Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=II%20C%20180.54
Timestamp: 2020-01-20 15:05:55
Document Index: 6962051

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 26', '§ 286', '§ 86', '§ 86', '§ 39', '§ 86', '§ 4', '§ 26', '§ 86', '§ 86', '§ 81']

BVerwG, 18.11.1955 - II C 180.54 - dejure.org
https://dejure.org/1955,18
BVerwG, 18.11.1955 - II C 180.54 (https://dejure.org/1955,18)
BVerwG, Entscheidung vom 18.11.1955 - II C 180.54 (https://dejure.org/1955,18)
BVerwG, Entscheidung vom 18. November 1955 - II C 180.54 (https://dejure.org/1955,18)
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Unzulässige Vorwegnahme der Beweiswürdigung - Versäumnis der rechtzeitigen Ablehnung eines von der Gegenpartei benannten Sachverständigen wegen Befangenheit - Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz durch die Nichteinholung eines weiteren Sachverständigengutachtens bei ...
BVerwGE 2, 329
NJW 1956, 923
DÖV 1956, 371
Kommunales Schwimmbad; Geräuschimmissionen; Anlagenbetreiber, hoheitlicher; …
Sie ist damit das notwendige "Korrelat" der Befugnis zur Wahrnehmung öffentlicher Aufgaben der Gemeinde, um die Einheit der Verwaltung sicherzustellen (vgl. BVerwGE 2, 329 ).
Das ist allgemein anerkannt für Maßnahmen des Staates gegen Gemeinden, die im Wege der sogenannten Kommunalaufsicht ergehen (BVerwGE 2, 329 mit weiteren Hinweisen; BVerwGE 18, 135).
Insofern greift der Beschluß des LPA in die Personalhoheit als Teil des Selbstverwaltungsrechts der kommunalen Körperschaft (BVerfGE 1, 167 [BVerfG 20.03.1952 - 1 BvR 267/51] [175]; 7, 358; 8, 332 [359]; 9, 268 [289]; 17, 172 [182]; BVerwGE 2, 329 [333]; 18, 135 [141 f.]; 19, 121 [123]) im konkreten Fall ein.
Das Bundesverfassungsgericht hat seit der Entscheidung in BVerfGE 1, 167 (175) [BVerfG 20.03.1952 - 1 BvR 267/51] in ständiger Rechtsprechung Eingriffe in die Personalhoheit der kommunalen Körperschaften für verfassungsmäßig erklärt, wenn der Eingriff den Kern, d.h. den unter Berücksichtigung der geschichtlichen Entwicklung zu bestimmenden Wesensgehalt des Selbstverwaltungsrechts unangetastet läßt (ebenso BVerwGE 2, 329 [332]; 18, 135 [142]; 19, 121 [123]).
(dd) § 4 ErrG bestimmt, dass Beamte und Angestellte der Versorgungsverwaltung für die ihnen übertragenen Aufgaben "besonders geeignet" sein müssen (vgl. auch BVerwGE 2, 329 ff - zum Begriff der "besonderen Eignung" i.S.d. § 26 Abs. 1 Nr. 2 des Deutschen Beamtengesetzes vom 26.01.1937 (RGBl. I S. 39)).
Die Beschwerde verkennt bei ihren Rügen, das Berufungsgericht habe in unzulässiger Weise die Beweiswürdigung vorweggenommen, ferner, daß dieser Verfahrensmangel nur vorliegt, wenn das Tatgericht eine von ihm selbst für rechtserheblich gehaltene Frage als noch nicht genügend geklärt ansieht und entsprechende Beweisanträge mit der Begründung ablehnt, daß die Beweiserhebung seine Überzeugung nicht hätte ändern können (vgl. BVerwGE 2, 329 und ständige Rechtsprechung).
BVerwG, 31.10.1968 - VIII C 97.67
Kriegsdienstverweigerung und Wehrpflichtrecht - Begründung der …
Soweit es die Beweisaufnahme mit der Begründung abgelehnt hat, die Vernehmung des benannten Zeugen hätte die durch die bisherige Beweisaufnahme gewonnene Überzeugung des Verwaltungsgerichts nicht erschüttern können, liegt hierin eine unzulässige Vorwegnahme der Beweiswürdigung (BVerwGE 2, 329;… Baumbach, ZPO, 29. Aufl., § 286 Anm. 3;… Eyermann-Fröhler, VwGO, 4. Aufl., § 86 Anm. I 4 d Rdz. 19).
Denn dies würde eine unzulässige Vorwegnahme der Beweiswürdigung darstellen und die gerichtliche Pflicht verletzen, gemäß § 86 Abs. 1 VwGO den Sachverhalt von Amts wegen zu erforschen (vgl. Urteile vom 18. November 1955 - BVerwG 2 C 180.54 - BVerwGE 2, 329 und vom 19. März 1998 - BVerwG 2 C 5.97 - BVerwGE 106, 263 = Buchholz 237.6 § 39 NdsLBG Nr. 9 S. 2; Beschluss vom 22. August 2000 - BVerwG 2 B 29.00 - Buchholz 310 § 86 Abs. 1 VwGO Nr. 310 m.w.N.).
cc) § 4 ErrG bestimmt, dass Beamte und Angestellte der Versorgungsverwaltung für die ihnen übertragenen Aufgaben "besonders geeignet" sein müssen (vgl. auch BVerwGE 2, 329 ff - juris Rdn. 36 zum Begriff der "besonderen Eignung" i.S.d. § 26 Abs. 1 Nr. 2 des Deutschen Beamtengesetzes vom 26.01.1937 (RGBl. I S. 39)).
Nach BVerwGE 2, 329 ist es eine unzulässige Vorwegnahme der Beweiswürdigung, wenn das Verwaltungsgericht eine Beweisfrage als rechtserheblich, jedoch nicht genügend geklärt ansieht, den Beweisantrag einer Partei hierzu aber ablehnt mit der Begründung, daß "die Aussagen der Zeugen seine Überzeugung nach Lage der Umstände nicht hätte ändern können"; nach dieser Entscheidung wäre die unzulässig vorwegnehmende Beweiswürdigung eine Verletzung der dem Berufungsgericht gemäß § 86 Abs. 1 Satz 1 VwGO obliegenden Pflicht, den Sachverhalt von Amts wegen zu erforschen (vgl. auch das Urteil des erkennenden Senats vom 27. Februar 1967 - BVerwG VIII C 69.66 - [NJW/RZW 1967, 513]).
Es kann in dieser Hinsicht Bezug genommen werden auf die Ausführungen in der vorgenannten Entscheidung BVerwGE 2, 329 (331 f.) [BVerwG 18.11.1955 - II C 180/54].
Die angeführte Entscheidung BVerwGE 2, 329 (331) [BVerwG 18.11.1955 - II C 180/54] befaßt sich auch mit der Frage, ob ein Mangel des Verfahrens darin liegt, daß das Berufungsgericht sich auf die Berücksichtigung der Äußerung des von der Gegenpartei benannten Sachverständigen beschränkt und nicht einen weiteren Sachverständigen gehört habe.
Nach den in der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. BVerwGE 2, 329 [330]; BVerwG, Urteil vom 1. November 1963 - BVerwG 6 C 37.61 - [VerwRspr 16 S. 764 = DÖV 1964, 561]; Urteil vom 13. Mai 1964 - BVerwG 5 C 211.62 - [Buchholz 310 § 86 Abs. 1 VwGO Nr. 33 = DVBl. 1965, 88]; Urteil vom 31. Oktober 1968 - BVerwG 8 C 75.67 - [DVBl. 1970, 464]) ausgeführten Grundsätzen ist ein Gericht gehindert, die Verwertung weiterer Beweismittel für eine entscheidungserhebliche, nicht genügend geklärte Tatsache deshalb abzulehnen, weil das zu erwartende Ergebnis der Beweisaufnahme nach Lage der Dinge die Überzeugung des Gerichts nicht ändern könne; es stellt eine unzulässige Vorwegnahme der Beweiswürdigung dar, wenn das Gericht ein Beweismittel nicht mehr erhebt, obwohl die Beweisfrage rechtserheblich und das Beweismittel nicht gänzlich ungeeignet ist.
