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Timestamp: 2020-02-26 21:37:34
Document Index: 274795415

Matched Legal Cases: ['§ 119', '§ 119', '§ 141', '§ 141', '§ 119', '§ 119', '§ 119']

1€-Job,trotz 400€ job(mit aussicht auf festanstellung)+nur sehr kurz arbeitslos
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Autor Thema: 1€-Job,trotz 400€ job(mit aussicht auf festanstellung)+nur sehr kurz arbeitslos (Gelesen 9157 mal)
Re: 1€-Job,trotz 400€ job(mit aussicht auf festanstellung)+nur sehr kurz arbeitslos
« Antworten #15 am: Februar 20, 2009, 22:03:38 »
Was sind das nur für Sachbearbeiter? Hat der vorher die Kohlen als Beamter irgendwo geputzt? Denn von den SGBs hat er ja herzlich wenig Ahnung, wie`s scheint.
Der § 119 SGB III besagt, dass jemand weiterhin dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht, wenn er lediglich 14,99 h wöchentlich arbeitet.
SGB 3 § 119 Arbeitslosigkeit
2. sich bemüht, seine Beschäftigungslosigkeit zu beenden (Eigenbemühungen)
3. den Vermittlungsbemühungen der Agentur für Arbeit zur Verfügung steht
(Verfügbarkeit).
(2) Eine ehrenamtliche Betätigung schließt Arbeitslosigkeit nicht aus, wenn dadurch
die berufliche Eingliederung des Arbeitslosen nicht beeinträchtigt wird.
(3) Die Ausübung einer Beschäftigung, selbständigen Tätigkeit oder Tätigkeit als
mithelfender Familienangehöriger (Erwerbstätigkeit) schließt die
Beschäftigungslosigkeit nicht aus, wenn die Arbeits- oder Tätigkeitszeit
(Arbeitszeit) weniger als 15 Stunden wöchentlich umfasst; gelegentliche Abweichungen
von geringer Dauer bleiben unberücksichtigt. Die Arbeitszeiten mehrerer
Erwerbstätigkeiten werden zusammengerechnet.
(4) Im Rahmen der Eigenbemühungen hat der Arbeitslose alle Möglichkeiten zur
beruflichen Eingliederung zu nutzen. Hierzu gehören insbesondere
1. die Wahrnehmung der Verpflichtungen aus der Eingliederungsvereinbarung,
2. die Mitwirkung bei der Vermittlung durch Dritte und
3. die Inanspruchnahme der Selbstinformationseinrichtungen der Agentur für
zumutbare Beschäftigung unter den üblichen Bedingungen des für ihn in
Betracht kommenden Arbeitsmarktes ausüben kann und darf,
2. Vorschlägen der Agentur für Arbeit zur beruflichen Eingliederung zeit- und
ortsnah Folge leisten kann,
3. bereit ist, jede Beschäftigung im Sinne der Nummer 1 anzunehmen und
auszuüben und
4. bereit ist, an Maßnahmen zur beruflichen Eingliederung in das Erwerbsleben
Bei der Anrechnung des Geldes aus diesem Job ist der § 141 SGB III zu beachten:
§ 141 Anrechnung von Nebeneinkommen
(1) 1Übt der Arbeitslose während einer Zeit, für die ihm Arbeitslosengeld zusteht, eine Erwerbstätigkeit im Sinne des § 119 Abs. 3 aus, ist das daraus erzielte Einkommen nach Abzug der Steuern, der Sozialversicherungsbeiträge und der Werbungskosten sowie eines Freibetrages in Höhe von 165 Euro in dem Kalendermonat der Ausübung anzurechnen.
2Handelt es sich um eine selbständige Tätigkeit oder eine Tätigkeit als mithelfender Familienangehöriger, sind pauschal 30 Prozent der Betriebseinnahmen als Betriebsausgaben abzusetzen, es sei denn, der Arbeitslose weist höhere Betriebsausgaben nach.
(2) Hat der Arbeitslose in den letzten 18 Monaten vor der Entstehung des Anspruches neben einem Versicherungspflichtverhältnis eine Erwerbstätigkeit (§ 119 Abs. 3) mindestens zwölf Monate lang ausgeübt, so bleibt das Einkommen bis zu dem Betrag anrechnungsfrei, das in den letzten zwölf Monaten vor der Entstehung des Anspruches aus einer Erwerbstätigkeit (§ 119 Abs. 3) durchschnittlich auf den Monat entfällt, mindestens jedoch ein Betrag in Höhe des Freibetrages, der sich nach Absatz 1 ergeben würde.
