Source: http://www.angela-moonlight.com/meine-arbeit/offene-briefe/
Timestamp: 2019-02-22 19:21:44
Document Index: 3361105

Matched Legal Cases: ['§ 78', '§ 182', '§ 174', '§ 177', '§ 176', '§ 176', '§ 225', '§ 253', '§ 218', '§ 221', '§ 222', '§ 232', '§ 239', '§ 173', '§ 176', '§ 176', '§ 179', '§ 182']

Angela Moonlight Schutz, Prävention und Aufkkläung bei sexuellem Kindesmissbrauch - Offene Briefe
Mein Brief an das Bundesjustizministerium und dessen Antwort im Anschluss
Mit Bedauern musste ich feststellen, das die Verjährungsfrist für sexuelle Übergriffe bzw. sexuellem Missbrauch 10 Jahre nach Volljährigkeit bzw. bei schwerem sexuellem Missbrauch auch 15 Jahre danach rechtskräftig wird. Da ich persönlich davon betroffen bin, kann ich Ihnen sagen, dass diese Taten niemals verjähren sollten, genau wie Mord. Das Martyrium, das die Opfer durchleben ist unbeschreiblich. Derzeit durchlaufe ich meine dritte Therapie. Ich werde medikamentös begleitet und bin schon fast ein Jahr krankgeschrieben. Es ist momentan nicht absehbar ob ich jemals wieder arbeiten kann. Die Folgen eines solchen Missbrauchs sind sehr vielfältig. Ich leide unter einem so genannten Posttraumatischem Belastungssyndrom, dass sich in vielfältiger Weise äußert. Einige dieser Symptome sind z.B. akute Angst und Panikattacken, Nervenzusammenbrüche in Form von Weinkrämpfen usw. Die körperliche und seelische Belastbarkeitsgrenze ist sehr gering, was wenig vorteilhaft ist, wenn man in einer Kindertagesstätte arbeitet. Dies sind nur einige der Erscheinungsbilder die zu dieser Erkrankung gehören. Es verletzt mich zutiefst, dass die Täter ihr Leben normal leben können, während die Opfer sich ein Leben lang mit den Folgen belastet sehen. Ich stimme mit den Therapeuten überein, dass diese Taten niemals verjähren sollten. Schlimm finde ich auch, das es nur- bis man 14 Jahre alt ist- als Missbrauch gilt und mit dem 14. Lebensjahr als Beleidigung der Person geahndet wird. Ich weiß nicht, wer für diese Rechtssprechung verantwortlich ist, ich vertrete jedoch die Ansicht, dass man diese zum Schutz der Opfer noch einmal überdenken sollte. Es ist ein langer und schwerer Weg, bis man soweit ist, etwas gegen die noch überlebenden Täter zu unternehmen und dann ist es um so schmerzlicher, wenn man feststellt, das man „ zu spät“ dran ist. Ich bin der Meinung, dass es dafür nie zu spät sein sollte. Man fühlt sich als Opfer doppelt und dreifach bestraft. Vielleicht ist das, was ich erlebt habe, rein juristisch kein Härtefall, für mich aber schon. Es begann in frühester Kindheit und die Folgen ziehen sich durch mein ganzes Leben. Ich bitte Sie zum Wohle aller Sexualopfer diese Rechtsprechung noch einmal zu überdenken. Wahrscheinlich kann kein Gericht der Welt dafür sorgen, das man eine Wiedergutmachung erfährt, aber zumindest fühlt man sich als Opfer verstanden und unterstützt. Ich kann mir denken, dass die Rechtfindung und die Beweislage in solchen Fällen sehr schwierig ist, und das es für kein Opfer ein einfacher Weg ist. Ich trete nun von meinem Vorhaben, die noch überlebenden Täter anzuklagen zurück, da ich weiß dass ich auf strafrechtlichem Weg nichts mehr erreichen kann. Aber wie gesagt- bitte ich sie zum Wohle aller zukünftigen Opfer, sich die Verjährungsfrist bei sexuellem Missbrauch noch einmal unter folgendem Aspekt anzuschauen: dass es lange, wirklich lange dauert, bis man darüber sprechen kann, es annehmen und akzeptieren kann, sich professionell
helfen lassen kann und dann vielleicht den Mut aufbringt, juristisch etwas zu unternehmen. Dieser Prozess dauert Jahre. Meiner Ansicht nach reichen 10 -15 Jahre Wartezeit dafür nicht aus. Oftmals umfasst dies die Zeitspanne der Verdrängung eines solchen Erlebnisses. Wenn dann langsam alles an die Oberfläche kommt, braucht nun mal jedes Opfer seine eigene Zeit. Bei mir kommen heute, 2025 Jahre später, immer noch neue Bilder an die Oberfläche, die bis dahin gut verdrängt im innern schlummerten. Man sollte auch bedenken dass die Täter in den meisten Fällen aus der Familie bzw. dem nahen Bekanntenkreis stammen. Meiner Ansicht nach versteht es sich von selbst, dass es durch diesen Aspekt noch länger dauert, bis man sich traut etwas zu sagen, geschweige denn, etwas zu unternehmen. Wenn man sich dann endlich traut sagt das Gesetz, es ist zu spät……… Ich danke Ihnen, dass sie sich die Mühe machen, diesen Brief zu lesen. Mit freundlichen Grüßen Angela Moonlight
Sehr geehrte Frau Moonlight
Mir ist bewusst, dass die Opfer von Sexualdelikten oftmals ihr Leben lang mit den seelischen Folgen dieser Taten zu kämpfen haben. Gerade kindliche oder jugendliche Opfer von Sexualstraftaten brechen zum Teil erst sehr spät ihr Schweigen und können über ihre Erlebnisse berichten. Das gilt vor allem, wenn die Täter zu den Angehörigen der Opfer gehören. Die missbrauchten Kinder und Jugendlichen stehen dann oft unter dem Druck von Verwandten, von denen sie emotional und wirtschaftlich abhängig sind. Deshalb gewährleistet unser Recht, dass ein sexueller Missbrauch gegen Kinder oder Jugendliche noch lange Zeit strafrechtlich verfolgt werden kann. Sie haben richtigerweise auf die Regelung über das Ruhen der Verjährung bei Sexualstraftaten gegen Kinder bis zum achtzehnten Lebensjahr des Opfers hingewiesen. § 78b Absatz 1 Nummer 1 des Strafgesetzbuches (StGB) berücksichtigt die besondere Situation kindlicher und jugendlicher Opfer und enthält daher eine im deutschen Recht einzigartige Ruhensregelung. Der Gesetzgeber geht davon aus, dass das Opfer einer Sexualstraftat in der Regel erst ab seiner Volljährigkeit in der Lage ist, eigenverantwortlich darüber zu entscheiden, ob es Anzeige erstatten und damit eine Strafverfolgung des Täters oder der Täterin erreichen will oder nicht. Die Verjährung kann überdies durch bestimmte, gegen den Täter oder die Täterin gerichtete Ermittlungs -oder Verfolgungsmaßnahmen – beispielsweise durch seine/ihre erste Vernehmung als Beschuldigte/r – unterbrochen werden, mit der Folge, dass die Verjährungsfrist maximal verdoppelt wird. Dies bedeutet, dass im Extremfall beispielsweise die Verfolgung eines schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern bis zum 58. Lebensjahr des Opfers möglich ist. Ich bin überzeugt, dass wir damit die Verfolgung von Sexualstraftätern/rinnen hinreichend sicherstellen, auch wenn die Opfer erst lange nach der Tat den Mut finden, ihre Peiniger anzuzeigen. Eine völlige Abschaffung der Verjährungsfristen bei Sexualdelikten zu Lasten von Kindern oder Jugendlichen halte ich nicht für richtig. Der Verlust und die Entwertung von Beweismitteln machen die Durchführung eines Strafverfahrens nach einem längeren Zeitablauf häufig unmöglich. Im Laufe der Zeit verändern sich die Erinnerungen an frühere Ereignisse, viele Begebenheiten werden in unserem Gedächtnis nachträglich verfälscht. Es besteht die Gefahr, dass sich in einem nach vielen Jahren oder Jahrzehnten durchgeführten Prozess die Aussagen des Opfers einerseits und des Täter oder der Täterin andererseits sowie eventueller Zeugen konträr gegenüberstehen, ohne dass der Geschehensablauf noch zur Überzeugung
