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Timestamp: 2016-10-25 10:23:36
Document Index: 241514002

Matched Legal Cases: ['Art. 24', 'Art. 25', 'Art. 32', 'Art. 32', 'Art. 33', 'Art. 33', 'Art. 33', 'Art. 1']

M.________, 1972, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch die Fortuna Rechtsschutz-Versicherungs-Gesellschaft, Rechtsdienst, Soodmattenstrasse 2, 8134 Adliswil,
Intras Versicherungen, M�nchensteinerstrasse 127, 4023 Basel, Beschwerdegegnerin
Die 1972 geborene und bei der Intras Krankenkasse (heute: Intras Versicherungen; nachfolgend: Intras) obligatorisch krankenversicherte M.________ hatte bereits in fr�hester Jugend �bergewicht und begann in den 80er-Jahren mit ersten Di�ten, die jedoch, wenn �berhaupt, nur von kurzfristigem Erfolg waren. Am 26. Februar 2004 ersuchte PD Dr. med. P.________, Leitender Arzt Medizin, Spital X.________ die Intras um Kostengutsprache f�r eine Magenbandoperation bei der mittlerweile (bei einer K�rpergr�sse von 164 cm) 114,8 kg wiegenden Versicherten (Messung vom 20. Januar 2004). Die Intras teilte am 17. Mai 2004 mit, dass sie die Kosten f�r die Operation nicht �bernehme, da die im Gesetz vorgeschriebenen Voraussetzungen nicht erf�llt seien.
Auf Verlangen der Versicherten erliess die Intras am 30. September 2004 eine Verf�gung, in welcher sie die Kosten�bernahme f�r die - inzwischen (am 25. August 2004) vorgenommene - Magenbandoperation ablehnte. Daran hielt sie auf Einsprache der Versicherten fest (Entscheid vom 2. Februar 2005).
Die von M.________ hiegegen erhobene Beschwerde mit dem Rechtsbegehren, der Einspracheentscheid sei aufzuheben und die Intras zu verpflichten, die Kosten f�r die operative Adipositasbehandlung aus der Grundversicherung zu �bernehmen, wies das Kantonsgericht Basel-Landschaft mit Entscheid vom 24. Juni 2005 ab.
M.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren und das im kantonalen Verfahren gestellte Rechtsbegehren erneuern.
W�hrend die Intras auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schliesst, verzichtet das Bundesamt f�r Gesundheit, Kranken- und Unfallversicherung, auf eine Vernehmlassung.
1.1 Die obligatorische Krankenversicherung �bernimmt nach Art. 24 KVG die Kosten f�r die Leistungen gem�ss Art. 25-31 KVG nach Massgabe der in Art. 32-34 festgelegten Voraussetzungen. Nach Art. 32 Abs. 1 KVG m�ssen die Leistungen wirksam, zweckm�ssig und wirtschaftlich sein; die Wirksamkeit muss nach wissenschaftlichen Methoden nachgewiesen sein.
1.2 Gest�tzt auf Art. 33 Abs. 1 KVG kann der Bundesrat die von �rzten und �rztinnen erbrachten Leistungen bezeichnen, deren Kosten von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung nicht oder nur unter bestimmten Bedingungen �bernommen werden. Das Eidgen�ssische Departement des Innern (EDI), an welches der Bundesrat diese Aufgabe �bertragen hat (vgl. Art. 33 Abs. 5 KVG in Verbindung mit Art. 33 lit. a und c KVV), hat gem�ss Art. 1 der Verordnung �ber Leistungen in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (Krankenpflege-Leistungsverordnung, KLV) vom 29. September 1995 im Anhang 1 zur KLV die �rztlichen Leistungen aufgef�hrt, welche vorbehaltlos, unter gewissen Voraussetzungen oder �berhaupt nicht zu Lasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung gehen.
1.3 Nach Ziff. 1.1 des Anhangs 1 zur KLV in der vom 1. Januar bis 31. Dezember 2004 g�ltig gewesenen und vorliegend anwendbaren Fassung ist die operative Adipositasbehandlung (Gastric Roux-Y Bypass, Gastric Banding, Vertical Banded Gastroplasty) unter den in lit. a-g statuierten Voraussetzungen zu �bernehmen, wobei lit. d lautet: "Eine zweij�hrige ad�quate zusammenh�ngende Therapie zur Gewichtsreduktion war erfolglos."
W�hrend feststeht und unbestritten ist, dass im Falle der Beschwerdef�hrerin die Voraussetzungen gem�ss lit. a-c sowie e-g erf�llt sind, ist streitig und zu pr�fen, wie es sich mit lit. d verh�lt.
2.1 Als die Versicherte am 26. Juni 2001 Dr. med. Z.________, Endokrinologie/Diabetologie FMH, erstmals wegen Gewichtsproblemen aufsuchte, wog sie 92,8 kg, was bei einer K�rpergr�sse von 164 cm einem Body-Mass-Index (BMI) von 34,5 kg/m2 entspricht. Nebst der durch Dr. med. Z.________ damals angeordneten Ern�hrungsberatung bei K.________, dipl. Ern�hrungsberaterin SRK, befolgte sie im selben Jahr w�hrend drei Monaten eine Atkins- und eine Herbalife-Di�t. Eine psychologische Beratung, welche Dr. med. Z.________ ebenso vorschlug, nachdem er im Februar 2002 feststellen musste, dass das Gewicht trotz Ern�hrungsberatung und Schilddr�sensubstitutionstherapie kaum gesenkt werden konnte, lehnte die Versicherte ab. Ab Januar 2002 befolgte die Versicherte nacheinander das EPD-Ern�hrungsprogramm, das ProCare Medical Programm und eine durch den Hausarzt begleitete Ern�hrungstherapie. Bei der n�chsten dokumentierten Gewichtsmessung durch Dr. med. Z.________ am 11. September 2003 wog die Versicherte 105,9 kg (BMI 39,4 kg/m2) und anl�sslich der durch PD Dr. med. P.________ am 20. Januar 2004 vorgenommenen Adipositasabkl�rung 114,8 kg (BMI 42,7 kg/m2).
2.2 Bei den von der Beschwerdef�hrerin unternommenen Schritten handelt es sich - mit Ausnahme der in den Jahren 2001 und 2002 �rztlich angeordneten Ern�hrungsberatung - um kommerzielle Di�ten, welche ohne �rztliche Verordnung und Kontrolle durchgef�hrt wurden und deren Wirksamkeit mangels kontrollierter und aussagekr�ftiger Studien schwer zu beurteilen ist. Dabei f�llt auf, dass die Beschwerdef�hrerin sich in raschem Wechsel verschiedenen Di�ten zugewandt hat, indem sie immer wieder einen Anlauf f�r eine neue Di�t nahm und diese bereits nach kurzer Zeit wieder abbrach. Dass sie in diesem Sinne wahllos eine Di�t nach der anderen versuchte, l�sst ihr Vorgehen als konzeptlos erscheinen. Dieser Eindruck eines wenig zielgerichteten Ansatzes wird durch den Umstand verst�rkt, dass die Beschwerdef�hrerin selbst Vorkehren, die Erfolg zeitigten, wie die durch Dr. med. Z.________ angeordnete Ern�hrungsberatung, welche von Mitte Juli bis Mitte September 2001 zu einer Gewichtsabnahme von 95 kg auf 86 kg f�hrte, ohne ersichtlichen Grund aufgegeben hat (Schlussbericht der Ern�hrungsberaterin K.________ vom 27. Mai 2002) und von vornherein nicht bereit war, sich der gem�ss Dr. med. Z.________ wegen beim �bergewicht mitwirkender psychischer Ursachen indizierten (und Erfolg versprechenden) Psychotherapie zu unterziehen (Bericht des Dr. med. Z.________ vom 29. M�rz 2004). In dieses Bild passt schliesslich auch, dass die Beschwerdef�hrerin es vorzog, sich ab Januar 2002 mit dem EPD-Ern�hrungsprogramm und dem ProCare Medical Programm Massnahmen zuzuwenden, in deren Zentrum - wie bereits die von der Vorinstanz durchgef�hrten Abkl�rungen ergaben - eher die Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens als eine effiziente Gewichtsabnahme stand.
Angesichts dieses konzeptlosen und wenig zielgerichteten Vorgehens der Beschwerdef�hrerin, welches denn auch - abgesehen von kurzfristigen Erfolgen - von einer steten Gewichtszunahme (von 92,8 kg im Juni 2001 auf 114,8 kg im Januar 2004) begleitet war, stellen die durchgef�hrten Massnahmen zur Gewichtsreduktion nicht ein angemessenes und mithin ad�quates therapeutisches Mittel im Sinne von lit. d dar.
2.3 Nicht entschieden zu werden braucht bei dieser Sachlage, ob die von der Beschwerdef�hrerin durchgef�hrten Massnahmen als zusammenh�ngende Therapie betrachtet werden k�nnten. Namentlich kann die im angefochtenen Entscheid diskutierte Frage offen gelassen werden, welche Bedeutung dem Verzicht auf das in der bis 31. Dezember 1999 g�ltig gewesenen Fassung (damalige lit. a) enthaltene Erfordernis der ununterbrochenen Therapie zur Gewichtsreduktion in der ab 1. Januar 2000 g�ltig gewesenen Fassung - ebenso wie in den darauf folgenden, am 1. Januar 2004 (wo das Erfordernis durch dasjenige der zusammenh�ngenden Therapie ersetzt wurde) und am 1. Januar 2005 in Kraft getretenen Fassungen - zukommt, insbesondere ob, wie die Vorinstanz annimmt, nichtsdestotrotz eine im Wesentlichen ununterbrochene Behandlung vorausgesetzt wird.
2.4 Zusammenfassend ergibt sich, dass die Vorinstanz und die Beschwerdegegnerin zu Recht davon ausgegangen sind, dass die Voraussetzung gem�ss lit. d nicht erf�llt ist. Dass sie den Anspruch auf �bernahme der Kosten der operativen Adipositasbehandlung verneint haben, ist demnach nicht zu beanstanden.