Das bedeutet für mich, dass dein Mann diese 400,01 Euro monatliches Einkommen in weniger als 15 Stunden wöchentlich (also bei monatlich 4 Wochen 4x14,99 h) erhalten muß. Es ist in beiden §§ von Erwerbstätigkeit die Rede, nicht von Minijob o.ä. Und die Anrechnung richtet sich nach der Zeit, die er diesen Job vor der Arbeitslosigkeit ausgeübt hat.
Und nun hat wieder der Erbsenzähler vom Amt das Wort.
« Letzte Änderung: Februar 20, 2009, 22:05:35 von Barney »
Tabbenocca
« Antworten #16 am: März 05, 2009, 12:46:56 »
danke für die eigentlich ausführliche Antwort,gebracht hat uns das leider alles nicht,der nette Bearbeiter schaltet weiter auf stur,wir haben uns jetzt an das für uns zuständige Sozialgericht gewendet. mal schauen ob das jetzt was bringt.
Glücklich ist,wer das,was er liebt,auch wagt, mit Mut zu beschützen!
« Antworten #17 am: März 05, 2009, 17:09:02 »
Und was habt ihr konkret getan? Kannst du etwas mehr verraten?
« Antworten #18 am: März 05, 2009, 18:22:41 »
bis jetzt haben wir erst einmal da angerufen und die sachlage geschildert,nachdem wir endlich den "richtigen" Mitarbeiter gefunden hatten.
Als nächstes haben wir jetzt sämtliche erforderliche Unterlagen zugeschickt und dann wurde mit uns ein termin vereinbart,den müssen wir jetzt noch abwarten.
AAAAber bis jetzt wurde da wirklich schnell gearbeitet.
Im Prinzip läuft das auch alles über einen Anwalt den wir uns genommen haben,also wir müssen bis jetzt rein garnix machen,halt nur den termin wahrnehmen,bei dem uns der Anwalt begleitet,weil wir verstehen sowieso bei allen nur Bahnhof... achso ja, 10€ kostet uns das wohl alles..ist zu verkraften.
Ja und nun mal schauen wie es weitergeht....
« Antworten #19 am: März 06, 2009, 01:25:02 »
Dann unterstützt euch dieser Anwalt auch dabei, die Prozeßkostenhilfe doch noch zu bekommen.
« Antworten #20 am: März 06, 2009, 13:00:10 »
so anwalt und mein lebensgefährte sind in diesem Moment auf den weg zur ARGE und geben die Kündigung zusammen ab für den 1€ Job...
er sagte uns aber,das er nicht davon ausgeht,das der bearbeiter sich wird beeinflussen lassen von der tatsache das der anwalt dabei ist und mit ziemlicher wahrscheinlichkeit trotzdem sanktionieren wird und dann kommt wohl das sozialgericht zum einsatz...drückt mal die daumen das er doch etwas eingeschüchtert sein wird
bin erstaunt in welcher geschwindigkeit das alles voran geht...man hätten wir das gleich gewusst...
« Antworten #21 am: März 06, 2009, 13:42:11 »
lol was für deppen,
also zur Kündigung kam es nicht, mein Lebensgefährte wurde gekündigt,wegen seiner Faulheit und unzuverlässigkeit brauch er nicht mehr in die Massnahme
« Antworten #22 am: März 06, 2009, 13:53:05 »
Mit solchen Gründen gibbet aber ne Sanktion..
« Antworten #23 am: März 06, 2009, 14:29:49 »
nein die gibt es nicht...denn der bearbeiter konnte die begründung selber nicht nachvollziehen,weil wir uns mehrmals beschwert haben das er bei der Massnahme nur rumsteht und nix zu tun hat...deswegen nix und selbstverständlich haben wir danach gefragt und weil wir nicht ganz so bescheuert sind,haben wir das hier schwarz auf weis und ein anwalt war ja auch mit.... die sache ist durch....
« Letzte Änderung: März 06, 2009, 14:59:39 von Tabbenocca »
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