Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW-RR%201995,%201469
Timestamp: 2020-08-15 03:20:22
Document Index: 65442076

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 47', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 264', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: NJW-RR 1995, 1469 - dejure.org
https://dejure.org/1995,3709
BVerfG, 16.06.1995 - 2 BvR 2623/93 (https://dejure.org/1995,3709)
BVerfG, Entscheidung vom 16.06.1995 - 2 BvR 2623/93 (https://dejure.org/1995,3709)
BVerfG, Entscheidung vom 16. Juni 1995 - 2 BvR 2623/93 (https://dejure.org/1995,3709)
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Verspätetes Vorbringen - Zurückweisung - Rechtliches Gehör - Mitverursachung - Gericht
AG Marburg, 08.10.1993 - 10 C 255/93
NJW-RR 1995, 1469
https://dejure.org/1995,6464
BGH, 12.07.1995 - IV ZR 369/94 (https://dejure.org/1995,6464)
BGH, Entscheidung vom 12.07.1995 - IV ZR 369/94 (https://dejure.org/1995,6464)
BGH, Entscheidung vom 12. Juli 1995 - IV ZR 369/94 (https://dejure.org/1995,6464)
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Auswirkungen des Geltendmachens eines bisher nicht verfolgten Anspruchs auf die Zulässigkeit einer Berufung - Umfang der Kompetenz des Revisionsgerichts zur Wertung der Prozesserklärungen - Inhalt der Auslegung einer Prozesserklärung - Auslegung einer Prozesserklärung ...
Zu diesem Ergebnis gelangt der Senat, der die erstinstanzlichen Prozeßerklärungen der Klägerin eigenständig und ohne Bindung an die Auslegung des Berufungsgerichts zu werten hat (…vgl. BGH, Urt. v. 25.11.1992 - XII ZR 116/91, NJW 1993, 597, 598; Urt. v. 12.7.1995 - IV ZR 369/94, NJW-RR 1995, 1469, 1470), aufgrund der zutreffenden Erwägung des Berufungsgerichts, die Klägerin habe trotz ständiger Kritik des Beklagten in erster Instanz darauf beharrt, daß dem Beklagten der Versand von Impfstoffen an Ärzte nur verboten werden solle, wenn eine vorherige ärztliche Anforderung oder ein Ausnahmefall des § 47 AMG nicht vorlägen.
Dabei ist das Vorbringen einer Partei so auszulegen, wie es nach den Maßstäben der Rechtsordnung vernünftig ist und ihrem Interesse entspricht (BGH, Urteil vom 12. Juli 1995 - IV ZR 369/94 - NJW-RR 1995, 1469, 1470).
Dabei ist das Vorbringen einer Partei so auszulegen, wie es nach den Maßstäben der Rechtsordnung vernünftig ist und ihrem Interesse entspricht (BGH Urt. v. 12. Juli 1995 - IV ZR 369/94;… BGH Urt. v. 20. Juli 2005 - XII ZR 155/04).
Das kann der Senat selbst beurteilen (BGH, Urteile vom 26. Juni 1991 - VIII ZR 231/90 - NJW 1991, 2630, 2631 unter II 3; vom 12. Juli 1995 - IV ZR 369/94 - NJW-RR 1995, 1469 unter 2 a).
Klageerweiterungen oder -beschränkungen im Sinne von § 264 Nr. 2 ZPO sind dabei jedoch unschädlich (s. dazu etwa BGHZ 85, S. 140, 142; BGH NJW 1988, S. 827, 828 [BGH 24.11.1987 - VI ZB 13/87]; NJW 1988, S. 2540, 2541 [BGH 08.03.1988 - VI ZR 234/87]; NJW-RR 1988, S. 959 f.; NJW-RR 1991, S. 1279; NJW 1992, S. 2296 f.; NJW 1992, S. 3243, 3244 [BGH 17.09.1992 - IX ZB 45/92]; NJW 1993, S. 597, 598 [BGH 25.11.1992 - XII ZR 116/91]; NJW 1994, S. 944, 945 [BGH 25.11.1993 - IX ZR 51/93]; NJW 1994, S. 2098, 2099 [BGH 26.05.1994 - III ZB 17/94]; NJW 1994, S. 3358, 3359 [BGH 21.09.1994 - VIII ZB 22/94]; NJW-RR 1995, S. 1469, 1470; NJW 1996, S. 320; NJW 1996, S. 527 f. w.Nw.; NJW-RR 1996, S. 891, 892 [BGH 07.12.1995 - VII ZR 112/95]; MDR 1997, S. 94, 95 [BGH 18.06.1996 - VI ZR 325/95]; Baumbach/Albers, ZPO, 56. Aufl. 1998, Grdz.
Dabei ist davon auszugehen, dass eine Partei im Zweifel den Antrag so stellen will, wie er nach den Maßstäben der Rechtsordnung vernünftig ist und ihren Interessen entspricht (vgl. BAG Beschluss v. 30.08.2011 - 2 AZR 668/10 - n.v., mit zust. Anm. Ziemann jurisPR-ArbR 20/2013; BGH v. 20.07.2005 - XII ZR 155/04 - NJW-RR 2005, 1659; BGH v. 12.07.1995 - IV ZR 369/94 - NJW-RR 1995, 1469, 1470).
Besteht wie hier kein Zweifel am Berufungsbegehren des Klägers, führt die unterbliebene Stellung eines Berufungsantrags nicht zwangsläufig zur Unzulässigkeit der Berufung (BGH vom 12.07.1995 - IV ZR 369/94, NJW-RR 1995, 1469; BGH vom 20.07.2005 - XII ZR 155/04, NJW-RR 2005, 1659).
Dabei ist das Vorbringen einer Partei so auszulegen, wie es nach den Maßstäben der Rechtsordnung vernünftig ist und ihrem Interesse entspricht (BGH 12.07.1995 - IV ZR 369/94; BGH 20.07.2005 - XII ZR 155/04).