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Timestamp: 2016-10-25 22:42:12
Document Index: 45267281

Matched Legal Cases: ['Art. 105', 'Art. 106', 'Art. 148', 'Art. 148', 'Art. 22', 'Art. 251', 'Art. 87', 'Art. 76', 'Art. 112', 'Art. 23', 'Art. 148', 'Art. 25', 'Art. 148', 'Art. 22', 'Art. 25', 'Art. 251', 'Art. 25', 'Art. 105', 'Art. 105', 'Art. 22', 'Art. 23', 'Art. 148', 'Art. 25', 'Art. 148', 'Art. 22', 'Art. 25', 'Art. 251', 'Art. 25', 'Art. 105', 'Art. 25', 'Art. 105', 'Art. 22', 'Art. 25', 'Art. 277', 'Art. 25', 'Art. 25', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 277', 'BGE', 'Art. 25', 'Art. 251', 'BGE', 'Art. 25', 'Art. 25', 'Art. 20', 'Art. 278']

6S.656/2000 (16.08.2001)
R.________, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanwalt Martin Neese, Baarerstrasse 12, Zug,
A.- a) Am 23. Dezember 1993 wurde die X._______ Consultant AG in N.________, als Zweigniederlassung der X._______ Consultant AG in V.________, in das Handelsregister des Kantons Zug eingetragen. Die Zweigniederlassung wurde unabh�ngig vom Hauptsitz gef�hrt und handelte vor allem mit selbst montierten Personalcomputern und damit zusammenh�ngendem Zubeh�r. M.________ war von Januar 1993 bis Ende Februar 1995 f�r die X._______ Consultant AG in N.________ (nachfolgend: X._______ Consultant AG), t�tig. Im April 1994 �bernahmen er und B.________ als einzelzeichnungsberechtigte Gesch�ftsf�hrer die Leitung der Zweigniederlassung.
M.________ war dabei f�r die Administration (Finanz- und Buchhaltungs- und Personalwesen) sowie f�r das Marketing und B.________ f�r die operationelle Gesch�ftsf�hrung verantwortlich. R.________ war vom 18. April bis zum 31. Mai 1994 tempor�r als Direktionsassistentin und Leiterin Back-Office f�r die X._______ Consultant AG t�tig.
b) Am 19. Juli 1994 meldete die X._______ Consultant AG, vertreten durch M.________, beim Amt f�r Industrie, Gewerbe und Handel des Kantons Zug (nachfolgend:
KIGA Zug) voraussichtliche Kurzarbeit von 50% f�r den Gesamtbetrieb bzw. 45 Arbeitnehmer vom 1. August bis 31. Oktober 1994 an. In der vom Firmenanwalt verfassten Begr�ndung vom 21. Juli 1994 wurde im Wesentlichen geltend gemacht, die Gesellschaft sei aus wirtschaftlichen Gr�nden gezwungen, einen Positionierungswechsel am Markt vorzunehmen.
Mit Verf�gung vom 27. Juli 1994 bewilligte das KIGA Zug, vorbeh�ltlich der Erf�llung der �brigen Anspruchsvoraussetzungen, die Auszahlung von Kurzarbeitsentsch�digungen an die X._______ Consultant AG in der Zeit vom 1. August 1994 bis zum 31. Oktober 1994.
Am 2. bzw. 26. September 1994 stellten M.________ und R.________ bei der hief�r zust�ndigen Arbeitslosenkasse des Kantons Zug den Antrag auf Auszahlung von Kurzarbeitsentsch�digung f�r die Abrechnungsperiode August 1994 unter Beilage einer "Abrechnung von Kurzarbeit" sowie den mit "Angeordnete Kurzarbeit" betitelten Arbeitsrapporten der Arbeitnehmer. Die geltend gemachte Entsch�digung betrug dabei Fr. 84'913. 91. Die Arbeitslosenkasse setzte den Entsch�digungsanspruch auf Fr. 83'433. 60 fest (Verg�tungsanspruch: Fr. 77'286. 10; R�ckerstattung AHV/IV/ EO/ALV: Fr. 6'147. 50) und �berwies den Betrag am 13. Oktober 1994 der X._______ Consultant AG. Die mit den gleichen Beilagen versehenen Antr�ge von M.________ und R.________ f�r die Abrechnungsperioden September und Oktober 1994 hiess die Arbeitslosenkasse ebenfalls gut, und sie zahlte der X._______ Consultant AG am 13. Oktober 1994 f�r den Monat September Fr. 86'358. 55 (Verg�tungsanspruch: Fr. 80'049. 10; R�ckerstattung AHV/IV/EO/ALV: Fr. 6'309. 45) und am 18.
