Source: https://gesetze-in-app.de/ZPO/328
Timestamp: 2020-02-27 13:44:09
Document Index: 248524026

Matched Legal Cases: ['§ 328', '§ 327', 'BGH', '§ 328', 'BGH', 'BGH', '§ 328', 'BGH', 'BGH', '§ 328', 'BGH', 'BGH', '§ 328', '§ 23', 'BGH', 'BGH', '§ 328', '§ 328', '§ 328', '§ 328', '§ 328', 'BGH', '§ 328', 'BGH', '§ 328', 'Art. 103', 'BGH', 'BGH', '§ 328', 'BGH', 'BGH', '§ 328', 'BGH', 'BGH', '§ 328', 'BGH', 'BGH', '§ 333', 'BGH', 'BGH', '§ 328', 'BGH', '§ 328', 'BGH', 'BGH', '§ 328', '§ 33', 'BGH', 'BGH', '§ 328', '§ 328', 'BGH', '§ 328', 'BGH']

§ 328 ZPO: Anerkennung ausländischer Urteile
1.wenn die Gerichte des Staates, dem das ausländische Gericht angehört, nach den deutschen Gesetzen nicht zuständig sind;
2.wenn dem Beklagten, der sich auf das Verfahren nicht eingelassen hat und sich hierauf beruft, das verfahrenseinleitende Dokument nicht ordnungsmäßig oder nicht so rechtzeitig zugestellt worden ist, dass er sich verteidigen konnte;
3.wenn das Urteil mit einem hier erlassenen oder einem anzuerkennenden früheren ausländischen Urteil oder wenn das ihm zugrunde liegende Verfahren mit einem früher hier rechtshängig gewordenen Verfahren unvereinbar ist;
4.wenn die Anerkennung des Urteils zu einem Ergebnis führt, das mit wesentlichen Grundsätzen des deutschen Rechts offensichtlich unvereinbar ist, insbesondere wenn die Anerkennung mit den Grundrechten unvereinbar ist;
5.wenn die Gegenseitigkeit nicht verbürgt ist.
§ 327 ZPO
BGH, BESCHLUSS vom 4.11.2015, Az. I ZR 275/14 In der Rechtsprechung wird heutzutage - soweit ersichtlich -einhellig die - auch vom Berufungsgericht vertretene - Auffassung vertreten, dass bei Anwendbarkeit des § 328 ZPO - also bei Nichtbestehen völkerrechtlicher Verträge über die Anerkennung und Vollstreckung - für die Qualifikation einer ausländischen Forderung ausschließlich die lex fori des diese Beurteilung vornehmenden Gerichts maßgeblich ist (BGH, Beschluss vom 4. Oktober 2005 -VIIZB 9/05, WM 2005, 2274; BSG, Urteil vom 26. Januar 1983 - 1 S 2/82, BSGE 54, 250 = IPRspr 1983, 349, 354; OLG Hamm, RIW 1994, 513).
BGH, BESCHLUSS vom 4.8.2011, Az. IX ZR 134/08 Der Senat hat im Hinblick auf die 'rule of costs' die Verbürgung der Gegenseitigkeit gemäß § 328 Abs. 1 Nr. 5 ZPO im Urteil vom 4. Juni 1992 (IXZR 149/91, BGHZ 118, 312, 325f) gegenüber Kalifornien bejaht, hat die Frage jedoch im Beschluss vom 20. Oktober 2005 (IX ZR 246/03, IPRspr2005, Nr. 161, 441-443) für zu vollstreckende Beträge offengelassen, die niedriger oder wenig höher sind als die zu erwartenden Anwaltskosten.
BGH, BESCHLUSS vom 4.9.2005, Az. IX ZR 246/03 Denn der Senat hat bereits entschieden, dass der Ausschluss der Kostenerstattung gemäß der 'American rule of costs' weder Grundrechte der Parteien noch grundlegende Gebote der Rechtsstaatlichkeit verletzt, und hat gleichzeitig die Verbürgung der Gegenseitigkeit gemäß § 328 Abs. 1 Nr. 5 ZPO bejaht (BGHZ 118, 312, 325 f).
BGH, Urteil vom 4.3.1999, Az. IX ZR 263/97 Ob auch im Rahmen des § 328 Abs. 1 Nr. 1 ZPO spiegelbildlich die Einschränkung gilt, daß § 23 ZPO zusätzlich einen hinreichenden Inlandsbezug voraussetzt (vgl. BGHZ 115, 90, 94 ff), kann hier offenbleiben.
