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Timestamp: 2016-10-21 23:57:52
Document Index: 383747216

Matched Legal Cases: ['Art. 95', 'Art. 97', 'Art. 105', 'Art. 97', 'Art. 105', 'Art. 106', 'Art. 109', 'Art. 6', 'Art. 29', 'Art. 19', 'Art. 19', 'BGE', 'Art. 43', 'Art. 61', 'Art. 6', 'Art. 97', 'Art. 95', 'BGE', 'Art. 6', 'BGE', 'BGE', 'Art. 6', 'Art. 42', 'Art. 108', 'Art. 6', 'Art. 45', 'Art. 61', 'BGE', 'Art. 109', 'Art. 102', 'Art. 109', 'Art. 66']

8C_708/2012 (16.04.2013)
Unfallversicherung (Arbeitsunf�higkeit;
Invalidenrente; Integrit�tsentsch�digung),
Der 1981 geborene J.________ war seit dem 1. Juli 2001 als Facharbeiter bei der Q.________ AG angestellt und damit bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch versichert. Am 8. Mai 2007 zog er sich bei Arbeiten mit dem Hochdruckreinigungsger�t ein Hochdruckinjektionstrauma palmarseitig am Thenar rechts zu, welches im Spital X.________, Departement Chirurgie, Klinik f�r Wiederherstellungschirurgie, operativ behandelt wurde. Die SUVA erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung und Taggeld). Nach medizinischen Abkl�rungen sprach sie dem Versicherten mit Verf�gung vom 11. Mai 2010 mit Wirkung ab 1. Februar 2010 eine Invalidenrente bei einer Erwerbsunf�higkeit von 24 Prozent und eine Integrit�tsentsch�digung bei einer Integrit�tseinbusse von 5 Prozent zu. Die dagegen erhobene Einsprache wies sie mit Einspracheentscheid vom 15. Oktober 2010 ab.
Die von J.________ hiegegen erhobene Beschwerde wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich mit Entscheid vom 12. Juli 2012 ab.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten l�sst J.________ die Aufhebung von Dispositiv-Ziffer 1 und 2 des kantonalen Entscheids und die Zusprechung einer Rente basierend auf einem Invalidit�tsgrad von 100 Prozent und einer Integrit�tsentsch�digung von mindestens 80 Prozent beantragen. Zudem habe ihm die SUVA die Kosten des Gutachtens des Dr. med. B.________ zu ersetzen. Eventualiter sei die Sache zur Erstellung eines Gutachtens und zur Erprobung der Erwerbsf�higkeit an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Zudem ersucht J.________ um unentgeltliche Rechtspflege f�r das bundesgerichtliche Verfahren.
Mit Verf�gung vom 30. Januar 2013 hat das Bundesgericht das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege mangels Nachweis der prozessualen Bed�rftigkeit abgewiesen. Ein von J.________ gestelltes Wiedererw�gungsgesuch wies das Bundesgericht mit Verf�gung vom 14. Februar 2013 zufolge Aussichtslosigkeit der Beschwerde ab.
Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann wegen Rechtsverletzung gem�ss Art. 95 f. BGG erhoben werden. Im Beschwerdefahren um die Zusprechung oder Verweigerung von Geldleistungen der Milit�r- oder Unfallversicherung ist das Bundesgericht - anders als in den �brigen Sozialversicherungsbereichen (Art. 97 Abs. 1, Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG) - nicht an die vorinstanzliche Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gebunden (Art. 97 Abs. 2 und Art. 105 Abs. 3 BGG). Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG).
Die f�r die Beurteilung der Streitsache massgeblichen Rechtsgrundlagen wurden im angefochtenen Entscheid zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen (Art. 109 Abs. 3 Satz 2 BGG).
Streitig und zu pr�fen ist, ob der Beschwerdef�hrer f�r die Folgen des Unfalls vom 8. Mai 2007 Anspruch auf eine h�here Invalidenrente der Unfallversicherung hat.