November 1994 f�r den Monat Oktober Fr. 63'080. 30 (Verg�tungsanspruch: Fr. 58'438. 85; R�ckerstattung AHV/IV/ EO/ALV: Fr. 4'641. 45).
c) Am 20. Oktober 1994 meldete die X._______ Consultant AG beim KIGA Zug voraussichtliche Kurzarbeit von 33% f�r 32 Arbeitnehmer vom 1. November 1994 bis zum 31. Januar 1995 an. Zur Begr�ndung wurde ausgef�hrt, die Marktsituation habe sich in der Zwischenzeit nicht gebessert; im �brigen wurde auf das vom Firmenanwalt verfasste Schreiben vom 21. Juli 1994 verwiesen. Mit Verf�gung vom 8. November 1994 bewilligte das KIGA Zug, vorbeh�ltlich der Erf�llung der �brigen Anspruchsvoraussetzungen, dieses Gesuch antragsgem�ss. Daraufhin stellten M.________ und R.________ am 1. Dezember 1994 bei der Arbeitslosenkasse das Gesuch um Ausrichtung von Kurzarbeitsentsch�digung f�r die Abrechnungsperiode November 1994 im Umfang von Fr. 37'047. 24.
Nachdem die Arbeitslosenkasse von Arbeitnehmern der X._______ Consultant AG unter anderem darauf aufmerksam gemacht worden war, dass dieser Betrieb Kurzarbeit von Arbeitnehmern gemeldet habe, welche nicht von Kurzarbeit betroffen gewesen seien, stellte deren Leiter L.________ am 15. Dezember 1994 beim Untersuchungsrichteramt des Kantons Zug Strafanzeige gegen die X._______ Consultant AG wegen des Verdachts der Widerhandlung gegen Art. 105 und Art. 106 des Bundesgesetzes �ber die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentsch�digung (AVIG; SR 837. 0).
B.- Das Strafgericht des Kantons Zug sprach M.________ am 25. November 1999 schuldig des mehrfachen Betruges gem�ss Art. 148 aStGB und des versuchten Betruges gem�ss Art. 148 Abs. 1 aStGB i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB, der mehrfachen Urkundenf�lschung gem�ss Art. 251 aStGB, der mehrfachen Widerhandlung gegen das AHVG gem�ss Art. 87 Abs. 3 AHVG, der mehrfachen Widerhandlung gegen das BVG gem�ss Art. 76 Abs. 3 AHVG, der mehrfachen Widerhandlung gegen das UVG gem�ss Art. 112 Abs. 2 UVG und der mehrfachen Widerhandlung gegen das ANAG gem�ss Art. 23 Abs. 1 und 4 ANAG und verurteilte ihn deswegen zu einer Gef�ngnisstrafe von neun Monaten und zwanzig Tagen Gef�ngnis, unter Gew�hrung des bedingten Strafvollzuges f�r eine Probezeit von f�nf Jahren, sowie zu einer Busse von Fr. 6'000.--, als Zusatzstrafe zum Urteil der I. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Z�rich vom 22. August 1996.
