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Timestamp: 2016-10-24 05:11:42
Document Index: 350490278

Matched Legal Cases: ['Art. 82', 'Art. 83', 'Art. 90', 'Art. 116', 'Art. 113', 'Art. 95', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 112', 'Art. 18', 'Art. 18', 'Art. 26', 'Art. 38', 'Art. 38', 'BGE', 'BGE', 'Art. 41', 'Art. 32', 'Art. 58', 'Art. 58', 'Art. 80', 'Art. 80', 'Art. 47', 'Art. 34', 'Art. 34', 'Art. 34', 'Art. 80', 'Art. 68', 'Art. 68', 'Art. 58', 'Art. 80', 'Art. 52', 'Art. 58', 'Art. 25', 'Art. 59', 'Art. 59', 'Art. 29', 'Art. 31', 'Art. 32', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 102', 'BGE', 'BGE', 'Art. 82', 'BGE', 'BGE', 'Art. 41', 'Art. 50', 'Art. 45', 'Art. 114', 'Art. 58', 'Art. 59', 'Art. 37', 'Art. 80', 'Art. 127', 'BGE', 'Art. 34', 'Art. 41', 'Art. 50', 'Art. 45', 'Art. 45', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 45', 'Art. 65']

2C_264/2014 � � Urteil vom 17. August 2015
Mehrwertsteuer; Vorsteuerk�rzungen Banken,
�Die X.________ Bank AG (vormals Y.________ Bank AG), U.________/ZH, ist unter der Nr. xxx im Register f�r Mehrwertsteuerpflichtige eingetragen ist. Am 31. Januar 2001 stellte sie bei der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung (ESTV) das Gesuch um Zulassung zur branchenspezifischen Vorsteuerpauschale f�r Banken ("Bankenpauschale" bzw. "forfait bancaire"), dies mit Wirkung ab dem 1. Januar 2001. Hierzu verwendete sie das den Banken von der ESTV bereit gestellte Formular, das unter anderem folgenden Aufdruck tr�gt: "Die unterzeichnende Bank erkl�rt, die Bestimmungen unter Ziff. 7 der Brosch�re ... f�r den Finanzbereich einzuhalten". Die ESTV hiess das Gesuch am 2. Februar 2001 gut.
�Am 29. Dezember 2006 ersuchte die X.________ Bank AG bei der ESTV um R�ckwechsel zur effektiven ("gesetzlichen") Vorsteuerermittlung, und zwar r�ckwirkend per Anfang 2006. Sie f�hrte an, im Gesch�ftsjahr 2006 h�tten einzelne Gesch�ftsaktivit�ten unerwartet stark ausgeweitet werden k�nnen. Aufgrund dieser Entwicklung habe sich nunmehr gezeigt, dass die Anwendung der branchenspezifischen Vorsteuerpauschale ab 1. Januar 2006 "nicht mehr als sachgerecht angesehen werden kann." Deshalb werde sie, die X.________ Bank AG, die Bankenpauschale im Jahr 2006 nicht mehr anwenden. Am 28. Februar 2007 liess die X.________ Bank AG der ESTV die Abrechnung �ber das vierte Quartal 2006 zukommen, worin sie nach der effektiven Methode vorging und zugleich die drei ersten Quartale korrigierte. Die ESTV teilte der X.________ Bank AG am 13. M�rz 2007 mit, ein Widerruf der Vorsteuerpauschale f�r Banken sei unter den gegebenen Umst�nden ausgeschlossen. Gem�ss Ziff. 7.2 der Branchenbrosch�re Nr. 14 ("Finanzbereich") m�sse der Widerruf vor dem 31. Januar eines Jahres erfolgen, damit er noch im selben Jahr ber�cksichtigt werden k�nne. Die beantragte �nderung k�nne daher erst auf den 1. Januar 2007 gew�hrt werden. Die Bank bestritt dies, worauf die ESTV am 10. April 2007 f�r die Steuerperiode des vierten Quartals 2006 die Erg�nzungsabrechnung xxx �ber Fr. xxx erliess. Die Bank beglich zwar die Abrechnung, inklusive Zins, tat dies aber mit dem Vermerk "Zahlung unter Vorbehalt". Mit Verf�gung vom 30. November 2011 hielt die ESTV an ihrer Steuerforderung fest. Die dagegen gerichtete Einsprache vom 13. Januar 2011 wies die ESTV mit Einspracheentscheid vom 28. Februar 2013 ab.
�Gegen den Einspracheentscheide gelangte die X.________ Bank AG mit Beschwerde vom 12. April 2013 an das Bundesverwaltungsgericht. Sie ersuchte um Aufhebung des angefochtenen Entscheids und um R�ckerstattung des unter Vorbehalt bezahlten Mehrwertsteuerbetrages, nebst erbrachten Verzugszinsen und angefallenen Verg�tungszinsen. Das Bundesverwaltungsgericht wies die Beschwerde mit Urteil A-1882/2013 vom 10. Februar 2014 ab.
�Mit Eingabe beim Bundesgericht vom 13. April 2014 erhebt die X.________ Bank AG (nachfolgend: die�
Steuerpflichtige�) beim Bundesgericht Beschwerde in �ffentlich-rechtlicher Angelegenheit. Sie verlangt die Aufhebung des Entscheides A-1882/2013 vom 10. Februar 2014. Weiter beantragt sie, es sei ihr zum einen der Betrag von Fr. xxx (nachbelastete Vorsteuer aufgrund der direkten Zuordnung der Vorsteuern zu den steuerbaren Ums�tzen) nebst Zins zu erstatten, zum andern der Betrag von Fr. xxx (Vorsteuerbetrag auf den gemischt verwendeten und den nach dem Gruppenschl�ssel zu k�rzenden Aufwendungen).
