Source: http://dimsic.com/service/fachanwalt-fachanwaelte
Timestamp: 2019-10-13 20:34:57
Document Index: 363447511

Matched Legal Cases: ['§ 43', '§ 43', '§ 1', 'BGH', '§ 142', '§ 229']

Begriff Fachanwalt Fachanwälte einfach erklärt
Fachanwalt B. Dimsic, LL.M. 2012-04-25T00:02:08+02:00
Die Bezeichnung Fachanwalt ist in Deutschland ein einem Rechtsanwalt verliehener Titel, der dem Nachweis dienen soll, auf einem bestimmten Rechtsgebiet über besondere Kenntnisse und Erfahrungen zu verfügen (§ 43c BRAO). Die Voraussetzungen zum Erwerb und Führen des Fachanwaltstitels sind in der Bundesrepublik Deutschland geregelt in der Fachanwaltsordnung (FAO). Voraussetzungen für den Fachanwaltstitel sind eine anwaltsspezifische Fortbildung, schriftliche Prüfungen sowie der Nachweis praktischer Erfahrungen. Auch nach Erwerb der Fachanwaltsbezeichnung muss sich die Rechtsanwältin / der Rechtsanwalt auf dem jeweiligen Rechtsgebiet fortbilden. Man darf maximal drei Fachanwaltsbezeichnungen führen, § 43c Abs.1 BRAO.
Folgende Fachanwaltschaften (Titel) gibt es zurzeit:
Fachnwalt für Arbeitsrecht
Fachanwalt für Informationstechnologierecht (Fachanwalt für IT-Recht)
Um einen entsprechenden Fachanwaltstitel zu erwerben muss der betreffende Rechtsanwalt innerhalb der letzten sechs Jahre vor Antragstellung mindestens drei Jahre als Rechtsanwalt zugelassen sein und nachweisen, auf dem betreffenden Rechtsgebiet über besondere praktische Kenntnisse und theoretische Erfahrungen zu verfügen. Als Nachweis der besonderen theoretischen Kenntnisse werden die Teilnahme an einem ca. 120 Stunden umfassenden Kurs sowie drei bestandene Leistungskontrollen gefordert. Zum Nachweis der praktischen Erfahrungen ist eine bestimmte Anzahl von bearbeiteten Fällen aus dem jeweiligen Fachgebiet nötig. Die Spanne reicht von 50 Fällen im Steuerrecht oder Informationstechnologierecht bis hin zu 160 Fällen im Verkehrsrecht. Der Rechtsanwalt ist nach dem Erwerb des betreffenden Fachanwaltstitels dazu verpflichtet jährlich auf dem Gebiet der Fachanwaltsbezeichnung fortzubilden, indem er mindestens 10 Seminarstunden hörend oder dozierend ableistet oder wissenschaftliche Publikationen auf dem entsprechenden Fachgebiet verfasst und veröffentlicht.
Die o.g. Fachanwaltsbezeichnungen der Fachanwaltsordnung (FAO) sind bindend. Weitere Fachanwaltstitel gibt es nicht. Folgende beispielhafte Fachanwaltstitel / Fachanwaltsbezeichnungen existieren folglich nicht:
Fachanwalt für Unfallrecht
Fachanwalt für Verkehrsstrafrecht
Fachanwalt für Strafverteidigung
Fachanwalt für Bußgeldrecht
Fachanwalt für Abmahnungen
Fachanwalt für Filesharing
Fachanwalt für Patenrecht
Fachanwalt für Wettbewerbsrecht
Fachanwalt für Scheidung
Fachanwalt für E-Commerce-Recht
Fachanwalt für Wirtschaftsrecht
Sofern ein Rechtsanwalt entsprechende Fachanwaltsbezeichnungen führen sollte oder damit wirbt, so kann dies regelmäßig als irreführende Werbung ausgelegt werden. So hat beispielsweise das Landgericht Hamburg in zwei Fällen die Werbung im Internet für einen „Fachanwalt für Markenrecht“ oder „Fachanwalt: Markenrecht“ als unlauter und somti als Verstoss gegen das Wettbewebsrecht verboten (LG Hamburg, Beschluss vom 17.03.2009 – 312 O 142/09; Beschluss vom 13.03.2009 – 312 O 128/09).
Die nach der Fachanwaltsordnung (FAO) zugelassenen Fachanwaltsbezeichnungen sind in § 1 FAO abschliessend aufgezählt. Da ein Fachanwalt für Markenrecht dort nicht aufgeführt ist, darf sich ein Rechtsanwalt trotz vorhandener Spezialkenntnisse im Markenrecht nicht als Fachanwalt für Markenrecht bezeichnen. Auch der Titel Fachanwalt für IT-Recht oder Fachanwalt für Gewerblichen Rechtsschutz berechtigt nicht dazu, sich als Fachanwalt für Markenrecht bezeichnen. Daran ändert auch ein vorhandener Fachanwaltstitel im IT-Recht oder Gewerblichen Rechtsschutz nichts, obwohl für die Verleihung beider Titel besondere Kenntnisse im Markenrecht nachgewiesen werden müssen. Daher sind auch die o.g. nicht in der Fachanwaltsverordnung explizit aufgeführten Fachanwaltsbezeichnungen wie „Fachanwalt für Unfallrecht“, „Fachanwalt für Verkehrsstrafrecht“, „Fachanwalt für Strafverteidigung“, „Fachanwalt für Bußgeldrecht“, „Fachanwalt für Abmahnungen“, „Fachanwalt für Filesharing“, „Fachanwalt für Patenrecht“, „Fachanwalt für Wettbewerbsrecht“, „Fachanwalt für Scheidung“, „Fachanwalt für Vertragsrecht“, „Fachanwalt für E-Commerce-Recht“, „Fachanwalt für Wirtschaftsrecht“ nicht zulässig.
