Source: http://sl.juris.de/cgi-bin/landesrecht.py?d=http://sl.juris.de/sl/gesamt/AusbPrAltPflegV_SL_2003.htm
Timestamp: 2017-03-23 10:15:07
Document Index: 25067679

Matched Legal Cases: ['§ 9', '§ 21', '§ 7', '§ 4', '§ 4', '§ 8', '§ 6', '§ 7', '§ 3', '§ 6', '§ 8', '§ 6', '§ 6', '§ 5', '§ 5', '§ 14', '§ 14', '§ 15', '§\n14', '§ 2', '§ 1', '§ 2', '§ 1', '§ 2', '§ 1', '§ 2', '§ 1', '§ 1', '§ 6', '§ 2', '§ 19']

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2127-3-1Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für den Altenpflegehilfeberuf (APHi-VO) Vom 9. September 2003 zuletzt geändert durch die Verordnung vom 24. November 2015 (Amtsbl. I S. 894).Fundstelle: Amtsblatt 2003, S. 2518Änderungsdaten
1. geändert durch Verordnung vom 24. Januar 2006 (Amtsbl. S. 174)
2. geändert durch Gesetz vom 19. November 2008 (Amtsbl. S. 1930)
3. §§ 9, 19, 20 und 21 geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 11. November 2010 (Amtsbl. I. S. 1417)
4. § 21 neu gefasst durch Artikel 8 der Verordnung vom 24.11.2015 (Amtsbl. I S. 894)
Auf Grund von § 7
des Gesetzes über den Altenpflegehilfeberuf (AltPflHiG)
vom 9. Juli 2003 (Amtsbl. S. 2050) verordnet das Ministerium für Frauen,
Arbeit, Gesundheit und Soziales im Benehmen mit dem Ministerium für Bildung,
Kultur und Wissenschaft:
Abschnitt 1 Ausbildung
(1) Die einjährige Ausbildung zur Altenpflegehelferin
und zum Altenpflegehelfer entspricht dem 1. Ausbildungsjahr der Altenpflegefachausbildung
und umfasst mindestens 700 Stunden theoretischen und praktischen Unterricht und mindestens
900 Stunden praktische Ausbildung.
Die praktische Ausbildung erfolgt bei den in § 4 Abs. 3
des Gesetzes über den Altenpflegehilfeberuf
genannten Einrichtungen. Die einjährige Ausbildung ist nach dem Curriculum
gemäß Anlage 1 durchzuführen.
(2) Die Ausbildung erfolgt im Wechsel von Abschnitten des
Unterrichts und der praktischen Ausbildung.
(3) Der Jahresurlaub ist in der unterrichtsfreien Zeit zu
(1) Die ausbildende Einrichtung nach § 4 Abs. 3
muss die Gewähr für eine ordnungsgemäße Durchführung der
praktischen Ausbildung bieten.
(2) Die ausbildende Einrichtung stellt für die Zeit der
praktischen Ausbildung die Praxisanleitung der Schülerin oder des Schülers
durch eine geeignete Fachkraft (Praxisanleiterin oder Praxisanleiter) auf der Grundlage
eines Ausbildungsplans sicher.
Geeignet ist
1. eine Altenpflegerin oder ein Altenpfleger oder
2. eine Krankenschwester oder ein Krankenpfleger
mit mindestens zweijähriger Berufserfahrung in der Altenpflege und der Fähigkeit
zur Praxisanleitung, die in der Regel durch eine berufspädagogische Fortbildung
oder Weiterbildung mit einem Umfang von mindestens 200 Stunden nachzuweisen ist.
Mindestens 40 Stunden müssen dabei insbesondere berufspädagogische Kenntnisse
sowie Kenntnisse über das Gesetz über den Altenpflegehilfeberuf sowie diese
hierzu ergangene Ausbildungs- und Prüfungsverordnung vermitteln. Aufgabe der
Praxisanleitung ist es, die Schülerin oder den Schüler schrittweise an
die eigenständige Wahrnehmung der beruflichen Aufgaben heranzuführen und
den Kontakt mit der Altenpflegeschule zu halten.
