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ZKBW-Dialog Nr. 69 vom 12.10.2011 [BSZ Wiki]
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ZKBW-Dialog Nr. 69 vom 12.10.2011
Anwendertreffen am 14.07.2011 – EDL zwischen SWB und BVB - Erfahrungsaustausch Überregionaler Leihverkehr
Am 14.07.2011 fand das 9. Anwendertreffen Fernleihe in der WLB Stuttgart statt. Das BSZ berichtete ausführlich von den Ergebnissen und Empfehlungen der Sitzung der (verbundübergreifenden) AG Leihverkehr vom 18.05.2011 in Göttingen: In der weiteren Arbeit der AG Leihverkehr haben zwei Themenfelder Priorität: die verbundübergreifende elektronische Dokumentlieferung und Blanko-Bestellungen mit anderen Verbünden. Außerdem beschäftigte sich die Sitzung der AG Leihverkehr u. a. mit folgenden Fragen: 40-Seiten-Regelung für kostenlose Kopienübermittlung, Bibliothekstantieme, elektronische Ressourcen im Leihverkehr und technische Fragen. Das BSZ erstattete anschließend einen Statusbericht zur verbundinternen und - übergreifenden Fernleihe und arbeitete gemeinsam mit den Teilnehmern eine Liste von Aufgaben ab. Das Protokoll des 9. Anwendertreffens und die Aufgabenliste sind im BSZ-Fernleih-Wiki veröffentlicht worden (https://wiki.bsz-bw.de/doku.php?id=fl-team:info-bibliotheken:anwendertreffen).
40-Seiten-Regelung: Es wird erneut auf die überregional empfohlene 40-Seitenregelung hingewiesen. Es gilt die Empfehlung, dass bis zu 40 Vorlageseiten kostenfrei geliefert werden. In Thüringen ist eine Umsetzung allerdings nicht möglich, da die Empfehlung der Gebührenordnung des Landes widerspricht. Auch ansonsten gibt es vereinzelt große Geberbibliotheken, die die Empfehlung nicht umsetzen.
Neuer Gesamtvertrag „Kopienversand im innerbibliothekarischen Leihverkehr“: Der Vertrag zur Abgeltung urheberrechtlicher Entgelte lief Ende 2010 aus. Die bisher gültige pauschale Abgeltung wurde für das Jahr 2011 fortgesetzt. Voraussichtlich wird das folgende Verfahren ab 2012 eingeführt: Die genaue Anzahl der Kopienbestellungen wird durch die Verbundzentralen errechnet und an die VG Wort übermittelt. Eine Kopie wird voraussichtlich mit 1,50 Euro berechnet, urheberrechtsfreie Kopien werden in Form einer Pauschale heraus gerechnet. Der Gesamtbetrag aller Bestellungen in Deutschland wird anhand des Königsteiner Schlüssels auf die einzelnen Bundesländer verteilt.
Elektronische Ressourcen im Leihverkehr: Die Erfassung der Fernleihindikatoren in der Elektronischen Zeitschriftenbibliothek (EZB) hat begonnen. Es ist geplant, die Fernleihinformationen für Nationallizenzen und Konsortien für die EZB-Anwenderbibliotheken, die am Datenlieferdienst der ZDB/EZB teilnehmen, wegen der großen Datenmengen im Zuge eines ZDB-Gesamtabzuges an die Verbünde zu liefern. [Anmerkung des BSZ: Laut einer E-Mail der ZDB vom 26.07.2011 wurde bis zu diesem Tag bereits bei 135 National- und Konsortialpakete ein Indikator eingetragen.] Im nächsten Schritt können Bibliotheken dann auch ihre Einzellizenzen in der EZB mit einem Fernleihindikator versehen. Auch diese Information würde - wenn die Bibliothek am EZB/ZDB-Lieferdienst teilnimmt - in die ZDB-Lokalsätze eingetragen werden.
Am 11.10.2011 wurde die Funktionalität „Elektronische Dokumentlieferungen zwischen BVB und SWB“ für die Produktion freigeschaltet. Es ist zu beachten, dass es bei der verbundübergreifenden elektronischen Dokumentlieferung notwendig ist, den Fernleihschein als Deckblatt des PDF-Dokuments zu liefern.
Die Status-Matrixen zu den Diensten der Verbundübergreifenden Fernleihe sind vom GBV überarbeitet worden. Sie stehen im GBV Verbund-Wiki unter http://www.gbv.de/wikis/cls/Status-Matrixen_zu_den_VFL-Diensten bereit.
Am 26.10.2011 findet der 3. Erfahrungsaustausch „Überregionaler Leihverkehr“ statt, dieses Mal im hbz in Köln. Wie in den letzten Jahren sollen pro Verbund drei Bibliotheksvertreter und ein Vertreter aus der Verbundzentrale teilnehmen. Auf der Tagesordnung stehen die Programmpunkte Ablauf von Fernleihbestellungen im GBV und im hbz-Verbund und ein Erfahrungsaustausch der Bibliothekare mit den Schwerpunktthemen Rote Fernleihscheine, Begleitschreiben und Verlängerungen in der Online-Fernleihe, beschleunigte Aufsatzfernleihe, Bestellungen auf elektronische Medien und der Versand von Rechnungen sowie Buchtransport.
Vorträge des 12. BSZ-Kolloquiums sind abrufbar
Das 12. BSZ-Kolloquium fand am 27. und 28.09.2011 an der Hochschule der Medien (HdM) in Stuttgart-Vaihingen statt. Das BSZ-Kolloquium gab Anlass zum Feiern: der SWB-Verbund besteht seit 25, das BSZ seit 15 und der ZKBW seit 55 Jahren. Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg veröffentlichte anlässlich des BSZ-Kolloquiums eine ausführliche Pressemitteilung (http://snipurl.com/136r0f). Die auf dem BSZ-Kolloquium gehaltenen (Folien-)Vorträge sind unter http://www.bsz-bw.de/kolloquium/2011.html abrufbar. Schwerpunkte der Tagung waren Berichte über aktuelle Entwicklungen im SWB-Verbund und in der Lokalsystemmigration und -betreuung sowie Anwenderberichte über Resource-Discovery-Systeme und Dienstleistungen für Öffentliche Bibliotheken.
Verwaiste Werke: Am 24.05.2011 hat die Europäische Kommission ihren Vorschlag für eine neue Richtlinie zur Regelung von „verwaisten“ Werken vorgestellt. (Anm.: Verwaiste Werke sind Bücher, Filme oder Fotos, die zwar noch dem Urheberrechtsschutz unterliegen, deren Urheber jedoch nicht auffindbar sind.) Der Vorschlag sieht vor, dass Werke, bei denen der oder die Rechteinhaber auch nach einer sorgfältigen Suche im Land der Erstveröffentlichung nicht ermittelbar sind, für ganz Europa rechtsverbindlich für „verwaist“ erklärt werden. Bibliotheken und andere öffentliche Kulturinstitutionen dürfen solche Werke dann digitalisieren und online stellen. Der Deutsche Bibliotheksverband e.V. (dbv) hat Anfang August 2011 eine ausführliche Stellungnahme an das Bundesjustizministerium geschickt, in der er den aktuellen Richtlinienvorschlag der Europäischen Kommission zur Regelung der „verwaisten“ Werke nachdrücklich unterstützt. Eine europäische Richtlinie sei am besten geeignet, die erforderliche Rechtssicherheit zu schaffen, um die Werke zu digitalisieren und sie anschließend allen Bürgern in Europa zur Verfügung zu stellen. Besonders positiv sei, dass der Richtlinienvorschlag auch audio-visuelle Werke einbezieht.
EU-Vereinbarung zur Digitalisierung vergriffener Werke: Verbände von Verlegern, Autoren und Bibliotheken haben auf EU-Ebene gemeinsam mit Verwertungsgesellschaften Ende September 2011 eine Vereinbarung unterzeichnet, die im gegenseitigen Einvernehmen das Scannen und Zugänglichmachen vergriffener Bücher und Zeitschriften erlauben soll. Die Beteiligten und die Politik erwarten von dem „Memorandum of Understanding“ eine Erleichterung der Verhandlungen über Lizenzen, die Bibliotheken, Archive und Museen zur Digitalisierung ihrer Werke benötigen (http://ec.europa.eu/internal_market/copyright/docs/copyright-infso/20110920-mou_en.pdf). Als vergriffene Werke gelten laut dem Übereinkommen Titel, die in ihrer Gänze in allen „Versionen und Manifestationen“ nicht mehr über die gängigen Handelskanäle zu erwerben sind. Die Tatsache, dass einzelne Exemplare eventuell noch in Antiquariaten verfügbar sind, soll keine Rolle spielen. Digitale Nutzungen sind, nachdem die Zustimmung der Rechteinhaber eingeholt wurde, vor allem für Zwecke vorgesehen, die nicht direkt oder indirekt kommerziell sind. Für die Lizenzvergabe sind Verwertungsgesellschaften zuständig. Die Höhe von Vergütungen sollen die jeweiligen Vertragspartner im gegenseitigen Einverständnis festlegen. Beim grenzüberschreitenden Zugang zu digitalen Bibliotheken sieht das Übereinkommen Möglichkeiten zur Beschränkung von Lizenzen und spezielle Verfahrensregeln vor (nach: heise online vom 22.09.2011).
Projekt ARROW: Jaeger, Thomas; Kolbe, Ines. „Das Projekt ARROW – Ein Resümee.“ Dialog mit Bibliotheken 2011/2. S.22-31.
Erklärtes Ziel des EU-geförderten Projekts ARROW = Accessible Registries of Rights Information and Orphan Works towards Europeana (http://www.arrow-net.eu/) ist es, für Bibliotheken die Ermittlung von Urheberrechtsinhabern an vergriffenen Werken zu erleichtern und dabei zugleich ein europaweites Nachweisregister verwaister Werke zu schaffen. Dies sollte durch die Errichtung einer verteilten „Rechteinformations-Infrastruktur“ erreicht werden. Eine solche Infrastruktur kann verhindern, dass urheberrechtlich geschützte Werke aus der Wahrnehmung zukünftiger Nutzergenerationen verschwinden, weil keine Instrumente zur Verfügung stehen, um sie in zeitgemäßer Form, nämlich als digitale Angebote, verfügbar zu machen. Die beiden Autoren stellen das Projekt vor und beschreiben den Prozess der Rechteklärung via ARROW.
Fernuniversität Hagen vs. Alfred Kröner Verlag: Am 27.09.2011 hat der 17. Zivilsenat des Landgerichts Stuttgart sein Schlussurteil im Musterprozess zu § 52a UrhG gefällt. Es ging um eine Klage des Alfred Kröner Verlags gegen die Fernuniversität Hagen. Stein des Anstoßes war die elektronische Nutzung des Buches „Meilensteine der Psychologie“, das die Fernuniversität in gedruckter Form in ihren Beständen hat. Im Dezember 2010 hatte der Verlag mit Unterstützung des Börsenvereins Klage gegen die Fernuniversität eingereicht, weil diese den Teilnehmern an einem Psychologie-Kurs im Fernstudium den Zugriff und die Speichermöglichkeit von 91 Seiten (= circa 20 %) des erwähnten Buches ermöglicht hatte. Das Landgericht hat der Klage nicht gänzlich, aber weitgehend entsprochen: Streitpunkt ist die im Gesetz angegebene Menge der erlaubten Nutzung als „veröffentlichte kleine Teile eines Werkes“ und vor allem, ob die Erlaubnis der „öffentlichen Zugänglichmachung“ auch das Herunterladen, Speichern und Ausdrucken mit einschließt, und wenn ja, in welchem Umfang. Nach dem vorliegenden Urteil darf die Fernuniversität Hagen zum Herunterladen und Speichern für die Kursteilnehmer nur drei Seiten bereitstellen; insgesamt darf sie zum Ausdruck 48 Seiten bereitstellen. Das entspricht den 10 %, die in der Literatur oft als (untere) Grenze für die Interpretation der „kleinen“ Teile angesehen werden (nach Rainer Kuhlen: Netethics. Portal zur Informationsetik vom 04.10.2011). Auch Armin Talke, Fachreferent für Rechtswissenschaften an der Staatsbibliothek zu Berlin, kommentiert in einem Gastbeitrag für die Plattform infrastruktur urheberrecht für wissenschaft und bildung (iuwis) das Urteil (http://www.iuwis.de/lg_stuttgart_52a).
TU Darmstadt vs. Ulmer: Seit der letzten großen Reform des Urheberrechts im Jahre 2008 dürfen Bibliotheken Bücher, die sie im Bestand haben, auch digitalisieren und innerhalb der Bibliotheksräume ihren Lesern zur Verfügung stellen. Damit wollte der Gesetzgeber zeitgemäßen Nutzungsformen Rechnung tragen und die „Medienkompetenz der Bevölkerung“ fördern. Der § 52b des Urheberrechtsgesetzes, der diesen zusätzlichen Bibliotheksservice gestattet, war allerdings von Anfang an sehr umstritten. Wichtige Streitfragen betreffen die Berechtigung zur Digitalisierung der Bücher und das Ausdrucken oder Speichern der digitalen Buchkopien. Während einige Verlage meinen, Digitalisierungen seien generell nur mit ihrer vorherigen Genehmigung erlaubt, betonen die Bibliotheken, dass die neue Regelung dann völlig sinnlos wäre. Während die gleichen Verlage finden, die Regelung würde nur das Lesen am Bildschirm gestatten, argumentiert der dbv, im gleichen eng begrenzten Umfang wie auch bei gedruckten Büchern müsse das Ausdrucken und Speichern gestattet sein. Die UB der TU Darmstadt hat als eine der ersten Bibliotheken davon Gebrauch gemacht. Bereits seit Anfang 2009 stellt sie ihren Leserinnen und Lesern ausgewählte Bücher aus ihrem Bestand auch elektronisch zur Verfügung. Dagegen hatte der Ulmer Verlag, stellvertretend für den Börsenverein des Deutschen Buchhandels, Klage eingelegt und eine Einstellung der neuen Dienstleistung verlangt. Mit Unterstützung des dbv und in Abstimmung mit der Hochschulrektorenkonferenz hat sich die TU Darmstadt dieser Forderung nicht gebeugt. Erwartungsgemäß hat der Ulmer Verlag Klage erhoben. In erster Instanz hat das Landgericht in Frankfurt geurteilt, die Digitalisate seien zwar auch ohne Genehmigung des Verlags erlaubt, eine Textübernahme, auch im Rahmen eines Zitats, sei aber nur durch Abschreiben per Hand (!) gestattet. Beide Parteien – sowohl die TU Darmstadt als auch der Ulmer Verlag - haben nach dem erstinstanzlichen Urteil die Sprungrevision zum Bundesgerichtshof beantragt (nach der Pressemitteilung des dbv vom 21.04.2011: "Bibliotheken sind keine Skriptorien").
Gute Chancen für Vergleich im Google-Buchsuche-Vergleich: Die Parteien des Google-Buchsuche-Vergleichs haben noch eine letzte Frist, eine gütliche Einigung zu erzielen. Bei einer Anhörung in New York Mitte September 2011, der Status Conference, legte Richter Denny Chin laut „Publishers Weekly“ zwar einen Fahrplan für die Rückkehr zum streitigen Verfahren fest, bis zum Eintritt der ersten Frist am 12.12.2011 kann aber noch weiter über den Vergleich verhandelt werden. Die Gruppenklage der Beschwerdeführer (Verlegerverband AAP und Autorenverband Authors Guild) müsste bis zum 12.12.2011 beim Gericht eingegangen sein. Der AAP-Anwalt informierte Richter Chin darüber, dass die Verleger und Google den Vergleich entscheidend vorangebracht hätten und gab der Hoffnung Ausdruck, dass die ausstehenden Probleme noch zu lösen seien. In diesem Falle wären die Vorbereitungen für das streitige Verfahren nur „theoretisch“. Unklar ist noch, ob Chin die Klage des Autorenverbands vom gemeinsamen Verfahren abtrennt, weil offenbar in den Verhandlungen zwischen den Autoren und Google geringere Fortschritte als zwischen Verlegern und Google erzielt worden seien. Für den Fall, dass es zum Prozess kommt, rechnen die Beteiligten damit, dass etwa im Juli 2012 verhandelt würde (nach Börsenblatt online vom 16.09.2011).
Autorenverbände verklagen US-Unis wegen Google Books: Die US-Autorenvereinigung Authors Guild und ihre Partnerorganisationen in Australien und Kanada gehen nach einer Meldung von heise online vom 14.09.2011 gerichtlich gegen die Digitalisierungsprojekte von fünf US-Universitäten vor, die diese zusammen mit Google betreiben. Die vor einem Bundesgericht in New York eingebrachte Klage wirft den Hochschuleinrichtungen vor, von Google unautorisiert die Scans von rund sieben Millionen geschützter Bücher erhalten zu haben. Die Rechte daran lägen in den Händen von Autoren. Besonderer Stein des Anstoßes der Autorenverbände und einzelner Autoren ist der von der University of Michigan eingerichtete Hathi Trust (http://www.hathitrust.org/), ein zentrales Archiv der für Google Books digitalisierten Werke. Darüber sollen von Oktober 2011 an erste Bücher zugänglich gemacht werden, deren Urheber nicht mehr ausfindig zu machen sind. Der Hathi Trust hat mithilfe von Google Millionen Bücher aus Bibliotheken eingescannt. Hathi Trust wird von 50 Institutionen getragen und hat bereits eine Sammlung von zehn Millionen digitalen Titeln.
Zehn Gebote des Urheberrechts: Klaus Graf hat die zehn Gebote des Urheberrechts, die allerwichtigsten Grundsätze des deutschen Urheberrechts, in seinem Archivalia-Blog veröffentlicht (http://archiv.twoday.net/stories/34631680/). Folgende Faustregeln sind auf alle Fälle zu beachten (in Auswahl): Die Regelschutzfrist (in Deutschland und der EU) beträgt 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers. / Du sollst keine Dateitauschbörsen nutzen! / Du sollst keine Bilder oder Stadtplanausschnitte aus dem Internet klauen und auf öffentlichen Seiten weiterverbreiten! / Freie Inhalte nutzen! / Keine Angst vor dem Staatsanwalt (das Risiko einer strafrechtlichen Verfolgung ist vernachlässigbar; sehr viel unangenehmer können empfindliche zivilrechtliche Abmahnungen werden).
