Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BFH/NV%202014,%20511
Timestamp: 2020-02-26 23:47:15
Document Index: 157398156

Matched Legal Cases: ['§ 19', '§ 7', '§ 115', '§ 7', '§ 19', '§ 7', '§ 19']

BFH, 06.12.2013 - VI B 89/13 - dejure.org
BFH, 06.12.2013 - VI B 89/13
https://dejure.org/2013,42705
BFH, 06.12.2013 - VI B 89/13 (https://dejure.org/2013,42705)
BFH, Entscheidung vom 06.12.2013 - VI B 89/13 (https://dejure.org/2013,42705)
BFH, Entscheidung vom 06. Dezember 2013 - VI B 89/13 (https://dejure.org/2013,42705)
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Abgrenzung zwischen Arbeitslohn und Geschenk
§ 19 Abs 1 S 1 Nr 1 EStG 2002, § 7 Abs 1 Nr 1 ErbStG 1997, § 115 Abs 2 FGO
Doppelte Erfassung des gleichen Sachverhalts als freigebige Zuwendung und Arbeitslohn schließt sich aus
Subjektive Einschätzung über Zuwendungen eines Dritten für Einkommenszuordnung nicht entscheidend
FG Berlin-Brandenburg, 20.06.2013 - 4 K 4075/09
BFH/NV 2014, 511
cc) Ähnliches gilt für den BFH-Beschluss vom 6. Dezember 2013 VI B 89/13 (BFH/NV 2014, 511), nach dem die Zuwendung eines Dritten an einen Arbeitnehmer im Sinne einer tatbestandlichen Alternativität entweder als freigebige, d.h. unentgeltliche Zuwendung (§ 7 Abs. 1 Nr. 1 ErbStG) oder als Gegenleistung für die Arbeitsleistung, d.h. als Arbeitslohn (§ 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG), zu erfassen und deshalb eine doppelte Besteuerung des nämlichen Vorgangs ausgeschlossen sei.
Damit übereinstimmend hat der BFH im Beschluss vom 6. Dezember 2013 VI B 89/13 (BFH/NV 2014, 511, Rz 5) ausgeführt, eine doppelte Erfassung bzw. Besteuerung des gleichen Rechtsvorgangs als freigebige Zuwendung (§ 7 Abs. 1 Nr. 1 ErbStG) und Arbeitslohn (§ 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 des Einkommensteuergesetzes) schließe sich aus, da die Zuwendung des Arbeitgebers bzw. eines Dritten entweder als Gegenleistung für die Arbeitsleistung des Arbeitnehmers und damit der Entlohnung diene oder als Geschenk zu werten sei.
FG Münster, 15.10.2019 - 12 K 2532/16
Diesem kann aber gerade, worauf das FG Düsseldorf im Urteil vom 19.08.2010, Az. 14 K 364/08 AO, zutreffend hingewiesen hat, keine gesetzliche Wertung der Form entnommen werden, dass entrichtete Schenkungsteuern nicht bei der Festsetzung von Nachzahlungszinsen zur Einkommensteuer als der Entzug von Liquidität angesehen werden können, als der sie auf Grund der sachlichen Verknüpfung und der im Tatbestand der freigiebigen Zuwendung auf der einen und der Erfassung als betrieblich veranlasste Einnahmen auf der anderen Seite nachvollzogenen Wechselseitigkeit (siehe hierzu bspw. BFH, Urteil vom 13.09.2017, II R 54/15, BFHE 260, 181, BStBl. II 2018, 292; BFH, Urteil vom 27.08.2014, II R 44/13, BFHE 246, 523, BStBl. II 2015, 249; BFH, Beschluss vom 06.12.2013, VI B 89/13, BFH/NV 2014, 511; BFH…, Beschluss vom 12.09.2011, VIII B 70/09, BFH/NV 2012, 229; Meßbacher-Hönsch, ZEV 2018, 182; Crezelius, ZEV 2015, 392) erscheinen.
Die Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision hat der Bundesfinanzhof (BFH) durch Beschluss vom 6. Dezember 2013 VI B 89/13 (BFH/NV 2014, 511) als unbegründet zurückgewiesen.