Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_19941123_OGH0002_0010OB00604_9400000_000&IncludeSelf=False
Timestamp: 2020-01-28 03:53:36
Document Index: 13807550

Matched Legal Cases: ['OGH', '§863', '§346', '§104', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 30', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§88', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§104', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§104', 'OGH', 'OGH', '§ 104', 'OGH', 'OGH', '§104', '§294', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§42', '§43', '§88', '§240', '§ 88', 'OGH', 'OGH', '§ 88', '§ 88', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 104', '§ 104', '§ 104', '§ 104', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§9', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 104', 'OGH', 'OGH']

RIS - Rechtssätze für 1Ob604/94 - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 3Ob755/36 6Ob231/67 5Ob...
RS0014511
3Ob755/36; 6Ob231/67; 5Ob12/68; 7Ob505/76; 3Ob268/75; 1Ob629/76; 8Ob540/77; 7Ob743/77; 6Ob721/78; 8Ob580/78; 2Ob509/79; 5Ob685/80; 6Ob539/81; 3Ob532/84; 8Ob591/87; 3Ob570/90; 5Ob522/91; 1Ob604/94; 4Ob1651/95; 2Ob159/08h
ABGB §863 H
HGB §346 C
JN §104 A
Vertragsbedingungen, die nicht ganz außer der üblichen Linie liegen und auch nicht versteckt auf irgendeiner Urkunde angebracht sind, müssen vom Empfänger der Urkunde, der selbst Kaufmann ist, beachtet und abgelehnt werden, damit er nicht als einverstanden angesehen werde.
3 Ob 755/36
Entscheidungstext OGH 11.09.1936 3 Ob 755/36
Veröff: SZ 18/144
Veröff: HS 6241
5 Ob 12/68
Entscheidungstext OGH 07.02.1968 5 Ob 12/68
Beisatz: Vertragliches Zessionsverbot (T1) Veröff: SZ 41/16 = EvBl 1968/211 S 349 = JBl 1968,476 = Ind 1970 2,749
7 Ob 505/76
Entscheidungstext OGH 12.02.1976 7 Ob 505/76
Beisatz: EV bei Lieferung eines mehr als hunderttausend Schilling kostenden Gegenstandes ist nicht unüblich. (T2) Veröff: HS 9245 = HS 9421/12
1 Ob 629/76
Entscheidungstext OGH 15.09.1976 1 Ob 629/76
Veröff: HS 9261
8 Ob 540/77
Entscheidungstext OGH 05.10.1977 8 Ob 540/77
7 Ob 743/77
Entscheidungstext OGH 26.01.1978 7 Ob 743/77
Auch; Veröff: SZ 51/9 = JBl 1979,32
6 Ob 721/78
Entscheidungstext OGH 21.09.1978 6 Ob 721/78
8 Ob 580/78
Entscheidungstext OGH 15.03.1979 8 Ob 580/78
2 Ob 509/79
Entscheidungstext OGH 24.04.1979 2 Ob 509/79
6 Ob 539/81
Entscheidungstext OGH 18.02.1981 6 Ob 539/81
Ähnlich; Beisatz: Vereinbarungen des Erfüllungsortes und Gerichtsstandvereinbarungen sind branchenüblich. (T3) Veröff: RZ 1981/63 S 251
3 Ob 532/84
Entscheidungstext OGH 24.10.1984 3 Ob 532/84
5 Ob 685/80
Entscheidungstext OGH 07.10.1989 5 Ob 685/80
Veröff: SZ 53/128 = EvBl 1981/53 S 182 = JBl 1982,647
3 Ob 570/90
Entscheidungstext OGH 17.10.1990 3 Ob 570/90
Vgl auch; Beis wie T3; Veröff: RZ 1991/46 S 144 = JBl 1991,393 (Pfersmann)
5 Ob 522/91
Entscheidungstext OGH 17.05.1991 5 Ob 522/91
4 Ob 1651/95
Entscheidungstext OGH 10.10.1995 4 Ob 1651/95
Ähnlich; Beisatz: An einen Kaufmann sind, was die Beachtung schriftlicher Bedingungen angeht, höhere Anforderungen zu stellen. (T4)
2 Ob 159/08h
Entscheidungstext OGH 22.01.2009 2 Ob 159/08h
ECLI:AT:OGH0002:1936:RS0014511
JJR_19360911_OGH0002_0030OB00755_3600000_001
Rechtssatz für 1Ob857/53 3Ob98/57 2Ob2...