�W�hrend die Vorinstanz von einer Vernehmlassung absieht, schliesst die ESTV auf Abweisung der Beschwerde.
1.2.�Beim streitbetroffenen Urteil handelt es sich um einen verfahrensabschliessenden Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts in einer Angelegenheit des �ffentlichen Rechts. Er kann beim Bundesgericht mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten angefochten werden (Art. 82 lit. a, Art. 83, 86 Abs. 1 lit. a, Art. 90 BGG). Am 1. Januar 2010 ist das Bundesgesetz vom 12. Juni 2009 �ber die Mehrwertsteuer (nachfolgend MWSTG 2009; SR 641.20) in Kraft getreten (vgl. Art. 116 Abs. 2 MWSTG 2009). Aufgrund von Art. 113 Abs. 3 MWSTG 2009 ist das neue Verfahrensrecht grunds�tzlich auf s�mtliche im Zeitpunkt des Inkrafttretens h�ngigen Verfahren anwendbar. Das neue Recht sieht keine spezialgesetzlichen Vorschriften zum bundesgerichtlichen Verfahren vor. Auf die Beschwerde ist einzutreten.
1.3.1.�Mit der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann insbesondere die Verletzung von Bundes- und V�lkerrecht ger�gt werden (Art. 95 lit. a und b BGG). Bei der Pr�fung verf�gt das���Bundesgericht �ber volle Kognition und wendet es das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Das Bundesgericht ist daher weder an die in der Beschwerde vorgebrachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden; es kann die Beschwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen, und es kann eine Beschwerde mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begr�ndung abweisen (Motivsubstitution; BGE 140 III 86 E. 2 S. 89 unten; 140 V 136 E. 1.1 S. 137 f.).
2.1.�Streitig und zu pr�fen ist eine mehrwertsteuerliche Nachbelastung, welche die vier Quartale des Jahrs 2006 betrifft. Aufgrund von Art. 112 Abs. 1 MWSTG 2009 bleiben in Bezug auf das materielle Recht grunds�tzlich die bisherigen Bestimmungen anwendbar (Urteil 2C_812/2013 vom 28. Mai 2014 E. 2.1). In der Sache selbst ist daher das vorrevidierte Recht massgebend, d. h. das Bundesgesetz vom 2. September 1999 �ber die Mehrwertsteuer (nachfolgend MWSTG 1999; AS 2000 1300), in Kraft getreten am 1. Januar 2001.
2.2.1.�Von der Mehrwertsteuer ausgenommen sind die im Negativkatalog von Art. 18 MWSTG 1999 abschliessend genannten Leistungen. Darunter fallen insbesondere die in Art. 18 Ziff. 19 MWSTG 1999 aufgef�hrten Ums�tze im Bereich des Geld- und Kapitalverkehrs. Eine Option f�r die Versteuerung solcher Ums�tze sieht Art. 26 Abs. 1 MWSTG 1999 nicht vor.
2.2.2.�Verwendet die steuerpflichtige Person vorsteuerbelastet bezogene Leistungen f�r steuerbare Ausgangsleistungen, kann sie die auf ihren Eingangsleistungen lastende (Vor-) Steuer grunds�tzlich in vollem Umfang abziehen (Art. 38 Abs. 1 MWSTG 1999). Als "verwendet" im Sinne von Art. 38 Abs. 1 i. V. m. 2 MWSTG 1999 kann nur ein vorsteuerbelasteter Eingangsumsatz gelten, der tats�chlich in steuerbare Ausgangsums�tze der steuerpflichtigen Person einfliesst, d. h. f�r einen gesch�ftlich begr�ndeten Zweck eingesetzt wird (Konnex von Eingangs- und Ausgangsumsatz; BGE 132 II 353 E. 8.2 und 8.3 S. 364 ff.; Pascal Mollard/Xavier Oberson/Anne Tissot Benedetto, Trait� TVA, 2009, Kap. 5 N. 81). Fehlt der unerl�ssliche Verwendungskonnex�
vollst�ndig, liegt hinsichtlich dieser Eingangsleistung bei der steuerpflichtigen Person ein Endverbrauch vor (BGE 132 II 353 E. 8.2 S. 364 und E. 10 S. 369; Urteile 2C_207/2013 vom 28. April 2014 E. 2.3.1, in: ASA 83 S. 49, StR 69/2014 S. 565; 2C_487/2011 vom 13. Februar 2013 E. 2.6; Philip Robinson, in: Markus Reich, Steuerrecht, 2. Aufl. 2012, � 34 N. 126 f.; Alois Camenzind/Niklaus Honauer/ Klaus A. Vallender, Handbuch zur neuen Mehrwertsteuer, 2. Aufl. 2003, N. 1363; Daniel Riedo, Vom Wesen der Mehrwertsteuer als allgemeine Verbrauchsteuer und von den entsprechenden Wirkungen auf das schweizerische Recht, 1999, S. 254 f.). Verwendet die steuerpflichtige Person vorsteuerbelastet bezogene Leistungen�
teils�f�r Zwecke, die zum Vorsteuerabzug berechtigen und�
teils�f�r solche, die den Vorsteuerabzug ausschliessen (sog. gemischte Verwendung, double affectation), ist der Vorsteuerabzug nach dem Verh�ltnis der Verwendung zu k�rzen (Art. 41 Abs. 1 MWSTG 1999 bzw. zuvor Art. 32 Abs. 1 der Verordnung vom 22. Juni 1994 �ber die Mehrwertsteuer [nachfolgend MWSTV 1994; AS 1994 1464]; Urteil 2C_732/2010 vom 28. Juni 2012 E. 5.5 am Ende, in: ASA 81 S. 412, RDAF 2012 II S. 480).
2.2.3.�Der Gesetz- respektive der Verordnungsgeber haben davon abgesehen, f�r den Fall der gemischten Verwendung einer vorsteuerbelasteten Eingangsleistung ein bestimmtes Vorgehen vorzuschreiben. Nach welcher Methode die K�rzung des Vorsteuerabzugs vorzunehmen ist, bleibt der Praxis �berlassen. In allgemeiner, nicht ausschliesslich auf den Vorsteuerabzug bezogener Weise f�hrt Art. 58 Abs. 3 MWSTG 1999 (ann�herungsweise Ermittlung, calculation par approximation) aus:
"Erwachsen der steuerpflichtigen Person aus der genauen Feststellung einzelner f�r die Bemessung der Steuer wesentlicher Tatsachen �berm�ssige Umtriebe, so gew�hrt die Eidgen�ssische Steuerverwaltung Erleichterungen und l�sst zu, dass die Steuer ann�herungsweise ermittelt wird, sofern sich dadurch kein namhafter Steuerausfall oder -mehrertrag, keine beachtenswerte Verzerrung der Wettbewerbsverh�ltnisse und keine �berm�ssige Erschwerung der Steuerabrechnung f�r andere steuerpflichtige Personen und der Steuerkontrolle ergeben."
2.2.4.�Verwaltungsverordnungen setzen keine f�rmliche gesetzliche Delegation voraus (Fritz Gygi, Verwaltungsrecht, 1986, S. 103). Mit Art. 58 Abs. 3 MWSTG 1999 und dem gleichartigen Art. 80 MWSTG 2009 hat der Gesetzgeber dennoch ausdr�ckliche Grundlagen geschaffen. Mittels der Vereinfachungsklausel versetzt der Gesetzgeber die ESTV auch formell in die Lage, (generell-abstrakt) festzuhalten, in welchen Bereichen und unter welchen Bedingungen Erleichterungen vorzusehen sind (J�rg Steiger, in: Martin Zweifel/Michael Beusch/ Pierre-Marie Glauser/Philip Robinson [Hrsg.], MWSTG, 2015, N. 2 zu Art. 80 MWSTG 2009). Die Vereinfachungsklauseln von 1999 und 2009 sind als�
Rahmenbestimmungen�konzipiert. Mit dieser Technik folgten die Eidgen�ssischen R�te dem Vorbild von Art. 47 Abs. 3 MWSTV 1994, der seinerseits auf Art. 34 Abs. 2 des Bundesrats-Beschlusses vom 29. Juli 1941 �ber die Warenumsatzsteuer (WUStB; AS 1941 793) fusste. Diese letzte Norm hatte bestimmt: "Wo die�
buchm�ssige Feststellungeinzelner f�r die Bemessung der Steuerpflicht wesentlicher Tatsachen f�r die Steuerpflichtigen eine�
�berm�ssige Belastung�darstellen w�rde, kann die ESTV�
unter den von ihr festgesetzten Bedingungeneine ann�herungsweise Ermittlung zulassen, sofern und solange daf�r Gew�hr besteht, dass dadurch der�
Steueranspruch nicht verk�rzt�wird" (Auszeichnungen durch das Bundesgericht).
2.2.5.�Anlass zur Schaffung dieser Norm bildete mithin der Umstand, dass "die Vornahme einzelner Ausscheidungen, selbst wenn [die steuerpflichtige Person] �ber eine einwandfrei organisierte kaufm�nnische Buchhaltung verf�gt, unverh�ltnism�ssig grosse Umtriebe verursachen" kann ( WILHELM WELLAUER, Die eidgen�ssischen Steuern, Z�lle und Abgaben, Band 1, Warenumsatzsteuer, 1959, N. 819; ebenso Dieter Metzger, Handbuch der Warenumsatzsteuer, 1983/1992, N. 826). F�r diesen Fall liess Art. 34 Abs. 2 WUStB die ann�herungsweise Ermittlung zu, wobei es sich dabei "nicht um eine 'Steuerabmachung', sondern um eine Pauschalierung" handelte (Wellauer, a. a. O., N. 819). Gleichwohl handelt es sich bei der Vereinfachungsklausel um eine "Norm zugunsten der Steuerpflichtigen" (Urteil 2A.441/2000 vom 25. Juni 2001 E. 6 zu Art. 34 Abs. 2 WUStB). Die ESTV hat ann�herungsweise Ermittlungen seit jeher teils�
branchenspezifisch, teils�
betriebsspezifisch�(Metzger, a. a. O., N. 826), mittels�
allgemeing�ltiger�Bestimmungen aber auch unspezifisch f�r alle steuerpflichtigen Personen vorgesehen (vgl. Urteil 2A.437/2005 vom 3. Mai 2006 E. 4.3.3, in: ASA 76 S. 773; Camenzind/Honauer/ Vallender, a. a. O., N. 1674 ff.). Unerl�sslich ist in jedem Fall, dass die ann�herungsweise Ermittlung der massgebenden Faktoren�
sachgerechterfolgt (Urteile 2C_812/2013 / 2C_813/2013 vom 28. Mai 2014 E. 2.3.1, in: ASA 83 S. 63; 2C_650/2011 vom 16. Februar 2012 E. 2.4.2). Dies gilt auch weiterhin (Art. 80 MWSTG 2009 bzw. Art. 68 Abs. 1 MWSTV 2009). Als sachgerecht erachtet wird "jede Anwendung einer oder mehrerer Methoden, die den Grundsatz der Erhebungswirtschaftlichkeit ber�cksichtigt, betriebswirtschaftlich nachvollziehbar ist und die Vorsteuern nach Massgabe der Verwendung f�r eine bestimmte T�tigkeit zuteilt" (Art. 68 Abs. 2 MWSTV 2009).
2.2.6.�Vereinfachungen d�rfen zwar einen gewissen Steuerminderertrag oder Steuermehrertrag bewirken, dieser darf aber nicht "namhaft" ausfallen (Willi Leutenegger, in: Kompetenzzentrum MWST der���Treuhand-Kammer [Hrsg.], mwst.com, 2000, N. 5 zu Art. 58 MWSTG 1999; neurechtlich:�ALOIS CAMENZIND/NIKLAUS HONAUER/KLAUS A. VALLENDER/MARCEL R. JUNG/SIMEON L. PROBS�t, Handbuch zum Mehrwertsteuergesetz, 3. Aufl. 2012, N. 2282; Ivo P. Baumgartner/Diego Clavadetscher/Martin Kocher, Vom alten zum neuen Mehrwertsteuerrecht, 2010, � 10 N. 60 und 95). Daher sollte die Steuerbelastung mit und ohne Erleichterung weitgehend �bereinstimmen (B�atrice Blum, in: Felix Geiger/Regine Schluckebier [Hrsg.], MWSTG, 2012, N. 9 zu Art. 80 MWSTG 2009).
2.2.7.�Was namentlich die Vereinfachungen im Bereich der gemischten Verwendung anbelangt, hat die ESTV in Ausf�hrung von Art. 52 und Art. 58 Abs. 3 MWSTG 1999 die auf alle steuerpflichtigen Personen anwendbare Spezialbrosch�re Nr. 06 ("K�rzung des Vorsteuerabzugs bei gemischter Verwendung") geschaffen. Neben der K�rzung gem�ss dem tats�chlichen Verwendungszweck (effektive, "gesetzliche" Methode) sieht die ESTV pauschalierende Methoden vor. Darunter fallen nach der vom 1. Januar 2001 bis zum 31. Dezember 2007 geltenden Fassung die Pauschalvariante 1 (K�rzung des Vorsteuerabzugs anhand der Teilzuordnung der Vorsteuer), die Pauschalvariante 2 (K�rzung des Vorsteuerabzugs anhand des Gesamtumsatzes) und die Alternativmethode (Einheit der Leistung; Urteil 2C_812/2013 / 2C_813/2013 vom 28. Mai 2014 E. 2.3.2).
2.2.8.�In Verfeinerung der allgemeing�ltigen Regeln zur K�rzung des Vorsteuerabzugs bei gemischter Verwendung sind weitergehende Bestimmungen f�r Banken ergangen. Hierzu verweist die Spezialbrosch�re Nr. 06 in Ziff. 7.1 auf die branchenspezifische Vorsteuerpauschale f�r Banken. Deren Einzelheiten finden sich in Ziff. 7 der Branchenbrosch�re Nr. 14 ("Finanzbereich"), welche in der hier interessierenden Fassung vom 1. Januar 2001 bis zum 30. September 2009 in Kraft stand. In Ziff. 7.1 dieser Branchenbrosch�re erl�utert die ESTV den Anwendungsbereich der branchenspezifischen Vorsteuerpauschale f�r Banken wie folgt:
"Die ESTV erm�glicht den Banken - welche die Gewinn- und Verlustrechnung im Sinne von Art. 25a BankV zu gliedern haben - mit der nachstehend beschriebenen Vorsteuerpauschale eine vereinfachte Steuerabrechnung. Mit dieser Pauschale werden administrative Arbeiten hinsichtlich Buchf�hrung und Steuerabrechnung wesentlich vereinfacht, weil die an die Steuer auf dem Umsatz anrechenbare Vorsteuer nicht genau ermittelt werden muss. Bei Anwendung der Vorsteuerpauschale sind folgende Grunds�tze zu beachten: Der Umsatz (Entgelte im Sinne des MWSTG) ist in steuerlicher Hinsicht stets genau dem steuerbaren bzw. dem von der Steuer ausgenommenen Bereich zuzuordnen. Nur die anrechenbare Vorsteuer aus dem Anwendungsbereich der Vorsteuerpauschale - darunter f�llt jene Vorsteuer, welche im Zusammenhang mit den von einer Bank �blicherweise erbrachten Leistungen (d. h. branchentypische Leistungen) steht - kann ann�herungsweise anhand des unter nachstehender Ziff. 7.6 beschriebenen Aufteilungsschl�ssels ermittelt werden."
2.2.9.�Zu Beginn und Ende der Unterstellung unter das Regime der branchenspezifischen Vorsteuerpauschale f�r Banken h�lt Ziff. 7.2 der Branchenbrosch�re Nr. 14 fest:
"Banken, welche sich der Vorsteuerpauschale unterstellen, verpflichten sich, diese Art der Vorsteuerermittlung w�hrend mindestens eines Kalenderjahres beizubehalten. F�llt der Beginn der Steuerpflicht nicht mit dem Beginn des Kalenderjahres zusammen, so l�uft diese Frist ab 1. Januar des auf die Eintragung in das Register der MWST-Pflichtigen folgenden Jahres. Danach ist ein schriftlicher Widerruf jeweils bis sp�testens 31. Januar des Folgejahres m�glich. Eine erneute Unterstellung kann erst wieder nach zehn Kalenderjahren mit effektiver Vorsteuerermittlung beantragt werden. Steuerpflichtige, die sich ab Inkrafttreten des MWSTG bzw. ab Beginn der Steuerpflicht nicht der Vorsteuerpauschale unterstellen, m�ssen zehn Kalenderjahre effektiv abrechnen, bevor ihnen die Vorsteuerpauschale auf Gesuch hin bewilligt werden kann."
