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Timestamp: 2016-10-22 16:11:34
Document Index: 13068482

Matched Legal Cases: ['Art. 129', 'Art. 285', 'Art. 286', 'Art. 126', 'Art. 95', 'Art. 97', 'Art. 9', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 64', 'Art. 65']

6B_452/2007 (05.10.2007)
6B_452/2007 /bri
Gef�hrdung des Lebens usw.,
Beschwerde in Strafsachen gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau, Strafgericht, 1. Kammer, vom 14. Juni 2007.
Das Obergericht des Kantons Aargau verurteilte X.________ am 14. Juni 2007 wegen Gef�hrdung des Lebens im Sinne von Art. 129 StGB (Anklage vom 3. Mai 2005), mehrfacher Gewalt und Drohung gegen Beh�rden und Beamte im Sinne von Art. 285 Ziff. 1 StGB (Zusatzanklage vom 2. Februar und 10. April 2006), Hinderung einer Amtshandlung im Sinne von Art. 286 StGB (Anklage vom 3. Mai 2005), T�tlichkeit im Sinne von Art. 126 Abs. 1 StGB (Anklage vom 3. Mai 2005) sowie wegen diverser Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz (Zusatzanklage vom 20. April 2006). Von weiteren Anklagepunkten sprach es ihn hingegen frei. Das Obergericht bestrafte X.________ mit einer bedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von 11 Monaten und einer Busse von Fr. 300.--.
X.________ erhebt Beschwerde an das Bundesgericht und beantragt, er sei in allen Punkten der Anklage freizusprechen. �berdies verlangt er die Beigabe eines unentgeltlichen Rechtsvertreters.
Der Beschwerdef�hrer wirft dem Obergericht Willk�r bei der Beweisw�rdigung bzw. Sachverhaltsfeststellung vor. Die Feststellung des Sachverhalts durch die Vorinstanz kann jedoch nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Verletzung von schweizerischem Recht im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 97 Abs. 1 BGG). Der Begriff "offensichtlich unrichtig" ist gleichzusetzen mit "willk�rlich" im Sinne von Art. 9 BV (Botschaft des Bundesrates vom 28. Februar 2001 zur Totalrevision der Bundesrechtspflege, BBl 2001 S. 4338). F�r die R�ge der offensichtlich unrichtigen, d.h. willk�rlichen Feststellung des Sachverhalts gilt Art. 106 Abs. 2 BGG. Danach pr�ft das Bundesgericht die Verletzung von Grundrechten nur insofern, als eine solche R�ge in der Beschwerde vorgebracht und begr�ndet worden ist.
Was der Beschwerdef�hrer gegen den angefochtenen Entscheid vorbringt, �berzeugt nicht. Soweit seine Ausf�hrungen �berhaupt zur Sache geh�ren, stellt er der vorinstanzlichen Beweisw�rdigung bzw. Sachverhaltsfeststellung lediglich seine eigene, abweichende Sicht der Dinge gegen�ber. Zum Beispiel bestreitet er hinsichtlich der Verurteilung wegen Gef�hrdung des Lebens, mit seinem Auto auf den Polizisten A.________ zugefahren zu sein und diesen touchiert zu haben (angefochtenes Urteil, S. 18; Beschwerde, S. 3) und behauptet einfach, die Aussagen des Polizisten und des Zeugen B.________ seien erfunden (angefochtenes Urteil, S. 19; Beschwerde. S. 3 R�ckseite). Die blosse Darlegung der eigenen Sichtweise des Geschehens ist jedoch nicht geeignet, Willk�r darzutun. Denn f�r die Begr�ndung von Willk�r gen�gt es praxisgem�ss nicht, dass das angefochtene Urteil mit der Darstellung des Beschwerdef�hrers nicht �bereinstimmt oder eine andere L�sung oder W�rdigung vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen w�re (BGE 127 I 54 E. 2b mit Hinweisen). Da der Beschwerdef�hrer mithin nicht aufzeigt, dass und inwiefern die Sachverhaltsfeststellungen durch die Vorinstanz offensichtlich unrichtig sein k�nnten, und solches in Anbetracht ihrer ausgewogenen und umfassenden Beweisw�rdigung auch nicht ersichtlich ist, muss die Beschwerde abgewiesen werden, soweit darauf �berhaupt einzutreten ist.
Dem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung (Art. 64 Abs. 1 und 2 BGG) kann nicht stattgegeben werden. Zwar ist die Mittellosigkeit des Beschwerdef�hrers erstellt. Seine Rechtsbegehren erschienen aber von vornherein aussichtslos. Der finanziellen Lage des Beschwerdef�hrers ist mit einer herabgesetzten Gerichtsgeb�hr Rechnung zu tragen (Art. 65 Abs. 2 BGG).
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsverbeist�ndung wird abgewiesen.