Source: http://de.slideshare.net/jobsformums1/esf-bundesprogramm-perspektive-wiedereinstieg
Timestamp: 2016-12-04 12:22:35
Document Index: 376275110

Matched Legal Cases: ['§ 23', '§ 23', 'Art. 56', 'Art. 11', 'Art. 11', 'Art. 11', 'Art. 7', '§ 36', '§ 44']

Das ESF Bundesprogramm Perspektive Wiedereinstieg soll Potenziale vor Ort aktivieren. Daher sollen Träger neben den Agenturen für Arbeit, den Grundsicherungsstellen und den kommunalen Gleichstellungsbeauftragten mit weiteren Institutionen (Jugendamt, Amt für Wirtschaftsförderung etc.) und Organisationen zusammenarbeiten, damit der Wiedereinstieg auch gelingt.
ESF-Bundesprogramm „Perspektive Wiedereinstieg“ Programmphase: 01.03.2012 – 31.12.2013 – Leitlinien –1. Zielsetzung, Zielgruppen und Schwerpunkte des Programms 2 1.1 Ausgangslage des Programms 2 1.2 Zielsetzung und Zielgruppe 3 1.3 Schwerpunkte der Förderung 42. Rechtsgrundlage und Sonstige Zuwendungsbestimmungen 6 2.1 Rechtsgrundlage 6 2.2 Sonstige Zuwendungsbestimmungen 63. Voraussetzungen, Art, Umfang und Höhe der Förderung 8 3.1 Zuwendungsempfänger 8 3.2 Zuwendungsvoraussetzungen 8 3.3 Art, Umfang und Höhe der Förderung 94. Antrags- und Bewilligungsverfahren 95. Programmumsetzung 116. Aufgaben der Koordinierungsstelle „Perspektive Wiedereinstieg“ 11 2.
1. Zielsetzung, Zielgruppen und Schwerpunkte des Programms1.1 Ausgangslage des ProgrammsDie Geburt eines Kindes und/oder die Pflege von Familienangehörigen führen inDeutschland häufig zu einer mehrjährigen Unterbrechung der Erwerbstätigkeit einesElternteils, meist der Mutter. Der berufliche Wiedereinstieg gestaltet sich nach derGeburt mehrerer Kinder einhergehend mit einer längeren Erwerbspause besondersschwierig. Angesichts der antizipierten oder erlebten Hürden beim Versuch desWiedereinstiegs ziehen sich viele Frauen in die stille Reserve zurück. Um dieverschiedenen Hürden zu überwinden, benötigen die Frauen vor allem einebedarfsgerechte und zielgerichtete Unterstützung. Dabei ist nicht die Frau allein,sondern das Gesamtsystem Familie gefordert, denn der Wiedereinstieg geht miteiner strukturellen und organisatorischen Neuausrichtung der Familie einher.Die Erfahrungen aus der ersten Programmphase zeigen, dass Frauen nach einerlängeren familienbedingten Erwerbspause (vor allem in Westdeutschland) noch zuselten ein substanzieller Wiedereinstieg gelingt. Statt einer qualifizierten,vollzeitnahen Tätigkeit nehmen sie oftmals eine geringfügige (Teilzeit-)Beschäftigungauf. Diese stellt sich jedoch häufig als berufliche Sackgasse heraus, die vor allem mitBlick auf die eigenständige Existenzsicherung und die Absicherung der Frauen imAlter problematisch ist.Neben einer unzureichenden Infrastruktur für Kinderbetreuung und derStrukturierung des Arbeitsmarktes – Vollzeitstellen mit flexibler Arbeitszeitgestaltungvor allem in den anspruchsvollen und attraktiven Tätigkeitsbereichen sind kaumvorhanden – findet die für einen vollzeitnahen Wiedereinstieg notwendigeorganisatorische und zeitliche Entlastung der Frauen vor allem durch die(Ehe-)Partner nicht im erforderlichen Maße statt. Neben einer neuenVerantwortungsteilung innerhalb der Familie wird auch das Entlastungspotenzialdurch haushaltsnahe Dienstleistungen bislang nur unzureichend wahrgenommen.Deshalb soll in der zweiten Programmphase das Bewusstsein noch stärker dafürgeschärft werden, dass Zeit für Wiedereinstieg die Neuverteilung der Zeit fürberufliche und familiäre Aufgaben zwischen den Partnern bzw. mithilfe