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Timestamp: 2020-07-09 21:07:00
Document Index: 384346419

Matched Legal Cases: ['§ 20', '§ 20', '§ 20', '§ 20', '§ 140', '§ 20']

Selbsthilfe LAG Bayern - Tätigkeitsbericht 2010/2011
Zeitraum 18. November 2010 – 24. November 2011
102 Mitgliedsverbände
Fachtagung zur UN-Behindertenrechtskonvention im Bayerischen Landtag
Zusammenarbeit mit der neuen Patientenbeauftragten Dr. Hartl
Informationsveranstaltung zur Antragsstellung bei der Selbsthilfeförderung der Krankenkassen für Landesorganisationen
Erfahrungsaustausch der Selbsthilfevertreter an den Runden Tischen zur Krankenkassenförderung in Bayern
Treffen des Vereins der Selbsthilfekontaktstellen in Bayern e.V. und der verbandlich organisierten Selbsthilfe
Arbeitskreis Selbsthilfeförderung von Krankenkassen und SEKO Bayern
Abendliche Gesprächsrunde der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. in Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB)
Anhörung im Bayerischen Landtag zum Thema Umsetzung der UN- Behindertenrechtskonvention (BRK)
Anhörung zum Gesetzentwurf der interfraktionellen Arbeitsgruppe zur Reform des Bayerischen Erziehungs- und Unterrichtsgesetzes
Oberbayerischer Fachtag: Wege zur Inklusion
Tanja Miedl (verstorben Februar 2011)/Ute Schön (seit 15.09.2011), Fachreferentinnen
Der diesjährige Tätigkeitsbericht gibt die Fülle der Aktivitäten der Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE Bayern e.V. wieder, die in diesem Jahr insbesondere geprägt waren durch das Inkrafttreten der Behindertenrechtskonvention im Jahr 2009.
Gerade auch im Freistaat Bayern hat sich diesbezüglich einiges bewegt. Die Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE Bayern e.V. ist zu verschiedenen Anhörungen im Bayerischen Landtag als Experte eingeladen worden und hat in den unterschiedlichen Gremien der Bayerischen Ministerien mitgewirkt. Nun liegt erstmalig in diesem Jahr der Entwurf eines Bayerischen Aktionsplans zur Umsetzung der Behindertenrechtskonvention vor.
Es liegt auf der Hand, dass insbesondere die Selbsthilfe mit ihren verbandlichen Strukturen in diesen Prozess der Umsetzung eingebunden worden ist und der Tätigkeitsbericht gibt darüber in komprimierter Form Auskunft.
Die schon zur Tradition gewordene Durchführung des Europaweiten Protesttages auch in diesem Jahr, als auch die Beteiligung der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. mit einem Stand auf der ConSozial, sind mittlerweile feste Bestandteile der Öffentlichkeitsarbeit der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V..
Obwohl die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. nicht von der Selbsthilfeförderung der Krankenkassen nach SGB V § 20 c profitiert ist sie beratend im Vergabeausschuss der Mittel auf Landesebene eingebunden. Aber auch für die Selbsthilfegruppen vor Ort hat die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. in Zusammenarbeit mit der SEKO Bayern und den Krankenkassen Informationsveranstaltungen für die Vertreter und Vertreterinnen an den Runden Tisch (Vergabeausschüsse) durchgeführt.
Darüber hinaus zeigt die Mitarbeit in den unterschiedlichsten Gremien, dass die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ihrer politischen Bedeutung als Dachverband der Bayerischen Selbsthilfeverbände auch in der breiten Öffentlichkeit zunehmend wahrgenommen und angefragt wird.
Damit haben sich 102 landesweit tätige Selbsthilfeorganisationen unter dem Dach der Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE Bayern e.V. zusammengeschlossen.
„Kein Sonderweg“- Inklusion behinderter Menschen von Anfang an“
Unter diesem Motto stand der diesjährige Europaweite Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Über 40 Selbsthilfegruppen von Menschen mit chronischer Erkrankung und Behinderung stellten an 30 Informationsständen ihre Arbeit und ihre Anliegen vor.
