Source: https://www.deubner-steuern.de/produkte/personengesellschaften/p/gesamthandsbilanzgesamthandsvermoegen-908463
Timestamp: 2019-05-21 10:28:04
Document Index: 234393158

Matched Legal Cases: ['§ 161', '§ 105', '§ 705', '§ 242', '§ 5', '§ 246', '§ 39']

2.2 Gesamthandsbilanz/Gesamthandsvermögen
2.2.1 Bilanzierungsgrundsätze
In der Bilanz der Personengesellschaft wird das Gesamthandsvermögen (§ 161 Abs. 2 , § 105 Abs. 3 HGB , §§ 705 , 718 , 719 BGB ) ausgewiesen. Diese Bilanz wird auch "Gesamthandsbilanz" genannt und entspricht i.d.R. zugleich der Handelsbilanz (§ 242 HGB , § 5 Abs. 1 Satz 1 EStG ). Zum Gesamthandsvermögen gehören alle Vermögensgegenstände bzw. Wirtschaftsgüter, die der Personengesellschaft als solcher zivilrechtlich oder mindestens nach den Grundsätzen wirtschaftlichen Eigentums zuzurechnen sind (§ 246 Abs. 1 HGB , § 39 AO ). Das ist der Fall, wenn die Gesellschaft die Vermögensgegenstände im eigenen Namen und für eigene Rechnung angeschafft, selber hergestellt oder durch Einlage aus dem Privatvermögen bzw. Übertragung aus dem Betriebsvermögen ggf. Sonderbetriebsvermögen des Gesellschafters erlangt hat. Entsprechendes gilt für Schulden der Personengesellschaft als solcher, wenn die Schuld betrieblich veranlasst ist,1) BFH, Urt. v. 08.12.1997 - GrS 1-2/95, BStBl II 1998, 193; BFH, Urt. v. 21.09.2005 - X R 46/04 , BStBl II 2006, 125 ; R 4.2 (15) EStR. und zwar auch dann, wenn die Verbindlichkeit gegenüber einem Gesellschafter besteht.
Die Entscheidung, ob Wirtschaftsgüter zum Betriebsvermögen gehören, kann nur auf der Ebene der Personengesellschaft getroffen werden, denn diese ist das Subjekt der Einkünfteerzielung und damit der Gewinnermittlung sowie Gewinnverteilung.2)