Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=26.10.2012&Aktenzeichen=V%20ZR%207/12
Timestamp: 2019-09-19 22:02:27
Document Index: 385364331

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 47', '§ 322', '§ 325', '§ 47', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 48', '§ 48', 'BGH', '§ 47', '§ 66', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 26.10.2012 - V ZR 7/12 - dejure.org
https://dejure.org/2012,36271
BGH, 26.10.2012 - V ZR 7/12 (https://dejure.org/2012,36271)
BGH, Entscheidung vom 26.10.2012 - V ZR 7/12 (https://dejure.org/2012,36271)
BGH, Entscheidung vom 26. Januar 2012 - V ZR 7/12 (https://dejure.org/2012,36271)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2012,36271) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
§ 47 WoEigG, § 322 Abs 1 ZPO, § 325 Abs 1 ZPO
Wohnungseigentumsverfahren: Verbindung von zwei gegen denselben Beschluss gerichteten Anfechtungsklagen; Rechtskraft im Parallelverfahren
Notwendigkeit der Verbindung von zwei gegen denselben Beschluss der Wohnungseigentümer gerichteten Anfechtungsklagen
Zwingende Verbindung doppelter Anfechtungsklagen
Grenzen der Rechtskraft bei fehlender Verbindung zweier Anfechtungsklagen gegen denselben Eigentümerbeschluss
WEG § 47 S. 1, 2
Mehrere Anfechtungsklagen müssen zwingend verbunden werden!
Anfechtungsklagen gegen denselben Beschluss müssen zwingend verbunden werden
Verbindung paralleler Anfechtungsklagen
WEG-Verfahren: Verbindung zweier gegen denselben Eigentümerbeschluss gerichteter Anfechtungsklagen
Parallele Anfechtungsklagen: Einwand der Rechtskraft bei unterbliebener Verbindung? (IMR 2013, 38)
Kurznachricht zu "Keine Nebenintervention des Beklagten auf Klägerseite bei der WEG-Beschlussmängelklage" von RiLG Wolfgang Dötsch, original erschienen in: NZM 2013, 67 - 69.
AG Würzburg, 13.08.2009 - 30 C 570/09
LG Bamberg, 14.12.2011 - 2 S 59/09
BGH, 12.12.2012 - V ZR 7/12
NJW 2013, 65
MDR 2013, 145
NZM 2013, 89
ZMR 2013, 210
AnwBl 2013, 51
BauR 2013, 281
Denn Anfechtungs- und Nichtigkeitsklage haben nach ständiger Rechtsprechung denselben Streitgegenstand (vgl. Senat…, Beschluss vom 20. Mai 2011 - V ZR 175/10, NZM 2011, 716 Rn. 9; Urteil vom 26. Oktober 2012 - V ZR 7/12, ZMR 2013, 210 Rn. 8).
Unabhängig davon verkennt das Berufungsgericht, dass ein Negativbeschluss keine Sperrwirkung entfaltet (Senat, Beschluss vom 19. September 2002 - V ZB 30/02, BGHZ 152, 46, 51; Urteil vom 26. Oktober 2012 - V ZR 7/12, NJW 2013, 65 Rn. 15;… Beschluss vom 2. Oktober 2015 - V ZR 5/15, NJW 2015, 3713 Rn. 13).
Da Anfechtungs- und Nichtigkeitsklage denselben Streitgegenstand haben (vgl. nur Senat, Urteil vom 26. Oktober 2012 - V ZR 7/12, NJW 2013, 65 Rn. 8 mwN), kann die Revision nämlich nicht auf die Nachprüfung von Nichtigkeitsgründen begrenzt werden; die Zulassung kann nur auf einen tatsächlich und rechtlich abgrenzbaren Teil des Gesamtstreitstoffs beschränkt werden, der Gegenstand eines Teil- oder Grundurteils sein kann oder auf den der Rechtsmittelkläger selbst sein Rechtsmittel beschränken könnte (BGH…, Urteil vom 27. Mai 2009 - XII ZR 111/08, NJW 2009, 2450 Rn. 8 mwN).
Nichtigkeitsgründe sind auch dann zu prüfen, wenn sie vom Kläger nicht geltend gemacht werden (BGH, Urteil vom 26.10.2012, V ZR 7/12).
Die Kammer hat auch im Anfechtungsprozess mögliche Nichtigkeitsgründe vom Amts wegen zu prüfen (BGH, Urteil vom 26. Oktober 2012 - V ZR 7/12 - NJW 2013, 65 Rn. 8).
Insoweit stellt § 48 Abs. 4 WEG klar, dass auch Nichtigkeitsgründe nicht mehr geltend gemacht werden können, was sich aus dem einheitlichen Streitgegenstand von Anfechtungs- und Nichtigkeitsklage (vgl. dazu Senat, Urteil vom 26. Oktober 2012 - V ZR 7/12, NJW 2013, 65 Rn. 8) allerdings ohnehin ergibt (…zutreffend Bärmann/Roth, WEG, 13. Aufl., § 48 Rn. 69).
Zudem habe der BGH am 26.10.2012 (V ZR 7/12) entschieden, dass eine streitgenössische Nebenintervention einzelner Wohnungseigentümer nicht möglich sei.
Im Übrigen hat der Bundesgerichtshof die Zulässigkeit der streitgenössischen Nebenintervention einzelner beklagter Wohnungseigentümer auf Klägerseite selbst in einem Fall verneint, indem das Amtsgericht die Verbindung mehrerer Anfechtungsprozesse gem. § 47 WEG pflichtwidrig unterlassen hatte, und dies damit begründet, dass § 66 Abs. 1 ZPO voraussetze, dass der Rechtsstreit zwischen anderen Parteien geführt werde, woran es hier fehle, weil der Kläger in dem Parallelverfahren Beklagter gewesen sei (BGH, Urteil vom 26.10.2012 - V ZR 7/12, NJW 2013, 65, Rn. 10, zitiert nach juris).
Der BGH hat aktuell entschieden, dass in einem Anfechtungsverfahren der beklagte Wohnungseigentümer nicht auf Klägerseite als Nebenintervenient beitreten kann (BGH, ZMR 2013, 210 ff.).
Dies hat nunmehr auch der Bundesgerichtshof entschieden (BGH, Urteil vom 26. Oktober 2012 - V ZR 7/12 - ZWE -, 49).
In seinem Urteil vom 26. Oktober 2012 - V ZR 7/12 (ZWE -, 49 m. Anm. Dötsch NZM -, 67) hält der Bundesgerichtshof ohne nähere Begründung an dieser Rechtsprechung nicht mehr fest.
Sofern der Bundesgerichtshof ursprünglich eine Nebenintervention eines beklagten Wohnungseigentümers in einem Beschlussanfechtungsverfahren für zulässig erachtet hatte (vgl. BGH, Urteil vom 27.03.2009 -V ZR 196/08), hat er diese Rechtsprechung in einer neueren Entscheidung ausdrücklich aufgegeben (vgl. BGH, Urteil vom 26.10.2012 -V ZR 7/12).