Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=FG%20Hamburg&Datum=02.02.2007&Aktenzeichen=2%20K%20106%2F06
Timestamp: 2019-03-21 20:52:21
Document Index: 209299478

Matched Legal Cases: ['§ 251', '§ 302', '§ 38', '§ 302', '§ 370', '§ 302', '§ 302', '§ 370']

FG Hamburg, 02.02.2007 - 2 K 106/06 - dejure.org
Steuerforderungen wegen Steuerhinterziehung als Forderungen aus vorsätzlich begangener unerlaubter Handlung; Restschuldbefreiung bei Steuerhinterziehung; Kriterien für die Annahme eines Schutzgesetzes; Abgabenordnung: Zur Restschuldbefreiung bei Steuerhinterziehung
AO § 251 Abs. 3; InsO § 302
Steuerforderungen wegen Steuerhinterziehung als Forderungen aus vorsätzlich begangener unerlaubter Handlung; Restschuldbefreiung bei Steuerhinterziehung; Kriterien für die Annahme eines Schutzgesetzes
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des FG Hamburg vom 02.02.2007, Az.: 2 K 106/06 (Erfassen einer Forderung aus Steuerhinterziehung von Restschuldbefreiung)" von RegDir. Dr. Carsten Farr, original erschienen in: NZI 2007, 739 - 740.
NZI 2007, 738
EFG 2007, 1309
Auf die daraufhin erhobene Klage hob das Finanzgericht (FG) aus den in Entscheidungen der Finanzgerichte 2007, 1309 veröffentlichten Gründen den angefochtenen Feststellungsbescheid auf.
Steuerforderungen resultieren aus dem Gesetz, § 38 AO, und nicht aus vorsätzlich begangener unerlaubter Handlung, so dass sie nicht unter § 302 Nr. 1 InsO fallen (Kehe/Meyer/Schmerbach ZInsO 2002, 615, 616), selbst wenn eine Steuerhinterziehung gem. § 370 AO vorliegt (BFH Beschluss vom 24.10.1996 - VII R 113/94; FG Hamburg NZI 2007, 738;… FK-InsO/Ahrens § 302 Rz. 7).
Zudem habe das Finanzgericht Hamburg in seiner Entscheidung vom 2. Februar 2001 2 K 106/06, EFG 2007, 1309, ausgeführt, dass Steuerforderungen auch dann keine Forderungen aus vorsätzlich begangener unerlaubter Handlung i. S. d. § 302 Nr. 1 InsO darstellten, wenn eine Steuerhinterziehung gemäß § 370 AO vorliege.