Source: https://www.diebewertung.de/umweltbank-aktiengesellschaftprovisionsueberschuss-sinkt-um-317-personalkosten-steigen-um-13umweltbank-aktiengesellschaftprovisionsuebschuss-sinkt-um-317-personalkosten-steigen-um-13/
Timestamp: 2020-06-05 16:55:17
Document Index: 140489475

Matched Legal Cases: ['§ 340', '§ 340', '§ 340', '§ 340', '§ 18', '§ 340', '§ 5', '§ 340', '§ 265', '§ 340', '§ 253', '§ 340', '§ 340', '§ 253', '§ 15', '§ 53', '§ 53', '§ 5', '§ 58', '§ 267', '§ 161', '§ 317', '§ 19', '§ 18', '§ 317', '§ 161', '§ 161']

UmweltBank Aktiengesellschaft: Provisionsüberschuss sinkt um 31,7% / Personalkosten steigen um 13% - Diebewertung
Start Meine Meinung Spezial Themen UmweltBank Aktiengesellschaft: Provisionsüberschuss sinkt um 31,7% / Personalkosten steigen um 13%
UmweltBank Aktiengesellschaft: Provisionsüberschuss sinkt um 31,7% / Personalkosten steigen um 13%
Das sind Werte, die man der aktuellen Bilanz der Umweltbank entnehmen kann, aber auch Kennzahlen, die sich sicherlich widersprechen. Höhere Personalkosten bei weniger Provisionseinnahmen sind kein gutes Verhältnis.UmweltBank Aktiengesellschaft
Die UmweltBank bewegt sich in einem sehr herausfordernden Marktumfeld mit weithin historisch niedrigen Zinsen und einer ständig zunehmenden Regulierung. Trotzdem kann sie erneut auf ein positiv verlaufenes Geschäftsjahr zurückblicken. Sie weist starke und stabile Zahlen aus, auch wenn sich das Ergebnis von einem herausragenden Niveau auf ein sehr gutes entwickelt hat.
Der Aufsichtsrat bestand im Geschäftsjahr 2017 unverändert aus Heinrich Klotz, Günther Hofmann und Edda Schröder. Den Vorsitz im Gremium übernahm bis zum 29. Juni 2017 Heinrich Klotz, danach Edda Schröder.
Der Aufsichtsrat hat im abgelaufenen Geschäftsjahr alle Aufgaben wahrgenommen, die ihm nach Gesetz und Satzung obliegen. Für das Unternehmen relevante Vorkommnisse und Maßnahmen wurden dem Aufsichtsrat vom Vorstand in schriftlicher und mündlicher Form regelmäßig, zeitnah und umfassend mitgeteilt. Aufgrund dieser Berichte und im Rahmen gemeinsamer Erörterungen mit den Mitgliedern des Vorstandes hat der Aufsichtsrat den Vorstand kontinuierlich überwacht und diesen bei der Leitung des Unternehmens beraten. Die Mitglieder des Aufsichtsrats konnten sich dabei stets von der Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit der Vorstandstätigkeit überzeugen. Der Vorstand kam seinen Informationspflichten jederzeit nach.
Die besondere Aufmerksamkeit des Aufsichtsrats galt im abgelaufenen Geschäftsjahr den fortdauernden Herausforderungen des Geschäftsumfelds. Vorstand und Aufsichtsrat befassten sich im Diskurs intensiv mit den zahlreichen gesetzlichen und regulatorischen Anpassungen und deren Auswirkungen für das Unternehmen.
Der Aufsichtsrat begrüßt, dass der Vorstand und die Mitarbeiter der UmweltBank sich auch vor dem Hintergrund anspruchsvoller Tagesaufgaben der kontinuierlichen Verbesserung ökonomischer, ökologischer und sozialer Nachhaltigkeitsaspekte stets mit hoher Priorität widmen. Die Gremien der Bank haben sich intensiv mit den von den Vereinten Nationen propagierten nachhaltigen Entwicklungszielen (Sustainable Development Goals) befasst. Diese wurden vom Vorstand zu Handlungsmaximen der Bank erklärt und sollen in eine novellierte Präambel zur Satzung einfließen.
Erweiterung des Vorstands auf drei Mitglieder
Die UmweltBank blickt zuversichtlich in die Zukunft Sie hat zahlreiche neue Initiativen entwickelt, um sich zukunftsfähig aufzustellen. Um diesen Herausforderungen Rechnung zu tragen, hat der Aufsichtsrat beschlossen, ein drittes Vorstandsmandat zu schaffen und freut sich, mit Herrn Jürgen Koppmann eine ideale Besetzung gefunden zu haben.
Lizenzvertrag mit der D.U.T. UmweltTreuhand GmbH
Die Bank hatte im Jahr 1995 einen Lizenzvertrag mit der D.U.T. UmweltTreuhand GmbH, Nürnberg, abgeschlossen, aufgrund dessen jährliche Lizenzzahlungen in Höhe von 0,02 % der Bilanzsumme der Bank an den Lizenzgeber zu leisten sind. Eine Überprüfung hat ergeben, dass an der Wirksamkeit dieses Vertrages Zweifel bestehen. Vorstand und Aufsichtsrat haben sich daher entschlossen, Klage auf Rückzahlung der Lizenzentgelte zu erheben.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr fanden insgesamt fünf ordentliche Sitzungen mit dem Vorstand statt, an denen stets alle Mitglieder des Aufsichtsrates teilgenommen haben. Darüber hinaus nahm der Aufsichtsrat an der Hauptversammlung sowie an der Sitzung des Umweltbeirats und an einer ganztägigen Fortbildungsveranstaltung teil.
Günther Hofmann unterstützt seit 1999 mit seiner Expertise den Aufsichtsrat.
Heinrich Klotz ist als Notar in Aschaffenburg tätig und seit 2009 Mitglied des Aufsichtsrats.
Edda Schröder bringt ihre Erfahrungen seit 2015 in den Aufsichtsrat der UmweltBank ein, 2006 gründete sie Invest in Visions“ und legte einen Fonds auf, der Mikrofinanzinstitute in Entwicklungsländern finanziert.
Im Mittelpunkt jeder Sitzung standen der umfangreiche Bericht des Vorstandes über die ökonomische und ökologische Entwicklung der Bank, das Risikokontrollsystem und die Bankgeschäfte auf der Einlagen- sowie auf der Kreditseite.
Der Vorstand hat den Mitgliedern des Aufsichtsrats nach Gesetz und Geschäftsordnung zustimmungsbedürftige Kredite und Geschäftsvorgänge vorgelegt Die Mitglieder des Gremiums haben diesen Vorlagen nach Erörterung und Prüfung ausnahmslos zugestimmt.
Neben der regelmäßigen Berichterstattung zu den aktuellen Verhältnissen und Geschäften der Bank erörterten der Aufsichtsrat und die Geschäftsleitung Fragen aus den weiteren Geschäftsbereichen wie Marketing und Kommunikation, Personal, Compliance, Prüfungen, Risikocontrolling, IT/Betrieb sowie Beschwerden und rechtliche Themen. In der Sitzung vom 26. Januar 2018 berichtete der Innenrevisor dem Aufsichtsrat unmittelbar über die Ergebnisse seiner regelmäßigen Prüfungen.
Auch außerhalb der Sitzungen fand ein reger Gedanken- und Informationsaustausch statt. Bedeutende Geschäftsvorgänge wurden detailliert mit dem Aufsichtsrat beraten, sodass dieser sich stets über wesentliche Entwicklungen informiert wusste und in wichtige Entscheidungen eingebunden war. Der Vorstand bezog den Aufsichtsrat in grundsätzliche Themen der Unternehmensplanung und der strategischen Ausrichtung ein. Erforderliche Beschlüsse außerhalb der Sitzungen wurden im schriftlichen Umlaufverfahren gefasst.
Billigung und Feststellung des Jahresabschlusses
Der von der Hauptversammlung im Juni 2017 gewählte Abschlussprüfer Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat den Jahresabschluss und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die verantwortlichen Prüfer haben an der Aufsichtsratssitzung am 13. April 2018 teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung berichtet und die Fragen des Aufsichtsrats dazu umfassend beantwortet.
Auf der Grundlage des Prüfungsberichts des Abschlussprüfers, der ergänzenden Erläuterungen und des abschließenden Ergebnisses seiner eigenen Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen den Jahresabschluss mit Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017.
Der Aufsichtsrat hat daher den Jahresabschluss 2017 gebilligt und festgestellt.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats danken dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren stets engagierten Einsatz und die im Jahr 2017 geleistete hervorragende Arbeit. Wir danken außerdem allen Aktionärinnen und Aktionären für ihre treue Verbundenheit zur UmweltBank sowie den Kundinnen und Kunden für ihr Vertrauen. Ohne all diese Menschen wäre der ökonomische und ökologische Erfolg der UmweltBank nicht möglich gewesen.
Nürnberg, den 13. April 2018
Edda Schröder, Vorsitzende des Aufsichtsrats
1. Grundlagen der Bank
Aufgabe der UmweltBank ist die Finanzierung und Förderung von Umweltprojekten in ganz Deutschland. Der Unternehmensgegenstand ist in der Satzung wie folgt verankert: Die UmweltBank setzt sich für den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen, insbesondere für klares Wasser, reine Luft und eine gesunde Umwelt ein. Die UmweltBank verwirklicht Ideen, die allen zugutekommen. Sie unterstützt die ökologische Entwicklung unserer Gesellschaft und fördert integrative und vorbeugende Maßnahmen des Umweltschutzes.
Die UmweltBank verbindet erfolgreiches und professionelles Bankmanagement mit ökologischer und sozialer Verantwortung. Auf diese Weise setzt sie sich für den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen und die Zukunft unserer Kinder ein. Die Herausforderungen unserer Zeit erfordern Konzepte, die Ökonomie und Ökologie wirkungsvoll miteinander verbinden.
Die UmweltBank bietet ökologische und soziale Finanzierungen, grüne Geld- und Kapitalanlagen sowie ökologisch orientierte Versicherungen und Altersvorsorgeprodukte und informiert ihre Kunden umfassend dazu. Durch ihre tägliche Arbeit fördert die UmweltBank die Energiewende und bringt nachhaltiges Wirtschaften voran.
Das Ziel der UmweltBank ist es, durch die Geschäftstätigkeit in jeder Hinsicht zum Schutz der Umwelt beizutragen. Ökologie ist für die grüne Bank dabei kein kurzfristiger Trend. Denn nur durch nachhaltiges, langfristig orientiertes Handeln kann eine intakte Umwelt auch für die nachkommenden Generationen erhalten werden. Die UmweltBank ist die einzige Bank in Deutschland, die den Umweltschutz als Unternehmensgegenstand bereits in ihrer Satzung verankert hat.
Produktökologie im Mittelpunkt: Aufgrund ihrer besonderen Unternehmenspolitik misst die UmweltBank den Erfolg ihrer Geschäftstätigkeit nicht nur an wirtschaftlichen, sondern auch an ökologischen Zahlen wie z. B. der Umweltentlastung anhand der C02-Einsparung. Sie bietet ausschließlich Geldanlagen an, die unter nachhaltigen Gesichtspunkten gewissenhaft geprüft wurden und sie finanziert ausschließlich Projekte, die nach ebensolchen Kriterien ausgewählt wurden.
Umweltschutz garantiert: Die UmweltBank bietet ein in der deutschen Bankenlandschaft bislang einmaliges Versprechen: die Umweltgarantie. Die grüne Bank garantiert jedem Anleger, dass mit seinem Geld ausschließlich Umweltprojekte finanziert werden. Das sind z. B. Vorhaben im Bereich ökologisches Bauen und Sanieren, Sonnenenergie-, Windkraft-, Wasserkraft“ und Biomasseprojekte, bis hin zur ökologischen Landwirtschaft.
Dabei gilt höchste Transparenz. Denn in welche ökologischen und nachhaltigen Projekte die Kundeneinlagen fließen, können die Anleger dem regelmäßig veröffentlichten Kreditportfolio der Bank entnehmen.
Kontrollorgan: Die Einhaltung der Umweltgarantie wird regelmäßig durch ein unabhängiges Gremium kontrolliert – den Umweltrat. Bei der Kreditvergabe beachtet die UmweltBank klare ethisch-ökologische Vorgaben, die gemeinsam mit dem Umweltrat erarbeitet wurden. So gelten strenge Ausschlusskriterien. Projekte aus den Bereichen fossile Energie, Militärgüter, umweltschädliche Produkte und Technologien, Gentechnik in der Landwirtschaft sowie sozial unverträgliche Projekte wie Ausbeutung und unfaire Geschäftspraktiken (z. B. Korruption und Menschenrechtsverletzungen) werden keinesfalls unterstützt Die Bank orientiert sich bei der Auswahl der Kreditprojekte in erster Linie an Positivkriterien wie z. B. regenerative Stromerzeugung, umweltfreundliches Bauen, ökologische Land- und Forstwirtschaft oder nachhaltige Wirtschaftsweise.
Ökologische Sparprodukte: Als Förderbank im Umweltbereich bietet die UmweltBank ökologische Geldanlagen mit fairer Rendite an. Zu den bankeigenen Sparprodukten gehören das täglich verfügbare UmweltPluskonto, Sparbücher, Sparbriefe und Umwelt Sparverträge mit einer Laufzeit bis zu 20 Jahren. Die Anleger profitieren dabei in zweifacher Hinsicht Zum einen in Form von marktgerechten Zinsen, zum anderen durch den Einsatz für die Umwelt.
Wertpapiere und Vorsorge: Die UmweltBank bietet alle Anlageprodukte, die zu einem gut strukturierten Portfolio gehören. Neben der eigenen Aktie sind dies eigene Anleihen, Projektanleihen, Umweltaktien, nachhaltige Aktien- und Rentenfonds sowie ökologisch orientierte Altersvorsorgeangebote und Versicherungen.
Es gilt das Prinzip „Qualität vor Quantität“, Planzahlen zur Erreichung bestimmter Umsatzoder Vertriebsziele gibt es für unsere Mitarbeiter nicht.
Die Inflationsrate im Euroraum, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex, lag im Jahresdurchschnitt 2017 bei 1,5 % und damit unterhalb des von der Europäischen Zentralbank (EZB) gesetzten Inflationszielwertes von knapp unter 2 %. Die EZB sah sich anhand ihrer Inflationsprojektionen erneut veranlasst, ihren expansiven geldpolitischen Kurs fortzusetzen. Der Satz der Hauptrefinanzierungsgeschäfte blieb das gesamte Jahr unverändert auf dem Rekordtiefstand von 0,0 %. Ebenso wurde der Satz der Einlagenfazilität für von Banken gehaltene Überschussreserven bei der Bundesbank mit -0,4 % unverändert beibehalten. Zur Verbesserung der geldpolitischen Transmission wurden Banken im Frühjahr 2017 erneut Gelder im Rahmen der gezielten längerfristigen Refinanzierungsgeschäfte II (GLRG-II) zur Verfügung gestellt. Auch das EZB-Programm zum Ankauf von Vermögenswerten (Asset Purchase Programme – APP) wurde bis Dezember 2017 im Umfang von monatlich 60 Mrd. Euro fortgesetzt.
Die Zunahme des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland hat 2017 an Dynamik gewonnen und verzeichnete nach 1,9 % Wachstum im Vorjahr einen Anstieg von 2,2 %. Neben der hohen Nachfrage nach deutschen Gütern im Ausland wurde das Wachstum von der nach wie vor starken Binnennachfrage getragen. Wichtige Impulse lieferten die Bauinvestitionen, was im Jahresverlauf zunehmend zu Kapazitätsengpässen im Baugewerbe führte.
Die Lage auf dem Immobilienmarkt ist auch 2017 in den Ballungsräumen weiter angespannt. Bedingt durch den hohen Zuzug in Städte sowie die hohe Attraktivität von Immobilien als Anlageobjekte war die Nachfrage nach Immobilien weiterhin hoch und stand einem knappen Angebot gegenüber.
Durch die hohe Auslastung der Baufirmen stiegen die Preise für Bauleistungen an. Besonders stark stiegen jedoch die Grundstückspreise an. Bereits im ersten Halbjahr 2017 nahmen laut Statistischem Bundesamt die Preise von Baugrundstücken um rund 12% zu. Ein weiterer Anstieg der Immobilienpreise war somit die Folge.
Das Tempo des Ausbaus der Erneuerbaren Energien in den Bereichen Windenergie und Photovoltaik hat sich im Jahr 2017 leicht erhöht. So wurden 2017 deutschlandweit 1.792 Windenergieanlagen an Land neu errichtet, mit einer Gesamtleistung von 5,3 Gigawatt (GW).
Damit wurde brutto 11 % mehr Leistung zugebaut als im Vorjahr und der bisherige Rekord bei der Brutto-Zubauleistung des Jahres 2014 (4,8 GW) übertroffen. Der Zubau von Photovoltaikanlagen in 2017 stieg auf 1,75 GW an, was einer Steigerung von 15 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Er blieb damit jedoch weiterhin deutlich unter dem von der Bundesregierung anvisierten Ziel von 2,5 GW gemäß der Festlegung im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2017.
Die UmweltBank im Überblick
Die UmweltBank ist eine Direkt-, Förder- und Beraterbank, die von Nürnberg aus bundesweit tätig ist und sich auf den Umweltbereich spezialisiert hat. Sie gehört zu den führenden deutschen privaten Banken im Bereich der ökologisch nachhaltigen Geldanlage. Die wichtigsten Tätigkeitsbereiche (inklusive angebotener Produkte) der UmweltBank liegen in der Annahme von Kundeneinlagen (UmweltPluskonto, UmweltSparbuch, -Extra, Wachstumsparen, Umwelt-Sparbriefe und Umwelt Sparverträge, Auszahlplan), der Anschaffung, Veräußerung und Verwahrung von Wertpapieren sowie der Vermittlung von Wertpapieren und Vermögensanlagen (Versicherungen, Genussrechte, Umweltaktien, -anleihen und -fonds), der Kreditvergabe an Privatkunden (insbesondere Baufinanzierung) und der gewerblichen Projektfinanzierung (insbesondere Solar- und Windkraftanlagen sowie Mietwohnimmobilien). Neben der Finanzierung geht die UmweltBank auch Beteiligungen an ökologischen und sozialen Projekten ein.
