Source: https://www.hldatenschutz.de/page/2/
Timestamp: 2019-12-09 03:45:10
Document Index: 9514498

Matched Legal Cases: ['§ 12', 'EuG', 'EuG', 'Art. 288', 'Art. 12', 'Art. 23', '§ 33', 'Art. 88', '§ 33', '§ 32', '§ 33', '§ 32', '§ 32', 'Art. 37', '§ 14', 'Art. 12', 'Art. 13', 'Art. 15', '§ 7', '§ 8', 'Art. 83', '§ 14', '§ 14', '§ 43', '§ 32', 'Art. 28', 'Art. 32', 'Art. 12', 'Art. 22', 'Art. 35', '§ 4', 'Art. 35']

Datenschutz | Seite 2 von 13 | Hogan Lovells
Rechtlich geht es um die Frage, ob dynamische IP-Adressen als „personenbezogene Daten“ zu verstehen sind, mit der Folge, dass ihre Erhebung und Speicherung nur dann zulässig ist, wenn die betroffene Person (der Internetnutzer) in die Erhebung und Verarbeitung dieser Daten eingewilligt hat oder eine gesetzliche Vorschrift diese Datenverarbeitung anordnet oder erlaubt (§ 12 Abs. 1 TMG).
Betreiber von Webseiten sollten spätestens nach der aktuellen Entscheidung des EuGH prüfen, in welchem Umfang sie sogenannte Protokolldateien (hierunter auch dynamische IP-Adressen) speichern und ob sie Internetnutzer über den Umstand und den Zweck der Speicherung hinreichend informieren. Mit anderen Worten sollten die Betreiber von Webseiten ihre Datenschutzhinweise umgehend auf eine Vereinbarkeit mit der Entscheidung des EuGH prüfen, auch wenn eine finale Entscheidung des vorliegenden Rechtsstreits nach der Zurückverweisung an die deutschen Gerichte noch aussteht. Eine regelmäßige Überprüfung der rechtlichen Texte zur Erhebung und Verarbeitung personenbezogener Daten („Datenschutzhinweise“, „Datenschutzerklärung“, „Privacy Policy“) ist ohnehin unter dem Gesichtspunkt der Website Compliance in regelmäßigen Abständen zu empfehlen, um sicherzustellen, dass die rechtlichen Informationen und Rahmenbedingungen mit den technischen Entwicklungen und Funktionalitäten der Webseite Schritt halten.
Tags: Cyberangriffe, Dynamische IP-Adresse, Erhebung und Verarbeitung personenbezogener Daten, Internet, Protokolldaten, Website Compliance
Autor: Tim Wybitul Eingestellt: 25. September 2016 Rubrik: Datensicherheit
Die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) wird den Schutz personenbezogener Daten europaweit vereinheitlichen. Europäische Datenschutzbehörden dürfen Verstöße künftig mit Millionen-Bußgeldern sanktionieren: Vorstände, Geschäftsführer, betriebliche Datenschutzbeauftragte und andere Entscheidungsträger haften ab Mai 2018 bei Datenschutzverstößen, außerdem können Verbraucher und Mitarbeiter vor Gericht Schadensersatz fordern.
„So gut wie jedes Unternehmen verarbeitet große Mengen von Daten. Dies betrifft Kunden, Mitarbeiter oder andere Personen. Die DSGVO stellt die Wirtschaft daher vor große Herausforderungen“, sagt Tim Wybitul, Partner bei Hogan Lovells in Frankfurt und Herausgeber der Zeitschrift für Datenschutz. „Unternehmen müssen in kurzer Zeit interne Prozesse, Strukturen und Datenschutz-Funktionen an das neue Recht anpassen. Dafür haben wir einen Praxisleitfaden zur DSGVO entwickelt. Geschäftsführer und betriebliche Datenschutzbeauftragte können sich mit dieser ‚Gebrauchsanleitung‘ Schritt für Schritt auf das neue Recht vorbereiten.“ Der Praxisleitfaden „EU-Datenschutz-Grundverordnung im Unternehmen“ erscheint in der Reihe „Kommunikation & Recht“ der dfv Mediengruppe, die auch den bekannte Kommentar Taeger/Gabel umfasst. Mit einem Vorworten Jan Philipp Albrecht, MdEP.
