Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=LSG%20Bayern&Datum=03.02.2017&Aktenzeichen=L%205%20KR%20471/15
Timestamp: 2019-10-14 00:06:36
Document Index: 358848118

Matched Legal Cases: ['§ 13', '§ 33', '§ 45', '§ 96', '§ 13', '§ 33', '§ 54', '§ 79', '§ 13', '§ 55', '§ 54', '§ 54', '§ 153']

LSG Bayern, 03.02.2017 - L 5 KR 471/15 - dejure.org
https://dejure.org/2017,9298
LSG Bayern, 03.02.2017 - L 5 KR 471/15 (https://dejure.org/2017,9298)
LSG Bayern, Entscheidung vom 03.02.2017 - L 5 KR 471/15 (https://dejure.org/2017,9298)
LSG Bayern, Entscheidung vom 03. Februar 2017 - L 5 KR 471/15 (https://dejure.org/2017,9298)
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SGB V § 13 Abs. 3a, § 33; SGB X § 45; SGG § 96 Abs. 1
Krankenversicherung; Elektrorollstuhl als Sachleistung; Genehmigungsfiktion eines Verwaltungsakts; Fiktionsfähiger Antrag; Anspruch auf Versorgung mit einem Elektrorollstuhl als Hilfsmittel der gesetzlichen Krankenversicherung; Begründung eines Sachleistungsanspruchs ...
SGB V § 13 Abs. 3a S. 6; SGB X § 33 Abs. 1
Genehmigungsfiktion; Kostenerstattung; medizinische Hilfsmittel; Genehmigungsfiktion; Kostenerstattungsanspruch; Sachleistungsanspruch; Krankenkasse
Anspruch auf Versorgung mit einem Elektrorollstuhl als Hilfsmittel der gesetzlichen Krankenversicherung
Zutreffend ist dieses Begehren mit einer Anfechtungsklage gem. § 54 Abs. 1 SGG kombiniert im Hinblick auf den Ablehnungsbescheid vom 30.12.2014 in der Gestalt des Widerspruchsbescheides vom 30.07.2015 sowie des Rücknahmebescheids vom 11.08.2016 (Bayerisches Landessozialgericht, Urteil vom 31. Januar 2017 - L 5 KR 471/15 -, Rn. 21, juris).
e) Auch ein Vergleich mit entsprechenden prozessualen Konstellationen im Anwendungsbereich der Verwaltungsgerichtsordnung bestätigt dieses Ergebnis (…vgl. hierzu Schoch/Schneider/Bier/Pietzcker VwGO § 79 Rn. 7; Bayerisches Landessozialgericht, Urteil vom 31. Januar 2017 - L 5 KR 471/15 -, Rn. 27, juris).
Der Senat kann dahinstehen lassen, ob in Fällen, in denen sich der geltend gemachte Anspruch aus einer Genehmigungsfiktion (hier § 13 Abs. 3a SGB V) ergeben kann, dies grundsätzlich mittels Feststellungsklage (§ 55 Abs. 1 Nr. 1 SGG; siehe hierzu LSG Niedersachsen…, Urteil vom 28.03.2017 - L 4 KR 22/16, juris Rn. 20) oder echter Leistungsklage (§ 54 Abs. 5 SGG; vgl. Bayerisches LSG, Urteil vom 31.01.2017 - L 5 KR 471/15, juris Rn. 21) oder zumindest, wenn wie hier über den Anspruch ein ablehnender Verwaltungsakt ergangen ist, aus Rechtsscheinsgründen (vgl. Odentha, GewArch 2016, 401, 405) oder wegen der Verschaffung eines vollstreckbaren Titels (vgl. LSG NRW…, Urteil vom 06.02.2017 - L 1 KR 680/15, juris Rn. 25) die kombinierte Anfechtungs- und Leistungsklage (§ 54 Abs. 1 und 4 SGG) die richtige Klageart ist.
Zunächst ist der Senat nicht gehindert, hierüber im Rahmen des anhängigen Berufungsverfahrens als 1. Instanz zu entscheiden, denn der Bescheid vom 28.12.2016 ist entsprechend §§ 153 Abs. 1, 96 SGG Gegenstand dieses Verfahrens geworden (so auch LSG München, Urteil vom 3.2.2017, L 5 KR 471/15, Rn. 24, …und Urteil vom 28.6.2016 aaO., Rn.28 ff - allerdings ohne jegliche Begründung, SG München…, Urteil vom 16.6.2016, S 7 KR 409/15, Rn. 24; aA.: SG Speyer…, Urteil vom 21.12.2016, S 16 KR 573/15, Rn. 25).