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Timestamp: 2017-05-23 21:10:40
Document Index: 303657548

Matched Legal Cases: ['Art. 30', 'Art. 8', 'Art. 9', 'Art. 10', 'Art. 10', 'Art. 76']

Leitfaden. Sozialversicherungen und Lohnabrechnung - PDF
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1 Leitfaden Sozialversicherungen und Lohnabrechnung 20122 3 Inhalt 1 AHV/IV/EO Seite 1.1 Allgemeines Versicherungspflicht und beitragspflichtige Personen Beiträge Beitragspflichtiger (massgebender) Lohn, AHV-Bruttolohn Lohnabrechnung Arbeitnehmende Leistungen 12 2 ALV Arbeitslosenversicherung 2.1 Versicherungspflicht und beitragspflichtige Personen Beiträge Leistungen 17 3 FAK Familienausgleichskasse 3.1 Versicherungspflicht und Beiträge Anspruch, Leistungen und Anmeldung Eidgenössisches Familienzulagenregister 19 4 BV Berufliche Vorsorge (2. Säule) 4.1 Versicherungspflicht und beitragspflichtige Personen Vorsorgepläne Versicherter Lohn Beiträge Leistungen 24 5 UV Unfallversicherung 5.1 Versicherungspflicht Beiträge Leistungen 29 6 KV Krankenversicherung 6.1 Krankenpflegeversicherung Krankentaggeldversicherung (KTG) 30 Übersicht Beiträge Sozialversicherungen 32 Leistungen Sozialversicherungen 33 Abkürzungen 35 Stichwortverzeichnis 36 14 5 Vorwort Mit diesem Leitfaden informieren wir Sie über die Sozialversicherungen und unterstützen Sie bei der Erstellung der Lohnabrechnungen. AHV, Pensionskasse, Kranken- und Unfallversicherung GastroSocial ist der zuverlässige Partner für sämtliche in der Schweiz obligatorischen Sozialversicherungen und spezialisiert auf die Branche Gastgewerbe. Wir bieten Ihnen attraktive Konditionen und einen minimalen administrativen Aufwand. Bei GastroSocial können Sie sämtliche Sozialversicherungen an einem Ort abrechnen. Mehr als Kunden in der ganzen Schweiz vertrauen unseren Dienstleistungen und profitieren seit mehreren Jahrzehnten von unserer Erfahrung. Auf unserer Website finden Sie sämtliche Formulare und Merkblätter zum Herunterladen und Ausfüllen, Aktuelles zu den Sozialversicherungen sowie den Zugang zur elektronischen Plattform PartnerWeb. Urs-Peter Amrein, Direktor GastroSocial, Aarau 36 1 AHV/IV/EO Die AHV, IV und EO sind obligatorische Sozialversicherungen für alle. Die AHV zahlt Altersrenten sowie Leistungen an Hinterlassene, die IV Invalidenleistungen bei länger andauernder Erwerbsunfähigkeit und die EO deckt den Erwerbsausfall von dienstleistenden Personen in Armee, Zivilschutz oder Zivildienst sowie bei Mutterschaft. 1.1 Allgemeines AHV-Ausgleichskasse Die Beiträge für AHV/IV und EO werden von der Ausgleichskasse erhoben und die Leistungen über sie ausbezahlt. Alle Arbeitgebenden und Selbstständigerwerbenden sind gesetzlich verpflichtet, sich einer Ausgleichskasse anzuschliessen. Für Mitglieder eines Berufsverbands (zum Beispiel Verband Gastro Suisse) mit eigener Ausgleichskasse ist der Beitritt zur Verbandsausgleichskasse (GastroSocial) obligatorisch. Der Austritt aus dem Berufsverband bedeutet auch den Ausschluss bei der Verbandsausgleichskasse. Wer einen Betrieb übernimmt oder aufgibt, muss die zuständige Ausgleichskasse sofort informieren. Die Ausgleichskassen der AHV überprüfen, ob die bei ihr angeschlossenen Arbeitgeber bei einer Vorsorgeeinrichtung (Pensionskasse) versichert sind PartnerWeb PartnerWeb ist eine Internetlösung der Ausgleichskassen. Arbeitgebende können damit einfach und mit wenig Zeitaufwand Arbeitnehmende bei der Ausgleichskasse an- und abmelden. Duplikate von verlorenen Ausweisen können ebenfalls online bestellt sowie Listen Ihrer Arbeitnehmenden gedruckt werden. Detaillierte Informationen zu PartnerWeb finden Sie auf Versicherungsausweis AHV/IV Alle beitragspflichtigen Arbeitnehmenden, gleichgültig welcher Nationalität, müssen einen Versicherungsausweis AHV/IV (AHV-Ausweis) besitzen. Der Arbeitgeber bzw. die Arbeitgeberin stellt sicher, dass dies bei den Arbeitnehmenden der Fall ist. Der Ausweis enthält Name, Vorname, Geburtsdatum und AHV-Nummer der versicherten Person. Für die Bestellung von