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Timestamp: 2016-10-25 19:08:12
Document Index: 2986848

Matched Legal Cases: ['Art. 95', 'Art. 95', 'BGE', 'Art. 73', 'BGE', 'Art. 73', 'Art. 48', 'Art. 49', 'Art. 113', 'Art. 95', 'Art. 95']

134 V 19924. Auszug aus dem Urteil der II. sozialrechtlichen Abteilung i.S. X. gegen Kanton Z�rich (Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten)
Art. 95 LTF; art. 73 al. 4 LPP (en vigueur jusqu'au 31 d�cembre 2006). Le Tribunal f�d�ral revoit librement les dispositions de droit public cantonal et communal en mati�re de pr�voyance professionnelle, en tout cas celles portant sur l'octroi ou le refus de prestations d'assurances (consid. 1). Consid�rants � partir de page 199
1. 1.1 Die Beschwerdef�hrerin gr�ndet ihren Leistungsanspruch auf kantonales Recht, n�mlich � 5 der Verordnung vom 5. Januar 1994 �ber die Leistungen der Versicherungskasse f�r das Staatspersonal an die Mitglieder des Regierungsrates (Leistungsverordnung; LS 177.24). Nach Auffassung des Beschwerdegegners kann das Bundesgericht die Anwendung dieser Verordnung nicht frei, sondern nur auf die Verletzung von Bundesrecht oder kantonalen verfassungsm�ssigen Rechten hin �berpr�fen. Dies ist in der Tat die ordentliche Kognition des Bundesgerichts im Rahmen der Anwendung kantonalen Rechts (Art. 95 lit. a und c BGG). BGE 134 V 199 S. 200
1.2 Unter der Herrschaft des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 1943 �ber die Organisation der Bundesrechtspflege (OG) hat indessen das Eidg. Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen der beruflichen Vorsorge auch die Anwendung kantonalen oder kommunalen �ffentlichen Vorsorgerechts frei gepr�ft. Dies wurde mit der Gleichstellung von �ffentlich- und privatrechtlichen Vorsorgeeinrichtungen begr�ndet sowie mit der speziellen Verfahrensordnung des Art. 73 Abs. 4 BVG (BGE 116 V 333 E. 2b S. 334 f.).
Mit dem Inkrafttreten der Justizreform auf den 1. Januar 2007 wurde allerdings Art. 73 Abs. 4 BVG aufgehoben (AS 2006 S. 2197, 2278) mit der Begr�ndung, der Rechtsschutz folge den allgemeinen Bestimmungen �ber die Bundesrechtspflege und bed�rfe keiner spezialgesetzlichen Regelung (Botschaft des Bundesrates zur Totalrevision der Bundesrechtspflege vom 28. Februar 2001, BBl 2001 S. 4202 ff., 4460). Indessen ist das Anliegen einer Gleichbehandlung von �ffentlich- und privatrechtlich Versicherten unver�ndert g�ltig. Hinzu kommt, dass auch das kantonale und kommunale Berufsvorsorgerecht sich an die Vorgaben des BVG zu halten hat (Art. 48 Abs. 2 und Art. 49 BVG) und gewissermassen als konkretisierende Gesetzgebung im Rahmen der weitgehend bundesrechtlich geregelten beruflichen Vorsorge (vgl. Art. 113 Abs. 1 BV) betrachtet werden kann. Es rechtfertigt sich daher, auch unter der Herrschaft des BGG das kantonale und kommunale �ffentliche Berufsvorsorgerecht frei zu �berpr�fen, jedenfalls soweit es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht (ebenso SEILER/VON WERDT/G�NGERICH, Bundesgerichtsgesetz [BGG], Bern 2007, N. 16 zu Art. 95 BGG; MARKUS SCHOTT, Basler Kommentar zum BGG, Basel 2008, N. 46 zu Art. 95 BGG). Das ist hier der Fall.