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Timestamp: 2019-09-16 12:41:52
Document Index: 121603218

Matched Legal Cases: ['Art. 3', 'Art. 6', 'Art. 39', 'Art. 25', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 9', '§ 9', '§ 11', '§ 13', '§ 17', '§ 18', '§ 20', '§ 21', '§ 22', '§ 23', '§ 24', '§ 25', '§ 26', '§ 27', '§ 29', '§ 30', '§ 31', '§ 32', '§ 33', '§ 34', '§ 35', '§ 37', '§ 37', '§ 39', '§ 41', '§ 42', '§ 33', '§ 18', '§ 41', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 11', '§ 17', '§ 22', '§ 34', '§ 35', '§ 30', '§ 17', '§ 17', '§ 40', '§ 39', '§ 39', '§ 19', '§ 19', '§ 27', '§ 19', '§ 30', '§ 21', '§ 17', '§ 30', '§ 23', '§ 19', '§ 21', '§ 17', '§ 39', '§ 36', '§ 17', '§ 39', '§ 42', '§ 5', '§ 5', '§ 11', '§ 33']

223-2-83
Schul- und Prüfungsordnung -
an Höheren Berufsfachschulen
für das Hotel-, Gaststätten- und Fremdenverkehrsgewerbe im Saarland
(APO-HBFS-HGF)
Fundstelle: Amtsblatt 1989, S. 1191
geändert durch Verordnung vom 24. Februar 1991 (Amtsbl. S. 394) mit Änderung der Anlagen 4 und 5
geändert durch Verordnung vom 06. Februar 1995 (Amtsbl. S. 153) mit Änderung der Anlagen 5 und 6
geändert durch Art. 3 der Verordnung vom 30. April 1996 (Amtsbl. S. 440)
geändert durch Art. 6 der Verordnung vom 14. Juni 2000 (Amtsbl. S. 1098)
geändert durch Art. 39 der Verordnung vom 04. Juli 2003 (Amtsbl. S. 1910)
geändert durch Art. 25 des Gesetzes Nr. 1546 vom 31. März 2004 (Amtsbl. S. 1037)
§ 3 Dauer, Gliederung und Gegenstand der Ausbildung
§ 4 Betriebspraktikum
§ 5 Berufspraktikum im Ausland
§ 6 Qualifiziertes Abschlussgespräch
§ 7 Aufnahmevoraussetzungen
§ 9 Vergabeverfahren
§ 9a Aufnahme ohne Hochschulreife bei besonderer beruflicher Qualifikation
c) Schulzeugnisse
§ 11 Zeugnisnoten und sonstige Zeugniseintragungen
§ 13 Zeugnisausgabe
Abschnitt III Staatliche Prüfung
§ 17 Zulassung zur Prüfung, Rücktritt und Säumnis
§ 18 Teilnahme von Schulfremden
§ 20 Prüfungsnoten
§ 21 Prüfungsliste
§ 22 Festsetzung der Vornoten
§ 23 Gegenstand der schriftlichen Prüfung
§ 24 Prüfungsaufgaben, Bearbeitungszeit
§ 25 Auswahl der Prüfungsaufgaben
§ 26 Durchführung der schriftlichen Prüfung
§ 27 Beurteilung der Prüfungsarbeiten
§ 29 Gegenstand der mündlichen Prüfung
§ 30 Umfang der mündlichen Prüfung
§ 31 Bekanntgabe der bisherigen Prüfungsergebnisse
§ 32 Äußere Vorbereitung der mündlichen Prüfung
§ 33 Durchführung der mündlichen Prüfung
d) Abschluss der Prüfung
§ 34 Festsetzung der Endnoten
§ 35 Ergebnis der Prüfung
§ 37 Abgangszeugnis
§ 37a Nachteilsausgleich für behinderte Prüflinge
§ 39 Täuschungsversuche und Verstöße gegen die Ordnung
Abschnitt IV Zuerkennung der Berufsqualifikation
§ 41 Voraussetzungen und Verfahren der Zuerkennung
§ 42 Urkunde über die Zuerkennung
Abschnitt V In-Kraft-Treten
Auf Grund des § 33 Abs. 1 des Gesetzes zur Ordnung des Schulwesens im Saarland (Schulordnungsgesetz: SchoG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 22. Mai 1985 (Amtsbl. S. 577), zuletzt geändert durch Gesetz vom 8. März 1989 (Amtsbl. S. 609), verordnet der Minister für Bildung, Kultur und Wissenschaft:
(1) Diese Verordnung gilt für öffentliche Höhere Berufsfachschulen für das Hotel-, Gaststätten- und Fremdenverkehrsgewerbe.
(2) Sie gilt gemäß § 18 Abs. 2 und 3 des Privatschulgesetzes (PrivSchG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 22. Mai 1985 (Amtsbl. S. 610), zuletzt geändert durch Gesetz vom 22. Juni 1988 (Amtsbl. S. 541), auch für staatlich anerkannte private Ersatzschulen, die den in Absatz 1 genannten Schulen entsprechen.
Die Ausbildung an Höheren Berufsfachschulen für das Hotel-, Gaststätten- und Fremdenverkehrsgewerbe in Verbindung mit der anschließenden berufspraktischen Ausbildung hat zum Ziel, nach dem Erwerb der allgemeinen Hochschulreife oder der Fachhochschulreife eine berufliche Qualifikation zu vermitteln und die Teilnehmer/Teilnehmerinnen zu befähigen, Führungsaufgaben in Bereichen des Hotel- und Gaststättengewerbes sowie des Fremdenverkehrsgewerbes zu übernehmen. Der erfolgreiche Abschluss der schulischen und berufspraktischen Ausbildung verleiht die Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung „Staatlich geprüfter Assistent für das Hotel-, Gaststätten- und Fremdenverkehrsgewerbe (HBFS)/Staatlich geprüfte Assistentin für das Hotel-, Gaststätten- und Fremdenverkehrsgewerbe (HBFS)“.
Dauer, Gliederung und Gegenstand der Ausbildung
(1) Die Ausbildung dauert insgesamt drei Jahre. Sie gliedert sich in eine theoretische Ausbildung mit ergänzendem Betriebspraktikum von zwei Schuljahren (Unter- und Oberstufe) an der Höheren Berufsfachschule für das Hotel-, Gaststätten- und Fremdenverkehrsgewerbe und ein anschließendes einschlägiges Berufspraktikum von einjähriger Dauer, das in der Regel in zwei Ländern des europäischen Auslands durchgeführt wird.
