Source: http://elibrary.verlagoesterreich.at/main/e-journals/ges-zeitschrift-fur-gesellschaftsrecht/2014/heft-9/ges-2014-9.html
Timestamp: 2017-03-24 02:02:14
Document Index: 88020730

Matched Legal Cases: ['§ 26', '§ 12', '§ 20', '§ 20', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 21', '§ 7', '§ 10', '§ 10', '§ 203', '§ 211', '§ 201', '§ 198', '§ 6', '§ 6', '§ 208', '§ 208', '§ 228', '§ 208', '§ 124', '§ 583', '§ 603', '§ 38', '§ 76', '§ 10', '§ 81', '§ 66', '§ 55', '§ 1293', '§ 1294', '§ 1295', '§ 1293', '§ 9', '§ 9', '§ 8', '§ 18', '§ 23', '§ 27', '§ 27', '§ 1', '§ 24', '§ 27', '§ 1', '§ 4', '§ 6', '§ 16', '§ 18', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 18', '§ 23']

GES 2014/9 - Heft 9 - 2014 - GES - Zeitschrift für Gesellschaftsrecht - e-Journals
/ GES 2014/9
Volltext Cover Download EditorialGES 2014/9, Jahrgang 2014, Heft 9, S. 433–435
Kofler, Georg Gemischtes aus der Herbstlegistik
GES 2014, 433 Abgabenänderungsgesetze Nr. 1 und Nr. 2. Am 2. Oktober... Abgabenänderungsgesetze Nr. 1 und Nr. 2. Am 2. Oktober 2014 ist das 2. AbgÄG 2014 in Begutachtung gegangen, noch bevor das (1.) AbgÄG 2014 vom Februar zur Gänze verdaut werden konnte. Dazu nur drei Beispiele: Erstens haben die auf eine „umfassende Amtshilfe“ abstellenden Einschränkungen bei ausländischen Betriebsstättenverlusten und der Gruppenbesteuerung ebenso eine Welle von Analysen hervorgerufen wie die Abschaffung der Firmenwertabschreibung in der Gruppe. Erfreulicherweise möchte sich das BMF aber im nächsten KStR-Wartungserlass jener Ansicht anschließen, wonach aufgrund des unlängst von Österreich ratifizierten, ab 1.1.2015 anwendbaren OECD-Amtshilfeabkommen (OECD-AHA) Gruppenmitglieder in Staaten, für die dieses Abkommen ebenfalls ab spätestens diesem Tag wirksam ist, nicht nach § 26c Z 45 KStG zwangsweise aus der Gruppe ausscheiden. Zweitens hat das Abzugsverbot für Zins- und Lizenzgebührenzahlungen an niedrigbesteuerte Konzerngesellschaften (§ 12 Abs 1 Z 10 KStG) nicht nur eine Reihe unionsrechtlicher Bedenken hervorgerufen, sondern auch Fragen, wie das Konzept des „Nutzungsberechtigten“ im Konzern (zB bei Back-to-Back-Finanzierungen) zu verstehen ist. Und schließlich haben jene Einschränkungen des objektiven Nettoprinzips besondere Aufmerksamkeit erlangt, die auf Basis außersteuerlicher Wertungsentscheidungen erfolgten: In der verfassungsrechtlichen Diskussion stehen vor allem die Abzugsbeschränkungen (1) für „Managergehälter“, soweit sie Betrag von € 500.000 pro Person und Wirtschaftsjahr übersteigen (§ 20 Abs 1 Z 7 EStG), da hier einerseits zwischen sach- und personalintensiven Unternehmen und andererseits zwischen organisatorisch eingegliederten und nicht eingegliederten Personen differenziert werde, und (2) für die ein bestimmtes Ausmaß überschreitenden freiwilligen Abfertigungen (§ 20 Abs 1 Z 8 EStG), da vergleichbare Abzugsbeschränkungen für gesetzliche Abfertigungen und Einzahlungen in die „Abfertigung neu“ nicht bestehen. Der Begutachtungsentwurf des 2. AbgÄG 2014 enthält nun nicht nur „Nachbesserungen“ zum (1.) AbgÄG 2014, sondern eine ganze Reihe von anderen ertragsteuerlichen Änderungen. Besonders erwähnenswert sind im Hinblick auf das