Source: https://www.rechtslupe.de/page/1693
Timestamp: 2020-02-20 01:01:02
Document Index: 62737158

Matched Legal Cases: ['§ 14', '§ 11', '§ 2303', '§ 307', '§ 37', 'BGH']

Aus dem Grund­ge­setz ergibt sich ein Recht auf effek­ti­ve Straf­ver­fol­gung nur aus­nahms­wei­se. Einen sol­chen Fall
Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat der Ver­fas­sungs­be­schwer­de einer blin­den Beschwer­de­füh­re­rin als offen­sicht­lich begrün­det statt­ge­ge­ben und die Sache
Aus­län­de­rin­nen und Aus­län­der, die in Deutsch­land nicht erwerbs­tä­tig sein dür­fen, sind von bestimm­ten exis­tenz­si­chern­den Sozi­al­leis­tun­gen
Nach dem Tarif­ver­trags­ge­setz kön­nen Tarif­ver­trä­ge durch das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Arbeit und Sozia­les für all­ge­mein­ver­bind­lich erklärt
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Zum 1. Novem­ber 2005 tritt das "UMAG", das "Gesetz zur Unter­neh­mens­in­te­gri­tät und Moder­ni­sie­rung des Anfech­tungs­rechts" in Kraft.
Zollan­mel­dung im Inter­net
Als neue Ser­vice­leis­tung der Zoll­ver­wal­tung besteht jetzt die Mög­lich­keit, Zollan­mel­dung direkt im Inter­net vor­zu­neh­men.
Refi­nan­zie­rungs­re­gis­ter
Bun­des­tag und Bun­des­rat haben das Gesetz zur Neu­or­ga­ni­sa­ti­on der Bun­des­fi­nanz­ver­wal­tung und zur Schaf­fung eines Refi­nan­zie­rungs­re­gis­ters ver­ab­schie­det.
Das Bun­des­mi­nis­te­ri­um der Finan­zen hat mit einem aktu­el­len Schrei­ben vom 7. Juni 2005 ( IV C 6 – O 1000 – 86/​05) fast 1.000 BMF-Schrei­­ben und Erlas­se auf­ge­ho­ben, die vor dem 1. Janu­ar 1980 ergan­gen sind.
Johan­nis­feu­er
Die lie­be Nach­bar­schaft. Doch gegen lang gepfleg­te Tra­di­tio­nen ist auch sie macht­los, manch­mal zumin­dest.
Beer­di­gungs­kos­ten
Das erwach­se­ne Kind muss auch dann die Kos­ten für die Bestat­tung eines Eltern­teils über­neh­men, wenn zu die­sem kei­ne per­sön­li­che Bin­dung bestan­den hat.
Betriebs­auf­ga­be durch den Erben
Führt der Erbe den Betrieb des ver­stor­be­nen Erblas­ses wei­ter, gewährt ihm das Erb­schaft­steu­er­recht für das Betriebs­ver­mö­gen eine Steu­er­be­frei­ung, die jedoch nach­träg­lich wie­der ent­fällt, wenn der Erbe den Betrieb spä­ter doch schließt.
Abge­tre­te­ne Lebens­ver­si­che­run­gen in der Insol­venz
Droht eine Zah­lungs­un­fä­hig­keit, wer­den oft­mals Ver­mö­gens­wer­te auf Drit­te ver­scho­ben und dabei auch Lebens­ver­si­che­run­gen an drit­te Per­so­nen abge­tre­ten. Dem hat der Bun­des­ge­richts­hof einen Rie­gel vor­ge­scho­ben:
"Siche­re Ver­zin­sung"
Ein ver­brau­cher­freund­li­ches Urteil hat der Bun­des­ge­richts­hof über die Prak­ti­ken eini­ger Kapi­tal­ein­samm­ler gefällt:
Schen­kungsteu­er bei Schen­kungs­ket­ten
Nach § 14 Abs. 1 Sät­ze 1 und 2 des Erb­­schaft- und Schen­kungsteu­er­ge­set­zes wer­den meh­re­re inner­halb von zehn Jah­ren von der­sel­ben Per­son anfal­len­de Ver­mö­gens­vor­tei­le in der Wei­se zusam­men­ge­rech­net, dass dem letz­ten Erwerb die frü­he­ren Erwer­be nach ihrem frü­he­ren Wert zuge­rech­net wer­den.
Geschäfts­füh­rer­haf­tung bei einer "Limi­ted"
Mit einer jah­re­lan­gen Recht­spre­chung hat der Bun­des­ge­richts­hof nun auf­ge­räumt: Der Geschäfts­füh­rer einer in Eng­land gegrün­de­ten "Ltd." mit tat­säch­li­chem Ver­wal­tungs­sitz in Deutsch­land haf­tet nicht für die rechts­ge­schäft­li­chen Ver­bind­lich­kei­ten der Limi­ted ana­log § 11 Abs. 2 GmbHG, nur weil die Limi­ted mit ihrer deut­schen "Nie­der­las­sung" nicht in das deut­sche Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen ist.
