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Timestamp: 2019-05-27 09:08:30
Document Index: 22165827

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 67', 'BGH', '§ 263', '§ 261', 'Art. 103', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 78', '§ 78', '§ 184', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 261', '§ 240', '§ 29', 'BGH', 'BGH', '§ 395', '§ 400', '§ 400', '§ 395', 'BGH', 'BGH', '§ 20', '§ 21', '§ 323', 'BGH', 'BGH', '§ 63', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 73', '§ 73', '§ 74', '§ 263', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 54', '§ 55', '§ 56', '§ 267', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 413', '§ 435', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 29', '§ 29', '§ 261', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 102', '§ 105', '§ 129', '§ 129', 'BGH', '§ 370', '§ 266', '§ 261', 'BGH', 'BGH', '§ 29', '§ 25', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 76', 'BGH', 'BGH', '§ 283', '§ 370', 'BGH', 'BGH', '§ 20', '§ 21', '§ 267', 'BGH', '§ 64', 'BGH', 'BGH', '§ 63', '§ 20', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 24', '§ 25', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 27', '§ 261', '§ 264', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 404', '§ 119', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 21', 'BGH', 'BGH', '§ 15', '§ 15', '§ 17', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 250', '§ 250', '§ 260', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 30', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 21', '§ 315', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 52', '§ 29', '§ 52', '§ 52', 'BGH', 'BGH']

HRRS Februar 2019: Vollständige Rechtsprechung · hrr-strafrecht.de
S. 67 (Heft 2/2019)
Fortdauer der Unterbringung im psychiatrischen Krankenhaus (Freiheitsgrundrecht; Sicherungsbelange der Allgemeinheit; Abwägung im Einzelfall; verfassungsgerichtliche Kontrolldichte; steigende Begründungsanforderungen mit zunehmender Unterbringungsdauer); Gefährlichkeitsprognose (Darlegung der Anknüpfungstatsachen; Erheblichkeit der drohenden Taten; Höhe des Risikos strafbaren Verhaltens;); Grundsatz der Verhältnismäßigkeit (rund 18 Jahre andauernde Unterbringung; erweiterte einfachrechtliche Verhältnismäßigkeitsanforderungen nach neuem Recht; fehlende Erörterung von Umständen des Einzelfalls; Weisungen im Rahmen der Führungsaufsicht als mildere Maßnahmen); Zulässigkeit der
S. 68 (Heft 2/2019)
Verfassungsbeschwerde (Feststellungsinteresse nach prozessualer Überholung einer Fortdauerentscheidung; tiefgreifender Grundrechtseingriff).
91. BGH 3 StR 243/18 – Beschluss vom 13. November 2018 (LG Osnabrück)
Anordnung des Vorwegvollzugs der Strafe (Erleichterung des Zwecks der Maßregel; Umstände des Einzelfalles; Vollstreckungsreihenfolge; vorgezogene Strafvollstreckung als Vorstufe der Behandlung; Sicherung des Therapieerfolgs).
Nach § 67 Abs. 2 S. 1 StGB bestimmt das Gericht die Vorwegvollziehung der Strafe oder eines Teils der Strafe, wenn der Zweck der Maßregel dadurch leichter erreicht wird. Ob diese Voraussetzung gegeben ist, richtet sich nach den Umständen des Einzelfalls, insbesondere nach der Persönlichkeit des Täters, der Länge der Freiheitsstrafe und der Art der notwendigen Behandlung; die Abweichung von der gesetzlich vorgesehenen Vollstreckungsreihenfolge kann gerechtfertigt sein, wenn die vorgezogene Strafvollstreckung als Vorstufe der Behandlung für deren Zwecke erforderlich ist oder wenn Gründe vorliegen, die zu der Annahme berechtigen, dass der anschließende Strafvollzug den Maßregelvollzug wieder zunichtemachen könnte.
92. BGH 3 StR 252/18 – Beschluss vom 22. August 2018 (LG Wuppertal)
Berechnung und Bezifferung des Betrugsschadens (Bewertung von Darlehensforderungen nach banküblichen generalisierenden Verfahren; Berücksichtigung besonderer Umstände des Einzelfalles; Aufklärungspflicht; Zahlungsfähigkeit und -willigkeit; wertloser Rückzahlungsanspruch).
§ 263 StGB; § 261 StPO; Art. 103 Abs. 2 GG
94. BGH 3 StR 299/18 – Beschluss vom 27. November 2018 (LG Koblenz)
Anordnung der Unterbringung in einer Entziehungsanstalt (Hang zum übermäßigen Konsum von Rauschmitteln; neigungsbedingte soziale Gefährlichkeit oder Gefährdung; Fehlen ausgeprägter Entzugssyndrome; Intervalle der Abstinenz; Beeinträchtigungen der Gesundheit, Arbeits- und Leistungsfähigkeit; Ursächlichkeit für die Anlasstat).
