Source: https://www.rechtslupe.de/familienrecht/verwertung-eines-sachverstaendigengutachtens-3100506
Timestamp: 2019-10-15 01:34:49
Document Index: 175406393

Matched Legal Cases: ['§ 37', '§ 275', '§ 288', 'Art. 2', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Ver­wer­tung eines Sach­ver­stän­di­gen­gut­ach­tens | Rechtslupe
Die Ver­wer­tung eines Sach­ver­stän­di­gen­gut­ach­tens als Ent­schei­dungs­grund­la­ge setzt gemäß § 37 Abs. 2 FamFG vor­aus, dass das Gericht den Betei­lig­ten Gele­gen­heit zur Stel­lung­nah­me ein­ge­räumt hat 1.
Inso­weit ist das Gut­ach­ten mit sei­nem vol­len Wort­laut grund­sätz­lich auch dem Betrof­fe­nen per­sön­lich im Hin­blick auf des­sen Ver­fah­rens­fä­hig­keit (§ 275 FamFG) zur Ver­fü­gung zu stel­len. Davon kann nur unter den Vor­aus­set­zun­gen des § 288 Abs. 1 FamFG abge­se­hen wer­den 2.
Die Betrof­fe­ne ist durch die­sen Ver­fah­rens­man­gel in ihrem Frei­heits­grund­recht aus Art. 2 Abs. 2 Satz 2 GG ver­letzt wor­den 3.
im Anschluss an BGH, Beschluss vom 29.01.2014 – XII ZB 330/​13 Fam­RZ 2014, 649[↩]
BGH, Beschluss vom 29.01.2014 – XII ZB 330/​13 Fam­RZ 2014, 649 Rn. 16 mwN[↩]
vgl. BGH, Beschluss vom 29.01.2014 – XII ZB 330/​13 Fam­RZ 2014, 649 Rn. 22 ff.[↩]