Source: http://www.computerundrecht.de/36587.htm
Timestamp: 2017-11-24 14:54:07
Document Index: 225124213

Matched Legal Cases: ['Art. 101', 'Art. 11', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'BGH', 'BGH', '§ 45', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'BGH', 'EuG', 'BGH']

In der aktuellen CR Ausgabe (Heft 6, Erscheinungstermin: 15. Juni 2014) lesen Sie folgende Beiträge und Entscheidungen.
Frank, Christian, Die neue Gruppenfreistellungsverordnung für Technologietransfer-Vereinbarungen und ihre Relevanz für Verträge der Informationstechnologie, CR 2014, 349-354
Am 28.3.2014 hat die EU-Kommission im Amtsblatt die Verordnung Nr. 316/2014 vom 21.3.2014 über die Anwendung von Art. 101 Abs. 3 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union auf Gruppen von Technologietransfer-Vereinbarungen (nachfolgende TT-GVO 2014“) samt der entsprechenden Leitlinien veröffentlicht. Diese ist am 1.5.2014 in Kraft getreten und schließt damit nahtlos an die entsprechende Verordnung Nr. 772/2004 vom 27.4.2004 an, die gem. ihrem Art. 11 S. 2 am 30.4.2014 außer Kraft getreten ist. Der Beitrag bietet einen kurzen Überblick über die neue TT-GVO und geht hierbei auf einige Besonderheiten für Verträge der Informationstechnologie ein.
Hilgert, Felix, Keys und Accounts beim Computerspielvertrieb, Probleme der Erschöpfung beim Vertrieb hybrider Werke, CR 2014, 354-360
Mit seinem UsedSoft-Urteil hat der EuGH einen Paradigmenwechsel im Softwarevertriebsrecht ausgelöst und zahlreiche Fragen aufgeworfen. Besonders komplexe Probleme stellen sich im Hinblick auf Computerspiele, deren Charakter als hybride Werke urheberrechtliche Einordnungsschwierigkeiten verursacht. In der Praxis werden sie auch häufig in hybriden Systemen vertrieben, bei denen körperliche Vervielfältigungsstücke mit digital vertriebenen Inhalten und Onlinedienstleistungen kombiniert werden. Nunmehr ergangene erste Gerichtsentscheidungen nach UsedSoft zeugen von einer gewissen Zurückhaltung bei der Anwendung des Erschöpfungsgrundsatzes in diesen Konstellationen. Der Beitrag zeigt auf, dass in diesen Konstellationen in der Tat oftmals keine Erschöpfung eintritt und plädiert dafür, die UsedSoft-Rechtsprechung nicht überzustrapazieren.
EuGH v. 10.4.2014 - Rs. C-435/12, EuGH: Privatkopien nur aus rechtmäßigen Quellen, CR 2014, 360-364
BGH v. 28.1.2014 - VI ZR 156/13, BGH: Auskunftsanspruch hinsichtlich SCHUFA-Scorewerten, CR 2014, 364-367
OLG Köln v. 14.2.2013 - 19 U 166/12, OLG Köln: Unteilbare Leistung bei Softwareerstellungs- und -entwicklungsvertrag, CR 2014, 367-369
Mantz, Reto / Sassenberg, Thomas, Der Entwurf der Single Market-Verordnung und lokale Funknetze, Auswirkungen für Aufbau und Betrieb von WLAN-Hotspots, CR 2014, 370-377
OLG Koblenz v. 13.9.2010 - 12 U 789/09, OLG Koblenz: Anforderungen an eine Beanstandung i.S.d. § 45i TKG, CR 2014, 377-378
LG Berlin v. 13.8.2013 - 54 S 24/12, LG Berlin: Datenschutz bei Kettenabtretung, CR 2014, 378-379
OLG Köln v. 4.2.2014 - 6 W 11/14, OLG Köln: Irreführende doppelte Preissteigerung für TK-Leistungen, CR 2014, 379
LG Chemnitz v. 21.6.2013 - 6 S 87/13, LG Chemnitz: Bekanntgabe von Preiserhöhung bei Internet-by-Call, CR 2014, 379
Weisser, Ralf / Färber, Claus, Papierloses Lastschriftmandat in der Single Euro Payments Area (SEPA), Die SEPA-Lastschrift im elektronischen Geschäftsverkehr, CR 2014, 379-385
Fast im letzten Moment entschied sich die EU-Kommission dafür, die Frist für die Umstellung auf SEPA um sechs Monate bis zum 1.8.2014 zu verlängern. Viele Unternehmen hatten ihren Zahlungsverkehr nicht rechtzeitig umgestellt. Selbst große Internet-Versandhäuser wie Amazon ziehen auch nach dem 1.2.2014 Rechnungsbeträge noch per Einzugsermächtigungslastschrift und nicht mittels SEPA-Lastschrift ein. Gerade im Online-Handel dürfte dies nicht ausschließlich auf Fehlplanungen zurückzuführen sein. Es besteht vielmehr nach wie vor große Rechtsunsicherheit, ob bei SEPA eine Mandatserteilung über das Internet in Textform, wie sie beim nationalen Einzugsermächtigungsverfahren gängige Praxis war, weiterhin möglich ist.
OLG Köln v. 8.4.2014 - 15 U 199/11, OLG Köln: Pflicht zur Löschung persönlichkeitsrechtsverletzender Autocomplete-Vorschläge, CR 2014, 385-390
OLG Köln v. 19.2.2014 - 6 U 49/13, OLG Köln: Keine Haftung des Linksetzers für wettbewerbswidrige Inhalte auf Unterseiten der verlinkten Website, CR 2014, 390-393
OLG Stuttgart v. 2.10.2013 - 4 U 78/13, OLG Stuttgart: Anspruch auf Löschung falscher Tatsachenbehauptungen aus Wikipedia, CR 2014, 393-397
LG Düsseldorf v. 12.2.2014 - 23 S 111/13, LG Düsseldorf: Erkennbarkeit des Ausschlusses des Widerrufsrechts bei nach Kundenspezifikationen gefertigter Ware, CR 2014, 397-399
LG Berlin v. 21.1.2014 - 15 O 56/13, LG Berlin: Nutzeraccounts von Games-Industrie nicht obligatorisch frei übertragbar zu gestalten, CR 2014, 400-404
LG Köln v. 2.12.2013 - 228 O 173/13, LG Köln: Offensichtlichkeit der Rechteverletzung bei Streaming-Abmahnung, CR 2014, 404
LG Berlin v. 19.11.2013 - 15 O 402/12, LG Berlin: Teilweise unwirksame Google-AGB, CR 2014, 404-408
EuGH v. 17.10.2013 - Rs. C-218/12, EuGH: Kausalität einer auf EU-Mitgliedstaat ausgerichteten Website für Vertragsschluss, CR 2014, 408
OLG Köln v. 26.3.2014 - 6 W 43/14, OLG Köln: Kein fliegender Gerichtsstand im Vollstreckungsverfahren, CR 2014, 408-409
OLG Köln v. 26.2.2014 - 6 U 189/13, OLG Köln: Pflichtangabe der Energieeffizienzklasse von LED-Monitoren, CR 2014, 409
Pohle, Jan / Zoch, Benjamin, eCall = Der gläserne Fahrer?, Datenschutz in Kraftfahrzeugen im Rahmen von eCall und anderen kommunizierenden Bordsystemen, CR 2014, 409-416
Die rasant fortschreitende Entwicklung kommunizierender Bordsysteme ist längst nicht mehr die Umsetzung unternehmensstrategischer Zielsetzungen der Kfz-Hersteller, sondern spätestens seit Vorstellung des europaweiten Notfall-Dienstes eCall Gegenstand des öffentlichen Diskurses geworden. Stellte das eigene Kfz für den Nutzer bislang weitgehend einen (letzten) digitalen Rückzugsort dar, so verwandelt sich des Deutschen liebster Freund zunehmend von einer “Blechbüchse mit beschränkten Kontaktmöglichkeiten“ (/ in Wirtschaftswoche v. 24.3.2014, S. 66) in einen “allwissenden Blechkameraden“ (: dpa, in Handelsblatt v. 6.1.2014).Vor dem Hintergrund dieser technischen Entwicklung skizziert der Beitrag als Ausschnitt aus den insofern relevanten rechtlichen Regelungen zunächst die allgemeinen datenschutzrechtlichen Anforderungen an “kommunizierende“ Bordsysteme (I.), um sodann anhand des geplanten Notrufsystems eCall die Beachtung dieser Vorgaben näher zu untersuchen (II.). Ein kurzes Fazit mit einem Ausblick auch in Bezug auf private Dienste beschließt den Beitrag (III.).
Schwanitz, Christopher, EuGH: Keine Berücksichtigung rechtswidriger Kopien bei Leermedien- und Geräteabgabe, CR 2014, R063
Sturm, Fabian, EuGH: Behördenzuständigkeit für Kommunikationsunternehmen aus anderem Mitgliedstaat, CR 2014, R063-R064
Funke, Michael, BGH: Kostenloser Eintrag einer Geschäftsbezeichnung im Telefonbuch, CR 2014, R064
Funke, Michael, EuGH: Zur Datenschutzrechtlichen Verantwortlichkeit von Suchmaschinen (“Google Spain/AEPD“), CR 2014, R065
Schwanitz, Christopher, BGH: Screen-Scraping kein Wettbewerbsverstoß, CR 2014, R066
Grenzer, Matthis, LG Berlin: Keine Mietwagenvermittlung durch ,‘ im Raum Berlin, CR 2014, R066-R067
Schräder, Ulrike, Verpflichtung von US-Internetprovidern zur Herausgabe privater Daten ausländischer Kunden, CR 2014, R067
Verlag Dr. Otto-Schmidt vom 04.06.2014 10:13