Source: http://www.vff.org/die-verwertungsgesellschaften-im-einzelnen.html
Timestamp: 2019-05-20 13:23:56
Document Index: 205816125

Matched Legal Cases: ['§ 16', '§ 19', '§ 20', '§ 22', '§ 21', '§ 27', '§ 54', '§ 17', '§ 54', '§ 21', '§ 22', '§ 20', '§ 15', '§ 20', '§ 20', '§ 19', '§ 19', '§ 19', '§ 16', '§ 20', '§ 19', '§ 27', '§ 20', '§ 46', '§ 54', '§ 54', '§ 49', '§ 88', '§ 27', '§ 53', '§ 20', '§ 47', '§ 21', '§ 22', '§ 94', '§ 85', '§ 54', '§ 56', '§ 56', '§ 20', '§ 27', '§ 21', '§ 22', '§ 20', '§ 20', '§ 27', '§ 54', '§ 47', '§ 46', '§ 27', '§ 53', '§ 20', '§ 94']

Die Verwertungsgesellschaften im Einzelnen - VFF
Die GEMA hat zwei Generaldirektionen mit Sitz in Berlin und München.
Anschrift Berlin:
Telefon: +49 (0)30-212 45-00
Fax: +49 (0)30-212 45-950
E-Mail: gema[at]gema.de
Anschrift München:
Telefon: +49 (0)89-480 03-00
Fax: +49 (0)89-480 03-969
Vorstandsvorsitzender der GEMA ist Dr. Harald Heker. Vorsitzender des Aufsichtsrats ist Prof. Dr. Enjott Schneider.
Die GEMA nimmt die Urheberrechte der Komponisten, Textdichter und Musikverleger an Werken der Musik wahr. Die Wahrnehmungsberechtigten schließen mit der GEMA einen Berechtigungsvertrag und übertragen damit der GEMA als Treuhänderin für alle Länder dieser Welt alle Urheberrechte sowie Vergütungsansprüche zur Wahrnehmung. Dabei handelt es sich im wesentlichen um:
Das mechanische Vervielfältigungs- und Verbreitungsrecht (§§ 16, 17 Abs. 1 UrhG), das musikalische Aufführungsrecht (§ 19 Abs. 2 UrhG) mit oder ohne Text, jedoch unter Ausschluss der bühnenmäßigen Aufführungen dramatisch-musikalischer Werke, das Senderecht für Hörfunk und Fernsehen (§ 20 UrhG) mit Ausnahme des Senderechts für dramatisch-musikalische Werke, das Recht der Wiedergabe von Hörfunk- und Fernsehsendungen (§ 22 UrhG), das Recht der öffentlichen Wiedergabe durch Ton-, Bildton-, Mulimedia- und andere Datenträger (§ 21 UrhG) mit Ausnahme der öffentlichen Wiedergabe dramatisch-musikalischer Werke, den Vergütungsanspruch für das Vermieten und Verleihen von Bild- und Tonträgern und Musiknoten (§ 27 Abs. 1 UrhG), die Vergütungsansprüche für Bild- und Tonaufzeichnungen (§ 54 Abs. 1 UrhG), Das Herstellungs- bzw. Synchronisationsrecht an Filmen und Multimedia-Datenträgern samt Vorführungsrecht.
Die Rechte der bühnenmäßigen Aufführung und Sendung dramatisch-musikalischer Werke werden durch den Urheber selbst oder einen Bühnenverlag wahrgenommen. Auch die graphischen Rechte, d. h. die Vervielfältigungs- und Verbreitungsrechte an Noten, werden nicht durch die GEMA wahrgenommen.
Die von der GEMA vereinnahmten Vergütungen werden gemäß der Verteilungspläne an ihre Mitglieder ausgeschüttet.
