Source: http://www.jurablogs.com/2015/03/23/markenverletzung-und-der-unterlassungsantrag
Timestamp: 2016-12-03 07:11:12
Document Index: 328418226

Matched Legal Cases: ['§ 253', '§ 308', '§ 14', 'Art. 9', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Markenverletzung – und der Unterlassungsantrag
BlogsRechtslupeMärz 2015Markenverletzung – und der UnterlassungsantragNach § 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO darf ein Verbotsantrag nicht derart undeutlich gefasst sein, dass Gegenstand und Umfang der Entscheidungsbefugnis des Gerichts (§ 308 Abs. 1 Satz 1 ZPO) nicht erkennbar abgegrenzt sind, sich der Beklagte deshalb nicht erschöpfend verteidigen kann und letztlich die Entscheidung darüber, was dem Beklagten verboten ist, dem Vollstreckungsgericht überlassen bleibt.Dabei sind “Klarstellungen” und Erläuterungen der Kläger zur Auslegung des Klageantrags heranzuziehen1, ist der Unterlassungsantrag zu a hinreichend bestimmt2.Der Unterlassungsantrag ist jedoch schon dann unbegründet, wenn er auch Verhaltensweisen einbezieht, die die Marken der Klägerin nicht verletzen.Den Tatbestand einer Markenverletzung gemäß § 14 Abs. 2 Nr. 1 MarkenG und Art. 9 Abs. 1 Satz 2 Buchst. a GMV erfüllen nur solche Handlungen, die ohne Zustimmung des Inhabers der Marke im geschäftlichen Verkehr vorgenommen werden. Von einem Handeln im geschäftlichen Verkehr ist nicht schon dann auszugehen, wenn eine Ware, etwa über das Internet, einer Vielzahl von Personen zum Kauf angeboten wird, mag dies auch mit dem Ziel geschehen, einen möglichst hohen Verkaufspreis zu erzielen3. Da auch bei einem Angebot im privaten Bereich regelmäßig ein möglichst hoher Verkaufspreis erzielt werden soll, würden alle Fallgestaltungen dem Bereich des Handelns im geschäftlichen Verkehr zugeordnet, in denen ein Privater einen einzelnen Gegenstand einer unbestimmten Anzahl von Personen zum Kauf anbietet. Dies würde zu einer uferlosen Ausdehnung des Handelns im geschäftlichen Verkehr führen und typischerweise dem privaten Bereich zuzuordnende Verhaltensweisen umfassen. Eine Benutzung im geschäftlichen Verkehr liegt vor, wenn die Benutzung im Zusammenhang mit einer auf einen wirtschaftlichen Vorteil gerichteten kommerziellen Tätigkeit und nicht im privaten Bereich erfolgt4 ...Zum vollständigen Artikel43 Leserkanzlei.biz:Unerhebliche Form-Abweichung eines Schokoriegels ist kein Herkunftshinweis10 verwandte ArtikelMarkenverletzungen – und die Privatverkäufe auf eBayBGH: eBay ist nicht verpflichtet, vorab per manueller Bildkontrolle zu prüfen, ob Auktionen fälschlicherweise Originalware anpreisen /
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