Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F20-02-2013-2C_630-2012
Timestamp: 2016-10-21 13:15:58
Document Index: 97023011

Matched Legal Cases: ['Art. 90', 'Art. 83', 'Art. 82', 'Art. 89', 'Art. 73', 'Art. 146', 'Art. 16', 'Art. 26', 'Art. 25', 'Art. 26', 'Art. 26', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 3', 'Art. 26', 'Art. 5', 'Art. 4', 'Art. 5', 'Art. 26', 'Art. 26', 'Art. 9', 'Art. 26', 'Art. 327', 'Art. 17', 'Art. 17', 'Art. 26', 'Art. 17', 'Art. 26', 'Art. 5', 'Art. 26', 'Art. 26', 'Art. 26', 'Art. 26', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 26', 'Art. 5', 'Art. 26', 'Art. 8', 'BGE', 'BGE', 'Art. 9', 'Art. 65', 'Art. 68']

2C_630/2012 (20.02.2013)
B.X.________ wohnt in I.________/SO und arbeitet in einem 90% Pensum als Leiterin Personalentwicklung der Z.________ AG mit Arbeitsort in J.________/VD, wobei B.X.________ an 2 bis 3 Tagen pro Woche nach J.________/VD reisen muss. Zur Berufsaus�bung ist B.X.________ auf ein Fahrzeug angewiesen. Daf�r ben�tzt sie ihr Privatauto. F�r die gesch�ftlichen Fahrten (ohne Arbeitsweg) entrichtete die Arbeitgeberin im Jahr 2007 pauschale Autospesen in der H�he von Fr. 15'600.-- (Fahrleistung: 25'000 km).
In der Steuererkl�rung 2007 deklarierten B.X.________ und A.X.________ Berufskosten der Ehefrau f�r die Fahrten zwischen Wohn- und Arbeitsst�tte in der H�he von Fr. 14'060.--. In der Veranlagungsverf�gung vom 20. April 2009 rechnete die Veranlagungsbeh�rde I.________/SO einen Privatanteil an den pauschalen Autospesen in der H�he von Fr. 7'740.-- auf und veranlagte B.X.________ und A.X.________ f�r die Staatssteuer 2007 auf ein steuerbares Einkommen von Fr. .... (steuerbares Verm�gen: Fr. ....--) und f�r die direkte Bundessteuer 2007 auf ein steuerbares Einkommen von Fr. ..... Mit Einspracheentscheiden vom 16. November 2010 verzichtete die Veranlagungsbeh�rde I.________/SO auf die Aufrechnung eines Privatanteils an den Autospesen, k�rzte jedoch die geltend gemachten Fahrkosten um Fr. 7'740.-- und reduzierte die �brigen Berufskosten um Fr. 134.--. Daraus resultierten f�r die Staatssteuer 2007 ein steuerbares Einkommen von Fr. .... und f�r die direkte Bundessteuer 2007 von Fr. ..... Die dagegen erhobenen Rechtsmittel hiess das Steuergericht des Kantons Solothurn am 7. Mai 2012 gut und liess Fahrkosten in der H�he von Fr. 14'060.-- ohne Aufrechnung eines Privatanteils zum Abzug zu.
B.X.________ und A.X.________ beantragen die Abweisung der Beschwerden, die Eidgen�ssische Steuerverwaltung beantragt die Gutheissung hinsichtlich der Bundessteuer 2007 und verzichtet hinsichtlich der Staatssteuer auf einen Antrag. Das Steuergericht des Kantons Solothurn schliesst auf Abweisung der Beschwerden, soweit darauf einzutreten ist.
1.2 Die angefochtenen Urteile sind kantonal letztinstanzliche Endentscheide (Art. 90 BGG) eines oberen kantonalen Gerichts in einer Angelegenheit des �ffentlichen Rechts, die unter keinen der Ausschlussgr�nde von Art. 83 BGG f�llt. Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist deshalb grunds�tzlich zul�ssig (Art. 82 ff. BGG). Das kantonale Steueramt ist gest�tzt auf Art. 89 Abs. 2 lit. d BGG i.V.m. Art. 73 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 �ber die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden (StHG; SR 642.14) und Art. 146 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 �ber die direkte Bundessteuer (DBG; SR 642.11) zur Beschwerde berechtigt (vgl. Urteil 2C_266/2011 vom 28. November 2011 E. 1.1).
