Source: http://bustler.de/gesetze.aspx?gesetz=AdVermiG
Timestamp: 2018-06-24 16:55:07
Document Index: 196526352

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 4', '§ 2', '§ 2', '§ 15', '§ 2', '§ 2', '§ 15', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 2', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 2', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 2', '§ 2', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 2', '§ 6', '§ 6', '§ 5', '§ 6', '§ 6', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 9', '§ 2', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 2', '§ 15', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 7', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 2', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 2', '§ 3', '§ 2', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 2', '§ 9', '§ 3', '§ 9', '§ 4', '§ 9', '§ 4', '§ 9', '§ 7', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 7', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 7', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 7', '§ 11', '§ 12', '§ 12', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 13', 'Art. 1', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 5', '§ 14', '§ 6', '§ 13', '§ 14', '§ 14', '§ 5', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 5', '§ 14', '§ 14', '§ 5', '§ 14', '§ 5', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 13', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 15', '§ 15', '§ 15', '§ 15', '§ 15', '§ 4', '§ 15', '§ 4', '§ 1', '§ 15', '§ 2', '§ 3', '§ 16', '§ 16', '§ 16']

AdVermiG | Gesetz über die Vermittlung der Annahme als Kind und über d
in der Fassung der Bekanntmachung vom 22. Dezember 2001 (BGBl. 2002 I S. 354), das zuletzt durch Artikel 21 des Gesetzes vom 20. November 2015 (BGBl. I S. 2010) geändert worden ist
§ 1 AdVermiG
§ 1 Adoptionsvermittlung
§ 1 Satz 1 AdVermiG
1Adoptionsvermittlung ist das Zusammenführen von Kindern unter 18 Jahren und Personen, die ein Kind annehmen wollen (Adoptionsbewerber), mit dem Ziel der Annahme als Kind.
§ 1 Satz 2 AdVermiG
2Adoptionsvermittlung ist auch der Nachweis der Gelegenheit, ein Kind anzunehmen oder annehmen zu lassen, und zwar auch dann, wenn das Kind noch nicht geboren oder noch nicht gezeugt ist.
§ 1 Satz 3 AdVermiG
3Die Ersatzmuttervermittlung gilt nicht als Adoptionsvermittlung.
§ 2 AdVermiG
§ 2 Adoptionsvermittlungsstellen
§ 2 Abs. 1 Satz 1 AdVermiG
(1) 1Die Adoptionsvermittlung ist Aufgabe des Jugendamtes und des Landesjugendamtes.
§ 2 Abs. 1 Satz 2 AdVermiG
2Das Jugendamt darf die Adoptionsvermittlung nur durchführen, wenn es eine Adoptionsvermittlungsstelle eingerichtet hat; das Landesjugendamt hat eine zentrale Adoptionsstelle einzurichten.
§ 2 Abs. 1 Satz 3 AdVermiG
3Jugendämter benachbarter Gemeinden oder Kreise können mit Zustimmung der zentralen Adoptionsstelle des Landesjugendamtes eine gemeinsame Adoptionsvermittlungsstelle errichten.
§ 2 Abs. 1 Satz 4 AdVermiG
4Landesjugendämter können eine gemeinsame zentrale Adoptionsstelle bilden.
§ 2 Abs. 1 Satz 5 AdVermiG
5In den Ländern Berlin, Hamburg und Saarland können dem Landesjugendamt die Aufgaben der Adoptionsvermittlungsstelle des Jugendamtes übertragen werden.
§ 2 Abs. 2 Satz 1 AdVermiG
(2) Zur Adoptionsvermittlung sind auch die örtlichen und zentralen Stellen des Diakonischen Werks, des Deutschen Caritasverbandes, der Arbeiterwohlfahrt und der diesen Verbänden angeschlossenen Fachverbände sowie sonstiger Organisationen mit Sitz im Inland berechtigt, wenn die Stellen von der zentralen Adoptionsstelle des Landesjugendamtes als Adoptionsvermittlungsstellen anerkannt worden sind.
§ 2 Abs. 3 Satz 1 AdVermiG
(3) Die Adoptionsvermittlungsstellen der Jugendämter und die zentralen Adoptionsstellen der Landesjugendämter arbeiten mit den in Absatz 2 genannten Adoptionsvermittlungsstellen partnerschaftlich zusammen.
§ 2a AdVermiG
§ 2a Internationale Adoptionsvermittlung
§ 2a Abs. 1 Satz 1 AdVermiG
(1) Die Vorschriften dieses Gesetzes über internationale Adoptionsvermittlung sind in allen Fällen anzuwenden, in denen das Kind oder die Adoptionsbewerber ihren gewöhnlichen Aufenthalt im Ausland haben oder in denen das Kind innerhalb von zwei Jahren vor Beginn der Vermittlung in das Inland gebracht worden ist.
§ 2a Abs. 2 Satz 1 AdVermiG
(2) Im Anwendungsbereich des Haager Übereinkommens vom 29. Mai 1993 über den Schutz von Kindern und die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der internationalen Adoption (BGBl. 2001 II S. 1034) (Adoptionsübereinkommen) gelten ergänzend die Bestimmungen des Adoptionsübereinkommens-Ausführungsgesetzes vom 5. November 2001 (BGBl. I S. 2950).
