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Timestamp: 2019-09-20 21:31:15
Document Index: 144748695

Matched Legal Cases: ['§ 278', '§ 278', '§ 278', 'BGH', 'BGH', '§ 278', 'BGH', '§ 278', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 278', 'BGH', '§ 12', 'BGH']

BAG, 20.06.2006 - 3 AZB 78/05 - dejure.org
https://dejure.org/2006,1817
BAG, 20.06.2006 - 3 AZB 78/05 (https://dejure.org/2006,1817)
BAG, Entscheidung vom 20.06.2006 - 3 AZB 78/05 (https://dejure.org/2006,1817)
BAG, Entscheidung vom 20. Juni 2006 - 3 AZB 78/05 (https://dejure.org/2006,1817)
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Prozesskosten - Rechtsanwaltsgebühren im arbeitsgerichtlichen Urteilsverfahren - Terminsgebühr bei Vergleichsfeststellung nach § 278 Abs. 6 ZPO
Prozesskosten, Rechtsanwaltsgebühren im arbeitsgerichtlichen Urteilsverfahren, Terminsgebühr bei Vergleichsfeststellung nach § 278 Abs. 6 ZPO
Entstehung einer Terminsgebühr bei Abschluss eines Vergleichs im Urteilsverfahren vor den Arbeitsgerichten ; Vergütung eines Rechsanwalts bei Mitwirkung an auf die Vermeidung oder Erledigung des Verfahrens gerichteten Besprechungen ohne Beteiligung des Gerichts; ...
Bei Vergleichsfeststellung nach § 278 Abs. 6 ZPO fällt Terminsgebühr an
Terminsgebühr im arbeitsgerichtlichen Verfahren
ArbG Koblenz, 12.10.2005 - 3 Ca 2282/04
BAGE 118, 286
NJW 2006, 3022
MDR 2007, 116
NZA 2005, 1060
NZA 2006, 1060
BB 2006, 2760
DB 2006, 2020
Die Regelung setzt damit zunächst voraus, dass durch die Einbeziehung der nicht rechtshängigen Ansprüche die Terminsgebühr des Einbeziehungsverfahrens steigt, deren Wert also in die Ermittlung der Terminsgebühr einberechnet wird (vgl. BAG 20.06.2006 - 3 AZB 78/05 - NZA 2006, 1060).
Der Wortlaut dieser Vorschrift legt nach jetzt herrschender Ansicht, der auch die Beschwerdekammer folgt, die Auslegung näher, dass der dort angesprochene Abschluss eines schriftlichen Vergleichs für alle die Verfahren gilt, in denen eine mündliche Verhandlung vorgeschrieben ist (vgl. Hessisches Landesarbeitsgericht Beschluss vom 22.10.2007 - 13 Ta 400/07 - zitiert nach juris; BGH Beschluss vom 22. Februar 2007 -VII ZB 101/06- NJW-RR 2007, 1149; BGH vom 3. Juli 2006 -II ZB 31/05- NJW-RR 2006, 1507; BAG Beschluss vom 20. Juni 2006 - 3 AZB 78/05 - NZA 2005, 1060; Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein Beschluss vom 13. Januar 2006 - 2 Ta 2/06 - NZA-RR 2006, 268; Landesarbeitsgericht Düsseldorf Beschluss vom 10. Januar 2006 - 16 Ta 668/05 -LAGE § 278 ZPO 2002 Nr. 2; BGH 27. Oktober 2005 - III ZB 42/05 - NJW 2006, 157; anderer Auffassung: LAG Berlin Beschluss vom 27. Juli 2005 - 17 Ta (Kost) 6024/05 - zitiert nach juris; OLG Naumburg Beschluss vom 1. August 2005 - 12 W 78/05 - JurBüro 2006, 22 und OLG Nürnberg Beschluss vom 15. Dezember 2004 - 3 W 4006/04 MDR 2005, 599).
Daher geht auch die obergerichtliche Rechtsprechung als selbstverständlich davon aus, dass die 1, 2-Terminsgebühr nach Nr. 3104 VV-RVG bei einem Vergleich nach § 278 Abs. 6 ZPO über einen rechtshängigen Anspruch entsteht (vgl. BGH BRAKMitt. 2006, 287) und mitverglichene Ansprüche nur einbezogen werden können, wenn sie bereits rechtshängig waren (vgl. so: BAG vom 20.06.2006 - 3 AZB 78/05 = . 3. d. Gr.).
Der Wortlaut dieser Vorschrift legt nach jetzt herrschender Ansicht, der auch die Beschwerdekammer folgt, die Auslegung näher, dass der dort angesprochene Abschluss eines schriftlichen Vergleichs für alle die Verfahren gilt, in denen eine mündliche Verhandlung vorgeschrieben ist (BGH vom 22. Februar 2007 -VII ZB 101/06- NJW-RR 2007, 1149; BGH vom 3. Juli 2006 -II ZB 31/05- NJW-RR 2006, 1507; BGH 27. Oktober 2005 - III ZB 42/05 - NJW 2006, 157; BAG vom 20. Juni 2006 -3 AZB 78/05- NZA 2005, 1060;… Zöller/Greger, ZPO 26. Aufl. 2007, § 278 Rn. 27;… Gerold/ Schmidt/ v.Eicken/ Madert/ Müller-Rabe, RVG, 17. Aufl.2006, VV 3104 Rn. 61ff.).
Denn eine Terminsgebühr für das Mitwirken an einer auf Verfahrensvermeidung oder Verfahrenserledigung gerichtete anwaltliche Besprechung kann nach Auffassung des Senats nicht in Verfahren entstehen, in denen eine mündliche Verhandlung nicht vorgeschrieben und auch nicht durchgeführt worden ist (vgl. BGH, Beschluss vom 01.02.2007 V ZB 110/06 NJW 2007, 1461; BAG, Beschluss vom 20.06.2006, 3 AZB 78/05, BAGE 118 Seite 286).
Der Gesetzgeber hat einen gebührenrechtlichen Anreiz für die unstreitigen Verfahrenserledigungen ohne mündliche Verhandlung schaffen wollen (BAG, Beschluss vom 20.06.2006, 3 AZB 78/05, NZA 2006, S. 1060).
LAG Berlin-Brandenburg, 26.11.2012 - 17 Ta 6112/12
Nichtentstehung der Terminsgebühr bei außergerichtlicher Mitteilung der …
Es ist nicht erforderlich, dass ein gerichtlicher Termin stattfindet; auch muss die Besprechung nicht zur Erledigung des Verfahrens führen (vgl. hierzu nur BAG, Beschluss vom 20. Juni 2006 - 3 AZB 78/05 - AP Nr. 15 zu § 12 a ArbGG 1979;… Gerold/Schmidt, RVG , 20. Auflage 2012, Vorb. 3 VV, Rn. 108 ff. m.w.N.).
Der Gesetzgeber wollte nämlich in allen Verfahren, in denen eine mündliche Verhandlung vorgeschrieben ist - so auch im Verfahren nach dem SGG - die frühzeitige Beendigung des Verfahrens ohne mündliche Verhandlung durch einen Beitrag der Beteiligten mit einer Terminsgebühr honorieren (vgl. hierzu auch BAG Beschluss vom 20.06.2006 - 3 AZB 78/05; BGH Beschluss vom 03.07.2006 - II ZB 31/05).