Source: https://findok.bmf.gv.at/findok?stammNr=16746&fassungsNr=1
Timestamp: 2017-01-24 13:26:24
Document Index: 131656877

Matched Legal Cases: ['§ 93', '§ 23', '§ 23', '§ 95', '§ 95', '§ 282', 'EuG', '§ 15', 'EuG', '§\n281', '§ 20', '§ 12', '§ 4', '§ 4', '§ 6', '§ 4', '§ 4', '§ 45', '§ 45', '§ 12', '§ 12', '§ 1', '§ 10', '§ 15', '§ 93', '§ 23', '§ 23', '§ 23', '§ 95', 'EuG', '§ 282']

VwGH-Beschwerde zur Zl. 2005/14/0091 eingebracht. Mit Erk. v. 26.3.2007 als unbegründet abgewiesen. RechtssätzeAlle auf-/zuklappen
RV/0096-K/02-RS1
Wenn die Empfängerin von Ausschüttungen einer GmbH eine Mitunternehmerschaft ist, ist auf Grund der Bilanzbündeltheorie der Vermögensvorteil aus den Ausschüttungen grundsätzlich den Mitunternehmern als Beteiligungsertrag aus Anteilen der ausschüttenden Gesellschaft gemäß § 93 Abs 2 Z 1 lit a EStG 1988 zuzurechnen (vgl. Doralt, EStG, § 23 TZ 244; vgl. Doralt - Ruppe, Steuerrecht I, 7. Auflage, 209; vgl. § 23 Z 2 EStG 1988). Zusatzinformationen betroffene Normen:
Finanzsenat hat durch den Vorsitzenden HR Dr. Erwin Luggauer und die weiteren
Mitglieder Mag. Dieter Ortner, Heinz Hengl und Joachim Rinösl im Beisein
der Schriftführerin FOI Claudia Orasch über die Berufung der Bw.
(vormals CXGmbH), PZ, RTStraße 31, vertreten durch die DKfm. F. Hafner KG,
9020 Klagenfurt, Paradeiserg. 10, gegen die Bescheide des Finanzamtes CV
betreffend Umsatz- und Körperschaftsteuer 1995 - 1997, Haftung für
Kapitalertragsteuer gemäß
§ 95 Abs. 2 EStG 1988 für die
Jahre 1995-1997, Körperschaftsteuer 1998,
Körperschaftsteuervorauszahlungen 1999 und 2000 nach der am 22. Juni 2005
in 9020 Klagenfurt, Dr. Herrmanngasse 3, durchgeführten mündlichen
Berufungsverhandlung entschieden: 1.) Umsatzsteuer
1995: Der Berufung wird Folge gegeben. Der bekämpfte Bescheid wird
abgeändert. 2.) Umsatzsteuer
1996: Der Berufung wird teilweise Folge gegeben. Der bekämpfte
Bescheid wird abgeändert 3.) Umsatzsteuer
1997: Die Berufung wird als unbegründet abgewiesen. Der
bekämpfte Bescheid wird abgeändert. 4.)
Körperschaftsteuer 1995-1997: Der Berufung wird teilweise Folge
gegeben. Die bekämpften Bescheide werden abgeändert. 5.)
Körperschaftsteuer 1998: Die Berufung wird als unbegründet
abgewiesen. Der bekämpfte Bescheid wird abgeändert. 6.)Körperschaftsteuervorauszahlungen
für 1999: Der Berufung wird teilweise Folge gegeben. Der
bekämpfte Bescheid wird abgeändert. Die
Körperschaftsteuervorauszahlungen für 1999 werden in Höhe von
4.800,91 € (66.062 S) festgesetzt. 7.)
Körperschaftsteuervorauszahlungen für 2000: Die Berufung wird
als unbegründet abgewiesen. Der bekämpfte Bescheid wird
abgeändert. Die Körperschaftsteuervorauszahlungen für 2000 werden
in Höhe von 5.678,07 € (78.132 S) festgesetzt. 8.)
Kapitalertragsteuerhaftung 1995 - 1997: Der Berufung wird teilweise Folge
gegeben. Der bekämpfte Bescheid wird abgeändert. Der
Kapitalertragsteuerhaftungsbetrag wird auf 18.546,11 € (255.200 S)
eingeschränkt. Die Berufungswerberin als Haftungspflichtige wird
§ 95 Abs 2 EStG aufgefordert, diese Abgabenschuld,
für die sie haftet, binnen einer Frist von einem Monat zu
entrichten. Die Bemessungsgrundlagen und Abgaben oder Gutschriften
betragen: Umsatzsteuer
Umsatzsteuer, Vorsteuer Umsatz 30.130,21 € (414.600,71 S) steuerfrei -27.125,06 € (-373.249 S) steuerpflichtiger Umsatz 10% 3.005,15 € (41.351,71 S) 300,51 € (4.135,17 S) Vorsteuer -2.187,30 € (-30.097,95) Gutschrift gerundet -1.886,80 € (-25.963 S) Umsatzsteuer
Umsatzsteuer, Vorsteuer Umsatz 47.146,79 € (648.753,93 S) steuerfrei -30.427,01 € (-418.684,75) steuerpflichtiger Umsatz 16.719,78 € (230.069,18 ) zu versteuern mit 20% 12.882,47 € (177.266,60 S) 2.576,49 € (35.453,32 S) zu versteuern mit 10% 3.837,31 € (52.802,58 S) 383,73 € (5.280,26 S) USt 2.960,22 € (40.733,58 S) Vorsteuer -3.050,16 € (-41.971,17 S) Gutschrift gerundet -89,97 € (-1.238 S) Umsatzsteuer
Umsatzsteuer, Vorsteuer Umsatz 146.118,2 € (2,010630,23S) steuerfrei -132.531,79 € (-1823677,22S steuerpflichtiger Umsatz 13.586,41 € (186.953,01 S) zu versteuern mit 20% 9.855,42 € (135.613,52 S) 1.971,08 € (27.122,70 S) zu versteuern mit 10% 3.730,99 € (51.339,49 S) 373,1 € (5.133,95 S) Umsatzsteuer 2.344,18 € (32.256,65 S) Vorsteuer -3.959,64 € (-54.485,80 S) Gutschrift gerundet -1.615,44 € (-22.229 S) Körperschaftsteuer
Gesamtbetrag der Einkünfte 540,35 € (7.435,40 S) Verlustabzug -540,35 € (-7.435,40 S) Einkommen 0 Mindestkörperschaftsteuer 1.090,09 € (15.000 S) Körperschaftsteuervorauszahlungen -1.090,09 € (-15.000 S) Abgabenschuld 0 Körperschaftsteuer
Einkommen 14.389,35 € (198.001,81 S) Einkommen gerundet 14.389,22 € ( 198.000 S) Körperschaftsteuer 34 % 4.892,34 € (67.320 S) anrechenbare Mindestkörperschaftsteuer -1.090,09 € (-15.000 S) (1994) detto -1.090,09 € (-15.000 S) (1995) Körperschaftsteuer 1996 2.712,15 € (37.320 S) Körperschaftsteuervorauszahlungen -1.090,09 € (-15.000 S) Abgabenschuld 1622,06 € (22.320 S) Körperschaftsteuer
Einkommen 14.268,14 € (196.333,9 S) Einkommen gerundet 14.265,68 € (196.300 S) Körperschaftsteuer 34 % 4.850,33 € (66.742 S) anrechenbare Steuer -11,26 € (-155 S) Körperschaftsteuervorauszahlungen -3.241,21 € (-44.600 S) Abgabenschuld 1.597,86 € (21.987 S) Körperschaftsteuer
Gesamtbetrag der Einkünfte 34.744,52 € (478.095,03 S) Verlustabzug -17.787,14 € (-244.756,40 S) Einkommen 16.957,38 € (233.338,63 S) Einkommen gerundet 16.954,57 € (233.300 S) Körperschaftsteuer 34 % 5.764,55 € (79.322 S) Körperschaftsteuervorauszahlungen -1.816,82 € (-25.000 S) Abgabenschuld 3.947,73 € (54.322 S) Körperschaftsteuervorauszahlungen
vorauss. Gesamtbetrag der Einkünfte 17.141,18 € (235.867,73 S) Verlustabzug -3.019,29 € (-41.546,40 S) voraussichtliches Einkommen 14.121,88 € (194.321,33 S) vorauss. Einkommen, gerundet 14.120,33 € (194.300 S) Körperschaftsteuervorauszahlungen 4.800,91 € (66.062 S) Körperschaftsteuervorauszahlungen
vorauss. Gesamtbetrag der Einkünfte 19.720,89 € (271.365,33 S) Verlustabzug -3.019,29 € (-41.546,40 S) voraussichtliches Einkommen 16.701,59 € (229.818,93 S) voraussichtliches Einkommen gerundet 16.700,22 € (229.800 S) Körperschaftsteuervorauszahlungen 34% 5.678,07 € (78.132 S) Kapitalertragsteuerhaftung
1995 € (S) verdeckte Ausschüttung inklusive 10% USt 25.740,72 € (354.200 S) Kapitalertragsteuer 1995: 28,205128 % 7.260,20 € (99.902,56 S) 1996 verdeckte Ausschüttung inklusive 10% USt 22.303,29 € (306.900 S) Kapitalertragsteuer 1996 306.900 S x 0,5, davon 28,205128 % 3.145,34 € (43.280,77 S) 306.900 S x 0,5, davon 33,333333 % 3.717,22 € (51.150 S) Summe Kapitalertragsteuer 1996 6.862,55 € (94.430,77 S) 1997 verdeckte Ausschüttung inklusive USt 13.270,06 € (182.600 S) Kapitalertragsteuer: 33,333333 % 4.423,35 € (60.866,67 S) KESt gesamt: 1995 7.260,20 € (99.902,56 S) 1996 6.862,55 € (94.430,77 S) 1997 4.423,35 € (60.866,67 S) Summe 18.546,11 € (255.200 S) Entscheidungsgründe
Abkürzungen: AB Arbeitsbogen der Betriebsprüfung 1992-1994 Bw. Bw. CHAG CHAG CXGmbH CXGmbH CV CV E E EZ01 EZ01 FD FD G G GF GF GerichtX GerichtX GOAG GOAG HA Hauptakt des Finanzamtes K K KG KG KomplementärgmbH KomplementärgmbH KO KO MSSee MSSee ML ML NN NN RTStraße RTStraße PZ PZ RUGmbHCo RUGmbHCo KG S. Seite SA SA SV SV T T UFS Unabhängiger Finanzsenat ÜberraschungX ÜberraschungX WBAG WBAG WLGmbHCo WLGmbHCo KG Sämtliche Feststellungen beziehen sich auf den
Streitzeitraum 1995 - 1998, soweit keine anderen Angaben gemacht werden. Während des Streitzeitraumes 1995- 1998 lautete die
Firma der Berufungswerberin (Bw.) "CX GmbH", seit dem Jahr 2000 lautet die Firma
"Bw. ". a.) Gesellschafterin der Bw., einer GmbH, war während
des Streitzeitraumes die KG, deren Beteiligung an der Bw. 10,000.000 S betrug,
deren Kommanditist mit einem Anteil von 500.000 DM K GF, RTstraße 33, PZ
(Aussagen des Geschäftsführers in der mündlichen Verhandlung) am
MSSee war. Deren Komplementärin mit einer Beteiligung von 1000 DM war die
KomplementärgmbH. Die Beteiligung des Kommanditisten K GF an der KG betrug
somit 99 %. Geschäftsführer der Komplementärin war K GF. Die
Komplementärin war die einzige vertretungsbefugte Gesellschafterin der GmbH
und Co KG. Es gab einen Gewinnabführungsvertrag zu Gunsten der KG und zu
Lasten der KomplementärgmbH. K GF war auch Geschäftsführer der
Bw. Zudem hatte die Bw. noch eine stille Gesellschafterin, die CHAG (In weiterer
Folge als CH AG bezeichnet) mit einer Einlage von 8,000.000 S. Wer die Aktien
dieser AG hielt, ist nicht feststellbar, da die Bw. die darauf gerichteten
Fragen im Bedenkenvorhalt vom 9.8.2004 (Seite 8 Punkt 4 d.) nicht beantwortet
hat. Es ist daher auch nicht feststellbar, dass K GF oder die Bw. Aktien dieser
Gesellschaft innehatten [Firmenbuchsauszug Bw., Handelsregisterauszug des
Amtsgerichtes KO vom 6.4.05 betreffend die KG und die Komplementär - GmbH;
Bedenkenvorhalt vom 28.1.2004 an die Bw., S. 2 Punkt a.; Schreiben des
Finanzamtes KO vom 31.1.1980, Vermerk des Prüfers betreffend
Firmenänderung von WLGmbHCo auf RUGmbHCo (AB 13); Schreiben der Vertreterin
der Bw. vom 8.7.1997 betreffend CXGmbH- Vorsorge für Kapitalerhöhung
mit Beilagen, insbesondere mit Erläuterungen zu den Bilanzpositionen 1988
betreffend die Firmenänderung von WLGmbHCo auf RUGmbHCo; Jahresabschluss
der Bw. 3/1997 und 3/1998 betreffend Firmenänderung auf KG
(AB79); Jahresabschlüsse der
Bw. 1995 - 2000: "rechtliche Verhältnisse"; Aussagen des K GF vom 9.7.2004,
Seite 2 betreffend die CHAG und die
WBAG].
b.) Im Gesellschaftsvertrag der Bw. ist deren beabsichtigter
Geschäftsgegenstand wie folgt umschrieben worden: An-und Verkauf von
Grundstücken zum Zwecke eigener Verwertung und Benützung sowie die
Beteiligung an Fremdenverkehrsbetrieben und- Einrichtungen, deren Ausstattung
und Management (Protokoll der Generalversammlung der Bw. vom 22.6.1981, 2. Seite
Punkt B). Die Bw. erwarb 1980 die 5.164 m² große, bebaute
Liegenschaft EZ01 Katastralgemeinde SA in PZ, RTstraße 31 und 33, die
unmittelbar am Nordufer des MSSees liegt. Die Liegenschaft ist rechteckig. Sie
ist rund 160 m lang und 30-35 m breit. Deren südliche Breitseite wird vom
MSSee, deren nördliche Breitseite von der RTstraße. begrenzt. An der
Nordgrenze der Liegenschaft liegt das Nebengebäude ("Pförtnerhaus")
RTstraße. 33 mit einer Wohnfläche von rund 55 m². In der Mitte
des Grundstückes befindet sich der Bungalow RTstraße. 31, welcher
1973 erbaut worden ist mit einer gesamten Nutzfläche von 614,2 m²
(ohne Berücksichtigung von Nutzungswerteinschränkungen, siehe Punkt
3.1 d). Im Süden des Bungalows liegt unmittelbar anschließend eine
Terasse, daran schließt sich eine Gartenanlage an. An der Südgrenze
der Liegenschaft liegt direkt am MS See ein Bootshaus aus Holz mit einem
Badesteg mit Plattform. Vom Einfahrtstor an der Nordgrenze der Liegenschaft bis
zum Bungalow führt ein asphaltierter Zufahrtsweg. Auf der nördlichen
Seite des Bungalows ist eine Garage integrierter Bestandteil des Gebäudes.
Die restlichen Flächen der Liegenschaft sind Rasen- und Gartenflächen
mit Bäumen und Ziersträuchern. Terrassen und Gehwege sind mit
Natursteinplatten gepflastert. Das Areal ist mit einem Maschendrahtzaun und
Thujenhecken eingefriedet. Es ist als "Bauland - Kurgebiet" gewidmet. Die
gesamte Liegenschaft (Flächen im Freien und Räume des Bungalows)
vermittelt einen gepflegten Eindruck. Der repräsentative Bungalow befindet
sich in einem guten Bau- und Erhaltungszustand.Das Pförtnerhaus befindet
sich in einem mäßigen Bauzustand. Es zeichnet sich durch einfache
Bauausführung ohne besondere Ausstattung aus.(Vorhalt vom 9.8.2004, Punkt
p; Schätzungsgutachten des Sachverständigen Ing. Gottfried SV vom
15.11.2004). Bis 31.12.1994 fielen an Anschaffungs- und
Herstellungskosten betreffend die gesamte Liegenschaft 22,719.384,82 S an
(Vorhalt vom 3.1.2005, Punkt 2 c; Anlagenverzeichnis 1994). Die Bw. vermietete ab 1.5.1980 den Großteil des
Bungalows und der restlichen Liegenschaft an den Geschäftsführer K GF
und dessen Gattin G E zum Zwecke der privaten Nutzung um 240.000 S im Jahr
(20.000 S pro Monat), ab 1993 um 25.000 S im Monat + Umsatzsteuer (schriftliche
Mietvereinbarung GF- Bw. vom 11.1.1982 und vom 15.11.1992, AB 26 und 116). Die
Vermietung an den Geschäftsführer und dessen Gattin fand während
des Streitzeitraumes in den Jahren 1995- Ende Juni 1997 statt. Folgende Nutzungen wurden dem Geschäftsführer und
dessen Gattin in der schriftlichen Mietvereinbarung eingeräumt: Nutzung je
eines Schlafzimmers mit Bad oder Dusche, möbliert, Mitbenützung der
Halle und der Wohnräume im Parterre, Benützung des Gartens, des
Bootshauses, der Küche und des Hallenbades. Das Hallenbad war allerdings
seit 1980 nicht funktionsfähig. Im Preis inbegriffen waren die Kosten
für Heizung, Strom und Wasser, sowie die Reinigung und Instandhaltung des
gesamten Objektes. Zu Lasten der Mieter gingen die Kosten für Garage,
Bootsstand, Spül-und Reinigungsmittel, soweit diese im eigenen Verbrauch
anfielen. Welche Räume und Flächen der Liegenschaft der
Geschäftsführer und seine Gattin tatsächlich für private
Wohnzwecke nutzten, ergibt sich aus den ergänzenden Feststellungen (siehe
unten Punkt 3). Der Mietpreis wurde unter Berücksichtigung der Annahme
vereinbart, dass die Mieter die gemieteten Räume ganzjährig nutzten
bei ca 20 Nächtigungen pro Monat. K GF und seine Frau G E halten sich
während zwei Dritteln eines jeden Jahres des Streitzeitraumes in
Österreich auf (Mietvereinbarung GF-Bw. vom 11.1.1982; Berufung vom
10.9.1999 betreffend die Abgabenbescheide 1995-1997). Im Zeitraum zwischen Juli 1997 und Dezember 1998 nutzten
der Geschäftsführer und dessen Gattin diese Wohnung nicht und sie
bezahlten auch keine Miete, weil der Geschäftsführer mit dem Tode
bedroht worden war, wenn er PZ nicht verlasse. Deshalb zogen es seine Gattin und
er vor, vorläufig nicht auf dieser Liegenschaft zu wohnen. Im Zeitraum
zwischen Juli 1997 und Dezember 1998 wurde diese Liegenschaft deshalb
überhaupt nicht benützt . Seine Gattin und er wohnten weiterhin in
Kärnten, allerdings in Hotels (Aussagen des Geschäftsführers der
Bw. am 9. 7.2004, S.7, Schreiben der Vertreterin der Bw. vom 6.10.1998, Hauptakt
(HA )19/95; Vorhalt vom 9.8.2004, S. 10 Punkt o; Schreiben der Vertreterin der
Bw. vom 9.9.2004, Punkt 8). Ab 1999 nutzten der Geschäftsführer und
dessen Gattin die Liegenschaft wieder für private Wohnzwecke und bezahlten
wie in der Zeit vor diesen Morddrohungen 25.000 S pro Monat Miete
(Jahresabschlüsse der Bw. 1999 und 2000). Die Bw. hat 1988-1998 durchschnittliche Jahresverluste von
rund 427.000 S erwirtschaftet (Gewinn- und Verlustrechnungen 1988-1998). Strittig ist, -b.1.) ob die entgeltliche Überlassung des
Großteiles der Liegenschaft an K GF und dessen Gattin auf Grund des
Mietvertrages GF- Bw. betrieblich veranlasst war und ob diese Räume und
Flächen zum Betriebsvermögen der Bw. zählten, ob die gesamte
Liegenschaft zum Betriebsvermögen der Bw. zählte, ob die Aufwendungen
für die Teile der Liegenschaft, die privaten Wohnzwecken des Ehepaars GF
dienten, als betrieblich veranlasst angesehen werden können; - b.2.) (Vorfrage für Frage b. 1) welcher konkrete
Teil des Bungalows der privaten Wohnnutzung durch K GF und dessen Gattin auf
Grund des Mietvertrages GF- Bw. diente [Nach Ansicht der Bw. umfasst dieser Teil
57,7%, nach Ansicht des unabhängigen Finanzsenates (UFS) 87,51 % des
Bungalows] -b.3.) ob die Miete, die K GF und dessen Gattin G E auf
Grund des Mietvertrages GF-Bw zahlten, fremdüblich war oder ob wegen zu
geringer Miete eine verdeckte Ausschüttung zu Gunsten des K GF anzunehmen
ist; - b.4.) ob die Vorsteuer, die im Zusammenhang mit den
Gebäuden anfiel, zur Gänze abzugsfähig war oder nicht und ob die
Aufwendungen für die Gartenanlage der Bw. wegen überwiegender
Privatnutzung der Eigenverbrauchsbesteuerung unterliegen (Vorhalt des UFS vom 3.1.2005; Schreiben der Vertreterin
