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Timestamp: 2018-06-23 19:52:32
Document Index: 246726740

Matched Legal Cases: ['§13', '§12', '§ 40', '§13', '§25', '§ 29', '§ 8', '§ 13', '§ 25']

Doppelpass tritt in Kraft ( Einbürgerung De.) Ausländerrecht Forum 123recht.net
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Doppelpass tritt in Kraft ( Einbürgerung De.)
3.1.2015 Thema abonnieren Zum Thema: Einbürgerung
Frage vom 3.1.2015 | 21:25
Frischling (18 Beiträge, 19x hilfreich)
Wie ihr wahrscheinlich alle mitbekommen habt, ist das Gesetz zum Doppelpass nun in Kraft getreten.
Darauf bezieht sich meine Frage und zwar wüsste ich gerne wie ich die Sache angehen soll.
Bin 90 geboren derzeit nur türkischer Staatsbürger, war aber Optionsdeutscher und habe letztens Jahr zu meinem 23 die deutsche abgeben.
Wie gehe ich die Sache jetzt an, einfach ins Rathaus und die deutsche beantragen ?
Wenn ja kommen kosten auf mich zu, da es hieß rückwirkend sollen, die die optionsdeutsch waren und es nicht mehr sind kostenlos eingebürgert werden.
Ausserdem wüsste ich auch gerne wie die Lage aussieht wenn ich jetzt beide Pässe habe und verreisen möchte beispielsweise in die Türkei.
Da würde der Perso allein schon reichen, muss dennoch immer ein gültiger türkische Pass vorhanden sein oder lediglich das Nufüz ?
Nicht genau ihre Frage? Wir haben 232 weitere Fragen zum Thema
Antwort vom 4.1.2015 | 03:48
Für Dich ändert sich überhaupt nichts.
Wenn Du die deutsche Staatangehörigkeit haben willst, musst Du die türkische abgeben.
Gesetze gelten immer nur vom Zeitpunkt ihrer Verkündigung an, nie rückwirkend.
Wenn ja kommen kosten auf mich zu...
Nach meiner Kenntnis kostet die Einbürgerung derzeit 255 €uro.
Doppelstaater müssen, bei Ein- und Ausreisen in den Staat, dessen Staatsangehörigkeit sie besitzen, immer den entsprechenden Pass benutzen.
Antwort vom 4.1.2015 | 11:31
Wenn man Doppelstaatler ist (deutsch/tuerkisch), dann reicht natuerlich ein dt. Personalausweis aus, um nach Deutschland einzureisen. Die deutschen Grenzbehoerden verlangen dann bestimmt keinen Pass.
Antwort vom 4.1.2015 | 19:31
Für Dich ändert sich überhaupt nichts.Wenn Du die deutsche Staatangehörigkeit haben willst, musst Du die türkische abgeben.
Es gilt doch für diejenige, die ab 90 geboren sind sprich ich bin mit einbezogen.
>Doppelstaater müssen, bei Ein- und Ausreisen in den Staat, dessen Staatsangehörigkeit sie besitzen, immer den entsprechenden Pass benutzen.
Sprich wenn ich in die Türkei einreise müsste ich einen türkischen Pass haben sonst nicht, nehmen wir an ich reise nach Italien da wird ein Personalausweis angenommen, da müsste ich keinen türkischen Pass vorzeigen. Die Sache ist die der türkische Pass ist etwas kostspielig (ca 300) und eben nicht so günstig wie der deutsche Pass.
Die Frage wäre dann aber auch ob nur die Karte (Aufenthalstitel) ausgestellt werden kann, der ist nämlich solange gültig wie der Pass.
Antwort vom 4.1.2015 | 21:19
Die Gesetzesänderung gilt für Deutsche, die ab 2000 geboren sind. Du bist kein Deutscher (mehr) und fällst damit nicht unter diese Regelung. Dein Weg, wieder Deutscher zu werden, führt nur über die erleichterte Wiedereinbürgerung nach §13 StAG und ist damit verbunden, die türkische Staatsangehörigkeit wieder aufgeben zu müssen, wenn keine Gründe nach §12 StAG vorliegen, die eine Beibehaltung rechtfertigen.
Antwort vom 4.1.2015 | 23:22
Dann schau dir doch bitte diese Seite an "https://einleben-zweipaesse.de/faq"
Da steht nämlich "Auch diejenigen, die zwischen 1990 und 2000 in Deutschland geboren wurden und auf Antrag im Jahr 2000 nach der Übergangsregelung (§ 40b StAG) eingebürgert wurden, können zwei Pässe haben, wenn sie in Deutschland aufgewachsen sind oder als weitere Staatsangehörigkeit die eines EU-Mitgliedstaates oder der Schweiz besitzen.
Antwort vom 4.1.2015 | 23:41
Du bist aber nicht eingebürgert, sonst wärst du deutscher Staatsbürger. Es gilt also wieder: Dies Regelung trifft auf dich nicht zu.
Die Antwort auf deine Frage steht aber auch in den FAQ
Wenn du dich in Folge der Optionspflicht für die deutsche oder ausländische Staatsangehörigkeit entschieden und bereits eine der beiden Staatsangehörigkeiten aufgegeben hast, solltest du dich an die zuständige örtliche Einbürgerungsbehörde wenden. Dort erfährst du, ob und wie du die jeweils aufgegebene Staatsangehörigkeit wiedererlangen kannst.