Mit gleichem Urteil sprach das Strafgericht des Kantons Zug am 25. November 1999 R.________ schuldig der Gehilfenschaft zu mehrfachem Betrug gem�ss Art. 148 Abs. 1 aStGB i.V.m. Art. 25 StGB und zu versuchtem Betrug gem�ss Art. 148 Abs. 1 aStGB i.V.m. Art. 22 Abs. 1 und Art. 25 StGB und der Gehilfenschaft zu mehrfacher Urkundenf�lschung gem�ss Art. 251 Ziff. 1 aStGB i.V.m. Art. 25 StGB und verurteilte sie zu einer Gef�ngnisstrafe von zwei Monaten, unter Gew�hrung des bedingten Strafvollzuges f�r eine Probezeit von zwei Jahren.
C.- Auf Berufung der beiden Verurteilten hin sprach das Obergericht des Kantons Zug, Strafrechtliche Abteilung, M.________ am 4. Juli 2000 frei vom Vorwurf des mehrfachen Betruges und des versuchten Betruges, der mehrfachen Urkundenf�lschung, der mehrfachen Widerhandlung gegen das AHVG, der mehrfachen Widerhandlung gegen das BVG, der mehrfachen Widerhandlung gegen das UVG, verurteilte ihn hingegen wegen mehrfacher Widerhandlung gegen Art. 105 Abs. 1 AVIG sowie versuchter Widerhandlung gegen Art. 105 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB und wegen Widerhandlung gegen Art. 23 Abs. 1 und 4 ANAG zu einer Gef�ngnisstrafe von drei Monaten, unter Gew�hrung des bedingten Strafvollzugs f�r eine Probezeit von vier Jahren, sowie zu einer Busse von Fr. 1'000.--, als Zusatzstrafe zum Urteil der I. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Z�rich vom 22. August 1996.
Das Obergericht sprach mit gleichem Urteil vom 4. Juli 2000 R.________ frei vom Vorwurf der Gehilfenschaft zu mehrfachem Betrug gem�ss Art. 148 Abs. 1 aStGB i.V.m. Art. 25 StGB und zu versuchtem Betrug gem�ss Art. 148 Abs. 1 aStGB i.V.m. Art. 22 Abs. 1 und Art. 25 StGB sowie vom Vorwurf der Gehilfenschaft zu mehrfacher Urkundenf�lschung gem�ss Art. 251 Ziff. 1 aStGB i.V.m. Art. 25 StGB, und verurteilte sie wegen Gehilfenschaft zur mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 105 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 25 StGB sowie wegen Gehilfenschaft zu versuchter Widerhandlung gegen Art. 105 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 22 Abs. 1 und 25 StGB zu einer Gef�ngnisstrafe von 14 Tagen, unter Gew�hrung des bedingten Strafvollzuges f�r eine Probezeit von zwei Jahren.
D.- R.________ f�hrt eidgen�ssische Nichtigkeitsbeschwerde mit dem Antrag, das Urteil des Obergerichtes vom 4. Juli 2000 sei hinsichtlich des sie betreffenden Schuldspruches aufzuheben und die Sache zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
1.- a) Die Beschwerdef�hrerin r�gt, die Vorinstanz habe in ihrem Urteil Art. 25 StGB, die strafbare Gehilfenschaft, falsch ausgelegt und damit Bundesrecht verletzt. Sie verzichtet auf rechtliche Ausf�hrungen zur allf�lligen Haupttat.
b) Die Beschwerdef�hrerin macht im Wesentlichen geltend, f�r eine strafbare Gehilfenschaft gen�ge entgegen der Ansicht der Vorinstanz nicht schon jede F�rderung der Haupttat. Weil sie keinen Beitrag geleistet habe, welcher die Erfolgschancen der Haupttat qualifiziert erh�ht h�tte, habe sie keine strafbare Gehilfenschaft begangen. Nach der f�r den Kassationshof verbindlichen Feststellung des Sachverhaltes durch die Vorinstanz habe sie das System der Arbeitszeiterfassung umgesetzt, indem sie die wahrheitswidrigen Abrechnungen erstellt, ihrem Chef M.________ vorgelegt und alsdann an die Arbeitslosenkasse gesandt habe (Nichtigkeitsbeschwerde S. 3 unten). Sie habe damit lediglich auf Anweisung ihres Chefs ihre �blichen Leistungen erbracht, mithin ihre vertraglichen Pflichten als Sekret�rin erf�llt. Der Tatbestand der Gehilfenschaft sei schon in objektiver Hinsicht nicht erf�llt (Nichtigkeitsbeschwerde S. 4 oben).
