Source: http://regelwerke.vbg.de/vbg_zuru/br202/br202_0_.html
Timestamp: 2020-06-03 20:27:54
Document Index: 373414757

Matched Legal Cases: ['§ 12', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 3', '§ 3', '§ 2', '§ 12', '§ 3', '§ 11', '§ 29', '§ 3', '§ 15', '§ 9', '§ 5', '§ 15', '§ 15', '§ 7', '§ 30', '§ 29', '§ 29', '§ 11', '§ 11', '§ 2', '§ 7', '§ 14', '§ 14', '§ 7', '§ 8', '§ 8', '§ 15', '§ 24', '§ 25', '§ 25', '§ 26', '§ 26', '§ 24', '§ 14', '§ 14']

Neben dieser BG-Regel sind insbesondere die Verkaufsstättenverordnungen sowie die Bauordnungen einzelner Bundesländer zu beachten.
Prüfberichte von Prüflaboratorien, die in anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union oder der Türkei oder in anderen Vertragsstaaten des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum zugelassen sind, werden in gleicher Weise wie deutsche Prüfberichte berücksichtigt, wenn die den Prüfberichten dieser Stellen zugrunde liegenden Prüfungen, Prüfverfahren und konstruktiven Maßnahmen denen der deutschen Stelle gleichwertig sind. Um derartige Stellen handelt es sich vor allem dann, wenn diese die in der Normenreihe EN 45000 niedergelegten Anforderungen erfüllen.
Diese BG-Regel findet Anwendung auf Verkaufsstellen.
Diese BG-Regel findet auch Anwendung auf ausgelagerte Betriebsteile und Läger, die von der Verkaufsstelle räumlich getrennt sind.
Verkaufsstellen sind Verkaufsräume, Verkaufsstände im Freien, die im Zusammenhang mit Ladengeschäften stehen, und alle Nebenräume und sonstige Bereiche, die im betrieblichen Zusammenhang mit Verkaufsräumen stehen.
Zu den Nebenräumen und sonstigen Bereichen zählen Lager- und Vorratsräume, Vorbereitungsräume, Büroräume, Sozialräume, Bereiche für die Warenanlieferung und Entsorgung, Verkehrswege.
Arbeitsmittel sind alle Maschinen, Apparate, Werkzeuge oder Anlagen, die bei der Arbeit benutzt werden.
Verkaufsstellen einschließlich der dort verwendeten Arbeitsmittel müssen in Bezug auf Sicherheit und Gesundheitsschutz nach den geltenden staatlichen oder berufsgenossenschaftlichen Vorschriften und Regeln oder den allgemein anerkannten Regeln der Technik entsprechend beschaffen sein und betrieben werden. Abweichungen sind zulässig, wenn die gleiche Sicherheit auf andere Weise gewährleistet ist.
Bei Festlegung der Mittel und Maßnahmen zur Erreichung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes wurde die Ausgewogenheit zwischen
dem Nutzen des verminderten Risikos
dem Verlust anderer Vorteile, um dies zu erreichen,
Diese Ausgewogenheit gewährleistet ein angemessenes Sicherheitsniveau für das jeweilige mechanische, physikalische, chemische, biologische oder psychische Gefährdungspotential.
Mechanische Gefährdungen sind z. B. Gefahr bringende Bewegungen an Maschinen und Einrichtungen. Physikalische Gefährdungen sind z. B. Lärm, Vibration, Strahlung, Umgang mit heißen Flüssigkeiten.
Psychische Gefährdungen können hervorgerufen werden durch Unter- und Überforderung, auch durch Lärm, mangelhafte Beleuchtung und ungünstige Klimaverhältnisse.
Regeln der Technik sind z. B. Technische Regeln für Betriebssicherheit (TRBS), Berufsgenossenschaftliche Regeln (BGR), Arbeitsstätten-Richtlinien (ASR), Technische Regeln für Gefahrstoffe (TRGS) und Europäische Normen (EN).
Arbeitsräume müssen der Arbeitsstättenverordnung entsprechen.
Arbeitsplätze sind Bereiche von Arbeitsstätten, in denen sich Versicherte bei der von ihnen auszuübenden Tätigkeit regelmäßig über einen längeren Zeitraum oder im Verlauf der täglichen Arbeitszeit nicht nur kurzfristig aufhalten müssen.
Arbeitsplätze im Sinne der Definition liegen nach allgemeiner Auffassung dann vor, wenn sich Versicherte zur Verrichtung ihrer Arbeitsaufgabe in abgrenzbaren Bereichen einer Arbeitsstätte entweder mindestens zwei Stunden täglich oder an mindestens 30 Arbeitstagen im Jahr aufhalten müssen; siehe Veröffentlichungen des Länderausschusses für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik (LASI) „Leitlinien zur Arbeitsstättenverordnung“ (LV 40).
Arbeitsräume müssen eine ausreichende Grundfläche und eine, in Abhängigkeit von der Größe der Grundfläche der Räume, ausreichende lichte Höhe aufweisen, so dass die Versicherten ohne Beeinträchtigung ihrer Sicherheit, ihrer Gesundheit oder ihres Wohlbefindens ihre Arbeit verrichten können.
– Eine Grundfläche von mindestens 8 m2 für Arbeitsräume.
– Lichte Höhe
bei einer Grundfläche von
nicht mehr als 50 m2 mindestens 2,50 m,
mehr als 50 m2 mindestens 2,75 m,
mehr als 100 m2 mindestens 3,00 m,
mehr als 2000 m2 mindestens 3,25 m.
Bei Räumen mit Schrägdecken sollte die lichte Höhe im Bereich von Arbeitsplätzen und Verkehrswegen an keiner Stelle 2,50 m unterschreiten.
Die vorstehend genannten Maße können bei Verkaufsräumen, Büroräumen und anderen Arbeitsräumen, in denen überwiegend leichte oder sitzende Tätigkeit ausgeübt wird, oder aus zwingenden baulichen Gründen um 0,25 m herabgesetzt werden, wenn hiergegen keine gesundheitlichen Bedenken bestehen.
Die Größe des notwendigen Luftraumes ist in Abhängigkeit von der Art der körperlichen Beanspruchung und der Anzahl der Versicherten sowie der sonstigen anwesenden Personen zu bemessen.
In Verkaufsstellen für jeden ständig anwesenden Versicherten ein Mindestluftraum von 15 m3; der Mindestluftraum darf durch Betriebseinrichtungen nicht verringert werden.
Halten sich in Arbeitsräumen mit freier (natürlicher) Lüftung neben den ständig anwesenden Versicherten auch andere Personen nicht nur vorübergehend auf, ist für jede zusätzliche Person ein Mindestluftraum von 10 m3 zu empfehlen.
Die freie unverstellte Fläche am Arbeitsplatz muss so bemessen sein, dass sich die Versicherten bei ihrer Tätigkeit unbehindert bewegen können. Ist dies nicht möglich, muss den Versicherten in der Nähe des Arbeitsplatzes eine andere ausreichend große Bewegungsfläche zur Verfügung stehen.
Siehe Abschnitt 3.1 des Anhanges zur Arbeitsstättenverordnung.
Zu empfehlen sind eine freie Bewegungsfläche von mindestens 1,5 m2 bei einer Mindestbreite von 1 m für jeden Versicherten an seinem Arbeitsplatz.
Über die Bestimmungen der Arbeitsstättenverordnung hinaus sind die Bauordnungen und Ausführungsbestimmungen der einzelnen Bundesländer zu beachten.
Arbeitsräume, in denen Lebensmittel hergestellt, behandelt oder in den Verkehr gebracht werden, müssen nach den Anforderungen der Lebensmittelhygiene errichtet sein.
der Entsorgungszeiträume,
ausreichend bemessen sein und so angeordnet sein, dass der An- und Abtransport von Abfall und Abfallsammelbehältern möglichst gefahrlos erfolgen kann.
Zugänge ausreichend groß dimensioniert sind,
Transportwege sicher gestaltet sind
ein direkter Zugang von außen gegeben ist.
Räume für Abfall müssen gegen andere Räume in feuerbeständiger Bauweise abgetrennt sein.
Abfall-Lagerräume müssen ausreichend be- und entlüftbar sein.
Ist durch Lage und Gestaltung des Lagerraumes keine wirksame freie (natürliche) Lüftung gewährleistet, z. B. in Kellerräumen, oder treten Beeinträchtigungen durch Gerüche oder Staub auf, insbesondere für angrenzende Bereiche (Küche), ist eine technische Lüftung erforderlich.
Fußböden und Wände in Lagerräumen für Lebensmittelabfälle müssen leicht gereinigt werden können.
Eine leichte Reinigung kann z. B. erreicht werden durch
den Einsatz leicht zu reinigender Bodenbeläge,
die Verwendung von Hohlkehlen am Übergang zwischen Fußboden und Wand,
die Vermeidung unzugänglicher Stellen.
Siehe auch BG-Regel „Fußböden in Arbeitsräumen und Arbeitsbereichen mit Rutschgefahr“ (BGR 181).
Die Fußböden der Räume dürfen keine Unebenheiten, Löcher, Stolperstellen oder gefährlichen Schrägen aufweisen. Sie müssen gegen Verrutschen gesichert, tragfähig, trittsicher und rutschhemmend sein.
Arbeitsräume und -bereiche mit Rutschgefahr sind solche, in denen besondere gleitfördernde Stoffe, wie Wasser, Eis, Fett, Öl, Schmierstoffe, anfallen.
An Arbeitsplätzen müssen die Arbeitsstätten unter Berücksichtigung der Art des Betriebes und der körperlichen Tätigkeit eine ausreichende Dämmung gegen Wärme und Kälte sowie eine ausreichende Isolierung gegen Feuchtigkeit aufweisen.
Teppiche, Läufer, Fußmatten müssen gegen Aufrollen und Verrutschen gesichert sein.
Gegen Verrutschen wirken z. B. feste Verlegung, rutschhemmende Ausführung der Unterseite der Beläge, rutschhemmende Zwischenlagen.
