Source: http://www.reit-eldorado.at/de.aspx/579-ra-1677/sonderpruefungen-vom-kleinen-hufeisen-bis-zur-lizenz?closed=True
Timestamp: 2019-05-21 14:43:04
Document Index: 325291825

Matched Legal Cases: ['§ 1404', '§ 1405', '§ 1411', '§ 203', '§ 801', '§ 801', '§ 801', '§ 17', '§ 1407', '§ 1405', '§ 103', '§ 102', '§ 202', '§ 602', '§ 1407', '§ 57', '§ 57']

Bei einigen Reiterhöfen und Reiterhotels im Reit-Eldorado Österreich können Reiter folgende Prüfungen abgelegen:
Sonderprüfung für den Umgang mit Pferden - Kleines Hufeisen
Sonderprüfung für Freizeitreiter - Großes Hufeisen
Reiterpass (FENA) - ÖTO § 1404
Reiternadel (FENA) - ÖTO § 1405
FENA Western Riding Certificate
Reiterlizenz (FENA) - ÖTO § 1411
Kurse für österreichisches Fahrabzeichen in Bronze und Silber und Lizenzprüfung
Sonderprüfungen - vom kleinen Hufeisen bis zur Lizenz im Reit-Eldorado Österreich
Der Erwerb des "Kleinen Hufeisens" gilt als Bestätigung, dass der Inhaber grundlegende Kenntnisse und Fertigkeiten im Umgang mit dem Pferd nachgewiesen hat. Daher ist besonderer Wert auf die Themen Pferdehaltung und Umgang mit dem Pferd, sowie Sicherheitsaspekte zu legen. Es werden vor allem die Verhaltenslehre und die daraus resultierenden Aspekte für den Umgang mit dem Pferd einschließlich Tierschutz behandelt.
Zur Sonderprüfung zugelassen werden alle Prüflinge, die zum Zeitpunkt der Prüfung das 6. Lebensjahr vollendet haben.
Annähern an das Pferd, Führen und Vorführen, Anbinden, Passieren anderer Pferde, Loslassen des Pferdes auf die Koppel, Pferdepflege einschließlich Bandagieren, Ausrüsten des Pferdes einschließlich Aufzäumen und Satteln, Pferdeverhalten erkennen, vertrauensbildende Maßnahmen durchführen.Reiten im Schritt und Trab am Führzügel oder Longe.
Theoretische Anforderungen:
Entwicklungsgeschichte, Pferdeverhalten und verhaltensgerechter Umgang mit dem Pferd einschließlich Bewegungsbedürfnis, Charakterbeurteilung und Verhaltensabweichungen, Sicherheitsaspekte und Unfallverhütung, Grundkenntnisse der Anatomie und Verdauung, Fütterungstechnik, Futtermittel, Rationsgestaltung, Pferdepflege einschließlich Bandagieren und Gamaschen anlegen, Hufpflege, Ausrüstung einschließlich Aufzäumen und Satteln, Grundkenntnisse der wesentlichsten Erkrankungen, Kenntnisse über Impfungen und Wurmkuren, Erste-Hilfe-Maßnahmen beim Pferd, Grundlagen zu den Themen Aufstallungsarten, Stallklima, Stalleinrichtung, Auslauf und Weide.
Aufgabe des "Großen Hufeisens" ist es, Personen gute Kenntnisse im Umgang mit dem Pferd sowie fundamentale Reitkenntnisse zu bestätigen.
Zusätzlich zu den Anforderungen des "Kleinen Hufeisens Verschnallen der Bügel; Versorgen des Pferdes nach der Arbeit; Grundtechniken des Verladens.
Zusätzlich zu den Anforderungen des "Kleinen Hufeisens" Bezeichnung der wichtigsten Putz- und Ausrüstungsgegenstände, Lederpflege; Grundkenntnisse über Sitz und Hilfengebung, Hufschlagfiguren; Anpassen und Anlegen von Trense und Sattel, Verschnallen der Bügel; Sicherheitsaspekte und Unfallverhütung; Grundlagen der Organisation des Pferdesports.
Vollendung des 8. Lebensjahres, wobei als Stichtag der 31. Dezember des Prüfungsjahres zählt; Mitglied in einem dem Landesfachverband angeschlossenen Verein; Positive Absolvierung der Sonderprüfung zum Reiterpass.
