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Timestamp: 2016-10-22 09:02:23
Document Index: 281743888

Matched Legal Cases: ['Art. 1', 'Art. 61', 'Art. 82', 'Art. 86', 'Art. 35', 'BGer', 'Art. 62', 'Art. 62', 'Art. 84', 'BGE', 'BGE', 'Art. 95', 'Art. 97', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 52', 'Art. 1', 'Art. 15', 'BGE', 'Art. 1', 'Art. 71', 'Art. 15', 'Art. 1', 'Art. 1', 'BGE', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 52', 'Art. 53', 'Art. 65', 'Art. 65', 'Art. 66', 'Art. 68', 'BGE']

9C_486/2014 (21.05.2015)
9C_486/2014 � � Urteil vom 21. Mai 2015
Bundesrichter Meyer, Fr�sard, Bundesrichterinnen Pfiffner, Moser-Szeless,
�PensFlex - Sammelstiftung f�r die ausserobligatorische berufliche Vorsorge, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Jacques-Andr� Schneider,
Die PensFlex - Sammelstiftung f�r die ausserobligatorische berufliche Vorsorge (nachfolgend: Sammelstiftung) bietet ihren Versicherten Vorsorgel�sungen mit grunds�tzlich frei w�hlbarer, der individuellen Risikof�higkeit angepasster Anlagestrategie an. Sie untersteht der Zentralschweizer BVG- und Stiftungsaufsicht (ZBSA). Am 16. Januar 2012 fand zwischen Vertretern der ZBSA, der Sammelstiftung und der kantonalen Steuerverwaltung eine unter anderem die Angemessenheitspr�fung der Anlagestrategien betreffende Besprechung und im Anschluss daran ein schriftlicher Austausch zwischen der Sammelstiftung und der ZBSA statt. Auf Ersuchen der Sammelstiftung stellte die ZBSA mit Verf�gung vom 1. Mai 2012 fest, die von der Sammelstiftung im Rahmen von Art. 1e BVV 2 angebotenen individuellen Anlagestrategien seien vorg�ngig durch den Experten f�r berufliche Vorsorge auf deren Angemessenheit hin zu �berpr�fen.
Die Sammelstiftung erhebt Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten und beantragt, der angefochtene Entscheid sowie die Verf�gung der ZBSA vom 1. Mai 2012 seien aufzuheben. Es sei festzustellen, dass die Best�tigungen ihrer Experten f�r berufliche Vorsorge die gesetzlichen Bedingungen f�r die j�hrlichen Kontrollen der Revisionsstelle bzw. f�r die periodischen Kontrollen des Experten erf�llten. Eventualiter sei die Sache an das Bundesverwaltungsgericht zur�ckzuweisen.
Die ZBSA schliesst auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Das BSV beantragt sinngem�ss ebenfalls die Abweisung der Beschwerde.
Die Sammelstiftung ersucht am 30. Oktober 2014 um Fristerstreckung zur Einreichung einer Replik, die ihr am 31. Oktober 2014 gew�hrt wird. Am 13. November 2014 reicht die Sammelstiftung ihre Rechtsschrift und am 19. November 2014 eine weitere Eingabe ein.�
Gegen Beschwerdeentscheide des Bundesverwaltungsgerichts betreffend Verf�gungen der Aufsichtsbeh�rden im Bereich der beruflichen Vorsorge (Art. 61 f. und 74 BVG) ist die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an die II. sozialrechtliche Abteilung des Bundesgerichts zul�ssig (Art. 82 lit. a und Art. 86 Abs. 1 lit. a BGG; Art. 35 lit. e BGerR).
