Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F28-09-2015-5A_50-2015
Timestamp: 2016-10-23 18:13:12
Document Index: 362657478

Matched Legal Cases: ['Art. 72', 'Art. 75', 'Art. 90', 'Art. 74', 'Art. 76', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 97', 'Art. 99', 'Art. 260', 'Art. 260', 'Art. 268', 'Art. 319', 'Art. 309', 'Art. 268', 'Art. 174', 'Art. 159', 'Art. 240', 'Art. 240', 'Art. 17', 'BGE', 'Art. 17', 'Art. 230', 'Art. 230', 'Art. 265', 'Art. 230', 'Art. 230', 'Art. 231', 'Art. 319', 'Art. 231', 'Art. 231', 'Art. 231', 'Art. 231', 'Art. 268', 'Art. 268', 'Art. 268', 'Art. 268', 'Art. 268', 'Art. 268', 'Art. 268', 'Art. 92', 'BGE', 'Art. 17', 'BGE', 'BGE', 'Art. 268', 'Art. 268', 'Art. 269', 'BGE', 'Art. 268', 'BGE', 'Art. 268', 'Art. 268', 'Art. 260', 'Art. 240', 'Art. 197', 'Art. 260', 'Art. 95', 'Art. 260', 'Art. 260', 'Art. 95', 'Art. 159', 'Art. 268', 'Art. 260', 'Art. 268', 'BGE', 'Art. 268', 'Art. 268', 'Art. 164', 'Art. 260', 'Art. 231', 'BGE', 'Art. 29', 'Art. 13', 'Art. 268', 'Art. 268', 'Art. 268', 'Art. 268', 'Art. 17', 'Art. 66']

5A_50/2015 (28.09.2015)
5A_50/2015 � � Urteil vom 28. September 2015
A.a.��ber die A.________ AG (nachfolgend: A.________), mit Sitz in Schaffhausen, wurde am 16. Dezember 2008 durch Verf�gung des Kantonsgerichts Schaffhausen (Einzelrichter) der Konkurs er�ffnet. In der Folge ordnete das Konkursgericht die Durchf�hrung des Konkurses im summarischen Verfahren an.
A.b.�Am 4. September 2013 erstattete das Konkursamt Schaffhausen den Schlussbericht und beantragte dem Konkursgericht, das Konkursverfahren als geschlossen zu erkl�ren. Mit Verf�gung des Kantonsgerichts (Einzelrichter) vom 11. September 2013 wurde das Konkursverfahren geschlossen.
A.c.�Gegen die Verf�gung �ber den Konkursschluss erhoben die A.________, handelnd durch durch die einzige Verwaltungsr�tin C.________, sowie die B.________ AG, mit Sitz in Schaffhausen, Beschwerde beim Obergericht des Kantons Schaffhausen. Sie verlangten, die Verf�gung des Konkursgerichts �ber den Konkursschluss sei aufzuheben und das Konkursverfahren sei bis zum rechtskr�ftigen Abschluss des beim Kantonsgericht Schaffhausen h�ngigen Prozesses Nr. xxx aufrecht zu halten. Eventuell sei das Beschwerdeverfahren bis zum betreffenden Zeitpunkt zu sistieren, subeventuell sei es bis zum rechtskr�ftigen Abschluss des gegen D.________ und E.________ im Kanton Bern h�ngigen Strafverfahrens zu sistieren.
Mit Eingabe vom 19. Januar 2015 haben die A.________, handelnd durch durch die einzige Verwaltungsr�tin, und die B.________ AG Beschwerde in Zivilsachen erhoben. Die Beschwerdef�hrerinnen 1 und 2 verlangen die Aufhebung des Entscheides des Kantonsgerichts Schaffhausen vom 2. Dezember 2014. In der Sache verlangen sie, die Verf�gung des Konkursgerichts �ber den Konkursschluss sei aufzuheben und es sei festzustellen, dass das Konkursverfahren �ber die Beschwerdef�hrerin 1 nicht geschlossen sei. Eventualiter stellen sie das Gesuch um Sistierung des (bundesgerichtlichen) Beschwerdeverfahrens bis zum rechtskr�ftigen Abschluss der erw�hnten (vor dem Kantonsgericht Schaffhausen und im Kanton Bern) h�ngigen Verfahren. Subeventuell sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Weiter wird mit Gesuch um aufschiebende Wirkung die vorsorgliche Wiedereintragung der Beschwerdef�hrerin 1 in das Handelsregister ersucht.