des Gerichts sicher festgestellt werden kann. Ein dann erforderlicher Freispruch verletzt die Gefühle des Opfers jedoch erst recht und besonders schwer und verstärkt dessen Leiden zusätzlich. Auch kann es grundsätzlich für die Opfer extrem belastend sein, wenn ein Strafprozess nach vielen Jahren nochmals die Wunden der Vergangenheit aufreißt. Soweit Sie die Strafbarkeit bei Sexualdelikten zu Lasten von Jugendlichen ansprechen, möchte ich Sie darauf hinweisen, dass auch Personen zwischen vierzehn und sechzehn bzw. achtzehn Jahren über die allgemeinen Straftatbestände (sexuelle Nötigung, Vergewaltigung) hinaus in besonderer Weise gegen sexuelle Übergriffe geschützt sind. Zwar ist der Anwendungsbereich der Vorschriften über den sexuellen Missbrauch von Kindern – der die bloße Vornahme sexueller Handlungen unter Strafe stellt – auf Personen unter vierzehn Jahren beschränkt. Jugendliche unterfallen jedoch dem speziellen Schutz des § 182 StGB (Sexueller Missbrauch von Jugendlichen). Danach macht sich unter anderem eine Person über achtzehn Jahren strafbar, wenn sie an einer Person unter sechzehn Jahren unter Ausnutzung einer Zwangslage oder gegen Entgelt sexuelle Handlungen vornimmt oder an sich von ihr vornehmen lässt. Die Bundesregierung bereitet derzeit zur Ausdehnung des Schutzes Jugendlicher ein Gesetzgebungsvorhaben vor, mit dem die Altersgrenze auf Täterseite vollständig gestrichen und diejenige der Opfer auf achtzehn Jahre angehoben werden soll. Ihrem Hinweis entsprechend, wonach die Täter bzw. Täterinnen häufig aus dem Familien oder Bekanntenkreis stammen, möchte ich noch die Vorschrift über den sexuellen Missbrauch von Schutzbefohlenen (§ 174 StGB) erwähnen. Danach wird eine Person unter anderem bestraft, wenn sie sexuelle Handlungen an einer Person unter sechzehn Jahren, die ihr zur Erziehung, zur Ausbildung oder zur Betreuung in der Lebensführung anvertraut ist oder an ihrem noch nicht achtzehn Jahre alten Kind vornimmt oder von dem Schutzbefohlenen an sich vornehmen lässt.
Dr. Ursula Schneider Quelle: Justizministerium
Sehr geehrte ARD Redaktion,
Mein Name Angela Moonlight und ich bin als Autorin tätig. Schwerpunkt sexueller Missbrauch, Schutz, Prävention und Aufklärung. www.angela-moonlight.de
Mit entsetzen musste ich feststellen, dass man sich in Ihren Sendungen über sexuelle Belästigung und sexuellen Missbrauch lustig macht. Hier zwei Beispiele die an denen ich Ihnen verdeutlichen möchte, was ich meine. http://mediathek.daserste.de/daserste/servlet/content/4069838?pageId=&modu leId=2996442&categoryId=&goto=&show=
http://mediathek.daserste.de/daserste/servlet/content/3937526?pageId=&modu leId=2996442&categoryId=&goto=&show=
Es ist mir unerklärlich, wie Sie dies zulassen können, obwohl Ihnen doch sehr wohl ihre Zuschauerzahlen bekannt sind. Das Bild das in der Öffentlichkeit entsteht ist mehr als lächerlich. Können Sie sich eine Vorstellung davon machen, wie Betroffene Missbrauchsopfer, so wie ich und viele andere Menschen auch darauf reagieren? Ich glaube nicht. Sie unterstützen durch ihre Aktion dass man sich über uns lächerlich macht. Sexuelle Belästigung, sexueller Kindesmissbrauch, Vergewaltigung, Pädophilie all das sind keine Kavaliersdelikte. Es sind Verbrechen an den Betroffenen. Seelenmord und Seelenqualen die von den Betroffenen ein Lebenlang erleidet werden müssen.