Per 31. Dezember 2017 förderte die Bank Umweltprojekte mit einem Gesamtvolumen von 2.460,2 Mio. Euro (Vorjahr: 2.417,9 Mio. Euro). Die Bilanzsumme betrug zum Stichtag 3.485,0 Mio. Euro (Vorjahr: 3.206,2 Mio. Euro). Das Nachsteuerergebnis lag vor Zuführung zur Rücklage gemäß § 340g HGB (Fonds für allgemeine Bankrisiken) bei 27,7 Mio. Euro (Vorjahr: 32,2 Mio. Euro), was einem Gewinn von 0,99 Euro (Vorjahr: 1,15 Euro) je Aktie entspricht. Die Gesamtkapitalquote nach Feststellung des Jahresabschlusses betrug 12,43 % (Vorjahr: 11,98 %).
Vorstand und Aufsichtsrat der UmweltBank haben sich 2017 entschlossen, vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth Klage zu erheben, um in der Vergangenheit zu Unrecht an die D.U.T. UmweltTreuhand GmbH bezahlte Lizenzentgelte zurück zu erhalten. Hintergrund ist ein Lizenzvertrag aus dem Jahre 1995, bei dem neben der grundsätzlichen Wirksamkeit des Vertrages auch die Marktgerechtigkeit der Konditionen bezweifelt wird. Zeitpunkt und Höhe von etwaigen Mittelzuflüssen aus Rückzahlungen sind nicht absehbar.
Aufgrund des anhaltenden Wachstums wurde zum 1. Dezember 2017 der Vorstand mit Jürgen Koppmann erweitert. Seitdem ist der neue Vorstand für die Marktfunktion gemäß MaRisk zuständig, die Marktfolgefunktion hat Goran Basic für die Abteilung Projektfinanzierung und Stefan Weber für die Abteilungen Baufinanzierung und Beteiligungen inne.
Die UmweltBank verfügt über weitreichende Erfahrung im Projektfinanzierungsgeschäft in den Bereichen Erneuerbare Energien und ökologisches Bauen, kennt die Branchen und besitzt als etablierter Anbieter ein entsprechendes Renommee bei Kunden und Interessenten. Sie profitiert von den gesamtgesellschaftlichen Großtrends zu Nachhaltigkeit und ökologischem Bewusstsein.
Im Kreditgeschäft verfolgt die UmweltBank eine erfolgreiche Nischenstrategie mit klarer Fokussierung auf die Finanzierung von Wind- und Solarstromprojekten mit Finanzierungsvolumina im niedrigen bis mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich sowie von ökologischen und sozialen Bauprojekten, insbesondere auch von Baugruppen und Genossenschaften. Die Unternehmensausrichtung und -große trägt zudem zu effizienten und schlanken Strukturen mit flachen Hierarchien und einer aufsichtsrechtlich angemessenen und effizienten Bankorganisation bei.
Neben dem Risikomanagement steuert der Vorstand das Geschäft der UmweltBank mit den wesentlichen finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren Geschäftsvolumen, Jahresergebnis vor Steuern, Umweltgarantiedeckungsgrad und C02-Ersparnis.
Im Geschäftsjahr 2017 konnte die UmweltBank mit ihrer nachhaltigen und soliden Geschäftspolitik weiter erfolgreich und gesund wachsen.
Das Geschäftsvolumen der UmweltBank, d.h. die Bilanzsumme zuzüglich Eventualverbindlichkeiten und anderen Verpflichtungen wie unwiderrufliche Kreditzusagen, belief sich Ende 2017 auf 3.766,4 Mio. Euro, eine Zunahme von 10,2 % gegenüber dem Vorjahr. Die Bilanzsumme selbst stieg um 8,7 % auf 3.485,0 Mio. Euro. Das Wachstum beinhaltet auch die Aufnahme von GLRG-II – Mitteln bei der Deutschen Bundesbank in Höhe von 100 Mio. Euro auf nunmehr 300 Mio. EUR.
Die Summe der von Kunden in Anspruch genommenen Kredite legte um 1,9 % auf 2.305,5 Mio. Euro zu. Das gesamte Kundenkreditvolumen einschließlich offener Zusagen von 249,5 Mio. Euro lag mit 2.555,0 Mio. Euro um 4,7 % über dem Niveau des Vorjahres.
Bei der Finanzierung und Förderung von Wohnprojekten hat die UmweltBank die thematischen Schwerpunkte Baugruppen / Baugemeinschaften und Wohnbaugenossenschaften im Fokus. Zahlreiche Bauherren konnten sich so den Traum vom ökologischen und bezahlbaren Wohnraum erfüllen.
Die UmweltBank hat im Jahr 2017 erstmals im Bereich Baufinanzierungen ein Neugeschäft von über 200 Mio. Euro erzielt. Die gestiegenen Immobilienpreise stellen für die UmweltBank aber kein Risiko dar. Der überwiegende Anteil der finanzierten Immobilien waren Projekte, die zu Selbstkosten errichtet werden und damit keine Gewinnerzielungsabsicht haben. Somit liegen die Mieten in diesen Immobilien oft deutlich unterhalb der Marktpreise. Sozialer und ökologischer Wohnungsbau stellt am Immobilienmarkt eine nachhaltige Option dar. Die UmweltBank selbst investiert ebenfalls in den sozialen Wohnungsbau. Das Tochterunternehmen der UmweltBank, die UPG UmweltProjekt Beteiligungen AG, ist 2017 weitere Beteiligungen im Immobilienbereich eingegangen. Unter anderem wurde mit der Realisierung von 157 ökologischsozialen Wohnungen in Tübingen begonnen.
Im für die UmweltBank relevanten Markt für Photovoltaikanlagen über 250 kWp (2017 neu errichtetes Gesamtvolumen 843 MWp) entsprach der Marktanteil der UmweltBank 2017 rund 13 % (ca. 112,8 MWp). Dies entspricht einem Finanzierungsvolumen von 92,9 Mio. Euro im Jahr 2017.
Zusätzlich wurden durch Umfinanzierungen / Aufstockungen und Nachrangfinanzierungen bereits bestehende Photovoltaikprojekte mit Krediten in Höhe von 33,3 Mio. Euro und einer Anlagenleistung von 18,6 MWp gefördert. Im Windbereich wurden 2017 mit 35 Mio. Euro ein Bruttozubau von 57,6 MW sowie Bestandsanlagen mit 19,3 MW mitfinanziert. Der Marktanteil der UmweltBank 2017 beim Bruttozubau von Windenergieanlagen an Land entspricht 1,1 %.
Bei der Branchenverteilung des Kreditportfolios lagen im Jahr 2017 erneut die Solarkredite mit 35,7 % (Vorjahr: 37,7 %) an erster Stelle, dicht gefolgt von den ökologischen und sozialen Baufinanzierungen mit 35,2 % (Vorjahr: 31,6 %). Auf Wind- und Wasserkraftprojekte entfielen 25,3 % (Vorjahr: 27,4 %). Das restliche Kreditvolumen von 3,7 % (Vorjahr: 3,3 %) verteilt sich auf Bio-gas- und Biomasseprojekte, ökologische Landwirtschaft, Energieeinsparung und Contracting.
Satzungsgemäß finanziert die grüne Förderbank ausschließlich Umweltprojekte in ganz Deutschland. Ende 2017 beläuft sich die Gesamtzahl aller seit Bankgründung geförderten ökologischen Projekte auf 22.529 (Vorjahr: 22.075).
Setzt man die Umweltkredite ins Verhältnis zu den Kundeneinlagen, so ergibt sich eine Deckung von 114,1 % gegenüber 117,6 % im Vorjahr (Umweltgarantiedeckungsgrad). Die von der Umwelt-Bank ausgesprochene Umweltgarantie, mit dem Geld der Anleger ausschließlich Umweltprojekte zu finanzieren, wurde somit wiederum eingehalten bzw. sogar deutlich übertroffen.
Der Zinsüberschuss verringerte sich um 2,7 % auf 52,2 Mio. Euro. Das Jahresergebnis vor Steuern betrug 2017 40,3 Mio. Euro, was einer Veränderung von -12,5 % gegenüber dem Vorjahr und der prognostizierten Erwartungshaltung des letzten Jahres entspricht. Das Jahresergebnis nach Steuern stieg um 3,1 % auf 16,7 Mio. Euro. Die Ertragslage der Bank hat sich damit im Rahmen der Erwartungen entwickelt.
Durch Gewinnthesaurierung in Höhe von 18,0 Mio. Euro inklusive einer erneuten Dotierung der Rücklage nach § 340g HGB und durch die erstmals angebotene Aktiendividende, von der über 35 % der Aktionäre im Umfang von rund 2,3 Mio. Euro Gebrauch machten, erhöhte sich das Eigenkapital deutlich. Vom CoCo-Bond 2016/2017, mit rund 26 Mio. Euro Platzierungsvolumen die bisher größte Eigenemission der UmweltBank, wurden in 2017 weitere 6,6 Mio. Euro gezeichnet. Ziel der Emission war die Stärkung der aufsichtsrechtlichen Eigenkapitalbasis.
Die Anzahl der für die UmweltBank tätigen Mitarbeiter/innen einschließlich Vorstand, Studenten in Teilzeit sowie Praktikanten konnte zum Jahresende auf 153 Personen gesteigert werden (Vorjahr: 140). Umgerechnet auf eine 40-Stunden-Woche stieg die Mitarbeiterleistung um 6,8 % auf 118,5 Personen (Vorjahr: 111,0). Bemerkenswert ist die Ausbildungsquote, die im Gesamtjahr 12 Trainees (Vorjahr: 15) umfasste. Auch der laufenden Fort- und Weiterbildung kommt ein hoher Stellenwert zu.
Die Aktie der UmweltBank schloss zum Jahresende (29. Dezember 2017) mit einem Kurs von 10,78 Euro. Auf Basis der Jahresendkurse (Xetra) und unter Berücksichtigung der Dividende von 0,34 Euro bedeutet dies ein Minus von rund 16 % im Kalenderjahr 2017. Damit wurde die überdurchschnittliche Kursbewegung des Jahres 2015, in dessen Verlauf der Aktienkurs um mehr als 60 Prozent gestiegen war, korrigiert. Die Aktie notiert damit wieder in etwa auf dem Niveau von Anfang 2015.
TEUR 01.01.-31.12.2016
Zinsergebnis 52.166 53.600 -1.434 -2,7
Finanzergebnis 2.909 5.937 -3.028 -51,0
Zins- und Finanzergebnis 55.075 59.537 -4.462 -7,5
Risikovorsorge (Aufwand (-) / Ertrag (+)) -355 – 2.228 1.873 -84,1
Bewertungsergebnis (Aufwand (-) / Ertrag (+)) +102 +90 12 13,3
Provisionsüberschuss 2.991 4.382 -1.391 -31,7
sonstige Aufwendungen (-) / Erträge (+) -1.073 -212 -861 406,1
Ergebnis vor Verwaltungsaufwand und Steuern 56.740 61.569 -4.829 -7,8
Personalaufwand 8.084 7.110 975 13,7
Andere Verwaltungsaufwendungen 8.060 8.155 -95 -1,2
darunter Aufwendungen für Bankenabgabe und Einlagensicherung 1.387 1.244 143 11,5
Abschreibungen auf Anlagegüter 322 298 24 8,1
Summe Verwaltungsaufwand 16.466 15.563 903 5,8
Ergebnis vor Steuern 40.274 46.006 -5.732 -12,5
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 12.612 13.852 -1.240 -9,0
Zuführungen zum Fonds für allgemeine Bankrisiken 11.000 16.000 -5.000 -31,3
Jahresüberschuss 16.662 16.154 508 3,1
Einstellung in Gewinnrücklagen 7.000 6.700 300 4,5
Bilanzgewinn 9.662 9.454 208 2,2
Zum guten Jahresergebnis 2017 trug wiederum wesentlich die Durchschnittszinsmarge von 1,62 % (Vorjahr: 1,91 %) bei.
Der Zinsüberschusses reduzierte sich von 53.600 TEUR in 2016 um 2,7 % auf 52.166 TEUR im Jahr 2017. Die Refinanzierungsaufwendungen sanken dabei weniger stark als die Zinserträge, die insbesondere im Bereich der Kundendarlehen und festverzinslichen Wertpapiere zurückgingen. Die Fristentransformation zwischen Aktiv- und Passivseite der Bilanz sank von 1,29 Jahren zu Jahresbeginn auf 1,02 Jahre zum Jahresende. Somit konnte das Zinsänderungsrisiko im Jahresverlauf verringert werden.
Das Finanzergebnis enthält die laufenden Erträge aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren, Beteiligungen und verbundenen Unternehmen sowie den Saldo aus Zu- und Abschreibungen auf Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren. Der deutliche Rückgang von 5.937 TEUR in 2016 auf 2.909 TEUR im Berichtsjahr ist überwiegend begründet durch einen niedrigeren Ergebnisbeitrag aus der Veräußerung von Aktien und festverzinslichen Wertpapieren des Anlagevermögens.
Zins- und Finanzergebnis zusammen beliefen sich auf 55.075 TEUR gegenüber 59.537 TEUR im Vorjahr.
Aufgrund der umsichtigen Kreditvergabepraxis addierten sich Zuführungen zu und Auflösungen von Wertberichtigungen auf Kundenkredite zu einem Aufwand von 355 TEUR (Vorjahr: 2.228 TEUR). Der Risikovorsorgebestand (Einzel- und Pauschalwertberichtigungen) belief sich hierbei auf nach wie vor niedrige 6.702 TEUR (Vorjahr: 6.388 TEUR), das sind 0,29 % (Vorjahr: 0,29 %) des ausgereichten Kundenkreditvolumens.
Der Posten Bewertungsergebnis weist einen Ertrag in Höhe von 102 TEUR (Vorjahr: 90 TEUR) aus. Darin sind Eingänge aus abgeschriebenen Forderungen in Höhe von 1 TEUR (Vorjahr: 2 TEUR), Direktabschreibungen auf Forderungen in Höhe von 57 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR), Zu- und Abschreibungen auf Forderungen und Wertpapiere der Liquiditätsreserve in Höhe von 60 TEUR (Vorjahr: – 597 TEUR) sowie Gewinne und Verluste aus Abgängen von Wertpapieren der Liquiditätsreserve in Höhe von 219 TEUR (Vorjahr: 685 TEUR) saldiert enthalten.
Der Provisionsüberschuss, der Entgelte aus dem Kredit- sowie dem Wertpapier- und Versicherungsgeschäft – abzüglich des korrespondierenden Aufwands – beinhaltet, sank von 4.382 TEUR um 31,7 % auf 2.991 TEUR. Ursächlich waren überwiegend gesunkene Entgelte im Kreditbereich. Aufgrund höchstrichterlicher Urteile erhebt die UmweltBank nur noch individuell verhandelte Entgelte im Kreditgeschäft.
Der Saldo der sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge wies im Jahr 2017 einen Aufwand in Höhe von 1.073 TEUR aus (Vorjahr: 212 TEUR). Die Änderung ist größtenteils auf gestiegene Aufwendungen für operationelle Risiken zurückzuführen.
Das Ergebnis vor Verwaltungsaufwand und Steuern sank von 61.569 TEUR im Vorjahr auf 56.740 TEUR. Dies entspricht einem Rückgang von 7,8 %.
Die Verwaltungsaufwendungen (Personalaufwand und andere Verwaltungsaufwendungen) stiegen um 5,8 % von 15.563 TEUR auf16.466 TEUR an. Von der Zunahme beim Personalaufwand in Höhe von 974 TEUR entfallen 373 TEUR auf Mitarbeiter, die vormals bei der Marketing Tochtergesellschaft UmweltKontakt GmbH beschäftigt waren und perl Januar 2017 von der UmweltBank übernommen wurden. Im Gegenzug sank der Marketingaufwand deutlich. Der restliche Anstieg resultiert aus allgemeinen Gehaltsanpassungen und Zunahmen bei der Anzahl der Beschäftigten.
Die anderen Verwaltungsaufwendungen verringerten sich von 8.155 TEUR im Vorjahr auf 8.060 TEUR im Jahr 2017. Dieser Rückgang resultiert unter anderem aus gesunkenen Marketingaufwendungen. Eine Steigerung von 143 TEUR auf 1.387 TEUR ist bei den Aufwendungen für Bankenabgabe und Einlagensicherung zu verzeichnen. Ursächlich sind hierbei primär das Wachstum der Kundeneinlagen sowie die erhöhten Zielausstattungen von Seiten der Aufsicht.
Aus der Saldierung von Erträgen und Aufwendungen errechnet sich ein Ergebnis vor Steuern von 40.274 TEUR gegenüber 46.006 TEUR im Vorjahr.
Um für das weitere Wachstum zusätzliches Eigenkapital zu bilden und um die damit verbundenen aufsichtsrechtlichen Anforderungen (Basel III) frühzeitig zu erfüllen, hat sich der Vorstand entschlossen, 11.000 TEUR (Vorjahr: 16.000 TEUR) in den sogenannten Fonds für allgemeine Bankrisiken (Rücklage gemäß § 340g HGB) einzustellen
Nach Abzug des Steueraufwands in Höhe von 12.612 TEUR für Körperschaft- und Gewerbesteuer (Vorjahr: 13.852 TEUR), verbleibt ein Jahresüberschuss in Höhe von 16.662 TEUR (Vorjahr: 16.154 TEUR).
Nach Einstellung in die Gewinnrücklagen von 7.000 TEUR (Vorjahr: 6.700 TEUR) ergibt sich ein Bilanzgewinn von 9.662 TEUR (Vorjahr: 9.454 TEUR).
Barreserve 32.460 54.590 -22.130 -40,5
Forderungen an Kreditinstitute 122.622 149.281 -26.659 -17,9
Forderungen an Kunden 2.273.561 2.229.817 43.744 2,0
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 1.023.677 747.214 276.463 37,0
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 558 726 -168 -23,1
Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen 28.692 22.430 6.262 27,9
Immaterielle Anlagewerte 424 322 102 31,7
Sachanlagen 778 851 -73 -8,6
Sonstige Vermögensgegenstände 2.194 931 1.263 135,7
Rechnungsabgrenzungsposten 35 77 -42 -54,5
Aktive latente Steuern 0 0 0 0,0
Summe Aktiva 3.485.001 3.206.241 278.760 8,7
Der Rückgang der Barreserve um 40,5 % auf 32.460 TEUR ist primär durch Umschichtung in Eigenanlagen begründet.
Im Vorjahresvergleich sanken die Forderungen an Kreditinstitute um 17,9 % auf 122.622 TEUR. Dieser Rückgang ist auf Endfälligkeiten von Festgeldern und Tilgungen von Schuldscheindarlehen zurückzuführen.
