Source: https://www.syna.de/corp/fuer-einspeiser/einspeiser-nach-eeg/eeg-umlagepflicht-fuer-eigenverbrauchsmengen
Timestamp: 2020-04-04 13:30:40
Document Index: 391853942

Matched Legal Cases: ['§ 61', '§ 61', '§ 61', '§ 61', '§ 61', '§ 61', '§ 62', '§ 74', '§ 61', '§ 61']

Netzzugang & Messstellenbetrieb
Vorgehensweise & Anforderungen
Die Eigenversorgung mit Strom ist nach § 61 Abs. 1 EEG 2017 EEG-umlagepflichtig, wenn nicht besondere Ausnahmen greifen. Für Strom aus Anlagen, die zur Eigenversorgung genutzt werden, sind wir als Verteilnetzbetreiber nach § 61j Abs. 2 EEG 2017 in Verbindung mit § 61k Abs. 2 EEG 2017 verpflichtet, für die Eigenversorgung den gesetzlich festgelegten Anteil der jeweils geltenden EEG Umlage zu erheben und an die Übertragungsnetzbetreiber weiterzuleiten. Die aktuelle Höhe der EEG-Umlage ist unter www.netztransparenz.de zu finden.
Laut der gesetzlichen Regelung müssen Eigenversorger für den in Ihrer Stromerzeugungsanlage erzeugten und von Ihnen im unmittelbaren räumlichen Zusammenhang ohne Netzdurchleitung selbst verbrauchten Strom („Eigenversorgung“) grundsätzlich gemäß § 61 Abs. 1 EEG 2017 die volle EEG-Umlage zahlen. In der Regel sind PV-Anlagen mit einer installierten Leistung kleiner 7,69 kWp sowie KWK-Anlagen und sonstige Anlagen mit einer installierten Leistung von kleiner 10 kW und darüber hinaus nicht mehr als 10.000 kWh pro Jahr selbst verbrauchten Stroms von der Umlagepflicht, mit Ausnahme der im Gesetzestext hinterlegten Vorgaben und Bestimmungen, befreit.
Eine verringerte EEG-Umlage in Höhe von 40 Prozent nach § 61b EEG 2017 wird fällig bei EEG-Neuanlagen oder bei KWK-Anlagen, wenn es sich um eine hocheffiziente KWK-Anlagen mit einem Monats- oder Jahresnutzungsgrad von mindestens 70 % nach den §§ 61 c EEG 2017 handelt. Eine Inanspruchnahme dieser verringerten EEG-Umlage ist nur unter der Voraussetzung möglich, dass der Anlagenbetreiber fristgemäß seinen Mitteilungspflichten nachkommt. Andernfalls erhöht sich die zu zahlende EEG-Umlage auf 100 %.
Sämtlicher eigenverbrauchter Strom muss des Weiteren in der Regel gemäß § 62b Abs. 1 EEG 2017 mit geeichten Messeinrichtungen erfasst werden.
Jeweils spätestens zum 28. Februar des Folgejahres müssen die selbst verbrauchten und erzeugten Strommengen der Syna GmbH bzw. dem zuständigen Übertragungsnetzbetreiber nach § 74a EEG 2017 mitgeteilt werden. Dazu nutzen Sie bitte die nachstehende Erklärung und senden diese an uns zurück.
Erklärung des Betreibers einer EEG-, KWKG- oder konventionellen Erzeugungsanlage zur EEG-Umlagepflicht (PDF | 0,3 MB)
Ausnahmeregelungen für Bestandsanlagen
Auf EEG-Eigenstrom aus Bestandsanlagen wird keine EEG-Umlage erhoben, wenn die Bestandsanlage vor dem 01.08.2014 betrieben und bereits vor dem 01.08.2014 zur Eigenversorgung genutzt wurde sowie die Voraussetzungen nach § 61e oder § 61f EEG 2017 vorliegen.
Bitte beachten Sie, dass nach einem Betreiberwechsel einer Bestandsanlage nach dem 01.08.2014 die Anlage als Neuanlage gilt, sodass EEG-Umlage fällig wird.
Bei der Versorgung von Dritten ist der Übertragungsnetzbetreiber für die Abwicklung der EEG Umlage zuständig. Für das Netzgebiet der Syna GmbH ist dies abhängig vom Standort Ihrer Anlage entweder die Amprion GmbH oder die TansnetBW GmbH. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte aus deren Internetseiten.
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