2.3.1.�Wer als steuerpflichtige Person j�hrlich nicht mehr als 3 Millionen Franken steuerbaren Umsatz t�tigt und im gleichen Zeitraum nicht mehr als 60'000 Franken Steuern - berechnet nach dem f�r sie massgebenden Saldosteuersatz - zu bezahlen hat, kann nach der Saldosteuersatzmethode abrechnen (Art. 59 Abs. 1 MWSTG 1999). Entsprechend der branchenspezifischen Vorsteuerpauschale f�r Banken zielt die Abrechnungsmethode der Saldosteuers�tze in erster Linie darauf ab, den administrativen Aufwand der steuerpflichtigen Person zu verringern. Verglichen mit jener reicht die Saldosteuersatzmethode deutlich weiter, indem die Ermittlung und Deklaration der Vorsteuern anhand der Kreditorenrechnungen insgesamt entbehrlich wird, sodass lediglich noch die Ermittlung und Deklaration des steuerbaren Umsatzes erforderlich ist. Die einzelnen Saldosteuers�tze beruhen auf Branchendurchschnittszahlen, welche die gesamten in den Eingangsrechnungen ausgewiesenen Vorsteuern pauschal ber�cksichtigen (Art. 59 Abs. 2 MWSTG; Urteil 2C_653/2008 vom 24. Februar 2009 E. 4.2, in: ASA 79 S. 599).
2.3.2.�Bei Anwendung der Saldo- oder Pauschalsteuers�tze sind s�mtliche Vorsteuerkorrekturen aus gemischter Verwendung oder Nutzungs�nderungen abgegolten. Das andersartige Konzept der branchenspezifischen Vorsteuerpauschalen f�r Banken �ussert sich darin, dass sie lediglich die gemischten Verwendungen und Nutzungs�nderungen erfasst, die sich tats�chlich innerhalb des vordefinierten Anwendungsbereichs der Bankenpauschale ereignen. Gleich verh�lt es sich hinsichtlich der Versicherungsgesellschaften (Philip Robinson, in: Zweifel/Beusch/Glauser/Robinson, a. a. O., N. 47 zu Art. 29, N. 9 zu Art. 31 und N. 9 zu Art. 32 MWSTG 2009).
2.3.3.�Mit der Methode der Saldosteuers�tze verfolgt die ESTV den Zweck, administrative Vereinfachungen anzubieten, wogegen�
finanzielle Erleichterungen�nicht beabsichtigt sind bzw. vermieden werden sollen. Sie d�rfen jedenfalls nicht "namhaft" ausfallen. Um zu verhindern, dass das auf Verfahrenserleichterungen ausgerichtete Institut in ein Steueroptimierungsinstrument "umgenutzt" wird, l�sst die Praxis eine r�ckwirkende, vom Gesch�ftsgang abh�ngige �nderung der Abrechnungsmethode grunds�tzlich nicht zu. Dies gilt umso mehr, als die steuerpflichtige Person sich aus freien St�cken und in Kenntnis der Modalit�ten f�r die Unterstellung unter die betreffende Abrechnungsmethode ausgesprochen hat (vgl. Urteil 2A.518/2002 vom 7. August 2003 E. 3.2, in: ASA 73 S. 664, RtiD 2004 I, S. 391). Entsprechendes trifft auf die Abrechnungsmethode der Pauschalsteuers�tze zu (vgl. Urteil 2C_196/2012 vom 10. Dezember 2012). Auch diese Konzeption schliesst von vornherein aus, die Abrechnungsmethode je nach Ausgang des Gesch�ftsjahrs r�ckwirkend zu �ndern (BGE 126 II 443 E. 9 S. 460).
