Source: https://issuu.com/finma/docs/finma-jr_2015_de?e=11311553/34697061
Timestamp: 2019-07-24 03:36:47
Document Index: 180045527

Matched Legal Cases: ['Art. 55', 'Art. 17', 'Art.\u200914', 'Art. 11', 'Art. 3', 'Art.\u200916', 'Art. 37', 'Art. 5', 'Art. 20', 'Art. 3', 'Art.\u200917', 'Art. 16', 'Art. 21', 'Art. 9', 'Art. 55', 'Art. 17', 'Art. 17', 'Art. 15', 'Art. 16', 'Art. 3', 'Art. 14', 'Art. 20', 'Art.\u200927']

FINMA-Jahresrechnung 2015 by Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA - Issuu
Jahresrechnung 2015 Berichtsjahr 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015
4	5	5	6	7
Inhaltsverzeichnis FINMA | Jahresrechnung 2015
Bilanz Erfolgsrechnung Gesamtergebnisrechnung Eigenkapitalnachweis Geldflussrechnung
ANHANG 10	1	GESCHÄFTSTÄTIGKEIT 10	2	GRUNDLAGEN DER RECHNUNGSLEGUNG 14	3	ZUSAMMENFASSUNG DER WESENTLICHEN RECHNUNGSLEGUNGSGRUNDSÄTZE 20	4	MANAGEMENT DES FINANZRISIKOS 22	5–10	ANHÄNGE ZUR BILANZ 36	11–13	ANHÄNGE ZUR ERFOLGSRECHNUNG 38	14–19	ÜBRIGE ANHÄNGE
46	Bericht der Revisionsstelle
KOSTENDECKUNG 50	Kostendeckung je Aufsichtsbereich
FINMA | Jahresrechnung 2015 Inhaltsverzeichnis
64 690
34 688
6 248
79 803
69 554
Aktiven Flüssige Mittel
Bilanz FINMA | Jahresrechnung 2015
2 755
7 195
9 411
89 214
80 393
Anlagevermögen Total Aktiven
Passiven Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Kurzfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer
3 503
10 211
3 417
14 598
101 398
83 917
101 415
84 008
12 364
–79 518
–65 761
34 807
–19 606
–18 213
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten Kurzfristiges Fremdkapital Langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer Übrige langfristige Verbindlichkeiten Langfristiges Fremdkapital Gewinnvortrag Kumulierte versicherungsmathematische Verluste Reserven FINMAG Eigenkapital Total Passiven
Aufsichtsabgaben Gebühren Übriger Ertrag Wertberichtigungen und Verluste auf Forderungen
108 215
114 744
27 176
–3 034
–2 597
136 009
140 156
–99 538
–98 572
–11 672
–13 992
–9 668
–12 107
–2 700
–2 642
–123 578
–127 312
12 431
–13 757
–42 007
–1 393
–29 266
Gewinn Sonstiges Ergebnis –– Versicherungsmathematische Gewinne/(Verluste) Gesamtergebnis Das sonstige Ergebnis wird nicht in die Erfolgsrechnung übertragen.
5 FINMA | Jahresrechnung 2015 Erfolgs- und Gesamtergebnisrechnung
Eigenkapitalnachweis 2015 in TCHF
Gewinn-/ Verlustvortrag
Kumulierte vers.-math. Verluste
Stand per 1.1.
25 105
–12 741
Gesamtergebnis Umbuchung Reserven Eigenkapitalnachweis FINMA | Jahresrechnung 2015
Stand per 31.12.
Reserven Reserven FINMAG Initial-FINMA
2014 in TCHF
–23 754
41 160
–19 041
–12 689
–6 353
19 041
Sonstiges Ergebnis Gesamtergebnis Umbuchung Reserven Stand per 31.12.
Die Reserven Initial-FINMA stellten die ursprüngliche Unterdeckung aus der Eröffnungsbilanz der FINMA per 1. Januar 2009 dar, die sich vorwiegend aus der Verpflichtung nach IAS 19 ergab. Mit der Jahresrechnung 2014 wurden die Reserven Initial-FINMA mit den geäufneten Reserven FINMAG verrechnet.
2 700
–– (Zunahme)/Abnahme Forderungen aus Leistungen
–2 796
–3 473
–– (Zunahme)/Abnahme übrige Forderungen
21 865
–6 708
–1 919
–1 126
FINMA | Jahresrechnung 2015 Geldflussrechnung
31 351
19 973
Gewinn Abschreibungen/Wertminderungen auf dem Anlagevermögen Wertminderungen auf den Forderungen Zunahme/(Abnahme) langfristig fälliger Leistungen an Arbeitnehmer Veränderung des betrieblichen Umlaufvermögens und der kurzfristigen Verbindlichkeiten
–– Zunahme/(Abnahme) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen –– Zunahme/(Abnahme) kurzfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer –– Zunahme/(Abnahme) übrige kurzfristige Verbindlichkeiten Geldfluss aus Geschäftstätigkeit Investitionen Sachanlagen
–1 984
Investitionen immaterielle Anlagen
–1 272
–2 736
–4 720
Geldfluss aus Investitionstätigkeit Rückzahlung von Leasingverbindlichkeiten
Rückzahlung von kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten
–6 494
–6 564
30 002
8 688
Flüssige Mittel Ende Jahr
34 138
Sichtguthaben bei der EFV
57 999
Bezahlte Zinsen
Zu den flüssigen Mitteln gehören: Kassabestände Sichtguthaben bei Finanzinstituten
Im Geldfluss aus Geschäftstätigkeit sind enthalten:
FINMA | Jahresrechnung 2015
Anhang 10	1	Geschäftstätigkeit 10	2	Grundlagen der Rechnungslegung 14	3	Zusammenfassung der wesentlichen Rechnungslegungsgrundsätze 20	4	Management des Finanzrisikos 22	5	Forderungen 24	6	Sachanlagen 26	7	Immaterielle Anlagen 28	8	Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 28	9	Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 29	10	Forderungen und Verbindlichkeiten aus Leistungen an Arbeitnehmer
36	11	Personalaufwand 36	12	Informatikaufwand 37	13	Übriger Betriebsaufwand 38	14	Finanzinstrumente 39	15	Verbindlichkeiten aus operativem Leasing 40	16	Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Institutionen und Personen 45	17	Eventualverbindlichkeiten 45	18	Staatshaftungsgesuche 45	19	Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
1  Geschäftstätigkeit Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMA) mit Sitz in Bern, Schweiz, ist eine öffentlich-rechtliche Anstalt mit eigener Rechtspersönlichkeit und gehört zur dezentralen Bundesverwaltung. Als unabhängige Aufsichtsbehörde setzt sich die FINMA für den Schutz der Gläubiger, Anleger und Versicherten sowie für den Schutz der Funktionsfähigkeit der Finanzmärkte ein.
Anhang FINMA | Jahresrechnung 2015
Mit dem Individualschutz sollen Finanzmarktkunden vor Insolvenzen der Finanzinstitute, vor unlauteren Geschäftspraktiken und vor Ungleichbehandlung im Börsenbereich geschützt werden. Der Funktionsschutz dient dazu, die Stabilität des Finanzsystems zu gewährleisten. Ein wirksamer Individualschutz und ein solider Funktionsschutz kommen indirekt auch der Wettbewerbsfähigkeit und dem Ansehen des Finanzplatzes zugute. Die FINMA hat hoheitliche Befugnisse über Banken und Effektenhändler, Versicherungen, Finanzmarktinfrastrukturen, Produkte und Institute nach Kollektivanlagengesetz sowie Versicherungsvermittler. Sie bewilligt den Betrieb von Unternehmen der beaufsichtigten Branchen. Mit ihrer Überwachungstätigkeit stellt die FINMA sicher, dass sich die Beaufsich-
tigten an die Gesetze und Verordnungen sowie die weiteren aufsichtsrechtlich relevanten Rechtsgrundlagen halten und die Bewilligungsvoraussetzungen dauernd erfüllen. Die FINMA ist zuständig für die Geldwäschereibekämpfung, leistet Amtshilfe, spricht Sanktionen aus und wickelt bei Bedarf Sanierungsverfahren und Konkurse ab. Die FINMA ist auch Aufsichtsbehörde im Bereich der Offenlegung von Beteiligungen an börsenkotierten Gesellschaften, führt Verfahren bzw. erlässt Verfügungen zur Durchsetzung des Aufsichtsrechts und erstattet im Verdachtsfall Strafanzeige bei den zuständigen Strafbehörden. Weiter ist die FINMA Aufsichtsbehörde auf dem Gebiet der öffentlichen Kaufangebote nach dem Börsengesetz und insbesondere Beschwerdeinstanz für die Anfechtung von Verfügungen der Übernahmekommission (UEK). Schliesslich arbeitet die FINMA bei Gesetzgebungsverfahren mit und erlässt, wo dazu ermächtigt, eigene Verordnungen. Mit Rundschreiben informiert sie über die Auslegung und die Anwendung des Finanzmarktrechts. Ausserdem ist sie für die Anerkennung von Selbstregulierungen zuständig.
2  Grundlagen der Rechnungslegung Einleitung Die vorliegende Jahresrechnung der FINMA wurde in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Als Verwaltungseinheit der dezentralen Bundesverwaltung mit eigener Rechnung wird die FINMA nach Art. 55 Finanzhaushaltgesetz (FHG) vollständig in die «Konsolidierte Rechnung Bund» aufgenommen. Beim vorliegenden Abschluss handelt es sich um den Einzelabschluss mit der Berichtsperiode 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015. Bilanzstichtag ist der 31. Dezember 2015. Diese Jahresrechnung wird in Schweizer Franken, der funktionalen Währung der FINMA, dargestellt. Alle Zahlen werden, sofern nicht anders ausgeführt, in Tausend Schweizer Franken (TCHF) angegeben.
Aktiven und Passiven sind, wenn nicht anders erwähnt, zu historischen Kosten ausgewiesen. Aufwände und Erträge werden in der Periode verbucht, in der sie auch angefallen sind. Diese Jahresrechnung wurde am 2. März 2016 vom Verwaltungsrat genehmigt. Wesentliche Schätzungen und Managementbeurteilungen Die Erstellung der Jahresrechnung der FINMA in Übereinstimmung mit IFRS bedingt die Anwendung von Schätzungen und Managementbeurteilungen, welche die ausgewiesenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die Erträge und Aufwendungen sowie die Offenlegung von Eventualverbindlichkeiten und -forderungen in der Berichtsperiode beeinflussen können. Obwohl diese Schätzungen nach bestem Wissen der Geschäftsleitung über die aktu-
Nutzungsdauer von immateriellen Anlagen Bei der Schätzung der Nutzungsdauer einer immateriellen Anlage werden die erwartete Nutzung, die technologischen Entwicklungen sowie die Erfahrungswerte von vergleichbaren Vermögenswerten berücksichtigt. Eine Änderung der Schätzung der Nutzungsdauer kann Auswirkungen auf die künftige Höhe der Abschreibungen haben. Wertminderungen von immateriellen Anlagen Die Werthaltigkeit des immateriellen Anlagevermögens wird immer dann überprüft, wenn konkrete Hinweise auf eine Überbewertung der Buchwerte bestehen. Die Ermittlung der Werthaltigkeit basiert auf Einschätzungen und Annahmen des Managements zum künftigen Nutzen aus diesen Anlagen. Die tatsächlich erzielten Werte können von diesen Schätzungen abweichen. Personalvorsorgeverpflichtungen Der Vorsorgeaufwand und die Vorsorgeverpflichtungen werden jährlich von unabhängigen Versicherungsmathematikern nach dem sogenannten Anwart­ schaftsbarwertverfahren ermittelt. Die Berechnungen basieren auf verschiedenen versicherungsmathematischen Annahmen, beispielsweise auf der erwarteten langfristigen Rendite des Vorsorgevermögens, der erwarteten Lohn- und Rentenentwicklung, der Lebenserwartung der versicherten Arbeitnehmer oder auf dem Diskontierungszinssatz für die Vorsorgeverpflichtungen. Aufgrund des langfristigen Charakters der Verpflichtungen sind die in den Berechnungen getroffenen Annahmen mit wesentlichen Unsicherheiten verbunden.
Wertberichtigungen auf zweifelhaften Forderungen Für zweifelhafte Forderungen werden Wertberichtigungen gebildet, um mögliche Verluste abzudecken, die sich aus der Zahlungsunfähigkeit oder -unwilligkeit von Gebühren- und Abgabepflichtigen ergeben können. Die Angemessenheit der Wertberichtigung wird auf der Grundlage von mehreren Faktoren beurteilt. Dazu gehören die Fälligkeitsstruktur der Forderungen, die aktuelle Zahlungsfähigkeit der Kunden und die Erfahrungen mit Forderungsverlusten aus der Vergangenheit. Der Umfang der Verluste kann den angesetzten Betrag übersteigen, wenn die Faktoren sich ändern, auf denen die Schätzungen beruhen. Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten Es besteht die Möglichkeit, dass im normalen Geschäftsverlauf Rechtsansprüche gegen die FINMA geltend gemacht werden. Die Geschäftsleitung hat die Eintrittswahrscheinlichkeit der Ansprüche, welche zum Zeitpunkt des Abschlusses unsicher sind, und die Höhe des möglichen Mittelabflusses zu beurteilen, um das Risiko in einer Rückstellung ange­ messen abzubilden. Deshalb können Unterschiede zwischen den tatsächlichen Ergebnissen und den von der Geschäftsleitung getroffenen Annahmen auftreten.
11 FINMA | Jahresrechnung 2015 Anhang
ellen Ereignisse und die möglichen künftigen Massnahmen der FINMA ermittelt worden sind, können die tatsächlich erzielten Ergebnisse von diesen Schätzwerten abweichen. Auf Bereiche, die ein höheres Mass an Schätzungsunsicherheiten oder Managementbeurteilungen beinhalten, wird nachstehend hingewiesen.
Anwendung neuer und angepasster Standards Die sich aus der erstmaligen Anwendung neuer oder überarbeiteter Standards und Interpretationen erge-
benden Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze werden retrospektiv angewendet, sofern eine prospektive Anwendung nicht ausdrücklich vorgeschrieben ist.
Neue und geänderte Standards und Interpretationen, die erstmals für das Geschäftsjahr 2015 anzuwenden waren
Gültigkeit ab
Fair-Value-Bewertung: jährliche Verbesserungen der IFRS (2011 bis 2013).
Sachanlagen: jährliche Verbesserungen der IFRS (2010 bis 2012).
Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen: jährliche Verbesserungen der IFRS (2010 bis 2012).
Immaterielle Vermögenswerte: jährliche Verbesserungen der IFRS (2010 bis 2012).
Die geänderten Standards hatten keinen wesentlichen Einfluss auf die Jahresrechnung 2015 der FINMA.
Neue und überarbeitete Standards sowie Interpretationen, die erst für das Geschäftsjahr 2016 oder später in Kraft treten Standard
Finanzinstrumente (Juli 2014): Der neue Standard ersetzt die Standards vom Oktober 2010 und November 2013.
IFRS 10, 12 und IAS 28
Konzernabschlüsse, Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen sowie Anteilen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen: Anpassungen zur Anwendung der Konsolidierungsausnahme für Investmentgesellschaften.
Gemeinschaftliche Vereinbarung: Anpassungen zur Behandlung von akquirierten Beteiligungen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten (Mai 2014).
Regulatorische Abgrenzungsposten (Januar 2014).
Umsätze aus Verträgen mit Kunden (Mai 2014): Der neue Standard ersetzt IAS 11 und IAS 18. Zudem wurden die Bestimmungen in IFRIC 13, 15 und 18 sowie SIC 31 auf­ gehoben und ebenfalls in den neuen Standard integriert.
Leasingverhältnisse (Januar 2016): Der neue Standard ersetzt IAS 17 und die damit verbundenen Interpreta­ tionen IFRIC 4, SIC 15 sowie SIC 27.
Darstellung des Abschlusses: Offenlegungsinitiative.
IAS 16 und IAS 38
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte: Anpassung zur Klarstellung akzeptierter Abschreibungsmethoden.
IAS 16 und IAS 41
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte: Anpassungen zu fruchttragenden Pflanzen.
Einzelabschluss: Anpassungen zur Anwendung der Eigen­ kapitalmethode im Einzelabschluss (August 2014).
Die FINMA verzichtet im vorliegenden Abschluss auf die frühzeitige Anwendung der oben genannten Neuerungen und Änderungen. Somit wirken sich diese nicht auf die vorliegende Jahresrechnung aus. Für die neu publizierten bzw. geänderten Standards werden – mit Ausnahme von IFRS 15 und IFRS 16 – keine materiellen Auswirkungen auf die Jahresrechnung erwartet. Die Auswirkungen aus IFRS 15 und IFRS 16 werden derzeit analysiert. Jährliche Verbesserungen der IFRS sind nur aufgeführt, wenn sie auf die Finanzberichterstattung der FINMA anwendbar sind.
FINMA | Jahresrechnung 2015 Anhang
Änderungen in der Darstellung Im Berichtsjahr wurde der Ausweis der Forderungen und der Wertberichtigungen auf Forderungen grundlegend überarbeitet und damit die Transparenz erhöht. Die Überleitungsrechnung der Wertberichtigungen auf Forderungen weist neu auch die erfolgswirksame Veränderung aus.
Rechnungsabgrenzungen werden neu nicht mehr als separate Position in der Bilanz, sondern in den übrigen Forderungen bzw. übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Relevanz der Positionen ist gering, weshalb auf einen gesonderten Ausweis verzichtet wird. Im Berichtsjahr wurden die offengelegten Informationen zu den Personalvorsorgeverpflichtungen zusammengefasst. Des Weiteren führte eine Änderung der Rechnungslegungsgrundsätze dazu, dass die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitenden nicht mehr als Finanzinstrumente klassifiziert werden.
Der Ausweis der Transaktionen mit nahestehenden Institutionen und Personen wurde um die offenen Forderungen und Verbindlichkeiten am Jahresende ergänzt. Der Ausweis der Vergütung von Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen erfolgte bisher basierend auf dem Kaderlohnreporting (Kaderlohnverordnung). Dieses Reporting gibt Auskunft über die Entlöhnung und die weiteren Vertragsbedingungen der Mitglieder leitender Organe und des obersten Kaders von Unternehmen und Anstalten des Bundes. Mit der Jahresrechnung 2015 wird nicht mehr auf das geldflussbasierte Kaderlohnreporting abgestützt, sondern der Ausweis der Vergütungen umfasst sämtliche Leistungen an Arbeitnehmer gemäss der Definition in IAS 19 «Leistungen an Arbeitnehmer». Leistungen an Arbeitnehmer sind jede Form von Vergütungen, die von der FINMA oder in unserem Namen als Gegenleistung für erhaltene Dienstleistungen gezahlt wurden, zu zahlen sind oder bereitgestellt werden. Die Vorjahresangaben wurden in allen Fällen angepasst. Die Anpassungen hatten keinen Einfluss auf das Eigenkapital der Berichts- und der Vorjahresperiode.
3  Zusammenfassung der wesentlichen Rechnungslegungsgrundsätze Flüssige Mittel Die flüssigen Mittel umfassen Bargeldbestände in Schweizer Franken, frei verfügbare Guthaben bei Finanz­ instituten sowie das Depositokonto bei der Eidgenössischen Finanzverwaltung (EFV). Auf diesem als Konto­ korrentkonto geführten Konto deponiert die FINMA einerseits ihre Liquiditätsüberschüsse und erhält andererseits von der EFV zur Sicherstellung ihrer Zahlungsbereitschaft Darlehen zu marktkonformen Bedingungen (Art. 17 Abs. 2 FINMAG). Beim Depositokonto der EFV ist nur eine beschränkte Anzahl von Bezügen zulässig und Rückzüge ab zehn Millionen Schweizer Franken muss die FINMA einen Monat im Voraus melden. Die Bargeldbestände sowie die Sichtguthaben sind kurzfristiger Natur und werden zum Nominalwert bewertet. Die aus flüssigen Mitteln entstehenden Aufwände und Erträge werden der Erfolgsrechnung periodengerecht belastet oder gutgeschrieben.
Forderungen aus Leistungen Forderungen aus Leistungen sind Ertragsgut­haben, die aus den jährlichen Aufsichtsabgaben der Beaufsichtigten, aus Gebühren und für Dienstleistungen entstehen. Forderungen aus Leistungen werden zu ihrem Nominalwert abzüglich betriebswirtschaftlich notwendiger Wertberichtigungen für gefährdete Forderungen bilanziert. Die erfolgswirksame Bildung und Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen aus Leistungen werden als Wertberichtigungen erfasst und ausgewiesen. Übrige Forderungen Übrige Forderungen sind kurzfristige Forderungen, die nicht als Forderung aus Leistungen bilanziert sind. Übrige Forderungen werden zu ihrem Nominalwert abzüglich betriebswirtschaftlich notwendiger Wertberichtigungen ausgewiesen. Die erfolgswirksame Bildung und Auflösung von Wertberichtigungen auf den übrigen Forderungen werden als Wertberichtigungen erfasst und ausgewiesen.
