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Timestamp: 2016-10-25 21:07:36
Document Index: 46800957

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 42', 'Art. 46', 'BGE', 'Art. 46', 'BGE', 'Art. 46', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 45', 'BGE', 'Art. 45', 'BGE', 'Art. 45', 'BGE', 'Art. 45', 'BGE', 'Art. 55', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 63', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 45', 'Art. 46', 'Art. 46', 'BGE', 'BGE', 'Art. 46', 'Art. 46', 'Art. 42']

113 II 34561. Auszug aus dem Urteil der I. Zivilabteilung vom 6. Oktober 1987 i.S. A. Versicherungs-AG gegen Frau Q. (Berufung)
Responsabilit� civile automobile. Calcul du dommage cons�cutif � l'invalidit�. A partir du degr� d'invalidit� abstrait, il y a lieu d'en calculer concr�tement les effets sur la capacit� de gain. D�termination de l'atteinte � la capacit� de gain que subit une personne d�j� partiellement invalide, � la suite d'un second accident (consid. 1b). L'indemnit� due par le responsable correspond au revenu brut - y compris les contributions de l'employeur aux institutions sociales -, capitalis� en principe sur la base des tables d'activit� (consid. 1b). L'atteinte � la capacit� de tenir le m�nage doit �tre d�termin�e en fonction du co�t des services d'une aide m�nag�re, r�tribu�e selon les normes usuelles. Le coefficient de capitalisation correspond � la moyenne arithm�tique entre les coefficients d'activit� et de mortalit� (pr�cision de la jurisprudence; consid. 2). Faits � partir de page 345
A.- Die 1942 geborene und seit dem Jahre 1955 unfallbedingt teilinvalide Frau Q. wurde am 17. Juni 1978 erneut das Opfer eines Verkehrsunfalls, als ein Motorfahrzeug, dessen Lenker ein Stopsignal BGE 113 II 345 S. 346missachtet hatte, mit ihrem korrekt gef�hrten Personenwagen kollidierte. Sie zog sich dabei eine Knieverletzung am rechten Bein und diverse Prellungen zu.
B.- Mit Urteil vom 21. M�rz 1986 verpflichtete das Zivilgericht Basel-Stadt die Beklagte, Haftpflichtversichererin des fehlbaren Automobilisten, Frau Q. insgesamt Fr. 255'514.30 nebst Zins an Schadenersatz und Genugtuung zu bezahlen.
In dem vom beiden Parteien angestrengten Rechtsmittelverfahren anerkannte das Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt am 27. M�rz 1987 einen haftpflichtrechtlichen Gesamtanspruch der Kl�gerin aus K�rperverletzung von Fr. 409'809.--. Diese Summe setzt sich zusammen aus Fr. 227'700.-- Entsch�digung f�r Erwerbsunf�higkeit, Fr. 139'030.-- Abgeltung f�r Haushalthilfe, Fr. 60'836.-- Therapiekosten, wobei diese Betr�ge wegen Selbstverschuldens um 10% gek�rzt wurden, da die Kl�gerin die Sicherheitsgurten nicht getragen hatte, sowie Fr. 25'000.-- Genugtuung. Den Ersatzanspruch unterstellte das Appellationsgericht einem Schadenszins von 5% ab 1. Januar 1986; die Genugtuung - unter Ber�cksichtigung einer Akontozahlung von Fr. 10'000.-- - einem solchen ab Unfalltag.
C.- Gegen diesen Entscheid des Appellationsgerichts hat die Beklagte Berufung eingelegt. Sie beantragt dem Bundesgericht, das Urteil der Vorinstanz aufzuheben, der Kl�gerin Fr. 165'822.-- zuzusprechen und deren Mehrforderung abzuweisen. Die Zinsanspr�che seien gem�ss Gerichtspraxis zu bestimmen.
Frau Q. tr�gt auf Abweisung der Berufung an.
1. Bei der Entsch�digung f�r Erwerbsunf�higkeit ist vor Bundesgericht noch das Quantitativ der zum zweiten Unfall kausalen Erwerbseinbusse sowie deren Kapitalisierung streitig. Nicht mehr angefochten werden die hypothetischen Annahmen der Vorinstanz, die Kl�gerin h�tte ohne den hier zu beurteilenden Unfall ab 1. Februar 1987 eine teilweise Erwerbst�tigkeit aufgenommen und dabei j�hrlich Fr. 13'200.-- realisiert.
