Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%202007,%20838
Timestamp: 2019-07-15 19:15:46
Document Index: 156341910

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 779', '§ 779', 'BGH', 'BGH', '§ 32', '§ 62', '§ 779', 'BGH', 'BGH', '§ 779', '§ 55', '§ 55', 'BGH', 'BGH', '§ 779', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 779', 'BGH', '§ 779', 'BGH', 'BGH', '§ 779', 'BGH', '§ 779', 'BGH']

BGH, 21.12.2006 - VII ZR 275/05 - dejure.org
https://dejure.org/2006,895
BGH, 21.12.2006 - VII ZR 275/05 (https://dejure.org/2006,895)
BGH, Entscheidung vom 21.12.2006 - VII ZR 275/05 (https://dejure.org/2006,895)
BGH, Entscheidung vom 21. Dezember 2006 - VII ZR 275/05 (https://dejure.org/2006,895)
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Umfang eines Vergleichs
Auswirkungen eines reinen Rechtsirrtums auf die Wirksamkeit eines Vergleichs; Wirksamkeit eines Vergleichs bei Irrtum über eine im Vergleich eingestellte Einzelposition; Sämtliche in einen Vergleich einfließende Positionen als Gegenstand des Vergleichs; Irrtum betreffend die Wirksamkeit der Vereinbarung einer Vertragsstrafe
Zur Frage, unter welchen Umständen im Rahmen einer Generalbereinigung in einen Vergleich eingestellte Einzelpositionen Vergleichsgegenstand mit der Folge geworden sind, dass ein sie betreffender Irrtum die Wirksamkeit des Vergleichs nicht im Sinne von § 779 Abs. 1 BGB in Frage stellt
Prozesstaktik - Vergleich durch Irrtumsanfechtung beseitigen?
Generalbereinigung durch Vergleich: Wegen Irrtums unwirksam? (IBR 2007, 186)
LG Verden, 23.09.2004 - 7 O 78/04
OLG Celle, 10.11.2005 - 5 U 209/04
NJW 2007, 838
DNotZ 2007, 289
NZBau 2007, 172
VersR 2007, 410
WM 2007, 1387
BauR 2007, 536
ZfBR 2007, 261
Ob die Auffassung des Berufungsgerichts zutrifft, dass ein Rechtsirrtum, wenn er nicht gleichzeitig einen Irrtum über relevante Tatsachen umschließt, von vornherein nicht in den Anwendungsbereich von § 779 Abs. 1 BGB fallen kann (…so zuletzt BGH Urteil vom 18. Dezember 2007 - XI ZR 76/06 - NJW-RR 2008, 643 Rn. 14; offen gelassen in BGH Urteil vom 21. Dezember 2006 - VII ZR 275/05 - NJW 2007, 838 Rn. 10 m.N. zum Streitstand), braucht unter den hier obwaltenden Umständen nicht entschieden zu werden.
Unter diesen Vorzeichen muss der Senat nicht entscheiden, ob der Vergleich im Blick auf die rechtsirrigen Auffassungen der Parteien bei dessen Abschluss nicht schon als unwirksam nach § 32 Abs. 1 BRAO, § 62 Satz 2 VwVfG i.V.m. § 779 BGB anzusehen wäre (…vgl. BGH, Urteile vom 6. November 2003 - III ZR 376/02, BGHR BGB § 779 Abs. 1 Sachverhalt 2 m.w.N.; vom 21. Dezember 2006 - VII ZR 275/05, NJW 2007, 838;… Stelkens/Bonk/Sachs, VwVfG, 8. Aufl., § 55 Rn. 53 ff. m.w.N.;… Spieth in BeckOK, VwVfG, Stand 1. Januar 2014, § 55 Rn. 56 f.).
Grundsätzlich ist der Erwerber von Wohnungseigentum berechtigt, seine individuellen Rechte aus dem Vertrag mit dem Veräußerer selbstständig zu verfolgen, solange durch sein Vorgehen gemeinschaftsbezogene Interessen der Wohnungseigentümer oder schützenswerte Interessen des Veräußerers nicht beeinträchtigt sind (vgl. BGH, Urteil vom 27.7.2006 - VII ZR 275/05, in: BGHZ 169, 1 ff.).
Ein etwaiger Irrtum der Parteien betraf Umstände, die der Vergleich gerade beheben sollte, mithin den Gegenstand des Vergleichs; dies führt nicht zur Anwendbarkeit des § 779 Abs. 1 BGB (BGH NJW 2007, 838).
Nicht erfasst ist der Sachverhalt, der vor dem Vergleich als streitig oder ungewiss angesehen wurde und Gegenstand der Streitbeilegung war (BGH NJW 2007, 838; BGH NJW 2003, 3193; BGH NJW-RR 1989, 1143).
OLG Zweibrücken, 25.10.2007 - 6 UF 10/07
Störung der Geschäftsgrundlage: Anpassung eines Vergleichs über den …
Insoweit ist aber § 779 Abs. 1 BGB nicht anwendbar (vgl. BGH VersR 2007, 410).
Der tatsächliche, nach Vertrag vereinbarte Umfang der Leistungspflicht der Klägerin - einschließlich der Bedeutung der diversen Nachtragsangebote der Klägerin ab 08.04.97 - gehörte danach zu den dem Streit der Parteien unterliegenden Ungewissheiten und bildete demgemäß den Gegenstand des Vergleichs i. S. des § 779 Abs. 1 BGB (vgl. hierzu BGH WM 2007, 1387, 1388 m.w.N.).
LG Paderborn, 23.11.2007 - 4 O 370/07
PKW-Kaufrückabwicklung - Inzahlung genommenes Fahrzeug
Unerheblich ist dagegen, ob die Zubehörteile, die für das Fahrzeug erworben sind, für den Käufer anderweitig verwendbar sind (vergl. BGH, Urteil vom 20.07.2005, AZ: VII ZR 275/05).
Ein Irrtum über Umstände, die der Vergleich gerade beheben soll, die mithin Gegenstand des Vergleichs sein sollen, führt nicht zur Anwendung des § 779 Abs. 1 BGB und ist unbeachtlich (BGH NJW 2007, 838).
Da beide Seiten nachgegeben haben, handelt es sich um einen außergerichtlichen Vergleich (§ 779 BGB; BGH MDR 2007, 649).