Source: https://juris.bundessozialgericht.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bsg&Art=tm&Datum=2013-10-23&nr=13140
Timestamp: 2019-11-20 16:34:46
Document Index: 293082542

Matched Legal Cases: ['§ 44', '§ 2', 'Art 6', '§ 2', '§ 2', '§ 31', '§ 84', 'Art 1', '§ 84', '§ 31', '§ 68', 'Art 3', '§ 68', '§ 106', 'Art 3', '§ 84']

Siehe auch: Urteil des 5. Senats vom 23.10.2013 - B 5 RS 6/12 R -, Urteil des 5. Senats vom 23.10.2013 - B 5 RS 25/12 R -
Kassel, den 24. Oktober 2013
Terminbericht Nr. 50/13
(zur Terminvorschau Nr. 50/13)
Der 5. Senat des Bundessozialgerichts berichtet über das Ergebnis der am 23. Oktober 2013 mündlich verhandelten Fälle.
Die Revisionen sind erfolglos geblieben. Für das im Revisionsverfahren jeweils allein verfolgte Begehren der Klägerinnen als Rechtsnachfolgerinnen, bestandskräftige Festsetzungen des streitigen Rechts auf Dienstbeschädigungsausgleich (DbA) im Überprüfungsverfahren aufzuheben und ihnen für Zeiten bis 30.6.2007 einen DbA ohne Berücksichtigung zusätzlicher Bewertungselemente in Höhe der Grundrente "West" zu gewähren, gibt es im Bundesrecht keine Rechtsgrundlage. Hiervon sind die Berufungsgerichte in beiden Verfahren zutreffend ausgegangen.
Es kann vorliegend offen bleiben, von welchem Recht bei der Beurteilung der Rechtswidrigkeit der nach § 44 Abs 1 S 1 SGB X zurückzunehmenden Bescheide auszugehen ist. Sowohl § 2 Abs 1 S 1 DbAG in seiner zum 1.1.1997 in Kraft getretenen Neufassung durch Art 6 Nr 3 Buchst a SER/DbAG-ÄndG vom 19.6.2006 (BGBl I 1305) als auch § 2 Abs 1 S 1 DbAG vom 11.11.1996 (BGBl I 1674) ‑ jeweils iVm den von ihnen in Bezug genommenen Vorschriften ‑ haben DbA-Berechtigten lediglich einen Anspruch auf einen DbA in Höhe einer abgesenkten Grundrente eingeräumt.
Nach § 2 Abs 1 S 1 DbAG idF vom 19.6.2006 wird der DbA in Höhe der Grundrente nach § 31 iVm § 84a S 1 des Bundesversorgungsgesetzes (BVG) in dessen Neufassung durch Art 1 des Gesetzes vom 19.6.2006 geleistet. § 84a S 1 Halbs 1 BVG verweist auf den Einigungsvertrag (EinigVtr). Dieser ordnet in Anlage I Kapitel VIII Sachgebiet K Abschnitt III Nr 1 Buchst a Abs 1 Satz 1 als Maßgabe für das Inkrafttreten von § 31 Abs 1, 5 BVG im Beitrittsgebiet an, dass die dort in der jeweils geltenden Fassung genannten Deutsche Mark-Beträge mit dem vom Hundertsatz zu multiplizieren sind, der sich aus dem jeweiligen Verhältnis der verfügbaren Standardrente (§ 68 Abs 3 des Sechsten Buches Sozialgesetzbuch) in dem in Art 3 des Vertrages genannten Gebiet zur verfügbaren Standardrente in dem Gebiet, in dem das BVG schon vor dem Beitritt gegolten hat, ergibt.
Für den Bezugszeitraum 1.1.1999 bis 31.12.2000 gilt unmittelbar der Klammerhinweis auf § 68 Abs 3 SGB VI (in der ab 1.1.1997 maßgeblichen Fassung vom 10.5.1995, BGBl I, 678). Hiernach ergibt sich die verfügbare Standardrente, indem die Bruttostandardrente um den durchschnittlichen Beitragsanteil zur Krankenversicherung "im Sinne des § 106 Abs 2 SGB VI", den Beitragsanteil zur Pflegeversicherung und die ohne Berücksichtigung weiterer Einkünfte durchschnittlich auf sie entfallenden Steuern gemindert wird (S 4).
Schließlich ergeben sich auch keine Bedenken im Blick auf den allgemeinen Gleichheitssatz (Art 3 Abs 1 GG). Die Ungleichbehandlung gegenüber Versorgungsempfängern, die zum Stichtag 18.5.1990 ihren Wohnsitz in den alten Bundesländern hatten und gegenüber dem von § 84a S 3 BVG idF vom 19.6.2006 begünstigten Personenkreis ist jeweils hinreichend sachlich gerechtfertigt
1) SG Stralsund - S 2 RA 150/04 -
Bundessozialgericht - B 5 RS 6/12 R -
2) SG Stralsund - S 2 RA 192/04 -
Bundessozialgericht - B 5 RS 25/12 R -
3) SG Stralsund - S 2 RA 161/04 -
Bundessozialgericht - B 5 RS 11/12 R -
4) SG Stralsund - S 2 RA 174/04 -
Bundessozialgericht - B 5 RS 14/12 R
5) SG Stralsund - S 2 R 34/05 -
Bundessozialgericht - B 5 RS 18/12 R -
6) SG Stralsund - S 2 RA 146/04 -
Bundessozialgericht - B 5 RS 9/12 R -
In den Fällen 3) bis 6) hat der Vertreter der Kläger die Revision jeweils nach Verkündung der Urteile in den ersten beiden Streitsachen zurückgenommen.