Mündliche oder schriftliche Prüfung gemäß dem 'FENA-Lehrbuch Pferdesport'.
Dressur: Zu reiten ist die Dressuraufgabe A1 oder A3;
Theorie: Mündliche oder schriftliche Prüfung gemäß dem 'FENA-Lehrbuch Pferdesport'.
Besitz des Reiterpasses (FENA) seit wenigstens sechs Wochen;
Dressur: Zu reiten ist die Dressuraufgabe A3;
RICHTLINIEN FÜR DAS WESTERN RIDING CERTIFICATE
Das Western Riding Certificate (WRC) ist eine Sonderprüfung des BFV und Voraussetzung zur Erlangung einer Startkarte. Das WRC ist eine Reiterprüfung. Jede Prüfung zum WRC ist spätestens 2 Monate vor dem gewünschten Termin dem zuständigen LFV zu melden, der zwei Richter oder einen Richter und einen Beisitzer entsendet. Die Kosten werden auf die Teilnehmer aufgeteilt, Urkunden und Gürtelschnallen des BFV werden nach der Prüfung (gegen Gebühr lt. Gebührenordnung) den erfolgreichen Teilnehmern vom Richter übergeben. Laut ÖTO sind Sonderprüfungen bei Turnieren nicht zulässig. Ausnahme: Beginnt ein Turnier mittags (ab 13:00 Uhr), dann ist eine WRC Prüfung am Vormittag des 1. Turniertages zulässig, vorausgesetzt, dass die Sonderprüfung mindestens 1/ ½ Stunden vor Turnierbeginn, inklusive Urkundenverteilung, abgeschlossen ist. Voraussetzung für die Ablegung des WRC ist die Mitgliedschaft in einer reiterlichen Vereinigung, die über einen LFV dem BFV angeschlossen ist. Das Mindestalter für die Ablegung des WRC beträgt 8 Jahre.
Vorführen eines Pferdes, Putzen, Hufpflege, korrektes Satteln, Zäumen und Aufsitzen.
Mündliche Prüfung gemäß dem "Pferdesport FENA Lehrbuch" mit Fragen aus den Abschnitten:
Weiters werden Kenntnisse aus diesem Regelbuch des BFV über die Westernreitlehre, Westernreitdisziplinen, Sattelung und Zäumung des Westernpferdes und Westernpferderassen vorausgesetzt.
o eine Pleasure auf Ansage des Richters, wobei mindestens 3 Teilnehmer gleichzeitig in der Bahn sein müssen;
o ein Kurz-Trail, bestehend aus mindestens 4 Hindernissen, davon müssen 2 Pflichthindernisse sein.
o eine Reining L
Zur Erlangung einer Reitlizenz R1 oder RD1 ist eine Lizenzprüfung in jenem Bundesland abzulegen, in welchem der Bewerber Stamm-Mitglied ist. Will ein Bewerber die Lizenzprüfung in einem anderen Bundesland ablegen, so hat er dazu die Zustimmung seines LFV einzuholen.
Besitz der ÖRN (für die RD1 reicht die ÖDRN), des ÖJRA oder des ÖRAB seit mindestens sechs Wochen, die Vollendung des 10. Lebensjahres, Mitglied in einem dem Landesfachverband angeschlossenen Verein;
Dressur für die R1:
Zu reiten ist die Aufgabe VA1 oder A10 aus den 'Aufgaben für Dressurprüfungen' des BFV nach Wahl des Reiters.
Die Beurteilung "bestanden" entspricht einer Wertnote von mindestens 5,5
Zu reiten ist eine Stilspringprüfung der Klasse A gem. § 203 Abs. 2.
Für Reiter auf Haflingern, Norikern oder Kleinpferden gelten die maximalen Abmessungen für Bewerbe der jeweiligen Pferderasse.
Die Beurteilung "bestanden" entspricht einem Ergebnis von mindestens 5,5
Dressur für die RD1:
Zu reiten ist die Aufgabe A10 aus den "Aufgaben für Dressurprüfungen" des BFV.
Mündliche (oder schriftliche) Prüfung gemäß dem "FENA-Lehrbuch Pferdesport" und den Bestimmungen der ÖTO
Die Beurteilung "bestanden" entspricht der richtigen Beantwortung von mindestens 70% der gestellten Fragen.
