Source: https://www.brunata-metrona.de/trinkwasseranalyse/was-ist-zu-tun.html
Timestamp: 2019-04-24 01:53:46
Document Index: 246232076

Matched Legal Cases: ['§ 14', '§15', '§ 15', '§15', '§ 15', '§15', '§15', '§16', '§15', '§16', '§ 16']

Was ist zu tun - Trinkwasseranalyse - Legionellenprüfung nach Trinkwasserverordnung - BRUNATA-METRONA
Legionellenuntersuchung: Was ist zu tun
Betrifft die Untersuchungspflicht Ihre Immobilie?
Überprüfen Sie, ob Ihre Immobilie der Untersuchungspflicht unterliegt. Beantworten Sie die folgenden Fragen mit „ja“, musste eine Untersuchung auf Legionellen bis zum 31. Dezember 2013 erfolgen. Weitere Untersuchungen sind im Abstand von 3 Jahren durchzuführen. In der Regel trifft das auf alle (nicht selbstbewohnten) Mehrfamilienhäuser mit mehr als 2 Wohnungen zu.
*Warmwasserleitungen mit mehr als 3 Liter Inhalt zwischen Trinkwassererwärmer und der am weitesten entfernten Entnahmestelle
Technische Voraussetzung zur Probenentnahme
Für die Entnahme sind spezielle Probenahmeventile im Heizungskeller an der zentralen Warmwasserbereitungsanalage erforderlich, die häufig bei älteren Gebäuden nicht vorhanden sind. Moderne Heizungsanlagen verfügen zwar heute bereits über einen eingebauten Legionellen-Schutz, der die Anlagen einmal wöchentlich auf ca. 70 Grad erhitzt und die Bakterien abtötet. Doch auch solche Anlagen müssen laut Verordnung geprüft werden. Die Probenahme erfolgt am Eingang sowie am Ausgang des Warmwasserbereiters und am Ende jeder Warmwassersteigleitung.
Untersuchungspflichten (§ 14b der TrinkwV)
Sind die technischen Voraussetzungen zur Probenahme gegeben, kann die Prüfung erfolgen. Die Entnahme darf ausschließlich durch eine nach §15 Absatz 4 TrinkwV zugelassene Untersuchungsstelle (bspw. Labor) durchgeführt werden.
Untersuchungsverfahren und Untersuchungsstellen (§ 15 und §15a TrinkwV)
Nur staatlich zugelassene Labore dürfen die Wasserprobe analysieren. Diese müssen in der jeweiligen Landesliste der Gesundheitsämter gelistet sein. Sowohl der Versand der entnommenen Wasserprobe als auch die Weiterleitung der Untersuchungsergebnisse müssen unter Einhaltung vorgeschriebener Fristen erfolgen. Im Vorfeld der Novellierung der Trinkwasserverordnung wurde intensiv diskutiert, ob ein direktes Vertragsverhältnis zwischen dem Unternehmer oder sonstiger Inhaber einer Trinkwasserinstallation (kurz UsI) und Labor im Gesetz einzufordern ist. Es wurde jedoch explizit darauf verzichtet.
Der neue § 15a Absatz 2 Nr. 2 enthält die Klarstellung, dass Dritte bei der Beauftragung von Legionellenuntersuchungen eingeschaltet werden dürfen, sofern Probenahme und Analyse ge-meinsam beauftragt werden. Dies ist bei BRUNATA-METRONA der Fall. Bei BRUNATA-METRONA erfolgen Probennahme und die Laboruntersuchung einheitlich durch eine verantwortliche Stelle.
Unsere Partner für Trinkwasseranalysen sind ausschließlich akkreditierte Labore, die bei der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkks) gelistete sind. Probenahme und Analyse sind also in der Hand des Labors, die Koordination erfolgt durch BRUNATA-METRONA. Die dabei unterstützenden Probenehmer sind in das Qualitätsmanagement des Labors eingebunden.
Handlungspflichten bei Grenzwertüberschreitung
Bei einem erhöhten Legionellenwert sind umfangreiche Maßnahmen verpflichtend, die von Eigentümern oder Verwaltern - gesetzeskonform - durchgeführt werden müssen:
Ein Befund (>100 Koloniebildende Einheiten (KBE)/100ml) wird unverzüglich durch die Untersuchungsstelle (Labor) an das zuständigen Gesundheitsamt gemeldet (§15a TrinkwV). Erforderliche Maßnahmen hat der Eigentümer umgehend einzuleiten.
Nach ca. vier Wochen ist in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt eine erneute Prüfung der Trinkwasserqualität erforderlich.
Die Untersuchungsergebnisse unterliegen einer 10-jährigen Archivierungspflicht.
Werte und Fristen
Die Trinkwasserverordnung unterscheidet vier Kontaminationsstufen, aus denen sich unterschiedliche Maßnahmen ableiten: (KBE steht für Koloniebildende Einheit)
Keine/geringe Legionellenkontamination (KBE/100 ml ≤ 100)
mittlere Legionellenkontamination (KBE/100 ml > 100)
hohe Legionellenkontamination (KBE/100 ml > 1.000)
extrem hohe Legionellenkontamination (KBE/100 ml > 10.000)
Bereits bei einem Befall von mittlerer Kontamination (KBE/100 ml > 100) müssen Sie handeln.
Welche Maßnahmen müssen im Befundfall ergriffen werden?
Kommunikation mit dem Gesundheitsamt: Das Gesundheitsamt muss unverzüglich vom Überschreiten des technischen Maßnahmenwertes informiert werden (§15a und §16 TrinkwV). Nach der novellierten Trinkwasserverordnung geschieht dies direkt durch die Untersuchungsstelle (§15a TrinkwV). Der Eigentümer/Vermieter oder Verwalter ist verpflichtet, das Gesundheitsamt auch über ergriffene Maßnahmen unverzüglich zu informieren(§16 TrinkwV).
Information an die Mieter oder Miteigentümer: Ihre Mieter haben einen Anspruch auf eine Aufklärung der konkreten Gefährdungssituation und die geplanten Maßnahmen.
Der Eigentümer der Großwasseranlage muss darüber hinaus nach § 16 Abs. 7 TrinkwV folgende Schritte einleiten:
1. Untersuchungen (weitergehende Untersuchung) zur Aufklärung der Ursache. Eine Ortsbesichtigung sowie eine Prüfung der Einhaltung der allgemein anerkannten Regeln der Technik sind erforderlich. Ab einer mittleren Kontamination muss eine weitergehende Untersuchung innerhalb von vier Wochen, bei einer hohen Kontamination umgehend und bei einer extrem hohen Kontamination unverzüglich erfolgen. (Quelle: DVGW Arbeitsblatt W 551)
2. Durchführung einer Gefährdungsanalyse. Ein entsprechend ausgewiesener Sachverständiger begutachtet dazu im Rahmen einer Ortsbesichtigung die jeweilige Trinkwasseranlage und dokumentiert die Ergebnisse.
3. Maßnahmen, die nach den anerkannten Regeln der Technik zum Schutz der Gesundheit der Bewohner erforderlich sind, müssen durchgeführt werden.
Entnehmen Sie der nachfolgenden Übersicht mögliche Maßnahmen, bei den verschiedenen Kontaminationsgraden vorgesehen sind:
(KBE / 100 ml > 100)
(KBE / 100 ml > 1000)
(KBE / 100 ml > 10.000)
Leitungen mit dauerhaft stagnierendem Wasser und geringem Abnahmevolumen sollten rückgebaut oder regelmäßig gespült werden ja ja ja
Thermische oder chemische Desinfektion ja umgehend unverzüglich
Sofortiges Duschverbot in Absprache mit Ihrem zuständigen Gesundheitsamt verhängen --- --- ja
Gefährdungsanalyse nach VDI 6023 ja ja ja
Reinigung oder Austausch der Duschköpfe und Perlatoren ja ja ja
Prüfung des ordnungsgemäßen Betriebs des Warmwasserspeichers und der Zirkulationsleitung ja ja ja
Kontrolle des Warmwasserspeichers auf Wartungszustand und Einleitung der erforderlichen Maßnahmen (z. B. Rohrreinigung, Entschlammung, Entkalkung) ja ja ja
Überprüfung der Temperatur am Ausgang des Warmwasserbereiters (mindestens 60°C) und am Ende der Zirkulation (mindestens 55°C) ja ja ja
Bei Unterschreitung der oben angegebenen Mindesttemperaturen, sind geeignete Maßnahmen zur Anhebung der Warmwassertemperatur zu ergreifen ja ja ja
Um den Erfolg der Maßnahmen zu überprüfen, erfolgen Nachuntersuchungen. Dabei kommen je nach Fall folgende Szenarien für die Probenahme in Betracht:
alle bisherigen Probenahmestellen inkl. Vorlauf und Rücklauf des Warmwasserbereiters
zusätzliche Probenahmestellen in den einzelnen Stockwerksleitungen
nur befallene Probenahmestellen laut orientierender Untersuchung
Leitungsteile mit stagnierendem Wasser (z. B. selten genutze Entnahmestellen, leerstehende Wohnungen)
die Kaltwassereinspeisung des Warmwasserbereiters
Kaltwasserleitungsteile mit deutlicher Erwärmung über 25°C
Wir entlasten Sie von allen Pflichten und Maßnahmen bei der Trinkwasseranalyse und der Legionellen-Desinfektion
Die Maßnahmen zur Legionellenprüfung und -desinfektion sind komplex und aufwendig. Daher bieten wir Ihnen ein umfassendes und rechtssicheres Prüf- und Maßnahmenpaket. Wir beraten, stellen fachkundige Montage-Fachkräfte zur Verfügung, arbeiten mit akkreditieren Fachlaboren und zertifizierten Desinfektions-Teams und kümmern uns um die Kommunikation mit Mietern und Behörden.