Source: https://www.elo-forum.org/threads/recht-auf-quittung.126371/
Timestamp: 2019-01-20 14:35:27
Document Index: 395378033

Matched Legal Cases: ['§ 550', '§ 550', '§ 535', '§ 535', 'BGH', 'BGH']

Recht auf Quittung | Erwerbslosenforum Deutschland
Themenstarter Helga51
Beginndatum 20 Apr 2014
Stichworte quittung recht
Vor kurzem habe ich zum ersten Mal eine KDU vom Jobcenter bekommen.
In dieser Wohnung lebe ich ohne schriftlichem Mietvertrag, die Miete bringe ich bar alle 3 Monate zum Vermieter. Eine Quittung habe ich nie erhalten. Vor x Jahren wurde auf die Frage nach einer Quittung nur geäußert: Quittung brauchen wir nicht.
Ich habe also keinerlei Nachweise Miete gezahlt zu haben. Nur als wir die Wohnung besichtigten, waren wir zu zweit.
All die Jahre wurde anstandslos die Miete 150.- Euro und 40 Euro Heizkosten überwiesen vom Jobcenter. Sonstige Kosten waren mir nicht bekannt, das sie auch bezahlt werden. Die sonstigen Kosten belaufen sich auch ca. 20.- im Monat.
Jetzt habe ich zum ersten Mal das Formular erhalten und ich rotiere vor mich hin.
Ich vermute, mein Vermieter hat die Miete nicht steuerlich angemeldet. Er wird mir vermutlich auch nicht bescheinigen, die Miete erhalten zu haben. Warum sollte er sich jetzt auch nachträglich belasten.
Muss mein Vermieter Auskünfte über die Einkünfte dem Jobcenter mitteilen, auch wenn er sich dann selber belastet.
Habe ich rechtlichen Anspruch auf eine Quittung und eine schriftliche Mietbescheinigung.
Ich bin nicht verwandt mit dem Vermieter.
Also ich denke ja. Aber warte bitte noch auf andere Antworten von erfahrenen Usern.
Hallo Helga und willkommen,
In dieser Wohnung lebe ich ohne schriftlichem Mietvertrag,
Das heißt du hast einen mündlichen Vertrag mit dem Vermieter geschlossen.
Laut § 550 BGB Abs. 1 wenn der Vertrag länger als ein Jahr ohne der Schriftform läuft,
gilt der Vertrag als unbefristet.
Habe ich rechtlichen Anspruch auf eine Quittung
Das Problem bei einem mündlichen Vertrag ist die Beweisbarkeit.
Nur als wir die Wohnung besichtigten, waren wir zu zweit.
Wurde ein Übergabeprotokoll gefertigt?
Ich vermute, mein Vermieter hat die Miete nicht steuerlich angemeldet.
Das ist dann allerdings nicht dein Problem.
Wie kommst du zu dieser Frage, wurde das vom JC schriftlich verlangt?
eine schriftliche Mietbescheinigung.
Ja den Anspruch hast du, hier solltest du den Vermieter rechtssicher und belgbar
anschreiben, ersten um ggf. eine Bescheinigung zu erhalten, das du allen Mietforderungen
in Höhe von XXXXX Betrag bis zum Datum XXXX nachgekommen bist und
auch eine Mietbescheinigung haben willst.
Das ganze Einschreiben/Rückschein.
Es wurde alles mündlich und formlos gemacht, wie auf dem Land üblich.
Ein schriftliches Übergabeprotokoll besteht nicht.
Wenn ich jetzt ihn auffordere, mir zu bescheinigen, das immer alles bezahlt worden ist und keine Mietrückstände bestehen, belastet er sich doch im Prinzip, wenn er die Einkünfte steuerlich nicht angemeldet hat, sich der Steuerhinterziehung. Das wird er so dann nicht unterschreiben.
Muss oder kann der Jobcenter auf Nachweise bestehen oder liegt es im Ermessen der Sachbearbeiterin. Immerhin hat sie anstandslos Jahrelang den Betrag ohne Nachweis bewilligt.
