Source: http://multicopterproductions.de/wo-darf-man-mit-einer-drohne-fliegen/
Timestamp: 2017-12-16 16:57:57
Document Index: 268232176

Matched Legal Cases: ['§ 21', '§21', '§ 24', '§ 7', '§ 21', '§ 21', '§ 21', '§ 3', '§3']

Wo darf man mit einer Drohne fliegen und wo nicht?
Achtung: Bitte beachten Sie die neue Drohnen-Verordnung, welche in Teilen schon ab dem 7. April 2017 Gültigkeit besitzt. Im Zuge dessen überarbeiten die Luftfahrtbehörden gerade ihr Genehmigungsverfahren.
Mehr dazu im Menüpunk: Regelung nach Bundesländern.
Auch hier unterscheidet man zwischen Flugmodell und UAS (unmanned aerial system).
Handelt es sich um ein UAS gelten die gemeinsamen Grundsätze der Länder für Drohnen:
Maximal 10 KG Abfluggewicht
Flug nur in Sichtweite möglich (keine FPV Brillen)
Aufzeichnungen über jeden Flug
Betriebszeiten: 30 min vor Sonnenaufgang bis 30 min nach Sonnenuntergang
Maximal 100 Meter hoch
1,5 Km Abstand zu internationalen Flughäfen
Innerhalb von geschlossenen Ortschaften sind die zuständige Ordnungsbehörde/Polizeidienststelle vorab zu informieren
kein Überfliegen von
Unglückorten
Einsatzorte von BOS
JVA’ s, militärischen Anlagen, Industrieanlagen, Kraftwerken, Anlagen der Energieerzeugung und –Verteilung
Luftsperrgebieten (ohne Genehmigung)
Naturschutzgebieten (ohne Genehmigung)
Gilt die Drohne als Flugmodell gelten ähnliche Regeln, allerdings müssen keine Aufzeichnungen über die Flüge gemacht werden. Ausserdem gibt es keine genaue Höhenbeschränkung, das Flugmodell muss sich allerdings in Sichtweite des Piloten befinden. Auch ist zu beachten dass nicht unerlaubt in Lufträume eingedrungen wird, indem das Fliegen mit Drohnen untersagt ist.
Verbote im Zuge der neuen Drohnen-Verordnung
Verbote nach § 21b LuftVO – gültig ab dem 7. April 2017:
Der Betrieb von unbemannten Luftfahrtsystemen und Flugmodellen ist verboten, sofern er nicht durch eine in §21a Absatz 2 genannte Stelle oder unter deren Aufsicht erfolgt:
Außerhalb der Sichtweite, sofern die Startmasse weniger als 5 KG beträgt
Definition „Sichtweite“: Der Betrieb erfolgt außerhalb der Sichtweite des Steuerers, wenn der Steuerer das Fluggerät ohne besondere optische Hilfsmittel nicht mehr sehen oder seine Fluglage nicht mehr eindeutig erkennen kann. Als nicht außerhalb der Sichtweite des Steuerers gilt der Betrieb eines unbemannten Fluggeräts mithilfe eines visuellen Ausgabegeräts, insbesondere einer Videobrille, wenn dieser Betrieb in Höhen unterhalb von 30 Metern erfolgt und
Über und in einem seitlichen Abstand von 100 Metern von:
Menschenansammlungen, Unglücksorten, Katastrophengebieten, Einsatzorten von BOS (Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben), mobilen Einrichtungen der Bundeswehr im Rahmen angemeldeter Manöver und Übungen
Industrieanlagen, Justizvollzugsanstalten und Einrichtungen des Maßregelvollzugs, Militärischen Anlagen und Organisationen, Anlagen der Energieerzeugung und –Verteilung, Einrichtungen in denen Tätigkeiten der Schutzstufe 4 der Biostoffverordnung ausgeführt werden soweit nicht der Betreiber der Anlage dem Betrieb ausdrücklich zugestimmt hat.