2.1.�Gem�ss Art. 62 Abs. 1 BVG (in Verbindung mit Art. 62 Abs. 2 BVG und Art. 84 Abs. 2 ZGB) hat die Aufsichtsbeh�rde dar�ber zu wachen, dass die Vorsorgeeinrichtung die gesetzlichen und statutarischen Vorschriften einh�lt und das Stiftungsverm�gen seinem Zweck gem�ss verwendet wird, indem sie insbesondere die �bereinstimmung der reglementarischen Bestimmungen mit den gesetzlichen Vorschriften (einschliesslich Normen auf Verordnungsstufe) pr�ft (lit. a) und die Massnahmen zur Behebung von M�ngeln trifft (lit. d). Die Aufsichtsbeh�rde verf�gt �ber weitreichende Kompetenzen pr�ventiver und repressiver Art (BGE 140 V 348 E. 2.2 S. 350 mit Hinweisen). In reinen Ermessensfragen hat sie sich allerdings gr�sste Zur�ckhaltung aufzuerlegen und nur dann einzugreifen, wenn die Stiftungsorgane bei der Ausf�hrung des Stifterwillens das ihnen zustehende Ermessen �berschritten oder missbraucht haben, das heisst, wenn ein Entscheid unhaltbar ist, weil er auf sachfremden Kriterien beruht oder einschl�gige Kriterien ausser Acht l�sst. Greift die Aufsichtsbeh�rde ohne gesetzliche Grundlage in den Autonomiebereich der Stiftungsorgane ein, so verletzt sie Bundesrecht (BGE 140 V 348 E. 2.2 S. 350 mit Hinweisen).
2.2.�Ob die Voraussetzungen f�r ein aufsichtsrechtliches Einschreiten erf�llt und die angeordneten Massnahmen angebracht sind, �berpr�ft das Bundesgericht als Rechtsfrage ohne Einschr�nkung der Kognition frei (Art. 95 lit. a BGG). Hingegen ist die Feststellung der Verh�ltnisse, welche den aufsichtsbeh�rdlichen Anordnungen zugrunde liegen, tats�chlicher Natur und vom Bundesgericht lediglich auf ihre offensichtliche Unrichtigkeit hin zu pr�fen (Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 1 BGG; BGE 140 V 348 E. 2.3 S. 351 mit weiteren Verweisen).
Streitig und zu pr�fen ist, ob das Bundesverwaltungsgericht bei der von der Beschwerdef�hrerin gew�hlten individuellen Ausgestaltung der Anlagestrategien zu Recht die Vorab-Pr�fung jeder einzelnen Strategie auf ihre Angemessenheit hin verlangt hat oder ob die Pr�fung lediglich des Anlagemodells den gesetzlichen Anforderungen gen�gt.
3.1.�Die Vorinstanz stellte fest, gem�ss Reglement sei eine individuelle Anlage pro Versicherten vorgesehen und es w�rden individuelle Wertschwankungsreserven gebildet. Sie erwog, damit werde die Kollektivit�t vollst�ndig verlassen, weshalb die A-priori-Best�tigung eines Modells den rechtlichen Anforderungen nicht gen�ge. Bei vollst�ndigem Einkauf oder von Anfang an vollst�ndig ge�ufneten Altersguthaben und anschliessender Mitgabe der individuellen Wertschwankungsreserven w�rden beim Austritt des Versicherten die Limiten von Art. 1 Abs. 2 lit. a und Abs. 3 BVV 2 offensichtlich �berschritten. Die reglementarischen Einkaufsbegrenzungen verm�chten ein �berschreiten des Leistungsziels nicht zu verhindern. Das reglementarische Modell der Beschwerdef�hrerin sei nicht best�tigungsf�hig, soweit die Best�tigung vorab im Rahmen einer schematischen Pr�fung erfolgen solle. Im �brigen sei die Angemessenheitspr�fung kein un�bertragbares und unentziehbares Recht des Stiftungsrates, sondern sie geh�re zu den Pflichten der Experten. Der Selbstst�ndigkeitsbereich oder die Organisationsautonomie der Beschwerdef�hrerin seien daher nicht verletzt.
Nachdem die Beschwerdegegnerin zu Recht festgestellt habe, die beiden Experten-Best�tigungen vom 24. Mai 2012 gen�gten den rechtlichen Vorgaben nicht, sei sie verpflichtet gewesen, eine aufsichtsrechtliche Massnahme zu ergreifen. Die in der Feststellungsverf�gung vom 1. Mai 2012 in Aussicht gestellte Zulassung der umstrittenen Reglementsbestimmung unter der Voraussetzung, es werde jede einzelne Anlagestrategie individuell vom Experten best�tigt, sei notwendig, angemessen und verh�ltnism�ssig. Nur eine individuelle Pr�fung jeder einzelnen Anlagestrategie gew�hrleiste, dass die - steuerlich beg�nstigte - berufliche Vorsorge nicht zur Erzielung von Verm�gensertr�gen eingesetzt werde, die nicht oder nicht allein der Fortsetzung der gewohnten Lebenshaltung dienten. Schliesslich unterscheide sich die Beschwerdef�hrerin von den "�brigen Stiftungen und Sammeleinrichtungen" dadurch, dass sie f�r jeden einzelnen Versicherten ein individuelles Konto f�hre und individuelle Wertschwankungsreserven zuschreibe. Eine Verletzung des Gleichbehandlungsgebotes sei nicht ersichtlich, ebenso wenig eine Geh�rsverletzung.
