Source: https://www.haufe.de/personal/haufe-personal-office-platin/befristeter-arbeitsvertrag-abschluss_idesk_PI42323_HI3528049.html
Timestamp: 2020-02-19 03:17:24
Document Index: 372832106

Matched Legal Cases: ['§ 620', '§ 15', '§ 15', '§ 1', '§ 14', '§ 14']

Befristeter Arbeitsvertrag: Abschluss | Haufe Personal Office Platin | Personal | Haufe
1 Zulässige Dauer der Befristung
Soll ein Arbeitsvertrag befristet werden, muss dies ausdrücklich und klar vereinbart werden.
Darüber hinaus empfiehlt sich die Aufnahme einiger spezieller Vertragsklauseln zur Regelung der aus der Befristungsabrede erwachsenden Besonderheiten, z. B. hinsichtlich der Beendigung des befristeten Arbeitsverhältnisses durch Kündigung usw. Im Hinblick darauf, dass bei befristet abgeschlossenen Verträgen das Recht zur ordentlichen Kündigung während der Vertragslaufzeit für beide Parteien ausgeschlossen ist (vgl. § 620 BGB, § 15 Abs. 3 TzBfG; Ausnahme: § 15 Abs. 4 TzBfG), sollte – sofern dies vom Arbeitgeber gewünscht und vom Arbeitnehmer akzeptiert wird – das Recht zur ordentlichen Kündigung ausdrücklich vereinbart und in den Vertragstext aufgenommen werden. Zu beachten ist jedoch, dass auch bei einer solchen Vereinbarung nach 6-monatigem Bestehen des befristeten (und ausnahmsweise ordentlich kündbaren) Arbeitsverhältnisses die Wartezeit gemäß § 1 Abs. 1 KSchG erfüllt wird und damit der allgemeine Kündigungsschutz eingreift. Die ordentliche Kündigung des Arbeitgebers bedarf dann der sozialen Rechtfertigung nach den allgemeinen Regeln.
2.1 Schriftformerfordernis (§ 14 Abs. 4 TzBfG)
Gemäß § 14 Abs. 4 TzBfG bedarf die Befristung eines Arbeitsvertrags der Schriftform. Damit gilt für Befristungsabreden ein formelles gesetzliches Schriftformerfordernis. Wie das BAG klargestellt hat, wird dieses Schriftformerfordernis nicht allein durch die Unterzeichnung der vom Arbeitnehmer bereits unterschriebenen Vertragsurkunde vor Vertragsbeginn gewahrt. Da es sich bei der Befristungsabrede um eine Vereinbarung handelt, die den Zugang wechselseitig gleichlautender Willenserklärungen verlangt, muss dem Arbeitnehmer die auch vom Arbeitgeber unterzeichnete Vertragsurkunde vor der Aufnahme der Tätigkeit zugehen. Wird der befristete Arbeitsvertrag von einem Vert...