Source: http://pr-plus-recht.de/rufschaedigung-im-internet.html
Timestamp: 2018-07-22 12:43:41
Document Index: 173366380

Matched Legal Cases: ['§ 1004', '§ 823', '§ 185', '§ 186', '§ 187', '§187']

﻿ Rufschädigung im Internet
Wenn der gute Ruf Ihres Unternehmens durch unwahre Tatsachenbehauptungen und Beleidigungen in Texten oder Videos im Internet geschädigt wird, können Sie dagegen juristisch vorgehen. Im Einzelfall ist zu erörtern, ob zum Beispiel zuvor Kontakt mit dem verantwortlichen Blogger aufzunehmen ist, oder ob eine unverzügliche Abmahnung die geeignete Strategie ist. Mehr zum Thema Reputation und Recht finden Sie hier auf dem Medienrechtsportal der Anwaltskanzlei Wienen www.medienrechtfachanwalt.de.
So können Sie Ihren Unterlassungsansprüche bei unwahren Tatsachenbehauptungen gemäß §§ 1004 BGB analog i.V.m. § 823 BGB zivilrechtlich durchsetzen.
Folgende rechtlichen Mittel sind möglich:
außergerichtliche Abmahnung, in dem der Abgemahnte aufgefordert wird, eine strafbewährte Unterlassungserklärung abzugeben – wer nicht außergerichtlich abmahnt und sofort gerichtliche Schritte wählt, muss regelmäßig mit Nachteilen, vor allem einer nachteiligen Kostenfolge, rechnen
einstweilige Verfügung, in der Praxis meist das Mittel der Wahl, da es sich regelmäßig um eilbedürftige Fälle handelt
Neben den Unterlassungsansprüchen kommen zudem Schadensersatzansprüche in Betracht.
Strafrechtlich können zum Beispiel die Tatbestände der Beleidigung gemäß § 185 StGB, üble Nachrede gemäß § 186 StGB oder Verleumdung gemäß § 187 StGB erfüllt sein. Die gesetzlichen Regelungen dazu lauten:
§187 StGB, Verleumdung
Während also bei der üblen Nachrede eine ehrverletzende Tatsachenbehauptung geäußert wird, deren Wahrheitsgehalt der Äußernde nicht beweisen kann, stellt jemand bei einer Verleumdung eine Behauptung auf, von der er weiß, dass sie unwahr ist.
Bei der Verleumdung weiß der Täter also genau, dass das, was er äußert, unwahr ist.