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Timestamp: 2016-10-22 21:35:40
Document Index: 370855096

Matched Legal Cases: ['Art. 5', 'Art. 190', 'Art. 77', 'Art. 176', 'Art. 76', 'BGE', 'Art. 29', 'Art. 42', 'Art. 76', 'Art. 76', 'Art. 77', 'Art. 77', 'Art. 107', 'BGE', 'Art. 190', 'BGE', 'Art. 77', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 77', 'Art. 105', 'Art. 97', 'Art. 190', 'BGE', 'BGE', 'Art. 190', 'Art. 178', 'Art. 178', 'Art. 190', 'Art. 190', 'BGE', 'Art. 2', 'Art. 178', 'Art. 178', 'BGE', 'Art. 178', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 3', 'Art. 105', 'Art. 38', 'Art. 178', 'Art. 66', 'Art. 68']

4A_456/2009 (03.05.2010)
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Martin Bernet und Rechtsanw�ltin Sonja Stark-Traber,
Beschwerde gegen den Schiedsspruch des Tribunal Arbitral du Sport (TAS) vom 24. Juli 2009.
A.a Y.________, (Beschwerdegegner) ist ein erfolgreicher Langstreckenl�ufer.
X.________, (Beschwerdef�hrer) ist der nationale Leichtathletikverband von Z.________ und als solcher Mitglied der International Association of Athletics Federations (IAAF).
A.b Am 12. M�rz 2006 wurde der Beschwerdegegner anl�sslich des Marathons in Seoul, S�dkorea, einer Dopingkontrolle unterzogen. Die Probe des Beschwerdegegners wurde in eine A- sowie eine B-Probe aufgeteilt und an das Doping Center of the Korea Institute of Science and Technology in Seoul gesandt, dessen Labor von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) anerkannt ist. Am 16. M�rz 2006 wurde die A-Probe von A.________ untersucht und es wurde die verbotene Substanz 19-Norandrosteron nachgewiesen.
Am 13. April 2006 teilte die IAAF dem Beschwerdef�hrer das Testresultat mit und wies ihn an, nach Rule 37 der IAAF Competition Rules vorzugehen.
Am 17. April 2006 teilte der Beschwerdef�hrer dem Beschwerdegegner das positive Testresultat mit und informierte ihn �ber sein Recht zur Pr�fung der B-Probe.
Der Beschwerdegegner bot keine Erkl�rung f�r den Nachweis von 19-Norandrosteron in seiner A-Probe an. Am 25. April 2006 wurde er vom Beschwerdef�hrer einstweilig f�r s�mtliche Wettk�mpfe gesperrt.
Am 16. Mai 2006 wurde die B-Probe von A.________ unter Aufsicht von Dr. B.________ untersucht. Wiederum liess sich die Substanz 19-Norandrosteron nachweisen.
B.a Am 10. September 2006 f�hrte der Beschwerdef�hrer im Rahmen des Disziplinarverfahrens die erste Anh�rung durch. Nach zahlreichen Verschiebungen fand am 11. Dezember 2008 eine weitere Anh�rung vor einer neu zusammengesetzten Disziplinarkommission statt.
Mit Schreiben vom 11. Dezember 2008 teilte der Beschwerdef�hrer dem Beschwerdegegner mit, dass die Disziplinarkommission einstimmig ein Dopingvergehen festgestellt und f�r den Zeitraum vom 25. April 2006 bis 11. Dezember 2008 eine Sperre ausgesprochen habe. Dabei wurden dem Beschwerdegegner s�mtliche anl�sslich der Teilnahme am Seoul Marathon 2006 erlangten Preise und Einnahmen aberkannt.
B.b Der Beschwerdegegner focht den Entscheid der Disziplinarkommission des Beschwerdef�hrers vom 11. Dezember 2008 mit Eingabe vom 7. Januar 2009 beim Tribunal Arbitral du Sport (TAS) an. Er behauptete im Wesentlichen eine Verletzung von Art. 5.2.4.3.2.2 des "WADA Code International Standard for Laboratories", weil sowohl die A-Probe als auch die B-Probe von derselben Person (A.________) durchgef�hrt worden war. Der Beschwerdef�hrer bestritt insbesondere die Zust�ndigkeit des TAS, da weder die Statuten noch die anderen anwendbaren Verbandsregeln eine Weiterzugsm�glichkeit an das TAS vors�hen.
Das TAS erwog, dass seine Zust�ndigkeit nicht auf die Verbandsregeln des Beschwerdef�hrers gest�tzt werden k�nne. Es erkl�rte sich jedoch gest�tzt auf ein von Dr. C.________, dem IAAF Anti-Doping Administrator, verfasstes und an den Rechtsvertreter des Beschwerdegegners gerichtetes Schreiben vom 10. April 2008 dennoch f�r zust�ndig. Mit Schiedsentscheid vom 24. Juli 2009 hiess das TAS die Berufung des Beschwerdegegners gut, es hob den Entscheid des Beschwerdef�hrers vom 11. Dezember 2008 auf und liess den Beschwerdegegner ohne weitere Untersuchung wieder zur Teilnahme an Wettk�mpfen zu.
Mit Beschwerde in Zivilsachen beantragt der Beschwerdef�hrer dem Bundesgericht, es sei der Schiedsspruch des TAS vom 24. Juli 2009 aufzuheben und es sei festzustellen, dass das TAS zur Beurteilung der Berufung des Beschwerdegegners nicht zust�ndig sei. Eventualiter sei das Verfahren an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Der Beschwerdegegner beantragt, es sei auf die Beschwerde nicht einzutreten, eventualiter sei diese abzuweisen. Das TAS schliesst auf Abweisung der Beschwerde.
Der Beschwerdef�hrer reichte dem Bundesgericht eine Replik, der Beschwerdegegner eine Duplik ein.
Mit Pr�sidialverf�gung vom 16. November 2009 wurde das Gesuch des Beschwerdegegners um Sicherstellung einer allf�lligen Parteientsch�digung gutgeheissen. Der Beschwerdef�hrer �berwies in der Folge den geforderten Betrag von Fr. 6'000.-- an die Bundesgerichtskasse.
