Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW-RR%201989,%20S.%20818
Timestamp: 2019-11-14 23:44:24
Document Index: 6223716

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 195', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 06.12.1988 - XI ZR 19/88 - dejure.org
https://dejure.org/1988,617
BGH, 06.12.1988 - XI ZR 19/88 (https://dejure.org/1988,617)
BGH, Entscheidung vom 06.12.1988 - XI ZR 19/88 (https://dejure.org/1988,617)
BGH, Entscheidung vom 06. Dezember 1988 - XI ZR 19/88 (https://dejure.org/1988,617)
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Verwirkung - Kurze Verjährungsfristen
NJW-RR 1989, 818
MDR 1989, 448
WM 1989, 354
JR 1989, 278
Vorliegend kommt hinzu, dass die Verjährungsfrist für die erhobenen Rückforderungsansprüche gemäß §§ 195, 199 Abs. 1 BGB ohnehin nur drei Jahre beträgt (…vgl. Senatsurteil vom 26. September 2012 - VIII ZR 151/11, RdE 2013, 31 Rn. 29 ff.), so dass hinsichtlich der zeitlichen Voraussetzungen der Verwirkung der Grundsatz zum Tragen kommt, dass bei Forderungen, die in derart kurzer Frist verjähren, eine Verwirkung vor Ablauf der Verjährungsfrist nur aus ganz besonderen Gründen angenommen werden kann (BGH, Urteile vom 6. Dezember 1988 - XI ZR 19/88, NJW-RR 1989, 818 unter 3; vom 20. Juni 2001 - XII ZR 20/99, NJW 2002, 38 unter 2 b aa;… vom 21. Februar 2012 - VIII ZR 146/11, WuM 2012, 317 Rn. 9; jeweils mwN).
Richtig ist zwar, dass eine Verwirkung vor Ablauf der Verjährungsfrist nur aus besonderen Gründen angenommen werden kann (vgl. BGH, Urteil vom 06.12.1988, XI ZR 119/88, NJW-RR 1989, 818).
Ein Recht ist verwirkt, wenn sich ein Schuldner wegen der Untätigkeit seines Gläubigers über einen gewissen Zeitraum hin bei objektiver Beurteilung darauf einrichten darf und eingerichtet hat, dieser werde sein Recht nicht mehr geltend machen, und deswegen die verspätete Geltendmachung gegen Treu und Glauben verstößt (Senatsurteil vom 6. Dezember 1988 - XI ZR 19/88, WM 1989, 354, 355; BGH, Urteil vom 14. November 2002 - VII ZR 23/02, NJW 2003, 824; jeweils m.w.Nachw.).
Allgemein gilt der Grundsatz, dass umso seltener Raum für eine Verwirkung sein wird, je kürzer die Verjährungsfrist ist (vgl. BGH, 6. Dezember 1988, XI ZR 19/88, NJW-RR 1989, S. 818 ;… 11. Februar 1992, VI ZR 133/91, NJW 1992, S. 1755 ;… 26. Mai 1992, VI ZR 230/91, NJW-RR 1992, S. 1240).
Die Frage, ob ein Anspruch verwirkt ist, hängt im wesentlichen von den Umständen des Einzelfalles ab; deren Würdigung ist Sache des Tatrichters und demgemäß in der Revisionsinstanz nur beschränkt nachprüfbar (BGH, Urt. v. 6. Dezember 1988, XI ZR 19/88, WM 1989, 354, 355 m.w.N.).
Ein Recht ist verwirkt, wenn sich der Schuldner wegen der Untätigkeit seines Gläubigers über einen gewissen Zeitraum hin bei objektiver Beurteilung darauf einrichten darf und eingerichtet hat, dieser werde sein Recht nicht mehr geltend machen, und deswegen die verspätete Geltendmachung gegen Treu und Glauben verstößt (st. Rspr., vgl. Senatsurt. v. 5. Februar 1964, V ZR 43/62; BGHZ 105, 290, 298 [BGH 20.10.1988 - VII ZR 302/87]; BGH, Urt. v. 6. Dezember 1988, XI ZR 19/88, WM 1989, 354, 355).
Es fehlt aber das für den Verwirkungseinwand erforderliche Umstandsmoment (BGHZ 122, 308, 315; Senatsurteil vom 6. Dezember 1988 - XI ZR 19/88, WM 1989, 354, 355).
BGH, 21.02.2012 - VIII ZR 146/11
Wohnraummiete: Verwirkung des Anspruchs des Vermieters auf Zahlung einer …
Eine Verwirkung vor Ablauf der Verjährungsfrist kann nur aus ganz besonderen Gründen angenommen werden (…BGH, Urteile vom 20. Juni 2001 - XII ZR 20/99, aaO Rn. 13; vom 6. Dezember 1988 - XI ZR 119/88, NJW-RR 1989, 818 unter 3; jeweils mwN).
BGH, 17.02.1989 - V ZR 160/87
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