Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F18-05-2012-2D_31-2012
Timestamp: 2016-10-27 22:50:20
Document Index: 159023164

Matched Legal Cases: ['Art. 62', 'Art. 61', 'Art. 83', 'Art. 115', 'BGE', 'Art. 116', 'BGE', 'Art. 108', 'Art. 108', 'Art. 64', 'Art. 65', 'Art. 66']

X.________, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Paul Hollenstein,
Departement f�r Justiz und Sicherheit des Kantons Glarus, Postgasse 29, 8750 Glarus.
Verfassungsbeschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Glarus, I. Kammer, vom 28. M�rz 2012.
Am 28. Mai 2003 reiste X.________ in die Schweiz ein und heiratete gleichentags eine Schweizer B�rgerin, worauf er eine Aufenthaltsbewilligung f�r den Kanton Schwyz erhielt. Die Ehe wurde am 11. September 2007 geschieden. In der Folge widerrief die Ausl�nderrechtsbeh�rde des Kantons Schwyz die Aufenthaltsbewilligung; der Entscheid erwuchs in Rechtskraft. X.________ konnte indessen weitere Aufenthaltsbewilligungen erh�ltlich machen. 2010 erhielt er von den Glarner Beh�rden mit Zustimmung des Bundesamtes f�r Migration eine bis 20. Juni 2015 g�ltige Arbeitsbewilligung; auf dem Hintergrund dieses arbeitsmarktlichen Vorentscheids erteile ihm der Kanton Glarus am 21. Mai 2010 eine bis 21. Juni 2011 befristete Aufenthaltsbewilligung.
Am 29. Oktober 2010 ersuchte X.________ bei der Fachstelle Migration des Kantons Glarus um Nachzug f�r seine Tochter Y.________ und deren Mutter, die er am 12. M�rz 2009 nun noch zivilrechtlich geheiratet hatte. Die Fachbeh�rde schloss aus den gesamten Umst�nden, dass schon die seinerzeitige, auf die Ehe mit einer Schweizerin gest�tzte Bewilligung im Kanton Schwyz bzw. deren Verl�ngerung erschlichen worden war; nur auf dieser Grundlage und durch Verschweigen von wesentlichen Tatsachen sei X.________ auch nach der Scheidung zu einer Bewilligung im Kanton Glarus gekommen. Mit Verf�gung vom 18. M�rz 2011 widerrief sie daher die Aufenthaltsbewilligung gest�tzt auf Art. 62 lit. a AuG. Die gegen diese Verf�gung erhobene Beschwerde an das Departement f�r Sicherheit und Justiz des Kantons Glarus blieb erfolglos (Entscheid vom 13. September 2011). Am 28. M�rz 2012 wies das Verwaltungsgericht des Kantons Glarus die gegen den Entscheid des Departements erhobene Beschwerde ab.
Mit subsidi�rer Verfassungsbeschwerde vom 14. Mai 2012 beantragt X.________ dem Bundesgericht, der Entscheid des Verwaltungsgerichts sei aufzuheben.
2.1 Ausgangspunkt des vorliegenden Verfahrens bildet die Verf�gung der Fachstelle Migration des Kantons Glarus vom 18. M�rz 2011, womit die Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdef�hrers widerrufen worden ist. Diese war bis 21. Juni 2011 befristet und ist seit diesem Datum erloschen (Art. 61 Abs. 1 lit. c AuG). Insofern ist das Verfahren gegenstandslos. Bereits der Entscheid des Departements f�r Sicherheit und Justiz vom 13. September 2011 und mithin der Entscheid der Vorinstanz erweist sich im Ergebnis als solcher �ber die Nichtverl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung: Erachtet die Beh�rde den Widerruf einer Bewilligung als gerechtfertigt, sch�tzte sie erst recht eine Bewilligungsverweigerung. Wie der Beschwerdef�hrer selber einr�umt, steht ihm kein Rechtsanspruch auf Bewilligungserteilung bzw. -verl�ngerung zu. Damit ist die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten unzul�ssig (vgl. Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG) und bloss die subsidi�re Verfassungsbeschwerde gegeben. Zu diesem Rechtsmittel ist berechtigt, wer ein rechtlich gesch�tztes Interesse an der Aufhebung oder �nderung des angefochtenen Entscheids hat (Art. 115 lit. b BGG). Fehlt es an einem Rechtsanspruch auf eine ausl�nderrechtliche Bewilligung, ist der Ausl�nder, dem eine solche verweigert wird, nicht in rechtlich gesch�tzten Interessen betroffen, und er ist zur Verfassungsbeschwerde in der Sache selbst (materielle Bewilligungsfrage) nicht legitimiert; insbesondere ist er mit der Willk�rbeschwerde nicht zu h�ren (grundlegend BGE 133 I 185). Kein mit Verfassungsbeschwerde anrufbares verfassungsm�ssiges Recht (vgl. Art. 116 BGG) ist das in der Beschwerde erw�hnte Verh�ltnism�ssigkeitsgebot (BGE 134 I 153 E. 4.1 S. 156 f.).
Die Verfassungsbeschwerde erweist sich als offensichtlich unzul�ssig (Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG), und es ist darauf mit Entscheid des Einzelrichters im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.
2.2 Sollte mit dem Antrag, die Kosten seien auf die Gerichtskasse zu nehmen, um unentgeltliche Rechtspflege ersucht werden, w�re dem Begehren wegen Aussichtslosigkeit der Beschwerde und mangels Nachweises oder auch nur Geltendmachung der Bed�rftigkeit nicht zu entsprechen (Art. 64 BGG).
Die Gerichtskosten (Art. 65 BGG) werden dem Beschwerdef�hrer auferlegt (Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG).