Source: https://blog.honnel.de/vertragsgestaltung-im-it-bereich/
Timestamp: 2019-06-26 00:37:41
Document Index: 198882656

Matched Legal Cases: ['§311', '§311', '§311', '§280', '§241', '§929', '§145', '§433', '§929', '§271', '§434', '§437', '§437', '§439', '§633', '§634', '§640', '§641', '§ 641', '§644', '§640', '§634', '§341', '§280', '§622', '§314', '§535', '§536', '§536', '§433', '§437', '§535', '§488', '§399', '§398', '§929', '§280', '§281', '§823', '§249', '§311', '§311', '§241', '§241', '§280', '§434', '§437', '§440', '§441', '§440', '§438', '§311', '§241', '§311', '§ 199', '§435', '§286', '§271', '§281', '§281', '§305', '§308', '§309', '§434', '§307', '§ 307', '§ 306', '§305', '§310', '§305', '§305', '§307', '§309', '§308', '§310', '§305', '§309', '§308', '§2', '§8', '§15', '§31', '§63', '§24', '§69', '§65', '§69', '§453', '§434', '§311', '§241', '§280', '§242', '§271', '§314', '§535', '§309', '§309', '§651', '§535', '§11', '§9', '§69', '§69']

Vertragsgestaltung im IT-Bereich | blog.honnel.de
Vertragsgestaltung im IT-Bereich (VGIT)
Vorlesungszusammenfassung der Veranstaltung bei Herrn Hon. Prof. Dr. rer. pol. Michael Bartsch
Fahrlässig handelt, wer die im Verkehr erforderliche Sorgfalt außer Acht lässt
Unvertretbare Sachen Unvertretbare Sachen sind alle die Sachen, die als solche individuell bestimmt sind. Dazu gehören beispielsweise Grundstücke und Wohnungen, aber auch ein geschneidertes Kleidungsstück oder ein individuell angepasstes Auto.
1.1 Grundzüge des Vertragsrechts
Schuldverhältnisse (§311 BGB) entstehen durch Verträge (§311 I BGB) und Vertragsverhandlungen (§311 II BGB) und begründen einen Schadensersatzanspruch (§280 BGB) sowie Pflichten (§241 BGB), z.Bsp §929 BGB Übergang des Eigentums
Schuldverpflichtung
Alle Rechtspflichten, die jemand gegenüber einem anderen hat
Angebot und Annahme (jeweils Willenserklärung)
Angebot durch Händler/Dienstleister, Annahme durch Kunden
Aber auch Gegenangebot durch Kunden möglich
Willenserklärung (§§145, 147 I BGB): Bei persönlicher Anwesenheit muss sofort angenommen werden (Online ist das nicht so, bzw. umgekehrt: Käufer macht das Angebot)
Kaufmännisches Bestätigungsschreiben (KBS) gilt auch ohne Bestätigung als vertragliche Einwilligung solange ohne Widerspruch
Notariell (Immobilien)
Mündlich (NICHTIG), außer bspw. durch KBS fixiert
Vertragstyp ergibt sich einzig und allein aus der Natur des Vertrags und nicht aus der Überschrift, also aus dem ursprünglichen Willen der Vertragspartner („Auf Kuh Pferd schreiben, bleibt Kuh“)
Kaufvertrag §433 BGB
Erzeugt Pflichten aber noch kein Eigentumstransfer (Eigentumsübertragungsvertrag §929 BGB)
Geschieht erst mit Übereignungvertrag
Leistungszeit §271 BGB
Sachmangelbegriff §434 BGB: Ein Mangel liegt vor wenn nicht die vereinbarte Beschaffenheit oder festgelegter Verwendungszweck nach gewöhnliche Art und Güte erreicht ist -> Sonst §437 BGB
§437 BGB Rechte des Käufers bei Mängeln:
Zurücktreten oder Kaufpreis mindern
§439 BGB Nacherfüllung:
Beseitigung des Mangels/Neuerfüllung mit Fristsetzung
Danach ist Rückabwicklung / Rücktritt möglich
Minderung bzw. Nachlass oder Schadensersatz möglich
Reklame ist Vertragsgrundlage
(Nicht wirklich behandelt)
Einmalige Leistung, keine Daueraufgabe
Individuell hergestelltes Werk, es kommt nicht drauf an wie es hergestellt wird, sondern der Erfolg zählt
Sach- und Rechtsmangel wie bei Sachvertrag (§633 BGB)
Umfang und Ablieferungszeitpunkt sind bestimmt.
