Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BFH/NV%201990,%2019
Timestamp: 2020-01-28 20:52:05
Document Index: 332357697

Matched Legal Cases: ['§ 9', 'Art. 6', 'Art. 6', 'Art. 6', '§ 9', '§ 12', '§ 9', '§ 12', '§ 12', '§ 12', '§ 4', '§ 10', '§ 10', '§ 81', '§ 10', '§ 115', '§ 10', '§ 10', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 4', '§ 34', '§ 34', '§ 34']

Rechtsprechung: BFH/NV 1990, 19 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: BFH, 24.11.1989 | BFH, 17.11.1989 | BFH, 29.11.1989 | BFH, 29.11.1989 | BFH, 19.11.1989 | BFH, 08.11.1989 | BFH, 21.11.1989 | BFH, 04.08.1988
BFH/NV 1990, 19
FG Münster, 30.11.1998 - 14 K 5106/98
https://dejure.org/1989,609
BFH, 24.11.1989 - VI R 66/88 (https://dejure.org/1989,609)
BFH, Entscheidung vom 24.11.1989 - VI R 66/88 (https://dejure.org/1989,609)
BFH, Entscheidung vom 24. November 1989 - VI R 66/88 (https://dejure.org/1989,609)
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EStG 1982 § 9 Abs. 1 Nr. 5; GG Art. 6 Abs. 1
Lohnsteuer; doppelte Haushaltsführung bei nichtehelicher Lebensgemeinschaft
In neueren Entscheidungen wurden als zulässige Zurechnungspersonen in rechtsgültiger Ehe (BFH-Urteil vom 22. September 1988 VI R 53/85, BFHE 155, 77, BStBl II 1989, 293) verbundene Steuerpflichtige oder Partner mit einem gemeinsamen Kind (BFH-Urteil vom 24. November 1989 VI R 66/88, BFHE 159, 150, BStBl II 1990, 312), nicht aber Partner mit dem Kind eines Dritten (BFH-Urteil vom 21. Oktober 1988 VI R 147/86, BFHE 155, 518, BStBl II 1989, 561) angesehen.
In diesem Fall wird eine Wohnung nicht durch Eheschließung zu einer Familienwohnung, sondern durch die Aufnahme des gemeinsamen Kindes in die gemeinsame Wohnung (BFH-Urteil in BFHE 159, 150, BStBl II 1990, 312).
Da eine solche nicht schon gegeben ist, wenn ein Arbeitnehmer außerhalb des Ortes, an dem er seiner Beschäftigung nachgeht und auch wohnt, mit einem Partner eine eheähnliche Wirtschaftsgemeinschaft führt (BFH-Urteile vom 25. März 1988 VI R 32/85, BFHE 152, 533, BStBl II 1988, 582; vom 22. September 1988 VI R 53/85, BFHE 155, 77, BStBl II 1989, 293; vom 21. Oktober 1988 VI R 147/86, BFHE 155, 518, BStBl II 1989, 561, und vom 24. November 1989 VI R 66/88, BFHE 159, 150, BStBl II 1990, 312), erübrigt es sich, Erwägungen darüber anzustellen, ob unter Gleichbehandlungsgesichtspunkten die Rechtsprechung bei vergleichbaren Sachverhalten neu zu überdenken sei.
Ist aber das Verhältnis des nichtehelichen Kindes zu seiner Mutter und zu seinem Vater jeweils als "Familie" im Sinne des Art. 6 Abs. 1 GG anzusehen, so ist auch das Verhältnis dieser drei Personen insgesamt beim ständigen Zusammenleben eine "Familie" im Sinne dieser Vorschrift (BFH Urteil vom 24. November 1989 VI R 66/88, BStBl II 1990, 312;… vgl. auch BFH Urteil vom 18. Mai 1990 VI R 63/86, BFH/NV 1991, 149 und FG Rheinland-Pfalz Urteil vom 14. Oktober 1991 5 K 1666/91, EFG 1992, 325).
a) Nach dem Urteil des Bundesfinanzhofs vom 24. November 1989 (- VI R 66/88 - NJW 1990, 1319) war in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft, in der ein Partner am gemeinsamen Wohnort und der andere Partner auswärts beschäftigt war, im Hinblick auf den in Art. 6 Abs. 1 GG garantierten Schutz der Familie ein Familienhaushalt und damit eine beruflich begründete doppelte Haushaltsführung erst ab dem Zeitpunkt zu bejahen, in dem ein gemeinsames Kind geboren und in die gemeinschaftliche Wohnung aufgenommen war.