RS0014893
1Ob857/53; 3Ob98/57; 2Ob207/50; 7Ob348/62; 7Ob349/62; 5Ob49/64; 6Ob116/65; 5Ob60/66; 5Ob289/66; 5Ob34/67; 6Ob231/67; 6Ob124/71; 1Ob169/71; 5Ob139/72; 4Ob52/72; 7Ob180/73; 7Ob505/76; 6Ob549/76; 3Ob268/75; 1Ob706/76; 4Ob543/77; 7Ob570/78; 1Ob774/78; 8Ob502/79; 1Ob623/79; 8Ob504/79; 1Ob799/79; 7Ob789/79; 8Ob7/80; 8Ob140/80; 5Ob685/80; 8Ob177/80; 5Ob670/81; 1Ob658/81; 6Ob739/83; 8Ob202/83; 7Ob639/85; 6Ob626/89; 8Ob43/88; 7Ob680/89; 5Ob542/90; 9Ob1767/91; 9ObA42/94; 8Ob29/94; 1Ob604/94; 3Nd3/96; 8Ob2172/96m; 4Ob98/97h; 3Ob237/97t; 8Ob303/99p; 8Ob300/99x; 1Ob29/01y; 5Ob277/01y; 1Ob30/03z; 8Ob43/04p; 6Ob223/05w; 6Ob272/05a; 9ObA121/07w; 10Ob26/08h; 7Ob106/10d; 3Ob194/10s; 1Ob112/17b; 9ObA18/17p
Derjenige, der eine Urkunde unterfertigt, macht den durch seine Unterschrift gedeckten Text auch dann zum Inhalt seiner Erklärung, wenn er den Text nicht gekannt hat.
1 Ob 857/53
Entscheidungstext OGH 02.12.1953 1 Ob 857/53
Veröff: JBl 1954,335
3 Ob 98/57
Entscheidungstext OGH 06.03.1957 3 Ob 98/57
2 Ob 207/50
Entscheidungstext OGH 20.09.1950 2 Ob 207/50
7 Ob 348/62
Entscheidungstext OGH 09.01.1963 7 Ob 348/62
7 Ob 349/62
Entscheidungstext OGH 09.01.1963 7 Ob 349/62
6 Ob 116/65
Entscheidungstext OGH 28.04.1965 6 Ob 116/65
5 Ob 60/66
Entscheidungstext OGH 24.03.1966 5 Ob 60/66
5 Ob 289/66
Entscheidungstext OGH 13.10.1966 5 Ob 289/66
Beisatz: Fremdsprachige Urkunde (T1) Veröff: RZ 1967,70
5 Ob 34/67
Entscheidungstext OGH 15.02.1967 5 Ob 34/67
Beisatz: Auch wenn er den Text nicht verstanden hat oder wenn er gar nicht lesen kann. (T2) Veröff: EvBl 1973/15 S 43
Veröff: SozM IA/d,1019 = ZAS 1973,223 (zustimmend Wresounig ) = Arb 9211
7 Ob 180/73
Entscheidungstext OGH 28.11.1973 7 Ob 180/73
Veröff: HS 9246
6 Ob 549/76
Entscheidungstext OGH 25.03.1976 6 Ob 549/76
Zweiter Rechtsgang zu 6 Ob 202/74; Beisatz: Verhinderung auch, wenn dem Vertragspartner keine Gelegenheit gegeben wurde, die Urkunde vor Unterfertigung durchzulesen. (T3)
Beisatz: Verkaufsbedingungen (T4)
Beisatz: Dies jedenfalls dann, wenn es sich nicht um Bestimmungen handelt, die in eine derartige Urkunde gar nicht hineingehören. (T5)
4 Ob 543/77
Entscheidungstext OGH 27.09.1977 4 Ob 543/77
7 Ob 570/78
Entscheidungstext OGH 11.05.1978 7 Ob 570/78
1 Ob 774/78
Entscheidungstext OGH 10.01.1979 1 Ob 774/78
8 Ob 502/79
Entscheidungstext OGH 26.01.1979 8 Ob 502/79
Beis wie T2 nur: Auch wenn er den Text nicht verstanden hat. (T6)
8 Ob 504/79
Entscheidungstext OGH 14.09.1979 8 Ob 504/79
1 Ob 799/79
Entscheidungstext OGH 16.01.1980 1 Ob 799/79
Entscheidungstext OGH 07.10.1980 5 Ob 685/80
Beis wie T5; Veröff: SZ 53/128 = JBl 1982,647
5 Ob 670/81
Entscheidungstext OGH 13.10.1981 5 Ob 670/81
1 Ob 658/81
Entscheidungstext OGH 16.09.1981 1 Ob 658/81
Beis wie T6; Veröff: SZ 58/183 = ÖBA 1986,356
6 Ob 626/89
Entscheidungstext OGH 16.11.1989 6 Ob 626/89
8 Ob 43/88
Entscheidungstext OGH 27.10.1989 8 Ob 43/88
Auch; Beisatz: Hier: Bürgschaftsvertrag (T7) Veröff: EvBl 1990/79 S 370 = RdW 1990,155 = JBl 1990,373
7 Ob 680/89
Entscheidungstext OGH 30.11.1989 7 Ob 680/89
5 Ob 542/90
Entscheidungstext OGH 13.03.1990 5 Ob 542/90
Beisatz: Zumindest dann, wenn der Inhalt der Urkunde nicht als ungewöhnlich anzusehen ist. (T8)
9 Ob 1767/91
Entscheidungstext OGH 11.09.1991 9 Ob 1767/91
Beisatz: Hier: Schriftlichkeit gemäß § 30 Abs 2 Z 13 MRG. (T9)
9 ObA 42/94
Entscheidungstext OGH 16.03.1994 9 ObA 42/94
Beisatz: Hatte der Unterschreibende eine klare Vorstellung über den Inhalt der Urkunde, liegt ein anfechtbarer Erklärungsirrtum vor. Wenn nicht, liegt ein bewusstes Inkaufnehmen des Inhaltes vor, bei der eine Irrtumsanfechtung aber nur dann ausscheidet, wenn die Urkunde Bestimmungen und Klauseln enthält, die in Schriftstücken von der Art des Unterzeichneten übliche sind und sachlich hineingehören. (T10)
Auch; Beisatz: Wenn er nicht vom Vertragspartner in zurechenbarer Weise vom Lesen abgehalten worden ist. (T11)
3 Nd 3/96
Entscheidungstext OGH 15.05.1996 3 Nd 3/96
3 Ob 237/97t
Entscheidungstext OGH 09.07.1997 3 Ob 237/97t
Vgl; Beisatz: Der Inhalt einer Urkunde wird durch deren Unterfertigung nur dann zum Inhalt der Willenserklärung des Unterfertigenden, wenn der andere Teil aus den Umständen nicht etwas anderes entnehmen musste. (T12)
1 Ob 30/03z
Entscheidungstext OGH 16.04.2004 1 Ob 30/03z
Teilweise abweichend; Beisatz: Ausführlich zu Einbeziehung von AGB - Sprachenproblem; ausdrücklich abweichend von 5 Ob 289/66. (T13); Veröff: SZ 2004/53
8 Ob 43/04p
Entscheidungstext OGH 16.07.2004 8 Ob 43/04p
Beisatz: Der Unterzeichnende kann allenfalls die Erklärung wegen Irrtums anfechten. (T14)
Beisatz: Hier: Sprachenproblem. (T15)
Beisatz: Wer eine Urkunde unterfertigt, macht den durch seine Unterschrift gedeckten Text auch dann zum Inhalt seiner Erklärung, wenn er ihm unbekannt ist. (T16); Beisatz: Hier: Gewährleistungsausschluss in Allgemeinen Geschäftsbedingungen. (T17); Veröff: SZ 2006/19
9 ObA 121/07w
Entscheidungstext OGH 28.09.2007 9 ObA 121/07w
Vgl; Beisatz: Auch bei „ungelesenem" Unterfertigen einer Urkunde ist es für die Geltung als Willenserklärung notwendig, dass der die Erklärung Abgebende Rechtsfolgen herbeiführen will. Ist das erkennbar nicht der Fall, kann keine wirksame Willenserklärung angenommen werden. (T18)
Vgl auch; Beisatz: Dies kann jedoch Schadenersatzpflichten einer Partei nicht verhindern, die unrichtige Angaben über den Inhalt der unterfertigten Unterlagen macht, auf die ihr Vertragspartner vertraut. (T19)
Beis wie T8; Beis wie T12; Beis wie T18
ECLI:AT:OGH0002:1953:RS0014893
JJR_19531202_OGH0002_0010OB00857_5300000_001
Rechtssatz für 1Ob17/61 6Ob39/75 6Ob72...