Im Bereich der internationalen Schiedsgerichtsbarkeit ist die Beschwerde in Zivilsachen unter den Voraussetzungen der Art. 190-192 IPRG (SR 291) zul�ssig (Art. 77 Abs. 1 BGG).
2.1 Der Sitz des Schiedsgerichts befindet sich vorliegend in Lausanne. Keine der Parteien hatte im relevanten Zeitpunkt ihren Sitz bzw. Wohnsitz in der Schweiz. Da die Parteien die Bestimmungen des 12. Kapitels des IPRG nicht schriftlich ausgeschlossen haben, gelangen diese zur Anwendung (Art. 176 Abs. 1 und 2 IPRG).
2.2 Auf eine Beschwerde kann nur eingetreten werden, wenn der Beschwerdef�hrer ein rechtlich gesch�tztes Interesse an der Aufhebung oder �nderung des angefochtenen Entscheids hat (Art. 76 Abs. 1 lit. b BGG; dazu BGE 133 III 421 E. 1.1 S. 425 f.). Das Bundesgericht pr�ft grunds�tzlich von Amtes wegen, ob auf eine Beschwerde eingetreten werden kann (Art. 29 Abs. 1 BGG). Immerhin ist die Beschwerde hinreichend zu begr�nden (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), wobei der Beschwerdef�hrer auch darzulegen hat, dass die gesetzlichen Voraussetzungen des Beschwerderechts nach Art. 76 Abs. 1 BGG gegeben sind.
Der Beschwerdegegner bestreitet zu Unrecht ein aktuelles praktisches Rechtsschutzinteresse des Beschwerdef�hrers. Zwar endete die Sperre des Beschwerdegegners bereits am 11. Dezember 2008, dem Beschwerdegegner wurden jedoch auch s�mtliche anl�sslich des Seoul Marathons 2006 erlangten Preise und weiteren Vorteile aberkannt. Dem Beschwerdef�hrer kann, entgegen der in der Beschwerdeantwort ge�usserten Ansicht, ein Interesse an der Durchsetzung der von ihm verh�ngten Sanktionen auch nicht mit dem Argument abgesprochen werden, das gewonnene Preisgeld von USD 80'000.-- sei nicht von ihm, sondern vom Marathonveranstalter geschuldet. Der Beschwerdef�hrer, dem als Nationalverband die Ahndung von Dopingverst�ssen obliegt, ist bez�glich der vom Beschwerdegegner am Seoul Marathon 2006 erlangten Preise nach wie vor an der Aufhebung des angefochtenen Entscheids interessiert.
Als haltlos erweist sich auch der mit teils spekulativen Behauptungen begr�ndete Einwand des Beschwerdegegners, es fehle dem Beschwerdef�hrer an einem pers�nlichen Interesse an der Beschwerde, da er nicht f�r sich selbst, sondern auf Instruktion der IAAF handle. Der Umstand, dass den Beschwerdef�hrer als Mitglied der IAAF gewisse Pflichten im Zusammenhang mit Disziplinarverfahren treffen, deren Missachtung Sanktionen des internationalen Verbands nach sich ziehen k�nnen, l�sst entgegen der Ansicht des Beschwerdegegners nicht auf ein fehlendes pers�nliches Interesse des Beschwerdef�hrers schliessen. Dieser ist nach Art. 76 Abs. 1 BGG zur Beschwerde berechtigt.
2.3 Dem Beschwerdegegner kann nicht gefolgt werden, wenn er vorbringt, auf die Beschwerde sei nicht einzutreten, weil sie nicht s�mtliche Eventualbegr�ndungen des angefochtenen Entscheids anfechte, so insbesondere nicht die Hauptbegr�ndung, wonach der Beschwerdef�hrer das Berufungsverfahren an das TAS, wie im Schreiben der IAAF vom 10. April 2008 vorgeschlagen, akzeptiert habe.
Entgegen der in der Beschwerdeantwort vertretenen Ansicht handelt es sich dabei nicht um eine selbst�ndige Begr�ndung im Verh�ltnis zu den weiteren Erw�gungen, der Beschwerdegegner habe das Schreiben vom 10. April 2008 als Offerte zum Abschluss einer Schiedsvereinbarung verstehen d�rfen bzw. der Beschwerdef�hrer sei angesichts der Umst�nde ebenfalls an das Angebot der IAAF gebunden. Vielmehr setzt das Zustandekommen einer Schiedsvereinbarung zun�chst eine Offerte zum Vertragsabschluss voraus, die das Schiedsgericht im Schreiben der IAAF erblickte. Sodann bedarf das Angebot einer Annahme seitens des Vertragspartners. Da es sich beim Schreiben vom 10. April 2008 nach Ansicht des TAS um eine Willenserkl�rung der IAAF handelte, hatte das Schiedsgericht schliesslich zu begr�nden, weshalb der Beschwerdef�hrer an die zwischen der IAAF und dem Beschwerdegegner zustande gekommene Vereinbarung gebunden sein soll. Eine selbst�ndige Alternativbegr�ndung zur Genehmigung der Vertretungshandlung der IAAF k�nnte h�chstens in der Erw�gung des angefochtenen Entscheids gesehen werden, wonach auch das Verhalten des Beschwerdef�hrers als Angebot zum Abschluss einer Schiedsvereinbarung zugunsten des TAS zu betrachten sei. Der angefochtene Entscheid ist in dieser Hinsicht jedoch keineswegs eindeutig und diese Lesart st�nde in merkw�rdigem Kontrast zur mehrfach wiederholten Darstellung des TAS, das Angebot sei von der IAAF ausgegangen sowie zu den ausgiebigen Ausf�hrungen zur Frage der Genehmigung der Handlungen der IAAF bzw. deren Verbindlichkeit f�r den Beschwerdef�hrer, die sich nicht als Eventualbegr�ndung verstehen lassen. Ohnehin richtet sich die Beschwerde gegen beide Begr�ndungsans�tze, weshalb nicht die Rede davon sein kann, es sei darauf wegen mangelnder Anfechtung verschiedener Eventualbegr�ndungen nicht einzutreten.
