Source: https://www.elster.de/faq_an_nw.php
Timestamp: 2015-03-31 06:33:49
Document Index: 213239948

Matched Legal Cases: ['§ 41', '§ 39', '§ 139', '§ 41', '§ 39', '§ 42', '§ 39', '§ 41', '§ 3', '§ 42', '§ 3', '§ 41', '§ 41']

ELSTER: Hilfe zu ELSTER, Arbeitnehmer
Der Arbeitgeber ist gesetzlich verpflichtet, einen Ausdruck der elektronische Lohnsteuerbescheinigung auszuhändigen oder elektronisch bereit zu stellen (§ 41b EStG).Der Arbeitgeber kann einen Dritten, zum Beispiel einen Steuerberater, mit dieser Aufgabe beauftragen.
Warum wurde die Lohnsteuerkarte abgeschafft? Die Lohnsteuerkarte war bislang ein unverzichtbares Mittel, um dem Arbeitgeber die für den Lohnsteuerabzug erforderlichen personenbezogenen Daten mitzuteilen. Mit der Produktion, Versendung und Verwaltung der Lohnsteuerkarten war immer ein hoher Aufwand verbunden. Durch den technischen Fortschritt lässt sich die Bereitstellung der notwendigen Informationen besser organisieren. Mit der Umstellung auf ein elektronisches Verfahren ist das Lohnsteuerabzugsverfahren schneller, sicherer und effizienter.
Anschrift des Bundeszentralamts für Steuern:Bundeszentralamt für SteuernAn der Küppe 153225 Bonn
Welche meiner Daten sind bei der Finanzverwaltung gespeichert? Bei der Finanzverwaltung werden nur die steuerrechtlichen Informationen gespeichert, die bislang auf der Vorderseite der Lohnsteuerkarte eingetragen waren sowie die melderechtlichen Daten, die wie bisher von den Gemeinden an die Finanzverwaltung übermittelt werden (Steuerklasse, Anzahl der Kinderfreibeträge, sonstige Freibeträge und Kirchensteuerabzugsmerkmale). Die steuerlichen Informationen werden auch als Elektronische LohnSteuerAbzugsMerkmale (ELStAM) bezeichnet. Es werden keine zusätzlichen persönlichen Daten erhoben.Welche aktuellen ELStAM zur Übermittlung gespeichert sind und welcher Arbeitgeber diese in den letzten zwei Jahren abgerufen hat, können Sie jederzeit über das ElsterOnline-Portal abrufen. Dazu ist eine Registrierung unter Verwendung der steuerlichen Identifikationsnummer im ElsterOnline-Portal notwendig. (Sollten Sie sich bereits mit Steuernummer registriert haben, so ist dies für den Abruf der ELStAM nicht ausreichend.)Darüber hinaus ist Ihr zuständiges Finanzamt Ansprechpartner für Auskünfte zu Ihren gespeicherten ELStAM.
ELStAM steht für Elektronische LohnSteuerAbzugsMerkmale. Dabei handelt es sich um die Angaben, die bislang auf der Vorderseite der Lohnsteuerkarte standen (Steuerklasse, Kinderfreibeträge, sonstige Freibeträge und Kirchensteuerabzugsmerkmale). Welche Änderungen meiner Lohnsteuerabzugsmerkmale muss ich dem Finanzamt anzeigen?
Sie haben eine Anzeigepflicht gegenüber dem Finanzamt, wenn
bei Ihnen die Voraussetzung für eine ungünstigere Steuerklasse eingetreten ist (zum Beispiel die Eintragung der Steuerklasse I, weil Sie seit dem Vorjahr „dauernd getrennt leben“ und somit die Voraussetzung für die Steuerklasse III weggefallen ist). eine geringere Zahl der Kinderfreibeträge zu berücksichtigen ist. die Voraussetzungen für eine bescheinigte Steuerklasse II entfallen ist.
