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Timestamp: 2019-06-15 21:35:43
Document Index: 224650145

Matched Legal Cases: ['§ 5', '§ 280', 'BGH', '§ 252', '§ 287', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 252', '§ 287', 'BGH']

Medico Fonds: r-recht.de
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19.04.2014: In dem von der Kanzlei Dr. Rötlich Rechtsanwälte Fachanwälte erstrittenen Urteil vom 14.02.2014 hat die 5. Zivilkammer des Landgerichts Traunstein die Bonnfinanz Aktiengesellschaft für Vermögensberatung und Vermittlung zum Schadensersatz und damit zur Rückabwicklung der Beteiligungen am Medico Fonds Nr. 29 und Nr. 34 verurteilt.
Medico Nr. 39: OLG Jena verurteilt Bonnfinanz zum Schadensersatz von fast € 40.000!
17.04.2014: In dem von der Kanzlei Dr. Rötlich Rechtsanwälte Fachanwälte erstrittenen Urteil hat der 5. Zivilsenat des Thüringer Oberlandesgericht die Bonnfinanz Aktiengesellschaft für Vermögensberatung und Vermittlung zum Schadensersatz und damit zur Rückabwicklung der Beteiligung an dem Medico Fonds Nr. 39 verurteilt. Damit ist das Urteil des LG Erfurt (wir berichteten am 02.02.2013) mit wenigen Abschlägen rechtskräftig.
Das OLG Jena hat damit das Urteil des LG Erfurt im wesentlichen bestätigt. Nicht durchgesetzt werden konnte lediglich der Anspruch auf entgangenen Gewinn.
Das Landgericht Erfurt ging vom Vorliegen eines Beratungsvertrages aus. Als Zeugen wurde der Ehemann der Klägerin sowieso der damalige Berater vernommen. Der Berater hatte nach der Überzeugung des Gerichts der Kl. die Geldanlage nahe gebracht, weil er eine Bestandsaufnahme der Einkommens- und Vermögensverhältnisse gefertigt hatte, in der die Anlageziele der Kl. genau angegeben waren, die klar aussagten, daß es sehr wichtig war, das Kapital sicher und rentabel anzulegen und sachwertgesichertes Vermögen zu bilden. Nach Ansicht des Landgerichts Erfurt konnten diese Ziele mit der Kommanditbeteiligung am Medico Fonds Nr. 39 von vornherein nicht erreicht werden. Der Berater hatte außerdem eine sichere Kapitalanlage angepriesen, bei der die Ausschüttungen "sicher" zu erwarten seien, und die jederzeit gut veräußerbar sei.
Die Ansprüche der Kl. sah das Landgericht Erfurt auch nicht als verjährt an. Die Kl. kann keine grob fahrlässige Unkenntnis oder Kenntnis vorgeworfen worden. Zwar meint das Gericht, daß die Kl. durch den Rückgang der Ausschüttungen erkennen konnte, daß diese doch nicht so sicher waren wie geglaubt. Dies hat das OLG bestätigt.
Das Thüringer Oberlandesgericht sah eine weitere Pflichtverletzung darin, daß der Berater die Kl. nicht darüber aufgeklärt hatte, daß Ausschüttungen unter bestimmten Umständen zurückgezahlt werden müssen. Dies konnte die Kl. nach der Aussage des Senats auch nicht den Rechenschaftsberichten entnehmen.
Medico Fonds Nr. 41 Anleger sollen zurückzahlen
17.12.2014: Anleger des Medico Fonds Nr. 41, der in der 2. Hälfte der 90er-Jahre gezeichnet worden ist, werden derzeit von den Rechtsanwälten Hannemann, Eckl & Moersch aufgefordert, die Summe der Barausschüttungen und Steuergutschriften zurückzuzahlen. Auftraggeber ist die Landesbank Baden-Württemberg.
Als betroffener Anleger sollten Sie nicht gleich die Flinte ins Korn werfen. Der Bundesgerichtshof hat nämlich zuletzt mit Urteil vom 01. Juli 2014 entschieden:
"Gewinnunabhängige Auszahlungen an Kommanditisten eines Publikumsfonds sind nur dann an die Gesellschaft zurückzuzahlen, wenn der Gesellschaftsvertrag dies ausdrücklich vorsieht."
(Urteil vom 01.07.2014, Az.: II ZR 73/12).
Im Emissionsprospekt des Medico 41 findet sich eine solche Formulierung nicht, so daß davon auszugehen ist, daß die Rückforderungsansprüche unberechtigt sind.
Wenn Sie zur Rückzahlung aufgefordert werden, können Sie sich gerne an uns wenden!
Wir beschäftigen uns seit Jahren mit den Medico Fonds und haben erfolgreich in vielen Fällen Schadensersatzansprüche unserer Mandanten vor verschiedenen Gerichten in der Bundesrepublik durchgesetzt!<xml></xml>
In dem von der Kanzlei Dr. Rötlich Rechtsanwälte Fachanwälte erstrittenen Urteil vom 11.10.2013 hat die 3. Zivilkammer des Landgerichts Rottweil die Bonnfinanz Aktiengesellschaft für Vermögensberatung und Vermittlung zum Schadensersatz und damit zur Rückabwicklung der Beteiligung am Medico Fonds Nr. 33 verurteilt.
25.10.2013: OLG Stuttgart bestätigt von der Kanzlei Dr. Rötlich Rechtsanwälte Fachanwälte vor dem Landgericht Heilbronn erstrittenes Urteil vom 25.01.2013 - Bonnfinanz Aktiengesellschaft für Vermögensberatung und Vermittlung muß Schadensersatz bezahlen und die Beteiligung an dem Medico Fonds Nr. 32 rückabwickeln.
OLG Celle bestätigt Dr. Rötlich Rechtsanwälte Fachanwälte: Bonnfinanz verliert auch in II. Instanz - Medico Fonds Nr. 31
16.05.2013: Das OLG Celle hat die Berufung der Bonnfinanz gegen das erstinstanzliche Urteil des LG Stade ohne mündliche Verhandlung per Beschluß zurückgewiesen! Die Revision wurde nicht zugelassen.
In dem von der Kanzlei Dr. Rötlich Rechtsanwälte Fachanwälte erstrittenen Urteil vom 10.10.2012 hatte die 5. Zivilkammer des Landgerichts Stade die Bonnfinanz Aktiengesellschaft für Vermögensberatung und Vermittlung zum Schadensersatz und Freistellung und damit zur Rückabwicklung der Beteiligung an dem Medico Fonds Nr. 31 verurteilt.
Es bleibt abzuwarten, ob die Beklagte Rechtsbeschwerde zum Bundesgerichtshof einlegt.
Das Ergebnis ist jedenfalls ein großer Erfolg für die Medico-Anleger und möglicherweise wegweisend für die noch anhängigen Prozesse!
Wenn auch Sie bei der Zeichnung einer Geldanlage nicht korrekt beraten oder aufgeklärt worden sind, können Sie sich gerne an uns wenden!
03.05.2013: In dem von der Kanzlei Dr. Rötlich Rechtsanwälte Fachanwälte erstrittenen Urteil vom 010.10.2012 hatte die 5. Zivilkammer des Landgerichts Stade die Bonnfinanz Aktiengesellschaft für Vermögensberatung und Vermittlung zum Schadensersatz und Freistellung und damit zur Rückabwicklung der Beteiligung an dem Medico Fonds Nr. 31 verurteilt.
RA Steffens hatte in seinem Artikel vom 22.10.2012 an dieser Stelle berichtet. Die Bonnfinanz hatte Berufung eingelegt und muß sich nun mit dem Hinweisbeschluß des OLG Celle auseinandersetzen:
Das OLG Celle hat der Bonnfinanz die Rücknahme der Berufung angeraten. Es bleibt abzuwarten, wie der Rechtsstreit sich weiter entwickelt.
