Source: http://www.golfreisen-hotels.de/experten/sicheres-reisen/
Timestamp: 2016-07-25 08:06:36
Document Index: 373874667

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 823', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 651', 'BGH', '§ 651', '§ 651']

THEMA SICHERES REISEN - Schwarztouristik-Schwarztourismus
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Internet, Smartphone & Co machen es möglich – einige wenige Golfer organisieren aus Unwissenheit über die weitreichenden Folgen ihre Golfreisen immer noch komplett allein und erstellen eigene Reiseausschreibungen, nehmen die Reisezahlungen der Mitreisenden an etc.! In anderen Branchen und Vereinen mittlerweile undenkbar! Denn VORSICHT bei der eigenen Organisation wird unter Umständen die komplette HAFTUNG – wie bei einem Reiseveranstalter – durch die PRIVATPERSON übernommen!
Wer für Freunde oder Clubmitglieder eine Reise bucht, kann nach dem deutschen Reiserecht schnell zum Reiseveranstalter werden – mit immensen Konsequenzen. Im Unterschied zu TUI & Co. werden solche nicht­gewerblichen Veranstalter als "Schwarztouristiker" bezeichnet.UPDATE JULI 2015: DIE EU BESCHLIESST NEUE PAUSCHALREISERICHTLINIE UND UNTERSTREICHT DEN VERBRAUCHERSCHUTZ UND SOMIT DIE HAFTUNG BEI REISEORGANISATION!
Ein sehr interessantes Thema, bei dem wir aktive Hilfestellung geben möchten. Immer häufiger wird ein Thema in den Fokus gerückt, welches jahrelang nur im Unglücksfall eine Rolle spielte: die "Schwarztouristik". Mittlerweile beschäftigen sich Finanzämter und Versicherungen mit dem Thema, zumal die Reiseindustrie noch eine der wenigen "Grauzonen" ist.
Auf Reisen kann viel Unvorhergesehenes passieren: Unfälle, Krankheiten, Naturkatastrophen, Kriminalität, Flugverspätungen, überbuchte Hotels oder Insolvenzen. Wenn etwas schiefläuft, machen sich Gerichte und Versicherungen schnell auf die Suche nach dem verantwortlichen Reiseveranstalter. Es ist dem Gesetzgeber dabei egal, ob der Organisator sich selbst als Reiseveranstalter versteht oder nicht.
Man weiß oft nicht, dass man als Organisator einer Reise auch für die "Erfüllungsgehilfen" (Hotel, Flug etc.) haftet, dies ist jedoch so im Reiserecht geregelt. Und im "Fall der Fälle" wird eine Versicherung immer nach dem Organisatoren der Reise fragen. Dieser kann als Reiseveranstalter haftbar gemacht.
Das ist übrigens der Grund, weshalb Reiseveranstalter im Jahr zig Millionen Euro für Haftpflicht-Versicherungsprämien investieren. Für Touristen eine immens wichtige Absicherung, die bei privat organisierten Reisen meist nicht gegeben ist! In Deutschland herrscht zudem die Insolvenzversicherungspflicht für Reiseveranstalter.Nur wer einen Sicherungsschein aushändigt arbeitet gesetzestreu und sorgt dafür, dass bei eigener Insolvenz und auch bei der seiner Erfüllungsgehilfen der im Voraus bezahlte Reisepreis abgesichert ist.
Fragen Sie nach einer Veranstalter-Haftpflichtversicherung und lassen Sie sich diese zur Not auch vorweisen. Denn auch viele gewerbliche Seiten von Reiseanbietern oder Reisebüros (die nur vereinzelt als Reiseveranstalter auftreten) sollten Versicherungen die man haben muss (Insolvenzabsicherung) oder haben sollte (Veranstalter-Haftpflicht) vorweisen können. Der nachstehende Link listet die sicheren Reiseveranstalter mit Versicherung auf. Uns finden Sie unter "Proscott":http://www.tip.de/de/0__veranstalter_suche.htm
Einen aktuellen Artikel mit interessanten Interviews (u.a. Ex Lufthansa-Vorstand Adrian von Dörnberg und Rechtsanwalt Stefan Busch) aus einem Golf-Magazin finden Sie hier: Golfmedico - Schwarztourismus
Und hier finden Sie ein Merkblatt der IHK Saarland:Merkblatt der IHK Saarland
Wichtiger HinweisDer vorliegende Beitrag stellt weder eine Rechtsberatung dar noch ersetzt er die Beratung durch einen fachkundigen Rechtsanwalt, bei der die Besonderheiten des Einzelfalls berücksichtigt werden können. Der Beitrag ist abgestimmt auf die dem Autor bei der Veröffentlichung bekannte Rechtsprechung und die herrschende Meinung in der einschlägigen Rechtsliteratur. Es ist nicht auszuschließen, dass einzelne Textpassagen im Lichte eines unbekannten oder nicht veröffentlichten Urteils zu beanstanden sind. Bitte informieren Sie sich über diese Umstände oder holen im Zweifel fachkundigen Rat ein.
