Source: http://eishockeyinerfurt.de/showthread.php?tid=752&pid=6144
Timestamp: 2018-05-23 07:10:29
Document Index: 168508227

Matched Legal Cases: ['Art. 29', 'Art. 52', 'Art. 53', 'Art. 47', 'Art. 70', 'Art. 51', 'Art. 23', 'Art. 73', 'Art. 6', 'Art. 38', 'Art. 27', 'Art. 29', 'Art. 31', 'Art. 33', 'Art. 38', '§ 284', '§ 2', 'Art. 52', 'Art. 52', 'Art. 57', 'Art. 52', 'Art. 57', 'Art. 58', 'Art. 63', 'Art. 43', 'Art. 64']

DEB-Spielordnung
Hier ein paar wichtige Auszüge aus der DEB Spielordnung
Spiele von Mannschaften, die am Spielbetrieb der ESBG teilnehmen, können nur auf Eisbahnen ausgetragen werden, bei denen in den Endzonen (hinter den Torlinien) und von der Torlinie 4 m Richtung neutrale Zone formstabiles, durchsichtiges Material in Höhe von 160 cm bis 200 cm auf die Bande aufgebaut ist, wie auch über dem formstabilen, durchsichtigen Material in diesem Bereich zusätzlich Fangnetze angebracht sind und die Fangnetze bis zu einer Geraden reichen, die von der gegenüberliegenden Torlinie zu einem 2,30 m über der Vorderkante der obersten Tribünenstufe im Unterrang liegenden Punkt verläuft, mindestens jedoch 5,00 m ab Oberkante des formstabilen, durchsichtigen Materials hoch sind. Das formstabile, durchsichtige Material auf den Längsseiten (ausgenommen im Bereich vor den Spielerbänken) und hinter den bzw. seitlich von den Spielerbänken muss 1,60 m hoch sein. Der Abstand zwischen den einzelnen Schutzelementen darf höchstens 5 mm betragen. Die Kante der Schutzelemente im Bereich der Spielerbänke sind mit Polstern zu versehen.
Alle Sicherheitseinrichtungen oberhalb der Bande (formstabiles, durchsichtiges Material bzw. Fangnetze) müssen einem mit 160 km/h auftreffenden Puck standhalten. Feste Teile der Sicherheitseinrichtungen müssen so ausgebildet sein, dass sie nicht verletzungsgefährlich sind. Die Sicherheitseinrichtungen sollten bei einer anderweitigen Nutzung der Eisfläche leicht entfernbar sein. Ob weitere Schutzmaßnahmen erforderlich sind, ist anhand der jeweils örtlichen Verhältnisse vom Veranstalter der Spiele zu prüfen und zu entscheiden und ggf. mit dem jeweiligen Haftpflichtversicherer abzuklären.
Die Spieler-und Strafbänke und der Zeitnehmertisch sowie deren Zugänge und die Zugänge zur Eisfläche müssen so ausgestaltet sein, dass Belästigungen durch Zuschauer vermieden werden.
In geschlossenen Hallen besteht Rauchverbot. Die entsprechenden Hinweisschilder sind im Stadion gut sichtbar anzubringen.
Das Abbrennen von Wunderkerzen, Feuerwerkskörpern, Bengalischen Feuern etc. während Eishockey-Veranstaltungen in geschlossenen Hallen ist untersagt. Die entsprechenden Hinweisschilder sind im Stadion gut sichtbar anzubringen.
1. Punktwertung
Die Platzierung in den Meisterschaftsspielrunden erfolgt nach Punkten und Toren, wobei ein Sieg mit 3 Pluspunkten ein Unentschieden mit 1 Pluspunkt und eine Niederlage mit 0 Punkten gewertet werden.
2. Punktgleichheit
Enthalten die Durchführungsbestimmungen keine besonderen Hinweise für die Platzierung bei Punktgleichheit von zwei oder mehr Mannschaften, wird wie folgt gewertet:
2.2 Bei drei und mehr punktgleichen Mannschaften werden die Ergebnisse dieser Mannschaften gegeneinander gewertet, indem von deren Spielen eine neue Tabelle erstellt wird. Es zählt zuerst das Punkt-und dann das Torverhältnis. Ist dann immer noch kein Ergebnis zu erzielen, entscheidet das Torverhältnis aus allen Spielen
(siehe Ziff. 2.3).
3.1 Nichtantreten
3.1.1bei Nichtantreten zu einem Meisterschaftsspiel wegen nicht ausreichender Spielerzahl (mindestens 9 Feldspieler und 1 Torhüter),
3.1.2 bei Nichtantreten zu einem Meisterschaftsspiel, wenn nicht nachweislich âHöhere Gewaltâ oder die Genehmigung der zuständigen Institution vorliegt,
3.1.3 bei Nichtantreten beider Mannschaften (Wertung gegen beide Clubs, siehe auch Art. 29).
3.2 Einsatz eines nicht spielberechtigten Spielers
Ein Spieler ist nicht spielberechtigt, wenn im Zeitpunkt seines Einsatzes dem Club keine wirksame Erlaubnis hierzu vorliegt bzw. die Spielberechtigung gem. Art. 52 b ihre Beendigung gefunden hat oder vorzeitig erloschen ist oder dem Club entzogen wurde. Insbesondere ist ein Spieler nicht spielberechtigt:
3.2.1 wenn eine Passneuausstellung noch nicht erfolgt ist,
3.2.2 wenn ein Wechsel noch nicht vollzogen war,
3.2.3 wenn für einen Spieler die Wechselfrist noch nicht abgelaufen war,
3.2.4 wenn festgestellt wird, dass bei Nichtvorlage eines Spielerpasses zum Spiel die Angabe des Mannschaftsführers gem. Art. 53 Ziff. 1 lit. b) falsch war,
3.2.5 wenn ein Spieler eingesetzt wird, der nicht auf dem Spielbericht aufgeführt ist und nicht innerhalb der Frist des Art. 47 Ziff. 2 SpO nachgetragen wurde,
3.2.6 wenn ein Spieler eingesetzt wird, für den ein Pass eines anderen Spielers vorgelegt wurde,
3.2.7 wenn die Spielberechtigung für einen Spieler von der DEB-Passstelle entzogen wurde und zwar ab dem Zeitpunkt der Zustellung des Entzugs,
3.2.8 wenn die Spielberechtigung durch die DEB-Passstelle ausgesetzt wurde (Art. 70 Ziff. 3),
3.2.9 bei ßbertretung des Art. 51 Ziff. 8,
3.2.10 wenn ein Trainer oder Fachübungsleiter entgegen Art. 23 Ziff. 4.3 eingesetzt wird,
3.2.11 wenn ein gesperrter Spieler eingesetzt wird,
3.2.12 bei nachgewiesenen unwahren Angaben im Antrag für die Erteilung einer Spielberechtigung oder andere unwahre Angaben im Zusammenhang mit einem Wechsel oder einer Passneuausstellung,
3.2.13 bei Verstoß gegen die Bestimmungen über den Einsatz transferkartenpflichtiger Spieler,
3.2.14 bei Verstoß gegen Art. 73.
