Source: https://www.sgb2.info/DE/Service/Meldungen/meldung_Teilhabechancegesetz.html
Timestamp: 2020-07-11 08:39:35
Document Index: 388925035

Matched Legal Cases: ['§ 16', '§ 16', '§ 16', '§ 16', '§ 16', '§ 16', '§ 16']

SGB II - Erfolgreiche Bilanz nach einem Jahr Teilhabechancengesetz
Mit dem Teilhabechancengesetz, das am 1. Januar 2019 in Kraft getreten ist, wurden zwei neue Förderungen im SGB II aufgenommen: „Eingliederung von Langzeitarbeitslosen“ im § 16e SGB II und „Teilhabe am Arbeitsmarkt“ im § 16i SGB II. Ziel der Förderungen ist, dass Menschen, die schon sehr lange arbeitslos sind, wieder eine Perspektive auf dem Arbeitsmarkt erhalten sollen, indem ihre Beschäftigungsfähigkeit durch intensive Betreuung, individuelle Beratung und wirksame Förderung verbessert wird. Dafür wurden auch die finanziellen Rahmenbedingungen der Jobcenter deutlich verbessert: Bis zum Jahr 2022 erhalten sie vier Milliarden Euro zusätzlich im Eingliederungstitel des SGB II.
Die beiden neuen Förderungen werden bundesweit sehr gut angenommen. Nach Ablauf des ersten Jahres standen bereits über 42.000 Personen in einem öffentlich geförderten sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis. Davon haben etwa 34.000 Personen eine Beschäftigung auf dem Sozialen Arbeitsmarkt nach § 16i SGB II aufgenommen. Dies sind also Menschen, die seit mindestens sechs Jahren Leistungen des SGB II erhalten haben und seitdem gar nicht oder kaum beschäftigt waren. Über 8.000 langzeitarbeitslose Personen werden über § 16e SGB II gefördert. Dabei zeichnet sich ab, dass auch die richtige Zielgruppe erreicht wird. Rund 70 Prozent der Teilnehmenden nach § 16i SGB II sind über 45 Jahre alt und über 50 Prozent haben keine abgeschlossene Berufsausbildung. Personen, die nach § 16e SGB II gefördert werden sind zwar etwas jünger, aber auch hier verfügt nur etwa jede zweite geförderte Person über eine abgeschlossene Berufsausbildung.
Grundlage für diesen Erfolg bildet auch das große Interesse der Arbeitgeber. Eine aktuelle Erhebung der Förderungen nach § 16i SGB II zeigt, dass die geförderten Arbeitsverhältnisse überwiegend im privaten Sektor (etwa 70 Prozent) entstehen, öffentlichen Arbeitgeber sind mit 19 Prozent und kirchliche Arbeitgeber mit 7 Prozent beteiligt. Der Anteil der sog. Beschäftigungsträger insgesamt liegt bei etwa einem Drittel.