2.1 Der Einkommenssteuer unterliegen alle wiederkehrenden und einmaligen Eink�nfte mit Ausnahme der Kapitalgewinne aus der Ver�usserung von Privatverm�gen (Art. 16 - 23 DBG). Von den gesamten steuerbaren Eink�nften sind die Aufwendungen und die allgemeinen Abz�ge nach den Art. 26 - 33 DBG absetzbar (Art. 25 DBG). Von den Eink�nften aus unselbst�ndiger Erwerbst�tigkeit k�nnen als Gewinnungskosten u.a. "die notwendigen Kosten f�r Fahrten zwischen Wohn- und Arbeitsst�tte" abgezogen werden (Art. 26 Abs. 1 lit. a DBG; sog. Fahrkosten), wobei f�r diese Fahrkosten Pauschalans�tze festgelegt werden (Art. 26 Abs. 2 DBG). N�heres regelt die Verordnung des Eidgen�ssischen Finanzdepartements (EFD) vom 10. Februar 1993 �ber den Abzug von Berufskosten der unselbst�ndigen Erwerbst�tigkeit bei der direkten Bundessteuer (Berufskostenverordnung; SR 642.118.1; nachfolgend: BKV).
2.2 Gem�ss Art. 5 Abs. 2 BKV sind bei Ben�tzung privater Fahrzeuge als notwendige Kosten die Auslagen abziehbar, die bei Ben�tzung der �ffentlichen Verkehrsmittel anfallen w�rden. Stehen diese nicht zur Verf�gung oder ist ihre Ben�tzung objektiv nicht zumutbar, so k�nnen die Kosten des privaten Fahrzeugs gem�ss den vom EFD festgelegten Pauschalans�tzen abgezogen werden (Art. 5 Abs. 3 i.V.m. Art. 3 BKV). Der Nachweis h�herer berufsnotwendiger Kosten bleibt vorbehalten (Art. 26 Abs. 2 DBG i.V.m. Art. 5 Abs. 3 und Art. 4 BKV; vgl. Urteil 2C_440/2009, 2C_441/2009 vom 8. Januar 2010 E. 5). Die Fahrkostenpauschale berechnet sich anhand der Multiplikation dreier Elemente: Anzahl Arbeitstage x Anzahl Kilometer zwischen Wohn- und Arbeitsst�tte x Kilometeransatz (Urteile 2C_807/2011 vom 9. Juli 2012 E. 2.5.1; 2C_343/2011 vom 25. Oktober 2011 E. 3.5).
In der hier massgebenden Steuerperiode 2007 betr�gt der Kilometeransatz f�r Autos 65 Rappen pro Fahrkilometer (Rappen/km) (Anhang zur BKV [Fassung vom 19. Juni 2006, AS 2006 3247]). Dieser Ansatz entspricht dem durchschnittlichen Aufwand f�r ein Fahrzeug mit 1'600 cm3 und einer Fahrleistung von rund 15'000 Kilometern pro Jahr, wobei Versicherungs-, Amortisations-, Vignetten-, Park- und Verbrauchskosten eingerechnet sind (Urteile 2C_343/2011 vom 25. Oktober 2011 E. 2.4; 2C_477/2009 vom 8. Januar 2010 E. 3.3; Beilage 4 zum Rundschreiben der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung vom 31. Juli 2006).
2.3 Die Steuerbeh�rde kann eine Abstufung der Fahrkostenpauschalen im Verh�ltnis zur Fahrleistung anordnen (Art. 5 Abs. 4 BKV). Der Kanton Solothurn sieht in � 3 Abs. 1 lit. d der Steuerverordnung Nr. 13: Abz�ge f�r Berufskosten vom 19. Mai 1987 (BGS 614.159.13; nachfolgend: Steuerverordnung Nr. 13) eine entsprechende Abstufung vor. Als Kosten f�r Fahrten zwischen Wohn- und Arbeitsst�tte k�nnen demnach in der Steuerperiode 2007 f�r die Ben�tzung eines Autos folgende Pauschalen abgezogen werden: f�r die ersten 10'000 km 65 Rappen/km, f�r die weiteren 10'000 km 50 Rappen/km, f�r die weiteren 10'000 km 40 Rappen/km und f�r jeden weiteren Kilometer 30 Rappen (Fassung vom 23. September 2003; GS 98, 248; abrufbar unter http://www.lexfind.ch [besucht am 8. Februar 2013]).
