Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BStBl%20II%201973,%20233
Timestamp: 2019-09-16 05:03:48
Document Index: 376635322

Matched Legal Cases: ['§ 131', '§ 131', '§ 163', '§ 7', '§ 4', '§ 7', '§ 79', '§ 163', '§ 131']

BFH, 24.10.1972 - VIII R 32/67 - dejure.org
BFH, 24.10.1972 - VIII R 32/67
https://dejure.org/1972,340
BFH, 24.10.1972 - VIII R 32/67 (https://dejure.org/1972,340)
BFH, Entscheidung vom 24.10.1972 - VIII R 32/67 (https://dejure.org/1972,340)
BFH, Entscheidung vom 24. Januar 1972 - VIII R 32/67 (https://dejure.org/1972,340)
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Wechsel der Gewinnermittlungsart - Steuerliche Begünstigung - Gewerbegewinn - System der Gewinnermittlungsvorschriften - Billigkeitsmaßnahmen
Steuerliche Begünstigung des Übergangsgewinns beim Wechsel der Gewinnermittlungsart. Zuständigkeit für Billigkeitsmaßnahmen nach § 131 Abs. 1 Satz 2 AO bei der Gewerbesteuer
BFHE 108, 39
BStBl II 1973, 233
Die in seinem Urteil vom 24. Oktober 1972 VIII R 32/67 (BFHE 108, 39, BStBl II 1973, 233) vertretene gegenteilige Ansicht hat der Senat aufgegeben (…vgl. dazu BFH-Urteil vom 19. Juli 1988 VIII R 242/80, BFH/NV 1989, 320, m. w. N.).
Nach dem Grundsatz der Totalgewinngleichheit müssen zwar im Ganzen und auf Dauer gesehen beide Gewinnermittlungsarten --die Einnahmen-Überschussrechnung und der Betriebsvermögensvergleich-- zu demselben (BFH-Urteil vom 11. Mai 2016 X R 61/14, BFHE 253, 407, BStBl II 2016, 939, Rz 39) oder jedenfalls einem im Wesentlichen gleichen Gesamtergebnis führen (BFH-Urteile vom 24. Oktober 1972 VIII R 32/67, BFHE 108, 39, BStBl II 1973, 233, und vom 1. Juli 1981 I R 134/78, BFHE 134, 20, BStBl II 1981, 780).
BFH, 05.10.1973 - VIII R 20/68
Übergangsjahr - Einnahmeüberschußrechnung - Bestandsvergleich - Übergangsgewinn - …
Das entspricht der ständigen Rechtsprechung des RFH und BFH, die der erkennende Senat übernommen hat (BFH-Urteile vom 19. Oktober 1971 VIII R 27/66, BFHE 103, 404, BStBl II 1972, 106, und vom 24. Oktober 1972 VIII R 32/67, BFHE 108, 39, BStBl II 1973, 233).
Der erkennende Senat hat sich der bisherigen Rechtsprechung auch insofern angeschlossen, als sie im Anschluß an das RFH-Urteil vom 7. Dezember 1938 VI 774/37 (RStBl 1939, 172) die erforderlichen Zu- und Abrechnungen (Übergangsergebnis) dem ersten Jahr des Bestandsvergleichs (Übergangsjahr) grundsätzlich als Besteuerungsmerkmal zuordnete (zuletzt im Urteil VIII R 32/67 mit weiteren Nachweisen).
Sie findet ihre Rechtsgrundlage in § 131 Abs. 1 Satz 3 und Abs. 2 AO in Verbindung mit Abschn. 19 Abs. 2 EStR (BFH-Urteil VIII R 32/67 mit weiteren Nachweisen).
Auch der erkennende Senat hat sie als eine rechtlich nicht zu beanstandende Billigkeitsregelung seinen Entscheidungen zugrunde gelegt (zuletzt im Urteil VIII R 32/67).
Fällt der Wechsel mit dem Wechsel des Wirtschaftsjahres zusammen, so ist der Übergangsgewinn in dem neuen Wirtschaftsjahr zu erfassen, da es sich bereits um einen Teil des durch Betriebsvermögensvergleich ermittelten Gewinns handelt (vgl. BFH-Urteile vom 25. Juni 1970 IV 340/65, BFHE 99, 531, BStBl II 1970, 755, und vom 1. Juli 1981 I R 134/78, BFHE 134, 20, BStBl II 1981, 780, sowie der dem BFH-Urteil in BFHE 111, 40, BStBl II 1974, 303 zugrunde liegende Sachverhalt), und zwar um einen Teil des laufenden Gewerbeertrags (vgl. BFH-Urteil vom 24. Oktober 1972 VIII R 32/67, BFHE 108, 39, BStBl II 1973, 233).
Die Verteilung des Übergangsgewinns durch das Finanzamt findet ihre Rechtsgrundlage in § 163 Abs. 1 Satz 2 AO in Verbindung mit Abschn. 19 Abs. 1 EStR (BFH-Urteil vom 5. Oktober 1973 VIII R 32/67, BStBl II 1973, 23 ).
Der BFH hat sie als eine rechtlich nicht zu beanstandende Billigkeitsregelung seinen Entscheidungen zugrunde gelegt (BFH-Urteil vom 5. Oktober 1973 VIII R 32/67, BStBl II 1973, 23 ).
Zutreffend ist das FG zwar davon ausgegangen, daß nach § 7 des Gewerbesteuergesetzes (GewStG) bei der Bestimmung des von der Klägerin erzielten Gewerbeertrags von dem nach den Vorschriften des EStG zu ermittelnden Gewinn auszugehen und damit die zwischen den Beteiligten umstrittene Ausübung des Wahlrechts gemäß § 4 Abs. 3 EStG auch für die Rechtmäßigkeit des angefochtenen Gewerbesteuermeßbescheids streiterheblich ist (vgl. BFH-Urteil vom 24. Oktober 1972 VIII R 32/67, BFHE 108, 39, BStBl II 1973, 233;… Blümich/v. Twickel, Einkommensteuergesetz, Körperschaftsteuergesetz, Gewerbesteuergesetz, Kommentar, § 7 GewStG Rz. 58).
Gleichwohl ist für die vom Kläger begehrte Billigkeitsentscheidung die Gemeinde zuständig, weil der in den Fällen des § 79 StBauFG insoweit entsprechend anzuwendende § 163 Abs. 1 Satz 1 AO die aus Billigkeitsgründen mögliche Nichtberücksichtigung einzelner Besteuerungsgrundlagen "bei der Festsetzung der Steuer" vorsieht, und diese Festsetzung, wie bereits dargelegt, in Nordrhein-Westfalen durch Landesgesetz den Gemeinden übertragen worden ist (vgl. für die Rechtslage nach § 131 RAO: Urteil vom 10. Juli 1964 - BVerwG VII C 35.62 - BVerwGE 19, 125 [126]; BFH, Urteile vom 9. Januar 1962 - I 101/60 S - BStBl 1962 III S. 238 [239 f.] und vom 24. Oktober 1972 - VIII R 32/67 - BStBl 1973 II S. 233 [235]).
BFH, 17.02.1989 - III R 36/85
1. Ende der Gewerbesteuerpflicht bei Einbringung des Einzelunternehmens in eine …
Allerdings hat er im Urteil vom 24. Oktober 1972 VIII R 32/67 (BFHE 108, 39, BStBl II 1973, 233) bei der Fortführung eines Einzelunternehmens durch eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) eine Einstellung des Gewerbebetriebs des Einzelunternehmers angenommen.
OVG Brandenburg, 03.04.2000 - 4 A 24/98
Erfüllung des fristgebundenen Darlegungserfordernisses; Unvollständige Angaben in …
BFH, 01.07.1981 - I R 134/78
Zur zeitlichen Zuordnung der Gewinnberichtigungen beim Wechsel der …
BFH, 19.07.1988 - VIII R 242/80
Anforderungen an die Ermittlung des Gewerbesteuermessbetrages
BFH, 08.11.1974 - III R 126/72
Wertfortschreibung - Einheitswert - Forstwirtschaftlicher Betrieb - Aufrücken der …