Source: https://www.ihre-vorsorge.de/expertenforum/forum/detail/rente-nach-20-jahren-werkstaette.html
Timestamp: 2018-12-12 19:57:09
Document Index: 261700530

Matched Legal Cases: ['Art. 2', '§ 10', '§ 43', '§ 75', '§ 302', '§ 43', '§ 50', '§ 51', '§ 52', '§ 244', '§ 52', '§ 52', '§ 43']

Rente nach 20 Jahren Werkstätte | Ihre Vorsorge < content="">
Rente nach 20 Jahren Werkstätte
Es geht um die Rente in einer WfbM, mit der besonderen Wartzeit von
Ich lese immer wieder, dass sie für Leute gedacht ist, die nie erwerbstätig waren, z.B. für Schulabgänger einer Förderschule.
Andere, die ihre 5 Jahre Wartezeit vor der Erwerbsminderung bereits erfüllt hatten, bekommen ja bereits eine Rente in der WfbM.
Was aber ist mit den Leuten, die zwischen einem Monat und 59 Monaten
Beiträge bezahlt hatten?
Ich war vor meiner WfbM-Zeit nur ein einziges mal
in "Lohn und Brot", nämlich 9 Monate Grundwehrdienst.
Gilt das überhaupt als "erwerbstätig auf dem 1. Arbeitsmarkt"?)
Danach war ich lange Jahre Student, also nicht erwerbstätig bis ich in die Werkstätte kam.
Bekomme ich dann nach 20 Jahren (abzüglich der bereits berücksichtigen 9 Monate Einzahlung vor der Erwerbsminderung) diese Rente?
Wahrscheinlich ja, sofern dann noch die gleichen Gesetze gelten wie heute.
Wenn Sie die 5 Jahre Wartezeit erfüllt haben, müssen Sie dabei auch noch 36 Monate RV-Beiträge in den letzten 5 Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung eingezahlt haben, um die EM-Rente zu erhalten. Sonst hilft auch keine Werkstattbeschäftigung( 20 Jahre), um das auszugleichen. Dann bleibt nur noch Grundsicherung vom Sozialamt zum Lebensunterhalt plus dem Werkstattentgelt.
Laut KSC bekomme ich nach 20 Jahren diese Rente,
nach Leserhamster bekomme ich sie dann nicht.
Zitiert von: Ratloser
Dann bekommen Sie vermutlich die halbe Rente.
Ich habe "wahrscheinlich" geschrieben, weil ich das vermute. Aber im einzelnen kommt es darauf an seit wann Sie EM sind (schon immer, seit xx.xx.xxxx) und ob und wieviel Beiträge Sie zu diesem zeitpunkt schon hatten.
Und das weiß im Forum niemand.
Also gibt es nur eines: Im Zweifel den Antrag stellen und abwarten was entschieden wird .......
Keiner von Beiden. Es kütt wie et kütt.
Astalawista baby!!
Ja doch, ich hatte ja geschrieben: 9 Monate Beiträge
vor der Erwerbsminderung.
Volle Erwerbsminderung ist seit 2014.
Rente ab 2023/2024? Ja, oder nein?
Der Rentenversicherung hatte ich mal einen Brief geschrieben.
Nach Monaten des Wartens bekam ich eine Antwort, die an meiner Frage vorbei ging.
meinte 2033/34, sorry
Diese „dumme“ Antwort stammt von meinem „dummen“ Trittbrettfahrer.
aktuell ist es so, dass Versicherte, die bei Feststellung der EM zu diesem Zeitpunkt die allgemeine Wartezeit (oder Sonderbedingungen) nicht erfüllt haben, nach dann insgesamt 20 Jahren Beiträgen einen EM-Rentenanspruch haben.
Auf Sie würde es mit den nur 9 Beiträgen vor der EM zutreffen.
Hier ein kleiner Textausschnitt aus:
"Die Bedingung 'volle Erwerbsminderung vor Erfüllung der allgemeinen Wartezeit' hat zur Folge, dass ausschließlich Versicherte, die
keine Rente nach den Vorschriften des SGB VI (weil die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen nicht gegeben sind) oder
lediglich eine Invalidenrente nach Art. 2 § 10 RÜG
beziehen, einen Anspruch auf eine Rente wegen voller Erwerbsminderung gemäß § 43 Abs. 6 SGB VI realisieren können. Für Versicherte, die bereits Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente nach den Vorschriften des SGB VI haben, kann allenfalls ein Anspruch auf Neufeststellung dieser Rente gemäß § 75 Abs. 3 SGB VI bestehen, wenn nach Eintritt der vollen Erwerbsminderung mindestens 20 Jahre an Beitragszeiten vorhanden sind. Das gilt insbesondere für gemäß § 302a SGB VI überführte Invalidenrenten des Beitrittsgebietes.
Die Wartezeit für eine Rente wegen voller Erwerbsminderung nach § 43 Abs. 6 SGB VI beträgt 20 Jahre (vergleiche § 50 Abs. 2 SGB VI). Auf diese Wartezeit von 20 Jahren werden Kalendermonate mit Beitrags- und Ersatzzeiten angerechnet (§ 51 Abs. 1 und 4 SGB VI). Die Wartezeit kann auch zusammen oder allein mit den sich nach § 52 Abs. 1 und 1a SGB VI aus dem Versorgungsausgleich und dem Rentensplitting ergebenden Monaten erfüllt werden. Ferner zählen für die Wartezeit die Monate, die sich durch Zuschläge für Entgeltpunkte aus geringfügiger Beschäftigung ergeben. Hierzu zählen:
ab 01.04.1999 Wartezeitmonate aus Zuschlägen für Entgeltpunkte aus geringfügiger versicherungsfreier Beschäftigung (§ 244a SGB VI) und
ab 01.01.2013 Wartezeitmonate aus Zuschlägen für Entgeltpunkte aus geringfügiger Beschäftigung, für die Beschäftigte von der Versicherungspflicht befreit sind, (§ 52 Abs. 2 SGB VI).
Einzelheiten zu diesen Zeiten ergeben sich aus der GRA zu § 52 SGB VI."
aus den Rechtsanweisungen der DRV:
Wenn wir 2023/24 dazu noch die gleichen Gesetzte wie heute haben (ich zweifel nicht daran), dann sind Sie mit einer EM-Rente dabei.
eigentlich besteht ein Anspruch auf Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit nur, wenn man - neben den entsprechenden gesundheitlichen Einschränkungen - die allgemeine Wartezeit (Mindestversicherungszeit = 60 Monate mit Beitragszeiten) und die besonderen versicherungsrechtlichen Voraussetzungen (mindestens 36 Monate mit Pflichtbeiträgen in den letzten 60 Monaten vor Eintritt der Erwerbsminderung) erfüllt hat.
Versicherte, die bei Eintritt der vollen Erwerbsminderung im Sinne des § 43 Abs. 2 SGB VI diese allgemeine Wartezeit - auch vorzeitig - nicht erfüllt haben, können eine Rente wegen voller Erwerbsminderung bekommen, wenn sie mindestens 20 Jahre Pflichtbeiträge gezahlt haben - also auch die Leute, die vor Eintritt der Erwerbsminderung zwischen einem Monat und 59 Monaten Beiträge bezahlt haben.
Damit dürften Sie - nach aktueller Rechtslage - mit dem 240. Beitragsmonat einen Anspruch auf Rente haben, sofern Sie bis dahin ununterbrochen voll erwerbsgemindert bleiben.