Source: https://www.manz.at/Zeitschriften/2308-7552/2018/06.html
Timestamp: 2019-03-18 18:36:07
Document Index: 354627373

Matched Legal Cases: ['§ 3', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 11', '§ 3']

DAG 2018/57
Das psychologische Gutachten – Fragestellungen und Anwendungsfelder
Psychologischer Befund; psychologisches Gutachten; „Hilfsgutachten“.
Der Artikel gibt einen Überblick über den Einsatz psychologischer Gutachten in Österreich, deren relevante Anwendungsfelder sowie im Rahmen der Begutachtungen zu klärenden Fragestellungen.
Martin Nechtelberger, Walter Renner
DAG 2018/58
Die Rolle des psychiatrischen Gutachters bei Gericht
Forensik; Ausbildung; Rechtsbereich; Krankheitseinsicht; Behandlungsbedürftigkeit; Gefährdung.
Psychiater sammeln im Zuge ihrer Ausbildung neben einer medizinischen Grundausbildung enorme klinische Erfahrung in der – oftmals über Jahre dauernden – Betreuung psychiatrischer Patienten. Die gutachterlichen Fragestellungen decken sich im Wesentlichen mit jenen der Behandlung psychiatrisch Erkrankter: Krankheitseinsicht, Behandlungsbedürftigkeit, Eigen- und Fremdgefährdung. Der Beitrag fasst die Eckpunkte zusammen.
DAG 2018/59
Begutachtung der Borreliose I
Ein Zeckenstich führt nur in seltenen Fällen zu einer Borreliose. Neben dem serologischen Nachweis steht vor allem die Klinik bei der Diagnostik im Vordergrund. Bei einem chronischen Verlauf ist immer auch an eine somatoforme Störung zu denken. Wie Diagnostik und Therapie im Detail erfolgen und worauf gutachterlich Tätige zu achten haben, fasst der Beitrag praxisnah zusammen und geht auch ausführlich auf wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse ein.
DAG 2018/60
Gerichtsmedizin und Geruchssinn
Olivocochleare Bündel; Hintergrundgeräusche; Alltagsgerüche; Blausäure.
Ähnlich wie viele Menschen den Gehörsinn steuern können, können Gerichtsmediziner offensichtlich „Alltagsgerüche“ ausblenden und ihre Wahrnehmung auf pathologische Gerüche und Gerüche von Vergiftungen fokussieren.
DAG 2018/61
Im Zweifel für den Angeklagten – Freisprüche als Konsequenz mangelhafter ärztlicher Dokumentation
Verletzungsdokumentation; Dokumentations- und Anzeigenpflicht; Beweisgrundlage.
Nach dem Ärztegesetz (und dem Krankenanstaltengesetz) sind Ärzte verpflichtet, Folgen körperlicher Gewalt ordnungsgemäß und sorgfältig zu dokumentieren und in besonderen Fällen anzuzeigen. Ausschließlich auf Basis zweifelsfreier schriftlicher, grafischer und fotografischer Dokumentation können in einem späteren Gerichtsverfahren Rückschlüsse über den Tathergang gezogen werden. Der Beitrag zeigt praxisbezogen auf, worauf bei der Dokumentation zu achten ist.
Andrea Berzlanovich, Mitarbeit: Barbara Schleicher, Gesundheit Österreich GmbH; Éva Rásky, Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie der Medizinischen Universität Graz
DAG 2018/62
Familienbonus; Höhe; Aufteilung.
Ab dem 1. Jänner 2019 wird der neue Familienbonus Plus die bisherige Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten und den Kinderfreibetrag ersetzen.
DAG 2018/63
Schmerzengeld bei Krallenzehenstellung.
Euro 30.000,– (Teil-)Schmerzengeld für – infolge einer schicksalshaft eingetretenen Krallenzehenstellung nach einer Hämangiomteilresektion – erlittene physische und psychische Schmerzen unter Berücksichtigung der jedenfalls zu erleidenden Schmerzen aufgrund des Hämangioms, der nicht dem objektiven Maßstab eines Durchschnittsmenschen entsprechenden besonderen seelischen Empfindsamkeit und der bloßen Teilbemessung bis zum Schluss der mündlichen Verhandlung erster Instanz hält sich im Rahmen der Rechtsprechung.
§ 3 Abs. 1 HeimAufG
OGH 10. 4. 2018, 5 Ob 34/18p
DAG 2018/64
Rechtmäßigkeit ärztlicher Aufklärung.
Grundlage einer rechtmäßig erfolgten Aufklärung ist nach ständige Rechtsprechung des OGH ein persönliches ärztliches Aufklärungsgespräch.
OGH 18. 7. 2018, 5 Ob 75/18t
DAG 2018/65
Überprüfung einer Freiheitsbeschränkung gemäß § 11 HeimAufG.
Das Unterbinden einer Ortsveränderung i.S.d. § 3 Abs. 1 HeimAufG wird üblicherweise in einem aktiven Tun bestehen.
DAG 2018/66
Befangenheit eines Sachverständigen.
Bezeichnet ein Sachverständiger in einer Stellungnahme zu einem Ablehnungsgesuch die Partei, die den Ablehnungsantrag gestellt hat, durchgängig als „Gegenseite“, so kann dies im Einzelfall die Befangenheit des Sachverständigen begründen.
LG Frankfurt a. M. 11. 8. 2017, 2–04 O 17/16
DAG 2018/67
DAG 2018/68