derEinbindung externer Dienstleister voraussetzt.Zur Deckung des Fachkräftebedarfs rücken vor allem Frauen mit hohemQualifikationsniveau verstärkt in den Fokus. In der ersten Modellphase hat sichgezeigt, dass Akademikerinnen ohne gezielte Unterstützung nach einer mehrjährigenErwerbsunterbrechung nicht selten deutlich unter ihrer früheren beruflichen Stellungund auch unter ihrem Qualifikationsniveau wieder einsteigen. Qualifizierungs- undAnpassungsmaßnahmen in Zusammenarbeit mit Hochschulen, Fachhochschulenoder auch Unternehmen können diesen Fehlallokationen vorbeugen undperspektivreiche Wiedereinstiege fördern.Auf der anderen Seite können Qualifizierungs- und Weiterbildungsangebote für dieBeschäftigung in Privathaushalten eine vorangegangene längere Übernahme vonVerantwortung in Haushalt und Familie sowie zurückliegende Berufsausbildungs-abschlüsse z.B. in hauswirtschaftlichen oder kaufmännischen Berufen aufwerten undauf diese Weise berufliche Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten für Wieder-Version vom 05.12.2011 2 3.
einsteigerinnen im Bereich haushaltsnaher Dienstleistungen anstelle von gering-fügiger Beschäftigung erschließen.An diesen Weichenstellungen setzen die Angebote des ESF-Bundesmodellprogramms „Perspektive Wiedereinstieg“ an. Gemeinsam mitvielfältigen Akteuren vor Ort werden neue Lösungsmöglichkeiten entwickelt, um allePhasen des Prozesses professionell zu begleiten und langfristigeUnterstützungsmodelle zu etablieren.1.2 Ziele und Zielgruppen des ProgrammsZentrales Anliegen des Aktionsprogramms „Perspektive Wiedereinstieg“ ist es, mitUnterstützung des Kooperationspartners BA (Ehe-)Partner, haushaltsnahe Dienst-leister und Arbeitgeber so zu aktivieren, dass der berufliche Wiedereinstieg auchnach mehreren Jahren familienbedingter Erwerbsunterbrechung nachhaltig gelingt.In diesem Rahmen zielt das ESF-Bundesprogramm darauf ab, die in der erstenModellphase erprobten Instrumente und Verfahren im Bereich der Beratungs-,Bildungs- und Eingliederungsangebote für Wiedereinsteigerinnen fortzuentwickeln,durch neue Zusatzmodule zu erweitern und nähere Erkenntnisse über dieBedingungen für einen Wiedereinstieg mit Perspektive zu gewinnen.Insbesondere soll erreicht werden, dass die Wiedereinsteigerinnen eineausbildungsadäquate und mindestens eine qualifizierte Teilzeitbeschäftigung,idealerweise eine Vollzeitbeschäftigung, aufnehmen.Zielgruppe des Programms sind Wiedereinsteigerinnen, die familienbedingt aufgrund von Kinderbetreuung und/oder Pflege von Angehörigen bewusst längere Zeit, d.h. mindestens drei Jahre1 aus der Erwerbsarbeit ausgestiegen sind, über eine abgeschlossene Berufsausbildung bzw. ein abgeschlossenes Studium verfügen oder ihr zukünftiges Beschäftigungsgebiet im Bereich der haushaltsnahen Dienstleistungen sehen2 und vor dem familienbedingten Ausstieg keine Leistungen des SGB II aufgrund von Langzeitarbeitslosigkeit erhalten haben.Der Schwerpunkt des Programms liegt weiterhin auf der Aktivierung der Frauen ausder Stillen Reserve. Die Rekrutierung der Wiedereinsteigerinnen, die sich für eineQualifizierung zur haushaltsnahen Dienstleisterin interessieren, muss sich am Bedarfdes regionalen Arbeitsmarktes orientieren.1 In begründeten Ausnahmefällen können auch Wiedereinsteigerinnen teilnehmen, die weniger als dreiJahre ausgesetzt haben.2 Die Interessentinnen müssen nicht zwangsläufig über eine abgeschlossene Ausbildung oder einabgeschlossenes Studium verfügen.Version vom 05.12.2011 3 4.
