Source: https://www.smart-rechner.de/erwerbsminderungsrente/rechner.php
Timestamp: 2020-02-27 18:02:25
Document Index: 306367505

Matched Legal Cases: ['§96', '§ 50', '§ 43', '§ 241', '§ 43', '§ 241', '§ 240']

Erwerbsminderungsrenten-Rechner 2020
Rente wegen Erwerbsminderung berechnen mit dem Erwerbs­minderungs­renten-Rechner
Mit dem Erwerbs­minderungs­renten-Rechner berechnen Sie die Höhe Ihrer möglichen Rente, die Sie aktuell bei Eintritt wegen teilweiser oder auch voller Erwerbminderung zu erwarten haben. Diese Rente wird übrigens oftmals und fälschlicher­weise noch EU Rente oder Erwerbsunfähigkeits­rente genannt. Sie erfahren, wieviel Sie künftig trotz Rentenbezug hinzuverdienen dürfen und ob Sie ein Anrecht auf gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente haben. Zudem wird die Höhe der Erwerbs­minderungs­rente bei einer Wartezeit von mindestens 35 Jahren berechnet. Darüber hinaus finden Sie zahlreiche detaillierte Zusatz­informationen zu den unterschiedlichen Erwerbs­minderungs­renten und die Herleitung sämtlicher Berechnungen im Rechner.
Haben Sie weitere Fragen? Dann lesen Sie hier die 10 wichtigsten Fragen zum Thema Rente bei Erwerbsminderung:
Beispielberechnung Erwerbs­minderungs­rente
Prüfung der Voraussetzungen für die volle
Berechnung der aktuellen Entgeltpunkte
Berechnung der bisherigen Entgeltpunkte
Berechnung der künftigen Entgeltpunkte mittels
Berechnung der gesamten Entgeltpunkte
Berechnung des Zugangsfaktors
Ermittlung des Rentenwerts
Bestimmung des Rentenartfaktors
Anwendung der Rentenformel
Eingabehilfen zum Erwerbs­minderungs­renten-Rechner
Geben Sie bitte das Geburtsdatum ein. Zusammen mit dem Alter bei Berufseinstieg und dem derzeitgen Brutto kalkulieren wir eine Hochrechnung für die bisher erzielten Entgelt­punkte (Rentenpunkte). Das Geburtsdatum ist auch für die Berechnung der sogenannten Zurechnungszeit relevant. Denn bei der Berechnung der Erwerbs­minderungs­rente werden den bisherigen Beitragsjahren noch Zeiten hinzugerechnet (Zurechnungszeit), damit die Versicherten eine angemessene Rente erhalten. Diese Zurechnungszeit beginnt mit dem Eintritt der Erwerbsunfähgkeit. Die Altersgrenze für das Ende der Zurechnungszeit wird von 2020 bis 2031 stufenweise von 65 Jahren und 9 Monaten bis auf 67 Jahre erhöht.
Geben Sie bitte an, ab welchem Alter Sie als renten­versicherungs­pflichtiger Arbeitnehmer tätig wurden. Ab diesem Zeitpunkt wurden Entgeltpunkte (Rentenpunkte) gesammelt und vom Erwerbsminderungsenten-Rechner berücksichtigt. Der sogenannte belegungsfähige Zeitraum beginnt dabei ab dem 17. Geburtstag. Dazu zählt auch ggf. der Wehr- oder Zivildienst sowie die berufliche Ausbildung, denn diese Zeiten werden auch mit bestimmten Entgeltpunkten versehen. Allerdings zählen nicht die Zeiten der schulischen Ausbildung ab dem 17. Lebensjahr inkl. Hochschul- bzw. Fachhochschulstudium dazu.
Bitte geben sie Ihre derzeitiges Bruttogehalt an. Bei der Angabe des monatlichen Bruttos geht der Rechner von 12 Gehältern je Jahr aus. Falls Sie mehr als 12 Monatsgehälter erhalten, rechnen Sie dies bitte selbst entsprechend um oder geben Sie einfach nach Auswahl von "Jahresbrutto derzeit" Ihr Jahresgehalt an. Das aktuelle Bruttogehalt bildet hier die Grundlage für die Berechnung der Entgeltpunkte (Rentenpunkte).
