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Timestamp: 2019-06-25 00:54:09
Document Index: 255290277

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', '§ 58', '§ 200', '§ 200', '§ 291', '§ 291', '§ 291', '§ 289', '§ 35', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH v. 30.09.2010 - IX ZB 85/10 - NWB Urteile
BGH v. 30.09.2010 - IX ZB 85/10
Instanzenzug: AG Wilhelmshaven, 10 IK 313/05 vom 14.12.2009 LG Oldenburg, 6 T 14/10 vom 25.03.2010
a) Die gerichtliche Aufsicht endet grundsätzlich - sofern nicht der Verwalter vorzeitig aus dem Amt ausscheidet oder über die Aufhebung des Verfahrens hinaus weitere Pflichten zu erfüllen hat - erst mit der Aufhebung des Insolvenzverfahrens (Uhlenbruck, InsO 13. Aufl. § 58 Rn. 28). Beendet ist das Insolvenzverfahren erst, wenn die Schlussverteilung vollzogen ist und das Insolvenzgericht die Aufhebung des Insolvenzverfahrens beschlossen hat (§ 200 Abs. 1 InsO). Erst dann erlangt der Schuldner die Verfügungsbefugnis wieder und der Beschlag endet (Holzer in Kübler/Prütting/Bork, InsO § 200 Rn. 5). Die Ankündigung der Restschuldbefreiung erfolgt zeitlich vor der Aufhebung des Insolvenzverfahrens (vgl. FK-InsO/Ahrens, 5. Aufl. § 291 Rn. 17; Uhlenbruck/Vallender, aaO § 291 Rn. 32; MünchKomm-InsO/Stephan, 2. Aufl. § 291 Rn. 32). Entsprechend regelt § 289 Abs. 2 Satz 2 InsO, dass das Insolvenzverfahren erst nach Rechtskraft des Beschlusses über die Ankündigung der Restschuldbefreiung aufgehoben wird. Solange das Verfahren nicht aufgehoben ist, beginnt die Wohlverhaltensphase nicht zu laufen. Neuerwerb, den der Schuldner bis zur Aufhebung des Insolvenzverfahrens erlangt, fällt nach den §§ 35, 36 InsO auch dann noch in die Masse, wenn bereits die Restschuldbefreiung angekündigt worden ist ( BGH, Beschl. v. 15. Juli 2010 - IX ZB 229/07 , ZIP 2010, 1610 Rn. 4).
BGH 12.1.2012 - IX ZB 157/11
XAAAD-54448
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