96. BGH 3 StR 381/18 – Beschluss vom 11. Dezember 2018 (LG Osnabrück)
Teilweise rechtsfehlerhafte Einziehungsanordnung.
97. BGH 3 StR 387/18 – Beschluss vom 28. November 2018 (LG Duisburg)
98. BGH 3 StR 405/18 – Urteil vom 29. November 2018 (LG Stade)
Bestimmung des Wirkstoffgehalts im Betäubungsmittelstrafrecht (Maßgeblichkeit für Unrecht und Schuld; genaue Feststellungen; Schätzung; Zweifelsgrundsatz; kein zusätzlicher Sicherheitsabschlag nach tragfähiger Schätzung); rechtsfehlerhafter Gesamtstrafenausspruch (fehlende Auseinandersetzung mit den gesamtstrafenspezifischen Umständen).
99. BGH 3 StR 409/18 – Beschluss vom 27. November 2018 (LG Osnabrück)
Verjährung (Wiederaufleben der subsidiären Tat; Verschaffung und Besitz kinderpornographischer Schriften);
§ 78 StGB; § 78c StGB; § 184b StGB
100. BGH 3 StR 410/18 – Urteil vom 13. Dezember 2018 (LG Lüneburg)
101. BGH 3 StR 422/18 – Beschluss vom 13. Dezember 2018 (LG Kleve)
102. BGH 3 StR 482/18 – Beschluss vom 18. Dezember 2018 (LG Hildesheim)
Unzulässigkeit des Antrags auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand (Wochenfrist; Fristbeginn; Glaubhaftmachung der Angaben über den Hinderungsgrund und seinen Wegfall).
103. BGH 3 StR 489/18 – Beschluss vom 12. Dezember 2018 (LG Koblenz)
Nachträgliche Gesamtstrafenbildung (gesamtstrafenfähiges Urteil; Zäsurwirkung).
104. BGH 3 StR 519/18 – Beschluss vom 12. Dezember 2018 (LG Lüneburg)
Unzulässiger Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand (Frist; eine Woche nach Wegfall des Hindernisses; Darlegung und Glaubhaftmachung aller für die Versäumnis relevanten Umstände).
S. 69 (Heft 2/2019)
106. BGH 5 StR 73/18 – Beschluss vom 24. Oktober 2018 (LG Hamburg)
Konkurrenzen (Tateinheit; natürliche Handlungseinheit; einheitlicher Tatentschluss; enger räumlich-zeitlicher und sachlicher Zusammenhang; einheitliches Tun).
107. BGH 5 StR 148/16 – Beschluss vom 28. November 2018 (LG Chemnitz)
110. BGH 5 StR 230/18 – Beschluss vom 12. Dezember 2018 (Schleswig-Holsteinisches OLG)
111. BGH 5 StR 234/18 – Beschluss vom 27. November 2018 (LG Berlin)
113. BGH 5 StR 275/18 – Beschluss vom 13. Dezember 2018 (LG Göttingen)
Vorenthalten und Veruntreuen von Arbeitsentgelt (Sozialversicherungsbeiträge; Arbeitnehmeranteil; Abgrenzung von abhängig Beschäftigten und Selbständigen; Scheinselbständigkeit; nichtselbständige Arbeit; Arbeitsverhältnis; Indizien abhängiger Beschäftigung; vertragliche Vereinbarungen; gelebte Praxis; konkrete Gestaltung der jeweiligen Tätigkeit; Eingliederung in den Betrieb; Weisungsrecht; eigenes Unternehmerrisiko des Selbständigen; frei gestaltete Tätigkeit und Arbeitszeit; Terminbindung; keine Beschränkung des objektiven Tatbestandes auf Vertretbarkeit der sozialversicherungsrechtlichen Bewertung; subjektiver Tatbestand).
114. BGH 5 StR 337/18 (alt: 5 StR 456/15) – Beschluss vom 13. Dezember 2018 (LG Frankfurt an der Oder)
Nachträgliche Gesamtstrafenbildung (Erledigung der Strafe; Vollstreckungssituation zum Zeitpunkt des Urteils).
115. BGH 5 StR 362/18 – Beschluss vom 29. November 2018 (LG Dresden)
Beweiswürdigung (Anforderungen die Darstellung des Ergebnisses einer molekulargenetischen Vergleichsuntersuchung; DNA-Einzelspur; Mischspur); Nötigung (fehlende Feststellung eines Nötigungserfolgs); Handeltreiben mit Betäubungsmitteln.
§ 261 StPO; § 240 StGB; § 29 BtMG
116. BGH 5 StR 376/18 – Urteil vom 28. November 2018 (LG Berlin)
Rechtsfehlerfreie Strafzumessungsentscheidung (Unbestraftheit des Angeklagten; umfassendes Geständnis; generalpräventive Strafschärfung; gerechter Schuldausgleich).