1.3 Schwerpunkte der FörderungGefördert werden Projekte (Koordinierungsstellen), die Konzepte für eine lokaleNachhaltigkeit der Integration von Wiedereinsteigerinnen in eine perspektivreicheErwerbstätigkeit beinhalten.Ausgehend von den Strukturen der Region und den Bedarfen des regionalenArbeitsmarktes, sollen die bestehenden Unterstützungsangebote weiterentwickeltund neue Modelle, Instrumente und Verfahren erprobt und Kooperationspartnergewonnen werden.Gefördert werden insbesondere: umfassendes Unterstützungsmanagement (Coaching)  durch niedrigschwellige Beratungsangebote in erster Linie die Stille Reserve gut erreicht wird,  das Coaching durch professionelle Fachkräfte den „roten Faden“ bei der individuellen und zielgerichteten Unterstützung der Wiedereinsteigerinnen bildet und durch umfassende Kompetenzfeststellung, Berufsorientierung und bedarfsgerechte Qualifizierungsangebote flankiert wird,  mit Hilfe des Coachings Basismodule und Zusatzmodule passgenau kombiniert werden und Zeit für WiedereinstiegDie Frage, welche verlässlichen zeitlichen Entlastungsmöglichkeiten für dieWiedereinsteigerinnen durch die Partner und/oder durch haushaltsnaheDienstleistungen bestehen, um einen vollzeitnahen Wiedereinstieg realisieren zukönnen, muss in der Unterstützungsarbeit systematisch berücksichtigt werden. Dazusind konkrete, schriftlich zu fixierende Vereinbarungen zu treffen.Aufgabe der Träger ist es, die Wiedereinsteigerinnen zum Thema haushaltsnaheDienstleistungen zu sensibilisieren und zu beraten. Dies beinhaltet: Erkundung dervor Ort vorhandenen Dienstleistungsangebote, Beratung, Erfassung undDokumentation der Bedarfe der Wiedereinsteigerinnen und der Gründe fürmangelnde Akzeptanz bzw. Hinweise darauf, wie die Akzeptanz haushaltsnaherDienstleistungen gestärkt werden kann.2) Kooperationen mit Arbeitgebern, die  auf individuell gestaltete Übergänge des Wiedereintritts von Frauen in den Arbeitsmarkt abstellen, und auf der Grundlage beidseitiger und nachprüfbarer Vereinbarungen umgesetzt werden bzw.Version vom 05.12.2011 4 5.
 die Sensibilisierung ihrer Personalverantwortlichen für die Belange der Zielgruppe und ihrer (Ehe-)Partner/ihr Umfeld in einer qualitativen und nachweisbaren Form betreiben.3) Neues Modul (optional) „Kooperationen mit Hochschulen zur Förderung eines qualifizierten Wiedereinstiegs von Akademikerinnen“  Um das vorhandene Potential der gut ausgebildeten Frauen für einen substanziellen Wiedereinstieg mit Perspektive nutzen zu können, ist die Entwicklung im akademischen Bereich notwendig.  In diesem Zusammenhang bieten sich vielfältige Kooperationsmöglichkeiten, vor allem auch unter Einbeziehung von Unternehmen an.  Mit Blick auf die Nachhaltigkeit der Angebote sollen sich diese vor allem auf zukunftsfähige Branchen richten.4) Neues Modul (optional) „Zusammenarbeit mit Bildungsträgern zur Qualifizierung in haushaltsnahe Dienstleistungen“Version vom 05.12.2011 5 6.