Nachstehend nochmal der ursprüngliche Bericht von Rechtsanwalt Steffens vom 22.10.2012:
"Es liegt eine Verletzung der Pflicht aus dem Beratungsvertrag vor, mit Schadensersatzanspruch auf Erstattung der Einlagen minus Ausschüttungen sowie 2,5 % p.a. Zins.
Medico Immobilienfonds Nr. 31 - eine Klage der Rechtsanwälte Dr. Rötlich hatte in erster Instanz Erfolg vor dem LG Stade. Die Bonnfinanz AG wurde fast vollumfänglich verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Es kann noch Berufung beim OLG Celle eingelegt werden.
In dem von der Anlegerschutzkanzlei Dr. Rötlich Rechtsanwälte Fachanwälte für Bank- und Kapitalanalgerecht geführten Prozess - Terminsvertretung Rechtsanwalt und Fachanwalt Bank- und Kapitalanlagerecht Karl-Heinz Steffens - hat das LG Stade sich mit der Klage einer Anlegerin gegen die Bonnfinanz AG für Vermögensberatung und Vermittlung wegen Schadensersatz und damit zur Rückabwicklung der Beteiligung am Medico Fonds 31 zu befassen.
Die Düsseldorfer Gebau AG hat unter der Bezeichnung Medico Fonds eine Vielzahl von geschlossenen Immobilienfonds aufgelegt. Die Zielgruppe für die Medico Fonds bestand dabei vornehmlich aus Ärzten und Apothekern. Die Medico Fonds, von der Gebau Fonds GmbH verwaltet, beinhalten mehr als 50 Objekte für 34 Medico Fonds Gesellschaften mit rund 1000 Wohnungen und ca. 350 000 qm Gewerbefläche. Rund 25 000 Gesellschafter sollen in die verschiedenen Medico Fonds ein Volumen von ca. 665 Mio. Euro investiert haben.
Im zugrunde liegenden Fall wurde der Klägerin, die zum Zeitpunkt des Abschlusses 50 Jahre alt war, von den Anlageberatern der Bonnfinanz AG eine Beteiligung am Medico Fonds Nr. 31 empfohlen.
Das LG Stade hat zwischen den Parteien einen Anlageberatungsvertrag angenommen. Die beklagte Bonnfinanz AG hat ihre Beratungspflicht aus diesem Anlageberatungsvertrag verletzt. Die Haftung der Beklagten richtete sich - da der Vertrag vor dem 1.1.2002 geschlossen wurde - nach Artikel 229 § 5 EGBGB nach den Grundsätzen der positiven Vertragsverletzung.
Der Anlageberater der Bonnfinanz AG schuldet dem Kunden eine anlegergerechte und anlagegerechte Beratung. Er muß eine fachkundige Bewertung und Beurteilung der verschiedenen Anlagemöglichkeiten vornehmen und den Kunden über alle für die Anlageentscheidung wesentlichen Umstände informieren (Palandt/Grüneberg, BGB, 71. Auflage, § 280 RN 47 m.w.N.).
Das Gericht hat keine anlegergerechte Beratung angenommen. Der Immobilienfonds Medico 31 ist als unternehmerische Beteiligung mit dem Risiko des Totalverlustes und einer Nachschusspflicht eine erhebliche risikobehaftete Kapitalbeteiligung. Die Empfehlung des Beraters der Bonnfinanz AG verletzte nach Auffassung des Landgerichts Stade die Pflicht zur anlegergerechten Beratung.
Es war daher nach Ansicht des LG Stade nicht ausreichend, dass der Vermittler mit der Anlegerin den Prospekt teilweise durchgegangen ist. Im Prospekt werden die Risiken nur stichpunktartig angerissen und nur zum geringen Teil konkret erläutert.
