Source: http://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_19970114_OGH0002_0040OB02385_96F0000_000&IncludeSelf=True
Timestamp: 2015-11-29 19:28:25
Document Index: 91902114

Matched Legal Cases: ['OGH', '§1041', '§ 372', '§ 1041', '§ 1041', 'OGH', 'OGH', '§1295', '§1323', '§12', '§22', '§ 1097', 'OGH', 'OGH', '§1151', '§1165', 'OGH', 'OGH', '§3', '§ 3', 'OGH', 'OGH', '§ 502', '§ 1151', '§ 1165', '§ 1151', '§ 1', '§ 1041', 'OGH', 'OGH']

RIS - Rechtssätze und Entscheidungstext 4Ob2385/96f - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 1Ob515/53
2Ob613/54
7Ob...
RS0019930
1Ob515/53; 2Ob613/54; 7Ob26/56; 1Ob365/56; 3Ob411/58; 6Ob367/59; 6Ob199/60; 4Ob7/61; 4Ob106/61; 6Ob280/62; 5Ob211/65; 2Ob82/65; 8Ob214/66; 8Ob47/68; 1Ob2/69 (1Ob22/69); 4Ob92/69 (4Ob93/69); 6Ob286/69; 1Ob215/70; 7Ob105/71; 5Ob106/72; 1Ob145/73; 3Ob78/74 (3Ob79/74); 3Ob200/74; 7Ob580/77; 1Ob578/80; 4Ob525/81; 7Ob574/81; 1Ob537/81; 4Ob625/88; 3Ob556/90; 6Ob541/91; 1Ob516/92; 4Ob2021/96a; 4Ob2385/96f; 2Ob218/97s; 6Ob338/97t; 6Ob2/99h; 1Ob82/05y; 2Ob248/08x
ABGB §1041 ff C1
Wer eine fremde Sache ohne Rechtsgrund benützt, hat dafür Entgelt zu leisten.
1 Ob 515/53
Veröff: JBl 1954,120
2 Ob 613/54
7 Ob 26/56
Beisatz: Benutzung einer Kuranstalt für Elektrotherapie und Hydrotherapie. (T1)
1 Ob 365/56
3 Ob 411/58
6 Ob 367/59
Beisatz: Möbel (T2)
6 Ob 199/60
Beisatz: Dasselbe gilt bei nachträglichem Wegfall des Rechtsgrundes. (T3) Veröff: MietSlg 7834
4 Ob 7/61
4 Ob 106/61
6 Ob 280/62
Veröff: MietSlg 17095 = MietSlg 17096
2 Ob 82/65
Veröff: MietSlg 17094
8 Ob 214/66
Veröff: MietSlg 18187
8 Ob 47/68
Veröff: MietSlg 20092
1 Ob 2/69
Veröff: MietSlg 21104
4 Ob 92/69
Veröff: MietSlg 22090
6 Ob 286/69
1 Ob 215/70
Zweiter Rechtsgang zu 1 Ob 2/69; Beisatz: Mit Kontravotum hinsichtlich der Grundlagen der Benützungsentgeltermittlung. (T4) Veröff: MietSlg 22092
7 Ob 105/71
Veröff: SZ 44/92 = RZ 1971,194 = MietSlg 23095
5 Ob 106/72
Veröff: MietSlg 24106 = MietSlg 24106 = JBl 1973,257
1 Ob 145/73
3 Ob 78/74
Veröff: ImmZ 1975,43
Vgl; Beisatz: Der Nutzen kann auch in der Ersparung von Auslagen liegen. (T5)
4 Ob 525/81
7 Ob 574/81
Beisatz: Bei rückwirkender Beseitigung eines Benützungstitels gebührt aber demjenigen, dessen Sache benützt worden ist, ein angemessenes Benützungsentgelt. (T6) Veröff: MietSlg 33128
