Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_19861127_OGH0002_0120OS00122_8600000_000&IncludeSelf=False
Timestamp: 2019-10-18 04:51:19
Document Index: 136439266

Matched Legal Cases: ['OGH', 'OGH', '§ 76', '§ 136', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 76', 'OGH', '§ 76', 'OGH', '§ 76', '§ 76', 'OGH', 'OGH', '§ 76', 'OGH', 'OGH', '§76', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§7', '§312', '§ 75', '§ 76', '§ 7', '§ 312', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 164', 'OGH', '§ 7', '§ 143', 'OGH', 'OGH', '§ 75', '§ 76', '§ 7', '§ 312', '§ 5', 'OGH', 'OGH', '§ 5', '§ 7', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 75', '§ 76', '§ 7', '§ 312', '§ 3', 'OGH', 'OGH', '§ 75', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 3', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§5', '§5', '§5', '§5', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 5', '§ 5', 'OGH', '§ 5', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 313', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§345', '§ 345', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§313', '§314', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 313', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH']

RIS - Rechtssätze für 12Os122/86 - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 10Os71/75 10Os97/75 10O...
RS0092138
10Os71/75; 10Os97/75; 10Os115/75; 11Os154/75; 11Os108/76; 11Os128/77; 13Os135/76; 11Os34/78; 10Os110/79; 12Os152/80; 10Os10/82; 11Os33/83; 10Os74/83; 12Os59/83; 11Os29/84; 9Os192/83; 12Os52/84; 9Os96/84; 13Os115/84; 12Os164/84; 11Os4/85; 12Os7/85; 12Os37/85; 12Os83/85; 13Os128/86; 12Os122/86; 9Os23/87; 11Os157/87; 15Os21/89; 14Os16/89; 14Os75/89; 16Os32/89; 11Os125/90; 12Os72/91; 14Os89/91; 14Os95/92; 13Os76/92; 12Os43/93; 12Os108/93 (12Os143/93); 14Os114/95; 11Os177/96; 15Os72/97; 12Os101/97; 13Os140/98; 14Os111/99; 12Os72/04; 11Os22/05b; 15Os76/05y; 14Os86/05m; 14Os97/06f; 14Os61/07p; 14Os98/14i
"Allgemein begreiflich" bedeutet, dass die Ursache der Gemütsbewegung sittlich verständlich sein muss und nicht im Charakter des Täters oder in dessen verwerflichen Neigungen oder Leidenschaften, sondern lediglich in äußeren Umständen zu suchen ist.
10 Os 71/75
Entscheidungstext OGH 09.09.1975 10 Os 71/75
Veröff: EvBl 1976/119 S 218 = RZ 1975/97 S 206
Vgl auch; Beisatz: Das Kriterium der "allgemein begreiflichen (heftigen) Gemütsbewegung" im Sinne des § 76 StGB ist den früher (alte Fassung des § 136 StG) bedeutsamen Merkmal der "entschuldbaren (heftigen) Gemütsbewegung" nicht gleichzusetzen. (T1)
10 Os 115/75
Entscheidungstext OGH 28.10.1975 10 Os 115/75
Vgl auch; Beisatz: Eine ohne adäquate äußere Ursache nur aus einer abnormen charakterlichen Beschaffenheit des Täters resultierende heftige Gemütsbewegung ist grundsätzlich nicht "allgemein" begreiflich. (T2)
11 Os 34/78
Entscheidungstext OGH 11.04.1978 11 Os 34/78
Ähnlich; Beisatz: Eine heftige Gemütsbewegung, die ihre Ursache in einem psychisch abnormen Persönlichkeitsbild hat, ist nicht "allgemein" begreiflich. (T3) Veröff: ÖJZ-LSK 1978/199
10 Os 110/79
Entscheidungstext OGH 10.10.1979 10 Os 110/79
Beisatz: Gemütsbewegung als Folge eines Suchtgiftmissbrauchs (Entzugserscheinungen) nicht allgemein begreiflich. (T4)
12 Os 52/84
Entscheidungstext OGH 14.06.1984 12 Os 52/84
9 Os 96/84
Entscheidungstext OGH 21.08.1984 9 Os 96/84
Vgl auch; Beisatz: Rachsucht = Charaktermangel. (T5)
