Source: http://www.cep.eu/de/monitor/biokraftstoffe-und-indirekte-landnutzungsaenderungen-richtlinie.html
Timestamp: 2017-08-18 01:34:02
Document Index: 314153192

Matched Legal Cases: ['Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 7', 'Art. 7', 'Art. 17']

Erneuerbare Energien müssen 2020 in jedem Mitgliedstaat mindestens 10% des Endenergieverbrauchs im Verkehrssektor ausmachen.
(Art. 3 Abs. 4 RL 2009/28/EG)
Allerdings dürfen die Mitgliedstaaten von dem 10%-Ziel abweichen, sofern
sie ihr nationales Ziel für den Ausbau erneuerbarer Energien erreichen und
der Energieverbrauch im Verkehrssektor nicht den prognostizierten Wert aus dem Aktionsplan für erneuerbare Energien übersteigt.
Erneuerbare Energien müssen 2020 mindestens 6,5% des Endenergieverbrauchs an Ottokraftstoffen ausmachen.
Bei der Erreichung des 10%-Ziels können die Mitgliedstaaten in Bezug auf den Erneuerbare-Energien-Anteil von mit Strom betriebenen Fahrzeugen den Anteil an erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung in dem jeweiligen Mitgliedstaat oder der EU ansetzen.
Der Anteil dieser Strommenge, der von Elektrofahrzeugen im Straßenverkehr verbraucht wird, darf mit dem Faktor 2,5 angerechnet werden.
(Art. 3 Abs. 4 lit. c RL 2009/28/EG)
Der Anteil dieser Strommenge, der von Elektrofahrzeugen im Straßenverkehr verbraucht wird, darf mit dem Faktor 5 angerechnet werden.
Der Anteil dieser Strommenge, der im Schienenverkehr verbraucht wird, darf mit dem Faktor 2,5 angerechnet werden.
Das 10%-Ausbauziel darf höchsten zu 50% (5% des Gesamtverbrauchs) mit konventionellen Biokraftstoffen erreicht werden.
(Art. 3 Abs. 4 lit. d RL 2009/28/EG)
Das 10%-Aufbauziel darf höchsten zu 70% (7% des Gesamtverbrauchs) mit konventionellen Biokraftstoffen erreicht werden.
Das 10%-Aufbauziel darf höchsten zu 60% (6% des Gesamtverbrauchs) mit konventionellen Biokraftstoffen erreicht werden.
Biokraftstoffen, die aus den in Anhang IX Teil A aufgeführten Rohstoffen (z.B. Algen, Stroh, Klärschlamm) hergestellt werden, wird mit dem Vierfachen ihres Energiegehalts angesetzt;
Biokraftstoffen, die aus den in Anhang IX Teil B aufgeführten Rohstoffen (z.B. gebrauchtes Speiseöl, tierische Fette) hergestellt werden, wird mit dem Zweifachen ihres Energiegehalts angesetzt;
erneuerbaren flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen nichtbiologischer Herkunft wird mit dem Vierfachen ihres Energiegehalts angesetzt.
(Art. 3 Abs. 4 lit. e i.V.m Anhang IX RL 2009/28/EG)
Die Mitgliedstaaten setzen sich Ziele für den Energieanteil aus fortschrittlichen Biokraftstoffen am Endenergieverbrauch für 2020 im Verkehrssektor. Der Referenzwert für diese Ziele ist 0,5%
Biokraftstoffen, die aus den in Anhang IX Teil A aufgeführten Rohstoffen (z.B. Algen, Stroh, Klärschlamm) hergestellt werden, wird mit dem Zweifachen ihres Energiegehalts angesetzt;
(Art. 3 Abs. 4 lit. e,f i.V.m Anhang IX RL 2009/28/EG)
Der Energieanteil aus fortschrittlichen Biokraftstoffen muss 2020 mindestens 1,25% des Endenergieverbrauchs im Verkehrssektor betragen.
Biokraftstoffen, die aus den in Anhang IX Teil A aufgeführten Rohstoffen (z.B., Stroh, Klärschlamm) hergestellt werden, wird mit dem Zweifachen ihres Energiegehalts angesetzt;
Biokraftstoffen, die aus den in An-hang IX Teil Aa aufgeführten Rohstoffen (z.B. Algen) hergestellt werden, wird mit dem Vierfachen ihres Energiegehalts angesetzt;
Kraftstoffanbieter müssen den Mitgliedsstaaten bis 31. März jeden Jahres die THG-Intensität der Kraftstoffe sowie die geschätzten THG-Emissionen infolge indirekter Landnutzungsänderung melden. Die Mitgliedstaaten melden diese Daten der Kommission.
(Art. 7a Abs. 6 RL 98/70/EG )
Kraftstoffanbieter müssen den Mitgliedsstaaten jährlich die THG-Intensität der Kraftstoffe melden. Die Mitgliedstaaten melden diese Daten der Kommission.
Kraftstoffanbieter müssen den Mitgliedsstaaten jährlich die THG-Intensität der Kraftstoffe sowie die geschätzten THG-Emissionen infolge indirekter Landnutzungsänderung melden. Die Mitgliedstaaten melden diese Daten der Kommission.
Für das Ziel, die THG-Intensität zu senken und den Anteil erneuerbarer Energien auf 10% auszubauen (10%-Ausbauziel), werden Biokraftstoffe berücksichtigt, die
aus Anlagen kommen, die bis zum 1. Juli 2014 in Betrieb genommen werden und gegenüberüber konventionellen Kraftstoffen weniger THG emittieren
bis 31. Dezember 2017 um 35%,
ab 1. Januar 2018 um 50%,
aus Anlagen kommen, die nach 1. Juli 2014 in Betrieb genommen werden und gegenüberüber konventionellen Kraftstoffen 60% weniger THG emittieren.
(Art. 7b Abs. 2 RL 98/70/EG; Art. 17 Abs. 2 RL 2009/28/EG)
aus Anlagen kommen, die bis zum Tag des Inkrafttretens der Richtlinie in Betrieb genommen werden und gegenüberüber konventionellen Kraftstoffen weniger THG emittieren
aus Anlagen kommen, die nach dem Tag des Inkrafttretens der Richtlinie in Betrieb genommen werden und gegenüberüber konventionellen Kraftstoffen 60% weniger THG emittieren.