3.1 Das kantonale Gericht ging davon aus, der Beschwerdef�hrer leide unbestrittenermassen an auf das beim Unfall vom 8. Mai 2007 erlittene Hochdruckinjektionstrauma zur�ckzuf�hrenden Beschwerden an der rechten Hand. Gem�ss den medizinischen Unterlagen habe ab Ende Januar von weiteren Behandlungsmassnahmen keine wesentliche Besserung mehr erwartet werden k�nnen, weshalb die SUVA den Fall zu Recht (unter Einstellung der vor�bergehenden Leistungen und gleichzeitiger Pr�fung des Anspruchs auf Invalidenrente und Integrit�tsentsch�digung) auf diesen Zeitpunkt hin abgeschlossen habe. Das Sozialversicherungsgericht hat daher den streitigen Anspruch auf eine h�here Invalidenrente gepr�ft. Bez�glich der verbleibenden Unfallfolgen und deren Auswirkungen auf die Arbeitsf�higkeit gelangte dieses in einl�sslicher und sorgf�ltiger W�rdigung der medizinischen Aktenlage, namentlich gest�tzt auf die Beurteilungen des Kreisarztes der SUVA, Dr. med. W.________, vom 21. Februar 2008 und 4. M�rz 2009, der �rzte des Spitals X.________, Departement Chirurgie, Klinik f�r Wiederherstellungschirurgie, vom 18. Juli 2008, des Dr. med. D.________, Facharzt FMH f�r Allgemeine Medizin, vom 29. Mai 2009 und 10. August 2009 sowie der Dres. med. V.________, Facharzt FMH f�r Chirurgie, und S.________, Fach�rztin FMH f�r Neurologie, beide SUVA Versicherungsmedizin, vom 19. November 2009, zum Ergebnis, dem Versicherten sei die angestammte T�tigkeit als Kanalreiniger nicht mehr zumutbar; einer leidensangepassten T�tigkeit k�nne er hingegen vollzeitlich mit voller Leistungsf�higkeit nachgehen. Das kantonale Gericht hat des Weitern mit einl�sslicher Begr�ndung dargelegt, weshalb der von den �brigen medizinischen Beurteilungen abweichenden Diagnose eines komplexen regionalen Schmerzsyndroms (CRPS) gem�ss Privatgutachten des Dr. med. B.________ vom 19. Januar 2009 und dessen Bericht vom 26. Februar 2010 und seiner ebenfalls von keinem andern mit dem Versicherten befassten Mediziner geteilten Einsch�tzung einer lediglich 60 prozentigen Arbeitsf�higkeit in einer Verweist�tigkeit zufolge vermehrten Pausenbedarfs nicht gefolgt werden kann. Eine Gesamtw�rdigung der relevanten medizinischen Unterlagen f�hrte die Vorinstanz zum Schluss, dass die vom Versicherten aufgelegte Beurteilung des Dr. med. B.________ nicht geeignet ist, Zweifel an der Zuverl�ssigkeit und Schl�ssigkeit der Feststellungen der versicherungsinternen Mediziner zu wecken. Von einer Einvernahme des Dr. med. B.________ als Zeugen und weiteren medizinischen Abkl�rungen sah die Vorinstanz ab, da davon keine neuen Erkenntnisse zu erwarten seien.
3.2 Der Beschwerdef�hrer macht eine Rechtsverweigerung (Art. 6 EMRK) und Verletzung von Art. 29 Abs. 1 BV geltend, weil das kantonale Gericht in den Erw�gungen des angefochtenen Entscheids nicht auf seinen Einwand eingegangen sei, die SUVA habe den Fall verfr�ht abgeschlossen, ohne im Sinne von Art. 19 UVG die Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abzuwarten. Das kantonale Gericht hat den Fallabschluss der SUVA auf den 31. Januar 2010 unter Hinweis auf die medizinischen Unterlagen ausdr�cklich best�tigt, da im besagten Zeitpunkt von einer Fortf�hrung der �rztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes des Versicherten mehr zu erwarten gewesen sei. Aus der vorinstanzlichen Sachverhaltszusammenfassung ergibt sich zudem, dass zu jenem Zeitpunkt keine Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung mehr zur Diskussion standen. Etwas anderes wird denn auch vom Beschwerdef�hrer nicht geltend gemacht. Die vorinstanzliche Beurteilung entspricht den Grunds�tzen zum Fallabschluss (Art. 19 Abs. 1 UVG; BGE 134 V 109) und ist daher nicht zu beanstanden. Von der beantragten R�ckweisung der Sache an die SUVA zwecks vorg�ngiger Durchf�hrung einer Erprobung der Eingliederungsf�higkeit kann daher abgesehen werden.
