Source: https://www.arbeitssicherheit.de/schriften/dokument/0%3A5004668%2C33.html
Timestamp: 2018-01-20 13:18:02
Document Index: 196597632

Matched Legal Cases: ['§ 41', '§ 44', '§ 44', '§ 21', '§ 41', '§ 56', '§ 41', '§ 24', '§ 46', '§ 55', '§ 52', '§ 47', '§ 23', '§ 54', '§ 5', '§ 47', '§ 41', '§ 24', '§ 41', '§ 46', '§ 55', '§ 23', '§ 46', '§ 55', '§ 24', '§ 47', '§ 33', '§ 15', '§ 44', '§ 44', '§ 54', '§ 37', '§ 21', '§ 44', '§ 55', '§ 44', '§ 41', '§ 36']

Abschnitt 6.10 BGI 5065
Abschnitt 6.10 BGI 5065 – Sicherheits-Check
6.10.1 Fahrt zur Einsatzstelle (Lagebeurteilung)
6.10.2 Absichern der Einsatzstelle
6.10.3 Bergen des Fahrzeuges
6.10.4 Abschleppen des Fahrzeuges
6.10.5 Aufladen des Fahrzeuges (auf das Plateau)
6.10.6 Ladungssicherung des Fahrzeuges
6.10.7 Transport von der Einsatzstelle
6.10.8 Abladen des Fahrzeuges
6.10.9 Einsatzbereitschaft wiederherstellen
werden ausschließlich Gefährdungen berücksichtigt, die sich beim Abschleppen und Bergen von Fahrzeugen ergeben können. Dieser Sicherheits-Check kann dem Unternehmer als Grundlage für die von ihm zu erstellende Gefährdungsbeurteilung dienen.
Zu jeder Tätigkeit sind Gefährdungen und Beispiele für Maßnahmen aufgeführt.
Die Kurzübersicht auf den beiden folgenden Seiten hilft bei der Orientierung innerhalb des Sicherheits-Checks.
Da Einsatzarbeiten vielfältig sind, darf nie vergessen werden:
Einsätze sind nur bis zu einem gewissen Grad planbar.
Der Erfolg des Einsatzes ist von den Erfahrungen des Aufsichtführenden und des Einsatzpersonals abhängig.
Der sichere und reibungslose Ablauf der Einsatzarbeiten ist auch abhängig vom Zusammenwirken mit Polizei, Feuerwehr etc.
Tätigkeiten 6.10.1
Fahrt zur Einsatzstelle 6.10.2
Absichern der Einsatzstelle 6.10.3
Bergen des Fahrzeuges 6.10.4
Abrutschen, Umknicken Abrutschen Abrutschen, Umknicken Abrutschen, Umknicken Abrutschen, Umknicken
Abstürzen Abstürzen Abstürzen
Angefahren werden Angefahren werden Angefahren werden Angefahren werden
Anstoßen Anstoßen Anstoßen Anstoßen
Getroffen werden Getroffen werden Getroffen werden
Quetschen Quetschen Quetschen
Stürzen Stürzen Stürzen Stürzen
Elektrischer Strom Elektrischer Strom
Einatmen von Abgasen Abgase
Einatmen von Rauchen Rauche
Kontakt mit fahrzeugtypischen Flüssigkeiten Fahrzeugtypische Flüssigkeiten
Kontakt mit Gefahrgut Gefahrgut Gefahrgut
Einwirken von Lärm Lärm Lärm
Einwirken von Vibrationen, Schwingungen Vibrationen, Schwingungen
Heben, Tragen, Ziehen Heben, Tragen Heben, Tragen, Ziehen
Verbrennen, Verbrühen, Erfrieren Verbrennen, Verbrühen, Erfrieren
Fehlverhalten Fehlverhalten Fehlverhalten Fehlverhalten
Witterungseinflüsse Witterungseinflüsse Witterungseinflüsse Witterungseinflüsse
Tätigkeiten 6.10.5
Aufladen des Fahrzeuges 6.10.6
Ladungssicherung des Fahrzeuges 6.10.7
Transport von der Einsatzstelle 6.10.8
Abladen des Fahrzeuges 6.10.9
Abrutschen, Umknicken Abrutschen Abrutschen, Umknicken Abrutschen Abrutschen, Umknicken
Abstürzen Abstürzen Abstürzen Abstürzen Abstürzen
Anstoßen Anstoßen Anstoßen
Stürzen Stürzen
Elektrischer Strom Stromschlag
Einatmen von Abgasen
Einatmen von Rauchen
Kontakt mit Gefahrgut
Heben, Tragen, Ziehen Heben, Tragen
Verbrennen, Verbrühen, Erfrieren
Fehlverhalten Fehlverhalten Fehlverhalten Fehlverhalten Fehlverhalten Fehlverhalten
Witterungseinflüsse Witterungseinflüsse Witterungseinflüsse
Mechanische Gefährdungen Beispiele für Maßnahmen Info
Abrutschen beim Einsteigen in das Führerhaus durch
• nicht benutzen von Haltegriffen • Haltegriffe benutzen § 41 Abs. 1 BGV D29
Abb. 46: Haltegriffe benutzen
• Zustellen von Stufen • Stufen freihalten
• Auflegen von Belägen auf Stufen
Anstoßen an Windschutzscheibe oder Bauteilen im Führerhaus durch
• Hängen bleiben an Unterführungen • maximal zulässige Fahrzeughöhe von 4,00 m einhalten StVO
• maximale Durchfahrtshöhe beachten
• Sicherheitsgurt anlegen
Abb. 47: Sicherheitsgurt anlegen
Physikalische Gefährdungen Beispiele für Maßnahmen Info
Einwirken von
• Vibrationen bzw. Schwingungen durch den Fahrersitz • Fahrersitz entsprechend dem Fahrergewicht einstellen Betriebsanleitung
Abb. 48: Fahrersitz einstellen
Sonstige Gefährdungen Beispiele für Maßnahmen Info
• zu hohe Fahrgeschwindigkeit • Fahrgeschwindigkeit anpassen § 44 Abs. 3 BGV D29
• Tragen von ungeeignetem Schuhwerk wie Clogs, Schlappen • den Fuß umschließendes Schuhwerk tragen § 44 Abs. 2 BGV D29
Abb. 49: Schlappen sind verboten!
Abb. 50: Den Fuß umschließendes Schuhwerk tragen
• nicht angelegter Sicherheitsgurt • Sicherheitsgurt anlegen § 21a StVO
Orthopädische Schäden durch
• langes Sitzen • Sitz ergonomisch einstellen Sitzschablone BG Verkehr
• regelmäßig Pausen einlegen
Witterungseinflüsse durch
• Niederschlag • Fahrgeschwindigkeit der Witterung anpassen StVO
• Glätte • Der Witterung entsprechende Bereifung einsetzen
• an Sicherheitstraining teilnehmen
Abrutschen und Umknicken beim Verlassen bzw. Besteigen des Fahrzeuges durch
• nicht geeignete Ein- und Aufstiege • trittsichere und rutschhemmende Stufen bzw. Sprossen verwenden § 41 und Anhang 2 BGV D29
• beschädigte, verbogene Ein- und Aufstiege
• vorwärts aussteigen • tägliche Sichtprüfung
Abb. 51: Nicht vorwärts aussteigen!
Abb. 52: Rutschhemmende Stufen
• nicht benutzen von Ein- und Aufstiegen
• Springen aus dem Führerhaus oder vom Plateau • Haltegriffe benutzen Muster-Betriebsanweisung
Abb. 53: Nicht springen!
Abb. 54: Richtig! Rückwärts aussteigen
• verunreinigte Ein- und Aufstiege • Verunreinigung (Öl, Schmutz, Schnee) von Ein- und Aufstiegen
Angefahren werden von Fahrzeugen durch
• nicht gesehen werden • Warnleuchten und Warnblinkanlage einschalten
Abb. 55: Unvollständige Warnkleidung • Warnkleidung tragen § 56 Abs. 6, BGV D29, Abschnitt 5
• beim Aufstellen z.B. der Leitkegel fließenden Verkehr beobachten; dazu Absicherungsmaterial entgegen der Fahrtrichtung des fließenden Verkehrs aufstellen 5.3 BGI 800
• keine verkehrslenkenden Maßnahmen auf Fahrspuren durchführen
• herumliegende Fahrzeugteile • geeignete Schutzschuhe tragen
• Nässe und Glätte
Chemische Gefährdungen Beispiele für Maßnahmen Info
Einatmen von Rauchen bei
• Fahrzeugbränden • nicht in den Rauch begeben
Abb. 56: Gefahr durch Rauche bei Fahrzeugbrand • Kontakt mit Feuerwehr/Polizei aufnehmen
• Ende der Löscharbeiten abwarten, weitere Maßnahmen mit Feuerwehr/Polizei abstimmen
Kontakt mit Gefahrgut, z.B. mit
• austretenden Flüssigkeiten • Freigabe der Einsatzstelle durch die Feuerwehr abwarten
• austretenden Stäuben • Rauchverbot befolgen
• austretenden Gasen • Verbot von Feuer und offenem Licht
bei beschädigten Transportbehältnissen.
Abb. 57: Achtung, Gefahrgut!
Einwirken von Lärm durch
• laufende Motoren der Einsatzfahrzeuge • Motoren der Einsatzfahrzeuge möglichst abstellen
Heben und Tragen von Lasten • Hilfsmittel benutzen, z.B. Transportkarre für Leitkegel
Abb. 58: Transportkarre für Leitkegel
Sonstige Gefährdungen Beispiele von Maßnahmen Info
• Niederschlag • Wetterschutzkleidung bereitstellen und tragen Abschnitt 5
• Kälte • Kälteschutzkleidung bereitstellen und tragen
Abrutschen und Umknicken beim Besteigen bzw. Verlassen des Fahrzeugaufbaus durch
• nicht geeignete Aufstiege • trittsichere und rutschhemmende Stufen bzw. Sprossen verwenden, ggf. nachrüsten § 41 BGV D29
Abb. 59: Dies ist kein Aufstieg! • Verunreinigungen (Öl, Schmutz, Schnee) von Ein- u. Aufstiegen beseitigen
• Hilfsmittel wie Besen, Schaufeln zum Reinigen der Ein- und Aufstiege bereitstellen und mitführen
• fehlende Haltegriffe • Haltegriffe vorsehen und benutzen
• nicht benutzen von Aufstiegen, z.B. Springen vom Plateau
Abb. 61: Aufstieg und Haltegriffe benutzen!
Abb. 60: Nicht springen!
Abstürzen von hochgelegenen Arbeitsplätzen von
• Abschleppwagen • Abschleppwagen mit feststehenden oder klappbaren Geländern ausrüsten § 24 Abs. 2 BGV D29
Abb. 62: Absturzgefahr! Klappbare Geländer aufstellen
Angefahren werden von
• Fahrzeugen des fließenden Straßenverkehrs • prüfen, ob Einsatzstelle abgesichert ist 5.3 BGI 800
• nicht im Bereich des fließenden Straßenverkehrs aufhalten
• Warnkleidung bereitstellen und tragen
• rangierenden und rückwärts fahrenden Einsatzfahrzeugen • Einweiser einsetzen bzw. einweisen lassen
Abb. 63: Gefahr für den Einweiser durch rückwärts fahrendes Fahrzeug • Rückwärtsfahren nur, wenn Sichtkontakt zum Einweiser besteht § 46 Abs. 2 BGV D29
• kein Aufenthalt des Einweisers hinter dem Einsatzfahrzeug
• Einweisen trainieren
• Handzeichen unterweisen
• unbeabsichtigt wegrollenden Unfallfahrzeugen • Feststellbremse betätigen § 55 Abs. 1 BGV D29
• unkontrolliert bewegten Fahrzeugen • auf stark unebenem Gelände oder im Gefälle zusätzlich Unterlegkeile benutzen
Abb. 65: Gefahr durch Überrolltwerden von Hand bewegten, nicht bremsbaren Anhängern
Abb. 64: Unterlegkeile benutzen!
