Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=01.07.2014&Aktenzeichen=VI%20ZR%20391%2F13
Timestamp: 2020-06-05 13:37:43
Document Index: 284481341

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 195', '§ 116', '§ 199', '§ 116', '§ 195', '§ 199', '§ 203', '§ 214', '§ 116', '§ 116', 'Art. 229', '§ 6', '§ 203', '§ 116', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 116', '§ 116', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 2', '§ 852', 'Art. 229', '§ 6', 'BGH', '§ 3', '§ 115', '§ 852', 'Art. 229', '§ 6', 'BGH', '§ 203', 'Art. 229', '§ 6', 'BGH', '§ 195', 'Art. 229', '§ 6', 'BGH', '§ 116', '§ 116', 'BGH', 'BGH']

BGH, 01.07.2014 - VI ZR 391/13 - dejure.org
https://dejure.org/2014,23726
BGH, 01.07.2014 - VI ZR 391/13 (https://dejure.org/2014,23726)
BGH, Entscheidung vom 01.07.2014 - VI ZR 391/13 (https://dejure.org/2014,23726)
BGH, Entscheidung vom 01. Juli 2014 - VI ZR 391/13 (https://dejure.org/2014,23726)
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BGB §§ 195, 199, 203, 214; SGB X § 116 Abs. 1 Satz 1
§§ 199, 203, 214, 195 BGB; § 116 Abs. 1 Satz 1 SGB_X
§ 195 BGB, § 199 BGB, § 203 BGB, § 214 BGB, § 116 Abs 1 S 1 SGB 10
Gesetzlicher Forderungsübergang von Arzt- und Krankenhaushaftungsansprüchen wegen Geburtsschäden auf die gesetzliche Krankenversicherung: Forderungserwerb durch einen nachfolgenden Sozialversicherungsträger bei Wechsel der Krankenkasse und Verjährungsbeginn; Wirkung ...
Zum Forderungserwerb durch einen nachfolgenden Sozialversicherungsträger bei Wechsel der Krankenkasse
Übergang von Ersatzansprüchen beim Wechsel des Sozialversicherungsträgers; Verjährung und Verjährungshemmung beim Wechsel des Sozialversicherungsträgers
Forderungsübergang nach § 116 SGB X auf nachfolgenden Sozialversicherungsträger - Verjährungsbeginn nach Art. 229 § 6 EGBGB - Hemmung der Verjährung bei Forderungsübergang - Wirkung der Verjährungsverzichtserklärung nur gegenüber dem Adressaten
Zur Verjährungshemmung durch Verhandlungen
BGB § 203; SGB X § 116 Abs. 1 S. 1
Übergegangene Schadensersatzansprüche - und der Wechsel der Krankenkasse
Übergang der Ersatzansprüche des Geschädigten kraft Gesetzes auf den zuständigen Sozialversicherungsträger
Übergang von Ersatzansprüchen des Geschädigten bei einem Wechsel des Sozialversicherungsträgers
LG Bamberg, 07.11.2012 - 2 O 575/11
OLG Bamberg, 29.07.2013 - 4 U 221/12
MDR 2014, 1201
VersR 2014, 1226
Rechtsmissbräuchlich ist widersprüchliches Verhalten dann, wenn für den anderen Teil ein Vertrauenstatbestand entstanden ist oder besondere Umstände die Rechtsausübung als treuwidrig erscheinen lassen (Senatsurteil vom 1. Juli 2014 - VI ZR 391/13, VersR 2014, 1226 Rn. 42 mwN;… BGH, Urteile vom 16. Juli 2014 - IV ZR 73/13, BGHZ 202, 102 Rn. 33 mwN, und IV ZR 88/13, BGHZ 202, 122 Rn. 25 mwN;… vom 7. Mai 2014 - IV ZR 76/11, BGHZ 201, 101 Rn. 40 mwN; BGH…, Beschluss vom 16. Dezember 2010 - III ZB 100/09, BGHZ 188, 1 Rn. 17).
Denn das Berufungsgericht hat angenommen, dass der Zugangsanbieter des Klägers die für dessen Identifizierung anhand der IP-Adressen erforderlichen Daten über das Ende der einzelnen Internetverbindungen hinaus gespeichert hat (zur Befugnis des Anbieters vgl. BGH, Urteile vom 13. Januar 2011 - III ZR 146/10, NJW 2011, 1509 und vom 3. Juli 2014 - VI ZR 391/13, NJW 2014, 2500).
Ist durch das frühere Verhalten der Partei kein schutzwürdiges Vertrauen der Gegenseite begründet worden, ist ein rechtsmissbräuchliches Verhalten nur in besonders gelagerten Einzelfällen in Betracht zu ziehen, etwa bei einem unlösbaren Widerspruch zwischen früherer und späterer Rechtsausübung (BGH, Urteile vom 20. September 1995 - VIII ZR 52/94, WM 1995, 2073 unter II 2; vom 1. Juli 2014 - VI ZR 391/13, VersR 2014, 1226 Rn. 42; jeweils mwN).
Die Rechtsprechung des erkennenden Senats des Bundesgerichtshofs zur Rechtsnachfolge zwischen Sozialversicherungsträgern (Urteil vom 1. Juli 2014 - VI ZR 391/13, VersR 2014, 1226) sei auf Sozialhilfeträger zu übertragen, da insoweit eine Differenzierung dem § 116 SGB X nicht zu entnehmen und auch nicht anderweitig geboten sei.
Damit kann zugleich die Frage offen bleiben, ob sich die zum Rechtsübergang bei Sozialversicherungsträgern aufgestellten Grundsätze des Senatsurteils vom 1. Juli 2014 (VI ZR 391/13, VersR 2014, 1226) ohne Weiteres auf den örtlichen Zuständigkeitswechsel von Sozialhilfeträgern übertragen lassen, oder ob angesichts der auch im Übrigen im Rahmen von § 116 SGB X anerkannten Besonderheiten bei Sozialhilfeträgern (vgl. Senatsurteile vom 12. Dezember 1995 - VI ZR 271/94, BGHZ 131, 274; vom 25. Juni 1996 - VI ZR 117/95, BGHZ 133, 129; vom 9. Juli 1996 - VI ZR 5/95, BGHZ 133, 192) und des Nachrangs der Sozialhilfe (§ 2 SGB XII) - zumal im Fall längerer Leistungsunterbrechungen - verjährungsrechtlich etwas anderes gilt.
Der Beginn der Verjährungsfrist bestimmt sich nach dem bis zum 31.12.2001 geltenden Recht (§ 852 I BGB in der bis 31.12.2001 geltenden Fassung, Art. 229 EGBGB § 6 I 2; BGH r + s 2014, 525 [526 [15]]) und ist nunmehr mit dem 27.10.1997 ebenfalls unstreitig.
- Die Hemmung der Verjährung durch Anmeldung der Ansprüche bei der Haftpflichtversicherung (§ 3 Nr. 3 S. 3 PflVG in der bis 31.12.2007 gültigen Fassung, § 115 II 3 VVG) ist, weil vor dem 31.12.2001 eingetreten, nach den Vorschriften der bis 31.12.2001 gültigen Gesetzesfassung (§§ 852 II, 205, 208 BGB a. F., Art. 229 EGBGB § 6 I 2) zu beurteilen (BGH, r+s 2014, 525).
Die Hemmung der Verjährung durch Verhandlungen beurteilt sich nach den ab 01.01.2002 gültigen Vorschriften (§§ 203, 209, 212 BGB, Art. 229 EGBGB § 6 I 1; BGH, r + s 2014, 525).
Die streitgegenständlichen Ansprüche der Klägerin verjähren nach einer Verjährungsfrist von drei Jahren (§§ 195 BGB, Art. 229 EGBGB § 6 I 1; BGH r + s 2014, 525).
Die Ansprüche der Klägerin sind ebenso entstanden und fällig geworden wie die der unfallverletzten Versicherten, denn auch die nach Sozialversicherungsrecht übergehenden oder übergangenen Ansprüche (§ 116 I SGB X) entstehen bereits im Zeitpunkt des schadensstiftenden Ereignisses (…Kasseler Kommentar zum Sozialversicherungsrecht 2014/Kater, SGB X § 116, Rn. 145; BGH NJW 2008, 2776 ff. [2777 [12]]; r + s 2014, 525).
Beginn der Verjährung von Regressansprüchen eines Trägers der gesetzlichen …
Auch mit Blick auf die von dem Beklagten zitierte Entscheidung des Bundesgerichtshofs v. 01.07.2014, - VI ZR 391/13 -, juris, ist vorliegend eine andere Bewertung nicht angezeigt.
vgl. BGH, Urteil vom 1. Juli 2014- VI ZR 391/13 -, juris Rn. 21, m. w. N.