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Timestamp: 2019-01-17 08:21:45
Document Index: 358569202

Matched Legal Cases: ['§ 40', '§ 330', '§ 2', '§40', '§ 55', '§ 55', '§ 704', '§ 850', '§ 850', '§ 850', '§320', '§ 320', '§ 55']

5000,- € Gewinn - Kein ALG II! HILFE!!! | Erwerbslosenforum Deutschland
5000,- € Gewinn - Kein ALG II! HILFE!!!
Themenstarter manu74w
Stichworte 5000 alg gewinn hilfe kein
manu74w
Eine Bekannte von mir hat in der PS Lotterie bei der SPK 5.000,- € gewonnen und mit diesem Geld, Schulden bei der SPK und anderen Gläubigern getilgt. Desweiteren schaffte sie sich Möbel, die sie dringend benötigte an. Bei der Arge gab sie den Gewinn danach (dumm oder nichtwissend?) an, worauf sie einen Bescheid erhielt, daß sie die Leistungen für März, April und Mai zurückzuerstatten habe (ca. 1750,-€) und für Juni, Juli und August aus dem Leistungsbezug fällt. Sie könne im September einen neuen Antrag stellen. Einen Betrag von ca. 1.500,- € würde man anrechnungsfrei lassen. Das Problem ist, das sie nur noch 400,- € übrig hat, und somit die nächsten 3 Monate kein Geld zum leben und für die Miete hat.Was kann man tun? Würde ein Antrag auf Aussetzung der sofortigen Vollziehung des Verwaltungsaktes bei der Arge und je nach dem wie die reagieren, ein Antrag auf einstweilige Anordnung beim SG was bringen? Weiß jemand zufällig wie man so was macht??? Sie ist echt am Ende (auch wenn sie zugegebenermaßen aus meiner Sicht selbst schuld ist). Würde ihr gern helfen, bin aber etwas ratlos. Danke im voraus!
manu74w sagte :
Würde ihr gern helfen, bin aber etwas ratlos.
Tja, da hat sie wirklich einen bösen Fehler gemacht!
Ich denke, sie kann nur mit ihrem SB reden... vielleicht kann man ihr mit einem Darlehen helfen... ansonsten siehts böse aus... ich empfehle: Beratungshilfeschein beim Amtsgericht besorgen, zum Anwalt gehen und eine einstweilige Anordnung beantragen lassen, denn wenn sie kein Darlehen bekommt, droht ja schnell Obdachlosigkeit - schon wenn sie 2 x ihre Miete nicht zahlen konnte.
Denke,anders können wir nicht helfen, als diesen Rat zu geben.
Sie muß auf jeden Fall lückenlos nachweisen können, wo das Geld geblieben ist und daß sie keine Möglichkeit hat, den Zeitraum zu überbrücken...
"Tipp: Eine nicht genehmigte Abwesenheit führt grundsätzlich zur Beendigung des Leistungsbezuges (§ 40 SGB II i.V. m. § 330 SGB III). Im Monat des Zuflusses ist zugeflossenes Geld als Einkommen anzurechnen, der nicht verbrauchte Teil wird im nächsten Monat zu Vermögen und ist dadurch geschützt. Somit ist es möglich den behördlichen Vermögensraub und monatliche Verteilung von einmaligen Einkommen (§ 2 Abs. 3 ALG II-VO) zu unterlaufen"
Bei der Arge gab sie den Gewinn danach (dumm oder nichtwissend?) an
Manche Leute können selbst Glück in Pech verwandeln.
Ein modernes König Midas Märchen
Also ich spiele ja auch PS Los Lotterie, schon vor Hartz IV, hab auch schon mal 5 Euro gewonnen.
Sollte ich irgend wann; auch mal 5000 Euro gewinnen .........abheben ab nach Hause und unters Kopfkissen !
Ich finde auch nicht das ich betrüge, das machen andere in ganz andern Dimensionen, wo man von betrügen reden kann.
Lotteriegewinne ab 500 Euro werden dem Finanzamt gemeldet, dieses meldet es an die ARGE, würde ich also nicht tun
OK....... und wieder was dazu gelernt !
PS : Auch wenn ich mit den Geld, vielleicht meine Schulden bezahlt hätte ? OK die liegen nicht grad unterm Kopfkissen aber....
Danke für den super Tip. Für meine Bekannte wird´s wohl zu spät kommen aber gut für´s nächste(?) Mal zu wissen.
So wird es gemacht und nicht anders!
