Source: https://www.revosax.sachsen.de/vorschrift/5212.2
Timestamp: 2020-08-13 19:40:06
Document Index: 229727648

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 1', '§ 1', '§ 11', '§ 1', '§ 13', '§ 1', '§ 60', '§ 60', '§ 63', '§ 13', '§ 1', '§ 14', '§ 14', '§ 11', '§ 13', '§ 13', '§ 9', '§ 9', '§ 12', '§ 9']

Historische Fassung war gültig vom 01.07.1996 bis 31.07.2002
Aufgrund von § 2 Abs. 1 des Gesetzes über die Zulassung zum Hochschulstudium im Freistaat Sachsen (Sächsisches Hochschulzulassungsgesetz – SächsHZG ) vom 7. Juni 1993 (SächsGVBl. S. 462) in Verbindung mit Artikel 16 Abs. 1 Nr. 14 des Staatsvertrages über die Vergabe von Studienplätzen vom 12. März 1992 wird verordnet: 1
(3) Der Studiengang Medizin wird für Berechnungszwecke in einen vorklinischen und einen klinischen Teil untergliedert, wobei der vorklinische Teil den Studienabschnitt nach § 1 Abs. 3 Nr. 1 und der klinische Teil die Studienabschnitte nach § 1 Abs. 3 Nr. 2 und 3 der Approbationsordnung für Ärzte in der Fassung der Bekanntmachung vom 14. Juli 1987 (BGBl. I S. 1593), zuletzt geändert durch Artikel 9 des Gesetzes vom 27. April 1993 (BGBl. I S. 512), umfaßt. Zur Berechnung der jährlichen Aufnahmekapazität für den Studiengang Medizin sind die Lehreinheiten Vorklinische Medizin, Klinisch-theoretische Medizin und Klinisch-praktische Medizin zu bilden. Der vorklinische Teil des Studiengangs wird der Lehreinheit Vorklinische Medizin, der klinische Teil des Studiengangs der Lehreinheit Klinisch-praktische Medizin zugeordnet; die Lehreinheit Klinisch-theoretische Medizin erbringt für den Studiengang Medizin Dienstleistungen (§ 11).
Der Personalbedarf für die ambulante Krankenversorgung wird berücksichtigt durch einen pauschalen Abzug in Höhe von 36 vom Hundert von der um den Personalbedarf für stationäre Krankenversorgung nach Buchstabe b verminderten Gesamtstellenzahl. 2
(4) Der Personalbedarf für das Lehrangebot im Studienabschnitt nach § 1 Abs. 3 Nr. 4 der Approbationsordnung für Ärzte wird durch Abzug einer Stelle je acht Studentinnen oder Studenten, die in diesem Studienabschnitt von der Lehreinheit Klinisch-praktische Medizin ausgebildet werden, berücksichtigt.
(5) Das Lehrangebot der Lehreinheit Klinisch-praktische Medizin wird um die Lehrleistungen erhöht, die von außeruniversitären Krankenanstalten vereinbarungsgemäß und auf Dauer für den Ausbildungsaufwand nach § 13 Abs. 1 in den Studienabschnitten nach § 1 Abs. 3 Nr. 2 und 3 der Approbationsordnung für Ärzte erbracht werden.
(6) Der Personlbedarf für die praktische Ausbildung nach §§ 60 und 63 der Approbationsordnung für Tierärzte vom 22. April 1986 (BGBl. I S. 600), zuletzt geändert durch Artikel 79 des Gesetzes vom 27. April 1993 (BGBl. I S. 512), wird wie folgt berücksichtigt:
Ausbildung nach § 60 der Approbationsordnung für Tierärzte:
Abzug einer Stelle je 64 Ausbildungsplätze;
Ausbildung nach § 63 der Approbationsordnung für Tierärzte:
Abzug einer Stelle je 32 Ausbildungsplätze.
