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Timestamp: 2018-09-23 23:30:26
Document Index: 60974751

Matched Legal Cases: ['§ 24', '§ 52', '§ 3', '§ 1', '§ 24', '§ 48', '§ 24', '§ 48', '§ 14', '§ 3', '§ 3', '§ 1', '§ 24', '§ 25', '§ 25', '§ 4', '§ 86', '§ 29', '§ 55', '§ 29', '§ 33', '§ 25', '§ 3', '§ 1', '§ 3', '§ 3', '§ 49', '§ 29', '§ 29', '§ 55', '§ 17']

ZDv 10/5 „Leben in der militärischen Gemeinschaft“
Stand: Mit eingearbeiteter Änderung 5 vom 04.06.2003
militärischen Gemeinschaft
Nachdruck: Februar 1999
mit eingearbeiteter Änderung 1
DSK FF140100270
Bonn, 22. Dezember 1993
Ich erlasse die Zentrale Dienstvorschrift
Die ZDv 10/5 "Innendienstordnung für die Bundeswehr", Ausgabe August 1981,
tritt hiermit außer Kraft und ist zu vernichten.
Federführung Führungsstab der Streitkräfte I 3
1. Diese Dienstvorschrift baut auf der ZDv 10/1 „Innere Führung“ auf, setzt den Rahmen für den Innendienst der Einheit und beschreibt die Grundlagen für das Leben in der
militärischen Gemeinschaft. Darüber hinaus enthält sie Vorgaben zur Hygiene, Gesunderhaltung, ärztlichen und zahnärztlichen Versorgung.
2. Diese Dienstvorschrift gilt im Geschäftsbereich des Bundesministeriums der Verteidigung (BMVg) für alle Truppenteile und militärischen Dienststellen im In- und Ausland. Sie wendet sich an alle Soldaten, insbesondere aber an Vorgesetzte, die für den Innendienst und die soldatische Ordnung in der Einheit verantwortlich sind oder hierfür
besondere Aufgaben wahrzunehmen haben.
Die in dieser Vorschrift verwendeten Begriffe „Soldat“, „Disziplinarvorgesetzter“,
„Raucher“ u.ä. sind geschlechtsneutral zu verstehen. Sie gelten sowohl für weibliche als
auch für männliche Soldaten.
Die Bestimmungen für das Verhalten in militärischen Unterkünften gelten auch für Personen, denen die Erlaubnis zum Wohnen in der Gemeinschaftsunterkunft erteilt wurde.
3. Die militärischen Organisationsbereiche können für ihre Bereiche dienstliche Anweisungen als ergänzende Befehle oder Richtlinien erlassen, z.B.:
- für räumlich weit auseinandergezogene, in Gruppen oder Trupps aufgeteilte Einheiten und Verbände,
- für Verbände im 24-Stunden-Dienst,
- für Wohnheime von Offizieren und Unteroffizieren,
- für den Dienst an Bord von Schiffen und Booten der Marine,
- für den Dienst während eines Auslandseinsatzes entsprechend den besonderen Bedingungen im Einsatzgebiet.
4. Der Gesamtvertrauenspersonenausschuss, der Hauptpersonalrat beim BMVg sind
beteiligt worden. Die Hauptschwerbehindertenvertretung beim BMVg ist gehört worden.
5. Änderungsvorschläge zu dieser Dienstvorschrift sind zu richten an:
Abteilung IV 4 Dv
Postfach 20 50 03
6. Beauftragte Stelle (ZDv 90/1 „Die Dienstvorschriften der Bundeswehr“ Nr. 206) für
diese Vorschrift ist das Zentrum Innere Führung.
Grundsätze ................................................................
Der Innendienst.........................................................
Verantwortlichkeiten................................................
Organisation des Innendienstes...............................
a) Dienstpläne.............................................................
b) Dienstablauf ...........................................................
c) Ausgangsregelung ..................................................
d) Sonderdienste .........................................................
e) Aushang .................................................................
Ordnung in militärischen Unterkünften ................
Allgemeines................................................................
Verhalten in der Unterkunft....................................
Stuben- und Spindordnung .....................................
Revierreinigen, Bekleidung und
persönliche Ausrüstung............................................
Hygiene, Gesunderhaltung, ärztliche/zahnärztliche
Versorgung ................................................................
Allgemeine Bestimmungen.......................................
Ärztliche und zahnärztliche Versorgung................
Sanitäre Anlagen und Einrichtungen
Besonderheiten bei Auslandseinsätzen ...................
a) Ausgangsregelung ..................................................
b) Besucherregelung...................................................
c) Stuben- und Spindordnung.....................................
d) Aushang .................................................................
Die Haar- und Barttracht der Soldaten........................
Dienstanweisung für den Kompaniefeldwebel
(Muster) ......................................................................
Dienstanweisung für den Unteroffizier vom Dienst
(Anhalt).......................................................................
Tagesdienstplan ..........................................................
Wochendienstplan (Anhalt) ........................................
Notfallplan ..................................................................
Spindordnung (Anhalt) ...............................................
Bettenbau (Anhalt)......................................................
Persönliche Hygiene ...................................................
Krankenmeldeschein...................................................
Merkblatt für Soldaten bei Erkrankung außerhalb des
Standortes ...................................................................
Formblatt „Belehrung“ ...............................................
„Information und Werbung von Berufsverbänden und
Gewerkschaften der Beamten und Arbeitnehmer durch
Aushänge in Dienststellen im Geschäftsbereich des
BMVg“........................................................................
Die Anlage 1 „Die Haar- und Barttracht der Soldaten“ wird mit der nächsten Änderung
der ZDv 37/10 „Anzugordnung für die Soldaten der Bundeswehr“ in die ZDv 37/10 übernommen und mit der nächsten Änderung der ZDv 10/5 „Leben in der militärischen
Gemeinschaft“ aus der ZDv 10/5 entnommen.
101. Eine militärische Gemeinschaft besteht überall dort, wo Soldaten zur Erfüllung
eines gemeinsamen Auftrages Dienst leisten oder darauf angewiesen sind, zusammenzuleben.
Sie wird gefestigt durch gegenseitiges Vertrauen und Verständnis sowie durch Beteiligung,
verantwortliches und fürsorgliches Handeln, Disziplin und Gemeinschaftserlebnisse. Sie
bildet die Grundlage für Kameradschaft, Zusammengehörigkeit und erfolgreiches Zusammenwirken1.
102. Das Leben in der militärischen Gemeinschaft ist vor allem geprägt durch das Zusammenleben mit zunächst fremden Personen, häufige personelle Veränderungen und
einen organisierten Dienstablauf.
Klare Verantwortlichkeiten und eine verständliche Ordnung schaffen Verhaltenssicherheit und erleichtern das Zusammenleben.
103. Maßstab aller Ordnungsregeln ist es, Eingriffe in die persönliche Freiheit und
Selbstbestimmung des Einzelnen nur soweit vorzunehmen, wie es die Rechtsgrundlagen
erlauben und es der militärische Auftrag erfordert. Funktionalität und Disziplin sind wesentliche Faktoren des militärischen Dienstes. Sie stellen besondere Anforderungen an die
Soldaten, prägen ihr Verhalten und Auftreten und damit auch das Bild der Bundeswehr in
der Öffentlichkeit (Anlage 1).
104. Soweit die Besonderheiten des militärischen Dienstes es erlauben, sollen sich die
Anforderungen an das Verhalten im Dienst und in der militärischen Unterkunft an
gesellschaftlichen Normen orientieren.
105. Aufgabe aller Vorgesetzten ist es, wo immer möglich, Verantwortlichkeiten zu
übertragen und Freiräume zu gewähren. Alle Maßnahmen sollen auch für den Untergebenen nachvollziehbar sein. Vertrauen in den Vorgesetzten ist die Voraussetzung für bereitwilligen Gehorsam.
106. Die jungen Soldaten sind mit Einfühlungsvermögen und Verständnis an die Regeln
der soldatischen Ordnung heranzuführen. Die Erfüllung sich daraus ergebender Pflichten
muss sich für sie verständlich und sinnvoll herleiten lassen. Vorgesetzte und dienstältere
Soldaten leben die Pflichterfüllung vor, begründen sie immer wieder, fordern sie aber auch
Siehe auch Erlass „Umgang mit Sexualität“ (GenInsp - Fü S I 4 – Az 35-04-09 vom 20.12.2000) in
Führungshilfe für Vorgesetzte, Band 2 „Dienstaufsicht und Zusammenarbeit“, Teil A III
-2107 - 109
107. Betreuung und Fürsorge sind gesetzlich begründete Verpflichtungen des
Dienstherren. Für Vorgesetzte aller Ebenen sind sie ein wirksames Führungsmittel. Für die
dienstfreie Zeit sollen im Rahmen von Betreuung und Fürsorge Aktivitäten innerhalb der
Kasernen angeboten werden.
Der Disziplinarvorgesetzte unterstützt die Initiativen seiner Soldaten, insbesondere wenn
sie als Vertrauenspersonen oder als Schwerbehindertenvertretung tätig werden. Durch
stetige Information wird die Nutzung von Betreuungseinrichtungen gesteigert.
108. Die Beteiligung der Soldaten in dienstlichen Angelegenheiten trägt zu einem wirkungsvollen Dienstablauf und zu einer fürsorglichen Berücksichtigung der Belange des
Einzelnen bei. Sie fördert das Verständnis zwischen Vorgesetzten und Untergebenen und
festigt das gegenseitige Vertrauen. Einzelheiten regelt das Soldatenbeteiligungsgesetz.
109. Das offene, vertrauensvolle Gespräch, zu dem der Vorgesetzte immer bereit sein
muss und das er von sich aus suchen soll, baut Spannungen ab und fördert ein gutes
„Klima“.
201. Der Innendienst ist ein Sammelbegriff für sich wiederholende Abläufe, Dienste
und Maßnahmen, die für ein geordnetes Zusammenleben in der militärischen Gemeinschaft der Einheit1) unerlässlich sind.
202. Der nächsthöhere Disziplinarvorgesetzte übt die Dienstaufsicht auch über den
Innendienst der ihm unterstellten Einheiten aus; wo erforderlich, trifft er koordinierende
oder korrigierende Maßnahmen.
203. Der nächste Disziplinarvorgesetzte trägt die Verantwortung für den Innendienst
seiner Einheit.
Bevor Maßnahmen, die den Innendienst betreffen, im Dienstplan festgelegt werden, hat
der nächste Disziplinarvorgesetzte die Vertrauensperson2) anzuhören (vgl. § 24 Abs. 1
Soldatenbeteiligungsgesetz (SBG); ZDv 10/2, Anlage 1/14). Die Vertrauensperson kann
auch Vorschläge zu Maßnahmen des Innendienstes unterbreiten.
Im Rahmen seiner Dienstaufsicht überzeugt er sich vom ordnungsgemäßen Ablauf des
Innendienstes, gibt Anleitung und Unterstützung. Er legt die Aufgaben der Teileinheitsführer im Innendienst fest und befiehlt den Vertreter des Kompaniefeldwebels. Er überträgt Verantwortung und gewährt die Freiräume, die ein selbständiges Handeln ermöglichen.
204. Grundsätzlich hat jede Einheit einen Kompaniefeldwebel3) (KpFw). Der KpFw
- berät seinen Disziplinarvorgesetzten in Fragen des Innendienstes,
- leitet den Innendienst und den Geschäftsbetrieb im Auftrag seines Disziplinarvorgesetzten,
- vermittelt zwischen den Soldaten der Einheit und dem Disziplinarvorgesetzten und
ist dessen wichtigster Mitarbeiter bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben im
Der Begriff „Einheit“ (ZDv 1/50) steht in dieser und allen folgenden Nummern dieser Dienstvorschrift
auch für entsprechende andere Dienststellen, die keine TrTeile sind.
In für Soldaten personalratsfähigen Dienststellen haben die Soldatenvertreter im Personalrat in Angelegenheiten, die nur Soldaten betreffen, die Befugnisse der Vertrauensperson (§ 52 Abs. 1 SBG).
Gilt in gleicher Weise für diese und alle folgenden Nummern dieser Dienstvorschrift auch für Vorgesetzte in vergleichbarer Dienststellung. In Einheiten oder militärischen Dienststellen, deren STAN die
Dienststellung eines KpFw nicht vorsieht, bestimmt der nächste Disziplinarvorgesetzte den Verantwortlichen für den Innendienst.
- wirkt maßgeblich bei der Erziehung und Ausbildung der Unteroffiziere und Mannschaften sowie bei der Umsetzung der Leitsätze der Inneren Führung im Bereich der
Einheit mit,
- schafft die wesentlichen Voraussetzungen und trifft die notwendigen Folgemaßnahmen zur Unterstützung bei Einsätzen der Einheit.
Im Einzelnen sind die Aufgaben des KpFw in einer Dienstanweisung (Muster Anlage
2) zu befehlen.
205. Als fürsorglicher Berater und zentraler Ansprechpartner für alle Soldaten
und zivilen Mitarbeiter seiner Einheit hat der KpFw eine Schlüsselfunktion für die
Gestaltung der militärischen Gemeinschaft. Ein reger Kontakt zu den
Teileinheitsführern, den Vertrauenspersonen der Einheit, dem Truppenarzt, den
Militärgeistlichen, der Bundeswehrverwaltung und dem Sozialdienst ist Voraussetzung
für eine erfolgreiche Arbeit und Betreuung. Er nimmt entscheidenden Einfluss auf das
„Miteinander“ in der militärischen Gemeinschaft, auf den „Ton“ und das „Klima“ in der
206. Der KpFw steht unabhängig von der Dienstgradstruktur an der Spitze des Unteroffizierkorps der Einheit und soll durch Charakter, Können und Pflichterfüllung beispielgebend sein.