Der Bestand der Forderungen an Kunden erreichte mit 2.273.561 TEUR einen neuen Höchststand. Der Forderungsanstieg ist vor allem durch das Neugeschäft im Bereich der gewerblichen und privaten Baufinanzierung begründet. Ein leichter Volumenrückgang war in den Bereichen Wind- und Wasserkraft aufgrund von Tilgungen zu verzeichnen. In den Bereichen Sonnenenergie, Biomasse und ökologische Landwirtschaft hielten sich Tilgungen und Neugeschäft in etwa die Waage.
Das Volumen der Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapiere lag per 31. Dezember 2017 mit 1.023.677 TEUR deutlich über dem Niveau des Vorjahres (747.214 TEUR), da im Rahmen der gezielten längerfristigen Refinanzierungsgeschäfte (GLRG-II) der Bundesbank neue festverzinsliche Wertpapiere erworben und bei der Bundesbank als Sicherheit hinterlegt wurden. Zusätzlich wirkten sich Umschichtungen bei den Eigenanlagen bestandserhöhend aus.
Der Bestand an Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren verringerte sich im Berichtszeitraum aufgrund von Verkäufen und Endfälligkeiten um 23,1 % auf 558 TEUR.
Die deutliche Zunahme beim Bestand der Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen von 22.430 TEUR auf 28.692 TEUR ist in erster Linie auf den sukzessiven Ausbau des Beteiligungsgeschäfts durch das Tochterunternehmen UPG UmweltProjekt Beteiligungen AG (UPG) zurückzuführen, das mittels Kapitalerhöhungen seitens der UmweltBank unterstützt wurde.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die anteilige Gesamtleistung bzw. den Anteil der Nutzflächen der von der UmweltBank sowie der indirekt durch die UPG gehaltenen Beteiligungen im Windenergie-, Photovoltaik- und Immobilienbereich.
Beteiligungen/ verbundene Unternehmen Anteilige Gesamtleistung/ Nutzfläche Buchwert
UmweltBank Windenergie 45,8 MW 7.591
Photovoltaik 1,3 MWp 545
Wohnimmobilien 9.893 qm 5.457
Gewerbeimmobilien 1.035 qm 217
sonstige Beteiligungen 840
Zwischensumme 14.650
UPG Umweltprojekt Beteiligungen AG Photovoltaik 5,7 MWp 2.398
Wohnimmobilien 18.275 qm 8.904
Gewerbeimmobilien 4.704 qm 2.740
Summe 14.042
Gesamt: Windenergie 45,8 MW 7.591
Photovoltaik 7,0 MWp 2.943
Wohnimmobilien 28.168 qm 14.361
Gewerbeimmobilien 5.739 qm 2.957
sonstige Beteiligungen/Liquidität 840
Summe Beteiligungen 28.692
Der Anstieg bei den immateriellen Anlagewerten um 102 TEUR ist auf Neuzugänge im Bereich Software zurückzuführen.
Der Rückgang bei den Sachanlagen von 8,6 % ist durch planmäßige Absetzungen für Abnutzungen bedingt.
Bei den sonstigen Vermögensgegenständen ist ein Anstieg in Höhe von 1.263 TEUR auf 2.194 TEUR zu verzeichnen. Eine Aufstellung der wichtigsten Einzelbeträge befindet sich im Anhang zum Jahresabschluss 2017.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.011.950 860.728 151.222 17,6
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 2.157.005 2.055.685 101.320 4,9
Sonstige Verbindlichkeiten 3.120 3.774 -654 -17,3
Rechnungsabgrenzungsposten 1.012 1.220 -208 -17,0
Passive latente Steuern 148 231 -83 -35,9
Rückstellungen 10.686 9.280 1.406 15,2
Nachrangige Verbindlichkeiten 25.954 20.784 5.170 24,8
Genussrechtskapital 63.113 63.113 0 0,0
Fonds für allgemeine Bankrisiken 104.000 93.000 11.000 11,8
Eigenkapital 108.013 98.425 9.588 9,7
Summe der Passiva 3.485.001 3.206.240 278.761 8,7
Neben dem Eigenkapital und den UmweltSparbriefen dienen öffentliche Fördermittel für Umweltprojekte als langfristige Refinanzierungsquelle. Der weitaus größte Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entfällt hierbei auf die KfW-Förderbank (606.402 TEUR) und die Landwirtschaftliche Rentenbank (96.467 TEUR). An die Förderbanken sind zur Sicherheit sowohl die refinanzierten Endkreditnehmerforderungen abgetreten als auch weitere Wertpapiere im Nominalwert von 91.500 TEUR. Die Refinanzierungsquote, definiert als das Verhältnis der Bilanzpositionen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zu den Forderungen an Kunden, ist von 38,6 % auf 44,5 % gestiegen. Insgesamt verzeichneten die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten einen Anstieg in Höhe von 151.222 TEUR auf 1.011.950 TEUR. Diese Zunahme ist überwiegend durch die Aufnahme von Geldern im Rahmen der gezielten längerfristigen Refinanzierungsgeschäfte (GLRG-II) der Bundesbank in Höhe von 100.000 TEUR (Vorjahr: 200.000 TEUR) bedingt.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden und damit die Kundeneinlagen haben sich von 2.055.684 TEUR um 4,9 % auf 2.157.005 TEUR erhöht. Bei den Kunden begehrt war die Tagesgeldanlage auf dem UmweltPluskonto. Alle täglich fälligen Einlagen belaufen sich auf 1.146.691 TEUR und machen 53,2 % (Vorjahr: 52,5 %) der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden aus. An zweiter Stelle folgen die Spareinlagen mit 814.049 TEUR bzw. einem Anteil von 37,7 % (Vorjahr: 37,4 %), an dritter Position stehen die UmweltSparbriefe mit 196.265 TEUR oder 9,1 % (Vorjahr: 10,1 %).
Zusätzlich zu diesen bilanzwirksamen Einlagen setzten Anlagekunden im Jahr 2017 bei der UmweltBank weitere 41,4 Mio. Euro (Vorjahr: 53,4 Mio. Euro) in grünen Anleihen, Genussrechten und Aktien, Umweltfonds sowie umweltorientierten Altersvorsorgeprodukten um.
Die sonstigen Verbindlichkeiten, befinden sich mit 3.120 TEUR in etwa auf dem Niveau des Vorjahres (3.774 TEUR).
Der Rückgang der Rechnungsabgrenzungsposten von 1.220 TEUR auf 1.012 TEUR resultiert aus erhaltenen Einmalzahlungen auf Forderungen an Kunden, die gemäß Bilanzierungsvorschrift über die Zinsbindung der Darlehen verteilt als Ertrag im Zeitverlauf vereinnahmt werden.
Bei den nachrangigen Verbindlichkeiten handelt es sich um den Bestand des UmweltBank CoCo-Bonds 2016/2017.
Die Zunahme bei den Rückstellungen um 1.406 TEUR auf 10.686 TEUR ist vorrangig durch Rückstellungen für operationelle Risiken, vor allem für Rechtsstreitigkeiten im Kreditgeschäft, begründet. Obgleich die UmweltBank einen Rechtsstreit über die Rechtmäßigkeit der Lizenzvereinbarung mit der D.U.T. UmweltTreuhand GmbH führt, wurde gemäß der im Vertrag vorgesehenen Regelung eine Rückstellung gebildet. Das Lizenzentgelt 2016 wurde zurückbehalten.
Die Rücklage nach § 340g HGB (Fonds für allgemeine Bankrisiken) wurde um 11.000 TEUR (11,8 %) erhöht.
Das bilanzielle Eigenkapital erhöhte sich durch Zuführung zu den anderen Gewinnrücklagen um 9.588 TEUR bzw. 9,7 % auf 108.013 TEUR.
Die Eigenmittel der UmweltBank übertreffen die aktuellen gesetzlichen Anforderungen deutlich. Die aufsichtsrechtlichen Eigenmittel betrugen nach Feststellung des Jahresabschlusses 2016 256,6 Mio. Euro. Mit Feststellung des Jahresabschlusses 2017 steigen die Eigenmittel durch Gewinnthesaurierung auf 281,6 Mio. Euro. Davon sind 202,0 Mio. Euro als hartes Kernkapital, 34,2 Mio. Euro als zusätzliches Kernkapital und 45,4 Mio. Euro als Ergänzungskapital einzustufen.
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht hat gemäß dem aufsichtlichen Überprüfungs- und Bewertungsprozess (Supervisory Review and Evaluation Process, SREP) einen Bescheid erlassen, wonach von der UmweltBank ab dem 30. September 2016 ein Gesamtkapitalzuschlag von 1,5 %-Punkten einzuhalten ist. Nach den zum Stichtag geltenden Regelungen der Capital Requirements Regulation (CRR) ergeben sich für die UmweltBank unter Berücksichtigung dieses Zuschlags zum 31. Dezember 2017 folgende Eigenkapitalquoten:
Aufsichtsrechtliche Vorgabe 2017 31.12.2017 31.12.2016
Gesamtkapitalquote 10,8% 12,4% 12,0%
Kernkapitalquote 8,4% 10,4% 9,9%
Harte Kernkapitalquote 6,6% 8,9% 8,5%
Die Kennziffern lagen im Geschäftsjahr jederzeit über den aufsichtsrechtlich vorgeschriebenen Mindestwerten.
Nach den zum Stichtag geltenden Regelungen liegt unter der Annahme der Feststellung des Jahresabschlusses die bilanzielle Eigenkapitalquote (Leverage Ratio) der UmweltBank bei 6,5 % (Vorjahr: 6,4 %).
Die Liquiditätssteuerung erfolgt umsichtig. Die UmweltBank hat zum Jahresende ein komfortables Liquiditätspolster, das die aufsichtsrechtlichen Anforderungen der Liquiditätsverordnung (LiqV) deutlich übertrifft. Die gemäß der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (CRR) zu beachtende Kennziffer „Liquidity Coverage Ratio“ liegt deutlich über dem ab 1. Januar 2018 geforderten Wert von mindestens 1,0.
Für das Liquiditätsmanagement unterhielt die UmweltBank zum 31. Dezember 2017 Guthaben bei der Deutschen Bundesbank (32,5 Mio. Euro), bei deutschen Banken (10,7 Mio. Euro) sowie besonders liquide Pfandbriefe und Schuldverschreibungen öffentlicher Emittenten oder Banken (1.012,9 Mio. Euro). Die Eigenanlagen der UmweltBank werden auf Grundlage eines ökologischen Ratings der oekom research AG getätigt und vom Umweltrat kontrolliert. Wesentliche Refinanzierungsquellen der Bank sind das Einlagengeschäft und die Refinanzierung über Förderbanken, insbesondere KfW und Landwirtschaftliche Rentenbank sowie die gezielten längerfristigen Refinanzierungsgeschäfte (GLRG-II) der Bundesbank. Für diese Einlagen von Kreditinstituten bestanden Verfügungsbeschränkungen im Hinblick auf Schuldverschreibungen in Höhe von 478,4 Mio. Euro.
Die vollumfängliche Zahlungsbereitschaft der UmweltBank war aufgrund einer guten Liquiditätslage im Geschäftsjahr 2017 jederzeit gegeben, wie auch der Kapitalflussrechnung zu entnehmen ist. Zum 31. Dezember 2017 betrug die LCR-Kennziffer 1,23 (gemäß CRR).
Die im letzten Geschäftsbericht formulierten Ziele für das Jahr 2017 wurden erreicht beziehungsweise teilweise sogar übertroffen.
Das Geschäftsvolumen 2017 stieg um 7,3 % gegenüber dem Vorjahr. Das Ziel einer leichten Steigerung wurde somit erfüllt. Die Steigerung ist auch durch die erneute Aufnahme von Geldern im Rahmen der gezielten längerfristigen Refinanzierungsgeschäfte (GLRG-II) der Bundesbank in Höhe von 100.000 TEUR (Vorjahr 200.000 TEUR) bedingt.
Das Jahresergebnis vor Steuern 2017 erreichte mit 40.274 TEUR erwartungsgemäß nicht das Vorjahresniveau. Ursächlich hierfür waren Rückgänge beim Zins- und Finanzergebnis (-7,5 %) und beim Provisionsüberschuss (-31,7 %) sowie ein im Jahr 2017 um rund 13,7 % gestiegener Personalaufwand.
Das Verhältnis von Umweltkrediten zu Kundeneinlagen (Umweltgarantiedeckungsgrad) lag per 31. Dezember 2017 bei 114,06 % und damit innerhalb der vor einem Jahr aufgestellten Prognose.
Die C02-Ersparnis aus allen geförderten und finanzierten Kreditprojekten zusammen stieg von 414.471 Tonnen in 2016 auf 521.911 Tonnen in 2017, was die ursprünglichen Erwartungen erfüllt.
Das in der Hauptversammlung am 30. Juni 2016 vorgestellte und seitdem unveränderte System der Vorstandsvergütung steht im Einklang mit der Unternehmensstrategie und ist dementsprechend ausgestaltet. Die für die Tätigkeit des Vorstands gewährten Bezüge bestehen aus fixen und erfolgsabhängigen variablen Bestandteilen sowie Nebenleistungen. Der Vorstand erhält jährlich zwölf feste Gehälter sowie eine zum Jahresende ausbezahlte Sonderzahlung. Die Sonderzahlung ist nicht von quantitativen Zielvorgaben abhängig, sondern wird durch den Aufsichtsrat festgelegt. Garantierte variable Vergütungen werden nicht gewährt. Die Nebenleistungen enthalten die Kosten für ein FirmenAbo Plus für den Großraum Nürnberg im öffentlichen Nahverkehr, bargeldlose Essenzuschüsse sowie einen Zuschuss zur betrieblichen Altersvorsorge. Pensionszusagen werden den Mitgliedern des Vorstands nicht gewährt.
in TEUR Goran Basic Marktfunktion gemäß MaRisk bis 30.11.2017 Marktfolgefunktion gemäß MaRisk ab 01.12.2017 Jürgen Koppmann Marktfunktion gemäß MaRisk ab 01.12.2017 Stefan Weber Marktfolgefunktion gemäß MaRisk 2017
Festvergütung 198 19 198
Nebenleistungen 2 0 1
einjährige variable Vergütung 33 – 33
Gesamtvergütung 233 19 232
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine feste jährliche Vergütung, die von der Hauptversammlung beschlossen wird. Die Gesellschaft erstattet den Aufsichtsratsmitgliedern die durch die Ausübung des Amts entstehenden Auslagen und eine etwaige auf die Vergütung und den Auslagenersatz entfallende Umsatzsteuer. Die Aufwendungen für den Aufsichtsrat im Kalenderjahr 2017 betrugen rund 53 TEUR (Vorjahr: 56 TEUR). Die feste jährliche Vergütung jedes Mitglieds des Aufsichtsrats liegt seit Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Juni 2010 bei 17,5 TEUR netto:
in TEUR Vergütung für Geschäftsjahr 2017 Vergütung für Geschäftsjahr 2016
Günther Hofmann 17,5 17,5
Heinrich Klotz 17,5 17,5
Edda Schröder 17,5 17,5
Ziel der UmweltBank als ökologisch und ökonomisch handelndes Unternehmen ist, nur solche Geschäfte einzugehen, die im Verhältnis Chance zu Risiko ein positives Profil aufweisen. Aufsetzend auf diesem Grundsatz besteht ein umfassendes Risikomanagementsystem, mithilfe dessen alle relevanten Geschäftsbereiche fortlaufend überwacht und gesteuert werden können.
Die eingesetzten Instrumente werden sukzessive verfeinert, so dass ein frühzeitiges Erkennen von Fehlentwicklungen und entsprechendes Gegensteuern möglich ist.
Grundlage für die Steuerung und Überwachung der Risiken ist eine vom Vorstand festgelegte und dem Aufsichtsrat zur Kenntnis gegebene Geschäfts- und Risikostrategie. Für die Risiken in den Bereichen Adressenausfall, Marktpreise, Liquidität, Personal sowie Informationstechnik (IT) existieren jeweils Teilstrategien. Diese werden vom Vorstand im Jahresturnus beschlossen und ergeben in Summe die Risikostrategie der UmweltBank. Eine jährlich durchgeführte Risikoinventur überprüft die Vollständigkeit der Strategien und der wesentlichen Risiken. Dabei unterscheidet die UmweltBank folgende Risikoarten:
Die Risikosteuerung und -Überwachung steht im Einklang mit der Geschäfts- und Risikostrategie der UmweltBank und ist organisatorisch in der Abteilung Betrieb / Finanzen und IT angesiedelt. Die Steuerung verfolgt das Ziel, Risiken frühzeitig zu erkennen, bestehende Risiken gezielt zu beherrschen und so den ökonomischen Fortbestand der Bank nach dem Prinzip der Risikotragfähigkeit zu sichern.
Zur Unterlegung der Risiken wird monatlich das Risikodeckungspotenzial der Bank ermittelt. Dies besteht im Wesentlichen aus freien Eigenmitteln, Genussrechten mit laufender Verlustteilnahme sowie aufgelaufenen und erwarteten Gewinnen. Den jeweiligen Risikoarten werden Limite zugeordnet und deren Auslastung erhoben. Die einzelnen Limite werden mindestens jährlich durch den Vorstand beschlossen. Die Summe der Limite ist dabei eng zu bemessen und soll weit unter dem gesamten Risikodeckungspotenzial liegen. Die Verantwortung für die Weiterentwicklung dieses Risikotragfähigkeitskonzeptes und die Erstellung des Controllingberichts liegt in der Abteilung Betrieb / Finanzen und IT. Durch den monatlichen Controllingbericht und anlassbezogene Meldungen wird die Geschäftsleitung über die Risikosituation der UmweltBank informiert. Im Jahr 2017 gab es kein Erfordernis für eine anlassbezogene Berichterstattung. Der Aufsichtsrat wird vor jeder Sitzung durch den aktuellen Controllingbericht über die Risikoauslastung der Bank informiert.
Die UmweltBank sieht im Rahmen des Risikotragfähigkeitskonzepts die Fortführung der Geschäftstätigkeit unter Beachtung der bankaufsichtlichen Mindestkapitalanforderung als Oberziel an. Selbst wenn in der Betrachtungsperiode von 12 Monaten (rollierend) sowohl erwartete als auch unerwartete Verluste eintreten, soll weiterhin die bankaufsichtliche Mindestkapitalanforderung erfüllt sein. Vor diesem Hintergrund benutzt die UmweltBank einen Going-Concern-Ansatz mit Gewinn- und Verlust- (GuV) orientierter Sichtweise als führendes Steuerungsinstrument. Der Kapitalbedarf zur Abdeckung des gesamten unerwarteten Risikos, bestehend aus der Summe von Adressenausfallrisiko, Marktpreisrisiko, Liquiditätsrisiko sowie operationellem Risiko, wird mittels bankeigener quantitativer Modelle bestimmt.