Fall 1 Ehepaar A plant mit dem befreundeten Ehepaar B eine Golfreise an den Gardasee. Ehemann A sagt, er würde Zug und Hotel buchen. Ehepaar B gibt ihm nach getaner Reservierung das Geld. Ehefrau B rutscht nach 3 Tagen Traumurlaub im hoteleigenen Spa aus und bricht sich die Hüfte. Sie kann monatelang Ihrem Beruf als Flugbegleiterin nicht mehr nachgehen. Man versteht sich gut, das kann passieren, keiner sagt etwas oder klagt. Die Versicherung von Ehefrau B zahlt nicht wegen eines schädigenden Ereignisses im Ausland. Das Hotel in Norditalien zu verklagen dauert Jahre und hat einen ungewissen Ausgang. Keiner trägt die Verantwortung. Anders mit einem Reiseveranstalter, der auch für die Fehler seiner Erfüllungsgehilfen – hier das Hotel – haftet.
Fall 2Golfer A organisiert für sich und seine Golffreunde B und C den Golfurlaub nach Südafrika. Er sagt: "Ich organisiere Euch alles und ihr überweist mir den Betrag." Hundertfach gut gegangen. Und Golffreund A möchte auch keinen Gewinn machen... Nachdem er nun Flug, Hotel und die Greenfees gebucht hat, erhalten seine Golffreunde B und C eine SMS mit dem zu überweisenden Betrag nebst Kontonummer. Es wird natürlich umgehend überwiesen... Erneut ein Traumurlaub, bis Golffreund B bei einem Safari-Tagesausflug beim Fotografieren vom Jeep des Veranstalters abrutscht und so unglücklich fällt, dass er querschnittsgelähmt ist. Das Gericht stellt fest, dass:
Fall 3Die Golf-Gruppe macht eine Busreise, wohnt in einem Hotel und leider ist das Essen verdorben. Einige Reiseteilnehmer müssen mit einer starken Salmonellenvergiftung ins Krankenhaus. Schadensersatzforderungen der Reiseteilnehmer richten sich DIREKT gegen den Veranstalter, in diesem Fall der ehrenamtliche Kollege Max Golfmann, des Golfvereins aus Golfhausen. Für einen Teilnehmer ist ein Krankentransport von Österreich nach Deutschland erforderlich, das kostet mehrere Tausend Euro. Zahlen muss Max Golfmann.
Fall 4Der durch Max Mustermann angemietete Bus verunglückt leider bei der Anreise zum Urlaubsort. Einige Teilnehmer sind verletzt, einer ist sogar verstorben. Schadensersatzansprüche in Form von Schmerzensgeld werden an Max Golfmann (als Reiseveranstalter) gestellt. Zahlen muss Max Golfmann. Sollte der Bus vor Abreise sichtbare Mängel aufgewiesen haben, kann Max Golfmann sogar wegen fahrlässiger Tötung etc. verurteilt werden. Hier droht u. U. eine Freiheitsstrafe! Fall 5Der Initiator einer Reise-Community plant erneute eine Reise und wirbt damit in einem Golfclub.