Eine Ausnahme von diesen Grundsätzen läßt der Senat entsprechend seinem Urteil vom 24. November 1989 VI R 66/88 (BFHE 159, 150, BStBl II 1990, 312) erst ab dem Zeitpunkt gelten, in dem einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft ein gemeinsames Kind geboren wird, das in die gemeinschaftliche Wohnung aufgenommen wird.
https://dejure.org/1989,974
BFH, 17.11.1989 - VI R 8/86 (https://dejure.org/1989,974)
BFH, Entscheidung vom 17.11.1989 - VI R 8/86 (https://dejure.org/1989,974)
BFH, Entscheidung vom 17. November 1989 - VI R 8/86 (https://dejure.org/1989,974)
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EStG 1981 § 9 Abs. 1 Satz 1, § 12 Nr. 1
Fortbildungskosten - Privater Flugsport - Flüge - Privatpilotenlizenz - Nutzen für die Berufsausübung
EStG (1981) § 9 Abs. 1 S. 1, § 12 Nr. 1
Lohnsteuer; Kosten des privaten Flugsports keine Werbungskosten
BFHE 159, 64
BB 1990, 834
DB 1990, 666
BStBl II 1990, 306
Er hat aus diesem Grund die Anerkennung der Aufwendungen für die Privatpilotenlizenz als Werbungskosten davon abhängig gemacht, dass eigene Flugerfahrungen unerlässlich oder die Erhaltung der Privatpilotenlizenz und die Durchführung von Flügen unmittelbare Voraussetzungen für die Berufsausübung sind (BFH-Urteile vom 17. November 1989 VI R 8/86, BFHE 159, 64, BStBl II 1990, 306;… vom 14. Februar 1992 VI R 7/89, BFH/NV 1992, 725).
Dementsprechend hat der BFH die Aufwendungen für den Erhalt der Privatpilotenlizenz eines wissenschaftlichen Mitarbeiters bei einem Forschungsinstitut (BFH-Urteil in BFHE 159, 64, BStBl II 1990, 306) und eines Fluglotsen (…BFH-Urteil in BFH/NV 1992, 725) nicht als Werbungskosten anerkannt.
c) Demgegenüber sind Aufwendungen für den Erwerb einer PPL grundsätzlich nicht als Werbungskosten zu berücksichtigen, da insoweit in der Regel die private Lebensführung des Steuerpflichtigen in nicht unerheblichem Maße betroffen ist (…vgl. auch Urteile des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 9. August 1996 VI R 38/96, BFH/NV 1997, 107;… vom 14. Februar 1992 VI R 7/89, BFH/NV 1992, 725; vom 17. November 1989 VI R 8/86, BFHE 159, 64, BStBl II 1990, 306).
BFH, 09.08.1996 - VI R 38/96
Er hat aus diesem Grund die Anerkennung der Aufwendungen für die Privatpilotenlizenz als Werbungskosten davon abhängig gemacht, daß eigene Flugerfahrungen unerläßlich oder die Erhaltung der Privatpilotenlizenz und die Durchführung von Flügen unmittelbare Voraussetzungen für die Berufsausübung sind (Urteile vom 17. November 1989 VI R 8/86, BFHE 159, 64, BStBl II 1990, 306;… vom 14. Februar 1992 VI R 7/89, BFH/NV 1992, 725).
Dementsprechend hat der Senat die Aufwendungen für den Erhalt der Privatpilotenlizenz eines wissenschaftlichen Mitarbeiters bei einem Forschungsinstitut (BFHE 159, 64, BStBl II 1990, 306) und eines Fluglotsen (…BFH/NV 1992, 725) nicht als Werbungskosten anerkannt.
Danach sind Aufwendungen für den Erwerb einer PPL "grundsätzlich" nicht als Werbungskosten zu berücksichtigen, da insoweit "in der Regel" die private Lebensführung des Steuerpflichtigen in nicht unerheblichem Maße betroffen ist (…vgl. auch Urteile des BFH vom 09.08.1996 VI R 38/96, BFH/NV 1997, 107;… vom 14.02.1992 VI R 7/89, BFH/NV 1992, 725; vom 17.11.1989 VI R 8/86, BFHE 159, 64, BStBl II 1990, 306).
