Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=GRUR%201991,%20540
Timestamp: 2019-06-25 02:51:44
Document Index: 193205222

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1', 'BGH', '§ 4', 'BGH', 'BGH', '§ 2', '§ 1', 'BGH', 'BGH', '§ 2', '§ 1', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 38', 'BGH', 'BGH']

https://dejure.org/1990,421
BGH, 04.10.1990 - I ZR 299/88 (https://dejure.org/1990,421)
BGH, Entscheidung vom 04.10.1990 - I ZR 299/88 (https://dejure.org/1990,421)
BGH, Entscheidung vom 04. Januar 1990 - I ZR 299/88 (https://dejure.org/1990,421)
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Vermessungsingenieur - Abgabe von verbindlichen Leistungsangeboten - Gebührenordnung - Ausdrückliche Gebührenvereinbarung
Gebührenausschreibung
UWG § 1; ÖbVermIngKO
"Gebührenausschreibung"; Abgabe von Angeboten durch öffentlich bestellte Vermessungsingenieure
Soweit der älteren Senatsrechtsprechung etwas anderes entnommen werden kann (vgl. BGH, Urt. v. 4.10.1990 - I ZR 299/88 - GRUR 1991, 540, 541 = WRP 1991, 157 - Gebührenausschreibung), wird hieran nicht festgehalten.
Zu den wirtschaftlichen Interessen ihrer Mitglieder gehört u.a. die Unterbindung von Wettbewerbsverstößen, durch die ihren Mitgliedern Nachteile im Wettbewerb entstehen können (vgl. BGH, Urt. v. 4.10.1990 - I ZR 299/88, GRUR 1991, 540, 541 = WRP 1991, 157 - Gebührenausschreibung).
Dabei kann als Mitwirkung auch die Unterstützung oder Ausnutzung der Handlung eines eigenverantwortlich handelnden Dritten genügen, sofern der Inanspruchgenommene die rechtliche Möglichkeit zur Verhinderung dieser Handlung hatte (…vgl. BGH, Urt. v. 12.10.1989 - I ZR 29/88, GRUR 1990, 373, 374 = WRP 1990, 270 - Schönheits-Chirurgie; GRUR 1991, 540, 541 - Gebührenausschreibung;… Urt. v. 2.5.1991 - I ZR 227/89, GRUR 1991, 769, 770 Honoraranfrage;… Urt. v. 3.2.1994 - I ZR 321/91, GRUR 1994, 441, 443 = WRP 1994, 398 - Kosmetikstudio;… Urt. v. 14.4.1994 - I ZR 12/92, GRUR 1996, 905, 907 = WRP 1994, 859 - GmbH-Werbung für ambulante ärztliche Leistungen;… Urt. v. 3.11.1994 - I ZR 122/92, GRUR 1995, 62, 64 - Betonerhaltung;… Urt. v. 1.12.1994 - I ZR 139/92, GRUR 1995, 167, 168 = WRP 1995, 300 - Kosten bei unbegründeter Abmahnung).
Fehlt es an einer solchen rechtswidrigen Beeinträchtigung, scheidet auch eine Störerhaftung aus (vgl. BGH GRUR 1990, 373, 374 - Schönheits-Chirurgie; GRUR 1991, 540, 541 - Gebührenausschreibung).
Das Berufungsgericht hat dieses Akzessorietätserfordernis hinsichtlich derjenigen - vier - Architekten, die auf das Angebot der Beklagten nicht eingegangen sind, nicht als erfüllt angesehen, weil es insofern zu keinem HOAI-Verstoß und damit auch nicht zu einem wettbewerbswidrigen Verhalten gekommen sei (vgl. BGH GRUR 1991, 540, 541 - Gebührenausschreibung).
Nach dem zum Zeitpunkt der streitgegenständlichen Werbung noch geltenden § 1 UWG a.F. kam es darauf an, ob die Beklagte die mit der Werbung angesprochenen Ärzte planmäßig zu Verstößen gegen für diese bindendes Recht aufforderte, um sich durch entsprechende Gesetzesverstöße dieser Ärzte Vorteile gegenüber solchen Wettbewerbern zu verschaffen, die die Rechtsverbindlichkeit der betreffenden Regelung anerkannten (vgl. BGH, Urt. v. 4.10.1990 - I ZR 299/88, GRUR 1991, 540, 542 = WRP 1991, 157 - Gebührenausschreibung;… Urt. v. 28.9.2000 - I ZR 141/98, GRUR 2001, 255, 256 = WRP 2001, 151 - Augenarztanschreiben;… Köhler in Hefermehl/Köhler/Bornkamm, UWG, 26. Aufl., § 4 Rdn. 11.21).
Als wettbewerbsrechtlicher Störer haftet jeder, der in irgendeiner Weise willentlich und adäquat kausal an der Herbeiführung einer rechtswidrigen Beeinträchtigung mitwirkt (…BGH, Urt. v. 12.10.1989 - I ZR 29/88, GRUR 1990, 373, 374 = WRP 1990, 270 - Schönheits-Chirurgie; Urt. v. 4.10.1990 - I ZR 299/88, GRUR 1991, 540, 541 = WRP 1991, 157 - Gebührenausschreibung;… Urt. v. 2.5.1991 - I ZR 227/89, GRUR 1991, 769, 770 - Honoraranfrage).
Das Berufungsgericht ist damit - im rechtlichen Ansatz durchaus zutreffend - davon ausgegangen, daß es lauterem Wettbewerbsverhalten nicht entspricht, Dritte planmäßig zu Verstößen gegen für diese bindendes Recht aufzufordern, um sich durch entsprechende Gesetzesverstöße der Angesprochenen Vorteile gegenüber solchen Wettbewerbern zu verschaffen, die die Rechtsverbindlichkeit der betreffenden Regelung anerkennen (BGH, Urt. v. 4.10.1990 - I ZR 299/88, GRUR 1991, 540, 542 = WRP 1991, 157, 159 - Gebührenausschreibung).
Kern des Rechtsstreits war von Anfang an die Frage, ob die Beklagte durch ihr Wettbewerbsverhalten den in § 2 PostG geregelten Beförderungsvorbehalt im Interesse ihrer Stellung im Wettbewerb mißachtet und deshalb Ansprüche gegen sie wegen Verstoßes gegen die guten Sitten im Wettbewerb bestehen (§ 1 UWG; vgl. dazu auch BGH, Urt. v. 4.10.1990 - I ZR 299/88, GRUR 1991, 540 f. = WRP 1991, 157 - Gebührenausschreibung; BGHZ 121, 126, 130 - Rechtswegprüfung II).
Kern des Rechtsstreits war von Anfang an die Frage, ob die Beklagte durch ihr Wettbewerbsverhalten den in § 2 PostG geregelten Beförderungsvorbehalt im Interesse ihrer Stellung im Wettbewerb mißachtet und deshalb Ansprüche gegen sie wegen Verstoßes gegen die guten Sitten im Wettbewerb bestehen (§ 1 UWG ; vgl. dazu auch BGH, Urt. v. 04.10.1990 - I ZR 299/88, GRUR 1991, 540 f. = WRP 1991, 157 - Gebührenausschreibung; BGHZ 121, 126, 130 - Rechtswegprüfung II).
Die Einhaltung der fraglichen Bestimmungen obliegt den Architekten und Ingenieuren, die ihre Leistungen selbständig und in eigener Verantwortung abzurechnen haben, nicht aber ihren Auftraggebern (vgl. BGH GRUR 2005, 171 - "Ausschreibung von Ingenieurleistungen"; BGH GRUR 2003, 969 - "Ausschreibung von Vermessungsleistungen; etwas anderer Ansatz noch bei BGH GRUR 1991, 540, 541 .. Gebührenausschreibung ").
Eine Störerhaftung scheidet wegen des Akzessorietätserfordernisses hingegen von vorneherein dann aus, wenn es schon zu keiner Rechtsgutverletzung der als Täter einer unlauteren Wettbewerbshandlung in Frage kommenden Personen gekommen ist (…vgl. BGH a.a.O. - "Ausschreibung von Vermessungsleistungen"; BGH NJW-RR 1991, 363 = WRP 1991, 157 = BauR 1991, 99 - "Gebührenausschreibung").
VG Cottbus, 30.09.2016 - 3 K 1101/13
Der Kostenvoranschlag stellt nach seiner Ausgestaltung keine Zusicherung eines Preises nach § 38 VwVfG dar, zumal eine solche bereits unzulässig wäre, da die Gebührenregelungen nicht zur Disposition der Beteiligten stehen (siehe Ausführungen unter 2. sowie BGH, Urteil vom 04. Oktober 1990 - I ZR 299/88 -, juris Rn. 21).
Es bestünde ansonsten die Gefahr, dass öffentliche Aufgaben auf Grund des Kostendrucks schlecht bzw. unzureichend erfüllt würden (vgl. BGH, Urteil vom 04. Oktober 1990 - I ZR 299/88 -, juris Rn. 21).
VG Köln, 16.09.2003 - 2 K 6160/01
Rechtmäßigkeitsvoraussetzungen eines Kostenbescheids zur Geltendmachung der …
LG Berlin, 24.11.1993 - 94 O 91/93
Grundpreisauszeichnungspflicht eines Frischkäseproduktes
KG, 04.11.1996 - 22 W 4592/96
Verweisung einer Streitigkeit bei Unzuständigkeit eines Gerichts