Die GEMA hat ordentliche und außerordentliche Mitglieder sowie sogenannte angeschlossene Mitglieder. Ordentliches oder außerordentliches Mitglied der GEMA kann nur werden, wer selbst Urheber im Sinne des UrhG ist oder einen Musikverlag betreibt. Die Bezeichnung „angeschlossenes Mitglied“ führt der Berechtigte, der weder die Voraussetzungen der außerordentlichen noch der ordentlichen Mitgliedschaft erfüllt. Er ist kein Mitglied im Sinne des Vereinsrechts. Außerordentliche und ordentliche Mitglieder der GEMA können nur Komponisten, Textdichter und Musikverlage werden. Komponisten und Textdichter müssen die deutsche Staatsangehörigkeit oder die Staatsangehörigkeit eines Mitgliedsstaates der Europäischen Gemeinschaft besitzen oder ihren steuerlichen Wohnsitz in Deutschland oder in einem anderen Mitgliedsstaat der Europäischen Gemeinschaft haben. Musikverlage müssen ihren Sitz im Verwaltungsgebiet der GEMA oder in einem Mitgliedsstaat der Europäischen Gemeinschaft haben und im Handelsregister eingetragen sein.
Die ordentliche Mitgliedschaft kann erst nach fünfjähriger außerordentlicher Mitgliedschaft erworben werden. Sie setzt bei Komponisten und Textdichtern sowie Musikverlegern voraus, dass sie in fünf aufeinander folgenden Jahren ein bestimmtes Mindestaufkommen erzielt, dabei jedoch in vier aufeinander folgenden Jahren einen jährlichen Mindestbeitrag von der GEMA bezogen haben.
Für Urheber und Musikverleger der Sparte E verringern sich die Mindestaufkommen um ein Drittel.
Die GEMA hat im Jahr 2014 Erlöse in Höhe von EUR 893Millionen erwirtschaftet.
Die GEMA-Stiftung unterstützt bedürftige Komponisten, Textdichter und Musikverleger und deren Angehörige und fördert gemeinnützig Komponisten und Textdichter durch zweckgebundene Ausbildungsbeihilfen, durch Zuwendungen für die mit der künstlerischen Tätigkeit zusammenhängenden Aufwendungen und für musikalische Produktionen, Pilotprojekte, Wettbewerbe und Publikationen sowie durch die Verleihung von Preisen.
Die GEMA wurde 1947 gegründet. Sie war lange die einzige Verwertungsgesellschaft im musikalischen Bereich.
Telefon: +49 (0)89-514 12-0
Fax: +49 (0)89-514 12-75
E-Mail: info[at]vgwort.de
Geschäftsführende Vorstände sind Rainer Just und Dr. Robert Staats. Vorsitzender des Verwaltungsrats ist Lutz Franke.
Die VG Wort nimmt treuhänderisch die Nutzungsrechte und Vergütungsansprüche von Autoren und Verlagen an Werken der Literatur und Wissenschaft wahr. Die Rechte werden mit Abschluss eines Wahrnehmungsvertrages an die VG Wort übertragen. Das Verlagsrecht, nämlich das Recht, ein Schriftwerk zu vervielfältigen und zu verbreiten, bleibt in der Regel beim Urheber bzw. seinem Verleger.
Bei den von der VG Wort wahrgenommenen Rechten und Ansprüchen handelt es sich im wesentlichen um
das Vermiet- und Verleihrecht für Vervielfältigungsstücke sowie hieraus resultierende Vergütungsansprüche (§§ 17, 27 UrhG),
den Vergütungsanspruch gegen Hersteller und Importeure von Vorrichtungen (Geräten und Speichermedien), die zur Vornahme von Vervielfältigungen auf Bild- und Tonträger benutzt werden (§ 54 Abs. 1 UrhG),
das Recht der öffentlichen Wiedergabe durch Bild- und Tonträger (§ 21 UrhG),
das Recht der öffentlichen Wiedergabe von Hörfunk- und Fernsehsendungen (§ 22 UrhG),
das Recht der Weiterleitung von Hörfunk- und/oder Fernsehprogrammen (§ 20 i.V.m. § 15 Abs. 2 und 3 UrhG),
das Recht zur Sendung (§ 20 UrhG) einschließlich des Rechts der Kabelweitersendung (§ 20 b Abs. 1 UrhG), soweit es sich um die Sendung von nicht mehr als 10 Minuten (Fernsehen) bzw. 15 Minuten (Hörfunk) handelt. Dieses „kleine Senderecht“ umfasst auch die Nutzung in Abrufdiensten (§ 19 a UrhG) innerhalb von einem Tag vor und sieben Tagen nach der jeweiligen Sendung. Das Recht des öffentlichen Vortrags eines erschienen Werkes (§ 19 Abs. 1 UrhG),
