Source: https://weltbook.phpbb8.de/post9373.html
Timestamp: 2020-02-26 17:42:52
Document Index: 119640216

Matched Legal Cases: ['§ 15', '§18', '§ 18', '§ 15', '§ 2', '§ 56', '§ 46', '§ 19', '§ 14', '§ 11', '§ 8', '§37']

STEUERPFLICHT - Rechte und Pflichten : 2. Forum in Kategorie 2
STEUERPFLICHT - Rechte und Pflichten
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by Weltbookadmin47 » 6. Mar 2018 15:22
posting.php?mode=post&f=5
by Weltbookadmin47 » 6. Mar 2018 15:33
WANN WERDEN NEBENEINKOMMEN STEUERPFLICHTIG
by Weltbookadmin47 » 6. Mar 2018 15:42
https://search.avast.com/AV772/search/w ... rpflichtig
DEUTSCHES STEUERGESETZ
by Weltbookadmin47 » 6. Mar 2018 15:49
https://search.avast.com/AV772/search/w ... setzgebung
FINANZÄMTER ONLINE
by Weltbookadmin47 » 6. Mar 2018 16:08
Bescheid nachträglich ändern ? - Wenn das Finanzamt einen Fehler macht
by Weltbookadmin47 » 27. Apr 2018 20:53
https://www.n-tv.de/ratgeber/Wenn-das-F ... 08553.html
Fehler passieren auch in Finanzämtern. Eine Korrektur darf aber nicht immer dazu führen, dass Steuerzahler Nachzahlungen leisten müssen. Ein bereits erteilter Bescheid kann nicht ohne Weiteres geändert werden. Das zeigt ein Urteil des Bundesfinanzhofs.
Auch Finanzämter müssen sich an Regeln halten. So kann die Behörde einen bereits erteilten Bescheid nicht einfach zum Nachteil eines Steuerzahlers ändern. Das gilt insbesondere, wenn der Steuerpflichtige zuvor seinen Mitwirkungspflichten nachgekommen ist.
Hat der Steuerzahler die vom Finanzamt gestellten Fragen zutreffend und vollständig beantwortet, bleibt dem Finanzamt in einem solchen Fall eine Änderung verwehrt, selbst wenn es später Kenntnis von steuererhöhenden Tatsachen erlangt. Zu dieser Entscheidung (Az.: II R 52/15) kommt der Bundesfinanzhof (BFH).
In dem Fall waren die Kläger zu drei gleichen Teilen Erben, unter anderem von verschiedenen Miet- und Geschäftsgrundstücken, die für die spätere Festsetzung der Erbschaftsteuer bewertet werden sollten. Das für die Bewertung zuständige Finanzamt forderte die Kläger auf, nähere Angaben zu den Grundstücken zu machen. Dieser Aufforderung kamen diese umfassend nach. Im Rahmen einer Außenprüfung wurden später aber weitere Tatsachen bekannt, die zu einer höheren Wertfeststellung führten. Daraufhin änderte das Finanzamt den Feststellungsbescheid.
Zu Unrecht: Der bestandskräftige Bescheid durfte nicht geändert werden, so der BFH. Nach ständiger Rechtsprechung ist die Änderung eines Bescheids zum Nachteil des Steuerpflichtigen nach "Treu und Glauben" ausgeschlossen, wenn dem Finanzamt die nachträglich bekannt gewordenen Tatsachen bei ordnungsgemäßer Erfüllung der behördlichen Ermittlungspflicht nicht verborgen geblieben wären. Dasselbe gilt, wenn die Behörde gegenüber dem Steuerpflichtigen ausdrücklich auf die Abgabe einer förmlichen Erklärung verzichtet und ihn stattdessen zu bestimmten Angaben auffordert. Beantwortet der Steuerpflichtige die gestellten Fragen zutreffend und vollständig, kann das Finanzamt den Bescheid im Nachgang nicht mehr ändern. Es liegt demnach in der Verantwortung der Behörde, wenn es zuvor falsche oder unzutreffende Fragen an den Steuerpflichtigen gestellt hat.
Steuerbehörden fordern Daten an / Ämter knöpfen sich Airbnb-Vermieter vor
by Weltbookadmin47 » 6. May 2018 20:20
https://www.n-tv.de/ratgeber/Amter-knoe ... 19544.html
Mithilfe von Daten aus Irland wollen die deutschen Steuerbehörden möglicherweise illegalen Vermietern auf die Schliche kommen, die Wohnungen über die Plattform Airbnb anbieten. Ertappten Steuersündern drohen hohe Strafen.