Die sog. Fachanwaltsordnung (FAO) finden Sie u.a. hier.
Sollten Sie Fragen haben, so stehen wir Ihnen als Rechtsanwälte für ein persönliches Gespräch in unseren Kanzleien in Düsseldorf und Solingen gerne zur Verfügung.
Wir beraten und vertreten Sie in Düsseldorf, Solingen, den umliegenden Städten und bundesweit in folgenden Rechtsgebieten:
Gewerblicher Rechtsschutz (Markenrecht, Urheberrecht, Wettbewerbsrecht)
Insolvenzrecht (Privatinsolvenz / Verbraucherinsolvenz, Regelinsolvenz)
Bearbeitungsgebühren bei Unternehmerdarlehen können zurückgefordert werden
Die Bearbeitungsgebühren bei Unternehmerdarlehen sind nach Ansicht des Bundesgerichtshofs rechtswidrig und können daher zurückgefordert werden. In der Pressemitteilung schreiben die Richter:
Der XI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat in zwei Verfahren entschieden, dass die von den beklagten Banken vorformulierten Bestimmungen über ein laufzeitunabhängiges Bearbeitungsentgelt in Darlehensverträgen, die zwischen Kreditinstituten und Unternehmern geschlossen wurden, unwirksam sind
Hier kommen schnell „Gebühren“ […]
Erst die Targobank mit ihrem Individualbeitrag jetzt die Bausparer.
In seinem Urteil vom 08.11.2016, Az.: XI ZR 552/15, hat der BGH entschieden, dass die Bausparkassen von ihren Kunden keine Darlehensgebühren verlangen dürfen. Darlehensgebühren dienen nach Ansicht des Gerichts allein dem Verwaltungsaufwand der Bausparkassen und dürften deshalb nicht auf die Kunden abgewälzt werden. Die Gebühren betragen teilweise bis […]
Wer zwischen 2013 und 2016 einen Kredit bei der TARGOBANK aufgenommen hat und in seinem Vertrag den Begriff „INDIVIDUALBEITRAG“ findet, sollte den dort ausgewiesenen Betrag zurückfordern.
Das Oberlandesgericht Düsseldorf entschied bereits, dass dieser Betrag von der Bank zurückzuzahlen ist. Der Bundesgerichtshof soll hierüber nun am 22. November 2016 endgültig eine Entscheidung fällen.
Wir haben das Geld für Mandanten bereits in […]
Wieder Erfolg für Mandanten der Kanzlei Dimsic & Tasci Rechtsanwälte
Einstellung des Ermittlungsverfahren wegen unerlaubtem Entfernen vom Unfallort § 142 StGB
Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf ermittelte gegen den Mandanten der Kanzlei Dimsic & Tasci wegen dem Unfallflucht. Der vermeintliche Zusammenstoß zweier Fahrzeuge sollte sich auf einem Parkplatz innerorts von Düsseldorf abgespielt haben. Die – vermeintlich – Geschädigte war der Auffassung, dass der Mandant ihr Fahrzeug […]
Erneuter Erfolg für unsere Mandanten vor dem Landgericht Düsseldorf
Die Staatsanwalt Düsseldorf erhob gegen zwei Mandanten der Kanzlei Dimsic & Tasci Anklage wegen gemeinschaftlichen Betrugs. Vor dem Amtsgericht Ratingen wurden beide Angeklagten zu Geldstrafen von 60 Tagessätzen zu 180,00 EUR (10.800,00 EUR) und 60 Tagessätzen zu je 50,00 EUR (3.000,00 EUR) verurteilt.
Im Rahmen der Berufung vor dem Landgericht in Düsseldorf konnten […]
Wieder Erfolg für unseren Mandanten: Einstellung der Ermittlungen gegen unseren Mandanten wegen fahrlässiger Körperverletzung § 229 StGB
Unser Mandant aus Solingen darf sich über die Einstellung des strafrechtlichen Verfahrens wegen fahrlässiger Körperverletzung freuen. Ihm wurde vorgeworfen durch Unachtsamkeit einen Verkehrsunfall herbeigeführt zu haben und dabei zumindest fahrlässig jemanden verletzt zu haben.
Ein nicht seltener strafrechtlicher Vorwurf im Zusammenhang mit Verkehrsunfällen, bei denen […]