Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=19.08.2010&Aktenzeichen=VII%20ZR%20169/09
Timestamp: 2019-10-14 14:39:56
Document Index: 376941252

Matched Legal Cases: ['§ 823', '§ 1', '§ 1', 'BGH', 'BGH', 'Art. 170', 'BGH']

Gemäß § 823 Abs. 2 BGB i.V.m. § 1 BauFordSiG ist ein Geschäftsführer einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung persönlich schadensersatzpflichtig, wenn er vorsätzlich Baugelder i.S.d. § 1 BauFordSiG zweckwidrig verwendet hat und deshalb eine einem Bauunternehmer zustehende Werklohnforderung nicht erfüllt wird (BGH, Urt. v. 19.08.2010 - VII ZR 169/09 Rn. 10).
Es war deshalb am Beklagten, konkret darzulegen, wie er das empfangene Baugeld verwendet hat (BGH, Urt. v. 19.08.2010 - VII ZR 169/09 Rn. 17 m.w.N.).
Entsprechend dem in Art. 170 EGBGB zum Ausdruck kommenden allgemeinen Rechtsgedanken ist daher davon auszugehen, dass Inhalt und Wirkung eines Rechtsverhältnisses nach dem Recht zu beurteilen sind, das zur Zeit der Verwirklichung seines Entstehungstatbestandes galt (BGH, BauR 2010, 2107, juris Rn. 6).