Angefangene Arbeiten Die FINMA fakturiert basierend auf der FINMAGebühren- und Abgabenverordnung (FINMA-GebV) ihre Leistungen an jene, die eine Verfügung oder ein Aufsichtsverfahren veranlassen oder eine Dienstleistung der FINMA in Anspruch nehmen. Die Abgrenzungen der im Berichtsjahr erbrachten, aber noch nicht fakturierten Leistungen werden als übrige Forderung ausgewiesen. Die Ermittlung und Verbuchung der Abgrenzung basiert auf dem Fertig­ stellungsgrad der erbrachten Leistung unter Berücksichtigung der Einbringlichkeit. Unter-/Überdeckung Aufsichtsabgabe Die FINMA erhebt die Aufsichtsabgaben gestützt auf ihre Rechnung für das dem Abgabejahr vorangegangene Jahr. Ergibt sich in der Rechnung der FINMA für das Berichtsjahr eine Unter- oder Überdeckung, so wird der entsprechende Betrag nach Art. 14 Abs. 3 FINMA-GebV pro Aufsichtsbereich auf das nächste Rechnungsjahr übertragen, was zu einer übrigen Forderung bzw. übrigen kurzfristigen Verbindlichkeit führt. Sachanlagen Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bilanziert. Zu den Anschaffungskosten gehören auch alle anfallenden Kosten, um den Vermögenswert an seinen künf­tigen Standort zu transportieren und in den vom Management beabsichtigten betriebsbereiten Zustand zu bringen. Die Abschreibung erfolgt linear über die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer oder, falls kürzer, über die vereinbarte Vertragsdauer und wird in der Erfolgsrechnung in der Position Abschreibungen auf Anlage­ vermögen erfasst. Die geschätzte Nutzungsdauer pro Anlageklasse für die laufende Periode und die Vergleichsjahre lautet:
Nutzungsdauer (Jahre)
Mobiliar, Einrichtungen
Maschinen, Apparate, Geräte
Hardware Informatik Anlagen im Bau
2–8 –
Der Restwert, die Nutzungsdauer sowie die Abschreibungsmethode eines Vermögenswertes werden Ende des Geschäftsjahres überprüft und gegebenenfalls angepasst. Der Buchwert eines Sachanlagevermögenswerts wird bei Veräusserung oder zum Zeitpunkt, zu dem kein weiterer Nutzenzufluss aus der fortgesetzten Nutzung oder der Veräusserung erwartet wird, ausgebucht. Ein allfälliger Abgangserlös oder -verlust wird als übriger Ertrag oder übriger Betriebsaufwand ausgewiesen. Immaterielle Anlagen Immaterielle Vermögenswerte werden beim erstmaligen Ansatz zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Immaterielle Anlagen werden aktiviert, wenn folgende Kriterien kumulativ erfüllt sind: –– Die Anschaffungs-/Herstellungskosten können verlässlich ermittelt werden; –– die immaterielle Anlage ist identifizierbar, das heisst, der Vermögenswert ist separierbar oder beruht auf vertraglichen oder gesetzlichen Rechten; –– die Verfügungsmacht über den immateriellen Vermögenswert ist gegeben; –– es ist wahrscheinlich, dass der FINMA aus dem immateriellen Vermögenswert ein künftiger wirtschaftlicher Nutzen entstehen wird. Eingekaufte Softwarelizenzen werden beim erstmaligen Ansatz zu Anschaffungskosten bilanziert. Diese setzen sich aus dem Kaufpreis und den weiteren für die Inbetriebnahme anfallenden Kosten (beispielsweise Customizing) zusammen. Interne und externe Kosten im Zusammenhang mit der Eigenentwicklung von unternehmensspezifischen Softwareapplikationen werden als immaterielle Anlagen aktiviert, wenn ein künftiger mehrjähriger Nutzen wahrscheinlich ist.
15 FINMA | Jahresrechnung 2015 Anhang
Neben den sonstigen Forderungen werden in der Position insbesondere folgende Geschäftsvorfälle ausgewiesen:
Die erbrachten Eigenleistungen für die Entwicklung von Software werden im übrigen Ertrag der laufenden Rechnung erfasst. Über- bzw. mehrjährige Projekte werden Ende Jahr als Anlage im Bau ausgewiesen und zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme aktiviert.
Aktivierte Software wird ab Inbetriebnahme linear über die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer (von drei bis zehn Jahren) abgeschrieben und in der Erfolgsrechnung in der Position Abschreibungen auf Anlagevermögen erfasst. Die FINMA aktiviert keine immateriellen Anlagen mit einer un­bestimmten Nutzungsdauer. Der Restwert, die Nutzungsdauer sowie die Abschreibungsmethode eines immateriellen Vermögenswertes werden Ende des Geschäftsjahres überprüft und gegebenenfalls angepasst. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswertes (aktivierte immaterielle Anlagen wie auch Anlagen im Bau) den geschätzten erzielbaren Betrag, so wird der Vermögenswert um die sich ergebende Differenz abgewertet. Wertminderung auf nicht finanziellen Vermögenswerten Nicht finanzielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer und planmässiger Abschreibung werden einem Wertminderungstest unterzogen, wenn objektive Hinweise auf eine mögliche Wertminderung vorliegen. Eine erfolgswirksame Wertminderung wird erfasst, wenn der erzielbare Betrag tiefer ist als der Buchwert des Vermögenswertes. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus dem Nettoverkaufserlös (geschätzter Verkaufserlös unter Abzug sämtlicher direkt im Zusammenhang mit dem Verkauf anfallender Kosten) und dem Nutzwert (Barwert der geschätzten künftigen Mittelzuflüsse und -abflüsse aus der Nutzung). Die in früheren Perioden auf einem nicht finanziellen Vermögenswert vorgenommenen Wertminderungen werden jährlich dahingehend geprüft, ob sie eventuell wieder zugeschrieben werden können. Finanzanlagen Die FINMA hält keine Finanzanlagen. Entsprechend der Tresorerievereinbarung zwischen der FINMA und der EFV kann die FINMA überschüssige Gelder bei der EFV zu Marktzinsen anlegen. Diese Beträge werden in den flüssigen Mitteln ausgewiesen.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, was in der Regel dem Nominalwert entspricht. Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden während des jeweiligen Geschäftsjahrs zu einem monatlich angepassten Durchschnittskurs und am Bilanzstichtag zum Stichtagskurs bewertet. Leistungen an Arbeitnehmer Die Leistungen der FINMA an Arbeitnehmer umfassen alle Formen von Vergütungen, die im Austausch für erbrachte Arbeitsleistungen oder bei besonderen Umständen gewährt werden. Leistungen an Arbeitnehmer beinhalten kurzfristig fällige Leistungen, Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (Vorsorgeverpflichtungen), andere langfristige Leistungen sowie Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Kurzfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer Als kurzfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer gelten Leistungen, die innerhalb von zwölf Monaten nach Ende der Berichtsperiode fällig werden wie Löhne, Gehälter, Sozialversicherungsbeiträge, Ferienund Überzeitansprüche sowie geldwerte Leistungen an aktive Arbeitnehmer. Die Abgrenzung der kurzfristigen Leistungen erfolgt periodengerecht. Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (Personalvorsorgeverpflichtungen) Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhält­ nisses umfassen die Personalvorsorgeverpflichtungen. Das Vorsorgewerk der FINMA unterhält einen leistungsorientierten Vorsorgeplan (definierte Vor­ sorgeleistungen). Der Barwert der leistungsorientierten Vorsorgeverpflichtungen wird jährlich von einem unabhängigen Versicherungsmathematiker unter Verwendung der Anwartschaftsbarwert­methode ermittelt. Die versicherungsmathe­matischen Annahmen, die den Berechnungen zugrunde liegen, richten sich nach den am Abschlusstag bestehenden Erwartungen für den Zeitraum, über den die Verpflichtungen zu erfüllen sind. Der Vorsorgeplan wird über einen Fonds finanziert. Die Vermögenswerte des Plans werden zum Fair Value bilanziert. Aus Änderungen der getroffenen Annahmen, Abweichungen des effektiven zum erwarteten Ertrag aus
Andere langfristige Leistungen Andere langfristige Leistungen an Arbeitnehmer sind Leistungen, die zwölf Monate nach Bilanzstichtag oder später fällig werden. Bei der FINMA handelt es sich hauptsächlich um Treueprämien (auch Dienstaltersgeschenk genannt), auf die sich die Arbeitnehmer basierend auf der Personalverordnung Anspruch erarbeiten. Nach jeweils fünf Dienstjahren hat ein Arbeitnehmer Anrecht auf eine Treueprämie. Die Arbeitnehmer können sich die als Treueprämie erhaltenen Urlaubstage ganz oder teilweise auszahlen lassen. Solche langfristigen Leistungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Der in der Bilanz verbuchte Betrag entspricht dem Barwert der so berechneten Verpflichtung. Neubewertungen werden in der Periode in der Erfolgsrechnung erfasst. Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses beinhalten zum Beispiel Lohnfortzahlungen während der Karenzfrist. Solche Leistungen werden zum Zeitpunkt der Beendigung des Arbeitsverhältnisses sofort als Aufwand in der Erfolgsrechnung erfasst. Der Ausweis erfolgt je nach Geschäfts-
vorfall unter den kurzfristig oder langfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer. Übrige Verbindlichkeiten In den übrigen kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten werden folgende Positionen ausgewiesen: –– Finanzierungsleasing-Verhältnisse (vergleiche dazu Abschnitt Leasing), –– das bei der EFV geführte Depositokonto, sofern dieses einer Verpflichtung entspricht, –– Verpflichtungen gegenüber Finanzinstituten, –– Überdeckungen aus den Aufsichtsabgaben, –– passive Rechnungsabgrenzungen, –– diverse übrige Verbindlichkeiten. Mit Ausnahme der Finanzierungsleasing-Verhältnisse erfolgt die Bewertung der übrigen Verbindlichkeiten zum Nominalwert. Leasing Aktiven, die aufgrund von Leasingverträgen erworben werden, wobei Nutzen und Schaden aus Eigentum auf die FINMA übergehen (Finanzierungsleasing), werden entsprechend der Eigenschaft der geleasten Sache als Anlagevermögen ausgewiesen. Dabei erfolgt die erstmalige Bilanzierung von Anlagen im Finanzierungsleasing zum Marktwert der geleasten Sache oder zum tieferen Nettobarwert der künftigen unkündbaren Leasingzahlungen zu Beginn des Leasingvertrags. Derselbe Betrag wird als Verbindlichkeit aus Finanzierungsleasing erfasst. Die Abschreibung des Leasinggutes erfolgt über die wirtschaftliche Nutzungsdauer oder, falls der Eigentumsübergang zum Ende der Leasingdauer nicht sicher ist, über die kürzere Vertragsdauer. Leasinggeschäfte, bei denen Nutzen und Schaden aus Eigentum nicht oder nur teilweise auf die FINMA übergehen, gelten als operatives Leasing. Der daraus entstehende Aufwand wird direkt in der Erfolgsrechnung erfasst. Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten Rückstellungen für belastende Verträge und andere Rechtsansprüche werden erfasst, wenn die FINMA eine gegenwärtige Verpflichtung (rechtlich oder faktisch) aus einem vergangenen Ereignis hat, die zu einem wahrscheinlichen, zuverlässig schätzbaren Mittelabfluss führen wird. Für künftige Verluste werden keine Rückstellungen gebildet. Bei einer wesentlichen Wirkung des Zinseffektes wird die Rückstellung diskontiert.