12 Os 7/85
Entscheidungstext OGH 07.03.1985 12 Os 7/85
Vgl auch; Beis wie T3; Beisatz: Hier: Aggressionsbereitschaft und individuelle Neigung zu Erregungszuständen bei Alkoholisierung. (T6)
Vgl auch; Beisatz: Verwerflichkeit der Motivation schließt die allgemeine Begreiflichkeit der Gemütsbewegung aus. (T7) Veröff: JBl 1986,261
13 Os 128/86
Entscheidungstext OGH 09.10.1986 13 Os 128/86
Vgl auch; Beis wie T3; Beisatz: Überreaktion ("Durchdrehen") aufgrund des Vorhalts des Opfers, "doch nicht kindisch zu sein". (T8)
12 Os 72/91
Entscheidungstext OGH 08.08.1991 12 Os 72/91
13 Os 76/92
Entscheidungstext OGH 18.11.1992 13 Os 76/92
12 Os 43/93
Entscheidungstext OGH 27.05.1993 12 Os 43/93
Vgl auch; Beisatz: Ein verwerflicher Beweggrund für die tatauslösende heftige Gemütsbewegung schließt die Unterstellung unter § 76 StGB mangels allgemeiner Begreiflichkeit aus. (T9)
Vgl auch; Beisatz: Medikamentenmissbrauch. (T10)
11 Os 177/96
Entscheidungstext OGH 14.01.1997 11 Os 177/96
Auch; Beisatz: Hier: Enthemmung nach Alkohol-, Suchtgift- und Medikamentenkonsum in Verbindung mit der abnormen Persönlichkeit; § 76 StGB kann nur dann angenommen werden, wenn der Affekt unabhängig von diesem Alkohol- und Drogenkonsum allgemein begreiflich ist. (T11)
13 Os 140/98
Entscheidungstext OGH 11.11.1998 13 Os 140/98
Auch; Beisatz: Nicht jede psychische Abnormität per se schließt die allgemeine Begreiflichkeit aus. Eine sittlich-rechtsethisch verständliche Affekthandlung kommt bei einer Psychopathie des Täters nur dann in Frage, wenn in der zur Tat führenden Ausgangssituation auch ein mit den rechtlich geschützten Werten verbundender Mensch zwar von Art des Täters (Moos in WK § 76 Rz 34), jedoch ohne dessen psychopathischem Zustand in einen gleichgelagerten tiefgreifenden Affekt hätte geraten können (Moos in WK § 76 Rz 38). (T12)
12 Os 72/04
Entscheidungstext OGH 23.09.2004 12 Os 72/04
11 Os 22/05b
Entscheidungstext OGH 03.05.2005 11 Os 22/05b
Auch; Beisatz: Allgemein begreiflich ist ein Affektzustand iSd § 76 StGB dann, wenn er dem Verhalten eines mit den rechtlich geschützten Werten verbundenen Menschen entspricht, dem Täter also kein sittlicher Vorwurf daraus gemacht werden kann, dass er in diesen Erregungszustand geriet. (T13)
15 Os 76/05y
Entscheidungstext OGH 25.08.2005 15 Os 76/05y
14 Os 86/05m
Entscheidungstext OGH 20.09.2005 14 Os 86/05m
Auch; Beisatz: Die allgemeine Begreiflichkeit der heftigen Gemütsbewegung ist immer dann auszuschließen, wenn der Affektsturm auf Charaktermängel, ausgeprägte Psychopathien oder Triebstörungen zurückzuführen ist. Ein aus seiner gestörten Persönlichkeit resultierender Irrtum des Angeklagten über den Ausgangspunkt seines Affektsturms vermag daher - mangels allgemeiner Begreiflichkeit - die Privilegierung des §76 StGB nicht zu rechtfertigen. (T14)
Vgl auch; Beis ähnlich T13
14 Os 61/07p
Entscheidungstext OGH 10.07.2007 14 Os 61/07p
Auch; Beis wie T14 nur: Die allgemeine Begreiflichkeit der heftigen Gemütsbewegung ist immer dann auszuschließen, wenn der Affektsturm auf Charaktermängel, ausgeprägte Psychopathien oder Triebstörungen zurückzuführen ist. (T15); Beisatz: gerichtspsychiatrischen Sachverständigen konstatierten Tendenz zu heftigen emotionalen Reaktionen aus nichtigen Anlässen. (T16)
ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0092138
JJR_19750909_OGH0002_0100OS00071_7500000_001
Rechtssatz für 13Os93/75 12Os120/76 10...
RS0089093
13Os93/75; 12Os120/76; 10Os151/78; 9Os88/81; 13Os91/81; 13Os23/83; 9Os147/83; 11Os40/84; 13Os6/86; 9Os113/86; 12Os122/86; 12Os99/87; 11Os4/88; 13Os40/87; 11Os127/89; 12Os41/92; 12Os8/93; 11Os160/93; 15Os168/93; 14Os129/94; 12Os178/94; 13Os74/97 (13Os75/97); 13Os45/00 (13Os47/00); 12Os50/04; 14Os156/10p; 13Os141/11a (13Os160/11w); 14Os117/12f; 15Os106/13x; 11Os80/14w; 15Os141/15x
StGB §7 Abs1
StPO §312 Abs1
Ist die Schuldform der Vorsätzlichkeit im Gesetzestext (hier: § 75, § 76 StGB) nicht ausdrücklich angeführt, dann kann (im Hinblick auf § 7 Abs 1 StGB) eine Erwähnung derselben ohne Verletzung der Vorschrift des § 312 Abs 1 StPO auch bei der Formulierung der entsprechenden, an die Geschwornen zu richtenden Fragen im allgemeinen unterbleiben, da nach dem Gesetz subintelligierten Merkmalen des in Betracht kommenden Tatbestandes nicht zu fragen ist (es sei denn, dass das Unterbleiben der Anführung der subintelligierten Schuldform in der Schuldfrage in concret geeignet wäre, bei den Geschwornen zu Unklarheiten über die Schuldform zu führen).
10 Os 151/78
Entscheidungstext OGH 18.10.1978 10 Os 151/78
9 Os 88/81
Entscheidungstext OGH 10.06.1981 9 Os 88/81
13 Os 91/81
Entscheidungstext OGH 10.06.1981 13 Os 91/81
Vgl auch; Beisatz: Keine Anführung vorsätzlicher Begehung im Urteilstenor (hier: § 164 StGB). (T1)
13 Os 23/83
Entscheidungstext OGH 24.03.1983 13 Os 23/83
Vgl auch; Beisatz: Die Schuldform des § 7 Abs 2 StGB wird den qualifizierenden Tatfolgen subintellegiert und bedarf daher, wofern sie in Gesetzeswortlaut (hier § 143 Ende StGB) fehlt, keiner Aufnahme in Frage und Wahrspruch. (T2) Veröff: SSt 54/31 = EvBl 1983/176 S 666 = JBl 1984,98 = RZ 1984/28 S 75
11 Os 40/84
Entscheidungstext OGH 11.04.1984 11 Os 40/84
Vgl auch; nur: Es sei denn, daß das Unterbleiben der Anführung der subintelligierten Schuldform in der Schuldfrage in concret geeignet wäre, bei den Geschwornen zu Unklarheiten über die Schuldform zu führen. (T3)
13 Os 6/86
Entscheidungstext OGH 15.05.1986 13 Os 6/86
nur: Ist die Schuldform der Vorsätzlichkeit im Gesetzestext (hier: § 75, § 76 StGB) nicht ausdrücklich angeführt, dann kann (im Hinblick auf § 7 Abs 1 StGB) eine Erwähnung derselben ohne Verletzung der Vorschrift des § 312 Abs 1 StPO auch bei der Formulierung der entsprechenden, an die Geschwornen zu richtenden Fragen im allgemeinen unterbleiben, da nach dem Gesetz subintelligierten Merkmalen des in Betracht kommenden Tatbestandes nicht zu fragen ist. (T4) Beisatz: Anders nur, wenn der Tatbestand eine besondere (§ 5 Abs 2 oder 3 StGB) Vorsatzform verlangt. (T5)