Eine große Zahl interessierter Gäste folgte dem bunten Programm aus Musik, Vorführungen und Diskussionsbeiträgen. Die Bayerische Behindertenbeauftragte, Frau Irmgard Badura, solidarisierte sich in einem Grußwort mit den Anliegen der Teilnehmer. Auch in Presse und Rundfunk wurde mehrfach über den Tag berichtet.
Der Geschäftsführer der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V., Herr Reinhard Kirchner, diskutierte auf der Bühne mit Politikern der im Landtag vertretenen Fraktionen sowie dem Behindertenbeauftragten der Landeshauptstand München, Herrn Oswald Utz, das Thema „Inklusion“ und den Stand der Umsetzung in Bayern.
Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. hat diese Veranstaltung traditionell für die Selbsthilfeorganisationen und deren Gruppen organisiert, vorbereitet und durchgeführt. Zur Finanzierung der allgemeinen Kosten der Veranstaltung wurden Mittel von der Bayerischen Stiftung für Kriegsopfer und Behinderte beantragt und bewilligt.
Dank des guten Wetters kamen viele Besucher zum Marienplatz
Frau Badura und Herr Kirchner auf der Bühne
Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. führte im Juni 2011 zusammen mit der Akademie für politische Bildung in Tutzing und der Bayerischen Behindertenbeauftragten, Frau Irmgard Badura, zum Thema „Teilhabe am politischen und öffentlichen Leben (Artikel 29 UN-BRK)– (k)ein Thema für Menschen mit Behinderung“ eine Fachveranstaltung im Bayerischen Landtag durch. Die Veranstaltung stand unter der Schirmherrschaft der Bayerischen Landtagspräsidentin, Frau Barbara Stamm, die auch mit einem persönlichen Grußwort die Veranstaltung eröffnete.
Fast 200 Teilnehmer aus ganz Bayern fanden den Weg in den Bayerischen Landtag und brachten sich in die Diskussion zum Thema ein. Neben dem Grußwort des Vorsitzenden der Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE Bayern e.V., Herrn Dr. Josef Pettinger, trug auch der Geschäftsführer, Herr Reinhard Kirchner, ein Statement zum Thema vor. Darüber hinaus war die Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE Bayern e.V. in der Podiumsdiskussion am Nachmittag mit Frau Ute Strittmatter (Frauennetzwerk) und Herrn Christian Seuß (Vorstandsmitglied der LAG SELBSTHILFE und Geschäftsführer des BBSB) vertreten, weitere Diskussionspartner waren Joachim Unterländer (CSU-Landtagsfraktion) sowie Dr. Thomas Beyer, SPD-Landtagsfraktion.
Fast 200 Teilnehmer verfolgten die Fachtagung
Der Vorsitzende Dr. Pettinger bei der Begrüßung
V.l.: Dr. Thomas Beyer, Christian Seuß, Dr. Michael Spieker, Ute Strittmatter, Joachim Unterländer
Reinhard Kirchner, Irmgard Badura, Dr. Bernd Schulte
Bereits zum fünften Mal konnte sich die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. sowie ihre Mitgliedsorganisationen auf der ConSozial 2011 in Nürnberg präsentieren.
Auch für das Jahr 2011 konnten durch die Vermittlung des Bayerischen Sozialministeriums wieder Sponsoren gefunden werden, die die Präsenz der LAG und ihrer Mitgliedsorganisationen auf einer gemeinsamen Plattform bei der ConSozial 2011 vom 2. bis 3. November in Nürnberg ermöglichte.
An dem vom Landesbehindertenrat (LBR) veranstalteten Fachtag „Inklusion“ war auch die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. inhaltlich und organisatorisch eingebunden.
Die gute Zusammenarbeit der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. mit der Bayerischen Behindertenbeauftragten Irmgard Badura zeigt sich u.a. bei der Veranstaltung zur politischen Partizipation von Menschen mit Behinderung im Bayerischen Landtag oder auch bei der Arbeit im Landesbehindertenrat.
Zusammenarbeit mit der neuen Patientenbeauftragten Dr. Gabriele Hartl
Die 2010 neu berufene Patientenbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, Frau Dr. Gabriele Hartl, besuchte die Geschäftsstelle der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V., um in einem ersten Informationsgespräch die Arbeit der verbandlich organisierten Selbsthilfe kennenzulernen.