3.2.15 wenn gegen eine Einsatzbeschränkung verstoßen wird.
3.3 Spielabbruch
3.3.1 bei Spielabbruch durch Zuschauerausschreitungen,
3.3.2 bei Spielabbruch durch eine Mannschaft oder bei Spielabbruch durch den/die Schiedsrichter, wenn eine Mannschaft oder ein Club oder einem der beiden Beteiligten eindeutig zuzuweisende Zuschauer diesen verschuldet.
3.4.1 bei Benutzung eines gesperrten Platzes,
3.4.2 bei Verstoß gegen Art. 6 Ziff. 2, soweit dies vom Veranstalter oder Ausrichter zu vertreten ist,
3.4.3 bei Heimspielverbot,
3.4.4 Entscheidung gem. Art. 38 Ziff. 4,
3.5 Die Wertung erfolgt mit 0 Punkten und 0:5 Toren als verloren und für den Gegner mit 3 Pluspunkten und 5:0 Toren als gewonnen. War das Ergebnis für den Gegner günstiger oder gleich günstig, so wird mit diesem Ergebnis gewertet.
Haben beide Clubs einen Wertungstatbestand erfüllt, wird das Spiel gegen beide Clubs mit 0 Punkten und 0:5 Toren gewertet.
3.6 Die Regelung von Schadenersatzansprüchen und etwaigen Bestrafungen als Folge der Wertung nach Ziff. 3.1 bis 3.4 obliegen auf Antrag den DEB-Gerichten.
3.7 Spielwertungen durch die DEB-Gerichte wegen anderer Tatbestände werden durch diese Vorschriften nicht eingeschränkt.
3.8 Verschuldet eine Mannschaft oder ein Club einen Spielabbruch in Play-Off-Runden, so erfolgt die Wertung dieses Spiels für diese Mannschaft als verloren (gem. Ziff. 3.5) und sie scheidet aus der PlayOff-Runde aus. Der Spielgegner ist Sieger des abgebrochenen Spiels und der Play-Off-Runde.
4. Durchführung von Entscheidungsspielen
4.1 Die Anberaumung von Entscheidungsspielen erfolgt durch die zuständige Institution. Der Rechtsträger der zuständigen Institution ist Veranstalter solcher Spiele, er kann die Ausrichtung an einen Club übertragen. Der Gewinn aus diesen Spielen wird gem. Ziff. 5.2 ermittelt und zu je einem Drittel auf die beiden Clubs sowie entweder auf den DEB, die ESBG oder den LEV aufgeteilt. Die Beteiligten erhalten darüber hinaus keine Entschädigung.
5. Spielwiederholungen
5.1 Bei einer erforderlichen Spielwiederholung gilt folgendes: Veranstalter bleibt der Heim-Club. Aus den Einnahmen dieses Spiels sind der reisenden Mannschaft (bis zu 23 Personen) die Bahnfahrt 2. Klasse zu vergüten. Bei einer Entfernung über 150 km hat die reisende Mannschaft Anspruch auf eine Halbtagsverpflegungspauschale sowie bei Wochentagspielen auf Verdienstausfallzahlungen nach Beleg. Der Reingewinn eines solchen Spiels nach Ziff. 5.2 verbleibt zu zwei Dritteln beim Heim-Club und geht zu einem Drittel an den Gast-Club. Erreichen die Einnahmen nicht die Höhe der dem reisenden Club zu erstattenden Kosten, so ist der Fehlbetrag zu zwei Dritteln vom Heim-Club und zu einem Drittel vom Gast-Club aufzubringen.
5.2 Der Gewinn eines Spiels wird wie folgt ermittelt.
5.2.1 Brutto-Zuschauereinnahme (abzügl. gesetzl. Mehrwertsteuer)
5.2.2 von diesem Betrag: Abzug der Verbandsabgaben (DEB oder LEV) in Prozenten
5.2.3 Abzug der SR-Kosten gem. SR-Gebühren-Durchführungsbestimmungen
5.2.4 Abzug eines evtl. vorher vereinbarten bzw. durch Ausschreibung, SpO oder Vertrag festgelegten
Kostenersatzes für reisende Mannschaft(en)
5.2.5 vom Restbetrag: Abzug von 25% als Veranstaltungskosten
5.2.6 die verbleibende Summe = Gewinn
5.2.7 Der ausrichtende Club ist verpflichtet, dem DEB, dem LEV, der ESBG und den beteiligten Clubs auf Anforderung eine diesem Schema entsprechende Kostenrechnung vorzulegen.
Art. 27 Spielplatzbeschaffenheit, Spielunterbrechungen, Spielabbruch
1. Der Veranstalter bzw. Ausrichter ist verpflichtet, dafür zu sorgen, dass bei Veranstaltungen ärztliche bzw. entsprechende Unfallhilfe bereitsteht. Er hat erforderlichenfalls den Hin-und Rücktransport eines während eines Spiels verletzten Spielers oder Offiziellen zum Arzt bzw. Krankenhaus zu gewährleisten. Die Kosten werden dem Club bzw. Verband des Betroffenen in Rechnung gestellt.
2. Der Veranstalter bzw. Ausrichter hat für ausreichendes Ordnungspersonal sowie für reibungslosen Zu-und Abgang der Mannschaften, Schiedsrichter und Offiziellen (von und zu den Kabinen und den Transportmitteln) zu sorgen.
3. Stellen die Schiedsrichter fest, dass wegen widriger Umstände -wie z.B. nicht ausreichende Schutzvorrichtungen oder mangelnde Eisfläche -oder schlechter Beleuchtung die Durchführung eines Spiels wegen Gefährdung der Gesundheit der Spieler nicht möglich ist, ist es unzulässig, ein Meisterschaftsspiel oder ein Freundschaftsspiel auszutragen.
4. Sind die Schiedsrichter gezwungen, ein begonnenes Spiel aufgrund âHöherer Gewaltâ (z.B. Stromausfall, Witterungsverhältnisse, usw.) zu unterbrechen, so darf der endgültige Abbruch erst nach einer Wartezeit von 45 Min. erfolgen. Diese Wartezeit gilt auch, wenn ein Spiel aus vorgenannten Gründen nicht begonnen werden kann.
5. Dasselbe gilt, wenn während eines Spiels festgestellt wird, dass ein Arzt bzw. Sanitätsdienst nicht mehr anwesend ist. Das Spiel ist zu unterbrechen und, wenn nach 45 Min. Arzt oder Sanitätsdienst noch nicht anwesend ist, endgültig abzubrechen.