Geben Sie bitte an, ob Ihre überwiegende Arbeitsstätte in den alten oder in den neuen Bundesländern liegt. Abhängig davon ist der für die Berechnung der Rentenhöhe maßgebende Rentenwert. Der aktuelle Rentenwert Ost beträgt 31,89 € und der Rentenwert West beträgt 33,05 €. Der entsprechende aktuelle Rentenwert wird mit den bisherigen und hochgerechneten künftigen Entgeltpunkten, dem Rentenartfaktor und dem Zugangsfaktor multipliziert, um die monatliche Erwerbs­minderungs­rente zu berechnen.
Die unter­schied­lichen Erwerbs­minderungs­renten
Der Erwerbs­minderungs­renten-Rechner berücksichtigt alle im sechsten Sozialgesetzbuch aufgeführten relevanten Renten wegen Erwerbsminderung. Da bei Bezug der Rente auch ein Hinzuverdienst möglich ist, werden die jeweiligen rentenunschädlichen Hinzuverdienstgrenzen sowie die Hinzuverdienstdeckel nach §96a ebenfalls berechnet. Zu jeder der möglichen Renten wird auch die Wartezeit, also die Mindest­versicherungszeit aufgeführt. Diese wird in § 50 SGB VI geregelt und kann einerseits durch Beitragszeiten, andererseits mit sogenannten beitragsfreien Zeiten, wie z.B. Kindeserziehung und Ausbildung erfüllt werden.	Für jede Erwerbs­minderungs­rente gilt gleichermaßen:
Wartezeit-Voraussetzung
Voraussetzung für die Rentengewährung ist eine Wartezeit von fünf Jahren, Sie müssen also mindestens fünf Jahre rentenrechtliche Zeiten nachweisen.
Zudem müssen in den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung mindestens drei Jahre mit Pflichtbeiträgen für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit vorliegen
Verkürzung der Wartezeit möglich
Die Wartezeit gilt als vorzeitig erfüllt, wenn der Versicherte
infolge eines Arbeitsunfalls, einer Berufskrankheit oder einer Wehr-/Zivildienstbeschädigung teilweise oder voll erwerbsgemindert geworden ist. Er muss bei Eintritt des Ereignisses versicherungs­pflichtig in der Rentenversicherung gewesen sein oder in den letzten 2 Jahren davor mindestens 1 Jahr lang Pflichtbeiträge für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit gezahlt haben. Grundsätzlich genügt hier schon ein einziger Beitrag zur Rentenversicherung.
vor Ablauf von 6 Jahren nach Beendigung einer Ausbildung voll erwerbsgemindert geworden ist, sofern er in den letzten 2 Jahren davor mindestens für 1 Jahr Pflichtbeiträge für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit gezahlt hat.
Anspruch nur bis zur Regelaltersgrenze
Versicherte haben nur bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze Anspruch auf Rente wegen Erwerbs­min­de­rung. Danach wird diese Form der Rente von der allgemeinen Altersrente abgelöst.
Rente wegen voller Erwerbsminderung (§ 43 und § 241)
Sie können wegen Krankheit oder Behinderung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt auf nicht absehbare Zeit (länger als sechs Monate) nur weniger als drei Stunden täglich arbeiten.
Sind Sie arbeitslos und können aus gesundheitlichen Gründen nur noch eine Teilzeitarbeit von mindestens drei Stunden, jedoch weniger als sechs Stunden täglich ausüben, gelten Sie als voll erwerbsgemindert. Damit trägt der Gesetzgeber der schwierigen Situation auf dem Arbeitsmarkt Rechnung.
Voll erwerbsgemindert sind Sie grundsätzlich auch, wenn Sie in einer anerkannten Werkstatt für behinderte Menschen beschäftigt sind und wegen der Art und Schwere Ihrer Behinderung nicht auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tätig sein können. Sind Sie wegen einer Behinderung schon nicht mehr erwerbsfähig, bevor die Wartezeit von fünf Jahren erfüllt ist, haben Sie einen Anspruch auf Rente wegen voller Erwerbs­min­de­rung, wenn die Wartezeit von 20 Jahren erfüllt ist und Sie ununterbrochen voll erwerbsgemindert geblieben sind. Diese Regelung betrifft insbesondere Beschäftigte in einer Werkstatt für behinderte Menschen.
Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung (§ 43 und § 241)
Sie können wegen Krankheit oder Behinderung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt auf nicht absehbare Zeit (länger als sechs Monate) noch mindestens drei aber weniger als sechs Stunden täglich arbeiten.
Sonderregelung, falls es keine Teilzeitarbeit gibt
Wenn ein entsprechender Teilzeitarbeitsplatz zur Ausübung Ihrer drei bis sechstündigen Erwerbstätigkeit nicht vorhanden ist, ist es möglich, dass Sie einen Anspruch auf Rente wegen voller Erwerbs­min­de­rung erhalten, obwohl Sie aus medizinischer Sicht nur teilweise erwerbsgemindert sind.
Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung bei Berufsunfähigkeit (§ 240)
Versicherte, die vor dem 2. Januar 1961 geboren sind, können die Rente wegen teilweiser Erwerbs­min­de­rung in gleicher Höhe und bei gleichen Anspruchs­voraus­setzungen auch bei Berufsunfähigkeit beanspruchen. Die gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente wurde 2001 für Neurentner abgeschafft. Das Risiko der Berufsunfähigkeit kann seit dem 1. Januar 2001 für jüngere Versicherte nur noch durch eine private Berufsunfähigkeits­versicherung abgesichert werden.
Sie könnten zwar aus gesundheitlichen Gründen noch eine Tätigkeit von sechs Stunden oder mehr auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ausüben, aber nicht mehr in ihrem erlernten oder einem gleichwertigen Beruf.
Berechnung mittels Rentenformel
Grundsätzlich wird zur Berechnung der Erwerbs­minderungs­rente die allgemeine Rentenformel genutzt, deren einzelne Bestandteile und Besonder­heiten im Folgenden erklärt werden.
Monatliche Erwerbs­minderungs­rente
Entgeltpunkte × Zugangsfaktor × Rentenwert × Rentenartfaktor
Entgeltpunkte (Rentenpunkte) allgemein
Jährlich können Entgeltpunkte in Höhe des Verhältnisses vom eigenen beitragspflichtigen Gehalt zum Bundesdurchschnitt erworben werden.	Ein Durchschnittsverdiener erhält für seine jährlichen Beitrags­zahlungen also jeweils genau einen Entgeltpunkt. Die Anzahl seiner Entgeltpunkte stimmt daher theoretisch mit der Anzahl seiner Beitragsjahre überein. Liegen die beitragspflichtigen Einnahmen z.B. 50% über dem Durchschnitt, so werden 1,5 Entgeltpunkte, liegen sie 50% darunter, werden 0,5 Entgeltpunkte erworben. Nach oben sind die jährlich möglichen Entgeltpunkte durch das Verhältnis der Beitrags­bemessungs­grenze zum Durchschnittsentgelt gedeckelt.
Berechnung der Entgeltpunkte bei Erwerbsminderung
Für die Erwerbs­­min­de­rungs­­rente werden sowohl die bisherigen Entgeltpunkte als auch künftige Entgeltpunkte für die Dauer der Zurechnungszeit berücksichtigt.
Die bisherigen Entgeltpunkte werden anhand der bisherigen Berufs­laufbahn ermittelt. Der Erwerbs­minderungs­renten-Rechner nutzt hierzu ein Näherungs­verfahren, welches weiter unten vorgestellt wird.
Künftige Entgeltpunkte für die Dauer der Zurechnungszeit
Bei der Berechnung der Erwerbs­minderungs­rente werden den bisherigen Beitragsjahren noch Zeiten hinzugerechnet (Zurechnungszeit), damit die Versicherten eine angemessene Rente erhalten. Mit der Zurechnungszeit wird fiktiv angenommen, dass der Betroffene bis zum Ende dieser Zurechnungszeit hätte arbeiten können.
