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Timestamp: 2017-03-24 20:13:41
Document Index: 104592035

Matched Legal Cases: ['Art. 17', 'Art. 14', 'Art. 15', 'Art. 65', 'Art. 68', 'Art. 15']

8C_27/2014 (06.06.2014)
8C_27/2014 Urteil vom 6. Juni 2014
vertreten durch Herr Zeljko Vuksanovic,
Beschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 24. Oktober 2013.
A. Der 1960 geborene A.________ war zuletzt als Plattenleger bei der "B.________ GmbH" erwerbstätig gewesen, als er sich am 6. Juni 2012 bei der IV-Stelle des Kantons Zürich unter Hinweis auf Rückenbeschwerden anmeldete und Massnahmen beruflicher Art beantragte. Nach Beizug der Akten der Krankentaggeldversicherung des Versicherten und Durchführung des Vorbescheidverfahrens wies die IV-Stelle das Leistungsgesuch mit Verfügung vom 17. Oktober 2012 bei einem Invaliditätsgrad von 30 % ab.
B. Die von A.________ hiegegen erhobene Beschwerde wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich mit Entscheid vom 24. Oktober 2013 ab.
C. Mit Beschwerde beantragt A.________, ihm sei unter Aufhebung der Verfügung und des kantonalen Gerichtsentscheides ab 6. Juni 2012 bis zum Antritt beruflicher Massnahmen eine halbe, eventuell eine Viertelsrente der Invalidenversicherung auszurichten.
2.3. Der Versicherte hat gemäss Art. 17 Abs. 1 IVG Anspruch auf Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit, wenn die Umschulung infolge Invalidität notwendig ist und dadurch die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich erhalten oder verbessert werden kann
2.4. Streitig und zu prüfen ist, ob die Vorinstanz Bundesrecht verletzte, als sie einen Leistungsanspruch des Beschwerdeführers verneinte.
3. 3.1. Das kantonale Gericht hat in umfassender Würdigung der medizinischen Akten, insbesondere aber gestützt auf das Gutachten des Zentrums C.________ vom 6. Juli 2012 für das Bundesgericht grundsätzlich verbindlich festgestellt, dass der Beschwerdeführer in der Lage wäre, einer seinem Leiden angepassten Tätigkeit vollzeitlich nachzugehen. Der Versicherte bringt nichts vor, was diese Feststellung als bundesrechtswidrig erscheinen liesse. Dasselbe gilt auch für den gestützt auf diese medizinische Ausgangslage ermittelten Invaliditätsgrad von 30 %. Soweit die Ausrichtung einer IV-Rente betreffend, ist die Beschwerde ohne weiteres abzuweisen.
3.2. Wie die Vorinstanz weiter zutreffend erwogen hat, erfüllt der Beschwerdeführer die Voraussetzungen für Integrationsmassnahmen im Sinne von Art. 14a IVG nicht. Soweit mit der Beschwerde überhaupt noch solche beantragt werden, ist sie ebenfalls abzuweisen.
3.3. Bereits in seiner IV-Anmeldung beantragte der Versicherte (auch) Massnahmen beruflicher Art. In ihrer Verfügung vom 17. Oktober 2012 verneinte die IV-Stelle - mit Ausnahme von Beratung und Unterstützung bei der Stellensuche - einen entsprechenden Anspruch des Beschwerdeführers, da in einer alternativen, adaptierten Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit unter den Bedingungen der freien Wirtschaft bestehe. Obwohl auch gemäss dem kantonalen Entscheid die Massnahmen beruflicher Art ausdrücklich zum Streitgegenstand zählen, enthält dieser keine Ausführungen betreffend solcher Massnahmen. Entgegen den Erwägungen der IV-Stelle in ihrer Verfügung entfallen solche Ansprüche nicht bereits dann, wenn die versicherte Person rentenausschliessend eingegliedert ist. So besteht etwa ein Anspruch auf Umschulung rechtsprechungsgemäss bereits dann, wenn ein Mindestinvaliditätsgrad von etwa 20 % gegeben und eine Umschulung tatsächlich geeignet und notwendig ist, um die Erwerbsfähigkeit erhalten oder verbessern zu können (vgl. etwa SVR 2010 IV Nr. 52 S. 160, 9C_125/2009 E. 5; Urteil 8C_39/2013 vom 30. Dezember 2013 E. 3.4). Die Vorinstanz ermittelte für den Beschwerdeführer einen Invaliditätsgrad von 30 %; allerdings lassen die Akten ein abschliessendes Urteil zur Frage, ob Massnahmen beruflicher Art geeignet und notwendig sind, um die Erwerbsfähigkeit zu erhalten oder zu verbessern, nicht zu. Die Beschwerde ist demnach in diesem Punkt gutzuheissen und die Verfügung und der kantonale Gerichtsentscheid sind, soweit sie Massnahmen beruflicher Art im Sinne der Art. 15 ff. IVG betreffen, aufzuheben. Die Sache ist an die IV-Stelle zurückzuweisen, damit diese die entsprechenden Ansprüche vertieft prüfe und anschliessend über diese eine neue Verfügung erlasse.
4. Das Verfahren ist kostenpflichtig (Art. 65 BGG). Aufgrund des Verfahrensausganges rechtfertigt es sich, die Kosten den Parteien je hälftig aufzuerlegen. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer überdies eine reduzierte Parteientschädigung zu entrichten (Art. 68 Abs. 1 BGG).
1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Der Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 24. Oktober 2013 und die Verfügung der IV-Stelle des Kantons Zürich vom 17. Oktober 2012 werden, soweit sie Massnahmen beruflicher Art im Sinne der Art. 15 ff. IVG betreffen, aufgehoben. Die Sache wird an die IV-Stelle des Kantons Zürich zurückgewiesen, damit sie über die entsprechenden Ansprüche des Beschwerdeführers neu verfüge. Im Übrigen, insbesondere einen Anspruch auf eine Invalidenrente betreffend, wird die Beschwerde abgewiesen.
2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.- werden zu Fr. 400.- dem Beschwerdeführer und zu Fr. 400.- der Beschwerdegegnerin auferlegt.
3. Die Beschwerdegegnerin hat den Beschwerdeführer für das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 300.- zu entschädigen.
4. Die Sache wird zur Neuverlegung der Kosten und der Entschädigungsfolgen des vorangegangenen Verfahrens an das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich zurückgewiesen.