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Timestamp: 2019-12-13 06:12:17
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Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 7', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 7', '§ 5', '§ 7', '§ 7']

Freiwillige Zahlungen in die Rentenkasse und Minijob. - recht.de
Freiwillige Zahlungen in die Rentenkasse und Minijob.
Beitrag von Verpflichteter » 17.11.19, 12:05
man kann freiwillig in die Gesetzliche Rentenkasse einzahlen.
Nicht möglich ist dies, wenn man Versicherungepflichtiger ist.
Als Minijober ist man Versicherungspflichtig.
Von dieser Versicherungspflicht kann man sich befreien lassen.
Also ist man nicht mehr versicherungspflichtig.
Dennoch kann man keinen freiwilligen Zahlungen an die Rentenkasse entrichten.
Verstehe ich nicht, wo ist die Logik????
Re: Freiwillige Zahlungen in die Rentenkasse und Minijob.
Beitrag von Verpflichteter » 17.11.19, 14:28
§ 6 SGB VI Befreiung von der Versicherungspflicht
(1b) Personen, die eine geringfügige Beschäftigung nach § 8 Absatz 1 Nummer 1 oder § 8a in Verbindung mit § 8 Absatz 1 Nummer 1 des Vierten Buches ausüben, werden auf Antrag von der Versicherungspflicht befreit. Der schriftliche Befreiungsantrag ist dem Arbeitgeber zu übergeben. § 8 Absatz 2 des Vierten Buches ist mit der Maßgabe anzuwenden, dass eine Zusammenrechnung mit einer nicht geringfügigen Beschäftigung nur erfolgt, wenn diese versicherungspflichtig ist. Der Antrag kann bei mehreren geringfügigen Beschäftigungen nur einheitlich gestellt werden und ist für die Dauer der Beschäftigungen bindend.
§ 7 SGB VI Freiwillige Versicherung
(1) Personen, die nicht versicherungspflichtig sind, können sich für Zeiten von der Vollendung des 16. Lebensjahres an freiwillig versichern. Dies gilt auch für Deutsche, die ihren gewöhnlichen Aufenthalt im Ausland haben.
(2) Nach bindender Bewilligung einer Vollrente wegen Alters oder für Zeiten des Bezugs einer solchen Rente ist eine freiwillige Versicherung nicht zulässig, wenn der Monat abgelaufen ist, in dem die Regelaltersgrenze erreicht wurde.
Beitrag von FM » 17.11.19, 14:29
Hier: https://dejure.org/gesetze/SGB_VI/7.html steht die Ausnahme nicht. Wo sonst findet man sie?
Beitrag von Verpflichteter » 17.11.19, 15:35
Verpflichteter hat geschrieben: ↑
17.11.19, 14:28
(1b) Personen, die eine geringfügige Beschäftigung nach § 8 Absatz 1 Nummer 1 oder § 8a in Verbindung mit § 8 Absatz 1 Nummer 1 des Vierten Buches ausüben, werden auf Antrag von der Versicherungspflicht befreit.
Registriert: 07.09.07, 18:25
Beitrag von ratte1 » 17.11.19, 17:09
Dejenige, der sich von der Versicherungspflicht hat befreien lassen, ist m.E. versicherungsfrei und gehört damit nicht zum im § 7 SGB VI genannten Personenkreis der Nicht-Versicherungpflichtigen.
Beitrag von Verpflichteter » 17.11.19, 17:55
ich müsste also unterscheiden zwischen Nicht-Versicherungspflichtig
Versicherungsfrei jedoch Versicherungspflichtig
Verstehen tu ich es nicht.
Beitrag von ratte1 » 17.11.19, 20:19
zumindest in der Krankenversicherung gibt es diese Unterscheidung. Nichtversicherungspflichtig bedeutet da, es besteht von vornherein keine Versicherungspflicht. Versicherungsfrei bedeutet, es besteht grds. Versicherungspflicht, aber in diesem bestimmten Sachverhalt ist man davon befreit .
Beitrag von FM » 17.11.19, 20:38
Nicht versicherungspflichtig sind Personen:
1. die kein Merkmal der Versicherungspflicht erfüllen (z.B. Nur-Hausleute ohne kleine Kinder)
2. die aufgrund bestimmter Regelungen versicherungsfrei sind (z.B. Beamte, zwar beschäftigt aber lt. § 5 versicherungsfrei)
3. die von der Versicherungspflicht befreit wurden, wie hier angesprochen.