2.4 Wie jede Pauschalisierung ist auch die Fahrkostenpauschale auf einen Durchschnittssachverhalt ausgerichtet, was bei �berdurchschnittlichen Fahrleistungen eines Steuerpflichtigen zu einer gewissen Bevorzugung f�hren kann: Der Abzug gem�ss Fahrkostenpauschale kann unter Umst�nden h�her ausfallen als die tats�chlich angefallenen "notwendigen Kosten f�r Fahrten zwischen Wohn- und Arbeitsst�tte" (Art. 26 Abs. 1 lit. a DBG). Ein solcher Verzicht auf eine nach dem Normzweck an sich gebotene Differenzierung f�hrt jedoch nicht zur Unzul�ssigkeit der Fahrkostenpauschale. Wie das Bundesgericht bereits erkannt hat, beruht die Pauschalisierung der Fahrkosten in der BKV auf einer gesetzlichen Grundlage (Art. 26 Abs. 2 DBG), ist durch die damit einhergehenden Vereinfachungen im Veranlagungsverfahren gerechtfertigt und bewegt sich in einem verfassungs- und gesetzeskonformen Rahmen (Urteile 2C_807/2011 vom 9. Juli 2012 E. 2.2; 2C_440/2009, 2C_441/2009 vom 8. Januar 2010 E. 5; 2A.4/2006 vom 26. Juni 2006 E. 7.1 und 7.2; ADRIENNE HEIL-FROIDEVAUX, Steuerrechtliche Praktikabilit�t unter verfassungsrechtlichen Gesichtspunkten, 2006, S. 262 ff.; PETER LOCHER, Praktikabilit�t im Steuerrecht [nachfolgend: Praktikabilit�t], in: Festschrift zum 65. Geburtstag von Ernst H�hn, 1995, S. 189 ff., insb. S. 196).
2.5 Ein Abweichen von den pauschalen Kostenans�tzen zu Ungunsten des Steuerpflichtigen ist praxisgem�ss namentlich dann zul�ssig, wenn die nat�rlichen Vermutungen, die den nicht pauschalisierten Berechnungsgrundlagen (Anzahl Arbeitstage; L�nge des Arbeitsweges) zugrunde liegen, unzutreffend sind, etwa weil die Fahrkosten aufgrund einer Fahrgemeinschaft nicht beim Steuerpflichtigen alleine anfallen (zum Ganzen Urteil 2C_807/2011 vom 9. Juli 2012 E. 2.5 mit Hinweisen).
Selbst wenn die Berechnungsgrundlagen zutreffend sind und an sich unbestritten ist, dass der Steuerpflichtige f�r die Fahrkosten aufkommen muss, werden sie dann nicht zum Abzug zugelassen, wenn der Steuerpflichtige in unangebracht hohem Ausmass t�glich oder zumindest mehrmals w�chentlich zwischen seinem Wohn- und Arbeitsort hin- und wieder zur�ckf�hrt (Urteil 2C_807/2011 vom 9. Juli 2012 E 2.4.1 mit Hinweisen). Die Rechtsprechung hat die Notwendigkeit der Fahrkosten etwa bei einem t�glichen Arbeitsweg von insgesamt 370 km oder bei einem mehrmals w�chentlich absolvierten Arbeitsweg von jeweils 340 km bzw. gut 320 km (Hin- und R�ckweg) verneint (Urteile 2C_445/2008 vom 26. November 2008 E. 6.2; 2P.64/2004 vom 19. Juli 2004 E. 4.3; 2A.479/1995 vom 14. Mai 1996 E. 2c). Als notwendige Berufskosten wurden in den genannten F�llen die Mehrkosten f�r den ausw�rtigen Wochenaufenthalt anerkannt (Art. 9 BKV).
2.6 Nicht erfasst von den Fahrkosten nach Art. 26 Abs. 1 lit. a DBG sind die Auslagen f�r berufliche Fahrten (Urteile 2C_260/2008 vom 6. August 2008 E. 3.1; 2A.2/2006 vom 17. Mai 2006 E. 2.1.2). Der diesbez�gliche Auslagenersatz, auf den der Arbeitnehmer gegen�ber dem Arbeitgeber einen (zwingenden) zivilrechtlichen Anspruch hat (Art. 327b OR), z�hlt steuerrechtlich nicht zum Einkommen (Art. 17 DBG; PETER LOCHER, Kommentar zum DBG [nachfolgend: Kommentar DBG], I. Teil, 2001, N. 24 zu Art. 17 DBG). Ein Abzug dieser Auslagen unter dem Titel der Berufskosten er�brigt sich daher (Urteile 2C_260/2008 vom 6. August 2008 E. 3.1; 2A.502/1995 vom 21. Mai 1997 E. 2c; ERICH BOSSHARD, Die steuerliche Behandlung von Spesenverg�tungen im Lohnausweis und im Veranlagungsverfahren, StR 51/1996 S. 557 ff., 559; LOCHER, Kommentar DBG, a.a.O., N. 4 f. zu Art. 26 DBG; RICHNER/FREI/KAUFMANN/MEUTER, Handkommentar zum DBG, 2. Aufl. 2009, N. 50 zu Art. 17 DBG).
3.1 Unbestritten ist vorliegend, dass die Arbeitgeberin in der Steuerperiode 2007 eine Autopauschale von Fr. 15'600.-- (Fahrleistung von 25'000 km) ausrichtete. Diese Autopauschale st�tzte sich auf ein genehmigtes Spesenreglement und eine Vereinbarung zwischen der Arbeitgeberin und der Beschwerdegegnerin 2 betreffend die Ben�tzung des Privatautos zur Aus�bung der beruflichen T�tigkeit. Daraus geht hervor, dass die Autopauschale von Fr. 15'600.-- die Kosten f�r die beruflichen Fahrten und nicht diejenigen f�r den Arbeitsweg entsch�digte (vgl. Urteil 2C_574/2009 vom 21. April 2010 E. 5.2). Ebenfalls unbestritten ist, dass die Beschwerdegegnerin 2 ihr Privatfahrzeug zur Aus�bung der beruflichen T�tigkeit ben�tigt und daher grunds�tzlich die Kosten f�r die Fahrten mit ihrem Privatfahrzeug zwischen Wohn- zur Arbeitsst�tte als Berufskosten nach Art. 26 DBG abziehen kann (Urteil 2C_807/2011 vom 9. Juli 2012 E. 2.3.1 mit Hinweisen).
3.2 Strittig ist dagegen die H�he des Fahrkostenabzugs. Die Beschwerdegegner haben in ihrer Steuererkl�rung einen Abzug von insgesamt Fr. 14'060.-- geltend gemacht. Dieser berechnet sich aus 110 Arbeitstagen zu 240 km, total 26'400 km, mit folgender Abstufung: die ersten 10'000 km zu 65 Rappen/km, die weiteren 10'000 km zu 50 Rappen/km und die restlichen 6'400 km zu 40 Rappen/km (Art. 5 Abs. 3 BKV i.V.m. � 3 Abs. 1 lit. d Steuerverordnung Nr. 13).
Der Beschwerdef�hrer akzeptierte die Fahrleistung (110 Arbeitstage zu 240 km = 26'400 km), legte der Berechnung der Fahrkostenpauschale jedoch die Summe der beruflich gefahrenen Kilometer (Arbeitsweg und Gesch�ftsfahrten) zugrunde. Aus der so ermittelten beruflich bedingten Gesamtfahrleistung von 51'400 km (26'400 km + 25'000 km) ermittelte der Beschwerdef�hrer Fahrkosten in der H�he von insgesamt Fr. 21'920.-- (10'000 km zu 65 Rappen/km, 10'000 km zu 50 Rappen/km, 10'000 km zu 40 Rappen/km, 21'400 km zu 30 Rappen/km) und zog davon die Autopauschale in der H�he von Fr. 15'600.-- ab, woraus abziehbare Fahrkosten f�r den Arbeitsweg (Art. 26 Abs. 1 lit. a DBG) in der H�he von Fr. 6'320.-- resultierten.