1 Ob 537/81
Veröff: ImmZ 1982,117
4 Ob 625/88
3 Ob 556/90
Beis wie T3; Beis wie T5; Veröff: JBl 1991,250
6 Ob 541/91
Auch; Veröff: SZ 64/57 = JBl 1992,108
Vgl auch; Veröff: JBl 1992,456
4 Ob 2021/96a
Veröff: SZ 69/89
4 Ob 2385/96f
Ähnlich; Beisatz: Worunter auch Urheberrechte und Arbeitsleistungen verstanden werden können. (T7)
6 Ob 338/97t
6 Ob 2/99h
Vgl auch; Beisatz: Die Verwendungsklage steht daher im mehrpersonalen Verhältnis - wie hier - jedenfalls dann nicht zu, wenn die Vermögensverschiebung ihren Rechtsgrund im Gesetz oder in einem Vertrags- oder sonstigen Schuldverhältnis oder zumindest vertragsähnlichem Verhältnis zwischen dem Verkürzten (Verwendungskläger) und dem Mittelsmann findet. (T8)
1 Ob 82/05y
Auch; Beisatz: Auch der nach § 372 ABGB besser Berechtigte gilt als „Eigentümer" im Sinn des § 1041 ABGB, dem grundsätzlich für die rechtsgrundlose Verwendung seiner Sache zum Nutzen eines anderen ein Wertersatz gebührt. (T9); Veröff: SZ 2006/13
Vgl; Beisatz: Hier: Verwendungsanspruch gemäß § 1041 ABGB des Eigentümers eines Bestandobjekts gegen den titellosen Benützer. (T10); Veröff: SZ 2009/86
ECLI:AT:OGH0002:1953:RS0019930
JJR_19530704_OGH0002_0010OB00515_5300000_001
Rechtssatz für 8Ob79/75
2Ob129/75
8Ob2...
RS0038172
8Ob79/75; 2Ob129/75; 8Ob238/76; 8Ob44/77; 8Ob59/77; 8Ob97/77; 1Ob760/77; 8Ob142/78; 1Ob756/78; 5Ob305/78 (5Ob306/78); 2Ob239/78; 8Ob167/80; 2Ob146/81; 5Ob778/82; 3Ob533/86; 7Ob38/88; 2Ob128/89; 8Ob1593/93; 8Ob501/95; 6Ob2397/96k; 4Ob2385/96f; 8Ob87/98x; 7Ob147/00v; 7Ob301/01t; 7Ob3/03x; 7Ob192/04t; 7Ob247/06h; 1Ob60/09v; 7Ob21/09b; 5Ob96/09t; 4Ob139/10k; 7Ob136/10s; 4Ob193/10a; 6Ob67/12i; 2Ob148/12x; 9Ob59/12k; 10Ob36/13m; 2Ob234/13w
ABGB §1295 Ia8ABGB §1323 AEGUStG 1972 ArtXII Z2EGUStG 1972 ArtXII Z3UStG 1972 §12 Abs1UStG 1994 §22
Das Gericht hat bei seiner Entscheidung über den Anspruch auf Ersatz einer Sache oder Leistung die USt, die aus dem Titel des Schadenersatzes der Bereicherung, der Verwendung oder des Prozesskostenersatzes begehrt wird, nicht gesondert zu behandeln und auch nicht die abgabenrechtliche Vorfrage zu entscheiden, ob der Ersatzberechtigte die USt im Wege des Vorsteuerabzugs vergütet erhalten könnte.
