Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=8%20U%20474/96
Timestamp: 2019-11-19 09:50:53
Document Index: 173659216

Matched Legal Cases: ['§ 12', '§ 242', '§ 242', '§ 12', '§ 11', '§ 12', '§ 12']

OLG Jena, 22.10.1996 - 8 U 474/96 (133) - dejure.org
OLG Jena, 22.10.1996 - 8 U 474/96 (133)
https://dejure.org/1996,1731
OLG Jena, 22.10.1996 - 8 U 474/96 (133) (https://dejure.org/1996,1731)
OLG Jena, Entscheidung vom 22.10.1996 - 8 U 474/96 (133) (https://dejure.org/1996,1731)
OLG Jena, Entscheidung vom 22. Januar 1996 - 8 U 474/96 (133) (https://dejure.org/1996,1731)
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VOB/A § 12 Nr. 1 Satz 1, BGB § 242
Vertragsstrafenanspruch des öffentlichen Auftraggebers beim VOB-Bauvertrag
Geltendmachung einer Vertragsstrafe durch den öffentlichen Auftraggeber beim VOB (Allgemeine Vertragsbedingungen für die Ausführung von Bauleistungen)-Bauvertrag; Einvernehmliche Aufhebung eines Fertigstellungstermins; Verhinderung des Berufens auf die ...
Vertragsstrafe zugunsten des öffentlichen Auftraggebers ohne erkennbare Nachteile durch Verzug?
Geltendmachung der Vertragsstrafe nur bei tatsächlichen Nachteilen für den Auftraggeber
BGB § 242; VOB/A § 12 Nr. 1; VOB/B § 11
Vertragsstrafe bei Fehlen erheblicher Nachteile durch Überschreiten der Vertragsfrist
Kann Auftraggeber Vertragsstrafe verlangen, auch wenn ihm kein Schaden entsteht? (IBR 1998, 198)
Änderung des Bauzeitenplans: Entfällt Vertragsstrafe? (IBR 1998, 199)
LG Mühlhausen, 19.03.1996 - 4 O 126/95
BauR 2001, 1446
Zu Unrecht haben daher das Thüringische Oberlandesgericht (Urteil vom 22. Oktober 1996 - 8 U 474/96, BauR 2001, 1446) und ihm folgend ein Teil der Literatur (Leinemann, BauR 2001, 1472;… Franke/Kemper/Zanner/Grünhagen, VOB-Kommentar, 2. Aufl., § 12 VOB/A, Rdn. 5;… Heiermann/Riedl/Rusam, Handkommentar zur VOB, 10. Aufl., § 12 VOB/A, Rdn. 2) angenommen, dass der öffentliche Auftraggeber aus einem Strafversprechen des Auftragnehmers keine Ansprüche ableiten könne, wenn er nicht darlege und gegebenenfalls beweise, dass wegen der Fristüberschreitung erhebliche Nachteile drohten.
Zwar kann der öffentliche Auftraggeber nach Treu und Glauben gehindert sein, sich auf eine Vertragsstrafenvereinbarung zu berufen, wenn er nicht dargelegt hat, dass die Überschreitung der ausbedungenen Vertragsfrist erhebliche Nachteile verursachen konnte (OLG Jena, BauR 2001, 1446, 1447 mit Anm. Sienz, IBR 2002, 6).
Dem steht das Urteil des OLG Jena in BauR 2001, 1446 f. nicht entgegen Streitgegenstand der dortigen Entscheidung waren tief-, straßen- und landschaftsbauliche Leistungen.