Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=16.01.2009&Aktenzeichen=V%20ZR%20133%2F08
Timestamp: 2018-07-20 01:22:49
Document Index: 88968800

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 280', '§ 241', '§ 241', '§ 241', '§ 280', '§ 241', '§ 280', '§ 241', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 241', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 280', '§ 286', 'BGH', 'BGH', '§ 280', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 91', '§ 280', 'BGH', '§ 19', 'BGH']

BGH, 16.01.2009 - V ZR 133/08 - dejure.org
BGB § 280 Abs. 1 Satz 1, § 241 Abs. 2
Pflichtverletzung einer Vertragspartei wegen des Verlangens einer nicht geschuldeten Leistung; Pflichtverletzung eines Vertragspartners wegen Ausübung eines nicht bestehenden Gestaltungsrechts; Voraussetzungen für ein Vertretenmüssen von Pflichtverletzungen
Trotz Geltendmachung unberechtigter Ansprüche oder nicht bestehender Rechte keine Schadensersatzpflicht, wenn der eigene Rechtsstandpunkt plausibel ist
Ersatz außergerichtlicher Rechtsanwaltskosten
Schadensersatz; Plausibilitätskontrolle; Pflichtverletzung durch Geltendmachung einer unplausiblen Rechtsposition; Nachbarwiderspruch gegen Bebauung; unberechtigter Anspruch; Durchsetzung vermeintlicher Rechte
Vertretenmüssen einer Pflichtverletzung wegen Geltendmachung unberechtigter Ansprüche
Zur Frage, ob eine Vertragspartei, die unberechtigte Ansprüche oder Gestaltungsrechte geltend macht, ihre Pflicht zur Rücksichtnahme nach § 241 Abs. 2 BGB verletzt und im Sinne von 280 Abs. 1 Satz 1 BGB pflichtwidrig handelt
Schadensersatz bei nicht plausibler Rechtsposition
Vertragsverletzung durch unberechtigte Inanspruchnahme
Pflichtverletzung (§ 241 II BGB) und Vertretenmüssen (§ 280 I 2 BGB) bei der unberechtigten außergerichtlichen Geltendmachung von Forderungen und Gestaltungsrechten
BGB § 241 Abs. 2; BGB § 280 Abs. 1 Satz 1
Haftung für fahrlässige Geltendmachung unberechtigter Forderungen
Rücksichtnahmegebot: Muss der Vertragspartner die Anwaltskosten übernehmen, wenn er außergerichtlich eine "Mondforderung" geltend gemacht hat?
§§ 241, 280 BGB
Schadensersatzhaftung einer Vertragspartei bei unberechtigter Zahlungsaufforderung und Rücktritt vom Vertrag
Schadenersatz bei Geltendmachung unberechtigter Ansprüche
Die außergerichtliche Geltendmachung unberechtigter Forderungen ist eine Pflichtverletzung
Verfolgung unberechtigter Forderungen: Schadensersatz? (IBR 2009, 206)
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 16.01.2009, AZ. V ZR 133/08 (Haftung wegen Geltendmachung eines nicht bestehenden Anspruchs oder Gestaltungsrechts)" von Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Erwin Deutsch, original erschienen in: VersR 2010, 493 - 494.
Zusammenfassung von "Ersatzfähigkeit außergerichtlicher Rechtsverteidigungskosten bei unberechtigter Geltendmachung vertraglicher Ansprüche" von Aka. Rat Dr. Christian Deckenbrock, original erschienen in: NJW 2009, 1247 - 1249.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH v. 16.1.2009 - V ZR 133/08 (Schadensersatz für unberechtigte Mängelrügen)" von RA Dr. Helmut Redecker, FAITR, original erschienen in: CR 2009, 499 - 500.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 16.01.2009, Az.: V ZR 133/08 (Ausübung einer nicht bestehenden Rechtsposition ist Verletzung einer Rücksichtnahmepflicht gem. § 241 II BGB)" von Vors. RiOLG Dr. Martin Probst, original erschienen in: JR 2010, 72 - 76.