Der Erwerb der Privatpilotenlizenz ist allgemein der privaten Lebensführung im Sinne des § 12 Nr. 1 Satz 2 EStG zuzurechnen (BFH-Urteile vom 17.11.1989 VI R 8/86, BFHE 159, 64, BStBl II 1990, 306;… 14.2.1992 VI R 7/89, BFH/NV 1992, 725;… 16.10.1992 VI R 99/90, BFH/NV 1993, 292 und 9.8.1996 VI R 38/96, BFH/NV 1997, 107).
Dementsprechend hat der erkennende Senat Aufwendungen zur Erhaltung der Privatpilotenlizenz eines wissenschaftlichen Mitarbeiters bei einem Forschungsinstitut für Luft- und Raumfahrt (siehe BFH-Urteil vom 17. November 1989 VI R 8/86, BFHE 159, 64, BStBl II 1990, 306), eines Fluglotsen der Bundesanstalt für Flugsicherung (…BFH-Urteil vom 14. Februar 1992 VI R 7/89, BFH/NV 1992, 725) und eines Flugzeugingenieurs (…BFH-Urteil in BFH/NV 1997, 107) nicht als Werbungskosten anerkannt, obwohl die vorgenannten Berufe einen viel engeren Bezug zur Fliegerei aufweisen.
Die Vorschrift des § 12 Nr. 1 Satz 2 EStG enthält insoweit ein Aufteilungs- und Abzugsverbot (vgl. Urteil des BFH vom 17.11.1989 VI R 8/86, BStBl II 1990, 306).
Die sportliche Betätigung eines Arbeitnehmers berührt die Freizeitgestaltung und ist deshalb grundsätzlich der privaten Lebensführung zuzurechnen (vgl. zum Flugsport das Urteil des BFH vom 17.11.1989, a.a.O.).
Auch die Erfahrungssätze haben dabei, soweit sie zur Rechtsfindung herangezogen wurden (wie z.B. im BFH-Urteil vom 17. November 1989 VI R 6/86, BFHE 159, 64, BStBl II 1990, 306), entgegen der Ansicht der Klägerinnen, nicht die Bedeutung eines allgemeingültigen, unter allen Umständen (oder gar einer bestimmten Rangfolge) zu beachtenden Kriteriums, sondern nur die einer je nach Fallgestaltung (…etwa wenn es bei der Abgrenzung ausnahmsweise um Üblichkeit geht: Schmidt, a.a.O., § 4 Rz. 483, m.w.N.) mehr oder weniger brauchbaren Entscheidungshilfe.
Die vom Kläger dem FA vorgelegten Belege sowie die weiteren - vom FG in Bezug genommenen - Unterlagen ergeben demgegenüber eine Reihe von objektiven Umständen, nach denen im vorliegenden Fall ebenso zu entscheiden ist wie in dem Fall, der dem Senatsurteil vom 17. November 1989 VI R 8/86 (BFHE 159, 64, BStBl II 1990, 306) zugrunde lag.
FG Köln, 16.10.1997 - 6 K 2081/91
Abziehbarkeit von Aufwendungen für eine Berufsausbildung in einem nicht …
FG München, 28.02.1997 - 8 K 2287/95
Anerkennung von Aufwendungen zur Erlangung des Privatpilotenflugscheins als …
https://dejure.org/1989,1154
BFH, 29.11.1989 - X R 183/87 (https://dejure.org/1989,1154)
BFH, Entscheidung vom 29.11.1989 - X R 183/87 (https://dejure.org/1989,1154)
BFH, Entscheidung vom 29. November 1989 - X R 183/87 (https://dejure.org/1989,1154)
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EStG 1981 § 10 Abs. 3 Nr. 2
Sonderausgaben-Höchstbetrag - Vorwegabzug - Vorstandsmitglied - Berufsunfähigkeit - Pensionszusage
EStG (1981) § 10 Abs. 3 Nr. 2
Einkommensteuer; Kürzung des zusätzlichen Sonderausgaben-Höchstbetrags
BFHE 159, 80
DB 1990, 567
BStBl II 1990, 218
"Erworben" habe der Anspruchsberechtigte das Anwartschaftsrecht, wenn der Arbeitgeber (wie im Fall des Kl durch die Pensionsvereinbarung vom 10. Dezember 1980) keine Möglichkeit mehr besitze, den Pensionsanspruch nach freiem Belieben zu entziehen (Hinweis auf das Urteil des Bundesfinanzhofs -BFH- vom 29. November 1989 X R 183/87, BStBl II 1990, 218 ).
Diese Anwartschaft ist ein aufschiebend bedingter Versorgungsanspruch, der mit Eintritt der in der Vereinbarung vom 18. Dezember 1980 genannten Bedingungen zum Vollrecht erstarkt wäre (…vgl. hierzu Schaub, Arbeitsrecht-Handbuch, 8. Auflage 1996, VI. Buch § 81 zu V.; BFH-Urteil in BStBl II 1990, 218 ; vgl. zur Frage der Aktivierung einer Pensionsanwartschaft: BFH-Urteil vom 14. Dezember 1988 I R 44/83, BStBl II 1989, 323 ).
Das Anwartschaftsrecht war demzufolge wirtschaftlich nahezu wertlos (vgl. in diesem Zusammenhang: BFH-Urteil in BStBl II 1990, 218 zu 1.).
Der BFH hat im Urteil in BStBl II 1990, 218 die im vorliegenden Fall entscheidungserhebliche Rechtsfrage, ob eine Kürzung des sog. Vorwegabzugs durchzuführen ist, wenn die Anwartschaft nicht unverfallbar ist im Sinne des Betriebsrentengesetzes, ausdrücklich offen gelassen (Hinweis auf die Vorentscheidung zum BFH-Urteil in BStBl II 1990, 218 : Urteil des FG Hamburg vom 30. Oktober 1986 V 316/84; EFG 1987, 174; vgl. im übrigen Urteil des Hessischen FG vom 4. September 1985 10 K 357/84 - rechtskräftig - EFG 1986, 19).
FG Köln, 24.10.2000 - 8 K 5471/98
Er nimmt zur Begründung auf seine Einspruchsentscheidung vom 18.6.1998 und auf das BFH-Urteil vom 29. November 1989 X R 183/87, BStBl II 1990, 218 Bezug.
Anwartschaftsrecht auf eine Altersversorgung i. S. des § 10c Abs. 3 Nr. 2 EStG ist der vertraglich vereinbarte, aufschiebend bedingte Anspruch auf Zahlung einmaliger oder laufender Leistungen zur Altersversorgung (BFH-Urteil vom 29. November 1989 X R 183/87, BStBl II 1990, 218; ebenso Vorinstanz FG Hamburg, Urteil vom 30. Oktober 1986 V 316/84, EFG 1987, 174).
Denn auch in dem von dem erkennenden Senat zugrunde gelegten Urteil des Bundesfinanzhofs vom 29. November 1989 X R 183/87, BStBl II 1990, 218, war der Kläger vor Erreichen des 65. Lebensjahres als Vorstandsmitglied einer AG ausgeschieden.
Da die Rechtsfrage durch das BFH-Urteil in BStBl II 1990, 218 geklärt ist, kann der Sache auch keine grundsätzliche Bedeutung i. S. des § 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO beigemessen werden.
Für die Praxis: Anwartschaftsrecht auf eine Altersvorsorge i.S. des § 10 c Abs. 3 Nr. 3 EStG ist der vertraglich vereinbarte, aufschiebend bedingte Anspruch auf Zahlung einmaliger oder laufender Leistungen zur Altersversorgung (BFH v. 29.11.1989, BStBl. II 1990, 218).
BFH, 19.05.1999 - XI R 64/98
Es sollten nur die Steuerpflichtigen begünstigt sein, die ihre Beiträge zur Altersvorsorge in voller Höhe selbst aufbrächten (Urteil des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 29. November 1989 X R 183/87, BFHE 159, 80, BStBl II 1990, 218).
Das FA kann sich nicht mit Erfolg auf das BFH-Urteil in BFHE 159, 80, BStBl II 1990, 218 berufen.
a) Mit der Rechtsprechung des BFH geht der erkennende Senat davon aus, dass zum Erwerb eines Anwartschaftsrechts auf eine Altersversorgung bereits die nicht nach dem freien Belieben des Arbeitgebers entziehbare Zusage einer Rente für den Fall der Berufsunfähigkeit vor Erreichen einer bestimmten Altersgrenze ausreicht und es nicht erforderlich ist, dass zusätzlich noch Rechte auf eine reguläre Altersrente erworben werden (BFH-Urteile vom 10. Mai 1974 VI R 140/72, BFHE 113, 18 , BStBl II 1974, 672 , vom 29. November 1989 X R 183/87, BFHE 159, 80, BStBl II 1990, 218 und zuletzt vom 27. Oktober 1998 X R 191/96, BFH/NV 1999, 608 ).
Der hier zu entscheidende Streitfall entspricht ferner im Kern dem Sachverhalt des zitierten BFH-Urteils, BFHE 159, 80, BStBl II 1990, 218 .
Dass das im Streitfall einschlägige Urteil BFHE 159, 80, BStBl II 1990, 218 in der späteren Entscheidung BFH, BFHE 186, 521 , BStBl II 1999, 95 des BFH nicht mehr zitiert wird, ist kein Grund für die Annahme, dass der 10. Senat des BFH nunmehr seine Rechtsansicht zum Vorwegabzug bei Zusage einer Berufsunfähigkeitsrente ohne eigene Beiträge geändert habe oder dass sonst zwischen beiden Judikaten ein für den Streitfall relevanter Unterschied bestünde, wie der Kläger offenbar annimmt.
Der BFH hat im Übrigen die Kürzung des Vorwegabzugs beim Vorstandsmitglied einer AG bejaht, das bis zu seiner vorzeitigen Vertragsauflösung ein Anwartschaftsrecht auf eine Berufsunfähigkeitsrente erworben hatte, das jedoch mangels Realisierung des Risikos nicht zum Vollrecht erstarkt war (BFH v. 29.11.1989, BStBl. II 1990, 218).
Ein solches Anwartschaftsrecht liegt jedenfalls auch dann vor, wenn der Arbeitgeber eine nicht nach seinem freien Belieben entziehbare Pensionszusage für den Fall der Berufsunfähigkeit vor Erreichen einer bestimmten Altersgrenze erteilt (Senatsurteil vom 29. November 1989 X R 183/87, BFHE 159, 80, BStBl II 1990, 218); diese Voraussetzungen sind im Streitfall gegeben.
Der erkennende Senat hat im Urteil in BFHE 159, 80, BStBl II 1990, 218 unter Bezugnahme auf die Gesetzesmaterialien (BTDrucks 8/292, S. 21) ausgeführt, daß entscheidend für die Kürzung des Vorwegabzugs allein das Bestehen einer Pensionsanwartschaft ist, "gleich von welcher Art und von welchem Wert" (vgl. Beschluß des Bundesverfassungsgerichts vom 28. Dezember 1984 1 BvR 1472/84, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung 1985, 337).
Der Kläger hatte im Streitjahr 1999 aufgrund des Vertrages vom 22. Juni 1998 ein Anwartschaftsrecht auf eine Altersversorgung durch die M-GmbH erworben (vgl. z.B. Urteil des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 29. November 1989 X R 183/87, BFHE 159, 80, BStBl II 1990, 218).
Anwartschaftsrecht auf eine Altersversorgung i.S.d. § 10c Abs. 3 Nr. 2 EStG ist der vertraglich vereinbarte, aufschiebend bedingte Anspruch auf Zahlung einmaliger oder laufender Leistungen zur Altersversorgung (BFH-Urteil vom 29.11.1989 X R 183/87, BStBl. II 1990, 218).
Der Bundesfinanzhof hat mit Urteil vom 29.11.1989 (X R 183/87, BStBl. II 1990, 218) entschieden, dass ein zur Kürzung berechtigendes Anwartschaftsrecht jedenfalls dann vorliegt, wenn der Arbeitgeber eine nicht nach seinem freien Belieben entziehbare Pensionszusage für den Fall der Berufsunfähigkeit vor Erreichen einer bestimmten Altersgrenze erteilt.
Ein solches Anwartschaftsrecht liegt nach der Entscheidung des BFH vom 29. November 1989 (Az: X R 183/87, BFHE 159, 80, BStBl II 1990, 218) vor, wenn der Arbeitgeber eine nicht nach seinem freien Belieben entziehbare Pensionszusage für den Fall der Berufsunfähigkeit vor Erreichen einer bestimmten Altersgrenze erteilt, da in einem solchen Fall das Vollrecht unbeschadet einer späteren Vertragsauflösung erreichbar und damit wirtschaftlich nicht wertlos ist.