Er fördert den Zusammenhalt des Unteroffizierkorps.
207. Er ist Vorgesetzter mit besonderem Aufgabenbereich gemäß § 3 der Vorgesetztenverordnung (VorgV) gegenüber allen Unteroffizieren und Mannschaften seiner
Innerhalb seiner Teileinheit ist der KpFw unmittelbarer Vorgesetzter (§ 1 VorgV).
208. Der Teileinheitsführer soll der erste Ansprechpartner der ihm unterstellten
Soldaten sein. Das „Klima“ in der „kleinen Gruppe“ ist bestimmend für den Leistungsund Einsatzwillen der Soldaten.
209. Die Vertrauensperson gestaltet die militärische Gemeinschaft mit. Sie hat hierzu
ein Vorschlagsrecht (vgl. § 24 Abs. 2 und §§ 48-52 SBG; ZDv 10/2 Anlage 1/14).
Sie soll zur verantwortungsvollen Zusammenarbeit zwischen Vorgesetzten und Untergebenen sowie zur Festigung des kameradschaftlichen Vertrauens innerhalb des Bereichs beitragen, für den sie gewählt ist. Einzelheiten regeln das „Soldatenbeteiligungsgesetz“ und die ZDv 10/2 „Beteiligung der Soldaten durch Vertrauenspersonen“.
II. Organisation des Innendienstes
a) Dienstpläne
210. Der Dienstablauf wird durch Dienstpläne befohlen (Anlagen 4 und 5).
Der zuständige Disziplinarvorgesetzte legt Ziele und Inhalte der Ausbildung, mit Ausnahme der politischen Bildung und des lebenskundlichen Unterrichts, im Dienstplan
fest. Die zeitgerechte Beteiligung der Vertrauensperson bei Gestaltung des Dienstbetriebes ist zu beachten (vgl. § 24 Abs. 1 – 3 und §§ 48-52 SBG, ZDv 10/2 Anlage 1/14).
Der Dienstablauf ist so zu organisieren, dass dem Soldaten ausreichend Zeit zur Vorbereitung auf die jeweiligen Dienstvorhaben eingeräumt wird.
211. Der Tagesdienstplan (Anlage 4) regelt den täglich wiederkehrenden zeitlichen
Ablauf des Innen-, Ausbildungs-, Fach- und Funktionsdienstes.
212. Der Wochendienstplan (Anlage 5) legt den Ausbildungsstoff und den zeitlichen
Ablauf der Ausbildung sowie des Fach- und Funktionsdienstes fest. Er muss alle Angaben enthalten, die es dem Soldaten ermöglichen, sich gründlich auf den Dienst vorzubereiten. Daneben sind auch solche Tätigkeiten des Innendienstes aufzunehmen, die der
Tagesdienstplan nicht enthält (z.B. Waffenreinigen, Bettwäschetausch, Wehrsoldzahlung).
213. Der Schichtdienstplan regelt die Personaleinteilung und den zeitlichen Ablauf
des Schichtdienstes.
b) Dienstablauf
214. In der Gemeinschaftsunterkunft wohnende Soldaten bereiten sich nach dem
Aufstehen selbständig auf den Dienst vor. Im Einzelfall kann der Disziplinarvorgesetzte
ein allgemeines Wecken befehlen.
215. Die Befehlsausgabe bzw. Musterung führt der KpFw durch. Sie ist nach dienstlichen Erfordernissen anzusetzen. Eine Teilnahme der Offiziere befiehlt der Einheitsführer.
216. Zeit und Ort der Esseneinnahme richten sich nach den örtlichen Verhältnissen.
Innerhalb der festgelegten Zeiten gehen die Soldaten selbstständig zum Essen, sofern
nicht dienstliche oder organisatorische Gründe eine andere Regelung erfordern. Hierbei
soll ausreichend Zeit (mindestens 20 Minuten) zur Einnahme der Mittagsverpflegung
zur Verfügung stehen. Auf einen sauberen Anzug ist zu achten.
c) Ausgangsregelung
217. Nach Dienstschluss - die Dauer des Dienstes richtet sich dabei nach den militärischen Erfordernissen1) - haben dienstfreie Zeit und damit freien Ausgang:
- Mannschaften während der Dauer der Allgemeinen Grundausbildung/Grundeinweisung bis zum Zapfenstreich (23:00 Uhr), soweit sie zum Wohnen in der
Gemeinschaftsunterkunft verpflichtet sind2),
- Mannschaften nach Ablauf der Allgemeinen Grundausbildung/Grundeinweisung und Unteroffiziere ohne Portepee (oP) bis zum Frühstück, soweit sie zum
Wohnen in der Gemeinschaftsunterkunft und zur Teilnahme an der Gemeinschaftsverpflegung (Morgenkost) verpflichtet sind2)3),
- Offiziere und Unteroffiziere mit Portepee (mP) bis zum Dienstbeginn.
Dies gilt auch für Unteroffiziere oP und Mannschaften, soweit sie vom Wohnen in
der Gemeinschaftsunterkunft und/oder von der Teilnahme an der Morgenkost befreit
sind.2)3)
Unteroffiziere oP mit bestandener Feldwebel-/Bootsmannprüfung gemäß § 14 der Soldatenlaufbahnverordnung4) können vom Disziplinarvorgesetzten den Unteroffizieren mP
218. Freier Ausgang bezeichnet sowohl den Zeitraum als auch die Möglichkeit, für
einen Soldaten, sich nach eigenem Ermessen an einem Ort seiner Entscheidung unter
Berücksichtigung dienstlicher Erfordernisse aufhalten zu können.
Der Disziplinarvorgesetzte kann unter Berücksichtigung dienstlicher Erfordernisse oder
im Rahmen einer Disziplinarmaßnahme oder einer gerichtlichen Freiheitsentziehung
den freien Ausgang beschränken. Insbesondere kann der Disziplinarvorgesetzte den
freien Ausgang vor, während und nach besonderer dienstlicher Belastung, wie z.B. bei
Ausbildungsvorhaben, Übungen und Truppenübungsplatzaufenthalten, für die gesamte
Einheit oder für einzelne Soldaten beschränken.
219. Nachtruhe ist der Zeitraum, in dem auf bereits schlafende Kameraden besonders
Rücksicht zu nehmen ist. Lautes Verhalten und Störungen jeglicher Art haben zu unterbleiben.
Die Nachtruhe in der Einheit beginnt um 22.00 Uhr und endet mit dem im Tagesdienstplan des Folgetages festgelegten allgemeinen Wecken.
ZDv 14/3 „Wehrdisziplinarordnung und Wehrbeschwerdeordnung“, B 160 „Erlaß Erzieherische Maßnahmen“
ZDv 70/1 „Die Liegenschaften der Bundeswehr“, Anlage 1 zum Anhang Teil A
VMBl 1997 S. 39
ZDv 14/5 „Soldatengesetz“, Teil C „Laufbahnrecht“
220. Zapfenstreich ist der Zeitpunkt, ab dem Soldaten, die dem Zapfenstreich unterliegen, im Bett zu sein haben. Er ist auf 23.00 Uhr festgelegt.
Dem Zapfenstreich unterliegen Mannschaften während der Dauer der Allgemeinen
Grundausbildung/Grundeinweisung, soweit sie zum Wohnen in der Gemeinschaftsunterkunft verpflichtet sind und keinen Nacht- oder Wochenendausgang haben.
221. Nachtausgang kann der Disziplinarvorgesetzte den Mannschaften, die dem Zapfenstreich unterliegen, unter Berücksichtigung der Erfordernisse der Einsatzbereitschaft
und des Ausbildungsauftrages, der dienstlichen Belastung und Leistung des Soldaten
sowie der Erfordernisse der Fürsorge gewähren. Gewährter Nachtausgang kann im
Rahmen des Erlasses „Erzieherische Maßnahmen“ widerrufen werden.
Der Nachtausgang beginnt ab dem Zapfenstreich und endet spätestens zum Frühstück.
222. Wochenendausgang und damit freien Ausgang haben Soldaten, die an Wochenenden nicht zu einem Dienst eingeteilt sind, ab Freitag nach Dienst. Der Wochenendausgang für Soldaten, die dem Zapfenstreich unterliegen, soll im allgemeinen am Montag 01.00 Uhr beendet sein. Die Rückkehrzeiten sollen unter Berücksichtigung der
dienstlichen Notwendigkeiten, der Fürsorgepflicht und der berechtigten Interessen der
Soldaten festgesetzt werden.
Diese Regelung ist an dienstfreien Tagen während der Woche entsprechend anzuwenden.
223. Treten während der Abwesenheit eines Soldaten Umstände ein, die sein rechtzeitiges Eintreffen zu Dienstbeginn/zum Dienst verhindern, hat er seine Einheit unverzüglich zu benachrichtigen. Die Rückreise ist ohne Verzug anzutreten bzw. fortzusetzen, wenn die Ursache für die Verhinderung nicht mehr besteht.
d) Sonderdienste
224. Sonderdienste zur Überwachung des Innendienstes und zur Aufrechterhaltung der
soldatischen Ordnung der Einheit befiehlt der nächste Disziplinarvorgesetzte.
Der nächsthöhere Disziplinarvorgesetzte kann, sofern die örtlichen Gegebenheiten und
Sicherheitserfordernisse dies zulassen, die Genehmigung erteilen, für mehrere ihm unterstellte Einheiten gemeinsame Sonderdienste einzuteilen.
225. Sonderdienste im Innendienst können sein:
- Feldwebel vom Wochendienst bzw. Bootsmann vom Wochendienst (FvW/BvW)
Der FvW/BvW überwacht in der Zeit vom Dienstschluss bis zum Dienstbeginn die
Einhaltung der soldatischen Ordnung und den Innendienst in einer oder mehreren
Er ist Vorgesetzter mit besonderem Aufgabenbereich gemäß § 3 VorgV gegenüber
allen Unteroffizieren und Mannschaften der Einheit bzw. der Einheiten, für die er
eingeteilt ist; mit Ausnahme des/der KpFw, der Oberstabsfeldwebel bzw. Oberstabsbootsmänner und seiner unmittelbaren Vorgesetzten. Diesen Dienst versehen Unteroffiziere mP. Einzelheiten befehlen die zuständigen Vorgesetzten.
- Unteroffizier vom Dienst (UvD)
Der UvD überwacht die Durchführung der Anordnungen und Maßnahmen für den
Innendienst in einer oder mehreren Einheiten. Er nimmt grundsätzlich am Dienst seiner Einheit teil. Er ist Vorgesetzter mit besonderem Aufgabenbereich (§ 3 VorgV)
gegenüber allen Soldaten der Einheit bzw. der Einheiten, für die er eingeteilt ist, die
der eigenen oder einer niedrigeren Dienstgradgruppe angehören, seine unmittelbaren
Vorgesetzten ausgenommen.
Diesen Dienst versehen Unteroffiziere oP, Unteroffizieranwärter mit bestandener
Unteroffizierprüfung und dienstältere, erfahrene Mannschaftsdienstgrade. Mannschaftsdienstgrade sind in einer besonderen Einweisung auf diesen Dienst vorzubereiten.
Wird ein UvD gemäß Nr. 224 für mehrere Einheiten eingeteilt, ist er durch einen Gefreiten vom Dienst bzw. Matrosen vom Dienst zu unterstützen.
(Anhalt für eine UvD-Dienstanweisung Anlage 3)
- Gefreiter vom Dienst bzw. Matrose vom Dienst (GvD/MvD)
Der Dienst als GvD/MvD kann als eigenständiger Dienst sowie zur Unterstützung
des UvD angesetzt werden. Wird er zur Unterstützung des UvD eingeteilt, so ist er
diesem unterstellt, aber nicht sein Vertreter und deshalb in diesem Aufgabenbereich
kein Vorgesetzter.
Wird der GvD/MvD als eigenständiger Dienst eingesetzt, ist eine Dienstanweisung
zu erstellen. Der GvD/MvD hat keine Vorgesetztenfunktion.
Grundsätzlich werden diese Sonderdienste ohne Handwaffen geleistet. Über Ausnahmen entscheiden die Vorgesetzten.
Der Kasernenkommandant1) ist verantwortlich für Sicherheit, Ordnung und Disziplin
in den gemeinsam genutzten Anlagen und Einrichtungen des Kasernenbereichs. Er
kann, wenn es die Sicherheitslage in Ausnahmefällen erfordert, dem UvD und dem
GvD/MvD Sicherheitsaufgaben gemäß § 1 UZwGBw2) übertragen.
ZDv 40/1 VS-NfD „Aufgaben im Standortbereich“, Nr. 516
ZDv 14/9 „Unmittelbarer Zwang und besondere Befugnisse“
226. Der KpFw genehmigt und überwacht im Auftrag des Disziplinarvorgesetzten eine
gerechte und ausgewogene Einteilung der Soldaten zu den Sonderdiensten. Dabei berücksichtigt er nach Möglichkeit Vorschläge der Betroffenen. Die Vertrauensperson ist
zu beteiligen (§ 24 Abs. 1 und 2 SBG, ZDv 10/2 Anlage 1/14). Änderungen in der
Diensteinteilung oder zeitweise Vertretungen sind nur mit Genehmigung des KpFw
227. Soldaten im Truppensanitätsdienst sind zu diesen Sonderdiensten nur mit Zustimmung ihres Fachvorgesetzten heranzuziehen.
