Source: http://www.umweltrecht.de/recht/allgemei/wirtschaft/berufe/kaufprivgesch.htm
Timestamp: 2013-05-24 02:06:11
Document Index: 392818478

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 4', '§ 8', '§ 7', '§ 3', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 3', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 3', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4']

umwelt-online-Demo: Verordnung über die Berufsausbildung zum Tourismuskaufmann und zur Tourismuskauffrau (1)
Verordnung über die Berufsausbildung zum Tourismuskaufmann (Kaufmann für Privat- und Geschäftsreisen) und zur Tourismuskauffrau (Kauffrau für Privat- und Geschäftsreisen) *
Vom 19. Mai 2011 (BGBl. Nr. 25 vom 30.05.2011 S. 953)
Der Ausbildungsberuf des Tourismuskaufmanns (Kaufmann für Privat- und Geschäftsreisen) und der Tourismuskauffrau (Kauffrau für Privat- und Geschäftsreisen) wird nach § 4 Absatz 1 des Berufsbildungsgesetzes staatlich anerkannt.
(2) Die Berufsausbildung zum Tourismuskaufmann (Kaufmann für Privat- und Geschäftsreisen) und zur Tourismuskauffrau (Kauffrau für Privat- und Geschäftsreisen) gliedert sich wie folgt (Ausbildungsberufsbild):
Abschnitt A Berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in den Pflichtqualifikationseinheiten nach § 3 Nummer 1:
1 . Gestaltung von Produkten und Leistungen:
1.1 Tourismusspezifische Systematik, 1.2 Destinationen, 1.3 Produkte und Leistungen, 1.4 Eigenveranstaltungen, 1.5 Nachhaltigkeit und Umweltaspekte im Tourismus;
2.1 Marktanalyse und Marketingmaßnahmen, 2.2 Werbung und Verkaufsförderung, 2.3 Vertriebs- und Absatzkanäle, 2.4 Öffentlichkeitsarbeit;
3.1 Serviceleistungen, 3.2 Qualitätssicherung im Service;
4. Kommunikation, Kundenberatung und Verkauf:
4.1 Kundenorientierte Kommunikation, Kunden-Betreuung, 4.2 Beschwerdemanagement, 4.3 Anwenden einer Fremdsprache bei Fachaufgaben;
5. Rechtliche Grundlagen des Tourismus:
5.1 Vertragsrecht, 5.2 Reise- und Beförderungsrecht;
6.1 Rechnerische Abwicklung und Zahlungsverkehr, 6.2 Kosten- und Leistungsrechnung, 6.3 Kaufmännische Steuerung, 6.4 Unternehmerisches Handeln;
Abschnitt B Weitere berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in einer der Wahlqualifikationseinheiten nach § 3 Nummer 2:
1 . Reisevermittlung:
1.1 Vorbereitung und Beratung, 1.2 Verkauf, 1.3 Nachbereitung und Service;
2.1 Vorbereitung und Nachbereitung, 2.2 Leistungseinkauf und Vertragsgestaltung, 2.3 Vertriebsmedien und -kanäle, 2.4 Kundenservice;
3.1 Planung und Organisation, 3.2 Reservierung und Buchung, 3.3 Reisekostenabrechnung und Controlling;
Abschnitt C Integrative Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in den Pflichtqualifikationseinheiten nach § 3 Nummer 1:
1.1 Stellung, Rechtsform und Struktur des Ausbildungsbetriebes, 1.2 Berufsbildung, arbeits- und sozialrechtliche Grundlagen, Personalwirtschaft, 1.3 Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit, 1.4 Umweltschutz;
2. Arbeitsorganisation, Informations- und Kommunikationstechniken:
2.1 Arbeitsorganisation, 2.2 Informations- und Datenkommunikationstechniken, 2.3 Kommunikation und Kooperation, 2.4 Beschaffung, 2.5 Datenschutz und Datensicherheit.
(3) Die Zwischenprüfung findet im Prüfungsbereich Kundenorientierte Reiseplanung statt.
(4) Für den Prüfungsbereich Kundenorientierte Reiseplanung bestehen folgende Vorgaben:
Kundengespräche vorbereiten,
Reiseformen erarbeiten und zielgruppengerecht auswerten,
Informationen zu Preis- und Leistungsangeboten von Leistungsträgern recherchieren sowie
wirtschaftliche und soziale Prozesse im Unternehmen berücksichtigen
Geschäftsprozesse im Tourismus,
Kaufmännische Steuerung und Dienstleistungen in der touristischen Wertschöpfungskette,
(3) Für den Prüfungsbereich Geschäftsprozesse im Tourismus bestehen folgende Vorgaben:
Produkte und Leistungen gestalten, organisieren und abwickeln,
Marketingstrategien entwickeln und umsetzen,
(4) Für den Prüfungsbereich Kaufmännische Steuerung und Dienstleistungen in der touristischen Wertschöpfungskette bestehen folgende Vorgaben:
Steuerung und Kontrolle der touristischen Dienstleistungen sowie der innerbetrieblichen Prozesse durchführen und hierauf bezogene Rechenvorgänge bearbeiten,
betriebliche Kennzahlen ermitteln und zur Entscheidungsvorbereitung auswerten,
kaufmännische Schlussfolgerungen aus betrieblichen Kennzahlen für den Betriebserfolg ableiten und Lösungsmöglichkeiten entwickeln sowie Kalkulationen durchführen
(6) Für den Prüfungsbereich Fallbezogenes Fachgespräch bestehen folgende Vorgaben:
Aufgabenstellungen analysieren und Lösungswege entwickeln und begründen,
Geografiekenntnisse anwenden, service-, kunden- und ergebnisorientiert sowie situationsbezogen kommunizieren,
wirtschaftliche, rechtliche und ökologische Zusammenhänge beachten
der Prüfling soll ein fallbezogenes Fachgespräch durchführen, dabei soll er eine von zwei ihm zur Wahl gestellten Aufgaben lösen; den Aufgabenstellungen ist die gewählte Wahlqualifikationseinheit nach § 4 Absatz 2 Abschnitt B zugrunde zu legen; dem Prüfling ist eine Vorbereitungszeit von 15 Minuten einzuräumen;
Geschäftsprozesse im Tourismus 40 Prozent,
Kaufmännische Steuerung und Dienstleistungen in der touristischen Wertschöpfungskette 20 Prozent,
Wirtschafts- und Sozialkunde 10 Prozent,
Fallbezogenes Fachgespräch 30 Prozent.
in den Prüfungsbereichen Geschäftsprozesse im Tourismus und Fallbezogenes Fachgespräch mit mindestens "ausreichend",
in mindestens einem der übrigen Prüfungsbereiche mit mindestens "ausreichend" und
§ 8 Zusatzqualifikationen
(1) Zusatzqualifikationen werden im Rahmender Abschlussprüfung gesondert geprüft, wenn die Auszubildenden glaubhaft machen, dass die dafür erforderlichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt worden sind.
(2) Für die Prüfung der jeweiligen Zusatzqualifikation gilt § 7 Absatz 6 entsprechend.
Diese Verordnung tritt am 1. August 2011 in Kraft. Gleichzeitig tritt die Verordnung über die Berufsausbildung zum Reiseverkehrskaufmann/zur Reiseverkehrskauffrau vom 18. März 2005 (BGBl. I S. 806) außer Kraft.
Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Tourismuskaufmann (Kaufmann für Privat- und Geschäftsreisen) und zur Tourismuskauffrau (Kauffrau für Privat- und Geschäftsreisen) - Sachliche Gliederung -
Abschnitt A: Berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in den Pflichtqualifikationseinheiten nach § 3 Nummer 1
Gestaltung von Produkten und Leistungen (§ 4 Absatz 2 Abschnitt a Nummer 1)
Tourismusspezifische Systematik (§ 4 Absatz 2 Abschnitt A Nummer 1.1)
a) nach Deutschland hereinkommenden (Incoming Tourism) und aus Deutschland herausgehenden Tourismus (Outgoing Tourism) sowie Inlandstourismus (Domestic Tourism) unterscheiden
b) Individual-, Veranstalter- und Geschäftsreisen unterscheiden
c) Merkmale unterschiedlicher Reiseformen erarbeiten und zielgruppengerecht auswerten
d) Bedeutung der touristischen Wertschöpfungskette erläutern und den eigenen Betrieb in diese einordnen
Destinationen (§ 4 Absatz 2 Abschnitt A Nummer 1.2)
a) Informationen über geografische, klimatische und ökologische Gegebenheiten von Destinationen zusammenstellen und dabei politische, wirtschaftliche, kulturelle und historische Gegebenheiten berücksichtigen
b) Destinationen zielgruppenorientiert prüfen und auswählen
c) länderspezifische Reise- und Gesundheitsbestimmungen und sicherheitsrelevante Gegebenheiten berücksichtigen
d) Verkehrswege, Verkehrsmittel und Verkehrsverbindungen für unterschiedliche Destinationen zielgruppenorientiert auswählen
e) über Aufgaben der Reiseleitung im Zielgebiet informieren
f) Angebote von Leistungsträgern innerhalb des Zielgebietes berücksichtigen
g) Krisenmanagementregeln beachten
Produkte und Leistungen (§ 4 Absatz 2 Abschnitt A Nummer 1.3)
a) branchenspezifische Informations-, Produktions- und Buchungssysteme nutzen sowie Buchungen durchführen
b) Informationen zu Preis- und Leistungsangeboten von Verkehrsträgern, Unterkunftsarten und sonstigen reiserelevanten Leistungen ermitteln und auswerten
c) Kategorien der Leistungsträger zielgruppengerecht auswählen
d) Dienstleistungs- und Servicequalität bei der Produkt- und Leistungserstellung berücksichtigen, um Wettbewerbsvorteile zu erzielen
e) Reiseunterlagen und -nachweise erstellen
f) Umbuchungen, Rücknahmen, Stornierungen und Erstattungen durchführen
Eigenveranstaltungen (§ 4 Absatz 2 Abschnitt A Nummer 1.4)
a) Einzelleistungen zu einem touristischen Paket bündeln
b) Einzelleistungen in der Destination recherchieren und beschaffen
c) Kalkulationen durchführen und Preise unter Berücksichtigung betrieblicher und rechtlicher Vorgaben gestalten
d) individuelle Reisen ausarbeiten und deren Ablauf organisieren
e) offene sowie geschlossene Gruppenreisen ausarbeiten und deren Ablauf organisieren
f) Vorgang nach Durchführung der Reise abschließen; Kundenzufriedenheit abfragen und auswerten sowie Nachkalkulation durchführen
Nachhaltigkeit und Umweltaspekte im Tourismus (§ 4 Absatz 2 Abschnitt A Nummer 1.5)
a) Produkte und Leistungen unter Nachhaltigkeits- und Umweltaspekten prüfen und beurteilen
b) Auswirkungen des Tourismus auf Umwelt und Ressourcennutzung in der Destination ermitteln und Reisenden erläutern
c) Auswirkungen des Tourismus auf Umwelt und Ressourcennutzung ermitteln und bei der Reisegestaltung berücksichtigen
d) Möglichkeiten der wirtschaftlichen und umweltschonenden Ressourcenverwendung bei der Reiseorganisation berücksichtigen
e) Reisende über branchenspezifische Umweltschutzmaßnahmen und Nachhaltigkeitsprogramme informieren
Touristisches Marketing (§ 4 Absatz 2 Abschnitt A Nummer 2)
Marktanalyse und Marketingmaßnahmen (§ 4 Absatz 2 Abschnitt A Nummer 2.1)
a) Ergebnisse der Marktbeobachtung und Marktanalysen für die Entwicklung, Planung und Durchführung von Marketingmaßnahmen nutzen
b) marktrelevante Informationen und Daten beschaffen, zur Entscheidungsfindung aufbereiten, präsentieren und vermitteln
c) Marketingmaßnahmen auswählen und Marketinginstrumente einsetzen, Budgetvorgaben berücksichtigen
d) Erfolg der Marketingmaßnahmen beurteilen
Werbung und Verkaufsförderung (§ 4 Absatz 2 Abschnitt A Nummer 2.2)
a) bei der Entwicklung und Umsetzung von Werbekonzepten mitwirken und diese für die Verkaufsförderung nutzen
b) Werbemittel erstellen
c) Werbeaktionen planen, kalkulieren und durchführen; zielgruppenspezifische Medien einsetzen
d) Maßnahmen zur Kundenbindung entwickeln, umsetzen und Erfolg kontrollieren
Vertriebs- und Absatzkanäle (§ 4 Absatz 2 Abschnitt A Nummer 2.3)
a) Vertriebs- und Absatzkanäle recherchieren, vergleichen und an der Zielgruppe ausrichten
b) Medien sowie technische Möglichkeiten für eine zielgruppengerechte Ansprache und Kundenbindung recherchieren, nutzen und ihren Einsatz prüfen
Öffentlichkeitsarbeit (§ 4 Absatz 2 Abschnitt A Nummer 2.4)
a) an Maßnahmen des Ausbildungsbetriebes zur Öffentlichkeitsarbeit mitwirken
b) Daten und Informationen für die Erfolgskontrolle aufbereiten
Service und Qualität (§ 4 Absatz 2 Abschnitt A Nummer 3)
Serviceleistungen (§ 4 Absatz 2 Abschnitt A Nummer 3.1)
a) Bedeutung von Service für den betrieblichen Erfolg, die Kundenzufriedenheit und Kundenbindung begründen und an der Entwicklung von Serviceleistungen mitwirken
b) Serviceleistungen zur Unterstützung der Kundenzufriedenheit und Kundenbindung als verkaufsfördernde Maßnahme anbieten
Qualitätssicherung im Service (§ 4 Absatz 2 Abschnitt A Nummer 3.2)
a) betriebliche Prozesse zur Qualitätssicherung im Service mitgestalten und die zugehörigen Instrumente anwenden
b) unterschiedliche Daten zur Qualitätsmessung aufbereiten, analysieren und Ergebnisse zielgerichtet anwenden
c) Qualitätskontrolle kontinuierlich optimieren
d) Kundenzufriedenheit prüfen und eigenes Verhalten anpassen
Kommunikation, Kundenberatung und Verkauf (§ 4 Absatz 2 Abschnitt A Nummer 4)
Kundenorientierte Kommunikation, Kundenbetreuung (§ 4 Absatz 2 Abschnitt a Nummer 4.1)
a) Kundenkontakte herstellen, nutzen und pflegen
b) Informations-, Beratungs- und Verkaufsgespräche mit Kunden planen, durchführen und nachbereiten
c) eigene Rolle als Dienstleister im Kundenkontakt berücksichtigen; kundenorientiert verhalten und kommunizieren
d) Kunden über aktuelle Reisehinweise und -warnungen informieren
Beschwerdemanagement (§ 4 Absatz 2 Abschnitt A Nummer 4.2)
a) Beschwerden und Reklamationen unterscheiden, rechtliche Bestimmungen und betriebliche Regelungen anwenden
b) Beschwerden und Reklamationen entgegennehmen und bearbeiten
c) Beschwerden und Reklamationen für eine kundenorientierte Geschäftspolitik nutzen
Anwenden einer Fremdsprache bei Fachaufgaben (§ 4 Absatz 2 Abschnitt A Nummer 4.3)
a) fremdsprachige Fachbegriffe anwenden
b) fremdsprachige Informationen nutzen
c) Auskünfte einholen und erteilen, auch in einer fremden Sprache
d) situationsgerecht in einer Fremdsprache korrespondieren und kommunizieren
Rechtliche Grundlagen des Tourismus (§ 4 Absatz 2 Abschnitt A Nummer 5)
Vertragsrecht (§ 4 Absatz 2 Abschnitt A Nummer 5.1)
a) allgemeines Vertragsrecht anwenden
b) Vertragsarten unterscheiden
c) versicherungs- und haftungsrechtliche Regelungen berücksichtigen
Reise- und Beförderungsrecht (§ 4 Absatz 2 Abschnitt A Nummer 5.2)
a) Reiserecht aufgabenbezogen anwenden
b) Beförderungs- und Beherbergungsbestimmungen beachten
c) Passagierrechte unterschiedlicher Beförderungsarten berücksichtigen
d) Rahmenbedingungen der Genehmigung zur Personenbeförderung erläutern
Kaufmännische Steuerung und Kontrolle (§ 4 Absatz 2 Abschnitt A Nummer 6)
Rechnerische Abwicklung und Zahlungsverkehr (§ 4 Absatz 2 Abschnitt A Nummer 6.1)
a) Rechnungen erstellen und Belege für die Finanzbuchhaltung erfassen
b) Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Abrechnungsgesellschaften prüfen
c) Zahlungsmethoden unterscheiden, Zahlungsvorgänge rechnerisch bearbeiten und abschließen
d) Vorgänge des Mahnwesens bearbeiten
Kosten- und Leistungsrechnung (§ 4 Absatz 2 Abschnitt A Nummer 6.2)
a) Kosten erbrachter Leistungen ermitteln, erfassen und bewerten
b) Kalkulationen durchführen
c) Erlöse erbrachter Leistungen erfassen und bewerten
d) an der Erfolgsrechnung mitwirken
Kaufmännische Steuerung (§ 4 Absatz 2 Abschnitt A Nummer 6.3)
a) betriebliche Planungs-, Steuerungs- und Kontrollinstrumente anwenden
b) Statistiken erstellen und zur Vorbereitung von Entscheidungen aufbereiten
c) betriebsübliche Kennzahlen ermitteln und auswerten sowie Konsequenzen für das Unternehmen aufzeigen
Unternehmerisches Handeln (§ 4 Absatz 2 Abschnitt A Nummer 6.4)
a) Voraussetzungen und Rahmenbedingungen, Chancen und Risiken unternehmerischen Handelns aufzeigen
b) rechtliche und finanzielle Bedingungen zur Führung eines Unternehmens erläutern, Rechtsformen unterscheiden
Abschnitt B: Weitere berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in einer der Wahlqualifikationseinheiten nach § 3 Nummer 2
Reisevermittlung (§ 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer 1)
Vorbereitung und Beratung (§ 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer 1.1)
a) Kundentypen unterscheiden und auf spezifische Kundenwünsche eingehen
b) Destinationskenntnisse und Reisethemen erarbeiten, aufbereiten und dem Kunden erläutern
c) im Beratungsgespräch Kundenwünsche ermitteln und eingrenzen
d) Produkte und Dienstleistungen verschiedener Anbieter vergleichen, bewerten und über diese Auskunft geben
e) über Tarifbestimmungen aufklären
f) über Einreise- und Gesundheitsbestimmungen, insbesondere Impfungen, aufklären
Verkauf (§ 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer 1.2)
a) Verkaufstechniken situationsorientiert anwenden
b) Kunden zu Einzelleistungen einer Reise abschlussorientiert beraten
c) Computerreservierungssystem bei der Buchung nutzen
d) Zusatzleistungen abschlussorientiert anbieten und verkaufen
e) ausgewählte Reisekomponenten buchen
f) Vertrag abschließen
Nachbereitung und Service (§ 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer 1.3)
a) Geschäftsvorgänge und Belege unter Berücksichtigung betrieblicher und rechtlicher Regelungen erfassen und bearbeiten
b) besondere Anforderungen und Bedarfe der Reisenden zur Kundenbindung berücksichtigen
Reiseveranstaltung (§ 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer 2)
Vorbereitung und Nachbereitung (§ 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer 2.1)
a) Produktions- und Arbeitsschritte in die touristische Wertschöpfungskette einordnen und ausführen
b) Deckungsbeitragsrechnungen für betriebliche Produkte erstellen
c) Produktions- und Reservierungssysteme unterscheiden und anwenden
d) Produktmanagementprozesse unterscheiden und umsetzen
e) Produktrentabilität auswerten und Ergebnisse bei der weiteren Produktplanung berücksichtigen
Leistungseinkauf und Vertragsgestaltung (§ 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer 2.2)
a) branchenübliche Grundsätze und betriebsübliche Richtlinien des Einkaufs sowie der Preisgestaltung anwenden
b) Informationen und Konditionen unterschiedlicher Leistungsträger vergleichen, auswerten und nutzen
Vertriebsmedien und -kanäle (§ 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer 2.3)
a) Bedeutung der Gestaltung von Vertriebsmedien für die Reiseveranstaltung begründen; Vertriebsmedien aufgabenorientiert auswählen sowie zielgruppen- und verkaufsorientiert aufbereiten
b) Bedeutung von Vertriebskanälen für den Geschäftserfolg begründen; Vertriebskanäle aufgabenorientiert auswählen
Kundenservice (§ 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer 2.4)
a) Anfragen von Reisemittlern oder Endverbrauchern entgegennehmen und bearbeiten
b) Beschwerden und Reklamationen von Reisemittlern oder Endverbrauchern bearbeiten, dabei die Interessen des Unternehmens vertreten sowie kundenorientiert und entsprechend der gesetzlichen und betrieblichen Regelungen handeln
c) zwischen den Beteiligten im Zielgebiet und dem Kunden vermitteln sowie Koordinierungsaufgaben übernehmen
Geschäftsreisen (§ 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer 3)
Planung und Organisation (§ 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer 3.1)
a) an der Geschäftsreiseorganisation aus Sicht des Reisenden und des Firmenkunden mitwirken und dabei Prozessabschnitte der Geschäftsreiseorganisation unterscheiden
b) Ziele einer Reiserichtlinie erläutern, diese bei der Reiseplanung anwenden und den Firmenkunden bei Erstellung und Pflege der Reiserichtlinie unterstützen
c) Antrags- und Genehmigungsverfahren sowie rechtliche Grundlagen für Geschäftsreisen beachten
Reservierung und Buchung (§ 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer 3.2)
a) Buchung von Reisekomponenten unter Berücksichtigung der vorgegebenen Budgets und rechtlichen Rahmenbedingungen unter Anwendung von Computerreservierungssystemen (CRS) durchführen
b) Auswirkungen von Kundenbindungssystemen der Leistungsträger auf das Reiseverhalten berücksichtigen und im Sinne der Reiserichtlinie darauf einwirken
c) Auswirkungen der Preis- und Kapazitätssteuerung der Leistungspartner beachten
d) Bezahlung von Reisekomponenten vor der Reise prüfen, die jeweiligen spezifischen Zahlungsarten und -mittel optimieren und anwenden
Reisekostenabrechnung und Controlling (§ 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer 3.3)
a) Reiseverhalten von Geschäftsreisenden dokumentieren
b) Management-Informationssysteme nutzen, um an Steuerungsvorgängen und Vertragsverhandlungen mit Leistungsträgern mitzuwirken
c) Reisekostenabrechnung nach Lohnsteuerrichtlinie durchführen
