Source: https://www.w-h-b.ch/de/ueber-uns/statuten/
Timestamp: 2019-12-07 07:02:08
Document Index: 120598307

Matched Legal Cases: ['Art. 60', 'Art. 3', 'Art. 4', 'Art. 5', 'Art. 6', 'Art. 8', 'Art. 21', 'Art. 9', 'Art. 10', 'Art. 11', 'Art. 12', 'Art. 13', 'Art. 14', 'Art. 15', 'Art. 16', 'Art. 17', 'Art. 18', 'Art. 19', 'Art. 6', 'Art. 20', 'Art. 21', 'Art. 728', 'Art. 22', 'Art. 23', 'Art. 25', 'Art. 2', 'Art. 26', 'Art. 27']

Statuten | Wohnheim Bethlehem
1 Unter dem Namen „Wohnheim Bethlehem“ besteht ein Verein im Sinne von Art. 60 ff. ZGB.
2 Er hat seinen Sitz in Wangen bei Olten.
Der Verein bezweckt den Betrieb eines Wohnheimes für Personen beiderlei Geschlechts, die
a) sozial- und suchtgefährdet sind; oder
b) den Alltag nicht mehr selbstständig zu bewältigen vermögen und dauernd der Betreuung bedürfen; oder
c) vorübergehend auf eine Wohngelegenheit und auf Hilfe zur Wiedererlangung der Selbstständigkeit angewiesen sind; oder
d) von Strafvollzugsbehörden zwecks Verbüssung einer Strafe zugewiesen werden.
Art. 3 – Zielsetzung
1 Das Wohnheim soll den Bewohnern und Bewohnerinnen eine Atmosphäre der Geborgenheit und Sicherheit bieten, in der sie sich wohl und zu Hause fühlen und sich innerhalb der Gemeinschaft entfalten können. Individuelle Fähigkeiten sollen besonders gepflegt und gefördert werden.
2 Die Bewohner und Bewohnerinnen sollen durch Stärkung ihres Selbstvertrauens und Förderung der Eigenverantwortung dazu ermutigt und befähigt werden, wieder einen Platz in der Gesellschaft einzunehmen.
3 Mit geeigneten Massnahmen sollen die Bewohner und Bewohnerinnen motiviert und gleichzeitig befähigt werden, sich in die Wohngemeinschaft einzufügen, Verantwortung für ihre täglichen Probleme zu übernehmen und sie auch selbstständig zu bewältigen. Mit der Einbindung in den festen Tagesablauf im Heim und der Durchsetzung der Forderung, Termine einzuhalten und eingegangenen Verpflichtungen nachzukommen, sollen sie an dieses Ziel herangeführt werden.
4 Der Schwerpunkt der Betreuung von Personen im Strafvollzug soll in der Vorbereitung auf den Alltag in der Freiheit liegen.
Art. 4 – Zusammensetzung
Dem Verein können als Mitglied angehören:
a) Natürliche Personen, ausgenommen Bewohner und Bewohnerinnen;
b) Juristische Personen;
c) Organisationen des öffentlichen Rechts.
Art. 5 – Beginn Mitgliedschaft
Art. 6 – Ende Mitgliedschaft
1 Ein Mitglied kann unter Einhaltung einer einmonatigen Kündigungsfrist auf Ende eines Kalenderjahres aus dem Verein austreten.
2 Die Mitgliedschaft erlischt automatisch, wenn der Mitgliederbeitrag nicht bezahlt wird.
3 Mitglieder, die dem Vereinszweck zuwiderhandeln oder durch ihr Verhalten dem Verein schaden oder zu schaden drohen, können vom Vorstand ausgeschlossen werden. Ein Ausschluss kann innert zehn Tagen beim Vereinspräsidium zuhanden der Generalversammlung angefochten werden.
Art. 8 – Amtsperiode
1 Die Amtsperiode beginnt und endet mit dem Datum der Generalversammlung und dauert:
a) für den Vorstand vier Jahre;
b) für die Revisionsstelle ein Jahr (siehe hierzu auch Art. 21).
2 Tritt ein Vorstandsmitglied während einer laufenden Amtsperiode zurück, so erfolgt die Ersatzwahl für den Rest der Amtsperiode an der nächsten Generalversammlung.
Art. 9 – Protokolle
1 An der Generalversammlung und den Sitzungen von Vorstand und allfälligen Ad-hoc-Kommissionen sind Protokolle zu führen.
2 Die Protokolle sind von der Protokollführerin oder dem Protokollführer und der oder dem Vorsitzenden zu unterzeichnen und an der nächsten Versammlung beziehungsweise Sitzung genehmigen zu lassen.
3 Mit der Protokollierung kann eine Person betraut werden, die weder dem Vorstand noch der betreffenden Kommission als Mitglied angehört.
Art. 10 – Zusammentritt
1 Die Generalversammlung tritt jährlich mindestens einmal, in der Regel im ersten Semester, zusammen.
2 Der Vorstand kann weitere Versammlungen einberufen.
3 Eine Versammlung hat auch stattzufinden, wenn ein Fünftel der Mitglieder es unter Angabe der zu behandelnden Traktanden verlangt.
Art. 11 – Einberufung
1 Die Mitglieder sind mindestens zwanzig Tage im Voraus schriftlich zur Generalversammlung einzuladen.
2 Die Anträge des Vorstandes sowie die entsprechenden Unterlagen sind den Mitgliedern zuzustellen oder während der Einladungsfrist im Wohnheim aufzulegen.