§ 2a Abs. 3 Satz 1 AdVermiG
(3) Zur internationalen Adoptionsvermittlung sind befugt:
§ 2a Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 AdVermiG
die zentrale Adoptionsstelle des Landesjugendamtes;
§ 2a Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 AdVermiG
die Adoptionsvermittlungsstelle des Jugendamtes, soweit die zentrale Adoptionsstelle des Landesjugendamtes ihr diese Tätigkeit im Verhältnis zu einem oder mehreren bestimmten Staaten allgemein oder im Einzelfall gestattet hat;
§ 2a Abs. 3 Satz 1 Nr. 3 AdVermiG
eine anerkannte Auslandsvermittlungsstelle (§ 4 Abs. 2) im Rahmen der ihr erteilten Zulassung;
§ 2a Abs. 3 Satz 1 Nr. 4 AdVermiG
eine ausländische zugelassene Organisation im Sinne des Adoptionsübereinkommens, soweit die Bundeszentralstelle (Absatz 4 Satz 1) ihr diese Tätigkeit im Einzelfall gestattet hat.
§ 2a Abs. 4 Satz 1 AdVermiG
(4) 1Zur Koordination der internationalen Adoptionsvermittlung arbeiten die in Absatz 3 und in § 15 Abs. 2 genannten Stellen mit dem Bundesamt für Justiz als Bundeszentralstelle für Auslandsadoption (Bundeszentralstelle) zusammen.
§ 2a Abs. 4 Satz 2 AdVermiG
2Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend kann im Einvernehmen mit dem Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates bestimmen, dass die Bundeszentralstelle im Verhältnis zu einzelnen Staaten, die dem Adoptionsübereinkommen nicht angehören, ganz oder zum Teil entsprechende Aufgaben wie gegenüber Vertragsstaaten wahrnimmt; dabei können diese Aufgaben im Einzelnen geregelt werden.
§ 2a Abs. 5 Satz 1 AdVermiG
(5) 1Die in Absatz 3 und in § 15 Abs. 2 genannten Stellen haben der Bundeszentralstelle
§ 2a Abs. 5 Satz 1 Nr. 1 AdVermiG
zu jedem Vermittlungsfall im Sinne des Absatzes 1 von der ersten Beteiligung einer ausländischen Stelle an die jeweils verfügbaren Angaben zur Person (Name, Geschlecht, Geburtsdatum, Geburtsort, Staatsangehörigkeit, Familienstand und Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt) des Kindes, seiner Eltern und der Adoptionsbewerber sowie zum Stand des Vermittlungsverfahrens zu melden,
§ 2a Abs. 5 Satz 1 Nr. 2 AdVermiG
jährlich zusammenfassend über Umfang, Verlauf und Ergebnisse ihrer Arbeit auf dem Gebiet der internationalen Adoptionsvermittlung zu berichten und
§ 2a Abs. 5 Satz 1 Nr. 3 AdVermiG
auf deren Ersuchen über einzelne Vermittlungsfälle im Sinne des Absatzes 1 Auskunft zu geben, soweit dies zur Erfüllung der Aufgaben nach Absatz 4 und nach § 2 Abs. 2 Satz 1 des Adoptionsübereinkommens-Ausführungsgesetzes vom 5. November 2001 (BGBl. I S. 2950) erforderlich ist.
§ 2a Abs. 5 Satz 2 AdVermiG
2Die Meldepflicht nach Satz 1 Nr. 1 beschränkt sich auf eine Meldung über den Abschluss des Vermittlungsverfahrens, sofern dieses weder das Verhältnis zu anderen Vertragsstaaten des Adoptionsübereinkommens noch zu solchen Staaten betrifft, die durch Rechtsverordnung nach Absatz 4 Satz 2 bestimmt worden sind.
§ 2a Abs. 6 Satz 1 AdVermiG
(6) 1Die Bundeszentralstelle speichert die nach Absatz 5 Satz 1 Nr. 1 übermittelten Angaben in einer zentralen Datei.
§ 2a Abs. 6 Satz 2 AdVermiG
2Die Übermittlung der Daten ist zu protokollieren.
§ 2a Abs. 6 Satz 3 AdVermiG
3Die Daten zu einem einzelnen Vermittlungsfall sind 30 Jahre nach Eingang der letzten Meldung zu dem betreffenden Vermittlungsfall zu löschen.
§ 3 AdVermiG
§ 3 Persönliche und fachliche Eignung der Mitarbeiter
§ 3 Abs. 1 Satz 1 AdVermiG
(1) 1Mit der Adoptionsvermittlung dürfen nur Fachkräfte betraut werden, die dazu auf Grund ihrer Persönlichkeit, ihrer Ausbildung und ihrer beruflichen Erfahrung geeignet sind.
§ 3 Abs. 1 Satz 2 AdVermiG
2Die gleichen Anforderungen gelten für Personen, die den mit der Adoptionsvermittlung betrauten Beschäftigten fachliche Weisungen erteilen können.
§ 3 Abs. 1 Satz 3 AdVermiG
3Beschäftigte, die nicht unmittelbar mit Vermittlungsaufgaben betraut sind, müssen die Anforderungen erfüllen, die der ihnen übertragenen Verantwortung entsprechen.
§ 3 Abs. 2 Satz 1 AdVermiG
(2) 1Die Adoptionsvermittlungsstellen (§ 2 Abs. 1 und 2) sind mit mindestens zwei Vollzeitfachkräften oder einer entsprechenden Zahl von Teilzeitfachkräften zu besetzen; diese Fachkräfte dürfen nicht überwiegend mit vermittlungsfremden Aufgaben befasst sein.
