Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=III%20ZR%2092/81
Timestamp: 2020-02-28 00:57:08
Document Index: 295796400

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 174', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 174', 'BGH', '§ 174', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 174', '§ 174', 'BGH']

BGH, 25.11.1982 - III ZR 92/81 - dejure.org
https://dejure.org/1982,735
BGH, 25.11.1982 - III ZR 92/81 (https://dejure.org/1982,735)
BGH, Entscheidung vom 25.11.1982 - III ZR 92/81 (https://dejure.org/1982,735)
BGH, Entscheidung vom 25. November 1982 - III ZR 92/81 (https://dejure.org/1982,735)
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Übernahme von Darlehensverbindlichkeiten bei Grundstückserwerb - Zinsaufschlag in Formulardarlehensvertrag - Qualifizierung als Vertragsstrafenregelung - Verzugszinsenpauschalierung - Darlehenskündigung durch Bevollmächtigten - Qualifizierte Mahnung - Verwirkung
Wirksamkeit einer Verzugszinspauschalierung in Formulardarlehensvertrag
NJW 1983, 1542
ZIP 1983, 36
Für solche Handlungen ist die analoge Anwendung des § 174 BGB grundsätzlich geboten (vgl. schon BGH 25. November 1982 - III ZR 92/81 - zu II 2 der Gründe, MDR 1983, 381) .
Wegen dieser Ähnlichkeit gelten die allgemeinen Vorschriften über Willenserklärungen für sie grundsätzlich zumindest in entsprechender Anwendung (vgl. dazu BGHZ 7, 352, 357; BGH, Urt. v. 25.11.1982 - III ZR 92/81, NJW 1983, 1542; BGHZ 106, 163, 166).
Eine Schadenspauschalabrede liegt hingegen vor, wenn sie der vereinfachenden Durchsetzung eines als bestehend vorausgesetzten Schadensersatzanspruches dienen soll und sich die Höhe des pauschalierten Ersatzes an dem geschätzten Ausmaß des typischerweise entstehenden Schadens orientiert (BGH NJW 1983, 1542 ; BGHZ 49, 84).
Für solche Handlungen ist die analoge Anwendung des § 174 BGB grundsätzlich geboten (vgl. schon BGH 25. November 1982 - III ZR 92/81 - zu II 2 der Gründe, MDR 1983, 381; Soergel/Leptien 13. Aufl. § 174 Rn. 7) .
Wesentliches Kennzeichen einer Vertragsstrafe ist, daß sie die Erfüllung der Hauptforderung durch einen möglichst wirksamen Druck auf den Vertragsgegner absichern soll (BGHZ 49, 84, 89; BGH, NJW 1983, 1542 ).
Hier spricht alles dafür, daß die Regelung in erster Linie nicht die Erfüllung der vertraglich geschuldeten Leistung sichern und auf den Vertragspartner einen möglichst wirkungsvollen Druck zur Zahlung ausüben, sondern eher eine zusätzliche vertragliche Leistung begründen oder der vereinfachten Durchsetzung eines als bestehend vorausgesetzten Schadenersatzes dienen soll (vgl. BGH, Urteile vom 8. Oktober 1969 - VIII ZR 20/68 - NJW 1970, 31, 32 [BGH 08.10.1969 - VIII ZR 20/68]; vom 25. November 1982 - III ZR 92/81 - NJW 1983, 15, 42 je m.w.N.).
§ 174 BGB gilt für alle einseitigen empfangsbedürftigen Willenserklärungen und ist auch auf geschäftsähnliche Handlungen, so auch auf Mahnungen grundsätzlich entsprechend anzuwenden (…Palandt/Heinrichs, BGB, 67. Auflage, § 174, Rdnr.2; BGH, NJW 1983, 1542).
OLG München, 06.04.2005 - 7 U 1573/05
OLG Frankfurt, 15.04.1985 - 20 REMiet 4/85
Fortgeschriebener Mietspiegel; Begründung des Mieterhöhungsverlangens; …