Source: http://www.nauen.de/dienstleistung/anzeigen/id/4075/sterbefall,-beurkunden.html
Timestamp: 2020-04-04 11:23:08
Document Index: 281212705

Matched Legal Cases: ['§ 28', '§ 29', '§ 31', '§ 5', '§ 8', '§ 62', '§ 4', '§ 5', '§ 2', '§ 4']

Nauen - Sterbefall, beurkunden
Wer ist für die Anzeige eines Sterbefalles verantwortlich?
Das ist davon abhängig, wo der Sterbefall eigetreten ist; in Einzelfällen spielen auch nähere Umstände des Todes eine Rolle. In jedem Fall muss aber die Anzeige beim Standesamt innerhalb von 3 Werktagen erfolgen.
Trat der Tod in einer Klinik oder einem Pflegeheim ein, zeigt ihn die jeweilige Einrichtung an.
Trat der Tod außerhalb einer Einrichtung ein, ist jede Person für die Anzeige zuständig, die mit dem Verstorbenen in häuslicher Gemeinschaft gelebt hat, ferner derjenige, in dessen Wohnung sich der Sterbefall ereignet hat, sowie jede andere Person, die bei dem Tod zugegen war oder von dem Sterbefall aus eigenem Wissen unterrichtet ist – in der Praxis wird deshalb meist ein Bestattungsunternehmen von den Angehörigen mit der Anzeige des Sterbefalles beauftragt.
Finden über den Tod amtliche Ermittlungen statt (z.B. nach Unfällen), zeigt die ermittelnde Behörde an.
Angezeigt wird immer dem Standesamt, in dessen Zuständigkeitsbereich sich der Sterbefall ereignet hat.
(§ 28, § 29 PStG)
Ein Sterbefall bringt neben der Trauer auch einige Behördengänge mit sich. In der Regel wenden sich die Angehörigen an einen Bestatter, der ihnen zahlreiche Wege abnimmt und auch weiß, welche Dokumente für die Beurkundung im Standesamt benötigt werden. Wer im Sterbefall schnellen Zugriff auf alle notwendigen Dokument hat, spart sich sehr viel Mühe.
Personalausweis oder Reisepass des Verstorbenen; bei Ausländern Reisepass
Der Verstorbene war ledig: Geburtsurkunde
Der Verstorbene war verheiratet oder lebte in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft: Ehe- bzw. Lebenspartnerschaftsurkunde
Die Ehe bzw. die Lebenspartnerschaft war gerichtlich aufgelöst: zusätzlich rechtskräftiger Gerichtsbeschluss oder eine neue Ehe- oder Lebenspartnerschaftsurkunde mit Auflösungsvermerk
Ehe- oder Lebenspartner ist vorverstorben: zusätzlich zur Ehe- bzw. Lebenspartnerschaftsurkunde die Sterbeurkunde des Partners oder eine neue Ehe- bzw. Lebenspartnerschaftsurkunde mit Vermerk über den Tod des Partners
Ehe- und Lebenspartnerschaftsurkunden, die ab 2009 ausgestellt wurden, sind immer mit einer Geburtsurkunde zu ergänzen!
(§ 31 PStG; § 5, § 8 PStV)
Wer bekommt Sterbeurkunden?
Der Kreis der Personen, die Sterbeurkunden bekommen dürfen, ist eingeschränkt. In jedem Fall sind Eltern, Ehe- und (eingetragene!) Lebenspartner, Geschwister, Kinder und Enkel berechtigt, Urkunden zu bekommen.
Nichten, Neffen, Onkel, Tanten, Cousinen, Cousins, Stief- und Schwiegerkinder, aber auch Lebensgefährten sind hingegen nicht automatisch berechtigt, Urkunden zu erhalten. Auch als Betreuer eingesetzte Personen müssen bedenken, dass die Betreuung in der Regel mit dem Tod erlischt; auch sie sind dann nicht mehr empfangsberechtigt. Dieser Personenkreis muss sein rechtliches Interesse glaubhaft machen. Dies könnte z.B. mit einer Generalvollmacht des Verstorbenen geschehen, die dem Standesamt immer im Original vorgelegt werden muss.
(§ 62 PStG)
Müssen alle Papiere im Original vorgelegt werden?
(§ 4, § 5 PStV)
Jede Sterbeurkunde kostet 10 Euro. Jede weitere Urkunde, die im selben Arbeitsgang angefertigt wird, kostet die Hälfte – also kosten 2 Urkunden 15 Euro und 3 Urkunden kosten 20 Euro usw.
Sie haben für die Vorlage beim Standesamt Personenstandsurkunden aus anderen Staaten?
(§ 2, § 4 PStV)