Erreiten der Lizenz am Turnierweg:
Nach erfolgreicher Absolvierung der Teilprüfung Theorie gilt die Teilprüfung Dressur als bestanden, wenn der Bewerber dreimal ein Ergebnis von mindestens 5,5 bei Dressurreiterbewerben gem. § 801 oder Dressurprüfungen der Kl. E (lizenzfrei) oder bei Ponydressurreiterprüfungen der Klasse A (auch P-Aufgaben) innerhalb von 3 Jahren ab positiv abgelegter Theorieprüfung, nachweisen kann.
Nach erfolgreicher Absolvierung der Teilprüfung Theorie gilt die Teilprüfung Springen als bestanden, wenn der Bewerber dreimal ein Ergebnis von mindestens 5,5 bei Springreiterbewerben gem. § 801 oder Stilspringprüfungen der Kl. E (lizenzfrei) innerhalb von 3 Jahren ab positiv abgelegter Theorieprüfung, nachweisen kann.
Nach erfolgreicher Absolvierung der Teilprüfung Theorie gelten die Teilprüfung Dressur und Springen als bestanden, wenn der Bewerber dreimal ein Ergebnis von weniger als 80 Fehlerpunkten bei einer Vielseitigkeit gem. Klasse E innerhalb von 3 Jahren ab positiv abgelegter Theorieprüfung, nachweisen kann.
Nach erfolgreicher Absolvierung der Teilprüfung Theorie gilt die Teilprüfung Dressur als bestanden, wenn der Bewerber sechsmal ein Ergebnis von mindestens 5,5 bei Dressurreiterbewerben gem. § 801 oder Dressurprüfungen der Klasse E (lizenzfrei) oder bei Ponydressurreiterprüfungen der Klasse A (auch P-Aufgaben) innerhalb von 3 Jahren ab positiv abgelegter Theorieprüfung, nachweisen kann.
Dabei sind je Turniertag höchstens ein Erfolg und je Turnier höchstens zwei Erfolge anrechenbar. Die Ergebnisse sind von den Richtern des Bewerbes auf dem entsprechenden Formblatt (Beiblatt zu Lizenzantrag) zu bestätigen.
Für die Höherreihung der Lizenzen gelten die Anforderungen lt. § 17 ÖTO
Leistungspunkte für die Höherreihung der Lizenzen werden aus den Erfolgen der letzten drei Kalenderjahre errechnet.
Die jährliche Höherreihung bei erbrachten Voraussetzungen erfolgt jeweils per 01.01. und ist kostenfrei.
Eine Höherreihung der Lizenz auf Grund erbrachter Voraussetzungen ist auch während des Turnierjahres auf Antrag möglich. Diese Höherreihung ist gebührenpflichtig (Gebührenordnung) und hat erst dann Gültigkeit, wenn die Erfassung durch den BFV auf Antrag des Lizenzinhabers erfolgt ist.
Eine Höherreihung während der gesamten Dauer eines Turniers ist nicht möglich.
§ 1407 Österreichisches Wanderreiter-Abzeichen
Voraussetzung für die Erlangung des ÖWRA ist der Besitz der ÖRN gem. § 1405.
Der eingesetzte Richter muss zumindest die Qualifikation DL, SL, VL oder bei Islandpferden PI besitzen.
Gangprüfung: Nach freiem Ermessen des Reiters soll das Pferd in einem Dressurviereck 20 x 40 m auf beiden Händen und in allen Grundgangarten mit den Anforderungen der Klasse A vorgestellt werden. Die Dauer der Prüfung beträgt vier bis fünf Minuten; nach vier Minuten zeigt ein Glockenzeichen an, dass die Prüfung innerhalb der nächsten Minute zu beenden ist. Die Beurteilung erfolgt als Dressurreiterprüfung gem. § 103 Abs. 4.
Geschicklichkeitsprüfung: Dies sind Springaufgaben (Überwinden von drei natürlichen Hindernissen, unter denen sich ein Graben befinden muss), Geschicklichkeitsaufgaben (Verladen eines Pferdes, Öffnen eines Weidetores, Slalom etc.) und Pflichtübungen zu Pferd (Feststellen einer Marschzahl, Karte auf- und zufalten und in der Tasche versorgen, Regenschutz anlegen).
Jede Aufgabe ist innerhalb von fünf Minuten zu absolvieren. Überschreiten dieser Zeit, der dritte erfolglose Versuch, eine der Aufgaben zu lösen, sowie Sturz führen zum Ausschluss.