(2) Die Ausbildung in der Schule umfasst einen Pflichtbereich mit allgemeinem und berufsbezogenem Lernbereich sowie einen Wahlbereich und erstreckt sich auf die in der Stundentafel (Anlage 1) den einzelnen Bereichen zugeordneten Unterrichtsfächer.
(3) Das Aufsteigen von der Unterstufe in die Oberstufe erfolgt ohne Versetzung; die schulische Ausbildung schließt mit einer staatlichen Prüfung ab.
Die Ausbildung in der Schule wird ergänzt durch ein einschlägiges Betriebspraktikum von insgesamt achtwöchiger Dauer. Es ist unter Betreuung durch die Schule in geeigneten Betrieben des Hotel-, Gaststätten- oder Fremdenverkehrsgewerbes in der Regel während der Unterstufe in zwei vierwöchigen Blöcken abzuleisten.
(1) Nach Abschluss der schulischen Ausbildung wird die Ausbildung mit einem einjährigen Berufspraktikum fortgesetzt. Es ist unter Betreuung durch die Höhere Berufsfachschule für das Hotel-, Gaststätten- und Fremdenverkehrsgewerbe, gegebenenfalls in Verbindung mit ihrer jeweiligen ausländischen Partnerschule, in der Regel je zur Hälfte in zwei Ländern des europäischen Auslands abzuleisten und dient dazu, die im Unterricht und begleitenden Betriebspraktikum erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten unter besonderer Berücksichtigung der berufspraktischen Verhältnisse des Gastlandes ergänzend und vertiefend umzusetzen.
(2) Das Berufspraktikum wird in geeigneten Betrieben des Hotel-, Gaststätten- oder Fremdenverkehrsgewerbes durchgeführt. Die Höhere Berufsfachschule für das Hotel-, Gaststätten- und Fremdenverkehrsgewerbe ist bei der Vermittlung der Praktikumsbetriebe, gegebenenfalls in Verbindung mit der jeweiligen ausländischen Partnerschule, behilflich.
(3) Das Berufspraktikum ist nach einem Ausbildungsplan durchzuführen, den die Höhere Berufsfachschule für das Hotel-, Gaststätten- und Fremdenverkehrsgewerbe, gegebenenfalls in Abstimmung mit der jeweiligen ausländischen Partnerschule, aufstellt. Die ordnungsgemäße Teilnahme am Berufspraktikum ist durch Zeugnisse der Praktikumsbetriebe zu belegen.
(4) Der Praktikant/Die Praktikantin hat über jeden der beiden Abschnitte der in der Regel zweigeteilten berufspraktischen Ausbildung einen schriftlichen Bericht (Erfahrungsbericht) anzufertigen. Die Erfahrungsberichte umfassen auch die Bearbeitung anwendungsbezogener Aufgaben. Die Wahl der Aufgaben ist mit der Höheren Berufsfachschule für das Hotel-, Gaststätten- und Fremdenverkehrsgewerbe abzustimmen.
(5) Gegen Ende eines Praktikumsabschnitts ist der darauf bezogene Erfahrungsbericht der Höheren Berufsfachschule für das Hotel-, Gaststätten- und Fremdenverkehrsgewerbe zu einem von der Schule festgesetzten Termin zur Beurteilung und Bewertung vorzulegen bzw. zu übersenden. Auf Antrag, der rechtzeitig vor Fristablauf gestellt werden muss, kann der Schulleiter/die Schulleiterin in begründeten Ausnahmefällen eine Fristverlängerung gewähren.
Qualifiziertes Abschlussgespräch
Nach Abschluss des Berufspraktikums findet an der Höheren Berufsfachschule für das Hotel-, Gaststätten- und Fremdenverkehrsgewerbe im Rahmen des Verfahrens der Zuerkennung der Berufsqualifikation (§ 41) auf der Grundlage der vorgelegten Erfahrungsberichte ein qualifiziertes Abschlussgespräch über die berufspraktische Ausbildung statt.
In eine Höhere Berufsfachschule für das Hotel-, Gaststätten- und Fremdenverkehrsgewerbe kann aufgenommen werden, wer die allgemeine Hochschulreife oder die Fachhochschulreife erworben hat.
(1) Die Aufnahme in eine Höhere Berufsfachschule für das Hotel-, Gaststätten- und Fremdenverkehrsgewerbe ist bis zu einem vom Schulleiter/von der Schulleiterin jeweils festzusetzenden Anmeldetermin bei der Schule in schriftlicher Form zu beantragen. Dem Antrag sind ein Lebenslauf mit Darstellung des Bildungs- und gegebenenfalls Berufsweges sowie das Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife bzw. der Fachhochschulreife in beglaubigter Abschrift beizufügen. Liegt dieses zum Zeitpunkt der Antragstellung noch nicht vor, ist das vorangehende Zeugnis beizufügen; das Hochschulreifezeugnis ist umgehend nach Erteilung nachzureichen.
(2) Falls die erforderlichen Zeugnisunterlagen nicht vorgelegt werden können, kann der Nachweis ihres Inhalts auf andere Weise erbracht werden.
(3) Über die Aufnahme entscheidet der Schulleiter/die Schulleiterin in Form eines schriftlichen Bescheides. In begründeten Zweifelsfällen legt er/sie den Aufnahmeantrag der Schulaufsichtsbehörde zur Entscheidung vor.
(1) Übersteigt die Zahl der Bewerber/Bewerberinnen, die die Aufnahmevoraussetzungen gemäß § 7 erfüllen, nach Ablauf des Anmeldetermins die Aufnahmefähigkeit der Schule, so ist von ihr ein Vergabeverfahren durchzuführen. Hierzu werden die Bewerber/Bewerberinnen mit allgemeiner Hochschulreife und diejenigen mit Fachhochschulreife jeweils zu getrennten Gruppen zusammengefasst. Die Gruppen werden entsprechend ihrem prozentualen Anteil an der Gesamtzahl der Bewerber/Bewerberinnen für die Schule, die die Aufnahmevoraussetzungen erfüllen, bei der Vergabe der Schulplätze berücksichtigt (Quotenbildung).
