Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F07-06-2012-4A_626-2011
Timestamp: 2016-10-26 19:29:50
Document Index: 391867140

Matched Legal Cases: ['Art. 90', 'Art. 72', 'Art. 75', 'Art. 42', 'Art. 106', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 97', 'Art. 95', 'BGE', 'BGE', 'Art. 97', 'BGE', 'BGE', 'Art. 363', 'Art. 364', 'Art. 365', 'Art. 25', 'Art. 365', 'Art. 404', 'BGE', 'BGE', 'Art. 366', 'Art. 366', 'Art. 6', 'Art. 66', 'Art. 68']

4A_626/2011 (07.06.2012)
Beschwerde gegen den Beschluss und das Urteil des Handelsgerichts des Kantons Z�rich
A.a Im Zusammenhang mit dem Neubau seiner Liegenschaft hatte A.________ (Kl�ger, Beschwerdef�hrer) in den Jahren 1983/84 bei der Firma X.________ AG (Beklagte, Beschwerdegegnerin) "Y.________ Storen" bestellt. In den Jahren 1986/87 und 1992 wurden jeweils auf Bestellung von A.________ einzelne besch�digte Storen durch entsprechende neue Storen ersetzt.
A.b Nach einem Hagelschaden hat A.________ am 1. Juli 2008 bei der Firma X.________ AG eine Bestellung aufgegeben, um die besch�digten Storen an der Ost- und S�dfassade seiner Liegenschaft durch neue "Y.________ Storen" zu ersetzen, unter Belassung der unbesch�digten Storen. Aufgrund eines Rabattes von 21 % hat sich A.________ gleichentags entschlossen, eine zweite Bestellung f�r die Nord- und Westfassade aufzugeben, um s�mtliche Storen am Geb�ude einheitlich durch neue Storen zu ersetzen.
Der vereinbarte Werkpreis von Fr. 47'876.65 f�r die Ost- und S�dfassade und von Fr. 21'800.40 f�r die Nord- und Westfassade umfasste die Herstellung, Lieferung und Montage der neuen sowie die Demontage und Entsorgung der alten Storen.
A.c Die Storen wurden am 8. August 2008 geliefert und bei A.________ in der Garage zur vor�bergehenden Lagerung eingestellt. Am 11. August 2008, dem vorgesehenen Montagebeginn, wurde zun�chst nur ein neuer Storen provisorisch montiert und wieder demontiert, da die gelieferten Storen angeblich nicht mit den vorbestehenden alten Storen �bereinstimmten. Am 13. August 2008 wurde sodann ein neuer Storen zur Anschauung der Ver�nderung gegen�ber den alten Storen montiert und am Geb�ude gelassen.
Die X.________ AG stellte am 15. August 2008 f�r die Storen Rechnung und setzte in der Folge einen Betrag von Fr. 38'492.35 in Betreibung, wogegen A.________ Rechtsvorschlag erhoben hat.
B.a Daraufhin reichte A.________ beim Handelsgericht des Kantons Z�rich eine Forderungsklage gegen die X.________ AG ein, mit dem im Laufe des Verfahrens abge�nderten Begehren, die X.________ AG sei zu verpflichten, ihm einen Betrag von Fr. 28'316.55 zuz�glich Zins zu 5 % seit dem 7. Oktober 2008 f�r die geleistete Storen-Anzahlung sowie Fr. 17'003.05 zuz�glich Zins zu 5 % seit dem 15. Oktober 2009 (mittlerer Verfall) f�r die Lager-, Reparatur- und vorprozessualen Anwaltskosten zu bezahlen. Dagegen erhob die X.________ AG Widerklage mit dem Begehren, A.________ sei zu verpflichten ihr Fr. 38'492.35 zuz�glich Zins zu 5 % seit dem 22. September 2008 zu bezahlen und es sei der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. zzz.________ des Betreibungsamtes Thalwil zu beseitigen.
