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Timestamp: 2016-10-28 08:28:25
Document Index: 389694483

Matched Legal Cases: ['Art. 28', 'BGE', 'BGE', 'Art. 4', 'Art. 8', 'Art. 28', 'Art. 29', 'Art. 18', 'Art. 28', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 28', 'Art. 18', 'BGE', 'Art. 134', 'Art. 159', 'Art. 135']

I 361/01 (05.03.2002)
B.________, 1962, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Urs Sp�ti, Stadthausgasse 16, 8200 Schaffhausen,
A.- Der 1962 geborene B.________ arbeitete seit 1988 bei der H.________ AG als Bauarbeiter. Am 17. November 1998 wurde ihm die Stelle per 28. Februar 1999 gek�ndigt, nachdem er seit 21. Januar 1997 nicht mehr gearbeitet hatte. Am 14. Januar 1998 meldete er sich wegen R�ckenbeschwerden und psychischer Probleme bei der Invalidenversicherung zum Rentenbezug an. Die IV-Stelle des Kantons Z�rich holte Berichte des Dr. med. J.________ vom 30. Januar 1998, und des Dr. med. K.________, Innere Medizin FMH, vom 20. M�rz 1998, sowie ein Gutachten der Medizinischen Abkl�rungsstelle (MEDAS, vom 28. Mai 1999) ein. Gest�tzt auf diese Unterlagen sprach sie dem Versicherten ab 1. Dezember 1997 bei einem Invalidit�tsgrad von 45 % eine Viertelsrente zu (Verf�gungen vom 10. April 2000).
C.- Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragt der Versicherte, in Aufhebung des kantonalen Entscheides sei ihm ab 1. Dezember 1997 eine ganze Invalidenrente zuzusprechen; eventuell sei ein neutrales Gutachten, insbesondere auch in psychiatrischer Hinsicht einzuholen. Ferner ersucht er um Gew�hrung der unentgeltlichen Prozessf�hrung und Verbeist�ndung.
1.- a) Die Vorinstanz hat die gesetzlichen Bestimmungen und die Grunds�tze �ber die Invalidit�tsbemessung bei Erwerbst�tigen nach der Einkommensvergleichsmethode (Art. 28 Abs. 2 IVG; BGE 104 V 136 Erw. 2a und b; AHI 2000 S. 309 Erw. 1a) sowie die Bedeutung, die den �rztlichen Stellungnahmen bei der Ermittlung des Invalidit�tsgrades zukommt (BGE 125 V 261 Erw. 4 mit Hinweisen), zutreffend dargelegt. Darauf kann verwiesen werden.
b) Zu erg�nzen ist, dass als Invalidit�t die durch einen k�rperlichen oder geistigen Gesundheitsschaden als Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall verursachte, voraussichtlich bleibende oder l�ngere Zeit dauernde Erwerbsunf�higkeit gilt (Art. 4 Abs. 1 IVG).
Der Rentenanspruch entsteht jedoch nicht, solange der Versicherte sich Eingliederungsmassnahmen im Sinne von Art. 8 ff. IVG unterzieht oder auf den Beginn bevorstehender Eingliederungsmassnahmen warten muss und daf�r ein Taggeld beanspruchen kann (Art. 28 Abs. 2 und Art. 29 Abs. 2 IVG, Art. 18 Abs. 1 und 2 sowie Art. 28 Abs. 1 IVV; BGE 126 V 243 Erw. 5, 121 V 190; AHI 2001 S. 154 Erw. 3b). Rentenleistungen werden nur erbracht, wenn der Versicherte nicht oder bloss in ungen�gendem Masse eingegliedert werden kann.
Sowohl bei einer erstmaligen Pr�fung des Leistungsgesuches wie auch im Revisionsfall hat die Verwaltung von Amtes wegen abzukl�ren, ob vorg�ngig der Gew�hrung oder Weiterausrichtung einer Rente Eingliederungsmassnahmen durchzuf�hren sind (BGE 108 V 212 Erw. 1d; AHI 1997 S. 39 Erw. 4a). Die Pflicht der IV-Stelle, vor Gew�hrung einer Rente von Amtes wegen die Anordnung und Durchf�hrung von allf�lligen Eingliederungsmassnahmen abzukl�ren, beinhaltet implizit die Verpflichtung, diese auch tats�chlich anzuordnen, falls sie notwendig und geeignet erscheinen, die Erwerbsf�higkeit des Versicherten wiederherzustellen, zu verbessern, zu erhalten oder ihre Verwertung zu f�rdern (nicht ver�ffentlichtes Urteil S. vom 14. Dezember 1998 Erw. 2c, I 116/98).
c) Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichts ist entscheidend, ob er f�r die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden ber�cksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenh�nge und der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begr�ndet und nachvollziehbar sind. Ausschlaggebend f�r den Beweiswert ist grunds�tzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 Erw. 3a mit Hinweis; RKUV 2000 KV Nr. 124 S. 214).
2.- Streitig ist der Grad der Arbeitsf�higkeit des Versicherten und damit die Feststellung des trotz Gesundheitssch�digung zumutbarerweise noch erzielbaren Einkommens (Invalideneinkommen).
a) aa) Verwaltung und Vorinstanz stellten auf das Gutachten der MEDAS vom 28. Mai 1999 ab, wo sich der Versicherte am 20., 23. und 26. April 1999 zur Abkl�rung aufhielt.
