Source: https://www.ts-rechtsanwaelte.de/ms-bonny-insolvenzverwalter-undritz-rueckforderung-von-auszahlungen-kapitalherabsetzung/
Timestamp: 2020-08-12 01:01:43
Document Index: 311459965

Matched Legal Cases: ['§ 172', '§ 134', '§ 172', '§ 134', '§ 160', '§ 172', '§ 134', '§ 143', '§ 818', '§ 134', '§ 160', '§ 160', '§ 171', '§ 172', '§ 172', '§ 172', 'BGH']

MS Bonny – Insolvenzverwalter Undritz – Rückforderung von Auszahlungen – Kapitalherabsetzung – Thum & Strauß ")}}return a.proceed()});scriptParent=document.getElementsByTagName("script")[0].parentNode;if(scriptParent.tagName.toLowerCase!=="head"){head=document.getElementsByTagName("head")[0];aop_around(head,"insertBefore");aop_around(head,"appendChild")}aop_around(scriptParent,"insertBefore");aop_around(scriptParent,"appendChild");var a2a_config=a2a_config||{};a2a_config.no_3p=1;var addthis_config={data_use_cookies:false};var _gaq=_gaq||[];_gaq.push(["_gat._anonymizeIp"])}
MS Bonny – Insolvenz des Schiffsfonds „Schiffahrts-Gesellschaft MS ‚Bonny‘ mbH & Co. KG“:
Über das Vermögen des Schiffsfonds der Hansa Treuhand „Schiffahrts-Gesellschaft MS ‚Bonny‘ mbH & Co. KG“ wurde bereits mit Beschluss des Amtsgerichts Lüneburg als Insolvenzgericht vom 28.09.2016 das Insolvenzverfahren eröffnet (Az.: 46 IN 79/16) und Herr Rechtsanwalt Dr. Sven-Holger Undritz c/o White & Case, Hamburg zum Insolvenzverwalter ernannt.
Insolvenzverwalter Rechtsanwalt Dr. Sven-Holger Undritz – White & Case:
Nach uns vorliegenden Schreiben fordert der Insolvenzverwalter Herr Rechtsanwalt Dr. Sven-Holger Undritz die als Kommanditisten an der „Schiffahrts-Gesellschaft MS ‚Bonny‘ mbH & Co. KG“ beteiligten Anleger zur Rückzahlung von Ausschüttungen bzw. des ausgezahlten bzw. verrechneten Abfindungsguthabens auf.
Ausschüttungsrückforderung nach §§ 172 Abs. 4, 171 HGB und Insolvenzanfechtung nach § 134 InsO:
Diesen Zahlungsanspruch begründet der Insolvenzverwalter zum einen mit einem Rückzahlungsanspruch erhaltener Ausschüttungen/Entnahmen (§ 172 Abs. IV HGB) und zum anderen hinsichtlich der ausgezahlten bzw. verrechneten Auseinandersetzungsguthaben mit einer Insolvenzanfechtung nach § 134 InsO wegen sog. unentgeltlicher Leistungen. Dies gründet u.a. in dem im Jahr 2015 beschlossenen sog. „Betriebsfortführungskonzept Sanieren oder Ausscheiden“. Aus diesem ergibt sich als weitere Besonderheit eine nach unseren Recherchen bereits im Jahr 2015 beschlossene Kapitalherabsetzung.
Nach für unsere Mandanten durchgeführten Bewertungen haben wir erhebliche Zweifel, ob dem Insolvenzverwalter gegen die Kommandit-Anleger der MS „Bonny“ ein durchsetzbarer Zahlungsanspruch zusteht, was u.a. aus folgenden Gesichtspunkten folgt:
Die Herabsetzung des Haftkapitals beurteilen wir als sog. Teilausscheiden der Kommanditisten aus der „Schiffahrts-Gesellschaft MS ‚Bonny‘ mbH & Co. KG“, die zu einer nach § 160 HGB analog begrenzten Außenhaftung des Kommanditisten führt.
