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Timestamp: 2018-02-20 21:30:38
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Matched Legal Cases: ['§ 13', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 10', '§ 11', '§ 11', '§ 42', '§ 27']

Hartz IV Forum - Fragen zu WoGG Lastenzuschuss
Fragen zu WoGG Lastenzuschuss (Begonnen von: Ecki07)
Autor Thema: Fragen zu WoGG Lastenzuschuss (Gelesen 2832 mal)
Fragen zu WoGG Lastenzuschuss
« am: 01. Dezember 2016, 22:49:38 »
Was kann man als Eigenheimbesitzer als Wohnkosten absetzen?
-Instandhaltungs- und Betriebskosten sind im Jahr 36 Euro je Quadratmeter Wohnfläche und je
Quadratmeter Nutzfläche der Geschäftsräume sowie die für den Gegenstand der Wohngeld-Lastenberechnung
entrichtete Grundsteuer anzusetzen." Auszug aus WoGV § 13
-Zinsen und Tilgung
Gehen auch beim Übergang ins Eigentum anfallende Kosten wie Notar, Grundbuchamt ect. (§ 11 Abs. 1 Nr 4)? (da fallen ja noch keine Zins und Tilgungsleistungen an)
Auch Gebäudeversicherung noch zusätzlich möglich?
Ursprung: Während des Übergangs von Miete auf Lastenzuschuss fällt eine Familie aus dem Bezug und soll für 4 Monate den Mietzuschuss zurückerstatten.
Re: Fragen zu WoGG Lastenzuschuss
« Antwort #1 am: 02. Dezember 2016, 05:32:12 »
Zitat von: Ecki07 am 01. Dezember 2016, 22:49:38
Warum? Wurde in den 4 Monaten weder Miete noch Darlehensleistung erbracht, haben sie sozusagen umsonst gewohnt in der Zeit?
« Antwort #2 am: 02. Dezember 2016, 10:04:48 »
Es gibt im Netz ganz hervorragende Seiten zum Thema Wohngeld. Dort steht wunderbar aufgeführt, welche Arten von Zahlungen möglich sind.
Zudem kann man sich unverbindlich berechnen lassen, wie hoch ein Lastenzuschuss ausfallen könnte.
Und oftmals ist das Ergebnis doch sehr erstaunlich.
« Antwort #3 am: 02. Dezember 2016, 10:13:34 »
ja, diese Kosten gehören im Jahr des Erwerbs in die Berechnung
WoGV § 11 Absatz 1 Satz 1 Nummer 4 führt Erwerbskosten als Teil der Wohngeld-Lastenberechnung an.
WoGVwV Nr. 10.07 "(1) Zu den Erwerbskosten im Sinne des § 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 WoGV gehören auch die durch den Erwerb des Gebäudes oder der Wohnung verursachten Nebenkosten, insbesondere Gerichts- und Notarkosten, Maklerprovision, Grunderwerbsteuer, Vermessungskosten, Gebühren für Wertberechnungen und amtliche Genehmigungen sowie Kosten der Bodenuntersuchung zur Beurteilung des Grundstückswertes."
« Antwort #4 am: 02. Dezember 2016, 19:26:23 »
Zitat von: Else Kling am 02. Dezember 2016, 10:13:34
Vielen Dank Else Kling
« Antwort #5 am: 05. Januar 2017, 10:17:36 »
Begründung der Wohngeldstelle:
In der Wohngeld-Lastenberechnung sind Fremdmittel zu berücksichtigen, wenn sie der Finanzierung gedient haben, z.B. Kaufpreis und Erwerbskosten Wohngeldverordnung § 11 Abs. 1 Nr. 4.
Die von Ihnen angegebenen Erwerbskosten gehören nicht zu den Fremdmitteln. Fremdmittel sind nach § 10 Wohngeldverordnung: 1. Darlehen 2. Gestundete Restkaufgelder 3. Gestundete öffentliche Lasten des Grundstücks.
10.07 (Abschnitt 9 WoGVwV)
(1) Zu den Erwerbskosten im Sinne des § 11 Absatz 1 Satz 1 Nummer 4 WoGV gehören auch die durch den Erwerb des Gebäudes oder der Wohnung verursachten Nebenkosten, insbesondere Gerichts- und Notarkosten, Maklerprovision, Grunderwerbsteuer, Vermessungskosten, Gebühren für Wertberechnungen und amtliche Genehmigungen sowie Kosten der Bodenuntersuchung zur Beurteilung des Grundstückswertes.
Dieser Abs. 1 verweist zwar auf den § 11 (Ausweisung der Fremdmittel) es ist aber für mich nicht ersichtlich, dass die Erwerbskosten zwingend durch Fremdmittel aufgebracht werden müssen um in die Berechnung für den Lastenzuschuss einfließen zu können
Banken finanzieren in der Regel diese Kosten nicht.
Trotzdem sind diese Kosten aber explizit entstanden.
« Antwort #6 am: 05. Januar 2017, 10:38:12 »
Zitat von: Ecki07 am 05. Januar 2017, 10:17:36
Du meinst Notar, Grundbuchamt etc.? Doch, tun sie indirekt, nämlich indem man diese Kosten dem Kaufpreis zuschlägt und die Darlehenssumme entsprechend festlegt.
« Antwort #7 am: 05. Januar 2017, 21:47:54 »
Kann man diese Kosten wirklich nur mittels Fremdmittel absetzen?
« Antwort #8 am: 06. Januar 2017, 07:45:26 »
Grundsätzlich sind beim Wohngeld Belastungen = Fremdmittel. Es wird nicht als Belastung anerkannt, was man aus seinem Vermögen bezahlt hat - ist dann ja auch keine Belastung.
Hier wird die Lastenberechnung schön erklärt:
die laufenden Nebenleistungen für die Fremdmittel, insbesondere Verwaltungskosten,
Ich hatte meine Frage in Antwort #1 nicht ohne Grund gestellt, leider hast du das ignoriert und lieber die Antwort als abschließend betrachtet, die dir genehm war.
« Antwort #9 am: 06. Januar 2017, 10:26:37 »
OK, danke. Die Kritik nehme ich auch an. Allerdings hängt mir das Syndrom an.
Habe da noch zwei Punkte, die mir bei dem angehängten Schreiben nicht gefallen.
Gibt es tatsächlich das genannte Übergangsrecht? (2. Absatz)
Tatsächlich nur die Grundsteuer B zu berücksichtigen? In den Vorschriften steht immer "Grundsteuer".
« Antwort #10 am: 06. Januar 2017, 10:32:46 »
Zitat von: Ecki07 am 06. Januar 2017, 10:26:37
Ja, weil es auf landwirtschaftlich genutzte Flächen kein Wohngeld/Lastenzuschuss gibt.
Das mit dem Übergangsrecht kenne ich nicht, da solltest du die Frage, die du da hingekritzelt hat, dem Bescheidersteller stellen. Aber eine Belastung von 20€ je Quadratmeter bei 130qm entsprechen 2600€ - das dürfte auch für den Übergang durchaus reichen.
« Antwort #11 am: 06. Januar 2017, 10:37:15 »
Es geht nicht um Grundsteuer A.
Auf den Steuerbescheiden B ist noch Straßenreinigung sowie Wasser u. Bodenverband aufgeführt?
Ist die genannte "Übergangsfrist" rechtens?
« Antwort #12 am: 06. Januar 2017, 10:43:42 »
Ich weiß nicht, welches Syndrom du meinst, aber es wird anstrengend. Es gibt nur Grundsteuer A und B. Deine Frage war:
Tatsächlich nur die Grundsteuer B zu berücksichtigen?
Was möchtest du denn noch berücksichtigt haben, wenn dir die Grundsteuer B nicht reicht?
Edit: Jetzt habe ich es verstanden .... glaube ich.
Das steht bei uns nicht auf dem Grundsteuerbescheid, sondern auf den jährlichen Bescheiden der Gemeinde. Das sind Verbrauchskosten.
« Letzte Änderung: 06. Januar 2017, 11:42:50 von Sheherazade »
« Antwort #13 am: 06. Januar 2017, 11:12:06 »
Zitat von: Ecki07 am 06. Januar 2017, 10:37:15
Ich vermute mal, dass damit § 42a Wohngeldgesetz gemeint ist.
« Antwort #14 am: 06. Januar 2017, 11:39:24 »
Zitat von: Else Kling am 06. Januar 2017, 11:12:06
In meinem Fall wurde das Wohngeld Ende April aufgehoben und für Lastenzuschuss ein neuer Bescheid erstellt.
Nach § 27 Abs. 2
Also kein Übergangsrecht mehr anwendbar?
Auf dem Bescheid stehen noch andere Lasten drauf. Übernommen wird also nur die Grundsteuer. Alles OK. Danke.