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Timestamp: 2019-08-25 04:42:12
Document Index: 236287895

Matched Legal Cases: ['§ 51', '§ 111', '§ 111', '§ 51', '§ 33', '§ 198', '§ 109', '§ 2', '§ 116', '§ 111', '§ 111', '§ 111']

Ein­wei­sung nach dem PsychKHG – und die Beschwer­de­be­fug­nis der Staats­an­walt­schaft | Rechtslupe
Einweisung nach dem PsychKHG - und die Beschwerdebefugnis der Staatsanwaltschaft
Ein­wei­sung nach dem PsychKHG – und die Beschwer­de­be­fug­nis der Staats­an­walt­schaft
Die die Zustim­mung nach § 51 Abs. 1 PsychKHG BW ver­wei­gern­de Staats­an­walt­schaft ist bei einer statt­ge­ben­den Ent­schei­dung nicht rechts­be­schwer­de­be­fugt, da sie kei­ne Ver­fah­rens­be­tei­lig­te nach § 111 StVoll­zG ist.
Rechts­be­schwer­de­be­fugt sind nur die Ver­fah­rens­be­tei­lig­ten, d. h. nach der abschlie­ßen­den Rege­lung des § 111 StVoll­zG nur der Antrag­stel­ler und die Voll­zugs­be­hör­de bzw. deren Auf­sichts­be­hör­de, vor­lie­gend das Sozi­al­mi­nis­te­ri­um1. Die Staats­an­walt­schaft zählt als Voll­stre­ckungs­be­hör­de nicht zu den Ver­fah­rens­be­tei­lig­ten2.
Etwas ande­res ergibt sich auch nicht dar­aus, dass die Staats­an­walt­schaft nach § 51 Abs. 1 PsychKHG der Bewil­li­gung von Beur­lau­bun­gen und Voll­zugs­lo­cke­run­gen zuzu­stim­men hat. Die Zustim­mung der Staats­an­walt­schaft ist ledig­lich inter­ne Vor­aus­set­zung für das Bewil­li­gen von Locke­run­gen durch die Maß­re­gel­voll­zugs­be­hör­de. Ihre Ver­sa­gung bin­det die Straf­voll­stre­ckungs­kam­mer nicht, sie wird durch deren Ent­schei­dung wir­kungs­los3. An dem voll­zugs­ge­richt­li­chen Ver­fah­ren ist die Staats­an­walt­schaft als Voll­stre­ckungs­be­hör­de daher auch dann nicht betei­ligt, wenn es zustim­mungs­pflich­ti­ge Locke­run­gen zum Gegen­stand hat, so dass ihr auch in die­sem Fall kein Rechts­mit­tel gegen die ange­foch­te­ne Ent­schei­dung zusteht und die von ihr erho­be­ne Rechts­be­schwer­de unzu­läs­sig ist4.
Auf­grund der feh­len­den Rechts­mit­tel­be­fug­nis kommt es auf die von der Staats­an­walt­schaft erho­be­ne Ver­fah­rens­rüge nicht an. Sie wäre im Übri­gen jeden­falls unbe­grün­det, weil der Staats­an­walt­schaft im voll­zugs­ge­richt­li­chen Ver­fah­ren kein Anhö­rungs­recht zusteht; § 33 StPO ist nicht ent­spre­chend anwend­bar5.
Ober­lan­des­ge­richt Karls­ru­he, Beschluss vom 27. April 2015 – 2 Ws 133/​15
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OLG Cel­le RuP 2008, 61; Schwind/​Böhm/​Jehle/​Laubenthal, StVoll­zG, 6. Aufl., § 116 Rn. 12;↩
OLG Cel­le a.a.O; Kamann/​Spaniol in Feest/​Lesting, StVoll­zG, 6. Aufl., § 111 Rn. 1; Cal­lies­s/­Mül­ler-Dietz, StVoll­zG, 11. Aufl., § 111 Rn. 2↩
OLG Stutt­gart NStZ 1986, 525, 526; OLG Cel­le RuP 2008, 61↩
OLG Cel­le RuP 2008, 61; Kammei­er-Poll­äh­ne, Maß­re­gel­voll­zugs­recht, 3. Aufl., F 101; Volckart/​Grünebaum, Maß­re­gel­voll­zug, 7. Aufl., S. 178 jew. m.w.N.↩
OLG Cel­le a.a.O.; Kamann-Spa­ni­ol a.a.O.; Cal­lies­s/­Mül­ler-Dietz a.a.O.; Arloth, StVoll­zG, 3. Aufl., § 111 Rn. 1↩
BeschwerdebefugnisEinweisungPsychKHGUnterbringung