Source: http://bus-stop.de/index.php?option=com_content&view=article&id=22&Itemid=131
Timestamp: 2018-01-21 02:22:25
Document Index: 231090467

Matched Legal Cases: ['§ 11', '§ 11', '§ 78', '§ 72', '§ 171', '§ 30']

Kurzkonzeption von Bus-Stop e.V.
im Folgenden „Bus-Stop“ e.V. genannt.
Zur Übertragung der Leistung der Jugendhilfe, gemäß § 11 SGB VIII, findet eine Kooperation zwischen dem Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf Berlin, Abt. Jugend, Jugendamt, Gesundheit und Umwelt, dahingehend statt, dass Bus-Stop ein Programm zur Integration von jungen Menschen und Familien mit Migrationshintergrund und zur Gewaltprävention für Menschen in Lichterfelde-Süd, im Besonderen der Thermometersiedlung und der Woltmannsiedlung, entwickelt und durchführt.
Die Arbeit mit geschulten Mentoren mit interkultureller Ausrichtung in der Thermometer- und Woltmannsiedlung soll soweit finanziell abgesichert werden, um darüber hinaus in dieser schwierigen Gegend die Situation der dort lebenden Menschen zu verbessern. Mentoren werden als Integrationsbeauftragte für Jung und Alt im Sozialraum tätig.
Dazu ist es nötig Drittmittel zu akquirieren, um regelmäßig Kiezmentoren auszubilden, bestehende Kiezmentoren zu coachen und an ihren Einsatzorten zu begleiten. Kiezmentoren werden hauptsächlich in der mobilen aufsuchenden Jugend- und Familienarbeit sowie in den Arbeitsfeldern der Sozialen Dienste der Justiz „Arbeit statt Strafe“ eingesetzt.
„ Bus-Stop“ e.V. führt mobile Jugendarbeit mit dem Ziel der Förderung der sozialen Integration sozial benachteiligter Jugendlicher und junger Erwachsener des Wohngebietes Thermometer/Woltmannsiedlung durch.
Die Belange der Kinder und Jugendlichen mit Migrationshintergrund, deren Anteil in der Thermometersiedlung 66,8% beträgt, findet dabei Berücksichtigung. Hierzu gehören der Erwerb von deutschen Sprachkenntnissen, die schulische, berufliche und familiäre Förderung, Gewalt- und Suchtprävention.
Durch gezielte Hilfestellung soll den Kindern, Jugendlichen und Familien zu größerer sozialer Kompetenz verholfen werden. Angebote zu Themen wie Umgang zwischen deutschen und nichtdeutschen Bürger/innen, Ausländerfeindlichkeit, Sucht und Gewalt u.a. sind Schwerpunkte dieser Jugendarbeit. Entwicklungspolitische Angebote bilden dabei die Grundlage, sich selbst mit dem eigenen Migrationshintergrund und dem daraus resultierenden Demokratieverständnis
auseinander zu setzen und seine Integrationseinstellung einzuschätzen bzw. zu hinterfragen.
Ziel ist es, die Jugendlichen und jungen Erwachsenen „von der Straße weg“ einzubinden. Sie sollen in ihrer Eigenverantwortung und sozialen Kompetenz gestärkt werden um Verhaltens-weisen positiv zu verändern. Darüber hinaus sollen sie lernen gesellschaftliche Verantwortung im Gemeinwesen, z.B. im Sozialraum zu übernehmen.
Dazu wird Bus-Stop mit ausgebildeten Mentoren arbeiten und weitere Mentoren gemäß seiner Konzeption ausbilden.
Inhalt, Form und Umfang der Leistung
„Bus-Stop" e.V. leistet gemäß § 11 Abs. 3,4 und 6 SGB VIII mobile Kinder- und Jugendarbeit, sowohl auf dem Gelände des interkulturellen Zentrums Bus-Stop, sowie auf den Straßen der Thermometer- und Woltmannsiedlung, wenn nötig den Gehgewohnheiten entsprechend, sozialraumübergreifend/grenzüberschreitend.
Die Jugendarbeit wird von Bus-Stop gemäß seiner Konzeption mobil und stationär in Form von offener und sozialpädagogischer Gruppenarbeit sowie freizeitpädagogischen, kulturellen und entwicklungspolitischen Angeboten durchgeführt.
Die mobilen Teams stehen den Jugendlichen und jungen Erwachsenen an den Werktagen und am Wochenende bedarfsorientiert und mit flexiblen Arbeitszeiten zur Verfügung.
Die Angebotszeiten werden mit unseren Kooperationspartnern sowie auch mit dem Jugendamt und der Polizei abgesprochen. Sie bewegen sich in den Zeiten von 9 Uhr – 22 Uhr.