117. BGH 5 StR 379/18 – Beschluss vom 27. November 2018 (LG Berlin)
Zulässigkeit der Nebenklagerevision (beschränkte Anfechtungsbefugnis; unausgeführte allgemeine Sachrüge;
S. 70 (Heft 2/2019)
ausdrücklich und eindeutig formuliertes Angriffsziel; zweifelsfreies Feststehen der Rechtsmittelbefugnis nach der Prozesslage).
§ 395 Abs. 1 StPO; § 400 Abs. 1 StPO
Die Revision des Nebenklägers ist unzulässig, wenn aus ihr nicht hinreichend ausdrücklich und eindeutig ersichtlich wird, dass sie ein gemäß § 400 Abs. 1 i.V.m. § 395 Abs. 1 StPO zulässiges Ziel verfolgt. Die Erhebung der unausgeführten allgemeinen Sachrüge reicht deshalb grundsätzlich nicht, um eine zulässige Nebenklagerevision zu erheben. Eine Ausnahme von diesem Grundsatz ist nur dann anzuerkennen, wenn aufgrund der Prozesslage die konkrete Rechtsmittelbefugnis des Nebenklägers zweifelsfrei feststeht, etwa wenn er Revision gegen den Freispruch eines Angeklagten vom Vorwurf eines zur Nebenklage berechtigten Delikts einlegt.
118. BGH 5 StR 379/18 – Urteil vom 28. November 2018 (LG Berlin)
119. BGH 5 StR 385/18 – Urteil vom 12. Dezember 2018 (LG Lübeck)
Voraussetzungen einer ausgeschlossenen oder erheblich verminderten Schuldfähigkeit bei sog. Mischintoxikation (psychische Störung; Auswirkung auf Einsichts- oder Steuerungsfähigkeit; Rechtsfrage; Hinzuziehung von Sachverständigen; eigene Sachkunde des Gerichts; toxikologisches Gutachten; Psychiater; Abweichung vom Inhalt des Gutachtens; keine Bindung; Einholung eines weiteren Gutachtens); Strafbarkeit wegen Vollrausch grundsätzlich unabhängig von der Vorhersehbarkeit der Rauschtat.
§ 20 StGB; § 21 StGB; § 323a StGB
120. BGH 5 StR 410/18 – Beschluss vom 29. November 2018 (LG Saarbrücken)
121. BGH 5 StR 412/18 – Beschluss vom 29. November 2018 (LG Frankfurt (Oder))
Sachlich-rechtlich fehlerhafte Anordnung der Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus (Straftaten von erheblicher Bedeutung; Gefahrenprognose; umfassende Würdigung; Persönlichkeit des Täters; Vorleben; Anlasstat; konkrete Krankheits- und Kriminalitätsentwicklung; individuelle krankheitsbedingte Disposition zur Begehung von Straftaten jenseits der Anlasstaten; Darstellung in den Urteilsgründen).
Die unbefristete Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus gemäß § 63 StGB erfordert eine Wahrscheinlichkeit höheren Grades für die krankheitsbedingte Begehung erheblicher rechtswidriger Taten. Diese Prognose ist auf der Grundlage einer umfassenden Würdigung der Persönlichkeit des Täters, seines Vorlebens und der von ihm begangenen Anlasstat zu entwickeln. Es müssen Risikofaktoren angegeben werden, die eine individuelle krankheitsbedingte Disposition zur Begehung von Straftaten jenseits der Anlasstaten belegen können. Dabei sind die der Unterbringungsanordnung zugrunde liegenden Umstände in den Urteilsgründen so umfassend darzustellen, dass das Revisionsgericht in die Lage versetzt wird, die Entscheidung nachzuvollziehen.
122. BGH 5 StR 418/18 – Beschluss vom 28. November 2018 (LG Lübeck)
123. BGH 5 StR 423/18 – Beschluss vom 13. Dezember 2018 (LG Saarbrücken)
124. BGH 5 StR 427/18 – Beschluss vom 10. Dezember 2018 (LG Berlin)
Hang zum übermäßigen Konsum von Rauschmitteln (eingewurzelte, auf psychische Disposition zurückgehende oder durch Übung erworbene Neigung; keine physische Abhängigkeit erforderlich; soziale Gefährdung oder Gefährlichkeit).
125. BGH 5 StR 445/18 – Beschluss vom 27. November 2018 (LG Zwickau)
Gewerbs- und bandenmäßiger Betrug (keine Feststellungen zur Erweiterung der Bandenabrede); Einziehung (Wertersatz; Verzicht auf Vermögensgegenstand; Tatmittel).
