Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_13/vo/1/81270000085.htm
Timestamp: 2018-11-15 13:26:23
Document Index: 78647008

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 4', '§ 4', '§ 5', '§ 5', '§ 63', '§ 63', '§ 64', '§ 4', '§ 6', '§ 22', '§ 4', '§ 6', '§ 5', '§ 6', '§ 40', '§ 4', '§ 6']

mit Seitenklingen und Randgebieten
1.27.085 Kochertal zwischen Westheim und Steinbach mit Seitenklingen und Randgebieten
Verordnung des Regierungspräsidiums Stuttgart über das Natur- und Landschaftsschutzgebiet ”Kochertal südlich Schwäbisch Hafl” vom 31. Juli 1996 (GBl. v. 20.09.1996, S. 588).
(1)Das Natur- und Landschaftsschutzgebiet hat als Ganzes eine Größe von rund 626 ha. Davon entfallen auf das Naturschutzgebiet »Kochertal zwischen Westheim und Steinbach einschließlich Klingenbach sowie Geiß- und Eselsklinge« ca. 221 ha, auf das Landschaftsschutzgebiet »Kochertal zwischen Westheim und Steinbach mit Seitenklingen und Randgebieten« ca. 405 ha.
(3)Das Landschaftsschutzgebiet umfaßt nach dem Stand vom 24. September 1994 folgende teilweise oder ganz eingeschlossene Gewanne:
auf dem Gebiet der Gemeinde Michelbach a. d. Bilz,
· Gemarkung Michelbach, Flur 1 (Gschlachtenbretzingen):
· Gemarkung Michelbach, Flur 0: Rattersbach, Burghalde, Brühl, Kappelrain, Kocheräkker, Holderäcker, Klingenäcker, Klingenhalde, Hestenbach, Hederich;
· Gemarkung Michelbach, Flur 3 (Rauhenbretzingen): Aspach, Rain;
auf dem Gebiet der Gemeinde Rosengarten,
· Gemarkung Uttenhofen, Flur 1 (Raibach) : Lächleräcker, Grund, Rumel;
· Gemarkung Uttenhofen, Flur 2 (Tullau): Egerte, Herschel, Eckberg, Vogelherd, Blümlenshalden, Mittelbühl, Lutherberg, Steinbühl, Burberg, Barbenfeld, Breitäcker, Höhäcker, Rumel;
· Gemarkung Uttenhofen, Flur 0: Bergäcker, Scheffau, Binsenbühl, Unterbach, Hopferich, Fuchsloch, Baumäcker, Lamelbach;
· Gemarkung Westheim: Birkach, Über dem Kocher, Ebertal, Wehrwiesen, Lamelbach;
auf dem Gebiet der Stadt Schwäbisch Hall,
· Gemarkung Schwäbisch Hall: Esel, Luckenbach, Masselter, Hanfwiesen, Tullauer Weg.
(4)Das Schutzgebiet ist in einer Übersichtskarte des Regierungspräsidiums Stuttgart vom
24. September 1994 im Maßstab 1 : 25 000 schwarz umgrenzt und flächig rot angelegt (Naturschutzgebiet gemäß § 2 Abs. 2) bzw. flächig grün angelegt (Landschaftsschutzgebiet gemäß § 2 Abs. 3) eingetragen sowie in einer Flurkarte des Regierungspräsidiums Stuttgart vom 24. September 1994 im Maßstab 1 : 5 000 (Blatt 1 und 2) schwarz umgrenzt und rot angeschummert (Naturschutzgebiet gemäß § 2 Abs. 2) bzw. grün angeschummert (Landschaftsschutzgebiet gemäß § 2 Abs. 3) eingetragen.
Die Karten sind Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karten wird beim Regierungspräsidium Stuttgart in Stuttgart, beim Landratsamt Schwäbisch Hall in Schwäbisch Hall sowie beim Bürgermeisteramt Schwäbisch Hall in Schwäbisch Hall auf die Dauer von drei Wochen, beginnend am achten Tag nach Verkündung dieser Verordnung im Gesetzblatt, zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten öffentlich ausgelegt.