Es ist traurig genug, dass man durch die Justiz nicht genug Unterstützung, geschweige denn Gerechtigkeit erfährt, von der Gesellschaft stigmatisiert und abgestempelt, wir brauchen keine Fernsehsendungen die sich über unser Leiden lächerlich machen, in welcher Form auch immer. Und dafür dürfen wir dann als brave Bürger auch noch GEZ Gebühren bezahlen.
Kommen Sie mir nicht mit einer Antwort die lautet: " Wie schade dass Ihnen die Sendung nicht gefallen hat" den dies ist keine Antwort auf solch ein Vergehen. Wir die Betroffenen sind entsetzt, geschockt und zutiefst erschüttert, wie Sie diese Worte ausstrahlen konnten.
Leider finde ich den Link auf die Sendung nicht, in der eine Äußerung dieser Art stattfand: " Ich frage mich warum ich als Kind nicht sexuell Missbraucht wurde, wahrscheinlich bin ich zu hässlich dafür!!!" Was soll das? Was denken Sie sich dabei?
Haben Sie auch nur eine Sekunde darüber nachgedacht, was diese Aussagen bedeuten?
Und man wird auch nicht pädophil nur weil es in Deutschland das Zölibat gibt!!!
Nicht das ich das Zölibat gut fände, doch die Verbreitung dieser Aussagen, stützt die Fehlmeinungen vieler Menschen, die nicht ausreichend oder wie durch ihre Sendungen fehlinformiert werden. Sexueller Missbrauch ist noch immer ein Tabuthema. Es sei den es ist Medienträchtig genug, in welcher Form auch immer und führt zu hohen Einschaltquoten oder Verkaufszahlen. Wo bleibt die Menschenwürde? Die Achtung vor den Betroffenen? Man sollte in Zukunft genauer darüber nachdenken, was man ausstrahlt und was nicht.
Wir die Betroffenen finden dies unmöglich und sind mehr als nur empört darüber. Wir behalten uns vor, Maßnahmen dagegen zu unternehmen. Auf dieser Ebene werde ich mir für die Betroffenen und mich, juristischen Rat einholen. Ich denke meine Mitteilung wird nicht die letzte an Ihre Redaktion sein, den die Betroffenen sind sehr aufgebracht über diese Ausstrahlungen. Mit Recht!!!!
herzlichen Dank für Ihr Interesse am Programm des Ersten Deutschen Fernsehens.
Wir bedauern Ihre kritischen Anmerkungen zu "Harald Schmidt". Doch bitten wir Sie aber zu bedenken, dass das Erste Deutschen Fernsehen ein Vollprogramm ist, zu dessen Auftrag neben der Vermittlung von Information, Wissen, Bildung und Kultur auch die Unterhaltung gehört. Satirische Unterhaltungssendungen wie "Harald Schmidt" zählen ebenso zur Grundversorgung wie Nachrichten, Dokumentationen und Fernsehfilme.
Natürlich ist uns bewusst, dass diese Sendung nicht den Geschmack jedes einzelnen Zuschauers trifft. Da Das Erste jedoch dazu verpflichtet ist, ein Vollprogramm anzubieten, das die Bedürfnisse aller Zuschauer berücksichtigt, werden Sie es immer wieder erleben, dass Mittel für Programmformen aufgewendet werden, die Sie persönlich nicht sehen wollen. Dafür bitten wir um Verständnis.