Die Gesamtbetrachtung begr�ndete der Beschwerdef�hrer damit, dass sich bei einer h�heren Fahrleistung die Fixkosten des Autos (Abschreibung, Versicherung, Steuern, Garagierungskosten etc.) auf mehr Kilometer verteilen w�rden und damit der Anteil an Fixkosten pro Kilometer bei zunehmender Fahrleistung immer geringer werde. Nur die Differenz zwischen Gesamtaufwand (Fr. 21'920.--) und Verg�tung (Fr. 15'600.--) entspreche den beruflich notwendigen Kosten (Art. 26 Abs. 1 lit. a DBG), die der Steuerpflichtige selbst trage.
4.1 Zu Recht wendet sich die Vorinstanz gegen die daraus resultierende Vermengung von Auslagenersatz f�r die beruflichen Fahrten und Abzug f�r die Berufskosten nach Art. 26 Abs. 1 lit. a DBG. Weder die bundesrechtlichen Vorgaben (Art. 26 Abs. 1 lit. a DBG und BKV) noch � 3 der Steuerverordnung Nr. 13 st�tzen die Rechtsauffassung des Beschwerdef�hrers: Der Anhang zur BKV legt die Pauschale der "Kosten des privaten Fahrzeugs" (Art. 5 Abs. 3 BKV) f�r Fahrten zwischen Wohn- und Arbeitsst�tte fest, wobei der Ansatz auf 65 Rappen (Stand: 2007) "pro Fahrkilometer" ("par kilom�tre parcouru"; "il km") festgesetzt worden ist. W�hrend Gesetz und Verordnung die Berechnung der Fahrkilometer (Arbeitsweg oder Gesamtfahrleistung) nicht ausdr�cklich regeln, ergeben sich aus der Gesetzessystematik keinerlei Hinweise daf�r, dass auf eine - wie immer berechnete - Gesamtfahrleistung abzustellen w�re. Die Bestimmungen zur Fahrkostenpauschale, insb. Art. 5 BKV, befassen sich mit dem Arbeitsweg (Art. 26 Abs. 1 lit. a DBG) und die Fahrkostenpauschale berechnet sich praxisgem�ss anhand der erw�hnten Formel (E. 2.2): Anzahl Arbeitstage x Anzahl Kilometer zwischen Wohn- und Arbeitsst�tte x Kilometeransatz.
Die Auffassung des Beschwerdef�hrers widerspricht auch Sinn und Zweck der geltenden Regelung und f�hrt zu einem sachlich falschen Ergebnis. Bereits der pauschalisierte Kilometeransatz von 65 Rappen (Stand: 2007) geht von einer Fahrleistung von rund 15'000 Kilometern aus (E. 2.2) und umfasst angesichts dieser Kilometerzahl nicht nur den Arbeitsweg, sondern beruht auf einer Gesamtfahrleistung. Fliesst dieser Umstand �ber die H�he des Kilometeransatzes in die Berechnung ein, bleibt kein Raum daf�r, die Gesamtfahrleistung bei der Abstufung der Fahrkostenpauschale (Art. 5 Abs. 4 BKV) erneut und damit doppelt zu ber�cksichtigen. W�rde man hier auf eine Gesamtfahrleistung und nicht nur auf die Fahrkilometer des Arbeitsweges abstellen, liefe dies auf eine gesetzeswidrige Senkung statt einer zul�ssigen Abstufung des Kilometeransatzes von 65 Rappen (Stand: 2007) hinaus.
4.2 Aus den Berechnungen des Beschwerdef�hrers ergeben sich f�r den Arbeitsweg (Art. 26 Abs. 1 lit. a DBG) Kilometerans�tze von rund 24 Rappen (Hauptantrag) bzw. 32 Rappen (Eventualantrag) bzw. 43 Rappen (Subeventualantrag). S�mtliche Antr�ge widersprechen der gesetzlichen Fahrkostenpauschale und den Kilometerans�tzen gem�ss Anhang zur BKV und der Verordnung Nr. 13. Aus diesen Rechtsgrundlagen resultiert vorliegend ein (durchschnittlicher) Kilometeransatz von rund 53 Rappen f�r den Arbeitsweg.
4.3 Mit ihrer "Gesamtbetrachtung" stellt der Beschwerdef�hrer die Sachgerechtigkeit der geltenden gesetzlichen Fahrkostenpauschale in Frage, ohne dass hierf�r aufgrund des konkreten Falles hinreichender Anlass best�nde. Die gesetzliche Fahrkostenpauschale mit einem (durchschnittlichen) Kilometeransatz von 53 Rappen entspricht nach vorinstanzlicher Feststellung in etwa der Betriebskostenrechnung gem�ss der TCS-Modellrechnung. Aus ihr ergibt sich f�r das von der Beschwerdegegnerin 2 genutzte Privatfahrzeug (Renault Grand Espace 3.5; Anschaffungspreis: Fr. 70'000.--) bei einer Gesamtfahrleistung von 50'000 km ein Kilometeransatz von 58 Rappen.
Die TCS-Modellrechnung zeigt auf, dass die gesetzlichen Pauschalen vorliegend zu einem realit�tsbezogenen und sachgerechten Ergebnis f�hren, das unter dem Blickwinkel der Rechtsgleichheit unproblematisch ist. Die vom Beschwerdef�hrer erhobene R�ge der Verletzung des Rechtsgleichheitsgebots (Art. 8 BV) st�sst daher ins Leere. Bei diesem Ergebnis muss nicht weiter darauf eingegangen werden, wann der zumutbare Rahmen des mit einer Pauschalisierung einhergehenden Verzichts auf (nach dem Normzweck an sich gebotene) Differenzierung gesprengt wird (E. 2.4; vgl. BGE 133 II 305 E. 5.1 S. 309 f.; Urteil 2C_200/2011 vom 14. November 2011 E. 5.2.1; je mit Hinweisen; HEIL-FROIDEVAUX, a.a.O., S. 262 ff.; LOCHER, Praktikabilit�t, a.a.O., S. 196; MATTHIAS OESCH, Differenzierung und Typisierung, 2008, passim).
4.4 Nicht geltend gemacht hat der Beschwerdef�hrer, dass die Fahrkosten der Beschwerdegegnerin 2, die zwei- bis dreimal in der Woche an ihren Arbeitsort nach J.________/VD f�hrt und dabei jeweils 240 km zur�cklegt (Hin- und R�ckweg), mit Blick auf die konkreten Verh�ltnisse unangemessen sei (E. 2.5; Urteil 2C_224/2008 vom 26. November 2008 E. 6.2). Aufgrund der Aktenlage besteht kein hinreichender Anlass, die Notwendigkeit der Fahrkosten in Frage zu stellen (vgl. BGE 125 V 413 E. 2c S. 417; 110 V 48 E. 4a S. 52 f.).
Die massgebenden Normen im Steuerharmonisierungsgesetz (Art. 9 StHG) und im kantonalen Steuerrecht (vgl. insb. � 33 Abs. 1 lit. a und Abs. 2 des Gesetzes vom 1. Dezember 1985 �ber die Staats- und Gemeindesteuern [Steuergesetz, BGS 614.11]) stimmen mit der Regelung bei der direkten Bundessteuer �berein. Das zur direkten Bundessteuer Ausgef�hrte gilt mithin gleichermassen (vgl. Urteil 2C_807/2011 vom 9. Juli 2012 E. 2.1).
Die Beschwerden in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten erweisen sich nach dem Gesagten als unbegr�ndet und sind abzuweisen. Bei diesem Verfahrensausgang wird der Kanton Solothurn, der Verm�gensinteressen verfolgt, kostenpflichtig (Art. 65 f. BGG). Er hat die Beschwerdegegner f�r das bundesgerichtliche Verfahren zu entsch�digen (Art. 68 BGG).
Der Kanton Solothurn hat die Beschwerdegegner f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 2'000.-- zu entsch�digen.
Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Kantonalen Steuergericht des Kantons Solothurn und der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung schriftlich mitgeteilt.