Seit wann wird ein Lotterigewinn dem Finanzamt gemeldet, der ist doch Steuerfrei. Wohl meldet die Bank Zinseinkünfte über 500€ dem Finanzamt, aber die stehen eh erst nach einem Jahr an.Also das müßte dann ein ganz neues Gesetz sein.
Ob man nach einem Jahr oder vorher Ärger mit der ARGE will muss natürlich jeder selbst entscheiden, das mit der Steuerfreiheit für ein Jahr habe ich als bekannt vorrausgesetzt, ist aber trotzdem kein ARGE-freies Einkommen
Stimmt Arania da hast du natürlich recht, daß es angerechnet wird bzw nicht Arge frei ist
Das Geld wird natürlich nicht in bar ausgezahlt sondern auf ein Konto überwiesen. Da ihr regelmäßig die Auszüge vorzulegen habt, wird die Argentur es natürlich bemerken und entsprechend anrechnen.
Parallel dazu wird die Argentur vom FA über den Gewinn in Kenntnis gesetzt.
Das ist ja auch richtig so, schon damit ihr keinen Sozialbetrug begehen könnt: Das Geld kassieren und trotzdem ALGII kassieren ohne vorhandene Bedürftigkeit.
Das ihr euch intensiv mit dieser Absicht auseinandersetzt oder nach Gesetzeslücken (SGB II§40) sucht, beweisen eure Beiträge.
Also muss der Staat auf euch ein oder besser mehrere aufmerksame Augen richten.
Ich gehe mal davon aus, dass Beitrag 1 ein sogenannter "Fake" ist.
1. ist die Gewinn-Chance meist gleich 0,01 oder so - also fast gar keine
Manche spielen schon über 50 Jahr und haben noch nichts gewonnen.
2. müsste das wirklich ein riesengroßes "Glücksschweinchen" sein.
3. wird das auf Konto-Auszügen oder bei der Auszahl-Stelle vermerkt.
Köstlich gelacht, danke für den Witz oder "Schleichwerbung"
Sollen jetzt alle ihr Geld verspielen oder wie
Soweit korrekt, wobei längst nicht jede ArGe die Vorlage von Kontoauszügen fordert...
Das sollte man vielleicht versuchen differenziert zu betrachten... da z.B. Schulden bei der Bedürftigkeitsprüfung gar nicht berücksichtigt werden und jeder andere Mensch = sprich Nichtleistungsbezieher, Gewinne abz. Steuern (nach einem Jahr) auch anrechnungsfrei behalten darf... Das Gesetz ist schon recht hart abgefasst - so wirst du eben nach max. 18 Monaten ALG I (zumeist 12 Monate) vom ALG I in die "Sozialhilfe" befördert - alles was du angeschafft hast, bis auf das geringe "Schonvermögen" hast du zum Lebensunterhalt einzusetzen - du bist also von hier auf jetzt kein freier Mensch mehr. Hast du das Pech Schulden zu haben, zahlst du diese aus dem Regelsatz weiterhin ab, wenn sich z.B. eine Inso nicht lohnt oder längerfristig nicht durchkommt (Wartelisten Schuldnerberatungen etc.) Es kann also geschehen, das du nach nur kurzer Arbeitslosigkeit, die du nicht zwingend selbst verschuldet haben musst, von weniger als 200 Euro leben können musst.
Dann gewinnst du Geld und fragst dich nicht, ob du nicht wenigstens deine Schulden beseitigen kannst?
Ich finde die Fragestellung wie auch die Forderung legitim.
Nana... nach Gesetzeslücken suchen alljährlich wiederkehrend ebenfalls Arbeitnehmer anlässlich ihrer Steuererklärung, Betriebe um Subventionen zu erhalten etc. pp. - es ist ebenfalls legitim und völlig ok, Gesetzeslücken zu suchen (und ggf. zu finden) und für sich zu nutzen.
Schreibt offensichtlich jemand der nicht betroffen ist und es hoffentlich auch nie sein wird - auf der anderen Seite stehend, sieht es ganz anders aus - glaub mir!
Was glaubst du eigentlich, warum ich diesen Beitrag geschrieben habe??? Aus Langeweile? Ich habe eigentlich besseres zu tun, als aus Jux und Dallerei sowas zu schreiben. Auch wenn ich mit dem, was meine Bekannte da angerichtet hat, nicht einverstanden bin, bin ich doch überzeugt, daß sie es nicht wissentlich gemacht hat. Die SPK hat die Summe, die sie noch schuldete gleich einbehalten - also war ein Großteil des Geldes schon weg. Und wenn sie die Arge hätte besch.... wollen, hätte sie von dem Gewinn dort gar nichts verlauten lassen!
