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Timestamp: 2016-10-21 20:10:16
Document Index: 173186934

Matched Legal Cases: ['Art. 132', 'BGE', 'Art. 132', 'Art. 104', 'Art. 132', 'Art. 132', 'BGE', 'Art. 60', 'Art. 38', 'Art. 21', 'Art. 21', 'Art. 14', 'Art. 2', 'Art. 21', 'Art. 2', 'BGE', 'Art. 3', 'BGE', 'Art. 21', 'Art. 21', 'Art. 21', 'Art. 21', 'Art. 8', 'BGE', 'BGE', 'Art. 8', 'BGE', 'BGE', 'Art. 2', 'BGE', 'BGE']

I 133/06 (15.03.2007)
I 133/06
G.________, 1940,
Beschwerdef�hrer, vertreten durch den Procap,
Schweizerischer Invaliden-Verband, Froburgstrasse 4, 4600 Olten,
G.________, geboren 1940, bezieht seit 1. November 1999 eine ganze Invalidenrente und seit 1. Oktober 2001 eine Hilflosenentsch�digung f�r eine Hilflosigkeit mittleren Grades wegen einer sensomotorisch inkompletten konsekutiven Paraplegie mit spastischen Myklonien und einer chronisch therapierefrakt�ren neurogenen Schmerzsymptomatik der unteren Extremit�ten. War der Versicherte nach dem station�ren Aufenthalt im Paraplegiker Zentrum X.________ gem�ss Austrittsbericht vom 22. Juni 1999 in der Lage, vollkommen selbstst�ndig alle Verrichtungen des Alltages zu erledigen, im Haus frei herumzugehen und sich zu Fuss mit Unterst�tzung von zwei Gehst�cken einige Kilometer fortzubewegen (nebst zus�tzlichem Bedarf eines Rollstuhles zur Erweiterung der Mobilit�t, als Sicherheit und bei Erm�dung), so war die Fortbewegung in der Wohnung, im Freien und zur Pflege gesellschaftlicher Kontakte gem�ss seinen eigenen Angaben vom 29. Oktober 2001 laut Anmeldung und Fragebogen f�r eine Hilflosenentsch�digung der Invalidenversicherung bereits seit Sommer 2000 nur noch mit regelm�ssiger und erheblicher Hilfe von Drittpersonen m�glich. Der Versicherte wies am 11. November 2002 auf eine weitere Verschlimmerung seines Gesundheitszustandes hin. Nachdem die IV-Stelle Schwyz verschiedene Hilfsmittel �bernommen hatte (so zum Beispiel: Toilettensitzerh�hung, Anpassung der T�rschwelle zwischen der Eigentumswohnung des Versicherten und dem dazugeh�rigen Gartensitzplatz, Elektrorollstuhl mit Sitzneigungs-, Sitzwinkel- und Aufrichtefunktion), lehnte sie mit Verf�gung vom 19. November 2003 die �bernahme eines elektrischen T�r�ffnungsantriebes beim Hauseingang ab, weil dessen �berwindbarkeit weder f�r eine Erwerbst�tigkeit, eine T�tigkeit im Aufgabenbereich, eine Schulung oder eine Ausbildung notwendig sei. Daran hielt die IV-Stelle mit Einspracheentscheid vom 29. Juni 2005 fest.
Die hiegegen erhobene Beschwerde des G.________ wies das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz mit Entscheid vom 6. Dezember 2005 ab.
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragt G.________ unter Aufhebung des kantonalen Gerichts- und des Einspracheentscheides die Kosten�bernahme f�r einen elektrischen Haust�rantrieb in H�he von Fr. 6742.80; eventualiter sei die Angelegenheit zu weiteren Abkl�rungen an die IV-Stelle zur�ckzuweisen.
W�hrend die Vorinstanz auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schliesst, verzichten das Bundesamt f�r Sozialversicherungen (BSV) und die IV-Stelle auf eine Vernehmlassung.
1.1 Am 1. Januar 2007 ist das Bundesgesetz �ber das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 (BGG; SR 173.110) in Kraft getreten (AS 2006 1205, 1243). Damit wurde das Eidgen�ssische Versicherungsgericht und das Bundesgericht in Lausanne zu einem einheitlichen Bundesgericht (an zwei Standorten) zusammengef�gt (Seiler/von Werdt/G�ngerich, Bundesgerichtsgesetz [BGG], Bern 2007, S. 10 Rz 75) und es wurde die Organisation und das Verfahren des obersten Gerichts umfassend neu geregelt. Dieses Gesetz ist auf die nach seinem Inkrafttreten eingeleiteten Verfahren des Bundesgerichts anwendbar, auf ein Beschwerdeverfahren jedoch nur dann, wenn auch der angefochtene Entscheid nach dem Inkrafttreten dieses Gesetzes ergangen ist (Art. 132 Abs. 1 BGG). Da der kantonale Gerichtsentscheid am 6. Dezember 2005 und somit vor dem 1. Januar 2007 erlassen wurde, richtet sich das Verfahren nach dem bis 31. Dezember 2006 in Kraft gestandenen Bundesgesetz �ber die Organisation der Bundesrechtspflege (OG) vom 16. Dezember 1943 (vgl. BGE 132 V 393 E. 1.2 S. 395).
1.2 Der angefochtene Entscheid betrifft Leistungen der Invalidenversicherung. Nach Art. 132 Abs. 1 OG in der Fassung gem�ss Ziff. III des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 �ber die �nderung des IVG (in Kraft seit 1. Juli 2006) kann in Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen in Abweichung von Art. 104 und 105 OG auch die Unangemessenheit der angefochtenen Verf�gung beurteilt werden, wobei das Gericht an die vorinstanzliche Feststellung des Sachverhalts nicht gebunden ist. Gem�ss Art. 132 Abs. 2 OG gelten diese Abweichungen nicht, wenn der angefochtene Entscheid Leistungen der Invalidenversicherung betrifft. Nach Ziff. II lit. c des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 ist indessen auf die im Zeitpunkt des Inkrafttretens der �nderung beim Eidgen�ssischen Versicherungsgericht anh�ngig gemachten Beschwerden bisheriges Recht anwendbar. Da die hier zu beurteilende Beschwerde am 1. Juli 2006 beim Eidgen�ssischen Versicherungsgericht h�ngig war, richtet sich die Kognition des nunmehr urteilenden Bundesgerichts nach der bis Ende Juni 2006 g�ltigen Fassung von Art. 132 OG, welche dem neuen Abs. 1 entspricht.
2.1 Nach st�ndiger Rechtsprechung pr�ft das Gericht von Amtes wegen die formellen G�ltigkeitserfordernisse des Verfahrens, insbesondere auch die Frage, ob die Vorinstanz zu Recht auf die Beschwerde oder Klage eingetreten ist. Hat die Vorinstanz �bersehen, dass es an einer Prozessvoraussetzung fehlte, und hat sie materiell entschieden, ist dies im Rechtsmittelverfahren von Amtes wegen zu ber�cksichtigen mit der Folge, dass der angefochtene Entscheid aufgehoben wird (BGE 128 V 89 E. 2a, 125 V 345 E. 1a S. 347, 122 V 320 E. 1 S. 322).
2.2 Das kantonale Gericht hat im angefochtenen Entscheid (S. 3 ff. E. 1.4 ff.) korrekt festgestellt, dass die Beschwerde im erstinstanzlichen Verfahren unter Ber�cksichtigung des massgebenden, hier direkt anwendbaren Fristenstillstandes im Sinne von Art. 60 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 38 Abs. 4 lit. b ATSG (Urteil I 803/05 vom 6. April 2006, E. 1.3.3) rechtzeitig erhoben wurde, was vor Bundesgericht zu Recht von keiner Seite bestritten wird.
3.1 Die Vorinstanz hat die Bestimmungen �ber den Anspruch auf Hilfsmittel der Invalidenversicherung (Art. 21 Abs. 1 IVG [in der bis 31. Dezember 2003 in Kraft gewesenen Fassung]), die Kompetenz zum Erlass einer Hilfsmittelliste durch den Bundesrat und das Eidgen�ssische Departement des Innern (Art. 21 Abs. 4 IVG in Verbindung mit Art. 14 lit. a IVV und Art. 2 HVI) sowie die in Ziff. 13.05* HVI-Anhang vorgesehenen Hilfsmittel, auf welches nur unter den Voraussetzungen der Art. 21 Abs. 1 IVG und Art. 2 Abs. 2 HVI Anspruch besteht, zutreffend dargelegt. Dasselbe gilt f�r die als Richtmass verlangte quantitative Eingliederungswirksamkeit von mindestens 10 % (Ziff. 13.05.5* und 1019 des Kreisschreibens �ber die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Invalidenversicherung [KHMI] und dazu BGE 129 V 67). Richtig sind auch die Ausf�hrungen zum Anspruch auf die Hilfsmittel im Sinne der Ziff. 14.04 und 15.05 HVI-Anhang. Darauf wird verwiesen.