Online-Befragung zum Urheberrecht: Das Aktionsbündnis Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft hat mit Unterstützung des Deutschen Bibliotheksverbandes (dbv), der Deutschen Rektorenkonferenz (HRK) und der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften eine Online-Befragung zum Urheberrecht durchgeführt. Befragt wurden Personen aus der Hochschulforschung, der öffentlich finanzierten außeruniversitären Forschung, der Industrieforschung, aus Bibliotheken, Museen und Archiven, Lehrende und Studierende sowie Personen aus der Wissenschaftsinfrastruktur, den Medien und der Politik. Unter den 2.519 Rückläufen waren 1.653 vollständig ausgefüllte Fragebögen. Die Einschätzungen der Praktiker und Experten aus Bildung und Wissenschaft sprechen für sich: 92,1 % der Befragten sind mit den Regelungen in § 52a UrhG (Wissenschaftsschranke) unzufrieden, 94,4% mit § 52b UrhG (Wiedergabe von Werken aus Bibliotheken) und 89,5% mit § 53a UrhG (Kopienversand auf Bestellung). Vor allem bei § 52a UrhG darf der Gesetzgeber sich ihrer Meinung nach nicht auf die Aufhebung der bestehenden Befristung bis Ende 2012 beschränken: Die jetzigen restriktiven Nutzungsbedingungen sind nicht praktikabel. Bei allen Bildung und Wissenschaft betreffenden Regelungen muss die Nutzung publizierter Werke in jedem Fall genehmigungsfrei erfolgen. Sollte der Gesetzgeber weiter an einer Vergütungsverpflichtung für die Nutzung festhalten, obwohl diese von der Mehrheit der Befragten abgelehnt wird, müssen die nötigen Mittel von den Trägern der Einrichtungen aufgebracht werden. Die befragten Praktiker fordern mit großer Mehrheit, zur Stärkung der Autorenrechte ein unabdingbares (nicht-kommerzielles) Zweitverwertungsrecht zügig gesetzlich zu verankern. Eine ausführliche Auswertung der Umfrage kann von der Website des Aktionsbündnisses Urheberrecht abgerufen werden (http://www.urheberrechtsbuendnis.de/befragung2011-auswertung1.pdf).
Göttinger Urheberrechtstagung 2011: Am 15.11.2011 findet die nächste Göttinger Urheberrechtstagung statt. Die Tagung wird sich schwerpunktmäßig mit dem (geplanten) Dritten Korb des Urheberrechts beschäftigen. Das ausführliche Programm steht unter http://urheberrechtstagung.de/?page_id=23 zum Abruf bereit.
Urheberrechts-Workshop in der British Library: Am 27.05.2011 fand der bisher letzte Workshop des European Network for Copyright in Support of Education and Science (ENCES) unter dem Titel „Copyright Fit for the Internet - National and International Strategies to Support Education and Research“ in der British Library in London statt. Zwei Themen standen im Mittelpunkt des Workshops: - der gerade in Großbritannien erschienene Hargreaves Report mit dem Titel „Digital Opportunities“ (http://www.ipo.gov.uk/ipreview.htm), der den Einfluss des Urheberrechts auf Wachstum und Innovation untersucht, und - Ähnlichkeiten und Unterschiede verschiedener nationaler Urheberrechtsgesetze in Europa. Die Veranstaltung ist auf den ENCES Webseiten (http://www.ences.eu/workshop-11-london/) dokumentiert. Die Folien sowie die Audioaufnahmen der gehaltenen Vorträge sind unter http://www.ences.eu/workshop-11-london/documentation-of-the-workshop/ zu finden.
BLB Karlsruhe digitalisiert Historischen Katalog
Die Badische Landesbibliothek (BLB) <31> in Karlsruhe hat ihren „Historischen Katalog“ 1872-1942 digitalisiert und auf ihrer Homepage zur Benutzung bereit gestellt (http://ipac.blb-karlsruhe.de). Der Katalog wurde 1872 begonnen und bis zur Zerstörung der Landesbibliothek am 03.09.1942 durch einen Bombenangriff fortgeführt. Mit der Zerstörung des Gebäudes wurde der Gesamtbestand der BLB, damals 367.000 Bände, mit Ausnahme der bereits ausgelagerten mittelalterlichen Handschriften und Frühdrucke vernichtet. Auch die 69.000 Bände umfassende Sammlung des badischen Regionalschrifttums ging verloren. Nur der Katalog blieb erhalten, war aber seitdem für die Öffentlichkeit nur noch im Ausnahmefall zugänglich. Mit Mitteln aus dem Landesrestaurierungsprogramm des Landes Baden-Württemberg wurde er 2010 instandgesetzt, die Katalogkarten wurden gereinigt und ausgebessert und die Schubkästen repariert. Die BLB beschloss, die Katalogschränke im Lesesaalbereich museal aufzustellen. Weiterhin wurden die 300.353 Katalogkarten digitalisiert und zum webfähigen Image-Katalog aufbereitet. Der Katalog steht jetzt als Quelle für historische Fragestellungen und als bibliographisches Arbeitsinstrument im World Wide Web zur Verfügung.
Weitere Infos zum Thema Fernleihe, Dokumentlieferung und Internet-Recherche
Die AG Leihverkehr hat folgende Empfehlungen verabschiedet:
•	Die Zulassung von Bibliotheken privater Hochschulen zum Leihverkehr soll nur dann erfolgen, wenn die Hochschule als Teil des Ausbildungssystems der Bundesrepublik Deutschlands staatlich anerkannt ist. Es gelten die Bestimmungen der LVO, insbesondere die Vorgaben des § 2,1 LVO. Demnach muss die Bibliothek u. a. öffentlich zugänglich sein und muss die personellen Voraussetzungen für die Durchführung der Fernleihe erfüllen.
•	Den am Leihverkehr teilnehmenden Bibliotheken wird empfohlen, künftig deutschlandweit auf Schließzeiten zu Weihnachten und zum Jahreswechsel zu verzichten. Die Bibliotheken in allen Verbünden sollen sich für die Feiertage von der Online-Fernleihe abmelden. Die Verbundzentralen sollen Bestellmasken oder Login-Bildschirme mit dem Hinweis versehen, dass aufgegebene Bestellungen erst nach den Feiertagen wieder bearbeitet werden können und insgesamt mit einer längeren Bearbeitungszeit gerechnet werden muss.
Die Datenbank des Südwestdeutschen Bibliotheksverbundes (SWB) (http://swb.bsz-bw.de/DB=2.1/) enthielt im August 2011 55,6 Mio. Bestandsnachweise und rund 16,2 Mio. Titelnachweise.
Unter der Adresse http://swb.bsz-bw.de/DB=2.114/ findet sich eine Sicht auf die SWB-Verbunddatenbank, die eine komfortable Recherche über die Personennamendatei (PND) ermöglicht. Während die ebenfalls vom BSZ angebotene OSWD (= Online-SWD) die unter http://swb.bsz-bw.de/DB=2.104/) zu finden ist, lediglich diejenigen Personen verzeichnet, die für die Sacherschließung bei der Verbundkatalogisierung der Bibliotheken genutzt werden, bietet die OPND (= Online-PND) Zugriff auf alle individualisierten Personen der PND und die individualisierten Personen, die nur im SWB vorhanden sind. Die OPND wird online aus der PND der Katalogisierungsdatenbank des Südwestdeutschen Bibliotheksverbundes (SWB) aktualisiert. Ausführlichere Informationen zur OPND stehen unter https://wiki.bsz-bw.de/lib/exe/fetch.php?media=v-team:opnd.pdf.
Im August 2011 hat das BSZ in der SWB-Verbunddatenbank circa 950.000 Titel mit RVK-Notationen angereichert. Damit sind nun insgesamt 4.011.362 Titel in der SWB-Verbunddatenbank mit RVK-Notationen versehen.
Vor Kurzem wurden die vom BSZ an OCLC gelieferten Daten der Goethe-Institute in den WorldCat übernommen. Von den circa 318.000 gelieferten Titelsätzen, zu denen das BSZ über eine Tabelle die entsprechenden WorldCat-Institution-Symbols erzeugt hat, wurden circa 98.000 Titelsätze neu in WorldCat angelegt, der Rest wurde auf vorhandene Titelsätze in WorldCat gematcht und die Sigel angefügt.
Im SWB ist seit einiger Zeit die detaillierte Erschließung von Handschriften-Spezialbeständen möglich: Handschriften bzw. deren Digitalisate konnten bisher in der Regel nur in Form eines Kurzkatalogisats im SWB erfasst werden. Ab sofort besteht zusätzlich die Möglichkeit, Handschriften ausführlicher im SWB zu katalogisieren. Dafür wurden im SWB-Datenformat des Titelbereichs Erweiterungen vorgenommen, die eine genaue Beschreibung der Vorlage gemäß den Anforderungen der Handschriften-Erschließung ermöglichen. Eine Anwendung der ausführlichen Handschriften-Beschreibung erfolgt im Projekt Bibliotheca Laureshamensis - digital: Virtuelle Klosterbibliothek Lorsch an der UB Heidelberg (http://www.bibliotheca-laureshamensis-digital.de/). Dort werden die auf circa 70 Bibliotheken verstreuten Handschriften des Klosters Lorsch digitalisiert, im SWB katalogisiert und in einem Koha-OPAC gemeinsam präsentiert. Eine Beschreibung dieser Formaterweiterungen sowie einige Beispiele finden sich in dem neuen Kapitel des Katalogisierungshandbuchs „Handschriften und Handschriften-Digitalisate“ (http://verbund-swop.bsz-bw.de/volltexte/2011/325/).
Zum diesjährigen Themenschwerpunkt veranstaltete nestor, das deutsche Kompetenznetzwerk zur digitalen Langzeitarchivierung, ein vom Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg, BSB München und Deutscher Nationalbibliothek gemeinsam organisiertes Expertengespräch zur Archivierung von Websites in der Deutschen Nationalbibliothek (DNB) in Frankfurt am Main. Am 13.04.2011 lieferte der Workshop eine erste Bestandsaufnahme der derzeitigen Situation im deutschsprachigen Raum und ermöglichte den Teilnehmern einen breit angelegten Erfahrungsaustausch zu technischen, organisatorischen und rechtlichen Fragestellungen rund um das Thema Webarchivierung. Ein ausführlicher Bericht über das Treffen, an dem 28 eingeladene Vertreterinnen und Vertreter aus Bibliotheken und Bibliotheksverbünden, Staatsarchiven, Archiven von Kommunen, politischen Stiftungen, Universitäten und Rundfunkanstalten teilnahmen, ist auf der nestor-Homepage unter dem Titel „Collect now – Ask later why!?“ verfügbar (http://files.d-nb.de/nestor/berichte/nestor_WS_Websitearchivierung_14_04_2011.pdf).
Nach der Zusammenlegung der bisherigen BSZ-Arbeitsbereiche Museen und Archive und Digitale Bibliothek ist ein Name für den neu entstandenen Bereich gefunden worden. Er lautet MARE (= Museen, Archive und Repositorien). Die Zusammenlegung ist auch deshalb erfolgt, da die Verwaltung, Speicherung und Präsentation von Repositorien (Langzeitarchivierung, Digitalisierung, Hochschulschriftenserver) die Zielgruppen Bibliotheken, Archive und Museen ohnehin verbindet und diese an die Anforderungen zukünftiger Entwicklungen angepasste Organisationsstruktur den Empfehlungen des Wissenschaftsrats und der DFG entspricht, die den Repositorien einen wichtigen Platz in der Informationsversorgung zuweisen. Alle damit verbundenen Umstrukturierungen und Umbenennungen der Webseiten und der Info-Materialien werden Schritt für Schritt vorgenommen.
Das renommierte Mathematische Forschungsinstitut Oberwolfach hat in Zusammenarbeit mit dem BSZ das Oberwolfach Digital Archive (ODA) aufgebaut und - vorläufig in einer Beta-Version - über die URL http://oda.mfo.de zugänglich gemacht. Das Archiv enthält digitalisierte Dokumente und Berichte der Oberwolfacher Workshops, die bis ins Jahr 1944 zurückreichen. Drei Dokumenttypen werden präsentiert: - Tagungsberichte mit maschinenschriftlichen Abstracts zu den Vorträgen am Institut, - Vortragsbücher mit handschriftlichen Zusammenfassungen der Vorträge am Institut, - Gästebücher mit Listen der Workshop-Teilnehmer mit ihren Unterschriften. Technisch wird das Oberwolfach Digital Archive (ODA) beim BSZ gehostet und entwickelt. Erschlossen werden die Titel im SWB-Verbund. Über SWBcontent ist die einfache und erweiterte Suche sowie Browsing im Archiv möglich. ODA befindet sich in stetiger Weiterentwicklung. Bis Ende des 1. Quartals 2012 soll die Arbeit abgeschlossen sein und die vollständige Funktionalität zur Verfügung stehen. Die Realisierung von ODA wurde möglich durch die DFG, die das Projekt in vollem Umfang fördert.
Mit dem Hochschulschriftenserver für die Hochschule Heilbronn ist am 22.08.2011 die einundzwanzigste OPUS-Installation am BSZ in Betrieb gegangen. Die Bibliothek der Hochschule Heilbronn <840> wird die Anwendung für Arbeiten aus dem Studiengang MI (Medizinische Informatik) einsetzen. Die Veröffentlichung übernimmt die Bibliothek; zur Recherche ist der Server unter http://opus.bsz-bw.de/hshn/ frei zugänglich. Die Anwendung basiert, wie alle bislang beim BSZ gehosteten Hochschulschriftenserver, auf der Version 3.3 der OPUS-Software. Die Erweiterungen, die von der UB Stuttgart kürzlich in der Version 3.2.1 vorgenommen wurden, wird das BSZ zügig auf die Version 3.3 nachziehen. Parallel baut das BSZ einen OPUS-Server auf Basis der Version 4.1.2 für das Wuppertal-Institut auf. Die Konfiguration der Pilotanwendung ist weitgehend abgeschlossen. Nach dem Altdaten-Import soll der Server im Herbst in Betrieb genommen werden.
Durch eine Änderung des zwischen dem Deutschen Bibliotheksverband (DBV) und dem BSZ geschlossenen Kooperationsvertrag über den Betrieb der Deutschen Internetbibliothek (DIB) konnte eine kostenfreie Teilnahme für aktive und passive Teilnehmer an der DIB erreicht werden. - Aktive Teilnehmer ohne lokales Web-Formular: Diese Kategorie der aktiven Teilnehmer nimmt an der zentralen Fragebearbeitung und an der Pflege des Linkkataloges teil, nutzt jedoch kein bibliotheksspezifisches, lokales Web-Formular. Das DIB-Auskunftsformular kann auf den Web-Seiten der Bibliothek eingebunden werden. - Passive Teilnehmer haben das Recht, das DIB-Auskunftsformular auf der eigenen Website direkt einzubinden. Passive Teilnehmer erhalten Informationen und Werbematerial.
Die Vorträge der BSZ-KollegInnen Katrin Fischer (Open-Source-Bibliothekssysteme am Beispiel von Koha) und Christof Mainberger (OPUS Entwicklung und Perspektive) auf dem 100. Deutschen Bibliothekartag vom 07. bis 10.06.2011 in Berlin sind auf dem BIB-OPuS-Server (http://www.bib-info.de/verband/publikationen/opus/berlin-2011.html) zu finden.
Im Zuge der Migration nach http://www.bodenseebibliotheken.eu wird das Linkverzeichnis Kulturraum EUREGIO Bodensee (KEBweb), das unter der URL http://www.bodenseebibliotheken.eu/links/index.html abrufbar ist, vollständig überarbeitet. Das bereits seit 1994 vom BSZ gepflegte Linkverzeichnis bietet die älteste und größte Sammlung von Kulturinformationen aus der Bodenseeregion im World Wide Web. Im Webauftritt des Vereins der Bodenseebibliotheken hat es eine adäquate Heimat gefunden, die auch der Vollständigkeit sowie der Sicherung der Nachhaltigkeit dient. Dabei wurde auf Bereiche wie Sport und Gesundheit verzichtet, um dafür bei Themen wie Bibliotheken, Archiven und Museen sowie bei Grenzüberschreitenden Kooperationen möglichst Vollständigkeit zu erzielen. Einen zentralen Einstieg bietet das geografische Verzeichnis, in dem alle Orte der Region erschlossen sind (http://www.bodenseebibliotheken.de/links/orte/index.html).
Klaus Graf hat in seinem Archivalia-Blog eine Zusammenstellung der im Internet kostenfrei einsehbaren Findmitteldatenbanken und Online-Findmittel in Deutschland veröffentlicht (http://archiv.twoday.net/stories/34629282/). Neben den staatlichen Archiven hat Graf auch die wichtigsten Stadtarchive berücksichtigt, nicht jedoch die Kreis- und Universitätsarchive. Aufgenommen wurden regionale Wirtschaftsarchive und Kirchenarchive auf Bistums- und Landeskirchenebene (sowie das Zentralarchiv zur Erforschung der Geschichte der Juden in Deutschland in Heidelberg). Alle weiteren Archivsparten wurden ignoriert. Für Baden-Württemberg wurden die Findbücher des Landesarchivs und seinen sieben Standorten in Freiburg, Karlsruhe, Ludwigsburg, Neuenstein, Sigmaringen, Stuttgart und Wertheim berücksichtigt (https://www2.landesarchiv-bw.de/ofs21/suche/). Eine Liste der wichtigsten Findbuchdatenbanken landesweit hat Graf unter http://archiv.twoday.net/stories/29744207/ bereit gestellt. Aufgenommen wurden die Stadtarchive der Großstädte Freiburg, Heilbronn, Mannheim, Reutlingen, Stuttgart und Ulm. Wegen ihrer historischen Bedeutung sind auch die Stadtarchive von Esslingen, Konstanz, Ravensburg, Rottweil und Schwäbisch Hall überprüft worden.