2.4.1.�Bei der Wegleitung der ESTV f�r Mehrwertsteuerpflichtige und den weiteren von ihr herausgegebenen Schriften ("Merkbl�tter", "Brosch�ren", aber auch "Kreisschreiben", "Rundschreiben" und dergleichen) handelt es sich um generell-abstrakte Dienstanweisungen (BGE 123 II 16 E. 7 S. 30), damit um Verwaltungsverordnungen. Formelle Adressaten sind (nur) die mit dem Vollzug einer bestimmten �ffentlichen Aufgabe betrauten Organe, das heisst die Verwaltungsbeh�rden mit deren Verwaltungspersonal (BGE 139 V 122 E. 3.3.4 S. 125; 137 V 1 E. 5.2.3 S. 8 f.; 136 II 415 E. 1.1 S. 417; 133 V 346 E. 5.4.2 S. 352; 128 I 167 E. 4.3 S. 17; 121 II 473 E. 2b S. 478). Beh�rden und ihr Personal sind insoweit durch die Verwaltungsverordnungen gebunden, als die verwaltungsinternen Vorschriften keinen offensichtlich verfassungs- oder gesetzwidrigen Inhalt aufweisen (Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A-1882/2013 vom 10. Februar 2014 E. 2.5.2, hier angefochten, und A-6055/2007 / A-6056/2007 vom 3. Juni 2010 E. 3.3.1; so schon Michael Beusch, Was Kreisschreiben d�rfen und was nicht, in: ST 79/2005 S. 613, insb. 614;�
ders., in: Martin Zweifel/Peter Athanas [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, DBG, 2000, N. 16 zu Art. 102 DBG). Aufgrund der Beh�rdenverbindlichkeit stehen Rechtsunterworfene und Gerichte regelm�ssig ausserhalb des Adressatenkreises (BGE 141 V 175 E. 2.1 S. 178; 137 II 284 E. 5.2.2 S. 292; 137 V 181 E. 6.1 S. 187; 117 Ib 358 E. 3 S. 364; 108 Ib 19 E. 4a S. 25). Ihnen gegen�ber stellen reine Verwaltungsverordnungen sich als zwar standardisierte (generell-abstrakte), dennoch rechtsunverbindliche Ansichts�usserungen der Verwaltungsbeh�rde �ber die Auslegung und Anwendung der einschl�gigen gesetzlichen Bestimmungen dar (BGE 123 II 16 E. 7 S. 30; 120 Ia 321 E. 3b S. 325; 108 Ia 264 E. 5 S. 268; Michael Beusch, in: Zweifel/ Beusch/Glauser/Robinson, a. a. O., N. 8 der Ausf�hrungen zur Auslegung).
2.4.2.�Bei Anfechtung eines individuell-konkreten Entscheides (Art. 82 lit. a BGG), zu dessen Begr�ndung die Verwaltungsbeh�rde sich auf eine Verwaltungsverordnung beruft, pr�ft das Bundesgericht die Auslegung und Anwendung der massgebenden Rechtss�tze. Dabei �berpr�ft es aber auch die Rechtsm�ssigkeit der Verwaltungsverordnung (BGE 141 V 139 E. 6.3.2 S. 146 f.; 141 V 272 E. 4.6-4.9 S. 278 f.; 138 V 475 E. 3 S. 478 ff.; 128 I 167 E. 4.3-4.5 S. 171 ff.). Von einer rechtm�ssigen Verwaltungsverordnung weicht das Bundesgericht nicht ohne triftigen Grund ab, sofern die generell-abstrakte Ansichts�usserung eine dem individuell-konkreten Fall angepasste und gerecht werdende Auslegung der gesetzlichen Bestimmungen zul�sst und �berdies eine �berzeugende Konkretisierung der gesetzlichen Vorgaben enth�lt. Auf diese Weise nimmt das Bundesgericht das Anliegen der Verwaltung auf, anhand interner Weisungen einen rechtsgleichen, einheitlichen und sachgem�ssen Vollzug der massgebenden Rechtss�tze herbeizuf�hren (Urteil 2C_781/2014 vom 19. April 2015 E. 5.5, zur Publ. vorgesehen; BGE 138 V 346 E. 6.2 S. 362; 137 V 1 E. 5.2.3 S. 8; 133 II 305 E. 8.1 S. 315; 133 V 257 E. 3.2 S. 258; 131 V 42 E. 2.3 S. 45 f.; 130 V 163 E. 4.3.1 S. 172 f.).
3.1.�Die Steuerpflichtige macht geltend, die vorinstanzliche Auslegung und Anwendung der Vereinfachungsklausel verletzte Bundesrecht im Wesentlichen dadurch, dass sie sich einer gesetzlichen Grundlage entziehe, dass sie in Widerspruch zu den Vorschriften �ber die gemischte Verwendung (Art. 41 MWSTG 1999) und die Verj�hrung des Anspruchs auf Vorsteuerabzug (Art. 50 MWSTG 1999) stehe, dass ihr���eine einzelfallgerechte K�rzung verwehrt werde, dass Art. 45a MWSTGV unber�cksichtigt bleibe und �bersehen werde, dass es sich bei der Befristung des Widerrufsrechts um eine blosse Ordnungsfrist handle.
3.2.1.�Es ist vorauszuschicken, dass die aufgeworfenen Rechtsfragen vom Bundesgericht in �hnlicher Form bereits gekl�rt worden sind. Dabei ging es zwar um die Handhabung der Saldo- bzw. Pauschalsteuers�tze (vorne E. 2.3.3), doch k�nnen die Kernaussagen der Entscheide aus den Jahren 2003 bzw. 2000 ohne Weiteres auf die branchenspezifische Vorsteuerpauschale f�r Banken �bertragen werden. Auch wenn nicht ausser Acht bleiben darf, dass das streitbetroffene Institut einer "technisch v�llig anderen Konzeption" folgt, wie die Steuerpflichtige mit Recht festh�lt, lassen sich die verschiedenen Erscheinungsformen ann�herungsweiser Ermittlungen auf ein und dasselbe gesetzliche Fundament zur�ckf�hren. Saldo- und Pauschalsteuersatz, branchenspezifische Vorsteuerpauschale f�r Banken und Versicherungsgesellschaften, aber auch die weiteren Bereiche (dazu RALF IMSTEPF, in: Zweifel/Beusch/Glauser/Robinson, a. a. O., N. 26 zu Art. 114 MWSTG 2009) beruhen gleichermassen auf �hnlichen Vereinfachungsklauseln (Art. 58 Abs. 3 und Art. 59 MWSTG 1999 bzw. Art. 37 und Art. 80 MWSTG 2009). Das gemeinsame Anliegen besteht nach dem Gesagten darin, den steuerpflichtigen Personen, die eine einwandfrei organisierte kaufm�nnische Buchhaltung unterhalten, in besonders zeitintensiven Bereichen zu administrativen Erleichterungen zu verhelfen, wobei das Steuerbetreffnis dadurch nicht "namhaft" ber�hrt werden darf. Bei aller Verschiedenheit der einzelnen Institute steht doch das gemeinsame gesetzliche Fundament im Vordergrund.