Die deutschen Finanzbehörden wollen tausende Airbnb-Vermieter wegen möglicher Steuerhinterziehung überprüfen. Wie die "Wirtschaftswoche" berichtet, stellte Deutschland dafür ein Auskunftsersuchen an Irland, wo das weltgrößte Unterkunftsvermittlungsportal seinen Europa-Sitz hat. Das zuständige Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) in Bonn habe bereits eine entsprechende Gruppenanfrage nach Dublin geschickt, um die Herausgabe der Daten zu erreichen.
Die Namen der Airbnb-Vermittler sollen anschließend von den deutschen Finanzbehörden daraufhin überprüft werden, ob diese in ihren Steuerklärungen entsprechende Einkünfte aus der Vermietung angegeben haben, wie das Magazin berichtete.
Der Hamburger Finanzsenat, der die Gruppenanfrage auf den Weg brachte, erklärte demnach, es würden "verschiedene Ermittlungen aufgenommen, um die hinter dem Angebot von Ferienwohnungen auf Online-Plattformen stehenden Steuerpflichtigen zu identifizieren und die ordnungsgemäße Besteuerung sicherzustellen". Das Bundesfinanzministerium habe weitreichende Unterstützung signalisiert, berichtete die "Wirtschaftswoche" weiter.
Ertappten droht Steuernachzahlung
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Auch der Vorsitzende der Deutschen Steuergewerkschaft, Thomas Eigenthaler, begrüßte das Vorgehen gegen illegale Ferienwohnungsvermieter und forderte, die Finanzverwaltung müsse nun darauf vorbereitet werden, "dass sie die Massendaten aus einer solchen Gruppenanfrage zügig verarbeiten kann". Ertappten Vermietern drohen eine Steuernachzahlung für die letzten zehn Jahre zuzüglich sechs Prozent Verzugszins pro Jahr plus Strafbescheid und Ordnungsgeld bei illegaler Vermietung.
Airbnb vermittelt über sein Portal einzelne Zimmer bis hin zu ganzen Häusern an Touristen. Während sich Airbnb auch immer wieder Vorwürfen ausgesetzt sieht, dadurch die Wohnungssituation in Großstädten zu verschärfen, betont das Unternehmen hingegen, der Fokus der Plattform liege auf "Homesharing", der temporären Weitervermietung der eigenen Wohnung.
Video https://www.n-tv.de/mediathek/videos/Re ... 04986.html
"Außergewöhnliche Wohnungen": Airbnb setzt auf Luxus
25.02.18 – 01:40 min
Quelle: n-tv.de , mbo/AFP
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Ratgeber Steuern für Blogger und Influencer: Was wird wann fällig ?
by Weltbookadmin47 » 2. Mar 2019 00:05
https://www.ageras.de/blog/steuern-fuer ... influencer
Steuern für Blogger und Influencer: Was wird wann fällig ?
Was zunächst als Hobby begann, entwickelt sich für manche zu einer rentablen Einnahmequelle. Gesponserte Beiträge, Werbebanner, Produktplatzierung - für viele Influencer und Blogger ganz normal. Doch ab welchem Zeitpunkt ist man steuerpflichtig? In unserem Artikel werden wir auf die häufigsten Fragen rund um das Bloggen und anfallende Steuern eingehen. Auf folgende Fragen werden wir insbesondere eingehen:
Welche Steuern sind für mich relevant?
Muss ich Gratisprodukte und Geschenke versteuern?
In unserem Artikel unterscheiden wir nicht zwischen Social Media Auftritten und Blogs, da die Steuerregeln für beide identisch sind.
Ob Sie Steuern bezahlen müssen, hängt prinzipiell von den einzelnen Steuergesetzen ab. Zunächst stellt sich die Frage, ob ein Internet-Unternehmer Gewinneinkünfte aus Gewerbebetrieb (§ 15 EStG) oder selbstständiger Arbeit (§18 EStG) erzielt. Das heißt, handelt es sich um eine freiberufliche oder gewerbliche Tätigkeit?
