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Timestamp: 2020-08-12 05:43:51
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Matched Legal Cases: ['§14', '§ 14', '§18', '§ 33', '§ 33', '§37', '§36', '§ 43', '§ 40', '§ 45']

Wie viel Pflegegeld gibt es für die Pflegestufen: Pflegestufe 1, Pflegestufe 2 und Pflegestufe 3 und wo kann man eine Pflegestufe beantragen? Tipps auf Pflegestufen.biz
Pflegestufen - Pflegegeld für die Pflegestufe 1- 3 beantragen
Welche Pflegestufen gibt es in Deutschland, wie erfolgt die Einteilung in die Pflegestufen, wo läßt sich eine Pflegestufe beantragen und wie viel Pflegegeld gibt es in den jeweiligen Pflegestufen? Diese und weitere Fragen sollen auf der Seite Pflegestufen.biz beantwortet werden.
In Deutschland werden Pflegebedürftige in 3 Pflegestufen unterteilt. Den entsprechenden Gesetzestext zu den Pflegestufen finden Sie in $15 SGB11. Hiernach gibt es die Pflegestufe1, die Pflegestufe 2 und die Pflegestufe 3.
Welche Pflegebedürftigen sind der Pflegestufe 1 zuzuordnen?
Pflegebedürftige der Pflegestufe 1 sind Personen, die erheblich pflegebedürftig sind. Bei ihnen muss der durchschnittliche Pflegebedarf mind. 1,5 Std. pro Tag betragen, wobei auf die Grundpflege mehr als 45 Minuten entfallen.
Welche Personen werden der Pflegestufe 2 zugeordnet?
Voraussetzung für die Pflegestufe 2 ist unter anderem, dass der durchschnittliche Hilfebedarf 3 Std. oder mehr pro Tag, beträgt. Außerdem muss der Grundpflegebedarf mehr als 2 Std./Tag betragen. Im Gesetz findet sich hier die Bezeichnung: Schwerpflegebedürftige.
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Welche Pflegebedürftigen werden in die Pflegestufe 3, die letzte der 3 Pflegestufen eingeteilt?
Hier verwendet der Gesetzgeber den Begriff Schwerstpflegebedürftige. Der durchschnittliche Grundpflegebedarf ist mit mindestens 5 Std./Tag der höchste der 3 Pflegestufen. Auf die Grundpflege müssen mindestens 4 Std. entfallen.
Wo ist der Begriff Pflegebedürftigkeit definiert?
Das Vorliegen der Pflegebedürftigkeit ist Voraussetzung für die Einteilung in die Pflegestufen. Die Gesetzgeber hat diesen Begriff in §14 SGB11 definiert.
Wo finden sich genauere Details zu den 3 Pflegestufen?
Der Spitzenverband Bund der Pflegekassen hat hierzu Richtlinien erlassen. Durch diese Richtlinien soll eine bessere Abgrenzung der in § 14 SGB11aufgefüherten Merkmale und auch der einzelnen Pflegestufen ermöglicht werden und somit eine gerechtere Einteilung gewährleistet werden.
Wo kann eine Pflegestufe beantragt werden?
Näheres dazu, wo Sie Pflegestufen beantragen können, finden Sie in §18 SGB11. Hiernach leiten die Pflegekassen den Antrag zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit umgehend an den Medizinischen Dienst der Krankenversicherungen weiter. Fragen Sie zu einem Antrag für die Pflegestufe daher am besten die zuständige Pflegekasse bzw. Krankenversicherung.
Wie können Leistungen aus der Pflegeversicherung bezogen werden und wie erfolgt die Einteilung in die Pflegestufen?
Damit ein Pflegebedürftiger Leistungen über die Pflegeversicherung beziehen und einer der Pflegestufen zugeordnet kann, ist zunächst ein Antrag zu stellen. Wenn Sie einen formlosen Antrag biei der zuständigen Pflegekasse gestellt haben, erhalten Sie entsprechende Formulare, welche entsprechend ausgefüllt an die Kasse zurückgesandt werden müssen. Um möglichst früh in den Genuss von Pflegegeld zu gelangen, muss der Antrag rechtzeitig gestellt werden, da die Leistungen der Pflegeversicherung grundsätzlich erst nach Antragstellung gewährt werden. Für die Begutachtung zur Einteilung in die Pflegestufen ist zunächst ein Mitarbeiter des Medizinischen Dienstes zuständig, der sich persönlich ein Bild über die pflegebedürftige Person und deren Umfeld verschafft und im Rahmen eines Gutachtens die Voraussetzungen für eine Zuordnung in die entsprechenden Pflegestufen schafft. Nach erfolgter Prüfung des Gutachtens und Einteilung in die Pflegestufen durch die Pflegekasse, ergeht hierüber ein Bescheid, gegen den ein Widerspruch eingelegt werden kann. Hierbei muss auf die fristgerechte Einlegung des Widerspruchs geachtet werden, um nachteilige Auswirkungen z.B. bei der Zuordnung zu den Pflegestufen zu vermeiden.
