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Timestamp: 2017-09-22 08:15:07
Document Index: 145617134

Matched Legal Cases: ['§ 85', '§ 85', '§ 85', '§ 87', '§ 87', '§ 44', '§ 44']

BSG - 22.06.2005, B 6 KA 80/03 R - JuraForum.de
BSG – Aktenzeichen: B 6 KA 80/03 R
Leitsatz: 1. Die Berechnung der regionalisierten Praxisbudgets unter Heranziehung der teilbudgetierten Abrechnungswerte des ersten Halbjahres 1996 war rechtmäßig.
2. Interpretationsbeschlüsse des Arbeitsausschusses des Bewertungsausschusses zur Anwendung des EBM-Ä sind für die Gerichte nicht verbindlich.
Rechtsgebiete: SGB V, EBM-Ä
Vorschriften: § 85 Abs 4 S 1 SGB V F. 20.12.1988, § 85 Abs 4 S 2 SGB V F. 20.12.1988, § 85 Abs 4 S 3 SGB V F. 20.12.1988, § 87 Abs 1 S 1 SGB V, § 87 Abs 3 SGB V, § EBM-Ä Kap A Abschn I Teil B Nr 1
Stichworte: Vertragsärztliche Versorgung - Berechnung der regionalisierten Praxisbudgets des ersten Halbjahres 1996 - keine Verbindlichkeit der Interpretationsbeschlüsse des Arbeitsausschusses
Verfahrensgang: SG Potsdam S 1 KA 259/98 vom 12.07.2000
LSG Brandenburg L 5 KA 27/00 vom 13.08.2003
4 - Zw/e i =
BSG – Urteil, B 6 KA 5/04 R vom 22.06.2005
Eine Verpflichtung, im Honorarverteilungsmaßstab den einzelnen Arztgruppen getrennte Honorarkontingente zuzuordnen, besteht nicht.
BSG – Urteil, B 6 KA 19/04 R vom 22.06.2005
1. Die Kassenärztliche Vereinigung darf in ihrem Honorarverteilungsmaßstab auch ohne ausdrückliche gesetzliche Ermächtigung Fristen für die Vorlage der vertragsärztlichen Abrechnung eines Quartals setzen und als materielle Ausschlussfristen ausgestalten.
2. Ausgestaltung und Anwendung derartiger Ausschlussfristen müssen wegen der gravierenden Auswirkungen auf das Recht der Vertragsärzte auf Honorierung ihrer Leistungen dem Verhältnismäßigkeitsgebot hinreichend Rechnung tragen.
BSG – Urteil, B 6 KA 21/04 R vom 22.06.2005
Soweit die Kassenärztliche Vereinigung die Belastung der Gesamtvergütung mit Nachzahlungen für die Vergangenheit so gering wie möglich hält und deshalb regelmäßig bestandskräftige Honorarbescheide nicht für die Vergangenheit zurücknimmt, macht sie von dem ihr in § 44 Abs 2 S 2 SGB 10 eingeräumten Ermessen rechtmäßig Gebrauch (Fortführung BSG vom 18.3.1998 - B 6 KA 16/97 R = BSGE 82, 50 = SozR 3-1300 § 44 Nr 23).
BSG - 22.06.2005, B 6 KA 80/03 R © JuraForum.de — 2003-2017