das Recht der öffentlichen Vorführung des Filmwerkes durch technische Einrichtungen (§ 19 Abs. 4 UrhG),
das Recht, Beiträge, die in gedruckten Sammlungen oder Sammelwerken erschienen sind, auf digitalen Off-Line-Produkten (z. B. CD-ROM) zu vervielfältigen und zu verbreiten (§ 16 und 17 Abs. 1 UrhG) – sogenannte CD-ROM-Rechte,
das Recht, auf Tonträgern oder Bildtonträgern aufgezeichnete Werke durch Pay-TV, Pay-Radio, Pay-per-view oder ähnliche Einrichtungen zu senden (§ 20 UrhG) und durch Video-On-Demand, Radio-On-Demand oder ähnliche Einrichtungen, in denen das Werk der Öffentlichkeit zum individuellen Abruf zugänglich gemacht wird, öffentlich zugänglich zu machen (§ 19 a UrhG),
der aus dem Vermiet- und Verleihrecht für Vervielfältigungstücke resultierende Vergütungsanspruch (§ 27 UrhG),
der aus der Kabelweitersendung resultierende Vergütungsanspruch (§ 20 b Abs. 2 UrhG),
aus Schrankenregelungen (§§ 46, 47, 49, 52, 54, 54 a) resultierende Vergütungsansprüche, insbesondere der Vergütungsanspruch für die private Vervielfältigung (§ 54 Abs. 1) aus der Fotokopierabgabe (Speichermedien-/Geräteabgabe) der Hersteller und Importeure von Geräte- und Tonträgermaterial (§ 54 a UrhG),
der Vergütungsanspruch für die Vervielfältigung und Widergabe von erstmals in Zeitungen erschienen Artikeln, sog. Pressespiegelvergütung (§ 49 UrhG).
Die VG Wort unterscheidet zwischen Wahrnehmungsberechtigten und Mitgliedern, die sich in die folgenden sechs Berufsgruppen aufteilen:
Berufsgruppe 1: Autoren und Übersetzer schöngeistiger und dramatischer Literatur;
Berufsgruppe 2: Journalisten, Autoren und Übersetzer von Sachliteratur;
Berufsgruppe 3: Autoren und Übersetzer von wissenschaftlicher und Fachliteratur;
Berufsgruppe 4: Verleger von schöngeistigen Werken und von Sachliteratur;
Berufsgruppe 5: Bühnenverleger;
Berufsgruppe 6: Verleger von wissenschaftlichen Werken und von Fachliteratur
Der Wahrnehmungsberechtigte muss bei Abschluss des Wahrnehmungsvertrages seine Berufsgruppe angeben.
Die Mitgliedschaft setzt voraus, dass der Betreffende mindestens drei Jahre Wahrnehmungsberechtigter ist und in den letzten 3 Kalenderjahren einen Mindestbetrag pro anno, der je nach Berufsgruppe unterschiedlich ist, von der VG Wort erhalten hat.
Im Jahre 2014 hat die VG Wort aus der Wahrnehmung von Urheberrechten insgesamt 146 Mio. EUR erlöst.
Der VG Wort sind drei Sozialeinrichtungen angegliedert, das Autorenversorgungswerk, der Förderungs- und Beihilfefonds Wissenschaft und der Sozialfonds. Das Autorenversorgungswerk gewährt freiberuflichen Autoren Zuschüsse zu eigenen freiwilligen Beiträgen für eine private Altersversorgung. Der Förderungs- und Beihilfefonds Wissenschaft verfolgt ausschließlich und unmittelbar mildtätige Zwecke und gliedert sich in einen Förderungs- und einen Beihilfefonds. Ziel des Förderungsfonds ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung. Die wissenschaftlichen Verlage verzichten zugunsten des Fonds auf ihren Anteil am Aufkommen der Bibliothekstantieme. Gewährt werden Druckkostenzuschüsse für herausragende wissenschaftliche Werke, die aufgrund hoher Spezialisierung und geringer Auflage ohne finanzielle Hilfe nicht erscheinen könnten. Der Beihilfefonds gewährt einmalige Zuwendungen und laufende Beihilfezahlungen an Urheber und Verleger wissenschaftlicher Werke oder Fachwerke oder ihrer Hinterbliebenen, wenn diese unverschuldet in eine soziale Notlage geraten sind. Die Sozialfonds der VG Wort GmbH gewährt Beihilfen für in Not geratene Wortautoren, Verleger oder ihre Hinterbliebenen. Sie verfolgt ausschließlich und unmittelbar mildtätige Zwecke.