(2) Die einzelnen Bewerber/Bewerberinnen werden innerhalb ihrer Gruppe einer Notenrangfolge zugeordnet. Der jeweilige Notenrang bestimmt sich nach der auf dem Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife bzw. der Fachhochschulreife ausgewiesenen Durchschnittsnote gemäß Staatsvertrag über die Vergabe von Studienplätzen [1] .
Der Notendurchschnittswert verbessert sich bei Bewerbern/Bewerberinnen, die
eine einschlägige Berufsausbildung abgeschlossen haben, um 1,0,
eine einschlägige berufliche Tätigkeit von mindestens einjähriger Dauer nachweisen, um 0,5,
eine anderweitige Berufsausbildung abgeschlossen haben, um 0,5.
(3) Die für jede Gruppe verfügbaren Schulplätze werden in der Reihenfolge des Notenranges vergeben. Bei gleichem Notenrang entscheidet das Los.
(4) Der Schulleiter/Die Schulleiterin kann vorab bis zu zehn vom Hundert der Höchstzahl der insgesamt verfügbaren Schulplätze an Bewerber/Bewerberinnen vergeben, die nach ihrem Notenrang nicht berücksichtigt werden könnten, für die aber die Versagung der Aufnahme eine außergewöhnliche, insbesondere soziale Härte bedeuten würde. Eine außergewöhnliche, insbesondere soziale Härte liegt vor, wenn die Ablehnung des Aufnahmeantrags für den Bewerber/die Bewerberin mit Nachteilen verbunden wäre, die bei Anlegung eines strengen Maßstabs über das Maß der mit der Ablehnung üblicherweise verbundenen Nachteile in unzumutbarer Weise hinausgehen. Dies kann insbesondere der Fall sein, wenn schwerwiegende soziale oder familiäre Umstände in der Person des Bewerbers/der Bewerberin vorliegen, die einen sofortigen Ausbildungsbeginn geboten erscheinen lassen.
(5) Sofern zu Unterrichtsbeginn des Schuljahres Schulplätze nicht in Anspruch genommen werden, finden unverzüglich ein oder gegebenenfalls mehrere Nachrückverfahren statt. Die noch verfügbaren Schulplätze werden an die nicht berücksichtigten Bewerber/Bewerberinnen, die die Aufnahmevoraussetzungen erfüllen, in der Reihenfolge des Notenrangs innerhalb ihrer Gruppe vergeben.
Vgl. BS-Anhang 63.
Aufnahme ohne Hochschulreife bei besonderer beruflicher Qualifikation
(1) In eine Höhere Berufsfachschule für das Hotel-, Gaststätten- und Fremdenverkehrsgewerbe kann auch aufgenommen werden, wer - ohne die Aufnahmevoraussetzungen nach § 7 zu erfüllen - eine besondere Qualifikation durch berufliche Bildung, Berufstätigkeit und Weiterbildung erworben und vertieft hat.
(2) Hierfür sind folgende Voraussetzungen zu erfüllen und nachzuweisen:
erfolgreicher Abschluss der Berufsausbildung in einem einschlägigen anerkannten Ausbildungsberuf [2] in Verbindung mit einer darauf folgenden mindestens vierjährigen hauptberuflichen Tätigkeit in dem erlernten oder in einem verwandten Beruf,
Erweiterung und Vertiefung der Ausbildung durch einen erfolgreichen Abschluss in der beruflichen Weiterbildung auf dem einschlägigen Gebiet,
erfolgreiche Teilnahme an einem Eignungsgespräch, das von einer Fachkommission der Schule geführt wird.
(3) Über die Aufnahme von Bewerbern/Bewerberinnen im Sinne des Absatzes 1 entscheidet auf deren Antrag eine Fachkommission, die an der Schule im Fall einer Bewerbung unter Vorsitz des Schulleiters/der Schulleiterin einzurichten ist. Sie besteht neben dem Schulleiter/der Schulleiterin aus mindestens zwei von ihm/ihr zu berufenden Fachlehrkräften sowie aus insgesamt zwei Vertretern/Vertreterinnen aus dem Bereich von Arbeitskammer, Handwerkskammer und/oder Industrie- und Handelskammer, die von den Kammern im gegenseitigen Einvernehmen nach Gesichtspunkten fachlicher Zuständigkeit bestimmt werden. Soweit die Kammern keinen Vertreter/keine Vertreterin benennen, beruft der Schulleiter/die Schulleiterin zwei Fachvertreter/Fachvertreterinnen aus dem Bereich der beruflichen Aus- und Weiterbildung.
(4) Die Fachkommission prüft die Voraussetzungen nach Absatz 2 Nrn. 1 und 2 und entscheidet insbesondere über die Anerkennung erfolgreich abgeschlossener Weiterbildungsmaßnahmen.
Sie führt mit dem Bewerber/der Bewerberin ein Eignungsgespräch, das in der Regel 60 Minuten und nicht länger als 90 Minuten dauert. Durch das Eignungsgespräch soll festgestellt werden, ob der Bewerber/die Bewerberin die erforderliche Vorbildung und Eignung besitzt, um die Ausbildung an der Höheren Berufsfachschule für das Hotel-, Gaststätten- und Fremdenverkehrsgewerbe mit Aussicht auf einen erfolgreichen Abschluss aufnehmen zu können. Das Eignungsgespräch umfasst die allgemeinen und fachlichen Grundlagen der angestrebten Ausbildung. Die berufsbezogenen Erfahrungen und Fähigkeiten des Bewerbers/der Bewerberin sollen besondere Berücksichtigung finden.
(5) Nähere Einzelheiten des Verfahrens regelt die Schulaufsichtsbehörde durch Verwaltungsvorschriften.
Das Verzeichnis der anerkannten Ausbildungsberufe wird jährlich neu herausgegeben.Die derzeit gültige Ausgabe 2002 kann beim Verlag W. Bertelsmann GmbH& Co. KG, Postfach 10 06 33 in 33506 Bielefeld, Tel.: 0521/911 01-11,Fax 0521/911 01-19, E-Mail: bestellung@wbv.de bezogen werden.
(1) Zeugnisse während des Besuchs einer Höheren Berufsfachschule für das Hotel-, Gaststätten- und Fremdenverkehrsgewerbe werden als Jahreszeugnisse (Anlage 2) sowie als Abgangszeugnisse (Anlage 3) ausgestellt. Sie sind der urkundliche Nachweis über Schulbesuch und Leistungen.
(2) Am Ende der Unterstufe wird ein Jahreszeugnis erteilt.
