Source: https://pa-bav.de/grundlagen/durchfuehrungswege/pensionsfonds
Timestamp: 2020-04-07 17:12:34
Document Index: 350958136

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 4', '§ 4', '§ 3', '§ 4', '§3', '§ 3', '§ 3', '§ 4']

Pensionsfonds | Private Akademie zur Förderung der betrieblichen Altersversorgung GmbH & Co. KG
Der Pensionsfonds ist, wie die Pensionskasse in § 1b Abs. 3 BetrAVG als ein rechtsfähiger Versorgungsträger der auf seine Leistungen einen Rechtsanspruch gewährt, definiert.
Für den Arbeitgeber sind Beiträge an den Pensionsfonds gem. § 4e EStG als Betriebsausgaben wirksam.
Eine Besonderheit des Pensionsfonds im Vergleich zur Direktversicherung oder der Pensionskasse ist die Möglichkeit der Übernahme einer bestehenden Pensionsverpflichtung und deren steuerliche Auswirkungen. Gem. § 4e Abs. 3 EStG führt die Übertragung auf den Pensionsfonds für den Begünstigten in Verbindung mit § 3 Nr. 66 EStG nicht zu einem lohnsteuerpflichtigen Zufluss, sofern ein entsprechender Antrag gestellt wurde. Mit der Antragsstellung ist allerdings der Beitrag des Arbeitgebers nicht mehr in voller Höhe unmittelbar abzugsfähig sondern lediglich in Höhe der aufgelösten Rückstellung. Der darüber hinausgehende Betrag ist gleichmäßig in den dem Wirtschaftsjahr der Übertragung folgenden Wirtschaftsjahren abzuziehen (§ 4e Abs. 3 S. 3 EStG).
Für die Praxis bedeutet dies, dass hier das Unternehmen wählen kann: Entweder hat das Unternehmen unmittelbar einen dem Liquiditätsabfluss entsprechenden steuerlichen Aufwand und der Arbeitnehmer einen Zufluss in Höhe des Betrages, der die Freibeträge des §3 Nr. 63 EStG überschreitet oder der Arbeitgeber hat einen sofortigen Liquiditätsabfluss und lediglich in den nachfolgenden 10 Jahren eine entsprechende steuerliche Entlastung.
Beiträge an einen Pensionsfonds sind, wie bei den Durchführungswegen Direktversicherung und Pensionskasse, gem. § 3 Nr. 63 EStG steuerfrei:
Beiträge an eine Pensionskasse bei einer Übernahme von Versorgungsverpflichtungen sind gem. § 3 Nr. 66 EStG für den Begünstigten nur steuerfrei, sofern ein Antrag nach § 4e Abs. 3 EStG gestellt wurde.