Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGH%20XI%20ZR%2056/05
Timestamp: 2020-01-28 12:35:01
Document Index: 339961096

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 823', '§ 31', '§ 276', '§ 676', '§ 31', 'BGH', '§ 31', '§ 276', 'BGH', '§ 31', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 31', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 37', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 37', 'BGH', 'BGH', '§ 37', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 5']

BGH, 19.12.2006 - XI ZR 56/05 - dejure.org
https://dejure.org/2006,6
BGH, 19.12.2006 - XI ZR 56/05 (https://dejure.org/2006,6)
BGH, Entscheidung vom 19.12.2006 - XI ZR 56/05 (https://dejure.org/2006,6)
BGH, Entscheidung vom 19. Dezember 2006 - XI ZR 56/05 (https://dejure.org/2006,6)
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Umfang der Aufklärungspflicht von Banken über Rückvergütungen gegenüber Kunden bei Beratung über Kapitalanlagen und Empfehlung von Fondsanteilen; Schutzgesetzcharakter im Sinne des § 823 Abs. 2 BGB der §§ 31 ff. Wertpapierhandelsgesetz (WpHG); Verjährungsfrist bei ...
Aufklärungspflicht der Bank über Kick-backs
Pflicht zur Offenlegung von Rückvergütungen; Kick Backs
Aufklärungspflicht der Bank über Rückvergütungen aus jährlichen Verwaltungsgebühren und Ausgabeaufschlägen auf Fondsanteile; Kapitalanlageberatung
Aufklärungspflicht der Bank über verdeckte Rückvergütungen aus Ausgabeaufschlägen und Verwaltungsgebühren für von ihr empfohlene Investmentfondsanteile
BGB § 276 § 676; WpHG § 31 Abs. 1 Nr. 2
Aufklärungspflichten einer Bank hinsichtlich Rückvergütungen aus Ausgabeaufschlägen und jährlichen Verwaltungsgebühren einer empfohlenen Fondsanlage
Kapitalanlagerecht - Aufklärung der Bankkunden über eine Rückvergütung
Bank muss auf verdeckte Rückvergütung hinweisen!
Anlagevermittlung - Bank muss auf verdeckte Rückvergütung hinweisen!
Anlagevermittlung - Beratende Bank muss über Rückvergütungen aufklären
Wichtige Informationen für Kapitalanleger - durch verschleierte "Kickbacks" können Kapitalanlegern enorme Summen entgehen!
Aufklärungspflicht von Banken bei Empfehlung von Fondsanteilen
Banken müssen Anleger über Rückvergütungen bei Aktienerwerb aufklären
Banken und andere Anlagevermittler müssen über Rückvergütungen (kickbacks) aufklären
Bankrecht - Beratung bei Vermögensanlage - Aufklärungspflicht über Rückvergütung
Zur Aufklärungspflicht von Banken bei kick-backs
Banken missachten Transparenzpflicht bei Provisionen - Initiative Finanzmarktwächter der Verbraucherzentralen veröffentlicht Untersuchung
Banken müssen versteckte Provisionen bei Vermittlung von Kapitalanlagen angeben -
Entscheidung zur Transparenz bei der Anlageberatung - Informationspflicht der Banken über eigene Rückvergütungen
Bankrecht: Wie ist die Beweislast beim Verschweigen von verdeckten Rückvergütungen?
Provisionen verschwiegen - Kapitalanleger können Schadenersatz fordern
Verschärfte Rechtsprechung zur Aufklärung über Kick-Backs in Anlageberatung und Vermögensverwaltung
Kapitalanleger - durch verschleierte Kickbacks können Kapitalanlegern enorme Summen entgehen!
Hat Ihre Bank etwa für die Ihnen empfohlenen Fonds, Zertifikate und andere Wertpapiere Provisionen erhalten?
