Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGH%20XI%20ZR%20155/98
Timestamp: 2019-01-16 05:01:28
Document Index: 145546825

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 9', '§ 9', '§ 366', '§ 1143', '§ 9', '§ 307', 'BGH', '§ 366', '§ 9', '§ 307', 'BGH', '§ 366', 'BGH', '§ 9', '§ 366', '§ 366', '§ 9', '§ 307', 'BGH', '§ 366', 'BGH', '§ 9', '§ 307', 'BGH', '§ 366', '§ 307', '§ 9', 'BGH', 'BGH', '§ 366', 'BGH']

BGH, 09.03.1999 - XI ZR 155/98 - dejure.org
AGBG § 9 Bl
Regelung der Tilgungsbestimmung in Allgemeinen Geschäftsbedingungen; Stillschweigende Tilgungsbestimmung
Unwirksamkeit der Tilgungsverrechnungsklausel einer Grundschuldzweckerklärung zugunsten der Bank
Formularmäßige Befugnis des Gläubigers zur Tilgungsbestimmung unwirksam
Tilgungsregelung, Unwirksamkeit einer - nach Gläubigerermessen; Verrechnungsklausel
AGBG § 9; BGB § 366 Abs. 1, 2, § 1143
Unzulässigkeit des formularmäßigen Tilgungsbestimmungsrechts des Grundschuldgläubigers
NJW 1999, 2043
ZIP 1999, 744
MDR 1999, 815
DNotZ 1999, 638
NZM 1999, 720 (Ls.)
WM 1999, 948
BB 1999, 1132
DB 1999, 1491
Dabei kann dahingestellt bleiben, ob die Regelung in Nr. 23.1, mit der sich die Bank die beliebige Verrechnung der Zahlungen vorbehält, gemäß § 9 AGBG aF (§ 307 Abs. 1 BGB) unwirksam ist, weil sie, wenn es sich um eine Allgemeine Geschäftsbedingung handeln sollte, den Vertragspartner unangemessen benachteiligt (vgl. BGH, Urteil vom 9. März 1999 - XI ZR 155/98, ZIP 1999, 744, 745;… Palandt/Grüneberg, BGB, 70. Aufl., § 366 Rn. 8).
Dabei kann dahin stehen, ob sie gem. § 9 AGBG aF (§ 307 Abs. 1 BGB) unwirksam ist, weil sie, wenn es sich um eine Allgemeine Geschäftsbedingung handeln sollte, den Vertragspartner unangemessen benachteiligt (vgl. BGH, Urteil vom 9. März 1999 - XI ZR 155/98, ZIP 1999, 744, 745;… Palandt/Grüneberg, BGB, 70. Aufl., § 366 Rn. 8).
BGH, 30.01.2001 - XI ZR 118/00
Die in der formularmäßigen Zweckbestimmungserklärung enthaltene Klausel, daß die Klägerin wählen kann, auf welche von mehreren gesicherten Forderungen Zahlungseingänge verrechnet werden, verstößt gegen § 9 Abs. 1 AGBG, da sie die ohnehin schon sehr gläubigerfreundliche Vorschrift des § 366 Abs. 2 BGB zugunsten des Sicherungsnehmers modifiziert (Senatsurteil vom 9. März 1999 - XI ZR 155/98, WM 1999, 948, 949).
Eine etwaige Anrechnung der auf die Grundschuld erfolgten Zahlung ihres Sohnes von 247.500 DM auf die gesicherten Forderungen hätte daher in entsprechender Anwendung des § 366 Abs. 2 BGB zu erfolgen (Senatsurteile vom 29. April 1997 - XI ZR 176/96, WM 1997, 1247, 1249 und vom 9. März 1999 - XI ZR 155/98, aaO).
Dabei kann dahin stehen, ob diese Klausel gem. § 9 AGBG aF (§ 307 Abs. 1 BGB) nichtig ist, weil sie, wenn es sich um eine Allgemeine Geschäftsbedingung handeln sollte, den Vertragspartner unangemessen benachteiligt (vgl. BGH, Urteil vom 9. März 1999 XI ZR 155/98, ZIP 1999, 744, 745;… Palandt/Grüneberg, BGB, 70. Aufl., § 366 Rn. 8).
OLG Brandenburg, 11.07.2007 - 4 U 173/06
Darlehensvertrag: Haftung eines ehemaligen Gesellschafters einer OHG; Verjährung
Unabhängig von Wirksamkeitsbedenken gegen die unter Ziffer 1.3 der Zweckerklärung für Grundschulden vom 13.09./21.09.1995 getroffene Regelung (vgl. dazu nur BGH Urteil v. 09.03.1999 Az. XI ZR 155/98) war bei einer Verrechnung der Zahlung von 30.000,00 DM zu beachten, dass diese zum Zwecke der Ablösung der Grundschuld im Zusammenhang mit dem Erwerb des belasteten Grundstückes des Beklagten durch Herrn J... T... erfolgte.
Dabei kann dahingestellt bleiben, ob die Regelung in Ziff. 23.1, mit der sich die Bank die beliebige Verrechnung der Zahlungen vorbehält, gemäß § 9 AGBG aF (§ 307 Abs. 1 BGB) unwirksam ist, weil sie, wenn es sich um eine Allgemeine Geschäftsbedingung handeln sollte, den Vertragspartner unangemessen benachteiligt (vgl. BGH, Urteil vom 9. März 1999 - XI ZR 155/98, ZIP 1999, 744, 745;… Palandt/Grüneberg, BGB, 70. Aufl., § 366 Rn. 8).
Denn es ist davon auszugehen, dass es sich bei der der Bank eingeräumten Befugnis, erhaltene Zahlungen nach billigem Ermessen zu verrechnen, um Allgemeine Geschäftsbedingungen handelt, die als einseitiges Tilgungsbestimmungsrecht mangels positiver Festlegung einer konkreten Tilgungsreihenfolge nach § 307 Abs. 1 BGB (früher § 9 AGBG) unwirksam sind (vgl. BGH WM 1984, 1100/1102; 1997, 1012/1013; 1999, 948).
Diesen Grundsatz hat der Bundesgerichtshof noch dahingehend erweitert, dass Zahlungen des persönlich schuldenden Eigentümers auf Grundschulden, die noch Forderungen gegen Dritte sichern, in der Regel die eigenen Schulden tilgen soll und nicht die der Dritten (BGH NJW 1999, 2043, 2044;… zustimmend MüKo-Wenzel, 4. Aufl. § 366 Rdn. 10).
OLG Düsseldorf, 20.03.2012 - 21 U 98/11
BGH, 02.12.2004 - IX ZB 38/04
OLG Saarbrücken, 30.06.2005 - 8 U 339/04
Abgrenzung bloßer Mithaftung von echter Mitdarlehensnehmerschaft bei Ehegatten
KG, 04.11.2002 - 8 U 254/01
OLG Köln, 26.02.2003 - 13 W 2/02
OLG Frankfurt, 10.03.2009 - 14 U 68/08
Haftung des Vorstandsmitglieds einer Bank für ausgefallenen Kredit; Anrechnung …