Mit Pr�sidialverf�gung vom 22. Januar 2015 wurde das Gesuch f�r die beantragte vorsorgliche Massnahme abgewiesen.
1.1.�Angefochten ist der Entscheid der kantonalen Rechtsmittelinstanz, die als oberes Gericht �ber die Beschwerde gegen den vom Konkursgericht verf�gten Konkursschluss befunden hat (Art. 72 Abs. 2 lit. a, Art. 75 Abs. 1 und Art. 90 BGG). Damit ist die Beschwerde in Zivilsachen unabh�ngig eines Streitwertes (Art. 74 Abs. 2 lit. d BGG) grunds�tzlich zul�ssig. Die Beschwerdef�hrerinnen sind durch den Nichteintretensentscheid zufolge fehlender Beschwerdelegitimation besonders ber�hrt und haben ein hinreichendes sch�tzenswertes Interesse an dessen Aufhebung (Art. 76 Abs. 1 BGG). Sie sind daher zur Beschwerde berechtigt.
1.3.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 BGG). Zul�ssig ist einzig die R�ge, dass eine Tatsachenfeststellung auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruhe oder eine Tatsache offensichtlich unrichtig festgestellt worden sei (Art. 97 Abs. 1 BGG). Neue Tatsachen und Beweismittel d�rfen nur so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG). Unbehelflich ist, soweit die Beschwerdef�hrerinnen ausf�hren, das Konkursamt habe am 3. Dezember 2014 Forderungen an Gl�ubiger nach Art. 260 SchKG abgetreten, da im bundesgerichtlichen Verfahren nach Erlass des angefochtenen Entscheides (2. Dezember 2014) eingetretene Tatsachen nicht ber�cksichtigt werden. Das Gleiche gilt f�r das Vorbringen der Beschwerdef�hrerin 2, sie sei gem�ss Zessionsurkunde vom 19. Januar 2015 Konkursgl�ubigerin geworden.
Das Obergericht hat im Wesentlichen erwogen, dass die Beschwerdef�hrerin 1 als Schuldnerin keine Prozessf�hrungsbefugnis habe, um die Konkursschlussverf�gung des Konkursgerichts anzufechten. Die Schuldnerin k�nne ein schutzw�rdiges Interesse zur Anfechtung der Konkursschlussverf�gung nicht aus einem Anspruch ableiten, weiter zu existieren, weil die Durchsetzung von nach Art. 260 SchKG abgetretenen Anspr�chen allenfalls zu einem �berschuss f�hren k�nne. Ebenso wenig gen�ge die Konstituierung der Schuldnerin als Privatkl�gerin im Strafverfahren D.________ und E.________, zumal das betreffende Strafverfahren (mit Beschluss des Obergerichts des Kantons Bern vom 14. Oktober 2014) bereits eingestellt worden sei.
Mit Bezug auf die Beschwerdef�hrerin 2 hat das Obergericht im Wesentlichen festgehalten, dass sie als blosse Aktion�rin der Schuldnerin bzw. mangels Eigenschaft als Konkursgl�ubigerin kein schutzw�rdiges Interesse an der Anfechtung der Konkursschlussverf�gung habe.