8 Ob 79/75
Veröff: EvBl 1976/22 S 44
2 Ob 129/75
8 Ob 238/76
Beisatz: Die klare Absicht des Gesetzgebers geht dahin, aus dem Prozess über den Ersatz einer Sache oder Leistung die Frage der Berechtigung zum Abzug der Vorsteuer und daraus ableitbare Ansprüche des Ersatzpflichtigen auszuklammern. (T1) Veröff: SZ 50/8 = ZVR 1978/18 S 17
8 Ob 44/77
8 Ob 59/77
8 Ob 97/77
Veröff: EvBl 1978/28 S 99
1 Ob 760/77
Veröff: SZ 51/78 = EvBl 1979/56 S 159
8 Ob 142/78
Auch; Beisatz: Zession der gesamten Kraftfahrzeugreparaturkosten (inklusive USt). (T2) Veröff: ZVR 1979/75 S 85
1 Ob 756/78
Veröff: SZ 51/175
5 Ob 305/78
2 Ob 239/78
Beis wie T1; Beisatz: Durch die Abgabenänderungsgesetze 1977 BGBl 1977/320 und 645 wurde die Rechtslage diesbezüglich nicht geändert. (T3)
8 Ob 167/80
Auch; Veröff: SZ 53/154 = EvBl 1981/110 S 349
2 Ob 146/81
5 Ob 778/82
3 Ob 533/86
7 Ob 38/88
2 Ob 128/89
Auch; Veröff: SZ 63/46 = VersR 1991,721 (Huber)
8 Ob 1593/93
8 Ob 501/95
Beisatz: Die Problematik des Vorsteuerabzuges ist nicht nur im Schadenersatzrecht, sondern generell im "Ersatzrecht" im weiteren Sinn gegeben. (T4)
8 Ob 87/98x
Vgl auch; Beis ähnlich wie T4; Beis wie T1
7 Ob 301/01t
Auch; Beisatz: Der Prozess soll durch Steuerfragen nicht erschwert oder verzögert werden. (T5)Veröff: SZ 2002/1
7 Ob 192/04t
7 Ob 247/06h
Auch; Beis wie T4; Beis wie T5; Beisatz: Da Art XII EGUStG 1972 keine vom UStG 1994 abweichende Regelung zum Inhalt hat, gilt Art XII EGUStG 1972 auch nach Aufhebung des UStG 1972 seit dem Inkrafttreten des UStG 1994 weiter fort. (T6)Beisatz: Hier: Ersatz von Investitionen gemäß § 1097 ABGB. (T7)
1 Ob 60/09v
Vgl auch; Beisatz: Frage, ob diese Judikatur, die Überlegungen zur Vorsteuerabzugsberechtigung aus dem Schadenersatzprozess ausscheidet, auch bei Geltendmachung nur der Umsatzsteuer anzuwenden ist, wurde offen gelassen. (T8)
7 Ob 21/09b
Beis wie T4; Beis wie T6; Beisatz: Hier: Prozesskosten. (T9)
5 Ob 96/09t
Auch; Beisatz: Auch bei einem vorsteuerabzugsberechtigten Geschädigten schließt der Ersatzbetrag (zunächst) auch die Umsatzsteuer mit ein. (T10)
4 Ob 139/10k
7 Ob 136/10s
4 Ob 193/10a
6 Ob 67/12i
Beisatz: Hier: Deckungskapital für die Durchführung von Verbesserungsarbeiten. (T11)
2 Ob 148/12x
Beis wie T1; Beisatz: Der Ersatzbetrag wird in derartigen Fällen zunächst brutto (also einschließlich der auf die Lieferung oder Leistung entfallenden Umsatzsteuer) zugesprochen. (T12)
2 Ob 234/13w
ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0038172
JJR_19750514_OGH0002_0080OB00079_7500000_002
Rechtssatz für 6Ob619/81
1Ob40/83
4Ob2...
RS0021642
6Ob619/81; 1Ob40/83; 4Ob2385/96f
ABGB §1151 IBABGB §1165
Durch den Werkvertrag verpflichtet sich jemand zur Herstellung eines bestimmten Werkes; der Werkunternehmer haftet für einen bestimmten Erfolg. Die damit verbundene Arbeitsleistung wird nicht selbständig, sondern als bloßes Mittel gewertet und geht daher im Werkvertrag auf.
6 Ob 619/81
1 Ob 40/83
nur: Durch den Werkvertrag verpflichtet sich jemand zur Herstellung eines bestimmten Werkes; der Werkunternehmer haftet für einen bestimmten Erfolg. (T1) Veröff: ÖBl 1984,164 = SZ 57/51
ECLI:AT:OGH0002:1981:RS0021642
JJR_19811125_OGH0002_0060OB00619_8100000_002
Rechtssatz für 4Ob36/92
4Ob53/92
4Ob34...
RS0076187
4Ob36/92; 4Ob53/92; 4Ob34/93; 4Ob106/92; 4Ob16/94; 4Ob1131/94; 4Ob58/95; 4Ob2385/96f; 4Ob182/04z
UrhG §3 Abs1
Daß unter die "Werke der bildenden Künste" im Sinne des § 3 Abs 1 UrhG grundsätzlich auch solche fallen können, deren Ausdrucksmittel die Graphik - und sei es auch "nur" die sogenannte "Gebrauchsgraphik" - ist, wird von Lehre und Rechtsprechung einhellig bejaht.
4 Ob 36/92
Veröff: SZ 65/51 = EvBl 1992/36 S 170 = WBl 1992,340 = GRURInt 1993,565 = ÖBl 1992,81 = MR 1992,199 (Walter)
4 Ob 53/92
Beisatz: Klagenfurt - "Lindwurm". (T1) Veröff: MR 1992,201
4 Ob 106/92
Veröff: MR 1993,72
4 Ob 34/93
Veröff: ecolex 1993,688 = ÖBl 1993,132 = MR 1993,186 (Walter)
4 Ob 16/94
Beisatz: Pizzaflitzer (T2)
4 Ob 1131/94
4 Ob 58/95
Vgl auch; Beisatz: Pfeil mit kometenschweifähnlichem Pfeilschaft. (T3)
Beisatz: Hier: Werbekonzept für Online-Warenwirtschaftssystem. (T4)
ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0076187
JJR_19920407_OGH0002_0040OB00036_9200000_001
Entscheidungstext 4Ob2385/96f
4Ob2385/96f
Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr.Huber als Vorsitzenden, durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr.Kodek und Dr.Niederreiter sowie durch die Hofrätinnen des Obersten Gerichtshofes Dr.Griß und Dr.Schenk als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei Ö*****gesmbH, ***** vertreten durch Dr.Josef Toth, Rechtsanwalt in Wien, wider die beklagte Partei Heribert T*****, vertreten durch Dr.Michel Walter, Rechtsanwalt in Wien, wegen S 234.000 sA, infolge außerordentlicher Revision der beklagten Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichtes Wien als Berufungsgerichtes vom 27.Februar 1996, GZ 13 R 88/95-41, den Beschluß gefaßt:
Die Entscheidungen der Vorinstanzen stehen mit Art XIII Z 3 EGUStG und der dazu ergangenen Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofes in Einklang. Der Oberste Gerichtshof hat bereits mehrfach ausgesprochen, daß das Gericht bei seiner Entscheidung über den Anspruch auf Ersatz einer Sache oder Leistung die Umsatzsteuer, die aus dem Titel des Schadenersatzes, der Bereicherung, der Verwendung oder des Prozeßkostenersatzes begehrt wird, nicht gesondert zu behandeln und auch nicht die abgabenrechtliche Vorfrage zu entscheiden hat, ob der Ersatzberechtigte die Umsatzsteuer im Wege des Vorsteuerabzugs vergütet erhalten könnte (EvBl 1976/22; SZ 50/8; SZ 53/154; SZ 63/46, zuletzt 8 Ob 1593/93 und 8 Ob 501/95). Wenngleich diese Entscheidungen meist zu schadenersatzrechtlichen Fällen ergingen (in 8 Ob 1593/93 hatte der Oberste Gerichtshof jedoch die Rückzahlung einer verbotenen Ablöse zu beurteilen), ist die Problematik des Vorsteuerabzuges nicht nur im Schadenersatzrecht, sondern generell im "Ersatzrecht" im weiteren Sinn gegeben (Arnold, Zivilrechtliche Überlegungen zum Vorsteuerabzug GesRZ 1990, 22). Dem hat der Gesetzgeber in Art XIII Z 3 EGUStG auch Rechnung getragen. Nach dieser Bestimmung berührt der Umstand, daß jemand, der Anspruch auf Ersatz für eine Sache oder Leistung hat, als Unternehmer zum Abzug von Vorsteuern berechtigt ist, die Bemessung des Ersatzes an sich nicht. Schließt der Ersatzbetrag auch Umsatzsteuer ein, so erwächst jedoch dem Ersatzpflichtigen gegen den Ersatzberechtigten