Sie berief 2011 einen Runden Tisch mit allen maßgeblichen Patientenorganisationen ein, zu dem auch die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. eingeladen wurde. Auch bei der im Rahmen des Patientennetzwerkes durchgeführten Patientenschulung in den Räumen der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. war Frau Dr. Hartl Gast des Erfahrungsaustausches.
2008 wurde die Selbsthilfeförderung der Krankenkassen nach SGB V § 20c neu geregelt. Bei den Vergabesitzungen der pauschalen Mittel für Landesorganisationen der Selbsthilfe ist die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. neben dem Paritätischen Wohlfahrtsverband Bayern sowie der Koordinierungsstelle der Bayerischen Suchthilfe beratend beteiligt worden. Im Förderjahr 2010 wurden die landesweit tätigen Selbsthilfeorganisationen mit knapp 500.000 Euro gefördert.
Die Selbsthilfeförderung für örtliche Selbsthilfegruppen wird ebenfalls nach einem neuen Bayern weiten Verfahren durchgeführt und die Vergabe der Mittel über die von den Selbsthilfekontaktstellen eingerichteten zwölf Runden Tische abgewickelt. Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. konnte für die Vergabeausschüsse jeweils einen Vertreter sowie Stellvertreter benennen. Die Bayerischen Selbsthilfegruppen erhielten insgesamt ca. 2,2 Mio. Euro.
Über 30 Mitgliedsverbände der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. bzw. BAG SELBSTHILFE e.V. nutzten die Möglichkeit, sich bei der Informationsveranstaltung am 10. November 2010 über die Fördermöglichkeiten für Landesorganisationen nach SGB V § 20c zu informieren.
Alexandra Krist, zuständige Referentin beim AOK Landesverband Bayern, sowie Birgit Pelikan, die als Vertreterin der Knappschaft die zuständige Kasse für das Förderjahr 2011 repräsentierte, informierten zu den Fördervoraussetzungen, den Antragsformularen, Projektbeispielen und dem Haushaltsplan als Kernpunkt des Antrags.
Die Teilnehmer hatten auch die Gelegenheit ihre ganz speziellen Fragen im Zusammenhang mit dem Antragsverfahren zu klären.
Auch im Berichtszeitraum lud die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. gemeinsam mit der SEKO Bayern am 21. Oktober 2010 zum Erfahrungsaustausch der Selbsthilfevertreter, die an den Vergabesitzungen zur regionalen Selbsthilfeförderung der Krankenkassen nach SGB V § 20 c beteiligt sind.
Über 30 Vertreter aus allen Teilen Bayerns nahmen die Gelegenheit war, sich über die Praxis an den Vergabesitzungen auszutauschen und Vorschläge für Verfahrensabläufe einzubringen.
So wurde für eine Verlängerung der Amtszeit der Vertreter auf vier Jahre und die Vorverlegung des Antragsschluss für die regionale Selbsthilfegruppenförderung auf 15. Februar zur Beschleunigung der Auszahlung der Fördermittel plädiert.
Diesmal waren auch Mitarbeiter der Kontaktstellen, die die Runden Tische betreuen, anwesend. Die Beteiligten sprachen sich einstimmig dazu aus, jährlich einen solchen Erfahrungsaustausch abzuhalten.
Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. hatte bereits 2010 gemeinsam mit der SEKO Bayern zu einem Erfahrungsaustausch mit den in der LAG organisierten Selbsthilfeverbänden und den Selbsthilfekontaktstellen in Bayern eingeladen.
Die daraus entstandene Arbeitsgruppe von verbandlich organisierter Selbsthilfe in der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. und den Selbsthilfekontaktstellen Bayern e.V. zur Erarbeitung einer gemeinsamen Stellungnahme zum Thema „Selbsthilfe“ hat sich danach zweimal getroffen und einen Entwurf für ein gemeinsames Papier „Selbsthilfe in Bayern: Gemeinsames Positionspapier der Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE Bayern e.V. und dem Verein SELBSTHILFEKONTAKTSTELLEN – Bayern e.V.“ erarbeitet. Das Papier wird derzeit in den jeweiligen Gremien beraten.