6. In den Fällen gem. Ziff. 4 und 5 haben die beteiligten Clubs an Ort und Stelle einen neuen Termin innerhalb von zwei Wochen festzulegen. Erfolgt keine Einigung, kann das Spiel von der zuständigen Institution neu angesetzt werden, ohne dass die betroffenen Clubs ein Einspruchsrecht haben. Sie kann auch eine Spielwertung vornehmen.
7. Ist die Fortsetzung eines Spiels aufgrund bedrohlicher Haltung oder ßbergriffen von Spielern oder Zuschauern nicht möglich, haben die Schiedsrichter das Spiel zu unterbrechen.
Spielausschlüsse
1.1 Sehen sich die Schiedsrichter im Rahmen der Regelauslegungen veranlasst, meldepflichtige Strafen zu verhängen, so obliegt es dem Kontrollausschuss, Strafanträge mit Beweisanlagen beim Spielgericht zu stellen.
1.2 Schreibt die Regel dabei den Einzug einer Spielberechtigung (Pass) durch die Schiedsrichter vor, so bleibt der Aktive bis zu einer Entscheidung des Spielgerichts -längstens jedoch zwei Wochen oder vier Punktspieleinsätze -automatisch gesperrt.
1.3 Wird gegen einen Team-Offiziellen eine meldepflichtige Strafe verhängt, die bei einem Spieler den Einzug einer Spielberechtigung (Pass) zur Folge hätte, bleibt der Team-Offizielle bis zu einer Entscheidung des Spielgerichts -längstens jedoch zwei Wochen oder vier Punktspieleinsätze automatisch gesperrt.
2.1 Erhält in einer Wettkampf-Saison ein Spieler in Meisterschaftsspielen einer Altersklasse die dritte Disziplinarstrafe oder eine Spieldauer-Disziplinarstrafe, so ist er in dem darauf folgenden Meisterschaftsspiel in dieser Altersklasse automatisch gesperrt. Nimmt ein Spieler in mehreren Altersklassen oder in derselben Altersklasse in mehreren Mannschaften am Spielbetrieb teil, so werden die Strafen und Sperren für die verschiedenen Mannschaften getrennt gezählt.
2.2 Erhält ein Spieler mehrere der in Ziff. 2.1 genannten Strafen im gleichen Meisterschaftsspiel, so erstreckt sich die Sperre auf entsprechend viele Meisterschaftsspiele.
2.3 Für die Berechnung von persönlichen Strafen zählen Spiele, die nicht ausgetragen worden sind, nicht, gleichgültig, ob eine Spielwertung erfolgte. Jedes begonnene Spiel, selbst wenn es später durch Gerichts-oder Verwaltungsentscheidung annulliert oder die Wiederholung angeordnet wurde, gilt für die Berechnung von persönlichen Strafen als ausgetragenes Spiel. Für die Berechnung von persönlichen Strafe zählen Spiele, bei denen für den Spieler keine gültige Spielberechtigung bestand, ebenfalls nicht. Persönliche Strafen bleiben von einem Vereinswechsel unberührt. Die LEV können für ihren Spielverkehr eigene Regelungen treffen.
2.4 Erhält ein Spieler eine Spieldauer-Disziplinarstrafe deswegen, weil er im selben Spiel seine zweite Disziplinarstrafe erhalten hat, werden diese Strafen für die Registrierung nach Ziff. 2.1 nicht herangezogen.
2.5 Erhält in einer Wettkampf-Saison ein Trainer oder ein sonstiger Teamoffizieller in Meisterschaftsspielen eine Spieldauer-Disziplinarstrafe, so ist er im darauf folgenden Meisterschaftsspiel derselben Mannschaft automatisch für alle Tätigkeiten als Teamoffizieller (Trainer oder sonstiger Teamoffizieller) gesperrt.
3. Neben den vorgenannten Maßnahmen liegt es im Ermessen der zuständigen Institutionen, nach Abschluss des Spiels jeden im Verlauf dieses Spiels sich ereignenden Vorfall zu untersuchen und dem Sportrechtsweg zuzuführen, wobei es belanglos ist, ob Verstöße von den Schiedsrichtern bestraft worden sind oder nicht. Dies gilt auch für Verstöße vor dem Spiel, während der Pausen oder bis 30 Min. nach dem Spiel. Tatsachenentscheidungen eines Schiedsrichters unterliegen nicht der Nachprüfung durch die Gerichte. Als Tatsachenentscheidungen gelten alle Entscheidungen eines Schiedsrichters, die dieser im Rahmen der Regeln und des ihm hiernach zustehenden Ermessens aufgrund seiner Beobachtungen trifft.
Art. 29 Nichtantreten beider Mannschaften
Treten beide Mannschaften zu einem Meisterschaftsspiel nicht an, entscheidet die zuständige Institution über Wertung oder Neuansetzung des Spiels.
Ausfall der Schiedsrichter
Erscheint keiner der eingeteilten Schiedsrichter zum Spiel, können sich die beiden Clubs auf einen, zwei oder drei lizenzierte Ersatzschiedsrichter einigen. Die Einigung ist auf einer Zusatzmeldung zu vermerken und von beiden Mannschaftsführern vor Spielbeginn zu unterzeichnen; sie schließt einen späteren Protest aus. Erfolgt keine Einigung, ist vom der zuständigen Institution ein neuer Termin anzuberaumen.
Erscheinen zu einem Spiel nicht alle eingeteilten Schiedsrichter, obliegt es den erschienenen Schiedsrichtern zu entscheiden, ob sie ohne weitere Schiedsrichter das Spiel leiten. Lehnen sie dies ab, ist von ihnen innerhalb zumutbarer Zeit eine Ergänzung durch lizenzierte Schiedsrichter zu versuchen. Scheitert der Versuch, ist vom der zuständigen Institution ein neuer Termin anzuberaumen.
Art. 31 Nichtantreten oder Zurückziehen einer Mannschaft
Tritt ein Club schuldhaft mit einer Mannschaft innerhalb einer Wettkampf-Saison zweimal zu Meisterschaftsspielen nicht an, darunter fällt auch das Nichtantreten wegen eines bestehenden Heimspielverbotes, so scheidet der Club mit dieser Mannschaft aus der betreffenden Meisterschaft aus und der Club ist bezüglich dieser Mannschaft für jeglichen Spielverkehr gesperrt. Will der Club in der nächsten Wettkampf-Saison wieder am Meisterschaftsspielbetrieb teilnehmen, so kann er sich nur für die nächst niedrigere Spielklasse bewerben. Davon unberührt bleibt die Geltendmachung von evtl. Schadenersatzansprüchen gegen diesen Club.