17 FINMA | Jahresrechnung 2015 Anhang
dem Planvermögen sowie den Unterschieden zwischen den tatsächlich erworbenen und den mithilfe versicherungstechnischer Annahmen berechneten Leistungsansprüchen ergeben sich versicherungs­ mathematische Gewinne und Verluste. Diese werden als erfolgsneutrale Komponente direkt im Eigenkapital erfasst. Die Kosten des leistungsorientierten Vorsorgeplans werden in der Erfolgsrechnung erfasst. Eine Beitragsreduktion im Sinne von IFRS liegt vor, wenn der Arbeitgeber tiefere Beiträge als den Dienstzeitaufwand bezahlen muss. Spezielle Ereignisse wie Vorsorgeplanände­rungen, die den Anspruch der Mitarbeitenden verändern, oder Plankürzungen und Planabgeltungen werden sofort erfolgswirksam erfasst. Die FINMA trägt das Risiko, dass das Eigenkapital aufgrund einer schlechteren Vermögensperformance des Vorsorgewerks oder wegen Anpassungen von Bewertungsannahmen beeinflusst wird. Deshalb werden die Sensitivitäten der wichtigsten Annahmen (technischer Zinssatz, Lohnerhöhungen) ermittelt und offengelegt.
Falls eine Verpflichtung nicht genügend zuverlässig geschätzt werden kann, wird sie als Eventualverbindlichkeit ausgewiesen. Die Bemessung stützt sich auf die bestmögliche Einschätzung der erwarteten Ausgaben.
Ertrag Erträge werden erfasst, wenn deren Höhe verlässlich bestimmbar ist und wenn es wahrscheinlich ist, dass der mit der Transaktion verbundene wirtschaftliche Nutzen der FINMA zufliesst.
Sollten die geforderten Angaben zur Offenlegung die Position der FINMA in einem Rechtsstreit beeinträchtigen, wird auf die Offenlegung verzichtet. Stattdessen werden allgemeine Angaben über den Charakter des Rechtsstreits und die Gründe für das Unterlassen der Informationen gemacht.
Aufsichtsabgaben Die FINMA erhebt von den ihr unterstellten Beaufsichtigten (Abgabepflichtigen) jährlich eine Aufsichtsabgabe (Art. 11 FINMA-GebV in Verbindung mit Art. 3 FINMAG). Die Aufsichtsabgaben bemessen sich gestützt auf die Gesamtkosten der FINMA des Vorjahrs und auf die zu bildenden Reserven.
Wenn aus denselben Umständen eine Rückstellung und eine Eventualverbindlichkeit entstehen, wird der Zusammenhang zwischen der Rückstellung und der Eventualverbindlichkeit aufgezeigt. Eigenkapital Die FINMA ist eine öffentlich-rechtliche Anstalt und verfügt aufgrund dieser Ausgestaltung über kein gezeichnetes Kapital. Nach Art. 16 FINMAG muss die FINMA innerhalb einer angemessenen Frist Reserven in der Höhe eines Jahresbudgets äufnen. Diese werden im Umfang von zehn Prozent ihrer jährlichen Gesamtkosten gebildet (Art. 37 FINMAGebV), bis die Gesamtreserve ein Jahresbudget erreicht oder wieder erreicht hat. Fremdwährungsumrechnung Guthaben und Verpflichtungen in Fremdwährungen werden zum Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Aus Fremdwährungsumrechnung entstehende nicht realisierte und realisierte Gewinne und Verluste werden als Finanzertrag bzw. -aufwand ausgewiesen. Folgender Wechselkurs wurde für den Jahresabschluss angewendet: Stichtagskurs per
Die Aufsichtsabgaben setzen sich in allen Aufsichtsbereichen aus einer fixen Grundabgabe und – mit Ausnahme jener der ungebundenen Versicherungsvermittler sowie der ausländischen kollektiven Kapitalanlagen – einer variablen Zusatzabgabe zusammen. Der Ertrag wird periodengerecht ausgewiesen. Die Aufsichtsabgabe umfasst die zu deckenden Gesamtkosten der FINMA für das Geschäftsjahr und den auf das Geschäftsjahr entfallenden Anteil der zu bildenden Reserven abzüglich der fakturierten Erträge. Gebühren Gebührenpflichtig ist, wer bei der FINMA eine Verfügung veranlasst, oder ein Aufsichtsverfahren, das nicht mit einer Verfügung endet, oder wer eine Dienstleistung beansprucht (Art. 5 FINMA-GebV). Die Gebühren werden als Ertrag verbucht, sobald die Leistungen erbracht worden sind. Noch nicht in Rechnung gestellte Gebühren werden, soweit verlässlich schätzbar, per 31. Dezember als angefangene Arbeiten in den übrigen Forderungen erfasst.
Finanzergebnis Bei der Verbuchung der Einzelpositionen des Finanzergebnisses wird das Bruttoprinzip angewendet. Steuern Die FINMA ist – abgesehen von Mehrwertsteuer, Verrechnungssteuer und Stempelabgaben – von der Besteuerung durch Bund, Kantone oder Gemeinden befreit (Art. 20 FINMAG).
19 FINMA | Jahresrechnung 2015 Anhang
Übrige Erträge Unter den übrigen Erträgen werden die Leistungen der FINMA zusammengefasst, die nicht aufgrund eines gesetzlichen Auftrags erbracht werden und bei denen die FINMA auf der Grundlage des Privatrechts handelt. Darunter fallen Erträge aus dem Verkauf von Publikationen, vereinnahmte Kurs- und Teilnehmergebühren aus Veranstaltungen, aktivierte Eigenleistungen für die Entwicklung von immateriellen Anlagen sowie weitere nicht mit den hoheitlichen Leistungen zusammen­hängende Erträge. Die Erträge werden erfasst, wenn die Leistungen erbracht worden sind.
4  Management des Finanzrisikos
Grundlagen Die FINMA verfügt über ein internes Enterprise Risk Management (ERM) sowie ein Internes Kontrollsystem (IKS), die nach einer klaren Risikogovernance geführt werden. Diese bezieht den Verwaltungsrat, die Geschäftsleitung und die FINMA-Mitarbeitenden mit ein. Als gesetzliche Basis dienen das FINMAG sowie das Finanzkontrollgesetz (FKG).
Zentral sind neben der Zuverlässigkeit der finanziellen Berichterstattung die Konformität mit den gesetzlichen Vorgaben und den internen Vorschriften sowie die Effektivität und Effizienz der Prozesse. Der IKS-­ Zyklus wird jährlich durchgeführt, wobei die Prozessdokumentationen, insbesondere der Risiken und Kontrollen, auf Vollständigkeit überprüft werden und die Wirksamkeit der Kontrollen sichergestellt wird.
Das Hauptziel des ERM ist es, die Risiken der FINMA zu identifizieren und zu erfassen, um Massnahmen zur Verhinderung bzw. Verminderung der Risiken zu treffen.
Risikobeurteilung In der FINMA sind die finanziellen Risiken aus folgenden Gründen gering:
Die Risikoerhebung wird halbjährlich durchgeführt. Dabei werden die Risiken aller Risikokategorien erhoben, die Hauptrisiken identifiziert und bewertet. Die FINMA unterscheidet zwischen strategischen und politischen Risiken, Rechtsrisiken sowie den opera­ tionellen Risiken. Fokus wird auf Risiken gelegt, welche einen materiellen finanziellen Einfluss oder einen Reputationsschaden für die FINMA zur Folge haben können. Berücksichtigt werden insbesondere Risiken, welche die Aufgaben und Ziele der FINMA gefährden. Für die identifizierten Hauptrisiken werden Massnahmen definiert. Das Ziel dieser Massnahmen ist es, das Hauptrisiko ganz oder auf ein akzeptables Restrisiko zu reduzieren. Ist dieses Ziel nicht erreicht, müssen weitere Massnahmen definiert werden, bis das Management die Akzeptanz des Restrisikos bestätigt. Die stufengerechte Berichterstattung an die Ge­ schäftsleitung sowie an den Prüfungs- und Risiko­ ausschuss des Verwaltungsrates findet halbjährlich statt, jene an den Verwaltungsrat zumindest jährlich. Die Berichterstattung hat zum Ziel, die Risikotransparenz und dadurch die Risikokultur sicherzustellen und laufend weiterzuentwickeln.
Das COSO (Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission) ist eine freiwillige privatwirtschaftliche Organisation in den USA, die helfen soll, Finanzbericht­ erstattungen durch ethisches Handeln, wirksame interne Kontrollen und gute Unternehmensführung qualitativ zu verbessern. COSO hat einen anerkannten Standard für interne Kontrollen – das COSO-Modell – publiziert. Dieses Kontrollmodell dient der Dokumentation, Analyse und Gestaltung des IKS.
Als methodische Grundlage für das IKS wird das COSO-Modell1 angewendet. Anhand von Risikoüberlegungen werden die IKS-relevanten Prozesse bestimmt und festgelegt. Das Konzept der drei Verteidigungslinien wird konsequent eingesetzt.
–– Die EFV und die Berner Kantonalbank gewähren der FINMA zur Sicherstellung der Zahlungs­ bereitschaft Darlehen zu markt­konformen Bedingungen. –– Der überwiegende Teil des Umsatzes entfällt auf Aufsichtsabgaben und Gebühren der Beaufsichtigten nach Art. 3 FINMAG. –– Die FINMA verfügt über keine derivativen Finanz­instrumente und tätigt keine Sicherungs­ geschäfte. –– Die FINMA hält keine Finanzanlagen. –– Die FINMA hat keine Beteiligungen an anderen Unternehmen. Marktrisiken Fremdwährungsrisiko Die FINMA ist keinen wesentlichen Fremdwährungsrisiken ausgesetzt. Die Erträge fallen ausschliesslich in Schweizer Franken an, demgegenüber entstehen nur geringe Aufwendungen der FINMA in Fremdwährungen. Die FINMA verfügt daher über keine entsprechenden Sicherungsinstrumente. Kursrisiko Die FINMA ist keinem Kursrisiko ausgesetzt. Sie verfügt über keine Finanzanlagen oder andere Aktiven, die Preisänderungen in einem aktiven Markt unterliegen.
Die Werthaltigkeit der Forderungen, die weder überfällig noch wertvermindert sind, wird als sehr hoch beurteilt. Bei den Vertragsparteien handelt es sich hauptsächlich um Schweizer Finanzinstitute, die über eine gute Bonität verfügen. Die FINMA verwaltet ihre liquiden Mittel auf den dafür eingerichteten Konten bei der Berner Kantonal­ bank sowie bei der EFV selbst. Für diese besteht kein wesentliches Kreditrisiko. Das maximale Kreditausfallrisiko entspricht den ausgewiesenen Buchwerten. Liquiditätsrisiko Liquiditätsrisiken entstehen, wenn Verpflichtungen nicht wie vereinbart oder nicht zu wirtschaftlich angemessenen Bedingungen erfüllt werden können. Die FINMA überwacht laufend das Risiko eines Liquiditätsengpasses. Mittels Cashflow-Prognosen wird zudem die künftige Entwicklung der Liquidität antizipiert, um frühzeitig Massnahmen bei Über- oder Unterdeckung treffen zu können. Dabei werden die Laufzeiten der Finanzverbindlichkeiten und der finanziellen Vermögenswerte berücksichtigt. Die EFV gewährt der FINMA nach Art. 17 Abs. 2 FINMAG zur Sicherstellung der Zahlungsbereitschaft Darlehen zu marktkonformen Konditionen. Die gegenwärtige Kreditlimite bei der EFV beträgt TCHF 30 000 (Vorjahr: TCHF 50 000). Daneben besteht auch eine Rahmenlimite bei der Berner Kantonalbank über TCHF 15 000 (Vorjahr: TCHF 15 000). Die Konditionen dieser Limite sind ebenfalls marktkonform. Beide Kreditlimiten waren zum Abschlussstichtag nicht beansprucht.
Die vertraglichen Restlaufzeiten der finanziellen Verbindlichkeiten am Abschlussstichtag betragen – mit Ausnahme des Finanzierungsleasings – weniger als ein Jahr. Kapitalmanagement Für die mittel- und langfristige Sicherung des finanziellen Gleichgewichts der FINMA ist es notwendig, geschäftsmässig begründete Reserven aus dem Ertrag der Gebühren und Abgaben für unvorhergesehene Risiken und Einnahmeschwankungen zu bilden. Neben der normalen Geschäftsführung hat die FINMA auch auf unvorhersehbare Ereignisse, beispielsweise auf einen Haftungsfall, vorbereitet zu sein. Sie hat demzufolge eine vernünftige, geschäftsmässig begründete Reservenpolitik zu betreiben. Nach Art. 16 FINMAG ist die FINMA verpflichtet, innerhalb einer angemessenen Frist für die Ausübung ihrer Aufsichtstätigkeit Reserven im Umfang eines Jahresbudgets zu bilden. Diese Reserven werden jedes Jahr im Umfang von zehn Prozent der jähr­lichen Gesamtkosten je Aufsichtsbereich geäufnet, bis sie den Umfang eines Jahresbudgets erreicht oder wieder erreicht haben. Die Reserven wurden bislang entlang der gesetzlichen Anforderungen gebildet. Aufgrund der Entwicklung der Kostensituation der FINMA beträgt die Reserve Ende des siebten Jahres des Bestehens der FINMA jedoch nicht wie erwartet 70 Prozent des Jahresbudgets, sondern liegt derzeit bei rund 50 Prozent. Die Äufnung wird somit über einen verlängerten Zeitraum vorgenommen. Weitere Kapitalanforderungen bestehen nicht.
21 FINMA | Jahresrechnung 2015 Anhang
Kreditrisiko Das Kreditrisiko ist das Risiko von finanziellen Verlusten, falls eine Vertragspartei der FINMA ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt. Dieses Risiko entsteht grundsätzlich aus den Forderungen aus Leistungen. Die Altersstruktur der Forderungen und übrigen Forderungen ist in Anhang 5 dargestellt.
Anhänge zur Bilanz 5 Forderungen Forderungen nach Art in TCHF
Bestand brutto
Bestand netto
–4 633
10 273
–4 024
6 752
19 820
–4 707
15 113
38 891
34 866
22 In den übrigen Forderungen (brutto) sind unter anderem angefangene Arbeiten im Umfang von TCHF 3 101 (Vorjahr: TCHF 2 796) sowie eine Unterdeckung aus Aufsichtsabgaben über TCHF 2 407 (Vorjahr: TCHF 24 889) enthalten. Im Berichtsjahr wurden Unterdeckungen aus Aufsichtsabgaben aus den Jahren 2011 bis 2014 über TCHF 12 165 den Beaufsichtigten in Rechnung gestellt. Dies sowie die Überdeckung der Aufsichts­ abgaben für 2015 in der Höhe von TCHF 8 534 führten zu einer Abnahme der übrigen Forderungen. Die Forderungen bestehen lediglich in Schweizer Franken.
Forderungen nach Fälligkeit in TCHF
31.12.2015 Nicht überfällig
1–30 Tage
31–90 Tage
91–365 Tage
> 1 Jahr
7 049
13 801
31.12.2014 Nicht überfällig
1 856
1 638
Forderungen, die länger als 30 Tage überfällig sind, stehen primär im Zusammenhang mit Konkurs- und Liquidationsverfahren.
Forderungen, die am Bilanzstichtag überfällig sind, aber nicht einzelwertberichtigt wurden in TCHF
31.12.2015 31–90 Tage
3 353
Forderungen aus Leistungen Übrige Forderungen Total
23 FINMA | Jahresrechnung 2015 Anhang
1 826
Die FINMA bildet Wertberichtigungen für Forderungen, wenn sie für diese Forderungen mit einem Verlust rechnet, weil der Schuldner seinen Verpflichtungen voraussichtlich nicht nachkommt. Überfällige Forderungen, für die keine eindeutigen Hinweise auf eine Wertminderung bestehen, werden laufend überwacht. Forderungen, die am Bilanzstichtag einzelwertberichtigt wurden in TCHF
5 409
5 483
Das Delkredere aus Einzelwertberichtigungen ist breit gestreut. Es besteht keine Konzentration auf einen Aufsichtsbereich. Keine Position macht mehr als zehn Prozent der Gesamtwertberichtigung aus. Veränderung der Wertberichtigung auf Forderungen in TCHF
Bestand per 1.1.
2 872
–762
–1 589
–2 351
–274
4 633
3 034
2 597
Veränderung Erfolgswirksam
6  Sachanlagen 2015 in TCHF
Hardware Informatik
3 582
Anschaffungskosten Stand per 1.1.
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen Stand per 1.1.
–1 251
–1 366
Nettobuchwert per 1.1.
Nettobuchwert per 31.12.
davon Anlagen in Leasing
Per 31. Dezember 2015 bestanden wie im Vorjahr keine verpfändeten oder im Eigentum beschränkte Sachanlagen.
1 671
7 275
–3 994
–1 644
–5 677
–4 337
–1 659
–6 034
1 644
5 676
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen Stand per 1.1. Zugänge Wertminderungen
Im Jahr 2014 sind Zugänge an Mobiliar und Einrichtungen in der Höhe von TCHF 1 833 zu verzeichnen. Diese Zugänge sind auf den Bezug und die Möblierung der neuen Büroräumlichkeiten der FINMA an der Laupenstrasse in Bern und die damit verbundene Konsolidierung der Arbeitsplätze in der Stadt Bern zurückzuführen. Der bisherige Hauptsitz der FINMA wurde möbliert gemietet. Gleichzeitig wurden durch den Umzug vollständig abgeschriebene mieterspezifische Ausbauten im Umfang von TCHF 3 898 als Abgänge verzeichnet. In der Kategorie Hardware Informatik sind 2014 Bruttoabgänge von TCHF 1 644 (Nettowert: TCHF 0) verzeichnet. Diese stehen hauptsächlich mit der Auslagerung des ICT-Betriebes im Vorjahr im Zusammenhang.
25 FINMA | Jahresrechnung 2015 Anhang
7  Immaterielle Anlagen 2015 in TCHF
Selbsterarbeitete Software
9 076
1 573
–1 573
1 072
–2 698
–2 093
–4 791
6 123
Anschaffungskosten Stand per 1.1. Zugänge Umbuchungen Abgänge Anhang FINMA | Jahresrechnung 2015
Stand per 31.12. Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen
Im Berichtsjahr wurde Software in der Höhe von TCHF 1 838 aktiviert, wobei TCHF 1 573 aus den Anlagen im Bau umgebucht wurden. Es handelt sich dabei um wesentliche Entwicklungskosten im Zusammenhang mit dem neuen Onlineauftritt der FINMA sowie der betrieblichen Dokumentenablage. Auf den Anlagen im Bau wurde im Berichtsjahr eine Wertminderung von TCHF 68 vorgenommen. Ein Teil der Eigen- und Drittleistungen aus den Vorjahren für die Entwicklung einer Zustellplattform hat sich als nicht werthaltig erwiesen, da das Projekt strategisch neu ausgerichtet wurde. In den Anlagen im Bau sind für zwei laufende Eigenentwicklungen Kosten in der Höhe von TCHF 1 007 berücksichtigt worden. Darin enthalten sind Eigenleistungen im Umfang von TCHF 365. Im Rahmen dieser laufenden Projekte sind Forschungs- und Entwicklungskosten über TCHF 597 angefallen, die hauptsächlich im Personal- und Informatikaufwand der Berichtsperiode erfasst worden sind. Es bestehen Investitionsverpflichtungen für immaterielle Anlagen (Weiter- und Neuentwicklungen sowie Unterhalt und Betrieb von Software). Diese Verpflichtungen sind in Anhang 12 ausgewiesen. Es bestehen zum Bilanzstichtag zwei Softwarelösungen, deren Anschaffungswerte über insgesamt TCHF 571 vollumfänglich abgeschrieben worden sind, die sich jedoch noch in Gebrauch befinden. Die Wartung ist bis ins Jahr 2020 sichergestellt. Es bestehen weder Beschränkungen oder Verfügungsrechte noch sind verpfändete immaterielle Anlagen vorhanden.
12 346
2 736
–3 827
–4 300
–4 825
–1 700
6 805
Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand per 31.12. Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen
Wertminderungen Abgänge Stand per 31.12.
Im Jahr 2014 wurde Software in der Höhe von TCHF 1 273 aktiviert, wobei TCHF 243 aus den Anlagen im Bau umgebucht wurden. Es handelt sich dabei um wesentliche Entwicklungskosten im Zusammenhang mit einer neu eingeführten ERP-Lösung. Vollständig abgeschriebene Software im Umfang von TCHF 3 827 wurde 2014 als Abgang verzeichnet. Auf den Anlagen im Bau wurde im Berichtsjahr 2014 eine Wertminderung von TCHF 473 vorgenommen. Die Eigen- und Drittleistungen aus den Vorjahren für die Entwicklung einer Erhebungssoftware haben sich als nicht werthaltig erwiesen, da das Projekt nicht wie geplant weitergeführt wird. In den Anlagen im Bau wurden für drei laufende Eigenentwicklungen Kosten in der Höhe von TCHF 1 706 berücksichtigt. Darin enthalten sind Eigenleistungen im Umfang von TCHF 553. Im Rahmen dieser laufenden Projekte sind Forschungs- und Entwicklungskosten über TCHF 383 angefallen, die hauptsächlich im Personal- und Informatikaufwand 2014 erfasst sind. Es bestehen zum Bilanzstichtag keine immateriellen Anlagen, die vollständig abgeschrieben worden, jedoch noch in Gebrauch sind. Es bestehen weder Beschränkungen oder Verfügungsrechte noch sind verpfändete immaterielle Anlagen vorhanden. Es bestehen zum Bilanzstichtag keine wesentlichen vertraglichen Verpflichtungen für den Erwerb von immateriellen Anlagen.