Geplante Änderungen im Entwurf eines neuen Versorgungsgesetzes
Zu diesem Thema fand am 27. September 2011 eine Abendliche Gesprächsrunde mit ca. 30 Teilnehmern statt. Die Diskussion zeigte einhellig, dass der derzeitige Gesetzesentwurf noch zu unklar ist und zu viele Schwachstellen aufweist. Die Verbände chronisch kranker und behinderter Menschen konnten in dem Entwurf keine Verbesserung in der Versorgungsstruktur für diese Patienten erkennen.
Anhörung im Bayerischen Landtag zum Thema Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (BRK)
Am 25. November 2010 gab es im Bayerischen Landtag eine Anhörung zur Umsetzung der Behindertenrechtskonvention. Die Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE Bayern e.V. lieferte dazu ein schriftliches Statement. Außerdem konnte sich der Geschäftsführer als geladener Experte intensiv in die Diskussion einbringen.
Der Geschäftsführer der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V., Herr Kirchner, hatte die Gelegenheit bei einer Anhörung des Ausschusses für Bildung, Jugend und Sport im Bayerischen Landtag, Stellung zum Gesetzentwurf der interfraktionellen Arbeitsgruppe zur Reform des Bayerischen Erziehungs- und Unterrichtsgesetzes am 19. Mai 2011 abzugeben.
Im Vorfeld hatten sich in der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. verschiedene Verbände mit dem Entwurf intensiv auseinandergesetzt. Für die Selbsthilfeorganisationen geht der Entwurf der interfraktionellen Arbeitsgruppe nicht weit genug. Der Ansatz über Schulen und Schulversuche mit „inklusivem Profil“ kann bestenfalls der Einstieg in ein insgesamt inklusives Schulsystem im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention sein.
Im März 2011 fand beim Bezirk Oberbayern im Rahmen des Gremiums zur Gesundheits-, Sozial- und Versorgungsplanung Oberbayern (Gremium GSV) – worin die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. von Beginn an Beteiligte ist - ein erster oberbayerischer Fachtag "Wege zur Inklusion" statt. Frau Badura, Behindertenbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, übernahm hierfür die Schirmherrschaft. U.a. wurde das Themenfeld Inklusion aus unterschiedlichen Perspektiven durch die unterschiedlichen Vertreter dargestellt. Der Geschäftsführer der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V., Herr Kirchner, referierte zum Thema "Wie stellen sich die Selbsthilfeverbände eine inklusive Gesellschaft vor - Visionen und Wege der Umsetzung".
Auch bei der Gestaltung und Organisation des Fachtages war die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. neben dem Veranstalter und Gastgeber Bezirk Oberbayern und weiteren Kooperationspartnern wie den Freien Wohlfahrtsverbänden, vertreten durch den Paritätischen in Oberbayern, und dem Kommunalunternehmen der Kliniken des Bezirks Oberbayern (KBO), beteiligt.
Besonders erwähnenswert ist die Umsetzung eines Buchprojektes durch das Netzwerk mit dem Titel: „Weibsbilder von Nebenan, Diagnose: 100% Frau“. Dieser Bildband ist auf so große Resonanz gestoßen, dass mittlerweile die gesamte Auflage vergriffen ist. Zum Einblick in die Arbeit des Netzwerks liegt der Tätigkeitsbericht als Anlage bei.
Der Träger des „überregionalen Fachdienstes in Bayern zur Verbesserung der Teilhabe taubblinder Menschen in der Gesellschaft (ITM)“ ist weiterhin die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.. Er wird finanziell gefördert durch die Bayerischen Bezirke und das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familien und Frauen.
Zum Einblick in die weitere Arbeit liegt der Tätigkeitsbericht als Anlage bei.
Frau Doris Schmölz, der bisherigen Vorsitzenden des Vereins, gilt unser besonderer Dank für ihren unermüdlichen Einsatz bei der Akquirierung von Spendern für unseren Förderverein. Frau Schmölz wird in diesem Jahr aus persönlichen Gründen nicht mehr als Vorsitzende kandidieren.
Im Landesbehindertenrat sind von der Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE Bayern e.V. folgende Personen vertreten: Frau Helga Jäniche, Deutsche Rheumaliga Landesverband Bayern e.V. und Stv. Vorsitzende der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V., Herr Christian Seuß, BBSB e.V., Herr Dr. Jürgen Auer, Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung, Landesverband Bayern e.V., und der Geschäftsführer der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V., Herr Reinhard Kirchner. Auch Frau Ute Strittmatter vom Frauennetzwerk hat Sitz und Stimmrecht.