3.2.�Die Beschwerdef�hrerin r�gt in verschiedener Hinsicht eine unrichtige Sachverhaltsfeststellung. In ihrer umfangreichen, zahlreiche Wiederholungen enthaltenden Beschwerdeschrift macht sie insbesondere geltend, die Vorinstanz verlange zu Unrecht tausende von Best�tigungen des Experten mit entsprechender Kostenfolge, ohne deren praktische Durchf�hrbarkeit zu pr�fen oder n�her zu konkretisieren. Art. 1 Abs. 2 BVV 2 setze nur eine "modellm�ssige" Einhaltung der Angemessenheit voraus. Die vorinstanzlich gesch�tzten Pr�fanforderungen gem�ss Feststellungsverf�gung vom 1. Mai 2012 seien daher nicht nur unverh�ltnism�ssig, sondern widerspr�chen auch dem "pauschalen Ansatz", wonach es gen�ge, die aggressivste Anlagestrategie (mit einem Aktienanteil von 40 %) auf ihre Angemessenheit zu �berpr�fen, da die anderen Strategien in langfristiger Prognose generell geringere Ertr�ge erwarten liessen. Indem der Experte best�tigt habe, ein Aktienanteil von 40 % k�nne zu einem - gesetzm�ssigen - Ertrag von 2 % �ber der durchschnittlichen Lohnentwicklung f�hren, sei den rechtlichen Anforderungen Gen�ge getan. Die von ihr vorgesehene pauschale Kontrolle mittels Begrenzung der Einkaufsm�glichkeiten, sobald die Rendite 2 % pro Jahr �bersteige, und der Ber�cksichtigung eines "vorsichtigen" Umwandlungssatzes habe die Vorinstanz zu Unrecht f�r ungen�gend erachtet. Eine Pr�fung und Best�tigung pro Anlagestrategie sei ein Leerlauf und unterliege der irrigen Annahme, dass sich Renditen einigermassen zuverl�ssig voraussagen liessen, wozu aber selbst Experten nicht in der Lage seien. W�rde von ihnen eine entsprechende Prognose verlangt, verstiesse dies gegen Art. 52e BVG. Im �brigen habe das Portfeuille mit dem h�chsten Aktienbestand w�hrend eines Zeitraums von 20 Jahren eine geringere Performance aufgewiesen als jenes mit einem durchschnittlichen Aktienanteil. Die Vorinstanz unterstelle ausgehend von einigen erfolgreichen Anlagejahren und einem vollst�ndig ge�ufneten Altersguthaben - was beides realit�tsfremde Vorgaben seien - zu Unrecht viel zu hohe Renditen. Die Forderung, das individuelle Altersguthaben der Versicherten sei um die Wertschwankungsreserve zu k�rzen, verstosse gegen Art. 1e BVV 2 und Art. 15 Abs. 1 und 2 FZG und schliesslich sei das Prinzip der Kollektivit�t eingehalten.
Die R�ge des fehlerhaft festgestellten Sachverhalts bedarf einer qualifizierten Begr�ndung. Es reicht nicht aus, in allgemeiner Form Kritik zu �ben, einen von den tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz abweichenden Sachverhalt zu behaupten oder seine eigene Beweisw�rdigung zu erl�utern (Urteile 9C_735/2010 vom 21. Oktober 2010 E. 3 und 9C_688/2007 vom 22. Januar 2008 E. 2.3). Die R�ge und ihre qualifizierte Begr�ndung m�ssen in der Beschwerdeschrift selber enthalten sein. Der blosse Verweis auf Ausf�hrungen in anderen Rechtsschriften oder auf die Akten gen�gt nicht (Urteile 8C_260/2010 vom 12. Januar 2011 E. 2.2.2 und 4A_28/2007 vom 30. Mai 2007 E. 1.3, nicht publ. in: BGE 133 III 421). Soweit die Beschwerde diesen Anforderungen nicht gen�gt und sich auf Sachverhalte bezieht, die f�r die allein strittige Frage nach der Intensit�t der Angemessenheitskontrolle nicht entscheidrelevant sind, ist darauf nicht weiter einzugehen.
