Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%201976,%20363
Timestamp: 2019-10-23 14:23:32
Document Index: 305725852

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 823', 'BGH', '§ 287', 'BGH']

BGH, 04.11.1975 - VI ZR 226/73 - dejure.org
https://dejure.org/1975,486
BGH, 04.11.1975 - VI ZR 226/73 (https://dejure.org/1975,486)
BGH, Entscheidung vom 04.11.1975 - VI ZR 226/73 (https://dejure.org/1975,486)
BGH, Entscheidung vom 04. November 1975 - VI ZR 226/73 (https://dejure.org/1975,486)
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Ärztliche Aufklärung - Konsultationen - Patient - Verjährungsfrist - Schadenersatzanspruch - Rechtswidriger ärztlicher Eingriff - Kunstfehler
NJW 1976, 363
VersR 1976, 293
VersR 1976, 634
Auch sind die Schadensereignisse im Allgemeinen weder hinsichtlich der Auswirkungen noch hinsichtlich des Verschuldens gleichwertig (vgl. Senatsurteil vom 4. November 1975 - VI ZR 226/73 - VersR 1976, 293, 294).
In diesem Sinne hat der Senat schon wiederholt darauf hingewiesen, daß der Einwand des Mitverschuldens im Bereich der ärztlichen Aufklärung nur ausnahmsweise durchgreifen könne (Senatsurteile vom 4. November 1975 - VI ZR 226/73 - VersR 1976, 293, 294; vom 15. Mai 1979 - VI ZR 70/77 - VersR 1979, 720, 721; vgl. auch OLG Stuttgart mit NA-Beschluß des Senats vom 21. Oktober 1986 - VI ZR 9/86 - VersR 1987, 515, 518).
Verspätetes Vorbringen im Arzthaftungsprozess: Erstmalige Rüge fehlerhafter …
Auch sind die Schadensereignisse im Allgemeinen weder hinsichtlich der Auswirkungen noch hinsichtlich des Verschuldens gleichwertig (vgl. Senatsurteile vom 5. Dezember 2006 - VI ZR 228/05, VersR 2007, 414 und vom 4. November 1975 - VI ZR 226/73, VersR 1976, 293, 294).
Ein solcher allgemeiner Hinweis, der dem Patienten gegebenenfalls weitere Fragen anheimstellt (Senatsurteil vom 4. November 1975 - VI ZR 226/73 - VersR 1976, 293, 294; der Kläger war als Photografenmeister Angehöriger eines differenzierteren Berufs), kann nach den vom Tatrichter zu würdigenden Gesamtumständen im Einzelfall genügen, wenn er auch in dieser knappen Form jedenfalls nicht empfehlenswert ist.
Schließlich läge im zweiten Fall ein Mitverschulden des Klägers (hier durch unverständige Weigerung) immerhin näher als im ersten, weil bei ungenügender Risikoaufklärung ein Mitverschulden des Patienten zwar ebenfalls, aber nur in Ausnahmefällen denkbar ist (obiges Senatsurteil vom 4. November 1975 - a.a.O. S. 294).
Es ist zwar in Rechtsprechung (BGH NJW 1973, 556; NJW 1976, 363, 364) und Literatur (…statt aller: Staudinger/Schäfer, BGB , 12. Aufl. 1988, § 823 Rn. 471) anerkannt, daß über bekannte Risiken in geringerem Maße aufgeklärt werden muß.
OLG Köln, 03.02.1999 - 5 U 118/98
Schönheitsoperation als solche ist in der Regel kein Behandlungsfehler; …
Unterlässt der Geschädigte diese zumutbaren Anstrengungen, so muss er sich so behandeln lassen, als hätte er die Kenntnis von der Aufklärungspflichtsverletzung schon im Zeitpunkt des Abschlusses der Schadensentwicklung gehabt (BGH VersR 76, 293).
Steht nämlich ein Aufklärungsmangel fest, so betrifft die Frage nach den schädlichen Auswirkungen des schon an sich rechtswidrigen Eingriffs die haftungsausfüllende Kausalität, über die nach dem Maßstab des § 287 ZPO zu entscheiden ist (BGH, Urteil vom 04.11.1975 - VI ZR 226/73 -, AHRS Kza 6705/1).
OLG Koblenz, 04.12.2000 - 4420 BL - III - 97/00
Haftprüfung, Sechsmonatsfrist, Fristberechnung, Tatbegriff, Untersuchungshaft, …
OLG Oldenburg, 10.03.1998 - 5 U 2/98
Verjährung, Beginn, Aufklärung, Eingriff, Kenntnis, Risiko, Zufall, Kenntnis, …
LG Bonn, 11.10.1988 - 13 O 419/87
Schmerzensgeldanspruch im Falle der Verletzung der ärztlichen Aufklärungspflicht …
LG Frankfurt/Main, 17.11.1980 - 21 O 57/79