Angefochten ist die Verf�gung des Konkursgerichts �ber den Konkursschluss gem�ss Art. 268 Abs. 2 SchKG. Diese Verf�gung ist mit Beschwerde gem�ss Art. 319 ff. ZPO anfechtbar (vgl. Art. 309 lit. b Ziff. 7 ZPO; N�F, in: Kurzkommentar SchKG, 2. Aufl. 2014, N. 6 zu Art. 268 SchKG); die Regeln �ber die Weiterziehung der Konkurser�ffnung (Art. 174 SchKG) gelten nicht. Zur Beschwerde ist befugt, wer durch den angefochtenen Entscheid beschwert ist und daher ein sch�tzenswertes Interesse an dessen Korrektur besitzt (vgl. A. Staehelin/ D. STAEHELIN/GROLIMUND, Zivilprozessrecht, 2. Aufl. 2013, � 26 Rz. 30, � 25 Rz. 28). Streitpunkt ist im Wesentlichen die Anfechtung der Schlussverf�gung des Konkursgerichts durch den Verwaltungsrat der Gemeinschuldnerin (Beschwerdef�hrerin 1) sowie durch deren Aktion�rin (Beschwerdef�hrerin 2).
3.1.�Das Obergericht hat die Beschwerdebefugnis der Beschwerdef�hrerin 2, welche nach den Sachverhaltsfeststellung Aktion�rin, und nicht (auch) Gl�ubigerin der konkursiten Gesellschaft ist, verneint. Es hat zu Recht festgehalten, dass der Konkurs zur Vollstreckung aller Forderungen der Gl�ubiger in das gesamte Verm�gen des Schuldners f�hrt, und geschlossen, dass die Aktion�rseigenschaft kein schutzw�rdiges Interesses bietet, den Konkursschluss anzufechten; die Beschwerdef�hrerin 2 kann daher die Weiterf�hrung des Konkurses nicht verlangen, um die L�schung der Gesellschaft (vgl. Art. 159 Abs. 5 lit. b HRegV) zu verhindern. Der Nichteintretensentscheid der Vorinstanz ist insoweit nicht zu beanstanden.
3.2.�Das Obergericht hat der Beschwerdef�hrerin 1 die Beschwerdebefugnis abgesprochen, weil die Prozessf�hrungsbefugnis gem�ss Art. 240 SchKG der Konkursverwaltung zustehe, welche die Masse vor Gericht zu vertreten habe. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz erlaubt Art. 240 SchKG indes nicht, der Beschwerdef�hrerin 1
a priori�die Beschwerdebefugnis abzusprechen, wenn sie als Schuldnerin in Konflikt mit den Organen steht, welchen die Abwicklung des Konkurses obliegt. So kann ein Schuldner gegen Verf�gungen in ganz bestimmten Bereichen, welche in seine Interessensph�re eingreifen, Beschwerde gem�ss Art. 17 SchKG f�hren, insbesondere gegen Verf�gungen �ber die Verwertung von Aktiven (vgl. BGE 101 III 43 E. 1 S. 44; 103 III 21 E. 1 S. 23; Lorandi, Betreibungsrechtliche Beschwerde und Nichtigkeit, 2000, N. 177 ff. zu Art. 17 SchKG). Ebenso kann dem Schuldner nicht�
a prioriein schutzw�rdiges Interesse abgesprochen werden, wenn er sich gegen eine Entscheidung des Konkursgerichts wehren will. Auf einzelne derartige Entscheidungen ist im Folgenden einzugehen.
3.2.1.�Der Schuldner, �ber welchen der Konkurs er�ffnet worden ist, kann sich gem�ss Jaeger (Schuldbetreibung und Konkurs, Bd. II, 1911, N. 4 zu Art. 230 SchKG) gegen die Einstellung des Konkurses mangels Aktiven gem�ss Art. 230 Abs. 1 SchKG wehren. Er kann wegen der Thematik des fehlenden neuen Verm�gens - d.h. an der Erlangung des Verlustscheines und des damit verbundenen Vorteils (Art. 265 Abs. 2 SchKG) - an der Durchf�hrung des Konkurses interessiert sein (vgl. JAEGER/WALDER/KULL/KOTTMANN, Bundesgesetz �ber Schuldbetreibung und Konkurs, Bd. II, 4. Aufl. 1997, N. 8 zu Art. 230 SchKG; Lustenberger, in: Basler Kommentar, Bundesgesetz �ber Schuldbetreibung und Konkurs, 2. Aufl. 2010, N. 8 zu Art. 230 SchKG).