5.1.�Mit dem 3. Paket der 1. BVG-Revision ist erstmals die freie Wahl der Anlagestrategie im Gesetz verankert worden (vgl. auch Hans-Ulrich Stauffer, Berufliche Vorsorge, 2. Aufl. 2012, Rz. 2152 ff., 2166). Vorsorgeeinrichtungen, die ausschliesslich Lohnanteile �ber dem vom Sicherheitsfonds garantierten Leistungsbereich versichern, k�nnen ihren Versicherten innerhalb eines Vorsorgeplans die Wahl zwischen unterschiedlichen Anlagestrategien erm�glichen (Art. 1e BVV 2). Die in der beruflichen Vorsorge geltenden Gesetzes- und Verordnungsbestimmungen, so etwa die Regeln betreffend Sicherheit der Anlagen (Art. 71 BVG) und Berechnung der Austrittsleistung (Art. 15 und 17 FZG) sind dabei gleichermassen massgeblich wie bei den herk�mmlichen Anlagen. Dies bedeutet, dass der Versicherte bei seinem Austritt (derzeit noch; vgl. aber Botschaft vom 11. Februar 2015 zu einer �nderung des Freiz�gigkeitsgesetzes [Anspr�che bei Wahl der Anlagestrategie durch die versicherte Person], BBl 2015 1793) auch dann Anspruch auf die nach den zwingenden gesetzlichen Vorschriften berechnete Austrittsleistung hat, wenn sein Guthaben aufgrund der selbstgew�hlten Anlagestrategie an Wert einb�sste. Das verbleibende Versichertenkollektiv hat mit anderen Worten das Anlagerisiko zu tragen, welches mit der vom Versicherten gew�hlten (m�glicherweise risikoreichen) Anlagestrategie einhergeht, w�hrend er das Ertragspotenzial aussch�pfen und die aufgrund solcher Anlagestrategien erzielten Gewinne mitnehmen darf (vgl. Botschaft, a.a.O., 1794).
5.2.�Vorsorgel�sungen nach Art. 1e BVV 2 m�ssen des Weiteren die Grunds�tze der Angemessenheit, der Kollektivit�t, der Gleichbehandlung, der Planm�ssigkeit sowie das Versicherungsprinzip einhalten (Art. 1 Abs. 3 BVG; Urteil 2C_309/2007 vom 11. Dezember 2007 E. 3.1 mit Hinweisen). Es entspricht zwar einem generellen Trend in der beruflichen Vorsorge, �berlegungen eines individuellen �quivalenzprinzips zu Lasten der Errungenschaften einer Solidargemeinschaft st�rker zu gewichten (Stauffer, a.a.O., Rz. 2060; beabsichtigte Erg�nzung des FZG, vgl. vorangehende E. 5.1). Eine Vorsorgel�sung, welche von allem Anfang an keine Kollektivit�t und Solidarit�t beabsichtigt, dient indes nicht der beruflichen Vorsorge, sondern der (individuellen) Selbstvorsorge. Diese ist nicht ausgeschlossen, sie kann aber nicht �ber eine Einrichtung der 2. S�ule erfolgen (BGE 120 Ib 199 E. 4b S. 205). Auch die 1. BVG-Revision hat nichts daran ge�ndert, dass die Flexibilisierung im Bereich der zweiten S�ule nur so weit gehen kann, als nicht an den kollektiven Grunds�tzen des Systems ger�ttelt wird (vgl. Machbarkeitsstudie zur freien Pensionskassenwahl, in: Beitr�ge zur Sozialen Sicherheit, Forschungsbericht 10/05, Ziff. 6.2.9 S. 164). In Nachachtung des Kollektivit�tsprinzips darf eine Vorsorgeeinrichtung insbesondere nicht derart viele Strategien anbieten, dass daraus praktisch eine Individualisierung der Vorsorgeguthaben der einzelnen Versicherten (eine Strategie "ad personam") resultiert. Das BSV geht davon aus, bei Sammelstiftungen sei ein Angebot von f�nf bis h�chstens zehn Strategien pro Vorsorgewerk mit Art. 1e BVV 2 zu vereinbaren (Mitteilungen des BSV �ber die berufliche Vorsorge Nr. 125 vom 14. Dezember 2011, Rz. 813 S. 12).