2.4 Die Beschwerde in Zivilsachen im Sinne von Art. 77 Abs. 1 BGG ist grunds�tzlich rein kassatorischer Natur, d.h. sie kann nur zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids f�hren (vgl. Art. 77 Abs. 2 BGG, der die Anwendbarkeit von Art. 107 Abs. 2 BGG ausschliesst, soweit dieser dem Bundesgericht erlaubt, in der Sache selbst zu entscheiden). Soweit der Streit die Zust�ndigkeit des Schiedsgerichts betrifft, gilt davon allerdings, wie schon im Rahmen der altrechtlichen staatsrechtlichen Beschwerde, eine dahingehende Ausnahme, dass das Bundesgericht selber die Zust�ndigkeit oder die Unzust�ndigkeit des Schiedsgerichts feststellen kann (BGE 127 III 279 E. 1b S. 282; 117 II 94 E. 4 S. 95 f.; Urteil 4A_240/2009 vom 16. Dezember 2009 E. 1.2). Der Hauptantrag des Beschwerdef�hrers ist insofern zul�ssig.
2.5.1 Zul�ssig sind allein die R�gen, die in Art. 190 Abs. 2 IPRG abschliessend aufgez�hlt sind (BGE 134 III 186 E. 5 S. 187; 128 III 50 E. 1a S. 53; 127 III 279 E. 1a S. 282). Nach Art. 77 Abs. 3 BGG pr�ft das Bundesgericht nur die R�gen, die in der Beschwerde vorgebracht und begr�ndet worden sind; dies entspricht der in Art. 106 Abs. 2 BGG f�r die Verletzung von Grundrechten und von kantonalem und interkantonalem Recht vorgesehenen R�gepflicht (BGE 134 III 186 E. 5 S. 187 mit Hinweis).
2.5.2 Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den das Schiedsgericht festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann die Sachverhaltsfeststellung des Schiedsgerichts weder berichtigen noch erg�nzen, selbst wenn diese offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (vgl. Art. 77 Abs. 2 BGG, der die Anwendbarkeit von Art. 105 Abs. 2 sowie Art. 97 BGG ausschliesst). Allerdings kann das Bundesgericht die tats�chlichen Feststellungen des angefochtenen Schiedsentscheids �berpr�fen, wenn gegen�ber diesen Sachverhaltsfeststellungen zul�ssige R�gen im Sinne von Art. 190 Abs. 2 IPRG vorgebracht oder ausnahmsweise Noven ber�cksichtigt werden (BGE 133 III 139 E. 5 S. 141; 129 III 727 E. 5.2.2 S. 733; je mit Hinweisen). Wer sich auf eine Ausnahme von der Bindung des Bundesgerichts an die tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz beruft und den Sachverhalt gest�tzt darauf berichtigt oder erg�nzt wissen will, hat mit Aktenhinweisen darzulegen, dass entsprechende Sachbehauptungen bereits im vorinstanzlichen Verfahren prozesskonform aufgestellt worden sind (vgl. BGE 115 II 484 E. 2a S. 486; 111 II 471 E. 1c S. 473; je mit Hinweisen).
Der Beschwerdegegner behauptet zu Unrecht, es handle sich bei der Erw�gung des TAS, der Beschwerdef�hrer habe den von der IAAF vorgeschlagenen Rechtsmittelweg akzeptiert, um eine tats�chliche Feststellung, die das Bundesgericht binde. Vielmehr hat das TAS die Zustimmung des Beschwerdef�hrers durchgehend in Anwendung des Vertrauensprinzips angenommen.
Der Beschwerdef�hrer macht unter Berufung auf Art. 190 Abs. 2 lit. b IPRG geltend, die Vorinstanz habe sich zu Unrecht f�r zust�ndig erkl�rt.
3.1 Das TAS pr�fte seine Zust�ndigkeit ausgehend von Artikel R47 des TAS-Code, wonach ein Entscheid eines Sportverbands beim TAS angefochten werden kann, sofern die Statuten oder Reglemente des Verbands dies vorsehen oder die Parteien eine besondere Schiedsvereinbarung ("specific arbitration agreement") abgeschlossen haben.
Das TAS befand zun�chst, dass sich seine Zust�ndigkeit nicht auf die Statuten und anwendbaren Verbandsreglemente st�tzen lasse. Zwar sei der Beschwerdegegner den Regeln des Beschwerdef�hrers unterworfen und kraft Verweises an die Anti-Doping-Regeln und Verfahrensbestimmungen der IAAF gebunden. Diese s�hen jedoch eine wichtige Unterscheidung zwischen nationalen ("National-Level") und internationalen Athleten ("International-Level Athletes") vor in Bezug auf Dopingkontrollen und die Beschwerdem�glichkeit an das TAS. Beim Beschwerdegegner handle es sich um einen nationalen Athleten ("National-Level Athlete") im Sinne der anwendbaren Anti-Doping-Regeln der IAAF. Als solcher sei er nach Artikel 60.12 der IAAF Competition Rules nicht zur Berufung an das TAS berechtigt, die gem�ss Artikel 60.11 nur internationalen Athleten zur Verf�gung stehe. Das TAS wies auch das Argument des Beschwerdegegners zur�ck, die vorgesehene Anfechtungsm�glichkeit an das South African Institute for Drug Free Sport gen�ge aufgrund von bestehenden Interessenkonflikten rechtsstaatlichen Anforderungen nicht, zumal dar�ber nach Ansicht des TAS die s�dafrikanischen Gerichte zu entscheiden h�tten und die entsprechenden Vorbringen nicht geeignet seien, eine Zust�ndigkeit des TAS zu begr�nden.
Die Vorinstanz pr�fte in der Folge, ob in dem vom IAAF Anti-Doping Administrator Dr. C.________ verfassten Fax-Schreiben vom 10. April 2008 eine besondere Schiedsvereinbarung ("specific arbitration agreement") im Sinne von Artikel R47 des TAS-Code erblickt werden k�nne. Dabei hielt es fest, dass eine allf�llige Schiedsvereinbarung den Voraussetzungen von Art. 178 IPRG zu gen�gen habe und erkl�rte im �brigen - was von keiner Partei in Frage gestellt wird - f�r die Frage des Zustandekommens einer solchen Vereinbarung schweizerisches Recht f�r anwendbar (vgl. Art. 178 Abs. 2 IPRG).