Soweit der Insolvenzverwalter Undritz hierzu auf einen Fristlauf mit Eintragung im Handelsregister verweist, liegen uns aktuelle gegenteilige Urteile diverser Oberlandesgerichte vor. Unter Zugrundelegung derselben kann der Zahlungsaufforderung des Insolvenzverwalters entgegengetreten werden.
Substantiierung eines Anspruchs nach §§ 172 Abs. 4, 171 HGB:
Obwohl ein Insolvenzvewrwalter die Voraussetzungen für eine anfechtbare sog. unentgeltliche Leistung im Sinne von § 134 InsO zu beweisen hat, lässt der Insolvenzverwalter in den uns bekannt gewordenen Schreiben hinreichenden Vortrag hierzu vermissen. Des Weiteren ist zu beachten, das sich die Anleger hier ggfs. auf eine Entreicherung gemäß § 143 Abs. 2 InsO i.v.m. § 818 Abs. 3 BGB berufen können.
Wie wir aktuell erfahren haben, soll der Insolvenzverwalter von den Anlegern Verjährungseinredeverzichtserklärungen einfordern.
Unter Zugrundelegung obiger Ausführungen können wir vor der Abgabe eines Einredeverjährungsverzichts aber nur dringend warnen!
Des Weiteren soll der Insolvenzverwalter aktuell gerichtliche Mahnbescheide beantragt haben.
Auf jeden Fall sollten die Anleger des Schiffs-Fonds „Schiffahrts-Gesellschaft MS ‚Bonny‘ mbH & Co. KG“ der Zahlungsaufforderung nicht ungeprüft nachkommen und auch keine Erklärungen, insbesondere keine Einredeverjährungsverzichtserklärungen abgeben sowie bei Erhalt eines gerichtlichen Mahnbescheids die Widerspruchsfrist beachten.
Kategorie: Aktuelle Fälle, Ausschüttungsrückforderung, Insolvenzanfechtung, Insolvenzrecht, Schiffsfonds
Schlagwörter: "Sanieren oder Ausscheiden", § 134 InsO, § 160 HGB, § 160 HGB analog, § 171 HGB, § 172 Abs. 4 HGB, § 172 Abs. IV HGB, § 172 HGB, 46 IN 79/16, Abwehr, AGR Treuhandgesellschaft MS Bonny mbH, Amtsgericht Lüneburg, Anlegerschutz, Anwalt, Ausschüttungen, Ausschüttungen zurückzahlen?, Ausschüttungsrückforderung, Auszahlungen, Beratung, Beteiligungs-Kommanditgesellschaft, Bewertung, BGH, Bonny, Bundesgerichtshof, Dr. Sven-Holger Undritz, Dr. Undritz, Einlagenrückgewähr, Einredeverjährungsverzicht, Einredeverjährungsverzichtserklärung, Einzelfall, Einzelfallprüfung, Entnahmen, Erfahrungen, Erfolg, Erstberatung, Erstbewertung, Fachanwalt Bank- und Kapitalmarktrecht, Fachanwalt Bankrecht, Forderungsabwehr, Haftung, Hamburg, Hansa Shipping, Hansa Treuhand, Herabsetzung des Haftkapitals, HGB, Hilfe, InsO, insolvenz, Insolvenzanfechtung, Insolvenztabelle, Insolvenzverwalter, Insolvenzverwalter Undritz, Kapitalherbasetzung, KG, Kommanditanteil, Kommanditbeteiligung, Kommanditeinlage, Kommanditgesellschaft, Kommanditist, Lübeck, Mahnbescheid, MS Bella, MS Bonny, Oststeinbek, Prüfung, Rechtsanwalt, Rechtsanwalt Undritz, Rechtsschutzversicherung, Reederei, Rückforderung, Rückforderung von Ausschüttungen, Rückforderung von Auszahlungen, Schadensersatz, Schhiffahrts-Gesellschaft MS "Bonny" mbH & Co. KG, Schiffahrts-Gesellschaft, Schiffs-Fonds, Schiffsbeteiligung, Schiffsfonds, Schiffsfondsanleger, Teilausscheiden, Thum, Totalverlust, Undritz, unentgeltliche Leistung, Urteil, Verjährung, Verluste, White & Case, Widerspruch, Zahlungsaufforderung