2. Rechtsgrundlage und Sonstige Zuwendungsbestimmungen2.1 RechtsgrundlageDie Gewährung der Zuwendung erfolgt auf Grundlage der §§ 23, 44Bundeshaushaltsordnung (BHO). Vorhaben können nach Maßgabe dieser Leitliniesowie der Allgemeinen Verwaltungsvorschriften (VV) zu §§ 23, 44 BHO gefördertwerden. Ein Rechtsanspruch auf Gewährung einer Zuwendung besteht nicht. DerZuwendungsgeber entscheidet auf Grund seines pflichtgemäßen Ermessens imRahmen der verfügbaren Haushaltsmittel.Die finanzielle Beteiligung des Europäischen Sozialfonds erfolgt auf der Grundlageder Verordnung (EG) Nr. 1083/2006 (geändert durch Verordnung(EG) Nr. 284/2009 und Verordnung (EU) Nr. 539/2010), der Verordnung (EG) Nr.1081/2006 (geändert durch Verordnung (EG) 396/2009) sowie der Verordnung(EG) Nr. 1828/2006 ( geändert durch Verordnung (EG) Nr.846/2009 und Verordnung(EU) Nr.832/2010)3 in Zusammenhang mit dem Operationellen Programm desBundes 2007 -2013, Prioritätenachsen C 1 und C2, Code 69 (Maßnahmen zurVerbesserung der Chancengleichheit von Frauen und Männern und zur Erhöhungder Erwerbsbeteiligung von Frauen).2.2 Sonstige ZuwendungsbestimmungenBestandteil eines Zuwendungsbescheides werden die Allgemeinen Nebenbe-stimmungen für Zuwendungen zur Projektförderung (ANBest-P). Bei Zuwendungenan Gebietskörperschaften werden die Allgemeinen Nebenbestimmungen für Zuwen-dungen zur Projektförderung an Gebietskörperschaften und Zusammenschlüsse vonGebietskörperschaften (ANBest-GK) zum Bestandteil des Zuwendungsbescheides.Abweichend von den in ANBest-P bzw. ANBest-GK genannten Zeiträumen sind diejährlichen Zwischennachweise sowie der Verwendungsnachweis innerhalb von zweiMonaten nach Jahresende bzw. nach Auslaufen des Vorhabens der ESF-Regiestellevorzulegen. Näheres regelt der Förderleitfaden zur finanztechnischen Umsetzung.Die Auszahlung der Fördermittel kann im Voraus im Turnus von zweimonatlichenMittelanforderungen erfolgen. Hierfür sind zwingend ab der zweitenMittelanforderung die Ausgaben und Einnahmen der jeweils letzten zwei Monatedurch eine Aufstellung der Einnahmen- und Ausgabenbelege (Belegliste)nachzuweisen. Einzelheiten werden im Zuwendungsbescheid geregelt.Die Zuwendungsfähigkeit von Ausgaben richtet sich grundsätzlich nach derVerordnung (EG) 1081/2006 vom 5. Juli 2006, geändert durch Verordnung (EG)396/2009 sowie nach ergänzenden Nebenbestimmungen im Zuwendungsbescheid.3 Verordnung (EG) Nr. 1083/2006 des Rates vom 11.07.2006 (ABl. L 210 vom 31.07.2006, S. 25);Verordnung (EG) Nr. 284/2009 des Rates vom 07.04.2009 (ABl. L 94 vom 08.04.2009, S. 10 ),Verordnung (EU) Nr. 539/2010 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16.06.2010 (ABl. L158 vom 24.06.2010, S. 1), Verordnung (EG) Nr. 1081/2006 des Europäischen Parlaments und desRates vom 05.07.2006 (Abl. L 210 vom 31.07.2006, S. 12), Verordnung (EG) 396/2009 vom06.05.2009 (ABl. L 126 vom 21.05.2009, S. 1), Verordnung (EG) Nr. 1828/2006 der Kommission vom08.12.2006 (ABl. 371 vom 27.12.2006, S. 1); Verordnung (EG) Nr. 846/2009 der Kommission vom01.09.2009 (ABl. L 250 vom 23.09.2009, S. 1); Verordnung (EU) Nr. 823/2010 der Kommission vom17.09.2010 (ABl. L 248 vom 22.09.2010, S. 1).Version vom 05.12.2011 6 7.
