Source: http://www.opferhilfe.zh.ch/internet/justiz_inneres/opferhilfe/de/finanzielle_hilfe/entschaedigung/ansprueche.html
Timestamp: 2017-03-24 02:06:13
Document Index: 336101989

Matched Legal Cases: ['Art. 19', 'Art. 19', 'Art. 12', 'Art. 13', 'Art. 19', 'Art. 28']

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Opferhilferechtlich relevant ist der Personenschaden. Sachschäden und reine Vermögensschäden werden nicht vergütet.
Nach dem revidierten Recht, das für Straftaten ab dem 1. Januar 2009 gilt, können normative Schäden nicht mehr übernommen werden. Haushalt- und Betreuungsschaden ist deshalb nur in den Fällen entschädigungspflichtig, in denen ein tatsächlicher Schaden vorliegt (Art. 19 Abs. 4 des Opferhilfegesetzes, [OHG]).
Als opferhilferechtliche Entschädigungspositionen kommen im wesentlichen Erwerbsausfall, Versorgungsschaden und Bestattungskosten in Betracht.
Medizinische Kosten, Therapiekosten, Haushalthilfe- und Pflegekosten stellen dann opferhilferechtliche Entschädigungspositionen (und nicht Kostenbeiträge für längerfristige Hilfe) dar, wenn von der entsprechenden Hilfe keine namhafte Verbesserung des Gesundheitszustandes mehr erwartet werden kann, d.h. der Zustand stabil ist (Art. 19 Abs. 3 OHG i.V.m. Art. 12 ff. und Art. 13 Abs. 2 OHG). Schadensberechnung nach Zivilrecht
Bei der Schadensberechnung sind die zivilrechtlichen Grundsätze analog anzuwenden (vgl. Art. 19 Abs. 2 OHG). Anders als im Zivilrecht besteht aber für ab dem 1. Januar 2009 verübte Straftaten neu kein Anspruch mehr auf eine Verzinsung der Entschädigung (Art. 28 OHG).