Dies ergibt sich im wesentlichen aus dem Gebot umfassender Sachaufklärung (vgl. BVerwGE 2, 329 [331]).
BVerwG, 09.07.1964 - VIII C 29.63
BVerwG, 26.05.1966 - II C 11.63
Zulässigkeit der Ablehnung von Beweisanträgen im Verwaltungsprozess - …
BVerwG, 29.02.1972 - III C 106.70
BVerwG, 07.07.1961 - VII C 159.60
BVerwG, 13.09.1979 - 3 C 47.78
Streit der Erben um die Geschädigteneigenschaft - Rechtsinhaberschaft an …
BVerwG, 12.09.1963 - VIII C 26.62
Anspruch auf die Erteilung des Ausweises C nach §.15 Abs. 1 …
BVerwG, 14.02.1958 - VI C 24.56
BVerwG, 25.11.1976 - 2 B 40.76
BVerwG, 26.11.1969 - VIII C 101.67
Voraussetzungen der Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer - Reichweite der …
BVerwG, 11.06.1963 - II C 105.61
Versetzung in den Ruhestand wegen Dienstunfähigkeit - Dienstunfall als Ursache …
BVerwG, 22.01.1971 - VII B 70.69
Bestellung eines Erbbaurechts an einem Grundstück mit einem Zeughaus - Ablehnung …
BVerwG, 31.10.1968 - VIII C 75.67
BVerwG, 11.10.1962 - II C 69.61
Antrag auf Versorgung nach dem Gesetz zur Regelung der Rechtsverhältnisse der …
BVerwG, 12.07.1961 - VI C 155.59
BVerwG, 07.12.1965 - II C 211.62
BVerwG, 13.04.1962 - VII C 5.62
BVerwG, 07.07.1961 - VII C 156.60
Rechtliche Auslegung der Begriffs der grundsteuervergünstigungswürdigen …
BVerwG, 13.04.1961 - VIII B 170.60
BVerwG, 20.02.1958 - I B 58.57
Verpflichtung eines Flurbereinigungsgerichts zur Durchführung einer …
BVerwG, 28.09.1957 - VI CB 366.56
BVerwG, 21.02.1963 - VIII C 85.61
Ursächlichkeit von Verfolgungsgründen für die Entlassung eines Beamten aus dem …
BVerwG, 30.08.1962 - VIII C 89.60
BVerwG, 14.06.1962 - I C 67.61
BVerwG, 13.10.1961 - VI CB 136.59
BVerwG, 04.01.1961 - VI CB 84.60
BVerwG, 02.10.1959 - III C 234.57
Feststellung eines Hausratschadens und Gewährung einer Hausratentschädigung nach …
BVerwG, 08.12.1958 - I C 94.58
Auslegung eines Antrags zur Bestellung eines weiteren Sachverständigen als …
BVerwG, 15.10.1958 - II CB 222.57
BVerwG, 21.08.1957 - VI B 137.56
BVerwG, 26.10.1956 - II C 81.56
Beiladung für einen Teil eines Rechtsstreits - Beschwer eines Beigeladenen durch …
BVerwG, 11.04.1956 - II B 1.55
Klärung einer Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung - Auslegung des § 81 a …
BVerwG, 12.07.1962 - I C 123.59
Heranziehung zu Zoll und Ausgleichssteuer für in der sowjetischen Besatzungszone …
BVerwG, 19.02.1962 - VI B 24.61
BVerwG, 27.03.1961 - VIII B 12.61
Verletzung einer Aufklärungspflicht bei einer Revision - Inhalt eines …
BVerwG, 08.05.1956 - IV B 67.55