Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=14.12.2010&Aktenzeichen=VIII%20ZB%2020/09
Timestamp: 2020-02-17 00:13:35
Document Index: 212759543

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 85', '§ 233', '§ 234', '§ 517', '§ 119', 'BGH', '§ 233', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 68', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 14.12.2010 - VIII ZB 20/09 - dejure.org
https://dejure.org/2010,3466
BGH, 14.12.2010 - VIII ZB 20/09 (https://dejure.org/2010,3466)
BGH, Entscheidung vom 14.12.2010 - VIII ZB 20/09 (https://dejure.org/2010,3466)
BGH, Entscheidung vom 14. Dezember 2010 - VIII ZB 20/09 (https://dejure.org/2010,3466)
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§ 85 Abs 2 ZPO, § 233 ZPO, § 234 ZPO, § 517 ZPO, § 119 Abs 1 Nr 1 Buchst b GVG
Wiedereinsetzung in eine versäumte Berufungsfrist bei unterlassenem Hinweis des angerufenen Gerichts auf seine fehlende funktionelle Zuständigkeit
Anspruch des Rechtsmittelführers auf ein faires Verfahren bei fehlender Mitteilung von Bedenken des zunächst angerufenen Berufungsgerichts gegen seine funktionelle Zuständigkeit; Wiedereinsetzung infolge fehlenden Verschuldens der Partei oder ihres ...
Fristversäumung; Wiedereinsetzen; Bedenken gegen funktionelle Zuständigkeit des Berufungsgerichts; Einhaltung der Rechtsmittelfristen
Gericht darf Anwalt nicht ins offene Messer laufen lassen ...
Gericht darf Anwalt nicht ins offene Messer laufen lassen...
Verfahrensrecht - Zuständigkeitsbedenken ohne Mitteilung an Rechtsmittelführer
Die Insolvenz eines GbR-Gesellschafters im laufenden Zivilprozess
Das unzuständige Berufungsgericht
AG Berlin-Schöneberg, 05.09.2008 - 19 C 425/04
KG, 18.12.2008 - 8 U 196/08
NJW 2011, 683
MDR 2011, 383
FamRZ 2011, 477
AnwBl 2011, 223
AnwBl Online 2011, 60
OLG Brandenburg, 19.12.2019 - 9 UF 104/18
Wiedereinsetzung ist deshalb zu gewähren, wenn der Schriftsatz so rechtzeitig beim unzuständigen Gericht eingegangen ist, dass die fristgerechte Weiterleitung an das zuständige Gericht im ordentlichen Geschäftsgang erwartet werden konnte (vgl. dazu BVerfG NJW 95, 3173; BGH NJW 2011, 683;… Zöller, a.a.O., § 233 ZPO, Rdnr. 21).
Er ist daher gehalten, die Rechtsmittelschrift und insbesondere die Empfangszuständigkeit des darin bezeichneten Adressaten auf ihre Richtigkeit zu überprüfen (…vgl. Senatsbeschluss vom 15. Juni 2011 - XII ZB 572/10 - NJW 2011, 2367 Rn. 13; BGH Beschlüsse vom 14. Oktober 2010 - VIII ZB 20/09 - NJW 2011, 683 Rn. 16 …und vom 12. April 2010 - V ZB 224/09 - NJW-RR 2010, 1096 Rn. 12 mwN).
Daher wirkt sich nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs das Verschulden eines Verfahrensbevollmächtigten dann nicht mehr aus, wenn ein fälschlich angerufenes Rechtsmittelgericht anhand der Rechtsmittelschrift frühzeitig gewichtige Anhaltspunkte für seine fehlende Zuständigkeit erkannt und diese in den Akten vermerkt hat, jedoch den schriftlich dokumentierten Hinweis über die aufgekommenen Zuständigkeitsbedenken dem Rechtsmittelführer vorenthält (BGH Beschluss vom 14. Oktober 2010 - VIII ZB 20/09 - NJW 2011, 683 Rn. 20).