(3) Ein Abgangszeugnis wird bei Schulwechsel aus persönlichen Gründen oder bei Verlassen der Schule ohne Abschluss erteilt.
(4) Die Zeugnisse werden als Einzelzeugnisse ausgestellt. Sie tragen das Datum des Ausgabetages und sind von dem Schulleiter/der Schulleiterin und dem Klassenlehrer/der Klassenlehrerin zu unterzeichnen. Jahreszeugnisse können auch von dem jeweiligen Abteilungsleiter/der jeweiligen Abteilungsleiterin im Auftrag des Schulleiters/der Schulleiterin unterzeichnet werden. Abgangszeugnisse sind mit dem Siegel der Schule zu versehen.
(1) Zeugnisse enthalten die Bewertung der Leistungen in den einzelnen Fächern als Zeugnisnoten. Hierfür gelten folgende Notenstufen:
(3) Leistungen in Wahlfächern werden mit einer Zeugnisnote bewertet. In Abgangszeugnissen werden Noten in Wahlfächern, die unter „ausreichend“ liegen, nicht ausgewiesen.
(4) In Jahreszeugnissen ist die Zahl der insgesamt (entschuldigt und unentschuldigt) versäumten sowie die Zahl der unentschuldigt versäumten Unterrichtstage zu vermerken.
(5) Beurteilungen eines Schülers/einer Schülerin unter „Bemerkungen“ in Abgangszeugnissen sind unzulässig.
(1) Die Klassenkonferenz unter Vorsitz des Schulleiters/der Schulleiterin setzt die Zeugnisnoten auf Vorschlag der jeweiligen Fachlehrkraft fest.
(2) Die Zeugnisnote fasst die Gesamtleistung des Schülers/der Schülerin in dem betreffenden Fach zusammen. Dabei sind alle besonderen Gesichtspunkte je nach Lage des Falles zu würdigen. Die Zeugnisnote darf nicht allein aus den Ergebnissen von Klassenarbeiten hergeleitet werden; maßgeblichen Einfluss hat auch die Qualität der Mitarbeit im Unterricht. Demzufolge ist die Zeugnisnote das Ergebnis einer wertenden fachlich-pädagogischen Gesamtbeurteilung und kann nicht schematisch errechnet werden.
(3) Die Noten des Jahreszeugnisses werden auf Grund der Entwicklung der Leistungen während des Schuljahres, besonders während seiner zweiten Hälfte gefunden.
Die Jahreszeugnisse werden am letzten Unterrichtstag des Schuljahres ausgegeben und den Schülern/Schülerinnen in der Schule ausgehändigt.
In der staatlichen Prüfung soll das Erreichen des Ausbildungsziels der Höheren Berufsfachschule für das Hotel-, Gaststätten- und Fremdenverkehrsgewerbe und damit der Erwerb der erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten als Voraussetzung für die Durchführung des Berufspraktikums und für eine künftige Tätigkeit als Assistent/Assistentin im Hotel-, Gaststätten- und Fremdenverkehrsgewerbe nachgewiesen werden.
(1) Die Prüfung findet gegen Ende des Schuljahres statt.
(2) Die Schulaufsichtsbehörde bestimmt die Prüfungstermine auf Vorschlag des Schulleiters/der Schulleiterin. Sie sind den Schülern/Schülerinnen durch den Schulleiter/die Schulleiterin alsbald nach der Festlegung bekannt zu geben.
(1) Die Klassenkonferenz unter Vorsitz des Schulleiters/der Schulleiterin entscheidet frühestens drei Wochen, spätestens zwei Wochen vor Beginn der schriftlichen Prüfung ohne förmliche Anmeldung über die Zulassung zur Prüfung. Bei privaten Schulen bedürfen diese Entscheidungen der Bestätigung der Schulaufsichtsbehörde.
(2) Voraussetzung für die Zulassung zur Prüfung ist der ordnungsgemäße Besuch der Höheren Berufsfachschule für das Hotel-, Gaststätten- und Fremdenverkehrsgewerbe einschließlich der Ableistung des achtwöchigen Betriebspraktikums. Die Zulassung kann überdies versagt werden, wenn nach den während des Schulbesuchs gezeigten Leistungen keine Aussicht auf einen Prüfungserfolg besteht oder wenn auf Grund fehlender Leistungsnachweise eine Beurteilung nicht möglich ist.
(3) Die Zulassung zur Prüfung ist den Schülern/Schülerinnen unverzüglich mündlich bekannt zu geben. Nicht Zugelassenen teilt der Schulleiter/die Schulleiterin diese Entscheidung unter Angabe der Gründe unverzüglich schriftlich mit.
(4) Im Fall des Rücktritts von der Prüfung nach erfolgter Zulassung gilt die Prüfung insgesamt als nicht bestanden. Das Gleiche gilt, wenn die Prüfung ganz oder teilweise versäumt wird.
(5) Die Vorschrift des Absatzes 4 findet keine Anwendung, wenn ein Schüler/eine Schülerin aus Gründen, die er/sie nachweislich nicht zu vertreten hat (insbesondere Krankheit), verhindert ist, zur Prüfung anzutreten oder bis zu ihrem Abschluss an ihr teilzunehmen. Ob der Schüler/die Schülerin die Gründe zu vertreten hat, entscheidet die Klassenkonferenz unter Vorsitz des Schulleiters/der Schulleiterin. Hat er/sie die Gründe nicht zu vertreten, ist ein besonderer Termin zur Ablegung oder Fortsetzung der Prüfung einzuräumen.
(1) Zur Teilnahme an der Prüfung kann auch zugelassen werden, wer keine Höhere Berufsfachschule für das Hotel-, Gaststätten- und Fremdenverkehrsgewerbe besucht hat (Schulfremder/Schulfremde), sofern er/sie die Voraussetzungen nach § 7 erfüllt und nach Bildungsgang und Berufsweg erwarten lässt, dass er/sie den Anforderungen der schulischen Ausbildung entsprechende Kenntnisse und Fähigkeiten erlangt hat.