Die Bestimmung des Schadens ist nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung grunds�tzlich eine vom kantonalen Richter abschliessend zu beurteilende Tatfrage. Rechtsfrage und vom Bundesgericht im Berufungsverfahren zu pr�fen ist einzig, ob der kantonale Richter den Rechtsbegriff des Schadens verkannt oder BGE 113 II 345 S. 347Rechtsgrunds�tze der Schadensberechnung verletzt hat (BGE 111 II 301 E. 3; 109 II 475 E. 3).
a) Das Appellationsgericht ist haftpflichtrechtlich von den Schlussfolgerungen des eingeholten Gutachtens ausgegangen, wonach die medizinisch-theoretische Invalidit�t der Kl�gerin 85% f�r die berufliche Erwerbst�tigkeit als Checkbeamtin bei den PTT und 90% f�r die T�tigkeit als Hausfrau betr�gt und diese Invalidit�t zu 80% auf den Unfall des Jahres 1955 und zu 20% auf denjenigen des Jahres 1978 zur�ckzuf�hren ist. Daraus hat es geschlossen, die Kl�gerin sei vor dem hier in Frage stehenden Unfall zu 30% erwerbsf�hig gewesen. Weiter hat es angenommen, die nach dem zweiten Unfall verbliebene theoretische Teilarbeitsf�higkeit von 15% sei wirtschaftlich nicht mehr nutzbar, weshalb die Beklagte f�r eine Gesamteinbusse von 30% einzustehen habe. Demgegen�ber will die Beklagte nur f�r einen Erwerbsausfall von 20%, entsprechend dem kausalen Anteil des zweiten Unfalles an der Gesamtinvalidit�t, Ersatz leisten.
Nach schweizerischer Lehre und Rechtsprechung ist der Invalidit�tsschaden konkret zu berechnen (BGE 104 II 308, BGE 99 II 216 /18; BREHM, N. 14 zu Art. 42 OR und N. 56 zu Art. 46 OR; SZ�LL�SY, Die Berechnung des Invalidit�tsschadens im Haftpflichtrecht europ�ischer L�nder, S. 86 und 87 f.). Ausgehend vom abstrakten Invalidit�tsgrad sind dessen Auswirkungen auf die Verminderung der Erwerbsf�higkeit oder die Erschwerung des wirtschaftlichen Fortkommens zu bestimmen (BGE 99 II 218; BREHM, N. 35 zu Art. 46 OR). Entscheidend ist die wirtschaftliche Erwerbseinbusse, welche der Gesch�digte durch die Invalidit�t erleidet. Dabei kann sich ohne weiteres ergeben, dass die prozentual errechnete Erwerbseinbusse wesentlich vom prozentualen Invalidit�tsgrad abweicht.
Hat der Verletzte einen zweiten Unfall erlitten, so ist zu pr�fen, wieweit seine Erwerbsf�higkeit nach dem ersten Unfall durch den zweiten gemindert worden ist und welchen k�nftigen Verdienst er ohne den zweiten Unfall im Rahmen der durch den ersten Unfall bereits herabgesetzten Erwerbsf�higkeit gehabt h�tte. Die aus dem ersten Unfall herr�hrende Sch�digung kann sich dabei ohne weiteres zu Lasten des Verantwortlichen f�r den zweiten Unfall auswirken, indem die Verletzung eines bereits teilinvaliden Menschen einen gr�sseren Schaden bewirkt als dieselbe Beeintr�chtigung eines gesunden Menschen. Wer beispielsweise den Verlust des gesunden Auges eines Menschen, der bereits fr�her ein Auge verloren BGE 113 II 345 S. 348hatte, zu verantworten hat, wird im Regelfalle in wesentlich h�herem Masse ersatzpflichtig als derjenige, welcher einen gesunden Menschen entsprechend verletzt. Das ist die unausweichliche Folge der konkreten Schadensberechnung, bei der sich der Schaden nach den subjektiven, nicht nach den "normalen" oder durchschnittlichen Umst�nden bemisst (RUSCONI, Les principes sur la d�termination de l'�tendue des dommages-int�r�ts, in Die Verantwortlichkeit im Recht, Band 2, S. 537 ff., 553).
Aus dem wirtschaftlichen Schadensbegriff des schweizerischen Rechts (OFTINGER, Schweizerisches Haftpflichtrecht, I S. 53) folgt sodann, dass eine bei Teilinvalidit�t theoretisch verbleibende Erwerbsf�higkeit haftpflichtrechtlich unber�cksichtigt bleiben muss, wenn sie wirtschaftlich nicht mehr nutzbar ist, der Gesch�digte somit keine M�glichkeit mehr hat, mit der ihm aus medizinischer Sicht verbliebenen Erwerbsf�higkeit ein Einkommen zu realisieren (OFTINGER, a.a.O. S. 192 ff.; STAUFFER/SCHAETZLE, Barwerttafeln, 3. Auflage, S. 36 f.; BREHM, N. 82 zu Art. 46 OR; vgl. auch BGE 112 II 145 E. 5b).
Nach den f�r das Bundesgericht verbindlichen tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz war die Kl�gerin vor dem zweiten Unfall noch zu 30% arbeitsf�hig und h�tte diese F�higkeit auch wirtschaftlich umgesetzt. Ebenso verbindlich hat die Vorinstanz sodann festgestellt, dass die Kl�gerin nach dem zweiten Unfall lediglich noch zu 15% arbeitsf�hig ist, indessen keine M�glichkeit hat, diese geringe verbleibende F�higkeit wirtschaftlich zu nutzen. Zu Recht hat das Appellationsgericht daraus den Schluss gezogen, die Beklagte sei f�r eine Gesamteinbusse von 30% der Erwerbsf�higkeit ersatzpflichtig. Die dagegen gerichteten Einw�nde der Beklagten sind somit unbegr�ndet.
b) Das hypothetische j�hrliche Bruttoeinkommen der Kl�gerin von Fr. 13'200.-- hat die Vorinstanz um die zu erwartenden Soziallasten von 15% oder rund Fr. 2'000.-- gek�rzt, und anschliessend das Nettoeinkommen von j�hrlich Fr. 11'200.-- nach den Mortalit�tstafeln von STAUFFER/SCHAETZLE (Tafel 30) kapitalisiert. Die Anwendung der Mortalit�ts- anstelle der Aktivit�tstafeln hat sie damit begr�ndet, dass die Beklagte nicht den Brutto-, sondern bloss den Nettolohn der Kl�gerin zu ersetzen habe, dabei aber auch f�r die nach einer Pensionierung auszubezahlenden Leistungen einstehen m�sse. Unter Berufung auf BGE 104 II 309 will die Beklagte demgegen�ber die Aktivit�tstafeln (Tafel 20 von STAUFFER/SCHAETZLE) zur Anwendung bringen. Einer k�nftigen BGE 113 II 345 S. 349Rente geht die Kl�gerin ihrer Auffassung nach nicht verlustig, weil ihr Verdienst in jedem Falle unter dem vom BVG versicherten Minimum gelegen h�tte.
aa) Einigkeit besteht bei der Bestimmung des haftpflichtrechtlich relevanten Einkommens einmal dar�ber, dass der f�r die Erzielung des Einkommens erforderliche Aufwand, die sogenannten Gewinnungskosten, nicht ersatzf�hig sind (BGE 90 II 188; BREHM, Vorbemerkungen zu Art. 45 und 46 OR, N. 23). Dagegen hat die Praxis die auf dem zu ersetzenden Einkommen mutmasslich zu leistenden Sozialversicherungsbeitr�ge in die Schadensberechnung miteinbezogen, da sie nicht Gewinnungskosten darstellen, sondern vorsorgliche Aufwendungen, dazu bestimmt, den Lebensunterhalt des Einkommensempf�ngers oder seiner Hinterlassenen f�r den Fall zu sichern, dass infolge von Unfall, Krankheit oder Alter der Arbeitsverdienst wegf�llt (BGE 90 II 188; BREHM, Vorbemerkungen zu Art. 45 und 46 OR, N. 24; STAUFFER/SCHAETZLE, a.a.O. S. 39). Zu ersetzen ist demnach das bloss um die Gewinnungskosten gek�rzte Bruttoeinkommen. Wird kapitalisierter Schadenersatz geleistet, hat die Kapitalisierung im Regelfalle nach den Aktivit�tstafeln zu erfolgen (BGE 104 II 309).
Entgegen diesen Grunds�tzen hat die Vorinstanz in die Schadensberechnung nur das reine Nettoeinkommen der Kl�gerin einbezogen, daf�r dieses nach den Mortalit�tstafeln kapitalisiert, um der Beeintr�chtigung k�nftiger Sozialversicherungsleistungen durch den Unfall Rechnung zu tragen. Es ist zu pr�fen, ob dieses Vorgehen bundesrechtskonform ist.
