Source: https://gmbhg.kommentar.de/Abschnitt-3/Beschraenkungen-der-Vertretungsbefugnis/Abgrenzungen-Kasuistik
Timestamp: 2020-07-02 12:34:08
Document Index: 270161330

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 46', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 37', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Stand: 27.06.2020 (Gesetz) ; 17.09.2015 (Kommentierung)
BGH, Urteil vom 24. September 2013 – XI ZR 204/12
Der Geschäftsführer einer GmbH überschreitet seine Vertretungsmacht auch im Innenverhältnis nicht, wenn er zugleich als Alleingesellschafter der GmbH einen nach § 46 Nr. 1 GmbHG erforderlichen Beschluss fasst, wonach die GmbH ihren Schadensersatzanspruch aus fehlerhafter Anlageberatung an die Ehefrau des Geschäftsführers abtritt.BGH, Urteil vom 24. September 2013 – XI ZR 204/12, http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&nr=65635&pos=0&anz=1.
BGH, Urteil vom 31. Mai 2011 – II ZR 109/10
Die ordentliche Kündigung eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags ist keine Geschäftsführungsmaßnahme, sondern bedarf als Eingriff in die Organisationsstruktur der beherrschten Gesellschaft eines Beschlusses.BGH, Urteil vom 31. Mai 2011 – II ZR 109/10, http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&sid=f22382e81ae580d58f270b6c339cff94&nr=57056&pos=0&anz=1.
BGH, Hinweisbeschluss vom 10. April 2006 - II ZR 337/05
Eine durch Gesellschafterbeschluss begründete Beschränkung der Befugnis des GmbH-Geschäftsführers, die Gesellschaft zu vertreten, führt bei Erkennbarkeit für den Vertragspartner zu einer Beschränkung der Vertretungsmacht, ohne dass es darauf ankommt, ob der Geschäftsführer zum Nachteil der Gesellschaft handelt.BGH, Hinweisbeschluss vom 10. April 2006 - II ZR 337/05, http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&nr=36805&pos=0&anz=1.
BGH, Urteil vom 16. Dezember 2004 – III ZR 119/04
Der Geschäftsführer der Komplementär GmbHs von 26 Objektgesellschaften ist nicht dazu befugt, die als Kommanditgesellschaften organisierten Klinik-Unternehmen einzeln oder insgesamt zu verkaufen.BGH, Urteil vom 16 Dezember 2004 – III ZR 119/04, http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&sid=c8d3041df8a10271d98a03edc4afecb5&nr=31422&pos=0&anz=1.
BGH, Urteil vom 5. November 2003 - VIII ZR 218/01
Eine Vereinbarung zwischen den Geschäftsführern zweier Gesellschaften mbH, nach der durch eine Zahlung auf ein Kreditkonto der Gläubigerin eine Forderung derselben gegen die Schuldnerin aus Warenlieferungen getilgt werden soll, ist grundsätzlich wirksam; haben die Beteiligten dabei aber „hinter dem Rücken” der Vertretenen und zu deren Schaden gehandelt, ist die Absprache sittenwidrig und nichtig; im Falle eines Missbrauchs der Vertretungsmacht des einen Teils und Kenntnis oder grob fahrlässiger Unkenntnis des anderen Geschäftsführers hiervon kann die vertretene Gesellschaft den Einwand unzulässiger Rechtsausübung erheben.BGH, Urteil vom 5.November 2003 - VIII ZR 218/01, http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&nr=27715&pos=0&anz=1.
BGH, Urteil vom 30. März 2001 – V ZR 27/00
Ist dem Vertragspartner einer GmbH bekannt oder muss es sich ihm aufdrängen, dass der Geschäftsführer die Grenzen missachtet, die seiner Vertretungsbefugnis im Innenverhältnis gezogen sind, ist ihm die Berufung auf die Wirksamkeit eines mit dem Geschäftsführer abgeschlossenen Vertrags verwehrt.BGH, Urteil vom 30 März 2001 – V ZR 27/00, http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&sid=b91e88b53400f8d0ce2f6acb69e663ed&nr=21035&pos=0&anz=1.
BGH, Urteil vom 23. Juni 1997 – II ZR 353/95
Wenn der Geschäftsführer bei Abschluss eines Vertrages den Zustimmungsvorbehalt anderer Gesellschaftsorgane zum Gegenstand der mit dem Dritten vereinbarten Regelung macht, findet § 37 Abs. 2 GmbHG keine Anwendung.BGH, Urteil vom 23. Juni 1997 – II ZR 353/95, https://www.jurion.de/Urteile/BGH/1997-06-23/II-ZR-353_95.
Ein Geschäftsführer darf eine langjährig praktizierte Geschäftspolitik (nahezu ausschließliche Zusammenarbeit mit einem bestimmten anderen Unternehmen) nicht ändern, ohne die Zustimmung der Gesellschafterversammlung einzuholen.BGH, Urteil vom 25. Februar 1991 – II ZR 76/90, https://www.jurion.de/Urteile/BGH/1991-02-25/II-ZR-76_90.
BGH, Urteil vom 14. März 1988 - II ZR 211/87
Ist aufgrund Gesetz oder Satzung zur Ausführung eines Geschäfts gegenüber Dritten im Innenverhältnis ein Beschluss der Gesellschafter der GmbH erforderlich, so greifen die Grundsätze über den Missbrauch der Vertretungsmacht ein, wenn der Dritte weiß oder sich ihm aufdrängen muss, dass der Geschäftsführer handelt, ohne dass dieser Beschluss vorliegt; das gilt auch, wenn der Geschäftsführer zugleich Gesellschafter ist und als solcher formal über die Mehrheit der Stimmen verfügt.BGH, Urteil vom 14. März 1988 - II ZR 211/87.
BGH, Urteil vom 05. Dezember 1983 - II ZR 56/82
Wer mit dem Geschäftsführer einer GmbH zusammenwirkt, um ein Geschäft, das mit Rücksicht auf seine Größenordnung und Bedeutung der Gesellschafterversammlung unterbreitet werden müsste, dort aber keine mehrheitliche Zustimmung finden würde, hinter dem Rücken eines Gesellschafters durchzuführen, kann sich nach Treu und Glauben nicht darauf berufen, in Erfüllung eines formal wirksam erteilten Auftrages gehandelt zu haben; er muss sich vielmehr wie ein Geschäftsführer ohne Auftrag behandeln lassen.BGH, Urteil vom 05. Dezember 1983 - II ZR 56/82.