Seit 2010 gibt es in Freiburg das Deutsche Musicalarchiv (http://www.deutsches-musicalarchiv.de/). Es ist am Deutschen Volksliedarchiv, einer Forschungseinrichtung des Landes Baden-Württemberg, beheimatet. Den Grundstock des Archivs bildet die Privatsammlung des Theaterwissenschaftlers Wolfgang Jansen (Berlin). Mit dem Erwerb durch das Land wurde die Sammlung in öffentliche Hände überführt und steht der Forschung zur Verfügung. Im Deutschen Musicalarchiv können auch Noten und Textbücher der meistgespielten Stücke an deutschsprachigen Theatern eingesehen werden. Sie stammen von den Verlagen Musik und Bühne (Wiesbaden), Felix Bloch Erben (Berlin) und Gallissas (Berlin).
Seit dem 01.01.2011 ist die Bibliothek des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher-Sinti-Roma e. V. <He 202> nach telefonischer Terminvereinbarung öffentlich zugänglich. Sie umfasst circa 12.000 Medieneinheiten, darunter 10.000 Bücher und 2.000 Audioeinheiten. Schwerpunkte sind die deutschsprachige Literatur zu Sinti und Roma und allgemeine deutschsprachige Literatur zum Nationalsozialismus. Internationale Literatur zu Sinti und Roma liegt in Auswahl vor. Die Bibliothek ist montags bis freitags von 9.00 Uhr bis 13.00 Uhr als Präsenzbibliothek geöffnet. Die Anschrift der Einrichtung lautet: Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma e. V., Bremeneckgasse 2, 69117 Heidelberg (Tel. 06221-981102, E-Mail info@sintiundroma.de).
Die UB Heidelberg <16> bietet die Möglichkeit, ihre Ausstellung „625 Jahre Forschung und Lehre an der Ruperto Carola“ (http://www.ub.uni-heidelberg.de/allg/benutzung/bereiche/handschriften/625jahre2011/Welcome.html), die noch bis zum 04.12.2011 zu sehen ist, auch virtuell zu besuchen.
Die Stiftung Kulturgut Baden-Württemberg unterstützt die UB Heidelberg <16> mit rund 122.000 Euro. Das Geld fließt in ein Projekt zur Erschließung von etwa 900 Urkunden aus der Pfalz und Oberschwaben (http://www.ub.uni-heidelberg.de/helios/digi/urkunden/welcome.html) aus der Zeit vom 12. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts. Sie werden nach aktuellen wissenschaftlichen Standards erfasst, digitalisiert und online bereitgestellt.
Seit Kurzem ist die UB Heidelberg auch in Facebook vertreten (http://de-de.facebook.com/ubheidelberg).
Die neue Ausgabe des Newsletters Masala Nr.3.Juli 2011 (http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/savifadok/volltexte/2011/1792/) von Savifa, der Virtuellen Fachbibliothek Südasien (http://www.savifa.uni-hd.de/), der von der Bibliothek des Südasien-Instituts <16/77> in Heidelberg herausgegeben wird, rückt den indischen Dichter Rabindranath Tagore in den Mittelpunkt. Masala nimmt den 150. Geburtstag Tagores im Mai 2011 zum Anlass, seine Rezeption in Deutschland ausführlich zu beleuchten (Martin Kämpchen: Rabindranath Tagore in Deutschland – eine literarische Entdeckungsreise), erinnert an den Briefwechsel zwischen Tagores Übersetzerin, Helene Meyer-Franck, ihrem Mann Heinrich Meyer-Benfey sowie Rabindranath Tagore und porträtiert Tagore als Pädagogen (Arabella Unger: Seiner Zeit weit voraus – Tagore als Pädagoge). Außerdem informiert der Newsletter über Neuigkeiten aus dem Sondersammelgebiet Südasien, Neuerscheinungen auf SavifaDok (http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/savifadok/), dem Open Access-Dokumentenserver für die Südasienwissenschaften, und stellt die Neuerwerbungen der Bibliothek des Südasien-Instituts vor. Masala Nr. 4 vom Oktober 2011 (http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/savifadok/volltexte/2011/1980/) widmet sich anlässlich der Frankfurter Buchmesse den Indischen Literaturen (u. a. in den Sprachen Malayalam, Kannada und Tamil). Außerdem wird wieder über Neuerscheinungen auf SavifaDok informiert, und Neuerwerbungen der Bibliothek des Südasien-Instituts werden vorgestellt.
Das Fachinformationszentrum Karlsruhe (FIZ Karlsruhe) – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur GmbH (http://www.fiz-karlsruhe.de/) wurde im Rahmen der turnusmäßigen Evaluierung aller Leibniz-Institute vom Senat der Leibniz-Gemeinschaft bewertet. Insbesondere wurde geprüft, ob die Voraussetzungen für die gemeinsame Förderung durch Bund und Länder noch erfüllt sind. Ergebnis: Das FIZ Karlsruhe wird vom Senat der Leibniz-Gemeinschaft als überaus erfolgreiche Einrichtung eingeschätzt, die Fortsetzung der gemeinsamen Förderung durch Bund und Länder wird empfohlen (vgl. dazu die Pressemitteilung 15/2011 vom 13.07.2011).
Der Karlsruher Virtuelle Katalog (KVK) ist 15 Jahre alt geworden (http://www.ubka.uni-karlsruhe.de/kvk.html). Im Sommer 1996 ging der KVK an den Start. Damit war er der erste virtuelle Gesamtkatalog im World Wide Web, der die Möglichkeit bot, in den Beständen mehrerer Bibliotheksverbünde und Gesamtkataloge mit einer einzigen Suchanfrage zu recherchieren. Bis dahin waren im deutschen Bibliothekswesen die bibliographischen Nachweissysteme nur separat nutzbar.
Der Rechnungshof des Landes Baden-Württemberg hat nach einer Meldung der duz vom 19.08.2011 empfohlen, dass die Pädagogische Hochschule Karlsruhe (PH) ihre Selbstständigkeit verliert. In der Denkschrift 2011 (http://www.rechnungshof.baden-wuerttem-berg.de/fm7/976/Denkschrift%202011.pdf) heißt es auf der Seite 182ff, die PH solle mittelfristig in das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) eingegliedert wer¬den. In ihrer jetzigen Form sei sie zu ineffizient. Am KIT könne sie als teilautonome School of Education ausgestaltet werden und ihre Leistungen in Forschung und Lehre stei¬gern. Der Rechnungshof kritisiert unter anderem, an der PH gebe es zu viele Profes¬soren im Verhältnis zu akademischen Mitarbeitern. Bei der Erfüllung der Lehrver¬pflichtungen durch das hauptamtliche wissenschaftliche Personal gebe es zudem umfangreiche Defizite. In einer Stellungnahme in der Denkschrift weist die PH die Kritik weitgehend zurück. Auch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg lehnt eine Eingliederung in das KIT ab.
Die Bibliothek der Universität Konstanz <352> nimmt seit dem 19.09.2011 wieder gebend am überregionalen Leihverkehr der deutschen Bibliotheken teil.
Die Dr.-Erich-Bloch-und-Lebenheim-Bibliothek der Israelitischen Kultusgemeinde Konstanz <Kon 7> hat ein Buchgeschenk der British Library erhalten. Es handelt sich dabei um jiddische Bücher in Originalsprache und hebräischer Schrift, die in nichtwissenschaftlichen Öffentlichen Bibliotheken im deutschsprachigen Raum selten vertreten sind. Der Gesamtbestand der Bibliothek mit dem Schwerpunkt Judaica ist mit über 3.970 Titeln im Online-Katalog des SWB (http://swb.bsz-bw.de/DB=2.1/) nachgewiesen, darunter wissenschaftliche, philosophische und religiöse Bücher, Biografien, geschichtliche Werke, Bücher über Israel, Erzählungen für Kinder und Jugendliche, Aufsätze, Hochschulschriften, Belletristik und Bildbände sowie die wichtigste rabbinische Literatur. Die Bücher aus London werden im Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg katalogisiert. Die Möglichkeit der Katalogisierung in Originalschriften ist im SWB als erstem deutschen Bibliotheksverbund seit Anfang 2009 möglich (vgl. auch dazu Thomas Uhrmann. „Bücherschenkung der British Library für Konstanz“. Buch und Bibliothek 63. 2011. H.7/8. S.514).
Die Stadtbibliotheken Mannheim <1370>, Ludwigshafen <295> und Speyer bieten seit August 2011 ihre gemeinsame Online-Bibliothek metropolbib.de (http://www1.onleihe.de/metropolbib/) an, in der digitale Medien (E-Books, Hörbücher, Videos und Zeitschriften) zum Download zur Verfügung stehen. Die Ausleihe ist kostenlos, den zum Download angebotenen Dateien wird ein „Verfallsdatum“ beigegeben. Nach einer je nach Medium unterschiedlichen Frist verfällt das Recht, die Datei zu nutzen (Digitales Rechte-Management - DRM). Zusätzlich wird darüber informiert, ob die Datei nur auf dem PC oder auch auf anderen Datenträgern genutzt werden darf.
Egon Schwarz, einer der renommiertesten Germanisten der USA, überlässt dem Deutschen Literaturarchiv Marbach seine Sammlung von Briefen, Schriften und Entwürfen. Neben Korrespondenzen mit literarischen und wissenschaftlichen Autoren wie Jurek Becker, Bernhard Blume, Norbert Elias, Käte Hamburger und Ruth Klüger zählen dazu Skripte aus der frühen Exilzeit und Vorstufen seiner Autobiografie. Auch der Nachlass der Kunsthistorikerin Monika Plessner (gest. 2008), die mit dem Philosophen und Soziologen Helmuth Plessner verheiratet war und insbesondere zur afro-amerikanischen Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts geforscht und publiziert hat, geht an das Deutsche Literaturarchiv. Er umfasst ihre New Yorker Tagebücher, ein unveröffentlichtes Typoskript mit Erinnerungen und eine umfangreiche Korrespondenz mit Elisabeth Borchers, Golo Mann, Hans-Georg Gadamer, Max Horkheimer, Alfred Kantorowicz, Lotte Klemperer, Carlo Schmid, George Steiner und Siegfried Unseld. Außerdem gehört die Kernsammlung ihrer Bibliothek zu dem Bestand.
Das Archiv der Universität des Saarlandes hat aus Privatbesitz den Nachlass des Antiquariatsbuchhändlers und Germanisten Fritz Homeyer (1880–1973) und seiner an der Universität des Saarlandes als Professorin für Klassische Philologie wirkenden Ehefrau Helene Homeyer (1898–1996) übernommen.
Die Bibliothek des Wirtschaftsarchivs Baden-Württemberg (WABW) <Stg 256> (https://wabw.uni-hohenheim.de/67960.html) in den Räumen der Universität Hohenheim ist eine Spezialbibliothek zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte des süddeutschen Raumes mit derzeit etwa 50.000 Bänden. Sie beleuchtet die Geschichte der Industrialisierung im 19. Jahrhundert und befasst sich mit Firmen, Orten und Landschaften und ihrem sozialen Umfeld, insbesondere den Arbeits- und Lebensverhältnissen. Die Freihandbibliothek ist eine Präsenzbibliothek, Ortsausleihen sind nach Absprache möglich. Die Sammelgebiete umfassen: Geschichte, Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Betriebs- und Volkswirtschaft. Von besonderem Interesse sind die speziellen Sammlungen: Württemberg und Baden, Firmenzeitschriften, Jahresberichte von Firmen, Vereinen, Verbänden und Industrie- und Handelskammern. Rund 5.000 Festschriften von Unternehmen des Landes befinden sich im Bestand, die ein breites Spektrum unterschiedlicher Qualitätsstufen enthalten: von der Werbebroschüre bis hin zum seriösen wissenschaftlichen Werk. Sie liefern wichtige Daten und Informationen bei Fragen zur Erforschung der wirtschafts- und sozialgeschichtlichen Entwicklung des Landes Baden-Württemberg.
Die EBC-Hochschule (http://www.ebc-hochschule.de/) mit dem Schwerpunkt auf Management- und Wirtschaftsstudiengängen hat am 04.10.2011 in Stuttgart ihren Betrieb aufgenommen. Die private Einrichtung ist bereits mit Standorten in Hamburg, Berlin, Düsseldorf und Dresden vertreten, von den jeweiligen Bundesländern staatlich anerkannt und betreut mehrere Hundert Studierende. In Stuttgart starten die Bachelorstudiengänge Tourismus- und Eventmanagement, Internationales Businessmanagement sowie Mode- und Luxusgütermanagement. Die Studiengebühr beträgt 3900 Euro pro Semester zuzüglich einer Prüfungsgebühr von 180 Euro pro Semester und einer einmaligen Immatrikulationsgebühr von 210 Euro. Das Studium erfolgt in Gruppen von rund 20 Studierenden.
Das baden-württembergische Wirtschafts- und Finanzministerium hat die Baufreigabe für den Neubau der Hochschule der Medien (HdM) in Stuttgart-Vaihingen erteilt. Damit können die Bauarbeiten zum 18,5 Millionen teuren Erweiterungsbau starten. Der Neubau an der Südostseite des bestehenden Gebäudes der HdM umfasst eine Fläche von insgesamt rund 4.200 Quadratmetern und soll Ende 2013 fertig gestellt sein. Unter http://www.hdm-stuttgart.de/neubau kann man die Arbeiten via Webcam verfolgen.
Die Studiengänge Bibliotheks- und Informationsmanagement der Hochschule der Medien in Stuttgart und Informationswissenschaft der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Chur (Schweiz) führten im Sommersemester 2011 das Projekt „Kundenorientierte Bibliothek“ durch. 18 Bachelor-Studierende aus Deutschland und der Schweiz erarbeiteten betriebswirtschaftliche Methoden und Instrumente zur Steigerung der Kundenorientierung und Kundenzufriedenheit. Diese wurden in öffentlichen und wissenschaftlichen Bibliotheken Deutschlands und der Schweiz getestet und auf deren Tauglichkeit in der Praxis überprüft. Konkret handelt es sich um die folgenden Managementinstrumente: - Mystery Shopping (= verdeckte Kundenbeobachtung, die objektive Antworten auf Fragen bezüglich der Dienstleistungsqualität und der Qualitätsmerkmale eines Unternehmens gibt), - Count the Traffic (= Managementinstrument, das speziell für Bibliotheken zur Untersuchung von Nutzeraktivitäten entwickelt wurde und bereits in über 70 öffentlichen und wissenschaftlichen Bibliotheken in Norwegen Anwendung gefunden hat. Count the Traffic kann zur Ressourcenplanung, zum besseren Verständnis der Bibliotheksnutzung und zur Reorganisation der Bibliotheksstrukturen eingesetzt werden, indem offene Zählungen in bestimmten Zeitintervallen durchgeführt und Nutzeraktivitäten sehr genau erfasst werden), - Leistungsstandards und Servicegarantien, - Kundenbindung und Kundenrückgewinnung. Die Website Kundenorientierte Bibliothek beschreibt die Managementmethoden und unterzieht sie einer genauen Analyse (http://www.kundenorientiertebibliothek.de/).
Cranach.net (http://www.cranach.net/) ist die interdisziplinäre Forschungsdatenbank des Cranach Research Institute (cri), einem Projekt des Lehrstuhls für Mittlere und Neuere Kunstgeschichte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart zum künstlerischen Werk Lucas Cranachs des Älteren (http://de.wikipedia.org/wiki/Lucas_Cranach_der_%C3%84ltere), seiner Werkstatt und Umgebung. Der gegenwärtige Schwerpunkt der Projektarbeit liegt auf der Zusammenstellung und Auswertung systematisch erhobener Daten im Bereich der Tafelmalerei. Leider können sich derzeit nur Projektmitarbeiter registrieren und anmelden. Unangemeldeten Benutzern sind lediglich einige Verzeichnisse sowie ausgewählte Artikel zugänglich.
Mitte August 2011 hat die Stadtbibliothek Stuttgart <480> ihr Onleihe-Portal (http://www1.onleihe.de/stuttgart/) gestartet. Damit ist rechtzeitig zur knapp zweimonatigen Umzugsschließung der Zentralbibliothek, die Ende August 2011 begann und am 24.10.2011 mit der Eröffnung der neuen Bibliothek ihren Abschluss findet, die Online-Ausleihe von digitalen Medien möglich. Im Rahmen des Onleihe-Portals besteht für alle Inhaber eines gültigen Ausweises der Stadtbibliothek Stuttgart die Zugriffsmöglichkeit auf eine große Auswahl an digitalen Medien wie eBooks, ePapers, eAudios und eVideos. Die Medien können von zu Hause aus entliehen und auf den heimischen PC heruntergeladen werden.
Auf der Homepage der Stadt Stuttgart ist ein knapp sechsminütiger Film über die neue Stadtbibliothek am Mailänder Platz zu sehen. Der in der Reihe „Stuttgart abgedreht“ entstandene Film gibt einen Einblick in die Räumlichkeiten des Bibliotheksneubaus. Darüber hinaus informiert er in Form von Interviews über das künftige Bibliotheksangebot und -konzept (http://www.stuttgart.de/item/show/275882/1/3/435656?).
An der Universität Stuttgart wird mit dem Zusammenschluss der zentralen Einrichtungen Universitätsbibliothek und Rechenzentrum zum IZUS (= Informationszentrum der Universität Stuttgart) am 01.01.2012 eine neue Organisationsform geschaffen.