(2)Wesentlicher Schutzzweck des Landschaftsschutzgebietes ist
5. Ablagerungen oder auch kurzfristige Lagerung von Gegenständen, Erde und Gesteinsaushub, soweit sie nicht zur zulässigen Nutzung des Grundstücks erforderlich sind;
8. Anlage oder Veränderung von Flugplätzen, einschließlich Modellflugzeuggeländen;
13. Pflanzung fremdländischer Gehölze oder Koniferen;
15. Beseitigung oder Änderung von wesentlichen Landschaftsteilen wie Bäume, Hecken, Gebüsche, Feldgehölze, Ufergehölze, Schilf- und Rohrbestände und ähnliche Naturerscheinungen, die zur Zierde und Belebung des Landschaftsbildes oder im Interesse der Tierwelt Erhaltung verdienen;
16. Entwässerungsmaßnahmen;
(3)Die Erlaubnis ist zu erteilen, wenn die Handlung Wirkungen der in § 4 Abs. 3 genannten Art nicht zur Folge hat oder solche Wirkungen durch Auflagen oder Bedingungen abgewendet werden können. Sie kann mit Auflagen oder Bedingungen, befristet oder widerruflich erteilt werden, wenn dadurch erreicht werden kann, daß die Wirkungen der Handlung dem Schutzzweck nur unwesentlich zuwiderlaufen.
(2)§ 4 Abs. 3 und § 5 Abs. 1 und 2 gelten im Landschaftsschutzgebiet nicht:
1. für die Nutzung im Rahmen einer ordnungsgemäßen Bewirtschaftung land- oder forstwirtschaftlicher Grundstücke, ausgenommen Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Nr. 15, 16 und 17;
(1)Für den Bereich des Naturschutzgebietes kann das Regierungspräsidium Stuttgart als höhere Naturschutzbehörde nach § 63 NatSchG Befreiung von den Vorschriften dieser Verordnung erteilen.
(2)Im übrigen kann das zuständige Landratsamt als untere Naturschutzbehörde nach § 63 NatSchG Befreiung erteilen.
(1)Ordnungswidrig im Sinne des § 64 Abs. 1 Nr. 2 NatSchG handelt,
1. wer in dem Naturschutzgebiet vorsätzlich oder fahrlässig eine der nach § 4 Abs. 1 und 2 in Verbindung mit § 6 Abs. 1 dieser Verordnung verbotenen Handlungen vornimmt;
a)entgegen § 22 Abs. 3 NatSchG in Verbindung mit § 4 Abs. 3 bzw. § 6 Abs. 2 dieser Verordnung Handlungen vornimmt, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem Schutzzweck zuwiderlaufen;
b)entgegen § 5 in Verbindung mit § 6 Abs. 2 dieser Verordnung ohne vorherige schriftliche Erlaubnis Handlungen vornimmt, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem Schutzzweck zuwiderlaufen können.
(2)Ordnungswidrig im Sinne des § 40 Abs.2 Nr.7 des Landesjagdgesetzes handelt, wer in dem Naturschutzgebiet vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 4 in Verbindung mit § 6 Abs. 1 Nr. 1 die Jagd ausübt.
(2)Gleichzeitig treten die Verordnungen des Landratsamtes Schwäbisch Hall über das Landschaftsschutzgebiet »Kochertal von Westheim bis Steinbach« vom 26. August 1963 (Haller Tagblatt vom 2. September 1963) sowie über das Landschaftsschutzgebiet »Westabhang der Limpurger Berge« vom 23. Dezember 1975 (Hohenloher Tagblatt, Haller Tagblatt und Gaildorfer Rundschau vom 30. Dezember 1975) für den Geltungsbereich dieser Verordnung außer Kraft.