Source: http://www.buzer.de/gesetz/9378/v201139-2016-12-31.htm
Timestamp: 2019-01-23 16:21:25
Document Index: 114371386

Matched Legal Cases: ['§ 21', '§ 13', '§ 13', '§ 31', '§ 30', '§ 21']

Änderungen 39. BImSchV vom 31.12.2016 durch Artikel 1 der Erste Verordnung zur Änderung der Verordnung über Luftqualitätsstandards und Emissionshöchstmengen 39. BImSchV
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Synopse aller Änderungen der 39. BImSchV am 31.12.2016
Diese Gegenüberstellung vergleicht die jeweils alte Fassung (linke Spalte) mit der neuen Fassung (rechte Spalte) aller am 31. Dezember 2016 durch Artikel 1 der 1. BImSchV39ÄndV geänderten Einzelnormen. Synopsen für andere Änderungstermine finden Sie in der Änderungshistorie der 39. BImSchV.
39. BImSchV a.F. (alte Fassung)
39. BImSchV n.F. (neue Fassung)
1. die Werte von Schwefeldioxid, Stickstoffdioxid, Partikel PM10, Partikel PM2,5, Blei, Benzol und Kohlenmonoxid in der Luft unter den jeweiligen Immissionsgrenzwerten liegen,
2. die Ozonwerte die langfristigen Ziele erreichen oder
3. die Werte von Arsen, Kadmium, Nickel und Benzo[a]pyren unter den jeweiligen Zielwerten liegen,
1. einer der in Anlage 11 Abschnitt B genannten Immissionsgrenzwerte überschritten wird oder diese Überschreitung nach Ablauf einer nach § 21 Absatz 2 bis 4 verlängerten Frist zur Einhaltung von Immissionsgrenzwerten eintritt,
2. der in Anlage 12 Abschnitt E genannte Immissionsgrenzwert nach Ablauf der Einhaltefrist überschritten wurde.
| Schwefeldioxid,
und Kohlenmonoxid | Benzol | Partikel
und Blei | Ozon
Ortsfeste Messungen 1) | | | |
Unsicherheit | 15 % | 25 % | 25 % | 15 %
Mindestdatenerfassung | 90 % | 90 % | 90 % | 90 % im Sommer
Mindestmessdauer: | | | |
- städtischer Hintergrund
und Verkehr | - | 35 % 2) | - | -
- Industriegebiete | - | 90 % | - | -
Orientierende Messungen | | | |
Unsicherheit | 25 % | 30 % | 50 % | 30 %
Mindestdatenerfassung | 90 % | 90 % | 90 % | 90 %
Mindestmessdauer | 14 % 4) | 14 % 3) | 14 % 4) | > 10 %
der Modellrechnungen | | | |
stündlich | 50 % | - | - | 50 %
8-Stunden-Durchschnittswerte | 50 % | - | - | 50 %
Tagesdurchschnittswerte | 50 % | - | noch nicht
festgelegt | -
Jahresdurchschnittswerte | 30 % | 50 % | 50 % | -
Unsicherheit | 75 % | 100 % | 100 % | 75 %
1) Die zuständigen Behörden können bei Benzol, Blei und Partikeln Stichprobenmessungen anstelle von kontinuierlichen Messungen durchführen, wenn sie nachweisen können, dass die Unsicherheit, einschließlich der Unsicherheit auf Grund der Zufallsproben, das Qualitätsziel von 25 Prozent erreicht und die Messdauer über der Mindestmessdauer für orientierende Messungen liegt. Stichprobenmessungen sind gleichmäßig über das Jahr zu verteilen, um Verzerrungen der Ergebnisse zu vermeiden. Die Unsicherheit bei Stichprobenmessungen kann anhand des Verfahrens ermittelt werden, das in der ISO-Norm „Luftbeschaffenheit - Ermittlung der Unsicherheit von zeitlichen Mittelwerten von Luftbeschaffenheitsmessungen" (ISO 11222:2002) niedergelegt ist. Werden Stichprobenmessungen zur Beurteilung der Anforderungen hinsichtlich der Einhaltung des Immissionsgrenzwerts für Partikel PM10 verwendet, so sollte der 90,4-Prozent-Wert (der höchstens 50 Mikrogramm pro Kubikmeter betragen darf) anstatt der in hohem Maße durch die Datenerfassung beeinflussten Anzahl der Überschreitungen beurteilt werden.
2) Über das Jahr verteilt, damit die unterschiedlichen klimatischen und verkehrsabhängigen Bedingungen berücksichtigt werden.
