Source: https://www.cargobull.com/de/produkte/ladungssicherung/
Timestamp: 2020-06-02 15:40:24
Document Index: 298325710

Matched Legal Cases: ['§ 22', '§22', '§22', '§412', '§22', '§37', '§ 22', '§ 30', '§ 22']

Ladungssicherung muss sein - Doch diese Einsicht im rauen Arbeitsalltag permanent umzusetzen, ist schwierig. Ladungssicherung muss einfach und schnell umzusetzen sein.
Prinzipien der Ladungssicherung
Die Ladungssicherung innerhalb des Güterverkehrs ist ein Thema, zu dem es verschiedenen Vorgaben gibt, um den Güterverkehr sicher zu machen. Der Schutz gilt dem Fahrzeug, der Ladung und alle weiteren Beteiligten im Transportalltag. Neben den gesetzlichen Vorgaben sind auch auch die fachlichen Regelwerke zur Ladungssicherung zu beachten.
Je konkreter die in § 22 StVO geforderten „anerkannten Regeln der Technik“ werden, desto klarer wird, dass sich die Vorgaben der verschiedenen Organisationen zur Ladungssicherung teilweise überschneiden und ergänzen. Deshalb ist es möglich, Sattelauflieger zu bekommen, die dem Regelwerk der VDI Richtlinie 2700, der Daimler-Richtlinie 9.5 und der DIN EN 12642 Code XL gleichzeitig entsprechen.
Sowohl die Straßenverkehrsordnung (§22 und §22 StVO) und das Handelsgesetzbuch (§412 HGB) als auch das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) und die Unfallverhütungsvorschriften (§22 und §37 UVV) der Berufsgenossenschaft weisen Ihnen als Fahrer / Fahrzeugführer / Frachtführer eine besondere Verantwortung für die korrekte Sicherung der Ladung für den Transport auf dem Sattelzug zu. Versteht sich von selbst, dass Ihr Auflieger natürlich entsprechend sicher aufgebaut und ausgerüstet sein muss (§§ 22 Abs. 1 und 37 Abs. 4 UVV), damit Sie die Ladung korrekt sichern können.
Deswegen sind in §§ 30, 31 StVZO auch die Verpflichtungen des Fahrzeughalters erwähnt und nicht zuletzt in § 22 StVO der Leiter der Ladearbeiten.
Physikalische Kräfte wirken, Ob Schwerkraft, Fliehkraft oder Reibungskräfte – die Naturgesetze machen auch vor der Ladung Ihres Trailers nicht halt.
Das Anfahren - Die Änderung der Geschwindigkeit innerhalb einer bestimmten Zeit – das ist die Beschleunigung. Sie bewirkt, dass die Ladung nach hinten rutschen will.
Die umgekehrte Beschleunigung - Auch die Verminderung – das Bremsen – ist eine Änderung der Geschwindigkeit. Sie bewirkt, dass die Ladung sich Richtung Fahrerkabine bewegen will.
Die seitliche Beschleunigung - Wenn Sie eine Kurve fahren, spüren Sie eine Richtungsänderung: die Zentrifugalbeschleunigung. Sie bewirkt eine Änderung der Ladung in Richtung Seitenwand.
Drückt die Ladung senkrecht auf die Ladefläche.
Die Massenkraft
Die Massenkraft (Trägheitskraft) will die Ladung in der augenblicklichen Position/Bewegung halten und wirkt entgegen der Fahrzeugbeschleunigung, Bremsen und Richtungsänderungen.
Die Reibungskraft
Verhindert oder vermindert die Verschiebung der Ladung. Ihre Wirkung wird von den Oberflächen der Ladung und der Ladefläche beeinflusst.
Grundsätzlich können zwei Prinzipen der Ladungssicherung unterschieden werden: Die Sicherung durch Formschluss und die Sicherung durch Kraftschluss.
Mehr zu:Kraftschluss
Kraftschluss beruht auf einer Intensivierung der Reibungskraft zwischen der Ladung und der Ladungsfläche. Dazu wird der Druck auf die Ladung mithilfe von Zurrmitteln erhöht, die Ladung also stärker auf die Ladefläche gepresst, sie behält dadurch ihre Position.
Niederzurren als Ladungssicherung: Beim Niederzurren einer Ladung sichert das Zurrmittel nicht direkt, sondern über die Erhöhung des Anpressdrucks. Die Ladung wird also ausschließlich durch die Reibungskraft gegen das Verrutschen gesichert.
Mehr zu:Formschluss
Die formschlüssige Ladungssicherung beruht auf einer Begrenzung des Laderaums, das heißt, jedes Frachtstück liegt lückenlos an einem anderen beziehungsweise an der Laderaumbegrenzung, zum Beispiel an der Stirn- oder Rückwand.
In der Praxis: Die Lastteile beim Beladen dicht an Stirnwand, Rückwand oder Seitenwänden (Palettenanschlagskante) zu platzieren ohne das zwischen den Einzelteilen Lücken entstehen.
Lücken zwischen den einzelnen Teilen lassen sich nie ganz vermeiden, dürfen jedoch nicht mehr als insgesamt wenige Zentimeter betragen, sonst sind sie nicht formschlüssig. Dann müssen die Lücken entsprechend ausgefüllt werden oder die Ladung durch kraftschlüssige Maßnahmen – Niederzurren – gesichert werden.
