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Timestamp: 2016-10-28 08:29:21
Document Index: 99407464

Matched Legal Cases: ['EGMR', 'Art. 8', 'Art. 32', 'Art. 5', 'Art. 71', 'Art. 8', 'Art. 50', 'Art. 66']

2C_625/2013 (23.01.2014)
2C_625/2013 � � Verf�gung vom 23. Januar 2014
1.1.�X.________ (geb. 1981) stammt aus Indien. Vom 20. Dezember 2002 bis in den September 2004 lebte er mit seiner ersten Schweizer Gattin (geb. 1969) zusammen. Die Ehe wurde am 4. April 2007 geschieden, worauf X.________ sich mit einer anderen Schweizer B�rgerin verheiratete. Aus der Beziehung ging am 11. Dezember 2007 ein Kind hervor. Am 1. April 2009 gaben die Ehegatten ihre Lebensgemeinschaft auf (Scheidung am 18. Oktober 2011), wobei der Sohn in der Obhut der Mutter blieb und X.________ ein (�bliches bzw. etwas erweitertes) Besuchsrecht einger�umt wurde.
1.2.�Am 3. Mai 2012 weigerte sich das Migrationsamt des Kantons Z�rich, die Aufenthaltsbewilligung von X.________ zu verl�ngern und wies ihn weg. Das Verwaltungsgericht best�tigte diese Verf�gung am 12. Juni 2013. X.________ k�nne aus dem Besuchsrecht zu seinem Sohn nichts zu seinen Gunsten ableiten, da er nur �ber ein durchschnittliches Besuchsrecht verf�ge und keine enge affektive und wirtschaftliche Beziehung bestehe.
1.3.�X.________ gelangte hiergegen am 5. Juli 2013 an das Bundesgericht, wobei er geltend machte, dass der Entscheid des Verwaltungsgerichts bez�glich der Ber�cksichtigung des Kindsinteresses weder der neueren bundesgerichtlichen noch der konventionsrechtlichen Praxis des EGMR zu Art. 8 EMRK entspreche; entgegen der Annahme der Vorinstanz k�nne er die Beziehung zu seinem Sohn nicht von Indien aus leben.
1.4.�Am 17. September 2013 heiratete X.________ eine �sterreichische Staatsangeh�rige, worauf ihm im Familiennachzug eine Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA erteilt wurde. Er beantragte im Anschluss hieran am 2. Dezember 2013, das bundesgerichtliche Verfahren als gegenstandslos abzuschreiben und ihm f�r dieses eine Parteientsch�digung zulasten des Kantons Z�rich zuzusprechen. Die kantonalen Beh�rden haben sich hierzu nicht vernehmen lassen.
2.1.�Nach Art. 32 Abs. 2 BGG entscheidet der Instruktionsrichter als Einzelrichter �ber die Abschreibung von Verfahren zufolge R�ckzugs. Gleichzeitig befindet er �ber die Gerichtskosten und die H�he einer (allf�lligen) Parteientsch�digung (Art. 5 Abs. 2 BZP in Verbindung mit Art. 71 BGG).
2.2.�Der Beschwerdef�hrer hat seine Eingabe zur�ckgezogen, weil er gest�tzt auf einen anderen Rechtsgrund in der Schweiz verbleiben kann; sein aktuelles Interesse an der Beurteilung der Eingabe ist damit nachtr�glich dahin gefallen. Das Verfahren kann seinem Antrag entsprechend als gegenstandslos abgeschrieben werden.
2.3.�Bez�glich der Parteientsch�digung ist in dieser Situation auf den mutmasslichen Verfahrensausgang abzustellen. Die Eingabe w�re gest�tzt auf die neuere bundesgerichtliche Praxis vermutlich gutzuheissen gewesen (Urteile 2C_1112/2012 vom 14. Juni 2013 E. 2 u. 3 sowie 2C_318/2013 vom 5. September 2013 E. 3) : Der Beschwerdef�hrer verf�gt �ber ein Besuchsrecht, das - wie von ihm geltend gemacht - geeignet ist, einen Bewilligungsanspruch gest�tzt auf Art. 8 EMRK bzw. einen solchen im Rahmen von Art. 50 AuG zu begr�nden. Er pflegt seine Beziehungen zum (schweizerischen) Kind, leistet Alimente im Umfang von Fr. 800.-- pro Monat und kann hier als integriert gelten. Sein Verhalten hat - soweit ersichtlich (angefochtener Entscheid) - zu keinen Klagen Anlass gegeben. Die Beziehungen zum Sohn k�nnten entgegen dessen Interessen von Indien aus kaum mehr aufrechterhalten werden. Der Kanton Z�rich hat den Beschwerdef�hrer f�r das vorliegende Verfahren deshalb angemessen zu entsch�digen. Es sind keine Kosten geschuldet (Art. 66 Abs. 4 BGG).
Demnach verf�gt der Pr�sident:
�Das Verfahren wird zufolge R�ckzugs der Beschwerde als gegenstandslos abgeschrieben.
2.1.�Es werden keine Kosten erhoben.
2.2.�Der Kanton Z�rich hat den Beschwerdef�hrer f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 2'000.-- zu entsch�digen.
�Diese Verf�gung wird den Verfahrensbeteiligten, dem Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich, 4. Kammer, und dem Bundesamt f�r Migration schriftlich mitgeteilt.
�Lausanne, 23. Januar 2014