3.2 Das am 1. Januar 2003 in Kraft getretene Bundesgesetz �ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 modifiziert die materielle Rechtslage nicht, da es sich bei den in Art. 3 bis 13 ATSG enthaltenen Legaldefinitionen in aller Regel um eine formellgesetzliche Fassung der h�chstrichterlichen Rechtsprechung zu den entsprechenden, vor In-Kraft-Treten des ATSG geltenden Begriffen handelt, weshalb sich inhaltlich keine �nderung ergibt (BGE 130 V 343 E. 3.1.2 S. 346, E. 3.2.1 S. 346, E. 3.3.1 S. 347 und E. 3.3.2 S. 348). Sodann f�hrt der im Zuge der 4. IV-Revision ge�nderte Art. 21 Abs. 1 IVG nicht zu einer Ver�nderung der Leistungsberechtigung, da es sich bei der eingef�gten Anpassung lediglich um eine formale Gesetzes�nderung handelt (SVR 2005 IV Nr. 38 S. 142 E. 2, I 446/04, mit Hinweis).
4.1 Art. 21 IVG unterscheidet f�r die Hilfsmittelberechtigung zwischen erwerblicher (Abs. 1) und nichterwerblicher (Abs. 2) Eingliederungswirksamkeit (Meyer-Blaser, Bundesgesetz �ber die Invalidenversicherung [IVG], in: Murer/Stauffer [Hrsg.], Die Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Z�rich 1997, S. 160 ff.). Der in Art. 21 Abs. 2 IVG geregelten Eingliederungsmassnahme f�r schwer Behinderte kommt der Charakter einer Sozialrehabilitation zu, was in der Invalidenversicherung bei vollj�hrigen Versicherten eine grosse Ausnahme darstellt (Thomas Locher, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 2. Aufl., Bern 1997, S. 191 N 7). Diese unterschiedliche Zielrichtung mit entsprechenden Folgen auf Leistungsseite kommt in Ziff. 13.05* HVI-Anhang einerseits und Ziff. 14.05 bzw. 15.05 HVI-Anhang andererseits zum Ausdruck. Sie ist sachlich gerechtfertigt, tr�gt dem Ausnahmecharakter von Art. 21 Abs. 2 IVG Rechnung und verletzt das in Art. 8 Abs. 2 BV enthaltene Diskriminierungsverbot nicht (BGE 127 V 121 E. 3b S. 127 mit Hinweisen).
4.2 Nach konstanter Rechtsprechung (BGE 131 V 107 E. 3.4.3 S. 114 f. mit Hinweis) hat die Liste der Hilfsmittelkategorien im Anhang der HVI abschliessenden Charakter, doch ist innerhalb der Hilfsmittelkategorie jeweils zu pr�fen, ob die Aufz�hlung der einzelnen Hilfsmittel abschliessend oder bloss exemplifikatorisch ist, was der Versicherte zu Recht nicht bestreitet.
Strittig ist der Anspruch auf �bernahme eines elektrischen T�r�ffnungsantriebes f�r die Hauseingangst�re als Hilfsmittel zu Lasten der Invalidenversicherung.
5.1 Der Beschwerdef�hrer macht geltend, er k�nne im Rollstuhl von seiner Eigentumswohnung aus mit dem Lift problemlos das Keller-Ausgangsgeschoss erreichen. Im Jahre 2003 sei sein Gesundheitszustand so schlecht gewesen, dass er die schwere Haust�re nicht selber aus dem Rollstuhl heraus habe �ffnen k�nnen. Ansonsten sei er aber selbstst�ndig und in der Lage gewesen, mit seinem Rollstuhl alleine ins Dorf zu fahren. Mit einem elektrischen T�r�ffnungsantrieb k�nne er einerseits seine Leistungsf�higkeit im Aufgabenbereich Haushalt (Besorgen von Eink�ufen und Beh�rdeng�ngen sowie Empfang von P�stlern und Handwerkern etc.) verbessern und andererseits seine sozialen Kontakte pflegen. Ein Anspruch auf �bernahme des elektrischen T�r�ffnungsantriebes lasse sich sowohl aus Ziff. 13.05*, 14.04 als auch 15.05 HVI-Anhang ableiten.