Duplikaten, falls ein AHV-Ausweis verloren gegangen ist, füllen Sie das Formular «Anmeldung für einen Versicherungsausweis AHV/IV» aus und senden es an die Ausgleichs kasse An- und Abmelden von Arbeitnehmenden Sie müssen keine (weder alte noch neue) AHV-Ausweise mehr an die Ausgleichskasse schicken, um Ihre neuen Arbeitnehmenden regis trieren zu lassen. Bitte gehen Sie bei Einund Austritten wie folgt vor: 47 1 AHV/IV/EO Eintritt von Arbeitnehmenden, die einen neuen oder alten AHV-Ausweis besitzen Füllen Sie das Formular «Meldung Ein- und Austritte» aus und senden Sie es an die Ausgleichskasse. Eintritt von Arbeitnehmenden, die keinen AHV-Ausweis besitzen Füllen Sie das Formular «Anmeldung für einen Versicherungsausweis AHV/IV» aus und senden Sie es an die Ausgleichskasse. Für die Anmeldung Ihrer Arbeitnehmenden haben Sie 30 Tage Zeit. Austritt von Arbeitnehmenden Füllen Sie das Formular «Meldung Ein- und Austritte» aus und senden Sie es innert 30 Tagen an die Ausgleichskasse. Für neu angemeldete Arbeitnehmende schickt Ihnen die Ausgleichskasse einen Versicherungsnachweis (Bestätigung, dass Ihr Arbeitnehmer bzw. Ihre Arbeitnehmerin angemeldet worden ist). Falls die Versicherten (noch) keinen besitzen, erhalten Sie einen neuen AHV- Ausweis. Bitte leiten Sie diese Dokumente Ihren Arbeitnehmenden weiter. 1.2 Versicherungspflicht und beitragspflichtige Personen Folgende Personen sind AHV-beitragspflichtig: Erwerbstätige: Ab 1. Januar nach dem 17. Geburtstag Erwerbstätige im Rentenalter (Männer ab 65 Jahren, Frauen ab 64 Jahren): Beitragspflichtig ist nur der Teil des Einkommens, der CHF im Monat bzw. CHF im Jahr übersteigt (für ganzjährig Beschäftigte). Nichterwerbstätige: Die Beitragspflicht beginnt am 1. Januar nach dem 20. Geburtstag. Die Beiträge richten sich nach den sozialen Verhältnissen (steuerliches Vermögen und Renteneinkünfte sowie sonstige wiederkehrende Leistungen). Der Mindestbetrag pro Jahr beträgt CHF 475., der Höchstbetrag pro Jahr beträgt CHF 23'750. (entspricht dem 50-fachen Mindestbeitrag). Verheiratete oder in eingetragener Partnerschaft lebende Personen müssen keine Beiträge bezahlen, sofern ihr Partner erwerbstätig ist und Beiträge von mindestens CHF 950. (doppelter Mindestbetrag) pro Jahr entrichtet. Erwerbstätige, die im Kalenderjahr weniger als CHF 475. entrichten, gelten als Nichterwerbstätige. 58 1 AHV/IV/EO 1.3 Beiträge Selbstständigerwerbende Der persönliche Beitrag für Selbstständigerwerbende beträgt 9.7 % (7.8 % AHV % IV % EO). Bei geringen Einkommen gilt ein reduzierter AHV/IV/EO-Beitragssatz. Die Ausgleichskasse berechnet die Beiträge auf der Grundlage des steuerbaren Einkommens des Beitragsjahrs und teilt sie dem Selbstständigerwerbenden in einer Verfügung mit. Wer einen Betrieb neu übernimmt, wird von der Ausgleichskasse provisorisch eingeschätzt. Sobald die rechtskräftige Steuerveranlagung vorliegt, werden Abweichungen rückwirkend korrigiert Arbeitnehmende Vom AHV-Bruttolohn der Arbeitnehmenden werden 10.3 % als Beitrag entrichtet (8.4 % AHV % IV % EO). Arbeitnehmende und Arbeitgebende bezahlen je die Hälfte (5.15 %). Die Arbeitgebenden ermitteln den beitragspflichtigen Bruttolohn, der sich aus verschiedenen Bestandteilen zusammensetzen kann (Punkt 1.4). Davon ziehen sie 5.15 % ab und überweisen den Betrag zusammen mit ihrem Anteil der Ausgleichskasse. Die Arbeitgebenden haften für den vollen Beitrag von 10.3 %. Dieser Beitrag gilt nicht nur für vollbeschäftigte Arbeitnehmende, sondern auch für Teilzeitangestellte (Aushilfen, Raumpflegerinnen, Wäscherinnen) und mitarbeitende Familienmitglieder des Betriebsinhabers oder der Betriebsinhaberin (Punkt 1.5.2). 1.4 Beitragspflichtiger (massgebender) Lohn, AHV-Bruttolohn Beitragspflichtiger Lohn Der Lohn, auf dem Beiträge entrichtet werden müssen, wird als beitragspflichtiger oder massgebender Lohn bezeichnet. Dazu gehören alle ausbezahlten Entgelte, die Arbeitnehmende für geleistete Arbeit erhalten, wie: Fixe Monatslöhne Umsatzanteile Ferien- und Feiertagsentschädigungen 13. Monatslohn Entschädigungen für Überstunden Gratifikationen, Treueprämien und Provisionen Naturallöhne (Punkt 1.4.3) Erwerbsausfallentschädigungen für dienstleistende Personen in Armee, Zivilschutz oder Zivil dienst sowie IV-Taggelder, die von der Ausgleichskasse ausbezahlt wurden Mutterschaftsentschädigungen Leistungen eines Arbeitgebers oder einer Arbeitgeberin für den Lohnausfall infolge Unfall oder Krankheit, soweit sie die Taggelder einer Versicherung übersteigen 69 1 AHV/IV/EO Entschädigungen für die Fahrt der Arbeitnehmenden vom Wohn- zum Arbeitsort (können nicht als Spesen vom Lohn abgezogen werden) Entschädigungen für die übliche Verpflegung am Wohnort oder am gewöhnlichen Arbeitsort Ausnahmen vom beitragspflichtigen Lohn (Entschädigungen und Zulagen) Folgende Entschädigungen und Zulagen gehören nicht zum beitragspflichtigen Lohn (im Lohnheft einzutragen in den Kolonnen 17 und 18): Familienzulagen Taggelder der Kranken- und Unfallversicherung Entschädigungen für Berufswäsche, -kleider und -werkzeuge gemäss Art. 30 L-GAV Die Entschädigung für Kosten, die Arbeitnehmenden bei deren Arbeit zusätzlich entstehen (Spesen), gehören ebenfalls nicht zum beitragspflichtigen Lohn: Berufliche Reisekosten (Fahrt-, Unterkunfts- und Verpflegungskosten) Repräsentationskosten und Auslagen für die Kundenbewirtung Umzugsentschädigungen bei beruflich bedingtem Wohnungswechsel der Arbeitnehmenden Berufliche Aus- und Weiterbildungskosten, die eng mit der beruflichen Tätigkeit verbunden sind Abgabe eines Abonnements für den öffentlichen Verkehr, das auch für Geschäftsreisen verwendet wird Werden Entschädigungen geltend gemacht, ist Folgendes zu beachten: Die Entschädigungen müssen mit Buchhaltungsbelegen nachgewiesen werden. Ist die Entschädigung höher als die tatsächlichen Unkosten, gilt die Differenz als Teil des beitragspflichtigen Lohns der Arbeitnehmenden, und es werden Beiträge darauf erhoben. Die Revisoren prüfen bei den Arbeitgeberkontrollen, ob die Unkostenentschädigungen angemessen sind. Wenn von einem Arbeitgeber zu hohe Entschädigungen gewährt wurden, müssen diese nachträglich als beitragspflichtiger Lohn abgerechnet und die Beiträge dafür nachbezahlt werden Verpflegung und Unterkunft Ob und in welchem Umfang Verpflegung bzw. Unterkunft gewährt werden, vereinbaren Arbeitgebende und Arbeitnehmende miteinander. Der Betrag dafür wird dem Arbeitnehmer oder der Arbeitnehmerin vom Lohn abgezogen. Werden für Verpflegung und/oder Unterkunft Pauschalen vereinbart, gelten die Ansätze der Steuer- und AHV-Behörden als Mindestbeträge für die Lohnabzüge. Wird kein Betrag vereinbart, werden die Preise für die einzelnen Mahlzeiten in Rechnung gestellt. Die Abzüge für Verpflegung unterliegen zu 8 % der Mehrwertsteuer. Diese kann den Arbeitnehmenden vom Lohn abgezogen werden. Die Mindestansätze (siehe Tabelle) müssen eingehalten werden. 710 1 AHV/IV/EO Die Mindestansätze (gemäss eidg. Steuerverwaltung) CHF pro Tag CHF pro Monat Frühstück 3.50* * Mittagessen 10.00* * Abendessen 8.00* * Verpflegung gesamthaft 21.50* * Unterkunft 11.50** ** * Die Abzüge für Verpflegung beinhalten 8 % Mehrwertsteuer. ** Die Abzüge für Unterkunft sind nicht mehrwertsteuerpflichtig. Beispiel zur Berechnung des Verpflegungsabzugs für 10 Arbeitstage mit voller Verpflegung Total Verpflegungsabzug 10 CHF = CHF Berechnung MWST (8 %) CHF : = CHF Verpflegungsabzug CHF für Verpflegung (CHF CHF 15.95) Bruttolohn und Nettolohn Vereinbaren Sie nur Bruttolöhne. Ist ein Nettolohn vereinbart worden, gelten folgende von Arbeitgebenden zusätzlich erbrachten Leistungen als Lohnbestandteile: Verpflegung und Unterkunft, Beiträge der Arbeitnehmenden für AHV/IV/EO/ALV, Krankentaggeldversicherung, Nichtberufsunfallversicherung und Pensionskasse sowie Quellensteuer für Ausländer. Diese Lohnbestandteile müssen zum ausbezahlten Lohn hinzugefügt werden (Merkblatt «Nettolöhne» auf 1.5 Lohnabrechnung Arbeitnehmende Arbeitnehmende, die dem L-GAV unterstellt sind Für die korrekte Lohn- und Beitragsabrechnung gelten die Bestimmungen des L-GAV (Art. 8 ff). Berechnungsgrundlage ist der Bruttolohn, der sich aus verschiedenen Bestandteilen zusammensetzen kann (Punkt 1.4). Das Lohnsystem wird zwischen Arbeitgebenden und Arbeitnehmenden vereinbart (Art. 9 ff L-GAV). Verschiedene Systeme wie fixer Monatslohn, Umsatzlohn oder Kombinationen sind zulässig. Wir empfehlen einen schriftlichen Arbeitsvertrag. GastroSuisse bietet seinen Mitgliedern Musterverträge und Merkblätter dazu an (www. gastroprofessional.ch). Arbeitnehmende haben Anspruch auf den Mindestlohn gemäss Art. 10 oder 11 L-GAV. Höhere Mindestlöhne gemäss kantonalen Gesetzen sind einzuhalten. Vorbehalten bleiben arbeitsvertragliche Lohnvereinbarungen gemäss Art. 10, Ziffer 1 IV lit. d L-GAV. Erreicht der Bruttolohn bei ganzem oder teilweisem Umsatzlohn in einem Monat den Mindestlohn nicht, sind Arbeitgebende verpflichtet, die Differenz zum Mindestlohn aufzuzahlen. 811 1 AHV/IV/EO Es muss jeden Monat der Mindestlohn bezahlt werden (der Lohn von vergangenen oder zukünftigen Monaten darf nicht angerechnet werden). Der Bruttoumsatz (Basis zur Berechnung des Umsatzlohns) setzt sich aus den dem Gast in Rechnung gestellten oder von ihm bezahlten Endpreisen gemäss Karte zusammen. Der Verkauf von Kiosk- und Raucherwaren sowie der Verkauf über die Gasse werden beim Bruttoumsatz nicht berücksichtigt Arbeitnehmende, die dem L-GAV nicht unterstellt sind Die Bestimmungen des L-GAV gelten nicht für die in den nachstehenden Punkten a) bis e) beschriebenen Personen. Wenn Verpflegung und/oder Unterkunft kostenlos gewährt werden, gehören sie zum beitragspflichtigen Lohn. Beachten Sie die AHV-Ansätze für Verpflegung und Unterkunft (Punkt 1.4.3). a) Mitarbeitende Familienmitglieder Partner Arbeitet im Betrieb eines oder einer Selbstständigerwerbenden ein Ehepartner oder eingetragener Partner mit, ist diese Person nur beitragspflichtig, wenn sie einen Barlohn bezieht. Ein Naturallohn wird nicht berücksichtigt. Übrige Familienmitglieder Andere mitarbeitende Familienmitglieder wie Söhne, Töchter, Eltern und Geschwister des Betriebsinhabers bzw. seines Ehepartners oder eingetragenen Partners sind wie folgt beitragspflichtig: Bis am 31. Dezember nach dem 20. Geburtstag werden die Beiträge nur auf dem Barlohn (inkl. Umsatzanteile und Barentschädigungen) erhoben. Der Naturallohn (Verpflegung und Unterkunft) ist beitragsfrei. Ab dem 1. Januar nach dem 20. Geburtstag ist auch der Naturallohn beitragspflichtig. Sofern das Bar- und Naturallohneinkommen nicht monatlich mindestens CHF für Alleinstehende bzw. CHF für Verheiratete oder eingetragene Partner erreicht, gelten diese Beträge als beitragspflichtiger Lohn (Barlohn und Naturallohn). Arbeiten bei Verheirateten oder eingetragenen Partnern beide Partner im Betrieb voll mit, sind je CHF anzuwenden. Wenn auch Kinder der mitarbeitenden Familienmitglieder freie Verpflegung und Unterkunft erhalten, wird der Lohn um CHF 690. pro Monat und Kind erhöht. Familienmitglieder im Rentenalter Bei mitarbeitenden Familienmitgliedern im Rentenalter wird nur der Barlohn berücksichtigt. Beiträge werden nur auf jenem Teil des Einkommens erhoben, der CHF im Monat übersteigt. Der Naturallohn ist nicht beitragspflichtig. 912 1 AHV/IV/EO b) Musiker, Künstler, Artisten, Tänzerinnen, DJs Seit 1. Januar 2010 ist kein genereller pauschaler Spesenabzug von 20 % vom AHVpflichtigen Bruttolohn mehr erlaubt (siehe Merkblatt «Prozen tuale Pauschalspesen» auf Ausnahme: Für Musi ker, Künstler, Artisten, Tänzerinnen und DJs ohne steuerrechtlichen Wohnsitz oder Aufenthalt in der Schweiz ist eine Spesenpauschale von 20 % weiterhin zulässig. Die Ausgleichskasse akzeptiert weiterhin für quellensteuerpflichtige Künstlerinnen und Künstler eine Unkostenpauschale von 20 %, soweit diese steuerrechtlich zulässig ist. Es bestehen besondere Vorschriften und Abrechnungsformulare, die Sie bei der Ausgleichskasse beziehen können. Werden nebst der Gage freie Verpflegung und Unterkunft gewährt, ist der Wert dieser Naturalleistungen nach den Ansätzen der AHV (Punkt 1.4.3) zu