Neben der Messung der Risikotragfähigkeit führt die UmweltBank ergänzend regelmäßig und anlassbezogen verschiedene Stresstests durch. Dabei wird u. a. ein schwerer konjunktureller Abschwung bzw. eine Abschaffung der Einspeisevergütungsgarantie nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) für neue Anlagen zur Stromerzeugung simuliert. In beiden Fällen ist die Fortführung der Geschäftstätigkeit ohne substantielle Einschränkungen möglich. Mit zusätzlichen inversen Stresstests werden einmal im Jahr Extremszenarien entwickelt, die die Risikotragfähigkeit auf das Maximum ausreizen, um eventuelle Lücken im bestehenden Risikomanagement aufzudecken. Die Geschäftsleitung und der Aufsichtsrat werden regelmäßig über die Ergebnisse der Stresstests informiert.
Das Adressenausfallrisiko ist definiert als möglicher Verlust, der sich durch den teilweisen oder vollständigen Ausfall oder durch Bonitätsverschlechterungen eines Kreditnehmers oder Emittenten ergeben kann.
Das Adressenausfallrisiko im Kreditbereich wird bereits dadurch begrenzt, dass nur die im Rahmen einer vom Gesamtvorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates festgelegten Kreditrisikostrategie genannten Kreditarten zulässig sind und für diese wiederum klare Beurteilungskriterien definiert sind. Ziel ist dabei immer, Ausfallrisiken von Krediten zu vermeiden. In den Kreditentscheidungsprozess sind, je nach Kreditgröße und Risikorelevanz, entsprechend erfahrene Kompetenzträger, häufig auch die Vorstandsmitglieder, eingebunden. Zudem wird jeder Kredit bewertet und mit einer ökonomischen und ökologischen Bonitätsnote versehen (sog. „Rating“). Das ökologische Bonitätsraster umfasst fünf Noten von sehr fördernd (eins), fördernd (zwei), noch fördernd (drei), neutral (vier) und umweltschädlich (fünf).
Das ökonomische Ratingsystem besteht aus sechs Bonitätsstufen für Kreditengagements, orientiert an den Standards der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), und drei weiteren Bonitätsklassen für Mezzanine- und Eigenkapital bzw. Beteiligungen und Aktien. Mit je einem Drittelgewicht gehen die persönliche Bonität, die Einkommensverhältnisse und die Vermögensverhältnisse eines Kunden in dessen ökonomische Gesamtbewertung ein.
Der monatlich erstellte Kreditrisikobericht stellt das gesamte Kreditportfolio der Umwelt-Bank inklusive der Wertpapieranlagen nach Kundengruppen, Ratingklassen, Branchen und Größenkonzentrationen dar. Ausgewertet wird dabei sowohl das Kreditvolumen als auch die Anzahl der Engagements. Beachtenswerte Engagements (z. B. Großkredite, Beteiligungen, anmerkungsbedürftige Kredite oder (teil)wertberichtigte Fälle) werden dargestellt und kommentiert. In einer Bonitätsmatrix wird die Einstufung der Kredite in die ökologische und ökonomische Risikoklassifizierung abgebildet. Analog zum Controllingbericht wird der Kreditrisikobericht monatlich der Geschäftsleitung vorgelegt. Der Aufsichtsrat erhält zu jeder Sitzung den aktuellen Bericht, um sich über die Risikosituation im Kreditgeschäft zu informieren.
Kredite werden in aller Regel angemessen besichert. Die Arten der akzeptierten Sicherheiten, Bewertungsverfahren, Bewertungsgrundlagen und die Wertansätze für die in Betracht kommenden Sicherheiten sind in den internen Organisationsrichtlinien festgelegt.
Im Rahmen der fortlaufenden Kreditüberwachung nach § 18 Kreditwesengesetz werden regelmäßig die wirtschaftlichen Verhältnisse und die Werthaltigkeit der gestellten Sicherheiten überprüft. Neben der laufenden Bonitätsüberwachung und der Überwachung der Entwicklung der Sicherheiten verfügt die UmweltBank über ein Risikofrüherkennungssystem. Hierbei wird die Kontoführung eines Kreditnehmers laufend überwacht. So werden täglich für alle Engagements vom IT-System Überziehungslisten erstellt, die von den zuständigen Kundenbetreuern geprüft und bearbeitet werden. Hierdurch wird gewährleistet, dass sich abzeichnende Risiken frühzeitig und laufend aufgezeigt sowie geeignete Maßnahmen ergriffen werden können. Im Falle einer erforderlichen Risikovorsorge wird eine Wertberichtigung auf den Blankoanteil des Kredits gebildet.
Im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung wird monatlich eine Messung des Adressen-ausfallrisikos für Kundenkredite über einen Value-at-Risk-Ansatz durchgeführt. Dieser basiert auf historischen Risikovorsorgequoten der UmweltBank, die jährlich bonitäts- und branchenspezifisch ermittelt werden. Das verwendete Konfidenzniveau beträgt 97,5 %. Dies bedeutet, dass mit einer Wahrscheinlichkeit von 97,5 % der ausgewiesene Wert nicht überschritten wird. Zur Steuerung von Konzentrationsrisiken wird das Darlehensportfolio nach Branchen limitiert. Eine Kontrolle von Konzentrationsrisiken in Bezug auf die Verteilung von Erneuerbare-Energien-Anlagen nach Herstellern findet jährlich im Rahmen der Risikoinventur statt.
Daneben ist das Adressenausfallrisiko bei Kapitalanlagen und bei Beteiligungen zu berücksichtigen. Dieses wird unterteilt in Adressenausfallrisiko von Positionen mit zusätzlichem externen Rating (z. B. Pfandbriefe oder Termingelder bei anderen Kreditinstituten) und in Adressenausfallrisiko von Positionen ohne externes Rating (z. B. Beteiligungen). Als externe Ratingagenturen werden S&P, Moody’s und Fitch genutzt.
Dem Risiko des Adressenausfalls bei den Eigenanlagen wird durch die Auswahl von Emittenten auf der Basis der externen Ratings sowie jeweils eigener Analysen Rechnung getragen. Für jeden Emittenten wird ein separates Limit vergeben. Die Einhaltung der Limite wird täglich durch eine vom Handel unabhängige Stelle (Abteilung Betrieb / Finanzen und IT) überwacht.
Das Adressenausfallrisiko von Wertpapieren und Forderungen an Banken (Depot A) mit externem Rating wird über eine Ratingverschiebung auf Basis der von Ratingagenturen veröffentlichten historischen Ausfallraten bestimmt. Zum 31. Dezember 2017 wurde ein Bestand von rund 1.123 Mio. Euro in Posten mit externem Rating gehalten. Die angewendete Ausfallwahrscheinlichkeit nach Ratingverschiebung lag unter 0,3 %.
Für Wertpapiere im Depot A, Beteiligungen und Anteile an verbunden Unternehmen ohne externes Rating geht die UmweltBank fiktiv von einem 50 %igen Ausfall des größten Einzelpostens aus. Bei der Auswahl des größten Einzelpostens werden die direkten Beteiligungen der UmweltBank sowie die Beteiligungen der 100 %igen UmweltBank-Tochter UPG Umwelt-Projekt Beteiligungen AG berücksichtigt. Auf den Bestand zum 31. Dezember 2017 in Höhe von rund 39 Mio. Euro ergab sich damit ein implizites Ausfallrisiko von 13,8 %, was die Bank als ausreichend konservativ betrachtet.
Auch für die Liquiditätsreserven und Wertpapieranlagen der Bank gelten Vorsichtsprinzipien. Hier wurden ebenfalls Grundbedingungen mit dem Ziel der Risikominimierung festgelegt. Die Anlage erfolgt in Form von Zentralbankguthaben, fest- und variabel verzinslichen Wertpapieren, Pfandbriefen, öffentlichen Anleihen oder Tagesgeldern bei Banken. Hier wird – neben der Rendite – Wert gelegt auf die Marktgängigkeit sowie gute ökonomische und ökologische Bonität der Emittenten. Die Handelsaktivitäten der UmweltBank erfüllen stets die Bedingungen des Artikel 94 Abs. 1 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (CRR) für Handelsbuchtätigkeiten von geringem Umfang.
Das Marktpreisrisiko ist definiert als das Risiko einer Änderung von Kurswerten bzw. Marktzinsen. Credit-Spread-Risiken werden daher dem Marktpreisrisiko zugeordnet.
Grundlage für die Steuerung des Marktpreisrisikos bildet die Marktpreis- und Zinsänderungsrisikostrategie. Aufgrund der Geschäftstätigkeit sind die Marktpreisrisiken insbesondere in Form von Kursrisiken bei Wertpapieren sowie in Form von Zinsänderungsrisiken konkret. Währungsrisiken, Rohstoff- und sonstige Preisrisiken bestehen in der UmweltBank nicht. Länderrisiken werden nur in geringem Umfang eingegangen. Geschäfte in Derivaten werden von der Bank nicht betrieben.
Die Wertpapieranlagen der Bank dienen zu keinem Zeitpunkt Spekulationszwecken. Insofern verfolgt die UmweltBank in der Regel im Bereich der Wertpapieranlagen eine „Buy-and-Hold-Strategie“. Daher werden auch keine Marktliquiditätsrisiken gemessen. Die Tagesübersicht der Wertpapieranlagen, basierend auf Schlusskursen des Vortags, gibt Auskunft über die aktuelle Entwicklung und die daraus resultierenden stillen Reserven bzw. potentiellen Abschreibungen. Kursveränderungen der Wertpapiere sind somit täglich ersichtlich.
Das Zinsänderungsrisiko besteht darin, dass bei einem steigenden Zinsniveau höhere Zinsaufwendungen entstehen, denen keine entsprechend gestiegenen Zinserträge gegenüberstehen, da die Zinssätze für die Aktiva aufgrund der Festzinsbindungen nur zum Teil angehoben werden können. Die unterschiedlichen Festzinsbindungen entstehen vor allem auf Grund der unterschiedlichen Kundeninteressen im Geldanlage- und Kreditbereich. Die UmweltBank betreibt daher klassische Fristentransformation, um den Kundenanforderungen gerecht zu werden.
Das in der Risikotragfähigkeitsberechnung angesetzte Zinsänderungsrisiko wird anhand von drei Zinsszenarien berechnet:
Eine Parallelverschiebung der Zinsstrukturkurve um +130 Basispunkte (BP)
Eine Parallelverschiebung der Zinsstrukturkurve um -130 BP, wobei bei Kundeneinlagen die Zinsen maximal auf 0 % gesenkt werden
Eine Drehung der Zinsstrukturkurve mit einer Erhöhung um bis zu 200 BP im kurzfristigen Bereich und einer Senkung um bis zu 100 BP im 10-jährigen Bereich
In allen Szenarien werden die Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) der nächsten 12 Monate inklusive der zum strengen Niederstwertprinzip bilanzierten Liquiditätsreserve betrachtet. Nach Analyse der verschiedenen Szenarien ergab sich zum 31. Dezember 2017 ein fiktives Zinsänderungsrisiko von maximal 5,33 Mio. Euro.
Analog zum GuV-orientierten Zinsänderungsrisiko wird im Rahmen des monatlichen Controllingberichts auch das barwertige Zinsänderungsrisiko der UmweltBank unter der Annahme des Baseler Zinsschocks (+200 BP) ermittelt. Per 31. Dezember 2017 betrug das barwertige Zinsänderungsrisiko rund 45 Mio. Euro.
Neben dem GuV-orientierten und dem barwertigen Zinsänderungsrisiko misst die Umwelt-Bank auch monatlich Credit-Spread-Risiken. Diese resultieren aus einer geänderten Einschätzung des Kapitalmarktes zu Adressenausfallrisiken von Anleihen und davon induzierten Kursänderungen. Diese sind umso höher, je schlechter das Rating des Emittenten ist. Die Berechnung von Credit-Spread-Risiken erfolgt für die Wertpapiere der Liquiditätsreserve. Die angenommene Spread-Ausweitung geht von 30 BP (Bonität AAA) bis zu 500 BP (Bonität BB) und ergibt zum 31. Dezember 2017 einen fiktiven Risikowert von rund 6,6 Mio. Euro.
Im Rahmen des Liquiditätsrisikos unterscheidet die UmweltBank zwischen dem kurzfristigen Liquiditätsrisiko und dem mittel- bzw. langfristigen Refinanzierungsrisiko. Letzteres ist als unwesentlich eingestuft, da die Refinanzierung ausschließlich über diversifizierte Einlagengeschäfte und staatliche Förderbanken erfolgt.
Das kurzfristige Liquiditätsrisiko wird anhand einer Liquiditätsablaufbilanz mit zwölf Monaten Planungshorizont ermittelt. In diese fließen sowohl sicher kalkulierbare Cashflows sowie unsichere Cashflows ein. Für letztere dienen Erfahrungswerte aus den letzten zwölf Monaten als Richtgröße. Zum 31. Dezember 2017 erwartet die Bank für 2018 im Vorschauszenario einen Liquiditätsüberschuss von rund 4,6 Mio. Euro. Über Stressszenarien wird zudem überprüft, ob die vorhandenen Liquiditätspuffer ausreichend sind. Im Risikotragfähigkeitskonzept werden des Weiteren die Refinanzierungskosten für einen Liquiditätsbedarf in einem 3-monatigen Stressfall als Liquiditätsrisiko angesetzt. Diese betragen zum 31. Dezember 2017 fiktiv 0,33 Mio. Euro.
Die UmweltBank definiert das operationelle Risiko als die Gefahr von unmittelbaren oder mittelbaren Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder von externen Ereignissen eintreten. Auch Reputations- und Geschäftsmodellrisiken sind in der Betrachtung des operationellen Risikos eingeschlossen.
Strategisches Ziel ist die Begrenzung der operationellen Risiken und der mit ihnen einhergehenden Schäden auf ein nicht beeinflussbares Restrisiko, sofern die dafür erforderlichen Maßnahmen unter Kosten- / Nutzenaspekten ökonomisch gerechtfertigt sind. Operationelle Risiken bestehen für die UmweltBank hauptsächlich in der Informationstechnologie (IT), durch mögliche Rechtsstreitigkeiten im Kundengeschäft, durch den Verlust von Mitarbeitern mit besonderen Kenntnissen oder Erfahrungen, durch dolose Handlungen und durch menschliches Versagen. Alle operationellen Schäden werden auf gesonderten Aufwandskonten verbucht und in einer Schadensfalldatenbank erfasst. Dies ermöglicht eine nachträgliche Auswertung aller operationellen Schäden eines Kalenderjahres und ggf. die Einrichtung präventiver Maßnahmen. Schäden ab dem Schwellenwert von 5.000 Euro werden bei Erfassung in der Datenbank automatisch ad hoc an den Vorstand gemeldet.
Rechtliche Risiken werden sowohl durch die Zusammenarbeit mit externen Spezialisten wie Rechtsanwälten, Notaren oder Wirtschaftsprüfern bzw. Verbänden eingeschränkt als auch durch sorgfältige Auswahl von Geschäftspartnern und Projekten. Mit kompetenter und ausführlicher Information werden unsere Kunden über potentielle Risiken aufgeklärt. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen werden laufend auf ihre Marktüblichkeit hin überprüft.
Im IT-Bereich besteht durch die langjährige Anbindung an ein externes Rechenzentrum mit einer Backup-Lösung ein hohes Maß an Sicherheit. Auch die Weiterentwicklung aufgrund gesetzlicher Veränderungen oder aufgrund von Wünschen unsererseits stellt unser Partner sicher.
Bei der Ermittlung der operationellen Risiken im Risikotragfähigkeitskonzept unterscheidet die UmweltBank drei Teilkategorien:
Die allgemeinen operationellen Risiken werden aus den Erfahrungswerten der Vergangenheit geschätzt und konservativ mit 600 TEUR für unerwartete Schäden angesetzt.
Die Folgekosten eines eventuellen IT-Ausfalls werden mit 206 TEUR angesetzt. Hierbei handelt es sich um konservativ geschätzte Verluste aus Kündigungen von unzufriedenen Kunden.
Das Prospekthaftungsrisiko wird ebenfalls gesondert betrachtet. Hierbei wird jeder vermittelten Beteiligung und jedem vermittelten Wertpapier anhand einer konservativen Expertenschätzung ein Risikobetrag zugeordnet. Zum 31. Dezember 2017 ergab dies in Summe 1.124 TEUR.
Überlegungen zu Risikokonzentrationen und Ertragskonzentrationen sind in der Risikoinventur der Bank niedergelegt Die Bank erkennt aufgrund ihrer Refinanzierungsstruktur keine Risikokonzentrationen bei der Mittelbeschaffung, größter Kreditgeber ist die Förderbank KfW. Im Kreditgeschäft soll durch Einhaltung der Großkreditgrenzen Risikokonzentrationen vorgebeugt werden. Die Ertragsquellen der Bank sind ausreichend diversifiziert, sodass keine Ertragsrisiken erkennbar sind. Die Bank sieht laut der aktuellen Kreditrisikostrategie bei den EEG-basierten Projektfinanzierungen eine Abhängigkeit der Neugeschäftsentwicklung von der Entwicklung des Förderrechts. Für die bestehenden Finanzierungen mindert der rechtliche Bestandsschutz die Risikokonzentrationen und Ertragsrisiken im Bereich der EEG-basierten Projektfinanzierungen.
Ergebnis der Risikotragfähigkeitsanalyse
Gemessen am gesamten Risikodeckungspotenzial der UmweltBank von 70.762 TEUR beträgt die Gesamtauslastung der Risikotragfähigkeit rund 42 %. Im Vorjahr betrug der Wert rund 20 %.
Zum Stichtag 31. Dezember 2017 stellen sich die Risiken und Limite wie folgt dar:
Risikoart Risiko zum Stichtag 31.12.2017
in TEUR Limit
in TEUR Limitauslastung
Adressenausfallrisiken 15.362 18.000 85%
Marktpreisrisiken 12.273 15.000 82%
Liquiditätsrisiken 334 750 45%
Operationelle Risiken 1.930 2.000 96%
Gesamtsumme der Risiken bzw. Limite 29.899 35.750 84%
Die Geschäfts- und Risikostrategie der UmweltBank wird durch die eingesetzten Verfahren messbar, transparent und kontrollierbar. Die eingesetzten Methoden und Modelle zur Risikomessung entsprechen unter Berücksichtigung der Größe der UmweltBank den aktuellen, gängigen Standards der Bankenbranche und unterliegen einer regelmäßigen Überprüfung durch das Risikocontrolling, die interne Revision, externe Wirtschaftsprüfer und die Aufsichtsbehörden.
