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Timestamp: 2018-07-16 16:37:55
Document Index: 28324488

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 26', '§ 3', '§ 11', '§ 82', '§ 1', '§ 1', '§ 3', '§ 3', '§ 3']

BBV - EHRENAMT
Neue Richtlinien und Förderungen für Ehrenamtliche
Die Bundesregierung hat neue Pauschalen zur steuerfreien Entschädigung für Übungsleiter und Ehrenamtsinhaber verabschiedet. Damit steigt auch der Vergütungsspielraum entsprechender Minijobs in der Sozialversicherung.
a) § 3 Nr. 26 EStG
Änderung zur Höhe der Übungsleiteraufwandsentschädigung, Was ändert sich im Gesetz?
Geändert wird rückwirkend zum 1.1.2013 § 26 Abs. 1 S.1 EStG: bungsleiteraufwandsentschädigung bisher: 2.100 € /pro Jahr Neu: 2.400 € /pro Jahr
„Die gesetzliche, steuerliche Förderung des Ehrenamtes dokumentiert die gesellschaftliche Anerkennung des Engagements der Bürgerinnen und Bürger.
Der Steuerfreibetrag für die in § 3 Nummer 26 EStG aufgeführten Tätigkeiten wird daher um 300 Euro auf 2.400 Euro angehoben, um bürgerschaftliches Engagement gezielt zu fördern und gleichzeitig bürokratische Hemmnisse bei Engagierten und Körperschaften abzubauen, da die Einnahmen weder der Steuer noch der Sozialversicherungspflicht unterliegen.“
Folgeänderungen im Bereich der Sozialversicherung
Durch die Erhöhung der Übungsleiteraufwandsentschädigung ergeben sich Änderungen im Bereich der Sozialversicherung, da die dortigen Regelungen an die neue Höhe von 2.400 € angepasst werden müssen:
§ 11 b Abs. 2 S. 3 SGB II: bei der Anrechnung bei der Grundsicherung für Arbeitsuchende
§ 82 Abs. 3 S. 4 SGB XII: bei Anrechnung bei der Sozialhilfe
§ 1 Abs. 7 Arbeitslosengeld II/Sozialgeldverordnung
§ 1 Abs. 2 S. 2 und 3 Verordnung über die ehrenamtliche Betätigung von Arbeitslosen
b) § 3 Nr. 26a EStG
Änderung zur Höhe der Ehrenamtspauschale
Was ändert sich im Gesetz?
Geändert wird rückwirkend zum 1.1.2013 § 3 Nr. 26a EStG:
Ehrenamtspauschale bisher: 500 € /pro Jahr
Neu: 720 € /pro Jahr
„Die gesetzliche, steuerliche Förderung des Ehrenamtes dokumentiert die gesellschaftliche Anerkennung des Engagements der Bürgerinnen und Bürger. Der Steuerfreibetrag für die in § 3 Nummer 26a Satz 1 EStG aufgeführten Tätigkeiten wird daher auf 720 Euro (60 Euro monatlich) angehoben, um bürgerschaftliches Engagement gezielt zu fördern und gleichzeitig bürokratische Hemmnisse bei Engagierten und Körperschaften abzubauen, da die Einnahmen weder der Steuer- noch der Sozialversicherungspflicht unterliegen.“
Quelle: Rechtstelegramm Führungs-Akademie des DOSB (März 2013)
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) unterstützt den Deutschen Basketball Bund e.V. (DBB) bei seinem Projekt „Engagementförderung durch den Aufbau von Beratungs- und Qualifizierungsstrukturen durch Ehrenamtsberaterinnen und -berater auf lokaler Ebene“.
Ziel des bis zum 31.12.2015 laufenden Pilotprojektes im Sport ist es, die ehrenamtlichen Strukturen im Basketballsport nachhaltig zu fördern und zu verbessern. Kerne des Projektes sind die Sensibilisierung der bereits ehrenamtlich engagierten Menschen im Basketball für das Thema Ehrenamtsförderung als eigenständige Aufgabe sowie die Beratung und Qualifizierung zu Möglichkeiten und Wegen, neue ehrenamtlich Engagierte für den Sport zu finden. Die Suche nach neuen engagierten Menschen soll sich dabei auf alle Generationen erstrecken und das gesamte Spektrum der sportlichen und organisatorischen Aufgaben abdecken.
DBB-Präsident Weiss: “Meilenstein für Strukturen des Ehrenamtes!”
„Ich freue mich sehr, dass der Deutsche Basketball Bund vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend den Zuschlag für das immens wichtige Pilotprojekt zur Förderung des Ehrenamtes erhalten hat. Das Projekt ist ein Meilenstein in unserem Bemühen, die Strukturen des Ehrenamtes im Sport am Beispiel des Basketballs zu verbessern. Die kommenden drei Jahre werden unsererseits geprägt sein von hohem Engagement, unermüdlichem Einsatz und großer Begeisterung bei all denjenigen, die für dieses Projekt arbeiten. Dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dabei begleitend von der Akademie für Ehrenamtlichkeit geschult und ausgebildet werden und dass viele Lern- und Lehrmittel produziert werden, macht die Bemühungen noch zusätzlich lohnenswert. Unsere 16 Landesverbände und ganz viele Vereine und Abteilungen können und werden von diesem Projekt profitieren. Die sicher vielfältigen Erfahrungen werden an interessierte deutsche Sportorganisationen weitergegeben, sodass es durch das Projekt einen intensiven Austausch innerhalb des deutschen Sports gibt. Wir im DBB haben die riesengroße Bedeutung des Ehrenamtes für unseren und für den gesamten Sport in Deutschland erkannt und gehen nun hochmotiviert an die anstehenden Aufgaben“, sagt Ingo Weiss, Präsident des deutschen Basketball Bundes.