Auszugehen ist vom Grundsatz, dass der Haftpflichtige f�r den gesamten kausalen Schaden einzustehen hat, mithin auch f�r eine Beeintr�chtigung k�nftiger Sozialversicherungsleistungen (BREHM, Vorbemerkungen zu Art. 45 und 46 OR, N. 25; OFTINGER, a.a.O. S. 209; MERZ, Schweizerisches Privatrecht VI/1 S. 202). Nach der einen Auffassung soll diesem Schadenselement dadurch Rechnung getragen werden, dass bei Beeintr�chtigung k�nftiger Renten der Erwerbsausfall nicht nach den Aktivit�ts-, sondern nach den Mortalit�tstafeln kapitalisiert wird (GUHL/MERZ/KUMMER, Das schweizerische Obligationenrecht, S. 71; wohl auch OFTINGER, a.a.O.), nach der andern Auffassung dadurch, dass in die Kapitalisierung nach den Aktivit�tstafeln - sofern nicht konkrete besondere Umst�nde f�r die Anwendung einer andern Tafel sprechen - auch die Sozialversicherungsbeitr�ge einbezogen werden (BGE 90 II 188, BREHM, Vorbemerkungen zu Art. 45 und 46 OR, N. 24 f.). Dieser Auffassung BGE 113 II 345 S. 350ist auch weiterhin der Vorzug zu geben, da die beeintr�chtigte Rente im Regelfalle quantitativ nicht dem zu ersetzenden Erwerbsausfall entspricht und im allgemeinen auch nicht vollst�ndig entf�llt, sondern lediglich wegen Ausfalls k�nftiger Beitr�ge eine Herabsetzung erf�hrt. Allerdings ist dann zu beachten, dass richtigerweise in die Kapitalisierung nicht nur die Arbeitnehmer-, sondern auch die die H�he des k�nftigen Rentenanspruches mitbeeinflussenden, zufolge Verlustes der Erwerbsf�higkeit aber entfallenden Arbeitgeberbeitr�ge einzubeziehen sind (BREHM, a.a.O.).
bb) Die Vorinstanz hat bei der Kl�gerin eine zu ersetzende Rentenbeeintr�chtigung festgestellt. Inwieweit darin �berhaupt eine vom Bundesgericht �berpr�fbare Rechtsfrage liegt, kann offenbleiben, da auf die diesbez�glichen Einw�nde der Beklagten ohnehin nicht einzutreten ist. Nach den Feststellungen des Appellationsgerichtes h�tte die Kl�gerin ohne den zweiten Unfall wiederum eine T�tigkeit als Checkbeamtin bei den PTT aufgenommen, h�tten sich demnach die ihr allenfalls zustehenden Rentenleistungen aus solchen der AHV und der Eidgen�ssischen Versicherungskasse zusammengesetzt. Bei beiden aber ist das von der Beklagten angerufene BVG-Minimum ohne Bedeutung. Die R�ge der Bundesrechtswidrigkeit ist mithin nicht rechtsgen�glich begr�ndet (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG).
cc) Nach den unangefochtenen und f�r das Bundesgericht verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz betr�gt der Lohnausfall der Kl�gerin ab 1. Februar 1987 j�hrlich brutto Fr. 13'200.--. Die parit�tischen Sozialversicherungsbeitr�ge belaufen sich auf j�hrlich je Fr. 2'000.--. Nach dem Gesagten ist mithin der Kapitalisierung ein Erwerbsausfall von Fr. 15'200.-- zugrunde zu legen. Kapitalisiert mit einem Faktor 17,63 nach Aktivit�tstafel 20 von STAUFFER/SCHAETZLE (Alter 45, weiblich) ergibt sich ein haftpflichtrechtlich relevanter Schaden aus Erwerbsunf�higkeit - ohne Ber�cksichtigung der K�rzung aus Selbstverschulden - von rund Fr. 268'000.--.
2. Den Schaden, der der Kl�gerin durch die Beeintr�chtigung in der Haushaltf�hrung entstanden ist, hat die Vorinstanz auf monatlich Fr. 440.-- bestimmt. Bis zum Urteilstermin hat sie ihn konkret berechnet, und insoweit ist er von der Beklagten anerkannt worden. F�r die Zukunft hat die Vorinstanz diesen Schaden kapitalisiert.