In einem Gemeinschaftsprojekt haben die UB Stuttgart <93> und der Computer- und Medienservice der Humboldt-Universität Berlin im Rahmen des SHERPA-RoMEO-Projekts eine Datenbank erarbeitet, die Antworten auf die Frage gibt, was Verlage bei der Selbstarchivierung im Open Access gestatten (http://www.dini.de/wiss-publizieren/sherparomeo/). Die Datenbank hilft dabei, die Standardbedingungen der Verlage bei Open Access-Publikationen für Autoren transparenter zu machen (self-archiving von Pre-Prints bzw. Post-Prints). Dabei werden vier Farbcodes verwendet (weiß, gelb, grün und blau), um die Open Access-Strategien der Verlage voneinander abzuheben. Die Farbcodes wurden im Rahmen des RoMEO-Projekts entwickelt und unterscheiden die jeweiligen Selbstarchivierungs-Rechte. Kürzlich wurde der deutsche SHERPA/RoMEO-Client auf die neue Service-API (= Schnittstelle) der University of Nottingham umgestellt, der federführenden Einrichtung des SHERPA/RoMEO-Projekts. Damit wurden zugleich neue Open-Access-Konditionen übersetzt und die von der Elektronischen Zeitschriftenbibliothek (EZB) Regensburg (http://rzblx1.uni-regensburg.de/ezeit/) auf der deutschen Seite zusätzlich zur Verfügung gestellten Verlagsinformationen auf den aktuellen Stand gebracht. Der SHERPA/RoMEO-Service stellt seit nunmehr fünf Jahren Informationen zu den Open-Access-Bedingungen der Verlage auch in deutscher Sprache bereit. Seit Ende 2009 ist der Service nicht nur über DINI, sondern auch über die Informationsplattform open-access.net (http://open-access.net/) zugänglich.
Hochschulen und wissenschaftliche Einrichtungen haben Ende Juli 2011 einen Trägerverein, den Verein Hochschul- und Wissenschaftsregion Stuttgart e. V., gegründet, um Netzwerke zu bilden und für den Wissenschaftsstandort Stuttgart zu werben. Die Hochschul- und Wissenschaftsregion hat derzeit 18 Mitglieder. Dazu gehören u. a. die Universität Stuttgart, die Hochschule für Technik, die Hochschule der Medien, Hochschule Esslingen, Staatliche Akademie der Bildenden Künste, Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen und Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen Ludwigsburg. Weitere Hochschuleinrichtungen wollen folgen.
Die Württembergische Landesbibliothek (WLB) in Stuttgart <24>, die Badische Landesbibliothek <31> in Karlsruhe und das Landesarchiv Baden-Württemberg erschließen in enger Zusammenarbeit mit dem Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg (BSZ) Websites und Publikationen im Internet aus oder über Baden-Württemberg in BOA - Baden-Württembergisches Online-Archiv (http://www.boa-bw.de/). Die Internet-Publikationen werden dort der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt und für die Zukunft archiviert. Im Webseiten-Archiv der Landesbibliotheken sind derzeit (Stand: Ende Juli 2011) rund 1.450 Dokumente archiviert. Als Recherchemöglichkeiten stehen die einfache Suche, die erweiterte Suche und das Browsen nach Dokumentarten, nach der Systematik der Landesbibliographie und nach der Dewey Decimal Classification zur Verfügung.
Die WLB Stuttgart hat eine Website ins Netz gestellt, die alle Interessierten mit aktuellen Informationen zum geplanten Erweiterungsbau versorgt (http://www.wlb-stuttgart.de/die-wlb/wir-ueber-uns/erweiterungsbau/). Den Anfang macht eine detaillierte Chronik der Planungen.
Die WLB Stuttgart hat eine Website ins Netz gestellt, auf der die weltweit unikalen Inkunabeln in ihrem Besitz (http://www.wlb-stuttgart.de/sammlungen/alte-und-wertvolle-drucke/bestand/inkunabeln/weltweit-unikale-inkunabeln/) aufgeführt sind. Eine weitere Website verzeichnet die deutschlandweit unikalen Inkunabeln im Besitz der Landesbibliothek (http://www.wlb-stuttgart.de/sammlungen/alte-und-wertvolle-drucke/bestand/inkunabeln/deutschlandweit-unikale-inkunabeln/). Der Bestand wurde ermittelt aus den Besitznachweisen der Datenbank Incunabula Short Title Catalogue (ISTC) der British Library. Die WLB beabsichtigt, diese einmaligen Bestände in digitaler Form verfügbar zu machen. Durch ein Versehen wurde in der letzten Ausgabe des ZKBW-Dialog ein Link angegeben, der ins Leere führt.
Auf den Teilseiten zur Sammlung Alte und Wertvolle Drucke der WLB Stuttgart findet man eine Übersicht zu einer besonders seltenen und druckgeschichtlich interessanten Gattung der Inkunabeln, den sogenannten Blockbüchern (http://de.wikipedia.org/wiki/Blockbuch). Auf den Einführungsseiten wird erklärt, was Blockbücher sind, welche Inhalte sie verarbeiten und welche spezifischen Eigenschaften sie besitzen (http://www.wlb-stuttgart.de/sammlungen/alte-und-wertvolle-drucke/bestand/xylographen-einblattdrucke/inhalte-der-blockbuecher/).
Die Bibliothek für Zeitgeschichte (BfZ) in der Württembergischen Landesbibliothek hat eine Übersicht über die Feldzeitungen des Ersten Weltkrieges ins Netz gestellt, die sich in ihrem Bestand befinden. Diese Zeitungen sind derzeit weder im Digikat der WLB (http://www.wlb-stuttgart.de/digikat/imagekataloge_frameset.php) noch in der ZDB nachgewiesen. In ähnlicher Weise sollen in nächster Zeit Nachweise für die Gefangenenlager-Zeitungen des Ersten Weltkrieges sowie für die Feld- und Gefangenenlagerzeitungen des Zweiten Weltkrieges aus den Beständen der BfZ folgen. Die Übersicht steht unter http://snipurl.com/1e396p zur Verfügung.
INKA, der von der UB Tübingen <21> betreute Inkunabel-Katalog deutscher Bibliotheken (http://www.inka.uni-tuebingen.de/), zählt derzeit (Stand: 25.07.2011) 15.935 bibliographische Titel und 67.197 nachgewiesene Exemplare.
Seit März 2011 ist die UB Tübingen <21> auch in Facebook (http://de-de.facebook.com/Universitaetsbibliothek.Tuebingen) vertreten. Sie informiert dort über Neues und Wissenswertes aus der UB und dem Bibliothekssystem.
Sebastian Schultheiß, Doktorand aus Tübingen, sammelt Geheimnisse, die Menschen aus Deutschland ihm anonym auf einer selbstgestalteten Postkarte zuschicken, und veröffentlicht sie im Internet (http://postsecretdeutsch.blogspot.com/). Sein Projekt „Post Secret“ läuft seit mehr als drei Jahren. Vorbild ist ein Kunstprojekt des Amerikaners Frank Warren.
Die SLUB Dresden (http://www.slub-dresden.de/) führt zusammen mit weiteren sächsischen Hochschulbibliotheken ein Projekt zur Retrokonversion von konventionellen Katalogen durch, das durch EU-Mittel gefördert wird. Das Projekt wurde durch die Unterstützung des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst ermöglicht. Projektteilnehmer sind: SLUB Dresden, UB Leipzig, UB der TU Chemnitz, Bibliothek der Hochschule für Musik und Theater „Felix-Mendelssohn-Bartholdy“ Leipzig und Bibliothek der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden. Bis einschließlich Juni 2011 wurden im Rahmen des Projekts bereits über eine Million neue Titel in der SWB-Verbunddatenbank erfasst. Große Teile der Bestände aus der Zeit vor circa 1990 waren bislang nur in konventionellen Zettelkatalogen (oft in für Ungeübte nicht mehr lesbaren Handschriften) nachgewiesen und wurden so von der wissenschaftlichen Öffentlichkeit, insbesondere auch von den Studierenden, kaum mehr wahrgenommen. Die Projekte zur Retrokonversion werden diese Nachweislücke im Online-Katalog des SWB und damit auch in den Online-Katalogen der Bibliotheken schließen und so die vorhandenen Bestände der Bibliotheken sichtbar machen. Nach Auskunft der SLUB Dresden ist als Ergebnis der Retrokonversion bereits eine spürbar wachsende Nachfrage nach dem so erschlossenen Bestand zu verzeichnen.
Die SLUB Dresden <14> hat ein wichtiges Zwischenziel des Retrokonversionsprojekts erreicht: der „Alphabetische Hauptkatalog“ (Blatt-AK) der ehemaligen Sächsischen Landesbibliothek wurde komplett konvertiert. Der sogenannte Blatt-AK verzeichnete auf handschriftlichen Katalogblättern den Bestand der Landesbibliothek aus über 400 Jahren, von den Anfängen im Jahre 1556 bis zum Erscheinungsjahr 1973. Insgesamt umfasste der Katalog rund 790.000 Titelaufnahmen, wovon knapp 314.000 Titel bzw. 460.000 Exemplare in den letzten zwei Jahren elektronisch erfasst worden sind. Wie andere Zettelkataloge der SLUB wurde der Blatt-AK im Jahr 2000 digitalisiert und als Imagekatalog im WWW (http://www.slub-dresden.de/recherche/zettelkataloge/) angeboten. Bis 2013 soll es bei der SLUB Dresden kein Dokument mehr geben, das nicht elektronisch verzeichnet ist.
Die Digitalen Sammlungen (http://www.slub-dresden.de/sammlungen/digitale-sammlungen/) der SLUB Dresden enthalten aktuell (Stand: 11.10.2011) 31.915 Titel bzw. 35.574 Bände. Davon entfallen 15.271 Titel bzw. 15.311 Bände auf Drucke des 18. Jahrhunderts (http://de.wikipedia.org/wiki/VD_18). Mit dieser Zahl führt die SLUB Dresden die Riege der am Projekt VD18 beteiligten Bibliotheken (außerdem Staatsbibliothek zu Berlin, BSB München, SUB Göttingen und ULB Halle) an.
Nach dreijähriger Digitalisierung hat die SLUB Dresden fast vergessene Musik des Barock unter dem Titel „Die Instrumentalmusik zur Zeit der sächsisch-polnischen Union“ ins Internet gestellt. Unter den 1750 Notenhandschriften von fast 200 deutschen und europäischen Komponisten der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts sind auch Kompositionen von Antonio Vivaldi, Georg Philipp Telemann und Johann Friedrich Fasch. Die Noten, die mit Unterstützung der DFG gescannt wurden, stammen aus dem sogenannten „Schrank II“ der Dresdner Hofkapelle. Die Werke umfassen auch Solo-Sonaten, Konzerte und große Orchestersuiten. Die Noten können als PDF-Dateien unter http://www.schrank-zwei.de/willkommen/ kostenfrei heruntergeladen werden.
Ein Blog-Eintrag der SLUB Dresden informiert über den Service EBooks on Demand (EOD), den von der SLUB bereits seit 2008 angebotenen kostenpflichtigen Online-Bestellservice von gemeinfreien Medien. Für alle via EOD verfügbaren Titel findet sich in der Exemplarinformation des SLUB-Katalogs ein bestimmtes Symbol. Über EOD kann ein persönliches Print-Exemplar angefordert werden. Das Print-Exemplar ist unter der URL http://www.slub-dresden.de/service/bestellen-ausleihen/digitalisierung-on-demand/ bestellbar. Jeder bearbeitete Titel erhält eine ISBN und kann nach dem Erstauftrag international und in beliebiger Zahl bei Amazon bestellt und ausgeliefert werden. Für ein Werk mit einem Umfang von bis zu 100 Seiten muss bei der SLUB Dresden pauschal 25 Euro gezahlt werden, für jede weitere Seite werden 20 Cent berechnet, wodurch für ein 200 Seiten starkes Buch z. B. 45 Euro anfallen. Die SLUB Dresden ist neben sechs weiteren deutschen Bibliotheken (Staatsbibliothek zu Berlin, UB der Humboldt-Universität Berlin, UB Greifswald, UB Leipzig, BSB München, UB Regensburg) EOD-Partner von insgesamt dreißig europäischen Lieferbibliotheken. Eine Preisübersicht aller dreißig Bibliotheken steht unter http://books2ebooks.eu/prices.php5 bereit.
Eine an der UB Leipzig <15> geplante Bibliothek der Künste soll die neue Heimat des Tanzarchivs Leipzig (http://www.tanzarchiv-leipzig.de/) werden. Das Konzept sieht vor, dass die Bibliothek der Hochschule für Grafik und Buchkunst sowie die Bibliothek der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn-Bartholdy“ ebenfalls dort integriert werden. Dafür ist ein Erweiterungsbau der UB Leipzig in Planung, in dem die drei Sammlungen untergebracht werden sollen. In der Zwischenzeit wird das Tanzarchiv in frei werdende Räume der Universitätsbibliothek einziehen und als Sondersammlung der UB Leipzig aufgenommen. Das Tanzarchiv Leipzig besitzt wertvolle Bücher, Nachschlagewerke, Tanzzeitschriften und Archivalien, darunter die Nachlässe von Pionieren des modernen Tanzes wie Gret Palucca, Mary Wigman und Uwe Scholz.
Das Bibliotheksforum Bayern (BFB), die Fachzeitschrift für die öffentlichen und wissenschaftlichen Bibliotheken in Bayern, präsentiert sich in einem neuen Outfit im Internet (http://www.bibliotheksforum-bayern.de). BFB informiert mit Fachbeiträgen und Nachrichten über alle Gebiete des öffentlichen und wissenschaftlichen Bibliothekswesens in Bayern. Abrufbar ist die aktuelle Ausgabe ebenso wie das Archiv der seit 2007 erscheinenden Hefte. Neu sind eine Blätterfunktion und umfassende Suchfunktionen.
Im Herbst 2007 erschien die erste Publikation im neu gegründeten Universitätsverlag der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, der University of Bamberg Press (UBP) (http://www.uni-bamberg.de/ubp/). Das Verlagsspektrum der UBP entspricht dem geistes- und sozialwissenschaftlich geprägten Fächerspektrum der Universität. Der Verlag ermöglicht die uneingeschränkte Zugänglichkeit zu wissenschaftlicher Information nach dem Prinzip des Open Access und die optionale parallele Herstellung einer gedruckten Ausgabe. In der University of Bamberg Press sind bis Mitte 2011 rund 280 Dokumente erschienen.
In seinem Archivalia-Blog macht Klaus Graf darauf aufmerksam, dass das Archiv der Lindauer Nobelpreisträger-Tagungen bereits mehr als 150 Vorträge aus den Jahren 1951 bis 2010 enthält (http://archiv.twoday.net/stories/34630876/; nach L.I.S.A. – Das Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung). Das Archiv ist unter der URL http://www.lindau-nobel.org/LecturesOnline.AxCMS?ActiveID=1173 zugänglich.
Seit 2009 wird an der BSB München <12> mit Förderung der DFG ein Projekt zur Erschließung und Digitalisierung der Blockbücher (= Drucke des 15. Jahrhunderts, die im Holzschnittverfahren hergestellt wurden) in bayerischen Sammlungen durchgeführt. Seit Projektbeginn wurden alle bekannten Blockbücher in bayerischen Sammlungen digitalisiert und im Internet zugänglich gemacht, vielfach auf den lokalen Homepages der besitzenden Institutionen. Als weiteren Schritt hin zu einer Gesamtübersicht über die vorhandenen Bestände wurden die Digitalisate in eine gemeinsame Präsentation integriert, die auf der Homepage der Bayerischen Landesbibliothek Online (BLO) zu finden ist (http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/xylographa). Die Präsentation bietet als Ergänzung zu den bisherigen lokalen Angeboten einen strukturierten Zugang zu den Werken, die in Form von mehrseitigen xylographischen Drucken des 15. Jahrhunderts verbreitet wurden. Daneben werden die Blockbücher unter den jeweiligen Vorprovenienzen (insbesondere bayerische Klosterbibliotheken) und den heutigen Aufbewahrungsorten (Sammlungen) aufgelistet (http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/xylographa-werke bzw. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/xylographa-provenienz bzw. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/xylographa-sammlungen). Klaus Graf weist darauf hin, dass in Wikisource (http://de.wikisource.org/wiki/Hauptseite) eine Zusammenstellung von Blockbücher-Digitalisaten und Sekundärliteratur, die online vorliegt, vorhanden ist (http://de.wikisource.org/wiki/Blockb%C3%BCcher). Die Linkliste ist international angelegt (Bodleian Library Oxford, Princeton University Library, Library of Congress); Baden-Württemberg ist mit Blockbüchern der UB Heidelberg prominent vertreten.
Knapp 40.000 retrodigitalisierte Werke mit Bayernbezug aus der Zeit vor 1870 können mit einer neu entwickelten Volltextsuchmaschine der BSB München <12> gezielt nach Begriffen durchsucht werden. Die Titel stammen in erster Linie aus dem Signaturenfach Bavarica, darüber hinaus auch aus den Fächern Politische Zeitungen und Staatstheater sowie aus der Bibliothek der Bayerischen Berg-, Hütten- und Salzwerke AG (BHS). Funktionalitäten wie Autovervollständigen, Näherungssuche, automatische Erkennung von Orts- und Personennamen sowie automatisch erschlossene Inhaltsverzeichnisse erleichtern die Suche. Die Abfrage kann auf einzelne Signaturenfächer eingegrenzt werden. Erstmals zeigt die Vorschau die Treffer in einem Ausschnitt aus dem Originaldigitalisat. Das Angebot ist direkt in die Schnellsuche der Bayerischen Landesbibliothek Online (BLO) eingebunden und kann gemeinsam mit weiteren Ressourcen durchsucht werden. Das Angebot ist über die BLO (http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/bavarica-volltexte), aber auch direkt unter Bavarica-Volltexte (http://bavarica.digitale-sammlungen.de/) erreichbar.