Ab 2019 wurde diese Zeit verlängert, so dass sie für Neurentner fortan bis zum Beginn der regulären Altersrente berechnet wird.	Die Zurechnungszeit beginnt mit dem Eintritt der Erwerbsminderung. Zwischen 2019 und 2031 wird die Dauer der Zurechnungszeit schrittweise von 63 Jahren und 8 Monaten auf 67 Jahre erhöht. Die künftig zu berück­sichtigenden Entgeltpunkte berechnen sich aus dem Durchschnitt der bisher erzielten Punkte, und zwar für die Dauer der sogenannten Zurechnungszeit.
Tabelle Zurechnungszeit Erwerbsminderungsrente ab 2019
Tabelle Verlängerung der Zurechnungszeit zur Berechnung künftiger Entgeltpunkte ab 2019
Ende der Zurechnungszeit im Alter von
2019 65 Jahre + 8 Monate
2020 65 Jahre + 9 Monate
2021 65 Jahre + 10 Monate
2022 65 Jahre + 11 Monate
2023 66 Jahre + 0 Monate
2024 66 Jahre + 1 Monate
2025 66 Jahre + 2 Monate
2026 66 Jahre + 3 Monate
2027 66 Jahre + 4 Monate
2028 66 Jahre + 6 Monate
2029 66 Jahre + 8 Monate
2030 66 Jahre + 10 Monate
ab 2031 67 Jahre + 0 Monate
Günstigerprüfung für die Zurechnungszeit
Neben der verlängerten Zurechnungszeit wurde auch eine sogenannte "Günstigerprüfung" eingeführt: Bei der Berechnung, welches Einkommen in der Zurechnungszeit fortgeschrieben wird, bleiben die letzten vier Versicherungs­jahre vor dem Eintritt der Erwerbsminderung unberück­sichtigt, wenn sie negativ zu Buche schlagen würden. Diese Günstigerprüfung ist in erster Linie für solche Versicherte vorteilhaft, deren Einkommen bereits in den letzten Jahren vor der amtlich fest­gestellten Erwerbsminderung gesunken ist – etwa durch eine gesundheits­bedingte Verkürzung der Arbeitszeit, Krankheitsphasen oder den Wegfall von Überstunden.	Die Günstigerprüfung nimmt der Renten­versicherungs­träger von Amts wegen vor, wird aber im Erwerbs­minderungs­renten-Rechner nicht berücksichtigt.
Entgeltpunkte gesamt
Für die Erwerbs­­min­de­rungs­­rente werden also folgende Entgeltpunkte berück­sichtigt:
= Bisherige Entgeltpunkte + Künftige Entgeltpunkte
Berechnungsverfahren zur Bestimmung der Entgeltpunkte
Um die Anzahl Ihrer Entgeltpunkte, welche für die Höhe der Rente maßgebend sind, exakt zu bestimmen, wäre Ihr kompletter Versicherungs­verlauf mit allen Daten und Details notwendig. Damit Ihnen die Eingabe all dieser Daten erspart bleibt, vereinfacht der Erwerbs­minderungs­renten-Rechner die Berechnung der Entgeltpunkte und liefert mit folgender Methodik insbesondere bei einer relativ konstanten Erwerbs­biografie einen sehr guten Näherungswert für die Höhe Ihrer Erwerbs­minderungs­rente.
Zunächst werden anhand Ihres derzeitgen Gehalts und dem aktuellen Durchschnitts­entgelt die Entgeltpunkte für das aktuelle Jahr berechnet. Ausgehend davon werden für jedes Lebensjahr darunter 1 Prozent weniger Entgeltpunkte berechnet, so dass schließlich alle Entgeltpunkte ab Ihrem Berufseinstieg bis zum heutigen Zeitpunkt bestimmt sind. Dabei werden jährlich die maximal möglichen Entgeltpunkte aufgrund der im jeweilgen Jahr geltenden Beitrags­bemessungs­grenze beachtet.
Die Rentenschätzung berücksichtigt also, dass tendenziell zu Beginn der Karriere weniger und zum Ende der Karriere mehr verdient wird. Denn die Steigerung des Gehalts ist nicht nur von den allgemeinen Lohn- bzw. Tariferhöhungen geprägt, welche die Veränderung des bundesweiten Durchschnitts­einkommens bestimmen.	Nicht zuletzt entwickelt sich das persönliche Gehalt im Laufe eines Berufslebens nämlich auch mit dem Aufstieg auf der Karriereleiter oder z.B. in Verbindung mit steigenden Altersklassen.
Der Zugangsfaktor berücksichtigt Ab- oder Zuschläge zu einer Rente, wenn diese früher oder später als zum regulären Beginn (z.B. bei Altersrenten) in Anspruch genommen wird, ansonsten beträgt der Zugangsfaktor 1,0. Ist der Versicherte bei Antritt der Erwerbs­min­de­rungs­­rente 2020 mindestens 64 Jahre und 4 Monate alt, so erfolgt kein Abschlag. Ist er jünger, so wird der Zugangsfaktor je Monat um 0,003 Punkte gemindert, also die berechnete Rente um 0,3%, maximal jedoch um 10,8% dauerhaft gekürzt.
Geänderter Zugangsfakor bei hoher Wartezeit
Sofern eine Wartezeit (Beitragszeit) von mindestens 35 Jahren erfüllt ist, bleibt es bei einem Lebens­alter von 63 Jahren für die abschlagfreie Rente. Ab 2024 gilt das nur noch für erwerbsgeminderte Versicherte, die 40 Jahre Wartezeit nach­weisen können.
Abschlagsfreie Inanspruch­nahme der Erwerbs­minderungs­rente im Alter von
Wartezeit unter 35 Jahren
Wartezeit ab 35 Jahren
vor 2012 63 + 0 Monate 63 Jahre
2012 Jan 63 + 1 Monat 63 Jahre
2012 Feb 63 + 2 Monate 63 Jahre
2012 März 63 + 3 Monate 63 Jahre
2012 April 63 + 4 Monate 63 Jahre
2012 Mai 63 + 5 Monate 63 Jahre
2012 Jun-Dez 63 + 6 Monate 63 Jahre
2013 63 + 7 Monate 63 Jahre
2014 63 + 8 Monate 63 Jahre
2015 63 + 9 Monate 63 Jahre
2016 63 + 10 Monate 63 Jahre
2017 63 + 11 Monate 63 Jahre
2018 64 + 0 Monate 63 Jahre
2019 64 + 2 Monate 63 Jahre
2020 64 + 4 Monate 63 Jahre
2021 64 + 6 Monate 63 Jahre
2022 64 + 8 Monate 63 Jahre
2023 64 + 10 Monate 63 Jahre
ab 2024 65 + 0 Monate 63 Jahre
Die Summe aller Entgeltpunkte wird zur Berechnung der monatlichen Erwerbs­minderungs­rente mit dem aktuellen Rentenwert multipliziert. Dieser Rentenwert wird jährlich zum 1. Juli hauptsächlich gemäß der allgemeinen Lohnentwicklung angepasst. (Aktuelle Rentenwerte: 31,89 € Ost und 33,05 € West)
Der Rentenartfaktor ist ein weiterer Faktor aus der Rentenformel. Seine Höhe ist abhängig von den unterschiedlichen Rentenarten. Der Rentenartfaktor für die Rente bei voller Erwerbs­min­de­rung beträgt wie bei der Altersrente 1,0. Die Rente wegen teilweiser Erwerbs­min­de­rung hat hingegen einen Rentenartfaktor von 0,5, sie ist also nur halb so hoch.
Beispiel für die Berechnung der Rente wegen voller Erwerbsminderung
Herr Voigt kann Anfang 2019 aufgrund eines Unfalls und den dabei erlittenen Verletzungen nicht dauerhaft, weder in seinem bisherigen Beruf noch in einer anderen beruflichen Tätigkeit, wenigstens drei Stunden täglich arbeiten.
Herr Voigt ist am 09.11.1978 geboren.
Im Alter von 20 Jahren hat er seine berufliche Laufbahn begonnen
Sein bisheriges Monatsbrutto beträgt 3.000 Euro.
Seine Arbeitsstätte ist in Köln.