Wenn ich jetzt ihn auffordere, mir zu bescheinigen, das immer alles bezahlt worden ist und keine Mietrückstände bestehen, belastet er sich doch im Prinzip, wenn er die Einkünfte steuerlich nicht angemeldet hat, sich der Steuerhinterziehung.
@Helga zu einem ist das nicht dein Problem und zum anderen was machst du ggf.
du willst mal umziehen und eine neue Wohnung mieten, ohne Bescheinigung, das
die Miete immer pünktlich gezahlt(Keine Mietrückstände vorhanden sind) wird, gibt es Probleme mit dem neuen Vermieter.
Ich will damit sagen, es geht hier nicht um den Vermieter, es geht um dich!
Das wird er so dann nicht unterschreiben.
Und genau jetzt kommen wir an den Punkr den ich bereits erwähnt habe der Beweislast.
Muss oder kann der Jobcenter auf Nachweise bestehen oder liegt es im Ermessen der Sachbearbeiterin.
Das Jobcenter zahlt dir die Kosten der Unterkunft und demzufolge ist das JC auch berechtigt nach Belegen zu Fragen, weil das JC auch belegen muß wofür und für
wen wird der Betrag XXX überwiesen, Grundsatz, keine Buchung ohne Beleg!
Immerhin hat sie anstandslos Jahrelang den Betrag ohne Nachweis bewilligt.
Gut und jetzt ist jemand darüber gestolpert.
Hat sich beim Weiterbewilligungsantrag eine Änderung ergeben in der Miethöhe?
ich verstehe es schon, wie soll die Sachbearbeiterin es bewilligen, sie ist da auch in einer Zwickmühle. Ich hatte noch nie Ärger mit dem Jobcenter und bin immer höflich und zuvorkommend behandelt worden.
Es gab einer Erhöhung bei den Heizkosten. Mein Lieferant wollte mehr fürs Holz und das hatte ich angeben. Hätte ich gewusst was kommt.......Es ging um 10 Euro.
Wie stark kann der Vermieter seine Daten schwärzen ? Muss Namen und Wohnort sichtbar sein oder kann er es ziemlich unkenntlich machen.
Nein, ich werde nicht betrügen und selber eine Quittung oder sonst was ausstellen. So einen Schmuh mache ich nicht.
Es gab einer Erhöhung bei den Heizkosten.
Muss Namen und Wohnort sichtbar sein oder kann er es ziemlich unkenntlich machen.
Gegenfrage, würdest du eine Rechnung oder Beleg/Schreiben ohne Name/Anschrift/Datum und Unterschrift usw. akzeptieren?
Mein Lieferant wollte mehr fürs Holz und das hatte ich angeben
Ist der Lieferant gleichzeitig der Vermieter?
Die Frage ist nicht negativ gemeint, aber der Gedanke kommt mir beim lesen deiner Zeilen.
Stimmt eine Adresse gehört einfach dazu, ich hoffe immer noch, irgendwie aus dieser Nummer zu kommen.
Nein, der Lieferant war ein Bauer, der mir Holz brachte. Ich heize mit Holz. Schon immer.
Mein Vermieter wohnt eine Stadt weiter und hat mehr als dieses Haus, er braucht diese Mieteinnahmen vermutlich nicht. Peanuts für ihn.
Soll ich einmal mit der Sachbearbeiterin persönlich sprechen und ihr meine Zwickmühle erklären oder ?
Der Witz ist ja der, alles bezahlt, alle Angaben richtig und trotzdem bin ich der Dumme
Und genau das kann nicht sein!
Din Vermieter ist in der Belegpflicht.
Nein, der Lieferant war ein Bauer, der mir Holz brachte.
Und die Rechnung hast du?
Nein, ein Bauer gibt dir keine Rechnung für Holz Es läuft hier fast alles ohne Rechnung. Lediglich vom Kaminkehrer und dem Stromanbieter bekomme ich eine Rechnung. Die Nebenkosten bekomme ich formlos vom Vermieter aufgelistet und gebe sie ihm dann bar.