(3) Die Altenpflegeschule stellt durch Lehrkräfte für
die Zeit der praktischen Ausbildung die Praxisbegleitung der Schülerinnen und
Schüler in den Einrichtungen sicher. Aufgabe der Lehrkräfte ist es, die
Schülerinnen und Schüler durch begleitende Besuche in den Einrichtungen
zu betreuen und zu beurteilen sowie die Praxisanleiterinnen oder die Praxisanleiter
zu beraten.
(4) Die ausbildende Einrichtung erstellt über den bei
ihr durchgeführten Ausbildungsabschnitt eine Bescheinigung. Diese muss Angaben
enthalten über die Dauer der Ausbildung, die Ausbildungsbereiche, die vermittelten
Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten und über Fehlzeiten der Schülerin
oder des Schülers. Die Bescheinigung ist der Altenpflegeschule spätestens
zwei Monate vor Ende des Ausbildungsjahres vorzulegen. Fehlzeiten nach Vorlage dieser
Bescheinigung sind der Altenpflegeschule nachzumelden. Der Träger der praktischen
Ausbildung gemäß § 8 Abs. 1
und die Schülerin oder der Schüler erhalten Abschriften.
Abschnitt 2 Leistungsbewertung
Die Altenpflegeschule bestätigt vor dem Zulassungsverfahren
gemäß §
die regelmäßige und erfolgreiche Teilnahme an der Ausbildung durch eine
Bescheinigung nach dem Muster der Anlage 2
Für die nach dieser Verordnung zu bewertenden Leistungen
gelten folgende Noten:
„sehr gut“ (1),
wenn die Leistung den Anforderungen in besonderem Maße entspricht (bei
Werten bis unter 1,5)
„gut“ (2),
wenn die Leistung den Anforderungen voll entspricht (bei Werten von 1,5 bis
unter 2,5),
„befriedigend“ (3),
wenn die Leistung im Allgemeinen den Anforderungen entspricht (bei Werten
von 2,5 bis unter 3,5),
„ausreichend“ (4),
wenn die Leistung zwar Mängel aufweist, aber im Ganzen den Anforderungen
noch entspricht (bei Werten von 3,5 bis unter 4,5),
„mangelhaft“ (5),
wenn die Leistung den Anforderungen nicht entspricht, jedoch erkennen lässt,
dass die notwendigen Grundkenntnisse vorhanden sind und die Mängel in absehbarer
Zeit behoben werden können (bei Werten von 4,5 bis unter 5,5),
„ungenügend“ (6),
wenn die Leistung den Anforderungen nicht entspricht und selbst die Grundkenntnisse
so lückenhaft sind, dass die Mängel in absehbarer Zeit nicht behoben
werden können (bei Werten ab 5,5).
Abschnitt 3 Prüfung
Die staatliche Altenpflegehilfeprüfung umfasst einen
schriftlichen, einen mündlichen und einen praktischen Teil. Die staatliche Prüfung
wird an der Altenpflegeschule abgelegt, an der die Ausbildung abgeschlossen wird.
Prüfungsausschuss Fachausschüsse
(1) Für die ordnungsgemäße Durchführung
der Prüfung ist der nach § 6
der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für den Beruf der Altenpflegerin
und des Altenpflegers (Altenpflege-Ausbildungs- und Prüfungsverordnung - AltPflAPrV)
vom 26. November 2002 (BGBl. I. S. 4418) in der jeweils geltenden Fassung zu bildende
Prüfungsausschuss verantwortlich.
(2) Der mündliche und praktische Teil der Prüfung
kann von den nach § 7
vom 26. November 2002 (BGBl. I. S. 4418) in der jeweils geltenden Fassung gebildeten
Fachausschüssen durchgeführt werden, die insoweit die Aufgaben des Prüfungsausschusses
(1) Das vorsitzende Mitglied des Prüfungsausschusses
entscheidet auf Antrag der Schülerin oder des Schülers über die Zulassung
zur Prüfung. Es setzt im Benehmen mit der Altenpflegeschule die Prüfungstermine
(2) Die Zulassung zur Prüfung wird erteilt, wenn folgende
Nachweise vorliegen:
1. eine Geburtsurkunde oder ein Auszug aus dem Familienbuch
der Eltern und alle Urkunden, die eine spätere Namensänderung bescheinigen,
sowie bei Verheirateten eine Heiratsurkunde oder ein Auszug aus dem für die
Ehe geführten Familienbuch und bei bestehender eingetragener Lebenspartnerschaft
die Lebenspartnerschaftsurkunde,
2. die Bescheinigung nach § 3
(3) Die Zulassung und die Prüfungstermine werden der
Schülerin oder dem Schüler spätestens vier Wochen vor Prüfungsbeginn
schriftlich mitgeteilt.