Konzernsteuerrecht folgende beiden Punkte: Erstens soll in Reaktion auf die VwGH-Judikatur zu Zeitpunkt und Form der Option zur Steuerwirksamkeit internationaler Schachtelbeteiligungen nach § 10 Abs 3 KStG normiert werden, dass die Option „in der Körperschaftsteuererklärung“ (an der hiefür vorgesehenen Stelle in der Körperschaftsteuererklärung sowie durch Abgabe der entsprechenden Beilage K 10) ausgeübt werden muss und – zur Vermeidung von Härtefällen – „innerhalb eines Monats ab Abgabe der Körperschaftsteuererklärung durch deren Berichtigung nachgeholt oder widerrufen werden“ kann (§ 10 Abs 3 KStG-E). Zweitens steht die Beteiligungsertragsbefreiung gem § 10 KStG derzeit (nur) jenen beschränkt steuerpflichtigen Körperschaften sinngemäß zu, die sog „EU-Gesellschaften“ iS der Mutter-Tochter-Richtlinie sind, sofern die Beteiligung einer inländischen Betriebsstätte zuzurechnen ist (§ 21 Abs 1 Z 2 lit a EStG). Entsprechend der bisherigen Verwaltungspraxis soll diese sinngemäße Anwendung nunmehr auch auf jene Muttergesellschaften ausgedehnt werden, die in einem „Staat des Europäischen Wirtschaftsraumes ansässig sind“. Der neue Wortlaut soll durch die Verwendung des Wortes „Körperschaft“ auf einen Typenvergleich hinweisen, sodass die ausländische EU- bzw EWR-Körperschaft einer inländischen Körperschaft vergleichbar sein muss. Bei Vergleichbarkeit mit einer inländischen, unter § 7 Abs 3 KStG fallenden Körperschaft (zB AG, GmbH) erstreckt sich die Anwendbarkeit nicht nur auf in- und ausländische Beteiligungen iS des § 10 Abs 1 Z 1 bis 6 KStG, sondern zusätzlich auch auf internationale Schachtelbeteiligungen iS des § 10 Abs 1 Z 7 iVm Abs 2 ff KStG. Die neue Formulierung soll mit dem Begriff „ansässig“ auch auf die abkommensrechtliche Ansässigkeit rekurrieren, sodass nach den Erläuterungen doppelt ansässige „EU-/EWR-Körperschaften, deren Ort der Geschäftsleitung in einem Staat außerhalb des EU- oder EWR-Raumes gelegen ist, [...] die Beteiligungsertragsbefreiung daher nicht in Anspruch nehmen“ können.
Rechnungslegungs-Änderungsgesetz 2014 (RAG 2014). Am 19. September 2014 ist das RÄG 2014 in Begutachtung gegangen. Dieses soll auch ein weiterer Schritt in Richtung „Einheitsbilanz“ sein, die auch für die steuerliche Gewinnermittlung maßgeblich sein soll: Unterschiede in der Bewertung zwischen Unternehmensbilanz und Steuerbilanz sollen angeglichen werden (zB beim Herstellungskostenbegriff nach § 203 Abs 3 UGB-E oder bei der Rückstellungsbewertung nach § 211 UGB-E), sodass die entsprechenden steuerrechtlichen Sondervorschriften in einem weiteren Schritt reduziert werden könnten. In weiteren Punkten ist auch geplant, im UGB die Basis dafür zu legen, dass die Bewertungen in der Unternehmensbilanz auch als maßgeblich für das Steuerrecht anerkannt werden können; so soll etwa ein Grundsatz der verlässlichen Schätzung eingeführt werden (§ 201 Abs 2 Z 7 UGB-E), der in weiterer Folge dazu führen soll, dass insbesondere Pauschalrückstellungen und Pauschalwertberichtigungen steuerlich anerkannt werden können. Auch die Aufwandsrückstellungen (§ 198 Abs 8 Z 2 UGB-E) sollen auf solche Fälle reduziert werden, in denen auch eine steuerliche Anerkennung möglich wäre.