Telefon: +49 (0) 228-915 34-0
Fax: +49 (0) 228-915 34-39
E-Mail: info[at]bildkunst.de
Geschäftsführendes Vorstandsmitglied ist Dr. Urban Pappi. Vorsitzende des Verwaltungsrats sind Frank Michael Zeitler für die Berufsgruppe (BG) I, Lutz Hackenberg für die BG II und Peter Carpentier für die BG III.
Die VG Bild-Kunst nimmt die Rechte und Ansprüche der Urheber im gesamten visuellen Bereich war.
Die VG Bild-Kunst ist in drei Berufsgruppen gegliedert:
Berufsgruppe I (Bildende Kunst)
Mitglieder sind bildende Künstler (z. B. Maler, Bildhauer) und Architekten sowie Verleger.
Für die Berufsgruppe I nimmt die VG Bild-Kunst Folgerechte (Abgabe des Kunsthandels bei Zweitverkäufen von Kunstwerken), Reproduktionsrechte, Senderechte, Onlinerechte sowie die Weitersende- und Kopiervergütung wahr.
Berufsgruppe II (Fotografie und Design)
Mitglieder sind Fotographen, Bildjournalisten, Designer, Karikaturisten, Pressezeichner, Bildagenturen und Verleger.
Für die Urheber- und Leistungsschutzberechtigten der Berufsgruppe II nimmt die VG Bild-Kunst ausschließlich Vergütungsansprüche wahr, nämlich die Vermiet- und Verleihvergütung (Bibliothekstantieme), die Kopiervergütung, die Pressespiegelvergütung und die Lesezirkelvergütung.
Berufsgruppe III (Film)
Mitglieder sind Regisseure, Kameraleute, Cutter, Szenen- und Kostümbildner sowie Filmproduzenten.
Da der Großteil der Rechte der Filmurheber in aller Regel individualvertraglich oder im Wege der Übertragungsvermutung gemäß § 88, 89 UrhG dem jeweiligen Filmproduzenten eingeräumt wird, beschränkt sich die Wahrnehmungsbefugnis für die Filmurheber der VG Bild-Kunst in erster Linie auf die gesetzlichen Vergütungsansprüche. Diese sind die Vermiet- und Verleihvergütung, (§ 27 UrhG), die Kopiervergütung aus der Videogeräte- und Speichermedienabgabe (§ 53, 54 UrhG), die Kabelweitersendevergütung (§ 20 b Abs. 2 UrhG). sowie die Vergütung für die Verwendung von audiovisuellen Werken für den Unterricht (§ 47 Abs. 2 UrhG).
Außerdem nimmt die VG Bild-Kunst das Recht der öffentlichen Wiedergabe durch Bild- oder Bild-/Tonträger analog § 21 sowie das Recht der öffentlichen Wiedergabe von Fernsehsendungen (§ 22 UrhG) wahr.
Das Aufkommen aus der Wahrnehmung von Urheberrechten betrug im Geschäftsjahr 2014 79,7 Mio Euro.
Der VG Bild-Kunst sind das Kulturwerk und das Sozialwerk angegliedert. Das Kulturwerk vergibt Projektstipendien an Fotografen, Grafiker und Grafik-Designer und unterstützt bedeutende kulturelle Vorhaben im Filmbereich. Die Stiftung Sozialwerk gewährt im Rahmen ihrer Möglichkeiten bildenden Künstlern, Fotografen, Designern und Filmschaffenden Unterstützungen in Notlagen, bei Erwerbs- und Berufsunfähigkeit und im Alter.
