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Timestamp: 2020-08-05 11:42:06
Document Index: 107675944

Matched Legal Cases: ['Art. 1', 'Art. 36', 'Art. 33', 'Art, 33', 'Art, 1', 'Art. 3', 'Art, 4', 'Art. 5', 'Art. 6', 'Art. 7']

1844 / 25 p. 3 (Allgemeine Preußische Zeitung)
1844 / 25 p. 3 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff
men der heiligen und untheilbaren Dreifaltigkeit :
Ds 1. Kapitel. Von der Religion. L Di ende Religion ín Griechenland ist die orientalische E er er jede auderé E En ist rer i , ‘rchlí ¿uche sind ungehindert, Der g elytismus is verboten. Fre G iger E dogmatischer Hinsicht is die griechische Kirche mit
oßen Kirche Christi in Konstantinopel und allen anderen gleichdenken- ass Birchen unzertrennlich vereinigt, in politischer Hinsicht aber ist sie unab- hán ig und wird von einer heiligen Synode regiert.
E Kap. Von den öffentlihen Rechten der Griechen,
j Griechen sind vor dem Gesehe gleich, Nur griechische Bür- er S e Militairstellen bekleiden und tragen die Staatslasten
g erat i Vermögens - Umständen,
tniß zu ihren Vermogen, i i M Berhälrih Xönliche Freiheit is unverleglich, und kann Niemand ver- folgt ergriffen oder cingekerkert werden, anders, als nur wann und wie es
bestimmt. : : pee E E Niemand gegen seinen Willen dem von dem Gesehe ihm
¡mmten Richter entzogen werden. : bestim ird nit auferlegt, ohne daß das Geseß cs bestimmt.
6. Strafe wi j p A c , = (Eines Jeden Wohnung is heilig, Keine Haussuchung ist erlaubt,
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den geseßlichen Bestimmungen. als naŸ Jn Grie enland wird Niemand gekauft oder verkauft; jeder Sklave, von welcher Nation und welcher Religion er auch sein mag, is frei, sobald er den griechischen Boden betritt, :
9 Die Presse is frei, und jeder Grieche hat das Recht, seine An-
sichten durch dieselbe bekannt zu machen, mit Beobachtung der Geseze des
Art. 1. | orthodoxe Kirche Christ
u Der öffentliche und höhere Unterricht geschieht auf Staatskosten.
11, Niemand kann seines Eigenthums verlustig werden , als nur zum öffentlihen Nußen, wenn dieser gehörig bewiesen is, und nur nach den Bestimmungen des Gesehes, immer aber mit vorhergehender Entschädigung,
9, Die allgemeine Confiscation ist verboten. 3, Kap. Von der Staats -Verfassung.
13, Die geseßgebende Gewalt besteht aus dem König, der Deputirten- Kammer und dem Senat (Tevovoaua),
14. Das Recht des Vorschlags über Gesehe (die Juitiative) gehört dem König, der Kammer und dem Senat; aber jedes Geseß über das jähr- liche Budget der Staats-Einnahme und Ausgaben, über den jährlichen Zu- stand der Militair- und Seemacht und der Conscription muß zuerst von der Deputirten-Kammer genchmigt werden.
15. Kein Gesebß - Entwurf, der von einem der drei Theile der geseb- ebenden Gewalt verworfen wird, kann in der nämlichen Session wieder
vorgelegt werden. 16. Die offizielle Auslegung der Gesehe gehört der geseßzgebenden
Gewalt an. N E i 17. Die ausgübende Gewalt gehört dem König, wird aber von seinen
von ihm ernannten Ministern ausgeführt. 18. Die gerichtlihe Gewalt gehört den Tribunalen, und alle gericht- lihe Sentenzen werden im Namen des Königs vollstreckt. 4, Kap. Von dem König. 49, Die Person des Königs is heilig, und die Minister sind verant-
wortlich.
20. den ohne die Kontrasignatur des betressenden Ministers , Unterschrift sih verantwortlich macht. :
21, Der König ernennt die Minister und et e 22, Der König is die höchste Behörde (A0x07) im Reiche. Er be- fiechlt über die Land- und Seemacht, erklärt Krieg und schließt Friedens- Bündnisse und Handels-Verträge. Er zeigt sie aber der Deputirten-Kammer und dem Senat mit den nöthigen Aufschlüssen an, sobald das allgemeine Interesse und die Sicherheit des Staats es erlaubt. Handels - Verträge jedoch und andere, welche das Reich belasten oder die Griechen persönlich binden, sind ohne die Genehmigung der beiden Kammern ungültig.
93. Keine Abtretung oder Vertauschung von Ländereien kann ohne ein Geseß geschehen, Kein geheimer Artifel eines Vertrags kann die öffent- lichen umstoßen. j /
24, Der König vertheilt die Militair- und Marine - Stellen, crnennt die Staatsdiener, außer den geschlichen Ausnahmen, Er kann aber keinen Staatsdiener zu einer nicht vom Gesetze bestimmten Stelle ernennen.
25. Der König publizirt die nöthigen Verordnungen zur Vollstreckung der Geseße, ohne jedoch die Kraft derselben aufheben, oder eine Ausnahme bei Vollstreckung derselben machen zu können. |
26, Der König bestätigt und veröffentlicht die Geseye. i f
27, Der König hat das Recht, die Kammern außerordentlichertveise zusammenzurufen , die Vollendung der Arbeiten der Deputirten-Kammer zu verkünden, und die Kammern entweder beide zugleich oder auch nur die eine aufzulösen. Allein die Ordonnanz wegen Auflösung muß mit Feststellung der neuen Wahlen binnen 40 Tagen, und Zusammenberufung der Kammern binnen zwei Monaten begleitet sein. L
98, Dem König stcht das Recht zu, die Eröffnung der Kammern zu verschieben. Dieser Aufschub kann aber nicht länger als ein Monat sein, noch erneuert werden, ohne die Genehmigung der Kammern während der
Sizung derselben. N 29. Der König hat das Recht, die Strafen der gerichtlich Verur- mit Ausnahme der über
theilten zu erlassen, zu ändern und zu verkürzen, dic Minister vorhandenen Bestimmungen.
30. Der König hat das Recht, die geseßmäßigen Auszeichnungen nach deren Statuten zu vertheilen, er kann aber keine Adels- oder Unterschei-
dungs-Titel geben. : 31. Der König hat das Recht, nah dem Geseße Geld zu prägen.
32. Die Civil - Liste des Königs wird durch ein Geseß für 10 Jahre festgeseßt, welhe von der Zusammenkunft der nächsten Versammlung anfängt.
