Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OVG%20Rheinland-Pfalz&Datum=18.02.2010&Aktenzeichen=1%20A%2010973/09
Timestamp: 2019-08-21 21:35:56
Document Index: 270096816

Matched Legal Cases: ['§ 10', '§ 13', '§ 24', '§ 24', '§ 138', '§ 779']

OVG Rheinland-Pfalz, 18.02.2010 - 1 A 10973/09.OVG - dejure.org
OVG Rheinland-Pfalz, 18.02.2010 - 1 A 10973/09.OVG
https://dejure.org/2010,3934
OVG Rheinland-Pfalz, 18.02.2010 - 1 A 10973/09.OVG (https://dejure.org/2010,3934)
OVG Rheinland-Pfalz, Entscheidung vom 18.02.2010 - 1 A 10973/09.OVG (https://dejure.org/2010,3934)
OVG Rheinland-Pfalz, Entscheidung vom 18. Februar 2010 - 1 A 10973/09.OVG (https://dejure.org/2010,3934)
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§ 10 Abs 1 BBodSchG, § 13 Abs 6 BBodSchG, § 24 Abs 1 BBodSchG, § 24 Abs 2 BBodSchG, § 138 Abs 1 BGB
Vollstreckungsrecht; Einwendungen gegen bestandskräftigen Sanierungsbescheid; Bodenschutzrecht
Möglichkeit der Geltendmachung von Mängeln eines öffentlich-rechtlichen Vertrags gegen einen auf dessen Grundlage erlassenen bestandskräftigen Sanierungsbescheid; Festhalten an einem Vergleichsvertrag als Verstoß gegen die Grundsätze von Treu und Glauben sowie als gleichzeitige Durchbrechung des Grundsatzes der Vertragstreue; Auswirkungen der Heranziehung eines Zustandsstörers zu Kosten einer Ersatzvornahme aufgrund Sanierungsbescheides auf weitere Ermessenserwägungen zur Heranziehung eines anderen Pflichtigen; Möglichkeit der Aufrechnung einer Forderung auf Rückerstattung gegen Kosten einer Ersatzvornahme aufgrund eines bestandskräftigen Sanierungsbescheids
VG Koblenz, 26.02.2009 - 1 K 390/08
DVBl 2010, 862
Mit dieser Regelung hat der Gesetzgeber dem Umstand Rechnung getragen, dass die Anforderungen an das ordnungsbehördliche Auswahlermessen nicht überspannt werden dürfen (OVG Rheinland-Pfalz, U. v. 18.2.2010 - 1 A 10973/09.OVG -, juris;… VG Trier, U. v. 24.7.2014 - 6 K 1786/13.TR -, Rn. 29, juris).
Aus der Vorschrift des § 779 BGB folgt aber weiter, dass die Vergleichsparteien beim Abschluss eines Prozessvergleichs das Risiko dafür übernehmen, dass einseitige Bewertungen oder ungewisse Umstände, deren Bedeutung, Auswirkung und Einschätzung sie zur Streitbeilegung - vergleichsweise - geregelt haben, ggf. anders als erwartet zum Tragen kommen; d. h. verbindet ein Verfahrensbeteiligter mit vergleichsweise getroffenen Regelungen (einseitige) Erwartungen, die später nicht eintreten, so ist er an den Prozessvergleich gebunden (…VGH München, a.a.O.; vgl. OVG Koblenz, Urt. v. 18.2.2010, 1 A 10973/09, juris Rn. 68;… VG Berlin, Gerichtsbescheid v. 6.8.2013, 3 K 260/12, juris Rn. 21).
Mit dieser Regelung hat der Gesetzgeber dem Umstand Rechnung getragen, dass die Anforderungen an das ordnungsbehördliche Auswahlermessen nicht überspannt werden dürfen (OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 18. Februar 2010 - 1 A 10973/09.OVG -, Urteilsabdruck S. 15).