Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW-RR%2086,1400
Timestamp: 2018-12-17 15:47:52
Document Index: 20720514

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 844', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 286', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 286', 'BGH', 'BGH', '§ 286']

Rechtsprechung: NJW-RR 1986, 1400 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: OLG Hamm, 18.03.1986
Zur Berechnung des Unterhaltsschadens eines Witwers mit eigenen Renteneinkünften - Vorteilsausgleichung bei nur teilweiser Haftung des Gegners
Unterhaltsschaden - Schadensminderung - Vorteilsausgleich - Renteneinkünfte - Ersparnis - Vorteilsanrechnung - Anspruch eines Witwers gegen Unfallverursacher auf Ersatz des durch die Tötung der Ehefrau in einem Verkehrsunfall entstandenen Schaden - Rechtmäßigkeit der Annahme von Mitverschulden im Falle der Einsehbarkeit der Straße auf 300 m und einer entsprechenden Erkennbarkeit des herannahenden Fahrzeugs durch das Unfallopfer - Voraussetzungen für Rechtmäßigkeit der Zurückweisung von zulässigen und rechtzeitig angetretenen Beweisen durch den Tatrichter - Bewertung der durch den Tod der Ehefrau entgangenen Haushaltsführung
BGH, 02.12.1986 - VI ZR 128/85
NJW-RR 1986, 1400
FamRZ 1986, 1194
VersR 1987, 70
Das vom Kläger beantragte Gutachten ist damit ein völlig ungeeignetes Beweismittel (vgl. BGH, Urt. v. 16. September 1986, VI ZR 128/85, VersR 1987, 71 [BGH 16.09.1986 - VI ZR 128/85];… Urt. v. 13. Juli 1988, IVb ZR 77/87, FamRZ 1988, 1037, 1038).
Die von der Revision angeführten Senatsentscheidungen betreffen andere Fallgestaltungen (vgl. Senatsurteile vom 16. September 1986 - VI ZR 128/85, VersR 1987, 70 Rn. 21;… vom 8. Juni 1982 - VI ZR 314/80, VersR 1982, 951 Rn. 16 ff. und vom 10. November 1998 - VI ZR 354/97, BGHZ 140, 39, 44).
Der Klägerin steht im Außenverhältnis zum Schädiger im Hinblick auf den in Wegfall gekommenen eigenen Unterhaltsaufwand aus Erwerbseinkommen ein Hinterbliebenenvorrecht zu (vgl. Senatsurteile vom 22. März 1983 - VI ZR 67/81 - VersR 1983, 726, 727; vom 16. September 1986 - VI ZR 128/85 - VersR 1987, 70, 72; OLG Hamm, VersR 2004, 1425, 1426;… Pardey, Berechnung von Personenschäden, 3. Aufl., Rn. 1656 ff.;… Jahnke, Unfalltod und Schadensersatz 2007, Kap. 6 Rn. 219;… Staudinger/Röthel aaO, § 844 Rn. 230;… Geigel/Münkel aaO, Kap. 8 Rn. 52;… Küppersbusch aaO, Rn. 387, 406;… Wussow/Dressler, Unfallhaftpflichtrecht, 15. Aufl., Kap. 47 Rn. 21).
Danach darf er einen Beweisantrag u.a. dann ablehnen, wenn das Beweismittel völlig ungeeignet ist, wobei bei der Zurückweisung eines Beweismittels als ungeeignet allerdings größte Zurückhaltung geboten ist (vgl. BGHZ 53, 245, 259 f.; Senatsurteil vom 16. September 1986 - VI ZR 128/85 - VersR 1987, 70, 71; BGH, Urteil vom 19. Juni 2000 - II ZR 319/98 - NJW 2000, 3718, 3720).
aa) Von der Erhebung eines angebotenen Beweises kann zwar abgesehen werden, wenn die Unergiebigkeit des Beweismittels feststeht, weil nach dem Ergebnis einer bereits durchgeführten Beweisaufnahme ausgeschlossen ist, dass der übergangene Beweisantrag Sachdienliches ergeben und die von dem Gericht bereits gewonnene Überzeugung erschüttern kann (BGH, Urteil vom 16. September 1986 - VI ZR 128/85, NJW-RR 1986, 1400, 1401;… Senat, Beschlüsse vom 28. April 2011 - V ZR 182/10, juris Rn. 13 …und vom 21. Juli 2011 - V ZR 218/10, juris Rn. 7).
Verbindlichkeit von Börsentermingeschäften; Erlangung der …
Es entspricht gefestigter höchstrichterlicher Rechtsprechung, daß der Tatrichter von der Erhebung zulässiger und rechtzeitig angetretener Beweise nur absehen darf, wenn das Beweismittel völlig ungeeignet oder die Richtigkeit der unter Beweis gestellten Tatsache bereits erwiesen oder zugunsten des Antragstellers zu unterstellen ist, und daß bei der Zurückweisung eines Beweismittels als ungeeignet größte Zurückhaltung geboten ist (BGH, Urteil vom 16. September 1986 - VI ZR 128/85, BGHR ZPO § 286 Abs. 1 - Beweisantrag, Ablehnung 1 m.w.Nachw.).
Ist - wie hier - bereits eine Beweisaufnahme durchgeführt worden, dann kann die Zurückweisung eines Beweisantrags wegen Ungeeignetheit des Beweis mittels ausnahmsweise dann gerechtfertigt sein, wenn jede Möglichkeit ausgeschlossen ist, daß der übergangene Beweis Antrag Sachdienliches ergeben könnte (vgl. Senatsurteil vom 16. September 1986 - VI ZR 128/85 - VersR 1987, 70, 71).
Die Nichterhebung eines angebotenen Beweises mit der Begründung, es sei bereits das Gegenteil erwiesen, ist grundsätzlich unzulässig (BGH, Urteile vom 17. Februar 1970 - III ZR 139/87, BGHZ 53, 245, 259; vom 16. September 1986 - VI ZR 128/85, BGHR ZPO § 286 Beweisantrag, Ablehnung 1).
Das ist allerdings ausnahmsweise dann zulässig, wenn der Unwert des Beweismittels feststeht, weil nach dem Ergebnis einer bereits durchgeführten Beweisaufnahme jede Möglichkeit ausgeschlossen ist, dass der übergangene Beweisantrag Sachdienliches ergeben und die von dem Gericht bereits gewonnene Überzeugung erschüttern kann (BGH, Urteil vom 16. September 1986 - VI ZR 128/85, BGHR ZPO § 286 Beweisantrag, Ablehnung 1).
Gleiches gilt für die Anrechnung eigener Unterhaltsersparnisse auf den Unterhaltsschaden des Witwers infolge der Tötung seiner Ehefrau (Senatsurteil vom 16. September 1986 - VI ZR 128/85 - VersR 1987, 70, 72).
OLG Koblenz, 13.12.2002 - 10 U 1837/01
OLG Hamm, 18.03.1986 - 21 U 130/85
Kosten der durch einen Architekten veranlaßten Mängelbeseitigung
MDR 1986, 585
VersR 1986, 1125
BauR 1987, 468
Eine Hinweis- und Warnpflicht des Architekten entfällt freilich, wenn die Verteuerung für den Bauherren erkennbar bereits aus den Gesamtumständen zu ersehen ist (Senat NJW-RR 1993, 986, 987; OLG Stuttgart NJW-RR 1987, 913, 914 = BauR 1987, 468;… Werner/Pastor Rdnr. 1785 a.E. und 1794).