Source: https://wild-campen.de/rechtslage-in-deutschland/?replytocom=138
Timestamp: 2019-10-17 22:52:24
Document Index: 117020132

Matched Legal Cases: ['§123', '§303', '§306', '§18', '§14', 'Art. 18', 'Art. 18', '§ 59', '§ 28', '§ 37', '§35']

Rechtslage in Deutschland – Wild Campen
Veröffentlicht am 23. September 2017 25. September 2017 von Mirco
„Deine Freiheit endet da, wo die deiner Mitmenschen beginnt“ – Und in Deutschland, wo 229 Menschen pro Quadratkilometer leben, ist die Grenze meist schnell erreicht. Daher wird in Deutschland unglaublich vieles durch Gesetze geregelt. Wer sich im Paragraphendschungel zum Thema Wildzelten zurechtfinden möchte, sollte hier unbedingt weiterlesen.
Im Folgenden kannst du die allgemeine rechtliche Lage beim Wild Campen in Deutschland einsehen.
Es werden Antworten auf Fragen geliefert wie zum Beispiel:
Ist wildcampen in Deutschland erlaubt? Darf man in Deutschland wild campen?
Ist wild camping in Deutschland verboten?
Welche Strafen drohen für wildcampen in Deutschland?
Es handelt sich hierbei aber nicht um eine Rechtsberatung und ersetzt eine solche im Zweifel auch nicht. Bei größeren Problemen sollte man einen Anwalt einschalten.
Bevor ich auf die konkrete Rechtslage zum Wildcamping in Deutschland eingehe möchte ich nochmal auf die Verhaltensregeln und Tipps zum wild campen hinweisen.
Wer nicht gerade in einem Naturschutzgebiet oder einem fremden Vorgarten Zeltet wird in der Praxis meist keine Probleme bekommen.
Außerdem: Wer sich nicht erwischen lässt bekommt auch keine Probleme…
Immer zu beachten ist, dass nicht nur das „Wildcampen“ an sich bestraft werden kann, sondern unter Umständen weitere Regelungen zu einer Strafe führen können. Auf diese speziellen Regelungen (z.B.: Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung, Naturschutzgebiete usw..) wird am Ende dieser Seite eingegangen.
Abseits dieser besonderen Regelungen stellt das „normale“ wild campen nie eine Straftat, sondern nur eine Ordnungswidrigkeit dar. Diese kann aber mit Geldbuße belegt werden, mehr dazu unten.
Der Schwerpunkt der folgenden Ausführungen liegt auf dem wild campen mit Zelt. Auf wildcamping mit dem Wohnmobil oder Auto weise ich gesondert hin.
Generell gilt in Deutschland:
Das einschlägige Gesetz ist meist das Landes-Waldgesetz des entsprechenden Bundeslandes. Was dort nicht geregelt ist wird durch das Bundes-Waldgesetz bestimmt. Daher kann es sein, dass in den verschiedenen Bundesländern Deutschlands unterschiedliche Regelungen zum Campen in der Wildnis existieren.
Die Gesetzestexte findet man hier: Dejure.org
Generell kann man aber sagen:
Auf Öffentlichem Gebiet darf nur an speziell gekennzeichneten Orten gezeltet werden. Ansonsten ist das übernachten im Zelt verboten.
Auf Privatgelände darf nur mit Einverständnis des Besitzers gecampt werden.
Unter offenem Feuer versteht man meist Lagerfeuer und Grillfeuer.
Offenes Feuer ist im Abstand von 100Metern zum Waldrand verboten. Dies gilt auch für offenes Licht (Kerzen, Fackeln, Laternen).
Das Rauchen von Zigaretten kann auch verboten sein. In jedem Fall dürfen selbstverständlich keine glühenden Kippen weggeworfen werden.
Dies dient dem Brandschutz und wird auch nicht gern gesehen. Bußgelder erhöhen sich im Zusammenhang mit Feuer meist drastisch.
Übrigens: Auch Campingkocher gelten als „offenes Feuer“!
Tipp: Grauzone „Lagern“
Lagern bedeutet einfach rasten oder „Pause machen“ und ist selbstverständlich erlaubt. Der Übergang zwischen campen und lagern ist fliessend, sodass meist nicht geklärt werden kann ob der „Täter“ nun einfach lagert oder schon campiert.
Lagern kann man auch mit einem Biwaksack oder einem Schirm als Ersatz für das Zelt. Auch ein Tarp, Poncho oder nur ein Schlafsack/Isomatte sind möglich.
