Source: https://www.hacklco.at/sozialversicherung/sozialversicherung_geringfuegig_voruebergehend_beschaeftigte/index.html
Timestamp: 2018-06-17 21:36:22
Document Index: 8206806

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 84', '§ 53', '§ 53', '§ 3', '§ 53']

Sozialversicherung bei geringfügig / vorübergehend Beschäftigten - Steuerberater Wien (1070 Neubau) | Hackl und Co OG
"Aushilfen" ab 1.1.2018
≤ € 438,05/Mo.1)
LSt normal
+ 1,3 % UV2)
+ 16,4 % DG-Abgabe2)
wenn Summe aller
Geringfüg.> 657,08/Mo
+ 1,53 % MVK
wenn > 1 Monat
+ Vollversicherung SV
wenn vor übergehend
beschäftigt, dh
+ max. 55,-/Tag od 220,-/Wo
2 % LSt
STEUERFREI3) und von DB,
DZ, KommSt befreit 2017 -
2019, wenn
► ausschließlich für zusätzli-
chen Arbeitsanfall in Stoßzeiten
oder für Ersatz eines ausgefal-
lenen DN
► und noch kein DV mit diesem
AG besteht
► und DN bereits bei anderem
AG vollver­sichert ist
► und max 18 Tage/Jahr,
wenn AG auch keine anderen
Aushilfskräfte an mehr als 18
Tagen/Jahr beschäftigt
LSt-frei
+ 14,12 % DN-Beitrag4)
pauschal ab 2018
+ 0,5 % AK ab 2018
Nicht möglich, da geringfügige Beschäftigung Voraussetzung für Steuerfreiheit ist.
Geringfügigkeitsgrenze: Seit 2017 gibt es nur mehr eine monatliche Geringfügigkeitsgrenze. Vollversicherungspflicht tritt daher nur dann ein, wenn ein Dienstnehmer aus einem oder mehreren Beschäftigungsverhältnis­sen ein Entgelt bezieht, das den vor­aus­sichtlichen Grenzbetrag von € 438,05 überschreitet. Achtung: falls DN länger als 1 Monat beschäftigt ist, fallen zusätzlich 1,53 % MV-Beiträge an. Näheres zur Anwendung der monatlichen Geringfügigkeitsgrenze und der Abgrenzung fallweiser, tageweiser Beschäftigung von befristetem DV < 1 Naturalmonat und von unbefristetem DV siehe Arbeitsbuch Oberlaa 2017 S 128, Artner in PV-Info 1/2018, DGservice September 2017 der WGKK.
DG-Abgabe und UV ... betragen für geringfügig beschäftigte Arbeiter/Angestellte/freie Dienstnehmer: 16,4 % DGA + 1,3 % UV = 17,7 % insgesamt; zu zahlen 1x jährlich, wenn Summe der geringfügigen Entgelte > € 657,08/Monat; für DN ab dem 60. Lebensjahr und ab 2018 für steuerfreie Aushilfen in Stoßzeiten entfällt die UV von 1,3 %, obwohl diese selbstverständlich unfallversichert bleiben; gilt nur für solche "Stoßzeiten-Aushilfen" die daneben nach dem ASVG vollversichert sind.
Die Steuerfreiheit gem § 3 Abs 1 Z 11 lit a EStG ... betrifft nicht nur den Lohn­steuerabzug sondern bleibt auch im Zuge einer nachfolgenden Veran­la­gung aufrecht. Im Ergebnis bleiben die Bezüge der Aus­hilfskraft steuerfrei, obwohl sie beim Arbeit­ge­ber zu gewinn­mindernden Betriebsausgaben führen. Ungeachtet dessen hat der Ar­beit­ge­ber dem Finanzamt einen Lohnzettel gem § 84 EStG zu übermitteln, der diese steuerfreien Bezüge enthält; sa Rz 71a LStR idF War­tungs­erlass 2016. Näheres zu dieser Steuerbefreiung siehe Arbeitsbuch Oberlaa 2017 S 129.
Dienstnehmer überschreitet aufgrund mehrerer geringfügiger Beschäftigungen die Geringfügigkeitsgrenze: DN zahlt selbst DN-Anteil: Dienstnehmer und freie DN → 14,12 % KV + PV Dies gilt auch bei Ausübung einer geringfügigen Beschäftigung neben einer ASVG-Vollversicherung. Der Pauschalbeitrag gem § 53a Abs 3 ASVG wird von der GKK direkt dem Dienstnehmer im Folge­jahr vorgeschrieben. Mitglieder der Arbeiterkammer zusätzlich Arbeiterkammerumlage → 0,50 % AK
Eine geringfügige Beschäftigung, die neben einer nach dem GSVG versiche­rungs­pflichtigen Tätig­keit ausgeübt wird, verursacht keinen DN-Anteil, da die Anwendung der Gering­fügigkeitsgrenze auf Beschäftigungsverhältnisse beschränkt ist.
Ab 2018: Dienstnehmer ist steuerfreie Stoßzeiten-Aushilfe und überschreitet insgesamt die Geringfügigkeitsgrenze, da er ja bereits daneben vollversichert ist: Für steuerfreie Aushilfen, die neben dem geringfügigen DV bei einem anderen AG voll­versichert sind, hat der Arbeitgeber gem § 53a Abs 3b ASVG idF SVÄG 2016 vom 18.1.2017 den DN-Beitrag in Höhe von 14,12 % und 0,5 % AK einzu­behalten und abzuführen, statt dass diese Beiträge dem Dienstnehmer nach­träg­lich von der GKK vorgeschrieben werden. Achtung: § 3 Abs 1 Z 11 lit a EStG und § 53a Abs 3 ASVG harmonieren nur bedingt. Der Einbehalt und die Abfuhr des SV-Dienstnehmerbeitrages von 14,12 % ist nur für solche steuerbefreiten Aushil­fen vorgesehen, die daneben ein anderes nach ASVG vollversicherungspflichtiges Dienst­ver­hält­nis haben und nicht bei einer anderen zB nach GSVG versicherungspflichtigen selbständigen Erwerbs­tätig­keit. Außerdem ist die Steuerfreiheit im EStG derzeit befristet bis 2019 vorgesehen, während die Sonder­regelung im ASVG bis 2020 gelten soll.