deklarieren. c) Betriebsleitende, Direktoren Für Betriebsleitende, Direktoren und Direktorinnen sind die unter Punkt genannten Lohnbestandteile beitragspflichtig. Erhalten sie für sich und ihre Familien freie Verpflegung und Unterkunft, wird der Wert dieser Naturalleistungen nach den AHV-Ansätzen (Punkt 1.4.3) deklariert. d) Lernende Bei Lernenden ist ab dem 1. Januar nach dem 17. Geburtstag der gesamte Bruttolohn (Barlohn und Naturallohn) beitragspflichtig. Wird die Lehre im eigenen Familienbetrieb absolviert, ist bis am 31. Dezember nach dem 20. Geburtstag nur der Barlohn beitragspflichtig. e) Nicht in gastgewerblichen Betrieben beschäftigte Arbeitnehmende Für Arbeitnehmende, die ausschliesslich oder überwiegend in einem Nebenbetrieb oder im privaten Haushalt arbeiten, sind die unter Punkt 1.4 genannten Lohnbestandteile beitragspflichtig. Erhalten sie freie Verpflegung und Unterkunft, wird der Wert dieser Naturalleistungen nach den AHV-Ansätzen (Punkt 1.4.3) deklariert Lohnmeldungen und Abrechnungen mit der Ausgleichskasse Lohnmeldungen Sie als Arbeitgebende können die Lohnmeldungen über ein Lohnprogramm erstellen und einreichen. Neu steht Ihnen auf ein elektronisches Lohnblatt zur Verfügung. Falls Sie nicht mit einem Lohnprogramm arbeiten, werden die verschiedenen Lohnbestandteile und Abzüge pro Arbeitnehmer oder Arbeitnehmerin in ein persönliches Lohnblatt (siehe Abbildung «Lohnblatt») im Lohnheft eingetragen. Die Ausgleichskasse stellt den Arbeitgebenden Lohnblätter kostenlos zur Verfügung. 1013 1 AHV/IV/EO Lohnblatt-Nr. Eintritt: Austritt: Jahr Name Arbeitnehmer/in: Vorname: Original für die Ausgleichskasse Zivilstand: Nationalität: Angestellt als: Vollbeschäftigt Teilzeitbeschäftigt (Zutreffendes bitte ankreuzen) Geburtsdatum: AHV-Nummer.. Tag Monat Jahr Bitte nicht vergessen! Bei welcher Krankenkasse ist der Arbeitnehmer/ die Arbeitnehmerin für Krankenpflege versichert? Wohnadresse: Monat Lohnperiode Beitragspflichtige Lohnbestandteile Abzüge Nicht beitrags pflichtige Lohnbestandteile Entschädigungen Weitere Lohnabzüge Fixer Monatslohn Umsatzanteile AHV-Bruttolohn AHV / IV / EO Arbeitslosenversicherung Vorsorge versicherung taggeldsteuer der zulagen auszahlung Berufliche Unfall- Kranken- Quellen- Verpflegung Unterkunft Total Kinder- Netto- oder fixer a) Ferien Lohnanteil b) Feiertage (2. Säule) (NBU) versicherung a) b) Abzüge c) 13. Monatsl. Stunden Jan. Feb. GastroSocial 001 ISO 9001: 2008 / März Apr. Mai Juni Juli Aug. Sep. Bitte die Kolonnen addieren Okt. Nov. Dez. Total Datum und Unterschrift Arbeitnehmer/in: Der Arbeitgeber bzw. die Arbeitgeberin bestätigt mit der Unterschrift die Richtigkeit der vorliegenden Abrechnung. Datum und Unterschrift Arbeitgeber/in: Die Lohnblätter dienen nicht nur als Grundlage für die Sozialversicherungen, sondern den Arbeitgebenden auch als: Beleg über ausgerichtete Löhne und Zulagen sowie Lohnabzüge (AHV/IV/EO, ALV, BV, Unfall- und Krankenversicherung, Quellensteuer usw.) Lohnabrechnung für die Arbeitnehmenden (Fotokopien erstellen) Beleg für die Verbuchung der ausbezahlten Löhne in der Betriebsbuchhaltung Grundlage für das Ausfüllen von Lohnausweisen für die Steuerbehörden Beweismittel für die Kontrollstelle des L-GAV oder bei gerichtlichen Auseinandersetzungen Die Ausgleichskasse überträgt die Löhne der Lohnblätter auf das individuelle Konto (IK), welches sie zur Berechnung der Renten für alle Versicherten führt. Das Lohnheft oder die Lohnbescheinigung müssen spätestens bis 30. Januar nach Ende des Beitragsjahrs oder bei Betriebsaufgabe innert 30 Tagen bei der Ausgleichskasse eintreffen. Wer diesen Termin nicht einhält, muss nach Gesetz Verzugszinsen zahlen. Unvollständige Lohnhefte oder Bescheinigungen mit fehlenden Angaben muss die Ausgleichskasse zurückweisen. Abrechnungen mit der Ausgleichskasse Die Ausgleichskasse setzt Akontobeiträge fest. Dies sind provisorische Beiträge, die auf der Höhe der voraussichtlichen Lohnsumme basieren. Sobald sich die Höhe der Lohnsumme wesentlich (10 % oder mehr) ändert, müssen die Arbeitgebenden ihre Ausgleichskasse informieren. Die definitiven Beiträge werden dann aufgrund der Lohnmeldung erstellt. 