Abschnitt C: Integrative Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten nach § 3 Nummer 1
Der Ausbildungsbetrieb (§ 4 Absatz 2 Abschnitt C Nummer 1)
Stellung, Rechtsform und Struktur des Ausbildungsbetriebes (§ 4 Absatz 2 Abschnitt C Nummer 1.1)
a) Zielsetzung, Aufgaben und Stellung des Ausbildungsbetriebes im gesamtwirtschaftlichen Zusammenhang beschreiben
b) Leistungen der Tourismus- und Reisewirtschaft an Beispielen des Ausbildungsbetriebes erläutern
c) Aufbau, Rechtsform und Struktur des Ausbildungsbetriebes erläutern
d) Geschäftsfelder des Ausbildungsbetriebes darstellen
e) Zusammenarbeit des Ausbildungsbetriebes mit Wirtschaftsorganisationen, Behörden, Verbänden und Gewerkschaften beschreiben
Berufsbildung, arbeits- und sozialrechtliche Grundlagen, Personalwirtschaft (§ 4 Absatz 2 Abschnitt C Nummer 1.2)
a) Rechte und Pflichten aus dem Ausbildungsvertrag feststellen und die Aufgaben der Beteiligten im dualen Berufsbildungssystem beschreiben
b) betrieblichen Ausbildungsplan mit der Ausbildungsordnung vergleichen und unter Nutzung von Arbeits- und Lerntechniken zu seiner Umsetzung beitragen
c) Nutzen betrieblicher und außerbetrieblicher Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten für die berufliche und persönliche Entwicklung aufzeigen
d) wesentliche Inhalte eines Arbeitsvertrages erklären
e) arbeits-, sozial- und mitbestimmungsrechtliche Vorschriften sowie die für den Ausbildungsbetrieb geltenden tariflichen Regelungen beachten
g) Ziele, Bedeutung sowie Aufgaben der Personalführung und Personalplanung im Ausbildungsbetrieb erläutern und zu deren Umsetzung beitragen
Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit (§ 4 Absatz 2 Abschnitt C Nummer 1.3)
a) Gefährdung von Sicherheit und Gesundheit durch die berufliche Tätigkeit feststellen und Maßnahmen zu ihrer Vermeidung ergreifen
Umweltschutz (§ 4 Absatz 2 Abschnitt C Nummer 1.4)
Arbeitsorganisation, Informations- und Kommunikationstechniken (§ 4 Absatz 2 Abschnitt C Nummer 2)
Arbeitsorganisation (§ 4 Absatz 2 Abschnitt C Nummer 2.1)
a) betriebliche Arbeits- und Organisationsmittel aufgabenorientiert einsetzen
b) eigene Arbeit inhaltlich und zeitlich strukturieren, Arbeitstechniken aufgabenorientiert einsetzen
c) Informationsflüsse und Entscheidungsprozesse bei der Arbeitsleistung berücksichtigen
d) Informationsquellen nutzen
f) Organisationsabläufe optimieren
Informations- und Datenkommunikationstechniken (§ 4 Absatz 2 Abschnitt C Nummer 2.2)
a) Daten erfassen, aufbereiten und pflegen, insbesondere unter Nutzung von Textverarbeitungs- und Tabellenkalkulationsprogrammen sowie Präsentationssoftware
b) Informations- und Kommunikationssysteme nutzen
c) Auswirkungen des Einsatzes von Informations- und Kommunikationssystemen auf Arbeitsorganisation, Arbeitsbedingungen und Arbeitsanforderungen beschreiben
d) Informations- und Telekommunikationsdienste kosten- und leistungsorientiert nutzen
e) aktuelle Medien für Recherchen nutzen
f) geeignete Informations- und Reservierungssysteme auswählen und nutzen
Kommunikation und Kooperation (§ 4 Absatz 2 Abschnitt C Nummer 2.3)
a) interne und externe Kommunikations- und Kooperationsprozesse gestalten
c) an der Teamentwicklung mitwirken
d) Information, Kommunikation und Kooperation als Mittel zur Verbesserung von Betriebsklima, Arbeitsleistung und Geschäftserfolg nutzen
e) Konfliktursachen in Kommunikations- und Kooperationsprozessen analysieren sowie Konflikte im Sinne eines sachbezogenen Ergebnisses lösen
f) Instrumente der Projektarbeit anwenden sowie Projektabläufe und -ergebnisse dokumentieren
Beschaffung (§ 4 Absatz 2 Abschnitt C Nummer 2.4)
a) betrieblichen Beschaffungsbedarf ermitteln
b) Angebote einholen, nach betrieblichen Vorgaben auswerten und Bestellungen durchführen
c) Lieferungen und Leistungen annehmen und kontrollieren, Lagerung und Einsatz veranlassen
d) bei Mängeln von Lieferungen und Leistungen betriebsübliche Maßnahmen durchführen
Datenschutz und Datensicherheit (§ 4 Absatz 2 Abschnitt C Nummer 2.5)
a) rechtliche, betriebliche und kundenspezifische Regelungen zum Datenschutz anwenden
b) Datenpflege und Datensicherung durchführen und kontrollieren
Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Tourismuskaufmann (Kaufmann für Privat- und Geschäftsreisen) und zur Tourismuskauffrau (Kauffrau für Privat- und Geschäftsreisen) - Zeitliche Gliederung -
Während der gesamten Ausbildungszeit sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen aus § 4 Absatz 2
Abschnitt A Nummer 3.1 Serviceleistungen, Abschnitt A Nummer 4.3 Anwenden einer Fremdsprache bei Fachaufgaben
Abschnitt A Nummer 1.5 Nachhaltigkeit und Umweltaspekte im Tourismus, Abschnitt C Nummer 1.1 Stellung, Rechtsform und Struktur des Ausbildungsbetriebes, Abschnitt C Nummer 1.2 Berufsbildung, arbeits- und sozialrechtliche Grundlagen, Personalwirtschaft, Abschnitt C Nummer 1.3 Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit, Abschnitt C Nummer 1.4 Umweltschutz, Abschnitt C Nummer 2.2 Informations- und Datenkommunikationstechniken, Abschnitt C Nummer 2.5 Datenschutz und Datensicherheit
(2) In einem Zeitraum von insgesamt vier bis sechs Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen aus § 4 Absatz 2
Abschnitt A Nummer 1.1 Tourismusspezifische Systematik, Abschnitt A Nummer 1.3 Produkte und Leistungen, Abschnitt A Nummer 4.1 Kundenorientierte Kommunikation, Kundenbetreuung, Abschnitt C Nummer 2.1 Arbeitsorganisation
(3) In einem Zeitraum von insgesamt drei bis fünf Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen aus § 4 Absatz 2
Abschnitt A Nummer 5.1 Vertragsrecht, Abschnitt A Nummer 5.2 Reise- und Beförderungsrecht, Abschnitt A Nummer 6.1 Rechnerische Abwicklung und Zahlungsverkehr zu vermitteln.
(1) In einem Zeitraum von insgesamt vier bis sechs Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen aus § 4 Absatz 2
Abschnitt A Nummer 1.2 Destinationen, Abschnitt A Nummer 1.4 Eigenveranstaltungen, Abschnitt A Nummer 6.2 Kosten- und Leistungsrechnung, Abschnitt C Nummer 2.3 Kommunikation und Kooperation zu vermitteln.
Abschnitt A Nummer 2.1 Marktanalyse und Marketingmaßnahmen, Abschnitt A Nummer 3.2 Qualitätssicherung im Service, Abschnitt A Nummer 4.2 Beschwerdemanagement
(3) In einem Zeitraum von insgesamt zwei bis vier Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildposition aus § 4 Absatz 2
Abschnitt C Nummer 2.4 Beschaffung
Abschnitt A Nummer 2.2 Werbung und Verkaufsförderung, Abschnitt A Nummer 2.3 Vertriebs- und Absatzkanäle, Abschnitt A Nummer 2.4 Öffentlichkeitsarbeit
(2) In einem Zeitraum von insgesamt zwei bis vier Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildposition aus § 4 Absatz 2
Abschnitt A Nummer 6.3 Kaufmännische Steuerung zu vermitteln.
