Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=IX%20ZR%20141/96
Timestamp: 2019-07-23 19:05:27
Document Index: 29317012

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BGH, 27.11.1997 - IX ZR 141/96 - dejure.org
https://dejure.org/1997,670
BGH, 27.11.1997 - IX ZR 141/96 (https://dejure.org/1997,670)
BGH, Entscheidung vom 27.11.1997 - IX ZR 141/96 (https://dejure.org/1997,670)
BGH, Entscheidung vom 27. November 1997 - IX ZR 141/96 (https://dejure.org/1997,670)
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Anwaltliche Hinweispflicht über rechtliche und wirtschaftliche Risiken bei Grundstückskauf - Bindungsfristen - Ersatz des entgangenen Gewinns
MDR 1998, 441
VersR 1998, 497
WM 1998, 776
WM 1999, 776
(2) Im Ansatz zutreffend beruft sich die Revision darauf, daß die Auslegung vom Wortlaut der Erklärung auszugehen hat (vgl. BGHZ 124, 39, 44 f.; BGH, Urt. v. 27.11.1997 - IX ZR 141/96, NJW 1998, 900, 901;… Urt. v. 18.5.1998 - II ZR 19/97, WM 1998, 1535, 1536) und die Formulierung "alle gegenseitigen Ansprüche, gleich aus welchem Rechtsgrund" auf eine abschließende Streitbereinigung mit einem beiderseitigen Verzicht auf sämtliche weiteren Ansprüche, also auch die streitgegenständlichen, hindeutet.
Der Schaden, der dem Beklagten angelastet wird und den der Kläger festgestellt wissen will, ist mit der Bekanntgabe der nachteiligen Änderungsbescheide an die Zedentin im Jahre 1997 entstanden (vgl. BGHZ 119, 69, 73; 129, 386, 388; BGH, Urt. v. 27. November 1997 - IX ZR 141/96, WM 1998, 779, 780).
Entgegen der Auffassung des Berufungsgerichts lässt bereits der - für die Auslegung in erster Linie maßgebliche (BGHZ 121, 13, 16; BGH, Urt. v. 27. November 1997, IX ZR 141/96, NJW 1998, 900, 901) - objektiv erklärte Parteiwille, wie er in dem Wortlaut der von dem Berufungsgericht in Bezug genommenen Vertragsbestimmungen zum Ausdruck kommt, nicht den Schluss auf eine Abtretung des Kündigungsrechts an den Kläger zu.
Damit hat das Berufungsgericht den Grundsatz verletzt, daß in erster Linie der von den Parteien gewählte Wortlaut und der dem Wortlaut zu entnehmende objektiv erklärte Parteiwillen zu berücksichtigen ist (vgl. etwa BGH, Urt. v. 27. November 1997 - IX ZR 141/96, NJW 1998, 900, 901 m.w.N.).
Das Berufungsgericht hat nicht beachtet, dass bei der Auslegung einer Willenserklärung von ihrem Wortlaut auszugehen ist (st. Rspr., vgl. BGHZ 121, 13, 16; BGH, Urt. v. 27. November 1997, IX ZR 141/96, NJW 1998, 900, 901; v. 28. Januar 2002, II ZR 385/00, ZfIR 2004, 170 [Ls];… Senat, Urt. v. 30. September 2005, V ZR 197/04, aaO).
Anerkannte Auslegungsregel ist zwar, daß bei der Auslegung von dem von den Parteien gewählten Wortlaut auszugehen ist (st. Rechtspr., vgl. BGHZ 121, 13, 16; BGH, Urt. v. 31. Januar 1995, XI ZR 56/94, NJW 1995, 1212, 1213 u. v. 27. November 1997, IX ZR 141/96, NJW 1998, 900, 901).
Nach der ständigen Rechtsprechung des BGH ist ein Rechtsanwalt kraft des Anwaltsvertrages verpflichtet, die Interessen seines Auftraggebers nach jeder Richtung und umfassend wahrzunehmen (BGH NJW-RR 2000, 791 ff; NJW 1998, 900, 901; NJW 1988, 486, 487; NJW 1988, 1079, 1080; vgl. auch Borgmann, NJW 2000, 2953, 2955).
Dazu hat der Anwalt seinem Auftraggeber den sichersten Weg vorzuschlagen und ihn über mögliche rechtliche und auch wirtschaftliche Risiken aufzuklären, damit der Auftraggeber eine sachgerechte Entscheidung treffen kann; Zweifel und Bedenken, zu denen die Sachlage Anlass gibt, muss der Anwalt darlegen und mit seinem Auftraggeber erörtern (BGH NJW 1998, 900; NJW 1995, 449 ff; NJW 1993, 1320; NJW 1994, 1211, 1212).
Nach der ständigen Rechtsprechung des BGH ist ein Rechtsanwalt kraft des Anwaltsvertrages verpflichtet, innerhalb der Grenzen auch eines beschränkten Mandates (vgl. BGH NJW 2002, 1147 ff; VIZ 1998, 571, 572; NJW 1997, 2168, 2169;… Zugehör, Handbuch der Anwaltshaftung, Rdn. 509, 517) die Interessen seines Auftraggebers nach jeder Richtung und umfassend wahrzunehmen (BGH NJW-RR 2000, 791 ff; NJW 1998, 900, 901; NJW 1988, 486, 487; NJW 1988, 1079, 1080; vgl. auch Borgmann, NJW 2000, 2953, 2955).
Dazu hat der Anwalt seinem Auftraggeber den sichersten Weg vorzuschlagen und ihn über mögliche rechtliche und auch wirtschaftliche Risiken aufzuklären, damit der Auftraggeber eine sachgerechte Entscheidung treffen kann; Zweifel und Bedenken, zu denen die Sachlage Anlaß gibt, muß der Anwalt darlegen und mit seinem Auftraggeber erörtern (BGH NJW 1998, 900; NJW 1995, 449 ff; NJW 1993, 1320; NJW 1994, 1211, 1212).
BGH, 28.01.2002 - II ZR 385/00
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