Source: http://www.jura.fu-berlin.de/fachbereich/einrichtungen/strafrecht/emeriti/geppertk/veranstaltungen/0304ss/ag_strafrecht/BAK.html
Timestamp: 2018-10-23 07:40:27
Document Index: 342878565

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', '§ 20', '§ 20', '§ 20', '§ 20']

Umfasst werden die exogenen Psychosen, also jene, die auf organischen Ursachen beruhen wie Hirnateriosklerose, Epilepsie, Zustände nach Hirnverletzungen oder Vergiftungen und damit auch Folgeerscheinungen von Alkohol-, Drogen- oder Medikamentenabhängigkeit aber auch der alkoholische oder auf Drogen oder Medikamente beruhende Rausch, weil mit ihm eine toxische Beeinträchtigung der Hirntätigkeit (medizinisch: Intoxikationspsychose) verbunden ist (BGHSt 43, 66 (69); BGH, NStZ-RR 1998, 138; Roxin, AT I, § 20 Rn. 10; LK/Jähnke, StGB, § 20 Rn. 42; Lackner/Kühl, StGB, § 20 Rn. 4; Tröndle/Fischer, StGB, § 20 Rn. 11; aA fällt unter tiefgreifende Bewusstseinsstörung: Wessels/Beulke, AT, Rn. 410) sowie die endogenen Psychosen wie Schizophrenie.
Schwere andere seelische Abartigkeit: Dieser Auffangtatbestand umfasst diejenigen Abweichungen von einem normalen seelischen Zustand  gemessen an einem Durchschnittsmenschen -, die nicht auf organischen Prozessen oder Defekten beruht und die auch nicht als psychiatrische Krankheit erfasst wird. Hierunter fallen die Borderline-Persönlichkeitsstörung, Neurosen oder Triebstörungen.