(4) Altenpflegeschülerinnen und Altenpflegeschüler,
die die Altenpflegeausbildung im 2. oder 3. Ausbildungsjahr abbrechen, können
auf Antrag zur nächstmöglichen regulären Altenpflegehilfeprüfung
Vornoten
(1) Die Altenpflegeschulen setzen für jedes Lernfeld,
das Gegenstand des schriftlichen und des mündlichen Teils der Prüfung ist
und für den praktischen Teil der Prüfung eine Vornote fest. Die Festsetzung
der Vornote für den praktischen Teil der Prüfung erfolgt im Benehmen mit
dem Träger der praktischen Ausbildung.
(2) Die Vornoten werden bei der Bildung der Noten des mündlichen,
schriftlichen und praktischen Teils der Prüfung jeweils mit einem Anteil von
25 v.H. berücksichtigt.
(3) Die Vornoten werden der Schülerin oder dem Schüler
spätestens drei Werktage vor Beginn des ersten Prüfungsteils mitgeteilt.
(1) Der schriftliche Teil der Prüfung umfasst zwei Aufsichtsarbeiten
aus den Lernfeldern 1 bis 5 des Curriculums gemäß Anlage 1.
(2) Die Aufsichtsarbeiten dauern jeweils 90 Minuten. Sie sind
in der Regel an zwei aufeinander folgenden Tagen durchzuführen.
(3) Die Aufgaben für die Aufsichtsarbeiten werden von
dem Landesamt für Soziales, Gesundheit und Verbraucherschutz auf Vorschlag der
Altenpflegeschule oder der Altenpflegeschulen bestimmt. Jede Aufsichtsarbeit ist
von zwei Fachprüferinnen oder Fachprüfern des Prüfungsausschusses
bzw. des betreffenden Fachausschusses gemäß § 6 Abs. 1 bzw. Abs. 2
unabhängig voneinander zu benoten. Bei unterschiedlicher Benotung entscheidet
das vorsitzende Mitglied des Prüfungsausschusses im Benehmen mit den Fachprüferinnen
oder Fachprüfern.
(4) Das vorsitzende Mitglied des Prüfungsausschusses
bildet die Note für den schriftlichen Teil der Prüfung aus dem arithmetischen
Mittel der Noten der Fachprüferinnen oder Fachprüfer und der Vornoten gemäß
§ 8 Abs. 1 und 2
Mündlicher Prüfungsteil
(1) Der mündliche Teil der Prüfung erstreckt sich
auf zwei der Lernfelder 1 bis 5 des Curriculums (Anlage 1), die nicht Gegenstand
der schriftlichen Prüfung waren.
(2) Der mündliche Teil der Prüfung wird als Einzelprüfung
oder Gruppenprüfung mit bis zu vier Prüflingen durchgeführt. Ein Prüfling
soll in jedem mündlich geprüften Lernfeld nicht länger als zehn Minuten
(3) Mindestens zwei Fachprüferinnen oder Fachprüfer
des Prüfungsausschusses bzw. des betreffenden Fachausschusses gemäß
§ 6 Abs. 1 bzw. Abs.
nehmen die Prüfungen ab und benoten die Leistungen. Das vorsitzende Mitglied
des Prüfungsausschusses ist berechtigt, sich an der Prüfung zu beteiligen
und selbst zu prüfen.
bildet die Note für den mündlichen Teil der Prüfung aus dem arithmetischen
(5) Das vorsitzende Mitglied des Prüfungsausschusses
kann die Anwesenheit von Zuhörerinnen oder Zuhörern beim mündlichen
Teil der Prüfung gestatten, wenn ein berechtigtes Interesse besteht und der
Prüfling damit einverstanden ist.
(1) Der praktische Teil der Prüfung erstreckt sich auf
die praktischen Lernfelder 5 bis 7 des Curriculums (Anlage 1).
(2) Die Prüfungsaufgabe wird von einer Lehrkraft im
Sinne von § 6 Abs.