3.2.2.�Es liegt auf der Hand, dass das zwangsl�ufig recht offen gehaltene Konzept der ann�herungsweisen Ermittlung durch die Verwaltung konkretisiert werden muss. Die Konkretisierung hat in einer Weise zu erfolgen, die einen rechtsgleichen, einheitlichen und rechtssicheren Vollzug der vereinfachenden Methoden bewirkt. Insbesondere kann und muss es der ESTV obliegen, neben den inhaltlichen Aspekten auch die Modalit�ten bez�glich der Unterstellung und des Widerrufs festzulegen. Wo aber das Postulat der Praktikabilit�t mit dem Gebot der Gesetzm�ssigkeit in Konflikt geraten k�nnte, geht das Legalit�tsprinzip klarerweise vor (Art. 127 Abs. 1 BV; BGE 112 Ib 381 E. 4 S. 383 zu Art. 34 Abs. 2 WUStB).
3.2.3.�Die Steuerpflichtige macht sinngem�ss geltend, ein erst gegen Ende des laufenden Gesch�ftsjahrs ausgesprochener Widerruf trage erst recht dazu bei, einen sich abzeichnenden namhaften Steuerminderertrag oder Steuermehrertrag abzuwenden. Dies greift zu kurz: Zum einen liegt es in der Natur der Pauschalierungen, dass sie mit Ungenauigkeiten behaftet sind bzw. im konkreten Einzelfall zu einem Ergebnis f�hren, das f�r die unterstellte Person im Augenblick unvorteilhaft sein mag. Dies hat die steuerpflichtige Person, die sich aus freien St�cken f�r das vereinfachende System entschieden und dessen Regeln gekannt hat, hinzunehmen. Umgekehrt kann die ann�herungsweise Ermittlung aber ebenso Vorteile zeitigen, was wiederum die ESTV hinzunehmen hat. Ein beh�rdenseitiges Widerrufsrecht fehlt g�nzlich, w�hrend die steuerpflichtige Person unter den beschriebenen Voraussetzungen zur�cktreten kann. Zum andern stehen�
branchenspezifische�L�sungen einer einseitig�
betriebsspezifischen�Optik von vornherein entgegen. Die Motivation des Gesetzgebers lag darin, systembedingte b�rokratische H�rten zu gl�tten. Eine mitlaufende Absicht, den Unterstellten zu einem steueroptimierenden Instrument zu verhelfen, l�sst sich bei Anwendung der �blichen Auslegungsmethoden nicht nachweisen. Wer sich zur ann�herungsweisen Ermittlung entscheidet, tut dies zweifellos mit Bedacht, das heisst nach Vornahme der erforderlichen Kalkulationen und Abw�gung von Chancen und Risiken. Erweist die Kalkulation sich aufgrund nicht eingetretener Annahmen oder eines kurzfristig ver�nderten Gesch�ftsmodells�
im Augenblick�als unvorteilhaft, bleibt die M�glichkeit des Widerrufs. Die einzigen Bedingungen, welche die ESTV vorsieht, bestehen in der Form (Schriftlichkeit) und in der Wahrung der Frist (31. Januar des Folgejahres). Nach rechtsg�ltigem Widerruf untersteht die widerrufende Person wieder der gesetzlichen Methode, mithin einer betriebsspezifisch angelegten Vorgehensweise, soweit sie nicht zu einer anderen Methode zur ann�herungsweisen Ermittlung �bergeht.
3.2.4.�Die von der ESTV in eigener Kompetenz gesetzte Frist h�lt sich im Rahmen der weit gefassten Vereinfachungsklausel. Die allj�hrliche M�glichkeit des Widerrufs unter Beachtung einer Monatsfrist gew�hrleistet eine rechtssichere und rechtsgleiche Behandlung aller unterstellten Bankinstitute, was im �ffentlichen Interesse liegt, sie versetzt die unterstellten Banken aber auch in die Lage, bald auszutreten, falls betriebswirtschaftliche Gr�nde dies nahelegen. Dies liegt im Interesse der Branche ebenso wie des einzelnen Bankinstituts. Die konkrete Befristung der Widerrufsm�glichkeit ist geeignet und erforderlich, um den gesetzeskonformen Vollzug der Vereinfachungsklausel sicherzustellen. Sie ist den Unterstellten, was Grundsatz und Dauer anbelangt, ohne Weiteres zumutbar. Vor diesem Hintergrund er�brigt es sich, den Widerruf der branchenspezifischen Vorsteuerpauschale f�r Banken weitergehend zuzulassen (Mollard/Oberson/Tissot Benedetto, a. a. O., Kap. 5 N. 259).