Zusammenfassung von "Rechtsanwaltskosten als Schadensersatz bei unberechtigter Inanspruchnahme" von RA Dr. Roman Jordans, LL.M. und RA Patrick Müller-Sartori, LL.M., original erschienen in: MDR 2009, 779 - 781.
Kurznachricht zu "Vertretenmüssen einer Pflichtverletzung wegen Geltendmachung unberechtigter Ansprüche" von RA Dr. Sylko Winkler, original erschienen in: BB 2009, 1154.
LG Köln, 11.05.2007 - 4 O 548/06
LG Köln, 11.05.2007 - 7 O 3786/06
BGHZ 179, 238
NJW 2009, 1262
DNotZ 2009, 532
NZBau 2009, 237
NZM 2009, 367
VersR 2009, 1378
VersR 2010, 493
WM 2009, 753
BB 2009, 1154
JR 2010, 72
BauR 2009, 1147
ZfBR 2009, 350
BGH, 11.06.2014 - VIII ZR 349/13
Schadensersatzpflicht des Vermieters bei pflichtwidrig verweigerter Erlaubnis zur …
a) Die Revision will eine schuldhafte Verweigerung der Untervermietungserlaubnis unter Verweis auf die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs verneinen, nach der ein Gläubiger, der vom Schuldner zu Unrecht eine Leistung verlangt, grundsätzlich nicht schon dann fahrlässig handelt, wenn er nicht erkennt, dass seine Forderung unberechtigt ist (vgl. BGH, Urteile vom 16. Januar 2009 - V ZR 133/08, BGHZ 179, 238 Rn. 20;… vom 18. Januar 2011 - XI ZR 356/09, NJW 2011, 1063 Rn. 31).
Diese Rechtsprechung beruht auf der Erwägung, dass dem Gläubiger die Durchsetzung seiner Rechte unzumutbar erschwert würde, wenn man von ihm verlangte, die sicher nur in einem Rechtsstreit zu klärende Berechtigung einer geltend gemachten Forderung schon im Vorfeld oder außerhalb eines Rechtsstreits vorauszusehen (BGH, Urteil vom 16. Januar 2009 - V ZR 133/08, aaO mwN).
Der im Verkehr erforderlichen Sorgfalt entspricht der Gläubiger demgemäß regelmäßig schon dann, wenn er sorgfältig prüft, ob der eigene Rechtsstandpunkt plausibel ist (BGH, Urteile vom 16. Januar 2009 - V ZR 133/08, aaO;… vom 18. Januar 2011 - XI ZR 356/09, aaO; jeweils mwN).
BGH, 15.04.2015 - VIII ZR 281/13
Fristlose Kündigung des Vermieters wegen verweigerter Instandsetzungsarbeiten: …
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs handele der Anspruchsteller nicht schon dann schuldhaft, wenn er nicht erkenne, dass seine Rechtsposition in der Sache nicht berechtigt sei, sondern erst, wenn er sie nicht als plausibel ansehen dürfe (BGHZ 179, 238 Rn. 20;… BGH, NJW-RR 2013, 1028 Rn. 64 f.).
Bleibt bei dieser Prüfung mangels höchstrichterlicher Leitentscheidungen für die Auslegung der maßgeblichen Gesetzesbestimmungen ungewiss, ob die gerügte Pflichtverletzung vorliegt, dürfen Schuldnerinnen und Schuldner eine ihnen von der Gläubigerin oder dem Gläubiger abverlangte Leistung zurückweisen, ohne Schadensersatzpflichten wegen einer schuldhaften Vertragsverletzung befürchten zu müssen, auch wenn sich ihr Rechtsstandpunkt in einem Rechtsstreit später als unberechtigt herausstellt (vgl. für Pflichtverletzungen des Gläubigers BGH, Urteil vom 16. Januar 2009 - V ZR 133/08, Rn. 20 und 26;… Urteil vom 18. Januar 2011 - XI ZR 356/09, Rn. 31).
