Source: http://armeindeutschland.blogspot.com/2016/02/erstattung-von-bewerbungskosten-nur-auf.html
Timestamp: 2019-09-16 00:35:00
Document Index: 296061603

Matched Legal Cases: ['§ 16', '§ 45', '§ 16', '§ 45', '§ 35', '§ 45', '§ 44']

Armut in Deutschland: Erstattung von Bewerbungskosten nur auf vorherigen Antrag
Erstattung von Bewerbungskosten nur auf vorherigen Antrag
Der "Witz" in den neuen Eingliederungsvereinbarungen
Lachen tu ich später, denn auch wenn ich es nicht annehme, auf derartige "Verträge" wie eine Eingliederungsvereinbarung, die man ja unterschreiben muss, denn sonst kriegt man sowieso kein Geld, kann sich das Jobcenter berufen, wenn die einem wegen einem angeblichen Verstoß dagegen wegen mangelnder Eigenbemühungen die Kohle kürzen .. und war beim ersten "Verstoß" um 30 %, beim zweiten um 60 % usw. bis hin zu ganz weg ... was durchaus möglich ist, hat der Nachbar unter uns ja am eigenen Leib so erlebt trotz Familie und Kind im Haus.
Also ich verlinke Euch mal zum Nachlesen, damit Ihr seht, da steht nichts Konkretes über die Erstattung von Bewerbungskoste drin, § 16 SGB II V.m. § 45 SGB III.
Bezieht sich übrigens auf irgendwelche Maßnahmen .. wir sind in keiner .. oder vielleicht gilt die Tatsache, dass wir einer Fallmanagerin zugeordnet sind, ja bereits als Maßnahme .. kann wiederum nicht sein, weil Maßnahmen laut diesem Paragraphen eigentlich so normal 6 Wochen nicht überschreiten dürfen .. könnt Ihr im Link darüber nachlesen.
Jedenfalls .. in Jürgens Eingliederungsvereinbarung steht noch drin, dass das Jobcenter ihm Vermittlungsvorschläge macht, sofern sie was haben sollten und er sich spätestens am dritten Tag dann darauf wie gefordert bewerben muss.
Bei mir .. bin ja nun über 60 .. steht das übrigens nicht mehr drin .. sie verpflichten sich also nicht mehr, mir überhaupt noch Vermittlungsvorschläge zu machen, sofern überhaupt noch was vorliegt.
Klar sollten wir Eigenbemühungen zeigen.
Generell setzt dabei das Jobcenter schon lange voraus, dass man Telefon und das auch bezahlt hat .. was ja nicht selbstverständlich ist .. nen Computer und Drucker mit Druckpatrone drin, denn sonst könnte man sich ja nicht schriftlich bewerben, der auch funktioniert .. was sie natürlich nicht bezahlen oder einen dabei unterstützen, solche Geräte zu ersetzen .. im Jobcenter selbst gibt es aber nichts, was man kostenlos nutzen könnte, also da hin gehen und sich von dort aus bewerben.
Nun steht neuerdings auch noch drin, dass man sogar das Geld für schriftliche Bewerbungen nur erstattet bekommt, wenn man ... und jetzt haltet Euch fest ... vorher einen Antrag stellt, dass es auch erstattet wird.
Das gleiche gilt auch für Vorstellungsgespräche, wo man das Geld auch nur wieder kriegt, wenn man vorher einen Antrag stellt, dass die Kosten auch erstattet werden.
Also wenn man sich in der heutigen Zeit so verhält, kriegt man garantiert keinen Job, denn kein Arbeitgeber wartet normalerweise so lange .. der stellt dann doch garantiert jemand anders ein.
Mag sein, dass sie im öffentlichen Dienst noch so langsam sind ... aber nicht jeder Mensch hat doch nen Job im öffentlichen Dienst.
Über die Höhe der Kosten, die man z. B. für eine schriftliche Bewerbung wieder kriegt, steht nichts dabei .. in Jürgens und meiner neuen Eingliederungsvereinbarung nur was von maximal 260 Euro im Jahr für schriftliche Bewerbungen .. wie viel pro Bewerbung, wird nicht gesagt, aber sowas kann mit Fotos und so weiter ja richtig teuer werden.