27 FINMA | Jahresrechnung 2015 Anhang
8  Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten in TCHF
Finanzierungsleasingverbindlichkeiten
Diverse kurzfristige Verbindlichkeiten
Total übrige Verbindlichkeiten
9  Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 28 Anhang FINMA | Jahresrechnung 2015
Mehr als ein Jahr, aber nicht mehr als fünf Jahre
Mehr als fünf Jahre Total Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
In Bezug auf die Einrichtung der Büroräumlichkeiten der FINMA in Zürich wurde ein Finanzierungsleasingverhältnis eingegangen. Die Finanzierungsleasingverbindlichkeiten bis zu einem Jahr werden als übrige kurzfristige Verbindlichkeiten und die überjährigen Leasingverbindlichkeiten als übrige langfristige Verbindlichkeiten in der Bilanz ausgewiesen. Der Restwert der geleasten Einrichtungen ist per 31. Dezember 2015 in den Sachanlagen mit TCHF 88 (Vorjahr: TCHF 158) bilanziert.
10  Forderungen und Verbindlichkeiten aus Leistungen an Arbeitnehmer 31.12.2015
Kurzfristig fällige Forderungen an Arbeitnehmer
Total Forderungen aus Leistungen an Arbeitnehmer
3 322
9 711
97 952
80 888
3 029
Total Verbindlichkeiten aus Leistungen an Arbeitnehmer
104 901
94 128
Kurzfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses Total kurzfristige Verbindlichkeiten Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses Andere langfristige Leistungen
Die kurzfristig fälligen Forderungen aus Leistungen an Arbeitnehmer sind in der Bilanzposition Übrige Forderungen ausgewiesen und umfassen hauptsächlich Vorauszahlungen an Sozialversicherungswerke. Die kurzfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer umfassen unter anderem Zahllasten an Sozialversicherungswerke sowie Verpflichtungen der FINMA für durch die Mitarbeitenden nicht bezogene Ferientage, Gleitarbeitszeit und Überzeit. Die anderen langfristigen Leistungen entsprechen dem Barwert der Verpflichtung für Treueprämien (Dienst­ altersgeschenke). Nach jeweils fünf Dienstjahren hat ein Mitarbeitender Anrecht auf eine Treueprämie. Die Berechnung der Ansprüche auf Dienstaltersgeschenke basiert auf einem Diskontierungssatz von 1,1 Prozent (Vorjahr: 1,2 Prozent). Im Berichtsjahr wurden zusätzliche Verpflichtungen für Treueprämien im Umfang von TCHF 417 (Vorjahr: TCHF 581) gebildet. Treueprämien im Umfang von TCHF 403 (Vorjahr: TCHF 172) wurden fällig.
29 FINMA | Jahresrechnung 2015 Anhang
Beschreibung der Vorsorgeeinrichtung und des Vorsorgeplans Alle Angestellten und Rentenbeziehenden der FINMA sind im Vorsorgewerk FINMA versichert. Dieses Vorsorgewerk ist der Sammeleinrichtung «Pensionskasse des Bundes PUBLICA» (PUBLICA) angeschlossen. PUBLICA ist eine öffentlich-rechtliche Anstalt des Bundes mit eigener Rechtspersönlichkeit.
Die berufliche Vorsorge (Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge BVG und Verordnungen dazu) sieht minimale Vorsorgeleistungen bei der Pensionierung vor. Die Gesetzgebung schreibt minimale jährliche Beiträge vor. Ein Arbeitgeber kann allerdings auch höhere Beiträge leisten als vom Gesetz vorgeschrieben. Der Vorsorgeplan der FINMA gewährt mehr als die vom Gesetz geforderten Mindestleistungen im Falle von Invalidität, Tod, Alter und Austritt. Die Risikoleistungen werden abhängig vom projizierten verzinsten Sparkapital und vom Umwandlungssatz ermittelt und sind auf einen fixen Prozentsatz des versicherten Lohnes limitiert. Bei Invalidität sind die Risikoleistungen beispielsweise auf 60 Prozent des versicherten Lohnes begrenzt. Die Versicherten können zwischen unterschiedlichen Sparbeitragsplänen wählen. Die Wahl des Sparplans hat dabei keinen Einfluss auf die Höhe des Arbeit­ geberbeitrags. Zusätzlich darf die FINMA auch Einmaleinlagen oder Vorschüsse in das Vorsorgewerk einschiessen. Diese Beiträge dürfen nicht an die FINMA zurückbezahlt werden. Sie sind aber für die FINMA verfügbar, um damit künftige Arbeitgeberbeiträge zu begleichen
(Arbeitgeberbeitragsreserve). Selbst wenn eine Überdeckung besteht, fordert das Gesetz weiterhin jähr­ liche minimale Beiträge. Für aktive Versicherte müssen sowohl die FINMA als auch der Arbeitnehmer Beiträge leisten. Der Arbeitgeberbeitrag muss mindestens gleich gross sein wie die Arbeitnehmerbeiträge. Laut der Gesetzgebung bestehen im Fall einer Überdeckung für die Mitglieder des paritätischen Organs nur eingeschränkte Möglichkeiten, aus den «freien Mitteln» Leistungen an die Destinatäre zu gewähren. Ergeben sich durch ungenügende Anlageerträge oder versicherungsmathematische Abweichungen Unterdeckungen auf vorsorgerechtlicher Basis, sind die Leitungsorgane der Vorsorgepläne gesetzlich dazu verpflichtet, Massnahmen zu ergreifen, um derartige Unterdeckungen in einem Zeitraum von fünf bis sieben Jahren zu beseitigen. Neben Anpassungen am Leistungsplan können solche Massnahmen auch zusätzliche Beitragszahlungen seitens der FINMA und der Versicherten beinhalten. Wenn ein Versicherter den Arbeitgeber wechselt, bevor er das Pensionierungsalter erreicht hat, wird eine Austrittsleistung (angesammeltes Sparkapital) fällig. Diese wird vom Vorsorgewerk der Vorsorgeeinrichtung des neuen Arbeitgebers überwiesen. Bei Liquidierung des Arbeitgebers oder des Vorsorgewerks hat der Arbeitgeber keinen Anspruch auf einen allfälligen Überschuss aus dem Vorsorgewerk. Ein solcher kommt den Versicherten und Rentnern des Vorsorgewerks zugute.
Verantwortlichkeiten Vorsorgewerk/PUBLICA Jedes Vorsorgewerk hat ein eigenes paritätisches Organ. Es wirkt unter anderem beim Abschluss des Anschlussvertrages mit, entscheidet über die Verwendung allfälliger Überschüsse und trägt die Verantwortung für das Vorsorgereglement. Das paritätische Organ setzt sich aus je drei Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern der FINMA zusammen.
Die Kassenkommission trägt die Gesamtverantwortung für die Verwaltung des Vermögens. Sie ist zuständig für den Erlass und Änderungen des An‑ lagereglements und bestimmt die Anlagestrategie. Der Anlageausschuss berät die Kassenkommission in Anlagefragen und überwacht die Einhaltung des Anlagereglements sowie der Anlagestrategie. Die Verantwortung für die Umsetzung der Anlagestrategie liegt beim Asset Management von PUBLICA. Ebenso fällt das Asset Management die taktischen Entscheide, vorübergehend von den in der Anlagestrategie festgelegten Gewichtungen abzuweichen, um gegenüber der Strategie einen Mehrwert zu generieren. Bei einem mehrjährigen Auf- oder Abbau einzelner Anlageklassen wird eine Pro-rata-Strategie berechnet, damit sich die Transaktionen auf der Zeitachse diversifizieren lassen.
31 FINMA | Jahresrechnung 2015 Anhang
Die Kassenkommission ist das oberste Organ von PUBLICA. Neben der Leitung übt sie die Aufsicht und die Kontrolle über die Geschäftsführung von PUBLICA aus. Die paritätisch besetzte Kommission besteht aus 16 Mitgliedern (je acht Vertreter der versicherten Personen und der Arbeitgeber aus dem Kreis aller angeschlossenen Vorsorgewerke).
Überleitungsrechnung des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtung und des Vorsorgevermögens zu Marktwerten auf die bilanzierten Positionen 2015 in TCHF
Barwert der Vorsorgeverpflichtung
Fair Value des Planvermögens
Bilanzierte Nettovorsorgeverpflichtung
–286 322
205 434
–80 888
–12 064
–3 404
2 492
–– abzüglich Verwaltungskosten
–15 480
2 292
–13 188
–6 569
–– Versicherungsmathematische Gewinne/(Verluste) aus Erfahrungsänderungen
–13 971
–– Versicherungsmathematische Gewinne/(Verluste) aus Änderungen der demografischen Annahmen
–– Versicherungsmathematische Gewinne/(Verluste) aus Änderungen der finanziellen Annahmen
–7 188
–6 064
Ausbezahlte ordentliche Leistungen
11 350
–11 350
Total Beiträge und Auszahlungen
5 286
–303 704
205 752
–97 952
Stand per 1.1. Laufender Dienstzeitaufwand des Arbeitgebers Arbeitgeberbeitrag auf Lohnnachgenuss
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand Zinsaufwendungen
Ertrag/(Aufwand) für den Vorsorgeplan in der Erfolgsrechnung Neubewertungen –– Rendite aus dem Planvermögen, ohne Zinserträge
Ertrag/(Aufwand) für den Vorsorgeplan im sonstigen Ergebnis Beiträge des Arbeitgebers
Unter Berücksichtigung der Arbeitgeberbeitragsreserven resultiert zum Bilanzstichtag eine Verpflichtung in der Höhe von TCHF 97 952 (Vorjahr: TCHF 80 888). Die Zunahme der Verpflichtung um TCHF 17 064 (Vorjahr: TCHF 42 894) ist unter anderem auf versicherungsmathematische Erfahrungsänderungen, die negative Nettorendite des Anlagevermögens sowie die Senkung des Diskontierungssatzes zurückzuführen. Die gewichtete durchschnittliche Duration der Vorsorgeverpflichtung beträgt 19,4 Jahre (Vorjahr: 20,4 Jahre), wobei diejenige der aktiven Versicherten bei 20,8 Jahren und diejenige der Rentenbezüger bei 12,8 Jahren liegt.
2014 Barwert der Vorsorgeverpflichtung
–222 943
184 949
–37 994
–9 174
–5 228
4 486
–14 402
–10 144
5 338
4 289
–51 634
Ertrag/(Aufwand) für den Vorsorgeplan im sonstigen Ergebnis
–47 345
9 257
–5 435
3 803
–3 803
–1 632
10 889
Stand per 1.1. Laufender Dienstzeitaufwand des Arbeitgebers Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand Zinsaufwendungen
Beiträge des Arbeitgebers Beiträge der Arbeitnehmer
Der Vorsorgeaufwand 2015 liegt TCHF 3 307 (2014: TCHF 887) über den reglementarisch geleisteten Arbeitgeberbeiträgen. Der Vorsorgeaufwand weicht grundsätzlich von den reglementarischen Beiträgen ab: Der Vorsorgeaufwand nach IAS 19 wird mittels langfristiger Projektionen auf der Basis von stichtagsbezogenen Annahmen ermittelt. Für die Bestimmung der reglementarischen Beiträge werden hingegen längerfristig geglättete Annahmen verwendet. Die erwarteten Arbeitgeberbeiträge für 2016 belaufen sich auf TCHF 9 681 (Vorjahr: TCHF 9 658).