Ein eigenes Kapitel beschreibt die Arbeit- und Planungsschritte vom Umsetzungsprojekten zur Einführung der DSGVO im Unternehmen.
Weitere Informationen zum Praxisleitfaden finden Sie hier.
Autor: Tim Wybitul Eingestellt: 6. September 2016 Rubrik: Datenschutz Allgemein, EU-Datenschutz-Grundverordnung
Projektplanung und Umsetzung der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) im Unternehmen
Mit Checkliste zu den Arbeitsschritten der Einführung der DSGVO
Unternehmen müssen die EU-Datenschutz-Grundverordnung spätestens ab dem 25.05.2018 umgesetzt haben. Andernfalls drohen Bußgelder, Schadensersatzforderungen, Rufschäden und sonstige Nachteile. Die DSGVO stellt erhebliche Anforderungen an Prozesse und Strukturen zur Gewährleistung des gesetzlich vorgeschriebenen Datenschutzes.
Der Datenschutzbeauftragte der Allianz Deutschland, Dr. Oliver Draf, LL.M. und Tim Wybitul, Hogan Lovells geben einen im aktuellen Betriebs-Berater, Heft 35 (BB 2016, 2101 ff.) einen Überblick über die Projektplanung zur Umsetzung der Anforderungen der DSGVO. Wir veröffentlichen den Beitrag mit freundlicher Genehmigung der dfv Verlagsgruppe. Sie können den Überblick hier online abrufen. Eine erweiterte Fassung des Betrags finden Sie in dem in Bälde erscheinenden Praxisleitfaden „EU-Datenschutz-Grundverordnung im Unternehmen“.
Tags: Datenschutz-Grundverordnung, DSGVO, EU-Datenschutz-Grundverordnung
Ab dem 25.05.2018 gilt die EU-Datenschutz-Grundverordnung (“DSGVO“). Das Bundesministerium des Inneren (“BMI“) hatte bereits seit geraumer Zeit angekündigt, einen Gesetzentwurf zur Ausführung der DSGVO in Deutschland vorzulegen. Zwar wirkt die DSGVO als EU-Verordnung nach Art. 288 AEUV direkt und unmittelbar in allen Mitgliedsstaaten. Allerdings sind flankierende Regelungen wie etwa zur Zuständigkeit nationaler Behörden, durchaus erlaubt. Zudem sieht die DSGVO an einer Reihe von Stellen die Möglichkeit vor, einzelne Punkte im Recht der Mitgliedsstaaaten spezifischer zu regeln. Mittlerweise sind erste Eckdaten des Referentenentwurfs des BMI zur Anpassung des deutschen Datenschutzrechts an die Vorgaben der DSGVO bekannt geworden. Kernstück der Neuregelung soll der Entwurf für ein Allgemeines Bundesdatenschutzgesetz (“ABDSG-E“) werden.
Nachstehend sind einige erste Eckpunkte des Entwurfs des BMI zusammengefasst, die für Unternehmen besonders maßgeblich sind:
Hintergrund der Neuregelung: Der ABDSG-E soll das derzeit geltende BDSG zum 25.05.2018 ersetzen. Er soll ein reibungsloses Zusammenspiel der DSGVO und der Richtlinie (EU) 2016/680 zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten durch die zuständigen Behörden zum Zwecke der Verhütung, Ermittlung, Aufdeckung oder Verfolgung von Straftaten oder der Strafvollstreckung sowie zum freien Datenverkehr “mit dem stark differenzierten deutschen Datenschutzrecht” sicherstellen. Der Referentenentwurf zielt deutlich darauf ab, den von Brüssel vorgegebenen Spielraum für nationale Regelungen möglichst weitgehend auszunutzen.
Umfang und Struktur des Entwurfs: Der ABDSG-E soll künftig das deutsche Datenschutzrecht in 60 Paragrafen an die Regelungen der DSGVO anpassen. Teilweise gibt der ABDSG-E die Regelungen der DSGVO wieder, etwa bei den Definitionen. Zudem regelt der Entwurf etliche Fragen, in denen die DSGVO den einzelnen Mitgliedsstaaten einen gewissen Spielraum einräumt. Dies betrfft etwa die Pflicht zur Bestellung eines Datenschutzbeauftragten, denBeschäftigtendatenschutz bei den Zuständigkeiten der Aufsichtsbehörden oder die Verhängung von Bußgeldern. Zudem sollen die Betroffenenrechte (Art. 12 ff. DSGVO) “unter Berücksichtigung” von Art. 23 DSGVO beschränkt werden. Diese Beschränkungen orientieren sich laut dem Referentenentwurf “sehr weitgehend an den bestehenden Regelungen des Bundesdatenschutzgesetzes“.
Datenverarbeitung im Beschäftigungskontext: Der Beschäftigtendatenschutz ist in § 33 ABDSG-E geregelt. Art. 88 DSGVO erlaubt nationale Regelungen zur Datenverarbeitung Beschäftigungskontext. § 33 ABDSG-E schreibt das bisherige deutsche Recht fort und entspricht weitgehend den bisherigen §§ 32 und 3 Abs. 11 BDSG. Wird der Entwurf in dieser Form umgesetzt, werden deutsche Arbeitsrichter weiterhin die vom BAG entwickelten strengen Maßstäbe anlegen und die Zulässigkeit der Verarbeitung personenbezogener Daten für Zwecke des Beschäftigungsverhältnisses auf der Grundlage einer Verhältnismäßigkeitsprüfung bewerten. Auch die nichtautomatisierte Verarbeitung personenbezogener Daten im Beschäftigungskontext soll nach § 33 Abs. 2 ABDSG-E den Anforderungen des Datenschutzes unterliegen. Im Ergebnis läuft der Vorschlag des BMI darauf hinaus, dass der derzeit geltende § 32 BDSG auch noch nach dem 25.05.2018 in Deutschland weiter gelten soll. § 32 wurde bereits 2009 eigentlich nur als Übergangslösung eingeführt. Folgt der Deutsche Bundestag dem Vorschlag des BMI, so wird dies einer provisorischen Regelung eine erstaunliche lange Lebensdauer bescheren.
Bestellung von Datenschutzbeauftragten (DSB): Grundsätzlich sieht die DSGVO eine Pflicht zur Bestellung eines DSB nur unter recht engen Voraussetzungen vor. Falls aber eine Bestellung nach dem Recht der Mitgliedsstaaten vorgesehen ist, müssen Unternehmen dennoch einen DSB bestellen, Art. 37 Abs. 4 DSGVO. Der ABDSG-E macht von dieser Möglichkeit Gebrauch. Gemäß § 14 Abs. 1 Satz 2 ABDSG-E müssen Verantwortliche und Auftragsverarbeiter auch dann einen DSB bestellen, wenn sie “in der Regel mindestens zehn Personen ständig mit der Verarbeitung personenbezogener Daten beschäftigen.” Die bislang in Deutschland geltende Bestellpflicht würde damit weitgehend beibehalten. Das Unternehmen veröffentlicht zudem Angaben zur Erreichbarkeit des DSB und teilt diese der Bundesbeauftragten für den Datenschutz mit. Ebenso muss die Bundesbeauftragte von Neubestellungen von DSB unterrichtet werden. Für als Arbeitnehmer beschäftigte DSB ist eine Kündigung des Arbeitsverhältnisses nur aus wichtigem Grund zulässig. Zudem wirkt der Sonderkündigungsschutz des DSB auch nach einer Abberufung für ein Jahr nach.
Einschränkung von Betroffenenrechten: Die Art. 12 bis 22 DSGVO sehen umfangreiche Betroffenenrechte vor. So müssen Verantwortliche betroffene Personen bei der Erhebung ihrer personenbezogenen Daten umfassend informieren, Art. 13 und 14 DSGVO. Betroffene haben das Recht, Auskunft über ihre von einem Verantwortlichen verarbeiteten Daten sowie eine Kopie dieser Daten zu verlangen, Art. 15 DSGVO. Hinzu kommen unter anderem Recht auf Berichtigung, Löschung, Einschränkung der Verarbeitung, Widerspruch gegen Datenverarbeitung und enge Vorgaben zum Profiling. Der ABDSG-E soll diese Betroffenenrechte einschränken. Beispielsweise soll eine Informationspflicht bei Datenerhebung entfallen, soweit diese einen unverhältnismäßigen Aufwand erfordern würde, § 7 Abs. 2 und § 8 Abs. 2 lit. d ABDSG-E. Auch die sonstigen Betroffenenrechte sollen eingeschränkt werden. Viele der vorgeschlagenen Regelungen entsprechen denen des bisherigen BDSG.