Weitere Einzelheiten der zuwendungsfähigen Ausgaben einschließlich derKofinanzierungsregeln werden gesondert im Förderleitfaden zur finanztechnischenUmsetzung erläutert.Die Zuwendungsempfänger verpflichten sich zu folgenden Transferleistungen: sie stellen Informationen für eine zentrale Internetplattform zur Verfügung; nehmen an dem programmweiten Erfahrungsaustausch in Form von Trägerkonferenzen bzw. Workshops teil; beteiligen sich aktiv an Erhebungen der wissenschaftlichen Programmbegleitung; gewährleisten eine regelmäßige qualitative und quantitative Zusammenfassung der Ergebnisse ihrer Arbeit; halten die Datenschutzbestimmungen ein.Die Zuwendungsfähigkeit von Ausgaben richtet sich neben dem finanztechnischenFörderleitfaden des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend(BMFSFJ) nach Art. 56 VO (EG) 1083/2006 geändert durch VO (EG) 284/2009 undVO (EG) 539/2010 und Art. 11 VO (EG) 1081/2006 geändert durch VO (EG)396/2009.Danach sind zuwendungsfähig z.B. Personalausgaben, Miete, Honorare undsonstige Sachausausgaben. Die tatsächlichen Ausgaben sind anhand vonEinzelbelegen nachzuweisen.Für indirekte Ausgaben wird eine Verwaltungskostenpauschale in Höhe von 7 % derGesamtausgaben gewährt. Für diese Kostenposition entfällt der Nachweis auf derGrundlage von Belegen.Erstattungsfähig sind ausschließlich tatsächlich getätigte Ausgaben. Dabei geltenfolgende Ausnahmen:Nicht zuwendungsfähig sind gem. Art. 11 Abs. 2 VO (EG) 1081/2006: a) erstattungsfähige Mehrwertsteuer; b) Sollzinsen; c) Kauf von Möbeln, Betriebsmitteln, Fahrzeugen, Infrastruktur, Immobilien und GrundstückenZuwendungsfähig sind die Abschreibungskosten der in 1.c. genanntenabschreibbaren Vermögenswerte, die ausschließlich für die Dauer eines Vorhabensund nur in dem Maße, in dem ihr Erwerb nicht unter Nutzung anderer öffentlicherZuschüsse finanziert worden sind (Art. 11 Abs. 2 Buchstabe c VO (EG)1081/2006).Die Höhe der Zuwendungsfähigkeit von Abschreibungen richtet sich nach denVorschriften zur Absetzung für Abnutzung (AfA) im Einkommensteuergesetz.Die Zuwendungsempfänger verpflichten sich, in geeigneter Form auf die Förderungdurch den ESF und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen undJugend hinzuweisen. Ferner nehmen die Zuwendungsempfänger am ESF-Stamm-blattverfahren teil. Für eine entsprechende Öffentlichkeitsarbeit stellt die ESF-Regie-stelle Material wie Aufkleber, Flyer und Vorlagen für Pressemitteilungen bereit. BeiVersion vom 05.12.2011 7 8.
Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit im Rahmen der Programmumsetzung sind dieESF-Publizitätsvorschriften gemäß VO (EG) Nr. 1828/2006 der Kommission vom08.12.2006, geändert durch VO (EG) Nr. 846/2009 und VO (EG) 832/2010 zuberücksichtigen. Es gilt das Merkblatt Öffentlichkeitsarbeit.Mit der Annahme der Zuwendung erklärt sich der Zuwendungsempfängereinverstanden, in das Verzeichnis der ESF-Begünstigten gemäß Art. 7 Nr. 2 d derVO (EG) Nr. 1828/2006, geändert durch VO (EG) 846/2009 und VO (EG) 832/2010aufgenommen zu werden. Veröffentlicht werden der Name des Trägers, derZuwendungszweck und die Höhe der Förderung.Das BMFSFJ oder seine Beauftragten, das Bundesministerium für Arbeit undSoziales, das Bundesverwaltungsamt, die Europäische Kommission sowie derBundes- bzw. der Europäische Rechnungshof und das Europäische Amt fürBetrugsbekämpfung sind berechtigt, die Verwendung der Mittel beimZuwendungsempfänger zu überprüfen. Dies schließt eine Einsichtnahme in allezuwendungsrechtlich relevanten Unterlagen sowie in Verträge, Bücher undBuchhaltungsunterlagen des Zuwendungsempfängers, auch als Vor-Ort-Prüfung,ein.Alle mit der Durchführung des Projektes befassten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitersind gegenüber den o.g. Prüfstellen auskunftspflichtig. Der Zuwendungsempfängerverpflichtet sich zur kooperativen Zusammenarbeit mit allen Programmpartnern.3. Voraussetzungen, Art, Umfang und Höhe der Förderung3.1 ZuwendungsempfängerAntragsberechtigt für das ESF-Bundesprogramm „Perspektive Wiedereinstieg“ aufGrundlage dieser Leitlinie sind ausschließlich Projektträger, die in der erstenProgrammphase (01.03.2009 – 29.02.2012) eine Zuwendung erhalten haben.Der Kreis der Antragsberechtigten wird beschränkt, da die in der ersten Modellphaseerprobten Instrumente und Verfahren im Bereich der Beratungs-, Bildungs- undEingliederungsangebote für Wiedereinsteigerinnen mit dieser Förderungfortentwickelt und darauf aufbauend neue Zusatzmodule erweitert und langfristigeErkenntnisse über die Bedingungen für einen Wiedereinstieg mit Perspektivegewonnen werden sollen.3.2 ZuwendungsvoraussetzungenFür eine Förderung im Rahmen des Programms ist erforderlich, dass die Gesamtfinanzierung des Vorhabens gesichert ist; die Maßnahme durch Kooperationspartner im Einzugsgebiet des Trägers unterstützt wird. Die Bereitschaft zur Kooperation ist durch eine Absichtserklärung nachzuweisen und muss von allen Kooperationspartnern unterzeichnet werden. Die Beteiligung der Agentur für Arbeit, der Jobcenter und der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten ist verbindliche Voraussetzung. Nach Zuschlagserteilung ist diese in eine Kooperationsvereinbarung zu überführen.Die Absichtserklärungen zur Kofinanzierung und Kooperation sind dem Antragbeizufügen. Mit dem Zuwendungsbescheid ergeht die Auflage, verbindlicheZusagen/Vereinbarungen vorzulegen.Version vom 05.12.2011 8 9.
Vor der Bewilligung darf nicht mit dem beantragten Vorhaben begonnen worden sein.Ausgaben, die vor Maßnahmebeginn entstanden sind, sind nicht förderfähig.3.3 Art und Umfang, Höhe der ZuwendungFür das Bundesprogramm „Perspektive Wiedereinstieg“ werden in der Gesamtlauf-zeit vom 01.03.2012 bis zum 31.12.2013 Fördermittel aus dem EuropäischenSozialfonds (ESF) über das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen undJugend zur Verfügung gestellt werden. Die Mittel verteilen sich zu 20 Prozent auf dasZielgebiet 1 „Konvergenz“ und zu 80 Prozent auf das Zielgebiet 2 „RegionaleWettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“.Die Zuwendungen werden im Rahmen der Projektförderung als nicht rückzahlbareZuschüsse in Form der Fehlbedarfsfinanzierung