5.2 Demgegen�ber vertreten IV-Stelle und Vorinstanz die Auffassung, ein elektrischer T�r�ffnungsantrieb an der Haust�re verhelfe dem Versicherten nicht zu einer mindestens 10%-igen Leistungssteigerung im Aufgabenbereich Haushalt, weshalb die Voraussetzungen f�r die Leistungsgew�hrung im Sinne von Ziff. 13.05* HVI-Anhang mangels der erforderlichen Eingliederungswirksamkeit nach Ziff. 13.05.5* KHMI nicht erf�llt sei. Die Aufz�hlung der m�glichen Vorkehren in Ziff. 14.04 HVI-Anhang sei gem�ss Ziff. 14.04.1 KHMI abschliessend. Da ein elektrischer T�r�ffnungsantrieb nicht in dieser Aufz�hlung enthalten sei, lasse sich der Anspruch auch nicht auf Ziff. 14.04 HVI-Anhang abst�tzen. Unter Ziff. 15.05 HVI-Anhang fielen nur Umweltkontrollger�te innerhalb des Wohnbereichs des Versicherten, w�hrend sich die �bernahme eines elektrischen T�r�ffnungsantriebes an der Haust�re gem�ss Konzeption der Hilfsmittelliste nach Ziff. 13.05* HVI-Anhang richte.
6.1 Von den unter der Kategorie der Hilfsmittel f�r die Selbstsorge (Ziff. 14 HVI-Anhang) abschliessend (SVR 1996 IV Nr. 90 S. 270 E. 2b; Urteil I 267/00 vom 15. Januar 2001, E. 4a) genannten Hilfsmitteln kommt hier lediglich jenes der invalidit�tsbedingten baulichen �nderungen in der Wohnung (Ziff. 14.04 HVI-Anhang) in Frage. Darunter fallen nach der ihrerseits abschliessenden (SVR 1999 IV Nr. 27 S. 84 E. 3a; Urteil I 267/00 vom 15. Januar 2001, E. 4a) Aufz�hlung gem�ss Ziff. 14.04 HVI-Anhang das Anpassen von Bade-, Dusch- und WC-R�umen an die Invalidit�t, das Versetzen oder Entfernen von Trennw�nden, das Verbreitern oder Auswechseln von T�ren, das Anbringen von Haltestangen, Handl�ufen und Zusatzgriffen, das Entfernen von T�rschwellen oder Erstellen von Schwellenrampen sowie die Installation von Signalanlagen f�r hochgradig Schwerh�rige, Geh�rlose und Taubblinde.
6.2 Der Versicherte macht mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde geltend, wenn das Auswechseln einer schweren Eingangst�re durch eine leichtere nach Ziff. 14.04 HVI-Anhang als Hilfsmittel zu �bernehmen sei, so habe er zumindest im Sinne der Austauschbefugnis Anspruch auf �bernahme der strittigen Vorkehr. Dem ist mit der Vorinstanz entgegen zu halten, dass Ziff. 14.04 HVI-Anhang ausdr�cklich nur bauliche Ver�nderungen "in der Wohnung" umfasst. Analog den nachfolgenden Ausf�hrungen in Erw�gung Ziffer 8.1 fallen jedoch Massnahmen an der Haust�re - angesichts der unterschiedlichen Zielrichtungen von Ziff. 13 einerseits sowie Ziff. 14 und 15 HVI-Anhang andererseits (vgl. E. 4.1 hievor) - grunds�tzlich nicht in den Anwendungsbereich von Ziff. 14.04 HVI-Anhang, sondern in denjenigen von Ziff. 13.05* HVI-Anhang. Der Argumentation des Beschwerdef�hrers ist auch nicht zu folgen, soweit er ausf�hrt, Ziff. 14.04 HVI-Anhang mache ohne die M�glichkeit des selbstst�ndigen �ffnens der Haust�re keinen Sinn. Vielmehr steht fest, dass Massnahmen im Sinne von Ziff. 14.04 HVI-Anhang (zum Beispiel das Verbreitern von T�ren oder Erstellen von Schwellenrampen etc.) auch dann angezeigt sein k�nnen, wenn der Versicherte seine Wohnst�tte nur mit Hilfe Dritter verlassen und diesfalls die Haust�re auch ohne den beantragten elektrischen T�r�ffnungsantrieb passieren kann.
