Source: http://www.familienrecht-allgaeu.de/de/realsplitting.html
Timestamp: 2017-01-20 03:54:43
Document Index: 238321880

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', '§ 11', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Realsplitting | Dr. Schröck | Fachanwalt für Familienrecht
STEUERLeitfaden zur Steuer bei Trennung & Scheidung
EHEGATTENUNTERHALTTrennungsunterhalt & nachehelicher Unterhalt
LEITFADEN zur STEUERbei Trennung & Scheidung
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STEUEROPTIMIERUNG Obligenheit zur steueroptimierten Einkommensgestaltung
BGH, Urteile vom 28. Februar 2007 - XII ZR 37/05 – FamRZ 2007, 793, 797;
der Zusage, dass die Nachteile des Unterhaltsberechtigten ausgeglichen werden (vgl. BGH vom 11.05.2005 - XII ZR 108/02) und dass die Unterhaltsverpflichtung verbindlich durch Anerkenntnis, Verurteilung oder freiwillige Leistung (-> Unterhaltsvereinbarung) feststeht. Wer im Rahmen einer einstweiligen Anordnung zur Unterhaltszahlung verpflichtet wurde, kann diese Unterhaltsleistungen nicht steuerlich aktivieren: von einer freiwilligen Unterhaltszahlung oder gar bestandskräftigen Verurteilung zu einem geschuldeten Unterhalt hier kann keine Rede sein.
Die steuerlichen Voraussetzungen des Realsplittings erfordern eine tatsächliche Unterhaltszahlung in dem jeweiligen Steuerjahr. Der maßgebliche Zeitpunkt des Abzugs richtet sich nach demjenigen der tatsächlichen Zahlung (§ 11 Abs. 2 Satz 1 EStG). Unerheblich ist dagegen der Zeitraum, für den die Leistung wirtschaftlich erbracht wird. Unterhaltszahlungen können deshalb steuerlich nur für die Jahre berücksichtigt werden, in denen sie tatsächlich geleistet worden sind (sog. -> In-Prinzip). Wegen der Pflicht zum Nachteilsausgleich (vgl. BGH FamRZ 1985, 1232; 1988, 820) auf Seiten des unterhaltsberechtigten Ehegatten ist stets gut zu überlegen, ob das begrenzte Realsplittung in der wirtschaftlichen Gesamtbilanz wirklich einen Vorteil bringt. Diese Fragen sind deshalb unbedingt genau mit einem Steuerberater zu besprechen und zu klären. Zu den Steuervorteilen & Steuernachteilen -> HIER...
MUSTERANTRAG Antrag auf Abgabe der Zustimmungserklärung zum sog. "begrenzten Realsplitting"
BGH, Urteil vom 29.04.1998 XII ZR 266/96Rechte und Pflichten der geschiedenen Ehegatten bei Durchführung des sog. "begrenzten Realsplittings"
BGH, Urteil vom 29.04.1998 - XII ZR 266/96Zum sog. "begrenzten Realsplitting"
EINKOMMENSTEUER der EHEGATTEN Solangedie Ehegatten die -> gemeinsame Steuerveranlagung wählen bzw. wählen können, ist das -> Realsplittingverfahren für die Ehegatten kein Thema. Doch nach Ablauf des Jahres, in dem die Trennung erfolgte, endet die Möglichkeit der gemeinsamen Veranlagung und der darauf basierenden Steuerklasenwahl (mehr dazu -> HIER ...). Jetzt geht es darum, ob Unterhaltszahlungen an den Ehegatten steuerlich aktiviert werden können. Führen die Ehegatten an Stelle der gemeinsamen Steuerveranlagung das -> Realsplittingverfahren durch, kann der potentielle Abzugsbetrag als -> Freibetrag für den Lohnsteuerabzug durch den Arbeitgeber eingetragen werden und erhöht damit das monatliche Nettoeinkommen. Oder der Sonderausgabenabzug wird bei der Jahressteuererklärung mit der -> „Anlage U“ geltend gemacht und kann zu einer dementsprechenden Steuerrückerstattung führen. Dabei ist zu beachten, dass während eines laufenden Unterhaltsverfahrens über Ehegattenunterhalt die Eintragung des Freibetrages nicht möglich ist, sondern erst nach dessen Abschluss. Erst dann kann ein durch die Steuerersparnis erhöhter Unterhalt verlangt werden. Steht die Unterhaltsverpflichtung durch Anerkenntnis, Verurteilung oder freiwillige Leistung fest und stimmt der Unterhaltsgläubiger dem Realsplittingverfahren zu (-> BGH, vom 29.04.1998), kann ein Freibetrag für den Lohnsteuerabzug eingetragen werden. Die zur Durchführung des Verfahrens anfallenden -> Steuerberaterkosten können nach BFH nicht als Sonderausgaben vom steuerrelevanten Einkommen abgezogen werden.
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