Alles so wie es vor x Jahren einmal war und Heute anscheinend keine Gültigkeit hat.
Ich verstehe da Helga vollkommen.
Hatte selbst mal eine Wohnung von einer alten Frau gemietet, sie hat damit ihre Rente etwas aufgebessert.
Wäre ich ihr damit gekommen, das ich einen Mietvertrag brauche oder eine Bestätigung, dann hätte sie mich nur dumm angeschaut.
Setze halt selbst was auf, etwa in dieser Form
"Hiermit bestätige ich, das die Userin Helga51 immer regelmäßig den ausgemachten Mietbeitrag in Höhe von XXX Euro bezahlt hat und keine Rückstände bestehen.
Damit gehst Du zum Vermieter und erklärst besser ihm als dem SB Deine Lage.
Glaube nicht, das das JC den Zettel weiterreicht ans Finanzamt.
Taja Helga, das mag sein das es bei dir in der Stadt/Ort so läuft, aber ohne Belege bzw.
Rechnungen ist es schwer seinen Anspruch gegenüber dem JC gelten zu machen,
Auch vor X Jahren war die Belegpflicht, daran wird sich auch in XXX Jahren nichts ändern.
Was mir nicht in Kopf will, ich bezahle doch nicht Rechnungen ohne Beleg, im Streitfalle
oder Garantiefalle hat man nichts in den Händen.
Gut das hilft dir jetzt nicht weiter.
Viel Hoffnung habe ich da nicht, wie soll dein SB jetzt die Erhöhung bzw. die Kosten
Da finde ich den Vorschlag von @Charlot schon besser, mach so ein Schreiben fertig.
da wir kürzlich umgezogen sind und mir hier die Frage nach einer Vermieterbescheinigung aufgefallen ist, mache ich darauf aufmerksam, dass der Vermieter zum Ausstellen einer solchen Bescheinigung überhaupt nicht verpflichtet ist.
Habe ich kürzlich (vermutlich) beim Mieterverein gelesen, es wird eben oft viel von Ämtern/neuen Vermietern verlangt (auch auf Formularen für den Vermieter z.B.) was der gar nicht erfüllen braucht, ich wusste das bisher in der Weise auch nicht, zumal es sich ja gewohnheitsmäßig "eingebürgert hat" beim Wohnungswechsel.
Es gibt auch bereits Urteile zu mündlichen Mietverträgen und die Möglichkeit der eigenen "Erklärung an Eides statt", wenn es keine anderen Möglichkeiten gibt das ohne den Vermieter zu klären, kann man nicht den LE dafür verantwortlich machen.
Man hat keine Macht "Dritte" (dazu zählt auch der Vermieter) zu schriftlichen Äußerungen zu bewegen, wenn der das nicht will, der Vermieter ist dem Amt keinerlei Auskünfte/Unterschriften/Nachweise schuldig, dafür gibt es keine Rechtsgrundlage.
Wenn das Amt die Miete bisher in der Form anerkannt hat, dann sollten die erst mal (rechtssicher) begründen, warum das nun plötzlich anders gemacht werden muss immerhin steht "das Dach über dem Kopf" auf dem Spiel, wenn man dem Vermieter damit zu sehr auf den Senkel geht.
Ob der die Mieteinnahmen versteuert oder nicht kann dem Mieter (und dem JC) im Prinzip egal sein, so ganz ohne Zahlungsnachweise wäre mir das allerdings persönlich auch nicht so ganz angenehm ...
Gäbe es mal ernsthafte Probleme mit dem Vermieter könnte sich das rächen, für Geldzahlungen hat man (meines Wissens) immer das Recht auf eine Quittung, solche Blocks gibt es in jedem Schreibwarengeschäft zu kaufen ... da weiß kein Mensch außer den Beteiligten was von, wofür der später verwendet wird ...