§ 3 Abs. 2 Satz 2 AdVermiG
2Die zentrale Adoptionsstelle des Landesjugendamtes kann Ausnahmen zulassen.
§ 4 AdVermiG
§ 4 Anerkennung als Adoptionsvermittlungsstelle
§ 4 Abs. 1 Satz 1 AdVermiG
(1) 1Die Anerkennung als Adoptionsvermittlungsstelle im Sinne des § 2 Abs. 2 kann erteilt werden, wenn der Nachweis erbracht wird, dass die Stelle
§ 4 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 AdVermiG
§ 4 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 AdVermiG
§ 4 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 AdVermiG
§ 4 Abs. 1 Satz 2 AdVermiG
2Die Adoptionsvermittlung darf nicht Gegenstand eines steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs sein.
§ 4 Abs. 2 Satz 1 AdVermiG
(2) 1Zur Ausübung internationaler Adoptionsvermittlung durch eine Adoptionsvermittlungsstelle im Sinne des § 2 Abs. 2 bedarf es der besonderen Zulassung, die für die Vermittlung von Kindern aus einem oder mehreren bestimmten Staaten (Heimatstaaten) erteilt wird.
§ 4 Abs. 2 Satz 2 AdVermiG
2Die Zulassung berechtigt dazu, die Bezeichnung "anerkannte Auslandsvermittlungsstelle" zu führen; ohne die Zulassung darf diese Bezeichnung nicht geführt werden.
§ 4 Abs. 2 Satz 3 AdVermiG
3Die Zulassung kann erteilt werden, wenn der Nachweis erbracht wird, dass die Stelle die Anerkennungsvoraussetzungen nach Absatz 1 in dem für die Arbeit auf dem Gebiet der internationalen Adoption erforderlichen besonderen Maße erfüllt; sie ist zu versagen, wenn ihr überwiegende Belange der Zusammenarbeit mit dem betreffenden Heimatstaat entgegenstehen.
§ 4 Abs. 2 Satz 4 AdVermiG
4Die zentrale Adoptionsstelle des Landesjugendamtes und die Bundeszentralstelle unterrichten einander über Erkenntnisse, die die in Absatz 1 genannten Verhältnisse der anerkannten Auslandsvermittlungsstelle betreffen.
§ 4 Abs. 3 Satz 1 AdVermiG
(3) 1Die Anerkennung nach Absatz 1 oder die Zulassung nach Absatz 2 sind zurückzunehmen, wenn die Voraussetzungen für ihre Erteilung nicht vorgelegen haben.
§ 4 Abs. 3 Satz 2 AdVermiG
2Sie sind zu widerrufen, wenn die Voraussetzungen nachträglich weggefallen sind.
§ 4 Abs. 3 Satz 3 AdVermiG
3Nebenbestimmungen zu einer Anerkennung oder Zulassung sowie die Folgen des Verstoßes gegen eine Auflage unterliegen den allgemeinen Vorschriften.
§ 4 Abs. 4 Satz 1 AdVermiG
(4) 1Zur Prüfung, ob die Voraussetzungen nach Absatz 1 oder Absatz 2 Satz 3 weiterhin vorliegen, ist die zentrale Adoptionsstelle des Landesjugendamtes berechtigt, sich über die Arbeit der Adoptionsvermittlungsstelle im Allgemeinen und im Einzelfall, über die persönliche und fachliche Eignung ihrer Leiter und Mitarbeiter sowie über die rechtlichen und organisatorischen Verhältnisse und die Finanzlage ihres Rechtsträgers zu unterrichten.
§ 4 Abs. 4 Satz 2 AdVermiG
2Soweit es zu diesem Zweck erforderlich ist,
§ 4 Abs. 4 Satz 2 Nr. 1 AdVermiG
§ 4 Abs. 4 Satz 2 Nr. 2 AdVermiG
§ 4 Abs. 5 Satz 1 AdVermiG
§ 5 AdVermiG
§ 5 Vermittlungsverbote
§ 5 Abs. 1 Satz 1 AdVermiG
(1) Die Adoptionsvermittlung ist nur den nach § 2 Abs. 1 befugten Jugendämtern und Landesjugendämtern und den nach § 2 Abs. 2 berechtigten Stellen gestattet; anderen ist die Adoptionsvermittlung untersagt.
§ 5 Abs. 2 Satz 1 AdVermiG
(2) Das Vermittlungsverbot gilt nicht
§ 5 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 AdVermiG
für Personen, die mit dem Adoptionsbewerber oder dem Kind bis zum dritten Grad verwandt oder verschwägert sind;
§ 5 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 AdVermiG
für andere Personen, die in einem Einzelfall und unentgeltlich die Gelegenheit nachweisen, ein Kind anzunehmen oder annehmen zu lassen, sofern sie eine Adoptionsvermittlungsstelle oder ein Jugendamt hiervon unverzüglich benachrichtigen.
§ 5 Abs. 3 Satz 1 AdVermiG
(3) Es ist untersagt, Schwangere, die ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Geltungsbereich dieses Gesetzes haben, gewerbs- oder geschäftsmäßig durch Gewähren oder Verschaffen von Gelegenheit zur Entbindung außerhalb des Geltungsbereichs dieses Gesetzes
§ 5 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 AdVermiG
zu bestimmen, dort ihr Kind zur Annahme als Kind wegzugeben,
§ 5 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 AdVermiG
ihnen zu einer solchen Weggabe Hilfe zu leisten.