Die Kausalität zwischen Beratungsfehler und Zeichnung der Anlage wurde vermutet. Hierzu wurde die anwesende Klägerin nicht vernommen. Es wurde vermutet, daß ein Anleger die betreffende Beteiligung nicht gezeichnet hätte, wenn er hinreichend aufgeklärt und beraten worden wäre (vgl. BGH, Urteil vom 8.5.2012 - XI ZR 262/10).
Das Landgericht Stade hat kein zu berücksichtigendes Mitverschulden der Klägerin angenommen. Wer sich eines Beraters bedient, darf darauf vertrauen, richtig und vollständig beraten zu werden und dass sich aus den Vertragsunterlagen (Prospekt) keine weiteren, von den Angaben des Beraters abweichenden, Informationen ergeben.
Die Ansprüche der Klägerin sind auch nicht verjährt. Es kam darauf an, wann die Klägerin von der Beratungspflichtverletzung der Beklagten erstmals Kenntnis erlangt hat. Das Gericht hat darauf hingewiesen, dass in Anbetracht der hochkomplexen Anlageform und der Unerfahrenheit der Klägerin und ihres Ehemannes ohne anwaltliche Beratung eine Kenntniserlangung über die Beratungspflichtverletzung nicht möglich war. Die Meinung der Bonnfinanz AG, dass Rechenschaftsberichte die Kenntniserlangung ermöglicht hätten, war nicht hinreichend dargetan worden.
Die beklagte Bonnfinanz AG ist der Klägerin mithin zum Schadenersatz verpflichtet. Die Klägerin ist so zu stellen, wie sie ohne fehlerhafte Beratung stünde.
Insbesondere ist bei dem Schadensersatzanspruch der Anspruch auf entgangenen Gewinn (§ 252 BGB) gegeben. Die Kammer des LG Stade war davon überzeugt, dass das Eigenkapital bei ordnungsgemäßer Ausklärung das Kapital anderweitig investiert hätte. Die Kammer hat den entgangenen Gewinn auf der Basis eines zu realisierbaren Zinssatzes nach § 287 ZPO mit 2,5 % p.a. angenommen (Vgl. BGH NJW 2012, 2427 ff.).
Es bleibt abzuwarten, wie die beklagte Bonnfinanz bei ähnlichen Fällen reagieren wird. Es wird bundesweit hinsichtlich verschiedener Medico Fonds geklagt.
So sind Klagen beim Medico 29 beim LG Gera, beim Medico 41 beim LG Landau, beim Medico 31 und Medico 34 beim LG Coburg, beim Medico 37 beim LG Meiningen, beim Medico 41, Medico 45, Medico 46, Medico 48 beim LG Darmstadt, beim Medico 40 beim LG Hamburg, beim Medico 41 beim LG Heidelberg, beim Medico 34 beim LG Schweinfurt, LG Kassel und AG Aschaffenburg, beim Medico 35 beim LG Zweibrücken anhängig.
Es wird hier weiter über erfolgreiche Prozesse berichtet."
01.05.2013: In dem von der Kanzlei Dr. Rötlich Rechtsanwälte Fachanwälte erstrittenen Urteil vom 06.03.2013 hat die 31. Zivilkammer des Landgerichts Aschaffenburg die Bonnfinanz Aktiengesellschaft für Vermögensberatung und Vermittlung zum Schadensersatz und damit zur Rückabwicklung der Beteiligung an dem Medico Fonds Nr. 34 verurteilt.
02.03.2013: In dem von der Kanzlei Dr. Rötlich Rechtsanwälte Fachanwälte erstrittenen Urteil vom 27.02.2013 hat die 6. Zivilkammer des Landgerichts Rottweil die Bonnfinanz Aktiengesellschaft für Vermögensberatung und Vermittlung zum Schadensersatz und damit zur Rückabwicklung der Beteiligungen an den Medico Fonds Nr. 32 und 37 sowie Fundus 32 verurteilt.
02.02.2013: In dem von der Kanzlei Dr. Rötlich Rechtsanwälte Fachanwälte erstrittenen Urteil vom 25.01.2013 hat die 9. Zivilkammer des Landgerichts Erfurt die Bonnfinanz Aktiengesellschaft für Vermögensberatung und Vermittlung zum Schadensersatz und damit zur Rückabwicklung der Beteiligung an dem Medico Fonds Nr. 39 verurteilt.
01.02.2013: In dem von der Kanzlei Dr. Rötlich Rechtsanwälte Fachanwälte erstrittenen Urteil vom 25.01.2013 hat die 5. Zivilkammer des Landgerichts Heilbronn die Bonnfinanz Aktiengesellschaft für Vermögensberatung und Vermittlung zum Schadensersatz und damit zur Rückabwicklung der Beteiligung an dem Medico Fonds Nr. 32 verurteilt.
04.12.2012: In dem von der Kanzlei Dr. Rötlich Rechtsanwälte Fachanwälte erstrittenen Urteil vom 27.11.2012 hat die 2. Zivilkammer des Landgerichts Gera die Bonnfinanz Aktiengesellschaft für Vermögensberatung und Vermittlung zum Schadensersatz und damit zur Rückabwicklung der Beteiligung an den Medico Fonds Nr. 29verurteilt.
Medico 31/34: Sieg gegen Bonnfinanz! Dr. Rötlich Rechtsanwälte erstreiten beim LG Coburg Schadensersatz für Anleger!
28.11.2012: In dem von der Kanzlei Dr. Rötlich Rechtsanwälte Fachanwälte erstrittenen Urteil vom 24.10.2012 hat die 12. Zivilkammer des Landgerichts Coburg die Bonnfinanz Aktiengesellschaft für Vermögensberatung und Vermittlung zum Schadensersatz und damit zur Rückabwicklung der Beteiligung an den Medico Fonds Nr. 31 und 34 in vollem Umfang verurteilt.
Der Berater hatte in einem Schriftstück von einem "Grundbesitzbrief zzgl. 5 % Agio und 10 % Disagio" gesprochen. Dies veranlaßte das Gericht, davon auszugehen, daß dem Kl. damit eine besonders sichere Anlageform angepriesen wurde.
Nach der Beweisaufnahme sah es das Landgericht Coburg als erwiesen an, daß dem Kl. nicht gesagt worden war, daß er erhaltene Ausschüttungen evtl. würde zurückbezahlen müssen. Auch wurde er über die eingeschränkte Fungibilität nicht ausreichend aufgeklärt.
Die Ansprüche des Kl. sah das Landgericht Coburg auch nicht als verjährt an. Dem Kl. kann keine grob fahrlässige Unkenntnis oder Kenntnis vorgeworfen worden, insbesondere ergibt sich diese nicht aus dem Rechenschaftsbericht der Geschäftsführung für 2006. Dem Kl. und Anleger könne, so das Landgericht, nicht der Vorwurf gemacht werden, daß er diese Berichte nicht gelesen oder die entsprechenden Schlüsse daraus gezogen habe, denn nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs wird der Anleger privilegiert, der einen Emissionsprospekt nicht liest. Eine Pflicht zum Studium übersandter Rechenschaftsberichte besteht nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung nicht.
Auch die Tatsache, daß der Kl. im Jahr 2005 bei der Bonnfinanz nachgefragt hatte, ob er den Fonds verkaufen könnte, und ihm gesagt wurde, daß der Fonds nichts mehr wert sei, führt nach Auffassung des Gerichts nicht dazu, daß sich dem Kl. die Fehlerhaftigkeit der Angaben des Beraters aufdrängen mußte, denn die Angaben bezogen sich nicht auf die Fungibilität, sondern auf die Werthaltigkeit. Allerdings wußte der Kl. dadurch, daß die Anlage doch nicht so sicher und risikolos war, wie er zunächst glaubte.
