Source: https://www.frag-einen-anwalt.de/fahrlaessige-koerperverletzung229stgb,1(2),2-(2),49stvo-iVm24stvg--f11697.html
Timestamp: 2017-12-12 01:03:47
Document Index: 317129659

Matched Legal Cases: ['§229', '§24', '§22', '§ 153', '§ 44', '§ 153', '§ 69', '§229', '§24']

fahrlässige körperverletzung:§§229stgb,1(2),2 (2),49stvo i.V.m§24stvg
www.frag-einen-anwalt.de Verkehrsrecht fahrlässige körperverletzung:§§22...
25.03.2006 18:54 |
mit meinem pkw fuhr ich am abend (einen gewohnten weg )nachhause,die gegenfahrbahn teilt sich vor mir liegend von 2spurig auf 1 spurig, ich war in der annahme ich bin schon auf der einfädelspur zur autobahneinfahrt(noch auf der hauptstrasse fahrend). dies ist in in einer gr. kurve , sehr unübersichtlich und auch unfallträchtig)
plötzlich kam mir ein pkw entgegen, der in schnellem tempo aus der autobahnausfahrt-fädelspur kam, ich konnte trotz vollbremsung den frontalzusammenstoss nicht mehr verhindern(mein pkw stand schon als es zum aufprall kam.
mir wurde erst nach dem aufprall bewusst , das ich mich im gegenverkehr befand.
meine beifahrein(ehefrau) wurde dabei verletzt,beide airbags wurden ausgelöst)
sowie die beifahrerin des anderen pkw`s wurde verletzt(in diesem pkw wurde kein airbag ausgelöst)(auch ich erlitt einen rippenbruch, ohne mich in ärztl. behandlung zu begeben)
ich überzeugte mich sofort ob es weitere verletzte gab, dies wurde erstmal verneint, und ich war froh!
beide pkw`s sind wahrscheinlich wirtschaftl. totalschaden(leider beide pkw`s nur teilkasko).beide beifahrerinnen per feuerwehr ins krhs zur ersten hilfe,--- nä. tag nach meinem anruf beim geschädigten , zum glück nur die beifahrerin
durch schleudertrauma verletzt.
beschuldigung:ich fuhr mit meinem pkw auf die li. fahrbahnseite und stieß
mit entgegenkommenden pkw zusammen. durch mein verhalten verursachte ich einen unfall mit sachschaden und führte eine fahrlässige körperverletzung anderer verkehrsteilnehmer herbei.
BESCHULDIGTEN_ÄUßERUNG
Frage: soll ich mich schriftl. äußern? oder nur personenangabe?
meine ehefrau stellt keinen strafantrag und sagt nicht als zeugin aus(auch keine schriftl. angaben)
wie hoch wird die strafe und bußgeld? evtl. fahrverbot( habe keine vorstrafen oder sonstiges)
mit was muss ich sonst noch rechnen?
muß ich mit privatvermögen haften oder zahlt alles die haftpflichtvers?(obwohl ich schuldhaft auf der falschen fahrbahn fuhr, wenn auch unbewußt, aber dies schützt vor strafe nicht!)
ich bedanke mich im voraus für die hoffentlich schnelle antwort.
Zunächst ist es in Ihrem Fall ratsam - wegen des Umfangs der Personen - und Sachschäden - sich der Dienste eines Rechtsanwaltes zu bedienen.
Vor diesem Hintergrund ist es daher zuerst angezeigt, keine Aussage vor den Ermittlungsbehörden zu machen und sich zunächst auf die Angabe der Personalien zu beschränken.
Ohne Akteneinsicht lässt sich eine vernünftige und effektive Verteidigung nicht erreichen.
Fahrlässige Körperverletzung wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
Eine Freiheitsstrafe ist bei dem eingetretenen Personen - und Sachschaden und vor dem Hintergrund Ihres Unbestraftseins weder tat- noch schuldangemessen.
Die Verteidigung müsste darauf abzielen, das Verfahren gegen Zahlung einer Geldauflage gem. § 153 a StPO einzustellen, damit Sie auch weiterhin als unbestraft gelten.
Nach § 44 StGB kann das Gericht für die Dauer von 1 Monat bis zu drei Monaten verbieten, im Straßenverkehr Kraftfahrzeuge jeder oder einer bestimmten Art zu führen, wenn jemand wegen einer Straftat, die er bei oder im Zusammenhang mit dem Führen eines Kraftfahrzeugs oder unter Verletzung der Pflichten eines Kraftfahrzeugführers begangen hat, zu einer Freiheitsstrafe oder einer Geldstrafe verurteilt wird.
Bei einer Einstellung nach § 153 a StPO würden Sie um ein Fahrverbot herumkommen können. Insoweit ist eine effektive Verteidigung auch nur über einen Strafverteidiger zu erreichen.
Neben einem Fahrverbot kommt aber noch die Entziehung der Fahrerlaubnis nach § 69 StGB in Betracht.
Wird jemand wegen einer rechtswidrigen Tat, die er bei oder im Zusammenhang mit dem Führen eines Kfz oder unter Verletzung der Pflichten eines Kraftfahrzeugführers begangen hat, verurteilt oder nur deshalb nicht verurteilt, weil seine Schuldfähigkeit erwiesen oder nicht auszuschließen ist, so entzieht ihm das Gericht die Fahrerlaubnis, wenn sich aus der Tat ergibt, dass er zum Führen von Kraftfahrzeugen ungeeignet ist.
Ihre Haftpflichtversicherung ersetzt - aber nur dann, wenn Sie ein Verschulden trifft - ausschließlich die Schäden des Unfallgegners, niemals Ihre eigenen Schäden. Sind Sie als Kfz-Führer in einen Unfall verwickelt, ist hierfür die Kfz-Haftpflichtversicherung zuständig, bei der das von Ihnen geführte Kfz versichert ist.
Wenn Sie ganz allein an dem Unfall schuld sind, haben Sie auch selbst Ihren Schaden zu bezahlen sowie den des anderen. Von Ihrer Versicherung können Sie hier aber in Regress genommen werden und büßen Ihren Schadensfreiheitsrabatt ein.
Wenn beide den Unfall gemeinsam zu vertreten haben, haben Sie nur in dem Maße Schadensersatz zu zahlen wie der Andere den Unfall zu vertreten hat.
Insgesamt ist es in Ihrem Fall ratsam sich durch einen in Strafsachen versierten Rechtsanwalt verteidigen zu lassen.
Nachfrage vom Fragesteller	25.03.2006 | 21:01
sollte ich mit dem rechtsbeistand warten bis es zur anklage kommt oder schon vorab (also jetzt) handeln?
Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.03.2006 | 21:42
Sie sollten in jedem Falle bereits jetzt im Ermittlungsverfahren einen Anwalt mit Ihrer Verteidigung beauftragen, damit dieser Akteneinsicht nimmt und das Verfahren hinsichtlich einer Einstellung fördern kann.
Es kann bereits im Ermittlungsverfahren eine Einstellung erfolgen.
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