§ 5 Abs. 4 Satz 1 AdVermiG
(4) 1Es ist untersagt, Vermittlungstätigkeiten auszuüben, die zum Ziel haben, dass ein Dritter ein Kind auf Dauer bei sich aufnimmt, insbesondere dadurch, dass ein Mann die Vaterschaft für ein Kind, das er nicht gezeugt hat, anerkennt.
§ 5 Abs. 4 Satz 2 AdVermiG
2Vermittlungsbefugnisse, die sich aus anderen Rechtsvorschriften ergeben, bleiben unberührt.
§ 6 AdVermiG
§ 6 Adoptionsanzeigen
§ 6 Abs. 1 Satz 1 AdVermiG
(1) 1Es ist untersagt, Kinder zur Annahme als Kind oder Adoptionsbewerber durch öffentliche Erklärungen, insbesondere durch Zeitungsanzeigen oder Zeitungsberichte, zu suchen oder anzubieten.
§ 6 Abs. 1 Satz 2 AdVermiG
2Dies gilt nicht, wenn
§ 6 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 AdVermiG
die Erklärung den Hinweis enthält, dass Angebote oder Anfragen an eine durch Angabe der Anschrift bezeichnete Adoptionsvermittlungsstelle oder zentrale Adoptionsstelle (§ 2 Abs. 1 und 2) zu richten sind und
§ 6 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 AdVermiG
in der Erklärung eine Privatanschrift nicht angegeben wird.
§ 6 Abs. 1 Satz 3 AdVermiG
3§ 5 bleibt unberührt.
§ 6 Abs. 2 Satz 1 AdVermiG
(2) Die Veröffentlichung der in Absatz 1 bezeichneten Erklärung unter Angabe eines Kennzeichens ist untersagt.
§ 6 Abs. 3 Satz 1 AdVermiG
(3) Absatz 1 Satz 1 gilt entsprechend für öffentliche Erklärungen, die sich auf Vermittlungstätigkeiten nach § 5 Abs. 4 Satz 1 beziehen.
§ 6 Abs. 4 Satz 1 AdVermiG
(4) Die Absätze 1 bis 3 gelten auch, wenn das Kind noch nicht geboren oder noch nicht gezeugt ist, es sei denn, dass sich die Erklärung auf eine Ersatzmutterschaft bezieht.
§ 7 AdVermiG
§ 7 Vorbereitung der Vermittlung
§ 7 Abs. 1 Satz 1 AdVermiG
(1) 1Wird der Adoptionsvermittlungsstelle bekannt, dass für ein Kind die Adoptionsvermittlung in Betracht kommt, so führt sie zur Vorbereitung der Vermittlung unverzüglich die sachdienlichen Ermittlungen bei den Adoptionsbewerbern, bei dem Kind und seiner Familie durch.
§ 7 Abs. 1 Satz 2 AdVermiG
2Dabei ist insbesondere zu prüfen, ob die Adoptionsbewerber unter Berücksichtigung der Persönlichkeit des Kindes und seiner besonderen Bedürfnisse für die Annahme des Kindes geeignet sind.
§ 7 Abs. 1 Satz 3 AdVermiG
3Mit den Ermittlungen bei den Adoptionsbewerbern soll schon vor der Geburt des Kindes begonnen werden, wenn zu erwarten ist, dass die Einwilligung zur Annahme als Kind erteilt wird.
§ 7 Abs. 1 Satz 4 AdVermiG
4Das Ergebnis der Ermittlungen bei den Adoptionsbewerbern und bei der Familie des Kindes ist den jeweils Betroffenen mitzuteilen.
§ 7 Abs. 2 Satz 1 AdVermiG
(2) Die örtliche Adoptionsvermittlungsstelle (§ 9a), in deren Bereich sich die Adoptionsbewerber gewöhnlich aufhalten, übernimmt auf Ersuchen einer anderen Adoptionsvermittlungsstelle (§ 2 Abs. 1 und 2) die sachdienlichen Ermittlungen bei den Adoptionsbewerbern.
§ 7 Abs. 3 Satz 1 AdVermiG
(3) 1Auf Antrag prüft die örtliche Adoptionsvermittlungsstelle die allgemeine Eignung der Adoptionsbewerber mit gewöhnlichem Aufenthalt in ihrem Bereich zur Annahme eines Kindes mit gewöhnlichem Aufenthalt im Ausland.
§ 7 Abs. 3 Satz 2 AdVermiG
2Hält die Adoptionsvermittlungsstelle die allgemeine Eignung der Adoptionsbewerber für gegeben, so verfasst sie über das Ergebnis ihrer Prüfung einen Bericht, in dem sie sich über die rechtliche Befähigung und die Eignung der Adoptionsbewerber zur Übernahme der mit einer internationalen Adoption verbundenen Verantwortung sowie über die Eigenschaften der Kinder äußert, für die zu sorgen diese geeignet wären.
§ 7 Abs. 3 Satz 3 AdVermiG
3Der Bericht enthält die zu der Beurteilung nach Satz 2 erforderlichen Angaben über die Person der Adoptionsbewerber, ihre persönlichen und familiären Umstände, ihren Gesundheitsstatus, ihr soziales Umfeld und ihre Beweggründe für die Adoption.
§ 7 Abs. 3 Satz 4 AdVermiG
4Den Adoptionsbewerbern obliegt es, die für die Prüfung und den Bericht benötigten Angaben zu machen und geeignete Nachweise zu erbringen.
§ 7 Abs. 3 Satz 5 AdVermiG
5Absatz 1 Satz 4 gilt entsprechend.
§ 7 Abs. 3 Satz 6 AdVermiG
6Der Bericht wird einer von den Adoptionsbewerbern benannten Empfangsstelle zugeleitet; Empfangsstelle kann nur sein:
§ 7 Abs. 3 Satz 6 Nr. 1 AdVermiG
eine der in § 2a Abs. 3 und § 15 Abs. 2 genannten Stellen oder
§ 7 Abs. 3 Satz 6 Nr. 2 AdVermiG
eine zuständige Stelle mit Sitz im Heimatstaat.
§ 7 Abs. 4 Satz 1 AdVermiG
(4) 1Auf Antrag bescheinigt die Bundeszentralstelle deutschen Adoptionsbewerbern mit gewöhnlichem Aufenthalt im Ausland, ob diese nach den deutschen Sachvorschriften die rechtliche Befähigung zur Annahme eines Kindes besitzen.
§ 7 Abs. 4 Satz 2 AdVermiG
2Die Bescheinigung erstreckt sich weder auf die Gesundheit der Adoptionsbewerber noch auf deren sonstige Eignung zur Annahme eines Kindes; hierauf ist im Wortlaut der Bescheinigung hinzuweisen.
§ 7 Abs. 4 Satz 3 AdVermiG
3Verweisen die Bestimmungen des Internationalen Privatrechts auf ausländische Sachvorschriften, so ist auch die maßgebende ausländische Rechtsordnung zu bezeichnen.
§ 8 AdVermiG
§ 8 Beginn der Adoptionspflege
§ 8 Satz 1 AdVermiG
Das Kind darf erst dann zur Eingewöhnung bei den Adoptionsbewerbern in Pflege gegeben werden (Adoptionspflege), wenn feststeht, dass die Adoptionsbewerber für die Annahme des Kindes geeignet sind.
§ 9 AdVermiG
§ 9 Adoptionsbegleitung
§ 9 Abs. 1 Satz 1 AdVermiG
(1) Im Zusammenhang mit der Vermittlung und der Annahme hat die Adoptionsvermittlungsstelle jeweils mit Einverständnis die Annehmenden, das Kind und seine Eltern eingehend zu beraten und zu unterstützen, insbesondere bevor das Kind in Pflege genommen wird und während der Eingewöhnungszeit.
§ 9 Abs. 2 Satz 1 AdVermiG
(2) 1Soweit es zur Erfüllung der von einem ausländischen Staat aufgestellten Annahmevoraussetzungen erforderlich ist, können Adoptionsbewerber und Adoptionsvermittlungsstelle schriftlich vereinbaren, dass diese während eines in der Vereinbarung festzulegenden Zeitraums nach der Annahme die Entwicklung des Kindes beobachtet und der zuständigen Stelle in dem betreffenden Staat hierüber berichtet.
§ 9 Abs. 2 Satz 2 AdVermiG
2Mit Zustimmung einer anderen Adoptionsvermittlungsstelle kann vereinbart werden, dass diese Stelle Ermittlungen nach Satz 1 durchführt und die Ergebnisse an die Adoptionsvermittlungsstelle im Sinne des Satzes 1 weiterleitet.
§ 9a AdVermiG
§ 9a Örtliche Adoptionsvermittlungsstelle
§ 9a Satz 1 AdVermiG
Die Jugendämter haben die Wahrnehmung der Aufgaben nach den §§ 7 und 9 für ihren jeweiligen Bereich sicherzustellen.
§ 9b AdVermiG
§ 9b Vermittlungsakten
§ 9b Abs. 1 Satz 1 AdVermiG
(1) 1Aufzeichnungen und Unterlagen über jeden einzelnen Vermittlungsfall (Vermittlungsakten) sind, gerechnet vom Geburtsdatum des Kindes an, 100 Jahre lang aufzubewahren.
§ 9b Abs. 1 Satz 2 AdVermiG
2Wird die Adoptionsvermittlungsstelle aufgelöst, so sind die Vermittlungsakten der Stelle, die nach § 2 Abs. 1 Satz 3 oder Satz 4 ihre Aufgaben übernimmt, oder der zentralen Adoptionsstelle des Landesjugendamtes, in dessen Bereich die Adoptionsvermittlungsstelle ihren Sitz hatte, zur Aufbewahrung zu übergeben.
§ 9b Abs. 1 Satz 3 AdVermiG
3Nach Ablauf des in Satz 1 genannten Zeitraums sind die Vermittlungsakten zu vernichten.
§ 9b Abs. 2 Satz 1 AdVermiG
(2) 1Soweit die Vermittlungsakten die Herkunft und die Lebensgeschichte des Kindes betreffen oder ein sonstiges berechtigtes Interesse besteht, ist dem gesetzlichen Vertreter des Kindes und, wenn das Kind das 16. Lebensjahr vollendet hat, auch diesem selbst auf Antrag unter Anleitung durch eine Fachkraft Einsicht zu gewähren.
§ 9b Abs. 2 Satz 2 AdVermiG
2Die Einsichtnahme ist zu versagen, soweit überwiegende Belange eines Betroffenen entgegenstehen.
§ 9c AdVermiG
§ 9c Durchführungsbestimmungen
§ 9c Abs. 1 Satz 1 AdVermiG
(1) 1Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend wird ermächtigt, im Einvernehmen mit dem Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates das Nähere über die Anerkennung und Beaufsichtigung von Adoptionsvermittlungsstellen nach § 2 Abs. 2 und den §§ 3 und 4, die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der internationalen Adoptionsvermittlung nach § 2a Abs. 4 und 5, die sachdienlichen Ermittlungen nach § 7 Abs. 1, die Eignungsprüfung nach § 7 Abs. 3, die Bescheinigung nach § 7 Abs. 4, die Adoptionsbegleitung nach § 9 und die Gewährung von Akteneinsicht nach § 9b sowie über die von den Adoptionsvermittlungsstellen dabei zu beachtenden Grundsätze zu regeln.
§ 9c Abs. 1 Satz 2 AdVermiG
2Durch Rechtsverordnung nach Satz 1 können insbesondere geregelt werden:
§ 9c Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 AdVermiG
Zeitpunkt, Gliederung und Form der Meldungen nach § 2a Abs. 5 Satz 1 Nr. 1 und 2 sowie Satz 2;
§ 9c Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 AdVermiG
Anforderungen an die persönliche und fachliche Eignung des Personals einer Adoptionsvermittlungsstelle (§§ 3, 4 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1);
§ 9c Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 AdVermiG
Anforderungen an die Arbeitsweise und die Finanzlage des Rechtsträgers einer Adoptionsvermittlungsstelle (§ 4 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2);
§ 9c Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 AdVermiG
besondere Anforderungen für die Zulassung zur internationalen Adoptionsvermittlung (§ 4 Abs. 2);
§ 9c Abs. 1 Satz 2 Nr. 5 AdVermiG
Antragstellung und vorzulegende Nachweise im Verfahren nach § 7 Abs. 4;
§ 9c Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 AdVermiG
Zeitpunkt und Form der Unterrichtung der Annehmenden über das Leistungsangebot der Adoptionsbegleitung nach § 9 Abs. 1.
§ 9c Abs. 2 Satz 1 AdVermiG
(2) 1Durch Rechtsverordnung nach Absatz 1 Satz 1 kann ferner vorgesehen werden, dass die Träger der staatlichen Adoptionsvermittlungsstellen von den Adoptionsbewerbern für eine Eignungsprüfung nach § 7 Abs. 3 oder für eine internationale Adoptionsvermittlung Gebühren sowie Auslagen für die Beschaffung von Urkunden, für Übersetzungen und für die Vergütung von Sachverständigen erheben.
§ 9c Abs. 2 Satz 2 AdVermiG
2Die Gebührentatbestände und die Gebührenhöhe sind dabei zu bestimmen; für den einzelnen Vermittlungsfall darf die Gebührensumme 2 000 Euro nicht überschreiten.
§ 9c Abs. 2 Satz 3 AdVermiG
3Solange das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend von der Ermächtigung nach Absatz 1 Satz 1 in Verbindung mit Satz 1 keinen Gebrauch gemacht hat, kann diese durch die Landesregierungen ausgeübt werden; die Landesregierungen können diese Ermächtigung durch Rechtsverordnung auf oberste Landesbehörden übertragen.
§ 9d AdVermiG
§ 9d Datenschutz
§ 9d Abs. 1 Satz 1 AdVermiG
(1) 1Für die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten gilt das Zweite Kapitel des Zehnten Buches Sozialgesetzbuch mit der Maßgabe, dass Daten, die für Zwecke dieses Gesetzes erhoben worden sind, nur für Zwecke der Adoptionsvermittlung oder Adoptionsbegleitung, der Anerkennung, Zulassung oder Beaufsichtigung von Adoptionsvermittlungsstellen, der Überwachung von Vermittlungsverboten, der Verfolgung von Verbrechen oder anderen Straftaten von erheblicher Bedeutung oder der internationalen Zusammenarbeit auf diesen Gebieten verarbeitet oder genutzt werden dürfen.
§ 9d Abs. 1 Satz 2 AdVermiG
2Die Vorschriften über die internationale Rechtshilfe bleiben unberührt.
§ 9d Abs. 2 Satz 1 AdVermiG
(2) 1Die Bundeszentralstelle übermittelt den zuständigen Stellen auf deren Ersuchen die zu den in Absatz 1 genannten Zwecken erforderlichen personenbezogenen Daten.
§ 9d Abs. 2 Satz 2 AdVermiG
2In dem Ersuchen ist anzugeben, zu welchem Zweck die Daten benötigt werden.
§ 9d Abs. 3 Satz 1 AdVermiG
(3) 1Die ersuchende Stelle trägt die Verantwortung für die Zulässigkeit der Übermittlung.
§ 9d Abs. 3 Satz 2 AdVermiG
2Die Bundeszentralstelle prüft nur, ob das Übermittlungsersuchen im Rahmen der Aufgaben der ersuchenden Stelle liegt, es sei denn, dass ein besonderer Anlass zur Prüfung der Zulässigkeit der Übermittlung besteht.
§ 9d Abs. 4 Satz 1 AdVermiG
(4) Bei der Übermittlung an eine ausländische Stelle oder an eine inländische nicht öffentliche Stelle weist die Bundeszentralstelle darauf hin, dass die Daten nur für den Zweck verarbeitet und genutzt werden dürfen, zu dem sie übermittelt werden.
§ 9d Abs. 5 Satz 1 AdVermiG
(5) Fügt eine verantwortliche Stelle dem Betroffenen durch eine nach diesem Gesetz oder nach anderen Vorschriften über den Datenschutz unzulässige oder unrichtige Erhebung, Verarbeitung oder Nutzung seiner personenbezogenen Daten einen Schaden zu, so finden die §§ 7 und 8 des Bundesdatenschutzgesetzes Anwendung.