Die Datenbank BSB-Ink online (http://inkunabeln.digitale-sammlungen.de/start.html), die den Inkunabelbestand der BSB München nachweist, ist aktualisiert worden: • Alle bis einschließlich 2010 erworbenen Inkunabeln sind in der Datenbank mit Nachtragsnummern verzeichnet (gezielte Abfrage über das Stichwort „erworben“ im Feld „Provenienz“ oder das Jahr des Erwerbs). Der Zuwachs gegenüber dem gedruckten Inkunabelkatalog (seit 1986) beläuft sich auf insgesamt 158 Ausgaben. • In der „Expertensuche Exemplar“ kann gezielt nach Identifikationsnummern von Buchbinderwerkstätten aus der Einbanddatenbank EBDB (http://www.hist-einband.de/) gesucht werden. • In der „Verknüpften Suche“ gibt es als zusätzliche Option im Pull-down-Menü den Punkt „Volldigitalisate ja/nein“. Wenn hier „ja“ eingetragen ist, ist es möglich, diejenigen Inkunabeln mit einem bestimmten Text, von einer bestimmten Provenienz oder Einbandwerkstatt oder anderen Merkmalen auszuwählen, die bereits als Volldigitalisate vorliegen. So können z. B. über 200 Inkunabeln aus der Bibliothek von Hartmann Schedel gezielt eingesehen werden. • Über 800 mit Holzschnitten illustrierte Inkunabeln wurden ikonographisch erschlossen und sind über die „Bildsuche“ recherchierbar.
Die BSB München hat Mitte September 2011 Leibniz Publik (http://www.leibniz-publik.de/) freigeschaltet, das „Exzellenzportal“ der Leibniz-Preisträger der DFG. Die Publikationsplattform schafft freien Zugang zu ausgewählten Veröffentlichungen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die bis zum Jahr 2005 (erste Phase) mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis ausgezeichnet wurden. Bei vielen Publikationen können die Volltexte im Open Access direkt auf der Plattform genutzt werden. Bei anderen Dokumenten, die auf Leibniz Publik durch Metadaten erschlossen sind, wird auf das kostenfrei bereitgestellte Verlagsangebot verlinkt. In beiden Fällen wird in Übereinkunft mit Autoren und Verlagen der freie Zugang auf urheberrechtlich geschützte Werke für private und wissenschaftliche Nutzung ermöglicht. Bei der jetzt freigeschalteten Startversion sind gut 130 Preisträger mit ihren Texten dabei (maximal zehn). Darunter befinden sich Bücher und Aufsätze von bekannten deutschen Akademikern wie Dieter Lüst, Christoph Markschies oder Michael Stolleis.
Die Erschließung von fachlich relevanten Internetressourcen gehört zu den wichtigsten Aufgaben der Virtuellen Fachbibliotheken. Seit Dezember 2010 wurde ein intuitiv benutzbarer Internetressourcen-Browser als Bestandteil der Virtuellen Fachbibliotheken Propylaeum und b2i entwickelt. Diese Orientierungshilfe bei der Recherche nach Online-Angeboten wurde inzwischen noch nutzerfreundlicher gestaltet und zusätzlich in die Virtuellen Fachbibliotheken Vifarom, historicum.net und ViFaMusik integriert. Die genannten Browsing-Angebote stehen unter folgenden Adressen zur Nutzung bereit: - Wissenschaftsportal b21: http://www.b2i.de/internetressourcen-und-elektr/b2i-guide/, - historicum.net: http://www.historicum.net/home/, - Propylaeum: http://www.propylaeum.de/altertumswissenschaften/internetressourcen/kirke, - ViFaMusik: http://www.vifamusik.de/literatur/internetressourcen.html, - Vifarom: http://www.vifarom.de/guiderom/ (nach dem BSB-Newsletter Nr. 58 2011/09).
Die Staatliche Landesfachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen in Bayern, deren Zentrale sich unter dem administrativen Dach der Bayerischen Staatsbibliothek befindet, hat eine Fachbibliothek (http://webopac.winbiap.net/lfs/index.aspx), die auf die Standorte München, Nürnberg, Regensburg und Würzburg verteilt ist. Sie weist die für das öffentliche Bibliothekswesen relevante Literatur nach und erschließt sie. Die Fachbibliothek unterstützt die Landesfachstelle in ihrer Beratungsarbeit, die Literaturbestände werden aber auch den öffentlichen Bibliotheken in Bayern zur Verfügung gestellt.
Die Datengrundlage des Zeitungsportals ZEFYS an der Staatsbibliothek zu Berlin <1a> ist unlängst entscheidend vergrößert worden. Mit den Images der wichtigsten DDR-Zeitung Neues Deutschland von deren Gründung bis ins Jahr 1990 sowie den Images der Vossischen Zeitung (Ausschnitt 1918–1934) und kleineren Ausschnitten von weiteren 77 Tageszeitungen wurden insgesamt mehr als 400.000 neue Seiten hinzugefügt, die kostenfrei über http://zefys.staatsbibliothek-berlin.de/ zugänglich sind.
Am 12.07.2011 ist das Goettingen Centre for Digital Humanties (GCDH) eröffnet worden, mit dem die Universität Göttingen ihren Schwerpunkt im Bereich der digitalen Geisteswissenschaften weiter ausbaut. Ziel des GCDH ist es, Forschung und Lehre im Bereich der digitalen Geisteswissenschaften in Göttingen, aber auch im internationalen Kontext zu koordinieren, weiter zu entwickeln sowie eine entsprechende Infrastruktur auszubauen. An dem Zentrum sind neben der SUB Göttingen <7> die Sozialwissenschaftliche, die Wirtschaftswissenschaftliche, die Juristische und die Theologische Fakultät beteiligt, die Leitung hat die Philosophische Fakultät. Unterstützt wird das Goettingen Centre for Digital Humanities (http://www.uni-goettingen.de/de/136017.html) durch eine vom deutschlandweiten Forschungsverbund TextGrid (http://www.textgrid.de/) entwickelte virtuelle Forschungsumgebung. Unter der Federführung der SUB Göttingen baut TextGrid seit 2006 eine internetbasierte Plattform für die Kultur- und Geisteswissenschaften auf. Diese virtuelle Forschungsumgebung wird in der Version 1.0 präsentiert, mit der Wissenschaftler erstmals auf diese Werkzeuge und Daten zugreifen und Text-Dateien bearbeiten können.
Der 101. Deutsche Bibliothekartag wird unter dem Motto „Bibliotheken – Tore zur Welt des Wissens“ vom 22. bis zum 25.05.2012 in Hamburg stattfinden. Die Website wurde bereits online gestellt (http://www.bibliothekartag2012.de/). Der Kongress wird im CCH (Congress Center Hamburg) – zentral gelegen zwischen Universität und der Gartenanlage Planten un Blomen – veranstaltet.
Die Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft (ZBW) <206> in Kiel und Hamburg hat in den vergangenen Jahren „mit wichtigen strukturellen Veränderungen auf die dynamischen Entwicklungen in den Informationstechnologien reagiert.“ Der Senat der Leibniz-Gemeinschaft hat Mitte Juli 2011 zur ZBW Stellung genommen und ihr hohe Leistungen attestiert. Er empfahl Bund und Ländern, die Einrichtung weiterhin gemeinsam zu fördern.
Bauhaus Online (http://bauhaus-online.de/) heißt eine Website, die das Bauhaus-Museum Weimar, die Stiftung Bauhaus Dessau und das Bauhaus-Archiv Berlin gemeinsam aufgebaut haben. Die Seite widmet sich den Biografien der Künstler und Lehrer an Deutschlands bekanntester historischer Schule für Architektur, Kunst und Design (1919 bis 1933) und erklärt mit Texten und Fotografien die Lehre, das Leben und die Werkstätten der Bildungsstätte in Dessau. Die Geschichte des Bauhauses lässt sich anhand von Jahreszahlen oder Werken nachvollziehen. Auf einer Karte sind Orte mit Bauhaus-Bezug verzeichnet.
Die Studie „Empfehlungen für die weitere Entwicklung der Wissenschaftlichen Informationsversorgung des Landes NRW“ versucht, ein Modell für die zukünftige Informationsversorgung wissenschaftlicher Einrichtungen zu entwickeln. Außerdem wird der landesweite (und teilweise nationale) Sachstand geschildert. Ferner wird einerseits die Informations- und Bildungslandschaft in verschiedenen, mit Nordrhein-Westfalen vergleichbaren Regionen und Ländern und andererseits die Reaktionen bei Experten dieser Regionen auf unseren Entwurf dargestellt. Die Veröffentlichung steht als elektronische Version (eBook) bei ePubli (http://www.epubli.de) zur Verfügung und kann dort unter http://www.epubli.de/shop/buch/Empfehlungen-weitere-Entwicklung-der-Wissenschaftlichen-Informationsversorgung-Landes-NRW-Manfred-Thaller/8610#beschreibung für 1,49 Euro heruntergeladen werden.
Die Gesamtauswertungen des Berichtsjahres 2010 der Deutschen Bibliotheksstatistik (DBS) wurden unter folgendem Link veröffentlicht: http://www.hbz-nrw.de/dokumentencenter/produkte/dbs/aktuell/auswertungen/. In diesem Jahr haben 97,1% der hauptamtlich geleiteten Öffentlichen Bibliotheken, die ihre Daten der DBS melden, teilgenommen. Weiterhin haben 78,6 % der nebenamtlich geleiteten Öffentlichen Bibliotheken ebenfalls ihre Daten eingegeben. Bei den Universitäts- und Hochschulbibliotheken, die an der DBS teilnehmen, liegt die Beteiligungsquote bei 68,5%. Damit hat die Deutsche Bibliotheksstatistik insgesamt für 2010 eine Beteiligungsquote (ÖB und WB) von 82,1% erreicht.
In den Jahren 2009/2010 nahmen die Stadt- und Landesbibliothek Dortmund, die Stadtbibliothek Köln, die Hochschulbibliothek Niederrhein, die UB Siegen und die UB Wuppertal an einer Usability-Studie des Hochschulbibliothekszentrums des Landes Nordrhein-Westfalen (hbz) teil. Untersucht wurde die Digitale Bibliothek (DigiBib). Die Ergebnisse der Studie wurden als PDF-Dokument unter http://www.hbz-nrw.de/dokumentencenter/produkte/digitale_bibliothek/aktuell/veroeffentlichungen/Usability-Tests_DigiBib.pdf veröffentlicht.
Das Projekt EMMAdigital (http://www.emma.de/service/emma-lesesaal/) ist am 15.09.2011 online gegangen. Alle Ausgaben der feministischen Zeitschrift EMMA wurden digitalisiert und über ein vom hbz gehostetes Portal für Wissenschaft und Forschung frei verfügbar gemacht. Aktuelle Ausgaben werden mit einem Zeitverzug von wenigen Wochen digitalisiert und in das Portal integriert. Interessierte Leserinnen und Leser können einerseits über die bibliografischen Metadaten, die vom Frauenmediaturm erstellt wurden, die gewünschten Artikel finden, anderseits ist auch eine Volltextsuche möglich.
In der Bielefeld Academic Search Engine = BASE (http://www.base-search.net/) sind seit Mitte August 2011 über 30 Millionen wissenschaftlich relevante, meist frei zugängliche Dokumente aus über 2.000 Quellen zu finden. BASE indexiert nahezu vollständig die deutschen Repositorien, sofern sie über eine OAI-Schnittstelle verfügen. Derzeit sind das insgesamt 204 Quellen aus Deutschland mit rund 1,3 Mio. Dokumenten. Ein Weblog (http://www.base-search.net/blog/base/) informiert laufend über Neuerungen bei BASE.
Die ULB Bonn <5> zählt zu den wichtigsten deutschen Sammelstätten für Autographen des Komponisten Robert Schumann (1810-1856). Besonders hervorzuheben sind die sechs Studien- und Skizzenbücher, die in der Handschriftenabteilung aufbewahrt werden. Seit Mitte September 2011 stehen diese wertvollen Musikautographen innerhalb der Digitalen Sammlungen der ULB (http://s2w.hbz-nrw.de/ulbbn) zur Nutzung zur Verfügung (http://s2w.hbz-nrw.de/ulbbn/nav/classification/1082371).
Die Lippische Landesbibliothek Detmold <51> hat am 175. Todestag Grabbes, dem 12.09.2011, das Christian-Dietrich-Grabbe-Portal (http://www.grabbe-portal.de/) freigeschaltet. Das Portal wurde in Kooperation mit dem Heinrich-Heine-Institut der Stadt Düsseldorf und dem Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren der Universität Trier erarbeitet. Zugänglich ist der Volltext der kritischen Akademie-Ausgabe der Werke und Briefe Grabbes, ergänzt um weitere seit dem Erscheinen der Ausgabe bekanntgewordene Briefe. Der Text ist mit den digitalen Faksimiles sowohl der Handschriften als auch der Erstdrucke verknüpft. Ebenfalls stellenweise verknüpft ist der volle Kommentar der Ausgabe. Technisch baut das Portal auf den Erfahrungen auf, die das Heine-Institut und das Kompetenzzentrum bei der Arbeit am Heine-Portal (http://www.heine-portal.de/) gewonnen haben.
Am 01.09.2011 hat die TU Dortmund den Zentralen Rechnungseingang eingeführt. Zentraler Rechnungseingang bedeutet: alle eingehenden Rechnungen müssen an die zentrale Adresse geschickt werden. Diese lautet: TU Dortmund, Dezernat Finanzen und Beschaffung, Kreditorenbuchhaltung, - Zentraler Rechnungseingang –, 44221 Dortmund. Die UB Dortmund <290> ist angewiesen, „falsch“ adressierte Rechnungen unbearbeitet mit Hinweis auf die neue zentrale Rechnungsadresse zurückzuschicken. Damit die Rechnungen schnell und ohne Verzug bearbeitet werden können, sollten auf den Rechnungen die Lieferanschrift (= Anschrift der UB) und die Rechnungsanschrift und die Kostenstelle 31 stehen. Diese Änderung betrifft alle Rechnungen für die Bibliothek, auch für die im Leihverkehr gelieferten Kopien/Reproduktionen oder für Ersatzleistungen im Falle von Buchverlusten oder Beschädigungen.
In ihrem Jahresbericht 2010 blickt die Universitäts- und Landesbibliothek (ULB) Düsseldorf <61> auf das vergangene Jahr zurück und informiert über Neuigkeiten und Highlights aus den Dezernaten und Stabsstellen sowie besondere Projekte (http://www.ub.uni-duesseldorf.de/home/ueber_uns/pr/schriften/jb). Im Schwerpunktthema wird über ein historisches Ereignis berichtet: Vor 40 Jahren ist der Bestand der ehemaligen Landes- und Stadtbibliothek Düsseldorf von der damals neu gegründeten Universitätsbibliothek übernommen worden. Vorgestellt werden die historischen Bestände, mit denen die ULB im kulturellen Gedächtnis des Landes und der Stadt Düsseldorf verwurzelt ist.
In seinem Jahresbericht 2010 blickt das Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz auf das vergangene Jahr zurück und informiert über seine Angebote, Projekte, Kooperationen und Entwicklungen. Der Jahresbericht 2010 und die früheren Ausgaben liegen als PDF-Versionen auf der Website des LBZ vor (http://www.lbz-rlp.de/ Menüpunkt „Service / Publikationen“).
Das Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz – Rheinische Landesbibliothek <929> in Koblenz zeigt während der Bundesgartenschau in Koblenz künstlerische Darstellungen der Rheinlandschaft und der Gärten in der Region Mittelrhein aus seinem Bestand und aus dem Besitz anderer Koblenzer Institutionen. Die Ausstellungstexte sowie ausgewählte Exponate mit Abbildungen historischer Gärten und Landschaften am Mittelrhein präsentiert die Rheinische Landesbibliothek auch online in einem virtuellen Ausstellungskatalog: http://www.lbz-rlp.de/cms/rlb/digitale-angebote/ausstellungskataloge/ein-bild-von-einem-garten/index.html.
Die USB Köln <38> hat ihre Sammlung von Zeitungsausschnitten, die die Berichterstattung der lokalen, regionalen und überregionalen Presse über interessante Themen und Personen mit Bezug zu Köln und dem Rheinland, aber auch zu angrenzenden Regionen wie Westfalen, dem Moselland, der Eifel, dem Hunsrück u.v.m. wiedergibt, für die Internet-Nutzung freigegeben (http://kug2.ub.uni-koeln.de/portal/opac?view=kapsel). Der Berichtszeitraum umfasst vorerst die Jahre 1840 bis 1969. Erschlossen wurde die Sammlung durch den sogenannten Kapselkatalog, ein handschriftliches, 70 Bände umfassendes Verzeichnis, in dem die Artikel - nach Schlagworten geordnet und mit den entsprechenden Band- und Seitenangaben versehen - erfasst wurden. Seit 2006 wird dieser Kapselkatalog in eine Datenbank eingebracht, in die bislang circa 35.000 Artikel mit den entsprechenden Digitalisaten aufgenommen wurden. Mittels verschiedener Suchkriterien (Stand 9/2011: 12.164 Schlagworte, davon 7.872 Personennamen) kann man sich hier Artikel zu bestimmten Themen und Personen gezielt heraussuchen und ansehen.
Die Sammlung Westerholt ist eine wenig bekannte Sammlung von Bildungs- und Unterhaltungsliteratur des späten 18.Jahrhunderts in der USB Köln <38>, deren Grundstock Bücher aus einer rheinischen Adelsbibliothek bilden. Die nachträglich entstandene Bezeichnung „Sammlung Westerholt“ erklärt sich aus der größten Einzelprovenienz des Bestandes, der Büchersammlung der Gräfin Wilhelmine von Westerholt. 693 digitalisierte Bände sind über die Digitalen Sammlungen der USB Köln unter http://www.ub.uni-koeln.de/digital/digitsam/westerholt/index_ger.html und über den Online-Katalog im Volltext aufrufbar.
Der Kaiserdom von Speyer kann im Internet bei einer 360-Grad-Führung virtuell besichtigt werden (http://www.kaiserdom-virtuell.de/). Für die Ansichten auf der Website wurden im Dom spezielle Bilder aufgenommen, nachbearbeitet und wieder zusammengefügt. Je nach Standort sind unterschiedliche Audiodateien hinterlegt: Bewegt sich der Besucher in der Krypta, erklingen gregorianische Gesänge, im Domgarten ist Vogelgezwitscher zu hören.
Am 22.08.2011 haben sich 35 Fernleihkollegen aus Hessen und Teilen von Rheinland-Pfalz zum alljährlichen Anwendertreffen der Online-Fernleihe zusammengefunden. Das Treffen fand auf dem neuen Campus Westend der Universität Frankfurt statt. Ein Bericht zum Fernleih-Meeting kann in der neuesten Ausgabe der Online-Zeitschrift HeBIScocktail Nr. 4 / 2011 nachgelesen werden (http://www.hebis.de/de/1cocktail/cocktail_detail.php?we_editObject_ID=9626). Die Vortragsfolien, die dort präsentiert wurden, stehen auf den HeBIS-Seiten zum Nachlesen bereit (http://www.hebis.de/de/1fernleihe/biblinfos/veranstaltungen/HeBIS-Fernleihe_Anwendertreffen_August2011.pdf).
HeBIS nimmt seit Anfang September 2011 ebenfalls an der verbundübergreifenden beschleunigten Aufsatzlieferung teil. Anstelle des Postversands verschicken die wichtigsten HeBIS-Lieferbibliotheken elektronische Scans der Aufsätze. Die HeBIS-Bibliotheken, die elektronische Aufsatzkopien liefern, können abgerufen werden unter http://www.hebis.de/de/1ueber_uns/verbund/bibliotheken/bib-liste_e-fernleihe.php?cat=E-Kopienfernleihe.
peDOCS (http://www.pedocs.de/), die Open-Access-Plattform des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) in Frankfurt/Main, arbeitet mit über 25 erziehungswissenschaftlichen Verlagen zusammen. Auf der Grundlage der Zusammenarbeit werden über peDOCS wichtige Veröffentlichungen des Faches in der Verlagsfassung als Zweitveröffentlichung frei im Internet zugänglich gemacht. Durch die Integration von peDOCS in das vom DIPF betreute Fachportal Pädagogik (http://www.fachportal-paedagogik.de/) erreichen die Volltexte eine hohe Sichtbarkeit sowohl im Fachkontext als auch bei Suchmaschinen. Beispiele für die frei verfügbaren Bestände sind die Jahrgänge 1955 bis 2009 der Zeitschrift für Pädagogik (Beltz Verlag), die Jahrgänge 2000 bis 2008 der Schweizerischen Zeitschrift für Bildungswissenschaften (Schweizerische Gesellschaft für Bildungsforschung), die Jahrgänge 1995 bis 2006 der Tertium Comparationis (Waxmann) und die Jahrgänge 1987 bis 2009 der Pädagogischen Korrespondenz (Budrich UniPress).
Im letzten Vierteljahr machte die Virtuelle Fachbibliothek medien-buehne-film (http://www.medien-buehne-film.de/) wieder große Fortschritte: Die KollegInnen der UB Frankfurt <30>, der UB Leipzig <15>, der Fachrichtung Dramaturgie der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn-Bartholdy“ Leipzig und der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ in Potsdam, die gemeinsam die Virtuelle Fachbibliothek betreuen, bereiteten die englischsprachige Oberfläche der ViFa medien buehne film sowie die Umsetzung der digitalen Jahresbibliographie Massenkommunikation (JB MK) vor. Die JB MK wurde von 1974/75 bis 2003 jährlich durch Wilbert Ubbens erstellt, dem langjährigen Fachreferenten im Sondersammelgebiet (SSG) „Geschichte und Methode der Presse“ (ab 1984 „Publizistik, Journalismus“), das bis 1997 an der SUB Bremen betreut wurde. Die Bibliographie dokumentierte einerseits die Erwerbungspraxis im SSG, integrierte andererseits auch die übrige ermittelbare Literatur zur Massenkommunikation. Eingang fanden bibliographische Informationen, die aus anderen Fach- und Nationalbibliographien, Neuerwerbungsverzeichnissen, Rezensionen und einfachen Nennungen in Zeitschriften und Informationsdiensten gewonnen wurden. Das Werk entwickelte sich im Laufe des Erscheinungszeitraums zur zentralen Fachbibliographie und wurde aufgrund seiner Bedeutung für die vollständige Digitalisierung ausgewählt. Die JB MK wurde in geringer Auflage veröffentlicht und liegt ausschließlich in der ViFa medien buehne film digital vor (http://www.medien-buehne-film.de/ - „Bibliographien“ oder direkt unter http://jbmk.dl.uni-leipzig.de/content/below/index.xml). Außerdem wurden die bereits verfügbaren Datenbestände der ViFa weiter ausgebaut.
Die UB Gießen <26> besitzt eine der größten Schulprogramm-Sammlungen in Deutschland. Insgesamt circa 50.000 Abhandlungen aus Deutschland, Österreich-Ungarn (österreichischer Teil mit Böhmen, Mähren, Galizien etc.) und der Schweiz aus dem Zeitraum 1825 bis 1918 zählt die Sammlung, die Zahl der vorhandenen Jahresberichte ist wesentlich größer. Ein entscheidender Unterschied zu anderen Sammlungen besteht darin, dass die Abhandlungen komplett erschlossen sind. Zur Ermittlung von Bestandslücken wurden Bibliographien ausgewertet und die Titel ebenfalls in den Katalog übernommen. Diese Phase der Erschließung wurde mit dem Druck des alphabetischen Katalogs abgeschlossen, der nach Verfassern geordnet war. In einem zweiten Schritt wurde der Katalog in eine allegro-Datenbank eingebracht und um Neuerwerbungen der UB Gießen und um weitere bibliographische Daten, vor allem des 18. Jahrhunderts, ergänzt. Diese Datenbank steht seit etwa 1997 im Internet zur Verfügung. Sie weist circa 70.000 Abhandlungen nach, davon circa 50.000 mit Besitz in der UB Gießen (http://www.uni-giessen.de/ub/kataloge/schulprog.html). Zurzeit wird die Schulprogramm-Datenbank nach HeBIS umgesetzt (nach: Lothar Kalok. „Bibliographie der Schulprogramme“. HeBIScocktail 4 / 2011).
ORKA = Open Repository Kassel (http://orka.bibliothek.uni-kassel.de/index.xhtml) heißt der Dokumentenserver der UB Kassel – Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel <34>. Eines von derzeit mehr als 8.000 Dokumenten, die digitalisiert und online gestellt wurden, ist ein Digitalisat des Hildebrandlieds, des ältesten erhalten gebliebenen germanischen Heldenliedes aus dem neunten Jahrhundert. Die aus zwei Seiten bestehende wertvolle Handschrift konnte bisher nur im Handschriftentresor der Bibliothek eingesehen werden.
Die Philipps-Universität in Marburg hat den Nachlass des Medizinnobelpreisträgers Emil von Behring (1854-1917) erhalten. Dazu zählen mehr als 1700 persönliche Briefe sowie Laboraufzeichnungen, Tagebücher, Sonderdrucke, Presseberichte und Fotos aus dem Privat- und Berufsleben des Wissenschaftlers. Das Behring-Archiv geht an die Arbeitsstelle für Geschichte der Medizin, zu der seit dem Jahr 2000 auch die Emil-von-Behring-Bibliothek gehört.
Das Berliner Open-Data-Portal (http://daten.berlin.de/) ist seit Mitte September 2011 als erstes Open-Data-Portal eines Bundeslandes offiziell online. Daten in den Rubriken Arbeitsmarkt, Bildung (u. a. Statistiken der Abschlussprüfungen an den Berliner Hochschulen des Jahres 2009, Eckdaten der Schulen 2009), Demographie, Geographie und Stadtplanung, Um-welt und Klima, Wahlen sowie Wirtschaft können frei genutzt werden. Die meisten Datensätze wurden durch das Statistische Landesamt bereitgestellt, andere Daten stammen aber auch aus offenen Quellen wie z. B. OpenStreetMap für Berlin.
Noch in diesem Jahr ist geplant, die Titeldaten aus dem B3Kat, der gemeinsamen Katalogisierungsplattform von BVB und KOBV, unter der Creative Commons Lizenz CC-Zero (CC0) ins Netz zu stellen.
Die Bibliothek der Akademie der Künste (http://www.adk.de/de/archiv/bibliothek/bibliothek.htm) in Berlin hat beschlossen, ihre Katalogdaten in den B3Kat einzubringen. Die Spezialbibliothek steht neben den Mitgliedern und Mitarbeitern der Akademie auch der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung. Eine Besonderheit des Bestandes sind die rund 300 integrierten Nachlassbibliotheken. Die 230.000 Titeldatensätze des Katalogs sollen bis Ende 2011 in den B3Kat migriert werden.
Der KOBV-Bibliothekenführer (http://bibinfo.kobv.de/Bibfuehrer/) hat einen „Bruder“ bekommen. Der Bibliothekenführer zu den Öffentlichen Bibliotheken des Landes Brandenburg (http://bibinfo.kobv.de/VOEB) ersetzt eine ehemals statische Webseite. Wie schon der Katalog des VOEB (http://www.oe-bibliotheken-brandenburg.de/) wird auch dieses Verzeichnis auf den Rechnern des KOBV betrieben.
Die Repository-Software OPUS steht seit dem 08.08.2011 in der neuen Version 4.1.2 auf dem KOBV-Server zum Download zur Verfügung (http://opus4.kobv.de) (nach dem KOBV-Newsletter Nr. 16-Juli/August 2011).
Der Bibliothekskatalog (http://bibliothekskatalog.deutsche-kinemathek.de/) der Deutschen Kinemathek (http://www.deutsche-kinemathek.de) in Berlin ist seit dem 29.07.2011 auch online zugänglich. Bisher konnten die Bibliotheksbestände im Verbundkatalog Film (http://se3.kobv.de/vkfilm) recherchiert werden. Der Online-Bibliothekskatalog bietet differenzierte Recherchemöglichkeiten, druck- und speicherbare Ergebnislisten sowie aktuelle Informationen zum Ausleihstatus von Materialien. Enthalten sind im Katalog rund 48.000 Buchtitel zu den Themen Film und Fernsehen sowie rund 2.000 DVD-Titel. Außerdem ist die Sondersammlung „Filmfestivalmaterialien“ – bestehend aus Printmaterialien und Web-Links – online recherchierbar.
Das Landesarchiv Berlin (LAB) hat in Zusammenarbeit mit der Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) <109> und der Arbeitsstelle für Provenienzrecherche/-forschung (AfP) die Akten der Bergungsstelle für wissenschaftliche Bibliotheken digitalisiert und unter http://www.bergungsstelle.de zur Verfügung gestellt. Die Bergungsstelle des Berliner Magistrats war zwischen Sommer 1945 und Anfang 1946 mit der Sammlung von Buchbeständen beauftragt, die sortiert und an die Berliner Bibliotheken weitergegeben wurden. Dabei übernahm die Bergungsstelle unter anderem Buchbestände aus den Depots des Reichssicherheitshauptamtes und anderer Einrichtungen, die sich am Kulturgutraub beteiligt hatten. Mithilfe der digitalisierten Bergungsakten sowie weiterer Informationen ist es jetzt möglich, die Bücher zu ermitteln und sie den rechtmäßigen Eigentümern zurückzugeben.
Die neue Homepage der Arbeitsgemeinschaft der Gedenkstättenbibliotheken (AGBB), die von der Stiftung Topographie des Terrors und der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz in Berlin getragen wird, ist online (http://www.topographie.de/aggb). Die AGGB existiert seit 1998 und unterstützt die Arbeit der Bibliotheken in Gedenkstätten und verwandten Einrichtungen durch Ko-operation, fachlichen Austausch und gezielte Fortbildung. Die Bibliotheken gehören zu Gedenkstätten an Orten von NS-Verbrechen, NS-Dokumentationszentren, Gedenkstätten und weiteren Institutionen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und zu zeitgeschichtlichen Forschungseinrichtungen. Wichtigstes Projekt der AGGB ist der gemeinsame Online-Katalog (http://www.zeitgeschichte-online.de/alg-agg/).
Die Biblioteca Nacional Digital do Brasil (http://bndigital.bn.br/), die Digitale Nationalbibliothek Brasiliens, präsentiert eine Reihe interessanter Dokumente. Unter den wichtigsten Projekten der BNDigital sind folgende eine Erwähnung wert (in Auswahl): Alexandre Rodrigues Ferreira (Dokumente der von Ferreira geleiteten Expedition verschiedener im Jahre 1783 gestarteten, neun Jahre dauernden Reisen durch die kolonialen Verwaltungseinheiten Rio Negro, Mato Grosso und Cuiabá mit Aufzeichnungen über das Amazonasgebiet sowie Informationen über Flora, Fauna und Bewohner der jeweiligen Regionen); Sklavenhandel in Brasilien (Manuskripte, Bilder, seltene Werke, Bücher und Periodika zum Thema Sklaverei in Brasilien); Historische Kartographie (Sammlung von Karten, Atlanten und Zeichnungen vom 16. bis zum 18. Jahrhundert); Brasilien und die USA (Bücher, Karten, Radierungen und Fotografien, Manuskripte und andere Dokumente der Sammlungen der Brasilianischen Nationalbibliothek und der Library of Congress, die das Verhältnis der beiden Staaten vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart beleuchten); Fotografische Sammlung Kaiserin Thereza Christina María (Sammlung von circa 23.000 Fotografien aus der Privatbibliothek des Kaisers Pedro II., die Bilder Brasiliens und der ganzen Welt aus dem 19. Jahrhundert enthält und von der UNESCO in das kulturelle Welterbe aufgenommen wurde); Internetportal „Frankreich in Brasilien“ (Sammlung von Werken aus den Beständen der Brasilianischen Nationalbibliothek und der Bibliothèque nationale de France, die die Geschichte der Beziehungen zwischen Brasilien und Frankreich von den ersten Jahrzehnten des 16. Jahrhunderts bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts repräsentieren); Netzwerk des virtuellen Gedächtnisses von Brasilien (Sammlung wichtiger Primärquellen der brasilianischen Geschichte, die den Zugang zum kulturellen Gedächtnis Brasiliens gewährleistet). Die Recherche nach den einzelnen Sammlungen und Dokumenten ist entweder durch Indizes möglich oder durch die Eingabe von Suchbegriffen (Stichwort, Autor, Schlagwort…) (nach: Bibliothek. Forschung und Praxis. 35. 2011. H.2. S.209-213).
Das neue Online-Angebot Zahlen und Fakten: Europa der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) bietet Grafiken und Texte zu Themen wie „Demografischer Wandel“, „Zuwanderung“, „wirtschaftliche Verflechtung“ und liefert Informationen zur Schuldenkrise der EU (http://www.bpb.de/wissen/EWNAY6).
Die Bibliothèque nationale de France (BnF) verknüpft auf einer neuen Website alle Informationen aus den unterschiedlichen Katalogen der BnF (http://data.bnf.fr/). Zwei Listen (der klassischen Autoren und der Werke) stehen zur Verfügung. Klickt man einen Autor an, erhält man die Angaben zum Verfasser aus allen Katalogen der BnF, die Werktitel und zusätzlich – falls vorhanden - den Link zu den Volltexten bei Gallica (http://gallica.bnf.fr/).
Während der Rechtsstreit um die Digitalisierungspläne von Google weitergeht, haben der französische Verlag Hachette Livre (http://www.hachette.com/) und Google einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Demnach sollen tausende vergriffene Fachbücher des Verlages gescannt und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden. Wie Hachette am 28.07.2011 mitteilte, behält der Verlag die Kontrolle darüber, welche Titel gescannt und über Google Services publiziert werden. Auch die Preise setzt der größte Verlag Frankreichs, der zur Lagardère Gruppe gehört, selbst fest. Hachette soll es jederzeit möglich sein, die gescannten Bücher als Print on Demand-Titel wieder aufzulegen oder Aktualisierungen an den gescannten Büchern vorzunehmen (nach Börsenblatt online vom 08.08.2011). Am 25.08.2011 haben Google und der französische Verlag La Martinière ihren Rechtsstreit beigelegt. Auch in diesem Fall sieht die Einigung vor, dass der Verlag bestimmen darf, welche Bücher digitalisiert und als E-Books angeboten werden (nach Börsenblatt online vom 26.08.2011).
Die British Library hat einen Großteil der Daten der British National Bibliography (BNB) als OpenData (http://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/) bereitgestellt. Insgesamt stehen 3 Millionen Daten von 1950 bis Mitte 2010 zum Download unter http://www.archive.org/details/BritishLibraryRdf zur Verfügung.
Die British Library hat dreihundert der frühesten gedruckten Notenbände digitalisiert und unter dem Titel „Early Music Online“ im Internet verfügbar gemacht (http://www.earlymusiconline.org/).
Die British Library hat ihren Vertrag mit Google Books (http://www.openrightsgroup.org/assets/files/pdfs/BL%20Google%20Contract.pdf) offen gelegt Google digitalisiert rund 250.000 Bücher aus dem Bestand der British Library, die nicht mehr dem Urheberrechtsschutz unterliegen. Der zeitliche Schwerpunkt liegt zwischen 1700 und 1870.
Seit einiger Zeit ist auf der Homepage der IFLA (= International Federation of Library Associations and Institutions) eine eigene Seite zur Geschichte der IFLA zugänglich (http://www.ifla.org/en/history). Dort ist eine Auswahl an Publikationen zur Geschichte der IFLA seit ihrer Gründung im Jahre 1927 zu finden, aber auch eine Liste der Konferenzen, die mit Ausnahme einer kriegsbedingten Unterbrechung zwischen 1940 und 1946 jährlich stattfanden, und der Präsidentinnen und Präsidenten sowie der Generalsekretäre. Die deutschen IFLA-Präsidenten Gustav Hofmann, Hans-Peter Geh und Claudia Lux sind ebenfalls berücksichtigt. Die Seite enthält auch mehrere Aufsätze und Links zu wissenschaftlichen Arbeiten über die Anfänge der IFLA, ein weiterer Abschnitt behandelt die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg.