Im Einzelfall wird individuelle Beratung in Bereichen persönlicher Lebensplanung, Bewältigung der Schul- und Berufsbildung, der Partnerschaft usw. angeboten. Gemeinsam mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind aus den Themen der Menschen Selbsthilfegruppen zu entwickeln, die ihre eigenen Ressourcen und Selbsthilfepotentiale stärken.
Ein Mentorenteam arbeitet im Bündnis für Bildung in kurzer Vernetzung mit der ansässigen Grundschule(Mercatorschule), dem Hort der Schule sowie den Kitas Outlaw und Reaumurstraße zusammen und führt täglich bzw. regelmäßig kreative Angebote und Projekte durch.
Mit der zusätzlichen Verantwortung des Bezirks, Menschen, die unter Flucht und Vertreibung leiden, aufzunehmen, arbeitet Bus-Stop in der Willkommenskultur und übernimmt bei dem Träger Gierso Betreuungsaufgaben mit kreativen Angeboten für Kinder und deren Familien in der Flüchtlingsgruppenunterkunft in der Klingsorstraße in Steglitz
Bus-Stop arbeitet kooperativ mit der Polizeidirektion 4 und deren Abteilungen eng zusammen. Die zusammen ausgebildeten Kiezmentoren werden gemeinsam zertifiziert .Der Polizeipräsident sowie der Innensenator von Berlin sind Schirmherren unseres Kiezmentoren-Programms seit 2006. Kiezmentoren arbeiten als Integrationslotsen für Jung und Alt im Kiez.
Berliner Justiz, Gerichts- und der Bewährungshilfe
Bus-Stop ist Kooperationspartner der ansässigen Inklusionsgrundschule(Mercatorschule), der Schulstation "Der rote Faden" von Tandem e.V. und des Hortes an der Mercator-Grundschule.
Im Rahmen des lokalen Bündnisses für Bildung: Kita Outlaw ,Kita Reaumurstraße.
Bus-Stop ist Kooperationspartner der Kindertagesstätte des freien Trägers Outlaw und der Kindertagesstätte des öffentlichen Trägers Reaumurstraße.
Gierso GmbH, Träger von Flüchtlingsgruppenunterkünften
Diakonisches Werk Steglitz/Zehlendorf, Stadtteilmütter
Bus-Stop ist Kooperationspartner der Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf und arbeitet in dem Lebensmittelausgabeprojekt "Laib&Seele" für bedürftige Bürger mit.
Deutsches Wohnen/ GSW
Bus-Stop ist Kooperationspartner der hiesigen Wohnungsbaugesellschaft GSW/Deutsches Wohnen.
Groth-Gruppe, Bauträgergesellschaft
Bus -Stop ist Kooperationspartner der Groth-Gruppe, welche als Bauträgergesellschaft den Sozialraum zukünftig erweitert (" Parks-Range").
Bus-Stop verpflichtet sich zum regelmäßigen Austausch mit dem Jugendamt und der Berliner Polizei im Rahmen von TIK (Programm zur Vermittlung von interkulturellen Kompetenzen).
Bus-Stop verpflichtet sich zur regelmäßigen Teilnahme an der regionalen Arbeitsgemeinschaft gemäß § 78 SGB Bereich VIII der Region B sowie der lokalen Stadtteilkonferenz.
In einem jährlichen Tätigkeitsbericht- entsprechend des im Land Berlin für die Einrichtungen der Jugendförderung geltenden Qualitätshandbuchs-, der die fachlich, inhaltliche Ausgestaltung und den Umfang der Angebote, Angaben zur Zielgruppe und einen Ausblick auf zukünftige Schwerpunkte und Vorhaben enthält, stellt Bus-Stop seine Arbeit dar.
Bus-Stop erklärt sich bereit, an der Evaluation der Angebote der bezirklichen Jugendarbeit durch das Jugendamt teilzunehmen.
Dienst- und Fachaufsicht, Haftung
„Bus-Stop“ e.V. übt die Dienst- und Fachaufsicht über seine Mitarbeiter/innen aus und haftet neben diesen für die von ihnen verursachten Schäden.
Regelung nach § 72 a SGB VIII
„Bus-Stop“ e.V. stellt sicher, dass bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben keine Personen beschäftigt oder vermittelt werden, die rechtskräftig nach dem §§ 171, 174-174c, 176-178a, 181 a, 182-184 f, 225, 232-233 a, 234, 235 oder 236 des Strafgesetzbuches verurteilt worden sind.
Zu diesem Zweck lässt sich Bus-Stop bei der Ausbildung, Einstellung und der Vermittlung von den betreffenden Personen in regelmäßigen Abständen, die ein Zeitraum von fünf Jahren nicht überschreiten dürfen, ein aktuelles erweitertes Führungszeugnis nach § 30 a des Bundeszentralregistergesetzes, das nicht älter als sechs Monate sein darf, vorlegen.
Dies gilt gleichermaßen für Honorarkräfte und ehrenamtlich Tätige, bei denen keine ständige Aufsicht durch fest angestellte Fachkräfte gegeben ist.