RS0046736
1Ob17/61; 6Ob39/75; 6Ob721/78; 5Ob691/79; 1Ob604/94; 7Ob2028/96b; 2Ob159/08h
JN §88 Abs1 A
Steht die in einem Bestellformular enthaltene Klausel des Erfüllungsortes zwar unterhalb der Unterschrift des Bestellers, aber doch in ihrer unmittelbaren Nähe, sodass sie dem Besteller deutlicher auffallen musste als der von der Unterschrift räumlich weiter entfernte Text, dann muss sie der Besteller als wirksame Vereinbarung des Erfüllungsortes gegen sich gelten lassen.
1 Ob 17/61
Entscheidungstext OGH 08.03.1961 1 Ob 17/61
Veröff: EvBl 1961/272 S 349 = JBl 1961,512
6 Ob 39/75
Entscheidungstext OGH 03.04.1975 6 Ob 39/75
Beisatz: Klausel kleingedruckt, jedoch lesbar. (T1) Veröff: JBl 1975,548
5 Ob 691/79
Entscheidungstext OGH 25.09.1979 5 Ob 691/79
Vgl auch; Beisatz: eine auf dem Bestellschein unterhalb der Unterschrift des Beklagten befindliche Klausel. (T2)
Vgl auch; Beisatz: Hier: Gerichtsstandsvereinbarung, die zwar auf der Rückseite des Auftrags angebracht, wobei jedoch unmittelbar oberhalb der vom Beklagten zu leistenden und auch geleisteten Unterschrift auf die umseitig angeführten Geschäftsbedingungen ausdrücklich verwiesen und gefordert wird, diese Geschäftsbedingungen zu lesen und mit der Unterschrift das Einverständnis - auch zu den Geschäftsbedingungen und damit zur Gerichtsstandsvereinbarung - zu klären. (T3)
7 Ob 2028/96b
Entscheidungstext OGH 13.03.1996 7 Ob 2028/96b
Ähnlich; Ähnlich Beis wie T3; Beisatz: Auch dann, wenn sich der Hinweis auf umseitige Geschäftsbedingungen nicht unmittelbar oberhalb der vom Empfänger der Urkunde zu leistenden und auch geleisteten Unterschrift befindet, bedeutet das noch nicht, dass nicht auch bei anderer Gestaltung der Urkunden eine wirksame Gerichtsstandsvereinbarung zustande kommen kann. (T4)
ECLI:AT:OGH0002:1961:RS0046736
JJR_19610308_OGH0002_0010OB00017_6100000_001
Rechtssatz für 4Ob531/68 1Ob604/94 1Ob...
RS0046902
4Ob531/68; 1Ob604/94; 1Ob2343/96g
JN §104 B
Die Vereinbarung der sachlichen und örtlichen Zuständigkeit eines ausländischen Gerichtes ist mangels gegenteiliger gesetzlicher Bestimmungen zulässig.
