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Timestamp: 2017-10-21 08:24:27
Document Index: 287310362

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 45', '§ 4', '§ 45', '§ 5', '§ 40', '§ 6', '§ 11', '§ 95', '§ 69', '§ 71', '§ 22', '§ 21', '§ 13', '§ 33', '§ 34', '§ 125', '§ 110', '§ 16', '§ 19', '§ 5', '§ 6', '§ 19', '§ 19', '§ 20', '§ 95', '§ 110', '§ 46', '§ 118', '§ 97', '§ 125', '§ 16', '§ 110', '§ 9', '§ 14', '§ 33']

RIS - Gesamte Rechtsvorschrift für Grenzwerteverordnung 2011 - Bundesrecht konsolidiert, Fassung vom 21.10.2017
Bundesrecht konsolidiert: Gesamte Rechtsvorschrift für Grenzwerteverordnung 2011, Fassung vom 21.10.2017
Anhang I/2011:
STOFFLISTE (MAK-Werte und TRK-Werte),
Anhang III/2011:
LISTE KREBSERZEUGENDER ARBEITSSTOFFE,
Anhang V/2011:
LISTE VON HÖLZERN, DEREN STÄUBE ALS EINDEUTIG KREBSERZEUGEND GELTEN,
Anhang VI/2011:
LISTE FORTPFLANZUNGSGEFÄHRDENDER (REPRODUKTIONSTOXISCHER) ARBEITSSTOFFE
(2) „Schwebstoffe“ sind Staub, Rauch und Nebel.
„Staub“ ist eine disperse Verteilung fester Stoffe in Luft, entstanden durch mechanische Prozesse oder durch Aufwirbelung.
„Rauch“ ist eine disperse Verteilung feinster fester Stoffe in Luft, entstanden durch thermische Prozesse oder durch chemische Reaktionen. Rauche werden als Alveolengängige Fraktion erfasst.
„Nebel“ ist eine disperse Verteilung flüssiger Stoffe in Luft, entstanden durch Kondensation oder durch Dispersion.
(3) „Nichtflüchtige Schwebstoffe“ sind Schwebstoffe, deren Dampfdruck so klein ist, dass bei Raumtemperatur keine gefährlichen Konzentrationen in der Dampfphase auftreten können.
(4) „Einatembare Fraktion“ ist der Massenanteil aller Schwebstoffe, der durch Mund und Nase eingeatmet wird.
(5) „Alveolengängige Fraktion“ ist der Massenanteil der eingeatmeten Partikel, der bis in die nicht-ciliierten Luftwege vordringt.
(6) „Absauggeräte“ im Sinne dieser Verordnung sind Entstauber, Industriestaubsauger, Kehrsaugmaschinen und Arbeitsmittel mit integrierter Absaugung.
§ 3. (1) Als TRK-Werte im Sinne des § 45 Abs. 2 ASchG werden die in Anhang I (Stoffliste mit MAK-Werten und TRK-Werten) angeführten Werte festgelegt.
§ 4. (1) Der Beurteilungszeitraum für Grenzwerte im Sinne des § 45 Abs. 1 und 2 ASchG (MAK-Werte und TRK-Werte) wird wie folgt festgelegt:
Wenn der Grenzwert als „Tagesmittelwert“ angegeben ist, gilt als Beurteilungszeitraum eine in der Regel achtstündige Exposition bei Einhaltung einer durchschnittlichen Wochenarbeitszeit von 40 Stunden (in Vierschichtbetrieben 42 Stunden je Woche im Durchschnitt von vier aufeinander folgenden Wochen).
Wenn der Grenzwert als „Kurzzeitwert“ angegeben ist, gilt als Beurteilungszeitraum
(2) Kurzzeitwerte mit einem Beurteilungszeitraum von 15 Minuten dürfen innerhalb von acht Stunden insgesamt höchstens eine Stunde lang erreicht werden.
(3) Für Kurzzeitwerte mit einem anderen, in Anhang I (Spalte 10) festgelegten Beurteilungszeitraum gilt Folgendes:
Der Kurzzeitwert darf innerhalb von acht Stunden höchstens in der Häufigkeit erreicht werden, die in Anhang I für den bestimmten Arbeitsstoff jeweils festgelegt ist.
(4) Als „Momentanwert“ wird ein Kurzzeitwert bezeichnet, dessen Höhe in seinem Beurteilungszeitraum zu keiner Zeit, das ist die nach dem Stand der Technik kürzestmögliche Mess- oder Anzeigezeit des Messverfahrens, überschritten werden darf.
§ 5. (1) Treten in der Luft am Arbeitsplatz Schwebstoffe auf, die außer der Eigenschaft „biologisch inert“ keine anderen gesundheitsgefährdenden Eigenschaften im Sinne des § 40 Abs. 4 bis 4b ASchG aufweisen, gelten die folgenden MAK-Werte.
§ 6. (1) Treten in der Luft am Arbeitsplatz Dampfgemische von ausschließlich kohlenstoff- und wasserstoffhaltigen Kohlenwasserstoffen auf, gelten die folgenden MAK-Werte.
200 ml/m3 für Kohlenwasserstoffgemische mit einem Gehalt an aromatischen Kohlenwasserstoffen von weniger als 1 %, an n-Hexan von weniger als 5 % und an Cyclo-/Isohexanen von weniger als 25 %,
70 ml/m3 für Kohlenwasserstoffgemische mit einem Gehalt an aromatischen Kohlenwasserstoffen von 1 % bis 25 % und an Hexanen von weniger als 1 %,
20 ml/ m3 für Kohlenwasserstoffgemische mit einem Gehalt an aromatischen Kohlenwasserstoffen von mehr als 25 %,
50 ml/ m3 für Kohlenwasserstoffgemische mit einem Gehalt an n-Hexan von 5 % oder mehr,
170 ml/ m3 für Kohlenwasserstoffgemische mit einem Gehalt an aromatischen Kohlenwasserstoffen von weniger als 1 %, an n-Hexan von weniger als 5 % und an Cyclo-/Isohexanen von 25 % oder mehr.
gelten gegebenenfalls die MAK-Werte oder TRK-Werte der in den Dampfgemischen enthaltenen Stoffe und
(6) Liefert ein Messverfahren zur Ermittlung der Kohlenwasserstoffdämpfe gemäß Abs. 1 bis 4 Ergebnisse in der Einheit mg/ m3, so ist unter Zugrundelegung der Molmasse von Octan auf die Einheit ml/m3 umzurechnen.
Es sind nur jene Stoffe zu berücksichtigen, deren Konzentration größer ist als 10% des für den jeweiligen Stoff geltenden MAK-Wertes.
(2) ArbeitnehmerInnen, die einen Arbeitstoff verwenden, der in Anhang I (Spalte 12) mit dem Hinweis „S“ versehen ist, sind darüber zu informieren, dass der Arbeitsstoff in weit überdurchschnittlichem Maß Überempfindlichkeitsreaktionen allergischer Art auslöst.
(3) ArbeitnehmerInnen, die einen Arbeitstoff verwenden, der in Anhang I (Spalte 12) mit dem Hinweis „H“ versehen ist, sind darüber zu informieren, dass hinsichtlich des Arbeitsstoffes eine besondere Gefahr der Aufnahme durch die Haut besteht.
(3) In Anhang I werden MAK-Werte und TRK-Werte von nichtflüchtigen Schwebstoffen in „mg/m3“ (Milligramm pro Kubikmeter) angegeben.
(8) In Anhang I werden TRK-Werte von Fasern als Konzentration in Fasern pro Kubikmetern (F/m3) angegeben. Eine Faser im Sinne des Anhangs I hat bei einem Verhältnis von Länge zu Durchmesser von größer als 3 : 1 eine Länge von mehr als fünf Mikrometer und einen Durchmesser von weniger als drei Mikrometer.
