Source: https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebre.nsf/DS/0054-2015
Timestamp: 2020-06-03 05:46:55
Document Index: 310337407

Matched Legal Cases: ['§ 34', '§ 34', '§ 13', '§ 13', '§ 19', '§ 13']

SIM - DS 0054/2015
Drucksache Nr. 0054/2015:
15-0184/2015 (Änderungsantrag)
0054-2015_Anlage1.pdf (630 KB)
0054-2015_Anlage2.pdf (20 KB)
0054-2015_Anlage3.pdf (211 KB)
0054-2015_Anlage4.pdf (204 KB)
09.02.2015: Stadtbezirksrat Vahrenwald-List: Einstimmig - mit den Änderungen aus Drucks. Nr. 15-0184/2015
12.03.2015: Verwaltungsausschuss: Einstimmig - i.V.m. mit der 1. Ergänzung (siehe TOP 11.1.1.)
In den Stadtbezirksrat Vahrenwald-List zur Entscheidung zu den Antragspunkten 1. und 2.
Nr. 1819 - Vahrenwalder Anger - Ausweisung eines
Allgemeinen Wohngebietes und einer öffentlichen Erschließung
Es entstehen keine finanziellen Auswirkungen für die Landeshauptstadt Hannover. Es ist beabsichtigt, mit dem Investor einen entsprechenden städtebaulichen Vertrag abzuschließen. Alle Kostenaspekte werden in Zusammenhang mit diesem Bebauungsplan im weiteren Verfahren konkretisiert.
Für das Plangebiet gibt es bisher keinen Bebauungsplan. Es liegt im unbeplanten Innenbereich gemäß § 34 BauGB und wurde bisher als Stadtbahnbetriebshof der ÜSTRA genutzt. Anlass für die Aufstellung des Bebauungsplanes ist die Aufgabe der genannten Nutzung des Areals ab 2005. Seit dieser Zeit liegt das Plangebiet brach. Die Versorgungs- einrichtung der üstra e.V. beabsichtigt nun auf dem Gelände Wohnungsbau zu errichten.
Im Plangebiet sind Mehrfamilienhäuser mit etwa 130 Wohneinheiten geplant. Die Bebauung soll entlang der Wedelstraße als nach Süden ausgerichtete Zeilenbebauung, zur Vahren- walder Straße hin als Einzelhausbebauung angeordnet werden. Geplant ist eine drei bis fünfgeschossige Bebauung mit Flachdach. Die Umnutzung zu Wohnzwecken entspricht der städtebaulichen Zielsetzung der Landeshauptstadt Hannover, den Wohnbedarf in der Landeshauptstadt durch Bereitstellung von neuem Wohnraum zu decken und das Quartier am Rosenbergplatz aufzuwerten. Wohnen in Vahrenwald wird nachgefragt und bietet eine zukunftsfähige Nutzungsperspektive für die heute leerstehende Brachfläche. Die Wieder- nutzbarmachung der Brachfläche für Wohnungsbau ist ein zentrales städtebauliches Ziel.
Durch den Bau des westlich an das Plangebiet angrenzenden viergeschossigen Büro- gebäudes der Niedersächsischen Wach- und Schließgesellschaft hat sich der Lärmschutz für den geplanten Wohnungsbau gegenüber dem Verkehrslärm der Vahrenwalder Straße spürbar verbessert. Über ein Schallgutachten wird im weiteren Verfahren geklärt, ob noch weitere Schallschutzmaßnahmen erforderlich sind.
Eine Umwidmung der Stadtbrache in eine Wohnungsbaufläche ist auf der Grundlage des bestehenden Planungsrechtes, bei dem gemäß § 34 BauGB allenfalls gewerbliche Nutzungen zulässig wären, nicht möglich. Deshalb ist zur Umsetzung des Wohnungsbau- projektes die Durchführung des vorgenannten Bebauungsplanverfahrens erforderlich.
Die geplanten Festsetzungen des Bebauungsplanes Nr. 1819 dienen der Umsetzung des Wohnkonzeptes 2025. Alle weiteren notwendigen Gutachten werden im Bebauungsplan- verfahren erstellt.
Der Bebauungsplan soll die Nachnutzung einer Gewerbebrache ermöglichen. Er trägt zur Schaffung von Wohnraum bei und dient damit einer Maßnahme der Innenentwicklung. Es soll das beschleunigte Verfahren nach § 13a BauGB durchgeführt werden. Nach § 13a Abs. 1 BauGB darf das beschleunigte Verfahren unter folgenden Voraussetzungen durchgeführt werden:
-	Die nach § 19 Abs. 2 BauNVO festgesetzte Grundfläche muss weniger als 20.000 m² betragen. Dieser Grenzwert wird durch die Größe des Plangebietes von ca. 17.300 m² unterschritten.
-	Durch den Bebauungsplan wird keine Zulässigkeit von Vorhaben, die einer Pflicht zur Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung nach Anlage 1 zum Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung oder nach Landesrecht unterliegen, vorbereitet.
-	Die Erhaltungsziele und der Schutzzweck der Natura 2000-Gebiete im Sinne des Bundesnaturschutzgesetzes sind nicht beeinträchtigt.
Es ist vorgesehen, die Darstellungen des Flächennutzungsplanes der Stadt Hannover gemäß § 13 a Abs. 2, Nr. 2 BauGB anzupassen.
Hannover / Jan 13, 2015