Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=11%20U%2019/07
Timestamp: 2019-06-19 04:14:52
Document Index: 350993099

Matched Legal Cases: ['§ 46', '§ 46', '§ 46', 'Art. 4', '§ 1', '§ 46', '§ 46', '§ 46', 'BGH', 'BGH', '§ 13', '§ 46', '§ 46', '§ 46', 'BGH', '§ 13', '§ 46', '§ 46', '§ 46', '§ 46', '§ 46', '§ 46', '§ 46', '§ 858', '§ 8', '§ 858', '§ 861', '§ 8', '§ 8', '§ 8']

Rechtsprechung: 11 U 19/07 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: OLG Frankfurt, 29.01.2008 | OLG Dresden, 03.08.2007 | OLG Düsseldorf, 28.11.2007
OLG Frankfurt, 29.01.2008 - 11 U 20/07 (Kart)
https://dejure.org/2008,3159
OLG Frankfurt, 29.01.2008 - 11 U 20/07 (Kart) (https://dejure.org/2008,3159)
OLG Frankfurt, Entscheidung vom 29.01.2008 - 11 U 20/07 (Kart) (https://dejure.org/2008,3159)
OLG Frankfurt, Entscheidung vom 29. Januar 2008 - 11 U 20/07 (Kart) (https://dejure.org/2008,3159)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2008,3159) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Netz; Herausgabe; Strom; Gas; Stromnetz; Gasnetz; Stromversorger; Gasversorger; Energieversorger; Endschaftsklausel; Eigenheim; Netzübertragung
Kein Anspruch auf Netzübereignung aus § 46 Abs. 2 EnWG nach Auslaufen eines Konzessionsvertrages
Vertragliche und gesetzliche Endschaftsbestimmungen bei Konzessionsverträgen
Kein Anspruch auf Netzübereignung aus § 46 Abs. 2 EnWG nach Auslaufen eines Konzessionsvertrages OLG Frankfurt a. Main
Voraussetzungen für eine bestehende Berechtigung zur Übertragung eines Stromversorgungsnetzes der allgemeinen Versorgung auf dem Gebiet einer Gemeinde; Vorliegen eines "Überlassens" durch bloße Einräumung der Nutzungsmöglichkeit i.S.d.§ 46 Abs. 2 Energiewirtschaftsgesetz (EnWG); Wirksamkeit eines Grundgeschäfts bei fehlender notarieller Beurkundung der Annahme einer wirksamen Nebenverpflichtung; Übergang der Vertragsverhältnisse zwischen dem bisherigen Versorger und dessen Tarifkunden mit dem Übergang des Versorgungsnetzes auf den neuen Versorger
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des OLG Frankfurt am Main vom 29.1.2008, Az.: 11 U 20/07 (Kart), (Zur Netzübertragung nach Auslaufen von Konzessionsverträgen)" von RAin Dr. Cornelia Kermel, original erschienen in: RdE 2008, 151 - 152.
Zusammenfassung von "Vertragliche und gesetzliche Endschaftsbestimmungen bei Konzessionsverträgen - OLG Frankfurt in Widerspruch zur bisherigen Rechtsprechung" von RAin Dr. Cristina Tinkl und RA Dr. Sebastian Saitzek, original erschienen in: BB 2008, 1524 - 1529.
Ferner hat es dem weiteren, auf Auskunft über technische und betriebswirtschaftliche Einzelheiten des Netzbetriebs gerichteten Klageantrag weitgehend stattgegeben (OLG Frankfurt RdE 2008, 146).
Andere Stimmen in Rechtsprechung und Literatur sprechen sich gegen eine Verpflichtung zur Eigentumsübertragung aus (so OLG Frankfurt, Urteile vom 29.01.2008 11 U 19/07 bei juris Rn. 53 und 11 U 20/07 bei juris Rn 51; OLG Frankfurt…, Urteil vom 14.06.2011, 11 U 36/10 (Kart), bei juris, Rn. 93; Landgericht Darmstadt, Urteile vom 24.04.2007,18 O 517/06 und 14 O 494/06, RdE 2007, 239 und 240;… Büdenbender, Schwerpunkte der Energierechtsreform 1998, S. 2092 Rn. 492 zu Art. 4 § 1 NeuregelungsG; Salje, EnWG, § 46 Rn 158 ff.;… Säcker/Jaecks, Netzüberlassungspflicht im Energiewirtschaftsgesetz: Eigentumsübertragung oder Gebrauchsüberlassung?, BB 2001, S. 997 ff.).
Entscheidend gegen eine Verpflichtung zur Eigentumsübertragung am Gasversorgungsnetz und den Verteilungsanlagen auf den neuen Konzessionär aus § 46 Abs. 2 S. 2 EnWG a.F. spricht aber - wie bereits das OLG Frankfurt (Urteile vom 29.01.2008, 11 U 19/07 bei juris Rn. 53 und 11 U 20/07 bei juris Rn 51) ausgeführt hat - die Entstehungsgeschichte der Vorschrift.
Der im Gutachten genannten Rechtsprechung (OLG Frankfurt, Urteil vom 29. Januar 2008, 11 U 20/07 Kart) habe die Verfügungsklägerin keine entgegenstehende Rechtsprechung entgegensetzen können (Bl. 199 f.).
Insbesondere bleibt eine vertragliche Endschaftsbestimmung von der gesetzlichen Regelung des Überlassungsanspruchs in § 46 Abs. 2 S. 2 EnWG unberührt (BGH, Urteil v. 29.09.2009, EnZR 15/08; Senat, Urteile v. 29.01.2008, 11 U 19/07 (Kart) sowie 11 U 20/07 (Kart.)).
Da die konzessionsvertraglichen Regelungen die Ermittlung einer wirtschaftlich angemessenen Vergütung ermöglichen, hat die Klägerin keinen Anspruch darauf, den Schiedsgutachtern hinsichtlich der Bestimmung der durch sie zu erbringenden Gegenleistung irgendwelche Vorgaben zu machen (OLG Frankfurt am Main RdE 2008, 146; die Revision hat der BGH mit Urteil vom 29.9.2009 - EnZR 14/08 - zurückgewiesen).
Das OLG Frankfurt am Main (RdE 2008, 146) stellt im Wesentlichen auf die Entstehungsgeschichte des § 13 Abs. 2 Satz 2 EnWG 1998 und des § 46 Abs. 2 Satz 2 EnWG 2005 ab und verneint den Rechtsanspruch des Neu-Konzessionärs auf Übereignung von Anlagen zur Energieverteilung gegen den bisherigen Konzessionär.
11 Der vertragliche Anspruch wäre auch nicht durch die §§ 46 Abs. 2, 113 EnWG erloschen; die Überlassungspflicht des Konzessionsinhabers aus § 46 Abs. 2 S. 2 EnWG tritt neben etwa vereinbarte vertragliche Ansprüche (OLG Frankfurt, Entscheidung vom 29. Januar 2008, Az.: 11 U 20/07 (Kart), zitiert nach juris, Rz. 74; bestätigt durch BGH, Entscheidung vom 29. September 2009, EnZR 14/08).
OLG Frankfurt, 29.01.2008 - 11 U 19/07 (Kart)
https://dejure.org/2008,3509
OLG Frankfurt, 29.01.2008 - 11 U 19/07 (Kart) (https://dejure.org/2008,3509)
OLG Frankfurt, Entscheidung vom 29.01.2008 - 11 U 19/07 (Kart) (https://dejure.org/2008,3509)
OLG Frankfurt, Entscheidung vom 29. Januar 2008 - 11 U 19/07 (Kart) (https://dejure.org/2008,3509)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2008,3509) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Anspruch auf Übertragung der Versorgungsanlagen bei Beendigung eines Gaskonzessionsvertrages; Zahlung einer angemessenen Vergütung zur Übertragung eines Gasversorgungsnetzes; Notwendigkeit der Übertragung des Eigentums am Gasversorgungsnetz und den Verteilungsanlagen auf den neuen Konzessionär zum Zwecke der Überlassung; Notarielle Formbedürftigkeit einer Vertragsklausel wegen der Verpflichtung zum Erwerb bzw. zur Veräußerung von Grundstücken; Verstoß gegen wettbewerbsrechtliche Vorschriften wegen einer Verletzung des Preisbindungsverbots und rechtswidriger Nachbesserung von Vertragsklauseln; Überlassung von Gasanlagen eines Altkonzessionärs durch einen Pächter
Neue Konzessionsnehmer haben Anspruch auf Übertragung von erforderlichen Anlagen und Einrichtungen
Neue Konzessionsträger können vom bisherigen kommunalen Energieversorger Netzübertragung verlangen
Eine Auffassung entnimmt ihr keine Pflicht zur Übereignung (vgl. OLG Frankfurt, OLGR 2008, 561 f.; RdE 2011, 422, 426; OLG Koblenz, ZNER 2009, 146, 147 ff.; Säcker/Jaecks, BB 2001, 997, 999 ff.;… Büdenbender, EnWG, § 13 Rn. 58 ff.;… Salje, EnWG, § 46 Rn. 158 ff.;… BerlKommEnR/Wegner, 2. Aufl., EnWG § 46 Rn. 66 ff.; Lecheler in Ballwieser/Lecheler, Die angemessene Vergütung für Netze nach § 46 Abs. 2 EnWG, S. 35 f.;… Kermel/Danzeisen, Konzessionsverträge und Konzessionsabgaben, Kap. 6 Rn. 12; Kermel, RdE 2005, 153, 157; Dodel, Das Verständnis des § 46 Abs. 2 S. 2 EnWG im Lichte seiner Vorgängerregelungen, S. 51 ff.; Braedel, Die Überlassung von Verteilungsanlagen nach Ablauf des Konzessionsvertrages gemäß § 46 Abs. 2 S. 2 EnWG, S. 28 ff.;… BNetzA bei BKartA/BNetzA, Gemeinsamer Leitfaden zur Vergabe von Strom- und Gaskonzessionen und zum Wechsel des Konzessionsnehmers, Rn. 33; vgl. Papier/Schröder, Wirtschaftlich angemessene Vergütung für Netzanlagen, S. 60).
