Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=2%20B%20130.97
Timestamp: 2019-10-19 19:08:30
Document Index: 299997315

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', '§ 9', '§ 131', '§ 9', '§ 113', '§ 9', '§ 138', '§ 132', '§ 113', '§ 43', '§ 9', '§ 51', '§ 9']

BVerwG, 02.07.1998 - 2 B 130.97 - dejure.org
https://dejure.org/1998,5758
BVerwG, 02.07.1998 - 2 B 130.97 (https://dejure.org/1998,5758)
BVerwG, Entscheidung vom 02.07.1998 - 2 B 130.97 (https://dejure.org/1998,5758)
BVerwG, Entscheidung vom 02. Juli 1998 - 2 B 130.97 (https://dejure.org/1998,5758)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1998,5758) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Rechtssatzwiderspruch bei Feststellung der Unwirksamkeit oder Rechtswidrigkeit eines Erlasses über die Versetzung und gleichzeitige Abordnung; Annahme eines berechtigten Feststellungsinteresses bei einer angestrebten Rehabilitierung; Erforderlichkeit eines berechtigten ...
OVG Nordrhein-Westfalen, 01.07.1997 - 6 A 2050/95
Bleibt hingegen der Sachverhalt, der zu einer abschließenden prozessualen Kostenentscheidung geführt hat, unverändert, geht es nicht an, nunmehr den gleichen Sachverhalt erneut zur Nachprüfung zu stellen und in seinen kostenrechtlichen Auswirkungen materiell-rechtlich entgegengesetzt zu beurteilen (BGH, Urteile vom 18. Mai 1966 - Ib ZR 73/64, BGHZ 45, 251, 257; vom 19. Oktober 1994 - I ZR 187/92, GRUR 1995, 169 unter II 2 - Kosten des Verfügungsverfahrens bei Antragsrücknahme; vom 22. November 2001 - VII ZR 405/00, WM 2002, 396 unter II 1; ebenso BVerwG, Beschlüsse vom 2. Juli 1998 - 2 B 130/97, juris Rn. 6, und 2 B 131/97, juris Rn. 2).
vgl. BVerwG, Beschluss vom 2. Juli 1998 - 2 B 130.97 -, juris.
vgl. BVerwG, Urteil vom 29. April 1997 - 1 C 2.95 -, NJW 1997, 2534; Beschluss vom 2. Juli 1998 2 B 130.97 -, Buchholz 240 § 9 BBesG Nr. 9; Beschluss vom 10. Februar 2000 2 A 3.99 -, a.a.O.
Ein Rehabilitationsinteresse wird unter bestimmten Voraussetzungen auch unter dem Gesichtspunkt gesehen, dass ungünstigen Nachwirkungen im beruflichen oder gesellschaftlichen Leben entgegengewirkt werden soll (vgl. z. B. BSG…, Urteil vom 22. September 1976 - 7 RAr 107/75 - BSGE 42, 212 ff. = SozR 1500 § 131 Nr. 3 = juris Rdnr. 30, m. w. N.; BVerwG, Beschluss vom 2. Juli 1998 - 2 B 130/97 - Buchholz 240 § 9 BBesG Nr. 9 = juris Rdnr. 2, m. w. N.; BVerwG…, Beschluss vom 18. Juli 2000 - 1 WB 34/00 - Buchholz 310 § 113 Abs. 1 VwGO Nr. 11 = juris Rdnr. 5, m. w. N.;… sowie die Nachweise bei Gerhardt, a. a. O.).
Es muss vielmehr im Einzelfall ein berechtigtes Schutzbedürfnis gegenüber solchen fortbestehenden Nachwirkungen des erledigten Verwaltungsakts oder sonstigen Verwaltungshandelns vorhanden sein ( siehe: BVerwG, Beschluss vom 2. Juli 1998 - Az.: 2 B 130.97 -, Buchholz 240 § 9 BBesG Nr. 9 [m.w.N.] ).
Zudem stellt die Bindung an die nicht in Rechtskraft erwachsenden Feststellungen einer Entscheidung im deutschen Rechtssystem eine Ausnahme dar, so dass sie nur bei eindeutigem Wortlaut einer Vorschrift angenommen werden kann, zumal nicht zu erkennen ist, dass gerade in der Wehrdisziplinarordnung von den im Prozessrecht allgemein üblichen Begriffen der Entscheidung, der Tatbestandswirkung und der Rechtskraft abgewichen werden sollte (…ebenso OVG Münster, Beschlüsse vom 17. September 2008 - 1 B 670/08 - juris LS 1 und Rn. 20 mwN und vom 23. April 2009 - 1 L 29/09 - juris LS 3; OVG Magdeburg…, Beschluss vom 23. April 2009 - 1 L 29/09 -, juris LS 3 und Rn. 10; OVG Greifswald…, Beschluss vom 23. Oktober 1997 - 2 L 32/97 - juris Rn. 20 sowie BVerwG jeweils zum wortgleichen § 138 Abs. 2 WDO aF: Urteil vom 27. Juni 1984 - 6 C 78.82 - juris LS 1 und Rn. 16…, Beschluss vom 28. Mai 1984 - 2 B 33/84 - juris Rn. 4, und zum wortgleichen § 132 Abs. 2 DO NW, Beschluss vom 2. Juli 1998 - 2 B 130.97 - juris Rn. 3; aA, jedoch ohne Begründung: OVG Lüneburg…, Beschluss vom 2. März 2007 - 5 ME 252/06 - juris Rn. 26 und VGH München…, Beschluss vom 26. November 2010 - 6 C 10.1980 - juris Rn. 5).
Dies gilt für die Annahme eines berechtigten Feststellungsinteresses sowohl im Sinne des § 113 Abs. 1 Satz 4 VwGO, als auch im Sinne des § 43 Abs. 1 VwGO gleichermaßen (vgl. BVerwG, Beschluss vom 2.7.1998 - 2 B 130/97 - Buchholz 240 § 9 BBesG Nr. 9 m. w. N.).
Gegenüber einem Verwaltungsakt ist nur ein Wiederaufgreifen des Verfahrens nach § 51 VwVfG durch Antrag bei der Behörde, die die Feststellung getroffen hat, nicht aber eine Wiederaufnahme des Verfahrens vor den Disziplinargerichten zulässig (stRspr, z.B. Beschluss vom 20. Januar 1994 BVerwG 2 DW 6.93 m.w.N.; ebenso der 1. Disziplinarsenat, vgl. Beschluss vom 29. März 1999 BVerwG 1 DB 7, 97 BVerwGE 113, 322 sowie der für das Beamtenrecht zuständige Senat, vgl. Urteil vom 27. Januar 1994 BVerwG 2 C 12.92 BVerwGE 95, 86 und Beschluss vom 2. Juli 1998 BVerwG 2 B 130.97 Buchholz 240 § 9 BBesG Nr. 9).
VG Göttingen, 06.10.2005 - 4 A 239/03
Rehabilitationsinteresse bei vorausgegangenen Strafverfahren