Source: https://www.kunkel-anwaelte.de/werbung-fuer-den-erwerb-eines-werkes-greift-in-das-urheberrecht-ein/
Timestamp: 2019-10-24 01:29:02
Document Index: 233448927

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 77', 'BGH', 'EuG', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Werbung für den Erwerb eines Werkes greift in das Urheberrecht ein - KUNKEL § Rechtsanwälte Fachanwälte
BGH, Urteile vom 5. November 2015 – I ZR 91/11, I ZR 76/11, I ZR 88/13 –
Die Beklagte im Verfahren I ZR 88/13 betreibt im Internet einen Tonträgerhandel. Am 30. November 2011 war auf der Internetverkaufsseite der Beklagten die DVD “Al Di Meola – In Tokio (Live)” eingestellt. Die auf der DVD befindliche Aufnahme war vom aufführenden Künstler Al Di Meola nicht autorisiert worden (sog. Schwarzpressung). Die Klägerin, eine Rechtsanwaltskanzlei, mahnte die Beklagte im Auftrag des Künstlers ab. Sie ist der Ansicht, das Anbieten der DVD verletze das Verbreitungsrecht des ausübenden Künstlers aus § 77 Abs. 2 Satz 1 Fall 2 UrhG**. Die Beklagte entfernte zwar das Angebot von ihrer Internetseite und gab eine strafbewehrte Unterlassungserklärung ab; sie weigerte sich jedoch, die Kosten der Abmahnung zu erstatten. Die Klägerin nimmt die Beklagte auf Erstattung der Abmahnkosten in Anspruch. Das Amtsgericht hat der Klage stattgegeben. Die Berufung hatte keinen Erfolg. Mit ihrer vom Berufungsgericht zugelassenen Revision verfolgt die Beklagte ihren Antrag auf Abweisung der Klage weiter.
BGH, Urteil vom 5. November 2015 – I ZR 91/11 – Marcel-Breuer-Möbel II
EuGH, Urteil vom 13. Mai 2015 – C-516/13 – Dimensione und Labianca/Knoll
BGH, Beschluss vom 1. April 2013 – I ZR 91/11 – Marcel-Breuer-Möbel I
LG Hamburg – Urteil vom 2. Januar 2009 – 308 O 255/07
BGH, Urteil vom 5. November 2015 – I ZR 76/11 – Wagenfeld-Leuchte II
OLG Hamburg, Urteil vom 30. März 2011 – 5 U 207/08
LG Hamburg, Urteil vom 12. September 2008 – 308 O 506/05
BGH, Urteil vom 5. November 2015 – I ZR 88/13 – Al Di Meola
LG Hamburg, Urteil vom 26. April 2013 – 308 S 11/12
AG Hamburg, Urteil vom 13. September 2012 – 35a C 159/12
Die Mitgliedstaaten sehen das ausschließliche Recht, die in den Buchstaben a bis d genannten Schutzgegenstände sowie Kopien davon der Öffentlichkeit im Wege der Veräußerung oder auf sonstige Weise zur Verfügung zu stellen (nachstehend “Verbreitungsrecht” genannt), wie folgt vor a) für ausübende Künstler in Bezug auf die Aufzeichnungen ihrer Darbietungen.
Quelle: Pressemitteilung Nr. 186/2015 des Bundesgerichtshofs vom 05.11.2015
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