Source: https://gesetze-in-app.de/BGB/275
Timestamp: 2019-05-19 06:48:04
Document Index: 332109021

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§ 275 BGB: Ausschluss der Leistungspflicht
BGH, Urteil , Az. Feststellungsklage des Geldinstitute nicht entgegen/Ra£ das Geldinstitut schon jetzt Leistungsklage auf Verurteilung zur Zahlung 1jug~um Zug gegen Leistung einer die mögliche (vgl BGH - IM Nr 2 zu § 275 BGB) *
BGH, URTEIL vom 2.3.1961, Az. V ZH 22/67 - 25 Allerdings stellt sich die Präge, ob nicht auch die Versagung der Eintragung ins Grundbuch - wie■die endgültige Verweigerung einer behördlichen Genehmigung für die zur Durchführung eines Verpflichtungsgeschäfts erforderlichen Rechtshandlungen, vgl«, dazu die Entscheidung dos Senats BGHZ 57, 253, 240 - die Erfüllung des Kaufvertrags mit der Folge des Wegfalls der Leistungspflicht des Käufers unmöglich machte (§ 275 BGB)» Dies würde indessen voraussetzen, daß in der Verweigerung jener Zustimmung zugleich eine endgültig ablehnende Stellungnahme der Behörde zur Erfüllung des Rechtsgeschäfts überhaupt zu dem Ausdruck kam» Davon kann aber jedenfalls dann keine Rode sein, wenn, wovon hier für die Revisionsinstanz auszugohen ist, die Behörde zu einer Entscheidung über die Genehmigung des Rechtsgeschäfts mangels eines dahingehenden Antrags noch gar keinen Anlaß hatte» Besondere Umstände, die für eine andere Auslegung des Schreibens der Militärregierung sprächen, sind nicht vorgetragen und auch nicht ersichtlich.
BGH, URTEIL vom 5.4.2014, Az. VIII ZR 162/81 Der verschärft haftende Bereicherungsschuldner hat, wenn ihm die Herausgabe des Empfangenen infolge einer Veräußerung an einen Dritten nach § 275 Abs. 1 BGB unmöglich geworden ist, dem Gläubiger auf dessen Verlangen das rechtsgeschäftlich erlangte Surrogat herauszugeben (BGH, Urteil vom 11. Oktober 1979 - VII ZR 285/78, BGHZ 75, 203, 205 ff. und Urteil vom 25. März 1982 - VII ZR 60/81, BGHZ 83, 293, 300 beide zu § 281 BGB a.F.).
BGH, URTEIL vom 3.3.2010, Az. VIII ZR 131/09 - 13- den des Schuldners zu berücksichtigen (§ 275 Abs. 2 Satz 2 BGB); dies war bereits vor der Schuldrechtsmodernisierung in der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs anerkannt (BGH, Urteil vom 2. Oktober 1987 -VZR 140/86, NJW 1988, 699, unter III 2 b; vgl. auch OLG Hamburg, aaO).
BGH, BESCHLUSS vom 3.6.2014, Az. XII ZB 201/13 Erst wenn der Schuldner die ihm zu demutbaren Anstrengungen unternommen hat und er keine Kenntnis von den für den Gläubiger wesentlichen Umständen erlangen konnte, kann er sich auf eine den Anspruch ausschließende Unmöglichkeit nach § 275 Abs. 1 BGB berufen (zur eingeschränkten Möglichkeit eines Schadensersatzanspruchs vgl. Senatsbeschluss BGHZ 196, 207 = FamRZ 2013, 939 Rn. 13 ff.).
BGH, Urteil vom 2.11.2001, Az. Zum anderen enthält jener Grundsatz keine Beweisregel; er bedeutet lediglich, daß der Schuldner nicht aus diesem Grund gemäß § 275 Abs. 1 BGB von der Verpflichtung zur Leistung frei wird (vgl. BGHZ 107, 92, 102).
BGH, URTEIL vom 5.9.2009, Az. V ZR 141/08 14	a) Diese Rechtsprechung ist, wie der Senat entschieden hat, dadurch überholt, dass in das Bürgerliche Gesetzbuch in Gestalt von § 275 Abs. 2 BGB eine Regelung aufgenommen worden ist, die dem in § 251 Abs. 2 Satz 1 BGB zu dem Ausdruck kommenden allgemeinen Grundsatz entspricht und in unmittelbarer Anwendung zu dem Ausschluss von Ansprüchen aus § 1004 Abs. 1 BGB führen kann (Senat, Urt. v. 30. Mai 2008, VZR 184/07, NJW2008, 3122, 3123; Urt. v. 18. Juli 2008, VZR 171/07, NJW2008, 3123, 3124).
BGH, URTEIL vom 3.9.2004, Az. XII ZR 165/01 Er ist daher von seiner Leistungspflicht nach § 275 BGB a.F. frei geworden und ist, da er das Leistungshindernis nicht zu vertreten hat, dem Kläger auch nicht nach §280 Abs.1, § 286 Abs. 1 BGB a.F. zu dem Schadensersatz verpflichtet (vgl. BGH Urteil vom 11. Juli 2003 - V ZR 276/02 - NJW-RR 2004, 210).
BGH, , Az. VII ZB 224/56 Die Schatzänweisungen befinden sich, wenn sie überhaupt noch vorhanden sind, im Besitz des Instituts, das im Ostsektor Berlins das Vermögen der Klägerin übernommen hat* Damit ist die Klägerin für eine nicht übersehbare Zeit nicht in der Lage, die Schatzanweisungen herauszugeben, und wegen dieses als dauernd zu wertenden Unvermögens nach § 275 Abs 2 BGB von ihrer Herausgabepflicht befreit worden (vgl BGH in LM Nr 2 zu § 275 BGB)* Ein Zahlungsanspruch des Beklagten gegen die Klägerin ergibt sich aus dem Verwahrungsvertrage nicht* Die in den Papieren verkörperten Forderungen richten sich nicht gegen die Klägerin, sondern gegen das Deutsche Reich«
BGH, BESCHLUSS vom 3.0.2014, Az. VIII ZR 135/13 Der V. Zivilsenat hat lediglich ausgeführt, dass die nach § 275 Abs. 2 BGB gebotene Abwägung bei einem Anspruch auf Beseitigung eines grob fahrlässig (und erst recht eines vorsätzlich) errichteten Überbaus in der Regel dazu führen wird, dass die Einrede zu versagen ist (BGH, Urteil vom 18. Juli 2008 - V ZR 171/07, NJW2008, 3123 Rn. 23).
BGH, , Az. Eine etwaige wirtschaftliche Unzu demutbarkeit für die Beklagte könne die Leistungspflicht nicht wegen Unmöglichkeit schlechthin beseitigen (§ 275 BGB; vgl. BGH IM BGB § 242 (Bb) Nr. 12), sondern allenfalls inhaltlich nach § 242 BGB abändern (darüber s.unten IV).
BGH, URTEIL vom 3.9.2007, Az. VIII ZR 278/05 Diese Bestimmung gilt nicht nur für den Fall, dass dem Schuldner die Leistung - etwa wegen Verlustes des geschuldeten Gegenstandes - vollständig, sondern auch für den Fall, dass ihm die Leistung - beispielsweise wegen Beschädigung des geschuldeten Gegenstandes - 'teilweise' unmöglich ist (Emmerich in Münchener Kommentar zu dem BGB, 5. Aufl., § 285 Rdnr. 12 m.w.N.) und der Anspruch auf die Leistung daher (nur) insoweit nach § 275 Abs. 1 BGB ausgeschlossen ist.