3) Eine Tagesmessung (Stichprobe) pro Woche über das ganze Jahr, gleichmäßig verteilt über die Wochentage, oder acht vollständig beprobte Wochen gleichmäßig verteilt über das Jahr.
4) Eine Stichprobe pro Woche, gleichmäßig verteilt über das Jahr, oder acht Wochen gleichmäßig verteilt über das Jahr.
1. Einklang mit den Grundsätzen des CEN-Leitfadens für die Messunsicherheit (ENV 13005:1999 vom Juni 1999),
2. Übereinstimmung mit den ISO 5725:1994 (DIN ISO Teil 1 vom November 1997) - Verfahren und DIN Spec 1168, Luftqualität - Ansatz zur Schätzung der Messsicherheit bei Referenzverfahren für Außenluftmessungen vom Juli 2010.
1. Beschreibung der vorgenommenen Beurteilung,
2. eingesetzte spezifische Methoden mit Verweisen auf Beschreibungen der Methode,
3. Quellen von Daten und Informationen,
4. Beschreibung der Ergebnisse, einschließlich der Unsicherheiten, insbesondere der Ausdehnung von Flächen oder gegebenenfalls der Länge des Straßenabschnitts innerhalb des Gebiets oder Ballungsraums, in dem die Schadstoffwerte einen Immissionsgrenzwert, einen Zielwert oder ein langfristiges Ziel zuzüglich etwaiger Toleranzmargen übersteigen, sowie aller geographischen Bereiche, in denen die Werte die obere oder die untere Beurteilungsschwelle überschreiten,
5. Bevölkerung, die potenziell einem Wert ausgesetzt ist, der über dem zum Schutz der menschlichen Gesundheit festgelegten Immissionsgrenzwert liegt.
1. Um zu gewährleisten, dass die Messungen genau sind und die Datenqualitätsziele gemäß Abschnitt A eingehalten werden, müssen die zuständigen Behörden Folgendes sicherstellen:
a) Alle Messungen, die im Zusammenhang mit der Beurteilung der Luftqualität gemäß den §§ 13 und 17 vorgenommen werden, können im Einklang mit den Anforderungen in Abschnitt 5.6.2.2 der Norm ISO/ IEC 17025:2005 zurückverfolgt werden.
b) Die Einrichtungen, die Netze und Einzelstationen betreiben, verfügen über ein Qualitätssicherungs- und Qualitätskontrollsystem, das eine regelmäßige Wartung der Messgeräte vorsieht, um deren Präzision zu gewährleisten.
c) Für die Datenerfassung und Berichterstattung wird ein Qualitätssicherungs- und Qualitätskontrollverfahren eingeführt. Die mit dieser Aufgabe betrauten Einrichtungen nehmen aktiv an den entsprechenden gemeinschaftsweiten Qualitätssicherungsprogrammen teil.
d) Die von den zuständigen Behörden beauftragten nationalen Laboratorien, die an gemeinschaftsweiten Ringversuchen zu den mit dieser Verordnung regulierten Schadstoffen teilnehmen, sind gemäß der Norm DIN/EN/ISO/IEC 17025:2005 bis 2010 für die in Anlage 6 aufgeführten Referenzmethoden akkreditiert. Diese Laboratorien müssen an der Koordinierung der gemeinschaftlichen, von der Kommission durchgeführten Qualitätssicherungsprogramme für die Hoheitsgebiete der Mitgliedstaaten der Europäischen Union beteiligt sein. Sie koordinieren außerdem auf einzelstaatlicher Ebene die Anwendung von Referenzmethoden sowie den Nachweis der Gleichwertigkeit anderer Methoden als Referenzmethoden.
a) Alle Messungen, die im Zusammenhang mit der Beurteilung der Luftqualität gemäß den §§ 13 und 17 durchgeführt werden, können im Einklang mit den Anforderungen der harmonisierten Norm gemäß Buchstabe d an die Kompetenz von Prüf- und Kalibrierlaboratorien zurückverfolgt werden.
b) Die Einrichtungen, die Netze und Einzelstationen zur Messung der Luftqualität betreiben, verfügen über ein Qualitätssicherungs- und Qualitätskontrollsystem, das eine regelmäßige Wartung der Messgeräte vorsieht, um kontinuierlich deren Präzision zu gewährleisten. Dieses System wird bei Bedarf, zumindest jedoch alle fünf Jahre, von den von den zuständigen Behörden beauftragten nationalen Referenzlaboratorien überprüft.
c) Für die Datenerfassung und Berichterstattung wird ein Qualitätssicherungs- und Qualitätskontrollverfahren eingeführt. Die Einrichtungen, die mit Qualitätssicherungs- und Qualitätskontrollverfahren betraut sind, nehmen aktiv an den entsprechenden unionsweiten Qualitätssicherungsprogrammen teil.
d) Die nationalen Referenzlaboratorien werden von den zuständigen Behörden mit der Überprüfung der Qualitätssicherungs- und Kontrollsysteme beauftragt. Sie werden für die in Anlage 6 aufgeführten Referenzmethoden akkreditiert, und zwar zumindest für die Schadstoffe, deren Konzentrationen in einem oder mehreren Gebieten oder Ballungsräumen über der unteren Beurteilungsschwelle liegen. Die Akkreditierung erfolgt nach der relevanten harmonisierten Norm zu den allgemeinen Anforderungen an die Kompetenz von Prüf- und Kalibrierlaboratorien, auf die im Amtsblatt der Europäischen Union gemäß Artikel 2 Nummer 9 der Verordnung (EG) Nr. 765/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 9. Juli 2008 über die Vorschriften für die Akkreditierung und Marktüberwachung im Zusammenhang mit der Vermarktung von Produkten und zur Aufhebung der Verordnung (EWG) Nr. 339/93 des Rates (ABl. L 218 vom 13.8.2008, S. 30) verwiesen wird. Die beauftragten nationalen Referenzlaboratorien arbeiten eng mit den zuständigen Behörden zusammen. Sie koordinieren in Deutschland
aa) die von der Gemeinsamen Forschungsstelle der Kommission durchgeführten unionsweiten Qualitätssicherungsprogramme,
bb) die ordnungsgemäße Anwendung von Referenzmethoden und
cc) den Nachweis der Gleichwertigkeit anderer Methoden als Referenzmethoden.
e) Die nationalen Referenzlaboratorien nehmen mindestens alle drei Jahre an den von der Gemeinsamen Forschungsstelle der Kommission durchgeführten unionsweiten Qualitätssicherungsprogrammen teil. Sind die Ergebnisse dieser Beteiligung unbefriedigend, so sollen die nationalen Referenzlaboratorien bei der nächsten Vergleichsprüfung nachweislich Abhilfe schaffen und darüber der Gemeinsamen Forschungsstelle einen Bericht vorlegen.
f) Die nationalen Referenzlaboratorien unterstützen die Tätigkeit des von der Kommission errichteten Europäischen Netzes nationaler Referenzlaboratorien.
2. Alle nach § 31 übermittelten Daten sind gültig, sofern sie nicht als vorläufig gekennzeichnet sind.
| Schutz der
menschlichen Gesundheit | Schutz der Vegetation
Beurteilungsschwelle | 60 % des Vierundzwanzigstunden-
Immissionsgrenzwerts (75 µg/m³
dürfen nicht öfter als dreimal im
Kalenderjahr überschritten werden) | 60 % des kritischen Werts
im Winter (12 µg/m³)
Beurteilungsschwelle | 40 % des Vierundzwanzigstunden-
Immissionsgrenzwerts (50 µg/m³
Kalenderjahr überschritten werden) | 40 % des kritischen Werts
im Winter (8 µg/m³)
| Einstunden-
Gesundheit (NO2) | Jahresgrenzwert für
den Schutz der menschlichen
Gesundheit (NO2) | Auf das Jahr bezogener
Beurteilungsschwelle | 70 % des Immissions-
grenzwerts (140 µg/m³
dürfen nicht öfter als acht-
zehnmal im Kalenderjahr
überschritten werden) | 80 % des Immissions-
grenzwerts (32 µg/m³) | 80 % des kritischen Werts
(24 µg/m³)
Beurteilungsschwelle | 50 % des Immissions-
grenzwerts (100 µg/m³
überschritten werden) | 65 % des Immissions-
grenzwerts (26 µg/m³) | 65 % des kritischen Werts
(19,5 µg/m³)
| Vierundzwanzigstunden-
PM10 | Jahresmittelwert
PM2,5 1)
grenzwerts (35 µg/m³
dürfen nicht öfter als sie-
benmal im Kalenderjahr
überschritten werden) | 70 % des Immissions-
grenzwerts (28 µg/m³) | 70 % des Immissions-
grenzwerts (17 µg/m³)
grenzwerts (25 µg/m³
überschritten werden) | 50 % des Immissions-
grenzwerts (20 µg/m³) | 50 % des Immissions-
grenzwerts (12 µg/m³)
dürfen nicht öfter als
fünfunddreißigmal
1) Die obere Beurteilungsschwelle und die untere Beurteilungsschwelle für PM2,5 gelten nicht für die Messungen, mithilfe derer beurteilt wird, ob der zum Schutz der menschlichen Gesundheit vorgegebene Zielwert für die Reduzierung der Exposition gegenüber PM2,5 eingehalten wird.