Wichtiger HinweisDer vorliegende Beitrag stellt weder eine Rechtsberatung dar noch ersetzt er die Beratung durch einen fachkundigen Rechtsanwalt, bei der die Besonderheiten des Einzelfalls berücksichtigt werden können. Der Beitrag ist abgestimmt auf die dem Autor bei der Veröffentlichung bekannte Rechtsprechung und die herrschende Meinung in der einschlägigen Rechtsliteratur. Es ist nicht auszuschließen, dass einzelne Textpassagen im Lichte eines unbekannten oder nicht veröffentlichten Urteils zu beanstanden sind. Bitte informieren Sie sich über diese Umstände oder holen im Zweifel fachkundigen Rat ein. Schwarztouristik - INTERVIEW MIT RA STEFAN BUSCH
Konkret: Wenn der Organisator die Leistungen bei einem Reiseveranstalter bucht... ...ist alles gut, nichts zu beanstanden. Der Reiseveranstalter haftet in vollem Umfang. Er besitzt in der Regel ja eine Reiseveranstalter-Haftpflicht und Insolvenzversicherung. Oder der Organisator bucht die Leistungen bei einem Reisebüro. Ja, das ist in Ordnung, wenn das Reisebüro bei einem Reiseveranstalter einbucht oder selbst als Reiseveranstalter auftritt. Dann sollten auch eine Reiseveranstalter-Haftpflicht- und Insolvenzversicherung vorliegen. Abzuraten ist, wenn das Reisebüro nur einzelne Bausteine, wie Flug oder Hotel, vermittelt. Und wenn der Organisator häufig ein Paket direkt bei einer Incoming-Agentur im Zielgebiet oder einzelne Bausteine in Form von Hotel, Ausflug und Transfer direkt bucht? Das ist höchstes Risiko. Lassen Sie mich nochmals klarstellen: Der elementare Akt ohne Rechtsaspekt ist der Vergleich zwischen einer Veranstalter-Reise, die paketiert ist, und einem einzelnen Baustein. Wenn ich nach Sizilien fliege und der Vesuv spuckt einen Tag vor Abflug Asche in die Luft, sodass Flüge annulliert werden, dann werde ich bei einer Bausteinbuchung auf den Flug- und Hotelkosten sitzen bleiben, ohne eine Hilfe zu erhalten. Die Reiseveranstalterbuchung wird dagegen ein besseres Ende nehmen. Was bietet dieses Sicherheitspaket dem Reisekunden? Ein Reiseveranstalter verfügt über eine Haftpflichtversicherung und eine Insolvenzversicherung. Letztere sichert die Anzahlung des Kunden, die Zahlungen bei den Leistungsanbietern, also Hotels und so weiter, sowie die Rückbeförderung bei Insolvenz eines Leistungsträgers. Diese ist für Reiseveranstalter in Deutschland Pflicht. Haben Sie ein Erklärung dafür, warum sich die Finanzämter auf den Plan gerufen fühlen? Ich kann mir nur vorstellen, dass in Deutschland das Wettbewerbsrecht greift. Dieses schützt professionelle gewerbliche Anbieter vor schwarz agierenden Anbietern, wie in allen anderen Bereichen übrigens auch. Wenn das Gesetz nun einem Reiseveranstalter vorschreibt, eine Insolvenzversicherung vorzuhalten, einem Privaten aber nicht, könnte eine Wettbewerbsverzerrung vorliegen. Dies betrifft aber das Gewerberecht. Ein weiteres Problem könnte sein, dass sich ja nicht jeder "gewerbliche" Reiseorganisator beim Finanzamt anmeldet. Und lassen Sie mich es etwas plastischer darstellen: Solange man bei eBay drei bis vier verschiedene Artikel verkaufen kann, ist es kein Problem. Verkaufen Sie aber dreimal dieselben, neuen Artikel, öffnen Sie den Raum der gewerblichen Betätigung. Welche Konsequenzen hat das für Vereine? Für Vereine steht dann sogar rückwirkend die Gemeinnützigkeit auf dem Spiel, zumal es eine Verjährungsklausel von fünf Jahren gibt. Wo kein Kläger da kein Richter! Aber bitte, wenn Schaden entsteht – und beim Reisen sind das zumeist Personenschäden –, sind Freunde und Bekannte schnell entzweit. Und selbst wenn eine Versicherung eintreten sollte, wird diese erst mal überprüfen, ob sie den Organisator in Regress