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Timestamp: 2017-10-24 11:32:06
Document Index: 244161771

Matched Legal Cases: ['§ 79', '§ 301', '§ 69', '§ 79', '§ 69', '§ 79']

BVERWG - 18.05.2004, BVerwG 6 P 13.03 - JuraForum.de
BVERWG – Aktenzeichen: BVerwG 6 P 13.03
Beschluss vom 18.05.2004
Leitsatz: 1. Die Anfang 2001 getroffene Anordnung des Leiters eines Klinikums, durch welche den ärztlichen Mitarbeitern die Dokumentation und Verschlüsselung von Diagnosen und Prozeduren nach den neuen Verschlüsselungskatalogen und -richtlinien auferlegt wurde, ist eine Maßnahme zur Hebung der Arbeitsleistung im Sinne von § 79 Abs. 1 Satz 1 Nr. 9 Alternative 1 BaWüPersVG.
2. Das Mitbestimmungsrecht ist nicht mit Blick auf § 301 SGB V und Nr. 3 SR 2 c BAT aufgrund des Gesetzes- und Tarifvorrangs ausgeschlossen.
3. Die Mitbestimmung des Personalrats bei Maßnahmen zur Hebung der Arbeitsleistung ist nur eingeschränkt in der Weise verfassungsrechtlich zulässig, dass auf der letzten Stufe die Entscheidung der Einigungsstelle nur den Charakter einer Empfehlung an die zuständige Dienstbehörde hat.
4. Das Modell der eingeschränkten Mitbestimmung nach § 69 Abs. 4 Sätze 3 und 4 BaWüPersVG ist auf die Mitbestimmung bei Maßnahmen zur Hebung der Arbeitsleistung nach § 79 Abs. 1 Satz 1 Nr. 9 Alternative 1 BaWüPersVG entsprechend anzuwenden.
Rechtsgebiete: BaWüPersVG, BAT
Vorschriften: § 69 Abs. 4 BaWüPersVG, § 79 Abs. 1 Satz 1 Nr. 9 BaWüPersVG, § BAT SR 2 c
Stichworte: Mitbestimmung bei Maßnahmen zur Hebung der Arbeitsleistung, Dokumentation und Verschlüsselung von Diagnosen und Prozeduren durch Krankenhausärzte, Gesetzes- und Tarifvorrang, demokratisches Prinzip, entsprechende Anwendung des Modells der eingeschränkten Mitbestimmung
Verfahrensgang: VG Stuttgart VG PL 21 K 25/01 vom 28.01.2002
VGH Mannheim VGH PL 15 S 643/02 vom 11.03.2003
76 - Zwe_i =
BVERWG – Beschluss, BVerwG 6 B 25.04 vom 13.05.2004
Wird eine schriftliche Prüfungsleistung durch zwei Prüfer bewertet und weichen die Bewertungen um nicht mehr als drei Punkte voneinander ab, so bestehen keine rechtlichen Bedenken dagegen, dass der Punktwert dadurch gebildet wird, dass die von den Prüfern gegebenen Punktzahlen zusammengezählt werden und die Summe durch zwei geteilt wird. Das gilt auch dann, wenn die Mittelwertbildung dazu führt, dass die schriftliche Prüfung nicht bestanden ist, weil mehr als die Hälfte Aufsichtsarbeiten geringer als mit 4,00 Punkten bewertet worden sind.
BVERWG – Urteil, BVerwG 3 C 26.03 vom 13.05.2004
Dem Friedhofsträger ist nicht verboten, Vorschriften über die Grabgestaltung zu erlassen, die durch die allgemeinen Friedhofszwecke nicht gefordert, aber mit ihnen vereinbar sind, sofern sie durch einen legitimen Zweck gedeckt sind und die Rechte der Friedhofsbenutzer nicht in einem Maße beschränken, das außer Verhältnis zu Gewicht und Bedeutung des verfolgten Zweckes steht.
Lehnt ein Friedhofsbenutzer unter Berufung auf seine Glaubensüberzeugung die Bestattung seiner Angehörigen auf einem nahe gelegenen kommunalen Friedhof ab und verlangt er die Bestattung auf einem konfessionellen Friedhof, so ist ihm zuzumuten, sich in diejenigen Regelungen zu fügen, die dort als Ausfluss der gemeinsamen Glaubensüberzeugung getroffen sind.
BVERWG – Urteil, BVerwG 3 C 2.04 vom 13.05.2004
BVERWG - 18.05.2004, BVerwG 6 P 13.03 © JuraForum.de — 2003-2017