4 Ob 531/68
Entscheidungstext OGH 25.06.1968 4 Ob 531/68
Auch; Beisatz: Es ist ohne weiteres möglich, die ausschließliche Zuständigkeit eines ausländischen Gerichtes zu vereinbaren. (T1)
1 Ob 2343/96g
Entscheidungstext OGH 26.11.1996 1 Ob 2343/96g
Auch; Beisatz: Doch ist auch in einem solchen Fall zu prüfen, ob ein hinreichender Inlandsbezug gegeben ist. (T2)
ECLI:AT:OGH0002:1968:RS0046902
JJR_19680625_OGH0002_0040OB00531_6800000_001
Rechtssatz für 4Ob563/69 7Ob71/75 3Ob2...
RS0017266
4Ob563/69; 7Ob71/75; 3Ob268/75; 7Ob633/76; 1Ob629/76; 8Ob540/77; 7Ob682/77; 6Ob721/78; 2Ob501/79; 2Ob509/79; 6Ob539/81; 7Ob746/81; 1Ob604/94; 2Ob159/08h
Eine Ausschlussklausel betreffend mündliche Nebenabreden, deren Abdruck sich auf der Rückseite des Geschäftspapiers befindet, bindet den Partner grundsätzlich nur dann, wenn er sie kannte oder grobfahrlässig nicht kannte. Leichte Fahrlässigkeit genügt nicht. Wenn ein Vertragsformular auf der Vorderseite unmittelbar oberhalb der Unterschrift einen Hinweis auf die auf der Rückseite in Kleinstdruck angeführten Lieferungsbedingungen und Zahlungsbedingungen enthält, dann kann sich ein Kaufmann nicht darauf berufen, er habe diese Bedingungen nicht gekannt.
4 Ob 563/69
Entscheidungstext OGH 15.07.1969 4 Ob 563/69
Veröff: SZ 42/112
Veröff: HS 9244
nur: Wenn ein Vertragsformular auf der Vorderseite unmittelbar oberhalb der Unterschrift einen Hinweis auf die auf der Rückseite in Kleindruck angeführten Lieferungsbedingungen und Zahlungsbedingungen enthält, dann kann sich ein Kaufmann nicht darauf berufen, er habe diese Bedingungen nicht gekannt. (T1) Veröff: HS 9261
2 Ob 501/79
Entscheidungstext OGH 13.03.1979 2 Ob 501/79
Auch; nur: Eine Ausschlussklausel betreffend mündliche Nebenabreden, deren Abdruck sich auf der Rückseite des Geschäftspapiers befindet, bindet den Partner grundsätzlich nur dann, wenn er sie kannte oder grobfahrlässig nicht kannte. Leichte Fahrlässigkeit genügt nicht. (T2)
Auch; nur T2; Veröff: RZ 1981/63 S 251
ECLI:AT:OGH0002:1969:RS0017266
JJR_19690715_OGH0002_0040OB00563_6900000_002
Veröff: SZ 2018/9
Rechtssatz für 7Ob178/75 8Ob540/77 1Ob...
RS0046796
7Ob178/75; 8Ob540/77; 1Ob774/78; 3Ob657/79; 1Ob604/94
JN §104 C
Die Zuständigkeitsvereinbarung bedarf der wahren Einwilligung der Vertragspartner, doch gilt als solche auch die Unterfertigung einer Urkunde in Unkenntnis der darin enthaltenen Gerichtsstandsklausel, es sei denn daß diese Vertragsklausel der mündlichen Vereinbarung widerspricht oder nach den Umständen des Falles in der Urkunde nicht zu erwarten war (ZBl 1931/210, Rsp 1936/259).
7 Ob 178/75
Entscheidungstext OGH 02.10.1975 7 Ob 178/75
Veröff: RZ 1980/63 S 271
3 Ob 657/79
Entscheidungstext OGH 30.01.1980 3 Ob 657/79
Auch; Beisatz: Eine ausdrückliche Vereinbarung im Sinne des § 104 Abs 1 JN kommt bereits dadurch zustande, daß eine Urkunde mit einer entsprechenden Vereinbarung unterfertigt wird, selbst wenn über die Vereinbarung des Gerichtsstandes vorher nicht mündlich verhandelt wurde. (T1)
ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0046796
JJR_19751002_OGH0002_0070OB00178_7500000_004
Rechtssatz für 6Ob733/81 8Ob571/86 1Ob...