33, Se, Majestät der König Otto legt nah dem Unterzeichnen der gc- genwärtigen Constitution in Gegenwart der National-Versammlung folgen- den Eid ab: „Jch {wöre im Namen der heiligen Dreifaltigkeit, die herr- schende Religion des Staats zu schützen, die politische Constitution und die Geseße der grieischen Nation nicht zu übertreten, und die National-Ge- sezmäßigkeit und die Unverlehbarkeit des griechishen Staats zu beachten und zu vertheidigen.“
34, Kein König von Griechenland kann zugleich der Herrscher eines anderen Staats scin.
5 Kay. Von der Thronfolge und der Regentschaft.
35. Die griechische Krone und ihre constitutionellen Rechte sind erb- lih und pens auf die geseylichen Descendenten des Königs Otto in der männlichen Linie über, und zwar in der Ordnung der Erstgeburt mit gänz- licher Ausschließung der Frauen und deren ‘Nachkommen. *)
36. Jn Ermangelung natürlicher und gesezlicher Descendenten des Königs Otto geht die griehishe Krone auf seinen Bruder Luitpold über, und an dessen natürlihe und geseßliche männliche Descendenten in di- refter Linie, in der Ordnung der Erstgeburt. Jm Fall seines Todes aber ohne natürliche und geseyliche männliche Kinder, geht die griechische Krone M emen Bruder über, und dessen Descendenten in der vorerwähnten
eue, 37, Wenn kein Nachfolger nah den Bestimmungen des Art. 36 vor-
E sollte, \o ernennt der König seinen Nachfolger mit der Zustim- Beacias zu diesem Behuf zusammenberufenen Kammern, wobei jedoch die
Sens L det ‘neu Ie * jeder Kammer und die Stimmen von wenig-
38 itglieder nöthig sind. | y + Jeder Nawsolger des griecishen Thrones muß sich zu der Rcli- gion der anatolischen orthodoxen christli Kirche bek ô
39, Jm Fall des Todes d Pen irche bekennen.
ohne Zusammenberufung späteste s ónigs versammeln sich die Kammern
Wenn die Kammern gerade aufgelt am zehnten Tag nah dem Trauerfall,
zusammenberufen sein sollten ses öst und die neuen nah 40 Tagen nicht
übernehmen die Arbeiter bis zur Dans ich die aufgelösten wieder und
Bestimmung gilt au, wenn nut eine der vei Kemmern anseelof srin ollte
on dem s elóst sein sollte. dem Sterbetag des Königs bis zur Beeidigung seines Nachfol-
*) Hiernach wäre also die in dem aus Athen enthaltene Angabe, daß die Lronioiao ae gegebenen lite Descendenz übergehen solle, irrig und zu berichtigen, “Anmerk, d. Redact,
Keine Handlung des Königs is} gültig oder kann vollstreckt wer- der durch seine
ers oder der Regentschast wird die constitutionelle Macht des Königs im amen der griechischen Nation von dem Minister-Rath und unter dessen Verantwortlichkeit verwaltet,
40, Der König ist nach Vollendung seines 18ten Jahres mündig. Vor seinem Regierungs-Antritt muß er den im Art. 33 enthaltenen Eid in Gegenwart der znei Kammern ablegen.
41. Wenn beim Ableben des Königs sein sollte, dann versammeln sih die zwei Kammern, um den Regenten und den Vormund zu wählen. Der Vormund aber wird nur dann gewählt, wenn von dem seligen König kein solcher testamentarish ernannt is, oder wenn der unmündige Nachfolger keine Mutter hat, die im Wittwenstand geblieben is, welche dann ex osficio die Vormundschaft ihres Sohnes übernimmt.
42, Die Regentschaft bestcht aus einer cinzigen Person. Der Regent muß ein griehisher Bürger sein, und ehe er die Pflichten seines Amtes übernimmt, muß er den im Art, 33 vorgeschriebenen Cid ablegen, mit dem Zusaß jedoch, daß er treu gegen den König sein wird,
43. Während einer Regentschaft darf keine Veränderung in der Con- stitution vorgenommen werden.
44. Jm Fall der Erledigung des Thrones ernennen die beiden Kam- mern, sich vereinigend, provisorisch den Regenten bis zur Zusammenberufung der neuen Kammern, welches binnen längstens zwei Monaten geschehen muß. Die neuen Kammern wählen dann den König.
Vereinigte Staaten von Uord-Amerika.
O New-York, 30, Dez. Die Whigs mögen nur die Hoff nung aufgeben, bei der nächsten Präsidenten - Wahl etwas gegen ihre Gegner auszurihtenz der Entschluß der großen Mehrheit der demo- kratishen Partei, Herrn van Buren wieder auf den Práäsidentenstuhl zu erheben, tritt in allen Dingen, in den großen, wie in den Éleinen, zu deutlich hervor, als daß man sich noh länger einer Selbsttäuschung in diesem Betreffe hingeben könnte. Die Ernennungen des Präsidenten und aller übrigen Beamten des Hauses der Repräsentanten, nament= lih die Ernennung des Herausgebers des demokratischen Globe zum Drucker des Kongresses, der auch gegen Herrn Tyler die heftigsten Ausfälle macht, sprehen zu laut, um verkannt werden zu können. Allerdings is die Zusammenkunft von Baltimore im nächsten Monat Mai noch da, bei welcher die Partei-Kandidaten für die Stelle des Prásidenten und des Vice-Präsidenten festgestellt werden, und zwischen dem Kongresse und dieser Versammlung herrscht allerdings kein noth= wendiger äußerer Zusammenhang. Allein der innere is eben so na- türlih als logish, und \chon jeßt darf man daher die nächste Ver= sammlung zu Baltimore fast als eine reine Formsache betrachten, um nur den bereits so gut als festgestellten Beschluß einzuregistriren. Die Anhänger der anderen demokratischen Kandidaten außer Herrn van Buren, machen bis jeßt gute Miene zu dem für ihre Sonderinteressen wenigstens eben nicht guten Spiel, höchstens mit Ausnahme der Freunde des jeßigen Präsidenten Herrn Tyler, was sih leiht aus der hohfahrenden Behandlung erklären läßt, die gerade von den An- hängern des Herrn van Buren vorzugsweise in ihrem Organ, dem Globe, ihm widerfahren ist.
Die Session des Kongresses is nun seit fast viri Wochen be= gonnen, die Resultate aber sind, man muß es offen gestehen, nohch äußerst gering, was aber nicht auffällt, da es jedesmal \o gewesen war, wiewohl man jedesmal von beiden Parteien die glänzendsten Versprechungen der Thätigkeit und des Eifers macht. Namentlich haben die Demokraten in der leßten Zeit stets die Unthätigkeit der Whigs, wenn dieselben in der Mehrheit waren, zum Schlagwort ge= nommen , die besten Versicherungen an ihre Kommittenten abgegeben, daß sie nicht thun würden, wie diese Whigs, die die dem Volke so fostbare Zeit mit citlem Nichtsthun und unfruchtbaren Debatten verloren, sondern sie wollten vielmehr ras{ch und ungesäumt zur Erledigung der Angelegenheiten des Landes schreiten und dann sih vertagen. Wir sehen nun ret shlagend, was alle dergleichen Versprechungen zu be= deuten haben, daß sie nichts sind, als s{chöne Redensarten, deren die Einen wie die Anderen sich gleihmäßig bedienen, ohne ihnen eben einen großen Werth beizulegen. Alle Parteien haben sie mit gleicher Leichtigkeit gemacht und gebrochen.
