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Timestamp: 2016-10-27 13:08:08
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Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE']

U 419/06 (03.07.2007)
U 419/06
vertreten durch Rechtsanwalt Silvan Meier Rhein, Obergasse 20, 8400 Winterthur,
Die 1952 geborene M.________ ist seit September 2001 als Schuhn�herin, sp�ter als Schuhputzerin in der Firma Q.________ AG t�tig und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen Unfallfolgen versichert. Nachdem sie bereits im Jahr 1992 eine Auffahrkollision erlitten hatte, f�r welche ein anderer Unfallversicherer zust�ndig war, wurde M.________ am 19. Januar 2004 erneut in einen Verkehrsunfall verwickelt. Der Peugeot 206, in welchem sie als Beifahrerin sass und der vor einem Rotlicht stillstand, wurde durch einen von hinten kommenden Personenwagen gerammt und in ein davor stehendes Fahrzeug geschoben. Die Versicherte suchte die Notfallstation des Spitals X.________ auf, wo eine HWS-Distorsion diagnostiziert wurde. Die SUVA erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung; Taggeld). Nach verschiedenen Abkl�rungen zum medizinischen Sachverhalt und zum Unfallhergang er�ffnete die SUVA der Versicherten mit Verf�gung vom 22. Oktober 2004, die gesetzlichen Leistungen w�rden am 31. Oktober 2004 eingestellt. Zur Begr�ndung wurde ausgef�hrt, die noch geklagten Beschwerden seien organisch als Folge des Unfalles vom 19. Januar 2004 nicht mehr erkl�rbar, sondern auf eine psychische Problematik zur�ckzuf�hren, welche nicht in einem ad�quaten Kausalzusammenhang zum versicherten Ereignis stehe. Zudem verneinte der Versicherer mangels unfallbedingter Erwerbsunf�higkeit und Integrit�tseinbusse einen Anspruch auf eine Invalidenrente und auf eine Integrit�tsentsch�digung. Daran hielt die SUVA auf Einsprache hin fest (Einspracheentscheid vom 20. April 2005).
M.________ f�hrte Beschwerde auf Zusprechung der ihr zustehenden Versicherungsleistungen. Replikweise beantragte sie zudem die Einholung eines polydisziplin�ren Gutachtens, wof�r die Sache eventuell an den Unfallversicherer zur�ckzuweisen sei. Das Versicherungsgericht des Kantons Solothurn wies die Beschwerde mit Entscheid vom 26. Juni 2006 ab.
M.________ f�hrt Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit dem Rechtsbegehren, in Aufhebung des vorinstanzlichen und des Einspracheentscheides sei die Sache zu weiteren Abkl�rungen an den Unfallversicherer zur�ckzuweisen.
Streitig und zu pr�fen ist der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung aus dem Unfall vom 19. Januar 2004 �ber den 31. Oktober 2004 hinaus.
Die Rechtsgrundlagen f�r die Beurteilung sind im angefochtenen Entscheid zutreffend dargelegt. Es betrifft dies zun�chst den f�r die Leistungspflicht des Unfallversicherers nebst anderem vorausgesetzten nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden (BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181 mit Hinweisen) mit den sich dabei stellenden Beweisfragen. Nicht zu beanstanden sind auch die Erw�gungen zu dem �berdies erforderlichen ad�quaten Kausalzusammenhang im Allgemeinen (BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181 mit Hinweis) und bei psychischen Fehlentwicklungen nach Unfall (BGE 115 V 133), bei Schleudertraumen der Halswirbels�ule (HWS) ohne organisch (hinreichend) nachweisbare Folgesch�den (BGE 117 V 359), bei dem Schleudertrauma �quivalenten Verletzungen (SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 E. 2) sowie bei Sch�del-Hirntraumen (BGE 117 V 369) im Besonderen. Diese Unterscheidung ist insofern relevant, als nach der so genannten Schleudertraumapraxis, anders als im Falle einer psychischen Fehlentwicklung nach Unfall, bei der Pr�fung der unfallbezogenen Kriterien auf eine Differenzierung zwischen physischen und psychischen Komponenten verzichtet wird, weil es hier nicht entscheidend ist, ob Beschwerden eher als organischer und/oder psychischer Natur beurteilt werden (BGE 117 V 359 E. 6a S. 367 und 369 E. 4b S. 382 f.).
Nach der soweit �bereinstimmenden und nach Lage der Akten nicht zu beanstandenden Auffassung beider Parteien und der Vorinstanz hat sich die Beschwerdef�hrerin beim Unfall vom 19. Januar 2004 ein HWS-Distorsionstrauma zugezogen.
Aufgrund der zahlreichen medizinischen Berichte ist sodann ein unfallbedingtes, organisch nachweisbares Korrelat, welches die danach geklagten Beschwerden (hinreichend) zu erkl�ren verm�chte, zuverl�ssig auszuschliessen. Von erg�nzenden Abkl�rungen hiezu sind mit der Vorinstanz keine entscheidrelevanten neuen Erkenntnisse zu erwarten. Hieran �ndert auch der Bericht des von der Beschwerdef�hrerin beigezogenen Neurologen vom 15. M�rz 2005 nichts. Dieser Arzt empfiehlt zwar weitere bildgebende Abkl�rungen. Er st�tzt sich dabei aber nicht etwa auf eine pers�nliche Exploration der Versicherten, sondern einzig auf die Akten, welche ihm �berdies nicht einmal vollst�ndig vorgelegen haben. Namentlich verf�gte er nicht �ber die bereits vorhanden gewesenen und von den �brigen berichterstattenden �rzten in deren Beurteilung einbezogenen R�ntgenbilder.