Die Risikosituation der UmweltBank hat sich in 2017 nicht signifikant verändert. Das geringe Adressenausfallrisiko bei Kundenkrediten bestätigte sich erneut und führt zusammen mit den anderen Risiken und einer guten Ertragskraft zu einer hohen Risikotragfähigkeit der UmweltBank. Durch mehrere Verfeinerungen konnten die Berechnungsmodelle des Risikocontrollings zudem weiterentwickelt werden.
Für das Jahr 2018 prognostiziert der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung eine Steigerung des BIP von 2,2 % und attestiert der deutschen Wirtschaft eine anhaltende Überauslastung. Insbesondere die expansive Geldpolitik der EZB stehe im Widerspruch zur makroökonomischen Entwicklung in Deutschland, die eine deutliche geldpolitische Straffung erfordern würde.
Die EZB reagierte bereits im Oktober 2017 auf die, stärker als erwartete, Konjunkturdynamik im Euro-Raum und kündigte an, den Nettoerwerb im Rahmen des Ankaufsprogramms für Vermögenswerte (Asset Purchase Programme, APP) ab Januar 2018 von 60 Mrd. Euro auf 30 Mrd. Euro monatlich zu reduzieren. Ein Auslaufen des Programms ist für Ende September 2018 anvisiert, allerdings nur, sofern der EZB-Rat eine nachhaltige Inflationsentwicklung gemäß dem EZB-Ziel sieht.
Im Monatsbericht vom Februar 2018 kommt die Bundesbank zu der Schlussfolgerung, dass die Märkte bereits eine erste Leitzinserhöhung im ersten Quartal 2019 einpreisen würden. Grundlage dieser Einschätzung sind die guten Konjunkturdaten, gestiegene Terminsätze am Geldmarkt und nicht zuletzt die veröffentlichte Zusammenfassung der geldpolitischen Sitzung des EZB-Rats im Dezember 2017.
Für klassische Geschäftsbanken mit Einlagengeschäft wird es zunehmend schwieriger, in einem anhaltenden Niedrigzinsumfeld Erträge auf dem bisherigen Niveau zu erwirtschaften. Niedrige Renditen für Geldanlagen in festverzinslichen Wertpapieren bewirken zudem eine starke Konkurrenz der Banken im Kreditgeschäft.
Der Arbeitskreis der Gutachterausschüsse geht in seinem Jahresbericht 2017 davon aus, dass sich der Preisanstieg am Immobilienmarkt auch 2018 fortsetzt. In einigen städtischen Lagen gebe es zwar Preisübertreibungen, die Gefahr einer Immobilienblase bestehe jedoch nicht.
Der Preisanstieg kann sich in 2018, auch wegen des erwarteten Zinsanstieges, vermutlich aber verlangsamen.
Die Neuregelung des EEG, insbesondere die Ausschreibungspflicht für Windkraftanlagen, ist seit dem 1. Januar 2017 in Kraft. In den ersten drei Ausschreibungsrunden für Windkraftanlagen zeigten sich stark gefallene Vergütungsgebote. Der überwiegende Teil der Zuschläge ging dabei an Bürgerenergiegesellschaften, deren Realisierungszeitraum für die Projekte bei 54 Monaten liegt. Derzeit ist nicht absehbar, wie schnell diese Projekte errichtet werden. Der Markt für Windkraftprojekte wird 2018 noch von der Errichtung der Windkraftanlagen im Übergangssystem geprägt sein. Die UmweltBank passt ihre Strategie daher an und fokussiert sich auf Bürgerwindprojekte. Gleichzeitig passt sie ihre Finanzierungsparameter an, um im Wettbewerb weiterhin erfolgreich zu sein. Mittelfristig geht die UmweltBank davon aus, dass die geringeren Vergütungen zu fallenden Errichtungspreisen für Windparks und damit zu sinkenden Kreditvolumina führen. Die UmweltBank ist fokussiert auf ein Kreditvolumen oberhalb der Finanzierungshöhe von durchschnittlichen Sparkassen und Genossenschaftsbanken und unterhalb der Großbanken. Die UmweltBank geht davon aus, dass dieses Segment aufgrund der gefallenen Errichtungskosten wachsen wird.
Im Bereich Photovoltaik sieht die UmweltBank einen Zuwachs bei der Errichtung von Photovoltaikanlagenportfolios und kleineren Photovoltaikanlagen, die unterhalb der ausschreibungspflichtigen 750 kWp Grenze liegen. Dazu wurde ein Spezialistenteam gebildet. Die UmweltBank geht von einem gleichbleibenden Kreditvolumen im Bereich Photovoltaik aus.
Mittelfristig erwartet die UmweltBank eine Belebung des Erneuerbare-Energien-Marktes durch das erneut von der Bundesregierung bekräftigte Ziel, die CO 2 Ziele bis 2030 zu erreichen. Inwieweit die neue Regierung schon auf das Nichterreichen des 2020-Ziels reagiert und die avisierten Sonderkontingente für die Ausschreibung von Wind- und Photovoltaikanlagen einrichtet, bleibt abzuwarten. Die UmweltBank sieht sich für diesen Fall gut aufgestellt.
Ergänzend hat die UmweltBank im Jahr 2017 verstärkt nachhaltige Projekte außerhalb des EEG finanziert, beispielsweise eine Palletierungsanlage mit drei angeschlossenen Blockheizkraftwerken. Hier sieht die UmweltBank für die Zukunft neue Möglichkeiten, Gelder ihrer Anlagekunden sinnvoll und nachhaltig zu investieren. Zum Ausbau dieses Geschäftsfelds hat die UmweltBank ein zweites Spezialistenteam eingerichtet.
Die Chancen für die UmweltBank resultieren aus der weiteren konsequenten Fortführung der Geschäftsstrategie. Die Energiewende in Deutschland ist im vollen Gange. Zur Erreichung der politisch gesetzten Ziele werden auch zukünftig Projekte aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien realisiert werden. Als kompetenter Ansprechpartner mit entsprechender Reputation in der Branche hat die UmweltBank sehr gute Chancen, die Entwicklung aktiv mitzugestalten.
Wachstumsmöglichkeiten ergeben sich für die UmweltBank vor allem in der Windkraft- und Photovoltaikanlagenfinanzierung. Auch bei dem in den kommenden Jahren wichtiger werdenden Thema Repowering von älteren Anlagen kann die UmweltBank Chancen wahrnehmen. Finanzierungen im Bereich der nicht vom EEG abhängigen Stromproduktion und -Vermarktung können intensiviert werden.
Die ökologische Baufinanzierung wird weiterhin von Bedeutung sein. Der Trend in Deutschland, auf die Natur Rücksicht zu nehmen und bewusster zu leben, hält auch im Jahr 2018 an. Darüber hinaus ermöglicht eine energieeffiziente Bauweise geringe laufende Energiekosten angesichts in Zukunft voraussichtlich steigender Energiepreise. Die Spezialisierung der UmweltBank – neben der Finanzierung von Neubauten und Altbausanierungen unter ökologischen Aspekten – auf Baugruppen und -genossenschaften ist zukunftsweisend. Die UmweltBank kann auf jahrelange Erfahrung zur Finanzierung solcher Vorhaben zurückgreifen.
Die UmweltBank wird auch in Zukunft nachhaltige Projekte fördern und finanzieren, die zu Selbstkosten gebaut werden. Dieses Alleinstellungsmerkmal der UmweltBank wird voraussichtlich auch 2018 zu einer steigenden Kreditvergabe führen.
Neben der klassischen (Fremd-)Finanzierung besteht für die UmweltBank oder für die in 2016 gegründete Tochter UPG UmweltProjekt Beteiligungen AG die Möglichkeit, sich an geeigneten Projekten zu beteiligen.
In den Bereichen Sparen und Geldanlage sowie Wertpapiere und Vorsorge wird die Bank ihre Kunden weiterhin umfassend in Fragen der ökologischen Geldanlage informieren. Dabei steht der Bedarf des Kunden im Vordergrund und nicht der Absatz einzelner Produkte. Ziel ist es, neben den klassischen Anlageformen UmweltPluskonto, UmweltSparbuch und UmweltSparbrief weitere attraktive Anlagemöglichkeiten anzubieten.
Die UmweltBank ist ein attraktiver Arbeitgeber. Leistungsfähige und hoch qualifizierte Mitarbeiter können gewonnen und gebunden werden und die UmweltBank bei der Erreichung ihrer Ziele unterstützen.
Die Neugeschäfts-Risiken im Kreditgeschäft liegen weiterhin überwiegend in der Veränderung gesetzlicher Rahmenbedingungen, insbesondere beim EEG. Dem Risiko einer negativen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ist die UmweltBank aufgrund ihrer Spezialisierung auf ökologische Immobilien und Projektfinanzierungen im Bereich der Erneuerbaren Energien in wesentlich geringerem Maße ausgesetzt als andere Banken.
Die Marktzinsen sind aktuell auf einem sehr niedrigen Niveau. Sollten die Marktzinssätze langfristig auf diesem sehr niedrigen Stand bleiben oder noch weiter sinken, können sich negative Auswirkungen auf das Zinsergebnis der Bank ergeben. Auch wenn das allgemeine Zinsniveau kurzfristig stark steigen sollte, würde das Zinsergebnis der Bank belastet.
Die Prognosen zur zukünftigen Entwicklung der UmweltBank stellen Einschätzungen dar, die auf Basis der zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder Risiken bzw. Chancen in unkalkulierter Höhe eintreten, können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen wesentlich abweichen.
Zukünftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Insgesamt wird erwartet, dass die UmweltBank als bundesweit tätige Direkt- und Beraterbank ohne Zweigstellen den positiven Trend seit Geschäftsbeginn vor 21 Jahren auch in Zukunft fortsetzen wird. Dies bedeutet ein weiteres moderates Wachstum von Bilanzsumme und Geschäftsvolumen.
Die Ertragserwartungen für 2018 bewegen sich dabei unter dem Stand des Vorjahres. Für das Jahr 2018 rechnet die UmweltBank mit einem leicht sinkenden Zinsüberschuss und einem in etwa konstanten Provisionsergebnis. Grundlage für die Zinsüberschussprognose ist die Erwartung eines moderaten Wachstums im Kredit- und Einlagengeschäft bei einer zurückgehenden Zinsmarge. Es wird dabei von einem niedrigen Zinsniveau und einer im Wesentlichen unveränderten Zinsstrukturkurve ausgegangen. Das Finanzergebnis, das wegen des hohen Anteils an Wind- und Photovoltaikbeteiligungen vom Wetter beeinflusst wird, sollte sich in etwa auf dem Vorjahresniveau bewegen. Des Weiteren wird von steigenden Personal- und gleichbleibenden anderen Verwaltungsaufwendungen im Jahr 2018 ausgegangen. Insgesamt wird mit einem im Sinne der Prognoserechnung der Bank merklichen Rückgang des Jahresergebnisses vor Steuern gerechnet. Durch das geplante weitere Wachstum des Geschäftsvolumens soll damit einhergehend eine leichte Steigerung der C02-Ersparnis erzielt werden. Für das Jahr 2018 wird von einem leicht steigenden Geschäftsvolumen bei Einhaltung der Umweltgarantie bzw. einem Umweltgarantiedeckungsgrad von erneut deutlich über 100 % ausgegangen.
Es wird eine weitere Stärkung der Eigenmittel der Bank durch die voraussichtliche Dotierung der Gewinnrücklagen und der Rücklage nach § 340g HGB (Fonds für allgemeine Bankrisiken) angestrebt.
Darüber hinaus ist für das Jahr 2018 die Neuemission von Ergänzungskapital (Nachranganleihe) im Volumen von bis zu 40 Mio. Euro geplant. Knapp die Hälfte der geplanten Emission soll Inhabern von Genußscheinen und -rechten der UmweltBank zum Tausch angeboten werden, da die letztgenannten Finanzinstrumente aufgrund höherer Anforderungen der Aufsicht zukünftig nicht mehr als Eigenmittel angerechnet werden können.
Zusätzlich plant die UmweltBank die Erhöhung des bilanziellen Eigenkapitals durch die erneute Durchführung einer Aktiendividende mit Sacheinlage; hierbei bietet sich den Aktionären die Gelegenheit, ihren Dividendenanspruch zum Teil als Sacheinlage gegen Gewährung neuer Aktien aus dem genehmigten Kapital gemäß § 5 Abs. 4 der Satzung in die Gesellschaft einzulegen.
der UmweltBank AG, Nürnberg
EUR EUR 31.12.2017
a) Kassenbestand 3.706,55 5
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 32.456.093,70 32.459.800,25 54.586
darunter: bei der Deutschen Bundesbank 32.456.093,70 (i.Vj. TEUR 54.586)
a) täglich fällig 676.777,59 281
b) andere Forderungen 121.945.173,55 122.621.951,14 148.999
3. Forderungen an Kunden 2.273.560.803,55 2.229.817
durch Grundpfandrechte gesichert 370.482.406,83 (i.Vj. TEUR 339.403)
Kommunalkredite 255.000,00 (i.Vj.TEUR 298)
a) von öffentlichen Emittenten 106.057.611,45 100.405
darunter beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 106.057.611,45 (i.Vj. TEUR 100.405)
b) von anderen Emittenten 917.618.940,87 1.023.676.552,32 646.810
darunter beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 842.779.529,86 (i.Vj. TEUR 607.409)
5. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 557.740,10 726
6. Beteiligungen 8.864.188,33 9.871
darunter: an Kreditinstituten 0,00 (i.Vj. TEUR 0)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (i.Vj. TEUR 0)
7. Anteile an verbundenen Unternehmen 19.827.850,82 12.559
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 368.269,41 254
b) geleistete Anzahlungen 55.692,00 423.961,41 68
9. Sachanlagen 778.397,96 851
10. Sonstige Vermögensgegenstände 2.194.038,69 931
11. Rechnungsabgrenzungsposten 35.291,37 77
Summe der Aktiva 3.485.000.575,94 3.206.240
a) täglich fällig 2.204.042,33 18
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 1.009.745.732,09 1.011.949.774,42 860.710
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 458.006.878,27 398.479
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 356.041.734,43 814.048.612,70 370.312
ba) täglich fällig 1.146.691.075,75 1.079.075
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 196.264.902,56 1.342.955.978,31 2.157.004.591,01 207.819
3. Sonstige Verbindlichkeiten 3.120.156,94 3.774
4. Rechnungsabgrenzungsposten 1.011.574,51 1.220
5. Passive latente Steuern 148.052,62 231
a) Steuerrückstellungen 1.276.373,42 2.389
b) andere Rückstellungen 9.409.656,56 10.686.029,98 6.891
7. Nachrangige Verbindlichkeiten 25.953.750,00 20.784
8. Genussrechtskapital 63.113.180,00 63.113
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 0,00 (i.Vj. TEUR 0)
9. Fonds für allgemeine Bankrisiken 104.000.000,00 93.000
a) gezeichnetes Kapital 27.882.405,00 14.399
(bedingtes Kapital TEUR 2.600)
b) Kapitalrücklage 5.821.710,68 16.964
ca) gesetzliche Rücklage 26,20 0
cb) andere Gewinnrücklagen 64.647.504,57 64.647.530,77 57.608
d) Bilanzgewinn 9.661.820,01 108.013.466,46 9.454
Summe der Passiva 3.485.000.575,94 3.206.240
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 31.946.724,21 32.481
Unwiderrufliche Kreditzusagen 249.490.060,01 177.572
EUR EUR 2017
1. Zinsaufwendungen 20.033.551,39 24.454
2. Provisionsaufwendungen 216.968,23 138
aa) Löhne und Gehälter 6.897.689,86 6.090
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.186.802,52 8.084.492,38 1.019
darunter: für Altersversorgung EUR 0,00 (i. Vj. TEUR 0)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 8.059.911,86 16.144.404,24 8.156
darunter Aufwendungen für Bankenabgabe und Einlagensicherung EUR 1.387.121,70 (i.Vj. TEUR 1.244)
4. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 321.323,79 298
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.227.734,12 382
6. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 253.070,14 2.138
7. Zuführungen zum Fonds für allgemeine Bankrisiken 11.000.000,00 16.000
darunter latente Steuern EUR -82.798,70 (i. Vj. TEUR 303) 12.612.231,61 13.852
9. Jahresüberschuss 16.661.820,01 16.154
Summe der Aufwendungen 78.471.103,53 88.681
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 68.574.806,50 73.785
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 3.625.149,58 72.199.956,08 4.268
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 13.136,69 41
b) Beteiligungen 1.650.694,21 1.847
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen 486.717,36 2.150.548,26 321
3. Provisionserträge 3.207.612,96 4.521
4. Nettoertrag des Handelsbestands 2.845,46 6
5. Sonstige betriebliche Erträge 154.890,79 170
6. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren 755.249,98 3.722
Summe der Erträge 78.471.103,53 88.681
1. Jahresergebnis 16.661.820,01 16.154
2. Einstellungen in Gewinnrücklagen in andere Gewinnrücklagen 7.000.000,00 6.700
3. Bilanzgewinn 9.661.820,01 9.454
Kapitalflussrechnung der UmweltBank AG, Nürnberg, für das Geschäftsjahr 2017
Periodenergebnis 16.662 16.154
Abschreibungen, Wertberichtigungen/Zuschreibungen auf Forderungen und Gegenstände des Anlagevermögens 885 1.650
Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 1.406 -1.467
Andere zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 11.107 17.004
Gewinn/Verlust aus der Veräußerung von Gegenständen des Anlagevermögens -1.037 -2.962
Sonstige Anpassungen (Saldo) 1.187 1.902
Zunahme/Abnahme der Forderungen an Kreditinstitute 26.668 172.143
Zunahme/Abnahme der Forderungen an Kunden -44.225 -133.898
Zunahme/Abnahme der Wertpapiere (soweit nicht Finanzanlagen) -38.417 -51.784
Zunahme/Abnahme andere Aktiva aus laufender Geschäftstätigkeit -1.221 -603
Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 151.224 289.794
Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 101.498 117.486
Zunahme/Abnahme anderer Passiva aus laufender Geschäftstätigkeit -862 -2.681
Zinsaufwendungen/Zinserträge -54.317 -55.809
Ertragsteueraufwand/-ertrag 12.612 13.852
Erhaltene Zinszahlungen und Dividendenzahlungen 74.459 80.179
Gezahlte Zinsen -18.481 -23.642
Ertragsteuerzahlungen -13.799 -15.752
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 225.349 421.566
Einzahlungen aus Abgängen des Finanzanlagevermögens 76.701 59.372
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -321.925 -471.848
Einzahlungen aus Abgängen des Sachanlagevermögens 29 15
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -147 -539
Auszahlungen für Investitionen des immateriellen Anlagevermögens -232 -176
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -245.574 -413.176
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern 2.340 0
Gezahlte Dividenden an andere Gesellschafter -9.415 -7.754
Mittelveränderungen aus sonstigem Kapital (Saldo) 5.170 20.784
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -1.905 13.030
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -22.130 21.420
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 54.590 33.170
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 32.460 54.590
Eigenkapitalspiegel der UmweltBank AG, Nürnberg, zum Jahresabschluss 31.12.2017
EUR Gewinnrücklage
Eigenkapital 01.01.2016 14.399.424,00 16.964.342,48 50.574.942,94 8.086.787,23 90.025.496,65
Einstellung in die Gewinnrücklagen 30.06.2016 (Hauptversammlung) 333.251,23 -333.251,23 0,00
Gezahlte Dividenden -7.753.536,00 -7.753.536,00
Jahresüberschuss 31.12.2016 16.154.344,60 16.154.344,60
Einstellung in die Gewinnrücklagen 31.12.2016 6.700.000,00 -6.700.000,00 0,00
Eigenkapital 31.12.2016 14.399.424,00 16.964.342,48 57.608.194,17 9.454.344,60 98.426.305,25
Einstellung in die Gewinnrücklagen 29.06.2017 (Hauptversammlung) 39.336,60 -39.336,60 0,00
Gezahlte Dividenden -9.415.008,00 -9.415.008,00
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln gemäß Hauptversammlung 29.06.2017 13.383.554,40 -13.383.554,40 0,00
Aktiendividende per 26.07.2017 99.426,60 2.240.922,60 2.340.349,20
Jahresüberschuss 31.12.2017 16.661.820,01 16.661.820,01
Einstellung in die Gewinnrücklagen 31.12.2017 7.000.000,00 -7.000.000,00 0,00
Eigenkapital 31.12.2017 27.882.405,00 5.821.710,68 64.647.530,77 9.661.820,01 108.013.466,46
Das bilanzielle Eigenkapital (ohne Berücksichtigung des Genussrechtskapitals und des Fonds für allgemeine Bankrisiken (Rücklagen gem. § 340g HGB)) hat sich wie oben genannt entwickelt.