Die Beklagte beanstandet zu Recht nicht, dass der Schaden aus Beeintr�chtigung in der Haushaltf�hrung sich nach den Aufwendungen BGE 113 II 345 S. 351f�r eine nach �blichen Ans�tzen zu entsch�digende Haushalthilfe bemisst (vgl. BGE 108 II 439 E. d; ZEN-RUFFINEN, JdT 1983 I 194 ff., 195). Dagegen macht sie geltend, der Aufwand f�r eine Haushalthilfe sei ab Ende Februar 1981, bis zu welchem Datum sie f�r die entsprechenden Kosten aufgekommen sei, nicht mehr unfallbedingt. Im �brigen wendet sie sich gegen die Kapitalisierung des so ermittelten Betrages nach den Mortalit�tstafeln.
a) Soweit die Beklagte geltend macht, seit M�rz 1981 h�tte die Kl�gerin auch ohne den zweiten Unfall einer Haushalthilfe bedurft, wendet sie sich gegen den nat�rlichen Kausalzusammenhang. Dabei handelt es sich indessen um eine im Berufungsverfahren nicht �berpr�fbare Tatfrage (BGE 101 II 73 E. 3). Die Ad�quanz des Kausalzusammenhanges wird zu Recht nicht in Frage gestellt.
b) Ab Urteilszeitpunkt hat die Vorinstanz die Entsch�digung nach Mortalit�t kapitalisiert. Nach Auffassung der Beklagten h�tte die Kapitalisierung aufgrund einer befristeten Zeitrente erfolgen m�ssen, da die Kl�gerin ohnehin ihres angeschlagenen Gesundheitszustandes wegen �ber kurz oder lang eine Haushalthilfe ben�tigt h�tte. Soweit die Beklagte damit zus�tzliche Feststellungen zum Sachverhalt, d.h. zur W�rdigung der konkreten Umst�nde des Einzelfalles, anbringt, ist auf die Berufung nicht einzutreten (Art. 63 Abs. 2 OG).
Zu pr�fen ist indessen auch hier, ob die Vorinstanz sich bei der von ihr gew�hlten Kapitalisierungsmethode von richtigen Grunds�tzen der Schadensberechnung hat leiten lassen. Auch wenn sie einer Ber�cksichtigung besonderer Umst�nde, welche f�r eine �berdurchschnittliche Dauer der Arbeitsf�higkeit sprechen, grunds�tzlich bef�rworten, gehen STAUFFER/SCHAETZLE offenbar doch davon aus, die Entsch�digung f�r Beeintr�chtigungen in der Haushaltf�hrung sei nach Aktivit�t zu kapitalisieren (a.a.O. S. 131 ff. sowie S. 161 Beispiel 19 und S. 404 Beispiel 78). Gleicher Auffassung ist SZ�LL�SY (a.a.O. S. 270), wogegen BUSSY (Festschrift Assista, S. 171) eine Kapitalisierung nach Mortalit�t bef�rwortet. Das Bundesgericht hat vorerst nach Aktivit�t kapitalisiert (BGE 102 II 95), im Falle Blein (BGE 108 II 441) dagegen die Frage aufgeworfen, ob angesichts der notorischen Tatsache, dass Ehefrauen regelm�ssig �ber die statistische Aktivit�t hinaus die Haushaltf�hrung besorgen, nicht ein arithmetisches oder gewichtetes Mittel zwischen Aktivit�t und Mortalit�t angewandt werden sollte. Diese differenzierte Betrachtungsweise ist von ZEN-RUFFINEN BGE 113 II 345 S. 352(a.a.O. S. 200) begr�sst, von GRAF/SZ�LL�SY (SJZ 81/1985 S. 225 ff.) und BREHM (Vorbemerkungen zu Art. 45 und 46 OR, NN. 41, 45 und 47 sowie N. 119 f. zu Art. 46 OR) kritisiert worden.
Gegen die im Entscheid Blein vertretene Auffassung wird einmal eingewendet, sie trage der Tatsache nicht Rechnung, dass die Aktivit�tstafeln bereits auf der Annahme beruhten, noch verh�ltnism�ssig viele Frauen seien auch in h�herem Alter f�hig, im Haushalt mitzuarbeiten (BREHM, N. 119 zu Art. 46 OR). An diesem Einwand ist richtig, dass die gegenw�rtig angewendeten Aktivit�tstafeln verglichen mit den Mortalit�tstafeln lediglich dem fr�heren Ausscheiden aus dem Arbeitsprozess zufolge Invalidit�t, nicht aber zufolge R�cktrittes Rechnung tragen, was auch dem Bundesgericht nicht entgangen ist (Urteil vom 22. Mai 1984 i.S. Secura, E. 3c, in BGE 110 II 423 ff. nicht publiziert). �bersehen wird dagegen, dass erfahrungsgem�ss die Aktivit�tsdauer im Haushalt von derjenigen ausser Hauses wesentlich abweicht. Berufst�tige Frauen f�hren den Haushalt - abgesehen vom Falle der Totalinvalidit�t - regelm�ssig auch fort, wenn sie die Erwerbst�tigkeit aufgegeben haben. Es gilt daher, dem Unterschied zwischen Haushaltf�hrung und Erwerbst�tigkeit auch haftpflichtrechtlich Rechnung zu tragen. Besteht aber keine Veranlassung, bei der Kapitalisierung des Erwerbsausfalls von den Aktivit�tstafeln abzuweichen (Urteil i.S. Secura vgt.), ist im Gegenzuge der verl�ngerten Aktivit�t der Hausfrau mit einem erh�hten Kapitalisierungsfaktor Rechnung zu tragen. Ein Mittelwert zwischen Aktivit�t und Mortalit�t entspricht dieser Zielsetzung am besten, ohne dass damit eine verp�nte Zeitrente �ber die mittlere Aktivit�tsdauer hinaus in Anschlag gebracht w�rde (vgl. STAUFFER/SCHAETZLE, a.a.O. S. 194). Dieser Betrachtungsweise wird entgegengehalten, sie beeintr�chtige die Rechtssicherheit, da sie zu einer Kategorienbildung im Bereiche der Arbeitst�tigkeiten f�hre. Eine solche Kategorienbildung lehnt auch die Praxis zu Recht ab (Urteil i.S. Secura vgt.). Die T�tigkeit der Hausfrau in Ehe und Familie ist nun aber keine Berufst�tigkeit im herk�mmlichen Sinne. Es geht nicht darum, verschiedene Kategorien von Berufst�tigen zu bilden, sondern dem Umstand Rechnung zu tragen, dass die Haushaltf�hrung auch in ihrer Dauer anderen Gesetzm�ssigkeiten folgt als die reine Erwerbst�tigkeit. Es rechtfertigt sich deshalb, die Haushaltf�hrung auch haftpflichtrechtlich von der Berufst�tigkeit abzugrenzen, mithin Ungleichem nach Massgabe seiner Ungleichheit Rechnung zu tragen. Dagegen dringt auch der Einwand nicht BGE 113 II 345 S. 353durch, der Gesch�digte werde bereits durch die Aktivit�tstafeln bevorzugt (BREHM, N. 120 zu Art. 46 OR). Diesem Umstand w�re durch eine Anpassung der Aktivit�tstafeln, nicht durch die Gleichstellung zweier ungleicher Tatbest�nde zu begegnen.
Immerhin kann den Kritiken an der bundesgerichtlichen Auffassung dadurch Rechnung getragen werden, dass bei der Kapitalisierung der Hausfrauenentsch�digung das arithmetische und nicht ein gewogenes Mittel zwischen Aktivit�t und Mortalit�t zur Anwendung gebracht wird. Das tr�gt dazu bei, einen unrealistischen Begriff der Aktivit�t zu vermeiden.
c) Der von der Vorinstanz konkret berechnete Schaden bis zum Urteilstag von Fr. 31'680.-- ist zu best�tigen.
Demgegen�ber ist die Kapitalisierung ab dem Urteilstag nicht mit dem Faktor 20,33 (Tafel 30), sondern mit dem Faktor 18,98 (arithmetisches Mittel der Faktoren aus Tafel 30 und Tafel 20, je Alter 45, weiblich) vorzunehmen, was einen k�nftigen Schaden von Fr. 100'220.-- ergibt.
Der Gesamtschaden der Kl�gerin unter diesem Titel bel�uft sich damit auf Fr. 131'900.--, das sind Fr. 7'130.-- weniger als die Vorinstanz zugesprochen hat.
90 II 188,
104 II 309,
111 II 301,
109 II 475 suite... ,
104 II 308,
99 II 216,
99 II 218,
108 II 439,
101 II 73,
102 II 95,
108 II 441,
110 II 423
Art. 46 OR,
Art. 42 OR,