228. Teilnehmer an Lehrgängen sind unmittelbar vor Prüfungstagen zu diesen Sonderdiensten nicht einzuteilen.
e) Aushang
229. Befehle von allgemeiner Bedeutung für die Einheit, z.B. Dienstpläne,
Diensteinteilungen, Kompaniebefehle, Kasernenbefehle, Kasernensonderbefehle, sind
am Schwarzen Brett auszuhängen.
Die Befehle müssen die Unterschrift oder den Sichtvermerk des Disziplinarvorgesetzten
oder des KpFw tragen.
Jeder Soldat hat sich an den Tagen, an denen für ihn Dienst angesetzt ist, selbstständig über Neuaushänge oder Änderungen zu unterrichten.
230. Nachfolgende Hinweise sind durch Aushang an der Informationstafel bekanntzugeben:
- Erreichbarkeit der Vertrauenspersonen,
- Anschrift der/des Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages: Platz der Republik
1, 11011 Berlin,
- Erreichbarkeit und Sprechstunden des örtlichen Personalrates,
- Erreichbarkeit der örtlichen Schwerbehindertenvertretung, der Bezirksschwerbehindertenvertretung (wenn keine örtliche bestellt) bzw. der Hauptschwerbehindertenvertretung,
- Erreichbarkeit der Ansprechstelle für spezifische Probleme weiblicher Soldaten,
- Erreichbarkeit der zuständigen Frauenbeauftragen,
- Erreichbarkeit und Informationen der Militärseelsorge,
- Erreichbarkeit des Sozialdienstes,
- Informationen der Berufsverbände und Gewerkschaften (Anlage 13),
- öffentliche Zustellungen nach dem Verwaltungszustellungsgesetz (Diese Bestimmung ist gemäß VMBl 1975 S. 113 in der gleichen Weise auszuhängen wie die durch
öffentliche Bekanntmachung zuzustellenden Schriftstücke),
- Erreichbarkeit der Freizeitbüros,
- Angebote des Berufsförderungsdienstes.
Der Aushang weiterer Informationen bedarf der Genehmigung des Disziplinarvorgesetzten, er kann diese Befugnis auf andere Soldaten übertragen.
231. In den UvD-Zimmern aller Truppenteile und Dienststellen sind die Telefonnummer des UvD und/oder des Geschäftszimmers der zuständigen und durchgehend besetzten Sanitätseinrichtung und die Telefonnummern der Militärgeistlichen deutlich sichtbar auszuhängen. Für räumlich auseinandergezogene, abgesetzte
oder aufgeteilte Truppenteile sind darüber hinaus - den jeweiligen örtlichen Verhältnissen angepasst - eigene Notfallpläne (Anlage 6) aufzustellen.
Ordnung in militärischen Unterkünften
301. Der Unterkunftsbereich wird den Einheiten vom Kasernenkommandanten zugewiesen.
302. Bauliche Maßnahmen zur Verschönerung der Unterkünfte bedürfen der Zustimmung der Standortverwaltung.1)
303. Zu jedem Raum innerhalb eines militärischen Bereiches gehören mindestens jeweils ein Gebrauchs- und ein Reserveschlüssel.
Verantwortlichkeiten, Verwahrorte, Nachweisführung, zugriffsberechtigter Personenkreis und Regelung bei Verlust sind vom Einheitsführer in einer Schlüsselordnung
304. Umweltgerechtes Handeln ist ein Teil der soldatischen Ordnung. Jeder Soldat hat
sich grundsätzlich so zu verhalten, dass Ressourcen geschont und unnötige Umweltbelastungen vermieden werden. Einzelheiten regelt die ZDv 70/1 „Die Liegenschaften der
Bundeswehr“ und das auf Standortebene zu beachtende „Umwelt-ABC“; Anregungen
gibt die Unterrichtsmappe zum Ausbildungsgebiet „Umweltschutz“.
Die Standortverwaltung berät und unterstützt die Truppe in Fragen des liegenschaftsbezogenen Umweltschutzes.
305. Die Freigeländebetreuung obliegt der zuständigen Standortverwaltung mit Geländebetreuungsaufgaben. Vorstellungen der Truppe sind mit dem Leiter des Geländebetreuungsdienstes (GBD) bzw. dem Leiter der Außenstelle GBD abzustimmen.
ZDv 70/1 „Die Liegenschaften der Bundeswehr“ Nr.713 und 714
II. Verhalten in der Unterkunft
306. Das enge Zusammenleben in der Unterkunft verpflichtet zu Toleranz und Rücksichtnahme, Ordnung und Sauberkeit.
Dienstlich bereitgestellte Sachen sind schonend und pfleglich zu behandeln.
Der Gebrauch von Strom, Heizung und Wasser sowie der Verbrauch von Reinigungsmitteln hat sparsam und umweltbewusst zu erfolgen.
Abfall ist möglichst gering zu halten. Die Bestimmungen zur Trennung von Abfall- und
Verwertungsstoffen sind durch jeden Unterkunftsbenutzer einzuhalten.
Einzelheiten der Entsorgung regelt die ZDv 70/1 „Die Liegenschaften der Bundeswehr“
bzw. das für den Standort von der zuständigen Standortverwaltung erstellte Entsorgungskonzept oder Umwelt-ABC.
307. Für die Gemeinschaftsräume in den Unterkünften legen die zuständigen Vorgesetzten, soweit erforderlich, Benutzungsordnungen fest. Die Vertrauensperson ist zu
beteiligen (vgl. § 25 Abs. 3 SBG; ZDv 10/2 Nr. 261 Abs. 2).
Für Raucher und Nichtraucher sind getrennte Bereiche zu schaffen. Ist dies nicht
möglich, gilt für den Gemeinschaftsraum Rauchverbot.
Für Messen, Cafeterien und vergleichbare Einrichtungen von schwimmenden Einheiten
der Marine können abweichende Regelungen in Benutzungsordnungen festgelegt werden, sofern bei den jeweiligen Nutzern Einvernehmen darüber besteht.
Ä 308. Folgende Einrichtungen sind im Sinne des § 25 Abs. 1 der Wehrdisziplinarordnung Gemeinschaftsräume:
- Betreuungseinrichtungen (z.B. Kfz-Pflegehallen, Bastelräume, Kegelbahnen, Fotolabors),
- Mannschafts-, Unteroffizier- und Offizierheime,
- behelfsmäßige Betreuungseinrichtungen (Heimräume in Unterkunftsgebäuden),
- sonstige Räume (z.B. Lese-, Fernseh-, Aufenthaltsräume).
Diese Einrichtungen darf ein Soldat, gegen den eine verschärfte Ausgangsbeschränkung
mit der Auflage, keine Gemeinschaftsräume zu betreten, verhängt worden ist, während
der Vollstreckung nicht betreten.
Sportstätten zählen nicht zu den Gemeinschaftsräumen, sondern sind Ausbildungseinrichtungen.
309. Die Soldaten dürfen private Besuche innerhalb der Unterkünfte empfangen. Die
Besuchszeit endet eine halbe Stunde vor Beginn der Nachtruhe. Der Vorgesetzte, der für
die betroffene Unterkunft zuständig ist, entscheidet über Ausnahmen und regelt das Nähere.
310. Gästen von Bundeswehrangehörigen oder von Einheiten der Bundeswehr kann
die Erlaubnis zur Übernachtung in der Gemeinschaftsunterkunft erteilt werden. Hierfür
gelten die Voraussetzungen der Wohnerlaubnis für Nichtangehörige der Bundeswehr
gemäß ZDv 70/1 „Die Liegenschaften der Bundeswehr“ (Anhang Teil A, Anlage 2,
Buchstaben E und F).
311. Es ist untersagt, Tonträger (z.B. Schallplatten, Musikkassetten, CD), Bildträger
(z.B. Bilder, Fotos, Filme, Video, CD), Datenträger (z.B. Disketten, CD), Schriften,
Fahnen, Figuren, Abzeichen oder ähnliche Gegenstände in den Unterkunftsbereich bzw.
den Bereich der militärischen Dienststelle auch nur vorübergehend einzubringen, die
- sich gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung1) richten,
- Kennzeichen oder Propagandamittel verfassungswidriger Organisationen2) darstellen
- zum Hass gegen Teile der Bevölkerung oder gegen nationale, rassische, religiöse oder durch ihr Volkstum bestimmte Gruppen aufstacheln, zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen gegen sie auffordern oder sie beschimpfen, böswillig verächtlich machen oder verleumden,
- Gewalttätigkeiten gegen Menschen in einer Art schildern, die eine Verherrlichung oder Verharmlosung solcher Gewalttätigkeiten ausdrückt oder in einer die Menschenwürde verletzenden Weise darstellt.
Darüber hinaus ist es untersagt, Gegenstände, die
- sich gegen die Bundeswehr richten,
- für eine politische Gruppe werben,
- geeignet sind, andere zu verunglimpfen oder in ihrem Ansehen herabzusetzen,
- das allgemeine Schamgefühl verletzen,
in dienstlichen Bereichen aufzuhängen, auszulegen oder in anderer Weise zugänglich zu
Von den genannten Verboten sind Gegenstände ausgeschlossen, die der staatsbürgerlichen Aufklärung, der Abwehr verfassungswidriger Bestrebungen, der Kunst oder der
Wissenschaft, der Forschung oder der Lehre, der Berichterstattung über Vorgänge des
Zeitgeschehens oder der Geschichte oder ähnlichen Zwecken dienen.2)
In Zweifelsfällen entscheidet der nächste Disziplinarvorgesetzte, gegebenenfalls unter
Einbeziehung des Rechtsberaters und/oder des MAD.
§ 4 Abs. 2 des Bundesverfassungsschutzgesetzes und ZDv 10/1 Innere Führung Nr. 210
§§ 86, 86a des Strafgesetzbuches
III. Stuben- und Spindordnung
312. Die Stube in der Gemeinschaftsunterkunft ist der Wohnbereich des Soldaten. Der
Disziplinarvorgesetzte kann, sofern keine dienstlichen Interessen entgegenstehen, private Einrichtungs- bzw. Ausstattungsgegenstände mit der Maßgabe zulassen, die Gegenstände (z.B. Mobiliar/Elektrogeräte) vor Auszug aus der Gemeinschaftsstube so
rechtzeitig aus der Unterkunft zu entfernen, dass die Stubenbelegschaft die Übergabefähigkeit melden kann. Der Bund haftet bei Verlust oder Beschädigung nicht. Einzelheiten
sind in einer Stubenordnung zu regeln.
313. Die Zusammensetzung der Stubengemeinschaft regelt der KpFw. Die Teileinheitsführer und die Vertrauensperson sollen gehört werden (ZDv 10/2 Nr. 256).
Die Unterbringung der Soldaten erfolgt grundsätzlich nach Geschlecht getrennt. Sofern
die Gegebenheiten an Bord von Schiffen und Booten der Marine dies nicht zulassen, ist
der Schutz der Intimsphäre bei Belegung von Kammern und Decks von Soldaten beiderlei Geschlechts durch organisatorische Maßnahmen sicherzustellen.
Raucher und Nichtraucher sind getrennt unterzubringen. Ist dies nicht möglich, gilt
für die betreffende Stube Rauchverbot.
314. Stube und Spind sind aufgeräumt und sauber zu halten und mindestens einmal
wöchentlich gründlich zu reinigen. Das Reinigen der Stube regelt die Stubengemeinschaft in eigener Verantwortung.
Kontrollen der Stube durch Vorgesetzte sind auf das notwendige Maß zu beschränken.
Das Betreten einer Stube ist zuvor durch deutliches Anklopfen an die Stubentür anzukündigen; dieses gilt nicht bei angekündigten Stubendurchgängen, Spindkontrollen und
Das Betreten / die Kontrolle von Stuben von Soldaten, denen die freiwillige Inanspruchnahme einer Gemeinschaftsunterkunft gegen Entrichtung einer Unterkunftspauschale
genehmigt wurde, soll durch Vorgesetzte grundsätzlich nur in Gegenwart der Nutzer
und nur bei Vorliegen zwingender dienstlicher Gründe erfolgen. Eine Kontrolle ist dem
Nutzer zeitgerecht anzuzeigen.
Von dieser Grundsatzregelung kann dann abgewichen werden, wenn besondere Umstände und Situationen ein sofortiges Handeln erforderlich machen (z.B.: Rohrbruch,
Fensterbruch, Einbruch in die Stube, Brand u.ä.).
315. Der Spind des Soldaten ist zur Unterbringung der dienstlichen Bekleidung, der
persönlichen Ausrüstung und der Privatsachen bestimmt. Er ist durch ein Namensschild
zu kennzeichnen und beim Verlassen der Stube zu verschließen.
Das Wertfach ist abzuschließen oder durch ein Vorhängeschloss zu sichern.
Eine Spindordnung (Anlage 7) hilft dem Soldaten, den verfügbaren Raum bestmöglich
Getränke und Lebensmittel sind unter Beachtung der Lebensmittelhygiene (siehe ZDv
46/28) nur im Essenfach des Spindes aufzubewahren. Geschirr und Besteck sind nach
316. Private Schusswaffen (sowohl Waffen, für die eine waffenrechtliche Erlaubnis
erforderlich ist, als auch Waffen, die ohne waffenrechtliche Erlaubnis erworben werden
können) der Soldaten dürfen nur mit schriftlicher Zustimmung des Disziplinarvorgesetzten in Liegenschaften der Bw eingebracht und aufbewahrt werden.