Banken müssen Rückvergütungen beim Fondsverkauf offenlegen
Bundesgerichtshof zwingt Banken zur Offenlegung von anfallenden Vertriebsprovisionen für Anlageprodukte - Grundsatzentscheidung des BGH zu "Kickbacks"
WpHG § 31 Abs. 1 Nr. 2; BGB §§ 276, 823 Abs. 2
Aufklärungspflicht der Bank über "kick-backs"
Offenlegungspflicht der Bank hinsichtlich Rückvergütungen
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 19.12.2006, Az.: XI ZR 56/05 (Aufklärungspflicht der Bank über Kick-backs)" von RA Dr.Volker Lang und RA Dr. Peter Balzer, original erschienen in: ZIP 2007, 521 - 525.
Kurznachricht zu "Die Kick-back-Rechtsprechung - ein Irrweg?" von RA Dr. Hervé Edelmann, original erschienen in: BB 2010, 1163 - 1172.
Zusammenfassung von "Zur Anwendbarkeit des § 31d WpHG auf Gewinnmargen im Finanzinstrumentenvertrieb" von RA Dr. Florian Schumacher, original erschienen in: WM 2011, 678 - 682.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 19.12.2006, Az.: XI ZR 56/05 (Aufklärungspflicht der anlageberatenden Bank über Kickbacks)" von RA Prof. Dr. Frank A. Schäfer, LL.M. und RAin Dr. Ulrike Schäfer, LL.M., original erschienen in: BKR 5/2007, 163 - 166.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 19.12.2006, Az.: XI ZR 56/05 (Aufklärungspflicht der Bank bei Empfehlung von Fondsanteilen)" von RA Patrick J. Elixmann, LL.M., original erschienen in: BB 2007, 904 - 905.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 19.12.2006, Az.: XI ZR 56/05 (Aufklärungspflicht der Banken über Kickbacks)" von RA Dr. Jochen Weck, original erschienen in: AG-Report 2007, 166 - 167.
Zusammenfassung von "Aufklärung über "Kick-backs" in der Anlagenberatung: Anmerkungen zum BGH-Urteil vom 19.12.2006 = WM 2007, 487" von RA Dr. Max Nikolaus & RA Stefan d' Oleire, original erschienen in: WM 2007, 2129 - 2135.
Kurznachricht zu "Aufklärungspflichten der Bank bei Innenprovisionsgestaltungen" von RA Dr. Till Brocker, original erschienen in: BKR 2007, 365 - 370.
Zusammenfassung von "Sind Vertriebsvergütungen von Emittenten an Kreditinstitute geschäftsbesorgungsrechtlich an den Kunden herauszugeben?" von Prof. Dr. Walther Hadding, original erschienen in: ZIP 2008, 529 - 538.
Kurznachricht zu "Konzerninterne Kick-Backs, § 31d WpHG und die juristische Meinungsbildung" von RA Georg Jäger, original erschienen in: AG-Report 2008 Heft 11.
ZIP 2005, 656
ZIP 2007, 518 m.Anm. Lang/Balzer
BB 2007, 904 LS
Sie muss daher Interessenkollisionen, die das Beratungsziel in Frage stellen und die Kundeninteressen gefährden, vermeiden bzw. diese offen legen (Senatsurteil vom 19. Dezember 2006 - XI ZR 56/05, BGHZ 170, 226 Rn. 23, Beschlüsse vom 20. Januar 2009 - XI ZR 510/07, WM 2009, 405 Rn. 12 f. …und vom 29. Juni 2010 - XI ZR 308/09, WM 2010, 1694 Rn. 5).
Für die Vergangenheit hat der Senat eine solche Aufklärungspflicht nur in zwei Fallgruppen bejaht, nämlich erstens bei verdeckt geflossenen Rückvergütungen (u.a. Senatsurteile vom 19. Dezember 2006 - XI ZR 56/05, BGHZ 170, 226 Rn. 22 f. …und vom 8. Mai 2012 - XI ZR 262/10, BGHZ 193, 159 Rn. 17 sowie Senatsbeschlüsse vom 20. Januar 2009 - XI ZR 510/07, WM 2009, 405 Rn. 12 …und vom 9. März 2011 - XI ZR 191/10, WM 2011, 925 Rn. 20) und zweitens, wenn bei der entgeltlichen Kaufkommission eine verdeckte Vertriebsprovision vom Verkäufer gezahlt wird (…Senatsurteil vom 24. September 2013 - XI ZR 204/12, WM 2013, 2065 Rn. 24 ff.).
Nur bei Kenntnis auch der Höhe des anfänglichen negativen Marktwerts kann der Kunde das eigene Interesse der Bank an der Empfehlung des Swap-Vertrags richtig einschätzen (vgl. Senatsurteile vom 19. Dezember 2006 - XI ZR 56/05, BGHZ 170, 226 Rn. 24…, vom 26. Februar 2013 - XI ZR 498/11, BGHZ 196, 233 Rn. 15…, vom 24. September 2013 - XI ZR 204/12, WM 2013, 2065 Rn. 26…, vom 4. Februar 2014 - XI ZR 398/12, BKR 2014, 200 Rn. 11 …und vom 8. April 2014 - XI ZR 341/12, WM 2014, 1036 Rn. 28).
Da das Berufungsgericht - von seinem Rechtsstandpunkt aus folgerichtig - aber keine Feststellungen zu der von der Klägerin behaupteten Vorsatzhaftung getroffen hat, die ihrerseits nicht unter die Verjährungsfrist des § 37a WpHG aF fällt (vgl. Senatsurteile vom 8. März 2005 - XI ZR 170/04, BGHZ 162, 306, 312, vom 19. Dezember 2006 - XI ZR 56/05, BGHZ 170, 226 Rn. 20 …und vom 12. Mai 2009 - XI ZR 586/07, WM 2009, 1274 Rn. 18), kann der Senat die Frage der Verjährung nicht abschließend beantworten.
a) Nach der gefestigten Rechtsprechung des Senats ist eine Bank aus dem Anlageberatungsvertrag verpflichtet, über die von ihr vereinnahmte Rückvergütung aus offen ausgewiesenen Vertriebsprovisionen ungefragt aufzuklären (…Senatsbeschlüsse vom 9. März 2011 - XI ZR 191/10, WM 2011, 925 Rn. 20 …und vom 20. Januar 2009 - XI ZR 510/07, WM 2009, 405 Rn. 12 f.; Senatsurteil vom 19. Dezember 2006 - XI ZR 56/05, BGHZ 170, 226 Rn. 22 f.).
Hierdurch kann beim Anleger zwar keine Fehlvorstellung über die Werthaltigkeit der Anlage entstehen, er kann jedoch das besondere Interesse der beratenden Bank an der Empfehlung gerade dieser Anlage nicht erkennen (…Senatsbeschluss vom 9. März 2011 - XI ZR 191/10, WM 2011, 925 Rn. 25; die dagegen gerichtete Verfassungsbeschwerde hat das BVerfG, ZIP 2012, 164 nicht zur Entscheidung angenommen;… ferner Senatsbeschluss vom 20. Januar 2009 - XI ZR 510/07, WM 2009, 405 Rn. 12 f.; Senatsurteil vom 19. Dezember 2006 - XI ZR 56/05, BGHZ 170, 226 Rn. 22).
b) Danach handelt es sich hier - entgegen der Auffassung der Revision - um aufklärungspflichtige Rückvergütungen (…für denselben Fonds bereits Senatsbeschluss vom 9. März 2011 - XI ZR 191/10, WM 2011, 925 Rn. 21 ff.; die dagegen gerichtete Verfassungsbeschwerde hat das BVerfG, ZIP 2012, 164 nicht zur Entscheidung angenommen;… ferner Senatsbeschluss vom 20. Januar 2009 - XI ZR 510/07, WM 2009, 405 Rn. 12 f.; Senatsurteil vom 19. Dezember 2006 - XI ZR 56/05, BGHZ 170, 226 Rn. 22).
