Source: http://www.jurablogs.com/2011/03/28/progressive-kundenwerbung
Timestamp: 2016-12-02 18:34:44
Document Index: 258233137

Matched Legal Cases: ['§ 16', '§ 16', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGE']

BlogsRechtslupeMärz 2011Progressive Kundenwerbung§ 16 Abs. 2 UWG stellt die progressive Kundenwerbung – das Versprechen besonderer Vorteile für Kunden, die ihrerseits wieder neue Kunden werden – unter Strafe. In einem solchen Fall von Kettenverträgen hat jetzt der Bundesgerichtshof die vom Landgericht Leipzig ausgesprochenen Verurteilungen bestätigt:In den Jahren 2002 bis 2006 vertrieben die neun Angeklagten über eine Leipziger Firma Fortbildungsseminare zu den Themen Persönlichkeitsentwicklung und Motivation, Zeitmanagement, Rhetorik und Verkauf zum Preis von 3.200 €. Zugleich wurde auch die Vertriebsmitarbeit in der Firma beworben; es wurden Verdienstmöglichkeiten von mindestens 550,- € brutto für jedes erfolgreich vermittelte Seminar in Aussicht gestellt. Die Werbemaßnahmen richteten sich in erster Linie an Personen, die nach Arbeit oder Verdienstmöglichkeiten an den Wochenenden suchten; sie wurden aufgrund einer Zeitungsannonce, die eine Fahrertätigkeit offerierte, zu einer Präsentationsveranstaltung geladen. Die Angeklagten, die in unterschiedlichen Funktionen in der Vertriebsorganisation zusammenarbeiteten, verlangten als Voraussetzung für eine Vertriebsmitarbeit die Buchung eines Seminars. Erst nach Bezahlung der Seminarkosten wurde den geworbenen Personen der Mitarbeitervertrag ausgehändigt. Insgesamt wurden auf diese Art im genannten Zeitraum mindestens 4.605 Personen umworben; es wurden 3.959 Seminare vertrieben.Das Landgericht Leipzig hat die Angeklagten der progressiven Kundenwerbung nach § 16 Abs. 2 UWG schuldig gesprochen und gegen sie – mit Ausnahme eines Angeklagten, der zu einer Geldstrafe verurteilt wurde – auf Freiheitsstrafen erkannt. Die Vollstreckung der verhängten Freiheitsstrafen wurde nur zum Teil zur Bewährung ausgesetzt ...Zum vollständigen Artikel6 verwandte Artikel"Progressive Kundenwerbung" - Euphemismus für betrügerische KettenwerbungBGH: Strafbarkeit wegen progressiver KundenwerbungVerurteilungen wegen progressiver KundenwerbungEmpfohlene Wochenendlektüre : BGH über progessive Kundenwerbung(Anwalt Wettbewerbsrecht Berlin -strafbare Werbung) OLG Naumburg vom 18.11.2009 – Teilnehmer an progressivem Vertriebssystem sind keine
Verbraucher (1 Ws 673/09)Erinnerung des BGH daran, dass fehlende Reue nicht zum Vorwurf gemacht werden kannÜber den ArtikelVeröffentlicht March 28, 2011 5:44am im Blog Rechtslupe.KategorienStrafrechtThemenIm Brennpunkt, Wirtschaftsstrafrecht, Uwg, Unlauterer Wettbewerb, Landgericht Leipzig, Motivation, Seminare, Kettengeschäfte, Progressive KundenwerbungTäglich juristische Top-MeldundenMehr Informationen zum NewsletterTop-MeldungenWeiteresStärke 10 auf Richterscorevon Christoph Nebgen / NEBGENGewisse Verärgerungvon Udo Vetter / LawBlogGebührenrechtlicher Unsinn aus Hessen, oder: Wir wissen es besser als die h.M.von Detlef Burhoff / Burhoff online BlogTatvorwurf: Gesetzvon Udo Vetter / LawBlog"Ich bin Ausländer. Das ist strafmildernd zu bewerten!"von Carsten Krumm / beck-blogAls nächstes lesen - bislang 120 Leser:Gebührenrechtlicher Unsinn aus Hessen, oder: Wir wissen es besser als die h.M.