Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OLG%20Brandenburg&Datum=16.06.2010&Aktenzeichen=53%20Ss%2068/10
Timestamp: 2019-05-25 06:32:47
Document Index: 344221070

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', '§ 81', 'BGH', 'BGH', '§ 81', 'BGH', 'BGH']

OLG Brandenburg, 16.06.2010 - (1) 53 Ss 68/10 (34/10) - dejure.org
OLG Brandenburg, 16.06.2010 - (1) 53 Ss 68/10 (34/10)
https://dejure.org/2010,4981
OLG Brandenburg, 16.06.2010 - (1) 53 Ss 68/10 (34/10) (https://dejure.org/2010,4981)
OLG Brandenburg, Entscheidung vom 16.06.2010 - (1) 53 Ss 68/10 (34/10) (https://dejure.org/2010,4981)
OLG Brandenburg, Entscheidung vom 16. Juni 2010 - (1) 53 Ss 68/10 (34/10) (https://dejure.org/2010,4981)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2010,4981) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Beweisverwertungsverbot in Strafsachen: Verwertbarkeit der Ergebnisse einer polizeilich angeordneten Blutentnahme zur Nachtzeit
Zum Richtervorbehalt bei der Anordnung von Blutentnahmen und zu Beweiserhebungsverbot und Beweisverwertungsverbot
Insbesondere die willkürliche Annahme von Gefahr im Verzug oder das Vorliegen eines besonders schwerwiegenden Fehlers können danach ein Verwertungsverbot nach sich ziehen (vgl. BGHSt 44, 243 ; 51, 285 ; BGH…, Urteil vom 18. April 2007 - 5 StR 546/06 -, NStZ 2007, S. 601 ; speziell zu § 81a StPO Brandenburgisches OLG, Beschluss vom 16. Juni 2010 - (1) 53 Ss 68/10 (34/10) -, juris Rn. 17 ff.; Hanseatisches OLG Hamburg…, Beschluss vom 4. Februar 2008 - 1 Ss 226/07 -, juris Rn. 26 ff.).
Dabei ist maßgeblich das Gewicht des in Frage stehenden Verfahrensverstoßes zu berücksichtigen, welches seinerseits maßgeblich von der Bedeutung der im Einzelfall betroffenen Rechtsgüter einerseits und andererseits davon bestimmt wird, ob die Annahme von Gefahr im Verzug willkürlich, den Richtervorbehalt bewusst und gezielt umgehend oder ignorierend, erfolgte oder auf einer besonders groben Fehlbeurteilung beruhte (vgl. BVerfG NJW 2008, 3053; BGHSt 51, 285; BGH, Beschluss vom 15. Mai 2008, 2 ARs 452/07, zit. nach juris; Brandenburgisches OLG, Beschluss vom 16. Juni 2010 - (1) 53 Ss 68/10(34/10) - zit. nach juris; OLG Köln NStZ 2009, 406; OLG Köln, Beschluss vom 15. Januar 2010 - 83 Ss 100/09 -, zit. nach juris; OLG Stuttgart NStZ 2008, 238; OLG Karlsruhe VRR 2008, 243; OLG Bamberg NJW 2009, 2146; OLG Celle NJW 2009, 3524; jew. m. w. N.;… Meyer-Goßner, a. a. O., § 81 a Rn. 32 m. w. N.).
Die fehlende Dokumentation für sich allein führt grundsätzlich nicht zu einem Beweisverwertungsverbot (vgl. BGH NStZ-RR 2007, 242, 243; BGH NStZ 2005, 392, 393; Brandenburgisches OLG, Beschluss vom 16. Juni 2010 - (1) 53 Ss 68/10 (34/10) - m. w. N.).