Tritt ein Club wegen âhöherer Gewaltâ zu einem Meisterschaftsspiel nicht an, so ist dieses Spiel neu anzusetzen. Schadensersatzansprüche sind ausgeschlossen. âHöhere Gewaltâ liegt vor, wenn die Verhinderung auf Ereignissen beruht, die auch durch die äußerste, billigerweise zu erwartende Sorgfalt nicht vorausgesehen oder verhütet werden konnten.
Tritt ein Club nach seiner Bewerbung zur Teilnahme an einer bestimmten Meisterschaft oder während der Meisterschaft ohne Genehmigung der zuständigen Institution zurück, so ist der Club bezüglich dieser Mannschaft für jeglichen Spielverkehr gesperrt. Darüber hinaus erfolgt auf Antrag eine zusätzliche Bestrafung durch das Spielgericht.
Will der Club in der nächsten Wettkampf-Saison wieder am Meisterschaftsspielbetrieb teilnehmen, so kann er sich nur für den LEV-Spielbetrieb bewerben. Davon unberührt bleibt die Geltendmachung von evtl. Schadenersatzansprüchen gegen diesen Club.
Durch diese Bestimmungen werden die vom Club zu erfüllenden Zulassungsbedingungen nicht berührt. ßber zusätzliche Auf-bzw. Absteiger entscheidet die jeweils zuständige Institution.
In den Fällen gem. Ziff. 1 und 3 dürfen Spieler dieser Mannschaften zu Lehrgängen, Länder-und Auswahlspielen in der gleichen Wettkampf-Saison nur einberufen werden, wenn nachweisbar kein Verschulden des Spielers vorlag.
Bewirbt sich ein Club in den Fällen gem. Ziff. 1 bis 3 zum Meisterschaftsspielbetrieb der nächstfolgenden Wettkampf-Saison nicht oder wird der Club zum Meisterschaftsspielbetrieb nicht zugelassen oder nimmt er während des Zulassungsverfahrens seine Bewerbung zurück, scheidet er aus dem Meisterschaftsspielbetrieb aus. Im Falle der Nichtmeldung erfolgt das Ausscheiden mit dem Ablauf der Frist zur Bewerbung, im Falle der Nichtzulassung erfolgt das Ausscheiden mit der Rechtskraft des Nichtzulassungsbescheides, im Falle der Rücknahme der Bewerbung erfolgt das Ausscheiden mit dem Zugang der Erklärung bei der zuständigen Institution . Erklärt ein Club schon vor dem Ablauf der Frist zur Bewerbung, dass er seine Rechte bezüglich der nächstfolgenden Wettkampf-Saison nicht wahrnehmen wird, scheidet er mit dem Zugang dieser Erklärung aus dem Meisterschaftsspielbetrieb aus, frühestens jedoch nach Abschluss der laufenden Meisterschaft. Will der Club später wieder am Meisterschaftsspielbetrieb teilnehmen, kann er sich nur für den zuständigen LEV-Spielbetrieb bewerben.
Art. 33 Aufstiegsverzicht und freiwilliger Abstieg
1. Ein Aufstiegsverzicht ist nicht möglich.
2. Ein freiwilliger Abstieg ist grundsätzlich nicht möglich. In begründeten Härtefällen, bei denen die Existenz eines Clubs in Frage gestellt ist, kann die zuständige Institution die Genehmigung (Ermessensentscheidung) erteilen, dass ein Club, der keine Bewerbung zur Teilnahme am Meisterschaftsspielbetrieb der Liga, für die er sich sportlich qualifiziert hat, abgeben will, noch in derselben Wettkampf-Saison in einer Liga seines zuständigen LEV mit dessen Zustimmung neu beginnt. Der LEV trifft die Entscheidung hinsichtlich der Liga und kann die Zustimmung von der Erfüllung von Auflagen abhängig machen.
Art. 38 Spieltermine
Die Terminlisten für die Durchführung des Meisterschaftsspielbetriebes werden von der zuständigen Institution mit den Clubs der Liga in den Termintagungen abgestimmt und festgestellt. Kommt eine Abstimmung in angemessener, d.h. in für alle Clubs zumutbarer Zeit nicht zustande, erfolgt die Feststellung durch die zuständige Institution . Hinsichtlich der Feststellung der Terminlisten gem. Abs. 1 und 2 ist ein Rechtsmittel ausgeschlossen.
Eine nachträgliche ßnderung von Spielterminen ist nur mit Einverständnis des Spielgegners und der zuständigen Institution möglich.
Bei durch âHöhere Gewaltâ bedingten Spielneuansetzungen durch die zuständige Institution haben die betroffenen Clubs dann keine Einspruchsmöglichkeit, wenn sie sich nicht innerhalb von drei Tagen auf einen Termin einigen.
Der gastgebende Club hat die mögliche Unbespielbarkeit seines Spielfeldes unverzüglich der zuständigen Institution, den eingeteilten Schiedsrichtern und dem Gegner mitzuteilen. Die Entscheidung über die Absetzung des Spiels kann nur durch die zuständige Institution unter Benachrichtigung aller Beteiligten erfolgen. Sämtliche aus nachgewiesenem Versäumnis des gastgebenden Clubs entstandenen Kosten gehen zu dessen Lasten. Bei verspäteter Mitteilung über die mögliche Unbespielbarkeit des Spielfeldes entscheidet die zuständige Institution, ob das Spiel neu angesetzt oder gewertet wird.
Bei Vorliegen besonderer Verbandsinteressen (DEB, ESBG oder LEV) können die zuständige Institution Spieltermine ohne Einspruchsmöglichkeit der Clubs abändern. Ein finanzieller Ausgleichsanspruch besteht nicht.
Die LEV sind nach Aufforderung durch den DEB verpflichtet, Spielverlegungen in ihrem Senioren-Spielbetrieb von Amts wegen vorzunehmen, wenn zu besorgen ist, dass anderenfalls die Durchführung einer Veranstaltung/Ausrichtung des DEB unter Beteiligung der Senioren-Nationalmannschaft des DEB in ihrem Erfolg â gleich in welcher Form â erheblich beeinträchtigt wird. Die Aufforderung durch den DEB hat spätestens vier Wochen vor der jeweiligen Termin zu erfolgen. Heimspiele kommen an dem Ort zur Austragung, an dem sich der Sitz des Heim-Clubs befindet. Ein Club kann vor Beginn der Meisterschaftsspiele, spätestens auf der jeweiligen Termintagung, erklären, dass er seine Heimspiele ganz oder teilweise auf einem Platz in einer bestimmten, seinem Sitz nahegelegenen, Kommune austrägt. Anträgen von Spielverlegungen auf den Platz des Spielgegners kann nur stattgegeben werden, wenn sie bereits auf den Termintagungen gestellt werden und die Mehrheit der Clubs der Liga damit einverstanden ist. ßber Ausnahmen entscheidet nach pflichtgemäßem Ermessen die zuständige Institution.