6.3 IV-Stelle und Vorinstanz haben somit gest�tzt auf Ziff. 14.04 HVI-Anhang die �bernahme der beantragten Vorkehr als Hilfsmittel zu Lasten der Invalidenversicherung zu Recht abgelehnt.
7.1 Aus der Kategorie der "Hilfsmittel am Arbeitsplatz, im Aufgabenbereich, zur Schulung und Ausbildung sowie bauliche Vorkehren zur �berwindung des Arbeitsweges" (Ziff. 13 HVI-Anhang) kommt hier unbestritten einzig das Hilfsmittel im Sinne von Ziff. 13.05* HVI-Anhang in Frage. Nach Ziff. 13.05* HVI-Anhang kann die Invalidenversicherung Hebeb�hnen und Treppenlifte sowie die Beseitigung oder Ab�nderung von baulichen Hindernissen im und um den Wohn-, Arbeits-, Ausbildungs- und Schulungsbereich als Hilfsmittel �bernehmen, sofern damit die �berwindung des Weges zur Arbeits-, Ausbildungs- oder Schulungsst�tte oder die T�tigkeit im Aufgabenbereich erm�glicht wird. Die nach Ziff. 13.05.5* KHMI weisungsm�ssig verlangte Leistungssteigerung um mindestens 10 % ist eine - mit Blick auf Hebeb�hnen, Treppenlifte sowie Beseitigung oder Ab�nderung von baulichen Hindernissen (Ziff. 13.05* HVI Anhang) als in der Regel kostspielige Vorkehren - zul�ssige Konkretisierung der in Art. 8 Abs. 1 IVG f�r alle Massnahmen der Invalidenversicherung vorgesehenen Eingliederungswirksamkeit, die leistungsspezifisch unterschiedlich ist (BGE 129 V 67 E. 2.2 S. 69 i.f. mit Hinweis). Die Voraussetzung einer minimalen Steigerung der Eingliederungswirksamkeit um 10 % ist nur - aber immerhin - als Richtmass, jedoch nicht als absolutes Minimum zu verstehen (BGE 129 V 67 E. 2.2 S. 69 mit Hinweis).
7.2.1 Obwohl die Beschwerdegegnerin auf eine Abkl�rung der Eingliederungswirksamkeit eines elektrischen T�r�ffnungsantriebs an Ort und Stelle verzichtete, steht bei gegebener Aktenlage fest, dass der Beschwerdef�hrer angesichts seines fortschreitenden Leidens und einer anerkannten Hilflosigkeit mittleren Grades nicht nur beim An- und Auskleiden, beim Aufstehen, Absitzen und Abliegen sowie bei der Verrichtung der Notdurft, sondern auch bei der Fortbewegung in der Wohnung, im Freien und zur Pflege gesellschaftlicher Kontakte regelm�ssiger Hilfe Dritter bedarf (Beiblatt zur Verf�gung vom 7. Dezember 2001 betreffend Hilflosenentsch�digung). In der Einsprache vom 30. November 2003 machte der Versicherte geltend, er sei "lange regelm�ssigen T�tigkeiten im Aufgabenbereich Haushalt" (Einkaufen, Ehrenamtliches, Therapien etc.) nachgegangen. Dank seines elektrischen Rollstuhles sei es ihm mit Hilfe des beantragten elektrischen T�r�ffnungsantriebes m�glich, selbstst�ndig aus dem Haus zu gehen und wieder etwas f�r sich selber zu unternehmen. Gleichzeitig wies er jedoch darauf hin, dass es im Jahre 2003 trotz Therapien zu einer Verschlechterung der Muskelkraft und zu einer zunehmenden Tonuserh�hung in den Beinen gekommen sei, welche wieder zu vermehrten Schwierigkeiten beim Sitzen, Stehen und Gehen sowie zu einer ausgepr�gten Myoklonien-Problematik gef�hrt habe. Es sei ihm nicht mehr m�glich gewesen, selbstst�ndig aus dem Haus zu gehen, weil die Unfallgefahr zu gross geworden sei. Mit Schreiben vom 1. Mai 2004 teilte er der IV-Stelle unter anderem mit, dass ein spontanes Verlassen des Hauses "ungew�hnlich" geworden sei. Dazu sei er auf ein Auto angewiesen wegen seiner momentanen Spastik und Myoklonien.