Als Lehrauftragsstunden werden die Lehrveranstaltungsstunden in die Berechnung einbezogen, die die Lehreinheit für den Ausbildungsaufwand nach § 13 Abs. 1 in den dem Berechnungsstichtag vorausgehenden zwei Semstern im Durchschnitt je Semester zur Verfügung gestanden haben und nicht auf einer Regellehrverpflichtung beruhen. Dies gilt nicht, soweit die Lehrauftragsstunden aus Haushaltsmitteln für unbesetzte Stellen vergütet worden sind. Dies gilt ferner nicht, soweit Personal außeruniversitärer Forschungseinrichtungen freiwillig und unentgeltlich Lehrleistungen übernimmt. Die Lehrauftragsstunden sind auf der Grundlage der dienstrechtlichen Vorschriften in Deputatsstunden umzurechnen.
Fehlen einer ausreichenen Zahl von Arbeitsplätzen und klinischen Behandlungseinheiten im Studiengang Zahnmedizin;
gegenüber dem nach Absatz 3 Nr. 1 bis 3 überprüften Berechnungsergebnis des Zweiten Abschnitts höhere Aufnahme von Studentinnnen und Studenten erster oder höherer Fachsemester in den vergangenen Jahren;
Als patientenbezogene jährliche Aufnahmekapazität für die Studienabschnitte nach § 1 Abs. 3 Nr. 2 und 3 der Approbationsordnung für Ärzte sind 16,2 vom Hundert der Gesamtzahl der tagesbelegten Betten des Klinikums anzusetzen.
(2) Liegt das Berechnungsergebnis nach Absatz 1 niedriger als das des Zweiten Abschnitts unter Berücksichtigung der Überprüfung nach § 14 Abs. 2 Nr. 1 bis 3, 7 und 8 und Abs. 3 Nr. 1 bis 3, ist es der Festsetzung der Zulassungszahl zugrunde zu legen; § 14 Abs. 2 Nr. 6 bleibt unberührt.
A p Jährliche Aufnahmekapazität des der Lehreinheit zugeordneten Studiengangs p
A q Die für den Dienstleistungsabzug anzusetzende jährliche Studienanfängerzahl des der Lehreinheit nicht zugeordneten Studiengangs q (§ 11 Abs. 2)
CA p Anteil am Curricularnormwert (Curricularanteil) des zugeordneten Studiengangs p, der auf die Lehreinheit entfällt (§ 13 Abs. 4)
CA q Anteil am Curricularnormwert (Curricularanteil) des nicht zugeordneten Studiengangs q, der von der Lehreinheit als Dienstleistung zu erbringen ist (§ 13 Abs. 4)
h j : Lehrdeputat je Stelle in der Stellengruppe, gemessen in Deputatsstunden je Semester (§ 9 Abs. 1)
r j : Gesamtsumme der Verminderungen für die Stellengruppe j in der Lehreinheit, gemessen in Deputatsstunden je Semester (§ 9 Abs. 2)
S b : Um Dienstleistungen für die nicht zugeordneten Studiengänge bereinigtes Lehrangebot der Lehreinheit in Deputatsstunden je Semester
z p : Anteil der jährlichen Aufnahmekapazität eines zugeordneten Studiengangs p an der Aufnahmekapazität der Lehreinheit (Anteilquote, § 12)
Anlage 2 3
Curricularnormwerte für Studiengänge an Universitäten
dem Abschluß Diplom,
Magister, Promotion
Rechtswissenschaften 1,7
Medizinische Studiengänge Medizin 1) 7,27
Curricularnormwerte für Studiengänge an Fachhochschulen
Lfd. Nr. Fach
2 Physiologische Chemie
4 Medizinische Soziologie kann als Dienstleistung erbracht werden, zum Beispiel durch Sozialmedizin Institute für Gerichts- und Sozialmedizin
5 Medizinische Psychologie kann als Dienstleistung erbracht werden, zum Beispiel durch Psychiatrie Klinische Psychologie Psychosomatik
6 Biologie für Medizin kann als Dienstleistung erbracht werden
7 Chemie für Medizin kann als Dienstleistung erbracht werden
8 Physik für Medizin kann als Dienstleistung erbracht werden
9 Innere Medizin Wenn in der Klinischen Physiologie keine klinische Tätigkeit vorliegt, soll sie der Lehreinheit Klinisch-theoretische Medizin zugeordnet werden.