(2) Der Antrag auf Zulassung zur Prüfung ist bei der Schulaufsichtsbehörde spätestens zwei Monate vor Prüfungsbeginn schriftlich zu stellen.
ein Lebenslauf mit Darstellung des Bildungs- und gegebenenfalls Berufsweges,
die Nachweise der Voraussetzungen gemäß § 7 in beglaubigter Abschrift,
ein ausführlicher Bericht über Art und Umfang der den Anforderungen des schulischen Bildungsganges entsprechenden Vorbereitung auf die Prüfung,
eine Erklärung des Bewerbers/der Bewerberin, gegebenenfalls mit Nachweisen, ob er/sie sich bereits einer gleichartigen Prüfung unterzogen bzw. sich bereits zu einer derartigen Prüfung bei einer anderen Stelle gemeldet hat.
Falls die erforderlichen Zeugnisunterlagen nicht vorgelegt werden können, kann der Nachweis ihres Inhalts auf andere Weise erbracht werden.
(4) Die Schulaufsichtsbehörde entscheidet über die Zulassung und weist die zugelassenen Schulfremden einer Höheren Berufsfachschule für das Hotel-, Gaststätten- und Fremdenverkehrsgewerbe zur Prüfung zu.
(5) Im Übrigen gelten für Schulfremde die Vorschriften des Abschnitts III dieser Verordnung entsprechend, soweit keine abweichenden Regelungen getroffen sind.
Prüfungsfächer sind die nach der Stundentafel (Anlage 1) in der Oberstufe unterrichteten und für die Schüler/Schülerinnen verbindlichen Fächer des allgemeinen und des berufsbezogenen Lernbereichs mit Ausnahme des Fachs Fachpraktische Anwendungen.
Für die Festsetzung der Vornoten, die Bewertung der einzelnen Prüfungsleistungen und die Bildung der Endnoten gilt § 11 Abs. 1 und 2 .
(1) Für die Schulakten und den Vorsitzenden/die Vorsitzende der Prüfungskommission wird je eine Prüfungsliste für jede Prüfungsklasse angelegt, die Raum für folgende Angaben enthält:
die Noten des Jahreszeugnisses und die Bewertung der in der Oberstufe erbrachten Leistungen,
Vermerk über die Zulassungsentscheidung (§§ 17 Abs. 1, 18 Abs. 4),
die Vornoten (§ 22),
die Noten der schriftlichen Prüfung 27),
die Noten der mündlichen Prüfung 33),
die Endnoten (§ 34),
das Ergebnis der Prüfung (§ 35).
(3) Die für den Vorsitzenden/die Vorsitzende der Prüfungskommission bestimmte Liste wird diesem/dieser unverzüglich im Anschluss an die vor der mündlichen Prüfung durchzuführende Klassenkonferenz (§ 30) mit den Angaben zu Absatz 1 Nrn. 1 bis 5 zugeleitet.
(1) Im Rahmen der Entscheidung über die Zulassung zur Prüfung nach § 17 setzt die Klassenkonferenz auf Vorschlag der Fachlehrkräfte die Vornoten in den Prüfungsfächern fest. Dabei sind die Noten des Jahreszeugnisses sowie die Bewertung der in der Oberstufe erbrachten Leistungen in der Regel als gleichwertig zu berücksichtigen.
(2) Die Vornoten sind nach ihrer Festsetzung und Eintragung in die Prüfungslisten zusammen mit der Zulassung zur Prüfung (§ 17 Abs. 3 Satz 1) den Schülern/Schülerinnen mündlich bekannt zu geben.
(1) Die schriftliche Prüfung umfasst folgende Fächer:
Lebensmittel- und Getränketechnologie einschließlich Ernährungswissenschaft.
(2) Die schriftliche Prüfung besteht aus einer Aufsichtsarbeit je Fach. An einem Prüfungstag dürfen höchstens zwei Prüfungsarbeiten geschrieben werden, wobei die für beide Fächer vorgesehenen Bearbeitungszeiten zusammen fünf Zeitstunden nicht überschreiten dürfen.
Als Prüfungsaufgaben sind zu bearbeiten in den Fächern
Französisch, Englisch:
je eine Übersetzung aus der Fremdsprache ins Deutsche, Beantwortung von Fragen zu verschiedenen Themenkreisen in der betreffenden Fremdsprache, Wortschatzarbeit und Leseverstehen
(Bearbeitungszeit: je zweieinhalb Zeitstunden),
anwendungsbezogene Fragen und Aufgaben zur betriebswirtschaftlichen Führung eines Unternehmens aus den Bereichen Finanzierung, Kostenrechnung, Betriebsorganisation, Marketing und Personalwirtschaft einschließlich rechtlicher Gesichtspunkte
(Bearbeitungszeit: drei Zeitstunden),
Fragen und Anwendungen zur Planung, Darstellung und Analyse des betrieblichen Rechnungswesens
(Bearbeitungszeit: zwei Zeitstunden),
Fragen und praxisbezogene Anwendungen aus dem Bereich des Tourismus
Fragestellungen zu dem Bereich Grundlagen der Datenverarbeitung, anwendungsbezogene Aufgaben zum Umgang mit Standardsoftware oder branchenspezifischer Software
Lebensmittel- und Getränketechnologie einschließlich Ernährungswissenschaft:
Aufgaben und Fragen aus den Bereichen Speise- und Getränkekunde, Speisen- und Getränkemanagement, Catering, Fastfood, Küchenorganisation, Restaurantorganisation und Menügestaltung sowie Lebensmittelchemie, Ernährungsphysiologie und Hygiene
(Bearbeitungszeit: fünf Zeitstunden).
Der Schulleiter/Die Schulleiterin legt ihr spätestens einen Monat vor Prüfungsbeginn für jedes Fach der schriftlichen Prüfung zwei Aufgabenvorschläge mit Angabe der erforderlichen Hilfsmittel, gegebenenfalls der Lösungen, der Korrekturhinweise und der Bewertungsmaßstäbe zur Entscheidung vor. Die Schulaufsichtsbehörde kann die Vorlage weiterer Aufgabenvorschläge verlangen. Die Aufgaben dürfen im Unterricht nicht behandelt werden und sollen sich im Wesentlichen auf den Lehrstoff der Oberstufe beziehen.
(2) Die von der Schulaufsichtsbehörde bestimmten Prüfungsaufgaben werden von der Schule in der erforderlichen Anzahl vervielfältigt und in versiegelten Umschlägen aufbewahrt. Vervielfältigung und Versiegelung werden vom Schulleiter/von der Schulleiterin verantwortlich überwacht. Die versiegelten Umschläge sind vom Schulleiter/von der Schulleiterin unter Verschluss zu halten und dürfen erst am jeweiligen Prüfungstag im Prüfungsraum in Gegenwart der Prüflinge geöffnet werden. Die zugelassenen Hilfsmittel werden den Prüflingen spätestens am letzten Unterrichtstag vor Beginn der Prüfung bekannt gegeben.