Biwakieren ist das »Kampieren außerhalb von Campingplätzen während eines kurzen, durch den Anlass gebotenen Zeitraumes im hochalpinen Gelände«.
Unter Kampieren versteht man meist das »Nächtigen von Personen in mobilen Unterkünften, wie Zelten, Wohnwägen, Kraftfahrzeugen, Wohnmobilen, Mobilheimen und dergleichen im Rahmen des Tourismus«. In der Regel ist das Biwakieren aber vom Verbot des Kampierens ausgenommen.
Es handelt sich dabei aber um eine rechtliche Grauzone. Wird man erwischt oder angesprochen sollte man auf der sicheren Seite bleiben und sich glaubwürdig „herausreden“, dass man nur Vögel beobachtet oder den Sonnenuntergang geniesst.
Nicht zu empfehlen ist es über mehrere Tage am selben Ort zu „lagern“ und/oder Müll zu hinterlassen sowie Schaden (Lagerfeuer) anzurichten.
Keine Grauzone ist allerdings, entgegen so manchem Wunschdenken, das Zelten auf (öffentlichen) Wegen. Dies stellt eine genehmigungspflichtige Sondernutzung dar.
Erwischt! Was nun – Folgen
Die typischen Personengruppen die dem Wildcamper Probleme bereiten sind: Förster, Polizei, Privatgrundeigentümer und „engagierte“ Mitbürger
Hält man sich an die Regeln des gesunden Menschenverstandes und an die hier entwickelten Verhaltensgrungsätze passiert in der Regel nichts Schlimmes.
Man wird, meist höflich, gebeten kein Müll zu hinterlassen und sich zu benehmen. Im schlimmsten Fall wird man verwarnt (mit Aufnahme der Personalien) und aufgefordert weiterzuziehen.
Übrigens: Jäger können dir keine Weisungen geben oder dich zu etwas zwingen. Dazu ist nur die Polizei befugt!
Anders ist das mit Forstbeamten. Diese üben in Wäldern Hoheitsrechte aus und sind befugt Ausweise zu kontrollieren oder, in Extremsituationen, auch Leute vorübergehend festzunehmen.
Kommen mehrere negative Faktoren zusammen muss man aber mit einem Bußgeld rechnen. Dieses wird dann pro Person verhängt.
Solche negativen Faktoren sind vor Allem: Müll, Feuer, Naturschutzgebiete, unangebrachtes Verhalten
Oftmals kommt man schon mit einem Verwarngeld von 5€ davon. Meistens werden verkraftbare Bußgelder von 5€ – 80€ verhängt.
Die möglichen Bußgelder reichen aber weit nach oben: Bis zu 500€ (Pro Person!) sind möglich. Dies wird aber nur die Ausnahme sein, denn dazu muss man sich schon etwas geleistet haben. Beispiele hierfür sind wilde, ausgelassene Parties mit Ghettoblaster und Lagerfeuer im Naturschutzgebiet….
Wie oben angesprochen können durch das Wildcampen auch besondere Delikte verwirklicht werden.
Diese wirken oft Bußgelderhöhend oder stellen sogar eine Straftat dar. Auch zivilrechtliche Folgen können entstehen.
Wird ein solcher Straftatbestand verwirklicht ist aber damit zu rechnen, dass das Verfahren eingestellt wird oder „nur“ eine Geldbuße / Sozialstunden verhängt werden.
Hausfriedensbruch, §123 StGB
Wer vorsätzlich gegen den Willen des Berechtigten in dessen befriedete Besitztum eindringt begeht den Hausfriedensbruch. Befriedetes Besitztum ist, einfach gesagt, erkennbar abgegrenzte Gebiet (im Zweifel: Wiesen die durch Hecken, Zäune, Mauern oder mehr geschützt sind).
Wer nur auf einer nicht-abgegrenzten Wiese eines Bauern zeltet begeht den Hausfriedensbruch nicht (es sei denn, er wird aufgefordert zu gehen und tut das nicht). Der Besitzer kann dich dann auffordern zu gehen und evtl. vorhandenen Müll zu entsorgen oder Schaden zu ersetzen (s.u.).
Sachbeschädigung, §303 StGB
Strafbar ist nur die vorsätzliche Sachbeschädigung. In jedem Fall gilt: der Täter hat den Schaden zu ersetzen bzw. zu beseitigen.