Vgl auch; Beisatz: Die Aufnahme von vom Gesetz subintelligierten Tatbestandsmerkmalen in die betreffende Frage (Schuldfrage) ist grundsätzlich nicht geboten. (T6)
12 Os 99/87
Entscheidungstext OGH 03.09.1987 12 Os 99/87
Vgl auch; Zweiter Rechtsgang zu 12 Os 122/86; Beis wie T6
11 Os 4/88
Entscheidungstext OGH 09.02.1988 11 Os 4/88
Vgl auch; Beisatz: Auch der Vorsatz des Bestimmungstäters zu einem Delikt, für das schlichter Vorsatz (§ 5 Abs 1 StGB) genügt, wird vom Gesetz subintellegiert (§ 7 Abs 1 StGB). (T7)
11 Os 127/89
Entscheidungstext OGH 19.12.1989 11 Os 127/89
Vgl auch; Beis wie T2; Beisatz: Die Geschworenen sind im Rahmen der Rechtsbelehrung über die subintelligierte Schuldform zu unterrichten. (T8)
12 Os 41/92
Entscheidungstext OGH 11.06.1992 12 Os 41/92
12 Os 8/93
Entscheidungstext OGH 22.04.1993 12 Os 8/93
11 Os 160/93
Entscheidungstext OGH 23.11.1993 11 Os 160/93
15 Os 168/93
Entscheidungstext OGH 23.12.1993 15 Os 168/93
14 Os 129/94
Entscheidungstext OGH 29.11.1994 14 Os 129/94
12 Os 178/94
Entscheidungstext OGH 16.03.1995 12 Os 178/94
13 Os 74/97
Entscheidungstext OGH 09.07.1997 13 Os 74/97
13 Os 45/00
Entscheidungstext OGH 13.09.2000 13 Os 45/00
nur: Ist die Schuldform der Vorsätzlichkeit im Gesetzestext (hier: § 75, § 76 StGB) nicht ausdrücklich angeführt, dann kann (im Hinblick auf § 7 Abs 1 StGB) eine Erwähnung derselben ohne Verletzung der Vorschrift des § 312 Abs 1 StPO auch bei der Formulierung der entsprechenden, an die Geschwornen zu richtenden Fragen im allgemeinen unterbleiben. (T9)
Beisatz: Dies trifft auch auf im gerichtlichen Nebenstrafrecht enthaltene Verbrechenstatbestände wie § 3g VG zu. (T10)
12 Os 50/04
Entscheidungstext OGH 17.06.2004 12 Os 50/04
13 Os 141/11a
Entscheidungstext OGH 10.05.2012 13 Os 141/11a
Vgl auch; Beisatz: Hier: § 75 StGB. (T11)
14 Os 117/12f
Entscheidungstext OGH 18.12.2012 14 Os 117/12f
Vgl; Beis ähnlich wie ÄT10
15 Os 106/13x
Entscheidungstext OGH 02.10.2013 15 Os 106/13x
11 Os 80/14w
Entscheidungstext OGH 25.11.2014 11 Os 80/14w
Auch; Beisatz: Hier: Vorsatz nach § 3g VerbotsG. (T12)
15 Os 141/15x
Entscheidungstext OGH 13.01.2016 15 Os 141/15x
ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0089093
JJR_19750919_OGH0002_0130OS00093_7500000_001
Rechtssatz für 13Os180/75 10Os97/17 10...