Folgende Anforderungen gelten bei Wege für den Gehverkehr:
Verkehrswege, einschließlich Treppen, fest angebrachte Steigleitern und Laderampen müssen so angelegt und bemessen sein, dass sie je nach ihrem Bestimmungszweck leicht und sicher begangen oder befahren werden können und in der Nähe Versicherte nicht gefährdet werden.
Soweit keine anderen Regelungen bestehen, sollte die Breite der Wege wie folgt bemessen sein (Arbeitsstätten-Richtlinie ASR 17/1,2 „Verkehrswege“):
(Einzugsgebiet) Mindestbreite der Wege (m)
Abweichend von Nummer 2 kann die Mindestbreite von Verbindungsgängen in Ausnahmefällen 0,60 m betragen.
Die lichte Mindesthöhe über den Wegen sollte 2,00 m betragen.
Die Wegbreiten und -höhen gelten auch für betriebliche Wege, die durch Einrichtungsgegenstände oder Waren begrenzt sind.
Bei der Festlegung der Mindestbreite von Rettungswegen muss gegebenenfalls zusätzlich die Anzahl der Kunden berücksichtigt werden.
Verkehrswege und Treppen dürfen nicht durch Verkaufstische, Ausstellungsvitrinen, Waren und sonstige Gegenstände eingeengt werden. Dies gilt auch bei Verkehrswegen auf Rampen und den gekennzeichneten Flächen der Aufzugsvorräume.
Stolperstellen, z. B. durch ortsbewegliche Leitungen, sind zu vermeiden.
Gänge zwischen Lagerregalen, die nur für das Be- und Entladen von Hand bestimmt sind, sollen mindestens 0,75 m breit sein. Abweichend hiervon sollten Gänge zwischen Lagerregalen mit maximal 2,00 m Stapelhöhe mindestens 0,60 m breit sein.
Die Mindestbreiten reichen nicht aus, wenn in den Gängen Beförderungsmittel eingesetzt werden oder wenn wegen der Abmessungen oder der Schwere der Ware bei deren Handhabung eine unergonomische Körperhaltung eingenommen werden muss. In diesen Fällen sind die Gänge entsprechend breiter vorzusehen.
Siehe auch Abschnitt 4.1.4 der BG-Regel „Lagereinrichtungen und -geräte“ (BGR 234).
Siehe Abschnitt 1.8 Abs. 3 des Anhanges zur Arbeitsstättenverordnung.
Die Breite der Wege für handbewegte Transportmittel richtet sich nach der Breite des Transportmittels oder des Ladegutes, wenn das Ladegut über das Transportmittel hinausragt.
Siehe Abschnitt 1.8 Abs. 4 des Anhanges zur Arbeitsstättenverordnung.
Zu der Breite des Transportmittels oder des Ladegutes empfiehlt sich, ein Randzuschlag von 2 x 0,25 m = 0,50 m, in Türöffnungen und anderen Wandöffnungen ein Randzuschlag von 2 x 0,15 m = 0,30 m anzusetzen.
Die Wege für Transportmittel dürfen keine Löcher und Absätze aufweisen.
Die Neigung von Wegen für handbewegte Transportmittel richtet sich nach den verschiedenen Arten der Transportmittel und deren Einsatz. Im Regelfall beträgt die Neigung 1 : 12,5 (8 %). Die Neigung von Ladebrücken und fahrbaren Rampen sollte in Betriebsstellung 1 : 8 (12,5 %) nicht überschreiten.
Siehe Arbeitsstätten-Richtlinie ASR 17/1,2 „Verkehrswege“.
Soweit die Nutzung und Einrichtung der Räume es zum Schutz der Versicherten erfordern, müssen die Begrenzungen der Verkehrswege gekennzeichnet sein.
Die Begrenzungen der Verkehrswege in Lagerräumen sowie der freizuhaltenden Flächen der Aufzugsvorräume sollten gekennzeichnet sein. Die Kennzeichnung ist nicht erforderlich, wenn die Verkehrswege durch ihre Art, durch die Betriebseinrichtungen oder durch das Lagergut deutlich erkennbar sind.
Zugänge zu Verkaufstischen, Verkaufsinseln, Kassentischen, Schaufenstern und ähnlichen Arbeitsplätzen müssen in Abhängigkeit von zu transportierender Ware ausreichend breit sein (mindestens 0,60 m) und dürfen keine Stolperstellen aufweisen.
Siehe Veröffentlichungen des Länderausschusses für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik (LASI) „Handlungsanleitung zur Beurteilung der Arbeitsbedingungen an Kassenarbeitsplätzen“ (LV 20).
Die lichte Weite des Einstiegsbereichs von Kassentischen kann bis zu 0,40 m verringert werden, wenn die Höhe der den Einstiegsbereich begrenzenden Bauteile des Kassentisches nicht mehr als 0,80 m beträgt, gemessen über dem Fußboden des Einstiegsbereiches, und betriebstechnische Gründe eine derartige Verringerung der Breite des Einstiegsbereichs erzwingen.
Betriebstechnische Gründe liegen z. B. vor, wenn bei der Aufstellung von Kassentischen in bestehenden Räumlichkeiten, z. B. bei Nutzungsänderung, durch vorhandene Wände oder Stützen des Bauwerks die erforderliche Zahl von Kassentischen nicht aufgestellt werden könnte, ohne die Breite der Verkehrswege in der Kassenzone in unzulässiger Weise zu verringern.
Einstiegsbereich ist der von Teilen des Kassentisches begrenzte Weg, über den das Kassentischinnere betreten werden kann.
Einzelstufen dürfen höchstens 19 cm hoch und müssen deutlich erkennbar sein. Die Höhe der Einzelstufe eines Podestes darf im Einzelfall bis 28 cm erhöht werden, wenn dies aus betriebstechnischen Gründen erforderlich ist.
Für eine Folge von zwei oder mehr Stufen kommen die Abmessungen für Treppen zur Anwendung. Siehe auch BG-Information „Treppen“ (BGI 561).
In Bedienungsgängen hinter Verkaufstischen sollte die freie Bewegungsfläche an keiner Stelle weniger als 1,00 m breit sein, die lichte Breite darf 0,75 m nicht unterschreiten.
Technikräume sind z. B. Elektro-, Lüftungs- und Heizungsräume.
Die Trittflächen der Treppenstufen müssen ausreichend groß, eben, rutschhemmend und tragfähig ausgeführt sein. Die Abstände der Trittflächen (Steigung) sollten gleichmäßig sein und mit dem Schrittmaß übereinstimmen.
Siehe Abschnitt 1.8 Abs. 1 des Anhanges zur Arbeitsstättenverordnung und Abschnitt 3.1 Nr. 3 der Arbeitsstätten- Richtlinie ASR 17/1.2 „Verkehrswege“.
Siehe auch BG-Information „Treppen“ (BGI 561).
Die freien Seiten der Treppen, Treppenpodeste und Treppenöffnungen müssen durch Geländer oder Brüstungen gesichert sein. Die Höhe der Geländer oder Brüstungen sollte lotrecht über der Stufenvorderkante mindestens 1,00 m betragen. Bei möglichen Absturzhöhen von mehr als 12 m muss die Höhe der Geländer oder Brüstungen mindestens 1,10 m betragen.
Siehe Abschnitt 1.8 Abs. 1 und 2 und Abschnitt 2.1 des Anhanges zur Arbeitsstättenverordnung sowie Abschnitt 3.2 Nr. 5 der Arbeitsstätten-Richtlinie ASR 17/1,2 „Verkehrswege“.
Die Anforderung an die Mindestgeländerhöhe (1,00 m) für den gewerblichen Bereich ist weitergehend als die Bestimmungen der meisten Landesbauordnungen (0,90 m).
Siehe Abschnitt 3.2 Nr. 5 der Arbeitsstätten-Richtlinie ASR 17/1,2 „Verkehrswege“.
Siehe Abschnitt 2.4 der Arbeitsstätten-Richtlinie ASR 17/1,2 „Verkehrswege“.
Handbetätigte Fenster, Türen und Tore sollten mit Einrichtungen versehen sein, die das Öffnen und Schließen der Flügel gefahrlos ermöglichen.
Einrichtungen für die Handbetätigung sind z. B. Klinken, Griffe, Griffmulden, Grifflatten, Haspelantriebe.
Gefahrlos ist das Öffnen und Schließen der Flügel möglich, wenn die Einrichtungen für die Handbetätigung das Führen des Flügels von Hand sicher ermöglichen, die Einrichtungen für die Handbetätigung keine Quetsch- und Scherstellen mit festen oder beweglichen Teilen bilden und die Einrichtungen vom Fußboden aus betätigt werden können.
Schiebetüren und -tore müssen gegen Ausheben und Herausfallen gesichert sein. Türen und Tore, die sich nach oben öffnen, müssen gegen Herabfallen gesichert sein.
Einrichtungen, die das Herabfallen von Fenster-, Tür- und Torflügeln verhindern, sind z. B. Fangvorrichtungen, die im Falle der Absturzgefahr selbsttätig auf den Flügel oder das Bauteil, das mit den Flügeln fest verbunden ist (Wickelwelle), wirken und den Flügel halten.
Pendeltüren und -tore müssen durchsichtig sein oder eine Durchsichtöffnung in Sichthöhe aufweisen.
Flügel von handbetätigten Türen sollten gegen unbeabsichtigtes Zuschlagen durch besondere Einrichtungen gesichert werden können. Diese Einrichtungen dürfen keine Stolperstellen bilden.
Eine Sicherung kann z. B. durch Torfeststeller erreicht werden.
ohne Gefährdung der Versicherten bewegt werden oder zum Stillstand kommen können,
Siehe auch BG-Regel „Kraftbetätigte Fenster, Türen und Tore“ (BGR 232) und BG-Information „Sicherer Umgang mit Toren“ (BGI 861).
Fußnote (BGI 861)
Die bisherigen Publikationen BGI 861-1 und BGI 861-2 sind am 01.01.2015 in der DGUV Information 208-022 aufgegangen.
Hier geht's weiter zur DGUV Information 208-022.
Durchsichtige oder lichtdurchlässige Wände, insbesondere Ganzglaswände im Bereich von Arbeitsplätzen oder Verkehrswegen, müssen deutlich gekennzeichnet sein und aus bruchsicherem Werkstoff bestehen oder so gegen die Arbeitsplätze und Verkehrswege abgeschirmt sein, dass die Versicherten nicht mit den Wänden in Berührung kommen und beim Zersplittern der Wände nicht verletzt werden können.
Siehe auch BG-Information „Glastüren, Glaswände“ (BGI 669).
Bestehen lichtdurchlässige Flächen von Türen nicht aus bruchsicherem Werkstoff und ist zu befürchten, dass sich Personen durch Zersplittern der Türflächen verletzen können, müssen diese Flächen gegen Eindrücken geschützt sein. Dies gilt nicht für lichtdurchlässige Türflächen im oberen Drittel von Türen.
Siehe nach Abschnitt 1.7 Abs. 4 des Anhanges zur Arbeitsstättenverordnung.
Siehe nach Abschnitt 1.7 Abs. 2 des Anhanges zur Arbeitsstättenverordnung.
Fluchtwege und Notausgänge müssen sich in Anzahl, Anordnung und Abmessung nach der Nutzung, der Einrichtung und den Abmessungen der Arbeitsstätte sowie nach der höchstmöglichen Anzahl der dort anwesenden Personen richten.
Hinsichtlich Kennzeichnung siehe auch Unfallverhütungsvorschrift „Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung am Arbeitsplatz“ (BGV A8).
Fluchtwege und Notausgänge dürfen nicht eingeengt sein.
Ein Einengen wird vermieden, wenn die nutzbare Laufbreite weder durch abgestellte Gegenstände noch durch aufschlagende Türen verringert wird.
sich von innen ohne besondere Hilfsmittel jederzeit leicht öffnen lassen, solange sich Versicherte in der Arbeitsstätte befinden,
Fluchtwege und Notausgänge müssen auf möglichst kurzem Weg ins Freie oder, falls dies nicht möglich ist, in einen gesicherten Bereich führen.
Fluchtwege müssen mit einer Sicherheitsbeleuchtung ausgerüstet sein, wenn das gefahrlose Verlassen der Arbeitsstätte für die Versicherten, insbesondere bei Ausfall der allgemeinen Beleuchtung, nicht gewährleistet ist.
Siehe auch Verkaufsstättenverordnungen der Länder und BG-Regel „Natürliche und künstliche Beleuchtung von Arbeitsstätten;
Teil 1: Handlungshilfe für den Unternehmer (BGR 131-1),
Teil 2: „Leitfaden zur Planung und zum Betrieb der Beleuchtung“ (BGR 131-2).
Führen Fluchtwege durch Kassenzonen, dürfen die Gänge zwischen den Kassentischen nicht durch fest eingehängte Ketten oder ähnliche Einrichtungen versperrt sein.
Arbeitsplätze und Verkehrswege, bei denen die Gefahr des Absturzes von Versicherten oder des Herabfallens von Gegenständen bestehen oder die an Gefahrbereiche grenzen, müssen
mit Einrichtungen versehen sein, die verhindern, dass Versicherte abstürzen oder durch herabfallende Gegenstände verletzt werden oder in die Gefahrbereiche gelangen,
gegen unbefugtes Betreten gesichert und gut sichtbar als Gefahrbereich gekennzeichnet sein. Zum Schutz derjenigen, die diese Bereiche betreten müssen, sind geeignete Maßnahmen zu treffen.
Arbeitsplätze und Verkehrswege, die mehr als 1,00 m über dem Boden liegen, sollten als Sicherung gegen Abstürzen mit festen Geländern oder Brüstungen ausgerüstet sein, die mindestens 1,00 m, bei möglichen Absturzhöhen von mehr als 12 m mindestens 1,10 m hoch sind.
Siehe Abschnitt 3.1 Nr. 5 der Arbeitsstätten-Richtlinie ASR 17/1,2 „Verkehrswege“.
Geländer sollten mit Knie- und Fußleisten oder senkrechten Füllstäben oder entsprechenden Ausfüllungen ausgerüstet sein.
Siehe Abschnitt 2.2 der Arbeitsstätten-Richtlinie ASR 12/1-3 „Schutz gegen Absturz und herabfallende Gegenstände“.
Grenzen Arbeitsplätze und Verkehrswege an Gefahrbereiche, sollten geeignete Sicherungsvorkehrungen in einer Höhe von mindestens 1,0 m über dem Fußboden der Arbeitsplätze und Verkehrswege angeordnet sein. Dies gilt nicht, wenn zwingende betriebstechnische Gründe entgegenstehen.
Siehe Abschnitt 2.6 der Arbeitsstätten-Richtlinie ASR 12/1-3 „Schutz gegen Absturz und herabfallende Gegenstände“.
Geeignete Sicherheitsvorkehrungen sind z. B. Umwehrungen, festgespannte Seile oder Kettensperren.
Gefahrbereiche liegen z. B. vor, wenn an Arbeitsplätzen und Verkehrswegen, die sich 0,20 m bis 1,00 m oberhalb der angrenzenden Fußbodenfläche befinden, die Gefahr des Hinunterfallens vorhanden ist.
Werden am Rand begehbarer Dachflächen oder auf Vordächern, die nicht durch Geländer oder andere gleichwertige Einrichtungen gegen Abstürzen von Personen gesichert sind, Arbeiten ausgeführt, müssen Anschlageinrichtungen für das Befestigen von persönlichen Schutzausrüstungen gegen Absturz vorhanden sein.
Siehe auch § 12 der Unfallverhütungsvorschrift „Bauarbeiten“ (BGV C 22) und BG-Regeln „Einsatz von persönlichen Schutzausrüstungen gegen Absturz“ (BGR 198), „Benutzung von persönlichen Schutzausrüstungen zum Retten aus Höhen und Tiefen“ (BGR 199) sowie die BG-Informationen „Persönliche Schutzausrüstungen“ (BGI 515) und „Persönliche Schutzausrüstungen gegen Absturz“ (M 92).
Laderampen sind entsprechend den Abmessungen der Transportmittel und der Ladung auszulegen; sie sollten mindestens 0,80 m breit sein.
Siehe Abschnitt 1.10 Abs. 1 des Anhanges zur Arbeitsstättenverordnung.
Laderampen müssen mindestens einen Abgang aufweisen; lange Laderampen müssen, soweit betriebstechnisch möglich, an jedem Endbereich einen Abgang haben.
Siehe Abschnitt 1.10 Abs. 2 des Anhanges zur Arbeitsstättenverordnung.
Laderampen müssen einfach und sicher benutzbar sein. Dazu gehört, dass sie nach Möglichkeit mit Schutzvorrichtungen gegen Absturz auszurüsten sind; dies gilt insbesondere in Bereichen von Laderampen, die keine ständigen Be- und Entladestellen sind.
Siehe Abschnitt 1.10 Abs. 3 des Anhanges zur Arbeitsstättenverordnung.
Können an Laderampen keine Absturzsicherungen angebracht werden, wird empfohlen, die Absturzkante, insbesondere bei Sägezahnrampen, mit einer Gefahrenkennzeichnung durch gelbschwarze Streifen zu kennzeichnen.
Laderampenbereiche, an denen Müllpressen, Müllbehälter oder andere Entsorgungseinrichtungen betrieben werden, müssen an den Absturzkanten mit Geländer ausgerüstet sein.
Siehe auch Merkblatt „Müllpressen“ (M 56).
Beleuchtungseinrichtungen in Arbeitsräumen und Verkehrswegen müssen so angeordnet und ausgelegt sein, dass sich aus der Art der Beleuchtung keine Unfall- oder Gesundheitsgefahren für die Versicherten ergeben können. Die Beleuchtung muss sich nach der Art der Sehaufgabe richten.
Siehe auch BG-Regel „Natürliche und künstliche Beleuchtung von Arbeitsstätten;
Teil 2: Leitfaden zur Planung und zum Betrieb der Beleuchtung (BGR 131-2)“.
Leuchten sollten so angeordnet und ausgewählt sein, dass mindestens die nachfolgend angegebenen Nennbeleuchtungsstärken erreicht werden:
bzw. der Tätigkeit Nennbeleuchtungs-
Siehe Abschnitt 4 Tabelle 7 der Arbeitsstätten-Richtlinie ASR 7/3 „Künstliche Beleuchtung“.
Überwiegende Arbeitshaltung Arbeitsschwere
Sitzen + 20 °C + 19 °C
Stehen und/oder gehen + 19 °C + 17 °C + 12 °C
Siehe Abschnitt 3.5 des Anhanges zur Arbeitsstättenverordnung.
Aus betriebstechnischen Gründen kann eine Absenkung der Raumtemperatur erforderlich sein z. B. durch die Forderungen des Lebensmittelrechts, gegebenenfalls muss Kälteschutzkleidung bereitgestellt werden.
Bei ruhigem Sitzen mit leichter Hand-/und Armarbeit verbunden mit gelegentlichem Gehen
Bei mittelschwerer Hand-/Arm- oder Beinarbeit im Sitzen oder Gehen
Bei schwerer Hand-/Arm-, Bein und Rumpfarbeit im Gehen oder Stehen
Für Lüftung in Arbeitsräumen gelten folgenden Anforderungen:
In umschlossenen Arbeitsräumen muss unter Berücksichtigung der Arbeitsverfahren, der körperlichen Beanspruchung und der Anzahl der Versicherten sowie der sonstigen anwesenden Personen ausreichend gesundheitlich zuträgliche Atemluft vorhanden sein.
Ausreichend gesundheitlich zuträgliche Atemluft ist dann vorhanden, wenn die Luftqualität im Wesentlichen der Außenluftqualität entspricht.
Ist für das Betreiben von Arbeitsstätten eine raumlufttechnische Anlage erforderlich, muss diese jederzeit funktionsfähig sein. Eine Störung muss durch eine selbsttätige Warneinrichtung angezeigt werden. Es müssen Vorkehrungen getroffen sein, durch die die Versicherten im Fall einer Störung gegen Gesundheitsgefahren geschützt sind.
Werden Klimaanlagen oder mechanische Belüftungseinrichtungen verwendet, ist sicherzustellen, dass die Versicherten keinem störenden Luftzug ausgesetzt sind.
Arbeitsstätten müssen
je nach Abmessung und Nutzung,
Zur Anzahl der Feuerlöscher siehe auch Merkblatt „Feuerlöscher“ (M 35).
Selbsttätig wirkende Feuerlöscheinrichtungen müssen mit Warneinrichtungen ausgerüstet sein, wenn bei ihrem Einsatz Gefahren für die Versicherten auftreten können.
In jedem Geschoss sollte mindestens ein Feuerlöscher bereitgestellt werden.
Feuerlöscher sollten zweckmäßig in der Arbeitsstätte verteilt sein. Bei einer größeren Anzahl von Feuerlöschern empfiehlt es sich, mehrere Feuerlöscher zu „Stützpunkten“ zusammenzufassen bzw. Großlöschgeräte zur Verfügung zu stellen.
Elektrokocher sollten auf feuerbeständiger Unterlage standsicher aufgestellt sein. Die feuerbeständige Unterlage kann entfallen, wenn die Geräte eine feuerfeste untere Abdeckung besitzen und zwischen Geräteboden und Aufstellfläche ein Luftzwischenraum von mindestens 30 mm vorhanden ist.
Für Druckgasverpackungen gelten folgende Anforderungen:
Verkaufsstände für Druckgaspackungen (Spraydosen) dürfen nicht in der Nähe von Ausgängen aufgestellt sein.
Siehe auch Technische Regeln Druckgase TRG 300 „Besondere Anforderungen an Druckgasbehälter; Druckgaspackungen“.
Die im Verkaufsraum bereitgestellten Druckgaspackungen sollten den voraussichtlichen Tagesbedarf und die für die Darbietung des Sortiments erforderlichen Mengen nicht überschreiten; in ebenerdigen Großmärkten und Supermärkten dürfen in Abstimmung mit der staatlichen Aufsichtsbehörde darüber hinausgehende Mengen an Druckgasdosen bereitgestellt werden. Weitere Mengen können in einem Vorratsraum gelagert werden, in dem die bereitgestellten Druckgasdosen insgesamt nicht mehr als 20 m2 Grundfläche beanspruchen dürfen.
Grundfläche ist die Projektion der Lagerfläche auf den Boden, nicht jedoch die Summe der Lagerflächen der verschiedenen Regalebenen. Siehe auch Merkblatt „Spraydosen und Kartuschen“ (M 20).
Druckgaspackungen dürfen mit pyrotechnischen Artikeln nicht zusammen gelagert oder an Verkaufsständen zusammen bereitgehalten sowie in Schaufenstern nicht ausgestellt werden.
Abfallbehälter für leicht entzündliche oder selbstentzündliche Stoffe müssen aus nicht brennbarem Material in stabiler Ausführung bestehen und eventuelle Entstehungsbrände auf den Behälter begrenzen.
Dies wird z. B. durch selbstlöschende Behälter oder solche mit selbsttätig- und dichtschließendem Deckel erreicht.
Selbstentzündliche Stoffe sind z. B. öl- oder fetthaltige Lappen.
Der Unternehmer hat nach einen Flucht- und Rettungsplan aufzustellen, wenn Lage und Ausdehnung der Arbeitsstätte dies erfordern. Der Flucht- und Rettungsplan ist an geeigneter Stelle auszulegen oder auszuhängen. In angemessenen Zeitabständen ist entsprechend dieses Planes zu üben.
Der Flucht- und Rettungsplan regelt den Ablauf der zu treffenden Maßnahmen und den Einsatz von Personen und Mitteln und berücksichtigt gegebenenfalls auch zusätzliche Gefahren, die von den Lösch- und Rettungsmannschaften, z. B. bei der Bekämpfung von Bränden, Freiwerden von Gefahrstoffen, beachtet werden müssen.
Die Übungen sollten möglichst jährlich durchgeführt werden.
Siehe auch BG-Regel „Umgang mit Zahlungsmitteln in Verkaufsstellen“ (BGR 141).
Fußnote (BGR 141)
Die gewünschte Publikation wurde am 01.12.2011 abgelöst. Die neuen Inhalte weichen deutlich von den alten Inhalten ab.
Hier geht's weiter zur Publikation BGR 141.
Verkehrswege, Fluchtwege und Notausgänge müssen ständig freigehalten werden, damit sie jederzeit benutzt werden können. Der Unternehmer hat Vorkehrungen zu treffen, dass die Versicherten bei Gefahr sich unverzüglich in Sicherheit bringen und schnell gerettet werden können.
Als Lärmminderungsmaßnahmen kommen z. B. schallschluckende Raumauskleidungen, Lärmminderungen an schallintensiven Maschinen, Verwendung von Transporteinrichtungen mit lärmmindernder Bereifung, räumliche Trennung lärmintensiver Arbeiten in Betracht.
Der Beurteilungspegel am Arbeitsplatz in Arbeitsräumen sollte auch unter Berücksichtigung der von außen einwirkenden Geräusche höchstens betragen:
bei einfachen oder überwiegend mechanisierten Bürotätigkeiten und vergleichbaren Tätigkeiten 70 dB(A).
3.4.3 Einkaufwagensammelstellen
Eine wirksame Lärmminderungsmaßnahme ist z. B. die Beschichtung der Einkaufswagen mit Kunststoff.
Der Unternehmer hat alle erforderlichen Maßnahmen zu treffen, damit den Versicherten nur Arbeitsmittel bereitgestellt werden, die für die am Arbeitsplatz gegebenen Bedingungen geeignet sind und bei deren bestimmungsgemäßer Benutzung Sicherheit und Gesundheitsschutz gewährleistet sind. Ist es nicht möglich, dem gemäß Sicherheit und Gesundheitsschutz der Versicherten in vollem Umfang zu gewährleisten, hat der Unternehmer geeignete Maßnahmen zu treffen, um eine Gefährdung so gering wie möglich zu halten.
Bei den Maßnahmen sind die vom Ausschuss für Betriebssicherheit ermittelten und vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales im Bundesarbeitsblatt veröffentlichten Regeln und Erkenntnisse zu berücksichtigen. Die Maßnahmen müssen dem Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung und dem Stand der Technik entsprechen.
Der Unternehmer hat sicherzustellen, dass Arbeitsmittel nur benutzt werden, wenn sie für die vorgesehene Verwendung geeignet sind.
Bei der Festlegung der Maßnahmen nach vorgenannten Absätzen müssen für die Bereitstellung und Benutzung von Arbeitsmitteln auch die ergonomischen Zusammenhänge zwischen Arbeitsplatz, Arbeitsmittel, Arbeitsorganisation, Arbeitsablauf und Arbeitsaufgabe zu berücksichtigen; dies gilt insbesondere für die Körperhaltung, die Versicherte bei der Benutzung der Arbeitsmittel einnehmen müssen.
Sind zum ordnungsgemäßen Betreiben von technischen Arbeitsmitteln oder zum Ein- und Ausbau von Werkzeugen Hilfseinrichtungen erforderlich, sollten diese an der jeweiligen Maschine vorhanden sein.
Hilfseinrichtung sind z. B. die Ausziehklaue am Fleischwolf und der Schiebestock an der Kreissäge.
Fußnote § 4 Abs. 1 der Betriebssicherheitsverordnung
Fußnote § 4 Abs. 3 der Betriebssicherheitsverordnung
Fußnote § 4 Abs. 4 der Betriebssicherheitsverordnung
Arbeitstische bzw. -flächen müssen unter Berücksichtigung der Körpermaße der Versicherten ergonomisch gestaltet sein.
Ergonomisch günstige Tischhöhen liegen in Abhängigkeit von der Körpergröße in einem Bereich zwischen 85 bis 110 cm.
Messer und Wetzstähle sollten Sicherheitsgriffe aufweisen. Die Mindestklingenbreite der Messer muss auf die vorhandenen persönlichen Schutzausrüstungen abgestimmt sein. Dabei sind die Angaben der Hersteller der Stechschutzschürzen und Stechschutzhandschuhe zu beachten und die Mindestklingenbreiten entsprechend festzulegen.
Für viele Stechschutzschürzen neueren Baujahrs ist eine Breite der Klinge von mindestens 8 mm (gemessen 20 mm hinter der Spitze) erforderlich.
Geeignete Ablegeeinrichtungen sind z. B. magnetische Messerleisten, Haltebügel, Messertaschen.
S-Haken für Fleisch dürfen an einem Ende eine abgerundete Spitze aufweisen. Alle übrigen Haken müssen stumpf sein. Feste Fleischhaken (Hakenleisten) sollten mindestens 2,00 m hoch angebracht oder durch einen besonderen Schutz gesichert sein.
Ein besonderer Schutz wird z. B. durch Abdeckung mit einer Schutzleiste erreicht.
Ausführung der S-Haken siehe auch DIN 5046 „Haken für Fleisch und sonstige Lebensmittel, S-Haken“.
Zettel- bzw. Bonspießer sollten so beschaffen sein, dass Handverletzungen vermieden werden.
Handverletzungen werden vermieden z. B. durch Bonspießer aus flexiblem Kunststoff, Bonbretter, Klemmleisten, Zettelkästen.
Für Messer und Beile sollten am Arbeitsplatz Ablageeinrichtungen vorhanden sein.
Siehe auch BG-Regel „Arbeiten in der Fleischwirtschaft“ (BGR 229) und Merkblatt „Werkzeuge für Fleisch und Wurst“ (M 16).
Messer, Beile, Sägeblätter, Nadeln, S-Haken mit Spitze und andere spitze oder scharfe Werkzeuge und Gegenstände sollten nicht lose herumliegen. Solange sie nicht benutzt werden, sollten sie an gesicherten Stellen abgelegt und aufbewahrt werden.
Schneidunterlagen auf Arbeitstischen sollten gegen Verrutschen gesichert sein und nicht tiefer als die umgebende Fläche des Arbeitstisches angeordnet sein.
Messer zum Öffnen von Kartonagen und ähnlichen Verpackungen sollten so beschaffen sein, dass die Gefahr von Schnittverletzungen vermindert ist.
Dies wird z. B. erreicht, wenn die Messer eine selbsttätige Klingensicherung besitzen.
Siehe auch Merkblatt „Kartonmesser“ (M 63).
Werkzeuge zum Öffnen von Kisten, Draht- und Bandeisenverschnürungen sollten so beschaffen sein, dass Verletzungen durch das Werkzeug oder abspringende Teile der Verschnürung verhindert werden.
An Ventilatoren, auch wenn sie in Schränken eingebaut sind, sollten die Flügel, die zu Verletzungen führen können, gegen Berühren ausreichend gesichert sein.
Einrichtungen zum Aufhängen von Ware, ausgenommen Fleisch, dürfen keine Enden besitzen, die zu Verletzungen führen können.
Verletzungen an den Einrichtungen zum Aufhängen von Ware, z. B. Lochwandträger, lassen sich vermeiden, wenn die Enden von Haken abgedeckt oder die Einrichtungen als Bügel ausgebildet sind.
Für Arbeiten an Verkaufsregalen müssen sichere Aufstiege in ausreichender Zahl und in einer der Höhe des Verkaufsregals angemessenen Größe bereitgestellt und benutzt werden.
Sichere Aufstiege sind z. B. Tritte, die den Bestimmungen der Unfallverhütungsvorschrift „Leitern und Tritte“ (BGV D 36) in Verbindung mit DIN 4569 „Tritte“ entsprechend beschaffen sind oder einstufige standsichere Tritte von maximal 30 cm Höhe.
Flaschenkästen sind, z. B. wegen Bruch- oder Kippgefahr, keine sicheren Aufstiege.
Siehe auch DIN EN 131 „Leitern“ sowie Merkblätter „Stehleitern“ (M 12) und „Tritte“ (M 48).
Verkaufstische und -theken müssen so beschaffen sein, dass die Ware und die Einrichtungen gefahrlos gehandhabt werden können.
Dies gilt insbesondere für die Warenauslage in Bedienungstheken, z. B. Kühltheken. Um z. B. Theken gefahrlos reinigen zu können, müssen hochklappbare Frontscheiben gegen Zufallen gesichert werden können.
Bedienungstheken für Lebensmittel müssen unter Berücksichtigung ergonomischer Gesichtspunkte gestaltet sein. Dies gilt insbesondere für die Abmessungen und Anordnungen von Auslage, Arbeitsplatte, obere Ablage und Frontscheibe im Hinblick auf den Greifraum und das Vorbeugen des Oberkörpers beim Greifen.
Empfehlungen für Abmessungen und Anordnungen siehe Broschüre GS 6 „Arbeiten an Bedienungstheken“ der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin.
Für die Handhabung der Waren in der Auslage sollten geeignete Arbeitsmittel zur Verfügung stehen.
Geeignete Arbeitsmittel sind z. B. ausreichend lang bemessene Gabeln oder Zangen, die es ermöglichen, dass die ausgelegte Ware leicht erreicht und gehandhabt werden kann.
In Bedienungstheken für Lebensmittel sollten die Waren, die schwer sind oder häufig gehandhabt werden, im günstigsten Greifraum der Versicherten gelagert werden.
Das Ein- und Ausräumen größerer Warenmengen in Bedienungstheken für Lebensmittel sollte von der Frontseite her erfolgen.
Dies sollte außerhalb der Verkaufszeiten erfolgen, um hinsichtlich der Lebensmittelhygiene eine Einwirkung auf die unverpackten Lebensmittel durch Kunden zu verhindern.
Bei der Auswahl eines geeigneten Kassentisches sollten die Kriterien Warenhandhabung, Dauer der Tätigkeit und die Größe des Kassierbereiches beachtet werden.
Es empfiehlt sich, bei der Auswahl eines geeigneten Kassentisches die Analysemethode zur Bestimmung der empfohlenen Hauptarbeitshaltung nach DIN EN ISO 14 738 „Sicherheit von Maschinen; Anthropometrische Anforderungen an die Gestaltung von Maschinenarbeitsplätzen“ zu berücksichtigen. Diese Methode ist z. B. in den Veröffentlichungen des Länderausschusses für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik (LASI) „Handlungsanleitung zur Beurteilung der Arbeitsbedingungen an Kassenarbeitsplätzen“ (LV 20) und in der BG-Information „Sitz-Kassenarbeitsplätze“ (BGI 532) erläutert.
Kassentische müssen unter Berücksichtigung ergonomischer Gesichtspunkte gestaltet sein, dabei sollten auch hygienische Aspekte beachtet werden.
Die Gestaltung von Kassentischen in Ausgangszonen von Selbstbedienungsverkaufsstellen in ergonomischer Hinsicht ist in der LASI-Veröffentlichung LV 20 beschrieben.
Im Bereich der Zugänge von Kassentischen dürfen keine Bordbretter, Schwellen und sonstige Erhöhungen über der Fußbodenoberfläche des Kassentisches vorhanden sein. Dies gilt nicht für leicht nach oben zu den Außenseiten hin verlaufende Schrägen mit einer Höhe von maximal 30 mm, die ungewolltes Herausrollen des Kassentischstuhles über die Podestkante verhindern.
Siehe auch Merkblätter „Sitz-Kassenarbeitsplätze“ (M 86) und „Steh-Kassenarbeitsplätze“ (M 87).
Die Auflaufstellen und Einzugstellen an Rollen und Kettenrädern der Bandförderer von Kassentischen müssen gesichert sein.
Siehe auch Maschinenverordnung und Merkblätter „Sitz-Kassenarbeitsplätze“ (M 86) und „Steh-Kassenarbeitsplätze“ (M 87).
Elektrische Leitungen in Kassentischen müssen so verlegt sein, dass sie keine Stolperstellen bilden.
Kanten und Ecken müssen abgerundet, Blechkanten entgratet sein.
Siehe auch DIN 31 001 „Sicherheitsgerechtes Gestalten technischer Erzeugnisse; Schutzeinrichtungen; Begriffe, Sicherheitsabstände für Erwachsene und Kinder“.
Zugänge zu Kassentischen müssen den Anforderungen nach Abschnitt 3.2.3.4 entsprechen.
Kurbeln von Aufrolleinrichtungen müssen gegen Rückschlagen gesichert sein.
Die Stangen der Vorführmaschinen für die Aufnahme der Fußbodenbelagrollen müssen ausreichend tragfähig und sicher mit den Tragketten verbunden sein.
Der Antrieb von Tragketten muss so beschaffen sein, dass unbeabsichtigte Bewegungen der Tragketten auch bei ungünstigster Lastverteilung verhindert werden.
Die Auflaufstellen der Antriebsketten und Tragketten müssen bis zu einer Höhe von 2,50 m verkleidet sein; oberhalb von 2,50 m sollten sie verdeckt sein.
Die Bewegung der eingehängten Fußbodenbelagrollen muss beim Loslassen der Stellteile von Befehlseinrichtungen (Taster) zum Stillstand kommen. Die Stellteile sollten so angeordnet sein, dass die eingehängten Fußbodenbelagrollen von der zugänglichen Seite her vom Bedienungsstandort aus übersehen werden können.
Fußbodenbelagrollen in Vorführeinrichtungen müssen gegen unbeabsichtigtes Abwickeln gesichert werden.
Geeignet als Sicherung sind z. B. Nadeln und Bänder.
Lager und Stapel sind so zu errichten, zu erhalten und abzutragen oder abzubauen, dass Versicherte durch herabfallende, umfallende oder wegrollende Gegenstände oder durch ausfließende Stoffe nicht gefährdet werden. Das Verhältnis der Höhe zur Schmalseite der Grundfläche von Stapeln sollte nicht größer als 6 : 1 sein.
Siehe auch BG-Information „Betriebliches Transportieren und Lagern“ (BGI 869).
Schwere Gegenstände, die im Verhältnis zu ihrer Grundfläche hoch sind, müssen liegend aufbewahrt oder gegen Umfallen gesichert werden.
Solche Gegenstände sind z. B. Paletten, Fußbodenbelagrollen, Gasflaschen, Ladebleche, Spanplatten.
Die eingesetzten Arbeitsmittel sollten so aufgestellt bzw. angeordnet sein, dass
Elektrische Anlagen und Betriebsmittel müssen nach den allgemein anerkannten Regeln der Elektrotechnik entsprechen, insbesondere Schutz gegen direktes und indirektes Berühren bieten.
Siehe auch § 3 Abs. 1 der Unfallverhütungsvorschrift „Elektrische Anlagen und Betriebsmittel“ (BGV A3 ) und Abschnitt 1.4 des Anhanges zu § 3 Abs. 1 der Arbeitsstättenverordnung.
Diese gelten z. B. als beachtet, wenn den Normen
DIN VDE 0106 „Schutz gegen gefährliche Körperströme“
Fußnote Abschnitt 2.18 des Anhanges 1 zur Betriebssicherheitsverordnung
Elektrische Betriebsmittel, wie Schalter, Steckdosen oder Leuchten, sollten, wenn die Gefahr der mechanischen Beschädigung durch Anfahren oder Anstoßen besteht,
durch geeignete Abweiseinrichtungen, z. B. Schutzbügel, geschützt sein.
Entsprechend der Schutzart der elektrischen Betriebsmittel sollten geeignete Reinigungsverfahren festgelegt werden.
Zugänge zu den Aufzügen dürfen nicht zugestellt werden.
Siehe Abschnitt 1.8 Abs. 1 des Anhanges zur Arbeitsstättenverordnung.
Stauräume vor den Zugängen der Lastenaufzüge sollten gekennzeichnet und frei gehalten sein.
In der Praxis hat sich eine 3 bis 4fache Fahrkorbfläche als ausreichender Stauraum erwiesen.
Im Triebwerksraum des Aufzuges sollten keine Waren oder anderen Gegenstände gelagert werden.
Der Verkehrsweg zum Triebwerksraum muss sicher und ungehindert begangen werden können.
Der Aufzugsmaschinenraum muss vor unbefugten Zugang geschützt sein.
Die mit der Aufzugsanlage beförderten Lasten müssen so gesichert sein, dass eine Gefährdung mitfahrender Personen und eine Beschädigung der Anlage vermieden sind.
Siehe Abschnitt 3.2.2 des Anhanges 1 zur Betriebssicherheitsverordnung.
Es ist sicherzustellen, dass auf Notrufe aus dem Fahrkorb des Aufzuges in angemessener Zeit reagiert wird und Befreiungsmaßnahmen sachgerecht durchgeführt werden.
Dies kann durch eingewiesene betriebliche Aufzugswärter oder durch einen externen Dienstleister geschehen, die jederzeit leicht und schnell erreichbar sind, solange die Aufzugsanlage zur Benutzung bereitsteht.
Bei Lastenaufzügen ohne Fahrkorbtür müssen die Aufzugsschachtwände glatt und ohne Beschädigungen sein.
Im Lastenaufzug ohne Fahrkorbtüren sollte der Fahrkorb im Bereich des Zugangs 0,1 m breit auf dem Fußboden und an den Seitenwänden als Schutzzone deutlich durch gelb-schwarze Streifen markiert sein.
Siehe § 2 Abs. 2 der Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der Prävention“ (BGV A1) in Verbindung mit den Technischen Regeln für Aufzüge TRA 200 „Personenaufzüge, Lastenaufzüge, Güteraufzüge“.
Fußnote Abschnitt 3.2.2 des Anhanges 1 zur Betriebssicherheitsverordnung
Fußnote § 12 Abs. 4 der Betriebssicherheitsverordnung
Fußnote Abschnitt 3.2.4 des Anhanges 1 zur Betriebssicherheitsverordnung
Die Wartung und Beseitigung von Störungen an Leergutautomaten darf auf Grund der mechanischen Gefahren und Laserstrahlen nur durch Fachpersonal erfolgen.
Siehe Unfallverhütungsvorschrift „Laserstrahlung“ (BGV B 2) und Abschnitt 2.1 des Anhanges zu § 3 Abs. 1 der Arbeitsstättenverordnung.
Bei Annahme von Lehrgut durch das Kassenpersonal sollte außerhalb des Kassentisches ausreichender Stauraum für das Leergut vorhanden sein.
Die Annahme von Leergut in Kästen sollte auf ergonomischer Höhe für die Annahme und das Abstellen erfolgen.
Siehe auch BG-Information „Mensch und Arbeitsplatz“ (BGI 523).
Rollenbänder sollten einen Wartungsgang zum gefahrlosen Beheben von Störungen aufweisen.
Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, dass beim Rückwärtsfahren von Lkw geeignete Einweiser oder Warneinrichtungen zur Verfügung stehen.
Für Ladebrücken gelten folgende Anforderungen:
Die nutzbare Breite von Ladebrücken sollte mindestens 1,25 m betragen. Abweichend hiervon darf die Mindestbreite von 1,25 m unterschritten werden, wenn bestehende bauliche Einrichtungen dies dringend erfordern. Hierbei muss die nutzbare Breite jedoch mindestens 1,00 m betragen.
Siehe auch Abschnitt 4.3 der BG-Regel „Ladebrücken und fahrbare Rampen“ (BGR 233) und Merkblatt „Ladebrücken“ (M 74).
Ladebrücken und fahrbare Rampen müssen so eingerichtet sein, dass sie gegen Verrutschen, unbeabsichtigtes Verfahren, Herabschlagen und unbeabsichtigtes Absinken gesichert sind.
Kraftbetriebene Ladebrücken müssen so eingerichtet sein, dass sie sicher benutzt werden können.
Siehe auch BG-Regel „Ladebrücken und fahrbare Rampen“ (BGR 233) und Merkblatt „Ladebrücken“ (M 74).
Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, dass Versicherte nicht durch Abgase von Fahrzeugen gefährdet werden.
Fußnote § 11 Abs. 4 der Gefahrstoffverordnung
Für handbewegte Transportwagen gelten folgende Anforderungen:
Griffe und Deichseln zum Führen handbewegter Transportwagen müssen so beschaffen und angeordnet sein, dass Hand- und Fußverletzungen vermieden sind.
Handbewegte Transportwagen mit sichtbehinderten Aufbauten müssen gefahrlos gezogen werden können.
Handbewegte Transportwagen sind z. B. Handwagen, Rollcontainer, Gitterboxwagen.
In Verkaufsstellen müssen Einrichtungen vorhanden sein, mit denen handbewegte Transportwagen ohne Feststellvorrichtung gegen unbeabsichtigtes Verrollen gesichert werden können, wenn durch das Verrollen der Transportwagen Gefahren hervorgerufen werden können.
Unbeabsichtigtes Verrollen der Handwagen kann Gefahren hervorrufen, wenn die Handwagen z. B. in Aufzügen befördert oder auf geneigten Rampen abgestellt werden.
Zum Transport von sperrigen und schweren Lasten sollten geeignete Transportmittel bereitgestellt und verwendet werden.
Handbewegte Transportwagen sollten nur so hoch beladen werden, dass das Ladegut nicht die Sicht beim Transport behindert. Wagen, die so hoch beladen sind, dass die Sicht behindert ist, oder sichtbehindernde Aufbauten haben, dürfen nur gezogen werden.
Schadhafte Rollbehälter müssen der Benutzung entzogen werden.
Empfohlen wird eine Kennzeichnung der schadhaften Rollbehälter, z. B. durch farbige Klebestreifen.
Siehe auch Merkblatt „Umgang mit Rollbehältern“ (M 64).
Die Standsicherheit von Regalen muss in jedem Betriebszustand gegeben sein. Hierbei sind neben der zulässigen Nutzlast auch die auftretenden Kräfte beim Ein- und Auslagern zu berücksichtigen.
Besondere Sicherungen sind z. B. Aushängesicherungen, Anfahrschutz.
Nicht für die Be- und Entladung vorgesehene Seiten von Regalen müssen gegen Herabfallen von Lagergut gesichert sein. Die Dimensionierung der Sicherungen muss den Abmessungen und Lasten des Lagergutes entsprechen.
3.7.2 Schneidwerkzeuge
Zum Aufschneiden von Verpackungen sollten geeignete Schneidewerkzeuge benutzt werden.
Geeignete Schneidewerkzeuge sind z. B.
Messer, deren Klinge bei Nichtbenutzung selbsttätig verdeckt ist,
Spannbandzange, die beim Schneidvorgang das Aufschnellen der Bänder verhindert,
Folienschneider.
In ortsfesten begehbaren Kühlraum mit Temperaturen unter –10 °C und einer Grundfläche über 20 m2 sollte eine von der allgemeinen Stromversorgung unabhängigen und erkennbaren Notrufeinrichtung vorhanden sein.
In dem ortsfesten begehbaren Kühlraum mit einer Grundfläche von mehr als 10 m2 sollte eine von der Hauptbeleuchtung unabhängige Notbeleuchtung oder eine Markierung aus lang nachleuchtendem Material installiert wird, die das Auffinden des Ausganges auch bei abgeschalteter Hauptbeleuchtung ermöglicht.
Versicherte, die in Kühlräumen beschäftigt sind, müssen eine Kleidung tragen, die einen ausreichenden Kälteschutz bietet. Der Unternehmer hat die geeignete Kälteschutzkleidung zur Verfügung zu stellen.
Siehe §§ 29 und 30 der Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der Prävention“ (BGV A 1).
Siehe auch DIN 33 403 „Klima am Arbeitsplatz und in der Arbeitsumgebung“.
Bei Temperaturen höher als „5 °C kann die normale Arbeitskleidung mit warmer Unterwäsche ausreichend sein.
Für kurze Aufenthalte in Kühlräumen mit Temperaturen von tiefer als –5 °C kann von einer besonderen Kälteschutzkleidung, insbesondere für Gesicht und Füße, abgesehen werden.
Werden die Versicherten auf Arbeitsplätzen im Freien beschäftigt, so sind die Arbeitsplätze nach Möglichkeit so einzurichten, dass die Versicherten nicht schädlichen Wirkungen von außen, z. B. Gasen, Dämpfen, Staub, ausgesetzt sind.
Der Unternehmer hat durch eine Beurteilung der für die Versicherten mit ihrer Arbeit verbundenen Gefährdungen zu ermitteln, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Der Unternehmer hat das Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung, die von ihm festgelegten Maßnahmen und das Ergebnis ihrer Überprüfung zu dokumentieren.
Siehe § 3 der Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der Prävention“ (BGV A1).
Der Unternehmer hat die Versicherten über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit, insbesondere über die mit ihrer Arbeit verbundenen Gefährdungen und die Maßnahmen zu ihrer Verhütung, zu unterweisen; die Unterweisung muss erforderlichenfalls wiederholt werden, mindestens aber einmal jährlich erfolgen; sie muss dokumentiert werden.
Siehe § 15 der Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der Prävention“ (BGV A1).
Der Unternehmer hat für die bei der Arbeit benutzten Arbeitsmittel Betriebsanweisungen in verständlicher Form und Sprache aufzustellen und den Versicherten bekannt zu machen, sofern besondere Gefährdungen auftreten oder bestimmte Unfallverhütungsvorschriften oder staatliche Arbeitsschutzvorschriften dies fordern.
Eine Betriebsanweisung ist vom Unternehmer an die Versicherten gerichtet. Sie regelt das Verhalten im Betrieb zur Vermeidung von Unfall- und Gesundheitsgefahren und dient als Grundlage für Unterweisungen. Die Betriebsanweisung berücksichtigt auch die hierfür erforderlichen Angaben der Betriebsanleitungen des Herstellers, Einführers oder Lieferers technischer Erzeugnisse.
Fußnote § 9 der Betriebssicherheitsverordnung
Der Unternehmer hat die für die Versicherten beim Umgang mit Zahlungsmitteln verbundenen Gefährdungen durch Raubüberfälle zu ermitteln und davon ausgehend zu beurteilen, welche Maßnahmen des Arbeitsschutzes erforderlich sind und diese veranlassen.
Siehe § 5 Arbeitsschutzgesetz und BG-Regel „Umgang mit Zahlungsmitteln in Verkaufsstellen“ (BGR 141).
Die Versicherten haben die dem Schutz vor Raubüberfällen dienenden Maßnahmen zu unterstützen und dabei für Sicherheit und Gesundheit zu sorgen.
Versicherte dürfen sich durch den Konsum von Alkohol, Drogen, Medikamenten oder anderen berauschenden Mitteln nicht in einen Zustand versetzen, durch den sie sich selbst oder andere gefährden können.
Siehe § 15 Arbeitsschutzgesetz und § 15 Abs. 2 der Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der Prävention“ (BGV A1).
Siehe § 7 Abs. 2 der Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der Prävention“ (BGV A1).
Siehe auch § 30 der Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der Prävention“ (BGV A1).
Der Einsatz von geeigneten Schuhen ist besonders erforderlich beim
Benutzen von Leitern und Tritten,
Begehen von Treppen, unebenen Wegen, schrägen Rampen und Verkehrswegen/-flächen, wo mit Wasser, Eis, Fett, ÖI und anderen gleitfördernden Stoffen zu rechnen ist,
Umgang mit handgeschobenen Transportmitteln,
Verkauf von Obst, Gemüse, Fleisch, Wurst, Käse, Fisch oder ähnlichem.
Geeignetes Schuhwerk ist z. B. der „Serviceschuh“, siehe auch Merkblatt „Sichere Schuhe im Einzelhandel“ (M 90).
Schuhe ohne Fersenhalt sind kein geeignetes Schuhwerk. Als Fersenhalt eignet sich z. B. ein Fersenriemen oder ein entsprechend ausgebildetes Fußbett.
Ist es durch betriebstechnische Maßnahmen nicht ausgeschlossen, dass die Versicherten Unfall- und Gesundheitsgefahren ausgesetzt sind, hat der Unternehmer geeignete persönliche Schutzausrüstungen zur Verfügung zu stellen und diese in ordnungsgemäßem Zustand zu halten.
Siehe § 29 der Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der Prävention“ (BGV A1).
An persönlichen Schutzausrüstungen kann z. B. erforderlich sein:
Kälteschutzkleidung bei Arbeiten in Kühlräumen und -häusern,
Handschuhe bei der Befüllung von Tiefkühltruhen,
Augen-, Gesichts-, Hand- und Schutzkleidung beim Umgang mit ätzenden Reinigungs- und Desinfektionsmitteln,
Atemschutz, wenn zu Reinigungszwecken ätzende oder reizende Stoffe versprüht werden,
Stechschutzschürze bei Ausbeinarbeiten.
Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, dass bei unvermeidbarer Feuchtarbeit die Exposition des einzelnen Versicherten möglichst gering gehalten werden. Die maximale kontinuierliche Tragedauer sollte vier Stunden nicht überschreiten.
Anzustreben ist ein geeigneter Wechsel von Feucht- und Trockenarbeit, wenn bei einem erheblichen Teil der Arbeitszeit d. h. regelmäßig täglich mehr als ca. 1/4 der Schichtdauer (ca. 2 Stunden) mit den Händen Arbeiten im feuchten Milieu ausgeführt werden oder feuchtigkeitsdichte Schutzhandschuhe getragen werden.
Siehe auch Anhang V Nr. 2 der Gefahrstoffverordnung, Technische Regeln für Gefahrstoffe TRGS 401 „Gefährdung durch Hautkontakt; Ermittlung, Beurteilung, Maßnahmen“ sowie die Merkblätter „Hautschutz“ (M 100) und „Hautschutz beim Umgang mit Lebensmitteln“ (M 101).
Falls zusätzlich zur Feuchtarbeit Kontakt zu hautschädigenden Stoffen und Zubereitungen nach der Gefahrstoffverordnung besteht, hat der Unternehmer zu prüfen, ob solche mit einem geringeren hautschädigenden Potential eingesetzt werden können. Ist dem Unternehmer die Verwendung dieser Stoffe oder Zubereitungen zumutbar, sollte er nur diese verwenden.
Technische und organisatorische Schutzmaßnahmen haben Vorrang vor persönlichen Schutzausrüstungen. Zur Vermeidung von Feuchtarbeit sind alle technischen und organisatorischen Möglichkeiten zu nutzen.
Unvermeidbare Feuchtarbeit sind soweit wie möglich auf mehrere Versicherte verteilen, um für den Einzelnen die Exposition zu verringern. Anzustreben ist ein Wechsel von Feucht- und Trockenarbeit, wobei der Anteil der Feuchtarbeit auf die nach dem Stand der Technik notwendige Mindestzeit begrenzt werden soll.
Der Unternehmer hat Hautschutzpläne zu erstellen, wenn mit besonderen Hautbelastungen zu rechnen ist. In der Nähe der Arbeitsplätze, z. B. am Handwaschplatz, ist an gut sichtbarer Stelle ein tätigkeitsbezogener Hautschutzplan auszuhängen. In ihm sind in übersichtlicher und leicht verständlicher Form die erforderlichen Schutz-, Reinigungs- und Pflegemaßnahmen den hautgefährdenden Tätigkeiten zuzuordnen.
Siehe Abschnitt 9 der Technischen Regeln für Gefahrstoffe TRGS 401 „Gefährdung durch Hautkontakt; Ermittlung, Beurteilung, Maßnahmen“.
Schutzmaßnahmen sind am wirkungsvollsten, solange die Haut noch gesund ist. Siehe hierzu die Merkblätter „Hautschutz“ (M 100), „Hautschutz beim Umgang mit Lebensmitteln“ (M 101) und „Blumen und Pflanzen“ (M 57).
Fußnote Anhang V Nr. 2 der Gefahrstoffverordnung
Fußnote TRGS 401
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Ist beim Befüllen von Tiefkühltruhen und Tiefkühlräumen mit Gesundheitsgefährdungen an den Händen zu rechnen, hat der Unternehmer Kälteschutzhandschuhe zur Verfügung zu stellen.
Die mögliche Entstehung von Gesundheitsschäden hängt von der Dauer des Kontaktes mit dem Gefriergut und seiner Oberflächentemperatur ab. Da individuelle Besonderheiten, unterschiedliche Reaktionsweisen zur Folge haben können, wird beim Umgang mit Gefriergut das Tragen von Schutzhandschuhen empfohlen.
allergenen oder reizenden Stoffen mit einer Hautschädigung
mit biologischen Gefährdungen
zu rechnen, hat der Unternehmer geeignete Schutzhandschuhe zur Verfügung zu stellen.
Siehe § 29 der Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der Prävention“ (BGV A1) und § 11 der Biostoffverordnung.
Allergene Stoffe können z. B. Eiweißstoffe, Gewürze und Blumen sein. Siehe auch Technische Regeln für Gefahrstoffe TRGS 540 „Sensibilisierende Stoffe“.
Reizende Stoffe können z. B. Reinigungsmittel, Säuren oder Laugen sein.
Biologische Gefährdungen können z. B. bei der Abfallentsorgung auftreten.
Fußnote § 11 der Biostoffverordnung
Ist bei Arbeiten mit scharfkantigen, splitternden oder ähnlichen Arbeitsmitteln eine Verletzungsgefahr zu erwarten, hat der Unternehmer geeignete Schutzhandschuhe zur Verfügung zu stellen.
Eine Verletzungsgefahr besteht z. B. bei Ausbeinarbeiten, Einsammeln von Glasscherben und Transport von Rollcontainern in schmalen Gängen.
Siehe Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz sowie §§ 2 und 15 der Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der Prävention“ (BGV A1).
Draht-, Kunststoff- und Bandeisenverschnürungen, Kunststoff- Folien sowie Nägel sind nach dem Öffnen von Kisten und anderen Verpackungen unverzüglich zu entfernen und in Behältern zu sammeln.
Sammelbehältern für Lebensmittelabfälle, die bis zur Entsorgung zwischengelagert werden müssen, sind im Freien oder in geeigneten Räumen aufzustellen, so dass von ihnen keine Gesundheitsgefährdungen ausgehen können.
Im Freien sind Sammelbehälter für Lebensmittelabfälle und Speisereste möglichst in Schattenbereichen aufzustellen, jedoch nicht im unmittelbaren Bereich von Öffnungen zu Räumen.
Sammelbehälter für Speisereste und Lebensmittelabfälle sollten nach der Entleerung gereinigt und erforderlichenfalls desinfiziert werden.
Der Unternehmer hat zu prüfen, ob Stoffe, Zubereitungen oder Erzeugnisse mit einem geringeren gesundheitlichen Risiko, als die von ihm in Aussicht genommenen, erhältlich sind.
Fußnote § 7 der Gefahrstoffverordnung
3.10.9.2
Auf der Grundlage der Gefährdungsermittlung und der Sicherheitsdatenblätter hat der Unternehmer eine arbeitsbereichs- und stoffbezogene Betriebsanweisung zu erstellen, in der auf die mit dem Umgang mit Gefahrstoffen verbundenen Gefahren für Mensch und Umwelt hingewiesen wird sowie die erforderlichen Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln festgelegt werden; auf die sachgerechte Entsorgung entstehender gefährlicher Abfälle ist hinzuweisen. Die Betriebsanweisung ist in verständlicher Form und in der Sprache der Versicherten abzufassen und an geeigneter Stelle in der Arbeitsstätte bekannt zu machen. In der Betriebsanweisung sind auch Anweisungen über das Verhalten im Gefahrfall und über die Erste Hilfe zu treffen.
Siehe auch Technische Regeln für Gefahrstoffe TRGS 555 „Betriebsanweisung und Unterweisung nach § 14 GefStoffV“.
Fußnote § 14 GefStoffV
Der Unternehmer ist verpflichtet, ein Verzeichnis aller ermittelten Gefahrstoffe, mit denen im Betrieb umgegangen wird, zu führen.
Kennzeichnung des Gefahrstoffes,
Menge des Gefahrstoffes im Betrieb
Das Verzeichnis ist bei wesentlichen Änderungen fortzuschreiben und mindestens einmal jährlich zu überprüfen.
Siehe auch Technische Regeln für Gefahrstoffe TRGS 222 „Gefahrstoffkataster“.
Fußnote § 7 Abs. 8 der Gefahrstoffverordnung
3.10.9.4
Gefahrstoffe dürfen nur in geeigneten und gekennzeichneten Behältern und ordnungsgemäß aufbewahrt werden.
Fußnote § 8 Abs. 6 der Gefahrstoffverordnung
3.10.9.5
Fußnote § 8 Abs. 7 der Gefahrstoffverordnung
Der Unternehmer hat für eine angemessene arbeitsmedizinische Vorsorge zu sorgen. Sie umfasst die zur Verhütung arbeitsbedingter Gesundheitsgefahren erforderlichen arbeitsmedizinischen Maßnahmen.
die Aufklärung und Beratung der Versicherten über die mit der Tätigkeit verbundenen Gesundheitsgefährdungen einschließlich solcher, die sich aus vorhandenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen ergeben können,
Fußnote § 15 der Gefahrstoffverordnung
Montage-, Änderungs- sowie Instandhaltungsarbeiten an elektrischen Anlagen und Betriebsmitteln dürfen nur von einer Elektrofachkraft oder von unterwiesenen Versicherten unter Anleitung und Aufsicht einer Elektrofachkraft durchgeführt werden.
An Leuchten oder nicht tragfähigen abgehängten Decken dürfen keine Dekorationen, Werbetafeln oder Waren angehängt werden.
Siehe auch Abschnitt 3.5 der DIN VDE 0105 Teil 1 „Betrieb von Starkstromanlagen; Allgemeine Festlegungen“.
3.10.11.2
Durch Dekoration und Werbetafeln dürfen keine Hinweiszeichen, z. B. Rettungswege, Erste Hilfe und Brandschutz, verdeckt werden.
3.10.11.3
Preisschilder, die öfter gewechselt werden, müssen leicht und gefahrlos zugänglich sein.
3.10.11.4
Spitze Gegenstände, z. B. Stecknadeln, Nägel, dürfen nicht in den Mund genommen werden.
3.10.12.1
Siehe § 24 Abs. 1 der Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der Prävention“ (BGV A1).
3.10.12.2
Siehe § 25 Abs. 1 der Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der Prävention“ (BGV A1).
3.10.12.3
Siehe § 25 Abs. 2 der Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der Prävention“ (BGV A1).
In Abhängigkeit von der Betriebsart und der Betriebsgröße muss mindestens ein „Kleiner Verbandkasten“ nach DIN 13157 bzw. ein oder mehrere „Großer Verbandkasten“ nach DIN 13169 vorhanden sein.
Siehe auch BG-Information „Erste-Hilfe-Material“ (BGI 512).
3.10.12.4
BGR 202 Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, dass für die Erste-Hilfe- Leistung Ersthelfer mindestens in folgender Zahl zur Verfügung stehen:
Bei 2 bis zu 20 anwesenden Versicherten: ein Ersthelfer,
bei mehr als 20 anwesenden Versicherten: 5 % der Versicherten.
Siehe § 26 Abs. 1 der Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der Prävention“ (BGV A1).
Die Ausbildung erfolgt in einem acht Doppelstunden umfassenden Erste-Hilfe-Lehrgang. Die Kursgebühr für die Ausbildung zum Ersthelfer übernimmt die Berufsgenossenschaft; siehe auch BG-Information „Erste Hilfe“ (B 18).
3.10.12.5
Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, dass die Ersthelfer in angemessenen Zeiträumen fortgebildet werden.
Siehe § 26 Abs. 3 der Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der Prävention“ (BGV A1).
Die Fortbildung erfolgt durch Teilnahme an einem vier Doppelstunden umfassenden Erste-Hilfe-Training. Es enthält die Herz-Lungen-Wiederbelebung in der 1- und 2-Helfer-Methode. Die Fortbildung erfolgt in angemessenem Zeitraum, wenn sie innerhalb von zwei Jahren nach einer vorausgegangenen Teilnahme an einem Erste-Hilfe-Lehrgang oder -Training durchgeführt und abgeschlossen wird.
3.10.12.6
Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, dass jede Erste-Hilfe- Leistung dokumentiert und diese Dokumentation fünf Jahre lang verfügbar gehalten wird. Die Dokumente sind vertraulich zu behandeln.
Siehe § 24 Abs. 6 der Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der Prävention“ (BGV A1).
Die Aufzeichnungen können z. B. in einem Verbandbuch, in einer Kartei oder im Wege der automatischen Datenverarbeitung erfolgen.
Siehe hierzu BG-Information „Prüfungsbedingte Einrichtungen in Einzelhandelsbetrieben“ (B 6).
Nachstehend sind die insbesondere zu beachtenden einschlägigen Vorschriften, Regeln, andere Schriften und Medien zusammengestellt; siehe auch Vorbemerkung.
Bauproduktengesetz (BPG),
Neunte Verordnung zum Geräte- und Produktsicherheitsgesetz (Maschinenverordnung 9. GPSGV),
Verordnung zum Schutz vor gefährlichen Stoffen (Gefahrstoffverordnung – GefStoffV) mit zugehörigen Technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS), insbesondere
TRGS 222 „Gefahrstoffkataster“,
TRGS 401 „Gefährdung durch Hautkontakt; Ermittlung, Beurteilung, Maßnahmen“,
TRGS 540 „Sensibilisierende Stoffe“,
TRGS 555 „Betriebsanweisung und Unterweisung nach § 14 GefStoffV“,
Verordnung über Arbeitsstätten (Arbeitsstättenverordnung – ArbStättV),
Arbeitsstätten-Richtlinien (ASR), insbesondere
ASR 5 „Lüftung“,
ASR 6 „Raumtemperaturen“,
ASR 8 /4 „Lichtdurchlässige Wände“,
ASR 10/5 „Glastüren, Türen mit Glaseinsatz“,
ASR 17 „Verkehrswege“,
Geschäftshausverordnung bzw. Verkaufsstättenverordnung,
Technische Regeln Druckgase (TRG), insbesondere
TRG 300 „Besondere Anforderungen an Druckgasbehälter, Druckgaspackungen“.
Fachkräfte für Arbeitssicherheit (BGV A2),
BG-Regel „Natürliche und künstliche Beleuchtung von Arbeitsstätten;
Teil 2: Leitfaden zur Planung und zum Betrieb der Beleuchtung“ (BGR 131-2),
Umgang mit Zahlungsmitteln in Verkaufsstellen (BGR 141),
Ladebrücken und fahrbare Rampen (BGR 233),
Lagereinrichtungen und -geräte (BGR 234),
Treppen (BGI 561).
(Bezugsquelle: Berufsgenossenschaft für den Einzelhandel Postfach 12 08, 53002 Bonn)
Umgang mit der Tageseinnahme (M 3),
Arbeiten auf Laderampen (M 5),
Fußböden in Arbeitsräumen und Arbeitsbereichen mit Rutschgefahr (M 10),
Stehleitern (M 12),
Werkzeuge für Fleisch und Wurst (M 16),
Spraydosen und Gaskartuschen (M 20),
Aufschnittschneidemaschinen (M 22),
Glastüren, Glaswände (M 29),
Feuerlöscher (M 35),
Tritte (M 48),
Müllpressen (M 56),
Umgang mit Rollbehältern (M 64),
Verschlüsse für Türen von Notausgängen (M 67),
Ladebrücken (M 74),
Sitz-Kassenarbeitsplätze (M 86),
Steh-Kassenarbeitsplätze (M 87),
Sichere Schuhe im Einzelhandel (M 90),
Prüfungsbedürftige Einrichtungen in Einzelhandelsbetrieben (B 6),
Was man tun kann für die Arbeitssicherheit im Betrieb (B 10),
Unterweisungen (B 36),
Nachweisblock zur betrieblichen Unterweisung (A 238).
(Bezugsquelle: Beuth Verlag GmbH, Burggrafenstraße 6, 10787 Berlin,
Tritte; Begriffe, Funktionsmaße, Anforderungen, Prüfung, Allgemeine Leitsätze für das sicherheitsgerechte Gestalten
Allgemeine Leitsätze für das sicherheitsgerechte Gestalten technischer Erzeugnisse,
DIN VDE 0105-1
Betrieb von Starkstromanlagen; Allgemeine Festlegungen.
4 Veröffentlichungen des Länderausschusses für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik (LASI)
http://lasi.osha.de/de/gfx/publications/publications.php
Handlungsanleitung zur Beurteilung der Arbeitsbedingungen beim Heben und Tragen von Lasten (LV 9),
Handlungsanleitung zur Beurteilung der Arbeitsbedingungen an Kassenarbeitsplätzen (LV 20),
Handlungsanleitung zur Beurteilung der Arbeitsbedingungen beim Ziehen und Schieben von Lasten (LV 29),
Leitlinien zur Arbeitsstättenverordnung (LV 40).
Fußnote Verordnung zum Schutz vor gefährlichen Stoffen (Gefahrstoffverordnung – GefStoffV) mit zugehörigen Technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS), insbesondere
Fußnote TRGS 401 „Gefährdung durch Hautkontakt; Ermittlung, Beurteilung, Maßnahmen“,
Fußnote TRGS 555 „Betriebsanweisung und Unterweisung nach § 14 GefStoffV“,
Fußnote Fachkräfte für Arbeitssicherheit (BGV A2),
Hier geht's weiter zur DGUV Vorschrift 2 "Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit".
Fußnote Umgang mit Zahlungsmitteln in Verkaufsstellen (BGR 141),
Die vorhergehende Ausgabe vom April 1999 wurde im Rahmen eines Nachdrucks durch den Fachausschuss „Bauliche Einrichtungen“ der BGZ überarbeitet, bzw. hinsichtlich der in Bezug genommenen Vorschriften und Regeln an die derzeit geltenden Arbeitsschutzvorschriften angepasst; siehe auch nachstehenden Hinweis.