BGH, URTEIL vom 3.4.1971, Az. Ytti zr 59/70 b)	Es kann dahingestellt bleiben, ob die Beklagte, wie sie meint, gegen die Kläger einen Anspruch aus Kraftstofflieferungen hatte und demnach gemäß § 275 BGB ein Zurückbehaltungsrecht mit der Wirkung hätte geltend machen können, daß ihr eigener Verzug ausgeschlossen wurde« Denn ein solches Zurückbehaltungsrecht hat sie jedenfalls bis zur Kündigung nicht geltend gemacht« Das Unterlassen der Leistung allein ist kein Geltendmachen der nach § 275 BGB etwa möglichen Einrede (vgl* Senatsurteil vom 25* November 1970 - VIII ZR 101/69 « WM 1971, 215, 216 » NJW 1971, 421 « BGHWarn 1970 Nr. 270; Soergel/Siebert, BGB 10. Aufl. § 275 Nr« 16)« Das bloße Bestehen einer Zurückbehal-tungsmögliohkelt schließt den Leistungsverzug nicht aus (BGH aaO)«
BGH, URTEIL vom 3.10.2013, Az. IV ZR 54/13 Im Ergebnis kann dies offen bleiben, da eine Inanspruchnahme des verschärft haftenden Bereicherungsschuldners auch ausscheidet, wenn sich die Befreiung von der Leistungspflicht aus allgemeinen Vorschriften, z.B. gemäß § 275 Abs. 1 BGB wegen Unmöglichkeit der Herausgabe, ergibt (Palandt/Sprau, BGB 72. Aufl. § 818 Rn. 53).
BGH, URTEIL vom 2.3.1992, Az. y ZR 119/90 Dementsprechend konnte - vorbehaltlich einer hiervon abweichenden Vereinbarung der Parteien (vgl. dazu RGZ 153, 384, 385 f.; BGH LM § 275 BGB Nr. 5 und BGHZ 101, 296, 307) - zwar der Beklagte die Schuld in deutscher Währung begleichen, nicht aber die Klägerin eine solche Leistung beanspruchen (§ 244 Abs. 1 BGB).
BGH, Urteil vom 2.3.1963, Az. Bei solchen Dauerschuldverhältnissen fällt eine vorübergehende Unmöglichkeit nicht, wie es bei Einzelschuldverhältnissen der Pall sein kann, unter den Begriff des LeistungsVerzuges, sondern sie ist zu demindest für ihre Dauer der dauernden Leistungsunmöglichkeit gleichzuachten (so RGZ 146, 60, 66; BGH LM § 275 BGB (Nr. 3);
BGH, Urteil vom 2.8.1995, Az. VI ZR 377/94 Es liegt ein Fall der dauernden Unmöglichkeit vor, da aus der maßgeblichen Sicht des damaligen Zeitpunktes keine realistische Aussicht darauf bestand, daß sich die Rechtssituation noch einmal ändern würde (siehe für den - vergleichbaren - Fall des Eintritts dauernder Unmöglichkeit infolge der Beeinträchtigung von Vermögenspositionen durch NS-Repressalien BGH, Urteil vom 30. Oktober 1953 - V ZR 76/52 - LM Nr. 4 zu § 275 BGB).
BGH, URTEIL vom 3.1.1985, Az. VIII ZR 36/84 Sollte sie zur Rückgabe außerstande sein, so ist sie daher von der Verpflichtung hierzu nicht freigeworden (§ 275 BGB; BGHZ 90, 145, 149).
BGH, Urteil vom 4.9.1954, Az. IV ZR 66/54 In den vom X>Zivilsenat entschiedenen Fällen, die in BGHZ 12, 79 ißT/ erwähnt sind (Urteile Vom 17« März 1953 - I ZR 77/52 - LM (1) VölkerR Allg = NJW 1953, 861 = MDR 1953, 412 = JZ 1953, 512 und 31c März 1953 - I ZR 74/52 = LM (2) § 275 BGB) ist wesentlich, dass der Schuldner, der greifbares Vermögen in der Sowjetzone besitzt, vom Gläubiger vor einer erneuten Inanspruchnahme durch sowjetzonale Dienststellen bewahrt werden muss.
BGH, URTEIL vom 5.11.1991, Az. Er hat aber keine Verpflichtung, die ohne sein Verschulden zerstörte Pachtsa-che wieder herzustellen, denn die Wiederaufbaupflicht ist Ausfluß der Pflicht zur Gebrauchsüberlassung; entfällt diese (§275 Abs. 1 BGB), so besteht auch jene nicht (BGH,
BGH, Urteil vom 2.11.2012, Az. II ZR 159/10 In Fällen, in denen die derzeitige Rechtslage die Bewirkung des geschuldeten Erfolgs nicht erlaubt, die dazu erforderlichen rechtlichen Voraussetzungen aber noch hergestellt werden können, liegt ein Fall des § 275 Abs. 1 BGB nur dann vor, wenn feststeht, dass Dritte, die an der Herstellung der erforderlichen Rechtslage mitwirken müssten, sich dem aller Voraussicht nach verweigern würden (MünchKommBGB/Ernst, 6. Aufl., § 275 Rn. 42, 51).