Anhang zum Jahresabschluss 31. Dezember 2017
Die UmweltBank AG ist eine Aktiengesellschaft deutschen Rechts mit Hauptsitz in Nürnberg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Nürnberg eingetragen, die Eintragungsnummer lautet HR B 12.678.
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 ist unter Beachtung handels- und aktienrechtlicher Vorschriften und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (kurz: RechKredV) sowie der relevanten Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Die in den Formblättern 1 und 2 der RechKredV vorgesehenen, aber nicht belegten Posten wurden gemäß § 265 Abs. 8 Handelsgesetzbuch (kurz: HGB) nicht berücksichtigt.
Der Jahresabschluss wird in Euro aufgestellt und in Tausend Euro (TEUR) erläutert, wodurch es zu Rundungsdifferenzen kommen kann. Alle Angaben im Anhang erfolgen in TEUR, soweit nicht anders angegeben.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert beibehalten.
Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens
Täglich fällige Forderungen an Kreditinstitute, Forderungen an Kunden, Wertpapiere des Umlaufvermögens und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit ihrem Nennwert bzw. nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Allen erkennbaren Einzelrisiken wurde durch angemessene Wertabschläge in Form von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Für latente Ausfallrisiken sind unter Anwendung des BMF-Schreibens vom 10. Januar 1994 unversteuerte Pauschalwertberichtigungen gebildet.
Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen wurden gemäß § 340e HGB nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften bewertet. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden mit den Anschaffungskosten abzüglich linearer Abschreibung bewertet.
Die Nutzungsdauer liegt bei immateriellen Vermögensgegenständen zwischen 3 und 5 Jahren, bei Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 2 und 15 Jahren. Die Einbauten in fremde Gebäude werden auf die Restlaufzeit der jeweiligen Mietverträge zum Aktivierungszeitpunkt abgeschrieben.
Immaterielle Anlagegüter und Sachanlagen werden pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis 150 Euro wurden als Aufwand gebucht. Geringwertige Wirtschaftsgüter von 150,01 Euro bis 410 Euro wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang dargestellt.
Befristete Forderungen an Kreditinstitute, die festverzinslichen Wertpapiere des Anlagevermögens sowie die Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere wurden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Unter Pari erworbene festverzinsliche Wertpapiere werden periodengerecht linear auf den Nennwert zugeschrieben. Über Pari erworbene festverzinsliche Wertpapiere werden periodengerecht linear auf den Nennwert abgeschrieben.
Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen wurden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip anhand Ertragswertberechnungen bewertet. Bei der Bilanzierung von Beteiligungen an Personengesellschaften wird der Rechnungslegungsstandard IDW RS HFA18 zugrunde gelegt.
Eventualverbindlichkeiten (Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen) wurden mit den Nominalwerten zum Bilanzstichtag ausgewiesen. Die dargestellten Beträge zeigen nicht die künftig aus diesen Verträgen zu erwartenden Zahlungsströme, da die überwiegende Mehrzahl der Eventualverbindlichkeiten ohne Inanspruchnahme ausläuft.
Unwiderrufliche Kreditzusagen umfassen die nicht in Anspruch genommenen Teile der gewährten Zusagen. Sie werden mit dem Nominalbetrag ausgewiesen.
Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Andere Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind entsprechend § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.
Das Bankbuch der UmweltBank wurde gemäß IDW RS BFA 3 hinsichtlich der Notwendigkeit einer Rückstellung für drohende Verluste überprüft. Da auf Basis einer GuV-orientierten Betrachtung der zinsbezogenen Geschäfte ein positives barwertiges Ergebnis über einen Betrachtungszeitraum von 25 Jahren ermittelt wurde, war die Bildung einer Drohverlustrückstellung nicht erforderlich.
Fonds für allgemeine Bankrisiken (Rücklage gem. § 340g HGB)
Im Jahresabschluss 2017 wurde wie in den Vorjahren erneut der Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB dotiert, der das Ergebnis des Jahresabschlusses entsprechend verringerte.
Die anderen Forderungen an Kreditinstitute teilen sich nach der Restlaufzeit wie folgt auf:
bis drei Monate 2.538 31.941
mehr als drei Monate bis ein Jahr 7.608 7.371
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 55.505 41.407
mehr als fünf Jahre 56.294 68.280
Summe 121.945 148.999
Die Forderungen an Kunden haben nach der Restlaufzeit folgende Aufteilung:
bis drei Monate 56.160 52.092
mehr als drei Monate bis ein Jahr 150.622 151.760
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 754.331 739.519
mehr als fünf Jahre 1.308.048 1.276.479
mit unbestimmter Laufzeit 4.400 9.967
Summe 2.273.561 2.229.817
Die Beträge enthalten Forderungen mit Nachrangabrede in Höhe von 492 TEUR (31.12.2016: 434 TEUR). Forderungen aus zinsverbilligten Förderkrediten im Volumen von 709.734 TEUR (31.12.2016: 660.630 TEUR) sind an die refinanzierenden öffentlichen Förderbanken abgetreten.
In den Forderungen an Kunden sind Forderungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von 32.383 TEUR (31.12.2016: 8.831 TEUR) sowie Forderungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 17.847 TEUR (31.12.2016: 12.833 TEUR) enthalten. Sämtliche Darlehen an diese Unternehmen sind banküblich besichert.
Dieser Posten gliedert sich folgendermaßen auf:
Börsenfähige festverzinsliche Wertpapiere 1.022.641 746.313
davon börsennotiert 1.014.778 738.739
davon nicht börsennotiert 8.898 8.475
Nicht börsenfähige festverzinsliche Wertpapiere 1035 901
Eine Wertpapiergattung mit einem Nominalwert von insgesamt 2.570 TEUR (31.12.2016: 2.570 TEUR) ist mit einer Nachrangabrede verbunden. In dem auf den Stichtag folgenden Jahr werden Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere im Nominalwert von 77.070 TEUR (31.12.2016: 48.500 TEUR) fällig. Die festverzinslichen Wertpapiere des Anlagebestandes mit einem Buchwert (einschließlich anteiliger Zinsen) von 782.529 TEUR (31.12.2016: 544.051 TEUR) wurden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Die vermiedenen Abschreibungen zum 31. Dezember 2017 betrugen 1.874 TEUR (31.12.2016: 1.960 TEUR). Eine außerplanmäßige Abschreibung nach § 253 Abs. 3 S. 4 HGB wurde nicht vorgenommen, da die Wertpapiere zu Pari zurückgezahlt werden und keine Anhaltspunkte erkennbar sind, dass die Rückzahlungen gemindert werden. Die stillen Reserven bei den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren beliefen sich zum 31. Dezember 2017 auf 3.232 TEUR (31.12.2016: 3.556 TEUR). Insgesamt waren festverzinsliche Wertpapiere im Nominalwert von 91.500 TEUR (31.12.2016: 86.500 TEUR) zur Absicherung von Verbindlichkeiten gegenüber Förderkreditinstituten verpfändet.
Dieser Posten gliedert sich wie folgt auf:
Börsenfähige Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere – –
davon börsennotiert – –
davon nicht börsennotiert – –
Nicht börsenfähige Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 558 727
Die Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapiere des Anlagebestandes mit einem Buchwert von 558 TEUR (31.12.2016: 727 TEUR) wurden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Die vermiedenen Abschreibungen in 2017 betragen 0 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR).
Die UmweltBank hatte zum 31. Dezember 2017 keinen Handelsbestand. Die Kriterien für die Einbeziehung von Finanzinstrumenten in den Handelsbestand wurden im Geschäftsjahr 2017 nicht geändert.
Börsenfähige Beteiligungen – –
Nicht börsenfähige Beteiligungen 8.864 9.870
Beteiligungen bestehen an folgenden Unternehmen:
Gesellschaft, Sitz / Festkapital in TEUR / bilanzielles Eigenkapital in TEUR / Ergebnis für das Geschäftsjahr 2016
in TEUR Buchwerte 31.12.2017
TEUR Buchwerte 31.12.2016
TEUR Anteil der Bank am Eigenkapital des Unternehmens
Visavis Wohnungsbau GmbH & Co. KG, Berlin / 4.525 / 4.452 / -62 2.036 2.036 45,00%
Windpark Altenbruch-Ost GmbH & Co.KG, Cuxhaven / 5.875 / 5.884 / 60 1.468 1.468 24,99 %
Windpark Nordleda GmbH & Co. Betriebs KG, Nordleda / 6.647 / 308 / 867 1.344 1.724 46,67 %
ENERTRAG Windpark Neuenfeld GmbH & Co. KG, Schenkenberg / 7.158 / 1.556 / 1.390 985 988 28,57 %
Umwelt Konzept UK GmbH & Co Schackensleben / Salingen KG, Cuxhaven / 5.200/ -95 / 356 797 733 18,13 %
KWA Solarkraftwerk Arenborn GmbH & Co. KG, Bietigheim-Bissingen / 2.300 / 1.769 / 296 545 630 36,96 %
Windpark Fonds Amesdorf-Wellen GmbH & Co. KG, Mettmann / 2.756 / 1.099 / -73 505 665 26,72 %
Umwelt Wind Energie UWE GmbH 8. Co. Bergen/Nordenham KG, Cuxhaven / 3.272 / 1.101 / 517 493 727 27,42 %
ABO Wind WP Berglicht GmbH & Co. KG, Wiesbaden / 4.850 / 2.588 / – 8 219 209 5,11 %
WK Windkraft-Kontor GmbH & Co. Körbecke KG, Grebenstein / 2.420 / -720 / 60 214 180 16,94 %
Naturata AG, Marbach / 1.860 / 2.316 / – 33 180 193 13,44 %
Windpark Altenbruch GmbH & Co. Betriebs KG, Cuxhaven / 6.647 / 958 / 6.194 53 292 24,81 %
UmweltBank & Co Emilienstraße 3 KG, Nürnberg / 51 / -2.235 / 83 25 25 49,00 %
Summe 8.864 9.870
Folgende Unternehmen (Beteiligungsquote über 50 %) sind unter den Anteilen an verbundenen Unternehmen ausgewiesen:
UPG UmweltProjekt Beteiligungen AG, Nürnberg / 2.000 / 6.600 / 50 14.043 6.550 100,00 %
Gisela 36 Wohnungsbau GmbH & Co. KG, Berlin / 2.750 / 2.660 / – 49 2.475 2.475 90,00 %
Windpark Hoher Berg Dornstedt GmbH & Co. KG, Nürnberg / 1.100 / -4.005 / 634 1.565 1.450 100,00 %
StadtWerk Berlin KG Beteiligungsgesellschaft für Projekte in der Stadterneuerung, Berlin / 2.263 / 920 / 75 1.138 1.209 77,32 %
UmweltKontakt GmbH, Nürnberg / 26 / 115 / 329 582 850 100,00 %
UmweltProjekt Verwaltungs GmbH, Nürnberg/ 25 / 25 / 0 25 25 100,00 %
Summe 19.828 12.559
Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen handelt es sich vollumfänglich um nicht börsenfähige Anteile.
Die Bilanzierung der Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen an Personengesellschaften erfolgte nach dem Rechnungslegungsstandard IDW RS HFA 18. Danach werden Kapitalrückzahlungen als ergebnisneutrale Minderungen des Beteiligungsbuchwerts behandelt und im Anlagespiegel als Beteiligungsabgang ausgewiesen. Gewinnanteile werden nur dann als Erträge aus Beteiligungen vereinnahmt, wenn die Verlustsonderkonten ausgeglichen sind.
Im Anlagespiegel werden die nach den Grundsätzen für das Anlagevermögen zu bewertenden Vermögensgegenstände verschiedener Bilanzposten zusammengefasst.
Die Sachanlagen betreffen Betriebs- und Geschäftsausstattungen in Höhe von 756 TEUR (31.12.2016: 783 TEUR) und Einbauten in fremde, betrieblich genutzte Gebäude in Höhe von 22 TEUR (31.12.2016: 67 TEUR).
Anschaffungs-/ Herstellungskosten Zuschreibungen Abschreibungen
TEUR Zugänge
TEUR Abgänge
TEUR lfd. Jahr
TEUR Saldo Zu-/ Abschreibungen kumuliert 01.01.2017
TEUR Abgänge (-)/ Zugänge (+)
Andere Forderungen an Kreditinstitute 148.998 11.700 38.754 – – –
Schuldverschreibungen 544.027 314.608 76.130 – -24 –
Aktien u.a. nicht festverzinsliche Wertpapiere 3.151 39 208 – 2.424 –
Beteiligungen 10.373 – 993 107 502 –
Anteile an verbundenen Unternehmen 12.559 7.608 71 – – –
Sachanlagen 2.869 147 158 – 2.018 -129
Immaterielle Anlagewerte Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.906 232 59 – 1.583 -59
TEUR 31.12.2017 Kumuliert
TEUR Stand 31.12.2017
TEUR Stand 31.12.2016
Andere Forderungen an Kreditinstitute – – 121.945 148.998
Schuldverschreibungen – -24 782.529 544.052
Aktien u.a. nicht festverzinsliche Wertpapiere – 2.424 558 727
Beteiligungen 120 622 8.865 9.870
Anteile an verbundenen Unternehmen 268 268 19.828 12.559
Sachanlagen 191 2.080 778 851
Immaterielle Anlagewerte Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 130 1.654 425 323
Der Posten sonstige Vermögensgegenstände setzt sich wie folgt zusammen:
Besicherung unwiderruflicher Zahlungsverpflichtungen gegenüber der EIS Einlagensicherungsbank GmbH und dem Single Resolution Board 970 457
Genossenschaftsanteile 510 –
Provisionsforderungen 135 126
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist teilen sich nach ihrer Restlaufzeit wie folgt auf:
bis drei Monate 15.518 14.508
mehr als drei Monate bis ein Jahr 40.395 34.395
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 520.054 417.034
mehr als fünf Jahre 433.779 394.772
Summe 1.009.746 860.709
Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist handelt es sich um zinsverbilligte Darlehen öffentlicher Förderbanken sowie um Gelder im Rahmen der gezielten längerfristigen Refinanzierungsgeschäfte II (GLRG-II) der Bundesbank in Höhe von 300.000 TEUR (31.12.2016: 200.000 TEUR) mit einer Ursprungslaufzeit von vier Jahren. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind vollständig durch abgetretene und verpfändete Forderungen im Nennwert von insgesamt 709.734 TEUR (31.12.2016: 660.630 TEUR) und verpfändete festverzinsliche Wertpapiere im Nominalwert von 478.400 TEUR (31.12.2016: 322.400 TEUR) besichert, wovon 386.900 TEUR bei der Bundesbank im Rahmen der GLRG-II hinterlegt sind.
Die Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als 3 Monaten teilen sich nach der Restlaufzeit wie folgt auf:
bis drei Monate 245.064 268.727
mehr als drei Monate bis ein Jahr 64.495 60.712
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 46.483 40.873
Summe 356.042 370.312
Die anderen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist setzen sich nach der Restlaufzeit wie folgt zusammen:
bis drei Monate 12.354 25.441
mehr als drei Monate bis ein Jahr 26.896 43.949
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 130.668 116.394
mehr als fünf Jahre 26.348 22.035
Summe 196.266 207.819
In den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von 2.754 TEUR (31.12.2016: 1.083 TEUR) sowie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 3.366 TEUR (31.12.2016: 1.007 TEUR) enthalten.
