Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%202000,%203286
Timestamp: 2019-05-20 10:16:50
Document Index: 214811733

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 253', '§ 286', '§ 253', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 522', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 236', 'BGH', 'BGH', '§ 234', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 518', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: NJW 2000, 3286 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 18.05.2000
BGH, 04.07.2000 - VI ZR 236/99
https://dejure.org/2000,466
BGH, 04.07.2000 - VI ZR 236/99 (https://dejure.org/2000,466)
BGH, Entscheidung vom 04.07.2000 - VI ZR 236/99 (https://dejure.org/2000,466)
BGH, Entscheidung vom 04. Juli 2000 - VI ZR 236/99 (https://dejure.org/2000,466)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2000,466) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
ZPO § 253; § 286 E
Parteivorbringen - Parteivortrag - Substantiierung - Klagebegründung
ZPO §§ 253, 286
NJW 2000, 3286
MDR 2000, 1392
VersR 2000, 1520
Die Angabe näherer Einzelheiten ist grundsätzlich nur dann erforderlich, wenn diese für die Rechtsfolgen von Bedeutung sind; dabei hängt es vom Einzelfall ab, in welchem Maße die Partei ihr Vorbringen durch die Darlegung konkreter Einzeltatsachen noch weiter substantiieren muss (vgl. BGH, Urt. v. 4. Juli 2000 - VI ZR 236/99 -, juris Rn. 8).
BGH, 23.06.2006 - V ZR 147/05
Begriff des Mangels an Urteilsvermögen
Ein Sachvortrag ist nur erheblich, wenn die Tatsachen vorgetragen werden, die in Verbindung mit einem Rechtssatz geeignet und erforderlich sind, das geltend gemachte Recht als entstanden erscheinen zu lassen (vgl. BGH, Urt. v. 4. Juli 2000, VI ZR 236/99, NJW 2000, 3286, 3287 m.w.N.).
Ihr Fehlen berechtigt den Tatrichter deshalb nicht, von einer Beweiserhebung abzusehen; sofern ihm die Einzelheiten für die Beurteilung der Zuverlässigkeit der Bekundung erforderlich erscheinen, kann er die Zeugen bei der Beweisaufnahme hiernach fragen (…vgl. BGH, Urt. v. 12. Juli 1984, VII ZR 123/83, NJW 1984, 2888, 2889;… Urt. v. 29. September 1992, X ZR 84/90, NJW-RR 1993, 189, 190;… Urt. v. 21. Januar 1999, VII ZR 398/97, NJW 1999, 1859, 1860; Urt. v. 4. Juli 2000, VI ZR 236/99, NJW 2000, 3286, 3287).
Die Angabe näherer Einzelheiten ist grundsätzlich nur dann erforderlich, wenn diese für die Rechtsfolgen von Bedeutung sind; dabei hängt es vom Einzelfall, insbesondere der Einlassung des Gegners und dem, was der Partei an näheren Angaben möglich und zumutbar ist, ab, in welchem Maße die Partei ihr Vorbringen durch die Darlegung konkreter Einzeltatsachen noch weiter substantiieren muß (st. Rspr.;… vgl. BGH, Urt. v. 12.7.1984 - VII ZR 123/83, MDR 1985, 315;… Urt. v. 23.4.1991 - X ZR 77/89, NJW 1991, 2707, 2709;… Urt. v. 13.7.1998 - II ZR 131/97, NJW-RR 1998, 1409; Urt. v. 4.7.2000 - VI ZR 236/99, NJW 2000, 3286, 3287;… Urt. v. 8.5.2002 - I ZR 28/00, WRP 2002, 1077, 1081 - Vergleichsverhandlungen).
