Source: https://www.bsfz.at/zentrale/wir-ueber-uns/
Timestamp: 2020-07-02 06:14:46
Document Index: 104635292

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 3', '§ 2', '§ 5', '§ 5', '§ 10', '§ 5', '§ 6']

Wir über uns – BSFZ Austria
A-1120 Wien, Schönbrunner Allee 53+43/1/803 01 61-0
Zentrale der Austrian Sports Resorts
Die im 149. Bundesgesetz über die Neuorganisation der Bundessporteinrichtungen (BSEOG – BGBl. 149/1999) vorgesehene Sportförderung wird durch die Bundessport- und Freizeitzentren verwirklicht.
Bei jenen Aktivitäten der BSPEG, die nicht der Sportförderung unterliegen, sind betriebswirtschaftliche Kriterien anzuwenden, um die Zuschüsse des Staates zu minimieren.
Als dienstleistungs-, service- und kundenorientiertes Unternehmen haben die Sportlerin und der Sportler im Mittelpunkt zu stehen.
Investitionen im Unterkunfts-, Verpflegungs- und Sportanlagenbereich haben der Qualitätssicherung zu dienen.
Investitionsentscheidungen sind nach dem Gesichtspunkt des sportlichen Nutzens aber auch nach dem Gesichtspunkt der Ergebnisverbesserung zu treffen.
Der Förderung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, deren sozialer Sicherheit, deren fachlicher Aus- und Fortbildung, deren Motivation und persönlicher Entwicklung werden besonderes Augenmerk geschenkt.
Die BSPEG wird sich am Markt fair verhalten und ist zur Kooperation mit Partnern bereit.
Die Bundessporteinrichtungen sollen im Interesse des österreichischen Sports erhalten bleiben.
Die Bundesskiakademie St. Christoph ist an den ÖSV verpachtet.
Lagebericht der Bundessporteinrichtungen Gesellschaft mbH zum Jahresabschluss 2017
Auf Basis des Gesetzes über die Neuorganisation der Bundessporteinrichtungen (BSEOG – BGBl.149/1998) und der Gesellschaftererklärung vom 16. Dezember 1998 erfolgte am 23. Dezember 1998 die Gründung der Bundessporteinrichtungen Gesellschaft mbH (BSPEG) mit der Eintragung in das Firmenbuch des Handelsgerichtes Wien (FN 177811m). Die Gesellschaft hat ihre Tätigkeit am 1. Jänner 1999 aufgenommen. Zu diesem Zeitpunkt ist ex lege gemäß § 1 Abs. 2 BSEOG das Eigentum der Republik Österreich im Bereich nachfolgender Bundessporteinrichtungen einschließlich aller dazugehörigen Rechte, Rechtsverhältnisse, Forderungen und Schulden im Wege der Gesamtrechtsnachfolge in das Eigentum der Bundessporteinrichtungen GesmbH übergegangen:
A-1030 Wien, Blattgasse 6
A-5761 Maria Alm, Hintermoos 6
A-5710 Kaprun, Gletscherweg 1
Bundes Ski Akademie St.Christoph
A-6580 St. Anton am Arlberg, St. Christoph 10
A-2405 Hundsheim, Spitzerberg 1
Sechs Einrichtungen werden durch die Gesellschaft selbst operativ geführt, die Bundes Ski Akademie St. Christoph wird auf der Basis eines Pachtvertrages mit der BSPEG vom Österreichischen Skiverband betrieben.
Der Standort Kitzsteinhorn wurde vor der Ausgliederung im Jahr 1998 an den Österreichischen Skiverband verliehen. Mit Stichtag 1. August 2007 hat die Bundessporteinrichtungen Gesellschaft mbH den Betrieb dieser Einrichtung wieder selbst übernommen.
Das BSFZ Blattgasse wurde mit Stichtag 1. Jänner 2010 an private Käufer nach einer öffentlichen Ausschreibung veräußert. Die darin beherbergten Spitzensportler des Heeresleistungssportzentrums (HLSZ) wurden im BSFZ Südstadt integriert und damit wird der Förderauftrag in diesem Bereich weiterhin voll erfüllt.