Jch trage heute noch Einiges über die finanziellen Verhältnisse mehrerer Staaten nach. Die finanzielle Lage des Staates Maryland scheint noch immer im höchsten Grade \{chlecht zu sein, und selbst auf lange Zeit hingus noch keine Aussicht auf Besserung zu versprechen, eine traurige Perspektive für die Gläubiger dieses Staats,
Etwas besser scheint es in Alabama zu stehen. Die Legislatur dieses Staates ist am 4. Dezember zusammengetreten. Der Gou-= verneur \priht in seiner Botschaft ein entschiedenes Verdammungs-= Urtheil über die {chmahvolle Doktrin der Repudiation, und stellt den Antrag, dur Einführung von Steuern die nöthigen Gelder herbei- zuschaffen, um die nah Ablauf dieses Jahres fällig werdenden Zinsen der Staatsschuld bezahlen zu können, Für die Zahlung der bis da-= hin verfallenen i} bereits Vorsorge getroffen.
Aus der Uebersicht der Einnahmen und Ausgaben des Staates Pennsylvanien ersieht man, daß in dessen Schaß am 30. November ein bedeutender Aktiv-Uebershuß vorhanden war, und daß man sich deshalb der Hoffnung hingab, daß vielleicht bis nächsten 1. August eine Zahlung an den Zinsenrückständen gemacht werden dürfte. Penn- sylvanien hat zwar eine große Schuldenlast, aber ohne daß ihm die Mittel fehlten, zur Erfüllung seiner Verpflichtungen, wenn es nur den guten Willen hätte, sie anzuwenden. Aber dieser gute Wille hat ihm bis jeßt gefehlt, und das kann nicht streng genug gerügt werden, das ist eine Unredlichkeit, die nie und nimmer entschuldigt werden kann.
Am Schlusse meines heutigen Berichts lasse ih noch den Wort- laut der von Herrn Atchinson am 27sten im Senate eingebrachten Bill, die Errichtung einer Territorial-Regierung im Oregongebiete betreffend, folgen. Dieselbe lautet :
„Art, 1. Der Präsident soll eïmächtigt sein, an den geeigneten L0o- falitäten und mit zweckmäßigen Entfernungen von einander, eine Linie von Forts am Flusse Missouri, an dem dem Zutritte günstigsten Orte im Ore-
gonthale zu errichten.
Ar t. 2. Der Präsident wird Befestigungen errichten lassen in der Nähe der Mündung des Columbia-Flusses.
Art. 3, Man wird Anordnungen treffen, um jedem männlichen Ein- wohner des Oregon, der 18 Jahre und darüber alt ist, den Genuß von 640 Aer Landes zu sichernz er wird das besagte Terrain während fünf auf einander folgender Jahre kultivirenz der Besiy wird auf seine Erben übergehen.
Art, 4. Jedem verheiratheten Einwohner oder Acferbauer werden außerdem 160 Aer Landes bewilligt für seine Frau, und 160 Acker dem Vater für jedes sciner Kinder unter 18 Jahren , die er haben fönnte und die in den besagten fünf Jahren geboren würden.
Art. 5. Kein Verkauf oder Kontrakt soll gültig sein ohne Ausstellun eines Patents; es kann keine Execution noch eine Verbindlichkeit fraft Urtheil oder Hypothek vor Ausfertigung des besagten Patents stattfinden.
Art. 6. Das Oregon - Gebiet wird das ganze Land begreifen, das westlich der Setne bis zum stillen Ocean und zwischen den Parallelen des 24sten und A4sten Grades und 30 Minuten nördlicher Breite liegt.
Art. 7, Die Summe von 1000 Dollars wird dem Schaße entnom- men werden, um zu dem Zwecke der gegenwärtigen Bill verwendet zu werden.“ Jch werde auf die wichtige Frage zurückkommen, welche durch die An-
nahme oder Verwerfung dieser Bill entschieden werden wird, ——_-
Nachfolger unmündig sein
andels - und Börsen - Uachrichten. Berlin , 24. Jan. Unsere heutige Fonds-Börse war wieder für alle Eisenbahn - Actien sehr animirt; hauptsächlih blieben Rheinische, Nieder- schlesische, Görliper und Köln - Mindener zu besseren Coursen begehrt, — Oesterreichische Eisenbahn - Actien sind in Folge höherer Wiener Course be- sonders am Schluß der Börse höher bezahlt worden. — Zarskoje - Selo- Actien sind in Posten pr. Cassa gekauft und über Notiz bezahlt, Magdeburg, 22. Jan, Höchster und niedrigster Getraide-Marktpreis pro Wispel:
Weizen: 48 — 43 Rthlr, Gerste; 30 — 287 Rthlr.
Roggen: —36— » Hafer: 18— 15 »
Breslau, 20. Jan, Getraide-Preise.
Höchster : Mittler: Niedrigster : Weizen 2Rthl, — Sgr. 6 Pf. 1 Rthl. 22Sgr. 6Pf. 1 Rthl.14Sgr. 6 Pf. Roggen 1 T 6 » Lw O p D i D D 6» Gerste E» 4» 4 » — 7. O» 29 » 6 » Hafer — » 48» G A Wp — _— ck27» 6 »
Köln, 19. Jan. (H. O.) Rüböl, Die Preise sind fallend; Stimmung flau. EÉffektiv 28 a 27%, pr. Mai 26%, pr. Oktober 29 a 28% Rthlr.
2), Amsterdam , 20. Jan. Die Course der holländischen Staats- Papiere haben sih von der vorwöchentlichen Flauheit wieder erholt, indem ih vornehmlich für Integrale eifrige Kauflust zeigte und ansehnliche Partieen aus dem Markte genommen wurdenz der Gang der Berathungen über das den Kammern vorliegende Anleihe- und Besteuerungs - Geseß scheint dic Spekulanten zu Unternehmungen ermuntert zu haben, da son| kein Grund für diese Verbesserung vorhanden is, Eine auffallend eifrige Frage hat sich seit dem zweimonatlichen Äbrehnungs-Termine am 15ten d. für Actien der Handels-Maatschappy eingestellt, wodurch deren Cours von 135% einen Auf- {hwung bis 138% genommen hat und dadurch auch merklich zu dem
willigen Stande der Staatspapiere beitrug. Jntegrale kamen bis 55% %3 5proc. wirklihe Schuld bis
100% % und ostindishe bis 99% % empor; alte Syndikat - Obligationen besserten sih von 944 auf 3% und machten mithin den größten Sprung.
