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Timestamp: 2013-06-19 15:03:36
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Matched Legal Cases: ['§ 315', '§ 315', '§ 315', '§ 69', '§ 69', '§ 44', '§ 315']

§ 315c - Strafen ? Verkehrsrecht
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Mit freundlichen Grüßen.. Antwort vom
24.07.2006 | 21:10	Sehr geehrter Fragesteller,
II. Da Ihnen vorgeworfen wird, im Rahmen des § 315c sowohl überhaupt fahrlässig gehandelt zu haben als auch die „konkrete Gefahr" fahrlässig verursacht zu haben (es wird Ihnen also jeweils die „mildere" Begehungsweise vorgeworfen), kommt hier grds. nur eine Geldstrafe in Betracht, meiner Einschätzung nach ca. 30-60 Tagessätze à einer Tagessatzhöhe, die sich nach der Höhe Ihres Einkommens richtet. Allerdings ist die Strafzumessung von vielen Faktoren abhängig, die gerade ohne Akteneinsicht nicht umfassend gewürdigt werden können.
Falls Sie sich sich selbst verteidigen wollen, so würde ich hier den Ratschlag erteilen, durch eine Einlassung insbesondere das Merkmal der „groben Verkehrswidrigkeit" zu widerlegen. Ein „grob verkehrswidriges" Verhalten setzt nämlich eine rücksichtslose Tatbegehung voraus. Dieses Merkmal könnte bei Ihnen fehlen, da Sie u.a. geschildert haben, dass die Bundesstraße für Sie „übersichtlich" gewesen ist.
IV. Ob der Führerschein eingezogen und eine sogenannte „Sperre" gegen Sie verhängt werden wird oder aber auch (nur) ein Fahrverbot verhängt wird, ist zunächst Sache des Gerichts (bzw. hier der Staatsanwaltschaft). Da Sie schreiben, dass Sie bereits einen Strafbefehl erhalten haben, sollten Sie diesen bitte daraufhin lesen, ob dort die Fahrerlaubnis entzogen worden ist (§ 69 StGB) und eine Sperre (§ 69a) angeordnet worden ist, bzw. ein Fahrverbot (§ 44 StGB) verhängt worden ist. Finden sich dort keine diesbezüglichen Ausführungen, würden solche Sanktionen gegen Sie nicht verhängt werden.
Für eine Verteidigung ist meiner Ansicht nach insbesondere Raum, was die Widerlegung des Merkmals „grob verkehrswidrig" angeht. Sie sollten also hier nicht „kampflos aufgeben".
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