7.2.2 Das kantonale Gericht legte im angefochtenen Entscheid korrekt dar, dass eine T�tigkeit im Aufgabenbereich nur dann anzunehmen sei, wenn die versicherte Person f�r regelm�ssige Verrichtungen im Aufgabenbereich verantwortlich ist (vgl. Ziff. 1018 KHMI), was mit Blick auf den Beschwerdef�hrer unter den konkreten Umst�nden seiner gesundheitlichen Einschr�nkungen fraglich bleibe. Die gelegentliche Mithilfe im Haushalt des vor dem Invalidit�tseintritt vollzeitlich erwerbst�tig gewesenen Versicherten gen�ge nicht f�r die Anwendung von Ziff. 13.05* HVI-Anhang. Aus den Angaben in der Einsprache vom 30. November 2003 sei zu schliessen, dass er zu einem fr�heren Zeitpunkt (vor Eintritt der Hilflosigkeit mittleren Grades) einzelne Arbeiten im Haushalt erledigt habe. Selbst wenn angenommen w�rde, dass er trotz seiner Beschwerden im Aufgabenbereich Haushalt t�tig sei bzw. t�tig sein k�nnte, vermittle Ziff. 13.05* HVI-Anhang keinen Anspruch auf �bernahme des elektrischen Haust�renantriebs. Denn die Erledigung der Eink�ufe und weiterer Besorgungen (Post, Versicherungen, Amtsstellen) sei im Rahmen der gesamthaften Haushaltsf�hrung in der Regel h�chstens mit f�nf bis zehn Prozent zu gewichten (vgl. Ziff. 3095 des Kreisschreibens �ber Invalidit�t und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung [KSIH]). Unter Ber�cksichtigung der verschiedenen T�tigkeiten im Aufgabenbereich des Haushalts sowie des gewichteten Anteils der vom Beschwerdef�hrer angesichts seiner Behinderung ausf�hrbaren Verrichtungen verm�ge das beantragte Hilfsmittel nicht den Richtwert der vorausgesetzten beachtlichen Leistungssteigerung im gesamten Haushaltsbereich von total 10 % (vgl. Ziff. 1019 KHMI) zu erf�llen.
7.2.3 Den zutreffenden Erw�gungen des kantonalen Gerichts ist beizupflichten. F�r ein Abweichen von diesem Richtmass sind keine Gr�nde ersichtlich. Was der Versicherte hiegegen vorbringt, ist unbegr�ndet. Demnach hat die IV-Stelle unter den gegebenen Umst�nden zu Recht einen Anspruch auf �bernahme des beantragten elektrischen T�r�ffnungsantriebes gest�tzt auf Ziff. 13.05* HVI-Anhang verneint.
