Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=FamRZ%202003,%20741
Timestamp: 2019-12-06 05:39:41
Document Index: 245261239

Matched Legal Cases: ['BGH', 'EuG', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 104', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 110', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 104', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 779', '§ 779', '§ 1603', 'BGH', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 1', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'Art. 73', 'Art. 74', 'Art. 73', 'Art. 74', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'Art. 1', 'EuG', 'EuG', 'Art. 67', 'Art. 67', 'EuG', 'Art. 1', 'Art. 4', 'EuG', 'EuG']

Rechtsprechung: FamRZ 2003, 741 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: BGH, 19.02.2003 | EuGH, 07.11.2002
https://dejure.org/2003,372
BGH, 11.02.2003 - VI ZR 34/02 (https://dejure.org/2003,372)
BGH, Entscheidung vom 11.02.2003 - VI ZR 34/02 (https://dejure.org/2003,372)
BGH, Entscheidung vom 11. Februar 2003 - VI ZR 34/02 (https://dejure.org/2003,372)
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Haftung für die Folgen eines Arbeitsunfalls - Erforderlichkeit des Vorsatzes für den Eintritt eines ernstlichen Personenschadens - Durch schülertypisches Verhalten verursachter Schulunfall - Entsperrung des Haftungsausschlusses bei Vorsatz des Schädigers auch auf die ...
Unfälle - Grenzen der Haftung für die Schädigung
SGB VII §§ 104 105 106
Sozialrecht - Arbeitsunfall: Vorsatz des Schädigers muss schwere Folge umfassen
Haftung bei Schulunfällen - Kein Schmerzensgeld bei üblichem Verhalten
Keine Haftung für versehentlich verletzten Mitschüler // Entschädigung allein von Unfallversicherung
Unfallversicherung; Haftung bei Schulunfällen
Haftungsausschluss bei Schulunfall
Zusammenfassung von "Haftungslücken beim Schadensersatz für Schulunfälle" von Wiss. Assistent Dr. Martin Ebers, original erschienen in: NJW 2003, 2655 - 2657.
Zusammenfassung von "Kein Ersatz des Personenschadens bei einem Schulunfall" von Thomas Meiser, original erschienen in: SchuR 9/2003, 5 - 7.
BGHZ 154, 11
NJW 2003, 1605
MDR 2003, 745
NZS 2005, 35 (Ls.)
NZV 2003, 276
FamRZ 2003, 741 (Ls.)
VersR 2003, 595
BB 2003, 966
Vielmehr ist immer eine umfassende Würdigung sämtlicher Umstände des Einzelfalles erforderlich (vgl. Senatsurteile vom 27. März 1984 - VI ZR 246/81, WM 1984, 744, 745; vom 11. Februar 2003 - VI ZR 34/02, aaO, S. 20 f.;… BGH, Urteile vom 26. August 2003 - 5 StR 145/03, aaO, S. 348; vom 12. Mai 2005 - 5 StR 283/04, NJW 2005, 2242, 2244).
Dies hat der erkennende Senat bereits in anderem Zusammenhang ausführlich dargelegt (Senatsurteil BGHZ 154, 11, 16 ff.).
Dem liegt zugleich die Überlegung zugrunde, dass das Zusammenwirken im Betrieb je nach den daraus drohenden Gefahren leicht zu Schädigungen führen kann, so dass eine Haftung des Schädigers in der Regel als unbillig erscheint und nur dann Platz greifen soll, wenn ihn ein besonders schwerer Vorwurf trifft und deshalb eine Belastung der Versichertengemeinschaft nicht mehr vertretbar erscheint (vgl. Senatsurteil BGHZ 154, 11, 18).
Deshalb handelt es sich bei § 110 SGB VII um einen originären Anspruch des Sozialversicherungsträgers (vgl. Senatsurteil BGHZ 154, 11, 18).
Erforderlich ist vielmehr ein doppelter Vorsatz, der nicht nur die vorsätzliche Handlung, sondern auch die vorsätzlich herbeigeführte Schadensfolge erfordert (BGH VersR 2003, 595f).
