Source: https://www.oeh.ac.at/faq?page=1
Timestamp: 2020-08-10 11:33:54
Document Index: 342280447

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 3', '§ 2', '§ 3', '§ 2', '§ 2', '§ 17', '§ 3', '§ 17', '§ 2']

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Corona-Härtefonds
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Um ab dem Wintersemester 2020/21 weiterhin Familienbeihilfe beziehen zu können, muss ich bis Herbst 2020 aus den vorangegangenen Semestern einen Leistungsnachweis von 16 / 24 ECTS-Punkten erbringen. Habe ich dafür jetzt ein Semester mehr Zeit?
Unserer Information nach, ja. In diesem Zusammenhang ist zu sagen, dass die neue Bestimmung des § 2 Abs 9 Familienlastenausgleichsgesetz (FLAG) nicht auf diese Frage eingeht, sondern die ursprüngliche Bestimmung § 2 Abs 1 lit b letzter Satz FLAG regelt, dass bei Vorliegen eines unvorhergesehenen oder unabwendbaren Ereignisses, das mindestens drei Monate andauert, der Nachweiszeitraum um ein Semester verlängert werden kann. Momentan gehen wir daher davon aus, dass wer normalerweise bis 30. November 16 ECTS-Punkte bzw. 8 Semesterwochenstunden aus den letzten zwei Semestern oder 24 ECTS-Punkte bzw. 12 Semesterwochenstunden aus den letzten drei Semestern vorlegen müsste, für den Leistungsnachweis ein Semester länger Zeit hat.
Ich beziehe im Sommersemester 2020 für mein 8. Studiensemester die Familienbeihilfe. Bekomme ich automatisch ein weiteres Semester Familienbeihilfe?
Ja. Grundsätzlich beträgt die Anspruchsdauer auf Familienbeihilfe bei abschnittsunabhängigen Studien die gesetzlich vorgesehene Studiendauer zuzüglich zwei Toleranzsemester (z.B. 8 Semester für Bachelorstudien). Die neue Bestimmung § 2 Abs 9 lit b FLAG sieht nun vor: „Die Anspruchsdauer nach Abs. 1 lit. b (…) verlängert sich im Zusammenhang mit der COVID-19-Krise, unabhängig von der Dauer der Beeinträchtigung durch die Krise, nach Maßgabe folgender Bestimmungen: (…) b) für volljährige Kinder, die eine in § 3 des Studienförderungsgesetzes genannte Einrichtung besuchen, (…) über die Altersgrenze und die Studiendauer, für die nach Abs. 1 Anspruch auf Familienbeihilfe besteht, hinaus um ein weiteres Semester oder um ein weiteres Ausbildungsjahr, bei einem vor Erreichung der Altersgrenze begonnenem Studium infolge der COVID-19-Krise.“
Ich bin im April 2020 24 Jahre alt geworden und mir wurde dennoch die Familienbeihilfe weiter ausbezahlt. Ist das richtig?
Ja. Grundsätzlich ist die maximale Altersgrenze der 24. Geburtstag bzw. bei Ableistung des Präsenzdienstes, Zivildienstes oder bei Vorliegen einer Schwangerschaft der 25. Geburtstag. Darüber hinaus kann nun in der Regel 6 Monate länger die Familienbeihilfe bezogen werden. Die neue Bestimmung § 2 Abs 9 lit b FLAG sieht nun vor: „Die Anspruchsdauer nach Abs. 1 lit. b (…) verlängert sich im Zusammenhang mit der COVID-19-Krise, unabhängig von der Dauer der Beeinträchtigung durch die Krise, nach Maßgabe folgender Bestimmungen: (…) b) für volljährige Kinder, die eine in § 3 des Studienförderungsgesetzes genannte Einrichtung besuchen, (…) über die Altersgrenze und die Studiendauer, für die nach Abs. 1 Anspruch auf Familienbeihilfe besteht, hinaus um ein weiteres Semester oder um ein weiteres Ausbildungsjahr, bei einem vor Erreichung der Altersgrenze begonnenem Studium infolge der COVID-19-Krise.“
Bekomme ich jetzt im Sommersemester 2020 Familienbeihilfe, auch wenn ich gar keine Kurse belege? An meiner Universität ist es derzeit nicht möglich, Prüfungen abzulegen oder Kurse zu absolvieren.
Wir gehen davon aus, ja. § 2 Abs 9 FLAG geht jedoch nicht genau auf diese Frage ein. Sobald wieder (Fern-)Lehrveranstaltungen angeboten werden, sollten diese jedenfalls in Anspruch genommen und das Studium wieder aufgenommen werden.
Ich würde gerne mein Studium wechseln. Wird das Sommersemester 2020 bei der Beurteilung berücksichtigt oder könnte die Familienbeihilfe eingestellt werden?
Unserer Information nach, nein. Aber auch auf diese Frage geht die neue Bestimmung des § 2 Abs 9 FLAG nicht ein. Im Zusammenhang mit der Familienbeihilfe sind grundsätzlich die Regelungen über den Studienwechsel nach § 17 Studienförderungesetz (StudFG) anzuwenden. Nun sieht dazu § 3 Abs 6 der neuen Covid-19-Vordnung zur Studienbeihilfe (C-StudFV) vor: „Für die Folgen eines Studienwechsels gemäß § 17 Abs. 1 Z 2 und Abs. 3 StudFG bleibt das Sommersemester 2020 außer Betracht.“ In der Regel sind Studienwechsel vor dem 3. inskribierten Semester vorzunehmen, da ansonsten ein verspäteter Studienwechsel vorliegt, der zu einer „Wartezeit“ bis zum Wiedererlangen des Anspruches im neuen Studium führt. Das Sommersemester 2020 soll jedoch aufgrund der Corona-Krise außer Betracht bleiben.
Erhalte ich die Familienbeihilfe auch während des außerordentlichen Zivil- oder Milizdienstes?
Unserer Information nach, ja. Jedoch ist in diesem Zusammenhang zu sagen, dass § 2 Abs 9 FLAG nicht auf diese Frage eingeht. Zu beachten ist, dass das Studium, sofern möglich, weiter betrieben und jedenfalls nach Ende der Krisensituation wieder voll aufgenommen werden sollte. Bitte beachte auch, dass dies nicht für den Bezug der Studienbeihilfe gilt!