RS0040336
6Ob733/81; 8Ob571/86; 1Ob604/94; 1Ob149/00v; 8ObA18/08t
JN §104 Abs1 C
ZPO §294
Ist die vorgelegte Urkunde nach ihrer inneren und äußeren Form objektiv als Nachweis der darin enthaltenen Gerichtsstandsvereinbarung anzusehen, so trifft den die Richtigkeit des Inhaltes Bestreitenden die Beweislast, daß die sich aus der Urkunde ergebende Unterwerfung tatsächlich nicht erfolgt sei.
6 Ob 733/81
Entscheidungstext OGH 16.09.1981 6 Ob 733/81
8 Ob 571/86
Entscheidungstext OGH 28.08.1986 8 Ob 571/86
Veröff: WBl 1987,17
1 Ob 149/00v
Entscheidungstext OGH 29.08.2000 1 Ob 149/00v
8 ObA 18/08t
Entscheidungstext OGH 03.04.2008 8 ObA 18/08t
ECLI:AT:OGH0002:1981:RS0040336
JJR_19810916_OGH0002_0060OB00733_8100000_003
Rechtssatz für 1Ob581/82 5Ob753/82 7Ob...
RS0045348
1Ob581/82; 5Ob753/82; 7Ob712/83; 2Ob565/83; 7Ob596/84; 4Nd511/87; 6Nd516/87; 7Ob544/89 (7Ob545/89); 2Ob530/91 (2Ob1514/91); 4Ob512/94; 1Ob604/94; 4Ob1633/94; 2Ob550/95; 1Ob2034/96s; 10Ob519/95; 1Ob2343/96g; 1Ob179/97y
EGJN ArtIX A1
JN §42 Aa
JN §43 Abs1
JN §88 A
ZPO §240 Abs1 A
Die österreichische Gerichtsbarkeit kann, soweit sie nicht durch Völkerrechtsnormen und ausdrückliche innerstaatliche Normen begrenzt ist, auch durch Parteienvereinbarung (§§ 88, 104 Abs 1 JN) oder Akte prozessualer Disposition, zB die Nichterhebung bzw nicht rechtzeitige Erhebung der Einrede örtlicher Unzuständigkeit, begründet werden, wenn eine hinreichend enge Inlandsbeziehung der Rechtssache besteht. Die Nahebeziehung muß aber nicht dieselbe Intensität aufweisen, wie sie für die Ordination gefordert wird. Die Erbringung einer Werkleistung im Inland schafft eine hinreichende Inlandbeziehung für den Anspruch auf die Gegenleistung.