Das Gericht geht davon aus, daß eine durchschnittliche Verzinsung von 3 % für den Anlagebetrag zu erzielen gewesen wäre und hat dies neben den Zins- und Tilgungsleistungen für die eigenen erbrachten Geldbeträge als entgangenen Gewinn als angemessen angesehen.
Die erhaltenen Steuervorteile muß sich der Kl. nach Auffassung des Gerichts nicht anrechnen lassen, weil keine außergewöhnlichen Steuervorteile im Sinne der BGH-Rechtsprechung vorliegen.
So wurde die Bonnfinanz zum Schadensersatz Zug um Zug gegen Abtretung der Rechte des Kl. aus den Fondsbeteiligungen verurteilt. Verzug war trotz einer vor Klageerhebung sehr kurz gesetzten Frist eingetreten, weil die Bonnfinanz auch während des Prozesses nicht erkennen ließ, die angebotene Gegenleistung entgegen zu nehmen.
Sieg gegen Bonnfinanz AG: LG Stade verurteilt die Bonnfinanz AG beim Medico 31 zu Freistellung, Schadenersatz und außergerichtliche Anwaltskosten
Oktober 2012: LG Stade verurteilte die Bonnfinanz AG beim Medico Fonds 31 zu Freistellung, Schadenersatz und außergerichtliche Anwaltskosten. Es liegt eine Verletzung der Pflicht aus dem Beratungsvertrag vor, mit Schadensersatzanspruch auf Erstattung der Einlagen minus Ausschüttungen sowie 2,5 % p.a. Zins.
In dem von der Anlegerschutzkanzlei Dr. Rötlich Rechtsanwälte Fachanwälte für Bank- und Kapitalanalgerecht geführten Prozess - Terminsvertretung Rechtsanwalt und Fachanwalt Bank- und Kapitalanlagerecht Karl-Heinz Steffens - hatte das LG Stade sich mit der Klage einer Anlegerin gegen die Bonnfinanz AG für Vermögensberatung und Vermittlung wegen Schadensersatz und damit zur Rückabwicklung der Beteiligung am Medico Fonds 31 zu befassen.
Der Anlageberater der Bonnfinanz AG schuldet dem Kunden eine anlegergerechte und anlagegerechte Beratung. Er muss eine fachkundige Bewertung und Beurteilung der verschiedenen Anlagemöglichkeiten vornehmen und den Kunden über alle für die Anlageentscheidung wesentlichen Umstände informieren.
Die Kausalität zwischen Beratungsfehler und Zeichnung der Anlage wurde vermutet. Hierzu wurde die anwesende Klägerin nicht vernommen. Es wurde vermutet, dass ein Anleger die betreffende Beteiligung nicht gezeichnet hätte, wenn er hinreichend aufgeklärt und beraten worden wäre (vgl. BGH, Urteil vom 8.5.2012 - XI ZR 262/10).
Insbesondere ist bei dem Schadensersatzanspruch der Anspruch auf entgangenen Gewinn (§ 252 BGB) gegeben. Die Kammer des LG Stade war davon überzeugt, dass die Klägerin das Eigenkapital bei ordnungsgemäßer Ausklärung anderweitig investiert hätte. Die Kammer hat den entgangenen Gewinn auf der Basis eines zu realisierbaren Zinssatzes nach § 287 ZPO mit 2,5 % p.a. angenommen (Vgl. BGH NJW 2012, 2427 ff.).
Es bleibt abzuwarten, wie die beklagte Bonnfinanz bei ähnlichen Fällen reagieren wird. Es wird bundesweit hinsichtlich verschiedener Medicofonds geklagt.
Wir werden an dieser Stelle über weitere erfolgreiche Prozesse berichten.
27.07.2012: In dem von der Kanzlei Dr. Rötlich Rechtsanwälte Fachanwälte erstrittenen Urteil vom 27.06.2012 hat die 13. Zivilkammer des Landgerichts Hof die Bonnfinanz Aktiengesellschaft für Vermögensberatung und Vermittlung zum Schadensersatz und damit zur Rückabwicklung der Beteiligung am Medico Fonds Nr. 38 verurteilt.