BGH, Urteil vom 4.3.1955, Az. II ZR 109/53 H - men ist, ist unter Berücksichtigung aller Verhältnisse nach dem Grundsatz von 5!reu und Glauben unter billiger Abwägung der Belange beider Vertragsteile festzustellen (RGZ 89, 206; 105, 388; 1Q7, 158; 146, 66; JW 1905, 718 Nr 9; SeuffArch 76 Nr 157; Warn Bspr 1927 Nr 48; BGH LindMöhr Nr 4 und 5 zu § 275 BGB; Nr 3 zu § 323 BGB).
BGH, URTEIL vom 5.10.2002, Az. V ZR 445/01 Vielmehr wird er von der Verpflichtung zur Herausgabe des erlangten Surrogates, auch wenn es sich dabei um einen Kaufvertragserlös handelt, nach § 275 Abs. 1 BGB a.F. frei, wenn er zur Herausgabe außerstande ist, weil er das erhaltene Geld verbraucht hat (Senat aaO S. 455 f; vgl. auch Senat, BGHZ 143, 373, 378).
BGH, URTEIL vom 5.5.2012, Az. V ZR 240/11 7	1. Das Berufungsgericht geht zutreffend von der Rechtsprechung des Senats aus, nach der ein Veräußerer von seiner Eigentumsverschaffungspflicht gemäß der damals in der DDR noch geltenden Bestimmung des § 275 BGB aF freigeworden ist, wenn aufgrund des Inkrafttretens der Verordnung über den Verkehr mit Grundstücken vom 11. Januar 1963 (GBl DDR II, S. 159; nachfolgend: GWO aF) mit der Auflassung des verkauften Grundstücks auf absehbare Zeit nicht mehr zu rechnen war (Urteil vom 25. März 1994 - V ZR 171/92, WM 1994, 1250; Urteil vom 3. Juli 1998 - V ZR 268/97, VIZ 1998, 581, 582; ebenso BGH, Urteil vom 16. März 2005 - IV ZR 246/03, WM 2005, 1232, 1233).
BGH, Urteil vom 4.11.1953, Az. IV ZR 114/53 Nur dann, wenn die erforderliche Genehmigung versagt wird, entfällt die Möglichkeit der Erfüllung endgültig und wird die Verpflichtung nach § 275 BGB unwirksam (Palandt aaO).
BGH, URTEIL vom 5.6.2008, Az. -8- 140/86, NJW 1988, 699, 700), was sich nunmehr aus § 275 Abs. 2 BGB ergibt (Senat, Urt. v. 30. Mai 2008, VZR 184/07, Rdn. 17; OLG Düsseldorf NJW-RR
BGH, URTEIL vom 5.6.2008, Az. 23	Zwar wird die nach § 275 Abs. 1 Satz 1 BGB gebotene Abwägung bei einem Anspruch auf Beseitigung eines grob fahrlässig (und erst recht eines vorsätzlich) errichteten Überbaus in der Regel dazu führen, dass die Einrede zu versagen ist (vgl. Senat, Urt. v. 24. April 1970, V ZR 97/67, NJW 1970, 1180, 1181), was sich daraus ergibt, dass nach § 275 Abs. 2 Satz 2 BGB bei der Bestimmung des Maßes der zu demutbaren Anstrengungen auch das Verschulden des Schuldners berücksichtigt werden muss (vgl. Senat, Urt. v. 30. Mai 2008, V ZR 184/07, Rdn. 19).
BGH, Urteil , Az. TV ZR 116/53 Nur dann, wenn die erforderliche Genehmigung versagt wird, entfällt die Möglichkeit der Erfüllung endgültig und wird die Verpflichtung nach § 275 BGB unwirksam (Palandt aaO).