Die Schusswaffen sind in einem separat verschließbaren Behältnis zu verwahren, zu
dem nur der berechtigte Soldat Zugang hat. Der Zugriff anderer Personen ist zu verhindern.
Private Munition/Munitionsteile und -komponenten dürfen ebenfalls nur mit schriftlicher Zustimmung des Disziplinarvorgesetzten in Liegenschaften der Bw aufbewahrt
werden. Die Munition ist wie vergleichbare Munition der Bw aufzubewahren. Für die
sichere Aufbewahrung und zweckentsprechende Verwendung ist der berechtigte Soldat
unter Beachtung der gesetzlichen bzw. militärischen Bestimmungen verantwortlich.
Zur sicheren Aufbewahrung gehören insbesondere:
- die Verhinderung von Munitionsdiebstählen,
- der Schutz der Munition vor äußeren Einflüssen (z.B. Hitze, Feuer).
Vor der Zustimmung sind durch den Disziplinarvorgesetzten die waffenrechtlichen Voraussetzungen zu prüfen.
317. Die Spindkontrolle hat den Zweck, die Sauberkeit, Ordnung und Einsatzfähigkeit
der Bekleidung und persönlichen Ausrüstung zu überprüfen.
Der Disziplinarvorgesetzte entscheidet, wer zur Spindkontrolle berechtigt ist. Sie ist in
Gegenwart des Soldaten vorzunehmen. Das Wertfach darf nur der Disziplinarvorgesetzte einsehen. Private Gegenstände werden nicht kontrolliert.
318. Durchsuchung und Beschlagnahme nach den Vorschriften der Wehrdisziplinarordnung und der Strafprozessordnung sind keine Spindkontrolle. Sie sind ausschließlich
dafür vorgesehen, ein Dienstvergehen oder eine Straftat aufzuklären.
319. Das Bett ist mit einem Namensschild zu versehen. Es ist vom Soldaten nach Benutzung wieder ordentlich herzurichten (Anlage 8). Einzelheiten regelt die Stubenordnung der Einheit.
IV. Revierreinigen, Bekleidung
320. Die Soldaten sind für das Reinigen der Reviere, der Bekleidung und der persönlichen Ausrüstung selbst verantwortlich.
321. Für die Reviere der Gemeinschaftsunterkunft stellt der KpFw einen Revierreinigungsplan auf. Die Vertrauensperson kann Vorschläge unterbreiten (ZDv 10/2 Nr.
256). An der Reinigung der festgelegten Bereiche sind auch die Soldaten zu beteiligen,
die nicht in der Gemeinschaftsunterkunft wohnen.
322. Räume in den Truppenunterkünften, für deren Reinigung die Standortverwaltung
zuständig ist1), sind nach Entscheidung des Disziplinarvorgesetzten ausnahmsweise von
Soldaten zu reinigen, wenn zivile Arbeitskräfte ausnahmsweise nicht zur Verfügung
stehen. Reinigungsmittel stellt die Standortverwaltung zur Verfügung.
323. Jeder Soldat hat für den ordnungsgemäßen Zustand und die Vollständigkeit seiner
Bekleidung und persönlichen Ausrüstung selbst zu sorgen. Er hat die einfachen Erhaltungsarbeiten (Pflege) vorzunehmen und sich um erforderliche Instandsetzungen zu
Stark verschmutzte Bekleidung und persönliche Ausrüstung sind außerhalb der Stuben
in den dafür vorgesehenen Räumen oder im Freien zu reinigen.
Aus dienstlichen Gründen kann Soldaten befohlen werden, die persönliche Ausrüstung
und die Handwaffen anderer Soldaten während der Dienstzeit zu reinigen.
324. Besondere Putz- und Flickstunden (Zeugdienst) sowie ein großes Revierreinigen2) sind bei Bedarf (z.B. während oder nach Übungen, bei Versetzungen und Kommandierungen oder zu den Entlassungsterminen) zu befehlen.
Die Abgrenzung der Reinigungspflicht zwischen der Truppe und der Standortverwaltung ist in der ZDv
70/1 „Die Liegenschaften der Bundeswehr“ (Kapitel 8) geregelt.
siehe auch ZDv 70/1 „Die Liegenschaften der Bundeswehr“, Kapitel 8
Hygiene, Gesunderhaltung,
ärztliche/zahnärztliche Versorgung
401. Der Soldat hat alles in seinen Kräften Stehende zu tun, um seine Gesundheit zu
erhalten oder wiederherzustellen. Er darf seine Gesundheit nicht vorsätzlich oder grob
fahrlässig beeinträchtigen.
Alle Vorgesetzten, besonders die Disziplinarvorgesetzten und der Truppenarzt bzw.
-zahnarzt, sorgen dafür, dass die Soldaten die zur Hygiene und Gesunderhaltung erlassenen Anweisungen einhalten.
402. Das Zusammenleben in der Gemeinschaft und die Art des Dienstes verpflichten
den Soldaten zu strenger Beachtung der Gebote der persönlichen Hygiene (Anlage 9).
403. Während des Dienstes und der Dienstunterbrechungen ist der Genuss alkoholischer Getränke grundsätzlich verboten. Ausnahmen bedürfen der Genehmigung des
Disziplinarvorgesetzten.
Die Vermeidung von Alkoholmissbrauch in der militärischen Gemeinschaft ist Aufgabe
aller Vorgesetzten. Richtlinien über das Verhalten gegenüber betrunkenen Soldaten,
Hinweise für Vorgesetzte und Maßnahmen im Rahmen der Kameradenhilfe sind in einer Führungshilfe1) zusammengefasst.
404. Der Missbrauch von Betäubungsmitteln stellt eine erhebliche Gefahr für die
Gesundheit dar und kann die psychische und physische Einsatzbereitschaft der betroffenen Soldaten beeinträchtigen.
Bereits der erstmalige und geringfügige Konsum „weicher“ Drogen wie Haschisch oder
Marihuana kann nicht vorhersehbare Wirkungen haben. Selbst nach einem symptomfreien Intervall von mehreren Tagen kann es zu einem Wiederaufflammen des Rausches
kommen. In diesem Zustand sind unkontrollierte Reaktionen nicht auszuschließen.
Auch aufputschende und scheinbar leistungsfördernde Drogen wie z.B. Ecstasy bergen
ein erhebliches Gefährdungspotential für die Gesundheit und können zu gravierenden
Persönlichkeitsveränderungen führen.
Allgemeiner Umdruck Nr. 300 Führungshilfe für Kommandeure und Einheitsführer - Suchtproblematik-;
siehe auch G1-Hinweis „Verhalten gegenüber betrunkenen Soldaten“
Daher ist der unbefugte Besitz und/oder Konsum von Betäubungsmitteln für Soldaten im und außer Dienst verboten. Stets hat der nächste Disziplinarvorgesetzte den
Sachverhalt disziplinar zu würdigen. Bei freiwilligen zusätzlichen Wehrdienst Leistenden ist gemäß dem Erlass BMVg - Fü S I 1 - Az 24-09-10 vom 04.12.1996 vorzugehen.
Daneben kommt gegebenenfalls eine Entlassung aus dem Grundwehrdienst gemäß § 29
Abs. 1 Nr. 6 oder Abs. 4 Nr. 2 des Wehrpflichtgesetzes in Betracht. Bei Soldaten auf
Zeit ist eine fristlose Entlassung gemäß § 55 Abs. 5 des Soldatengesetzes zu prüfen.
Darüber hinaus begeht der Soldat eine unter Umständen mit Freiheitsentzug bedrohte
Straftat, wenn er unbefugt Betäubungsmittel herstellt, erwirbt, besitzt oder abgibt
(§§ 29-30a des Betäubungsmittelgesetzes), so dass der Vorfall an die Staatsanwaltschaft
Ä abzugeben ist (§ 33 Abs. 3 Satz 1 der Wehrdisziplinarordnung - ZDv 14/3 B 117 Anhang 1).
Im Rahmen der notwendigen Drogenprävention sind Soldaten innerhalb der ersten Wochen nach Diensteintritt in Zusammenarbeit mit dem Truppenarzt über die Gefahren des
Betäubungsmittelmissbrauchs aufzuklären. Über die straf- und dienstrechtlichen Folgen
sind sie aktenkundig zu belehren (Anlage 12). Konsumenten von Betäubungsmitteln
sind dem Truppenarzt vorzustellen.
II. Ärztliche und zahnärztliche Versorgung
405. Der Soldat hat Anspruch auf unentgeltliche truppenärztliche Versorgung. Es
kann ihm jedoch nicht befohlen werden, sich gegen seinen Willen einer Behandlung zu
Jeder Soldat ist verpflichtet, in Notfällen unverzüglich Erste Hilfe zu leisten und ärztliche oder sanitätsdienstliche Hilfe herbeizurufen.
406. Die ärztliche bzw. zahnärztliche Behandlung am Standort wird vom zuständigen Truppenarzt bzw. -zahnarzt nach den sanitätsdienstlichen Bestimmungen und den
für den Standort erlassenen Regelungen durchgeführt.
Jeder Soldat hat das Recht, den Truppenarzt bzw. -zahnarzt allein zu sprechen, in besonderen Fällen auch außerhalb der festgesetzten Sprechstunden.
407. Soldaten, die sich krank fühlen, suchen den Truppenarzt/-zahnarzt zu den festgelegten Sprechstunden, in dringenden Fällen unverzüglich, auf.
Nach Abschluss der Untersuchungen oder Behandlungen meldet sich der Soldat umgehend bei seiner Einheit zurück.
408. Hält der Truppenarzt eine stationäre Behandlung eines erkrankten Soldaten für
notwendig, so entscheidet er in Abstimmung mit dem Patienten, wann und wo diese
Behandlung erfolgt. Bettlägerig kranke Soldaten werden im allgemeinen nach den
Anordnungen des Arztes stationär in einer Sanitätseinrichtung behandelt.
409. Wird eine Untersuchung oder Behandlung durch einen Facharzt erforderlich,
überweist der Truppenarzt den Soldaten an eine hierfür geeignete medizinische Einrichtung. Die Einheit gewährleistet, dass der Soldat die ärztlich angeordneten Termine
410. Ist ein Soldat aufgrund der Feststellungen des Truppenarztes aus gesundheitlichen Gründen von einzelnen Dienstverrichtungen zu befreien, setzt der nächste Disziplinarvorgesetzte die truppenärztlichen Empfehlungen im Krankenmeldeschein
(Anlage 10) in konkrete Maßnahmen für den Soldaten und seine Teilnahme an den entsprechenden Diensten um.
Wenn der nächste Disziplinarvorgesetzte den Empfehlungen nicht folgen will, führt er
ein Gespräch mit dem Truppenarzt. Führt dieses Gespräch nicht zu einer einvernehmlichen Auffassung, entscheidet der nächste fachdienstliche Vorgesetzte des Truppenarztes
im Benehmen mit dem nächsthöheren Disziplinarvorgesetzten. Bis zu dieser verbindlichen Entscheidung des nächsten fachdienstlichen Vorgesetzten gilt die Empfehlung des
Truppenarztes auf dem Krankenmeldeschein.
411. Für einen aus gesundheitlichen Gründen von allen Dienstverrichtungen befreiten Soldaten kann der Truppenarzt mit Zustimmung des erkrankten Soldaten die
Empfehlung „krank zu Hause“ geben, wenn dort die notwendige Betreuung gewährleistet ist.
Der nächste Disziplinarvorgesetzte entscheidet gemäß dieser Empfehlung über den Aufenthaltsort des Soldaten. Bei einem Soldaten, der zum Wohnen in der Gemeinschaftsunterkunft verpflichtet ist, darf der nächste Disziplinarvorgesetzte ausnahmsweise von
der Empfehlung abweichen, wenn ihm konkrete Erkenntnisse vorliegen, die unter dem
Gesichtspunkt der Fürsorge einen Aufenthalt zu Hause verbieten. In diesen Fällen ist
eine Betreuung des erkrankten Soldaten in der Truppenunterkunft sicherzustellen.
412. Braucht der Soldat außerhalb des Standortes ärztliche oder zahnärztliche Hilfe, hat
er grundsätzlich den nächsterreichbaren Truppenarzt, Standortarzt, Truppenzahnarzt
oder die nächstgelegene geeignete Sanitätseinrichtung der Bundeswehr aufzusuchen
oder, falls er dazu nicht in der Lage ist, zu verständigen.
Die Einheit und der Truppenarzt des erkrankten Soldaten sind durch den Arzt bzw.
Zahnarzt der Bundeswehr, der die Behandlung übernimmt, unverzüglich fernschriftlich
oder mit Telefax zu benachrichtigen.
413. Bei Erkrankungen, insbesondere bei Notfällen, kann der Soldat, sofern ein Arzt
bzw. Zahnarzt oder eine geeignete Sanitätseinrichtung der Bundeswehr nicht oder nicht
rechtzeitig erreichbar ist, andere ärztliche bzw. zahnärztliche Hilfe so lange in Anspruch
nehmen, bis ein Arzt bzw. Zahnarzt der Bundeswehr die ärztliche Betreuung übernehmen kann.