Krebserzeugende und fortpflanzungsgefährdende (reproduktionstoxische) Arbeitsstoffe
Einstufung und Unterteilung von krebserzeugenden Arbeitsstoffen
nach den Bestimmungen des Chemikaliengesetzes 1996, der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen, ABl. Nr. L 353 S. 1, in der Fassung der Berichtigung ABl. Nr. L 16 vom 20.01.2011 S. 1, oder des Pflanzenschutzmittelgesetzes 2011 als krebserzeugend einzustufen oder zu kennzeichnen sind.
eindeutig krebserzeugende Arbeitsstoffe, das sind Arbeitsstoffe, die beim Menschen erfahrungsgemäß bösartige Geschwülste zu verursachen vermögen oder sich im Tierversuch als krebserzeugend erwiesen haben, und
§ 11. Gemäß § 95 Abs. 2 ASchG wird angeordnet, dass auf Arbeitsstoffe mit begründetem Verdacht auf krebserzeugendes Potenzial
geeignete Schutzkleidung im Sinne der §§ 69 und 70 ASchG oder
geeignete Arbeitskleidung im Sinne des § 71 Abs. 2 ASchG, sofern für die spezifischen chemischen Einwirkungen der verwendeten Arbeitsstoffe eine geeignete Schutzkleidung nicht erhältlich ist, und
Sonderbestimmungen für Holzstaub
Holzstaub: Luftrückführung und TRK-Wert
(Anm.: Z 9 tritt mit 1.1.2015 außer Kraft.)
(3) Der ordnungsgemäße Zustand von Absauganlagen oder Absauggeräten (Absaugeinrichtungen), die Holzstaub absaugen, ist gewährleistet, wenn
(6) Ergibt die Sichtprüfung Abweichungen, die darauf schließen lassen, dass der ordnungsgemäße Zustand nicht gewährleistet ist, ist die Absaugeinrichtung außer Betrieb zu nehmen. Vor Inbetriebnahme ist der ordnungsgemäße Zustand von einer fachkundigen Person oder erforderlichenfalls von einem hiezu befugten Fachunternehmen wieder herzustellen und die für den ordnungsgemäßen Zustand erforderliche Luftgeschwindigkeit am absaugenden Anschlussstutzen der Absaugeinrichtung durch eine Messung zu bestätigen.
Sonderbestimmungen für Asbest
§ 22. (1) Arbeitgeber/innen haben vor Beginn von Arbeiten nach § 21 dem zuständigen Arbeitsinspektorat den Ort (Anschrift), Beginn und Dauer der Arbeiten und alle Angaben nach § 13 schriftlich zu melden. Sofern es sich um Bauarbeiten im Sinne der BauV handelt, ist auch der Name der vorgesehenen Aufsichtsperson zu melden. Bei einer Änderung der Arbeitsbedingungen, durch die die Exposition gegenüber Asbeststaub oder Staub von asbesthaltigen Materialien erheblich zunehmen kann, muss eine neue Meldung erfolgen. Den Sicherheitsvertrauenspersonen und den Belegschaftsorganen ist Einsicht in die Meldung zu gewähren. Sind weder Sicherheitsvertrauenspersonen bestellt noch Belegschaftsorgane errichtet, ist den betroffenen Arbeitnehmern/innen Einsicht in die Meldung zu gewähren.
durch andere Maßnahmen zur Konzentrationsbegrenzung, wie zB durch die Funktionsüberwachung von Absaug- oder mechanischen Lüftungsanlagen.
§ 33. (1) Bescheidmäßige Vorschreibungen über Messungen bleiben unberührt.
§ 34. (1) Gemäß § 125 Abs. 8 ASchG wird festgestellt, dass mit In-Kraft-Treten dieser Verordnung außer Kraft treten:
der gemäß § 110 Abs. 8 ASchG als Bundesgesetz geltende letzte Satz des § 16 Abs. 5 der Allgemeinen Arbeitnehmerschutzverordnung, BGBl. Nr. 218/1983, idF 450/1994.
(5) Die Bezeichnungen der §§ 19 und 20 im Inhaltsverzeichnis, § 5 Abs. 2 erster Satz und Abs. 3 Z 1 und 2, § 6 Abs. 2, Abs. 3 erster Satz, Abs. 3 Z 1 und Abs. 6, die Überschrift zu § 19, § 19 Abs. 1, § 20 samt Überschrift, Anhang I/2003 (Stoffliste), Anhang II/2003 (TRK-Liste), Anhang III/2003 (Liste krebserzeugender Arbeitsstoffe) in der Fassung BGBl. II Nr. 119/2004 sowie Anhang V/2003 (Hartholz-Liste) treten mit dem ersten auf die Kundmachung dieser Verordnung folgenden Monatsersten in Kraft.
(6) Gemäß § 95 Abs. 1 ASchG wird festgestellt, dass die Behörde von den Bestimmungen des 4. Abschnitts dieser Verordnung keine Ausnahmen zulassen darf.
(7) Gemäß § 110 Abs. 6 ASchG wird festgestellt, dass § 46 Abs. 1, 3, 4, 6 und 7 ASchG, und gemäß § 118 Abs. 2 ASchG wird festgestellt, dass § 97 Abs. 7 ASchG mit dem in Abs. 10 genannten Zeitpunkt in Kraft treten.
(8) Gemäß § 125 Abs. 8 ASchG wird festgestellt, dass die §§ 16 Abs. 8, 52 Abs. 3, 55 Abs. 6 und 59 Abs. 13 der gemäß § 110 Abs. 8 ASchG als Bundesgesetz geltenden Bestimmungen der Allgemeinen Arbeitnehmerschutzverordnung (AAV) mit dem in Abs. 10 genannten Zeitpunkt außer Kraft treten.
(10) Der Titel der Verordnung „Grenzwerteverordnung 2006 – GKV 2006“, das Inhaltsverzeichnis zum 4. bis 6. Abschnitt, § 9 Abs. 6 Z 2, § 14 Abs. 2, der 4. und 5. Abschnitt, §§ 33 und 34 Abs. 6, in Anhang I/2003 (MAK-Liste) der Eintrag für Nickel, in Anhang II/2003 (TRK-Liste) die Einträge für Asbest und Nickelverbindungen, in der Fassung BGBl. II Nr. 242/2006, treten mit 1. Juli 2006 in Kraft.
(MAK-Werte und TRK-Werte)
(Anm.: Anhang I/2011 ist als PDF dokumentiert)
Anhang III/2011
LISTE KREBSERZEUGENDER ARBEITSSTOFFE
A Eindeutig als krebserzeugend ausgewiesene Arbeitsstoffe
A1 Stoffe, die beim Menschen erfahrungsgemäß bösartige Geschwülste zu verursachen vermögen:
Arsentrioxid und Arsenpentoxid, arsenige Säure, Arsensäure und ihre
Salze, zB Bleiarsenat, Calciumarsenat
Asbest (Chrysotil; Aktinolith, Amosit, Anthophyllit, Krokydolith,
Tremolit) als Feinstaub und asbesthaltiger Feinstaub
Chromtrioxid (Chrom(VI)-oxid)
2,2’-Dichlordiethylsulfid
N-Methyl-bis(2-chlorethyl)amin
Monochlordimethylether
Nickel (Stäube, Rauch oder Nebel von Nickelmetall, Nickelsulfid und sulfidischen Erzen, Nickeloxide und Nickelcarbonat) und Stäube, Rauch oder Nebel von Nickelverbindungen und Nickellegierungen
Nickelsulfat (Schleime und Schlämme, elektrolytische Kupferraffination, entkupfert)
A2 Stoffe, die sich bislang nur im Tierversuch als krebserzeugend erwiesen haben, und zwar unter Bedingungen, die der möglichen Exponierung des Menschen am Arbeitsplatz vergleichbar sind bzw. aus denen Vergleichbarkeit abgeleitet werden kann:
1-(2-Amino-5-chlorphenyl)-2,2,2-trifluor-1,1-ethandiol, Hydrochlorid
Auramin und seine Salze
2,4-Butansulton
Cadmium und seine Verbindungen, Cadmiumchlorid, Cadmiumoxid,
Cadmiumsulfat, Cadmiumsulfid und andere bioverfügbare Verbindungen
N-Chlorformyl-morpholin
Chlorierte Dibenzodioxine und -furane α-Chlortoluol; siehe auch auch α-Chlortoluole in Anhang III C Ziffer 5
Chrom(VI)-Verbindungen (in Form von Stäuben, Rauch oder Nebel); als Beispiele seien genannt: Alkalichromate, Calciumchromat, Chrom-III-chromat, Chromdioxidichlorid (Chromdioxychlorid, Chromoxychlorid, Chromylchlorid), Chromsäure, Chromsäureanhydrid, Chromtrioxid, Strontiumchromat.
Ausgenommen die in Wasser praktisch unlöslichen, wie zB Bleichromat (s. III B), Bariumchromat [aber Zinkchromat in A 1].
N,N’-Diacetyl-benzidin
2,4-Diaminoanisolsulfat
3,3`-Diaminobenzidin und seine Salze
4,4`-Diaminodiphenylmethan
3,3’-Dichlorbenzidin und seine Salze
E- und Z-1,3-Dichlorpropen (cis- und trans-)
α,α-Dichlortoluol; s. auch α-Chlortoluole in Anhang III C Ziffer 5
1,2,3,4-Diepoxybutan
Diglycidylresorcinether
N-[6,9-Dihydro-9-[[2-hydroxy-1-(hydroxy-methyl)ethoxy]methyl]-6-oxo-1H-purin-2-yl]acetamid
3,3’-Dimethoxybenzidin (o-Dianisidin) und seine Salze
3,3’-Dimethylbenzidin (o-Tolidin) und seine Salze
Dimethylcarbamidsäurechlorid
3,3’-Dimethyl-4,4`-diaminodiphenylmethan
Dinitrotoluole (Isomerengemische)
R- 2,3 Epoxy-1-Propanol
O-hexyl-N-ethoxycarbonyl-thiocarbamat
Hydrazin, Hydrazinsalze und Verbindungen (z. B. Hydrazinbis(3-carboxy-4-hydroxybenzolsulfonat), Hydrazin-tri-nitromethan)
6-Hydroxy-1-(3-isopropoxypropyl)-4-methyl-2-oxo-5-[4-(phenylazo)phenylazo]-1,2-dihydro-3-pyridincarbonitril
p-Kresidin (2-Methoxy-5-methylanilin)
Methylacrylamidoglykolat
Methylacrylamidomethoxy-acetat
Methylazoxymethylacetat
4,4’-Methylen-bis(2-chloranilin) und seine Salze
4,4’-Methylen-bis(N,N-dimethylanilin)
Methylphenylendiamin
5-Nitroacenaphthen
N-Nitrosodi-n-butylamin
N-Nitrosodi-i-propylamin
N-Nitrosomethylethylamin
N-Nitrosopiperidin
Pentachlorphenol und seine Salze
Phenylhydrazin und seine Salze
Sulfallat (ISO)
4,4`-Thiodianilin
o-Toluidin und seine Salze
Toluol-2,4-diammoniumsulfat
2,3,4-Trichlor-1-buten
Trichlorphenol und seine Salze
α,α,α-Trichlortoluol (Benzotrichlorid); s. auch α-Chlortoluole in Anhang III C Ziffer 5
2,4,5-Trimethylanilin-Hydrochlorid
Trinatrium-(4’-(8-acetylamino-3,6-disulfonato-...-tetraolato-O,O’,O’’, O’’’)kupfer(II)
4-Vinyl-1,2-cyclohexendiepoxid
B Stoffe mit begründetem Verdacht auf krebserzeugendes Potential
Anilin, Salze von
Biphenyl-2-ylamin
N,N-Bis(carboxymethyl)-glycin, Trinatrium-Salz
6,6’-Bis(diazo-5,5′,6,6′-tetrahydro-5,5′-dioxo)[methylenbis(5-(6-diazo-5,6-dihydro-5-oxo-1-naphthylsulphonyloxy)-6-methyl-2-phenylen]di(naphthalen-1-sulfonat)
4,4’'-Bis(N-carbamoyl-4-methylbenzolsulfonamid)diphenylmethan
Bleiacetat, basisch
5-Brom-1,2,3-trifluorobenzol
1,4-Butansulton
1-n-Butoxy-2,3-epoxypropan
1-tert-Butoxy-2,3-epoxypropan
Chloralkane C10-13
Chlordan (ISO)
Chlordecon (ISO)
(3-Chlor-2-hydroxypropyl)trimethylammoniumchlorid
Chlorierte Biphenyle (technische Produkte)
Chlorparaffine (bestimmte technische Produkte)
3-Chlorpropen (Allylchlorid)
Chlorthalonil (ISO)
Chlortoluron (ISO)
Cinidon-Ethyl (ISO)
DDT (1,1,1-Trichlor-2,2 bis-(4-chlorphenyl)-ethan)
1,1-Dichlorethen (Vinylidenchlorid)
1,2-Dichlormethoxyethan
Diethylcarbamidsäurechlorid
4-[4-(1,3-Dihydroxyprop-2-yl)-phenylamino]-1,8-dihydroxy-5-nitroanthrachinon
N,N-Dimethylanilinium-tetrakis(pentafluorphenyl)borat
Dimethylhydrogenphosphit
Dinitrobenzol (alle Isomeren)
Dinitronaphthaline (alle Isomeren)
1,2-Epoxy-3-(tolyloxy)propan
Fentin acetat (ISO)
Fentin hydroxid (ISO)
Flusilazol (ISO)
2-Furymethanal
1,2,3,4,5,6-Hexachlorcyclohexan (techn. Gemisch aus α-HCH und β-HCH)
Hydroxylamin und seine Salze (z. B. Hydroxylamindihydrogenphosphat, Hydroxylaminphosphat, Hydroxylammoniumhydrogensulfat, Hydroxylammoniumchlorid, Hydroxylammoniumnitrat, Hydroxylamin-4-methylbenzolsulfonat, Bis(hydroxylammonium)sulfat)
N-Hydroxymethyl-2-chloracetamid
Iprodion (ISO)
Kaliumtitanoxid
(Z)-2-Methoxyimino-2-[2-(tritylamino)thiazol-4-yl]essigsäure
(Methylenbis(4,1-phenylenazo(1-(3-(dimethylamino)propyl)-1,2-dihydro-6-hydroxy-4-methyl-2-oxopyridin-5,3-diyl)))-1,1’- dipyridiniumdichloriddihydrochlorid
1-(1-Naphthylmethyl)-quinolinium-chlorid
Nitropyrene (Mono-, Di-, Tri-, Tetra) (Isomere)
5-Nitro-o-toluidin-Hydrochlorid
Perfluoroctansäure und ihre Salze, z. B.: Kaliumperfluoroctansulfonat, Diethanolaminperfluor-octansulfonat, Ammoniumperfluoroctansulfonat, Lithiumperfluoroctansulfonat
(4-Phenylbutyl)-phosphinsäure
Propyzamid (ISO)
2,2’-((3,3’',5,5’'-Tetramethyl-(1,1’-biphenyl)-4,4’-diyl)-bis(oxymethylen))-bis-oxiran
p-Toluidin p-Toluidin, Salze (z. B. p-Toluidiniumchlorid, p-Toluidinsulfat)
3,5,5-Trimethyl-2-cyclo-hexen-1-on
Trimethylphosphat
2,4,6-Trinitrotoluol (und Isomeren in technischen Gemischen)
Tris(2-chlorethyl)phosphate
C Krebserzeugende Stoffgruppen und Stoffgemische
Aromatenextrakte aus Erdöldestillaten gelten als eindeutig krebserzeugend.
Arsen- oder teerhaltige Salben gelten als eindeutig krebserzeugend.
Arzneimittel, denen ein gentoxischer therapeutischer Wirkungsmechanismus zugrunde liegt, wie insbesondere alkylierende Zytostatika, gelten als eindeutig krebserzeugend.
Azofarbmittel, die eine im Stoffwechsel freisetzbare kanzerogene Arylaminkomponente enthalten, gelten entsprechend der Aminkomponente als krebserzeugend.
Gemische aus α-Chlortoluol, α,α-Dichlortoluol, α,α,α-Trichlortoluol und Benzoylchlorid gelten als eindeutig krebserzeugende Arbeitsstoffe.
Stäube von in Anhang V genannten Hölzern gelten als eindeutig krebserzeugend. Alle anderen Holzstäube gelten als Arbeitsstoffe mit begründetem Verdacht auf krebserzeugendes Potential.
Pyrolyseprodukte aus organischem Material, die eindeutig krebserzeugende polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe beinhalten, gelten als eindeutig krebserzeugend. Dazu gehören insbesondere Braunkohlenteere, Steinkohlenteere, Steinkohlenteerpeche, Steinkohlenteeröle, Kokereirohgase sowie Dieselmotoremissionen. Steinkohlenruß gilt ebenfalls als eindeutig krebserzeugend.
Arbeitsstoffe gelten jedenfalls als eindeutig krebserzeugend, wenn sie entstehen
beim Starke-Säure-Verfahren bei der Herstellung von iso-Propanol oder
als Schwebstoffe beim Rösten oder bei der elektrolytischen Raffination von Nickelmatte.
Isopropylöl (Rückstand aus der iso-Propanol-Herstellung) gilt als Arbeitsstoff mit begründetem Verdacht auf krebserzeugendes Potential, außer es trifft 8.1. zu.
Kühlschmierstoffe, die Nitrit oder nitritliefernde Verbindungen und Reaktionspartner für die Nitrosaminbildung enthalten, gelten als Arbeitsstoffe mit begründetem Verdacht auf krebserzeugendes Potential.
Künstliche Mineralfasern gelten als Arbeitsstoffe mit begründetem Verdacht auf krebserzeugendes Potential. Dies gilt nicht, wenn nachgewiesen wird, dass der Stoff eine der nachstehenden Voraussetzungen erfüllt:
a) Mit einem kurzfristigen Inhalationsbiopersistenztest wurde nachgewiesen, dass die gewichtete Halbwertszeit der Fasern mit einer Länge von über 20 μm weniger als zehn Tage beträgt.
b) Mit einem kurzfristigen Intratrachealbiopersistenztest wurde nachgewiesen, dass die gewichtete Halbwertszeit der Fasern mit einer Länge von über 20 μm weniger als 40 Tage beträgt.
c) Ein geeigneter Intraperitonealtest hat keine Anzeichen von übermäßiger Karzinogenität zum Ausdruck gebracht.
d) Abwesenheit von relevanter Pathogenität oder von neoplastischen Veränderungen bei einem geeigneten Langzeitinhalationstest.
Die Einstufung als krebserzeugend ist nicht zwingend für Fasern, bei denen der längengewichtete mittlere geometrische Durchmesser abzüglich der zweifachen Standardabweichung größer ist als 6 μm. Abweichend vom ersten Satz gelten künstliche Mineralfasern, die gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen, ABl. Nr. L 353 S. 1, in der Fassung der Berichtigung ABl. Nr. L 16 vom 20.01.2011 S. 1 als krebserzeugend einzustufen sind, als eindeutig krebserzeugend.
o-Tolidin basierte Farbstoffe
Anhang V/2011
LISTE VON HÖLZERN, DEREN STÄUBE ALS EINDEUTIG KREBSERZEUGEND GELTEN
(Hölzer gemäß IARC-Monographie, Vol 62, Wood Dust and Formaldehyd, Lyon 1995)
Afrikanisches Mahagony (Khaya)
Anhang VI/2011
Eindeutig als fortpflanzungsgefährdend ausgewiesene Arbeitsstoffe
Liste F: Kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigen
2-Butyryl-3-hydroxy-5-thiocyclohexan-3-yl-cyclohex-2-en-1-on
Chlorierte Biphenyle
Dibutylzinndichlorid, DBTC
N-[6,9-Dihydro-9-[[2-hydroxy-1-(hydroxy-methyl)ethoxy]methyl]-6-oxo-1H-purin-2-yl]-acetamid
1,2-Dimethoxyethan, EGDME
Dinatriumtetraborate
2,3-Epoxypropan-1-ol,
(R)-2,3-Epoxy-1-propanol
4-Ethoxyphenyl(3-(4-fluor-3-phenoxyphenyl)-propyl)dimethylsilan, Silafluofen
4,4-Isobutylethyliden-diphenol
Tri-n-butylzinn-verbindungen
Liste D: Kann das Kind im Mutterleib schädigen
2-(2-Aminoethylamino)-ethanol, AEEA
Arsentrioxid und -pentoxid, arsenige Säure, Arsensäure und deren Salze
Bleichromatmolybdat-sulfatrot
Chlor-N,N-dimethyl-formiminiumchlorid
Cycloheximid (ISO)
N,N-(Dimethylamino)-thioacetamid-hydrochlorid
Dinoseb (ISO), seine Salze und Ester
Dinoterb (ISO), seine Salze und Ester