Platzsperre/Heimspielverbot
1. Platzsperre bedeutet, dass auf diesem Platz überhaupt keine oder keine Spiele einer bestimmten Mannschaft ausgetragen werden dürfen. Platzsperre wird verhängt, wenn die Beschaffenheit der Sportanlage unzureichend ist oder wiederholt erhebliche Zuschauerausschreitungen festgestellt wurden. Die Durchführung von Heimspielen in einer anderen zugelassenen Sportanlage ist statthaft. Mindestentfernungen in km können angeordnet werden. Die Kosten, die durch die Benützung fremder Sportanlagen entstehen, trägt der Club, gegen den die Platzsperre verhängt wurde. Dies gilt auch für nachgewiesene Mehrkosten, die dem Gast-Club wegen der Durchführung des Spiels in der fremden Sportanlage entstanden sind.
2. Heimspielverbot bedeutet, dass der Club oder eine bestimmte Mannschaft des Clubs überhaupt keine Heimspiele austragen darf. Auch die Durchführung von Heimspielen in einer anderen zugelassenen Sportstätte ist damit untersagt.
Heimspielverbot wird verhängt,
-wenn der Club mit der Erfüllung fälliger finanzieller Verpflichtungen gegenüber dem DEB und/oder der ESBG und/oder dem LEV in Verzug geraten ist (Â§ 284 BGB), oder
-in den Fällen des Â§ 2 Ziff. 6 der Satzung. Die Durchführung von Heimspielen ist ausnahmslos untersagt.
Wettkampf-Formalitäten
a) ßber alle Spiele im DEB-Verbandsbereich sind Spielberichte auf den vom DEB herausgegebenen Formularen zu fertigen.
b) Die Eintragung eines Feldspielers oder Torhüters im Spielbericht wird als Teilnahme am betreffenden Spiel gewertet, selbst dann, wenn der Spieler nicht zum Einsatz gekommen ist.
c) Mit Spielbeginn sind nachträgliche Eintragungen von Spielern nicht mehr möglich, es sei denn, sie stehen auf der Mannschaftsaufstellung gem. Ziff. 2.
Die Mannschaftsführer sind verpflichtet, jeweils eine Stunde vor Spielbeginn dem offiziellen Punktrichter (Protokollführer) des Veranstalters sämtliche Spielerpässe der teilnehmenden Spieler mit der Mannschaftsaufstellung zu übergeben.
Die Mannschaftsaufstellung bedarf der Schriftform. Sie muss in Druckbuchstaben oder Maschinenschrift sämtliche Spielernamen mit ausgeschriebenem Vornamen, die Passnummern, die Trikotnummern der einzelnen Spieler, die Spielerposition (T = Torhüter, V = Verteidiger, S = Stürmer), die Unterschrift eines Club-Offiziellen und das Datum aufweisen. Die Mannschaftsaufstellung ist vom Punktrichter vor dem Spiel mit dem Spielbericht den Schiedsrichtern zu übergeben. Die Mannschaftsaufstellung kann längstens bis 30 Minuten nach Spielende ausschließlich zum Beweis dafür dienen, dass die ßbertragung in den Spielbericht unvollständig und/oder fehlerhaft erfolgt war. Die Mannschaftsführer sind verpflichtet, nach Beendigung der Aufwärmzeit dem Punktrichter, den Mannschaftskapitän und dessen beide Assistenten zu benennen. Der Punktrichter bezeichnet auf dem Spielbericht die Kapitäne durch ein âCâ bzw. durch ein âAâ hinter den Spielernamen. Unterlässt der Mannschaftsführer die Abgabe der Mannschaftsaufstellung, kann sich sein Club nicht darauf berufen, die Eintragungen im Spielbericht seien unzutreffend oder unvollständig. Der offizielle Punktrichter ist verpflichtet, die Eintragungen in den Spielbericht in folgender zeitlicher Reihenfolge vorzunehmen:
Ausfüllen des Spielberichtskopfes. Eintragung der Mannschaftsaufstellung mit Pass-und Rückennummern, sowie Kennzeichnung der Kapitäne und Ersatzkapitäne und Angaben zur Werbung am Mann. Bei Verwendung von Ausweichtrikots sind die gemeldeten Spielernummern vor dem Spielernamen in Klammern zu setzen. Unterzeichnung des Spielberichts durch den offiziellen Punktrichter und Vorlage bei dem Spielzeitnehmer, den Strafbank-Betreuern, den Mannschaftsführern, den Trainern und dem Arzt bzw. dem Verantwortlichen des Sanitätsdienstes zur Unterschriftsleistung in den dafür vorgesehenen Feldern.
45 Minuten vor Spielbeginn:
Vorlage des ausgefüllten Spielberichts und der Spielerpässe bei den Schiedsrichtern zur Kontrolle.
Torschützen und Beihelfer, Strafen, Drittel-Ergebnisse.
Endergebnis, Zuschauerzahl
1. Seniorenspieler sind Spieler, die vor dem Kalenderjahr, in dem die Wettkampf-Saison beginnt, das 20. Lebensjahr schon vollendet haben.
2. Juniorenspieler sind Spieler, die in dem Kalenderjahr, in dem die Wettkampf-Saison beginnt, das 18., 19. oder 20. Lebensjahr vollenden.
3. Jugendspieler sind Spieler, die in dem Kalenderjahr, in dem die Wettkampf-Saison beginnt, das 16. oder das 17. Lebensjahr vollenden.
4. DNL-Spieler sind Spieler, die in dem Kalenderjahr, in dem die Wettkampf-Saison beginnt, das 16., 17. oder 18. Lebensjahr vollenden und im Spielerpass den Vermerk âDNL-Spieler, nicht Jugend/Juniorenâ führen.
5. Schülerspieler sind Spieler, die in dem Kalenderjahr, in dem die Wettkampf-Saison beginnt, das 14. oder das 15. Lebensjahr vollenden.
6. Knabenspieler sind Spieler, die in dem Kalenderjahr, in dem die Wettkampf-Saison beginnt, das 12. oder das 13. Lebensjahr vollenden.
7. Kleinschülerspieler sind Spieler, die in dem Kalenderjahr, in dem die Wettkampf-Saison beginnt, das 10. oder 11. Lebensjahr vollenden.
8. Kleinstschülerspieler sind Spieler, die in dem Kalenderjahr, in dem die Wettkampf-Saison beginnt, das 9. Lebensjahr vollenden oder jünger sind.
