Source: https://www.deutsche-anwaltshotline.de/c/news/anzeigepflicht-von-schenkungen-beim-finanzamt-877
Timestamp: 2020-01-21 07:44:41
Document Index: 269854252

Matched Legal Cases: ['§ 30', '§ 1', '§ 10', '§ 10', '§ 5', '§ 16', '§ 10', '§ 16', '§ 19']

Anzeigepflicht von Schenkungen beim Finanzamt | Deutsche Anwaltshotline
Anzeigepflicht von Schenkungen Diese richtet sich nach § 30 ErbStG (Anzeigepflicht). Anzeigepflichtig ist danach jeder "der Erbschaftssteuer unterliegende Erwerb."
Der (Schenkungs-) und Erbschaftssteuer unterliegender Erwerb Aus § 1 ErbStG ergibt sich, daß der Erbschaftssteuer nicht nur der Erwerb von Todes wegen (wie der Wortlaut eigentlich nahe legt), sondern auch die Schenkung unter Lebenden unterliegt.
Steuerpflicht nach § 10 ErbStG § 10 ErbStG definiert sodann, was man unter Steuerpflicht versteht. Als steuerpflichtiger Erwerb gilt danach die Bereicherung des Erwerbers, soweit sie nicht steuerfrei ist (§§ 5, 13, 13a, 13c, 16, 17 und 18). Zu den wichtigsten Ausnahmen der Steuerpflicht gehören sodann die Freibeträge nach § 16 ErbStG, auf die in § 10 ErbStG ausdrücklich verwiesen wird.
Freibetrag der Freibetrag (§ 16 ErbStG) richtet sich nach der Steuerklasse, in der sich Schenker und Beschenkte befinden. Er ist also abhängig insbesondere vom Verwandtschaftsgrad. Ehegatten und Lebensgefährten haben dabei den höchsten Freibetrag von Euro 500.000, bis herab zu Euro 20.000 in der Steuerklasse III. Je weiter der Verwandtschaftsgrad vom Schenker entfernt ist, desto geringer ist der Freibetrag.
Steuersatz Der Steuersatz richtet sich sodann nach § 19 ErbStG, ist ebenfalls nach Steuerklassen differenziert und beginnt mit 7 Prozent bis hin zu maximal 50 Prozent.
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