B.b Mit Beschluss vom 2. September 2011 schrieb das Handelsgericht des Kantons Z�rich das Verfahren im Umfang von Fr. 2'883.45 als durch teilweise Anerkennung der Widerklage erledigt ab. Mit Urteil vom gleichen Tag wies es die Klage ab und verpflichtete den Kl�ger in teilweiser Gutheissung der Widerklage, der Beklagten einen Betrag von Fr. 35'593.60 nebst Zins zu 5 % auf Fr. 38'477.05 seit dem 3. Oktober 2008 zu bezahlen; im �brigen wies es die Widerklage ab. Im Weiteren beseitigte es den Rechtsvorschlag gegen den Zahlungsbefehl Nr. zzz.________ des Betreibungsamtes Thalwil vom 26. September 2008 im Umfang von Fr. 38'477.05 nebst Zins zu 5 % seit dem 3. Oktober 2008.
Mit Beschwerde in Zivilsachen beantragt der Kl�ger dem Bundesgericht, das Urteil des Handelsgerichts des Kantons Z�rich vom 2. September 2011 aufzuheben, die Widerklage abzuweisen und in Gutheissung der Klage die Beklagte zu verpflichten, ihm Fr. 28'316.55 zuz�glich 5 % Zins ab dem 7. Oktober 2008 sowie einen Betrag von Fr. 17'003.05 zuz�glich 5 % Zins ab dem 15. Oktober 2009 zu bezahlen. Eventualiter sei das Urteil des Handelsgerichts aufzuheben und die Streitsache zur weiteren Abkl�rung des Sachverhaltes an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Die Beklagte beantragt die Abweisung der Beschwerde; die Vorinstanz hat auf eine Vernehmlassung verzichtet. Der Beschwerdef�hrer hat dem Bundesgericht unaufgefordert eine Replik, die Beschwerdegegnerin eine Duplik eingereicht.
Mit Pr�sidialverf�gung vom 23. November 2011 wies das Bundesgericht das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung ab.
Die Beschwerde richtet sich gegen einen Endentscheid (Art. 90 BGG) in einer Zivilsache (Art. 72 Abs. 1 BGG), der von einem oberen kantonalen Gericht erging, das als Fachgericht f�r handelsrechtliche Streitigkeiten und einzige kantonale Instanz eingesetzt ist (Art. 75 Abs. 2 lit. b BGG). Da auch die �brigen Sachurteilsvoraussetzungen erf�llt sind, ist auf die Beschwerde - unter Vorbehalt einer rechtsgen�glichen Begr�ndung (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG) - einzutreten.
1.3 Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz nur berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG). "Offensichtlich unrichtig" bedeutet dabei "willk�rlich" (BGE 135 III 397 E. 1.5 S. 401). �berdies muss die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein (Art. 97 Abs. 1 BGG).
Der Beschwerdef�hrer, der die Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz anfechten will, muss klar und substanziiert aufzeigen, inwiefern die ger�gten Feststellungen bzw. die Unterlassung von Feststellungen offensichtlich unrichtig sind oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruhen (BGE 136 II 508 E. 1.2 S. 511 f.; 133 II 249 E. 1.4.3 S. 254 f.; 133 III 462 E. 2.4 S. 466, 393 E. 7.1 S. 398, 350 E. 1.3 S. 351 f.). Soweit der Beschwerdef�hrer den Sachverhalt erg�nzen will, hat er zudem mit Aktenhinweisen darzulegen, dass er entsprechende rechtsrelevante Tatsachen und taugliche Beweismittel bereits bei den Vorinstanzen prozesskonform eingebracht hat (Urteile 4A_341/2011 vom 21. M�rz 2012 E. 1.5.1; 4A_614/2011 vom 20. M�rz 2012 E. 1.2; 4A_214/2008 vom 9. Juli 2008 E. 1.2, nicht publ. in: BGE 134 III 570). �berdies ist in der Beschwerde darzutun, inwiefern die Behebung des ger�gten Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG; BGE 135 I 19 E. 2.2.2 S. 22). Auf eine Kritik an den tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz, die diesen Anforderungen nicht gen�gt, ist nicht einzutreten (BGE 133 II 249 E. 1.4.3 S. 254 f.; 133 III 462 E. 2.4 S. 466 f.).
1.4 Diese Grunds�tze verkennt der Beschwerdef�hrer. Er stellt seinen R�gen zun�chst eine eigene Sachverhaltsdarstellung voran, die von den tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz abweicht, ohne eine rechtsgen�gliche Sachverhaltsr�ge zu erheben. Auch seine weiteren Ausf�hrungen beschr�nken sich weitgehend auf appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid und verfehlen insoweit die gesetzlichen Begr�ndungsanforderungen.
Der Beschwerdef�hrer macht in Bezug auf die Vertragsauslegung durch die Vorinstanz in verschiedener Hinsicht eine Verletzung bundesrechtlicher Grunds�tze geltend.
2.1.1 Der Beschwerdef�hrer bringt vor, die vorinstanzliche Vertragsauslegung f�hre zu einem inhaltsleeren Ergebnis, da sich daraus nicht ergebe, welche konkreten werkvertraglichen Leistungen die Beschwerdegegnerin mit Bezug auf den Storenbehang und dessen Eigenschaften zu erbringen habe. Die Vorinstanz habe nicht alle wesentlichen Umst�nde f�r die Vertragsauslegung nach dem Vertrauensprinzip gew�rdigt, weshalb der festgestellte Sachverhalt l�ckenhaft und damit erg�nzungs- und berichtigungsbed�rftig sei.
2.1.2 Die Vorinstanz hat die auf Grundlage der beiden Offerten der Beschwerdegegnerin f�r den Ersatz der Storen an der Liegenschaft des Beschwerdef�hrers vom 27. Juni bzw. 1. Juli 2008 abgeschlossene Vereinbarung einheitlich als Werkvertrag qualifiziert. Dies wird von den Parteien nicht in Frage gestellt; der Beschwerdef�hrer bringt vor Bundesgericht lediglich vor, es mache "objektiv betrachtet keinen Sinn", von einem einheitlichen Vertragsverh�ltnis auszugehen, ohne jedoch eine Bundesrechtsverletzung aufzuzeigen. Die Vorinstanz hat festgestellt, dass die Parteien �ber die Frage, ob Storen mit gleichen Eigenschaften wie die vorbestehenden alten Storen geliefert werden sollten, keinen �bereinstimmenden wirklichen Parteiwillen bekundet haben. Aus diesem Grund sei der Werkvertrag nach dem Vertrauensprinzip auszulegen.
Den "geltenden Bedingungen", welche integrierender Bestandteil des Werkvertrages sind, k�nne entnommen werden, dass die Beschwerdegegnerin "die Verwendung hochwertiger Materialien und eine einwandfreie Verarbeitung nach dem im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses geltenden Stand der Technik" zusichere. Nach diesem Wortlaut lasse sich der mutmassliche Parteiwillen bestimmen, wonach die Beschwerdegegnerin das aktuelle Modell der "Y. Q.________ Storen" herstellen und montieren solle, denn im Werkvertrag werde nicht auf die Eigenschaften von alten Storen Bezug genommen. Der Beschwerdef�hrer habe 25 Jahre nach der urspr�nglichen und rund 16 Jahre nach der letzten Lieferung durch die Beschwerdegegnerin nicht davon ausgehen d�rfen, dass Storen mit gleichen Eigenschaften wie die alten "Y.________ Storen" geliefert w�rden. Daran �ndere nichts, dass der Beschwerdef�hrer zu erkennen gegeben habe, dass die alten Kurbelstangen an der Nord- und Westfassade sowie die alten Aufh�ngungen der Storenkasten und die alten F�hrungsschienen am Geb�ude beibehalten werden sollen, da nicht gesagt werden k�nne, der Beschwerdef�hrer habe damit deutlich ausgedr�ckt, dass der Vertragsabschluss die Lieferung von Storen mit gleichen Eigenschaften wie die alten Storen bedinge.
2.1.3 Der Beschwerdef�hrer vermag nicht darzutun, inwieweit die Vorinstanz bei ihrer Vertragsauslegung Bundesrecht verletzt haben soll. Zwar trifft zu, dass die unterschiedliche Formulierung in den beiden Offerten bez�glich den Kurbelstangen missverst�ndlich ist. In der Offerte f�r die Ost- und S�dfassade heisst es n�mlich: "Bemerkung: bei R�ckgabe neuer Gelenkstangen erfolgt Gutschrift", wobei der Offerte f�r die Nord- und Westfassade zu entnehmen ist: "Minderpreispositionen: Wegfall der Gelenkkurbelstangen, die bestehenden Kurbeln werden �bernommen". Wie die Vorinstanz zutreffend festgehalten hat, deckt sich der Wortlaut bez�glich der Offerte der Nord- und Westfassade mit dem Auslegungsergebnis des Beschwerdef�hrers, wonach die bestehenden Kurbelstangen �bernommen werden sollen. Der Wortlaut der Offerte f�r die Ost- und S�dfassade ist jedoch nicht eindeutig. Der Beschwerdef�hrer bringt diesbez�glich vor, dass den zahlreichen Offerten der Beschwerdegegnerin aus dem Jahre 2007, welche er damals f�r einen Teilersatz seiner durch Hagel besch�digten Storen eingeholt hat, entnommen werden k�nne, dass die Lieferung jeweils bei bestehenden Kurbelstangen erfolgen solle. Die genannten Offerten w�rden ausdr�cklich den "Wegfall der Gelenkkurbelstangen" festhalten, was bei der Vertragsauslegung durch die Vorinstanz unber�cksichtigt geblieben sei, weshalb die Sachverhaltsfeststellung in diesem Punkt zu erg�nzen sei. Der Beschwerdef�hrer unterl�sst es jedoch mit Aktenhinweisen aufzuzeigen, dass er entsprechende tats�chliche Vorbringen bereits im vorinstanzlichen Verfahren prozesskonform eingebracht hat. Damit verfehlt er die Anforderungen an eine rechtsgen�gende Sachverhaltsr�ge.
�berdies hat die Vorinstanz festgestellt, dass auch den Offerten aus dem Jahre 2007 der wirkliche Wille der Parteien bez�glich der bestellten Storen nicht entnommen werden k�nne. Der Beschwerdef�hrer zeigt nicht auf, inwiefern die Vorinstanz mit dieser Annahme in Willk�r verfallen sein soll.
2.2.1 Der Beschwerdef�hrer bringt vor, die Beschwerdegegnerin sei gem�ss ihren Pr�fungs-, Hinweis- und Abmahnungspflichten verpflichtet gewesen, ihn auf die Ver�nderungen zwischen den alten und den neuen "Y.________ Storen" hinzuweisen, zumal er in Storen-spezifischen Fragen nicht fachkundig sei. Die Vorinstanz habe dazu Sachverhaltsfeststellungen unterlassen, weshalb der Sachverhalt in diesem Sinne erg�nzungsbed�rftig sei. So habe die Beschwerdegegnerin den Beschwerdef�hrer auch darauf aufmerksam machen sollen, dass die neuen Storen eine Sturznischentiefe von 130 mm ben�tigten, obwohl seine Liegenschaft nur �ber eine Sturznischentiefe von 120 mm verf�ge. Die gegenteilige Auffassung der Vorinstanz, wonach keine Hinweispflicht seitens der Beschwerdegegnerin bestanden habe, verletze Bundesrecht. Er habe demnach davon ausgehen d�rfen und m�ssen, dass keine Ver�nderungen an den bestellten Storen bestehen w�rden.