Der diesjährige Weltkongress Bibliothek und Information des internationalen Bibliotheksverbandes IFLA ging am 18.08.2011 in Puerto Rico zu Ende. Er stand unter dem Motto „Libraries Beyond Libraries: Integration, Innovation and Information For All“. Neue Präsidentin des Verbandes ist für zwei Jahre die Kanadierin Ingrid Parent. Barbara Lison (Stadtbibliothek Bremen) folgte Barbara Schleihagen in den Vorstand der IFLA nach. Im nächsten Jahr wird der Weltkongress in Helsinki, Finnland, stattfinden; für 2013 wurde als Konferenzort Singapur bekanntgegeben. Die Kongress-Website, die unter http://conference.ifla.org/ifla77 abrufbar ist, hält weitere Informationen bereit.
Im Herbst 2007 nahm Island die Einladung an, als Ehrengast an der Frankfurter Buchmesse 2011 teilzunehmen. Da es gute Tradition ist, dass das Gastland die Möglichkeit erhält, seine Geschichte, Kultur und Literatur zu präsentieren, wurde dafür die Website http://www.sagenhaftes-island.is/ eingerichtet. Informationen über isländische Autorinnen und Autoren aller Literaturgattungen - Prosa, Lyrik, Drama - sowie Kinder- und Jugendbuchautoren stehen unter http://www.sagenhaftes-island.is/de/islandische-literatur/autoren/stafrof/a sowie auf der Webseite der Reykjavíker Stadtbibliothek ((http://www.literature.is/) zur Verfügung.
Das Jerusalemer Israel-Museum hat fünf Fragmente der Qumran-Rollen ins Internet gestellt (http://dss.collections.imj.org.il/). Die ältesten handschriftlichen Bibeltexte werden auf diese Weise der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das Projekt ist von der israelischen Altertumsbehörde zusammen mit Google entwickelt worden. Auf der Website sind Bilder der Texte in hoher Auflösung sowie kurze Erklärungsvideos und Hintergrundinformationen zu finden. Die Rollen können am Bildschirm virtuell aufgerollt und gelesen werden. Markierte Passagen werden ins Englische übertragen. Die neunhundert zwischen 1947 und 1956 in den Höhlen von Qumran am Toten Meer entdeckten Manuskripte gelten als eine der wichtigsten archäologischen Entdeckungen aller Zeiten.
Die Bibliothèque nationale de Luxembourg macht ein attraktives Angebot: Unter http://eluxemburgensia.lu bietet sie die Ausgaben der beiden Luxemburger Tageszeitungen Luxemburger Wort (von der Nummer 1, die 1848 erschienen ist, bis 1950) und Tageblatt (von 1913 bis 1950) im Volltext an. Insgesamt wurden 30.373 Ausgaben des Luxemburger Worts und 11.337 Ausgaben des Tageblatts digitalisiert. Das entspricht etwa 240.000 Seiten mit 2 Millionen Artikeln.
Nach einer Meldung von heise online vom 18.08.2011 hat das neuseeländische Kabinett im Rahmen des Programms Open Government Data and Information die Declaration on Open and Transparent Government (Erklärung für eine offene und transparente Regierung) verabschiedet. Kern der Deklaration ist die Verpflichtung, die Daten der öffentlichen Hand in einer leicht verfügbaren Form möglichst kostenlos und ohne Restriktionen bei der Nutzung zugänglich zu machen. Auf der Website New Zealand Government Data Online (http://www.data.govt.nz/) haben Bürger schon heute Zugriff auf über 1600 Datensätze der neuseeländischen Verwaltung – von Geodaten über Statistiken zur Wirtschaft, dem Gesundheits- und Bildungssystem bis zu einer Liste von Maori-Organisationen. Das Open NZ Wiki (http://wiki.open.org.nz/Main_Page) informiert über eine Vielzahl von Open-Data-Projekten in Neuseeland.
Unter http://www.oclc.org/worldcat/statistics/default.htm sind aktuelle Statistikzahlen zum WorldCat abrufbar. Demnach haben rund 72.000 Bibliotheken aus 170 Ländern insgesamt über 1,76 Milliarden Bestandsnachweise eingebracht. Fast 245 Millionen bibliographische Datensätze sind im WorldCat nachgewiesen, und mehr als 470 Sprachen und Dialekte sind vertreten. Inzwischen sind rund 8,8 Mio. deutschsprachige Titel enthalten.
Die Österreichische Nationalbibliothek und die Staatsbibliothek zu Berlin haben am 09.06.2011 eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen, mit der ein zunächst vierjähriges Programm festgelegt wurde. Neben dem befristeten Austausch von Bibliothekaren und Wissenschaftlern und der Diskussion von Fragen zur Personalentwicklung und –weiterbildung haben die Partner vereinbart, die Erwerbungen zu koordinieren und neuartige Methoden der Bestandserhaltung gemeinsam zu erforschen und weiterzuentwickeln. Über Europeana werden beide Bibliotheken Ausschnitte aus ihren Sammlungen präsentieren.
In einer Zusammenstellung hat das Goethe-Institut anlässlich des IFLA-Weltkongresses vom 13.08. bis 18.08.2011 in San Juan, Puerto Rico, einen Überblick über die derzeitige Situation der Universitäts- und Schulbibliotheken sowie der öffentlichen Bibliotheken in Puerto Rico veröffentlicht (http://www.goethe.de/wis/bib/fdk/de7954604.htm). In der Zeitschrift Buch und Bibliothek (Jg. 63.2011.H.7/8.S.560-562) stellt Leticia Hillenbrand Öffentliche und Schulbibliotheken in Mittelamerika vor. Der Volltext dieses Beitrags steht in Kürze zur Verfügung.
Auf der Plattform e-rara.ch (http://www.e-rara.ch/) sind mehr als 5.000 farbig digitalisierte alte Drucke online verfügbar. Der Schwerpunkt liegt auf Schweizer Drucken des 16. Jahrhunderts. Daneben befinden sich auf der Plattform auch Inkunabeln und alte Drucke bis zum 19. Jahrhundert zu verschiedenen naturwissenschaftlichen und kulturhistorischen Themen. E-rara.ch ist ein bis Ende 2011 laufendes Gemeinschaftsprojekt der Bibliothèque de Genève, der ETH-Bibliothek Zürich, der UB Basel, der UB Bern sowie der Zentralbibliothek Zürich.
Das Schweizerische Literaturarchiv (http://www.nb.admin.ch/sla/) der Nationalbibliothek hat das Archiv des Arche-Verlags der Jahre 1944 bis 1982 erworben. Das Verlagsarchiv ist ein Fundus für die Erforschung der Schweizer Literatur und des literarischen Lebens im deutschsprachigen Raum in der Epoche nach dem Zweiten Weltkrieg. Es enthält zum Beispiel die früheste bekannte Fassung von Dürrenmatts Besuch der alten Dame.
Das Stadtarchiv Bern hat auf der Website der Stadt Bern eine umfassende Übersicht zur Geschichte der Stadtverwaltung zwischen 1832 und 2000 bereit gestellt (http://www.bern.ch/stadtverwaltung/stadtkanzlei/stadtarchiv/).
In Konkurrenz zu Google und Bing ist vor Kurzem eine weitere Suchmaschine getreten: Unter dem Namen Horizobu (http://www.horizobu.com/ oder in der deutschen Version http://www.horizobu.de/) steht bei der von einem gleichnamigen Schweizer Internet-Unternehmen erschaffenen Seite das Erkunden von Websites zu einem bestimmten Thema im Mittelpunkt. Anstatt von einer Suchmaschine sprechen die Erfinder entsprechend von einer Exploration Engine. Die „Entdeckungsmaschine“ zeigt keine Ergebnislisten an, sondern sechs Boxen mit Treffern. Horizobu hilft dem Nutzer beim Entdecken, indem ihm zusätzlich verwandte Begriffe zum Anklicken angeboten werden. Die Eingabe kann auf Deutsch oder Englisch erfolgen.
PQDT Open = ProQuest Dissertations & Theses Open (http://pqdtopen.proquest.com/) präsentiert zahlreiche Dissertationen kostenlos im Volltext, die an nordamerikanischen Hochschulen entstanden sind. Die Autoren haben sich entschieden, ihre Dissertationen als Open-Access-Publikationen zu veröffentlichen. Ein Suchschlitz ermöglicht die Suche nach Stichwörtern; die erweiterte Suche ermöglicht zusätzlich die Suche nach Autor, Titel, Hochschule und Keywords (dissertation topic). Such-Tipps erhält man unter http://pqdtopen.proquest.com/help/search_tips.html (nach einem Hinweis im Archivalia-Blog vom 17.08.2011).
Die Website American Presidents (http://www.nps.gov/nr/travel/presidents/) des National Park Service der USA macht eine Reise auf den Spuren der US-Präsidenten möglich. Eine List of Sites verknüpft die Namen der amerikanischen Präsidenten in chronologischer Abfolge mit den zu ihnen gehörenden Museen, Gräbern, Monumenten und Wohnstätten. Eine vergrößerbare Karte der USA und Zusammenstellungen der nationalen Monumente, die in geographischer Nähe zueinander liegen, erleichtern die Anreise.
Mit 1DollarScan (http://1dollarscan.com) sollen Scans auch für den US-Massenmarkt preisverträglich gemacht werden. Für einen Dollar werden 100 Seiten aus einem Buch, zehn Visitenkarten, zehn Fotos oder zehn Papiere digitalisiert. Ein japanisches Geschäftsmodell dient dabei als Vorbild. Nach dem Scannen übermittelt der Anbieter die elektronische Version je nach Wunsch entweder an das mobile Endgerät oder als DVD an den Kunden und entsorgt das überflüssig gewordene Papier, das anschließend recycelt und wiederverwendet werden kann.
Seit kurzem gibt es auch bei Booklooker (http://www.booklooker.de/) „automatische Suchvorschläge“, sobald man wenigstens zwei Zeichen in eines der „Schnellsuche“- bzw. „Detailsuche“-Felder eingibt.
Das Internet-Portal E-Teaching.org (http://www.e-teaching.org/) hat ein neues Themenspecial veröffentlicht, das sich mit fachspezifischen Aspekten des E-Teaching beschäftigt. Nachzulesen sind außerdem einschlägige Artikel (z. B. zum E-Learning in der Theologie) und Erfahrungsberichte, eine Online-Veranstaltungsreihe behandelt das Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln.
PaperC (http://paperc.de/) bietet seit August 2011 ein Sortiment von 15.000 E-Books an. Ebenfalls seit August 2011 kooperiert PaperC mit dem Oldenbourg Industrie Verlag nebst der Tochter Vulkan-Verlag (circa 30 Titel) sowie der trafo Verlagsgruppe in Berlin (150 E-Books).
Im Rahmen des Projekts Gutenberg-DE wurden seit 1994 in mehr als 200.000 Arbeitsstunden knapp 6.000 lizenzfreie Werke der deutschsprachigen Literatur in digitaler Form verfügbar gemacht. Der tredition-Verlag aus Hamburg hat die ersten knapp 900 Titel dieser zum Teil seit Jahren vergriffenen Bücher in einer neuen Buchreihe veröffentlicht. Unter http://gutenberg.spiegel.de/ oder http://www.tredition.de/projekt-gutenberg können alle Werke als gedrucktes Buch bestellt werden. Die Titel sind auch über den Buchhandel bzw. die Barsortimente zu beziehen. Die Buchreihe ist zunächst als Paperback (Ladenpreis durchschnittlich Euro 12,00) und ab dem vierten Quartal 2011 als Hardcover und im Großdruck erhältlich.
Im vergangenen Jahr führten zwei Bibliothekarinnen der Fakultät Design, Medien und Information der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg im Rahmen ihrer Masterthesis „Mobile Anwendungen von Öffentlichen Bibliotheken in Deutschland: Studie zum aktuellen Stand und zur zukünftigen Entwicklung bibliothekarischer Dienstleistungen für mobile Endgeräte“ eine Umfrage unter Öffentlichen Bibliotheken durch. Für alle Interessierten ist der Volltext der Arbeit auf dem OPUS-Server der HAW Hamburg (http://opus.haw-hamburg.de/volltexte/2011/1308/pdf/Pinna_Wessels_110125.pdf) und seit kurzem auf einer privaten Website zugänglich (https://sites.google.com/site/mobilebib/).
Was ist beim Recherchieren und Informieren grundsätzlich wichtig? Welcher Informationsquelle kann man überhaupt vertrauen? Worauf sollte man bei der Nutzung von Suchmaschinen wie Google und Online-Enzyklopädien wie Wikipedia achten? Die Broschüre „Recherchieren und Informieren – aber richtig!“, die von der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM ) in Zusammenarbeit mit der Deutschen UNESCO-Kommission herausgegeben wird, beantwortet eine Reihe von Fragen rund um das Suchen, Finden und Bewerten von Informationen und gibt konkrete Alltagstipps. Die Broschüre steht als Download (http://lfmpublikationen.lfm-nrw.de/catalog/downloadproducts/MML_3_Infokompetenz_web.pdf) zur Verfügung, kann aber auch in einer Print-Version kostenlos bestellt werden.
In der Ranking-Liste der besten 700 weltbesten Universitäten (http://www.topuniversities.com/) liegen Hochschulen aus Großbritannien und den USA weiterhin auf den Spitzenplätzen. Die Universitäten Cambridge und Harvard führen die Liste des QS World University Ranking 2011 / 2012 an. Unter den TOP 100 sind vier deutsche Universitäten: Heidelberg belegt Platz 53, gefolgt von der TU München (Platz 54), der Ludwig-Maximilans-Universität München (Platz 62) und der FU Berlin (Platz 66). Im aktuellen Shanghai-Ranking (http://www.shanghairanking.com/), der seit 2003 alljährlich vom Center for World-Class Universities (CWCU), Graduate School of Education der Shanghai Jiao Tong University vorgelegten Rangliste der weltweit besten Universitäten, finden sich unter den ersten hundert Plätzen sechs deutsche Universitäten. Insgesamt stellt Deutschland mit 39 Hochschulen hinter den USA die meisten in den TOP 500. Beste deutsche Uni ist die TU München auf Platz 47, die Universität Frankfurt rückt auf Platz 100 vor. Die Schweiz kommt neuerdings auf vier unter den TOP 100, wobei die ETH Zürich auf dem 23. Rang den besten Platz einer kontinentaleuropäischen Hochschule belegt. Harvard führt das Ranking an, es folgen Stanford und das Massachusetts Institute of Technology (MIT). Nur die britischen Hochschulen Cambridge (Platz 5) und Oxford (Platz 10) stellen eine ge-wisse Konkurrenz dar.
Springer hat ein neues elektronisches Service-Tool entwickelt, mit dem Bibliothekare und Dokumentare sogenannte MARC Records oder E-Books katalogisieren können. Der Wissenschaftsverlag könne damit verbesserte bibliographische Metadaten nutzerfreundlich anbieten, so die Pressemitteilung des Verlags. Neben den MARC Records können Bibliotheken die komplette oder eine individuell zusammengestellte Liste zu den E-Books auswählen. Jeder Eintrag einer solchen Liste enthält die wesentlichen bibliographischen Angaben sowie die URL zu dem entsprechenden Buch, das sich auf der Plattform von SpringerLink befindet. Das Tool steht kostenfrei auf der Springer-Website zur Verfügung (http://www.springer.com/librarians/e-content/springer+marc+records?SGWID=0-148802-0-0-0).
Das UTB-Online-Wörterbuch Philosophie steht im WWW zur Verfügung. Es enthält sämtliche Artikel der inzwischen vergriffenen Druckausgabe des Handwörterbuchs Philosophie, das von Wulff D. Rehfus herausgegeben wurde. Alle 1.000 Artikel können auf der Website (http://www.philosophie-woerterbuch.de/) kostenlos gelesen und ausgedruckt werden. Ergänzt wird das Angebot durch eine Liste von biographischen Kurzinfos zu 635 Philosophen (http://www.philosophie-woerterbuch.de/philosophenverzeichnis/).