3.2.2.�Die Entscheidung des Konkursgerichts, ob der Konkurs im summarischen oder ordentlichen Verfahren durchzuf�hren ist (Art. 231 Abs. 1 SchKG), kann mit Beschwerde gem�ss Art. 319 ff. ZPO angefochten werden (LUSTENBERGER, a.a.O., N. 12 zu Art. 231 SchKG). In der Lehre wird auch dem Schuldner grunds�tzlich die Berechtigung zum Rechtsmittel zugesprochen ( VOUILLOZ, in: Commentaire romand, Poursuite et faillite, 2005, N. 11 zu Art. 231 SchKG). Der Schuldner kann ein Interesse daran haben, dass die Verh�ltnisse als "einfach" (Art. 231 Abs. 1 Ziff. 2 SchKG) beurteilt werden, damit er von der Verfahrensbeschleunigung, welche diese Verfahrensart bezweckt (LUSTENBERGER, a.a.O., N. 1 zu Art. 231 SchKG), profitieren kann.
3.2.3.�Das Beschwerderecht des Schuldners gegen die Schlussverf�gung des Konkursgerichts (Art. 268 Abs. 2 SchKG) ist in der Rechtsprechung des Bundesgerichts (soweit ersichtlich) nicht n�her er�rtert worden. In der Lehre finden sich keine Anhaltspunkte, dass der Gemeinschuldner zur Anfechtung der Schlussverf�gung des Konkursgerichts gem�ss Art. 268 Abs. 2 SchKG, welche ihm zugestellt werden muss, nicht berechtigt sein soll (vgl. N�F, a.a.O., N. 6 zu Art. 268 SchKG; JEANDIN, in: Commentaire romand, Poursuite et faillite, 2005, N. 10 zu Art. 268 SchKG; GILLI�RON, Commentaire de la loi f�d�rale sur la poursuite pour dettes et la faillite, Bd. III, 2001, N. 8, 11 zu Art. 268 SchKG; M. STAEHELIN, in: Basler Kommentar, Bundesgesetz �ber Schuldbetreibung und Konkurs, 2. Aufl. 2010, N. 8a zu Art. 268 SchKG). Nach kantonaler Praxis wird auf die Beschwerde des Schuldners gegen die Schlussverf�gung des Konkursgerichts eingetreten; er kann Gr�nde, welche dem Konkursschluss entgegenstehen, vorbringen (Urteil PS130073 des Obergerichts des Kantons Z�rich vom 31. Mai 2013 E. 3). Die Beschwerdelegitimation des Schuldners ist - im Folgenden - zu kl�ren.