FG Baden-Württemberg, 20.09.1999 - 14 K 390/96
FG Rheinland-Pfalz, 20.12.1996 - 1 K 1367/96
FG Düsseldorf, 21.01.1998 - 13 K 6825/94
Kürzung des Sonderausgabenvorwegabzugs nach dem Einkommenssteuergesetz; …
https://dejure.org/1989,1788
BFH, 19.11.1989 - VI R 27/86 (https://dejure.org/1989,1788)
BFH, Entscheidung vom 19.11.1989 - VI R 27/86 (https://dejure.org/1989,1788)
BFH, Entscheidung vom 19. November 1989 - VI R 27/86 (https://dejure.org/1989,1788)
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EStG 1981 § 9 Abs. 1 Nr. 5
Familienwohnsitz - Verlegung ins Inland - Eheleute - Im Ausland lebende Ehefrau - Besuchsweiser Aufenthalt - Aufenthaltsgenehmigung
EStG (1981) § 9 Abs. 1 Nr. 5
Lohnsteuer; besuchsweiser Aufenthalt des Ehegatten am Beschäftigungsort
BFHE 159, 142
DB 1990, 612
BStBl II 1990, 308
Ist die Familie einmal an den Beschäftigungsort gezogen und hat der Arbeit/Unternehmer mit ihr dort einen gemeinsamen Familienwohnsitz begründet, führt die Rückkehr der Familie an ihren früheren Wohnort, etwa weil dort die Kinder zur Schule/Universität gehen sollen, in der Regel zu einer aus privatem Anlass entstandenen dHH des Arbeit-/Unternehmers (BFH, Urteil vom 2. Dezember 1981 VI R 22/80, BFHE 135, 182, BStBl. II 1982, 323; BFH, BStBl. II 1990, 308).
Zwar begründet auch ein mehrmonatiger Aufenthalt des Ehegatten nicht zwangsläufig einen Familienwohnsitz am Beschäftigungsort, doch kommt es stets auf den konkreten Einzelfall an (…BFH-Urteile vom 15.05.1985 VI R 63/82, BFH/NV 1985, 70, und vom 19.11.1989 VI R 27/86, BStBl II 1990, 308 , BFHE 159, 142, BStBl II 1990, 308 ).
Dies war in der Regel der Fall, wenn die Ehefrau zu dem auswärts beschäftigten Ehemann zog, auch wenn der Arbeitnehmer seine frühere Familienwohnung beibehielt (BFH vom 21.01.1972 19.11.1989, a.a.O.;… Bordewin/Brandt-Gericke, EStG , § 9 Rn. 224; ebenso BMF vom 10.08.1992, BStBl I 1992, 448).
Auch wenn enge persönliche Beziehungen zwischen künftigen Eheleuten durchaus geeignet sind, den Mittelpunkt der Lebensinteressen an den Wohnort zu verlagern, an dem sie die meiste Zeit gemeinsam wohnen, ist das keine zwangsläufige Folge für eine Begründung eines neuen Lebensmittelpunktes, zumal auch ein besuchsweiser Aufenthalt des nicht berufstätigen Partners in der Wohnung des Berufstätigen an dessen Arbeitsort für die Beibehaltung der doppelten Haushaltsführung nicht grundsätzlich schädlich ist (vgl. BFH-Urteil v. 19.11.1989 VI R 27/86 BStBl. II 1990, 308).
Wohnen beide Ehegatten gemeinsam am Beschäftigungsort, so befindet sich ihr Lebensmittelpunkt nur ausnahmsweise nicht dort, wenn z.B. auch der Ehegatte von dieser Wohnung aus seiner Beschäftigung nachgeht und beide Ehegatten ihren Haupthausstand am Wochenende gemeinsam nutzen (…BFH v. 06.10.1994, VI R 55/93, BFH/NV 1995, 585) oder sich die Ehefrau oder andere Familienmitglieder lediglich vorübergehend zu Besuchszwecken in der Wohnung am Beschäftigungsort aufhalten (vgl. BFH v. 20.03.1992, VI R 90/89, BFH/NV 1992, 652 und BFH v. 17.11.1989, VI R 27/86, BStBl II 1990, 308 zur Abgrenzung Besuch der Ehefrau / Verlegung des Lebensmittelpunktes).
Zur Beruteilung besuchsweiser Aufenthalte des Ehegatten am Beschäftigungsort des Arbeitnehmers verweist der Senat ferner auf sein Urteil vom 17. November 1989 VI R 27/86 (BFHE 159, 142, BStBl II 1990, 308).
