Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NStZ%201984,%20230
Timestamp: 2018-12-13 14:30:30
Document Index: 224721678

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 103', 'BGH', 'BGH', '§ 26', 'BGH', '§ 338', '§ 338', '§ 338']

BGH, 09.12.1983 - 2 StR 490/83 - dejure.org
Auswirkungen der fehlenden Unterschrift der Berichterstatterin nach Abänderung der Urteilsgründe - Ablehnung eines Antrages auf Zeugenvernehmung wegen Unerreichbarkeit des Beweismittels und Prozessverschleppung - Würdigung einer späten Antragstellung
NStZ 1984, 230
NStZ 1984, 236
StV 1984, 144
Zudem hat sich das Gericht auch selbst mit den Möglichkeiten auseinanderzusetzen, die gegen eine Verschleppungsabsicht sprechen (vgl. BGH…, Urteil vom 3. Februar 1982 - 2 StR 374/81 -, NStZ 1982, S. 291 ; BGH, Urteil vom 9. Dezember 1983 - 2 StR 490/83 -, NStZ 1984, S. 230).
Hierüber hat der Senat nach Beschwerdegrundsätzen zu entscheiden (BGHSt 18, 200; 21, 334, 338; 23, 265; Urteil vom 9. Dezember 1983 - 2 StR 490/83).
Allein aus der - hier nicht weiter begründeten - "verspäteten" Stellung eines Beweisantrags allein kann indessen die ausschließliche Verschleppungsabsicht nicht hergeleitet werden (BGHSt 21, 118 [123] = NJW 1966, 2174 [2176]; BGH NStZ 1984, 230 = StV 1984, 144 [145]; OLG Schleswig StV 1985, 225;… Alsberg/Nüse/Meyer a.a.O. S. 645;… Kleinknecht/Meyer-Goßner a.a.O. Rdnr. 68;… Sarstedt/Hamm a.a.O. Rdnr. 645).
Da der Senat hierbei nach Beschwerdegrundsätzen und mithin in der Sache selbst zu entscheiden hat (ständige Rechtsprechung, BGHSt 18, 200; 21, 334, 338; BGH NStZ 1984, 230), kam es allein darauf an, ob die erfolglos gebliebenen Ablehnungsanträge begründet waren.
Soweit der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang auch formelle Mängel des Beschlusses, durch den das Ablehnungsgesuch zurückgewiesen wurde, rügt und insbesondere einen Verstoß gegen den Grundsatz der Gewährung rechtlichen Gehörs (Art. 103 Abs. 1 GG) geltend macht, ist dies für die nach Beschwerdegrundsätzen zu treffende Entscheidung des Senats, ob ein Ablehnungsgrund vorlag (BGH NStZ 1984, 230 m.w.N.), rechtlich ohne Belang.
Er hat vielmehr nach Beschwerdegrundsätzen zu entscheiden, ob ein Ablehnungsgrund vorlag (BGH NStZ 1984, 230 m.w.N.).
Die fehlerhafte Verwerfung des Ablehnungsgesuchs nach § 26 a StPO führt allerdings noch nicht zur Aufhebung des angefochtenen Urteils, da das Revisionsgericht nach Beschwerdegrundsätzen in der Sache entscheiden muß, ob ein Ablehnungsgrund vorlag (BGHSt 23, 265; BH NStZ 1984, 230; NJW 1985, 243, 244; BayObLG VRS 44, 206, 208; SenE vom 29.05.1990 - SS. 551/89;… KK-Pikart, StPO, 2. Aufl., § 338, RNr. 59;… Hanack in Löwe-Rosenberg, StPO, 24. Aufl., § 338 RNr. 65;… Kleinknecht/Meyer, StPO 39. Aufl., § 338 RNr. 28).