Source: https://www.familienrecht-heute.de/forum/thread/3358-was-z%C3%A4hlt-zum-einkommen/
Timestamp: 2020-01-20 06:17:45
Document Index: 34351861

Matched Legal Cases: ['§ 16', '§ 16', '§ 16', '§ 2', '§ 2', '§ 20', '§ 16']

Was zählt zum Einkommen - Elternunterhalt - Forum Familienrecht
kann mir jemand sagen ob die Betriebsrente die der Arbeitgeber für mich abgeschlossen hat zum EInkommen zählt oder nicht?
Ich meine die Betriebsrente,die für mich in einen Pensionsfond bzw. Unterstützungskasse eingezahlt wird zusätzlich zu meinem Gehalt.
Diese Einzahlungen werden nicht auf der Lohnsteuerkarte aufgeführt, laufen also separat.
Beispiel: Gehalt 95k Euro => unter 100k Grenze
Einzahlung Pensionsfond: 6k
==> + Gehalt => über 100k Grenze
für die Beurteilung der 100.000 € Grenze zählt der letzte Einkommensteuerbescheid des Finanzamts
in der Prüfungsstufe wird gemäß § 16 SGB IV geprüft, ob der Unterhaltspflichtige über oder unter 100.000 € liegt, und das geht so:
wurde bereits Auskunft erteilt, weil Sozialhilfe an Elternteil gezahlt wird?
vielen Dank für deine Antwort. Nein es wurde noch keine Auskunft erteilt und kein Elterteil ist im Pflegeheim.
Ich will mich nur vorher schlau machen.
Also ist das komplett unerheblich da dies nicht im Einkommenensbescheid auftaucht.
Noch eine Frage: Wie funktioniert denn der Gewinn bei Wertpapieren? WIrd hier hier nur bei Verkauf gezählt ?
oder die Wertsteigerungen? WIe ist das bei thesaurierenden etfs etc ... ?
nach der Rechtsprechung zu dem § 16 SGB IV, das ist die Rechtsgrundlage, zählt ausschließlich der letzte Einkommenssteuerbescheid des Finanzamts, also reines Einkommenssteuerrecht
wie ein Finanzamt etwas im Detail betrachtet, lasse ich daher offen
Hallo tri50,
du bekommst jedes Jahr von deiner Depotbank einen Steuerbescheid. Dieser ist in der Anlage KAP für das Finanzamt einzupflegen.
Es gibt aber auch schon einen elektronischen Datenabgleich.
Generell gilt: Auf Zinsen, Dividenden und realisierte Kursgewinne wird die Abgeltungsteuer fällig. Steuerzahler müssen dadurch einheitlich 25 Prozent Steuern auf Kapitalerträge zahlen (Soli und Kirchensteuer fallen auch je nach Fall an).
Nur Gewinne aus Wertpapieren die vor 2009 erworben wurden sind nicht mehr steuerpflichtig.
Daher sollte man strategisch agieren, wenn man durch erhebliche Kursgewinne die 100.000€ Grenze überschreiten würde.
es ist völling unwichtig, wieviel Steuern auf welche Einkunftsart gezahlt wird, da gezahlte Steuern nicht abgezogen werden können, sondern es gilt ausschließlich
"Gemäß § 16 SGB IV ist Gesamteinkommen die Summe der Einkünfte i. S. des Einkommenssteuerrechts. Hierunter fallen nach § 2 Abs 2 Einkommenssteuergesetz (EStG) Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb, selbstständiger Arbeit, nichtselbstständiger Arbeit, Kapitalvermögen, Vermietung und Verpachtung. Bei den Einkünften aus selbstständiger Arbeit zählt der Gewinn vor Steuern. Bei den Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit, Kapitalvermögen, Vermietung und Verpachtung ergeben sich die Einkünfte aus dem Überschuss der Einnahmen über die Werbungskosten. Einkünfte aus Kapitalvermögen sind unter Abzug des Sparerfreibetrages zu berücksichtigen, § 2 Abs 2 Satz 2, § 20 Abs 9 EStG (vgl. BSG, Urteil vom 22. Mai 2003 - B 12 KR 13/02 R -; BFG, Urteil vom 26. September 2000 - VI R 85/99 -; Klattenhoff, in: Hauck/Haines, Kommentar zum SGB IV, § 16, Rdnr 25). Die in den einzelnen Einkommensarten errechneten Ergebnisse werden schließlich zur Summe der Einkünfte zusammengefasst. Hierbei kommt im Rahmen eines die Einkunftsarten übergreifenden - vertikalen - Verlustausgleichs eine Verrechnung negativer und positiver Einkünfte verschiedener Art in Betracht (vgl. Klattenhoff, a. a. O., Rdnr 2)."
wer knapp über der 100.000 € Grenze liegt, hat nur 2 Möglichkeiten zur Unterschreitung der Grenze:
1. das steuerlich relevante Einkommen vermindern, wie auch immer, oder
2. die Werbungskosten zu erhöhen, wie auch immer
wer auf die Idee kommt, seine Arbeitszeit grundlos zu vermindern, muss damit rechnen, das Sozialamt bzw. ein Gericht kann fiktives Einkommen anrechnen, nicht unbedingt die beste Idee
du bekommst jedes Jahr von deiner Depotbank einen Steuerbescheid. Dieser ist in der Anlage KAP für das Finanzamt einzupflegen
Durch die Abgeltungsteuer ist eine Abgabe der Anlage KAP grundsätzlich nicht (immer) erforderlich