Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW-RR%202005,%201230
Timestamp: 2019-06-25 01:02:37
Document Index: 300333733

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 21', '§ 8', '§ 7', '§ 8', '§ 21', '§ 8', '§ 7', '§ 8', 'BGH', '§ 21', 'BGH', 'BGH', '§ 21', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 21', '§ 21', '§ 21', '§ 21', 'BGH', '§ 21', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 8', '§ 21', '§ 21', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 21', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 2']

Rechtsprechung: NJW-RR 2005, 1230 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: OLG München, 11.03.2005
BGH, 04.05.2005 - XII ZR 217/04
https://dejure.org/2005,2330
BGH, 04.05.2005 - XII ZR 217/04 (https://dejure.org/2005,2330)
BGH, Entscheidung vom 04.05.2005 - XII ZR 217/04 (https://dejure.org/2005,2330)
BGH, Entscheidung vom 04. Mai 2005 - XII ZR 217/04 (https://dejure.org/2005,2330)
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GKG § 21 (= § 8 a. F.); EGZPO § 7; EGGVG § 8 Abs. 2
Nichterhebung von Kosten wegen unrichtiger Sachbehandlung; Rücknahme eines Rechtsmittels
Zurückweisung der Erinnerung an den Kostenansatz; Absehen von der Erhebung der Kosten bei leichten Verfahrensverstößen; Pflicht des Berufungsgerichts zur Entscheidung über die Zuständigkeit des Revisionsgerichts; Kostenfolge der Zurücknahme eines auf unverschuldete Unkenntnis der tatsächlichen oder rechtlichen Verhältnisse beruhenden Antrages
GKG § 21 ( § 8 a.F.); EGZPO § 7; EGGVG § 8 Abs. 2
NJW-RR 2005, 1230
MDR 2005, 956
Dafür ist jedoch ein erheblicher Verfahrensverstoß erheblich (st. Rspr., vgl. nur Beschl. v. 4. Mai 2005 - XII ZR 217/04, NJW-RR 2005, 1230).
Es muss sich vielmehr um einen schweren Mangel im Sinne einer eindeutigen und offenkundig unrichtigen Sachbehandlung handeln (vgl. BGH, Beschluss vom 10. März 2003 - IV ZR 306/00 - NJW-RR 2003, 1294; Beschluss vom 4. Mai 2005 - XII ZR 217/04 - NJW-RR 2005, 1230; BFH…, Beschluss vom 25. Oktober 2005 - X E 4/05 - juris Rn. 4;… Beschluss vom 13. November 2002 - I E 1/02 - BFH/NV 2003, 333).
Zwar kommt nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs eine Nichterhebung von Kosten nach der gleichlautenden Vorschrift des § 21 GKG nur dann in Betracht, wenn das Gericht gegen eine klare gesetzliche Regelung verstoßen, insbesondere einen schweren Verfahrensfehler begangen hat, der offen zu Tage tritt (vgl. Senatsbeschluss vom 4. Mai 2005 - XII ZR 217/04 - NJW-RR 2005, 1230; BGHZ 98, 318, 320 = NJW 1987, 1023 und BGH Beschluss vom 10. März 2003 - IV ZR 306/00 - NJW-RR 2003, 1294, jeweils zu § 21 GKG).
Durch diese Einschränkung des Anwendungsbereichs der Vorschrift soll verhindert werden, dass es zu einer Kette nicht endender Nichterhebungsverfahren kommt (Senatsbeschluss vom 4. Mai 2005 - XII ZR 217/04 - NJW-RR 2005, 1230), weil die Verfahrensbeteiligten versuchen, im Kostenansatzverfahren eine erneute Überprüfung der Entscheidung in der Hauptsache zu erreichen.
Um zu verhindern, dass es zu einer Kette nicht endender Nichterhebungsverfahren kommt, verlangt die Rechtsprechung vielmehr einen schweren Verfahrensverstoß (BGH NJW-RR 2005, 1230; NJW-RR 2003, 1294).
bbb) Nach ständiger Rechtsprechung des BGH gelten die Beschränkungen auf erkennbare Versehen oder schwere, offensichtliche Verstöße gegen eindeutige Vorschriften --mit unterschiedlichen Formulierungen im Detail-- aber auch dann, wenn Fehler der Vorinstanz bestimmte Kosten überhaupt erst haben entstehen lassen (vgl. Beschlüsse vom 8. Oktober 1986 VIII ZR 86/84, BGHZ 98, 318, Neue Juristische Wochenschrift 1987, 1023; vom 27. Januar 1994 V ZR 7/92, n.v.; in NJW-RR 2003, 1294, HFR 2004, 175, m.w.N. [nur Verstoß gegen eine klare gesetzliche Regelung, insbesondere ein schwerer Verfahrensfehler, der offen zutage tritt, nicht einfache rechtfehlerhafte Behandlung] sowie vom 4. Mai 2005 XII ZR 217/04, Monatsschrift für Deutsches Recht 2005, 956, NJW-RR 2005, 1230; ebenso ausdrücklich für diese Konstellation Meyer, GKG 13. Aufl., § 21 Rz 5; für den Fall abweichender Rechtsauffassung oder "leichter Verfahrensfehler" Binz/Dörndorfer/Petzold/ Zimmermann, GKG, 2. Aufl., § 21 Rz 6; Oestreich/Hellstab/ Trenkle, GKG, § 21 Rz 9, Rz 13 Buchst. t, Rz 16 Buchst. c; widersprüchlich Rz 25).
Dies bedeutet, dass nicht schon jede rechtsfehlerhafte Beurteilung oder Verfahrensführung auch einen schweren oder gar offensichtlichen Verfahrensverstoß, der die Anwendung des § 21 GKG rechtfertigt, begründet (vgl. BGH, Beschlüsse vom 10.03.2003, Az.: IV ZR 306/00, und vom 04.05.2005, Az.: XII ZR 217/04; BFH, Beschluss vom 31.01.2014, Az.: X E 8/13).
§ 21 GKG setzt einen offensichtlichen schweren Fehler des Gerichts voraus und greift nicht schon bei einem leichten Verfahrensverstoß ein (BGH 4. Mai 2005 - XII ZR 217/04 -) .
OLG Düsseldorf, 06.06.2006 - 23 W 26/06
Kostenniederschlagung wegen unrichtiger Sachbehandlung - Berechtigung von Kosten …
Eine Niederschlagung von Kosten wegen unrichtiger Sachbehandlung kommt aber nur wegen eines offensichtlich schweren Verfahrensfehlers oder einer offensichtlichen, eindeutigen Verkennung des materiellen Rechts in Betracht (BGH Beschl. v. 4.5.2005 - XII ZR 217/04 = BGH-Report 2005, 1221; Beschl. v. 10.3.2003 - IV ZR 306/00 = NJW-RR 2003, 1294; OLG Düsseldorf Beschl. v. 15.6.1994 - 10 W 73/9 = JurBüro 1995, 45; OLG Koblenz Beschl. v. 15.10.2001 - 11 WF 624/01 = FamRZ 2002, 1644; OLG München Beschl. v. 10.3.2002 - 11 W 891/03 = NJW-RR 2003, 1294; OLG Stuttgart Beschl. v. 17.3.2005 - 8 W 71/05 = NZBau 2005, 640;… Oestreich/Winter/Hellstab, GKG a. F., § 8 GKG Rdn. 10;… Meyer GKG n. F., 6. Aufl., § 21 Rn. 2, 5;… Hartmann, Kostengesetze, 36. Auflage 2006, § 21GKG n. F. 8ff).
Das setzt jedoch voraus, dass das Berufungsgericht gegen eine klare gesetzliche Regelung verstoßen hat, insbesondere dass ihm ein schwerer Verfahrensfehler unterlaufen ist, der offen zutage tritt (BGH, Beschluss vom 10. März 2003 - IV ZR 306/00, NJW-RR 2003, 1294; Beschluss vom 4. Mai 2005 - XII ZR 217/04, NJW-RR 2005, 1230, unter 2; BFH, Beschluss vom 31. Juli 2006 - II E 3/06, unter II 1 a - [...]).