Dabei ist das „Merkblatt für Soldaten bei Erkrankung außerhalb des Standortes“
(Anlage 11) zu beachten. Das Merkblatt ist allen Soldaten auszuhändigen und von diesen bei Verlassen des Standortes mitzuführen.
415. Stehen getrennte sanitäre Einrichtungen nicht oder nicht in ausreichender Anzahl
zur Verfügung, kann in Ausnahmesituationen eine gemeinsame Nutzung zugelassen
werden. Der Disziplinarvorgesetzte stellt in diesem Fall durch organisatorische Maßnahmen sicher, dass eine Nutzung dieser Einrichtung ohne Verletzung von Sitte und
Besonderheiten bei Auslandseinsätzen1)
501. Beim Einsatz außerhalb Deutschlands ist das Zusammenleben in einer militärischen Gemeinschaft von besonderen und oftmals wechselnden Bedingungen gekennzeichnet.
Die Erfüllung dieses Einsatzauftrages und die sich daraus ergebenden dienstlichen Erfordernisse haben gegenüber den persönlichen Interessen der Soldaten in der Regel Vorrang.
502. Zuständige Vorgesetzte können im Einsatzgebiet Einschränkungen und Abweichungen bezüglich
- der Ausgangsregelung (Nr. 217-222),
- der Einteilung zu Sonderdiensten (Nr. 224-227),
- der Besucherregelung (Nr. 309),
- der Stuben- und Spindordnung (Nr. 312-315),
Vorschriften, die auf gesetzlichen Regelungen beruhen und Pflichten oder Ansprüche
begründen, sind von dieser Befugnis ausgenommen.
503. Bei der Anordnung von Einschränkungen und Abweichungen sind zu berücksichtigen:
- der Auftrag,
- die Lage, insbesondere die Sicherheitslage,
- religiöse, ethnische und sonstige Besonderheiten im Einsatzgebiet,
- physischer und psychischer Zustand der Truppe.
Einsätze und Verwendungen der Bundeswehr im Frieden außerhalb des Hoheitsgebietes der Bundesrepublik Deutschland sowie Hilfeleistungen in Not- und Katastrophenfällen im Ausland im Frieden gem.
Ministerweisung vom 14.07.95 (Führungsweisung)
504. Erfordert die Hygiene bei Auslandseinsätzen am Einsatzort besondere Maßnahmen, so sind die davon betroffenen Soldaten durch den zuständigen Truppenarzt frühzeitig und umfassend aufzuklären und zu belehren.
Insbesondere bei Auslandseinsätzen in heißen Klimazonen hat jeder militärische Führer
auf regelmäßige und ausreichende Flüssigkeitszufuhr und auf Einhaltung hygienischer
Maßnahmen beim Konsum von Trinkwasser und Nahrungsmitteln zu achten.
505. Der Betreuung der Soldaten im Auslandseinsatz kommt besondere Bedeutung zu.
Betreuung dient in erster Linie der Erhaltung und gegebenenfalls Wiederherstellung der
physischen und psychischen Leistungsfähigkeit der Soldaten.
Betreuungsmaßnahmen zusammen mit anderen am Einsatz beteiligten Nationen sollten
sich nach Möglichkeit entsprechen und keine zu deutlichen Unterschiede aufweisen.
Nationale Bestimmungen und Richtlinien sind zu beachten.
506. Die Vertrauensperson ist grundsätzlich bei Planung und Organisation von
Betreuungsmaßnahmen zeitgerecht zu beteiligen (vgl. § 25 Abs. 3 und 4 SBG).
a) Ausgangsregelung
507. Bei Auslandseinsätzen ist die Regelung des freien Ausgangs von der jeweiligen
Lage im Einsatzgebiet abhängig. Örtliche Gefahren und erhöhte Risiken können zu Einschränkungen des freien Ausgangs (Nr. 218) führen.
Beim Ausgang haben die Soldaten gegenüber der Zivilbevölkerung Zurückhaltung zu
wahren. Je nach Lage kann das Tragen von Uniform oder Zivilkleidung befohlen werden. Einzelheiten befiehlt der nächste Disziplinarvorgesetzte/örtliche Führer im
Einsatzgebiet vor Ort.
508. Während Auslandseinsätzen legt der nächste Disziplinarvorgesetzte vor Ort den
Zeitraum der Nachtruhe (Nr. 219) fest.
b) Besucherregelung
509. Während Auslandseinsätzen entscheidet der nächste Disziplinarvorgesetzte über
Zulässigkeit, Ort und Zeitdauer privater Besuche.
Jeder Soldat ist darauf hinzuweisen, dass die Anwesenheit von Familienangehörigen
oder sonstigen Besuchern des Soldaten im Einsatzgebiet keinen Einfluss auf seine Einplanung und die Einsatzplanung seiner Einheit hat. Er kann grundsätzlich jederzeit, auch
kurzfristig und in Abänderung der Planung, eingesetzt werden.
c) Stuben- und Spindordnung
510. Im Rahmen von Auslandseinsätzen wendet der zuständige Vorgesetzte die Bestimmungen der Stuben- und Spindordnung an; falls notwendig, befiehlt er Änderungen.
511. Wohncontainer werden grundsätzlich durch höchstens drei Soldaten bewohnt.
Sanitärcontainer sind täglich zu reinigen.
d) Aushang
512. Ist während eines Auslandseinsatzes die Einrichtung eines Schwarzen
Bretts/einer Informationstafel nicht möglich, ist der Informationsfluss in der Einheit
durch andere geeignete Maßnahmen - wie Befehlsausgaben oder Verteilung kurzgefasster Merkblätter an die Soldaten - sicherzustellen.
Die Haar- und Barttracht der Soldaten
Die Erfordernisse des militärischen Dienstes hinsichtlich Funktionsfähigkeit, Unfallverhütung, Ansehen der Bundeswehr in der Öffentlichkeit, Disziplin und Hygiene stellen
grundsätzliche Anforderungen an die Haar- und Barttracht des Soldaten.
1. Die Haar- und Barttracht muss sauber und gepflegt sein. Modische Frisuren sind
erlaubt; ausgenommen sind Frisuren, die in Farbe, Schnitt und Form besonders
auffällig sind (z.B. Punkerfrisuren, Irokesenschnitte, grell gefärbte Haarsträhnen,
Ornamentschnitte).
2. Das Haar männlicher Soldaten muss am Kopf anliegen oder so kurz geschnitten
sein, dass Ohren und Augen nicht bedeckt werden. Es ist so zu tragen, dass bei
aufrechter Kopfhaltung Uniform- und Hemdkragen nicht berührt werden. Nicht
erlaubt sind besonders ausgefallene Haarschnitte (z.B. Pferdeschwänze, gezopfte
Frisuren).
Bärte und Koteletten müssen kurz geschnitten sein. Wenn sich der Soldat einen Bart
wachsen lassen will, muss er dies während seines Urlaubs tun. Der Disziplinarvorgesetzte kann Ausnahmen genehmigen.
3. Die Haartracht weiblicher Soldaten darf den vorschriftsmäßigen Sitz der
militärischen Kopfbedeckung nicht behindern. Zur Einhaltung von Sicherheitsbestimmungen und bei bestimmten Diensten (z.B. Gefechtsausbildung, Sportausbildung, Teilnahme an Einsätzen und Übungen) kann der Disziplinarvorgesetzte bei
4. Auch für Angehörige der Reserve, die Wehrübungen leisten, muss die Haar- und
Barttracht sauber und gepflegt sein. Unabhängig davon soll der Disziplinarvorgesetzte das Tragen eines Haarnetzes befehlen, wenn die Haarfrisur in Farbe, Schnitt
und Form den vorgenannten Forderungen nicht entspricht.
Soweit besondere Verhältnisse Abweichungen von den o.a. Bestimmungen erforderlich
machen, oder für bestimmte Personengruppen (z.B. Soldaten in Auslandsverwendungen,
fliegendes Personal, Soldaten im protokollarischen Dienst, Pflegepersonal in
Bundeswehrkrankenhäusern) Sonderregelungen erforderlich sind, sind diese zu befehlen.
Zuständig sind die Inspekteure der Teilstreitkräfte, der Inspekteur des Sanitätsdienstes der
Bundeswehr und der Inspekteur der Streitkräftebasis. Die Befugnis kann delegiert
Die Anlage 1 „Die Haar- und Barttracht der Soldaten“ wird mit der nächsten Änderung der ZDv 37/10 „Anzugordnung für die
Soldaten der Bundeswehr“ in die ZDv 37/10 übernommen und mit der nächsten Änderung der ZDv 10/5 „Leben in der
militärischen Gemeinschaft“ aus der ZDv 10/5 entnommen.
Bezeichnung der Dienststellung
Der Kompaniefeldwebel der Einheit führt die Bezeichnung Kompaniefeldwebel der
Abkürzung: KpFw der ....................................................................
Unterstellung und Stellung als Vorgesetzter
Der KpFw untersteht unmittelbar dem Disziplinarvorgesetzten.
Der KpFw ist Vorgesetzter mit besonderem Aufgabenbereich gemäß § 3 der Vorgesetztenverordnung (VorgV) gegenüber allen Unteroffizieren und Mannschaften der
Innerhalb seiner Teileinheit ist der KpFw unmittelbarer Vorgesetzter gemäß § 1
VorgV.
Der KpFw ist befugt, den Arbeitnehmern seines Aufgabenbereiches sowie seiner Teileinheit im Rahmen der arbeits- und tarifrechtlichen Bestimmungen dienstliche Anordnungen zu erteilen.
Der KpFw fördert den Zusammenhalt des Unteroffizierkorps der Einheit, er leitet im
Auftrag des Disziplinarvorgesetzten den Innendienst sowie den Geschäftsbetrieb der
Einheit und ist Teileinheitsführer. Er unterstützt den Disziplinarvorgesetzten (Einheitsführer)
- in Fragen der Inneren Führung, Ausbildung und Erziehung,
- bei der Durchsetzung der soldatischen Ordnung,
- in der Wahrnehmung seiner Aufgaben, die sich aus den Beteiligungsrechten der
Soldaten und Mitwirkungsrechten der zivilen Mitarbeiter ergeben,
- bei der Bearbeitung von Beschwerde- und Disziplinarangelegenheiten sowie von
Anträgen, Gesuchen und Meldungen,
- in administrativen Aufgaben und
- bei der Repräsentation der Einheit.
Er berät den Disziplinarvorgesetzten
- bei den in der Verantwortung der Einheit liegenden Aufgaben der Personalführung,
der Beteiligung in Personalangelegenheiten und der Personalbearbeitung,
- bei der Lehrgangsplanung,
- in Fragen des Urlaubsrechts, der Dienstzeitregelung und des Ausgleichs besonderer
zeitlicher Belastungen der Soldaten (Dienstzeitausgleich) sowie der damit zusammenhängenden Beteiligung der Vertrauenspersonen und Personalvertretungen.
- bei der Vorbereitung und Durchführung der jährlichen Personalbesichtigung,
- bei der Binnenwerbung, der Information über Stellenausschreibungen und Bewerbungstermine.
Aufgaben im Einzelnen zum Bereich:
Formung der Einheit zu einer Gemeinschaft:
- Führen des Unteroffizierkorps der Einheit,
- Erziehen von Unteroffizieren und Mannschaften vornehmlich durch vorbildliches Verhalten im Rahmen zeitgemäßer Menschenführung,
- Eingliedern aller Soldaten und zivilen Angehörigen der Einheit in die militärische Gemeinschaft, insbesondere der neuzuversetzten, kommandierten und abgeordneten Soldaten bzw. zivilen Angehörigen sowie der Reservisten und Ehemaligen der Einheit,
- Mitwirkung bei der Vorbereitung und Durchführung von dienstlichen und außerdienstlichen Veranstaltungen der Einheit,
- Eingliedern junger Unteroffiziere und Unteroffizieranwärter in das Unteroffizierkorps der Einheit,
- Beraten und Anleiten der Unteroffiziere zur Wahrnehmung von Aufgaben im
Bereich der Betreuung und Fürsorge,
- vertrauensvolles Zusammenarbeiten mit den Vertrauenspersonen.
- fürsorgliches Beraten aller Angehörigen der Einheit in Zusammenarbeit mit
dem Sozialdienst der Bundeswehr, den Militärgeistlichen, dem Truppensanitätsdienst, der Bundeswehrverwaltung, der Unterhaltssicherungsbehörde,
den/dem Vertrauenspersonen/Personalrat und der zuständigen Frauenbeauftragten,
- Hilfestellung bei der Lösung persönlicher Probleme aller Angehörigen der Einheit,
- Betreuen erkrankter Angehöriger der Einheit bzw. Einleiten von Maßnahmen
bei Todesfällen in und außer Dienst in enger Zusammenarbeit mit den Vertrauenspersonen/Militärgeistlichen und Unterstützung, ggf. Beratung der Hinterbliebenen in Zusammenarbeit mit dem Sozialdienst der Standortverwaltung,
- Unterstützen des Disziplinarvorgesetzten bei der Beteiligung der Vertrauenspersonen in Angelegenheiten der Betreuung und Fürsorge sowie des Berufsförderungsdienstes.
