Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F15-12-2000-U_205-1999
Timestamp: 2016-10-21 16:44:18
Document Index: 104512247

Matched Legal Cases: ['Art. 18', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 108', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE']

U 205/99 (15.12.2000)
U 205/99 Vr
Pr�sident Lustenberger, Bundesrichter Meyer und Ferrari; Gerichtsschreiber Lauper
E.________, 1942, Beschwerdef�hrer, vertreten durch F�rsprech Heinz Steidel, Rathausgasse 9, Aarau,
A.- Der 1942 geborene E.________ arbeitete als Kunstschlosser und Gesch�ftsf�hrer bei der Firma X.________ AG und war damit bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Unfall und Berufskrankheit versichert. Am 2. Februar 1995 musste er wegen eines Fehltritts von einer Hebeb�hne springen und zog sich dabei eine Distorsion im Bereich der Lendenwirbels�ule sowie eine Zerrung der OB-Muskulatur zu. Die SUVA, welche ihre Haftung anerkannte, kam f�r die Folgen dieses Berufsunfalles auf und erbrachte die gesetzlichen Versicherungsleistungen.
Am 11. August 1995 versp�rte er beim Anheben einer rund 40 kg schweren Marmorplatte einen starken Schmerz im mittleren R�ckenbereich. Der konsultierte Hausarzt, Dr. med. R.________, prakt. Arzt, diagnostizierte eine Keilfraktur des neunten Brustwirbelk�rpers (Arztzeugnis UVG vom 19. Oktober 1995). In der Folgezeit g�nzlich arbeitsunf�hig, unterzog sich der Versicherte im Rahmen der Heilbehandlung vom 26. M�rz bis 23. April 1996 einer station�ren Behandlung in der Rheuma- und Rehabilitationsklinik Y.________. Gest�tzt auf deren Bericht vom 7. Mai 1996, ein Gutachten des Dr. med. A.________, Chefarzt der Rheuma- und Rehabilitationsklinik, vom 3. M�rz 1997 sowie den Bericht des Dr. med. M.________, Facharzt FMH f�r Orthop�dische Chirurgie von der Unfallabteilung der SUVA (vom 2. Juni 1997), sprach die SUVA dem Versicherten eine Invalidenrente auf der Basis einer Erwerbsunf�higkeit von 33 1/3 % sowie eine Integrit�tsentsch�digung von 5 % zu (Verf�gung vom 12. Januar 1998). Daran hielt sie im Einspracheentscheid vom 11. M�rz 1998 fest.
B.- Die hiegegen erhobene Beschwerde, mit welcher der Versicherte unter anderem Arbeitsunf�higkeitsatteste des Dr. A.________ vom 27. Juli und 26. Oktober 1998 sowie einen Bericht des Dr. H.________, R�ntgeninstitut Z.________ (vom 21. August 1998), einreichen liess, wies das Versicherungsgericht des Kantons Aargau nach Einholung erg�nzender Ausk�nfte des Dr. M.________ vom 4. Januar 1999 ab (Entscheid vom 24. M�rz 1999).
C.- E.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren und im Wesentlichen die Zusprechung einer "vollen IV-Rente" beantragen.
Die SUVA tr�gt auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde an. Das Bundesamt f�r Sozialversicherung hat sich nicht vernehmen lassen.
1.- Das kantonale Gericht hat die massgeblichen gesetzlichen Bestimmungen und Grunds�tze �ber die Bemessung des Invalidit�tsgrades (Art. 18 Abs. 2 UVG), die Rechtsprechung zum Begriff des ausgeglichenen Arbeitsmarktes (BGE 116 V 249 Erw. 1b, 109 V 29; AHI 1998 S. 291) und zur Bedeutung �rztlicher Ausk�nfte im Rahmen der Invalidit�tssch�tzung (BGE 125 V 261 Erw. 4 mit Hinweisen) sowie den f�r die richterliche Beurteilung eines Falles praxisgem�ss massgebenden Zeitpunkt des Einspracheentscheides (BGE 116 V 248 Erw. 1a und 251 Erw. 2c; RKUV 1999 Nr. U 334 S. 205 Erw. 3) zutreffend wiedergegeben. Richtig sind auch die von der Vorinstanz angef�hrten, im Rahmen der freien Beweisw�rdigung (Art. 108 Abs. 1 lit. c UVG) f�r den Beweiswert eines Arztberichtes massgebenden Gesichtspunkte (BGE 107 V 175; RKUV 1991 Nr. U 133 S. 312 f.; vgl. ferner BGE 119 V 346 Erw. 4c und Meyer-Blaser, in Fredenhagen, Das �rztliche Gutachten, 3. Aufl. Bern 1994, S. 25) sowie der Hinweis, dass f�r die Invalidit�tsbemessung nicht die medizinischtheoretische Sch�tzung, wie sie der Arzt aufgrund medizinischer Erfahrungswerte in vergleichbaren F�llen vornimmt, entscheidend ist, sondern die erwerblichen Auswirkungen der festgestellten Arbeitsunf�higkeit (BGE 105 V 207 f., 98 V 173; ZAK 1980 S. 597, 1970 S. 291).