Mein Name ist Angela Moonlight. Ich bin Autorin und schreibe Bücher zum Thema Schutz, Prävention und Aufklärung bei sexuellem Missbrauch. Im Jahr 2007 habe ich meine Biografie veröffentlicht: "Rette mich Manche Kinder werden ohne Schutzengel geboren" Seit dem arbeite ich aktiv im Bereich Aufklärung. Mit entsetzen musste ich letzte Woche feststellen, dass man sich über das Thema sexueller Kindesmissbrauch in der Late Night Show lustig macht.
Hier nur zwei Beispiele dafür.
http://mediathek.daserste.de/daserste/servlet/content/4069838?pageId=&moduleId=2996442&categoryId=&go to=&show=
http://mediathek.daserste.de/daserste/servlet/content/3937526?pageId=&moduleId=2996442&categoryId=&goto=&show=
Darauf hin habe ich einen Brief an den verantwortlichen Sender geschrieben. Ich erhielt auch eine Antwort, die allerdings oberflächlich und wenig professionell war. Noch mal schrieb ich den Sender an um den ernst der Lage zu verdeutlichen, dass sexuelle Gewalt kein Thema für eine Comedyshow sein darf. Leider ohne Erfolg. Auch meine Autorenkollegin Jennifer Höver, die sie ja kennen, hat sich an den Sender gewandt. Unser Anliegen wäre, ob es Ihnen möglich wäre in dieser Sache einmal nachzuhaken, im Namen aller Betroffener. Jennifer Höver , ich selbst und die Betroffenen wären Ihnen für Ihre Unterstützung und Hilfe mehr als Dankbar. Es kann nicht sein, dass man zulässt das die Betroffenen nun auch noch durch solche Sendungen ins Lächerliche gezogen werden. Die Thematik ist viel zu grausam und schlimm als dass man sich Einschaltquoten und Gelder mit ihr in einer Lachnummer sichert.
Angela Moonlight Jennifer Höver
Mir ist es unerklärlich wie eine dermaßen grausame Tat überhaupt verjähren kann. Die Opfer leiden ihr leben lang und erhalten somit lebenslänglich während die Täter mit einer milden bis gar keiner Strafe durchs Leben gehen. Dies sind nur kleine Auszüge aus dem StGB, die nicht den vollständigen Text enthalten, jedoch das wesentliche. . § 177 StGB Sexuelle Nötigung, Vergewaltigung sechs Monaten bis zuzehn Jahren vor. § 176 a StGB schwerer sexueller Missbrauch von Kindern Der sexuelle Missbrauch von Kindern wird in den Fällen des § 176 Abs. 1 und 2 mit Freiheitsstrafe nicht unter zwei Jahren bestraft. § 225 StGB Misshandlung von Schutzbefohlenen drei Monaten bis zu fünf Jahren, in minder schweren Fällen des Absatzes 3 auf Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren zu erkennen. § 253 StGB Erpressung Wer einen Menschen rechtswidrig mit Gewalt oder durch Drohung wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. § 218 StGB Schwangerschaftsabbruch Wer eine Schwangerschaft abbricht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. § 221 StGB Aussetzung […] mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft. § 222 StGB Fahrlässige Tötung bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft § 232 StGB Menschenhandel zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren bestraft. § 239 StGB Freiheitsberaubung Wer einen Menschen einsperrt oder auf andere Weise der Freiheit beraubt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. § § 173 StGB Beischlaf zwischen Verwandten (1) Wer mit einem leiblichen Abkömmling den Beischlaf vollzieht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. (2) Wer mit einem leiblichen Verwandten aufsteigender Linie den Beischlaf vollzieht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft; dies gilt auch dann, wenn das Verwandtschaftsverhältnis erloschen