Gerade wenn es sich um einen größeren Vermieter handelt, sollten ihm ja solche normalen Geschäfts- und Rechtsvorgänge (Geld gegen Quittung) geläufig sein ...
Kann aber in jedem Falle nur zustimmen mit dem JC ALLES schriftlich/nachweislich zu klären, denn der nächste SB weiß nur selten (oder will es nicht mehr wissen), was der alte SB so mal "gesagt hat in der Angelegenheit", darauf würde ich mich lieber nicht verlassen.
könntest du mir einen Link geben ?
"Es gibt auch bereits Urteile zu mündlichen Mietverträgen und die Möglichkeit der eigenen "Erklärung an Eides statt", wenn es keine anderen Möglichkeiten gibt das ohne den Vermieter zu klären, kann man nicht den LE dafür verantwortlich machen."
Langsam hege ich wieder Hoffnung
Druck dir doch einfach eine Mietbescheinigung aus und bitte deinen vermieter diese zu unterschreiben. z.B diese: http://is.gd/WJuAkS
Da kann man unter auch ankreuzen das keine Mietschulden bestehen, damit bist du für die Vergangenheit auch abgesichert ohne Quittungen. Du kannst ja auch schonmal alles ausfüllen das er nur noch unterschreiben muss, oder ggf. die Mietbescheinigung umgestallten. Einige Absätze wirst du da sicherlich nicht brauchen.
http://is.gd/WJuAkS
Das JC hat ja deinen mündlichen Mietvertrag anerkannt.
Ermittlungen zum mietvertraglich Vereinbarten erübrigen sich nicht schon bei fehlender Schriftform eines Vertrages oder dessen mangelhafter Ausgestaltung.
Ein Mietvertrag über Wohnraum kann wie grundsätzlich alle schuldrechtlichen Verträge wirksam formfrei abgeschlossen werden (zu den Folgen bei einem nicht in schriftlicher Form abgeschlossenen Vertrag vgl § 550 BGB), sodass auch aus mündlich abgeschlossenen Vereinbarungen Kosten für eine Unterkunft entstehen können, die einen entsprechenden Bedarf des Hilfebedürftigen begründen.
Entscheidend ist der entsprechende rechtliche Bindungswille der beteiligten Vertragsparteien.
So ist ein Mietverhältnis auch dann anzunehmen, wenn nur eine geringfügige "Gefälligkeitsmiete" vereinbart ist, oder wenn der Mieter lediglich die Betriebskosten oder sonstige Lasten zu tragen hat (vgl nur Blank in Schmidt-Futterer, Mietrecht, 9. Aufl 2007, Vor § 535 BGB RdNr 8). Die Umstände des behaupteten Mietverhältnisses wird das LSG im Einzelnen zu ermitteln und zu würdigen haben.
lexetius.com: Entscheidungen: BSG, Urteil vom 7. 5. 2009
mir wurden inzwischen die Kosten für die Unterkunft ausgesetzt
"Bis zur Vorlage der Nachweise können keine Kosten für die Unterkunft bei ihrer Berechnung für die Unterkunft mehr berechnet werden "
Soweit ich inzwischen so erfahren habe, hat der Vermieter keine Mitwirkungspflicht.
Der Mietvertrag wurde zwischen dem Vermieter und mir geschlossen, geht also der Arge nichts an.
Ich kann irgendwie meinen Vermieter nicht zwingen, mir Quittungen auszuhändigen oder die Miete zu überweisen.
ich komme noch mal auf das o.g. Urteil zu sprechen, weil aus der Urteilsbegründung.....
Durch Vorlage von Überweisungsträgern habe er die tatsächliche Zahlung von Miete teilweise nachgewiesen; durch Vorlage der Bestätigung der Eltern habe er die Höhe der Miete und die Nebenkosten belegen können.
Das ist richtig, aber wie der § 535 BGB Abs. 2
und jetzt komme ich noch mal auf den Satz von @Doppeloma
Gerade wenn es sich um einen größeren Vermieter handelt, sollten ihm ja solche normalen Geschäfts- und Rechtsvorgänge (Geld gegen Quittung) geläufig sein
wie ich dir auch jetzt mehrmals geschrieben habe, du brauchst zumindestens eine
Bestätigung über die Zahlung der Miete.