5.3.�Die Beschwerdef�hrerin ging in einer ersten Besprechung mit der Beschwerdegegnerin von "etwa 100" anzubietenden Strategien aus und sah sp�ter ein Angebot vor, das nach ihren eigenen Angaben mehr als 3'300 bzw. 3'465 m�gliche Strategien umfasste. Letztinstanzlich gab sie an, es sei von "ca. 1'000 bis 1'200 unterschiedlichen Anwendungsanlagestrategien" auszugehen. Mit Blick darauf, dass das BSV pro Vorsorgewerk bis zu zehn Strategien f�r zul�ssig erachtet, macht die Beschwerdef�hrerin geltend, bei 693 angeschlossenen Vorsorgewerken l�gen die von ihr angebotenen Strategien innerhalb der zul�ssigen Grenzen.
Welche Zahl von Strategien - pro Vorsorgeplan oder Vorsorgewerk - noch gesetzm�ssig ist, braucht hier nicht abschliessend gekl�rt zu werden. Auch wenn der Bundesrat darauf verzichtet hat, die zul�ssigen Strategien in Art. 1e BVV 2 ziffernm�ssig festzulegen, darf die Verordnungsbestimmung jedenfalls nicht durch exzessive Auslegung ausgeh�hlt und auf diesem Weg der Grundsatz der Kollektivit�t ausser Kraft gesetzt werden. Sammelstiftungen mit einer grossen Zahl angeschlossener Vorsorgewerke ist es somit - nicht anders als "normalen" Vorsorgeeinrichtungen - verwehrt, ein derart grosses Angebot vorzusehen, dass die Kollektivit�t nurmehr theoretisch m�glich, aber praktisch nicht mehr realistisch ist (vgl. hiezu auch die zitierten Mitteilungen des BSV �ber die berufliche Vorsorge Nr. 125 Rz. 813: "Die Umsetzung [...] darf nicht so ausgestaltet werden, dass sie zu einer g�nzlichen Individualisierung f�hren w�rde, also jegliche kollektiven Aspekte der Vorsorge abschaffen w�rde"). Selbst wenn die Aufnahme mehrerer Versicherten in dasselbe Kollektiv theoretisch offenst�nde, ist bei hunderten oder gar tausenden m�glicher Strategien weitgehend unrealistisch, dass mehrere Versicherte dieselbe Strategie w�hlen. Wie die Vorinstanz zutreffend erwog, wird damit das Feld der Kollektivit�t vollst�ndig verlassen. Weil sich die Anfechtungsobjekt bildende (Feststellungs-) Verf�gung vom 1. Mai 2012 indes auf die Frage beschr�nkte, ob f�r jede einzelne der individuell w�hlbaren Anlagestrategien eine Vorabkontrolle der Angemessenheit mit einer Performanceprognose vorzunehmen ist oder nicht (vgl. Schreiben der Beschwerdef�hrerin vom 28. Februar 2012), ist auf entsprechende Folgen nicht weiter einzugehen und eine endg�ltige Beurteilung er�brigt sich.
6.1.�Die Beschwerdef�hrerin sieht in ihrem Reglement vier Grundstrategien vor, die sich durch unterschiedliche Anteile an Aktien und "Alternativanlagen" unterscheiden. Innerhalb dieser Strategien sind gem�ss Angaben der Beschwerdef�hrerin "unz�hlige Variationen" m�glich, indem etwa Aktien und Alternativanlagen mit Immobilien und Obligationen variiert werden. Die Versicherten k�nnen "unter Ber�cksichtigung ihrer Risikobereitschaft und ihrer Risikof�higkeit die Anlagestrategie im Rahmen der Anlagevorschriften BVV 2 bzw. des Anlagereglements" ausw�hlen (Ziff. 2.2 Reglement). Es werden pers�nliche Alterskonti gef�hrt, welche unter anderem allf�llige individuelle Schwankungsreserven ausweisen. Diesen werden alle Wertentwicklungen der gew�hlten Strategie gutgeschrieben oder belastet (Ziff. 7.1 Reglement).
