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Timestamp: 2018-07-23 02:18:10
Document Index: 328888903

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 11', '§ 19', '§ 53', '§ 53', '§ 106', '§ 109', '§ 97', '§ 98']

Urheberrecht Grundlagen im Zusammenhang mit dem Internet
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Veröffentlicht am: 3. Januar 2011 nach Dieter Caspar	— 1 Kommentar ↓
In diesem Beitrag geht es um die Urheberrecht Grundlagen. Ich werde die Bedeutung des Urheberrechts exemplarisch darlegen, und damit die Wichtigkeit seiner Einhaltung gerade auch im Internet verdeutlichen.
Zunächst zu den Urheberrecht Grundlagen im Einzelnen
Unter Urheberschutz versteht man den geistigen und künstlerischen Schutz des Urhebers eines Werkes. Unter diesem Schutz fallen u.a. auch Computerprogramme
(§ 2 Abs.1 Nr.1 UrhG).
Das Urheberrecht berücksichtigt die wirtschaftlichen Interessen und die Ideale des Urhebers an seinem Werk, schränkt es aber zur Wahrung der Interessen der Allgemeinheit zugleich auch wieder ein (Beispiel: Zitiergebot, Privatkopien).
Aufgabe des Urheberrechts ist der Schutz des Urhebers an seinem geistlichen und künstlerischem Werk, und es soll zugleich der Sicherung einer angemessenen Vergütung dienen (§ 11 UrhG). Dem Urheber stehen daher eine Reihe von Verwertungsrechten zu.
Zu diesen Verwertungsrechten zählen u.a.:
das Vortragsrecht (§ 19 UrhG).
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Urheber über die Verbreitung seiner geistigen und künstlerischen Werke in erster Linie selber bestimmen kann. Zur Wahrung von Interessen auch der Allgemeinheit hat der Gesetzgeber jedoch eine Reihe von Ausnahmen zugelassen.
Im Zeitalter des Internets ist die Vervielfältigung von Dateien auf privaten Datenträgern weit verbreitet. Das Urhebergesetz berücksichtigt daher auch, dass es in bestimmten Fällen unbillig wäre die Verwertung eines Werkes durch andere Personen als den Urheber ganz zu unterbinden. Die Vervielfältigung einzelner Werke zum Zweck des reinen privaten Gebrauches ist daher grundsätzlich zulässig (§ 53 UrhG), sofern diese Vervielfältigung weder mittelbar noch unmittelbar einem Erwerbszweck dient.
Doch gilt dieses Recht zur privaten Vervielfältigung nur dann, wenn das verwendete Werk nicht schon selber unter Verletzung des Urheberrechtes entstanden ist. Dieses folgt aus dem Grundsatz, dass es kein Recht im Unrecht gibt und es ist ferner auch ausdrücklich in § 53 Abs.1 UrhG geregelt, dass es untersagt ist, zur Vervielfältigung eine offensichtlich rechtswidrig hergestellte Vorlage zu verwenden. Dieser Punkt ist gerade im Zusammenhang mit Online-Tauschbörsen von besonderer Bedeutung. Ein Download von Musikdateien oder Filmen in Tauschbörsen ist rechtlich somit unzulässig, wenn die Vorlage zu diesem Download nicht rechtmäßig, also unter Zustimmung des Urhebers eingestellt wurde. Dies gilt unabhängig davon, ob die Vervielfältigung zu privaten oder gewerblichen Zwecken geschieht.
Rechtliche Konsequenzen bei Urheberrechtsverletzung
In unserem Beispiel eines illegalen musikalischen Werkes macht sich nicht nur derjenige strafbar, der dieses musikalische Werk unter Verletzung des Urheberrechts ins Internet gestellt hat, sondern auch derjenige, der dieses Werk illegal heruntergeladen hat. Als Strafe sieht das Gesetz eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe (§ 106 UrhG) vor. Dieser Straftatbestand setzt Vorsatz voraus und wird nur auf Antrag des Urhebers verfolgt (§ 109 UrhG).
Neben diesen strafrechtlichen Konsequenzen hat aber auch der Urheber selbst eine Reihe von zivilrechtlichen Sanktionsmöglichkeiten, um gegen den Rechtsverletzer vorzugehen. Wer rechtswidrig das Verwertungsrecht des Urhebers verletzt, kann von diesem auf Beseitigung und Unterlassung in Anspruch genommen werden, und bei Vorsatz oder Fahrlässigkeit besteht sogar ein Anspruch auf Schadensersatz (§ 97 Abs.1 UrhG). Auch kann der Urheber verlangen, dass die rechtswidrig hergestellte Kopie vernichtet oder an ihn herausgegeben wird (§ 98 UrhG).
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Ein Kommentar auf “Urheberrecht Grundlagen”
Internetmarketing | Ingrid Schwarz sagt:
28. Mai 2011 um 18:38 Uhr
sehr guter artikel. leider wird in diesem bereich auch schindluder getrieben, z.b. bei ebooks. habe gerade selbst so einen fall. da lässt einer über eine dritte person ebooks verkaufen und mahnt dann die käufer an wegen urheberrechtsverletzung.
leider lassen sich die schwarzen schafe nicht ausrotten.