8.1 Laut Ziff. 15.05 HVI-Anhang �bernimmt die Invalidenversicherung als "Hilfsmittel f�r den Kontakt mit der Umwelt" sogenannte "Umweltkontrollger�te, sofern ein schwerstgel�hmter Versicherter, welcher nicht in einem Spital oder einer spezialisierten Institution f�r Chronischkranke untergebracht ist, nur durch diese Vorrichtung mit der Umwelt in Kontakt treten kann oder sofern ihm dadurch die selbstst�ndige Fortbewegung mit dem Elektrofahrstuhl innerhalb seines Wohnbereichs erm�glicht wird." Die bei erf�llten Voraussetzungen von der Invalidenversicherung zu �bernehmenden Sende-, Empfangs- und Steuerger�te k�nnen unter anderem der Bet�tigung eines T�r�ffners dienen (vgl. Ziff. 15.05.3 KHMI). Das kantonale Gericht gelangte im angefochtenen Entscheid mit �berzeugender Begr�ndung zur Beurteilung, automatische T�r�ffner innerhalb des Wohnbereiches fielen in das Anwendungsgebiet von Ziff. 15.05 HVI-Anhang. Diene dieselbe Vorkehr jedoch der �berwindung des Haus- und Wohnungszuganges - also der Bew�ltigung des Weges zur Arbeits-, Ausbildungs- oder Schulungsst�tte oder der Erm�glichung einer T�tigkeit im Aufgabenbereich -, so sei dieses Hilfsmittel gegebenenfalls nach Massgabe von Ziff. 13.05* HVI-Anhang unter der Voraussetzung einer beachtlichen Steigerung der Eingliederungswirksamkeit (E. 7.1 hievor) von der Invalidenversicherung zu �bernehmen. Diese habe nach der Systematik und Konzeption des Verordnungsgebers nur dann Leistungen f�r ein automatisches T�r�ffnungssystem beim Hauszugang zu erbringen, wenn deren Eingliederungswirksamkeit im Sinne von Art. 2 Abs. 2 HVI gegeben sei. Dieses Ergebnis entspreche nicht nur der Praxis des Verwaltungsgerichts des Kantons Schwyz (vgl. Entscheid in Sachen K. vom 28. Juli 2004), sondern auch der vom BSV sowie von der SAHB (Schweizerische Arbeitsgemeinschaft Hilfsmittelberatung f�r Behinderte und Betagte) im eben genannten Fall vertretenen Auffassung. Die Unterscheidung zwischen erwerbst�tigen und im Aufgabenbereich t�tigen Versicherten einerseits sowie invaliden Personen, welche keine solchen T�tigkeiten mehr aus�ben k�nnen, andererseits sei sachlich gerechtfertigt und praxisgem�ss (vgl. E. 4.1 hievor) nicht zu beanstanden.
8.2 Die hiegegen erhobenen Einw�nde des Beschwerdef�hrers sind unbegr�ndet. Entgegen seiner Behauptung kann er nicht "nur durch [die beantragte] Vorrichtung mit der Umwelt in Kontakt treten" (Ziff. 15.05 HVI-Anhang). So bedarf er beispielsweise zum Telefonieren, Lesen oder Bedienen seines Elektrorollstuhles (vgl. Ziff. 15.05.3 KHMI) keiner besonderen Sende-, Empfangs- und Steuerger�te (Ziff. 15.05.1 KHMI), wie sie gest�tzt auf Ziff. 15.05 HVI-Anhang als Hilfsmittel �bernommen werden k�nnen. Vielmehr steht aktenkundig fest, dass sich der Versicherte mit seinem Elektrorollstuhl innerhalb seines Wohnbereichs selbstst�ndig und insbesondere ohne Unterst�tzung durch Umweltkontrollger�te fortbewegen kann, weshalb ihm nach Massgabe von Ziff. 15.05 HVI-Anhang kein Anspruch auf �bernahme des elektrischen T�r�ffnungsantriebes zusteht.
Soweit sich der Beschwerdef�hrer schliesslich auf BGE 127 V 121 beruft, wonach ein automatischer T�r�ffner in einem �hnlichen Fall von der Invalidenversicherung als Hilfsmittel �bernommen worden sei, war die �bernahme dieser Vorkehr im genannten Fall nicht strittig. Das Eidgen�ssische Versicherungsgericht hatte folglich nicht zu pr�fen, ob der automatische T�r�ffner unter den konkreten Umst�nden von der IV-Stelle zu Recht als Hilfsmittel �bernommen worden war. Zudem litt die Versicherte im erw�hnten Fall nicht unter den identischen gesundheitlichen Einschr�nkungen wie der Beschwerdef�hrer im vorliegend zu beurteilenden Sachverhalt, so dass BGE 127 V 121 mit Blick auf die hier strittige Vorkehr mangels vergleichbarer Grundlagen keine pr�judizielle Bedeutung zukommt. Der Versicherte vermag demnach aus dem angef�hrten Urteil nichts zu seinen Gunsten abzuleiten.
Nach dem Gesagten haben IV-Stelle und Vorinstanz den Anspruch auf �bernahme des beantragten elektrischen Haust�r�ffners als Hilfsmittel durch die Invalidenversicherung unter den gegebenen Umst�nden zu Recht verneint.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz, der Ausgleichskasse des Kantons Schwyz und dem Bundesamt f�r Sozialversicherungen zugestellt.