3.3.�Beim Entscheid gem�ss Art. 268 Abs. 2 SchKG pr�ft das Konkursgericht gest�tzt auf den Schlussbericht des Konkursamtes (Art. 92 KOV), ob das Konkursverfahren vollst�ndig durchgef�hrt worden ist. Es m�ssen u.a. die Aktiven liquidiert (vgl. BGE 130 III 481 E. 3 E. 487), Beschwerden gem�ss Art. 17 SchKG erledigt (BGE 138 III 437 E. 4.3.2 S. 442; vgl. bereits BGE 36 I 422 E. 2 S. 426) und Prozesse, die gegen die oder von der�
Masse�gef�hrt werden, grunds�tzlich erledigt sein (vgl. u.a. M. STAEHELIN, a.a.O., N. 5 zu Art. 268 SchKG; JEANDIN, a.a.O., N. 8, 9 zu Art. 268 SchKG). Mit dem Entscheid des Konkursgerichts �ber den Schluss des Konkursverfahrens erlischt die Zust�ndigkeit der Konkursverwaltung, �ber Gegenst�nde der Masse zu verf�gen; sie kann keine amtlichen Handlungen mehr vornehmen, ausser gest�tzt auf Art. 269 SchKG betreffend nachtr�glich entdeckte Verm�genswerte (BGE 120 III 36 E. 3 S. 38; JEANDIN, a.a.O., N. 14 zu Art. 268 SchKG). Ein f�lschlicherweise zu fr�h geschlossener Konkurs kann daher zu Komplikationen f�hren, was durch die korrekte Pr�fung des Schlussberichts durch das Konkursgericht verhindert werden soll (MARTIN, La surveillance en mati�re de poursuites et faillites [...], SJ 2008 II S. 214 ff.), zumal ein einmal geschlossener Konkurs nicht wieder er�ffnet werden kann (BGE 58 III 3 S. 5 f.; u.a. JEANDIN, a.a.O., N. 16 zu Art. 268 SchKG; M. STAEHELIN, a.a.O., N. 7 zu Art. 268 SchKG). In Anbetracht von Zweck und Wirkung der Entscheidung in konkursrechtlicher Hinsicht kann ein schutzw�rdiges Interesse an der Anfechtung des Konkursschlusses durch den Schuldner nicht verneint werden. Wenn das Obergericht die Beschwerdef�hrerin 1 insoweit als "nicht beschwerdelegitimiert" bezeichnet hat, ist dies unzutreffend.
3.4.�Im konkreten Fall hat sich die Beschwerdef�hrerin 1 vor dem Obergericht auf zwei noch nicht abgeschlossene Verfahren berufen: Erstens das Strafverfahren im Kanton Bern, in welchem sie Privatkl�gerin sei, und zweitens der Prozess vor dem Kantonsgericht Schaffhausen, in welchem die Abtretungsgl�ubiger nach Art. 260 SchKG Forderungen geltend machen. Das Obergericht hat trotz Verneinung der Beschwerdebefugnis dennoch gepr�ft, ob die beiden h�ngigen Verfahren wie behauptet Gr�nde darstellen, welche dem Konkursschluss entgegenstehen; die Frage wurde verneint. Damit ist die Vorinstanz auf die Beschwerde eingetreten. Dass die Verneinung mit dem "fehlendem schutzw�rdigen Interesse" begr�ndet wurde, �ndert nichts am Umstand, dass das Obergericht die Gr�nde, die den Konkursschluss hindern sollen, einer Pr�fung unterzogen hat, deren Ergebnis die Beschwerdef�hrerin 1 (durch ihren reformatorisch begr�ndeten Antrag) kritisiert. Ob die Vorbringen der Beschwerdef�hrerin �berhaupt geeignet sind, eine Rechtsverletzung darzutun, weil das Obergericht den Konkursschluss im Ergebnis best�tigt hat, ist im Folgenden zu pr�fen.
3.4.1.�Das Argument der Beschwerdef�hrerin 1, sie sei Privatkl�gerin im Strafverfahren D.________ und E.________, dessen Einstellung letztinstanzlich noch nicht erledigt sei, geht fehl. Da �ber die Beschwerdef�hrerin 1 der Konkurs er�ffnet wurde, kann sie handelnd durch den Verwaltungsrat selber keine Zivilforderungen geltend machen; Zivilforderungen werden nur �ber die Konkursverwaltung als ihre gesetzliche Vertreterin (Art. 240 SchKG) geltend gemacht. Entsprechend ist das Bundesgericht auf die von der Beschwerdef�hrerin 1, handelnd durch den Verwaltungsrat, gegen die Einstellung des erw�hnten Strafverfahrens erhobene Beschwerde in Strafsachen nicht eingetreten (Urteil 6B_1082/2014 vom 3. M�rz 2015 E. 1.5). Entgegen der Meinung der Beschwerdef�hrerin 1 ist daher nicht zu er�rtern, ob das "h�ngige Strafverfahren gen�gt h�tte", bzw. ihre Stellung als Privatkl�gerin im Strafpunkt gen�gen w�rde, den Konkursschluss zu verhindern. Im �brigen beruft sie sich in diesem Zusammenhang weder auf einen Prozess bzw. Anspruch der Masse, noch auf Verm�gen, das verwertbar ist, und daher zur Konkursmasse geh�rt (vgl. Art. 197 Abs. 1 SchKG). Wenn das Obergericht zum Ergebnis gelangt ist, das erw�hnte Strafverfahren sei kein unerledigtes, den Konkursschluss hinderndes Verfahren (vgl. E. 3.3), ist dies nicht zu beanstanden. Von willk�rlicher Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes oder von �berspitztem Formalismus kann keine Rede sein.
