Source: http://www.gesetze-rechtsprechung.sh.juris.de/jportal/?quelle=jlink&query=BorstNatSchGV+SH&psml=bsshoprod.psml&max=true&aiz=true
Timestamp: 2019-12-09 06:59:40
Document Index: 216243553

Matched Legal Cases: ['§ 7', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4']

Gesetze-Rechtsprechung Schleswig-Holstein BorstNatSchGV SH | Landesnorm Schleswig-Holstein | Gesamtausgabe | Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Borstgrasrasen bei Alt-Mölln" vom 23. Dezember 1985 | gültig ab: 01.01.2003
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Borstgrasrasen...
juris-Abkürzung: BorstNatSchGV SH
Fundstelle: GVOBl. 1986 29
Gliederungs-Nr: 791-4-72
über das Naturschutzgebiet "Borstgrasrasen bei Alt-Mölln"
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Borstgrasrasen bei Alt-Mölln" vom 23. Dezember 1985 01.01.2003
(1) Der südöstlich gelegene Teil des Kreisforstes Lüerholt in der Gemeinde Alt-Mölln, Kreis Herzogtum Lauenburg, wird zum Naturschutzgebiet erklärt.
(2) Das Naturschutzgebiet wird mit der Bezeichnung "Borstgrasrasen bei Alt-Mölln" unter Nummer 113 in das beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung als oberster Landschaftspflegebehörde geführte Verzeichnis der Naturschutzgebiete eingetragen.
(1) Das Naturschutzgebiet ist rund 12,7 ha groß und umfaßt in der Gemarkung Alt-Mölln, Flur 1, die Flurstücke 100/2, 106, 107/1, 107/2, 107/4, 108, 110/1 tlw., 102/1, 117/1, 118,5 und 142/1 tlw.
(2) Die Grenzen des Naturschutzgebietes sind in der Katasterkarte im Maßstab 1 : 2.000 rot eingetragen. Die maßgebende Ausfertigung der Karte ist beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung als oberster Landschaftspflegebehörde verwahrt. Weitere Ausfertigungen sind beim
Bürgermeister der Gemeinde Alt-Mölln, 2411 Alt-Mölln,
Das Naturschutzgebiet dient der naturkundlichen Sicherung einer hauptsächlich als Schwingel-Borstgrasflur ausgebildeten, extensiv genutzten Magenweide mit einzelnen Feldgehölzen, Quellbrüchen und Weidengebüschen. Es ist Lebensraum charakteristischer Pflanzen- und Tierarten, von denen einzelne vom Aussterben bedroht sind. In dem Naturschutzgebiet ist die Natur in ihrer Ganzheit zu erhalten und, soweit es zur Erhaltung bestimmter, bedrohter Pflanzen- und Tierarten erforderlich ist, durch planvolle Maßnahmen zu entwickeln und wiederherzustellen.
(2) Beschränkungen, Verbote und Gebote nach dem Landschaftspflegegesetz und sonstigen Rechtsvorschriften bleiben unberührt, insbesondere Abfälle zu beseitigen, Manöver und gleichartige Übungen abzuhalten.
die ordnungsgemäße land- und forstwirtschaftliche Bodennutzung im Sinne des § 7 Abs. 2 des Landschaftspflegegesetzes auf den, beim Inkrafttreten dieser Verordnung als Grünland (in der Katasterkarte im Maßstab 1 : 2.000 und in der Übersichtskarte im Maßstab 1 : 25.000 in waagerechter Schraffur dargestellt) und als Wald genutzten Flächen in der bisherigen Art und dem bisherigen Umfang,
die Nutzung der übrigen Grundstücke in der Art und in dem Umfang, wie sie beim Inkrafttreten dieser Verordnung vorlag, ausgenommen der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und von mineralischen oder organischen Düngestoffen,
Die untere Landschaftspflegebehörde kann im Einzelfall von den Verboten des § 4 Abs. 1 Nr. 2, 8, 9 und 12 Ausnahmen zulassen, die nicht zu einer nachhaltigen Störung führen und auch sonst den Schutzzweck nicht beeinträchtigen können.
§ 4 Abs. 1 Nr. 8 8 Pflanzen, Pflanzenteile oder sonstige Bestandteile des Naturschutzgebietes entnimmt oder Pflanzen einbringt,
§ 4 Abs. 1 Nr. 9 wildlebenden Tieren nachstellt, sie durch Lärm oder mutwillig anderweitig beunruhigt, sie fängt, verletzt oder tötet oder Tiere aussetzt oder ansiedelt,
§ 4 Abs. 1 Nr. 10 0 Flugmodelle oder Modellflugkörper mit Eigenantrieb aufsteigen und landen läßt,
§ 4 Abs. 1 Nr. 11 Zelte und Wohnwagen aufstellt, Sachen aller Art lagert, Feuer macht oder Hunde nicht angeleint mitführt,
§ 4 Abs. 1 Nr. 12 das Naturschutzgebiet betritt, im Naturschutzgebiet reitet oder fährt. Ordnungswidrig handelt in den Fällen des Satzes 1 auch, wer fahrlässig meint, nicht im Naturschutzgebiet gehandelt zu haben.