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Timestamp: 2018-07-21 11:24:23
Document Index: 120386803

Matched Legal Cases: ['Art. 4', '§ 71', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 4', 'Art. 5', 'Art. 5']

Essen, 27. Januar 2009
Bekanntmachung gemäß Art. 4 Abs. 2 der Verordnung (EG) Nr. 2273/2003:
RWE AG beschließt Aktienrückkaufprogramm und zeitgleiche Veräu­ße­rung eigener Aktien im Rahmen der Abfindung der ehemaligen VEW-Aktionäre
Der Vorstand der RWE AG hat am 26. Januar 2009 beschlossen, dass im Zeitraum vom 29. Januar 2009 bis spätestens zum 28. Februar 2009 Stammaktien der RWE AG (ISIN DE0007037129) im Gegenwert von bis zu EUR 180 Mio. erworben werden sollen. Die Aktien dienen der Erfüllung eines Vergleichs im Spruchverfahren RWE/VEW. Im gleichen Zeitraum wird die RWE AG in ihrem Bestand vorhandene eigene Stammaktien ebenfalls im Gegenwert von bis zu EUR 180 Mio. veräußern. Auf der Basis des derzeitigen Kursniveaus entspricht dies einem maximalen Verkaufs- bzw. Erwerbsvolumen von je bis zu 3,2 Mio. Stück Stammaktien.
Der Vorstand macht von der gesetzlichen Erlaubnis zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 3 AktG in analoger Anwendung Gebrauch. Danach ist die Gesellschaft u.a. zum Erwerb eigener Aktien autorisiert, um Aktionäre nach einer erfolgten Umwandlung abzufinden. Die zu erwerbenden Aktien dienen der Erfüllung eines am 22. Dezember 2008 geschlossenen Vergleichs in dem Spruchverfahren aus Anlass der Verschmelzung RWE/VEW im Jahr 2000. Die RWE AG hat sich in dem Vergleich verpflichtet, den ehemaligen außenstehenden Aktionären der VEW Aktiengesellschaft zur Erfüllung sämtlicher Ansprüche aus und im Zusammenhang mit der Verschmelzung einen abschließenden Ausgleich im Wert von € 10,39 je VEW-Aktie im Nennbetrag von DM 50,-, zzgl. Zinsen seit dem 30. Dezember 2000 zu leisten. Sowohl der Ausgleich als auch die Zinsen werden ausschließlich in auf den Inhaber lautenden Stammaktien der RWE AG geleistet.
Der Rückkauf erfolgt im Auftrag und für Rechnung der RWE AG durch eine von der Gesellschaft mandatierte Bank. Die Bank trifft ihre Entscheidung über den Zeitpunkt des Erwerbs der Aktien und das jeweilige Erwerbsvolumen unabhängig und unbeeinflusst von der Gesellschaft. Der Rückkauf erfolgt über die Börse und wird so günstig wie möglich für die RWE AG durchgeführt.
Darüber hinaus ist die Bank verpflichtet, die Durchführungsbestimmungen der Artikel 4 bis 6 der Verordnung (EG) Nr. 2273/2003 der Kommission vom 22. Dezember 2003 (EG-VO) sowie sämtliche übrige einschlägige Bestimmungen zu beachten. Entsprechend Art. 5 Abs. 1 der EG-VO darf die Bank bei der Kaufpreisbestimmung nicht den Kurs des letzten an der betreffenden Börse unabhängig getätigten Abschlusses oder des derzeit höchsten unabhängigen Gebots überschreiten. Maßgeblich ist der jeweils höhere Wert. Entsprechend Art. 5 Abs. 2 der EG-VO darf die Bank an einem Tag nicht mehr als 25 % des durchschnittlichen täglichen Aktienumsatzes an der Börse, an welcher der Kauf erfolgt, erwerben. Der durchschnittliche Aktienumsatz ergibt sich aus dem durchschnittlichen täglichen Handelsvolumen der letzten 20 Börsentage vor dem Zeitpunkt des Erwerbs.
Die Erwerbstransaktionen werden in einer den Anforderungen des Art. 4 Abs. 4 der EG-VO entsprechenden Weise spätestens am Ende des siebten Handelstages nach ihrer Ausführung bekannt gegeben. Zudem wird die RWE AG regelmäßig über die Fortschritte des Aktienrückkaufs unter www.rwe.com informieren.
Der Verkauf erfolgt im Auftrag und für Rechnung der RWE AG durch eine von der Gesellschaft mandatierte weitere Bank, die nicht mit dem oben beschriebenen Aktienrückkauf beauftragt ist. Die Bank trifft ihre Entscheidung über den Zeitpunkt der Veräußerung der Aktien und das jeweilige Veräußerungsvolumen unabhängig und unbeeinflusst von der Gesellschaft und der für den Aktienrückkauf mandatierten Bank. Die Veräußerung erfolgt über die Börse und wird so gewinnbringend wie möglich für die RWE AG durchgeführt.
Darüber hinaus ist die Bank verpflichtet, die wesentlichen Durchführungsbestimmungen der Artikel 4 bis 6 der EG-VO in entsprechender Anwendung sowie die übrigen einschlägigen Bestimmungen zu beachten. Entsprechend Art. 5 Abs. 1 der EG-VO darf die Bank bei der Bestimmung des Verkaufspreises nicht den Kurs des letzten an der betreffenden Börse unabhängig getätigten Abschlusses oder des derzeit niedrigsten unabhängigen Verkaufsangebots unterschreiten. Maßgeblich ist der jeweils niedrigere Wert. Entsprechend Art. 5 Abs. 2 der EG-VO darf die Bank an einem Tag nicht mehr als 25 % des durchschnittlichen täglichen Aktienumsatzes an der Börse, an welcher der Verkauf erfolgt, veräußern. Der durchschnittliche Aktienumsatz ergibt sich aus dem durchschnittlichen täglichen Handelsvolumen der letzten 20 Börsentage vor dem Zeitpunkt der Veräußerung.
Sowohl das Aktienrückkaufprogramm als auch die Veräußerung eigener Aktien kann im Einklang mit den zu beachtenden rechtlichen Vorgaben jederzeit ausgesetzt und wieder aufgenommen werden.
Ergänzende technische Bekanntmachung zum Vergleich mit den ehemaligen VEW-Aktionären (PDF Download)