Source: https://www.viantro.com/zusatzbezeichnung-manuelle-medizin/
Timestamp: 2020-08-06 13:07:14
Document Index: 284003584

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 4', '§ 5', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 5', '§ 5', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4']

Wie erhalte ich die Zusatzbezeichnung für Manuelle Medizin? | Karriere
Wie erhalte ich die Zusatzbezeichnung für Manuelle Medizin?
So erlangst Du die Zusatzbezeichnung Manuelle Medizin
Spielst Du mit dem Gedanken, eine Zusatzweiterbildung für Manuelle Medizin zu absolvieren?
Zudem erfährst Du, wie wir Dich auf dem Weg Deiner Zusatzweiterbildung entlasten können und welche passenden Stellen für Manuelle Medizin zur Verfügung stehen.
Stellenangebote Manuelle Medizin
Überblick Zusatzbezeichnung Manuelle Medizin
Zu einem der häufigsten Gründe bei Erkrankungen und Beschwerden im Bewegungsapparat zählen Funktionsstörungen. Diese können nichtinvasiv durch Fachärzte mit der Zusatzbezeichnung Manuelle Medizin behandelt werden.
Dazu diagnostiziert der Facharzt die reversiblen Störungen, wobei er auch die Wechselwirkung mit anderen Organsystemen mittels manueller Untersuchungs- und Behandlungstechniken einbezieht.
Während der Zusatzweiterbildung erlernt er, wie er Funktionsstörungen von Schädel, Hals, Wirbelsäule und peripheren Gelenken aber auch Dysfunktionen viszeraler Organe durch seine Hände ertasten und durch Mobilisations-, Myofasziale- und Entspannungstechniken behandeln kann.
Die Zusatzweiterbildung eignet sich vor allem als Ergänzung für Fachärzte der Orthopädie und Unfallchirurgie und Rehabilitativen Medizin.
Voraussetzung Zusatzweiterbildung Manuelle Medizin
Die Zusatzweiterbildung Manuelle Medizin kann in den meisten Ärztekammern von allen Fachärzten und in einigen Fällen von Fachärzten der unmittelbaren Patientenversorgung absolviert werden. In Bayern genügen auch 24 Monate Weiterbildung in einem Gebiet der unmittelbaren Patientenversorgung.
Weiterbildungsinhalte: Facharzt für Manuelle Medizin
Übergreifende Inhalte der Zusatz-Weiterbildung Manuelle Medizin:
Indikation und Kontraindikation manualmedizinischer Maßnahmen
Stellenwert der manuellen Medizin in der ärztlichen Tätigkeit, z.B. in der Allgemeinmedizin, Anästhesiologie, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Innere Medizin, Innere Medizin und Rheumatologie, Kinder- und Jugendmedizin, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, Neurologie, Orthopädie und Unfallchirurgie, Sportmedizin
Manuelle Medizin in Bezug auf Alter und Entwicklung
Funktionelle Grundlagen:
Spezielle funktionelle Anatomie, Physiologie, Pathophysiologie und Biomechanik des Halte- und Bewegungssystems unter manualmedizinischen Aspekten
Prinzipien des Tensegrity-Modells in der Medizin
Topographische Beziehung peripherer Arterien, insbesondere der Vertebralarterien, und die Wirkung der Bewegung der beteiligten Strukturen auf diese Gefäße
Spezielle Anatomie des autonomen Nervensystems und dessen Beziehung zu muskuloskelettalen Beschwerden
Anatomische Varianten der neuralen und muskuloskelettalen Strukturen
Nozigeneratoren und Neurophysiologie der Nozireaktion und Schmerzverarbeitung
Grundlagen der Biomechanik und ihrer Anwendung auf das Bewegungssystem, insbesondere bezüglich der Gelenkbewegung und muskulären Kraftübertragung
Diagnostische und therapeutische Grundlagen:
Indikationsstellung, Einleitung und Therapiekontrolle physiotherapeutischer, physikalischer, ergotherapeutischer und logopädischer Therapiemaßnahmen sowie von Rehabilitationstraining
Interdisziplinäre Indikationsstellung zur weiterführenden Diagnostik einschließlich der Differentialindikation und Befundinterpretation bildgebender Verfahren unter Berücksichtigung der Strahlenhygiene
Risiken und Vorteile anderer relevanter Therapieverfahren im Vergleich zur Manuellen Medizin
Beratung des Patienten über Erfolgsaussichten, Komplikationsmöglichkeiten und Kontraindikationen manualmedizinischer Maßnahmen
Individuelle Erarbeitung von Selbstübungen mit dem Patienten im Rahmen der primären und sekundären Prävention
Typische Krankheitsbilder in der Manuellen Medizin:
Störungen und Dysfunktionen der axialen und peripheren Strukturen, insbesondere von Schädel, kranio-zervikalem Übergang, der Wirbelsäulenabschnitte und deren Übergängen, Sakroiliakalgelenken, Beckengürtel und peripheren Gelenken
Funktionelle Verkettungen innerhalb und zwischen den Strukturen des Bewegungsorgans
Dysfunktion viszeraler Organe mit Bezug zu biomechanischen Störungen
Viszero-somatische, somato-viszerale, psychosomatische und somato-somatische Reaktionen
Spezielle manualmedizinische Diagnostik:
Grundlagen spezieller pädiatrischer Untersuchungstechniken und der Beurteilung des Entwicklungsstandes
Manualmedizinische Untersuchung und Funktionsdiagnostik, insbesondere unter Einbeziehung orthopädischer und neurologischer Tests
Durchführung orientierender und regionaler palpatorischer Untersuchungen der einzelnen Gewebeschichten zur Diagnose einer reversiblen Dysfunktion bzw. einer Kontraindikation unter Berücksichtigung der Schmerzprovokation, veränderter Sensorik und Gewebetextur, des Bewegungsausmaßes und der Charakteristika der Barriere am Bewegungsende
Spezielle manualmedizinische Dokumentation der Untersuchungsergebnisse
Spezielle manualmedizinische Therapie:
Grundlagen osteopathischer Verfahren zur Behandlung viszeraler Organe
Grundlagen manualmedizinischer Behandlungstechniken bei Kindern
Mobilisationstechniken einschließlich spezieller Techniken der Inhibition oder Relaxation von Muskeln basierend auf postisometrischer Relaxation und reziproker Inhibition sowie Positionierungs-Techniken
Segmentale Manipulation an Wirbelsäule und Extremitätengelenken
Behandlungsstrategien für funktionelle Verkettungssyndrome
Ablauf der Zusatzweiterbildung Manuelle Medizin
Ziel der Zusatzweiterbildung ist die Erlangung der fachlichen Kompetenz in Manuelle Medizin/Chirotherapie nach Ableistung der vorgeschriebenen Weiterbildungszeit und Weiterbildungsinhalte sowie der Weiterbildungskurse.
120 Stunden Grundkurs gemäß § 4 Abs. 8 in Manuelle Medizin/Chirotherapie und anschließend
200 Stunden Aufbaukurs gemäß § 4 Abs. 8 in Manuelle Medizin/Chirotherapie
24 Monate Weiterbildung in einem Gebiet der unmittelbaren Patientenversorgung bei einem Weiterbilder gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2, darunter mindestens 12 Monate im stationären Bereich
120 Stunden Grundkurs gemäß § 4 Absatz 8 in Manuelle Medizin/Chirotherapie
200 Stunden Aufbaukurs gemäß § 4 Absatz 8 in Manuelle Medizin/Chirotherapie
200 Stunden Aufbaukurs gemäß § 4 Abs. 8 in Manuelle Medizin/Chirotherapie.
120 Stunden Grundkurs gemäß § 4 Abs. 8 in Manuelle Medizin/Chirotherapie
200 Stunden Aufbaukurs gemäß § 4 Abs. 8 in Manuel-le Medizin/Chirotherapie
120 Stunden Grundkurs gemäß § 5 Abs. 9 in Manuelle Medizin/Chirotherapie und anschließend
200 Stunden Aufbaukurs gemäß § 5 Abs. 9 in Manuelle Medizin/Chirotherapie
120 Stunden Grundkurs gemäß § 4 Absatz 8 in Manuelle Medizin/Chirotherapie und anschließend
120 Stunden Grundkurs gemäß § 4 Abs. 8 in Manuelle Medizin/Chirotherapie und
200 Stunden Aufbaukurs gemäß § 4 Abs. 8 in Manu-elle Medizin/Chirotherapie
120 Stunden Grundkurs gemäß § 4 Abs. 9 in Manuelle Medizin/Chirotherapie und anschließend
200 Stunden Aufbaukurs gemäß § 4 Abs. 9 in Manuelle Medizin/Chirotherapie
Anerkennung Zusatzbezeichnung Manuelle Medizin
Den Verlauf Deiner Zusatzweiterbildung Manuelle Medizin musst Du, wie auch den Ablauf Deiner Facharztweiterbildung, in einem Logbuch dokumentieren.
Zum Musterlogbuch der Bundesärztekammer für die Zusatzbezeichnung Manuelle Medizin geht es hier.
Wenn Du alle Anforderungen der Zusatzweiterbildung erfüllt und die Abschlussprüfung bestanden hast, erhältst Du die Zusatzbezeichnung Manuelle Medizin.
Stellenangebote für Manuelle Medizin
Marie Mueller2020-07-13T16:24:57+02:00