Generell braucht nicht jeder Blogger automatisch einen Gewerbeschein. Bei journalistischen und künstlerischen Tätigkeiten handelt es sich nach deutschem Recht nicht um ein Gewerbe, sondern um einen Freiberuf. So könnten YouTuber, die künstlerische Videos machen oder Blogger, die wissenschaftlich oder journalistisch arbeiten, durchaus als Freiberufler gemäß § 18 EStG gelten. Die Einstufung als Freiberufler hat den Vorteil, dass weder ein Gewerbeschein notwendig ist, noch die Gewerbesteuer fällig wird.
Sind Sie jedoch nicht nur auf den sozialen Netzwerken unterwegs, sondern erhalten Geld von Unternehmen, wie z.B. durch das Verkaufen von Anzeigenformaten, so deutet das auf eine gewerbliche Arbeit hin (§ 15 EStG). Werbende und werbeähnliche Tätigkeiten zählen somit nicht zu den künstlerischen Berufen, sondern sind laut Steuerrecht als Gewerbe zu verstehen. Die Tätigkeit als Influencer wird also vom Finanzamt typischerweise als gewerblich eingestuft. Die Abgrenzung zwischen Freiberuf und Gewerbe sind nicht leicht und somit ist stets eine Einzelbetrachtung erforderlich. Sollten Sie sich nicht im Klaren darüber sein, worunter Ihre Tätigkeiten fallen, so empfiehlt es sich einen Steuerberater zu Rate zu ziehen, da eine falsche Einstufung weitreichende steuerrechtliche Folgen haben kann. In den meisten Fällen, werden YouTuber, Blogger und Influencer jedoch als Gewerbetreibende gelten.
Folgende Steuerarten werden für Sie über kurz oder lang interessant:
Im Folgenden werden wir davon ausgehen, dass es sich bei Ihren Tätigkeiten um ein Gewerbe handelt. Für Freiberufler wären lediglich die Einkommensteuer sowie die Umsatzsteuer von Interesse.
Die Einkommensteuer:
Zunächst müssen Sie Ihre Tätigkeit bei dem für Ihren Wohnort zuständigen Gewerbeamt anmelden. Die erzielten Einkünfte aus dem Gewerbe unterliegen generell der Einkommensteuer (§ 2 Abs. 1 Nr. 2 EStG). Bereits die Aufnahme einer Tätigkeit mit Gewinnabsicht führt zum Einkommensteuertatbestand. Sie sind jedoch erst zur Abgabe der Einkommensteuererklärung verpflichtet, wenn Ihre Einkünfte, also die Einnahmen abzüglich von Ausgaben, den Grundfreibetrag (2017: 8.820 Euro, 2018: 9.000 Euro) übersteigen (§ 56 EStDV).
Achtung: Wenn Sie haupt- oder nebenberuflich arbeiten, also Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit beziehen, gilt lediglich eine Freigrenze von 410 Euro (§ 46 Abs. 2 Nr. 1 EStG).
Ein Beispiel: Sie sind in einem Unternehmen angestellt und erhalten ein Jahresgehalt von 20.000 Euro. Erzielen Sie im selben Jahr einen Gewinn von 6.000 Euro aus Ihrem Social Media-Kanal, so beträgt die Summe Ihrer Einkünfte 26.000 Euro. Da Sie sich in einem Angestelltenverhältnis befinden, ist die Freigrenzenregelung aktiviert. Mit 6.000 überschreiten Sie die 410 Euro Freigrenze und müssen folglich eine Steuererklärung aufgrund Ihres Kanals abgeben. Würden Sie nicht für das Unternehmen arbeiten und lediglich Einkünfte von Ihrem Kanal in Höhe von 6.000 Euro in einem Kalenderjahr haben, so gäbe es keine Abgabepflicht der Einkommensteuererklärung, da dieser Betrag unter dem Grundfreibetrag liegt.
Prinzipiell haben Sie die Pflicht zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung.
Wird der Grundfreibetrag überschritten, müssen Sie Steuern zahlen.