9. Frauenspielerinnen sind Spielerinnen, die vor dem Kalenderjahr, in dem die Wettkampf-Saison beginnt, das 20. Lebensjahr schon vollendet haben.
10. Mädchenspielerinnen sind Spielerinnen, die in dem Kalenderjahr, in dem die Wettkampf-Saison beginnt, das 20. Lebensjahr vollenden oder jünger sind. Der Spielerpass erhält als Zusatz die Bezeichnung der Altersklasse gem. Ziff. 2, 3, 5 bis 8 entsprechend dem Alter des Mädchens.
11. Spieler gem. Ziff. 2 bis 8 und 10 sind Nachwuchsspieler. Der Spieler verbleibt während einer Wettkampf-Saison in derselben Altersklasse.
Spielerpass und Passstelle
Die einem Club erteilte Erlaubnis, einen Spieler im Meisterschaftsspielbetrieb und bei Freundschafts-und Pokalspielen einzusetzen (Spielberechtigung), wird durch den Spielerpass ausgewiesen. Dieser kann durch keine sonstige Bestätigung -auch nicht in mündlicher Form -ersetzt werden. Alle Passunterlagen, insbesondere die Spielerpässe, sind Eigentum des DEB. Die Passunterlagen werden zwei Jahre, gerechnet ab Ende der Wettkampf-Saison, in der die Spielberechtigung ausgestellt wurde, bei den DEB-Passaußenstellen gelagert. Danach werden sie an die DEB-Passstelle zur weiteren Verwendung abgegeben. Jede Stelle, die Passunterlagen zu lagern, zu verwalten oder zu vernichten hat, trägt die dafür anfallenden Kosten selbst.Für die Bearbeitung von Spielberechtigungen errichtet der DEB eine DEB-Passstelle und DEB-Passaußenstellen. DEB-Passaußenstellen werden zur Club-nahen Betreuung bei den LEV unterhalten, die grundsätzlich alle zur Erteilung und Beendigung einer Spielberechtigung notwendigen Handlungen für den DEB vornehmen. Sofern bei einem LEV -gleichgültig aus welchen Gründen -keine DEB-Passaußenstelle besteht, bestimmt der DEB für diesen LEV die Zuständigkeit einer anderen DEB-Passaußenstelle.
3. Ein Spielerpass muss enthalten:
a) Passnummer,
b) Name, Vorname, Geburtsdatum, Geburtsort, Staatsangehörigkeit,
c) ein von der DEB-Passaußenstelle überstempeltes Passbild,
d) Unterschrift des Spielers für Spieler der Altersklasse âSchülerâ oder älter,
e) Eintrag der Spielberechtigung für einen bestimmten Club,
f) den Tag des Beginns der Spielberechtigung gem. Art. 52 a Ziff. 7,
g) den Tag der Beendigung der Spielberechtigung gem. Art. 52 b Ziff. 2 und 3
h) Unterschriftenstempel der DEB-Passaußenstelle.
1. Zur Wahrung eines geordneten Spielbetriebes und zur Vermeidung sportlicher Wettbewerbsverzerrungen sind Wechsel nicht uneingeschränkt zulässig. Voraussetzung für einen Wechsel ist im übrigen die Freigabe.
2. Die Wechselzeiten richten sich nach der Altersklasse des Spielers: Spieler der Seniorenaltersklasse 01.06.-15.01. Spieler der DNL 01.06.-15.01. Spieler aller Nachwuchsaltersklassen 01.06.-15.09. und 01.12.-15.01. Frauen und Mädchen in Frauenmannschaften 01.06.-15.09. und 01.12.-15.01. Die ESBG und jeder LEV können für ihren Spielbetrieb eigene Regelungen treffen.
3. Bei Wechseln mit Freigabe auf Grund des Art. 57 Ziff. 3 sind die Wechselzeiten nicht zu beachten.
4. Im Ermessen des Präsidiums liegt es, einen Wechsel mit Freigabe ohne Beachtung der Wechselzeiten zu gestatten, wenn der aufnehmende Club einen Spieler für eine Nationalmannschaft abstellte und sich dieser Spieler dort so verletzt hat, dass er bis zur nächsten Wechselzeit nicht mehr eingesetzt werden kann und durch diesen Wechsel ersetzt werden soll.
5. In jeder Wechselzeit ist für einen Spieler nur ein Wechsel möglich. Spieler der Seniorenaltersklasse und der DNL dürfen in ihrer Wechselzeit zweimal wechseln. Als Vereinswechsel zählt nur ein Wechsel innerhalb des Verbandsgebietes des DEB.
1.1 Möchte ein Spieler seine aktive Tätigkeit als Eishockey-Spieler bei einem anderen Club ausüben, hat er dieses seinem Club durch schriftliche Kündigung mitzuteilen, es sei denn, zwischen dem Spieler und dem Club liegt eine schriftliche befristete Vereinbarung (Festlegung wechselseitiger Rechte und Pflichten) oder ein schriftlicher befristeter Arbeitsvertrag vor.
1.2 Der Club ist -vorbehaltlich Abs. 3 Satz 2 -bei einem Spieler, mit dem keine schriftliche Vereinbarung oder kein schriftlicher Arbeitsvertrag abgeschlossen ist, verpflichtet, die Freigabe binnen einer Frist von zwölf Monaten zu erteilen, es sei denn, die Satzung des abgebenden Clubs sieht kürzere Fristen vor. Die Frist zur Freigabeerteilung beginnt mit dem Zugang der Erklärung gemäß Abs. 1, frühestens jedoch mit dem Tag des letzten Einsatzes des Spielers.
1.3 Hat ein Spieler seine aktive Tätigkeit als Eishockey-Spieler oder eine mit dem Club abgeschlossene schriftliche Vereinbarung oder einen schriftlichen Arbeitsvertrag wirksam außerordentlich gekündigt, ist der Club zur Erteilung der Freigabe ohne Einhaltung einer Frist verpflichtet. Für einen Spieler, mit dem keine schriftliche Vereinbarung oder kein schriftlicher Arbeitsvertrag abgeschlossen ist, ist insbesondere ein wichtiger Grund gegeben, wenn er mit einem anderen Club eine schriftliche Vereinbarung oder einen schriftlichen Arbeitsvertrag abgeschlossen hat. Schriftliche Vereinbarungen werden als wichtiger Grund für außerordentliche Kündigungen erst ab der Altersklasse Schüler anerkannt.
2. Der abgebende Club ist ohne Einhaltung einer Frist zur schriftlichen Freigabe verpflichtet, sobald eine schriftliche befristete Vereinbarung oder ein schriftlicher befristeter Arbeitsvertrag mit dem Spieler abgelaufen ist, oder zum Zeitpunkt der Beendigung, sofern die Beendigung durch den Club herbeigeführt worden ist oder sich der Club mit der vorzeitigen Beendigung der schriftlichen Vereinbarung oder des schriftlichen Arbeitsvertrages einverstanden erklärt hat.