• ausreichende Anzahl von Unterlegkeilen mitführen
• Teilen verunfallter Fahrzeuge • Anstoßkappe bereitstellen und tragen bei Arbeiten unter Fahrzeugen Abschnitt 5
• Bauteilen von Einsatzfahrzeugen, z.B. geöffneten Klappen • Schutzhelm tragen bei Kranarbeiten
Getroffen werden von
• herabfallenden Ladungsteilen/Teilen des zu bergenden Fahrzeuges • zusätzliche Ladungssicherungsmaßnahmen vorsehen
• Windenseilen beim Straffziehen • nicht im Bereich des Windenseiles aufhalten
• sich losreißenden, brechenden oder von der Seilrolle springenden Seilen • Aussetzbügel an Seilrollen benutzen
Abb. 66: Gefahr durch Windenseile!
Abb. 67: Aussetzbügel an Seilumlenkrolle
• ablegereife Seile ersetzen
• Sichtprüfung von Seilen vor Einsatz
• Sachkundigenprüfung der Bergewinde
• sich lösenden Fahrzeugteilen • Schutzschuhe tragen
• herabfallenden Werkzeugen oder Hilfsmitteln
• herausspritzenden Flüssigkeiten
• unkontrolliert auslösenden Airbags • Airbag-Schutzbügel einsetzen, sofern nicht bereits Batterie abgeklemmt
• Über- oder Zurückkippen des zu bergenden Fahrzeuges beim Aufrichten • Über- oder Zurückkippen durch technische Maßnahmen verhindern, z.B. eine Winde zum Aufrichten und eine zweite Winde zum Sichern gegen Überkippen
Abb. 68: Gefahr des Überkippens! • nicht im Gefahrenbereich möglicherweise zurückkippender Fahrzeuge aufhalten
• Aufenthalt im Gefahrenbereich verbieten
• Aufrichten von zu bergenden Fahrzeugen trainieren
• Funken bei Brennschneid- und Trennschleifarbeiten z.B. an der Kardanwelle • Schutzbrille und geeigneten Körperschutz tragen
• fortschleuderndem Unterlegmaterial unter angetriebenen Rädern • beim Bergen festgefahrener Fahrzeuge nicht im Gefahrbereich fortschleudernder Unterlegmaterialien aufhalten § 52 BGV D29
• umkippenden Fahrzeugen, z.B. Anhängefahrzeugen mit Drehschemellenkung • beim Rangieren von Anhängefahrzeugen mit eingeschlagener Zugdeichsel nicht seitlich unmittelbar neben dem Fahrzeug aufhalten § 47 Abs. 2 BGV D29
Quetschen beim Einsatz der Bergewinde zwischen
• verunfalltem Fahrzeug und Bergungsfahrzeug • nicht zwischen Einsatzfahrzeug und zu bergendem Fahrzeug aufhalten
• verunfalltem Fahrzeug und Teilen der Umgebung wie z.B. Baum, Leitplanke • nicht im Gefahrbereich zwischen den Fahrzeugen und Teilen der Umgebung aufhalten
• Windenseil und Umlenkrolle • nicht in die Einzugstelle zwischen Windenseil und Umlenkrolle greifen
Abb. 69: Quetschstelle zwischen Windenseil und Umlenkrolle
• scharfkantigen Fahrzeugteilen • Schutzhandschuhe tragen Abschnitt 5
Abb. 70: Handverletzungsgefahr!
Abb. 71: Schutzhandschuhe tragen
• gesplittertem Glas
• gebrochenen Drähten von Winden- und Abschleppseilen • ablegereife Seile ersetzen
Abb. 72: Gebrochene Drähte! • Sichtprüfung von Seilen vor Einsatz
• Sachkundigenprüfung der Bergewinde § 23 BGV D8
• im unwegsamen Gelände, z.B. Böschungen, Gräben • geeignete, möglichst knöchelhohe Sicherheitsschuhe tragen
• vom zu bergenden Fahrzeug
Abb. 73: Sturzgefahr!
• durch herumliegende Fahrzeugteile
• durch Nässe und Glätte
• durch Dunkelheit • Arbeitsscheinwerfer einsetzen
Abb. 74: Beleuchten der Einsatzstelle
• Akkubetriebene Handleuchten einsetzen
Elektrische Gefährdungen Beispiele für Maßnahmen Info
Stromschlag durch
• Annäherung an unter Spannung stehende elektrische Freileitungen • Sicherheitsabstand in Abhängigkeit von der Nennspannung einhalten; bei unbekannter Nennspannung mindestens 5,0 m Sicherheitsabstand § 54 BGV D29
Abb. 75: "Strommarken" nach Annähern an elektrische Freileitung • ggf. mit Betreiber der Freileitung in Verbindung setzen
• schadhafte elektrische Betriebsmittel wie Verlängerungskabel, Leuchten, Generator, Power-Pack • Sichtprüfung vor Benutzung
• ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel alle 6 Monate prüfen lassen § 5 BGV A3
• gefährliche Bordspannungen von mehr als 60 V, z.B. bei Hybridfahrzeugen, Omnibussen • Ketten und Seile nicht über Hochvoltleitungen führen (Kennzeichnungen beachten)
auf Gefährdung durch platzende Starterbatterien Grund von
• Kurzschlüssen, z.B. durch Werkzeuge, beschädigte Isolationen von Anschlussklemmen • allseits isolierte Anschlussklemmen an Starthilfekabeln verwenden
Abb. 76: Geplatzte Starterbatterie durch beschädigte Anschlussklemmen • Pluspole von Starterbatterien, z.B. mit Gummimatten abdecken
• Ladesteckdosen am Einsatzfahrzeug vorsehen, ggf. nachrüsten und verwenden
• Verbindung nicht unter Last, sondern stromlos herstellen
• Entstehen von Funken beim Verbinden der Anschlussklemmen von Starthilfekabeln mit der Batterie • richtige Reihenfolge beim Anklemmen und Abklemmen der Starthilfe-Batterien einhalten
• fehlerhafter Handhabung von Starthilfekabeln, z.B. Vertauschen der Anschlussklemmen
Abb. 77: Richtige Reihenfolge bei der Starthilfe (beim Abklemmen umgekehrte Reihenfolge!)
• beim Betätigen der Befehlseinrichtungen an Steuerständen • Fahrzeuge mit hochgezogenen Auspuffleitungen ausrüsten Abschnitt 2.14
• beim Verwenden von Fernsteuerungen möglichst weit von den Mündungen der Auspuffleitungen entfernen
• Windrichtung beachten
Kontakt mit fahrzeugtypischen Flüssigkeiten wie
• Kraftstoffen • Kontakt mit fahrzeugtypischen Flüssigkeiten vermeiden
• Motor-/Getriebeölen • Bindemittel auf Einsatzfahrzeugen mitführen
• Kühlwasser • Kontakt zu benutzten Bindemitteln möglichst vermeiden
• Bremsflüssigkeiten/Hydraulikölen • persönliche Schutzausrüstungen benutzen, insbesondere geeignete Schutzhandschuhe
Abb. 78: Kennzeichnung eines geeigneten, chemikalienfesten Schutzhandschuhs
Kontakt mit Gefahrgut bei beschädigten Transportbehältnissen, z.B. mit
• austretenden Flüssigkeiten • Maßnahmen mit Feuerwehr vor Ort abstimmen
Abb. 79: Achtung, Gefahrgut! persönliche Schutzausrüstungen ggf. gemäß Unfallmerkblatt auswählen und benutzen
• laufende Motoren und Hilfsaggregate • Motoren von nicht an der Bergung beteiligten Einsatzfahrzeugen abstellen
• geeigneten Gehörschutz bereitstellen und tragen Abschnitt 5
• Verständigung sicherstellen, z.B. Sprechfunk einsetzen
Heben, Tragen und Ziehen von Lasten, z.B. beim
• Beseitigen von Gegenständen, z.B. Fahrzeugtrümmern • Lasten auf mehrere Personen verteilen, sofern keine Hilfsmittel zum Heben verfügbar/einsetzbar sind
• Verwenden von Hilfsmitteln, z.B. Schäkeln, Seilen, Ketten
• Abziehen von Seilen von Bergewinden
Abb. 80: Abziehen des Windenseils von einer Bergewinde
Thermische Gefährdungen Beispiele für Maßnahmen Info
Verbrennen an heißen Oberflächen durch
• hochgezogene Auspuffleitungen an Einsatzfahrzeugen • Berührungsschutz an hochgezogenen Auspuffleitungen vorsehen Abschnitt 2.14
• Motorteile, Auspuffanlage an zu bergenden Fahrzeugen • Schutzhandschuhe bereitstellen und tragen
Verbrühen durch fahrzeugtypische heiße Flüssigkeiten wie
• Motor-/Getriebeöle • zu bergende Fahrzeuge auf austretende Flüssigkeiten kontrollieren, ggf. Flüssigkeiten auffangen
Erfrieren durch
• Einwirken von Flüssiggasen aus der Flüssigphase • zu bergende Fahrzeuge auf vorhandene Flüssiggasflaschen kontrollieren, evtl. Flaschenventile schließen
• Schutzhandschuhe bereitstellen und tragen
Fehlverhalten des Bergungsmechanikers wie
• Überlasten der Bergewinde • geeignete Bergewinden einsetzen
• Flaschenzugprinzip nutzen
• Überlasten von Schäkeln • Max. zulässige Belastbarkeit von Schäkeln einhalten
Abb. 81: Durch Überlasten gebrochener Schäkel
Abb. 82: Kennzeichnung Belastbarkeit beachten, hier 8 t
• unsauberes Auftrommeln des Windenseils • Seilwickler einsetzen oder Seil nach Einsatz sauber auftrommeln
Abb. 83: Unsauber aufgetrommeltes Windenseil
• unzulässiges Knoten von Windenseilen • Beschädigte, ablegereife oder gebrochene Seile ersetzen
Abb. 84: Unzulässiges Knoten des Windenseils
Abb. 85: Beschädigtes Seil ablegen
• Windenseile nie knoten
Fehlverhalten des Bergungsmechanikers wie § 47 Abs. 1 BGV D29
• Schieben von Fahrzeugen mit losen Gegenständen wie Stempeln oder Balken • nur sicher miteinander verbundene Fahrzeuge bewegen
• Schieben von Fahrzeugen mit Abschleppstangen • Abschleppstangen nicht zum Schieben von Fahrzeugen verwenden
Abb. 86: Durch Schieben eines Fahrzeuges verbogene, gebrochene Abschleppstange
Abb. 87: Unfall nach Brechen einer zum Schieben eingesetzten Abschleppstange
• Kippen, Umstürzen oder Wegrollen des Einsatzfahrzeuges beim Ziehen von Fahrzeugen • ausreichendes Verhältnis von Fahrzeuggewicht des Einsatzfahrzeugs zur Zugkraft der Bergewinde sicherstellen
• Feststellbremse am Einsatzfahrzeug betätigen
• Abstützeinrichtungen wie Bergestützen verwenden
• Kälte • Kälteschutzkleidung tragen Abschnitt 5
• Nässe • Wetterschutzkleidung tragen
• Eisglätte • geeignetes Schuhwerk tragen
• nicht geeignete Aufstiege • trittsichere und rutschhemmende Stufen bzw. Sprossen vorsehen und verwenden § 41 BGV D29
Abb. 88: Abstand der Stufen unregelmäßig und zu groß, 2. Haltegriff fehlt
Abb. 89: Geeigneter Aufstieg am Abschleppwagen
• Verunreinigungen (Öl, Schmutz, Schnee) vom Ein- u. Aufstiegen beseitigen Anhang 2 BGV D29
• fehlende Haltegriffe • Haltegriffe vorsehen und benutzen § 24 Abs. 1 BGV D29
• nicht benutzen von Aufstiegen, z.B. Springen von der Ladefläche des Plateaus
• nicht rutschhemmende Oberflächen von Plateaus, z.B.
• Korundbeschichtung vorsehen und begehen
Tropfenblech
Abb. 90: Korundbeschichtete Lauffläche zum Erreichen der Seilwinde begehen
• Verunreinigungen auf dem Plateau • Verunreinigungen (Öl, Schmutz, Schnee) beseitigen
Abstürzen von hochgelegenen Arbeitsplätzen auf
• Abschleppwagen • feststehende oder klappbare Geländer vorsehen und verwenden § 41 Abs. 2 BGV D29
• Doppelstockplateaus
Abb. 91: Gefahr durch fließenden Straßenverkehr • nicht im Bereich des fließenden Verkehrs aufhalten
Abb. 92: Aufenthalt außerhalb des fließenden Straßenverkehrs
• rangierenden und rückwärtsfahrenden Einsatzfahrzeugen • Einweiser einsetzen § 46 Abs. 2 BGV D29
• Rückwärtsfahren nur, wenn Sichtkontakt zum Einweiser besteht
• kein Aufenthalt des Einweisers hinter dem Fahrzeug
• wegrollenden Einsatzfahrzeugen • auf unebenem Gelände oder im Gefälle Feststellbremse und Unterlegkeile benutzen § 55 Abs. 1 BGV D29
• wegrollenden betriebsunfähigen Fahrzeugen
• Teilen betriebsunfähiger Fahrzeuge • Anstoßkappe bereitstellen und tragen bei Arbeiten unter Fahrzeugen Abschnitt 5
• Bauteilen von Einsatzfahrzeugen
• herabfallenden Ladungsteilen • lose Fahrzeugteile zusätzlich sichern
• sich losreißenden oder brechenden Seilen • Sichtprüfung von Seilen vor Einsatz
• Sachkundigenprüfung der Winde § 23 BGV D8
• sich lösenden Fahrzeugteilen
• herabfallenden Werkzeugen oder Hilfsmitteln • Sicherheitsschuhe bereitstellen und tragen Abschnitt 5
• herausspritzenden Flüssigkeiten • Schutzbrille bereitstellen und tragen
• Funken bei Brennschneid- und Trennschleifarbeiten, z.B. an der Kardanwelle • geeigneten Körperschutz bereitstellen und tragen
Quetschen beim Einsatz der Winde zwischen
• betriebsunfähigem Fahrzeug und Abschleppfahrzeug • nicht im Gefahrbereich zwischen den Fahrzeugen aufhalten
• betriebsunfähigem Fahrzeug und Teilen der Umgebung • nicht im Gefahrbereich zwischen betriebsunfähigem Fahrzeug und Teilen der Umgebung aufhalten
Quetschen zwischen beim Einsatz der Hubbrille
• Hubbrille und Fahrbahn • nicht in die Gefahrbereiche hinter Einsatzfahrzeugen treten, insbesondere beim Verwenden von Fernsteuerungen
• Hubbrille und Teilen des betriebsunfähigen Fahrzeuges, z.B. beim Austeleskopieren und Positionieren
Abb. 93: Außerhalb des Gefahrbereichs aufhalten
• Steckbolzen und Gabeln der Hubbrille • Steckbolzen mit Handgriffen vorsehen und benutzen
Quetschen beim Verbinden von Fahrzeugen mit Abschleppstangen zwischen
• betriebsunfähigem Fahrzeug und Einsatzfahrzeug • beim Rückwärtsfahren/Rangieren durch Einweiser einweisen lassen § 46 BGV D29
• betriebsunfähiges Fahrzeug im Gefälle gegen Wegrollen sichern § 55 Abs. 1 BGV D29
• Abschleppstange und Teilen der Bolzenkupplung • Abschleppstange mit Handgriffen einsetzen
Abb. 94: Abschleppstange mit Handgriff verwenden
Quetschen beim Verbinden von Fahrzeugen mittels Abschleppseil zwischen
• betriebsunfähigem Fahrzeug und Einsatzfahrzeug • beim Rückwärtsfahren/Rangieren durch Einweiser einweisen lassen
• betriebsunfähiges Fahrzeug im Gefälle gegen Wegrollen sichern
• beim Verbinden nicht zwischen sich bewegende Fahrzeuge treten
• scharfkantigen Fahrzeugteilen • Schutzhandschuhe bereitstellen und tragen Abschnitt 5
• gebrochenen Drähten von Winden- und Abschleppseilen • Sichtprüfung von Seilen vor Einsatz
Abb. 95: Sturzgefahr durch herumliegende Fahrzeug- und Ladungsteile
• infolge Dunkelheit • Arbeitsscheinwerfer/Akkuhandleuchten einsetzen
• durch Nässe und Glätte • Korundbeschichtung vorsehen und begehen § 24 Abs. 1 BGV D29
• beim Begehen des Plateaus zum Abziehen des Seiles von der Windentrommel
Fehlverhalten, z.B.
• Fehlbedienung durch Nichtbeachten der Betriebsanleitungen der Hersteller • Betriebsanleitungen der Hersteller beachten; lösbare Verbindungsteile z.B. durch doppelt gewendelte Federstecker sichern
Abb. 96: Sichern eines Steckbolzens an der Hubbrille
• Überlasten der Hubbrille • vom Fahrzeugaufbauer vorgegebene zulässige Belastung der Hubbrille in Abhängigkeit von der teleskopierten Länge (Ausfahrzustand) nicht überschreiten
Abb. 97: Überlastete Hubbrille und Unterschreiten der Mindestvorderachslast
Abb. 98: Zulässige Belastung der Hubbrille einhalten
• Verwenden einer ungeeigneten Abschleppvorrichtung • nur die vom Hersteller für den Fahrzeugtyp vorgesehene Abschleppvorrichtung, z.B. Abschleppdeichsel, verwenden
Abb. 99: Herstellerseitig vorgesehene Abschleppvorrichtung benutzen
• Überlasten der Abschleppstange • Abschleppstange in Abhängigkeit von der Gesamtmasse des Zugfahrzeuges und des zu ziehenden Fahrzeuges auswählen § 47 Abs. 1 BGV D29
Abb. 100: Durch Schieben überlastete Abschleppstange • Schieben von Fahrzeugen nur dann, wenn die Abschleppstange vom Hersteller hierfür vorgesehen ist, Betriebsanleitung beachten
• Überlasten des Abschleppseiles • nur Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 4 t mit Hilfe von Abschleppseilen bewegen § 33 Abs. 2 Punkt 6 StVZO
• Auffahren des abzuschleppenden Fahrzeuges auf das Zugfahrzeug • nur brems- und rollfähige Fahrzeuge mit Abschleppstange oder Abschleppseil abschleppen
• zu hohe Geschwindigkeit beim Abschleppen • die auf der Abschlepplasttabelle vorgegebenen Geschwindigkeiten einhalten
• unzulässiger Transport auf der Autobahn • beim Abschleppen auf der Autobahn diese an der nächsten Abfahrt verlassen. § 15a StVO
• Mit einem abzuschleppenden Fahrzeug nicht auf die Autobahn auffahren
• nicht aufmerksam machen von anderen Verkehrsteilnehmern • vor dem Abschleppen Warnblinkanlage einschalten
Abb. 101: Warnblinkanlage einschalten!
Abrutschen beim Begehen
• des angekippten Verschiebeplateaus • rutschhemmende Oberflächen, z.B. Korundbeschichtung, vorsehen Abschnitt 2.5
• der Auffahrrampe zum Festplateau oder Plateauanhänger • nur rutschhemmende Oberflächen begehen
Abb. 102: Abrutschgefahr beim Begehen von Auffahrrampen
Abb. 103: Korundbeschichtete Lauffläche begehen
• Verunreinigungen (Laub, Schnee, Eis) beseitigen
• Auffahrrampen nur begehen, wenn diese mindestens 400 mm breit und mit einer rutschhemmenden Oberfläche versehen sind
Abstürzen vom Plateau beim
• Verlassen des aufgeladenen Fahrzeuges • rutschhemmende Oberfläche neben Fahrspur begehen
Abb. 104: Absturzgefahr vom Plateau • Plateaurahmenprofil nur begehen, sofern rutschhemmend ausgeführt, z.B. wenn dies durch die Breite des aufgeladenen Fahrzeuges nicht vermeidbar ist
Abb. 105: Rutschhemmendes Plateaurahmenprofil. Nur im Ausnahmefall begehen
• Fahrzeugen des fließenden Straßenverkehrs • nur im abgesicherten Bereich der Einsatzstelle aufhalten
• Aufräum- und Reinigungsarbeiten außerhalb der abgesicherten Einsatzstelle nur durchführen, wenn die Fahrbahn z.B. durch die Polizei gesperrt ist
• zurückrollendem, aufgeladenen Fahrzeug infolge Versagens oder Überlasten von Bauteilen, z.B. Abschleppöse • aufzuladendes Fahrzeug vom Platz des Fahrzeugführers aus führen § 44 Abs. 1 BGV D29
Quetschen zwischen
• Rahmenprofil des Plateaus und aufzuladendem Fahrzeug Aufzuladende Fahrzeuge
• nicht von außen lenken § 44 Abs. 1 BGV D29
Abb. 106: Quetschgefahr für die Füße • beim Heraufziehen/Herauffahren des Fahrzeuges nicht auf dem Plateau aufhalten
Abb. 107: Aufzuladendes Fahrzeug nur vom Platz des Fahrzeugführers aus führen
• Teilen des Aufbaues und aufzuladendem Fahrzeug
• Verschiebeplateau und Fahrbahn beim Bewegen des Verschiebeplateaus • nicht in Gefahrbereich hinter Einsatzfahrzeug treten, insbesondere beim Verwenden von Fernsteuerungen
• Verschiebeplateau und Teilen des Aufbaus des Einsatzfahrzeuges beim Bewegen des Verschiebeplateaus in Transportposition • dafür sorgen, dass sich keine Personen im
• Verschiebeplateau und Teilen des aufzuladenden Fahrzeuges beim Bewegen des Verschiebeplateaus
nicht einsehbaren Gefahrbereich der gegenüberliegenden Seite des Einsatzfahrzeuges
zwischen Verschiebeplateau und Ladekran oder Führerhaus des Einsatzfahrzeuges
Abb. 108: Quetschgefahr zwischen Verschiebeplateau und betriebsunfähigem Fahrzeug
• auf Fahrstegen von Festplateaus und Plateauanhängern • offene Zwischenräume zwischen Fahrstegen ausfüllen
Abb. 109: Offene Zwischenräume zwischen Fahrstegen, Sturzgefahr!
• infolge Dunkelheit • Arbeitsscheinwerfer einsetzen
Stromschlag durch Annähern an
• unter Spannung stehende elektrische Freileitungen • bei Freileitungen:
Sicherheitsabstand in Abhängigkeit von der Nennspannung einhalten; bei unbekannter Nennspannung mindestens 5,0 m Sicherheitsabstand § 54 Abs. 1 BGV D29
• Fahrdrähte elektrischer Bahnen • bei Fahrdrähten:
Sicherheitsabstand in Abhängigkeit von der Nennspannung einhalten; bei unbekannter Nennspannung 1,5 m Sicherheitsabstand
Abb. 110: Gefahr durch unter Spannung stehende Fahrdrähte
• laufende Motoren der Abschleppfahrzeuge • Motoren von Einsatzfahrzeugen möglichst abstellen
• Straßenverkehr • geeigneten Gehörschutz benutzen, Signalerkennung muss weiterhin möglich sein
• Überschreiten des zulässigen Gesamtgewichtes • tatsächlich verbliebene Nutzlast des Fahrzeuges im einsatzbereiten Zustand nicht überschreiten § 37 Abs. 1 BGV D29
• Überlasten des Plateaus • vom Fahrzeugaufbauer vorgegebene max. Tragfähigkeit des Plateaus nicht überschreiten
• zulässige Vorderachslast unterschreiten • Vorderachse mit mind. 20 % des Fahrzeugmomentangewichtes belasten Lastverteilungsplan
Abb. 111: Zulässige Vorderachslast unterschritten • Einsatzfahrzeug mit höherer zulässiger Nutzlast einsetzen
• Falsch positioniertes Fahrzeug auf Plateau führt zum unzulässigen Entlasten der Vorderachse des Einsatzfahrzeuges • Ladung gemäß Lastverteilungsplan positionieren
Abb. 112: Falsch! Schwerpunkt der Ladung hinter der Hinterachse
• zulässige Hinterachslasten überschreiten • aufzuladendes Fahrzeug ggf. entladen
• Gewicht der Ladung des aufzuladenden Fahrzeugs nicht berücksichtigen
• Kälte • Kälteschutzkleidung bereitstellen und tragen Abschnitt 5
• Nässe • Wetterschutzkleidung bereitstellen und tragen
• Glätte • geeignetes Schuhwerk bereitstellen und tragen
Ladungssicherung des Fahrzeuges
Abrutschen und Umknicken beim
• Besteigen bzw. Verlassen des Plateaus zu Ladungssicherungsmaßnahmen • Ladungssicherung nur vom Boden durchführen
Abb. 113: Ladung vom Boden sichern
Abstürzen vom Fahrzeugaufbau beim
• Sichern der Ladung • Sichern der Ladung nur vom Boden aus
• beim Einsammeln der Leitkegel fließenden Verkehr beachten
• Absicherungsmaterial entgegen der Fahrtrichtung des fließenden Verkehrs einsammeln
Abb. 114: Am Fahrbahnrand entlanggehen
• Zurückgehen zum Einsatzfahrzeug möglichst am Fahrbahnrand bzw. hinter der Leitplanke
• laufende Motoren der Einsatzfahrzeuge • Motoren von Einsatzfahrzeugen abstellen
Abb. 115: Gehörschutz benutzen
Fehlverhalten wie unzureichende Ladungssicherung, z.B.
• ungeeignetes Fahrzeug • geeignetes Fahrzeug für die zu transportierende Ladung einsetzen
Abb. 116: Für diese Ladung ungeeignetes Fahrzeug
• nicht hergestellter Formschluss • Fahrzeug formschlüssig an die Anfahrböcke heranziehen BGI 649
• Anfahrbügel auf mindestens ein Sechstel des Raddurchmessers einstellen
Abb. 117: Nicht an Anfahrbügel herangezogenes Fahrzeug
Abb. 118: An Anfahrbügel herangezogenes Fahrzeug
• nicht ausreichende Anzahl von Zurrmitteln • ausreichende Anzahl von Zurrmitteln, z.B. anhand des Ladungsgewichtes festlegen, bereitstellen und verwenden
• Verwendung ungeeigneter Zurrmittel • Zurrmittel mit Haken, die zur Bauform der Zurrpunkte passen, verwenden
Abb. 119: Ungeeignete Ladungssicherung
Abb. 120: Zurrpunkt und dazu passender Haken
• beschädigte, ablegereife Zurrmittel • nur einwandfreie Zurrmittel verwenden
• ungeeignete Zurrpunkte • nur vom Fahrzeugaufbauer hierfür vorgesehene, gekennzeichnete Zurrpunkte verwenden
Abb. 121: Ungeeigneter Zurrpunkt
Abb. 122: Geeigneter Zurrpunkt
• verschiebbare Zurrpunkte, die nicht festgesetzt sind • Zurrpunkte festsetzen
• Verzurren mit Haken in Aussparungen und Speichen von Felgen (Radschüssel) • Zurrkräfte über Reifenlauffläche einleiten
Abb. 123: Unzulässig! • falls vorhanden, Zurrpunkte des zu sichernden Fahrzeugs benutzen
• nicht benutzen vom Hersteller vorgegebener Zurrpunkte an der Hubbrille • vorgesehene Zurrpunkte benutzen
Abb. 124: Zurrpunkte nicht benutzt
Abb. 125: Vorgesehene Zurrpunkte benutzen
• über Kanten geführte Zurrmittel • Zurrmittel nicht über Kanten führen
Abb. 126: Falsch! Über Kante geführter Zurrgurt
• geknotete Zurrgurte • Zurrmittel nicht knoten
• zu flache Zurrwinkel • nicht flacher als 45� zurren
Abb. 127: Falsch! Zurrgurt geknotet und Zurrwinkel zu flach
Transport von der Einsatzstelle
• Windschutzscheibe bzw. Herausschleudern aus Fahrzeug infolge Verkehrsunfall • Sicherheitsgurt anlegen § 21a StVO
Abb. 128: Tödlicher Unfall durch Herausgeschleudertwerden
• Windschutzscheibe oder Bauteilen im Führerhaus durch Hängenbleiben an Unterführungen • Fahrzeughöhe in beladenem Zustand beachten
• maximale Durchfahrthöhe beachten
Abb. 129: Achtung! Durchfahrthöhe nicht ausreichend
Abb. 130: Maximale Durchfahrthöhe beachten
• teleskopierbare Warnleuchten in Transportstellung bringen
• Hubarm bzw. Hubbrille in Transportstellung bringen
• Vibrationen bzw. Schwingungen durch den Fahrersitz • Fahrersitz ergonomisch einstellen BG Verkehr Sitzschablone
• Schwingungsverhalten dem Fahrergewicht entsprechend einstellen Betriebsanleitung
• Überschreiten der zulässigen Abschlepplast • Maximale Abschlepplasten einhalten Abschlepplasttabelle
• Verrutschen der Ladung während der Fahrt • Kontrolle und Nachbessern der Ladungssicherung
• Verschiebeplateau, Auffahrrampen, Bergestützen und sonstige Abstützungen nicht in Transportstellung gebracht • Bewegliche An- bzw. Aufbauteile in Transportstellung bringen und sichern
Abb. 131: Auffahrrampen sichern
• herausziehbare Standflächen nicht eingeschoben • Standflächen einschieben und sichern
• Klappen von Staufächern nicht geschlossen • Klappen schließen
• Unterschreiten der Mindestvorderachslast • Last gemäß Vorgaben des Aufbauers verteilen; Grundregel: Lastschwerpunkt vor der Hinterachse
• Lkw-Ladekran mit Ladegeschirr nicht in Transportstellung gebracht • für die Straßenfahrt Lkw-Ladekran in Transportstellung bringen und Ladegeschirr in Aufnahme ablegen
Abb. 132: Ladekran nicht in Transportstellung gebracht
• nicht angepasste Fahrgeschwindigkeit • Fahrgeschwindigkeit anpassen § 44 Abs. 3 BGV D29
• Überlasten der Abschleppstange • Herstellervorgaben einhalten
• Niederschlag • Einsatzfahrzeuge mit geeigneter Bereifung ausrüsten
• Glätte • Fahrgeschwindigkeit anpassen
• an Fahrsicherheitstraining teilnehmen
Abladen des Fahrzeuges
• des angekippten Verschiebeplateaus • nur rutschhemmende Oberflächen begehen
• der Auffahrrampen zum Festplateau oder Plateauanhänger
• Zugang zum aufgeladenen Fahrzeug • rutschhemmende Oberfläche neben Fahrspur begehen.
Ist dies z.B. wegen der Breite des aufgeladenen Fahrzeuges nicht möglich, Plateaurahmenprofil nur begehen, sofern rutschhemmend ausgeführt
• dem vom Plateau herabrollenden Fahrzeug • nicht im Gefahrbereich hinter dem Abschleppfahrzeug aufhalten
Abb. 133: Richtig! Nicht hinter abzuladendem Fahrzeug aufhalten
• abgeladenem Fahrzeug • abgestellte Fahrzeuge gegen Wegrollen sichern § 55 Abs. 1 BGV D29
Quetschen des Körpers zwischen
• Verschiebeplateau und Fahrzeugrahmen auf der dem Bedienstand gegenüberliegenden Seite • Quetschstelle sichern; wenn nicht möglich, Hilfsmittel vorsehen, z.B. Spiegel Abschnitt 2.4
• dafür sorgen, dass sich keine Personen im nicht einsehbaren Gefahrbereich der gegenüberliegenden Seite des Einsatzfahrzeuges aufhalten
• Verschiebeplateau und Teilen des Aufbaus des Einsatzfahrzeuges beim Bewegen in Transportstellung • offene Stirnwand am Verschiebeplateau, die einen Blick auf die Gefahrstelle ermöglicht
• dafür sorgen, dass sich keine Personen zwischen Verschiebeplateau und Führerhaus des Einsatzfahrzeuges aufhalten
Quetschen des Fußes zwischen
• Rahmenprofil des Plateaus und abzuladendem Fahrzeug • abzuladendes Fahrzeug nicht von außen lenken § 44 Abs. 1 BGV D29
• Verschiebeplateau und Boden • nicht im Gefahrbereich aufhalten bei Verwenden einer Fernsteuerung
• dafür sorgen, dass sich während des Absenkens keine Personen im Gefahrbereich aufhalten
• gebrochenen Drähten von Windenseilen • Windenseile prüfen, gegebenenfalls ablegen
• Wiederkehrende Prüfungen an Windenseilen durchführen lassen
Fehlverhalten, z.B. nicht bestimmungsgemäßes Benutzen von Ein- und Aufstiegen wie
• Springen aus dem Führerhaus • Vorhandene Ein- und Aufstiege benutzen Anhang 2
• vorwärts aussteigen
• Besteigen bzw. Verlassen des Führerhauses oder Fahrzeugaufbaues durch Nichtbenutzen von • Trittsichere und rutschhemmende Stufen bzw. Sprossen benutzen
• Haltegriffe benutzen
Abstürzen bei Reinigungsarbeiten
• vom Plateau
• von hochgelegenen Arbeitsplätzen • Absturzsicherungen, z.B. klappbare Geländer, benutzen bei Absturzhöhen von mehr als 2,00 m § 41 Abs. 2 BGV D29
Kontakt mit fahrzeugtypischen Flüssigkeiten
• beim Reinigen des Plateaus mit Flüssigkeitsstrahlern (Hochdruckreinigern) Persönliche Schutzausrüstungen, z.B.
Abb. 134: Falsch! Persönliche Schutzausrüstungen "vergessen" • Schutzbrille bereitstellen und benutzen Abschnitt 5
• Schutzhandschuhe bereitstellen und benutzen
• beim Entleeren der fahrzeugeigenen Mülltonne • Hilfsmittel verwenden, sofern das Lastgewicht zu hoch ist, z.B. 15 kg bei über 50-Jährigen
Fehlverhalten z.B. nicht gemeldete Mängel an
• Einsatzfahrzeugen • durch Einsatzpersonal festgestellte Mängel an Einsatzfahrzeugen dem Vorgesetzten mitteilen § 36 Abs. 2 BGV D29
• Mängel beheben bzw. beheben lassen
• Einsatzbereitschaft nach Beendigung des Einsatzes bestätigen