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Timestamp: 2018-03-20 18:12:51
Document Index: 218194722

Matched Legal Cases: ['§ 151', '§ 151', '§ 151', '§ 151', '§ 151', '§ 151']

Bestandsschutz von ALG1 bei Teilzeitarbeit - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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Post #2155827 (1)
Bestandsschutz von ALG1 bei Teilzeitarbeit
einmal eine kurze Schilderung meines Problems oder meiner Unklarheiten.
- bis einschließlich Oktober 2015 Bezug von ALG1 ( Vollzeit gearbeitet)
- Restanspruch daraus noch ca . 30 Tage
Ab November 2015 trat ich eine Teilzeitstelle an, 12 Stunden in der Woche, mir wurde beim Arbeitsamt gesagt, dass ich mir so einen neuen Anspruch aufbauen könne, wobei meine Höhe des ALG1 Bezuges aus 2015 über den sogenannten Bestandsschutz gewährleistet wäre.
Da ich über 1 Jahr dort beschäftigt bin, habe ich mir ja einen neuen Anspruch aufgebaut, wenn ich nun arbeitslos werde( mein Arbeitgeber denkt über eine Geschäftaufgabe nach), welche Anspruchshöhe auf ALG1 habe ich dann?
Ich habe keine verlässlichen Informationen dazu gefunden - natürlich würde ich mich für 40 Stunden Vollzeit zur Verfügung stellen.
Die Wirtschaft muss dem Menschen dienen, und nicht der Mensch der Wirtschaft.
30.12.2016, 21:42 #2
AW: Bestandsschutz von ALG1 bei Teilzeitarbeit
Sofern die Stelle sozialversicherungspflichtig war/ist, stimmt die Aussage. Bei einem Minijob wäre dem allerdings nicht so.
Vorbehaltlich dem vorher geschriebenen (kein Minijob):
Der Bestandsschutz greift in diesem Fall (§ 151 Abs. 4 SGB III).
Das Bemessungsentgelt ist genauso hoch wie vorher, die exakte Höhe des Auszahlungsbetrages kann allerdings geringfügig abweichen.
Zeitlich hättest du nach einem Jahr 6 Monate neuen Anspruch plus den Rest vom letzten Mal.
natürlich würde ich mich für 40 Stunden Vollzeit zur Verfügung stellen.
Solltest du auch, da hat § 151 Abs. 5 SGB III nämlich eine fiese Falle, in die schon einige aus Unwissenheit hineingetappt sind.
30.12.2016, 23:35 #3
Erst einmal vielen lieben Dank für die Antwort, was mich stutzig gemacht hat, zitiere ich jetzt einmal:
<<Das Bestandsschutzentgelt kann nach § 151 Abs. 5 SGB III gekürzt werden. Wenn bei einem Arbeitslosen das frühere Bemessungsentgelt mit einer Beschäftigung von zum Beispiel 38,5 Wochenstunden ermittelt war und für den aktuellen Anspruch ein Bemessungsentgelt nach 25 Wochenstunden zu berechnen ist, kann im Rahmen des Bestandsschutzes das frühere Bemessungsentgelt von 38,5 Wochenstunden nicht herangezogen werden. Es wird gekürzt:>>
Mehr hierzu bei: http://www.finanztip.dehttp//www.fin...#ixzz4UMYGj6UG
Irgendwie ist mir nun unklar, unter welchen Bedingungen gekürzt werden kann, denn aus dem zitierten
§ 151 Abs. 5 SGB III werde ich nicht wirklich schlau, bezieht sich das quasi darauf, dass man selbst erklärt, nicht Vollzeit arbeiten zu wollen?
Vielen Dank im Voraus für Ihr Verständnis, dass ich hier einfach völlig verunsichert bin.
31.12.2016, 08:42 #4
@Endorphin, dein Link funktioniert nicht, hier ist er richtig: Bestandsschutz Arbeitslosengeld - Finanztip
Der Hinweis darin enthält ja gerade das Beispiel, dass sich der Alg1-Empfänger für weniger Stunden zur Verfügung stellt.
