Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=15.11.2010&Aktenzeichen=NotZ%204%2F10
Timestamp: 2018-07-20 18:12:29
Document Index: 137435176

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 4', 'Art 12', 'Art 33', '§ 4', '§ 6', 'Art. 12', '§ 4', '§ 42', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 5', 'BGH', 'BGH']

BGH, 15.11.2010 - NotZ 4/10 - dejure.org
GG Artt. 12 Abs. 1, 33 Abs. 2; BNotO §§ 4, 6b
Art 12 Abs 1 GG, Art 33 Abs 2 GG, § 4 BNotO, § 6b BNotO
Bestellung zum Notar: Bedürfnisse einer geordneten Rechtspflege; subjektive Rechte der Bewerber; vorherige Ausschreibung der Notarstelle
GG Art. 12 Abs. 1, 33 Abs. 3; BNotO §§ 4, 6b, 111, 118; BRAO § 42
Kein individueller Anspruch aufgrund Pflicht der Landesjustizverwaltung, Notare nach den Bedürfnissen einer geordneten Rechtspflege zu bestellen
Möglichkeit der Herleitung subjektiver Rechte eines einzelnen Bewerbers aus der Pflicht der Landesjustizverwaltung zur Bestellung von Notaren nach den Bedürfnissen einer geordneten Rechtspflege; Zulässigkeit der Zuweisung einer Notarstelle ohne ihre vorherige Ausschreibung und Anspruch auf Bestellung zum Notar
Keine individueller Anspruch aufgrund Pflicht der Landesjustizverwaltung, Notare nach den Bedürfnissen einer geordneten Rechtspflege zu bestellen
Anwaltsnotar - Kein subjektives Recht aus Bedürfnis nach geordneter Rechtspflege
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Kein subjektives Recht aus Bedürfnis geordneter Rechtspflege
NJW-RR 2011, 412
DNotZ 2011, 391
Vielmehr hat die Landesjustizverwaltung nach pflichtgemäßem Ermessen die Auswahlentscheidung zu treffen (vgl. BGH, Senat für Notarsachen Beschlüsse vom 13. Dezember 1993 - NotZ 56/92, BGHZ 124, 327, 329; vom 15. November 2010 - NotZ 4/10, NJW-RR 2011, 412 juris Rn. 6 und vom 30. Juli 1990 - NotZ 24/89 - DNotZ 1991, 91 f.).
Wegen des Grundsatzes der Ämterstabilität (vgl. BGH, Beschluss vom 15. November 2010 - NotZ 4/10 -, NJW-RR 2011, S. 412 f.), dessen Geltung nach fachgerichtlicher Rechtsprechung nur im Fall einer - hier nicht gegebenen - Rechtsschutzverhinderung durch den Dienstherrn in Frage steht (vgl. BVerwGE 138, 102), hat das Unterlassen der Beschwerdeführerin zur Folge, dass sich die anderweitige Besetzung der ausgeschriebenen Notarstelle nicht mehr beseitigen lässt.
Das dortige Verfahren betraf die Niederlassungsfreiheit allein vor dem Hintergrund des für den Zugang zum Notariat bestehenden Staatsangehörigkeitserfordernisses, § 5 BNotO a.F. (vgl. auch BGH, DNotZ 2011, 391, 394).
Bestätigt durch: BGH, Beschluss des Senats für Notarsachen vom 15.11.2010 - NotZ 4/10 -.