Die steuerlichen Begleitmaßnahmen in Entwurf des RÄG 2014 fokussieren vorerst aber nur § 6 Z 2 lit a und Z 13 EStG-E und führen wegen des geplanten Entfalls der letzten beiden Sätze des § 6 Z 13 EStG letztlich zu einer „verdeckten“ Steuerverschärfung in Form einer allgemeinen Zuschreibungsverpflichtung: Unternehmensrechtlich soll – in Umsetzung der neuen Bilanz-Richtlinie – die bisher in § 208 Abs 2 UGB verankerte Ausnahme für Beteiligungen vom in § 208 Abs 1 UGB geregelten Wertaufholungsgebot aufgegeben werden. Damit würde künftig unternehmensrechtlich – mit Ausnahme des Geschäfts(Firmen)werts – eine allgemeine Zuschreibungspflicht bestehen. Diese unternehmensrechtliche Zuschreibungspflicht würde wiederum auf das Steuerrecht durchwirken, sodass bei Werterholung auch steuerrechtlich nicht nur für Beteiligungen gem § 228 UGB, sondern für alle Wirtschaftsgüter (ausgenommen Geschäfts(Firmen)wert) eine Zuschreibungspflicht bestünde. Diese Zuschreibungspflicht soll erstmalig für Geschäftsjahre anzuwenden sein, die nach dem 31. Dezember 2015 beginnen. Nach den geplanten Übergangsvorschriften müssen in diesem Wirtschaftsjahr aber auch Zuschreibungen aufgrund von Wertaufholungen aus früheren Geschäftsjahren, bei denen vormals von der Ausnahme der Wertaufholungsverpflichtung gem § 208 Abs 2 UGB Gebrauch gemacht und die Zuschreibung daher zu Recht unterlassen wurde, nachträglich vorgenommen werden (§ 124b Z 261 lit a und b EStG-E). Diese nachgeholte Zuschreibung wäre auch für das das Steuerrecht maßgeblich und damit grundsätzlich steuerwirksam. Der nachgeholte Zuschreibungsbetrag kann aber auf Antrag einer in einem gesonderten Verzeichnis auszuweisenden „Zuschreibungsrücklage“ zugeführt und dadurch bis (spätestens) zum Ausscheiden des Wirtschaftsgutes steuerneutral gehalten werden können.
Volltext	AufsätzeGES 2014/9, Jahrgang 2014, Heft 9, S. 437–449
Czernich, Dietmar Der internationale Unternehmenskauf vor dem Schiedsgericht: Anwendbares Recht
Schiedsverfahren, Schiedsvereinbarung, Internationales Privatrecht, Vertragsübergang, Unternehmenskauf, Rom I-VO, IPRG, GES 2014, 437, § 583 ZPO, § 603 ZPO, § 38 UGB, § 76 GmbHG Unternehmenskaufverträge enthalten häufig eine Schiedsvereinbarung, weil... Unternehmenskaufverträge enthalten häufig eine Schiedsvereinbarung, weil die Parteien bei komplexen Sachverhalten Schiedsgerichten mehr Entscheidungseffizienz zubilligen als den staatlichen Gerichten. Auch Geheimhaltungsinteressen spielen eine starke Rolle bei der Bevorzugung von Schiedsgerichten als Streitbeilegungsinstanz bei Unternehmenskäufen. Dabei weisen Unternehmenskaufverträge sehr häufig ein internationales Element auf, weil die Erschließung eines neuen Marktes häufig über eine Akquisition erfolgt. Speziell in Österreich spielen ausländische Direktinvestments traditionell eine große Rolle. Aufgrund des grenzüberschreitenden Charakters zahlreicher Unternehmenskäufe stellt sich dem Schiedsgericht daher häufig die Frage nach dem anwendbaren Recht.