Man soll aber zusätzlich auch noch Kopien von allem anfertigen, die man dann immer vorlegen kann .. also drucken, drucken, drucken.
Dieser Paragraph bezieht sich im Prinzip sowieso nur auf Arbeitslose .. sind wir ja nicht, erwähnt Aufstocker nur am Rande, die man ja "fördern" könne, aber nicht müsse.
Sanktionieren können sie uns aber, und wie sie das können.
Tja liebe Frau Merkel und Co ... wie sagten Sie mal so schön, die Deutschen haben ein freundliches Gesicht .. jedenfalls gegenüber den Flüchtlingen.
Die gehören aber auch zu den Menschen, die mit solchen Gesetzen konfrontiert werden, sobald sie hier sind.
Dieser Staat hat alles andere als ein freundliches Gesicht, denn dieser Staat ist nur eins:
Ein Land, das die Sklaverei über die Hintertür von Hartz IV wieder eingeführt hat, nur dass heute die Menschen nicht mehr mit der Peitsche tot geschlagen werden, das geht auch anders, wie man sieht.
https://www.arbeitsagentur.de/web/wcm/idc/groups/public/documents/webdatei/mdaw/mtay/~edisp/l6019022dstbai410209.pdf
Dann steht auf Seite 6, man findet da im Internet immer die aktuelle Fassung .. ich gehe in den Link da mal rein.
Da sie was von § 16, Absatz 1 schreiben, mal sehen, was da drin steht:
Liebt Ihr auch Amtsdeutsch? .... Ist sicherlich extra so formuliert, damit es normale Menschen nicht verstehen können .. sollen wir ja auch nicht, denn sonst könnte man uns ja nicht unvermittelt eins reinwürgen.
§ 45 SGB III hat nicht das Geringste mit
Kostenerstattung für Bewerbungskosten, sondern nur was mit irgendwelchen Maßnahmen zu tun.
Früher war das mal § 35 SGB III ... ich schau mal nach, was da drin stand oder steht .. bin echt gespannt .. aber wie gesagt, es steht da so nicht drin, sondern bezieht sich auf § 45 SGB III.
http://dejure.org/gesetze/SGB_III/35.html
Von Kostenerstattung für Bewerbungskosten steht da auch nichts drin .. aber ich kopier das trotzdem mal.
ir doch gar nicht sind .. sowas steht aber in unserer Eingliederungsvereinbarung. Ich kopiere das mal hier rein, damit Ihr das seht:
https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__45.html
So ... in unserer Eingliederungsvereinbarung steht es so nicht drin, aber es gibt sehr wohl ein Recht auf Erstattung von Bewerbungskosten ... hab das jetzt mal so gefunden .. verlinke es also auch mal.
https://de.wikipedia.org/wiki/Bewerbungskosten
Dann schauen wir doch mal § 44 an.
http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__44.html
Welchen Schluss sollte man daraus ziehen:
Bevor man ne schriftliche Bewerbung raus schickt, erstmal nach Erstattung der Kosten fragen, bevor man Geld ausgibt, um sich irgendwo vorzustellen ebenfalls .. wenn das zu lange dauert und der Job dann weg ist .. tja, ist nicht unsere Schuld, sondern die des Jobcenters, die solche Regelungen in ihrer Eingliederungsvereinbarung festlegt.
E-mail-Bewerbungen oder Telefonanrufe vom Festnetz mit Flat okay .. zum Handy, da man nichts wieder kriegt .. nö ... und für Stellen auf dem 1. Arbeitsmarkt .. also welche, die auch versicherungspfllichtig wären, was heißt, anständig bezahlte.
Auf alles andere müssen wir uns laut dieser Eingliederungsvereinbarung sowieso nicht bewerben, auch wenn einem das immer mündlich gesagt wird, denn die Kosten dafür werden ja gar nicht erstattet und ansonsten auch nur, wenn man vorher fragt, ob man sich auch bewerben darf.
Von mir aus .... ich bin selbständig und würde es auch gerne bleiben .. und das fördern sie sowieso nicht, weil ja anzunehmen ist, dass wir Aufstocker bleiben .. es in ihren Augen deswegen nicht förderungsfähig ist.
Okay okay .... haben wir nicht tolle Gesetze ????