33 FINMA | Jahresrechnung 2015 Anhang
Versicherungsmathematische Annahmen Die wichtigsten finanziellen Annahmen für die Berechnung der leistungsorientierten Verpflichtung zum Bilanzstichtag lauten wie folgt:
Diskontierungssatz aktive Versicherte
Diskontierungssatz Rentner
Künftige Lohnerhöhung
Künftige Rentenerhöhung
Für die Berechnung von Verbindlichkeiten und des Aufwandes für leistungsorientierte Pläne sind versicherungsmathematische und weitere Annahmen notwendig, die jährlich festgelegt werden. Im Jahr 2015 erfolgte ein Diskontierungssatzsplitting, um der divergierenden Duration der Vorsorgeverpflichtung von aktiven Versicherten und Rentnern Rechnung zu tragen. Der gewichtete Diskontierungssatz für das Jahr 2015 liegt bei 1,04 Prozent. Den demografischen Annahmen liegt die Generationentafel BVG 2010 zugrunde. Sensitivitätsanalyse Die FINMA trägt das Risiko, dass das Eigenkapital aufgrund einer schlechten Vermögensperformance des Vorsorgewerks oder aufgrund von Anpassungen von Bewertungsannahmen beeinflusst wird. Deshalb werden die Sensitivitäten der wichtigsten Annahmen ermittelt: 2015 Annahmenänderung
Annahmenerhöhung
Annahmensenkung
Diskontierungszinssatz aktive Versicherte
1,00% Abnahme um 16,31% Zunahme um 22,97%
Diskontierungszinssatz Rentner
1,00% Abnahme um 11,20% Zunahme um 13,67%
Zunahme um 0,73%
Abnahme um 0,72%
Verzinsung der Altersguthaben
Zunahme um 1,1%
Abnahme um 1,07% 2014
Annahmenänderung
Abnahme um 15,5%
Zunahme um 21,4%
Zunahme um 0,6%
Abnahme um 0,6%
Zunahme um 1,2%
Abnahme um 1,1%
Die oben aufgeführte Sensitivitätsanalyse zeigt, wie sich die leistungsorientierte Verpflichtung zum Bilanzstichtag des Berichtsjahres mit der Zu- und Abnahme der wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen verändern würde.
Die Berechnungen erfolgen jeweils, ohne andere Parameter zu ändern, obwohl gewisse gegenseitige Abhängigkeiten bestehen. In dieser Analyse wird die Verpflichtung mit derselben Methode berechnet, wie sie auch für die bilanzierte leistungsorientierte Verbindlichkeit angewendet wird. Dabei wird der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens am Ende des Berichtsjahres ermittelt. Vermögensallokation 31.12.2014
Obligationen (in CHF)
Staatsanleihen (in Fremdwährungen)
Unternehmensanleihen (in Fremdwährungen)
Immobilienanlagen Schweiz
Hypotheken Aktien
Die Aktienanlagen erfolgen indexiert und replizieren die Marktentwicklung. Sämtliche Aktienportfolios werden von externen Spezialisten bewirtschaftet. Die Obligationenportfolios werden durch das Asset Management von PUBLICA und von externen Spezialisten bewirtschaftet. Die Bewirtschaftung erfolgt indexnah. Aktive Elemente sind mit relativ engen Tracking-Error-Vorgaben zugelassen, um die Nachteile einer vollständigen Replikation kapitalisierungsgewichteter Obligationenindizes zu vermeiden. Immobilienanlagen werden via Direktanlagen in der Schweiz getätigt. Die Rohstoffanlagen werden von zwei externen Spezialisten bewirtschaftet. Deren Benchmarks sind massgeschneidert und geringe Abweichungen von den Indizes sind zugelassen, um Marktineffizienzen zu vermeiden. Es bestehen keine eigenen Aktien, Obligationen, eigengenutzte Immobilien oder übrige Vermögenswerte.
35 FINMA | Jahresrechnung 2015 Anhang
Anhänge zur Erfolgsrechnung 11  Personalaufwand in TCHF
77 305
77 089
Vorsorgeaufwand auf Basis Arbeitgeberbeiträge
13 188
Sozialversicherungen und übrige Sozialleistungen
6 243
2 866
99 538
98 572
Die FINMA beschäftigte 2015 durchschnittlich 527 (Vorjahr: 509) Mitarbeitende, verteilt auf 494 (Vorjahr: 483) Vollzeitstellen. Der übrige Personalaufwand enthält unter anderem die Lohnbelastungen von temporär beschäftigten Arbeitnehmern und Secondee-Programmen sowie Aus- und Weiterbildungskosten.
12  Informatikaufwand in TCHF
1 130
8 902
Übriger Informatikaufwand
Total Informatikaufwand
11 672
13 992
Der ICT-Betrieb sowie der Unterhalt der ICT-Systemumgebung sind seit 2013 an einen externen Dienstleister ausgelagert. Zudem bestehen langfristige Verträge mit weiteren Anbietern für Wartung und Weiterentwicklung von ICT-Anwendungen und anderen ähnlichen ICT-Dienstleistungen. Diese Verträge führen zu nicht bilanzierten langfristigen vertraglichen Verpflichtungen in folgender Höhe (Nominalwerte):
8 206
Länger als ein Jahr und bis zu fünf Jahren
14 137
29 482
22 343
Mehr als fünf Jahre Total nicht bilanzierte vertragliche Verpflichtungen
13  Übriger Betriebsaufwand 2015
Miete und Unterhalt
5 709
6 544
Dienstleistungsaufwand Dritte
2 021
2 575
9 668
12 107
Der Dienstleistungsaufwand Dritte umfasst unter anderem Aufwendungen für externe Gutachter, Rechtspflege, Parteientschädigungen sowie ausbezahlte Kostengarantien. Der sonstige Betriebsaufwand umfasst Aufwände für Reise- und Repräsentationsspesen, Dienstleistungen im Zusammenhang mit Drucksachen, Publikationen und Portospesen sowie übrigen Verwaltungsaufwand.
37 FINMA | Jahresrechnung 2015 Anhang
Übrige Anhänge 14  Finanzinstrumente in TCHF
5 436
27 686
Total Finanzaktiven
78 561
68 622
Finanzaktiven Kredite und Forderungen Finanzforderungen
Finanzpassiven Andere finanzielle Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Leistungen Übrige Verbindlichkeiten Total Finanzpassiven
Sowohl die Finanzaktiven als auch die Finanzpassiven sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Es werden keine Fair Values für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Schulden, die nicht zum Fair Value bewertet wurden, offengelegt, wenn der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den Fair Value darstellt. Die erfolgswirksam verbuchten Verluste auf den Forderungen sind in Anhang 5 offengelegt, die Umrechnungsdifferenzen auf den Forderungen betragen TCHF 0 (Vorjahr: TCHF 0). Die Umrechnungsdifferenzen auf den Verbindlichkeiten aus Leistungen betragen TCHF 1 (Vorjahr: TCHF 1). Die Kontospesen belaufen sich auf TCHF 54 (Vorjahr: TCHF 34). Für Finanzinstrumente wurden Zinserträge in der Höhe von TCHF 1 (Vorjahr: TCHF 1) und Zinsaufwände im Umfang von TCHF 14 (Vorjahr: TCHF 64) in der Erfolgsrechnung erfasst.
15  Verbindlichkeiten aus operativem Leasing Die FINMA hatte zum Bilanzstichtag offene Verpflichtungen aus unkündbaren operativen Leasingverhältnissen, die wie folgt fällig sind: in TCHF
5 090
7 631
13 632
Mehr als fünf Jahre Total Verbindlichkeiten aus operativem Leasing
Im Berichtsjahr wurden TCHF 4 590 (Vorjahr: TCHF 5 736) als Mietaufwand verbucht. Die FINMA ist in geringem Umfang kündbare Untermietverhältnisse eingegangen, aus welchen Mieterträge anfallen. In den Mietverträgen bestehen teilweise Klauseln für zusätzlich bedingte Mietzinszahlungen, die auf Indexierungen basieren. Für beide ausgewiesenen Berichtsjahre sind keine bedingten Leasingzahlungen im Mietaufwand vorhanden.
39 Beim operativen Leasing handelt es sich hauptsächlich um Mietaufwände für die Büroräumlichkeiten in Zürich und Bern. Die Mietverträge werden normalerweise mit einer festen Mietdauer von fünf Jahren abgeschlossen und enthalten Verlängerungsoptionen von höchstens zehn Jahren.
16  Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Institutionen und Personen
Die Oberaufsicht über die FINMA liegt nach Art. 21 Abs. 4 FINMAG bei den eidgenössischen Räten. Das FINMAG ist das grundlegende Bundesgesetz. Der Verwaltungsrat der FINMA wird vom Bundesrat gewählt (Art. 9 Abs. 3 FINMAG). Die FINMA operiert als Verwaltungseinheit der dezentralen Bundesverwaltung mit eigener Rechnung (Art. 55 FHG) und steht sowohl den Institutionen, zentralen und dezentralen Verwaltungseinheiten des Bundes als auch den Verwaltungseinheiten des Bundes, die eine Sonderrechnung unterbreiten, nahe. Im Weiteren gewährt
der Bund der FINMA zur Sicherstellung ihrer Zahlungsbereitschaft Darlehen zu Marktzinsen (Art. 17 FINMAG). Zudem kann die FINMA ihre überschüssigen Mittel beim Bund zu Marktzinsen anlegen. Transaktionen mit nahestehenden Personen werden grundsätzlich zu marktkonformen Bedingungen getätigt. Zwischen der FINMA und den ihr nahestehenden Institutionen und Personen haben folgende Transaktionen stattgefunden:
Leistungserbringung in TCHF
Unternehmen mit gemeinsamer Führung oder massgeblichem Einfluss
1 223
1 261
Bundesamt für Bauten und Logistik für Büromaterial und Softwarelizenzen
Bundesamt für Informatik und Telekommunikation für Netzwerkmiete, ICT-Dienstleistungen und Kommunikationsgebühren
Eidgenössische Ausgleichskasse für gesetzliche Beitragsleistungen
Eidgenössische Finanzverwaltung nach Art. 17 FINMAG
Pensionskasse des Bundes PUBLICA für Personalvorsorge
Sonstige nahestehende Unternehmen oder Personen
Mandatsverhältnis mit einem Mitglied des Verwaltungsrats
Schweizerische Bundesbahnen und verbundene Gesellschaften für Transportleistungen inkl. Aufsichtsabgabe für die SRO SBB Schweizerische Post AG und ihre verbundenen Gesellschaften für diverse Dienstleistungen inkl. Aufsichtsabgabe und Gebühren für die PostFinance AG Swisscom (Schweiz) AG für Unterhalt und Betrieb der ICT-Umgebung und weitere ICT-Dienstleistungen Diverse Transaktionen mit weiteren Einheiten der Bundesverwaltung inkl. Sparkasse Bundespersonal für Aufsichtsabgaben
Mitglieder des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung im Rahmen von Anstellungsverhältnissen
38 704
39 403
58 087
2 756
11 464
9 521
17 727
14 855
6 263
siehe Folgeseiten
Vergütung von Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen
2015 in TCHF
Vergütung des Verwaltungsrats Kurzfristig fällige Leistungen –– Basislohn
42 Anhang FINMA | Jahresrechnung 2015
–– Variable Lohnkomponente –– Übrige kurzfristig fällige Leistungen Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses –– Arbeitgeberbeiträge an die Vorsorgeeinrichtung Andere langfristig fällige Leistungen Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses Anteilsbasierte Vergütungen Gesamtvergütung des Verwaltungsrats
2 418
–– Variable Lohnkomponente
–– Übrige kurzfristig fällige Leistungen
–– Arbeitgeberbeiträge an die Vorsorgeeinrichtung
Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses
3 825
Vergütung der Geschäftsleitung Kurzfristig fällige Leistungen –– Basislohn
Gesamtvergütung der Geschäftsleitung ​​
Vergütung des Verwaltungsrats Kurzfristig fällige Leistungen
–– Variable Lohnkomponente –– Übrige kurzfristig fällige Leistungen Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses –– Arbeitgeberbeiträge an die Vorsorgeeinrichtung
Gesamtvergütung des Verwaltungsrats
2 228
3 149
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses –– Arbeitgeberbeiträge an die Vorsorgeeinrichtung
Gesamtvergütung der Geschäftsleitung
43 FINMA | Jahresrechnung 2015 Anhang
–– Basislohn
Verwaltungsrat Die übrigen kurzfristig fälligen Leistungen entsprechen den Pauschalspesen sowie dem Generalabonnement zum privaten Gebrauch für die Verwaltungsratspräsidentin.