Orientierungsaufgabe: Im Gelände sollen auf einer nicht markierten Strecke mit einer Länge von 10 bis 15 km vier Geländepunkte nach Karte und Kompass gefunden werden. Zwischen diesen Punkten ist das Tempo den Gelände- und Bodenverhältnissen anzupassen, die entsprechenden gesetzlichen Bestimmungen sind einzuhalten.
Die Strecke ist mit einem Tempo von 10 km/h zu bewältigen, woraus sich die EZ ergibt. Die Kandidaten sind mit einem zeitlichen Mindestabstand von fünf Minuten zu starten.
die Gangprüfung als "bestanden" beurteilt wurde (entspricht einer Wertnote von mindestens 5,0),
bei der Orientierungsaufgabe alle vier Geländepunkte innerhalb der doppelten EZ erreicht wurden.
Teilprüfungen sind auf dem gleichen Pferd zu absolvieren.
Bezüglich der Ausrüstung der Pferde und Reiter gelten die Abschnitte B I (§ 102), B II (§ 202) bzw. B VI (§ 602).
§ 1407a Österreichisches Western-Wanderreiter-Abzeichen
Voraussetzung für die Erlangung des ÖWWRA ist der Besitz des WRC gem den Allgemeinen Richtlinien Westernreiten Teil A Abschn 2 P 7.
Der eingesetzte Richter muss in der aktuellen Richterliste des BFV für Westernreitbewerbe geführt sein.
· Gangprüfung: Es ist eine Horsemanshipaufgabe im Dressurviereck in allen Grundgangarten zu reiten. Die Beurteilung erfolgt gem den Besonderen Bestimmungen Westernreiten Teil C Abschn 2 P 9 lit d.
· Geschicklichkeitsprüfung: Dies sind Überwinden von natürlichen Hindernissen (drei Hindernisse mit einer Höhe von max 50 cm, Rückwärtsrichten durch ein L und Drehen des Pferdes in einem Viereck 2 x 2 m), Geschicklichkeitsaufgaben (Verladen eines Pferdes, Öffnen eines Weidetores, Slalom etc) und Pflichtübungen zu Pferd (Feststellen einer Marschzahl, Karte auf- und zufalten und in der Tasche versorgen, Regenschutz anlegen). Jede Aufgabe ist innerhalb von fünf Minuten zu absolvieren. Überschreiten dieser Zeit, der dritte erfolglose Versuch, eine der Aufgaben zu lösen, sowie Sturz führen zum Ausschluss.
· Orientierungsaufgabe: Im Gelände sollen auf einer nicht markierten Strecke mit einer Länge von 10 bis 15 km vier Geländepunkte nach Karte und Kompass gefunden werden. Zwischen diesen Punkten ist das Tempo den Gelände- und Bodenverhältnissen anzupassen, die entsprechenden gesetzlichen Bestimmungen sind einzuhalten. Die Strecke ist mit einem Tempo von 10 km/h zu bewältigen, woraus sich die EZ ergibt. Die Kandidaten sind mit einem zeitlichen Mindestabstand von fünf Minuten zu starten.
· die Horsemanshipaufgabe als "bestanden" beurteilt wurde (entsprechend einer Bewertung von mindestens 67),
· alle Aufgaben der Geschicklichkeitsprüfung in der vorgesehenen Zeit gelöst wurden und kein Ausschluss erfolgte und
· bei der Orientierungsaufgabe alle vier Geländepunkte innerhalb der doppelten EZ erreicht wurden.
Alle Teilprüfungen sind auf dem selben Pferd zu absolvieren. Bezüglich der Ausrüstung der Pferde und Reiter gelten die Allgemeinen Turnierbestimmungen Westernreiten Teil B Abschn 4. Während der Geschicklichkeitsprüfung und der Orientierungsaufgabe ist ein Reiterhelm, der der Norm "EN 1384" 1996 entspricht, ohne Kinnschutz zu tragen (vgl § 57 Abs 5 ÖTO). Während der Geschicklichkeitsprüfung haben Jugendliche und Junioren (bis Vollendung 18. LJ) und während der Orientierungsaufgabe alle Kandidaten eine Sicherheitsweste, Basisnorm EN 13158 zu tragen (vgl § 57 Abs 5 ÖTO).
WEITERE INFOS Siehe www.fena.at