Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=23.01.2014&Aktenzeichen=III%20ZR%2037/13
Timestamp: 2019-04-21 21:08:53
Document Index: 384094713

Matched Legal Cases: ['§ 198', 'BGH', '§ 198', '§ 54', '§ 198', 'BGH']

Zu den Voraussetzungen eines Entschädigungsanspruchs nach § 198 Abs. 1 Satz 1 GVG, wenn die Entschädigungsklage während des noch andauernden Ausgangsverfahrens erhoben wird; Unzulässigkeit einer Klage unmittelbar auf Feststellung der unangemessenen Dauer des Ausgangsverfahrens; Leistungsklage für bereits eingetretene immaterielle Nachteile erforderlich; zur Abwägung aller Belange des Einzelfalls für die Frage, ob für die Entschädigung immaterieller Nachteile eine Wiedergutmachung auf andere Weise ausreicht
Die Begrenzung auf das Entschädigungsbegehren begegnet jedenfalls in dieser Verfahrenskonstellation keinen prozessrechtlichen Bedenken, auch wenn eine isolierte Klage auf Feststellung der unangemessenen Verfahrensdauer unzulässig ist und eine Entschädigungsklage deshalb zunächst die Feststellung der Unangemessenheit der Verfahrensdauer mit umfasst (vgl BGH Urteil vom 23.1.2014 - III ZR 37/13 = NJW 2014, 939;… Ott in Steinbeiß-Winkelmann/Ott, Rechtsschutz bei überlangen Gerichtsverfahren, 1. Aufl 2012, GVG, § 198 RdNr 262 mwN) .
d) Die Entschädigungsklage vom 11.7.2012 ist als allgemeine Leistungsklage statthaft (§ 54 Abs. 5 SGG;… hierzu BSG Urteil vom 21.2.2013 - B 10 ÜG 1/12 KL - BSGE 113, 75 = SozR 4-1720 § 198 Nr. 1, RdNr 14 f; BGH Urteil vom 23.1.2014 - III ZR 37/13 = NJW 2014, 939) .