Source: https://www.rechtslupe.de/stichworte/pferdehaltung
Timestamp: 2020-07-16 17:32:53
Document Index: 12835140

Matched Legal Cases: ['§ 833', '§ 24', '§ 1', '§ 3', '§ 24', '§ 11', '§ 11']

Pferdehaltung | Rechtslupe
1 ver­letz­tes Pferd im Stall – und die Haf­tung der ande­ren Tier­hal­ter
Der Umstand der blo­ßen Anwe­sen­heit eines ver­letz­ten Tie­res unter einer Mehr­heit von Pfer­den, unter denen es zu nicht näher zu beschrei­ben­den Schwie­rig­kei­ten gekom­men ist, reicht als Anknüp­fungs­punkt für eine gesamt­schuld­ne­ri­sche Haf­tung der übri­gen Pfer­de­hal­ter nicht aus. Inso­weit hat sich viel­mehr zugleich das Beweis­ri­si­ko ver­wirk­licht, dass die Hal­te­rin des ver­letz­ten Pfer­des
Der "hengs­ti­sche" Aus­bruch eines Wal­lachs
Für den durch einen Aus­bruch "hengs­tisch" aggres­si­ven Ver­hal­tens eines Wal­lachs ent­stan­de­nen Scha­den kann der Tier­hal­ter nicht vom Tier­hü­ter haft­bar gemacht wer­den, der den Wal­lach beauf­sich­ti­gen und von ihm aus­ge­hen­de Gefah­ren abwen­den soll­te. So hat das Ober­lan­des­ge­richt Hamm in dem hier vor­lie­gen­den Fall einer Pfer­de­hal­te­rin ent­schie­den, deren Wal­lach beim Tier­hü­ter eine
Nicht jeder Sturz eines Rei­ters ist auf ein tie­ri­sches Ver­hal­ten zurück­zu­füh­ren, einen Sturz kann auch der Rei­ter allein ver­ur­sa­chen. Für einen Scha­dens­er­satz­an­spruch gegen den Tier­hal­ter muss der Unfall auf ein der tie­ri­schen Natur ent­spre­chen­des unbe­re­chen­ba­ren Ver­hal­ten des Pfer­des zurück­zu­füh­ren sein. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ober­lan­des­ge­richt Hamm in dem hier
Die Hal­tung von Pfer­den ent­spricht grund­sätz­lich nicht der Eigen­art eines all­ge­mei­nen Wohn­ge­biets. Nur in beson­ders gela­ger­ten Fäl­len kann dort auch eine Pfer­de­hal­tung zuläs­sig sein, etwa wenn ein Pfer­de­stall auf einem weit­räu­mi­gen Grund­stück der­art am Orts­rand errich­tet sei, dass er mehr der frei­en Land­schaft als einem Wohn­ge­biet zuge­ord­net wer­den kann. Mit
Erkrankt ein Pferd, das sich in einer Pfer­de­pen­si­on befin­det, liegt dann kei­ne Pflicht­ver­let­zung des Pen­si­ons­in­ha­bers vor, wenn sich auf­grund der Nicht­er­reich­bar­keit des Pfer­de­ei­gen­tü­mers die Behand­lung des Tie­res ver­zö­gert. So das Land­ge­richt Coburg in dem hier vor­lie­gen­den Fall einer Pfer­de­ei­gen­tü­me­rin, die vom Pen­si­ons­in­ha­ber Scha­dens­er­satz für ihr Pferd ein­ge­klagt hat. Das Pferd
Ist ein Pferd bei einem Ver­kehrs­un­fall so schwer ver­letzt wor­den, dass es nicht mehr als Reit­pferd genutzt wer­den kann, besteht kein Anspruch auf Scha­dens­er­satz auf Erstat­tung der wei­te­ren Unter­halts- und Unter­stell­kos­ten für das Pferd. In einem jetzt vom Ober­lan­des­ge­richt Stutt­gart ent­schie­de­nen Fall ver­langt die Klä­ge­rin von den Beklag­ten nach einem
