Source: http://ht4u.net/news/25469_bgh_nimmt_kunden_des_online-bankings_verstaerkt_in_anspruch/
Timestamp: 2013-05-22 07:05:56
Document Index: 69138909

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH nimmt Kunden des Online-Bankings verst�rkt in Anspruch - Nachrichten bei HT4U.net
BGH nimmt Kunden des Online-Bankings verst�rkt in Anspruch
Internet | 25.04.2012, 07:42
Bereits in der Vergangenheit gab es diverse Urteile zu dem Thema, wann ein Opfer für Schäden durch Phishing und andere Betrugsmethoden im Internet selber, zumindest teilweise, haften muss. Nun hat der Bundesgerichtshof (BGH) ein Urteil gesprochen und damit klare Grenzen gezogen, wodurch die Kunden zu deutlicher Vorsicht gezwungen sind. Im Fall des BGHs hatte der Kläger seine Bank auf Schadensersatz verklagt, da diese eine �berweisung über 5.000 Euro ausgeführt hatte, welcher der Kläger allerdings nicht angewiesen hatte. Vorausgegangen war einige Wochen zuvor eine Situation, bei welcher der Kunde, nach Aufforderung der Online-Banking-Seite der Beklagten, mehrere Transaktionsnummern (TAN) angegeben hatte. Dabei handelte es sich allerdings um einen Betrug, welcher durch einen Pharming-Angriff erfolgte. Der BGH betonte in dem Urteil, welches noch nicht in niedergeschrieben ist, dass der Kläger die für den Verkehr erforderliche Sorgfalt au�er acht gelassen hatte und sich daher gegenüber der Bank schadensersatzpflichtig gemacht hat. Begründet wird dies mit der Tatsache, dass der Kläger, trotz des ausdrücklichen Warnhinweises er Bank, beim Log-In-Verfahren gleich zehn TANs angegeben hatte. Ein Mitverschulden der Bank wurde unterdessen bereits von Berufungsgericht verneint und auch vom BGH abgelehnt. So arbeitete die Bank zum besagten Zeitpunkt mit dem neusten Stand der Technik und hatte durch den Warnhinweis auch deutlich darauf hingewiesen, dass man niemals mehrere TANs abfragen werde. Die Frage nach der Höhe der �berweisung bleibt indes unbeachtlich, da die Kreditinstitute keine Schutzpflicht haben, eine �berziehung der Konten ihrer Kunden zu vermeiden. Zudem bestand auch keine Sondervereinbarung. Zusätzlich zum eigentlich Fall hatte der Kläger auch noch etwas Pech, denn der Betrug und die darauf folgende �berweisung fanden Anfang 2009 statt. Seit dem 31. Oktober des Jahres 2009 ist die Haftung des Kunden bei missbräuchlicher Nutzung eines Zahlungsauthentifizierungsinstruments auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit beschränkt gemä� � 657v Absatz 2 BGB. Hätte sich der Fall danach ereignet hätte das Gericht darüber entscheiden müssen, ob es sich im vorliegenden Fall bereits um grobe Fahrlässigkeit handelt. Unabhängig von dieser Frage zeigt sich jedoch erneut, dass viele Anwender immer noch sehr unsicher im Umgang mit dem Internet sind. Insbesondere in den wichtigen Fällen, wo es im Zahlungen und Bankgeschäfte geht, weisen viele Nutzer weiterhin mangelnde Kenntnisse auf. Dabei sollte jeder Anwender vor der Nutzung der Zahlungsmethoden im Internet genau prüfen, wie diese funktionieren und welche Anforderungen gestellt werden. Zudem sollten die genutzten Computersysteme auf dem aktuellen Stand sein, sowohl im Bezug auf auf die Updates des Betriebssystem, als auch im Bezug auf Anti-Viren-Software und etwaiger Firewalls.[dk]Diese Nachricht kommentieren
Google Drive geht an den Start	Cooler Master erweitert die HAF-Reihe
Stichworte zur Meldung: Betrug Pharming Fehler Tan �berweisung Schadesnersatz Urteil Bank Onlinebanking Bgh Phishing Pflicht Amazon.de Widgets
Aktuelle NachrichtenDas erste Smartphone mit Sailfish OS wird vorgestelltXbox One: Das All-In-One Entertaiment SystemWhatsApp wird in Deutschland immer beliebterYahoo kauft Blogging-Plattform TumblrUS-Abgeordnete stellen Fragen zur Privatsph�re bei Google GlassApple testet 1,5"-OLED-Display bei der iWatch (1)Kommt Samsung mit drei Ablegern des Galaxy S4?Teaser zeigt die PS4 - Webseite die technischen DetailsLink-Check in Skype deaktiviertFehlentscheid: Intel CPU h�tte in Apples iPhone Einsatz gefunden (4)EVGA macht neugierig: neuer K�hler f�r die GeForce GTX 780?Google will den Herstellern beim schlechten Android-Update-Verhalten helfen