Soldatische Ordnung:
- Festigen der inneren Einstellung aller Angehörigen der Einheit für das Zusammenleben in der militärischen Gemeinschaft,
- Durchsetzen der formalen Disziplin,
- Überwachen der Einteilung zu Sonder-, Wach- und Bereitschaftsdiensten,
- Überwachen der Sonderdienste im Innendienst,
- Überwachen des äußeren Erscheinungsbildes des Unterkunftsbereiches,
- Überwachen der Einhaltung der Dienstpläne, die seinen Aufgabenbereich
- Überwachen der innendienstlichen Aufgabenerfüllung der anderen Teileinheitsführer der Einheit und der Diensthabenden,
- Durchführen von Befehlsausgaben,
- Planen, Durchführen und Überwachen von Bekleidungs-, Ausrüstungs- und
Materialappellen,
- Überwachen der Einhaltung der Regeln der Anzugordnung für die Soldaten in
der Bundeswehr und ggf. Abstellen von Mängeln,
- Unterstützen des Disziplinarvorgesetzten bei der Beteiligung der Vertrauenspersonen zur Gestaltung des Dienstbetriebes.
- Mitwirken bei der Bereitstellung und Ausstattung dienstlicher Unterkunft,
- Anwenden und Überwachen der zur Hygiene und Gesunderhaltung erlassenen
- Erstellen und Überwachen der Schlüsselordnung,
- Erstellen und Überwachen von Benutzungsordnungen für Gemeinschaftseinrichtungen unter Beteiligung der Vertrauenspersonen,
- Mitwirken bei der Überwachung der Einhaltung der Bestimmungen der Arbeitssicherheit, des Brandschutzes und des Umweltschutzes im Unterkunftsbereich,
- Erstellen und Überwachen der zur Entsorgung und Verwertung von Abfall- und
Verwertungsstoffen erlassenen Anweisungen,
- Mitwirken bei Instandsetzungsmaßnahmen in der zugeordneten Liegenschaft
der Einheit und deren Überwachung,
- Festlegen der Stubenbelegung in Abstimmung mit den übrigen Teileinheitsführern und unter Beteiligung der Vertrauenspersonen.
Teileinheitsführer:
- Führen der Teileinheit (KpTrp/-Grp),
- Aus-/Weiterbilden des Personals der Einheit,
- Sicherstellen eines ordnungsgemäßen Geschäftsbetriebes, einschließlich Überwachen aller Dienstbücher und Aushänge/Informationstafeln der Einheit,
- Überwachen der termingerechten und vorschriftsmäßigen Bearbeitung der Geschäftsvorgänge,
- Mitwirken bei der Erarbeitung sowie Überwachen der Einhaltung des Dienstplanes der Einheit,
- Prüfen aller Listen, die Zahlungen begründen, auf der Grundlage der Bestimmungen über die Feststellung der sachlichen Richtigkeit (Feststellungsbestimmungen),
- Führen der Dienstsiegel,1)
- Feststellen der täglichen Antrittsstärke von Soldaten,
- Verteilen der Privatpost,
- Überwachen der Zu- und Abschleusung von Soldaten,
- Leisten von Hilfestellung für alle Angehörigen der Einheit bei der Abwicklung
des militärischen Schriftverkehrs,
- Sicherstellen des Schutzes personenbezogener Daten und Durchführen der erforderlichen Maßnahmen entsprechend den gesetzlichen Forderungen.
Personalbearbeitung:
- Überwachen der Bearbeitung von Personalangelegenheiten/Führung von Personalunterlagen der Unteroffiziere und Mannschaften2),
- Mitarbeiten bei der Planung, Vorbereitung und Durchführung des Stellenwechsels,
- Mitwirken bei Personalforderungen, Personalsteuerungen und Verwendungen
der Unteroffiziere und Mannschaften unter Nutzung der Stellenbörsen,
- Überwachen des Erstellens von Listen und Statistiken im Bereich des personellen Melde- und Berichtswesens,
- Einleiten der Bearbeitung von Formblättern bei Versetzungen, Kommandierungen, Dienstreisen und Entlassungen,
- Überwachen der Urlaubsplanung und Führen der Urlaubskartei,
- Überwachen der Termine für Beurteilungen und Unterstützen des Disziplinarvorgesetzten bei der Erstellung von Beurteilungen durch Bereitstellen von Personaldaten der zu Beurteilenden,
- Unterstützen des Disziplinarvorgesetzten bei der Beteiligung der Vertrauensperson in Personalangelegenheiten,
- Unterstützen des Disziplinarvorgesetzten bei der Feststellung, Genehmigung
und Abgeltung von Ansprüchen auf Dienstzeitausgleich,
- Mitwirken bei den Maßnahmen des personellen Meldewesens und Überwachen
der Einhaltung der Bestimmungen der ZDv 20/15 „Änderungen in den persönlichen und dienstlichen Verhältnissen der Soldaten“ für den Bereich der Einheit,
- Bearbeiten des Disziplinarbuchs3).
Ermächtigung gemäß VMBl 1985 S. 271
Wird die Personalbearbeitung zentral wahrgenommen, z.B. im Bataillon, arbeitet der KpFw zu.
Beauftragung nach ZDv 14/3 B 195 erforderlich.
Übungen und Einsätze:
- Mitwirken bei den Aufgaben der Familienbetreuungszentren (FBZ),
- Mitwirken bei der psychologischen Betreuung der Angehörigen seiner Einheit
im Einsatzgebiet,
- Mitwirken bei der Wahrnehmung von Aufgaben der Personalbearbeitung bei
Gefangenen, Gefallenen und Vermissten,
- Mitwirken bei der Information aller Angehörigen der Einheit über die Versorgung in Krise und Krieg,
- Aktualisieren von Alarmierungs- und Rückruflisten der Einheit,
- Teilnehmen an Vorkommandos sowie Verbindungaufnehmen zu militärischen
und zivilen (eigenen und fremden) Stellen, um die Angehörigen der Einheit
unterbringen, verpflegen und betreuen zu können,
- Organisieren des Dienstablaufs, Treffen von Absprachen mit Nachbareinheiten,
- Einweisen von zukommandierten/zuversetzten Soldaten und abgeordneten zivilen Mitarbeitern,
- Mitwirken bei der Überwachung der Einhaltung der Bestimmungen der Arbeitssicherheit, des Brandschutzes und des Umweltschutzes im eigenen Verantwortungsbereich,
- Sicherstellen und Überwachen der Feldhygiene,
- Mitwirken bei der einsatz- und aufgabenbezogenen Personalauswahl, insbesondere hinsichtlich Verfügbarkeit und Eignung,
- enges Zusammenarbeiten mit den Militärgeistlichen und dem Sanitätsdienst;
besonders Betreuen erkrankter, verletzter oder verwundeter Angehöriger der
Dem KpFw kann Zeichnungsbefugnis übertragen werden. Diese erteilt der Disziplinarvorgesetzte durch schriftlichen Befehl.
Der KpFw wird durch ........................... vertreten.
Anlage 3/1
(Nr. 225)
Dienstanweisung für den Unteroffizier vom Dienst1
Bezeichnung und Dienststellung
Der Unteroffizier vom Dienst der Einheit/Einheiten führt die Bezeichnung Unteroffizier vom Dienst der.........................................................................................
(Einheit/Einheiten)
Abkürzung: UvD der ....................................................................
Unterstellung und Stellung als Vorgesetzter2 3
1. Der UvD untersteht dem Kompaniefeldwebel der Einheit und vom Dienstschluss
bis zum allgemeinen Dienstbeginn dem FvW/BvW der Einheit gemäß § 3 VorgV,
sofern ein FvW/BvW eingeteilt ist.
2. Der UvD ist Vorgesetzter mit besonderem Aufgabenbereich gemäß § 3 VorgV gegenüber allen Soldaten der Einheit oder der Einheiten, für die er eingeteilt ist, die
seiner eigenen oder einer niedrigeren Dienstgradgruppe angehören, seine unmittelbaren Vorgesetzten ausgenommen.
Der UvD überwacht die Durchführung der Anordnungen und Maßnahmen, die den
Innendienst betreffen und sorgt für den pünktlichen Ablauf des Dienstbetriebes gemäß
Im Einzelnen hat er insbesondere folgende Aufgaben:
1. Der UvD übernimmt zu Beginn eines Dienstes von seinem Vorgänger Dienstbuch,
Dienstanweisung und sonstige Unterlagen.
Die Übernahme und die Übergabe der Dienstgeschäfte sind vom übernehmenden
und übergebenden UvD im Dienstbuch zu betätigen.
2. Der UvD meldet die Übernahme des Dienstes dem Kompaniefeldwebel.
Gliederung gilt sinngemäß auch für FvW/BvW, GvD/MvD
Wird ein UvD für mehrere Einheiten eingeteilt, ist eine eventuell erforderliche Änderung der Unterstellungsverhältnisse des gemeinsamen UvD vom jeweiligen Kommandeur bzw. Dienststellenleiter zu befehlen
"Stellung als Vorgesetzter" entfällt bei GvD/MvD
3. Sofern ein allgemeines Wecken befohlen ist, weckt der UvD in der Gemeinschaftsunterkunft nach Weisung des KpFw.
4. Der UvD prüft die gemäß Schlüsselordnung bei ihm abzugebenden Schlüssel auf
Vollzähligkeit und verwahrt sie im Schlüsselschrank.
5. Der UvD führt zum Beginn der Nachtruhe (22.00 Uhr) einen Kontrollgang durch.
Dabei überprüft er:
(Einzelheiten sind durch die Einheit/Einheiten festzulegen)
6. Der UvD führt bis zum Dienstbeginn einen weiteren/weitere Kontrollgang/Kontrollgänge durch. Dabei kontrolliert er:
7. Festgestellte Mängel stellt er ab. Mängel, die er nicht beheben kann, meldet er
beim nächsten Dienstbeginn dem KpFw; bei dringenden oder wichtigen Angelegenheiten schaltet er einen diensthabenden Vorgesetzten ein.
Der UvD trägt besondere Wahrnehmungen und Ereignisse in das Dienstbuch ein
und trifft erforderliche Maßnahmen.
Zeichnungsbefugnis und Vertretung
1. Der UvD ist nicht zeichnungsbefugt.
2. Der UvD darf sich nur mit Genehmigung des KpFw vertreten lassen.
1. Der UvD-Dienst dauert im allgemeinen 24 Stunden.
2. Dem UvD kann zur Unterstützung ein Mannschaftsdienstgrad zugeteilt werden.
Der Mannschaftsdienstgrad hat die Bezeichnung Gefreiter vom Dienst (GvD) oder
Matrose vom Dienst (MvD).
3. Kennzeichen des UvD ist eine weiße Armbinde mit schwarzem Aufdruck "UvD";
Kennzeichen des GvD/MvD ist eine weiße Armbinde mit schwarzem Aufdruck
"GvD" bzw. "MvD". Sie ist am linken Oberarm zu tragen.
4. UvD und GvD/MvD tragen den vom Disziplinarvorgesetzten festgelegten Anzug.
(Nrn. 210, 211)
Tagesdienstplan
Im Tagesdienstplan ist der täglich wiederkehrende Dienstablauf
zeitlich zu regeln.
Er kann beinhalten:
- allgemeines Wecken,
- Revierreinigen/Reinschiff,
- Anzugkontrolle,
- Heraustreten zum Dienst,
- Dienstbeginn,
- Befehlsausgabe/Musterung,
- Ausbildungs-, Fach- und Funktionsdienst,
- Dienstschluss,
- Nachtruhe,
- Zapfenstreich.
(Nrn. 210, 212)
Wochendienstplan1)
für – die Woche vom – bis/Wochentag, Datum
Feldwebel vom Wochendienst (Dienstgrad, Name, Ort, Straße, Telefon) (wenn eingeteilt)
Ausbildungsgebiet/
-stoff/
-thema/
Ausbildungsform/
-verfahren2)
Vorschrif- Ort2)
Anweisungen2)
Anzug3)
a) Leitender
b) Ausbilder2) 3)
Unter Ausbildungsform/-verfahren sind zu verstehen:
- Ausbildungsformen:
Unterricht, Praktischer Dienst,
- Ausbildungsverfahren u.a.:
Lehrgespräch, Stationsausbildung, Gruppenarbeit.
Unter Vorschriften und Anweisungen sind zu verstehen:
- Dienstvorschriften (ZDv, HDv, LDv, MDv),
- AnwFE, AnwFhrAusb, AnwTrAusb,
Ausbildungshilfen,
- Schriftenreihe Innere Führung;
Truppenpraxis - Wehrausbildung
Unterschrift, Dienstgrad, Dienststellung
Gilt sinngemäß für Sonderdienstplan
Für die Eintragungen können Abkürzungen benutzt werden, die in einer Legende zu erläutern sind
Für jeden Ausbildungsdienst und Technischen Dienst ist ein Leitender, für den Innendienst ein Aufsichtsführender einzuteilen und im Dienstplan zu benennen
(Nr. 231)
In Notfällen ist jeder verpflichtet, unverzüglich ärztliche oder sanitätsdienstliche Hilfe herbeizurufen; die Selbst- und Kameradenhilfe ist einzuleiten.
Zur Einleitung unverzüglicher Hilfeleistung bei Notfällen (schwere plötzliche Erkrankungen oder Unfälle), insbesondere nach Dienstschluss, an Wochenenden und Feiertagen, ist ein
Notfallplan deutlich sichtbar auszuhängen. Der Notfallplan muss Angaben über nachfolgende
Notfalleinrichtungen des militärischen und des zivilen Bereichs mit deren vollständigen Anschriften und Telefonnummern (Anschluss Tag und Nacht besetzt) enthalten:
a) Einrichtungen der Bundeswehr:
- ärztlicher/zahnärztlicher Bereitschaftsdienst im Standort,
- nächstgelegenes Bundeswehrkrankenhaus,
- Rettungsmittel (Rettungswagen/Rettungshubschrauber),
- SAR-Leitstelle,
- Wache,
- Standortpfarrer (ev./kath.).
b) Einrichtungen des zivilen Bereichs:
- Notarzt,
- ärztlicher/zahnärztlicher Bereitschaftsdienst,
- örtliche Krankenhäuser,
- Informationszentrum für Vergiftungsfälle (siehe "Rote Liste"),
- Telefonseelsorge.
