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Timestamp: 2019-06-17 15:31:30
Document Index: 10951281

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 316', '§ 73', 'BGH', 'BGH', '§ 354']

BGH 2 StR 12/18 - 20. Februar 2018 (LG Bonn) · hrr-strafrecht.de
BGH 2 StR 12/18 - 20. Februar 2018 (LG Bonn) [= HRRS 2018 Nr. 340]
BGH 2 StR 12/18:
HRRS-Nummer: HRRS 2018 Nr. 340
Zitiervorschlag: BGH, 2 StR 12/18, Beschluss v. 20.02.2018, HRRS 2018 Nr. 340
BGH 2 StR 12/18 - Beschluss vom 20. Februar 2018 (LG Bonn)
Bei seiner Entscheidung über die Einziehung des Wertes von Taterträgen, die sich gemäß Art. 316h Satz 1 EGStGB nach den durch das Gesetz zur Reform der strafrechtlichen Vermögensabschöpfung vom 13. April 2017 (BGBl. I 2017, 872) eingeführten und am 1. Juli 2017 in Kraft getretenen neuen Regelungen der §§ 73 ff. StGB richtet, hat das Landgericht rechtlich unbedenklich Mitverfügungsgewalt des Angeklagten an den im Fall 2 der Urteilsgründe entwendeten Gegenständen festgestellt und deren Wert auf 931,05 € errechnet. Es hat jedoch nicht erkennbar bedacht, dass mehrere Tatbeteiligte, die - wie hier - an denselben Gegenständen Mitverfügungsgewalt erlangt haben, als Gesamtschuldner haften (vgl. BGH, Urteil vom 28. Oktober 2010 - 4 StR 215/10, BGHSt 56, 39, 46 f.; Beschlüsse vom 25. September 2012 - 4 StR 137/12, NStZ 2013, 401 und vom 22. März 2016 - 3 StR 517/15, NStZ 2016, 412, 413).
Der Senat hat den Ausspruch über die gesamtschuldnerische Haftung in entsprechender Anwendung des § 354 Abs. 1 StPO nachgeholt und die Bezeichnung der Maßnahme im Urteilstenor - dem Antrag des Generalbundesanwalts folgend - klargestellt. Der Angeklagte ist hierdurch nicht beschwert.