gewährt. Bemessungsgrundlagesind die zuwendungsfähigen Gesamtausgaben. Als nationale Kofinanzierung zurESF-Förderung sind im Zielgebiet 1 mindestens 25 Prozent und im Zielgebiet 2mindestens 50 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben beizusteuern.Sofern die mit dem Zuwendungsbescheid festgelegte Höhe der Kofinanzierung nichtim Projektzeitraum erbracht wird, führt dies in der Regel zur anteiligen Reduzierungder bewilligten ESF-Mittel.Die nationale Kofinanzierung kann grundsätzlich durch Eigenmittel oder Drittmittel,z.B. auch durch andere öffentliche Mittel (z.B. kommunale Mittel, Landesmittel sowieMittel der Bundesagentur für Arbeit bzw. des Trägers der Grundsicherung,) erbrachtwerden, sofern diese Mittel nicht dem Europäischen Sozialfonds oder anderen EU-Fonds entstammen.Die Bewilligung erfolgt unter dem Vorbehalt, dass Haushaltsmittel zur Verfügungstehen (Widerrufsvorbehalt nach § 36 Abs. 2 Nr. 3 Verwaltungsverfahrensgesetz(VwVfG)). Sie können aus der gewährten Zuwendung nicht auf eine künftigeFörderung schließen.Weiterleitungen der Zuwendung gemäß Nr. 12 VV zu § 44 BHO an Dritte sind nichtgrundsätzlich nicht möglich. Eine Weiterleitung ist jedoch ausnahmsweise dannmöglich, wenn der Zuwendungsempfänger ein öffentlicher Träger ist und dieZustimmung des Zuwendungsgebers vorliegt. Eine Weiterleitung wird grundsätzlichnur genehmigt, wenn der Antragsteller über hinreichende Erfahrungen auf demGebiet des Zuwendungsrechts verfügt.4. Antrags- und BewilligungsverfahrenFür die Antragstellung werden eine beschreibbare pdf-Datei (inhaltlicher Antrag) undeine Excel-Datei (Finanzplan) zur Verfügung gestellt. Diese Antragsformulare stehenim Internet unter www.esf-regiestelle.eu zum Download zur Verfügung.Beide Antragsformulare müssen elektronisch (als E-Mail-Anhang) anwiedereinstieg@esf-regiestelle.eu gesendet werden.Version vom 05.12.2011 9 10.
Zusätzlich sind die Anträge in schriftlicher Form mit rechtsverbindlicher Unterschriftan folgende Adresse zu senden:ESF-RegiestelleServicestelle Perspektive WiedereinstiegBüro gsub mbHKronenstraße 610117 BerlinDie Antragsformulare müssen der ESF-Regiestelle in elektronischer Form bis zum21. Dezember 2011 vorliegen (E-Mail-Anhang).Die ausgedruckten und rechtsverbindlich unterzeichneten Antragsformulare müssender Servicestelle bis zum 23. Dezember 2011 vorliegen. Es gilt der Posteingang desunterschriebenen Antrags bei der ESF-Regiestelle.Dem schriftlichen Antrag müssen die in 3.2 aufgeführten Kooperations-vereinbarungen und die Kofinanzierungszusagen beiliegen.Die Anträge auf Förderung an die ESF-Regiestelle müssen grundsätzlich Aussagenzu folgenden Punkten enthalten: Ausgangslage und Zielgruppe Regionaler Arbeitsmarkt Unterstützungsmanagement (Coaching), unter besonderer Berücksichtigung des Moduls „Zeit für Wiedereinstieg“ Ressourceneinsatz: Wie viele Wiedereinsteigerinnen sollen in 2012 und in 2013 mit welchem Personal erreicht werden? (optional) Konzept zur Umsetzung des neuen Moduls „Kooperationen mit Hochschulen“ (optional) Konzept zur Qualifizierung in haushaltsnahe Dienstleistungen Vernetzung mit Schlüsselakteuren in der Region Öffentlichkeitsarbeit Zielformulierung und Arbeitsplan Ausgaben- und FinanzierungsplanDie Bewertung der Anträge erfolgt bis Anfang Februar 2012. Anschließend werdendie Bewerber/-innen über das Auswahlergebnis informiert. Die Anträge werden nachfolgenden Kriterien bewertet: Konzept zur Einbindung von haushaltsnahen Dienstleistungen Konzept zur Einbindung der Partner der Wiedereinsteigerinnen, insbesondere bezüglich des Themas „Zeit für den Wiedereinstieg“ Darstellung des regionalen Arbeitsmarktes Qualität des CoachingsVersion vom 05.12.2011 10 11.