Beim kurzweiligen Aufstellen eines Zelt auf einer Wiese oder im Wald entsteht in der Regel kein Schaden. Anders sieht es allerdings bei einem Kornfeld oder einer Zierwiese aus.
Zelten in einem bepflanzten Rapsfeld kann zum Beispiel eine Sachbeschädigung sein und zum Schadensersatz verpflichten!
Brandstiftung, §306 StGB
Brandstiftung ist das vorsätzliche oder fahrlässige (unerlaubte) Inbrandsetzen eines nicht dazu bestimmten Sachgutes.
Mit Feuer muss man beim wildcampen immer sehr vorsichtig sein. Delikte im Zusammenhang mit Feuer ziehen oft hohe Strafen und Schadensersatzansprüche nach sich.
KategorienWild Campen in Deutschland
61 Antworten auf „Rechtslage in Deutschland“
2. Juli 2010 um 08:40 Uhr
Es kommen nicht 233 Menschen auf einem Quatmeter… das wäre wohl etwas unrealistisch.
2. Juli 2010 um 13:45 Uhr
Danke, wurde berichtigt .-)
7. Januar 2014 um 22:13 Uhr
Lass zur Not einfach deine Personalien aufschreiben und einigt euch einfach mit den Leuten die euch „erwischen“ dass ich alles sorgfältig hinterlasst… solltet ihr dies nicht tun kann man euch ja immernoch anzeigen…. Dieser entgeht ihr natürlich wenn ihr dann auch alles sorgfältig hinterlasst. Ich hab hier in S-H mit der taktik nur gute erfahrung gemacht!
Schwirak sagt:
7. Februar 2015 um 23:50 Uhr
er hat ja auch QuadratKILOmeter geschrieben… 😉
7. Februar 2015 um 23:51 Uhr
ah, sorry 😀
dom kind sagt:
12. Juni 2015 um 11:55 Uhr
van omme sagt:
28. März 2017 um 12:34 Uhr
Eine quadratkilometer ist ein million quadratmeter.
Jens Willer sagt:
31. Juli 2018 um 13:24 Uhr
Quadratkilometer…siehe oben
21. Juli 2010 um 09:01 Uhr
guter Artikel, sehr hilfreich soweit.
Plane gerade einen Zelttrip durch die Republik. Dieser soll auf Sylt enden. Hast du hierzu Infos, was gerade auf der Insel beachtet werden sollte? hab von generellem WIldcampingverbot gelesen (klar) und von dirversen Naturschutzgebieten. Wollten aber gern ein Zeltplatz meiden.
Vielleicht weisst ja hierzu etwas.
21. Juli 2010 um 09:54 Uhr
Spontan habe ich keine weiteren Infos zum wild campen auf Sylt. Ich habe im Moment auch keine Zeit das genauer zu recherchieren.
Ich würde mich freuen, wenn du die Frage im Forum nochmal stellen würdest.
Vielleicht findet sich dort schneller eine Antwort.
Ich werde aufjedenfall bald einige Nachforschungen dazu anstellen. In ca. 2 Wochen habe ich hoffentlich weitere Informationen.
7. August 2010 um 20:01 Uhr
Zum thema wildcampen auf Sylt:
Ich hab da mal ein jahr zivi gemacht, und hab des öfteren gehört, dass das recht schwierig ist. zunächst mal besteht die Sylter Natur zum größten teil aus Naturschutzgebieten, da sollte man meiner Meinung nach nicht unbedingt campen.
Schwierig ist es auch, nach Absprache auf privatgrundstücken zu Zelten denn: Wenn ein Sylter Besuch hat, ist er dazu verpflichtet sich darum zu kümmern, dass die jenigen Kurtaxe zahlen. Das werden deshalb nur die wenigstens mitmachen, es sei denn natürlich, ihr zahlt Kurtaxe.
Ich würde mich eventuell spät abends mit nem Schlafsack (am besten ohne Zelt) an den Weststrand legen. Am besten nicht direkt in Westerland.
Weparo sagt:
27. September 2010 um 21:11 Uhr
jo, gut geschrieben, ist mir ne hilfe, schon schade das wir immer verbote haben, wegen so n‘ paar deppen die sich nicht behnehmen können. Da sollten die gesetze mal überarbeitet werden, ne bürgerbewegung wär toll…
gruss weparo
26. März 2011 um 19:33 Uhr
und zwar wollte ich mit nem Kumpel in einer Kiesgrube mit Baggersee eine Nacht übernachten aber halt da wo uns niemand sehen würde… so am Gebüsch mit Bundeswehr-Zelt. Soll ich den Eigentümer der Kiesgrube fragen oder einfach die Nacht „riskieren“ und hoffen das uns niemand erwischt???