Ihre Lohnsteuerabzugsmerkmale werden dann angepasst.Obwohl bei Verringerung oder Wegfall eines eingetragenen Freibetrags (zum Beispiel geringere Fahrtkosten für Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte oder Verringerung eines Verlustes aus Vermietung und Verpachtung), keine Anzeigepflicht besteht, kann dies ohne eine Korrektur zu erheblichen Nachzahlungen im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung führen. Die Herabsetzung des Freibetrags können Sie beim Finanzamt beantragen. Änderungsanträge für das laufende Kalenderjahr können wie bisher nur bis zum 30. November gestellt werden. Änderungen, die im Dezember eintreten, können somit nicht mehr für den Lohnsteuerabzug des laufenden Kalenderjahres berücksichtigt werden.
Nur Ihr aktueller Arbeitgeber (Hauptarbeitgeber) ist zum Abruf der ELStAM berechtigt. Haben Sie mehr als einen Arbeitgeber, können auch alle weiteren Arbeitgeber (Nebenarbeitgeber) die für die Lohnsteuerberechnung erforderlichen Daten abrufen. Den Nebenarbeitgebern steht neben dem Kirchensteuerabzugsmerkmal und einem möglichen Freibetrag die Steuerklasse VI zum Abruf zur Verfügung.Sie können selbst bestimmen, welchem Arbeitgeber Ihre Daten zum Abruf bereitgestellt werden oder welche Arbeitgeber davon ausgeschlossen sein sollen (Positivliste/Teilsperrung/Vollsperrung). Den Antrag können Sie bei Ihrem zuständigen Finanzamt stellen.Hat der aktuelle Arbeitgeber aufgrund einer Sperrung keinen Zugriff auf Ihre Daten, ist er verpflichtet, Ihren Arbeitslohn nach Steuerklasse 6 zu besteuern.
Durch den Abruf der ELStAM des Arbeitnehmers bei der Finanzverwaltung erhält der Hauptarbeitgeber auch die Anzahl der Kinderfreibeträge des Arbeitnehmers mitgeteilt. Dies kann jedoch auf Wunsch unterdrückt werden. Nähere Informationen dazu erhalten Sie bei Ihrem Finanzamt.
Freibeträge werden im ELStAM-Verfahren nur auf Antrag des Arbeitnehmers berücksichtigt. Der Pauschbetrag für behinderte Menschen wird beim Finanzamt als mehrjährig anzuwendender Freibetrag gespeichert.Wenn ein solcher Freibetrag nicht mehr berücksichtigt werden soll, ist beim zuständigen Finanzamt ein Antrag erforderlich. Mit dem Antrag werden Ihre ELStAM geändert und Ihrem Arbeitgeber als �korrigierte� ELStAM zum Abruf bereitgestellt.Der Pauschbetrag für behinderte Menschen wird dann nicht beim Lohnsteuerabzug, sondern erst im Rahmen einer Einkommensteuerveranlagung berücksichtigt.
Bei Lebenspartnerschaften können die für Ehegatten möglichen Steuerklassenkombinationen noch nicht automatisiert gebildet werden. Deshalb stellt Ihnen das zuständige Finanzamt auf Antrag gemäß § 39 Absatz 1 Satz 2 EStG eine Bescheinigung für den Lohnsteuerabzug aus, die dem Arbeitgeber vorzulegen ist. Der Abruf Ihrer ELStAM wird für den Arbeitgeber bis zur automatisierten Umsetzung gesperrt. Ohne Antrag erfolgt der Lohnsteuerabzug nach Ihrer bisherigen Steuerklasse.
Was muss der Arbeitgeber tun, wenn der Arbeitnehmer seine vorhandene steuerliche Identifikationsnummer nicht mitteilen möchte?
Wenn der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber seine IdNr. vorsätzlich oder fahrlässig nicht mitteilt ist er verpflichtet, die Steuerklasse VI anzuwenden, da er ohne IdNr. die ELStAM nicht abrufen kann. Der Arbeitgeber ist nicht berechtigt, die IdNr. des Arbeitnehmers beim Finanzamt zu erfragen. Die Weigerung zur Herausgabe der IdNr. und die Anwendung der Steuerklasse VI ist zu dokumentieren, darüber hinaus besteht keine gesonderte Aufzeichnungspflicht im Lohnkonto.
