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Timestamp: 2020-07-09 01:11:56
Document Index: 97574483

Matched Legal Cases: ['Art. 4', 'Art. 39', 'Art. 39', 'Art. 39', 'Art. 11', 'Art. 11', 'Art. 11', 'Art. 107', 'Art. 107', 'Art. 11', 'Art. 13', 'Art. 13', 'Art. 15', 'Art. 16', 'Art. 16', 'Art. 18', 'Art. 23', 'Art. 16']

Lawbrary | PBV - Verordnung über die Bekanntgabe von Preisen
Zweck und Geltungsbereich (1 - 2)
Bekanntgabe des Detailpreises (3 - 4)
Bekanntgabe des Grundpreises (5 - 6)
Art und Weise der Bekanntgabe (7 - 9)
Dienstleistungen (10 - 12)
Werbung (13 - 15)
Irreführende Preisbekanntgabe (16 - 19)
Bekanntgabepflichtige (20 - 20)
Strafbestimmungen (21 - 21)
Schlussbestimmungen (22 - 25)
Schlussbestimmung zur Änderung vom 21. Januar 2004
Zweck die­ser Ver­ord­nung ist, dass Prei­se klar und mit­ein­an­der ver­gleich­bar sind und ir­re­füh­ren­de Prei­s­an­ga­ben ver­hin­dert wer­den.
1Die Ver­ord­nung gilt für:
das An­ge­bot von Wa­ren zum Kauf an Kon­su­men­tin­nen und Kon­su­men­ten1
Rechts­ge­schäf­te mit Kon­su­men­tin­nen und Kon­su­men­ten mit wirt­schaft­lich glei­chen oder ähn­li­chen Wir­kun­gen wie der Kauf, bei­spiels­wei­se Ab­zah­lungs­ver­trä­ge, Miet­kauf­ver­trä­ge, Lea­sing­ver­trä­ge und mit Kauf­ge­schäf­ten ver­bun­de­ne Ein­tausch­ak­tio­nen (kau­f­ähn­li­che Rechts­ge­schäf­te);
das An­ge­bot der in Ar­ti­kel 10 ge­nann­ten Dienst­leis­tun­gen;
die an Kon­su­men­tin­nen und Kon­su­men­ten ge­rich­te­te Wer­bung für sämt­li­che Wa­ren und Dienst­leis­tun­gen.
2Kon­su­men­tin­nen und Kon­su­men­ten sind Per­so­nen, die Wa­ren oder Dienst­leis­tun­gen für Zwe­cke kau­fen, die nicht im Zu­sam­men­hang mit ih­rer ge­werb­li­chen oder be­ruf­li­chen Tä­tig­keit ste­hen.2
1 Aus­druck ge­mä­ss Ziff. I der V vom 12. Okt. 2011, in Kraft seit 1. April 2012 (AS 2011 4959). Die­se Än­de­rung wur­de im gan­zen Er­lass be­rück­sich­tigt.
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 28. April 1999, in Kraft seit 1. Nov. 1999 (AS 1999 1637).
1Für Wa­ren, die der Kon­su­men­tin oder dem Kon­su­men­ten zum Kauf an­ge­bo­ten wer­den, ist der tat­säch­lich zu be­zah­len­de Preis in Schwei­zer­fran­ken (De­tail­preis) be­kannt­zu­ge­ben.
2Die Be­kannt­ga­be­pflicht gilt auch für kau­f­ähn­li­che Rechts­ge­schäf­te.
3Sie gilt nicht für Wa­ren, die an Ver­stei­ge­run­gen, Auk­tio­nen und ähn­li­chen Ver­an­stal­tun­gen ver­kauft wer­den.
Art. 4 Öffentliche Abgaben, Urheberrechtsvergütungen, vorgezogene Entsorgungsbeiträge, Vergünstigungen
1Über­wälz­te öf­fent­li­che Ab­ga­ben, Ur­he­ber­rechts­ver­gü­tun­gen, vor­ge­zo­ge­ne Ent­sor­gungs­bei­trä­ge so­wie wei­te­re nicht frei wähl­ba­re Zu­schlä­ge jeg­li­cher Art müs­sen im De­tail­preis in­be­grif­fen sein.2
1bisBei Än­de­rung des Mehr­wert­steu­er­sat­zes muss in­nert drei Mo­na­ten nach de­ren In­kraft­tre­ten die Preis­an­schrift an­ge­passt wer­den. Die Kon­su­men­tin­nen und Kon­su­men­ten sind wäh­rend die­ser Frist mit ei­nem gut sicht­ba­ren Hin­weis dar­über in Kennt­nis zu set­zen, dass in der Preis­an­schrift die Steu­er­sat­z­än­de­rung noch nicht be­rück­sich­tigt ist.3
2Ver­güns­ti­gun­gen wie Ra­bat­te, Ra­batt­mar­ken oder Rück­ver­gü­tun­gen, die erst nach dem Kauf rea­li­siert wer­den kön­nen, sind ge­son­dert be­kannt­zu­ge­ben und zu be­zif­fern.