Bußgelder: Grundsätzlich richten sich die Bußgelder nach Art. 83 gegen Verantwortliche und Autragsverarbeiter, die die Vorgaben der DSGVO nicht einhalten. Die Bußgelder können bis zu 20 Millionen Euro betragen – oder sogar bis zu vier Prozent des globalen Umsatzes, je nachdem, welcher Betrag letztlich höher ist. Im deutschen Ordnungswidrigkeitenrecht gilt der sogenannte Einheitstäterbegriff des § 14 OWiG. Beteiligt sich eine natürliche Person an einem vom Unternehmen begangenen Datenschutzverstoß, so drohen ihr grundsätzlich ähnlich hohe Bußgelder wie dem Unternehmen selbst, vgl. § 14 Abs. 1 Satz 2 OWiG. Hier legt das BMI mit § 43 BDSG-E Hand an. Das Bußgeld für beteiligte Vorstände, Geschäftsführer oder sonstige Manager und Arbeitnehmer soll auf bis zu 300.000 Euro beschränkt werden. Diese Regelung würde das Risiko für an Verstößen beteiligte Personen im Unternehmen erheblich einschränken. Allerdings könnten Unternehmen, gegen die Bußgelder verhängt warden, durchaus gehalten sein, die dafür letztlich verantwortlichen Mitarbeiter in Regress zu nehmen.
Fazit: Die vom BMI aktuell vorgeschlagenen Regelungen sind komplex. Durch die vielen Verweisungen auf die DSGVO und im ABDSG-E selbst ist der Entwurf sogar für Datenschutzexperten nur schwer verständlich. Für eine abschließende Bewertung ist es in der jetzigen Phase des Gesetzgebungsverfahrens noch viel zu früh. Dennoch kann man bereits jetzt einige Eindrücke zusammenfassen: Das Ministerium versucht erkennbar, die vielen Ausnahmeregelungen in der DSGVO weitgehend auszunutzen, die den Mitgliedsstaaten nationale Sonderregelungen erlauben. Viele der vorgeschlagenen Regelungen des geplanten neuen deutschen Datenschutzrechts entsprechen denen des bislang geltenden BDSG. Man fragt sich an vielen Stellen, ob das ABDSG-E den Vorgaben der DSGVO, aber auch allgemeinen europarechtlichen Anforderungen zu derartigen Ausführungsgesetzen entspricht. Es wird daher spannend werden, ob das deutsche Parlament diesen Versuch mitgehen wird, beim Datenschutz “das Rad zurückzudrehen”. In jedem Falle dürfen sich Politik und Datenschützer auf ein interessantes und kontroverses weiteres Gesetzgebungsverfahren zum Datenschutz einstellen.
Gerne beraten wir Ihr Unternehmen bei der Umsetzung der Vorgaben der DSGVO. Umfassende weitere Informationen hierzu uns zu anderen Fragen des Datenschutzes finden Sie hier oder auf unserem HL-Datenschutz-Blog. Wir stehen Ihnen auch für Gespräche darüber zur VErfügung, ob und in welcher Weise man diese Pläne des Gesetzgebers bereits zeitnah bei der Implementierung der DSGVO berücksichtigen sollte.
Tags: Arbeitnehmerdatenschutz, § 32 BDSG, Datenschutz, Datenschutz-Grundverordnung, DSGVO, EU Datenschutz, EU-Datenschutz-Grundverordnung
Im Rahmen ihrer Strategie für einen Digitalen Binnenmarkt hat sich die Europäische Kommission beginnend mit deren Veröffentlichung im Mai 2015 das große Ziel gesetzt, den europäischen Binnenmarkt auch im Internet zu verwirklichen. Die Strategie umfasst vielfältige Reformvorschläge, unter anderem im Verbraucherschutzrecht, Urheberrecht, Telekommunikationsrecht – und natürlich auch im Datenschutz. Angesichts der neuen Datenschutzgrundverordnung soll insbesondere auch die E-Privacy-Richtlinie 2002/58/EG genauer in Augenschein genommen und gegebenenfalls an die neuen Regelungen angepasst werden. Nachdem die Kommission der Öffentlichkeit jüngst im Rahmen einer Konsultation die Möglichkeit zur Stellungnahme gegeben hat, wurden nun die ersten Ergebnisse der Konsultation veröffentlicht. Lesen Sie mehr »
Binding Corporate Rules („BCR“) und EU-Standardvertragsklauseln („SCCs“) sind gegenwärtig die praktisch wichtigsten Instrumente, um internationale Datentransfers insbesondere in die USA zu rechtfertigen. Doch welche Anforderungen stellen die einzelnen deutschen Datenschutzbehörden an die Verwendung von BCR und SCCs? Insbesondere, wenn Datentransfers auf BCR gestützt werden sollen, gehen die Auffassungen der Behörden auseinander, ob die einzelnen Transfers der zuständigen Behörde angezeigt werden müssen oder sogar einer Genehmigung bedürfen. Dieser Beitrag enthält eine Übersicht über die Auffassungen aller Datenschutzbehörden zu Anzeige-, Vorlage- und/oder Genehmigungspflichten beim Einsatz von BCR und SCCs, und fasst zudem die aktuellen Bestrebungen der Behörden zusammen, künftig auf das Genehmigungserfordernis für Datentransfers auf Grundlage von BCR zu verzichten.
