Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=X%20ZR%20182/05
Timestamp: 2019-04-26 01:17:12
Document Index: 201390808

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 651', '§ 6', '§ 651', '§ 6', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1626', 'BGH', '§ 6', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 25.07.2006 - X ZR 182/05 - dejure.org
BGB §§ 651a; BGB-InfoV § 6 Abs. 2 lit. i
Keine Verpflichtung des Reiseveranstalters, auf Reiseabbruchversicherung hinzuweisen
Keine Hinweispflicht des Reiseveranstalters oder Reisebüros auf Reiseabbruchversicherung
Abschluss eines Reisevertages; Beschränkung von Informationspflichten eines Reisebüros; Verpflichtung des Reiseveranstalters bzw. des vermittelnden Reisebüros zum Hinweis auf eine Reiserücktrittskosten- und eine Rücktransportkostenversicherung; Frage der Verpflichtung auf Hinweis auf eine Reiseabbruchversicherung
BGB § 651a; BGB-InfoV § 6 Abs. 2 lit. i
Pflicht des Reiseveranstalters und des vermittelnden Reisebüros zum Hinweis auf eine Reiseabbruchversicherung
Reiserecht - Keine Hinweispflicht auf Reiseabbruchversicherung
Reiserecht - Reisebüro nicht zum Hinweis auf eine Reiseabbruchversicherung verpflichtet
USA-Reise auf dem Hinflug abgebrochen - Reisebüro muss Kunden nicht über Reiseabbruchversicherung informieren
Reiserücktritt oder Reiseabbruch - das ist hier die Frage
Reisebüro muss nicht über umfassenden Versicherungsschutz aufklären
123recht.net (Pressemeldung, 25.7.2006)
Reisebüros müssen nicht über Reiseabbruchversicherung aufklären
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 25.07.2006, Az.: X ZR 182/05 (Keine Hinweispflicht des Reiseveranstalters oder Reisebüros auf Reiseabbruchversicherung)" von Dr. jur. Achim Seifert, original erschienen in: VuR 2006, 436 - 438.
AG Wuppertal, 04.02.2005 - 36 C 454/04
LG Wuppertal, 06.07.2005 - 8 S 15/05
BGH, 13.12.2005 - X ZR 105/05
NJW 2006, 3137
MDR 2007, 325
VersR 2006, 1655
Reiseveranstalter und damit der Vertragspartner des Reisevertrags ist derjenige, der aus der maßgeblichen Sicht eines durchschnittlichen Reisekunden als Vertragspartei eine Gesamtheit der Reiseleistungen in eigener Verantwortung zu erbringen verspricht (vgl. BGH, Urt. 24.11.1999 - I ZR 171/97, NJW 2000, 1639, 1640; Urt. v. 25.7.2006 - X ZR 182/05, RRa 2006, 266 ff. Rn. 11;… Urt. v. 19.7.2007 - X ZR 61/06, RRa 2007, 221 ff. Rn. 14).
Vielmehr ist bei der Beurteilung der Aufsichtspflicht gegenüber Minderjährigen maßgeblich zu berücksichtigen, dass die Eltern nach § 1626 Abs. 2 BGB den gesetzlichen Auftrag haben, ihre Kinder zu verantwortungsbewussten und selbstständig handelnden Erwachsenen zu erziehen, was eine mit zunehmender Reife des Kindes sukzessive größer werdende Gewährung von Freiraum zum "Entdecken von Neuland" voraussetzt (…vgl. BGH, Urt. v. 15.11.2012 aaO; Gebhardt, DAR 2006, 686; Lang, jurisPR-VerkR 19/2014 Anm. 2; ders., 51. Deutscher Verkehrsgerichtstag 2013, Schriftenreihe, 61, 79, 82, jew. m.w.N.).
Weder aus § 6 Abs. 2 lit. i BGB-InfoV noch aus der Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 25. Juli 2006 (X ZR 182/05) lässt sich eine andere Wertung herleiten.
Auch eine Reiseabbruchversicherung - anders als eine Reiserücktrittsversicherung - muss das Reisebüro nicht ansprechen (BGH NJW 2006, 3137).
Zwar ist der Inhaber eines Reisebüros grundsätzlich nur zur Beratung bei der Auswahl einer den Wünschen und Möglichkeiten des Reisenden entsprechenden Pauschalreise oder geeigneter Einzelreiseleistungen verpflichtet (BGH, Urt. v. 25.7.2006, NJW 2006, S. 3137).
Reiseveranstalter und damit Vertragspartner des Reisevertrag ist derjenige, der aus der maßgeblichen Sicht eines durchschnittlichen Reisekunden als Vertragspartei eine Gesamtheit der Reiseleistungen in eigener Verantwortung zu erbringen verspricht (BGH NJW 2000, 1639, 1640; NJW 2006, 3137).
Auch wenn dies der Fall war oder wenn die Beklagte ausnahmsweise auch als bloße Vermittlerin von Reiseleistungen hinsichtlich Informationen über Versicherungen die Pflichten eines Reiseveranstalters trafen (vgl. dazu BGH NJW 2006, 3137, 3138), führt dies nicht zu einer Pflichtverletzung der Beklagten.
LG Braunschweig, 25.02.2013 - 8 O 1695/12
Keine Beratungspflicht des Reisebüros über den Inhalt einer …
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist die Information über die Versicherung nicht Schwerpunkt der Reiseberatung, die Versicherung gegen Reiserisiken fällt in die Eigenverantwortung des Kunden, weshalb der Sorgfaltsmaßstab an Pflichten des Reisevermittlers nicht zu hoch angelegt werden darf (BGH X ZR 182/05).