Das erw�hnte Schreiben ist an den damaligen Rechtsvertreter des Beschwerdegegners gerichtet und bezweckte, diesen unter Eingest�ndnis eines Dopingvergehens sowie Anerkennung einer zweij�hrigen Sperre zu einem Vergleich zu bewegen. Es enth�lt unter anderem den folgenden Wortlaut:
"I would remind you that the decision that will ultimately be taken by the relevant disciplinary commission of [the national athletics federation] after 16th May will still be subject to an appeal to the Court of Arbitration for Sport in Lausanne, on your initiative if you disagree with it or on the initiative of IAAF, if the decision is not in accordance with the IAAF Rules. This will inevitably lead to a costly and lengthy arbitration procedure until the final award is rendered by CAS."
Der Beschwerdegegner schlug das Angebot von Dr. C.________ aus, berief sich jedoch sp�ter hinsichtlich der Zust�ndigkeit des TAS auf die zitierte �usserung. Das TAS hielt angesichts des Schreibens vom 10. April 2008 daf�r, der Beschwerdegegner habe sich nach Treu und Glauben auf das Angebot der IAAF zum Abschluss einer Schiedsvereinbarung verlassen d�rfen, und er habe durch Einreichung der Berufung beim TAS danach gehandelt. Der Beschwerdef�hrer habe Kenntnis vom erw�hnten Schreiben gehabt und habe der von Dr. C.________ im Namen der IAAF angebotenen Anfechtungsm�glichkeit zugestimmt.
Im Weiteren habe der Beschwerdegegner das Schreiben vom 10. April 2008 als Verweis auf das Verfahren nach Artikel 60.12 der IAAF Competition Rules verstehen d�rfen, der eine Berufung an das TAS f�r nationale Athleten an sich ausschliesst, und er habe annehmen d�rfen, dass die IAAF f�r ihn eine Ausnahme von dieser Bestimmung mache, indem sie eine direkte Anfechtung beim TAS nach Artikel 60.11 zulasse. Angesichts der langen Verfahrensdauer von mehr als zwei Jahren vor der Disziplinarkommission des Beschwerdef�hrers sowie dem anhaltenden Informationsaustausch ("ongoing communication") zwischen dem Beschwerdef�hrer und der IAAF habe der Beschwerdegegner das Verhalten dieser beiden Verb�nde nach Treu und Glauben dahingehend verstehen d�rfen, dass diese kein Rechtsmittel auf nationaler Ebene, sondern eine direkte Anfechtung beim TAS w�nschten.
Die Entscheidung der Disziplinarkommission des Beschwerdef�hrers vom 11. Dezember 2008 enthalte zudem weder einen Hinweis auf ein Rechtsmittelverfahren noch bestreite sie den Inhalt des Schreibens der IAAF. Dem Beschwerdef�hrer sowie dessen Disziplinarkommission sei die Existenz des Schreibens von Dr. C.________ vom 10. April 2008 bewusst gewesen und die Disziplinarkommission h�tte den Beschwerdegegner darauf aufmerksam machen m�ssen, dass nur ein innerstaatliches Rechtsmittel zur Verf�gung stehe, wenn ihrer Ansicht nach kein direktes Rechtsmittel an das TAS offen stand. Der Beschwerdegegner habe dieses Schweigen nach Treu und Glauben als Zustimmung des Beschwerdef�hrers zum Schreiben von Dr. C.________ verstehen d�rfen.
Das TAS erachtete das Schreiben der IAAF vom 10. April 2008 an den damaligen Rechtsvertreter des Beschwerdegegners gest�tzt auf diese �berlegungen als besondere Schiedsvereinbarung ("specific arbitration agreement") und erkl�rte sich zur Beurteilung der Berufung des Beschwerdegegners f�r zust�ndig.
3.2 Das Bundesgericht pr�ft die Zust�ndigkeitsr�ge nach Art. 190 Abs. 2 lit. b IPRG einschliesslich materieller Vorfragen, von deren Beantwortung die Zust�ndigkeit abh�ngt, in rechtlicher Hinsicht frei. Demgegen�ber �berpr�ft es die tats�chlichen Feststellungen des angefochtenen Schiedsentscheids auch im Rahmen der Zust�ndigkeitsr�ge nur, wenn gegen�ber diesen Sachverhaltsfeststellungen zul�ssige R�gen im Sinne von Art. 190 Abs. 2 IPRG vorgebracht oder ausnahmsweise Noven ber�cksichtigt werden (BGE 134 III 565 E. 3.1 S. 567; 133 III 139 E. 5 S. 141; 129 III 727 E. 5.2.2 S. 733).
3.3 Strittig ist im vorliegenden Verfahren zun�chst, ob der Beschwerdegegner das Schreiben der IAAF vom 10. April 2008 nach Treu und Glauben (Art. 2 Abs. 1 ZGB) als Angebot zum Abschluss einer Schiedsvereinbarung betrachten durfte.
Wie die Vorinstanz zutreffend festh�lt, hat eine allf�llige Schiedsvereinbarung den Anforderungen von Art. 178 IPRG zu gen�gen. W�hrend einerseits die Formerfordernisse nach Abs. 1 erf�llt sein m�ssen, richten sich die inhaltlichen Voraussetzungen nach Abs. 2 dieser Bestimmung. Das Schiedsgericht pr�fte das Zustandekommen der fraglichen Schiedsvereinbarung - was von keiner Partei in Frage gestellt wird - in Anwendung von Art. 178 Abs. 2 IPRG nach schweizerischem Recht.
Der notwendige Inhalt einer Schiedsvereinbarung wird durch das Gesetz nicht definiert. Es ergibt sich aus dem Zweck der Schiedsvereinbarung, dass der Wille der Parteien zum Ausdruck kommen muss, �ber bestimmte bestehende oder k�nftige Streitigkeiten ein Schiedsgericht, d.h. ein nicht staatliches Gericht, entscheiden zu lassen (BGE 130 III 66 E. 3.1 S. 70; 129 III 675 E. 2.3 S. 679 mit Hinweisen).
Wie andere formbed�rftige Rechtsgesch�fte ist auch eine Schiedsvereinbarung (Art. 178 IPRG) in einem ersten Schritt nach den allgemeinen Grunds�tzen auszulegen (BGE 130 III 66 E. 3.2 S. 71 f. mit Hinweisen). Anschliessend ist in einem weiteren Schritt zu beurteilen, ob der nach den allgemeinen Auslegungsmethoden ermittelte Vertragsinhalt in der gesetzlich vorgeschriebenen Form hinreichend zum Ausdruck gebracht worden ist (vgl. BGE 122 III 361 E. 4 S. 366). Die ausf�hrlichen Darlegungen der Vorinstanz zur Frage der massgebenden Form sowie ihre Hinweise auf die grossz�gige Rechtsprechung des Bundesgerichts hinsichtlich der Formg�ltigkeit von Schiedsvereinbarungen im Bereich der internationalen Schiedsgerichtsbarkeit (vgl. BGE 133 III 235 E. 4.3.2.3 S. 244 f.) sind demnach nur von Bedeutung, wenn die Auslegung der zu beurteilenden Erkl�rungen �berhaupt zur Annahme eines Vertragsschlusses f�hrt. Von vornherein nicht relevant sind hingegen die Ausf�hrungen im angefochtenen Entscheid zur bundesgerichtlichen Rechtsprechung hinsichtlich der Wirksamkeit von globalen Verweisungen auf in Verbandsstatuten enthaltene Schiedsklauseln (BGE 133 III 235 E. 4.3.2.3 S. 244 f.; Urteil 4A_358/2009 vom 6. November 2009 E. 3.2.4; je mit Hinweisen). Zum einen ist die Anwendbarkeit der Verbandsregeln �ber das Anfechtungsverfahren (Artikel 60.9 ff. IAAF Competition Rules) gar nicht strittig (diese sehen aber gem�ss dem angefochtenen Entscheid im konkreten Fall keine Zust�ndigkeit des TAS vor), zum anderen l�sst sich im zitierten Schreiben der IAAF vom 10. April 2008 ohnehin kein Verweis erkennen.
3.3.1 Das TAS hat im Zusammenhang mit der strittigen Schiedsvereinbarung wie erw�hnt (vorn E. 2.5.2) keine tats�chliche Willens�bereinstimmung der Parteien feststellen k�nnen. Es hat daher das Schreiben der IAAF vom 10. April 2008 an den damaligen Rechtsvertreter des Beschwerdegegners sowie das Verhalten des Beschwerdef�hrers zutreffend nach dem Vertrauensgrundsatz ausgelegt (vgl. BGE 132 III 268 E. 2.3.2 S. 274 f.; 130 III 66 E. 3.2 S. 71 f.; je mit Hinweisen). Danach sind die Willenserkl�rungen der Parteien so auszulegen, wie sie nach ihrem Wortlaut und Zusammenhang sowie den gesamten Umst�nden verstanden werden durften und mussten (BGE 133 III 61 E. 2.2.1 S. 67; 132 III 268 E. 2.3.2 S. 275; 130 III 417 E. 3.2 S. 424 f., 686 E. 4.3.1 S. 689; je mit Hinweisen).
Die objektivierte Auslegung nach dem Vertrauensprinzip entscheidet auch dar�ber, ob �berhaupt eine Willenserkl�rung vorliegt (Gauch/Schluep/Schmid, Schweizerisches Obligationenrecht, Allgemeiner Teil, Bd. I, 9. Aufl. 2008, Rz. 208; Alfred Koller, Schweizerisches Obligationenrecht, Allgemeiner Teil, 3. Aufl. 2009, � 3 Rz. 184; Ingeborg Schwenzer, Schweizerisches Obligationenrecht, Allgemeiner Teil, 5. Aufl. 2009, Rz. 27.43; Urteil 4A_437/2007 vom 5. Februar 2008 E. 2.4; vgl. BGE 120 II 197 E. 2b/bb S. 200; 116 II 695 E. 2b S. 696). Es ist demnach zu beurteilen, ob ein bestimmtes Erkl�rungsverhalten vom Empf�nger nach Treu und Glauben als Willens�usserung verstanden werden durfte, rechtsgesch�ftlich t�tig zu werden und sich ihm gegen�ber rechtlich zu verpflichten. Von einem Antrag (Art. 3 ff. OR) kann nur gesprochen werden, wenn die Erkl�rung einen hinreichenden Bindungswillen der erkl�renden Partei erkennen l�sst, mithin den Willen, im Falle der Annahme des Angebots gebunden zu sein (Schwenzer, a.a.O., Rz. 28.09).
3.3.1.1 Dr. C.________ von der IAAF erinnerte den Rechtsvertreter des Beschwerdegegners im Schreiben vom 10. April 2008 daran, dass die Entscheidung der Disziplinarkommission, die voraussichtlich nach dem 16. Mai 2008 getroffen werde, noch beim TAS angefochten werden k�nne und eine solche Anfechtung unausweichlich zu einem kostspieligen und zeitraubenden Schiedsverfahren bis zu einem endg�ltigen Entscheid f�hren werde. Die Einleitung der von der Vorinstanz zitierten Passage des Schreibens ist nach ihrem Wortlaut ("I would remind you that") nicht als Erkl�rung zu verstehen, eine Verpflichtung gegen�ber dem Adressaten einzugehen, sondern als Hinweis auf den nach Ansicht des Verfassers geltenden Rechtsmittelweg. Die Wortwahl ("will be subject to an appeal", "[t]his will lead to a costly and lengthy arbitration procedure", "final award is rendered by CAS") weist darauf hin, dass der Verfasser von einer bestimmten Vorstellung �ber das anwendbare Anfechtungsverfahren ausging, und den Adressaten auf dessen nachteilige Konsequenzen in Form von Kosten sowie langer Verfahrensdauer aufmerksam machen wollte. Nach der gew�hlten Formulierung wird vorausgesetzt, dass sich die beschriebene Anfechtungsm�glichkeit ohne Weiteres aus den anwendbaren Verfahrensvorschriften ergibt und diese dem Empf�nger des Schreibens bekannt ist.
Nach ihrem Wortlaut ist die fragliche Passage demnach als Hinweis auf den vorgegebenen Verfahrensgang zu verstehen, der von den Parteien zu beachten ist. Ein Angebot zur Verpflichtung, die Anfechtung der Entscheidung der Disziplinarkommission in Abweichung der vorgegebenen Anfechtungsm�glichkeit einem Schiedsgericht zu unterbreiten, l�sst sich daraus nicht ablesen. �berhaupt enth�lt der zitierte Auszug keine Anhaltspunkte, die den Empf�nger zur Annahme berechtigen w�rden, der Verfasser wolle sich ihm gegen�ber in verfahrensrechtlicher Hinsicht in irgendeiner Weise verpflichten.
3.3.1.2 Auch die Umst�nde lassen nach Treu und Glauben nicht darauf schliessen, Dr. C.________ habe die IAAF (und damit schliesslich auch den Beschwerdef�hrer) mit dem Schreiben vom 10. April 2008 verpflichten wollen, den bestehenden Rechtsstreit in Abweichung der reglementarischen Anfechtungsm�glichkeiten einem internationalen Schiedsgericht zu unterbreiten.
Nach den verbindlichen Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz (vgl. Art. 105 Abs. 1 BGG) richtete sich das Schreiben des Anti-Doping Administrators der IAAF, Dr. C.________, an den damaligen Rechtsvertreter des Beschwerdegegners und bezweckte, das Verfahren vergleichsweise zu einem umgehenden Abschluss zu bringen. Hierzu bot Dr. C.________ schriftlich an, die Angelegenheit mit einer zweij�hrigen Sperre zu erledigen, sofern der Beschwerdegegner das Dopingvergehen eingestehe. Gem�ss dem angefochtenen Entscheid lehnte der Beschwerdegegner dieses Angebot ab. Es lassen sich den vorinstanzlichen Feststellungen keine Hinweise darauf entnehmen, dass die Parteien �ber weitere Punkte als die angebotene Vergleichsl�sung verhandelten. Das Schreiben vom 10. April 2008 war vielmehr auf das Angebot der beschleunigten Verfahrenserledigung gegen Anerkennung eines Dopingvergehens beschr�nkt. Ein doppeltes Angebot zur Beendigung des Verfahrens einerseits sowie - falls ein solcher Vergleich nicht zustande kommen sollte - zur schiedsgerichtlichen Beurteilung der Rechtsstreitigkeit durch das TAS andererseits ist nicht erkennbar.
Nach den Umst�nden des schriftlichen Vergleichsangebots vom 10. April 2008 ist der Hinweis auf die Zust�ndigkeit des TAS als Warnung hinsichtlich der damit verbundenen Verfahrensdauer und -kosten zu verstehen. Er diente als Argument dazu, den Beschwerdegegner gegen Zusicherung der Minimalstrafe zu einem Eingest�ndnis des Regelverstosses zu bewegen. Ein bedingter Antrag zur �nderung der reglementarischen Anfechtungsm�glichkeiten, falls das Vergleichsangebot ausgeschlagen wird, l�sst sich darin nicht erkennen. F�r dieses Verst�ndnis spricht auch der Schlusssatz des Schreibens, wonach es nicht die Absicht der IAAF sei, in das laufende Disziplinarverfahren einzugreifen, sondern eine faire und zeitgerechte Vergleichsl�sung zu finden.
Das Schreiben erfolgte w�hrend des laufenden Disziplinarverfahrens, mithin rund acht Monate bevor ein Entscheid in der Sache erging. Der Umstand, dass der Disziplinarentscheid vom 11. Dezember 2008 keine Rechtsmittelbelehrung enthielt, war daher bereits aufgrund der zeitlichen Abl�ufe nicht geeignet, beim Empf�nger des Schreibens vom 10. April 2008 eine nach Treu und Glauben zu sch�tzende Erwartung hinsichtlich des darin erw�hnten Anfechtungsverfahrens zu erwecken. Ohnehin ist nicht ersichtlich, inwiefern das Fehlen eines Hinweises hinsichtlich des Anfechtungsverfahrens eine Zust�ndigkeit des TAS begr�nden soll.
Der Beschwerdegegner bzw. sein Rechtsvertreter musste das Schreiben vom 10. April 2008 demnach nach Treu und Glauben wie folgt verstehen: Entweder er nimmt das Vergleichsangebot der IAAF an, womit die r�ckwirkend verh�ngte Sperre bereits am 24. April 2008 ablaufen w�rde und das Verfahren beendet w�re, oder er lehnt es ab und das Disziplinarverfahren nimmt seinen gewohnten Lauf. Eine �nderung des massgebenden Verfahrens im Falle der Ablehnung des Vergleichsvorschlags stand nicht zur Diskussion. Ein Angebot seitens der IAAF, dem Beschwerdegegner bei Zur�ckweisung des Vergleichsvorschlags eine nach den reglementarischen Vorgaben nicht vorhandene Anfechtungsm�glichkeit zu er�ffnen, l�sst sich aus dem zitierten Hinweis auf die Berufung an das TAS nicht ableiten.
Unzutreffend ist die Erw�gung des angefochtenen Entscheids, das Schreiben enthalte einen impliziten Verweis auf Artikel 60.11 bzw. 60.12 der IAAF Competition Rules, die eine Anfechtung beim TAS nur f�r internationale Athleten vorsehen, und habe vom Beschwerdegegner so verstanden werden d�rfen, dass f�r ihn - obwohl nationaler Athlet im Sinne dieser Bestimmungen - eine Ausnahme von den anwendbaren Verbandsregeln gemacht werde. Inwiefern sich dem Schreiben ein solcher Verweis auf die erw�hnten Bestimmungen (deren Anwendbarkeit ohnehin unbestritten ist) ergeben soll, ist nicht nachvollziehbar. Noch viel weniger l�sst sich - auch nicht mit dem Hinweis auf die ungew�hnlich lange Verfahrensdauer bzw. den anhaltenden Informationsaustausch zwischen dem Beschwerdef�hrer und der IAAF - eine konkrete Ausnahme von diesen Bestimmungen erkennen.
3.3.1.3 Aus dem Schreiben von Dr. C.________ vom 10. April 2008 l�sst sich weder nach seinem Wortlaut noch dem gesamten Zusammenhang der darin enthaltenen �usserungen ein Angebot zum Abschluss einer Schiedsvereinbarung zugunsten des TAS ableiten. Die Auslegung des Schreibens nach dem Vertrauensgrundsatz f�hrt vielmehr zum Ergebnis, dass sich die IAAF nur hinsichtlich des Vergleichsangebots rechtlich binden wollte; ein dar�ber hinausgehender Bindungswille f�r den Fall der Ablehnung der Vergleichsl�sung ist unter objektiven Gesichtspunkten nicht erkennbar.
3.3.2 Durfte der Beschwerdegegner das Schreiben vom 10. April 2008 nach Treu und Glauben nicht als Angebot der IAAF verstehen, den bestehenden Rechtsstreit dem TAS zu unterbreiten, so konnte er mit der Einreichung seiner Berufung beim TAS auch keinen Antrag annehmen und damit den Abschluss einer Schiedsvereinbarung bewirken. Damit f�llt der auf dasselbe Schreiben gest�tzte Abschluss einer Schiedsvereinbarung mit dem Beschwerdef�hrer ebenfalls ausser Betracht. Die Frage nach der Formg�ltigkeit stellt sich folglich nicht.
Es braucht auch nicht auf die vom TAS gepr�fte Frage eingegangen zu werden, ob die IAAF den Beschwerdef�hrer durch ihr Handeln wirksam h�tte verpflichten k�nnen. Ohnehin sind die Ausf�hrungen der Vorinstanz widerspr�chlich, wenn sie einerseits praktisch durchwegs davon ausgeht, Dr. C.________ habe im Namen der IAAF gehandelt, und sie andererseits eine Genehmigung eines Stellvertreterhandelns nach Art. 38 Abs. 1 OR pr�ft.
Zwischen den Parteien ist entgegen dem angefochtenen Entscheid keine nach Art. 178 Abs. 2 IPRG wirksame Schiedsvereinbarung zustande gekommen. Die Vorinstanz hat sich zur Beurteilung der vorliegenden Streitigkeit zu Unrecht gest�tzt auf das Schreiben vom 10. April 2008 f�r zust�ndig erkl�rt.
3.4 Der Beschwerdegegner bringt vor, das TAS h�tte sich auf anderer Grundlage f�r zust�ndig erkl�ren m�ssen.
Er stellt sich auf den Standpunkt, er sei entgegen dem angefochtenen Entscheid als internationaler Athlet ("International-Level Athlete") im Sinne der Anti-Doping-Regeln der IAAF zu qualifizieren, weshalb ihm der Weg an das TAS offen stehe.
3.4.1 Zwischen den Parteien ist unbestritten, dass der Beschwerdegegner nach Artikel 60.11 der IAAF Competition Rules zur Berufung an das TAS berechtigt w�re, falls er nach dieser Bestimmung als internationaler Athlet ("International-Level Athlete") zu gelten h�tte.
Das IAAF Handbuch enth�lt hierzu die folgende Definition:
"International-Level Athlete
For the purposes of the Anti-Doping Rules (chapter 3) and Disputes (Chapter 4) an athlete, who is in the Registered Testing Pool for out-of-competition testing or who is competing in an International Competition under Rule 35.7".
Nach den Feststellungen des angefochtenen Entscheids, die von keiner Partei in Frage gestellt werden, war der Beschwerdegegner nicht im "Registered Testing Pool" verzeichnet. Streitig ist im vorliegenden Beschwerdeverfahren nurmehr, ob sich der vom Beschwerdegegner behauptete Status als internationaler Athlet ("International-Level Athlete") auf die Teilnahme an einem internationalen Wettkampf ("International Competition") st�tzen l�sst.
3.4.2 Der angefochtene Schiedsentscheid h�lt fest, dass der Seoul Marathon nicht auf der IAAF-Liste der internationalen Veranstaltungen des Jahres 2006 verzeichnet war, jedoch in den folgenden Jahren heraufgestuft wurde und nunmehr auf der Liste der internationalen Wettk�mpfe ("International Competition") figuriert.
Die Vorinstanz hat zutreffend erwogen, dass der Qualifikation einer Veranstaltung als internationaler Wettkampf ("International Competition") und damit zusammenh�ngend dem Status eines Sportlers als internationaler Athlet ("International-Level Athlete") nicht bloss verfahrensrechtliche Bedeutung zukommt. Vielmehr ist die Unterscheidung zwischen nationalen und internationalen Athleten massgebend f�r deren jeweilige Rechte und Pflichten im Rahmen der Anti-Doping-Regeln der IAAF. Entgegen der Ansicht des Beschwerdegegners ist die entsprechende Einordnung nicht einer verfahrensrechtlichen Vorschrift gleichzusetzen, die auch auf Sachverhalte anzuwenden ist, die sich vor ihrem Inkrafttreten ereignet haben.