Etwaiger Mangel darf selbst beseitigt werden (§634 2. BGB)
Abnahme (§640 BGB) hat insbesondere folgende Wirkungen:
Die Vergütung wird fällig (§641 Abs. 1 BGB) (Nur nach Ergebnis nicht nach Stunden bezahlt) und ist zu verzinsen (§ 641 Abs. 4 BGB).
Die Gefahr der zufälligen Verschlechterung geht auf den Besteller über (Gefahrübergang, §644 BGB).
Der Besteller verliert bestimmte Ansprüche hinsichtlich solcher Mängel, die er bei Abnahme kennt, aber nicht vorbehält (§640 Abs. 2 BGB).
Die Verjährungsfrist für bestimmte Mängelansprüche beginnt zu laufen (§634a Abs. 2 BGB).
Der Besteller verliert einen Anspruch auf eine vom Unternehmer verwirkte Vertragsstrafe, soweit nicht bei Abnahme ein Vorbehalt erklärt wurde (§341 Abs. 3 BGB).
Dienstleistungsverpflichtung, muss sich bemühen aber kein Erfolg
Keinerlei Leistungsstörungsrecht -> Fällt zurück auf allgemeine Regeln nach §280 BGB(Schadensersatz wg. Pflichtverletzung z. Bsp. mangelhafte Beratung)
Kein prinzipielles Minderungsrecht, Vergütung muss auch bei mangelhafter Dienstleistung geleistet werden
Arbeitsvertrag ist immer auch ein Dienstvertrag
Kurze Kündigungsfrist §622 BGB
Sonderkündigungsrecht aus wichtigen Grund nach §314 BGB (Unzumutbarkeit wie Pflichtverletzungen) -> Elastizität
§535 Pflichten des Vermieters sind groß
§536 Miete kann gemindert werden
§536a Schadenersatz z. Bsp. Software hat Mangel bereits vor Vertragsschluss
Leasingvertrag (=Ratenkaufvertrag)
§433 Kaufvertrag zwischen VK und L
§437 Rechte des Käufers bei Mängeln werden von L an K abgetreten, damit bei Mängel K bei VK Gewährleistungsansprüche geltend machen kann
§535 Mietvertrag (Leasingvertrag) zwischen K und L
§488 Darlehensvertrag zwischen L und B
§399 Ausschluss der Abtretung bei Inhaltsänderung oder Vereinbarungen
§398 Abtretung der Kaufpreisraten an die Bank
§929 Einigung und Übergabe der Sache als Sicherheit für die Bank
Typischerweise ist L bei VS versichert damit B L Geld gibt.
Austausch der Vertragsleistungen
Übereignungsvertrag?
Verzug („zu spät“)
Teilweise Erfüllung
1.2 Grundzüge des Leistungsstörungsrechts
Schadenersatz kann aufgrund unterschiedlicher Tatbestände bestehen:
Schadensersatz wegen Pflichtverletzen (§280 BGB), im Bezug auf Sachen relevant
Schadensersatz statt Leistung wegen nicht oder nicht wie geschuldet erbrachter Leistung (§281 BGB)
Unerlaubte Handlung (§823 BGB)
Umfang des Schadensersatzes wird nach §249 BGB bestimmt.
Wichtig: es muss ein rechtsgeschäftliche Schuldverhältnis vorliegen (§311 BGB)
(2) 1. Beratung, Beratungspflichten (§311 II i.V.m. §241 I, II) „Schuldverhältnis aus vorvertraglichen Verhältnis“
(2) 2. Vertrag, Vertragsverhandlungen,
(2) 3. Persönliche Haftung, Vertrauen
§241 BGB Pflichten aus einem Schuldverhältnisses: Muss Rücksicht auf Rechte, Rechtsgüter oder Interessen nehmen
§280 BGB Schadensersatz wg. Pflichtverletzung
Beweislastumkehr (Schuldner muss beweisen)
z.Bsp Sachmangel (Gilt aber erst ab Übergabe der Sache: „Gefahrenübergang“)
Vorliegen: §434 Sachmangel
§437 Rechte des Käufers bei Mängeln
Zurücktreten (§440,323,326) oder Mindern des Kaufpreises §441
Schadensersatz (§440,280,281,311a)
Verjährung von Nacherfüllung und Schadensersatz §438 (allgemein 2 Jahre)
Beratungsmangel
Vorvertragliche Situation mit Beratung -> Schadensersatz wg. falscher Beratung §311 Abs. 2 „Anbahnung eines Vertrags“
Beratung – Wissensgefälle muss ausgeglichen werden, beide Seiten müssen sich schlau machen (§241 „Rücksicht auf Rechtsgüter und Interessen“)
Beratung muss gut gemacht werden oder „Nein, ich berate sie nicht!“
„Schaffen wir auf jeden Fall“, §311 3. BGB Vertrauensverletzung
Beratung verjährt nach bis zu 10 Jahren (§ 199 BGB 3)
§435 BGB
Gleiche Konsequenzen wie Sachmangel
Verzug §286
Juristisch qualifizierte Verzögerung:
Normal: Nach Vertragsabschluss muss Leistungserbringung sofort bzw. mit „angemessener Frist“ §271 erfolgen
Mahnung (mit Fristsetzung) -> Ab hier Verzug
Mahnung ist eine ernsthafte Leistungserinnerung
Verzögerungsschadensersatz §281,276
Vertragsabbruch ohne Androhung möglich §281
1.3 Allgemeine Geschäftsbedingungen §§305 BGB
Haben Schutzzweckcharakter für Auftraggeber
Klauselverbote von §308 (mit Spielraum) und §309 (ohne Spielraum)
AGBs dürfen die durch §434 geschützten Erwartungen nicht einschränken (dürfen nicht überraschend sein)
Generalnorm §307: Bestimmungen in AGBs sind unwirksam, wenn sie den Vertragspartner des Verwenders entgegen den Geboten von Treu und Glauben unangemessen benachteiligen. Daraus geht hervor:
Transparenzgebot (müssen verständlich sein) hervor (§ 307 Abs. 1 Satz 2 BGB)
Abweichungen gegen wesentliche Grundgedanken des Gesetzes
Rechte, Pflichten des Vertrages so einschränkt, dass eine Erreichung des Vertragszwecks gefährdet ist.
Müssen mindestens 3 Kunden ausgeliefert werden.
Dürfen nur allgemeine Regelungen nicht aber individuelle Bestandteile enthalten
Salvatorische Klausel ist unwirksam -> Gilt nach § 306 eh schon
Prüfen von AGB-Klauseln
§305 Abs. 2 BGB: Sind AGBs Vertragsinhalt geworden?
Unter Kaufleuten: Kenntnis/Erwähnung der Einbeziehung hinreichend §310 BGB
Bei Privaten: Ausdrücklicher Hinweis, „zumutbare Kenntnisnahme“? §305 Abs.2 BGB
* §305b BGB: AGBs überboten durch individuelle Vertragsvereinbarungen?
* §307 BGB:
* Gebot von Treu und Glauben einhalten
* AGBs müssen verständlich sein
* Gesetzliche Regeln verletzen
* Vertragszweck nicht gefährden
* §309 BGB: AGBs konform zu Verbotsnorm ohne Wertungsmöglichkeit?
* §308 BGB: AGBs konform zu Verbotsnorm mit Wertungsmöglichkeit?
Im Unternehmerischen Bereich genügt es auf AGBs zu verweisen (müssen für Vertragspartner erreichbar sein)
Nach §310 wird der Anwendungsbereich eingeschränkt und §305, §309, §308 gelten nicht, aber Auslegungshorizont für kaufmännischen Rechtsverkehr
Inhalte von AGBs
Rechte des Bestellers an der Software
Leistungszeit, Verzögerung, Leistungsort
Vertragsbindung und -beendigung
Beginn und Ende der Rechte des Bestellers
Schlichtungsstellenklausel
1.4 Überblick über die Verträge im EDV-Bereich
1.5 Grundzüge UrhG
Urheberrecht haben nur natürlicher Personen
Nur Form und nicht Inhalt geschützt
Computerprogramme §2 Abs 1 Nr 1.