10 Kinderheilkunde Wenn in der Experimentellen Chirurgie keine klinische Tätigkeit vorliegt, soll sie der Lehreinheit Klinisch-theoretische Medizin zugeordnet werden.
13 Dermatologie und Venerologie
14 Frauenheilkunde und Geburtshilfe
15 Orthopädie
16 Augenheilkunde
17 Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde
20 Psychosomatik und Psychotherapie
21 Klinische Psychologie Wenn in der klinischen Psychologie keine klinische Tätigkeit vorliegt, soll sie der Lehreinheit Klinisch-theoretische Medizin zugeordnet werden.
22 Anästhesie Wenn in der Experimentellen Anästhesie keine klinische Tätigkeit vorliegt, soll sie der Lehreinheit Klinisch-theoretische Medizin zugeordnet werden.
23 Radiologie (therapeutische Radiologie) Der Lehreinheit Klinisch-praktische Medizin soll der Teil der Radiologie zugeordnet werden, der über Betten verfügt.
24 Physikalische Medizin
25 Sportmedizin Der Lehreinheit Klinisch-praktische Medizin soll der Teil der Sportmedizin zugeordnet werden, der über Betten verfügt.
26 Pathologie
27 Neuropathologie
28 Topographische Anatomie kann als Dienstleistung erbracht werden, zum Beispiel durch Anatomie Pathologie
29 Mikrobiologie und Virologie
30 Hygiene*
31 Immunologie
32 Arbeitsmedizin*
33 Rechtsmedizin*
34 Sozialmedizin*
35 Klinische Chemie Hämatologie Wenn die Klinische Chemie und Hämatologie mit einer Fachklinik zusammengefaßt sind, werden die Stellen dort ausgegliedert und der Lehreinheit Klinisch-theoretische Medizin zugeordnet.
36 Patho-Biochemie kann als Dienstleistung erbracht werden, zum Beispiel durch Biochemie Klinische Chemie und Hämatologie
37 Patho-Physiologie kann als Dienstleistung erbracht werden, zum Beispiel durch Physiologie, Innere Medizin
38 Radiologie (diagnostische Radiologie) Der Lehreinheit Klinisch-theoretische Medizin soll der Teil der Radiologie zugeordnet werden, der nicht über Betten verfügt.
39 Biomathematik
40 Genetik
41 Pharmakologie/Toxikologie
42 Geschichte der Medizin
43 Medizinische Terminologie
44 Sexualmedizin
45 Bluttransfusion Wenn der Bluttransfusionsdienst mit einer Fachklinik zusammengefaßt ist, werden die Stellen dort ausgegliedert und der Lehreinheit Klinisch-theoretische Medizin zugeordnet.
46 Biophysik und Elektronenmikroskopie
47 Biomedizinische Elektronik
48 Didaktik der Medizin
49 Sportmedizin Der Lehreinheit Klinisch-theoretische Medizin soll der Teil der Sportmedizin zugeordnet werden, der nicht über Betten verfügt.
* Fach im Sinne von Anlage 3, Nr. 17 der Approbationsordnung für Ärzte als Teil des ökologischen Stoffgebietes
§ 9 Absatz 3 Satz 2 Nr. 3 Buchst. c neu gefasst durch Verordnung vom 19. Juli 1996 (SächsGVBl. S. 351)
Anlage 2 neu gefasst durch Verordnung vom 19. Juli 1996 (SächsGVBl. S. 351)
Quelle: REVOSax http://www.revosax.sachsen.de/vorschrift/5212.2 Stand vom 13.08.2020