Kann die Pflege eines Angehörigen steuerlich geltend gemacht werden?
Im Zusammenhang mit den Pflegestufen, sollte angemerkt werden, dass übernommene Krankheits- und/oder Pflegekosten für einen Angehörigen etwa für Fahrten, Pflegekleidung, Hilfsmittel und Telefonate als allgemeine außergewöhnliche Belastung steuerlich geltend gemacht werden können. Voraussetzung ist, dass der Steuerpflichtige bzw. Pflegende sich den Kosten aus tatsächlichen, sittlichen oder rechtlichen Gründen nicht entziehen kann und die Pflegekosten damit zwangsläufig entstehen. Anzumerken ist zudem, dass es sich nicht um die typischen Unterhaltsleistungen nach § 33a EstG handelt.Die Pflegekosten können daher gegebenenfalls neben den Unterhaltszahlungen geltend gemacht werden.
Bitte beachten Sie hierzu, dass Aufwendungen aufgrund einer Pflegebedürftigkeit nach dem BFH-Beschluss vom 14.4.2011 (VI R 8/10) nur insoweit im Rahmen der außergewöhnliche Belastungen abzugsfähig sind, als die Pflegekosten die entsprechenden Leistungen der Pflegepflichtversicherung und das aus einer Pflegekrankenzusatzversicherung bezogene Pflegegeld übersteigen.
In dem genannten Fall ging es um einen Pflegebedürftigen (Pflegestufe 3), der in einem Pflegeheim lebt. Die für die Pflege zu zahlenden Aufwendungen wurden ihm zum Teil durch die Beihilfe sowie die Pflegeversicherung ersetzt. Er hatte zudem Beiträge für eine private Pflegezusatzversicherung gezahlt, welche er in den Jahren vor Eintritt des Versicherungsfalls als Sonderausgaben in den Einkommensteuererklärungen unter dem Punkt "Kranken- und Pflegeversicherung" geltend gemacht hatte. Aus dieser Pflegezusatzversicherung bezog er ein entsprechend seiner Pflegestufe ausgezahltes Pflegegeld.
Unter welchen Voraussetzungen kann der Pflegepauschbetrag geltend gemacht werden?
Der Pflegepauschbetrag nach § 33b Abs. 6 EstG kann ohne Nachweis der entstandenen Pflegekosten geltend gemacht werden, wenn der Pflegende eine hilflose Person aus zwangsläufigen Gründen entweder in der eigenen Wohnung oder aber in der Wohnung des Pflegebedürftigen persönlich pflegt. Weitere Voraussetzung ist, dass der Pflegende für die Pflege keine Einnahmen erhält.
Wie viel Pflegegeld gibt es in den 3 Pflegestufen?
Die gesetzlichen Regelungen zum Pflegegeld für selbst beschaffte Pflegehilfen finden sich in §37 SGB XI. Hiernach beträgt das Pflegegeld für die Pflegestufe 1 225 Euro ab dem 01.01.2010 und 235 Euro ab dem 01.01.2012,
Das Pflegegeld für die Pflegestufe 2 beträgt 430 Euro ab 01.01.2010 und 440 Euro ab dem 01.01.2012,
Das Pflegegeld für die Pflegestufe 3 beträgt 685 Euro ab dem 01.01.2010 und 700 Euro ab dem 01.01.2012,
Wie hoch sind die Pflegesachleistungen in 2012?
Neben der Auszahlung von Pflegetagegeld an Angehörige können auch professionelle Pflegedienste durch die Pflegekasse bezahlt werden. In diesem Fall wird von Pflegesachleistungen gesprochen. Die Pflegesachleistungen liegen über dem Pflegetagegeld.
Die gesetzlichen Regelungen zur Pflegesachleistung finden Sie in §36 SGB XI. Hiernach beträgt der Anspruch auf häusliche Pflegehilfe für die Pflegestufe 1 440 Euro ab dem 01.01.2010 und 450 Euro ab dem 01.01.2012 monatlich,
Der Anspruch auf häusliche Pflegehilfe für die Pflegestufe 2 beträgt 1.040 Euro ab 01.01.2010 und 1.100 Euro ab dem 01.01.2012,
In der Pflegestufe 3 gibt es 1.510 Euro ab dem 01.01.2010 und 1.550 Euro ab dem 01.01.2012,
Für den Anspruch von Pflegebedürftigen in vollstationären Einrichtungen gibt es je nach Einteilung in die Pflegestufen unterschiedliche Leistungsbeträge. Schauen Sie hierzu in § 43 SGB XI. In Härtefällen betragen die monatlichen Leistungen 1.825 Euro bzw. 1.918 Euro für die Jahre 2011 und 2012.
Welche zusätzlichen Leistungen können bei der Krankenkasse oder Pflegekasse geltend gemacht werden?
Neben dem Pflegegeld erstattet die Krankenversicherung auch die Kosten für technische Hilfsmittel. So erhält man einen Großteil des Geldes bei der Anschaffung eines vom Arzt verordneten Rollators oder Rollstuhls zurück. Die Einstufung in eine der Pflegestufen ist hierfür nicht Voraussetzung. Zur Unterstützung bei wohnumfeldverbessernden Maßnahmen schauen Sie z.B. in § 40 SGB XI.
Wozu dient ein Pflegetagebuch?
Ein Pflegetagebuch sollte Aufzeichnungen erhalten, in denen die Zeiten für die tägliche Pflege der pflegebedürftigen Person protokolliert wurden. Das Pflegetagebuch kann damit bei Besuch des Gutachters wertvolle Informationen für die Einstufung in eine Pflegestufe.bereitstellen. Die einzelnen Tätigkeiten sollten im Pflegetagebuch nach Minuten aufgeschlüsselt und mindestens den Zeitraum einer Woche widerspiegeln. Dabei sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass auch wirklich alle Zeiten erfasst wurden, auch wenn sie noch so banal erscheinen.
Was versteht man unter der Pflegestufe 0?
Falls die Pflegestufen 1-3 wegen fehlender körperlicher Leiden nicht in Betracht kommen, kann durch die Gutachter auch die eingeschränkte Alltagskompetenz aufgrund von Demenz oder ähnlichen Erkrankungen festgestellt werden. Ein Betrag bis zu 2400 Euro wird den Bedürftigen der Pflegestufe 0 gewährt. Anspruchsberechtigt für diese Zusätzlichen Betreuungsleistungen bei eingeschränkter Alltagskompetenz sind aber Pflegebedürftige aller Pflegestufen. Die gesetzlichen Regelungen zu dieser so genannten Pflegestufe 0 finden Sie in § 45a, 45b SGB XI.
Ich hoffe, Sie konnte durch die Ausführungen über die Pflegestufen 1-3 einen ersten Einblick in die Einteilung der 3 Pflegestufen erhalten. In Kürze erhalten Sie auf dieser Seite weitere Informationen zu den Pflegestufen und zur sozialen Pflegeversicherung. Demnächst solle neben den Pflegestufen auch Fragen zu den Themen betreutes Wohnen, Betreuung, Altenpflege, Haushaltshilfe oder Pflegedienst beantwortet werden.
1. Welche Pflegebedürftigen sind der Pflegestufe 1 zuzuordnen?
2. Welche Personen werden der Pflegestufe 2 zugeordnet?
3. Welche Pflegebedürftigen werden in die Pflegestufe 3, die letzte der 3 Pflegestufen eingeteilt?
4. Wo ist der Begriff Pflegebedürftigkeit definiert?
5. Wo finden sich genauere Details zu den 3 Pflegestufen?
6. Wo kann eine Pflegestufe beantragt werden?
7. Wie können Leistungen aus der Pflegeversicherung bezogen werden und wie erfolgt die Einteilung in die Pflegestufen?
8. Kann die Pflege eines Angehörigen steuerlich geltend gemacht werden?
9. Unter welchen Voraussetzungen kann der Pflegepauschbetrag geltend gemacht werden?
10. Wie viel Pflegegeld gibt es in den 3 Pflegestufen?
11. Wie hoch sind die Pflegesachleistungen in 2012?
12. Welche zusätzlichen Leistungen können bei der Krankenkasse oder Pflegekasse geltend gemacht werden?
13. Wozu dient ein Pflegetagebuch?
14. Was versteht man unter der Pflegestufe 0?
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