Der Landesbehindertenrat hat zum ersten Entwurf eines Bayerischen Aktionsplans zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in einem Arbeitskreis unter Federführung der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. eine Stellungnahme erarbeitet und in die Sitzung des Landesbehindertenrates eingebracht. Frau Staatsministerin Christine Haderthauer begrüßte die Stellungnahme und bot an das Thema „Bayerischer Aktionsplan“ unter Beteiligung des Bayerischen Landesbehindertenrates bei der ConSozial 2011 in einer Fachveranstaltung zu diskutieren.
Ebenfalls Gegenstand der Beratungen war ein vom Kultusministerium erarbeitetes Papier zum Thema „Inklusion im Bereich Schule“. Unter Federführung der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. wurde eine Unterarbeitsgruppe gebildet, die eine Stellungnahme hierzu erarbeitete.
Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ist ordentliches Mitglied im Landesgesundheitsrat und wechselt den Sitz jährlich alternierend mit der SEKO Bayern. Im Jahr 2011 vertritt der Geschäftsführer der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V., Herr Reinhard Kirchner, regelmäßig die Selbsthilfe.
Bei den Sitzungen des Landesschulbeirates vertritt der Geschäftsführer, Herr Reinhard Kirchner, die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V., Vertretung ist Frau Nicole Lassal (Referentin). Der Landesschulbeirat befasst sich auch schwerpunktmäßig mit der Umsetzung der Inklusion an Bayerischen Schulen. Der Geschäftsführer Herr Reinhard Kirchner konnte dabei verdeutlichen, dass die neue Gesetzesgrundlage als erster Schritt in Richtung eines inklusiven Schulsystem zu verstehen ist, dem weitere im Sinne einer Teilhabepädagogik folgen müssen. Frau Lassal konnte im Rahmen einer Tagung „best practice-Beispiele“ von Inklusion an Bayerischen Realschulen und Gymnasien kennenlernen.
Eine Unterarbeitsgruppe hat unter Mitarbeit der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. eine Handreichung erarbeitet mit dem Thema: Eckpunkte zur Umsetzung dezentraler Wohnstrukturen für Menschen mit körperlicher Behinderung, Sinnesbehinderung und/oder geistiger Behinderung unter dem Aspekt der Inklusion. Diese Handreichung soll nun unter dem Aspekt der Regionalisierung fortgeschrieben werden.
Auch in diesen Gremien sind Vertreter der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. angeschlossenen Mitgliedsorganisationen eingebunden. Im Bezirk Oberbayern vertritt der Geschäftsführer die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. als ständiges Mitglied.
Im Sozialen Forum Bayern wird die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. bei der Arbeitsgruppe I durch den Geschäftsführer vertreten.
Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ist Mitglied im Sozialen Netz Bayern, einem Zusammenschluss von Gewerkschaften, Wohlfahrts- und Sozialverbänden für den Erhalt und Ausbau des Sozialstaates. Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ist ständiges Mitglied in der Planungsgruppe des Sozialen Netz Bayern s.
Das SNB führte die Fachveranstaltung „Gepflegte Gesellschaft – Pflegepolitik in Bayern“ im März 2011 in München durch. Zentrales Anliegen war, eine menschenwürdige solidarisch finanzierte Pflege einzufordern, die allen pflegebedürftigen Menschen die medizinisch notwendigen Leistungen auf wissenschaftlich aktuellem Stand garantiert.
Die Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE Bayern e.V. sandte einen Vertreter der pflegenden Angehörigen der Alzheimer Gesellschaft München e.V. als Referent für die Veranstaltung.
Am 5.10.2011 fand die Vollversammlung des Sozialen Netzes in der Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE Bayern e.V. statt.