(3) Es besteht die Verpflichtung zur Amtsverschwiegenheit (§ 40).
(1) Die Arbeiten und die Entwürfe sind auf Bogen zu schreiben, die von der Schule zur Verfügung gestellt und mit dem Schulstempel versehen werden. Die Prüflinge tragen Namen, Vornamen, Klasse und Prüfungsfach am Kopf der ersten Seite der Reinschrift ein. Die erste Seite und ein Rand jeder weiteren Seite sind für amtliche Eintragungen frei zu halten. Die Seiten der Reinschriften sind fortlaufend zu nummerieren. Sämtliche Entwürfe und Beilagen sind mit dem Namen des Prüflings zu versehen.
(2) Die Prüflinge fertigen die Arbeiten unter ständiger Aufsicht von mindestens einer Lehrkraft je Prüfungsraum an. Für die ordnungsgemäße Prüfungsaufsicht ist der Schulleiter/die Schulleiterin verantwortlich. Der Prüfungsraum darf während der Bearbeitungszeit von den Prüflingen nur einzeln und nur mit Genehmigung einer Aufsichtsperson verlassen werden.
(4) Vor Eintritt in die Prüfung werden die Prüflinge darauf hingewiesen, dass Täuschungsversuche, Beihilfe hierzu und Ordnungsverstöße zum Ausschluss von der Prüfung insgesamt führen können. Der Wortlaut von § 39 ist bekannt zu geben. Nach Klärung technischer Fragen und Bekanntgabe der Prüfungsaufgaben beginnt die Bearbeitungszeit.
(5) Über den Verlauf der schriftlichen Prüfung ist von den Aufsicht Führenden in jedem Prüfungsraum für jedes Prüfungsfach eine Niederschrift zu fertigen und zu unterzeichnen. In diese werden aufgenommen:
ein Vermerk über die erfolgte Belehrung gemäß § 39 ,
(1) Jede Prüfungsarbeit wird von der zuständigen Fachlehrkraft der Oberstufe und von einer vom Schulleiter/von der Schulleiterin bestimmten weiteren Fachlehrkraft korrigiert und benotet.
(2) Weichen die Noten der beiden Fachlehrkräfte voneinander ab, so setzt der Schulleiter/die Schulleiterin im Benehmen mit ihnen die Note für die Prüfungsarbeit fest. Er/Sie kann weitere Fachlehrkräfte hinzuziehen.
(3) Die Note und gegebenenfalls eine Begründung werden auf der ersten Seite der Prüfungsarbeit eingetragen. Die beiden Fachlehrkräfte bestätigen durch Unterschrift die Beurteilung und die Note der Arbeit, im Fall des Absatzes 2 bestätigt der Schulleiter/die Schulleiterin zusätzlich die durch ihn/sie festgesetzte Note.
(1) Für die mündliche Prüfung und für die Feststellung des Gesamtergebnisses wird eine Prüfungskommission gebildet. Ihr gehören als Mitglieder an:
ein Regierungsbeauftragter als Vorsitzender/eine Regierungsbeauftragte als Vorsitzende, der/die von der Schulaufsichtsbehörde bestellt wird,
der Schulleiter/die Schulleiterin oder der ständige Vertreter/die ständige Vertreterin,
alle Fachlehrkräfte, die in den Oberstufenklassen der Schule in den Prüfungsfächern (§ 19) unterrichten,
weitere von der Schulaufsichtsbehörde berufene Fachlehrkräfte als Fremdprüfer/Fremdprüferinnen.
(2) Die Prüfungskommission trifft ihre Entscheidungen mit Stimmenmehrheit. Stimmenthaltung ist nicht zulässig. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des/der Vorsitzenden den Ausschlag.
(3) Der/Die Vorsitzende bildet für die Durchführung der mündlichen Prüfung in den einzelnen Fächern aus den Mitgliedern der Prüfungskommission Fachausschüsse. Ein Fachausschuss besteht aus der jeweils zuständigen Fachlehrkraft als Prüfer/Prüferin und einem fachkundigen Fremdprüfer/einer fachkundigen Fremdprüferin. Fällt ein Mitglied eines Fachausschusses aus, ist unverzüglich ein Vertreter/eine Vertreterin zu berufen.
Alle Prüfungsfächer (§ 19) können Gegenstand der mündlichen Prüfung sein.
(1) Unmittelbar nach Festsetzung der Noten der schriftlichen Prüfung (§ 27) entscheidet die Klassenkonferenz unter Vorsitz des Schulleiters/der Schulleiterin, ob und in welchen Fächern ein Prüfling mündlich zu prüfen ist.
(3) Eine mündliche Prüfung in den bereits schriftlich geprüften Fächern kann insbesondere entfallen, wenn
in zwei Fächern die Note der schriftlichen Prüfung und die Vornote um eine Notenstufe voneinander abweichen und in dem einen Fach die höhere, in dem anderen Fach die niedrigere Note als Endnote vorgesehen wird,
in einem Fach die Note der schriftlichen Prüfung und die Vornote um eine Notenstufe voneinander abweichen und auf begründeten Vorschlag der Fachlehrkraft die höhere oder die niedrigere Note als Endnote vorgesehen wird.
(4) Die mündliche Prüfung in einem schriftlich geprüften Fach darf nicht entfallen, wenn eine unter „ausreichend“ liegende Note entweder nur als Vornote oder nur in der schriftlichen Prüfung erteilt wurde. Das Gleiche gilt, wenn in einem Fach die Vornote „mangelhaft“ und in der schriftlichen Prüfung die Note „ungenügend“ bzw. die Vornote „ungenügend“ und in der schriftlichen Prüfung die Note „mangelhaft“ erteilt wurden.
(5) Jeder Prüfling kann bis drei Werktage vor Beginn der mündlichen Prüfung schriftlich beim Schulleiter/bei der Schulleiterin beantragen, in weiteren Prüfungsfächern mündlich geprüft zu werden. Dem Antrag ist zu entsprechen. In Fällen des Absatzes 3 Nr. 3 wird der Prüfling, wenn er eine mündliche Prüfung in einem der betreffenden Fächer wünscht, in beiden Fächern geprüft.
