Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=zfs%202008,%20264
Timestamp: 2019-03-19 09:11:07
Document Index: 383669386

Matched Legal Cases: ['§ 253', '§ 823', '§ 286', '§ 287', '§ 288', '§ 7', '§ 17', '§ 3', '§ 286', 'BGH']

OLG Frankfurt, 28.02.2008 - 4 U 238/06 - dejure.org
§ 253 BGB; § 823 Abs 1 BGB; § 286 ZPO; § 287 ZPO; § 288 ZPO; § 7 StVG; § 17 StVG; § 3 Abs 1 KfzPflVG
Schadenersatz bei Kfz-Unfall: Nachweis einer HWS-Verletzung durch Auffahrunfall mit geringer kollisionsbedingter Geschwindigkeitsänderung; Schmerzensgeld bei 7-monatiger Heilbehandlung
Verkehrsunfall; Gesundheitsschaden; Verletzung; Kausalität; Schmerzensgeld; HWS-Distrosion; HWS-Schleudertrauma; Schleudertrauma; Geschwindigkeit; Beweis; Beweiskraft; Attest
Verkehrsunfall - später Eintritt eines HWS-Syndrom
Geltenmachung eines Anspruchs auf Schadensersatz und Schmerzensgeld aus einem Verkehrsunfall; Ausschluss eines Halswirbelsäule-Schleudertraumas (HWS) bei einer Geschwindigkeitsänderung von weniger als zehn km/h; Beweiskraft eines Attests
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des OLG Frankfurt vom 28.2.2008, Az.: 4 U 238/06 (Nachweis eines HWS-Syndroms nach Auffahrunfall)" von RiLOG Heinz Diehl, original erschienen in: ZfS 2008, 266 - 267.
LG Frankfurt/Main, 12.10.2006 - 7 O 53/05
zfs 2008, 264
Bei den Diagnosen der behandelnden Ärzte handelt es sich nämlich meist um eine sog. Verdachtsdiagnose (vgl. OLG Frankfurt a. M. zfs 2008, 264, 265).
Bei den Diagnosen der behandelnden Ärzte handelt es sich meist um eine sog. Verdachtsdiagnose (OLG Frankfurt a. M. zfs 2008, 264 [265]; Auer/Krumbholz NZV 2007, 273 [274]; Staab VersR 2003, 1216 [1219 unter 3 a]; Eschelbach/Geipel NZV 2010, 481 [483 unter III]).
Leitsatz, Kurzwiedergabe]; OLG Frankfurt a. M. zfs 2008, 264; OLG Celle SP 2010, 284; LG Wuppertal VersR 2005, 1098).
Bei den Diagnosen der behandelnden Ärzte handelt es sich meist um eine sog. Verdachtsdiagnose (OLG Frankfurt a. M. zfs 2008, 264 [265]).
Die nach § 286 ZPO erforderliche Überzeugung des Richters erfordert indes keine absolute oder unumstößliche Gewissheit und auch keine "an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit", sondern nur einen für das praktische Leben brauchbaren Grad von Gewissheit, der Zweifeln Schweigen gebietet (st. Rspr. des BGH, vgl. NJW 2003, 1116 m.w.N.; OLG Frankfurt, ZfS 2008, 264; KG, Urteil vom 4.6.2007, zitiert nach juris; Schaden-Praxis 2007, 355; Urteil der Kammer vom 4.1.2008, 13A S 31/07).
Zwar kann ein ärztliches Attest, das lediglich die Darstellung des Betroffenen wiedergibt oder in der Sache nicht über eine Verdachtsprognose hinausgeht, somit keine eigenen Feststellungen trifft, allein nicht die Überzeugung einer primären Verletzung der Halswirbelsäule rechtfertigen (OLG Frankfurt, ZfS 2008, 264; OLG Hamm VersR 2002, 992; Urteil der Kammer vom 4.1.2008, 13A S 31/07;… Geigel/Knerr, Der Haftpflichtprozess, 25. Aufl., Kap. 37 Rdn. 36 m.w.N.).