Der neue Vorsitzende des DGB Bayern, Herr Mathias Jena, und der Landtagsabgeordnete und Vorsitzender der AWO Bayern, Herr Dr. Thomas Bayer, nahmen an der Vollversammlung teil.
links: Herr Dr. Bayer, rechts: Herr Jena
Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ist nach SGB V § 140 f in den Ausschüssen von Ärzten und Krankenkassen mit Vertretern beteiligt und hat zu diesem Zweck in Bayern bereits 2005 ein Patientennetzwerk mit den anderen maßgeblichen Organisationen gegründet. Das PNB benennt die Patientenvertreter in den Zulassungs- und Berufungsausschüssen. Zur Schulung der Patientenvertreter in den Ausschüssen wurde vom PNB am 8. Juli 2011 zum sechsten Mal eine Fortbildung zu folgenden Themen organisiert.
Mitarbeit in den Zulassungs- und Berufungsausschüssen – Welche Möglichkeiten der Einflussnahme haben Patientenvertreter?
Die Zusammenarbeit zwischen unserer LAG SELBSTHILFE Bayern e. V. und der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern hat sich erheblich intensiviert. Ausdruck dafür ist beispielsweise die in Zusammenarbeit durchgeführte abendliche Gesprächsrunde im September 2011 (siehe oben). Derzeit laufen Planungen für eine mit weiteren Kooperationspartnern durchgeführte Veranstaltung zum Thema „Seltene Erkrankungen“.
Bayerischer Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention
Gemeinsames Positionspapier der Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE Bayern e.V. und der SEKO Bayern
Staatliche Förderung der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.
Die BAG SELBSTHILFE e.V. ist Dachverband von 109 bundesweit tätigen Selbsthilfeorganisationen, 13 Landesarbeitsgemeinschaften und vier Fachverbänden.
Die Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE Bayern e.V. ist seit Jahren in das Antrags- und Bewilligungsverfahren eingebunden. Bei der Verteilung der staatlichen Selbsthilfegruppenförderung konnte die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. im Bewilligungszeitraum des Jahres 2011 einen Förderbetrag von 144.400,00 € an die Selbsthilfegruppen weiterleiten.
Ein Großteil unserer Verbände und der Verbände die keinem Wohlfahrtsverband angehören reichen Ihren Antrag bei der Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE Bayern e.V. ein. Im Jahr 2011 konnten insgesamt 15.398,40 € an die Selbsthilfe weitergeleitet werden.
Im ersten Halbjahr 2011 konnten insgesamt 12.391,43 € weitergegeben werden.
Eine der zentralen Aufgaben der Geschäftsstelle der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ist nach wie vor die Beratung von Mitgliedsorganisationen und Selbsthilfegruppen aus dem Bereich chronisch kranker und behinderter Menschen. Täglich erreichen uns schriftliche, telefonische oder elektronische Anfragen von Selbsthilfeaktiven, Betroffenen oder Institutionen.
Einen großen Teil der Beratung nimmt auch die Frage nach der Erschließung von finanziellen Mitteln ein, wie z. B. die staatlichen Fördermittel oder die Erlangung von Stiftungsmitteln. Ein neues und sehr zeitintensives Aufgabenspektrum ist die Beratung bzgl. der Förderung von Selbsthilfe durch die Krankenkassen nach SGB V § 20c.
Auch die zukünftige Arbeit der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. wird geprägt sein von dem Prozess der Umsetzung der Behindertenrechtskonvention.
Sicherlich wird mit dem Ausscheiden des Geschäftsführers, Herrn Reinhard Kirchner, bei der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. im nächsten Jahr eine Zäsur stattfinden, wobei Dank der finanziellen Unterstützung durch das Bayerische STMAS der Bestand der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. auch in Zukunft nicht gefährdet sein wird.
Insbesondere durch die intensive Zusammenarbeit mit den Mitgliedsverbänden wird die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. die unterschiedlichen Probleme der chronisch kranken und behinderten Menschen in die sozialpolitische Diskussion einbringen und dafür sorgen, dass auch im Sinne der Inklusion chronisch kranke und behinderte Menschen ganz selbstverständlich als Bürger dieses Staates und unserer Gemeinschaft anerkannt und eingebunden werden.
Ein weiterer Schwerpunkt der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. in den nächsten Jahren wird sein, zu versuchen, dass sich auch auf den örtlichen Ebenen Arbeitsgemeinschaften der Selbsthilfegruppen unserer Landesverbände bilden, die als Interessenvertreter der betroffenen chronisch kranken und behinderten Menschen vor Ort, ihre Anliegen und Forderungen in die lokale Sozialpolitik einbringen.