2-Ethylhexyl-3,5-bis(1,1-dimethylethyl)-4-hydroxy-phenyl methylthioacetat
Flumioxazin (ISO)
2-[2-hydroxy-3-(2-chlor-phenyl)carbamoyl-1-naphthylazo]-7-[2-hydroxy-3-(3-methyl-phenyl)carbamoyl-1-naphthylazo]fluoren-9-on
Kalium-1-methyl-3-morpholinocarbonyl-4-[3-(1-methyl-3-morpholino-carbonyl-5-oxo-2-pyrazolin-4-yliden)-1-propenyl]¬pyrazol-5-olat
7-Methoxy-6-(3-morpholin-4-yl-propoxy)-3H-quinazolin-4-on
2-Methoxypropanol-1
2-Methoxypropylacetat-1
Nickelverbindungen (z. B. Nickeldichlorid, Nickeldifluorid)
Perfluoroctansäure und ihre Salze
1,2-Benzoldicarbonsäure Di-C7–11, verzweigte und lineare Alkylester
Benzyl-n-butylphthalat
Bis(2-methoxyethyl)-phthalat
Tetrahydrofurfuryl (R)-2-[4-(6-chlorchinoxalin-2-yloxy)phenyloxy]propionat
Tetrahydrothiopyran-3-carboxaldehyd
Triethylenglykol-Dimethylether, TEGDME
Warfarin (ISO) und seine Isomere
Arbeitsstoffe mit begründetem Verdacht auf fortpflanzungsgefährdendes Potential
Liste f: Kann vermutlich die Fruchtbarkeit beeinträchtigen
N-[2-(3-Acetyl-5-nitrothiophen-2-ylazo)-5-diethylaminophenyl]-acetamid
2-{4-(2-Ammoniopropyl-amino)-6-[4-hydroxy-3-(5-methyl-2-methoxy-4-sulfamoylphenylazo)-2-sulfonatonaphth-7-ylamino]-1,3,5-triazin-2-ylamino}-2-aminopropyl-hydroformiat
Benzyl-2,4-dibrom-butanoat
Bis(5cyclopenta-1,3-dienid-bis(2,6-difluor-3-(1H-pyrrol-1-yl)phenolid)titan(IV)
2-(4-tert-Butylphenyl)-ethanol
5-Chlor-1,3-dihydro-2H-indol-2-on
4-[(3-Chlorphenyl)(1H-imidazol-1-yl)methyl]-1,2-benzoldiamin-dihydrochlorid
trans-4-Cyclohexyl-L-prolin monohydrochlorid
1-Cyclopropyl-6,7-difluor-1,4-dihydro-4-oxo-chinolin-3-carbonsäure
Diammonium-1-hydroxy-2-(4-(4-carboxyphenylazo)-2,5-dimethoxyphenyl-azo)-7-amino-3-naphthalinsulfonat
N,N’-Dihexadecyl-N,N’-bis(2-Hydroxyethyl)-propandiamid
(S)-2,3-Dihydro-1H-indol-2-carbonsäure
O,O’-(Ethenylmethyl-silylen)dioxim-4-methyl-2-pentanon
2-Hydroxyethyl-picraminsäure
2-Nitro-4-methylsulfonyl-toluol
4-Nonylphenol, verzweigt
3-Oxoandrost-4-en-17-β-carbonsäure
4,4’-(1,3-Phenylen-bis(1-methylethyliden))bis-phenol
(R)-α-Phenylethyl-ammonium-(–)-(1R,2S)-(1,2-epoxypropyl) phosphonatmonohydrat
Trans-4-phenyl-L-prolin
Piperazin und seine Salze
3-(Piperazin-1-yl)-benzo-[d]isothiazolhydrochlorid
5,6,12,13-Tetrachlor-anthra(2,1,9-def:6,5,10-d’e’f’)diisochinolin-1,3,8,10(2H,9H)-tetron
Triammonium-4-[4-[7-(4-carboxylatoanilino)-1-hydroxy-3-sulfonato-2-naphthylazo]-2,5-dimeth-oxyphenylazo]benzoat
Liste d: Kann vermutlich das Kind im Mutterleib schädigen
Bromoxynil (ISO) und seine Salze
cis-1-(3-Chlorallyl)-3,5,7-triaza-1-azonia-adamantanchlorid
Ioxynil (ISO) und seine Salze
Ioxynil Octanoat (ISO)
Isoxaflutol (ISO)
Malachitgrün und seine Salze
2-Methyl-5-tert-butyl-thiophenol
Propylenthioharnstoff
Tebuconazol (ISO)
Trichlormethan (R 20)
Arbeitsstoffe, die erwiesenermaßen das Kind schädigen können
Liste L: Kann Säuglinge über die Muttermilch schädigen