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Timestamp: 2019-06-19 22:13:48
Document Index: 312496457

Matched Legal Cases: ['§ 14', '§2', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 7']

Partner arbeitet, hat die Freundin noch Anspruch auf ALG 2 ? | Erwerbslosenforum Deutschland
Themenstarter Seinderin
Datum Start 1 Februar 2015
anspruch arbeitet freundin partner
Jeder Rechner im Netz sagt was anderes ....
Er verdient ca 1500 netto bei ca. 460 kalt + 130 weiteren NK.
Genauere Aufschlüsselung habe ich leider nicht.
Wie siehts ausserdem mit der Wohng. aus, können die sagen, das sie zu teuer ist und eine günstigere gesucht werden soll / muss ?
Auch wenn der andere nix mit dem Amt zu tun hat ??
Mir gehts im Moment nur darum, ob ein etwaiger Anspruch bestehen würde.
Aus dem Bauch raus sage ich das 1500 Euro reichen müssen um den Bedarf von 2 Personen zu decken
Kann man das iwo genau berechnen ?
Oder mal vorgerechnet bekommen ?
Benutze einen der vielen ALG 2 Rechner und gib alle eure Daten rein, entweder es ergibt sich ein Bearf oder nicht
z.B hier: Hartz IV Rechner 2015 - Arbeitslosengeld II Berechnung
Das kannst Du über einer vertikalen Einkommensberechnung ermitteln. Bei der Berechnung des Einkommens aus nichtselbständiger Arbeit (§ 14 des Vierten Buches Sozialgesetzbuch) ist von den Bruttoeinnahmen auszugehen. §2 Abs. 1 Alg II-V
Danke, hab ich gemacht......sind diese 300 € Freibetrag ein fixer Betrag, oder Einkommensabhängig ?
Verstehe die Frage nicht. Bei Arbeitseinkommen gibt es einen Freibetrag von 100 Euro ab 100,01 bis 1000 , 20% ab 1000,01 bis 1200 noch mal 10 % ist mindestens ein Kind vorhanden erhöhen sich die 1200 auf 1500 Euro
Würde mal Sagen ja 300 hat er als Freibetrag.
30 EUR ist der Regelfreibetrag.
Bei Erwerbseinkommen, beträgt der Freibetrag 100 EUR, alles was darüber Verdient wird mit 80% angerechnet.
100 Euro Freibetrag. von 100 bis 1000 = 900 daraus 20% v.H = 180 oder auch 0,2 x 900 = 180. von 1000 bis 1200 = 200 daraus 10 % v.H = 20 oder auch 0,1 x 200 = 20.
100 Freibetrag + 180 + 20 = 300 Euro
Ist mindestens ein Kind vorhanden erhöhen sich die 1200 auf 1500. Demnach 1000 bis 1500 = 500 daraus 10% v.H = 50 oder auch 0,1 x 500 = 50
100 Freibetrag + 180 + 50 = 330
Maximaler Freibetrag ohne Kind 300 Euro mit mindestens ein Kind 330 Euro
Er hat einen Regelsatz von 360 Euro und Du hast 360 Euro ( Bedarfsgemeinschaft ) Ihr habt eine anerkannte Miete + NK in Höhe von 590 Euro somit fallen 590 : 2 = 295 Euro auf ihn und 295 Euro auf Dich.
Sein Bedarf beträgt somit 360 + 295 = 655 Euro Dein Bedarf beträgt ebenfalls 655 Euro. Somit habt Ihr einen Gesamtbedarf von 1310 Euro
Er hat ein Anrechnbares Einkommen von 1500 - 300 = 1200 Euro
Sein Bedarf von 655 Euro
minus sein anzurechnendes Einkommen 1200
= 545 Euro Überschuss. Somit ist er nicht mehr Hilfebedürftig ( Keine EGV )
die 545 Euro werden Dir angerechnet.
