Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=III%20ZR%2073/01
Timestamp: 2019-09-22 11:26:59
Document Index: 108231467

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 779', '§ 253', '§ 261', '§ 779', '§ 261', '§ 779', '§ 261', 'BGH', '§ 779', 'BGH', '§ 779', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 779', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 07.03.2002 - III ZR 73/01 - dejure.org
https://dejure.org/2002,945
BGH, 07.03.2002 - III ZR 73/01 (https://dejure.org/2002,945)
BGH, Entscheidung vom 07.03.2002 - III ZR 73/01 (https://dejure.org/2002,945)
BGH, Entscheidung vom 07. März 2002 - III ZR 73/01 (https://dejure.org/2002,945)
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Klage nach außergerichtlichem Vergleich
§ 779 BGB, ein Vergleich stellt regelmäßig keine Novation, sondern lediglich eine inhaltliche Umgestaltung der ursprünglichen Schuld dar;
§ 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO, im letztgenannten Fall stellt der außergerichtliche Vergleich keinen neuen Lebenssachverhalt und damit keinen ...
ZPO § 261 Abs. 3 Nr. 1; BGB § 779
Wirkung des außergerichtlichen Vergleichs auf den laufenden Prozeß (Klagerücknahmeversprechen); Rechtshängigkeitssperre nach § 261 III Nr. 1ZPO bei Erfüllungsklage aus außergerichtlichem Vergleich: Streitgegenstandsbegriff
Außergerichtlicher Vergleich - Unmittelbare Beendigung eines Rechtsstreits - Novierender Vergleich - Schuldabändernder Vergleich - Klage auf Vergleichserfüllung - Rechtshängigkeit der Streitsache
Zur Frage der Auswirkungen eines außergerichtlichen Vergleichs auf den Rechtsstreit
Zur Wirkung des außergerichtlichen Vergleichs im Prozeßrechtsverhältnis
BGB § 779; ZPO § 261 Abs. 3 Nr. 1
So wirkt sich der außergerichtliche Vergleich auf den Prozess aus
Zivilprozessrecht, Entgegenstehende Rechtshängigkeit bei Klage auf Erfüllung eines außergerichtlichen Vergleichs?
NJW 2002, 1503
MDR 2002, 839
WM 2002, 979
BB 2002, 803
JR 2003, 117
Wie es sich verhält, wenn die ursprüngliche Forderung nur inhaltlich umgestaltet werden soll (zu einer solchen Konstellation BGH, Urteil vom 7. März 2002 - III ZR 73/01, JZ 2002, 721 f. m. krit. Anm. Jacoby), kann dahinstehen.
Ein Vergleich im Sinne von § 779 BGB hat grundsätzlich keine schuldumschaffende Wirkung und ändert das ursprüngliche Schuldverhältnis nur insoweit, als in ihm streitige oder ungewisse Punkte geregelt werden; im Übrigen besteht das ursprüngliche Rechtsverhältnis nach Inhalt und Rechtsnatur unverändert fort (BGH…, Urteil vom 23. Juni 2010 - XII ZR 52/08, NJW 2010, 2652 Rn. 15; Urteil vom 7. März 2002 - III ZR 73/01, NJW 2002, 1503; Urteil vom 25. Juni 1987 - VII ZR 214/86, NJW-RR 1987, 1426, 1427).
aa) Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs hat ein Vergleich im Sinne von § 779 BGB grundsätzlich keine schuldumschaffende Wirkung (BGH Urteil vom 7. März 2002 - III ZR 73/01 - NJW 2002, 1503).
Ein neuer Schuldgrund wird nur bei einem durch Auslegung zu ermittelnden entsprechenden Parteiwillen geschaffen (BGH Urteil vom 7. März 2002 - III ZR 73/01 - NJW 2002, 1503).
BGH, 22.05.2019 - VII ZR 180/18
Verwerfung einer Nichtzulassungsbeschwerde als unzulässig; Treffen von …
Beruft sich der Prozessgegner in begründeter Weise darauf, dass eine Partei sich zur Zurücknahme der von ihr erhobenen Klage oder des von ihr eingelegten Rechtsmittels verpflichtet hat, so ist im gleichwohl weiter betriebenen Verfahren die Klage daher als unzulässig abzuweisen beziehungsweise das Rechtsmittel als unzulässig zu verwerfen (vgl. BGH, Urteil vom 7. März 2002 - III ZR 73/01, NJW 2002, 1503, juris Rn. 18;… Urteil vom 14. November 1983 - IVb ZR 1/82, NJW 1984, 805, juris Rn. 8, jeweils m.w.N.).
Ein Vergleich im Sinne von § 779 BGB wirkt regelmäßig nicht schuldumschaffend (BGH, Urt. v. 7. März 2002 - III ZR 73/01, NJW 2002, 1503).
Denn ein Vergleich wirkt regelmäßig nicht im Sinne einer Novation schuldumschaffend, es sei denn besondere Umstände würden auf einen solchen Willen der Parteien hindeuten (vgl BAG Urteil vom 29.1.1981 - 3 AZR 942/78 - Juris RdNr 46; BGH Urteil vom 7.3.2002 - III ZR 73/01 - Juris RdNr 15; BAG Urteil vom 27.8.2014 - 4 AZR 999/12 - BAGE 149, 60 - Juris RdNr 31 f).
Gegen eine schuldumschaffende Wirkung des Vergleichs spricht darüber hinaus der Umstand, dass die Parteien sich in Nr. 3 Satz 2 des Vergleichs auf den Arbeitsvertrag vom 4. Januar 2005 beziehen und auf dessen Regelungsgehalt hinsichtlich eines nicht (mehr) bestehenden Anspruchs auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld lediglich "klarstellend" hinweisen, ihn aber nicht zum Inhalt des Vergleichs machen und deshalb von dessen Fortbestand ausgehen (s. auch die Wertung in BGH 7. März 2002 - III ZR 73/01 - zu II 1 c der Gründe) .
Dadurch soll verhindert werden, dass der Beklagte und die Gerichte sich in mehreren Verfahren mit derselben Sache befassen müssen und dass einander widersprechende Urteile ergehen (vgl. BGH, Urteil vom 17. Januar 1952 - IV ZR 106/51, BGHZ 4, 314, 322; vom 17. Mai 2001 - IX ZR 256/99, NJW 2001, 3713; vom 7. März 2002 - III ZR 73/01, NJW 2002, 1503 unter II. 1.).
c) Ein Vergleich wirkt regelmäßig nicht schuldumschaffend (BGH, Urteil vom 7. März 2002 - III ZR 73/01, NJW 2002, 1503 mwN; vom 24. Juni 2003 - IX ZR 228/02, NJW 2003, 3345, 3346, insoweit in BGHZ 155, 199 nicht abgedruckt).
BGH, 05.07.2018 - IX ZR 167/15
Anforderungen an die Anmeldung einer Forderung von Gesamtgläubigern
LAG München, 29.05.2008 - 2 Sa 1120/07
Anspruch des Bauhandwerkers auf Auszahlung eines Gewährleistungseinbehalts bei …
OLG Karlsruhe, 05.11.2012 - 14 W 55/12
KG, 13.12.2002 - 15 U 364/01
OLG Koblenz, 16.01.2015 - 8 U 734/14