Source: http://www.bwl24.net/im-studium/studienfinanzierung/
Timestamp: 2016-08-29 17:54:19
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Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2']

Wer ein Studium anstrebt, muss sich zwangsläufig Gedanken über die Studienfinanzierung machen. Miete, Lebensmittel und Semesterbeiträge müssen bezahlt werden und nicht jeder Student kann auf die Übernahme aller Kosten durch die Eltern hoffen. Daher gilt es, ein funktionierendes Finanzierungskonzept für das eigene Studium zu erstellen. Die Möglichkeiten, die dir zur Finanzierung des Studiums zur Verfügung stehen, stellen wir hier vor.
[x] BAföG
[x] Studienkredit
[x] Stipendium
[x] Nebenjob/Studentenjob
[x] Verdienstgrenzen
Rund 800 Euro gibt der durchschnittliche Student monatlich aus, dabei entfallen mit etwa 560 Euro die meisten Kosten auf Miete und Essen – das hat die 2013 veröffentliche 20. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks ergeben. Je nach Wohnort, Wohnart und persönlichem Lebensstandard können die monatlichen Kosten natürlich deutlich höher liegen – oder auch geringer sein. Bei dieser Summe fragen sich nicht wenige Studenten „Woher nehmen, wenn nicht stehlen?“, denn nicht jeder kann auf großzügige Unterstützung der Eltern oder einen lukrativen Job zurückgreifen. Denkbar sind verschiedene Wege der Studienfinanzierung. Wir werden hier die meistgenutzten und besten Möglichkeiten vorstellen. BAföG, Nebenjob, Studienkredit – nicht immer muss man sich auf eine Variante beschränken, sondern kann verschiedene Angebote kombinieren. Jeder sollte hier für sich den besten Weg finden. Im Hinterkopf solltest du dabei immer behalten, dass Kredite nur eine Leihgabe sind und irgendwann zurückgefordert werden.
Was ist BAföG?Wer hat Anspruch auf BAföG?FörderungshöheAntrag stellen
BAföG ist eine Abkürzung und steht für Bundesausbildungsförderungsgesetz. Nach diesem Gesetz stellt der Staat Förderungsmittel zur Verfügung, die jedem eine Ausbildung nach seinen Neigungen und Interessen ermöglicht. Die finanzielle Unterstützung soll dazu dienen, dass niemand beispielsweise ein Studium nicht beginnen kann, weil er sich dessen Finanzierung nicht leisten kann. Hiermit wird auch gleich die Einschränkung genannt: BAföG bekommt nur, wer nicht selbstständig für die Ausbildungskosten sowie seinen Lebensunterhalt während der Ausbildung/Studium aufkommen kann UND dessen Eltern oder Ehepartner dies auch nicht können. Dazu mehr im Punkt „Wer hat Anspruch auf BAföG“
BAföG besteht zu 50 % aus einem Zuschuss und zu weiteren 50 % aus einem unverzinslichen Darlehen. Das bedeutet, dass nach dem Studium oder der Ausbildung nur die Hälfte zurückgezahlt werden muss. Wer die gesamte BAföG-Summe auf einmal zurückzahlt oder sein Studium besonders schnell absolviert hat, bekommt weitere Reduzierungen auf den fälligen Betrag, so dass es möglich ist, weniger als 50 % zurückzahlen zu müssen.
Nach Angaben des Bundesministeriums für Forschung und Bildung werden folgende Ausbildungsformen durch das BAföG gefördert 1.	weiterführenden allgemeinbildenden Schulen (z.B. Haupt-, Real- und Gesamtschulen, Gymnasien) ab Klasse 10 [§ 2 Abs. 1 Nr. 1 BAföG],
2.	Berufsfachschulen, deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung nicht voraussetzt, einschließlich der Klassen aller Formen der beruflichen Grundbildung (z. B. Berufsvorbereitungsjahr), ab Klasse 10 [§ 2 Abs. 1 Nr. 1 BAföG],
3.	Fach- und Fachoberschulklassen, deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung nicht voraussetzt [§ 2 Abs. 1 Nr. 1 BAföG],
4.	Berufsfachschulklassen und Fachschulklassen, deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung nicht voraussetzt, sofern sie in einem zumindest zweijährigen Bildungsgang einen berufsqualifizierenden Abschluss vermitteln [§ 2 Abs. 1 Nr. 2 BAföG],
5.	Fach- und Fachoberschulklassen, deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung voraussetzt [§ 2 Abs. 1 Nr. 3 BAföG],
6.	Abendhauptschulen, Berufsaufbauschulen, Abendrealschulen, Abendgymnasien und Kollegs [§ 2 Abs. 1 Nr. 4 BAföG],
7.	Höheren Fachschulen und Akademien [§ 2 Abs. 1 Nr. 5 BAföG],
8.	Hochschulen [§ 2 Abs. 1 Nr. 6 BAföG].
Darüber hinaus gibt es auch noch die Förderung durch Meister-BAföG. Alle Informationen zur Förderung finden Sie hier.
Unabhängig vom Gehalt der Eltern, vom eigenen Einkommen oder Vermögen, hat grundsätzlich erst mal Anspruch auf BAföG, wer die folgenden Kriterien erfüllt:
Deutsche Staatsangehörigkeit ODER: Ausländerinnen/Ausländer mit „Bleibeperspektive“. Hiermit sind z.B. Daueraufenthaltsrechte nach dem Freizügigkeitsgesetz der EU, Daueraufenthaltserlaubnis der EG oder eine Niederlassungserlaubnis gemeint. Da die gesetzlichen Regelungen für den Laien hier sehr undurchsichtig sind, empfiehlt es sich, frühzeitig Kontakt zum zuständigen Amt für Ausbildungsförderung aufzunehmen, um alle Fragen zu klären.
Bei Antragsstellung solltest du unter 30 sein. Bewirbst du dich für einen Masterstudiengang, muss der Antrag vor Vollendung des 35. Lebensjahres gestellt werden.
Hier gibt es allerdings folgende Ausnahmen, die auch älteren Studienanfängern BAföG ermöglichen. Ebenfalls Anspruch haben:
Absolventen des zweiten Bildungsweges Studierende, die ohne Hochschulzugangsberechtigung aufgrund ihrer beruflichen Qualifikation eingeschrieben wurden Personen in einer weiteren Ausbildung, die für den angestrebten Beruf rechtlich erforderlich ist Personen in einer Zusatzausbildung, zu der der Zugang durch die vorherige Ausbildung eröffnet wurde Auszubildende, die aus familiären Gründen an der früheren Aufnahme der Ausbildung gehindert waren Auszubildende, die aufgrund einer einschneidenden Änderung der persönlichen Verhältnisse bedürftig wurden.
Im Studium oder während der Ausbildung muss erkennbar sein, dass das angestrebte Ausbildungsziel auch erreicht wird. Bei Berufsausbildungen geschieht dies durch den regelmäßigen Besuch der Berufsschule/Ausbildungsstätte.
Wer im Studium BAföG erhält, muss ab dem fünften Semester Leistungsnachweise vorlegen, die darlegen, dass du dich im Soll befindest. Abhängig von der Prüfungsordnung der jeweiligen Hochschule, kann ein Leistungsnachweis auch schon ab dem dritten oder vierten Fachsemester gefordert werden.
Werden die erwarteten Leistungen nicht erfüllt, kann der Anspruch auf BAföG verloren gehen.
Erfüllst du all diese Kriterien, kannst du einen Antrag auf BAföG stellen. Ob und in welcher Höhe du dann BAföG bekommst, hängt davon ab, ob deine finanziellen Mittel reichen, um deinen finanziellen Bedarf während der Ausbildung oder des Studiums zu decken. Hier werden auch die finanziellen Möglichkeiten deiner Eltern oder deines Ehepartners bzw. eingetragenen Lebenspartners mit betrachtet.
Der Anspruch ergibt sich dann wiederum nicht aus den realen Kosten – also nicht dass, was du tatsächlich monatlich benötigst, um alle anfallenden Kosten zu decken –, sondern aus dem abstrakten Bedarf. Das BAföG-Amt ermittelt also nicht, was du ganz individuell an finanzieller Unterstützung benötigst, sondern legt einen Pauschalbetrag fest. Dieser ist vom Gesetzgeber vorgegeben und richtet sich danach, was man typischerweise für Lebensunterhalt und Ausbildung benötigt. Vom realen Bedarf weicht das oft ab.
Der BAföG-Höchstsatz liegt bei 670 Euro pro Monat. Wer Kinder hat, bekommt pro Kind einen weiteren Zuschlag. 113 Euro gibt es für das erste Kind, für jedes weitere 85 Euro pro Monat.
In unserem BAföG-Rechner kannst du errechnen, wie viel BAföG dir voraussichtlich zusteht.
Grundsätzlich wird unterschieden zwischen solchen Studenten, die noch zuhause wohnen und solchen, die nicht mehr bei den Eltern leben. Wohnst du in einer eigenen Wohnung, einem Wohnheim oder einer WG, steigt auch automatisch die Anspruchshöhe. Du bekommst in diesem Fall also einen höheren BAföG-Satz zugesprochen.
Darüber hinaus gibt es eine Reihe weiterer Kriterien, die die Höhe deines Anspruchs definieren. Hierunter fallen z.B. das Einkommen deiner Eltern und dein Vermögen. Nur, weil du nicht mehr bei deinen Eltern lebst ist dies nicht gleichbedeutend mit dem Anspruch auf den BAföG-Höchstsatz.
Die Förderungshöchstdauer durch BAföG richtet sich nach der Regelstudienzeit. Ist das Studium in dieser Zeit nicht beendet worden, ist die Förderung in der Regel trotzdem vorbei. Ausnahmen von dieser Regelung sind nur dann möglich, wenn ein gesetzlich anerkannter Grund vorliegt. Dies ist z.B. einer der folgenden Gründe:
Erstmaliges Nichtbestehen einer Modulprüfung, Zwischenprüfung oder Abschlussprüfung
Wer die Förderungshöchstdauer erreicht hat und nun kein BAföG mehr erhält, hat die Möglichkeit ein BAföG-Bankdarlehen bei der KfW-Bank aufzunehmen. Hiermit werden alle Studenten gefördert, die kein BAföG mehr erhalten aber noch im Studium sind.
Der Antrag muss schriftlich beim zuständigen Amt für Ausbildungsförderung (auch: BAföG-Amt) gestellt werden. Für den Antrag gibt es spezielle Formblätter, die im Internet auf der Webseite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung heruntergeladen werden. Alternativ kannst du auch das BAföG-Amt deiner Hochschule und teilweise auch beim Studentenwerk deiner Hochschule nach den entsprechenden Formblättern fragen und diese von dort mitnehmen. Leistungen erhältst du immer ab dem Monat der Antragsstellung, nicht ab dem Beginn deiner Ausbildung. Du solltest dich also entsprechend früh um den Antrag kümmern, damit du auch schnell Gewissheit hast, ob du gefördert wirst und dann entsprechend früh die finanzielle Unterstützung bekommst. Wichtig! Der Antrag gilt in der Regel für ein Jahr und muss dann neu gestellt werden. Auch hier ist es wichtig, dass du frühzeitig einen neuen Antrag stellst, damit die Förderung nahtlos fortgesetzt wird.
KfW-StudienkreditStudienkredite anderer BankenRechenbeispiel Studienkredit
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat für die zukünftigen Akademiker zwei Kredite im Angebot. Dabei ist die Gewährung der Kredite vom eigenen Einkommen oder dem Einkommen der Eltern unabhängig. Zudem födert die KfW sowohl das Erst- als auch das Zweitstudium sowie postgraduale Studien und Promotionen bei geringer Verzinsung. Der Zinssatz unterliegt der Bundesgarantie.
1. Der Studienkredit
Für das Erststudium kann der Student bei der KfW einen Studienkredit beantragen. Der Studienkredit ist ausschließlich für die Finanzierung der Lebenshaltungskosten gedacht. Die Beantragung des Darlehens ist immer auf das erste Studienfach bezogen, auch wenn parallel mehrere Fächer studiert werden. Der monatliche Mindestbetrag liegt bei 100,- EUR, max. können monatlich 650,- EUR bis zum 10. Fachsemester ausgezahlt werden. Die Rückzahlung erfolgt nach einer Karenzphase von 18 bis 23 Monaten nach Beendigung des Studiums. Der Rückzahlungszeitraum kann bis 25 Jahre gewählt werden.
2. Der Bildungskredit
Der Bildungskredit ist nicht für das Erststudium gedacht. An die Förderung sind enge Bedingungen geknüpft, so muss der Student
bereits eine Zwischenprüfung bestanden haben
den ersten Teil eines konsekutiven Studiengangs abgeschlossen haben
ein postgraduales Diplomstudium oder ein Master- bzw. Magisterstudium betreiben
ein Zusatz-, Ergänzungs- oder Aufbaustudiums betreiben
Teilnehmer eines in- oder ausländischen Praktikums sein, das im Zusammenhang mit dem Studium durchgeführt wird
Erfüllt der Student die Bedingungen, kann er für max. 24 Monate je 300,- EUR ausgezahlt bekommen. Die Rückzahlung erfolgt nach 4 tilgungsfreien Jahren, beginnend mit der ersten Auszahlung, in festen Raten zu 120,- EUR
Voraussetzungen für eine Förderung mit dem KfW-Kredit:
Zwischen 18 und 44 Jahre alt sein
An einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule in Deutschland eingeschrieben sein
Vollzeit, Teilzeit oder berufsbegleitend studieren.
Zusätzlich solltest du
oder Familienangehöriger eines deutschen Staatsbürgers sein, mit dem du dich gemeinsam in Deutschland aufhältst
Sollte keine dieser beiden Voraussetzungen auf dich zutreffen, erfährst du weitere Möglichkeiten und Ausnahmen auf der Webseite der KfW.
Einige Banken bieten einen ähnlich aufgebauten Studienkredit an wie die KfW-Förderbank und zahlen monatlich einen vereinbarten Betrag, räumen eine „Ruhepause“ nach dem Studium ein und verlangen erst dann die erste Rate. Allerdings sind die Laufzeiten kürzer und werden klare Grenzen gezogen. Bei den Sparkassen beispielsweise werden in der Regel maximal 25.000 Euro gewährt, die monatlich in Beträgen von 200 bis 600 Euro ausgezahlt werden. Für die Rückzahlung bleiben anders als bei der KfW-Bank dann nicht 25, sondern höchstens zehn Jahre. Auch hier sind keine Sicherheiten oder ein laufendes Einkommen nötig.
Der normale Ratenkredit fürs Studium
Bei einem regulären Ratenkredit, der von der Bank vor Ort oder einer der zahlreichen Direktbanken angeboten wird, geht gar nichts ohne Sicherheiten und ein eigenes Einkommen. Studierende haben hier häufig nur die Chance, wenn die Eltern den Vertrag mit unterschreiben – und ausreichend kreditwürdig sind. Statt monatlicher Raten gibt es dann einen Betrag, mit dessen Rückzahlung sofort begonnen werden muss. Der Vorteil:
Es gibt es viele Angebote und damit die Möglichkeit, zu vergleichen – wobei nicht alle Banken Studierenden ein Darlehen einräumen. Die Kosten halten sich in Grenzen, da die Zinsen sich nicht über Jahren ansammeln und maximal 84 Raten vereinbart werden können. Sinnvoll ist diese Art von Kredit nur, wenn man sich zum Ende des Studiums etwas Luft verschaffen möchte und sichergestellt ist, dass man die Rückzahlungsraten im vorgegebenen Zeitraum problemlos stemmen kann. Auch für einmalige Anschaffungen – wie die Einrichtung der Wohnung oder einen neuen PC – ist der Studentenkredit eine Überlegung wert.
Weitere Tipps zum Thema Studienkredite gibt Herr Zipf von der Career Concept AG im Interview mit BWL24.net .
Wenn über fünf Jahre lang monatlich 500 Euro als Studienkredit in Anspruch genommen werden, summiert sich ohne Zinsen ein Betrag von 30.000 Euro. Ausgehend von einem effektiven Zinssatz von 6,0 Prozent p.a. ergibt sich nach Ablauf von fünf Jahren eine Schuldenlast von 34.912 Euro. Nach einer Karenzzeit von zwölf Monaten, die nötig ist, um einen Job zu finden und im Beruf Fuß zu fassen, sind es rund 37.007 Euro. Werden für die Rückzahlung zehn Jahre, also 120 Monate veranschlagt, ergibt sich daraus eine monatliche Rate von 408 Euro. Unter dem Strich müssen etwa 48.949 Euro aufgebracht werden. Damit entstehen Kosten von 18.949 Euro. Da die Möglichkeit besteht, Sondertilgungen zu leisten, kann die Last erheblich gedrückt werden.
Um das Thema Stipendium ranken sich viele Mythen. So steht an erster Stelle meist der landläufige Irrglaube, dass ein Stipendium nur bekommt, wer entweder bedürftig oder hochbegabt oder gleich beides ist. Zusätzlich bewerben sich viele Studenten erst gar nicht um ein Stipendium, da sie davon ausgehen, dass es nahezu unmöglich ist, in den Genuss einer Förderung zu kommen. Aber weit gefehlt, die Chancen sind gar nicht so gering, wie angenommen. Durch die Zurückhaltung vieler Studierender werden viele Stipendien erst gar nicht vergeben. Zudem kann mit dem Vorurteil aufgeräumt werden, dass Fördervereine nur auf Leistung aus sind. Oft steht weniger eine überragende Leistung im Studium im Fokus, sondern soziales oder politisch-gesellschaftliches Engagement oder die Bearbeitung eines bestimmten Themenbereichs in der Abschlussarbeit. Der größte Vorteil eines Stipendiums ist dabei sicher, dass dieses kein Kredit ist und daher nicht zurückgezahlt werden muss.
Nichtsdestotrotz bekommt man ein Stipendium nicht einfach so. Ein bisschen Engagement bei Bewerbung und Studium sind das Mindestmaß, das es zu erfüllen gibt. Es lohnt sich in jedem Fall, ein passendes Stipendium zu recherchieren und sich hierfür auch zu bewerben. Ein Stipendium findenBewerbung für ein StipendiumAuswahlverfahren
Es gibt verschiedene Anlaufstellen, die ein Stipendium an Studenten vergeben. Dabei existieren sowohl staatliche Einrichtungen, deren Ausschüttung durch die Bundesregierung finanziert wird, als auch private Stiftungen oder Einrichtungen.
Unter den staatlichen Stiftungen sind z.B. Parteien aus dem Bundestag, Religionsgemeinschaften, die Bundesregierung sowie Gewerkschaften.
Private Stipendien werden von verschiedenen Organisationen oder Fördervereinen vergeben und vollständig aus privater Hand finanziert.
Nicht jedes Stipendium ist für jeden Studiengang geeignet. Viele Einrichtungen haben ihre Qualifikation in einzelnen Fachbereichen und vergeben nach diesen Kriterien auch nur eine Förderung an Studierende aus gleichen oder ähnlichen Bereichen. Aber keine Sorge, für jeden Studiengang gibt es eine spezielle Förderungsmöglichkeit. Im Internet findest du verschiedene Portale, die eine Übersicht aller Stipendiumsgeber zusammengestellt haben. Hier kannst du entsprechend nach deinen Bedürfnissen, Zielen und deiner Fachrichtung filtern. Gute Anlaufstellen sind z.B.
hochschulkompass.de Der Erfolg steht und fällt mit einer ansprechenden und persönlich gehaltenen Bewerbung, insbesondere mit dem Anschreiben. Dieses sollte individuell gestaltet sein und sich im Idealfall durch Kreativität und Einfallsreichtum von der Masse der anderen Bewerber abheben. Besonders wichtig: Zeigen, dass man sich mit dem potenziellen Geldgeber auseinandergesetzt hat und dezidiert Eigenschaften hervorheben, die für den Stifter von besonderer Relevanz sind.
Die Stiftungen geben in der Regel sehr genau vor, wie die Bewerbung auszusehen hat:
Empfehlungsschreiben von Dozenten und Professoren
Zeugnisse und Notenauszüge
werden in jeder Bewerbung verlangt.
Sich gut verkaufen, ist das Geheimnis. Welche Stärken habe ich und warum sollte ausgerechnet ich das Stipendium erhalten? Auch Zukunftspläne und der Grund für die Bewerbung sollten im Motivationsschreiben nicht fehlen. Zusätzlich solltest du schildern, warum du zu dieser Stiftung besonders gut passt und inwiefern du dich mit der Philosophie und dem Leitgedanken der jeweiligen Stiftung identifizieren kannst. Ein sympathisches Foto zur fehlerfreien und vollständigen Bewerbung sollte nicht fehlen – und schon ist der erste Schritt Richtung Stipendium getan.
Bekommt man nicht sofort nach Absenden der Bewerbung eine Rückmeldung, sollte man sich keine Gedanken machen: Ein Feedback kann je nach Modus bis zu sechs Monate dauern. Von häufigem Nachhaken sollte man lieber Abstand nehmen und sich in Geduld üben.
Eine Zeitlang wurden Stipendien grundsätzlich nur an solche Bewerber vergeben, die schon im Studium sind. Inzwischen gibt es aber auch Stiftungen, die Förderungen an Studienanfänger vergeben. Hier ist es wichtig, sich rechtzeitig zu bewerben – Spätestens ein halbes Jahr vor Studienbeginn und im besten Fall ein Jahr vor Studienaufnahme. Dennoch gibt es immer noch viele Förderstellen, die ein Stipendium nur an Bewerber im Studium vergeben. Dabei spielt es grundsätzlich keine Rolle, ob man sich im Bachelorstudium befindet oder sich für ein Master-Stipendium bewirbt.
Bei vielen Stipendien sind gute Schulleistungen und gute Leistungen im Studium Voraussetzung. Diese fallen unter den Begriff „Begabtenförderung“. Doch wie eingangs schon erwähnt, sind aber nicht alle Stipendien ausschließlich als Begabtenförderung zu verstehen. Auch soziales Engagement oder politisches Interesse können ausschlaggebend für den Erhalt einer Studienförderung sein.
Hast du deine Bewerbung eingereicht heißt es erst mal abwarten. In einem internen Auswahlverfahren sucht die Stiftung die besten und geeignetsten Kandidaten heraus. Diese werden nun in einer oder mehreren weiteren Bewerbungsrunden genau unter die Lupe genommen. Welche Auswahlverfahren hierbei genutzt werden, kann jeder Förderer selbstständig entscheiden. Sehr beliebt sind:
Gruppendiskussionen mit anderen Bewerbern und Mitgliedern der Stiftung
Das Verfassen von Essays oder das Schreiben von Klausuren
Du solltest dich darauf einstellen, dass jeder Punkt deines Lebenslaufs genauestens geprüft wird und immer wieder intensiv nachgehakt wird, warum du dieses oder jenes getan oder auch nicht getan hast. Vorbereitung:
Auf die weiteren Gesprächsrunden und Interviews solltest du dich intensiv vorbereiten. Im Internet findest du viele Berichte darüber, wie diese ablaufen können und welche Fragen gestellt werden. Kennst du jemanden, der ein solches Auswahlverfahren bereits durchlaufen hat? Dann frag sie oder ihn nach dem Ablauf, den Fragen und hol dir Tipps, was du beachten solltest.
Viele Stiftungen legen großen Wert auf eine gute Allgemeinbildung. Lies Zeitung, schau die Nachrichten und setze dich intensiv mit dem aktuellen Weltgeschehen auseinander – und das nicht eine Woche vor dem Gesprächstermin, sondern über einen längeren Zeitraum. Lass dich beim Termin nicht von deiner Nervosität übermannen. Niemand will dir an diesem Tag etwas Böses! Da es hier um viel Geld geht, soll diese Förderung dem Richtigen zugutekommen – zumindest dem Richtigen in den Augen der Stiftung. Daher wirst intensiv überprüft, ob du ein passender Kandidat bist.
Nebenjob/Studentenjob
Den EINEN klassischen Studentenjob gibt es nicht. Aber der studentische Nebenjob ist eine super Möglichkeit, sich sein Studium zu finanzieren oder zumindest ein bisschen zu BAföG, Studienkredit oder Stipendium hinzu zu verdienen – zumindest in einem Umfang, den das Studium zulässt. Häufig kommt der Studentenjob einem Minijob gleich. Dieser kann in Kaufhäusern, Kneipen oder Gastrobetrieben genauso gefunden werden wie bei Marktforschungsinstituten oder Supermärkten. Wer keine Lust auf einen Job hat, der einen beruflich nicht weiterbringt und nur für ein Plus auf dem Konto sorgt, sollte überlegen, einen Studentenjob zu finden, der dem Berufsziel schon nahe kommt. Viele Unternehmen stellen Werkstudenten ein oder vergeben Minijobs an studentische Aushilfen. Auch am Lehrstuhl werden immer wieder HiWi-Stellen ausgeschrieben. Solche Jobs sind allerdings heißbegehrt und die Konkurrenz entsprechend groß.
Zu den beliebtesten Nebenjobs gehören Bürotätigkeiten als Assistenz oder Aushilfe. Insbesondere Masterstudenten haben natürlich den Vorteil, dass sie bereits über eine abgeschlossene Ausbildung verfügen und dementsprechend höhere Vergütungen erhalten können. Zudem kann durch eine Tätigkeit als Werksstudent auch schon erste Praxiserfahrung im eigenen Fachbereich gesammelt werden. Diese Berufserfahrung wirkt sich natürlich auch positiv auf den Lebenslauf und somit positiv für spätere Bewerbungen aus.
Bei der Auswahl deines Nebenjobs solltest du darauf achten, dass der Job Flexibilität mit sich bringt. Vor allem in Prüfungsphasen benötigen Studierende genau diese besonders. Genau hier sind auch die größten Schwierigkeiten zu erwarten: Die Studierenden sollten bei der Auswahl des Nebenjobs darauf achten, dass Flexibilität nicht nur vom Arbeitnehmer erwartet wird. Muss in der Prüfungsphase viel gearbeitet werden, leidet unter Umständen das Studium unter der Nebentätigkeit.
Datenbank Nebenjob/Studentenjob/Werkstudentenjob einbinden
Grundsätzlich kannst du während des Studiums so viel verdienen wie du willst. Allerdings solltest du wissen, dass du auch als Student ab einer bestimmten Einkommensgrenze Steuern auf dein Einkommen zahlen musst. In diesem Fall solltest du dir genau ausrechnen, wie hoch diese Steuerabgabe ist und ob sich das für dich überhaupt lohnt.
2013 lag der Steuerfreibetrag bei 8.130 Euro für das gesamte Jahr. 2014 bei 8.354 Euro. Überschreitet dein Einkommen diese Grenze, bist du steuerpflichtig.
Für BAföG-Empfänger gelten andere Regelungen. Hier darf dein Einkommen pro Jahr nicht über 4.800 Euro liegen, also 400 Euro pro Monat. Überschreitest du diesen Betrag, werden dir 78 % des Bruttoeinkommens vom BAföG abgezogen. Wer noch Kindergeld bekommt, sollte sich ebenfalls informieren, wie hoch die Zuverdienstgrenze ist. Hier gilt: Handelt es sich beim Studium um die erste Berufsausbildung, ist das Einkommen unerheblich. Wurde beispielsweise aber vorher eine Ausbildung absolviert, kann eine sozialversicherungspflichtige Nebentätigkeit nicht nur den Kindergeldanspruch verwirken, sondern die Eltern auch zur Rückzahlung bereits erhaltener Leistungen für das gesamte Kalenderjahr verpflichten.
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