Das ist nur bedingt richtig, das entbindet dich aber nicht vom Nachweis der Mietzahlung,
das JC trägt die Kosten dafür und nur auf Zuruf werden diese ebend nicht übernommen.
Das steht auch eindeutig in dem o.g. Urteil bzw. §§.
ch kann irgendwie meinen Vermieter nicht zwingen, mir Quittungen auszuhändigen oder die Miete zu überweisen.
Du hast mit dem Vermieter einen Vertrag der genauso Pflichten und Rechte hat wie ein schriftlicher Vertrag.(Mieter wie Vermieter)
Das wird dir jeder Anwalt sagen.
Es bedarf da eigentlich keiner Frage, wenn ich Miete zahle, das ich dafür auch eine
Quittung bekomme!
Ich verstehe nicht wo da das Problem ist, es dient doch zu guter letzt auch zu deiner
Rechtssicherheit um ggf. zu beweisen, das keine Mietschulden vorhanden sind.
Wie @Charlot bereits dir schon vorgeschlagen hat, siehe Post.
Damit du auch weiterhin die Kosten für die Unterkunft bekommst, mach das
Schreiben fertig und lass den Vermieter das bestätigen.
Mal eine Frage am Rande bei der Beantragung vom ALG II wie hast du da belegt das du Miete in Höhe von Betrag XXX zahlst?
die Miete bringe ich bar alle 3 Monate zum Vermieter
Miete ist bis zum 3 Werktage zu zahlen am Monatsanfang, also immer in voraus.
So gesehen bist du immer im Mietrückstand.
Und das meine ich auch mit Rechtssicherheit für dich.
Ist der mündliche Vertrag vor 2001 geschlossen worden, dann kann die Miete
am Monatsende gezahlt werden, nach damaliger BGB - Vorschrift.
Also ich will dir aufzeigen wie wichtig für dich eine Bestätigung der gezahlten Miete ist.
Vielleicht haben sie ja was anderes ausgemacht?
Mietzahlung ist eine Bringeschuld.
Und wenn im Streitfalle kein Beleg vorliegt gilt der BGB.
Das ist das Manko bei mündlichen Verträgen, die Beweisführung.
Als unsere Großmutter noch lebte, hatte sie bis zu drei Mieter im Haus. Jeder mußte die Miete bar bezahlen u. eine Quittung gab es auch nicht.
Sie hatte so ein kleines Mietbuch u. da wurde das eingetragen... Datum, Betrag... anschließend Unterschrift von ihr u. vom Mieter.
War eben altmodisch.
Na siehste sie hat darüber Buch geführt und durch die Unterschrift vom Mieter die Bestätigung für den Erhalt der Miete und genau hier komme ich dann wieder zum Punkt es ist belegt worden.
Schon, aber das Büchlein hätte sie bestimmt nie rausgerückt!
@Cerberus, nur kurz vor Gericht hätte sie es vorlegen müßen.
Okay, das paßt jetzt nicht mehr 1:1 zum Problem...
Die alte Frau wäre notfalls, so wie ich sie kannte, selbst per Bus mit Mieter u. Mietbuch zum Sozialamt oder wohin auch immer gefahren u. hätte das vorgezeigt, wenn sie damit helfen kann.
Mal zum Thema zurück und ein etwas anderer Gedankengang.
Setze ein Schreiben auf, indem Du Deinen Vermieter bittest, Dir eine Bestätigung zu geben.
Dieses schickst Du ihm.
Eine Kopie davon an das JC, damit machst Du dem SB klar, das Du deren Forderung erfüllen möchtest.
Solltest Du keine Antwort vom Vermieter erhalten, dann kann man das Dir nicht anlasten.
Gleichzeitig beantragst Du, den Mietpreis wieder an Dich zu überweisen, damit Du Deine Pflicht die Miete zu bezahlen, erfüllen kannst und verweist auf das Schreiben an den Vermieter.