2.2.2 Die Vorinstanz hat erwogen, die Beschwerdegegnerin sei nicht verpflichtet gewesen, den Beschwerdef�hrer auf die Ver�nderungen zwischen den alten und den neuen "Y.________ Storen" hinzuweisen. Die Gesch�ftsbeziehung zwischen den Parteien sei nicht derart intensiv gewesen, dass eine solche Pflicht bestanden h�tte.
Es sei unbestritten, dass die Beschwerdegegnerin jedes einzelne Fenster an seinem Geb�ude ausgemessen habe, bevor sie dem Beschwerdef�hrer die neuen Storen offerierte. In Anbetracht dieser Ausmessung und der Tatsache, dass zwei Storen montiert werden konnten, trete die in den Daten- und Merkbl�ttern vorgesehene Sturznischentiefe von 130 mm in den Hintergrund. Entscheidend seien vielmehr die tats�chlichen Verh�ltnisse, welche an der Liegenschaft des Beschwerdef�hrers fachm�nnisch beurteilt worden seien.
2.2.3 Der Unternehmer ist verpflichtet, das von ihm geschuldete Werk herzustellen und dem Besteller abzuliefern (Art. 363 OR). Zu dieser Hauptpflicht k�nnen verschiedene Nebenpflichten hinzutreten, welche sich aus Gesetz, Vereinbarung oder richterlicher Vertragserg�nzung ergeben. Zu den Nebenpflichten, die sich aus Gesetz ergeben, geh�rt unter anderen die Sorgfalts- und Treuepflicht (Art. 364 OR). So trifft den Unternehmer nach Art. 365 Abs. 3 OR auch eine Anzeige- und Abmahnungspflicht. Danach ist er gehalten, dem Besteller ohne Verzug Anzeige zu machen, sollten sich bei der Ausf�hrung des Werkes M�ngel an dem vom Besteller gelieferten Stoffe oder an dem angewiesenen Baugrunde zeigen oder sich sonst Verh�ltnisse ergeben, die eine geh�rige oder rechtzeitige Ausf�hrung des Werkes gef�hrden. Anzeige- und Abmahnungspflichten ergeben sich auch aus Art. 25 SIA-Norm 118, die unbestrittenermassen Vertragsbestandteil bildet. Den Unternehmer treffen sodann verschiedene andere Aufkl�rungs- und Hinweispflichten, die nicht schon in der Anzeige- und Abmahnungspflicht enthalten sind und sich aus der �bergeordneten Treuepflicht ergeben.
Der Beschwerdef�hrer beruft sich in diesem Zusammenhang - zu Unrecht - auf eine Literaturstelle, wonach der Unternehmer im Rahmen einer laufenden Gesch�ftsbeziehung mit wiederholten Bestellungen des gleichen Produkts verpflichtet ist, den Besteller �ber �nderungen der Produktbeschaffenheit zu informieren, damit sich dieser auf die �nderungen einstellen kann (PETER GAUCH, Der Werkvertrag, 5. Aufl. 2011, S. 339 Rz. 836). Der Vorinstanz ist beizupflichten, dass im zu beurteilenden Fall nicht von einer laufenden und intensiven Gesch�ftsbeziehung gesprochen werden kann. Die letzte Bestellung f�r einen Teilersatz besch�digter Storen lag rund 16 Jahre zur�ck und im Jahre 2007 erfolgte keine Bestellung von Storen, sondern es wurden bloss Offerten eingeholt. �berdies geht gem�ss den Feststellungen der Vorinstanz aus diesen Offerten nicht hervor, welche Storen sie betrafen. Demnach traf den Unternehmer keine Pflicht, den Beschwerdef�hrer auf die Ver�nderungen zwischen den alten und den neuen Storen hinzuweisen.
So kann der Beschwerdef�hrer auch aus der Anzeige- und Abmahnungspflicht des Unternehmers nichts zu seinen Gunsten ableiten. Die Anzeigepflicht nach Art. 365 Abs. 3 OR bezieht sich auf M�ngel am Werk, die eine geh�rige oder rechtzeitige Ausf�hrung des Werks gef�hrden. Den vorinstanzlichen Feststellungen ist jedoch zu entnehmen, dass die Beschwerdegegnerin vor der Offertstellung der Storen alle Fenster am Geb�ude des Beschwerdegegners ausgemessen hat und dass zwei Storen, trotz einer Sturznischentiefe von 120 mm einwandfrei montiert werden konnten, was vom Beschwerdef�hrer auch nicht bestritten wird.
2.3.1 Der Beschwerdef�hrer macht sodann geltend, die Vorinstanz habe an die Substanziierungspflicht bundesrechtswidrige Anforderungen gestellt. Er habe detailliert und tatbestandlich dargelegt, von welchem Parteiwillen er bei der Vertragsschliessung mit der Beschwerdegegnerin ausgegangen sei und habe pr�zise Angaben zu Zeitpunkt, Inhalt und Beteiligung der f�r die Parteien handelnden Personen im Zusammenhang mit den betreffenden Willenserkl�rungen vorgebracht.
2.3.2 Die Vorinstanz hat erwogen, die Vorbringen des Beschwerdef�hrers erwiesen sich als zu unbestimmt, um den tats�chlichen Parteiwillen rechtsgen�glich zu behaupten, wonach die Storen mit gleichen Formaten/Massen, gleicher Funktionalit�t, gleicher Qualit�t und gleichem �usseren Erscheinungsbild wie die alten "Y.________ Storen" hergestellt und montiert werden sollten. Der Beschwerdef�hrer habe nicht dargelegt, welche Personen zu welchem Zeitpunkt welchen tats�chlichen Willen erkl�rt und ob dieser beschriebene Wille im Zeitpunkt des Vertragsschlusses �bereingestimmt habe.
2.3.3 Das kantonale Verfahren richtete sich noch nicht nach der am 1. Januar 2011 in Kraft getretenen Schweizerischen Zivilprozessordnung, sondern nach dem z�rcherischen Gesetz vom 13. Juni 1976 �ber den Zivilprozess (ZPO/ZH, LS 271; Art. 404 Abs. 1 ZPO).
Wie der Sachverhalt zu ermitteln ist, bestimmt daher grunds�tzlich das kantonale Prozessrecht. Auf der Verhandlungsmaxime, deren Geltung das kantonale Prozessrecht vorsehen kann (BGE 116 II 196 E. 3a S. 201 und 594 E. 3a S. 595; vgl. � 54 Abs. 1 ZPO/ZH), beruht unter anderem die Last der Prozessparteien, die Tatsachen zu behaupten, auf welche das Gericht die Rechtss�tze zur Anwendung bringen soll (MAX GULDENER, Schweizerisches Zivilprozessrecht, 3. Aufl. 1979, S. 159). Demgegen�ber bestimmt das Bundesrecht, wie weit ein Sachverhalt zu substanziieren ist, damit er unter die Bestimmungen des materiellen Rechts subsumiert werden kann (BGE 127 III 365 E. 2b S. 368; 108 II 337 E. 2b S. 339; mit Hinweisen).
2.3.4 Der Beschwerdef�hrer legt nicht dar, inwiefern die Vorinstanz �berh�hte Anforderungen an die Substanziierung von Sachbehauptungen gestellt haben soll. Er begn�gt sich mit einem pauschalen Verweis auf seine fr�heren Rechtsschriften und verfehlt insofern die gesetzlichen Begr�ndungsanforderungen. �berdies ist eine bundesrechtswidrige Substanziierungsanforderung durch die Vorinstanz auch nicht ersichtlich. Die Vorinstanz hat zu recht festgestellt, dass es dem (anwaltlich vertretenen) Beschwerdef�hrer m�glich und zumutbar gewesen sei, seine Behauptungen bez�glich des abweichenden tats�chlichen Parteiwillens weiter zu konkretisieren, damit sie von der Beschwerdegegnerin konkret bestritten und dar�ber Beweis h�tte abgenommen werden k�nnen. Die Ausf�hrungen der Vorinstanz sind bundesrechtlich nicht zu beanstanden.