Schutz durch Werkentstehung
Bis 70 Jahre nach dem Tod
Miturheberschaft §8
Verwertungsrechte §15
§31a Abs. 1 Unbekannte Nutzungsarten
§63 Quellenangabe
§24 Freie Nutzung gemachter Erfahrungen und Erkenntnisse
1.6 Urheberrecht für Software
Nur für das Programm selbst gilt §69a UrhG, nicht für Handbuch/andere mitgegebene Gegenstände
Arbeitgeber hat Verwertungsrechte §65b
Weitergabe §69c
2. Softwareverträge
Kann Sach(kauf)-, Werk- und Dienstvertrag sein
Unterscheidung der Vertragsnatur wichtig:
Standardsoftware -> Kaufvertrag
Wird SW nur für einen Kunden erstellt -> „ingenieurmäßige Leistung“ wie komplette Neuentwicklung oder Anpassung -> Werkvertrag
Dauerleistung, wiederkehrende Leistung -> Dienstvertrag
2.1 Kauf von Standardsoftware
Wird wie Sachkauf behandelt (§453 „sonstige Gegenstände“), aber allgemein ungeklärt, da Information eigenständiges Rechtsgut
Lizenz: Recht SW auf Rechner zu installieren, aber juristisch unklarer Begriff
Heute oft auch SW-Miete, SaaS-Dienste
SW Installation in Kaufvertrag enthalten (§434 „Montage“)
Umfangreiche individuelle Anpassungen werden durch Werkvertrag geregelt
Nebenkosten für Fahrt o.ä. entstehen müssen durch AG übernommen werden
„Vereinbarte Beschaffenheit“ – Das was auf der Website/Werbung z. Bsp. beschrieben wird.
SW-Haus hat Beratungspflicht (§311 Abs 2. iVm §241 Abs. 2), vollständige und richtige Beratung ist Pflicht, das Wissensgefälle ist auszugleichen.
sonst Haftung §280 Schadensersatz wg. Pflichtverletzung
2.2 Pflege von Standardsoftware
Softwarepflege (DIN) != Wartung (z.Bsp. von Maschinen)
Prüfen des IST-Zustands und Vergleich mit dem SOLL-Zustand
Maßnahmen zur Aufrechterhaltung des Abnutzungsvorrats
Reparatur/Instandsetzung: Neuinvestition, geht über Wartung hinaus
* Vergleich Gegenstand vs. SW:
* Gegenstand ist anfänglich mängelfrei -> gilt nicht für SW, ist und bleibt fehlerhaft
* Wartung erhöht Fehlerwahrscheinlichkeit -> Sorgfältiges Änderungsmanagement notwendig
* Gegenstand altert -> gilt nicht für SW
§242 BGB: Verkehrssitte -> Technische Leistung nach Stand der Technik
Störungen: 3 Fehlerklassen
Fehlerbeseitigungsanspruch bleibt ewig bestehen
Verzug ist Leistungsstörung
Kunde meldet Fehler
SW Haus ist zur Leistung verpflichten in angem. Zeit §271 BGB
Mahnung durch Kunden, Verzug
Kündigung aus wichtigem Grund (§314 BGB): Bei Pflichtverletzung (Mahnung + Fristablauf)
Nicht notwendig bei SW-Miete kein gesonderter Pflegevertrag notwendig nach §535 Abs. 1 Satz 2
Nach §309 Nr 8. b) gilt die Gewährleistungspflicht auch für neu erstellte Leistungen, also auch für neue Software-Releases.
Ebenefalls nach §309 Nr 8b ff. mind. 1 Jahr Pflegepflicht
-> 24% Nachlass auf Pflege im ersten Jahr
Das gilt auch beim Ende des Vertrages: Auf letzte SW-Version 1 Jahr Gewährleistungspflicht
Dienstleistungs- oder Werkvertrag?
Lässt sich nicht wirklich festlegen. Keiner der beiden Vertragstypen passt richtig
Kontra Dienstvertrag:
Dauerschuldverhältnis, aber auch Recht auf Leistungerfüllung/Minderungsrecht (gibts nicht im Dienstvertrag)
Kontra Werkvertrag:
Leistungserfüllung meist mit Vergütung pro Zeit, nicht händelbar mit Werkvertrag da Minderungsrecht nur auf konkretes Werk bezogen ist, das es beim Pflegevertrag nicht gibt
Leistungsstörungsrecht für Dauerschuldverhältnis ungeeignet, da im Falle des Verzuges (ausgelöst durch Mahnung) gezahlt werden muss
Software = bewegliche Sache?