Grundstücken von Verfassungsorganen, obersten oder oberer Bundes- oder Landesbehörden, diplomatischen und konsularischen Vertretungen, internationale Organisationen im Sinne des Völkerrechts, Liegenschaften von Polizei und anderen Sicherheitsbehörden, soweit nicht die Stelle dem Betrieb ausdrücklich zugestimmt hat.
Bundesfernstraßen: Bundesautobahnen und Bundesstraßen (Link)
Bahnanlagen-Definition (Link)
Bundeswassertraßen: siehe Karte
Naturschutzgebieten im Sinne des 23 Absatz 1 des Bundesnaturschutzgesätzes, Nationalparken im Sinne des § 24 des Bundesnaturschutzgesetzes und über Gebieten im Sinne des § 7 Absatz 1 Nummer 6 und 7 des Bundesnaturschutzgesetzes, soweit der Betrieb von unbemannten Fluggeräten in diesen Gebieten nach landesrechtlichen Vorschriften nicht abweichend geregelt ist.
über Wohngrundstücken wenn die Startmasse des Geräts mehr als 0,25 Kilogramm beträgt oder das Gerät oder seine Ausrüstung in der Lage sind, optische, akustische oder Funksignale zu empfangen, zu übertragen oder aufzuzeichnen, es sei denn, der durch den Betrieb über dem jeweiligen Wohngrundstück in seinen Rechten betroffene Eigentümer oder sonstige Nutzungsberechtigte hat dem Überflug ausdrücklich zugestimmt.
der Betrieb findet auf einem Gelände im Sinne des § 21a Absatz 4 Satz 2 statt (Modellflugplätzen), oder,
soweit es sich nicht um einen Multicopter handelt, der Steuerer ist Inhaber einer gültigen Erlaubnis als Luftfahrzeugführer oder verfügt über eine Bescheinigung entsprechend § 21a Absatz 4 Satz 3 Nummer 2 oder 3
unbeschadet des § 21 in Kontrollzonen, es sei denn, die Flughöhe übersteigt nicht 50 Meter über Grund
zum Transport von
gefährlichen Stoffen und Gemischen gemäß § 3 der Verordnung zum Schutz vor Gefahrstoffen
Biostoffen der Risikogruppen 2 bis 4 gemäß §3 Absatz 1 der Biostoffverordnung
Gegenständen, Flüssigkeiten oder Gasförmigen Substanzen, die geeignet sind, bei Abwurf oder Freisetzung Panik, Furcht oder Schrecken bei Menschen hervorzurufen
Lufträume verstehen
Folgende Lufträume beginnen bereits ab 0 Metern und sind deshalb auch für Drohnen zu berücksichtigen:
CTR (controlled traffic zone) und RMZ (Radio Mandatory Zone)
Diese Lufträume befinden sich meistens in der Nähe von Flughäfen, z. b. am Flughafen in Bremen. Das fliegen ist für Drohnen nicht generell verboten, es bedarf aber einer vorherigen Anmeldung bei der zuständigen Flugaufsicht.
„danger“, „restricted“, „prohibited“ (meistens gültig ab 0 Meter Höhe)
Die Lufträume „Danger“ und „Restricted“ befinden sich z. b. in der Nähe von Atomkraftwerken, militärischen Anlagen und Regierungsgebäuden. Das fliegen in diesen Bereichen ist oft nur mit einer Genehmigung möglich.
Das fliegen in Naturschutzgebieten ist meistens verboten oder auf bestimmte Bereiche beschränkt.
Vor jedem Flug sollte man bei den zuständigen Institutionen um Erlaubnis fragen.
Karte: Naturschutzgebiete in Deutschland
Aufstiegsgenehmigung beantragen in Niedersachsen und Bremen
Gemeinsame Grundsätze der Länder zur Aufstiegsgenehmigung