1. Prüfung der Voraussetzungen für die volle Erwerbs­minderungs­rente
Alle Voraussetzungen zum Bezug der Erwerbs­minderungs­rente sind bei Herrn Voigt gegeben:
Die medizinischen Voraussetzungen für die volle Erwerbsminderung erfüllt Herr Voigt, denn er kann dauerhaft, also für mindestens sechs Monate keiner Erwerbstätigkeit für mindestens drei Stunden täglich nachkommen.
Herr Voigt erfüllt mit seinen inzwischen 20 Beitragsjahren die allgemeine Wartezeit	und
er hat in den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung durchgehend gearbeitet, also die Voraussetzung von mindestens drei Jahren mehr als erfüllt.
2. Berechnung der aktuellen Entgeltpunkte von Herrn Voigt
In Relation zum 2019 aktuellen Durchschnittsentgelt in Höhe von 38.901 Euro verdient Herr Voigt zu Beginn seiner Erwerbsminderung im Alter von 40 Jahren das 0,9254fache davon. Dieser Wert entspricht auch der Anzahl seiner Entgeltpunkte für dieses Jahr, die ggf. aber nach oben durch die aktuelle Beitrags­bemessungs­grenze auf 2,0668 Punkte gedeckelt sein könnten.
Herr Voigt erhält 0,9254 Entgeltpunkte für das Jahr 2019.
3. Berechnung der bisherigen Entgeltpunkte für Herrn Voigts Berufslaufbahn
Um Herrn Voigts bisherige Entgeltpunkte exakt zu bestimmen, wäre sein kompletter Versicherungsverlauf mit allen Daten und Details notwendig. Der Erwerbs­minderungs­renten-Rechner vereinfacht die Berechnung der Entgeltpunkte und wendet die oben beschriebene Methodik an. Es werden also ausgehend von den Entgeltpunkten für das aktuelle Jahr für jedes Lebensjahr darunter 1 Prozent weniger Entgeltpunkte berechnet, so dass schließlich alle Entgeltpunkte ab seinem Berufseinstieg bis zum heutigen Zeitpunkt bestimmt sind.	Demnach wurden konkret folgende Entgeltpunkte für Herrn Voigt ermittelt:
20 0,7403
21 0,7496
22 0,7588
23 0,7681
24 0,7773
36 0,8884
37 0,8976
38 0,9069
39 0,9161
Summe bisherige Entgeltpunkte 16,5646
4. Berechnung der künftigen Entgeltpunkte mittels Zurechnungszeit für Herrn Voigt
Die künftig zu berücksichtigenden Entgeltpunkte berechnen sich aus dem Durchschnitt der bisherigen Punkte (0,0690 monatlich), und zwar für die Dauer der Zurechnungszeit. Die Zurechnungszeit beginnt mit Renteneintritt und endet mit 65 Jahren und neun Monaten (Stand 2020). Zwischen 2020 und 2031 wird die Dauer der Zurechnungszeit schrittweise bis auf 67 Jahre erhöht. Herrn Voigts Zurechnungszeit beträgt 308 Monate.
Für Herrn Voigt werden 0,0709 × 308 Monate = 21,2520 künftige Entgeltpunkte berücksichtigt
5. Berechnung der gesamten Entgeltpunkte für Herrn Voigt
Die für die Rentenformel insgesamt zu verwendenden Entgeltpunkte entsprchen der Summe von Herrn Voigts bisher erzielten Rentenpunkte und den durch die Zurechnungszeit gewährten künftigen Punkte.
Gesamte Entgeltpunkte für Herrn Voigt
Bisherige Entgeltpunkte 16,5646
+ Künftige Entgeltpunkte 21,2520
= Gesamte Entgeltpunkte 37,8166
6. Berechnung des Zugangsfaktors von Herrn Voigt
Wie oben beschrieben, berücksichtigt der Zugangsfaktor innerhalb der Renntenformel Ab- oder Zuschläge zu einer Rente, wenn diese früher oder später als zum regulären Beginn (z.B. bei Altersrenten) in Anspruch genommen wird. Wäre Herr Voigt bei Antritt der Erwerbs­min­de­rungs­rente 2019 mindestens 64 Jahre und 2 Monate alt, so würde kein Abschlag erfolgen. Er ist allerdings mehr als 36 Monate jünger, weshalb seine berechnete Rente dauerhaft um den maximalen Abschlag von 10,8 Prozent gekürzt wird.