Der Posten sonstige Verbindlichkeiten enthält folgende wichtige Einzelbeträge:
Ausschüttung Genussrechte 1.627 1.915
Abzuführende Steuern 791 1.051
Zinsabgrenzung CoCo-Bond 434 70
Zinsabgrenzungen aus Forderungen 1.012 1.220
zu versteuernde temporäre Differenzen 31.12.2017
TEUR abziehbare temporäre Differenzen 31.12.2017
TEUR aktive latente Steuern
Schuldverschreibungen – 464 – 146
darunter gewerbesteuerpflichtig 1.125 – 178 –
darunter nicht gewerbesteuerpflichtig 1.668 – 524 –
gem. § 15a EStG zukünftig verrechenbare Verluste – 1 – 0
Sonstige Rückstellungen 5 1.303 1 410
Summe 2.798 1.768 703 556
Saldierung -556
Saldo 31.12.2017 147
Stand per 01.01.2017 231
Auflösung passive latente Steuern per 31.12.2017 -84
Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden kombinierten Steuersatz für Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag von 31,47 %. Differenzen betreffend gewerbesteuerpflichtige Personengesellschaften wurden mit einem kombinierten Steuersatz für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag von 15,83 % berücksichtigt
Die Steuerrückstellungen enthalten anteilig laufende Ertragsteuern in Höhe von 1.276 TEUR (31.12.2016: 1.898 TEUR).
Dieser Posten enthält folgende wichtige Einzelbeträge:
Rückstellung für steigenden Bonus beim Umweltsparvertrag 4.694 3.853
Rückstellung für steigenden Zins beim Wachstumsparen 1.084 1.369
Rückstellungen für Rückforderungen von Bearbeitungsgebühren und wegen strittiger Widerrufsbelehrungen bei Kreditverträgen 1.073 245
Valutatermin Art, WKN Nennbetrag
in TEUR Gezeichnete Stückzahl Nominalbetrag
TEUR Zinssatz in % p.a. Laufzeit
01.12.2016 Bedingte nachrangige Pflichtwandelanleihe (CoCo-Bond), WKN A2BN54, bis zu 40.000 103.815 Stück mit Nennwert 250,00 EUR 25.954 2,85 bis 01.06.2021, danach Festsetzung auf Basis des Swapsatzes für Euro-Swap-Transaktionen mit einer Laufzeit von 5 Jahren zzgl. einer gleichbleibenden Marge von 2,717 Prozentpunkten (entspricht 271,7 Basispunkten) Unbefristet
Der CoCo-Bond wird in Aktien der Bank gewandelt, sofern die harte Kernkapitalquote unter 5,125 % sinkt. Die Schuldverschreibungen begründen nicht besicherte, nachrangige Verbindlichkeiten, die untereinander und mit allen anderen nachrangigen Verbindlichkeiten gleichrangig sind. Der Bilanzausweis erfolgt mit dem Nominalbetrag (31.12.2017: 25.954 TEUR). Die anteiligen Zinsen des Geschäftsjahres werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Gemäß Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (CRR) stellten 53.710 TEUR des Genussrechtskapitals anrechenbare Eigenmittel dar. Die Genussrechtsinhaber erhalten eine, dem Gewinnanspruch der Aktionäre vorgehende, jährliche Ausschüttung in Höhe des angegebenen Zinssatzes bezogen auf den Nennbetrag der Genussrechte. Der Bilanzausweis erfolgt mit dem Nominalbetrag. Die geschuldeten Zinsen des Geschäftsjahres werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Valutatermin Art, WKN, Nennbetrag
31.12.2011 Genussrecht, Namens-GR 000 508, bis zu 5.539 5.538.500 5.539 4,00 bis 31.12.2022, danach Festsetzung auf Basis der sechsjährigen Bundesanleihe zuzüglich 1,00 Prozentpunkte Unbefristet, emittentenseitig kündbar zum 31.12.2022, danach alle sechs Jahre mit einer Frist von zwölf Monaten zum 31.12. des jeweiligen Jahres
30.09.2011 Genussrecht, Namens-GR 000 507, bis zu 5.539 5.538.500 5.539 4,00 bis 31.12.2021, danach Festsetzung auf Basis der fünfjährigen Bundesanleihe zuzüglich 1,00 Prozentpunkte Unbefristet, emittentenseitig kündbar zum 31.12.2021, danach alle fünf Jahre mit einer Frist von zwölf Monaten zum 31.12. des jeweiligen Jahres
31.12.2010 Genussrecht, Namens-GR 000 506, bis zu 5.539 5.538.500 5.539 4,65 bis 31.12.2017, danach Festsetzung auf Basis der vierjährigen Bundesanleihe zuzüglich 1,00 Prozentpunkte Unbefristet, emittentenseitig kündbar zum 31.12.2017, danach alle vier Jahre mit einer Frist von zwei Jahren zum 31.12. des jeweiligen Jahres
01.04.2010 Genussrecht, Namens-GR 000 505, bis zu 5.539 5.538.500 5.539 1,75 bis 31.12.2017, danach Festsetzung auf Basis der vierjährigen Bundesanleihe zuzüglich 1,00 Prozentpunkte Unbefristet, emittentenseitig kündbar zum 31.12.2016, danach alle vier Jahre mit einer Frist von zwei Jahren zum 31.12. des jeweiligen Jahres
30.06.2009 Genussrecht, Namens-GR 000 504, bis zu 5.539 5.538.500 5.539 2,85 bis 31.12.2018, danach Festsetzung auf Basis der vierjährigen Bundesanleihe zuzüglich 1,00 Prozentpunkte Unbefristet, emittentenseitig kündbar zum 31.12.2014, danach alle vier Jahre mit einer Frist von zwei Jahren zum 31.12. des jeweiligen Jahres
30.06.2008 Genussrecht, Namens-GR 000 503, bis zu 5.538 5.538.240 5.538 1,95 bis 31.12. 2017, danach Festsetzung auf Basis der zweijährigen Bundesschatzanweisung zuzüglich 1,00 Prozentpunkte Unbefristet, emittentenseitig kündbar zum 31.12.2015, danach alle zwei Jahre mit einer Frist von zwei Jahren zum 31.12. des jeweiligen Jahres
31.12.2007 Genussrecht, Namens-GR 000 502, bis zu 5.538 5.538.240 5.538 1,75 bis 31.12.2020, danach Festsetzung auf Basis der vierjährigen Bundesanleihe zuzüglich 1,00 Prozentpunkte Unbefristet, emittentenseitig kündbar zum 31.12.2012, danach alle vier Jahre mit einer Frist von zwei Jahren zum 31.12. des jeweiligen Jahres
31.03.2007 Genussrecht, Namens-GR 000 501, bis zu 5.538 5.538.240 5.538 2,15 bis 31.12.2019, danach Festsetzung auf Basis der vierjährigen Bundesanleihe zuzüglich 1,00 Prozentpunkte Unbefristet, emittentenseitig kündbar zum 31.12.2012, zum 31.12.2015, danach alle vier Jahre mit einer Frist von zwei Jahren zum 31.12. des jeweiligen Jahres
30.06.2006 Genussrecht, Namens-GR 000 500, bis zu 4.701 4.701.490 4.701 1,95 bis 31.12.2017, danach Festsetzung auf Basis der zweijährigen Bundesschatzanweisung zuzüglich 1,00 Prozentpunkte Unbefristet, beiderseitig kündbar zum 31.12.2013, danach jedes Jahr mit einer Frist von zwei Jahren zum 31.12. des jeweiligen Jahres
30.06.2005 Genußschein, WKN AOEACS, bis zu 4.701 4.701.490 4.701 1,95 bis 31.12.2017, danach Festsetzung auf Basis der zweijährigen Bundesschatzanweisung zuzüglich 1,35 Prozentpunkte Unbefristet, beiderseitig kündbar zum 31.12.2011, danach jedes Jahr mit einer Frist von zwei Jahren zum 31.12. des jeweiligen Jahres
30.06.2004 Genußschein, WKN A0AYVW, bis zu 4.701 4.701.490 4.701 1,95 bis 31.12.2017, danach Festsetzung auf Basis der zweijährigen Bundesschatzanweisung zuzüglich 1,5 Prozentpunkte Unbefristet, beiderseitig kündbar zum 31.12.2009, danach jedes Jahr mit einer Frist von zwei Jahren zum 31.12. des jeweiligen Jahres
30.06.2003 Genußschein, WKN 723302, bis zu 4.701 4.701.490 4.701 1,55 bis 31.12.2018, danach Festsetzung auf Basis der zweijährigen Bundesschatzanweisung zuzüglich 1,5 Prozentpunkte Unbefristet, beiderseitig kündbar zum 31.12.2008, danach jedes Jahr mit einer Frist von zwei Jahren zum 31.12. des jeweiligen Jahres
Summe 63.113
Das Aktienkapital setzt sich zusammen aus 27.882.405 Stückaktien, lautend auf den Inhaber.
Auf der Hauptversammlung am 29. Juni 2017 wurde beschlossen, den Aktionären erstmals eine Sachdividende in Form von Aktien anzubieten sowie einen Aktiensplit durchzuführen.
Über 35 % der Aktionäre entschieden sich dafür, ihre Dividende teilweise in Form von neuen UmweltBank-Aktien zu beziehen. So konnte die Bank zusätzliche Eigenmittel in Höhe von über 2,3 Millionen Euro generieren und damit ihre Kapitalbasis stärken.
Vor der Durchführung des Aktiensplits wurde eine Erhöhung des Grundkapitals beschlossen. Diese erfolgte im Rahmen einer Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln ohne Ausgabe neuer Aktien durch Umwandlung eines Teilbetrags der in der Bilanz der Gesellschaft zum 31. Dezember 2016 ausgewiesenen Kapitalrücklage in Grundkapital, so dass sich der anteilige Betrag jeder Stückaktie am Grundkapital von bisher 2,60 Euro auf 5,00 Euro erhöhte. Anschließend wurde durch einen Aktiensplit das Grundkapital in Stückaktien mit einem Nominalbetrag von jeweils 1,00 Euro eingeteilt. Hierdurch reduzierte sich der Börsenkurs der einzelnen Umwelt-Bank-Aktie entsprechend, ohne dass der reale Wert der Beteiligungen der Aktionäre berührt wurde.
Der Vorstand ist bis zum 28. Juni 2022 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft um insgesamt bis zu 13.845.600,00 Euro durch ein-oder mehrmalige Ausgabe von bis zu 13.845.600 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von je 1,00 Euro gegen Bar- und / oder Sacheinlagen zu erhöhen. Den Aktionären steht grundsätzlich das gesetzliche Bezugsrecht zu. Die neuen Aktien können dabei auch von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten oder nach § 53 Abs. 1 Satz 1 oder § 53b Abs. 1 Satz 1 oder Abs. 7 des Gesetzes über das Kreditwesen tätigen Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung/en festzulegen. Der Vorstand ist weiterhin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:
bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen, insbesondere zur Durchführung einer sogenannten Aktiendividende, bei der den Aktionären angeboten wird, ihren Dividendenanspruch wahlweise (ganz oder teilweise) als Sacheinlage gegen Gewährung neuer Aktien aus dem genehmigten Kapital gemäß § 5 Abs. 4 der Satzung in die Gesellschaft einzulegen;
soweit es erforderlich ist, um den Inhabern von Wandlungsrechten beziehungsweise den Inhabern von mit Wandlungspflicht ausgestatteten Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung der Wandlungsrechte beziehungsweise nach Erfüllung der Wandlungspflichten zustehen würde;
bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen, wenn der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag zehn vom Hundert des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet;
um Aktien als Belegschaftsaktien an Arbeitnehmer und Vorstandsmitglieder der Gesellschaft sowie Arbeitnehmer von verbundenen Unternehmen der Gesellschaft auszugeben.
Bezüglich der Entwicklung des bilanziellen Eigenkapitals wird auf die Darstellung im Eigenkapitalspiegel verwiesen.
Durch die Hauptversammlung vom 29. Juni 2017 wurden 39 TEUR (im Vorjahr: 333 TEUR) aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres in die Gewinnrücklagen eingestellt.
Gemäß § 58 Abs. 2 Aktiengesetz haben Vorstand und Aufsichtsrat 7.000 TEUR (Vorjahr: 6.700 TEUR) den anderen Gewinnrücklagen zugeführt.
Gemäß CRR belaufen sich die anrechenbaren Eigenmittel nach Feststellung des Jahresabschlusses auf 282.016 TEUR (31.12.2016: 256.636 TEUR).
Die Quote der anrechenbaren Eigenmittel bezogen auf die gewichteten Risikoaktiva beträgt nach Feststellung des Jahresabschlusses 12,45 % (31.12.2016: 11,95 %).
Bürgschaften und Garantien 31.947 32.481
Im Posten Eventualverbindlichkeiten sind keine Einzelbeträge enthalten, die in Bezug auf die Gesamttätigkeit von wesentlicher Bedeutung sind. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Eventualverbindlichkeiten wird insgesamt als gering eingestuft.
Unwiderrufliche Kreditzusagen 249.490 177.572
Der Posten unwiderrufliche Kreditzusagen enthält keine Einzelbeträge, die in Bezug auf die Gesamttätigkeit von wesentlicher Bedeutung sind. Besondere Kreditrisiken aus der zukünftigen Kreditausreichung sind nicht erkennbar.
Die Zinserträge enthalten 102 TEUR (31.12.2016: 173 TEUR) negative Zinsen aus Einlagen bei der Deutschen Bundesbank.
Das Provisionsergebnis als Saldo der Provisionserträge und -aufwendungen gliedert sich wie folgt:
Kreditgeschäft 1.552 3.039
Wertpapier-/Versicherungsgeschäft 1.303 1.173
Zahlungsverkehr 110 125
Übrige 24 46
Summe 2.989 4.383
Der Personalaufwand stieg von 7.110 TEUR in 2016 um 974 TEUR auf 8.084 TEUR. Hiervon entfallen 373 TEUR auf Mitarbeiter, die vormals bei der hauseigenen Werbeagentur UmweltKontakt beschäftigt waren und perl Januar 2017 von der UmweltBank übernommen wurden. Der übrige Anstieg resultiert aus allgemeinen Gehaltsanpassungen und der weiteren Zunahme der Anzahl der Beschäftigten.
Die anderen Verwaltungsaufwendungen weisen folgende Verteilung auf:
Aufwendungen für Bankenabgabe und Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB) 1.387 1.244
EDV-Aufwand 980 1.003
Mieten und Raumkosten 870 876
Marketingaufwand 829 1.467
Externe Prüfungen 769 529
Lizenzkosten an die D.U.T. UmweltTreuhand GmbH, Nürnberg 703 642
Porto-/Transportaufwand 507 460
Rechtskosten 416 476
Fortbildungsaufwand 286 291
Beiträge an Berufsverbände 224 211
Sonstiges 1.089 956
Summe 8.060 8.155
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde um die freiwillige Angabe des darunter Vermerks „Aufwendungen für Bankenabgabe und Einlagensicherung“ ergänzt.
Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete und im Verwaltungsaufwand enthaltene Gesamthonorar beläuft sich auf insgesamt 245 TEUR (Vorjahr: 238 TEUR) und verteilt sich wie folgt:
Honorar für erbrachte Abschlussprüfungsleistungen 203 200
Honorar für andere Bestätigungsleistungen 42 38
Die anderen Bestätigungsleistungen betreffen aufsichtsrechtlich veranlasste Prüfungen in Höhe von 39 TEUR (Vorjahr: 38 TEUR) sowie die Sacheinlageprüfung im Zusammenhang mit der Aktiendividende in Höhe von 3 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR).
Die Steuern vom Einkommen und Ertrag setzen sich wie folgt zusammen:
TEUR 01.01-31.12.2016
Tatsächlicher Steueraufwand 13.093 13.636
davon periodenfremde Aufwendungen 439 –
Periodenfremde Steuererstattungen -389 –
Auflösung Steuerrückstellungen -8 -87
Tatsächliche Steuern vom Einkommen und Ertrag 12.696 13.549
Latenter Steuerertrag (-) / -aufwand -83 303
Steuern vom Einkommen und Ertrag 12.613 13.852
Der Posten Sonstige betriebliche Aufwendungen enthält Aufwendungen für Schäden aus operationellen Risiken in Höhe von 1.220 TEUR (Vorjahr: 378 TEUR).
Die Resteinzahlungsverpflichtungen für noch nicht eingeforderte bedungene Einlagen aus Kommanditbeteiligungen betragen 2.887 TEUR (31.12.2016: 2.887 TEUR). Zudem bestehen nach Rückzahlungen von Kommanditeinlagen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 9.332 TEUR, davon 4.231 TEUR gegenüber verbundenen Unternehmen.
Die UmweltBank ist zudem Komplementärin der UmweltBank & Co Emilienstraße 3 KG, Nürnberg.
Des Weiteren bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von 611 TEUR p.a. sowie 414 TEUR p.a. aus Wartungs-, Instandhaltungs- und Lizenzverträgen.
Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Personen zu marktunüblichen Konditionen bestehen grundsätzlich nicht mit der Ausnahme, dass die Bank im Zusammenhang mit einem Lizenzvertrag neben der grundsätzlichen Wirksamkeit des Vertrages auch die Marktgerechtigkeit der Konditionen bezweifelt und seit Ende 2017 einen Rechtsstreit führt.
VI. Angaben über das Unternehmen und seine Organe
Zum Bilanzstichtag waren in Voll- und Teilzeit 153 (Vorjahr: 140) Mitarbeiter angestellt, davon 3 (Vorjahr: 2) Vorstände, 9 (Vorjahr 6) Mitarbeiter in Elternzeit, 13 (Vorjahr: 14) studentische Mitarbeiter, 7 (Vorjahr: 8) Praktikanten und 0 (Vorjahr: 5) Mitarbeiter der UmweltKontakt.
Im Jahresdurchschnitt (Quartalsstände) wurden gemäß § 267 Abs. 5 HGB umgerechnet auf Vollzeit-Arbeitsverhältnisse 112,0 (Vorjahr: 100,2) Mitarbeiter beschäftigt. Davon entfielen 106,8 (Vorjahr: 95,9) auf Mitarbeiter in Voll- oder Teilzeit und 5,2 (Vorjahr: 4,3) auf studentische Teilzeitkräfte. Neben dem erforderlichen Mitarbeiteraufbau resultieren die gestiegenen Mitarbeiterzahlen auch aus der Übernahme von 4,8 Mitarbeitern, die vormals bei der hauseigenen Werbeagentur UmweltKontakt beschäftigt waren.