Auf einen Abfluss aus dem Agio kommt es nicht entscheidend an (…Senatsbeschluss vom 9. März 2011 - XI ZR 191/10, WM 2011, 925 Rn. 24;… die dagegen gerichtete Verfassungsbeschwerde hat das BVerfG, ZIP 2012, 164 Rn. 25 nicht zur Entscheidung angenommen;… ferner Senatsbeschluss vom 20. Januar 2009 - XI ZR 510/07, WM 2009, 405 Rn. 12 f.; Senatsurteil vom 19. Dezember 2006 - XI ZR 56/05, BGHZ 170, 226 Rn. 22).
Nach der Senatsrechtsprechung kommt den in erster Linie aufsichtsrechtlichen Regeln des WpHG folglich keine eigenständige schadensersatzrechtliche Bedeutung zu (Senatsurteile vom 19. Dezember 2006 - XI ZR 56/05, BGHZ 170, 226 Rn. 18 …und vom 19. Februar 2008 - XI ZR 170/07, BGHZ 175, 276 Rn. 16).
a) Verletzt ein Wertpapierdienstleistungsunternehmen seine Pflicht, den Kunden über Rückvergütungen aufzuklären, trägt es die Darlegungs- und Beweislast dafür, dass es nicht vorsätzlich gehandelt hat, auch dann, wenn seine Haftung für fahrlässiges Handeln nach § 37a WpHG verjährt ist (Fortführung von BGHZ 170, 226).
Auf die Revision des Klägers hat der erkennende Senat mit Urteil vom 19. Dezember 2006 (BGHZ 170, 226) das Berufungsurteil aufgehoben, weil die Beklagte durch das Verschweigen der Rückvergütungen den zwischen der Zedentin und der Beklagten zustande gekommenen Beratungsvertrag verletzt hat und ein etwaiger Schadensersatzanspruch der Zedentin aus vorsätzlichem Handeln der Beklagten nicht nach § 37a WpHG verjährt ist.
Hinsichtlich der Produkte, bei denen keine Rückvergütungen gezahlt wurden, muss der Anleger darlegen und beweisen, dass er bei gehöriger Aufklärung insgesamt den Geschäftskontakt mit der beratenden Bank abgebrochen und auch die Produkte nicht erworben hätte, bei denen keine Rückvergütungen geflossen sind (vgl. Senatsurteil vom 19. Dezember 2006 - XI ZR 56/05, WM 2007, 487, Tz. 27, insoweit in BGHZ 170, 226 nicht abgedruckt).
(2) Nach der Rechtsprechung des Senats ist eine Bank aus dem Beratungsvertrag ferner verpflichtet, über ihr zufließende Rückvergütungen aus Vertriebsprovisionen aufzuklären (vgl. Senatsurteil vom 19. Dezember 2006 - XI ZR 56/05, BGHZ 170, 226 Rn. 22 f.;… Senatsbeschlüsse vom 20. Januar 2009 - XI ZR 510/07, WM 2009, 405 Rn. 12 f. …und vom 9. März 2011 - XI ZR 191/10, WM 2011, 925 Rn. 20).
Aufklärungspflichtige Rückvergütungen liegen dann vor, wenn beispielsweise Teile der Ausgabeaufschläge oder Verwaltungsgebühren, die der Kunde an einen Dritten zahlt, hinter seinem Rücken an die beratende Bank - regelmäßig umsatzabhängig - zurückfließen, so dass diese ein für den Kunden nicht erkennbares besonderes Interesse hat, gerade dieses Produkt zu empfehlen (Senatsurteil vom 19. Dezember 2006 - XI ZR 56/05, BGHZ 170, 226 Rn. 22;… Senatsbeschlüsse vom 20. Januar 2009 - XI ZR 510/07, WM 2009, 405 Rn. 12 f. …und vom 9. März 2011 - XI ZR 191/10, WM 2011, 925 Rn. 25).
Nach der Rechtsprechung des erkennenden Senats (vgl. Urteil vom 19. Dezember 2006 - XI ZR 56/05, BGHZ 170, 226 Rn. 18) bewirken aufsichtsrechtliche Bestimmungen regelmäßig weder eine Begrenzung noch eine Erweiterung der zivilrechtlich zu beurteilenden Haftung des Anlageberaters (…vgl. auch Ellenberger in Ellenberger/Schäfer/Clouth/Lang, Praktikerhandbuch Wertpapier- und Derivategeschäft, 3. Aufl. Rn. 981).
Nach der Rechtsprechung des erkennenden Senats (vgl. Urteil vom 19. Dezember 2006 - XI ZR 56/05, BGHZ 170, 226 Rn. 18) bewirken aufsichtsrechtliche Bestimmungen regelmäßig weder eine Begrenzung noch eine Erweiterung der zivilrechtlich zu beurteilenden Haftung des Anlageberaters (…vgl. auch Ellenberger in Ellenberger/Schäfer/Clouth/Lang, Praktikerhandbuch Wertpapier- und Derivategeschäft, 3. Aufl., Rn. 981).
Selbst wenn dem Oberlandesgericht Frankfurt zu folgen wäre, ergäbe sich daraus nichts für die - ebenfalls aufklärungsbedürftige (Senatsurteil vom 19. Dezember 2006 - XI ZR 56/05, BGHZ 170, 226 Rn. 24) - Höhe der an die Beklagte geflossenen Rückvergütung (…ebenso OLG München, BKR 2010, 479 Rn. 27; das verkennt LG Bremen, WM 2010, 798, 800 f.).
bb) Zu Recht hat das Berufungsgericht weiter angenommen, dass die Beklagte aus dem Beratungsvertrag verpflichtet war, den Zedenten über an sie fließende Rückvergütungen aus Vertriebsprovisionen aufzuklären (vgl. Senatsurteile vom 19. Dezember 2006 - XI ZR 56/05, BGHZ 170, 226 Rn. 22 f.;… vom 12. Mai 2009 - XI ZR 586/07, WM 2009, 1274 Rn. 11 …und vom 27. Oktober 2009 - XI ZR 338/08, WM 2009, 2306 = ZIP 2009, 2380 Rn. 31;… Senatsbeschlüsse vom 20. Januar 2009 - XI ZR 510/07, WM 2009, 405 Rn. 13 …und vom 29. Juni 2010 - XI ZR 308/09, WM 2010, 1694 Rn. 5).
Soweit als Quelle der Rückvergütungen "Ausgabeaufschläge und Verwaltungsvergütungen" genannt werden, ist das - entgegen der Annahme der Revision - nicht abschließend, sondern - in Anknüpfung an das grundlegende Senatsurteil vom 19. Dezember 2006 - XI ZR 56/05 (BGHZ 170, 226) - nur beispielhaft gemeint.
Insbesondere auch die Höhe der Rückvergütung muss aber nach der Senatsrechtsprechung von der Bank ungefragt offen gelegt werden (Senatsurteil vom 19. Dezember 2006 - XI ZR 56/05, BGHZ 170, 226 Rn. 24; dies verkennt LG Bremen, WM 2010, 798, 800 f.).
Der Aufklärungspflichtige muss beweisen, dass der Anleger die Kapitalanlage auch bei ordnungsgemäßer Aufklärung erworben hätte, weil er den richtigen Rat oder Hinweis nicht befolgt hätte (vgl. Senatsurteile vom 16. November 1993 - XI ZR 214/92, BGHZ 124, 151, 159 f.; vom 19. Dezember 2006 - XI ZR 56/05, ZIP 2007, 518, 521 Rn. 27, insoweit in BGHZ 170, 226 nicht abgedruckt, …und vom 12. Mai 2009 - XI ZR 586/07, WM 2009, 1274 Rn. 22, auch BGH…, Urteil vom 2. März 2009 - II ZR 266/07, WM 2009, 789 Rn. 6 mwN).