Nowitzki zeigt sich begeistert
Auch Deutschlands Ausnahmebasketballer Dirk Nowitzki zeigt sich begeistert von dem Projekt: „Das Ehrenamt schreibt viele Geschichten im Sport – so wie meine. Ohne ehrenamtliche Helferinnen und Helfer wären viele Profis so wie ich nicht da, wo sie heute sind. Es ist super, dass der DBB jetzt ein neues, mehrjähriges Projekt im Basketball startet, das genau dieses ehrenamtliche Engagement gezielt fördert! Mit der Dirk-Nowitzki-Stiftung haben wir in der Vergangenheit bereits einige Projekte in diesem Bereich unterstützt, weil es nicht genug freiwillige und ehrenamtliche Helfer in unserer Sportart geben kann. Nicht nur im Sport, sondern auch in der Gesellschaft nimmt das Ehrenamt eine sehr wichtige Rolle ein, beispielsweise beim freiwilligen Engagement bei der Feuerwehr und im medizinischen Bereich.”
Zur Koordination des Projektes hat der Deutsche Basketball Bund eine neue hauptamtliche Stelle geschaffen. Diese steuert die Arbeit von fünf regional tätigen Engagementberaterinnen und Engagementberatern, die bundesweit den Basketballvereinen und –abteilungen für Hilfe, Beratung und Unterstützung bei der Stärkung der bestehenden und der Installation neuer Strukturen zur Engagementförderung zur Verfügung stehen. Die Basketballvereine und -abteilungen können diese Hilfestellung nach der Ausbildung der Beraterinnen und Berater sowie nach einer Vereinsbefragung ab Juli 2013 in Anspruch nehmen.
Schulung durch die Akademie für Ehrenamtlichkeit
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Deutschen Basketball Bundes werden für ihre Aufgaben von der Akademie für Ehrenamtlichkeit Deutschland (Sitz Berlin) geschult und über den gesamten Projektzeitraum begleitet. Die Akademie für Ehrenamtlichkeit Deutschland (AfED) ist das bundesweite Kompetenzzentrum für Freiwilligenmanagement. Die AfED hat langjährige Erfahrung in der Beratung und Begleitung von Organisationen bei der Förderung des Ehrenamts.
Den ersten Block der Qualifizierung absolvierten die neuen Engagementberaterinnen und Engagementberater unlängst in Wuppertal. Mit dabei war auch der Fachbereich Rollstuhlbasketball des Deutschen Rollstuhlsportverbandes, für dessen Vereine im Rahmen des Projektes ebenfalls eine Engagementberaterin ausgebildet wird.
Gemeinsam mit der AfED werden zusätzlich Lern- und Lehrmittel zum Thema Ehrenamt und Ehrenamtsförderung im Basketball erstellt und den Vereinen kostenfrei zur Verfügung gestellt. Zu Beginn des Projektes steht eine Evaluation innerhalb der bestehenden Strukturen des Deutschen Basketball Bundes und seiner Unterorganisationen zum Thema Ehrenamtliche / freiwillig Engagierte.
Zahlreiche Materialien für Vereine und Verbände werden erstellt
Auf Basis der Qualifizierung durch die Akademie für Ehrenamtlichkeit und mit den verschiedenen Materialien des Deutschen Basketball Bundes werden in den Vereinen und Verbänden dann Qualifizierungsmaßnahmen durchgeführt, die individuell auf die Gegebenheiten und Bedürfnisse an den einzelnen Standorten zugeschnitten werden können. Dabei sollen für alle Aufgaben im sportlichen und im organisatorischen Bereich sowie natürlich speziell für die Tätigkeiten rund um das freiwillige Engagement und seine Förderung Materialien bereitgestellt und deren Einsatz vermittelt werden. Im Laufe des Projektes sollen neben den klassischen Medien auch für die neuen digitalen Medien und sozialen Netzwerke alle Informationen aufbereitet und über die entsprechenden Plattformen und Möglichkeiten angeboten werden.
Da dem Thema Schule ebenfalls eine zentrale Bedeutung zukommen soll, können die Engagementberaterinnen und Engagementberater den Vereinen in ihren Regionen auch beim Kontakt mit Schulen assistieren. Darüber hinaus findet bereits zu Beginn des Projektes eine große bundesweite Qualifizierungsmaßnahme in Form eines Schulsportsymposiums am 05.05.2013 in Frankfurt am Main statt.
Des Weiteren sollen „train the trainer“-Module für alle 16 Basketball-Landesverbände stattfinden, um eine Nachhaltigkeit über das Projektende hinaus zu gewährleisten.
Weitere Informationen zu diesem Projekt des DBB finden Sie hier: