Source: http://www.scheidung-anwalt.attorney/deutscher-Scheidungsanwalt-Anwalt-Scheidung-Zuerich/
Timestamp: 2018-01-17 22:20:06
Document Index: 335882819

Matched Legal Cases: ['Art. 213', 'Art. 347', 'Art. 210', 'Art. 215', 'Art. 216', 'Art. 213']

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Deutscher und Schweizerischer Scheidungs-Anwalt aus Zürich, Schweiz
Scheidungsanwältin aus Zürich, Schweiz für deutsches & schweizerisches Familienrecht / Scheidungsrecht bietet Rechtsberatung bei Scheidungen in Deutschland und der Schweiz in deutscher, englischer und tschechischer Sprache an
Durch meine jahrelange Berufserfahrung als deutsche Anwältin als auch schweizerische Rechtsanwältin für Scheidungen in Zürich, Schweiz und in Deutschland kann ich die optimale Interessenvertretung meiner Mandanten im Bereich der Scheidung, der Trennung und der Ausarbeitung von Eheverträge garantieren. Nach einer umfassenden Beratung der Vor- und Nachteile des schweizerischen und deutschen Scheidungsrechts wird von Rechtsanwältin Stany Wittibschlager die für den Klienten vorteilhafteste Vorgehensweise umgesetzt. So mag eine Verzögerung des Scheidungsverfahrens dort erstrebenswert sein, wenn der eigenen Klientschaft für die Trennungszeit noch beträchtliche Vorteile zustehen, die mit dem rechtskräftigen Scheidungsurteil entfallen.
Eheverträge nach schweizerischem oder deutschem Scheidungsrecht;
Ausarbeitung von Trennungsvereinbarungen;
Scheidungskonventionen;
Scheidungsklagen in der Schweiz und in Deutschland;
Berechnung des Unterhalts, nachehelichen Unterhalts, Kindesunterhalts;
Güterrechtliche Auseinandersetzung;
Abänderungsklagen;
Obhuts- und Sorgerecht für Kinder;
Die Ehescheidung bedeutet das Ende für die Ehe. Sie findet deswegen statt, weil die eheliche Lebensgemeinschaft aus dem wichtigen Grund der Zerrüttung der Ehe keine Fortsetzung finden soll.
Es gibt im Scheidungsrecht der Schweiz drei Gründe für die Scheidung. Der erste Scheidungsgrund ist die Scheidung auf gemeinsames Begehren. Ausgangspunkt für diese Art der Scheidung ist die Überlegung, das beim endgültigen Scheitern der Ehe, im Interesse beider Eheleute einverständlich geschieden werden kann. Bei der Scheidung auf gemeinsamen Begehren wird zudem zwischen einer vollständigen Einigung und der Teileinigung unterschieden. Bei der ersten Variante, der vollständigen Einigung, sind sich die Ehegatten im Zeitpunkt der Einreichung des Scheidungsbegehrens über die Scheidung und alle Scheidungsfolgen einig. bei der Scheidung auf gemeinsamen begehren mit Teileinigung sind sich die Ehepartner bei Einreichung des Scheidungsbegehrens nur über den Scheidungswillen einig. Über die Scheidungsfolgen, wie den Unterhalt, die Aufteilung der Pensionskassengelder etc. können sie gemeinsam ganz oder nur teilweise ,keine Einigung erzielen.
Der zweite Scheidungsgrund ist die Scheidung auf Klage. Diese Möglichkeit ist für alle die Fälle vorgesehen, bei denen sich einer der Ehegatten nicht scheiden lassen möchte. Anknüpfungspunkt ist die Trennungsdauer von zwei Jahren. Nach dieser Trennungszeit besteht eine Fiktion der unheilbaren Zerrüttung der Ehe, an welche auch das Gericht gebunden ist.
Der dritte Scheidungsgrund gilt bei Scheidung bei Unzumutbarkeit der Fortsetzung der Ehe, wobei hier keine Trennungszeit durch den betroffen Ehepartner einzuhalten ist.
Die vollständige Einigung über die Scheidungsfolgen muss wohl durchdacht und überlegt sein. In der Scheidungskonvention werden die nach einer genauen Planung der nachehelichen Zeit getroffenen Regelungen bezüglich des nachehelichen Unterhalts, der Kinderbelange, der Aufteilung der beruflichen Vorsorge sowie die güterrechtliche Auseinandersetzung u.a. festgehalten.
Wird von einem Ehegatten die Scheidung nach der Trennungszeit oder wegen Unzumutbarkeit durch Einreichung einer Scheidungsklage an das Gericht verlangt, so besteht bei Zustimmung des anderen Ehegatten hierzu Einigung über den Scheidungswillen.
Die wirtschaftlichen Nebenfolgen einer Scheidung sind die folgenden:
die güterrechtliche Auseinandersetzung - hier ist insbesondere bei der Regelung ein etwaiger zwischen den Eheleuten bestehender Ehevertrag besonders von Bedeutung;
Familienwohnung - Für viele Klienten ist es gerade nach der Scheidung enorm wichtig, in der bisherigen Wohnung bleiben zu dürfen. Aus diesem Grund kann das Gericht den Mietvertrag auf einen Ehepartner allein übertragen, wenn dieser wegen der Kinder oder aus sonstigen gewichtigen Gründen auf die Familienwohnung angewiesen ist. Ist einer der Ehegatte der Eigentümer der Familienwohnung, so kann das Gericht unter den gleichen Voraussetzungen wie bei einer Mietwohnung jedoch nur gegen Anrechnung einer Entschädigung oder unter Anrechnung an den Unterhaltsanspruch dem anderem Ehegatten zuweisen;
Berufliche Altersvorsorge - es herrscht der Grundsatz der hälftigen Aufteilung der Austrittsleistung. Es wird die während der gesamten Ehedauer angesparte Austrittsleistung beider Ehegatten geteilt;
Nachehelicher Unterhalt - die Frage, ob und ggf. wie viel Unterhalt von einem Ehegatten zu zahlen ist, hängt von verschiednen in jedem Einzelfall separat zu prüfenden Kriterien ab.
Gemäss der 2011 in Kraft getretenen schweizerischen ZPO kann die Mediation auf Antrag der Parteien anstatt des Schlichtungsverfahrens (sogenannte Vorinstanz) durchgeführt werden. Obwohl die Mediation gesetzlich zwar nicht geregelt ist, wird unter dem Begriff Mediation eine außergerichtliche, meist Zeit und Kostengünstigere Vermittlung durch eine unabhängige und vor allem neutrale Person verstanden.
Gerichtsnahe und Gerichtsferne Mediation
Es wird zwischen der gerichtsnahmen und der gerichtsfernen Mediation unterschieden. Eine Mediation ist gerichtsnah, wenn sie anstelle eines Schlichtungsverfahrens, während eines Schlichtungsverfahrens oder anstelle oder im Laufe eines gerichtlichen Entscheidverfahrens durchgeführt wird (Art. 213 ff ZPO).
Der Mediationsvergleich aus einer gerichtsnahen Mediation kann als privatrechtlicher Vertrag ohne gerichtliche Genehmigung bestehen bleiben, er kann einer gerichtlichen Genehmigung zugeführt oder öffentlich beurkundet werden. Für die gerichtliche Genehmigung ist grundsätzlich die Zustimmung aller Streitparteien (aller Prozessparteien bzw. aller an der Mediation Beteiligten = Medianten) erforderlich; eine öffentliche Beurkundung kann die aus dem Vergleich verpflichtete Partei hingegen allein veranlassen.
Eine Mediation ist gerichtsfern, wenn sie unabhängig von einem Schlichtungs- oder Gerichtsverfahrens durchgeführt wird.
Mediationsvergleiche aus gerichtsfernen Mediationen können gerichtlich nicht genehmigt werden, da keine entsprechende Streitsache rechtshängig ist. Allerdings können sie öffentlich beurkundet werden (Art. 347 ff ZPO).
Unter einem Mediationsvergleich ist das Ergebnis einer erfolgreichen Mediation zu verstehen. Dabei sind vor allem nur die Mediationsvergleiche aus einer erfolgreichen gerichtsnahen Mediation ausschlaggebend.
Eine Mediation läuft oftmals nach folgendem Schema ab:
1. Klärungsgespräch mit Sammlung der relevanten Informationen / Probleme / Konflikte 2. Ziele / Wünsche er Parteien
3. Vermittlung - Suche nach gemeinsamen Lösungenvorschlägen
5. Festhalten der Lösung in einer Mediationsvereinbarung
Die entsprechenden Formulare zur Mediation findet man auf www.bj.admin.ch. Auch in anderen Verfahren wie zum Beispiel im Verwaltungs- und Strafverfahren sind Mediationen möglich.
In der Vergangenheit fand die Mediation nur im Verwaltungsverfahren, im Jugendstrafrecht und im Familienrecht Erwähnung. Durch die neue ZPO findet die Mediation als Instrument der Streitbeilegung erstmals Zugang in ein weites Feld unseres Rechtssystems. Die Mediation ist in sechs Artikeln der ZPO geregelt Art. 210 -215ff. ZPO.
Der Gesetzgeber hat bewusst darauf verzichtet, ein besonderes Mediationsgesetz zu erlassen und hat sich auf eine minimale Regelung der Schnittstellen zwischen Schlichtung, Gericht und Mediation beschränkt. Er hat nichts über den Inhalt des Mediationsverfahrens und die Qualifikation der MediatorInnen gesagt, sondern nur festgelegt, dass das Mediationsverfahren unabhängig vom Gericht ist, und die Organisation und Durchführung Sache der Parteien ist (Art. 215 / 216 ZPO).
Unabhängigkeit der Mediation und des Mediators
Art. 216 ZPO statuiert die Unabhängigkeit der Mediation und des Mediators. Das Erfordernis dieser Unabhängigkeit hat zur Folge, dass eine Doppelrolle als Schlichter und Richter und Mediator unvereinbar ist. Dies bedeutet zwar nicht, dass Schlichter und Richter nicht als Vermittler tätig sein dürfen. Ihnen bleibt lediglich die spezifische Tätigkeit als Mediator nach den Regeln einer Mediation verwehrt.
Auch die Parteien haben zu beachten, dass eine Mediation im Sinne der ZPO voraussetzt, dass die Mediationspersonen von den Parteien unabhängig sind. (vgl. BSK ZPO-Peter Ruggle, Art. 213 N 18)