3. Der abgebende Club ist darüber hinaus ohne Einhaltung einer Frist zur Freigabe verpflichtet, und zwar unbeschadet evtl. bestehender vertraglicher oder sonstiger Vereinbarungen, wenn seit dem letzten Einsatz des Spielers zwei Jahre verstrichen sind (Inaktivität) und der Spieler mindestens 28 Jahre alt ist.
5. Die Freigabe für einen Spieler muss vom aufnehmenden Club beim abgebenden Club schriftlich angefordert werden. Die Anforderung ist erst dann zulässig, wenn der aufnehmende Club die Unterlagen gem. Art. 52 a Ziff. 3.3.1 in Händen hat. Nur dann beginnen die Fristen zu laufen (Art. 57 und Art. 58). Im Falle der Freigabe ist der Spielerpass dem aufnehmenden Club mit Freigabevermerk innerhalb von zwei Wochen zu übermitteln.
Transferkartenpflichtige Spieler
1. Transferkartenpflichtige Spieler sind und bleiben Spieler, die durch die Bestimmungen der IIHF als solche qualifiziert sind, und zwar unbeschadet ihrer Staatsangehörigkeit. Auf jeden Fall sind es Spieler, die im Ausland erstmals mit oder ohne Spielberechtigung des ausländischen Verbandes Eishockey gespielt haben.
Transferkartenpflichtige Nachwuchsspieler sind auch solche Spieler, die aufgrund der Vorschriften der IIHF ihre Spielberechtigung durch Vorlage einer formlosen Bestätigung des abgebenden nationalen Verbandes erhalten, nicht nur Spieler, deren Wechsel durch Vorlage des Formblattes âTransferkarteâ erfolgt. Den transferkartenpflichtigen Spielern gleichgestellt sind solche Spieler, die aus Staaten kommen, die nicht als Mitglied der IIHF angeschlossen sind, und die deshalb nicht unter die Transferkartenpflicht der IIHF fallen.
2. In Seniorenmannschaften dürfen im DEB-, ESBG und LEV-Meisterschaftsspielbetrieb transferkartenpflichtige Spieler nur in begrenzter Anzahl eingesetzt werden. ßber die Höhe der Begrenzung entscheidet die zuständige Institution. Eine entsprechende Regelung ist in den Durchführungsbestimmungen festzuhalten. In Nachwuchsmannschaften dürfen im Meisterschaftsspielbetrieb bis zu zwei transferkartenpflichtige Spieler eingesetzt werden.
Die LEV können für ihren Spielbetrieb -vorbehaltlich Ziff. 4 und Ziff. 5 -eine anderslautende Regelung vornehmen. Spielerpässe von Spielern, die unter die Einschränkung nach Abs. 1 und 2 fallen, werden mit zwei grünen Diagonalstrichen gekennzeichnet.
4.1 Ziff. 2 ist nicht anwendbar auf transferkartenpflichtige Spieler mit deutscher Staatsangehörigkeit. Die nachfolgenden Regelungen gem. Ziff. 4.2 und Ziff. 4.3 gelten nicht für den Senioren-Meisterschaftsspieltrieb:
4.2 Ziff. 2 ist nicht anwendbar auf transferkartenpflichtige Spieler, die vor der Vollendung ihres
10. Lebensjahres ihren ständigen Aufenthalt im DEB-Verbandsgebiet nachweislich begonnen haben und diesen bis zur Antragstellung auf Erteilung einer Spielberechtigung nachweislich nicht unterbrochen haben. ßber Art und Umfang des Nachweises entscheidet die DEB-Passstelle nach pflichtgemäßem Ermessen bei Mitwirkung des zuständigen Präsidiumsmitglieds des DEB.
4.3 Ziff. 2 Abs. 2 ist nicht anwendbar auf transferkartenpflichtige Spieler, die vor der erstmaligen Antragstellung auf Erteilung einer Spielberechtigung während der letzten drei Jahre vor Antragstellung ihren ständigen Aufenthalt im DEB-Verbandsgebiet hatten und zu einem entsprechenden Nachweis in der Lage sind. ßber Art und Umfang des Nachweises entscheidet die DEB-Passstelle nach pflichtgemäßem Ermessen bei Mitwirkung des zuständigen Präsidiumsmitglieds des DEB.
5. Ziff. 2 ist nicht anwendbar auf transferkartenpflichtige (EU-)Gemeinschaftsangehörige und ihnen nach dem EU-Recht gleichgestellte Personen, sofern sie Berufseishockeyspieler sind. Dies gilt auch für Berufseishockeyspieler, die Angehörige eines Staates sind, mit denen EU-Assoziierungsabkommen ratifiziert sind. Spielerpässe von Spielern, die von Abs. 1 und/oder von der ßbergangsregelung gem. Art. 63 b erfasst werden, werden mit zwei roten Diagonalstrichen gekennzeichnet.
Nachwuchsförderung (Reindl-Pool)
1. Ausbildende Clubs, die sich mit ihren Nachwuchsmannschaften am Meisterschaftsspielbetrieb des DEB oder der LEV beteiligen, erhalten nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen einen Zuschuss zur Förderung der Nachwuchsarbeit.
2. Die Zuschüsse gem. Ziff. 1 werden jeweils aus einem ausschließlich für diesen Zweck beim DEB gesondert von seinem übrigen Vermögen eingerichteten Förderungsfond finanziert, und zwar unter Ausschöpfung der jeweils zum Stichtag gem. Ziff. 6 im Fond vorhandenen Mittel. Die Einziehung der zur Finanzierung des Fonds bestimmten Beiträge (Ziff. 3) sowie seine Verwaltung obliegt dem DEB.
3. Die Finanzierung des Förderungsfonds erfolgt, vorbehaltlich Ziff. 4, durch einen Sonderbeitrag in Form von Nachwuchsförderungsbeiträgen gem. Ziff. XV GO für jeden Wechsel im Seniorenbereich, ausgenommen Frauen, zusätzlich zu den gemäß Ziff. IV GO zu entrichtenden Gebühren. Für die Bestimmung der Ligenzugehörigkeit des aufnehmenden Clubs ist die (spätere) tatsächliche Teilnahme am Meisterschaftsspielbetrieb der laufenden Saison maßgebend. Für sämtliche Vereinswechsel, die mit Erteilung einer Spielberechtigung für den aufnehmenden Verein vollzogen sind, werden die Nachwuchsförderungsbeiträge jeweils monatlich im Nachgang zu den erfolgten Vereinwechseln zur Zahlung fällig. Kommt ein Verein den Zahlungsverpflichtungen nicht fristgerecht nach, wird ihm gegenüber ein Heimspielverbot gem. Art. 43 SpO verhängt.