(6) Der/Die Vorsitzende der Prüfungskommission hat das Recht, auf mündliche Prüfungen, die von der Klassenkonferenz festgesetzt wurden, zu verzichten und in besonderen Fällen Prüfungen in weiteren Fächern anzuordnen.
(7) Schulfremde werden in allen Prüfungsfächern (§ 19) mündlich geprüft.
die Fächer, in denen jeweils mündlich geprüft werden soll, oder gegebenenfalls eine Befreiung von der mündlichen Prüfung
Dabei sind die Prüflinge auf die Vorschriften des § 30 Abs. 5 und 6 ausdrücklich hinzuweisen.
die Klassenbücher der Oberstufe,
die Prüfungslisten (§ 21),
die Niederschriften über die nach §§ 17, 22 vor der schriftlichen Prüfung und die nach § 30 vor der mündlichen Prüfung durchzuführenden Klassenkonferenzen,
(2) Die für die mündliche Prüfung notwendigen Hilfsmittel (Texte, Hard- und Software und dgl.) müssen in den Prüfungsräumen zur Verfügung stehen.
(1) Bei der mündlichen Prüfung werden die Prüflinge einzeln geprüft. Der Schulleiter/Die Schulleiterin setzt im Einvernehmen mit dem/der Vorsitzenden der Prüfungskommission den Prüfungsplan fest.
(2) Die mündliche Prüfung in einem Fach soll die Dauer von 20 Minuten nicht überschreiten.
(3) Die Mitglieder eines Fachausschusses wirken bei der Prüfung kollegial zusammen. Die Verpflichtung des Fremdprüfers/der Fremdprüferin, auf die Gleichmäßigkeit und Angemessenheit der Prüfungsanforderungen und Bewertungsmaßstäbe bedacht zu sein, bleibt dadurch unberührt. Der/Die Vorsitzende der Prüfungskommission ist berechtigt, sich in die Prüfung einzuschalten und Prüfungsfragen zu stellen.
(4) Die Mitglieder des Fachausschusses setzen die Note für die mündliche Prüfungsleistung einvernehmlich fest. Stimmen sie in der Bewertung nicht überein, entscheidet der/die Vorsitzende der Prüfungskommission.
(6) Bei Schulen in freier Trägerschaft kann als Zuhörer/Zuhörerin an der mündlichen Prüfung - ausgenommen die Beratung und die Beschlussfassung über die Leistungsbewertung - ein Vertreter/eine Vertreterin des Schulträgers teilnehmen,
(1) Nach Beendigung der mündlichen Prüfung werden die Endnoten in den einzelnen Prüfungsfächern in einer Schlusskonferenz der Prüfungskommission auf Vorschlag der jeweiligen Fachlehrkraft beraten und festgesetzt.
(3) In einem Prüfungsfach, in dem weder schriftlich noch mündlich geprüft worden ist, gilt die Vornote als Endnote.
(4) Für Schulfremde ergeben sich die Endnoten aus den Noten der schriftlichen und mündlichen Prüfung, in den nicht schriftlich geprüften Fächern aus der Note der jeweiligen mündlichen Prüfung.
(1) Die Prüfungskommission stellt in der Schlusskonferenz auf Grund der Endnoten fest, ob die Prüfung bestanden oder nicht bestanden ist.
wenn die Endnote in allen Prüfungsfächern mindestens „ausreichend“ ist,
wenn die Endnote „mangelhaft“ in höchstens zwei Prüfungsfächern, von denen nur eines ein schriftliches Prüfungsfach (§ 23 Abs. 1) sein darf, jeweils durch mindestens die Endnote „befriedigend“ in einem anderen Prüfungsfach ausgeglichen wird; dabei kann der Notenausgleich in einem schriftlichen Prüfungsfach nur durch ein anderes schriftliches Prüfungsfach erfolgen.
(3) Für die Entscheidung über das Bestehen der Prüfung bleiben Fächer, die nicht Prüfungsfächer (§ 19) sind (einschließlich Wahlfächer), außer Betracht.
(4) Über die Schlusskonferenz ist eine Niederschrift zu fertigen. Die Niederschrift und die Prüfungslisten (§ 21) werden von allen Mitgliedern der Prüfungskommission unterzeichnet und mit dem Siegel der Schule versehen.
(5) Der/Die Vorsitzende der Prüfungskommission gibt den Prüflingen am Tag der Schlusskonferenz das Ergebnis der Prüfung bekannt.
(1) Wer die Prüfung bestanden hat, erhält ein Prüfungszeugnis (Anlage 4).
(2) Das Prüfungszeugnis ist von dem/der Vorsitzenden der Prüfungskommission, dem Schulleiter/der Schulleiterin und dem Klassenlehrer/der Klassenlehrerin zu unterzeichnen und mit den Siegeln der Schulaufsichtsbehörde und der Schule zu versehen. Ausfertigungsdatum ist der Tag der Schlusskonferenz.
(3) Die Noten der Oberstufe im Fach Fachpraktische Anwendungen sowie in Wahlfächern werden im Prüfungszeugnis ausgewiesen, die Letztgenannten nur, soweit sie nicht unter „ausreichend“ liegen.
(4) Wer die Prüfung als Schulfremder/Schulfremde abgelegt hat, erhält im Prüfungszeugnis einen entsprechenden Vermerk.
(1) Prüflinge, die die Prüfung nicht bestanden haben oder deren Prüfung nach den Vorschriften des § 17 Abs. 4 oder des § 39 als nicht bestanden gilt, erhalten im Fall des Abgangs von der Schule ein Abgangszeugnis (Anlage 3). Eine Bemerkung, dass der Prüfling die Prüfung nicht bestanden hat, ist nicht in das Zeugnis aufzunehmen.
(2) Hat ein Prüfling, der die Prüfung nicht bestanden hat, an der gesamten Prüfung teilgenommen, werden die Endnoten in das Zeugnis übernommen. Hat er nicht an der gesamten Prüfung teilgenommen, erhält er
in Fächern, in denen er an der Prüfung teilgenommen hat, die erzielten Endnoten,
in Fächern, in denen er nicht an der Prüfung teilgenommen hat, die Vornoten als Endnoten.
(3) § 36 Abs. 3 gilt entsprechend.
(2) Wer die Prüfung nicht bestanden hat oder wessen Prüfung nach den Vorschriften des § 17 Abs. 4 oder des § 39 als nicht bestanden gilt, kann sie in der Regel einmal, und zwar frühestens zum nächsten allgemeinen Prüfungstermin, wiederholen. Die Wiederholung erstreckt sich auf die gesamte Prüfung und setzt - außer bei Schulfremden - die Wiederholung der Oberstufe voraus; eine Wiederholung von Teilen der Prüfung oder eine Wiederholung in einzelnen Prüfungsfächern ist nicht möglich.
(3) Die Entscheidung über das Vorliegen der Tatbestände der Absätze 1 und 2 und über die zu ergreifenden Maßnahmen trifft die Klassenkonferenz unter Vorsitz des Schulleiters/der Schulleiterin nach Anhören des Prüflings. Bis zu der Entscheidung setzt der Prüfling die Prüfung fort.
(4) Bei Ausschluss von der weiteren Teilnahme gilt die Prüfung insgesamt als nicht bestanden.
(5) Wird eine schwerwiegende Täuschungshandlung erst nach Ablauf der Prüfung festgestellt, kann die Schulaufsichtsbehörde die Prüfung nachträglich für nicht bestanden erklären und das Prüfungszeugnis - gegebenenfalls mit der Urkunde und dem Zeugnis nach § 42 -einziehen. Dies gilt jedoch nur für einen Zeitraum von drei Jahren ab dem Tag der mündlichen Prüfung.
Zuerkennung der Berufsqualifikation
Voraussetzungen und Verfahren der Zuerkennung
(1) Nach bestandener Prüfung, dem Abschluss des einjährigen Berufspraktikums in Verbindung mit den mindestens mit „ausreichend“ bewerteten Erfahrungsberichten (§ 5) und erfolgreicher Durchführung eines qualifizierten Abschlussgesprächs an der Höheren Berufsfachschule für das Hotel-, Gaststätten- und Fremdenverkehrsgewerbe wird die Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung „Staatlich geprüfter Assistent für das Hotel-, Gaststätten- und Fremdenverkehrsgewerbe (HBFS)/Staatlich geprüfte Assistentin für das Hotel-, Gaststätten- und Fremdenverkehrsgewerbe (HBFS)“ zuerkannt (Zuerkennung der Berufsqualifikation).
(2) Die Zuerkennung ist bis zu einem vom Schulleiter/von der Schulleiterin jeweils festzusetzenden Termin bei der Schule in schriftlicher Form zu beantragen. Dem Antrag sind die Zeugnisse der Praktikumsbetriebe als Nachweis über das ordnungsgemäß durchgeführte einjährige Berufspraktikum beizufügen.
(3) Die vom Bewerber/von der Bewerberin nach § 5 Abs. 5 vorgelegten Erfahrungsberichte werden jeweils von einer durch den Schulleiter/die Schulleiterin zu bestimmenden Fachlehrkraft der Schule beurteilt und mit einer Note gemäß § 11 Abs. 1 und 2 bewertet.
Bei einer nicht mindestens „ausreichend“ lautenden Bewertung bestimmt der Schulleiter/die Schulleiterin eine weitere Fachlehrkraft, die den betreffenden Erfahrungsbericht beurteilt und bewertet. Weichen die Noten der beiden Fachlehrkräfte voneinander ab, so setzt der Schulleiter/die Schulleiterin im Benehmen mit ihnen die Note für den Erfahrungsbericht fest. Er/Sie kann weitere Fachlehrkräfte hinzuziehen.
(4) Der Schulleiter/Die Schulleiterin prüft den Antrag auf Zuerkennung der Berufsqualifikation und veranlasst gegebenenfalls die Vervollständigung der erforderlichen Nachweise. Sodann lädt er/sie den Bewerber/die Bewerberin, sofern dessen/deren Erfahrungsberichte jeweils mit mindestens „ausreichend“ bewertet wurden, zu einem qualifizierten Abschlussgespräch ein.
Eine Nichtzulassung zum Abschlussgespräch teilt der Schulleiter/die Schulleiterin unter Angabe der Gründe schriftlich mit.
(5) Das Abschlussgespräch mit dem Bewerber/der Bewerberin wird vom Schulleiter/von der Schulleiterin und mindestens zwei Fachlehrkräften der Schule geführt. Es erstreckt sich auf Verlauf und Inhalt des einjährigen Berufspraktikums, wobei insbesondere die Erfahrungsberichte des Bewerbers/der Bewerberin zugrunde zu legen sind. Die Dauer des Abschlussgesprächs beträgt in der Regel 20 Minuten.
(6) Der Schulleiter/Die Schulleiterin und die Fachlehrkräfte legen einvernehmlich fest, ob das Abschlussgespräch als „erfolgreich“ oder „nicht erfolgreich“ zu bewerten ist. Stimmen sie in der Bewertung nicht überein, entscheidet der Schulleiter/die Schulleiterin. § 33 Abs. 5 und 6 findet entsprechende Anwendung.
(7) Im Fall eines als „nicht erfolgreich“ bewerteten Abschlussgesprächs bestimmt der Schulleiter/die Schulleiterin, unter welchen Voraussetzungen und zu welchem Zeitpunkt das Abschlussgespräch wiederholt werden kann.
Urkunde über die Zuerkennung
(1) Wer das qualifizierte Abschlussgespräch mit der Bewertung „erfolgreich“ absolviert hat, erhält die Zuerkennung der Berufsqualifikation. Sie wird in Form einer Urkunde (Anlage 5) durch die Schulaufsichtsbehörde ausgesprochen.
(2) Die Noten der Erfahrungsberichte werden in einem die Urkunde nach Anlage 5 ergänzenden Zeugnis (Anlage 6) ausgewiesen. Das Zeugnis, das von dem Schulleiter/der Schulleiterin zu unterzeichnen und mit dem Siegel der Schule zu versehen ist, ist nur in Verbindung mit der Urkunde über die Zuerkennung der Berufsqualifikation gültig. Ausfertigungsdatum ist das Datum der Urkunde.
Stundentafel der Höheren Berufsfachschule für das Hotel-, Gaststätten- und Fremdenverkehrsgewerbe
Deutsch mit Rethorik
1.2 Berufsbezogener Lernbereich
Lebensmittel- und Getränketechnologie einschließlich Ernährungswissenschaft
Fachpraktische Anwendungen:
- Küche und Restaurant
2 x 4 Wochen Block