BFH, 20.03.1992 - VI R 90/89
Beendigung und Neubeginn einer beruflich veranlaßten doppelten Haushaltsführung - …
Die Vorentscheidung entspricht den Rechtsgrundsätzen, die der Senat insbesondere im Urteil vom 19. November 1989 VI R 27/86 (BFHE 159, 142, BStBl II 1990, 308) dargelegt hat.
https://dejure.org/1989,2351
BFH, 08.11.1989 - I R 187/84 (https://dejure.org/1989,2351)
BFH, Entscheidung vom 08.11.1989 - I R 187/84 (https://dejure.org/1989,2351)
BFH, Entscheidung vom 08. November 1989 - I R 187/84 (https://dejure.org/1989,2351)
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Betriebsausgaben - Zuwendung - Unterstützungskasse - Trägerunternehmen - Zulässiges Kassenvermögen - Höchstgrenzen - Mehrere Kassen als Einheit
EStG § 4d Abs. 1 Nr. 1 lit. b, Abs. 1 Nr. 1 S. 4
Einkommensteuer; Abzugsfähigkeit von Zuwendungen an Unterstützungskassen
BFHE 159, 44
BB 1990, 762
DB 1990, 866
BStBl II 1990, 210
Dies ist jedoch nicht geeignet, die Lückenhaftigkeit einer Norm zu begründen (Senatsurteil vom 8. November 1989 I R 187/84, BFHE 159, 44, BStBl II 1990, 210).
Dies gilt auch dann, wenn im Wirtschaftsjahr nur an eine der Kassen Zuwendungen geleistet wurden (s. BFH-Urteil vom 8. November 1989 I R 187/84, BFHE 159, 44, BStBl II 1990, 210).
https://dejure.org/1989,2402
BFH, 21.11.1989 - IX R 327/87 (https://dejure.org/1989,2402)
BFH, Entscheidung vom 21.11.1989 - IX R 327/87 (https://dejure.org/1989,2402)
BFH, Entscheidung vom 21. November 1989 - IX R 327/87 (https://dejure.org/1989,2402)
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Steuerermäßigung - Eigentumswohnung - Nutzung durch Kind - Studienort
Einkommensteuer; Wegfall des Baukindergeldes
BFHE 159, 77
BB 1990, 476
BStBl II 1990, 215
Das angefochtene Urteil weiche ab von den Entscheidungen des BFH vom 14. März 1989 IX R 45/88 (BFHE 157, 80, BStBl II 1989, 776), und vom 21. November 1989 IX R 327/87 (BFHE 159, 77, BStBl II 1990, 215).
Eine solche Wohnung sei kein nach § 34 f EStG begünstigtes Objekt, da sie nicht dazu diene, auch den Wohnbedarf der Kinder des Steuerpflichtigen zu decken; - die ein Kind des Steuerpflichtigen am Studienort nutzt (Urteil in BFHE 159, 77, BStBl II 1990, 215).
Nach dem Urteil in BFHE 157, 353, BStBl II 1989, 829 soll sich diese Auslegung zwar nicht unmittelbar aus dem Wortlaut des § 34 f EStG, jedoch aus dem im Urteil in BFHE 157, 80, BStBl II 1989, 776 dargelegten Sinnzusammenhang und dem Zweck der Steuerbegünstigung ergeben (ähnlich Urteil in BFHE 159, 77, 79, BStBl II 1990, 215).
Demgegenüber hat der BFH in seinem Urteil in BFHE 159, 77, 79, BStBl II 1990, 215 dahingestellt sein lassen, ob die Nutzung einer Wohnung (allein) durch ein haushaltsangehöriges Kind eine Nutzung durch den Steuerpflichtigen selbst "zu eigenen Wohnzwecken" ist.
Nach dem Urteil in BFHE 157, 353, BStBl II 1989, 829 sollte sich diese Auslegung zwar nicht unmittelbar aus dem Wortlaut des § 34f EStG, jedoch aus dem im Urteil in BFHE 157, 80, BStBl II 1989, 776 dargelegten Sinnzusammenhang und dem Zweck der Steuerbegünstigung ergeben (ähnlich BFH-Urteil vom 21. November 1989 IX R 327/87, BFHE 159, 77, 79, BStBl II 1990, 215).