Von fremden Staatspapieren wurden Aproc. russische Certifikate Hope dieser Tage häufig ausgeboten, wodurch der Cours von 915 auf 9127 % zurücwichz preußische Prämienscheine wurden in [lei- nen Paztieen zu 159% à § Fl. untergebracht; 5proc, wiener Metalliques standen bei stillem Geschäft auf 109% %3 Ardoin - Obligationen hielten sich bei täglichen kleinen Schwankungen zwischen 217 und 47%; deren Coupons nahe genug auf 22%. Mit den englischen Berichten haben sih die Course der brasilianischen Obligationen auch hier merklih höher gestellt und wurden davon häufig Einkäufe gemacht; alte Obligationen erreichten dadurch von 78% zuleßt 80 %z neuere von 76 vorgestern 782 %. Der Eifer, womit vorige Woche Actien der Haarlem-Rotterdamer Eisenbahn aufgekauft wur den, ließ so bedeutend nach, daß deren Cours von 725 auf 65% herunter- gingz seitdem meldeten sich wieder Käufer, die zuleßt 66; % bewilligten. Rheinische Actien erhielten sich dagegen und holten gestern noch 937 %- Der Geldmarkt isst reichlih versehen und der Zins - Cours unverändert geblieben, Am gestrigen Getraidemarkt schäfte gemachtz in ersterem Korn auch Hon dungenen Preise waren: Von unyverzolltem 129. 131pfünd. jährigen bunten polnishen Weizen 268.280 Fl., 131 .132pfünd. dito geringere Waare 270,275 Fl., im Konsum von 130pfünd. alten bunten polnischen 300 Fl, 131pfünd. rothbunten 300 Fl, 120, 122pfünd, preußischen Roggen 173.178 Fl, 121pfünd. dito 176 Fl., 1146pfünd. dito 162 Fl. z 113pfünd, dänische Gerste holte 152 Fl.z von Hafer wurde kein Umsay bekannt. Auswärtige Börsen. Amsterdam, 20. Jan. Niederl. wirkl, Sch. 5547. 5% do. 100. 5% Span, 217. 3% do. 324. Pass. 5%, Ausg. —. Zinsl. 67. Preuss. Pr, Sch. —. Pol, —. Oezsterr. 109%. 4% Russ. Hope 912.
Antwerpen, 19. Jan. Zinsl. 65. Neue Anl. 205.
Frank furt a. L, 21. Jan. 5% Met. 1127 G. Bank-Actien p. ult. 2020. 2018. Bayr. Bank-Actien —, Hope 907 Br. Stiegl. 89; Br. Int. 54 i Poln. 300 Fl. 954. do. 500 Fl. 98. do. 200 FL —.
Hamb urg, 22. Jan. Bank-Actien 1690 Br. Engl. Russ. 112% G.
London, 17. Jan. Cons. 3% 967. Belg. —. Neue Anl. 225. Pas- sive 9%. Ausg. Sch, IZE, 25% Holl. 54%. 5% do. 109%. Neue Port. 443; Engl. Russ. —. Bras. 76. Chili —. Columb. —. Mex. 325. Peru 22k
Wien, 20. Jan. 5% Met. 1114. 4% 100%. 3% 765. 25% 595. Anl. de 1834 150%. de 1839 1215. Bank-Actien 1630. 32. Nordb. 134. Gloggn. 1155. Mail. 109. Livoro, 99. Pesth. 1005. Budw. —
Nach einmaliger Beobachtung.
sind in Weizen und Roggen etwas Ge- etwas auf Speculation. Die be-
Nachmittags Abends |
Morgeus 2 Ube. 10 Ubr. |
1844, |
Luftdruck ...- [334,88 Par./337,02" Par. 338,15" Par. | Quellwärme 58° R. 5,0 R.|— 0,8? R.|— 2,8 R.| Flusswürme 0,0" R. 6,0° R. |— 2,8° R. — 4g? R.| Bodenwärme 2,6° R. 90 pCt. 84 pct. | 83 pCt. Ausdünstung 0,009 Rh. balbbeiter. heiter. | heiter. Niederschlag 0,021 Rh. WNW. W. NW. Wüärmewechsel — 0,5 NW. — | — 6,1° R. d O OL N:
Luftwärme ...|— Thaupunkt ...|— Dunstsättigung Wetter Wind Wolkenzug. « - — S Tagesmittel: 336,68 Par... — 2,9° R... Königliche Schauspiele. Donnerstag, 25. Jan, Der Wildschüß, komische Oper in 3 Abth, Kotebue, von A. Lorbing. Freitag, 26. Jan. Regine. Hierauf: L Im Konzertsaale: 1) La vengeance italienne. bénisse ! La représentalion au bén à la semaine prochaine, Sonnabend, 27. Jan.
Königsstädtisches Theater. 2
Donnerstag, 25. Jan. Zum erstenmale: Die Geheimnisse der Kapelle, romantisches Gemälde in 3 Akten, frei bearbeitet uach Eugene Sue. Seitenstück zu dessen Geheimnisse von Paris.
Freitag, 26. Jan. Gast-Vorstellung des Kinder - Ballets des Herrn Price aus Kopenhagen in 2 Abtheilungen. Dazu : Eine Reise nah Spanien. Vorher: Nach Sonnenuntergang. :
Sonnabend, 27. Jan. (Italienische Opern-Vorstellung.) Lucia di Lammermoor. (Sgr. Napoleone Moriani, Kaiserlich sösterreichi= her Kammersänger : Edgardo, als Gas) 2
Preise der Pläße: Ein Plaß in den Orchester-Logen
2 Rthlr., in den Logen und_im Balkon des ersten Ranges 2 Rthlr. 2c.
Oeffentliche Aufführungen.
Donnerstag, 25. Januar, Abends 7 Uhr, im Konzertsaale des Königl. Schauspielhauses : Großes Vokal- und Justrumental-Konzert unter Leitung des Königl. Konzertmeisters L. Ganz und Mitwirkung der Königl. Kapelle gegeben von F. Servais, erstem Violoncellisten Sr. Majestät des Königs der Belgier. Der Konzertgeber wird darin sein drittes Konzert, eine große Caprice „Souvenir à Lafonl“, eine
roße Fantasie-Polonaise (beides eigene Compositionen desselben) und L Romanesca, air de danse aus dem 16ten Jahrhundert, vortra= gen. Mad. Sthröder - Devrient - Herr A und Herr Gareis werden in dem Konzert mitwirken. Billets zu folgenden Preisen sind in dem Billet-Verkaufs-Büreau der Königl. Schauspiele und Abends an der Kasse zu haben: Ein Sperrsiß auf der Tribüne im Saale 2 Rthlr., Parquet 1 Rthlr. 15 Sgr., Balkon 1 Rthlr., Parterre
20 Sgr.
nad) G Liebeshändel.
2) Dieu vous “fice de Mr. Francisque est TEmise
Vicomte von Létorières.
Verantwortlicher Redacteur Dr. J, W. Zinkeisen. Gedrueft in der Deckerschen Geheimen Ober - Hofbuchdruckerei.
Beilage zur A
Fuland. Gumbinnen, Erhebung der Wocheneisen - Abgabe
De SEOAEEMeR: glücksfall. — Baden. Heidelberg. Einbr Sachsen-Koburg-Gotha, Gotha, et Meiningischen. — Augsburg. i Schwanen-Orden,
Portugal. Schreiben aus Lissabon. Kammer; Ta1isfrage.)
Eisenbahnen, Ueber die Nichtung der östlichen preußischen Eisenbahn,
. Gumbinnen, im Jan. Die Zahl der Feuersbrünste, die in unserem Regiernngs- Bezirke während des Jahres 1843 stattgefunden, t nit g Nach den Büchern der E Jeuer-Sozietät (welche die landschastlihen associationsfähi- ‘ew E niht mit begreift) beträgt die Versicherungs- Summe
-099,570 Rthlr., und die von ihr aufzubringenden ordentlichen Bei- an Brandshaden-Vergütungen so daß nur 922 Rthlr. für das Jahr E JON (I tät der stadtischen Feuer- Sozietät aber stellt sich das Verhältniß ganz gün= 9,022,312 i ord Beit eingezogen und nur 15,648 Rthlr. an Vergütungen gezahlt sind, mithin u Ër- |parniß von 2706 — Die Hauptstraße nach Rußland Goa sich jeßt über Gumbinnen zu bilden; in N 1 nte wenigstens niht nur die hohen Reiseuden, sondern auch sehr viele Privatpersonen und namentli Couriere die Straße über Gum- innen, sit, gewählt und dadurch sehr belebt emat Der Gränz=-Verkehr mit Rußland scheint sich ebenfalls zu hebe deri é 0 ( hat bedeutend zugenom- men, während der Transito-Verkehr, besonders nah Polen Vin, nicht
ist nicht so bedeutend gewesen, wie 1842.
träge belaufen sich auf 70,868 Rthlr. ; La angewisjen 71,790 Rthlr., \o 543 von der Sozietät als Zuschuß aufzubringen sind. Bei stig, indem Nble, ant
Versicherungs - Kapital ordentlichen g apital von
Beiträgen 18,410 Rthlr.
sparniß von 2762 Rthlr. bleibt.
binnen, statt über Tilsit, die Zahl der erbetenen Legitimations-Karten geringer geworden, R, 17, Jan. (E. Z.) Unsere Eisbahn über die E ist durch sorgsame Unterhaltung so verstärkt worden, daß ereits leichte Guhrwerke ohne die Pferde abzuspannen, die Eisdecke passiren können, Schweres Fuhrwerk muß abladen,
Arnsberg, 13. Jan.
thum Westphalen mit dem 1. weiteren Allerhöchsten Befehl eingestellt worden.
Nuslaud.
Württemberg. Heidenheinr, 16. Jan. (S. M.) Gestern Nachmittags 25 Uhr ereignete sih auf dem Zahnberg bei Königs- broun, wo seit einiger Zeit Töpferthon bergmännish gegraben wird das Unglück, das ein Theil des senkrecht getriebenen Schachtes in einer Tiefe von ungefähr 70 Fuß einstürzte, während weiter unten der Hafner Andreas Kopp von Oberkochen, Vater von 3 Kindern, und der ledige Bergmann Georg Lupp von Oberdorf bei der Arbeit beschäftigt waren, Natürlich wurde sogleih Alles zur Rettung der beiden Männer aufgeboten, und heute früh 7 Uhr war man densel- ben auch bereits auf ungefähr 30 Fuß nahe gekommen, wobei man sie auf ihre Schaufeln schlagen hörte, als weiter oben ein neuer Ein- sturz erfolgte und alle bisherigen Bemühungen vereitelte, Es war iun, um weiterer Gefahr für die Rettungsmann schaft vorzubeugen, kein anderes Mittel vorhanden, als den Schacht ganz vou oben an mit einem neuen Gerüste auszubauen, womit auch bereits von Aalen und Wasseralfingen V erbelaeilte Bergleute mit den einheimischen und den sons erforderlichen Handwerksleuten unter der Leitung der Hütten- Beamten von Königsbroun und Wasseralfingen aufs eifrigste beschäf- tigt sind, worauf erst an das Heraufschaffen des eingestürzten Mate- rials und die eigentlihe Rettung der Unglücklichen geschritten werden kann, Aller Vermuthung na, sind dieselben in einem ungefähr 80 Fuß langen Seitengange des Schachts, einem sogenannten Stollen oder Ort, eingeschlossen, und wenn nicht dieser seitdem gleichfalls ein- gestürzt is, noch am Leben, so daß noch immer Hoffnung vorhanden 1st, sie dem shrecklichsten Tode entreißen zu können,
Baden, Heidelberg, 15. Jan. (F. J.) In der lebte Nacht brachen Diebe in das CSife lar Ah R Lait Staatsbeamten ein, in der Hoffnung, darin Geld und Geldeswerth zu finden. Aber ihre Hoffnung wurde getäuscht: in dem Zimmer waren nur Akten, Wahrscheinlich nun im Unmuthe darüber (denn früher wurde nie etwas vernichtet, am wenigsten Papiere, wenn aud zu größerer Bequemlichkeit bei Ausleerungen vou Kellern ein Fetiértb n angemacht und unterhalten wurde) griffen die Diebe zu den in große Menge sich vorfindenden Akten und verbrannten dieselben in bent Bm mer, ohne daß dies (der Beamte selbs s{läft nit in der Nähe die- ses Zimmers) von irgend Jemand bemerkt wurde. Wie leiht hätte (und das is es, -was so großes Aufsehen macht) das ganze Sans ein Raub der Flammen werden können. Aehnliche Vorfälle fürchtet nun die ganze Stadt, und es wird daher, wie versichert wird, die Univer= sität, resp. der akademische Senat, eben so Schritte bei unserer Re- gierung thun, um das Eigenthum der Bewohner Heidelbergs möglichst zu sichern, wie sie der Stadt - Magistrat schon gethan hat, und man darf wohl von unserer Regierung mit fester Zuversicht erwarten daß sie in kürzester Zeit die kräftigsten Maßregeln ergreift, um solhe Vor- gänge abzuhalten.
Sachsen-Koburg-Gotha.. Gotha, 22. Jan, (A, A. d, D.) Jn dem Herzogthum Sachsen - Meiningen sind bereits seit dem J. 1839 mehr durch freiwillige Gewinnung sür die Sache, als auf dem Zwangs- wege gesepliher Organisation, je nachdem sich die Bezirks - Beamten und Orts - Geistlihen mehr oder weniger für ein Justitut, zu wel- chem die Herzogl. Landes - Regierung in ihrer unermüdlichen Fürsorge für das Volkswohl den ersten Anstoß gab, interessirten und je nachdem die vorhandenen Umstände mehr oder weniger dringend für ein solches spra-
! i Brandschaden - Vergütungen. — Verk i Rußland, — Dirschau. — Eisbahn über die Weichsel, — A Ln Sie
und Brandstistung, — AAEA Orts-Hülfs-Kommissionen im Die Augsb, Allg. Ztg. über den
(Die Präsidenten der Pairs-
V Einer im heutigen Amtsblatt ent- haltenen Allerhöchsten Kabinets-Ordre vom 16. Dezember zufolge, ist die Erhebung der Wochen-Cisen-Abgabe bei den Hütten im Herzog- Januar 1844 vorläufig und bis guf
dem Namen Orts
lichkeit, besonders
darauf, aus den z stüßung an Arme hauptsächlich dara1 chen der Armuth, gend und Ueberwa
Hiernach liegt
schaffen und nach geübt, Unfriede un
zu eigen gemacht t \chulpflichtige Juge
bez. bei Lehrmeister
s{wendung, Müßig
gegen Trunk, so vi Aergerniß geben un
genen Lebensweise durch Erweckung un daß sie aus eigenem zwischen Ehegatten , dahin zu arbeiten, d
Personen empfohlen, ben.
hen, Anzeige zu ma
Vormundes anzutra
utit ihrer Familie b
als zur Bestreitung die Jhrigen nöthig
Bedürftigen selb| si aber nicht können, a
fahr drohenden Lebe
gesellschaftlihen Zu klassen und durch rufen werden, und
des Verbrechens zu gen, die schienen.
Parteien befangen s
serer und gesundere
tragen willig enth uicht die Wirksamkei det, um dem versch
eines besseren Dase daß die Fortschritte,
machen, gewöhnlich unmittelbar zunächst Gefängnisse is eine tekturz die Frage üb
Umständen die Arm Nation unterwirft ,
Staate ab
dann freilih würde und allzuspät käme
chen, nach einander in verschiedenen und nunmehr fast in allen Verwal-
Arbeitskräfte des Ax
[gemeinen Preußischen Zeitung.
tungs- Amts - Bezirken Kommissionen ins Leben gerufen worden, die unter
aus dem Pfarrer, dem Schullehrer, dem Orts\c{hultheiß C , , e T E ; jultheißen, dem G - Einnehmer, dem Disziplin - Jnspektor , zwei oder drei Mitgliedern E meinde-Ausschusses und, wo nöthig, aus anderen geacteten und verständi- gen Männern des Orts zusammengeseßt sind. Dem Pfarrer steht dabei
Württemberg. Heidenheim, Un unächst die Leitung der Geschäfte und die Fü . H h j - / „ Tetung s ¡ie Führun Protok Kre ita zu und er erstattet die Berichte, 0 AE PTORON E
die bei weitem häufigsten Ursachen der Verarmun ri i die bei wei, lten Ursach . g der Einzelnen, w Familien, ja ganzer Gemeinden durch eigene Schuld herbeigeführt Hy vosl ter diesen hauptsächlich Mangel an geistiger Ausbildung, Trägheit, Lieder-
licher Unfriede von Wichtigkeit sind; \o beschräukt sich ihre Thätigkeit nicht
niß von den Lebens- und Nahrungs - Verhältnissen der Orts - Angehörigen namentlich der Familien, als der cigentlichcn Schule der Erziehung, zu ver-
Sparsamkeit den Kindern durch Beispiel und Gewöhnung von Jugend auf
sung aus der Schule zur Erlernung eines bürgerlihen Berufs angeleitet,
es ist diese Sorge in verdoppeltem Grade den Wai » wi nehe- lichen und verwahrlosten Rbcrn e a E: At Jugend, auf Lehrlinge, Gesellen, Geschäfts - Gehülfen und das Hesinde, so wie auf öffentliche Vergnügungen, Tänze, Licht- und Spinn- ftuben und auf den Besuch der Schenken und Wirthshäuser ein wachsames Auge zu richten und Alles entfernt zu halten, was zu Ausschweifung, Ver-
könnte, Eben so hat die Kommission gegen unsittlichen Geschlechts-Umgang,
zuschreiteit, den bezüglichen Personen den endlihen Ausgang der eingeschla-
Nachbarn Unfriede einreißt, hat sich die Kommissi l arn Unsr! , S ission mit Schonunc Behutsamkeit über den Grund desselben zu unterrichten und mit Umsicht"
zesse im Keime erstickt werden.
brechen zu neigen beginnen, oder durch schon wirklich b
ihre für das Gemeinwohl gefährliche Lebendt ichts, ae E G Le b C Fruchten Vorstellungen, Ermahnungen, Warnungen, \o Me dit A Schultheißen innerhalb seiner Kompetenz angewendeten Strafen iiciis ‘fo ist der vorgeseßten Verwaltungs-Behörde unter Angabe dessen, was ed
derung ihres Vermögens abzuwarten ,
Was die Armen-Unterstüzung betrist, \o \ (es E. F zung bvetrisst, oll dieselbe uur \olhen Ar- men gewährt werden, welche nicht so viel besien N für sie allein oder
erlaubte Weise erwerben oder durch Privat -Unterstübung erwerben können '
handenen eigenen Kräfte hingewirkt, die Unterstü s / O 4 nterstüßzun j : s wo möglich nie in baarem Gelde gegeben Ra E Joan
sie die hierzu erforderliche Kraft nicht besißen ; nen, aber nicht wollen; : egeit
machen, welche je nah ihrer Klasse die Thätigkeit der ifi einer besonderen Richtung in Anspruch L n, e Sommison nas
enthält ein Schreiben aus Berlin, Beachtung verdient, gen Umrissen, aber mit siherer Hand die Gegensäße, welche unsere
welche durch die bedrängte Lage eines Theiles der ärmeren Volks-
belletristishe Literatur "in der leßten Zei b L È eit a , p io sich vorzugsweise den düsteren O O, Ain he
sih in den niederen Schichten der Gesellschaft vorzubereiten
j Glüclicherweise are der Bere E irrt von jenen Vorstellungen, in denen die
sinnigen Anschauungsweise, die mit Gegenstä i migen An | Ii i genständen, welche sie selber nicht begreift, ein müßiges Ergöben treibt, seit längerer N bes=
kennung des Großen, was nah Gottes Wille j ie politis
11 } Willen durch die politische Umbildung von Europa geschehen is, seine Kraft uts Ben filces Bahnen des Menschengeschlechts widmet, das beste von dem, was die große Vergangenheit erworben hat, / sucht — auch die Lasten und Beschwerden. des neuen Zustandes zu
gen, um dem physischen und moralishen Elend — mag es auch in sei abschreckendsten Gestalt erscheinen — die iebsratfrlcbtüne malt zu machen, um endlich in das heranwalhsende Geschleht den Keim
der Erziehungskunde, sodann in sehr vielen Gebieten der Technik
kommen; die edelsten und begabtesten Geister sind oft mittelbar und
blie die meisten europäischen Regierungen,
vor der Begehrlichkeit der unteren Klasse sid i 6 : ] her zu sein; wohl
fir und da die Vertreter eines Volkes durch die ea welche sie
bèwill e Mlibige, vorzüglih den Armen ) gen, d lprihe A “ besondere Berücksichtigung im
: | u haben glauben. Jn den verkünstelten und über=
reizten Zuständen Englands treten solche Ans aui Me
sich der Segen dieses Thuns in Fluch verwandeln,
Donnerstag den 25" Januar.