nehmen kann... Was bedeutet das für die Zukunft der Tourismuswirtschaft? Das kann ich nicht genau sagen. In Deutschland sind Haftungsfragen und Gewerberecht eindeutig geregelt. Was ich nicht weiß, ist, wie der Europäische Gerichtshof entscheiden wird, wenn der private Organisator einer Reise in den Fokus der Haftung tritt. Da gibt es einen noch klareren Ansatz, der aber noch nicht höchstrichterlich verhandelt wurde. Meine persönliche Sicht auf diese Diskussion ist, dass wir nicht nur Reiseweltmeister sind, weil wir gerne reisen, sondern weil wir die Reisen gesetzlich sicher gemacht haben. Dazu trägt eine Sparte, die mehr Beschäftigte als die Automobilindustrie zählt, einen wesentlichen Teil bei. Wie man sich dieser Branche gegenüber verhält, ist jedermanns persönliche Entscheidung. Ich reise aber gerne entspannt sicher! Mit freundlicher Genehmigung des Golfmedico-Magazins
Reisevermittler-Urteil LG Köln vom 15.05.2007 Az 33 O 447/06Der Betreiber eines Internetportals über das "eine Vielzahl von Ferienhäusern nach Art eines Katalogs" angeboten werden, ist Reiseveranstalter, wenn Buchung und Zahlungsabwicklung nur über den Internet-Anbieter möglich sind und die Namen der Ferienhauseigentümer nicht angegeben werden. Ist ein direkter Kontakt zum Hauseigentümer nicht vorgesehen, so ist der Anbieter aus Sicht des Kunden rechtlich wie ein Reiseveranstalter einzustufen, auch wenn er in seinen Geschäftsbedingungen "ständig auf seine Eigenschaft als Vermittler hinweist". Als Reiseveranstalter hat der Anbieter für Mängel der gebuchten Ferienunterkunft einzustehen. Verlangt der Ferienhausanbieter bei Buchung eine Anzahlung, so muss er dem Kunden vorab einen Sicherungsschein auszuhändigen, andernfalls droht ihm ein Ordnungsgeld. Malediven-UrteilBringt der Veranstalter einen Urlauber wegen Überbuchung nicht im Hotel unter, steht dem Kunden eine Entschädigung wegen "entgangener Urlaubsfreuden" zu. Für die Höhe der Entschädigung ist der Reisepreis entscheidend - nicht das Arbeitseinkommen. (Az: X ZR 118/03). Ein Ehepaar leistete sich für 5000 Euro eine Reise auf die Malediven. Eine Woche vorher teilte der Veranstalter mit, das Hotel sei überbucht. Ein Ausweichquartier lehnte das Paar ab und kündigte. Sie erhielten den Reisepreis zurück, verlangten aber auch Entschädigung, weil ihnen der Urlaub entging. Das sprach ihnen der BGH zu – abhängig vom Reisepreis. Ist der Veranstalter schuld, dass der Urlaub ganz oder teilweise ins Wasser fällt, können Kunden nicht nur etwas vom Reisepreis abziehen. Sie haben auch Anspruch auf Entschädigung für die "nutzlos aufgewendete Urlaubszeit". Ein Ersatzangebot müssen Kunden nicht annehmen, wenn es ihnen nicht gleichwertig erscheint. Im BGH-Fall hätte das Paar den Urlaub auf einer anderen Malediven-Insel verbringen sollen. Das lehnte es ab.
Balkonsturz-UrteilReiseveranstalter haften auch, wenn sie die Sicherheit der Anlagen eines Leistungserbringers nicht ausreichend überprüfen lassen, etwa in einem Hotel (Az: VII ZR 348/86). Ein Spanien-Urlauber lehnte sich an die baufällige Brüstung seines Hotelbalkons. Er stürzte mitsamt Brüstung in die Tiefe und erlitt bleibende Schäden. Der BGH verurteilte den Reiseveranstalter zu Schadensersatz – auch für die körperlichen Schäden. Veranstalter sind verpflichtet, ihre Partnerfirmen sorgfältig auszusuchen – und zu kontrollieren. Tun sie das nicht, haften sie auch für Schäden, die die Partner verantworten. Rutscht ein Urlauber etwa am Pool aus, weil dort fleißig gewischt wird, aber keine Warnschilder stehen, kann er für den Schaden den Veranstalter belangen. "Er muss also nicht das Hotel vor Ort verklagen, das oft im Ausland liegt", so Staudinger.
