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Timestamp: 2020-08-15 14:10:03
Document Index: 143197357

Matched Legal Cases: ['§ 7', '§ 8', '§ 7', '§ 7', '§ 8', '§ 8', '§ 2', '§ 1', '§ 8', '§ 7', '§ 8', '§ 7']

Kommentierung zum Tarifvertrag Versorgungsbetriebe (TV-V) / 8.10 Auszubildende | TVöD Office Professional | Öffentlicher Dienst | Haufe
Kommentierung zum Tarifvertrag Versorgungsbetriebe (TV-V) / 8.10 Auszubildende
Die regelmäßige durchschnittliche Ausbildungszeit der Auszubildenden beträgt ebenfalls ab 1. Juli 2008 grundsätzlich 39 bzw. 40 Stunden wöchentlich. Dies ergibt sich aus § 7 Abs. 1 Satz 1 TVAöD - Besonderer Teil BBiG -, wonach sich die Ausbildungszeit nach den für die Beschäftigten des Ausbildenden maßgebenden Vorschriften über die Arbeitszeit richtet (also nach § 8 Abs. 1 Satz 1 TV-V). Zum Entgelt im Falle der Teilzeit-Ausbildung vgl. die Erläuterungen zu § 7 a.E.
§ 7 Abs. 1 Satz 1 TVAöD verweist lediglich auf § 8 Abs. 1 bis 3 TV-V, der unmittelbar die regelmäßige durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit betrifft.
Die Anwendung von § 8 Abs. 4 TV-V auf Auszubildende kommt nicht in Betracht. Auszubildende sind zwar Arbeitnehmer im Sinne des Arbeitszeitgesetzes (§ 2 Abs. 2 ArbZG). Für sie gelten jedoch die besonderen Schutzvorschriften des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und ggf. des Jugendarbeitsschutzgesetzes, die zu beachten sind (so auch § 1 Abs. 3 TVAöD).
Anstelle von § 8 Abs. 5 TV-V gilt § 7 Abs. 5 TVAöD. Danach dürfen Auszubildende an Sonn- und Wochenfeiertagen und in der Nacht zur Ausbildung nur herangezogen werden, wenn dies nach dem Ausbildungszweck erforderlich ist.
§ 8 Abs. 6 und 7 TV-V kollidiert mit § 7 Abs. 6 TVAöD, wonach Auszubildende nicht über die regelmäßige Ausbildungszeit hinaus zu Mehrarbeit herangezogen werden dürfen.