a) Das Berufungsgericht ist allerdings zutreffend davon ausgegangen, dass der Vermieter im Falle der Vortäuschung von Eigenbedarf - wie auch sonst bei einer schuldhaften (materiell) unberechtigten Kündigung eines Dauerschuldverhältnisses (st. Rspr.; vgl. BGH, Urteile vom 11. Januar 1984 - VIII ZR 255/82, BGHZ 89, 296, 301 ff. [zur Wohn- und Gewerberaummiete]; vom 14. Januar 1988 - IX ZR 265/86, NJW 1988, 1268 unter III 2 b [zum Pachtvertrag]; vom 28. November 2001 - XII ZR 197/99, NZM 2002, 291 unter 2 b [zur Gewerberaummiete];… vom 22. April 2010 - I ZR 31/08, VersR 2010, 1668 Rn. 17 mwN [zum Frachtvertrag]; vgl. auch BGH, Urteil vom 16. Januar 2009 - V ZR 133/08, BGHZ 179, 238 Rn. 16 [zum Grundstückskaufvertrag]), wie hier des Wohnraummietverhältnisses - dem Mieter gemäß § 280 Abs. 1 BGB zum Schadensersatz verpflichtet ist (…vgl. Senatsurteile vom 8. April 2009 - VIII ZR 231/07, NJW 2009, 2059 Rn. 11 mwN;… vom 13. Juni 2012 - VIII ZR 356/11, juris Rn. 10;… Senatsbeschluss vom 7. September 2011 - VIII ZR 343/10, WuM 2011, 634 Rn. 3).
Das Revisionsgericht kann nur nachprüfen, ob sich der Tatrichter entsprechend dem Gebot des § 286 ZPO mit dem Prozessstoff und den Beweisergebnissen umfassend und widerspruchsfrei auseinandergesetzt hat, die Beweiswürdigung also vollständig und rechtlich möglich ist und nicht gegen Denkgesetze und Erfahrungssätze verstößt (st. Rspr. vgl. BGH…, Urteil vom 16. April 2013 - VI ZR 44/12, VersR 2013, 1045 Rn. 13; Senat, Urteil vom 16. Januar 2009 - V ZR 133/08, BGHZ 179, 238 Rn. 24 jeweils mwN).
Die Klägerin hat Honoraransprüche in überzogener Höhe geltend gemacht und dadurch ihre vertraglichen Pflichten zur Rücksichtnahme verletzt (§ 280 Abs. 1 BGB; vgl. BGH, Urteil vom 16. Januar 2009 - V ZR 133/08, BGHZ 179, 238 Rn. 17).
Das erforderliche Verschulden setzt zwar voraus, dass derjenige, der unberechtigte Ansprüche geltend macht, diese nicht als plausibel ansehen durfte (BGH…, Urteil vom 23. Januar 2008 - VIII ZR 246/06, WM 2008, 561 Rn. 12 f; vom 16. Januar 2009, aaO Rn. 20).
Solange der eigene Rechtsstandpunkt plausibel ist, liegt kein Vertreten müssen vor (vgl. BGH, Urteil vom 16.01.2009, V ZR 133/08, juris Rn 20 N.X.N.).
88 (1) Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs handelt ein Gläubiger, der vom Schuldner zu Unrecht eine Leistung verlangt, grundsätzlich nicht schon dann fahrlässig, wenn er nicht erkennt, dass seine Forderung unberechtigt ist (vgl. BGH, Urteil vom 16. Januar 2009 - V ZR 133/08, BGHZ 179, 238 Rn. 20;… Urteil vom 18. Januar 2011 - XI ZR 356/09, NJW 2011, 1063 Rn. 31).
Diese Rechtsprechung beruht auf der Erwägung, dass dem Gläubiger die Durchsetzung seiner Rechte unzumutbar erschwert würde, wenn man von ihm verlangte, die nur in einem Rechtsstreit sicher zu klärende Berechtigung einer geltend gemachten Forderung schon im Vorfeld oder außerhalb eines Rechtsstreits vorauszusehen (BGHZ 179, 238 Rn. 20, mwN).
