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Timestamp: 2019-03-24 06:09:14
Document Index: 93150951

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 70', 'BGH', 'BGH', '§ 3', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 117', 'BGH', '§ 70', 'BGH', '§ 70', '§ 823', '§ 551', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 118', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 337', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 154', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 12.07.1957 - I ZR 52/55 - dejure.org
BGH, 12.07.1957 - I ZR 52/55
NJW 1957, 1762
GRUR 1958, 86
DB 1957, 1047
Der Schaden muß durch den Verstoß gegen das Schutzgesetz an einem Rechtsgut, das die Schutzvorschrift sichern sollte, und infolge einer Gefahr entstanden sein, vor der sie schützen sollte (BGHZ 19, 114 [124] und Urteil des Bundesgerichtshofs vom 12. Juli 1957 - I ZR 52/55 - NJW 1957, 1762 Nr. 6).
Insoweit ergibt sich im vorliegenden Fall keine andere Situation, als diejenige, die der Rechtsprechung des BGH in der Sache "ei-fein/ei wie fein" (BGH GRUR 58, 86, 89 - ei-fein) zugrunde lag.
Sollten jedoch bei allen diesen Untersuchungen durchgreifende Bedenken gegen die Wahrheit der Werbebehauptung nicht hervortreten, so wird das Berufungsgericht schließlich erneut zu erwägen haben, ob nicht die möglichen Nachwirkungen der eingestandenermaßen irreführenden, im Jahre 1960 betriebenen Anzeigenwerbung der Beklagten zur Anlegung eines besonders strengen Maßstabes nötigen und ob die beanstandete Behauptung bei der Prüfung auf ihren Wahrheitsgehalt auch diesen erhöhten Anforderungen standhält (vgl. hierzu BGH GRUR 1958, 86, 89 - Ei-fein).
Ebenfalls kann daraus, daß zwei Hilfsrichter bei der Entscheidung eines Senats mitgewirkt haben, noch nicht die unvorschriftsmäßige Besetzung des Gerichts gefolgert werden (vgl. Urteil des II. Zivilsenats BGHZ 12, 1; Urteil des I. Zivilsenats vom 12. Juli 1957 - I ZR 52/55; Urteil des IV. Zivilsenats LM Nr. 2 zu § 70 GVG).
Darüber hinaus verwendete die Beklagte die geographische Herkunftsangabe in einer früheren Fassung ihres Internetauftritts mit der Bezeichnung "Pietra di Solnhofen" identisch und begründete damit eine Irreführungsgefahr, die fortwirkte, weil der Verkehr mit der nunmehr streitgegenständlichen Bezeichnung mangels eindeutiger Abstandsnahme jene frühere verbindet und auf diese Weise in seiner mit der Wirklichkeit nicht im Einklang stehenden Auffassung vom Inhalt der späteren Bezeichnung bestärkt wird (vgl. BGH, NJW 1957, 1762, 1763 - Ei wie fein - GRUR 1982, 685, 686 - Ungarische Salami II -).
BGH, 24.06.1982 - I ZR 108/80
Ungarische Salami II
In der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes ist anerkannt, daß eine an sich nicht zu beanstandende Werbeangabe deshalb gegen § 3 UWG verstoßen kann, weil der Verkehr mit ihr die Erinnerung an frühere Werbemaßnahmen verbindet und auf diese Weise zu einer mit der Wirklichkeit nicht im Einklang stehenden Auffassung von dem Inhalt der späteren Werbung gelangt (vgl. z.B. BGH GRUR 1965, 368, 372 = WRP 1965, 148 - Kaffee C; BGH GRUR 1958, 86, 88 = WRP 1957, 361 - Ei-fein).
Schließlich ist entgegen der Ansicht der Revision auch unter dem Gesichtspunkt des Zeitablaufs unter den Umständen des vorliegenden Falls eine andere Beurteilung nicht geboten (vgl. BGH GRUR 1958, 85, 86, 89 = WRP 1957, 361 - Ei-fein).
Der Bundesgerichtshof hat zwar, wie der Revision zuzugeben ist, in ständiger Rechtsprechung den Grundsatz herausgestellt, daß die Mitwirkung von Hilfsrichtern "wegen Geschäftsandrangs" auf Fälle eines vorübergehenden Bedürfnisses nach zusätzlichen Richterkräften eng begrenzt und daß auch der Begriff des "vorübergehenden Bedürfnisses" selbst eng gefaßt werden müsse (so z.B. die von der Revision angeführten Entscheidungen III ZR 84/55 vom 15. November 1956 - BGHZ 22, 142 - und VIII ZR 35/60 vom 8. Februar 1961 - BGHZ 34, 260 - vgl. ferner unter anderem: II ZR 41/53 vom 16. Dezember 1953 - BGHZ 12, 1 - mit Anm. Fischer bei LM Nr. 3 zu § 117 GVG; II ZR 91/55 vom 12. März 1956 - BGHZ 20, 209 - mit Anm. Johannsen bei LM Nr. 3 zu § 70 GVG; II ZR 166/54 vom 26. März 1956 - BGHZ 20, 250 - II ZR 169/55 vom 9. Juli 1956 - LM Nr. 6 zu § 70 GVG - I ZR 52/55 vom 12. Juli 1957 - LM Nr. 20 zu § 823 (Bf) BGB = GRUR 1958, 86 - VIII ZR 219/63 vom 24. November 1965 - LM Nr. 44 zu § 551 Ziff. 1 ZPO -).