6.2.�Eine g�nstige Performance der gew�hlten Strategie kann bei Vorsorgel�sungen mit Wahlm�glichkeit der Anlagestrategie nach Art. 1e BVV 2 ausnahmsweise bewirken, dass die Vorsorgeleistungen h�her als gem�ss Plan ausfallen. Das Angemessenheitsprinzip gebietet indes bei l�ngerfristig guter Performance Anpassungen auf der Leistungsseite, um zu gew�hrleisten, dass die gesetzlichen Angemessenheitsgrenzen von Art. 1 BVV 2 wieder regelm�ssig eingehalten werden (vgl. Botschaft, a.a.O., 1799 f. Ziff. 1.4). Dies gilt selbstredend auch f�r eine Vorsorgeeinrichtung, welche im Rahmen der zweiten S�ule gest�tzt auf Art. 1e BVV 2 (maximal) individualisierte Anlagestrategien anbietet. Zwar schreibt Art. 1 Abs. 3 BVV 2 die Angemessenheit lediglich des Berechnungsmodells und nicht der Berechnung im Einzelfall vor. Die Angemessenheit ist somit nicht unbedingt im individuellen Fall bei nachtr�glicher Pr�fung ("a posteriori") einzuhalten. Vielmehr muss ein Vorsorgeplan von vornherein so konzipiert werden, dass die zu erwartenden Leistungen die gesetzlichen Bedingungen erf�llen. Dies gilt nicht nur f�r den konkreten Plan, sondern auch f�r allf�llige Kombinationen verschiedener Pl�ne. Konkret erfolgt eine theoretische Berechnung des Leistungsziels anhand einer modellm�ssigen, auf fachlich anerkannten Grunds�tzen basierenden Betrachtung (vgl. Mitteilungen des BSV �ber die berufliche Vorsorge Nr. 86 vom 31. Oktober 2005 S. 3 [Antworten zu den Fragen 4 und 5]).
6.3.�Mit Blick auf die weitestgehende Individualisierung der Anlagestrategien und den direkten Konnex zwischen Ertrag und Leistungsh�he kann sich die Beschwerdef�hrerin somit weder darauf berufen, bereits die Angemessenheitspr�fung ihrer vier Hauptmodelle erf�lle die rechtlichen Vorgaben, noch vermag der von ihr postulierte pauschale Pr�fansatz unter Ber�cksichtigung einer (hypothetischen) Performance von 2 % die Einhaltung der Angemessenheit rechtsgen�glich zu gew�hrleisten. Selbst wenn die Einkaufstabelle der Beschwerdef�hrerin eine gewisse Korrektur bewirkte, indem sich die Einkaufsm�glichkeiten reduzieren, sobald die Rendite die hypothetische Gr�sse von 2 % j�hrlich �bersteigt, wird die Angemessenheit der Leistungen dadurch bereits deshalb nicht ausreichend sichergestellt, weil der Mechanismus von vornherein wirkungslos bleibt, sobald der Versicherte seine Einkaufsm�glichkeiten ausgesch�pft hat.