Auf den ersten Blick lässt sich diese Frage manchmal schnell beantworten, weil Unternehmenskaufverträge als stark von spezialisierten Juristen geprägte Verträge fast immer eine Rechtswahlklausel beinhalten. Die Rechtswahlklausel erweist sich jedoch häufig nur als Anfangs- und nicht als Endpunkt der Suche nach dem anwendbaren Recht, weil sie über die oft entscheidende Frage nach ihrer Reichweite – also welche Rechtsverhältnisse von ihr erfasst werden – nichts aussagt und infolge der Rechtswahlresistenz vieler Rechtsnormen auch nichts aussagen kann. Die Frage nach dem anwendbaren Recht ist daher in den meisten Fällen komplexer, als es zunächst den Anschein hat.
Volltext	AufsätzeGES 2014/9, Jahrgang 2014, Heft 9, S. 450–455
Schneeweiss, Hermann US-amerikanische LLC als Alternative zur österreichischen GmbH?
Limited Liability Company, Private Limited Company, Niederlassungsfreiheit, Zuzug, Typenvergleich, Art IX Freundschaftsvertrag Ö-USA, GES 2014, 450, § 10 IPRG Die Rechtsform einer US-amerikanischen LLC erfreut sich besonderer... Die Rechtsform einer US-amerikanischen LLC erfreut sich besonderer Beliebtheit. Sie bietet beschränkte Haftung für die Gesellschafter bei weitreichendem gesellschaftsrechtlichem und steuerlichem Gestaltungsspielraum. In der Tat kann eine LLC entweder als Körperschaft oder als steuerlich transparentes Gebilde ausgestaltet werden. Ein Freundschaftsvertrag zwischen Österreich und den USA aus der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts scheint einer US-amerikanischen LLC sogar beschränkte Niederlassungsfreiheit innerhalb der Territorien beider Staaten einzuräumen. Inwieweit könnte vor diesem Hintergrund eine US-amerikanische LLC für österreichische Gründer eine Alternative zur heimischen GmbH sein? Dieser Beitrag sucht eine Antwort.
Volltext	JudikaturGES 2014/9, Jahrgang 2014, Heft 9, S. 456–462
Einheitsgesellschaft, Einheits-GmbH & Co KG, Erwerb eigener Anteile, 6 Ob 185/13v, GES 2014, 456, § 81 GmbHG, § 66 AktG Eine Kommanditgesellschaft... Eine Kommanditgesellschaft kann alle Anteile an ihrer eigenen Komplementär-Gesellschaft zumindest dann erwerben, wenn
das Stammkapital der Komplementärgesellschaft zur Gänze einbezahlt ist;
der Beteiligung der Komplementärgesellschaft am Gesellschaftsvermögen der Kommanditgesellschaft kein wirtschaftlicher Wert zukommt (weil sie als reine Arbeitsgesellschafterin nicht am Gesellschaftsvermögen und nicht am Gewinn und Verlust beteiligt ist);
die KG die Kaufpreise aus Gewinnrücklagen finanzieren kann;
die Kaufpreise sofort entrichtet werden, sodass es zu keiner bilanziellen Belastung kommt.
Auftretende Interessenskollisionen und die Problematik der Willensbildung bei der Einheits-GmbH & Co KG stellen kein Eintragungshindernis dar, insbesondere nicht, wenn diese Problematik gesellschaftsvertraglich gelöst wird.
Zum Verbot eigener Anteile nach GmbHG: Der verbotswidrige Erwerb eigener Anteile ist wirkungslos. Diese Nichtigkeitsfolge betrifft sowohl das Verpflichtungs- als auch das Verfügungsgeschäft.
Volltext	JudikaturGES 2014/9, Jahrgang 2014, Heft 9, S. 462–464
Kapitalherabsetzung, Gläubigeraufruf, 3 R 55/14h, GES 2014, 462, § 55 Abs 2 GmbHG Der in den Bekanntmachungsblättern zu veröffentlichende Gläubigeraufruf... Der in den Bekanntmachungsblättern zu veröffentlichende Gläubigeraufruf hat die für die Gesellschaftsgläubiger wesentlichen Eckpunkte der Kapitalherabsetzung, also deren Höhe zu enthalten.
Volltext	JudikaturGES 2014/9, Jahrgang 2014, Heft 9, S. 464–465
Geschäftsführer, Schutzgesetz, Gläubiger, 6 Ob 32/14w, GES 2014, 464, § 1293 ABGB, § 1294 ABGB, § 1295 ABGB Ein Gläubiger einer GmbH, der... Ein Gläubiger einer GmbH, der für seine Forderungen im Vermögen der Gesellschaft keine oder keine zureichende Deckung gefunden hat, kann den Geschäftsführer nach allgemeinen schadenersatzrechtlichen Grundsätzen (§§ 1293 ff ABGB) auf Ersatz des Schadens in Anspruch nehmen, den ihm dieser als organschaftlicher Vertreter durch schuldhafte Verletzung eines gerade oder auch zum Schutz der Gesellschaftsgläubiger erlassenen Gesetzes zugefügt hat.
Zu fragen ist, wie sich das Einhalten des Schutzgesetzes auf den Vermögensstand des Klägers ausgewirkt hätte bzw – unter Miteinbeziehung der Ergebnisse des Insolvenzverfahrens – auswirken würde.
Volltext	Firmenbuch-PraxisGES 2014/9, Jahrgang 2014, Heft 9, S. 466–469
Birnbauer, Wilhelm Freiwillige Beendigung der Gründungsprivilegierung mit Kapitalerhöhung und Eintritt weiterer Gesellschafter
GES 2014, 466 Wenn der Alleingesellschafter einer gründungsprivilegierten GmbH mit einem... Wenn der Alleingesellschafter einer gründungsprivilegierten GmbH mit einem Stammkapital von EUR 35.000 und einer zur Hälfte geleisteten gründungsprivilegierten Stammeinlage von EUR 10.000 das Kapital auf EUR 50.000 erhöhen will und danach 5 Gesellschafter zu gleichen Teilen beteiligt sein sollen, ist das kein ganz einfacher Vorgang.
Volltext	Angrenzendes SteuerrechtGES 2014/9, Jahrgang 2014, Heft 9, S. 470–475
Pinetz, Erik | Spies, Karoline Ergebniskonsolidierung inländischer Schwestergesellschaften im Rahmen des § 9 KStG (Teil I)
Gruppenbesteuerung, Niederlassungsfreiheit, GES 2014, 470, § 9 KStG Der Europäische Gerichtshof hat im Urteil SCA Group Holding... Der Europäische Gerichtshof hat im Urteil SCA Group Holding Unionsrechtswidrigkeiten im niederländischen Gruppenbesteuerungssystem sowohl im Hinblick auf sogenannte Sandwichstrukturen als auch auf Schwesternkonsolidierungen erkannt. Die Frage der Übertragbarkeit dieses Urteils auf die österreichische Gruppenbesteuerung wird im ersten Teil dieses Aufsatzes behandelt. Die möglichen Auswirkungen des Urteils auf die österreichische Gruppenbesteuerung im Rahmen des Anwendungsvorrangs des Unionsrechts werden in einem zweiten Teil (in der nächsten Ausgabe der GES) näher untersucht.
Volltext	Angrenzendes SteuerrechtGES 2014/9, Jahrgang 2014, Heft 9, S. 476–477
Marschner, Ernst Rückzahlung ausschlaggebend für Anerkennung des Kredits an den Gesellschafter
verdeckte Ausschüttung, Kredit, Fremdvergleich, Rückzahlung, Insichgeschäft, 2011/15/0003, GES 2014, 476, § 8 KStG, § 18 Abs 5 GmbHG, § 23 BAO Bei Hingabe von Kapital durch die Gesellschaft an den Gesellschafter ist für... Bei Hingabe von Kapital durch die Gesellschaft an den Gesellschafter ist für die Qualifizierung dieser Kapitalhingabe als Kredit (und nicht als verdeckte Ausschüttung) die Ernstlichkeit der Rückzahlungsabsicht entscheidend. Diese kann auch aus dem Umstand der tatsächlichen Rückzahlung erschlossen werden.
