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Timestamp: 2017-06-29 03:58:58
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Matched Legal Cases: ['§ 1666', '§ 1666', '§ 1666', '§ 1666', '§ 1666', '§ 1666', '§ 49', '§ 1631', '§ 1666', '§ 59', '§ 1666', '§ 1666', '§ 1666']

Kindeswohlgefährdung: Definition, Begriff und Erklärung im JuraForum.de
Neueintrag für Anwälte	KindeswohlgefährdungLexikon | 1 Kommentar(16) Teilen Twittern E-Mail
Erklärung zum Begriff KindeswohlgefährdungInhaltsverzeichnisKaum ein Thema ist heutzutage derart stark in den Fokus des öffentlichen Interesses gerückt wie das Kindeswohl. „Kindeswohl“ oder auch „Wohl des Kindes“ ist ein unbestimmter Rechtsbegriff, welcher im Familienrecht, im Adoptionsrecht, im Jugendhilferecht sowie im Recht von Scheidungsfolgen von immenser Bedeutung ist und der das gesamte Wohlergehen eines Kindes umschreibt. Um dieses Wohlergehen bestimmen zu können, wird das Kindeswohl anhand folgender Kriterien beurteilt:KindeswohlgefährdungKindeswohlgefährdung – Sozialwissenschaftlicher AspektKaum ein Thema ist heutzutage derart stark in den Fokus des öffentlichen Interesses gerückt wie das Kindeswohl. „Kindeswohl“ oder auch „Wohl des Kindes“ ist ein unbestimmter Rechtsbegriff, welcher im Familienrecht, im Adoptionsrecht, im Jugendhilferecht sowie im Recht von Scheidungsfolgen von immenser Bedeutung ist und der das gesamte Wohlergehen eines Kindes umschreibt. Um dieses Wohlergehen bestimmen zu können, wird das Kindeswohl anhand folgender Kriterien beurteilt:
Demzufolge sind die Oberbegriffe, nach welchen eine Beurteilung des Kindeswohls vollzogen wird, „Förderung des Kindes“ und „Schutz des Kindes“. Insbesondre ist zu beachten, dass ein Kind
Doch nicht immer entsprechen die Gegebenheiten, die einem Kind zum Leben zur Verfügung stehen, den Anforderungen des Kindeswohls. Insbesondre ist dies der Fall, wenn
Eltern unverschuldet als Eltern versagen sowie
wenn Dritte sich gegenüber einem Kind missbräuchlich verhalten.
Wann und wie eine Gefährdung des Kindeswohls vorliegt, wird gemäß § 1666 Abs. 1 BGB definiert:
Es ist in den meisten westlichen Ländern dem Staat nicht gestattet, in das Erziehungsrecht der Eltern einzugreifen. Dies ist nur in begründeten Ausnahmefällen möglich, wie beispielsweise bei der Gefährdung des Kindeswohls. Dabei muss jedoch beachtet werden, dass die Auslegung dieser Gefährdung immer bei der Rechtsprechung liegt, da es sich ja beim Kindeswohl um einen unbestimmten Rechtsbegriff handelt. Dies bedeutet in der Praxis, dass individuell geprüft werden muss, ob und gegebenenfalls in welchem Ausmaß eine Gefährdung des Kindeswohls vorliegt. Grundsätzlich wird dabei zwischen zwei verschiedenen Arten der Kindeswohlgefährdung unterschieden:
Elterliches Handeln, beispielswiese Gewaltanwendung gegenüber dem Kind
Elterliches Unterlassen, zum Beispiel Vernachlässigung eines Kindes
Recht einfach ist die Rechtslage bei einer Gefährdung des Vermögens eines Kindes: Gemäß § 1666 Abs. 2 BGB wird eine Kindeswohlgefährdung angenommen, wenn der Unterhalspflichtige seiner Pflicht auf Zahlung von Kindesunterhalt nicht oder nur ungenügend nachkommt. Andere Fälle von Kindeswohlgefährdung sind hingegen weitaus schwieriger zu erkennen und demzufolge zu ahnden.
Gerichtliche Anordnungen bezüglich der Inanspruchnahme von öffentlichen Hilfen, wie beispielsweise der Kinder- und Jugendhilfe [VerfGH Rheinland-Pfalz, 28.05.2009, VGH 45/08]
Gerichtliche Anordnungen, für die Einhaltung der Schulpflicht zu sorgen
Verbote seitens des Gerichts, für eine bestimmte oder unbestimmte Zeit die Familienwohnung oder Orte, an denen sich das Kind befindet, zu meiden
Gerichtliche Verbote bezüglich Kontaktaufnahme zum Kind
Ersetzung von Erklärungen der elterlichen Sorge
Entzug des Sorgerechts [OLG Koblenz, 11.05.2005, 13 WF 282/05]
Welche Möglichkeit individuell zum Tragen kommt, ist abhängig von dem Grad der drohenden Schädigung des Kindes. Diese wird anhand der Nachteile beurteilt, welche sich durch das Verhalten der Eltern ergeben können. Dabei ist von einer erheblichen Beeinträchtigung der Entwicklung eines Kindes auszugehen, wenn die Kindeswohlgefährdung und die damit einhergehende Schädigung bereits eingetreten sind. Oftmals ist auch das Jugendamt in dem Verfahren beteiligt und nimmt ausführlich Stellung zu den Erziehungsberechtigten, so dass eine Gefährdungseinschätzung der Personensorgeberechtigten abgegeben werden kann. Insbesondere die Erziehungsfähigkeit wird dabei umfassend durchleutet. Der Kinderschutz hat dabei absolute Priorität.
Kindeswohlgefährdung – Sozialwissenschaftlicher Aspekt
Unter sozialwissenschaftlichen Gesichtspunkten werden Fälle der Kindeswohlgefährdung anhand der sogenannten „Trias“ beurteilt:
Eine Vernachlässigung kann in verschiedenen Formen auftreten:
Erzieherische Vernachlässigung
Generell ist eine Vernachlässigung gegeben, wenn Eltern wiederholt ihrer Pflicht gegenüber ihrem Kind zum fürsorglichen Handeln nicht nachkommen. Dies hat zur Folge, dass sich psychische und/oder physische Beeinträchtigungen in der Entwicklung des Kindes ergeben.
Misshandlungen werden ebenfalls in zwei verschiedene Kategorien unterteilt:
Unter physischen Misshandlungen werden hingegen Aktes des körperlichen Zwangs oder der körperlichen Gewaltanwendung verstanden, welche zu einer Beeinträchtigung der körperlichen oder psychischen Entwicklung des Kindes führen können.
Als sexueller Missbrauch wird angesehen, wenn Eltern ihre Kinder mit unangemessenen Handlungen mit sexuellem Bezug konfrontieren. Eine derartige Beurteilung gestaltet sich insbesondere deshalb als schwierig, weil zum einen eine ungestörte sexuelle Entwicklung des Kindes gewährleistet sein muss, zum andren die Grenzen zwischen natürlichen und unangemessenen Handlungen im Einzelfall schwer zu definieren sein können.
Mitwirkende/Autoren: JuraforumWiki-RedaktionErstellt von JuraforumWiki-Redaktion, 01.06.2013 00:00Zuletzt editiert von JuraforumWiki-Redaktion, 19.05.2015 10:17 Haben Sie Fragen zu diesem Begriff? Stellen Sie eine Frage zu dem Begriff im Forum.Nachrichten zu KindeswohlgefährdungUnfälle & Misshandlung häufigste Todesursache von Kleinkindern-Kinderchirurgen fordern mehr Schutz (07.06.2013, 11:10)Kindersicherheitstag der Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e. V. am 10. Juni 2013Berlin – Die häufigste Todesursache von Kleinkindern im Alter von ein bis vier Jahren sind hierzulande Verletzungen durch Unfälle. Unfälle in...Aktuell zum Bundeskinderschutzgesetz (11.12.2012, 13:10)Frankfurter Kommentar für Kinder und Jugendhilfe erschienenKürzlich erschien die 7. Auflage des Frankfurter Kommentars SGB VIII, die sich an Berufsträger der juristischen und Sozialen Arbeit wendet. Die Publikation kommentiert das neue...Dresdner Uniklinikum eröffnet Ambulanz für