Art. 12 – Stimm- und Wahlrecht
2 Für das Zustandekommen von Beschlüssen ist das einfache Mehr der anwesenden Stimmberechtigten erforderlich.
3 Bei gleicher Stimmenzahl hat die oder der Vorsitzende den Stichentscheid.
4 Für die Auflösung des Vereins bedarf es des qualifizierten Mehrs von zwei Dritteln aller Vereinsmitglieder.
Art. 13 – Geheime Abstimmung
Auf Verlangen eines Fünftels der anwesenden Stimmberechtigten muss geheim gewählt oder abgestimmt werden.
Art. 14 – Ausstand
Mitglieder haben in den Ausstand zu treten bei Geschäften, die ihre persönlichen Rechte und Pflichten oder materielle Interessen oder diejenigen von Personen, denen sie verbunden sind, unmittelbar berühren.
Art. 15 – Befugnisse
b) Wahl des Vereinspräsidiums;
d) Abnahme des Jahresberichtes des Vorstandes;
e) Abnahme der Jahresrechnung;
f) Kenntnisnahme vom Bericht der Revisionsstelle;
h) Abänderung der Vereinsstatuten;
Art. 16 – Zusammensetzung
Der Vorstand besteht aus mindestens sieben Mitgliedern. Mit Ausnahme des Präsidiums konstituiert er sich selbst.
Art. 17 – Zusammentritt
1 Der Vorstand tritt so oft zusammen, als es die Geschäfte erfordern.
2 Eine Sitzung hat auch stattzufinden, wenn es zwei Mitglieder unter Angabe der zu behandelnden Traktanden verlangen.
3 Der Geschäftsführer/die Geschäftsführerin ist zu den Sitzungen einzuladen, er/sie hat beratende Stimme.
Art. 18 – Einberufung
1 Die Einladung und die Traktandenliste sind den Mitgliedern mindestens sieben Tage vor der Sitzung zuzustellen.
2 Die entsprechenden Unterlagen sind der Einladung beizulegen.
Art. 19 – Befugnisse
1 Der Vorstand beschliesst und wählt in allen Angelegenheiten, die nicht durch diese Statuten oder die Reglemente des Vereins einem anderen Organ übertragen sind.
b) das Budget zu genehmigen;
c) die Generalversammlung über das Budget zu orientieren;
d) Anträge an die Generalversammlung zu stellen;
e) Beschlüsse der Generalversammlung zu vollziehen;
f) den Geschäftsführer/die Geschäftsführerin zu wählen;
g) die Stellenbeschreibung des Geschäftsführers/der Geschäftsführerin zu genehmigen;
h) Reglemente zu erlassen;
i) Mitglieder aufzunehmen und gemäss Art. 6 Abs. 3 dieser Statuten auszuschliessen.
Art. 20 – Geschäftsführer/Geschäftsführerin
Der Geschäftsführer/die Geschäftsführerin führt das Wohnheim aufgrund dieser Statuten, der Vereinsreglemente und der Weisungen des Vorstandes. Er/Sie wird dabei von den Vereinsorganen unterstützt.
Art. 21 – Revisionsstelle
1 Als Revisionsstelle können eine oder mehrere natürliche oder juristische Personen oder Personengesellschaften gewählt werden.
2 Die Revisionsstelle muss gemäss Art. 728 bzw. 729 OR unabhängig sein.
3 Die Revisionsstelle muss ihren Wohnsitz, ihren Sitz oder eine eingetragene Zweigniederlassung in der Schweiz haben. Hat der Verein mehrere Revisionsstellen, so muss zumindest eine diese Voraussetzungen erfüllen.
4 Ist der Verein zur eingeschränkten Revision verpflichtet, so muss die Generalversammlung als Revisionsstelle einen zugelassenen Revisor/eine zugelassene Revisorin nach den Vorschriften des Revisionsaufsichtsgesetzes vom 16. Dezember 2005 wählen.
5 Die Revisionsstelle wird für ein Geschäftsjahr gewählt. Ihr Amt endet mit der Abnahme der letzten Jahresrechnung. Eine Wiederwahl ist möglich. Eine Abberufung ist jederzeit und fristlos möglich.
Art. 22 – Aufgabe
1 Die Revisionsstelle überwacht den Finanzhaushalt des Vereins und prüft die Rechnungsführung zuhanden der Generalversammlung.
2 Der Verein muss seine Buchführung durch eine Revisionsstelle ordentlich prüfen lassen, wenn die gesetzlichen Kriterien erreicht sind.
Art. 23 – Finanzielle Mittel
a) die Verrechnung der für die Bewohner und Bewohnerinnen erbrachten Leistungen gemäss Taxen;
d) Spenden, Schenkungen und Vermächtnisse;
e) den Ertrag des Vermögens.
2 Der jährliche Mitgliederbeitrag wird durch die Generalversammlung festgelegt.
Art. 25 – Anspruch auf Vereinsvermögen
1 Die Vereinsmitglieder haben keinen Anspruch auf das Vereinsvermögen.
2 Bei einer Auflösung des Vereins geht das Vermögen an den Kanton Solothurn über. Dieser soll es im Sinne von Art. 2 dieser Statuten oder für einen ähnlichen Zweck verwenden.
Art. 26 – Aufhebung
Mit dem Inkrafttreten dieser Statuten sind die Statuten vom 13. Juni 2014 und alle ihnen widersprechenden Bestimmungen aufgehoben.
Art. 27 – Inkrafttreten
Von der Generalversammlung beschlossen am 19. Juni 2015.
Hans Jörg Burri, Präsident
Regula Leuenberger, Aktuarin