BGH, URTEIL vom 2.1.1998, Az. X ZR 18/96 BGB/Kramer, Vor § 275 BGB Rdn. 199 m.w.N.) jedenfalls für den Fall festgehalten, daß durch die Täuschung und den Abschluß des Vertrages auf seiten des Getäuschten ein Vermögensschaden eingetreten ist (vgl. zuletzt Urt. v. 26.9.1997 - V ZR 29/96, MDR 1998, 25 m. zustimmender An. v. Imping = BB 1997, 2553).
BGH, Urteil vom 3.9.2000, Az. Zwar wird der Beklagten, soweit die Klägerin an die Streithelferinnen Leistungen erbracht hat, die Erfüllung ihrer Freistellungsverbindlichkeit unmöglich (§275 BGB; vgl. BGH, Urteil vom 19. Januar 1993 - IVaZR 116/81, NJW 1983, 1729 unter 2 a; BGH, Urteil vom 26. Februar 1991 - XI ZR 331/89, WM 1991, 1001 = NJW 1991, 2014 unter II 1).
BGH, URTEIL vom 5.3.2014, Az. Beim Stückkauf wird aus der Beschränkung der Leistungspflicht des Verkäufers in § 275 Abs. 2 BGB hergeleitet, dass der Verkäufer die Nacherfüllung verweigern kann, wenn deren Kosten den Minderungsbetrag übersteigen (Ackermann, JZ 2002, 378, 382 ff.).
BGH, Urteil vom 4.6.1957, Az. s Valutaverpflichtung an Kapital oder Zinsen nicht vertragsgemäß erfüllen sollte« Die Darlehensgeber können dann entweder auf vertraglicher Erfüllung der jeweiligen Kapital- oder Zinsrate in Valuta bestehen oder aber die fällig gewordenen Valutabeträge stunden oder Zahlung in Reichsmark auf ein Sperrkonto verlangen« Diese Regelung umfaßt auch den Fall, daß die vertraglich vorgesehenen Zahlungen des Beklagten ausgeblieben sind, weil er die zusätzlichen Ausfuhrerlöse nicht erzielt hat« Auch dann haben die Darlehensgeber in erster Linie das Recht behalten, Zahlung in Valuta zu verlangen« Eine solche Zahlung bedarf dann allerdings einer neuen devisenrechtlichen Genehmigung, da nach der zu dem Vertrag erteilten Genehmigung, wenn diese überhaupt schon die vorgesehenen Rückzahlungen deckte, Zahlungen in Valuta hur aus bestimmten zusätzlichen Ausfuhrerlösen zulässig waren« Diese Hotwendigkeit einer devisenrechtlichen Genehmigung für das Erfüllungsgeschäft war und ist jedoch ohne Bedeutung für das Bestehen der Schuld« Sie bedeutet insbesondere keine dauernde, sondern nur eine vorübergehende Unmöglichkeit der Erfüllung, die den Schuldner nicht befreit (vgl BGH LK Nr 5 au § 275 BGB)«
BGH, Urteil vom 4.6.1957, Az. 22 - Der Kriegsausbruch hat keine dem Beklagten nach § 275 BGB befreiende dauernde Unmöglichkeit der Rückzahlung des Darlehens in englischen Pfunden zur Folge gehabt* Objektiv unmöglich geworden ist die Leistung nicht* Es liegt allenfalls ein vorübergehendes Unvermögen des Beklagten vor* (vgl BGH aap)*
BGH, URTEIL vom 2.6.2014, Az. VI ZR 345/13 Der Beklagten ist aufgrund dieser Bestimmung die Herbeiführung des geschuldeten Erfolges rechtlich unmöglich (§ 275 Abs. 1 BGB, vgl. BGH, Urteile vom 25. Oktober 2012 -VII ZR 146/11, BGHZ 195 Rn. 33; vom 21. Januar 2010 - Xa ZR 175/07, WM 2010, 410 Rn. 23; zur fehlenden Befugnis zur Auskunftserteilung vgl. auch BGH, Urteil vom 4. April 1979 -VIIIZR 118/78, NJW 1979, 2351, 2353).
