURIS-Dokument Rdnr. 22 ff.; LSG Berlin-Brandenburg…, Beschluss vom 10. März 2010- L 20 AS 2047/09 B ER, L 20 AS 2050/09 B PKH - JURIS-Dokument Rdnr. 16; Sächs. LSG…, Beschluss vom 6. September 2010 - L 7 B 633/08 AS-ER - JURIS-Dokument Rdnr. 27 ff.; Hess. LSG…, Urteil vom 24. November 2010 - L 6 AS 168/08 - JURIS-Dokument Rdnr. 33 ff.; LSG Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 6. September 2010 - L 5 AS 429/10 B ER - JURIS-Dokument Rdnr. 25 ff.; LSG Sachsen-Anhalt…, Beschluss vom 6. Dezember 2011 - L 2 AS 438/11 B ER - JURIS-Dokument Rdnr. 15 ff.; Schlesw.-Holst.
Dies gilt nicht nur das Vierte Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt vom 24. Dezember 2003 (vgl. BGBl. I S. 2954;… BT-Drs. 15/1516, S. 32 und BT-Dr. 15/1749, S. 31), mit dem das SGB II eingeführt wurde, sondern auch für spätere Gesetzesänderungen (vgl. zum Gesetz zur optionalen Trägerschaft von Kommunen nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch [Kommunales Optionsgesetz] vom 30. Juli 2004 [BGBl. 2004 I S. 2014]: Sächs. LSG, Beschluss vom 6. September 2010, a. a. O., Rdnr. 27 ff.).
Nach wie vor ergibt sich nur aus Sonderregelungen zu § 7 Abs. 5 SGB II, dass von dieser Ausnahmeregelung auch Personen, die gemäß §§ 102 ff. SGB II dem Grunde nach förderfähig sind, erfasst werden sollen (vgl. auch: LSG Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 6. September 2010 - L 5 AS 429/10 B ER - JURIS-Dokument Rdnr. 29.; LSG Sachsen-Anhalt…, Beschluss vom 6. Dezember 2011 - L 2 AS 438/11 B ER - JURIS-Dokument Rdnr. 16).
Daraus ergebe sich, dass eine berufsvorbereitende Maßnahme nach § 61 SGB III nicht mit einer solchen nach § 102 Abs. 1 SGB III zu vergleichen sei (so der 5. Senat des LSG Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 6. September 2011- L 5 AS 429/10 B ER - zitiert nach juris).
Bei der nachträglichen Regelung im § 22 Abs. 7 SGB II bzw. nun § 27 Abs. 3 SGB II wird zwar erkennbar ein bestimmter Regelungsinhalt des § 7 Abs. 5 SGB II vorausgesetzt, es wird aber keine Erweiterung des gesetzlichen Ausschlusses vorgenommen (so auch LSG Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 6. September 2011 - L 5 AS 429/10 B ER).
Ob das Ausbildungsgeld als Einkommen zu behandeln ist, ist nach der Einschätzung des LSG Sachsen-Anhalt (Beschluss v. 06.09.2011, L 5 AS 429/10 B ER, juris, Rn. 39) umstritten und obergerichtlich noch nicht entschieden.
Das LSG Sachsen-Anhalt hat in seinem Beschluss vom 06.09.2011 (L 5 AS 429/10 B ER, juris, Rn. 39) nämlich zutreffend darauf hingewiesen, dass eine obergerichtliche Rechtsprechung zur Frage der Anrechnung des Ausbildungsgeldes als Einkommen im Bereich des SGB II bislang fehlt.
Dementsprechend bezog der Kläger auch nicht Berufsausbildungsbeihilfe nach den §§ 60 f. SGB III, sondern Ausbildungsgeld nach den §§ 102 f. SGB III als besondere Leistung der Förderung der beruflichen Ausbildung (vgl. Beschluss des erkennenden Senats vom 6. September 2011, L 5 AS 429/10 B ER, juris).
Soweit die Beteiligten den Ausschluss der Antragstellerin von den Leistungen nach § 7 Abs. 5 SGB II diskutierten, werde diese Frage in der obergerichtlichen Rechtsprechung weit überwiegend im Sinne der Antragstellerin beantwortet (Bezugnahme u.a. auf LSG Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 6. September 2011, L 5 AS 429/10 B ER).
Es bedarf daher keiner Entscheidung, ob der Senat an seiner bisherigen Rechtsprechung im einstweiligen Rechtsschutz (vgl. Beschluss vom 6. September 2011, Az.: L 5 AS 429/10 B ER, juris) festhält, nach der Leistungen zur Förderung zur Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben nach den §§ 97 ff. SGB III und insbesondere mit Ausbildungsgeld nach § 104 SGB III geförderte Ausbildungen grundsätzlich nicht dem Leistungsausschluss nach § 7 Abs. 5 SGB II unterfallen.