Jeep-UrteilNach dem deutschen Reiserecht haftet der Reiseveranstalter regelmäßig nur für die Leistungen, die er selbst im Rahmen der Reise angeboten hat. Verträge die der Reisende vor Ort bei Dritten abschließt liegen normalerweise nicht im Verantwortungsbereich des Reiseveranstalters. Doch unter bestimmten Gesichtspunkten folgt der BGH dieser Auffassung nicht. Ob der Reiseveranstalter auch für Schäden des Reisenden z.B. bei einer vor Ort vermittelten Zusatzleistung, wie z.B. einer Jeepsafari, einem Tauchtrip, einem Städtetrip zuzieht, hatte der BGH im Jahr 2007 zu entscheiden. Die Richter machten die Haftung davon abhängig, ob der Ausflug Bestandteil der Pauschalreise geworden ist. Im konkreten Fall erklärt die örtliche Reiseleiterin auf einer Informationsveranstaltung, dass ein Jeep-Ausflug "über uns" gebucht werden kann. Auch die Reisebestätigung die der Reisende vom Veranstalter erhalten hat, enthielt einen Hinweis darauf, dass vor Ort bei der Reiseleitung Ausflüge mit der "Partneragentur" des Reiseveranstalters gebucht werden könnten. Die Informationsmappe vor Ort enthielt weitere Werbematerialien für diese Ausflüge. Nach der Buchung erhielten die Reisenden ein Ticket, welches das Logo des Reiseveranstalter trug. Selbst der Begleiter auf der Fahrt trug ein T-Shirt mit dem Logo des Reiseveranstalters. Auf den meisten Informationsmaterialien war in unterschiedlicher Größe der Hinweis enthalten, dass diese Leistungen lediglich vermittelt wurden und nicht durch den Reiseveranstalter erbracht würden.
Wasserrutschen-UrteilLG Köln, Urteil vom 17. 3. 2005 - 8 O 264/04§ 823 I BGB
AKTUELL - BGH-UrteilReiserecht gilt bei Einzelleistung
Der Bundesgerichtshof (BGH) bestätigt die Auffassung, dass auch eine einzeln gebuchte Hotelleistung unter das Reiserecht fällt. Damit müsste sie gegen eine Insolvenz abgesichert werden.Der BGH hat in einem aktuellen Urteil (BGH, X ZR 134/13 vom 20. Mai 2014) entschieden, dass Reise-Einzelleistungen, insbesondere Hotelbuchungen, unter das Reiserecht fallen. Damit sind die §§ 651 a und 651 k (Sicherstellung des Reisepreises, Sicherungsschein) anzuwenden.Zuletzt war in der Branche im Zusammenhang mit den Insolvenzen von GTI und Glauch deutlich geworden, dass Versicherungsunternehmen unterschiedliche Auffassungen über die Absicherung von Einzelleistungen vertraten. Einige Versicherungsunternehmen wie Hanse Merkur oder R + V lehnen Insolvenzschutz bei Einzelleistungen ab und beschränken den Schutz auf Pauschalreisen ab zwei Reiseleistungen.In dem Fall ging es um die Buchung eines Hotelaufenthalts in New York. Strittig waren in dem Verfahren eigentlich die Informationspflichten des Reiseveranstalters hinsichtlich der Einreise in die USA. Für die Branche ist das BGH-Urteil aber nicht deshalb besonders interessant, sondern weil dort dieser Leitsatz steht: "Reiserecht (also die §§ 651a ff. BGB) ist auf einen Vertrag, der allein eine Hotelbuchung betrifft, entsprechend anzuwenden, wenn der Veranstalter diese Leistung in eigener Verantwortung und mit gleichen oder ähnlichen Organisationspflichten wie bei einer Reise erbringen soll, zu der eine weitere Reiseleistung gehört."Üblicherweise kommt der Paragraph nur im Fall einer Gesamtheit mehrerer Reiseleistungen (Pauschalreise) zur Anwendung. Die Richter sagen, warum dennoch das Reiserecht angewendet wird: "Wegen einer erkennbar planwidrigen Lücke im Gesetzgebungsverfahren zum Gesetz über den Reiseveranstaltungsvertrag vom 4. Mai 1979 (vergleiche Bundestag-Drucksachen 8/786 und 8/2343) sind die §§ 651a ff. BGB gleichwohl auf einen Vertrag entsprechend anzuwenden, der nur die Buchung einer Ferienunterkunft bei einem Reiseveranstalter zum Gegenstand hat", führen die obersten Richter aus. Dafür muss der Veranstalter diese Leistung erkennbar in eigener Verantwortung erbringen. Außerdem muss aus der Sicht eines durchschnittlichen Reisekunden sowie nach dem ihm unterbreiteten Angebot diese einzelne Reiseleistung mit gleichen oder ähnlichen Organisationspflichten erbracht worden sein, wie bei einer Reise, bei der neben der Ferienunterkunft noch eine zweite Leistung – wie etwa die Beförderung zum Reiseziel – vereinbart worden ist.