Mit Stichtag 3. Mai 2016 hat die Gesellschaft das Flugsportzentrum Spitzerberg in Absprache mit dem Österreichischen Aero-Club nach erfolgter öffentlicher Ausschreibung an die Flugplatz Völtendorf Betriebs GmbH verkauft. Im Kaufvertrag wurde festgelegt, dass der bisherige Förderauftrag (Sportflugplatz, Flugschule) zumindest für 20 Jahre aufrechterhalten werden muss.
Im Zuge der Neugestaltung der Bundes-Sportförderung durch das Bundes-Sportförderungsgesetz 2017 (BSFG 2017 BGBl I Nr. 100/2017) kam es auch zu Änderungen im BSEOG.
Im § 3 BSEOG wurden die Anteilsrechte des Bundes an der BSPEG unentgeltlich an die neu gegründete Bundes-Sport GmbH (BSG) übertragen. Die Bundes-Sport GmbH steht wiederum zu 100 % im Eigentum der Republik Österreich.
Im § 2 Abs. 4 Z 4 BSEOG wurde der Unternehmensgegenstand erweitert. Die Gesellschaft ist u.a. auch berechtigt, für den Leistungs- und Spitzensport geeignete spezifische Einrichtungen zu errichten und zu erwerben und als Bundessporteinrichtungen zu betreiben, soweit dies zur Verbesserung des strukturellen sportspezifischen österreichweiten Angebots zweckmäßig ist. Dafür kann die Gesellschaft gemäß § 5 Abs. 2 BSEOG auch Gesellschafterzuschüsse erhalten.
Trotz der Regelungen im § 5 Abs. 2, und im § 10 Abs. 1 und 3 BSEOG, in denen die Leistung der Gesellschafterzuschüsse für Investitionen im sportlichen Bereich bzw. die Kostenersätze für die Gewährung des Fördertarifes und den Betrieb des Österreichischen Leistungssportzentrums Südstadt im Gesamtausmaß von mindestens EUR 6,5 Mio. p.a. (§ 5 Abs. 3 Z 5 BSFG 2017) durch die BSG erfolgen sollte, werden wie bisher diese finanziellen Mittel durch das Sportministerium gewährt. Dies erfolgte unter Berufung auf die seit 1999 bestehenden Förderverträge und ein unbilliges Eingreifen des Gesetzgebers.
Im § 6 BSEOG wurde die Geschäftsführung neu geregelt. Die Gesellschaft hat einen Geschäftsführer. Diese Funktion wird vom Geschäftsführer für kaufmännische Angelegenheiten der Bundes-Sport GmbH wahrgenommen. Die Funktion des kaufmännischen Geschäftsführers der Bundes-Sport GmbH wurde im Juli 2017 entsprechend des Stellenbesetzungsgesetzes öffentlich ausgeschrieben. Der bisherige Geschäftsführer der Bundessporteinrichtungen Gesellschaft mbH, Mag. Michael Sulzbacher, wurde mit 1. Jänner 2018 für fünf Jahre für beide Funktionen bestellt.
Die Gesellschaftererklärung der BSPEG, die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat und die Geschäftsordnung für den Geschäftsführer wurden der neuen Gesetzeslage entsprechend angepasst und die notwendigen Eintragungen wurden im Firmenbuch vom Geschäftsführer veranlasst.
Die Zentrale und der Sitz der Gesellschaft befinden sich in 1120 Wien, Schönbrunner Allee 53.
Die Bundessporteinrichtungen Gesellschaft mbH ist eine echte Ausgliederung im Sinne der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung der EU.
Es ist das Ziel der Ausgliederung, den früheren Sportförderauftrag des Bundes an die Gesellschaft uneingeschränkt zu übertragen. Dieser öffentliche und gemeinwirtschaftliche Auftrag umfasst den Betrieb des Österreichischen Leistungssportzentrums Südstadt als Nachwuchsleistungszentrum, die Gewährung eines geförderten und ermäßigten Tarifes für den Spitzen-, Leistungs- und Jugendsport bzw. für Ausbildungskurse, die Unterbringung von drei Heeresleistungssportzentren im BSFZ Südstadt und im BSFZ Faaker See zur Förderung des Spitzensports und die Weiterentwicklung der Sportstätteninfrastruktur. Weitere wirtschaftliche Vorgaben sind die Entlastung des Sportbudgets des Bundes gegenüber dem früheren Betrieb durch das Sportministerium selbst, die wirtschaftlichen Bereiche so zu verbessern, dass die nicht mehr bezuschussten Investitionen im erwerbswirtschaftlichen Bereich (Hotellerie und Gastronomie) aus Eigenem finanziert werden können und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zum 1. Jänner 1999 im Personalstand der Bundessporteinrichtungen waren, mit ihren Rechten und Pflichten in die Gesellschaft zu übernehmen.
Im Geschäftsjahr 2017 stand neben der Verbesserung des laufenden Betriebes die Weiterentwicklung der Organisation der Austrian Sports Resorts im Vordergrund, um die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und jene für den Sport zu optimieren, und dadurch die Ausgliederungsziele zu erreichen.
Mit dem Leiter der Internen Revision, ADir. Herbert Lindner, wurde der Jahresrevisionsplan gemeinsam festgelegt. Die Kontrollen in den Standorten und der Zentrale ergaben keine Beanstandungen.
Quartalsweise erstattete die Geschäftsführung an das Bundesministerium für Finanzen und an das Eigentümerressort einen Beteiligungs- und Finanzcontrolling-Bericht. Dabei werden neben der Einschätzung diverser Risiken auch das Benchmarking mit der Tourismusbranche und Ratingkennzahlen der Bankenbranche berücksichtigt.
Mit Gesellschafterbeschluss vom 14. Juni 2017 wurde die Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. mit der Prüfung des Jahresabschlusses 2017 beauftragt. Im Rahmen der Vorprüfung erfolgte an den Standorten BSFZ Faaker See, BSFZ Maria Alm/Hintermoos, BSFZ Obertraun eine vertiefende Systemprüfung vor Ort durch Prozessaufnahmen unter Berücksichtigung der rechnungsbezogenen internen Kontrollen. Die Kernprüfung des Jahresabschlusses erfolgte vor Ort in der Zentrale vom 16. – 27. April 2018.
Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2017 vier Sitzungen, am 15. März, am 07. Juni, am 24. Oktober und am 14. Dezember 2017 abgehalten. Dabei hat er die ihm nach Gesetz und Gesellschaftererklärung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Der Geschäftsführer hat regelmäßig, zeitnah und umfassend über den Gang der Geschäfte und die Lage der Gesellschaft mündlich und schriftlich berichtet. Der Aufsichtsrat hat den Geschäftsführer dabei beraten und ist seiner Überwachungsfunktion nachgekommen.
Am 8. Juni 2017 übermittelte die Vorsitzende des Aufsichtsrates, Mag.ª Silvia Angelo, an den Eigentümervertreter ihren jährlichen Bericht über die Tätigkeit des Aufsichtsrates gemeinsam mit dem Jahresabschluss 2016 und dem Vorschlag für die Gewinnverteilung. Mit Generalversammlungsbeschluss vom 14. Juni 2017 erfolgte die Feststellung des Jahresabschlusses, der Beschluss über die Gewinnfortschreibung und die Entlastung des Aufsichtsrates und des Geschäftsführers für das Geschäftsjahr 2016. Die entsprechende Eintragung im Firmenbuch wurde am 7. September 2017 durchgeführt.
Der Aufsichtsrat besteht zum Stichtag 31. Dezember 2017 aus folgenden Mitgliedern:
Mag.ª Silvia Angelo (entsendet vom BMLVS)
SC Dr. Samo Kobenter (entsendet vom BMLVS)
MR Ing. Mag. Ewald Bauer (entsendet vom BMB)
Josef Pagitz
Agnes Gratzer
Kurt Hrabovszky
Am 4./5. April 2017 und am 18. Oktober 2017 fanden Management Meetings statt. Im Beisein des Geschäftsführers, des Leiters Rechnungswesen, Herrn Ernst Jurica, seiner Nachfolgerin, Frau Anna Kraetschmer, M.A., und dem Bauprojektmanager, Herrn DI Andreas Scharl, wurden dabei die Quartals- und Jahresabschlüsse im Sinne eines Controllings analysiert, die Investitionsvorhaben vorbereitet, die laufende Tätigkeit koordiniert und neue Projekte gemeinsam mit den Managing Directors der Standorte entwickelt.
Die Gesellschaft hat im Jahr 2017 für ihre Führungskräfte ein Management-Entwicklungsseminar am 27./28. Juni 2017 im BSFZ Schloß Schielleiten abgehalten. Es diente vor allem der Vorbereitung auf die mit 1. Jänner 2018 zu erwartenden gesetzlichen Änderungen und die dadurch entstehenden relevanten Folgen für die Gesellschaft.
Die Betriebsrätekonferenz fand am 29./30. März 2017 im BSFZ Faaker See statt. Der Geschäftsführer hat den TeilnehmerInnen über die Situation und Lage der Gesellschaft, insbesondere im Zusammenhang mit Personalfragen, berichtet und die grundsätzlichen Aufgaben der BSPEG als ausgegliederte Gesellschaft im Hinblick auf den öffentlichen Auftrag (Förderung des Sports) und die erwerbswirtschaftliche Ausrichtung dargelegt. Dabei hat er den Betriebsräten weitgehend die geplanten Gesetzesänderungen durch die Reform der Bundessportförderung und die zu diesem Zeitpunkt absehbaren Auswirkungen für die BSPEG dargestellt.
Mit dem Betriebsrat fanden am 16. Mai 2017 die Gespräche über die kollektivvertragliche Erhöhung der IST-Löhne in einer konstruktiven Atmosphäre statt. Die gute Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat ist Teil der Unternehmenskultur.
In der Aufsichtsratssitzung am 14. Dezember 2017 wurden die Planungen für die Geschäftsjahre 2018, 2019 und 2020 (GuV, Bilanz, Vermögenslage, Finanzlage, Investitionen, Personal) einstimmig beschlossen.
In Zusammenarbeit mit dem Leiter der Internen Revision hat der Geschäftsführer gemeinsam mit der Vorsitzenden des Aufsichtsrates einen Bericht zum Public Corporate Governance Kodex erstellt.
Der Geschäftsverlauf 2017 war durch ein deutliches Übertreffen der Planergebnisse gekennzeichnet. Darüber hinaus hat die Gesellschaft den im BSEOG vorgegebenen Sportförderauftrag (Förderung des Spitzen- und Leistungssports, der Aus- und Fortbildung und des Breitensports) voll erfüllt. Das ist insbesondere aus der starken Nutzung der Bundessporteinrichtungen durch förderungswürdige Sportlerinnen und Sportler (2017: 77,11 %; 2016: 76,63 %), dem relativ hohen Anteil an BehindertensportlerInnen (2017: 2,56 %; 2016: 2,85 %) den umfangreichen Investitionen in den Sportanlagenbereich und dem erfolgreichen Betrieb des Österreichischen Leistungssportzentrums Südstadt (ÖLSZ) ersichtlich.
Die Auslastung an Betriebstagen ist mit 77,92 % (2016: 77,86 %) weiterhin sehr hoch, ebenso die Jahresauslastung mit rund 65,40 % (2016: 66,75 %). Es wurden 236,61 (2016: 235,27) Vollbelegungstage im Berichtsjahr erreicht. Die Anzahl der Nächtigungen belief sich im Geschäftsjahr auf 206.220 (2016: 206.801). Der Anteil der sogenannten förderungswürdigen Sportler an den Gesamtnutzern ist mit 159.010 (2016: 158.466) Nächtigungen – das entspricht 77,11 % (2016: 76,63 %) – weiterhin sehr hoch. Der Anteil der Jugendlichen erreichte mit 54,35 % (2016: 55,05 %) ebenfalls einen beachtlichen Wert.