§ 73 StGB; § 73c StGB; § 74 StGB; § 263 Abs. 3 S. 2 Nr. 1 StGB
126. BGH 5 StR 451/18 – Beschluss vom 12. Dezember 2018 (LG Bremen)
Gewaltbegriff beim Tatbestand der Vergewaltigung (mit nicht ganz unerheblicher Krafteinwirkung verbundenes Festhalten; Verhältnis zur qualifizierten Drohung).
127. BGH 5 StR 454/18 – Beschluss vom 9. Januar 2019 (LG Bremen)
128. BGH 5 StR 455/18 – Beschluss vom 9. Januar 2019 (LG Bremen)
129. BGH 5 StR 461/18 (alt: 5 StR 276/17) – Beschluss vom 27. November 2018 (LG Neuruppin)
S. 71 (Heft 2/2019)
Innerprozessuale Bindungswirkung nicht aufgehobener Feststellungen nach teilweiser Aufhebung der Verurteilung.
130. BGH 5 StR 463/18 – Beschluss vom 29. November 2018 (LG Dresden)
Rechtsfehlerhafter Gesamtstrafausspruch (fehlende Mitteilung des Vollstreckungsstands einer Vorverurteilung; keine gesonderte Begründung der Strafaussetzung zur Bewährung).
§ 54 StGB; § 55 StGB; § 56 StGB; § 267 StPO
131. BGH 5 StR 473/18 – Beschluss vom 12. Dezember 2018 (LG Berlin)
132. BGH 5 StR 510/18 – Beschluss vom 12. Dezember 2018 (LG Kiel)
Dauer des Vorwegvollzuges (keine Berücksichtigung erlittener Untersuchungshaft oder der wegen Verfahrensverzögerung zugesprochenen Kompensation).
133. BGH 5 StR 517/18 – Urteil vom 12. Dezember 2018 (LG Saarbrücken)
134. BGH 5 StR 519/18 – Beschluss vom 29. November 2018 (LG Berlin)
135. BGH 5 StR 530/18 – Beschluss vom 13. Dezember 2018 (LG Berlin)
136. BGH 5 StR 537/18 – Beschluss vom 10. Januar 2019 (LG Göttingen)
137. BGH 5 StR 539/18 – Beschluss vom 10. Dezember 2018 (LG Berlin)
138. BGH 5 StR 541/18 – Beschluss vom 13. Dezember 2018 (LG Berlin)
Keine selbständige Einziehung eines Gegenstands im Sicherungsverfahren.
§ 413 StPO; § 435 Abs. 1 StPO
140. BGH 5 StR 579/18 – Beschluss vom 10. Januar 2019 (LG Görlitz)
141. BGH 5 StR 582/18 – Beschluss vom 12. Dezember 2018 (LG Berlin)
Rechtsfehlerhafte Anordnung der Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus (Anlasstaten; Gesamtwürdigung; Prognose der Begehung erheblicher Straftaten; Beruhen auf psychischer Erkrankung).
142. BGH 5 StR 590/18 – Beschluss vom 10. Dezember 2018 (LG Braunschweig)
143. BGH 5 StR 602/18 – Beschluss vom 12. Dezember 2018 (LG Berlin)
144. BGH 5 StR 604/18 – Beschluss vom 27. November 2018 (LG Braunschweig)
Voraussetzungen der Mittäterschaft beim Diebstahl (Interesses am Erfolg der Tat, Umfang der Tatbeteiligung, Tatherrschaft; Vorbereitungs- und Unterstützungshandlungen; Möglichkeit zur Beeinflussung des Tatverlaufs).
145. BGH 5 StR 610/18 – Beschluss vom 8. Januar 2019 (LG Saarbrücken)
146. BGH 5 StR 611/18 – Beschluss vom 13. Dezember 2018 (LG Berlin)
147. BGH 5 StR 615/18 – Beschluss vom 13. Dezember 2018 (LG Berlin)
Besorgnis der Befangenheit aufgrund von Gesprächen außerhalb der Hauptverhandlung mit einzelnen Angeklagten unter Ausschluss von Mitangeklagten (außerordentliche Zurückhaltung; umfassende und unverzügliche Transparenz; Recht auf ein faires und rechtsstaatliches Verfahren; Vorwurf der bandenmäßigen Begehung; nach-
S. 72 (Heft 2/2019)
teilige Auswirkung eines möglichen Geständnisses auf Mitangeklagte; Verständigung; Geständnis; Sanktionsschere).
149. BGH 5 StR 650/18 – Beschluss vom 8. Januar 2019 (LG Cottbus)
Rechtsfehlerhafte Beweiswürdigung (Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge; Verstoß gegen den Zweifelsgrundsatz bei Ermittlung des Wirkstoffgehalts).
§ 29 BtMG; § 29a BtMG; § 261 StPO
150. BGH 5 StR 652/18 – Beschluss vom 8. Januar 2019 (LG Potsdam)
Fehlende Erörterung der Voraussetzungen einer Unterbringung in einer Entziehungsanstalt.