Die steuerliche Identifikationsnummer (IdNr.) - umgangssprachlich auch als Steuer-ID bezeichnet � ist eine bundeseinheitliche und lebenslang gültige steuerliche Identifikationsnummer von in Deutschland lebenden Personen. Sie dient ausschließlich steuerlichen Zwecken und findet ihre gesetzliche Grundlage in §§ 139a, 139b Abgabenordnung.
Dies hängt davon ab, in welchem Bundesland die lohnsteuerliche Betriebsstätte des Arbeitgeber liegt. Es werden dem Arbeitgeber stets nur die Kirchensteuerabzugsmerkmale in den ELStAM bereitgestellt, die im jeweiligen Bundesland als erhebungsberechtigte Religionsgemeinschaften geführt werden, denn nur für diese ist Kirchensteuer einzubehalten.Übersicht der bundeseinheitlichen Religionsschlüssel Wie werden dem Arbeitnehmer seine ELStAM mitgeteilt?
Die Lohnsteuerabzugsmerkmale sind aus der Lohnabrechnung des Arbeitgebers ersichtlich und gelten damit als bekannt gegeben. Auskünfte zu den Lohnsteuerabzugsmerkmalen erteilt auch das zuständige Finanzamt. Jeder Arbeitnehmer kann seine persönlichen ELStAM auch im ElsterOnline-Portal abfragen. Voraussetzung hierfür ist eine kostenlose Registrierung mit Identifikationsnummer. Einzelheiten zur Registrierung finden Sie unter https://www.elster.de/eon_home.php Ist der Arbeitgeber verpflichtet zu prüfen, ob die ELStAM korrekt sind?
Nein, der Arbeitgeber ist an die mitgeteilten ELStAM gebunden. Sollten die ELStAM unzutreffend sein, können diese nur auf Antrag des Arbeitnehmers durch das Finanzamt geändert werden.Auf die Anzeigepflicht des Arbeitgebers gegenüber dem Betriebsstättenfinanzamt nach § 41c Abs. 4 EStG wird hingewiesen.
Die Lohnzahlung erfolgt nachschüssig (Ende des Monats). Sind die Änderungen der ELStAM des letzten Monats schon in der aktuellen Änderungsliste enthalten? Grundsätzlich sind die Änderungen dort enthalten. Dabei ist aber die Gültigkeit der ELStAM in der Änderungsliste maßgebend. Hierzu zwei Beispiele:
Was muss ich tun, wenn sich meine ELStAM (Freibeträge, Steuerklasse, Anzahl der Kinder, Kirchensteuerabzugsmerkmale) nicht geändert haben? Ihre ELStAM bleiben bis zu einer Änderung gültig, Sie brauchen somit nichts zu veranlassen.
Alle antragsgebundenen Einträge und Freibeträge sind jährlich neu zu beantragen.Alle melderechtlichen Änderungen (zum Beispiel Eheschließung oder die Geburt eines Kindes) werden Ihrem Arbeitgeber automatisch mitgeteilt. Hinweis zu Lebenspartnerschaften.Der Arbeitnehmer hat – wie bisher – eine Anzeigepflicht, wenn
bei ihm die Voraussetzungen für eine ungünstigere Steuerklasse eingetreten sind eine geringere Zahl der Kinderfreibeträge zu berücksichtigen ist
die Voraussetzungen für eine bescheinigte Steuerklasse II im Laufe des Kalenderjahres
entfallen.Ist ein eingetragener Freibetrag zu hoch – zum Beispiel wenn Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte entfallen – kann es im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung zu einer Nachzahlung kommen. Um dies zu vermeiden, sollten Sie die Änderung des Freibetrags beim Finanzamt beantragen.