Der Umsatz beträgt im Geschäftsjahr 16,24 Mio. € (2016: 15,92 Mio. €) und die Betriebserlöse ergeben in Summe 18,00 Mio. € (2016: 18,80 Mio. €). Der bilanzielle Cash flow beträgt trotz hoher Instandhaltungsmaßnahmen 1,60 Mio. € (2016: 2,32 Mio. €) und das EBITD 1,30 Mio. € (2016: 1,37 Mio. €). Der Cash flow dient vor allem zur Finanzierung der nicht bezuschussten Investitionen im erwerbswirtschaftlichen Bereich.
Das Reinvermögen im weiteren Sinn beträgt 64,27 Mio. € (2016: 63,74 Mio. €). Insgesamt erhöhte sich das Reinvermögen im weiteren Sinn seit der Ausgliederung um 33,32 Mio. € (2016: 32,72 Mio. €). Die Zugänge im Anlagevermögen betrugen 5,80 Mio. € im Jahr 2017 (2016: 3,00 Mio. €) und insgesamt seit der Ausgliederung rund 74,78 Mio. € (2016: 68,90 Mio. €). Der Wert des gesamten Anlagevermögens ist rd. 63,37 Mio. (€ 2016: 60,80 Mio. €).
Trotz den zweithöchsten Instandhaltungsmaßnahmen seit Bestehen der Gesellschaft in der Höhe von rd. 1,24 Mio. € (2016: 1,51 Mio. €) weist die BSPEG ausgezeichnete URG-Kennzahlen aus. Die Eigenkapitalquote liegt bei 85,00 % (2016: 83,70 %) und die fiktive Schuldentilgungsdauer bei 0,8 (2016: – 2,2 Jahren). Die direkten Entlastungen für das Sportbudget des Bundes gegenüber der Nichtausgliederung betrugen 6,30 Mio. € im Jahr 2017 (2016: 2,99 Mio. €). Seit der Ausgliederung im Jahr 1999 ergeben die direkten Entlastungen insgesamt 79,83 Mio. € (2016: 73,23 Mio. €), wobei bei dieser Berechnung der für den Fall der Nichtausgliederung vorgesehene Budgetbetrag des Jahres 1999 inflationsangepasst wurde. Berücksichtigt man den in diesem Zeitraum erwirtschafteten Cash flow der BSPEG von rund 28,05 Mio. € (2016: 26,45 Mio. €) und die von der BSPEG übernommenen Personalverpflichtungen des Bundes (Abfertigungsansprüche, Ansprüche auf Jubiläumsgelder, Urlaubs- und Zeitausgleichsguthaben) in der Höhe von 1,25 Mio. €, kommt man zu einer wirtschaftlichen Gesamtverbesserung durch die Tätigkeit der BSPEG in den Jahren 1999 bis 2017 von rund 109,14 Mio. € (2016: 100,93 Mio. €).
Man kann daraus ersehen, dass auch im neunzehnten Geschäftsjahr nach der Ausgliederung insgesamt gesehen die wirtschaftlichen Erwartungen übertroffen wurden und gleichzeitig auch der Förderauftrag, der sich gegenüber der Bundesverwaltung nicht veränderte, erfüllt wird.
Im Investitionsbereich wurden die Projekte entsprechend des Investitionsplanes umgesetzt. Die Höhe des Investitionsvolumens betrug 5,80 Mio. € (2016: 3,05 Mio. €) und ist nicht zuletzt auch auf die Notwendigkeit der Qualitätsverbesserung und des Nachholbedarfes im Unterkunfts- und Sportbereich zurückzuführen. Darüber hinaus wurden Instandhaltungen im Ausmaß von rund 1,24 Mio. € (2016: 1,84 Mio. €) getätigt. Die Abwicklung der Investitionstätigkeit bzw. die Wahrnehmung des Bauherrninteresses wird vom Geschäftsführer und dem Bauprojektmanager gemeinsam mit den Managing Directors vor Ort wahrgenommen.