1114 1 AHV/IV/EO Die Akontorechnungen für die Beiträge (persönliche Beiträge der Selbstständigerwerbenden und Beiträge Arbeitgebende/Arbeitnehmende) werden vierteljährlich bezahlt. Betriebe mit einer jährlichen Lohnsumme ab CHF müssen die Akontobeiträge monatlich an die Ausgleichskasse zahlen. 1.6 Leistungen Die Versicherungsleistungen werden von der Ausgleichskasse berechnet. Dieser Leitfaden gibt Ihnen einen allgemeinen Überblick, so dass Sie Ansprüche anmelden und Ihre Arbeitnehmenden informieren können. Auf finden Sie Merkblätter inklusive Rententabelle (für die Berechnung der Leistungen) zu diesem Thema AHV (Alters- und Hinterlassenenversicherung) Folgende Leistungen werden ausgerichtet: Altersrenten an Pensionierte (Männer ab 65 Jahren, Frauen ab 64 Jahren). Beide Ehepartner oder eingetragene Partner erhalten je eine separate Rente. Ein Rentenvorbezug ist nur um ein oder zwei Jahre möglich, die Rente wird jedoch lebenslang um 6.8 % pro vorbezogenem Jahr gekürzt. Ein Rentenaufschub ist um ein bis fünf Jahre möglich, die Rente wird dabei lebenslang erhöht. Kinderrenten als Zusatz zu den Altersrenten Renten an hinterbliebene Ehepartner und hinterbliebene eingetragene Partner Waisenrenten für Kinder Hilflosenentschädigungen an Bezüger von Altersrenten bei leichter, mittlerer oder schwerer Hilflosigkeit Hilfsmittel für Altersrentner Wer eine Leistung beantragen will, meldet sich bei der zuständigen Ausgleichskasse (in der Regel dort, wo zuletzt Beiträge bezahlt wurden). Wenn bereits eine Rente für den Partner ausbezahlt wird, ist die auszahlende Ausgleichskasse zuständig IV (Invalidenversicherung) Anspruch auf Leistungen der IV haben Versicherte, die wegen eines Gesundheitsschadens voraussichtlich bleibend oder für längere Zeit ganz oder teilweise erwerbsunfähig sind. Minderjährige gelten als invalid, wenn der Gesundheitsschaden voraussichtlich später ihre Erwerbstätigkeit beeinträchtigen wird. Unerheblich ist, ob die Invalidität körperlicher oder geistiger Natur ist und ob sie durch ein Geburtsgebrechen, eine Krankheit oder einen Unfall verursacht wurde. 1215 1 AHV/IV/EO Die Leistungen der IV beinhalten: Eingliederungsmassnahmen: Sie haben Vorrang vor den Renten und umfassen: Berufliche Massnahmen: Berufsberatung, Stellenvermittlung, Einarbeitungszuschuss, Umschulung, Sonderschulen für Minderjährige, Kapitalhilfe Taggelder: Während der Eingliederungsmassnahmen kön nen Versicherte ab dem 18. Geburtstag Taggelder beziehen. Hilfsmittel: Prothesen, Hilfsgeräte am Arbeitsplatz, Fahrzeuge usw. Renten: Sie werden ausbezahlt, wenn Eingliederungsmassnahmen von vornherein aussichtslos sind oder ihr Ziel nicht erreicht haben: Viertelsrente bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % Halbe Rente bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % Dreiviertelsrente bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % Ganze Rente bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % Nach Erreichen des AHV-Alters bezahlt die IV keine Leistungen mehr. Hilflosenentschädigungen Details entnehmen Sie dem Merkblatt 4.01 Leistungen der Invalidenversicherung EO (Erwerbsersatzordnung) a) Entschädigung an dienstleistende Personen Alle dienstleistenden Personen in Armee, Zivilschutz oder Zivildienst erhalten eine Erwerbsausfall entschädigung. Diese Entschädigung richtet sich nach dem vordienstlichen Einkommen, für welches AHV/IV/EO-Beiträge bezahlt wurden. Es bestehen folgende Entschädigungsarten: Zivilstandsunabhängige Grundentschädigung: 80 % des vordienstlichen Einkommens Mindestentschädigung CHF 62. bis Höchstentschädigung CHF 196. pro Tag Rekruten ohne Kinder einheitlich CHF 62. pro Tag Betriebszulage: CHF 67. pro Tag Gradänderungsdienste: Mindestentschädigung CHF 111. bis Höchstentschädigung CHF 196. pro Tag Durchdiener-Kader: Mindestentschädigung CHF 91. bis Höchstentschädigung CHF 196. pro Tag 1316 1 AHV/IV/EO Kinderzulage: CHF 20. pro