BGH, 17.07.2003 - IX ZR 250/02
Anforderungen an die Darlegung der Mandatserteilung im Vergütungsprozeß des …
Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs bedarf der Sachvortrag einer Partei im Rahmen des Beibringungsgrundsatzes dann der Ergänzung, wenn infolge der Einlassung des Gegners die Darstellung unklar wird und nicht mehr den Schluß auf die Entstehung des geltend gemachten Rechtes zuläßt (…grundlegend BGH, Urt. v. 16. Mai 1962 - VIII ZR 79/61, NJW 1962, 1354 = JZ 1963, 32, 33 m. Anm. Scheuerle; vgl. aus jüngerer Zeit außerdem BGH, Urt. v. 4. Juli 2000 - VI ZR 236/99, NJW 2000, 3286, 3287 unter 11, 1. m.w.N. und das vom Berufungsgericht zitierte Senatsurteil vom 29. März 2001 - IX ZR 20/00, WM 2001, 1517, 1518).
BGH, 25.06.2008 - II ZR 133/07
Zum aktienrechtlichen Wettbewerbsverbot eines herrschenden Aktionärs
Hinsichtlich der Anforderungen an die Substantiierungspflicht entspricht es gesicherter höchstrichterlicher Rechtsprechung, dass es vom Einzelfall abhängt, in welchem Maße die Partei ihr Vorbringen durch die Darlegung konkreter Einzeltatsachen (weiter) substantiieren muss (vgl. nur BGH, Urt. v. 4. Juli 2000 - VI ZR 236/99, NJW 2000, 3286 f.); ein solcher Fall weitergehender Substantiierungspflicht liegt insbesondere dann vor, wenn - wie hier - der Gegenvortrag dazu Anlass bietet.
BGH, 19.05.2011 - VII ZR 24/08
Bauvertrag: Haftung des Auftragnehmers bei unterlassener Aufklärung des …
a) Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs genügt eine Partei ihrer Darlegungslast, wenn sie Tatsachen vorträgt, die in Verbindung mit einem Rechtssatz geeignet sind, das geltend gemachte Recht als in ihrer Person entstanden erscheinen zu lassen (BGH, Urteil vom 4. Juli 2000 - VI ZR 236/99, NJW 2000, 3286, 3287; Urteil vom 21. Januar 1999 - VII ZR 398/97, BauR 1999, 648 = ZfBR 1999, 194; Urteil vom 29. September 1992 - X ZR 84/90, NJW-RR 1993, 189; Urteil vom 12. Juli 1984 - VII ZR 123/83, BauR 1984, 667 = ZfBR 1984, 289).
Die Angabe von Einzelheiten zu dem Ablauf bestimmter Ereignisse ist grundsätzlich nicht erforderlich, wenn diese für die Rechtsfolgen ohne Bedeutung sind (BGH, Urteile vom 4. Juli 2000 - VI ZR 236/99; vom 21. Januar 1999 - VII ZR 398/97 …und vom 12. Juli 1984 - VII ZR 123/83, jeweils aaO).
Vielmehr genügt eine Prozeßpartei ihrer Darlegungslast grundsätzlich bereits dadurch, daß sie diejenigen Umstände vorträgt, aus denen sich die gesetzlichen Voraussetzungen der begehrten Rechtsfolge ergeben (st. Rspr.;… vgl. BGH, Urt. v. 23.4.1991 - X ZR 77/89, NJW 1991, 2707, 2709;… Urt. v. 13.7.1998 - II ZR 131/97, NJW-RR 1998, 1409;… Urt. v. 11.4.2000 - X ZR 19/98, NJW 2000, 2812, 2813; Urt. v. 4.7.2000 - VI ZR 236/99, NJW 2000, 3286, 3287 m.w.N.).
BGH, 29.05.2001 - VI ZR 114/00
Das Berufungsgericht hat insoweit überzogene Anforderungen an die Substantiierungspflicht gestellt; dem Tatrichter bleibt es in einem solchen Fall unbenommen, bei der Beweisaufnahme die Zeugen nach allen Einzelheiten zu befragen, die ihm für die Beurteilung der Zuverlässigkeit der Bekundung erforderlich erscheinen (vgl. Senatsurteil vom 4. Juli 2000 - VI ZR 236/99 - VersR 2000, 1520, 1521 m.w.N.).
BGH, 30.09.2003 - XI ZR 232/02
Mitverschulden des Kontoinhabers bei Schadensersatzansprüchen gegen die Bank …
aa) Sachvortrag ist erheblich, wenn Tatsachen vorgetragen werden, die in Verbindung mit einem Rechtssatz geeignet und erforderlich sind, den geltend gemachten Anspruch zu begründen (BGH, Urteil vom 4. Juli 2000 - VI ZR 236/99, NJW 2000, 3286, 3287, m.w.Nachw.).
OLG Düsseldorf, 19.06.2018 - 1 U 164/17
Darlegungs- und Beweislast hinsichtlich des Eigentums an einem unfallgeschädigten …
Dabei dürfen die Anforderungen an die Substantiierung unter Beweis gestellten Vorbringens nicht überdehnt werden, so dass die Angabe von Einzelheiten zu dem Zeitpunkt und dem Ablauf bestimmter Ereignisse nicht erforderlich ist, wenn diese für die Rechtsfolgen ohne Bedeutung sind (BGH, Beschluss vom 12.06.2008, V ZR 223/07, BauR 2008, 1498; BGH, 2. April 2007, II ZR 325/05, NJW-RR 2007, 1483; BGH, 1. Juni 2005, XII ZR 275/02, NJW 2005, 2710 und BGH, 4. Juli 2000, VI ZR 236/99, NJW 2000, 3286).
BVerfG, 07.09.2011 - 1 BvR 1460/10
Umstrukturierung einer AG auf Initiative einer die Aktienmehrheit haltenden …
Gehörsverletzung durch das Berufungsgericht bei unterlassener Kenntnisnahme und …
BGH, 21.11.2007 - IV ZR 129/05
Umfang des rechtlichen Gehörs im Zivilverfahren; Zurückweisung eines …
BGH, 15.05.2003 - III ZR 7/02
Drittwirkung von Amtspflichten
LG Bielefeld, 09.10.2009 - 21 S 27/09
Schätzung des Mietwagennormaltarifs durch Schwacke-Liste und Fraunhofer-Studie
LAG Baden-Württemberg, 18.10.2006 - 13 Sa 69/05
Wettbewerbsverbot: Schadensersatzanspruch wegen Konkurrenztätigkeit eines …
BGH, 18.03.2014 - VI ZR 128/13
Gehörsverletzung wegen Ablehnung eines Beweisantrags; Schadensersatz wegen …
OLG Frankfurt, 11.03.2004 - 26 U 28/98
Schadenersatzansprüche der Hinterbliebenen bei tödlichem Bahnunfall einer …
BGH, 25.06.2008 - II ZR 141/07
OLG Düsseldorf, 09.06.2008 - 24 U 159/07
Darlegungslast des Mieters hinsichtlich von ihm gezahlter Betriebskosten; …
OLG Düsseldorf, 07.05.2004 - 10 U 48/03
Rückzahlungsanspruch des Leasingnehmers bei gewerblichem Leasing
BGH, 25.06.2008 - II ZR 140/07
BGH, 28.09.2006 - IX ZR 274/03
Anforderungen an die Substantiierung bei Behauptung der Mithaftübernahme für ein …
LAG Baden-Württemberg, 22.02.2006 - 13 Sa 42/05
Korrigierende Rückgruppierung: Leiter einer Reprographieabteilung; im Einzelfall …
BAG, 19.11.2002 - 3 AZR 406/01
Ausfüllung einer Blankettzusage - gerichtliche Überprüfung
OLG Frankfurt, 30.06.2010 - 19 U 230/09
Zurückweisung nach § 522 Abs. 2 ZPO
OLG Celle, 24.06.2004 - 14 U 216/03
Anforderungen an die Substantiierung des Vortrags bezüglich der Kausalität eines …
BGH, 18.10.2000 - VIII ZR 14/00
Gewährleistungsansprüche bei gelieferten Mindermengen; Anforderungen an die …
KG, 24.10.2002 - 12 U 50/01
OLG Düsseldorf, 20.02.2006 - 24 U 3/05
Anwaltsregress wegen verlorener Lohnansprüche bei streitiger Arbeitsfähigkeit …
OLG Köln, 18.01.2002 - 16 Wx 187/01
Wohnungsrecht: Spannungsverhältnis von Darlegungslast und Amtsermittlungspflicht
OLG Köln, 08.06.2006 - 8 U 87/05
Anspruch auf Schadenersatz wegen der Verletzung einer Vermögensbetreuungspflicht; …
KG, 24.06.2003 - 7 U 165/02
Haftung des Rechtsanwalts: Erstattung von Zahlungen des Mandanten auf …
ArbG Düsseldorf, 18.11.2010 - 6 Ca 4830/10
Verfahren im Zusammenhang mit dem Betriebshof der Stadt Langenfeld
OLG Brandenburg, 28.11.2006 - 3 U 89/06
Pachtvertrag: Anspruch auf Pachtzins bzw. Nutzungsentschädigung wegen …
LG Hagen, 14.10.2013 - 4 O 163/13
Nachweis der Eigentümerstellung an einem beschädigten Pkw durch vorgelegte …
AG Frankfurt/Main, 29.06.2012 - 31 C 297/12
BGH, 18.05.2000 - VII ZB 25/99
https://dejure.org/2000,1515
BGH, 18.05.2000 - VII ZB 25/99 (https://dejure.org/2000,1515)
BGH, Entscheidung vom 18.05.2000 - VII ZB 25/99 (https://dejure.org/2000,1515)
BGH, Entscheidung vom 18. Mai 2000 - VII ZB 25/99 (https://dejure.org/2000,1515)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2000,1515) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Berufung - Form - Unterschrift - Wiedereinsetzung - Urteil - Anfechtung
ZPO § 236 Abs. 2 S. 2
Berufung ohne Unterschrift: Wiedereinsetzung?
MDR 2000, 1092
BB 2000, 1701 (Ls.)
BauR 2000, 1525
ZfBR 2000, 435 (Ls.)
ZfBR 2000, 537
Sorgfaltspflichten des Rechtsanwalts bei Wiedereinsetzung wegen Fristversäumung …
Es macht für die Frage der Wiedereinsetzung in den vorigen Stand keinen Unterschied, ob die Partei ohne ihr Verschulden verhindert war, die Berufungsfrist überhaupt oder in wirksamer Weise einzuhalten (BGH, Beschluß vom 18. Mai 2000 - VII ZB 25/99 = NJW 2000, 3286 m.w.N.).
Es würde eine überflüssige Förmelei bedeuten, eine Prozeßhandlung nachzuholen, wenn der hierauf bezogene Schriftsatz dem Gericht bereits vorliegt (BGH, Beschluß vom 18. Mai 2000 aaO mit zahlreichen weiteren Nachweisen).
Die versäumte Prozesshandlung, die formgerecht innerhalb der Frist des § 234 Abs. 1 ZPO nachgeholt werden muss, kann dem Antrag auf Wiedereinsetzung - wie vorliegend - bereits vorangegangen sein (BGH, Beschluss vom 18.05.2000 - VII ZB 25/99 = NJW 2000, 3286).
OLG Schleswig, 02.05.2003 - 13 U 2/03
Unzulässigkeit der Berufung bei Unterzeichnung durch angestellten, nicht …
Zwar kommt grundsätzlich eine Wiedereinsetzung wegen Versäumung einer Frist auch dann in Frage, wenn die fristgebundene Prozesshandlung - wie hier - zwar rechtzeitig, jedoch unwirksam vorgenommen worden ist (BGH Beschluss vom 18.5.2000 - XIII ZB 25/99, MDR 2000, 1092 = NJW 2000, 3286).