Wenn Planung überwiegt dann wohl Werkvertrag und nicht nach §651 Kaufvertragsrecht
Fehlerbehebung, Wartung, Weiterentwicklung, Anpassung auf externe Einflüsse
-> Erweiterung der Gewährleistung
-> Geldeinnahmequelle für SW-Haus (wichtiger wie Verkauf der SW)
-> SW langfristig betriebsfähig halten
Inhalt Softwarepflegevertrag
Definition von Fehlerklassen und deren Behebungszeiten
Wie und wann Fehlerbehebung
Modifikationen und Anpassungen (ändernde Anforderungen)
Vertragsbindung, Haftung, Geheimhaltung, Datenschutz, Schluss
2.3 Projektvertrag
Soll-Zustand ist zu Vertragsbeginn nicht definierbar
Muss aber zumindest als Konzept umschrieben werden können
Vertrag enthält Planungsleistung und Ungewissheiten
Was man nicht durch materielle Leistungsbeschreibung forcieren kann, muss man durch formale Verfahrensregeln ordnen
Kein wirklicher Werkvertrag, Endwerk steht bei Vertragsschluss nicht fest, eher Gesellschaftsvertrag
Sachvertrag + Abnahme (kann man frei dazu bauen: Vertragsfreiheit)
A+B+C: Spielfeld, D: Spielfeldrand
A+B+C: Möglichst frei von Juristen-Deutsch sonst werden sie nicht beachtet
Konkrete Leistungsbeschreibungen: Pflichtenheft, Anforderungskatalog, Zielbeschreibungen, Referenzprodukt
Beistellungen: Hardware, Netzwerk, Datenbanksysteme
Abstrakte Leistungsbeschreibungen:
Stand der Technik (DIN, ISO, BaFin),
Zeitverhalten (SLAs),
Quellcode im Lieferumfang?
Preis nach Aufwand oder
Aufspaltung in Teilprojekte sinnvoll (Summe der Projekte + 10%)
Bonus-Malus-System (Wenn pünktlich oder schneller +x%, wenn langsamer -y%)
Preisregelungen wirken ordnend auf Projekt
C) Organisationsregeln
Denn: Je größer das Projekt desto größer das Risiko
Personen festlegen, sowie Befugnisse und Pflichten
Projektbesprechungen und Projektdokumentation
Dokumentation der Meilensteine
Scrum verschiebt das Risiko zum AG
Wann ist Abnahme nachdem AN Abnahmereife meldet?
AN: Je früher desto besser
AG: Je später desto besser
Bei Abnahmereife: Festlegung des Sollzustandes
Nachbesserung und Gewährleistung
Regeln für Fehlermeldungen
Fehlerklassendefinition
Pflichten des AG zur Mitwirkung (Test, Fehlerdaten, Zugang)
D) Rechtliche Regeln
Auffangregeln für „Spielabbruch“:
Beendigung oder Rückabwicklung des Projekts (Rücktritt, Kündigung, Wandlung)
Finanzielle Kompensation:
Minderung bei Qualitätsmängeln
Vertragsverletzungen (Schadensersatz)
Formelle Regeln: Gerichtsstand, Schlichtungsstelle und Rechtswahl
Weitere Inhalte eines Projektvertrags
Vertragsgegenstand / Pflichtenheft
Abnahme-Regelungen
Haftungspflichten
Vertragsdauer / Termin
2.4 Softwarehinterlegung (Software Escrow)
Wird hauptsächlich bei Individualsoftware gemacht
Ziel: Software selbst pflegen können auch wenn bei Insolvenz des SW-Haus oder Version der SW wird nicht mehr gepflegt
Zugriffsregelung auf Sourcecode und Workbench bei Vertragsstörungen
Praxis: Anzahl der Hinderlegungsvereinbarungen > Anzahl der gemachten Hinterlegungen > Anzahl der tatsächlich genutzten Hinterlegungen
-> Oft sehr geringer Nutzen und hohe Kosten
Notare (nicht gut, weil sehr hohe Hinterlegungsmaßstäbe -> teuer)
profesionelle Hinterlegungsstellen (OSE)
Beim AG (versiegelt)
Probleme bei der Softwarehinterlegung
Zustand des hinterlegten Sourcecodes muss so sein, dass eine Bearbeitung durch einen fachkundigen Dritten möglich ist.
Immer neuster Stand muss hinterlegt werden
Urheberechtsprobleme bei mit hinterlegter Drittsoftware
Regelungen für Quellcodezugriff müssen insolvenzfest sein
Schwierig schnell und richtig zu entscheiden ob Zugriff auf Quellcode rechtens ist
Korrekt gemachte Hinterlegung ist teuer
Validierung der Hinterlegung (durch Dritten) ebenfalls
2.5 Software-Miete
Miete bietet die Möglichkeit, die Vergütung an das jeweilige Nutzungsvolumen anzupassen
-> Hohe Variabilität
Mieter kann urheberrechtlich enger gebunden werden
Mieter ist nicht zur Weitergabe der Mietsache berechtigt
Umfangreiche Einstandspflicht (§535 BGB) für Vermieter
Unterschied zur Pacht: Ohne Fruchtziehung (z.Bsp. durch Weitervermietung)
SaaS oder ASP (Application Service Providing): Online Nutzung der Software
Pachtvertrag zwischen Plattformbertreiber und Service Provider
Bei Insolvenz außerordentliches Kündigungsrecht des Insolvenzverwalters
Generell assymmentrisches Kündigungsrecht: Vermieter lange Frist (nur ein Kunde), Mieter kürzere (ist abh. von der Software)
Miete basierend auf:
Anzahl Transaktionen/Datensätze
CPU-Klausel (<- unzulässig)
3. Anderer Verträge
3.1 Vetrag mit einem Rechenzentrum
Wird eingesetzt für Vorgänge die nicht in der Kernkompetenz liegen
Ganz oder Teilweise Auslagerung der It z. Bsp:
SW mieten
komplette Dienstleistungs- /Funktionsverlagerung
Wissensgefälle muss vorvertraglich ausgeglichen werden -> sonst keine sachgerechte Endscheidung
Datenschutz extrem wichtig (Auftragsdatenverarbeitung §11 BDSG sowie §9 BDSG Zugriffs/Zugangs und Weitergabekontrolle)
Kosten: Geringere Kosten als mit eigener Infrastruktur.
Aber oft ohne Risikobetrachtung gemachte Aussage
Dauervertrag – Preis bleibt gleich hoch während auf Markt Preis für selbe Leistung mit der Zeit fällt
Einflussmöglichkeit: Wesentlich geringer für AG
Qualität: Verfügbarkeit, Sicherheit und Professionalität steigen durch Dienstleister der sich nur auf die eine Aufgabe spezialisiert
Ende des Outsourcings: Schwierigkeit bei Rücknahme bzw. Weiterleitung des Dienstes an neuen Dienstleister
Phasen des Outsourcings
Transfer auf den Dienstleister (Migration)
Outsourcing-Betrieb
Rück-oder Weitertransfer (Demigration)
Generell Dienstvertraglich
Ziel AG: Möglichst kein KnowHow-Verlust bei Beendigung des Vertrags
AN soll keine Nutzungsrechte zurückbehalten
Darf aber angeeignetes Wissen nach Vertragsende weiternutzen
Anbietungspflichten werden vertraglich tiefgehend festgehalten nur §69b UrhG reicht nicht aus
Zentral: §69b UrhG „Vermögensrechtliche Befugnisse an einem Computer Programm“
Noch nicht ausreichend: Urheberpersönlichkeitsrecht (z. Bsp. Namensnennung) bleibt
AN muss dafür auch bezahlt werden
Freie Mitarbeiter sind problematisch -> Vertraglich genaue Regelungen notwendig
Arbeitnehmererfindergesetz bei patentfähigen Programmen (Techniknahe Entwicklung)
Unterrichtungsplicht bei eigenen Arbeitsergebnissen OHNE Konkurrenz
Anbietungspflicht bei eigenen Arbeitsergebnissen MIT Konkurrenz
4.1 Arbeitnehmer, freie Mitarbeiter
4.2 Aufteilung der Softwarerechte zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer
4.3 Arbeitnehmerüberlassung
Dieser Beitrag wurde am 26. September 2014 von honnel in Informatik, Recht veröffentlicht. Schlagworte: kit, software, vertrag, verträge, vertragsgestaltung, vgit.
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