Wenn du weiterhin 40 Stunden angibst, dann erhältst du auch wieder das Alg1 in nahezu gleicher Höhe wie zuvor.
@Dagobert1 hat alles richtig beschrieben.
31.12.2016, 12:58 #5
Irgendwie ist mir nun unklar, unter welchen Bedingungen gekürzt werden kann, denn aus dem zitierten § 151 Abs. 5 SGB III werde ich nicht wirklich schlau, bezieht sich das quasi darauf, dass man selbst erklärt, nicht Vollzeit arbeiten zu wollen?
Das ist genau die "fiese Falle", die ich oben erwähnt habe.
Da musst du bei deiner Arbeitslosmeldung und Alg-Antragsstellung aufpassen.
Dass du zuletzt Teilzeit gearbeitet hast, könnte manchen SB dazu verleiten dich nur in Teilzeit verfügbar einzutragen, dann käme das zum Tragen.
Also zu diesem Termin dann ausgeschlafen erscheinen.
08.08.2017, 17:40 #6
Fragender86
Hallo zusammen, auch auf die Gefahr hin, dass ich etwas frage, das in Teilen bereits beantwortet wurde, möchte ich gerne Hilfe suchen.
Ich arbeite derzeit in einem Teilzeit-Job seit dem 01.01.2017. Es droht eine Kündigung bzw. ich überlege, selbst zu kündigen.
Vom 22.12. bis 31.12.2016 war ih arbeitslos und habe ALG 1 erhalten. Davor war ich vom 01.09.2016 bis eben zum 22.12. in einer VZ-Stelle wie die Jahre davor auch.
Man hat mir bei der Agentur für Arbeit gesagt, dass man, wenn ich nach einem Jahr in dieser jetzigen TZ-Stelle, also ab dem 02.01.2018 sozusagen, eine Kündigung erhalte, eine neue Bemessung vornimmt, damit mein ALG berechnet werden kann. Da ich in der TZ-Stelle natürlich sehr viel weniger verdient, wäre natürlich eine Kürzung extrem naja schlecht.
Ich stehe dem Arbeitsmarkt in VZ zur Verfügung und habe den Job damals nur genommen, um eben einen zu haben.
1) Wie lange würde ich im besten Fall mein ALG 1 erhalten, wie ich es bereits in den 8 Tagen Ende 2016 erhalten habe?
2) Welche Rolle spielt mein geringes Gehalt derzeit in der TZ-Stelle für die Berechnung?
3) Welche Auswirkungen bis auf die mögliche Sperrzeit hat eine eigene Kündigung?
4) Was wäre sozusagen der "letzte" Tag, bis zu dem eine Kündigung erfolgen muss, damit ich das höhere ALG 1 erhalte?
Es ist nicht so leicht, seine im Kopf herumschwirrenden Fragen in Wort und Schrift zu pressen, aber ich hoffe, der eine oder andere hat mich verstanden. Ich würde mich sehr auf Antworten freuen.
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09.08.2017, 00:29 #7
Zitat von Fragender86
Es droht eine Kündigung bzw. ich überlege, selbst zu kündigen.
Wenn sowieos eine Kündigung droht, solltest du die Idee mit der Eigenkündigung lieber wieder vergessen.
Da wird berechnet und verglichen, was für dich günstiger ist zählt.
---> § 151 Abs. 4 SGB III:
Siehe Gesetzeszitat oben.
Solange der Bestandsschutz greift, ist das nur eine theoretische Rechengröße.
Anders wäre es, wenn du im neuen Job mehr verdient hättest als im alten, siehe oben: "berechnet und verglichen".
Würdest du in dieser Zeit Alg2 beantragen, gäbe es da auch sofort eine Sanktion.
Siehe Gesetzeszitat oben in Kombination mit deinem Arbeitsvertrag (Kündigungsfristen).
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