Tags: Aufsichtsbehörde, Datenschutz, Drittstaat, internationaler Datentransfer, personenbezogene Daten, Safe Harbor
Autor: Tim Wybitul Eingestellt: 13. Juni 2016 Rubrik: Datenübermittlungen, Datenschutz Allgemein, EU-Datenschutz-Grundverordnung
Checklisten zur EU-Datenschutz-Grundverordnung – Teil 3: Auftragsverarbeitungsvertrag
Checkliste 3: Vertrag zur Auftragsverarbeitung Die nachstehende Checkliste fasst die nach Art. 28 DSGVO zwingend vorgeschriebenen wesentlichen Vertragsinhalte eines Auftragsverarbeitungsvertrags zusammen. Dies sind natürlich nur Mindestinhalte, die um weitere Regelungen ergänzt werden sollten, etwa zu wirtschaftlichen Punkten. Zudem kann es sich nach wie vor empfehlen, spezifisch datenschutzrechtliche Vorgaben in einer gesonderten Anlage zu einem Hauptvertrag zu regeln.
Vertragsgegenstand: Gegenstand der Auftragsverarbeitung
Zweckbestimmung: Zwecke der Auftragsverarbeitung
Festlegung der Daten: Art der personenbezogenen Daten, die verarbeitet werden
Zeitbestimmung: Dauer der Auftragsverarbeitung
Betroffene Personen: Kategorien von betroffenen Personen, deren Daten Gegenstand der Auftragsverarbeitung sind
Weisungsgebundenheit: Der Auftragsverarbeiter darf nur auf dokumentierte Weisung des Verantwortlichen verarbeiten
Informationspflicht: Auftragsverarbeiter muss Verantwortlichen bei Ausnahmen von der Weisungspflicht aufgrund von Rechtsvorschriften unterrichten (wenn nicht die einschlägige Rechtsvorschrift eine solche Mitteilung verbietet)
Vertraulichkeit: Gewährleistung des Auftragsverarbeiters, dass sich die zur Verarbeitung der personenbezogenen Daten befugten Personen zur Vertraulichkeit verpflichtet haben oder einer angemessenen gesetzlichen Verschwiegenheitspflicht unterliegen
Datensicherheit: Der Auftragsverarbeiter muss alle nach Art. 32 DSGVO vorgeschriebenen Maßnahmen ergreifen
Unterauftragsverarbeiter: Auftragsverarbeiter darf keine weiteren Unterauftragsverarbeiter ohne vorherige gesonderte oder allgemeine Zustimmung des Verantwortlichen einsetzen; bei allgemeiner Zustimmung Informationspflicht des Auftragsverarbeiters über vorgesehene Änderung im Einzelfall und Einspruchsrecht des Verantwortlichen
Unterstützung bei Transparenzpflichten: Regelungen dazu, wie der Auftragsverarbeiter den Verantwortlichen bei der Erfüllung seiner Pflichten in Bezug auf Betroffenenrechte nach Art. 12 bis Art. 22 DSGVO unterstützt
Rückgabe oder Löschung: Auftragsverarbeiter muss alle personenbezogenen Daten nach Erbringung der Verarbeitungsleistungen nach Wahl des Verantwortlichen löschen oder zurückgeben, sofern keine Rechtspflichten entgegenstehen
Nachweispflichten: Der Auftragsverarbeiter unterstützt den Verantwortlichen beim Nachweis der Einhaltung der Vorschriften zur Auftragsverarbeitung und stellt dem Verantwortlichen hierfür erforderliche Informationen zur Verfügung