Das Argument des Beschwerdegegners, im Zeitpunkt der Einleitung des Schiedsverfahrens Anfang 2009 sei der Seoul Marathon von der IAAF als internationaler Wettkampf klassifiziert gewesen, womit eine Anfechtung beim TAS offen stehe, verf�ngt nicht. Die vom TAS beurteilte Dopingprobe wurde anl�sslich des Seoul Marathons 2006 entnommen, der von der IAAF nicht als internationaler Wettkampf anerkannt war. Der vorgesehene Rechtsweg, der gem�ss Artikel 60.11 der IAAF Competition Rules an die Qualifikation als internationaler Wettkampf ankn�pft, f�hrt daher auch dann nicht an das TAS, wenn ein am selben Ort ausgetragener Wettkampf in sp�teren Jahren anders klassifiziert wird. Der Umstand, dass der Seoul Marathon 2008 (und gem�ss dem angefochtenen Entscheid eventuell bereits derjenige des Jahres 2007) von der IAAF als internationaler Wettkampf anerkannt wurde, �ndert nichts daran, dass der im Jahr 2006 durchgef�hrten Veranstaltung dieser Status nicht zukam. Die verfahrensrechtliche Vorschrift, nach der nur ein internationaler Athlet zur Anfechtung beim TAS berechtigt ist, blieb zudem unver�ndert. Es trifft daher entgegen der Ansicht des Beschwerdegegners nicht zu, dass seit der beurteilten Dopingprobe der anwendbare Rechtsmittelweg ge�ndert worden w�re, der r�ckwirkend angewendet werden k�nnte.
Von komplexen Zust�ndigkeitsfragen aufgrund der Anwendbarkeit verschiedener staatlicher sowie vereinsrechtlicher Bestimmungen, wie sie dem in der Beschwerdeantwort erw�hnten Entscheid (4P.149/2003 vom 31. Oktober 2003 E. 2.2.2) zugrunde lagen, kann vorliegend zudem nicht gesprochen werden. Ausserdem stand im besagten Entscheid die Aussch�pfung des Instanzenzugs vor Anrufung des TAS und nicht dessen Zust�ndigkeit an und f�r sich zur Diskussion. Entgegen der Ansicht des Beschwerdegegners l�sst sich daraus nichts zu seinen Gunsten ableiten.
Eine Zust�ndigkeit des TAS l�sst sich auch nicht mit dem Vorbringen begr�nden, die IAAF selbst habe den Beschwerdef�hrer �ber den positiv ausgefallenen Dopingtest informiert, womit es sich um einen "IAAF Test" im Sinne von Artikel 36.5 der IAAF Competition Rules handle, der nur bei internationalen Wettk�mpfen nach Artikel 35.7 durchgef�hrt werde. Im entsprechenden Schreiben an den Beschwerdef�hrer vom 13. April 2006 stellte die IAAF gem�ss dem angefochtenen Entscheid vielmehr klar, dass die Beurteilung der Testresultate - wie bei nationalen Wettk�mpfen vorgeschrieben - dem Beschwerdef�hrer obliege. Der Beschwerdegegner stellt etwa auch nicht in Frage, dass die provisorische Sperre vom Beschwerdef�hrer als Nationalverband ausgesprochen wurde, wie dies in Artikel 38.2 f�r nationale Athleten vorgesehen ist. Unbehelflich ist zudem der Hinweis auf den Umstand, dass im Jahr 2006 Marathonveranstaltungen von der IAAF aus Versehen generell nicht als internationale Wettk�mpfe aufgef�hrt worden waren und dies sp�ter korrigiert wurde. Aus welchen Gr�nden der Seoul Marathon 2006 von der IAAF nicht als internationaler Wettkampf anerkannt war, ist nicht entscheidend. Aus den Sachverhaltsfeststellungen des angefochtenen Entscheids ergibt sich jedenfalls nicht, dass der Seoul Marathon 2006 - auch wenn nicht als solcher aufgelistet - von der IAAF hinsichtlich der durchgef�hrten Dopingtests tats�chlich als internationaler Wettkampf nach Artikel 35.7 behandelt worden w�re.
3.4.3 Der Beschwerdegegner beruft sich im Hinblick auf die Zust�ndigkeit des TAS schliesslich vergeblich auf den Grundsatz der "lex mitior" nach Artikel 25.2 des World Anti-Doping Code der WADA.
Der Grundsatz besagt, dass - als Ausnahme vom Prinzip des R�ckwirkungsverbots - das neue Recht auf ein vor dessen Inkrafttreten ver�btes Dopingvergehen anzuwenden ist, wenn es eine mildere Strafe vorsieht als das alte Recht. Mit dem Hinweis darauf, es handle sich beim Schiedsverfahren vor dem TAS - im Gegensatz zum nationalen Verfahren - um ein unabh�ngiges, rasches und kostenfreies Schiedsverfahren, zeigt der Beschwerdegegner keine entsprechende Konstellation auf. Wie der Beschwerdef�hrer zutreffend vorbringt, findet der Grundsatz der "lex mitior" auf Strafen f�r Dopingf�lle Anwendung, nicht jedoch auf eine �nderung anderer materiellrechtlicher Bestimmungen, die sich indirekt auf das anwendbare Beschwerdeverfahren auswirkt.
Es ist nicht ersichtlich, inwiefern sich aus dem genannten Grundsatz ein Anspruch auf Anfechtung des Entscheids beim TAS anstelle einer nationalen Instanz ergeben soll.
3.4.4 Der Vorinstanz ist keine Rechtsverletzung vorzuwerfen, wenn sie dem Beschwerdegegner den Status eines internationalen Athleten ("International-Level Athlete") abgesprochen und daher eine Zust�ndigkeit nach Artikel 60.11 der IAAF Competition Rules verneint hat.
Das TAS hat sich zu Unrecht gest�tzt auf das Schreiben vom 10. April 2008 f�r zust�ndig erkl�rt. Seine Zust�ndigkeit l�sst sich auch nicht auf die anwendbaren verbandsrechtlichen Regelungen st�tzen. Der Entscheid der Vorinstanz vom 24. Juli 2009 ist demnach in Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und die Vorinstanz f�r unzust�ndig zu erkl�ren.
Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend wird der Beschwerdegegner kosten- und entsch�digungspflichtig (Art. 66 Abs. 1 und Art. 68 Abs. 2 BGG).
Die Beschwerde wird gutgeheissen und der Entscheid der Vorinstanz vom 24. Juli 2009 wird aufgehoben.
Es wird festgestellt, dass die Vorinstanz zur Beurteilung der Berufung des Beschwerdegegners nicht zust�ndig ist.
Der Beschwerdegegner hat den Beschwerdef�hrer f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 6'000.-- zu entsch�digen.