Source: https://www.code-knacker.de/kapitalgesellschaft.htm
Timestamp: 2020-02-25 22:11:20
Document Index: 153429796

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 267', '§ 325', '§ 267', '§ 267', '§ 315', '§ 243', '§ 244', '§ 285', '§ 286', '§ 289', '§ 286']

KAPITALGESELLSCHAFTEN - GRÖSSENKLASSEN
Unabhängig von den Merkmalen für Betriebsgrößen nach § 3 der BpO (Betriebsprüfungsordnung), werden Kapitalgesellschaften, insbesondere Aktiengesellschaften (AG) und Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH) nach handelsgesetzlichen Vorschriften in kleine, mittelgroße und große Kapitalgesellschaften unterteilt. Die Einordnung in eine dieser Größenklassen bedeuten für die gesetzlichen Vertreter bestimmte Pflichten hinsichtlich der Aufstellung, des Umfanges und der Prüfungspflicht von Abschlussprüfern/Wirtschaftprüfern von Jahresabschlüssen und deren Veröffentlichung.
Die Größenklassen werden in § 267 HGB geregelt ~ Die Pflicht zur Offenlegung in § 325 HGB (Stand 01.01.2016)
Kleinstkapitalgesellschaft § 267a
● Keine Prüfungspflicht
● Offenlegungspflicht durch Hinterlegung der Bilanz ● Keine Prüfungspflicht
● Offenlegungspflichtig ● Prüfungspflichtig
● Offenlegungspflichtig
bis 700.000 € Umsatz
bis 12.000.000 € Umsatz
bis 40.000.000 € Umsatz
Jahres Ø bis 10 Arbeitnehmer
Jahres Ø bis 50 Arbeitnehmer
Jahres Ø bis 250 Arbeitnehmer
Nachdem seit dem seit 1.1.2007 das Handelsregister nur noch in elektronischer Form (elektronischen Handels- und Unternehmensregister) geführt wird, sind bis spätestens 31.12. des Folgejahres die entsprechenden Unterlagen elektronisch einzureichen und zu veröffentlichen. Für die elektronische Entgegennahme und Speicherung der offenlegungspflichtigen Jahresabschlussunterlagen ist der elektronische Bundesanzeiger zuständig und die Einreichungspflichten werden vom Bundesamt für Justiz überwacht.
Handelsregisterliche Eintragungen oder Löschungen bedürfen nach wie vor der notariellen Beglaubigung in Form einer elektronischen Signatur und sind beim zuständigen Registergericht elektronisch einzureichen.
Die bisherige Pflichtveröffentlichung in einer Tageszeitung ist seit diesem Zeitpunkt nicht mehr notwendig, es sei denn, die Satzung sieht dieses vor (gegebenenfalls Satzung ändern/anpassen)
Veröffentlichungspflichtige Unternehmensdaten werden in einem zentralen Unternehmensregister gespeichert und können im Internet unter www.unternehmensregister.de abgerufen werden.
1) Kleinstkapitalgesellschaften sind kleine Kapitalgesellschaften, die mindestens zwei der drei nachstehenden Merkmale nicht überschreiten:
(2) Die in diesem Gesetz für kleine Kapitalgesellschaften (§ 267 Absatz 1) vorgesehenen besonderen Regelungen gelten für Kleinstkapitalgesellschaften entsprechend, soweit nichts anderes geregelt ist. (3) Keine Kleinstkapitalgesellschaften sind:
(1) Die gesetzlichen Vertreter von Kapitalgesellschaften haben für die Gesellschaft folgende Unterlagen in deutscher Sprache offenzulegen:
(1a) Die Unterlagen nach Absatz 1 Satz 1 sind spätestens ein Jahr nach dem Abschlussstichtag des Geschäftsjahrs einzureichen, auf das sie sich beziehen. Liegen die Unterlagen nach Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 nicht innerhalb der Frist vor, sind sie unverzüglich nach ihrem Vorliegen nach Absatz 1 offenzulegen. (1b) Wird der Jahresabschluss oder der Lagebericht geändert, so ist auch die Änderung nach Absatz 1 Satz 1 offenzulegen. Ist im Jahresabschluss nur der Vorschlag für die Ergebnisverwendung enthalten, ist der Beschluss über die Ergebnisverwendung nach seinem Vorliegen nach Absatz 1 Satz 1 offenzulegen. (2) Die gesetzlichen Vertreter der Kapitalgesellschaft haben für diese die in Absatz 1 bezeichneten Unterlagen jeweils unverzüglich nach der Einreichung im Bundesanzeiger bekannt machen zu lassen.
(2a) Bei der Offenlegung nach Absatz 2 kann an die Stelle des Jahresabschlusses ein Einzelabschluss treten, der nach den in § 315a Abs. 1 bezeichneten internationalen Rechnungslegungsstandards aufgestellt worden ist. Ein Unternehmen, das von diesem Wahlrecht Gebrauch macht, hat die dort genannten Standards vollständig zu befolgen. Auf einen solchen Abschluss sind § 243 Abs. 2, die §§ 244, 245, 257, 264 Absatz 1a, 2 Satz 3, § 285 Nr. 7, 8 Buchstabe b, Nr. 9 bis 11a, 14 bis 17, § 286 Abs. 1, 3 und 5 anzuwenden. Der Lagebericht nach § 289 muss in dem erforderlichen Umfang auch auf den Abschluss nach Satz 1 Bezug nehmen. Die übrigen Vorschriften des Zweiten Unterabschnitts des Ersten Abschnitts und des Ersten Unterabschnitts des Zweiten Abschnitts gelten insoweit nicht. Kann wegen der Anwendung des § 286 Abs. 1 auf den Anhang die in Satz 2 genannte Voraussetzung nicht eingehalten werden, entfällt das Wahlrecht nach Satz 1. (2b) Die befreiende Wirkung der Offenlegung des Einzelabschlusses nach Absatz 2a tritt ein, wenn
(3) Die Absätze 1 bis 2 und 4 Satz 1 gelten entsprechend für die gesetzlichen Vertreter einer Kapitalgesellschaft, die einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen haben.
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