Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=2%20BvR%202109/99
Timestamp: 2019-10-17 01:57:46
Document Index: 386223587

Matched Legal Cases: ['§ 166', '§ 114', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 20', 'Art. 19', 'Art. 3', 'Art. 20', 'Art. 19', 'Art. 3', 'Art. 20', 'Art. 19']

BVerfG, 27.11.2000 - 2 BvR 2109/99 - dejure.org
https://dejure.org/2000,18792
BVerfG, 27.11.2000 - 2 BvR 2109/99 (https://dejure.org/2000,18792)
BVerfG, Entscheidung vom 27.11.2000 - 2 BvR 2109/99 (https://dejure.org/2000,18792)
BVerfG, Entscheidung vom 27. November 2000 - 2 BvR 2109/99 (https://dejure.org/2000,18792)
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Keine Auslagenerstattung nach Erledigung der Verfassungsbeschwerde - Gewährung von Prozesskostenhilfe
VG Kassel, 05.10.1999 - 4 G 1852/99
Die Annahme des Verwaltungsgerichts, dass die beabsichtigte Rechtsverfolgung keine hinreichende Aussicht auf Erfolg im Sinne des § 166 der Verwaltungsgerichtsordnung - VwGO - in Verbindung mit § 114 der Zivilprozessordnung - ZPO - biete, ist unter Berücksichtigung des sich aus Art. 3 Abs. 1, 20 Abs. 3, 19 Abs. 4 GG ergebenden Gebots, dass an dieses Tatbestandsmerkmal keine überspannten Anforderungen gestellt werden dürfen (vgl. BVerfG, Beschluss vom 30. Oktober 1991 - 1 BvR 1386/91 -, NJW 1992, 889; Beschluss vom 27. November 2000 - 2 BvR 2109/99 -, bei Juris), nicht zu beanstanden.
Aus dem Gebot einer weitgehenden Angleichung der Situation von Bemittelten und Unbemittelten bei der Verwirklichung des Rechtsschutzes (Art. 3 Abs. 1 GG i. V. m. Art. 20 Abs. 3, Art. 19 Abs. 4 GG) folgt zwar, dass an das Tatbestandsmerkmal der hinreichenden Erfolgsaussichten als Voraussetzung für die Gewährung von Prozesskostenhilfe keine überspannten Anforderungen gestellt werden dürfen (vgl. etwa BVerfG, Beschl. v. 14.06.2006 - 2 BvR 626/06 -, juris; Beschl. v. 27.11.2000 - 2 BvR 2109/99 -, juris; Beschl. v. 13.03.1990 - 2 BvR 94/88 -, juris).
Aus dem Gebot einer weitgehenden Angleichung der Situation von Bemittelten und Unbemittelten bei der Verwirklichung des Rechtsschutzes (Art. 3 Abs. 1 GG i.V.m. Art. 20 Abs. 3, Art. 19 Abs. 4 GG) folgt, dass an das Tatbestandsmerkmal der "hinreichenden Erfolgsaussichten" als Voraussetzung für die Gewährung von Prozesskostenhilfe keine überspannten Anforderungen gestellt werden dürfen (…vgl. etwa BVerfG, Kammerbeschl. v. 14.6.2006 - 2 BvR 626/06 und 2 BvR 656/06 -, juris Rn. 11 ff.; Kammerbeschl. v. 27.11.2000 - 2 BvR 2109/99 -, juris Rn. 8;… Beschl. v. 13.3.1990 - 2 BvR 94/88 -, BVerfGE 81, 347, juris Rn. 25 ff.).
Das Prozesskostenhilfeverfahren will den Rechtsschutz nicht selbst bieten, sondern zugänglich machen (vgl. BVerfG, Beschluss vom 27. November 2000, 2 BvR 2109/99).
Aus dem Gebot einer weitgehenden Angleichung der Situation von Bemittelten und Unbemittelten bei der Verwirklichung des Rechtsschutzes (Art. 3 Abs. 1 GG i.V.m. Art. 20 Abs. 3, Art. 19 Abs. 4 GG) folgt, dass an das Tatbestandsmerkmal der "hinreichenden Erfolgsaussichten" als Voraussetzung für die Gewährung von Prozesskostenhilfe keine überspannten Anforderungen gestellt werden dürfen (…vgl. etwa BVerfG, B.v. 14.6.2006 - 2 BvR 626/06 und 2 BvR 656/06 -, juris Rn. 11 ff.; B.v. 27.11.2000 - 2 BvR 2109/99 -, juris Rn. 8;… B.v. 13.3.1990 - 2 BvR 94/88 -, BVerfGE 81, 347, juris Rn. 25 ff.).