Podbielski-Allee 64
Telefon: +49 (0)30-484 83-600
Fax: +49 (0)30-484 83-700
E-Mail: gvl[at]gvl.de
Geschäftsführer der GVL sind Dr. T. Gerlach und G. Evers. Gesellschafter der GVL sind die deutsche Orchestervereinigung e. V. und der Bundesverband Musikindustrie e. V.
Gremien der GVL sind die (Wahrnehmungs-) Berechtigten-Versammlung, der Beirat sowie die Gesellschafterversammlung.
Die GVL nimmt die aus den sog. Zweitverwertungsrechten resultierenden gesetzlichen Vergütungsansprüche für die ausübenden Künstler und die Tonträgerhersteller wahr. Ausübende Künstler sind Musiker, Sänger, Tänzer, Schauspieler und alle sonstigen Werkinterpreten. Tonträgerhersteller sind Schallplatten-, bzw. CD-Firmen und sonstige Tonträger-Produzenten mit eigenem Label. Im wesentlichen handelt es sich um die Vergütungsansprüche
für die Verwendung erschienener Tonträger in den Programmen der Hörfunk- und Fernsehsender,
für die Einspeisung von Fernseh- und Hörfunkprogrammen ins Kabelnetz,
für die öffentliche Wiedergabe von Tonträgern und von Radio- und Fernsehsendungen in Diskotheken, Gaststätten, Hotels etc.,
für die private Überspielung von Tonträgern und Videokassetten sowie von Radio- und Fernsehsendungen gegenüber den Herstellern von Aufnahmegeräten und Leermedien,
für die Vermietung von Bildtonträgern und Tonträgern gegenüber den Videotheken,
für den Verleih von Tonträgern und Bildtonträgern in öffentlichen Bibliotheken gegenüber der öffentlichen Hand,
für die Aufnahme von Titeln aus erschienenen Tonträgern in Sammlungen für den Schul- und Unterrichtungsgebrauch gegenüber den Schulbuchverlegern,
Den Tonträgern stehen bei der GVL Musikvideos gleich.
Das Aufkommen der GVL betrug im Jahr 2014 163 Mio. Euro.
Bis zu 5 % des jährlichen Verteilungsvolumens stehen für kulturelle Förderungsmaßnahmen und soziale Zwecke nach den vom Beirat verabschiedeten Richtlinien zur Verfügung.
Verwertungsgesellschaft der Film- und Fernsehproduzenten mbH
Brienner Straße 26
Telefon: +49 (0)89 286 28 – 382
Fax: +49 (0)89 286 28 – 109
E-Mail: antje.bitterlich[at]vff.org
Geschäftsführer ist Prof. Dr. Johannes Kreile. Aufsichtsratsvorsitzender ist Rechtsanwalt Prof. Dr. Norbert P. Flechsig, Beiratsvorsitzender ist Peter Weber. Gesellschafter der VFF sind der Bundesverband deutscher Fernsehproduzenten e. V., die Allianz Deutscher Produzenten Film- und Fernsehen e.V., der Südwestrundfunk und das ZDF.
Berechtigte der VFF sind die deutschen Auftragsproduzenten sowie die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ARD und ZDF, die Werbetöchter der ARD und zahlreiche private Fernsehveranstalter wie RTL, VOX, RTL II, Sport1 und einige regionale Fernsehveranstalter.
Die VFF lässt sich von den Auftragsproduzenten und Sendeunternehmen die aus deren Leistungsschutzrecht resultierenden Rechte gemäß §§ 94, 95 und 87 UrhG, einschließlich eventueller Synchronisationsrechte gemäß § 85 UrhG zur treuhänderischen Wahrnehmung einräumen.
Zu den zur Wahrnehmung übertragenen Rechten zählen insbesondere
die Vergütungsansprüche gegen die Hersteller und Importeure von Geräten und Speichermedien, die zur Vervielfältigung auf Bild- und Tonträger benutzt werden (§ 54 Abs. 1 UrhG),
das Recht zur Übertragung von Filmen und Laufbildern auf Bild- oder Tonträger und zur öffentlichen Wiedergabe mittels Bild- oder Tonträger durch Geschäftsbetriebe (§ 56 UrhG),
das Recht zur Übertragung von Funksendungen auf Bild- oder Tonträger und zur öffentlichen Wiedergabe mittels Bild- oder Tonträger durch Geschäftsbetriebe (§ 56 UrhG),
das Kabelweitersenderecht und der Vergütungsanspruch aus der Kabelweitersendung (§ 20b UrhG),
der Vergütungsanspruch für das Verleihen von Bild- und Tonträgern (§ 27 Abs. 2 UrhG)
sowie weitere aus Schrankenregelungen resultierende Vergütungsansprüche.