26. März 2011 um 20:25 Uhr
Mein Tipp: Frag den Eigentümer um Erlaubnis! Normalerweise sind das auch nette Menschen die euch euren Spass nicht verderben werden.
Ob du ohne Erlaubnis dort nächtigen willst musst du entscheiden. Lies dir dazu aber diesen Artikel durch:
http://wild-campen.de/verhaltensregeln/
>Keine Grauzone ist allerdings, entgegen so manchem Wunschdenken, das Zelten auf (öffentlichen) Wegen. Dies stellt eine genehmigungspflichtige Sondernutzung dar.<
Im bayrischen Stassen und Wegegesetz ist die Sondernutzung §18a definiert als etwas das keine Allgemeinnutzung nach §14 ist. Die ist wiedrum gegeben wenn etwas nicht vorwiegend zu anderen zwecken genutzt wird. Also die doppelte Verneinung !!!
Ein Container auf der Strasse ist Sondenutzung weil sein einziger zweck nichts mit Verkehrszwecken gemein hat. (zu Verkehrszwecken gehören auch die "kommunikativen Verkehrszwecke"..)
Wenn man aber den ganzen tag auf öffentlichen verkehrsflächen lebt (wie ich seit 2003 als "penner mit laptop"), dann ist das schlafen auf öffentlichen verkehrsflächen nicht die vorwiegende Nutzung. Ergo ist es noch durch den Allgemeingebebrauch gedeckt und damit KEINE Sondernutzung.
Das sollte auch für jeden wanderer gelten, der ein paar wochen durch bayern wandert um natur und leute kennenzulernen. Der darf nach dem bayrischen strassen und weggegesetz auch auf öffentlichen verkehrsflächen schlafen. Ich bevorzuge eine ruhige Sackgasse im Wohngebiet oder den grasstreifen an einem wegrand.
(im WHG u BayWG ist übrigens auch ein Algemeingebrauch fixiert, wesswegen das übernachten im kanu auf dem fluss durchaus auch erlaubt sein kann.)
alias Robo Diogenes
http://www.robodurden.com
7. April 2011 um 11:35 Uhr
Werde das mal überprüfen und ggf. anpassen!
7. April 2011 um 12:10 Uhr
meine argumentation nützt natürlich nur, wenn man auch den mut hat, vor gericht zu ziehen. ich hab hier im kleinen städchen einige jahre am schönsten fleck der altstadt und DIREKT vorm Landratsamt mit meinem fahrradanhänger gelebt und geschlafen. Irgendwann hat dann doch mal der polizeichef zwei seiner polizisten losgeschickt, mich da wegzumachen. Ich hab den (ausnahmsweise netten) Polizisten obige Rechtsauffassung erklärt, dann sind sie wieder in ihr Polizeiauto gestiegen und kamen nicht wieder.
Davon abgesehen bin ich der Auffassung, dass grundlegende lebenstätigkeiten wie „atmen“, „essen“, „schlafen“ IMMER auf öffentlichen verkehrsflächen erlaubt sein MÜSSEN. Wer also das leben eines obdachlosen wählt (recht auf freie entfaltung), der hat meiner meinung nach immer das Recht, auf öffentlichen strassen, wegen und plätzen zu essen, schlafen, atmen, etz..
Und der bayrische Paragraph zur Sondernutzung lautet auch
„Art. 18a
(1) 1 Werden Autowracks oder andere Fahrzeuge verbotswidrig abgestellt oder wird sonst eine Straße ohne die erforderliche Erlaubnis nach Art. 18 benutzt oder kommt der Erlaubnisnehmer seinen Pflichten nicht nach, so kann die Straßenbaubehörde die erforderlichen Anordnungen erlassen. 2 Sind solche Anordnungen nicht oder nur unter unverhältnismäßigem Aufwand möglich oder nicht erfolgversprechend, so kann sie den rechtswidrigen Zustand auf Kosten des Pflichtigen beseitigen oder beseitigen lassen.
Ein solcher Paragraph kann allein schon wegen seiner Formulierung „beseitigen lassen“ prinzipiell nicht auf Menschen angewandt werden. Wenn schon explizit „Autowacks“ angeführt werden wird klar, dass sich diese Art der Sondernutzung nur auf Objekte beziehen kann. Eventuell das „Zelt“, nicht aber der Mensch.