Veröff: SZ 55/95 = EvBl 1983/13 S 45 = ZfRV 1983,147 = JBl 1983,542; hiezu Schwimann JBl 1984,9
5 Ob 753/82
Entscheidungstext OGH 23.11.1982 5 Ob 753/82
Veröff: EvBl 193/35 S 131
7 Ob 712/83
Entscheidungstext OGH 22.12.1983 7 Ob 712/83
nur: Die österreichische Gerichtsbarkeit kann, soweit sie nicht durch Völkerrechtsnormen und ausdrückliche innerstaatliche Normen begrenzt ist, auch durch Parteienvereinbarung (§§ 88, 104 Abs 1 JN) oder Akte prozessualer Disposition, zB die Nichterhebung bzw nicht rechtzeitige Erhebung der Einrede örtlicher Unzuständigkeit, begründet werden, wenn eine hinreichend enge Inlandsbeziehung der Rechtssache besteht. Die Nahebeziehung muß aber nicht dieselbe Intensität aufweisen, wie sie für die Ordination gefordert wird. (T1) Beisatz: Lieferung inländischer Erzeugnisse durch inländische Unternehmen an im Ausland geschäftlich tätigen Beklagten. (T2)
nur: Die österreichische Gerichtsbarkeit kann, soweit sie nicht durch Völkerrechtsnormen und ausdrückliche innerstaatliche Normen begrenzt ist, auch durch Parteienvereinbarung (§§ 88, 104 Abs 1 JN) oder Akte prozessualer Disposition, zB die Nichterhebung bzw nicht rechtzeitige Erhebung der Einrede örtlicher Unzuständigkeit, begründet werden, wenn eine hinreichend enge Inlandsbeziehung der Rechtssache besteht. (T3)
nur T3; Veröff: IPRE 2/203
4 Nd 511/87
Entscheidungstext OGH 05.11.1987 4 Nd 511/87
Vgl auch; Veröff: RdW 1988,133
6 Nd 516/87
Entscheidungstext OGH 11.01.1988 6 Nd 516/87
Vgl auch; Beisatz: Der Gerichtsstand des Vermögens stellt jedenfalls eine ausreichende Inlandsbeziehung für die Ableitung der inländischen Jurisdiktion für vermögensrechtliche Ansprüche, zu denen auch Unterhaltsansprüche gehören (Fasching I 477) dar. (T4)
2 Ob 530/91
Entscheidungstext OGH 26.06.1991 2 Ob 530/91
4 Ob 512/94
Entscheidungstext OGH 22.03.1994 4 Ob 512/94
Vgl auch; Beisatz: Hier: Provisionen selbständiger Handelsvertreter. (T5)
Vgl; nur T3; Beisatz: Mit dem Sitz des Klägers in Österreich und mit der Parteienvereinbarung auf die Prozeßführung vor einem bestimmten inländischen Gericht, die urkundlich nachgewiesen wurde, weiters mit der Vereinbarung der Anwendung österreichischen Rechts und mit dem Umstand, daß der streitgegenständliche Gegenstand aus Österreich angeliefert wurde ist eine ausreichende Nahebeziehung zum Inland gegeben. (T6)
4 Ob 1633/94
Entscheidungstext OGH 19.12.1994 4 Ob 1633/94
2 Ob 550/95
Entscheidungstext OGH 13.07.1995 2 Ob 550/95
10 Ob 519/95
Entscheidungstext OGH 06.02.1996 10 Ob 519/95
Vgl; nur T3; Beisatz: Der Mangel der inländischen Gerichtsbarkeit heilt keinesweges dadurch, daß ein inländisches Gericht nur durch Unterlassung der rechtzeitigen Unzuständigkeitseinrede gemäß § 104 Abs 3 JN nachträglich zuständig geworden ist, weil sich aus der selbständigen und weiterreichenden Bedeutung der inländischen Gerichtsbarkeit eine Ausdehnung der Sanierungswirkung des § 104 Abs 3 JN auf diese verbietet. Durch Parteienvereinbarung (sei es im Sinne einer ausdrücklichen nach § 104 Abs 1 JN, sei es als Parteiwille im Sinne einer Einredeunterlassung mit Rüge der örtlichen Unzuständigkeit samt Heilungswirkung nach § 104 Abs 3 JN) kann somit fehlende Inlandsbeziehung nie ersetzt werden. (T8)
1 Ob 2034/96s
Entscheidungstext OGH 23.04.1996 1 Ob 2034/96s
Vgl; nur T3; Beisatz: Akte der Parteidisposition könne eine fehlende Inlandsbeziehung nicht ersetzen. (T7)
Vgl; nur T3; Beis wie T6; Beis wie T7
1 Ob 179/97y
Entscheidungstext OGH 24.06.1997 1 Ob 179/97y
Vgl; Beisatz: Haben aber die Streitteile den Sitz der klagenden Partei in Österreich als Erfüllungsort der nach Österreich zu liefernden Ware vereinbart und damit auch einen Anknüpfungsgrund für einen inländischen Wahlgerichtsstand geschaffen, liegt für die Bejahung der inländischen Gerichtsbarkeit auch eine ausreichende Nahebeziehung zum Inland vor. (T9)
ECLI:AT:OGH0002:1982:RS0045348
JJR_19820630_OGH0002_0010OB00581_8200000_001
Rechtssatz für 8Ob571/86 1Ob673/90 2Ob...