Die größten Investitionsprojekte des Geschäftsjahres waren unter anderem:
Im BSFZ Faaker See wurden die Tennisplätze generalsaniert. Es wurde ein System mit Kunstrasenbelag, verfüllt mit Keramiksand, welches für den Sportler die annähernd gleichen Bedingungen wie ein Sandplatz erfüllt und die Spielsaison deutlich verlängert, ausgeführt.
Weiters wurde die Beleuchtung in der Sporthalle auf LED umgerüstet und ein Traktor zur Instandhaltung der Außenanlagen angeschafft.
Im BSFZ Kitzsteinhorn wurde der Boden in der Sporthalle saniert, der Trinkwasserbehälter generalsaniert und es erfolgte eine Komplettreinigung der Lüftungsanlage.
Im BSFZ Maria Alm/Hintermoos wurde mit der Errichtung einer Sporthalle und des neuen Gästehauses begonnen. Im Haus Unterbach wurden die Bodenbeläge in den Zimmern erneuert und die Sanierung und Neugestaltung des Restaurants und des Eingangsbereiches haben das Investitionsprogramm im BSFZ Maria Alm/Hintermoos abgerundet.
Im BSFZ Obertraun erfolgte die Sanierung des Schwimmbades, einschließlich der Erneuerung der Solaranlage. In den Sporthallen wurden die Beschallungsanlagen erneuert, im Vortragsaal, im Seminarraum und im Kraftraum wurden Klimaanlagen eingebaut. Das Sportcafe wurde völlig neu gestaltet und um einen Zubau erweitert.
Im BSFZ Schloß Schielleiten wurde der Kunstrasenplatz saniert, wobei dieser mit Korkverfüllung ausgeführt wurde. Beim Funcourt wurde der Bodenbelag erneuert. Mit der Neugestaltung der Zimmer und Bäder im Stelzerhaus, Gartenhaus und Haus Schwarz Reichenau wurde das Programm der Generalsanierung aller Zimmer abgeschlossen.
Im BSFZ Südstadt wurden die Wandverkleidungen in der Schwimmhalle neu hergestellt und die Fliesenbeläge in den zugehörigen Nassgruppen erneuert. Im Kraftraum, in der Sporthalle und in der Judohalle wurden Kühlungen eingebaut. Mit der Erneuerung des Fluchtlichts auf den Fußball-Trainingsplätzen werden sie auch den aktuellen Anforderungen gerecht. Die Neuherstellung der Wurfanlage für Diskus- und Speerwurf erweitern das bestehende Angebot für die SpitzenathletInnen der Leichtathletik.
In Summe wurden die Schätzkosten sowohl für Investitionen im sportlichen als auch im erwerbswirtschaftlichen Bereich unterschritten.
Die Bundessporteinrichtungen Gesellschaft mbH ist nicht in forschungs- und entwicklungsrelevante Tätigkeiten involviert.
Die Bundessporteinrichtungen Gesellschaft mbH hat alle Bediensteten, die im Planstellenbereich des Bundes am 31. Dezember 1998 den Bundessporteinrichtungen zugeordnet waren, ex lege übernommen. Dabei handelt es sich um dienstzugeteilte Beamte und MitarbeiterInnen, die ihre Rechte und Pflichten als Vertragsbedienstete beibehalten haben. Weiters sind bei der Gesellschaft Bedienstete unter Geltung des Kollektivvertrages für Arbeiter und Angestellte im Hotel- und Gastgewerbe bzw. unter Geltung des Kollektivvertrages für Skilehrer beschäftigt. Im Jahr 2017 waren 186,68 Dienstnehmer (2016: 189,40), gerechnet in Personenjahren, tätig. 361 Einzelpersonen (2016: 327) wurden im Laufe des Jahres 2017 in der BSPEG beschäftigt. Nicht zuletzt das große Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und deren Schulungsbereitschaft haben den guten Geschäftsverlauf ermöglicht.