Volltext	Angrenzendes SteuerrechtGES 2014/9, Jahrgang 2014, Heft 9, S. 478–480
Bieber, Thomas Ort der Geschäftsleitung nach § 27 Abs 2 BAO einer englischen Komplementär-Limited („Limited & Co KG“)
Ort der Geschäftsleitung, unbeschränkte Steuerpflicht, englische Limited, RV/4100330/2012, GES 2014, 478, § 27 Abs 2 BAO, § 1 KStG, § 24 Abs 4 KStG Ist die englische Limited alleinige Komplementärin einer österreichischen... Ist die englische Limited alleinige Komplementärin einer österreichischen KG, so treffen alle Pflichten der Limited als einzige persönlich haftende und allein vertretungsbefugte Gesellschafterin der KG den Geschäftsführer der Limited. Nimmt der Geschäftsführer der Limited die ihm zukommende Geschäftsführung für die KG an der Firmenadresse der KG in Österreich wahr, sodass sich demzufolge der Ort der kaufmännischen Oberleitung der Limited iSd § 27 Abs 2 BAO am Firmensitz der KG befindet, wird hiedurch die unbeschränkte Steuerpflicht der Limited gem § 1 Abs 2 KStG in Österreich begründet
Volltext	Angrenzendes SteuerrechtGES 2014/9, Jahrgang 2014, Heft 9, S. 480–482
Marschner, Ernst BFG: Restlicher Übergangsverlust ist zum Einbringungsstichtag abzusetzen
Gewinnermittlung, Übergangsgewinn, Übergangsverlust, Einbringung, Einlage, RV/7101430/2010, nicht rkr (Amtsrevision eingebracht), GES 2014, 480, § 4 Abs 10 Z 1 EStG, § 6 Z 14 lit b EStG, § 16 Abs 1 UmgrStG, § 18 Abs 1 Z 1 UmgrStG Ein gemäß § 4 Abs 10 Z 1 Satz 3 EStG über sieben Jahre zu verteilender... Ein gemäß § 4 Abs 10 Z 1 Satz 3 EStG über sieben Jahre zu verteilender Übergangsverlust ist bei Einbringung des Betriebes in eine Kapitalgesellschaft gemäß § 4 Abs 10 Z 1 Satz 4 EStG beim letzten Gewinn des letzten Gewinnermittlungszeitraumes vor der Einbringung zu berücksichtigen.
Volltext	AktuellGES 2014/9, Jahrgang 2014, Heft 9, S. 483–484
Aktuelle Ereignisse und Entwicklungen in Gesetzgebung und Praxis GES 2014, 483 Ein Aktienrückkauf kann zu jedem erlaubten Zwecke, somit ohne jede Bindung... Ein Aktienrückkauf kann zu jedem erlaubten Zwecke, somit ohne jede Bindung für den Vorstand, erfolgen. Mögliche Zwecke können etwa betriebswirtschaftliche Gründe (Verringerung der Eigenkapitalquote), aber auch Kurspflege oder der Rückkauf von Streubesitz sowie die Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer sein oder auch Rückkäufe, um als Gegenleistung für Ankäufe benötigte eigene Aktien zu beschaffen.
Dass das Selbstkontrahieren bei der Einmann-GmbH durch den einzigen Geschäftsführer zivilrechtlich gemäß § 18 Abs 5 GmbHG nur bei Einhaltung bestimmter Vorschriften wirksam ist, steht der steuerlichen Beachtlichkeit zufolge der Bestimmung des § 23 Abs 3 BAO nicht entgegen. Demnach sind auch nichtige Rechtsgeschäfte der Erhebung der Abgaben soweit und solange zu Grunde zu legen, als die am Rechtsgeschäft beteiligten Personen dessen wirtschaftliches Ergebnis eintreten und bestehen lassen.