RS0046846
8Ob571/86; 1Ob673/90; 2Ob585/90; 1Ob604/94; 2Ob550/95; 7Ob575/95; 6Ob127/98i; 1Ob25/05s
Die Zuständigkeitsvereinbarung ist eine (vorprozessuale) Prozeßhandlung, die bezüglich ihrer Wirksamkeit nach den Regeln des Prozeßrechtes zu beurteilen ist.
Veröff: SZ 63/188 = JBl 1992,256 = EvBl 1991/16 S 102 = ÖA 1991,384
2 Ob 585/90
Entscheidungstext OGH 21.11.1990 2 Ob 585/90
7 Ob 575/95
Entscheidungstext OGH 14.07.1995 7 Ob 575/95
6 Ob 127/98i
Entscheidungstext OGH 07.05.1998 6 Ob 127/98i
1 Ob 25/05s
Entscheidungstext OGH 15.03.2005 1 Ob 25/05s
ECLI:AT:OGH0002:1986:RS0046846
JJR_19860828_OGH0002_0080OB00571_8600000_001
Rechtssatz für 1Ob520/91 8Ob591/90 1Ob...
RS0014610
1Ob520/91; 8Ob591/90; 1Ob604/94; 7Ob1532/96; 2Ob159/08h
Gegen die für die Art des Rechtsgeschäftes typischen Vertragsbestimmungen kann auch ein unerfahrener Vertragspartner nicht ins Treffen führen, er sei von ihnen überrascht worden.
Veröff: SZ 64/31 = ecolex 1991,453 = ÖBA 1991,757 = RdW 1991,289
ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0014610
JJR_19910320_OGH0002_0010OB00520_9100000_002
Rechtssatz für 7Ob633/92 1Ob604/94
RS0076651
7Ob633/92; 1Ob604/94
IPRG §9
Die Bestimmungen des IPRG dienen nicht der Klärung der Frage der inländischen Gerichtsbarkeit und der Zuständigkeit. Diese Fragen sind, falls dem nicht Staatsverträge entgegenstehen, nach österreichischem Verfahrensrecht zu entscheiden. Erst wenn sich danach die Zuständigkeit eines österreichischen Gerichtes ergibt, stellt sich die nach dem IPR zu lösende Frage des anzuwenden Rechtes.
7 Ob 633/92
Entscheidungstext OGH 21.12.1992 7 Ob 633/92
Veröff: EvBl 1993/83 S 348 = NZ 1993,107
ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0076651
JJR_19921221_OGH0002_0070OB00633_9200000_002
Rechtssatz für 1Ob604/94
RS0029432
Der Umstand, daß ein ausländischer Beklagter mit der Vereinbarung eines österreichischen Gerichtes nicht gerechnet hat, macht die Gerichtsstandsvereinbarung weder unüblich noch ungewöhnlich. Es kommt auch nicht auf die Ungewöhnlichkeit oder Gewöhnlichkeit der Bestimmung an, sondern nur darauf, ob der Vertragspartner des Verwenders mit der Bestimmung nach den Umständen rechnen mußte.
ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0029432
JJR_19941123_OGH0002_0010OB00604_9400000_001
Rechtssatz für 1Ob604/94 2Ob159/08h
RS0029442
1Ob604/94; 2Ob159/08h
Die Vereinbarung, dass ein bestimmtes Gericht zuständig sein soll, ist bei Kaufverträgen erfahrungsgemäß durchaus üblich. Eine derartige, für die Art des Rechtsgeschäftes typische Klausel in den Geschäftsbedingungen des Vertragspartners ist daher schon grundsätzlich selbst für einen unerfahrenen Vertragspartner nicht überraschend. Eine Zuständigkeitsvereinbarung gemäß § 104 Abs 1 JN ist nicht "geschäftsfremd".
ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0029442
JJR_19941123_OGH0002_0010OB00604_9400000_002