Scha­dens­er­satz­an­spruch aus einer Reit­be­tei­li­gung
Gegen die Eigen­tü­me­rin eines Reit­pfer­des kön­nen von der Rei­te­rin kei­ne Schmer­­zen­s­­geld- und Scha­dens­er­satz­an­sprü­che – auch nicht aus der Tier­hal­ter­haf­tung des § 833 BGB – gel­tend gemacht wer­den, wenn es anläss­lich eines Aus­ritts im Rah­men einer Reit­be­tei­li­gung zum Unfall kommt und hier­bei die Rei­te­rin ver­letzt wird, weil eine Reit­be­tei­li­gung regel­mä­ßig auch
Durch­schnitts­satz­be­steue­rung bei der Pen­si­ons­pfer­de­hal­tung
Die Umsät­ze eines Land­wirts aus dem Ein­stel­len, Füt­tern und Betreu­en von Reit­pfer­den (sog. Pen­si­ons­pfer­de­hal­tung) unter­lie­gen nicht der Durch­schnitts­satz­be­steue­rung nach § 24 UStG. Für die im Rah­men eines land- und forst­wirt­schaft­li­chen Betriebs aus­ge­führ­ten Umsät­ze wird die Steu­er für Dienst­leis­tun­gen i.S. von § 1 Abs. 1 Nr. 1 i.V.m. § 3 Abs. 9 UStG gemäß §
Zur Fra­ge der Haf­tung wegen feh­ler­haf­ter Durch­füh­rung der Ver­ge­sell­schaf­tung eines Pfer­des muss­te der 1. Zivil­se­nat des Ober­lan­des­ge­richts Karls­ru­he Stel­lung neh­men: Die Klä­ge­rin, Eigen­tü­me­rin des Ara­ber­wal­lachs A., bei des­sen Hand­ha­bung es zu Schwie­rig­kei­ten gekom­men war, hat­te mit der beklag­ten Betrei­be­rin eines Pfer­de­pen­si­ons­be­triebs ver­ein­bart, das Pferd A. bei die­ser ein­zu­stel­len, ins­be­son­de­re eine
Kei­ne Hand­wech­sel beim Pony­rei­ten auf Jahr­märk­ten
Schau­stel­ler, die auf Jahr­märk­ten Pony­rei­ten für Kin­der anbie­ten, müs­sen nicht nach jeweils 30 Minu­ten Ein­satz ihrer Pfer­de einen Hand­wech­sel durch­füh­ren. Mit die­ser Begrün­dung gab jetzt das Ver­wal­tungs­ge­richt Min­den drei Kla­gen statt, in denen sich die Klä­ger gegen ent­spre­chen­de Auf­la­gen in den ihnen von den Krei­sen Güters­loh und Pader­born erteil­ten Erlaub­nis­sen
Pen­si­ons­pfer­de­hal­tung und die Umsatz­steu­er
Gemäß § 24 Abs. 1 Satz 1 UStG wird die Steu­er für die im Rah­men eines land- und forst­wirt­schaft­li­chen Betriebs aus­ge­führ­ten Umsät­ze – soweit sie, wie hier, nicht als Lie­fe­run­gen bestimm­ter Erzeug­nis­se unter Nrn. 1 und 2 der Vor­schrift fal­len – auf 9% der Bemes­sungs­grund­la­ge (Nr. 3 der Vor­schrift in der in den Streit­jah­ren gel­ten­den
Sach­kun­de­nach­weis für einen Reit­be­trieb
Nach § 11 Abs. 1 Nr. 3 c) TierSchG bedarf, wer gewerbs­mä­ßig einen Reit- oder Fahr­be­trieb unter­hal­ten will, der Erlaub­nis der zustän­di­gen Behör­de. Die Erlaub­nis darf nach § 11 Abs. 2 Nr. 1 TierSchG nur erteilt wer­den, wenn die für die Tätig­keit ver­ant­wort­li­che Per­son auf Grund ihrer Aus­bil­dung oder ihres bis­he­ri­gen beruf­li­chen oder sons­ti­gen
Sind nach dem Tod des Inha­bers ent­stan­de­ne Ver­lus­te aus einem ver­pach­te­ten Reit­hal­len­be­trieb wegen "Lieb­ha­be­rei" bei den Erben steu­er­lich unbe­acht­lich, wenn wegen Tes­ta­ments­an­fech­tung über meh­re­re Jah­re unklar war, wer den Inha­ber beerbt hat und der vom Gericht ein­ge­setz­te Nach­lass­pfle­ger wäh­rend die­ser Zeit die ver­lust­brin­gen­de Tätig­keit fort­ge­setzt hat? Mit die­se Fra­ge hat­te
Pfer­de­hal­tungs­ver­bot wegen fal­scher Pfer­de­hal­tung
Stellt ein Pfer­de­hal­ter trotz ent­spre­chen­der Monie­run­gen des Amts­ve­te­ri­närs Män­gel in der Pfer­de­hal­tung nicht ab, kann dies zu einem Ver­bot der Pfer­de­hal­tung und ‑betreu­ung füh­ren, wie jetzt wie­der ein Fall des Ver­wal­tungs­ge­richts Aachen zeigt. Auf­grund zahl­rei­cher Beschwer­den hat­te der Ober­bür­ger­meis­ter der Stadt Aachen dem Klä­ger, einem in Aachen ansäs­si­gen Pfer­de­hal­ter, im
24. Mai 2009 Rechtslupe
Pfer­de­hal­tung im Wohn­ge­biet
Eine Pfer­de­hal­tung ist in Gebie­ten, die einem rei­nen oder all­ge­mei­nen Wohn­ge­biet ent­spre­chen, regel­mä­ßig unzu­läs­sig. Hin­ge­gen kann sie in einer Umge­bung, die kei­ner Gebiets­art zuzu­ord­nen ist, son­dern sich als Gemenge­la­ge dar­stellt, zuläs­sig sein. Mit den hier­aus resul­tie­ren­den Pro­ble­men hat­te sich jetzt das Ver­wal­tungs­ge­richt Koblenz in zwei Fäl­len zu befas­sen: In dem
Zwei Jah­re ohne Pferd
Auf­grund zahl­rei­cher Beschwer­den hat­te der Ober­bür­ger­meis­ter der Stadt Aachen dem Klä­ger, einem in Aachen ansäs­si­gen Pfer­de­hal­ter, im Juli 2008 für zwei Jah­re ver­bo­ten, auf sei­nem Hof Pfer­de zu hal­ten oder zu betreu­en. Ein Eil­an­trag gegen das sofort wirk­sa­me Ver­bot blieb bereits im herbst 2008 vor dem Ver­wal­tungs­ge­richt Aachen erfolg­los. Nun
Reit­pfer­de in der land­wirt­schaft­li­chen Tier­hal­tung
Ein land­wirt­schaft­li­cher Betrieb wird nicht dadurch zu einem Gewer­be­be­trieb, dass er Pfer­de zukauft, sie wäh­rend einer nicht nur kur­zen Auf­ent­halts­dau­er zu hoch­wer­ti­gen Reit­pfer­den aus­bil­det und dann wei­ter­ver­kauft. Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 17. Dezem­ber 2008 – IV R 34/​06
In einem jetzt ver­öf­fent­lich­tem Urteil hat der Bun­des­fi­nanz­hofs ent­schie­den, dass die Ent­gel­te für die Pen­si­ons­pfer­de­hal­tung bei land­wirt­schaft­li­chen Betrie­ben, die den Gewinn nach Durch­schnitts­sät­zen ermit­teln, in der Regel zu den geson­dert zu erfas­sen­den Erträ­gen gehö­ren, die nicht durch den Grund­be­trag abge­gol­ten wer­den. Häu­fig ermit­teln klei­ne­re land­wirt­schaft­li­che Betrie­be ihren Gewinn gemäß §