ein Rückersatzanspruch in der Höhe des Umsatzsteuerbetrages, sobald und soweit ihn der Ersatzberechtigte als Vorsteuer abziehen könnte. Diese Bestimmung soll einerseits dem Ersatzverpflichteten gegen den Berechtigten einen Rückersatzanspruch in Höhe des Umsatzsteuerbetrages gewähren und andererseits die Gerichte von der Überprüfung umsatzsteuerrechtlicher Fragen entlasten. So halten die Gesetzesmaterialien ausdrücklich fest (RV 227 BlgNR 13.GP und Bericht des Finanz- und Budgetausschusses 383 BlgNR 13.GP), Art XII Z 3 stelle sicher, daß sich das Gericht zunächst nicht um die Umsatzsteuer, "die aus dem Titel des Schadenersatzes, der Bereicherung, der Verwendung oder des Prozeßkostenersatzes begehrt wird", zu kümmern habe, besonders nicht die abgabenrechtliche Vorfrage zu entscheiden brauche, ob der Ersatzberechtigte die Umsatzsteuer im Wege des Vorsteuerabzuges vergütet erhalten könnte. Gesetzestext und Materialien ist somit eindeutig zu entnehmen, daß diese Bestimmung nicht nur auf Schadenersatzansprüche, sondern vielmehr auch auf alle übrigen Ersatzansprüche (somit auch auf Kondiktionsansprüche) anzuwenden ist. Der von den Vorinstanzen erfolgte Zuspruch des gesamten Ersatzbetrages an die Klägerin (einschließlich der darin enthaltenen Umsatzsteuer) steht mit Art XIII Z 3 EG UStG und der zitierten Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofes daher in Einklang. Eine erhebliche Rechtsfrage im Sinn des § 502 Abs 1 ZPO liegt somit nicht vor. Bei der Beurteilung der Frage, ob zwischen der Klägerin und dem Beklagten ein Dienst- oder Werkvertrag abgeschlossen wurde, kommt es zunächst darauf an, ob Gegenstand dieses Vertrages die Verrichtung von Diensten oder aber ein durch Arbeit zu erzielender Erfolg war (SZ 57/51). Während der Dienstvertrag auf die Bereitschaft zur Dienstleistung auf Zeit und die Verfügung des Dienstgebers über die Arbeitskraft des Dienstpflichtigen abstellt, ohne daß von vornherein ein bestimmter Arbeitserfolg geschuldet würde, kommt es beim Werkvertrag auf das Ergebnis der geschuldeten Arbeitsleistung an. Für die Beurteilung als Werkvertrag ist auch entscheidend, daß die Arbeit nach eigenem Plan und mit eigenen Mitteln bei Fehlen einer Einordnung in die Organisation des Vertragspartners geleistet wird (Krecji in Rummel ABGB2 Rz 93 zu § 1151 mwN, Rz 117 zu § 1165). Enthält ein Vertrag sowohl Elemente des Dienst- als auch des Werkvertrages, entscheidet das Überwiegen (Krecjci aaO Rz 98 zu § 1151). Die Entscheidung des Berufungsgerichtes, das den Vertrag aufgrund der besonderen Umstände des Einzelfalles als Werkvertrag beurteilt hat, steht mit diesen Grundsätzen in Einklang, die auf den Werkvertrag zutreffenden Vertragselemente überwiegen deutlich. Das auf unbestimmte Zeit eingegangene Vertragsverhältnis konnte von der klagenden Partei unter Einhaltung einer angemessenen Kündigungsfrist gekündigt werden (Koziol/Welser Grundriß I10 197), wobei besondere Formvorschriften für die Art der Kündigung nicht vereinbart waren. Ob die tatsächlich gewährte Kündigungsfrist angemessen ist, richtet sich nach den Umständen des Einzelfalles. Die Ansicht des Berufungsgerichtes, wonach eine Auflösung per Ende März erfolgen konnte, ist nicht zu beanstanden, zumal die