§ 10 AdVermiG
§ 10 Unterrichtung der zentralen Adoptionsstelle des Landesjugendamtes
§ 10 Abs. 1 Satz 1 AdVermiG
(1) 1Die Adoptionsvermittlungsstelle hat die zentrale Adoptionsstelle des Landesjugendamtes zu unterrichten, wenn ein Kind nicht innerhalb von drei Monaten nach Abschluss der bei ihm durchgeführten Ermittlungen Adoptionsbewerbern mit dem Ziel der Annahme als Kind in Pflege gegeben werden kann.
§ 10 Abs. 1 Satz 2 AdVermiG
2Die Unterrichtung ist nicht erforderlich, wenn bei Fristablauf sichergestellt ist, dass das Kind in Adoptionspflege gegeben wird.
§ 10 Abs. 2 Satz 1 AdVermiG
(2) Absatz 1 gilt entsprechend, wenn Adoptionsbewerber, bei denen Ermittlungen durchgeführt wurden, bereit und geeignet sind, ein schwer vermittelbares Kind aufzunehmen, sofern die Adoptionsbewerber der Unterrichtung der zentralen Adoptionsstelle zustimmen.
§ 10 Abs. 3 Satz 1 AdVermiG
(3) 1In den Fällen des Absatzes 1 Satz 1 sucht die Adoptionsvermittlungsstelle und die zentrale Adoptionsstelle nach geeigneten Adoptionsbewerbern.
§ 10 Abs. 3 Satz 2 AdVermiG
2Sie unterrichten sich gegenseitig vom jeweiligen Stand ihrer Bemühungen.
§ 10 Abs. 3 Satz 3 AdVermiG
3Im Einzelfall kann die zentrale Adoptionsstelle die Vermittlung eines Kindes selbst übernehmen.
§ 11 AdVermiG
§ 11 Aufgaben der zentralen Adoptionsstelle des Landesjugendamtes
§ 11 Abs. 1 Satz 1 AdVermiG
(1) Die zentrale Adoptionsstelle des Landesjugendamtes unterstützt die Adoptionsvermittlungsstelle bei ihrer Arbeit, insbesondere durch fachliche Beratung,
§ 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 AdVermiG
wenn ein Kind schwer zu vermitteln ist,
§ 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 AdVermiG
wenn ein Adoptionsbewerber oder das Kind eine ausländische Staatsangehörigkeit besitzt oder staatenlos ist,
§ 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 AdVermiG
wenn ein Adoptionsbewerber oder das Kind seinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt außerhalb des Geltungsbereichs dieses Gesetzes hat,
§ 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 AdVermiG
in sonstigen schwierigen Einzelfällen.
§ 11 Abs. 2 Satz 1 AdVermiG
(2) 1In den Fällen des Absatzes 1 Nr. 2 und 3 ist die zentrale Adoptionsstelle des Landesjugendamtes vom Beginn der Ermittlungen (§ 7 Abs. 1) an durch die Adoptionsvermittlungsstellen ihres Bereiches zu beteiligen.
§ 11 Abs. 2 Satz 2 AdVermiG
2Unterlagen der in Artikel 16 des Adoptionsübereinkommens genannten Art sind der zentralen Adoptionsstelle zur Prüfung vorzulegen.
§ 12 AdVermiG
§ 12 Satz 1 AdVermiG
§ 13 AdVermiG
§ 13 Ausstattung der zentralen Adoptionsstelle des Landesjugendamtes
§ 13 Satz 1 AdVermiG
Zur Erfüllung ihrer Aufgaben sollen der zentralen Adoptionsstelle mindestens ein Kinderarzt oder Kinderpsychiater, ein Psychologe mit Erfahrungen auf dem Gebiet der Kinderpsychologie und ein Jurist sowie Sozialpädagogen oder Sozialarbeiter mit mehrjähriger Berufserfahrung zur Verfügung stehen.
§ 13a AdVermiG
§ 13a Ersatzmutter
§ 13a Satz 1 AdVermiG
1Ersatzmutter ist eine Frau, die auf Grund einer Vereinbarung bereit ist,
§ 13a Satz 1 Nr. 1 AdVermiG
sich einer künstlichen oder natürlichen Befruchtung zu unterziehen oder
§ 13a Satz 1 Nr. 2 AdVermiG
einen nicht von ihr stammenden Embryo auf sich übertragen zu lassen oder sonst auszutragen
und das Kind nach der Geburt Dritten zur Annahme als Kinder oder zur sonstigen Aufnahme auf Dauer zu überlassen.
§ 13a Satz 2 AdVermiG
§ 13a Schlusssatz (Kursivdruck): Müsste richtig "Kind" lauten, vgl. Art. 1 Nr. 6 G v. 27.11.1989 I 2014
§ 13b AdVermiG
§ 13b Ersatzmuttervermittlung
§ 13b Satz 1 AdVermiG
1Ersatzmuttervermittlung ist das Zusammenführen von Personen, die das aus einer Ersatzmutterschaft entstandene Kind annehmen oder in sonstiger Weise auf Dauer bei sich aufnehmen wollen (Bestelleltern), mit einer Frau, die zur Übernahme einer Ersatzmutterschaft bereit ist.
§ 13b Satz 2 AdVermiG
2Ersatzmuttervermittlung ist auch der Nachweis der Gelegenheit zu einer in § 13a bezeichneten Vereinbarung.
