Source: http://jaeger-beilngries.de/Seiten/infoschiessenwaffg.htm
Timestamp: 2018-10-20 11:07:12
Document Index: 267220171

Matched Legal Cases: ['§ 10', '§ 13', '§ 10', '§ 2', '§ 53', '§ 6', '§ 15', '§ 4', '§ 13', '§ 32', '§ 19', '§ 19']

§ 10 V WaffG
Schießen ist zulässig
- zur befugten Jagdausübung
- zum Einschießen (Training auf Schießstätten)
- zum Anschießen (Waffenprüfung im Revier ohne
Schussbegrenzung)
- zur Hundeausbildung
- zum Jagd- und Forstschutz
mit Waffen und Munition, die jagd- und waffen-
rechtlich nicht verboten sind.
Jäger: § 13 VI WaffG
Jugendjagdscheininhaber, die aber dazu nur in Begleitung eines jagdlich erfahrenen Erziehungs- oder Sorgeberechtigten oder von ihm schriftliche Beauftragten jagen dürfen. Schusswaffen anderer Berechtigter (Leihwaffen) dürfen sie im Zusammenhang damit nicht schussbereit führen (Ziff. 13.7 WaffVwV) und auf dem Hin- und Rückweg „transportieren“.
dürfen ab Vollendung des 14. Lebensjahres in der Ausbildung mit Jagdwaffen schießen, wenn Sorgeberechtigter und Ausbildungsleiter dies unterschriftlich erklärt haben. Die Bescheinigung ist mitzuführen und zur Personenkontrolle Befugten zur Prüfung auszuhändigen (Ziff. 13.8 WaffVwV).
(§§ 10, 13 WaffG)
„Zur Jagdausübung
Sonstiges Schießen (§§ 2/II/IV, 10/V WaffG)
Hierzu ist für alle Schusswaffen (auch für das Verschießen von Kartuschenmunition z.B. bei Schreckschuss- und Reizstoffwafen) ein Erlaubnisschein der Kreisverwaltungsbehörde (KVB) erforderlich. Dies gilt auch an Silvester, wo nur das Schießen mit pyrotechnischer Munition nach dem Sprengstoffgesetz (1. Sprengstoffverordnung und dem WaffG) erlaubnisfrei ist.
Schießen zur Brauchtumspflege:
Zu Veranstaltungen, bei denen es Brauch ist, kann einem verantwortlichen Leiter einer Brauchtums-
schützenvereinigung für die Dauer von 5 Jahren die Erlaubnis erteilt werden, mit Einzellader- oder Repetier-Langwaffen mit Kartuschenmunition zu schießen. Der einzelne Schütze benötigt dann keine eigene Erlaubnis, darf die Waffen bei diesen Veranstaltungen führen und damit schießen.
Schießen ohne Erlaubnis
OWi gem. § 53 I Nr. 3 WaffG
Schießen auf Schießstätten:
Auf Schießstätten ist das Schießen für Jedermann zulässig. Untr Obhut verantwortlicher und zur Kinder- und Jugendarbeit für das Schießen ausgebildeter Aufsichtspersonen darf
- ab Vollendung des 12. Lebensjahres mit
Druckluft-, Federdruck- und Co2-Waffen,
- ab Vollendung des 14. Lebensjahres mit allen
anderen Waffen geschossen werden .
Auf der Schießstätte erworbene Munition muss dort verschossen oder zurückgegeben werden, ausser der Schütze hat eine ausserhalb der Schießstätte gültige Erwerbsberechtigung (Jäger / Sportschütze).
(2) Für Jäger gilt § 6 Abs. 3 Satz 1 nicht. Bei Jägern, die Inhaber eines Jahresjagdscheines im Sinne von § 15 Abs. 2 i.V.m. Abs. 1 Satz 1 des Bundesjagdgesetzes sind, erfolgt keine Prüfung der Voraussetzungen des Absatzes 1 Nr. 1 sowie des § 4 Abs. 1 Nr. 4 für den Erwerb und Besitz von Langwaffen und zwei Kurzwaffen, sofern die Voraussetzungen des Absatzes 1 Nr. 2 vorliegen.
Schießen auf Wild und sonstiges Schießen
1. Schießen im Revier:
Erlaubt aber nur:
(§§ 13/VI, 12/IV, 10/V )
a) Bei befugter Jagdausübung = Schießen nur auf Wild und Tiere, die nach dem Jagd- und Naturschutzrecht - ja nach Landesrecht - freigegeben sind.
b) Beim Jagdschutz = (z.B. wildernde Hunde und Katzen - je nach Landesrecht -)
c) Beim Anschießen = ( Kontrollschüsse zur Überprüfung der Trefferlage / Waffenprüfung im Revier. Ohne Schußbegrenzung.)
d) Beim Einschießen auf Schießstätte = (z.B. Waffe auf eine andere Laborierung / Entfernung einschießen).
e) Bei der Ausbildung von Jagdhunden =
f) Bei Notwehr / Nothilfe / Notstand = § 32 StGB Notwehr
g) Verboten = Übungsschießen im Revier (außer mit behördlicher Genehmigung);
Ferner Töten von nach dem Naturschutzrecht geschützten Tierarten wie z.B. Wolf, Eichhörnchen usw.
2. Schießen auf Wild § 19/I Nr. 2 BJagdG
a) Rehwild = Mindesenergie auf 100 Meter = 1000 Joule,
kein Mindestkaliber .
b) Übriges Schalenwild = Mindesenergie auf 1000 Meter = 2000 Joule;
und Mindeskaliber von 6,5 mm
c) Alles Niederwild außer Rehwild = Hier keine Vorgaben, allerdings so wirksam, dass ein tierschutzgerechtes Erlegen sichergestellt ist.
d) Bleifreie Büchsengeschosse = Sind in vielen Bundesländern bereits Pflicht. Bleifreie Schrote sind bei der Jagd auf Wasserfederwild an / auf / über Gewässern bereits Pflicht.
e) Verboten = Das Schießen auf Wild mit (voll-)automatischen Waffen jeder Art.
f) Verboten = Das Schießen auf Wild mit halbautomatischen Waffen, die insgesamt mit mehr als 3 Patronen geladen sind (§ 19 Abs. 1 Nr. 2c BJagdG).
g) Verboten = Das Schießen mit Pistolen oder Revolvern, außer bei der Bau- und Fallenjagd sowie zur Abgabe von Fangschüsse. Für die Abgabe von Fangschüsse auf Schalenwild ist eine Mündungsenergie von mindestens 200 Jouzle erforderlich.
h) Geplant aber noch ungewiss = Maßgebend ist bei Schalenwild - außer der Mindestenergie und dem Mindestkaliber - zusätzlich die Mindestwirksamkeit / die Tötungswirkung. Hier versteht man die Energie-Abgabe im Wildkörper.
3 Schießen zu Hause
a) Bei Notwehr / Nothilfe und Notstand siehe oben
b) Mit Waffen über 7,5 Joule = Sofern die Geschosse das befriedete Grundstück / Besitztum nicht verlassen können (z.B. Luftgewehrschießen im Keller)
4 Schießen unterwegs
Verboten = Außer im Falle der Notwehr, der Nothilfe und des Notstandes (z.B. Fangschuß bei Wildunfall im fremden Revier).