3.4.2.�Die Beschwerdef�hrerin 1 hat im kantonalen Verfahren vorgebracht, dass die nach Art. 260 SchKG abgetretenen und im Prozess liegenden Anspr�che zu einem �berschuss f�hren k�nnten; die Vorinstanz habe einen Grund zur Verhinderung des Konkursschluss �bergangen. Das Vorbringen geht fehl. Gem�ss Art. 95 KOV ist der Konkursrichter durchaus dazu erm�chtigt, den Konkurs vor der Erledigung abgetretener Rechtsanspr�che zu schliessen; eine solche Schliessung setzt den entsprechenden Antrag der Konkursverwaltung voraus und soll nur verf�gt werden, wenn anzunehmen ist, dass aus der Verfolgung der nach Art. 260 SchKG abgetretenen Rechte sich nicht ein �berschuss zugunsten der Masse ergeben werde. Aus dem blossen Umstand, dass das Konkursgericht dem Antrag der Konkursverwaltung, welche keinen �berschuss erwartet hat, gefolgt ist, kann die Beschwerdef�hrerin 1 nichts (wie eine Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte) ableiten. Damit h�lt die Beschwerdef�hrerin 1 dem Konkursrichter lediglich die eigene Einsch�tzung der Erfolgsaussichten entgegen. Die Frage der "vollst�ndigen Durchf�hrung des Konkurses" ist damit nicht betroffen. Mit Beschwerde gegen den Konkursschluss kann die Beschwerdef�hrerin 1 geltend machen, dass ein Prozess nach Art. 260 SchKG h�ngig sei, ohne dass die Konkursverwaltung Antrag gestellt hat, ob das Konkursverfahren geschlossen werden soll. In diesem Fall l�ge ein Prozess der Masse vor, der bei Konkursschluss weder erledigt, noch als Ausnahmefall geregelt w�re. Dass die Konkursverwaltung keinen Antrag gem�ss Art. 95 KOV gestellt habe, hat die Beschwerdef�hrerin 1 indes nicht behauptet; im �brigen gehen Antr�ge aus dem in den Akten liegenden Konkursbericht vor.
3.4.3.�Zu Recht hat die Vorinstanz festgehalten, dass trotz der nach Konkursschluss vorzunehmenden L�schung der Beschwerdef�hrerin 1 als AG im Handelsregister (Art. 159 Abs. 5 lit. b HRegV) im Falle eines �berschusses f�r die Masse eine Nachverteilung an die Konkursgl�ubiger m�glich ist (u.a. JEANDIN, a.a.O., N. 9 zu Art. 268 SchKG). Sollte aus den nach Art. 260 SchKG verfolgten Anspr�chen �ber die vollst�ndige Deckung der Konkursforderungen hinaus - wie die Beschwerdef�hrerin offenbar erwartet - sogar ein �berschuss verbleiben, h�tte sie einen Herausgabeanspruch gegen�ber der Konkursverwaltung (LORANDI, Aktiven�berschuss in der Generalexekution [...], BlSchK 2013 S. 221; JEANDIN, a.a.O., N. 15 zu Art. 268 SchKG). Dies kann ein rechtliches Interesse auf Wiedereintragung der Gesellschaft im Handelsregister begr�nden (vgl. BGE 110 II 396 E. 2; 140 III 550 E. 2.1 S. 551; vgl. JEANDIN, a.a.O., N. 19 zu Art. 268 SchKG; M. STAEHELIN, a.a.O., N. 8
a.E.�zu Art. 268 SchKG; vgl. Art. 164 Abs. 1 lit. d HRegV). Wenn aber das Obergericht zum Ergebnis gelangt ist, dass der Prozess vor dem Kantonsgericht Schaffhausen betreffend die nach Art. 260 SchKG verfolgten Anspr�che ein den Konkursschluss nicht hinderndes Verfahren sei (vgl. E. 3.3), ist dies nicht zu beanstanden.