Kind und Tag Diese Leistungen werden bei Überschreitung des vordienstlichen Tageseinkommens gekürzt. Betreuungskostenzulage: Maximal CHF 67. pro Tag Dies ergibt folgende Einkommens-Grenzbeträge: Arbeitnehmende Minimum CHF pro Monat Maximum CHF pro Monat Selbstständigerwerbende Minimum CHF pro Jahr Maximum CHF pro Jahr Die Entschädigungen werden durch die Ausgleichskasse berechnet und ausbezahlt, sobald die EO-Anmeldung vorliegt, die der Rechnungsführer der Armee, des Zivilschutzes oder des Zivildienstes ausstellt. Dieses Formular ergänzt die dienstleistende Person mit ihren persönlichen Angaben und unterzeichnet es. Arbeitnehmende händigen die Anmeldung ihrem Arbeitgeber aus. Er füllt die Lohnbestätigung aus und leitet die EO-Anmeldung an die Ausgleichskasse weiter. Die EO-Entschädigung geht an die Arbeitgebenden, da sie ihren Arbeitnehmenden für die Zeit des Dienstes während einer beschränkten Zeit den bisherigen Lohn weiterbezahlen müssen. Übersteigt die Entschädigung die Lohnzahlung, erhalten die Arbeitnehmenden die Differenz. Bei versicherten Personen ohne Arbeitgeber wird die Entschädigung direkt der dienstleistenden Person ausbezahlt. b) Mutterschaftsentschädigung Die gesetzliche Mutterschaftsentschädigung wird über die EO abgewickelt und finanziert. Anspruch Anspruchsberechtigt sind Mütter, welche in den letzten neun Monaten vor der Geburt ihres Kindes AHV-versichert waren und während dieser Zeit mindestens fünf Monate lang eine Erwerbstätigkeit ausgeübt haben. Der Anspruch gilt für Frauen, die bei der Geburt des Kindes Arbeitnehmerinnen sind. Selbstständigerwerbende sind. im Betrieb des Partners oder der Familie für einen Barlohn arbeiten. Details entnehmen Sie dem Merkblatt 6.02 Mutterschaftsentschädigung. 1417 1 AHV/IV/EO Leistungen Die Entschädigung beträgt 80 % des durchschnittlichen Erwerbseinkommens, welches die Mutter unmittelbar vor der Geburt ihres Kindes erzielt hat, maximal CHF 196. pro Tag. Der Anspruch beginnt am Tag der Geburt des Kindes und endet spätestens nach 98 Tagen (Ausnahme: Kanton Genf). Wenn die Mutter die Erwerbstätigkeit früher aufnimmt, wird der Anspruch durch die Lohnzahlung abgelöst. Die Mutterschaftsentschädigung ist den Sozialversicherungen unterstellt und beitragspflichtig (ausser für die Unfallversicherung). Wenn Arbeitgebende der Mutter für die Dauer des Anspruchs den Lohn weiter zahlen, überweist die Ausgleichskasse die Mutterschaftsentschädigung den Arbeitgebenden. Anmeldung Die Arbeitnehmerin füllt das Anmeldeformular für die Mutterschaftsentschädigung aus, legt eine Kopie des Geburtsscheins bei und leitet es ihrem Arbeitgeber bzw. ihrer Arbeitgeberin weiter. Dieser bzw. diese ergänzt das Formular und leitet es an die Ausgleichskasse weiter. Selbstständigerwerbende schicken das Formular direkt ihrer Ausgleichkasse. Das Anmeldeformular kann auf heruntergeladen oder bei der Ausgleichskasse bezogen werden Ergänzungsleistungen zur AHV und IV Die Ergänzungsleistungen (EL) zur AHV und IV helfen dort, wo die Renten und das Einkommen nicht die minimalen Lebenskosten decken. Sie sind ein rechtlicher Anspruch und keine Fürsorge oder Sozialhilfe. Ergänzungsleistungen werden durch die Kantone ausgerichtet. Es gibt: jährliche Leistungen, die monatlich ausbezahlt werden Vergütung von Krankheits- und Behinderungskosten Ergänzungsleistungen können Personen erhalten, die einen Anspruch auf eine Rente der AHV, eine Rente der IV oder nach Vollendung des 18. Altersjahres eine Hilflosenentschädigung der IV haben oder während mindestens sechs Monaten ein Taggeld der IV erhalten, die in der Schweiz Wohnsitz und tatsächlichen Aufenthalt haben und die Bürgerinnen oder Bürger der Schweiz sind. EL können auch Ausländerinnen oder Ausländer erhalten, die seit mindestens zehn Jahren ununterbrochen in der Schweiz leben. Für Flüchtlinge oder Staatenlose beträgt diese Frist fünf Jahre. Bürgerinnen oder Bürger eines EU-Mitgliedstaates, für den das Personenfreizügigkeitsabkommen gilt, oder Staatsangehörige der EFTA müssen in der Regel keine Karenzfrist erfüllen. Personen, welche keinen Anspruch auf eine Rente haben, weil sie keine oder zu wenig lang AHV- und IV-Beiträge bezahlt haben, können unter gewissen Voraussetzungen einen Anspruch auf EL geltend machen. Details entnehmen Sie dem Merkblatt 5.01 Ergänzungsleistungen zur AHV und IV. 1518 19 2 ALV Arbeitslosenversicherung Die Arbeitslosenversicherung ALV ist wie die AHV eine obligatorische Sozialversicherung. Sie erbringt Leistungen bei Arbeitslosigkeit, Entschädigungen bei Schlechtwetter, Kurzarbeit sowie bei Zahlungsunfähigkeit des Arbeitgebenden. 