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Timestamp: 2020-07-05 05:37:20
Document Index: 143030507

Matched Legal Cases: ['§ 138', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 138']

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Mnchener Kommentar BGB | BGB 138 Rn. 155 - 156 - beck-online
BGB 138 Sittenwidriges Rechtsgeschft; Wucher
Armbrster Mnchener Kommentar zum BGB 6. Auflage 2012
Rn 155156
I. Wahrnehmung der Sittenwidrigkeit
155 Auch Dritte knnen der sie
Liegt Sittenwidrigkeit vor, so ist dies stets von Amts wegen zu daher die Sittenwidrigkeit hat.[3] geltend machen.[2] Dasselbe herbeigefhrt
beachten.[1] gilt
fr denjenigen,
Beruft er sich auf die Sittenwidrigkeit, so ist darin keine unzulssige
Rechtsausbung gem 242 zu sehen.[4] Fr Ausnahmen ist entgegen verbreiteter Ansicht[5] praktisch kein Raum,[6] da anderenfalls einem fr die Rechtsordnung unertrglichen Rechtsgeschft ber den Umweg des 242 doch Geltung verschafft wrde. Daher kommt insbesondere eine bertragung der Regeln, die zur Treuwidrigkeit einer Berufung auf Formnichtigkeit entwickelt worden sind,[7] nicht in Betracht.[8] Auch durch Zeitablauf wird die rechtliche Mglichkeit, die Sittenwidrigkeit geltend zu machen, nicht eingeschrnkt. Ein Verzicht auf die Geltendmachung ist nicht mglich (s. Rn. 157). 156
Ob Sittenwidrigkeit vorliegt, ist eine revisible Rechtsfrage.[9] Fr die Beweislast gilt, dass jede Partei die Umstnde, die bei der Prfung der Frage, ob Sittenwidrigkeit vorliegt, zu ihren Gunsten von Bedeutung sein knnen, darzutun und zu beweisen hat.[10] Wer also die Nichtigkeit eines Rechtsgeschfts behauptet, trgt die Beweislast fr die Umstnde, aus denen sich seine Sittenwidrigkeit ergeben soll.[11] Es sind aber die Grundstze ber den Anscheinsbeweis zu beachten; ferner bestimmte Vermutungsregeln hinsichtlich des subjektiven Tatbestands (s. Rn. 116).
[1] BGH
WM 1969, 1256, 1257; NJW 1981, 1439 f.; RGZ 160, 52, 55 f. 60, 102, 105 = NJW 1973, 465; RGZ 160, 52, 56.
[2] BGHZ [3] BGHZ [4] BAG [5] BGH
27, 172, 180 = NJW 1958, 989; BGHZ 60, 102, 105 = NJW 1973, 465; BAGE 28, 83, 90 = NJW 1976, 1958, 1959; RGZ 150, 181, 186; 160, 52, 56. NJW 1976, 1958, 1960; Jauernig /Jauernig Rn. 27. NJW 1981, 1439 f.; LM (Cf) Nr. 14 = NJW 1986, 2943, 2945; Staudinger/Sack Rn. 91, 114, 156 ff. S. auch BGH NJW 1980, 2407, 2408 (betr. sittenwidrigen Gebhrenverzicht). sind freilich die Ausnahmen, die der BGH (WM 1957, 1155, 1158; 1972, 486, 488) fr unter dem Druck der nationalsozialistischen Judenverfolgung zustande gekommene Rechtsgeschfte befrwortet hat. 125 Rn. 53 ff.; sehr restriktiv BGH NJW 1999, 2892, 2893. Eingehend ArmbrsterNJW 2007, 3317 ff. 41, 341, 344 f. = NJW 1964, 1791; BAG NJW 1976, 1958, 1960. 128, 92, 95; BGH WM 1969, 1256, 1257; NJW 1991, 353, 354 (sub II 3); Staudinger/Sack Rn. 74; im Ergebnis auch Veelken AcP 185 (1985), 46, 56 f. 53, 369, 379 = NJW 1970, 1273; BGH NJW 1979, 2089. Zur frher abw. Rspr. zum Mtressentestament s. Staudinger/Sack Rn. 75. NJW 1974, 1821; 1995, 1019, 1022.
[6] Anzuerkennen
[8] BGHZ [9] RGZ
[10] BGHZ [11] BGH
beck-online.beck.de/default.aspx?printmanager=print&VPATH=bibdata%2Fkomm%2FMuekoBGB_6_Band1%2FBGB%2Fcont%2FMuekoBGB.BGB.p138.gl 1/1
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