Die Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses ergeben sich aus der Karenzfrist der Verwaltungsratspräsidentin, die per Jahresende aus dem Verwaltungsrat der FINMA ausgeschieden ist. Die Karenzfrist (auch Cooling-off-Periode genannt) ist in den Bedingungen zur Ausübung des Amts als Verwaltungsratsmitglied der FINMA geregelt, welche mit Beschluss des Bundesrats vom 6. Dezember 2013 und vom 26. März 2014 genehmigt wurden. Tritt eine Verwaltungsratspräsidentin oder ein Verwaltungsratspräsident aus dem Verwaltungsrat aus, ist es ihr oder ihm während sechs weiterer Monate ab Datum des Austritts nicht gestattet, eine bezahlte oder unbezahlte Tätigkeit im Aufsichtsbereich der FINMA anzunehmen. Dies betrifft insbesondere Tätigkeiten bei einem von der FINMA beaufsichtigten Unternehmen. Als Entschädigung für die Beschränkung der wirtschaftlichen Tätigkeit wird der ehemaligen Verwaltungsratspräsidentin oder dem ehemaligen Verwaltungsratspräsidenten bis zum Ende der Karenzfrist weiterhin ein Honorar ausgerichtet. Die Zusammensetzung des Verwaltungsrates ist im Jahresbericht 2015 der FINMA ausgeführt.
Geschäftsleitung Infolge Änderung der Personalverordnung richtete die FINMA im Berichtsjahr zum letzten Mal eine va­ riable Lohnkomponente aus. Die übrigen kurzfristig fälligen Leistungen enthalten Spesen- und Repräsentationspauschalen, den Wert des Generalabonnements zum privaten Gebrauch sowie die überobligatorischen Kinderbetreuungs­ zulagen. In den anderen langfristig fälligen Leistungen sind die fällig gewordenen Treueprämien (auch Dienstaltersgeschenke genannt) enthalten. Nach jeweils fünf Dienstjahren hat ein Arbeitnehmer Anrecht auf eine Treueprämie. Die Arbeitnehmer können sich die als Treueprämie erhaltenen Urlaubstage ganz oder teilweise auszahlen lassen. Die Zusammensetzung der Geschäftsleitung ist im Jahresbericht 2015 der FINMA ausgeführt.
17 Eventualverbindlichkeiten Konkursmassenvermögen Die FINMA amtet in gewissen Fällen als Konkursverwalterin. Konkursmassenvermögen werden auf den Namen der zu liquidierenden Gesellschaft treuhänderisch angelegt und nicht in der Bilanz der FINMA geführt. Zur Sicherung der Konkursmassenvermögen gab das kontoführende Institut eine Verrechnungsverzichtsvereinbarung ab. Aus der Verwaltung der Konkursmassenvermögen können Risiken erwachsen, für deren Kosten die FINMA haftbar gemacht werden kann. Per Bilanzstichtag sind keine Risiken bekannt, die zu einer Eventualverbindlichkeit führen. Es bestehen keine Eventualforderungen.
18 Staatshaftungsgesuche Per 31. Dezember 2015 waren bei der FINMA verschiedene Staatshaftungsverfahren hängig. Gestützt auf das Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 1968 (SR 172.021) werden keine weiteren Angaben zu diesen Rechtsangelegenheiten veröffentlicht.
19 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Seit dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse eingetreten, welche die Aussagefähigkeit der Jahresrechnung 2015 wesentlich beeinflussen.
45 FINMA | Jahresrechnung 2015 Anhang
Kostengarantien Die FINMA genehmigt für den Einsatz von Beauftragten und deren Entschädigungen in verschiedenen Fällen Kostengarantien, die eine Art Bürgschaft darstellen, falls der Beauftragte seine Kosten nicht direkt über den Beaufsichtigten decken lassen kann. Da sich weder die Fälligkeit noch die Höhe des Abflusses von finanziellen Mitteln verlässlich schätzen lassen, werden die Kostengarantien als Eventualverbindlichkeiten ausgewiesen. Per 31. Dezember 2015 stehen Kostengarantien von insgesamt TCHF 144 (Vorjahr: TCHF 524) aus.
Bericht der Revisionsstelle FINMA | Jahresrechnung 2015
FINMA | Jahresrechnung 2015 Bericht der Revisionsstelle
Kostendeckung je Aufsichtsbereich Pro Aufsichtsbereich muss die FINMA eine Kostendeckung erreichen (Art. 15 FINMAG). In der folgenden Darstellung wird die Ertrags- und Aufwandsitua­
tion pro Aufsichtsbereich dargestellt. Dabei handelt es sich nicht um eine Segmentberichterstattung nach IFRS 8. Die Spartenzahlen sind ungeprüft.
Kostendeckung je Aufsichtsbereich 2015
Kostendeckung je Aufsichtsbereich FINMA | Jahresrechnung 2015
in TCHF Bereich
–55 914
–44 239
–18 899
–5 591
–4 424
–1 890
–61 506
–48 663
–20 789
Total Aufsichtsabgaben
55 130
44 441
4 665
–– Aufsichtsabgaben vereinnahmt
46 229
10 027
–8102
–1 788
–5 362
61 506
48 663
20 789
Grundabgabe4
5 464
15 028
Aufsichtsabgaben
56 624
46 629
62 088
50 538
–56 444
–45 944
–18 648
–5 644
–4 594
–1 865
Aufwand Reservenäufnung Art. 16 FINMAG Aufwand inklusive Reservenäufnung Gebühren und übrige Erträge
–– Unter-/(Überdeckung) Aufsichtsabgabe Nettoertrag Ergebnis Jahresrechnung 2015 Basis Aufsichtsabgabenerhebung 2016
Kostendeckung je Aufsichtsbereich 2014 in TCHF Bereich
Gebühren und übrige Erträge
Aufwand Ergebnis vor Reservenäufnung Anteil an Reservebildung Ergebnis
Ungebundene Versicherungsvermittler
–1 426
–2 098
–1 069
–123 645
–12 364
–1 568
–2 307
–1 176
–136 009
27 794
1 977
116 749
–337
–8 534
Grundabgabe
FINMA | Jahresrechnung 2015 Kostendeckung je Aufsichtsbereich
Die Bereiche Grossbanken und die mit ihnen als Finanzgruppe verbundenen Gesellschaften, die übrigen Banken und Effektenhändler und der Börsen­ bereich nach Art. 3 Abs. 1 Bst. a–ater FINMA-GebV (Stand am 1. Januar 2015 und gültig für das Berichtsjahr 2015) wurden in der Spalte «Banken» zusammengefasst.
Aus den Jahren 2011 bis 2014 besteht zusätzlich eine Unter­ deckung im Umfang von TCHF 14 961, welche die FINMA 2016 nach Art. 14 Abs. 3 FINMA-GebV nach­ fakturiert.
Die Basis der Aufsichtsabgaben­ erhebung 2016 ergibt sich aus dem «Total Aufsichtsabgaben», erhöht respektive reduziert um die «Unter-/(Überdeckung) Aufsichtsabgabe».
2014 SRO
Prüfgesellschaften6
25 412
2 005
–1 663
–2 050
–937
–1 729
–127 415
Im Bereich der kollektiven Kapitalanlagen besteht per Jahres­ ende 2015 eine Überdeckung. Die Basis zur Aufsichtsabgaben­ erhebung 2016 bildet folglich die gesetzliche Grundabgabe nach Art. 20 FINMA-GebV.
Die ungebundenen Versicherungsvermittler haben nach Art. 27 Abs. 1bis FINMA-GebV ausschliesslich eine Grund­ abgabe zu entrichten.
Die Prüfgesellschaften wurden per 31. Dezember 2014 aus der Aufsicht der FINMA entlassen.
FINMAG Bundesgesetz vom 22. Juni 2007
über die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht
Bst. Buchstabe
(Finanzmarktaufsichtsgesetz; SR 956.1)
BVG Bundesgesetz vom 25. Juni 1982 über
FINMA-GebV Verordnung vom 15. Oktober 2008 über
die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und
die Erhebung von Gebühren und Abgaben durch die
Invalidenvorsorge (SR 831.40)
Eidge­nössische Finanzmarktaufsicht
(FINMA-Gebühren- und Abgabenverordnung; SR 956.122)
DUFI Direkt unterstellte Finanzintermediäre
EFV Eidgenössische Finanzverwaltung
IFRIC International Financial Reporting Interpretations
FHG Bundesgesetz vom 7. Oktober 2005
über den eidgenössischen Finanzhaushalt
(Finanzhaushaltgesetz; SR 611.0)
SIC Standard Interpretations Committee
FKG Bundesgesetz vom 28. Juni 1967 über
SR Systematische Sammlung des Bundesrechts
die Eidgenössische Finanzkontrolle
SRO Selbstregulierungsorganisation
(Finanzkontrollgesetz; SR 614.0)
TCHF Tausend Schweizer Franken
Herausgeberin: Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA Laupenstrasse 27 CH-3003 Bern
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© FINMA 04.16 1 200 860372235
FINMA-Jahresrechnung 2015