Source: https://www.frag-einen-anwalt.de/Probleme-mit-o2-o2-will-versprochenen-Rabatt-abstellen--f305084.html
Timestamp: 2018-03-19 00:55:30
Document Index: 316966139

Matched Legal Cases: ['§ 312', 'Art. 246', '§ 1', '§ 3', 'Art. 246', '§ 4']

www.frag-einen-anwalt.de Vertragsrecht Vertrag Probleme mit o2 -o2 will versproche...
24.11.2017 00:17 |
Ich binn mittlerweile seit 2 Jahren o2 Kunde.
Ich habe letztes Jahr im Dezember (2016) meine Kündigung schon vorsorglich eingereicht, darauf hin hat mich die Rückgewinnungsabteilung von o2 angerufen und mir einen besseren Vertrag (o2 All-in L) für 20€ anstatt 40€ Angeboten.
Die Voraussetzung für diesen Tarifwechsel war , das ich meinen Vertrag um weitere 2 Jahre verlängere (also 3 jahre ab Dezember 2016).
Der Mitarbeiter sagte mir das ich meinen neuen Tarif ab morgen zu den vergünstigten Konditionen nutzen könne, erwähnte aber mit keinem Wort das mir die 50% nicht die vollen 3 Jahre gutgeschrieben werden, sondern nur 24 monate.
Leider war ich so töricht und schaute nicht in die per E-Mail zugesendete Auftragsbestätigung , in der ebenfalls stand, das mir der Rabatt nur 24Monate gewährt wird.
Dies fiel mir erst auf, als ich Neulich auf einer Rechnung dies zufällig entdeckte.
Darauf hin rief ich die Hotline von o2 an.
Der Mann an der Hotline erklärte mir das man den Rabatt nicht verlängern könne und räumte ebenfalls ein das manche seiner Kollegen mit Absicht so beraten und baat mir stattdessen an ich könne ja meinen Vertrag erneut verlängern, sobald mein Rabatt wegfällt.
Ich fühle mich von o2 veräppelt und würde am liebsten die Verlängerung rückgängig machen und kündigen , waere aber auch damit zu Frieden, wenn man mir den Rabatt wenigstens die volle Vertragslaufzeit gewährt wird.
Daher meine Frage, ob es irgendeine Möglichkeit gibt eins meiner „Ziele" durchzusetzen und wenn ja wie ?
Vertrag Problem Vertrag Vertragsverlängerung
Es gilt, was zwischen Ihnen und dem Mitarbeiter von o2 telefonisch vereinbart wurde. Gegenüber einem Verbraucher gilt Schweigen auf eine Bestätigungsmail nicht als Zustimmung.
Es kann sein, dass in den allgemeinen Geschäftsbedingungen von o2 etwas anderes steht.
Aber dann müsste die Geltung der allgemeinen Geschäftsbedingungen anlässlich des Telefonats wirksam vereinbart worden sein. Und selbst wenn dies der Fall wäre, kann sich o2 nicht auf den Inhalt einer Bestätigungsmail berufen, wenn der Inhalt des Telefonats bewusst falsch wiedergegeben wurde.
Es kommt also auf den Inhalt des Telefonats an, bei dem der mündlich Vertrag verlängert wurde.
Nach § 312d Absatz 1 BGB in Verbindung mit Art. 246a § 1 Absatz 1 Nr. 5, § 3 Satz 1 Nr. 3 EGBGB hat der Unternehmer dem Kunden bei telefonisch geschlossenen Verträgen über die pro Abrechnungszeitraum anfallenden monatlichen Gesamtkosten zu informieren. Dies kann durch eine E-Mail erfolgen (Art. 246a § 4 Absatz 3 EGBGB). Es handelt sich hier um eine reine Information. Vertragliche Pflichten werden hierdurch nicht begründet.
Üblicherweise werden Telefonate, bei denen Verträge über Call Center geschlossen oder verlängert werden, zu Beweiszwecken aufgezeichnet.
Sie haben allerdings keinen Rechtsanspruch darauf, dass Ihnen der Mitschnitt zugänglich gemacht wird.
In einem Rechtsstreit müsste o2 nachweisen, dass Sie sich (angeblich) mit einer Rabattierung von nur zwei Jahren anlässlich des Telefonats einverstanden erklärt haben. Sie sollten o2 daher auffordern, Ihnen den Telefon-Mitschnitt zugänglich zu machen, und androhen, dass Sie anderenfalls für die volle Vertragslaufzeit nur die rabattierten Gebühren zahlen, sowie dass o2 - falls das Unternehmen die höheren Gebühren von Ihnen gerichtlich geltend machen will - gezwungen ist, eine entsprechende mündliche Vereinbarung auch in einem Gerichtsprozess nachzuweisen, indem es den Audio-Mitschnitt dem Gericht zur Verfügung stellt.
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