2.- a) Die Vorinstanz hat in W�rdigung der medizinischen Unterlagen, insbesondere der Berichte des Dr. med. M.________ vom 2. Juni 1997 und 4. Januar 1999, zutreffend dargelegt und begr�ndet, dass es dem im Wesentlichen an einer schweren Osteochondrose und Spondylose L4/L5, an einem Zustand nach Kompression-Keilbruch der Oberkante von BWK9 mit residueller Keilform 10o und lokalen Restbeschwerden leidenden Beschwerdef�hrer, bei dem auch ein Verdacht auf ein leichtes Impingement-Syndrom der rechten Schulter diagnostiziert ist, mit Blick auf die somatischen Unfallfolgen m�glich und zumutbar w�re, vollzeitig einer wechselbelastenden Arbeit ohne Zwangshaltung des R�ckens, welche nicht mit regelm�ssigem Heben von schweren Lasten verbunden w�re, nachzugehen. Mit einer solchen leidensangepassten T�tigkeit k�nnte er zwei Drittel des Einkommens erzielen, welches er ohne Gesundheitsschaden als Kunstschlosser verdienen w�rde. Unter Annahme eines ausgeglichenen Arbeitsmarktes sind die in der Dokumentation der Beschwerdegegnerin �ber die Arbeitspl�tze (DAP) aufgezeigten Besch�ftigungsm�glichkeiten durchaus realistisch.
b) Was hiegegen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorgebracht wird, vermag nicht zu einer anderen Beurteilung zu f�hren. Insbesondere er�brigen sich Aktenerg�nzungen, da hievon keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind (antizipierte Beweisw�rdigung; BGE 124 V 94 Erw. 4b, 122 V 162 Erw. 1d mit Hinweis; nicht ver�ffentlichtes Urteil Sch. vom 8. Februar 2000; I 362/99). Es trifft zwar zu, dass im Bericht des Dr. H.________ vom R�ntgeninstitut Z.________ vom 21. August 1998 von einer Fraktur des achten Brustwirbelk�rpers die Rede ist. Dabei handelt es sich jedoch offensichtlich um einen Verschrieb, nachdem der Arzt in einem fr�heren Bericht (vom 25. Oktober 1995) selber noch von einer BWK9-Fraktur ausgegangen und auch in s�mtlichen �brigen medizinischen Unterlagen stets und von allem Anfang an eine Fraktur des neunten Brustwirbelk�rpers diagnostiziert worden war (vgl. unter anderem Berichte der Dres. med. R.________ vom 19. Oktober 1995, C.________ vom Medizinisch-Radiologischen Institut D.________ vom 6. Oktober 1995, L.________, Leitender Arzt an der Rheuma- und Rehabilitationsklinik vom 18. Dezember 1995 und A.________ vom 3. M�rz 1997). Nichts zu seinen Gunsten ableiten kann der Beschwerdef�hrer auch aus dem behaupteten Dauerschmerz, da die Unfallversicherung nicht f�r s�mtliche k�rperliche Beeintr�chtigungen einzustehen hat, sondern nur f�r solche, die mit rechtsgen�glicher Wahrscheinlichkeit auf ein versichertes Ereignis zur�ckzuf�hren sind (vgl. BGE 119 V 337 Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b, 117 V 376 Erw. 3a mit Hinweisen). Dr. A.________ hatte denn auch die von ihm bescheinigte Arbeitsunf�higkeit nicht allein mit einem Unfallgeschehen, sondern mit Unfall und Krankheit zusammen begr�ndet (vgl. Atteste vom 27. Juli und 26. Oktober 1998). Im �brigen kann auf die einl�sslichen Erw�gungen des kantonalen Gerichts verwiesen werden, denen das Eidgen�ssische Versicherungsgericht weder in tats�chlicher noch rechtlicher Hinsicht etwas beizuf�gen hat.