Der Notfallplan ist ständig auf Vollständigkeit und Richtigkeit der Angaben zu prüfen
und ggf. vom KpFw zu berichtigen.
Über diese Regelungen hinausgehende, bereits bestehende Regelungen bleiben davon unberührt.
(Nr. 402)
Die persönliche Hygiene soll Erkrankungen vorbeugen und nach Möglichkeit u.a. umfassen:
- Reinigen des gesamten Körpers mindestens einmal täglich, besonders nach Gefechtsdienst
oder Sportausbildung,
- Zahn- und Mundpflege nach allen Mahlzeiten,
- gründliches Händewaschen, vor allem vor den Mahlzeiten,
- tägliche Pflege von Kopf- und Barthaar,
- Kurzhalten der Finger- und Fußnägel,
- Ausbürsten und Ausklopfen der Oberbekleidung nach Benutzung,
- tägliches Wechseln von Unterwäsche und Strümpfen,
- Wechseln der Kleidung vor dem Zubettgehen.
(Nr. 410)
Krankenmeldeschein
Der Krankenmeldeschein (San/Bw/0201) dient der Unterrichtung des Disziplinarvorgesetzten durch den Truppenarzt. Der Krankenmeldeschein kann nachfolgende Feststellungen enthalten:
- voraussichtliche Erkrankungsdauer,
- Befreiung von bestimmten Dienstverrichtungen,
- Aufenthaltsort im Erkrankungsfall,
- Hinweis auf eine möglichen Schadensfall,
- vorläufige Feststellung der Verwendungsfähigkeit,
- Abschluss einer Behandlung.
Den Krankenmeldeschein stellt die Einheit aus. Die Krankenmeldescheine sind nach Rücklauf
aus dem Sanitätsbereich vom Kompaniefeldwebel abzuzeichnen und im Krankenmeldebuch
der Einheit zusammenzufassen.
Anlage 12/1
(Nr. 404)
gemäß ZDv 10/5 "Leben in der militärischen Gemeinschaft" Nr. 404 Abs. 4 über den Missbrauch von Betäubungsmitteln
Ein Soldat macht sich nach dem Betäubungsmittelgesetz strafbar, wenn er unbefugt Betäubungsmittel herstellt, erwirbt, besitzt oder abgibt. Zu den Betäubungsmitteln gehören
auch sogenannte "weiche" Drogen, wie Haschisch und Marihuana, sowie aufputschende
Drogen, z.B. Ecstasy.
Im Gesetz sind Freiheitsstrafen bis zu 5 Jahren oder Geldstrafen vorgesehen. Durch die
Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes vom März 1994 zur Strafbarkeit des unerlaubten Umgangs mit Betäubungsmitteln hat sich an dieser Rechtslage nichts geändert.
Disziplinarvorgesetzte der Bundeswehr geben daher Fälle des Missbrauchs von Betäubungsmitteln in der Regel an die Staatsanwaltschaft ab.
Disziplinare Folgen
Sowohl der unbefugte Besitz als auch der Konsum von Betäubungsmitteln innerhalb
und außerhalb des Dienstes verstoßen gegen das Verbot der ZDv 10/5 Nr. 404.
Dieses betrifft jede Art illegaler Drogen und gilt auch, soweit es sich um erstmaligen oder
geringfügigen Konsum handelt.
Als Dienstvergehen wird ein derartiges Fehlverhalten regelmäßig mit Disziplinararrest
geahndet, soweit nicht sogar die Einleitung eines disziplinargerichtlichen Verfahrens in
Dienstrechtliche Folgen
Bei Grundwehrdienstleistenden, die im Anschluss an den Grundwehrdienst zur Ableistung eines freiwilligen zusätzlichen Wehrdienstes einberufen sind, kann der Missbrauch
von Betäubungsmitteln während des Grundwehrdienstes gemäß § 49 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3
des Verwaltungsverfahrensgesetzes zum Widerruf des Einberufungsbescheides betreffend
den freiwilligen zusätzlichen Wehrdienst sowie gegebenenfalls auch zu einer Entlassung
aus dem Grundwehrdienst gemäß § 29 Abs. 1 Nr. 6 oder Abs. 4 Nr. 2 des Wehrpflichtgesetzes führen, ab Beginn des freiwilligen zusätzlichen Wehrdienstes zur fristlosen Entlassung aus dem freiwilligen zusätzlichen Wehrdienst gemäß § 29 Abs. 1 Nr. 6 des Wehrpflichtgesetzes. Bei Soldaten auf Zeit kann der Betäubungsmittelmissbrauch in den ersten
vier Dienstjahren - auch ohne vorhergehenden ausdrücklichen Hinweis - zu einer fristlosen Entlassung nach § 55 Abs. 5 des Soldatengesetzes führen.
Anlage 12/2
Ich ........................................................................................................................................
(Dienstgrad, Name, Vorname, PK und für ZPst soweit zutreffend Status, Diensteintritt,
OAJ, TrGtg/DBer/VwdgBer, AVR)
habe diese Belehrung heute zur Kenntnis genommen. Eine Ausfertigung der Belehrung habe
- Personalbearbeitende Stelle
(Stammakte/Klarsichthülle)
- Zusatzakte (soweit geführt)
(Nr. 230)
Auszug aus Erlass
"Information und Werbung von Berufsverbänden und
Aushänge in Dienststellen im Geschäftsbereich BMVg"
(BMVg - S II 2 – jetzt PSZ II 4 – Az 01-52-02 vom 9. April 1975)
Den Berufsverbänden und Gewerkschaften ist zu gestatten, Informationstafeln in Einrichtungen der Bundeswehr, die von Beamten und Arbeitnehmern genutzt/mitgenutzt werden, anzubringen, sofern die Räumlichkeiten dies zulassen und der Dienstbetrieb nicht gestört wird.
Die Informationstafeln müssen zur Unterscheidung von dienstlichen Anschlagtafeln
("Schwarzes Brett") kenntlich gemacht werden.
Aushänge von Informations- und Werbematerial der Berufsverbände und Gewerkschaften der
Beamten und Arbeitnehmer in Dienststellen im Geschäftsbereich des BMVg dürfen ohne vorherige Genehmigung an der Informationstafel angebracht werden.
Aushänge von Informations- und Werbematerial der Berufsverbände und Gewerkschaften
dürfen die Grenze spezifisch koalitionsgemäßer Information und Werbung nicht überschreiten. Koalitionsgemäße Information und Werbung muß sich insbesondere beschränken auf
Regelungen der Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen (parteipolitischer Inhalt ist nicht, allgemeinpolitischer Inhalt nur soweit zulässig, als ein unmittelbarer Zusammenhang mit der
Wahrung der Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen besteht). Die Information und Werbung
darf insbesondere nicht
- gegen andere Koalitionen in grob unwahrer Weise vorgehen oder es auf deren Ausschaltung anlegen (Rücksichtnahme auf Koalitionspluralismus),
- gegen die negative Koalitionsfreiheit der einzelnen Arbeitnehmer verstoßen,
- den Arbeitgeber und die Arbeitgeberschaft allgemein in unsachlicher Weise angreifen.
Soweit Aushänge gegen die Grundsätze verstoßen, sind sie zu entfernen. Bei Wiederholungen
ist BMVg – S II 2 (jetzt PSZ II 4) zu berichten.
Die Regelung über die Zusammenarbeit mit den Berufsorganisationen der Soldaten (Erlass
BMVg vom 24.11.1971, VMBl 1971 S. 454, geändert durch Erlass BMVg – VR I 1 – jetzt
R I 1 – vom 22.07.1975, VMBl 1975 S. 318) bleibt unberührt.
Abk-Aus
- ZDv 64/10 „Abkürzungen für den Gebrauch in der Bundeswehr – Deutsche Abkürzungen“
- ZDv 20/15 „Änderungen in den persönlichen und dienstlichen Verhältnissen der
- AllgUmdr Nr. 300 Führungshilfe für Kommandeure und Einheitsführer – Suchtproblematik –
- Richtlinien für das Verhalten gegenüber betrunkenen Soldaten (Grundwerk G1Hinweise, Kapitel 2.4)
- VMBl 1984 S. 125
- VMBl 1986 S. 394
- ZDv 37/10 „Anzugordnung für die Soldaten der Bundeswehr“
- ZDv 44/2 „Arbeitsschutz und Unfallverhütung“
- BMVg – Fü S V 5 (jetzt: Fü SKB II 5) – Az 47-40-00 vom 12.12.1997 (Weisung
für den Umgang mit Fremdgerät durch Soldaten der Bundeswehr)
Ausgestaltung/Verschönerung der Unterkünfte
- ZDv 70/1 „Die Liegenschaften der Bundeswehr“ (Nrn. 713 u. 714)
Auslandseinsatz/besondere Auslandsverwendung
- Verfahrens- und Abfindungsbestimmungen bei Versetzung, Dienstpostenwechsel,
Kommandierung und Abordnung in das Ausland, im Ausland und vom Ausland in
das Inland, VMBl 1991, S. 486 i.V.m. VMBl 1992 S. 8
- Verwendung von Soldaten im Ausland und bei integrierten Stäben im Inland,
VMBl 1997 S. 296
- Reiseangelegenheiten im Rahmen der Auslandsverwendung von Soldaten, Beamten und Arbeitnehmern der Bundeswehr (einschließlich der Angehörigen des
BMVg) sowie die Abrechnung der Kosten von Luft- und Seetransporten, VMBl
1974 S. 318
- Soldatenversorgungsgesetz,
VMBl 1995 S. 145 i.V.m. VMBl 1997 S. 290 und 320
Aus-Bet
- Verwendung von Beamten und Arbeitnehmern auf Dienstposten der Bundeswehr
VMBl 1991 S. 213 i.V.m. VMBl 1992 S. 123, 1993 S. 96 und 1994 S. 142
- Allgemeiner Umdruck 1/100 „Handbuch für Einsätze der Bundeswehr im Frieden
außerhalb des Hoheitsgebietes der Bundesrepublik Deutschland“
- Richtig Essen und Trinken im Einsatz
(Allgemeiner Umdruck 46/40, Leitfaden Ernährungsfragen in der Truppenpraxis
7.10.3 und Anlage 10; in Vorbreitung)
Ausstattung (Ausstattungssätze)
- AllgUmdr Nr. 116 „Ausstattungssätze für Liegenschaften, Teil I, Raumausstattungssätze (RAS)“
Befreiung von der Verpflichtung zum Wohnen in der Gemeinschaftsunterkunft
- ZDv 70/1 „Die Liegenschaften der Bundeswehr“ (Anhang Teil A Anlage 1)
Befreiung von der Truppenverpflegung
- ZDv 36/1 „Die Verpflegung der Bundeswehr im Frieden“
- AllgUmdr Nr. 137 VS-NfD „Richtlinien für Bekleidung“
- ZDv 37/1, Anlage 7 „Anleitung für die Behandlung und Pflege von Bekleidungsund Ausrüstungsstücken“
- VMBl 1971 S. 454
- BMVg – S II 2 (jetzt: PSZ III 4) – Az 01-52-02 vom 09.04.1975
- VMBl 1995 S. 272
- FSchr BMVg - Fü S I 1 - mbh 017760 v. 11.09.97
- ZDv 10/13 „Besondere Vorkommnisse“
- AllgUmdr Nr. 300 Führungshilfe für Kommandeure und Einheitsführer – Suchtproblematik - Richtlinien für das Verhalten gegenüber betrunkenen Soldaten (Grundwerk G1Hinweise, Kapitel 2.4)
- ZDv 14/3 „Wehrdisziplinarordnung und Wehrbeschwerdeordnung“ B 172
- ZDv 10/2 „Beteiligung der Soldaten durch Vertrauenspersonen“
Bet-Die
Betreuung von Soldaten im Dienst am Heiligen Abend/Silvestertag
- VMBl 1989 S. 259
- BMVg - S I 2 (jetzt: PSZ III 1) - Az 69-05-01/100 vom 1.12.1995 „Heimbewirtschaftungsbestimmungen“
Betreuung erkrankter Soldaten
- VMBl 1970 S. 171 i.V.m. 1981 S. 300
- FAInspSan B 07.01