Urteile zu Gunsten der Medico-Anleger
17.06.2011 – Medico-Geschädigte können hoffen. In vielen Fällen kam es zu keiner anleger- und objektgerechten Beratung. Gerichte verurteilen die Vertriebsgesellschaft auf Schadensersatz.
In der letzten Zeit geht es heiß her. Ein regelrechtes Tauziehen macht den Anlegern der Medico-Reihe schwer zu schaffen. Einerseits sollen sie sich an Sanierungskonzepten beteiligen oder persönlich in die Haftung genommen werden andererseits wünschen sich die Anleger nichts sehnlicher, als mit ihrer Medico-Beteiligung nichts mehr zu tun haben zu müssen, scheuen aber einen entsprechenden Schritt, da sie „schlechtem Geld kein Gutes hinterherwerfen wollen“. Dennoch kann es sich lohnen, für sein Recht zu kämpfen.
Anleger bekommt Schadensersatz zugesprochen
Erst jüngst sah es wieder ein Gericht für erwiesen an, dass ein Medico-Anleger nicht anleger- und objektgerecht beraten wurde und verurteilte die Vertriebsgesellschaft auf Schadensersatz. Insbesondere soll der Anleger nicht ausreichend über die mangelnde Fungibilität seiner Fonds-Beteiligung aufgeklärt worden sein. Hiermit ist das spezifische Risiko gemeint, die Fonds-Beteiligung vor Auflösung des Medico-Fonds nur sehr schwer veräußern zu können. Gerade aber die Handelbarkeit einer Kommanditbeteiligung ist für den Anlageinteressenten von erheblicher Bedeutung. Die Möglichkeit, auf langfristig festgelegtes Geld zugreifen zu können, ist regelmäßig ein typisches Merkmal für die Investitionsentscheidung, weshalb über die nur erschwerte Veräußerungsmöglichkeit von Kommanditbeteiligungen ungefragt aufzuklären ist. Dies soll selbst dann gelten, wenn eine Beteiligung nur aus steuerlichen Gründen gezeichnet wurde.
Absolute Verjährung droht
Anleger haben eine Chance, ihre Fonds-Beteiligungen zu beenden und ihre verloren gegangenen Investitionen ersetzt zu bekommen. Allerdings droht insbesondere für Ansprüche, welche aus sogenannten Altverträgen resultieren, mit Ablauf des Kalenderjahres 2011 die absolute Verjährung. Die auf das Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierte Kanzlei Dr. Rötlich Rechsanwälte Fachanwälte rät daher betroffenen Medico-Anlegern an, nicht länger abzuwarten.
Dies dürften die gängigsten Verkaufsargumente der Vertriebsgesellschaften, Bonnfinanz AG und Apotheker- und Ärztebank, gewesen sein. Gewonnene Anleger erhofften sich im Folgenden eine langjährige, sichere und renditenträchtige Investition. Was die allermeisten Anleger aber nicht wussten, und was ihnen im Rahmen der Beratungsgespräche auch nicht mitgeteilt wurde, sind die gesellschaftrechtlichen Risiken einer solchen Fondsbeteiligung. Im Mittelpunkt steht hierbei das Risiko, aufgrund unberechtigter Ausschüttungen Rückzahlungen an den Fonds leisten zu müssen oder aber von Gläubigern des Fonds in die persönliche Haftung genommen zu werden. Diese Risiken können sogar bei einer Kündigung, also bei Ausscheiden des Anlegers aus dem Fonds, weiterbestehen. Man spricht insoweit von einer Nachhaftung.