PS: Und ob du dein Geld verspielst oder nicht ist mir sowas von egal!!!
Schulden werden aus dem Regelsatz nicht bezahlt, da kann auch nichts gepfändet oder vollstreckt werden.
U.a. Deswegen bleiben sie auch beim Vermögen nicht berücksichtigt.
[ Die SPK hat die Summe, die sie noch schuldete gleich einbehalten - also war ein Großteil des Geldes schon weg.
Dann sollte deine Bekannte dies der ArGe auch mitteilen - sofern sie denn nachweisbar versucht hat, dem "automatischen Kontoausgleich" seitens der Sparkasse zu widersprechen =?
Naja... nicht jeder möchte die eidesstattliche Versicherung abgeben müssen und/oder eine Inso beantragen und schon gar nicht, wenn man für sich noch einmal vorhat auch wieder "zu leben"... Du weißt doch... mit Inso kein Kredit mehr möglich... ohne Kredit womöglich keine Selbstständigkeit oder kein Auto auf Raten etc. daraus resultierend... berufliche Nachteile (auch schon bei nur neg. Schufa) - gerade wenn der ALG II-Bezug irgendwann absehbar enden soll - bzw. auch nur kurz angedauert hat... wird man diese Nachteile für sich vermeiden wollen. Also ich jedenfalls zahle meine Schulden weiterhin artig ab.
Aus dem ALGII kann auch ohne Privatinsolvenz keine Pflicht zur Schuldentilgung hergeleitet werden. Mit ihm soll die Lebenshaltung sichergestellt werden, mehr nicht. Und so ist es ja auch bemessen.
Na, willst du wieder Stimmung gegen Hartz4ler machen? Lass es einfach sein.
Wie meinst Du das? Ich habe da gerade ein Problem mit den Stadtwerken meines vorigen Wohnortes.........
Eine Kopie des ALGII-Bescheides an die Stadtwerke stellt dich von der weiteren Tilgung frei. Die Zahlungsverpflichtung lebt erst dann wieder auf, wenn du anderes (höheres) Einkommen als ALGII beziehst.
Das ist auch vor dem Sozialgericht durchsetzbar.
Die "Vollstreckungsgrenze" liegt für eine Einzelperson irgendwo bei 900 €. Wer weniger Einkommen bezieht (egal, ob ALGII, oder aus Arbeit bei Zeitarbeitsfirmen oder Rente) kann nicht zur Tilgung verpflichtet werden, da Lebenshaltung Vorrang hat.
Allerdings darfst du nun keine neuen Schulden machen und ein anderes Unternehmen bzgl. Stromlieferung muss auch mit dir keinen Vertrag abschließen (Vertragsfreiheit).
Würdest du noch in deinem alten Ort wohnen, könnten - wie erläutert - die Stadtwerke zwar derzeit nicht gegen dich vollstrecken lassen , aber den Strom solange abstellen, bis du auf diese Art dich gezwungen siehst, die Schulden zu begleichen oder einen anderen Anbieter zu wählen.
Aha na dann werde ich meinen letzten ALG II Bescheid mal an die Rechtsanwälte schicken.. die Sache war schon vorm Amtsgericht aber soweit ich weiss ist noch kein vollstreckbarer Titel erreicht worden.
Aha.... und jetzt erklärst du mir, was die etwaigen Gläubiger davon abhalten sollte, Mahnbescheide zu schicken, den Gerichtsvollzieher zu schicken, etwaige Kontopfändungen zu versuchen (ja, ich weiß, man kann widersprechen), was sie davon abhalten sollte, Leistungen und Lieferungen einzustellen, ihren Eigentumsvorbehalt geltend zu machen, Kredite von hier auf jetzt wirksam aufzukündigen, eine schlechte Schufa zu verordnen und schlussendlich die Eidesstattliche zu erzwingen?
Bitte mit Rechtsgrundlagen und §... ich lerne gern noch dazu...
Allerdings darfst du keine neuen Schulden machen und ein anderes Unternehmen bzgl. Stromlieferung muss mit dir keinen Vertrag abschließen.
ja - das mag sein aber das hier beisst sich dann mit der vorhergehenden Aussage:
Würdest du in deinem alten Ort wohnen, könnten - wie erläutert - die Stadtwerke zwar nicht gegebn dich vollstrecken, aber den Strom solange abstellen, bis du auf diese Art dich gezwungen siehst, die Schulden zu begleichen oder einen anderen Anbieter zu wählen.
ein anderes Unternehmen bzgl. Stromlieferung muss mit dir keinen Vertrag abschließen
Dann wird´s sprichwörtlich zappenduster... und am Ende heißt es bei der arbeitenden Bevölkerung noch: "Selbst schuld - nicht arbeiten wollen, Schulden machen und dann noch Strom haben wollen, dieses "Packzeug" "
"die Sache war schon vorm Amtsgericht aber soweit ich weiss ist noch kein vollstreckbarer Titel erreicht worden."
na eben drum: Der wird auch nicht erreicht werden, solange du im ALGII-Bezug bist.