1 bzw. Abs. 2
ausgewählt. Sie wird je nach Umfang den Prüflingen am Tag vor der Prüfung
oder am Prüfungstag mitgeteilt. Hierüber entscheidet die Lehrkraft nach
Satz 1. Die Prüfungszeit ist den gestellten Aufgaben anzupassen und soll in
der Regel 20 Minuten betragen. Die Schülerinnen und Schüler werden einzeln
nehmen die Prüfung ab und benoten die Leistungen. Das vorsitzende Mitglied
(4) Zur Abnahme und Benotung des praktischen Teils der Prüfung
kann eine Praxisanleiterin oder ein Praxisanleiter aus der Einrichtung, in der die
Schülerin oder der Schüler überwiegend ausgebildet wurde, in beratender
Funktion hinzugezogen werden.
bildet die Note für den praktischen Teil der Prüfung aus dem arithmetischen
Niederschrift über die Prüfung
Über die Prüfung ist eine Niederschrift zu fertigen,
aus der Gegenstand, Ablauf und Ergebnisse der Prüfung und etwa vorkommende Unregelmäßigkeiten
hervorgehen.
(1) Die Prüfung ist bestanden, wenn jeder der nach § 5 Abs. 1
vorgesehenen Prüfungsteile mindestens mit der Note „ausreichend“
bewertet worden ist.
(2) Über die bestandene staatliche Prüfung wird
ein Zeugnis nach dem Muster der Anlage 3
erteilt. Über das Nichtbestehen erhält die Schülerin oder der Schüler
vom vorsitzenden Mitglied des Prüfungsausschusses eine schriftliche Mitteilung,
in der die Prüfungsnoten anzugeben sind.
Wiederholen der Prüfung
(1) Jeder der nach § 5 Abs. 1
vorgesehenen Prüfungsteile kann einmal wiederholt werden, wenn er mit der Note
„mangelhaft“ oder „ungenügend“ bewertet worden ist.
(2) Das vorsitzende Mitglied des Prüfungsausschusses
entscheidet im Benehmen mit den Fachprüferinnen oder Fachprüfern über
eine Verlängerung der Ausbildung sowie deren Dauer und Inhalt.
(1) Tritt die Schülerin oder der Schüler nach der
Zulassung von der Prüfung zurück, so sind die Gründe für den
Rücktritt unverzüglich dem vorsitzenden Mitglied des Prüfungsausschusses
schriftlich mitzuteilen. Genehmigt das vorsitzende Mitglied des Prüfungsausschusses
den Rücktritt, so gilt die Prüfung als nicht unternommen. Die Genehmigung
ist nur zu erteilen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Im Fall einer Krankheit kann
die Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung verlangt werden.
(2) Wird die Genehmigung für den Rücktritt nicht
erteilt oder unterlässt es die Schülerin oder der Schüler, die Gründe
für den Rücktritt unverzüglich mitzuteilen, so gilt die Prüfung
oder der betreffende Teil der Prüfung als nicht bestanden. § 14 Abs. 1
Versäumnisfolgen
Nichtabgabe der Aufsichtsarbeit
Unterbrechung der Prüfung
(1) Wenn die Schülerin oder der Schüler einen Prüfungstermin
versäumt, eine Aufsichtsarbeit nicht oder nicht rechtzeitig abgibt oder die
Prüfung unterbricht bzw. abbricht, so gilt die Prüfung oder der betreffende
Teil der Prüfung als nicht bestanden, wenn nicht ein wichtiger Grund vorliegt.
§ 14 Abs. 1
gilt entsprechend. Liegt ein wichtiger Grund vor, so gilt die Prüfung oder
der betreffende Teil der Prüfung als nicht unternommen.
(2) Die Entscheidung darüber, ob ein wichtiger Grund
vorliegt, trifft das vorsitzende Mitglied des Prüfungsausschusses. § 15 Abs. 1 Satz 1 und 4
Ordnungsverstöße und
Täuschungsversuche
Das vorsitzende Mitglied des Prüfungsausschusses kann
bei Schülerinnen oder Schülern, die die ordnungsgemäße Durchführung
der Prüfung in erheblichem Maß gestört oder sich eines Täuschungsversuchs
schuldig gemacht haben, den betreffenden Teil der Prüfung für nicht bestanden
erklären; §
14 Abs. 1
gilt entsprechend. Eine solche Entscheidung ist im Fall der Störung der Prüfung
nur bis zum Abschluss der gesamten Prüfung zulässig. Die Rücknahme
einer Prüfungsentscheidung wegen Täuschung ist nur innerhalb von drei Jahren
nach Abschluss der Prüfung zulässig.
