Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=06.03.2002&Aktenzeichen=XI%20R%2051/00
Timestamp: 2020-01-20 05:28:46
Document Index: 294365655

Matched Legal Cases: ['§ 19', '§ 24', '§ 34', '§ 19', '§ 24', '§ 24', '§ 34', '§ 19', '§ 24', '§ 34', '§ 24', '§ 24', '§ 19', '§ 24', '§ 24', '§ 3', '§ 24', '§ 34']

BFH, 06.03.2002 - XI R 51/00 - dejure.org
https://dejure.org/2002,1155
BFH, 06.03.2002 - XI R 51/00 (https://dejure.org/2002,1155)
BFH, Entscheidung vom 06.03.2002 - XI R 51/00 (https://dejure.org/2002,1155)
BFH, Entscheidung vom 06. März 2002 - XI R 51/00 (https://dejure.org/2002,1155)
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EStG §§ 19, 24 Nr. 1 Buchst. a, § 24 Nr. 2, § 34
Revision - Einkommensteuer - Parlamentswahl - Spitzenkandidat - Partei - Abfindung - Pensionsanspruch - Entschädigung
EStG § 19 § 24 Nr. 1 lit. a § 24 Nr. 2 § 34
§ 19, § 24 Nr. 1 Buchst. a und Nr. 2, § 34 EStG
Lohnsteuer; tarifbegünstigte Entschädigung bei Auflösung eines Arbeitsverhältnisses wegen Übernahme eines Regierungsamtes
BFHE 198, 468
NJW 2002, 311
NJW 2003, 311
DB 2002, 1637
BStBl II 2002, 516
NZG 2002, 887
Keine Entschädigung i.S. des § 24 Nr. 1 Buchst. a EStG, sondern Erfüllung im Sinne der genannten Rechtsprechung liegt demgegenüber vor, wenn bzw. solange das Dienstverhältnis fortbesteht und dementsprechend kein "Ersatz", sondern die für die Arbeitsleistung geschuldete Gegenleistung erbracht wird (…vgl. z.B. BFH in BFH/NV 2003, 745: bereits verdiente Tantiemen; BFH-Urteil vom 6. März 2002 XI R 51/00, BFHE 198, 468, BStBl II 2002, 516, unter II.2.: bloße Änderung der Zahlungsmodalität;… vom 27. November 1991 X R 10/91, BFH/NV 1992, 455).
Nach der Rechtsprechung des BFH ist die Auflösung des Dienstverhältnisses vom Arbeitgeber "veranlasst", wenn dieser die entscheidenden Ursachen für die Auflösung des Verhältnisses gesetzt hat (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 6. März 2002 XI R 51/00, BFHE 198, 468, BStBl II 2002, 516).
Die Auflösung des Dienstverhältnisses ist vom Arbeitgeber veranlasst, wenn dieser die entscheidenden Ursachen für die Auflösung gesetzt hat (vgl. BFH-Urteil vom 6. März 2002 XI R 51/00, BFHE 198, 468, BStBl II 2002, 516).
a) Nach der Rechtsprechung des BFH setzt die Annahme einer Entschädigung i.S. des § 24 Nr. 1 Buchst. a EStG voraus, dass der Steuerpflichtige bei der Aufgabe seiner Rechte unter einem nicht unerheblichen rechtlichen, wirtschaftlichen oder tatsächlichen Druck gehandelt hat; er darf das schadenstiftende Ereignis nicht aus eigenem Antrieb herbeigeführt haben (vgl. BFH-Urteil vom 6. März 2002 XI R 51/00, BFHE 198, 468, BStBl II 2002, 516, m.w.N.).
Unklar sei, ob dem Leitsatz des Urteils vom 6. März 2002 XI R 51/00 (BFHE 198, 468, BStBl II 2002, 516) entsprechend die kapitalisierte Abfindung von Versorgungsansprüchen tatsächlich keine Entschädigung mehr sein könne.
Auf S. 8 unter II. seines Urteils führt das FG aus, dass auch nach dem BFH-Urteil in BFHE 198, 468, BStBl II 2002, 516 die Teilabfindung nicht als begünstigte Entschädigung beurteilt werden könne.
Auch die Frage, ob der zu dem Urteil in BFHE 198, 468, BStBl II 2002, 516 formulierte Leitsatz 2 zu weit gefasst sei, ist keine Frage, aus der sich die grundsätzliche Bedeutung ergeben könnte.
b) Dieses Ergebnis steht im Einklang mit dem BFH-Urteil vom 6. März 2002 XI R 51/00 (BFHE 198, 468, BStBl II 2002, 516), nach dem das Ruhegehalt, das ein (früherer) Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer aufgrund Dienstvertrages zahlt, nach § 19 Abs. 1 Nr. 2 EStG ausdrücklich zu den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit und damit zu den Einkünften aus früherer Tätigkeit i.S. des § 24 Nr. 2 EStG gehört.
Sie finden ihre Rechtsgrundlage in der früheren Tätigkeit des Arbeitnehmers für seinen Arbeitgeber (vgl. BFH-Urteil in BFHE 198, 468, BStBl II 2002, 516; gl.A. Bundesministerium der Finanzen --BMF-- vom 18. Dezember 1998, BStBl I 1998, 1512, Tz. 6 ff.).
BFH, 10.11.2004 - XI R 51/03
Zumutbarkeit einer weiteren Zusammenarbeit ist keine Voraussetzung für die …
Die Auflösung des Arbeitsverhältnisses ist vom Arbeitgeber veranlasst, wenn dieser die entscheidenden Ursachen für die Auflösung gesetzt hat (vgl. zuletzt BFH-Urteil vom 6. März 2002 XI R 51/00, BFHE 198, 468, BStBl II 2002, 516, unter II. 3., m.w.N.).
Der Steuerpflichtige darf das schadenstiftende Ereignis nicht aus eigenem Antrieb herbeigeführt haben (BFH-Urteile vom 20. Juli 1978 IV R 43/74, BFHE 125, 271, BStBl II 1979, 9; vom 24. Oktober 1990 X R 161/88, BFHE 162, 329, BStBl II 1991, 337; vom 9. Juli 1992 XI R 5/91, BFHE 168, 338, BStBl II 1993, 27 und vom 6. März 2002 XI R 51/00, BFHE 198, 468, BStBl II 2002, 516).
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH), die auch das FG seiner Entscheidung zugrunde gelegt hat, setzt eine Entschädigung i.S. des § 24 Nr. 1 Buchst. a EStG voraus, dass der Ausfall der Einnahmen entweder von dritter Seite veranlasst ist oder, wenn der Steuerpflichtige bei dem zum Einnahmeausfall führenden Ereignis selbst mitgewirkt hat, der Steuerpflichtige unter rechtlichem, wirtschaftlichem oder tatsächlichem Druck gehandelt hat (vgl. BFH-Urteil vom 20. Juli 1978 IV R 43/74, BFHE 125, 271, BStBl II 1979, 9); der Steuerpflichtige darf das schadenstiftende Ereignis nicht aus eigenem Antrieb herbeigeführt haben (BFH-Urteil vom 6. März 2002 XI R 51/00, BFHE 198, 468, BStBl II 2002, 516).
a) Schadenstiftendes Ereignis war im Streitfall die Auflösung des Pensionsanspruchs (vgl. BFH in BFHE 198, 468, BStBl II 2002, 516).
FG Köln, 21.03.2007 - 7 K 2013/04
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