Der gewachsene Stammkundenanteil, die qualitativ guten baulichen Veränderungen, die Dienstleistungsorientierung der MitarbeiterInnen und das gute Image der Austrian Sports Resorts sowie die erwerbswirtschaftliche Orientierung neben der Erfüllung des Sportförderauftrages sind die wesentlichen Parameter für den vergangenen Geschäftserfolg. Sie werden ihn auch in Zukunft sichern und damit allgemeinen wesentlichen wirtschaftlichen Risiken und Ungewissheiten, denen das Unternehmen ausgesetzt ist, entgegenwirken.
Weitere allgemeine wesentliche Risiken und Unsicherheiten bestehen aus heutiger Sicht für das Unternehmen nicht. Es bleibt aber zu berücksichtigen, dass seit der Ausgliederung die Bilanzsumme beinahe und der Umsatz mehr als verdoppelt wurden und die Auslastung an Betriebstagen bei rd. 77,92 % (2016: 77,86 %) liegt. Damit werden die Benchmarks der Tourismusbranche weit übertroffen. Ein Risiko besteht daher darin, dieses hohe Niveau zu halten.
Die potentiellen Währungs-, Preisänderungs-, Ausfalls-, Cashflow- und Liquiditätsrisiken werden vom Geschäftsführer wie folgt beurteilt:
Alle Geschäfte der Gesellschaft werden in Euro abgewickelt. Somit ist ein Währungsrisiko nicht gegeben.
Das Preisänderungsrisiko ist als gering einzustufen. Investitionsvorhaben werden über Ausschreibungen mit Fixpreisen abgewickelt. Die Preise bei den Einkäufen und bei anderen Aufwendungen unterliegen üblichen geringen Marktschwankungen. Dieses Risiko für die Gesellschaft erscheint insgesamt als nicht sehr groß und wurde bei den Planrechnungen berücksichtigt.
Das Ausfallsrisiko ist aufgrund unserer Kundenstruktur und des hohen Stammkundenanteils grundsätzlich gering. Kurzfristige Stornos können zum Teil durch das Akquirieren von Neukunden aufgefangen werden. Herausforderungen sind die immer kürzer werdende Aufenthaltsdauer, der teilweise Ausfall von A-Kunden und die zunehmend unsichere Wetterlage (schlechte Schneelage).
Aufgrund des relativ hohen Cashflows wird das Cashflow-Risiko derzeit als grundsätzlich gering beurteilt.
Im Geschäftsjahr 2017 gab es keine derivativen Sicherungsgeschäfte und Finanzinstrumente.
Die Gesellschaft finanziert sich durch den Cashflow, durch gesetzlich und vertraglich zugesicherte Förderungen für den öffentlichen und gemeinwirtschaftlichen Auftrag und fallweise durch Bankkredite, für die Kreditverträge bestehen. In diesem Zusammenhang wird festgestellt, dass die Fundamentaldaten der Gesellschaft (URG-Kennzahlen: Eigenkapitalquote 85,00 % (2016: 83,70 %), fiktive Schuldentilgungsdauer 0,8 (2016: -2,2) Jahre sehr gut sind.
Darüber hinaus sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten.
Aufgrund der Dreijahres-Planrechnungen der Gesellschaft, des guten Ergebnisses des ersten Quartals des Jahres 2018 und der derzeitigen Buchungslage ist aus heutiger Sicht mit einem weiteren zufrieden stellenden Geschäftsverlauf zu rechnen.
Mag. Michael Sulzbacher e.h.
Bundessporteinrichtungen Gesellschaft mbH.
Tel. +43/1/803 01 61-0, E-Mail: austria@bsfz.at
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