der Bw. vom 7.2.2005). Der geringere Teil des Bungalows diente sonstigen
betrieblichen Zwecken (dies ist nicht strittig; strittig ist jedoch, wie
groß dieser geringere Teil war): Hiebei handelte es sich um folgende
Nutzungen: - Vermietung eines Arbeitszimmers ab 1996 an die CHAG
(Zimmer im Obergeschoß Nr. 9) im Ausmaß von 50% für 85.530 S -
89.620 S im Jahr. Dh, die Mieterin durfte ab 1996 dieses Zimmer mit der Bw.
mitbenützen. - Nutzung desselben Arbeitszimmers im restlichen Ausmaß
(ab 1996 50%, 1995 noch 100%) für betriebliche Zwecke der Bw., - Nutzung eines Raumes im Untergeschoß ( Raum Nr. 6)
für betriebliche Zwecke der Bw. als Archiv und als Raum für ein
Telefaxgerät; - Nutzung eines Raumes im Untergeschoß (Raum Nr 7)
für betriebliche Zwecke als Archiv [Jahresabschlüsse 1995-2000 der Bw;
Aussagen K GF von 9.7.2004, S. 4, 7, 14; Schreiben der Vertreterin der Bw. vom
9.9.2004 samt Beilagen Mietspiegel; Vorhalt des UFS vom 9.8.2004, Seite 2, 7,
und 8, 9,10; Vorhalt des UFS vom 3.1.2005]. Die Bw. erzielte Mieterträge, Zinserträge,
Erträge aus der Veräußerung von Wertpapieren. Sie erzielte
ferner auch Erträge aus Management- und Verwaltungstätigkeiten, wobei
jedoch nicht feststellbar ist, worin diese Management-und
Verwaltungstätigkeiten konkret bestanden haben. Zudem erzielte die Bw.
Erträge aus Versicherungsentschädigungen im Zusammenhang mit der
gegenständlichen Liegenschaft (Punkt 3.1.b.dd; Jahresabschlüsse
1995-1998). 2.) Ablauf des
Verwaltungsverfahrens:
Auf Grund einer Betriebsprüfung betreffend die Jahre
1992 - 1994 besteuerte das Finanzamt den Verlust, der durch die Vermietung der
Liegenschaft an den Gesellschafter und dessen Gattin entstand, als
Eigenverbrauch, rechnete diesen Verlust den Erträgen der Bw. hinzu und
unterwarf diesen Verlust als verdeckte Ausschüttung der Kapitalertragsteuer
(BP - Bericht betreffend 1992 - 1994). Diese Bescheide betreffend die Jahre 1992
- 1994 sind rechtskräftig. In einem Schreiben vom 12.8.1998 betreffend die
Steuererklärungen 1995 und 1996 kündigte das Finanzamt gegenüber
der Berufungswerberin (Bw.) an, den aus der Vermietung der Liegenschaft in PZ,
RTstraße. 31 an den Geschäftsführer K GF resultierenden Verlust
als Eigenverbrauch zu besteuern. Das Finanzamt begründete dieses Vorhaben
mit einem Hinweis auf einen Betriebsprüfungsbericht betreffend die Jahre
1992-1994. Die Vertreterin der Bw. antwortete in einem Schreiben vom
6.10.1998: Es bestünden Mietverträge zwischen der Bw. und dem Ehepaar
GF, in denen Mietzinse vereinbart worden seien, die den ortsüblichen Mieten
entsprächen bzw. eher zu hoch seien. Es bestünde kein Anlass für
den Ansatz einer verdeckten Ausschüttung in Höhe der ausgewiesenen
Verluste. Bei Außerachtlassung der Abschreibung würden keinerlei
Verluste entstehen. Der Mietvertrag GF- Bw. sei mit Juli 1997 aufgelöst
worden, da K GF mit dem Tode bedroht worden sei, wenn er PZ nicht
verlasse. Umsatz- und
Körperschaftsteuerbescheide und Kapitalertragsteuerhaftungsbescheid 1995-
1997: Das FA ermittelt die Verluste aus Vermietung der Liegenschaft an
den Gesellschafter- Geschäftsführer mit 530.362 S (1995), 463.346 S
(1996) und 561.880 S (1997) und rechnete diese dem Gewinn hinzu, ermittelte in
gleicher Höhe einen Eigenverbrauch und in gleicher Höhe zuzüglich
Umsatzsteuer eine verdeckte Ausschüttung. Die vom Geschäftsführer
bezahlte Miete sei nicht unangemessen niedrig. Auf Grund der geringen
Tätigkeit der Gesellschaft, deren Haupteinnahmen aus der Vermietung an den
Geschäftsführer und den Zinserträgen bestünden, seien die
Aufwendungen für das große Haus mit Bootshaus für den
unternehmerischen Bereich unnötig und nur auf die persönlichen
Bedürfnisse des Geschäftsführers
abgestellt. (Bescheidbegründung vom
19.8.1999). Körperschaftsteuerbescheid
1998: Das Finanzamt gewährte für 1998 keinen Verlustabzug, da
sämtliche Verlustabzüge bereits bei der Veranlagung 1995 verbraucht
worden seien. Ferner gewährte das Finanzamt den Ansatz eine IFB-
Wartetastenverlustes von 59.462 S aus dem Jahr 1997 wegen des Ansatzes der
Gewinnerhöhung, die das Finanzamt 1997 vorgenommen hatte, nicht
(Bescheidbegründung vom 31. 1.2000). Mit Bescheid vom 23.8.1999 setzte das Finanzamt die
Körperschaftsteuervorauszahlungen für 1999 und Folgejahre mit 254.600
S fest. Mit Bescheid vom 31.1.2000 setzte das Finanzamt die
Körperschaftsteuervorauszahlungen für 2000 und Folgejahre mit 57.800 S
fest. In ihrer Berufung vom
10.9.1999 betreffend die Jahre 1995 - 1997 brachte die Berufungswerberin
(Bw.) vor: Eine verdeckte Ausschüttung liege nicht vor. Die Vermietung der
Liegenschaft entspreche dem Betriebszweck, der im Gesellschaftsvertrag
vereinbart worden sei. Herr GF habe nicht die gesamte Liegenschaft gemietet und er
nutze auch nicht die gesamte Liegenschaft für private Zwecke. Nach dem
Verkauf des ehemaligen Industriebetriebes der Bw. habe die Bw. den Erlös
als reine Kapitalanlage zur Erhaltung des Wertes 1980 in die Realität in PZ
investiert. Die Liegenschaft bestehe aus vier Appartements im ersten Stock, von
denen das vierte nicht voll ausgebaut sei, sowie einem Wohnzimmer (Halle) und
Vorräumen im Erdgeschoß des Haupthauses. Derzeit habe G E, die Gattin
des K GF, ein Appartement im Haupthaus und K GF ein Appartement gemietet. Mit
der Miete der Appartements im ersten Stock sei auch die Nutzung der
Räumlichkeiten im Parterre des Haupthauses verbunden. Das Hallenbad werde seit dem Erwerb des Gebäudes
mangels Funktionsfähigkeit nicht benützt. Der Hauptbestandteil der
buchmäßigen Verluste sei die Position Anlagenabschreibung. Die
gesamten Anschaffungskosten und Herstellungskosten der Liegenschaft lägen
bei ca 25 Mio S, die Buchwerte bei ca 16 Mio S. Die Realität besitze jedoch
einen Verkehrswert, der wesentlich über den Buchwerten liege. Die Berechnung der steuerlichen Bemessungsgrundlagen durch
das Finanzamt sei nicht nachvollziehbar. Es werde übersehen, dass auch die
übrigen Einkünfte der Gesellschaft durch den Geschäftsführer
besorgt werden und, dass die Verluste durch einen stillen Gesellschafter
getragen werden. In ihrer Berufung vom 10.9.1999 betreffend die
Körperschaftsteuervorauszahlungen 1999 und Folgejahre beantragte die Bw.,
diese Vorauszahlungen in Höhe der Mindestkörperschaftsteuer
festzusetzen. Es liege im Jahr 1999 keine verdeckte Ausschüttung vor. Zudem
seien Verlustvorträge zu berücksichtigen, wenn die Berufung betreffend
die Jahre positiv erledigt werden sollte. Für das Jahr 1999 seien keine
positiven körperschaftsteuerpflichtigen Einkünfte zu erwarten. In ihrer Berufung vom 9.2.2000 betreffend
Körperschaftsteuer 1998 und Körperschaftsteuervorauszahlungen 2000
brachte die Bw. vor, für das Jahr 1998 stünden Verlustvorträge
von 564.093 S zur Verfügung, wenn die Berufung betreffend die Kalenderjahre
1995- 1997 positiv erledigt werden sollte. Dasselbe gelte für einen
Wartetastenverlust in Höhe von 59.462 S. Die Bw. beantragte für 1998
die Besteuerung in Höhe der Mindestkörperschaftsteuer und die
Festsetzung der Körperschaftsteuervorauszahlungen 2000 in Höhe der
Mindestkörperschaftsteuer. Das Finanzamt legte die Berufungen an die
Abgabenbehörde zweiter Instanz vor. In zwei Schreiben vom 30.12.2002 stellte die Bw. die
Anträge auf Entscheidung durch den gesamten Berufungssenat und auf
mündliche Berufungsverhandlung betreffend die Berufungen hinsichtlich der
Umsatz- und Körperschaftsteuer sowie Kapitalertragsteuerhaftung für
die Jahre 1995 - 1997 sowie der Körperschaftsteuer 1998. In Schreiben vom 28. Jänner 2004 des unabhängigen
Finanzsenates (UFS) an die Volksbank Kärnten Süd, Kärntner
Sparkasse, Bank Austria, BAWAG, Bank für Kärnten und Steiermark wurden
diesen Kreditinstituten insbesondere folgende Frage gestellt: "Wie hoch
wären die Habenzinsen pro Jahr gewesen, die ein Sparer bei Ihnen erzielt
hätte, wenn er in den Jahren 1995 - 1998 ein Sparbuch Ihres Hauses mit
einem Einlagenstand von 20 Millionen S ohne zeitliche Bindung innegehabt
hätte?" Im Bedenkenvorhalt des UFS vom 28. Jänner 2004 wurde
die Bw insbesondere gefragt, welche in den Gewinn- und Verlustrechnungen
1995-1998 ersichtlichen Aufwendungen im ursächlichen Zusammenhang mit der
Liegenschaft standen. Der ortsübliche Mietzins für das von K GF und
dessen Frau gemietete Objekt wurde in Höhe von 20.000 S pro Monat
geschätzt. Ferner wurden der Bw. die Aufwände und Erträge 1995-
1998 vorgehalten, die nach Ansicht des UFS im Zusammenhang mit der Liegenschaft
EZ01 Katastralgemeinde SA standen. Zwischen dem 12. und 17. Feber 2004 langten die
schriftlichen Antworten der oben erwähnten Kreditinstitute ein. Keines der
Kreditinstitute gab -für 1995 einen Habenzinssatz von unter 2 %, - für 1996 einen Habenzinssatz von unter 1,5 %, - für 1997 einen Habenzinssatz von unter 1,5 % an. In ihrem Schreiben vom 30.3.2004 gab die Vertreterin der
Bw. insbesondere Flächenausmaße einzelner Räume des Bungalows
RTstraße. 31 bekannt, die sie einige Monate später wieder
korrigierte. Ferner gab die Bw. die mit der Liegenschaft unmittelbar im
Zusammenhang stehenden jährlichen Aufwendungen bekannt (700.480,60 -
888.550,21 S). Die Vertreterin der Bw. brachte weiters vor: Die Versicherungsentschädigungen gehörten zu den
Gebäudeaufwendungen. Die Erlöse aus Mediendienstleistungen
stünden im Zusammenhang mit der Liegenschaft. Dies gelte überhaupt
für alle von der Bw. erwirtschafteten Erträge. Die Bw. gab für den Zeitraum 1995-1998 einen
bereinigten Cash- Flow von 1,952.334,16 an. Sie hatte diesen Wert insbesondere
dadurch ermittelt, dass sie die außerordentlichen Aufwendungen im
Zusammenhang mit der letzten Betriebsprüfung, den Buchwertabgang von
Wertpapieren und die Anlagenabschreibung dem von ihr in der Gewinn- und
Verlustrechnung ermittelten steuerlichen Gewinn hinzurechnete (Beilage II zum
Schreiben vom 30.3.2004). Im Zusammenhang mit dem Bedenkenvorhalt des UFS vom
15.6.2004 wurden der Bw. alle schriftlichen Stellungnahmen der oben
erwähnten Kreditinstitute zur Verfügung gestellt. In diesem
Bedenkenvorhalt wurden der Bw. die Vorsteuern vorgehalten, die sich nach Ansicht
des UFS aus dem Anlagenverzeichnis und den Gewinn- und Verlustrechnungen
nachvollziehen ließen. Zusammen mit einem Schreiben der steuerlichen Vertreterin
vom 5.7.2004 legte diese eine Skizze des Obergeschoßes vor, in der
Abmessungen enthalten waren, die sie später korrigierte. Am 9.7.2004 wurde ein Ortsaugenschein im Gebäude
RTstraße. 31 auf der Liegenschaft EZ01 Katastralgemeinde SA und eine
Vernehmung des Geschäftsführers der Bw. durchgeführt. Vor der
Vernehmung wurde dem Geschäftsführer vom Referenten mitgeteilt, dass
der Geschäftsführer das Recht habe, die Aussage zu verweigern, da er
in einer gesellschaftsrechtlichen Nahebeziehung zur Bw. stünde. Der Geschäftsführer gab an: Die CH AG sei seit
Anfang der Neunziger Jahre des vorigen Jahrhunderts stille Gesellschafterin der
Bw. Es wurden sämtliche Räume des Hauptgebäudes
RTstraße. 31 besichtigt, soweit sie nicht nach den Angaben des
Geschäftsführers privaten Wohnzwecken des Geschäftsführers
oder dessen Gattin dienten, insbesondere ein Raum mit einem Klavier und einer
Sitzgruppe (Niederschrift vom 9.7.2004, S. 2-8: Raum Nr. 2 und 5 im
Erdgeschoß); ein Zimmer, das der Geschäftsführer als
Fremdenzimmer, bezeichnete (Niederschrift vom 9.7.2004, S 10, 13: Raum Nr. 2 und
3 im Obergeschoß), und die Küche (Niederschrift vom 9.7.2004,S. 9),
ein Büro im Keller (Raum Nr. 6 im Keller) und ein nebenan gelegener
Kellerraum (Niederschrift vom 9.7.2004, S 11-13: Raum Nr. 7 im Keller), ferner
ein Büro im Obergeschoß (S.14: Raum Nr. 9 im Obergeschoß). Eine
Besichtigung der privaten Wohnräume gestattete der
Geschäftsführer nicht (S. 8, 10) Der Geschäftsführer wurde
nach der Art der Nutzung dieser Räume während des Streitzeitraumes
gefragt (S.4). Ferner wurden die Einrichtungsgegenstände, die sich in
diesen Räumen befanden, protokolliert. Der Großteil der Befragung fand in einem Raum des
Erdgeschoßes statt (Raum Nr. 2 und 5), dessen Flächenausmaß der
Geschäftsführer zunächst auf einer weiteren Skizze, die er
während der Befragung vor sich liegen hatte, mit 66 m² (richtig: 60,7
m²) angab. Der Geschäftsführer gab an (Niederschrift vom
9.7.2004, S. 2,3,5,6 ), dieser Raum sei von der Gesellschafterin der Bw., der
KG, K, gemietet und von dieser als Arbeitsraum benützt worden. Dieser Raum
werde vom Geschäftsführer und dessen Gattin nicht privat verwendet (S.
8). Für private Zwecke verwende der Geschäftsführer den nebenan
liegenden Raum Nr. 8 und 9 des Erdgeschoßes, dessen Ausmaß er mit 63
m² angab (richtig: 78 m²). Der Geschäftsführer gestattete
die Besichtigung des Raumes Nr. 8 und 9 des Erdgeschoßes nicht. Im Raum Nr. 2 und 5 fänden auch Filmaufnahmen statt.
In diesem Raum hätte die Moderation einer Fernsehsendung stattgefunden, die
von NN moderiert worden sei. Während der Vernehmung am 9.7.2004 legte der
Geschäftsführer die Farbkopie eines Fotos vor, welches die
Fernsehmoderatorin NN und die Schlagersängerin G E, die Gattin des
Geschäftsführers, in diesem Raum zeigte. In diesem Raum fänden
auch geschäftliche Besprechungen statt. Ferner werde dieser Raum auch zum
Vorsingen von Bewerbern benützt, die sich für die Mitwirkung an einer
Musiksendung beworben hätten, die die KG produziere. Das Fernsehgerät
werde zum Betrachten von Sendungen genutzt, die von der KG produziert worden
seien, um zu überprüfen, ob Änderungsbedarf in Bezug auf die
produzierte Sendung bestünde, das Videogerät werde zum Betrachten von
Filmmaterial benützt, welches für die Produktion neuer Sendungen
verwendbar sein könnte, oder zum Betrachten von Präsentationen von
Bewerbern. Der Vertreter der Bw. gab in diesem Zusammenhang an (S. 3)
, die Tätigkeit der KG bestehe darin, Fernsehstudios und das dafür
nötige Ausrüstungsmaterial gegen Miete zur Verfügung zu stellen.
Der Geschäftsführer ergänzte, dass die KG Fernsehsendungen, auch
koproduziere. Ferner betreue diese Gesellschaft auch die Schlagersängerin G
E, die Gattin des Geschäftsführers (S 11). Ob es einen Vertrag zwischen der Bw. und der KG gäbe,
wisse der Geschäftsführer im Moment nicht. Auch der steuerliche
Vertreter ergänzte, dass er sich an einen solchen Vertrag nicht erinnern
könne (S. 7). Der Geldfluss zwischen der österreichischen Bw. und der
deutschen KG erfolge im Wege von
Überweisungen. Im späteren
Verlauf der Vernehmung modifizierte der Geschäftsführer seine Angaben:
Er gab nunmehr bekannt, dass ein schriftlicher Mietvertrag zwischen der Bw. und
der deutschen KG in K liegen könnte. Es gäbe sicher einen
schriftlichen Mietvertrag, denn man habe immer in den schriftlichen Abrechnungen
Bezug genommen auf eine Vereinbarung (S. 8). Betreffend die Mietvereinbarung zwischen der Bw. und dem
Ehepaar GF (Mietvertrag GF-Bw. AB 26, 116) verwies der Geschäftsführer
auf eine Vereinbarung vom 14.4.1980, die in einem Schreiben vom 31.12.1980
erwähnt worden sei, ferner auf die Vereinbarung vom 11.1.1982 mit der
Überschrift "Betrifft: Mietvereinbarung", ferner auf das Schreiben vom
10.9.1990 mit der Überschrift "Mietvereinbarung/Unsere Nachricht vom
31.12.1981 und 11.1.1982, ferner auf das Schreiben vom 15.11.1992 (S. 8). Zur Zeit der Vernehmung befanden sich in diesem Raum
inbesondere (S. 4-7) eine Sitzgruppe, die Attrappe eines offenen Kamins, ein
Fernsehgerät mit Videorekorder und Sat- Receiver sowie ein Klavier, ferner
ein Sekretär, ein Laptop, ein Telefon und ein Mobiltelefon. Betreffend die Räume im Obergeschoß wies der
Geschäftsführer auf eine Mietwertminderung wegen einer
Dachschräge hin (Niederschrift vom 9.7.2004, S. 10). Der Geschäftsführer gab an, die Bw. produziere
mit Hilfe eines Subunternehmers CD- Platten, die sie an die KG verkaufe (S.4,
14). Zur Einbauküche (10,7m²) im Erdgeschoß gab
der Geschäftsführer an, sie werde sowohl zu privaten Zwecken als auch
zur Bewirtung von Geschäftsfreunden benützt. Eine Betrachtung des Inhaltes der Aktenordner in den
Büros im Obergeschoß (Raum Nr. 9 im Obergeschoß) und
Kellergeschoß (Raum Nr. 6 im Keller), sowie im nebenan liegenden
Kellerraum (Raum Nr. 7 im Keller) ließ der Geschäftsführer
ebenso nicht zu (Niederschrift vom 9.7.2004 S. 12, 13,14) Die Vernehmung und der Ortsaugenschein wurden um 12.00 Uhr
am 9.7.2004 nach drei Stunden beendet, weil der Geschäftsführer nicht
mehr bereit war, weitere Fragen zu beantworten (AV vom 9.7.2004). Mit dem Schreiben vom 12.7.2004 legte der Vertreter der Bw.
eine Skizze des Erdgeschoßes mit Abmessungen, vor, die er später
korrigierte. Zu dem Zwecke, das Ausmaß der Tätigkeit der Bw.
und ihrer Gesellschafterin festzustellen, wurde die Bw. im Bedenkenvorhalt vom
9.8.2004 insbesondere ersucht, bekannt zu geben, ob sie oder ihre
Gesellschafterin (KG) 1995 - 1998 Einfluss auf die inhaltliche Gestaltung von
Fernsehfilmen, CD- Platten, und Beiträgen für Radiosendungen, deren
Herstellung und Verbreitung genommen habe, um welche Filme, Platten und
Beiträge für Radiosendungen es sich gehandelt habe. Die Bw. wurde
ersucht, die in diesem Zusammenhang abgeschlossenen Verträge vorzulegen
und, die in diesem Zusammenhang erzielten Erträge nachzuweisen. Die Bw beantwortete diese Fragen nicht und legte die
angeforderten Nachweise nicht vor. Der Bw. wurde ferner vorgehalten: Der Raum mit Klavier im
Erdgeschoß sei der einzige als Wohnzimmer nutzbare Raum des
Hauptgebäudes. Der derzeitige Zustand der Räume und Flächen auf
der Liegenschaft entspreche dem Zustand während des Streitzeitraumes im
Großen und Ganzen; es hätten sich im Streitzeitraum gleichartige
Gegenstände auf diesen Flächen befunden. Die Bw. wurde in diesem Vorhalt ferner aufgefordert, ihre
Angaben über Tätigkeiten auf der Liegenschaft EZ01 Katastralgemeinde
SA zu konkretisieren: Sie wurde ersucht, darzulegen, wann im Streitzeitraum
betrieblich veranlasste Zusammenkünfte auf der Liegenschaft stattgefunden
hätten. Die Bw. ersucht, ihre Angaben zu beweisen (S. 6,9, 10). Sie wurde
ersucht, alle Verträge vorzulegen, die im Zusammenhang mit Tätigkeiten
der KG auf der Liegenschaft stehen (S. 9 des Vorhaltes). Die Bw. kam diesen
Aufforderungen nicht nach. Sie wurde ferner ersucht (S. 8 des Vorhaltes), alle
Unterlagen über den Mietvertrag GF- Bw., die sie bisher nicht vorgelegt
habe (vgl. AB 26 und 116), zu übermitteln. Die Bw. legte keine weiteren
Unterlagen vor, teilte aber mit (Schreiben vom 9.9.2004), dass diese Unterlagen
den Vertretern des Finanzamtes während der Betriebsprüfung betreffend
den Zeitraum 1992-1994 vorgelegt worden seien (siehe AB 26 und 116). Sie wurde ersucht, den Mietvertrag zwischen der KG und der
Bw. vorzulegen und die Entrichtung der Mieten durch die GmbH und Co KG
nachzuweisen. Die Bw. kam dieser Aufforderung nicht nach. In Bezug auf die Küche wurde die Bw. ersucht, bekannt
zu geben, wer zu welchem betrieblichen Zweck wann im Hause RTstraße. 31
bewirtet worden sei (S. 7 Punkt c dieses Vorhaltes). Die Bw. beantwortete diese
Fragen nicht. In Bezug auf den Raum Nr. 2 und 3 im Obergeschoß
wurde die Bw. ersucht, bekannt zu geben, wer zu welchem betrieblichen Zweck wann
in diesem Zimmer beherbergt worden sei. Die Bw. beantwortete dieser Fragen
nicht, wies aber in der Skizze, die dem Schreiben vom 9.9.2004 beigelegt war,
darauf hin, dass dieser Raum ein unbenützter Schlafraum gewesen sei (Skizze
betreffend Obergeschoß als Beilage des Schreibens vom 9.9.2004). Ferner wurden der Bw. Beobachtungen über das Aussehen
der Liegenschaft EZ01 Katastralgemeinde SA mitgeteilt, die bisher nicht
protokolliert worden waren. Zudem wurde die Bw. aufgefordert, die betriebliche
Veranlassung bestimmter Aufwendungen, die sie in den Gewinn- und
Verlustrechnungen angesetzt hatte, darzulegen (Vorhalt 9.8.2004, S. 11, 12). Die
Bw. kam dieser Aufforderung nicht nach. Dieser Bedenkenvorhalt vom 9.8.2004 zu Handen der
Vertreterin der Bw. wurde auch deren Geschäftsführer direkt
zugestellt. Der Geschäftsführer der Bw. wurde für den
27.8.2004 zu einer erneuten Vernehmung samt Ortsaugenschein auf der Liegenschaft
EZ01 Katastralgemeinde SA geladen (Ladung vom 9.8.2004). Es wurde ihm
insbesondere folgender beabsichtigter Gegenstand der Vernehmung samt
Ortsaugenschein bekannt gegeben - Feststellung, ob die Nutzungen, die in dem Raum mit dem
Klavier im Erdgeschoß möglich waren, damals auch in anderen
Räumen des Hauptgebäudes RTstraße. 31 möglich waren - Nutzung des nebenan liegenden Raumes im Parterre, welcher
laut Skizze, die mit Schreiben vom 12.7.2004 vorgelegt wurde, 63 m²
umfasse. Der Vertreter der Bw. teilte am 18.8.2004 und am 2.9.2004
telefonisch mit, dass der Geschäftsführer zu einer neuerlichen
Vernehmung an Ort und Stelle nicht bereit sei (Aktenvermerke vom 18.8.und
2.9.2004). Mit Schreiben vom 9.9.2004 teilte die Vertreterin der Bw.
mit: Da das Finanzamt die auf Grund des Mietvertrages GF- Bw. entrichtete Miete
als angemessen anerkannt habe, könne eine verdeckte Ausschüttung nicht
vorliegen. Die Bw. legte weitere Skizzen aller drei Geschoße
vor, die andere Flächenangaben enthielten, als die Skizzen, die zuvor
vorgelegt worden waren. Die Räume wurden hiebei auch nummeriert:
Insbesondere der Raum mit Klavier im Erdgeschoß wurde mit den Nummern 2
und 5 bezeichnet. Dessen Fläche wurde nunmehr in Höhe von 60,7 m²
angegeben (früher: 66 m²). Das vom Geschäftsführer
während der Vernehmung als Fremdenzimmer im Obergeschoß bezeichnete
Zimmer wurde nun als "unbenützter Schlafraum" (neue Fläche: 21m²;
früher 22 m²) bezeichnet und mit der Nummer 2 und 3
(einschließlich Bad und WC) bezeichnet. Ein weiterer Lokalaugenschein werde abgelehnt. Das Aussehen
der Liegenschaft aus heutiger Sicht entspreche dem Aussehen im Zeitraum 1995-
1998 (Punkt 9 des Schreibens). Diesem Schreiben vom 9.9.2004 waren folgende Unterlagen
beigelegt: - eidesstattliche Erklärung vom 6.9.2004 des
Vertreters der Bw. über das Aussehen eines Raumes, der als Wohnzimmer
eingerichtet sei (Raum Nr. 8 und 9 im Erdgeschoß, 78 m², in der
früheren Skizze 63 m²); - fünf Beilagen mit dem Titel "Mietspiegel" - BP 1995-1999 - Erträge - BP 1995-1999 Kosten/Aufwand - BP 1995-1999 AfA u. Steuer Mit Bedenkenvorhalt des UFS vom 3.1.2005 wurde der Bw.
vorbehaltlich weiterer Beweisergebnisse der Sachverhalt mitgeteilt, von dem der
Berufungssenat ausgehen könnte. Das Haus und mit ihm die gesamte
Liegenschaft habe zu 87,51% privaten Zwecken des Ehepaars GF gedient. Die
Anschaffung, Errichtung, Erhaltung und Vermietung der Wohnung des
Geschäftsführers sei nicht durch den Betrieb der Bw. veranlasst.
Ferner wurden weitere Aufwendungen genannt, die nicht
betrieblich veranlasst gewesen seien. Betreffend die Berufungen zu den
Körperschaftsteuervorauszahlungen 1999 und 2000 wurde die Ansicht
vertreten, dass der Geschäftsführer und dessen Gattin die Liegenschaft
ab 1999 im selben Ausmaß wie 1995 und 1996 für private Zwecke genutzt
hätten. Es wurde der Bw. mitgeteilt, welcher Teil der Vorsteuern
nicht abzugsfähig sei, und in welchem Ausmaß es zu einem
Eigenverbrauch gekommen sei. Zur Kapitalertragsteuerhaftung im Zusammenhang mit der
Miete auf Grund des Mietvertrages GF - Bw. wurde der Bw. mitgeteilt, wie hoch
der Mietzins gewesen wäre, den Fremde vereinbart hätten. Ferner wurde der Bw. eine Darstellung des Cash- Flows
1988-1998 übermittelt, den die Bw. in diesem Zeitraum erwirtschaftet
habe. In ihrem Schreiben vom 7.2.2005 brachte die Bw. vor: Die
Vermietung auf Grund des Mietvertrages GF-Bw. entspreche dem
Gesellschaftsvertrag. Dem Geschäftsführer und dessen Gattin seien nur
einzelne Räume vermietet worden, nicht aber eine komplett
zusammenhängende Wohnung. Die in diesem Zusammenhang abgeschlossenen
Verträge seien dem Finanzamt bereits während der BP für die Jahre
1992-1994 übermittelt worden (AB 26 und 116 betreffend die BP
1992-1994). Die Miete sei fremdüblich. In diesem Zusammenhang
verwies die Bw. auf ein Gutachten des Ing. Gottfried SV vom 15.11.2004, welches
diesem Schreiben beigelegt war. Der Verkehrswert der Liegenschaft betrage
2,150.000 €. Dieser Wert übersteige die historischen
Anschaffungskosten der Liegenschaft um 23,21 % und die Buchwerte um 930.000
€. Der Mietwert der Liegenschaft betrage nach Ansicht des Ing. SV 31.000
€. Zu den KFZ- Aufwendungen: Selbst bei Unterstellung einer
außerbetrieblichen Nutzung dürften diese maximal um 20% gekürzt
werden. Als Beilagen legte der steuerliche Vertreter das Protokoll
einer Generalversammung der Bw. vom 22.6.1981 vor, ferner die erste Seite der
Mietvereinbarung vom 11.1.1982; ferner nochmals Skizzen der Grundrisse des
Hauses RTstraße. 31, ein Schätzungsgutachten des Ing. Gottfried SV
vom 15.1.2004 und eine Urkunde, die die Bw. als "Flächenermittlung"
bezeichnete, auf welcher zusammengefasst die Nutzungen des Hauses
RTstraße. 31 aus der Sicht der Bw. und des UFS dargestellt waren. In der am 22. Juni 2005
abgehaltenen mündlichen Berufungsverhandlung wurde ergänzend
Der Referent verlangte gem. § 282 Abs 1 Z 2 BAO, dass
über die Berufungen betreffend Körperschaftsteuervorauszahlungen 1999
und 2000 der gesamte Berufungssenat entscheiden möge. Er begründete
diese Maßnahme mit einer Vereinfachung des Verfahrens, da auch über
die präjudiziellen Berufungsverfahren betreffend Körperschaftsteuer
1995 - 1998 der Berufungssenat zu entscheiden habe. Diese Maßnahme diene
auch der Beschleunigung des Verfahrens, weil dadurch über die
Körperschaftsteuervorauszahlungen 1999 und 2000 zeitgleich mit den
präjudiziellen Verfahren betreffend Körperschaftsteuer 1995 - 1998 mit
ein und derselben Berufungsentscheidung entschieden werden könne. Der
Vorsitzende erklärte, eine mündliche Verhandlung auch für die
Verfahren betreffend Körperschaftsteuervorauszahlungen 1999 und 2000
für erforderlich zu halten. Die Bw. legte durch ihren steuerlichen Vertreter vor: 2
Fotos vom Raum Nr. 8 und 9. Der steuerliche Vertreter brachte vor: Der auf dem
einen Foto erkennbare offene Kamin sei funktionsfähig. Die Frage des Referenten, ob der Raum Nr. 8 und 9 im
Streitzeitraum so ausgesehen habe, wie auf den beiden Fotos ersichtlich sei,
beantwortete der Geschäftsführer wie folgt: "Ja. Wir haben nie etwas
geändert. Das Haus ist ein Mal eingerichtet worden und so wie es heute da
steht, so ist es auch damals gewesen." Der steuerliche Vertreter der Bw. brachte vor: Die
Ausstattung des Raumes 8 und 9 sei in den Augen der Bw. wesentlich umfangreicher
und günstiger, weil sich im Raum Nr. 8 und 9 ein offener Kamin befinde und
nicht nur eine Kaminatrappe. Ursprünglich habe die Bw. ein Industrieunternehmen
betrieben. Dieser Betrieb sei lange vor dem Berufungszeitraum verkauft worden.
Das Realisat aus dem Verkaufserlös sei zu einem großen Teil dann in
die gegenständliche Liegenschaft investiert worden. Der Geschäftsführer der Bw. brachte insbesondere
vor, das Hauptgebäude sei auch zum Teil an die KG, zum Teil an andere
Gesellschaften (z.B. die GOAG) vermietet worden. Auf Vorhalt, dass sich eine
Vermietungstätigkeit an die GOAG in den Gewinnermittlungen des
Streitzeitraumes 1995- 1998 nicht nachvollziehen lasse, bestritt dies der
Geschäftsführer der Bw. Der Vertreter der Bw erklärte, die Bw. erziele auch
Managementerträge von der KG und von
anderenGesellschaften.
Dies sei zu betonen im Zusammenhang mit den nicht abzugsfähigen
Aufwendungen. Der Geschäftsführer der Bw. teilte insbesondere
ferner mit, dass er sich abends täglich 2 h lang Unterhaltungssendungen im
TV ansehe, in welchen Ereignisse dargestellt werden, die sich bei einem Gericht
ereigneten. Dies tue er, um zu erkennen, wie diese Sendungen, die von der KG
produziert werden, verbessert werden könnten. Ferner mache er die
Buchhaltungsarbeiten für die beiden Firmen. Die Leitung dieser beiden
Unternehmen werde von ihm durchgeführt. Das ganze Haus sei vermietet. Die dafür an die Bw.
bezahlten Mieten seien eher höher als üblich. Der ursprüngliche Industriebetrieb habe an einen
Weltkonzern verkauft werden müssen, mit dem man nicht habe konkurrieren
können. Mit dem erzielten Kaufpreis habe die Bw. in Kärnten
investiert. Dies hänge damit zusammen, dass er selbst seit dem Jahr 1953
voll in Kärnten zu Hause sei. Er habe sich nicht wissentlich bereichert. Es wäre ihm
ja sogar eine Dienstwohnung zugestanden, die er aber nicht bekommen habe. Er
bezahle für die Wohnung. Er habe seine Pflicht getan und seine Mieten
bezahlt, er habe die Mieten durch einen Sachverständigen belegen lassen,
habe sich alles, was an Nebenarbeiten angefallen sei, von der Bw. nicht bezahlen
lassen. Er hätte auch ein Anrecht auf einen Geschäftsführergehalt
gehabt, den er bis heute nie verlangt habe. In allen Jahren, egal wann, seitdem die Bw. bestehe, habe
sie in jedem Jahr Gewinne gemacht. Sie habe nur Verluste gemacht, seitdem sie
das gegenständliche Haus in PZ habe. Diese Verluste seien nur wegen der Absetzung für
Abnutzung gegeben. Er sei seit 1953 in Kärnten zu Hause. Seine Frau
kümmere sich um die Gestaltung des sich über etwa 4000 m²
erstreckenden Gartens. Der Vertreter der Bw. brachte insbesondere vor, die
Anschaffungs- und Herstellungskosten der Liegenschaft samt Gebäuden
lägen bei etwa 1,6 Mio €, deren Verkehrswert läge bei derzeit
2,150.000 €. Er zitierte aus einem Artikel des österreichischen
Wirtschaftsblattes vom April 2005, wonach sich die möglichen
Verkaufserlöse von Seegrundstücken in absehbarer Zeit voraussichtlich
verdoppeln würden Die Bw. habe Erträge wegen der erwähnten
stillen Reserven. Zusätzlich habe der Geschäftsführer noch Miete
in Höhe von 25.000 S im Monat bezahlt. Das gesamte Haus sei betrieblich genutzt. In Bezug auf die umsatzsteuerlichen Fragen wies er auf die
Urteile des EuGH in Sachen Seeling und Scandic Crown hin. In Bezug auf die Bewertung der Höhe der von ihm
bestrittenen verdeckten Gewinnausschüttung vertrat er die Ansicht, dass
diese den geltenden ertragssteuerlichen Grundsätzen widerspreche.
§ 15 Abs 2 EStG sei eine Wohnung mit den üblichen
Mittelpreisen des Verbrauchsortes anzusetzen. Es gäbe keine
Begründung, hier irgendwelche nicht abzugsfähigen Kosten einer
allfälligen verdeckten Ausschüttung hinzuzurechnen. Auch das Finanzamt
habe die Höhe der Miete als angemessen angesehen. Der Vertreter des Finanzamtes wies darauf hin, dass der
gegenständliche Fall, soweit die Verfahren in Bezug auf Umsatzsteuer 1995 -
1997 betroffen seien, die gleiche Problematik berühre, die der EuGH im Fall
Seeling behandelt habe. Da in diesem Zusammenhang zwei Beschwerden beim VwGH
anhängig seien, beantragte er die Aussetzung der Entscheidung gem. §
281 BAO. Für den Fall einer Entscheidung in der Sache selbst erklärte
er, dass sich das Finanzamt den Ausführungen im Bedenkenvorhalt vom
3.1.2005 anschließe. Er wies auf das VwGH - Erkenntnis vom 28. Oktober
2004, 2001/15/0028 hin. Auf die Frage des Beisitzers Joachim Rinösl, ob das
Zimmer Nr. 2 und 5 nicht privat genutzt worden sei, entgegnete der
Geschäftsführer: Er könne nicht hinter Jedem herkriechen, und
nachsehen, wer nun in welchen Raum hineinlaufe. Wenn er als
Geschäftsführer von drei Firmen für alle drei Firmen im gleichen
Gebäude arbeite, müsse er logischerweise immer durch einen dieser
Räume durchlaufen. Leute vom Fernsehen, Freunde und Bekannte liefen doch
alle durch dieses Haus, sodass er keine Zeit mehr für ein Privatleben habe.
Als Geschäftsführer laufe er auch durch alle Räume des
Haupthauses durch. Auf Befragen setzte der Geschäftsführer fort: Der
Raum Nr. 8 und 9 im Erdgeschoß sei ein Speise- und Wohnzimmer mit
Einbauschränken, in welchen sich das
gesamteGeschirrbefände. Es
enthalte eine gemütliche Sitzecke mit
Kamin. Da könne man sich abends
hinsetzen, da stehe der Fernsehapparat. Zudem sei der Raum Nr. 8 und 9 erheblich
größer als der Raum Nr. 2 und 5. Wenn er den ganzen Tag im
Arbeitszimmer sitze, wolle am Abend nicht auch noch dort sein. Er arbeite 8
Stunden am Tag. Er könne drei oder vier Leute nennen, die dies
bestätigen könnten. Auf das Argument des Vertreters des Finanzamtes, eine so
teure Wohnung sei für den Betrieb der Bw. nicht erforderlich, entgegnete
der Geschäftsführer: Man dürfe einem Unternehmer nicht
vorschreiben, wie er die ihm zur Verfügung stehenden Mittel einsetze. Die
Bw. sei gezwungen gewesen, den ehemaligen Industriebetrieb zu verkaufen, daher
sei es nachvollziehbar, dass sie versucht habe, die aus dem Verkaufserlös
stammenden Mittel bestmöglichanzulegen. Dies sei durch den Kauf der gegenständlichen Liegenschaft
geschehen. Im Mediengeschäft sei es nötig, in einer Atmosphäre
arbeiten zu können, wie sie die streitgegenständliche Liegenschaft
biete. Wenn man seinen Industriebetrieb verliere, aber aus dem Verkauf dieses
Betriebes Geld für eine Investition erhalte und höre, dass die Preise
für Seegrundstücke demnächst mächtig steigen werden, dann
sei eine solche Investition nahe liegend. Den Parteien wurde während der mündlichen
Verhandlung ferner vorgehalten: Sollte der Berufungssenat die Ansicht vertreten,
dass die streitgegenständliche Liegenschaft nicht im Betriebsvermögen
sei, wäre der im Zusammenhang mit der Liegenschaft geltend gemachte
Investitionsfreibetrag nicht anzuerkennen. Über
3.) Ergänzende
Feststellungen, Rechtsfolgen
3.1.) Welcher Teil der
Liegenschaft dient der Durchführung des Mietvertrages GF- Bw, welcher Teil
dient sonstigen betrieblichen Zwecken?
Das Aussehen der Liegenschaft und der Räume der darauf
stehenden Gebäude sowie deren Einrichtung, wie es im Juli und August 2004
sowie zum Zeitpunkt der mündlichen Verhandlung feststellbar war, entspricht
dem Aussehen im Streitzeitraum (Schreiben der Vertreterin der Bw. vom 9.9.2004,
Punkt 4 und 9; Vorhalt vom 9.8.2004, S. 3 und 4, insoweit unbestritten; Angaben
des Geschäftsführers in der mündlichen Verhandlung). a.) Raum 2 und 3 im
Obergeschoß des Bungalows (nicht benütztes Schlafzimmer samt
Bad und WC) Feststellungen: Dieser 21 m² große Raum enthält folgende
Einrichtungsgegenstände: Doppelbett, Sitzgruppe, Teppichboden, 2 Teppiche,
Bilder. Diesem Raum unmittelbar angrenzend liegt ein Bad mit WC (Niederschrift
vom 9.7.2004). Dieser möblierte Raum war im Streitzeitraum
benützbar, wurde aber nicht benützt (Vorhalt vom 3.1.2005: insoweit
nicht strittig; Schreiben der Vertreterin der Bw. vom 7.2.2005, 3. Seite;
Schreiben der Vertreterin vom 9.9.2004 mit Beilage einer Skizze u.a. des
Obergeschoßes). Rechtsfolgen: Da es in diesem Bungalow Räume gibt, die zu
außerbetrieblichen Zwecken verwendet wurden (siehe unten insbesondere
Punkte b c und d und Punkt 3.2), zählt dieser Raum Nr. 2 und 3 im
Obergeschoß ebenfalls zur außerbetrieblichen Sphäre der Bw. Er
zählt nicht zum Betriebsvermögen. b.) Erdgeschoß -
Raum Nr. 2 und 5 Feststellungen:
Aussehen des Raumes am
9.7.2004 und während des Streitzeitraumes (Niederschrift über
die Vernehmung samt Ortsaugenschein vom 9.7.2004; Skizze als Beilage des
Schreibens der Vertreterin der Bw. vom 9.9.2004; Foto mit G E und NN, bei der
Vernehmung vom 9.7.2004 vorgelegt; Aussagen des Geschäftsführers
während der mündlichen Verhandlung, Schreiben der Vertreterin der Bw.
vom 9.9.2004, Punkte 4 und 9; Vorhalt vom 9.8.2004, S. 3 und 4): In der nordwestlichen Ecke befindet sich eine Vorrichtung,
die wie ein offener Kamin aussieht, aber nicht funktionsfähig ist. Auf der
Kaminattrappe steht eine Vase mit künstlichen Rosen, dort liegt auch 1
Mobiltelefon. An der nördlichen Wand in der westlichen Hälfte des
Zimmers steht eine gepolsterte Dreier- Sitzbank, weiß- beige gestreift. In
der Mitte der westlichen Hälfte des Zimmers steht ein ovaler, kniehoher
Holztisch, darum herum gruppiert ein weiß- beiges Fauteuil, ein Zweier-
Fauteuil, 2 gepolsterte Sessel. In der südwestlichen Ecke des Zimmers
befindet sich ein brauner Sekretär mit Laptop und Büroutensilien,
dahinter an der Wand ein Internetanschluss. Vor dem Sekretär steht ein
länglicher, gepolsterter Sessel. Neben dem Sekretär befindet sich ein
Telefon, darunter schriftliche Unterlagen mit der Aufschrift "Internet". Rechts
davon steht ein Hocker, darauf liegen schriftliche Unterlagen betreffend eine
"Fa Zürich Filialdirektion F und G Gaussmann OHG." Diese Unterlagen stehen
im Zusammenhang mit der Versicherung von Fernsehstudios der Gesellschafterin der
Bw. (KG) (Aussage des K GF vom 9.7.2004). rechts davon steht ein kleiner
Glastisch, darauf eine Vase mit einer Rose, daneben liegen ein Telefonbuch und
ein roter Aktenordner. Dieser Ordner enthält Unterlagen über eine
geplante Beteiligung der Bw. an einer anderen deutschen GmbH (Aussage des
Geschäftsführers vom 9.7.2004). In der Mitte der südlichen Wand dieses Zimmers steht
ein Fernsehgerät mit Video - Recorder und Sat - Receiver. Neben dem
Fernsehgerät liegen mehrere Videokassetten. Eine trägt die Aufschrift
"Peter FD- Erinnerungen". Eine weitere Videokassette trägt die Aufschrift
"Wunschmelodie- Familie ML". Eine weitere Videokassette trägt die
Aufschrift "Norbert T." Zur östlichen Hälfte des Zimmers: Hier stehen
in der Mitte ein Flügel Yamaha mit 2 Hockern, an der südlichen Wand
ein Fauteuil, in der südöstlichen Ecke des Zimmers eine braune
Kommode, an der nördlichen Wand ein brauner Tisch mit 2 Sesseln. Zum gesamten Zimmer: An der nördlichen Wand dieses
Zimmers sind 2 Beleuchtungskörper angebracht, die wie Kristallluster
aussehen, aber Kunststoffimitate sind. An der nördlichen Wand befindet sich
ferner eine Ehrenurkunde des Kärntner Bildungswerkes, in der darauf
hingewiesen wird, dass Herrn GF das silberne Ehrenzeichen des Kärntner
Bildungswerkes verliehen worden ist. An der südöstlichen Wand befindet sich ein
weiterer Beleuchtungskörper, wie er bereits erwähnt wurde
(Kunststoffimitat). An der nördlichen Wand in der östlichen
Hälfte des Zimmers hängt ein Gemälde, an der südlichen Wand
im östlichen Bereich dieses Zimmers ebenso. Die Gemälde sind
Erbstücke des Vaters von K GF. Im Süden dieses Zimmers grenzt der Garten an,
südlich davon befindet sich das Ufer des MS Sees. Die südwestliche
Hälfte des Zimmers wird vom Garten durch eine Glastüre getrennt, mit
Blick auf den Garten. Auf dem Fußboden dieses Zimmers befinden sich
Teppiche (Niederschrift über die Vernehmung samt Ortsaugenschein vom
9.7.2004; Skizze als Beilage des Schreibens der Vertreterin der Bw. vom
9.9.2004; Foto mit G E und NN, bei der Vernehmung vom 9.7.2004
vorgelegt).
Dieses Zimmer diente im Streitzeitraum weitaus
überwiegend der privaten Nutzung durch K GF und dessen Ehefrau G E auf
Grund des Mietvertrages GF- Bw. Gelegentlich, ohne dass feststellbar ist, wie
oft, diente dieses Zimmer auch betrieblichen Zwecken der KG oder der Bw. (z.B.
geschäftliche Besprechungen, Bearbeiten geschäftlicher Unterlagen),
ohne dass die GmbH und Co KG für die Nutzung dieses Zimmers ein Entgelt
entrichtete. Rechtsfolgen: Die
Nutzungen auf Grund des Mietvertrages GF- Bw. zählen zum
außerbetrieblichen Bereich (siehe unten insbesondere Punkt 3.2). Da diese
Nutzungen im Raum 2 und 5 weitaus überwiegen, zählt dieses Zimmer
nicht zum Betriebsvermögen. Die gelegentlichen Nutzungen dieses Zimmers zu
betrieblichen Zwecken der Gesellschafterin der Bw. KG erfolgten nicht gegen
Entgelt. Insoweit erfolgte die Verwendung dieses Raumes durch die KG (durch den
Geschäftsführer ihrer Komplementärin K GF im Namen der KG) somit
aus Gründen, die vom Gesellschaftsverhältnis herrühren und daher
bei der Bw. nicht betrieblich veranlasst sind. Die gelegentlichen Nutzungen des Raumes 2 und 5 zu Gunsten
des Betriebes der Bw. sind ihrem zeitlichen Ausmaß nach nicht klar
feststellbar. Die mit dem Raum Nr. 2 und 5 im Zusammenhang stehenden
Aufwendungen und die in diesem Zusammenhang erklärten Erträge sind
daher steuerlich nicht anzusetzen. Beweiswürdigung: aa.)
Der Raum 2 und 5 im Erdgeschoß ist als Wohnzimmer
nutzbar da die meisten darin befindlichen Gegenstände für private
Wohnzwecke verwendbar sind und typisch für die Einrichtung eines
Wohnzimmers sind (insbesondere ovaler, kniehoher Tisch mit Sitzgruppe, Fernseher
mit Sat- Anschluss und Videorekorder, Klavier). Ein Betrieb einer GmbH braucht üblicherweise keinen
Raum, der (so wie der Raum Nr. 2 und 5 im Erdgeschoß) aussieht wie ein
Wohnzimmer (vgl. Vorhalt vom 9.8.2004, Punkt 2, 1. Absatz), für eigene
betriebliche Zwecke, ausgenommen für eine Vermietung für Wohnzwecke.
Die einzige Vermietung für Wohnzwecke, die im vorliegenden Fall im Haus
RTstraße. 31 stattgefunden hat, war die Vermietung von Wohnraum an Herrn
GF und dessen Gattin. Dies ist ein Indiz dafür, dass dieser Raum von K GF
und dessen Gattin zumindest weitaus überwiegend für eigene Wohnzwecke
auf Grund des Mietvertrages GF- Bw. verwendet
bb.) Es hat noch ein anderes Zimmer (Raum Nr. 8 und 9 im
Erdgeschoß) im Bungalow gegeben, welches ebenso Nutzungen
ermöglichte, die man von einem Wohnzimmer erwartet. Dieses Zimmer lag neben
dem Raum Nr. 2 und 5 des Erdgeschoßes, enthielt im August 2004, zur Zeit
der mündlichen Verhandlung und im Streitzeitraum folgende
Einrichtungsgegenstände und hatte damals folgendes Aussehen:
funktionsfähiger offener Kamin, darüber ein Gemälde mit
Landschaft, davor eine Sitzgruppe, Töpfe oder Vasen mit Blumen auf
Fensterbänken, dem Sims des offenen Kamins, auf einem runden Tisch bei der
Sitzgruppe, gerahmte Fotos auf mehrere Plätze des Zimmers verteilt, ein
Luster, eine Hausbar, ein Esstisch mit Bestuhlung, getäfelte Wände,
eine Vitrine mit persönlichen Gegenständen der Familie GF und
sonstigen Ziergegenständen, z.B. Silbertabletts, Teppiche; Das Zimmer hatte
drei Fenster mit Blick auf den Garten und Park; es enthielt ferner einen
eingebauten Schrank mit Büchern (Je ein Foto vom Wohnraum Seeseite und vom
Esszimmer Parkseite, vorgelegt in der mündlichen Verhandlung vom 22.6.2005,
die den Raum Nr. 8 und 9, bei dem es sich um einen einzigen Raum handelt,
zeigen; Eidesstattliche Erklärung des steuerlichen Vertreters vom 6.9.2004
= Beilage zum Schreiben vom 9.9.2004; Aussagen des Geschäftsführers
und des steuerlichen Vertreters in der mündlichen Verhandlung vom
22.6.2005). Das Zimmer war zwar im Streitzeitraum und im August 2004
mit einem TV - Anschluss ausgestattet, hatte aber kein TV- Gerät, keinen
Videorekorder und keinen Satelliten- Receiver. Diese Feststellung ergibt sich
aus folgenden Umständen: Der Geschäftsführer hat zwar in der
mündlichen Verhandlung behauptet, in diesem Raum befände sich auch ein
Fernsehgerät, das Haus sei ein Mal eingerichtet worden und so wie es heute
da stehe, sei es auch damals im Streitzeitraum gewesen. Der
Geschäftsführer brachte damit zum Ausdruck, dass sich im Zimmer Nr. 8
und 9 im Erdgeschoß heute (Zeitpunkt der mündlichen Verhandlung) wie
damals im Streitzeitraum ein Fernseher
befände. Diese Behauptung über
den Fernseher erscheint jedoch als nicht überzeugend, da die Fotos vom Raum
Nr. 8 und 9 kein Fernsehgerät zeigen und auch der steuerliche Vertreter in
der eidesstattlichen Erklärung vom 9.9.2004 nur von einem Fernsehanschluss,
nicht aber von einem TV- Gerät spricht. Da beide Fotos auch keinen Sat-
Receiver und keinen Videorekorder zeigen, kann das Vorliegen dieser
Gegenstände in diesem Raum nicht angenommen werden. Weitere
Erkenntnisquellen standen dem UFS nicht zur Verfügung, da der
Geschäftsführer der Bw. einen Ortsaugenschein insbesondere im Raum Nr.
8 und 9 abgelehnt hat. Die Ablehnung des Ortsaugenscheines spricht gegen die
Glaubwürdigkeit des Geschäftsführers der Bw.: Bei einem
Ortsaugenschein in einem Raum bei gleichzeitiger Befragung einer informierten
Auskunftsperson wie des Geschäftsführers der Bw. kann man in der Regel
mehr über einen Raum erfahren als beim Betrachten eines Fotos von diesem
Raum. Indem der Geschäftsführer der Bw. diesen Ortsaugenschein bei
gleichzeitiger Befragung des Geschäftsführers nicht gestattet hat
(u.a. Schreiben der Vertreterin der Bw. vom 9.9.2004), offenbarte er, dass er
dem UFS nicht den gesamten Sachverhalt offenlegen wollte, obwohl er dazu
verpflichtet gewesen wäre. Dieses Verhalten spricht gegen die
Glaubwürdigkeit des Geschäftsführers insbesondere in Bezug auf
dessen Aussage über das Fernsehgerät (Je ein Foto vom Wohnraum
Seeseite und vom Esszimmer Parkseite, vorgelegt in der mündlichen
Verhandlung vom 22.6.2005, die den Raum Nr. 8 und 9, bei dem es sich um einen
einzigen Raum handelt, zeigen; Eidesstattliche Erklärung des steuerlichen
Vertreters vom 6.9.2004 = Beilage zum Schreiben vom 9.9.2004; Aussagen des
Geschäftsführers und des steuerlichen Vertreters in der
mündlichen Verhandlung vom 22.6.2005). Genauere Feststellungen über den Inhalt des Raumes Nr.
8 und 9 sind nicht möglich, weil auf den Fotos nicht mehr zu erkennen war,
als festgestellt wurde. Dass es im Bungalow zwei Zimmer gab, die auf Grund ihrer
Einrichtung als Wohnzimmer verwendbar waren (Raum 2 und 5 sowie 8 und 9 im
Erdgeschoß), ist ein Indiz dafür, dass der Geschäftsführer
und seine Gattin beide Zimmer weitaus überwiegend zur Befriedigung ihres
privaten Wohnbedürfnisses verwendet haben. In dieses Bild fügt sich, dass beide Zimmer private
Wohnnutzungen ermöglichten, die das jeweils andere Zimmer nicht
ermöglichte: Das Zimmer 2 und 5 ermöglichte eine deutlich bessere
Aussicht auf die Gartenanlage als das Zimmer Nr. 8 und 9. Diese Feststellung
kann nur durch Vergleich der Fotos vom Raum Nr. 2 und 5 und vom Raum Nr. 8 und 9
getroffen werden, da der Geschäftsführer der Bw. einen Ortsaugenschein
im Raum Nr. 8 und 9 nicht gestattet hat (Foto mit NN und G E im Raum Nr. 2 und
5, vorgelegt durch den Geschäftsführer während der Vernehmung vom
9.7.2004, Fotos vom Raum Nr. 8 und 9, vorgelegt durch den Vertreter der Bw.
während der mündlichen Verhandlung vom 22.6.2005). Der Raum Nr. 8 und
9 enthält einen echten offenen Kamin, während der Raum Nr. 2 und 5 nur
mit der Attrappe eines solchen Kamines ausgestattet ist. Der Raum Nr. 2 und 5 enthielt ein Fernsehgerät samt
Videorekorder und Satelliten- Receiver, der Raum Nr. 8 und 9 nicht. Der Raum 2
und 5 konnte somit zum Betrachten von Filmen verwendet werden, der Raum Nr. 8
und 9 nicht. Der Raum Nr. 8 und 9 enthielt einen Esstisch mit Stühlen, der
Raum Nr. 2 und 5 nicht. Der Raum Nr. 8 und 9 (78 m²) ist größer
als der Raum Nr. 2 und 5 (60,7 m²). Auch die Umstände, die die Verschiedenartigkeit der
privaten Nutzungsmöglichkeiten beider Räume betreffen, legen die
Annahme nahe, dass beide Räume privat verwendet worden sind, weil es der
Lebenserfahrung entspricht, dass die Bewohner eines Hauses, das wie der
gegenständliche Bungalow im Großen und Ganzen so aussieht wie ein
privates Einfamilienhaus, alle verschiedenen Möglichkeiten der privaten
Wohnnutzung eines solchen Hauses zu nützen pflegen. cc.) K GF hat
angegeben (Aussagen vom 9. 7.2004, S. 2, - 8, insbesondere 2,3 und 6), dieses
Zimmer sei im Streitzeitraum an die KG, die Gesellschafterin der Bw., vermietet
worden. Die Bw. brachte ferner insbesondere in ihren "Mietspiegeln" und in einer
Skizze zum Ausdruck, das Zimmer 2 und 5 sei nur ein Büro- und Arbeitsraum
der KG gewesen (fünf schriftliche Unterlagen mit der Überschrift
"Mietspiegel" als Beilagen zum Schreiben der Vertreterin der Bw. vom 9.9.2004
und Skizze als Beilage des Schreibens der Vertreterin der Bw. vom 12.7.2004).