3.2.5.�Zur R�ge, mit der Befristung des Widerrufsrechts werde Art. 41 MWSTG 1999 (gemischte Verwendung) vereitelt, ist folgendes festzuhalten: Es darf als allgemeinnotorisch gelten, dass die genaue K�rzung der Vorsteuer zufolge gemischter Verwendung in einem System, das auf dem Verwendungskonnex zwischen Eingangs- und Ausgangsleistung beruht (vorne E. 2.2.2), an sich schon anspruchsvoll und zeitintensiv ausfallen kann. Handelt es sich um ein Bankinstitut, das Transaktionen in hoher Zahl und Kadenz t�tig, gilt dies umso mehr. Ebenso unbestritten sein d�rfte, dass eine schl�sselbasierte Vorsteuerk�rzung tats�chlich zu sp�rbaren Zeitgewinnen f�hrt und sich heikle Abgrenzungsfragen nicht mehr stellen. Die branchenspezifische Bankenl�sung erweist sich aber auch im Ergebnis als sachgerecht, was daraus abgeleitet werden darf, dass sie von vielen Bankinstituten gew�hlt wird und allem Anschein nach zur weitgehenden Zufriedenheit der Banken ausgestaltet ist (dazu Jacques Pittet, TVA et forfait bancaire, in: ST 82/2008 S. 830, insb. 832). Verh�lt es sich im Einzelfall anders, beispielsweise aufgrund eines gewandelten Gesch�ftsmodells, steht die M�glichkeit offen, innert vern�nftiger Frist den Widerruf der Unterstellung zu erkl�ren.
3.2.6.�Die Steuerpflichtige sieht einen Konflikt zwischen der branchenspezifischen Vorsteuerpauschale f�r Banken und der vorsteuerbezogenen Verj�hrungsnorm (Art. 50 MWSTG 1999). Inwiefern die Vorsteuerpauschale sich negativ auf den Lauf der Verj�hrung auswirken k�nnte, ist indes nicht ersichtlich. Die Befristung des Widerrufsrechts kann zwar dazu f�hren, dass das Modell ein weiteres Jahr beizubehalten ist, weil die Monatsfrist nicht gewahrt wurde. Auf die Verj�hrung hat dies keinen Einfluss.
3.2.7.�Die Steuerpflichtige verlangt eine sachgerechte Vorsteuerk�rzung im konkreten Einzelfall. Nach dem Gesagten besteht das gesetzgeberische Anliegen darin, administrative Vereinfachungen anzubieten, die auf das Steuerbetreffnis jedenfalls nicht "namhaft" einwirken. Erweist die Pauschall�sung sich im Einzelfall als unvorteilhaft, kann die betroffene steuerpflichtige Person unter verh�ltnism�ssigen Voraussetzungen zur "einzelfallgerechten" effektiven (gesetzlichen) Methode �bergehen. Deren Handhabung ist zeitlich aufwendiger und inhaltlich anspruchsvoller als die Pauschale, sie tr�gt aber den betriebsspezifischen Besonderheiten individuell-konkret Rechnung.
3.2.8.�Die Steuerpflichtige ist alsdann der Auffassung, die Vorinstanz���habe zu Unrecht die Anwendung von Art. 45a der Verordnung vom 29. M�rz 2000 zum Bundesgesetz �ber die Mehrwertsteuer (MWSTGV; AS 2000 1347) verworfen. Sie leitet dies daraus ab, dass es sich bei der Nichtbeachtung der beh�rdlich festgelegten Frist um einen Formmangel handle. Tats�chlich hat Art. 45a MWSTG formelle M�ngel zum Gegenstand ("vice de forme"; Mollard/Oberson/ Tissot Benedetto, a. a. O., Kap. 5 N. 114; Jacques Pittet, Responsabilit� du fournisseur pour l'�mission de factures, in: ST�81/2007 S. 126, insb. 127). Materielle M�ngel (beispielsweise ein "d�faut de preuve") bleiben davon unber�hrt (BGE 133 II 153 E. 7.4 S. 167 f.; Urteil 2C_33/2014 vom 27. Juli 2015 E. 2.3.4 mit Hinweisen; Markus Metzger/Edith Amrein, Die Praxis�nderungen bei der MWST per 1. Januar 2008, in: TREX 2008 S. 138, insb. 139). Es m�sste damit ein Formfehler vorliegen, damit die Norm mit Recht angerufen werden kann. Ein Formfehler k�nnte etwa vorliegen, falls die Verwaltung erh�hte formelle Anforderungen an den Widerruf der Unterstellungserkl�rung vors�he, diesen aber im konkreten Einzelfall nicht in allen Teilen entsprochen w�rde. Nach den f�r das Bundesgericht verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz (Art. 105 Abs. 1 BGG) hat die Steuerpflichtige am 29. Dezember 2006 erkl�rt, r�ckwirkend auf den 1. Januar 2006 das System der branchenspezifischen Vorsteuerpauschale zu wollen. Die von der ESTV gesetzte, von der Vereinfachungsklausel gedeckte Frist war zu diesem Zeitpunkt l�ngst verstrichen. Es ist damit am massgebenden Stichtag nicht von einer "formell mangelhaften Erkl�rung", sondern von einer "Nicht-Erkl�rung" auszugehen. Mangels Vorliegens eines reinen Formfehlers auf einer rechtzeitig erfolgten Erkl�rung f�llt Art. 45a MWSTGV ausser Betracht.
3.2.9.�Nicht weiter einzugehen ist auf die Einsch�tzung der Steuerpflichtigen, wonach es sich bei der 31-t�gigen Frist um eine blosse Ordnungsfrist handle. Nach dem Gesagten liegt eine G�ltigkeitsfrist vor, von deren rechtzeitiger Wahrung es abh�ngt, ob die Gestaltungserkl�rung rechtswirksam ist.
4.1.�Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen und das vorinstanzliche Urteil zu best�tigen.
4.2.�Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend tr�gt die Steuerpflichtige die Kosten (Art. 65 und 66 Abs. 1 BGG).
Die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens von Fr. 25'000.-- werden der Beschwerdef�hrerin auferlegt.