c) Im Weiteren bringt die Beschwerdef�hrerin vor, sie habe auch in subjektiver Hinsicht lediglich "Alltagshandlungen" begangen, mithin eventualvors�tzliche Beihilfe vor der Tatausf�hrung geleistet, welche gem�ss der Lehre (insbesondere Rehberg, Strafrecht I, Verbrechenslehre,
6. Aufl. 1996, S. 110) straflos gelassen werden m�sse. Sie habe zwar ein ungutes Gef�hl gehabt, als sie die Abrechnungen erstellt habe. Es sei jedoch dem Hauptt�ter M.________ �berlassen geblieben, ob und in welcher Weise er von diesen Abrechnungen habe Gebrauch machen wollen (Nichtigkeitsbeschwerde S. 4unten).
d) Zusammenfassend beantragt die Beschwerdef�hrerin, sie sei von Schuld und Strafe freizusprechen, denn sie habe lediglich aufgrund eines Arbeitsvertrages Weisungen befolgt und ihre �bliche Sekretariatsarbeit erledigt. Der Entscheid, die von ihr erstellten Abrechnungen der Arbeitslosenkasse einzureichen, sei alleine bei M.________, ihrem damaligen Chef, gelegen. Die Beschwerdef�hrerin unter diesen Umst�nden zu bestrafen, w�rde auf eine v�llig ungerechtfertigte P�nalisierung von Mitarbeitern hinauslaufen, mit dem Vorwurf, sie h�tten die Erbringung ihrer �blichen Arbeitsleistung im konkreten Fall verweigern sollen, eine Wahl, die leider nur wenige wirklich h�tten (Nichtigkeitsbeschwerde S. 5).
2.- a) Der Kassationshof ist an die tats�chlichen Feststellungen der kantonalen Beh�rde gebunden (Art. 277bis Abs. 1 BStP). Die Vorinstanz stellt hinsichtlich des dem Gehilfenschaftsvorwurf zu Grunde liegenden Sachverhalts nicht nur fest, dass die Beschwerdef�hrerin das System der Arbeitszeiterfassung umgesetzt hat, indem sie die wahrheitswidrigen Abrechnungen erstellt, ihrem damaligen Chef M.________ vorgelegt und alsdann an die Arbeitslosenkasse gesandt hat, sondern sie betrachtet es auch als erstellt, dass die Beschwerdef�hrerin die Belegschaft �ber das seit August 1994 geltende System der Arbeitszeiterfassung instruiert hat, f�r dessen Umsetzung besorgt war, die wahrheitswidrigen Abrechnungen erstellt und diese nach erfolgter Vorlage an M.________ zusammen mit den Arbeitsrapporten "Angeordnete Kurzarbeit" der Arbeitslosenkasse eingereicht hat. Unter diesen Umst�nden kommt die Vorinstanz in rechtlicher Hinsicht zum Schluss, dass die Beschwerdef�hrerin nicht nur die Haupttat bzw. Haupttaten gef�rdert, sondern auch deren Erfolgschancen erh�ht habe (angefochtenes Urteil S. 24 und S. 26 oben).