2.4 Demnach ist die Vertragsauslegung der Vorinstanz nach dem Vertrauensprinzip, wonach die Parteien das aktuelle Modell der "Y. Q.________ Storen" vereinbart haben, nicht bundesrechtswidrig. Mit der Vorinstanz ist - entgegen der Ansicht des Beschwerdef�hrers - davon auszugehen, dass gest�tzt auf diesen nach Treu und Glauben ausgelegten Parteiwillen ein Vertrag zwischen den Parteien �ber die Lieferung und Montage des genannten Storenmodells zustande gekommen ist.
Der Beschwerdef�hrer r�gt weiter eine bundesrechtswidrige Anwendung des R�cktrittsrechts vor Werkablieferung (Art. 366 Abs. 2 OR).
3.1 Er bringt vor, die Vorinstanz habe den Sachverhalt in verschiedener Hinsicht falsch und mangelhaft festgestellt. Bei richtiger Ermittlung des Sachverhalts h�tte sich ergeben, dass die neuen Storen f�r die Liegenschaft des Beschwerdef�hrers nicht passten, nicht gebrauchstauglich seien, zahlreiche gravierende M�ngel aufwiesen und aus fachm�nnischer Sicht infolge ungen�gender Sturznischentiefe mit "scharfkantigem Blechabschluss" nicht eingebaut werden d�rften. Der Sachverhalt erweise sich demnach als erg�nzungs- und berichtigungsbed�rftig. Eine Behebung des Sachverhaltsmangels sei f�r den Verfahrensausgang entscheidend.
3.2 Die Vorinstanz hat festgestellt, dass allein das Nichtbestehen der Sturznischentiefe von 130 mm keinen Mangel darstelle, welche den Beschwerdef�hrer berechtigt h�tte, vorzeitig vom Werkvertrag zur�ckzutreten. Es sei erstellt, dass die Storen trotz einer Sturznischentiefe von 120 mm einwandfrei montiert werden k�nnen und ihre Gebrauchstauglichkeit nicht beeintr�chtigt sei. Da dem Beschwerdef�hrer im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses die Masse der neuen Storen nicht bekannt gewesen seien, k�nne ihm auch der Abstand zwischen den Sturznischen und den neuen Storen nicht bekannt gewesen sein. Somit habe dies nicht Gegenstand des �bereinstimmenden Parteiwillens sein und keine vereinbarte Eigenschaft des Werks darstellen k�nnen. Die Vorinstanz f�hrt weiter aus, dass eine vorzeitige Beendigung des Werkvertrages gest�tzt auf die Sturznischenproblematik ohnehin ungerechtfertigt sei, da es der Beschwerdef�hrer in seinem Schreiben vom 29. September 2008 unterlassen habe, der Beschwerdegegnerin eine angemessene Frist zur Beseitigung des Mangels zu setzen.
3.3 Der Beschwerdef�hrer verkennt, dass ein Werk nur dann mangelhaft ist, wenn ihm eine bestimmte Eigenschaft fehlt, die es nach dem Vertrag haben sollte. Nach dem ermittelten Parteiwillen sind neue Storen geschuldet, die einer zum Gebrauch tauglichen normalen und bez�glich der Materialien hochwertigen Beschaffenheit entsprechen m�ssen. Die Vorinstanz hat festgestellt, dass zwei Storen trotz einer Sturznischentiefe von 120 mm einwandfrei montiert werden konnten und keine Einschr�nkung der Gebrauchstauglichkeit bestehe. Damit stellt der blosse Umstand, dass das technische Datenblatt der gelieferten "Y. Q.________ Storen" eine Sturznischentiefe von 130 mm erw�hnt, keine Abweichung von den vertraglich vereinbarten Eigenschaften dar.
Die Vorbringen des Beschwerdef�hrers beziehen sich vornehmlich auf die von ihm festgestellte Abweichung des alten zum neuen Storenmodell und beschr�nken sich mehrheitlich auf appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid, womit er nicht zu h�ren ist. Eine Verletzung von Art. 366 Abs. 2 OR ist nicht ersichtlich.
