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Timestamp: 2019-04-23 20:12:10
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Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Runes of Magic: Gameforge legt Einspruch gegen Versäumnisurteil des BGH ein | News | allvatar.com
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29.04.2013..Sharlet
0 4 +
29.04.2013..Elli
09.01.2014 10:45 Uhr | Ara | 5499 Aufrufe	0 1
Der Verbraucherzentrale Bundesverband störte sich an Werbeformulierungen des Entwicklers Gameforge für ihr Spiel Runes of Magic. Beispielsweise bei Slogans wie "Schnapp Dir die günstige Gelegenheit und verpasse Deiner Rüstung & Waffen das gewisse Etwas“. Dieser richtet sich, nach Ansicht der Verbraucherzentrale, gezielt an Kinder und soll daher wettbewerbswidrig sein.
Die Vorinstanzen sahen es anders als der Bundesverband und wiesen die Klage ab. Auch die Berufungsinstanz wollte der Argumentation des Bundesverbandes nicht folgen. Es handelt sich nicht um eine unmittelbare Kaufaufforderung, auch nicht dadurch, dass der Slogan mit "Schnapp Dir..." eingeleitet und am Ende ein Link zum Shop gesetzt wurde. Denn der Spieler hätte im Shop erst noch weitere Schritte unternehmen müssen, um die Sachen zu erwerben.
Der Bundesverband zog anschließend zum BGH und legte Revision ein. Zum Verhandlungstermin erschien Gameforge jedoch nicht, so dass der BGH ein Versäumnisurteil erließ. Trotzdem äußerte sich der BGH auch zur Sache selbst und erklärte, zwar sei die Verwendung von "Du" auch bei Erwachsenen, vor allem in der Gamer-Szene, heutzutage nicht unüblich, die Werbung müsste jedoch im Gesamtzusammenhang gesehen werden. Demnach richtet sich die Werbung auch gezielt an Minderjährige und sei damit wettbewerbswidrig.
Auch erkennt der BGH in der Formulierung "Schnapp dir..." und einem Link eine direkte Kaufaufforderung. Es ist nicht schädlich, dass vor dem tatsächlich Kauf noch ein Link geklickt werden muss. Denn der BGH stellt fest, dass vor allem Onlinespieler erfahrungsgemäß technisch sehr bewandert sind und es daher für sie nicht unüblich ist, dass zwischen Werbung und Kauf noch ein Shopsystem dazwischen geschalten ist.
Damit kommt der BGH zum Fazit, dass ein durchschnittlicher Kunde diese Werbung als Aufforderung zum Kauf von Ingame-Gegenständen, um seinen Charakter aufzubessern, verstehen würde. Daher entschied der BGH selbst und gab dem Bundesverband Recht.
Gegen dieses Versäumnisurteil hat Gameforge nun Einspruch eingelgt. Dadurch erhalten sie nochmals die Chance ihre Argumente vorzubringen. Da der BGH aber bereits ausführlich zur Sach- und Rechtslage Stellung genommen hat, ist zweifelhaft, ob Gameforge mit weiteren Argumenten noch Erfolg haben kann.
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