Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VersR%201969,%20Seiten%20161
Timestamp: 2020-04-01 12:19:23
Document Index: 62788180

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 8', 'BGH']

BGH, 26.11.1968 - VI ZR 205/67 - dejure.org
https://dejure.org/1968,5219
BGH, 26.11.1968 - VI ZR 205/67 (https://dejure.org/1968,5219)
BGH, Entscheidung vom 26.11.1968 - VI ZR 205/67 (https://dejure.org/1968,5219)
BGH, Entscheidung vom 26. November 1968 - VI ZR 205/67 (https://dejure.org/1968,5219)
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Anforderungen an die gerichtliche Beweiswürdigung - Grundlagen der Darlegung von Verfahrensrügen im Strafprozess
VersR 1969, 161
Ebenso ist es möglich, dass das Reh auf die Motorhaube und von dort gegen die Windschutzscheibe geschleudert wird (…vgl. BGH, Urt. v. 10.02.1976 - VI ZR 160/74, VersR 1976, 593 f.; BGH, Urt. v. 26.11.1968 - VI ZR 205/67, VersR 1969, 161;… LG Aachen, Urt. v. 30.08.1990 - 6 S 176/90, VersR 1992, 74;… AG Stuttgart, Urt. v. 02.05.1985 - 15 C 740/85, VersR 1985, 1031).
Dem Fahrer muss in solchen Fällen zwar auch eine Reaktions- und Schreckzeit zugebilligt werden (BGH, Urteil vom 26.11.1968, Az.: VI ZR 205/67, u.a. in: VersR 1969, Seiten 161 f.).
Rechtlich einwandfrei geht das Berufungsgericht auch davon aus, daß das Merkmal der "Geschäftsmäßigkeit" nur dann bejaht werden kann, wenn der Fahrer derartige Beförderungen nicht nur in gleicher Art wiederholen (vgl. Senatsurteil vom 26. November 1968 - VI ZR 205/67 - VersR 1969, 161), sondern sie zu einem dauernden oder wenigstens wiederkehrenden Bestandteil seiner Betätigung machen will (OLG Düsseldorf, NJW 1961, 837 [OLG Düsseldorf 05.01.1961 - 4 W 267/60]; OLG Frankfurt, VersR 1978, 746).
Richtig ist allerdings, daß der Begriff der Entgeltlichkeit, worauf auch das Berufungsgericht hinweist, weit auszulegen ist (vgl. Senatsurteil vom 26. November 1968 - VI ZR 205/67 - aaO).
Der Begriff der Entgeltlichkeit i.S. des § 8 a StVG ist weit auszulegen (Senatsurteile vom 26. November 1968 - VI ZR 205/68 - VersR 1969, 161 und vom 14. Mai 1981 BGHZ 80, 303, 306).
Mag auch der Benutzer einer solchen Straße nicht zu jeder Tageszeit ohne besondere Warnung auf einen Wildwechsel gefaßt sein müssen (Senatsurteil vom 26. November 1968 - VI ZR 205/67 = VersR 1969, 161) und deshalb für einen Unfall hieraus nicht immer selbst verantwortlich sein, so sind solche Unfälle im Verhältnis zum Jäger als Lasten des Straßenverkehrs anzusehen, für die der Geschädigte den zur Jagdausübung Berechtigten nicht zur Verantwortung ziehen kann.