(3) In einem Zeitraum von sechs Monaten sind die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen aus § 4 Absatz 2
Abschnitt A Nummer 6.4 Unternehmerisches Handeln
sowie der ausgewählten Wahlqualifikationseinheit aus § 4Absatz 2
Abschnitt B Nummer 1 Reisevermittlung, Abschnitt B Nummer 2 Reiseveranstaltung, Abschnitt B Nummer 3 Geschäftsreisen
*) Diese Rechtsverordnung ist eine Ausbildungsordnung im Sinne des § 4 des Berufsbildungsgesetzes. Die Ausbildungsordnung und der damit abgestimmte von der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland beschlossene Rahmenlehrplan für die Berufsschule werden demnächst als Beilage zum Bundesanzeiger veröffentlicht.
Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf Tourismuskaufmann (Kaufmann für Privat- und Geschäftsreisen)/Tourismuskauffrau (Kauffrau für Privat- und Geschäftsreisen)
Vom 4. Februar 2011 (BAnz. Nr. 146a vom 27.09.2011 S. 17)
Dieser Rahmenlehrplan für den berufsbezogenen Unterricht der Berufsschule ist durch die Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder beschlossen worden.
Der Rahmenlehrplan enthält keine methodischen Festlegungen für den Unterricht. Bei der Unterrichtsgestaltung sollen jedoch Unterrichtsmethoden, mit denen Handlungskompetenz unmittelbar gefördert wird, besonders berücksichtigt werden. Selbstständiges und verantwortungsbewusstes Denken und Handeln als übergreifendes Ziel der Ausbildung muss Teil des didaktischmethodischen Gesamtkonzepts sein.
Die Länder übernehmen den -Rahmenlehrplan unmittelbar oder setzen ihn in eigene Lehrpläne um. Im zweiten Fall achten sie darauf, dass das im Rahmenlehrplan erzielte Ergebnis der fachlichen und zeitlichen Abstimmung mit der jeweiligen Ausbildungsordnung erhalten bleibt.
Rahmenlehrplan der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder
Nach der Rahmenvereinbarung über die Berufsschule (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 15. März 1991) hat die Berufsschule zum Ziel,
berufliche Flexibilität und Mobilität zur Bewältigung der sich wandelnden Anforderungen in Arbeitswelt und Gesellschaft auch im Hinblick auf das Zusammenwachsen Europas zu entwickeln;
den Unterricht an einer für ihre Aufgabe spezifischen Pädagogik ausrichten, die Handlungsorientierung betont;
unter Berücksichtigung notwendiger beruflicher Spezialisierung berufs- und berufsfeldübergreifende Qualifikationen vermitteln; -
Einblicke in unterschiedliche Formen von Beschäftigung einschließlich unternehmerischer Selbstständigkeit vermitteln, um eine selbstverantwortliche Berufs- und Lebensplanung zu unterstützen;
Sozialkompetenz bezeichnet die Bereitschaft und Befähigung, soziale Beziehungen zu leben und zu gestalten, Zuwendungen und Spannungen zu erfassen und zu verstehen sowie sich mit anderen rational und verantwortungsbewusst auseinanderzusetzen und zu verständigen. Hierzu gehört insbesondere auch die Entwicklung sozialer Verantwortung und Solidarität.
Der vorliegende Rahmenlehrplan für die Berufsausbildung zum Tourismuskaufmann (Kaufmann für Privat- und Geschäftsreisen)/zur Tourismuskauffrau (Kauffrau für Privat- und Geschäftsreisen) ist mit der Verordnung über die Berufsausbildung zum Tourismuskaufmann (Kaufmann für Privat- und Geschäftsreisen) und zur Tourismuskauffrau (Kauffrau für Privat- und Geschäftsreisen) vom 19. Mai 2011 (BGBl. I S. 953) abgestimmt.
Der Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf Reiseverkehrskaufmann/Reiseverkehrskauffrau (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 28. Januar 2005) wird durch den vorliegenden Rahmenlehrplan aufgehoben.
Die im Rahmenlehrplan beschriebenen Kompetenzen tragen der besonderen betrieblichen Situation im Tourismus Rechnung, die durch zunehmende Komplexität und wachsende Differenziertheit von Kundenwünschen und Leistungen sowie gestiegene Anforderungen an die Servicequalität gekennzeichnet ist.
Tourismuskaufleute (Kaufleute für Privat- und Geschäftsreisen) sind in Unternehmen der Reisebranche wie Reisebüros, Reiseveranstaltern und im Reisemanagement von Unternehmen tätig. Die wesentlichen Aufgaben der Tourismuskaufleute (Kaufleute für Privat- und Geschäftsreisen) liegen in der Beratung sowie in der Vermittlung und dem Verkauf von einzelnen Reiseleistungen oder Veranstalterreisen, individuellen Reisen und Gruppenreisen. Weitere Aufgabenfelder sind das Planen und Entwickeln von Eigenveranstaltungen sowie die Organisation und Nachbereitung von Geschäftsreisen. Der Fachkraft stehen bei Geschäftsreisen zwei Gruppen von Kunden gegenüber: mit dem Unternehmen als "Firmenkunden" werden Rahmenverträge über die Besorgung bestimmter Reiseleistungen, Zusatzleistungen und eventuell Beistandsleistungen abgeschlossen und die Vergütung der erbrachten Leistungen vereinbart. Der "Geschäftsreisende" ist der Empfänger der vermittelten Leistungen.
Die Lernfelder orientieren sich an betrieblichen Handlungsfeldern und sind exemplarisch. Sie eröffnen im ersten Ausbildungsjahr einen Einblick in Rahmenbedingungen der beruflichen Tätigkeit. Um frühzeitig einfache Beratungen zu ermöglichen, wird im Lernfeld 3 die Entwicklung "kognitiver Landkarten" für Reiseformen und Reiseziele angestrebt. Im zweiten und dritten Ausbildungsjahr werden die Kompetenzen vertieft und erweitert. Die in Lernfeld 7 genannten beispielhaften Destinationen stellen Mindestanforderungen dar, die auf der Grundlage aktueller Entwicklungen sinnvoll ergänzt werden können.
In allen Lernfeldern sollen die Dimensionen der Nachhaltigkeit - Ökonomie, Ökologie und Soziales - berücksichtigt werden. Lernfelder in Zusammenhang mit Reiseleistungen erfordern eine Ausrichtung auf die Bedürfnisse verschiedener Zielgruppen insbesondere auf die älterer oder behinderter Menschen, um die Zufriedenheit der Kunden schärfer in den Blick zu nehmen. Die Informationsbeschaffung, -verarbeitung und -auswertung erfolgt integrativ über Medien und informationstechnische Systeme.
Die Vermittlung von fremdsprachlichen Qualifikationen gemäß der Ausbildungsordnung zur Entwicklung entsprechender Kommunikationsfähigkeit ist mit 40 Stunden in die Lernfelder integriert. Darüber hinaus können 80 Stunden berufsspezifische Fremdsprachenvermittlung als freiwillige Ergänzung der Länder angeboten werden. Die Lernfelder aller Ausbildungsjahre bieten hierzu in Lernsituationen Anknüpfungspunkte.
Die Lernfelder sind methodischdidaktisch so umzusetzen, dass sie zur beruflichen Handlungskompetenz führen. Die Ziele beschreiben den Qualifikationsstand am Ende des Lernprozesses und stellen den Mindestumfang der zu vermittelnden Kompetenzen dar. Inhalte sind nur dann aufgeführt, wenn die in den Zielformulierungen beschriebenen Kompetenzen konkretisiert bzw. eingeschränkt werden sollen.
Praxis- und berufsbezogene Lernsituationen nehmen eine zentrale Stellung in der Unterrichtsgestaltung ein. Bei der Gestaltung dieser Situationen sollte die Möglichkeit einer Lernortkooperation genutzt werden.
Eine gemeinsame Beschulung der beiden Ausbildungsberufe Tourismuskaufmann (Kaufmann für Privat- und Geschäftsreisen)/Tourismuskauffrau (Kauffrau für Privat- und Geschäftsreisen) sowie Kaufmann für Tourismus und Freizeit/Kauffrau für Tourismus und Freizeit ist im ersten Ausbildungsjahr möglich.
Übersicht über die Lernfelder für den Ausbildungsberuf Tourismuskaufmann (Kaufmann für Privat- und Geschäftsreisen)/ Tourismuskauffrau (Kauffrau für Privat- und Geschäftsreisen)
Den Jahresabschluss vorbereiten und auswerten
Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit der Zugehörigkeit zu ihrem Unternehmen innerhalb der Tourismusbranche auseinander und gestalten ihre Rolle im Geschäftsablauf unter Beachtung ihrer Rechte und Pflichten aktiv mit.
Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Leitbilder und Ziele ihrer Unternehmen, über die rechtliche Struktur und die Verflechtungen der Betriebe ihrer Branche im regionalen und überregionalen Bereich. Vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Verantwortung und eigener Einflussmöglichkeiten in Bezug auf Nachhaltigkeit setzen sie sich mit den Unternehmenszielen auseinander.
Sie beachten und nutzen die für den Ausbildungsbetrieb geltenden arbeits-, sozial- und mitbestimmungsrechtlichen Vorschriften sowie die tariflichen Regelungen. Sie beurteilen die Bedeutung von Tarifverträgen, die Rolle der Sozialpartner bei deren Zustandekommen und das System der sozialen Sicherung zur eigenen privaten Vorsorge. Sie überprüfen eine Gehaltsabrechnung.
Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihre eigene Position im Rahmen der Aufbau- und Ablauforganisation in ihrem Unternehmen, unterscheiden Führungsstile und schätzen deren Auswirkungen auf Betriebsklima, Arbeitsmotivation und Arbeitsergebnisse ein. Sie bewerten Möglichkeiten der Fort- und Weiterbildung aus beruflicher und persönlicher Perspektive und entwickeln die Bereitschaft zu lebensbegleitendem Lernen. Die ihnen zugeordneten Aufgaben erfüllen sie selbstständig und im Team. Dabei wenden sie grundlegende Lern- und Arbeitstechniken an und setzen geeignete Informations- und Kommunikationssysteme ein. Sie entwickeln und pflegen berufliche Netzwerke und zeigen im Umgang miteinander Kooperationsbereitschaft und Wertschätzung.
Rechtsformen (e. K., GmbH, AG)
Wirtschaftsorganisationen, Behörden, Verbände
Jugendarbeitsschutz, Mutterschutz, Schwerbehindertenschutz, Kündigungsschutz
Die Schülerinnen und Schüler richten ihren Arbeitsplatz ein und organisieren selbstständig und eigenverantwortlich ihre alltäglichen Arbeitsabläufe. Sie entwickeln Vorschläge zu deren Optimierung im Betriebsablauf.
Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Nutzen und Eignung von Gegenständen der Betriebs- und Geschäftsausstattung rund um ihren Arbeitsplatz und richten ihn unter ergonomischen und ablauforganisatorischen Aspekten ein. Sie holen Angebote ein, prüfen diese und beschaffen Gegenstände für den Arbeitsalltag. Dabei berücksichtigen sie Grundsätze der Wirtschaftlichkeit, Ergonomie und Ökologie. Sie prüfen geeignete Finanzierungsmöglichkeiten und treffen begründete Auswahlentscheidungen. Sie wickeln den mit der Beschaffung verbundenen Zahlungsverkehr ab und berücksichtigen die Folgen einer Nicht-Rechtzeitig-Zahlung. Bei Nicht-Rechtzeitig-Lieferung und Schlechtleistung schätzen sie rechtliche und ökonomische Handlungsspielräume ein und kommunizieren mit Lieferanten problemlösungsorientiert.
Die Schülerinnen und Schüler erledigen ihre Aufgabenstellungen sowohl selbstständig als auch kooperativ im Team. Sie setzen geeignete Informations- und Kommunikationssysteme ein, nutzen Techniken des Zeit- und Selbstmanagements und tragen zur Optimierung des Betriebsablaufs bei.
Kontokorrentkredit, Lieferantenkredit, Darlehen, Leasing
Die Schülerinnen und Schüler verschaffen sich unter Verwendung aktueller Medien einen Überblick über die Tourismusbranche in Deutschland und analysieren die Rahmenbedingungen in den wichtigsten Urlaubsgebieten. Sie nutzen ihre Kenntnisse zur Vorbereitung zielgruppenorientierter Kundenberatungen.
Auf der Grundlage deutsch- und fremdsprachiger Informationsquellen beurteilen die Schülerinnen und Schüler die wirtschaftliche und soziale Bedeutung der Tourismusbranche. Dabei berücksichtigen sie auch das Spannungsverhältnis zwischen Ökonomie und Ökologie und entwickeln die Bereitschaft zu nachhaltigem Wirtschaften. Sie unterscheiden touristische Arbeitsfelder und ordnen ihre eigene Tätigkeit in die touristische Wertschöpfungskette ein. Vor dem Hintergrund unterschiedlicher Freizeit- und Reisemotive, Reisedauer, Reisearten sowie Reiseformen identifizieren sie Zielgruppen und Ausrichtung ihrer Tätigkeit und deren Bedeutung für das Unternehmen.
Die Schülerinnen und Schüler verschaffen sich einen Überblick über die klimatischen, geografischen, kulturellen und politischen Gegebenheiten der meistbesuchten Urlaubsgebiete innerhalb und außerhalb Deutschlands sowie die üblichen Anreisemöglichkeiten. Sie recherchieren selbstständig und aktualisieren, vertiefen und vervollkommnen ihre Kenntnisse eigenverantwortlich. Zur Erschließung der Informationen entwickeln sie Kriterien und Handlungsanleitungen und dokumentieren diese. Sie verknüpfen ihre Kenntnisse von Urlaubsgebieten und Reisearten für zielgruppenorientierte Vorschläge in Beratungsgesprächen.
Incoming-, Domestic- und Outgoing-Tourismus
Rolle als Dienstleister
Einkommens-, Mobilitäts- und Freizeitentwicklung
Die Schülerinnen und Schüler führen mit Kunden abschlussorientiert Verkaufsgespräche, beraten sie situationsgerecht unter Beachtung rechtlicher Regelungen, schließen Verträge ab und reagieren auf Reklamationen. Sie korrespondieren auch in einer Fremdsprache.
Die Schülerinnen und Schüler schaffen eine geeignete Verkaufsatmosphäre. Im Umgang mit dem Kunden wenden sie Regeln verbaler und nonverbaler Kommunikation an. Sie ermitteln den Bedarf der Kunden, nutzen branchentypische Informationsquellen und präsentieren kundenorientierte Angebote und Zusatzleistungen.
Die Schülerinnen und Schüler erkennen Kommunikationsstörungen und reagieren situationsgerecht. Sie beherrschen die Methoden der Einwandbehandlung und kommunizieren ergebnisorientiert unter Beachtung rechtlicher Regelungen und verkaufspsychologischer Aspekte. Sie bereiten Vertragsabschlüsse formal vor und führen sie durch.
Sie gehen angemessen auf Reklamationen ein und wenden geeignete Maßnahmen im Rahmen des Beschwerdemanagements an.
Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihr Verhalten und ziehen daraus Schlussfolgerungen für ihren künftigen Umgang mit Kunden. Sie wenden Maßnahmen zur Überprüfung der Kundenzufriedenheit und Kundenbindung an.
Geschäftsbesorgungsvertrag, Reisevertrag, Agenturvertrag
Die Schülerinnen und Schüler erfassen die internen und externen Informations-, Geld- und Werteflüsse des Unternehmens und analysieren diese im Hinblick auf den Unternehmenserfolg.
Die Schülerinnen und Schüler interpretieren Belege als Nachweis der Beziehungen des Unternehmens zu Kunden und anderen Unternehmen und als Datengrundlage für vorhandene Geld- und Werteflüsse. Sie erfassen die Daten und dokumentieren die zugrunde liegenden Geschäftsvorgänge im Hauptbuch unter Berücksichtigung der Umsatzsteuer. Sie erstellen ein Inventar und eine vorläufige Bilanz. Dabei beachten sie Vorgaben der Datensicherung und des Datenschutzes.
Die Schülerinnen und Schüler beurteilen die Auswirkungen von Geld- und Werteflüssen sowie von Wertminderungen des Anlagevermögens auf die Bestände und den Erfolg des Unternehmens. Sie nutzen das Gewinn- und Verlustkonto zur Ermittlung des Erfolgs.
Sie wenden kaufmännische Rechenverfahren an.
Erlöse aus eigenen Reiseveranstaltungen ohne fremde Leistungsträger in Deutschland
Erlöse aus Reisevermittlung
Prozent- und Währungsrechnung
2. Ausbildungsjahr Zeitrichtwert: 40 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler steuern Geschäftsprozesse erfolgsorientiert auf Grundlage der Daten der Kosten- und Leistungsrechnung.
Die Schülerinnen und Schüler verschaffen sich einen Überblick über die Kosten und Leistungen eines Tourismusunternehmens. Sie führen Kostenarten- sowie Kostenstellenrechnungen durch und kalkulieren mit Hilfe der Vollkostenrechnung Preise für Produkte und Dienstleistungen. Zur Vorbereitung betrieblicher Entscheidungen über die Preisgestaltung beziehen sie auch die Ergebnisse der Teilkostenrechnung ein.
Die Schülerinnen und Schüler dokumentieren die gewonnenen Daten und vergleichen sie betriebs- und branchenintern. Sie interpretieren die Daten unter ökonomischen Aspekten und bewerten sie im Hinblick auf künftige Handlungsoptionen. Sie nutzen standardisierte Dokumentations- und Organisationsmittel.
Grundkosten, kalkulatorische Abschreibungen
einstufige Deckungsbeitragsrechnung, Break-Even-Analyse
Die Schülerinnen und Schüler vermitteln kundenspezifische Angebote.
Die Schülerinnen und Schüler zeigen Interesse an Attraktivitätsfaktoren von Reisezielen. Sie machen sich mit ihnen vertraut und verknüpfen Merkmale verschiedener Reiseformen mit dafür geeigneten Destinationen.
Sie prüfen diese Destinationen im Hinblick auf deren Eignung für ihre Kunden. Sie informieren sich unter Nutzung branchenüblicher Medien über das Angebot von Reiseveranstaltern und wählen bedarfsgerechte Angebote aus. Sie führen Preisberechnungen und -vergleiche durch und bieten kunden- und abschlussorientiert passende Reisearten, Reiseformen und Zielgebiete an.
Die Schülerinnen und Schüler geben Auskunft zur Anreise in die gewählte Destination. Sie weisen den Kunden gegebenenfalls auf Informationsquellen zu Einreise- und Gesundheitsbestimmungen sowie zur Sicherheitslage vor Ort hin. Sie klären über Reiseablauf und Aktivitäten im Zielgebiet sowie die Betreuung während der Reise und vor Ort auf.
Zur Beratung und zum Verkauf setzen sie zielgerichtet Informations- und Kommunikationssysteme ein. Sie reflektieren den Gesprächsablauf und leiten daraus Konsequenzen für ihr künftiges Handeln ab.
Badereisen am Beispiel der Balearen und Thailands
Studienreisen am Beispiel von Sizilien
Rundreisen am Beispiel des Südwestens der USa und Südafrikas
Tauchurlaub am Beispiel des Roten Meers
Golfurlaub am Beispiel von Andalusien
Winterurlaub am Beispiel von Tirol
Wanderurlaub am Beispiel des Allgäus
Städtereisen am Beispiel von Wien und Rom
Gesundheits- und Wellnessurlaub am Beispiel von Mecklenburg-Vorpommern/Ostseeküste
Kreuzfahrten am Beispiel der Donau und der Ägäis
Cluburlaub am Beispiel der türkischen Riviera
Die Schülerinnen und Schüler erfassen Kundenwünsche, vermitteln die Angebote der Leistungsträger an Privatreisende und besorgen Leistungen für Geschäftsreisende. Dabei berücksichtigen sie die spezifischen Bedürfnisse und rechtlichen Rahmenbedingungen im Blick auf Beförderung, Beherbergung und Zusatzleistungen. Sie organisieren und unterstützen einen reibungslosen Reiseverlauf.
Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Angebote und Tarife der nationalen und internationalen Verkehrsträger in und ab Deutschland. Auf dieser Basis erstellen sie vor dem Hintergrund kundenspezifischer Anforderungsprofile und rechtlicher Bestimmungen bedarfsgerechte Angebote zur Vermittlung von Flug-, Bahn- und Fernlinienbusreisen, Fährpassagen und Mietwagennutzung sowohl für Privat- als auch für Geschäftsreisende. Sie zeigen Verständnis für die unterschiedlichen Sicherheits-, Service- und Komfortbedürfnisse ihrer Kunden und berücksichtigen diese. Sie weisen auf Passagierrechte im Zusammenhang mit unterschiedlichen Beförderungsarten hin.
Die Schülerinnen und Schüler vermitteln und besorgen Unterkunftsleistungen. Dabei nutzen sie ihre Kenntnisse über die nationale und internationale Beherbergungsbranche. Sie kommunizieren schriftlich und mündlich mit Geschäftspartnern auch in einer Fremdsprache.
Im Zusammenhang mit der Organisation von Geschäftsreisen berücksichtigen sie betriebliche Sonderkonditionen der Firmenkunden bei der Leistungsbeschaffung sowie entsprechende Vergütungsmodelle.
Sie beraten Firmenkunden und Reisende hinsichtlich reisespezifischer Zusatzleistungen und unterstützen Reisende bei Problemstellungen oder Notfällen am Aufenthaltsort.
Bei ihrer Tätigkeit nutzen sie aktuelle Medien und Informationssysteme.
Bahn: Tarifangebote im Fernverkehr
Flug: Allianzen, Code-Sharing, internationale Haftungsbestimmungen, Beförderungsklassen, Gepäckkonzepte
Die Schülerinnen und Schüler nutzen Erkenntnisse der Marktforschung, der Produkt- und der Preispolitik, um eigene Reiseveranstaltungen in eine Destination selbstständig und eigenverantwortlich zu planen und zu entwickeln.
Die Schülerinnen und Schüler analysieren das Nachfrageverhalten von Kunden und verschaffen sich einen Überblick über vorhandene Ressourcen und Marktposition des Unternehmens im Wettbewerb. Dazu nutzen sie aktuelle Informationen der Marktforschung und anderer Quellen. Auf der Grundlage marktrelevanter Daten bereiten sie die Entscheidung für eine Marketingstrategie vor.
Sie informieren sich bei Verkehrsträgern, Unterkunftsanbietern und sonstigen touristischen Leistungsträgern über Angebote und Preise. Anhand qualitativer und quantitativer Kriterien vergleichen und prüfen sie die Angebote und wählen passende Leistungsträger aus. Sie bereiten den Abschluss entsprechender Verträge vor.
Dabei kommunizieren sie mit Leistungsanbietern in der Destination auch unter Verwendung einer Fremdsprache.
Sie bündeln Leistungen bedarfsorientiert und legen Preise fest. Dabei achten sie auf eine optimale Abstimmung zwischen Nachfrage und Angebot und wenden Instrumente der Produkt- und Preispolitik an. Sie überprüfen das Preis-/Leistungsverhältnis für die Reiseveranstaltung und beurteilen Chancen zur Realisierung.
Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über vertragliche und gesetzliche Pflichten im Rahmen der Veranstaltertätigkeit und treffen Maßnahmen zur Absicherung der Veranstalterrisiken. Sie wirken bei der Formulierung allgemeiner Reisebedingungen mit.
Benchmarking, SWOT-Analyse, Portfolio-Analyse
Oligopol, Polypol, Gleichgewichtspreis
Garantievertrag, Optionsvertrag, Dienstvertrag
Die Schülerinnen und Schüler nutzen Instrumente der Distributions- und Kommunikationspolitik zur Vermarktung, bewerten eigene Reiseveranstaltungen und wickeln den Verkauf ab. Sie beurteilen die Wirksamkeit ihrer Maßnahmen und bewerten den Erfolg des Produktes unter Kriterien der Nachhaltigkeit.
Bei ihrer Distributionsentscheidung berücksichtigen die Schülerinnen und Schüler die Marketingstrategie und nutzen ihre Kenntnisse über Vertriebswege für Reiseveranstaltungen.
Sie planen zielgruppenorientiert die Darstellung des Angebotes und entwickeln Werbekonzepte in unterschiedlichen Vertriebskanälen. Sie erstellen einen Werbeplan, wählen geeignete Werbemittel aus und gestalten diese. Dabei beachten sie Budgetvorgaben, ethische Grundsätze, die eigene Corporate Identity und rechtliche Bestimmungen.
Bei Vertrieb und Werbung berücksichtigen die Schülerinnen und Schüler vorhandene und mögliche Kooperationen und Abhängigkeiten. Sie ergreifen Maßnahmen im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit und der Verkaufsförderung. Die Schülerinnen und Schüler führen Werbeerfolgskontrollen durch.
Sie überwachen die Zahlungseingänge von ihren Kunden und reagieren angemessen auf Nicht-Rechtzeitig-Zahlung.
Sie entwerfen Instrumente zur Erfassung der Zufriedenheit der Kunden mit dem Produkt, setzen diese nach erfolgter Reise ein und werten sie aus. Sie reagieren angemessen auf Reklamationen.
Sie reflektieren den Gesamtprozess der Produkterstellung und -vermarktung, führen Nachkalkulationen durch und ziehen Rückschlüsse für zukünftige marktpolitische Entscheidungen.
ökonomische, ökologische, soziale, kulturelle Nachhaltigkeit
Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, BGB-Informationspflichtenverordnung
Die Schülerinnen und Schüler bereiten Daten des betrieblichen Rechnungswesens für den Jahresabschluss vor und werten Kennzahlen für die Vorbereitung betrieblicher Entscheidungen aus.
Die Schülerinnen und Schüler bewerten Vermögensteile sowie Schulden und erstellen einen Jahresabschluss. Dabei beachten sie die gesetzlichen Bestimmungen. Sie beurteilen die Auswirkungen der Einzelbewertungen auf den zu versteuernden Gewinn. Sie ermitteln betriebsübliche Kennzahlen, bereiten sie statistisch auf und führen Zeit- und Betriebsvergleiche durch. Sie analysieren den Jahresabschluss mit Hilfe der Kennzahlen und leiten Konsequenzen für die Unternehmensentwicklung ab. Auf dieser Grundlage bereiten sie unternehmerische Entscheidungen vor, begründen und präsentieren ihre Vorschläge.
Zur Aufbereitung, Präsentation und Auswertung der Daten nutzen sie aktuelle Informations- und Kommunikationsmittel und setzen entsprechende Arbeitstechniken ein.
Kapital-, Umsatz- und Gewinnentwicklung
Umsatzrentabilität, Eigenkapitalrentabilität, Liquidität 1. Grades, Cash flow
Die Schülerinnen und Schüler wirken bei der Optimierung von Betriebsabläufen und der Weiterentwicklung des Unternehmens im Sinne einer dauerhaften Positionierung am Markt unterstützend und gestaltend mit.
Die Schülerinnen und Schüler überprüfen Geschäftsabläufe mit Blick auf Kundenorientierung, Qualitätssicherung und betriebswirtschaftliche Notwendigkeiten. Dazu nutzen sie Kundenbefragungen ebenso wie Daten des Rechnungswesens und Statistiken. Sie entwickeln einfache Instrumente zur Planung, Steuerung, Kontrolle und Sicherung der Dienstleistungsqualität sowie Gestaltung eines effektiven Beschwerdemanagements. Sie reflektieren Kundenbindungskonzepte und machen Vorschläge zur Optimierung.
Die Schülerinnen und Schüler bereiten Verhandlungen und Verträge mit Firmenkunden vor und wirken bei der Entwicklung und Gestaltung individueller Leistungspakete und betriebswirtschaftlich sinnvoller Vergütungssysteme mit. Dazu nutzen sie Daten der Kosten- und Leistungsrechnung.
Die Schülerinnen und Schüler bewerten Bindungsmodelle unter Reisebüros, mit Leistungsträgern und Reiseveranstaltern auch unter den Gesichtspunkten der Rentabilität und Nachhaltigkeit. Sie entwerfen Ideen zur Weiterentwicklung des Unternehmens und beurteilen deren Realisierbarkeit. Dazu wägen sie auch die Chancen und Risiken einer Markenpolitik ab.
Bei der Vorbereitung von grundlegenden betrieblichen Entscheidungen reagieren die Schülerinnen und Schüler angemessen auf die Einflüsse regionaler, nationaler und internationaler wirtschaftlicher Entwicklungen. Sie unterscheiden dabei konjunkturelle, strukturelle und saisonale Einflüsse und wägen die Folgen von wirtschaftspolitischen Maßnahmen auf touristische Unternehmen ab.
Sie berücksichtigen bei allen Entscheidungen auch die Belange der Mitarbeiter.
Gesprächsleitfaden, Fortbildung der Mitarbeiter, Fragebogen, Qualitätszertifikate für Reisebüros
Reisebürokooperation, Franchise, Agentur
Die Schülerinnen und Schüler realisieren selbstständig und eigenverantwortlich ein branchenbezogenes Projekt von der Projektidee bis zur Projektauswertung.
Die Schülerinnen und Schüler wenden Kreativitätstechniken zur Ideenfindung an. Sie organisieren sich selbstständig in einem Projektteam, formulieren Inhalt und Ziele des Projektes. Sie bewerten Chancen und Risiken der Realisierbarkeit unter Beachtung der Interessen aller Beteiligter. Sie vereinbaren Regeln zur Konfliktlösung und wenden diese an. Die Schülerinnen und Schüler erstellen einen Projektstrukturplan, legen zeitliche Abläufe sowie Verantwortlichkeiten fest. Während der Projektdurchführung kontrollieren sie den Projektstatus durch Soll-Ist-Vergleiche und setzen notwendige Korrekturen um.
Die Schülerinnen und Schüler dokumentieren alle Arbeitsabläufe und Ergebnisse und präsentieren diese. Sie reflektieren die Projektprozesse und werten die Projektergebnisse aus. Sie leiten Schlussfolgerungen für künftige Projekte ab und gehen konstruktiv mit Kritik um.