Source: https://www.haufe.de/steuern/steuer-office-gold/guerschingstenger-bewertungsrecht-bewg-148-erbbaurecht-2-verteilung-des-gebaeudewerts-wenn-eine-entschaedigung-ausgeschlossen-ist_idesk_PI16039_HI8345609.html
Timestamp: 2020-01-22 16:24:06
Document Index: 186881003

Matched Legal Cases: ['§ 148', '§ 148', '§ 148', '§ 139', '§ 148', '§ 139']

Gürsching/Stenger, Bewertungsrecht, BewG § 148 Erbbaurecht / 2. Verteilung des Gebäudewerts, wenn eine Entschädigung ausgeschlossen ist | Steuer Office Gold | Steuern | Haufe
Es ergeben sich dieselben Grundbesitzwerte für das Erbbaurecht und für das belastete Grundstück wie im vorgehend aufgeführten Beispiel, weil der Eigentümer des belasteten Grundstücks eine dem Gebäudewert entsprechende Entschädigung zu leisten hat.
Die Restlaufzeit des Erbbaurechts beträgt 30 Jahre. Der Eigentümer des belasteten Grundstücks hat bei Ablauf des Erbbaurechts keine dem Gebäude entsprechende Entschädigung zu leisten.
Da die Restlaufzeit unter 40 Jahre (30 Jahre) gesunken und keine Entschädigung zu leisten ist, entfallen nach § 148 Abs. 3 Satz 2 und 3 BewG 85 % des Gebäudewerts auf die wirtschaftliche Einheit des Erbbaurechts. 15 % des Gebäudewerts entfallen auf die wirtschaftliche Einheit des belasteten Grundstücks.
Anteil des Gebäudewerts nach § 148 Abs. 3 Satz 2 und 3 BewG
(85 % × 97 200 EUR =) 82 620 EUR
Grundbesitzwert, abgerundet nach § 139 BewG 82 500 EUR
(97 200 – 82 620 EUR =) 14 580 EUR
zuzüglich Wert des Grund und Bodens nach § 148 Abs. 2 BewG 24 300 EUR
Grundbesitzwert (38 880 EUR), abgerundet nach § 139 BewG 38 500 EUR