Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%201996,%202646
Timestamp: 2019-09-16 11:16:03
Document Index: 167992577

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 249', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 04.06.1996 - VI ZR 75/95 - dejure.org
https://dejure.org/1996,1039
BGH, 04.06.1996 - VI ZR 75/95 (https://dejure.org/1996,1039)
BGH, Entscheidung vom 04.06.1996 - VI ZR 75/95 (https://dejure.org/1996,1039)
BGH, Entscheidung vom 04. Juni 1996 - VI ZR 75/95 (https://dejure.org/1996,1039)
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Delegation von Verkehrssicherungspflichten; Haftungseinheit bei Nebentäterschaft und Mitverschulden des Verletzten
Raummiete - KFZ-Werkstatt - Ungeeignetheit der Räume - Brand bei Schweißarbeiten - Haftung des Vermieters - Körperverletzungsschäden bei Feuerwehrleuten - Haftungsquote des Nebentäters - Haftungseinheit - Mitverschulden des Verletzten
Haftung eines Vermieters nach Brand in für den Mieter ungeeigneten Gewerberäumen
BGB §§ 249, 254, 823
Haftung des Vermieters von Räumlichkeiten für die Instandsetzung von Kraftfahrzeugen für aufgrund der Ungeeignetheit der Räume eintretende Körperverletzungen
NJW 1996, 2646
ZIP 1996, 1472
MDR 1996, 910
VersR 1996, 1151
DB 1996, 2607
Sie bedarf einer klaren Absprache, die die Sicherung der Gefahrenquelle zuverlässig gewährleistet (vgl. BGH NJW 1996, 2646).
Erst dann kann sich die Verkehrssicherungspflicht eines ursprünglich Verantwortlichen auf eine Kontroll- und Überwachungspflicht verengen, ob die delegierten Sicherungsmaßnahmen auch tatsächlich ausgeführt worden sind (BGH, Urteil vom 04.06.1996, VI ZR 75/95, NJW 1996, 2646).
Erst nach einer klaren Absprache kann sich die Verkehrssicherungspflicht eines ursprünglich Verantwortlichen auf eine Kontroll- und Überwachungspflicht verengen, ob die delegierten Sicherungsmaßnahmen auch tatsächlich ausgeführt worden sind (BGH, Urteil vom 04.06.1996, VI ZR 75/95, NJW 1996, 2646).
Insoweit ist der Beklagten zu 1) bereits anzulasten, dass sie keine baulichen Maßnahmen getroffen hat, die es verhindern, dass bei den notwendigen Lager- und Umschlagmaßnahmen schädliche Stoffe in das Erdreich gelangen (vgl. zu diesem Gesichtspunkt der baulichen Geeignetheit: BGH, NJW 1996, 2646 f.).
Maßstab ist, dass die Ausschaltung von Gefahren zuverlässig sichergestellt sein muss (vgl. BGH, NJW 1996, 2646).
Der BGH hat eine in einem Mietvertrag enthaltene Regelung, wonach die "Instandhaltung, Ausbesserungen an der Mietsache sowie sonstige Vorkehrungen, die zur Erfüllung des Mietzwecks erforderlich sind", vom Mieter übernommen werden, für eine nicht ausreichend klare Absprache gehalten (NJW 1996, 2646, unter II. 1.).
b) Diese Verkehrssicherungspflicht obliegt zwar in erster Linie den Wohnungseigentümern (vgl. BGH, Urteil vom 4. Juni 1996, VI ZR 75/95, in VersR 1996, 1151, 1152, juris Tz 13).
Voraussetzung hierfür ist, dass die Übertragung klar und eindeutig vereinbart wird (vgl. BGH, Urteil vom 22. Januar 2008, VI ZR 126/07, in NJW 2008, 1440, juris Tz 9; vom 4. Juni 1996, a.a.O.; vom 17. Januar 1989, VI ZR 186/88, in VersR 1989, 526 f.; vom 8. Dezember 1987, VI ZR 79/87, in VersR 1988, 516, 517; vom 27. November 1984, VI ZR 49/83, in NJW 1985, 484).
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