Es wurde folgende Diagnose mit wesentlicher Einschr�nkung der zumutbaren Arbeitsf�higkeit gestellt: chronisches, therapieresistentes Panvertebralsyndrom mit spondylogener Ausstrahlung bds. bei Verdacht auf leichte Instabilit�t bei Spondylolyse L5/S1, Osteochondrose L3/L4, leichter Torsionsskoliose und Streckhaltung der BWS und LWS sowie muskul�rer Dysbalance, mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom sowie somatoforme Schmerzst�rung bei dependenter, wenig autonomer, unterdurchschnittlich intelligenter Pers�nlichkeit mit passiven Copingstrategien. Als Diagnose ohne wesentliche Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit, aber mit Krankheitswert wurde Folgendes festgestellt: �bergewicht leichten Grades, leichte Periarthropathia humeroscapularis chronica tendinopathica bds. , Nikotinabusus und Zahnkaries. Als Nebenbefunde f�hren die Gutachter eine Pleuraschwarte rechts nach Pleuropneumonie mit Pleuraempyem im Dezember 1996, Status nach Hepatitis im Dezember 1996 (wahrscheinlich Klazid-induziert) sowie eine leichte Schwerh�rigkeit rechts an. In der angestammten Arbeit als Bauhandlanger sei der Beschwerdef�hrer zu 100 % arbeitsunf�hig. Zumutbar sei ihm eine leichte oder mittelschwere Arbeit zu 60 %, bei der er keine Lasten �ber 25 kg heben und keine T�tigkeiten in st�ndiger Inklination ausf�hren m�sse; limitierend wirkten sich die psychopathologischen Befunde aus. Die Prognose sei bei der Pers�nlichkeitsstruktur des Versicherten ungewiss.
In psychiatrischer Hinsicht st�tzte sich die MEDAS auf die Berichte des Dr. med. F.________, FMH Psychiatrie Psychotherapie, vom 27. April und 10. Mai 1999. Dieser f�hrte im ersten Bericht vom 27. April 1999 aus, der Versicherte sei wegen der Schmerzverarbeitungsst�rung und der Depression in seiner Arbeitsf�higkeit eingeschr�nkt. Aktuell liege diese Einschr�nkung aus psychiatrischer Sicht sicher �ber 20 %. Eine Quantifizierung der Restarbeitsf�higkeit, sei es als Bauarbeiter oder in einer anderen k�rperlichen T�tigkeit mit leichteren Anforderungen, sei heute aus psychiatrischer Sicht sehr schwierig, da der Versicherte nicht gen�gend therapiert sei. Es sei eine antidepressive Therapie mit �berpr�fung der Compliance (allenfalls Blutspiegelmessungen) �ber l�ngere Zeit durchzuf�hren.
Die Ehefrau des Versicherten sei in die psychotherapeutische Behandlung mit einzubeziehen, bestehe doch der Verdacht, dass sie durch wahrscheinlich dysfunktionales Verhalten seine Hilflosigkeit fixiere. In einem zweiten Schritt empfehle er ein Arbeitstraining in einem gesch�tzten Rahmen, in dem die Restarbeitsf�higkeit des Beschwerdef�hrers trainiert und evaluiert werden m�sse. Im erg�nzenden Bericht vom 10. Mai 1999 legte Dr. med.
F.________ dar, er pr�zisiere seinen ersten Bericht in dem Sinne, dass die Restarbeitsf�higkeit des Versicherten bei ca. 60 % liege; je nach Therapieerfolg sei sie, wie im Gutachten ausgef�hrt worden sei, noch steigerbar.
bb) Der Beschwerdef�hrer erachtet die Beurteilung seines psychischen Zustandes und der daraus resultierenden Arbeitsunf�higkeit als nicht rechtsgen�glich. Zumindest sei diesbez�glich der Endzustand noch nicht erreicht; eine definitive Einsch�tzung habe erst nach Durchf�hrung der aus psychiatrischer Sicht angezeigten Therapie Platz zu greifen.
b) In Anbetracht der Vorschl�ge des Dr. med.
F.________ zur Durchf�hrung einer antidepressiven Therapie und eines Arbeitstrainings h�tte die Verwaltung nicht ohne weiteres eine Rente zusprechen d�rfen, zumal die Arbeitsf�higkeit des Versicherten erst im Rahmen dieser Massnahmen zuverl�ssig evaluiert werden kann. Vor allem aber bestehen auf Grund der Berichte des Dr. med. F.________ gewichtige Anhaltspunkte, welche die Durchf�hrung dieser unbestrittenermassen zumutbaren Massnahmen im Hinblick auf eine Verbesserung der Erwerbsf�higkeit des Beschwerdef�hrers indizieren.
Unter diesen Umst�nden ist der Verzicht der IV-Stelle auf die Anordnung der entsprechenden Vorkehren mit dem Grundsatz "Eingliederung vor Rente" (Art. 28 Abs. 2 IVG) nicht vereinbar (nicht ver�ffentlichtes Urteil S. vom 14. Dezember 1998 Erw. 3, I 116/98). Sie hat deshalb die als sinnvoll erachteten Eingliederungsmassnahmen anzuordnen und durchzuf�hren und danach �ber die Leistungsanspr�che des Versicherten erneut zu verf�gen. Hierbei wird sie insbesondere auch zu entscheiden haben, ob der Versicherte bis zum Beginn der Eingliederungsmassnahmen Anspruch auf Wartetaggeld (Art. 18 IVV) oder ausnahmsweise auf eine Rente hat (BGE 121 V 193 f. Erw. 4d und e).
3.- Das Verfahren ist kostenlos (Art. 134 OG). Dem Prozessausgang entsprechend steht dem Beschwerdef�hrer eine Parteientsch�digung zu (Art. 159 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 135 OG). Das Gesuch um unentgeltliche Prozessf�hrung und Verbeist�ndung ist damit gegenstandslos.
des Kantons Z�rich vom 24. April 2001
sowie die Verf�gungen vom 10. April 2000 aufgehoben
Z�rich zur�ckgewiesen wird, damit diese im Sinne der