- VMBl 1981 S. 272 i. V. m. VMBl 1993 S. 240
Betrunkene Soldaten
- siehe „Alkohol“
- ZDv 9/610 „Brandschutz der Bw - Brandkunde, Löschlehre und Brandbekämpfungstaktik“
- ZDv 70/1 „Die Liegenschaften der Bundeswehr“ (Anhang Teil B Anlage 9)
- siehe „Selbstschutz“
- siehe „Amateurfunk“
- VMBl 1998 S. 153
- ZDv 14/5 „Soldatengesetz“, B 132 und B 133
Dienstliche Veranstaltung geselliger Art
- VMBl 2002 S. 123
Die-Für
Dienstzeitausgleichsregelung
- Erlass über den Ausgleich besonderer zeitlicher Belastungen der Soldaten in der
- ZDv 10/1 „Innere Führung“
ZDv 70/1 „Die Liegenschaften der Bundeswehr“
(Nrn. 1019 - 1021)
- VMBl 1995 S. 358
- VMBl 1997 S. 141
- VMBl 1999 S. 81
- VMBl 2001 S. 183
Erlass Erzieherische Maßnahmen
- ZDv 14/3 „Wehrdisziplinarordnung und Wehrbeschwerdeordnung“
Erziehungsurlaub für Soldaten
- siehe „Elternzeit“
- siehe „Rundfunkgeräte“
Feststellungsbestimmungen
- VMBl 1984 S. 249
- Handbuch für Freizeitberater Streitkräfteamt – G 1/2 ( jetzt: VI 2 (3)), Januar
Friseurbetriebe in Truppenunterkünften
- ZDv 70/1 „Die Liegenschaften der Bundeswehr“ (Nr. 479)
- BMVg – S I 2 (jetzt: PSZ III 1) – Az 69-14-01 vom 25.10.1988
Fürsorge in Todesfällen von Soldaten
- BMVg – S I 1 (jetzt: PSZ III 1) – Az 29-59-00 vom 07.11.1995
GEM-Hob
- VMBl 1986 S. 410
- VMBl 1987 S. 167
- ZDv 70/1 „Die Liegenschaften der Bundeswehr“ (Kapitel 2)
- VMBl 1981 S. 272 i.V.m. VMBl 1993 S. 240
- ZDv 64/1 „Geschäftsverkehr in den Dienststellen der Streitkräfte“
- § 17 Abs. 4 des Soldatengesetzes
- ZDv 1/50 „Grundbegriffe zur militärischen Organisation, Unterstellungsverhältnisse, Dienstliche Anweisungen“
- siehe „Militärseelsorge“
Handel und Gewerbeausübung im Bereich der Bundeswehr
- VMBl 1991 S. 290
Haushaltsmittel für die Betreuung der Soldaten in der Freizeit
- VMBl 1969 S. 409
- VMBl 1972 S. 29
- ZDv 70/1 „Die Liegenschaften der Bundeswehr“ (Nr. 1005)
Hobby-Shop (Kfz)
Inn-Mil
Kasernenbefehle
Kasernensonderbefehle
) ZDv 40/1 „Aufgaben im Standortbereich“
- BMVg – S I 2 (jetzt: PSZ III 1) – Az 69-05-01/100 vom 01.12.1995 „Heimbewirtschaftungsbestimmungen“
Kraftfahrzeuge, privateigene, in Liegenschaften der Bundeswehr
+ Abstellen
+ Unterstellen
- ZDv 70/1 „Die Liegenschaften der Bundeswehr“ (Kapitel 3)
- Meldepflichten der Eigentümer und Halter von Kraftfahrzeugen bei Wechsel des
Standorts, VMBl 1970 S. 162
- ZDv 66/2 „Lebenskundlicher Unterricht“
Mannschaftsheime
- BMVg - S I 2 (jetzt: PSZ III 1) - Az 69-05-01/100 vom 01.12.1995 „Heimbewirtschaftungsbestimmungen“
- VMBl 1974 S. 31 „Verwaltungsbestimmungen für Übungen im Inland“
- ZDv 66/1 „Militärseelsorge“
ZDv 40/1 „Aufgaben im Standortbereich“, Kapitel 12 „Militärseelsorge“
ZDv 40/11 „Übungsplätze“
GenInsp/Fü S I 4 (jetzt: Fü S I 3) - Az 36-01-10 vom 12.11.1984
BMVg - Fü S I 3 - Az 36-01 vom 09.06.1997
Führungshilfe für Vorgesetzte, Band 2 „Dienstaufsicht und Zusammenarbeit“,
B. „Zusammenarbeit“, II. „Zusammenarbeit mit dem Militärseelsorger“
- siehe „Beteiligung“
- VMBl 1998 S. 16
- VMBl 2001 S. 187
+ Maßnahmen zum Schutz der Nichtraucher im dienstlichen Bereich
- VMBl 2000 S. 143 i.V.m VMBl 2002 S. 356
- ZDv 60/2 „Die Bewirtschaftung von Heimen und Heimräumen der Offiziere und
Unteroffiziere durch Heimgesellschaften“
- ZDv 70/1 „Die Liegenschaften der Bundeswehr“ (Nr. 477)
- BMVg - VR III 2 (jetzt: R I 2) - Az 69-10-01 vom 20.12.1971 „Gestellung von
Buffethilfskräften durch die Standortverwaltung“
- siehe „Disziplin“
Politische Bildung/Betätigung
- ZDv 12/1 „Politische Bildung in der Bundeswehr“
- VMBl 2000 S. 266
- Grundwerk G 1 - Hinweise S. 2510
Rau-Sel
Rauchverbot/Raucherlaubnis
Raum- und Flächennormen der Bundeswehr
- ZDv 73/1 VS-NfD „Raum- und Flächennormen der Bundeswehr (RFN)“
- ZDv 70/1 „Die Liegenschaften der Bundeswehr“ (Nr. 1003)
- ZDv 70/1 „Die Liegenschaften der Bundeswehr“ (Kapitel 8)
Rundfunk-, Fernsehgeräte
- Betreiben privater Geräte
- VMBl 1993 S. 161
- ZDv 43/1 „Kraftfahrvorschrift für die Bundeswehr, Bestimmungen für den Betrieb und Verkehr von Dienstfahrzeugen“
- VMBl 1987 S. 88
- VMBl 1988 S. 172
- VMBl 1991 S. 281
Schmucktragen zur Uniform
- siehe „Geschäftsverkehr“
(neu: Sozialgesetzbuch; siehe Stichwort „Sozialgesetzbuch“)
- ZDv 9/100 VS-NfD „Selbstschutz in der Bundeswehr“
Sex-Tru
- Führungshilfe für Vorgesetzte, Band 2 „Dienstaufsicht und Zusammenarbeit“,
- ZDv 2/30 „Sicherheit in der Bundeswehr“
- VMBl 1997 S. 128 i.V.m. VMBl 2002 S. 74
- VMBl 2000 S. 65
- VMBl 1983 S. 159
- Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen – in der Fassung vom 19. Juni
2001 (BGBl I S. 1046)
- ZDv 40/1 „Aufgaben im Standortbereich“
- VMBl 1997 S. 45
+ dienstliche
- ZDv 60/7 „Verwaltungsbestimmungen und Gebühren für Untersuchungen im
Musterungs- und Annahmeverfahren und für die unentgeltliche truppenärztliche
- AllgUmdr Nr. 308 „Führungshilfe für Kommandeure und Einheitsführer, Zusammenarbeit der Vorgesetzten mit den Truppenärzten“
Tru-Ver
- VMBl 1969 S. 417 i.V.m. VMBl 1970 S. 114 und 1973 S. 129
- VMBl 1965 S. 525 i.V.m. VMBl 1973 S. 10
- ZDv 70/1 „Die Liegenschaften der Bundeswehr“
- VMBl 1998 S. 220
- Unterrichtsmappe zum Ausbildungsgebiet Umweltschutz
- Allgemeiner Umdruck 6/20 „Wegweiser Umweltschutz am Standort“
- Allgemeiner Umdruck 165 „Umweltrechtsammlung für den Umweltschutz in der
Bundeswehr, Band 1, Band 2“
+ dienstliche, geselliger Art
- ZDv 36/2 „Verpflegungsgeldabrechnungsbestimmungen für die Bundeswehr“
Vor-Zus
- ZDv 14/5 „Soldatengesetz“ Teil D „Verordnung über die Regelung des militärischen Vorgesetztenverhältnisses (VorgV)“
- ZDv 10/6 VS-NfD „Der Wachdienst in der Bundeswehr“
+ Lagerung privater Waffen
- VMBl 1979 S. 201
- VMBl 1980 S. 182
- VMBl 1980 S. 533 i.V.m. VMBl 1988 S. 25
- VMBl 1990 S. 269
- VMBl 1991 S. 120 i.V.m. VMBl 1995 S. 262
- VMBl 1995 S. 100
- VMBl 1997 S. 121
- VMBl 1999 S. 206
- VMBl 2002 S. 95 i.V.m. VMBl 2002 S. 336
Waschen privateigener Kraftfahrzeuge
- ZDv 70/1 „Die Liegenschaften der Bundeswehr“ (Nr. 320)
Wehrbeauftragte(r)
- VMBl 2001 S. 149
Zuschuss zum Erwerb der Bahncard
- VMBl 1996 S. 103
Abf - Boo
ärztliche bzw. zahnärztliche Behandlung
ärztliche bzw. zahnärztliche Versorgung
405, 406, 409
217-223, 502, 507
230, 512, Anl 13
Vorbem, Kap 5
Behandlung (ärztliche)
Belehrung über den Missbrauch von Betäubungsmitteln
Betreuungseinrichtungen; -maßnahmen
bettlägerig kranke Soldaten
Bootsmann vom Wochendienst (BvW)
315, 320, 323
230, Anl 13
309, 502, 509
404, Anl 12
101, 108, 209, 210, 226,
307, 506, Anl 2
308, 505
319, Anl 8
Die - Fun
Dienstverrichtungen (Befreiung von)
- nächst höherer
108, 210, 506
204, 225, Anl 2, Anl 3
210, 229, Anl 4, Anl 5
201 (Fußnote)
101, 103, 225, Anl 1
202, 203, 204, 214, 218,
224, 226, 229, 230, 311,
316, 317, 401, 403, 404,
410, 411, 507, 508, 509,
Anl 1, Anl 2, Anl 3,
202, 224, 410
Einbringen verbotener Gegenstände
Fach- und Funktionsdienst
Feldwebel vom Wochendienst (FvW)
freier Ausgang
Freigeländebetreuung
225, Anl 5
230, Anl 2
103, 501
Kom - Not
Krankenmeldebuch
215, 225, 226, 229, 309,
313, 321, Anl 2, Anl 3,
Anl 6, Anl 10
410, Anl 10
Lagerung privater Schusswaffen und Munition
Liegenschaftsbezogener Umweltschutz
Matrose vom Dienst
militärische Gemeinschaft
Munition, private
Neuaushang
Notfalleinrichtung
413, Anl 11
Vorbem, 101, 201, 205,
209, 501
219, 508
405, 413, Anl 6, Anl 11
231, Anl 6
Offizierheime
Organisation des Innendienstes
private Schusswaffen und Munition
Propagandamittel verfassungswidriger Organisationen
Revierreinigungsplan
Schlüssel, -ordnung
Schusswaffen, private
Off - Schw
102, 225, Kap 3, 306, 315
203 (Fußnote), 230
314, 320-324, 511
231, 408, 412, 413
229, 512
107, 230
Sel - Unt
Sicherheit, -slage
Soldat (männlich/weiblich)
Sprechstunden (ärztliche)
Stubengemeinschaft (-belegung)
Stubenordnung
101 (Fußnote)
225, 503
Vorbem 2
108, 209
Vorbem, 106, 224, 225
224, 225, 226, 227, 228,
314, 315, Anl 7
312, 315, 502, 510, Anl 7
302, 304, 322
312, 319, 502, 510
Truppenarzt, -zahnarzt
Truppensanitätsdienst
211, 212, Anl 4
203, 208, 313
205, 406, 504
Umwelt, -schutz
Unteroffizierheime
Verantwortlichkeiten, Verantwortung
Verbotene Gegenstände in der
Verhalten (in der Unterkunft)
Ver - Ziv
102, 105, 202-209
Verwertungsstoffe
107, 203, 205, 209, 210,
226, 230, 307, 313, 321,
506, Anl 2
Wehrbeauftragte/r des Deutschen Bundestages
Wehrsoldzahlung
212, Anl 5
Zeugdienst
(Dienstgrad/Amtsbezeichnung, Vorname, Name, Dienststelle, Anschrift)
Kennzahl, Apparat
Az 60-15-07
Az 60-16-07
Az 60-19-07
-Abt IV 4Rosenburgweg 27
-II 4 (Grp Dv)Kommerner Str. 188
(AllgUmdr)
Luftwaffenmaterialkommmando
-I C 3Fliegerhorst Wahn 515
(AnwFE)
-Abt WEMWiener Str. 12
-Log/G4 II 1(KoordStelle Log Dv)
Änderungsvorschlag zur
Ausgabe (Monat, Jahr)
Dienstvorschrift mit Nr. und Titel
Letzte Änd Nr.
Betroffener Teil der Dienstvorschrift (Textnummer, Anlage)
Änderungsvorschlag mit Begründung
Stellungnahme (Unterschrift, Name, DGrad, DStg (BtlKdr oder Vorgesetzter in entspr. DStg))
von (Dienststelle), am (Datum)
Im Nachdruck eingearbeitet
02.08.1999 HA II 4 (1)
12.04.2001 HA II 4 (1)
17.06.2002 HA II 4 (1)
04.06.2003 SKA IV 3 GrpDv
Hptm Lübeck
Verteidigungsminister Dr. Franz Josef Jung besucht
Die Schlacht am Kursker Bogens
Bundeswehr stellt Wachdienst vor der US
20160426_01-Soli-Flyer-Webversion (289,4 KiB) - Index
Inhalt 1 Rückblick 2 Bew ertung 3 Fazit 4 Fahrzeuge
Datenblatt „Pistole P8“ www.streitkraeftebasis.de
Bundesamt für Wehrverwaltung Wehrbereichsverwaltung Nord