Alle diese können sich frw. versichern, wenn nicht durch § 7 Abs. 2 aus Altersgründen ausgeschlossen.
Für die Grundannahme in der Ausgangsfrage wurde auch noch kein Beleg genannt. Falls etwas im Internet gefunden wurde bitte angeben ob Stand 11.8.2010 und jünger oder älteren Datums.
Beitrag von Verpflichteter » 17.11.19, 22:44
das mit der Krankenversicherung kann ich nicht nachvollziehen. Will ich auch nicht, verstehe ich doch das mit der Rente schon nicht.
17.11.19, 20:38
Ganz ehrlich, verstehe ich auch nicht, welche Grundannahme ist gemeint?
Da sitzt einer Zuhaus rum und tut nicht. Muss als nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen.
Er kann aber freiwillig einzahlen.
Dann nimmt er eine Arbeit auf, er und der Arbeitgeber zahlen (müssen) anteilig an die Versicherung.
Nimmt er einen nur einen geringfügige Beschäftigung auf, kann er sich von der Versicherungspflicht befreien lassen.
Wenn jemand von einer Pflicht befreit ist, ist er nicht mehr pflichtig.
Also sollte er freiwillig einzahlen können.
Der Vollrentner kann nicht mehr einzahlen, der Teilrentner mit 99% der Vollrente kann.
Der geringfügig Beschäftigter mit 1 €/ Monat kann trotz Befreiung nichts einzahlen.
Sinn und Zweck ist doch, dass es möglich sein soll höhere Rentenansprüche zu erwerben bzw. ggf. Anrechnungszeiten.
Beitrag von Stefanie145 » 18.11.19, 15:25
Das Problem ist doch, dass sich derjenige von der Versicherungspflicht hat befreien lassen, also sagt, er will nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Wenn man sich jedoch befreien lässt, ist im Anschluss eine freiwillige Versicherung nicht möglich.
Beitrag von FM » 18.11.19, 15:38
18.11.19, 15:25
Und wer sagt, das wäre nicht möglich?
Beitrag von Verpflichteter » 18.11.19, 22:34
Das Problem ist doch, dass sich derjenige von der Versicherungspflicht hat befreien lassen, also sagt, er will nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen.
Kann aber auch anders sein.
Als Nicht-Versicherungspflichtiger kann man feiwillig für 2019 ca. 15.000€ in die Rentenversicherung einzahlen.
Mit einem 450€ Job max. 18,irgenwas% von 5.400€ also ca. 1.000€
Läßt man sich nun von der Versicherungspflicht befreien sinkt der Betrag auf 810€ und stockt sich ggf. um 15.000€ auf.
Wer also auf das Überleben der kalkulierten Rentenzeit spekuliert kann zwar keine Traumrenditen erzielen, jedoch deutlich besser als Giro, Festgeld oder Sparbuch.
Beitrag von Old Piper » 19.11.19, 08:19
Wer behauptet denn eigentlich mit welcher Begründung, dass der Minijobber, der auf die Versicherungspflicht verzichtet, nicht zur freiwilligen Versicherung berechtigt sei?
Beitrag von Verpflichteter » 19.11.19, 09:47
19.11.19, 08:19
ich habe mehrfach dazu mit der DRV telefoniert.
Letztendlich bekam ich den Rat einen schriftliche Anfrage zu stellen, dann hätte ich es schwarz auf weiß.
Die schriftliche Antwort war, sag ich mal, schwammig.
Also sehe ich mich gezwungen eine eigene Wissenbasis aufzubauen.
Dabei ist der Austausch im Forum anregend und hilfreich.
Beitrag von Old Piper » 20.11.19, 07:59
Verstehe ich nicht, wie man sowas schwammig formulieren kann:
Freiwillige Beiträge zur RV kann jeder zahlen, der die deutsche Staatsangehörigkeit oder in D seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat und nicht versicherungspflichtig ist. Dazu zählen auch von der Versicherungspflicht Befreite. Einzige Ausnahme sind die in § 7 Abs. 2 SGB VI genannten Personen (Altersvollrentner, die die Regelaltersgrenze erreicht haben).