Herrn Voigts Zugangsfaktor beträgt 1,0 − 0,1080 = 0,8920
7. Ermittlung des Rentenwerts
Herr Voigt hat seine bisherigen Entgeltpunkte alle in Westdeutschland gesammelt, weshalb zur Berechnung seiner Erwerbs­minderungs­rente der Rentenwert West in Höhe von derzeit 33,05 €. zugrunde gelegt wird.
Rentenwert West = 33,05 Euro
8. Bestimmung des Rentenartfaktors
Der Rentenartfaktor für eine teilweise Erwerbsminderung beträgt 0,5, der Rentenartfaktor für die volle Erwerbsminderung beträgt 1,0.
Rentenartfaktor für Rente bei voller Erwerbsminderung = 1,0
9. Anwendung der Rentenformel für Herrn Voigt
Anwendung Rentenformel
Entgeltpunkte 37,8166
× Rentenwert West 32,03 (Stand 1.HJ 2019)
× Rentenartfaktor 1,00
= Volle Erwerbs­minderungs­rente 1.080,45
Von der hier hochgerechneten Bruttorente muss Herr Voigt allerdings noch Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung von rund 11 Prozent sowie ggf. Steuern entrichten.
News zum Erwerbs­minderungs­renten-Rechner
8.11.2018: Geplante Rentenreform verabschiedet: Höhere Erwerbsminderungsrente ab 2019
Ab 2019 erhalten erwerbsgeminderte Neurentner eine höhere Erwerbsminderungsrente. Denn ab 2019 wird so gerechnet, dass der Betroffene bis zum Beginn der regulären Rente, also bis zur Regelaltersrente hätte arbeiten können. 2018 lag die Zurechnungszeit bei erstmaligem Bezug der Erwerbsminderungsrente noch bei 62 Jahren und drei Monaten. Ab 2019 wird sie für neu erwerbsgeminderte Rentner auf 65 Jahre und acht Monate erhöht. Sie wird also mit dem Jahreswechsel 2018/2019 um drei Jahre und fünf Monate auf einen Schlag angehoben, was finanziell viel ausmacht. Die Zurechnungszeit wird bis 2031 schrittweise auf 67 Jahre erhöht. Der neue Erwerbs­minderungs­renten-Rechner 2019 berechnet die Erwerbsminderungsrente anhand der verlängerten Zurechnungszeiten.
Grundsicherung berechnen 2020, Rentenbesteuerung Rechner, Rentenhöhe berechnen, Witwenrente Berechnung, Rentenlückenrechner 2020, Rentenbeginn berechnen, Berechnung Rentenabschlag, Zuschlag zur Waisenrente berechnen, Minijob-Rechner, Erbschaftsteuer berechnen
Insbesondere die Informationen folgender Quellen haben wir für die Themenwelt "Rente bei Erwerbsminderung" verwendet:
Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit (Bundesministerium für Arbeit und Soziales)
Entwurf des Gesetzes über Leistungsverbesserungen und Stabilisierung (Bundesministerium für Arbeit und Soziales)
Die letzten Änderungen in der Themenwelt "Rente bei Erwerbsminderung" wurden am 05.11.2019 umgesetzt durch Stefan Banse. Hauptsächlich wurde folgendes aktualisiert:
05.11.2019: Beitrags­bemessungs­grenzen für 2020 und aktualisierte Durchschnittsentgelte für 2019 zur Berechnung der Entgeltpunkte hinterlegt
28.06.2019: Berücksichtigung der ab 1. Juli 2019 geltenden Rentenwerte im Erwerbsminderungsrenten-Rechner
08.11.2018: Anpassung des Erwerbsminderungsrenten-Rechner sowie der Texte an die ab 2019 geltende verlängerte Zurechnungszeit für Neurentner (siehe auch News vom 8.11.2018 auf der Seite des Rechners).
08.11.2018: Hinterlegen neuer Beitrags­bemessungs­grenzen für 2019 und aktualisierter Durchschnittsentgelte für 2018 zur Berechnung der Entgeltpunkte
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