OLG Stuttgart, 11.07.2008 - 8 WF 102/08
Sachverständigenentschädigung im Vaterschaftsanfechtungsverfahren: …
BFH, 25.04.2006 - VIII E 2/06
BVerwG, 13.09.2016 - 8 KSt 2.16
BVerwG, 27.10.2010 - 8 KSt 13.10
BGH, 19.03.2013 - VIII ZB 80/11
Begründetheit einer Erinnerung bei Wenden des Erinnerungsführers gegen eine ihn …
BGH, 17.05.2018 - III ZA 12/17
OLG Köln, 31.01.2011 - 2 Wx 26/10
Kostenerhebung bei Zurücknahme der Beschwerde im Verfahren vor dem Grundbuch; …
OLG Koblenz, 26.08.2008 - 14 W 518/08
Entscheidung des Berufungsgerichts bei Abschluss eines Vergleichs unmittelbar vor …
BSG, 10.01.2017 - B 13 SF 19/16 S
Anwendbarkeit des § 21 Abs 1 S 1 GKG auf die für ein …
OLG Frankfurt, 21.03.2014 - 18 W 37/14
Nichtansatz von Kosten wegen unrichtiger Sachbehandlung (fehlende …
OLG Brandenburg, 16.04.2007 - 9 WF 68/07
Nichterhebung von Gerichtskosten wegen unrichtiger Sachbehandlung bei …
OLG Naumburg, 29.12.2009 - 4 WF 59/09
Unrichtige Sachbehandlung durch Einholung eines Sachverständigengutachtens zur …
OLG Koblenz, 20.11.2012 - 14 W 622/12
Vergütung trotz Befangenheit: Versäumnis des Gerichts!
Kosten der Nebenklage: Kosten des anwaltlichen Beistandes für den minderjährigen …
BVerwG, 31.03.2014 - 10 KSt 1.14
BVerwG, 25.01.2006 - 10 KSt 5.05 (10 B 60.05
Entscheidung des Berichterstatters als Einzelrichter über die Erinnerung gegen …
OLG Köln, 03.02.2014 - 26 WF 168/13
Erhebung der Kosten sachverständiger Ermittlung des Einkommens des …
OLG Celle, 03.04.2013 - 2 W 73/13
Gerichtliche Auslagen: Fälligkeit von Zeugenauslagen bei anderweitiger Beendigung …
KG, 10.05.2010 - 1 W 443/09
Kostenfestsetzung nach Prozesstrennung: Ermessensfehlerfreiheit einer …
OLG Koblenz, 29.11.2011 - 14 W 698/11
Anforderungen an die Belehrung bei Zustellung einer Klageerweiterung nach Erlass …
LG Berlin, 16.04.2013 - 7 S 5/13
Ertragsausfallversicherung: Anrechnung von Krankentagegeld auf den …
BVerwG, 12.12.2011 - 9 KSt 7.11
OLG Köln, 24.08.2011 - 5 U 159/10
BVerwG, 31.05.2012 - 9 KSt 2.12
OLG München, 11.03.2005 - 11 W 889/05
https://dejure.org/2005,18325
OLG München, 11.03.2005 - 11 W 889/05 (https://dejure.org/2005,18325)
OLG München, Entscheidung vom 11.03.2005 - 11 W 889/05 (https://dejure.org/2005,18325)
OLG München, Entscheidung vom 11. März 2005 - 11 W 889/05 (https://dejure.org/2005,18325)
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Kostenpflicht der Bundesagentur für Arbeit
LG Landshut, 30.12.2004 - 54 O 2498/04
NZA 2005, 838
FamRZ 2006, 219 (Ls.)
OLG Koblenz, 26.03.2012 - 14 W 147/12
Gerichtsgebührenbefreiung der Kreditanstalt für Wiederaufbau
Auch für die Bundesagentur für Arbeit (OLG München NJW-RR 2005, 1230 und NZA 2005, 838 ; OLG Düsseldorf OLGR 2005, 484), die Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben (BGH JurBüro 1997, 373 ), die Bundesanstalt für Immobilien- aufgaben (BGH MDR 2009, 594 ) sowie die Eigenbetriebe des Bundes und der Länder (BGH Rpfleger 1982, 81; OLG München NOJZ 2006, 2048; OLG Hamm DGVZ 2009, 11) ist bereits entschieden, dass sie nicht von den Gerichtskosten befreit sind (…siehe auch die noch breitere Aufstellung bei Hartmann, Kostengesetze, 41. Aufl. 2011, § 2 Rn. 8 der auch keine Kostenfreiheit für die Deutsche Bundesbank sieht).