Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=DS%202010,%2032
Timestamp: 2019-10-22 12:59:09
Document Index: 365926146

Matched Legal Cases: ['§ 839', '§ 839', '§ 839', 'BGH', '§ 839', '§ 276', '§ 839']

OLG Celle, 05.05.2009 - 4 U 26/09 - dejure.org
https://dejure.org/2009,15167
OLG Celle, 05.05.2009 - 4 U 26/09 (https://dejure.org/2009,15167)
OLG Celle, Entscheidung vom 05.05.2009 - 4 U 26/09 (https://dejure.org/2009,15167)
OLG Celle, Entscheidung vom 05. Mai 2009 - 4 U 26/09 (https://dejure.org/2009,15167)
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Haftung des gerichtlichen Sachverständigen: Anwendbarkeit der Haftungsnorm in einem über zwei Instanzen geführten Zivilrechtsstreit; Darlegungslast des Klägers hinsichtlich eines grob fahrlässig fehlerhaften Gutachtens; Voraussetzungen der Inanspruchnahme des ...
Voraussetzung für die Haftung des Sachverständigen
Sachverständigenhaftung beginnt mit Erlass des Urteils! (IBR 2009, 1369)
§ 839a BGB: Lediglich falsche Gutachten begründen keine Sachverständigenhaftung! (IBR 2010, 63)
LG Hannover, 23.12.2008 - 9 O 390/07
DS 2010, 32
Wollte man hingegen annehmen, die Billigung des Gutachtens und der Vorgehensweise des Sachverständigen durch die Gerichte des Ausgangsverfahrens lasse ein grobes Verschulden des Sachverständigen entfallen, liefe die Haftung nach § 839a BGB weitestgehend leer und würde praktisch bedeutungslos (vgl. auch OLG Celle, DS 2010, 32, 33: "Gefahr eines Zirkelschlusses").
Dieser Maßstab gilt gleichermaßen für die Haftung des Sachverständigen nach § 839a BGB; der Gutachter muss unbeachtet gelassen haben, was jedem Sachkundigen hätte einleuchten müssen, und seine Pflichtverletzung schlechthin unentschuldbar sein (s. OLG Schleswig, DS 2008, 32, 33; OLG Saarbrücken, OLGR 2009, 196, 198; OLG Köln, BeckRS 2011, 25253; vgl. auch OLG Celle, DS 2010, 32, 33 und OLG Rostock, OLGR 2006, 803, die allerdings - entgegen der Ansicht des erkennenden Senats - darauf abstellen wollen, dass die Unrichtigkeit des Gutachtens jedermann, also auch den entscheidenden Richtern, auf Grund naheliegender Überlegungen hätte einleuchten müssen).
BGH, 24.07.2014 - III ZR 412/13
Haftung des Sachverständigen: Ausschluss der groben Fahrlässigkeit bei …
Wollte man annehmen, die Billigung des Gutachtens und der Vorgehensweise des Sachverständigen durch die Gerichte des Ausgangsverfahrens lasse ein grobes Verschulden des Sachverständigen entfallen, liefe die Haftung nach § 839a BGB weitestgehend leer und würde praktisch bedeutungslos (vgl. auch OLG Celle, DS 2010, 32, 33: "Gefahr eines Zirkelschlusses").
Eine besonders schwere Sorgfaltspflichtverletzung liegt nach den in der Rechtsprechung entwickelten Grundsätzen vor, wenn die im Verkehr erforderliche Sorgfalt in ungewöhnlich hohem Maße verletzt wurde, wenn ganz nahe liegende Überlegungen nicht angestellt oder beiseite geschoben worden sind und dasjenige unbeachtet geblieben ist, was im gegebenen Fall sich jedem aufgedrängt hätte (zusammenfassend OLG Celle, Urt. v. 05.05.2009 - 4 U 26/09 -, juris Rn. 10;… OLG München, Urt. v. 21.05.2010 - 1 U 3611/09 -, juris Rn. 69); bei der groben Fahrlässigkeit handelt es sich um eine auch subjektiv schlechthin unentschuldbare Pflichtverletzung, die das gewöhnliche Maß der Fahrlässigkeit des § 276 Abs. 1 BGB erheblich übersteigt (…Staudinger-Wöstmann, a.a.O., § 839 a Rn. 12 m.w.N.).
OLG München, 21.05.2010 - 1 U 3611/09
Haftung des gerichtlichen Sachverständigen: Grob fahrlässiges Handeln bei …
In geeigneten Fällen kann sich deswegen aus den objektiv schwerwiegenden Fehlern des Gutachtens eine gravierende Pflichtverletzung des Gutachters ableiten lassen (vgl. dazu OLG Celle, BeckRS 2009 86279).
OLG München, 17.10.2013 - 1 U 3816/12
Haftung für unrichtiges Verkehrswertgutachten?