Die versäumte Prozesshandlung ist nur dann nicht nachzuholen, wenn sie bereits vor Stellung des Antrages auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gegenüber dem Gericht vorgenommen worden ist (BGH Beschluss vom 18.5.2000 - VII ZB 25/99, MDR 2000, 1092 = NJW 2000, 3286 m.w.N.).
OLG Frankfurt, 20.01.2009 - 11 U 28/08
Berufungsbegründung: Bezugnahme auf einen in einem anderen Rechtsstreit …
Andererseits braucht die versäumte Prozesshandlung nicht nachgeholt zu werden, wenn sie bereits vor Stellung des Wiedereinsetzungsantrages gegenüber dem Gericht vorgenommen worden ist (BGH NJW 2000, 3286).
BGH, 17.06.2003 - IX ZR 400/00
Wahrung der Berufungsbegründungsfrist durch Bezugnahme auf …
Die Berufung ist durch zulässige Bezugnahme (vgl. BGH, Beschl. v. 9. November 1988 - IVb ZB 154/88, NJW-RR 1989, 184; v. 18. Mai 2000 - VII ZB 25/99, NJW 2000, 3286) auf den den Anforderungen der §§ 518, 519 ZPO a.F. genügenden Schriftsatz gemäß Anlage 5 zum Prozeßkostenhilfegesuch des Klägers ordnungsgemäß eingelegt und begründet worden.
LAG Saarland, 22.11.2006 - 2 Sa 127/05
Tarifauslegung - Verwaltungsangestellte in der Flugsicherung - Vorruhestand - …
Mit diesem Antrag mussten nicht noch einmal die Berufungsschrift und die Berufungsbegründungsschrift vorgelegt werden, denn die versäumte Prozesshandlung ist dann nicht nachzuholen, wenn sie bereits zuvor, wenn auch unwirksam, vorgenommen wurde (dazu etwa, BGH, Urteil vom 18. Mai 2000, VII ZB 25/99, NJW 2000, 3286 mit weiteren Nachweisen).
OLG Jena, 20.02.2006 - 4 U 1079/05
Zur Auslegung einer Berufungseinlegung bei gleichzeitigem PKH-Gesuch
Da aber kein vorangegangener Schriftsatz als Berufungsschrift aufgefasst werden konnte und den gleichzeitig eingereichten Schriftsätzen vom 26.01.2006 unter Bezugnahme auf die Schriftsätze vom 10.11.2005 der Wille der Beklagten zu entnehmen ist, eine Berufung durchzuführen, sind ihre Erklärungen in der Berufungsbegründung vom 26.01.2006 zugleich als Berufungseinlegung aufzufassen (vgl. BGH, Beschluss vom 18.05.200, Az: VII ZB 25/99 = NJW 2000, 3286).
OLG Frankfurt, 05.11.2014 - 18 U 69/14
Wiedereinsetzung: Fehlende Unterschrift auf Berufungsschrift
Zwar muss eine innerhalb der Berufungsfrist mangels Unterschrift nicht wirksam eingelegte Berufung mit dem Antrag auf Wiedereinsetzung als Prozesshandlung nicht nachgeholt werden, wenn aus der vorliegenden Berufungsbegründung klar ersichtlich ist, welches Urteil von welcher Partei angefochten wird (BGH MDR 2000, 1092, zitiert nach juris).
OLG Dresden, 05.04.2005 - 21 UF 125/05
Prüfung der Postulationsfähigkeit durch den Prozessbevollmächtigten; Lauf der …
Wiedereinsetzung ist zwar grundsätzlich auch dann möglich, wenn eine fristgebundene Prozesshandlung zwar rechtzeitig, aber unwirksam vorgenommen wurde (BGH MDR 2000, 1092 ).
BPatG, 21.03.2005 - 20 W (pat) 16/05
Eine Wiedereinsetzung wegen Versäumung einer Frist kommt auch dann in Frage, wenn die fristgebundene Prozesshandlung zwar rechtzeitig, jedoch unwirksam vorgenommen worden ist (BGH NJW 2000, 3286 für den Fall einer mangels Unterschrift unwirksam eingelegten Berufung).