Unter der Überschrift „Highlight“ soll hin und wieder im ZKBW-Dialog eine Website vorgestellt werden, die ihrem Inhalt nach mit den Themen Leihverkehr, Dokumentlieferung und Internet-Recherche nichts oder bestenfalls nur am Rande zu tun hat, aber – nach dem subjektiven Empfinden des verantwortlichen Redakteurs – so bemerkenswert und außergewöhnlich ist, dass sie nicht ignoriert werden kann. Dieses Mal gilt der Hinweis den Texten des Filmkritikers Michael Althen, der am 12.05.2011 in Berlin im Alter von 48 Jahren verstorben ist. Althen war seit 1998 verantwortlicher Filmredakteur der Süddeutschen Zeitung. 2001 wechselte er als Redakteur zum Feuilleton der FAZ und zog mit seiner Familie von München nach Berlin. Claudius Seidl, Leiter der Feuilleton-Redaktion der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, und seine Kollegen haben eine Dokumentation der Texte Michael Althens zusammengestellt, die laufend vervollständigt wird und unter dem Titel Michael Althen: In Worten. Die Bilder (http://michaelalthen.de/) im Netz zu finden ist. In den Texten, vor allem Filmkritiken, aber auch Essays, Kolumnen und Interviews, wird deutlich, über welche Formulierungskunst Althen verfügte. In seinem Nachruf auf Peter Buchka, seinem ebenfalls jung verstorbenen Vorgänger als Filmredakteur der Süddeutschen Zeitung, schreibt er: „Meistens reagiert der Körper schneller als der Kopf. Wenn es einem die Tränen in die Augen treibt, dann muss es nicht immer Rührung sein; und wenn einem plötzlich die Hitze durch die Glieder fährt, dann kann auch etwas anderes die Ursache sein als der blanke Schrecken. Trauer zum Beispiel, reine Trauer, von der man wohl weiß, woher sie rührt, aber nicht, was sie soll. Vielleicht muss man in solchen Momenten vom Glück sprechen, einen Menschen wie ihn gekannt zu haben.“
Provinzialbibliothek Amberg <54> geänderte E-Mail-Adresse: info@provinzialbibliothek-amberg.de
Stadtbibliothek Bad Düben <1133> neue Anschrift: Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Nordsachsen e. V., Soziale Dienste, Bibliothek, Windmühlenweg 16, 04849 Bad Düben, Tel. (034243) 7135-20, Fax (034243) 7135-29, E-Mail bibo@awo-nordsachsen.de, URL http://www.bibo-dueben.de SAX; ÜLV; ISIL DE-1133
neue Anschrift nach Umbenennung der Straße:
Stadt- und Landesbibliothek Dortmund <60>, Max-von-der-Grün-Platz 1-3, 44137 Dortmund
Institut für Zeitungsforschung <Dm 11>, Max-von-der-Grün-Platz 1-3, 44137 Dortmund
VPT (= Verband Physikalische Therapie) Hochschule in Gründung Fellbach, Bibliothek <neues Sigel: 1864> Stauferstraße 13, 70736 Fellbach, Tel. (0711) 48 90 90-80, Fax (0711) 48 90 90-8, E-Mail info@vpt-hochschule.de, URL http://www.vpt-hochschule.de/ ISIL DE-1864
neue Anschrift: Duale Hochschule Mosbach / Campus Heilbronn, Bibliothek <941/1>, Bildungscampus 1, 74072 Heilbronn, Tel.:(07131) 1237-128, E-Mail schuerle@dhbw-mosbach.de
neue Anschrift: German Graduate School of Management & Law (GGS), Campusbibliothek <585>, Bildungscampus 1 (Forum), 74072 Heilbronn, Tel. (07131) 645636-39, Fax (07131) 645636-27, E-Mail annegret.heuermann@ggs.de, URL http://www.ggs.de/
Hochschulbibliothek Rhein-Waal <1383a>, Südstraße 8, 47475 Kamp-Lintfort / Änderung der E-Mail-Adresse für die Fernleihe: fernleihe-Kamp-Lintfort@hochschule-rhein-waal.de
Hochschulbibliothek Rhein-Waal <1383>, Landwehr 4, 47533 Kleve / Änderung der E-Mail-Adresse für die Fernleihe: fernleihe-Kleve@hochschule-rhein-waal.de
neue Anschrift nach der Fusion des Adolf-Grimme-Instituts mit dem Europäischen Zentrum für Medienkompetenz (ecmc): Bibliothek des Grimme-Instituts <Marl 2>, Eduard-Weitsch-Weg 25, 45770 Marl
Die folgende Anschrift entfällt ersatzlos: Bibliothek des Europäischen Zentrums für Medienkompetenz, Bergstraße 8, 45770 Marl
Bleicher-Nachlass im Heimatmuseum Mengen <neues Sigel: Mng 1> Hauptstraße 96, 88512 Mengen (Postanschrift: Hauptstraße 90, 88512 Mengen) Tel. (07572) 60 71 00, Fax (07572) 60 77 71 00, E-Mail sabine.reger@mengen.de ISIL DE-Mng 1
neue Anschrift: Hochschule für Film und Fernsehen, Bibliothek <M 472>, Gabelsbergerstraße 33, 80333 München Tel. (089) 689 57-610, E-Mail fernleihe@hff-muc.de
gelöschtes Sigel: Forschungsinstitut für Pigmente und Lacke e.V., Bibliothek in Stuttgart <Stg 87>
Zentrum für Islamische Theologie, Bibliothek <neues Sigel: 21/205> Rümelinstraße 27, 72074 Tübingen BAW; SWB; ISIL DE-21-205
Leopold-Sophien-Bibliothek <159>, Steinhausgasse 1, 88662 Überlingen / neue URL http://www.ueberlingen.de/Bildung_Kultur/L_S_Bibliothek/
Bücherei für Schwäbische Mundartdichtung Weilheim an der Teck <neues Sigel: 1863> Marktplatz 4 (Weilheimer „Bürgerhaus“), 73235 Weilheim/Teck Postanschrift: Marktplatz 6 (Rathaus), Postfach 1154, 73231 Weilheim an der Teck Tel. (07023) 1 06-110 (Verwaltung) und -222 (Fachliche Betreuung), Fax (07023) 1-06-221, E-Mail mundartbuecherei@weilheim-teck.de BAW; P; SWB; ISIL DE-1863
Kalumenos, Barbara. „Open Access – eine Option für STM Verlage“. Bibliothek. Forschung und Praxis 35. 2011. H.2. S.152-156.
„Unter Open Access versteht man die Möglichkeit des für den Leser kostenfreien Online-Zugriffs auf elektronische wissenschaftliche Zeitschriftenartikel. Wissenschaftliche Verlage sind generell gegenüber Open Access aufgeschlossen, solange ein wirtschaftlich nachhaltiges Geschäftsmodell zugrunde liegt, das zukünftige Investitionen ermöglicht. Zum heutigen Zeitpunkt bieten STM-Verlage verschiedene Open-Access-Modelle an. Die Verbreitung der unterschiedlichen Open-Access-Modelle im Markt ist jedoch auch nach zehn Jahren noch gering“ (nach dem Abstract).
Fund, Sven. „De Gruyter Open Library – Das Open Access-Modell eines Universalwissenschaftsverlags für Bücher und Zeitschriften“. Bibliothek. Forschung und Praxis 35. 2011. H.2. S.157-160.
„Der Verlag De Gruyter hat seit 2008 ein Open-Access-Geschäftsmodell entwickelt, das einer grundsätzlichen Veränderung im wissenschaftlichen Publizieren geschuldet ist. Dabei wurde entsprechend dem Profil des Verlags auf eine Umsetzung nicht nur in Zeitschriften, sondern insbesondere in Büchern Wert gelegt. Open Access bei De Gruyter steht zudem als ein Beispiel für kontinuierliches Innovationsmanagement in einem mittelständischen Unternehmen“ (nach dem Abstract).
Müller, Uwe. „Open Access und die Kosten“. Bibliothek. Forschung und Praxis 35. 2011. H.2. S.161-168.
„Dass Open Access aus Sicht der Wissenschaft grundsätzlich wünschenswert ist, darin besteht kaum mehr ein Zweifel. Wenn es an die konkrete Umsetzung geht, werden allerdings Vorbehalte laut. Einer der am häufigsten geäußerte bezieht sich auf die Frage der Finanzierung: Was kostet Open Access? Und wer wird diese Kosten tragen, wenn sich das neue Publikationsparadigma flächendeckend durchsetzt? Der Beitrag geht diesen Fragen nach und kommt zu dem Schluss, dass das wissenschaftliche Publizieren zwar auch unter Open-Access-Bedingungen nicht kostenlos ist, aus Sicht des Steuerzahlers aber auch nicht teurer wird als bisher“ (nach dem Abstract).
Baumgart, Denise. „Ein Blick hinter die Kulissen der Deutschen Digitalen Bibli-othek“. Dialog mit Bibliotheken 2011/2. S.11-14.
D. Baumgart wirft einen Blick hinter die Kulissen der Deutschen Digitalen Bibliothek (http://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/): Sie stellt die dreizehn deutschen Ein-richtungen aus den Bereichen Kultur und Wissenschaft vor, darunter auch das Biblio-theksservice-Zentrum Baden-Württemberg, die an der DDB mitarbeiten. Die Einrich-tungen vertreten alle Sparten aus Kultur und Wissenschaft, denn für die Nutzer soll es keine Rolle spielen, aus welchen Kultureinrichtungen (Bibliotheken, Archive, Museen etc.) die digitalisierten Objekte stammen. Außerdem beschreibt sie die sieben Arbeitsgruppen für Aufbau und Betrieb der DDB (Content, Metadaten, Präsentation und Webdesign, Technik, Innovation und Forschung, Kommunikation und Redaktion und Registrierung).
Bohne-Lang, Andreas; Matrisciano, Jutta. „Der schnelle Weg zum Nutzer: E-Medien-Integration an der Bibliothek der Medizinischen Fakultät Mannheim / Anre-gungen für die Praxis“. Buch und Bibliothek 63 (2011) H.9. S.634-639.
„Es fällt noch kaum ins Auge, dass viele wissenschaftliche Bibliotheken genauso vie-le E-Medien in form von E-Books und Artikeln aus E-Journals im Angebot haben wie gedruckte Werke – oder sogar mehr. Eine Tatsache, die auch auf die Bibliothek der Mannheimer Medizin-Fakultät zutrifft; trotzdem wurde dieses Angebot den Nutzern bisher eher stiefmütterlich präsentiert. Dass man auch mit wenig Aufwand und Geld eine adäquate, vorzeigbare Lösung schaffen kann“, berichten Andreas Bohne-Lang und Jutta Matrisciano in dem vorliegenden Aufsatz (nach dem Abstract).
Elektronische Bibliothek Schweiz – Bibliothèque électronique suisse – Biblioteca elettronica svizzera. arbido 3/2011.
Das Themenheft der Schweizer Bibliothekszeitschrift arbido informiert über alle Facetten der elektronischen Bibliothekslandschaft in der Eidgenossenschaft: u. a. e-lib.ch, das Portal der Schweizer Hochschulbibliotheken, swissbib, den Metakatalog der Schweizer Bibliotheken, e-codices, die Virtuelle Handschriftenbibliothek, e-rara.ch, die Online-Plattform der alten Buchbestände der Schweiz über Sprach- und Verbundgrenzen hinweg, das Projekt Kartenportal.CH und infoclio.ch, das Portal für die Geschichtswissenschaften der Schweiz.
Grünleitner, Karin. „Das Portal www.informationskompetenz.de: Analyse, Bewertung, Perspektiven“. Bibliothek. Forschung und Praxis 35. 2011. H.2. S.183-196.
„Gegenstand der vorliegenden Untersuchung ist eine Analyse und Bewertung des Portals http://www.informationskompetenz.de. Im Fokus steht dabei insbesondere die dortige Datenbank mit Materialien aus der Praxis der Vermittlung von Informationskompetenz. Ziel ist es, den Nutzen des Portals für die praktische Bibliotheksarbeit zu ermitteln sowie die Qualität des Angebots zu bewerten. Ausgehend von den Ergebnissen werden konkrete Perspektiven für die Weiterentwicklung der Plattform skizziert“ (nach dem Abstract).
Höpfner, Ruth Maria. „Das Portal Propylaeum: Acht Fachsichten auf die Altertumswissenschaften“. Bibliotheksforum Bayern 4 (2010) S.110-113.
Nach einem Relaunch bietet die virtuelle Fachbibliothek Propylaeum (http://www.propylaeum.de/) mit acht Fachsichten für die Disziplinen Ägyptologie, Alte Geschichte, Altorientalistik, Byzantinistik, Klassische Archäologie, Klassische Philologie, Mittel-und Neulateinische Philologie sowie Vor- und Frühgeschichte Fachinformationen für den gesamten Bereich der Altertumswissenschaften. Die Fachkoordinatorin für Altertumswissenschaften in der Abteilung Bestandsaufbau und Erschließung der BSB München stellt die virtuelle Fachbibliothek nach dem Relaunch vor.
Hollender, Ulrike; Rake, Mareike. „Europeana 1914-1918: Die Staatsbibliothek zu Berlin koordiniert eine europaweite digitale Weltkriegssammlung“. BibliotheksMagazin: Mitteilungen aus den Staatsbibliotheken in Berlin und München 2. 2011. H.2. S.16-21.
Die Staatsbibliothek zu Berlin hat zahlreiche europäische Nationalbibliotheken dazu aufgerufen, sich an einem Digitalisierungsprojekt Europeana 1914–1918 zu beteiligen, um eine gemeinsame virtuelle Sammlung zum Ersten Weltkrieg anzulegen. Zum 01.06.2010 reichte daraufhin ein Konsortium von zehn Nationalbibliotheken aus acht Ländern zusammen mit zwei weiteren Partnern unter der Leitung der Staatsbibliothek einen entsprechenden Förderantrag bei der Europäischen Kommission ein. Dem Antrag wurde mit einem Budget von 5,4 Millionen Euro stattgegeben. Als Plattform für die gemeinsame Sammlung wird das digitale Kulturportal Europeana dienen, das bereits rund 16 Millionen Digitalisate aus europäischen Bibliotheken, Archiven und Museen zusammenführt. Aus dem Bestand der Staatsbibliothek zu Berlin werden knapp 7.000 Objekte, je zur Hälfte aus der Kriegssammlung der Stabi und aus den Sonderabteilungen, für Europeana 1914–1918 ausgewählt werden. Das Projekt startete im Mai 2011. Bis Mitte 2014, rechtzeitig zum hundertsten Gedenktag des Kriegsausbruchs, werden alle Objekte über http://www.europeana.eu abrufbar sein.
Ikas, Wolfgang-Valentin. „Weltweite Sichtbarkeit im World Wide Web: Die Bayerische Staatsbibliothek in der World Digital Library“. BibliotheksMagazin: Mitteilungen aus den Staatsbibliotheken in Berlin und München 2. 2011. H.2. S.69-74.
Die World Digital Library (WDL) ist ein Gemeinschaftsprojekt der Library of Congress (LoC) und der UNESCO unter Beteiligung zahlreicher (National-)Bibliotheken und Archive weltweit mit dem Ziel, kulturell herausragende Dokumente aus aller Welt („significant primary materials from countries and cultures around the world“) über das Internet zur Verfügung zu stellen. Seit dem 21.04.2009 ist die WDL online (http://www.wdl.org/). Derzeit (Stand: 01.03.2011) gehören dem Projekt 119 Partner an, von denen bislang allerdings noch nicht alle digitale Inhalte beigetragen haben. Auch die BSB München trägt kräftig zur WDL bei.
Roeder, Corinna. „Digitalisierung in der Landesbibliothek Oldenburg: Die Landesbibliothek Oldenburg präsentiert als erste digitale Sammlung eine Auswahl aus ihrem Gründungsbestand“. mbmagazin: Mitteilungsblatt der Bibliotheken in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt Ausg. 146/147. 06/2011. S.20-27.
C. Roeder, Direktorin der LB Oldenburg, berichtet über die Digitalisierung von rund 300 Bänden aus der Sammlung Brandes, einer der bedeutendsten privaten Büchersammlungen des 18. Jahrhunderts in Deutschland, die zum Gründungsbestand der Oldenburger Landesbibliothek gehört. Das Webportal für digitale Sammlungen der LB Oldenburg findet sich unter http://digital.lb-oldenburg.de. Nach Abschluss der Digitalisierung werden die Daten in das künftige Portal Kulturerbe Niedersachsen transferiert, das Anfang 2012 freigegeben werden soll.
Rosetto, Marcia. „Die Virtuelle Bibliothek Lateinamerikas – (BV@L)“. Bibliothek. Forschung und Praxis 35. 2011. H.2. S.214-221.
Die brasilianische Kollegin Marcia Rosetto stellt die Virtuelle Bibliothek Lateinamerikas (BV@L) vor. Ziel des Projekts ist die Förderung des Zugangs zur Information und zum Kulturerbe der Region sowie die Vertiefung des Wissens über Lateinamerika. Die BV@L wurde am 13.02.2009 eingeweiht und ist kostenfrei im Internet verfügbar (http://www.bvmemorial.fapesp.br/).
Schnitzlein, Peter. „Halbzeit! 500.000 Handschriften und Bücher online im Netz“. BibliotheksMagazin: Mitteilungen aus den Staatsbibliotheken in Berlin und München 2. 2011. H.2. S.62-67.
Die Bayerische Staatsbibliothek bietet seit März 2011 mehr als eine halbe Million Bücher im Volltext online über ihren Online-Katalog OPACplus und ihre Digitalen Sammlungen an. Damit präsentiert sie den größten Bestand an digitalen Medienbeständen im deutschen Sprachraum. Durch das seit 2007 in Kooperation mit Google laufende Projekt zur Digitalisierung des urheberrechtsfreien Bestandes der BSB München können Werke vom 17. bis zum Ende des 19. Jahrhunderts kostenfrei von jedem Ort der Welt aus abgerufen und durchsucht werden. Neben der Digitalisierung des urheberrechtsfreien Bestandes durch Google betreut das Münchener Digitalisierungszentrum der Bibliothek auch die im eigenen Scan-Zentrum stattfindende Digitalisierung von Spezialsammlungen sowie kostbarer und wertvoller Handschriften, Inkunabeln oder Alter Drucke. Die Digitalisate der BSB werden in die Deutsche Digitale Bibliothek (DDB) und die Europeana (Europäische Digitale Bibliothek) eingespeist: rund 87 Prozent der aus Deutschland stammenden Textdigitalisate in der Europeana stammen aus der BSB. Derzeit befinden sich in der Europeana 5.087.662 Textdigitalisate, davon stammen 428.591 aus Deutschland. 371.607 dieser Digitalisate hat die BSB geliefert (Stand der Zahlen: 15. 2. 2011).
Woldering, Britta. „Erster Weltkrieg in Alltagsdokumenten: Europas virtuelles Gedächtnis – Europeana“. Dialog mit Bibliotheken 2011/2. S.32-36.
Mit der Aktion „Erster Weltkrieg in Alltagsdokumenten“ startete die Europeana (http://www.europeana.eu/) in Deutschland ein Projekt, das die europäische digitale Bibliothek mit nutzergenerierten Inhalten aus ganz Europa anreichern sollte. Die DNB koordinierte das Projekt und arbeitete mit den Partnern BSB München, Staatsbibliothek zu Berlin und Bibliothek für Zeitgeschichte in der Württembergischen Landesbibliothek in Stuttgart an den Aktionstagen im März und April 2011 zusammen. An allen Aktionstagen standen in den Partnerbibliotheken Fotografen und Scanner zur Verfügung, um die von den Besuchern mitgebrachten persönlichen und privaten Erinnerungsstücke aus der Zeit des Ersten Weltkriegs zu digitalisieren. Die Geschichten und Daten rund um die Erinnerungsstücke wurden in Gesprächen festgehalten und den Digitalisaten als Metadaten beigegeben.
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