Source: http://www.jurablogs.com/2010/12/03/urheberrecht-abstracts-buchrezensionen-grundsaetzlich-zulaessig
Timestamp: 2016-10-25 19:35:12
Document Index: 167512699

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BlogsProf. Dr. jur. Dieter NennenDezember 2010Urheberrecht: Abstracts von Buchrezensionen grundsätzlich zulässigAbstracts vor dem BGH Das Kulturmagazin Perlentaucher bietet auf der Website www.perlentaucher.de Zusammenfassungen von Buchrezensionen aus verschiedenen renommierten Zeitungen. Hierzu gehören Buchkritiken aus der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ und der „Süddeutschen Zeitung“. Die Abstracts werden von Perlentaucher-Mitarbeitern in deutlich verkürzter Form erstellt. Besonders aussagekräftige Passagen sind aus den Originalrezensionen eins-zu-eins entnommen und zumeist durch Anführungszeichen gekennzeichnet. Der Perlentaucher veröffentlicht die Zusammenfassungen auf seiner Website unter den Überschriften „Notiz zur FAZ“ und „Notiz zur SZ“. Die Internet-Buchhandlungen „amazon.de“ und „buecher.de“ haben Lizenzen zum Abdruck der Abstracts. Urheberrechtsverstoß bei Übernahme von Werkteilen Ein Text kann als Schriftwerk urheberrechtlich geschützt sein, vgl. dazu bereits die Artikel Urheberrechte an Fachtexten und -informationen und Contentklau unter Anwälten. Der Schutz durch das Urheberrecht beschränkt sich aber nicht auf vollständige Texte. Schon einzelne Textpassagen können als Werkteil geschützt sein, wenn die konkrete Gedankenführung die Anforderungen an eine persönliche geistige Schöpfung erfüllt. Textaufbau und -gestaltung liegen allerdings nur im Bereich des Alltäglichen und Handwerklichen, soweit sie durch Üblichkeit, Notwendigkeit oder Zweckmäßigkeit bestimmt oder durch die der Thematik innewohnende Sachlogik vorgegeben sind. Nicht geschützt sind auch Fachbegriffe, typische Ausdrucksweisen und Formulierungen. Hinter dem Werk stehende Ideen, Fakten und Geschehnisse sind von vornherein als Gemeingut frei ...Zum vollständigen ArtikelLoseblattsammlung:Adventskalender: 21. Dezember – In the end…10 verwandte ArtikelZur Zulässigkeit der Verwertung von „Abstracts“Perlentaucher – Abstracts auf der WebsiteZulässigkeit von Abstracts: “Perlentaucher.de”-Entscheidung noch offenAbstracts sind erlaubte freie Bearbeitung: PerlentaucherBGH: FAZ ./. perlentaucher.deBGH: „Perlentaucher“ vs FAZ und SZBGH: „Perlentaucher“ – Teilerfolg für FAZ und SZ in Urheberrechtsstreit: Einzelfallprüfung notwendigOLG Frankfurt a. M.: Perlentaucher – Verstoß gegen Urheberrecht ja, allgemeine Aussage über Umfang der Zulässigkeit einer Übernahme von
Buchrezensionen neinWas dürfen Perlentaucher vermarkten? OLG nimmt starke Formulierungen gefangen.Perlentaucher unterliegt beim OLG Frankfurt teilweiseVerwandtes im Webgesetze-im-internet.de: UrhG - Einzelnormgesetze-im-internet.de: UrhG - Einzelnormperlentaucher.de: - Online Kulturmagazin mit Presseschauen, Rezension, Autorenliste, Feuilletonnc: juris.bundesgerichtshof.de: BundesgerichtshofÜber den ArtikelVeröffentlicht December 3, 2010 10:53am im Blog Prof. Dr. jur. Dieter Nennen.KategorienMedienrechtThemenBgh, Urheberrecht, Amazon, Medien, Wirtschaft, Frankfurter, Ssig, Passagen, ZeitungenTäglich juristische Top-MeldundenMehr Informationen zum NewsletterTop-MeldungenWeiteresStaatsanwalt als Opfer einer Misshandlungvon Ulrich Dost Roxin / Rechtsanwalt Ulrich Dost-RoxinFahren mit entstempelten Kfz-Kennzeichen: Keine Urkundenfälschung, aber Kennzeichenmissbrauchvon Alexander Gratz / Verkehrsrecht BlogDie Arglosigkeit des Polizeibeamtenvon RechtslupeVerständigung II: „Es muss alles auf den Tisch“, auch das „dilettantische Verhalten“ des Angeklagtenvon Detlef Burhoff / Burhoff online BlogFilesharing: BGH bejaht 10 Jahre Verjährungsfrist u. a.von Alessandro Fuschi / SoWhy Not?Als nächstes lesen - bislang 76 Leser:Volltext BGH: 10 Jahre Verjährung für Lizenzschaden in Filesh ...