| Jahresmittelwert
Obere Beurteilungsschwelle | 70 % des Immissionsgrenzwerts (0,35 µg/m³)
Untere Beurteilungsschwelle | 50 % des Immissionsgrenzwerts (0,25 µg/m³)
Obere Beurteilungsschwelle | 70 % des Immissionsgrenzwerts (3,5 µg/m³)
Untere Beurteilungsschwelle | 40 % des Immissionsgrenzwerts (2 µg/m³)
| Achtstundenmittelwert
Obere Beurteilungsschwelle | 70 % des Immissionsgrenzwerts (7 mg/m³)
Untere Beurteilungsschwelle | 50 % des Immissionsgrenzwerts (5 mg/m³)
Als Referenzmethode zur Messung der Schwefeldioxidkonzentration gilt die Methode, die in DIN EN 14212:2005 (Juni 2005) „Luftqualität - Messverfahren zur Bestimmung der Konzentration von Schwefeldioxid mit Ultraviolett-Fluoreszenz" beschrieben ist.
Als Referenzmethode zur Messung der Schwefeldioxidkonzentration gilt die Methode, die in DIN EN 14212:2012, Ausgabe November 2012, August 2014, „Außenluft - Messverfahren zur Bestimmung der Konzentration von Schwefeldioxid mit Ultraviolett-Fluoreszenz" beschrieben ist.
Als Referenzmethode zur Messung von Stickstoffdioxid und Stickstoffoxiden gilt die Methode, die in DIN EN 14211:2005 (Juni 2005) „Luftqualität - Messverfahren zur Bestimmung der Konzentration von Stickstoffdioxid und Stickstoffmonoxid mit Chemilumineszenz" beschrieben ist.
Als Referenzmethode zur Messung von Stickstoffdioxid und Stickstoffoxiden gilt die Methode, die in DIN EN 14211:2012, Ausgabe November 2012, „Außenluft - Messverfahren zur Bestimmung der Konzentration von Stickstoffdioxid und Stickstoffmonoxid mit Chemilumineszenz" beschrieben ist.
Als Referenzmethode zur Probenahme von Blei gilt die in Nummer 4 beschriebene Methode. Als Referenzmethode zur Messung der Bleikonzentration gilt die Methode, die in DIN EN 14902:2005 (Oktober 2005) „Außenluftbeschaffenheit - Standardisiertes Verfahren zur Bestimmung von Pb/Cd/As/Ni als Bestandteil der PM10-Fraktion des Schwebstaubes" beschrieben ist.
Als Referenzmethode für die Probenahme und Messung der Konzentration von PM10 gilt die Methode, die in DIN EN 12341:1999 (März 1999) „Luftbeschaffenheit - Ermittlung der PM10-Fraktion von Schwebstaub - Referenzmethode und Feldprüfverfahren zum Nachweis der Gleichwertigkeit von Messverfahren und Referenzmessmethode" beschrieben ist.
Als Referenzmethode für die Probenahme und Messung der Konzentration von PM10 gilt die Methode, die in DIN EN 12341:2014, Ausgabe August 2014, „Außenluft - Gravimetrisches Standardmessverfahren für die Bestimmung der PM10- oder PM2,5-Massenkonzentration des Schwebstaubes" beschrieben ist.
Als Referenzmethode für die Probenahme und Messung der Konzentration von PM2,5 gilt die Methode, die in DIN EN 14907:2005 (November 2005) „Luftbeschaffenheit - Gravimetrisches Standardmessverfahren für die Bestimmung der PM2,5-Massenfraktion des Schwebstaubs" beschrieben ist.
Als Referenzmethode für die Probenahme und Messung der Konzentration von PM2,5 gilt die Methode, die in DIN EN 12341:2014, Ausgabe August 2014, „Außenluft - Gravimetrisches Standardmessverfahren für die Bestimmung der PM10- oder PM2,5-Massenkonzentration des Schwebstaubes" beschrieben ist.
Als Referenzmethode für die Messung der Benzolkonzentration gilt die Methode, die in DIN EN 14662:2005 (August 2005) „Luftbeschaffenheit - Standardverfahren zur Bestimmung von Benzolkonzentrationen (Teile 1, 2 und 3)" beschrieben ist.
Als Referenzmethode für die Messung der Kohlenmonoxidkonzentration gilt die Methode, die in DIN EN 14626:2005 (Juli 2005) „Luftqualität - Messverfahren zur Bestimmung der Konzentration von Kohlenmonoxid mit nicht-dispersiver Infrarot-Photometrie" beschrieben ist.
Als Referenzmethode für die Messung der Kohlenmonoxidkonzentration gilt die Methode, die in DIN EN 14626:2012, Ausgabe Dezember 2012, „Außenluft - Messverfahren zur Bestimmung der Konzentration von Kohlenmonoxid mit nicht-dispersiver Infrarot-Photometrie" beschrieben ist.
Als Referenzmethode für die Messung der Ozonkonzentration gilt die Methode, die in DIN EN 14625:2005 (Juli 2005) „Luftqualität - Messverfahren zur Bestimmung der Konzentration von Ozon mit Ultraviolett-Photometrie" beschrieben ist.
Als Referenzmethode für die Messung der Ozonkonzentration gilt die Methode, die in DIN EN 14625:2012, Ausgabe Dezember 2012, „Außenluft - Messverfahren zur Bestimmung der Konzentration von Ozon mit Ultraviolett-Photometrie" beschrieben ist.
Bei der im Rahmen der Eignungsprüfung durchgeführten Prüfung, ob die Messeinrichtungen die Leistungsanforderungen der in Abschnitt A aufgeführten Referenzmethoden erfüllen, akzeptieren die in § 30 genannten zuständigen Behörden und Stellen die Prüfberichte, die in anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union von Laboratorien erstellt wurden, die nach der Norm DIN/EN/ISO/IEC 17025:2005 zur Durchführung der betreffenden Prüfungen zugelassen sind.
D. Anerkennung der Daten anderer Mitgliedstaaten
| Ballungsräume
vorstädtische Gebiete) 1) | Sonstige Gebiete
ländliche Gebiete) 1) | Ländlicher Hintergrund
< 250 | | 1 | 1 Station/50.000 km²
alle Gebiete pro Land) 2)
(x 1.000) | Ballungsraum1 | Andere Gebiete1 | Ländlicher Hintergrund
alle Gebiete pro Land)2
< 500 | 1 | 2
< 1.000 | 2 | 2
< 1.500 | 3 | 3
< 2.000 | 3 | 4
< 2.750 | 4 | 5
< 3.750 | 5 | 6
> 3.750 | 1 zusätzliche Station
je Bevölkerung von 2 Mio. | 1 zusätzliche Station
1) Mindestens eine Station in vorstädtischen Gebieten, in denen die Exposition der Bevölkerung am stärksten sein dürfte. In Ballungsräumen müssen mindestens 50 % der Stationen in Vorstadtgebieten liegen.
2) Eine Station je 25.000 km² in orographisch stark gegliedertem Gelände wird empfohlen.
> 3.750 | 1 zusätzliche Station je
2 Mio. Einwohner | 1 zusätzliche Station je
2 Mio. Einwohner
1 Amtliche Anmerkung: Mindestens eine Station in Gebieten, in denen die Bevölkerung
voraussichtlich der höchsten Ozonkonzentration ausgesetzt ist. In Ballungsräumen müssen
mindestens 50 Prozent der Stationen in Vorstadtgebieten liegen.
2 Amtliche Anmerkung: Eine Station je 25.000 km² in orografisch stark gegliedertem
Gelände wird empfohlen.
Einstundenwerte | 75 % (d. h. 45 Minuten)
Achtstundenwerte | 75 % der Werte (d. h. 6 Stunden)
pro Tag | 75 % der stündlich gleitenden Achtstundenmittelwerte
Vierundzwanzigstundenwerte | 75 % der stündlichen Mittelwerte (d. h. mindestens 18 Einstundenwerte)
Jahresmittelwert | 90 % 1) der Einstundenwerte oder (falls nicht verfügbar) der
1) Datenverluste auf Grund regelmäßiger Kalibrierung oder üblicher Gerätewartung sind in der Anforderung für die Berechnung des Jahresmittelwerts nicht berücksichtigt.
Mittelungszeitraum | Immissionsgrenzwert | Toleranzmarge 2) | Frist für die
Stunde | 350 µg/m³ dürfen nicht öfter als
vierundzwanzigmal im Kalenderjahr
überschritten werden | 150 µg/m³ (43 %) | 1)
Tag | 125 µg/m³ dürfen nicht öfter als
dreimal im Kalenderjahr überschritten
werden | Keine | 1)
Stunde | 200 µg/m³ dürfen nicht öfter als
achtzehnmal im Kalenderjahr über-
schritten werden | 50 % | 1. Januar 2010
Kalenderjahr | 40 µg/m³ | 50 % | 1. Januar 2010
Kalenderjahr | 5 µg/m³ | 100 % | 1. Januar 2010
mittelwert pro Tag | 10 mg/m³ | 60 % | 1)
Kalenderjahr | 0,5 µg/m³ | 100 % |
Kalenderjahr | 0,5 µg/m³ | 100 % | 1)
Tag | 50 µg/m³ dürfen nicht öfter als
fünfunddreißigmal im Kalenderjahr
überschritten werden | 50 % | 1)
Kalenderjahr | 40 µg/m³ | 20 % | 1)
1) Bereits seit 1. Januar 2005 in Kraft.
2) Die Toleranzmarge gilt nur im Zusammenhang mit einer nach § 21 dieser Verordnung gewährten Fristverlängerung.
Der Indikator für die durchschnittliche Exposition (AEI - Average Exposure Indicator) wird in Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³) ausgedrückt und anhand von Messungen an Messstationen für den städtischen Hintergrund in Gebieten und Ballungsräumen ermittelt. Er sollte als gleitender Jahresmittelwert für drei Kalenderjahre berechnet werden, indem der Durchschnittswert aller gemäß Anlage 5 Abschnitt B eingerichteten Probenahmestellen ermittelt wird. Der AEI für das Referenzjahr 2010 ist der Mittelwert der Jahre 2008, 2009 und 2010.
Ziel, auf das die Exposition gegenüber dem AEI 2010 reduziert werden soll | Jahr, ab dem
Ausgangswert in µg/m³ | Reduktionsziel in Prozent | 2020
< 8,5 = 8,5 | 0 %
= 8,5 - < 13 | 10 %
> 8,5 - < 13 | 10 %
= 13 - < 18 | 15 %
= 18 - < 22 | 20 %
> 22 | Alle angemessenen Maßnahmen,
um das Ziel von 18 µg/m³ zu erreichen
≥ 22 | Alle angemessenen Maßnahmen,
Verpflichtung in Bezug auf die Expositionskonzentration | Zeitpunkt, zu dem die Verpflichtung zu erfüllen ist
20 µg/m³ | 1. Januar 2015
Mittelungszeitraum | Zielwert | Zeitpunkt, zu dem
Kalenderjahr | 25 µg/m³ | 1. Januar 2010
Mitteilungszeitraum | Immissionsgrenzwert | Toleranzmarge | Frist für die
Kalenderjahr | 25 µg/m³ | 20 % am 11. Juni 2008, Reduzierung
am folgenden 1. Januar und danach alle
12 Monate um jährlich ein Siebentel bis
auf 0 % am 1. Januar 2015 | 1. Januar 2015
1. Ort der Überschreitung:
3. Zuständige Behörden:
5. Ursprung der Verschmutzung:
6. Analyse der Lage:
7. Angaben zu den bereits vor dem 11. Juni 2008 durchgeführten Maßnahmen oder bestehenden Verbesserungsvorhaben:
8. Angaben zu den Maßnahmen oder Vorhaben, die nach dem Inkrafttreten der Richtlinie 2008/50/EG am 11. Juni 2008 zur Verminderung der Verschmutzung beschlossen oder entsprechend Anhang XV Abschnitt B Nummer 3 der Richtlinie 2008/50/EG berücksichtigt wurden
8. Angaben zu den Maßnahmen oder Vorhaben, die nach dem Inkrafttreten der Richtlinie 2008/50/EG am 11. Juni 2008 zur Verminderung der Verschmutzung beschlossen oder entsprechend Anhang XV Abschnitt B Nummer 3 der Richtlinie 2008/50/EG berücksichtigt wurden:
a) Auflistung und Beschreibung aller in den Vorhaben genannten Maßnahmen
b) Zeitplan für die Durchführung
c) Schätzung der angestrebten Verbesserung der Luftqualität und des für die Verwirklichung dieser Ziele veranschlagten Zeitraums
10. Liste der Veröffentlichungen, Dokumente, Arbeiten usw., die die in dieser Anlage vorgeschriebenen Informationen ergänzen
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