4.1 Die Vorinstanz hat im Weiteren erwogen, nach dem Unfall vom 19. Januar 2004 habe das typische Beschwerdebild nach einem Schleudertrauma der HWS zumindest teilweise vorgelegen. Somit sei auch bez�glich der festgestellten psychischen Beeintr�chtigungen zumindest eine - f�r die Bejahung des nat�rlichen Kausalzusammenhanges gen�gende - Teilurs�chlichkeit dieser Auffahrkollision nicht auszuschliessen. Von weiteren Abkl�rungen hiezu k�nne aber ebenfalls abgesehen werden, da jedenfalls der ad�quate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den bestehenden Beschwerden zu verneinen sei. Die Ad�quanz pr�fte das kantonale Gericht mit der Begr�ndung, das Beschwerdebild sei bei vorbestehender psychischer Problematik bereits kurz nach dem Unfall vom 19. Januar 2004 funktionell stark �berlagert gewesen, gem�ss den f�r psychische Fehlentwicklungen nach Unfall geltenden Regeln.
4.2 Dass die Vorinstanz von der abschliessenden Beantwortung der Frage der nat�rlichen Kausalit�t der organisch nicht (hinreichend) erkl�rbaren Beschwerden abgesehen und direkt die Ad�quanzfrage gepr�ft hat, ist nach SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 E. 3c nicht zu beanstanden. Im Weiteren trifft nach Lage der Akten zu, dass unmittelbar oder zumindest schon sehr bald nach dem Unfall vom 19. Januar 2004 die somatischen Beschwerden in erheblicher Weise psychisch �berlagert waren. Dies rechtfertigt die Anwendung der Rechtsprechung f�r psychische Fehlentwicklungen nach Unfall (BGE 123 V 98; RKUV 2002 Nr. U 465 S. 437, U 164/01).
Die Einwendungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren zu keinem anderen Ergebnis. Was im Besonderen die vorbestandene psychische Problematik betrifft, ergibt sich aus den Akten, dass schon vor dem Unfall vom 19. Januar 2004 eine Angstst�rung mit Panikattacken und agoraphoben Z�gen vorlag. Nach der Auffahrkollision vom 19. Januar 2004 wurden im Wesentlichen die selben psychiatrischen Diagnosen gestellt, wobei erw�hnt wurde, die Symptome seien nach dem Unfall verst�rkt aufgetreten. Damit kann nun aber nicht gesagt werden, der Unfall vom 19. Januar 2004 habe zu einer als Teil des typischen Beschwerdebildes nach Schleudertraumen und �quivalenten Verletzungen der HWS zu verstehenden psychischen Problematik gef�hrt, was gegebenenfalls die Anwendung der Schleudertrauma-Praxis zu begr�nden vermocht h�tte. Vielmehr liegt eine Verschlimmerung der in den diagnostischen Grundlagen gleich gebliebenen psychischen Problematik vor. Die Anwendung der Regeln gem�ss BGE 115 V 133 ist dadurch nicht in Frage gestellt (vgl. RKUV 2000 Nr. U 397 S. 327, U 273/99, E. 2c und 2d). Darin liegt entgegen der Verwaltungsgerichtsbeschwerde auch keine Ungleichbehandlung der Versicherten mit vorbestandenen psychischen Leiden. F�r die letztinstanzlich erneut beantragten psychiatrischen oder polydisziplin�ren medizinischen Abkl�rungen besteht mangels davon zu erwartender neuer Erkenntnisse kein Anlass. Es kann im �brigen auf die Erw�gungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden.
4.3 F�r die Ad�quanzbeurteilung ist an das (objektiv erfassbare) Unfallereignis anzukn�pfen (BGE 115 V 133 E. 6 Ingress S. 139). Das kantonale Gericht hat die Kollision vom 19. Januar 2004 als mittelschwer an der Grenze zu den leichten Unf�llen eingeordnet. Diese Beurteilung ist aufgrund des augenf�lligen Geschehensablaufs richtig und auch nicht umstritten.
Von den weiteren, objektiv fassbaren und unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehenden oder als Folge davon erscheinenden Umst�nden, welche als massgebende Kriterien in die Gesamtw�rdigung einzubeziehen sind (BGE 115 V 133 E. 6c/aa S. 140), m�ssten demnach f�r eine Bejahung des ad�quaten Kausalzusammenhanges entweder ein einzelnes in besonders ausgepr�gter Weise oder aber mehrere in geh�ufter oder auffallender Weise gegeben sein (BGE 115 V 133 E. 6c/bb S. 140). Dies trifft, wie das kantonale Gericht einl�sslich erwogen hat und nicht bestritten wird, nicht zu. Der angefochtene Entscheid ist somit in allen Teilen rechtens.