Nenne mir doch bitte einmal das Gesetzbuch und den § aus dem du ableitest, dass ein ALG II-Bescheid ausreicht um einen Mahn- bzw. Vollstreckungsbescheid zu verhindern.
Ansonsten bitte ich dich dein Unwissen den wirklich Unwissenden nicht als guten Rat zu "verkaufen" du richtest damit noch mehr Schaden an....
"...was die etwaigen Gläubiger davon abhalten sollte, Mahnbescheide zu schicken, den Gerichtsvollzieher zu schicken, etwaige Kontopfändungen zu versuchen (ja, ich weiß, man kann widersprechen)"
Nichts wird sie davon abhalten, weil sie zunächst mal davon ausgehen, dass viele nicht wissen, das von einem Mahnbescheid keinerlei Rechtswirkung ausgeht und daher gut zum erschrecken des Schuldners geeignet ist.
Wenn ich dir heute 100 € borge, kann ich- wenn du die nicht zurückzahlst-auch einen Mahnbescheid schicken. Das sind Formulare, die kann sich jeder im Internet runterladen ( z.B. http://www.avery-zweckform-profishop.de/formulare/formularemnp/mahnbescheid2886.php ) oder im Schreibladen kaufen und beliebig verschicken, wenn er es für zweckmäßig hält - ohne dass die Rechtswirkung entfalten würden.
Auch ein Stempel vom Amtsgericht besagt nichts, da wird der juristische Inhalt nicht geprüft.
Eine Mahnung ist eben nichts durchsetzbares sondern ist nur eine Erinnerung für den Schuldner.
Erst ein Vollstreckungsbescheid (und das ist etwas ganz anderes!) - und den gibts erst nach einem juristischen Verfahren - ist interessant und erst dann muss der Schuldner reagieren. Aber gegen ALGII-Empfänger wird der nicht durchsetzbar sein.
Rechtsquellen: u.a.
SGB I § 55 (1)
SGB I § 55 Kontenpfändung und Pfändung von Bargeld
ZPO §§ 704 ff. Da ist das Vollstreckungsverfahren geregelt.
Besonders interessant: § 850k ZPO
§ 850 k Zivilprozeßordnung (in der Neufassung vom 5. Dezember 2005 [BGBl. I, 2005, Nr. 72, S. 3202 ff.]):
„(1) Werden wiederkehrende Einkünfte der in den §§ 850 bis 850b bezeichneten Art auf das Konto des Schuldners bei einem Geldinstitut überwiesen, so ist eine Pfändung des Guthabens auf Antrag des Schuldners vom Vollstreckungsgericht insoweit aufzuheben, als das Guthaben dem der Pfändung nicht unterworfenen Teil der Einkünfte für die Zeit von der Pfändung bis zu dem nächsten Zahlungstermin entspricht.
(2) Das Vollstreckungsgericht hebt die Pfändung des Guthabens für den Teil vorab auf, dessen der Schuldner bis zum nächsten Zahlungstermin dringend bedarf, um seinen notwendigen Unterhalt zu bestreiten und seine laufenden gesetzlichen Unterhaltspflichten … zu erfüllen … . …
In der Praxis reicht es, wenn inerhalb einer Woche nach Zahlung das ALGII vom Konto abgehoben wird - dann ist es pfändungs- und vollstreckungs-geschützt.
>"ja - das mag sein aber das hier beisst sich dann mit der vorhergehenden Aussage:"
Nein,kein Widerspruch. Das leitet sich aus dem zivilrechtlichen Grundsatz der Vertragsfreiheit (BGB §§320 ff) ab und hat auch nichts mit ALGII zu tun: Niemand ist gezwungen mit einem anderen Geschäftsbeziehungen einzugehen und das heißt nun in der Praxis, dass ein Unternehmen sich seine Kunden nun einmal aussuchen kann, ebenso, wie du z.B. deinen Stromanbieter auch wählen kannst.