Kinder- und Jugendgynäkologie (19.11.2012, 11:10)Ob es um das gänzliche Ausbleiben der Menstruation geht, um Verwachsungen und Fehlbildungen der weiblichen Geschlechtsorgane in der Kindheit oder um Infektionen beziehungsweise Verletzungen etwa infolge von Missbrauch: Mit der Kinder- und...Zum Wohl der Kinder: Internationale Konferenz zur Entwicklung emotionaler Bindung (23.07.2012, 11:10). Von 14. bis 16. September 2012 findet an der Fachhochschule Frankfurt am Main (FH FFM) eine Konferenz zu „Bindung, Diagnostik und Behandlung: Die Methode des DMM“ statt. Auf ihr werden aktuelle Forschungsergebnisse vorgestellt und diskutiert,...Psychotrauma-Expertin des Dresdner Uniklinikums leitet deutsche Fachgesellschaft (22.03.2012, 10:10)Dr. Julia Schellong, Oberärztin an der Klinik und Poliklinik für Psychotherapie und Psychosomatik am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden, wurde in dieser Woche zur Vorsitzenden der „Deutschsprachigen Gesellschaft für...Entscheidungen zum Begriff KindeswohlgefährdungAG-BUEDINGEN, 07.12.2012, 53 F 815/12Allein ein Verstoß gegen das Hessische Kindergesundheitsschutzgesetz rechtfertigt keine familiengerichtlichen Maßnahmen nach § 1666 BGB. Der Verhältnismäßigkeitsgrundsatz erfordert noch andere Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung.OLG-NUERNBERG, 15.04.2013, 7 UF 399/13Liegen in einem Verfahren zur elterlichen Sorge gegensätzliche Anträge der beiden Elternteile und Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung vor, ist darüber in einer einheitlichen Entscheidung zu befinden.OLG-HAMM, 21.12.2012, II-2 UF 181/11Eine Kindeswohlgefährdung, die zur Entziehung der elterlichen Sorge nach § 1666 BGB führen kann, liegt vor, wenn das Kind zwei Jahre schulabstinent und derzeit unbekannten Aufenthaltes ist und die Kindesmutter durch ihr Verhalten ein Auffinden des Kindes verhindert.OLG-HAMM, 07.06.2013, 6 WF 117/13In Sorgerechtsverfahren nach § 1666 BGB, in denen von Amts wegen gerichtliche Maßnahmen zur Abwendung einer Kindeswohlgefährdung zu treffen sind, kommt es auf eine Vereinbarung der Beteiligten nicht an; demgemäß kommt auch nach der Ergänzung des Vergütungsverzeichnisses die Festsetzung einer Einigungsgebühr in diesen Verfahren...OLG-ZWEIBRüCKEN, 20.07.2006, 5 WF 82/06Die Großmutter eines Kindes ist auch dann nicht Beteiligte eines Sorgerechtsverfahrens wegen Maßnahmen zur Abwendung einer Kindeswohlgefährdung nach § 1666 BGB, wenn sie dieses Verfahren durch einen dahingehenden Antrag in Gang gesetzt hat.
Sie ist gegen eine erstinstanzliche Entscheidung des Familiengerichts nicht...OLG-HAMM, 30.08.2013, 3 UF 133/131. Zu den Voraussetzungen der summarischen Prüfung nach den §§ 49 ff., 26, 51 Abs. 1 S. 2, 31 FamFG im einstweiligen Sorgerechtsverfahren.
2. Grundsätzlich erlaubt der am 28.12.2012 in Kraft getretene § 1631 d Abs. 1 BGB es den sorgeberechtigten Eltern bzw. dem allein sorgeberechtigten Elternteil, für ein noch nicht selbst urteils-...OLG-HAMM, 07.06.2013, 6 WF 173/121.
Hat in einem Sorgerechtsverfahren nach § 1666 BGB das Jugendamt beantragt, den Eltern das Sorgerecht zu entziehen und gibt das Familiengericht diesem Antrag statt, so löst das nachträgliche Einverständnis der Kindeseltern mit dieser Regelung schon deshalb keine Einigungsgebühr im Sinne der Nr. 1000, 1003 VV- RVG aus, weil...OLG-KARLSRUHE, 06.05.2013, 5 WF 170/121. Im Verfahren über die Entlassung des Amtsvormunds und die Auswahl eines neuen Vormunds kommt den Pflegeeltern keine Beschwerdeberechtigung gem. § 59 Abs. 1 FamFG zu.