2.1 Versicherungspflicht und beitragspflichtige Personen Die Arbeitgebenden sind verpflichtet, allen der AHV unterstellten Arbeitnehmenden den Beitragsanteil vom Lohn abzuziehen und zusammen mit dem eigenen Anteil der zuständigen AHV-Ausgleichskasse zu entrichten. Erwerbstätige im AHV-Rentenalter (Männer ab 65 Jahren, Frauen ab 64 Jahren) sind nicht mehr beitragspflichtig. 2.2 Beiträge Bis zu einem Jahreslohn von CHF (CHF pro Monat) beträgt der ALV-Beitrag 2.2 %. Auf Löhnen zwischen monatlich CHF und CHF muss 1 % Solidaritätsbeitrag bezahlt werden. Die Hälfte dieser Beiträge kann den Arbeitnehmenden vom Lohn abgezogen werden. Auf dem Teil des Lohns, der CHF pro Monat übersteigt, werden keine Beiträge erhoben. Werden in einzelnen Monaten zusätzliche Lohnbestandteile wie zum Beispiel der 13. Monatslohn ausbezahlt, ist die Jahreshöchstgrenze von CHF zu berücksichtigen. Die Arbeitgebenden bezahlen die Beiträge für die ALV zusammen mit den AHV-Beiträgen an ihre Ausgleichskasse. 2.3 Leistungen Die Leistungen bei Arbeitslosigkeit müssen bei der Arbeitslosenkasse des Wohnkantons angemeldet werden. Die Ausgleichskassen sind nur für das Beitragsinkasso zuständig. 1720 3 FAK Familienausgleichskasse Die Familienzulagen (Kinder- und Ausbildungszulagen sowie Geburts- und Adoptionszulagen) sind durch das Bundesgesetz über die Familienzulagen (FamZG) und durch kantonale Gesetze geregelt. Die Zulagen sollen die Kosten, die Eltern für ihre Kinder entstehen, teilweise decken. Alle Arbeitgebenden und Nichterwerbstätige, welche AHV-Beiträge entrichten müssen, müssen sich einer Familienausgleichskasse anschliessen. Die Familienausgleichskassen der kantonalen Sektionen von GastroSuisse werden durch die GastroSocial Ausgleichskasse verwaltet. Die Familienausgleichskasse ist zuständig für: den Einzug der FAK-Beiträge bei den Arbeit gebenden die Auszahlung der Familienzulagen via Arbeit gebende an Anspruchsberechtigte 3.1 Versicherungspflicht und Beiträge Die Beitragssätze sind kantonal verschieden. Die FAK-Beiträge müssen die Arbeitgebenden und Nichterwerbstätigen bezahlen (Ausnahme: Kanton Wallis). Beitragspflichtig sind alle Arbeitgebenden, die AHV-pflichtige Arbeitnehmende beschäftigen, gleichgültig ob es sich um Angestellte mit oder ohne Kinder handelt. Die Finanzierung der FAK-Beiträge für Nichterwerbstätige ist kantonal geregelt. 3.2 Anspruch, Leistungen und Anmeldung Anspruch allgemein Arbeitnehmende und Nichterwerbstätige, die für Kinder aufkommen, haben Anspruch auf Zulagen, sofern sie die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllen. Sie werden zusätzlich zum Lohn bezahlt. In einzelnen Kantonen können auch Selbstständigerwerbende für ihre Kinder Zulagen beanspruchen. Anspruch von Arbeitnehmenden aus dem EU-/EFTA-Raum Grundsätzlich haben Erwerbstätige Anspruch auf die Leistungen des Staates, in dem sie erwerbstätig sind und zwar auch dann, wenn die Kinder oder sie selbst in einem anderen Land wohnen. Sind jedoch beide Eltern in verschiedenen Staaten (EU/EFTA und CH) erwerbstätig, richtet sich der Anspruch nach dem Recht jenes Staates, in dem die Kinder leben. Sind die Leistungen des anderen Staates höher, hat dieser der dort erwerbstätigen Person die Differenz auszurichten. Um einen Doppelbezug von Familienzulagen zu vermeiden, müssen solche Fälle periodisch mittels dem Formular E-411 (www.sozial versicherungen.admin.ch) überprüft werden. 18 Mehr anzeigen
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