BGH, URTEIL vom 3.11.2012, Az. VIII ZR 96/12 Das Berufungsgericht hat es dahinstehen lassen, ob der Pilzbefall des Bootsrumpfes wegen einer selbst bei vollständiger Schadensbeseitigung möglicherweise verbleibenden Wertminderung schon für sich allein als ein unbehebbarer Mangel anzusehen und daher von der objektiven Unmöglichkeit einer vollständigen Mangelbeseitigung mit der Folge einer dahingehenden Leistungsfreiheit der Beklagten gemäß § 275 Abs. 1 BGB auszugehen ist (vgl. dazu Senatsurteil vom 10. Oktober 2007 -VIII ZR 330/06, NJW 2008, 53 Rn. 23).
BGH, URTEIL vom 3.6.2005, Az. VIII ZR 342/03 Dieses Ergebnis ist nunmehr aus § 275 Abs. 2 BGB herzuleiten (MünchKommBGB/Schilling, 4. Aufl., §535 Rdnr. 110).
BGH, Urteil vom 3.0.1997, Az. VIII ZR 356/95 Denn es ist nicht einzusehen, daß das einem Dritten infolge seines Verhaltens entgegengebrachte Vertrauen im vorvertraglichen Stadium ein Haftungsgrund, nach Vertragsschluß aber keiner mehr sein soll, auch wenn der Dritte das Vertrauen für sich gerade auch für die ordnungsgemäße Vertragsdurchführung in Anspruch genommen hat (BGHZ 70, 337, 342 ff; ähnlich auch Urteil vom 19. Februar 1982 - V ZR 234/81 = NJW 1982, 1807 unter II 2 der Gründe; ebenso Soergel/Wiedemann aaO Rdnr. 246 und 248 vor § 275 BGB).
BGH, URTEIL , Az. la ZR 273/6 sehuldbefreiende Unmöglichkeit im Sinne des § 275 BGB eingetreten ist» Letzteres dürfte z«Bo der Pall sein, wenn eine Devisengenehmigung zu dem Transfer der geschuldeten Beträge an den Kläger entweder überhaupt nicht vorgesehen oder praktisch unerreichbar sein sollte» Erweist sich, daß die Forderung des Klägers außerdem in den Anwendungsbereich der AO Ir» 2 vom 20. August 195B fällt, so liegt es besonders nahe, die dadurch eingetretene Leistungsstörung als eine endgültige im Sinne des § 275 BGB zu beurteilen« Denn dem Beklagten dürfte durch diesen Eingriff von hoher Hand - jedenfalls nach dem reinen Gesetzesv/ortlaut zu urteilen - endgültig die Möglichkeit abgeschnitten sein, seiner Zahlungspflicht in der gesetzlich vorgesehriebenen Weise, also durch Übermittlung des geschuldeten Geldbetrages an den Wohnsitz des Gläubigers, § 270 BGB, zu genügen« Darüber, ob dennoch, z«B« aufgrund bisher nicht vorgetragener Ausführungsbestimmungen, eine Freigabe von Yermögens-teilen aus der Treuhandverwaltung statthaft und aussichtsreich ist, wird das Berufungsgericht erst nach eingehender Ermittlung der Rechtslage in der Sowjetzone (analog § 295 ZPO) eine Aussage machen können» Auf keinen Pall wäre es angängig, den Eintritt einer sehuldbefreienden Unmöglichkeit im Sinne von § 275 BGB im Hinblick darauf zu leugnen, daß eine reine Zahlungsklage gegen den Ost-Schuldner solange zugelassen zu werden pflegt, als er über pfändbares Vermögen im Westen verfügt (vgl« BGHZ 7, 597 j BGH in WM 1962, 601)« Diese zuletzt erwähnte Rechtsprechung beruht auf der Erkenntnis, daß die Handhabung des Begriffs der Unmöglichkeit, vor allem der rechtlichen Unmöglichkeit, keine Starrheit verträgt, sondern unter dem
BGH, URTEIL vom 5.2.1996, Az. V ZR 332/94 hendo in Betracht» wie sie im Vorspiegeln tatsächlich nicht vorhandener Abschlußbereitschaft liegt (Senat, urt. v. 18. Oktober 1974, V ZR 17/73, NJW 1975, 43; Soergel/Wiede-mann, aaO, vor § 275 BGB Rdn. 135; Reinicke/Tiedtke, aaO, •1096) .
