Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ+13,+320
Timestamp: 2018-12-13 21:29:53
Document Index: 309497669

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 123', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 12.05.1954 - II ZR 167/53 - dejure.org
Nicht mehr angemeldete GmbH
"faktische Gesellschaft", Ausschluß grundsätzlich auch der Täuschungsanfechtung (§ 123 BGB), Ausschluß auch im Falle einer Gründergesellschaft (Verkehrsschutz auch im Verhältnis der Gesellschafter zueinander)
Anwendbarkeit der Grundsätze zur faktischen Gesellschaft auf die GmbH-Gründergesellschaft - Anfechtbarkeit des Gesellschaftsvertrages
BGHZ 13, 320
NJW 1954, 1562
MDR 1954, 600
DNotZ 1954, 548
Das ist beispielsweise schon dann der Fall, wenn etwas auf die im Gesellschaftsvertrag vorgesehenen Einlagen geleistet worden ist (BGHZ 13, 320, 321 f.) [BGH 12.05.1954 - II ZR 167/53].
Fälle dieser Art bilden der Gesetzesverstoß, eine besonders grobe Sittenwidrigkeit oder der Umstand, daß sich ein Gesellschafter durch Drohung oder Täuschung einen überaus günstigen Gewinn- und Liquidationsanteil zugestehen läßt und ein deswegen in die Auseinandersetzungsrechnung einzustellender Schadensersatzanspruch keinen genügenden Ausgleich ermöglicht (BGHZ 13, 320, 323) [BGH 12.05.1954 - II ZR 167/53].
Der Vorteil für den Geschäftsinhaber aber, der in dem Abschluß des stillen Gesellschaftsvertrages selbst liegt, rechtfertigt es nicht, die durch die Invollzugsetzung des Gesellschaftsverhältnisses geschaffenen Rechtstatsachen rückwirkend zu beseitigen und statt des Gesellschaftsrechts die allgemeinen Regeln des bürgerlichen Rechts zur Anwendung zu bringen (BGHZ 13, 323 [BGH 12.05.1954 - II ZR 167/53]).
Auch in der weiter durch den Kläger zitierten Entscheidung des BGH (BGHZ 13, 320, 323) ist das Kriterium eines "genügenden Ausgleichs" allein nicht als maßgeblicher Umstand angesehen worden, die Anwendbarkeit der Grundsätze über die fehlerhafte Gesellschaft zu verneinen.
Das gilt grundsätzlich auch für den Fall einer Anfechtung wegen arglistiger Täuschung (BGHZ 13, 323 [BGH 12.05.1954 - II ZR 167/53]).
Wie der Senat wiederholt ausgesprochen hat (BGHZ 13, 320, 322 f [BGH 12.05.1954 - II ZR 167/53]; 26, 330, 335 [BGH 06.02.1958 - II ZR 210/56]; 55, 5, 9 f [BGH 29.06.1970 - II ZR 158/69]), ist von diesen Grundsätzen auch in den Fällen der arglistigen Täuschung keine Ausnahme zu machen.
BGH, 12.07.1956 - II ZR 218/54
Rechtsnatur der Vor-GmbH.
Entgegen der Ansicht der Revision kommen daher die Grundsätze über die faktische Gesellschaft (BGHZ 13, 320 [BGH 12.05.1954 - II ZR 167/53]) nicht in Betracht.
Aus den von ihm zitierten Entscheidungen BGHZ 13, 320, 323 und BGHZ 55, 5, 10 ergibt sich lediglich, dass selbst eine wirksame Anfechtung wegen arglistiger Täuschung grundsätzlich nicht zu einer rückwirkenden Vernichtung des Gesellschaftsverhältnisses führt, sondern zu einer Auflösung der Gesellschaft mit Wirkung ex nunc und dass in diesem Fall ein Schadensersatzanspruch in die Auseinandersetzungsrechnung einzustellen ist.
BGH, 16.09.1969 - VI ZR 294/67
Anspruch auf Schadensersatz wegen entgangenen Gewinns - Schadensersatz wegen …
BGH, 18.02.1963 - VII ZR 106/61