Ein Nachwuchsförderungsbeitrag ist darüber hinaus einmalig zur Zahlung fällig, wenn der Spieler erstmals in einer ersten Seniorenmannschaft im Meisterschaftsspielbetrieb eingesetzt wird, es sei denn, dem Verein war vor dem Einsatz des Spielers in der Seniorenmannschaft mindestens für drei vollständige aufeinander folgende Wettkampf-Saisons eine Spielberechtigung für den Spieler im Nachwuchsbereich erteilt. Einsätze von Nachwuchsspielern im Seniorenmeisterschaftsspielbetrieb, die vor dem 01.06.1998 liegen, bleiben unberücksichtigt.
4. War dem Club für einen Spieler zum Ende seines Meisterschaftsspielbetriebes die Spielberechtigung erteilt und wird diesem Club in der darauffolgenden Saison bis zum Beginn des Meisterschaftsspielbetriebes wieder eine Spielberechtigung für diesen Spieler erteilt, so entfällt der Sonderbeitrag gem. Ziff. XV GO für diesen Club. Wird ein Spieler nicht im Meisterschaftsspielbetrieb eingesetzt, entfällt der Sonderbeitrag gem. Ziff. XV GO ebenfalls. Scheidet ein Club ohne Genehmigung vorzeitig aus dem Meisterschaftsspielbetrieb aus (z.B. im Insolvenzfall), ist für Wechsel der Spieler dieses Clubs der Sonderbeitrag für die noch laufende Saison nicht zu erheben. Wird der Spieler auch in der darauffolgenden Saison vom aufnehmenden Club im Meisterschaftsspielbetrieb eingesetzt, ist dafür der Sonderbeitrag zu Zahlung fällig.
5. Ein Wechsel im Sinne des Art. 64 ist -vorbehaltlich Ziff. 4 -gegeben, wenn der Spieler einschließlich der vorzunehmenden Nachmeldungen im Verhältnis zur letzten gültigen Meldung neu in den Mannschaftskader der Seniorenmannschaft, die am ESBG-Meisterschaftsspielbetrieb teilnimmt, aufgenommen wird. Die Eintragung eines Feldspielers im Spielbericht wird als unabhängig von dem tatsächlichen Geschehen als Einsatz im betreffenden Spiel gewertet. Bei Torhütern ergibt sich der Einsatz im Spiel aus der vorgeschriebenen Kennzeichnung auf dem Spielbericht.
6. Die Auszahlung des Zuschusses erfolgt zum 31.03. eines jeden Jahres, und zwar nach einem jeweils vom Nachwuchsförderungsausschuss festgelegten Schlüssel. Der Ausschuss setzt sich zusammen aus dem Präsidium, dem Jugendobmann des DEB und dem Nachwuchsreferenten. Der in Abs. 1 genannte Schlüssel soll sich an der Quantität und Qualität der Nachwuchsausbildung der zuschussberechtigten Vereine orientieren bzw. diese wie folgt bewerten:
-mit 40 % die Quantität, d.h. die Anzahl spielberechtigter Spieler aus den Altersklassen Kleinschüler, Knaben, Schüler, Jugend, Junioren und DNL,
-mit 60 % die Qualität, davon mit
-20 %-Punkten die Ligenzugehörigkeit der Nachwuchsmannschaften (LEV-und DEB-Ligen),
-20 %-Punkten das Wechselziel der abgegebenen Nachwuchsspieler zu den jeweiligen Ligen in den letzten drei Jahren (wobei ab der Wettkampf-Saison 1998/99 nur mehr ein Jahr zur Bewertung herangezogen wird), dabei werden Einsätze von U20-Nationalspielern im Seniorenmeisterschaftsspielbetrieb mit extra Bonuspunkten bewertet,
-10 %-Punkten die Anzahl von Auswahleinsätzen von Nachwuchsspielern in DEB-Nachwuchsmannschaften, und
-10 %-Punkten die Beschäftigung von hauptamtlichen Nachwuchstrainern mit gültiger DEB-Lizenz (Diplom-, A-, B-Lizenz) oder die Beschäftigung von mindestens vier ßbungsleitern mit deutscher C-Lizenz im Nachwuchsbereich. Es werden max. zwei hauptamtliche Trainer angerechnet. Ersatzweisewerden jeweils vier ßbungsleiter für einen hauptamtlichen Trainer angerechnet.
7. Für die Bewertung nach Ziff. 6 erhalten die betreffenden Clubs vom DEB Fragebögen. Diese sind von den Clubs bis spätestens bis zum Letzten des Monats Februar eines jeden Jahres bei der Geschäftsstelle des DEB eingehend zurückzusenden. Bei der genannten Frist zum Letzten des Februars eines jeden Jahres handelt es sich um eine Ausschlussfrist. Bei Fristversäumnis nimmt der betroffene Club an den Ausschüttungen des Förderungsfonds nicht teil.
1. Jede Form von Doping ist sowohl im als auch außerhalb des Wettkampfes verboten.
2. Doping wird definiert als das Vorliegen eines oder mehrerer Verstöße gegen die Anti-Doping-Bestimmungen der NADA, die diese Bestimmungen im ADC festgelegt hat. Der ADC gilt in seiner jeweils gültigen Fassung.
3. Neben der NADA (Kadersportler) hat der DEB das Recht, ohne vorherige Ankündigung, zu jeder Zeit und an jedem Ort, Doping-Tests bei allen aktiven Spielern seiner Vereine und seiner Mitgliedsverbände und deren Vereine durchzuführen. Für die ESBG gilt dies für die Spieler ihrer Gesellschafter.
4. Die Durchführung der Doping-Tests richtet sich nach den jeweils gültigen Bestimmungen der IIHF, der WADA und der NADA.
5. Die Kosten für die Doping-Tests trägt der DEB/die ESBG, soweit diese negativ sind. Bei einem positiven Doping-Test trägt sie der Spieler in voller Höhe.
6. Bei positivem Doping-Befund hat das Missed Test/Whereabout Gremium gegen Spieler, die im DEB/ESBG Meisterschaftsspielbetrieb eingesetzt werden, ein vorläufiges Spielverbot bis zur Entscheidung durch das âDeutsche Sportschiedsgerichtâ zu verhängen. Stellt es sich heraus, dass den Club des Spielers ein Mitverschulden trifft, ist der Club in das Verfahren mit einzubeziehen.
Quelle : DEB-Spielordnung, Fassung vom 26. Juni 2010
Es ist: 23.05.2018, 09:10 Deutsche Übersetzung: MyBBoard.de, Powered by MyBB, © 2002-2018 MyBB Group. Banner by MRC. Style based on MyRed with custom changes by Hebe.