Source: http://berichte.ergodirekt.de/2011/gb/leben/anhang/bilanzierungs-undbewertungsmethoden.html
Timestamp: 2019-02-24 02:20:24
Document Index: 298814923

Matched Legal Cases: ['§ 341', '§ 341', '§ 341', '§ 253', '§ 253', '§ 28', '§ 28', '§ 28', '§ 253', '§ 253', '§ 341']

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Die Bewertung der Grundstücke, grundstücksgleichen Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken erfolgt zu den Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen in steuerlich zulässiger Höhe. Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei vorliegend niedrigerem Zeitwert vorgenommen. Es liegen Gutachten aus den Jahren 2009 bis 2011 vor.
Zur Absicherung zukünftiger Verpflichtungen aus dem langfristigen Incentive-Plan hält die Gesellschaft Münchener Rück-Aktien. Zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung liegen Bewertungseinheiten aus gehaltenen Münchener Rück-Aktien und Verpflichtungen aus ausgegebenen Wertsteigerungsrechten für die Tranchen 2006 bis 2009 vor. Dazugehörende Verpflichtungen sind in gleicher Höhe bei der Rücklage für Anteile an einem herrschenden oder mehrheitlich beteiligten Unternehmen ausgewiesen. Die im Rahmen des langfristigen Incentive-Plans erworbenen Aktien wurden im Umlaufvermögen mit ihren Anschaffungskosten beziehungsweise mit ihrem niedrigeren Wert nach Maßgabe des Börsenpreises am Abschlussstichtag bewertet.
Inhaberschuldverschreibungen, die nach § 341b HGB wie Anlagevermögen geführt werden, sind nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bilanziert.
Die unter den sonstigen Ausleihungen ausgewiesenen Zero-Schuldscheinforderungen und Zero-Namensschuldverschreibungen, sowie die nach § 341c HGB bilanzierten Schuldscheinforderungen und Darlehen, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Differenzbeträge zwischen den Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag werden jährlich unter Anwendung der kapitalmarktabhängigen Effektivzinsmethode amortisiert, bei Endfälligkeit entsprechen die Bilanzwerte den Nennwerten.
Die Genussscheine werden mit den Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um Tilgungen und Abschreibungen gemäß § 341b HGB in Verbindung mit § 253 Abs. 3 HGB nach dem gemilderten Niederstwertprinzip und unter Berücksichtigung des Wertaufholungsgebotes gemäß § 253 Abs. 5 Satz 1, bewertet.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen, Ausleihungen an verbundene Unternehmen und Beteiligungen wurden nach dem Börsenkurs am Bilanzstichtag, Ertragswertverfahren, Nettoinventarwertmethode (Net Asset Value) und anhand von Bewertungsmodellen unter Berücksichtigung der Marktrenditen zum 31. Dezember 2011 ermittelt. Anteile an verbundenen Unternehmen, die zeitnah erworben bzw. gegründet wurden, werden am Bilanzstichtag zu Anschaffungskosten bewertet.
Die Zeitwerte von Aktien, Inhaberschuldverschreibungen und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren richten sich nach den jeweiligen Börsenkursen am Bilanzstichtag bzw. werden anhand von Bewertungsmodellen unter Berücksichtigung der Marktrenditen zum 31. Dezember 2011 bewertet. Die Zeitwerte von Investmentanteilen werden mit den Rücknahmepreisen am Bilanzstichtag bewertet.
Die zum Nennwert bilanzierten Ausleihungen sowie Zero-Schuldscheindarlehen, Zero-Namensschuldverschreibungen sind anhand von Bewertungsmodellen unter Berücksichtigung der Marktrenditen zum 31. Dezember 2011 bewertet worden.
Die Ausübung des Aktivierungswahlrechtes bei einem Überhang aktiver latenter Steuern über die passiven wird nicht angewendet. Daher ist kein Bilanzposten aufzunehmen. Unter den Erläuterungen der Bilanz sind weitere Einzelheiten zu entnehmen.
Die Deckungsrückstellung wird für jede einzelne Versicherung nach der prospektiven Methode unter Berücksichtigung implizit angesetzter Kosten berechnet. Für beitragsfreie Versicherungsjahre wird eine Verwaltungskostenrückstellung gebildet.
Für den Altbestand werden folgende Rechnungsgrundlagen verwendet: ein Rechnungszins von 3,5 Prozent, ein Zillmersatz von maximal 15 Promille der Versicherungssumme sowie Sterbewahrscheinlichkeiten nach der Sterbetafel 1986 für Kapitalversicherungen und nach der Sterbetafel 1987 R für Rentenversicherungen.