RS0088835
13Os180/75; 10Os97/17; 10Os25/81; 10Os168/83; 12Os122/86; 11Os158/01; 13Os100/09v; 14Os50/11a; 11Os49/11g; 13Os7/13y; 17Os21/13m; 11Os121/13y; 14Os163/13x; 13Os43/14v; 11Os39/15t; 14Os62/15x; 17Os56/14k; 13Os124/15g; 17Os25/15b (17Os26/15z); 12Os8/16t; 14Os104/16z; 14Os21/17w; 15Os26/17p; 14Os79/17z; 13Os3/18t; 11Os158/17w; 12Os86/18s; 11Os108/18v; 14Os2/19d
StGB §5 A
StGB §5 B
StGB §5 C
StGB §5 D
Bedingter Vorsatz, Wissentlichkeit und Absichtlichkeit sind verschiedene Spielarten (und zugleich Stufen) des Vorsatzes, das ist das - in jeder von ihnen zum Ausdruck kommende - Verwirklichen-Wollen eines Sachverhaltes, der einem gesetzlichen Tatbild entspricht.
13 Os 180/75
Entscheidungstext OGH 19.02.1976 13 Os 180/75
Veröff: EvBl 1976/242 S 521
10 Os 97/17
Entscheidungstext OGH 31.08.1977 10 Os 97/17
10 Os 25/81
Entscheidungstext OGH 13.02.1981 10 Os 25/81
Vgl auch; Beisatz: Die Legaldefinition des § 5 Abs 1, erster Halbsatz, StGB, erfasst als Oberbegriff alle drei angeführten Vorsatzformen. (T1)
Vgl auch; Beisatz: § 5 Abs 1, erster Halbsatz, StGB umschreibt lediglich den Gesamtbereich des Vorsatzes, innerhalb dessen die Vorsatzstufen der Absicht, der Wissentlichkeit und des bedingten Vorsatzes zu unterscheiden sind. (T2)
11 Os 158/01
Entscheidungstext OGH 05.03.2002 11 Os 158/01
Vgl auch; Beisatz: Mit dem Wort "wollen" allein wird - angesichts der in jeder Vorsatzform enthaltenen Willenskomponente - noch nicht die Absicht (§ 5 Abs 2 StGB) des Täters umschrieben. (T3)
13 Os 100/09v
Entscheidungstext OGH 17.06.2010 13 Os 100/09v
Vgl; Beisatz: Das festgestellte Wissen des Angeklagten inkludiert die Willenskomponente seines Vorsatzes. (T4)
14 Os 50/11a
Entscheidungstext OGH 24.05.2011 14 Os 50/11a
11 Os 49/11g
Entscheidungstext OGH 30.06.2011 11 Os 49/11g
13 Os 7/13y
Entscheidungstext OGH 04.04.2013 13 Os 7/13y
17 Os 21/13m
Entscheidungstext OGH 30.09.2013 17 Os 21/13m
11 Os 121/13y
Entscheidungstext OGH 29.10.2013 11 Os 121/13y
14 Os 163/13x
Entscheidungstext OGH 17.12.2013 14 Os 163/13x
14 Os 62/15x
Entscheidungstext OGH 04.08.2015 14 Os 62/15x
17 Os 56/14k
Entscheidungstext OGH 08.06.2015 17 Os 56/14k
13 Os 124/15g
Entscheidungstext OGH 25.11.2015 13 Os 124/15g
17 Os 25/15b
Entscheidungstext OGH 14.12.2015 17 Os 25/15b
12 Os 8/16t
Entscheidungstext OGH 16.06.2016 12 Os 8/16t
14 Os 104/16z
Entscheidungstext OGH 29.11.2016 14 Os 104/16z
15 Os 26/17p
Entscheidungstext OGH 28.06.2017 15 Os 26/17p
14 Os 79/17z
Entscheidungstext OGH 03.10.2017 14 Os 79/17z
13 Os 3/18t
Entscheidungstext OGH 31.01.2018 13 Os 3/18t
11 Os 158/17w
Entscheidungstext OGH 10.04.2018 11 Os 158/17w
12 Os 86/18s
Entscheidungstext OGH 11.10.2018 12 Os 86/18s
11 Os 108/18v
Entscheidungstext OGH 11.12.2018 11 Os 108/18v
ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0088835
JJR_19760219_OGH0002_0130OS00180_7500000_001
Rechtssatz für 10Os87/77 10Os16/80 9Os...
RS0100579
10Os87/77; 10Os16/80; 9Os4/82; 12Os122/86; 14Os132/87; 15Os111/89 (15Os112/89); 15Os61/91; 14Os95/92; 12Os138/93; 15Os156/95; 13Os74/97 (13Os75/97); 14Os122/11i
Die in der Hauptverhandlung verlesene Verantwortung des Angeklagten, von der er jedoch in der Hauptverhandlung abgerückt ist, stellt kein Vorbringen in der Hauptverhandlung dar.
10 Os 87/77
Entscheidungstext OGH 10.08.1977 10 Os 87/77
10 Os 16/80
Entscheidungstext OGH 17.06.1980 10 Os 16/80
Vgl aber; Beisatz: Anders jedoch, wenn sich die Anklage weiterhin auf jene vom Angeklagten aufgegebene Verantwortung stützt. (T1) Veröff: SSt 51/29 = EvBl 1980/222 S 668
9 Os 4/82
Entscheidungstext OGH 23.03.1982 9 Os 4/82
14 Os 132/87
Entscheidungstext OGH 28.10.1987 14 Os 132/87
15 Os 111/89
Entscheidungstext OGH 10.10.1989 15 Os 111/89
15 Os 61/91
Entscheidungstext OGH 06.06.1991 15 Os 61/91
Vgl; Beisatz: Zur Frage der (verneinten) unmißverständlichen Abkehr von einer in der Hauptverhandlung deponierten Verantwortung. (T2)
12 Os 138/93
Entscheidungstext OGH 02.12.1993 12 Os 138/93
15 Os 156/95
Entscheidungstext OGH 21.12.1995 15 Os 156/95
Vgl auch; Beisatz: Eine Fragestellung nach §§ 313, 314 und 316 StPO setzt ein Tatsachenvorbringen in der Hauptverhandlung voraus. (T3)
14 Os 122/11i
Entscheidungstext OGH 13.12.2011 14 Os 122/11i
ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0100579
JJR_19770810_OGH0002_0100OS00087_7700000_001
Rechtssatz für 13Os4/78 12Os122/86 11O...
RS0100602
13Os4/78; 12Os122/86; 11Os91/88; 14Os75/89; 15Os131/91; 14Os197/95
StPO §345 Z6
Nichtigkeit nach § 345 Z 6 StPO, wenn durch eine nicht indizierte Eventualfrage (den Geschwornen) die Möglichkeit, auf ein mit geringerer Strafe bedrohte Delikt auszuweichen, eröffnet wird.
13 Os 4/78
Entscheidungstext OGH 06.04.1978 13 Os 4/78
Veröff: EvBl 1979/6 S 33 = ÖJZ-LSK 1978/209 = RZ 1978/54 S 114
Vgl auch; Beisatz: Dem Schurgerichtshof ist nicht gestattet, anläßlich der Fragestellung eine dem feststellbaren Substrat nicht entsprechende Entscheidungsmöglichkeit zu schaffen. (T1)
ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0100602
JJR_19780406_OGH0002_0130OS00004_7800000_006
Rechtssatz für 10Os16/80 12Os26/81 12O...