Die Europäische Kommission veranstaltet von 8.9.2014 bis 1.12.2014 eine Konsultation zu grenzüberschreitenden Verschmelzungen und Spaltungen, um Informationen einzuholen, die der Kommission eine Bewertung des Funktionierens des bestehenden EU Rechtsrahmen für grenzüberschreitende Unternehmenstätigkeiten und eines möglichen Bedarfs von Änderungen in den bestehenden Regelungen ermöglicht. Diese Konsultation folgt dem Aktionsplan zum Gesellschaftsrecht und zur Corporate Governance 2012, der ankündigte, dass die Kommission (i) die Angemessenheit von Änderungen zur Verbesserung der bestehenden Richtlinie 2005/56/EG zu grenzüberschreitenden Verschmelzungen und (ii) eine potentielle Initiative einer Bereitstellung eines Rechtsrahmens für grenzüberschreitende Spaltungen von Gesellschaften in Erwägung ziehen würde. Die Konsultation steht allen Bürger/-innen und Organisationen offen und sollte über das Internet abgewickelt werden.
Volltext	RezensionGES 2014/9, Jahrgang 2014, Heft 9, S. 485–485
Renner, Bernhard Handbuch Konzernsteuerrecht – Praxis aktuell in 2. Auflage!
Fraberger/Baumann/Plott/Waitz-Ramsauer (Hrsg), LexisNexis Österreich, Wien 2014, ISBN 9783700752363, 704 Seiten, 165 €. GES 2014, 485 Das Handbuch Konzernsteuerrecht umfasst in der aktuellen Neuauflage... Das Handbuch Konzernsteuerrecht umfasst in der aktuellen Neuauflage sämtliche Aspekte, die es in der komplexen Materie der aktiven Steuerplanung auf nationaler und internationaler Ebene bei (österreichischen) Konzernen vor dem Hintergrund einer legalen Steueroptimierung zu beachten gilt. Es folgt im Aufbau im Wesentlichen einer Dreiteilung:
Beispielhaft sei etwa auf folgende Beiträge verwiesen:
Diese Besprechung des Werkes lässt nur einen kleinen und individuell gestalteten Ausschnitt der insgesamt 28 Beiträge zu. Die 39 Herausgeber und/oder Autoren sind jedenfalls „tagtäglich“ in der Beratung von Konzernunternehmen tätig und bringen darüber hinaus zT reichen Erfahrungsschatz als Fachautoren und -vortragende sowie auch als Wissenschaftler ein. Alle Beiträge des Werks leben daher von einer hohen Praxisnähe, aber auch von wissenschaftlicher Durchdringung. Den einzelnen Beiträgen vorangestellte umfangreiche Literaturverzeichnisse bieten Hinweise auf weiterführende Aussagen, ein ausführliches Stichwortverzeichnis macht es einfach, sich im Handbuch „zurechtzufinden“.
Volltext	PersonenverzeichnisGES 2014/9, Jahrgang 2014, Heft 9, S. 487–487
GES 2014, 487 Em. o. Univ.-Prof. Dr. Heinz Krejci, Dr. Lukas Fantur, Univ.-Prof. Dr.... Em. o. Univ.-Prof. Dr. Heinz Krejci, Dr. Lukas Fantur, Univ.-Prof. Dr. Friedrich Rüffler, Univ.-Prof. DDr. Georg Kofler, LL.M.
GES 2014, 487 LStA Hon.-Prof. Dr. Sonja Bydlinski, Dr. Wilma Dehn, o. Univ.-Prof. Dr.... LStA Hon.-Prof. Dr. Sonja Bydlinski, Dr. Wilma Dehn, o. Univ.-Prof. Dr. Eduard Lechner, Dr. Daniela Hohenwarter-Mayr, LL.M.
Volltext	PersonenverzeichnisGES 2014/9, Jahrgang 2014, Heft 9, S. 488–488
GES 2014, 488 Dr. Thomas Bieber, ADir. Wilhelm Birnbauer, Dr. Mag. Dietmar Czernich, LL.M.,... Dr. Thomas Bieber, ADir. Wilhelm Birnbauer, Dr. Mag. Dietmar Czernich, LL.M., Mag. Dr. Christian Feltl, LL.M., MMag. Dr. Ernst Marschner, LL.M., Erik Pinetz LL.M. (WU), MSc. (WU), Mag. Bernhard Renner, Dr. Hermann Schneeweiss LL.M. (Harvard), Dr. Karoline Spies