Es ist grundsätzlich nichts zu veranlassen, da dem Arbeitgeber die aktuellen ELStAM mit der Anmeldung bereitgestellt und Änderungen durch die monatlichen Änderungslisten automatisch zur Verfügung gestellt werden.Sollte jedoch aufgrund der Meldedaten durch das Finanzamt eine Sperre Ihrer ELStAM gesetzt worden sein, erhalten Sie vom Finanzamt auf Antrag eine Bescheinigung für den Lohnsteuerabzug, die Sie Ihrem Arbeitgeber vorlegen müssen. Bis zur Aufhebung der Sperre sind alle Änderungen der ELStAM auf dieser Bescheinigung für den Lohnsteuerabzug durch das Finanzamt nachzutragen. Sollten sich Ihre ELStAM bis zur Aufhebung der Sperre ändern, müssen diese Änderungen durch das Finanzamt auf der ausgestellten Bescheinigung für den Lohnsteuerabzug vorgenommen werden.
Bei einem Arbeitgeberwechsel muss der Arbeitnehmer dem neuen Arbeitgeber die IdNr., das Geburtsdatum und die Information, ob dieser Haupt- oder Nebenarbeitgeber ist, mitteilen. Eine Lohnsteuerkarte oder Ersatzbescheinigung ist nicht mehr vorzulegen. Der bisherige Arbeitgeber hat eine ihm vorgelegte Bescheinigung für den Lohnsteuerabzug zum Lohnkonto zu nehmen.
Ja, bis zur Anwendung der neuen gesetzlichen Änderung zur Gültigkeit der Freibeträge auf zwei Kalenderjahre (§ 39a Abs. 1 Sätze 3-5 EStG) müssen die Freibeträge jährlich beim Finanzamt neu beantragt werden. Die Übermittlung an den Arbeitgeber erfolgt elektronisch.Pauschbeträge für behinderte Menschen und Hinterbliebene sowie Kinderfreibeträge, die überjährig zu gewähren sind, müssen nicht erneut beantragt werden.
Der Ort besteht aus 1 bis 34 alphanumerischen Zeichen und ist obligatorisch.
Siehe: Kurzarbeitergeld Anzahl Arbeitstage
Seit dem Kalenderjahr 2014 ist eine Übermittlung von besonderen elektronischen Lohnsteuerbescheinigungen nicht mehr möglich.
Sofern ein Arbeitgeber am elektronischen Verfahren teilnimmt hat dieser für alle seine Arbeitnehmer elektronische Lohnsteuerbescheinigungen auszustellen. Eine Unterscheidung dieser Bescheinigungen findet nicht mehr statt.
Alles zu den Großbuchstaben Bruttoarbeitslohn
Für Arbeitnehmer mit ganzjährigem Beschäftigungszeitraum (01.01. - 31.12.) können die Lohnsteuerabzugsbeträge inklusive der Annexsteuern (Solidaritätszuschlag und Kirchensteuern) niemals negativ werden. Gemäß § 42b des Einkommensteuergesetzes kann der Arbeitgeber diese Beträge maximal bis "0" € erstatten.
Die gesetzliche Grundlage ist in § 39f EStG geregelt. Der Faktor darf nur bescheinigt werden, sofern die zugehörige Steuerklasse gleich 4 ist. Sofern ein Faktor bescheinigt wird, darf für denselben Zeitraum kein Steuerfreibetrag bescheinigt werden.
Rechtsgrundlage: § 41b Absatz 1 Nummer 8 EStG in Verbindung mit § 3 Nummer 63 EStG.
Für Arbeitnehmer mit ganzjährigem Beschäftigungszeitraum (01.01. - 31.12.) können die Lohnsteuerabzugsbeträge inklusive der Annexsteuern (Solidaritätszuschlag und Kirchensteuern) niemals negativ werden. Gemäß § 42b des Einkommensteuergesetzes kann der Arbeitgeber diese Beträge maximal bis 0 € erstatten.
Bei steuerfreier Sammelbeförderung nach § 3 Nummer 32 EStG ist der Großbuchstabe F unter Nummer 2 der Bescheinigung einzutragen; vergleiche auch Textziffer II. 2 des Schreibens vom BMF vom 27. Januar 2004.
Muster für 2013
Muster für 2014
Rechtsgrundlage: § 41b Absatz 1 EStG in Verbindung mit § 41 Absatz 1 Satz 5 und 6 EStG.