Und die werden dich auf die oben beschriebene Wiedereinbürgerung wie oben beschrieben verweisen. Also mit Verlust der türkischen Staatsbürgerschaft.
Antwort vom 5.1.2015 | 00:32
Ich bin Optionsdeutscher gewesen, dh. sowohl deutscher als auch türkischer Staatsbürger bis zu meinem 23. Lebensjahr. Und das Gesetz schließt das mit ein. Entscheiden musste ich wie gesagt bis zu meinem 23 Lebensjahr.
> Du bist aber nicht eingebürgert, sonst wärst du deutscher Staatsbürger. Es gilt also wieder: Dies Regelung trifft auf dich nicht zu.
Wieso bin ich nicht eingebürgert, wenn das was ich oben geschrieben habe gilt ?!
Deutsch bin ich wie gesagt auch nur deshalb nicht mehr, weil die "Optionsdeutschen" wie es so schön hieß sich entscheiden mussten bis zum 23. Lebensjahr.
Antwort vom 5.1.2015 | 01:39
Ja, du warst Deutscher. Jetzt bist du es aber nicht mehr. Von einem eingewanderten Türken unterscheidet dich daher nur noch, dass für dich die erleichterte Einbürgerung in Frage kommt, weil du einmal Deutscher warst. Und für jemanden, der sich einbürgern lässt, gilt nunmal, dass er bis auf Ausnahmen die bestehende Staatsbürgerschaft abgeben muss!
Ist das denn so schwer zu verstehen? Du hattest deine Wahl, du wolltest türkischer Staatsbürger sein, also lebe mit den Konsequenzen und akzeptiere die Regeln.
Antwort vom 6.1.2015 | 17:33
Da steht doch nicht umsonst für die die ab 90 geboren sind.
Habe auch nochmal einen Anwalt kontaktiert und diese Antwort erhalten :
"Sehr geehrte Frau Duruöz,
vielen Dank für Ihre Anfrage. Sie können trotz Ihrer getroffenen Entscheidung nachträglich noch für die doppelte Staatsangehörigkeit entscheiden. Wie die deutsche Behörde es nun mit der Verwaltungsgebühr handhabt, wissen wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht, weil es noch keinen vergleichbaren Fall gegeben hatte.
Bitte kontaktieren Sie direkt die zuständige Behörde.
Antwort vom 6.1.2015 | 18:15
Meine Güte, das ist eine von mehrere Bedingungen!
Krieg es endlich in deinen Kopf, dass das nur für die gilt, die alle Bedingungen erfüllen und noch nicht gewählt haben! Du hast aber schon gwählt und bist auch kein Deutscher. Du hast nichts von der Gesetzesänderung!
Wenn das wirklich ein Anwalt gewesen sein soll, dann hast du hoffentlich nichts dafür bezahlt.
Denn richtig wäre immernoch, dass es für dich die Ermessenseinbürgerung nach §13 StAG gibt. Da hat sich nichts daran geändert und der Regelfall ist, dass die bestehende Staatsbürgerschaft zurückgegeben werden muss. Auch da gibt es schon immer die Ausnahmeregelung des §25 Abs 2 StAG. Wenn du vorher eine Genehmigung bekommst, darfst du die türkische Staatsangehörigkeit trotzdem behalten.
Das steht auch so in der Begründung zur Gesetzesänderung.
Und bevor du das auch nicht verstehst: Das sind Ermessensentscheidungen und "ermessen" heisst, das kann so gemacht werden, du hast aber keinen Rechtsanspruch darauf.
Den Belangen der Optionspflichtigen, die bereits die deutsche Staatsangehörigkeit verloren oder ihre andere Staatsangehörigkeit zugunsten der deutschen aufge geben haben und die Voraussetzungen des Absatzes 1a erfüllen, kann im Rahmen der geltenden Regelungen Rechnung getragen werden. Im Falle des Verlusts der deutschen Staatsangehörigkeit nach § 29 Absatz 2 oder 3 in der bisherigen Fassung können die für den Vollzug des Staatsangehörigkeitsrechts im Inland zus tändigen Länder im Rahmen der Ermessensnorm des § 8 und das für Auslandsfälle zuständige Bundesverwaltungsamt im Rahmen des § 13 eine Wiedereinbürgerung unter Hinnahme von Mehrstaatigkeit vornehmen. Sofern Optionspflichtige ihre ausländische Staatsangehörigkeit aufgegeben haben, kann ihnen vor einem beabsichtigten Wiedererwerb der ausländischen Staatsangehörigkeit für den Fortbestand der deutschen Staatsangehörigkeit nach § 25 Absatz 2 auf Antrag eine Beibehaltungsgenehmigung erteilt werden. In diesen Fällen kann aus Gründen der Billigkeit oder des öffentlichen Interesses Gebührenbefreiung gewährt werden.
Antwort vom 14.1.2015 | 10:26
Die Sachbearbeiterin im Regirungspräsidium hat mir soeben am Telefon zugesichert dass ich beide Pässe haben kann und jetzt auch schon einen Antrag stellen könnte.
Soll mich aber Anfang Februar erneut melden, dann weiss sie nämlich auch ob es kostenfrei geschieht die Einbürgerung oder eben nicht.
Es wäre auch eine vereinfachte Einbürgerung sprich ohne Überprüfung des Einkommens etc.
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