Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=EuGRZ%201979,%20363
Timestamp: 2019-07-18 07:59:15
Document Index: 266141163

Matched Legal Cases: ['EuG', 'EuG', 'Art. 2', 'Art. 20', 'EuG', 'EuG']

FG Saarland, 24.10.1980 - I 296/78 - dejure.org
FG Saarland, 24.10.1980 - I 296/78
https://dejure.org/1980,17854
FG Saarland, 24.10.1980 - I 296/78 (https://dejure.org/1980,17854)
FG Saarland, Entscheidung vom 24.10.1980 - I 296/78 (https://dejure.org/1980,17854)
FG Saarland, Entscheidung vom 24. Januar 1980 - I 296/78 (https://dejure.org/1980,17854)
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EuGRZ 1979, 363
Für das Konkursverfahren hat das BVerfG offengelassen, ob sich bei überlanger Verfahrensdauer trotz der bereits nach den konkursrechtlichen Vorschriften gegebenen Möglichkeiten der Verfahrensbeschleunigung aus dem Rechtsschutzgebot ein Anspruch auf Einstellung des Verfahrens ergibt (Beschluß des BVerfG vom 14. Februar 1979 1 BvR 296/78, EuGRZ 1979, 363).
Eine von den Justizbehörden zu verantwortende erhebliche und unvertretbare Verzögerung des Strafverfahrens verletzt demgemäß den Beschuldigten in seinem Recht aus Art. 2 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 20 Abs. 3 GG auf ein rechtsstaatliches, faires Verfahren (vgl. BVerfGE 46, 17 [28 f.]; 63, 45 [68 f.]; BVerfG [Vorprüfungsausschuß], EuGRZ 1979, 363; BVerfG [Vorprüfungsausschuß], NJW 1984, 967 f.).
Im übrigen kann eine überlange Verfahrensdauer allenfalls in ganz besonders gelagerten Ausnahmefällen ein Verfahrenshindernis von Rechtsstaats wegen begründen (vgl. BVerfG [Vorprüfungsausschuß], Beschluß vom 24. November 1983 - 2 BvR 121/83 -, NJW 1984, 967 ; offengelassen in BVerfG [Vorprüfungsausschuß], Beschluß vom 14. Februar 1979 - 1 BvR 296/78 -, EuGRZ 1979, 363 [364]. Verfahrensverzögerungen, welche der Beschuldigte selbst, sei es auch durch zulässiges Prozeßverhalten, verursacht, werden in aller Regel nicht geeignet sein, die Feststellung einer seine Rechte verletzenden überlangen Verfahrensdauer zu begründen (BVerfG, NJW 1984, S. 967 ).