Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ%2049,%20340
Timestamp: 2020-06-06 03:50:11
Document Index: 388600254

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1004', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 24.11.1967 - V ZR 196/65 - dejure.org
https://dejure.org/1967,337
BGH, 24.11.1967 - V ZR 196/65 (https://dejure.org/1967,337)
BGH, Entscheidung vom 24.11.1967 - V ZR 196/65 (https://dejure.org/1967,337)
BGH, Entscheidung vom 24. November 1967 - V ZR 196/65 (https://dejure.org/1967,337)
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Entschädigungsanspruch gegen die Bundesrepublik Deutschland unter dem Gesichtspunkt des enteignungsgleichen Eingriffs - Störereigenschaft der BRD als Grundstückseigentümerin - Entschädigung für durch Stationierungsstreitkräfte oder ihre Angehörigen verursachte Schäden - ...
BGHZ 49, 340
NJW 1968, 1281
Handlungsstörer im Sinne des § 1004 Abs. 1 BGB ist aber auch derjenige, der die Beeinträchtigung des Nachbarn durch einen anderen in adäquater Weise durch seine Willensbetätigung verursacht (mittelbarer Störer; Senat BGHZ 49, 340, 347).
Denn auch im zweiten Fall haftet er für die Handlung des Dritten (sog. mittelbarer Störer, vgl. Senat, Urteil vom 24. November 1967 - V ZR 196/65, BGHZ 49, 340, 347; Urteil vom 7. April 2000 - V ZR 39/99, BGHZ 144, 200, 203).
Allein die Tatsache, daß der Beklagte das Feld nicht jedes Jahr, sondern nur in der üblich wechselnden Fruchtfolge mit Mais bestellt, bedeutet keine Veränderung der wirtschaftlichen Benutzung, wie sie dem Senatsurteil BGHZ 49, 340, 346 [BGH 24.11.1967 - V ZR 196/65] zugrunde lag.
aa) Neben demjenigen, der die Eigentumsbeeinträchtigung durch sein Verhalten adäquat verursacht hat, ist derjenige zur Beseitigung verpflichtet, durch dessen maßgebenden Willen der das Eigentum beeinträchtigende Zustand aufrechterhalten wird (Senat, BGHZ 49, 340, 347;… Urt. v. 17. Dezember 1982, V ZR 55/82, WM 1983, 176, 177;… Urt. v. 22. September 2000, V ZR 443/99, NJW-RR 2001, 232).
Dies entspricht auch der Rechtsprechung des Reichsgerichts (RGZ 51, 408, 411: abgerutschte Schutt- und Gesteinsmassen; RGZ 127, 29, 35: auf Bahndamm übergreifender Haldenbrand) und der des Bundesgerichtshofes (vgl. etwa Senatsurt. v. 22. März 1966, V ZR 126/63, WM 1966, 643 ff: in das Grundwasser eingeschwemmtes Sulfat; BGHZ 49, 340, 348: angeschwemmte Sandmassen; BGHZ 110, 313, 315: Milchpulver; BGHZ 111, 158, 163: Schrotblei).
Dann kann die Beeinträchtigung nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs dem mittelbaren Willen des Eigentümers nur dann zugerechnet werden, wenn er sie durch eigene Handlungen wie z.B. durch eine künstliche Veränderung der Grundstücksbeschaffenheit ermöglicht hat (vgl. BGH, Urteil vom 24.11.1967, Az.: V ZR 196/65, Rn. 11;… Urteil vom 21.02.1980, Az.: III ZR 185/78, Rn. 15;… Urteil vom 23.04.1993, Az.: V ZR 250/92, Rn. 8;… Urteil vom 02.03.1994, Az.: V ZR 54/83, Rn. 29; jeweils zitiert nach juris) oder wenn die Beeinträchtigung erst durch ein pflichtwidriges Unterlassen herbeigeführt worden ist (RG, Urteil vom 04.11.1931, Az.: V 204/31, RGZ 134, 231, 234; Urteil vom 13.05.1935, Az.: V 99/35, RGZ 149, 205, 210;… Urteil vom 07.07.1995, Az.: V ZR 213/94, Rn. 7; jeweils zitiert nach juris).