Source: https://www.datenschutz.org/ip-adresse-datenschutz/
Timestamp: 2020-04-06 03:36:56
Document Index: 197927074

Matched Legal Cases: ['EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', '§ 4', '§ 4', 'EuG', 'EuG']

IP-Adresse - Datenschutz & Datensicherheit im Internet 2020
Startseite » Datenschutz bei IP-Adressen
Ist die IP-Adresse für den Datenschutz relevant?
Von Datenschutz.org, letzte Aktualisierung am: 23. Mai 2019
Das Wichtigste zur Behandlung der IP-Adresse im Datenschutz in Kürze
Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat entschieden, dass sowohl statische als auch dynamische IP-Adressen in Sachen Datenschutz als personenbezogene Daten gelten. Das bedeutet, dass sie besonders geschützt werden müssen.
Websitebetreiber dürfen die IP-Adresse eines Nutzers nur dann speichern, wenn dies zur Nutzung ihres Angebotes notwendig ist oder dessen Funktionsfähigkeit gewährleistet.
Im Zuge der geplanten Vorratsdatenspeicherung – welche 2017 temporär ausgesetzt wurde – sind Internet-Provider dazu verpflichtet, die Zuweisung einer IP-Adresse zu einem Kunden zehn Wochen lang zu speichern.
EuGH-Urteil: Eine IP-Adresse ist personenbezogen
Der EuGH fällte ein Urteil zum Datenschutz: Eine IP-Adresse ist als personenbezogene Angabe zu behandeln.
Umgang mit personenbezogenen Daten: Die IP-Adresse im Fokus
Wer darf eine IP-Adresse speichern?
Vorratsdatenspeicherung: Internet-Provider müssen die IP-Adresse speichern
Dilemma um Server-Logfiles: Steht die Speicherung der IP-Adresse dem Datenschutz entgegen?
Personenbezogene Daten wie die IP-Adresse sind besonders geschützt.
IP-Adressen gelten als Hausnummern des Internets: Sie enthalten alle notwendigen Informationen, um einen Kontakt zwischen einem Computer und einem Server zu ermöglichen. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) entschied, dass eine IP-Adresse beim Datenschutz als personenbezogenes Datenelement gilt. Aus dieser Einschätzung ergeben sich besondere Umgangspflichten mit IP-Adressen.
Doch warum sind IP-Adressen personenbezogene Daten? Wem ist das Speichern einer IP-Adresse erlaubt? Dieser Ratgeber erläutert, wie die IP-Adresse in Sachen Datenschutz zu behandeln ist und welche gesetzlichen Bestimmungen greifen.
Manchmal ist es hilfreich, die eigene IP-Adresse zu kennen. Wenn Sie Ihre IP-Adresse herausfinden möchten, können Sie diese bei Windows über die Eingabeaufforderung in Erfahrung bringen. Alternativ gibt es im Internet Anbieter, die Ihnen Ihre aktuelle IP-Adresse anzeigen. Einen finden Sie z. B. auf dieser Seite: https://meine-aktuelle-ip.vergleich.org/
Da eine IP-Adresse zu einer Person zurückführen kann, entschied der EuGH, dass eine Einteilung als personenbezogene Information notwendig ist. Dies zieht weitreichende Konsequenzen nach sich. Denn diese besonderen Daten dürfen gemäß Bundesdatenschutzgesetz nur dann erhoben, gespeichert und verwertet werden, wenn dies auch notwendig ist.
Diese Vorgabe stellt Websitebetreiber allerdings vor ein Dilemma: Viele Tools und Einstellungen speichern die IP-Adressen der Website-Besucher automatisch ab. Dies ist laut Gesetz nur unter anderem erlaubt, wenn:
die Übermittlung für die Wahrung eines wichtigen öffentlichen Interesses oder zur Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen vor Gericht erforderlich ist. (§ 4c BDSG)
Auf letzteres beziehen sich in der Regel Websitebetreiber, um die Erhebung der IP-Adresse zu rechtfertigen.
Gemäß § 4 BDSG muss jeder Seitenbesucher über die Erhebung seiner personenbezogenen Daten informiert werden. Hierfür ist eine Datenschutzerklärung notwendig.
Wie lange wird die IP-Adresse gespeichert? Der Provider muss die Daten für zehn Wochen speichern.
Doch das EuGH-Urteil bedeutet nicht, dass keiner mehr eine IP-Adresse speichern darf. Erlaubt ist dies nach wie vor, wenn Sicherheits- oder Funktionalitätsinteressen dem Datenschutz der Seitenbesucher überwiegen.
Wann dies zutrifft, muss im Zweifel jedoch im Einzelfall geprüft werden.
Die Vorratsdatenspeicherung ist ein Beispiel, bei welchem das Sicherheitsinteresse höher eingestuft wurde als der Datenschutz. Die IP-Adresse, welche einer Person zugewiesen wurde, sowie Zeit und Dauer der Internetnutzung müssen von den Internet-Providern gemäß gesetzlicher Richtlinien zehn Wochen lang gespeichert werden.
Diese Informationen sollen der Verfolgung von Straftätern dienen. Die Vorratsdatenspeicherung sollte zum 01.07.2017 in Kraft treten.
Allerdings wurde die Vorratsdatenspeicherung vorrübergehend ausgesetzt. Es steht zu erwarten, dass sie erst im Jahr 2018 wieder aktiviert wird.
Behandeln Sie eine IP-Adresse wie personenbezogene Daten, um dem EuGH-Urteil zu entsprechen.
Angesichts der Rechtslage ist die Zulässigkeit der sogenannten Server-Logfiles, welche nicht nur die IP-Adresse eines Besuchers, sondern auch der verwendete Browser und das genutzte Betriebssystem nebst genauem Zugriffszeitpunkt speichern, sehr fragwürdig.
Websitebetreiber argumentieren mit der Notwendigkeit, im Falle von Cyberattacken oder widerrechtlichen Nutzungen der Seite nachvollziehen zu müssen, wer die Tat begangen hat. Bis eine einschlägige Gerichtsentscheidung zu den Logfiles gefällt wird, sollten Sie auf die Erhebung der Daten in der Datenschutzerklärung Ihrer Website hinweisen.
Auch bei der Nutzung von Google Analytics wird die die digitale Hausnummer der Nutzer gespeichert. Für eine datenschutzkonforme Einbindung von Google Analytics ist es daher notwendig, jede IP-Adresse zu anonymisieren.
(69 Bewertungen, Durchschnitt: 4,46 von 5)
4.46 5 69 Loading...
Der Datenschutz betrifft auch Newsletter
Möchte mein Einverständniserklärung zum Datenschutz für mein Handy bestätigen damit ich mein Handy wieder nutzen kann
Frank, K. says
Was soll man machen um nicht ausgespäht zu werden. Reklame ist auch zuviel. Mitten in einer Erklärung.
Wie soll man mit IP Adresse umgehen.