Es ist bereits nicht 100%ig sicher, dass die Ausschüttungen in der Höhe, wie vom Fondsmanagement behauptet, tatsächlich geflossen sind. Geprüft werden sollte in jedem Fall unverzüglich, welche Zahlungen die Anleger tatsächlich erhalten haben. Denn sollte bereits ein Mahnverfahren eingeleitet worden sein, so werden kurze Fristen in Gang gesetzt, welche bei Säumnis zu einem vollstreckbaren Titel führen können. Im Weiteren sollten Anleger Ihre Beteiligungen auf Schadensersatzansprüche hin überprüfen lassen. Anleger wurden in den meisten Fällen nicht über die Risiken einer solchen Fondsbeteiligung aufgeklärt. Die auf das Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierte Anlegerschutzkanzlei Dr. Rötlich Rechtsanwälte Fachanwälte rät betroffenen Anlegern auch insoweit an, rasch zu handeln, da die Gefahr der Verjährung dieser Ansprüche droht.
Geplante Kapitalerhöhung des Medico Fonds 37 wegen angeblich drohender Insolvenz
29.09.2010: Der Medico Fonds 37 ist ein riskantes Investitionsobjekt, das sich offensichtlich in wirtschaftlicher Schieflage befindet. Nun soll eine Kapitalerhöhung von € 6 Mio. seine Lage verbessern.
Keine gesicherte Liquidität des Medico Fonds 37
Die Anleger und Kommanditisten der Medico Immobilien Fonds 37 KG (Medico Fonds 37) erhielten am 07.06.2010 unerfreuliche Post. Die Gebau Fonds GmbH (Gebau) erklärte ihrem Schreiben, dass der Fonds keine gesicherte Liquidität besäße und überschuldet sei.
Droht dem Medico Fonds die Insolvenz?
Die Vermietungsquote betrage nur rund 83 % der vorhandenen Fläche. Die laufenden Aufwendungen könnten mit dieser Quote nicht gedeckt werden. Der Fonds sei daher in seinem Bestand gefährdet, so dass die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gegen den Medico Fonds 37 zu befürchten sei. Um dies zu verhindern, müssten die Anleger einer Kapitalerhöhung von
€ 6 Mio. zustimmen.
Wie soll dieses Schreckensszenario verhindert werden?
Die Gläubigerbank Westdeutsche ImmobilienBank AG (WIB) sei bereit, auf einen Schuldenanteil von € 2 Mio. zu verzichten. Als Voraussetzung für dieses Entgegenkommen solle an sie eine Sondertilgung von € 5 Mio. geleistet werden.
Düsterer Zwischenstand: weniger als € 3 Mio. gezeichnet
Bislang haben die Anleger des Medico Fonds 37 nur ca. € 2,84 Mio. der Kapitalerhöhung gezeichnet. Nun wurde eine Frist bis zum 30. September 2010 gesetzt. Nach Ablauf dieses Datums wird die WIB das Fondsobjekt des Medico Fonds 37 unter Zwangsverwaltung stellen.
Die Zwickmühle: investieren oder retten, was zu retten ist?
Die Anleger sind daher in einer Zwickmühle. Entweder trauen sie dem proklamierten Versprechen der WIB und zeichnen eine Kapitalerhöhung oder gehen das Risiko ein, dass das Fondsobjekt von der WIB verwaltet wird. Der Ausgang beider Szenarien ist für die Anleger des Medico Fonds 37 unsicher.
Risiko des Totalverlusts?
Die Anleger beteiligten sich am Medico Fonds 37 als sog. Treugeber- oder als Direktkommanditisten. Jeder Kommanditist haftet unmittelbar mit seiner Einlage. Der Totalverlust ist daher möglich.
Über Risiken, die mit einer Beteiligung am Medico Fonds 37 verbunden sind, wurde regelmäßig nicht aufgeklärt. Aus dieser Pflichtverletzung können sich Schadensersatzansprüche ergeben. Die Kanzlei Dr. Rötlich Rechtsanwälte Fachanwälte rät jedem Anleger, seine Unterlagen fachmännisch prüfen zu lassen.