Source: https://www.rz.uni-wuerzburg.de/dienste/it-recht/60a-und-c-urhg/
Timestamp: 2018-05-21 01:29:43
Document Index: 156826311

Matched Legal Cases: ['§60', '§ 60', '§ 53', '§ 60', '§ 60', '§ 60']

Urheberrecht in Forschung und Lehre - Rechenzentrum
Rechenzentrum & IT-DiensteDiensteIT-Recht§60a und c UrhG
Achtung: Das neue Gesetz zur Angleichung des Urheberrechts an die aktuellen Erfordernisse der Wissensgesellschaft (UrhWissG) hat fast keine Auswirkung für Bilder und Texte auf den allgemeinen Webseiten der Universität. Bitte verwenden Sie keine fremden Texte und Bilder, außer sie verfügen über die erforderlichen Nutzungsrechte.
Lehre und Prüfung / Gruppe von Forschenden
Teile von Werken
Nicht-Fachzeitschriften
Bis zu 15% des jeweiligen Artikels
Bis zu 75% des jeweiligen Artikels
Vollumfänglich Vollumfänglich
Werke geringen Umfangs*
Abbildungen Vollumfänglich Vollumfänglich
Erstellung von Archiven Nicht vorgesehen Forschungszweckabhängig
Eine öffentliche Zugänglichmachung erfordert stets einen Zugriffs- oder Passwortschutz!
Neben § 60a und c können Sie auch stets gemeinfreie Werke, Werke unter freien Lizenzen und Werke im Rahmen des Zitatrechts nutzen.
*Werke geringen Umfanges sind:
Druckwerke bis 25 Seiten, Noten bis 6 Seiten, Filme bis 5 Minuten, Musik 5 Minuten.
Zusammenfassung als PDF für die Lehre
Vor­lesung
Lern­platt­formen
Dieses FAQ können Sie auch als barrierearmes Dokument herunterladen.
Freie Lizenzen - Creative Commons
Es gibt vier Rechtemodule. Durch die Kombination dieser kann die Wirkung der Freigabe eines Werkes nach den Wünschen des Urhebers abgestuft werden:
Tabelle von Wikipedia-Autoren Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Unported https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/
Das Gesetz enthält keine Definition von vergriffenen Werken. Im Allgemeinen ist zu recherchieren, ob das Werk noch auf dem Primärmarkt verfügbarbar ist. Eine erste Orientierung dafür bietet für Bücher auch das Verzeichnis Lieferbarer Bücher (VLB).
Anderes als es vor dem 1. März 2018 in § 53 UrhG geregelt war, es nicht mehr erforderlich, dass ein Werk bereits für mindestens zwei Jahre vergriffen sein muss.
Vorlesung - § 60a UrhG ab 1. März 2018
Eine Einbindung von einzelnen Abbildungen und Textauszügen in eigene Vorlesungsmaterialien als Zitat ist möglich.
Wichtig dabei ist, dass eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem zitierten Werkteil oder seiner Abbildung erfolgt und eine korrekte Urheber- und Quellenangabe beigefügt ist.
Das Bereitstellen zusätzlicher Abbildungen/Textauszüge (z. B. als Anhang), mit denen keine Auseinandersetzung stattfindet, ist hingegen nicht vom Zitatrecht umfasst.
Welche Auswirkungen hat das Aufnahmeverbot auf Vorlesungsaufzeichnungen?
Das Aufnahmeverbot soll wohl nicht die Aufzeichnungen von Vorlesungen verbieten, die ausschließlich dem Teilnahmerkreis zur Verfügung gestellt werden.
Soweit für eine größere Öffentlichkeit, als der Kreis der Teilnehmenden, die Vorlesungsaufzeichnung zur Verfügung gestellt wird, greift die Erlaubnis von § 60a UrhG nicht.
Allgemein ist aus Gründen der Rechtssicherheit zu empfehlen, urheberrechtlich geschützte Werke (z.B. Bilder aus einem Lehrbuch in den Präsentationsfolien) im Rahmen einer Vorlesungsaufzeichnung nur so einzusetzen, dass ihre Wiedergabe vollumfänglich durch das Zitatrecht oder durch anderweitige Nutzungsrechte (z.B. Creative Commons Namensnennung Lizenzen) gedeckt ist.
Der Rechner steht mit umfangreichern Funktionen auch als Excel-Rechner zum Download.
Für Angehörige der Universität bietet die Verwaltung und das Rechenzentrum Schulungen zum Urheberrecht an.
Unterlagen der letzen Schulung des Rechenzentrum vom 15. Februar 2018:
Eine eindeutige Antwort zum Umfang der Erlaubnis für Beiträge in Sammelwerken ist schwierig.
Soweit das Sammelwerk eine Fachzeitschrift oder wissenschaftlichen Zeitschrift ist, können einzelne Beiträge im vollen Umfang genutzt werden.
Nach einer Auffassung können einzelne Beiträge aus Sammelwerken stets ganz im Rahmen von § 60a UrhG genutzt werden. Denkbar ist auch eine erlaubte Nutzung von bis zu 15% eines Sammelbandes.
Da die einzelnen Beiträge auch selbstständige Werke sind, könnte deren Nutzung aber auch selbstständig ganz als Werk geringen Umfangs (bis 25 Seiten) oder sonst zu 15% denkbar sein.
Begrenzen Sie die Gesamtnutzung von Beiträgen aus einem einzelnen Sammelwerk auf 15% und stellen Sie zugleich sicher, dass die einzelnen Beiträge den Umfang eines Werkes geringen Umfangs (bis 25 Seiten) bzw. ansonsten 15% nicht überschreiten.
Alternativ bietet sich eine Prüfung an, ob der Beitrag aus dem Sammelwerk „zweit“-veröffentlicht ist. Dann kann der erlaubten Werknutzung diese zu Grunde liegen. Ferner können günstigere Lizenzbestimmungen vorliegen oder Verlinkungen möglich sein.
http://dipbt.bundestag.de/extrakt/ba/WP18/810/81080.html
Stellungnahmen von Interessensvertretungen
Skripte (unvollständige Aufzählung)
Urheberrecht in der Hochschullehre, Prof. Dr. Achim Förster, LL.M. (Indiana)
Rechtsfragen zurDigitalisierung in der Lehre, Rechtsanwalt Dr. Till Kreutzer und Tom Hirche
Seite: 204331/75