AG Köln, Urteil vom 2.5.2010, Az. 147 C 80/10 Da das Abhandenkommen des Leistungsgegenstands als unüberwindbares Leistungshindernis einen Fall der Unmöglichkeit der Leistung darstellt (MünchKomm/Ernst, 5. Aufl. 2006, § 275 BGB Rn 52), ist die Beklagte zu dem Schadensersatz verpflichtet, wenn sie die Unmöglichkeit zu vertreten hat.
LAG Hamm, Urteil vom 5.5.2006, Az. 19 Sa 881/06 51Die Regelung des § 275 Abs. 2 BGB ist eine eng auszulegende Sondernorm (Palandt-Heinrichs, BGB, 65 Aufl., § 275 Rz. 29).
LAG Hamm, Urteil vom 6.8.2004, Az. 17 Sa 1275/03 93	aa) Aufgrund des obigen eigenen Vorbringens des Verfügungsklägers steht aber 94dann zu dem einen fest, dass die Verfügungsbeklagte den Verfügungskläger seit dem 01.07.2003 nicht mehr in der von ihr in ihrem Betrieb bisher errichteten Arbeitsgruppe Vorentwicklung tatsächlich beschäftigen kann, da nämlich die dortige bisherige tatsächliche Beschäftigung des Verfügungsklägers durch die Verfügungsbeklagte der Verfügungsbeklagten auf Grund ihrer endgültigen Auflösung der bisherigen Arbeitsgruppe Vorentwicklung zu dem 30.06.2003 gemäß § 275 Abs. 1 BGB unmöglich geworden ist (BAG, Urteil vom 13.06.1990 - 5 AZR 350/89 - EzA § 611 BGB Beschäftigungspflicht Nr. 44; LAG Köln, Beschluss vom 23.08.2001 - 7 (13) Ta 190/01 - NZA-RR 2002, 214).
LAG Hamm, Urteil vom 2.8.2005, Az. 19 Sa 1045/05 Vielmehr ist bei einer bestehenden Arbeitsunfähigkeit die Arbeitsleistung- unmöglich mit der Folge, dass der Arbeitnehmer nach § 275 BGB von der Verpflichtung zur Arbeitsleistung befreit ist (BAG, Urteil vom 26.10.1994 – 10 AZR 482/93, NZA 1995, 226; LAG Sachsen-Anhalt, Urteil vom 27.07.1999 - 8 Sa 1066/98, BB 2001, 205).
LAG Hamm, Urteil vom 2.11.2005, Az. 19 Sa 1375/05 Das Vorliegen einer objektiven Arbeitsunfähigkeit entbindet nicht nur den Arbeitnehmer nach § 275 BGB von der Pflicht zur Arbeitsleistung, sondern auch den Arbeitgeber von der Pflicht, dem Arbeitnehmer eine Beschäftigung zuzuweisen (LAG Hamm, 08.09.1995, - 5 Sa 462/95 - NZA RR 1996, 281).
LG Bonn, Urteil vom 1.10.2010, Az. 1 O 435/09 Damit ist die Beklagte insoweit von ihrer Primärleistungspflicht nach § 275 Abs. 1 BGB frei, so dass die Klägerin ohne vorherige Fristsetzung zur Nacherfüllung berechtigt war, vom Vertrag zurückzutreten (§ 437 Nr. 2, § 326 Abs.5, § 325 BGB), vgl. hierzu BGH NJW .2008, 911.
LAG Hamm, Urteil vom 5.5.2006, Az. 19 Sa 880/06 51Die Regelung des § 275 Abs. 2 BGB ist eine eng auszulegende Sondernorm (Palandt-Heinrichs, BGB, 65 Aufl., § 275 Rz. 29).
LAG Hamm, Urteil vom 5.5.2006, Az. 19 Sa 879/06 51Die Regelung des § 275 Abs. 2 BGB ist eine eng auszulegende Sondernorm (Palandt-Heinrichs, BGB, 65 Aufl., § 275 Rz. 29).
LG Münster, Urteil vom 3.0.2004, Az. 2 O 603/02 23Dieser Wahlmöglichkeit stand vorliegend, selbst wenn es sich möglicherweise um einen Stückkauf handelte (für die Beibehaltung einer Unterscheidung zuwischen Gattungs- und Stückkauf auch nach neuem Recht, Huber in NJW 2002, 1005 [1006]) auch weder eine Unmöglichkeit gemäß § 275 Abs.1 BGB noch eine Einrede gemäß § 439 Abs.3 BGB entgegen.