§ 13c AdVermiG
§ 13c Verbot der Ersatzmuttervermittlung
§ 13c Satz 1 AdVermiG
Die Ersatzmuttervermittlung ist untersagt.
§ 13d AdVermiG
§ 13d Anzeigenverbot
§ 13d Satz 1 AdVermiG
Es ist untersagt, Ersatzmütter oder Bestelleltern durch öffentliche Erklärungen, insbesondere durch Zeitungsanzeigen oder Zeitungsberichte, zu suchen oder anzubieten.
§ 14 AdVermiG
§ 14 Abs. 1 Satz 1 AdVermiG
§ 14 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 AdVermiG
entgegen § 5 Abs. 1 oder 4 Satz 1 eine Vermittlungstätigkeit ausübt oder
§ 14 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 AdVermiG
entgegen § 6 Abs. 1 Satz 1, auch in Verbindung mit Abs. 2 oder 3, oder § 13d durch öffentliche Erklärungen
§ 14 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 lit. a AdVermiG
Kinder zur Annahme als Kind oder Adoptionsbewerber,
§ 14 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 lit. b AdVermiG
Kinder oder Dritte zu den in § 5 Abs. 4 Satz 1 genannten Zwecken oder
§ 14 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 lit. c AdVermiG
Ersatzmütter oder Bestelleltern
sucht oder anbietet.
§ 14 Abs. 2 Satz 1 AdVermiG
§ 14 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 AdVermiG
entgegen § 5 Abs. 1 oder 4 Satz 1 eine Vermittlungstätigkeit ausübt und dadurch bewirkt, dass das Kind in den Geltungsbereich dieses Gesetzes oder aus dem Geltungsbereich dieses Gesetzes verbracht wird, oder
§ 14 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 AdVermiG
gewerbs- oder geschäftsmäßig
§ 14 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 lit. a AdVermiG
entgegen § 5 Abs. 3 Nr. 1 eine Schwangere zu der Weggabe ihres Kindes bestimmt oder
§ 14 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 lit. b AdVermiG
entgegen § 5 Abs. 3 Nr. 2 einer Schwangeren zu der Weggabe ihres Kindes Hilfe leistet.
§ 14 Abs. 3 Satz 1 AdVermiG
(3) Die Ordnungswidrigkeit kann in den Fällen des Absatzes 1 mit einer Geldbuße bis zu fünftausend Euro, in den Fällen des Absatzes 2 mit einer Geldbuße bis zu dreißigtausend Euro geahndet werden.
§ 14a AdVermiG
§ 14a Satz 1 AdVermiG
§ 14b AdVermiG
§ 14b Strafvorschriften gegen Ersatzmuttervermittlung
§ 14b Abs. 1 Satz 1 AdVermiG
(1) Wer entgegen § 13c Ersatzmuttervermittlung betreibt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.
§ 14b Abs. 2 Satz 1 AdVermiG
(2) 1Wer für eine Ersatzmuttervermittlung einen Vermögensvorteil erhält oder sich versprechen lässt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe bestraft.
§ 14b Abs. 2 Satz 2 AdVermiG
2Handelt der Täter gewerbs- oder geschäftsmäßig, so ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe.
§ 14b Abs. 3 Satz 1 AdVermiG
(3) In den Fällen der Absätze 1 und 2 werden die Ersatzmutter und die Bestelleltern nicht bestraft.
§ 15 AdVermiG
§ 15 Weitergeltung der Berechtigung zur Adoptionsvermittlung
§ 15 Abs. 1 Satz 1 AdVermiG
(1) 1Eine vor dem 1. Januar 2002 erteilte Anerkennung als Adoptionsvermittlungsstelle gilt vorläufig fort.
§ 15 Abs. 1 Satz 2 AdVermiG
2Sie erlischt, wenn nicht bis zum 31. Dezember 2002 erneut die Anerkennung beantragt wird oder, im Falle rechtzeitiger Antragstellung, mit Eintritt der Unanfechtbarkeit der Entscheidung über den Antrag.
§ 15 Abs. 2 Satz 1 AdVermiG
(2) 1Hat eine vor dem 1. Januar 2002 anerkannte Adoptionsvermittlungsstelle internationale Adoptionsvermittlung im Verhältnis zu einem bestimmten Staat ausgeübt und hat sie ihre Absicht, diese Vermittlungstätigkeit fortzusetzen, der zentralen Adoptionsstelle des Landesjugendamtes angezeigt, so gelten Absatz 1 sowie § 4 Abs. 2 Satz 4 entsprechend.
§ 15 Abs. 2 Satz 2 AdVermiG
2§ 4 Abs. 2 Satz 2 dieses Gesetzes sowie § 1 Abs. 3 des Adoptionsübereinkommens-Ausführungsgesetzes bleiben unberührt.
§ 15 Abs. 3 Satz 1 AdVermiG
(3) Die staatlichen Adoptionsvermittlungsstellen (§ 2 Abs. 1) haben sicherzustellen, dass die Anforderungen des § 3 vom 1. Januar 2003 an erfüllt werden.
§ 16 AdVermiG
§ 16 Anzuwendendes Recht
§ 16 Satz 1 AdVermiG
Vom Zeitpunkt des Inkrafttretens einer Änderung dieses Gesetzes an richtet sich die weitere Durchführung einer vor dem Inkrafttreten der Änderung begonnenen Vermittlung, soweit nicht anders bestimmt, nach den geänderten Vorschriften.