Die Vorinstanz betrachtet es zudem als erstellt, dass die Beschwerdef�hrerin auch den subjektiven Tatbestand der Gehilfenschaft erf�llt habe. F�r die Mitarbeiter der X.________ Consultant AG sei aufgrund der ihnen erteilten Weisungen, gem�ss welcher infolge der Einf�hrung der Kurzarbeit zwei Arbeitsrapporte auszuf�llen waren, klar gewesen, dass damit unrechtm�ssige Leistungen bei der Arbeitslosenkasse erwirkt werden sollten. Es k�nne somit ausgeschlossen werden, dass die Beschwerdef�hrerin, welche die Belegschaft �ber das seit August 1994 geltende System der Arbeitszeiterfassung instruierte und f�r dessen Umsetzung zu sorgen hatte, nicht �ber die begangenen Ungesetzlichkeiten im Bild gewesen sei. Zudem k�nne ihr nicht entgangen sein, dass ihr eigener Lohn, der von ihr in das jeweilige Formular "Abrechnung Kurzarbeit" eingegeben wurde, nicht den Tatsachen entsprach. Es best�nden deshalb keine Zweifel dar�ber, dass die Beschwerdef�hrerin die strafbaren Handlungen von M.________ mit Wissen und Willen gef�rdert habe (angefochtenes Urteil S. 26 f.).
3.- a) Gem�ss Art. 25 StGB ist als Gehilfe strafbar, wer zu einem Verbrechen oder Vergehen vors�tzlich Hilfe leistet. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung gilt als Hilfeleistung jeder kausale Beitrag, der die Tat f�rdert, so dass sich diese ohne die Mitwirkung des Gehilfen anders abgespielt h�tte. Nicht erforderlich ist, dass es ohne die Hilfeleistung nicht zur Tat gekommen w�re. Die F�rderung der Tat gen�gt. Andererseits muss die Hilfeleistung tats�chlich zur Tat beigetragen haben, also einen kausalen Beitrag dargestellt haben. Der Gehilfe muss die Erfolgschancen der tatbestandserf�llenden Handlung erh�hen.
Art. 25 StGB sollen gewisse �usserlich zu einer Straftat f�rderliche Verhaltensweisen straflos bleiben (vgl. hiezu die �bersicht in Wolfgang Wohlers, Gehilfenschaft durch "neutrale" Handlungen - Ausschluss strafrechtlicher Verantwortlichkeit bei allt�glichem bzw. berufstypischem Verhalten?, ZStrR 117/1999, S. 425 ff. und Marc Forster, Der Wirtschaftsalltag als strafrechtsdogmatischer "Hort des Verbrechens" in: Wirtschaft und Strafrecht, FS f�r Niklaus Schmid, 2001, S. 127 ff.). Das Bundesgericht hat hiezu in BGE 119 IV 289 Richtlinien gesetzt. Im zitierten Entscheid ging es um die Frage, ob der Verkauf von afrikanischem Antilopenfleisch unter richtiger Bezeichnung strafbare Gehilfenschaft zum Betrug sein k�nne. Das Bundesgericht hat diesen Fall in den Zusammenhang mit "Alltagshandlungen" gestellt, weil dort rein �usserlich ein rechtm�ssiges Verhalten vorlag. Es stellte fest, dass der Verkauf von afrikanischem Antilopenfleisch unter richtiger Bezeichnung grunds�tzlich kein unrechtm�ssiges Verhalten darstelle und der Verk�ufer prinzipiell darauf vertrauen d�rfe, dass die K�ufer die gekaufte Ware legal verwenden. Im zu beurteilenden Sachverhalt verhielt es sich hingegen so, dass eine m�gliche legale Verwendung des Antilopenfleisches faktisch ausser Betracht fiel, weil die Erfahrung gezeigt hatte, dass sich Antilopenfleisch unter richtiger Bezeichnung aufgrund des Verhaltens der Konsumenten nur mit M�he absetzen liess, und keinesfalls in grossen Mengen. Dass Bundesgericht erkannte, dass in einer derartigen Situation, wo der Verk�ufer wisse, dass der Abnehmer die bezogene Ware praktisch nur illegal verwenden k�nne, es sich nicht rechtfertige, die Teilnahme unter dem Gesichtspunkt der Eigenverantwortung des Hauptt�ters einzuschr�nken. Die Lieferungen w�ren ohne die strafbaren Handlungen der Abnehmer sinnlos gewesen, weshalb das Bundesgericht unter Verweisung auf BGE 114 IV 112 S. 114 f.
den deliktischen Sinnbezug und dar�ber hinaus auch die Solidarisierung der Lieferanten mit den T�tern (des Betruges) mit dem Argument bejahte, dass sie denselben das Fleisch �ber l�ngere Zeit geliefert h�tten (BGE 119 IV 289 E. 2c/cc).
b) Ausgehend von den tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz, an welche der Kassationshof gem�ss Art. 277bis Abs. 1 BStP gebunden ist, stellt sich das Problem der Abgrenzung von straflosen Alltagshandlungen zur strafbaren Gehilfenschaft nicht.
Das von der Vorinstanz verbindlich festgestellte Verhalten der Beschwerdef�hrerin im Zusammenhang mit der unrechtm�ssigen Erwirkung von Kurzarbeitsentsch�digungen der X._______ Consultant AG bzw. ihres Chefs M.________ entspricht in keiner Weise den von Lehre und Rechtsprechung als straflose "Alltagshandlungen" bzw. "neutrale" Handlungen beschriebenen Verhaltensweisen.
Vergleicht man den hier zu beurteilenden Sachverhalt mit BGE 119 IV 289, so ergeben sich wesentliche Unterschiede hinsichtlich der Ausgangslage. Die Beschwerdef�hrerin hat die Haupttaten ihres Chefs nicht, jedenfalls nicht nur, mit �usserlich neutralen, an sich rechtm�ssigen Handlungen unterst�tzt.
Nach den tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz hat die Beschwerdef�hrerin die Mitarbeiter der X._______ Consultant AG �ber das seit August 1994 geltende System der Arbeitszeiterfassung instruiert und war auch f�r dessen Umsetzung besorgt. Zudem hat sie die wahrheitswidrigen Abrechnungen erstellt und diese nach erfolgter Vorlage an ihren Chef zusammen mit den Arbeitsrapporten "Angeordnete Kurzarbeit" der Arbeitslosenkasse eingereicht. Die Beschwerdef�hrerin war dar�ber im Bild, dass mit den inhaltlich falschen Arbeitsrapporten Ungesetzlichkeiten verbunden waren. In Bezug auf den subjektiven Tatbestand hatte sie vor der Polizei noch eingestanden, die von ihr ausgef�llten Arbeitsrapporte "Angeordnete Kurzarbeit" h�tten nicht den tats�chlich geleisteten Arbeitszeiten entsprochen. Es sei dabei nur darum gegangen, der Arbeitslosenkasse gegen�ber das beantragte Kurzarbeitszeitmass von 50 bzw. 60% der vertraglichen Arbeitszeit auszuweisen. Durch ihre Handlungsweise seien von der Arbeitslosenkasse zu Unrecht Versicherungsleistungen erwirkt worden. Die nachtr�glich anders lautenden Aussagen der Beschwerdef�hrerin werden von der Vorinstanz angesichts des Beweisergebnisses als blosse Schutzbehauptungen bezeichnet.
Die Vorinstanz stellt fest, es best�nden keine Zweifel daran, dass die Beschwerdef�hrerin, selbst wenn nicht auf ihre eigenen Aussagen vor der Polizei abgestellt w�rde, die strafbaren Handlungen mit Wissen und Willen gef�rdert habe (angefochtenes Urteil S. 25 f.).
c) Die Beschwerdef�hrerin kann sich insbesondere hinsichtlich der von ihr geleisteten Instruktion der Arbeitnehmer �ber das neue, und damit auch das inhaltlich falsche System der Arbeitszeiterfassung nicht auf die Erbringung von "neutralen" oder �usserlich rechtm�ssigen Handlungen berufen.