2. Jedenfalls in Fällen, in denen den Eltern die elterliche Sorge gem. § 1666 BGB entzogen worden ist, bedarf es in jedem Einzelfall der Prüfung, ob Pflegeeltern als...OLG-HAMM, 30.01.2012, I-9 WF 56/111. Der mit der Feststellung zu Fragen des Entzugs der elterlichen Sorge beauftragte Sachverständige, der nach Abschluss seiner Untersuchungen das Vorliegen einer akuten Kindeswohlgefährdung feststellt, welches einen Aufschub von Maßnahmen zum Schutz des Kindes bis zur schriftlichen Abfassung seines Gutachtens nicht gestattet, setzt...SAARLAENDISCHES-OLG, 19.10.2009, 6 UF 48/09a. Voraussetzung der Entziehung der elterlichen Sorge § 1666 BGB wegen Kindeswohlgefährdung ist ein bereits eingetretener Schaden oder eine gegenwärtige, in einem solchen Maße vorhandene Gefahr, dass sich bei seiner weiteren Entwicklung eine erhebliche Schädigung mit ziemlicher Sicherheit voraussehen lässt.
b. Eine auf § 1666 BGB...Aktuelle ForenbeiträgeStatt Förderung in der Grundschule gibts Anzeige wegen ... (18.10.2012, 19:01)Hallo zusammen,
mal angenommen, ein sechsjähriges Mädchen wird in der Grundschule angemeldet. Bei dem Mädchen war im Kindergarten schon bekannt, dass es unter ADHS und einer kombinierten (auch emotional) Entwicklungsstörung leidet. Sie bekam auch Frühförderung.
Der Schularzt empfiehlt die Erstellung eines Sonderpädagogischen... ()Beschneidung von Minderjährigen im Ausland (28.06.2012, 12:57)Gegeben sei folgender Sachverhalt:
Die alleine sorgeberechtigte leibliche Mutter (M), jüdischen Glaubens, reist mit ihrem minderjährigen 4 Jahre alten Sohn (K) für einen Monat nach Israel um dort Urlaub zu machen. In Israel lässt M ihren Sohn K von einem Arzt beschneiden, weil sie das gemäß ihres Glaubens so für richtig hält und weil...Sorgerecht ohne den Umgang auszuüben? (23.07.2011, 17:10)Mal angenommen, ein Elternpaar hat sich getrennt und mit vielen Streitigkeiten eine grobe Lösung für den Umgang mit dem Kind und den Verbleib des Kindes gefunden.
Kind lebt bei der Mutter und der Vater soll das Kind jedes zweite Wochenende bei sich sehen. Die Mutter hat lange Sorge dafür getragen, dass das Kind zum Vater kommt.
Mit...Richter verklagen? (14.06.2010, 21:24)Situationsbeschreibung Es geht hier um 3 Kinder , wo zwei beim Vater leben ,
das dritte bei Pflegeeltern ,
Nach dem Zusammenbruch der Mutter beschließt der Vater für die Kleinstkinder Umgangsboykott ,
es vergeht über ein Jahr bevor der Richter trotz Anschreiben
erstmal überhaupt ein Termin macht ,
Der Richter beschließt , ein Jahr...
56 - Ac;h_t = Bisherige Kommentare zum Begriff (1) Phillipp
(05.11.2016 13:16 Uhr):
Hallo Herr Anwalt, Ich bin 15 Jahre und wohne in einer Pflege Familie von dem Träger Let's Go. Vorher wohnte ich in einer Wohngruppe im Sauerland auch von dem gleichen Träger. Jetzt wohne ich in der Familie ca. 6 Monate. Ich möchte aber hier nicht mehr wohnen,weil ich mich hier nicht wohlfühle. Ich habe keine Eltern mehr und deswegen ist das Jugendamt für mich zuständig, muss das Jugendamt mir ein anderen Wohnort suchen vielleicht nach meinen Wünschen? Wenn äußern würde,dass ich gerne wieder ins Sauerland möchte hätte ich da eine chance hier aus der Familie rauskommen und wieder zurück in's Sauerland zu kommen? Fragen Sie einen Anwalt!	Anwälte sind gerade online.Schnelle Antwort auf Ihre Rechtsfrage.	Ihre Frage direkt hier eingeben:
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