Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerwG&Datum=08.07.2014&Aktenzeichen=2%20B%207.14
Timestamp: 2019-11-12 00:27:20
Document Index: 192079363

Matched Legal Cases: ['Art. 33', 'Art. 87', '§ 133', 'Art 33', 'Art 87', '§ 133', 'Art. 33', 'Art. 87', '§ 133', '§ 133', 'Art. 33', 'Art. 87', 'Art. 33', 'Art. 33', '§ 3', 'Art. 33', '§ 133', 'Art. 33']

BVerwG, 08.07.2014 - 2 B 7.14 - dejure.org
https://dejure.org/2014,21624
BVerwG, 08.07.2014 - 2 B 7.14 (https://dejure.org/2014,21624)
BVerwG, Entscheidung vom 08.07.2014 - 2 B 7.14 (https://dejure.org/2014,21624)
BVerwG, Entscheidung vom 08. Juli 2014 - 2 B 7.14 (https://dejure.org/2014,21624)
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GG Art. 33 Abs. 2, Art. 87a Abs. 2; BGB § 133
Art 33 Abs 2 GG, Art 87a Abs 2 GG, § 133 BGB
Objektiver Empfängerhorizont potentieller Bewerber für Auslegung des Anforderungsprofils einer Stellenausschreibung maßgeblich
GG Art. 33 Abs. 2; GG Art. 87a Abs. 2; BGB § 133
Anforderungsprofil; interne Stellenausschreibung; objektiver Erklärungsinhalt; objektiver Empfängerhorizont; Personalentwicklungskonzept; behördeninterne Vorgaben; behördeninterne Vorverwendung; Stabsstelle; Kommandierung; Rahmenvereinbarung
BGB § 133 ; GG Art. 33 Abs. 2 ; GG Art. 87a Abs. 2
Anforderungsprofil muss anhand des objektiven Empfängerhorizonts potentieller Bewerber ausgelegt werden
Auslegung eines Anforderungsprofils im Auswahlverfahren
VG Koblenz, 12.12.2012 - 2 K 107/12
OVG Rheinland-Pfalz, 22.10.2013 - 10 A 10493/13
NVwZ-RR 2014, 885
Unbeschadet des Umstands, dass der Beamte auch für die tatsächlich erbrachte Leistung auf einem rechtswidrig erlangten Dienstposten eine dienstliche Beurteilung erhalten muss (BVerwG, Beschluss vom 8. Juli 2014 - 2 B 7.14 - Buchholz 11 Art. 33 Abs. 2 GG Nr. 61 Rn. 18), dürfen die dort gezeigten Leistungen dem rechtswidrig übergangenen Beamten - dem die Chance auf eine entsprechende Bewährung vorenthalten worden ist - nicht entgegengehalten werden.
Abzustellen ist auf den objektiven Erklärungsinhalt der Funktionsbeschreibung (…vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 20. Juni 2013 - 2 VR 1.13 - BVerwGE 147, 20 Rn. 32 und vom 8. Juli 2014 - 2 B 7.14 - NVwZ-RR 2014, 885 Rn. 8).
Der Inhalt einer Stellenausschreibung muss durch eine am objektiven Empfängerhorizont potentieller Bewerber orientierte Auslegung ermittelt werden (…vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 20. Juni 2013 - 2 VR 1.13 - BVerwGE 147, 20 Rn. 32 und vom 8. Juli 2014 - 2 B 7.14 - Buchholz 11 Art. 33 Abs. 2 GG Nr. 61 Rn. 8).
Vorliegend war der Beurteiler allerdings auf Grundlage eines Arbeitsvertrages zum kommissarischen Schulleiter bestellt worden und damit Vorgesetzter des Klägers im Sinne des § 3 Abs. 3 HBG (zur Maßgeblichkeit der tatsächlichen Aufgabenwahrnehmung BVerwG, Beschluss vom 8. Juli 2014 - 2 B 7.14 - Buchholz 11 Art. 33 Abs. 2 GG Nr. 61 Rn. 18).
Bei dieser Frist handelt es sich um eine nicht verlängerbare Ausschlussfrist, sodass nachträglicher Vortrag nicht berücksichtigt werden kann (stRspr; vgl. zuletzt Beschluss vom 8. Juli 2014 - BVerwG 2 B 7.14 - juris Rn. 21).
vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 8. Juli 2014 - 2 B 7.14 -, ZBR 2014, 382 = juris Rn. 10, und vom 20. Juni 2013 - 2 VR 1.13 -, ZBR 2013, 376 = juris Rn. 14, 24 ff.; OVG NRW, Beschlüsse vom 15. Juni 2016 - 6 B 253/16 -, DÖD 2016, 233 = juris Rn. 17, 19, und vom 14. März 2014 - 6 B 93/14 -, IÖD 2014, 130 = juris Rn. 14.
vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 8. Juli 2014 - 2 B 7.14 -, a. a. O., Rn. 8, und vom 20. Juni 2013 - 2 VR 1.13 -, a. a. O., Rn. 46 ff.
Inhalt und Bindungswirkung des in einer Stellenausschreibung enthaltenen Anforderungsprofils sind dabei durch eine entsprechend § 133 BGB am objektiven Empfängerhorizont potentieller Bewerber orientierte Auslegung zu ermitteln sind ( BVerwG, Beschluss vom 20. Juni 2013 - 2 VR 1.13 -, juris = BVerwGE 147, 20 ), wobei die Vorgaben eines Anforderungsprofils einer ausdehnenden Auslegung nicht zugänglich sind ( BVerwG, Beschluss vom 8. Juli 2014 - 2 B 7.14 -, juris = Buchholz 11 Art. 33 Abs. 2 GG Nr. 61 ) und die Frage, wie ein konstitutives von einem nicht-konstitutiven Merkmal in einem Anforderungsprofil abzugrenzen ist, von den jeweiligen Umständen des Einzelfalles abhängt ( BVerwG, Beschluss vom 11. September 2008 - 2 B 69.07 -, juris ).
Der Inhalt einer Stellenausschreibung muss durch eine am objektiven Empfängerhorizont potentieller Bewerber orientierte Auslegung ermittelt werden (vgl. BVerwG, B.v. 8.7.2014 - 2 B 7/14 - juris Rn. 8).
Der Bewerber muss daher erkennen können, welche Anforderungen von allen Bewerbern zwingend erwartet werden, und welche Kriterien zwar nicht notwendig für eine Einbeziehung in das Auswahlverfahren sind, bei gleicher Eignung der Bewerber aber maßgeblich berücksichtigt werden (vgl. BVerwG…, Beschluss vom 20. Juni 2013 - BVerwG 2 VR 1.13 -, juris Rn. 32; Beschluss vom 8. Juli 2014 - BVerwG 2 B 7.14, juris Rn. 8 ff.).
Selbst wenn der Wortlaut Interpretationsspielraum ließe, könnte die Ausschreibung allenfalls dann im Lichte der Vorgaben der PEK verstanden werden, wenn deren Kenntnis beim maßgeblichen Empfängerkreis vorausgesetzt werden könnte (vgl. BVerwG, Beschluss vom 8. Juli 2014, a.a.O. Rn. 9; insoweit unklar: Niedersächsisches OVG, Beschluss vom 12. Juli 2000 - 5 2228.00 -, Abdruck Seite 10).
OVG Nordrhein-Westfalen, 05.03.2015 - 6 A 2274/13
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