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6. Juli 2011 um 11:48 Uhr
ich möchte mit meiner Freundin zwei Tage hintereinander am Strand der Ostseeküste in Schleswig-Holstein zelten. Ohne Grillen und so, wirklich nur nachts schlafen und morgens direkt weiterziehen. Auch ohne Müll zu hinterlassen.
In der Nähe ist ein Campingplatz und ein Wald.
Dürfen wir jetzt oder nicht?
8. Juli 2011 um 11:58 Uhr
Ralph der Camper sagt:
20. Juli 2011 um 17:43 Uhr
sehr hifreich danke
Pingback: Feuer im Naturschutzgebiet
Präsident sagt:
2. September 2011 um 13:15 Uhr
…bin ich froh, dass ich in deutschland leben darf…
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Jaegermeister sagt:
3. Juli 2012 um 18:13 Uhr
Darf ich hoeflich ergaenzen: das. Mit den Jägern…das ist sachlich so zumindest nicht ausreichend umfassend eroertert. Richtig sollte es heissen: Nicht der gemeine Jaeger, aber der bestätigte Jagdaufseher des jeweiligen Jagdrevieres in dem wir hier wild campen, hat die Befugnisse eines Polizeibeamten und ist sigar im Sinne des Gesetzes Hilfsbeamter der Staatsanwaltschaft!
So, genug klug gesch**sen;-)
3. Juli 2012 um 18:19 Uhr
Ich werde das Thema Jäger und Wild Campen dann nochmal unter Beachtung deiner Hinweise überarbeiten. Leider hab ich im Moment sehr wenig Zeit.. Aber danke!!
21. August 2012 um 11:19 Uhr
ich wollte fragen wie das mit minderjährigen in BaWü aussieht, ich über nachte gerne im Wald, aber meistens nur auf dem Privat grundstück eines Freundes, wollte aber mal eine mehrtägige tour machen und meine Mutter hat angst das es dann eine Anzeige oder der Gleichen gibt.
21. August 2012 um 11:33 Uhr
Auf Privatgrundstücken von Freunden brauchst du dir keine Sorgen machen – sofern diese damit einverstanden sind!
Ansonsten gilt für dich als Minderjähriger das gleiche wie für alle anderen auch 🙂
Jelle sagt:
3. Mai 2013 um 11:34 Uhr
Wild campen ist zum Beispiel in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein erlaubt, allerdings nur unter strengen Auflagen.
11. Mai 2015 um 18:12 Uhr
Unter welchen Auflagen ist das da erlaubt?
Wir wollen im Sommer mit 3 Kindern (6; 4 und 2 Jahre) mit dem Rad von Berlin nach Usedom fahren. Da die beiden Großen selbst fahren, kann es sein, dass wir es nicht bis zum nächsten Zeltplatz schaffen und auch ab und zu mal wild campen müssen…
Würde mich sehr interessieren, wie das geregelt ist
14. Juni 2013 um 12:05 Uhr
ich und meine freunde hatten vor an einem öffentlichen platz zu zelten und zwar auf einer wiese am wasser. dies soll allerdings nur über ein paar std sein weil wir meinen geburtstag (und den eines kumpels) nachfeiern wollen in den ferien d.h wir würde zelte mitnehmen bissl was zu trinken und einen CD player zum musik hören. die wiese ist außerhalb von wohngebieten d.h wir würden dort eigentlich niemanden stören. wir würden gegen 23:00 uhr die zelte aufbauen falls die ersten schon müde werden und am nächsten Tag sehr früh (so gegen 7:00uhr) wieder alles abbauen und aufräumen. was kann uns schlimmsten falls passieren wenn wir erwischt werden.? (das ist weder in waldgegend also ohne jäger bzw. förster, noch in der nähe von einem wohngebiet)
8. Juli 2013 um 22:10 Uhr
Danke für die gute Seite. Sehr sinnvoll mal das alles gesammelt darzustellen.
Eine Frage allerdings in die Runde:
Nehmen wir mal an, das Wildcampen unterliegt keinen spezielle örtlichen Verboten (zB Schild der Ortsverwaltung, Rechtsverordnung im Naturschutzgebiet oder ähnliches…)
Im Wald regeln wie im Artikel geschildert die Landeswaldgesetze das Zelten.