Zum Alltag einer Kindertageseinrichtung gehören gegenseitige Verletzungshandlungen von Kindergartenkindern bei Spielereien, Raufereien und in der Regel bedenkenlosem Handeln ebenso wie bei Schülern in Schulen (vgl. zum Unfallversicherungsschutz bei Schulunfällen: BGH, Urteil vom 11. Februar 2003 - VI ZR 34/02 - NJW 2003, 1605, 1606 unter II. 1. c, bb [3.2.3]).
In Abhängigkeit von der jeweiligen Betriebs- und Arbeitssituation kann es leicht zu Schädigungen kommen, sodass eine Haftung des Schädigers in der Regel unbillig erscheint und nur platzgreifen soll, wenn ihn ein besonders schwerer Vorwurf trifft (vgl BGH vom 11. Februar 2003 - VI ZR 34/02 - BGHZ 154, 11 = NJW 2003, 1605 = VersR 2003, 595).
LG Osnabrück, 16.01.2015 - 5 O 596/14
Zivilklage wegen Unfalls im Chemie-Unterricht abgewiesen
OLG Koblenz, 16.05.2019 - 1 U 1334/18
LAG Rheinland-Pfalz, 08.01.2009 - 2 Sa 481/08
Haftungsprivileg des Arbeitgebers nach § 104 SGB 7 - Schadensersatzanspruch und …
AG Königswinter, 25.08.2010 - 9 C 220/09
Anspruch eines über einen Sportvereinsträger gesetzlich unfallversicherten Kindes …
OLG München, 19.02.2010 - 1 U 5734/09
Gesetzliche Unfallversicherung: Nachweis des Vorsatzes der Aufsichtsperson als …
LG Erfurt, 10.05.2012 - 10 O 1061/11
LG Chemnitz, 27.03.2003 - 7 O 2598/01
Haftungsbeschränkung für Unternehmer im Zusammenhang mit der gesetzlichen …
https://dejure.org/2003,904
BGH, 19.02.2003 - XII ZR 19/01 (https://dejure.org/2003,904)
BGH, Entscheidung vom 19.02.2003 - XII ZR 19/01 (https://dejure.org/2003,904)
BGH, Entscheidung vom 19. Februar 2003 - XII ZR 19/01 (https://dejure.org/2003,904)
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BGB §§ 779, 1361, 1601 ff.
Unterhaltsberechnung bei Nichtberücksichtigung steuerlicher Sonderabschreibung
Unterhaltsvereinbarung getrennt lebender Ehegatten über Trennungsunterhalt und Kindesunterhalt; Bedingter Vergleich über die Höhe des zu leitstenden Unterhalts; Hoffnung auf Fortsetzung der Ehe als auflösende Bedingung; Auslegung nach Sinn und Zweck einer ...
Unterhaltsvereinbarung getrennt lebender Ehegatten über Unterhalt
Zum außergerichtlichen Unterhaltvergleich- Ermittlung des unterhaltsrechtlich relevanten Einkommens eines Selbstständigen
BGB §§ 779 1361 1601 ff.
Familienrecht - Auslegung einer Unterhaltsvereinbarung
Familienrecht - Unterhaltsverpflichtungen sind bindend!
Unterhaltsrecht; Berücksichtigung von steuerrechtlichen Sonderabschreibungen auf betriebsnotwendiges Anlagevermögen
NJW 2003, 1734
MDR 2003, 812
FamRZ 2003, 1001
FamRZ 2003, 741
Inwieweit insbesondere an dieser Beurteilung der Abschreibung bei Gebäuden festzuhalten ist (vgl. zu für erforderlich gehaltene Einschränkungen etwa Schwab/Borth Handbuch des Scheidungsrechts 5. Aufl. Kap. IV Rdn. 756 und zur Behandlung der AfA bei kurzlebigen Wirtschaftsgütern Senatsurteil vom 19. Februar 2003 - XII ZR 19/01 - FamRZ 2003, 741, 743 mit kritischer Anmerkung Gerken und im wesentlichen zustimmender Anmerkung von Weychardt FamRZ 2003, 1001), bedarf im vorliegenden Fall indessen keiner Entscheidung.
Dies gilt etwa für Rücklagen (Erman/Hammermann, BGB, 13. Aufl., § 1603 Rz 44; Urteil des Bundesgerichtshofs --BGH-- vom 19. Februar 2003 XII ZR 19/01, Zeitschrift für das gesamte Familienrecht 2003, 741), trifft aber auch auf den in § 7g EStG geregelten Investitionsabzugsbetrag zu (HHR/Meyer, § 7g EStG Rz 5; Bartone in Korn, § 7g EStG Rz 7.0).
Dabei sind nach dem so genannten In-Prinzip (…vgl. hierzu Wendl/Kemper, a.a.O., § 1, Rz. 567 ff.) die Steuern regelmäßig in der Höhe anzurechnen, in der sie im Prüfungszeitraum real angefallen sind (BGH, FamRZ 2003, 741, 744).
Soweit sich die Antragsgegnerin für ihre gegenteilige Auffassung auf eine Entscheidung des BGH aus dem Jahre 2003 (FamRZ 2003, 741, 743) beruft, folgt daraus nichts anderes.
Denn in dem Gutachten ist die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zur linearen Abschreibung (BGH, FamRZ 2003, 741, 743) und zum sog. In-Prinzip (…vgl. Wendl/Kemper, a.a.O., § 1, Rz. 567) nicht berücksichtigt.
Diese Tabellen geben regelmäßig den tatsächlichen Werteverzehr wieder (BGH, FamRZ 2003, 741, 743), sodass die Abschreibungen auch unterhaltsrechtlich zu berücksichtigen sind.
Dies entspricht nicht dem - auch vom Senat angewendeten - Erfahrungssatz, wonach im Regelfall der Ansatz der linearen steuerrechtlichen AfA in die Ermittlung des unterhaltsrechtlich maßgeblichen Einkommens übernommen werden kann, weil die von der Finanzverwaltung herausgegebenen AfA-Tabellen regelmäßig den tatsächlichen Wertverzehr von Anlagegütern wiedergeben (vgl. BGH Urteil vom 19. Februar 2003 - XII ZR 19/01 - FamRZ 2003, 741, 743).
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (vgl. BGH, FamRZ 2003, 741, 744, m. w. N.) sind nämlich bei der Ermittlung des unterhaltsrechtlich relevanten Einkommens die im jeweiligen Zeitraum tatsächlich gezahlten und erstatteten Steuern einkommensmindernd bzw. einkommenserhöhend anzusetzen.
Das vom Amtsgericht eingeholte Sachverständigengutachten zur Ermittlung des unterhaltsrechtlich bedeutsamen Einkommens des Beklagten ist unabhängig davon, dass es sich auf den Zeitraum von 2001 bis 2004 bezieht, schon deshalb nicht heranzuziehen, weil in ihm die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zur linearen Abschreibung (vgl. BGH, FamRZ 2003, 741) nicht beachtet wird.
Eine Korrektur der linearen Abschreibungen hat der Senat nicht mehr vorgenommen, da davon auszugehen ist, dass diese entsprechend den AFA-Tabellen der Steuerverwaltung die tatsächliche Nutzungsdauer der betreffenden Wirtschaftsgüter annähernd zutreffend wiedergeben (vgl. BGH, FamRZ 2003, 741).
Zum einen haben die AfA-Tabellen grundsätzlich die Vermutung der Richtigkeit für sich (BGH, FamRZ 2003, 741, Senatsbeschluss vom 31. August 2005 - 9 UFH 189/04 - m.w.N.).
OLG München, 25.07.2017 - 2 UF 458/17
Kindesunterhalt - Unterhaltsanspruch
OLG Frankfurt, 16.12.2008 - 14 U 229/07
Rückabwicklung eines Werkvertrags: Berechnung des Nutzungsersatzes unter …
OLG Brandenburg, 27.03.2008 - 9 UF 111/07
Nachehelicher Unterhaltsanspruch: Zur Auslegung einer vor der Ehescheidung …
OLG Oldenburg, 19.09.2017 - 12 U 86/16
Verzinsung einer durch Zwischenvergleich neu geschaffenen Forderung
AG Lemgo, 21.04.2005 - 9 F 262/04
Bewertung des Einkommens eines Selbstständigen
AG Lemgo, 10.05.2005 - 9 F 262/04
Unterhaltspflichten gegenüber einem volljährigen Kind; Kriterien für die …
https://dejure.org/2002,2542
EuGH, 07.11.2002 - C-333/00 (https://dejure.org/2002,2542)
EuGH, Entscheidung vom 07.11.2002 - C-333/00 (https://dejure.org/2002,2542)
EuGH, Entscheidung vom 07. November 2002 - C-333/00 (https://dejure.org/2002,2542)
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Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 - 'Familienleistungen' - Beihilfe für häusliche Kinderbetreuung - Bedingung bezüglich des Wohnorts des Kindes
Verordnung Nr. 1408/71 des Rates
1. Soziale Sicherheit der Wanderarbeitnehmer und -selbständigen - Gemeinschaftsregelung - Sachlicher Geltungsbereich - Erfasste und ausgeschlossene Leistungen - Unterscheidungskriterien - Beihilfe für häusliche Kinderbetreuung - Einbeziehung
Auslegung der Verordnung zur Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Wanderarbeitnehmer und Selbständige sowie deren Familienangehörige; Beihilfe für häusliche Kinderbetreuung als Familienleistungen; Bedingung bezüglich des Wohnorts des Kindes; Voraussetzung ...