ist. Ebenso werden leibliche Geschwister bestraft, die miteinander den Beischlaf vollziehen. § 176 b StGB Sexueller Missbrauch von Kindern mit Todesfolge Verursacht der Täter durch den sexuellen Missbrauch (§§ 176 und 176 a) wenigstens leichtfertig den Tod des Kindes, so ist die Strafe lebenslange Freiheitsstrafe oder Freiheitsstrafe nicht unter zehn Jahren. § 179 StGB Sexueller Missbrauch widerstandsunfähiger Personen Wer eine andere Person, die1. wegen einer geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung einschließlich einer Suchtkrankheit oder wegen einer tiefgreifenden Bewusstseinsstörung oder 2. körperlich zum Widerstand unfähig ist, dadurch missbraucht, dass er unter Ausnutzung der Widerstandsunfähigkeit sexuelle Handlungen an ihr vornimmt oder an sich von ihr vornehmen lässt, wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren bestraft. § 182 StGB Sexueller Missbrauch von Jugendlichen Eine Person über achtzehn Jahre, die eine Person unter sechzehn Jahren dadurch missbraucht, dass sie 1. unter Ausnutzung einer Zwangslage oder gegen Entgelt sexuelle Handlungen an ihr vornimmt oder an sich von ihr vornehmen lässt oder 2. diese unter Ausnutzung einer Zwangslage dazu bestimmt, sexuelle Handlungen an einem Dritten
vorzunehmen oder von einem Dritten an sich vornehmen zu lassen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Nimmt man all diese Strafmaße zusammen, kommt man leicht über eine lebenslängliche Haftstrafe hinaus. Umso unverständlicher ist es für die Opfer, , dass häufig eine viel geringere oder gar keine Bestrafung der Täter stattfindet. Wann wird sich im Bereich des Opferschutzes etwas verändern? Wieso sind unsere Nachbarländer wie die Schweiz dazu in der Lage solche Verjährungsfristen zu kippen? Warum können Sie die Notwendigkeit dessen erkennen? Wann wird es eine Opfer und keine Täterlobby mehr geben? +263 Über diesen Beitrag kann nicht mehr abgestimmt werden, da dieser bereits eine Abstimmungsrunde gewonnen hat und als "TOP" markiert wurde. Im Auftrag der Bundeskanzlerin Thema Soziales um 17:27 Antwort Re: Abschaffung der Verjährungsfristen bei sexuellem Missbrauch von Kindern. Sehr geehrte Frau Moonlight, vielen Dank für Ihre Zuschrift, die wir im Auftrag der Bundeskanzlerin beantworten. Entgegen Ihrer Ansicht stehen Opfer von Straftaten in Deutschland nicht allein einer „Täterlobby“ gegenüber. Der Schutz der Opfer ist der Bundesregierung ein sehr wichtiges Anliegen. So ist zum Beispiel im Oktober 2009 ein Gesetz in Kraft getreten, das die Rechte von Opfern im Strafverfahren erweitert. Was die Verjährung von Straftaten angeht, gelten im deutschen Strafrecht unterschiedliche Fristen: Mord verjährt nicht, die Verjährungsfristen weiterer Taten können je nach Straftatbestand von drei bis dreißig Jahren betragen. Weitere Informationen zum Opferschutz finden Sie hier: http://www.bmj.bund.de/enid/17e999eed04db205b906c493dc968... http://www.bmj.bund.de/enid/17e999eed04db205b906c493dc968... Mit freundlichen Grüßen Ihr Presse- und Informationsamt der Bundesregierung ********************************************* Was heißt das für die Opfer?? Einmal mehr vom Staat im Stich gelassen!!! Aber aufgeben werden wir deswegen mit Sicherheit nicht!!!! Wir kämpfen weiter für unser Recht!!! Wir brechen weiter das Schweigen und erheben unsere Stimmen!! Gemeinsam sind wir stark!!! Wir finden einen Weg!!! Alles ist besser als das Schweigen !!!
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