Source: https://entscheide.weblaw.ch/cache.php?link=02.01.2020_BP.2020.1&sel_lang=it
Timestamp: 2020-03-28 10:03:13
Document Index: 10254690

Matched Legal Cases: ['Art. 387', 'Art. 387', 'Art. 387', 'Art. 387', 'Art. 42', 'Art. 42', 'Art. 40', 'Art. 314', 'Art. 314', 'Art. 387']

BP.2020.1 - 2020-01-02 - Corte dei reclami penali: procedimenti penali - Aufschiebende Wirkung (Art. 387 StPO).
Geschäftsnummer: BP.2020.1
(Hauptverfahren: BG.2020.1)
Verfügung vom 2. Januar 2020
Roy Garré, Präsident,
2. Kanton St. Gallen, Kantonales Untersuchungsamt,
Aufschiebende Wirkung (Art. 387
CPP Art. 387 Effetto sospensivo - I ricorsi non hanno effetto sospensivo, salvo disposizioni contrarie del presente Codice oppure ordini specifici di chi dirige il procedimento nella giurisdizione di ricorso.
Der Präsident hält fest, dass:
- die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis der Beschuldigten A. am 18. Dezember 2019 mitteilte, sie verzichte auf eine Weiterführung der Gerichtsstandsauseinandersetzung mit dem Kanton St. Gallen und akzeptiere die konkludente Anerkennung des Gerichtsstands (BG.2020.1; act. 1.2);
- A. dagegen mit Beschwerde vom 29. Dezember 2019 (Postaufgabe 30. Dezember 2019) an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts gelangte und beantragte, das gegen Sie gerichtete Strafverfahren sei an den Kanton St. Gallen zu überweisen (act. 1);
- sie zudem beantragt, der Beschwerde sei superprovisorisch die aufschiebende Wirkung zu erteilen und die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis sei umgehend anzuweisen, bis zur rechtskräftigen Erledigung der vorliegenden Beschwerde keine Untersuchungshandlungen vorzunehmen (act. 1).
Der Präsident zieht in Erwägung, dass:
- der Beschwerde, abweichende Bestimmungen der StPO oder Anordnungen der Verfahrensleitung der Beschwerdekammer vorbehalten, keine aufschiebende Wirkung zukommt (Art. 387
StPO);
- der Verfahrensleitung bei ihren diesbezüglichen Entscheiden ein weiter Ermessensspielraum zusteht, sie dabei aber sicherzustellen hat, dass ihr Entscheid das Beschwerderecht nicht seines Inhalts beraubt und insbesondere den Rechtsstreit nicht gegenstandslos werden lässt (Urteil des Bundesgerichts 1B_271/2013 vom 3. Oktober 2013 E. 2.1);
- der Gesuchsteller zur Begründung seines Gesuchs darlegen muss, dass er ohne Gewährung der aufschiebenden Wirkung einen nicht wieder gutzumachenden bzw. zumindest einen nur schwer wieder gutzumachenden Nachteil zu erleiden droht (vgl. u.a. die Verfügungen des Bundesstrafgerichts BP.2017.42 vom 23. August 2017; BP.2016.29 vom 4. Mai 2016; BP.2014.56 vom 15. Oktober 2014 m.w.H.);
- mit der angefochtenen Verfügung die Zuständigkeit zur Führung der gegen die Gesuchstellerin gerichteten Untersuchung bei der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis verbleibt, weshalb nicht erkennbar wird, wie der gewünschte Suspensiveffekt überhaupt eine Auswirkung im Sinne der Beschwerdebegehren entfalten soll;
- die Gesuchstellerin zur Begründung ihres Gesuchs einzig geltend macht, bei der für den 7. Januar 2020 vorgesehenen Einvernahme handle es sich nicht um eine unaufschiebbare Massnahme im Sinne von Art. 42 Abs. 1
CPP Art. 42 Disposizioni comuni
1 Finché il foro non è determinato in modo definitivo, l'autorità che per prima si è occupata della causa prende i provvedimenti indifferibili. Se necessario, l'autorità competente a decidere sul foro designa l'autorità che deve occuparsi provvisoriamente della causa.
2 Le persone in stato di carcerazione sono consegnate alle autorità di altri Cantoni soltanto se la competenza è stata determinata in modo definitivo.
3 Un foro determinato conformemente agli articoli 38-41 può essere modificato soltanto per nuovi motivi gravi e solo prima della promozione dell'accusa.
StPO (act. 1, Rz. 52 ff.);
- der Gesuchstellerin durch die Weiterführung der gegen sie gerichteten Untersuchung durch die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis während dem laufenden Beschwerdeverfahren keinerlei Nachteile erwachsen, zumal entsprechende Untersuchungshandlungen auch dann gültig bleiben, wenn die Beschwerdekammer nachfolgend einen anderen Kanton als zuständig erklären sollte (Schmid/Jositsch, Praxiskommentar, 3. Aufl. 2018, Art. 40
StPO N. 6a);
- für die sinngemäss beantragte Sistierung der Strafuntersuchung von Gesetzes wegen die Staatsanwaltschaft zuständig ist (Art. 314 Abs. 1
CPP Art. 314 Sospensione
1 Il pubblico ministero può sospendere l'istruzione in particolare se:
a l'autore o il suo luogo di soggiorno non è noto oppure sono temporaneamente dati altri impedimenti a procedere;
b l'esito del procedimento penale dipende da un altro procedimento di cui appare opportuno attendere l'esito;
c è in corso una procedura di conciliazione e appare opportuno attenderne l'esito;
d una decisione di merito dipende dall'evolversi delle conseguenze del reato.
2 Nel caso di cui al capoverso 1 lettera c, la sospensione è limitata a tre mesi; può essere prorogata di altri tre mesi, ma una volta sola.
3 Prima di sospendere il procedimento, il pubblico ministero raccoglie le prove che rischiano di andare perdute. Spicca un mandato di ricerca se l'autore o il suo luogo di soggiorno non è noto.
4 Il pubblico ministero notifica la sospensione all'imputato, all'accusatore privato e alla vittima.
5 Per altro, la procedura è retta dalle disposizioni sull'abbandono del procedimento.
- das Gesuch demnach abzuweisen sind, soweit auf dieses überhaupt einzutreten ist;
- die Kosten dieser Verfügung bei der Hauptsache verbleiben;
und verfügt:
1. Das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.
2. Die Kosten der vorliegenden Verfügung verbleiben bei der Hauptsache.
Bellinzona, 2. Januar 2020
- Kantonales Untersuchungsamt
- Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis
Gegen diese Verfügung ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.
Decisione : BP.2020.1
Data : 02. gennaio 2020
Regesto : Aufschiebende Wirkung (Art. 387 StPO).
CPP: 40
1B_271/2013
corte dei reclami penali • effetto sospensivo • tribunale penale federale • inchiesta penale • cancelliere • cosa principale • avvocato • decisione • conferimento dell'effetto sospensivo • motivazione della decisione • bellinzona • indicazione dei rimedi giuridici • rimedio di diritto ordinario • accusato • adulto • consegna alla posta • tribunale federale • istante
BP.2016.29 • BP.2017.42 • BG.2020.1 • BP.2014.56 • BP.2020.1