151. BGH 5 StR 656/18 – Beschluss vom 9. Januar 2019 (LG Hamburg)
Erteilung eines rechtlichen Hinweises.
152. BGH 5 StR 674/18 – Beschluss vom 8. Januar 2019 (LG Hamburg)
153. BGH StB 7/18 – Beschluss vom 28. Juni 2018
Durchsuchungsanordnung wegen des Verdachts der mitgliedschaftlichen Beteiligung an einer terroristischen Organisation im Ausland (Verdachtsgrad; tatsächliche Anhaltspunkte; Verhältnismäßigkeit).
§ 102 StPO; § 105 StPO; § 129a StGB; § 129b StGB
154. BGH 1 StR 138/18 – Beschluss vom 11. Oktober 2018 (LG Frankfurt a. M.)
Beihilfe zur Steuerhinterziehung und zum Vorenthalten und Veruntreuen von Arbeitsentgelt (fehlerhafte Beweiswürdigung).
§ 370 Abs. 1 AO; § 266a Abs. 1 StGB; § 261 StPO
156. BGH 1 StR 282/17 – Urteil vom 27. Juni 2018 (LG Osnabrück)
157. BGH 1 StR 316/18 – Beschluss vom 20. September 2018 (LG Nürnberg-Fürth)
Mittäterschaftliche unerlaubte Einfuhr von Betäubungsmitteln (Voraussetzungen: erforderliche wertende Gesamtbetrachtung, Tatherrschaft oder Wille zur Tatherrschaft, Einfluss auf die Durchführung des Einführens).
§ 29 Abs.1 Nr. 1 BtMG; § 25 Abs. 2 StGB
158. BGH 1 StR 325/18 – Beschluss vom 22. November 2018 (LG Mannheim)
Einziehung von Tatmitteln.
159. BGH 1 StR 333/18 – Beschluss vom 7. November 2018 (LG München I)
160. BGH 1 StR 337/18 – Beschluss vom 21. Dezember 2018 (LG Bayreuth)
162. BGH 1 StR 347/18 – Beschluss vom 9. Januar 2019
Zulassung von Ton- und Fernseh-Rundfunkaufnahmen während der Verkündung einer Entscheidung.
163. BGH 1 StR 385/18 – Beschluss vom 19. Dezember 2018 (LG Stuttgart)
164. BGH 1 StR 387/18 – Beschluss vom 5. Dezember 2018 (LG Augsburg)
Selbstständige Einziehung
§ 76a Abs. 1 StGB
166. BGH 1 StR 403/18 – Beschluss vom 21. November 2018 (LG Ellwangen)
167. BGH 1 StR 414/16 – Beschluss vom 21. März 2018 (LG Augsburg)
Bankrott; besonders schwerer Fall der Steuerhinterziehung (Verkürzung von Steuern in großem Ausmaß).
§ 283 Abs. 1 StGB; § 370 Abs. 1, Abs. 3 Nr. 1 AO
S. 73 (Heft 2/2019)
169. BGH 1 StR 441/18 – Beschluss vom 24. Oktober 2018 (LG Karlsruhe)
Tötungsvorsatz (erforderliche Gesamtabwägung).
170. BGH 1 StR 457/18 – Beschluss vom 24. Oktober 2018 (LG Ulm)
Schuldunfähigkeit (erforderliche Darstellung im Urteil: mehrstufige Prüfung, Darstellung bei Anschluss an die Beurteilungen eines Sachverständigen).
§ 20 StGB; § 21 StGB; § 267 Abs. 1 Satz 1 StPO
171. BGH 1 StR 481/18 – Beschluss vom 7. November 2018 (LG Stuttgart)
Für die Annahme eines Hangs, berauschende Mittel im Übermaß zu sich zu nehmen, ist nach ständiger Rechtsprechung eine eingewurzelte, auf psychische Disposition zurückgehende oder durch Übung erworbene Neigung ausreichend, immer wieder Rauschmittel zu konsumieren, wobei diese Neigung noch nicht den Grad einer psychischen Abhängigkeit erreicht haben muss. Ein übermäßiger Genuss von Rauschmitteln im Sinne des § 64 StGB ist jedenfalls dann gegeben, wenn der Betreffende aufgrund seiner Neigung sozial gefährdet oder gefährlich erscheint. Letzteres ist der Fall bei der Begehung von zur Befriedigung des eigenen Drogenkonsums dienender Beschaffungstaten. Insoweit kann der Umstand, dass durch den Rauschmittelkonsum bereits die Gesundheit, Arbeits- und Leistungsfähigkeit des Betreffenden erheblich beeinträchtigt ist, zwar indizielle Bedeutung für das Vorliegen eines Hanges zukommen. Wenngleich solche Beeinträchtigungen in der Regel mit übermäßigem Rauschmittelkonsum einhergehen werden, schließt deren Fehlen jedoch nicht notwendigerweise die Annahme eines Hanges aus. Auch stehen das Fehlen ausgeprägter Entzugssyndrome sowie Intervalle der Abstinenz der Annahme eines Hangs nicht entgegen). Er setzt auch nicht voraus, dass die Rauschmittelgewöhnung auf täglichen oder häufig wiederholten Genuss zurückgeht; vielmehr kann es genügen, wenn der Täter von Zeit zu Zeit oder bei passender Gelegenheit seiner Neigung zum Rauschmittelkonsum folgt.
172. BGH 1 StR 519/18 – Beschluss vom 4. Dezember 2018 (LG Bamberg)
173. BGH 1 StR 521/18 – Beschluss vom 6. November 2018 (LG Rottweil)
Anordnung der Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus (ausnahmsweise gerechtfertigte Anordnung bei Schuldunfähigkeit aufgrund des Genusses von Alkohol).
1. Die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus (§ 63 StGB) darf nur angeordnet werden, wenn zweifelsfrei feststeht, dass der Unterzubringende bei der Begehung der Anlasstaten aufgrund einer nicht nur vorübergehenden psychischen Störung im Sinne der in § 20 StGB genannten Eingangsmerkmale schuldunfähig oder vermindert schuldfähig war, und die Tatbegehung hierauf beruht. Die Vorschrift ist grundsätzlich nicht anwendbar in Fällen, in denen die erhebliche Verminderung der Schuldfähigkeit oder die Schuldunfähigkeit nicht allein durch einen länger andauernden Defekt herbeigeführt wurde, sondern letztlich durch den Genuss von Alkohol oder anderer berauschender Mittel. Eine Ausnahme hiervon gilt nur dann, wenn der Angeklagte an einer krankhaften Alkoholsucht leidet, in krankhafter Weise alkoholüberempfindlich ist oder an einer länger andauernden geistig-seelischen Störung leidet, bei der bereits geringer Alkoholkonsum oder andere alltägliche Ereignisse die erhebliche Beeinträchtigung der Schuldfähigkeit auslösen können und dies getan haben (vgl. BGH NStZ-RR 2014, 207).
2. In dem Fall, dass erst eine hinzukommende hohe Alkoholisierung in Verbindung mit einer Störung die Steuerungsfähigkeit erheblich vermindert haben, sind die begangenen Taten nicht Ausfluss eines länger andauernden geistigen Defekts, sondern eines vorübergehenden Zustands. Dies würde aber für die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus nicht ausreichen (st. Rspr.).
174. BGH 1 StR 538/17 – Beschluss vom 11. Oktober 2018 (LG Chemnitz)
Steuerhinterziehung (erforderliche Feststellungen im Urteil: Besteuerungsgrundlagen; Berechnungsdarstellung).
175. BGH 1 StR 597/18 – Beschluss vom 19. Dezember 2018 (LG Mannheim)
176. BGH 1 StR 666/17 – Beschluss vom 4. Dezember 2018 (LG Bonn)
Verspätetes Ablehnungsgesuch.
§ 24 StPO; § 25 Abs. 2 Satz 2 StPO
179. BGH 2 StR 168/18 – Beschluss vom 26. September 2018 (LG Marburg)
S. 74 (Heft 2/2019)
181. BGH 2 StR 316/18 – Urteil vom 5. Dezember 2018 (LG Köln)
182. BGH 2 StR 361/18 – Urteil vom 7. November 2018 (LG Aachen)
Beihilfe (allgemeiner Maßstab; psychische Beihilfe durch Anwesenheit am Tatort); tatrichterliche Beweiswürdigung (Anforderungen an die Darstellung in einem freisprechenden Urteil aufgrund zweifelhafter Täterschaft; Berücksichtigung von Indizien); Gegenstand des Urteils (Verpflichtungsumfang des Tatrichters).
§ 27 Abs. 1 StGB; § 261 StPO; § 264 Abs. 1 StPO
183. BGH 2 StR 371/18 – Beschluss vom 31. Oktober 2018 (LG Erfurt)
184. BGH 2 StR 421/18 – Beschluss vom 4. Dezember 2018 (LG Kassel)
185. BGH 2 StR 439/18 – Beschluss vom 8. Januar 2019 (BGH)
Zurückweisung des Antrages auf Auswechselung des Pflichtverteidigers.
186. BGH 2 StR 481/17 – Beschluss vom 27. November 2018 (LG Köln)
187. BGH 2 StR 502/18 – Beschluss vom 8. Januar 2019 (LG Erfurt)
188. BGH 2 StR 541/18 – Beschluss vom 22. Januar 2019 (LG Gießen)
189. BGH 2 StR 541/18 – Beschluss vom 22. Januar 2019 (LG Gießen)
191. BGH 2 ARs 314/18 (2 AR 238/18) – Beschluss vom 27. November 2018 (AG Nürnberg)
Zurückweisung des Antrages auf Bestimmung des zuständigen Gerichts.
192. BGH 4 StR 15/18 – Beschluss vom 21. November 2018 (LG Münster)
Parteiverrat (pflichtwidriges Dienen; Bestimmung der Interessenlage in verwaltungsrechtlichen Streitigkeiten: subjektive Zielsetzung der Partei; Pflichtwidrigkeit des Dienen auch nach Beendigung des Mandats; Voraussetzungen der Qualifikation).
193. BGH 4 StR 129/18 – Beschluss vom 19. Dezember 2018
Bewilligung von Prozesskostenhilfe für die Nebenklage.
§ 404 Abs. 5 Satz 1 StPO i.V.m. § 119 Abs. 1 Satz 1 ZPO
194. BGH 4 StR 198/18 – Beschluss vom 19. Dezember 2018 (LG Hagen)
195. BGH 4 StR 208/18 – Beschluss vom 20. Dezember 2018 (LG Bochum)
196. BGH 4 StR 231/18 – Beschluss vom 5. Dezember 2018 (LG Essen)
Minder schwerer Fall einer Straftat nach dem BtMG (Gefährlichkeit eines Betäubungsmittels).
197. BGH 4 StR 235/18 – Beschluss vom 20. Dezember 2018 (LG Bochum)
198. BGH 4 StR 260/18 – Urteil vom 6. Dezember 2018 (LG Stade)
Rücktritt (fehlgeschlagener Versuch).
Ein fehlgeschlagener Versuch liegt vor, wenn die Tat nach Misslingen des zunächst vorgestellten Tatablaufs mit den bereits eingesetzten oder naheliegenden Mitteln objektiv
S. 75 (Heft 2/2019)
nicht mehr vollendet werden kann und der Täter dies erkennt oder wenn er subjektiv die Vollendung nicht mehr für möglich hält, wobei es auf die Tätersicht nach Abschluss der letzten Ausführungshandlung ankommt. Erkennt der Täter zu diesem Zeitpunkt oder hat er eine entsprechende subjektive Vorstellung dahin, dass es zur Herbeiführung des Erfolges eines erneuten Ansetzens bedürfte, etwa mit der Folge einer zeitlichen Zäsur und einer Unterbrechung des unmittelbaren Handlungsfortgangs, liegt ein Fehlschlag vor.
199. BGH 4 StR 292/18 – Beschluss vom 7. November 2018 (LG Bielefeld)
Mittäterschaft (Maßstab; revisionsrichterliche Überprüfbarkeit).
201. BGH 4 StR 303/18 – Beschluss vom 18. Dezember 2018 (LG Detmold)
Verminderte Schuldfähigkeit (Abgrenzung zur Annahme eines minder schweren Falles in den Urteilsgründen).
In Fällen, in denen aufgrund besonderer Umstände – etwa verminderter Schuldfähigkeit nach § 21 StGB – sowohl eine Strafrahmenverschiebung als auch die Annahme eines minder schweren Falls möglich ist, müssen die Urteilsgründe erkennen lassen, dass sich das Tatgericht zweier unterschiedlicher Strafrahmen bewusst war.
202. BGH 4 StR 313/18 – Beschluss vom 19. Dezember 2018 (LG Essen)
203. BGH 4 StR 319/18 – Beschluss vom 4. Dezember 2018 (LG Paderborn)
Vorsatz (einem Sachverständigen unzugängliche Frage); Antragspflicht bei juristischen Personen und Gesellschaften ohne Rechtspersönlichkeit (subjektive Anforderungen an den Täter hinsichtlich der Pflicht zur Stellung eines Eröffnungsantrages); Zahlungsunfähigkeit (Möglichkeit strafrechtlicher Feststellung: betriebswirtschaftliche Methode).
§ 15 StGB; § 15a InsO; § 17 Abs. 2 InsO
204. BGH 4 StR 332/18 – Beschluss vom 21. November 2018 (LG Essen)
205. BGH 4 StR 343/18 – Beschluss vom 19. Dezember 2018 (LG Hagen)
206. BGH 4 StR 344/18 – Beschluss vom 6. Dezember 2018 (LG Frankenthal)
207. BGH 4 StR 347/18 – Beschluss vom 22. November 2018 (LG Paderborn)
Schwerer Raub (Kennzeichnung der Qualifikation in der Urteilsformel).
§ 250 Abs. 1 StGB; § 250 Abs. 2 Nr. 1 StGB; § 260 Abs. 4 Satz 1 StPO
209. BGH 4 StR 367/18 – Beschluss vom 6. Dezember 2018 (LG Hagen)
Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus (Voraussetzungen der Anordnung; Verhältnismäßigkeitsprüfung).
210. BGH 4 StR 387/18 – Beschluss vom 6. Dezember 2018 (LG Landau)
211. BGH 4 StR 392/18 – Beschluss vom 5. Dezember 2018 (LG Essen)
212. BGH 4 StR 392/18 – Beschluss vom 5. Dezember 2018 (LG Essen)
Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge (Definition der Bandenmäßigkeit).
§ 30 Abs. Nr. 1 BtMG
214. BGH 4 StR 415/18 – Beschluss vom 5. Dezember 2018 (LG Halle)
215. BGH 4 StR 418/18 – Beschluss vom 4. Dezember 2018 (LG Dortmund)
Bedrohung (keine Inaussichtstellung eines zukünftigen Übels durch seine aktuelle Verwirklichung).
S. 76 (Heft 2/2019)
217. BGH 4 StR 425/18 – Beschluss vom 6. November 2018 (LG Essen)
218. BGH 4 StR 443/18 – Beschluss vom 4. Dezember 2018 (LG Bochum)
Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus (Auswirkungen der Diagnose einer Psychose aus dem schizophrenen Formenkreis auf die Schuldfähigkeit).
Die Diagnose einer Psychose aus dem schizophrenen Formenkreis führt für sich genommen nicht zur Feststellung einer generellen oder zumindest längere Zeiträume überdauernden gesicherten erheblichen Beeinträchtigung der Schuldfähigkeit. Erforderlich ist vielmehr stets die konkretisierende Darlegung, in welcher Weise sich die festgestellte psychische Störung bei Begehung der Tat auf die Handlungsmöglichkeiten des Angeklagten in der konkreten Tatsituation und damit auf die Einsichts- oder Steuerungsfähigkeit ausgewirkt hat.
219. BGH 4 StR 473/18 – Beschluss vom 19. Dezember 2018 (LG Stade)
220. BGH 4 StR 493/18 – Beschluss vom 18. Dezember 2018 (LG Detmold)
Rücktritt (fehlgeschlagener Versuch: Rücktrittshorizont).
221. BGH 4 StR 505/18 – Beschluss vom 5. Dezember 2018 (LG Kleve)
Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr (Vollendung: Erfordernis eines durch eine Tathandlung herbeigeführten „Beinaheunfalls“; Gefährdung einer fremden Sache von bedeutendem Wert; Gefährdungsvorsatz bei Außeneingriff); verminderte Schuldfähigkeit (erhebliche Auswirkung eines medizinisch-psychiatrischen Befundes in der Tatsituation).
§ 21 StGB; § 315b Abs. 1 StGB
222. BGH 4 StR 509/18 – Beschluss vom 4. Dezember 2018 (LG Stendal)
Ein symptomatischer Zusammenhang zwischen dem Hang und den Anlasstaten liegt bei Delikten, die begangen werden, um Rauschmittel selbst oder Geld für ihre Beschaffung zu erlangen, in besonderer Weise nahe.
223. BGH 4 StR 518/18 – Beschluss vom 5. Dezember 2018 (LG Bochum)
Einziehung von Taterträgen bei Tätern und Teilnehmern (gesamtschuldnerische Haftung bei Verfügungsmacht).
224. BGH 4 StR 526/18 – Beschluss vom 19. Dezember 2018 (LG Konstanz)
Unerlaubtes Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge (Konkurrenzen).
§ 52 Abs. 1 StGB; § 29a Abs. 1 Nr. 2 BtMG
1. Mehrere Taten des Handeltreibens mit Betäubungsmitteln stehen zueinander in Tateinheit im Sinne des § 52 Abs. 1 StGB, wenn ihre tatbestandlichen Ausführungshandlungen sich – teilweise – überschneiden.
2. So liegt bei aufeinanderfolgenden, sich auf unterschiedliche Betäubungsmittelmengen beziehenden Umsatzgeschäften eine jedenfalls teilweise, Tateinheit begründende Überschneidung der objektiven Ausführungshandlungen darin, dass sich der Täter zu seinem Lieferanten begibt, um einerseits die vorangegangene Lieferung zu bezahlen und dabei zugleich eine neue, zuvor bestellte Lieferung abzuholen. Das Aufsuchen des Lieferanten als verbindendes Element, welches gleichermaßen beiden Umsatzgeschäften dient, erfüllt bereits als solches die Voraussetzungen für das Vorliegen einer teilidentischen Ausführungshandlung und damit für die Annahme von Tateinheit im Sinne von § 52 Abs. 1 StGB.
225. BGH 4 StR 540/18 – Beschluss vom 8. Januar 2019 (LG Waldshut-Tiengen)
227. BGH 4 StR 599/18 – Beschluss vom 15. Januar 2019 (LG Halle)