Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=4%20C%205/84
Timestamp: 2019-06-25 14:45:13
Document Index: 209597992

Matched Legal Cases: ['§ 121', '§ 43', '§ 31', '§ 43', '§ 43', '§ 43', '§ 144']

BVerwG, 03.10.1984 - 4 C 5.84 - dejure.org
BVerwG, 03.10.1984 - 4 C 5.84
https://dejure.org/1984,2672
BVerwG, 03.10.1984 - 4 C 5.84 (https://dejure.org/1984,2672)
BVerwG, Entscheidung vom 03.10.1984 - 4 C 5.84 (https://dejure.org/1984,2672)
BVerwG, Entscheidung vom 03. Januar 1984 - 4 C 5.84 (https://dejure.org/1984,2672)
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Anforderungen an eine wasserrechtliche Planfeststellung - Wasserrechtliche Einordnung eines Gewässers - Wasserrechtliche Einordnung des das Kiesgewinnungsgelände durchziehenden Altrheinarmes
VG Freiburg, 28.01.1981 - II 167/78
VGH Baden-Württemberg, 24.03.1983 - 2 S 1518/81
VGH Baden-Württemberg, 29.03.1985 - 5 S 2940/84
BVerwG, 09.07.1985 - 4 B 124.85
NVwZ 1985, 749
Dies braucht nicht mehr in einem Revisionsverfahren geklärt zu werden, weil es bereits in der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts geklärt ist (vgl. z.B. BVerwG, Urteil vom 3. Oktober 1984 - BVerwG 4 C 5.84 - NVwZ 1985, 749 ).
Soweit das Berufungsgericht die Zulässigkeit der Feststellungsklage im Hinblick auf das Anfechtungsverfahren des Klägers verneint, setzt es sich nicht in Widerspruch zu dem Urteil des Senats vom 3. Oktober 1984 (a.a.O.).
Da die im Verpflichtungsprozeß getroffene oder zu treffende Inzidententscheidung über die tatsächlich-öffentliche Natur der streitigen Verkehrsfläche nicht in Rechtskraft erwächst (…vgl. Eyermann/Fröhler, VwGO, 9. Aufl., Rdnr. 25 zu § 121), kann sie selbständiger Gegenstand einer Feststellungsklage sein (vgl. BVerwG, Urteile vom 27. Oktober 1970, BVerwGE 36, 179 , vom 17. Februar 1971, BVerwGE 37, 243 und vom 3. Oktober 1984, NVwZ 85, 749 ).
In den Urteilen vom 17. Februar 1971 - BVerwG 5 C 68.69 - (BVerwGE 37, 243 [BVerwG 17.02.1971 - V C 68/69] ), vom 8. September 1972 - BVerwG 4 C 17.71 - (BVerwGE 40, 323), vom 12. März 1982 - BVerwG 4 C 80.80 - (Buchholz 310 § 43 Nr. 67) und vom 3. Oktober 1984 - BVerwG 4 C 5.84 - (Buchholz 445.4 § 31 Nr. 9 = NVwZ 1985, 749) hat das Bundesverwaltunsgericht jeweils zweifelsfrei zum Ausdruck gebracht, daß sich erst im Falle der Bejahung aller Voraussetzungen des § 43 Abs. 1 VwGO, also auch des Feststellungsinteresses, die weitere Frage stellt, ob das Feststellungsbegehren gemäß § 43 Abs. 2 Satz 1 VwGO deswegen ausgeschlossen ist, weil der Kläger seine Rechte durch eine Gestaltungs- oder Leistungsklage verfolgen kann oder hätte verfolgen können.
Die Feststellungsklage wird durch die genannten, im Hinblick auf die Vollstreckungsmöglichkeiten grundsätzlich weiterreichenden Klagen nur dann ausgeschlossen, wenn diese den erforderlichen Rechtsschutz in zumindest gleichem Umfang und mit gleicher Effektivität bieten (vgl. BVerwG, Urt. v. 18.7.1969, BVerwGE 32, 333, 335 und v. 3.10.1984, NVwZ 1985, 749;… Kopp, a.a.O., § 43 RdNr. 29 m.w.N.).
Landeswasserrechtliche Zuordnung des Altrheinarms - Revisibilität von Landesrecht
Das Berufungsurteil beruht nicht auf dem mit der Beschwerde geltend gemachten Verfahrensmangel; es ist nicht unter Verstoß gegen § 144 Abs. 6 VwGO ergangen: Mit dem Revisionsurteil vom 3. Oktober 1984 - BVerwG 4 C 5.84 - hat der Senat allein über die Zulässigkeit des Feststellungsantrags entschieden, nicht jedoch in der Sache selbst, also nicht darüber, ob der streitige Altrheinarm der I. oder der II. Ordnung zuzuordnen sei.