Es geht auch anders! In der Touristikbranche sind knapp 3 Millionen Menschen beschäftigt. Der Großteil in der Organisation von Reisen. Ein erheblicher Wirtschaftmotor in unserer Gesellschaft. Wir favorisieren natürlich diese Art der sicheren Reiseplanung und bieten Ihnen die professionelle Organisation Ihrer persönlichen und institutionellen Reisen durch uns als zertifizierten Reiseveranstalter an. Wir, als Reiseveranstalter, fragen uns immer häufiger ob man als Privatperson wirklich "Safari" in Ägypten verklagen möchte, weil der Jeep keine Anschnallgurte hatte und beim Überschlag der Familienernährer mit jährlichem Gehalt von € 150.000,- ums Leben gekommen ist? Hier haftet doch eigentlich ein deutscher Reiseveranstalter oder seine Haftpflicht, die sich dann um solch schwere Gänge kümmern würde. Man kann auf diese Art der Absicherung natürlich verzichten, aber ist das auf Reisen notwendig? Wir finden den Vergleich des ehemaligen Krisenmanagers Torsten Dreyer sehr passend: Vergleichen Sie es mit dem Verkauf mehrerer PKW im Jahr. Sie werden für diese Autos weitreichende Garantien geben müssen, weshalb sollte es beim Reisen anders sein? Daheim sichern wir alles ab, und im Urlaub reisen wir mit solch einem immens schweren Koffer voller privat haftender Risiken umher?
Und weitere Meinungen der Branche aus der aktuellen Golfmedico:Interviews GolfmedicoLösungen
Buchen Sie bei einem zertifizierten Reiseveranstalter, der Ihnen alle relevanten Versicherungen zusichert. Seien Sie Vorsichtig bei sogenannten "Communities", die Ihnen dann als "XY-Reise der XY-Gruppe" die Jahrestour anbieten. Sie verweisen oft auf die reine Vermittlertätigkeit. Dem Punkt "Urteile", können Sie entnehmen, dass es auf die Betrachtungsweise des Kunden ankommen kann, ob er jemanden als Reiseveranstalter ansieht oder nicht. In einem solchen Fall würde der Vermittler der Reise privat haften. Sollten Sie als Golfreisender Interesse an unserer Hilfe haben, organisieren wir auch Ihnen eigene Golf-Gruppen mit Freiplatz, allen notwendigen Absicherungen und fairen Preisen!Golf Gruppenreise
Golfreisen-Hotels.de - AGB, Reisewarnungen & Co
Unsere AGB zum PDF-Download:ALLGEMEINE GESCHÄFTSBEDINGUNGEN
Ein Link zum Robert Koch-Institut. Alles Wissenswerte zu Fakten möglicher Epidemien etc.. Die rechte Spalte der Startseite enthält die aktuellen Entwicklungen weltweit:www.rki.de
Eine Seite zum Thema Reisemedizin mit aktuellen Informationen und länderspezifischen Hinweisen zu Gesundheitsrisiken:www.fit-for-travel.de
Informationen des Auswärtigen Amtes zu aktuellen Reisewarnungen und Sicherheitshinweisen:http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/01-Reisewarnungen-Liste_node.html
Die EU veröffentlicht regelmäßig eine Liste der Fluggesellschaften, denen es verboten ist in die EU einzufliegen. Selbstverständlich bieten wir auf unseren Reisen keine Flüge mit den gelisteten Airlines. Diese Liste können Sie nachstehend als PDF downloaden:BLACKLIST EU
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