Was aber ist außerhalb des Waldes? Im Bundesnaturschutzgesetz (dies regelt im GGS zum Bundeswaldgesetz deutlich detaillierter und lässt den Landesgesetzen weniger Gestaltungsspielraum) steht meiner Meinung nach nix dazu.
Was also ist die Rechtsgrundlage für das Verbot außerhalb des Waldes? Es muss ja eine geben…
(ich möcht jetzt hier keine Haare spalten, une es ist klar dass das jetzt keine direkte praktische Relevanz hat und auch ich der Meinung bin, dass das zelten kein Problem ist wenn man sich störungsarm verhält – dennoch würde mich interessieren wo das geregelt ist….)
Private_Paula sagt:
3. September 2013 um 21:04 Uhr
Rechtsgrundlage sind die § 59-62 Bundesnaturschutzgesetz.
Die Landesnaturschutzgesetze können dazu nähere,auch abweichende Regelungen treffen. Z.B. im Landesnaturschuztgesetz MeckPom geregelt im § 28 NatSchAG M-V – Zelten und Aufstellen von beweglichen Unterkünften. Zelten ist danach in M-V unmotorisiert für eine Nacht gestattet, gleiches gilt für Schleswig-Holstein (§ 37 LNatSchG S-H). Zu beachten ist das jeweilige Landesrecht.
22. August 2013 um 12:42 Uhr
Das stimmt so nicht mit den Förstern und Jägern!
Auch Jäger haben das Recht Ausweise zu kontrollieren oder wenn keiner vorhanden ist die Personen zu stellen bis die Polizei da ist, sofern der Jäger auch der Pächter ist. Nachzulesen im Jagdrecht.
15. Mai 2014 um 14:51 Uhr
Ich leite eine Pfadfindergruppe und eine Gruppe im Alpenverein.
Als ich noch in den Gruppen war, sind wir regelmäßig (vor allem in Bayern) wandern gewesen und haben unser Nachtlager dann irgendwo aufgeschlagen.
Da ich nun selbst Gruppen leite und das als Kind immer super fand, würde mich interessieren wie das in Bayern so ist. Darf ich einfach wildcampen?
Vielleicht kann mir ja jemand weiterhelfen, indem er darüber bescheid weiß oder zumindest wo ich dies nachlesen kann. Vielen Dank schon mal.
13. Juli 2014 um 14:34 Uhr
Lieber Vince
Leider nicht korrekt,Jäger und alle anderen Bürger können nur bei einer Straftat!!! und der gefahr das der Straftäter sich schleicht,ohne feststellung der personalien, bei wahrung der Verhältnismäßigkeit dich festsetzen, zur Not auch mit körperlicher Gewalt!.Dies Kann jeder Bürger ,also auch in der U-Bahn , in der Eisdiele oder sonstwo .wichtig ist eine Straftat keine OWI. Weisst Du dich glaubhauft aus (Perso Führerschein) darfst Du theoretisch nicht festgesetzt werden.
27. Juli 2014 um 16:42 Uhr
Ich besitze eine kleine Wiese am Waldrand. Möchte
Meinen Geburtstag dort feiern. Es ist nun die
Frage darf ein Jagtpächer es mir verbieten.
Und wenn nicht kann ich auch öfter mal feiern?
Wir machen auch Feuer aber weit genug weg vom
Wald..wäre für eine Antwort sehr dankbar.
Peeetee sagt:
Jagdpächter dürfen dir nur verbieten das Wild zu „beunruhigen“. Dazu zählt eigentlich laut BundesJagdGesetz nur das mobile Nachstellen von Wild an seinen Äsungs- und Brutplätzen. Nun ist die Frage, liegt die Wiese direkt im Revier des Jägers?
10. August 2014 um 20:08 Uhr
„Auf wildcamping mit dem Wohnmobil oder Auto weise ich gesondert hin.“ – wo denn?
Jo-Jo sagt:
Wie wäre es auf größeren unbepflanzten Flächen irgendwo in der pampa
8. Mai 2016 um 15:21 Uhr
das hab ich mich auch gefragt! vielleicht kann sich der verfasser des textes mal melden?
Sven Matthiesen sagt:
13. Februar 2015 um 19:12 Uhr
Zum Thema: Anders ist das mit Forstbeamten. Diese üben in Wäldern Hoheitsrechte aus und sind befugt Ausweise zu kontrollieren oder, in Extremsituationen, auch Leute vorübergehend festzunehmen.
… festnehmen kann nur die Exekutive und ein Förster gehört hier nicht dazu! Er kann aber nach dem sogenannten „Jedermann §“ handeln und die betroffene Person festhalten bis die Polizei eintrifft!
Vielleicht änderst Du dies, ich finde Deine Seite ansonsten sehr gut und danke Dir für diese Ratschläge.
13. Februar 2015 um 23:35 Uhr
Die Regelungen zum wildcampen and zelten, schlicht gesagt , zum
leben draussen, dienen dem Schultz des Kapitalismus
Mr. S sagt:
jedes Land regelt seine Gesetze über den Wald und die Landschaftsverordnung selbst. (NWaldLG)
In Niedersachsen gelten dadurch andere Gesetze als in anderen Bundesländern. Nach §35 Abs. 1 gilt:
(1) In Wald, Moor und Heide sowie in gefährlicher Nähe davon ist es verboten, in der Zeit vom 1.März bis zum 31. Oktober Feuer anzuzünden oder zu rauchen. Dies gilt nicht für Waldbesitzende, sonstige Grundbesitzende und Personen, die zu diesen in einem ständigen Dienst- oder Arbeitsverhältnis stehen und für diese auf den Grundstücken Dienste oder Arbeiten verrichten, sowie für die dort zur Jagd Befugten.
Verbote können selbstverständlich vom Besitzer abhängig ausgesprochen werden.
Alle entsprechenden Gesetze der Länder findet man im Internet, man muss nur auch Willens sein diese etwas genauer zu studieren.
Pingback: Was habt ihr heute am CX-5 gemacht?
6. Juli 2015 um 16:55 Uhr
ich habe vor eine Fahrradtour mit 2 Freunden, von Sachsen über den Neiße Radweg, nach Stettin (polnische Ostsee) zu machen.
Dabei haben wir aber vor, in der freien Natur, spontan zu übernachten (1 Zelt), sprich Wildcampen.
So wie ich das verstanden habe, haben wir theoretisch wenig bis gar nichts zu befürchten, falls wir doch ‚erwischt‘ werden sollten ? Wäre nett wenn mir da jemand helfen könnte.
lagerfeuerfreund sagt:
17. Juli 2015 um 20:07 Uhr
wir haben wegen eines lagerfeuers im wald und 2 kleinen aufgebauten zelten allesamt (ca. 10 leute) eine aufforderung bekommen jeder ein verwarngeld von 35 euro zu zahlen. es steht auch drin „wenn sie die ordnungswidrigkeit nicht begangen haben, teilen sie bitte der behoerde den verantwortlichen mit.“
nun meine frage, wie stehen unsere chancen, dass nur einer als verantwortlicher zahlt und was hätte dieser an folgen zu erwarten?
vielen dank für informierte antworten bzw. erfahrungsberichte
22. Juli 2015 um 14:14 Uhr
Hi wollte fragen ob es erlaubt ist auf Privatgrundstücken zu zelten und auch zu grillen . Das Privatgrundstück gehört meinen Großeltern . Es liegt in der Nähe eines Baches und nicht nah an einem Wald oder Naturschutzgebiet
19. Juni 2016 um 09:48 Uhr
Ich möchte mit meiner Freundin auf einer Wiese(hardt) in Wuppertal für 2Nächte übernachten, morgens würden wir direkt weiterziehen. Ohne Feuer, wahrscheinlich ohne Zelt, und ohne dass wir jemanden stören ;).
Campieren wir jetzt weil wir übernachten, oder rasten wir weil wir kein Zelt haben?
16. August 2016 um 09:24 Uhr
Da Du ja auch von schlafen in Autos, Wohnmobiline, etc. sprichts, ist diese Artikel aus der DeutschenAnwaltsauskunft evtl. interessant. Dort wird beschrieben, dass das einmalige Übernachten auf öffentlichen Parkplätzen in Deutschland generell erlaubt ist:
https://anwaltauskunft.de/magazin/mobilitaet/auto/500/ist-es-erlaubt-im-auto-zu-schlafen/
Kevin sauerbier sagt:
16. September 2016 um 22:31 Uhr
Möchte nächstes Jahr mein erstes wildcamping Abenteuer erleben und zum campen gehört ein kleines lagerfeuer daher die Frage
Was passiert wenn ich erwischt werden würde mit einem minilagerfeuer? Und das was wäre wenn man dazu eine kleine alte Pfanne auf steinen stellt oder eine kleine feuerschale nutzen würde?