Hilfsmittel für die Ladungssicherung
Mehr zu:Hilfsmittel für die Ladungssicherung
In der Regel ist die Kombination von formschlüssiger Ladungssicherung die einfachste und vorteilhafteste Art, da sich die Elemente beider Methoden ergänzen.
Jeder Trailer bietet unterschiedliche Voraussetzungen, um einen Formschluss auch dann zu erreichen, wenn die Art der Ladung, wie z. B. Paletten mit Sackware oder zu schwache Umverpackungen dies normalerweise nicht gestattet.
Zu diesen Hilfsmitteln gehören Lochschienen im Fahrzeugboden, versenkt im Boden eingebaute Joloda-Schienen, Einsteckrungen, Querbalken etc. Aber auch das Blockieren der Ladung durch den speziellen Aufbau des Trailers oder durch Gurte ist möglich.
Alle Maßnahmen zur Ladungssicherung werden bestimmt durch die unterschiedlichen Arten Ihrer Ladung. Dazu gehört die Beachtung der Straßenverkehrsordnung (StVO). Sie fordert eine Lastverteilung, die weder die Verkehrs- noch die Betriebssicherheit beeinträchtigt.
Eine Ladung kann nur sicher sein, wenn die Ladung konform zum Lastverteilungsplan ist.
Spezielle Lasten: Für besondere Ladungen mit z. B. hoher Punktbelastung wie Stahl-Coils gibt es exakt definierte Ladepositionen mit entsprechenden Mulden und Stützen.
Liegt die Ladung auf dem Trailer zu weit hinten, kann der Satteldruck zu niedrig ausfallen. Das ist für die Fahrsicherheit der Zugmaschine wichtig, denn wenn die Antriebsachse zu sehr entlastet wird, haben die Reifen weniger Grip. Liegt die Ladung zu weit vorn, kann eine Überlastung der Antriebsachse erfolgen, selbst wenn das zulässige Gesamtgewicht nicht überschritten ist.
Im Transportalltag werden vielfältige Güter transportiert. Unterschiedlichste Anforderungen sind bezüglich der Ladungssicherung zu erfüllen.
Gitterboxen erlauben eine schnelle Sicherung unterschiedlicher Güter, da die einheitlichen Abmessungen eine perfekte formschlüssige Ladung ermöglichen. Neben der Aufbaufestigkeit sind dies Palettenanschlagleisten zur seitlichen Fixierung, Querbalken und Teleskopstangen, um Ladungslücken abzusichern und ein Hubdach, um trotz der Höhe von 3 m für 3 aufeinandergestellte Boxen zügig beladen zu können.
Für den zertifizierten Reifentransport wird die Ausstattung entsprechend dem Zertifikat Code XL um 6 Reihen Aufsatzlatten und 2 Reihen Stahllatten je Seite erweitert. In Längsrichtung hält ein Spanngurtkreuz je Rungenfeld die losen Reifen. Zusätzlichen Halt bieten seitliche Stahllatten mit engem Lochraster. Hier eingehängte Querbalken stellen eine formschlüssige Teilladung her.
Die Anforderungen beim Getränketransport sind hoch. Für Flaschen und Fässer gibt es unterschiedliche Größen und Gebinde. Freiräume zu den Laderaumbegrenzungen sind zu vermeiden. Im Zweifelsfall muss durch aufgestellte Paletten und Niederzurren die formschlüssige Sicherung ergänzt werden.Fahrzeuge, deren Aufbau nach Code XL zertifiziert ist, können alle Kräfte durch den Aufbau abfangen. Voraussetzung ist, dass die Paletten ohne Lücken geladen werden. Um Lücken auszugleichen, kommen Distanzlatten zum Einsatz und Sicherungssysteme, die zwischen Dach und Boden verankert werden.
Für die häufig unterschiedlichen Ladungsgüter im Stückgutverkehr ist es wichtig, den Formschluss durch geeignete Hilfsmittel herzustellen. Das Herstellen von Ladeeinheiten mit genormten Maßen auf Paletten gehört dabei zu den wichtigsten Maßnahmen. Perfekt sind frei in der Ladefläche verteilbar steckbare Rungen,Vertikalstützen und Sperrbalken. Mit einer zweiten Ebene im Trailer, kann das Stückgut voneinander entkoppelt und einzeln formschlüssig verladen werden.
Wichtige Hilfsmittel zum Sichern von liegenden Papierrollen sind Keile, die das Wegrollen verhindern. Alle Auflageflächen sind mit speziell für den Papiertransport ausgelegten Antirutschmatten zu versehen. Das Umkippen stehender Papierrollen kann durch Direktzurren mit einer sogenannten Kopflasche verhindert werden.
Der Transport von schweren Stahlcoils ist ohne Spezialausstattung des Trailers nicht durchführbar. Vorrangig muss das Chassis für die hohe Punktbelastung ausgelegt sein. Eine eingelassene Mulde definiert dann auch automatisch die richtige Position beim Verladen. Weitere Maßnahmen zur Ladungssicherung: steckbare Rungen in der Mulde, Spannketten und Schwerlast-Zurrösen.
Broschüre LaSi Vorhang auf für die korrekte Ladungssicherung