Source: http://bravors.brandenburg.de/de/verordnungen-211904
Timestamp: 2019-04-23 15:56:53
Document Index: 339196503

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 4', '§ 11', '§ 4', '§ 11', '§ 11', '§ 73', '§ 4', '§ 5', '§ 74']

(GVBl.II/98, [Nr. 04], S.66)
Die in § 2 näher bezeichneten Flächen in der Gemeinde Päwesin (Landkreis Potsdam- Mittelmark) werden als Naturschutzgebiet festgesetzt. Das Naturschutzgebiet trägt die Bezeichnung "Bagower Bruch".
(1) Das Naturschutzgebiet befindet sich ca. 1,5 Kilometer nordwestlich der Ortschaft Bagow in der Gemarkung Päwesin. Es hat eine Größe von rund 98 Hektar. Es umfaßt folgende Flächen in der Gemarkung
Päwesin Flur 6 Flurstücke 22-31 (jeweils anteilig, zwischen Bruchsee und Weg), 33-44, 45/1, 45/2, 45/3, 46-54, 82, 83/2, 84-86 (jeweils anteilig, zwischen Bruchsee und Weg), 87-90, 92-109, 115-120 (jeweils anteilig, nur Wasserfläche), 121-123.
(2) Die Grenzen des Naturschutzgebietes sind in topographischen Karten im Maßstab 1:10.000 und in Flurkarten mit ununterbrochener Linie eingetragen; als Grenze gilt der innere Rand dieser Linie. Die Karten können beim Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Raumordnung des Landes Brandenburg, oberste Naturschutzbehörde, in Potsdam und beim Landkreis Potsdam-Mittelmark, untere Naturschutzbehörde, von jedermann während der Dienstzeiten kostenlos eingesehen werden.
als Standort eines großräumigen, für die Umgebung der Stadt Brandenburg repräsentativen Feuchtgebietes mit naturnahen Laubwaldkomplexen;
als Standort bestandsgefährdeter Pflanzenarten und gefährdeter Pflanzengesellschaften wie Erlenbruchwäldern, Tausendblatt-Teichrosen-Schwimmblattfluren und andere;
als Lebensraum zahlreicher Tierarten, insbesondere von bestandsbedrohten und vom Aussterben bedrohten Vogelarten, Amphibien, Fischen und Wirbellosen.
außerhalb von dafür zugelassenen Wegen zu reiten;
außerhalb der in den topographischen Karten und in der Kartenskizze zu dieser Verordnung gekennzeichneten Bereiche zu baden;
Schmutzwasser, Gülle, Gärfutter oder Klärschlamm auszubringen, einzuleiten, zu lagern oder abzulagern; die §§ 4 und 5 der Klärschlammverordnung bleiben unberührt;
die im Sinne des § 11 Abs. 2 des Brandenburgischen Naturschutzgesetzes ordnungsgemäße landwirtschaftliche Bodennutzung auf den bisher dafür rechtmäßig genutzten Flächen mit der Maßgabe, daß die Verbote des § 4 Abs. 2 Nr. 18, 21 und 22 dieser Verordnung gelten;
die im Sinne des § 11 Abs. 3 des Brandenburgischen Naturschutzgesetzes ordnungsgemäße forstwirtschaftliche Bodennutzung auf den bisher dafür genutzten Flächen mit der Maßgabe, daß
keine Erstaufforstungen erfolgen,
keine Kahlschläge über 1 Hektar vorgenommen werden,
bei der Wiederaufforstung keine fremdländischen Baumarten ausgebracht werden;
die im Sinne des § 11 Abs. 4 des Brandenburgischen Naturschutzgesetzes ordnungsgemäße Ausübung der fischereiwirtschaftlichen Flächennutzung auf den bisher dafür genutzten Flächen mit der Maßgabe, daß der Fischbesatz ausschließlich mit heimischen Arten erfolgt sowie die Angelfischerei innerhalb des in den topographischen Karten und der Kartenskizze zu dieser Verordnung gekennzeichneten Bereichs zulässig ist;
Fuchs und Schwarzwild intensiv bejagt werden;
die ordnungsgemäße Unterhaltung der Gewässer und rechtmäßig bestehenden Anlagen, einschließlich der dem öffentlichen Verkehr gewidmeten Straßen und Wege, im Einvernehmen mit der unteren Naturschutzbehörde. Der Herstellung eines Einvernehmens bedarf es nicht, soweit es sich um unaufschiebbare Maßnahmen handelt;
Schutz-, Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen, die von der zuständigen Naturschutzbehörde angeordnet sind;
Es wird folgende Pflege- und Entwicklungsmaßnahme als Zielvorgabe festgelegt:
Es wird angestrebt, die Grünlandflächen zur Sicherung der dort vorkommenden Pflanzengesellschaften extensiv als Dauergrünland zu bewirtschaften.
(1) Ordnungswidrig im Sinne des § 73 Abs.2 Nr.2 des Brandenburgischen Naturschutzgesetzes handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig eine der nach § 4 oder den Maßgaben des § 5 dieser Verordnung verbotenen Handlungen vornimmt.
(2) Ordnungwidrigkeiten nach Absatz 1 können gemäß § 74 des Brandenburgischen Naturschutzgesetzes mit einer Geldbuße bis zu hunderttausend Deutsche Mark geahndet werden.