Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=10.06.1999&Aktenzeichen=VII%20ZR%20215%2F98
Timestamp: 2019-07-18 16:43:22
Document Index: 363904788

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BGH, 10.06.1999 - VII ZR 215/98 - dejure.org
https://dejure.org/1999,1188
BGH, 10.06.1999 - VII ZR 215/98 (https://dejure.org/1999,1188)
BGH, Entscheidung vom 10.06.1999 - VII ZR 215/98 (https://dejure.org/1999,1188)
BGH, Entscheidung vom 10. Juni 1999 - VII ZR 215/98 (https://dejure.org/1999,1188)
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Projekt - Projektsteuerungsvertrag - Anwendbarkeit - Werkvertrag - Dienstvertrag - Bauüberwachung
Projektsteuerung als Dienst- oder Werkvertrag? (IBR 1999, 423)
NJW 1999, 3118
MDR 1999, 1260
WM 1999, 2118
BB 1999, 1728
DB 1999, 1900
BauR 1999, 1317
ZfBR 1999, 236 (Ls.)
ZfBR 1999, 336
Dementsprechend hat der Bundesgerichtshof in neuerer Zeit etwa die Prüfungs-, Koordinierungs- und Überwachungspflichten aufgrund eines Projektsteuerungsvertrags (Urteil vom 10. Juni 1999 - VII ZR 215/98, NJW 1999, 3118), die regelmäßigen Kontrollpflichten eines Wirtschaftsprüfers in bezug auf die Einzahlungen und die Mittelverwendung im Rahmen eines Kapitalanlagemodells (BGHZ 145, 187, 190 f. = NJW 2001, 360, 361) und die mehrfachen stichprobenartigen Überprüfungen eines Bauvorhabens auf Mängel (Urteil vom 11. Oktober 2001 - VII ZR 475/00, NJW 2002, 749) als werkvertraglich charakterisiert.
BGH, 11.10.2001 - VII ZR 475/00
Formularmäßiger Ausschluß von Schadensersatzforderungen im Rahmen der …
Bei der Frage, ob ein Projektsteuerungsvertrag ein Dienst- oder Werkvertrag ist, hat der Bundesgerichtshof es für die Qualifizierung als Werkvertrag maßgebend gehalten, ob die zentrale Aufgabe des Projektsteuerers die technische Bauüberwachung ist (Urteil vom 7. Juni 1999 - VII ZR 215/98, NJW 1999, 3118 = BauR 1999, 1317 = ZfBR 1999, 336).
Von der Nichtzulassungsbeschwerde nicht angegriffen wird die Beurteilung des Berufungsgerichts, dass auf den Projektsteuerungsvertrag der Parteien im Hinblick auf die in diesem Vertrag übernommenen erfolgsbezogenen Leistungspflichten Werkvertragsrecht anzuwenden ist (vgl. BGH, Urteil vom 10. Juni 1999 - VII ZR 215/98, NJW 1999, 3118 = BauR 1999, 1317 = ZfBR 1999, 336).
Mit diesen bedeutsamen Projektsteuerungsaufgaben, nämlich der Sicherung und Steuerung der Kosten, Termine und Qualitäten im Rahmen eines Qualitätsmanagements sowie der Gesamtkoordinierung des Bauablaufs hat die Klägerin erfolgsbezogene Tätigkeiten übernommen, die einen beachtlichen Anteil an einer erfolgreichen Realisierung des Gesamtprojektes einnehmen (vgl. BGH NJW 1999, 3118 - 3119 zitiert nach juris;… Eschenbruch, Recht der Projektsteuerung, 2. Aufl., Rdn. 773 ff.;… Werner in Werner/Pastor, Baurecht, 11. Aufl., Kapitel 7, Rdn. 1429).
KG, 11.06.2019 - 21 U 142/18
Ansprüche aus einem Bauleitervertrag
Die zentrale Aufgabe eines Bauüberwachers ist es aber, dafür Sorge zu tragen, dass die von ihm überwachten Bauleistungen technisch mangelfrei erbracht werden (BGH, Urteil vom 10. Juni 1999, VII ZR 215/98, Rz. 8).
Die rechtliche Einordnung des streitgegenständlichen Projektsteuerungsvertrags folgt aus dem Schwerpunkt der vom Projektsteuerer übernommenen Aufgaben (grundlegend BGH, Urteil vom 10.6.1999 - VII ZR 215/98 - NJW 1999, 3118 ff).
Übernimmt der Projektsteuerer Verpflichtungen im Sinne eines Generalmanagements bzw. einer Qualitätskontrolle, so spricht dies für ein Einordnung unter werkvertraglichen Gesichtspunkten (vgl. BGH, Urteil vom 10.6.1999 -VII ZR 215/98 - NJW 1999, 3118f; BGH, Urteil vom 11.10.2001 - VII ZR 475/00 - NJW 2002, 749 f).
Die rechtliche Einordnung des Projektsteuerungsvertrag als Geschäftsbesorgungsvertrag mit Dienstvertrags- oder Werkvertragscharakter entscheidet sich danach, worin der Schwerpunkt der Leistungspflichten des Projektsteuerers liegt (BGH, Urt. v. 10.6.1999, VII ZR 215/98, NJW 1999, 3118; BGH, Beschluss v.25.1.2007, VII ZR 112/06, BauR 2007, 724).
c) Der Rechtscharakter eines Projektsteuerungsvertrages hängt von den konkret getroffenen Vereinbarungen ab (vgl. BGH, Urteil v. 10.06.1999, VII ZR 215/98, BauR 1999, 1317 , in juris Tz. 5).
Ein Werkvertrag ist dann anzunehmen, wenn ein Erfolg geschuldet ist, wenn also der Unternehmer verpflichtet ist, den nach dem Vertrag geschuldeten Erfolg herzustellen, er für diesen Erfolg ohne Rücksicht auf ein Verschulden einzustehen hat und die Herstellung seines Erfolges seine primäre Leistungspflicht ist(vgl. BGH VII ZR 215/99, NJW 1999, 3118 und BGH BauR 1995, 572).
Für die Einstufung als Werkvertrag ist maßgeblich, dass die erfolgsorientierten Aufgaben überwiegen (vgl. BGH NJW 1999, 3118).
LG Hamburg, 23.11.2001 - 325 O 443/98
Projektsteuerer - DVP/AHO-Honorarmodell als Benchmark für die Honorarermittlung!
OLG Brandenburg, 08.11.2007 - 12 U 100/07
OLG Düsseldorf, 17.10.2002 - 5 U 83/01
OLG Dresden, 21.06.2001 - 16 U 3229/98
Kündigung eines Projektsteuerungsvertrages
OLG München, 28.03.2000 - 28 U 3035/99
Haftung des "Betreuers"