Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=FamRZ%201993,%201423
Timestamp: 2020-02-23 04:57:49
Document Index: 59507364

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1361', '§ 1605', '§ 2', '§ 3', '§ 511', 'BGH', '§ 3', 'BGH', 'BGH']

BGH, 05.05.1993 - XII ZR 88/92 - dejure.org
https://dejure.org/1993,1355
BGH, 05.05.1993 - XII ZR 88/92 (https://dejure.org/1993,1355)
BGH, Entscheidung vom 05.05.1993 - XII ZR 88/92 (https://dejure.org/1993,1355)
BGH, Entscheidung vom 05. Mai 1993 - XII ZR 88/92 (https://dejure.org/1993,1355)
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Auskunftsanspruch - Wert - Auskunftsbegehren - Abänderung - Festsetzung - Zeitaufwand - Kostenaufwand
BGB § 1361 Abs. 4, § 1605; ZPO § 2, § 3, § 511a
NJW-RR 1993, 1026
FamRZ 1993, 1423
Als Auslegungshilfe über den Umfang einer in den Tenor aufgenommenen Auskunftsverpflichtung können die Gründe der Entscheidung herangezogen werden (vgl. Senatsbeschluss vom 15. Juni 1994 - XII ZB 32/94 - NJW-RR 1994, 1092, 1093 und Senatsurteil vom 5. Mai 1993 - XII ZR 88/92 - FamRZ 1993, 1423, 1424).
Das Oberlandesgericht ist entsprechend der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (vgl. BGHZ GSZ 128, 85 ff.; Senatsurteil vom 5. Mai 1993 - XII ZR 88/92 = FamRZ 1993, 1423; Senatsbeschluß vom 24. Juni 1992 - XII ZB 56/92 = FamRZ 1993, 45 jeweils m.w.N.) davon ausgegangen, daß sich der Streitwert einer Berufung gegen eine Verurteilung zur Auskunftserteilung nach dem voraussichtlichen Aufwand an Zeit und Kosten richtet, der mit der sorgfältigen Erteilung der Auskunft verbunden ist.
Die Bewertung des Rechtsmittelinteresses durch das Oberlandesgericht kann dabei vom Senat nur darauf geprüft werden, ob das Oberlandesgericht die gesetzlichen Grenzen des ihm nach § 3 ZPO eingeräumten Ermessens überschritten oder sein Ermessen fehlerhaft ausgeübt hat (vgl. Senatsurteil vom 5. Mai 1993 aaO S. 1424).
Das entspricht der Rechtsprechung des Senats (vgl. Senatsurteile vom 18. Dezember 1991 - XII ZR 79/91 = FamRZ 1992, 535 ff.; vom 5. Mai 1993 aaO; Senatsbeschluß vom 27. November 1991 - XII ZB 102/91 = FamRZ 1992, 425 ff.).
Belege, die ein Auskunftspflichtiger vorlegen soll, müssen in dem Titel bezeichnet und daher jedenfalls in den Entscheidungsgründen konkretisiert werden (Senatsbeschluss vom 11. Mai 2016 - XII ZB 12/16 - FamRZ 2016, 1448 Rn. 17 und Senatsurteil vom 5. Mai 1993 - XII ZR 88/92 - FamRZ 1993, 1423, 1424).
Dafür ist in der Regel der Aufwand an Zeit und Kosten maßgebend, den die Auskunftserteilung verursacht (vgl. Senatsurteil vom 5. Mai 1993 - XII ZR 88/92 - FamRZ 1993, 1423 f.).
Dagegen bleibt der Wert des Auskunftsanspruchs außer Betracht (vgl. Senatsurteil vom 5. Mai 1993 - XII ZR 88/92 - FamRZ 1993, 1423 m.N.).
Zwar ist bei der Bemessung der Beschwer auch der Aufwand an Zeit und Kosten zu berücksichtigen, der dem Verurteilten durch die Abwehr ungerechtfertigter Vollstreckungsversuche entsteht, wenn dem Auskunftstitel ganz oder teilweise die Vollstreckungsfähigkeit fehlt oder zumindest unklar ist, welche Angaben oder Belege im einzelnen erforderlich sind, um dem Urteil nachzukommen (Senatsbeschluß vom 3. Februar 1988 - IVb ZB 205/87 - FamRZ 1988, 495, 496 und Senatsurteil vom 5. Mai 1993 a.a.O., jeweils m.N.).
Damit kann er die objektive Notwendigkeit der Inanspruchnahme einer Hilfskraft nicht rechtfertigen (so bereits BGH, Urt. v. 05.05.1993 - XII ZR 88/92, FamRZ 1993, 1423).
BGH, 15.06.1994 - XII ZB 32/94
OLG Saarbrücken, 03.02.1994 - 6 UF 21/93
Erblasser; Gesetzlicher Güterstand; Zugewinnausgleichsforderung; …