Die von der VFF aus der Wahrnehmung von Rechten und Ansprüchen in 2014 erzielten Erlöse betrugen insgesamt rund 25,3 Mio. Euro.
Der VFF angegliedert sind der Sozialfonds und der Förderfonds. Im Rahmen des Sozialfonds erhalten Wahrnehmungsberechtigte sowie deren aktive oder ehemalige Mitarbeiter bei nachgewiesener Bedürftigkeit eine einmalige oder regelmäßig wiederkehrende Zuwendung oder ein zinsloses Darlehen. Der Förderfonds nimmt filmbezogene Förderung vor, vergibt Preise, unterstützt wissenschaftliche Projekte und Einrichtungen und vergibt Nachwuchsförderung. Die VFF schreibt außerdem im Rahmen ihres Förderfonds jährlich Stipendien für Hochschüler an Filmhochschulen in Deutschland aus, die mit monatlich 550,00 Euro dotiert sind.
Gesellschaft zur Wahrnehmung von Film- und Fernsehrechten mbH
Telefon: +49 (0) 89-22 26 68
Fax: +49 (0) 89-22 95 60
E-Mail: kontakt[at]gwff.de
Geschäftsführer und Geschäftsführerin sind Prof. Dr. Ronald Frohne und Dr. Gertraude Müller-Ernstberger.
Die GWFF nimmt treuhänderisch die Rechte und Ansprüche von Filmproduzenten, Fernsehproduzenten, Filmurhebern, Produzenten von Synchronfassungen, Videogramm-Herstellern, Schauspielern und Verleihern wahr. Bei den wahrgenommenen Rechten und Ansprüchen handelt es sich im wesentlichen um
das Recht der öffentlichen Wiedergabe durch Bildtonträger, z. B. Videovorführungen in Gaststätten (§ 21 UrhG),
das Recht der öffentlichen Wiedergabe von Funksendungen, z. B. Fernsehvorführungen in Gaststätten (§ 22 UrhG),
das Kabelweitersenderecht (§ 20b UrhG),
den Vergütungsanspruch für die Kabelweitersendung (§ 20b Abs. 2 UrhG),
den Vergütungsanspruch für das Vermieten und Verleihen von Vervielfältigungsstücken einschließlich Bild- und Tonträgern (§ 27 UrhG),
den Vergütungsanspruch gegen Hersteller und Importeure von Vorrichtungen (Geräte- und Speichermedien), die zur Aufnahme von Funksendungen auf Bild- und Tonträger oder zur Übertragung von einem Bild- und Tonträger auf einen anderen geeignet sind (§ 54 Abs. 1 UrhG),
den Anspruch auf angemessene Vergütung für die Vervielfältigung durch Aufnahme von Schulfunksendungen auf Bildtonträger (§ 47 Abs. 2 UrhG),
den Anspruch auf angemessene Vergütung für die Vervielfältigung und Verbreitung von Bildtonträgern, die in eine Sammlung für den Kirchen-, Schul- oder Unterrichtsgebrauch aufgenommen werden (§ 46 Abs. 4 UrhG),
sonstige urheberrechtliche Ansprüche, die aufgrund gesetzlicher Bestimmungen nur kollektiv wahrgenommen werden können.
In 2014 erzielte die GWFF mit der treuhänderischen Wahrnehmung von Rechten und Ansprüchen Erlöse in Höhe von 46,8 Mio. Euro.
Die GWFF vergibt im Rahmen ihrer Nachwuchsförderung jährliche Stipendien an Studierende von Filmhochschulen (Abteilung Produktion) zur Finanzierung eines Auslandsaufenthalts an einer europäischen oder amerikanischen Filmhochschule.
Beichstraße 8
Telefon: +49 (0)89-189 37 84-0
Fax: +49 (0)89 189 37 84-29
E-Mail: info[at]vgf.de
Geschäftsführer sind Johannes Klingsporn und Alfred Hürmer. Beiratsvorsitzender ist Michael von Wolkenstein. Gesellschafter der VGF sind der Verband der Filmverleiher e. V. und der Verband Deutscher Filmproduzenten e. V.
Wahrnehmungsberechtigte der VGF sind vor allem Filmhersteller, daneben auch Regisseure sowie Inhaber abgeleiteter Rechte, wie etwa Filmverleiher, Filmlizenzhändler, Weltvertriebsunternehmen etc.
Für ihre Wahrnehmungsberechtigten nimmt die VGF in erster Linie treuhänderisch gesetzliche Vergütungsansprüche wahr. Dabei handelt es sich in erster Linie um die Vermiet- und Verleihvergütung (§ 27 UrhG), die Kopiervergütung aus der Videogeräte- und Speichermedienabgabe (§§ 53, 54 UrhG) sowie die Kabelweitersendevergütung (§ 20b UrhG).
Die Gesamterlöse der VGF beliefen sich in 2014 auf 9,3 Mio EUR.
Die VGF unterhält einen Förderfonds, in den 3 % des Aufkommens der VGF fließen. Die Förderung kann in der Vergabe von Preisen, der Unterstützung wissenschaftlicher und künstlerischer Projekte und Einrichtungen sowie in Nachwuchsförderung bestehen. Darüber hinaus hält die VGF Mittel für soziale Zwecke bereit.
Vautierstr. 72
Postfach 23 04 64
40088 Düsseldorf
Telefon: +49 (0)211 – 91 41 90
Fax: +49 (0)211 –679 88 87
E-Mail: info[at]guefa.de
Geschäftsführer ist Klaus Macke.
Die GÜFA nimmt im wesentlichen Urheber- , Leistungsschutzrechte und Vergütungsansprüche im Bereich der öffentlichen Vorführung, der Vermietung und Verleihung sowie der Geräte- und Leermedienabgabe für die private Vervielfältigung wahr. Die Wahrnehmungsberechtigten der GÜFA sind Urheber, Filmproduzenten und Inhaber von Filmherstellungsrechten und sonstigen Leistungsschutzberechtigten, die sich überwiegend mit der Herstellung von erotischen und pornografischen Filmen beschäftigen.
Die Erträge beliefen sich 2014 auf 8,2 Mio. Euro.
Treuhandgesellschaft Werbefilm mbH
Telefon: +49 (0)89-210 25-290
Fax: +49 (0)89-210 25-590
Geschäftsführer und Geschäftsführerin sind Dr. Martin Feyock und Anke Ludewig, Beiratsvorsitzender ist Martin Wolff.
Die TWF nimmt die Rechte der Werbefilmproduzenten aus § 94 UrhG wahr.
Die Erträge betrugen 2014 0,6 Mio. Euro.
Gesellschaft zur Verwertung der Urheber- und Leistungsschutzrechte von Medienunternehmen mbH
Telefon: +49 (0)30-20 90 22 15
Fax: +49 (0)30-20 90 22 14
Geschäftsführer ist Markus Runde. Beiratsvorsitzender ist Dr. Thorsten Rossmann. Gesellschafter sind im Wesentlichen private Sende- und Hörfunkunternehmen, wobei die ProSiebenSat.1 Media AG mit 50 % Hauptgesellschafterin ist.
Die VG Media nimmt treuhänderisch Urheber- und Leistungsschutzrechte für nahezu alle private Sendeunternehmen, d. h. Fernsehsender und Radiosender in Deutschland wahr.
Die VG Media hat Tarife für verschiedene Nutzungen der Urheber- und Leistungsschutzrechte aufgestellt. Gegen Zahlung einer angemessenen Vergütung gestattet die VG Media ihren Lizenznehmern die Nutzung der Rechte. Die VG Media schließt insbesondere mit Kabel- und IPTV-Betreibern, Anbietern mobiler Dienstleistungen, Beherbergungsbetrieben, Krankenhäusern und Fitnessstudios Lizenzverträge ab.
Die Erträge beliefen sich 2014 auf 78,2 Mio. Euro.