Allein die wiederholte Verwendung des Begriffs in zahlreichen gerichtlichen Entscheidungen, auch des Bundesgerichtshofs (Urteile vom 28. Mai 2002 - XI ZR 336/01, WM 2002, 1502, 1503; vom 30. November 2004 - XI ZR 200/03, BGHZ 161, 189, 191, 193 f.; vom 30. November 2004 - XI ZR 49/04, NJW-RR 2005, 1135, 1136; vom 19. Dezember 2006 - XI ZR 56/05, BGHZ 170, 226 Rn. 23;… vom 27. September 2011 - XI ZR 178/10, NJW-RR 2012, 43 Rn. 53;… vom 27. September 2011 - XI ZR 182/10, NJW 2012, 66 Rn. 50), genügt ebenfalls nicht, um den Ausdruck zu einem fest umrissenen Begriff der Rechtssprache zu machen, zumal in diesen Entscheidungen regelmäßig keine Definition oder Abgrenzung des Begriffs nach juristischen Kriterien vorgenommen, sondern er allenfalls im Sinne eines im Bankwesen geschäftsüblichen Fachbegriffs verwendet wird.
OLG Frankfurt, 28.01.2015 - 1 U 32/13
Bankenhaftung wegen für eine Stiftung nicht anlegergerechter Anlageberatung
OLG Stuttgart, 26.05.2009 - 6 U 21/09
Widerruf des Verbraucherkreditvertrages: Anspruch auf Rückerstattung des an die …
LG Heidelberg, 31.07.2008 - 3 O 98/08
Vermögensverwaltungsvertrag: Aufklärung des Anlegers über Tatsache und Höhe von …
OLG Köln, 24.05.2011 - 24 U 57/10
LG Hannover, 07.05.2008 - 11 O 188/07
Beratungsvertrag: Ansprüche gegenüber einer Bank im Zusammenhang mit einer eine …
LG Aachen, 09.12.2011 - 9 O 164/11
LG Aachen, 24.01.2014 - 9 O 307/13
Erstattung von Versicherungsprämien i.R.d. Ausübung des Rücktrittsrechts
OLG München, 13.02.2008 - 7 U 1596/07
Prospekthaftung bei Filmfondsbeteiligung: Haftung des Treuhänders für …
LG Aachen, 09.12.2011 - 9 O 150/11
LG Aachen, 17.06.2011 - 9 O 61/11
Anspruch eines Renten-Versicherungsnehmers auf Rückzahlung der Differenz zwischen …
LG Berlin, 10.05.2012 - 27 O 627/11
Morgan Stanley P2 Value - Erfolg für Anleger
OLG Köln, 11.03.2009 - 13 U 59/08
Voraussetzungen für die Informationspflichtverletzung eines Anlegers über …
LG Tübingen, 21.05.2010 - 2 O 317/09
Bankenhaftung bei Kapitalanlagegeschäften: Verletzung der Pflicht zur objekt- und …
LG Arnsberg, 07.05.2010 - 2 O 453/09
Schadensersatzbegehren aufgrund einer fehlerhaften Immobilienanlageberatung …
LG München I, 09.01.2009 - 27 O 23950/07
Vorvertragliche Pflichtverletzung des Vermögensberaters bei unterlassener …
LG Düsseldorf, 22.04.2010 - 14c O 350/08
Anspruch auf Schadensersatz wegen fehlerhafter Anlageberatung; Vorliegen einer …
LG München I, 28.10.2016 - 34 O 25399/12
Fehlende Darlegung der Kausalität eines Aufklärungsfehlers
LG Magdeburg, 13.03.2012 - 9 O 897/11
Anlageberatung: Aufklärungspflichtverletzung im Zusammenhang mit dem Abschluss …
AG Aachen, 06.10.2010 - 111 C 241/10
§ 5a VVG a.F. verstößt nicht gegen europäisches Gemeinschaftsrecht; Vereinbarkeit …
LG Leipzig, 28.05.2009 - 4 O 2102/08
LG Lüneburg, 01.12.2008 - 2 O 176/08