3.3 Der Beschwerdef�hrer r�gt weiter eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 und Art. 61 lit. c ATSG) und des Beschleunigungsgebotes (Art. 6 EMRK), weil das kantonale Gericht trotz sich widersprechender Arztberichte davon abgesehen habe, ein gerichtliches Gutachten in Auftrag zu geben. Mangels medizinischer Kenntnisse sei dieses gar nicht in der Lage gewesen, den Sachverhalt inhaltlich zu w�rdigen und die Beurteilung des Dr. med. B.________ zu widerlegen. Bei der W�rdigung von sich widersprechenden �rztlichen Berichten und Gutachten ist nicht allein die Diagnose massgebend, sondern unter welchen Beschwerden die versicherte Person leidet, ob diese objektiviert werden k�nnen und welche T�tigkeiten die versicherte Person trotz ihrer gesundheitlichen Einschr�nkungen noch zumutbar sind. Dar�ber geben die f�r medizinische Laien durchaus verst�ndlich abgefassten medizinischen Unterlagen und Schlussfolgerungen umfassend Aufschluss.
3.4 Der Beschwerdef�hrer erhebt keine R�gen, welche die vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen zum Gesundheitszustand und zur Arbeitsf�higkeit als unrichtig oder unvollst�ndig (Art. 97 Abs. 2 BGG) oder den angefochtenen Entscheid als rechtsfehlerhaft nach Art. 95 BGG erscheinen lassen. Entgegen der von ihm vertretenen Auffassung trifft es insbesondere nicht zu, dass die �rzte des Spitals X.________ f�r Verweisungst�tigkeiten von einer Arbeitsf�higkeit von lediglich 50 Prozent ausgingen. Vielmehr attestierten diese laut Bericht zuhanden der IV-Stelle vom 18. Juli 2008 f�r eine adaptierte (nicht-handwerkliche) T�tigkeit eine unbeschr�nkte Arbeitsf�higkeit. Zudem h�lt auch Dr. med. B.________ in seiner Stellungnahme zur Beurteilung der SUVA-�rzte vom 26. Februar 2010 nicht mehr am urspr�nglich postulierten Pausenbedarf von 40 Prozent einer Vollzeitbesch�ftigung, sondern lediglich noch am Erfordernis einer die rechte Hand nicht belastenden ganzt�gigen T�tigkeit fest (je weniger Belastung, um so weniger Pausen). Die Feststellungen der Vorinstanz sind daher nicht bundesrechtswidrig. Von weiteren medizinischen Abkl�rungen ist abzusehen, da hievon keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind (antizipierte Beweisw�rdigung: BGE 137 V 64 E. 5.2 S. 69).
3.5 Soweit der Beschwerdef�hrer eine Verletzung des Grundsatzes des fairen Verfahrens und der Waffengleichheit (Art. 6 EMRK) r�gt, wird auf die Erw�gungen in BGE 135 V 465 verwiesen, in welchem praktisch identische R�gen seines Rechtsvertreters zu beurteilen waren.
In erwerblicher Hinsicht ist das von der SUVA ermittelte und von der Vorinstanz �bernommene Valideneinkommen des Versicherten von Fr. 70'850.- unbestritten, weshalb es damit sein Bewenden hat.
Bez�glich des anhand der Dokumentation von Arbeitspl�tzen (DAP) der SUVA ermittelten Invalideneinkommens von Fr. 53'583.- r�gt der Beschwerdef�hrer, wie bereits im vorinstanzlichen Verfahren, eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs, weil ihm die verwendeten DAP-Bl�tter nicht zugestellt worden seien. Das Akteneinsichtsrecht wird grunds�tzlich nur auf entsprechendes Gesuch hin gew�hrt (Urteil 1C_482/2010 vom 14. April 2011 E. 3.1 mit Hinweisen). Ein Gesuch um Akteneinsicht wurde im vorinstanzlichen Verfahren nicht gestellt, obwohl dem Beschwerdef�hrer dies ohne weiteres m�glich gewesen w�re, falls sich die DAP-Bl�tter tats�chlich nicht bei den von der SUVA am 18. Februar 2010 und am 28. Juni 2010 dem Rechtsvertreter zugestellten Aktenkopien befanden. Nicht stichhaltig ist auch der Einwand, im Rahmen der Ermittlung des Invalideneinkommens nach den DAP-Bl�ttern sei nicht nachgewiesen, dass dem Versicherten Stellen mit entsprechendem Profil auf dem Arbeitsmarkt offen st�nden. Denn es ist unbeachtlich, ob der Arbeitsplatz frei oder besetzt ist, weil die Invalidit�tsbemessung auf der Fiktion eines ausgeglichenen Arbeitsmarktes beruht (BGE 129 V 472 E. 4.2.2. S. 480).
Das kantonale Gericht hat daher zu Recht den auf die DAP-Bl�tter gest�tzten Einkommensvergleich der SUVA best�tigt und dem Beschwerdef�hrer eine Rente entsprechend einem Invalidit�tsgrad von 24 Prozent zugesprochen.
5.1 Entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers hat die Vorinstanz den Anspruch auf eine Integrit�tsentsch�digung im angefochtenen Entscheid gepr�ft und in W�rdigung der medizinischen Unterlagen aufgrund einer Integrit�tseinbusse von 5 Prozent best�tigt. Von einer Rechtsverweigerung (Art. 6 EMRK) kann daher keine Rede sein.
5.2 Der Beschwerdef�hrer beantragt zwar die Zusprechung einer h�heren Integrit�tsentsch�digung, ohne dies indessen im Sinne von Art. 42 Abs. 2 BGG n�her zu begr�nden. Auf die Beschwerde kann daher insoweit nicht eingetreten werden (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG).
Der Beschwerdef�hrer r�gt �berdies eine Verletzung von Art. 6 EMRK und von Art. 45 ATSG, weil das kantonale Gericht eine �bernahme der Kosten der Beurteilung des Dr. med. B.________ durch die SUVA abgelehnt hat. Expertenkosten sind nur dann Bestandteil der Parteientsch�digung nach Art. 61 lit. g ATSG (SVR 2011 IV Nr. 13 S. 35 f., E. 2; BGE 115 V 62 f.), sofern die betreffende Beurteilung f�r die Interessenwahrung notwendig war, weil sich der medizinische Sachverhalt erst aufgrund dieser neu beigebrachten Untersuchungsergebnisse schl�ssig feststellen l�sst, und soweit die Vorinstanz massgeblich darauf abgestellt hat (Urteil 9C_819/2010 vom 29. Oktober 2010 E. 7). Im vorliegenden Fall sind diese Voraussetzungen nach den zutreffenden Feststellungen der Vorinstanz nicht erf�llt.
7.1 Die offensichtlich unbegr�ndete Beschwerde wird im vereinfachten Verfahren nach Art. 109 Abs. 2 lit. a BGG - ohne Durchf�hrung eines Schriftenwechsels, mit summarischer Begr�ndung und unter Verweis auf den kantonalen Entscheid (Art. 102 Abs. 1 und Art. 109 Abs. 3 BGG) - abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
7.2 Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die Gerichtskosten dem Beschwerdef�hrer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).