BGH, Urteil vom 4.3.1999, Az. IX ZR 263/97 § 328 Abs. 1 Nr. 5 ZPO regelt, trotz seines Wortlauts, nicht durchweg Ausnahmen von einer regelmäßigen Anerkennungsfähigkeit, sondern überwiegend die Voraussetzungen jeder Anerkennung (Stein/Jonas/Roth, aaO § 328 Rdnr. 28, 30; Baumbach/Lauterbach/Hartmann, aaO Rdnr. 14; vgl. BayObLG NJW 1976, 1037, 1038).
LG Düsseldorf, Urteil vom 4.3.1999, Az. 4 O 320/97 geführten Rechtsstreit international zuständig gewesen, und zwar unabhängig davon, ob man einen Zuständigkeitsbezug zu dem Hoheitsgebiet des Gesamtstaates USA genügen läßt, also auf das Völkerrechtssubjekt USA abstellt (vgl. z. B. Zöller/Geimer, a.a.O., § 328 Rdnr. 97a; Hoffmann/Rau, RIW 1998, 344, 352) oder auf den jeweiligen US-Bundesstaat - hier: Kalifornien - als Urteilsstaat im Sinne des § 328 Abs. 1 Nr. 1 ZPO (so z. B. OLG Hamm, RIW 1997, 960, 961; Stein/Jonas/Roth, a.a.O., § 328 Rdnr. 88).
LG Düsseldorf, Urteil vom 4.3.1999, Az. 4 O 320/97 Hiernach schließt ein im Ausland ergangenes Urteil grundsätzlich eine Klage im Inland nicht aus (vgl. BGH, NJW 1986, 2193; NJW 1987, 1146; vgl. ferner OLG Düsseldorf, FamRZ 1989, 97, 98; KG, IPRax 1994, 455, 456; OLG Braunschweig, NJW-RR 1989, 1097; Stein/Jonas/Roth, a.a.O., § 328 ZPO Rdnr. 13 m.w.N.) Es ist lediglich, soweit das ausländische Urteil - wie hier - anzuerkennen ist, eine inhaltlich übereinstimmende Sachentscheidung zu treffen.
BGH, BESCHLUSS vom 4.10.1997, Az. IX ZR 309/96 Ein unter Mißachtung einer ausländischen Konkurseröffnung ergangenes Urteil wird im Ausland kaum Anerkennung finden; im umgekehrten Fall wäre ein ausländisches Urteil gegen einen deutschen Gemeinschuldner gemäß § 328 Abs. 1 Nr. 4 ZPO gegenüber dem Konkursverwalter nicht anerkennungsfähig, wenn diesem selbst im zugrundeliegenden Verfahren kein rechtliches Gehör gewährt wurde (vgl. Art. 103 Abs. 1 GG sowie BGHZ 48, 327, 329 f).
BGH, Urteil vom 3.0.1997, Az. XII ZR 207/95 § 328 ZPO war deshalb vor dem Beitritt nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs bei der Prüfung der Frage, ob Urteile der DDR-Gerichte in der Bundesrepublik anerkannt werden konnten, entsprechend anzuwenden (vgl. z.B. BGHZ 30, 1, 5 f. m.N.).
BGH, Urteil vom 4.10.1993, Az. IX ZR 32/93 Das ist hinzunehmen: Das Verbot, die Gesetzmäßigkeit einer ausländischen Entscheidung zu überprüfen, hat keinen Vorrang gegenüber dem Gebot, die internationale Zuständigkeit des ausländischen Gerichts nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Nr. 1 ZPO zu prüfen (im Ergebnis ebenso BGHZ 52, 30, 37; Schütze, Deutsches Internationales Zivilprozeßrecht S. 161).
BGH, vom 3.8.1986, Az. VIII ZR 320/85 Die Beklagten haben sich indessen auf das Verfahren eingelassen, indem sie sich nach Einlegung ihres Einspruchs nicht auf die Rüge mangelhafter Zustellung der Mahnbescheide beschränkt, sondern primär die internationale Unzuständigkeit des ange-rufenen Gerichts geltend gemacht und hilfsweise auch zur Sache Stellung genommen haben (vgl. Bülow/Böckstiegel/Müller, Internationaler Rechtsverkehr in Zivilund Handelssachen B I 1 e An. IV 4, S. 166,- vgl. auch zu § 328 Abs. 1 Nr. 2 ZPO BGH Urteil vom 7. März 1979 - IV ZR 30/78 = BGHZ 73, 378, 381 unter 2. und zu §§ 333, 345 ZPO BGH Urteil vom 27. Mai 1986 - IX ZR 152/85 = WM 1986, 1127, 1129).
BGH, URTEIL vom 3.9.1982, Az. IVb ZR 729/8 b) Die von der Revision aus dieser Rechtslage gezogene Folgerung, daß in einem Fall der vorliegenden Art das vor dem deutschen Gericht anhängige Scheidungsverfahren von Amts wegen ausgesetzt werden müsse, bis die Landesjustizverwaltung über die Anerkennungsfähigkeit des ausländischen Scheidungsausspruchs entschieden habe, entspricht der in Rechtsprechung und Literatur überwiegend vertretenen Auffassung (u.a.: BayObLGZ 1973, 251 = NJW 1974, 1628; OLG Hamburg MDR 1965, 828; OLG Schleswig SchlHA 1978, 54; OLG Stuttgart FamRZ 1974, 459, 46o; Baumbach/Lauterbach/Hartmann aaO § 328 ZPO An. 7 B a; Basedow StAZ 1977, 6; Geimer NJW 1975, 2141 (u.a.);
BGH, URTEIL vom 1.6.1980, Az. II ZR 233/79 Sollte das Berufungsgericht nach erneuter Prüfung der Ansicht sein, daß die Fristsetzung wirksam war und das Landgericht ohne Rechtsfehler eine genügende Entschuldigung nicht anerkannt hat, ist der Beklagte mit seinem Vorbringen gemäß § 328 Abs.3 ZPO auch in der Berufungsinstanz ausgeschlossen (vgl. zur Verfasungs-mäßigkeit dieser Vorschrift BGH, Urt. v. 31. 1. 80 -VII ZR 96/79, NJW 1980, 945; v. 13. 2. 80 - VIII ZR 61/79, NJW 1980, 1102).
BGH, vom 3.3.1979, Az. IV ZR 93/78 Die Verbürgung der Gegenseitigkeit, die § 328 Abs. 1 Nr. 5 ZPO für die Anerkennung zivilprozessualer Entscheidungen grundsätzlich fordert, ist für die Anerkennung von Entscheidungen, die ihrem Wesen nach der freiwilligen Gerichtsbarkeit zuzurechnen sind, nach allgemein anerkannter Rechtsauffassung nicht erforderlich (BayObLGZ 59, 8, 27; Keidel/Kuntze/Winkler, Freiwillige Gerichtsbarkeit 11* Aufl. § 33 FGG Rdn. 55 m.w.N.; vgl. auch BGHZ 67, 255, 260).
BGH, Urteil vom 1.10.1965, Az. XII ZB 64/91 Zivilsenat in Übereinstimmung mit der überwiegenden Meinung zu erkennen gegeben, daß ein solches Rechtsprinzip nicht angenommen wird (ablehnend etwa auch OLG Frankfurt am Main RIW 1991, 587 und IPRax 1992, 90, 92; OLG Köln OLGZ 1990, 381, 383; OLG Stuttgart RIW 1979, 130; BayObLGZ 1978, 132, 134; MünchKomm-ZPO/Gottwald § 328 Rdn. 73; Staudinger/Spellen-berg aaO § 328 ZPO Rdn. 344; Schack aaO Rdn. 851; Krophol-ler aaO Rdn. 38; Stürner aaO S. 332).
BGH, vom 1.0.1961, Az. Ill ZR 224/59 12 LM zix § 328 ZPO Nr« 2 and 4)» Unter diesen Umständen ist die Tatsache, daß die 83o Zivilkammer des Landgerichts Berlin in ihren sorgfältig begründeten Beschlüssen den Sntlassungsbesehluß des Amtsgerichts in Lichtenstein als wirksam und verbindlich angesehen hat, ein Anzeichen dafür, daß die Nachlaßrichterin ohne Verschulden das Amt des Klägers als Testamentsvollstrecker für beendet halten durfte (BGH Urteile vom 22, und 29- November 1951 - III ZR 76/50 und III ZR 103/51 -)« Das würde allerdings dann nicht gelten, wenn die 83« Zivilkammer des Landgerichts eindeutige Bestimmungen handgreiflich falsch ausgelegt hätte (vgl*