BFH, 18.05.2017 - XI B 1/17
Beteiligtenfähigkeit einer GmbH & Co. KG trotz Eröffnung des Insolvenzverfahrens …
bb) Die Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen eines Gesellschafters (hier: der GmbH) führt ebenso nicht zu einer Unterbrechung des Verfahrens der Gesellschaft (hier: der Klägerin; vgl. Beschluss des Bundesgerichtshofs --BGH-- vom 14. Dezember 2010 VIII ZB 20/09, Neue Juristische Wochenschrift --NJW-- 2011, 683, Rz 12).
Er ist daher gehalten, die Rechtsmittelschrift und insbesondere die Empfangszuständigkeit des darin bezeichneten Adressaten auf ihre Richtigkeit zu überprüfen (…vgl. Senatsbeschluss vom 19. September 2012 - XII ZB 221/12 - juris Rn. 7, 9; BGH Beschlüsse vom 14. Oktober 2010 - VIII ZB 20/09 - NJW 2011, 683 Rn. 16 …und vom 12. April 2010 - V ZB 224/09 - NJW-RR 2010, 1096 Rn. 12 mwN).
Aus dem gleichen Grund stellt die angefochtene Entscheidung auch gemessen an dem Beschluss des Bundesgerichtshofs vom 14. Dezember 2010 (VIII ZB 20/09, NJW 2011, 683 Rn. 14) keine strengeren Anforderungen an die Gewährung von Wiedereinsetzung als die höchstrichterliche Rechtsprechung.
OLG Frankfurt, 23.02.2018 - 8 UF 86/17
Anspruch gegen Ehemann auf Herausgabe von Hochzeits-Gold-Geschenken aus …
Indes gewährt der Senat dem Antragsgegner insoweit Wiedereinsetzung in den vorherigen Stand von Amts wegen, §§ 68 Abs. 3, 113 Abs. 1 S. 2 FamFG, 233ff., 236 Abs. 2 S. 2 2.HS ZPO, weil zwischen dem bestehenden bzw. ihm zuzurechnenden Verschulden des Antragsgegners und der Fristversäumnis keine Kausalität besteht (vergl. BGH NJW 2011, 683f. [BGH 14.12.2010 - VIII ZB 20/09] ).
Er ist daher gehalten, die Rechtsmittelschrift und insbesondere die Empfangszuständigkeit des darin bezeichneten Adressaten auf ihre Richtigkeit zu überprüfen (vgl. BGH Beschluss vom 14. Dezember 2010 - VIII ZB 20/09 - NJW 2011, 683 Rn. 16 mwN).
BGH, 21.11.2013 - IX ZR 74/12
Verletzung von Verfahrensgrundrechten i.R.e. Nichtzulassungsbeschwerde
Weder 1 der Tod des Gesellschafters I. noch die Eröffnung des Insolvenzverfahrens über dessen Nachlass führten deshalb zu einer Unterbrechung des Verfahrens (vgl. BGH, Beschluss vom 14. Dezember 2010 - VIII ZB 20/09, NJW 2011, 683 Rn. 12 mwN).
LG Dessau-Roßlau, 18.07.2012 - 5 S 84/12
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand: Pflichten des Prozessbevollmächtigten zur …
Er ist daher gehalten, die Rechtsmittelschrift und insbesondere die Rechtsmittelzuständigkeit des darin bezeichneten Gerichts selbst auf ihre Richtigkeit zu überprüfen (vgl. BGH, Beschluss vom 14.12.2010, VIII ZB 20/09, Beschuss vom 24.06.2010, V ZB 170/09; jeweils zitiert nach juris m.w.N.).
Denn allein der Vorsitzende ist befugt zu veranlassen, einen fehlgeleiteten Schriftsatz im Rahmen des üblichen Geschäftsganges an das zuständige Gericht weiterzuleiten (BGH, Beschluss vom 14.12.2010, VIII ZB 20/09; Beschluss vom 20.04.2011, VII ZB 78/09; jeweils zitiert nach juris).