Die Umsatzsteuer:
Die erzielten Einnahmen von Bloggern und Influencern sind prinzipiell umsatzsteuerpflichtig. Tatsächlich entsteht die Pflicht zur Zahlung der Umsatzsteuer bereits bei der Intention, Einnahmen zu erwirtschaften und nicht erst, wie bei der Einkommensteuer, bei der Absicht Gewinne zu erzielen. Neben der Jahresumsatzsteuererklärung müssen unter Umständen monatliche Umsatzsteuervoranmeldungen abgegeben werden, worin der monatliche Umsatz zu erklären ist. Letzteres kann man umgehen, sofern durch die Aktivitäten im Web der Umsatz im vorangegangenen Jahr die Grenze von 17.500 Euro nicht übersteigt. In einem solchen Fall kann man nämlich die Kleinunternehmerregelung nach § 19 Abs. 1 Satz 2 UStG in Anspruch nehmen. Als Folge wird auf gestellten Rechnungen keine Umsatzsteuer aufgeführt, sodass diese nur netto bezahlt werden. Vorteile ergeben sich durch die Vereinfachungen für die Rechnungsstellung sowie die Umsatzsteuererklärung. So sind z.B. keine Umsatzsteuervoranmeldungen abzugeben, wenn man als Kleinunternehmer gilt. Der Nachteil besteht darin, dass Blogger und Influencer die Umsatzsteuer, die an andere Unternehmer gezahlt wurden, nicht durch den Vorsteuerabzug vom Finanzamt zurückfordern können. Planen Sie also große Investitionen, so könnte es sich lohnen, auf die Kleinunternehmerregelung zu verzichten.
Für Umsätze gilt der Regelsteuersatz von 19 Prozent. Sind sie z.B. als Influencer auf ein Event eingeladen und wollen 1.000 Euro als Honorar abrechnen, so müssen Sie in der Rechnung neben dem Umsatz von 1.000 Euro auch die zugehörige Umsatzsteuer von 190 Euro ausweisen. Weitere Besonderheiten bei Rechnungsstellungen finden Sie in § 14 UStG.
Ab dem ersten Euro Umsatz gilt eine monatliche Steuererklärungspflicht.
Für Ihre Umsätze müssen Sie ordnungsgemäße Rechnungen erstellen.
Wenn Ihr Jahresumsatz unter 17.500 Euro liegt, können Sie von der Kleinunternehmerregelung Gebrauch machen, die Vereinfachungsregeln für die Rechnungsstellung und die Umsatzsteuererklärung mitbringt.
Sind Sie dagegen Regelunternehmer (also kein Kleinunternehmer) können Sie für eingegangene Rechnungen die ausgewiesene Umsatzsteuer als Vorsteuer abziehen und vom Finanzamt zurückfordern.
Die Gewerbesteuer:
Jemand, der ein Gewerbe betreibt, ist grundsätzlich verpflichtet die Gewerbesteuer zu zahlen. Die Gewerbesteuer fällt jedoch erst an, wenn der Gewinn die Freigrenze von 24.500 Euro (§ 11 Abs. 1 Nr. 1 GewStG) überschreitet. Für viele nebenberufliche Blogger, wird diese Steuer somit keine große Rolle spielen. Eine Gewerbesteuererklärung muss jedoch unabhängig von der Höhe des Gewinns abgeben werden.
Die Höhe der Gewerbesteuer bemisst sich nach dem sogenannten Hebesatz der Gemeinde, indem Sie Ihr Gewerbe angemeldet haben. Durchschnittlich können Sie von 14 Prozent Gewerbesteuer in Deutschland ausgehen.
Ein Rechenbeispiel: Ihr Jahresgewinn beträgt 54.500 Euro. Davon müssen Sie zunächst den Freibetrag von 24.500 Euro abziehen. Es verbleiben somit 20.000 Euro. Davon sind 3,5 Prozent (Steuermesszahl), also 700 Euro, mit dem Hebesatz Ihrer Gemeinde (z.B. 410 Prozent in Berlin) zu multiplizieren. Die zu zahlende Gewerbesteuer beläuft sich somit in diesem Beispiel auf 2.870 Euro.
Ihre Einnahmen als Blogger und Influencer sind prinzipiell gewerbesteuerpflichtig.
Sie müssen, unabhängig von der Höhe Ihres Gewinns, eine jährliche Gewerbesteuererklärung abgeben.
Es gilt ein Freibetrag von 24.500 Euro.
Um die Höhe der Gewerbesteuer zu bestimmen, müssen Sie den Hebesatz der zuständigen Gemeinde hinzuziehen.
Wie wird mein Gewinn ermittelt?
Es gibt zwei verschiedene Gewinnermittlungsarten: die Einnahmen-Überschuss-Regelung (EÜR) und die Bilanzierung. Erste Methode ist dabei die einfachere. Bei der EÜR wird der Überschuss der Betriebseinnahmen über die Betriebsausgaben ermittelt. Eine Bilanzierung wird erst notwendig, wenn der Gewerbetreibende einen Gewinn von 60.000 Euro oder einen Umsatz in Höhe von 600.000 Euro überschreitet. Da die Bilanzierung durchaus kompliziert ist, sollte man dafür einen Steuerberater zu Rate ziehen.
Nicht selten testen oder bewerben Blogger, YouTuber, Instagramer oder Influencer Produkte auf Ihren Kanälen. Bekommen Sie von Unternehmen kostenlos Produkte zugeschickt, so handelt es sich gemäß § 8 EStG Abs. 2 Satz 1 trotzdem steuerlich um Einnahmen:
“Einnahmen, die nicht in Geld bestehen (Wohnung, Kost, Waren, Dienstleistungen und sonstige Sachbezüge), sind mit den um übliche Preisnachlässe geminderten üblichen Endpreisen am Abgabeort anzusetzen”.
Auf die Frage, ob Zusendungen mit der Einkommensteuer versteuert werden müssen, muss man prinzipiell mit einem Ja antworten. Es gibt jedoch drei Ausnahmen.
Zurücksenden: Wenn Sie die zugesandten Produkte nicht nutzen bzw. konsumieren und zeitnah an den Absender zurückschicken, entsteht kein wirtschaftlicher Vorteil. Das Gleiche gilt wenn Sie das Produkt auf Ihrem Kanal vorführen und präsentieren, aber wieder zurücksenden. In dem Fall gab es keinen Eigentumswechsel - Sie haben also keinen Sachwert, den Sie versteuern können. Schicken Sie die Produkte nicht zurück, so haben Sie eine Bezahlung in Sachwerten erhalten, die Sie versteuern müssen.
Pauschalierung: Das Unternehmen bezahlt pauschal die Steuer nach §37b EStG. Das heißt, das Unternehmen, dass Ihnen das Produkt zusendet, bezahlt pauschal 30 Prozent vom Wert des Geschenks und führt den Betrag zuzüglich Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer an das Finanzamt ab. Diese Möglichkeit kann jedoch nur angewendet werden, wenn die einzelne Zusendung 10.000 Euro nicht überschreitet und auch die komplette Anzahl der Zusendungen von diesem Unternehmen an Sie innerhalb eines Wirtschaftsjahres unter 10.000 Euro liegt. Ansonsten handelt es sich um Einnahmen, die wie oben beschrieben versteuert werden müssen.
Achtung: Wichtig ist, dass Sie alle Zusendungen dokumentieren und dem Finanzamt bei Nachfrage genau zeigen können, was wie geregelt wurde. So sollten Sie auch im dritten Fall eine Rechnung vorlegen können, die die Pauschalierung der Einkommensteuer bei Sachzuwendungen ausweist oder einen Kooperationsvertrag vorweisen können, wo die Steuerübernahme durch das Unternehmen schriftlich festgehalten wird. Falls das Finanzamt nicht nachvollziehen kann, was mit den Sachwerten, die Sie auf Ihren Kanälen öffentlich präsentieren, passiert ist, so wird die zu zahlende Steuer geschätzt und das wird im Regelfall sehr teuer für Sie werden.
Die oben genannten Punkte gelten lediglich für die Einkommensteuer. Die Umsatzsteuer müssen Sie zusätzlich abführen. Grundlage der Berechnung der Höhe ist der normale Verkaufspreis zuzüglich von Nebenkosten, wie z.B. Versandkosten.
Es besteht keine Pflicht, einen Steuerberater zu engagieren, es ist jedoch in manchen Fällen durchaus empfehlenswert. Das Steuerrecht ist hochkompliziert und ändert sich ständig. Besonders im Social Media Bereich und Steuern, gibt es noch viele Unklarheiten, wodurch Fälle einzeln betrachtet werden müssen. In den Monaten und Jahren wird es vermutlich viele neue Rechtsurteile des Bundesgerichtshofs geben, die wegweisend sind - auch hier kennt ein Steuerberater immer den neuesten Rechtsstand. Kleine Fehler in der Steuererklärung können große Auswirkungen haben und schnell teuer werden. Generell gilt je höher Ihre Einnahmen durch das Bloggen, desto mehr gibt es zu beachten. Je früher Sie sich mit dem Thema Steuern detailliert auseinandersetzen, desto erfolgreicher kann auch Ihr Internet-Unternehmen werden.
Posted: 18 Jan, 2018 (Updated: 05 Feb, 2018)
Marie Rømer
Marie Rømer https://www.ageras.de/blog/steuern-fuer ... influencer
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Abgabenlast gestiegen - Wer als Rentner Steuern zahlen muss
by Weltbookadmin47 » 21. Nov 2019 12:00
https://www.n-tv.de/ratgeber/Wer-als-Re ... 07265.html
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Wer eine Einkommensteuerklärung abgeben muss, muss aber nicht in jedem Fall Steuern zahlen.
Rentner können sich zwar in letzter Zeit häufiger über Erhöhungen ihrer Bezüge freuen, werden aber auch zunehmend vom Finanzamt zur Kasse gebeten. Wen es in welcher Höhe trifft, und bei wem überhaupt eine Steuererklärung fällig ist, lesen Sie hier.
Eben noch durften sich die rund 21 Millionen Rentner in Deutschland über eine satte Erhöhung ihrer Renten freuen, da wird bekannt, dass die Steuerbelastung der Ruheständler innerhalb von zehn Jahren teilweise um rund das Fünffache gestiegen ist. Der Grund? Seit dem Jahr 2005 werden die Renten für jeden Jahrgang stärker besteuert. Für Neurentner des Jahres 2019 ist der entsprechende Freibetrag auf nur noch 22 Prozent gesunken.
Und das hat Auswirkungen. Bei Neurentnern werden derart bei einer monatlichen Bruttorente von 1500 Euro im 2. Halbjahr 2019 jährlich 430 Euro Einkommensteuer fällig. Vor neun Jahren waren es gerade einmal 79 Euro pro Jahr. Bei einer Bruttorente von 1700 Euro lag die Steuerbelastung bei Rentenbeginn 2010 bei 294 Euro. Nun sind es 758 Euro jährlich.
Ruheständler sind also gut beraten, das vermeintlich ausreichende Geld ihrer Bruttorenten nicht unter die Leute zu bringen, ohne eine mögliche Steuererklärung auf dem Zettel zu haben. Denn der Ruhestand schützt nicht per se vor Arbeit und auch nicht vor dem Finanzamt. So sind in diesem Jahr bereits rund fünf Millionen Rentner steuerpflichtig. Tendenz steigend. Was nicht nur an den an und für sich erfreulichen Rentenerhöhungen liegt.
Zukünftige Rentenerhöhungen müssen voll versteuert werden
War vor 13 Jahren noch die Hälfte der damals bezogenen Rente steuerfrei, unterliegen im Jahr 2019 bereits 78 Prozent der Altersbezüge der Steuerpflicht. Denn Jahr für Jahr steigt der Prozentsatz des steuerpflichtigen Teils der Rente für die jeweiligen Neurentner um zwei Prozentpunkte. Bei einem Rentenbeginn im Jahr 2020 liegt er somit bei 80 Prozent der Jahresbruttorente. Danach erhöht er sich für Neurentner jeweils nur noch um einen Prozentpunkt. Alle Renten, die im Jahr 2040 oder später beginnen, sind dann zu 100 Prozent zu versteuern. Die gute Nachricht lautet, dass der Rentenfreibetrag auch in den Folgejahren unverändert bleibt. Beim Senior, der seit 2005 Rente bezieht, bleiben also auch im Jahr 2019 50 Prozent der Rentenzahlung von 2005 immer steuerfrei. Der Freibetrag bezieht sich dabei auf den konkreten Geldbetrag und nicht auf einen Anteil der jeweiligen Rente. Zukünftige Rentenerhöhungen müssen also voll versteuert werden.
Hintergrund für die dynamische Rentenbesteuerung ist die Umstellung der Besteuerung auf ein nachgelagertes System. Das heißt, während des Erwerbslebens können die Beiträge zur Rentenversicherung steuerlich abgezogen und in der Auszahlungsphase muss die Rente versteuert werden.
Zumindest wird dann eine Einkommenssteuererklärung fällig, wenn der Gesamtbetrag der Einkünfte eines Rentners den jeweils für das entsprechende Jahr gültigen Grundfreibetrag überschreitet. Was dann auch langjährige Bestandsrentner betreffen kann. Für 2019 liegt dieser für Alleinstehende bei 9000 Euro und für Ehepartner bei zusammen 18.000 Euro.
Nicht nur die gesetzliche Rente zählt
Zu beachten ist, dass mit Einkünften nicht nur die gesetzliche Rente, sondern alle Einnahmen gemeint sind. Also unter anderem auch Mieteinnahmen, Bezüge aus einer Betriebs-, Riester- oder Privatrente und Kapitalerträge.
Liegt der Gesamtbetrag der Einkünfte für das kommende Jahr beispielsweise bei einem alleinstehenden Neurentner bei 16.000 Euro, übersteigen 78 Prozent hiervon (12.480 Euro) den Grundfreibetrag von 9000 Euro. Es wird also eine Steuererklärung fällig.
In welcher Höhe dann tatsächlich Steuern anfallen, hängt nicht zuletzt davon ab, welche Ausgaben beim Finanzamt steuerlich geltend gemacht werden können. Den analog zum noch werktätigen Steuerzahler haben auch Rentner die Möglichkeit, diverse Kosten in der Steuererklärung abzusetzen. Dazu zählen etwa Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge, die Kirchensteuer, Spenden, Beiträge zu Versicherungen wie einer Unfall- oder Haftpflichtversicherung und auch Gesundheitsausgaben.
Gleiches gilt für die Kosten, die Rentnern entstehen, wenn sie sich die komplexe Materie von einem Lohnsteuerhilfeverein oder einem Steuerberater erklären lassen beziehungsweise dort prüfen lassen möchten, ob denn eine Steuerpflicht vorliegt. Was keine schlechte Idee ist, denn auch Rentner haben gegenüber dem Finanzamt eine Bringpflicht. Sie sollten also nicht erst darauf warten, dass die Behörde bei ihnen anklopft. Ansonsten kann diese Form des Ruhestandes auch zu Nachzahlungen und Sanktionen in Form von Strafzinsen führen.
Quelle: n-tv.de, awi https://www.n-tv.de/ratgeber/Wer-als-Re ... 07265.html
Feilschen mit dem Finanzamt - Antrag auf Steuerstundung gut darlegen
by Weltbookadmin47 » 27. Dec 2019 14:51
https://www.n-tv.de/ratgeber/Antrag-auf ... 78509.html
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Es liegt im Ermessen der Behörde, ob eine Stundung gewährt wird.
Anträge an Behörden stellen Steuerzahler am besten mit guter Begründung. Bevor eine Inkassostelle eine Entscheidung fällt, muss sie wichtige Unterlagen sichten. Worauf man sich sonst berufen kann.
Bürgerinnen und Bürger, die Steuer- oder Kindergeldrückforderungen nicht direkt bezahlen können, können einen Antrag auf Stundung stellen. Allerdings müssen dafür besondere Gründe vorliegen.
"Nur, wenn die sofortige Rückzahlung für den Steuerzahler eine besondere Härte darstellt, kann ein Zahlungsaufschub gewährt werden", erklärt Isabel Klocke vom Bund der Steuerzahler. Die Behörde muss aber die relevanten Akten prüfen, wie eine Entscheidung des Finanzgerichts Baden-Württemberg zeigt.
Inkasso-Service lehnte Stundung ab
Geklagt hatte eine Mutter, die Kindergeld in Höhe von 3680 Euro zurückzahlen sollte. Beim Inkasso-Service der Agentur für Arbeit beantragte sie die Stundung der Forderung und legte dabei ihre persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse offen. Der Inkasso-Service bat daraufhin die Familienkasse um konkrete Angaben zur Entstehung der Rückforderung.
Die Familienkasse teilte mit, dass die Rückforderung entstanden sei, weil die Mutter nicht ausreichend mitgewirkt habe. Trotz Aufforderung habe sie die Ausbildungsnachweise ihres Sohnes nicht vorgelegt. Der Inkasso-Service lehnte daraufhin den Stundungsantrag ab. Die Forderung sei nicht stundungswürdig, da sie mangels Mitwirken der Mutter entstanden sei.
Finanzgericht: Behörde muss Akten prüfen
Das ließ das Finanzgericht nicht gelten. Zwar liegt es im Ermessen der Behörde, ob eine Stundung gewährt wird. Allerdings müssen zumindest die Akten ordentlich ausgewertet werden. Dies hat die Inkassostelle nach Ansicht der Richter nicht gemacht: Sie verließ sich allein auf die knappe Auskunft der Familienkasse und prüfte nicht selbst nach, ob das Verhalten der Klägerin eine grobe Pflichtverletzung war, die zu einer Ablehnung der Stundung berechtigt ( Az.: 5 K 3830/16).
Wer die Stundung von Steuernachforderungen oder Kindergeldrückzahlungen beantragt, sollte möglichst direkt im Antrag seine Stundungswürdig- und -bedürftigkeit darlegen. Würdigt die Behörde dies nicht in ausreichendem Maße, sollte Einspruch gegen die Ablehnung eingelegt werden, rät Klocke.
Bei Einmalzahlung Einkommensteuer auf Riester-Rente fällig
by Weltbookadmin47 » 14. Feb 2020 12:14
https://www.n-tv.de/ratgeber/Einkommens ... 75255.html
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Bei einer Einmalzahlung der Riester-Rente gilt eine ermäßigte Besteuerung - ab 2018.
(Foto: imago/Winfried Rothermel)
Bei manchen Riester-Verträgen ist der monatliche Rentenanspruch sehr gering. In diesen Fällen kann die Rente auf einen Schlag ausgezahlt werden. Dann muss allerdings Einkommensteuer auf die Kleinbetragsrente gezahlt werden, wie der Bundesfinanzhof urteilt.
Wer sich eine kleine Riester-Rente auf einen Schlag auszahlen lässt, muss darauf Einkommensteuer zahlen. Das stellte der Bundesfinanzhof (BFH) in München in einem am Donnerstag veröffentlichten Urteil klar. Die Steuerpflicht gilt danach auch dann, wenn der Riester-Vertrag wegen vertraglicher Änderungen zuletzt nicht mehr als förderfähig zertifiziert war (Az: X R 39/17).
Die Klägerin hatte 2003 einen zertifizierten Riestervertrag abgeschlossen. 2014 entschied sie, dass sie statt einer monatlichen Rente zum Rentenbeginn mit 65 Jahren das Geld auf einen Schlag ausgezahlt haben möchte.
Grundlage war eine 2005 eingeführte Regelung zu "Kleinbetragsrenten". Diese können Berechtigte sich seitdem auszahlen lassen, ohne dass die staatlichen Zulagen zurückbezahlt werden müssen. Die nach der rentenrechtlichen Bezugsgröße berechnete Grenze liegt derzeit im Westen bei 31,85 und im Osten bei 30,10 Euro monatlich.
Im Streitfall war dies erfüllt, und die Klägerin erhielt gut 9000 Euro. Davon waren gut 8900 Euro durch Altersvorsorgezulagen oder steuerlich durch den Sonderausgabenabzug gefördert worden. Diesen überwiegenden Anteil unterwarf das Finanzamt der Einkommensteuer.
Fünftelregelung noch nicht anwendbar
Zu Recht, wie nun der BFH entschied. Die Beiträge zu einem Riester-Altersvorsorgevertrag würden bei der Einzahlung durch staatliche Zulagen und steuerlich durch den Sonderausgabenabzug begünstigt. Nach dem Grundsatz der sogenannten nachgelagerten Besteuerung würden dann bei der Auszahlung Steuern fällig.
Bei einer Auszahlung in einem einmaligen Kapitalbetrag könne nichts anderes gelten, urteilte der BFH. Denn auch dieses Geld stamme aus einem Altersvorsorgevertrag. Ob der Vertrag wegen bestimmter Änderungen zuletzt gar nicht mehr förderfähig gewesen sei, wie die Klägerin meinte, spiele keine Rolle. "Die Klägerin darf die ihr in der Vergangenheit gewährte steuerliche Förderung behalten; im Gegenzug unterliegt die Auszahlung aus dem Altersvorsorgevertrag der nachgelagerten Besteuerung."
Für die Klägerin noch nicht anwendbar war eine früher nur für die betriebliche Altersvorsorge geltende und 2018 auf geförderte Altersvorsorgeverträge übertragene Steuervergünstigung. Danach wird der ausgezahlte Betrag steuerlich auf fünf Jahre verteilt, wodurch die Steuerlast insgesamt meist geringer ausfällt.
Quelle: ntv.de, awi/AFP