LG Münster, Urteil vom 4.1.2004, Az. 8 S 425/03 Dabei kann dahinstehen, ob ein Mieter von der Verpflichtung zur Durchführung des Winterdienstes wegen Unvermögens gemäß § 275 BGB bereits dann frei wird, wenn ihm persönlich die Ausführung dieser mietvertraglich übernommenen Verpflichtung aus gesundheitlichen Gründen unmöglich wird, sowie es das Amtsgericht N in seiner angefochtenen Entscheidung so wie ein weiterer Teil der Rechtssprechung (LG I2 WuM 89, 622; AG C WuM 89, 498; AG G WuM 85, 19) mit der Begründung angenommen haben, die von einem Mieter übernommene Verpflichtung zur Durchführung des Winterdienstes könne in entsprechender Anwendung der Auslegungsregel des § 613 BGB von ihm nicht dauerhaft auf einen Dritten übertragen werden.
LG Münster, Urteil vom 4.1.2004, Az. 8 S 425/03 Denn ein Mieter wird von dieser Verpflichtung wegen objektiver Unmöglichkeit gemäß § 275 Abs. 1 BGB jedenfalls dann frei, wenn ihm persönlich aus gesundheitlichen Gründen die Durchführung des Winterdienstes nicht mehr möglich ist und weder private Dritte noch gewerbliche Firmen, die in dem Ort, in dem sich das Mietobjekt befindet, ihren Wohnsitz bzw. Firmensitz haben, bereit sind, die Verpflichtung zur Durchführung des Winterdienstes vor dem Mietobjekt zu übernehmen (so auch LG E WuM 88, 300 f.).
OLG Düsseldorf, Urteil vom 4.10.1999, Az. 6 U 146/98 Die Offenbarungspflicht findet danach jedenfalls dann ihre Grenze in der Selbstbezichtigung, wenn es sich um die Aufdeckung von strafrechtlichen Verfehlungen handelt, die mit dem Gegenstand des Vertrages in keinem unmittelbaren Zusammenhang stehen (vgl. BGH BB 1954, 360; Emmerich in Münchener Kommentar, 3. Aufl., vor § 275 BGB Rdnr. 82).
VG Regensburg, Urteil vom 1.2.2010, Az. 8 K 08.1018 59 Soweit der Kläger die Erfüllung einer objektiv unmöglichen Leistung verlangen würde, wäre der Beklagte nämlich nach der Regelung des § 275 Abs. 1 BGB von seiner Leistungspflicht befreit, die auch auf den Anspruch aus § 1108 BGB Anwendung findet (RGZ 131, 158, 163, 178; MüKommBGB 2009, Joost, § 1108 RdNr. 5).
OLG München, Urteil vom 4.2.2016, Az. 23 U 1884/15 67 Zudem ist wegen des Zeitablaufs die Erfüllung der Arbeitsverpflichtung als absoluter Fixschuld (vgl. Weidenkaff in: Palandt, BGB, 75. Aufl. 2016, § 611 Rz. 24) gemäß § 275 BGB unmöglich geworden.
VGH München, Beschluss vom 1.10.2012, Az. 8 ZB 12.116 14 Allerdings ist bei der nach § 275 Abs. 2 BGB gebotenen Abwägung zwischen dem Leistungsinteresse des Gläubigers und dem mit der Anspruchserfüllung verbundenen Aufwand des Schuldners auch das Verschulden des Schuldners zu berücksichtigen (vgl. BGH vom 21.5.2010 NJW 2010, 2341/2342).
OLG Bamberg, vom 2.7.2015, Az. 5 U 135/14 Diese liegt dann vor, wenn der Schuldner eine Leistungspflicht übernimmt, die er nicht erfüllen kann und nach § 275 BGB auch nicht zu erfüllen braucht (vgl. Palandt, BGB, 74. Aufl., § 311 a Rn. 6); § 311 a Abs. 2 BGB ist eine selbstständige, nicht mit § 280 Abs. 1 BGB verknüpfte Anschlussgrundlage.