Kontrollen: Der Auftragsverarbeiter ermöglicht und unterstützt Überprüfungen und Inspektionen bezüglich der Einhaltung der Vorgaben der DSGVO oder sonstiger Datenschutzbestimmungen der EU oder ihrer MitgliedsstaatenUnterrichtung bei Verstößen: Der Auftragsverarbeiter informiert den Verantwortlichen unverzüglich, falls er der Auffassung ist, dass eine Weisung gegen die DSGVO oder sonstige Datenschutzbestimmungen der EU oder ihrer Mitgliedsstaaten verstößt
Die DSGVO gilt ab dem 25. Mai 2018. Zu diesem Zeitpunkt müssen Unternehmen die Vorgaben des neuen Datenschutzrechts EU-weit ummgesetzt haben. Die Schaffung eines datenschutzkonformen Vertragsmmanagement ist dabei eines der Teilprojekte der Implementierung der DSGVO. Da Auftragsverarbeitungsverträge nicht einseitig geändert werden können, sollten Unternehmen zeitnah ihre Dienstleister wegen erforderlichen Vetragsänderungen kontaktieren. Weitere Checklisten und Arbeitshilfen zur Umsetzung der DSGVO können Sie hier abrufen.
Tags: Auftragsverarbeitung, Checkliste, Datenschutz-Grundverordnung, DSGVO, EU-Datenschutz-Grundverordnung
Autor: Tim Wybitul Eingestellt: 4. Juni 2016 Rubrik: EU-Datenschutz-Grundverordnung
Checklisten zur EU-Datenschutz-Grundverordnung, Teil 2: Datenschutz-Folgenabschätzung
Praxis-Checklisten zur Datenschutz-Folgenabschätzung
Unternehmen und andere für Datenverarbeitungen Verantwortliche müssen künftig eine Datenschutz-Folgenabschätzung durchführen, bevor sie Verarbeitungen vornehmen, die hohe Risiken für die Rechte und Freiheiten natürlicher Personen zur Folge haben können. Das Konzept der Datenschutz-Folgenabschätzung nach Art. 35 DSGVO weicht erheblich von dem der Vorabkontrolle nach § 4d Abs. 5 BDSG ab. Bei einer Datenschutz-Folgenabschätzung nach Art. 35 DSGVO sollen insbesondere Eintrittswahrscheinlichkeit und Schwere des möglichen Risikos bewertet werden. Das Unternehmen muss auch Art, Umfang, Umstände, verfolgte Zwecke sowie Ursachen möglicher Risiken bewerten. Dabei soll es auch Maßnahmen, Garantien und Verfahren prüfen, mit denen Unternehmen bestehende Risiken eindämmen und die sonstigen Vorgaben der Verordnung einhalten können.
Führen Verantwortliche Verfahren ein, die wahrscheinlich ein hohes Risiko für persönliche Rechte und Freiheiten betroffener Personen mit sich bringen, müssen sie zuvor eine Datenschutz-Folgenabschätzung durchführen und gegebenenfalls die zuständige Aufsichtsbehörde konsultieren. Unterlässt ein Verantwortlicher eine vorgeschriebene Datenschutz-Folgenabschätzung oder führt diese nicht korrekt durch, kann dies mit Bußgeldern von bis zu 2 Prozent des Umsatzes geahndet werden.
Tags: Datenschutz, Datenschutz-Grundverordnung, EU Datenschutz, EU-Datenschutz-Grundverordnung, technische und organisatorische Maßnahmen
Autor: Tim Wybitul Eingestellt: 28. Mai 2016 Rubrik: Datenschutz Allgemein, EU-Datenschutz-Grundverordnung
Der vorliegende Hogan Lovells Blog ist der erste aus einer Serie von Checklisten zur Umsetzung der DSGVO in der Unternehmenspraxis. Die folgende Checkliste fasst die für die Praxis wichtigsten Änderungen als Checkliste in knapper übersichtlicher Form zusammen. Anschließend werden die in der Checkliste zusammengefassten praxisrelevanten Änderungen in einem Überblick beschrieben.