6.4.�Ungen�gend ist sodann die Beschr�nkung der Pr�fung auf die "aggressivste" Strategie mit dem h�chsten Aktienanteil. Wie das BSV in seiner Vernehmlassung zutreffend ausf�hrte, kann nicht generell gesagt werden, dass Aktien im Vergleich zu Investitionen in Obligationen, Immobilien oder andere Werte unter allen Umst�nden eine h�here Performance ausweisen. Ob dies der Fall ist, h�ngt vielmehr von einer Vielzahl makro- und mikro�konomischer Faktoren ab, welche die starre 2%-Grenze der Beschwerdef�hrerin nicht abzubilden vermag. Dass die Prognose �ber eine zu erwartende Performance stets mit einer gewissen Unsicherheit behaftet ist, liegt in der Natur der Sache. Entgegen den Vorbringen der Beschwerdef�hrerin ist dies aber kein Grund, der gegen die Angemessenheitspr�fung jeder einzelnen Strategie spr�che. Auch ausserhalb der beruflichen Vorsorge werden Verm�gensanlagen mit vergleichbaren Anlagestrategien angeboten, welche f�r die prognostische Beurteilung der Angemessenheit einer Anlagestrategie der zweiten S�ule herangezogen werden k�nnen (Botschaft, a.a.O., 1800). Zu Recht hat die Beschwerdegegnerin darauf hingewiesen, dass durchaus wissenschaftlich anerkannte Renditeerwartungsmodelle bestehen, welche eine realistischere Absch�tzung der Performance erwarten lassen als die in der Beschwerde postulierte "reale hypothetische Anlageperformance" von 2 %, die nicht zuletzt ebenfalls auf einer prognostischen Beurteilung beruht. Eine lege artis, d.h. gest�tzt auf wissenschaftlich anerkannte Modelle durchgef�hrte Performanceprognose geh�rt sodann zu den Informationen, welche die versicherte Person bereits bei der Wahl der Strategie ben�tigt und auf die im �brigen auch die Beschwerdef�hrerin selbst angewiesen ist, damit sie ihrer reglementarischen Pflicht nachkommen kann, die Versicherten individuell �ber die Chancen und Gefahren der gew�nschten Anlagestrategien zu informieren (Ziff. 2.2 Anlagereglement). Eine Prognose �ber die Entwicklung der vier Grundstrategien reicht hiezu ebenso wenig aus wie die schematische Unterstellung einer Anlageperformance von 2 %.
6.5.�Wie weit im (nicht zuletzt auch steuerlich) privilegierten Rahmen der 2. S�ule individuelle Spekulation zul�ssig sein soll und in welchem Rahmen es sich rechtfertigt, maximal individualisierte Vorsorgel�sungen unter das Dach der beruflichen Vorsorge zu stellen, bleibe dahingestellt (vgl. E. 5.3). Individuelle Anlagem�glichkeiten entsprechen jedenfalls einem Bed�rfnis und sind gesetzgeberisch gewollt. Die Flexibilit�t bei der Wahl von Anlagestrategien wird mit der angestrebten �nderung des Freiz�gigkeitsgesetzes hinsichtlich der Anspr�che der Versicherten bei selbst gew�hlter Anlagestrategie (E. 5.1 hievor) weiter steigen. Auch solche Vorsorgel�sungen haben, wie dargelegt (vorangehende E. 5.2) die Grunds�tze der beruflichen Vorsorge, insbesondere die Angemessenheit der Vorsorge, stets einzuhalten. Wenn die Vorinstanz die von der Beschwerdegegnerin verlangte Vorabpr�fung jeder einzeln Strategie durch den Experten (in Nachachtung seiner gesetzlichen Pflichten gem�ss Art. 52e BVG [seit 1. Januar 2012; bis 31. Dezember 2011: aArt. 53 Abs. 2 BVG]) gesch�tzt hat, ist dies weder unangemessen noch sonst wie bundesrechtswidrig. Lediglich der Vollst�ndigkeit halber sei darauf hingewiesen, dass die Beschwerdegegnerin im Rahmen ihrer Aufsichtsbefugnisse nicht nur die Zulassung des Reglements unter der Voraussetzung einer individuellen Best�tigung jeder einzelnen Strategie durch den Experten h�tte verlangen d�rfen, sondern durchaus auch - wesentlich einschneidender - die Durchsetzung einer Reglements�nderung in Betracht gekommen w�re. Die Beschwerde ist abzuweisen.
Das Verfahren ist kostenpflichtig (Art. 65 BGG). Die Gerichtskosten werden der unterliegenden Beschwerdef�hrerin auferlegt (Art. 65 Abs. 4 lit. a i.V. mit Art. 66 Abs. 1 BGG). Eine Parteientsch�digung ist nicht geschuldet (Art. 68 Abs. 3 BGG; in BGE 138 V 346 nicht publ. E. 7 des Urteils 9C_2/2012 vom 30. August 2012).