3.5.�Was die Beschwerdef�hrerin 1 gegen die "vollst�ndige Durchf�hrung" des Konkursverfahrens im �brigen anf�hrt, vermag an diesem Ergebnis nichts zu �ndern.
3.5.1.�Die Beschwerdef�hrerin 1 �bergeht im Wesentlichen, dass im summarischen Konkursverfahren keine Verteilungsliste aufgelegt wird (Art. 231 Abs. 3 Ziff. 4 SchKG) und Abtretungsgl�ubiger von den Wirkungen des Konkursschlusses ohnehin ausgenommen sind; ihnen wird der Verlustschein erst sp�ter ausgestellt, wenn sie �ber das Ergebnis des Vorgehens dem Konkursamt Rechnung gestellt haben (BGE 37 II 126 E. 2 S. 129). Dass der erstinstanzliche Entscheid der Begr�ndungspflicht (Art. 29 Abs. 2 BV) nicht gen�ge, weil rechtserhebliche Vorbringen nicht hinreichend behandelt worden seien, geht fehl, da Anfechtungsobjekt der obergerichtliche Entscheid ist. Soweit die Beschwerdef�hrerin 1 dem Obergericht vorwirft, es habe nach Konkursschluss eingetretene "neue Umst�nde" (wie die Eingabe an die Vorinstanz vom 25. Oktober 2014 betreffend Gl�ubigerzirkular des Konkursamtes vom 14. Oktober 2014) �bergangen, legt sie nicht dar, dass diese Vorbringen fristgerecht bzw. nach den Regeln der ZPO zu ber�cksichtigen gewesen w�ren.
3.5.2.�Schliesslich �bergeht die Beschwerdef�hrerin 1, dass das Konkursgericht nicht Aufsichtsbeh�rde �ber das Konkursamt ist; hingegen kann die Aufsichtsbeh�rde (Art. 13 SchKG) aufgrund der allgemeinen Aufsicht die notwendigen Anordnungen, auch betreffend den Konkursbericht bzw. den Antrag auf Konkursschluss erlassen ( JEANDIN, a.a.O., N. 21 zu Art. 268 SchKG; N�f, a.a.O., N. 9 zu Art. 268 SchKG; M. STAEHELIN, a.a.O., N. 9 zu Art. 268; vgl. bereits JAEGER, a.a.O., N. 8 zu Art. 268 SchKG). Im �brigen sind auch nach Konkursschluss getroffene Verf�gungen der Konkursverwaltung grunds�tzlich mit Beschwerde gem�ss Art. 17 SchKG (bei gegebener Beschwerdelegitimation) �berpr�fbar.
Der Beschwerde ist kein Erfolg beschieden. Bei diesem Ausgang des Verfahrens werden die gemeinsam vorgehenden Beschwerdef�hrerinnen unter solidarischer Haftung kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG). Eine Parteientsch�digung ist nicht zu bezahlen.
Die Gerichtskosten von Fr. 2'000.-- werden den Beschwerdef�hrerinnen zu gleichen Teilen unter solidarischer Haftung auferlegt.