Und natürlich kann ein Unternehmen auch die weitere Leistung einstellen (z.B. Strom abstellen) solange bereits in Anspruch genommene Leistungen nicht beglichen sind. (§ 320 (1) BGB).
schließlich alles andere zum Thema u.a. hier:
Wenn ich dir heute 100 € borge, kann ich- wenn du die nicht zurückzahlst-auch einen Mahnbescheid schicken. Das sind Formulare, die kann sich jeder im Internet runterladen ( z.B. http://www.avery-zweckform-profishop...scheid2886.php ) oder im Schreibladen kaufen und beliebig verschicken, wenn er es für zweckmäßig hält - ohne dass die Rechtswirkung entfalten würden.
Oha, noch mehr davon, bitte.
Der Mahnbescheid ist die Vorstufe zum Vollstreckungsbescheid. Reagiert man nicht, folgt der Vollstreckungsbescheid nach ca. 4 Wochen. Widerspricht man dem Mahnbescheid, folgt ein Gerichtsverfahren. Ist die Forderung berechtigt, kommen noch die Gerichtskosten hinzu. Herzlichen Glückwunsch.
Du scheinst nicht zu verstehen um was es geht. Selbstverständlich kann die Titulierung der Forderung nicht verhindert werden, wenn diese berechtigt ist. Auch wird selbstverständlich bei ALG II Beziehern eine Pfändung versucht. Kontopfändung, Taschenpfändung, Sachpfändung.
Und einige ALG II Bezieher wollen eben dies verhindern und zahlen Raten aus dem Regelsatz.
Gut kopiert, aber auch verstanden? Du schreibst erst man könne eine Titulierung verhindern. Was du hier reinkopiert hast, regelt nur die Pfändung. Und die kommt nach der Titulierung.
Also nochmals für alle, bevor hier jemand deinen Ausführungen Glauben schenkt: Eine Titulierung kann nicht durch Vorlage eines ALG II Bescheids verhindert werden!
Eine Titulierung kann nicht durch Vorlage eines ALG II Bescheids verhindert werden!
Die Vollstreckung daraus aber (leider) schon.
Natürlich regelt das Gesetz die Pfändung. Was heißt "nur" ? Eine Pfändung gibts nur mit einem vollstreckbaren Titel, aber das ist nur eine Voraussetzung.
Außerdem verstehe ich den echauffiertes Gehabe nicht. Du wolltest die Rechtsquellen und ich hab sie dir genannt und zitiert.
Womöglich dachtest du aber, ich würde gar keine finden und bist jetzt enttäuscht, dass ich meine Aussagen belegen kann ? Wie dem auch sei, ich bin deinem Wunsche nach Zitat der Rechtsquellen nachgekommen, also gib nun auch wieder Ruhe.
Außerdem bin ich mit dieser Rechtsanwendung persönlich nicht einverstanden, aber ich hab sie nicht gemacht.
So muss ein Gläubiger oft genug vergeblich auf sein Geld warten und wenn der Schuldner doch noch in Insolvenz geht oder bis an sein Ende nicht zahlt, kommt das einer Enteignung des Gläubigers, der seine Leistung ehrlich erbracht hat, gleich.
Im Übrigen verweise ich auf mein Posting Nr. 29
Meine Frage wurde durch deine Antworten nicht beantwortet, weil es nicht um Pfändung ging, sondern um deine Behauptung, dass sich eine Forderung nicht titulieren lässt, solange man im ALG II-Bezug ist.
Und dafür wolltest du Rechtsgrundlagen liefern (die es nicht gibt)....
Gut, ich präzisiere und korrigiere ich meine Aussage. Offenbar ist sie in dieser Form unvollständig und missverständlich.
Die Stadtwerke können die zeitnahe Zahlung der Außenstände gegen einen ALGII-Bezieher nicht auf juristischem Wege durchsetzen, solange der Bezug andauert. Rechtsgrundlage ist im wesentlichen der bereits genannte § 55 aus SGB I.
Möglicherweise ist dazu eine Kopie des ALGII-Bescheides an die Stadtwerke auch nicht einmal erforderlich, weil dieser dann im juristischen Verfahren (durch Klage des Gläubigers) auf jeden Fall herangezogen werden würde.
Das zuständige Gericht stellt dann für Schuldner und Gläubiger verbindlich fest, dass "im ALGII-Bezug nichts zu holen ist".
Die Außenstände sind deshalb aber nicht etwa erlassen:
Sollte der Schuldner durch Arbeitseinkommen, Erbschaft, Spenden, Lottogewinn, Quiztaxi oder anderer günstiger Umstände aus dem ALGII-Bezug herausfallen, leben die Schulden wieder auf und sind (erst!) dann durchsetzbar im Wege der Vollstreckung.
Selbstverständlich aber kann der Gläubiger eine weitere Leistung an den Schuldner ablehnen, hier in Form von Einstellung der Stromversorgung. Das könnte er formal auch, wenn gar keine Schulden bestehen würden - er kann sich seine Kunden nämlich aussuchen und auch, wie lange die Geschäftsbeziehung besteht.
Allerdings müssen laufende Verträge beiderseitig eingehalten werden. Aber wenn der Abnehmer seinen Strom nicht zahlt, wird auch der Lieferant frei von der weiteren Einhaltung des Vertrages.
Das allerdings ist ein von der Beitreibung der Schulden völlig unabhängiger Rechtsvorgang - u.a. deshalb
- weil die Stromsperre ist in die Zukunft gerichtet zur Vermeidung weiterer Schulden, auch im Interesse des ehemaligen Kunden, während der Versuch der Vollstreckung auf bereits vergangenen Tatbeständen beruht.
- die Stromsperre allein schon aus der Vertragsfreiheit abgeleitet werden kann und kausal weder mit vorangegangenen Schulden oder der Einkommensituation des Kunden zu tun hat.
Die formellen zivilrechtlichen Bestimmungen zum Vertragsrecht stehen im BGB.
Au warte, woher nimmst du nur dieses Halbwissen?
Das Gericht stellt nur fest ob die Forderung zu Recht besteht, mehr nicht. Der ALG II Bescheid nützt wenig. Nur der Gerichtsvollzieher stellt fest ob beim Gläubiger etwas zu holen ist. Das Gericht hat damit nichts zu tun.
Auch schützt ein ALG II Bescheid nicht vor Pfändung. Immerhin könnte der Hilfeempfänger noch Schonvermögen oder ein KFZ besitzen.
Tue uns allen bitten den Gefallen und höre auf so einen Unfug zu verbreiten. Es gibt Hilfesuchende, die dir ahnungslos glauben könnten. Und die haben dann das Problem, nicht du.
Ach was, dann bleibt doch einfach in eurem Siff, trinkt JA!-Bier für 19 ct und zahlt mit euren 345 Kröten eure Schulden ab. Es verbietet euch ja schließlich auch keiner.
.... ich trinke kein Bier
... davon ab... magst du dich mal entscheiden welche Einstellung du für dich nun tatsächlich verfolgst...
.... oder diese:
Immer diese Klischees. Ich trinke nicht und lebe auch nicht im Siff. Tust du es?
@ Ivanhoe : sicher nicht
@ Katze : Die dargestellte Rechtsauffassung ist objektiv und hat nichts mit meiner persönlichen Einstellung zu tun, das hab ich aber bereits oben gesagt - du hast es ja auch zitiert.
Ich würde da schon einiges dran ändern, aber nach mir gehts ja nicht. Meine persönliche Auffassung ist ja uninteressant.
Und warum nimmst du dies dann von anderen an?
U.a. weil ich zu unterschiedlichen Tageszeiten bei uns an der Kaufhalle vorbeikomme (nach der Arbeit) und jeden Tag da ein Pulk von 20 bis 40 heruntergekommenen Personen rumlungert (immer die Gleichen), Bier säuft, Flaschen zerschlägt, Passanten anpöbelt... und ich sehe : hier trifft sich das Prekariat.
Leider gehört es nicht zu meinen Aufgaben, die mit Arbeit zu versorgen, obwohl ich weiß, dass es genug gemeinnützige Tätigkeiten zu vergeben gäbe und die allesamt am nächsten Tag einen Job haben könnten, indem sie was nützliches tun könnten.
Da ist man dann eben etwas verbittert, wenn man sieht, dass die sich auf Stadtkosten volllaufen lassen und sich über die lustig machen und jene blöd anpöbeln, die für ihr Geld arbeiten müssen.
Arbeitslosigkeit kann jeden treffen, aber man sollte - das SGBII fordert es auch - alle Bemühungen darauf richten, wieder einer Tätigkeit und einem regelmäßigem Lebenswandel nachzugehen.
Bei dem "Kaufhallenklientel" allerdings habe ich an der Arbeitsbereitschaft gewisse Zweifel.
Angeblich gibt es derzeit einen Aufschwung wie seit 50 Jahren nicht mehr - da müsste sich doch für fast jeden eine Arbeitsgelegenheit finden lassen, vorausgesetzt, mann möchte auch eine...
Daher bin ich auch für Gutscheine für Trocken-Brot (auf jeden Fall aber ohne Alkohol und Tabakwaren) und dieser Status kann und sollte sofort aufgehoben werden, wenn die sich für sinnvolle Tagesgestaltung bereit erklären, auch auf Basis von MAE-Tätigkeiten.
Unter Zuhilfenahme von zeitgemässen rechnergesteuerten Kooperationsentscheidungen kann die traditionelle Indoktrination der konzentrierten Sozialisiationsprogrammierung unter Berücksichtigung der humanistischen Ressourcen bei gleichzeitiger pädagogischer Allokation derart konditioniert werden, so das eine Divergenz des systemorientierten Antriebs weitgehend automatisiert wird.
....oder bin ich gerade schon wieder voll vonner Rolle.......?
Warum diskutiert ihr mit solchen Menschen wie Robin.... Das führt zu absolut nix. Der gibt sein aufgeschnapptes Halbwissen weiter und denkt noch wer weiß was er ist. Reine Zeitverschwendung mit solchen Leuten zu diskutieren. Aus den Angestürzten Menschen auf 8 Mio zu schließen, was kann man bei solch fundierten Intellekt noch sagen. Das sind die Dauermotzer, die nur in der Lage sind, ihr Feindbild zu pflegen. Es ist eben Trendy uns alle als Säufer und Assis über einen Kamm zu scheren. Das liegt eben im Trend und dazu braucht man ja auch nicht viel Mut. Sich mit den wahren Ursachen zu befassen und zu erkenne wer sich hier bedient, das wäre viel schwerer und da müßte man außerdem noch nachdenken. Eben die Geschichte vom Knecht und Oberknecht ohne zu erkennen Knecht bleibt Knecht.So ist das hier schön einfach, seinen eigenen Frust und Winzigkeit an Menschen in Not auszulassen.Für solche Sprüche braucht man nicht mal Großhirn, da reicht das Rückenmark vollauf, aber auch du solltest vielleicht mal die ca 1470ccm Masse in deinem Kopf benutzen die da Gehirn heißt. Setz das ein und du siehst, dann klappt es auch mal mit lesenswerten Beiträgen verfassen Dann erkennste vielleicht, wer die wahren Lottogewinne schwarz einfährt. Eine 1€ Job-Industrie, die Mrd abschöpft und reguläre Jobs frißt. Aber das dürfte deinen Horizont schon sprengen, wenn ich hier lese was du hier zum Besten gibst.
Kaufhallenklientel - wie du sie selbst nennst - hat es immer gegeben und wird es immer geben - aber was ist mit den restlichen 95 %?
Ah ja - dann sollen also noch mehr reguläre Arbeitsplätze abgebaut werden, denn so viel gibt es nun gemeinnützig auch nicht zu tun, ohne die Folge, das kleine Selbstständige (die bestimmte Tätigkeit mit ihren Angestellten realisiert haben) oder aber kommunal Beschäftigte hinten runter fallen = bedeutet im Endeffekt noch mehr Arbeitslose von denen durchaus auch 1 bis 5 % irgendwann frustriert an den Kaufhallen herumstehen...
... die für ihr Geld arbeiten dürfen und sogar davon leben können... aber ok, du scheinst mit diesen Menschen wenig Berührung zu haben...
Wer sagt denn bitte, Arbeitslose hätten keinen regelmäßigen Lebenswandel?
Und Bemühen... du bist witzig... realistische 8 - 10 Mio (davon 50.000 bis100.000 Kaufhallenklientel) "kloppen sich" um 1,2 Mio offene Stellen... Sag selbst... bleiben da nicht über 6 - 8 Mio Menschen übrig, die einfach hinten runter fallen?
Das mag sein - aber findest du es nicht ein Wenig zu einfach die "Kaufhallenklientel" einfach hochzurechnen?
Stimmt du hast recht - es gibt jetzt statt 1,2 Mio offener Stellen 1,4 Mio....
... und nun? Was ändert das?
Aha - ich soll also jetzt Gutscheine für mich und mein Kind auf Trocken-Brot-Basis erhalten, weil dieser Staat nicht in der Lage ist, seine Arbeitgeber und Unternehmer dazu zu bewegen, betriebliche Kindergärten zur Verfügung zu stellen oder überhaupt Mütter Vollzeit zu einem angemessenen Gehalt einzustellen... Dieser Staat ist doch noch nicht einmal in der Lage eine lückenlose Kinderbetreuung für Über 3-jährige Kids darzustellen, spätestens in den Ferien stehst du im Nichts... aber ok, scheinbar habe ich es verdient für einen Rentenzahler mehr in diesem System jetzt trocken Brot zu fressen... und all diejenigen, die sich um Arbeit bemühen (und dafür naturbedingt, mangels Arbeitsangeboten und Dank ebenso gut ausgebildeter "Konkurrenz" länger als ein Jahr benötigen) fallen auch hinten runter, ja?