Zwar habe der Senat in seinem Urteil vom 29.01.2008 (11 U 19/07 (Kart.)) die gegenteilige Rechtsposition vertreten und sei das Urteil vom Bundesgerichtshof bestätigt worden.
Zu Unrecht habe sich das Landgericht hier auf eine angebliche Rechtstradition berufen, weil es auch Endschaftsklauseln gebe, die keine Begrenzung auf ausschließlich der örtlichen Versorgung dienende Anlagen enthielten (so in dem Verfahren Senat 11 U 19/07 (Kart.)).
Diese vom Senat bereits in seiner früheren Rechtsprechung vertretene Auffassung (Senatsurteil v. 29.1.2008, 11 U 19/07 (Kart)) ist vom Bundesgerichtshof nicht beanstandet worden.
cc) Gegen die Annahme, der Gesetzgeber habe zwingend die Übertragung des Eigentums am Gasversorgungsnetz auf den neuen Konzessionär vorschreiben wollen, spricht auch die Entstehungsgeschichte der Vorschrift (so auch OLG Frankfurt/Main OLGR 2008, 561 f.).
Vielmehr spricht die Untätigkeit des Gesetzgebers für die Auffassung, § 46 Abs. 2 EnWG verlange zur Überlassung nicht ausnahmslos eine Übereignung, sondern behalte die nähere Ausgestaltung den Parteien vor (so OLG Frankfurt/Main OLGR 2008, 561, 562; a. A. OLG Schleswig ZNER 2006, 154, 157).
§ 46 Abs. 2 EnWG steht deshalb einer Endschaftsklausel, welche die Übertragung des Eigentums vorsieht, nicht entgegen, zumal die nähere Ausgestaltung der Überlassung der Anlagen Sache der Parteien ist (so auch OLG Frankfurt/Main OLGR 2008, 561, 564).
OLG Düsseldorf, 28.11.2007 - I-11 U 19/07
https://dejure.org/2007,3501
OLG Düsseldorf, 28.11.2007 - I-11 U 19/07 (https://dejure.org/2007,3501)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 28.11.2007 - I-11 U 19/07 (https://dejure.org/2007,3501)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 28. November 2007 - I-11 U 19/07 (https://dejure.org/2007,3501)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2007,3501) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
§§ 858, 861 BGB, § 8 Nr. 3 Abs. 3 VOB/B
BGB § 858; BGB § 861; VOB/B § 8 Nr. 3 Abs. 3
Verwendungsrecht des Auftraggebers und verbotene Eigenmacht
Vorliegen einer Beschwer bei Erledigung der Hauptsache zwischen mündlicher Verhandlung in der Ausgangsinstanz und Einlegung des Rechtsmittels; Herausgabeanspruch eines Bauunternehmers gegen den Bauherrn hinsichtlich der von ihm auf die Baustelle eingebrachten Sachen; Fristlose Kündigung eines Bauvertrages und Erteilung eines Hausverbotes durch den Bauherrn; Vorliegen einer verbotenen Eigenmacht durch Entziehung von Werkzeug
VOB/B - Kündigung: Was geschieht mit den Baumaterialien?
Vertragsrecht: Was geschieht mit den Baumaterialien bei einer vorzeitigen Kündigung des Vertrags
Kündigung gemäß § 8 Nr. 3 VOB/B: Welche Rechte hat AG an Material und Geräten des AN? (IBR 2008, 429)
Vollziehungsfrist beim einstweiligen Verfügungsverfahren (IBR 2008, 1134)
BauR 2008, 998
Besitzschutz: Anspruch eines Bauunternehmers gegen den Auftraggeber auf …
Eine gesetzliche Gestattung ist hier nicht ersichtlich; insbesondere folgt eine solche nicht aus § 8 Abs. 3 Nr. 3 VOB/B (vgl. OLG Düsseldorf BauR 2008, 998, juris RN 22).