Streitteile von Anfang an davon ausgegangen sind, daß die Zeitschrift "plötzlich" eingestellt und damit das Vertragsverhältnis von heute auf morgen beendet werden könnte, und der Beklagte für den auf die Kündigung folgenden Kalendermonat noch keine Leistung erbracht hatte. Mit Mitteln der Grafik hergestellte Schriftzüge oder Signets können als Werke der bildenden Kunst im Sinn der §§ 1 und 3 UrhG dann Schutz genießen, wenn sie eigentümliche geistige Schöpfungen im Sinn des allgemeinen urheberrechtlichen Werkbegriffes sind. Entscheidend ist dabei allein ihre individuelle Eigenart. Die Leistung muß somit eine auf der Persönlichkeit des Schöpfers beruhende Individualität aufweisen, die sich vom Alltäglichen, Landläufigen, üblicherweise Hervorgebrachten abhebt. Es müssen persönliche Züge des Werkschaffenden - insbesondere durch die visuelle Gestaltung und durch die gedankliche Bearbeitung - zur Geltung kommen (ÖBl 1990, 136 - "Happy Skiing in Oberlech", MR 1992, 199 - "Bundesheerformular"; MR 1992, 201 - "Kalian Lindwurm"; ÖBl 1993, 132 - "Hermes - Symbol"; ÖBl 1996, 56 "Pfeildarstellung"). Die Entscheidung des Berufungsgerichtes steht mit dieser Rechtsprechung in Einklang. Der vom Beklagten entworfene Schriftzug "Palette" verwendet eine auf käuflichen Schriftbögen erhältliche und in Computerprogrammen verwendete Schriftart. Der Beklagte hat die Einzelbuchstaben des verwendeten Titels lediglich näher zusammengerückt. Das Signet "Für Sie gelesen" besteht aus einem stilisiert wiedergegebenen Buch, wie es sich häufig in Verlagskatalogen findet. Auch die grafische Gestaltung beschränkt sich auf die schlichte Darstellung eines Buches und weist keine höhere Individualität auf, als das vom Obersten Gerichtshof bereits beurteilte Hermes-Symbol (ÖBl 1993, 132), in welchem Fall der Oberste Gerichtshof eine individuell eigenartige Leistung verneint hatte. Die Ansicht des Berufungsgerichtes, das urheberrechtlichen Schutz und somit auch das daraus abgeleitete Werknutzungsentgelt verneint hat, ist daher nicht zu beanstanden. Der von der Revisionswerberin aufgeworfenen weiteren Frage, ob der Klägerin über den Zeitraum des Vertragsverhältnisses mit dem Beklagten hinaus Werknutzungsrechte eingeräumt wurden, und diese durch das vereinbarte Pauschalhonorar abgedeckt waren, kommt somit keine Relevanz mehr zu. Die Rechtsansicht des Berufungsgerichtes, wonach schon nach den festgestellten Sachverhalt ein Verwendungsanspruch des Beklagten ausscheide, ist nicht zu beanstanden. Ein Anspruch nach § 1041 ABGB setzt voraus, daß eine dem Forderungsberechtigten gehörige "Sache" (worunter auch Urheberrechte und Arbeitsleistungen verstanden werden können (vgl Koziol/Welser aaO 416), ohne Rechtsgrund zum Nutzen eines anderen verwendet wurde. Das Erstgericht hatte - vom Berufungsgericht gebilligt - festgestellt, daß die gesamte Tätigkeit des Beklagten (sein Werk) als Grafiker mit dem vereinbarten Honorar abgegolten werden und ihm keine weitergehenden Rechte im Hinblick auf die vorgenommene grafische Gestaltung zustehen sollten. Diese Vereinbarung hindert einen allfälligen Verwendungsanspruch des Beklagten.
E44837
04A23856
ECLI:AT:OGH0002:1997:0040OB02385.96F.0114.000
JJT_19970114_OGH0002_0040OB02385_96F0000_000