 Kooperationspartner (fallbezogen und strukturbezogen) Beschreibung der Zielgruppe Optional: Konzept zur Einbindung von (Fach-) Hochschulen und zur Qualifizierung in haushaltsnahe DienstleistungenIn die Bewertung fließt darüber hinaus die Qualität der bisherigenProgrammumsetzung ein.5. ProgrammumsetzungDas Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) steuertdas ESF-Bundesprogramm „Perspektive Wiedereinstieg“. Die Bundesagentur fürArbeit finanziert die aus ihrer Sicht notwendigen Maßnahmen der aktiven Arbeits-förderung und trägt damit zur Kofinanzierung des Projekts bei. Das Institut fürArbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) wurde mit der wissenschaftlichenBegleitung der ersten Programmphase beauftragt. Über die zweite Programmphaseist noch nicht entschieden worden. Mit der Koordinierung und fördertechnischenUmsetzung des Programms hat das Bundesministerium für Familie, Senioren,Frauen und Jugend (BMFSFJ) die ESF-Regiestelle beauftragt.Der Kontakt zur Servicestelle „Perspektive Wiedereinstieg“ der ESF-Regiestelle kannaufgenommen werden über eine E-Mail an wiedereinstieg@esf-regiestelle.eu.Auf der Internetseite der ESF-Regiestelle www.esf-regiestelle.eu finden sich alleweiterführenden Informationen, Richtlinien, Merkblätter und Nebenbestimmungen.6. Aufgaben der Koordinierungsstelle „Perspektive Wiedereinstieg“Durch das Programm sollen weitere Potenziale vor Ort aktiviert werden. Daher ist esunabdingbar, dass die Träger neben den Agenturen für Arbeit, denGrundsicherungsstellen und den kommunalen Gleichstellungsbeauftragten mitweiteren Institutionen (Jugendamt, Amt für Wirtschaftsförderung etc.) undOrganisationen zusammenarbeiten.Einzubeziehen sind je nach örtlicher Konstellation Arbeitgeberverbände undGewerkschaften, Kammern und ggf. auch die Innungen. Hinzu kommenFrauenverbände und -initiativen, Beratungseinrichtungen und ggf. Berufsverbände.Die Kooperationsbeziehungen sollen so angelegt sein, dass sie auch nach derFörderung Bestand haben können.Vorgegeben ist die Weiterführung des Beirats bzw. der Steuerungsrunde zumProjekt. In diesem Gremium sind alle wichtigen Kooperationspartner vertreten. Siebegleiten die Aktivitäten des Projekts, stellen den Informationsaustausch sicher undtragen zur Nachhaltigkeit der entwickelten Lösungen bei.Die Öffentlichkeitsarbeit im Einzugsgebiet der Träger sollte mit geeignetenMaßnahmen gemeinsam mit der Agentur für Arbeit durchgeführt werden.Die ESF-Regiestelle führt regelmäßig Beratungstreffen durch. Sie dienen dem Erfah-rungsaustausch zwischen den Projekten. Die Teilnahme der Träger an diesenVersion vom 05.12.2011 11 12.
Veranstaltungen ist verbindlich. Darüber hinaus sind der ESF-Regiestelle regelmäßigdie notwendigen Monitoring-Daten zur Verfügung zu stellen.Zum Zweck der Evaluation ist der ESF-Regiestelle regelmäßig Auskunft zu erteilen,die entsprechenden Materialien sind zur Verfügung zu stellen.Version vom 05.12.2011 12 Empfohlen
Freundinnen auf jobsuche moenchengladbach - lokales - westdeutsche zeitung ...
Rheinische Post Sonja Liebsch und Nives Mestrovic Muttertier @n Rabenmutter I...
Teil 4 – nicht berufstätige frauen sind die besseren mütter!
Teil 3 – nicht berufstätige frauen sind die besseren mütter!
Teil 2 – nicht berufstätige frauen sind die besseren mütter!
Teil 1 – nicht berufstätige frauen sind die besseren mütter!