Auf Antrag ist der Schülerin oder dem Schüler nach
Abschluss der Prüfung Einsicht in die eigenen Prüfungsunterlagen zu gewähren.
Schriftliche Aufsichtsarbeiten sind drei Jahre, Anträge auf Zulassung zur Prüfung
und Prüfungsniederschriften zehn Jahre aufzubewahren.
Abschnitt 4 Erlaubniserteilung
Erlaubnisurkunde
Liegen die Voraussetzungen nach § 2 Abs. 1
für die Erteilung der Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung vor,
so stellt das Landesamt für Soziales, Gesundheit und Verbraucherschutz die Erlaubnisurkunde
nach dem Muster der Anlage
Sonderregelungen für Personen
mit Diplomen oder Prüfungszeugnissen aus einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen
Gemeinschaft oder einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen
(1) Wer eine Erlaubnis nach § 1
beantragt und einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Gemeinschaft oder
einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum
vom 2. Mai 1992 (BGBl. II 1993 S. 267 ff) in der jeweils geltenden Fassung angehört,
kann zum Nachweis, dass die Voraussetzungen nach § 2 Abs. 1 Nr. 2
vorliegen, eine von der zuständigen Behörde des Heimat- oder Herkunftsstaates
ausgestellte entsprechende Bescheinigung oder einen von einer solchen Behörde
ausgestellten Strafregisterauszug oder, wenn solche nicht beigebracht werden können,
einen gleichwertigen Nachweis vorlegen. Hat die antragstellende Person den Beruf
im Heimat- oder Herkunftsstaat bereits ausgeübt, so kann das für die Erteilung
der Erlaubnis nach § 1
zuständige Landesamt für Soziales, Gesundheit und Verbraucherschutz bei
der zuständigen Behörde des Heimat- oder Herkunftsstaates Auskünfte
über etwa gegen die antragstellende Person verhängte Strafen oder sonstige
berufs- oder strafrechtliche Maßnahmen wegen schwerwiegenden standeswidrigen
Verhaltens oder strafbarer Handlungen, die die Ausübung des Berufs im Heimat-
oder Herkunftsstaat betreffen, einholen. Hat das für die Erteilung der Erlaubnis
zuständige Landesamt für Soziales, Gesundheit und Verbraucherschutz in
den Fällen des Satzes 1 und 2 von Tatbeständen Kenntnis, die außerhalb
des Geltungsbereichs des Gesetzes über den Altenpflegehilfeberuf eingetreten
sind und im Hinblick auf die Voraussetzung des § 2 Abs. 1 Nr. 2
von Bedeutung sein können, so hat es die zuständige Stelle des Heimat-
oder Herkunftsstaates zu unterrichten und sie zu bitten, diese Tatbestände zu
überprüfen und ihm das Ergebnis und die Folgerungen, die es hinsichtlich
der von ihm ausgestellten Bescheinigungen und Nachweise daraus zieht, mitzuteilen.
Die in den Sätzen 1 bis 3 genannten Bescheinigungen und Mitteilungen sind vertraulich
zu behandeln. Sie dürfen der Beurteilung nur zu Grunde gelegt werden, wenn bei
der Vorlage die Ausstellung nicht mehr als drei Monate zurückliegt.
(2) Wer eine Erlaubnis nach § 1
angehört, kann zum Nachweis, dass die Voraussetzung nach § 2 Abs. 1 Nr. 3
vorliegt, eine entsprechende Bescheinigung der zuständigen Behörde des
Heimat- oder Herkunftsstaates vorlegen. Absatz 1 Satz 4 und 5 gilt entsprechend.
(3) Wem die Erlaubnis nach § 1
erteilt worden ist, kann die im Heimat- oder Herkunftsstaat bestehende rechtmäßige
Ausbildungsbezeichnung und, soweit dies nach dem Recht des Heimat- oder Herkunftsstaates
zulässig ist, deren Abkürzung in der Sprache dieses Staates führen.
Daneben sind Name und Ort der Lehranstalt, die die Ausbildungsbezeichnung verliehen
hat, aufzuführen.
(4) Über den Antrag auf Erteilung der Erlaubnis nach
ist kurzfristig, spätestens vier Monate nach Vorlage der Nachweise über
das Vorliegen der Voraussetzungen des Gesetzes über den Altenpflegehilfeberuf
zu entscheiden. Werden Auskünfte nach Absatz 1 Satz 2 oder 3 von der zuständigen
Stelle des Heimat- oder Herkunftsstaates eingeholt, so wird der Ablauf der in Satz
1 genannten Frist bis zu dem Zeitpunkt gehemmt, zu dem die Auskünfte eingehen
oder, wenn eine Antwort des Heimat- oder Herkunftsstaates innerhalb von vier Monaten
nicht eingeht, bis zum Ablauf dieser vier Monate. Werden von der zuständigen
Stelle des Heimat- oder Herkunftsstaates die in Absatz 1 Satz 1 genannten Bescheinigungen
nicht ausgestellt oder die nach Absatz 1 Satz 2 oder 3 nachgefragten Mitteilungen
innerhalb von vier Monaten nicht gemacht, kann die antragstellende Person sie durch
Vorlage einer Bescheinigung über die Abgabe einer eidesstattlichen Erklärung
gegenüber dem Landesamt für Soziales, Gesundheit und Verbraucherschutz
Abschnitt 5 Schlussvorschrift
Diese Verordnung tritt am 1. Oktober 2003 in Kraft.
(zu § 1 Abs. 1)
A. Schulischer
Rahmenlehrplan für den Altenpflegehilfeberuf
Lernbereiche, -felder und -inhalte
Stundenzahl 1. Institutionelle und rechtliche
Rahmenbedingungen in der Altenpflege
1.1 Institutionelle und rechtliche Rahmenbedingungen für die altenpflegerische Berufsarbeit
1.1.1 Rechtliche Rahmenbedingungen altenpflegerischer Berufsarbeit
1.1.2 Berufsverbände und -organisationen in der Altenpflege
1.1.3 Systeme der sozialen Sicherung
1.1.4 Träger, Dienste und Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens
1.1.5 Kooperation und Koordination der Einrichtungen und Dienste in der Altenpflege
1.2 Grundlagen qualitätssichernder
Maßnahmen in der Altenpflege
1.2.1 Rechtliche Grundlagen der Qualitätssicherung
1.2.2 Konzepte und Methoden der Qualitätsentwicklung
1.2.3 Institutionen und Instrumente der Fachaufsicht
2. Altenpflege als Beruf
2.1 Entwicklung von beruflichem
2.1.1 Berufsgesetz, Berufsbild und Arbeitsfelder in der Altenpflege
2.1.2 Berufsgeschichte der Altenpflege
2.1.3 Arbeitsformen und -prinzipien in der Altenpflege
2.1.4 Verantwortung und ethische Dimensionen der beruflichen Aufgaben und
2.2 Methoden und Techniken
des beruflichen Lernens
2.2.1 Methoden und Techniken zur Förderung des Lernprozesses
2.2.2 Berufliches Lernen mit Informations- und Kommunikationstechnologien
2.2.3 Methoden und Techniken der Arbeitsplanung und -vorbereitung
2.3 Berufstypische Problemsituationen
2.3.1 Bewältigungsmöglichkeiten berufstypischer Konfliktsituationen
und Belastungen
2.3.2 Erscheinungsformen und Vermeidungsmöglichkeiten von Gewalt bei
der Pflege alter Menschen
2.4 Möglichkeiten
und Methoden der Gesundheitsförderung
2.4.1 Methoden und Techniken der persönlichen Gesundheitsförderung
2.4.2 Regeln und Verfahren des Arbeitsschutzes
2.4.3 Methoden und Verfahren der Stressprävention und -bewältigung
3. Altern als Prozess -
Gerontologisch begründete Arbeitsweisen
3.1 Altern als Prozess
3.1.1 Demografische Entwicklungsprozesse
3.1.2 Altern als sozialer, gesundheitlicher und psychischer Veränderungsprozess
3.1.3 Altersspezifische Gesundheits- und Krankheitsbilder
3.1.4 Gesundheitsförderung, Prävention, Rehabilitation im Alter
3.1.5 Familienbeziehungen und soziale Netzwerke
3.1.6 Alltag und Wohnen im Alter
3.1.7 Sexualität und Altern
3.2 Gerontologisch begründete
3.2.1 Wahrnehmung und Beobachtung
3.2.2 Situationsanalyse
3.2.3 Biografiearbeit
3.2.4 Chancen und Grenzen der Pflegeplanung
4. Kultursensible Pflege
4.1 Kommunikation und Gesprächsführung
4.1.1 Grundregeln der symmetrischen Kommunikation
4.1.2 Techniken der verbalen und nonverbalen Kommunikation in Pflegesituationen
4.1.3 Regeln der ethniespezifischen Kommunikation und Gesprächsführung
4.2 Grundlagen und Techniken
kultursensibler Pflege
4.2.1 Maßnahmen der Grundpflege
4.2.2 Tagesstrukturierung
4.2.3 Ethische und anthropologische Grundfragen
4.3 Unterstützung
bei der Wohnraum- und Wohnumfeldgestaltung
4.3.1 Ernährung, Haushalt
4.3.2 Gestaltung eines gesundheitsförderlichen und sicheren Wohnraumes
und Wohnumfeldes
4.3.3 Hilfsmittel und Wohnraumanpassung
5. Methoden und Dimensionen
der Alltagsgestaltung
5.1 Individuelle Aktivierung und Alltagsgestaltung
5.1.1 Beschäftigungs- und Bildungsangebote
5.1.2 Feste und Veranstaltungen
5.1.3 Mediennutzung
5.1.4 Ehrenamtliches Engagement
5.1.5 Selbsthilfegruppen
5.1.6 Seniorenvertretungen, Seniorenbeiräte
B. Praktischer
Rahmenlehrplan für den Altenpflegehilfeberuf Lernfelder
Stunden 1. Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht
5. Pflegen alter Menschen in häuslicher Umgebung
6. Pflegen alter Menschen in stationären Einrichtungen der Altenhilfe
7. Pflegeplanung, Pflegedokumentation, EDV
[1] Die Lernfelder
1 bis 4 werden während der gesamten Ausbildungszeit integriert in den übrigen
Lernfeldern vermittelt! (Amtl. Anmerkung 1)
Bezeichnung der Altenpflegeschule
über die Teilnahme an der Altenpflegehilfeausbildung
Geburtsdatum Geburtsort
hat in der Zeit vom _________________________ bis __________________________
regelmäßig und mit Erfolg an dem theoretischen und praktischen Unterricht
und der praktischen Ausbildung als Altenpflegehilfeschülerin / Altenpflegehilfeschüler
Die Ausbildung ist nicht *) über die nach § 6 des Gesetzes über den Altenpflegehilfeberufe vom
9. Juli 2003 (Amtsbl. S. 2050) in der derzeit geltenden Fassung zulässigen Fehlzeiten
hinaus um _____ Tage*)
unterbrochen worden.
Unterschrift der Leitung der Altenpflegeschule
Nichtzutreffendes streichen
Die Vorsitzende / Der Vorsitzende *)
über die staatliche Prüfung in der Altenpflegehilfe
hat am ____________________ die staatliche Prüfung in der Altenpflegehilfe
nach § 2 Abs. 1 Nr. 1 des Gesetzes über den Altenpflegehilfeberuf vom 9.
Juli 2003 (Amtsbl. S. 2050) in der derzeit geltenden Fassung vor dem staatlichen
Prüfungsausschuss bei der
________________________________________________ in ____________________________________________
Altenpflegeschule Ort
Sie/Er *)
hat folgende Prüfungsnoten erhalten:
„________________________________“
(zu § 19)
über die Erlaubnis zur Führung
der Berufsbezeichnung
„Altenpflegehelfer/-in“
erhält auf Grund des Gesetzes über den Altenpflegehilfeberuf vom 9.
Juli 2003 (Amtsbl. S. 2050) in der derzeit geltenden Fassung mit Wirkung vom heutigen
Tage die Erlaubnis, die Berufsbezeichnung
„_____________________________________________“
E-Mail-Kontaktinfo@juris.de
Portal Ministerium der Justiz: