Source: https://www.rechtslupe.de/verwaltungsrecht/beteiligtenstellung-im-abaenderungsverfahren-3107659
Timestamp: 2020-08-05 09:31:36
Document Index: 242139623

Matched Legal Cases: ['§ 80', '§ 80', '§ 80', '§ 80', '§ 80', '§ 80', '§ 80', '§ 80', '§ 80', '§ 93']

Beteiligtenstellung im Abänderungsverfahren | Rechtslupe
Betei­lig­ten­stel­lung im Abän­de­rungs­ver­fah­ren
Maß­geb­lich für die Stel­lung der Betei­lig­ten in einem Ände­rungs­ver­fah­ren nach § 80 Abs. 7 Satz 2 VwGO ist die Inter­es­sen­la­ge in die­sem Ver­fah­ren, nicht die Betei­lig­ten­stel­lung im vor­aus­ge­gan­ge­nen Aus­set­zungs­ver­fah­ren nach § 80 Abs. 5 VwGO.
Maß­geb­lich ist die Inter­es­sen­la­ge in dem hier anhän­gi­gen Ände­rungs­ver­fah­ren nach § 80 Abs. 7 Satz 2 VwGO und nicht die Betei­lig­ten­stel­lung im vor­aus­ge­gan­ge­nen Aus­set­zungs­ver­fah­ren [1].
Denn das Ver­fah­ren nach § 80 Abs. 7 Satz 2 VwGO dient nicht in der Art eines Rechts­mit­tel­ver­fah­rens der Über­prü­fung, ob ein vor­an­ge­gan­ge­ner Beschluss nach § 80 Abs. 5 VwGO for­mell und mate­ri­ell rich­tig ist [2], son­dern eröff­net die Mög­lich­keit, einer nach­träg­li­chen Ände­rung der Sach- und Rechts­la­ge Rech­nung zu tra­gen [3].
Den Antrag­stel­ler des vor­an­ge­gan­ge­nen Ver­fah­rens nach § 80 Abs. 5 VwGO als Antrags­geg­ner die­ses Ver­fah­rens zu füh­ren, trägt dem Umstand Rech­nung, dass er und nicht der Rechts­trä­ger der Bau­ge­neh­mi­gungs­be­hör­de Begüns­tig­ter der auf­schie­ben­den Wir­kung ist, die der Antrag­stel­ler die­ses Ver­fah­rens im Wege des Ände­rungs­an­trags bekämpft. Soweit sich aus dem Beschluss des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts vom 27.01.1982 [4] etwas Abwei­chen­des erge­ben soll­te, hält das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt hier­an nicht fest.
Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt, Beschluss vom 7. Janu­ar 2016 – 4 VF 32015 -
VGH Baden-Würt­tem­berg, Beschluss vom 06.02.1997 – 8 S 29/​97, NVwZ-RR 1998, 611, 611 f.; Sächs. OVG, Beschluss vom 28.12 2009 – 1 B 400/​09 5; OVG Bre­men, Beschluss vom 24.07.2013 – 1 B 118/​13 2; Schmidt, in: Eyer­mann, VwGO, 14. Aufl.2014, § 80 Rn. 107; a.A. OVG Sach­sen-Anhalt, Beschluss vom 19.10.1994 – 2 M 57/​94 22; OVG NRW, Beschluss vom 16.06.2000 – 7 B 715/​00 3; OVG Rhein­land-Pfalz, Beschluss vom 23.09.2004 – 8 B 11561/​04, NVwZ-RR 2005, 748; BayVGH, Beschluss vom 15.10.2012 – 1 CS 12.2118 6; OVG Lüne­burg, Beschluss vom 11.07.2014 – 1 ME 71/​14 – BauR 2015, 478; Scho­ch, in: Schoch/​Schneider/​Bier, VwGO, Losebl., Stand: März 2015, § 80 Rn. 548; W.-R. Schen­ke, in: Kopp/​Schenke, VwGO, 21. Aufl.2015, § 80 Rn.200; Rei­mer, DÖV 2010, 688, 689[↩]
BVerwG, Beschluss vom 04.07.1988 – 7 C 88.87, BVerw­GE 80, 16, 17 f.[↩]
BVerwG, Beschluss vom 10.03.2011 – 8 VR 2.11 8[↩]
BVerwG, Beschluss vom 27.01.1982 – 4 ER 401.81, BVerw­GE 64, 347, 355[↩]
Ver­fah­ren­s­tren­nung beim Ver­wal­tungs­ge­richt Nach § 93 Satz 2 VwGO kann das Gericht anord­nen, dass meh­re­re in einem Ver­fah­ren erho­be­ne Ansprü­che in getrenn­ten Ver­fah­ren ver­han­delt und ent­schie­den wer­den. Zwar…
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