Zur Not ein minifeuerlöscher passt auch ins Gepäck.
Aber wie gesagt gehen wir davon aus Ich habe das Glück werde erwischt mit Zelt und feuer wie ich es beschrieben habe…
KarlosMrez sagt:
6. Januar 2017 um 01:08 Uhr
Hallo, ich komme aus Spanien und ich kann nicht alles verstehen. Also ich wohne gerade in Bremen, und ich wurde gern Deutschland am Wochenende sehr billig besuchen. Das heisst, z.b ein Wochenende zum Nordsee.
12. April 2017 um 22:40 Uhr
Wie sieht es aus mit St Peter ording am Strand?
21. April 2017 um 08:45 Uhr
Dort kenne ich mich leider (noch) nicht aus. Du könntest aber auf der facebook Seite einen Beitrag verfassen, vielleicht weiss die Community dort eine Antwort: http://facebook.com/WildCampingLife
28. Mai 2017 um 20:20 Uhr
Ich habe einen Arbeitskollegen der mir gestattet auf seinem Grundstück( etwas außerhalb an einem Waldstück gelegen) einen Wohnwagen zu stellen und das Grundstück zu nutzen. Direkt an das Gründstück steht ein bewohntes Haus. Heute kam der Hausbesitzer und fragte mich was ich mir erlauben würde. Ich müsste vorher die Nachbarn fragen. Das würde der gesunde Menschenverstand Gebieten. Ich sollte froh sein das die Polizei den Wagen noch nicht abgeschleppt hätte. Er wollte das Ordnungsamt anrufen.
Hab ich da was zu befürchten?
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Tomas Pan sagt:
1. November 2017 um 10:56 Uhr
Hier in Hamburg Wandsbek, genauere Beschreibung des Wild-Campens:
Im Eichtalpark (direkt Nähe des Baumarktes „Bauhaus“) wird seit einigen Monaten gezeltet (wild gecampt) von mindestens 6 – 10 Personen und 5 -8 Zelten. Dazu wird der Platz und das Gewässer stark vermüllt. Das scheint hier in Wandsbek wohl mittlerweile erlaubt zu sein, denn das Ordnungsamt unternimmt hier überhaupt nichts. Neuerdings stehen weitere Zelte im Verlauf des Eichtalparkes Richtung Tonndorf („Ölmühlenweg“/ „Am Stadtrand“). Mich würde persönlich sehr interessieren: Seit wann gilt hier das neue Rechtssystem für Wild – campen? Die Begrifflichkeit des Lagerns (wilden Lagerns!) scheint mittlerweile verändert zu sein und es scheint über Monate rechtlich erlaubt. Das Ordungsamt jedenfalls scheint hier offensichtlich nicht zuständig zu sein. Also Wildcamper können hier in den Eichtalpark in Wandsbek offensichtlich her kommen um zu längerfristig zu „Lagern“.
4. November 2018 um 16:59 Uhr
Ich würde gerne meinen Geburtstag an einem Fluss der in der Nähe meines Dorfes feiern, dieser Fluss (Ehle) liegt aber sonst eher im Dirgendwo. Allerdings habe ich keine Ahnung wem das Gelände gehört und weiß nicht ob ich es ,,wagen“ sollte dort zu feiern.
Über eine baldige Anwort würde ich mich sehr freuen.
schöne Grüße Joshua
29. November 2018 um 07:54 Uhr
Hi, also ich würde ohne Genehmigung dort nicht feiern. Wobei sich erstmal die Frage stellt, was verstehst du unter feiern ?
Wenn ich als Besitzer das mitbekommen würde, wäre ich wahrscheinlich nicht gerade begeistert eine Feier dort vorzufinden.
Such besser eine Alternative.
21. November 2018 um 17:09 Uhr
vielen Dank für die Darstellung der Rechtslage. Hier gibt es ja durchaus einige Punkte, die zu beachten sind und durchaus ihre Berechtigung finden.
Nichts desto trotz sollte man ( im Einklang der Natur ) auf ein solches Camping-Abenteuer nicht verzichten, wenn der Drang nach Naturfeeling vorhanden ist. Es ist etwas besonderes. ob Alleine, zu Zweit, mit Kindern oder in geselliger Runde.
Sofern hier keine großartigen „Hinterlassenschaften“ vorzufinden sind, sollte diesbezüglich doch nichts dagegen sprechen. Aber das sollte selbstverständlich sein, unabhängig in welchem Land man derzeit unterwegs ist.
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