Bei der Prüfung, ob diesem Grundsatz im Einzelfall Genüge getan sei, hat der Bundesgerichtshof jedoch in aller Regel maßgeblich darauf abgestellt, wieviel Hilfsrichter insgesamt dem betreffenden Gericht (Oberlandesgericht) "wegen Geschäftsandrangs" zugeteilt waren; und er hat demzufolge, wenn einem Gericht insgesamt mehr Hilfsrichter "wegen Geschäftsandrangs" zugeteilt waren als nach diesem Grundsatz zulässig, die Mitwirkung eines jeden "aus Anlaß des allgemeinen Geschäftsumfangs" zugewiesenen Hilfsrichters als unzulässig betrachtet mit der Folge, daß der Spruchkörper (Senat), an dessen Entscheidung ein solcher Hilfsrichter mitwirkte, als nicht vorschriftsmäßig besetzt anzusehen war (vgl. vor allem BGHZ 22, 142 und 34, 260, aber auch schon BGHZ 20, 209 und Delbrück in der Anm. zu BGHZ 20, 250 in LM Nr. 2 zu § 118 GVG, ferner I ZR 52/55 vom 12. Juli 1957 a.a.O und VIII ZR 219/63 vom 24. November 1965 a.a.O sowie die hier eingangs bei I 2 erwähnte Entscheidung IV ZR 236/57 vom 29. Januar 1958 a.a.O).
In den dortigen Sachverhalten ging es um die Warenbezeichnungen: "Ei fein" bzw. später: "Ei wie fein" für eine Margarine (BGH GRUR 1958, 86 - Ei-fein), um abgewandelte, aber im Bestandteil "Lady Rose" übereinstimmende Bezeichnungen für kosmetische Erzeugnisse (BGH GRUR 1963, 589 - Lady Rose) oder um prägende, später etwas abgeänderte Ausstattungsmerkmale von Waren (vgl. BGH GRUR 1962, 97 - Tafelwasser, GRUR 1971, 255 - Plym-Gin, GRUR 1982, 685 - Ungarische Salami II).
BGH, 02.05.1960 - GSSt 3/59
Besetzung einer großen Strafkammer - Dauer eines Geschäftsverteilungsplans
Hilfsstrafkammer - 4 StR 555/57 vom 27. März 1950 sowie 5 StR 585/53 vom 26. Januar 1954; ferner BGHZ 12, 1 [BGH 16.12.1953 - II ZR 41/53]; 20, 209, 250; 22, 142 [BGH 09.11.1956 - VI ZR 196/55]; NJW 1957, 1762; LM § 337 ZPO Nr. 3).
BGH, 30.05.1958 - V ZR 1/57
OLG Stuttgart, 10.02.1995 - 2 U 238/94
Irreführende Herkunftsvermutung eines Gerätes durch Typenschild mit deutscher …
OLG Hamburg, 18.12.2003 - 3 U 72/03
Wettbewerbswidrige Werbung eines Telefondiensteanbieters - TV-Spot mit …
BGH, 19.02.1965 - Ib ZR 45/63
Hausierhandel mit Seife aus Versehrtenbetrieb - Gefühlsbetonte Werbung - …
BGH, 20.11.1958 - VII ZR 47/58
Geschäftsführung ohne Auftrag (Versorgungsrente)
BGH, 16.09.1958 - 1 StR 42/58
Verschollenheit - § 154 StGB, keine "Zuständigkeit" zur Abnahme von Eiden, wenn …
KG, 20.11.2001 - 5 U 4282/00
Voraussetzungen einer markenrechtlich relevanten Verwechslungsgefahr
BGH, 28.04.1978 - I ZR 157/76
Unlauterer Wettbewerb durch unsachliche Beeinflussung der Käufer - Anlocken und …
OLG München, 13.07.1989 - 29 U 6324/88
Begriff der irreführenden Angabe im Sinne des Wettbewerbsrechts; Werbewirkung …
BGH, 22.12.1961 - I ZR 58/60
BGH, 17.03.1959 - I ZR 21/58
BGH, 08.11.1972 - I ZR 25/71
Herstellung und Vertrieb von Kosmetika unter der Bezeichnung "TABAC-ORIGINAL" - …
BGH, 13.02.1958 - VII ZR 108/57
OLG München, 21.12.1995 - 29 U 2411/95
Streit über die wettbewerbsrechtliche Zulässigkeit eines Fernseh-Werbespots; …
BGH, 09.10.1970 - I ZR 23/69
Anforderungen an Zusätze der Etiketten, von in Deutschland hergestellten …
BGH, 26.09.1961 - I ZR 55/60
BGH, 06.12.1957 - IV ZR 191/57
BGH, 10.03.1961 - I ZR 142/59
BGH, 07.01.1959 - 2 StR 434/58
Voraussetzungen des Inverkehrbringens eines Getränkes unter der Bezeichnung …
BGH, 12.07.1963 - Ib ZR 187/61
BGH, 27.03.1958 - 4 StR 555/57
LG München I, 28.05.2003 - 1 HKO 8245/03
BGH, 12.02.1965 - Ib ZR 54/63
Rechtskraftwirkung eines auf die konkrete Verletzungsform Bezug nehmenden …
BGH, 20.11.1962 - 5 StR 393/62
Nicht vorschriftsmäßige Besetzung des Gerichts wegen Beteiligung von …
BGH, 04.07.1961 - I ZR 92/60
BGH, 30.05.1958 - I ZR 35/57
LG Hamburg, 19.09.2012 - 315 O 170/12
BGH, 08.11.1957 - VI ZR 129/56