Source: https://www.freseniusmedicalcare.com/de/investoren/corporate-governance/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung/?type=98
Timestamp: 2019-06-20 00:03:32
Document Index: 227909682

Matched Legal Cases: ['§ 289', '§ 77', '§ 111', '§ 12', '§ 12', '§ 107', '§ 100', '§ 13', '§ 161', 'Art. 19']

Der Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin, der Fresenius Medical Care Management AG (nachfolgend: der Vorstand), und der Aufsichtsrat der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA (nachfolgend: FMC AG & Co. KGaA bzw. die Gesellschaft) berichten nachstehend für das Berichtsjahr 2018 (nachfolgend: das Berichtsjahr) gemäß § 289f HGB sowie gemäß Nummer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex (nachfolgend: der Kodex) über die Unternehmensführung.
Angaben zum 31. Dezember 2018
Die Satzung der FMC AG & Co. KGaA, in der auch die Kompetenzen der Unternehmensorgane näher bestimmt sind, ist hier zu finden.
Das deutsche Aktiengesetz schreibt für Aktiengesellschaften und für Kommanditgesellschaften auf Aktien ein duales Führungssystem (sogenanntes two-tier management system) mit Geschäftsleitungsorgan und Aufsichtsrat vor. Die Geschäfte einer KGaA werden von einer oder mehreren persönlich haftenden Gesellschaftern geführt. Im Fall der FMC AG & Co. KGaA ist dies die Fresenius Medical Care Management AG. Deren Vorstand als ihr Geschäftsleitungsorgan nimmt auch die Geschäftsleitung der KGaA wahr. Im Rahmen der gesetzlichen Kompetenzzuweisung überwacht und berät der Aufsichtsrat den Vorstand und ist in Entscheidungen eingebunden, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung sind. Die Aufgaben und Verantwortlichkeiten der beiden Organe sind jeweils gesetzlich festgelegt und streng voneinander getrennt. Ebenso wie die FMC AG & Co. KGaA hat auch die Fresenius Medical Care Management AG einen eigenen Aufsichtsrat.
Der Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin führt die Geschäfte der Gesellschaft nach Gesetz und Satzung sowie nach der Geschäftsordnung im Sinne von § 77 Abs. 2 AktG und der Empfehlung gemäß Kodex-Nummer 4.2.1 Satz 2. In dieser Geschäftsordnung sind die Grundsätze der Zusammenarbeit sowie der Geschäftsverteilungsplan geregelt, der die Ressortzuständigkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder festlegt. Die Geschäftsordnung bestimmt, dass Vorstandssitzungen jeweils bei Bedarf, jedoch mindestens zwölfmal im Jahr stattfinden. Die Sitzungen und Beschlussfassungen des Vorstands werden von dem Vorstandsvorsitzenden geleitet. Ist dieser verhindert, obliegt diese Aufgabe einem von dem Vorstandsvorsitzenden benannten Vorstandsmitglied, bei Fehlen einer solchen Benennung dem dienstältesten teilnehmenden Vorstandsmitglied. Der Sitzungsleiter bestimmt die Reihenfolge der Verhandlungsgegenstände und die Art der Abstimmung. Der Vorstand beschließt grundsätzlich in Sitzungen mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen, außerhalb der Sitzungen mit einfacher Mehrheit seiner Mitglieder. Im Falle einer Stimmengleichheit hat der Vorstandsvorsitzende ein Recht zum Stichentscheid.
Im Berichtsjahr bestand der Vorstand bis zum 31. August 2018 aus sechs Personen. Mit Wirkung zum 1. September 2018 wurde Frau Dr. Katarzyna Mazur-Hofsäß zum Mitglied des Vorstands für die Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) bestellt. Seitdem besteht der Vorstand aus sieben Personen. Die Mitglieder des Vorstands und ihre Zuständigkeitsbereiche werden hier vorgestellt.
Unbeschadet der Gesamtverantwortung des Gesamtvorstands leitet jedes Vorstandsmitglied sein Ressort in eigener Verantwortung. Die Vorstandsmitglieder informieren sich fortlaufend gegenseitig über alle relevanten Geschäftsvorfälle aus ihren Ressorts. Bei ressortübergreifenden Angelegenheiten sind die betroffenen Vorstandsmitglieder gehalten, sich untereinander abzustimmen. Der Vorstandsvorsitzende koordiniert die Angelegenheiten der einzelnen Ressorts.
Aufsichtsrat der Fresenius Medical Care Management AG
Als Aktiengesellschaft hat die Fresenius Medical Care Management AG einen eigenen Aufsichtsrat, der sich satzungsgemäß aus sechs Mitgliedern zusammensetzt. Im Berichtsjahr amtierten sechs Mitglieder. Vorsitzender ist Herr Stephan Sturm. Weitere Mitglieder des Aufsichtsrats der Fresenius Medical Care Management AG waren im Berichtsjahr Herr Dr. Dieter Schenk (stellvertretender Vorsitzender), Herr Rolf A. Classon, Frau Rachel Empey, Herr William P. Johnston und Herr Dr. Gerd Krick.
Weitere Angaben zu den Mitgliedern des Aufsichtsrats der Fresenius Medical Care Management AG, die zugleich Mitglieder des Aufsichtsrats der FMC AG & Co. KGaA sind, finden sich hier. Ergänzend hierzu erfolgen die nachstehenden Angaben zu den im Berichtsjahr wahrgenommenen Mandaten des Vorsitzenden des Aufsichtsrats der Fresenius Medical Care Management AG, Herrn Stephan Sturm, sowie den weiteren Mitgliedern des Aufsichtsrats der Fresenius Medical Care Management AG, Frau Rachel Empey und Herrn Dr. Gerd Krick, die nicht zugleich Mitglieder des Aufsichtsrats der FMC AG & Co. KGaA sind:
Vorsitzender des Vorstands der Fresenius Management SE, der persönlich haftenden Gesellschafterin der Fresenius SE & Co. KGaA
VERGLEICHBARES AUSLÄNDISCHES KONTROLLGREMIUM
VAMED AG, Österreich (stellvertretender Vorsitzender)
Mitglied des Vorstands der Fresenius Management SE (Finanzvorstand), der persönlich haftenden Gesellschafterin der Fresenius SE & Co. KGaA
Fresenius Kabi AG (stellvertretende Vorsitzende)
Inchcape plc, Großbritannien (Non-executive director)
Mitglied von Aufsichtsräten
Fresenius SE & Co. KGaA (Vorsitzender)
Fresenius Management SE (Vorsitzender)
VAMED AG, Österreich (Vorsitzender)
Wegen seiner außerordentlichen Verdienste um die Entwicklung des Unternehmens und seiner umfassenden Erfahrungen ist Herr Dr. Ben Lipps Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats der Fresenius Medical Care Management AG.
Der Aufsichtsrat der Fresenius Medical Care Management AG bestellt die Vorstandsmitglieder und überwacht und berät den Vorstand bei seinen Leitungsaufgaben. Er hat sich in Übereinstimmung mit der Empfehlung gemäß Kodex-Nummer 5.1.3 eine Geschäftsordnung gegeben. Unberührt von den Voraussetzungen der Unabhängigkeit der Mitglieder eines Aufsichtsrats nach gesetzlichen Vorschriften und den Empfehlungen des Kodex müssen nach dem sogenannten Pooling Agreement, das unter anderem zwischen der Fresenius Medical Care Management AG und der Fresenius SE & Co. KGaA geschlossen worden ist, mindestens ein Drittel (und mindestens zwei) der Mitglieder des Aufsichtsrats der Fresenius Medical Care Management AG unabhängige Mitglieder sein. Im Sinne des Pooling Agreement ist ein „unabhängiges Mitglied“ ein Mitglied des Aufsichtsrats, das keine wesentliche geschäftliche oder berufliche Verbindung zur FMC AG & Co. KGaA, zu ihrer persönlich haftenden Gesellschafterin, zur Fresenius SE & Co. KGaA oder zu deren persönlich haftender Gesellschafterin, der Fresenius Management SE, bzw. zu irgendeinem verbundenen Unternehmen dieser Gesellschaften hat.
Der Aufsichtsrat der FMC AG & Co. KGaA bestand im Berichtsjahr aus den folgenden Mitgliedern: Herr Dr. Gerd Krick (bis 17. Mai 2018, bis dahin zugleich Vorsitzender), Herr Dr. Dieter Schenk (bis 17. Mai 2018 stellvertretender Vorsitzender, seitdem Vorsitzender), Herr Rolf A. Classon (seit dem 30. November 2018 stellvertretender Vorsitzender), Herr William P. Johnston, Frau Deborah Doyle McWhinney (ausgeschieden mit Wirkung zum 1. November 2018), Frau Pascale Witz und Herr Prof. Dr. Gregor Zünd (seit 29. Oktober 2018).
Alle Mitglieder des Aufsichtsrats werden von der Hauptversammlung der FMC AG & Co. KGaA als zuständigem Wahlgremium nach den Bestimmungen des Aktiengesetzes mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gewählt, wobei die Fresenius SE & Co. KGaA hierbei vom Stimmrecht ausgeschlossen ist (weitergehende Erläuterungen hierzu finden sich unter „Weitere Angaben zur Corporate Governance“ im Abschnitt „Aktionäre“).
Bei der Beratung seiner Vorschläge an die Hauptversammlung zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern wird der Aufsichtsrat auch in Zukunft die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potenzielle Interessenkonflikte, eine nach seiner Einschätzung angemessene Anzahl unabhängiger Aufsichtsratsmitglieder und Vielfalt (Diversity) berücksichtigen. Da sich die Zusammensetzung des Aufsichtsrats am Unternehmensinteresse ausrichten und die effektive Überwachung und Beratung des Vorstands gewährleisten muss, kommt es grundsätzlich und vorrangig auf die Qualifikation des Einzelnen an. Um im Unternehmensinteresse die Auswahl geeigneter Kandidaten nicht pauschal einzuschränken, beschränkt sich der Aufsichtsrat darauf, in Übereinstimmung mit seinen gesetzlichen Verpflichtungen (§ 111 Abs. 5 AktG) selbstgesetzte Zielgrößen für den Anteil weiblicher Aufsichtsratsmitglieder zu verfolgen (siehe dazu den Abschnitt „Geschlechterspezifische Vielfalt und Festsetzung von Zielgrößen“) und verzichtet auf eine Altersgrenze für seine Mitglieder und auf eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat. Dem Aufsichtsrat sollen vielmehr auch Mitglieder mit langjähriger Erfahrung und damit in der Regel ältere Mitglieder angehören, damit ein ausgewogenes Verhältnis von Aufsichtsratsmitgliedern unterschiedlichen Alters und verschiedener Zugehörigkeitsdauer besteht. Aus diesem Grund hat der Aufsichtsrat – mit Ausnahme der Festlegung von Zielgrößen für den Frauenanteil im Aufsichtsrat – von der Benennung konkreter Ziele für seine Zusammensetzung, deren Berücksichtigung bei seinen Wahlvorschlägen und der Veröffentlichung des Stands der Umsetzung im Corporate Governance-Bericht abgesehen.
Der Aufsichtsrat achtet aus eigener Initiative darauf, dass er in seiner Gesamtheit über die Kenntnisse, Fähigkeiten und fachliche Erfahrung verfügt, die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben des Aufsichtsrats in einem börsennotierten und international in der Dialysebranche tätigen Unternehmen erforderlich sind. Nach der notwendigen eingehenden Vorbereitung hat der Aufsichtsrat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2018 ein Kompetenzprofil für das Gesamtgremium beschlossen. Das Kompetenzprofil enthält sowohl Anforderungen an die einzelnen Aufsichtsratsmitglieder wie auch Anforderungen an das Gesamtgremium und ist auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.freseniusmedicalcare.com/de im Bereich „Über uns“ veröffentlicht. Der Aufsichtsrat wird dieses Kompetenzprofil bei der Beratung seiner Wahlvorschläge an die Hauptversammlung berücksichtigen.
Mit dem Ausscheiden von Frau Deborah Doyle McWhinney mit Wirkung zum 1. November 2018 ist nur noch eines von derzeit fünf Aufsichtsratsmitgliedern weiblich. Der Anteil weiblicher Aufsichtsratsmitglieder liegt damit zum Ende des Berichtsjahres unter der vom Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung festgelegten Zielgröße von 30%. Im Übrigen erfüllt die aktuelle Zusammensetzung des Aufsichtsrats die im Kompetenzprofil für den Aufsichtsrat benannten Ziele für die Zusammensetzung des Gremiums und entspricht sie dem beschlossenen Kompetenzprofil. Der Aufsichtsrat beabsichtigt, der Hauptversammlung in Nachfolge von Frau Deborah Doyle McWhinney erneut eine Frau zur Wahl in den Aufsichtsrat vorzuschlagen oder, sofern ein solcher Wahlvorschlag vor Ablauf der hierfür maßgeblichen Frist nicht möglich sein sollte, dem zuständigen Gericht eine Frau zur Bestellung als Mitglied des Aufsichtsrats der Gesellschaft vorzuschlagen. Bei einer entsprechenden Wahl durch die Hauptversammlung bzw. bei antragsgemäßer gerichtlicher Bestellung werden wieder zwei von sechs Mitgliedern weiblich sein und der Aufsichtsrat wird die von ihm festgelegte Zielgröße von 30% weiblicher Aufsichtsratsmitglieder wieder überschreiten.
Eine gleichzeitige Tätigkeit im Aufsichtsrat und im Vorstand ist rechtlich unzulässig. Im Aufsichtsrat waren im Berichtsjahr keine Mitglieder vertreten, die in den vergangenen zwei Jahren dem Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin angehörten. Die Mitglieder des Aufsichtsrats der Gesellschaft sind in ihren Entscheidungen unabhängig und nicht an Vorgaben oder Weisungen Dritter gebunden.
Ein Mitglied des Aufsichtsrats im Sinne der Empfehlung gemäß Kodex-Nummer 5.4.2 ist insbesondere dann nicht als unabhängig anzusehen, wenn es in einer persönlichen oder einer geschäftlichen Beziehung zu der Gesellschaft, deren Organen, einem kontrollierenden Aktionär oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen steht, die einen wesentlichen und nicht nur vorübergehenden Interessenkonflikt begründen kann. Der Aufsichtsrat hat – unter Berücksichtigung der Eigentümerstruktur – festgestellt, dass nach Einschätzung des Aufsichtsrats die Anzahl von mindestens drei unabhängigen Mitgliedern eine angemessene Zahl unabhängiger Mitglieder darstellt und ihm und seinen Ausschüssen eine nach seiner Auffassung angemessene Zahl unabhängiger Mitglieder angehört. Unabhängig im Sinne der Empfehlung gemäß Kodex-Nummer 5.4.2 sind nach Einschätzung des Aufsichtsrats Herr Rolf A. Classon, Herr William P. Johnston, Frau Deborah Doyle McWhinney (bis zu ihrem Ausscheiden), Herr Prof. Dr. Gregor Zünd (seit seiner Bestellung) und Frau Pascale Witz. Einzelheiten zur Behandlung potenziell auftretender Interessenkonflikte werden im Abschnitt „Rechtsverhältnisse mit Organmitgliedern“ dargestellt.
Die Amtsperiode der Mitglieder des Aufsichtsrats beträgt grundsätzlich fünf Jahre. Die laufende Amtsperiode der zuletzt von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder des Aufsichtsrats der FMC AG & Co. KGaA endet mit dem Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung des Jahres 2021. Die Amtszeit von Herrn Prof. Dr. Gregor Zünd, der von dem zuständigen Amtsgericht Hof gerichtlich zum Mitglied des Aufsichtsrats der Gesellschaft bestellt wurde, ist antragsgemäß auf die Zeit bis zur Beendigung der nächsten Hauptversammlung befristet. Der Aufsichtsrat hat beschlossen, der ordentlichen Hauptversammlung 2019 vorzuschlagen, Herrn Prof. Dr. Gregor Zünd für die Zeit bis zum Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung des Jahres 2021 zum Mitglied des Aufsichtsrats der Gesellschaft zu wählen.
Einzelheiten zur Wahl, Konstituierung und Amtszeit des Aufsichtsrats, zu dessen Sitzungen und Beschlussfassungen sowie zu seinen Rechten und Pflichten regelt die Satzung der Gesellschaft, die auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.freseniusmedicalcare.com/de im Bereich „Investoren“ zu finden ist. Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat in Übereinstimmung mit der Empfehlung gemäß Kodex-Nummer 5.1.3 eine Geschäftsordnung gegeben, die unter anderem die Formalien seiner Einberufung sowie seiner Beschlussfassungen regelt. Hiernach tritt der Aufsichtsrat turnusgemäß mindestens zweimal pro Kalenderhalbjahr zusammen. Die Frist für die Einberufung von Sitzungen des Aufsichtsrats beträgt grundsätzlich zwei Wochen. Die Verhandlungen des Aufsichtsrats werden von dem Vorsitzenden oder, bei dessen Verhinderung, von seinem Stellvertreter geleitet. Der Sitzungsleiter bestimmt auch die Reihenfolge der Verhandlungsgegenstände und die Art der Abstimmung. Der Aufsichtsrat entscheidet grundsätzlich mit einfacher Mehrheit der an der Beschlussfassung teilnehmenden Stimmen, falls Beschlüsse in physischen Sitzungen gefasst werden, andernfalls mit der einfachen Mehrheit seiner Mitglieder, soweit nicht das Gesetz im Einzelfall zwingend andere Mehrheiten vorschreibt. Die Bestimmungen der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat der Gesellschaft gelten grundsätzlich auch für seine Ausschüsse, soweit deren Geschäftsordnungen keine abweichenden Bestimmungen vorsehen. Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit sowie die Leitung des Aufsichtsrats; er vertritt den Aufsichtsrat auch gegenüber Dritten.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats führen in Übereinstimmung mit der Empfehlung gemäß Kodex-Nummer 5.6 regelmäßig Effizienzprüfungen ihrer Tätigkeit durch, die in Form einer offenen Diskussion im Plenum stattfinden, der ein entsprechender Fragebogen zugrunde liegt. Dabei werden jeweils auch der Umfang und die Darstellung der Vorlagen erörtert sowie der Ablauf und die Strukturierung der Sitzungen besprochen. Die vorgenommenen Überprüfungen haben ergeben, dass der Aufsichtsrat und seine Ausschüsse effizient organisiert sind und das Zusammenwirken von Aufsichtsrat und Vorstand sehr gut funktioniert.
Sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrats verfügen über die zur sachgemäßen Wahrnehmung ihrer Aufgaben erforderlichen Fähigkeiten und Kenntnisse. Sie sind in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor, in dem die FMC AG & Co. KGaA tätig ist, vertraut. Die Mitglieder des Aufsichtsrats informieren sich regelmäßig anhand unternehmensinterner wie auch externer Quellen über den aktuellen Stand der Anforderungen an die Überwachungstätigkeit. Neben Informationen, die von verschiedenen unternehmensexternen Experten zur Verfügung gestellt werden, berichten insoweit auch Experten aus den Fachbereichen des Unternehmens regelmäßig über maßgebliche Entwicklungen, beispielsweise über relevante gesetzliche Neuregelungen oder Entwicklungen in der Rechtsprechung sowie auch über aktuelle Entwicklungen bei Vorschriften zur Rechnungslegung und Abschlussprüfung. Auf diese Weise stellt der Aufsichtsrat mit angemessener Unterstützung des Unternehmens eine fortdauernde Qualifizierung seiner Mitglieder sowie die Weiterentwicklung und Aktualisierung ihrer Fachkenntnisse, Urteilsfähigkeit und Erfahrungen sicher, die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben des Aufsichtsrats einschließlich seiner Ausschüsse erforderlich sind.
Einzelheiten zu den Schwerpunkten der Beratungen des Aufsichtsrats im Berichtsjahr finden sich im Bericht des Aufsichtsrats auf den Seiten 112 .ff des Geschäftsberichts.
(bis 17. Mai 2018),
(bis zu ihrem Ausscheiden mit
Wirkung zum 1. November 2018),
Frau Pascale Witz
(seit dem 11. Februar 2019)
(bis 17. Mai 2018)
Das Audit and Corporate Governance Committee (nachfolgend: Prüfungs- und Corporate-Governance-Ausschuss) hat sich mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Geschäftsordnung gegeben. Sie regelt auf der Grundlage der maßgeblichen Bestimmungen der Satzung der Gesellschaft (§ 12 Abs. 2) die Zusammensetzung, Arbeit und Aufgaben des Prüfungs- und Corporate-Governance-Ausschusses. Hiernach hat der Prüfungs- und Corporate-Governance-Ausschuss aus mindestens drei und höchstens fünf ausschließlich unabhängigen Mitgliedern zu bestehen, die insbesondere die Unabhängigkeitskriterien nach § 12 Abs. 2 Satz 3 der Satzung und im Sinne der Regeln der New York Stock Exchange zu erfüllen haben. Daneben muss gemäß § 107 Abs. 4 in Verbindung mit § 100 Abs. 5 AktG mindestens ein Mitglied über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügen. Zudem soll der Vorsitzende des Prüfungs- und Corporate-Governance-Ausschusses im Einklang mit den Empfehlungen des Kodex weder zugleich Vorsitzender des Aufsichtsrats der Gesellschaft noch ein ehemaliges Mitglied des Vorstands sein, dessen Bestellung vor weniger als zwei Jahren geendet hat. Nach Einschätzung des Aufsichtsrats entspricht die Besetzung des Prüfungs- und Corporate-Governance-Ausschusses diesen Anforderungen.
Des Weiteren hat die FMC AG & Co. KGaA einen Gemeinsamen Ausschuss eingerichtet, dessen Zusammensetzung und Tätigkeit in den §§ 13a ff. der Satzung der Gesellschaft geregelt sind. Der Gemeinsame Ausschuss wird nur bei Bedarf einberufen, namentlich bei bestimmten in der Satzung definierten Rechtsgeschäften, die als wesentliche Transaktionen einzustufen sind und bei denen die persönlich haftende Gesellschafterin der Zustimmung des Gemeinsamen Ausschusses bedarf.
Gemeinsamer Ausschuss Zuständigkeit Anzahl der
Diversitätskonzept für die Verwaltungsorgane
Fresenius Medical Care legt einen großen Wert auf Vielfalt (Diversity), sowohl mit Blick auf ihre Verwaltungsorgane als auch mit Blick auf die Mitarbeiter insgesamt, und begreift Vielfalt als eine Stärke des Unternehmens. Ein hohes Maß an Vielfalt in der Zusammensetzung der Verwaltungsorgane und der Mitarbeiterschaft ist eines der Kernziele von Fresenius Medical Care und liegt im Interesse der Gesellschaft, weil auf diese Weise ein integratives Arbeitsumfeld geschaffen und die Grundlage für persönliche und unternehmerische Erfolge gebildet wird. Fresenius Medical Care versteht Vielfalt umfassend, einschließlich – aber nicht beschränkt auf – Alter, Geschlecht, Staatsangehörigkeit, Bildung und berufliche Erfahrungen.
Auf dieser Grundlage haben die Gesellschaft und die persönlich haftende Gesellschafterin ein Diversitätskonzept für die Zusammensetzung des Vorstands der persönlich haftenden Gesellschafterin und des Aufsichtsrats der Gesellschaft beschlossen, das dieses Verständnis reflektiert. Das Ziel dieses Konzepts ist die Einbeziehung unterschiedlicher Perspektiven und Aspekte in der Zusammenarbeit und Entscheidungsfindung, um so das Verständnis für die vielfältigen Anforderungen an ein global aktives Unternehmen mit heterogenen Kundengruppen zu erhöhen. Die Qualifikation des Einzelnen, beispielsweise Fachkenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen, ist jedoch weiterhin das entscheidende Auswahlkriterium für Wahlvorschläge neuer Mitglieder des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung; die Berücksichtigung der Vielfalt dient der umfassenden und abgewogenen Entscheidungsfindung. Bei der Vorbereitung von Personalvorschlägen prüft das zuständige Verwaltungsorgan bzw. der zuständige Ausschuss eingehend die gegenwärtige Zusammensetzung des zu besetzenden Verwaltungsorgans und analysiert sorgfältig das Profil jedes potenziellen Kandidaten unter Berücksichtigung dieser Kriterien, Aspekte und Überlegungen im Rahmen der Evaluierung. Wenn das zuständige Verwaltungsorgan nach einer endgültigen Beratung und Entscheidungsfindung einen Personalvorschlag ausspricht, geschieht dies unter vollständiger Einbeziehung dieser Kriterien, Aspekte und Überlegungen, die im Rahmen der Evaluation und der Analyse des Kandidaten angestellt worden sind.
Des Weiteren wurde von der Gesellschaft beschlossen, Vielfalt (Diversity) in den Führungsebenen unterhalb des Vorstandes aktiv zu steuern. Hierzu werden Diversity-Aspekte wie zum Beispiel das Geschlecht bei der Evaluierung der „Talent Pipelines“ besonders berücksichtigt. Zusätzliche Berichte zum Beispiel zu der Anzahl von und dem Anteil an weiblichen Nachwuchstalenten in der Talent-Evaluierung sowie dem Nachfolgeplanungsprozess unterstützen die Fokussierung auf Diversity im Rahmen der Entwicklungsplanung und die Vorbereitung für Stellenbesetzungen. Damit soll das verfolgte Diversitätskonzept gestärkt und sollen geeignete Talente frühzeitig identifiziert werden.
Rice Powell Männlich U.S.-Amerikanisch Biologie 63
Michael Brosnan Männlich U.S.-Amerikanisch Wirtschaftswissenschaften 63
Dr. Katarzyna Mazur-
Hofsäß1 Weiblich Polnisch und Deutsch Medizin 55
Dr. Olaf Schermeier Männlich Deutsch Ingenieurswissenschaft 46
William Valle Männlich U.S.-Amerikanisch Wirtschaftswissenschaften 58
Kent Wanzek Männlich U.S.-Amerikanisch Wirtschaftswissenschaften 59
Harry de Wit Männlich Niederländisch Medizin und Physiotherapie 56
(1) Frau Dr. Katarzyna Mazur-Hofsäß ist mit Wirkung zum 1. September 2018 zum Mitglied des Vorstands der persönlich haftenden Gesellschafterin bestellt worden.
Dr. Gerd Krick1 Männlich Österreichisch Ingenieurswissenschaft 80
Dr. Dieter Schenk Männlich Deutsch Rechtswissenschaft 66
Rolf A. Classon Männlich U.S-Amerkanisch/Schwedisch Politikwissenschaft 73
William P. Johnston Männlich U.S-Amerkanisch Rechtswissenschaft 74
Deborah Doyle McWhinney2 Weiblich U.S-Amerkanisch Kommunikationswissenschaft 63
Pascale Witz Weiblich Französisch Biochemie 52
Prof. Dr. Gregor Zünd3 Männlich Schweizerisch Medizin 59
(1) Herr Dr. Gerd Krick ist am 17. Mai 2018 aus dem Aufsichtsrat der Gesellschaft ausgeschieden.
(2)Frau Deborah Doyle McWhinney ist mit Wirkung zum 1. November 2018 aus dem Aufsichtsrat der Gesellschaft ausgeschieden.
(3) Herr Prof. Dr. Gregor Zünd ist mit Wirkung zum 29. Oktober 2018 zum Mitglied des Aufsichtsrats der Gesellschaft bestellt worden.
Der Aufsichtsrat der FMC AG & Co. KGaA ist verpflichtet, Zielgrößen für den Anteil weiblicher Mitglieder im Aufsichtsrat sowie eine Umsetzungsfrist festzulegen und über die festgelegten Zielgrößen sowie deren Erreichung während des maßgeblichen Bezugszeitraums bzw., im Falle einer Verfehlung dieser Ziele, über die Gründe hierfür im Rahmen der Erklärung zur Unternehmensführung zu berichten. Die Festlegung von Zielgrößen für die Zusammensetzung des Vorstands ist für Gesellschaften, die wie Fresenius Medical Care in der Rechtsform der AG & Co. KGaA verfasst sind, dagegen ausdrücklich nicht vorgesehen. Ebenso wenig ist der Aufsichtsrat der Fresenius Medical Care Management AG verpflichtet, Zielgrößen für den Vorstand festzulegen, da die Fresenius Medical Care Management AG nicht in den Anwendungsbereich der maßgeblichen gesetzlichen Bestimmungen fällt.
Der Aufsichtsrat der FMC AG & Co. KGaA hat am 10. Mai 2017 beschlossen, im Hinblick auf die eigene Zusammensetzung die Zielgröße für den Anteil weiblicher Aufsichtsratsmitglieder auf 30% festzusetzen, und eine Umsetzungsfrist bis zum 9. Mai 2022 festgelegt. Mit zwei weiblichen Mitgliedern (33%) entsprach die Zusammensetzung des Aufsichtsrats im Berichtsjahr bis zum Ausscheiden von Frau Deborah Doyle McWhinney mit Wirkung zum 1. November 2018 der Zielgröße. Der Aufsichtsrat beabsichtigt, der Hauptversammlung in Nachfolge von Frau Deborah Doyle McWhinney erneut eine Frau zur Wahl in den Aufsichtsrat vorzuschlagen oder, sofern ein solcher Wahlvorschlag vor Ablauf der hierfür maßgeblichen Frist nicht möglich sein sollte, dem zuständigen Gericht eine Frau zur Bestellung als Mitglied des Aufsichtsrats der Gesellschaft vorzuschlagen. Bei einer entsprechenden Wahl durch die Hauptversammlung bzw. bei antragsgemäßer gerichtlicher Bestellung werden wieder zwei von sechs Mitgliedern weiblich sein und der Aufsichtsrat wird die von ihm festgelegte Zielgröße von 30% weiblicher Aufsichtsratsmitglieder wieder überschreiten.
Gemäß dem Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen ist der Vorstand gesetzlich verpflichtet, Zielgrößen für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands sowie eine entsprechende Umsetzungsfrist festzulegen. In einem ersten Schritt hatte der Vorstand am 28. September 2015 beschlossen, die beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands anhand des Teilnehmerkreises am weltweiten Long-Term Incentive Program („LTIP“) zu definieren. In einem zweiten Schritt hat der Vorstand am 13. Januar 2016 ferner neue Zielgrößen für den Frauenanteil innerhalb der beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands und diesbezüglich eine Umsetzungsfrist bis zum 31. Dezember 2020 beschlossen. Ungeachtet der Festsetzungen dieser beiden Führungsebenen ist für Fresenius Medical Care die Gesamtzahl an Teilnehmern an dem konzernweiten LTIP der beste Indikator dafür, dass Frauen weltweit Führungspositionen bekleiden. Der Anteil von Frauen an diesen Führungskräften ist im Vergleich zum Jahr 2017 leicht angestiegen und betrug zum Ende des Berichtsjahres weiterhin rund 33%.
Die erste Führungsebene umfasst alle Führungskräfte weltweit, die direkt an ein Mitglied des Vorstands berichten und zusätzlich am LTIP teilnehmen. Die Zielgröße, die bis zum Ende der Umsetzungsfrist am 31. Dezember 2020 erreicht werden soll, beträgt 18,8%. Der Anteil weiblicher Führungskräfte zum 31. Dezember 2018 betrug 21,1% (2017: 19,2%) und ist bei einer leichten Reduzierung der Gesamtanzahl der Personen, die der ersten Führungsebene angehören, gestiegen. Die Zielgröße von 18,8%, die bis zum Ende der Umsetzungsfrist am 31. Dezember 2020 erreicht werden soll, hat die Gesellschaft damit derzeit bereits überschritten.
Die zweite Führungsebene umfasst alle Führungskräfte weltweit, die direkt an eine Führungskraft der ersten Führungsebene berichten und zusätzlich am LTIP teilnehmen. Die Zielgröße (bis 31. Dezember 2020) beträgt 28,2%. Während die absolute Anzahl weiblicher Führungskräfte der zweiten Führungsebene gesteigert werden konnte, hat sich ihr prozentualer Anteil aufgrund einer Erhöhung der Gesamtanzahl der Personen, die der zweiten Führungsebene angehören, leicht reduziert. Der Anteil weiblicher Führungskräfte zum 31. Dezember 2018 betrug 27,4% (2017: 28,3%).
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Rekrutierungs- und Einstellungspraxis von Fresenius Medical Care sowie die Auswahlentscheidungen hinsichtlich der Anstellung in den und der Beförderung in die obersten Führungsebenen auch zukünftig maßgeblich anhand der spezifischen Qualifikationen des Einzelnen erfolgen werden. Daher wird der Vorstand Kandidaten für das Topmanagement von Fresenius Medical Care nach Maßgabe ihrer beruflichen Fähigkeit und ihrer Eignung für die spezifischen Funktionen in dieser Führungsrolle auswählen und damit unabhängig von Abstammung, Geschlecht oder anderen nicht-leistungsbezogenen Eigenschaften. Die verstärkte Ausrichtung auf Vielfalt in den „Talent Pipelines“ von Fresenius Medical Care wird aber ein integratives Arbeitsumfeld weiter fördern und sicherstellen, dass den Arbeitnehmern von Fresenius Medical Care weiterhin gleiche Karrieremöglichkeiten offenstehen.
Weltweit aktiv zu sein bedeutet, weltweit Verantwortung zu tragen. Als globaler Marktführer in der Dialyse ist sich Fresenius Medical Care ihrer Verantwortung bewusst. Fresenius Medical Care setzt sich Tag für Tag dafür ein, das Leben von Patienten in aller Welt mit hochwertigen Produkten und Dienstleistungen zu verbessern.
Der Ethik- und Verhaltenskodex von Fresenius Medical Care ist die Grundlage für alles, was Fresenius Medical Care und alle ihre Mitarbeiter tun, ob im Umgang mit Patienten, Kollegen und Lieferanten oder im Hinblick auf die Gesellschaft allgemein. Der Ethik- und Verhaltenskodex definiert Vorgehensweisen im Bereich Corporate Governance, die über die gesetzlichen Vorschriften hinausgehen. Er umfasst wesentliche nichtfinanzielle Themen, die für Fresenius Medical Care relevant sind, wie Patientenversorgung, Qualität und Innovation, Bekämpfung von Bestechung und Korruption, Arbeitnehmerschutz, Umwelt- und Arbeitsschutz sowie das Diskriminierungsverbot. Der Ethik- und Verhaltenskodex und die ihm zugrunde liegenden Grundwerte des Konzerns umfassen auch das Bekenntnis von Fresenius Medical Care zur Achtung der Menschenrechte. Er gilt für alle Funktionen und Geschäftsbereiche weltweit, für alle Mitarbeiter des Unternehmens und sämtliche Betriebe von direkten und indirekten Tochtergesellschaften, die sich im Mehrheitsbesitz befinden oder auf sonstige Weise von Fresenius Medical Care kontrolliert werden. Die Mitarbeiter von Fresenius Medical Care sind verpflichtet, die Grundsätze des Ethik- und Verhaltenskodex zu befolgen. Der Ethik- und Verhaltenskodex ist hier öffentlich zugänglich.
Weitere Informationen zum Risiko- und Chancenmanagement finden sich im Lagebericht im Abschnitt Risiko- und Chancenbericht.
Der Deutsche Corporate Governance Kodex beinhaltet international und national anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung in Form von Empfehlungen und Anregungen. Der Kodex hat zum Ziel, die in Deutschland geltenden Regeln für die Unternehmensleitung und -überwachung transparenter und besser nachvollziehbar zu gestalten. Durch diesen Kodex soll sowohl das Vertrauen internationaler und nationaler Anleger sowie der Öffentlichkeit als auch der Mitarbeiter und Kunden in die Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften gefördert werden.
Die aktuelle vom Vorstand der Fresenius Medical Care Management AG und vom Aufsichtsrat der FMC AG & Co. KGaA nach § 161 des Aktiengesetzes geforderte jährliche Entsprechenserklärung vom Dezember 2018 ist hier wiedergegeben. Diese und vorangegangene Entsprechenserklärungen sowie weitere umfangreiche Informationen zum Thema Corporate Governance sind hier dauerhaft öffentlich zugänglich.
Die Aktionäre der Gesellschaft nehmen ihre Rechte auf der Hauptversammlung wahr und üben dort ihr Stimmrecht aus. Das Grundkapital der FMC AG & Co. KGaA ist ausschließlich in Stammaktien eingeteilt. Jede Aktie der FMC AG & Co. KGaA gewährt eine Stimme. Aktien mit Mehr- oder Vorzugsstimmrechten existieren nicht. In der Hauptversammlung können die persönlich haftende Gesellschafterin (soweit sie Aktionärin der FMC AG & Co. KGaA wäre, was im Berichtsjahr nicht der Fall war) bzw. ihre Alleinaktionärin Fresenius SE & Co. KGaA grundsätzlich das Stimmrecht aus von ihnen an der FMC AG & Co. KGaA gehaltenen Aktien ausüben. Hinsichtlich bestimmter Beschlussgegenstände gelten für die persönlich haftende Gesellschafterin bzw. ihre Alleinaktionärin jedoch vom Gesetz vorgegebene Stimmrechtsausschlüsse. Dies betrifft unter anderem die Wahl des Aufsichtsrats, die Entlastung der persönlich haftenden Gesellschafterin und der Mitglieder des Aufsichtsrats der FMC AG & Co. KGaA sowie die Wahl des Abschlussprüfers. Auf diese Weise wird gewährleistet, dass die übrigen Kommanditaktionäre über diese – insbesondere die Kontrolle der Geschäftsleitung betreffenden – Fragen allein entscheiden können.
Die Aktionäre können ihr Stimmrecht in der Hauptversammlung selbst ausüben oder durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl oder einen weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter der Gesellschaft ausüben lassen. Weisungen zur Stimmrechtsausübung an diesen Stimmrechtsvertreter können vor und während der Hauptversammlung bis zum Ende der Generaldebatte erteilt werden.
Die ordentliche Hauptversammlung der FMC AG & Co. KGaA fand am 17. Mai 2018 in Frankfurt am Main statt. Rund 80% des Grundkapitals waren in der Hauptversammlung vertreten. In der Hauptversammlung wurde zu den folgenden Tagesordnungspunkten Beschluss gefasst:
die Feststellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2017,
die Entlastung der persönlich haftenden Gesellschafterin für das Geschäftsjahr 2017,
die Entlastung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2017,
die Wahl des Abschlussprüfers und des Konzernabschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2018,
Modernisierung und Überarbeitung verschiedener Bestimmungen der Satzung der Gesellschaft.
Sämtliche Dokumente und Informationen zur Hauptversammlung sind hier verfügbar.
Die Mitglieder des Vorstands der persönlich haftenden Gesellschafterin und des Aufsichtsrats der FMC AG & Co. KGaA sowie des Aufsichtsrats der Fresenius Medical Care Management AG verfolgen bei ihren Entscheidungen und im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit weder persönliche Interessen noch gewähren sie anderen Personen ungerechtfertigte Vorteile. Geschäfte der Organmitglieder mit dem Unternehmen sind dem Aufsichtsrat der FMC AG & Co. KGaA unverzüglich offenzulegen und gegebenenfalls von diesem zu billigen. Der Aufsichtsrat berichtet der Hauptversammlung über etwaige Interessenkonflikte seiner Mitglieder und deren Behandlung.
Der Vorsitzende des Vorstands der Fresenius Medical Care Management AG, Herr Rice Powell, ist mit Zustimmung des Aufsichtsrats der Fresenius Medical Care Management AG zugleich Mitglied des Vorstands der Fresenius Management SE.
Das Mitglied des Aufsichtsrats der FMC AG & Co. KGaA Herr Dr. Dieter Schenk (stellvertretender Vorsitzender bis 17. Mai 2018, seitdem Vorsitzender) ist auch Mitglied und stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Fresenius Medical Care Management AG sowie des Aufsichtsrats der Fresenius Management SE, der persönlich haftenden Gesellschafterin der Fresenius SE & Co. KGaA.
Herr Dr. Dieter Schenk ist weiterhin Vorsitzender des Stiftungsrats der Else Kröner-Fresenius-Stiftung, der alleinigen Gesellschafterin der Fresenius Management SE sowie Kommanditaktionärin der Fresenius SE & Co. KGaA, und darüber hinaus Mitglied und Vorsitzender von dessen Lenkungsausschuss, der seit dem Ende der Testamentsvollstreckung nach Else Kröner im Juni 2018 die Aufgaben wahrnimmt, die bis dahin bei den Testamentsvollstreckern lagen und zu denen die Verwaltung der Beteiligung der Else Kröner-Fresenius-Stiftung an der Fresenius SE & Co. KGaA und die Ausübung der damit verbundenen Stimmrechte gehört.
Das im Berichtsjahr aus dem Aufsichtsrat der FMC AG & Co. KGaA ausgeschiedene Mitglied Herr Dr. Gerd Krick (bis zum 17. Mai 2018, bis dahin zugleich Vorsitzender) ist auch Mitglied des Aufsichtsrats der Fresenius Medical Care Management AG. Herr Dr. Gerd Krick ist ferner Mitglied und Vorsitzender des Aufsichtsrats der Fresenius Management SE sowie des Aufsichtsrats der Fresenius SE & Co. KGaA. Herr Dr. Gerd Krick bezieht von der Fresenius SE & Co. KGaA eine Pension im Hinblick auf seine frühere Tätigkeit in deren Vorstand.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats der FMC AG & Co. KGaA Herr William P. Johnston und Herr Rolf A. Classon sind zugleich auch Mitglieder des Aufsichtsrats der Fresenius Medical Care Management AG.
Berater- oder sonstige Dienstleistungsbeziehungen zwischen Aufsichtsratsmitgliedern und der Gesellschaft bestanden im Berichtsjahr nicht. Mit Blick auf Kodex-Nummer 5.4.6 Abs. 3 Satz 2 wird darauf hingewiesen, dass an einzelne Gesellschaften der international agierenden Rechtsanwaltssozietät Noerr, zu deren Partnern Herr Dr. Dieter Schenk bis zum 31. Dezember 2017 zählte, im Berichtsjahr für Rechtsberatungsleistungen, die im vierten Quartal des Jahres 2017 erbracht wurden, Honorare in Höhe von insgesamt rund 219 TSD € (zuzüglich Mehrwertsteuer) gezahlt wurden.
Interessenkonflikte, die von den Organmitgliedern dem Aufsichtsrat offenzulegen wären und über die der Aufsichtsrat die Hauptversammlung informieren würde, sind im Berichtsjahr nicht aufgetreten.
Nach Art. 19 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 (Marktmissbrauchsverordnung) sind die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie weitere Personen, die Führungsaufgaben wahrnehmen, und alle Personen, die in enger Beziehung zu den vorgenannten Personen stehen, verpflichtet, dem Emittenten über jedes Eigengeschäft mit Aktien der Fresenius Medical Care und weiteren sich darauf beziehenden Finanzinstrumenten zu informieren, wenn Geschäfte getätigt werden, nachdem innerhalb eines Kalenderjahrs ein Gesamtvolumen von 5.000 € erreicht worden ist. Der Emittent hat die derart gemeldeten Informationen zu veröffentlichen.
Die im Berichtsjahr getätigten Managers‘ Transactions sind hier veröffentlicht.
Die Aktien von Fresenius Medical Care sind sowohl in den USA (als sogenannte American Depositary Receipts) als auch in Deutschland an der Börse notiert. Fresenius Medical Care unterliegt daher einer Vielzahl von Vorschriften und Empfehlungen zur Führung, Verwaltung und Überwachung des Unternehmens. Zum einen beachtet Fresenius Medical Care neben den zwingenden aktienrechtlichen und handelsrechtlichen Vorschriften das Regelwerk der Deutschen Börse und befolgt in weiten Teilen zudem die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Zum anderen unterliegt Fresenius Medical Care als nicht US-amerikanisches Unternehmen (sogenannter „foreign private issuer“) den Vorschriften, die sich aus der Notierung des Unternehmens in den USA ergeben. Hervorzuheben sind hierbei der Sarbanes-Oxley Act (SOX) und Teile der Corporate-Governance-Regeln der New York Stock Exchange. Der Sarbanes-Oxley Act beinhaltet Vorschriften betreffend Unternehmen und deren Wirtschaftsprüfer, die die Verbesserung der Rechnungslegung, die Unabhängigkeit der Wirtschaftsprüfer und weitere Punkte zum Ziel haben. Durch die Erweiterung von Vorschriften für die Finanzberichterstattung und die internen Kontrollsysteme soll das Vertrauen von Aktionären und anderen Interessengruppen in die Unternehmen gestärkt werden. Fresenius Medical Care erfüllt die auf das Unternehmen anwendbaren derzeitigen gesetzlichen Anforderungen vollständig.
Der Vergütungsbericht der FMC AG & Co. KGaA fasst die wesentlichen Elemente des Systems zur Vergütung des Vorstands der Fresenius Medical Care Management AG, der persönlich haftenden Gesellschafterin der FMC AG & Co. KGaA, zusammen und erläutert in diesem Zusammenhang vor allem die Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung. Darüber hinaus werden die Grundsätze und die Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats der Gesellschaft beschrieben. Der Vergütungsbericht ist Bestandteil des Lageberichts des Einzelabschlusses und des Konzernlageberichts der FMC AG & Co. KGaA zum 31. Dezember 2018. Der Vergütungsbericht wird auf der Basis der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex erstellt. Außerdem enthält der Vergütungsbericht die Angaben, die nach den maßgeblichen gesetzlichen Vorschriften, vor allem des Handelsgesetzbuchs, erforderlich sind.
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