Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VI%20ZR%20117/77
Timestamp: 2019-10-20 13:22:02
Document Index: 284512667

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 823', '§ 823', '§ 807', '§ 823', '§ 807', '§ 915', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 823', '§ 823', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 823', 'BGH', 'BGH', '§ 823', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: VI ZR 117/77 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 12.06.1979
https://dejure.org/1979,92
BGH, 13.03.1979 - VI ZR 117/77 (https://dejure.org/1979,92)
BGH, Entscheidung vom 13.03.1979 - VI ZR 117/77 (https://dejure.org/1979,92)
BGH, Entscheidung vom 13. März 1979 - VI ZR 117/77 (https://dejure.org/1979,92)
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Rechtsanwaltsverschulden, §§ 823, 824 BGB, eingeschränkter Deliktsschutz im Rechtspflegeverfahren, 'Recht auf Irrtum'
Schadensersatz gegen Rechtsanwalt wegen eines zu Unrecht eingeleiteten Offenbarungsverfahrens - Möglichkeit der Einordnung des Ingangsetzen und Betreiben eines gesetzlich geregelten Verfahrens der Rechtspflege als eine unerlaubte Handlung - Folgen des Vorliegens einer ...
§ 823 BGB; §§ 807, 915 ZPO
Unberechtigte Vollstreckungsmaßnahmen durch Anwalt des Gläubigers
BGB § 823; ZPO § 807, § 915
BGH, 12.06.1979 - VI ZR 117/77
BGHZ 74, 9
NJW 1979, 1351
MDR 1979, 659
VersR 1979, 544
WM 1979, 553
DB 1979, 1271
Dies gilt auch dann, wenn sich das Begehren nachträglich als sachlich nicht gerechtfertigt erweist und dem anderen Teil Nachteile entstanden sind (BGH, BGHZ 74, Seiten 9 ff. = VersR 1979, Seiten 544 f.; AG Hamburg, VersR 1993, Seiten 1363 f. = ZfSch 1994, Seite 164).
Diese Vermutung muss schon deshalb bestehen, weil auch die nicht nur formal, sondern auch materiell berechtigte Einleitung und Durchführung eines gerichtlichen Verfahrens sogar typischerweise Schadensfolgen haben könne, die über die mit der Rechtsverfolgung erstrebte Anspruchsdurchsetzung oder Sanktion hinausgehen, die der Gegner jedoch ersatzlos hinnehmen muss (BGH, VersR 1979, Seite 544; OLG Dresden, FamRZ 2013, Seiten 410 ff.; AG Ibbenbüren, DAR 2014, Seiten 330 f.).
Das gilt nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs auch für das Betreiben der Zwangsvollstreckung (BGH, Urteil vom 13. März 1979 - VI ZR 117/77, BGHZ 74, 9, 15 f.) oder für ein Verfahren zu deren Einstellung (BGH, Urteil vom 23. Mai 1985 - IX ZR 132/84, BGHZ 95, 10, 20 f.).
Denn auch hier korrespondiert das demjenigen, der das Verfahren betreibt, zugestandene "Recht auf Irrtum" (so die Formulierung in BGH, Urteil vom 13. März 1979 - VI ZR 117/77, BGHZ 74, 9, 16) mit verfahrensrechtlichen Sicherungen zu Gunsten desjenigen, gegen den sich das Verfahren richtet (…JurisPK-BGB/J. Lange, 8. Aufl., § 823 Rn. 64).
Wo dies allerdings nicht der Fall ist, bleibt es beim uneingeschränkten Rechtsgüterschutz, den die §§ 823 Abs. 1, 826 BGB gewähren (vgl. Senatsurteile BGHZ 74, 9, 15 f.; 118, 201, 206 …und vom 25. März 2003 - VI ZR 175/02 - aaO).
Der dadurch entstehende Freiraum kommt nicht nur der Partei, sondern in gleichem Maße dem sie vertretenden Anwalt (vgl. Senatsurteil BGHZ 74, 9, 15 f.) und ebenso einem Konkursverwalter als Partei kraft Amtes zu.
Allerdings besteht ein solches "Recht auf Irrtum" eines Klägers nicht uneingeschränkt, sondern bedarf der wertenden Begrenzung (BGHZ 74, 9, 17).
1. Für die einfachrechtliche Beurteilung der Frage, inwieweit durch das Ingangsetzen und Betreiben eines gesetzlich geregelten Verfahrens der Rechtspflege eine unerlaubte Handlung begangen werden kann, wird in der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs die Auffassung vertreten, ein subjektiv redliches Verhalten in einem gesetzlich geregelten Rechtspflegeverfahren indiziere jedenfalls nicht schon durch die Beeinträchtigung von in § 823 BGB geschützten Rechtsgütern gleichzeitig seine Rechtswidrigkeit (BGHZ 74, 9 [14]).
Die hierdurch dem Kläger erwachsenen Rechtsanwaltskosten gehörten zu den typischen, ersatzlos hinzunehmenden Folgen einer formal berechtigten Einleitung und Durchführung eines strafrechtlichen Ermittlungsverfahrens (vgl. BGHZ 74, 9 [15]).
Die Verletzung eines nach § 823 BGB geschützten Rechtsguts ist grundsätzlich rechtswidrig, wenn nicht ein Rechtfertigungsgrund besteht (BGHZ 24, 21, 27 f [BGH 04.03.1957 - GSZ - 1/56]; vgl. auch BGHZ 74, 9, 14 f) [BGH 13.03.1979 - VI ZR 117/77].
AG Pfaffenhofen/Ilm, 07.12.2015 - 1 C 764/15
AG Ibbenbüren, 10.04.2014 - 3 C 18/14
Kein Anspruch auf Anwaltskostenersatz für die Abwehr unberechtigter Anzeigen
OLG Koblenz, 26.09.2002 - 5 U 46/02
Zivilrechtliche Ansprüche des Hehlers gegen den Veräußerer von Diebesgut
OLG Koblenz, 17.01.2003 - 5 U 46/02
Falsche Verdächtigung - Schadensersatzansprüche gegen
Ansprüche von Ehegatten untereinander bei unberechtigter Erstattung von …
https://dejure.org/1979,6620
BGH, 12.06.1979 - VI ZR 117/77 (https://dejure.org/1979,6620)
BGH, Entscheidung vom 12.06.1979 - VI ZR 117/77 (https://dejure.org/1979,6620)
BGH, Entscheidung vom 12. Juni 1979 - VI ZR 117/77 (https://dejure.org/1979,6620)
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