Source: http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/6660,0.html
Timestamp: 2018-12-13 23:19:34
Document Index: 302740448

Matched Legal Cases: ['§227', '§229', '§ 222', '§ 227', '§ 227', '§ 222', '§ 229', '§ 227', '§ 229', '§229']

Knifffliger Strafrechtsfall (Hausarbeit)
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Verfasst am: 06 Okt 2004 - 16:25:17 Titel: Knifffliger Strafrechtsfall (Hausarbeit)
E schlägt D ins Gesicht, D stürtzt.
D kommt ins Karankenhaus. M der Arzt stellt einen komplizierten Schädelbruch fest und führt die Operation bei D durch ohne vorherige einwilligung. Er hält die Einwilligung nicht für geboten, obwohl D dazu in der Lage gewesen wäre. Bei der OP übersieht M leicht fahrlässig eine nur schwer erkennbare, durch den Sturz verursachte Sickerblutung im Gehirn.
D wird vom KH entlassen und stirbt drei Monate später an den folgen der unerkannt gebliebenen Sickerblutung. Ohne die zwingend Gebotene OP wäre D bereits früher gestorben, bei rechtzeitiger entdeckung der Sickerblutung hätte der Tot abgewendet werden können.
Meine Frage: Wer kann mir helfen diesen Fall zu lösen?
Strafbarkeit des M (Arzt)
Ich würde den §227 StGB anwenden aber bin mir unsicher ob nicht doch §229 StGB eintritt.
Verfasst am: 11 Okt 2004 - 16:11:38 Titel:
Hallo, schreibe an der selben Hausarbeit. Das mit M ist schwer. Als erstes hab ich eine Körperverletzung geprüft und bejaht, da keine Einwilligung auch keine mutmaßliche vorliegt.
Das mit dem Tod der D ist so ne Sache.
Bei Todeserfolgen, die durch ein Eingreifen Dritter eintreten ist zu differenzieren: Ist das Fehlverhalten Dritter (M) schon in der Körperverletzungshandlung angelegt ( hier durch die Verletzungshandlung hervorgerufene Hirnblutung wird auf Grund leichter Fahrlässigkeit nicht erkannt, so ist der Verantwortungsbereich des Täters eröffnet (E)
Verfasst am: 12 Okt 2004 - 13:57:18 Titel:
M könnte sich wegen fahrlässiger Tötung durch Unterlassen gem. §§ 222, 13 strafbar gemacht haben, weil er die Sickerblutung nicht gestillt hat. Fraglich ist dabei, ob das Nichterkennen der Blutung quasi kausal für den Tod ist.
Verfasst am: 12 Okt 2004 - 22:27:50 Titel: Kniffliger Strafrechtsfall
Also dann glaubst du nicht, dass der M den § 227, 22,23 StGB verwirklicht hat??
Hat aber vielleicht der E diese Paragraphen verwirklicht?
Verfasst am: 13 Okt 2004 - 14:21:37 Titel:
hi! also tief einsteigen kann ich in den fall nicht, da ich selber an einer hausarbeit sitze. ich würde den fall aber folgendermaßen angehen:
1. strafbarkeit des M wg. § 227
KV rechtswidrig, da keine Einwilligung
Kausalität zw. KV und Tod des D - da die Sickerblutung von dem Sturz und nicht von einem ärztlichen Behandlungsfehler herrührte
somit 227 -
2. strafbarkeit des M wg. §§ 222, 13
der schwerpunkt der vorwerfbarkeit liegt bei der strafbarkeit des M weniger auf der Vornahme der Operation sondern vielmehr auf dem Nichterkennen der Sickerblutung. bei der frage der zurechenbarkeit ist dann der tatbeitrag des E zu erörtern...
Verfasst am: 14 Okt 2004 - 10:30:35 Titel: Kniffliger Strafrechtsfall
Aber jetzt stellt sich mir noch die Frage, ob der § 229 StGB verwirklicht wurde?
Verfasst am: 14 Okt 2004 - 15:45:08 Titel:
würde erstmal eine vorsätzliche körperverletzung im Rahmen des § 227 prüfen. ein einverständnis des patienten liegt nicht vor, daher liegt m.E. eine vorsätzliche körperverletzung vor. eine strafbarkeit wegen § 229 kommt daher für mich nicht in Betracht.
wutzi27
Verfasst am: 29 Nov 2008 - 16:40:45 Titel:
@ Muzzi
ja,wird er!
Aber nach meiner Ansicht,trägt E die Schuld,also §229
Verfasst am: 29 Nov 2008 - 16:43:09 Titel:
Du hast doch auch einen an der Waffel, oder? Wie kann man nur eine 4jahre alten Thread ausgraben...
Verfasst am: 29 Nov 2008 - 16:47:26 Titel:
ich hab nich aufs datum geguckt!!!!