Zusammenfassung von "EuGH-Entscheidung über den Anwendungsbereich europäischen Sozialrechts und die Qualifikation einer nationalen Sozialleistung als Familienleistung" von Dr. Eva Maria Hohnerlein, original erschienen in: ZESAR 2003, 368 - 374.
Dadurch wird verhindert, dass ein Mitgliedstaat die Gewährung von Familienleistungen deshalb ablehnen kann, weil die Familienangehörigen des Arbeitnehmers in einem anderen als dem diese Leistungen erbringenden Mitgliedstaat wohnen, was die Arbeitnehmerfreizügigkeit beeinträchtigen könnte (ständige EuGH-Rechtsprechung, z.B. Urteile vom 7. November 2002 C-333/00, Maaheimo, Slg. 2002, I-10087; Bronzino in Slg. 1990, I-531, jew. zu Art. 73 VO Nr. 1408/71; vom 22. Februar 1990 C-12/89, Gatto, Slg. 1990, I-557, zu Art. 74 VO Nr. 1408/71; vom 5. Februar 2002 C-255/99, Humer, Slg. 2002, I-1205, zu Art. 73 und Art. 74 VO Nr. 1408/71).
EuGH, Urteile vom 7.11.2002 - C-333/00 -, Rdn. 33, 5.2.2002 - C-255/99 -, Rdn. 35 bis 37 und 50 f., 15.3.2001 - C-85/99 -, Rdn. 34 f., 10.10.1996 - C-245 und 312/94 -, Rdn. 31 ff., und 16.7.1992 - C-78/91 -, Rdn. 26.
EuGH, Urteile vom 7.11.2002 - C-333/00 -, Rdn. 34, 12.6.1997 - C-266/95 -, Rdn. 28, 10.10.1996 - C-245 und 312/94 -, Rd. 34, und 5.10.1995 - C-321/93 -, Rdn. 21.
EuGH, Urteile vom 7.11.2002 - C-333/00 -, Rdn. 22, 24, 28.3.1996 - C-243/94 -, Rdn. 16, 2.8.1993 - C-66/92 -, Rdn. 14, und 16.7.1992 - C-78/91 -, Rdn. 15.
EuGH, Urteile vom 7.11.2002 - C-333/00 -, Rdn. 25 f., 5.2.2002 - C-255/99 -, Rdn. 31 f., 15.3.2001 - C-85/99 -, Rdn. 38 f. und 41, sowie 16.7.1992 - C-78/91 -, Rdn. 19 bis 21.
46 Durch diese Vorschrift soll verhindert werden, dass ein Mitgliedstaat die Gewährung oder die Höhe von Familienleistungen davon abhängig machen kann, dass die Familienangehörigen des Arbeitnehmers in dem Mitgliedstaat wohnen, in dem die Leistungen erbracht werden, um den EG-Arbeitnehmer nicht davon abzuhalten, von seinem Recht auf Freizügigkeit Gebrauch zu machen (vgl. u. a. Urteile Hoever und Zachow, Randnr. 34, und vom 7. November 2002 in der Rechtssache C-333/00, Maaheimo, Slg. 2002, I-10087, Randnr. 34).
Der Ausdruck "Ausgleich von Familienlasten" in Art. 1 Buchst. u Ziff. i der VO Nr. 1408/71 erfasst folglich einen staatlichen Beitrag zum Familienbudget, der die Kosten des Unterhalts von Kindern verringern soll (EuGH-Urteile Offermanns in Slg. 2001, I-2261 Rdnr. 41; vom 7. November 2002 C-333/00, Maaheimo, Slg. 2002, I-10087 Rdnr. 25).
Dieser durch Abmilderung der finanziellen Belastung gegebene enge Zusammenhang (vgl. hierzu EuGH-Urteil Maaheimo in Slg. 2002, I-10087 Rdnr. 26) zwischen den Familienlasten eines Kantonsbediensteten und der Thurgauer Familienzulage ist ausreichend.
Somit ist Art. 67 der Verordnung Nr. 883/2004 auch auf einen Arbeitnehmer anwendbar, der, wie Frau Moser im Ausgangsverfahren, in einem Mitgliedstaat arbeitet, aber mit seiner Familie in einem anderen Mitgliedstaat als demjenigen lebt, dessen Rechtsvorschriften er unterliegt (vgl. in diesem Sinne Urteil vom 7. November 2002, Maaheimo, C-333/00, EU:C:2002:641, Rn. 32).
In diesem Fall kann sich der Ehegatte des Arbeitnehmers ebenfalls auf diesen Artikel berufen (Urteil vom 7. November 2002, Maaheimo, C-333/00, EU:C:2002:641, Rn. 33), und zwar gemäß der Fiktion des Art. 67 der Verordnung Nr. 883/2004, wonach die gesamte Familie in einer Weise zu berücksichtigen ist, als würden alle beteiligten Personen unter die Rechtsvorschriften des betreffenden Mitgliedstaats fallen und dort wohnen.
Familienleistungen sollen dazu dienen, Arbeitnehmer mit Familienlasten dadurch sozial zu unterstützen, dass sich die Allgemeinheit an diesen Lasten beteiligt (EuGH-Urteile in Slg. 2001, I-2261, und vom 7. November 2002 C-333/00, Maaheimo, Slg. 2002, I-10087, jeweils m.w.N.).
Der Gerichtshof habe jedenfalls entschieden, dass eine Leistung, die die Kosten des Unterhalts von Kindern verringern solle, in die Kategorie der Familienleistungen im Sinne des Art. 1 Buchst. u Ziff. i der Verordnung Nr. 1408/71 falle und sich auf das in Art. 4 Abs. 1 Buchst. h dieser Verordnung genannte Risiko beziehe (Urteile vom 15. März 2001, 0ffermanns, C-85/99, Slg. 2001, I-2261, und vom 7. November 2002, Maaheimo, C-333/00, Slg. 2002, I-10087).
27- Vgl. in diesem Sinne Urteil vom 7. November 2002, Maaheimo (C-333/00, Slg. 2002, I-10087, Randnrn. 21 bis 23).
Die Rechtsprechung des EuGH hat diese Definition wie folgt näher konkretisiert: Unter Familienleistungen sind staatliche Beiträge zum Familienbudget zu verstehen, welche die Kosten für den Unterhalt von Kindern verringern (EuGH-Urteile Offermanns, in Slg. 2001, I-2261, Randnr. 41; vom 7. November 2002 C-333/00, Maaheimo, Slg. 2002, I-10087, Randnr. 25; vom 5. Februar 2002 C-255/99, Humer, Slg. 2002, I-1205).
Aus der ständigen Rechtsprechung geht hervor, dass die erste der beiden in Rn. 71 des vorliegenden Urteils genannten Voraussetzungen erfüllt ist, wenn eine Leistung nach objektiven Kriterien gewährt wird, deren Vorliegen den Anspruch auf diese Leistung eröffnet, ohne dass die zuständige Behörde sonstige persönliche Verhältnisse berücksichtigen kann (vgl. in diesem Sinne insbesondere Urteile Hughes, C-78/91, EU:C:1992:331, Rn. 17, Molenaar, C-160/96, EU:C:1998:84, Rn. 21, Maaheimo, C-333/00, EU:C:2002:641, Rn. 23, und De Cuyper, C-406/04, EU:C:2006:491, Rn. 23).
FG Sachsen, 16.11.2010 - 8 K 1688/05
Kein Kindergeldanspruch für zuerst ausländerrechtlich nur geduldeten und nach …