@Charlot, hast du gewiss übersehen........
die Miete bringe ich bar alle 3 Monate zum Vermieter.
Gleichzeitig beantragst Du, den Mietpreis wieder an Dich zu überweisen,
@Helga bekommt das Geld überwiesen und bringt es bar zum Vermieter alle drei Monate.
du machst zuviel Probleme um nichts. Fordere deinen Vermieter auf, dir einen Mietvertrag bis zu Datum xy auszustellen. Wende dich ans Finanzamt und melde dort deinen Vermieter.
Sollte dein Vermieter keinen Mietvertrag bis zum Datum xy ausgestellt haben, dann wende dich an einen Rechtsanwalt.
Dagegen ist ja erstmal nichts einzuwenden.
Ob sie ihm den Mietpreis überweist oder bar aushändigt, ist ja egal.
Trotzdem muss sie den Mietpreis entrichten, dies geht aber nur, wenn sie das Geld dafür vom JC bekommt.
Dem JC gibt sie ja eine Kopie des Schreibens an den Vermieter, wo sie um eine Bestätigung bittet.
Mehr als den Vermieter zu bitten, kann sie nicht.
Und mehr kann das JC nicht verlangen.
Sollte der Vermieter verpflichtet sein, eine Bestätigung für das JC auszufüllen, so soll das JC ihr schriftlich geben, das der Vermieter dazu verpflichtet ist.
Sie macht also nichts falsch.
Doch Sie lässt sich keine Quittung geben,die sie beim JCvorlegen kann.
ich verweise nochmals auf das BSG Urteil und die Begründung.
Mal abgesehen davon, auf Zuruf wird das JC keine Kosten der Unterkunft zahlen,
von der rechtlichen Seite her Mieter/Vermieter belegbar der Zahlungen mal ganz
Hier in diesem Fall stellt sich die Frage, warum wird keine Quittung für den Erhalt
der Miete ausgestellt....................................
Wir drehen uns hier im Kreis, nur @Helga kennt die Beweggründe warum sie bis dato
nicht auf eine Quittung bestanden hat.
Na ja, ich gehe auch davon aus, das da nicht alles mit sauberen Dingen zugeht und der Vermieter brav alles angibt.
Ich versuche Helga zu helfen.
Streicht man ihr das Geld, da nicht nachweisbar, wird der Vermieter sie vor die Tür setzen.
Fordert sie eine Quittung, kann der Vermieter behaupten, ihr die Unterkunft nur übergangsweise und kostenfrei gewährt zu haben.
Sie steckt da ganz schön in der Bredoullie.
Deshalb mein Vorschlag mit dem Schreiben an den Vermieter und eine Kopie davon an das JC.
Wir alle kennen die genaue Situation aber nicht.
Und der Vorschlag ist doch gut, vieleicht als Ergänzung, das ganze bitte per Einschreiben/Rückschein an den Vermieter, damit @Helga was in den Händen hat und entweder zum JC genauso oder persönliche Abgabe gegen Empfangsbestätigung auf der Kopie vom Schreiben.
Helga51 sagte :
Zwingen kannst Du ihn vielleicht nicht, aber Du solltest ihm sagen, dass es Dir leider ab sofort nicht mehr möglich ist die Miete bar zu zahlen, sondern nur noch per Kontoüberweisung.:icon_eek:
Ob Du ihm dazu als Grund die Geschichte mit dem JC erzählen willst oder ne andere Story, musst Du selber entscheiden.
Auf jeden Fall kannst Du dann in Zukunft anhand Deiner Kontoauszüge dem JC beweisen, dass Du Miete zahlst.
Das dürfte dann auch so anerkannt werden.
Ich hoffe nicht, dass Dein Vermieter zur Nachtjacken-Fraktion gehört und Dich deswegen vor die Tür setzen wird, aber wenn er das macht, geht es bei der ganzen Geschichte eh nicht mit rechten Dingen zu.
nun ein Link
http://www.frag-einen-anwalt.de/forum_topic.asp?topic_id=261183
Ich werde nun noch einen Versuch wagen und der Sachbearbeiterin mein Problem darstellen und eine Eidesstattliche Versicherung anbieten. Wenn das alles nicht wirkt, informiere ich meinen Vermieter und dann rotiert er.
Er kann mich dann zwar wegen irgend etwas kündigen, aber auf Grund der langen Mietdauer, ist die Kündigungsfrist 9 Monate und ich habe dann Zeit hoffentlich etwas zu finden. Wird aber sehr schwierig werden, da ich zwei Hunde besitze. Sie waren die Hauptgründe, warum ich auch nicht so auf eine Quittung gepocht hatte. Als Hundebesitzer hat man es etwas schwer.
Nein, er kann dir nicht so einfach kündigen.
Es gibt furchtbar wenig Gründe für den Vermieter und solange du die Miete vollständig und pünktlich zahlst, kuckt er in die Röhre.
Zeugen sind sicher vorhanden
Allerdings aus Jobcentersicht stinkt die Sache halt: keine Belege für gar nix.
Trotzdem: versuch dein Glück mit der EV.
du solltest deinen vermieter dein problem erklären. deinem sb brauchst du nix zu erklären. fordere deinen mietvertrag, lege ihn vor und frag mal kurioserweise nach beim finanzamt - ob vermieterlein brav versteuert.
miete würde ich an deiner stelle nur noch monatlich per überweisung erledigen.
würde mich da auch selbst absichern oder ist dein vermieter, garnicht nur dein vermieter - profitiert ihr beide von seiner vielleicht-steuerhinterziehung
Das heißt es entbindet dich nicht von der Pflicht, dennoch einen Beleg beizubringen.
Noch mal meine Frage wie hast du bei Erstantrag vom ALG II die Miethöhe nachgewiesen?
@Helga meine Sorge ist, das du dich immer mehr in Schwierigkeiten bringst und in Mietschulden reinkommst, das Jobcenter wird diese Schulden nicht übernehmen,auf Grund der Sachlage.
Was hält dich bloß davon ab dein Recht wahrzunehmen?
Bitte mach es so wie @Charlot geschrieben hat!
Ab sofort kannst Du das Mietgeld auch per Postzustellung bezahlen.
Kostet ein paar Euro, aber Du hast einen Nachweis.
Und je mehr Du Deiner SB erzählst, desto mehr hat sie gegen Dich in der Hand.
Beim Erstantrag ALG2 das Formular ausgefüllt und abgeschickt. Wurde anstandslos genehmigt. Es handelte sich um 150.- Euro Miete und 40.- Euro Heizkosten. Lediglich jetzt bei der letzten Feststellung des Unterhalts waren eben die Heizkosten höher.
Anscheinend hatte die Arge diese Daten vom Arbeitsamt übernommen und nie geprüft.
Was mich abhält mein Recht einzufordern, ich schau ständig die Zeitungen durch und such nach einer bezahlbaren Bleibe mit Hunden und finde nichts. Meine Hunde gehören zu mir.
Aber so wie es ausschaut, werde ich den Vermieter informieren müssen und mal gucken, was er dann macht. So wie sich alles darstellt, hat er mächtig Ärger dann.
Mir selber habe ich nichts vorzuwerfen. Da bin ich schon froh.
Meine Hunde gehören zu mir.
Ja @Helga das kann ich sehr gut nachvollziehen!
Meine Fellnasen gehören auch zu mir!
Aber noch mußt du dir keine neue Wohnung suchen.
Und vom BGH gab es ein Urteil dazu, lies mal hier:
Tierhaltung nicht per se verboten: BGH pro Hund und Katz - n-tv.de
du wohnst schon 10 Jahre in deiner Wohnung!
Post 28 hast du gelesen, das mit der Postzustellung, da hat Charlot recht auch eine Möglichkeit!
Das Arbeitsamt will keine Angaben zur Miete, weil das ist eine Versicherungsleistung, das Arbeitslosengeld.
Von daher kann es nicht sein.
Wer weiss, wie die Sachbearbeitung beim Erstantrag abgelaufen ist. Ich musste jedenfalls eine Mietbescheinigung und den Mietvertrag beibringen. Bei mündlichen Verträgen weiss ich auch nicht, wie das gelaufen sein könnte.
Parallel würde ich folgendes machen.
- schon mal Rechtsberatung in Anspruch nehmen, soweit es geht (Mieterbund, Rechtsanwalt, Sozialverbände)
- nach einer neuen Wohnung Ausschau halten oder vorfühlen, erstmal irgendwo unterzukommen
- sowieso mit dem Vermieter reden (er wird sicher nicht wollen, dass Jobcenter, Finanzamt, Steuerfahndung und vielleicht auch das Bauamt vor seiner Tür stehen, kann ja sein, dass er als Vermieter, Eigentümer oder Bauherr noch irgendwelche Kredite und Fördergelder beantragt hat oder erhält.^^)
Man kann ja hier die Urteile schön nachlesen. Ich hoffe, dass diese der TE in ihrem Falle helfen.
Anwalt: "Das Jobcenter wird sich natürlich auch fragen lassen müssen, warum es erst nach 10 Jahren auf die Idee mit der Mietbescheinigung kommt."
Hoffentlich prallt das nicht an Denen ab.
Bin auf die Suche gegangen und tatsächlich: da schreibt in einem Vermieterforum ein angeblicher (man weiss ja nicht^^) Vermieter, klingt doch ähnlich wie die Problematik hier:
Sich selber belasten
klingt doch ähnlich wie die Problematik hier
Irre, das passt ja wie die Faust auf's Auge.
Genau der Gegenpart zu diesem Trööt hier.
Sach ich doch, passt wie A.rsch auf Eimer.
Fakt ist: der Heini hat die Steuerfahndung anner Backe
wenn das aufkommt.
Na ja, der Verdacht drängt sich bei der ganzen Sache schon auf, dass von Vermieterseite her irgendwas nicht ans Licht kommen soll.:icon_eek:
Dabei muss es nicht in erster Linie um Steuerhinterziehung gehen.
Spekulativ könnte man meinen, dass er diese Wohnung vielleicht überhaupt nicht vermieten dürfte, vielleicht vom Baurecht her nicht dafür vorgesehen.
Aber gut, das wissen wir jetzt nicht wirklich...
Habe den Link gelesen.
Irre, das passt ja wie die Faust auf's Auge
Ja der Verdacht liegt mehr als nahe.
Ich hoffe für @Helga das es nicht so ist..............................
ich muss gestehen, das dieser Fred von mir ist Ich wollte die Vermieterseite kennenlernen. Aber so wie ich gestern Abend noch gelesen hatte, raten doch alle zur Wahrheit.
ich muss gestehen, das dieser Fred von mir ist Ich wollte die Vermieterseite kennenlernen
Herzlichen Glühstrumpf, das hat ja voll hingehauen.
Keiner ahnt, das ich für die Bruchbude Miete bekomme.
Versteuert habe ich es nicht.
Jetzt erfahre ich das die eine Person Hartz4 bekommt und mir vermutlich bald eine Mietbescheinigung vorbei bringen wird.
Muss ich sie ausfüllen und mich so selber belasten. Oder besteht Datenschutz.
Denn wenn der Vermieter ins Visier der Steuerfahndung oder irgendwelcher anderer Ämter gerät, weil er evtl. wegen baulicher Mängel die (Zitat aus dem verlinkten Vermieter-Trööt "Bruchbude" überhaupt nicht vermieten darf, dann drängt sich den Fahndern doch gewiss der Verdacht auf, dass der Mieter in dem "Komplott" mit drinhängt, wenn der jahrelang jeden Monat völlig blauäugig seine Barkohle ohne Quittung abgibt und nie einen schriftlichen Mietvertrag verlangt hat.:icon_eek: