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Timestamp: 2016-09-27 05:18:51
Document Index: 358491228

Matched Legal Cases: ['BGE', 'Art. 71', 'Art. 24', 'in dubio', 'Art. 10', 'Art. 9', 'Art. 32', 'Art. 6', 'Art. 10', 'Art. 95', 'Art. 97', 'Art. 105', 'Art. 97', 'BGE', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 99', 'Art. 105', 'Art. 106', 'Art. 12', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 9', 'Art. 123', 'Art. 122', 'Art. 105', 'Art. 9', 'Art. 123', 'Art. 47', 'Art. 47', 'BGE', 'Art. 49', 'BGE', 'BGE', 'Art. 50', 'BGE', 'Art. 50', 'Art. 66', 'Art. 64', 'e contrario', 'Art. 65', 'Art. 66', 'Art. 64', 'Art. 68']

6B_991/2015 (24.05.2016)
6B_991/2015, 6B_998/2015 � � Urteil vom 24. Mai 2016
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Alexander Kernen,
Versuchte vors�tzliche T�tung, einfache K�rperverletzung, Willk�r, Strafzumessung,
Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Bern, Strafabteilung, 2. Strafkammer, vom 7. Mai 2015.
Am 30. Juli 2011 kam es an der B.________-Strasse in C.________ zu einer Auseinandersetzung, als X.________ und Y.________ auf A.________ und D.________ trafen. X.________ wird vorgeworfen, A.________ mit einem Messer verletzt zu haben, nachdem Y.________ X.________ auf Arabisch "t�te ihn, t�te ihn" zugerufen habe. A.________ erlitt eine ca. 2.5 cm lange und ca. 1 cm weit klaffende Wunde am linken Oberbauch. S�mtlichen vier M�nnern werden noch weitere Straftaten zur Last gelegt.
Das Obergericht des Kantons Bern f�llte am 7. Mai 2015 im Berufungsverfahren gegen ein Urteil des Regionalgerichts Bern-Mittelland vom 22. Mai 2014 folgende Schuld- und Strafspr�che:
Es sprach�
X.________�der versuchten eventualvors�tzlichen T�tung, des gewerbs- und bandenm�ssigen Diebstahls und des Versuchs dazu sowie der Hehlerei schuldig. Vom Vorwurf des gewerbsm�ssigen Diebstahls, der Sachbesch�digung und des Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage sprach es ihn (teilweise) frei. Im Berufungsverfahren unangefochten blieben die Einstellung des Strafverfahrens wegen Beschimpfung und Drohung, der Freispruch vom Vorwurf des Diebstahls (teilweise gewerbs- und bandenm�ssig), der Sachbesch�digung sowie zahlreiche Schuldspr�che. Das Obergericht verurteilte X.________ zu einer Freiheitsstrafe von acht Jahren, einer Geldstrafe von 55 Tagess�tzen zu Fr. 30.-- sowie einer Busse von Fr. 500.--.
Das Obergericht sprach�
Y.________�der Gehilfenschaft zur versuchten eventualvors�tzlichen T�tung, des gewerbs- und teilweise bandenm�ssigen Diebstahls und des Versuchs dazu sowie der Sachbesch�digung schuldig. Im Berufungsverfahren unangefochten blieben die Einstellung des Strafverfahrens wegen Beschimpfung und Drohung, der Freispruch vom Vorwurf des versuchten Diebstahls (gewerbs- und teilweise bandenm�ssig) und der Sachbesch�digung sowie der Schuldspruch der Hehlerei. Das Obergericht verurteilte Y.________ zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 36 Monaten.
A.________�der einfachen K�rperverletzung mit gef�hrlichem Gegenstand zum Nachteil von Y.________ schuldig. Vom Vorwurf der einfachen K�rperverletzung zum Nachteil von X.________ sprach es ihn frei. Das Obergericht verurteilte A.________ zu einer Geldstrafe von 90 Tagess�tzen zu Fr. 80.--.
D.________�vom Vorwurf der einfachen K�rperverletzung mit gef�hrlichem Gegenstand zum Nachteil von X.________ frei. Im Berufungsverfahren unangefochten blieben der Freispruch vom Vorwurf des Diebstahls (gewerbs- und bandenm�ssig), der Sachbesch�digung, des Hausfriedensbruchs sowie zahlreiche Schuldspr�che. Das Obergericht verurteilte D.________ zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 27 1/2 Monaten sowie einer bedingten Geldstrafe von 110 Tagess�tzen zu Fr. 30.--.
X.________ (Verfahren 6B_991/2015) und Y.________ (Verfahren 6B_998/2015) f�hren Beschwerde in Strafsachen.
X.________ beantragt, er sei in Aufhebung des Obergerichtsurteils vom Vorwurf der versuchten eventualvors�tzlichen T�tung freizusprechen. Eventualiter sei er der einfachen K�rperverletzung mit gef�hrlichem Gegenstand schuldig zu sprechen. Subeventualiter sei ihm eine bedingte Freiheitsstrafe von h�chstens 13 Monaten aufzuerlegen. Betreffend Haupt- und Eventualantrag sei A.________ der einfachen K�rperverletzung oder der T�tlichkeit schuldig zu sprechen. Zudem ersucht er um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung.
Y.________ beantragt, er sei in Aufhebung des Obergerichtsurteils vom Vorwurf der Gehilfenschaft zur versuchten eventualvors�tzlichen T�tung freizusprechen. A.________ sei der versuchten schweren K�rperverletzung schuldig zu sprechen und zu verpflichten, ihm eine Genugtuung von Fr. 10'000.-- sowie Schadenersatz von Fr. 724.65 jeweils nebst Zins zu bezahlen. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Das Bundesgericht lud die Generalstaatsanwaltschaft und das Obergericht des Kantons Bern in Bezug auf die Beschwerde von X.________ zur Vernehmlassung ein. Die Generalstaatsanwaltschaft liess sich nicht vernehmen. Das Obergericht beantragt, die Beschwerde sei abzuweisen. X.________ hat auf eine Replik verzichtet.
Das Bundesgericht vereinigt mehrere Verfahren, wenn diese in einem engen sachlichen Zusammenhang stehen, namentlich, wenn sie sich gegen denselben Entscheid richten und wenn sie die gleichen Parteien sowie �hnliche oder gleiche Rechtsfragen betreffen (vgl. BGE 126 V 283 E. 1 S. 285; 113 Ia 390 E. 1 S. 394; je mit Hinweisen). Diese Voraussetzungen sind erf�llt. Es rechtfertigt sich, die Beschwerden gest�tzt auf Art. 71 BGG in sinngem�sser Anwendung von Art. 24 Abs. 2 lit. b BZP zu vereinigen und in einem einzigen Entscheid zu beurteilen.
Der Beschwerdef�hrer 1 wirft der Vorinstanz vor, den Sachverhalt willk�rlich gew�rdigt und den Grundsatz "in dubio pro reo" im Sinne von Art. 10 Abs. 3 StPO verletzt zu haben (Beschwerde S. 9 ff.). Dieselben R�gen erhebt der Beschwerdef�hrer 2 unter Hinweis auf Art. 9 und Art. 32 Abs. 1 BV, Art. 6 Ziff. 2 EMRK und Art. 10 Abs. 3 StPO (Beschwerde S. 5 ff.).
2.1.�Die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung kann nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG; vgl. auch Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG). Offensichtlich unrichtig im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG ist die Sachverhaltsfeststellung, wenn sie willk�rlich ist (BGE 141 IV 249 E. 1.3.1 S. 253 mit Hinweis; vgl. zum Begriff der Willk�r BGE 140 III 16 E. 2.1 S. 18 f.; 139 III 334 E. 3.2.5 S. 339; 138 I 49 E. 7.1 S. 51; je mit Hinweisen).
Die R�ge der Verletzung von Grundrechten (einschliesslich Willk�r bei der Sachverhaltsfeststellung) muss in der Beschwerde anhand des angefochtenen Entscheids pr�zise vorgebracht und substanziiert begr�ndet werden, anderenfalls darauf nicht eingetreten wird (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 141 IV 249 E. 1.3.1 S. 253; 139 I 229 E. 2.2 S. 232).
2.2.�Unbestritten ist, dass A.________ (Beschwerdegegner 2) und D.________ am 30. Juli 2011 bei einer Metzgerei an der B.________-Strasse in C.________ Eink�ufe t�tigten und das Fleisch im Restaurant nebenan zubereiten liessen. Als sie das Restaurant verliessen und zum Fahrzeug des Beschwerdegegners 2 gingen, trafen sie auf die Beschwerdef�hrer. Folge davon war eine t�tliche Auseinandersetzung. In deren Verlauf ergriff der Beschwerdegegner 2 eine Werbetafel und schlug damit mehrmals auf den Beschwerdef�hrer 2 ein. Schliesslich ergriffen der Beschwerdegegner 2 und D.________ die Flucht. Es ist weiter unbestritten, dass der Beschwerdef�hrer 1 s�mtliche vier Reifen am Fahrzeug des Beschwerdegegners 2 mit einem Messer aufstach und der Beschwerdegegner 2 das Inselspital mit einem Messerstich im Oberbauch aufsuchen musste.
Nach den vorinstanzlichen Feststellungen nahm zu Beginn der Beschwerdef�hrer 2 D.________ auf die Seite, um mit ihm zu reden. In der Folge eskalierte die Diskussion, w�hrend gleichzeitig ein Disput zwischen dem Beschwerdef�hrer 1 und dem Beschwerdegegner 2 entstand. D.________ wurde vom Beschwerdef�hrer 2 mit einem Messer und einem Pfefferspray bedroht. W�hrend der Beschwerdef�hrer 1 in die Metzgerei ging, eilte der Beschwerdegegner 2 D.________ zu Hilfe, indem er eine Werbetafel beh�ndigte und damit auf den Beschwerdef�hrer 2 zweimal einschlug. Dieser erlitt eine ca. 5 cm lange Quetsch-Risswunde an der Stirn. Ob im Rahmen dieser Auseinandersetzung vor der Metzgerei ein Pfefferspray eingesetzt wurde, liess sich nicht nachweisen (Entscheid S. 42 ff.).
In der Folge ergriffen der Beschwerdegegner 2 und D.________ die Flucht in Richtung Coop, wobei die Beschwerdef�hrer sie auf der H�he des Coop einholten. Nachdem der Beschwerdef�hrer 2 seinem Mitstreiter auf Arabisch "t�te ihn, t�te ihn" zugerufen hatte, stach der Beschwerdef�hrer 1 dem Beschwerdegegner 2 mit einem Klappmesser einmal in den Oberbauch. Der Beschwerdegegner 2 und D.________ verliessen wenig sp�ter den Ort in einem Taxi und fuhren zum Inselspital. Die Beschwerdef�hrer gingen zur�ck zum Auto des Beschwerdegegners 2, wo der Beschwerdef�hrer 1 alle vier Pneus des Fahrzeugs zerstach (Entscheid S. 47 ff.).
2.3.�Der Beschwerdef�hrer 1 stellt sich zusammengefasst auf den Standpunkt, die Auseinandersetzung bei der Metzgerei habe stattgefunden, hingegen habe er dem Beschwerdegegner 2 den Stich mit dem Messer nicht zugef�gt. Weit wahrscheinlicher sei, dass D.________ auf Anweisung des Beschwerdegegners 2 diesem einen "Probestich" in den Bauch versetzt habe, um ihn (den Beschwerdef�hrer 1) zu belasten. Diese Vermutung �usserte der Beschwerdef�hrer 1 bereits im kantonalen Verfahren. Der Beschwerdef�hrer 2 behauptet, nach dem Angriff mit der Werbetafel benommen bei der Metzgerei geblieben zu sein, w�hrend sein Mitstreiter sowie der Beschwerdegegner 2 und D.________ in Richtung Coop gerannt seien. Er habe dem Beschwerdef�hrer 1 nicht "t�te ihn, t�te ihn" zugerufen.
Was die Beschwerdef�hrer gegen die vorinstanzliche Beweisw�rdigung im Einzelnen geltend machen, vermag weder Willk�r bei der Sachverhaltsfeststellung noch eine Verletzung der Unschuldsvermutung zu begr�nden. Insbesondere reicht f�r die R�ge einer willk�rlichen Beweisw�rdigung nicht aus, wenn die Beschwerdef�hrer zum Beweisergebnis wie in einem appellatorischen Verfahren frei pl�dieren und darlegen, wie ihrer Auffassung nach die vorhandenen Beweise richtigerweise zu w�rdigen gewesen w�ren. Dies ist beispielsweise der Fall, soweit vorgebracht wird, der Beschwerdef�hrer 1 habe bereits bei der ersten Einvernahme vehement bestritten, dem Beschwerdegegner 2 die Stichverletzung zugef�gt zu haben. Auch nach einer Beeintr�chtigung durch einen Pfefferspray sei man, insbesondere nach einer gewissen Zeit, in der Lage, ein Geschehen in groben Z�gen zu beobachten. Im Aussageverhalten des Beschwerdegegners 2 und D.________ seien Dramatisierungen, Widerspr�che und unn�tige spontane Belastungen der Beschwerdef�hrer erkennbar. Der Beschwerdegegner 2 und D.________ h�tten nach dem Vorfall gen�gend Zeit gehabt, sich abzusprechen. Solche allgemein gehaltenen Einw�nde sind ungen�gend und ersch�pfen sich in einer unzul�ssigen appellatorischen Kritik am angefochtenen Entscheid.
2.3.1.�Betreffend das ihm zur Last gelegte Zustechen legt der Beschwerdef�hrer 1 im Wesentlichen dar, wie seine im Verfahren gemachten Schilderungen sowie die Aussagen seines Mitstreiters, seiner beiden Kontrahenten sowie zweier Zeugen nach seinem Daf�rhalten richtigerweise zu w�rdigen gewesen w�ren. So seien die Aussagen seiner Gegner widerspr�chlich, w�hrend die eigene Sachdarstellung sowie jene des Beschwerdef�hrers 2 konstant, kongruent, glaubhaft und in �bereinstimmung mit den Zeugen ausgefallen seien. Dieses Vorbringen vermag keine Willk�r darzutun. Der gleichen Argumentationslinie folgt im Wesentlichen der Beschwerdef�hrer 2. Er beleuchtet verschiedene Widerspr�che in den Aussagen seiner Kontrahenten. Zudem bringt er vor, die Erinnerungsl�cken anl�sslich der ersten Befragung seien entgegen der vorinstanzlichen W�rdigung keine Schutzbehauptungen gewesen. Vielmehr habe er damals unter einer Ged�chtnisst�rung gelitten (was die Vorinstanz unter anderem mit dem Hinweis verwirft, dass der Beschwerdef�hrer 2 selbst�ndig mit dem Auto das Inselspital aufsuchte). Selbst wenn die Amnesie zutr�fe, ist damit eine im Ergebnis offensichtlich unhaltbare Beweisw�rdigung nicht dargetan. Das Bundesgericht ist keine Appellationsinstanz, die eine freie Pr�fung in rechtlicher und tats�chlicher Hinsicht vornimmt.
2.3.2.�Die Vorinstanz setzt sich beispielsweise mit den Aussagen des Beschwerdef�hrers 1 zum Geschehen nach dem Schlag mit der Werbetafel auseinander. So schilderte dieser in der Einvernahme vom 31. August 2011, er habe, als der Beschwerdegegner 2 und D.________ weggerannt seien, auf der Strasse ein Messer gefunden und damit die Reifen des Autos zerstochen. In derselben Einvernahme bestritt er, seinem Kontrahenten hinterhergerannt zu sein. Am 9. Februar 2012 sagte er demgegen�ber aus, den Beschwerdegegner 2 und D.________ bis zur Telefonkabine (rund 40 Meter von der Metzgerei entfernt) verfolgt zu haben. Dass diese Schilderungen zum einen widerspr�chlich sind und zum anderen mit den Aussagen des Zeugen E.________ (wonach der Beschwerdef�hrer 1 dem Beschwerdegegner 2 nachgerannt sei) teilweise nicht �bereinstimmen, kann entgegen dem Daf�rhalten des Beschwerdef�hrers 1 offensichtlich nicht als unhaltbar bezeichnet werden. Ebenso wenig �berzeugt, soweit der Beschwerdef�hrer 1 in Bezug auf die n�mliche Phase der Auseinandersetzung die gleiche Kritik betreffend die Aussagen des Beschwerdef�hrers 2 anbringt. Der Beschwerdef�hrer 2 will verletzt bei der Metzgerei zur�ckgeblieben sein, w�hrend die Zeugin einen blutenden Mann vor dem Coop erkannte. Indem der Beschwerdef�hrer 1 (neu) geltend macht, dabei habe es sich um ihn selbst gehandelt, vermag er die Beweisw�rdigung nicht in Frage zu stellen geschweige denn zu ersch�ttern (vgl. zudem Art. 99 Abs. 1 BGG).
Gleiches gilt, soweit der Beschwerdef�hrer 2auf den Zeugen E.________ verweist und vorbringt, nach den Schl�gen nicht in der Lage gewesen zu sein, die Verfolgung aufzunehmen. Die bereits im kantonalen Verfahren vorgebrachte Behauptung, bei der Metzgerei geblieben zu sein, verwirft die Vorinstanz gest�tzt auf die Schilderungen der Zeugin F.________. Der Beschwerdef�hrer 2 setzt sich damit nicht auseinander und zeigt nicht auf, inwiefern die Vorinstanz die Aussagen der Zeugin in unhaltbarer Weise w�rdigt.
2.3.3.�Der Beschwerdef�hrer 1 verweist auf die von der Vorinstanz gew�rdigten objektiven Beweismittel. Es sei unzutreffend, dass diese den fraglichen Messerstich belegten. Die R�ge geht an der Sache vorbei. Die Vorinstanz stellt nur (aber immerhin) fest, dass die objektiven Beweismittel (das Klappmesser im Auto des Beschwerdef�hrers 2 mit den DNA-Spuren des Beschwerdef�hrers 1; die Blutspuren des Beschwerdef�hrers 1 vor dem Coop) mit den Aussagen des Beschwerdegegners 2 und D.________ im Einklang stehen (nicht aber mit den Aussagen des Beschwerdef�hrers 1, der im kantonalen Verfahren einen Aufenthalt vor dem Coop noch in Abrede stellte). Diese W�rdigung ist nicht zu beanstanden.
2.3.4.�Ebenso wenig vermag der Beschwerdef�hrer 2 Willk�r aufzuzeigen, indem er sich auf den Standpunkt stellt, der Sachverhalt in Bezug auf die Aufforderung "t�te ihn, t�te ihn" sei unrichtig festgestellt worden. Dazu macht er geltend, es sei willk�rlich, einzig auf die belastenden und widerspr�chlichen Aussagen des Beschwerdegegners 2 und D.________ abzustellen. In den ersten Einvernahmen sei die inkriminierte Aufforderung unerw�hnt geblieben. Die Zeugin F.________ habe sich nicht dazu �ussern k�nnen, ob jemand der M�nner gesprochen habe. Dieses Vorbringen ist unrichtig. Der Beschwerdegegner 2 gab bereits in der Einvernahme vom 31. Juli 2011 Entsprechendes zu Protokoll ("Y.________ hat dann zu X.________ gesagt: agtlo, agtlo, das ist arabisch und heisst auf Deutsch: t�te ihn, t�te ihn"; vorinstanzliche Akten pag. 428). Im �brigen ist grunds�tzlich nachvollziehbar, dass die Zeugin sich nicht an ein Wortgefecht erinnern und nichts �ber die auf Arabisch formulierte Aufforderung sagen konnte. Die R�ge des Beschwerdef�hrers 2 ersch�pft sich auch hier in appellatorischer Kritik.
2.3.5.�Der Beschwerdef�hrer 1 gibt wie bereits im kantonalen Verfahren zu bedenken, dass vom Beschwerdegegner 2 auf der ganzen B.________-Strasse kein Blut gefunden werden konnte. Ebenso wenig habe auf der angeblichen Tatwaffe DNA des Beschwerdegegners 2 nachgewiesen werden k�nnen. Diese Umst�nde hat die Vorinstanz nicht verkannt, sondern sie (teilweise in Anlehnung an ein Gutachten des Instituts f�r Rechtsmedizin der Universit�t Bern) nachvollziehbar und willk�rfrei gew�rdigt. Indem der Beschwerdef�hrer 1 dazu bemerkt, die fehlende Blutspur spreche gegen eine Messerstecherei auf offener Strasse und das im Fahrzeug seines Mitstreiters sichergestellte Messer komme aufgrund der mangelnden DNA-Spur als Tatwaffe nicht in Frage, stellt er der W�rdigung der Vorinstanz einzig seinen eigenen Standpunkt gegen�ber. Dies gen�gt zur Begr�ndung der Willk�rr�ge nicht.
2.3.6.�Schliesslich f�hrt der Beschwerdef�hrer 1 aus, es sei weit wahrscheinlicher, dass D.________ dem Beschwerdegegner 2 einen "Probestich" in den Bauch versetzt habe, um ihn (den Beschwerdef�hrer 1) zu belasten. Eine solche Inszenierung sei im nordafrikanischen Raum nicht untypisch, s�mtliche an der Auseinandersetzung Beteiligten h�tten entsprechende Mutmassungen ge�ussert und zudem weise eine Verletzung an der rechten Hand D.________s in diese Richtung. Dieses Vorbringen vermag zwar die T�terschaft des Beschwerdef�hrers 1 theoretisch in Zweifel zu ziehen. Dieser legt hingegen nicht dar, dass das vorinstanzliche Beweisergebnis schlechterdings nicht mehr vertretbar sein sollte.
2.3.7.�Die Vorinstanz geht bei der Tatwaffe von einer Klingenl�nge von 8 cm aus. Mit Blick auf die Fotografie in den Untersuchungsakten (inkl. Massstab) ist jedoch mit dem Beschwerdef�hrer 1 und der ersten Instanz von einer Klingenl�nge von 7 cm auszugehen (ohne den ungeschliffenen Teil; vgl. kantonale Untersuchungsakten pag. 510).
2.4.�Insgesamt zeigen die Beschwerdef�hrer nicht auf, dass und inwiefern das vorinstanzliche Beweisergebnis schlechterdings nicht mehr vertretbar sein sollte, und eine Verletzung der Unschuldsvermutung ist nicht ersichtlich. Die Sachverhaltsfeststellung ist einzig betreffend die Klingenl�nge in Anwendung von Art. 105 Abs. 2 BGG zu berichtigen. Im �brigen erweisen sich die Beschwerden als unbegr�ndet, soweit sie den Begr�ndungsanforderungen von Art. 106 Abs. 2 BGG �berhaupt zu gen�gen verm�gen.
3.1.�Der Beschwerdef�hrer 1 wendet sich gegen die Verurteilung wegen versuchter eventualvors�tzlicher T�tung. Die Stichtiefe und die Heftigkeit der Stichbewegung seien nicht bekannt. Deshalb k�nne "nur von einer Art Abschreckungs- und/oder Probestich" ausgegangen werden. Die Distanz zwischen der Bauchdecke und der (verletzten) Magenvorderwand betrage nur wenige Zentimeter. Die Verletzung habe nicht zu einer akuten Lebensgefahr gef�hrt und sei folgenlos abgeheilt (Beschwerde S. 27 ff.).
3.2.�Die Vorinstanz setzt sich zur Beurteilung des T�tungseventualvorsatzes mit verschiedenen Entscheiden aus der bundesgerichtlichen und kantonalen Rechtsprechung auseinander. Sie erw�gt, es stelle sich die Frage, womit der Beschwerdef�hrer 1 beim Ausf�hren des Messerstichs vern�nftigerweise habe rechnen m�ssen. Er habe im Rahmen einer dynamischen Auseinandersetzung mit grosser Wut und Unbeherrschtheit ungezielt in eine K�rperregion gestochen, in deren unmittelbarer N�he sich lebenswichtige Organe bef�nden. Eine schwere K�rperverletzung sei nur durch Zufall ausgeblieben. Der Beschwerdef�hrer 1 habe den Tod des Beschwerdegegners 2 billigend in Kauf genommen (Entscheid S. 59 ff.).
3.3.�Vors�tzlich begeht ein Verbrechen oder Vergehen, wer die Tat mit Wissen und Willen ausf�hrt. Vors�tzlich handelt bereits, wer die Verwirklichung der Tat f�r m�glich h�lt und in Kauf nimmt (Art. 12 Abs. 2 StGB). Nach st�ndiger Rechtsprechung ist Eventualvorsatz gegeben, wenn der T�ter den Eintritt des Erfolgs beziehungsweise die Tatbestandsverwirklichung f�r m�glich h�lt, aber dennoch handelt, weil er den Erfolg f�r den Fall seines Eintritts in Kauf nimmt, sich mit ihm abfindet, mag er ihm auch unerw�nscht sein (BGE 137 IV 1 E. 4.2.3 S. 4 mit Hinweis; vgl. zum R�ckschluss von den �usseren Umst�nden auf die innere Einstellung des T�ters BGE 134 IV 26 E. 3.2.2 S. 28 f. mit Hinweisen).
Was der T�ter wusste, wollte und in Kauf nahm, betrifft so genannte innere Tatsachen, ist damit Tatfrage und wird vom Bundesgericht nur auf Willk�r �berpr�ft (BGE 141 IV 369 E. 6.3 S. 375 mit Hinweisen). Rechtsfrage ist hingegen, ob im Lichte der festgestellten Tatsachen der Schluss auf Eventualvorsatz begr�ndet ist (BGE 137 IV 1 E. 4.2.3 S. 4 f. mit Hinweisen).
3.4.�Der Beschwerdef�hrer 1 stach mit einem Klappmesser, das eine 7 cm lange Klinge aufwies, vorne in den linken Oberbauch des Opfers. Die Handlung des Beschwerdef�hrers 1 wiegt schwer. Wer in einer dynamischen und aggressiven Auseinandersetzung unkontrolliert mit einem Messer in den Bauch eines Menschen sticht, schafft generell ein hohes Risiko einer t�dlichen Verletzung. Dies gilt selbst f�r Verletzungen mit einer eher kurzen Messerklinge (Urteil 6B_475/2012 vom 27. November 2012 E. 4.2 mit Hinweis auf das Urteil 6B_239/2009 vom 13. Juli 2009 E. 2.4). Es bedarf keiner besonderen Intelligenz, um zu erkennen, dass ungezielte Messerstiche in Brust und Bauch eines Menschen den Tod zur Folge haben k�nnen (Urteil 6B_829/2010 vom 28. Februar 2011 E. 3.2 mit Hinweisen). Nach den vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen wusste der Beschwerdef�hrer 1, dass ein Messereinsatz im Brust- und Bauchbereich t�dliche Verletzungen nach sich ziehen kann. Die vorinstanzliche Schlussfolgerung, wonach sich dem Beschwerdef�hrer 1 bei seinem Messereinsatz der Erfolg respektive die M�glichkeit t�dlicher Verletzungen als so wahrscheinlich aufdr�ngen musste, dass sein Verhalten vern�nftigerweise als Billigung dieses Erfolgs ausgelegt werden muss, ist nicht zu beanstanden. Dies gilt umso mehr, als der Beschwerdef�hrer 1 den Messereinsatz auf die Aufforderung seines Mitstreiters hin ausf�hrte ("t�te ihn"). Diesem Beweisergebnis steht entgegen dem Daf�rhalten des Beschwerdef�hrers 1 nicht entgegen, dass das Opfer eine 2.5 cm lange und ca. 1 cm weit klaffende Wunde mit unbekannter Stichtiefe erlitt und (nur) die �ussere Schicht der Magenvorderwand verletzt wurde. Dass das Bundesgericht den T�tungseventualvorsatz lediglich bei mit grosser Wucht ausgef�hrten Stichbewegungen bejaht h�tte, trifft nicht zu (vgl. etwa Urteile 6B_239/2009 vom 13. Juli 2009 und 6B_475/2012 vom 27. November 2012). Die Vorinstanz h�lt zutreffend fest, dass die dynamische Situation keine gezielte Messerf�hrung durch den w�tigen und unbeherrschten Beschwerdef�hrer 1 erlaubte. Ebenso wenig war es nach den �berzeugenden erstinstanzlichen Feststellungen m�glich, den Messerstich zu dosieren.
Auch die �brigen Einw�nde des Beschwerdef�hrers 1 dringen nicht durch. In den von ihm zitierten Urteilen 6B_467/2012 vom 1. November 2012 und 6B_28/2010 vom 19. M�rz 2010 war ein T�tungseventualvorsatz nicht Gegenstand der bundesgerichtlichen �berpr�fung und im Urteil 6B_775/2011 vom 4. Juni 2012 war die Tatwaffe mit einer Klingenl�nge von 3.4 cm bedeutend kleiner.
3.5.�Die Verwirklichung der subjektiven Tatbestandsm�ssigkeit ist willk�rfrei erstellt. Die Bejahung des Eventualvorsatzes verletzt kein Bundesrecht.
Der Beschwerdef�hrer 1 wendet sich gegen den Freispruch des Beschwerdegegners 2 vom Vorwurf der einfachen K�rperverletzung und die Abweisung seiner gegen den Beschwerdegegner 2 erhobenen Zivilforderung. Der Pfeffersprayeinsatz vor der Metzgerei sei erstellt (Beschwerde S. 31). Damit entfernt sich der Beschwerdef�hrer 1 in unzul�ssiger Weise vom verbindlichen Sachverhalt der Vorinstanz (Art. 105 Abs. 1 BGG), ohne eine willk�rliche Beweisw�rdigung (Art. 9 BV) darzutun.
5.1.�Der Beschwerdef�hrer 2 kritisiert die Verurteilung des Beschwerdegegners 2 wegen einfacher K�rperverletzung mit gef�hrlichem Gegenstand. Die Vorinstanz h�tte die fraglichen Schl�ge nicht unter Art. 123 Ziff. 2 StGB, sondern unter Art. 122 StGB subsumieren sollen. Der Beschwerdegegner 2 sei der versuchten schweren K�rperverletzung schuldig zu sprechen (Beschwerde S. 14 ff.).
5.2.�Unbestritten ist, dass der Beschwerdegegner 2 in der ersten Phase der Auseinandersetzung eine Werbetafel beh�ndigte und damit auf den Beschwerdef�hrer 2 zweimal einschlug. Dieser erlitt eine ca. 5 cm lange Quetsch-Risswunde an der Stirn. Wie genau und wie stark der Beschwerdegegner 2 zugeschlagen hat, konnte nicht eruiert werden. Die Vorinstanz schliesst aus, dass die Schl�ge mit voller Kraft ausgef�hrt wurden. Soweit der Beschwerdef�hrer 2 demgegen�ber behauptet, der Beschwerdegegner 2 habe ihm mehrmals auf den Kopf geschlagen und die Schl�ge seien mit voller Wucht ausgef�hrt worden, entfernt er sich in unzul�ssiger Weise vom verbindlichen Sachverhalt der Vorinstanz (Art. 105 Abs. 1 BGG), ohne eine willk�rliche Beweisw�rdigung (Art. 9 BV) darzutun. Damit ist er nicht zu h�ren.
Die vom Beschwerdef�hrer 2 erlittene Verletzung heilte folgenlos ab und hinterliess keine bleibenden Sch�den. Bei dieser Sachlage hat die Vorinstanz den objektiven Tatbestand von Art. 123 StGB zu Recht als erf�llt betrachtet. Nichts anderes gilt, soweit die Vorinstanz den subjektiven Tatbestand der einfachen K�rperverletzung (mit gef�hrlichem Gegenstand) bejaht und den subjektiven Tatbestand einer versuchten schweren K�rperverletzung verneint hat. Nach den vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen wurde D.________ vom Beschwerdef�hrer 2 bedroht, weshalb der Beschwerdegegner 2 seinem Freund zu Hilfe eilte. Zu diesem Zweck beh�ndigte er eine Werbetafel, welche relativ gross und schwer, sperrig und unhandlich war. Der Beschwerdegegner 2 schlug nicht mit voller Kraft. Wie er die Schl�ge im �brigen ausf�hrte, blieb ungekl�rt. Mit Blick auf die Tatumst�nde konnte die Vorinstanz annehmen, dass der seinem Mitstreiter Hilfe leistende Beschwerdegegner 2 dem gemeinsamen Gegner eine einfache K�rperverletzung zuf�gen und ihn in die Flucht schlagen wollte, eine schwere Verletzung seines Gegners jedoch nicht ernstlich in Rechnung gestellt hat, sondern mit einem folgenlosen Ausgang der Abwehrhandlung rechnen durfte. Der vorinstanzliche Schuldspruch verletzt kein Bundesrecht.
Das Rechtsbegehren des Beschwerdef�hrers 2, es sei die Genugtuungs- und Schadenersatzsumme neu festzulegen, ist abzuweisen. Es wird in der Beschwerde mit dem verlangten Schuldspruch der schweren K�rperverletzung begr�ndet. Es bleibt aber beim vorinstanzlichen Schuldspruch.
7.1.�Der Beschwerdef�hrer 1 wendet sich gegen die Strafzumessung. Er beanstandet, der von der Vorinstanz herangezogene unbekannte Referenzsachverhalt habe eine vors�tzliche T�tung einer Ex-Partnerin mit einer Pistole zum Gegenstand. Die daf�r festgesetzte "Referenzstrafe" von 12 bis 13 Jahren Freiheitsstrafe sei weder �berpr�fbar noch nachvollziehbar. Indem die Vorinstanz die Strafzumessung ausgehend von dieser "Referenzstrafe" vornehme, verkenne sie den Inhalt von Art. 47 StGB. Im �brigen kritisiert der Beschwerdef�hrer 1 die vorinstanzliche Strafe als unvertretbar hoch (Beschwerde S. 32 ff.).
7.2.�Das Bundesgericht hat die Grunds�tze der Strafzumessung nach Art. 47 ff. StGB und die an sie gestellten Begr�ndungsanforderungen wiederholt dargelegt (BGE 136 IV 55 E. 5.4 ff. S. 59 ff. mit Hinweisen). Entsprechendes gilt f�r die Bildung der Einsatzstrafe und der Gesamtstrafe nach Art. 49 Abs. 1 StGB in Anwendung des Asperationsprinzips (BGE 141 IV 61 E. 6.1.2 S. 67 f.; 132 IV 102 E. 8 f. S. 104 ff. mit Hinweisen; Urteil 6B_460/2010 vom 4. Februar 2011 E. 3.3.4 mit Hinweis, nicht publ. in: BGE 137 IV 57). Darauf kann verwiesen werden.
Nach Art. 50 StGB hat das Gericht die f�r die Zumessung der Strafe erheblichen Umst�nde und deren Gewichtung festzuhalten. Es muss die �berlegungen, die es bei der Bemessung der Strafe vorgenommen hat, in den Grundz�gen wiedergeben, so dass die Strafzumessung nachvollziehbar ist (BGE 134 IV 17 E. 2.1 S. 20 mit Hinweisen).
7.3.�Die Vorinstanz geht vom Tatbestand der vors�tzlichen T�tung als schwerste Tat und von einem Strafrahmen von 5 bis 20 Jahren Freiheitsstrafe aus. Ausgangspunkt ihrer �berlegungen ist ein "Referenzsachverhalt", in dem eine Frau die Beziehung abbricht, der Mann die Trennung nicht akzeptiert und sie deshalb mit einer Pistole erschiesst. Daf�r betrage die "Referenzstrafe 12 bis 13 Jahre Freiheitsstrafe", was f�r den vorliegenden vergleichbaren Fall eine Einsatzstrafe von 12 Jahren ergebe. In der Folge ber�cksichtigt die Vorinstanz den Eventualvorsatz mit einer Reduktion von zwei und den Versuch mit einer Reduktion von vier Jahren. Im Rahmen der T�terkomponente tr�gt die Vorinstanz schliesslich den Vorstrafen und der Delinquenz w�hrend des laufenden Verfahrens leicht straferh�hend Rechnung, was zu einer Einsatzstrafe f�r die versuchte vors�tzliche T�tung von 6 1/4 Jahren f�hrt (Entscheid S. 73 ff.).