Die Beschwerdef�hrerin hat damit die Arbeitnehmer dazu angeregt oder ihnen zumindest dabei geholfen, bis auf weiteres schriftliche L�gen zu Handen der Arbeitslosenkasse zu verfassen. Damit hat sie im Sinne von Art. 25 StGB einen Tatbeitrag an der sp�ter auch ausgef�hrten mehrfachen und versuchten unrechtm�ssigen Erwirkung von Kurzarbeitsentsch�digungen geleistet. Wenngleich die auf ihre Instruktion hin erstellten Arbeitsrapporte schliesslich nicht den Straftatbestand der Falschbeurkundung i.S.v. Art. 251 StGB erf�llten, kann bei einem solchen Verhalten sicherlich nicht davon die Rede sein, es stelle grunds�tzlich bzw. rein �usserlich kein unrechtm�ssiges Verhalten dar. Vielmehr war es hier von vornherein klar, dass dieses System der Arbeitszeiterfassung - wiederum ganz anders als bei "Alltagshandlungen" - �berhaupt keinen legalen Zweck haben konnte. Gerade in solchen F�llen kann sich der Gehilfe nicht darauf berufen, die Verantwortung f�r die Haupttat trage alleine der Hauptt�ter. Der deliktische Sinnbezug dieses Tatbeitrages ist in solchen F�llen entsprechend der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (BGE 119 IV 289 E. 2c/cc) klar gegeben. Betrachtet man dar�ber hinaus ihre anschliessenden anderen Tatbeitr�ge, so wird auch ihre Solidarisierung mit dem T�ter, ihrem Chef, deutlich. Die Beschwerdef�hrerin hat ihrem Chef nicht nur punktuell, sondern immer wieder Hilfe geleistet bei der doch ziemlich aufw�ndigen Vorbereitung der von ihm schliesslich auch mehrfach begangenen unrechtm�ssigen Erwirkung von Kurzarbeitsentsch�digungen. Sie hatte zudem immer den �berblick, ja sogar die Kontrolle �ber das laufende und das weitere Geschehen. Schliesslich war sie es auch, die die wahrheitswidrigen Abrechnungen erstellt und zusammen mit den Arbeitsrapporten bei der Arbeitslosenkasse eingereicht hat.
Die Beschwerdef�hrerin hat dementsprechend mit ihrem Verhalten i.S.v. Art. 25 StGB zur Haupttat bzw. zu den Haupttaten ihres Chefs Hilfe geleistet. Ohne ihre Mitwirkung h�tte sich die Tat bzw. h�tten sich die Taten eindeutig anders abgespielt. Sie hat sehr wesentliche Tatbeitr�ge geleistet und somit die Erfolgschancen der tatbestandserf�llenden Handlung erh�ht. Die Anwendung des Straftatbestandes der Gehilfenschaft (Art. 25 StGB) durch die Vorinstanz verletzt somit kein Bundesrecht.
d) Dar�ber hinaus k�nnte auch ausgehend von der Darstellung der Beschwerdef�hrerin keine Rede von straflosen "Alltagshandlungen" sein. Dass es f�r die Beschwerdef�hrerin schon kurz nach dem Antritt ihrer Stelle �blich gewesen sein soll, weisungsgem�ss falsche Abrechnungen zu erstellen und sie nach Unterschrift durch ihren Chef zu versenden, vermag sie nicht vom Vorwurf der strafbaren Gehilfenschaft zu entlasten.
Ebensowenig verf�ngt ihre Berufung auf die Erf�llung ihrer vertraglichen Pflichten (vgl. Nichtigkeitsbeschwerde S. 4 oben).
Es kann schon aufgrund von Art. 20 OR (SR 220) keiner vertraglichen Pflicht entsprechen, Widerrechtliches zu tun. Ein solcher Vertrag w�re im Sinne dieser Bestimmung nichtig und verm�chte nichts an der Tatbestandsm�ssigkeit der von ihr geleisteten Gehilfenschaft zu �ndern. Ein solcher Vertrag k�nnte ihr Verhalten dementsprechend auch nicht rechtfertigen.
4.- Die eidgen�ssische Nichtigkeitsbeschwerde ist kostenpflichtig abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist (Art. 278 Abs. 1 BStP).
3.- Dieses Urteil wird der Beschwerdef�hrerin, der Staatsanwaltschaft und dem Obergericht (Strafrechtliche Abteilung) des Kantons Zug schriftlich mitgeteilt.