1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 12. Okt. 2011, in Kraft seit 1. April 2012 (AS 2011 4959).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 12. Okt. 2011, in Kraft seit 1. April 2012 (AS 2011 4959).).
3 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 28. April 1999, in Kraft seit 1. Nov. 1999 (AS 1999 1637).
1Für mess­ba­re Wa­ren, die der Kon­su­men­tin oder dem Kon­su­men­ten zum Kauf an­ge­bo­ten wer­den, ist der Grund­preis be­kannt­zu­ge­ben.
2Für vor­ver­pack­te Wa­re sind De­tail- und Grund­preis be­kannt­zu­ge­ben.
3Der Grund­preis muss nicht an­ge­ge­ben wer­den bei:
Ver­kauf per Stück oder nach Stück­zahl;
Ver­kauf von 1, 2 oder 5 Li­ter, Ki­lo­gramm, Me­ter, Qua­drat­me­ter oder Ku­bik­me­ter und ih­rer de­zi­ma­len Viel­fa­chen und Tei­le;
Spi­ri­tuo­sen in Be­häl­tern mit ei­nem Nenn­in­halt von 35 und 70 cl;
Fer­tig­pa­ckun­gen mit ei­nem Net­to­ge­wicht oder ei­nem Ab­tropf­ge­wicht von 25, 125, 250 und 2500 g;
Kom­bi­na­ti­ons­pa­ckun­gen, Mehr­teil­pa­ckun­gen und Ge­schenk­pa­ckun­gen;
Le­bens­mit­tel­kon­ser­ven, die aus ei­ner Mi­schung von fes­ten Pro­duk­ten be­ste­hen, so­fern die Ge­wich­te der Be­stand­tei­le an­ge­ge­ben wer­den;
Wa­ren in Fer­tig­pa­ckun­gen, de­ren De­tail­preis nicht mehr als 2 Fran­ken be­trägt;
Wa­ren in Fer­tig­pa­ckun­gen, de­ren Grund­preis je Ki­lo­gramm oder Li­ter bei Le­bens­mit­teln 150 Fran­ken und bei den üb­ri­gen Wa­ren 750 Fran­ken über­steigt;
gast­ge­werb­li­chen Be­trie­ben;
Fer­tig­pa­ckun­gen von Arz­nei­mit­teln der Ab­ga­be­ka­te­go­ri­en A und B nach den Ar­ti­keln 41 und 42 der Arz­nei­mit­tel­ver­ord­nung vom 21. Sep­tem­ber 20184 so­wie der Ab­ga­be­ka­te­go­rie C nach Ar­ti­kel 25 der Arz­nei­mit­tel­ver­ord­nung vom 17. Ok­to­ber 20015.
1 Fas­sung ge­mä­ss Art. 39 Ziff. 2 der Men­gen­an­ga­be­ver­ord­nung vom 5. Sept. 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2012 5275).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Dez. 1987, in Kraft seit 1. März 1988 (AS 1988 241).
3 Ein­ge­fügt durch Art. 39 Ziff. 2 der Men­gen­an­ga­be­ver­ord­nung vom 5. Sept. 2012 (AS 2012 5275). Fas­sung ge­mä­ss An­hang 8 Ziff. II 6 der Arz­nei­mit­tel-Be­wil­li­gungs­ver­ord­nung vom 14. Nov. 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 5029).
1Mess­ba­re Wa­ren sind sol­che, de­ren De­tail­preis üb­li­cher­wei­se nach Vo­lu­men, Ge­wicht, Mas­se, Län­ge oder Flä­che be­stimmt wird.
2Als Grund­preis gilt der dem De­tail­preis zu­grun­de­lie­gen­de Preis je Li­ter, Ki­lo­gramm, Me­ter, Qua­drat­me­ter, Ku­bik­me­ter oder ei­nes de­zi­ma­len Viel­fa­chen oder ei­nes de­zi­ma­len Tei­les da­von.
3Wird bei Le­bens­mit­tel­kon­ser­ven in An­wen­dung von Ar­ti­kel 16 der Men­gen­an­ga­be­ver­ord­nung vom 5. Sep­tem­ber 20121 das Ab­tropf­ge­wicht an­ge­ge­ben, so be­zieht sich der Grund­preis auf das Ab­tropf­ge­wicht.2
2 Fas­sung ge­mä­ss Art. 39 Ziff. 2 der Men­gen­an­ga­be­ver­ord­nung vom 5. Sept. 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2012 5275).
1De­tail- und Grund­prei­se müs­sen durch An­schrift an der Wa­re selbst oder un­mit­tel­bar da­ne­ben (An­schrift, Auf­druck, Eti­ket­te, Preis­schild usw.) be­kannt­ge­ge­ben wer­den.
2Sie kön­nen in an­de­rer leicht zu­gäng­li­cher und gut les­ba­rer Form be­kannt­ge­ge­ben wer­den (Re­ga­l­an­schrift, An­schlag von Preis­lis­ten, Auf­la­ge von Ka­ta­lo­gen usw.), wenn die An­schrift an der Wa­re selbst we­gen der Viel­zahl preis­glei­cher Wa­ren oder aus tech­ni­schen Grün­den nicht zweck­mäs­sig ist.
3Die Be­kannt­ga­be nach Ab­satz 2 ist auch zu­läs­sig für An­ti­qui­tä­ten, Kunst­ge­gen­stän­de, Ori­ent­tep­pi­che, Pelz­wa­ren, Uh­ren, Schmuck und an­de­re Ge­gen­stän­de aus Edel­me­tal­len, wenn der Preis 5000 Fran­ken über­steigt.1
1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 14. Dez. 1987, in Kraft seit 1. März 1988 (AS 1988 241).
1De­tail- und Grund­prei­se müs­sen leicht sicht­bar und gut les­bar sein. Sie sind in Zah­len be­kannt­zu­ge­ben.
2Ins­be­son­de­re müs­sen in Schau­fens­tern die De­tail­prei­se, bei Wa­ren, die of­fen ver­kauft wer­den, die Grund­prei­se von aus­sen gut les­bar sein.
1Aus der Be­kannt­ga­be muss her­vor­ge­hen, auf wel­ches Pro­dukt und wel­che Ver­kaufs­ein­heit sich der De­tail­preis be­zieht.
2Die Men­ge ist nach dem Mess­ge­setz vom 17. Ju­ni 20111 an­zu­ge­ben.2
3Wei­ter­ge­hen­de Be­stim­mun­gen über die Spe­zi­fi­zie­rung in an­de­ren Er­las­sen blei­ben vor­be­hal­ten.
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I 6 der V vom 7. Dez. 2012 (Neue ge­setz­li­che Grund­la­gen im Mess­we­sen), in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2012 7065).
1Für Dienst­leis­tun­gen in den fol­gen­den Be­rei­chen sind die tat­säch­lich zu be­zah­len­den Prei­se in Schwei­zer­fran­ken be­kannt zu ge­ben:
Coif­feur­ge­wer­be;
Ga­ra­ge­ge­wer­be für Ser­vice­leis­tun­gen;
Gast­ge­wer­be und Ho­tel­le­rie;
Kos­me­ti­sche In­sti­tu­te und Kör­per­pfle­ge;
Fit­ness­in­sti­tu­te, Schwimm­bä­der, Eis­bah­nen und an­de­re Sport­an­la­gen;
Ta­xi­ge­wer­be;
Un­ter­hal­tungs­ge­wer­be (Thea­ter, Kon­zer­te, Ki­nos, Dan­cings und dgl.), Mu­se­en, Aus­stel­lun­gen, Mes­sen so­wie Sport­ver­an­stal­tun­gen;
Ver­mie­tung von Fahr­zeu­gen, Ap­pa­ra­ten und Ge­rä­ten;
Wä­sche­rei­en und Tex­til­rei­ni­gun­gen (Haupt­ver­fah­ren und Stan­dard­ar­ti­kel);
Par­kie­ren und Ein­stel­len von Au­tos;
Fo­to­bran­che (stan­dar­di­sier­te Leis­tun­gen in den Be­rei­chen Ent­wi­ckeln, Ko­pie­ren, Ver­grös­sern);
Kurs­we­sen;
Flug- und Pau­schal­rei­sen;
die mit der Bu­chung ei­ner Rei­se zu­sam­men­hän­gen­den und ge­son­dert in Rech­nung ge­stell­ten Leis­tun­gen (Bu­chung, Re­ser­va­ti­on, Ver­mitt­lung);
Fern­mel­de­diens­te nach dem Fern­mel­de­ge­setz vom 30. April 1997;
Dienst­leis­tun­gen wie In­for­ma­ti­ons-, Be­ra­tungs-, Ver­mark­tungs- und Ge­büh­ren­tei­lungs­diens­te, die über Fern­mel­de­diens­te er­bracht oder an­ge­bo­ten wer­den, un­ab­hän­gig da­von, ob sie von ei­ner An­bie­te­rin von Fern­mel­de­diens­ten ver­rech­net wer­den;
die Kon­to­er­öff­nung, -füh­rung und -schlies­sung, den Zah­lungs­ver­kehr im In­land und grenz­über­schrei­tend, Zah­lungs­mit­tel (Kre­dit­kar­ten) so­wie den Kauf und Ver­kauf aus­län­di­scher Wäh­run­gen (Geld­wech­sel);
Teil­zeit­nut­zungs­rech­te an Im­mo­bi­li­en;
Dienst­leis­tun­gen im Zu­sam­men­hang mit der Ab­ga­be von Arz­nei­mit­teln und Me­di­zin­pro­duk­ten so­wie Dienst­leis­tun­gen von Tier- und Zahn­ärz­ten;
Be­stat­tungs­in­sti­tu­te;
No­ta­ri­ats­dienst­leis­tun­gen.
2Über­wälz­te öf­fent­li­che Ab­ga­ben, Ur­he­ber­rechts­ver­gü­tun­gen so­wie wei­te­re nicht frei wähl­ba­re Zu­schlä­ge jeg­li­cher Art müs­sen im Preis ent­hal­ten sein. Kur­ta­xen dür­fen se­pa­rat be­kannt ge­ge­ben wer­den.14
3Bei Än­de­rung des Mehr­wert­steu­er­sat­zes muss in­nert drei Mo­na­ten nach de­ren In­kraft­tre­ten die Preis­an­schrift an­ge­passt wer­den. Die Kon­su­men­tin­nen und Kon­su­men­ten sind wäh­rend die­ser Frist mit ei­nem gut sicht­ba­ren Hin­weis dar­über in Kennt­nis zu set­zen, dass die Steu­er­sat­z­än­de­rung in der Preis­an­schrift noch nicht be­rück­sich­tigt ist.15
3 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 12. Okt. 2011, in Kraft seit 1. April 2012 (AS 2011 4959).
4 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 28. April 1999, in Kraft seit 1. Nov. 1999 (AS 1999 1637).
5 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 28. April 1999 (AS 1999 1637). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 12. Okt. 2011, in Kraft seit 1. April 2012 (AS 2011 4959).
6 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 28. April 1999, in Kraft seit 1. Nov. 1999 (AS 1999 1637).
7 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 28. April 1999 (AS 1999 1637). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. II der V vom 4. Nov. 2009, in Kraft seit 1. Jan. 2010 (AS 2009 5821).
8 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 28. April 1999 (AS 1999 1637). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. II der V vom 4. Nov. 2009, in Kraft seit 1. Jan. 2010 (AS 2009 5821).
9 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 28. April 1999, in Kraft seit 1. Nov. 1999 (AS 1999 1637).
10 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 28. April 1999, in Kraft seit 1. Nov. 1999 (AS 1999 1637).
11 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 21. Jan. 2004 (AS 2004 827). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 12. Okt. 2011, in Kraft seit 1. April 2012 (AS 2011 4959).
12 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 12. Okt. 2011, in Kraft seit 1. April 2012 (AS 2011 4959).
13 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 12. Okt. 2011, in Kraft seit 1. April 2012 (AS 2011 4959).
14 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. II der V vom 5. Nov. 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 4161).
15 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 28. April 1999, in Kraft seit 1. Nov. 1999 (AS 1999 1637).
1Preis­an­schlä­ge, Preis­lis­ten, Ka­ta­lo­ge usw. müs­sen leicht zu­gäng­lich und gut les­bar sein.
2Aus der Be­kannt­ga­be muss her­vor­ge­hen, auf wel­che Art und Ein­heit der Dienst­leis­tung oder auf wel­che Ver­rech­nungs­sät­ze sich der Preis be­zieht.
3In gast­ge­werb­li­chen Be­trie­ben muss aus der Be­kannt­ga­be des Prei­ses für Ge­trän­ke her­vor­ge­hen, auf wel­che Men­ge sich der Preis be­zieht. Die Men­gen­an­ga­be ist nicht er­for­der­lich bei Heiss­ge­trän­ken, Cock­tails und mit Was­ser an­ge­setz­ten oder mit Eis ver­misch­ten Ge­trän­ken.2
4In Be­trie­ben, die ge­werbs­mäs­sig Per­so­nen be­her­ber­gen, ist der Preis für Über­nach­tung mit oder oh­ne Früh­stück, für Halb- oder Voll­pen­si­on dem Gast münd­lich oder schrift­lich be­kannt­zu­ge­ben.3
1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 28. April 1999 (AS 1999 1637). Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 21. Jan. 2004, mit Wir­kung seit 1. Ju­ni 2004 (AS 2004 827).
Art. 11a Art und Weise der mündlichen Preisbekanntgabe bei Mehrwertdiensten
1Be­trägt bei Dienst­leis­tun­gen nach Ar­ti­kel 10 Ab­satz 1 Buch­sta­be q die Grund­ge­bühr oder der Preis pro Mi­nu­te mehr als zwei Fran­ken, so sind die Kon­su­men­tin­nen oder Kon­su­men­ten münd­lich, vor­gän­gig, klar und kos­ten­los über den Preis zu in­for­mie­ren. Die In­for­ma­ti­on hat zu­min­dest in der Spra­che des Dienst­an­ge­bots zu er­fol­gen.
2Es dür­fen nur die Dienst­leis­tun­gen in Rech­nung ge­stellt wer­den, für wel­che die­se Vor­ga­ben ein­ge­hal­ten wur­den.
3Bei An­ru­fen auf Num­mern des Fest­netz- oder Mo­bil­te­le­fo­nie­diens­tes dür­fen be­reits für die Dau­er der Preis­an­sa­ge die Ver­bin­dungs­ge­büh­ren be­las­tet wer­den.
4Fal­len wäh­rend der Ver­bin­dung fi­xe Ge­büh­ren an oder er­fol­gen Preis­än­de­run­gen, so sind die Kon­su­men­tin­nen und Kon­su­men­ten un­mit­tel­bar, be­vor die­se Ge­bühr oder Än­de­rung zum Tra­gen kommt, und un­ab­hän­gig von de­ren Hö­he dar­über zu in­for­mie­ren.
5Die Ge­bühr be­zie­hungs­wei­se der Preis darf erst fünf Se­kun­den, nach­dem die In­for­ma­ti­on er­folgt ist, er­ho­ben wer­den.
6Über­stei­gen die fi­xen Ge­büh­ren zehn Fran­ken oder der Preis pro Mi­nu­te fünf Fran­ken, so darf die Dienst­leis­tung nur in Rech­nung ge­stellt wer­den, wenn die Kon­su­men­tin­nen und Kon­su­men­ten die An­nah­me des An­ge­bots aus­drück­lich be­stä­tigt ha­ben.
7Neh­men die Kon­su­men­tin­nen und Kon­su­men­ten einen Aus­kunfts­dienst über die Ver­zeich­nis­se nach Ar­ti­kel 31a der Ver­ord­nung vom 6. Ok­to­ber 19972 über die Adres­sie­rungs­ele­men­te im Fern­mel­de­be­reich in An­spruch, so müs­sen sie un­mit­tel­bar vor dem Be­zug ei­nes ver­bun­de­nen Diens­tes und un­ab­hän­gig von der Hö­he des Prei­ses über die­sen in­for­miert wer­den.
1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 21. Jan. 2004 (AS 2004 827). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. II der V vom 5. Nov. 2014, in Kraft seit 1. Ju­li 2015 (AS 2014 4161).
Art. 11abis Art und Weise der schriftlichen Preisbekanntgabe bei Mehrwertdiensten
1Die schrift­li­che Be­kannt­ga­be der Prei­se für Dienst­leis­tun­gen nach Ar­ti­kel 10 Ab­satz 1 Buch­sta­be q rich­tet sich nach Ar­ti­kel 13a.
2Wird die Dienst­leis­tung über ei­ne In­ter­net- oder Da­ten­ver­bin­dung an­ge­bo­ten, so darf den Kon­su­men­tin­nen oder Kon­su­men­ten die Leis­tung nur in Rech­nung ge­stellt wer­den, wenn:
ih­nen der Preis gut sicht­bar und deut­lich les­bar auf der Schalt­flä­che zur An­nah­me des An­ge­bots be­kannt ge­ge­ben wird; oder
in un­mit­tel­ba­rer Nä­he der Schalt­flä­che zur An­nah­me des An­ge­bots der Preis gut sicht­bar und deut­lich les­bar an­ge­ge­ben wird und auf die­ser Schalt­flä­che ent­we­der der Hin­weis «zah­lungs­pflich­tig be­stel­len» oder ei­ne ent­spre­chen­de ein­deu­ti­ge For­mu­lie­rung gut sicht­bar und deut­lich les­bar an­ge­bracht ist.
3Wird die Dienst­leis­tung über ei­ne In­ter­net- oder Da­ten­ver­bin­dung an­ge­bo­ten und über die Rech­nung ei­ner An­bie­te­rin von Fern­mel­de­diens­ten oder über einen An­schluss mit Vor­be­zah­lung ab­ge­rech­net, so darf den Kon­su­men­tin­nen und Kon­su­men­ten die Leis­tung nur in Rech­nung ge­stellt wer­den, wenn sie die An­nah­me des An­ge­bots ge­gen­über ih­rer An­bie­te­rin von Fern­mel­de­diens­ten aus­drück­lich be­stä­tigt ha­ben.
1 Ein­ge­fügt durch Ziff. II der V vom 5. Nov. 2014, in Kraft seit 1. Ju­li 2015 (AS 2014 4161).
Art. 11b Art und Weise der Preisbekanntgabe bei Mehrwertdiensten, die pro Einzelinformation abgerechnet werden
1Bei Dienst­leis­tun­gen nach Ar­ti­kel 10 Ab­satz 1 Buch­sta­be q, die auf ei­ner An­mel­dung der Kon­su­men­tin oder des Kon­su­men­ten be­ru­hen und ei­ne Mehr­zahl von Ein­ze­l­in­for­ma­tio­nen (wie Text- und Bild­mit­tei­lun­gen, Au­dio- und Vi­deo­se­quen­zen) aus­lö­sen kön­nen (sog. Pu­sh-Diens­te), müs­sen der Kon­su­men­tin oder dem Kon­su­men­ten vor der Ak­ti­vie­rung des Diens­tes kos­ten­los und un­miss­ver­ständ­lich so­wohl am Ort der Be­kannt­ga­be als auch auf dem mo­bi­len End­ge­rät be­kannt­ge­ge­ben wer­den:2
ei­ne all­fäl­li­ge Grund­ge­bühr;
der Preis pro Ein­ze­l­in­for­ma­ti­on;
das Vor­ge­hen zur De­ak­ti­vie­rung des Diens­tes;
die ma­xi­ma­le An­zahl der Ein­ze­l­in­for­ma­tio­nen pro Mi­nu­te.
2Ge­büh­ren dür­fen erst er­ho­ben wer­den, nach­dem die Kon­su­men­tin oder der Kon­su­ment die An­ga­ben nach Ab­satz 1 er­hal­ten und die An­nah­me des An­ge­bots aus­drück­lich auf ih­rem oder sei­nem mo­bi­len End­ge­rät be­stä­tigt hat.4
3Nach An­nah­me des An­ge­bots nach Ab­satz 2 muss der Kon­su­men­tin oder dem Kon­su­men­ten bei je­der Ein­ze­l­in­for­ma­ti­on das Vor­ge­hen zur De­ak­ti­vie­rung des Diens­tes kos­ten­los be­kannt­ge­ge­ben wer­den. Der Kon­su­men­tin oder dem Kon­su­men­ten kann die Mög­lich­keit ge­bo­ten wer­den, kos­ten­los auf die­se Be­nach­rich­ti­gung zu ver­zich­ten.5
1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 21. Jan. 2004, in Kraft seit 1. Ju­ni 2004 (AS 2004 827).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 12. Okt. 2011, in Kraft seit 1. April 2012 (AS 2011 4959).
3 Ein­ge­fügt durch Art. 107 der V vom 9. März 2007 über Fern­mel­de­diens­te, in Kraft seit 1. April 2007 (AS 2007 945).
4 Ein­ge­fügt durch Art. 107 der V vom 9. März 2007 über Fern­mel­de­diens­te, in Kraft seit 1. April 2007 (AS 2007 945). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. II der V vom 4. Nov. 2009, in Kraft seit 1. Jan. 2010 (AS 2009 5821).
5 Ein­ge­fügt durch Ziff. II der V vom 4. Nov. 2009 (AS 2009 5821). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 12. Okt. 2011, in Kraft seit 1. April 2012 (AS 2011 4959).
Art. 11c Art und Weise der Preisbekanntgabe von Flugreisen
1Wer den Kon­su­men­tin­nen und Kon­su­men­ten in der Schweiz Flug­prei­se in ir­gend­ei­ner Form - auch im In­ter­net - für Flug­diens­te ab ei­nem Flug­ha­fen in der Schweiz oder der Eu­ro­päi­schen Uni­on an­bie­tet, hat die an­wend­ba­ren Ta­rif­be­din­gun­gen zu nen­nen.
2Der tat­säch­lich zu be­zah­len­de Preis ist stets aus­zu­wei­sen. Er muss den ei­gent­li­chen Flug­preis so­wie al­le Steu­ern, Ge­büh­ren, Zu­schlä­ge und Ent­gel­te, die un­ver­meid­bar und zum Zeit­punkt der Ver­öf­fent­li­chung vor­her­seh­bar sind, ein­sch­lies­sen.
3Ne­ben dem tat­säch­lich zu be­zah­len­den Preis ist min­des­tens der ei­gent­li­che Flug­preis aus­zu­wei­sen so­wie, falls die­se da­zu ge­rech­net wer­den:
die Steu­ern;
die Flug­ha­fen­ge­büh­ren; und
die sons­ti­gen Ge­büh­ren, Zu­schlä­ge und Ent­gel­te, wie et­wa die­je­ni­gen, die mit der Si­cher­heit oder dem Treib­stoff in Zu­sam­men­hang ste­hen.
4Fa­kul­ta­ti­ve Zu­satz­kos­ten sind auf kla­re, trans­pa­ren­te und ein­deu­ti­ge Art und Wei­se zu Be­ginn je­des Bu­chungs­vor­gangs mit­zu­tei­len; die An­nah­me der fa­kul­ta­ti­ven Zu­satz­kos­ten muss durch die Kon­su­men­tin oder den Kon­su­men­ten aus­drück­lich be­stä­tigt wer­den («Opt-in»).
1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 12. Okt. 2011, in Kraft seit 1. April 2012 (AS 2011 4959).
1Das Trink­geld muss im Preis in­be­grif­fen oder deut­lich als Trink­geld be­zeich­net und be­zif­fert sein.
2Hin­wei­se wie «Trink­geld in­be­grif­fen» oder ent­spre­chen­de For­mu­lie­run­gen sind zu­läs­sig. Hin­wei­se wie «Trink­geld nicht in­be­grif­fen» oder ent­spre­chen­de For­mu­lie­run­gen oh­ne zif­fern­mäs­si­ge Be­zeich­nung sind un­zu­läs­sig.
3Es ist un­zu­läs­sig, Trink­gel­der über den be­kannt­ge­ge­be­nen Preis oder das zif­fern­mäs­sig be­kannt­ge­ge­be­ne Mass hin­aus zu ver­lan­gen.
Art. 13 Preisbekanntgabe in der Werbung im Allgemeinen
1Wer­den in der Wer­bung Prei­se auf­ge­führt oder be­zif­fer­te Hin­wei­se auf Preis­rah­men oder Preis­gren­zen ge­macht, so sind die tat­säch­lich zu be­zah­len­den Prei­se be­kannt­zu­ge­ben.
2Her­stel­ler, Im­por­teu­re und Gros­sis­ten kön­nen Richt­prei­se be­kannt­ge­ben.3
1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. II der V vom 4. Nov. 2009, in Kraft seit 1. Ju­li 2010 (AS 2009 5821).
2 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 28. April 1999 (AS 1999 1637). Auf­ge­ho­ben durch Ziff. II der V vom 4. Nov. 2009, mit Wir­kung seit 1. Ju­li 2010 (AS 2009 5821).
3 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 28. April 1999, in Kraft seit 1. Nov. 1999 (AS 1999 1637).
Art. 13a Preisbekanntgabe in der Werbung für Mehrwertdienste im Fernmeldebereich
1Wer­den in der Wer­bung die Te­le­fon­num­mer oder sons­ti­ge Zei­chen- oder Buch­sta­ben­fol­gen ei­ner ent­gelt­li­chen Dienst­leis­tung nach Ar­ti­kel 10 Ab­satz 1 Buch­sta­be q pu­bli­ziert, so sind der Kon­su­men­tin oder dem Kon­su­men­ten die Grund­ge­bühr und der Preis pro Mi­nu­te be­kannt­zu­ge­ben.
2Kommt ein an­de­rer Ta­ri­fa­b­lauf zur An­wen­dung, so muss die Ta­xie­rung un­miss­ver­ständ­lich be­kannt ge­ge­ben wer­den.
3Die Preis­in­for­ma­tio­nen müs­sen min­des­tens in der Schrift­grös­se der be­wor­be­nen Num­mer, gut sicht­bar und deut­lich les­bar in un­mit­tel­ba­rer Nä­he der be­wor­be­nen Num­mer an­ge­ge­ben wer­den.2
1 Ein­ge­fügt durch Ziff. II der V vom 4. Nov. 2009, in Kraft seit 1. Ju­li 2010 (AS 2009 5821).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. II der V vom 5. Nov. 2014, in Kraft seit 1. Ju­li 2015 (AS 2014 4161).
3 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. II der V vom 5. Nov. 2014, mit Wir­kung seit 1. Ju­li 2015 (AS 2014 4161).
1Aus der Preis­be­kannt­ga­be muss deut­lich her­vor­ge­hen, auf wel­che Wa­re und Ver­kaufs­ein­heit oder auf wel­che Art, Ein­heit und Ver­rech­nungs­sät­ze von Dienst­leis­tun­gen sich der Preis be­zieht.
2Die Wa­ren und Dienst­leis­tun­gen sind nach we­sent­li­chen Kri­te­ri­en wie Mar­ke, Typ, Sor­te, Qua­li­tät und Ei­gen­schaf­ten gut les­bar zu um­schrei­ben.1
3Die Prei­s­an­ga­be muss sich auf die al­len­falls ab­ge­bil­de­te oder mit Wor­ten be­zeich­ne­te Wa­re be­zie­hen.
4Wei­ter­ge­hen­de Be­stim­mun­gen über die Spe­zi­fi­zie­rung in an­de­ren Er­las­sen blei­ben vor­be­hal­ten.
Art. 15 Irreführende Preisbekanntgabe
Die Be­stim­mun­gen über die ir­re­füh­ren­de Preis­be­kannt­ga­be (Art. 16-18) gel­ten auch für die Wer­bung.
1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Dez. 1987, in Kraft seit 1. März 1988 (AS 1988 241).
Art. 16 Bekanntgabe weiterer Preise
1Ne­ben dem tat­säch­lich zu be­zah­len­den Preis darf der An­bie­ter einen Ver­gleichs­preis be­kannt­ge­ben, wenn:
er die Wa­re oder die Dienst­leis­tung un­mit­tel­bar vor­her tat­säch­lich zu die­sem Preis an­ge­bo­ten hat (Selbst­ver­gleich);
er die Wa­re oder die Dienst­leis­tung un­mit­tel­bar da­nach tat­säch­lich zu die­sem Preis an­bie­ten wird (Ein­füh­rungs­preis); oder
an­de­re An­bie­ter im zu be­rück­sich­ti­gen­den Markt­ge­biet die über­wie­gen­de Men­ge glei­cher Wa­ren oder Dienst­leis­tun­gen tat­säch­lich zu die­sem Preis an­bie­ten (Kon­kur­renz­ver­gleich).
2Aus der An­kün­di­gung muss beim Ein­füh­rungs­preis und Kon­kur­renz­ver­gleich die Art des Preis­ver­gleichs her­vor­ge­hen. Die Vor­aus­set­zun­gen für die Ver­wen­dung von Ver­gleichs­prei­sen ge­mä­ss Ab­satz 1 sind vom An­bie­ter auf Ver­lan­gen glaub­haft zu ma­chen.2
3Der Ver­gleichs­preis nach Ab­satz 1 Buch­sta­ben a und b darf wäh­rend der Hälf­te der Zeit be­kannt­ge­ge­ben wer­den, wäh­rend der er ge­hand­habt wur­de be­zie­hungs­wei­se ge­hand­habt wer­den wird, längs­tens je­doch wäh­rend zwei Mo­na­ten.
4Prei­se für schnell ver­derb­li­che Wa­ren dür­fen, wenn sie wäh­rend ei­nes hal­b­en Ta­ges ge­hand­habt wur­den, noch wäh­rend des fol­gen­den Ta­ges als Ver­gleichs­preis be­kannt­ge­ge­ben wer­den.
5Ka­ta­log-, Richt­prei­se und der­glei­chen sind nur dann als Ver­gleichs­prei­se zu­läs­sig, wenn die Vor­aus­set­zun­gen nach Ab­satz 1 Buch­sta­be c er­füllt sind.
1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 28. April 1999, in Kraft seit 1. Nov. 1999 (AS 1999 1637).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 12. Okt. 2011, in Kraft seit 1. April 2012 (AS 2011 49591).
1Be­zif­fer­te Hin­wei­se auf Preis­re­duk­tio­nen, Zu­ga­ben, Ein­tausch- und Rück­nah­me­an­ge­bo­te so­wie auf Ge­schen­ke und der­glei­chen wer­den wie die Be­kannt­ga­be wei­te­rer Prei­se ne­ben dem tat­säch­lich zu be­zah­len­den Preis be­ur­teilt.1
2Für sol­che Hin­wei­se gilt die Pflicht zur Preis­be­kannt­ga­be so­wie zur Spe­zi­fi­zie­rung im Sin­ne die­ser Ver­ord­nung. Aus­ge­nom­men sind Hin­wei­se auf meh­re­re Pro­duk­te, ver­schie­de­ne Pro­duk­te, Pro­duk­te­grup­pen oder Sor­ti­men­te, so­weit für sie der glei­che Re­duk­ti­ons­satz oder -be­trag gilt.2
3Ab­satz 2 gilt für Dienst­leis­tun­gen sinn­ge­mä­ss.3
3 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 14. Dez. 1987, in Kraft seit 1. März 1988 (AS 1988 241).
Art. 18 Hersteller, Importeure und Grossisten
1Die Be­stim­mun­gen über die ir­re­füh­ren­de Preis­be­kannt­ga­be gel­ten auch für Her­stel­ler, Im­por­teu­re und Gros­sis­ten.
2Her­stel­ler, Im­por­teu­re und Gros­sis­ten dür­fen Kon­su­men­tin­nen und Kon­su­men­ten Prei­se oder Richt­prei­se be­kannt­ge­ben oder für Kon­su­men­tin­nen und Kon­su­men­ten be­stimm­te Preis­lis­ten, Preis­ka­ta­lo­ge und der­glei­chen zur Ver­fü­gung stel­len. So­fern es sich um un­ver­bind­lich emp­foh­le­ne Prei­se han­delt, muss dar­auf deut­lich hin­ge­wie­sen wer­den. Vor­be­hal­ten bleibt die Ge­setz­ge­bung des Bun­des über Kar­tel­le und an­de­re Wett­be­werbs­be­schrän­kun­gen.2
1 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 23. Aug. 1995, mit Wir­kung seit 1. Nov. 1995 (AS 1995 4186).
Die Pflicht zur vor­schrifts­ge­mäs­sen Be­kannt­ga­be von Prei­sen und zur vor­schrifts­ge­mäs­sen Wer­bung im Sin­ne die­ser Ver­ord­nung ob­liegt dem Lei­ter von Ge­schäf­ten al­ler Art.
Wi­der­hand­lun­gen ge­gen die­se Ver­ord­nung wer­den nach den Be­stim­mun­gen des Bun­des­ge­set­zes vom 19. De­zem­ber 1986 ge­gen den un­lau­te­ren Wett­be­werb be­straft.
1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. II der V vom 5. Nov. 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 4161).
1Die zu­stän­di­gen kan­to­na­len Stel­len über­wa­chen die vor­schrifts­ge­mäs­se Durch­füh­rung die­ser Ver­ord­nung und ver­zei­gen Ver­stös­se den zu­stän­di­gen In­stan­zen.
2Das Ver­fah­ren rich­tet sich nach kan­to­na­lem Recht.
Art. 23 Oberaufsicht durch den Bund
1Der Bund führt die Ober­auf­sicht. Sie wird im Eid­ge­nös­si­sche De­par­te­ment für Wirt­schaft, Bil­dung und For­schung2 durch das Staats­se­kre­ta­ri­at für Wirt­schaft (SE­CO) aus­ge­übt.
2Das SE­CO kann Wei­sun­gen und Kreis­schrei­ben ge­gen­über den Kan­to­nen er­las­sen, von den Kan­to­nen In­for­ma­tio­nen und Un­ter­la­gen ein­ver­lan­gen und Ver­stös­se bei den zu­stän­di­gen kan­to­na­len In­stan­zen an­zei­gen.
3Das SE­CO kann mit den be­trof­fe­nen Bran­chen und in­ter­es­sier­ten Or­ga­ni­sa­tio­nen Ge­sprä­che über die Preis­be­kannt­ga­be füh­ren.
2 Die Be­zeich­nung der Ver­wal­tungs­ein­heit wur­de in An­wen­dung von Art. 16 Abs. 3 der Pu­bli­ka­ti­ons­ver­ord­nung vom 17. Nov. 2004 (AS 2004 4937) auf den 1. Jan. 2013 an­ge­passt.
1 Die Än­de­run­gen kön­nen un­ter AS 1978 2081 kon­sul­tiert wer­den.
Die­se Ver­ord­nung tritt am 1. Ja­nu­ar 1979 in Kraft.