Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VII%20ZR%2069/96
Timestamp: 2020-02-21 09:51:32
Document Index: 56505737

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 16', '§ 14', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 14', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 16']

BGH, 09.01.1997 - VII ZR 69/96 - dejure.org
BGH, 09.01.1997 - VII ZR 69/96
https://dejure.org/1997,988
BGH, 09.01.1997 - VII ZR 69/96 (https://dejure.org/1997,988)
BGH, Entscheidung vom 09.01.1997 - VII ZR 69/96 (https://dejure.org/1997,988)
BGH, Entscheidung vom 09. Januar 1997 - VII ZR 69/96 (https://dejure.org/1997,988)
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Bestehen eines unstreitigen Guthabens im Sinne von § 16 Nr. 3 Abs. 1 S. 3 Allgemeine Vertragsbedingungen für die Ausführung von Bauleistungen (VOB/B) - Möglichkeit des isolierten Zuspruchs unstreitiger Einzelpositionen einer Schlussrechnung durch das erkennende Gericht - ...
Schlussrechnung; Einzelpositionen; Guthaben
VOB/B § 14 Nr. 1, 16 A Nr. 3 Abs. 1 S. 3
Begriff des unstreitigen Guthabens; Verhandlung prüfbar berechneter und sachlich begründeter oder unstreitiger Einzelpositionen
Bauvertrag; unstreitiges Guthaben bei Schlußrechnung
Kann Unternehmer Bezahlung einzelner Positionen aus Schlußrechnung isoliert einklagen? (IBR 1997, 182)
NJW 1997, 1444
WM 1997, 727
DB 1997, 1029
BauR 1997, 468
ZfBR 1997, 186
Eine isolierte Durchsetzung der Vergütung für einzelne Positionen kommt nur in Betracht, wenn in deren Höhe ein positiver Saldo festgestellt werden kann (im Anschluss an BGH, Urteil vom 9. Januar 1997 - VII ZR 69/96, BauR 1997, 468 = ZfBR 1997, 186).
Insoweit gilt nichts anderes als bei der Abrechnung in der Schlussrechnung (vgl. dazu BGH, Urteil vom 9. Januar 1997 - VII ZR 69/96, BauR 1997, 468 = ZfBR 1997, 186).
a) Ist die Rechnung nur in Teilen prüffähig, kann der Architekt grundsätzlich die Zahlung eines Guthabens verlangen, das unter Berücksichtigung eventueller Voraus- und Abschlagszahlungen bereits feststeht (vgl. dazu BGH, Urteil vom 9. Januar 1997 - VII ZR 69/96, BauR 1997, 468 = IBR 1997, 182).
Sie sind darin lediglich Rechnungsposten, die nicht auf einzelne Leistungspositionen des Vertrages bezogen werden können (BGH, Urteil vom 9. Januar 1997 - VII ZR 69/96 = BauR 1997, 468 = ZfBR 1997, 186; Urteil vom 22. Oktober 1998 - VII ZR 167/97).
Jedenfalls beim VOB-Vertrag kann er seiner entsprechenden Darlegungslast regelmäßig nur durch Vorlage einer prüffähigen Rechnung genügen, aus der sich ergibt, daß ihm zumindest in Höhe der erhaltenen Voraus- und Abschlagszahlungen eine endgültige Vergütung zusteht (vgl. BGH, Urteil vom 9. Januar 1997 - VII ZR 69/96 = BauR 1997, 468 = ZfBR 1997, 186).
(4) Selbst wenn der Senat unterstellt, dass der Klägerin bislang die Erstellung einer Schlussrechnung nicht möglich gewesen sein soll, ist es ihr jedenfalls auch in einer solchen - unterstellten - Situation verwehrt, nur eine Teilforderung vorab isoliert geltend zu machten (vgl. BGH, Urteil vom 09.01.1997, VII ZR 69/96, BauR 1997, 468; BGH, Beschluss vom 20.08.2009, VII ZR 205/07, BGHZ 182, 158).
Ob das für den Bauvertrag gilt (so noch BGH, Urteil vom 9. Januar 1997 - VII ZR 69/96, BauR 1997, 468 = ZfBR 1997, 186), kann dahinstehen.
Dabei sind die Anforderungen an eine prüfbare Aufstellung gegenüber jenen, die bei einer Schlussrechnung angesetzt werden (§ 14 Nr. 1 und 2 VOB/B), reduziert (BGH 9.1. 1997, VII ZR 69/96, NJW 1997, 1444).
Denn Abschlagzahlungen sind ohne Rücksicht darauf, womit in den Abschlagrechnungen die betreffenden Abschlagforderungen begründet worden sind, als Rechnungsposten in die Schlußrechnung einzustellen um sicherzustellen, daß die Abschlagzahlungen lediglich vorläufige Zahlungen auf vorläufige Berechnungen des vertraglich geschuldeten Werklohns bleiben, zumal die Prüffähigkeit von Anschlagrechnungen geringeren Anforderungen unterliegt als die Prüffähigkeit von Schlußrechnungen (BGH Urt. v. 9.1.1997 - VII ZR 69/96, NJW 1997, 1444).
BGH, 22.10.1998 - VII ZR 167/97
Abtretbarkeit von Aktivpositionen einer Schlußrechnung
Das ergebe sich aus der Senatsentscheidung vom 9. Januar 1997 - VII ZR 69/96 (= BauR 1997, 468 = ZfBR 1997, 186 = NJW 1997, 1444).
Dabei sind die Abschlagszahlungen lediglich Rechnungsposten, können also nicht auf die einzelnen Leistungspositionen des Vertrages bezogen werden, für die sie ursprünglich als Abschlag angefordert worden sind (Senatsentscheidung vom 9. Januar 1997 aaO).
Vielmehr ist die Klage bereits dann teilweise schlüssig, wenn die Summe der Einzelpositionen, zu denen schlüssig vorgetragen wurde, die Summe der Abschlagszahlungen übersteigt (vgl. BGH, Urteil vom 9. Januar 1997 - VII ZR 69/96, BauR 1997, 468, juris Rn. 7).
Der danach zu berechnenden Gesamtforderung sind die erbrachten Abschlagszahlungen als Rechnungsposten gegenüberzustellen, und zwar ohne Rücksicht darauf, womit in den Abschlagsrechnungen die betreffenden Abschlagsforderungen begründet wurden (BGH BauR 1997, 468).
Prüfbar berechnete und sachlich begründete oder unstreitige Einzelpositionen der Schlussrechnung können dann und insoweit isoliert zugesprochen werden, wenn die Gesamtabrechnung des Vertrages ein entsprechendes unstreitiges oder prüfbar berechnetes und sachlich begründetes Guthaben ergibt (BGH BauR 1997, 468, juris RN 7;… vgl. hierzu auch Kapellmann/Messerschmidt VOB 3. Aufl., § 16 VOB/B RN 209 m.w.N. in FN 649).
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