StPO §313
StPO §314 Abs1
12 Os 26/81
Entscheidungstext OGH 25.06.1981 12 Os 26/81
12 Os 127/81
Entscheidungstext OGH 10.09.1981 12 Os 127/81
11 Os 11/82
Entscheidungstext OGH 15.03.1982 11 Os 11/82
10 Os 18/84
Entscheidungstext OGH 03.02.1984 10 Os 18/84
10 Os 38/84
Entscheidungstext OGH 11.04.1984 10 Os 38/84
13 Os 177/84
Entscheidungstext OGH 20.12.1984 13 Os 177/84
9 Os 7/85
Entscheidungstext OGH 23.01.1985 9 Os 7/85
11 Os 160/85
Entscheidungstext OGH 22.10.1985 11 Os 160/85
11 Os 95/86
Entscheidungstext OGH 27.06.1986 11 Os 95/86
14 Os 105/89
Entscheidungstext OGH 08.11.1989 14 Os 105/89
14 Os 180/93
Entscheidungstext OGH 21.12.1993 14 Os 180/93
13 Os 3/94
Entscheidungstext OGH 02.03.1994 13 Os 3/94
13 Os 88/95
Entscheidungstext OGH 20.09.1995 13 Os 88/95
14 Os 108/02
Entscheidungstext OGH 29.10.2002 14 Os 108/02
14 Os 149/02
Entscheidungstext OGH 28.01.2003 14 Os 149/02
14 Os 63/03
Entscheidungstext OGH 24.06.2003 14 Os 63/03
12 Os 109/04
Entscheidungstext OGH 08.09.2005 12 Os 109/04
14 Os 108/05x
Entscheidungstext OGH 20.12.2005 14 Os 108/05x
13 Os 76/06k
Entscheidungstext OGH 23.08.2006 13 Os 76/06k
13 Os 137/06f
Entscheidungstext OGH 24.01.2007 13 Os 137/06f
13 Os 6/19k
Entscheidungstext OGH 24.04.2019 13 Os 6/19k
JJR_19800617_OGH0002_0100OS00016_8000000_001
Rechtssatz für 11Os119/80 10Os184/80 1...
RS0100657
11Os119/80; 10Os184/80; 11Os26/81; 10Os74/83; 12Os122/86; 11Os66/88; 15Os45/89; 13Os65/89; 14Os61/90; 15Os131/91; 14Os41/93; 12Os108/93 (12Os143/93); 12Os104/94; 11Os177/96
Die Beurteilung der rechtlichen Erheblichkeit der vorgebrachten Tatsachen steht ausschließlich dem Schwurgerichtshof zu. Hält er dafür, daß sie die Unterstellung der Tat unter ein anderes Strafgesetz nicht gestatten, so darf er eine entsprechende Eventualfrage nicht stellen.
11 Os 119/80
Entscheidungstext OGH 24.09.1980 11 Os 119/80
10 Os 184/80
Entscheidungstext OGH 10.02.1981 10 Os 184/80
11 Os 26/81
Entscheidungstext OGH 09.04.1981 11 Os 26/81
Vgl auch; Beisatz: Hier: Zu § 313 StPO. (T1) Veröff: EvBl 1981/206 S 581
Beisatz: Dem Schwurgerichtshof ist nicht gestattet, anläßlich der Fragestellung eine dem feststellbaren Substrat nicht entsprechende Entscheidungsmöglichkeit zu schaffen. (T2)
14 Os 41/93
Entscheidungstext OGH 27.04.1993 14 Os 41/93
ECLI:AT:OGH0002:1980:RS0100657
JJR_19800924_OGH0002_0110OS00119_8000000_003
Rechtssatz für 12Os83/85 12Os122/86 11...
RS0092277
12Os83/85; 12Os122/86; 11Os27/04; 15Os76/05y; 15Os10/17k; 15Os39/17z; 15Os142/17x
Bei der allgemeinen Begreiflichkeit des Affekts handelt es sich um keine Beweis (Tatbeweis), sondern um eine Rechtsfrage.
11 Os 27/04
Entscheidungstext OGH 25.05.2004 11 Os 27/04
Auch; Beisatz: Bei der allgemeinen Begreiflichkeit eines Affekts handelt es sich um eine von den Geschworenen zu lösende Rechtsfrage. (T1)
Beisatz: Die Rechtsfrage ist schon vom Schwurgerichtshof bei der Feststellung der an die Geschworenen zu richtenden Frage zu beantworten. (T2)
Entscheidungstext OGH 13.12.2017 15 Os 142/17x
ECLI:AT:OGH0002:1985:RS0092277
JJR_19850822_OGH0002_0120OS00083_8500000_001