Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=3%20StR%20176/80
Timestamp: 2019-07-17 11:40:15
Document Index: 141140690

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 28.05.1980 - 3 StR 176/80 - dejure.org
https://dejure.org/1980,1092
BGH, 28.05.1980 - 3 StR 176/80 (https://dejure.org/1980,1092)
BGH, Entscheidung vom 28.05.1980 - 3 StR 176/80 (https://dejure.org/1980,1092)
BGH, Entscheidung vom 28. Mai 1980 - 3 StR 176/80 (https://dejure.org/1980,1092)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1980,1092) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Unzulässigkeit einer Strafschärfung wegen bloßen Fehlens eines Strafmilderungsgrundes - Strafschärfende Berücksichtigung der Bedenkenlosigkeit, mit welcher der Täter die Waffe gegen das Tatopfer eingesetzt hat - Abwägung der Umstände, die für und gegen den Täter sprechen, bei der Zumessung der Strafe
NJW 1980, 2821
MDR 1980, 858
NStZ 1981, 60
Das bloße Fehlen eines Strafmilderungsgrundes darf indessen nicht straferschwerend bewertet werden (ständige Rechtsprechung, BGH NJW 1980, 2821 ; weitere Nachweise in NStZ 1981, 131, 133).
Er bedeutet - wie der 3. Strafsenat zutreffend ausgeführt hat (NStZ 1981, 60 ) -, daß das Gericht sich bei der Zumessung der Strafe auf die von ihm festgestellten Tatsachen zu beschränken hat und die Strafe nicht an einem hypothetischen Sachverhalt messen darf, der zu dem zu beurteilenden keinen Bezug hat.
Bei der rechtlichen Überprüfung der Strafzumessungsgründe ist darüber hinaus der sachliche Gehalt der tatrichterlichen Ausführungen und nicht dessen möglicherweise mißverständliche oder unzureichende Formulierung maßgebend (BGH NStZ 1981, 60; BGHSt 34, 345).
Der von der Strafkammer herangezogene Gesichtspunkt ist rein fiktiver Art; er vermag die Tat des Angeklagten nicht zu charakterisieren und kann daher nicht zu einem erhöhten Schuldvorwurf führen (vgl. BGH NJW 1980, 2821).
Das bloße Fehlen eines strafmildernden Tatanlasses darf indes nicht umgekehrt straferschwerend berücksichtigt werden (BGH NJW 1980, 2821; Beschlüsse vom 20. Februar 1980 - 3 StR 36/80 - und vom 10. April 1980 - 3 StR 119/80).
Hier ist jedoch darauf abgehoben, daß der Angeklagte in besonders guten Verhältnissen lebte, nach abgeschlossener kaufmännischer Ausbildung in leitender Stellung in einem Lebensmittelunternehmen tätig war und keine finanziellen Sorgen hatte (UA S. 24); die Strafkammer konnte daher berücksichtigen, daß der Angeklagte nicht den geringsten Anlaß zu einer auf Bereicherung an fremdem Gut gerichteten Tat hatte, die unter den gegebenen Umständen dann besonders verwerflich ist ( BGH DRiZ 1980, 352).
BGH, 29.09.1982 - 3 StR 263/82
Verurteilung wegen fortgesetzter Untreue in einem besonders schweren Fall - …
BGH, 04.06.1982 - 3 StR 141/82
Revision aufgrund unlösbarer Widersprüche der Urteilsgründe
BGH, 21.08.1980 - 4 StR 441/80
Handeln ohne wirtschaftliche Not als Strafschärfungsgrund
BGH, 05.08.1983 - 2 StR 439/83
Wirtschaftliche Notlage als Strafmilderungsgrund - Strafschärfende …
BGH, 09.06.1982 - 2 StR 188/82