Source: https://rechtsberaterhaftung.de/urteilShow.php?ID=278&Urteil=Streitverk%25C3%25BCndung
Timestamp: 2018-05-21 13:05:45
Document Index: 232211575

Matched Legal Cases: ['§ 68', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 66', 'BGH']

Verkündet der Antragsteller in einem selbständigen Beweisverfahren, das er gegen einen vermeintlichen Schädiger führt, einem möglicherweise stattdessen haftenden Schädiger den Streit, so umfasst die Bindungswirkung des § 68 ZPO grundsätzlich jedes Beweisergebnis, das im Verhältnis zum Antragsgegner von rechtlicher Relevanz ist.
BGH - 18.12.2014 - VII ZR 102/14
Die Zulässigkeit der Streitverkündung ist grundsätzlich nicht im Erstprozess, in dem der Streit verkündet wird, sondern erst im Folgeverfahren zwischen dem Streitverkünder und dem Streitverkündungsempfänger zu prüfen
BGH - 08.02.2011 - VI ZB 31/09
Ist aus tatsächlichen und rechtlichen Gründen zweifelhaft, ob ein vertraglicher Anspruch im Wege der Vertragsübernahme auf einen Dritten übergegangen ist, hat der Rechtsanwalt, der zur Klage gegen den Dritten rät, seinem Mandanten zu empfehlen, dessen ursprünglichen Vertragspartner den Streit zu verkünden.
BGH - 16.09.2010 - IX ZR 203/08
Die Streitverkündung zwischen Gesamtschuldnern untereinander ist zulässig.
OLG Celle - 12.03.2008 - 14 U 108/07
Wer auf Schadensersatz in Anspruch genommen wird, hat regelmäßig ein rechtliches Interesse im Sinne von § 66 ZPO am Obsiegen des Anspruchstellers in dessen Rechtstreit mit einem eventuellen weiteren Schädiger, der zusammen mit dem Nebenintervenienten als Gesamtschuldner haften würde.
OLG Karlsruhe - 08.12.2006 - 12 U 208/05
Das Gericht hat den Streitverkündungsschriftsatz dem Betroffenen grundsätzlich ohne Prüfung der Zulässigkeit der Streitverkündung zuzustellen.
OLG Celle - 14.11.2005 - 7 W 117/05
Kommen als Schuldner für den Anspruch eines Mandanten mehrere natürliche oder juristische Personen in Betracht, muß der beauftragte Rechtsanwalt seinen Mandanten über die Möglichkeit aufklären, den Personen im Klageverfahren den Streit zu verkünden, die auch als Schuldner in Betracht kommen.
BGH - 21.07.2005 - IX ZR 193/01
Kommt es aufgrund eines fehlerhaften notariellen Vertrags zu einem Rechtsstreit der Vertragsparteien, kann der Notar später nicht einwenden, daß der Prozeß vom Kläger mangelhaft geführt oder vom Gericht falsch entschieden worden sei, wenn ihm der Streit verkündet war.
OLG München - 19.05.1988 - 1 U 3892/87
Siehe auch: Nebenintervention