Dein Bedarf 655 Euro - 545 Euro = 110 Euro Anspruch auf Alg II
Legt das Jobcenter Dir eine vertikale Horizontale Einkommensberechnung vor ist dies gesetzlich nicht vereinbar weil in dieser Rechnungsmethode nicht hilfebedürftige Personen zu hilfebedürftige Personen gemacht werden. Im falle das dies einem Sozialgericht vorgelegt wird, dürfte das Sozialgericht das genau so Sehen. Zumindest sieht es das Bundessozialgericht so
BEi dem Rechner steht ja auch, das nicht die Anpruchsvoraussetzungen geprüft werden, sondern nur die eventuelle Höhe.
Wo oder wie kann man ausrechnen / sehen, ob man überhaupt anspruchsberechtigt ist ?
Viel Viel sagt denn der Rechner steht Ihnern Alg 2 zu?
Den Formellen Anspruch kann Ihnen der Rechner nicht mitteilen, es gibt Persongruppen, wie z.B Studenten, die sind von ALG 2 ausgeschlossen, ebenso jemand, der z.B schon Wohngeld bekommt.
Seinderin meinte:
Es kommt auf die Aufwendungen an, die man hat.
Die 300 € setzen sich folgendermaßen zusammen:
+ 180 € (20 % des Brutto ab 100 bis 1.000 €, also 20 % von 900) nach § 11b Abs. 3 SGB II
+ 20 € (10 % des Brutto ab 1.000 bis 1.200 €, also 10 % von 200 €) nach § 11b Abs. 3 SGB II*
- 300 € mindestens frei
1.200 € zu berücksichtigendes Erwerbseinkommen
1.200 € Einkommen
- 360 € Regelbedarf Du, wenn ihr als Einstehens- und Verantwortungsgemeinschaft gewertet werdet, also eine BG seid
- 360 € Regelbedarf er '' ''
- 590 € Bedarf der Kosten der Unterkunft und Heizung, Angemessenheit mal unterstellt
= -110 €
110 € fehlen euch also zur Bedarfsdeckung = Alg-II-Anspruch.
(Statt Alg II sollte m. E. Wohngeldanspruch geprüft werden)
Sind seine gesamten Aufwendungen nach § 11b Abs. 1 Nr. 3-5 SGB II höher als die 100 € Grundfreibetrag (u. a. Fahrtkosten zur Arbeitsstelle), dann muss statt der 100 € Grundfreibetrag der höhere Betrag abgesetzt werden; der nicht anrechenbare Freibetrag steigt also.
Ist nur grob, da Angaben fehlen (u. a. dezentrale Warmwasseraufbereitung ja oder nein, Verantwortung- und Einstehensgemeinschaft ja oder nein, siehe § 7 SGB II, ggf. noch andere Einkommen außer Erwerbseinkommen, Vermögen ja oder nein ...)
*falls es ein minderjähriges Kind gibt, dann 10 % des Brutto ab 1.000 bis maximal 1.500 €
Vielleicht dann noch einmal einen evtl Anspruch auf Wohngeld ausrechnen lassen, bevor man einen Alg 2 Antrag stellt, denn dann wird man permanent Eingeladen und muß Bewerbungen für besser bezahlte Stellen Schreiben.
biddy korrekt
Er ist aber nicht mehr Hilfebedürftig. Sollte man hinzufügen meine ich. In folge dessen muss er keine EGV Abschließen weil eine EGV nur mit Hilfebedürftige Personen abgeschlossen werden kann
Ergeht aus der Berechnung des Jobcenters das er noch hilfebedürftig ist, wäre das gesetzlich nicht vereinbar
als freundin kann sie aber nicht familienversichert werden in der krankenkasse, das heisst, es fallen nochmal ca. 150€ kv-beitrag an. da wirds dann aber schon mal ein bissl eng mit der vorhandenen kohle...
bei der wohnung muss man die qm berücksichtigen, zwischen 60 und 65qm sind für 2 personen "erlaubt"
die qm sind weniger relevant, die Kosten sind das maßgebende.