Zum Vorstand sind bestellt:
Goran Basic, Nürnberg,
Marktfolgefunktion gemäß Mindestanforderungen an das Risikomanagement, verantwortlich für die Bereiche Verwaltung, Personal, Vorstandssekretariat Projektfinanzierung
Jürgen Koppmann, Nürnberg, seit 1. Dezember 2017 Marktfunktion für das Kreditgeschäft gemäß Mindestanforderungen an das Risikomanagement, verantwortlich für die Bereiche Sparen & Geldanlage, Wertpapiere & Vorsorge, Kommunikation
Stefan Weber, Nürnberg,
Marktfolgefunktion für das Kreditgeschäft gemäß Mindestanforderungen an das Risikomanagement, verantwortlich für die Bereiche Baufinanzierung, Beteiligungen, Betrieb / Finanzen und IT
Heinrich Klotz, Notar in Aschaffenburg
Aufsichtsratsvorsitzender bis 30. Juni 2017
Edda Schröder, Geschäftsführerin der Invest in Visions
Stellv. Aufsichtsratsvorsitzende bis 30. Juni 2017
Aufsichtsratsvorsitzende seit 1. Juli 2017
Günther Hofmann, Unternehmensberater in Bad Mergentheim
Stellv. Aufsichtsratsvorsitzender seit 1. Juli 2017
Kredite an Aufsichtsrat/Vorstand
Zum 31.12.2017 bestanden Kreditforderungen gegenüber den Mitgliedern des Vorstandes in Höhe von insgesamt 5 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR).
Vorstand und Aufsichtsrat der UmweltBank haben die Erklärung nach § 161 Aktiengesetz freiwillig abgegeben und auf der Website der Gesellschaft unter https://www.umweltbank.de/ ueberuns/investor-relations/corporate-governance/ corporate-governance-kodex publiziert.
VIII. Gewinnverwendungsvorschlag
Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 28. Juni 2018 in Nürnberg vorschlagen, den Bilanzgewinn in Höhe von 9.662 TEUR für eine Dividende von 0,32 Euro (Vorjahr vor Aktiensplit: 1,50 Euro zuzüglich 0,20 EUR Jubiläumsdividende, in Summe 1,70 Euro je Aktie), zu verwenden. Die Hauptversammlung kann an Stelle oder neben einer Barausschüttung eine Verwendung des Bilanzgewinns im Wege einer Sachausschüttung beschließen. Der verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von 740 TEUR soll den anderen Gewinnrücklagen zugeführt werden.
Vorgänge nach dem Bilanzstichtag, die sich wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken, haben sich nicht ergeben.
Nürnberg, den 28. März 2018
An die UmweltBank AG, Nürnberg
Wir haben den Jahresabschluss der UmweltBank AG, Nürnberg, – bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017, der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017, der Kapitalflussrechnung zum 31. Dezember 2017, den Eigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2017 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der UmweltBank AG, Nürnberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2017 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 und
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden „EU-APrVO“) unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst, f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:
1.) Kreditgeschäft: Bewertung der Forderungen an Kunden
2.) Nahe stehende Personen
1) Sachverhalte und Problemstellung
2) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
3) Verweis auf weitergehende Informationen
Kreditgeschäft: Bewertung der Forderungen an Kunden
Die UmweltBank AG nimmt eine Kreditvergabe an Privatkunden (insbesondere Baufinanzierung) und an gewerbliche Kunden im Bereich der Projektfinanzierung (insbesondere Solar- und Windkraftanlagen sowie Mietimmobilien), vorwiegend in Deutschland, vor. Die Forderungen an Kunden sind mit Mio. EUR 2.273,6 (Vj. Mio. EUR 2.229,8) der größte Bilanzposten der Bank. Die Kreditvergabe erfolgt nach einem festgelegten Kundenrating, das im Wesentlichen in ein ökonomisches und ökologisches Rating für Kredite i.S.v. § 19 Abs. 1 KWG und in Beteiligungsfinanzierungen bzw. eigenkapitalähnliche Kredite differenziert. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zu den Forderungen an Kunden sehen eine Bewertung zum Nominalwert und eine Berücksichtigung der Risiken durch Abschreibungen und Wertberichtigungen vor. Es werden hierzu – mit Zwischenstufen – Risikoklassen gebildet, die sich zusammengefasst folgenden Klassifizierungen zuordnen Sassen: Kredite ohne erkennbare Risiken, Kredite mit erhöhten latenten Risiken sowie ausfallgefährdete Kredite Für ausfallgefährdete Kredite werden Einzelwertberichtigungen gebildet, indem eine vollständige Wertberichtigung des Blankoanteils, also der Differenz zwischen der Inanspruchnahme bzw. höheren Zusage eines Kredites und dem Deckungswert der Sicherheiten, erfolgt. Der Deckungswert der Sicherheiten wird nach von der Bank festgelegten Bewertungsverfahren gebildet. Innerhalb der Bewertungsverfahren dominiert das Ertragswertverfahren. Die Bewertung erfolgt auf Basis der jeweiligen Restlaufzeit der insbesondere finanzierten Photovoltaik- oder Windkraftanlagen auf Basis der EEG-Förderung. Die Bank diskontiert hierbei die prognostizierten cash-flows aus dem jeweiligen Projekt (teilweise auf Basis von Gutachten) und versucht, die Umsatzerlöse so exakt wie möglich zu ermitteln. Bei den Verfahren zur Bewertung der Sicherheiten bestehen im Hinblick auf die zugrundeliegenden Sachverhalte und Bewertungsparameter zulässigerweise Ermessenspielräume. Zusammen mit der Höhe dieses Bilanzpostens können sich aus den Einzelwertberichtigungen wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage der Bank ergeben, so dass es sich um einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt handelt.
Bei unserer Prüfung der Werthaltigkeit der Kundenforderungen haben wir uns wie folgt fokussiert:
Prüfung des Kreditvergabeverfahrens mit Schwerpunkt Ermittlung der Deckungswerte der Sicherheiten und Aktualisierung im weiteren Zeitablauf,
Prüfung einzelner Kreditengagements nach einer risikoorientierten Auswahl der Stichproben.
Wir haben die Angemessenheit und Wirksamkeit der Kontrollen im Kreditvergabeverfahren der Bank geprüft. Für die Ermittlung der Deckungswerte der Sicherheiten standen im Vordergrund:
Ableitung der Sicherheitenbewertung und Erfassung im EDV-System,
Verifizierung anhand der entsprechenden Vertragsunterlagen,
Überwachung des Bestehens und der Veränderung der Sicherheit während der Dauer der Laufzeit des Kreditvertrages, also Turnus der regelmäßigen Wertermittlung,
rechnerische Ermittlung und Ableitung des Blankoanteils.
Bei der Prüfung einzelner Kreditengagements standen im Vordergrund:
Korrekte Ermittlung der Salden,
Abstimmung mit den Kreditvertragen,
Zutreffende Analyse der wirtschaftlichen Verhältnisse (Selbstauskünfte bzw. Vermögens- und Schuldenübersicht, Jahresabschlüsse) nach den internen Richtlinien der Bank auf Basis der gesetzlichen Regelungen (insbesondere § 18 KWG),
Zutreffende Ermittlung der Sicherheitenwerte (insbesondere Ertragswerte bei Photovoltaik- und Windkraftanlagen) nach den internen Richtlinien der Bank,
Zutreffende Ableitung der Risikoklassifizierung bzw. der Wertberichtigungen.
Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen gegen die Bewertungen der Forderungen ergeben. Die vom Vorstand zugrundeliegenden Einschätzungen und getroffenen Annahmen im Hinblick auf die getroffenen Wertberichtigungen sind sachgerecht und liegen im Rahmen unserer Erwartungen.
Die Angaben der Gesellschaft zur Bewertung der Forderungen im Anhang sind unter dem Abschnitt Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden enthalten.
Die UmweltBank AG unterhält zahlreiche geschäftliche Beziehungen zu nahe stehenden Personen und Unternehmen. Die Bankgeschäfte umfassen insbesondere die Einlagenkonten, Kontokorrentkonten, Depotkonten sowie Darlehensfinanzierungen. Darüber hinaus bestehen weitere Geschäftsverbindungen wie insbesondere Miet- und Lizenzverträge. Es können sich bei nicht marktüblich gewährten Konditionen wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage zu Lasten der Bank ergeben, so dass es sich um einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt handelt.
Wir haben zunächst das Interne Kontrollsystem zur Erfassung und Beurteilung von Vorgängen mit nahe stehenden Personen und sodann wesentliche Geschäftsbeziehungen mit nahe stehenden Personen aussagebezogen geprüft. Im Mittelpunkt standen Vollständigkeit, Vorhandensein und Angemessenheit der vereinbarten Konditionen.
Im Hinblick auf die Beurteilung der Marktüblichkeit haben wir die gewährten Konditionen mit den jeweiligen für alle Kunden bzw. für Mitarbeiter geltenden Konditionen verglichen und in anderen Fällen jeweils Marktrecherchen vorgenommen. Unsere Prüfungshandlungen haben grundsätzlich zu keinen Einwendungen gegen die Marktüblichkeit der Geschäfte mit nahe stehenden Personen geführt. Bei einem Lizenzvertrag zwischen der UmweltBank und einem nahe stehenden Unternehmen wird vom Vorstand die Marktgerechtigkeit der Konditionen und die Wirksamkeit des Vertrages in Frage gestellt und seit Ende 2017 ein Rechtsstreit geführt. Die vom Vorstand zugrunde gelegten Einschätzungen der Marktüblichkeit und die abgeschlossenen Rechtsgeschäfte sind sachgerecht und liegen im Rahmen unserer Erwartungen,
Die Angaben der Gesellschaft zu nahe stehenden Personen sind im Anhang unter dem Abschnitt V. Sonstige finanzielle Verpflichtungen enthalten.
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den voraussichtlich nach dem Datum des Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellten Geschäftsbericht – mit Ausnahme des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks den Nachhaltigkeitsbericht sowie den freiwillig erstellten Corporate Governance Bericht nach Nr. 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt; Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen,
Wir wurden von der Hauptversammlung am 29. Juni 2017 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 13. Juli 2017 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2014 als Abschlussprüfer der UmweltBank AG, Nürnberg, tätig.
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Dr. Heinz Jürgen Schirduan.“
Prof. Dr. Edenhofer, Wirtschaftsprüfer
Dr. Schirduan, Wirtschaftsprüfer
Freiwillige Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat der UmweltBank Aktiengesellschaft, Nürnberg gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017
Vorstand und Aufsichtsrat einer börsennotierten Aktiengesellschaft haben gemäß § 161 AktG jährlich zu erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers gemachten Empfehlungen der „Regierungskommission Deutschen Corporate Governance Kodex“ entsprochen wurde und wird oder welche Empfehlungen begründet nicht angewendet wurden oder werden.
Im Sinne einer transparenten Kommunikation mit den Aktionären, Kunden und Interessenten haben sich Vorstand und Aufsichtsrat der UmweltBank Aktiengesellschaft entschlossen, den Deutschen Corporate Governance Kodex freiwillig – das heißt, ohne dass insoweit eine Rechtspflicht bestünde – anzuwenden.
Die letzte Entsprechenserklärung erfolgte am 30. Januar 2017. Vorstand und Aufsichtsrat erklären, dass den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ in der Fassung vom 7. Februar 2017, veröffentlicht im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 24. April 2017, im Wesentlichen entsprochen wird. Folgende Empfehlungen wurden und werden modifiziert angewendet:
Die UmweltBank ist ein Unternehmen mit flachen Hierarchien. Bei der Besetzung von Führungspositionen ist ausschließlich die persönliche und fachliche Qualifikation entscheidend. Der Vorstand verzichtet deshalb auf die Vorgabe fester Zielgrößen für den Frauenanteil (Kodex Ziffer 4.1.5). Das Thema Vielfalt („Diversity“) genießt bei der UmweltBank jedoch seit jeher einen hohen Stellenwert: Derzeit sind 50 % der Führungskräfte mit Prokura Frauen.
Mit den Mitgliedern des Vorstands ist eine Vereinbarung getroffen worden, wonach diese im Falle eines Kontrollwechsels (Change of Control) innerhalb bestimmter Fristen das Recht ausüben können, ihr Amt niederzulegen und den Anstellungsvertrag zu kündigen. In diesem Fall erhalten die jeweiligen Vorstände – gemäß Ziffer 4.2.3 Abs. 5 in Verbindung mit Abs. 4 des Deutschen Corporate Governance Kodex – eine Abfindung in Höhe von 150% des Abfindungs-Caps, welches maximal zwei Jahres Vergütungen beträgt. Im Einzelfall kann die Zahlung der Höhe nach über die von der Regierungskommission vorgeschlagene maximale Vergütung der vertraglichen Restlaufzeit hinausgehen. Aus Sicht des Aufsichtsrats soll diese Vereinbarung sicherstellen, dass der Vorstand im Falle einer Übernahmesituation lediglich die Interessen des Unternehmens verfolgt.
Für Vorstandsmitglieder bestehen keine fest definierte Geschlechterquote und keine prinzipielle Altersgrenze, da qualifizierte Kandidatinnen und Kandidaten nicht aus rein formalen Gründen von vornherein ausgeschlossen werden sollen. (Kodex Ziffer 5.1.2).
Satzungsgemäß kann der Aufsichtsrat aus seiner Mitte Ausschüsse bilden. Aufgrund der Größe – das Gremium besteht derzeit aus drei Mitgliedern – bildet der Aufsichtsrat derzeit keine Ausschüsse, insbesondere keinen Prüfungsausschuss und keinen Nominierungsausschuss (Kodex Ziffern 5.3.1, 5.3.2 und 5.3.3).
Der Aufsichtsrat hat keine konkreten Ziele für eine Altersgrenze seiner Mitglieder, eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat und den Frauenanteil festgelegt, da für die Auswahl von Aufsichtsratsmitgliedern deren Qualifikation, fachliche Eignung und Erfahrung im Vordergrund stehen (Kodex Ziffer 5.4.1). Seit jeher üben Frauen ein Drittel der Aufsichtsratsmandate bei der UmweltBank aus.
Satzungsgemäß findet die Wahl zur/zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates jeweils im Anschluss an die Hauptversammlung statt, in der alle von der Hauptversammlung zu wählenden Aufsichtsratsmitglieder neu gewählt worden sind. In dieser Sitzung wählt der Aufsichtsrat für die Dauer seiner Amtszeit aus seiner Mitte die/den Vorsitzende/n und ihren/seinen Stellvertreter. Eine Bekanntgabe der Kandidatin/ des Kandidaten für den Vorsitz bereits vor der Wahl der Aufsichtsratsmitglieder entspräche einer nicht vorgesehenen Vorfestlegung. In der Vergangenheit hat der Aufsichtsratsvorsitz im Rahmen eines Rotationsverfahrens jährlich gewechselt. Aus diesem Grund folgen Vorstand und Aufsichtsrat der Empfehlung 5.4.3 des Kodex nicht.
Der Vorstand stellt den Jahresabschluss innerhalb von drei Monaten nach dem jeweiligen Ende eines Geschäftsjahres auf. Der durch den Aufsichtsrat geprüfte und festgestellte Jahresabschluss wird regelmäßig binnen fünf Monaten nach Geschäftsjahresende öffentlich zugänglich gemacht (Kodex Ziffer 7.1.2). Gleichwohl veröffentlicht die UmweltBank die vorläufigen Zahlen für das jeweils abgelaufene Geschäftsjahr bereits im Februar auf ihrer Internetseite.
Nürnberg, 26. Januar 2018
Die ordentliche Hauptversammlung der UmweltBank Aktiengesellschaft vom 28. Juni 2018 hat beschlossen, den Bilanzgewinn der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2017 in Höhe von 9.661.820,01 Euro entsprechend dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat wie folgt zu verwenden:
Ausschüttung einer Dividende von 0,32 Euro je ausschüttungsberechtigter Stückaktie 8.922.369,60 Euro
Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen 739.450,41 Euro
Die Dividende wird nach Wahl des Aktionärs entweder ausschließlich in bar oder teilweise in bar und teilweise in Form von Aktien der UmweltBank Aktiengesellschaft geleistet. Von dem Dividendenanspruch in Höhe von 0,32 Euro pro Stückaktie unterliegt ein Teilbetrag in Höhe von 0,09 Euro pro Stückaktie nicht dem Wahlrecht des Aktionärs und wird in jedem Fall in bar ausbezahlt. Dieser Teilbetrag dient dazu, die Steuerpflicht (Kapitalertragsteuer zzgl. Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer) hinsichtlich des Dividendenanspruchs zu begleichen.
Die Einzelheiten zu der Wahlmöglichkeit der Aktionäre, die Dividende vollständig in bar oder teilweise in bar und teilweise in Form von Aktien zu beziehen, werden in einem gesonderten Dokument erläutert, das den Aktionären zur Verfügung gestellt wird und insbesondere Informationen über die Anzahl und Art der Aktien enthält und in dem die Gründe und die Einzelheiten zu dem Angebot dargelegt werden.
Die Dividendensumme und der in andere Gewinnrücklagen einzustellende Restbetrag in vorstehendem Beschlussvorschlag zur Gewinnverwendung basieren auf dem zum Zeitpunkt der Einberufung bestehenden dividendenberechtigten Grundkapital in Höhe von 27.882.405,00 Euro, eingeteilt in 27.882.405 Stückaktien. Die Anzahl der dividendenberechtigten Aktien kann sich bis zum Zeitpunkt der Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns ändern. In diesem Fall wird von Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung ein entsprechend angepasster Beschlussvorschlag zur Gewinnverwendung unterbreitet, der unverändert eine Ausschüttung von 0,32 Euro je dividendenberechtigter Stückaktie vorsieht; das Angebot, die Dividende wahlweise in bar oder teilweise in bar und teilweise in Form von Aktien zu erhalten, bleibt unberührt. Die Anpassung erfolgt dabei wie folgt: Sofern sich die Anzahl der dividendenberechtigten Aktien und damit die Dividendensumme vermindert, erhöht sich der in andere Gewinnrücklagen einzustellende Betrag entsprechend. Sofern sich die Anzahl der dividendenberechtigten Aktien und damit die Dividendensumme erhöht, vermindert sich der in andere Gewinnrücklagen einzustellende Betrag entsprechend.
Die Dividende wird aus dem zu versteuernden Gewinn ausgezahlt. Somit unterliegt die Dividendenauszahlung, unabhängig davon welches Wahlrecht der Aktionär ausübt, grundsätzlich der Besteuerung.
Die Dividende soll ab dem 24. Juli 2018 nach Wahl des Aktionärs vollständig in bar oder teilweise in bar und teilweise in Form von Aktien geleistet werden.
UmweltBank Aktiengesellschaft Bilanz
UmweltBank Aktiengesellschaft Kosten
UmweltBank Aktiengesellschaft Provisionserlöse
Vorheriger ArtikelSextortion
Nächster ArtikelFragen, die Sie Herrn Gerald Evans vom Unternehmen GECCI Immobilien KG dann bitte einmal stellen sollten.