Der im Verkehr erforderlichen Sorgfalt entspricht der Gläubiger daher regelmäßig schon dann, wenn er sorgfältig prüft, ob der eigene Rechtsstandpunkt plausibel ist (BGHZ 179, 238 Rn. 20;… BGH, NJW 2011, 1063 Rn. 31).
Bleibt bei dieser Prüfung mangels höchstrichterlicher Leitentscheidungen für die Auslegung der maßgeblichen Gesetzesbestimmungen ungewiss, ob eine Pflichtverletzung der anderen Vertragspartei vorliegt, darf der Gläubiger einen ihm vom Schuldner abverlangten Forderungsverzicht zurückweisen, ohne Schadensersatzpflichten wegen einer schuldhaften Vertragsverletzung befürchten zu müssen, auch wenn sich seine Anspruchsberühmung in einem Rechtsstreit später als unberechtigt herausstellt (…vgl. BGH, Urteile vom 7. März 1972 - VI ZR 169/70, WM 1972, 589 f., vom 22. November 2007 - III ZR 9/07, WM 2008, 38 Rn. 6 ff., vom 23. Januar 2008 - VIII ZR 246/06, WM 2008, 561 Rn. 13 und vom 16. Januar 2009 - V ZR 133/08, WM 2009, 753 Rn. 20 und 26).
Zwar weist der Kläger zutreffend darauf hin, dass neben einem prozessualen Kostenerstattungsanspruch materiell-rechtliche Kostenerstattungsansprüche nicht grundsätzlich ausgeschlossen sind, wenn sie auf eine konkrete Anspruchsgrundlage gestützt werden können (…vgl. BGH, NJW 2007, 1458, zitiert nach juris, dort Leitsatz und Rn. 7;… Herget in: Zöller, 31. Auflage, vor § 91, Rn. 11), wobei dies im Rahmen vertraglicher Verhältnisse insbesondere auch § 280 BGB sein kann (vgl. BGH, NJW 2009, 1262, zitiert nach juris, dort Rn. 19 ff.).
Erwerb der Sicherungsgrundschuld ohne die Forderung: Einwendungen möglich?
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Negatives Feststellungsinteresse bei behauptetem Schmerzensgeld- und …
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Privater Gebrauchtwagenkauf: Beschaffenheitsvereinbarung bei Eintragung "nächste …
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Möglichkeit des Abstehens von Urkundenprozess in der Berufungsinstanz
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Rücksichtnahmepflichtverletzung: Kein Vertretenmüssen bei Ungewissheit …
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Ersatz des Kündigungsfolgeschadens
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Trinkwasser durch Epoxidharz verunreinigt: Mieter trägt Beweislast!
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LG Münster, 12.04.2011 - 16 O 73/10
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Anforderungen an die Verjährung von Ansprüchen auf Zahlung von Vergütungen für …
LG Düsseldorf, 25.05.2016 - 12 O 267/14
AG Mettmann, 18.02.2011 - 24 C 93/10
Anforderungen an die Geltendmachung vorgerichtlicher Rechtsanwaltsgebühren bei …
LG Hamburg, 28.10.2010 - 307 S 55/10
Ein Mieter hat einen Anspruch auf Schadensersatz wegen der zur Abwehr einer …
LG Ansbach, 15.12.2009 - 3 O 127/08
Allgemeine Versicherungsbedingungen der privaten Krankheitskostenversicherung: …
LG Duisburg, 29.08.2013 - 8 O 501/09
Nutzungsausfallentschädigung nach lediglicher Teilräumung der gemieteten Räume …
LG Frankenthal, 11.02.2013 - 2 HKO 5/12
Binnenschifffahrt: Schadensersatzanspruch bei unberechtigter Kündigung eines …
LG Nürnberg-Fürth, 16.05.2013 - 6 O 1332/11
Schadensersatzansprüche weger der Lieferung eines mit Blei und Chrom belasteten …