Entgegen der Aufforderung im Vorhalt vom 9.8.2004, S. 8
wurde jedoch weder ein Mietvertrag mit der KG vorgelegt, noch der wesentliche
Inhalt dieses Mietvertrages bekannt gegeben. Entgegen der Aufforderung im selben
Vorhalt (S. 8) hat die Bw. auch die Zahlungen der Miete durch die KG an die Bw.
nicht nachgewiesen. Es kann daher nicht festgestellt werden, dass die KG diesen
Raum im Streitzeitraum tatsächlich gemietet hat. Da die KG entgegen den Behauptungen der Bw. diesen Raum
nicht gemietet haben kann, ist dies ein Indiz für die Richtigkeit der
Annahme, dass die KG in diesem Raum keine wesentlich ins Gewicht fallenden
Tätigkeiten, die in ihrem zeitlichen Ausmaß konkret feststellbar
wären, ausgeführt hat (siehe auch insbesondere Punkt ee.). Dies ist
ein Indiz für die Richtigkeit der Annahme, dass sich der
Geschäftsführer und dessen Frau in Bezug auf die Nutzung des Raumes 2
und 5 zu privaten Wohnzwecken keine wesentlichen Beschränkungen auferlegt
haben (siehe auch insbesondere Punkt ff.). dd.) Dass in diesem
Raum Nr. 2 und 5 sonstige ins Gewicht fallende und in ihrem zeitlichen
Ausmaß konkret feststellbare entgeltliche Tätigkeiten der Bw.
für die KG oder andere Leistungsempfänger durchgeführt worden
sein könnten, kann nicht festgestellt werden: Abgesehen von der angeblichen
Vermietungstätigkeit gegenüber der KG, die nicht stattgefunden hat,
kamen nur die von der Bw. in den Gewinnermittlungen erklärten Verwaltungs-
oder Managementtätigkeiten (Jahresabschlüsse 1995-1998) in Frage. Die
Bw. wurde im Vorhalt vom 9.8.2004, S. 9 und 10 erfolglos aufgefordert, alle
Unterlagen betreffend die Management-und Verwaltungserlöse vorzulegen, alle
in diesem Zusammenhang abgeschlossenen vertraglichen Vereinbarungen bekannt zu
geben, darzulegen, worin die Management- und Verwaltungstätigkeiten
bestanden, für die die Bw. Erlöse erzielt hatte und in welchen
Räumen diese Tätigkeiten für die KG oder andere
Leistungsempfänger ausgeführt wurden. Bei der Vernehmung vom 9.7.2004
wurde der Geschäftsführer gefragt, worum es sich bei den Erlösen
Management 1995 gehandelt habe. Der Geschäftsführer gab an, dies nicht
zu wissen (S. 7 der Niederschrift vom 9.7.2004). Später gliederte die Vertreterin der Bw. alle
Managementerlöse 1995-1999 in Mieterträge KG (Anm.: hiebei handelte es
sich um die vorgebliche Vermietung des Raumes Nr. 2 und 5 im Erdgeschoß)
betreffend den Raum Nr. 2 und 5) und Verwaltungserträge KG auf [Beilage "BP
1995-1999 - Erträge zum Schreiben der Vertreterin der Bw. vom 9.9.2004].
Die Bw. hat jedoch trotz gebotener Gelegenheit nicht dargelegt und nicht
nachgewiesen, worin die gesamten erklärten Verwaltungstätigkeiten
bestanden. Die Angaben der Bw. zum Thema "Management" und "Verwaltung" waren
somit insgesamt unergiebig. Daher ist nicht feststellbar, worin diese
Managementtätigkeiten und Verwaltungstätigkeiten konkret bestanden
haben. Die Bw. hat aber jedenfalls nicht dargelegt, dass diese
Tätigkeiten im Raum Nr. 2 und 5 ausgeführt wurden, obwohl sie danach
gefragt worden ist, in welchen Räumen diese Tätigkeiten
ausgeführt worden sind. Ein Zusammenhang zwischen den Verwaltungs- und/oder
Managementtätigkeiten und dem Raum Nr. 2 und 5 kann daher jedenfalls nicht
hergestellt werden. Soweit dieser Raum Nr. 2 und 5 nicht für private
Wohnzwecke des Ehepaars GF auf Grund des Mietvertrages GF- Bw. verwendet wurde,
kann er daher nicht im Rahmen einer wesentlich ins Gewicht fallenden und in
ihrem zeitlichen Ausmaß konkret feststellbaren entgeltlichen
Tätigkeit der Bw. verwendet worden sein. ee.)
ee.1) K GF hat -
zum Teil durch die Vertreterin der Bw.- angegeben (Aussagen vom 9.7.2004, S.
2-8,insb. 2, 3 und 6; Schreiben vom 9.9.2004 mit Beilagen "Mietspiegel"; Skizze,
vorgelegt von der Vertreterin der Bw. mit Schreiben vom 12.7.2004 ), dieses
Zimmer sei für die KGfür
Vertragsbesprechungen, Besuche von Künstlern, die sich für die
Mitwirkung an Fernsehsendungen, die von der KG produziert worden seien, beworben
hätten und zu einem Vorsingen eingeladen worden seien und für
Besprechungen mit Medienvertretern (zB des ORF oder von Zeitungsmedien)
benützt worden. Dieses Zimmer sei auch für Filmaufnahmen genutzt
worden. Hier habe die Moderation der NN - Show "ÜberraschungX", eine
Koproduktion von ARD und ZDF, stattgefunden. Zur Bescheinigung dieser Behauptung
legte K GF am 9.7.2004 ein Foto, welches die Moderatorin NN und die
Sängerin G E in diesem Zimmer sitzend zeigt, vor. ee.2) Die KG
vermiete Fernsehstudios und die dazugehörige Ausstattung an
Filmproduzenten. Sie trete auch als Koproduzentin von Fernsehfilmen in
Erscheinung (Niederschrift über die Angaben des K GF und des Vertreters der
Bw. vom 9.7.2004, S. 3, 5). Der Geschäftsführer benütze den
Fernseher samt Video- und Satellitenanlage für betriebliche Zwecke der KG ,
z.B. dafür, um sich die Sendung "GerichtX" zu Zwecken der
Qualitätskontrolle anzusehen, die von der KG koproduziert werde, oder
dafür, um sich Filmmaterial anzusehen, das für die Produktion von
Fernsehsendungen (u.a. Musiksendungen) hilfreich sein könnte, die die KG
produziere, z.B. im Zusammenhang mit einer geplanten Sendung zum Gedenken an den
verstorbenen Moderator von Musiksendungen Peter FD (S. 5 der Aussage vom
9.7.2004) oder im Zusammenhang mit der Videokassette mit der Aufschrift
"Wunschmelodie- Familie ML", oder dafür, um sich Videofilme von Bewerbern
(z.B. Norbert T) anzusehen, die in einer Sendung der KG auftreten wollten (S. 5
der Aussage). Hiezu wird bemerkt: ee.3.) Die Bw. hat
alle konkreten Fragen des UFS, die dazu dienten, das konkrete Ausmaß der
Tätigkeit der KG und der Bw. im Medienbereich
während des Streitzeitraumes 1995 -
1998 festzustellen, nicht beantwortet und die in diesem Zusammenhang
angeforderten Unterlagen nicht vorgelegt. Die Bw. wurde ersucht (Vorhalt vom
9.8.2004, Punkt 1), alle Verträge vorzulegen, die im Zusammenhang mit der
Einflussnahme der KG oder der Bw. auf die inhaltliche Gestaltung, die
Herstellung und Verbreitung von Fernsehfilmen und CD- Platten oder
Beiträgen für Radioendungen während des Zeitraumes 1995 - 1998
standen. Die Bw. wurde auch ersucht, die in diesem Zusammenhang lukrierten
Erlöse nachzuweisen. Die Bw. ist diesen Aufforderungen nicht nachgekommen.
Daher ist ein erhebliches und konkretes Ausmaß an Tätigkeiten der KG
oder der Bw. auf dem Gebiete der Medienproduktion, und sei es auch nur in
Verbindung mit der Vermietung von Räumen zur Medienproduktion, während
des Zeitraumes 1995-1998 nicht feststellbar. Dies ist ein weiteres Indiz
dafür, dass ein erhebliches und konkretes Ausmaß von Tätigkeiten
der KG (vertreten durch K GF) und der Bw. im Raum Nr. 2 und 5 des
Erdgeschoßes während des
Streitzeitraumes 1995- 1998 nicht feststellbar ist. ee.4.) Die Bw.
wurde erfolglos aufgefordert (Vorhalt vom 9.8.2004, S. 9), Verträge
vorzulegen, die im Zusammenhang mit Tätigkeiten stünden, die die KG
auf der Liegenschaft EZ01 KATASTRALGEMEINDE SAausführte. Die Bw. wurde ferner erfolglos aufgefordert (Vorhalt vom
9.8.2004), samt Vorlage geeigneter Nachweise bekanntzugeben, wann Künstler
die Liegenschaft EZ01 KATASTRALGEMEINDE SA im Streitzeitraum betreten haben, um
hier vorzusingen, und wann im Streitzeitraum betrieblich veranlasste
Besprechungen im Namen der KG auf dem Grundstück stattgefunden haben. Die
Bw. wurde ferner erfolglos aufgefordert, die Terminkalender ihres
Geschäftsführers, der auch Geschäftsführer der KG für
den Zeitraum 1995- 1998 vorzulegen (Vorhalt vom 9.8.2004, S. 6). Die Bw. ist
somit trotz gegebener Gelegenheit nicht bereit gewesen, genaue Informationen
über ein konkretes Ausmaß der angeblichen Tätigkeiten der KG und
der Bw. auf dem Grundstück EZ01 KATASTRALGEMEINDE SA bekannt zu geben. Auch
daher können genaue Feststellungen über ein erhebliches und konkretes
Ausmaß von betrieblichen Tätigkeiten der KG und Bw. im Raum 2 und 5
des Erdgeschoßes während des
Streitzeitraumes 1995-1998 nicht getroffen werden. Dass die Bw. trotz gebotener Gelegenheit keine
quantifizierbaren Angaben, aus denen auf ein konkretes Ausmaß
betrieblicher Tätigkeiten der KG und Bw. im Raum Nr. 2 und 5 geschlossen
werden hätte können, gemacht hat, und keine Beweise für eine
solche Tätigkeit vorgelegt hat, ist ein Indiz dafür, dass
Tätigkeiten im Interesse der KG und Bw., die nichts mit der Befriedigung
des privatenWohnbedürfnisses des Ehepaars GF zu tun hatten,
während des Streitzeitraumes
1995-1998 nur in einem untergeordneten,
nicht genauer feststellbaren Ausmaß im Raum 2 und 5 stattgefunden haben.
ff.) Der
gegenständliche Bungalow wurde bis einschließlich 1994 nur an K GF
und dessen Gattin vermietet. Bis 1994 gab es keine anderen Mieter für die
gegenständliche Liegenschaft. In dieser Mietvereinbarung findet sich daher
keine Ausnahme bestimmter Räume von der Wohnnutzung im Parterre: Es ist
vielmehr vereinbart: "Im Rahmen der Vermietung haben Sie (Anm: die Mieter
KGF und G E) das Recht der
Mitbenützung der Halle und der Wohnräume im Parterre..."
(Jahresabschlüsse 1988-1994, Mietvereinbarung GF- Bw. vom 11.1.1982, AB
116). Ab 1995 soll es nach den Behauptungen der Bw. erstmals Mieterträge
auf Grund des angeblichen Mietvertrages mit der KG betreffend den Raum Nr. 2 und
5 im Parterre gegeben haben (Beilage BP 1995-1999 zum Schreiben der Vertreterin
der Bw. vom 9.9.2004). Dennoch wurde die Mietvereinbarung GF- Bw. im Zeitraum ab
1995 nicht geändert. Dies folgt daraus, dass die Bw. trotz einer
Aufforderung des UFS (Vorhalt vom 9.8.2004, Punkt 4 g; Niederschrift vom
9.7.2004, S. 8; Schreiben der Vertreterin der Bw. vom 9.9.2004, Punkt 7) mit
Ausnahme der bereits bekannten Mietvereinbarung vom 11. 1.1982 und vom 15.
11.1992 (Ab 26, 116) keine ergänzenden Vereinbarungen im Zusammenhang mit
dem Mitverhältnis GF- Bw. bekanntgab. Zufolge des Mietvertrages GF- Bw.
waren daher der Geschäftsführer und dessen Frau auch ab 1995 - 1998
bis heute berechtigt, die gesamten Wohnräume im Parterre und daher auch den
als Wohnzimmer nutzbaren Raum Nr. 2 und 5 für private Wohnzwecke zu nutzen.
Zufolge desselben Mietvertrages zahlten K GF und dessen Gattin bis zum Jahr 2000
(Mit Ausnahme der Zeit der Abwesenheit wegen der Morddrohungen) gleich viel
für die Rechte aus dem Mietvertrag wie bis zum Jahr 1994. Das ist ein
weiteres Indiz dafür, dass sie das Ausmaß ihrer privaten Nutzung der
Räume des Parterre ab 1995 bis 2000 (mit Ausnahme des Zeitraumes
1.7.1997-31.12.1998) auch nicht geändert haben. Dies spricht ebenso
für die weitaus überwiegende private Nutzung des Raumes Nr. 2 und 5
durch den Geschäftsführer und dessen Frau während des
Streitzeitraumes 1995-1998. Noch in ihrer Berufung vom
10.9.1999 (2. und 3. Seite) brachte die
Bw. vor: Die Liegenschaft besteht aus 4 Appartements (davon sind ...drei
ausgebaut, ein viertes ist noch nicht voll ausgebaut) im ersten Stock, sowie
einem Wohnzimmer (Halle) und Vorräumen im Erdgeschoß des Haupthauses.
Derzeit hat ein Appartement im Haupthaus Frau G E ... und ein Appartement Herr
... GF gemietet. Mit der Miete der Appartements
im ersten Stock ist auch die Nutzung der Räumlichkeiten im Parterre des
Haupthauses verbunden..."
Bei diesen im Jahr 1999 erhobenen Behauptungen der
Vertreterin der Bw. ist keine Einschränkung der privaten Wohnnutzung durch
den Geschäftsführer und dessen Frau auf bestimmte Räume des
Parterre erkennbar. Erst später (Niederschrift über die Vernehmung vom
9.7.2004, insbesondere S. 8) behauptete der Geschäftsführer, er habe
den Raum Nr. 2 und 5 im Parterre nicht privat genutzt. Diese mangelnde
Übereinstimmung dieser Behauptungen in Verbindung mit dem Aussehen des
Raumes Nr. 2 und 5 spricht ebenso für die weitaus überwiegende private
Nutzung des Raumes Nr. 2 und 5 auf Grund des Mietvertrages GF- Bw. gg.) Dass es auch im Streitzeitraum 1995-1998 gelegentlich, wenn
auch nicht feststellbar, wie oft, in einem untergeordneten Ausmaß im Raum
2 und 5 Tätigkeiten gegeben hat, die mit dem Betrieb der KG oder der Bw.
(Niederschrift vom 9.7.2004; Beilagen "Mietspiegel" zum Schreiben vom 9.9.2004
der Bw.; Skizze als Beilage zum Schreiben vom 12.7.2004) im Zusammenhang stehen,
wird nicht bezweifelt. Der Bungalow enthielt nicht nur Wohnräume, sondern
auch insbesondere vom Geschäftsführer betrieblich genutzte
Büroräume und Archive (Raum Nr. 9 im Obergeschoß, Räume Nr.
6 und 7 im Keller). Es wäre lebensfremd, anzunehmen, dass der
Geschäftsführer des Komplementärs der KG und der Bw. K GF in den
Wohnräumen des von ihm insbesondere zu Wohnzwecken genutzten Bungalows nie
geschäftliche Tätigkeiten (z.B. geschäftliche Besprechungen,
Bearbeiten von Unterlagen) ausführte. hh.) Zu den vom
Geschäftsführer in der mündlichen Verhandlung behaupteten
Buchhaltungstätigkeiten: Im Streitzeitraum 1995- 1998 wurden keine
Erträge aus Buchhaltungen steuerlich erklärt. Solche Erträge
könnten daher bestenfalls in den Verwaltungs- und Managementerträgen,
die in den Gewinnermittlungen dieser Jahre erfasst wurden, enthalten sein (siehe
zu diesen oben insbesondere dd.). ii.) K GF gab auch
an (Aussage vom 9.7.2004), dieses Zimmer für Besprechungen zu nutzen,
welche im Zusammenhang mit seiner ehrenamtlichen Tätigkeit für die
Musikschule von PZ stünden. Dies ist ein weiteres Indiz dafür, dass
dieser Raum privat von K GF verwendet wurde. Die ehrenamtliche Tätigkeit
für eine Musikschule ist der privaten Sphäre des K GF
zuzuordnen. jj.) Die genannten
Indizien in ihrer Gesamtheit sprechen für die Richtigkeit der Annahme, dass
der Raum Nr. 2 und 5 weitaus überwiegend zur Befriedigung des privaten
Wohnbedürfnisses des Geschäftsführers und seiner Frau verwendet
worden ist und eine betriebliche Verwendung dieses Raumes nur in einem
untergeordneten und zeitlich nicht konkret feststellbaren Ausmaß
stattgefunden hat. c.) Raum Nr. 3 im
Erdgeschoß (Küche) Feststellungen: Diese Küche wurde weitaus überwiegend von K GF
und dessen Gattin zur Befriedigung ihres privaten Wohnbedürfnisses auf
Grund des Mietvertrages GF- Bw. verwendet. Gelegentlich, ohne dass feststellbar
ist, wie oft, wurde diese Küche auch zur Bewirtung von
Geschäftsfreunden verwendet. Rechtsfolge: Die mit dieser Küche im Zusammenhang
stehenden Aufwendungen sind nicht abzugsfähig (§ 20 Abs 1 Z 3 EStG
1988 i.V.m. § 12 Abs 1 Z 3 KStG 1988). Die Überlassung der Küche
zur privaten Nutzung an den Geschäftsführer und dessen Gattin ist eine
außerbetriebliche Tätigkeit der Bw. (Punkt 3.2.). Die Küche
zählt nicht zum Betriebsvermögen. Beweiswürdigung: K GF hat ausgesagt (Aussage 9.7.2004, S. 9), die Küche
werde sowohl von seiner Gattin und ihm selbst für private Zwecke auf Grund
des Mietvertrages GF- Bw. als auch zur Bewirtung von privaten Gästen und
Geschäftsfreunden verwendet. Mit Vorhalt vom 9.8.2004 wurde die Bw.
gefragt, an welchen Tagen 1995 - 1998 zu welchen betrieblichen Zwecken der Bw.,
der KG und der CH AG welche Personen im Hause bewirtet worden seien. Die Bw.
wurde auch ersucht, geeignete Nachweise hiefür zu erbringen. Die Bw.
beantwortete diese Frage nicht und legte in diesem Zusammenhang auch keinerlei
Nachweise vor. Dieser Umstand legt die Annahme nahe, dass die Bewirtung von
Geschäftsfreunden nur in untergeordnetem, nicht näher feststellbarem
Ausmaß erfolgt ist und dass die private Verwendung dieser Küche durch
den Geschäftsführer und dessen Frau weitaus überwogen hat. Dass das Haus RTstraße 31 überwiegend der
Befriedigung des Wohnbedürfnisses des K GF und seiner Frau auf Grund des
Mietvertrages GF- Bw. diente, dass diese Küche in räumlicher Nähe
zum privaten Wohnbereich liegt (sie grenzt unmittelbar an den Raum Nr. 2 und 5
im Parterre an und sie liegt auch in der Nähe des Raumes Nr 8 und 9 im
Parterre, vgl. Skizze Erdgeschoß als Beilage zum Schreiben der Vertreterin
der Bw. vom 9.9.2004) sind weitere Indizien dafür, dass auch die Küche
weitaus überwiegend diesem privaten Zweck des Ehepaars GF gedient hat. Dass
mit Hilfe der Küche gelegentlich auch Geschäftsfreunde der Bw.
bewirtet wurden, wird nicht bezweifelt (siehe oben Punkt b gg). d.) Das Haus
RTstraße. 31 wurde im Streitzeitraum 1995-1998 wie folgt verwendet (soweit
nunmehr Räume erwähnt werden, die bisher nicht erörtert worden
sind, ist deren Nutzung nicht strittig, vgl. insoweit unbestrittener Vorhalt vom
3.1.2005): aa.) Der Wert der
Nutzung der Räume des Obergeschoßes beträgt 75 % des Wertes der
Nutzung des Erdgeschoßes. Der Wert der Nutzung der Räume des Kellers
und der Garage beträgt 17% des Wertes der Nutzung des Erdgeschoßes
(Vorhalt vom 3.1.2005, insoweit unbestritten; vgl. Vorhaltsbeantwortung vom
9.9.2004 mit 5 Beilagen "Mietspiegel"; vgl. Doralt, EStG § 4 TZ 85 m.w.N;
VwGH vom 13.5.1992, 90/13/0057; vgl. VwGH vom 13.12.1989, 85/13/0041; , vgl.
VwGH vom 19.9.1989, 88/14/0172). bb.) Die
Nutzflächen des Hauses RTstraße. 31 wurden während des
Streitzeitraumes wie folgt verwendet (vgl. Vorhalt vom 3.1.2005; vgl. Schreiben
der Vertreterin der Bw. vom 7.2.2005, insbesondere Beilage
"Flächenermittlung"): Soweit in den folgenden Ausführungen von
gemeinschaftlicher Nutzung die Rede ist, ist damit eine sowohl betriebliche als
auch private (dh zu privaten Zwecken des Ehepaars GF erfolgte) Mischnutzung
gemeint, wobei eine nachvollziehbar begründbare Abgrenzung zwischen diesen
beiden Nutzungsarten nicht möglich ist. Obergeschoß-
außerbetriebl.
Nr. 2: nutzbarer,
unbenutzter Schlafraum 21 m²
Nr. 3 Bad und WC
nutzbar, unbenützt, 10,5 m²
Schlafzimmer K GF 42,45 m²
Nr. 8: Bad und WC
beim Schlafzimmer des K GF 15,05 m²
Nr. 9: Büro
Nr. 11: Bad und WC
bei den Zimmern der G E 12 m²
Schlafzimmer G E 39 m²
Nr. 6: Flur,
gemeinschaftlich genutzt, 16,5 m²
Fläche des Obergeschoßes ohne Raum mit
gemeinschaftlicher, nicht exakt abgrenzbarer Nutzung 160,05 m²
20 m² x 75% wegen Nutzungswertminderung= 15 m²
betrieblich genutzt 140 m² x 75 % wegen Nutzungswertminderung =
105m² für
private Zwecke des Ehepaars GF benutzt Parterre -
Nr. 1: Pergola,
gemeinschaftlich genutzt 31,5 m2 Nr. 2 u. 5: Zimmer
mit Flügel 60,70 m²
Nr. 3: Küche
gemeinschaftlich genutzt 14 m²
Nr. 3 A: Treppe
gemeinschaftlich genutzt 10,70 m²
Nr. 7: Garderobe,
Gäste WC, gemeinschaftlich genutzt 8 m²
Nr. 8 und
9:78 m²
Nr. 4: Garage 30
Fläche des Parterre ohne Räume mit
gemeinschaftlicher, nicht exakt abgrenzbarer Nutzung 179,4 m²
30 m², davon 17 % wegen Nutzungswertminderung = 5,1
m²betrieblich genutzt 149,4 m² zu privaten Zwecken des Ehepaars GF
benutzt Keller -
Nr. 1: Raum
für Öltanks, 18,40 m², gemeinschaftlich genutzt Nr. 2: Raum
für Zentralheizung,gemeinschaftlich genutzt, 10,70 m2 Nr. 3 a und 4:Raum
unmittelbar nach der Kellerstiege 28 m²: gemeinschaftlich genutzt Raum 5: 36,5
36,5 m2 Nr. 6:
Arbeitszimmer Keller 22,5 m²
Nr. 7: im Westen
daran angrenzender Raum 78 m²
Fläche des Kellers ohne Räume mit
gemeinschaftlicher, nicht klar abgrenzbarer Nutzung 137 m²
100,5 m² , davon 17 % wegen Nutzungswertminderung =
17,09 m² betrieblich genutzt 36,5 m², davon 17% wegen Nutzungswertminderung = 6,21
m² für private Zwecke des Ehepaars GF benutzt Flächen des Hauses
RTstraße. 31 bei Berücksichtigung der Nutzungswertminderung
privaten Zwecken des Ehepaars GF oder zumindest außerbetrieblichen Zwecken
Kellerraumfläche unter Berücksichtigung der
Nutzungswertminderung 23,27 m²
6,21 m2 Fläche des Parterre unter Berücksichtigung der
Nutzungswertminderung der Garage 154,5 m²
Fläche des Obergeschoßes bei
Berücksichtigung der Nutzungswertminderung 120,04 m2 15 m²
Fläche des Hauses RTstraße. 31 mit
Berücksichtigung der Nutzungswertminderung 297,8 m²
37,19 m² = 12,49 % 260,61 m² = 87,51 % Räume, die der gemeinschaftlichen Nutzung unterliegen
und die nach dem soeben ermittelten Nutzungsverhältnis (12,49%
betrieblich/87,51% privat) aufgeteilt werden: betrieblich
Obergeschoß, davon 75% wegen Nutzungswert-minderung: Flur 16,5 m² x
75% = 12,38 m²
Keller: Raum für Öltanks (1), 18,40 m²,
davon 17 % wegen Nutzungswertminderung= 3,13 m²
Keller: Raum für Zentralheizung (2), 10,70 m²,
davon 17% = 1,82 m²
Keller: Raum 3 a und 4: 28 m², davon 17% = 4,76
Räume, die der gemeinschaftlichen Nutzung unterliegen
(bei Berücksichtigung der Nutzungswertminderung des Obergeschoßes und
des Kellers: 86,29 m²
(12,49 %) betrieblich genutzt 75,51 m² (87,51%) für private Zwecke des
Ehepaars GF benutzt Gesamtheit der Räume, die insgesamt der betrieblichen
Nutzung und der Nutzung für private Zwecke des Ehepaars GF zugeordnet
werden können: betrieblich
Fläche des Hauses RTstraße. 31 bei
Berücksichtigung der Nutzungswertminderung ohne gemeinschaftliche
Flächen 297,80 m²
Räume, die der gemeinschaftlichen Nutzung
unterliegen: 86,29m²
gesamte Nutzfläche des Hauses RTstraße. 31 bei
Berücksichtigung der Nutzungswertminderung: 384,09 m²
87,51 % des Hauses RTstraße. 31 entfallen entweder
auf Räume, die der Befriedigung des privaten Wohnbedürfnisses des
Geschäftsführers und dessen Frau dienten oder die verwendbar waren,
aber nicht verwendet wurden (Raum Nr. 2 und 3 im Obergeschoß). Dieselbe
Aufteilung der Nutzungen wie für das Haus RTstraße. 31 gilt für
die gesamte Liegenschaft (Vorhalt vom 3.1.2005, insbesondere Punkt 2 c, h,l).
3.2.) Zählt jener
Teil der Liegenschaft, der der Nutzung auf Grund des Mietvertrages GF- Bw.
diente, zum Betriebsvermögen? Zählt die Liegenschaft insgesamt zum
Betriebsvermögen der Bw.?
Die Anschaffungs- und Herstellungskosten der Liegenschaft
EZ01 Katastralgemeinde SA einschließlich der darauf befindlichen
Gebäude und des Liegenschaftszubehörs betrugen per 31.12.1994
22,719.384,82 S (Anlagenverzeichnis 1994, Vorhalt vom 3.1.2005). Von den Anschaffungs- und Herstellungskosten der
Liegenschaft EZ01 Katastralgemeinde SA von 22,719.384,82 entfallen 87,51 %, das
sind 19,881.733,66 S, auf die Wohnung des Geschäftsführers der Bw. und
dessen Frau. 12,49%, das sind 2,837.651,16 S, sind dem Betrieb der Bw., der
nicht als Wohnung des Geschäftsführers und dessen Gattin genutzt wird,
zuzuordnen. Die Anschaffung, Errichtung, Erhaltung und Vermietung der Wohnung zu
Gunsten des Geschäftsführers und dessen Gattin war nicht durch den
Betrieb der Bw. veranlasst. Die mit dieser Wohnung im ursächlichen
Zusammenhang stehenden Ausgaben (= 87,51% der Ausgaben, die im Zusammenhang mit
der Liegenschaft RTstraße. 31-33 stehen) sind nicht betrieblich
veranlasst. Rechtsfolgen: Jener
Teil der Liegenschaft, der als Wohnung des Geschäftsführers und dessen
Ehefrau dient, gehört jedenfalls nicht zum Betriebsvermögen. Die
Einnahmen und Ausgaben, die damit im ursächlichen Zusammenhang stehen, sind
daher in der Gewinnermittlung nicht anzusetzen. Auch jener Teil der
Liegenschaft, der betrieblichen Zwecken diente (12,49%) steht wegen des
untergeordneten Ausmaßes der betrieblichen Nutzung nicht im
Betriebsvermögen. Daher ist der IFB, soweit er im ursächlichen
Zusamenhang mit der Liegenschaft geltend gemacht wurde, nicht nur zu 87,51% aus
der Gewinnermittlung zu eliminieren, sondern zu 100 %. Die Unterlassung der Nutzung der Wohnung des
Geschäftsführers und dessen Gattin während des Zeitraumes Juli
1997 - Dezember 1998 war keine Nutzungsänderung, die zu einer Änderung
des Ausmaßes des Betriebsvermögens führte. Da der Raum Nr. 2 und 3 im Obergeschoß des Bungalows
verwendbar war, aber nicht verwendet wurde und der Bungalow zum Teil (87,51 %)
nicht betrieblich verwendet wurde, gehört auch dieser Raum Nr. 2 und 3 im
Obergeschoß zur außerbetrieblichen Sphäre (Doralt, EStG, 4.
Auflage, § 4 TZ 88). Beweiswürdigung: Dass die Anschaffung, Errichtung, Erhaltung und Vermietung
der Wohnung zu Gunsten des Geschäftsführers und dessen Gattin nicht
durch den Betrieb der Bw. veranlasst war, ergibt sich aus den nachstehenden
Erwägungen: Die Bw. ist ein kleiner Betrieb, wie aus folgenden, den
Jahresabschlüssen 1988-1998entnommenen Daten ableitbar ist: Ihr durchschnittlicher erklärter
Jahresumsatz betrug in den Jahren 1988-1998 987.049 S, ihre durchschnittlichen
erklärten Jahresverluste betrugen 1988-1998 427.456 S, ihr
durchschnittlicher jährlicher Cash - Flow betrug im selben Zeitraum unter
Zugrundelegung der Jahresabschlüsse der Bw. 35.055,36 S. Die Bw.
beschäftigte einen Geschäftsführer ohne Gehalt und fallweise
(1994-1997) einen Dienstnehmer (Vorhalt vom 3.1.2005 samt Beilage betreffend
Cash- Flow; Jahresabschlüsse 1988-1998; Vorhalt vom 28.1.2004, Punkt 3 d).
Die durchschnittliche Höhe des Cash- Flow 1988-1998
wird wie folgt begründet: Die von der Vertreterin der Bw. angestellten
Überlegungen zum Thema "Cash- Flow" werden nicht als überzeugend
erachtet. Die Bw. weist zwar zu Recht darauf hin (Schreiben ihrer Vertreterin
vom 30.3.2004, 3. Seite zu Punkt d, samt Beilage II), dass es bei
Buchwertabgängen zu keinem Mittelabfluss kommt, berücksichtigt jedoch
nicht den Mittelabfluss, der sich aus der Anschaffung der Wirtschaftsgüter
ergeben hat. Zudem berücksichtigt die Bw. in ihrer Darstellung betreffend
einen "bereinigten Cash-Flow" (Beilage II des Schreibens vom 30.3.2004;
Schreiben der Bw. vom 7.2.2005, erste Seite; Schreiben vom 9.9.2004, Beilage mit
der Darstellung der Erträge 1995 - 1999) den Umstand nicht, dass den
Verlustanteilen der stillen Gesellschafterin CH AG in den Jahren 1988 - 1998
keinerlei Mittelzuflüsse gegenüberstehen (korrigierte Darstellung des
Cash-Flow 1988-1998 als Beilage zum Vorhalt vom 3.1.2005). Der durchschnittliche
Cash-Flow der Jahre 1988-1998 wurde in Höhe von 35.055,36 S ermittelt und
der Bw in einer Beilage zum Vorhalt vom 3.1.2005 samt Berechnungsgrundlagen
vorgehalten. Dieser Berechnung ist die Bw. nicht entgegengetreten. Auf diese
Beilage des Vorhaltes vom 3.1.2005 mit dem Titel "Korrigierte Darstellung des
Cash- Flows 1988-1998" wird verwiesen. Auch aus dem niedrigen Cash- Flow ist somit ableitbar, dass
die Bw. ein kleiner Betrieb war. Ein kleiner Betrieb wie die Bw. stellt üblicherweise
einer für ihn regelmäßig tätigen Person, wie es K GF als
Geschäftsführer der Bw. war, keine Wohnung in einem Bungalow am MS
See, deren Anschaffung und Herstellung dem Betrieb Kosten von rund 19,8 Mio S
verursacht hat, zur Verfügung, während die Anschaffung und Herstellung
der übrigen betrieblich genutzten Liegenschaftsteile (das sind diejenigen
Teile der Liegenschaft, die nicht als Wohnung des Geschäftsführers und
dessen Gattin dienen) dem Betrieb um ein Vielfaches geringere Kosten (hier rund
2,8 Mio S verursacht hat. Dies spricht für die mangelnde betriebliche
Veranlassung der Vermietung der Wohnung an den Geschäftsführer und
dessen Gattin (Vgl. VwGH 20.6.2000, 98/15/0169). Der Gesellschaftsvertrag der Bw. sieht als Betriebszweck
den An- und Verkauf von Grundstücken zum Zwecke eigener Verwertung und
Benützung vor (Generalversammlungsprotokoll vom 22.6.1981). Entscheidend
ist nicht in erster Linie der Gesellschaftsvertrag, sondern der
tatsächliche Betriebszweck, der sich aus der konkreten Betriebsführung
der Bw. ergibt. Hiebei fällt auf, dass die Bw. nur an den
Geschäftsführer und dessen Gattin Wohnräume zur Nutzung gegen
Entgelt überlassen hat. Dieses Faktum unterstreicht die
Ungewöhnlichkeit der Vorgangsweise der Bw.: Die Bw. hat nicht nur keinen
anderen Personen Wohnräume vermietet, sie hat überdies
ungewöhnlich hohe Kosten auf sich genommen, um dem
Geschäftsführer und dessen Gattin die Wohnräume vermieten zu
können. Wesentlich ist ferner, dass der Mietzins, den der
Geschäftsführer und dessen Gattin zu bezahlen hatten, deutlich
geringer war, als Personen ohne gesellschaftsrechtliches Naheverhältnis
untereinander vereinbart hätten (Siehe unten Punkt 3.9). Zum Vorbringen der Bw., Hauptbestandteil der
buchmäßigen Verluste sei die Position Anlagenabschreibung gewesen,
bei Außerachtlassung der Abschreibung würden keinerlei Verluste
entstehen, der Kauf der Liegenschaft sei eine reine Kapitalanlage zur Erhaltung
des Wertes gewesen, wobei tatsächlich eine beträchtliche
Wertsteigerung erzielt worden sei, der Verkehrswert betrage 2,150.000 € und
sei somit viel höher als die historischen Anschaffungskosten von1,651.082
€ (Schreiben der Vertreterin der Bw. vom 6.10.1998, Berufung vom 10.9.1999,
Schreiben vom 7.2.2005; Vorbringen des Geschäftsführers in der
mündlichen Verhandlung): Hiezu wird bemerkt: Wenn ein Unternehmer sich dazu
entschließt, eine Liegenschaft zu erwerben, und die Absicht verfolgt,
diese Liegenschaft zu vermieten, dann wird er in der Regel nicht nur eine
Wertsteigerung anstreben, da eine bloße Wertsteigerung noch keine
operativen Gewinne bedeutet. Er wird vielmehr in die Kalkulation des Mietzinses
neben dem ortsüblichen Mietzins auch die Kosten, die die Liegenschaft
verursacht hat einschließlich der Absetzung für Abnutzung sowie eine
angemessene Rendite für den Kapitaleinsatz einfließen lassen. Dies
hat die Bw., vertreten durch ihren Geschäftsführer, jedoch nicht in
ausreichendem Ausmaß getan (siehe unten Punkt 3.9). Aus all dem folgt: Die GmbH hätte diese Wohnung zum
Zwecke der Vermietung um einen derart geringen Mietzins (siehe unten Punkt 3.9)
an eine Person, zu der sie kein gesellschaftsrechtliches Naheverhältnis
gehabt hätte, nicht erworben und diese Wohnung einer solchen Person auch
nicht vermietet. 3.3.) Nicht betrieblich
veranlasster Aufwand:
Folgende Aufwendungen 1995 - 1998, die mit der Wohnung des
Geschäftsführers und dessen Gattin im Zusammenhang stehen, sind daher
nicht betrieblich veranlasst: Aufwand im ursächlichen Zusammenhang mit der
Liegenschaft (Schreiben der Vertreterin der Bw. vom 30.3.2004 samt
Beilagen) 1995:700.480,60 1996:730.214,16 1997:888.550,21 1998:764.830,36 davon 87,51 % nicht betrieblich veranlasster
Aufwand 612.990,57 S 639.010,41 S 777.570,29 669.303,05 S In den Aufwendungen im ursächlichen Zusammenhang mit
der Liegenschaft (700.480,60 S, 730.214,16 S, 888.550,21 S, 764.830,36 S) 1995 -
1998 ist ein IFB von 1995 1996 1997 1998 5.976 S 21.078 S 58.451 S 27.551 S enthalten (Beilage I des Schreibens der Vertreterin der
Bw. vom 30.3.2004). 87,51 % dieses IFB wurden zusammen mit 87,51% der
übrigen Aufwendungen im Zusammenhang mit der Liegenschaft als nicht
betrieblich veranlasst angesehen. Da die Liegenschaft nicht im
Betriebsvermögen steht, ist der gesamte mit der Liegenschaft im
Zusammenhang stehende IFB nicht abzugsfähig und nicht nur ein Teilbetrag
von 87,51% des IFB. Es ist daher auch der Rest des IFB in Höhe von 12,49%
des IFB nicht abzugsfähig. Hiebei handelt es sich um folgende
Beträge: 1995 1996 1997 1998 746,40 S 2.632,64 S 7.300,53 S 3.441,12 S KFZ-
Die Behauptung des Geschäftsführers der Bw. dass
der PKW zur Gänze betrieblich verwendet worden sei (Aussage vom 9.7.2004,
insbesondere Seite 9), widerspricht der Lebenserfahrung. Ein Fahrtenbuch wurde
von der Bw. nicht geführt. Dies folgt daraus, dass ein solches trotz der
Aufforderung im Vorhalt vom 9.8.2004 nicht vorgelegt wurde (Vorhalt vom
9.8.2004, S. 11; Vorhalt vom 3.1.2005, S 11). Das Ausmaß der privaten
Nutzungsentnahme wird im Ausmaß von 20% in Bezug auf die Nutzung dieses
PKWs geschätzt. Nicht betrieblich
veranlasster Aufwand für das KFZ
1995 1996 1997 1998 KFZ- Aufwand lt. Bw. AfA 20.000S 19.999S --- --- Reparatur 8.761 S --- 6.071 S 7.310 S Steuer 2.990 S 2.990 S 2.990 S 1.743 S Versich. 7.266 S 4.168 S 6.429,50 S 6.418,25 S Summe 39.017S 27.157S 15.490,50 S 15.471,25 S abz. 80% PA KFZ 20% 7.803,4 S 5.431,4 S 3.098,1 S 3.094,25 sonstiger Aufwand, nicht betrieblich
1995 1996 1997 1998 Aufwand Miete 56.060 S Verbrauchsartikel 18.917,21 S Mediendienstl.-Ton 17.820 S 23.100 S Summe 56.060 S 36.737,21 23.100 S In Bezug auf diese soeben erwähnten Aufwendungen
(Miete, Verbrauchsartikel, Mediendienstleistungen Ton) wurde die Bw. erfolglos
aufgefordert, die betriebliche Veranlassung darzulegen (Bedenkenvorhalt vom
9.8.2004, Punkt 4 s, t, u). Daher können diese Aufwendungen nicht als
betrieblich veranlasst angesehen werden (Vorhalt vom 3.1.2005, S. 12 Punkt f,
insoweit unbestritten). gesamter, nicht betrieblich veranlasster Aufwand 1995 1996 1997 1998 Wohnung GF 612.990,57 S 639.010,41 S 777.570,29 S 669.303,05 S IFB- Rest 746,40 S 2.632,64 S 7.300,53 S 3.441,12 S KFZ 7.803,4 S 5.431,4 S 3.098,1 S 3.094,25 S sonstige: 56.060 S 36.737,21 23.100 (Miete Verbrauchsart. Mediendienstl.) Summe 621.540,37 S 703.134,45 S 824.706,13 S 698.938,42 S Soweit Vorsteuern nicht abzugsfähig sind,
gehören diese zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten (§ 6 Z 11
EstG 1988). Diese Anschaffungs- oder Herstellungskosten sind nur dann als
betrieblicher Aufwand abzugsfähig (zum Teil über die AfA), wenn sie
betrieblich veranlasst sind (§ 4 Abs 4 ESTG 1988). Sind die
Nettobeträge der Aufwendungen und Anschaffungs- und Herstellungskosten
nicht betrieblich veranlasst und daher nicht als Betriebsausgaben
abzugsfähig (§ 4 Abs 4 EStG 1988), gilt dies auch für die diesen
Nettobeträgen zuzuordnenden Vorsteuerbeträge. 87,51 % der Kosten der
Anschaffung, Errichtung und Erhaltung der Gebäude sind nicht betrieblich
veranlasst und daher nicht als Betriebsausgaben abzugsfähig. Auch die
darauf entfallenden Vorsteuern sind nicht als Betriebsausgaben abzugsfähig.
Erfolgsänderungen 1995- 1998: Zu den Erträgen aus
Versicherungsentschädigungen:1996 (27.030 S) und 1998 (1.809,20 S). Diese
Erträge stehen mit der Liegenschaft im Zusammenhang. Da 87,51% der
Liegenschaft nicht zum Betriebsvermögen zählen, gehören 87,51 %
dieser Erträge nicht zu den der Körperschaftsteuer unterliegenden
Erträgen. Da die Wohnung des Ehepaars GF einschließlich des
Raumes 2 und 5 im Erdgeschoß nicht zum Betriebsvermögen gehört,
gehören auch die damit im Zusammenhang stehenden Erträge (Miete PZ und
Miete KG) nicht zu den betrieblichen Erträgen (Vorhalt vom 3.1.2005,
insbesondere S. 13). 1995
Jahresverlust laut G+V -270.741,64 S abzüglich Anteil der stillen Gesellschafterin -204.625,32 S Verlust laut Bw. -475.366,96 S nicht betrieblich veranlasster Aufwand + 621.540,37 S Miete PZ - 300.000 S Miete KG - 118.000 S -271.826,59 S Verlustanteil der stillen Gesellschafterin + 114.162,93 S Jahresverlust laut UFS -157.663,66 S laut Beilage zur Körperschaftsteuererkl. + 14.960 S detto + 159.711,06 S detto -9.572 S Gesamtbetrag der Einkünfte 7.435,40 S Verlustabzug -7.435,40 S Einkommen 0 Mindestkörperschaftsteuer 15.000 S Körperschaftsteuervorauszahlungen -15.000 S Abgabenschuld 0 Anteil der stillen Gesellschafterin 1995 Verlust laut UFS - 271.826,59 S Körperschaftsteuer 9.912 S IFB Sondervorauszahlung +5.088 S Körperschaftsteuer Vorperioden -40 S Berechnungsgrundlage -256.866,59 S x 8/18 -114.162,93 S 1996
Jahresverlust laut Bw. -671.863,42 Anteil stille Gesellschafterin -56.801,87 S Verlust laut Bw. -728.665,29 S nicht betrieblich veranlasster Aufwand laut UFS + 703.134,45 S abzüglich Miete PZ -300.000 S abzüglich Miete KG -118.000 S abzüglich Versicherungsentschädigung 27.030 S x
87,51% -23.653,95 S -467.184,79 S Gewinnanteil der stillen Gesellschafterin -59.411,69 S Jahresverlust laut UFS - 526.596,48 S laut Beilage zur
Körperschaftsteuererklärung +18.570,32 S detto +150.229,20 S detto +555.798,77 S Gesamtbetrag der Einkünfte 1996 198.001,81 S Einkommen gerundet 198.000 S Körperschaftsteuer 34 % 67.320 S anrechenbare Mindestkörperschaftsteuer -15.000 S (1994) detto -15.000 S (1995) Körperschaftsteuer 1996 37.320 S Körperschaftsteuervorauszahlungen -15.000 S Abgabenschuld 22.320 S Anteil der stillen Gesellschafterin: Verlust laut UFS - 467.184,79 S Körperschaftsteuer + 15.000 S IFB- Sondervorauszahlung + 915 S Kapitalertragsteuer + 2.655,32 S a.o. Ergebniskonto laut BP + 582.290,77 Berechnungsgrundlage +133.676,3 S x 8/18 59.411,69 S 1997
Jahresverlust laut Bw. -225.697,28 S Anteil stiller Gesellschafter -168.557,83 S Verlust laut Bw. -394.255,11 S nicht anerkannte Aufwendungen + 824.706,13 S abzüglich Miete PZ -150.000 S abzüglich Miete KG -118.000 S Gewinn laut UFS 162.451,02 S Gewinnanteil der stillen Gesellschafterin -78.867,12 S Jahresgewinn laut UFS 83.583,90 S laut Beilage zur Körperschaftsteuererkl. +15.000 S detto + 130.964 S detto -33.214 S Gesamtbetrag der Einkünfte = Einkommen 196.333,9 S Einkommen gerundet 196.300 S Körperschaftsteuer 34 % 66.742 S anrechenbare Steuer -155 S Körperschaftsteuervorauszahlungen -44.600 S Abgabenschuld 21.987 S Anteil der stillen Gesellschafterin Gewinn laut UFS 162.451,02 S Körperschaftsteuer 14.845,00 S KESt 155 S 177.451,02 S Gewinnanteil x 8/18 78.867,12 S 1998
Jahresverlust laut Bw. -1,187.033,97 Anteil stille Gesellschafterin -194.575,97 S Verlust laut Bw. -1,381.609,94 S nicht anerkannter Aufwand +
698.938,42S abzüglich Miete -118.000 S abzüglich Versicherungsentschädigung 1.809,20 x
87,51 % -1.583,23 S -802.254,75 S Gewinnanteil stille Gesellschafterin -62.915,22 S Jahresverlust laut UFS - 865.169,97 S laut Beilage zur
Körperschaftsteuererklärung +943.814 S detto + 399.966 S detto -515 S Gesamtbetrag der Einkünfte 478.095,03 S Verlustabzug -244.756,40 S Einkommen 233.338,63 S Einkommen gerundet 233.300 S Körperschaftsteuer 34 % 79.322 S Körperschaftsteuervorauszahlungen -25.000 S Abgabenschuld 54.322 S Anteil der stillen Gesellschafterin Verlust laut UFS - 802.254,75 S Körperschaftsteuer +25.000 S detto + 378.388 S KESt + 540.426 S Berechnungsgrundlage 141.559,25 S Gewinnanteil der stillen Gesellschafterin 8/18 62.915,22 S Verlustabzug im Jahr
Jahr, aus dem der Verlust stammt zum Verlustabzug zur Verfügung stehender
Verlust Verlustabzug 1992 restlicher, noch nicht vorgetragener Verlust aus 1986 -1,506.574 S + 256.531 S -1,250.043 S aus 1987 -316.696 S aus 1988 -134.499 S aus 1989 -207.732 S aus 1991 -203.210 S Verlustabzug im Jahr
Verlust Verlustabzug 1993 restlicher, noch nicht vorgetragener Verlust aus 1986 -1,250.043 S + 221.566 S -1,028.477 verfällt aus 1987 -316.696 S aus 1988 -134.499 S aus 1989 -207.732 S aus 1991 -203.210 S Verlustabzug im Jahr
Verlust Verlustabzug 1994 restlicher, noch nicht vorgetragener Verlust aus 1987 -316.696 S +109.886 -206.810 S aus 1988 -134.499 aus 1989 -207.732 S aus 1991 -203.210 S Verlustabzug im Jahre
Verlust Verlustabzug 1995 restlicher, noch nicht vorgetragener Verlust aus 1988 -134.499 S +7.435,40 S -127.063,60 S verfällt aus 1989 -207.732 S aus 1991 -203.210 S Verlustabzug im Jahre
Verlust Verlustabzug 1998 restlicher, noch nicht vorgetragener Verlust aus 1989 -207.732 x 1/5 + 41.546,4 166.185,60 aus 1991 -203.210 + 203.210 0 244.756,40 3.5.)
Körperschaftsteuervorauszahlungen 1999, 2000
Ab 1999 nutzten der Geschäftsführer und dessen
Gattin die Liegenschaft RTstraße. 31 im selben Ausmaß wie 1995 und
1996 bis Ende Juni 1997 für private Zwecke (Vorhalt vom 3.1.2005, insoweit
unbestritten). Diese Annahme folgt aus den nachstehenden Erwägungen:
aa.) Beide bezahlten ab 1999 dieselbe Miete wie 1995 und
1996 bis Ende Juni 1997 (300.000 S pro Jahr, 25.000 S im Monat). Die in der
Aufstellung der Vertreterin der Bw. "BP 1995 - 1999 Erträge" (= Beilage zum
Schreiben der Vertreterin der Bw. vom 9. September 2004) genannte Miete PZ von
150.000 S für 1999 ist um 150.000 S zu niedrig, wie der G+V - Rechnung der
Bw. 1999 zuentnehmen ist. bb.) Bauliche Veränderungen am Hause RTstraße.
31 wurden seit den Jahren 1995 - 1998 bis Ende 2002 nicht vorgenommen
(Jahresabschlüsse 1995 - 2000; Schreiben der Vertreterin der Bw. vom 9.
September 2004). Körperschaftsteuervorauszahlungen 1999 Aufwand im Zusammenhang mit der Liegenschaft S (vgl.
Anlagenverzeichnis der Bw. 1999): AfA Gebäude 224.153 S AfA maschinelle Anlagen 3.417,00 S Innenausstattung Nr. 31 AfA 6.185 S Garten AfA 58.659 S AfA Innenausstattung Nr. 33 15.311 S Grundsteuer 21.805 S Beheizung 19.121,08 S Strom 5.747,53 Wasser-, Kanalabgaben 15.509,69 S Rauchfangkehrer 768,33 S Reparaturen 95.183,87 S Sachversicherungen 56.093 S Objektbewachung 169.448,86 S Aufwand Liegenschaft Summe 691.402,36 S davon Aufwand für private Zwecke des Ehepaars GF
87,51 % = nicht betrieblich veranlasster Aufwand 605.046,21 S Körperschaftsteuervorauszahlungen 1999 gem. § 45
Abs 4 EStG 1988 Jahresgewinn laut G + V 1999 83.089,17 S Gewinnanteil stiller Gesellschafter laut Bw. 101.643,33 S Gewinn laut Bw. 184.732,50 + nicht betrieblich veranl. Aufwand 605.046,21 - Miete PZ -300.000 S - Miete KG -118.000 S Gewinn laut UFS ohne Anteil stille Ges. 371.778,71 S - Gewinnanteil stille Gesellschafterin -184.774,98 S Jahresgewinn laut UFS 187.003,73 +/- Rechnung laut Beilage KSt - Erklärung +43.965 S detto + 10.875 S detto -5.976 S Gesamtbetrag der Einkünfte 1999 235.867,73 S Verlustabzug 1999: 207.732 x 1/5 -41.546,40 S Einkommen 194.321,33 S Einkommen gerundet 194.300 S Körperschaftsteuervorauszahlungen 1999 66.062 S Gewinnanteil stille Gesellschafterin Gewinn laut UFS 371.778,71 S Körperschaftsteuer 44.880 S IFB - Sondervorauszahlung -915 S Berechnungsgrundlage 415.743,71 x8/18 Anteil stille Gesellschafterin 184.774,98 S 3.6.)
Aufwand 2000, der im Zusammenhang mit der Liegenschaft S
steht: AfA Gebäude 224.049 S AfA maschinelle Anlagen 3.417 S Innenausstattung Nr. 31 6.185 S Gartenanlage 41.516 S Innenausstattung Nr. 33 15.311 S Grundsteuer 21.941 S Beheizung 21.450 S Strom 23.221,79 S Wasserzins 28.570,87 S Rauchfangkehrer 2.945,83 S Reparatur 81.275,01 S Sachversicherungen 56.093 S Objektbewachung 129.395,72 S 655.371,22 davon Aufwand für Flächen, die privaten Zwecken
des Ehepaars GF dienen 87,51 % 573.515,35 S Körperschaftsteuervorauszahlungen
2000 gem. § 45 Abs 4 EStG 1988
Jahresgewinn 2000 laut G+ V 2.223,89 S Gewinnanteil stille Gesellschafterin laut Bw. +53.483,12 S Gewinn laut Bw. 55.707,01 S nicht anerkannter Aufwand 2000 +573.515,35 S abzüglich Miete PZ -300.000 S abzüglich Miete KG -118.000 S abzüglich Teil der Versicherungsentschädigung,
der auf die private Wohnung des Ehepaars GF entfällt 87,51 % von 10.556
S - 9.237,56 S Gewinn laut UFS 201.984,8 Gewinnanteil stille Gesellschafterin -118.495,47 S Jahresgewinn laut UFS 83.489,33 S +/- Rechnung laut Beilage KSt- Erklärung + 64.630 S detto + 144.954 S detto - 21.708 S Gesamtbetrag der Einkünfte 271.365,33 S Verlustabzug aus 1989 207.732 x 1/5 -41.546,40 S Einkommen 229.818,93 Einkommen gerundet 229.800 Körperschaftsteuervorauszahlungen 34 % 78.132 S Gewinnanteil stille
Gesellschafterin 2000
Gewinn laut UFS 201.984,80 S Körperschaftsteuer +64.630 S Berechnungsgrundlage 266.614,8 S x 8/18 118.495,47 S 3.7.) Vorsteuern,
Eigenverbrauch 1995 - 1997
Die Vorsteuern, die im Zusammenhang mit Leistungen an die
Bw. stehen, die im Zusammenhang mit der Anschaffung, Errichtung, Erhaltung von
Gebäuden der Bw. stehen, sind nicht abzugsfähig, soweit die Entgelte
für diese Leistungen nach ertragsteuerlichen Vorschriften keine
abzugsfähigen Aufwendungen sind (§ 12 Abs 2 Z 1 UStG 1994 i.V. m Art
17 Abs 6 der 6. EG- RL; VwGH vom 22.12.2004, 2001/15/0041). Nach ertragsteuerlichen Grundsätzen nicht
abzugsfähig sind 87,51 % der Aufwendungen. Daher sind 87,51 % der
Vorsteuern im Zusammenhang mit der Anschaffung, Errichtung und Erhaltung der
Gebäude nicht abzugsfähig. Da die Liegenschaft RTstraße. 31 - 33 zu 87,51 % der
privaten Wohnnutzung durch das Ehepaar GF zuzuordnen war, galt dies auch
für die Gartenanlage. Gem. § 12 Abs 2 UStG sind die Vorsteuern aus der
Anschaffung der Gartenanlage voll abzugsfähig. Im Ausmaß der privaten
Nutzung der Gartenanlage durch das Ehepaar GF ist allerdings ein
Verwendungseigenverbrauch (§ 1 Abs 1 Z 2 lit a UStG 1994) anzusetzen
(Vorhalt vom 3.1.2005). 1995
Kosten 20% im Zusammenhang mit den Gebäuden Anschaffungskosten Gleitfalttüre 9.037 S Beheizung 13.615 S Strom 21.528,06 Rauchfangkehrer 1.913 S Reparaturen Innenräume 750 S Reparaturen Gebäude
76.777,89 Objektbewachung 14.764,70 Kosten 20% Summe 138.385,65 S Vorsteuern 20% 27.677,13 Kosten 10% Wasserzins 10% 9.425,29 S Vorsteuern 10% 942,53 nicht abzugsfähige Vorsteuern: von Bw. geltend gemachte Vorsteuern 20% 27.677,13 S von Bw. geltend gemachte Vorsteuern 10% 942,53 von Bw. geltend gemachte Vorsteuern 28.619,66 davon nicht abzugsfähig 87,51% 25.045,06 S Konto 040800 Gartenanlage - Ermittlung des
Verwendungseigenverbrauches: Wirtschaftsgut AfA 1995 Gartenleuchte 3.352 S Beleuchtungskörper 9.284 S Elektroanschluss 7.956 S Randeinfassungen 4.044 S Gartenmauer 1.072 S Gartenmauer 1.572 S Beleuchtungskörper 4.926 S Pflanzen Gartenanlage 1.490 S Bepflanzung 3.247 S Elektrotor 4.178 S Lampenanlage 3.052 S Parkbeleuchtungen inkl. Montage 3.080,70 S AfA gesamt 47.253,7 S Bemessungsgrundlage für Eigenverbrauch 87,51 % 41.351,71 S Umsatzsteuer aus Eigenverbrauch 4.135,17 S 1996
Kosten 20% im Zusammenhang mit den Gebäuden Konto 015400 Rigipsarbeiten 10.000 S Konto 041000 Nr 33 Sanitäreinrichtung 21.112 S Konto 041000 Nr 33 Sanitäreinrichtung 6.900 S Beheizung 31.093,40 Strom 6.819,95 S Rauchfangkehrer 1.936,33 S Reparatur Instandhaltung Gebäude 92.355,29 Objektbewachung 14.618,13 S Kosten 20% Summe 184.835,1 S Vorsteuern 20 % 36.967,02 Kosten 10% im Zusammenhang mit den Gebäuden Wasserzins, Kanal 14.878,21 S Vorsteuer 10% 1.487,82 S nicht abzugsfähige Vorsteuern im Zusammenhang mit den
Gebäuden von Bw. geltend gemachte Vorsteuer 20% 36.967,02 von Bw. geltend gemachte Vorsteuer 10% 1.487,82 von Bw. geltend gemachte Vorsteuer 38.454,84 davon nicht abzugsfähig 87,51 % 33.651,83 S Verwendungseigenverbrauch 1996 im Zusammenhang mit der
Gartenanlage (Konto 040800) AfA Gartenleuchte 1.673 S Beleuchtungskörper Garten 9.284 S Elektroanschluss 7.956 S Randeinfassungen 4.044 S Gartenmauer 1.072 S Gartenmauer 1.572 S 6 Stück Beleuchtungskörper 4.926 S Pflanzen für Gartenanlage 1.490 S Bepflanzung 3.247 S Elektrotor 4.178 S Lampenanlage 3.051 S Parkbeleuchtung inkl. Montage 3.081 S Gehölze 5.119,36 S Gehölze 9.645,55 AfA gesamt 60.338,91 S Bemessungsgrundlage Eigenverbrauch 87,51 % 52.802,58 S Ust aus Eigenverbrauch 5.280,26 S 1997
Kosten Gebäude 20% 015400 Gebäude PZ Schiebefaltanlage 231.122 S 015400 12 Alu Thermofenster 144.000 040700 Innenausstattung Nr. 31 Pilotenwand 105.620 S 041000 Nr. 33 Elektroinstallationen 32.753,80 Beheizung 17.675,50 Strom 16.210,35 Rauchfangkehrer 673,33 Reparatur Innenräume 2.730 S Objektbewachung 137.818,58 Kosten Gebäude 20% Summe 688.603,56 Vorsteuer Gebäude 20% 137.720,71 Kosten Gebäude 10% Wasserzins, Kanalabgaben 15.401,45 S Vorsteuer Gebäude 10% 1.540,15 S nicht abzugsfähige Vorsteuern im Zusammenhang mit
Gebäuden von Bw. geltend gemachte Vorsteuer 20% 137.720,71 von Bw. geltend gemachte Vorsteuer 10% 1.540,15 S Vorsteuern Summe 139.260,86 davon nicht abzugsfähig 87,51 % 121.867,18 S Verwendungseigenverbrauch 1997 im Zusammenhang mit
Gartenanlage (Konto 040800) AfA Beleuchtungskörper Garten 9.284 S Elektroanschluss 7.956 S Randeinfassungen 4.044 S Gartenmauer 1.072 S Gartenmauer 1.572 S 6 Stück Beleuchtungskörper 4.926 S Pflanzen für Gartenanlage 1.490 S Bepflanzung 3.247 S Elektrotor 4.178 S Lampenanlage 3.052 S Parkbeleuchtung inkl. Montage 3.081 S Gehölze 5.119 S Gehölze 9.646 S AfA gesamt 58.667 S davon 87,51 % Bemessungsgrundlage Eigenverbrauch 51.339,49 S Umsatzsteuer aus Eigenverbrauch 10% (§ 10 Abs 2 Z 4
UStG 1994) 5.133,95 S 3.8.) Umsatzsteuer
1995 Umsatzsteuer, Vorsteuer Entgelte 673.249 S Minderung laut UFS -300.000 S Entgelte laut UFS 373.249 S Eigenverbrauch laut UFS 41.351,71 Umsatz laut UFS 414.600,71 steuerfrei -373.249 S steuerpflichtiger Umsatz 10% 41.351,71 S 4.135,17 S Vorsteuer laut Finanzamt -55.143,01 S Minderung laut UFS +25.045,06 Vorsteuer laut UFS -30.097,95 Gutschrift gerundet -25.963 S 1996 Umsatzsteuer, Vorsteuer Entgelte laut Finanzamt 895.951,35 S Abzug laut UFS -300.000 S 595.951,35 S Eigenverbrauch laut UFS 52.802,58 S Umsatz laut UFS 648.753,93 S steuerfrei -418.684,75 steuerpflichtiger Umsatz 230.069,18 S zu versteuern mit 20% 177.266,60 S 35.453,32 S zu versteuern mit 10% 52.802,58 S 5.280,26 S USt 40.733,58 S Vorsteuer laut Finanzamt -75.623 S Minderung laut UFS +33.651,83 S Vorsteuer -41.971,17 S Gutschrift gerundet -1.238 S 1997 Umsatzsteuer, Vorsteuer Entgelte laut Finanzamt 2,109.290,74 S Minderung laut UFS -150.000 S Entgelte 1,959.290,74 S Eigenverbrauch laut UFS 51.339,49 S Umsatz 2,010.630,23 S steuerfrei -1,823.677,22 steuerpflichtiger Umsatz 186.953,01 S zu versteuern mit 20% 135.613,52 S 27.122,70 S zu versteuern mit 10% 51.339,49 5.133,95 S Umsatzsteuer 32.256,65 S Vorsteuer laut Finanzamt -176.352,98 S Kürzung laut UFS +121,867,18 S Vorsteuer -54.485,80 Gutschrift gerundet -22.229 S 3.9.) KESt 1995 -
Hätten einander fremd gegenüberstehende Personen
für die Wohnung des Geschäftsführers und dessen Gattin einen
Mietzins vereinbart, hätten sie eine Vereinbarung geschlossen, die die
Kosten der Anschaffung, Herstellung und Nutzung der Wohnung, eine angemessene
Rendite für den Kapitaleinsatz im Zusammenhang mit der Anschaffung und
Herstellung sowie den in dieser Gegend ortsüblichen Mietzins angemessen
berücksichtigt hätte (VwGH vom 20.6.2000, 98/15/0169). Die Höhe
eines fremdüblichen Mietzinses lässt sich daher wie folgt ermitteln
(vgl. Vorhalt vom 3.1.2005): 1995:
Aufwand im Zusammenhang mit der Liegenschaft (Schreiben
der Vertreterin der Bw. vom 30.3.2004, Beilage I) einschließlich AfA und
Betriebskosten 700.480,60 S IFB -5.976 S 694.504,60 S davon 87,51 % Kosten der Wohnung des Ehepaars GF 607.760,98 S angemessene Rendite für den Kapitaleinsatz für
die Wohnung 19,881.733,66 x 2% (Schreiben der Bank für Kärnten und
Steiermark vom 10. Feber 2004, e-mail von Peter Seipelt, Prokurist der PSK vom
16. Feber 2004, Schreiben der Bank Austria vom 13.2. 2004; Schreiben der
Kärntner Sparkasse vom 11. Feber 2004, Schreiben der Volksbank vom 16.
Feber 2004) 397.634,67 Summe Wohnungskosten und angemessene Rendite (W) 1,005.395,65 S ortsüblicher Mietzins 1995 (O) (Vorhalt vom
28.1.2004, Punkt 3 c. oo) 240.000 S Summe W und O 1,245.395,65 S Mittelwert aus W und O (arithmetisches Mittel) =
fremdüblicher Mietzins 622.697,83 S gerundeter fremdüblicher Mietzins 622.000 S tatsächlicher Mietzins 300.000 S verdeckte Auschüttung 1995 ohne USt 322.000 S 1996
Aufwand im Zusammenhang mit der Liegenschaft
einschließlich AfA und Betriebskosten 730.214,16 IFB -21.078 709.136,16 davon 87,51 % Kosten der Wohnung des Ehepaars GF 620.565,05 angemessene Rendite für den Kapitaleinsatz für
die Wohnung 19,881.733,66 x 1,5 % (Schreiben der Bank für Kärnten und
Feber 2004) 298.226 Summe Wohnungskosten und angemesssene Rendite (W) 918.791,05 S ortsüblicher Mietzins 1996 (O) 240.000 S Summe W und O 1,158.791,05 Mittelwert aus W und O (arithmetisches Mittel) =
fremdüblicher Mietzins 579.395,53 S gerundeter fremdüblicher Mietzins 579.000 S tatsächlicher Mietzins 300.000 S verdeckte Auschüttung 1996 ohne USt 279.000 1997
einschließlich AfA und Betriebskosten 888.550,21 IFB -58.451 S 830.099,21 davon 87,51 % x 1/2 (HA 20/1995) 363.209,91 angemessene Rendite für den Kapitaleinsatz für
die Wohnung 19,881.733,66 x 1,5 % x 1/2 (Schreiben der Bank für
Kärnten und Steiermark vom 10. Feber 2004, e-mail von Peter Seipelt,
Prokurist der PSK vom 16. Feber 2004, Schreiben der Bank Austria vom 13.2. 2004;
Schreiben der Kärntner Sparkasse vom 11. Feber 2004, Schreiben der
Volksbank vom 16. Feber 2004) 149.113 S Summe (W) 512.322,91 S ortsüblicher Mietzins 1997 (O) 120.000 S Summe W und O 632.322,91 S Mittelwert = fremdüblicher Mietzins 316.161,46 gerundeter fremdüblicher Mietzins 316.000 S tatsächlicher Mietzins 150.000 S verdeckte Auschüttung 1997 ohne USt 166.000 S Da das Mietverhältnis GF- Bw. zwischen
1.7.1997-31.12.1998 nicht bestanden hat, sind die im Vorhalt vom 3.1.2005
angegebenen Zahlen betreffend 1997 auf eine Halbjahresmiete zu adaptieren.
Zur Behauptung des Geschäftsführers in der
mündlichen Verhandlung, er habe sich nicht wissentlich bereichert: Es kann
dem Geschäftsführer in den Jahren des Streitzeitraumes nicht verborgen
geblieben sein, dass bei der Kalkulation der Mietzinse im Zusammenhang mit dem
Mietvertrag GF - Bw. die laufenden jährlichen Kosten einschließlich
Absetzung für Abnutzung keine Rolle gespielt haben. Es kann dem
Geschäftsführer auch nicht verborgen geblieben sein, dass bei der
Kalkulation dieser Mietzinse Bestrebungen der Bw., eine angemessene Rendite
für den beträchtlichen Kapitaleinsatz zu erhalten, nicht erkennbar
waren. Hätten die Kosten der Wohnung und das Ziel, eine angemessene Rendite
zu erzielen, für den Geschäftsführer und die Bw. bei der
Festlegung der Mietzinse eine Rolle gespielt, so wären die Mietzinse in
fremdüblicher Höhe vom Geschäftsführer und der Bw.,
vertreten durch den Geschäftsführer, festgelegt worden (siehe oben).
Daher muss dem Geschäftsführer und der Bw., vertreten durch den
Geschäftsführer, bewusst gewesen sein, dass die Bw. ihrem
Geschäftsführer und dessen Gattin durch die Vermietung der Wohnung
einen beträchtlichen Vermögensvorteil überließ, der in der
Überlassung einer teuren Wohnung zu einem Preis bestand, bei dessen Bildung
ein Bestreben nach Kostendeckung und Gewinnerzielung nicht erkennbar war. Die beträchtliche Diskrepanz zwischen dem
ortsüblichen Mietzins einerseits und den Kosten der Wohnung sowie der
für angemessen erachteten Rendite andererseits zeigt, dass es für die
Bw. weitaus wichtiger war, ihrem Geschäftsführer eine
standesgemäße Bleibe zu ermöglichen als zu versuchen, mit Hilfe
der Vermietung der Wohnung an den Geschäftsführer die Kosten der
Wohnung zu decken oder gar Gewinne zu erwirtschaften. Im Schreiben vom 30.3.2004 stellte stellte die
Bw. die wirtschaftliche Lage der Bw. dar
und kam wegen eines "bereinigten" Cash- Flows von 1,9 Mio S in den Jahren 1995 -
1998 zum Ergebnis, dass eine verdeckte Ausschüttung nicht vorliegen
könne. Die von der Bw. angeführten Zahlen können für die
Frage, ob eine verdeckte Ausschüttung vorliegt, keinen Lösungsansatz
bieten, da in diesen Zahlen sämtliche Erträge und Aufwendungen
berücksichtigt sind. Es stellt sich jedoch nicht die Frage, ob die gesamte
wirtschaftliche Situation der Bw. insgesamt gesehen als positiv zu bewerten ist,
sondern, ob die Vermietung einer Wohnung an den Geschäftsführer und
dessen Gattin betrieblich veranlasst ist, ob die Liegenschaft zum
Betriebsvermögen gehört und ob die Höhe der Miete den Kritierien
der Rechtsprechung über nahe Angehörige entspricht. Im Übrigen ist der von der Bw. dargestellte
"bereinigte Cash Flow" nicht richtig ermittelt worden, wie der obigen
Darstellung betreffend den Cash- Flow 1988-1998 (Punkt 3.2.) entnommen werden
kann. Im Sachverständigengutachten des Ing. SV, Punkt 4.3.
wurde aus für angemessen erachteten monatlichen Teilmietzinsen von 1.800
€, 250 € und 700 € eine für angemessen erachtete Monatsmiete
von 2.750 € ermittelt. Wie der Sachverständige auf die für
angemessen erachteten Teilmietzinse gekommen ist, ist dem Gutachten aber nicht
zu entnehmen. Der Sachverständige hat sich ferner die Frage gestellt,
welche Mietzinse man bei bloßer Vermietung während der Sommersaison
pro Tag verlangen könnte und ist auf einen Mietzins von 320 € pro Tag
gekommen. Wie er den Betrag von 320 € ermittelt hat, hat er jedoch nicht
dargestellt. Das Gutachten des Ing. SV ist daher in Bezug auf den vom
Sachverständigen angegebenen Mietwert im Ergebnis nicht nachvollziehbar.
Zudem liegt im Fall der Bw. keine Vermietung nur während der Sommermonate
vor. Der vom Sachverständigen angestellte Vergleich mit einer derartigen
Art der Vermietung erscheint daher als nicht sachgerecht. Zum Argument des Geschäftsführers in der
mündlichen Verhandlung, er hätte ein Anrecht auf einen
Geschäftsführergehalt gehabt, aber bis dato kein solches Gehalt
erhalten: Konkrete Vereinbarungen zwischen der Bw. und ihrem
Geschäftsführer darüber, dass zwischen der Höhe der
vereinbarten Mietzinse im Zusammenhang mit dem Mietvertrag GF- Bw. und dem
Verzicht des K GF auf einen Geschäftsführerbezug ein ursächlicher
Zusammenhang bestehe, existieren nicht. Die Bw. hat im Schreiben vom 7.2.2005,
insbesondere 4. Seite, erklärt, ein Zusammenhang zwischen der
unentgeltlichen Geschäftsführertätigkeit und der entgeltlichen
Nutzung der Wohnung sei nicht gegeben. Zum Argument, die verdeckte Ausschüttung hätte
§ 15 Abs 2 EStG mit den üblichen Mittelpreisen des
Verbrauchsortes angesetzt werden müssen: Verträge von einander nicht
fremd gegenüberstehenden Personen wie es der Geschäftsführer und
die Bw. sind, sind einem Fremdvergleich zu unterziehen. Dieser Fremdvergleich
wurde gemäß der Rechtsprechung des VwGH durchgeführt (VwGH vom
20.6.2000, 98/15/0169). Der Mietzins, den der Geschäftsführer K GF und
dessen Gattin der Bw. zu bezahlen hatten, war geringer als er unter Fremden
vereinbart worden wäre. Die Bw. hätte diese Wohnung auf der
Liegenschaft EZ01 KATASTRALGEMEINDE SA einem Fremden nur zu dem bereits
erwähnten höheren Mietzins vermietet (siehe auch Punkt 3.2). Die Bw.,
vertreten durch ihren Geschäftsführer, hat daher ihrem
Geschäftsführer und dessen Gattin in Höhe der Differenz zwischen
dem tatsächlichen Mietzins und dem Mietzins, wie er unter Fremden
vereinbart worden wäre, einen Vermögensvorteil verschafft, der seine
Wurzel in den gesellschaftsrechtlichen Beziehungen der Bw. zu ihrer
Gesellschafterin (KG) und zu deren Kommanditisten K GF hatte: Der oben erwähnte Vermögensvorteil wäre
grundsätzlich der Gesellschafterin der Bw. KG als Ertrag aus deren
Beteiligung an der Bw. zuzurechnen, da der Nutznießer der verbilligten
Wohnung K GF nur an der KG, nicht aber durch den Besitz von Aktien an der
stillen Gesellschafterin CH AG beteiligt war (siehe oben Punkt 1 a), weshalb
kein Vorteil der CH AG an der verbilligten Wohnung des K GF erkennbar
ist. Da es sich bei der KG aber um eine Mitunternehmerschaft
handelte, deren Kommanditist K GF war, ist der Vermögensvorteil aus den
Anteilen der KG an der Bw. grundsätzlich den Gesellschaftern der KG als
Beteiligungsertrag aus Anteilen an der Bw. gemäß
§ 93 Abs 2 Z 1
lit a EStG 1988 zuzurechnen. Zu diesem Ergebnis kommt man bei Anwendung der
Bilanzbündeltheorie, derzufolge der Betrieb der KG unmittelbar deren
Gesellschaftern zuzurechnen ist (Doralt, EStG, § 23 TZ 244; vgl. Doralt-
Ruppe, Steuerrecht I 7. Auflage, 209; § 23 Z 2 EStG 1988). Ist aber ein Vermögensvorteil mit Wissen des anderen
Gesellschafters tatsächlich nur einem Gesellschafter einer
Personengesellschaft zugeflossen, dann ist er diesem einen Gesellschafter auch
steuerlich ausschließlich zuzurechnen (Doralt, EStG § 23 TZ 293). Da
nur der Kommanditist der KG K GF (und mit ihm dessen Frau) die ungewöhnlich
preisgünstige Wohnung in Anspruch genommen hat, nicht aber die
Komplementärin der KG, und die Komplementärin, deren
Geschäftsführer K GF war, davon gewusst hat, erscheint es sachgerecht,
den Vermögensvorteil nur dem Kommanditisten der Gesellschafterin der Bw. K
GF zuzurechnen. Soweit K GF diesen Vermögensvorteil zum Teil seiner Gattin
weitergegeben hat, liegt bei ihm eine Einkommensverwendung vor. Aus all dem ergibt sich, dass K GF durch den genannten
Vermögensvorteil verdeckte Ausschüttungen in der oben erwähnten
Höhe von der Bw. erhalten hat. Die Bw. wäre verpflichtet gewesen, die
auf die genannten verdeckten Ausschüttungen entfallende Kapitalertragsteuer
einzubehalten und an das Finanzamt abzuführen. Sie ist dieser Verpflichtung
nicht nachgekommen und haftet daher für die Kapitalertragsteuer (§ 95
Abs 2 und 3 EStG 1988). Es gibt keinen Hinweis, dass die Bw. die
Kapitalertragsteuer, für die sie zur Haftung in Anspruch genommen wird, von
K GF zurückfordern wird oder zurückgefordert hat (Vorhalt vom
3.1.2005). Die Bw. haftet daher im Zusammenhang mit den verdeckten
Ausschüttungen für folgende Kapitalertragsteuerbeträge: 1995 verdeckte Ausschüttung 1995 ohne USt 322.000 S verdeckte Ausschüttung inklusive 10% USt 354.200 S Kapitalertragsteuer 1995: 28,205128 % 99.902,56 S 1996 verdeckte Ausschüttung 1996 ohne USt 279.000 S verdeckte Ausschüttung inklusive 10% USt 306.900 S Kapitalertragsteuer 1996 306.900 S x 0,5, davon 28,205128 % 43.280,77 S 306.900 S x 0,5, davon 33,333333 % 51.150 S Summe Kapitalertragsteuer 1996 94.430,77 S 1997 verdeckte Ausschüttung 1997 ohne USt 166.000 S verdeckte Ausschüttung inklusive USt 182.600 S Kapitalertragsteuer: 33,333333 % 60.866,67 S KESt gesamt: 1995 99.902,56 S 1996 94.430,77 S 1997 60.866,67 S Summe 255.200 S 3.10.) Antrag auf
Aussetzung der Entscheidung:
Da die Berufungen betreffend Umsatzsteuer 1995- 1997
bereits am 10.9.1999 eingebracht worden sind, erscheint eine Aussetzung der
Entscheidung gegenüber der Bw. nicht zumutbar. Zudem hat der VwGH bereits
die Meinung vertreten, dass für die Jahre 1995 und 1996 auf das Urteil des
EuGH in Sachen "Seeling" nicht Bedacht zu nehmen ist. Da die im Jahre 1997
geltende Rechtslage insoweit ident war, bestand umso weniger Anlass, ein VwGH -
Erkenntnis abzuwarten (VwGH vom 22.12.2004, 2001/15/0041). 3.11.) Zuständigkeit
des gesamten Berufungssenates auch für die Berufungen gegen die Bescheide
betreffend Körperschaftsteuervorauszahlungen: Der Referent verlangte
gem. § 282 Abs 1 Z 2 BAO am Beginn der mündlichen
Berufungsverhandlung, dass über die Berufungen betreffend
Körperschaftsteuervorauszahlungen 1999 und 2000 der gesamte Berufungssenat
entscheiden möge. Er begründete diese Maßnahme wie oben
erwähnt. Diese Gründe werden vom Berufungssenat für zutreffend
erachtet. Der Vorsitzende erklärte, eine mündliche
Verhandlung auch für die Verfahren betreffend
Körperschaftsteuervorauszahlungen 1999 und 2000 für erforderlich zu
halten. Daher war auch über diese Berufungen in einer mündlichen
Verhandlung durch den gesamten Berufungssenat zu entscheiden. Daher war spruchgemäß zu entscheiden. Klagenfurt,
am 30. Juni 2005 nach oben