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Timestamp: 2019-10-22 13:47:24
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Matched Legal Cases: ['Art. 2', 'Art. 3', 'Art. 4', 'Art. 5', 'Art. 7', 'Art. 37', 'Art. 41', 'Art. 43', 'Art. 54', 'Art. 136', 'Art. 143', 'Art. 174', 'Art. 188', 'Art. 191', 'Art. 192', 'Art. 196']

Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft | Schweiz- Wiki | FANDOM powered by Wikia
Politik, Rechtsquelle, 1848,
Art: VerfassungW
Rechtsmaterie: VerfassungsrechtW
Die Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (französisch Constitution fédérale de la Confédération suisse, italienisch Costituzione federale della Confederazione Svizzera, rätoromanisch Constituziun federala da la Confederaziun svizra?/i) vom 18. April 1999 (abgekürzt BV, SR 101) ist die VerfassungW der Schweiz. Sie geht zurück auf die erste Bundesverfassung vom 12. September 1848, mit der die Schweiz vom StaatenbundW zum BundesstaatW geeint wurde. Datei:Bundesverfassung 1848 - CH-BAR - 3529242.pdf
Stellung in der Rechtshierarchie Bearbeiten
Die Bundesverfassung steht auf der obersten Stufe des schweizerischen Rechtssystems. Ihr sind sämtliche VerordnungenW und Erlasse des Bundes sowie die Verfassungen, Gesetze, Verordnungen und Erlasse der Kantone und der Gemeinden untergeordnet. Grundsätzlich dürfen diese daher der Bundesverfassung nicht widersprechen.
Eine Ausnahme zu diesem Grundsatz bilden die Bundesgesetze. Sie müssen vom Bundesgericht und anderen Gerichten auch bei Verfassungswidrigkeit angewandt werden. Es gibt somit keine VerfassungsgerichtsbarkeitW für Bundesgesetze. Diese spezielle Regelung ist Ausdruck der stärkeren Gewichtung des DemokratieprinzipsW gegenüber dem RechtsstaatsprinzipW: Die von der Volksvertretung erlassenen – und allenfalls in einem Referendum vom Stimmvolk angenommenen – Gesetze sollen nicht durch ein Gericht ausser Kraft gesetzt werden können.
Gliederung und Inhalt Bearbeiten
Die Verfassung wird mit der PräambelW eingeleitet, die mit dem GottesbezugW «Im Namen Gottes des Allmächtigen!» beginnt. Der eigentliche Verfassungstext ist in sechs Titel gegliedert: Titel 1 enthält allgemeine Bestimmungen, wie etwa zum Staatszweck (Art. 2), zur Stellung der Kantone (Art. 3), zu den Landessprachen (Art. 4) und zu den Grundsätzen rechtsstaatlichen Handelns (Art. 5). Titel 2 umschreibt die Grundrechte (Art. 7–36), die Bürgerrechte (Art. 37–40) und die Sozialziele der schweizerischen Bundesverfassung (Art. 41).
Titel 3 nennt sich «Bund, Kantone und Gemeinden» und regelt in den Art. 43–135 die Kompetenzaufteilung zwischen den drei staatlichen Gliederungsebenen. Darin ist insbesondere die umfassende Liste der Zuständigkeiten des Bundes (Art. 54–125) von Bedeutung: Jeder Erlass des Bundes muss sich auf eine solche Norm stützen. Existiert keine explizite Bundeskompetenz in einem bestimmten Gebiet, so sind dafür die Kantone zuständig und der Bund ist darin nicht befugt, gesetzgeberisch tätig zu werden (siehe Föderalismus, SubsidiaritätW). Die Kompetenzen des Bundes sind im Laufe der Zeit ständig erweitert worden, und auch heute ist diese Liste relativ häufigen Änderungen unterworfen – sei es durch Anstoss der Bundesbehörden mittels obligatorischen Referendums oder durch Volksinitiativen.
Der vierte Titel ist mit «Volk und Stände» überschrieben und regelt in Art. 136–142 die politischen Rechte des Volkes und der Kantone, insbesondere die direktdemokratischenW Volksrechte (Initiative und Referendum). Titel 5 ist den Bundesbehörden gewidmet und umreisst die Organisation und Kompetenzen der Bundesversammlung (LegislativeW, Art. 143–173), des Bundesrat und der Bundesverwaltung (ExekutiveW, Art. 174–187) sowie des Bundesgerichtes und der anderen richterlichen Behörden (JudikativeW, Art. 188–191 sowie Art. 191a–c). Der sechste und letzte Titel beinhaltet die Revisionsmöglichkeiten der Verfassung (Art. 192–195, siehe unten) und die Übergangsbestimmungen (Art. 196 und 197). Zur Geschichte sieh im Wikipediaartikel.
Kurzinformation auf der Seite der Bundesversammlung
Andreas Kley: Bundesverfassung (BV) im Historischen Lexikon der Schweiz
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