Pflicht­teils­an­spruch und Grund­ge­setz
Nach § 2303 Abs. 1 BGB kann das Kind eines Erb­las­sers, das durch Ver­fü­gung von Todes wegen von der Erb­fol­ge aus­ge­schlos­sen ist, von dem Erben den Pflicht­teil ver­lan­gen.
Fahr­aus­weis ver­lo­ren?
Die Klau­seln "Für ver­lo­re­ne oder gestoh­le­ne Fahr­aus­wei­se kann kein Ersatz gewährt wer­den." und "Eine Erstat­tung für ver­lo­ren gegan­ge­ne oder gestoh­le­ne Fahr­aus­wei­se erfolgt nicht." in den All­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen von Rei­se­un­ter­neh­men sind nach § 307 BGB wegen unan­ge­mes­se­ner Benach­tei­li­gung der Kun­den unwirk­sam.
Wert­pa­pier-Pro­spek­te
Bun­des­tag und Bun­des­rat haben das Pro­­­spe­k­trich­t­­li­­nie-Umset­zungs­­ge­­setz beschlos­sen.
Beschlag­nah­me von Daten­trä­gern bei Rechts­an­wäl­ten
Die Sicher­stel­lung und Beschlag­nah­me von Daten­trä­ger und der hier­auf gespei­cher­ten Daten bei echts­an­wäl­ten oder Steu­er­be­ra­tern greift in das Grund­recht auf infor­ma­tio­nel­le Selbst­be­stim­mung sowohl des Anwalts/​Steuerberaters als auch ihrer Man­dan­ten ein und beein­träch­tigt die hier­mit zusam­men­hän­gen­den Belan­ge der All­ge­mein­heit.
Geld­wä­sche durch Straf­ver­tei­di­ger
Dem Bemü­hen eini­ger Staats­an­walt­schaf­ten und Gerich­te, eine Ver­tei­di­gung wegen bestimm­ter Delik­te aus dem Bereich der schwe­ren Wirt­schafts­kri­mi­na­li­tät dadurch zu erschwe­ren, dass dem Anwalt der straf­recht­li­che Vor­wurf der Geld­wä­sche gemacht wur­de, wenn er von dem Ange­klag­ten sein Ver­tei­di­ger­ho­no­rar ent­ge­gen nahm, hat das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt nun einen Rie­gel vor­ge­scho­ben.
Geplatz­te Last­schrif­ten und ihre Bank­kos­ten
Der für das Bank- und Bör­sen­recht zustän­di­ge XI. Zivil­se­nat des Bun­des­ge­richts­hofs hat ent­schie­den, daß die bun­des­weit ein­heit­li­che Pra­xis einer Bank, nach Rück­ga­be einer Last­schrift man­gels Kon­to­de­ckung ihre Kun­den mit pau­schal 6 Euro Scha­dens­er­satz zu belas­ten, unzu­läs­sig ist.
Ver­jäh­rung von Scha­dens­er­satz­an­sprü­chen beim Wert­pa­pier­kauf
Der für das Bank- und Bör­sen­recht zustän­di­ge XI. Zivil­se­nat des Bun­des­ge­richts­hofs hat­te dar­über zu ent­schei­den, ob delikts­recht­li­che Scha­dens­er­satz­an­spü­che wegen Bera­tungs­ver­schul­dens beim Erwerb von Wert­pa­pie­ren der Ver­jäh­rungs­re­ge­lung des § 37a WpHG unter­lie­gen. Dies hat der BGH bejaht.
Urteils­ab­spra­chen im Straf­recht
Der Gro­ße Senat für Straf­sa­chen des Bun­des­ge­richts­hofs hat­te auf­grund einer Vor­la­ge des 3. Straf­se­nats über die Fra­ge zu ent­schei­den, inwie­weit der im Zusam­men­hang mit einer Urteils­ab­spra­che erklär­te Rechts­mit­tel­ver­zicht wirk­sam ist.
Kapi­tal­an­le­ger – Mus­ter­ver­fah­rens­ge­setz
Der Deut­sche Bun­des­tag hat am 16.06.2005 das Kapi­­tal­an­­le­ger-Mus­­ter­­ver­­­fah­­ren­s­ge­­setz beschlos­sen.
Erleich­ter­te GmbH-Grün­dung?
Das Bun­des­ka­bi­nett hat den Ent­wurf eines Geset­zes zur Neu­re­ge­lung des Min­dest­ka­pi­tals der GmbH (Min­dest­kapG) beschlos­sen. Der Ent­wurf sieht vor, das Min­dest­stamm­ka­pi­tal der Gesell­schaf­ten mit beschränk­ter Haf­tung von der­zeit 25.000 ? auf 10.000 ? abzu­sen­ken.
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