4.1 Der Beschwerdef�hrer bringt sodann vor, die vorinstanzlichen Anforderungen an die Substanziierung seiner Anspr�che bez�glich der Lagerkosten der Storen, der Reparaturkosten und der vorprozessualen Anwaltskosten seien �berspitzt und bundesrechtswidrig. Die Beschwerdegegnerin habe seine Tatsachenbehauptungen nicht bestritten, weshalb er nicht gehalten gewesen sei, diese detaillierter darzulegen. Ebenso habe die Vorinstanz in Verletzung der bundesrechtlichen Substanziierungsanforderungen die Werkpreisforderung der Beschwerdegegnerin gutgeheissen. Nach seiner Auffassung sei er rechtm�ssig vom Vertrag zur�ckgetreten, weshalb der Beschwerdegegnerin kein Verg�tungsanspruch zustehe.
4.2 Die Vorinstanz hat festgestellt, dass weder die Schadensposition der Lager-, der Reparatur-, noch diejenige der vorprozessualen Anwaltskosten durch den Beschwerdef�hrer gen�gend substanziiert vorgebracht worden seien.
Sie hat weiter festgehalten, es sei unbestritten, dass die Beschwerdegegnerin mehrmals angeboten habe, die gelieferten Storen am Geb�ude des Beschwerdef�hrers zu montieren. Indem er die Montage der Storen verwehrt habe, habe er eine ihm obliegende Mitwirkungshandlung verweigert, weshalb er sich seit dem 1. September 2008 in Annahmeverzug befunden habe, womit die Werkpreisforderung f�llig geworden sei.
4.3 Der Beschwerdef�hrer zeigt nicht auf, inwiefern die Vorinstanz an die Substanziierung �berh�hte Anforderungen gestellt haben soll. Der Beschwerdef�hrer behauptet vor Bundesgericht lediglich, die Beschwerdegegnerin habe seine entsprechenden Vorbringen nicht bestritten, zeigt jedoch nicht auf, inwiefern die Vorinstanz die kantonalen Bestimmungen der Verhandlungsmaxime (� 54 ZPO/ZH) verfassungswidrig angewendet h�tte.
Entgegen der Ansicht des Beschwerdef�hrers hat die Vorinstanz bez�glich den Lagerkosten erwogen, dass zwischen den Parteien kein Vertrag �ber die Lagerkosten der Storen zustande gekommen sei, wonach die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdef�hrer eine "Miete" zu entrichten h�tte. Der Beschwerdef�hrer vermag nicht darzutun, inwiefern die Vorinstanz dabei Bundesrecht verletzt haben soll. Eine Verletzung von Art. 6 OR ist nicht ersichtlich.
4.4 Ebenso wenig legt der Beschwerdef�hrer dar, inwiefern die Vorinstanz die Substanziierungsanforderungen bez�glich der H�he der Werkpreisforderung verletzt oder Grunds�tze des kantonalen Verfahrensrechts willk�rlich angewendet haben soll. Seine Vorbringen beschr�nken sich darauf zu behaupten, dass er vom Vertrag zur�ckgetreten sei; insofern seien die vorinstanzlichen Feststellungen zu erg�nzen. Der Beschwerdef�hrer unterl�sst es jedoch, in Auseinandersetzung mit den eingehenden Erw�gungen der Vorinstanz darzutun, inwiefern die Voraussetzungen eines Vertragsr�cktritts erf�llt sein sollen.
Die vorinstanzlichen Erw�gungen zum verlangten Ersatz von Lager-, Reparatur- und vorprozessualen Anwaltskosten sowie zu der H�he der Werkpreisforderung sind demnach nicht zu beanstanden und halten vor Bundesrecht stand.
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend wird der Beschwerdef�hrer kosten- und entsch�digungspflichtig (Art. 66 Abs. 1 sowie Art. 68 Abs. 2 BGG).