7.4.�Angelpunkt der vorinstanzlichen Strafzumessung ist ein Beziehungsdelikt. Inwiefern die hier zu beurteilende Auseinandersetzung, abgesehen vom (versuchten) Taterfolg, damit vergleichbar sein sollte, ist nicht erkennbar. Zudem bleiben die Umst�nde des "Referenzsachverhalts" nahezu ganz im Dunkeln.
Die Strafe ist nicht nach dem Erfolg, sondern nach dem Verschulden zuzumessen. Dieses bezieht sich auf den gesamten Unrechts- und Schuldgehalt der Straftat und bildet damit das wesentliche Strafzumessungskriterium. Bei der Bestimmung der Schwere des Verschuldens hat der Richter die Umst�nde der Tat zu beachten. Der Beschwerdef�hrer 1 bringt vor, die "Referenzstrafe" von 12 bis 13 Jahren Freiheitsstrafe sei weder nachvollziehbar noch �berpr�fbar. Die R�ge ist begr�ndet. Auch beim Tatbestand der vors�tzlichen T�tung ist eine leichte Tatschwere (und nicht nur eine mittlere oder gravierende Tatschwere) denkbar. Die vorinstanzlichen �berlegungen sind in den Grundz�gen nicht verst�ndlich. Der knappe Hinweis auf einen schemenhaften Sachverhalt als Ausgangspunkt f�r die Strafzumessung gen�gt im Hinblick auf eine transparente, in den Grundz�gen nachvollziehbare und �berpr�fbare Strafzumessung nicht. Die Vorinstanz kommt ihrer Begr�ndungspflicht im Sinne von Art. 50 StGB nicht nach. Sie wird die Strafzumessung unter Ber�cksichtigung der wesentlichen Strafzumessungsfaktoren neu vorzunehmen und nachvollziehbar darzulegen haben, weshalb sie eine bestimmte Strafe ausspricht (E. 5.2 hievor). Es er�brigt sich, auf die R�ge des Beschwerdef�hrers 1 zur Strafzumessung n�her einzugehen.
Die Beschwerde des Beschwerdef�hrers 1, 6B_991/2015, ist in Bezug auf die Strafzumessung gutzuheissen, das angefochtene Urteil aufzuheben und die Sache zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Im �brigen ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann.
Die Beschwerde des Beschwerdef�hrers 2, 6B_998/2015, ist abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann.
Die Parteien werden im Umfang ihres Unterliegens kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG). Der Beschwerdef�hrer 1 ersucht um unentgeltliche Rechtspflege. Soweit er obsiegt, ist das Gesuch gegenstandslos geworden. Soweit er die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung und den Freispruch des Beschwerdegegners 2 vom Vorwurf der einfachen K�rperverletzung beanstandet hat, ist es abzuweisen, da die Beschwerde von vornherein aussichtslos war (Art. 64 Abs. 1 BGG e contrario). Im �brigen ist das Gesuch gutzuheissen, da von seiner Bed�rftigkeit auszugehen, diese ausreichend belegt ist und seine Rechtsbegehren nicht von vornherein aussichtslos waren. Dem Beschwerdef�hrer 1 sind unter Ber�cksichtigung seiner angespannten finanziellen Verh�ltnisse Gerichtskosten im Umfang von Fr. 800.-- aufzuerlegen (Art. 65 Abs. 2 BGG). Dem Beschwerdef�hrer 2 sind die Gerichtskosten im Umfang von Fr. 4'000.-- aufzuerlegen. Dem Kanton Bern sind keine Verfahrenskosten aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 4 BGG).
Dem Vertreter des Beschwerdef�hrers 1, Rechtsanwalt Alexander Kernen, ist eine Entsch�digung von Fr. 1'000.-- aus der Bundesgerichtskasse auszurichten (Art. 64 Abs. 1 und 2 BGG). Der Kanton Bern hat als teilweise unterliegende Partei dem Vertreter des Beschwerdef�hrers 1, Rechtsanwalt Alexander Kernen, eine Entsch�digung von Fr. 1'000.-- zu bezahlen (Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG). Dem Beschwerdegegner 2 ist keine Entsch�digung zuzusprechen, da ihm im bundesgerichtlichen Verfahren keine Umtriebe entstanden sind.
Die Verfahren 6B_991/2015 und 6B_998/2015 werden vereinigt.
Die Beschwerde des Beschwerdef�hrers 1, 6B_991/2015, wird teilweise gutgeheissen. Das Urteil des Obergerichts des Kantons Bern vom 7. Mai 2015 wird aufgehoben und die Sache zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckgewiesen. Im �brigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
Die Beschwerde des Beschwerdef�hrers 2, 6B_998/2015, wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
Das Gesuch des Beschwerdef�hrers 1 um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung wird teilweise gutgeheissen und im �brigen abgewiesen, soweit es nicht gegenstandslos geworden ist.
Die Gerichtskosten werden im Umfang von Fr. 800.-- dem Beschwerdef�hrer 1 und im Umfang von Fr. 4'000.-- dem Beschwerdef�hrer 2 auferlegt.
Der Kanton Bern hat dem Rechtsvertreter des Beschwerdef�hrers 1, Rechtsanwalt Alexander Kernen, eine Entsch�digung von Fr. 1'000.-- zu bezahlen.
Dem Rechtsvertreter des Beschwerdef�hrers 1, Rechtsanwalt Alexander Kernen, wird eine Entsch�digung von Fr. 1'000.-- aus der Bundesgerichtskasse ausgerichtet.