und Empfängern herzustellen und der Nation ihre sittli inhei erhalten. Allein so weit is es, Gott sei Dank bel 46 in Be land noh nirgends gekommen, Jm Großen und Ganzen geht all dieses Bestreben bei uns von tieferer Anschauung aus. Wenn das neue System der Volkswirthschaft sich dadurch empfahl, daß es alle Kräfte zur Entwickelung bringt, wenn es eben dur diese Energie, die in ihm liegt, immer weiter sich verbreitet, die älteren Prinzipien immer mehr verdrängt, so giebt es dem Volke, das von ihm erfüllt ist auch den Muth und die Mittel auhch derer, die durch den raschen Schwung des Lebens vom Plaße gedrängt werden, sich anzu- nehmen, und ihre Kräfte auf irgeud eine Weise dem Ganzen nubbar i zu machen; wenn einem höheren, dem materiellen Leben der Mensch= ur Armenversorgung zu Gebote stehenden Mitteln Unter- heit mehr abgewandten Standpunkt die neue Gestaltung der Gesell- zu vertheilen; sondern dieselbe erstreck sih mehr und schaft deshalb erwünscht seinen muß, weil jene Ordnungen, die de if, der Verarmung des Orts dur Entfernung der Ursa- Menschen so oft nit einmal zu voller Uebung seiner Pflicht F v jene Hebe, Fou nengen, mnn anl die Leitung der Ju- | men ließen, die ihm oft das Glü der Ebe Â Leben canerkató Une O A ge (t Ca betet, j 7 Ganulie versagten, die der Verwirklichung ächten Christentl amt in de , sh vor Allem eine genaue Kennt- Menschheit oft auh hemmend entgegentraten, nun abgeshafft sind so wird derselbe christliche Sinn au gegen die Verirrungen die ‘aus der größeren Greiheit hervorgehen, die ihm gemäße Nachsicht bewei- et er wird dahin streben, daß nicht s auf diesem Felde der ret a Gerechten dem Sünder gegenüber hervortrete, der Glüd- E sich niht des Gebeugten Herr dünke; daß diese große Arbeit 2 heutigen Menschheit immer reiner werde von allem äußerlichen Dusaß, von aller Eitelkeit, die ihr zuweilen wohl noch anklebt und Ls mit Recht Gegenstand des Spottes wird. Nicht in zwei Theile S die Nation verfallen, der eine eben der Wohlthätige, der andere M „Wohlthaten Empfangende, sondern jeder, der an jener Arbeit e nimmt, sollte sih erinnern, welhe Wichtigkeit es hat, daß das : ewußtsein von dem Adel der menschlihen Natur auch in den un- eren Kreisen wach erhalten werde. Wahrlich, der Kräfte, die stets auch aus diesen Kreisen emporkommen, um an dem Allgemeinen thä- tigen, ja oft {böpferishen Antheil zu nehmen, bedarf eine zu voll- E ¡hrer Eigenthümlihkeit berufene Nation. Sollte uiht ein Fürst, der die Richtungen der Gegenwart über- schaut, der lebendigen Einwirkung der Zeit sein Grntb idt K schließt, alle die Schwierigkeiten fühlen, die hier der Ausbildung des christlichen Staates — im eigentlichen Sinne dieses Worts — noch ent- gegenstehen; sollte niht Friedrich Wilhelm's I, jenes milden Herr- chers, der der preußishen Kroue den nie erbleihenden Ruhm er- worben hat, die freie Schöpferin neuer, den Gedanken der Zeit gerade nach ihrer besseren Seite hin rein und würdig aussprehenden Ord= nungen zu sein, Sohn und Erbe, sich zu dem Glauben erheben dür- few das Königthum habe in der Förderung der großen Arbeit, die urh die Umformung der bürgerlichen Verhältnisse nothwendig ge- worden, wiederum einen großen Beruf zu erfüllen? Was dem crist- Lts O seit seiner Gründung als sein erstes und heiligstes L G gegolten, Schuß und Schirm den Wittwen und Waisen, de edrangten und Hülflosen zu sein, dies zu üben ist mehr d L ia Lee eben heute Gelegenheit. Ein Fürst, der seine Ran n Mit Aue an macht, von deren Erfolg ae ai b Huf L ‘uropa ab ängen mag, bekundet darin ei äubi Vertrauen auf ein glücklihes Ziel d ientic Balnats A ( yes Ziel der neu begonnenen f E A nothwendig in vielen Gemütbera erweckt E beit fenigoas Dau Me S E goiagen, N e aNe gegen Use Pngen, di 1d Krankheiten der Zeit ihre ve rischen Pläne zum Umsturz der Orduung eiti Us a E P I wir der Wirklichkeit allzu sehr vorauszueilen, wenn das 'ublifan um, welches uns der lebte Tag des abgelaufenen J hr è bracht hat, diese Gedanken in uns erregt ? Freilich erst Pr E zu M Bela en Thätigkcit ist damit gelegt. ‘Der König E der Gesellschaft, die er wiederbelebt, einen S ir di ver Wieden Bestrebungen der Wohlthätigkeit, der Measbecia 2 Centrum, um welches si alle Stände, Stämme und Bekennt se versammeln können. Einen nächsten bestimmten Zweck fündigt aue den die Gesellschaft von ihrem Centrum aus ausführen werde V a N S Mutterhauses für die Krankenpflege L großen Spikälern. Doch eben hierin liegt { ir : täuschen, daß an jeder Stelle bestimmte S ede R E efaßt E bestimmten Mitteln durchgeführt werden sollen — eine Ve e mit der Zwecke und Mittel kann niht im Plane liegen; den Eg gewählten und mit Liebe gepflegten einzelnen Zweig ‘der LEL gemeinsamen Arbeit fallen zu lassen, dies Opfer wird die tuten e weder von einem Jundividuum, noch von einem bereits beste! [haft Vereine fordern. Wie bei Erhaltung der individuellen Sab N jegliches Bestreben die Einordnung des Einzelnen in das G S fue schehen, wie vom Centrum aus nah allen Punkten hin dew E jedes einzelne Glied seine Verbindung mit allen übrigen ulte it cia halten soll, darüber werden die Statuten erst Aufschluß geben N jel- leiht hängt es nur von der lebendig fundgegebeuen Theilnah D alleu Kreisen ab, daß der Gesichtspunkt, der bei der Auffassu L ks Ganzen gewaltet hat, bei der Feststellung der einzelnen Orb t von seiner Größe nichts verlieren; die Form zu finden di “iter blos in farbloser Allgemeinheit sich verlöre, noh auch der frei Be wegung, die dem Gelingen durhaus nothwendig ist, allzu en e G “f zen zöge, wäre ohne Zweifel sehr schwer Stade Daher chekit’ 66 glückli, daß der König an ein altes Besißthum seines Hauses is die Stistung des frommen und tapferen, um die Begründun ( “ sten 1 Beschwerde Herrschaft der Hohenzollern in Norddeutschlaud sehr verdienten K b t biesed G es n n Bemlihungen zeigt sich fürsten Friedrich's II,, des Eisernen, anknüpfen kounte, a s Geistes! Unzählige Vereine sind gegrün= Die Gesellschaft des S -Or Î i ildeten und unverschuldeten Unglück Hülfe zu brin= schaft, wie ale os Einflusse der bort besonders N N Wtr- Vorstellungen deren viele in allen ristlihen Landen namen i unseren Marken, gegründet worden sind, hatte gleich bei ihrem Ur- sprung neben manchen lokalen, dur Zeit und Ort bedingten d allgemeine, zu längerer Wirkung bestimmte, und weil sie da da 4 noch nicht vollflommen so durchdringen konnten, der Erneuerun E sehr würdige Elemente. Sie hatte dort einen bestimmten örili Ä Mittelpunkt. Sie ward gegründet bei der alten berühmten Kirche auf dem Herlunger Berg bei Alt-Brandenburg, die, wie Friedrich IL, glaubte, „sein Vorfahr, der hohgeborne Fürst Hr. Pribislaus , ehe- mals der Wenden König“ erbaut hatte (bekanntlich ein Denkmal Ba zantinisher Baukunst, das erst die Barbarei des 18ten Jahrhunde is zerstört hat); hier mußte sich jedes Mitglied einfinden, die Vi ili und Seelenmessen für einen verstorbenen Bruder mit zu ‘be in fue ee Ling Ler Ses in die Gesellschaft voraus 3 die Jn- guien des Ordens, die Gebete, die jedes Mitglied tägli k L S De Hingebung an die Angst Mie E Doch war der Grundgedanke des Stifters, in j i Zwiespalt, Jrrthum und Noth erfüllte Beit, in -tlitone Ga ristlicher Pflichten ein gemeinsames Band für die Mitglieder zu "a C p gs L And der Gesellschaft gewählt, ais V erfünde, damit auch Jeglicher A Ende betr auch damals {hon ward das Beispiel, das der ü e ca nachgeahmt, Ju der berliner Bürgerschaft bildete sid cine Sb
-Armen- oder Hülfs-Kommissionen ín jeder Landgemeinde
dieser O:tsvereine ist die Armen- und Sittenpflege. Da
Geschlehts-Ausschweifung, Spiel und Trunk und häus-
Möglichkeit dahin zu wirken, daß in diesen die rehte Zucht d Zerwürfniß abgehalten, dagegen Ordnung, Fleiß und
verden. Hauptsächlich hat sie dafür zu sorgen, d i A P. z aß die und zur Schule und Kirche angehalten und gt Entlas-
n oder Dienstherrschaften gut untergebracht werde, und
Sie hat ferner auf die er-
gang und Atbeitsscheu einen gesährlihen Anreiz geben
e überhaupt gegen Handlungen, welche ein öffentli iberb gegen Han! ¡ he ein öffentliches
d Zucht und Sitte gefährden, auf geeignete Weise eín-
vor Augen zu stellen und bei denselben hauptsächli . c i « ich d Erkräftigung des rechten Ehrgefühls baba E Ven inneren Antrieb die gefährliche Bahu verlassen, Wo Geschwistern, Aeltern und Kindern, Verwandten oder
aß Feindschaft abgehalten und etwa zu besorgende Pro- n. Zur besonderen Acht sind ihr endlich die welche sich zu Betrug, Diebstahl oder zu sonstigen Ver-
chen, Bei notorisch Liederlichen is nicht die Verschleu-
G ov O c è gel sondern zeitig auf Bestellung eines
ei aller Anstrengung ihrer Kräfte au nicht so viel auf
der unentbehrlichsten Lebens - Bedürfnisse für \i / l | je für sich ist, Dabei soll vor Allem auf Anregung e s dr
e gi Bei den Unterstüßzungs-= nd zu unterscheiden: 1) solche, die gern arbeiten oln, ) weil es ihnen an Gelegenheit zur Arbeit fehlt, b) weil : i 2) solche, die arbeiten kön- N solche, die wegen ihrer dem Gemeinsamen Ge- nsrichtung eine besondere Obhut und Fürsorge nöthig
nehmen sollen, 419 f Die ine S : , 2,419 ait, Die E Allgemeine Zeitung welhes in mehrfacher Hinsich Us E10, F z mehrfacher Hinsicht Der Verfasser zeihuet im Eingange in flüchti
stände darbieten ; er verweilt bei den Besorgnissen,
die zunehmende Vermehrung ihrer Zahl hervorge- erflärt namentlih auh die Richtung, welche die Höhlen des Elends, des Lasters und wendet, aus ‘der Vorahnung großer Veränderun-=
- hat sich, unbe- ) | verschiedenen politischen nd, und fern von jener bald frivolen, bald stumpf=
r Geist geregt, der, so wie er in freudiger Auer=
auf diese hinüberzutragen
ins zu legen. Es ist vielleiht bemerkenswertl welche die Nationen in der Anzueiwissenschaft, in
zuerst den unglücklichsten ihrer Mitglieder zu gute
für sie thätig; der Bau der Krankenhäuser und der vorzüglichsten Aufgaben der neueren Ardchi- er das Gefängnißwesen beschäftigt in diesem Augen= li Allerdings kann unter ensteuer, der sich der wohlhabendere Theil der gleihsam ein Bissen sein, den man hinwirft, um
zu gute kommende Justitute en öfter hervor z
der Entschluß, durch Herbeiziehung der eigenen men ein besseres Verhältniß zwischen den Grbern