Für die Rentenversicherungen des Altbestandes wird nach dem in VerBAV 11/1995, S. 308 beschriebenen Verfahren eine Zusatzrückstellung gebildet, um die Deckungsrückstellung an den veränderten Sterblichkeitstrend der Sterbetafel 1994 R anzupassen. Der Rechnungszins für diese Zusatzrückstellung beträgt 4 Prozent.
Für den Neubestand werden folgende Rechnungsgrundlagen verwendet: Rechnungszinsen von 4 Prozent, 3,25 Prozent, 2,75 Prozent bzw. 2,25 Prozent, ein Zillmersatz von maximal 25 Promille bzw. 35 Promille der Beitragssumme, Sterbewahrscheinlichkeiten nach der DAV-Sterbetafel 1994 T und 2008 T für Kapitalversicherungen sowie nach der DAV-Sterbetafel 1994 R bzw. 2004 R für Rentenversicherungen.
Für die Rentenversicherungen des Altbestandes sowie für die Versicherungen des Neubestandes, deren Rechnungszins bei 4 Prozent liegt, wurde gemäß DeckRV eine Zinszusatzreserve gebildet. Der für das Jahr 2011 maßgebliche Referenzzins liegt bei 3,92 Prozent.
Die Rückstellung für Beitragsrückerstattung setzt sich zusammen aus bereits festgelegten, aber noch nicht zugeteilten laufenden Gewinnanteilen, im Folgejahr fälligen Gewinnanteilen sowie den Fonds für in späteren Jahren fällig werdende Gewinnanteile. Eine detaillierte Auflistung findet sich in den Erläuterungen zur Bilanz. Die für die Folgejahre gebundenen Gewinnanteile werden gemäß der Deklaration einzelvertraglich berechnet. Der Schlussgewinnanteilfond wird für den Altbestand mit einem Diskontsatz von 4,0 Prozent berechnet; darin ist ein pauschaler Zuschlag für nicht explizit angesetzte Ausscheidewahrscheinlichkeiten enthalten. Dieser Diskontsatz entspricht den Bestimmungen des § 28 Abs. 7 RechVersV. Die Berechnung des Schlussgewinnanteilfonds für den Neubestand erfolgt ebenso unter Berücksichtigung der Bestimmungen des § 28 Abs. 7 RechVersV. Für das Geschäftsjahr 2011 wird sichergestellt, dass sich aufgrund der Änderung des § 28 RechVersV die in der RfB für Schlussgewinne gebundenen Mittel für die betroffenen Teilbestände gegenüber dem Vorjahr nicht verringern.
Für den Altbestand sind die Berechnungsmethode des Schlussgewinnanteilfonds und die Kriterien für den Diskontsatz im genehmigten Gesamtgeschäftsplan für die Überschussbeteiligung festgelegt (genehmigt am 10. November 2006).
Die Pensionsrückstellungen werden nach dem international üblichen Anwartschaftsbarwertverfahren („Projected Unit Credit” – Methode) ermittelt. Dabei sind neben den modifizierten Richttafeln 2005 G von Dr. Heubeck ein Einkommenstrend von 3,0 Prozent sowie ein Rententrend von 2,0 Prozent maßgeblich. Der Rechnungszins wurde aus den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Werten des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre entsprechend dem Wahlrecht gem. § 253 Abs. 2 HGB für eine Laufzeit von 15 Jahren mit 5,13 Prozent übernommen.
Die Jubiläumsrückstellungen werden nach dem international üblichen Anwartschaftsbarwertverfahren („Projected Unit Credit” – Methode) ermittelt. Dabei ist neben den Richttafeln 2005 G von Dr. Heubeck ein Einkommenstrend von 3,0 Prozent maßgeblich. Der Rechnungszins von 5,13 Prozent wurde aus den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Werten des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre entsprechend dem Wahlrecht gem. § 253 Abs. 2 HGB für eine Laufzeit von 15 Jahren übernommen.
Sofern Beträge in fremder Währung vorliegen, werden diese zum jeweiligen Tageskurs umgerechnet. Die Fremdwährungsaktiva und -passiva werden gegebenenfalls mit dem niedrigeren (höheren) Kurs am Bilanzstichtag bewertet.
Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert beibehalten, mit Ausnahme der geänderten Regelungen des § 341c HGB.
Die bisher unter den sonstigen Ausleihungen ausgewiesenen Genussscheine und die stille Beteiligung werden im Geschäftsjahr unter den anderen Kapitalanlagen ausgewiesen.