Source: https://www.fachverband.info/texte/ruges.htm
Timestamp: 2019-02-23 13:55:45
Document Index: 91894552

Matched Legal Cases: ['§ 44', '§ 46', '§ 46', '§ 127', '§ 7', '§ 106', '§ 76', '§ 74', '§ 22', '§ 31', '§ 82', '§ 98', '§ 23', '§ 107', '§ 98', '§ 98', '§ 98']

RU Gesetz
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(Religionsunterrichtsgesetz - RUG)
(1) Die Kirche Jesu Christi hat den Auftrag, das Evangelium in Wort und Tat zu bezeugen. Aufgrund der Taufe sind alle Christen zu Zeugnis und Dienst in der Gemeinde und in der Welt bevollmächtigt und verpflichtet (§ 44 Grundordnung).
(4) Der evangelische Religionsunterricht staatlicher, kirchlicher und an Privatschulen angestellter Lehrkräfte gründet im Verkündigungsauftrag der Kirche (§ 46 Grundordnung). Die im Predigtamt enthaltenen Aufgaben können sich in einer Vielzahl von Diensten der Verkündigung, Seelsorge und Unterweisung entfalten (§ 46 Abs. 3 Grundordnung).
(6) Die Leitung des evangelischen Religionsunterrichts in Kirche und Schule obliegt dem Evangelischen Oberkirchenrat (§ 127 Abs. 2 Nr. 3 Grundordnung). In den Kirchenbezirken nehmen die Schuldekaninnen und Schuldekane die mit dem Religionsunterricht zusammenhängenden Aufgaben wahr.
(4) Die Lehrkraft hat die Schuldekanin bzw. den Schuldekan zu informieren, wenn aus besonderem Anlass außerhalb des Lehrplans der jeweiligen Klasse schulfremden Personen Gelegenheit zur Information gegeben werden soll.
Absatz 3 Satz 3 gilt entsprechend
(1) Der Religionsunterricht ist an allen öffentlichen Schulen ordentliches Lehrfach. Daher sind Schülerinnen und Schüler, die der Evangelischen Landeskirche in Baden angehören und eine öffentliche Schule besuchen – vorbehaltlich des Rechts zur Abmeldung – zur Teilnahme am evangelischen Religionsunterricht verpflichtet.
(2) Ungetaufte Schülerinnen und Schüler, von denen zumindest ein Elternteil einer Gliedkirche der Evangelischen Kirche in Deutschland angehört, sind evangelischen Schülerinnen und Schülern rechtlich gleichgestellt (§ 7 Grundordnung).
(3) Schülerinnen und Schüler, die einer Kirche angehören, mit der die Evangelische Landeskirche in Baden eine Vereinbarung über die Teilnahme am evangelischen Religionsunterricht getroffen hat, werden den evangelischen Schülerinnen und Schülern gleichgestellt.
abgeschlossenes Studium an einer Evangelischen Fachhochschule im Fachbereich Religionspädagogik (Diplom-Religionspädagogin bzw. Diplom-Religionspädagoge);
Voraussetzungen für den Einsatz staatlicher Lehrkräfte im evangelischen Religionsunterricht sind:
(2) Für die vom Land Baden-Württemberg übernommenen Pfarrerinnen und Pfarrer gilt § 106 Pfarrdienstgesetz.
Dekanin bzw. Dekan als Gemeindepfarrerin
bzw. als Gemeindepfarrer
2 Wochenstunden (fakultativ),
a) von 4.000 und mehr Gemeindegliedern
b) von 2.000 bis 3.999 Gemeindegliedern
c) bis 1.999 Gemeindegliedern
(3) Bei eingeschränktem Dienstauftrag verringert sich die Zahl anteilig.
(8) Pfarrerinnen und Pfarrer, die ein ihnen zugewiesenes Religionsunterrichtsdeputat schuldhaft nicht antreten oder vorübergehend oder dauernd nicht wahrnehmen, verlieren vorbehaltlich dienstaufsichtlicher oder disziplinarrechtlicher Maßnahmen den Anspruch auf anteilige Bezüge (§ 76 Pfarrdienstgesetz).
(9) § 74 Pfarrdienstgesetz (Ersatzvornahme) findet auf schuldhaft nicht erteilten Religionsunterricht Anwendung.
(1) Die kirchlichen Lehrkräfte im evangelischen Religionsunterricht wirken im Rahmen der geltenden Bestimmungen in den kirchlichen Organen mit (§ 22 Abs. 4, § 31 Abs. 1 Nr. 3 und Abs. 5, § 82 Abs. 3, § 98 Abs. 3 Grundordnung).
(2) Pfarrerinnen und Pfarrer im evangelischen Religionsunterricht haben an dienstlichen Veranstaltungen, die der theologischen und praktischen Förderung dienen, insbesondere an Pfarrkonferenzen, teilzunehmen (§ 23 Pfarrdienstgesetz). Die übrigen kirchlichen Lehrkräfte im evangelischen Religionsunterricht können auf Einladung der Dekanin bzw. des Dekans teilnehmen.
(3) Von kirchlichen Religionslehrerinnen und Religionslehrern wird erwartet, dass sie unbeschadet der gewissenhaften Erfüllung ihrer Dienstpflichten im evangelischen Religionsunterricht das kirchliche Leben der Gemeinde fördern und bei Vertretungsdiensten mitwirken (§ 107 Pfarrdienstgesetz). Näheres kann in einer Rechtsverordnung des Landeskirchenrats geregelt werden.
(1) Für die mit dem evangelischen Religionsunterricht zusammenhängenden Aufgaben des Dekanats kann der Landeskirchenrat im Einvernehmen mit dem Bezirkskirchenrat bzw. den Bezirkskirchenräten für einen oder mehrere Kirchenbezirke die Stelle einer Schuldekanin bzw. eines Schuldekans errichten (§ 98 Grundordnung).
(2) Die Aufgaben der Schuldekanin bzw. des Schuldekans ergeben sich aus § 98 Abs. 2 Grundordnung.
(3) Durch Rechtsverordnung des Landeskirchenrates können für die Aufgaben der Schuldekanin bzw. des Schuldekans nähere Regelungen getroffen werden (§ 98 Abs. 5 Grundordnung).
(1) Das Religionspädagogische Institut der Evangelischen Landeskirche in Baden ist eine nicht rechtsfähige Einrichtung der Landeskirche. Sie untersteht der Aufsicht des Evangelischen Oberkirchenrats.
Dieses kirchliche Gesetz tritt am 1. August 2000 in Kraft.
Richtlinien für die Zulassung von Lernmitteln für das Fach Evangelische Religionslehre vom 16. März 1988 (GVBl. S. 98),
Verordnung über die Schulbesuche an den "öffentlichen und privaten Schulen im Bereich der Evangelischen Landeskirche in Baden (Schulbesuchsordnung) vom 26. Mai 1987 (GVBl. S. 55),
Ordnung für die kirchliche Bevollmächtigung zur Erteilung von Religionsunterricht (Vocationsordnung) vom 17. Dezember 1991 (GVBl. 1992 S. 1)
Kirchliches Gesetz die Vergütung für den Religionsunterricht betr. vom 27. November 1959 (GVBl. S. 98), zuletzt geändert durch kirchliches Gesetz vom 28. Oktober 1971 (GVBl. S. 187).
Karlsruhe, den 15. April 2000
nach oben Fachverband evang. Religionslehrerinnen und Religionslehrer in Baden ev.
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