So nun nochmals, meine Antwort vom 19.04.007 zu Robinson ;
madame __________________
Und wer eine Arbeit sucht, der findet auch eine - allerdings muss man auch mal für weniger als 12 €/Stunde arbeiten wollen. Angebote werden ja auch abgelehnt, weil sich die potentiellen Arbeitnehmer irrwitzige Vorstellungen von der Entlohnung machen und dann enttäuscht sind, wenn statt 12 €/h für einen niedrigqualifizierten Job eben nur 4 €/h drin sind.
Wenn Du nicht damit aufhörst alle ALG II Bezieher hier pauschal als Alkoholiker zu bezeichnen - seltsam ich erinnere mich daran das das hier schon mal jemand unter einem anderen Nick getan hat - dann wirst Du heftige Schwierigkeiten bekommen, anscheinend lässt Dir Deine Arbeitstätigkeit ja genug Zeit um hier diesen Blödsinn zu schreiben, dann wirst Du sicher auch Zeit dazu haben irgendwann Dich den Anzeigen zu stellen die kommen könnten, denn ein Forum ist - wie Du weisst- kein rechtsfreier Raum wo man ungestraft etwas herumpöbeln kann
Ev und Ruhe
"Naja... nicht jeder möchte die eidesstattliche Versicherung abgeben müssen und/oder eine Inso beantragen"
"und schon gar nicht, wenn man für sich noch einmal vorhat auch wieder "zu leben"... "
"mit Inso kein Kredit mehr möglich... ohne Kredit womöglich keine Selbstständigkeit oder kein Auto auf Raten etc. daraus resultierend... berufliche Nachteile (auch schon bei nur neg. Schufa) - gerade wenn der ALG II-Bezug irgendwann absehbar enden soll - bzw. auch nur kurz angedauert hat... wird man diese Nachteile für sich vermeiden wollen.
Also ich jedenfalls zahle meine Schulden weiterhin artig ab.
Wenn bislang ein Kleinunternehmer mit seiner Putzkolonne die Schule X saubergehalten hat und nun nicht mehr angefordert wird, weil die Schulbehörde für die Säuberung EEJ beschäftigen, wird der Kleinunternehmer kaum in Wettbewerb treten können = sprich er entlässt einen Teil seines Personals...
Es kann nicht sein, das dieses entlassene Personal im Umkehrschluss wiederum als EEJ die Schule sauberhält und noch weniger darf es sein, das der Kleinunternehmer hinter mir bei der ArGe ansteht, weil selbst bedürftig...
Umschüler, Maßnahmeteilnehmer, Mini-Jobber, EEJ, RBM, ABM, Mütter mit U3-Kindern, U58-er, alle die keinen Anspruch haben, da solventer Partner und alle die aus welchen Gründen auch immer, nicht bei der BA gemeldet sind. Also bitte besser über die Statistik informieren und dann hupen!
Mein Gott du kleiner, armer Wicht. Dacht ichs mir doch, daß du sogar auf die primitive beleidigend wirst. Aber schön daß du dich wenigstens offensichtlich schwarz ärgerst )))). Sagte ja, daß traurige an dir, daß du jetzt noch denkst das du wer weiß was bist So Sunnyboy und jetzt Ignore, da es absolut zwecklos ist mit Menschen zu reden. Du gehörst zu der Kategorie Menschen die weder zuhören- noch über ihren Tellerrand schauen können. Was bedauerlich ist, du entwickelst dich deshalb nicht weiter. Du hälst dich für außergewöhnlich, dabei ist daß, was du hier von dir gibst, visionsloses nachplappern, was du irgendwo aufgeschnappt hast.
Aha - wenn du Unternehmer wärst, würdest du günstige EEJ einstellen, weil die ja vom Staat bezuschusst werden - aber regulieren darf der Staat ansonsten nicht?
>Aha - wenn du Unternehmer wärst, würdest du günstige EEJ einstellen, weil die ja vom Staat bezuschusst werden - aber regulieren darf der Staat ansonsten nicht?
Als Unternehmer hätte ich schon was dagegen, wenn die Politiker immer neue Schwierigkeiten machen. Würde es die freie Marktwirtschaft geben, gäbe es keine EEJ mehr und der Unternehmer könnte die Löhne festlegen.
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